O OZ s. bel vier Sonniagen und Samstag=Sonntag Wenn das Erscheinen der ./7. Juli 1933 werden.—. Geschäftsitelle geöfnet von 8 bis 13 und von 145 bis 19 Udr, von 11 bis 12 Udr.— Sprechstunden der Redaktion von( Ggngut) 16 bis 17 Uhr(außer Samstags).— Postscheckkonto Dortmund 1760(Weuer“ Verlag und Druck: Laupenmühlen& Dierichs in Bochuu B T freise für 1 um Höhe in 22 mm Breite.5 Pf. n 78 mm Breite 50 Pf. im Textteil. Familienzesuche 6 Pf., Vereinsanzeigen(die nicht der #nen) 7 Pf., kleine einspaltige Anzeigen(Stellenvater Ari) 8 Pf., Anzeigen im Vereins= oder # Textieil 10 Pf., Auskunft= und Offertengebühren 25 Pt. Eine Bedingungen in unserer Preisliste Nr. 4. Nachlaßstafsel B. #caluß der Anzeigenannahme für die sechsmal wöchentlich, frühmorgens erscheinende Zeitung um 16 Uhr des Vortages. Für Anzeigen, die durch Fernsprecher aufgegeben werden, kann keine Gewähr übernommen werden. Hauptgeschäftsstelle: Rathausplatz 8. Anruf 67551, 52, 53 Londoner Enthüllungen Keirn=Tommundlert=eie Welltt Hilferuf Abessiniens an Amerika— London drängt in Daris auf Entscheidung Meldungen von einem Militärabkommen Frankreich—Itatien Berlin, 5. Juli. Von unserer Berliner Schriftleitung. Die ernste Situation in der europäischen Politik verbietet es, ironisch zu werden. Sonst müßte man nach der Einigkeit der sogenannten„Stresa=Front“ fragen. In Stresa wurde an die Heiligkeit der Völkerbundseinrichtung appelliert. Knappe Monate später dreht sich Sinnen und Trachten der Großmächte im Völkerbund darum, einen neuen Austritt aus dem Genfer Bund zu verhindern. Die Vermittlerrolle Großbritanniens im abessinischen Konflikt hat trotz ihrer guten Absichten die Möglichkeit des Austritts Italiens aus dem Bunde immer stärker in den Bereich der Möglichkeit gezogen. Afrika kommandiert sozusagen im Augenblick die europäische, zum mindesten die Genfer Politik. Haile Selassies Hilferuf an Amerika Der abessinische Kaiser Haile Selassi hat noch gestern an die Vereinigten Staaten als die Urheber des Kellogg=Paktes appelliert. Die amerikanische Regierung unter dem Vorsitz des Präsidenten Roosevelt trat bereits am Freitag nachmittag zusammen, * um zu dem abessinischen Appell Stellung zu nehmen. Staatssekretär Hull trug den abessinischen Hilferuf vor. Eine Entscheidung fällte der amerikanische Kabinettsrat noch nicht, doch gab Roosevelt die Erklärung ab, daß die Entscheidung baldigst bekanntgegeben werden solle, damit nicht eine Verzögerung Unklarheiten in den europäischen Hauptstädten über die Washingtoner Einstellung hervorrufe. Abessinien ist jedenfalls entschlossen, auf Grund des Kriegsächtungspaktes die Unabhängigkeit seines Territoriums zu verteidigen, denn es weiß, daß das Ende der Regenperiode leicht kriegerische Auseinandersetzungen mit Italien bringen kann. Die Ergebnislosigkeit der römischen Verhandlungen des britischen Ministers Eden und besonders die Zurückweisung des britischen Ausgleichsversuches durch Abtretung britischen Kolonialbesitzes an Abessinien hat die Kriegsentschlossenheit Italiens bewiesen. Als letzes Ausgleichsmittel beruft sich daher Abessinien nunmehr auf den Kellogg=Pakt und versucht, ihn in Bewegung zu setzen. Er wurde im Jahre 1927 von Deutschland, den Vereinigten Staaten, Frankreich, Belgien, der Tschechoslowakei, von Großbritannien, Italien, Japan und Polen unterzeichnet. Nur mit friedlichen Mitteln dürfen nach dem Wortlaut des Vertrages Streitigkeiten geregelt werden. Der Krieg ist geächtet, aber leider enthält das Abkommen nichts über die Mittel, mit denen eine kriegerische Auseinandersetzung verhindert werden kann. Hier wird sich also zum ersten Male die mehr oder minder weitgespannte Zweckdienlichkeit ideeller internationaler Kollektivabkommen zu beweisen haben. Ein immerhin interessanter Beitrag zur Paktomanie und zu jenem kollektiven System französischer Prägung, das ebenso wie der Völkerbund jetzt seinen Besähigungsnachweis zum ersten Male praktisch zu erbringen hat. schiedenen Verträgen festgelegten Interessen berührt würden. Nichtsdestoweniger scheint man in London die Hoffnung auf eine friedliche Beilegung des Konflikts noch nicht aufgegeben zu haben. Jedenfalls will sich Großbritannien an wirtschaftlichen Sanktionsmaßnahmen gegen Italien im Notfalle nur beteiligen, wenn der Völkerbund von sich aus einen derartig schwerwiegenden Entschluß faßt. Auf eigene Kosten jedoch die Völkerbundsautorität zu stützen, lehnt Großbritannien ab, da es nach Auffassung der gut unterrichteten Presse nur eine kollektive, nicht aber eine individuelle Verantwortung trägt. Militärpakt Paris— Rom? Grundsätzlich aber klingt aus allen Londoner Pressebetrachtungen ein offensichtliches Mißtrauen gegenüber Frankreich durch, das noch durch eine Pariser Meldung des„Daily Expreß" verstärkt wird. Das Blatt will aus vorzüglicher Quelle erfahren haben, daß Frankreich weitreichende militärische Vereinbarungen mit Italien abgeschlossen habe. Diese Vereinbarungen stellten eine Verteidigungslinie her, die sich vom Rhein bis zum Brenner erstrecke, und ließen die französisch=ttalienische Grenze reichlich entblößt von Truppen. Sie seien in der letzten Woche in Rom in aller Stille von Generalstabschef General Gamelin und dem italienischen Generalstabschef Marschall Badoglio abgeschlossen worden. Unter den mehrfachen Zugeständnissen Frankreichs befinde sich auch die Anerkennung der italienischen Souveränität über die kleine Felseninsel Dumehra in der Meerenge von Bab el Mandeb. Die Italiener arbeiteten Tag und Nacht daran, um die Insel in ein „Gibralkar des Rot en Meeres“ zu verwandeln. Laval habe sich jetzt nach längerem Schwanken endgültig für Italien entschieden. Die Straße von Bab el Mandeb am Ausgang des Roten Meeres war bisher nur von Großbritannien beherrscht, da hier eine der Schlüsselstellungen des Seeverkehrs nach Ostindien durch den Suezkanal liegt. Von zuständiger französischer Stelle wird jedoch daran erinnert, daß die Abtretung der Insel Dumehra nicht erst jetzt beschlossen, sondern bereits im römischen Abkommen vom Januar ausgesprochen worden sei. prompt ein Dementi Paris, 5. Juli Wie nicht anders zu erwarten war werden die von englischen Blättern gebrachten Meldungen über ein französisch=italienisches Militärbündnis von hohen Beamten des Quai’Orsay energisch dementiert. Der französische Generalstabschef habe gar keine Vollmacht zum Abschluß von Verträgen gehabt. Es sei anzunehmen, daß General Gamelin in Rom mit dem italienischen Generalstabschef gewisse technische Einzelheiten eines auf Grund des Locarnopakts(!) vielleicht einmal möglich werdenden italienisch=französischen Zusammenwirkens auf militärischem Gebiet durchgesprochen habe. Der Hinweis auf den Pakt von Locarno beweist, daß trotz des Dementis zwischen Frankreich und Italien militärische Verabredungen getroffen wurden. Das französische Dementi schafft die Sache also nicht aus der Welt. „Mit Hitler selbst zu sprechen ant Vorleithaftesten Der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses der französischen Kammer erneut für unmittelbare deutsch=französische Verhandlungen England fordert klare Antwort von Frankreich Weiter wird bekannt, daß Großbritannien eine grundsätzliche Note an Frankreich gerichtet hat, in der die Londoner Regierung eine gütliche Auseinandersetzung über alle schwebenden Fragen versucht. Mittelpunkt ist auch hier der abessinische Konflikt. England erbittet von Frankreich Aufschluß über seine Wünsche hinsichtlich der Landrüstung, hinsichtlich des Ostpaktes und hinsichtlich des Marinebaupro= gramms. Der britische Botschafter hat das Schriftstück seiner Regierung gestern im französischen Außenministerium übergeben. Frankreich will nicht recht mit der Sprache heraus. Laval soll sogar erklärt haben, daß er einen Mißerfolg der Schlichtungsabsichten im abessinischen Konflikt keinesfalls mit der Völkerbundspolitik an sich identifiziert wissen will. Nach Auffassung des französischen Außenministers sei es heute zu spät, die Sanktionsklauseln des Völkerbundes nach dem britischen Vorschlag in Anwendung zu bringen, nachdem Frankreich immer wieder auf die Stärkung dieser Artikel hingearbeitet habe. Diese Mitteilungen französisischer Blätter zeigen, daß sich Frankreich an Italiens Politik schon ziemlich gebunden fühlt, und darüber ist sich natürlich auch die britische Regierung im klaren. Laval soll Italien freie Hand für Abessinien gewährt haben Anderseits läßt selbstverständlich die englische Diplomatie nichts unversucht, um Frankreich die Schuld an einer etwaigen kriegerischen Austragung des Abessinienkonflikts zwischen Italien und Abessinien in die Schuhe zu schieben. So bringt heute der„Daily Telegraph“ die aufsehenerregende Nachricht, daß dem zwischen Laval und Mussolini im Januar abgeschlossenen Vertrag über die französischen und italienischen Interessen in Nordafrika eine Geheimklausel angehängt worden sei, worin sich Frankreich in Abessinien bis auf die Zone an der französischen Eisenbahn von Dschibuti nach Addis Abeba für desinteressiert erkläre, und daß Mussolini dies als die Gewährung freier Hand in Abessinien durch Frankreich auslege. Großbritannien sei in dieser Sache nicht befragt worden, obwohl dadurch seine in verdnd Paris, 5. Juli. Der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses der Kammer, Bastid, der sich vor einigen Tagen dem Vertreter der radikalsozialistischen„République“ gegenüber für unmittelbare deutsch=französische Besprechungen einsetzte, hat jetzt seine Auffassung einem anderen Pariser Pressevertreter gegenüber wiederholt. Er wurde von einem Vertreter des„Petit Journal“ gefragt, ob er Anhänger unmittelbarer deutsch=französischer Besprechungen sei. Bastid anwortete: Ich bin es immer gewesen, zu allen Zeiten und unter allen Regierungen. Ich bin der Ansicht, daß Besprechungen mit Hitler, der die überwältigende Mehrheit Deutschlands vertritt, fruchtbar sein können. Diese Besprechungen hätten zweifellos unter günstigeren Umständen erfolgen können, wenn wir schon vor langer Zeit die Initiative dazu ergriffen hätten. Aber ich glaube, daß, je länger wir warten würden, diese Besprechungen um so mehr Schwierigkeiten mit sich bringen könnten. Ich weiß sehr wohl, daß diese Besprechungen zu einer heiklen Zeit stattfinden würden. Aber nach den Londoner Verhandlungen kann niemand eine derartige Fühlungnahme als einen Frevel oder als etwas Unheilvolles bezeichnen. Es handelt sich vor allen Dingen nicht darum, eine grenzenlose Verbrüderung ins Auge zu fassen, die zu einer sofortigen Abrüstung führen könnte. Ich glaube, daß die tatsächliche Abrüstung sich nur aus einer sehr langen Erfahrung der deutsch=französischen Annäherung ergeben kann. Das ist ein Grund mehr dafür, sich schnell an das Werk der Entspannung zu machen. Das vorteilhafteste wäre, so glaube ich, mit Hitler selbst zu sprechen. Infolge seiner Autorität würden die Besprechungen mehr Wert haben. Uebrigens ist Laval, wie er bei besonderen Gelegenheiten betont hat, sehr an einer Annäherung an Deutschland gelegen. Der französisch=sowjetrussische Vertrag berührt nicht das Locarno=Abkommen und man kann uns nicht hindern, uns mit allen Völkern gutzustellen. Zwischen Deutschland und Sowjetrußland besteht ein sozialer und doktrinärer Streit. Er geht uns nichts an. Ich für meinen Teil bin für eine deutsch=französische Annäherung aus Gründen des allgemeinen Interesses am Frieden und aus rein französischen Gründen, denn ich glaube, daß diese Einigung unseren beiden Ländern dienen könnte. Heute Scheidungsprozeß der Königin von Griechenland dnb Bukarest, 5. Juli. Am Samstag findet vor dem Bukarester Appellationsgericht der Ehescheidungsprozeß der früheren Königin von Griechenland statt. Der frühere König Carol wird bei der Verhandlung weder anwesend noch vertreten sein. Es ist auch alles schon so weit geregelt, daß das Scheidungsurteil nach Erfüllung der unumgänglich notwendigen Formalitäten verkündet wird. Das Gericht wird die Scheidung wegen Verlassens des ehelichen Heimes durch den König aussprechen. Die Scheidung selbst wurde schon vor einiger Zeit in einem Kronrat beschlossen, dem Außenminister Titulescu beiwohnte. Die Vermögensverteilung fand bereits vor sechs Wochen statt. Joldatengeilt der Tfüchttreue und Kameradschalt Ein Wort zum Reichskriegertag von Oberst a. D. Reinhard, Bundesführer des Kyffhäuserbundes Heute zeigen sich die alten Soldaten des Kyffhäuserbundes in Kassel. Es ist mir eine Freude und Ehre, diesen größten Bund der ehemaligen Soldaten zu führen, die durch das Band der Kameradschaft und der Kampfgemeinschaft im Großen Kriege unter dem Symbol des Kyffhäusers zusammengeschlossen sind. Die wertvolle Kraft dieses Soldatentums, das sich in den schweren Jahren der Nachkriegszeit den marxistischen Widersachern zum Trotz durch nationalen Glauben und hilfsbereite Fürsorge füreinander durchgekämpft hat, für das nun durch Adolf Hitler wieder wehrfrei gewordene deutsche Volk und Vaterland voll einzusetzen, ist mein höchstes Biel.„I,.schgfrienertas im OritSo soll auch dieser erste Reichstriegertag im Dritten Reich ein sichtbares Bekenntnis der drei Millionen ehemaligen Soldaten des Kyffhäuserbundes zu dem wehrhaften Staat Adolf Hitlers sein. Er soll dem einmütigen Dank der einstigen Waffenträger der Nation an den Führer, der dem deutschen Volke die Wehrfreiheit wiedergab, Ausdruck geben. Im Soldatengeist der Pflichttreue und Kameradschaft stehen wir Männer des Kyffhäuserbundes in der Arbeit für dieses Deutschland der Ehre, weil wir wissen, daß das Werk des Führers und seiner Partei die Grundlage in jenem Geiste fand, mit dem wir in den viereinhalb Jahren des Weltkrieges für Deutschland kämpften. Das verbindet uns untrennbar mit der Weltanschauung des Nationalsozialismus und dem neuen Die Hunderttausende, die heute Kassel zuströmen, sind nur ein kleiner Teil unseres großen Bundes. Aber wie sie hier stehen, Mann an Mann, freiwillig und freudig in dem starken Bekenntnis der Kameradschaft, so schlagen mit ihnen die Herzen von Millionen zu uns in Stadt und Land, überall, wo es deutsche Kriegerkameradschaften gibt. Alle feiern sie das große und zugleich verpflichtende Fest der Soldaten mit, das zum ersten Male wieder sichtbar unter dem Zeichen von Wehr und Ehr steht und dem der Führer den Wunsch mitgab, daß es zu einer machtvollen Kundgebung der Wehrfreiheit und der Volkseinheit werde. Wille und Tat zeichnen von jeher den Soldaten aus. Mannestum und Pflichtbewußtsein, sind sein höchster Einsatz. Ich weiß, daß auch der letzte Mann des Kyffhäuserbundes dieses Gut hütet und verwaltet, sonst stünde er nicht in unseren Reihen. Die Arbeit des Kyffhäuserbundes gilt dem Vaterlande, nichts ist ihm Selbstzweck. Wie wir Soldaten einst im Felde standen für dieses große Gemeinsame, so ist es geblieben in der Arbeit unseres Bundes: über allem steht Deutschland! Wir haben in dem anderthalb Jahrzehnt nach dem Kriege schwer um das Verständnis für unsere Arbeit gerungen. Wir alten Soldaten sind nicht müde geworden, immer wieder an dem Gewissen unseres Volkes zu rütteln. Wir empfinden es deshalb als das größte Glück, daß wir das neue soldatische Deutschland noch erleben durften und in ihm schaffen können, dank dem Werke unseres Frontkameraden Adolf Hitler. Scherl-Bilderdienst Der Führer in der polnischen Botschaft von Der Führer besuchte Ministerpräsident Göring in der Schorfheide dnb Berlin, 5. Juli Der Führer besichtigte Freitag vormittag in Begleitung des Ministerpräsidenten General Göring das Regiment„General Göring", das bei Zerpenschleuse an der Straße Berlin— Prenzlau Aufstellung genommen hatte. Nach einem Vorbeimarsch des motorisierten Regiments stattete der Führer dem Ministerpräsidenten und seiner Gattin in Karinhall in der Schorfheide einen Besuch ab. Abgesagt dnb Berlin, 5. Juli Das für den 6. und 7. Juli auf Burg Saaleck bei Bad Kösen in Aussicht genommene Reichstreffen des Reichsverbandes der Baltikumkämpfer, Vereinigung ehemaliger Grenzschutz= und Freikorpskämpfer, ist auf Veranlassung des Reichsund preußischen Ministers des Innern abgesagt worden. „Fensterputzer“ an der Arbeit Einbruchsdiebstahl in einer Hauptverkehrsstraße von Paris Paris, 5. Juli. Ein ungewöhnlich frecher Einbruchsdiebstahl wurde Freitag nachmittag in einer stark belebten Straße zwischen Börse und Oper verübt. Drei angebliche Fensterputzer machten sich während der Mittagspause in einem Juwelierladen daran, die Schaufenster des Geschäftes zu reinigen. Sie waren zunftmäßig mit Leitern, Eimern, Wasser und sonstigen Reinigungsgeräten ausgerüstet. Zwei der„Fensterputzer" wuschen ganz gemütlich die Fenster. Der dritte erbrach in dieser Zeit, von einem großen Holzbrett, das sie mitgebracht hatten, gedeckt, die Ladentür und stahl für etwa 50000 Mark Edelsteine und Broschen. Sodann gingen die drei in aller Ruhe in ein benachbartes Kaffeehaus, wo sie Bier tranken. Ohne Mitnahme ihres Handwerkszeuges sind sie darauf verschwunden. Erst als der Eigentümer des Ladens vom Essen zurückkehrte, wurde der Einbruch bemerkt. Von den Tätern hat man bisher keine Spur gefunden. Sie haben lediglich viele Fingerabdrücke an der Schaufensterscheibe zurückgelassen. Seite 2 Nr. 156 7 Bochumer Anzeiger 4 Samstag Sonntag,./1. Juli 1933 Italienischer Botschafterwechsel in Berlin, Paris und Moskau nbd Rom, 5. Juli Nach einer amtlichen Mitteilung der Agenzia Stefani steht ein Wechsel in der Leitung der italienischen Botschaften von Berlin, Paris und Moskau bevor. tritt an die Stelle des Botschafters in Berlin, Cerutti, der nach Paris versetzt wird, der gegenwärtige Botschafter in Moskau, Attolico. Botschafter Pignatti verläßt Paris und übernimmt den seit Monaten vakanten Botschafterposten beim Heiligen Stuhl. Der Botschafter von Madrid, Raffaele Guariglia, wird in das Ministerium berufen und durch Pedrazzi ersetzt werden. Die Leitung der italienischen Botschaft in Moskau geht an Baron Pietro Arone di Valentino über. Ranenverstartrseine Srestrentkäste dnb Rom, 5. Juli. Der Oberste Ausschuß der italienischen Admirale hat seine außerordentliche Tagung am Freitag unter dem Vorsitz Mussolinis abgeschlossen. Die Beratungen des Ausschusses, dem zehn Admirale, darunter auch der Herzog von Genua, angehören, betrafen nach einer amtlichen Mitteilung verschiedene Maßnahmen zur Erhöhung der Leistungsfähigkeit der italienischen Seestreitkräfte. Ueber 150 Todesopfer des amerikanischen Unabhängigkeitsfeiertages. Newyork, 5. Juli. Der amerikanische Unabhängigkeitstag, der höchste Feiertag in den Staaten, hat diesmal eine besonders hohe Zahl von Menschenleben gefordert. Die Gesamtzahl der Toten wird bereits mit über 150 angegeben. Dabei ist die Zahl der Personen, die durch Feuerwerksexplosionen ums Leben gekommen sind, gegenüber den Todesopfern von Verkehrsunfällen nur unbedeutend. In Newyork wurden ferner 30 Personen dadurch verletzt, daß eine Dampffähre übermäßig stark gegen ihren Landungssteg anstieß. In St. Louis entstand in einem in der Nähe des Mississippi gelegenen Lagerhaus ein Brand der bald auf die hölzernen Verladerampen in der Nähe der großen McKinley=Brücke übergriff, so daß der ganze westliche Brückenkopf gefährdet ist. Die #erwehr bemüht sich, den Brand auf seinen Herd zu beschränken und die Brücke zu retten. In der polnischen Presse wird das Ergebnis des Ministerbesuches in Berlin allgemein mit großer Befriedigung verzeichnet. Es wird u. a. festgestellt, daß das deutsch=polnische Abkommen seine Lebensfähigkeit bewiesen habe und daß der Besuch Becks durchaus als ein Erfolg zu betrachten sei. Paris sagt: Minister Dr. Gürtner und Dr. Freisler über die neuen Strafrechtsnovellen Suhns unm Sicherungere Seiter Zweck des neuen Strafrechts anb Berlin, 5. Juli. Reichsjustizminister Dr. Gürtner und Staatssekretär Dr. Freisler erläuterten am Freitag im Rahmen eines Presseempfanges die Gesichtspunkte, die zur Einbringung der vom Reichskabinett in seiner letzten Sitzung verabschiedeten zwei Strafrechtsnovellen führten. Die beiden Gesetzesvorlagen verwirklichen bekanntlich in einer Reihe grundsätzlicher Fragen nationalsozialistische Forderungen,..„„ 6 Krtn:r zing im kein Reichsjustizminister Dr. Gürtner ging in seinen Darlegungen zunächst auf das Gesetz zur Aenderung des Strafgesetzbuches vom 26. Juni 1935 ein. Das Gesetz soll in vorsichtiger Vorwegnahme einiger Gedanken der künftigen Gesamtreform die Umstellung des Strafrechtes auf den Geist des neuen Staates in Fortsetzung des durch die drei voraufgegangenen Novellen von 1933 und 1934 beschrittenen Weges um ein weiteres Stück vorwärtstreiben. Das neue Gesetz gibt dem Richter die Möglichkeit, bei der Aburteilung einer Tat über die Grenzen der gesetzlichen Tatbestände hinauszugehen. Entscheidend für die Anwendung dieser Möglichkeit darf aber nicht die Willkür des Richters sein, sondern die völkische Rechts= und Friedensordnung, die aus den im Strafgesetz niedergelegten Rechtsgedanken und aus dem gesunden Volksempfinden erkennbar ist. Zusammenhang mit der Einführung der Analogie im Strafrecht wird auch die Vorschrift über die zeitliche Geltung der Gesetze neu geordnet. Dabei ist an der grundsätzlichen Nichtrückwirkung der Strafgesetze festgehalten, aber die bisher zwingend vorgeschriebene Rückwirkung des milderen Strafgesetzes künftig in das pflichtgemäße Ermessen des Richters gestellt. Die zweite grundsätzliche Neuerung erstrebt die Verhütung ungerechter Freisprechungen durch Zulassung der Wahlfeststellung. Bisher konnte ein Täter nur dann bestraft werden, wenn alle gesetzlichen Merkmale einer bestimmten Strafvorschrift nachgewiesen waren. Bisweilen läßt sich aber der Sachverhalt nicht vollkommen aufklären. Das neue Gesetz läßt in solchem Falle Verurteilung auf Grund der sogenannten Wahlfeststellung ausdrücklich zu. Der Täter soll dann künftig aus den mildesten der in Betracht kommenden Strafgesetze verurteilt werden. Reichsjustizminister Dr. Gürtner befaßte sich dann eingehend mit den einzelnen bereits veröffent200000 kommen zum 5. Reichskriegertag Die allen=Solbalenin=Kaßfel Kameradschaftlicher Gruß des Führers Kassel, 5. Juli Der 5. Deutsche Reichskriegertag in Kassel wurde unter Leitung des Pressechefs des Kyffhäuserbundes, Hauptmanns a. D. Rogge(Berlin), durch eine Pressetagung eingeleitet, die einen Begriff von der gewaltigen Kundgebung des Kyffhäuserbundes vermittelte, in deren eine Zeichen Kassel am Samstag und Sonntag stehen wird. Der Führer und Reichskanzler Adolf Hitler hat in einem Geleitwort folgendes zum Ausdruck gebracht: Hartburger= Raurehr unungerracft Für die Kleine Entente bedeute die Wiedereinsetzung der Habsburger sogar einen Kriegsfall „Den zum 5. Reichskriegertag in Kassel versammelten alten deutschen Soldaten entbiete ich in kameradschaftlicher Verbundenheit meine herzlichen Grüße. Der alte Soldatengeist der Pflichttreue und der Kameradschaft hat im Deutschen Reichskriegerbund„Kyffhäuser“ immer eine zuverlässige Pflegestätte gehabt. Er hat in der Reichswehr weitergelebt und nun in der neu erstandenen Wehrmacht seinen alten großen Wirkungskreis wiedergefunden, von wo aus er das ganze deutsche Volk wieder erfassen wird. So möge denn der 5. Deutsche Reichskriegertag zu einer machtvollen Kundgebung der Wehreiheit und d 7 dnb Paris, 5. Juli Ministerpräsident und Außenminister Laval hatte am Freitag eine Unterredung mit dem südsläwischen Gesandten in Paris, Spalaikowitsch. In gut unterrichteten Kreisen nimmt man an, daß die Aufhebung der Habsburger=Gesetze in Oesterreich Gegenstand der Unterredung gewesen ist. Man erinnert in diesem Zusammenhang an die Erklärung des französischen Außenministers vom 15. März vor den Parlamentsausschüssen. Damals betonte Laval, daß sich in der Frage der Wiedereinsetzung der Habsburger die Politik Frankreichs mit der der Kleinen Entente decke. Diese Haltung der französischen Regierung, so hebt man in Pariser politischen Kreisen hervor, habe sich nicht geändert. Die Rückkehr der Habsburger sei unter den gegenwärtigen internationalen Umständen unangebracht. Sie könnte geeignet sein, in Mitteleuropa eine Atmosphäre zu schaffen, die das Zustandekommen eines Donaupaktes nicht erleichtere. Der Donaupakt sei aber ein Hauptteil der europäischen Befriedung, an der die französische Politik arbeite. In der Pariser Presse findet selbstverständlich die Möglichkeit einer Rückehr der Habsburger nach Endes zur Wiederherstellung der Monarchie in die Hand zu geben. So werde die Angelegenheit in den Nachfolgestaaten der Doppelmonarchie, in Prag, Bukarest 5 Trptuggurbrerse Wrin.„ 2, Helg; und Belarad ausgelegt werden. Das sei auch gar nicht und Frontkämpfern aus allen Teilen des anders möglich, wenn man sich die Lage ohne Heuchere, rechnen die in Sonderzügen nach Kassel kon freiheit uno der Volkseinheit werden!" Die enge kameradschaftliche Verbundenheit des Kyffhäuserbundes mit der Wehrmacht kam bei der Generalprobe zu den sportlichen und militärischen Vorführungen der Kasseler Truppenteile eindrucksvoll zum Ausdruck. Zehn Reichswehrkapellen unter Oberleitung des Generalmusikdirektors Schmidt (Berlin) wirkten mit: die Anteilnahme der Kasseler Bevölkerung war beispiellos. Trotz trüben und regnerischen Wetters hatten sich etwa 100 000 Zuschauer eingefunden. Nach den bisherigen Anmeldungen ist mit einer Teilnahme von über 200000 Kyffhäuser=Kameraden Reiches zu und im Hinblick auf die Zukunft betrachte. Die Kleine Entente würde eine Wiedereinsetzung der Habsburger als einen Kriegsfall ansehen. Eine einfache Drohung mit der Wiederherstellung der Monarchie würde genügen, um bei der Kleinen Entente sofortige Mobilmachungsmaßnahmen auszulösen. Man wisse das in Wien, warum also spiele man so unüberlegt mit dem Feuer? Zita kommt noch im Sommer? dnb Wien, 5. Juli. Das Organ des Wiener Heimatschutzes, die„Oesterreichische Abendzeitung", veröffentlicht unter dem Titel „Die Kaiserin=Witwe kommt nach Oesterreich“ in großer Aufmachung die Meldung, daß Zita von Habsburg und ihre Kinder mit Ausnahme Ottos noch im der Habsburger nach Laufe dieses Sommers zu einem FerienOesterreich scharfe Ablehnung. Die Blätter sagen, den saufenthalt nach Oesterreich kommen und im entthronten Fürsten ihren Besitz wiederzugeben und Schloß Reichenau am Fuße des Rax=Gebirges in Nieihnen die Rückkehr nach Oesterreich zu erlauben, heiße, ihnen die materiellen und moralischen Möglichkeiten zur Förderung der monarchistischen Propaganda und letzten ipfern aus allen Teilen des Reiches zu rechnen, die in Sonverzugen, nach Kassel kommen. Trotz dieser hohen Zahl ist alles dafür vorbereitet, daß sämtliche Gäste in Kassel untergebracht und verpflegt werden. Der„Hilfszug Bayern“ ist mit seinen Großküchenanlagen, Sanitäts= und Operationswagen und die Pionierabteilung mit 35 Fahrzeugen eingetroffen, um die Verpflegung von 100 000 Teilnehmern durchzuführen. Alle Familien in Kassel und der näheren und weiteren Umgebung beherbergen einen oder mehrere alte Soldaten. 100000 Festtelnehmer werden in den Gasthäusern, den großen Festzelten und in den Familien verpflegt werden. derösterreich wohnen werden. Von zuständiger Seite wurde dazu erklärt, es sei amtlich von derartigen Plänen nichts bekannt. Die französische Presse beschäftigt sich ausführlich mit dem Meinungsaustausch zwischen dem Führer und dem polnischen Außenminister und stellt allgemein fest, daß Deutschland und Polen in den europäischen Hauptfragen eine gemeinsame Politik fortzusetzen bereit seien. Wie die Londoner Blätter melden, wird die englische Regierung in Kürze bekanntgeben, daß sie einen Ergänzungsvoranschlag in Höhe von fünf Millionen Pfund Sterling für die Luftstreitmacht einbringen wird. lichten neuen Gesetzen, die er an Hand von Rechtsbeispielen erläuterte. Zur jüngsten Strafprozeßnovelle führte er aus, daß mit ihr Lücken im Gesetze, die der Gesetzgeber nicht geschlossen hat, durch Anwendung und Erweiterung der von ihm ausgesprochenen Rechtsgedanken zu schließen sind. In verfassungsrechtlicher Beziehung bringt die Novelle ebenfalls eine wesentliche Neuerung. Während das Rechtsmittelgericht nämlich bislang, wenn nur der Verurteilte ein Rechtsmittel eingelegt hatte, das angefochtene Urteil nicht zuungunsten des Beschwerdeführers ändern konnte, kann in Zukunft der Richter des höheren Gerichts die Entscheidung so fällen, wie es dem Ergebnis der neuen Verhandlung und seiner Ueberzeugung entspricht. Der Minister hob sodann die Beschleunigung der Strafverfahren hervor, die mit der Novelle gesteigert worden ist, verwies auf die grundlegenden Aenderungen, die das Verfahren gegen Abwesende erhalten hat und die dem Bedürfnis nach baldiger Aufklärung der Tat und öffentlicher Brandmarkung des Täters ganz erheblich entgegenkommt.— Was die Wahrung der einheitlichen Rechtsprechung anbetrifft, so ist das Reichsgericht durch Gesetz an die früheren Entscheidungen seiner Senate gebunden. Wollte ein Senat von einem älteren Urteil abweichen, so war ein schwerfälliges Verfahren nötig. Die Wahrung der Einheit der Rechtsprechung ist jetzt großen Senaten übertragen worden, die eine schnelle Entscheidung gewährleisten. Ihnen können auch durch die erkennenden Senate und durch den Oberreichsanwalt Rechtsfragen von grundsätzlicher Bedeutung zur Entscheidung vorgelegt und so Zweifelsfragen alsbald geklärt werden. Gleichzeitig ist das Reichsgericht von der gesetzlichen Bindung an frühere, unter ganz anderen weltanschaulichen, politischen und wirtschaftlichen Voraussetzungen gefällte Urteile befreit worden. Im Anschluß hieran berichtete Staatssekretär Dr. Freisler über die im Reichsjustizministerium geleisteten Vorarbeiten zu den Gesetzen und leitete dann auf die weltanschaulichen Grundlagen der neuen Strafrechtsnovellen über: Der Nationalsozialismus hat in ernsten rechtspolitischen und wissenschaftlichen Auseinandersetzungen seine Grundanschauung durchgesetzt und ihr in den jetzt vorliegenden Novellen die gesetzliche Anerkennung verschafft. Für den Nationalsozialismus ist Volk, Volksführung und Staat nicht weltanschaulich neutral, sondern von ein und derselben, dem Volke arteigenen Grundanschauung beherrscht. Daher ist auch das nationalsozialistische Recht weltanschaulich gebunden, also kämpferisch. Eine solche Auffassung vom Recht kann Recht und Sittenordnung nicht als Nebeneinander beziehungslos dastehend betrachten, muß vielmehr das Recht als durch die völkische Sittenordnung bedingt und bestimmt betrachten. Für solche Anschauung handelt unrecht, wer den Pflichten zuwiderhandelt, die das gesunde Volksempfinden von ihm verlangen; und wer so handelt, ist strafwürdig. Diese Rechtsanschauung sieht also das Recht auf dem Boden des Volksgewissens wachsen. Sühne und Sicherung des Volkes sind somit Zweck des Strafrechtes. Die nunmehr Gesetz gewordene Strafrechtsnovelle führt diesen Gedanken in das deutsche Strafrecht ein. Staatssekretär Dr. Freisler würdigte sodann an Einzelbeispielen die vielseitigen Gesichtspunkte der vorgenommenen Strafrechtserneuerung und gab ein Bild von der jahrelangen ernsten Vorarbeit, die zu dieser Reform geleistet worden ist. Er schloß mit dem Hinweis, daß die jetzt erschienenen Novellen der teilweise Niederschlag dieser ernsten Erneuerungsarbeit sind. Sie wollen nicht bereits die Vollendung des neuen Strafrechts darstellen. Sie wollen aber bereits die Richtung aufzeigen, in der sich die Entwicklung vollziehen wird, und sie wollen einige bekenntnishafte Grundsätze des werdenden Strafrechts bereits in das Rechtsleben hineinstellen, um so der Rechtsprechung dazu zu verhelfen, sich in steter Arbeit organisch auf die Neuauslrichtung des deutschen Strafrechts einzustellen. „Rt. Miel del Talende Kund Uis. Denkwürdiges Jubiläum der Medizin— Der Mann, der die erlte Tollwut-Insektion erhielt Während man in Paris ernsthaft von der durch finanzielle Nöte und Mangel an Forschernachwuchs bedingten drohenden Schließung des PasteurInstitutes spricht, erinnert sich die Welt am 6. Juli der Tatsache, daß an diesem Tag vor 50 Jahren zum erstenmal die Pasteursche Tollwut=Insektion erfolgreich angewandt wurde. .. denn der Erste war— ich!“ Die stillen und schlichten Gebäude des Pasteur=Institutes sehen heute dunkel und von der Zeit abgenutzt aus. Die Gelehrten, die durch die breite Pforte in den Hof eintreten, sind wirklich nicht mehr die Jüngsten. Höchstens, wenn einmal eine ärztliche Kommission zu einer Besichtigung erscheint, sieht man hier jüngere Geschter.„# iner zm Dar faricht das Karte elsäffitDer alte Pförtner am Tor spricht das harte elsässische Französisch. Er führt uns durch das Haus, durch den Hof, durch die Anlagen des Pasteur=Institutes. Mitten auf dem Hof steht ein Denkmal: ein Hirte wurde hier in Bronze verewigt! Wir lesen am Sockel des Denkmals seinen Namen: Jupille und erinnern uns, diesen Namen in den Berichten über die Anfänge der Tollwutbekämpfung gelesen zu haben. Er soll der erste Mensch gewesen sein, der durch die Anwendung der Tollwut=Injektion gerettet wurde. Aber der Portier belehrt uns eines anderen:„„g i...#. „Der dort droben auf dem Denkmal ist der Zweite gewesen, denn der Erste war— ich!“ Eine Mutter sucht„einen gewissen Herrn Pasteur“. Und auf unsere erstaunte Frage erfahren wir, daß tatsächlich dieser Portier. Joseph Meister, im Juli 1885 das erste menschliche Wesen war, das der Tollwutimpfung unterzogen wurde. Er war der Sohn eines Bäckers in Steige. Er sollte— damals ein Junge von 9 Jahren— in Mensengutt Hefe einholen. Unterwegs wurde er von einem großen Jagdhund überfallen und 14 mal gebissen. Zwar bemühte sich der Landarzt, mit glühendem Eisen die Wunden auszubrennen, aber man hatte inzwischen festgestellt, daß der Hund tollwütig war. Die Mikroben hatten genug Zeit gehabt, inzwischen in das Bint einzubringen.,.n Nachnistza= in einer Zufällig sprachen am gleichen Nachmirrag in einer Kneipe des Ortes ein paar Studenten. von den Tierversuchen„eines gewissen Herrn Pasteur", der aber nicht einmal ein richtiger Arzt sei. Die Tierversuche jedoch hätten gegen die Tollwut großartige Erfolge aufzuweisen gehabt. In der gleichen Nacht fuhr die um das Leben ihres Kindes zitternde Mutter mit dem neunjährigen Joseph nach Paris, lief am nächsten Morgen von einem Hospital zum andern, bis ihr erst abends um 5 Uhr jemand sagen konnte, wo jener Pasteur zu finden sei... Gelingt es wirklich...? Im Hospital Pitié schüttelte man den Kopf, als die Mutter von jenem Zaubermittel des Pasteur sprach, auch Pasteur selbst— damals noch Lehrer in der Rue Ulm in Paris— war nicht restlos begeistert, sein bisher nur an Tieren erprobtes Mittel nun plötzlich einem Menschen injizieren zu sollen. Aber trotzdem trafen zwei Freunde Pasteurs(er selbst durfte es nicht machen, da er nicht Arzt war) eine Stunde später alle Vorbereitungen. Der kleine Joseph Meister, der nach allen Anzeichen rettungslos der Tollwut verfallen war, wurde in einem Hospital untergebracht. Pasteur wich in den folgenden Tagen und Nächten nicht vom Krankenlager des Knaben. Schließlich ging es um alles! Seine Sorge um das Kind erregte ihn so, daß er krank zusammenbrach und die Beobachtung des Knaben seinem Freund, Dr. Granger, überlassen mußte. Und nach drei Wochen verließ Joseph Meister wirklich gesund das Hospital! Im Oktober des gleichen Jahres erkannte die Akademie der medizinischen Wissenschaften endgültig und offiziell die Entdeckung des Tollwut=Serums an! „Nun ist wohl bald Schluß hier!“ Meister blieb mit Pasteur in Verbindung, der ihm später den Posten eines Pförtners am Pasteur=Institut verschaffte. Er sah stumm zu, als man Jupille das Denkmal setzte— er wußte es besser: Juville wurde im Oktober 1885 gerettet— er selbst am 6. Juli. Wenn man heute mit Joseph Meister über das Pasteur=Institut spricht, dann seufzt er. Das Institut lebt von Schenkungen und privaten Stiftungen, kein Staatszuschuß— wenigstens nicht regelmäßiger Natur — hilft ihm über die Krisenzeiten hinweg. Deshalb befürchtet man, daß die Gedächtnisfeier an die erste Rettung durch das erste und wichtigste Mittel, das Pasteur fand, zusammenfällt mit den ersten Vorzeichen des drohenden Endes einer Einrichtung, die für die ganze Welt von segensreicher Bedeutung war. Trotellor Albert Döderlein 75 Jahre In die i Reihe der in diesen Tagen Geburtstag feiernden Jubilare der medizinischen Wissenschaft rückte am 5. Juli auch der weltberühmte deutsche Gynäkologe Albert Döderlein ein, der sein 75. Lebensjahr vollendete. Als Sohn eines Regimentsarztes wurde er am 5. Juli 1860 in Augsburg geboren. Erst 1907 fand er die seinem überragenden Können würdige Wirkungsstätte als Universitätsprofessor in München und Direktor der bedeutendsten Frauenklinik der Welt. Döderlein hat sich als Begründer der gynäkologischen Bakteriologie und mit der Erprobung neuartiger Operationsmethoden(„Operationen ohne Messer" bei Krebsleiden und anderen Krankheiten) größte Verdienste um die medizinische Wissenschaft erworben, die in ihm mit Recht einen ihrer genialsten und erfolgreichsten Pioniere erblickt. Döderlein ist Mitglied und Ehrenmitglied zahlreicher in= und ausländischer geburtshilflicher und gynäkologischer Gesellschaften. Ein chorisches Gemeinschaftsspiel. Im Rahmen der Reichstagung der NS.=Gemeinschaft„Kraft durch Freude“ findet am 8. und 9. Juli in der Hanseatenhalle in Hamburg die Erstaufführung des Festspiels „Deutsche Heimkehr" statt, das im Preisausschreiben der Deutschen Arbeitsfront für ein großes nationalsozialistisches Massenschauspiel den ersten Preis erhielt. Unter der Leitung von Spielleiter Helmut Hansen werden über 2000 Werkschaffende das Spiel darstellen. Bictor Hugo zum Gedächtnis. Frankreich feiert in diesen Wochen in einer Reihe von Festen den 50. Todestag Victor Hugos. Um auch in Deutschland des großen französischen Nationaldichters zu gedenken, hat die Staatsbibliothek in den ihren Benutzern zugänglichen Räumen in einigen Vitrinen französische Erstausgaben, frühe deutsche Uebersetzungen seiner Werke und mehrere Originalbriefe Hugos aus ihrem Besitz ausgelegt. Von der großen Anzahl der Uebersetzungen des in Deutschland wohl am besten bekannten Werkes Hugos„Notre Dame de Paris“, liegt die erste deutsche Uebersetzung aus, die im gleichen Jahr wie das Original 1881 erschienen ist. Unter den zahlreichen poetischen Uebersetzungen der Hugoschen Lyrik ragen die von Freiligrath und Geibel hervor. Opernuraufführung in Duisburg.„Lord Savilles Verbrechen“, eine Oper des jungen Komponisten Joachim Therstappen, wird in der kommenden Spielzeit in Duisburg zur Uraufführung gebracht. Eine Duisberg=Gedächtnis=Stiftung. Anläßlich der 48. Hauptversammlung des Vereins deutscher Chemiker in Königsberg wurde auf der Hauptsitzung, die von rund 1000 Personen besucht war, die Duisberg= Gedächtnis=Stiftung bekanntgegeben, die der besten Leistung des Chemiker=Nachwuchses verliehen werden soll. Die Stiftung, die dem Verein deutscher Chemiker von der IG. Farben zum Andenken an den verstorbenen Pionier der deutschen chemischen Industrie, Geheimrat Dr. Carl Duisburg, zur Verfügung gestellt worden ist, erbringt alljährlich ein Stipendium in Höhe von 1000 RM. und wird dem jungen Chemiker verliehen, der an einer der Hochschulen Göttingen, Jena oder München studiert und nach dem Urteil der dorkigen Chemieordinarien die beste wissenschaftliche Leistung des Jahres vollbracht hat. Der Führer beglückwünscht Geheimrat Stalling in Oldenburg zum 70. Geburtstag. Der Führer und Reichskanzler hat dem Geheimen Kommerzienrat Heinrich Stalling in Oldenburg zu seinem 70. Geburtstag am 5. Juli 1935 seinen herzlichen Glückwunsch übermittelt und ihm aus diesem Anlaß in Anerkennung seiner Verdienste als Verlagsbuchhändler die Goethe=Medaille für Wissenschaft und Kunst verliehen. Hauptschriftleiter: Dr. Paul Dierichs. Stellvertreter: Hans Schulte. Verantwortlich für Politik: I. V. Fritz Schmidt, Kommunalpolitik u. Stadtteile: I. V. Kurt Törnemann, Lokales: Hans Schulie. Kulturpolitik und Untervaltung: Dr. Josef Schwermann Feuilleton: Dr. Emil Strodl= dofs, Wirtschaft: Fritz Schmidt, Sport: t. V. Hans Schulte, Gerichtsdienst u. Briefkasten: Max Flegel Provinz: Kurt Dörnemann, Anzeigen: Kurt Scholz. sämtlich in Bochum. Berliner Redaktion: Michael Haupi Berlin Sw 68. Wilhelmstr. 98. Anruf: Jäger 4115 u. Karlshorst 0340. Berliner Anzeigenvertretung: F. W. Pemve, Berlin=Charlottenburg, Uhlandstr. 194. Anruf C i Steinvl. 6813. Verlag und Truck: Laupenmühlen&a Dierichs in Bochum. Ruf 67551, 52, 53.— DA. VI. 35: über 24.800. Sprechstunden der Redaktion 16—17 Uhr(außer Samstags). Für unverlangte Einsendungen keine Haftpflicht Rücksendung nur dei Rückvorto Die heutige Nummer umfaßt 28 Seiten Seite 3 Nr. 156; Bochumer Anzeiger" Samstag Sonntag,./7. Juli 1933 Son alten=Eägell die Wochum inks: Adolf Hitler 1932 bei der Ankunft zu, der großen Kur n Bochumer Stadion; zu seiner Linken Gauleiter Josef Wagn ßen Kundgebang echts: Vorbeimgsintz, wnach rechziss Reischsführer SS. hef des Stabes Lutze. An der Spitze der vorbeimarschierenden SA. Stanartenführer Hüning. Aufnahmen: Rosenkranz(Hattingen) Bnschanc WESTFALEN SOO # r P SSchumf grast Adolf Hitlers politische Soldaten! Wie der Reichsparteitag für das Reich, sind die Gautage für den Gaubezirk Höhepunkte des polltischen Lebens. Nach wie vor steht die Partel in Frontstellung; denn mit der Erringung der politischen Macht ist ihr Kampf nicht abgeschlossen. Er muß weitergeführt werden, damit die nationalsozialistische Idee alle Lebensbereiche ertaßt und alle Volksgenossen Ihr Tun und Handeln nach ihr ausrichten. Am Gautage soll daher Rechenschaft gegeben werden über die bisherige Arbeit, nicht Im Sinns einer selbstgefälligen Erfolgsbilanz, sondern in der Betonung des Leistungswillens für das Werk des Führers und Kanzlers. Ihm und damit dem deutschen Volke gilt das erneute Treugelöbnis der ruhr- und sauerländischen Nationalsozialisten, die durch das Erlebnis des Gautages mit neuer Tatkraft erfüllt werden. Der dieslährige Gautag findet an traditionsreicher Stätte, am Sitze des Gaues, In Bochum statt. Von hier nahm die Bewegung in Westtalen Ihren Ausgang. In schwerem Ringen istes gelungen, die schattende, damals durch kapitalistische und Klassenkampfparolen zerrissene Bevölkerung für den Nationalsoziallsmus und damit für die deutsche Volksgemeinschaft zu gewinnen. Heute ist die Stadt Bochum die Hochburg des Nationalsozialismus, da sie die deutsche Großstadt ist, in der bei der Volksabstimmung im Vorjahre prozentual die meisten JaStimmen für den Führer abgegeben wurden. Die Bochumer Bevölkerung nimmt freudig Antell am Gautag und grüßt die politischen Soldaten Adolf Hitlers. Heut“ wehen Hitler-Fahnen über allen Straßen! Dr. Piclum Oberbürgermeister Rulkurgerln,a,: tS:91l3 „Die kulturpolitische Sendung des Nationalsozialismus“, ein Vortrag von Prof. Dr. Minde=Pouet— Ibsens„Kronprätendenten“ im Stadttheater Mit einem starken Bekenntnis und kulturpolitischen Aufgaben, Methoden und des Nationalsozialismus wurde gestern abend im Stadttheater der Gautag der NSDAP. Westfalen Süd eröffnet. Mit den Farben der Bewegung und des Staates war das Haus, das die Menge seiner in Amtswalter=, „ und SS.=Uniformen erschienenen Besucher kaum zu fassen vermochte, auf das festlichste geschmückt. Sechzehn Pimpfe leiteten mit einem Weckruf auf Fanfaren und Landsknechtstrommeln die Tagung ein, und dann nahm Gauschulungsleiter Dr. Schwarzschulz das Wort zu einer kurzen Ansprache. Er begrußte den aus Schlesien herbeigeeilten Oberpräsidenten, Gauleiter und Staatsrat Josef Wagner, die Vertreter der Wehrmacht, unter ihnen den Kommandierenden General des Wehrkreises VI, Generalleutnant von Kluge, die Vertreter aus Kunst und Wissenschaft, die westfälische Dichterin Maria Kahle sowie die Vertreter der Staats= und Kommunalbehörden, der Bewegung und ihrer Formationen. Es sei kein Zufall, daß an dieser Stätte, an der die dramatische Kunst reifste und edelste Gestaltung erfahren habe, der Gautag eröffnet werde. Von jeher habe sich der westfälische Mensch den schönen und ernsten Künsten verbunden gefühlt und gerade ihm sei das Ibsensche Werk vom Siege des heimlichen Königs,„Die Kronprätendenten“ aus Herz und Seele geschrieben. Und so sei daher auch dieses Werk, das der Dichter 1867 begonnen und 1870, also in einer Zeit des Wiederzu den volksbildungs. gestellt. Politik und Kultur sind ihm Feige. feihlichen Zielen Brüder, sondern untrennhare Einheit, Ausorucksformen ein und derselben Idee. Seine Weltanschauung erstreckt sich nicht auf gewisse Spezialformen des öffentlichen Lebens, seine Weltanschauung will auf der ganzen Linie des öffentlichen und privaten Lebens umgestaltend und erneuernd wirken. Aehnlich hat es Nietzsche einmal gesagt, wenn er davon sprach, daß„Kultur die Einheit des künstlerischen Stils in allen Lebensäußerungen eines Volkes“ sei. Mehr als einmal hat es der Führer betont, daß er nach Eroberung der politischen Macht die weltanschauliche Erziehungsarbeit für die wichtigste Aufgabe halte. Kultur ist kein objektiver Bestand an gestalteten Formen. Kultur ist adlige Seelenhaltung und die aktive Bereitschaft, das Leben im Sinne eines Ideals immer wieder neu zu formen. Daher ist Kultur nicht mit dem Verstande zu schaffen, unerläßlich als Voraussetzung aber ist Charakter und artbewußtes Wesen. Und so gehört auch die Kunst als sichtbarstes Pyanomen schöpferischer Kulturleistung in den Kreis dieser Betrachtung. Sie läßt sich nicht befehlen, nicht aus dem Boden stampfen; sie muß organisch wachsen. Was heute nottut, nachdem die falschen Propheten einer kommunistisch=marxistischen und liberalistischen Kunstauffassung hinweggefegt sind, ist: das Volk reif machen zu den Begegnungen mit den höchsten Kulturgütern der Nation. Hier ist in der vergangenen Epoche viel gesündigt worbesteht kein Klassen= und kein Wertunterschied Theater durch das im vergangenen Jahre erlassene Reichsgesetz erlöst worden. Die Form ist geschaffen, den Inhalt zu geben, sind die Lebenden und die Kommenden berufen. Einen eindringlichen Appell, sich in den Dienst der neuen Volkskultur und der nationalsozialistischen Weltanschauung zu stellen, richtete Prof. MindePouet an die wissenschaftlichen Gesellschaften Deutschlands, von denen sich bisher nur die Kleistgesellschaft in den nationalsozialistischen Bildungsorganismus eingereiht hat. Die Kulturpolitik des neuen Reiches duldet und darf keine Kompromisse dulden, auch dann nicht, wenn sie sich vielleicht erst später restlos durchsetzt. Der Inhalt einer Revolution von den kopernikanischen Ausmaßen der nationalsozialistischen verwirklicht sich nicht mit ihrem Ausbruch, sondern erst in späteren Jahren. Der aber wird das Wort vom„Untergang des Abendlandes" zunichte machen, denn kraft der alles überwindenden stärke der Idee dürfen wir auch hier auf den Tag des Sieges hoffen. einem Sieg=Heil auf den Führer, ohne den die Stunde sgzzu vr. Tuner des Voltes Undb einem Sieg=Heil auf den Führer, ohne den die Stunde nicht denkbar sei und ohne dessen Kampf das Chaos in Deutschland herrschen würde, beendete der Gauschulungsleiter seine mit großem Beifall ausgenommenen Inschließend hielt der Vorsitzende der Kleistgesellschaft, Professor Dr. Minde=Pouet, seinen Vortrag„Die kultu politische Sendung des Nationalsozialismus". Der Nationalsozialismus, so führte er aus, hat ein neues Bildungsideal aufdem die Dichter des Volkes und deutscher Art Platz wieder eingenommen haben, werden sie und die Pflege alter klassischer Kulturtradition die besondere Beachtung und Förderung des Nationalsozialismus erfahren. Voraussetzung für die Wiedererweckung unseres klassischen Dramas ist die wesensgemäße Wiedergabe auf dem Theater. Es hat Bühnenleiter gegeben, die mit den zersetzenden Kräften der Vergangenheit paktiert, die Kunst verstümmelt und das Theater als Vergnügungsanstalt degradiert haben. Aus dieser Svbäre ist das Starker Beifall belohnte den Redner, und während noch die zielweisenden Worte in Ohren und Herzen nachklangen, verwandelte sich, vom Zwischenvorhang gedeckt, die Bühne in den Schauplatz des nordischen Dramas. Wir haben die ausgezeichnete Inszenierung und darstellerische Bewältigung des Riesenstoffes s. Zt. ausführlich digt. Mit dem Blute unserer Zeit hat Ibsen sein Kolossalgemälde geschrieben, das unter der Betreuung Dr. Saladin Schmitts seine kühnen, sagagewaltigen Farben beibehält und in seinem prophetischen Sinngehalt jeden nationalsozialistischen deutschen Menschen tief erschüttern muß. Und diese Wirkung, an der vom Intendanten herab bis zum einfachen Bühnenarbeiter nahezu alle Kräfte des Bochumer Schauspiels beteiligt waren, blieb nicht aus. Das vollbesetzte Haus dankte mit gebefreudigem Beifall und erlebte einen Abend bester Bühnenkunst, würdiger Auftakt für die im Zeichen ernster Arbeit an Volk und Vaterland anbrechenden Tage des Gautreffens. Dr. Stf. Der Straßenbahnverkehr der Innenstadt wird umgeleltet Anläßlich des Gautages am Sonntag, 7. Juli, wird der Straßenbahnverkehr im Stadtkern Bochum von 16.30 Uhr ab während der Dauer des Umzuges durch die Stadt und des Vorbeimarsches am Rathaus unterbrochen bzw. umgeleitet. .-.-Muthherr I. Wagner, der Kommand. General des Wehr reises VI, Generalleutnant von Kluge. Willens- und Wattenträger Zum Hautag der NIDRT. Weltfalen-Jüdk Wie der Nürnberger Parteitag zur größten Jahreskundgebung des im Nationalsozialismus geeinten deutschen Volkes geworden ist, so sind auch die Gautreffen der Partei in Süd, Nord, Ost und West lebendiger Ausdruck von Volksverbundenheit und Volkstum, wo auch immer sich deutsche Menschen im Zeichen und im Geiste Adolf Hitlers versammeln. Man muß— gerade als Nichtparteimitglied— den Kampf des Nationalsozialismus um Deutschlands innere Einigung nacherleben, um den großen und kleineren Kundgebungen der Partei mit ihrem geistigen Schneid und mit ihren entschlossenen Willensäußerungen gerecht zu werden. Nur aus der Würdigung des ungeheuren Kampfes der NSDAP. um Macht und Recht vermag der Außenstehende ein Verständnis dafür zu gewinnen, daß es bei solchen Treffen alter und bewährter Vorkämpfer nicht ohne scharfe, rückblickende Auseinandersetzungen mit der Vergangenheit und einer immer noch mäkelnden und meckernden Gegenwart abgehen kann. Die Probleme, die das nationalsozialistische Deutschland in ihrer ganzen Schwere beschäftigen, sind so grundsätzlich, daß matte Worte und be Seite 4 Nr. 156; Bochumer Anzeiger„ Samstag Sonntag,./7. Juli 1933 dächtige Zurückhaltung nach Auffassung der Partei mehr schaden als nützen könnten. Des Volkes Sprache wird immer hart sein und empfindsamen Ohren wehe tun. In der Schule des Kampfes gestählt und durch den realen Sieg bestätigt, wird sich die Partei stets als Willensträgerin der Nation bewußt das Recht nehmen, diesen ihren Willen und ihre Entschlossenheit vor breitem Volke zu bekunden und denen vor Augen zu führen, die vielleicht noch im politischen Schmollwinkel über längst vergangene Zeiten dicke Wehmutstränen zerdrücken. Parteitage und Gautreffen gelten der Volksgemeinschaft und dem deutschen Menschen. Dieses Ziel ist sehr weit gesteckt. Aber letzten Endes vermögen nur hochgesteckte Ziele den des Materialismus überdrüssigen Menschen des 20. Jahrhunderts aus der Lethargie seiner Empfindungen zu höchster Leistung anzuspornen. Gewiß ist auch hier die Partei nur Mittel zum Zweck. Dieser Zweck jedoch ist deutsch und so positiv, daß selbst Schönheitsfehler das konstruktive Element nicht überschatten können, das die Partei für Neudeutschland darstellt. Kurzsichtige, Törichte, Beleidigte oder Politiker mit verpaßten Gelegenheiten wollen sich und ihrem Stammtisch einreden, die Partei sei nunmehr überflüssig geworden, nachdem der innere Staat stabilisiert und die Souveränität nach außen durch die vollzogene Wehrhoheit erfüllt sei. Wie gesagt, nur politische Toren oder verkalkte Temperamente können solche Wünsche oder Pläne hegen. Wo in aller Welt könnte oder würde ein Staatsmann von Format auf seine ureigenste Schöpfung verzichten, die in seiner Hand die Staatsraison verkörpert.... Wer dieses Deutschland, das durch Adolf Hitler wachgerufene und sich immer mehr im sozialen Geiste einigende Land in seiner Wiedererstarkung auch erhalten will, muß— ob in der Partei oder als stumm dienendes Glied draußen— dem Gesetz der staatspolitischen und sittlichen Schwere sich beugen, das in der Partei als dem Willensinstrument des Führers zum Ausdruck kommt. * Der Glaube versetzt nicht nur Berge, er eine neue deutsche Welt und einen neuen lebendigen Staat geschaffen. Der ruht auf der Partei als der einzigen Willensträgerin des Volkes und auf der Wehrmacht als der einzigen Waffenträgerin der Nation. In der Obhut beider darf Deutschland sich geborgen fühlen trotz Nöten und Fährnissen, die immer wieder auf ein erstarkendes Deutschland konsequent eindringen werden. Nur Das Programm des Gautages LLETTTTT 14 Er war groß und stattlich, das Gesicht sehr ernst und streng, doch dieser Ausdruck gemildert durch den gütigen Blick seiner grauen Augen. Ueber dem zurückgekämmten braunen Haar lag es wie eine leichte Puderschicht, und an den Schläfen schimmerte es schon ganz silbern.„ „Ich danke Ihnen sehr, Herr Doktor, für alles—“ Sich verabschiedend streckte ihm Helga die Hand entgegen, die er festhielt, während er sagte: „Mein Dank ist noch viel größer, gnädiges Fräulein. Wir wollen nicht mehr darüber sprechen und das Wort Dank gebrauchen, wenn ich mich für den jungen Mann bemühe." Er begleitete Helga hinaus. Zu ihrer Verwunderung nahm er Hut und Mantel.„Ich werde bis zur Haltestelle mitgehen, gnädiges Fräulein.“ Ihres Widerspruches achtete er nicht. Der Regen war nur noch ein leises Sprühen. Die zerrissenen Wolken zogen schon hoch, und wie verloren schimmerten ein paar Sterne gleich goldenen Punkten auf dunklem Tuch. Das junge Frühlingsgrün glänzte wie lackiert im Licht der Bogenlampen. Clemens Falke legte sich selbst nicht Rechenschaft darüber ab, welche Freude es ihm bereitete, an der Seite dieses Mädchens zu gehen. Helga hieß sie. Ein schöner, herber Name, schön und herb wie seine Trägerin! Morgen um diese Zeit würde er schon mehr von ihr wissen. Darum fragte er auch nach nichts, was sie betraf. Man sprach nur Belangloses, redete, um zu reden, bis er wohl endlich doch an einer Haltestelle stehen bleiben und mit einem Chauffeur verhandeln mußte— denn bis nach Hause konnte er sie ja doch nicht begleiten, wie er es am liebsten getan. Er bezahlte den Wagenführer gleich; er hatte wohl vergessen, daß er Helga den Betrag für die Rückfahrt schon gegeben, und sie wagte nicht, ihn daran zu erinnern. Man wechselte noch einen Händedruck, wobei Falke Helga so eindringlich ansah, als wolle er sich ihr Bild für immer einprägen. Und er stand auch noch, als der Wagen längst seinen Blicken entschwunden war. Dann ging er langsam, widerstrebend zurück in sein freudloses dunkles Haus. Seltsam, wie die Begegnung mit diesem Mädchen ihn aus dem Gleichgewicht gebracht! 10. „Wo nur die Helga bleibt! Solange sie bei uns wohnt, ist's doch zum ersten Male, daß sie am Abend ausgegangen ist und hat nicht mal gesagt, wohin! Ob ihr was zugestoßen ist? Ich bin ganz unruhig.“ Frau Bader rührte in dem Kakao herum den sie schon vor einer Stunde aus einem Restchen Milch für Helga gebrüht, und der nun eine dicke, unansehnliche Haut, bekommen hatte. „Unsinn, Mutter! Sie wird schon wieder kommen. Muß sie denn immer sagen, wohin sie geht. Vielleicht hat sie frühere Bekannte getroffen“, sagte Schorsch mit gemachter Gleichgültigkeit, obwohl er innerlich noch viel unruhiger als seine Mutter war,„aber wenn es dich beruhigt, kann ich mal auf die Straße gehen und sehen, ob sie nicht bald kommt.“ Er war froh, einen Grund zu haben, daß er unauffällig selbst nach Helga schauen konnte, nach ihr, der seine erste heiße Liebe galt. Er wagte ja nicht, sich dies einzugestehen— er, der Hausmeisterssohn und Chauffeur, und Helga, das vornehme, schöne Mädchen! Wenn er reich wäre, wie könnte er ihr das Leben schön Samstag, den 6. Juli 1935: Führertagung im Schützenhof Beginn 20 Uhr. Eintritt nur gegen Vorzeigung der grünen Einlaßkarte. 1. Fanfaren(Jungvolk) 2. Fahneneinmarsch(begleitet durch den Spielmanns- und Musikzug der AJ.) 3. Eröffnung durch den stellvertr. Gauleiter Pg. Stürtz 4. Sprechspiel der Hitler-Jugend 5. Rede des Gauleiters 6. Sprechspiel der Hitler-Jugend 7. Sieg-Heil auf den Führer, ausgebracht durch den stellvertr. Gauleiter Pg. Stürtz 8. Horst-Wessel-Lied 9. Fahnenausmarsch Sonntag, den 7. Juli 1935: Von 9 bis 11 Uhr Sondertagungen der Amtsleitungen Vormittags bis 13 Uhr Ankunft der Sonderzüge 14 Uhr Appell der SA., SS., HJ. und des Arbeitsdienstes im Tus.-Stadion(Besichtigung durch Stabschef Lutze) Partei oder nur Wehrmacht oder nur Staat werden diese großen Probleme und entscheidenden Fragen nicht zu lösen vermögen trotz besten Willens und aller Anstrengung. Auch hier das ganze Deutschland sein müssen, jene Universalität deutscher Menschen, denen der deutsche Führer und Reichskanzler vor längerer Zeit, gleichviel, wo sie auch gestanden haben, bestätigte, daß sie im letzten Grunde als aufrechte Deutsche nichts anderes wollten als jenes Deutschland von Ehr' und Wehr. So grüßen wir die Partei des Gaues Westfalen=Süd auf ihrem Treffen als die unentwegte Wegbereiterin jener Volksgemeinschaft Adolf Hitlerschen Geistes, die aus Wille und Wehr, aus Partei und Wehrmacht zum alle umschließenden Deutschland führt. Morgen Ausnahmesonntag für den offenen Handel Metzgereien, Bäckereien, Zigarren=, Lebensmittel= und Obstgeschäfte geöffnet. Der Polizeipräsident teilt mit, daß der 7. Juli in Bochum aus Anlaß das Gauparteitages als Ausnahmesonntag für den offenen Handel, und zwar für Metzgereien, Bäckereien, Zigarrengeschäfte, Lebensmittelgeschäfte und Obstgeschäfte bestimmt wird. Der Geschäftsverkehr ist an diesem Sonntage von 11.30 bis 18.00 Uhr zugelassen. gestalten, oder wenn er sonst einen gehobenen Beruf hätte— dann hätte er eher wagen können, seine Augen zu ihr zu erheben, so mußte dies alles nur ein schöner, unerfüllter Traum bleiben! Märchen erlebte man nicht, die las man nur in stiller Stube am warmen Herd. Aber er— er erlebte doch täglich sein Märchen— es saß lebendig bei ihm in der Stube mit blauen Augen und blondem Haar und sprach mit ihm! Hatte er da nicht vieles vor anderen voraus? Er ging auf dem regennassen Pflaster auf und ab. Wo sie nur blieb! Keine Helga kam die Straße entlang. Ein vorüberfahrender Wagen, den er nicht beachtete, hielt jetzt vor seinem Hause. Als er aber in der aussteigenden Dame Helga erkannte, war er sofort an ihrer Seite. „Endlich, Fräulein Helga! Mutter hatte sich schon so geängstigt!“ Und seine Augen verrieten, wie sehr auch er voll Unruhe gewartet. Und mit einem Auto kam sie heimgefahren? Mißtrauen krallte sich in ihm fest. Sie war auch anders, so lebendig und froh, wie er sie noch nie gesehen. Wo war sie gewesen. Aber um alles in der Welt hätte er nicht fragen können. Er war davon überzeugt, daß seine Mutter forschen würde. Und richtig, es war ihr erstes Wort.„Aber so lange zu bleiben, Fräulein Helga! Wo waren Sie nur in aller Welt? Haben Sie denn schon Abendbrot gegessen?" „Nein, Mutter Bader, dafür hab ich aber Hunger mitgebracht! Ah, Kakao haben Sie mir gebrüht? Das ist fein. Und eine Semmel sogar dazu? Sie ist natürlich von Schorsch, der sie nicht gegessen hat. Natürlich, das sieht ihm ähnlich, nicht wahr, Teufelchen?" Und zärtlich streichelte sie das Kätzchen, das ihr schnurrend auf den Schoß gesprungen war und es sich dort bequem gemacht hatte. Helga löffelte den Kakao aus der großen, bunten Steinguttasse. Frau Bader und Schorsch saßen bei ihr am Tisch, jeder beruhigt, weil sie nur wieder da war, und heimlich neugierig, wo sie gewesen war. Ob sie es wohl sagen würde? „Wir hatten so gewartet, Fräulein Helga. Wenn Sie nicht da sind, fehlt uns was“, meinte Frau Bader, „Sie waren wohl im Kino?" „O nein, Bader=Mutter, so leichtsinnig bin ich nicht", lachte Helga,„dafür gehen wir aber morgen abend zusammen ins Kino—— denn ich habe Geld, viel Geld—— hier!“ Und scherzend schlug sie auf ihre Handtasche, der sie dann einen Fünfzigmarkschein entnahm.„Wir wollen nun gleich mal abrechnen das Zimmer, die Wäsche und so weiter. Ich glaube, dies wird etwa reichen. Darum wollen wir es glatt sein lassen.“ Sie schob Frau Bader das Geld hin, die kopfschüttelnd sagte:„Fräulein Helga, Sie haben wohl eine Stelle gefunden?" „Nein, Bader=Mutter, aber eine Brieftasche, und die habe ich abgeliefert und Finderlohn dafür bekommen, und der Herr hat mich gleich im Auto heimfahren lassen, damit Sie nicht noch länger warten sollten. Nun bin ich froh, daß ich jetzt keine Schulden bei Ihnen habe. Und Herrn Bonitz kann ich nun auch die Zinsen sahlen Also das war es gewesen! Dem Schorsch fiel ein Stein vom Herzen; er schalt sich sehr, daß er nur eine Sekunde einen unguten Gedanken gehabt hatte. Nein, Helga tat nichts Unrechtes! Mit welcher Freude und mit welcher Genugtuung sie der Mutter jetzt noch Geld hinlegte—— nochmals fünfzig Mark! Und wie sie dann schalt, als diese das Geld nicht nehmen wollte! „Kein Wort weiter Bader=Mutter! Oder ich ziehe morgen aus. Ich bin so in Ihrer Schuld. Wir wollen nicht anfangen zu rechnen.“ 14 Uhr Appell der PO. auf dem Sportplatz an der Krümmede(Besichtigung durch den Reichsorganisationsleiter Dr. Leu) 15.30 Uhr Kundgebung im Stadion 1. Fanfaren des Jungvolks 2. Fahneneinmarsch 3. Einleitungsmusik unter Mitwirkung sämtlicher Kapellen 4. Eröffnung durch den stellvertr. Sauleiter Pg. Stürtz 5. Sprechspiel des Arbeitsdienstes 6. Ansprache des Gauleiters, Oberpräsidenten Wagner und des Reichsministers Pg. Dr. Frick 7. Deutschlandlied 8. Sieg-Heil auf den Führer 9. Horst-Wessel-Lied Nach der Kundgebung Vorbeimarsch sämtlicher uniformierter Verbände vor den Parteiführern am Rathaus und danach feierlicher Schluß des Gautages ist doch kein Juliwetter Wetterbericht des Reichswetterdienstes Essen=Mülheim vom 5. Juli, abends. Von Westen her strömen uneinheitliche Luftmassen vom Atlantik nach dem Kontinent ein. Wärmere Luftmassen aus nordwestlicher Richtung riefen Bewölkungszunahme und zu Schauern neigende Witterung hervor. Erst bei Verstärkung des Hochdruckeinflusses durch Zufuhr kühlerer Luft ist mit einer Beruhigung der Witterung zu rechnen. Vorhersage für Samstag: Frische Winde aus westlichen bis nordwestlichen Richtungen, wechselnd bewölkt, einzelne Schauerniederschläge, Tagestemperaturen um 20 Grad.— Wahrscheinliche Weiterentwicklung: Bei mäßigen Winden aus westlichen Richtungen Bewölkung zeitweise aufreißend, geringe Niederschläge, Temperaturen unverändert. Freitag, 3. Juli Barometer 24 Uhr: 193 6 Thermometer 3 Uhr ig S Zeiten für Sonne und Mond am 6. Juli: Aufg..14, Unterg. 20.54: 3 Aufg. 10.26, Unterg. 22.50 Wetternotizen, gemessen um 8 Uhr vormittags Fahnen heraus! Ganz Bochum steht in diesen Tagen im Zeichen des Gautages. Aus allen Teilen des Gaues Westsalen=Süd kommen die politischen Soldaten Adolf Hitlers in unsere Stadt. Bochum muß zu ihrem Empfang ein Festkleid anlegen. Kein Haus darf ohne Fahnenschmuck sein. Nicht nur die Innenstadt, sondern auch die Straßen der Außenbezirke müssen in ihrem Schmuck ein Ausdruck der Anteilnahme sein, mit der Bochums Bevölkerung den Gautag Südwestsalens feiert! (Vereins-Kalender) Angem. Sierbelasse fur Böchum und umg. Sonntag, 14. Juli, morgens 11 Uhr, findet im Vereinslokal die ordentliche Generalversammlung statt. Erscheinen unbedingt erforderlich. Der Vorstand. Bochumer Sängervereinigung. Jeden Montag.15 Uhr: Chorprobe, Bürgergesellschaft. Stimmbegabte Herren willkommen. Wohin gehen wir Stadttheater: Samstag 20 Uhr: Hamlet.— Sonntag 20 Uhr: Parthaus: Sonntag 11.15 und 16 Uhr: Terrassen=Freikonzert. Städtische Gemäldegalerie: Lichtbildausstellung. Geöffnet täglich von 10 bis 19 Uhr. Heimatmuseum Haus Rechen, Königsallee 17: Sonn= und feiertags von 10 bis 13 Uhr, werktags von 10 bis 16 Uhr. Bergbaumufeum, Vödestraße: Wochentags, mit Ausnahme Mittwochs, von 9 bis 13 und 15 bis 18 Uhr, Mittwochs (Eintritt frei) von 15 bis 18.30 Uhr. Sonn= und feiertags von 9 bis 13 Uhr.„. 161, Mariensrass. E. Städtische Schwimm= und Badeanstalt, Marienstraße: Sonntags von 7 bis 12 Uhr Familienbad. Hammer Lichtspiele: ab 15.15 Uhr: Flucht vor dem Gestern. Lichtburg: ab 15.15 Uhr: Großreinemachen.. Se## Lichtspielhaus: ab 15.15 Uhr: Mein Leben für Maria Isaven. Odeon: ab 16.30 Uhr: Fürst Woronzeff. Skala=Lichtspiele: ab 17.00 Uhr: Maskerade. Tonhalle: ab 15.00 Uhr: Der ewige Traum. Welt=Licht: ab 15.15 Uhr: Das Weib bei fernen Völkern. Apollotheater: ab 15.30 Uhr: Hallo Marie. Capitol: ab 15.00 Uhr: Der Flüchtling aus Chikago. Unterhaltungs= und Gaststätten: Ehrenfelder Bierhaus Café Fuchs=Grünewald Tanzpalast„Zum Rosenberg“ Restaurant Schafer Ausflugslokale: Silschede: Konzerthaus Schlüter Konzerthaus Strauch Union=Palast=Gaststätte Restaurant„Zum Wiesental“ Bommern: Ruhrgarten Waldrestaur. Schulenburg Rummenohl: Gaststätte Dienstuhl Gastst.„Zum Handweiser“ Vormholz: Kurhaus Witten=Annen: Restaur. Borbachschlößchen Feaue MAE RASIERCRE macht das Rasieren zum Genuß Große, langreichende Tube 50 Pf Und Frau Bader mußte sich fügen; sie durfte nichts mehr sagen. Mit spitzen Fingern nahm sie die zwei Fünfzigmarkscheine an sich— wann hatte sie je einen solchen in der Hand gehabt, geschweige in Besitz. „Da muß sich der Vater morgen gleich eine Hose kaufen und der Schorsch braucht auch——“ „Sie kommen zuerst dran, Bader=Mutter“, schnitt ihr Helga das Wort ab,„Sie wünschten sich doch schon so lange eine wollene Weste! Der Schorsch kauft sich selbst von seinem Geld, was er braucht, und er wird bald etwas verdienen. Hören Sie—“ Gespannt und mit aufleuchtenden Augen lauschten Frau Bader und ihr Sohn Helgas Worten—„ja, und morgen nachmittag um vier soll sich Schorsch vorstellen.“ „Ist das wirklich wahr, Fräulein Helga? Haben Sie da gleich an ihn gedacht?“ fragte Frau Bader mit zitternder Stimme. Mit ihrer gewinnenden Anmut lächelte Helga die beinahe fassungslose Frau an. „Das ist doch selbstverständlich, Bader=Mutter! Unsern Schorsch! Und ich hab ihn so gelobt! Ganz bestimmt wird ihm Herr Doktor Falke etwas verschaffen. Er sah nicht so aus, als ob er nur Worte macht.“ Schorsch war ganz blaß geworden. Diese Aussicht! „Fräulein Helga, das werde ich Ihnen nie vergessen. Ach, wenn ich erst wieder Arbeit habe!" „Und für mich will er sich auch umhören. Sehen ie, Schorsch:„An einem Tag im Frühling klopft das Glück an deine Tür—“ lachte sie ihn fröhlich an. So wie heute abend hatte er Helga noch nicht gesehen. Wie ihr Jugendmut sich wieder durchrang! Ach, nur ein bißchen Freude! Wie die beschwingt, belebt! Mit ganz anderen Augen blickt man in die Welt, tut sein Tagewerk ganz anders! Freude ist der Lebensmotor. Gibt man ihm zu wenig Nahrung, versagt er aber den Dienst, und die Menschen werden schlaff, mißmutig, bekümmert; dann kann keine Arbeit gedeihen. In Helga war eine große heilige Freude und Zuversicht. Ganz sicher würde Georg Bader bald eine Anstellung finden. In Gedanken begleitete sie ihn auf seinem Wege zu Rechtsanwalt Falke. Er hatte sich sehr sorgfältig angezogen, den einzigen guten Anzug zehnmal abgebürstet, die Schuhe blitzsauber geputzt. Voller Stolz blickte die Mutter auf ihren Sohn, der sie um mehr als Kopfeslänge überragte. Geh mit Gott, mein Bub!“ Selten wohl hatte Doktor Falke so ungeduldig jemand erwartet, wie diesen jungen Hausmeisterssohn, der sich pünktlich auf die Minute bei ihm einfand und bescheiden, aber ohne linkische Schüchternheit, vor ihm stand. Mit dem prüfenden und alles übersehenden Blick des Menschenkenners nahm er das Bild dieses jungen Mannes in sich auf mit dem Ergebnis: ein anständiger und zuverlässiger Mensch! Auf seine Fragen bekam er in gewandtem Ausdruck kurze, klare Antwort. Georg hatte auch seine früheren Zeugnisse mitgebracht, die alle denkbar günstig und seine Ehrlichkeit, Zuverlässigkeit und Tüchtigkeit anerkennend hervorhoben. „Eine ganz feste Zusicherung kann ich Ihnen heute allerdings noch nicht machen. Ein Bekannter, von dem ich weiß, daß er einen Chauffeur braucht, kommt erst Ende der Woche in die Stadt. Oder gehen Sie nicht nach auswärts aufs Land?“ Ein ganz kurzes Zögern, dann kam die Antwort: „Ich nehme jede Stelle an, wo sich mir etwas bietet. Ich will arheiten, endlich arbeiten können.“ „Mein Bekannter wünscht eigentlich einen verheirateten Chauffeur, da Garten= und Hausarbeit mitzuverrichten ist.“ 9 4 A Georg wurde blaß. Seine Hoffnung sank. „Ich bin nicht verheiratet.“ „Auch nicht in Aussicht? Keine Braut?“ Nein, Herr Doktor. Wer kann jetzt an Heiraten denken! Doch will ich für drei arbeiten, damit ich endlich meinen Eltern von der Schüssel komme und sie ein wenig unterstützen kann.“ Der Rechtsanwalt sah in den Augen des jungen Mannes den brennenden Wunsch nach Erfüllung. „Ich werde Ihre Zeugnisse hier behalten und Ihnen dann— so hoffe ich— günstigen Bescheid geben können.“ Und dann sagte er, jetzt auf das für ihn Wichtigste kommend:„Sie hatten eine sehr beredte Fürsprecherin in dem Fräulein— wie war gleich der Name?" „Fräulein Helga von Langenau“, fiel Georg errötend schnell ein. „Fräulein von Langenau?“ „Ja, Baronesse von Langenau. Ihr Vater, Baron Langenau, war Major. Er starb vor mehreren Jahren. Seit dem Kriege war er leidend, Herz= und Nierenleiden, und verschiedene Verwundungen machten ihm noch viel zu schaffen.“ „So! Und die Dame wohnt bei Ihnen?“ „Ja, Herr Doktor. Weil der Hausbesitzer sie hinausgesetzt hat; sie hatte kein Geld mehr, die Miete zu zahlen, die ihre Mutter, die Frau Baronin, schon über ein Jahr schuldig geblieben war. Nach dem Tode der Frau Baronin im vorigen September war alles herausgekommen! Baronesse Helga wußte nicht, wohin, darum nahm meine Mutter sie auf—“ Bald wußte der Anwalt alles, was Helga von Langenau betraf, kannte ihren Lebensgang, ihre Not und Sorgen— und wußte jetzt auch den Namen des Mannes, der sie auf die Straße gesetzt, weil sie nicht seine Frau hatte werden wollen. Und Fräulein von Langenau sei so sparsam; sie gönne sich kaum das Essen; dennoch habe sie neulich erst wieder einen Ring verkaufen müssen—„und das hätte sie alles doch nicht nötig gehabt, wenn sie Frau Bonitz geworden wäre. Aber das hat sie nicht gekonnt, nur des Geldes wegen zu heiraten; lieber will sie noch an den Türen hausieren gehen, hat sie gesagt.“ Und dann erfuhr Doktor Falke auch, wie das Fräulein von Langenau Georg Bader aus ihren Schulbüchern unterrichtet, sogar in den Anfangsgründen der englischen und französischen Sprache,„so daß man wenigstens weiß, wie einfachere Worte ausgesprochen werden und man nicht gar so unerfahren und dumm ist.“ Dann habe sie ihm alle ihre Schulbücher geschenkt, aus denen er den ganzen Tag gelernt, Geschichte, Geographie, Physik, so daß ihm die drückende Zeit der Arbeitslosigkeit nicht so schwer geworden sei, erzählte der junge Mann eifrig weiter, und es war merkwürdig, wie der vielbeschäftigte Anwalt Zeit hatte, ihm zuzuhören. Das Fräulein habe immer bei ihnen gegessen und sei abends gar nicht ausgegangen. Eine Zeitlang sei sie Probierdame gewesen; dann aber habe sie diese Stelle verloren, weil sie lange krank gelegen. Und sie habe sich auch nicht so recht erholen können, weil es an Kräftigungsmitteln gefehlt habe. Das Fräulein sei ja so gut, und er wünsche wohl, daß sie jetzt wieder Beschäftigung fände und nicht schwere, damit sie sich nicht überarbeite, auch daß sie ein hübsches Zimmerchen mit einem anständigen Bett bekäme, wie Georg treuherzig sagte, jetzt habe sie ja nur sein Kämmerchen und sein hartes, unbequemes Bett.—— Er, Georg, schlafe in der Küche auf dem Diwan, das Fräulein tue ihm so leid. Und den Finderlohn habe sie auch gleich mit ihnen geteilt. (Fortsetzung folgt) Buruu stersrildie iuersteumkerek,.. der fauh“ A Die Lebensdauer des Menschen ist theoretisch unbegrenzt, und tatsächlich werden Leute, die ihrer Gesundheit volle Aufmerksamkeit schenken, sehr alt. Aber ca. 90 Prozent aller Menschen sterben zu früh, vor dem 80. Lebensjahr, weil sie die leichten Anzeichen beginnender Zerstörungsim Organismus sicht beachten. kleinen Beschwerden fängt es an! Leichte Unpäßlichkeiten, vorübergehende, meist nicht beachtete und ernst genommene Symptome, wie z. B. Reizbarkeit, Flimmern vor den Augen, Schwindelanfälle, Schmerzen in den Gliedern, in der Brust, im Rücken, Appetitlosigkeit, Stuhlträgheit, Durchfall, Neigung zu Erkältungskrankheiten, lungen, Zuckungen, Zittern der Glieder, Beklemmungen, Unsetigleit, schwere Träume, Melancholie, Hypochoztperzgamtegrsgeien, tanzende Punkte vor den Augen, Hautjucken, Pherfrggg esen, stumpfsinniges Hindämmern, Kopfschmerzen, erhöhter Biutoruak un noch vieles andere können die ersten Anzeichen sein, daß der Organismus, der Stoffwechsel, nicht so funktioniert, wie es für ein reibungsloses Zusammenspiel der lebenswichtigen Organe des Körpers erforderlich ist. Schwere Krankheiten, wie z..: Arterienverkaltung, Leber=, Gallen= und Nierenletirzcz, eheigerheigee Krämpfe, Gicht, Ischias, Rheumatismus, offene, schwerheu##, Geschwüre, Nervenleiden, Neurasthenie, Blutarmut und Bleichsucht, Zuckerkrankheit. Neuralgien, bei Kindern Rachitis und Skrofulose u. a. m. können die Folge, schweres dauerndes Siechtum, ein vorzeitiger, oft plötzlicher Tod das mögliche Ende sein! Entgifte dein Blut! Führe deinem Körper täglich diejenigen Energieträger, diejenigen Stoffwechsels welche das Blut belasten und vergiften und die Ursache der meisten Krankheiten sind müssen täglich aus dem Organismus entfernt und ausgeschieden werden, damit das Blut seine lebenswichtigen Aufgaben erfüllen kann, und du wirst gesuid werden undbleiben! Die Natur gibt uns das Mittel selbst an die Hand. Im deutschen Harz entspringt eine Heilquelle, die stärkste ihrer Art in ganz Deutschland, die den lebenswichtigen Kall zusammen mit einer ganzen,„Neiße anderer, ebenso wichtiger Salze in leicht aufnahmefähiger Forn##thalt. Staatliche Anstalten, Chemiker und Aerzte haben sie geprüft, ihre Zu: sammensetzung genau analysiert und kommen zu dem Schluß, vaß sie ein wertvolles Mittel ist, den Organismus zu reorganisieren, ihn gesund und spankkräftig zu machen und zu erhalten und die Krankheiten zu heilen, die man zu dem großen Heer der Stoffwechsel= und Abnutzungskrankheiten zählt. Die Hubertusbader Calciumquelle ist mit großen Erfolgen bei den verschiedensten Leiden angewendet worden. Um nun auch den Minderbemittelten und allen denjenigen, die sich eine Badekur aus irgendwelchen Gründen nicht gestatten können, den Gebrauch dieser Quelle erschwinglich zu machen, wird die Quell=Sole unter Beachtung der denkbar größten Sorgfalt eingedampft und daraus unter Erhaltung aller natürlichen Eigenschaften des Quellwassers, insbesondere auch seiner Radioaktivität, das Hubertusbader Brunnen=Salz gewonnen. In diesem reinen deutschen Naturprodukt finden wir das Mittel, dem Körper Kalk, Kieselsäure, Jod und andere lebenswichtige Salze in sofort aufnahmefähiger Form zuzuführen, deren er dringend bedarf, die er in künstlich zusammengesetzten Mitteln nicht findet und die Gesundheit und Lebensfreude, Lebensbejahung und Schaffensfreudigkeit, Kraft und Schönheit auf natürlichem Wege wiedergeben und erhalten. Bei welchen Krankheiten ist eine Kur mit Hubertusbader Brunnen=Salz angebracht? Dr. med. W. Otto, Thale Harz, schreibt hierüber in einem Bericht vom 23. März 1934 folgendes: die Ablagerung der Kalksalze; doch oft sind es auch Erweichungsherde, weshalb man auch von Atheromatose spricht. Vorausgegangen ist aber in beiden Fällen eine Gefäßreizung und ein entzündlicher Vorgang, wahrscheinlich infolge Bildung irgendeiner organischen Säure, zu deren Absättigung und Schutz der Organismus ein fixes Alkali heranführt, wozu der in der Interzellularflüssigkeit vorhandene Kalk ihm als der nächste und geeignetste Baustein erscheint und sich bewährt. Von dieser Erwägung ausgehend, begreisen sich auch die Erfolge hoßt, Hehertut bader Quellsalzes bei Blutdrucksteigerungen und Aderverraitungen, und muß daher die Anreicherung der Interzellularflüssigkeit mit Kalkionen am ersten dazu angetan sein, Schlaganfällen vorzubengen, da die kallfreien Erweichungsherde in den Arterien viel gefährlicher sind als die verkalkten Stellen, und man nach den neueren Forschungen der Rolldes Kalkes in der Physiologie der Zirkulationsorgane eine viel größere und wichtigere Bedeutung zuerkennen muß, als man bisher getan. Die neueren physiologischen Untersuchungen haben es zur bewiesen, daß Kalk ein integrierender Bestandteil der Zellkerne der tierischen Zelle ist, und gilt dies ganz besonders vom Zellern, der Ganglienzelle des Nervensystems, das in seiner muß, wenn dem Zellkern Kalt entzogen wird. Der Einfluß, des. auf das Herz, das Gefäßsystem und dessen Nervenapparat in daher, in der neueren Zeit Gegenstand eingehender Untersuchungen sehr interessante Tatsachen zutage förderten. So fanden englische For scher(Howel und Duke), daß durch Zufuhr von Chlorcalcium die Energie der Herzkontraktionen gesteigert wurden.— daß Calcium die kontraktilen Elemente arbeitsfähig macht und sie arbeitsfähig erhält. Daher auch der belebende Einfluß der Ringerschen physiologischen Salzlösung, welche neben Kochsalz usw. Chlorcalcium enthält.— Busquet und Pachon stellen fest, daß die Vaguserregbarkeit an die Anwesenheit von Calcium gebunden ist. Chiari und Fröhlich fanden ebenfals, daß bei Kaltmangel eine Heraßsetzug how. Agsieghug der saradischen Erregbarkeit der Vagusnerven stamftnoet.— Dieselben Autoren fanden, was von Winterberg bestätigt wurde, daß durch Calciumzufuhr die Fähigkeit der Nervi accelerantes, die automatische Tätigkeit der Herzkammerkontraktionen zu erwecken, beschleunigt — So wurde ferner festgestellt, daß bei der Herzsystole der Muskeltonus burch Bufigr Perschensteinerrfand Shlor geriumzstes gludruck bei wurde.— Professor Kerschensteiner, fand, daß ver erhöhte#utdruck bei Arteriosklerose durch entsprechende Chlorcalciumgaben zur Norm herabgesetzt wurde. Alles dies sind Fakta, welche für eine sehr ausgiebige Verwendung des chlorcalciumhaltigen Quellsalzes bei der Therapie der HerzGefäßkrankheiten, speziell der Arteriosklerose sprechen. Erinnern wir uns ferner, daß die Analysen der zentralen Nervenorgane, besonders was die graue Nervensubstanz und die Kerne der Ganglienzellen betrifft, wie bereitsbemerkt, ebenso wie auch die zellen als integrierende Bestandteile Kalk nachweisen, so gewinnen wir ein Verständnis dafür, daß bei Sinken des Kalkgehaltes im Blute auch ein Sinken der Energie, ein apatischer, manchmal auch melancholischer Gemütszustand mit herabgesetzter körperlicher Leistungsföhigkett bemerkbar macht, und daß bei Neurasthenikern der Genuß des Hubertusbader Quellsalzes oft eine ganz auffallende Vermehrung der Spannkraft und Nachlassen der neurasthenischen Symptome zur Folge hat.— Ebenso dürfte auf Nervöse der Genuß des calciumreichen Hubertusbader Quellsalzes wohltuend wirken. Der Einfluß des Kalkes auf die Schleimhäute war schon den alten Aerzten bekannt; so wußten sie schon, daß bei innerlicher Darreichung des Kalks lang bestehende katarrhalische Sekretionen allmählich verschwanden. Speziell Rademacher wandte eine chlorcalciumhaltige Lösung vielfach mit Erfolg an bei Hyperästhesie und langdauernden Katarrhen, bei Magen= und Darmschleimhaut, besonders, wenn sie nach Brechruhr zurückgeblieben waren. Ferner empfahl er dringend die Kalktherapie bei chronisch katarrhalischen Entzündungen der Harnorgane, Nierenentzündung und Nierenbeckenkatarrh sowie Nieren= und Blasengrieß. Kalk galt ihm als Diureticum; die starke diuretische harntreibende Wirkung des milchsauren Kalkes ist in neugster Gumpert bestätigt, der Steigerung der Diurese bei Nephritis von 800 bzw. 900 bis auf 16000 und 2000 beobachtete. Auch gehören hierher die Beobachtungen von Kaiser und Hoffmann, welche fanden, daß bei Heufieber die Sekretionen durch Chlorcalcium bedeutend vermindert und zum Teil zum Verschwinden gebracht werden. Hierher gehört ferner die Beobachtung von Wright, daß bei jodempfindlichen Personen der Ausbruch des Jodismus durch Darreichung von Kalk verhindert werden konnte. den Kal den eigenen Knochen entnehnen. Daher auch de starke Jaher karies bei Schwangeren und Stillenden. des Volswosles und der Mlels genichr din Sis ealelcke. Lchalali ien beice eie verlust zu ersetzen und den künftigen Sprößling vor englischer Krankheit und Skrofulose sowie allgemeiner Körperschwäche zu bewahren. Mit obigem glaube ich bewiesen und begründet zu auf Grund wissenschaftlicher Forschungen berechtigt sind, das Hubertusbader Quellsalz bei den mannigfachsten Krankheitsformen als Heilfaktor in ausgiebigstem Maße mitheranzuziehen. Wenn wir gerade dem in Hubertusbader Chlorealeium den Vorzug geben vor anderezchfichfalggr gseticht## dem kohlensauxren Kalk, so geschieht es hauptsuchtch aus Rücksicht auf die absolute Waserlöslichleit des ersteren, eder toglensaure Kalt nämsaugungsfähigkeit ja auch gewährleistet ist. Der kohlensaute, Kult nämlich muß erst stets durch die Salzsäure des Magens in salzsauren Kalk übergeführt werden, was bei Achylie(verringerter Magensaftabsonderung) Dyspepsie und geringer Salzsäureabsonderung überhaupt nicht möglich ist. Außerdem wirkt ein Ueberschuß an kohlensaurem Kalk stark verstopfend und ist die starke Abstumpfung der Pepsin=Salzsäure während des Verdauungsprozesses durch das säurebindende Calciumcarvonat dem Organismus entschieden nicht zuträglich. Indikationen für die Anwendung des Hubertusbader Quellsalzes. Nachdem wir auf Grund der obigen Ausführungen ein Verder Phagaextags und in der Erhöhung der Orndationsvoggsnge, ei es mir gestattet, diejenigen Krankheitsgruppen aufzuzählen, bei venen der nach Anordnung des Arztes der kürzere oder längere Gebrauch des Hubertusbader Quellsalzes mit Nutzen und Erfolg in Anwendung gezogen werden sollte. A) Krankheiten der Knochen und des Bewegungsapparates. Englische Krankheit(Rachitis) Knochenerweichung, Knochenenr: zündung, Knochenbrüche, Gelenkentzündung, schlechte Zahnentwicklung (Karies) usw. Zur Unterstützung der Knochenentwicklung während der Gravidität und zur Zeit des Stillens. B) Krankheiten des Blutes, der Blutgefäße(Herz und Arterien) und des Blutumlaufs. Blutarmut und Bleichsucht(Anaemie und Chlorose), Haemophilie, Purpura, Werlhofersche Krankheit, Rasenbluten, Hämorrhaidalbigtungen, Skorbut, Herzmuskelschwäche, chronische HerzmusFergarzerze Herzneurasthenie, Tachycardie, Vagusneurose, Basedow, Arteriostterose, Anomalien des Blutdrucks, Herzerweiterung, Herzklappenfehler, Sta ungsödeme(wassersüchtige Schwellungen). Worauf beruht die Heilwirkung des Quellsalzes, das im Verdampfungswege aus der Hubertusbader Natursole gewonnen wird? In erster Linie auf dem hohen Gehalt an salzsaurem Kalk, der in leicht löslicher Form vom Organismus gut resorbiert werden kann. Im Gegensatz dazu enthalten die meisten Kochsalzquellen die Kalkverbindungen in der Form des kohlensauren oder des schwefelsauren Kalks, Verbindungen, die im täglichen Leben als Kalk schlechthin und als Gips bezeichnet werden und die jede Resorbierbarkeit von Kalk für den menschlichen Organismus fast illusorisch machen.— Es ist auch in Laienkreisen eine bekannte Tatsache, daß das Calcium, an Phosphor und Kohlensäure gebunden, einen wesentlichen Bestandteil des Skelettsystems ausmacht. Will das Knochengerüst sich normal entwickeln, so müssen wir den dazu notwendigen Kalk unbedingt mit unserer Nahrung dem Körper zuführen. Doch müssen wir uns hierbei stets bewußt sein, daß erst durch eine normale Vermittlungstätigkeit des Periosts— der Knochenhaut— normales Knochengewebe erzeugt werden kann. Vermag die Knochenhaut ihrer Aufgabe mit Hilfe des in der Nahrung enthaltenen Kalkes Knochen zu bilden, aus irgendwelchem Grunde nicht nachzukommen, so entsteht pathologisches Knochengewebe, den hervorragendsten Ernährungsmitteln für die Knochenhaut und doch muß es nach den bis jetzt vorliegenden Ergebnissen der medizinischen Forschung als sicher angenommen werden, daß der Kalk mit damit für den Knochen gehört, der ja nicht allein als Stützsubstanz für den Körper so wichtig ist, sondern— besonders als Röhrenknochen als überaus lebenswichtiges Organ für die Blutbildung in Betracht kommt, da es feststeht, daß die Blutstätte der roten Blutkörperchen im Knochenmark zu suchen ist. Daher ist es auch weiterhin leicht begreiflich, daß der Kalk für das Blutleben von eminenter Bedeutung ist. Entfernt man z. B. den Kalk aus dem Blute, so erlischt dessen Fähigkeit, zu gerinnen, wie es bei der sogenannten Bluterkrankheit (Hämophilie) der Fall ist. Der Kalkgehalt des Blutes ist nicht unbeträchtlich, nach Bunge sind enthalten in 1000 Gramm Blutzellen 0,094 Gramm phosphorsaurer Kalk, in 1000 Gramm Interzellularflüssigkeit sogar 0,298 Gramm phosphorsaurer Kalk.— Mithin dürfte bei der Behandlung der Blutarmut der Kalkfaktor sicher eine ebenso wichtige Rolle spielen wie das Eisen. Einen besonders wichtigen Fingerzeig für die Therapie bietet dem Arzte eine dem Pathologen schon längst bekannte und interessante Erscheinung dar, welche darin besteht, daß der Kalk als eine Art von Schutzmittel gegen Gewebsreize auftritt. insbesondere da wo die Gewebe sehr reich an Blutgefäßen sind. Deshalb heilen tuberkulöse Prozesse aus durch Verkalkung. in chronisch entzündeten Lymphdrüsen bilden sich Kalkdepots, statt in Eiterung überzugehen. Einen ähnlichen Heilungsprozeß leitet die Natur ein, wenn bei der Trichinose die wandernde Trichine in den Muskel gelangt ist. Man sagt dann, die Trichine kapselt sich ein, in Wirklichkeit aber wird sie durch Reflexaktion von den in der Interzellularflüssigkeit befindlichen Kalksalzen eingekapselt und unschädlich gemacht. Diese Tatsachen sollen uns ganz besonders zum Nachdenken anregen bei der Beurteilung der Rolle des Kalkes, den derselbe bei der Arteriosklerose bzw. Aderverkalkung spielt. Das äußerlich sichtbare Faktum bei dem Prozeß der Verkalkung der Gefäße bleibt ja gewiß Auch die Tatsache, daß interne Kalkanreicherung die lästigen Schweiße der skrofulösen Individuen zum Schwinden bringt, hierher. Ueberhaupt ist die heilende Wirkung des Kalkes bei der Skrofulose des jugendlichen Alters mit seinen mannigfaltigen Begzet; erscheinungen der Lymphdrüsenschwellung, den katarrha. Sscheinungen an den Schleimhäuten der Nase, der Ohren, Augen und des Darms, der Störungen in der Entwicklung des Knochensystems, w sie unter dem Gesamtbegriff Rachitis uns bekannt sind, von namhaften Aerzten der älteren und neueren Zeit genügend gewürdigt worde Nachdem Chiari und Januschke gezeigt haben, daß bei günstiger reicherung des Organismus mit Kalksalzen, die durch Gifte, wie z. B. Diphtherietoxine und Influenzatoxine hervorgerufenen Pleura=Ergüsse verhütet und abgeschwächt werden können, ist in neuester Zeit viel der Genuß des chlorcalciumhaltigen Hubertusbader Quellsalzes worden behufs Prophylaxe gegen Grippe und deren Folgezustände, und haben die Erfahrungen der Aerzte dieser Empfehlung recht gegeben. Ein kalkhaltiges Blut ist einer Influenzainfektion gegenüber viel widerstandsfähiger als ein kalkarmes, was wohl hauptsächlich dem Zustand zuzuschreiben sein dürfte, daß gesteigerte Kalkzufuhr die Phagocytose des Blutes vermehrt. Ein weites und wirkungsreiches Feld ist ferner in neuerer Zeit der Kalktherapie eingeräumt bei den verschiedensten Störungen des Stoffwechsels, vielfach auf Anregung der einschneidenden Versuche und Beobachtungen von Emmerich und Loew.— So weist Loew nach, daß durch Kalkzufuhr einerseits eine bessere Ausnutzung des Nahrungseiweißes und anderseits eine erhöhte Intraorganoxydation erfolgt. Be denkt man nun, daß ein Molekül Kalk 18 Moleküle Fettsäure chemisch zu binden imstande ist, so begreift man, daß durch Anreicherung des Blutes und der Zellkerne ein fettsüchtiger Körper durch Veratmung an Gewicht abnehmen und ein abgemagerter Körper durch Fettsäurebindung zunehmen kann. Tatsächlich sind auch 6 bis 13 Pfund innerhalb vier Wochen beobachtet worden, und ebenso auch Gewichtszunahmen von 2 bis 8 Pfund innerhalb vier Wochen unter einer energischen Kur mit Hubertusbader Quellsalz. Bei Diäbetes(Zuckerharnruhr) kommt es infolge vermehrter Säurebildung(Acidosis) vielfach zu Kalkverlusten aus Knochen und Geweben, weshalb die Kalkzufuhr hier besonders, und zwar in größeren Dosen indiziert ist. Auf alle Fälle hebt Kalk das Allgemeinbefinden. Bei Gicht und Rheumatismus hat besonders von Noorden vielfach auf den großen Wert vermehrter Kalkzufuhr hingewiesen. Wright und Hugo Schulz berichten über die Heilung von Fällen hartnäckiger jahrelanger Urticaria(Nesselsucht) bei Patienten mit lymphatischer Konstitution durch interne Darreichung von Chlorcalcium und scheint bei Hautjucken das Calcium von ganz besonders heitsamer Wirkung zu sein. Schließlich dürfen wir jene physiologischen Zustände des Organismus nicht vergessen, welche einen bedeutend gesteigerten Kaltverbrauch bedingen und somit eine größere Kalkzufuhr erfordern. Diese Zustände sind in erster Linie Schwangerschaft und Laktation. Mit Recht weist daher Bunge auf die Tatsache hin, daß ein Kind, wenn es ein halbes Jahr alt ist, täglich einen Liter Milch zu sich nimmt mit ca. 100 Gramm Trockensubstanz, später ja noch viel mehr. In diesem Liter Milch sind 243 Milligramm Kalk enthalten. Wo soll nun die Mutter diese Kalkmenge hernehmen, wenn sie beispielsweise C) Krankheiten der Schleimhäute. Schnupfen, Heufieber, Bindehautkatarrh des Auges, Rachenkatarrh, Kehllopfkatarrh, Bronchialkatarrh, Magenzgatgtrhe miteieigung gen(gtarrh, Darmkatarrh und Diarrhöen, Rotzzturt,„###ir Neizung zu Magengeschwüren und Magenblutungen, Jooismus Hoovergiftung), Influenzapneumonie, Pleuritis exsudatiwa, Rippenfelentzündung. D) Stoffwechselkrankheiten. Rheumatismus und Gicht, Fettsucht und Abmagerung, Dyspepsie, Darmkolik, Magensenkung, Darmatonie, Uebersäuerung, Magengeschwür, Pfortaderstauung und Leberanschoppung. E) Nervenkrankheiten. Nervenerschöpfung, Neurasthenie, Schlaflosigkeit, nervöse barkeit, Migräne, Sexualneurasthenie, Angioneurose, nervöses jucken, Gehirnmüdigkeit. F) Nierenleiden.(Stets den Arzt befragen.) Nierenentzündung(Nephritis und Infektionskrankheiten wie Masern und Scharlach, Brightsche Niere, arteriosklerotische Nierenentzündung und Schrumpfniere, Nierenbeckenkatarrh, Nierengrieß und Nierensteine, Ohospaturie. G) Hautkrankheiten. Hautfinnen, nässende Ekzeme, skrofulöse Ekzeme, Hautjucken, Nesselsucht, Furunkulose, Fisteln, eiternde Wunden(innerlich und äußerlich in Form von Umschlägen), Herpes, Frostbeulen, Verbrennungen. Auch der Gesunde soll daran denken und vorbeugend dem Körper Kalk zuführen, und das tut er am besten dadurch, daß er seine Büchse Hubertusbader Quellsalz zum Mittag= und Abendessen auf den stellt. So kann er aufbauend an seinem Körper aktiv mithelfen, indem er sich vor Augen hält, daß das Hubertusbader Quellsalz ein natürliches Aufbausalz in des Wortes reinster Bedeutung ist.“ Gutachten der Staatlichen Preußischen Landesanstalt für Wasser=, Bovsen, und Lustypozre,rezent-Ghlgrealeium und rund 48 Prozent salz enthält rund 42 Prozent Ecglbicut#um und rund 48 Prozent Chlornatrium neben Kieselsäure, Natriumjodid, Natriumbrombid und anderen für den Organismus wichtigen Mineralsalzen. Der Genuß eines natürlichen Quellensalzes mit derartig hohem Calcium=Gehalt ist außer bei gewissen Infektionskrankheiten(z. B. Grippe), vor allem bei denjenigen Krankheiten von Nutzen, die ganz oder teilweise auf Kalkmangel zurückzuführen sind. Hierunter fallen Erkrankungen der Knochen, des Blutes, der Blutgefäße, der Haut, des Stoffwechsels und der Nerven. Von letzteren sind einige durch Funktionsstörungen einer innersekretorischen Drüse, der Schilddrüse, bedingt, die ihrerseits durch kleinste Jodmengen, wie sie in dem Hubertusbader Quellsalz enthalten sind, in günstigem Sinne beeinflußt werden können. 16. II. 1927. Der Präsident, Beninde, Geheim. Medizinalrat. Alle diese Dinge erklären sich ganz einfach, wenn man an die Wirkungen der Kalkverbindungen für die verschiedenen Organe denkt und sich diese Dinge einmal im Kopf zurechtlegt. Niemand soll diesen Worten allein glauben! Jeder kann dies gottgegebene Naturprodukt kostenlos erproben und dadurch feststellen, ob es für ihn geeignet ist oder nicht. Jeder Leser dieses Blattes, der eine Postkarte mit seiner Adresse an uns schreibt, erhält sofort kostenlos eine Wochenpackung des Hubertusbader BrunnenSalzes und das sehr lehrreiche Werkchen:„Länger Leben? Versuchen Sie das Hubertusbader Brunnen=Salz! Es kostet Sie keinen Pfennig! Sie werden sich von seiner wissenschaftlich bestätigten Heilwirkung überzeugen und es dann gern weitergebrauchen. guten Gedanken soll man sofort ausführen und es wird wahrscheinlich ein guter Gedanke sein, wenn Sie das Hubertusbader Brunnen=Salz sich ebenfalls zunutze machen. Das Salz ist in vielen Aporye#en und Drogerien zu haben. Die Originalpackung(6 bis., Pochen aue; reichend) kostet 2,20 Mark, die Doppelpackung 3,85 Marr. Da vas Salz sehr ausgiebig ist, so stellt sich eine Kur auf wenige Pfennige Hubertusbader Brunnen=Kontor, Berlin=Schöneberg, Abt. 375. Seite 6 Nr. 156„ Bochumer Anzeiger„ Samstag Sonntag,./1. Juli 1933 Das Gesetz zur Ergänzung der Kleingarten= und Kleinpachtlandordnung vom 26. Juni soll die Laubenbesitzer vor unbilligen Kündigungen und vor Ausnutzung der wirtschaftlichen Notlage bewahren. Im Jahre 1925 belief sich die Zahl der„bewirtschafteten Bodenflächen unter 0,5 ha“ auf insgesamt 2,9 Millionen und ihre Fläche auf 441000 ha; im Jahre 1933 betrug die Zahl dieser Betriebe 5,2 Millionen und ihre Fläche 545 000 ha. Es ist demnach in dem achtjährigen Zeitraum eine Zunahme um 2,3 Millionen Betriebe, das sind 80,2 Prozent, und um 105000 ha, das sind 23,8 Prozent, eingetreten. Bei den Kleingärten bis 500 Quadratmeter Gesamtfläche ist die Zunahme verhältnismäßig noch stärker. Die Zunahme beträgt hier 1 467000 Betriebe, das sind 137 Prozent. und 25 500 hä Fläche, das sind 91,3 Prozent. Aus diesen Zahlen geht mit aller Deutlichkeit hervor, wie notwendig die angekündigten Maßnahmen sind, um die auf Kleingartenland sitzenden Dauerwohner in geregelte und gesundheitlich einwandfreie Unterkünfte zu überführen und die Kleingärten wieder zu echten Erholungsstätten der großstädtischen Bevölkerung zu machen. Der Vater der Kleingärten. Immer und auf allen Lebensgebieten ist es so, daß man zuerst einmal einen Menschen braucht, der die Idee liefert. Die Millionen von deutschen Kleingärtnern, die in jedem Sommer nach einem gehörigen Stück gesunder Gartenarbeit gemütlich vor ihrer Laube sitzen und ihre Freude an ihren Obstbäumen und Sträuchern, an ihren Gemüse= und Kartoffelbeeten, an ihren gackernden Hühnern wie an ihrem Kaninchenstall haben, verdanken ein gut Teil dieses friedvollen und befriedigenden Kapitels in ihrem Leben dem alten Leipziger Art Dr. Schreber, der 1864 die erste größere Laubenkolonie in Deutschland in Leipzig errichtete. Allerdings war es da nicht der Rechenstift eines wirtschaftlich denkenden Menschen, der den Arzt zu seiner Liebe veranlaßte. Er ging vielmehr von seinen trostlosen Erfahrungen als Arbeiterarzt in den ärmsten Vierteln von Leipzig aus. In den Laubenkolonien wollte er kranke Arbeiter Erholungsstätten finden lassen, die ihnen die Fortsetzung ihrer schweren Arbeit in der Stadt gestatten sollten. Und durch Jahrzehnte hindurch sind dann übrigens auch später noch die meisten anderen Schrebergärtenunternehmungen, namentlich rings um die Großstädte, aus ähnlichem fürsorgerischen Hilfewillen entstanden. Sehr bald jedoch begannen daneben sich auch gesunde Menschen für diese Laubenkolonien zu interessieren. Der Gedanke, obwohl man nun einmal in der Großstadt in einer engen Etagenwohnung lebte und in der Großstadt sein Brot fand, doch wenigstens ein Stück Pachtland zu haben, auf dem man sein eigener„Herx und Chef" war und auf dem man selbst Gemüse und Kartoffeln bauen und sich im Freien erholen konnte, ohne auf weite Ausflüge angewiesen zu sein, machte Schule und ergriff immer weitere Volksschichten. 700 Millionen Pfund Gemüse werden jährlich geerntet. Die Kleingärten oder Laubenkolonien sind seit Jahr und Tag allmählich zu einem Wirtschaftsfaktor geworden, dessen Bedeutung namentlich auch für das Wirtschaftsgefuge der Großstädte nicht mehr fortzudenken ist: Nach einer Schätzung des Reichsbundes der Kleingärtner und Kleinsiedler Deutschlands, lichen Spitzenorganisation, wird von den dort angeschlossenen 820000 Kleingärtnern eine Menge von etwa 600 bis 700 Millionen Pfund Gemüse und ebensoviel Obst jährlich für den Eigenverbrauch der Kleingärtner in ihrem Haushalt erzeugt. Das ist schon eine beachtliche Ziffer! Und zwar ist diese Eigenproduktion an Nahrungsmitteln deshalb volkswirtschaftlich auch von befonderer Bedeutung, weil das statistische Zahlenmaterial über die Hauptberufe der Kleingärtner beweist, daß beinahe ein Viertel aller Laubenkolonisten Erwerhslose, beinahe die Hälfte Arbeiter und rund ein Füng#rwerker sind, also Berufstätige, deren Lebensyautung durch den Kleingarten krisenfester wird, so daß in Notzeiten die wirtschaftlichen Rückschläge gerade für diese Volkskreise erheblich gemildert werden. durch die Kleingärtner demnach keine wirtschaftlich ins Gewicht fallende Konkurrenz etwa für die Gartenbaubetriebe entstanden, weil die Kleingärtner und Kleinsiedler schon an und für sich erfahrungsgemäß fast ausschließlich für ihren Eigenverbrauch Obst, Gemüse und Kartoffeln anbauen und heute außerdem noch das gesetzliche Verbot für sie besteht, ihre Eigenerzeugnisse freihändig oder auf dem Markt zu verkaufen. Außerdem entsteht durch sie auch deshalb kein Ausfall auf dem Markt, weil sie, wie die Berufsstatistik beweist, als Käufer mit Rücksicht auf ihre Wirtschaftslage praktisch ausfallen. Sorgen, die jetzt behoben werden. Doch auch das Dasein eines Laubenkolonisten ist nicht nur von Freude begleitet. Sorgen und Aergernisse hat es bisher oft genug gegeben; denn die Laubenkolonisten zählen fast ausschließlich zu den Parzellenpachtern. Sobald aber ihr Land für neue Bauvorhaben benötigt wurde, bekam der Kleingärtner die Kündigung ins Haus geschickt. Und jede Kündigung bedeutete für den Betroffenen das Ende seines Traumes vom eigenen Stückchen Land, auf dem er sich mit so viel Mühe und soviel Freude sein eigenes Reich erbaut hatte, das nun der Spitzhacke zum Opfer fallen sollte. Man tat sich deshalb in Kleingärtner= oder Laubenkolonistenvereinen zusammen, um durch den Besitz eines größeren, vorerst nicht zur Bebauung gelangenden Stückes Land der Gefahr einer Kündigung für einen langen Zeitraum zu entgehen. Natürlich gelang das nicht immer. Reichsbund der Kleingartner und Kleinsiedler hat hier im stillen schno manches erreicht. Zu Hilfe kam ihm bei seiner Arbeit die Tatsache, daß an Stelle des planlosen Wachstums der Städte inzwischen eine weitsichtigere Städteplanung getreten ist. Die neuen gesetzlichen Maßnahmen werden jetzt ein übriges tun, um den Kleingärtner und Kleinsiedler zufriedenzustellen. Künftig sollen z. B. in allen deutschen Stadtplänen die Gartenbezirke in einer so natürlichen Weise in das Stadtbild einbezogen werden, daß die Bedrohung durch die plötzliche Beendigung der Pacht aufhört und der Laubenkolonist sich wirklich heimisch auf seinem Stück Land, sozusagen auf seinem für die Dauer gepachteten„Großstadt=Erbhof“ einrichten kann. Und erst wenn dieser Wunschtraum aller Kleingärtner erfüllt ist, wird voraussichtlich erst der entscheidende, größte Zustrom von großstädtischen Landhungrigen zu einem Zipfel eigenen Landes einsetzen. Dus Liel drr PreiduernirnA,....2 Steigerung der echten Kaufkraft und naturliche Senkung der Preise Ein Vortrag Dr. Goerdelers wert besitzen. Auch dieses Verfahren werde mei•3 nur als Lugahegeschäft gewertet werden können. Im Rahmen des Kursus für industrielle Absatzwirtschaft sprach in Nürnberg der Kommissar für Preisüberwachung, Dr. Goerdeler, über das Thema: „Aufgaben und Mittel der Preisüberwachung.“ Hierbei gab Dr. Goerdeler seiner Auffassung Ausdruck, daß, von besonderen Ausnahmen abgesehen, die Festsetzung sowohl von Höchst= als auch von Mindestpreisen wirtschaftlich abwegig sei. Bei der Preisbildung könne das wirtschaftliche Gesetz von Angebot und Nachfrage nicht außer Kraft gesetzt werden.„ 6ach Zu den Aufgaben der Preisuverwachung gehöre es vor allem, darauf zu sehen, daß einem Bestand an Waren eine möglichst gute und echte Kaufkraft gegenübergestellt werden könne, daß Fehlleitungen von Krediten vermieden würden, daß eine gesunde Arbeitsbeschaffung vermehrt werde und schließlich, daß die Erkenntnis in unserm Volke geweckt werde, daß eine wirkliche wirtschaftliche Existenz des einzelnen nur durch fleißige Arbeit aufgebaut werden könne. Die Preisbeeinflussung habe in der Richtung zu geschehen, daß auf Verringerung der Organisationskosten und sonstiger Gestehungskosten in der Wirtschaft planmäßig hingewirkt werde. Die Preisüberwachung ziele dahin, die Gesamtheit gegen den unlauteren Wettbewerb von Hyänen der Wirtschaft zu schützen. Das Verlangen nach einem angemessenen Preis sei grundsätzlich anDer Redner behandelte dann eingehend das Vergebungswesen der öffentlichen Körperschaften und erklärte zum Schluß, es müsse eine Steigerung der echten Kaufkraft angestrebt und auf eine natürliche Senkung der Preise hingewirkt werden. Dieser Prozeß sei eine Umstellung, die sich nicht sofort verwirklichen lasse, sondern mehrere Jahre in Anspruch nehmen werde. Gegen Amgehung des Zagabereironr In einem Erlaß an die nachgeordneten Stellen wendet sich der Reichs= und preußische Wirtschaftsminister gegen neue Methoden der Umgehung des Zugabeverbots. Der Minister wendet sich gegen die mißbrauchliche Ausnutzung der Ausnahmen vom Zugabeverbot, besonders gegen die sogenannten gekoppelten Verkäufe. Die Absicht der Verschleierung werde bei den jetzt immer häufiger auftretenden völlig willkürlichen Warenverbindungen, wie Zuckerwaren und Uhren, Kaffee und Koffer, Porzellan und Zigarren, Seife und Hausartikel, regelmäßig anzunehmen sein. Das rechtmäßige Kombinationsangebot empfehle sich durch die Zweckmäßigkeit der Warenzusammenstellung. Abzulehnen sei die Verkoppelung aller Waren, die im regulären Handel nicht gemeinsam gehandelt werden. Schließlich wendet sich der Minister gegen die immer mehr aufkommende Unsitte, Waren in Behältnissen zu „verpacken“, die einen selbständigen Gebrauch wert besitzen. Auch dieses Verfahren werde stens Nur. als Hugabegeschaf geigertei werden können. Der Minister ersucht, mit allem Nachdruck zu erwirken, daß die offenbar mißbräuchlichen Formen des Gesamtangebots nunmehr unterbleiben. Bank der Deutschen Arbeit verteilt s prozent Umsatzverdoppelung.— Hohe Liquidität.— Kapital= erhöhung von 12 auf 20 Millionen Reichsmark. Die Bank der Deutschen Arbeit AG.(Berlin), früher das Bankinstitut der freien Gewerkschaften und jetzt das der Deutschen Arbeitsfront, legt Geschäftsbericht und Abschluß für 1934 vor, die bereits in der am 8. Juli abgehaltenen HV. genehmigt worden sind. Der Bericht weist einleitend auf den allgemeinen Wirtschaftsaufschwung hin und stellt dann fest, daß das Institut im Berichtsjahr die erfreuliche Aufwärtsbewegung des Vorjahres in verstärktem Maße fortsetzen konnte. Es wurde nach Kräften mitgewirkt bei der Finanzierung der öffentlichen Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen. Erhebliche Kredite erhielten Siedlungsgesellschaften, die hauptsächlich Heimstätten für Arbeiter errichten. Auch der übrige Wohnungsbau wurde durch Bereitstellung von Zwischenkrediten gefördert. Ebenso wurden der sonstigen Wirtschaft angemessene Kredite zur Verfügung gestellt. Der Umsatz hat sich gegenüber 1933 mehr als verdoppelt. Die Bilanzsumme ist von 156 auf 303,8 Millionen Reichsmark gestiegen. An alle Gefolgschaftsmitglieder ohne Unterschied ihrer Stellung wird eine Tantieme gezahlt, die für Ledige 100 RM., für Verheiratete 200 RM. und für jedes Kind 50 RM. beträgt. Der erweiterte Geschäftsumfang machte eine Erhöhung des Eigenkapitals erforderlich; daher wurde beschlossen, das Grundkapital um 8 auf 20 Millionen Reichsmark zu erhöhen. Nachdem die Erfolgsrechnung im Vorjahr ausgeglichen war, bleibt für das Berichtsjahr ein Betriebsgewinn von 2 221 025 RM.; davon werden 1,5 Millionen Reichsmark zur Rückstellung verwandt, während von dem Restgewinn 600000 RM. zur Ausschüttung einer Dividende von 5 Prozent auf 12 Millionen Reichsmark Aktienkapital verwandt und 121025 RM. vorgetragen werden. 41„.. 51, 6. t5ah, Im laufenden Geschaftsjahr wurden die Guthaben der Sparer der Deutschen Angestelltenschaft=Verbandssparkasse, der Deutschen Wirtschaftsbank AG. und der Deutschen Werkmeister=Sparbank AG. mit zusammen 60 Millionen übernommen. Da die Uebernahme über die Deutsche Arbeitsfront erfolgte, ist damit eine Erhöhung der Bilanzzahlen nicht verbunden. In der HV. wurden neu in den Aufsichtsrat gewählt: Alexander Halder(Berlin), Stellvertreter des Schatzmeisters der Deutschen Arbeitsfront: Dr. Sebastian Kratzer(Hamburg), Direktor der Volksfürsorge, Lebensversicherungs=AG., und Verlagsdirektor Adolf Müller(München). Rechtsanwalt und Notar Dr. Gustav Bahren(Berlin) ist aus dem Aufsichtsrat ausgeschieden. Börsen von gestern Rhein.=Westfälische Börse in Düsseldorf Montanaktien und Kuxenmarkt fest. Das Geschäft an der Börse war unter Führung von Montanwerten lebhaft. Die Kurse konnten durchweg die Vortagsnotierungen überschreiten und waren bis zum Schluß behauptet, teilweise noch fester. Lebhaftes Geschäft hatten besonders Mannesmann und Ver. Stahlwerke zu verzeichnen. Die Börse schloß zu den höchsten Tageskursen. Per Saldo ergaben sich folgende Veränderungen: Renten: Hoesch plus ½ Prozent, Krupp und Mittelstahl je ⅜ Prozent höher, Dt. Reichsbahn=Vorzugsaktien ½ Prozent fester. Aktien: Dt. Erdöl plus 1 Prozent, Farben plus 3/ Prozent, Feldmühle plus ½ Prozent, FeltenGuilleaume plus ½ Prozent, Muag plus 1 3/8 Prozent, RWE. 1½ Prozent gesteigert, Schuckert plus 1½ Prozent, Siemens plus ¼ Prozent; von Kaliwerten gewannen Aschersleben ¼ Prozent, Salzdetfurth 1 Prozent, Wintershall ¾ Prozent. Montanaktien: Buderus plus ½ Prozent, Dahlbusch plus ½ Prozent, Klöckner plus ¼ Prozent, Mannesmann plus 1⅝ Prozent, Rheinstahl minus ½ Prozent, Ver. Stahlwerke eröffneten 1¼ Prozent höher und gewannen im Verlauf noch 1 Prozent. Am Einheitsmarkt verloren Halle Salz ½ Prozent: fester waren Bösperde Walz plus 2 Prozent, Schieß=Defries plus 3/ Prozent. Von Bankaktien gewannen Commerzbank ½ Prozent, Rhein.=Westf. Boden verloren 3/ Prozent. Am Kuxenmarkt entwickelte sich wieder lebhaftes Geschäft bei weiter steigenden Kursen. Am Kohlenkurenmarkt wurden Carolus=Magnus mehrfach zirka 125 RM. höher gehandelt. Ewald gewannen bei einem Umsatz zirka 125 RM. Von schweren Werten wechselten Langenbrahm bei mehrfachen Umsätzen zirka 450 RM. höher ihre Besitzer. Diergardt wurden zirka 125 RM. höher aus dem Markt genommen. Von Braunkohlenkuren konnten Leonhard bei einem Umsatz 250 RM. gewinnen. Am Kalikurenmarkt wurden Erichssegen zirka 75 RM. und Neusollstedt zirka 50 RM. höher umgesetzt. Reichsland waren bei einigen Umsätzen 75 RM. höher. Freiverkehrsaktien: Bergbau Lotbringen Aktien plus ½ Prozent, Genußscheine unverändert, Dolerit Basalt plus 1 Prozent, Westf. Kupfer plus 1 Prozent: auf letzter Basis wurden Elsa Zement und Humboldt=Deutzmotoren gehandelt.(Mitgeteilt vom Bankgeschäft Wilhelm Schwarz, Bochum.) Berliner Börse Freundlich. Die Berliner Börse war freundlich gestimmt. Die Kursgestaltung war jedoch, wie an den Vortagen, nicht einheitlich. Geschäftlich war eine zunehmende Belebung festzustellen, besonders waren es Spezialwerte am Aktienmarkt, die fester lagen und lebhafter gefragt waren. Große Umsätze erreichte man am Montanmarkt, für Mannesmann und Stahlverein. Von Elektrowerten hielt das Interesse für Reag und RWE. an. Auch Maschinenwerte waren bevorzugt. Anderseits ergaben sich jedoch auch Rückgänge, so lagen Eisenbahnverkehrsmittel und AG. für Verkehrswesen gedrückt. Der Rentenmarkt verkehrte weiter still. Ueberwiegend blieben die Kurse unverändert, nur Reichsschuldbuchforderungen gingen um ½ Prozent zurück. Auch die Umschuldungsanleihe hörte man etwas niedriger. Reichsmark=Dollarbonds waren dagegen weiter etwas befestigt; ebenso zeigte sich für Industrieobligationen bei Kurserhöhungen von ¼ bis 3/8 Prozent Nachfrage. Auslandswerte lagen uneinheitlich, teilweise etwas nachgebend. Der Geldmarkt zeigte ziemlich unverändertes Geld; der Tagesgeldumsatz blieb mit 3¼ bis 3½ Prozent unverändert, nur in einzelnen Fällen wurden Abschlusse darunter getätigt. Tagesgeld 3¼ bis 3½ Prozent. Dollar 2,486(Vortag.482). Pfund 12,29(Vortag 12,27½). Rhein=Mainische Abendbörse in Frankfurt Behauptet. Da nennenswerte Aufträge fehlten, begann die Abendbörse sehr ruhig. Am Aktienmarkt herrschte jedoch weiten freundliche Stimmung. Auf Basis der Berliner kurse bestand eher etwas Kauflust. Renten lagen sehr still — Auch im Verlaufe blieb das Geschäft klein. Die Kurswaren unverändert. Die Auslandsbörsen Newyork: Zurückhaltend. London: Befestigt. Amsterdam: Ruhig. Paris: Ruhig. Brüssel: Abgeschwächt. Zürich: Gehalten. Mailand: Schwach. Wien: Gebessert. Getreidegrotmarkt zu Berlin Amtl. Preise. Getreide und Oelsaaten per 1000 kg, sonst per 100 kg Weizen märk. Roggen märk. ndustriegerste Hafer märk. Weizenm. Auszm. (.820 Asche) RM. für 100 Klg. 22.00 11.-12.0 11.-12.0 Die Niederländische Bank hat mit Wirkung ab Samstag(6. Juli) ihren Diskontsatz von 4 auf 3½ Prozent herabgesetzt. Am 8. Juli 1935 vollendet Geheimrat Professor Dr. Fritz Wüst, der weit über Deutschlands Grenzen hinaus allen Eisenhüttenleuten durch Wort und Schrift bekannte Lehrer und Forscher, sein 75. Lebensjahr. Nach den jetzt vorliegenden endgültigen Ermittlungen des Rheinisch=Westfälischen Kohlensyndikats erhöhte sich der Gesamtabsatz der Ruhrmitgliedszechen des Syndikats(Koks und Briketts in Kohle umgerechnet) im Mai gegenüber dem Monat April auf 8(7,03) Millionen Tonnen. Der arbeitstägliche Absatz stieg auf 319994(292 908) Tonnen. Mitgeteilt von Wilhelm Schwarz, Bankgeschäft, Bochum, Bongardstraße 14 vertlautende werierungen,. s..15, 7. 1 5. 1. P C Sepäg oie igteag, Schiue, Kas Div. Anfang Schluß Kassa Astbesitz— 112.87/113 00113.00 „Hoesch RM.——.— 103.50 103 75 6% Krupp RM.— 103.62—. 104.12 6% Mittelstahl— 103.25/103 00 103.00 6% Ver. St. RM.— 102 00 102.00 102.00 Buderus 4½/108 50 108.50 158 50 Dahlbusch St.— 104.50|105.25/105 00 Otsecd, Frcsl. 4112.12/11200|1200 shsene ilä häl gbeliäg Felten& Guille 01107.621—.—107.25 Kali-Aschersl. 5/127.50127.00/126.75 111.75 123.50 152.62 106 57 106.75 113 75 107 50 2 101.25—.— Mannesmann 0 91.62] 92.00 92.12 Masch. Untern. 01 76.37) 77.00 76.87 Reichsbank 12 190. 7 5/887.5#|190 00 Rhein, Braunk. 12 338 50 11350 113 8 Rhein., Stahlw. 39 118. 8/ 1 42-50 43 82 Rh.-.-Elek. 6/134.25/134.00 134.25 Salzdetfurth 74 188.00188.00187.50 4 123.62—. 179.75 4 96.37 87.25 0 36.62 36 62 113.00 Köckner-W. 10300 10300 102 00 107.00 Schuckert& C. Siemens& Hal. Gebr. Stollw. Ver. Stahlw. Westd. Kaufh. Westeregein Wintershall 124.37 179.62 97.00 86.87 36.62 5 124.50 124 00 124 00 5 102.75 102.50 102.75 Wigtershall 5/102 75 102.5010 Zellst.Waidhof——.——.——. Baicke Masch. Berg. 6. Dahl. V. Bonner Bg..H. Bösp. Walzw. Braunk Zuk. 4 7. Bruckd.-Nietl. Schlaßssurbach Kal. 46 ortm.Ritterbr. Düss. Hoef.-Br. 40 4. 7. Kuxe Steinkohlen 5. 7. 6 1 8 4. 7. 1 6•5 Michel 10800 11300 10600— Westa.. 17900— 7800— vernharetn. 1425/1530 1330— Kall nel 4000 S 3776 4000 3600 3900 Seiegrode 755 18g, 183/##richsse 912800 Garolust,#####os Bove vr--Uzurbach. 3300 33 0L 3250 3559adigh.[2200 Const..8 8Tb0(000, 6700 7109/6g. S4a8f—— Heimbold, 2250 Brucks.-N. 410— 400— Diergardt 4150 GuteHoffn. 4100 4400 4100 4 350WWestfalen 540 Leonhart jeso9 8900 8250/ 8600 Sellern. 3600 Kalikuxe „5. 7. asee. Braunschw. 5000 Plngkeit 4000 1400 4000 4300Ransbach — 500— MReicheld 3800/3500— Uhbringen 80. Oosbbs. 1ge 75.8000:., s 199 00svnamg.nod 227.50Eschw. Berg. V. 113.50 Glas- u. Sp. S. 132.75/6lückauf- B. 46 —.—Gebr. Goedh.AG 123.00 Hallesche Salz. Mochtief A6. Kabelw. Rheydt 85.12/Kali-Chemie 36.62Mülheim. Berg. Zhein. Metal 101.73 hein,. Spiegel. Roddergr. Brnk. Sachtl.AG. Bgb. Schieß-Detries Schleg. Scharp. Waggonf. Uerd. Wasserw. Gels. 4. 7. Oautschl. 430 465 430) 450 jegf.|u. 429— /3950 vin 37008900 3S5O3SOgPintersd. 3100 8400, 8000 8500gendurg 270 enuebn Psor 6598806103gg Preiverkeh: Plaig 24002890 24002830 Vereicherungsahüles 95r 170 33g 10334 Loeiatollen u. Jraunk. Aor=,agst. 12390 2439 2309 2864 wagg va..—=..19. Langd tINsstossessesry. 5, 7.] 4, 7. Mar. /2300 2450 2300 2500sch.-monn.#0—„„A 4 Braunkohlen 8 8 1S B Heusollst. 12200 2400 2200 23501ach. Rückvers 14.4227.024##„„ I. 4. 1995 e Hope 2000 Pisenburg 270 Mariagl. 7300 2450 2459 1300 4000 270 7200 2400 3050 3250 2825/2925/4 gripo.., Fl.L 730 810 700— AAll.-.Stuttg. 366— 330 450 AIll.- u. St..-V. SVI08.9 108.0 Köln. Hagelv. 8 108.0106.0 Köln. Loyd A. V.— öln, Rückv. gr.— Vo grr— ö..14. 7. 106.0106.0 235.0235.0 675.0675.0 98.0 98.0 253.0253.0 127.0127.0 85.0 85.0 15 5 Köln.Rückv. Rentenwerte 91. Rhw..-Cr.Shyo.6 Pfd. S. 4. 6. 12. 10 dto. dto..1 80.561, dto. dto. S. 11 dto. Gold.-Kom 1926.1927 S.—6 94. 7½ Wd. B0d. 6pfd. 6—. 13 B 4to. Em. 3, 8/12. 14 95.7 Freiverkehre-Aktien 178.7] 5. 7. 1 4. 128.7 1 6" 3 1 6 Adler K. Elss C. 111.0115. Goedh. h 95.0—. Otlann. K.—. 68.0 93.0 95.0 95.7 95.8 asine 94.0 955 Mitgeteilt von der Commerz- und Privat-Bank Filiale Bochum Reichsbankdiskont 4% Lombardzinstuß 5% Einheitskurse Industriewerte S..7 12176.2s175.2 0 67.3 66.0 47.247.1 4 95.0 0 91.2 5300 5000 5300 Bankaktien 3000 2750 2990 2175 2375%0m.- u. Pr.-B. 22002350 Oresdner Bank kh. W. 8d. Cr. B. 1600 Vestc. B.-4 2600 9—.—. humd. On 0 83.8 83 1LLothrin. 5—. 107.50 othr. 6. 4(106.0106. Oanst. .50—.—. Masch. ke #rh. Berg S 353 3 ege 93.0 93.0P von. 93 0 93. OPek-Mie 118.8/18.5 96.0— 400.0400 0 265.0263.0 214.0s213.5 7. B S1.8 „ 72.0— 72.5 111.0115.0111.0115.0 —. 68.0 93.0 95.0 92.5 95.0 30.5 83.5 80.5 82.5 64.0 66.5 64.0 66.0 „kkumulatoren Aku A. E. 6. Anhalter Kohle Aschaff. Zellst. 118 0120 0117.0 51.0— 67.0 70.0 79.5—. 51.0 0 40.0 119.0 890 80.5 vek. Wiel 40.0—. Steuergutecheine S. 7. 4. 7. 103.8/103.8 #lig ab 1. 4. 1994 107.81107.8 100.0— 106.|106.2 107.2/107.1 5 Bayr. Motoren Bemberg Berger Julius Bergmann El. Berl. Karlsr. Ind. Dittmann Neuh. 0 Otmd. Akt.-Brau. 10 „ Union-Brau 12 Dürener Metall 6 Oyckersh. Widm glektr. Lieferg. IL„ Lichtu. Kr. 65 11.6 94.7 89.0 49.0 49.0 164.0165.0 198.0197.7 137.0— 116.0117.0 wokswerke Kölner Gas Krettt W. Kromschroeder Kronprinz Metall Küppersbusch ahmeyer Laurahütte Leopoldsgruben Lindes Eis Lingnerwerke Lorenz C. Engelh. Brauerei Enzinger Union 12.0 Feinjute 6/126.|125.5 5/119.5s119.5 6/119.5118.7 0— 5125.1 Kr. u. Licht 10140.7 Maschinend. Buderus chaf. Wasser Chem. Geisenk. Conti Gummi 98.5 124 7 140.8 9 108.5/107.0 Sanwe 51/113.21 42 95.0 81159.0 112.6 97.5 160. oPgaie dem Disch. Atlant. Otsch. Baumwolle Conti 6as Kabel Linoleum Steinzeug Tel. u. Kab. Eisenhand. O 97.0 6/117.5 115.0 7143.7 6/124.2 6/165.3 1 geggrrt a co. German. Cem. Ges. f. el. Untern. 6 Gildemeister 61 Gladb. Wolle[10 Gruschw. Textil 61 6 119.0118. 134.7134.( 102.11025 105.0104 6/109.0108.0 Jaximil. Hütte Miag Mimosa Mülheimer Berg. Prenst. 4p; Koppel Osnabr. Kupfer Nackethal Draht III Hageda Hamb. Elektr. Hilpert Masch. Hindr.-Aufferm. Hoffmann Stärke Hohenlohewerke Holzmann Ph. Hotelbetr.-Ges. 1 Serpben Jise Genuß ösenbeck Brau. Junghans Gebr. 134.0133. 96.0 94.: 130.0129. 132.8132 120.5119 6 95.0 94. 0118.0s118.0 4109.0108.0 8140.8/140 0 59.2/61.7 3118.5116.0 64123.0—. 58.5 56 93.5 93. 0 86.71— 6/161.0161. 6/131.7/130. 91.5 90 5/126.5 3 84.0 85.5 102.7 126.6 83.5 84.7 104.0 5/149.7/196.0 0 92.0 12/149.0 |129.0 golyphonwerke#0 Fonge 4 2ahn 10 Phein. El. Werke 5/140.0 III Rhein.-W. Kalk 6/125.0 Riebeck Montan.2106.1 Rütgerswerke 41122.6 7133.9 0 24.0 0—. 7 1130.2 8/144.0 0 132.6 24.0 91.4 130.0 140.5 175.5 92.0 146.5 91.0 90.7 Sechsennate 0 Sarotti Schlege Schles. Berg. u. 2. Berg. Beutn. " Elekt. u. 6as Schub.& Salzer Schultheis-Patz. Siegersdorfer W. Siemens Glas 95.8 108.0 113.0 40.7 90.0 144.5 151.0 114.8 86.5 101.50 139.0 125.1 106.1 121. 95.8 106.0 89.8 145.0 150.0 114.7 86.0 101. Siem.& Halske Stollberg. Zink Thöringer Gas Transradio Tuch Aachen Union chem. er. Otsch. Nicke Ver. Glanzst. Ver. Ultramarin Vogel Draht U Bane ndererw. Warsteiner Grub. Westfalia Draht Wickdler Brau. 179.5 74.5 131.0 7 0 7 101.5 6/132.9 165.0 144.5 129.1 90.0 144.7 0 75.7 5 179.21 .8 130.4 49.5 116.5 101.5 132.7 165.0 144.0 129.7 89.0 144.0 75.7 Verkehrewerte A. 6. für Verkehr Boch. Gelsenk. Hamb. Amer. Pak. Hamb. 8üdamer Norad. Lloye 89.2 35.4 33.0 38.6 16 Möhlh.-Ruhr Anl 89.51 6 Ruhrverbd. Anl. 36/100. 7/100. 6 #Pr. Ldpf. A. Pfd. 97.0 97 45 Ldbk. Westf. Pfd. 94.5 45Ldbk. Westf. Kom. 92.5 420t. Komm.Goldanl. 95.0 44Westf. ldsch. Pfd. 93.6 440t.Hyp. B. Bin. Pfd. 95.2 4 Pr. Centr.bod. Pfd. 95.6 44Pr. Pfdbr. Bk. Pfd. 95.7 45 Basalt Obl. 6 Concord. Berg Obl. 101.5 s Oaimier Benz Obl. 10s a. 6 Klöcknerw. Obl. 6 Mont Cenis Obl. 6 Rheinstahl Obl. 44 Ver. Stahl 60 44 Ver. Stahl 47/51 5 Ver. Stah 6 Siem. u. H. Obl. 6 Farbenbonds Umsch. Anleihe 97.O 94.5 92.5 95.0 93.5 95.5 951 95.7 101. 5101.0 105.0/105.0 102.11101.8 102.01026 Restennerte 6 Dt. R. Schatz. 35 4 Ot. R. Anleihe 44 55 O. R. vounganl. 6 Reichsbahn Sch. Westfalen Altbesitz 6 Bochum Anl. 6 Duisburg. Anl. 6 Dösseld. Anl. 6 Elberfeld. Anl. 6 Essen Anl. 98.2 97.4 100.2 113.7 88.7 92.1 91.4 91.7 98.2 97.4 100.2 113.7 92.2 89.2 92.2 91.4 90.67 92.0 91.8 93.4 93.4 157.0153.5 27.22 R. Schuldb. F. 38 R. Schuldb. F. 38 R. Schuldb. F. 40 R. Schuldb. F. 42 R. Schuldb. F. 43/8 5 Essen Steink. 42 45 Harpener 49 5 Ver. Stahl 45 R. W. E. 52/8 5 R. W. E. 50 45 Ruhrchemie 49 4 Ruhrgas 53 4 Ruhhwasser 53 45 Ruhrwohng. 58 45 v. E. W. 52 65. Goi 1, Brie 100.6101 99 4100. .9 96.7 97.6 96.4 97.2 99.0100 95.7 97.0 97.6— 94.7 95.2 99.2100.5 #4“ 93.0 95.7 92.0 93.5 92.0 22.0 96.7 93.0 94.5 93. Westtalenbank.-G. Bochum Austührung sämtlleher Bankgesehafte P K K Aer K eu mm Sn LLS Seite 7 Nr. 156„ Bochumer Anzeiger„ Samstag Sonntag,./7. Juli 1933 Bochumer Nachrichten 0 ∆ 00 * 93 Von Kollegen aus der Ferne kriegt ich kürzlich einen Gruß, von dem heut'— wenn auch nicht gerne— ich Euch mal berichten muß. Diese strunzten nämlich schrecklich, wie die Sonne ihnen schiene, und mir wurde gleich ganz eklig, neiddurchfurcht war meine Miene. Doch sie hatten kaum geschrieben, als es aus war mit dem Fest! Futsch die Sonne, meine Lieben! Woraus sich erkennen läßt: Lob nie zu früh den Wettergott, sonst ist der Sonnenschein kapott! Wir alle, teure Freunde, mußten das zu unserem Leidwesen in der letzten Woche ja reichlich erfahren: Die bis Ende der vorigen Woche noch bestens im Gange befindliche Spargelsaison brach bedauerlich und jäh am letzten Montag ohne Vorankündigung plötzlich ab. Dafür gab es zwar erstaunlich viele und gute Erdbeeren, aber, was soll man schließlich mit den Erdbeeren machen, wenn man keine Bowle will, sondern sich gerade auf Stangenspargel mit zerlassener Butter eingerichtet hat. Es ist eben schon so, wie ich kürzlich einem Kollegen beim Skat sagen mußte, als er nach drei Grands mit vieren einen Kreuzsolo ohne vieren mit kontra und re verlor:„Es ist dafür gesorgt, daß der Ziege nicht der Schwanz in den Himmel wächst!“ Diese Bemerkung gilt indessen allein unserer Enttäuschung über das wechselvolle Wetter der letzten Woche und nicht den nützlichen Vierbeinern, die am Sonntag in Bochum zu einer Ausstellung angemeckert kommen, zu der Ziegenausstellung nämlich. Ich verstehe von Ziegen wenig oder auch gar nichts Das einzige, was mir mit Bezug auf diese nützlichen Tiere im Gedächtnis geblieben ist, wäre vielleicht, daß man sie auch„Bergmannskuh“ nennt, daß im Kriege viele Leute sich eine„Hippe“ hielten, um morgens ihre Milch zum Spitzbohnenkaffee zu haben, und daß es außerdem eine bestimmte Sorte Ziegen gibt, die den verheißungsvollen Namen„hornlose Saanenziege“ trägt. Ich bin, ohne mich je näher Ziegen befaßt zu haben, ein überzeugter Anhauper der hornlosen Saanenziege. Denn soviel weiß ich natürlich auch, daß die gewöhnlichen Ziegensorten stets stoßbereite Hörner tragen und nur Ziegenmilch geben, während zweifelsohne die von mir bevorzugte Sorte— der Name sagt— keine Hörner hat, also nicht stoßen kann, und außerdem statt Milch offensichtlich Sahne gibt. Ich habe die Absicht, mich auf der Ausstellung einmal; gründlich mit der Ziegentheorie vertraut zu machen und dann vielleicht selbst zu Zuchtversuchen überzugehen. Mein oberstes Ziel dabei wird die Züchtung einer neuen Rasse sein, betitelt„hornlose Schlagsahnenziege mit Erdbeeren“. Für welche Rasse ich bei sämtlichen Konditoren und jungen Mädchen rasende Absatzmöglichkeiten sehe. Aber genug von diesem Meckmeck. Wenden wir uns ernsteren Dingen zu.„„„„26s1Mig 61. Sehr wesentlich ist nämlich augenblicklich die Vorbereitung für die Ferien. Und zwar für alle diejenigen, die sich damit nach ihren zahlreichen schulpflichtigen Kindern zu richten haben. Und das sind ent die meisten. Die Junggesellen haben es selbstverständlich am einfachsten. Sie warten, bis sie mit dem Urlaub dran sind. Gehen eben nach Hause und rufen: „Mutter, schmeiß mir meinen Gummikragen runter, ich fahr in Urlaub!“ Und weg sind sie. Für die Leute mit Kindern ist die Sache wesentlich schwieriger. Erstens sowieso, wenn die Kinder allein in die Ferien gehen, zur Oma, zu Tante Minchen oder auf den Kotten von Onkel Jupp im Sauerland. Dann sind die Vorbereitungen natürlich um so erheblicher, denn„man kann sich natürlich in der Verwandtschaft nicht bereden lassen" und muß deswegen die Strümpfe, die man sonst in den Ferien noch so schön am Waldrand in der Hängematte stopfen könnte, schon vorher in Ordnung bringen. Zweitens aber natürlich auch, wenn man mit der ganzen Familie auf einmal abrutschen will. Zunächst sind dazu erhebliche Vorverhandlungen nötig. Meist nur zwischen Vater und Mutter. Aber wenn die Kinder größer werden, auch im Kreise der Familie. Weil sich jeder was anderes für die Ferienzeit ausgemalt hat. Hat man glücklich mit diplomatischem Geschick ein Ziel, das allen recht ist, herausgeknobelt, dann geht der Klein= oder Stellungskrieg los. Denn selbstverständlich hat kein einziges der weiblichen Familienmitglieder auch nur das winzigste Fetzchen anzuziehen. Dann will jeder für sich allein zum mindesten zwei Koffer mitnehmen. Und schließlich beginnt schon in der heimatlichen Wohnung in Bochum die große Auseinandersetzung darüber, wer das schöne Zimmer mit dem Ausguck in den Wald bekommt und wer nun ausgerechnet in„die olle Bude“ ziehen muß, von der aus man auch noch auf den Hof und die Holztür mit dem „Kleinen Herzken obendrin“ sieht. Der gewöhnliche Sterbliche ahnt ja gar nicht, was vor solch einem Urlaub überhaupt alles geregelt werden muß! Und dabei sind es bis zu den Großen Ferien tatsächlich nicht einmal mehr drei Wochen. Ich habe augenblicklich mit sämtlichen bekannten Familien die sonst guten Beziehengen abgebrochen, um überhaupt noch mit meiner„Tugesarbeit und den Urlaubsvorbereitungen durchzukommen. Aber es wird schon klappen mit der Tante Emma. Sonst hat es ja auch immer geklappt. In dieser tröstlichen Gewißheit wünscht Euch allen ein frohes Wochenende im fahnengeschmückten, festlichen Bochum Euer Flax Ferienfreude für unsere Jugend! Die NS.=Volkswohlfahrt beabsichtigt, in den großen Schulferien in Heimen an der See, in Solbädern und Luftkurorten Erholungskuren für Kinder von Selbstzahlern durchzuführen. Eltern, die ihren Kindern eine solche Kur ermöglichen wollen, werden gebeten, sich umgehend, spätestens bis zum 15. Juli, bei den Ortsgruppen der NS.=Volkswohlfahrt zu melden. Die Durchführung der Kuren und ein verbilligter Preis ist von der Anzahl der Anmeldungen abhängig. Dir Freuer der Erwurtung Bet='shan der auf die Finger, als er die Girlande an einem Ende beDas war ja wohl in allen Bochumer Betrieben der gleiche Vorgang heute vormittag. Der jüngste Stift, mit Reißzwecken und einem kleinen Hämmerchen bewaffnet, nahte sich im Vollgefühl seiner Würde, rückte umständlich einen Stuhl an jene Stelle, da das Schwarze Brett mit dem Abzeichen der Deutschen Arbeitsfront an der Wand prangt. Und dann schlug er bedächtig einen Zettel an, auf dem die Ueberschrift„An auf die Finger, als er die Girlande an einem Ende befestigt, dieweil unten ein Motorradfahrer auf Speisung seines Fahrzeuges wartet. Aber er schimpft nicht, dafür ist die Arbeit zu wichtig. Es soll doch morgen anständig Vor dem Rathaus verläuft sich die Menge überhaupt nicht mehr(der braune Glücksmann macht ein Bombengeschäft dabei). Ueber die Länge der beiden RiesenAufnshme:„. 1 Authherr An der Krümmede werden alte Postkutschen als Fernsprechstellen eingerichtet. alle männlichen Gefolgschaftsmitglieder!“ prangte. (Welche Einschränkung natürlich nicht hinderte, daß die weiblichen Arbeitskameraden gerade die erste Reihe im Anmarsch der Wißbegierigen einnahmen.) Und es zeigte sich, daß der Betriebszellenobmann eine wichtige Botschaft kund und zu wissen tat:„Die männlichen Betriebsangehörigen mit dem Betriebsführer treten Sonntag nachmittag 3 Uhr auf dem Hofe des Betriebes an und müssen vor 4 Uhr im Stadion sein.“ Und da auch der DAF.=Anzug für solche Gelegenheiten tipptopp in Schuß sein muß, ist allein durch diesen Anschlag der Kreis der Vorbereitungen recht weit geschlagen. Und man sollte ihren Wert nicht geringschätzen über dem, was sich sichtbarlich vor aller Wohin man auch sieht: Fahnen und Girlanden. Da schleifen Vater und Sohn vereint im Schweiße ihres Angesichtes einen Haufen Tannengrün durch die Kortumstraße. Auf dem Dach der Tankstelle turnt der 1 T a n k w a r t h e r u m u n d s c h l ä g t s i c h m i t d e m H a m m e r fahnentücher, die den Haupteingang des Rathauses schmücken, wird nicht gestritten, sondern Wetten werden dieserhalb abgeschlossen. Und inzwischen windet sich das Tannengrün höher und höher. gan. den Strombügeln der Straßenbahn wehen die Wimpel, sie flattern von der Verspannung der Oberleitung und helfen mit. den Rahmen des Gautages schön und festlich zu machen. Ueber das TuS.=Stadion dröhnen die Hammerschläge. Die Tribüne wächst, Bretter und Bohlen werden herangeschleift. Die Fahnenmasten stehen fix und fertig da: Die Lautsprecher sind 9 Ueber Namen und Zahl der Gäste ist jeder Pimpf im Bilde. 30.000 auswärtige Besucher werden im Extrazug nach Bochum befördert. 1500 Privatquartiere sind bereitgestellt, so daß jeder sein müdes Haupt auf ein dementsprechendes Kissen wird betten können. Für den Marsch rechnet man mit 50.000 Teilnehmern. 6000 Hitlerjungen werden darunter sein, 8500 Männer der PO.. 2000 Arbeitsdienstmänner, 8000 SA.= Männer, SS., RSKK., was soll man noch mehr aufmit. Der Lehrling, der die Girlande an der Hausfront anbringt, so gut wie der Mann, der die Batterien von Wasserflaschen im Stadion aufbaut. Alle stehen in der Freude der Erwartung, wie das Begrüßungsschild am Hauptbahnhof es sagt: Bochum grüßt die politischen Soldaten Adolf Hitlers! Hilfe für den Ruhrbergarbeiter „Durch die im Bergbau herrschenden Arbeitsverhältnisse und Absatzmöglichkeiten sind einige Zechen zwischen Emscher und Lippe sowie im Essener und Gelsenkirchener Gebiet gezwungen, monatlich eine Reihe von Feierschichten einzulegen. Den hart arbeitenden Bergleuten, die auf diese Weise einen Verdienstausfall haben, ist nun die NSV. helfend beigesprungen, um sie in einem beschränkten Rahmen bis zu dem Zeitpunt###unterstützen, an dem die Verhandlungen der RSDAP, mit den in Frage kommenden Stellen zu einer besseren Verteilung der Arbeitsschichten geführt haben„Auf Anregung des Gauamtsleiters der NSV., Pg. Degenhard, hat sich der Hauptamtsleiter der NSV., Pg. Hilgenfeldt, entschlossen, die äußerte Not der Bergarbeiter zu lindern. Die Hilfsaktion der NSV. beginnt mit Wirkung vom 1. Juli 1935. Für die ersten vier Wochen sind diejenigen Gefolgschaftsmitglieder der Zechen bezgißegterigtz, die imn Mai 1935 20 und weniger Arbeitsschichten laut Lohnliste verfahren haben. Für die nächsten vier Wochen sind diejenigen Bergleute bezugsberechtigt, die im Monat Juni 20 und weniger Arbeitsschichten laut Lohnliste verfahren haben. Den verfahrenen Schichten werden Krankfeierschichten, bezahlte und nicht bezahlte Ur laubsschichten und jegliche andere Feierschicht aus persönlichen Gründen gleichgestellt. Mit der Abschlagszahlung für den Monat Juli 1935, die auf den meisten Zechen am 12. Juli stattfindet, erhalten die Bezugsberechtigten für zwei Wochen Gutscheine für Lebensmittel. Mit dem zweiten Abschlag für Juli, der etwa am 22. Juli ausgezahlt wird, werden wiederum für zwei Wochen Gutscheine ausgegeben. Ueber die Ausgabe der Gutscheine in den folgenden Monaten werden noch besondere Anordnungen ergehen. Schnappschüsse aus dem schönen Bochiun gesuchl! Bochum sucht Fotos, die werben. Der Oberbürgermeister unserer Stadt hat im Oktober vorigen Jahres einen Fotowettbewerb zur Erlangung werbewirksamer Fotos ausgeschrieben, die in der Heimat= und Fremdenverkehrswerbung benutzt werden sollen. Aufgefordert sind alle Berufs= und Amateurfotografen. Gesucht, werden bisher unveröffenthchte und nicht brämierte, eindrucksvolle und füx, gsgegg kehrswerbugg brauchbare Fotos aus dem Eiggtger##t Bochum. Die Fotos müssen charakteristisch, sein für Bochum, die Stadt der Arbeit und Kultur. Bildmotive, die überall gemacht sein können, kommen nicht in Frage. Da die Fotos in erster Linie der Fremdenverkehrswerbung dienen sollen, muß man bei der Aufnahme mit der Absicht vorgehen, den Fremden durch das Bild zu veranlassen, Bochum zu besuchen. Die Fotos müssen Leben zeigen, dürfen nicht gestellt oder gekünstelt erscheinen.. Es werden in erster Linie Schnappschüsse aus dem schönen Bochum verlangt. Man wähle die verkehrlich und lichtbildnerisch zweckmäßigste Zeit, warte in Ruhe den geeigneten Augenblick ab und achte darauf, daß bei den Aufnahmen wie in einem guten, lebenswahren Film— die Kamera nicht zu fühlen ist. Man sorge möglichst schon bei der Aufnahme durch richtige Standortswahl für geschlossene Bilder. Bei Vergrößerungen kann durch richtigen Bildausschnitt nachgeholfen werden. Sehr erwünscht sind Fotos, die Bochum als Wohn= und Kulturstadt mit den Siedlungen und Wohnvierteln, Parks und Waldgebieten zeigen; nur müssen gerade diese Aufnahmen neuartig belebt, und großzügig sein.„Auch Motive aus dem bäuerlichen, dörflichen und kleinstädtischen Gesicht der Außenbezirke werden gesucht. Verlangt werden ferner Bilder aus Bochums Wirtschafts= und Verkehrsleben, vor allem Bilder der bekannten Bochumer Geschäftsstraßen, der modernen Geschäfts= und Bürogroßbauten. Es ist nicht notwendig, daß die Fotos viele Einzelheiten zeigen. Heilbad geschlossen! Nach Mitteilung der Schwimmund Badeanstalt ist das Heilbad(Heißluft= und Dampfbad) bis auf weiteres während der Sommermonate an den Sonntagvormittagen geschlossen. Achtung für Apotheker und Aerzte! Nach Feststellung des Gesundheitsamtes versucht ein Mann, unter dem Namen Rutenkolk sich Morphiumrezepte und [Morphium zu verschaffen. Vor ihm wird gewarnt. „„„ Bewunderung und Begeisterung um das Spitzen-Ereignis des deutschen Automarktes 1935: den neuen Opel: Typ Olympias. Warum? e Hochleistungen in bezug auf Geschwindigkeit, Beschleunigung und Straßenlage * Niedriges Gewicht- Geringer Verbrauch · Ungewöhnliche Stärke u. Widerstandskraft • Stahl-Karosserie 9 Niedrige sportliche Form, trotzdem überaus geräumig und erstaunlich bequem •#Opel Synchron-Federungs, zugtreie Entlüttung, großer Kofferraum • Besonders breite Sitze Zuverlässige, kräftige mechanische Bremsen mit Servowirkung. Und das sind nur einige seiner vielen bedeutenden Vorzüge! AA Cabriolef-Limousine ab Werk Rüsselsheim am Main AA erschrieen Si UnSERE AUSSTELLUNGSBAUNE, U OMO LERKAUF BOCHER A WITTE HRAFTFAHRZEUS-VERTREB acHKOMMODAU A FEIRE, ROCHUM, HA TEISERSTR, TELEPRONR GE BOCHUM, ALLEEST28, RASSE TELEPHON 62280 Seite 8 Nr. 156 7 Bochumer Anzeiger„ Samstag, Sonntag,./7. Juli 1933 Schuld oder Nichtschuld— das ist hier die Frage JachternchsPuruncenaug Bilder aus Bochumer Gerichtssälen Die Verantwortung, die der Richter vor dem Gesetz, vor dem Volke und seinem eigenen Gewissen für seinen Spruch trägt, ist ungeheuer groß. Der Laie möchte oft zurückschrecken vor den Fragen, auf die der Richter die Antwort suchen und finden muß im peinlichen Frageund=Antwort=Spiel, aus Kenntnis der Akten und aus der ausschlaggebenden mündlichen Verhandlung. Es gehört beides zusammen, der Akteninhalt und der persönliche Eindruck. Eins allein genügt nicht und führt zu Fehlschlüssen. Die Akten mögen noch so tadellos in Ordnung sein, sie übertreiben oft und sagen nicht immer die Wahrheit. Und anderseits— mancher böse Sünder sieht persönlich so nett und harmlos aus, daß er wie ein glatter Aal durch die Maschen des Gesetzes schlüpfen würde, hätte der Richter nicht eine Art Charakterbild in den Akten und könnte sich warnen lassen vor der allzu geschickt angelegten Maske. Und wer wollte leugnen, daß vor Gericht viele Menschen eine Art Maske tragen, durch die hindurchzuschauen der Richter als Menschenkenner freilich gelernt haben muß. * Richterliche Verantwortung, sie ist in allen Fällen groß. Sie beginnt nicht etwa erst bei dem Urteil gegen Schwerverbrecher, wenn es sich um langjährige Zuchthausstrafen, völlige Ausschaltung aus der Volksgemeinschaft oder gar um die Todesstrafe handet. Nur fühlt bei solchen Verhandlungen wegen eines Kapitalverbrechens jeder Zuhörer und auch der Leser der Gerichtsberichte die ganze Schwere des Spruches mit, der da gefällt werden mußte. Die Verantwortung des Richters ist nicht weniger groß bei den sogenannten„kleinen Sachen“, bei den Lappalien, auch wenn es sich nur um einige Mark Geldstrafe, um Haft oder um eine geringe Gefängnisstrafe handelt. In einer Zeit, da sich der Volkskörper von allen Schlacken reinigt, wird das Gewissen auch schon aufgerüttelt und geschüttelt, wenn es sich um geringere Strafen handelt. Der Schreckensruf:„Nur nicht ins Gefängnis!“ ertönt jetzt wieder viel häufiger. Man fühlt wieder die Entehrung durch die Strafe und scheut vor ihr zurück. Man legt wieder hohen Wert auf eine blendend weiße Weste. Und das ist recht so und hoch erfreulich. Aber von der Verantwortung des Richters soll ja die Rede sein: Hier ergibt sie sich ohne weiteres aus den Folgen, die selbst kleine Strafen für die Betroffenen haben können. Die Nachwirkungen sind oft viel schlimmer als die Strafe selbst. Die Strafen kommen„in die Papiere". Sie können sehr unangenehm und störend einwirken. Sie können zum Verlust der Arbeit, der Stellung führen und den Angeklagten aus dem Berufe, aus dem bisherigen Lebensgleise völlig hinauswerfen, so daß er auf der Straße liegt: Unterschlagung, Diebstahl, Untreue, Fahrlässigkeit! Was ist mit diesen Alltagsworten alles ausgesprochen! * Durch den Aufsatz über den Besuch der Richter und Staatsanwälte in den Gefängnissen(in der Freitagnummer des„B..“) hat die große Allgemeinheit auch einen Einblick tun können in den Strafvollzug. Es ist leicht begreiflich, daß die Verschärfung des Strafvollzugs bereits auf der ganzen Linie einen gewaltigen Rückgang der Straffälligkeit bewirkt hat, wie man ihn in solchem Ausmaß wohl kaum erwarten konnte Der Besuch in den Gefängnissen hatte auch den ausgesprochenen Zweck, den Richtern die Wirkung ihrer Beschlüsse vor Augen zu führen und ihnen die Schwere ihrer Verantwortung auf die Seele zu legen. Die Abschreckungstheorie und die Vergeltung neben dem Erziehungsgedanken wird bleiben. * Auf der Anklagebank vor der Großen Strafkammer saß ein Mann— der Fall spielt in Wanne=Eickel—, gegen den die eigene Tochter und die Frau schwere Beschuldigungen ausgesprochen hatten. Das Mädchen ist über sein Alter hinaus stark entwickelt. Die Eltern liegen in Scheidung miteinander. Wenn es richtig wäre, was das Mädchen behauptet so ist es um den Vater geschehen. Dann öffnen sich für ihn die Gefängnistore, vielleicht gar das Zuchthaus. Die Frau schrickt ein wenig zurück—, das hatte sie ja doch vielleicht nicht genügend überdacht— an der Bestrafung des Mannes liegt ihr weniger. Irgendwelche Umstände treten zutage, die dem Gericht Zweifel bereiten, ob das Kind nicht aus aufgepeitschter Phantasie und ohne Verantwortungsbewußtsein den Vater zu Unrecht belastet. Man sieht Dinge auf des Kindes Wege liegen, von denen vielleicht sogar die Mutter nichts wußte. Der Vater wird in Haft genommen. Die Verhandlung vertagt Der Fall wurde jetzt erst zu Ende geführt. Die Frau erzählt von den Leiden, durch die sie habe gehen müssen. Man sieht ein unglückliches Weib, geistig offenbar dem Manne weit überlegen; das kann schon eine schwere Belastung der Ehe bedeuten. Wie konnte sie solche Erniedrigungen nur so lange aushalten? Der Mann streitet alles ab. Die Beschuldigungen dieser Frau gegen ihn seien durchaus krankhafter Art. Sein Martyrium sei nicht minder groß. Wer kann hier die Wahrheit erforschen? Zwei Menschen stehen sich gegenüber, die schier aneinander zerbrachen. Wer kann hier rechten und richten? Eine Ehe kann erfüllt sein von heiliger Liebe. Sie kann aber auch zu einer Hölle werden. Schlimm schon, wenn die beiden Partner nicht mehr gegenseitig tragen, sondern nur noch dulden, sich gegenseitig beargwöhnen und verfolgen. Der Vater klagt, daß das Kind ihm gänzlich entfremdet wurde; das sei Schuld der Mutter, nicht die seine. Das Kind wird wieder vernommen. Was ist Wahrheit, was ist von außen hinzugekommen?, so daß heute die Kleine vielleicht selbst nicht mehr genau weiß, was der Vater wirklich verschuldete Man muß den Kopf schutteln. Ungeheuerliches ist von der Frau vorgebracht worden. Es fällt schwer, das alles für wirklich wahr zu halten. Nirgends mehr als in der Ehe gilt das Wort: Keine Sünde ist so klein, als daß sie der Vergeltung nicht bedürfe, keine Verfehlung so groß, als daß sie nicht verziehen werden könnte. Aber es kommt in der Hauptsache auf des Kindes Aussage an. Ungeheuerlich ist die richterliche Verantwortung gegenüber den Aussagen solch halbreifer Menschen. Es waren düstere Stunden im Gerichtssaal. Aber schließlich mußte das Gericht alle Umstände genau prüfen. Es kam dann doch zu einer Freisprechung, da die Aussagen des Kindes für ein Urteil von so schwerwiegenden Folgen für den Angeklagten nicht genügten... Nach Lsirieupentaft nach Techainer= Heisern Um die Landhelfervermittlungen nach Ostpreußen ist es in diesem Jahre stiller geworden. Nach [Brandenburg, Schleswig=Holstein, und Pommern ging die Mehrzahl der Transporte, während Ostpreußen hauptsächlich aus Schlesien und Berlin mit Helfern versorgt wurde Aber jetzt, wo auch Ostpreußen sich zur Ernte rüstet, genügen die aus der Reichshauptstadt und aus dem Schlesierland kommenden Transporte nicht mehr. Jetzt appelliert der ostpreußische Bauer an das rheinisch=westfälische Industriegebiet, daß es ihm seine überschüssigen Arbeitskräfte schickt, damit die Erntearbeiten begonnen und glücklich zu Ende geführt werden können. Goldap, das in den Vorjahren Hunderte und aber Hunderte unserer Jungen aufgenommen hat, meldet als erstes ostpreußisches Arbeitsamt seinen dringenden Bedarf an Huteburschen und Arbeitsburschen nach Bochum. Das Arbeitsamt hat nicht lange überlegt und seine Hilfe zugesagt, denn wenn ein Gau unseres weiten Vaterlandes der Hilfe des Westens gewiß sein darf, dann ist es der deutsche Osten, Ostpreußen. Unsere in der nächsten Woche nach Goldap abfahrenden Helfer sollen beweisen, daß das Wort von der Verbundenheit zwischen Ost und West uns Bochumern nicht leere Rede ## Alle die 16=, 17=, 18= auch 20=, 22= und 25jährigen arveitslosen, die helfen wollen, können sofort beginnen. Meldungen umgehend beim Arbeitsamt in der Kreuzstraße, Zimmer—5, und in den Nebenstellen Wattenscheid und Langendreer. Auf Brot nach wie vor drei prozent Rabatt .„In der Brotmarktordnung vom 9. Mai dieses Jayres war bestimmt, daß auf Brot Rabatt nicht mehr gewährt werden sollte. Diese Bestimmung ist inzwischen aufgehoben worden. Der Reichskommissar für Preisüberwachung hat, wie uns die Vereinigte Kaufmannschafte. V. Bochum mitteilt, eine Verfügung erlassen, wonach keine irgendwie geartete Brotpreiserhöhung eintreten darf. Es darf nur der Preis gefordert werden, der vor dem 14. Juni 1935 üblich war. Auch ein Wegfall der vor der Brotmarktordnung gewährten Rabatte wird vom Reichspreiskommissar als Preissteigerung aufgefaßt. Der Lebensmittelhandel wird somit auch weiterhin auf Brot den orlsubtichen Rabatt 3 Prozent gewähren. den ortsüblichen von Ab Montag Horst=Wessel=Straße fül 8 Wochen gesperlt auf dem Abschnitt Kortumstraße—Große Beckstraße Der Polizeipräsident in Bochum teilt mit: Die Horst=Wessel=Straße zwischen Kortumstraße und Großer Beckstraße(Schwanenmarkt) wird infolge. Ausbesserungs= und Gleiserneuerungsarbeiten ab Montag, 8. Juli, auf rund sechs Wochen für jeglichen Fahrzeugverkehr gesperrt. Für die Umleitung des Fahrzeugverkehrs wird nachstehende Beschilderung erfolgen: 1. An der Kreuzung Horst=Wessel=Straße Wielandstraße: 1 Tafel mit der Aufschrift„HorstWessel=Straße von Kortumstraße bis Schwanenmarkt für sämtlichen Verkehr gesperrt.“ Dazu ein Umleitungspfeil in Richtung zur Bruckstraße zeigend. 2. An der Kreuzung Horst=Wessel=Kortumstraße: 1 Fünfpunktschild bzw. eine runde Scheibe mit weißem Untergrund und roter Umrandung, die auf die völlige Sperrung der Horst=Wessel=Straße in RichBochumer Filmschau pone.„Hane Marte Bochumer Veranstaltungen Stadttheater Bochum. Mit Horst Caspar in der Titelrolle, der eigens sein Gastspiel bei den Heidelberger Festspielen unterbricht um nach Bochum zu kommen, wird heute und morgen Shakespeares Hamlet geboten. Für die heutige Hamlet=Aufführung ist außerdem die Serie B der NS.= Kulturgemeinde vorgesehen. Am Dienstag folgt das Lustspiel„Hau— ruck“(Vormiete). Städtische Gemäldegalerie Bochum. Von Montag, 8. Juli, an ist die Galerie wegen Ausstellungswechsels geschlossen. Die Wiedereröffnung wird noch bekanntgegeben. Morgen, Sonntag, Konzerte des Städtischen Orchesters Bochum im Stadtpark. Unter Leitung von Konzertmeister Curt Hofmann veranstaltet das Städtische Orchester morgen. Sonntag, vormittags 11.15 Uhr, auf der Parkbausterrasse im Stadtpark ein Konzert. Weiter findet nachmittags von 4 bis 6 Uhr unter Leitung von Konzertmeister Rudolf Loos ebenfalls auf der Parkhausterrasse ein Unterhaltungskonzert statt. Das Nachmittagskonzert ist bei ungünstiger Witterung im Parkhaussaale. Der Eintritt zu beiden Veranstaltungen ist frei. Die NS.=Kulturgemeinde. Am Samstag, 6. Juli, findet für die Serie B„Hamlet“ als letzte Pflichtvorstellung statt. Der Vorverkauf hat bereits begonnen. Gleichzeitig machen wir darauf aufmerksam, daß die neuen Mitgliedskarten eingclöst werden müssen. Am 1. Juli bleibt für die Sommermonate die Geschäftsstelle Bochum, Lueg=Haus, Zimmer 1, Mittwoch nachmittags geschlossen. Lichtbildausstellung. Das Spiegelbild unserer Nation ist die künstlerisch vollendete deutsche Photographie. Sie zu schaffen, ist der tiesste Sinn der Amateurphotographie. Bildmäßige und Heimatphotographie zeigen die westsälischen Amateurphotographen in ihrer Ausstellung in der Städtischen Gemaldegalerie. Täglich geöffnet von 10 bis 19 Uhr. Schluß der Ausstellung am morgigen Sonntag.— Besondere Führungen finden beute nachmittag um 5 Uhr und morgen früh um 11 Uhr statt, Echtester Kientopp, so möchte man diesen amerikanischen Film charakterisieren. Das ist keine Geringschätzung, sondern die Feststellung, daß er echt und ursprünglich Filmisches mit echt filmischen Mitteln vorbildlich gestaltet. Das Thema ist eine wilde Abenteurer= und Spionagegeschichte, unwirklich und unglaubhaft, aber so voll mit buntestem und spannendstem Geschehen, daß sie jeden mitreißt, der sich aus seiner Kindheit noch ein wenig Phantasie und Erlebnisfähigkeit zu bewahren wußte. Das in der Vollendung begriffene gigantische Bauwerk des Panamakanals steht im Mittelpunkt des Kräftespiels weltbedeutender politischer Großmächte. Jeder Darsteller interessiert und fesselt durch seine Eigenart. Besonders hervorragend Spencer Tracy, dessen Kunst den höchsten Grad von Volkstümlichkeit erreicht. Das tolle Filmlustspiel „Nordvol ahos“ mit dem bekannten Skiläufer Guzzi Lantschner empfiehlt sich einem lachfreudigen Publikum zur sehenswerten Unterhaltung. Lichtburg:„Großreinemachen“ Ein Film für sommerliche Tage und von sommerlich leichtem Niveau, aber unterhaltsam und mit der schönen Musik von Leo Leux recht erfreulich. Anny Ondra fegt, ein arbeitswütiges, tüchtiges„Blitzblank"=Mädel, als Anführerin einer Arbeitskolonne durch fremde Wohnungen und säubert sie von allem Staub und Gerümpel. Herrlich, wie sie— zwei Schrubber unter die Sohlen geschnallt— über das Parkett walzt. So beschwingt ist der ganze Film, die Schauspieler sind in guter Spiellaune, und das Publikum möchte sich am liebsten an all diesen Dummheiten beteiligen. Im übrigen zehrt der Film von nur einem Einfall und wird in der Hauptsache von den Schauspielern getragen, an deren Spitze Anny Ondra, wie immer keß und quicklebendig, Wolf Albach=Retty, Ernst Dumcke, Fritz Odemar und Harry Salfner stehen. Tonhalle:„Der ewige Traum“ „Die Geister des Berges bewachen das Gold. Sie werden den Angreifer mit Sturm herunterpeitschen, die Kälte wird ihm die Knochen zerfressen und die Sonne wird ihm die Augen ausbrennen." Jacques Balmat kennt dieses Gesetz des Mont Blanc, wie es sich vom Vater auf den Sohn vererbt, aber er kennt auch das Wort, das über seiner Tür in den Balken gegraben ist:„Gold ist Macht.“ So ist der„ewige Traum“ ein Kampf dieser Anschauungen, ein Kampf der Ehrfurcht vor der Majestät des Berges und der Sucht nach Gold. Ein sorgfältig geschliffener Film mit schönen und ergreifenden Höhepunkten. Und der Hauptdarsteller ist der Berg selbst, der Mont Blanc, in seiner kalten Unnahbarkeit. Sein Hauch weht durch das Werk und adelt seine Anstrengungen. Sepp Rist ist ein echter Sohn der Berge, glaubwürdig im tollkühnen Einsatz wie in der stillen Größe des Verzichtes. Brigitte Horney ergreifend schlicht in ihrer mütterlichen Hingabe.— Im Beiprogramm die Operette „Der Zarewitsch". Lichtspielhaus:„Mein Leben für Maria Isabell“ Ein großes und dankbares Thema hat dieser Film sich zur Aufgabe gesetzt: Kampf zwischen Liebe und Pflicht. Die Schere des Zensors berücksichtigte hin wieder mehr das Nebensächliche. Doch wo das Hauptmotiv zum Durchbruch kommt, so in dem heroischen Ringen des serbischen Fähnrichs Menis um die Regimentsstandarte, schaut das Auge prachtvolle Szenen von selten gesehener Ausdruckstiefe. Die unsentimentale und doch warmherzige Herbe des die Hauptrolle spielenden Viktor de Kowa findet ihre beste Ergänzung in dem geschliffenen, verinnerlichten Spiel seiner Partnerin Maria Andergast.— Leichtere Töne schlägt das von einer einfallsreichen Musik umrahmte und durchflochtene Volksstück„Die große Chance“ an, dessen großer Publikumserfolg durch das beachtliche Lönnen eines Hans Hähnker, einer Camilla Horn und eines Jakob Tiedtke bestimmt wird. Ein schönes Erlebnis schenkt der die Kunst des Mainzer Domes behandelnde Kulturfilm„Ueber uns der Dom“ Capitol:„Der Flüchtling aus Chikago“— „Früchtchen“ Aus der geschickten Verflechtung von sensationellen, wirtschaftspolitischen und menschlichen Momenten wurde die romantische Geschichte eines deutschen Auswanderers, der sich im Lande der unbegrenzten Möglichkeiten von einem einfachen Arbeiter zum geachteten Generaldirektor eines industriellen Unternehmens emporarbeitet, zur glaubhaften, illusionskraftigen Kunstwirklichkeit gestaltet. Die temperamentvoll geführte und mit stärkster Konzentration arbeitende Regie traf in der Besetzung der Hauptrollen mit Gustav Fröhlich, Hubert von Meyerinck unr Luise Ullrich die beste Wahl. Im Beiprogramm läuft neben einer Zweitaufführung von„Früchtchen" die sehenswerte Wochenschau. Welt=Licht:„Das Weib bei fremden Völkern“. Der deutsche Forscher Dr. Baeßler hat den begrüßenswerten Versuch unternommen, uns in einem Tonfilm mit der exotischen Frauenpsyche bekannt zu machen. Ihn leitete das Bestreben, die Kenntnis der fernen Länder ohne aufdringliche Belehrung in einer künstlerisch vollendeten Form zu vermitteln. Ein eindrucksvolles und lebendiges Charakterbild der verschiedensten Landschaften aus Afrika, China, Indien und Bali ist entstanden, darinnen das Bildnis der exotischen Frau, deren soziale und insbesondere eherechtliche Stellung im Rahmen der gebräuchlichen Sitten und Religionsfeiern gezeigt wird. Mit Sachlichkeit und hingebender Liebe wurden die Eigenarten und Schönheiten der einzelnen Landstriche erschaut und von der prachtvoll arbeitenden Kamera festgehalten. Das Beiprogramm beschert das zündende militärische Groß=Lustspiel„Die Mutter der Kompagnie“ mit Weiß Ferdl. Odeon:„Fürst Woronzeff“. An den luxuriösen Stätten einer internationalen Welt rollt ein Geschehen auf, so abenteuerlich, daß man vom ersten Augenblick an in seinen Bann geschlagen wird. Der Konflikt zwischen Pflicht und Liebe in der Brust des Mannes, der es übernommen hatte, die Rolle seines Freundes zu spielen und dessen Tochter Vater zu sein. Diese schwere Rolle wird von Albrecht Schönhals meisterhaft dargestellt. Die Tochter spielt Hansi Knotek. Im Beiprogramm sieht man einen unterhaltsamen Wildwestfilm, die neue Tonwoche und einen interessanten Kulturfilm. Skala:„Maskerade“ Das Faschingsabenteuer eines damals weltberühmten Malers(Adolf Wohlbrück) gibt Gelegenheit, die ergreifende Geschichte einer großen, glücklichen Liebe zu erzählen. Neben Adolf Wohlbrück und der großartigen Kunst Wesselys sieht man in einer ausgezeichneten Rolle Olga Tschechowa. Im Beiprogramm wird ein spannender Kurzfilm, ein Lehrfilm und die Wochenschau gezeigt. Hammer Lichtspiele:„Flucht vor dem Gestern" Ein junges Mädel kommt vom Lande,„in die große Stadt“. Auf einem Tanzboden hat sie Anschluß gefunden, und bevor sie sich dessen versieht, ist sie— verheiratet. Kein Mensch schenkt ihr Glauben, da sie die Frau eines berüchtigten Verbrechers ist. Sie wandert wegen Begünstigung für einige Monate ins Zuchthaus, er— auf Lebenszeit. Silvia Sydney reiht ihre schauspielerische Leistung in diesem Film den früheren Erfolgen an. George Raft ist ihr Partner. „Einmal keine Sorgen haben“ ist ein köstliches Lustspiel mit guter Besetzung. Es wird herzlich und viel gelacht. tung Schwanenmarkt hinweist. 1 Tafel mit der Aufschrift:„Umleitung über Kaiser=Wilhelm=, Kurfürsten=, Cäcilien=, Castroper Straße zum Schwanenmarkt. Dazu Umleitungspfeile an sämtlichen Straßenabzweigungen (Kurfürsten=Bergstraße, Kurfürsten=Cäcilienstraße, Cäcilien=Castroper Straße). 3. An der Einmündung der Schillerstraße auf die Bergstraße 1 Schild mit der Aufschrift „Horst=Wessel=Straße gesperrt“, Umleitung in Richtung Stadtmitte über Schiller=, Uhland=, Wielandstraße. Dazu 1 Umleitungspfeil in Richtung Schillerstraße.(Dieses Schild ist nur dann erforderlich, wenn sich an der Kreuzung Horst=Wessel=[Kortumstraße Schwierigkeiten in der Abwicklung des Verkehrs ergeben sollten). 4. An der Einmündung der Kurfürstenstraße auf die Bergstraße 1 Verbotszeichen„Durchfahrt verboten". Eine Tafel mit der Aufschrift„Horst=WesselStraße für sämtlichen Verkehr gesperrt". Umleitung in Richtung Schwanenmarkt über Kurfursten-, Cäcilien=, Castroper Straße. Dazu 1 Umleitungspfeil. 5. An der Castroper Straße(in Höhe der Einmündung der Cäcilienstraße). 1 Tafel mit der Aufschrift„Horst=Wessel=Straße vom Schwanenmarkt bis Kortumstraße für sämtlichen Verkehr gesperrt.“ Umleitung zur Stadtmitte über Cäcilien=, Kurfürsten=, Schiller=, Uhland=, Wielandstraße. 6. Am Schwanenmarkt: 1 Verbotszeichen(für Fahrzeuge aller Art) auf die Sperrung der Horst=WesselStraße hinweisend. 1 Tafel mit der Aufschrift„Umleitung in Richtung Stadtmitte über Castroper, Cäcilien=, Kurfürsten=, Berg=, Schiller=, Uhland=, Wielandstraße". 1 Umleitungspfeil in Richtung Castroper Straße zeigend. Diese Tafel muß so aufgestellt werden, daß die Fahrzeugführer noch die Möglichkeit haben, rechtzeitig nach rechts in Richtung Castroper Straße einzubiegen, ohne dabei den übrigen Verkehr zu behindern. 7. Am Schwanenmarkt muß außerdem noch ein Wegweiser mit der Aufschrift„Zum Ruhrschnellweg", in Richtung Castroper Straße zeigend, angebracht werden. Der Straßenbahn=, Anlieger= und Fußgängerverkehr wird während der Bauarbeiten aufrechterhalten bleiben. Taschendiebe an der Arbeit Die Polizei warnt. In den letzten Tagen wurden mehrere auf hiesigen Wochenmärkten ausgefuhrte Taschendiebstähle gemeldet. Bei größerer Vorsicht lassen sich diese unbedingt vermeiden. Der Taschendieb weiß sich unauffällig zu bewegen und die Unaufmerksamkeit des Publikums für sich auszunützen. Darum Vorsicht bei Einkäufen, bei künstlich entstehendem Gedränge und bei Ansammlungen. Totenglocke. Nach nur kurzer Krankheit starb am Mittwoch in Paderborn der Professor der Theologie an der Erzbischöflichen Philosophisch=Theologischen Akademie zu Paderborn Dr. theol. Joseph Brögger im Alter von 52 Jahren. Der Verstorbene war geboren am 23. November 1883 zu Fretter im Kreise Meschede. Nach Absolvierung seiner gymnasialen und theologischen Studien wurde er im Jahre 1908 zum Priester geweiht. Die ersten Jahre seiner priesterlichen Tätigkeit verbrachte er in Bochum als Vikar an der Marienkirche, wo er noch in gutem Gedenken steht. Danach wirkte er eine Reihe von Jahren als Rektor am Lyzeum und Oberlyzeum des Michaelsklosters zu Paderborn, von wo er im Jahre 1921 zum Professor an die Philosophisch= Theologische Akademie und das Priesterseminar berufen wurde. Aus der katholischen Gemeinde. Am morgigen Sonntag feiert der aus der Meinolphuspfarre stammende Neupriester August Born aus dem Orden der Pallotiner in der Meinolphuskirche seine Primiz. Das feierliche Amt beginnt um 9 Uhr.— Am 6. September findet in Rom ein Weltfrontsoldaten=Treffen statt, an dem sich auch deutsche Kriegsteilnehmer beteiligen werden. Die deutschen Kongreßfahrer fahren in geschlossenen Sonderzugen am 2. September vom Kölner Hauptbahnhof ab. Als Ergänzung zu diesem Treffen der Frontsoldaten aus aller Welt haben deutsche geistliche Kriegsteilnehmer eine nationale Wallfahrt alter Frontsoldaten nach Neviges für den 28. Juli vorbereitet. In 10 Sonderzügen werden die Teilnehmer befördert. Bochum stellt einen eigenen Sonderzug.— Vor einigen Tagen hat Weihbischof Dr. Augustinus Baumann den Bonifatiuskonferenzen von Groß=Bochum ein Schreiben zugehen lassen, in dem er sich im Namen des Bonifatiusvereins der Erzdiözese Paderborn für die vorbildliche und in Treue geleistete Mitarbeit aufrichtig bedankt. Nach der jüngst herausgegebene Statistik des Bonifatiusvereins sind für 107 Diasvoragemeinden zur Durchführung der Seelsorge und Instandhaltung der Gotteshäuser insgesamt 152 256,33 Reichsmark verwandt worden. Im einzelnen wurden außerdem aufgebracht für katholische Siedlungen 300 Reichsmark, für Paramentenvereine 450 Reichsmark, für Bauaufsicht 1249,10 Reichsmark, für Besoldung der Geistlichen und Wanderlehrer in der Diaspora 33 197,81 Reichsmark, insgesamt also 187 432,24 Reichsmark. Das Dekanat GroßBochum spendete 12 932,80 Reichsmark. Aus der St.=Anna=Gemeinde. Die Pfarrgemeinde von St. Anna Bochum=West, die nach der Errichtung ihres Gotteshauses im Jahre 1929 sich im vorigen Jahre ein Glockengeläute von vier Glocken beschaffen konnte, plant nunmehr, um auch die Seelsorge nach der karitativen Seite weiter auszubauen, die Errichtung eines eigenen Schwesternhauses. Das neue Gebäude erhält seinen Platz an der Cramerstraße neben der Kirche. Die Finanzierung dieses neuen Vorhabens liegt in den Händen des Kirchbauvereins. Diesem neuen Schwesternhaus soll auch eine Wohnung für den Vikar angegliedert werden. Der seit einigen Jahren in der Gemeinde bestehende Kindergarten wird von Schwestern aus dem St.=Josephs=Haus der Herz=Jesu=Pfarrei Hamme betreut. In dem neuen Haus werden wahrscheinlich die Schwestern aus der Paderborner Ordensgenossenschaft der Vinzentinerinnen ihren Einzug halten. Bochumer Verbände und Vereine Deutsche Kolvingsfamilie Bochum=Zentral. Im Rahmen ihrer Pflichtversammlungen veranstaltete die Bochumer Kolpingsfamilie am Donnerstag abend für ihre astiven Mitglieder in ihrem Heim an der Marienstraße einen plattdeutschen Vortragsabend. Nach einleitenden Grußworten des Seniors Rüther gab Studienrat Becker aus dem reichen Schatz westfälischer plattdeutscher Dichtungen einige köstliche Sachen zum Besten. Dann sprach Präses Pieper über aktuelle Vereinsfragen. Am 14. Juli ist Generalkommunion der ganzen Kolpingsfamilie in der Marienkirche. Abends findet im Gesellenhause eine Feierstunde statt. Am 21. und 22. Juli wird das 83. Stiftungsfest begangen. Der zweite Tag ist für Ausflüge vorgesehen. Für die nächste Versammlung ist Vikar Hoffmeister aus Wiemelhausen als Redner gewonnen.— In der vorletzten Versammlung der aktiven Gesellen hielt Studienrat Nocke einen aufschlußreichen Vortrag über die Zeit der Wiedertäufer, während: die Alt=Kolving= und Meistergruppe einen Bildungs= und Ausspracheabend veranstaltete. Kneippverein Bochum. 55 Mitglieder des Kneippvereins unternahmen am 30. Juni eine in jeder Beziehung gelungene Autobusfahrt nach dem Kneippkurort Arnsberg. Die in landschaftlich hervorragender Gegend gelegene, von Bachssa umgebene südwestfälische Regierungszauptstadt wird mit Recht die Perle des Sauerlandes genannt. Prächtigster Sonnenschein begleitete die frohgestimmten Ausflügler. Der Morgenkaffee wurde in einem Gartenlokal in Sundwig eingenommen. Vereinsleiter Faßmann hieß alle in freier Gottesnatur herzlich willkommen und wünschte allen Teilnehmern frohes Erleben unserer schönen Heimat. In Arnsberg wurden die vielfachen Sehenswürdigketten der Stadt vom Bezirksleiter Schröter sowie vom Leiter des dortigen Heimatbundes gezeigt und erläutert. In den mitten im Walde gelegenen Kneippkuranlagen vereinigten sich die Teilnehmer zum Nachmittagskassee, dem später gemeinsames, erfrischendes Passertreten folgte. Das gerade in Arnsberg stattfindende Schupensen gab Anlaß zu längerem Verweilen. Tuenen und Seite 9 Nr. 156 Bochumer Anzeiger„ Samstag Sonntag,./1. Juli 1933 Wechuhische-Gaumeisterschaften der Loienathoten Die gelamtc erste Klaffe in Wanne-Eickel am Start Das Hochfest der westfälischen Leichtathletik am kommenden Samstag und Sonntag in Wanne=Eickel hat der Austragungsstätte voll und ganz sein Gepräge aufgedrückt. Der für die Ausrichtung verantwortliche Reichsbahn=Turn= und Sportverein Wanne=Eickel ist mit aller Tatkraft um eine wirkungsvolle Werbung bemüht. So wurde bereits am Freitag ein Propagandamarsch von den Schulen veranstaltet. Beschlossen wird die Werbung mit einer heute von den Vereinen des Reichsbundes für Leibesübungen veranstalteten Straßenstaffel, deren Ziel sich im Eickelstadion befindet. Der Start zu dieser Staffel ist so gewählt, daß die Schlußläufer ungefähr gegen Ende der bereits heute im Stadion stattfindenden Vorläufe und Entscheidungen eintreffen. Für die Westfalen=Meisterschaften sind aus den 15 Kreisen des Gaues mehrere hundert Meldungen abgegeben worden. Da sich die gesamte westfälische Elite am Start befindet und mit guten Leistungen zu rechnen ist, dürfte für uns das Abschneiden der zahlenmäßig stark vertretenen Könner des Kreises Bochum von großem Interesse sein. Sie sind fast in allen Disziplinen am Start, von denen die aussichtsreichsten in der folgenden Besprechung genannt werden. Wie weit sich die Bochumer mik ihren Leistungen den Weg für die Deutschen Meisterschaften ebnen, bleibt abzuwarten. Im 100=Meter=Lauf geht mit dem Münsteraner Reuther der hoffnungsvollste Westfale an den Start, der in Demski(Dortmund), Buthe=Pieper(Gelsenkirchen) und Konnertz(Münster) seine schärfsten Gegner findet. Vielleicht gibt es aber in dem 40 Mann starken Feld, darunter der Kreismeister Lesser(Bochum), eine Ueberraschung. Ueber 200 Meter hat der routiniertere ButhePieper die besten Aussichten auf den Titel. Wenn Goldhausen(OSV. Hörde) in diesen Wettbewerb eingreift, sollte er zusammen mit Reuther noch in die Entscheidung kommen. Eine gute Besetzung hat der 400=Meter=Lauf erfahren, in dem der westdeutsche Meister Goldhausen schon in bester Form sein muß, um sich erfolgreich gegen Ebert(Hörde), Jacher(Bielefeld) und Ebenau (Schalke) durchzusetzen. Der Schalker scheint ein vielversprechender Mann zu sein und kann vielleicht eine Ueberraschung bringen. Im 800=Meter=Lauf sind zwei oder drei Vorläufe nötig, um das 30 Mann starke Teilnehmerfeld für den Endkampf zu sichten. Das Ende sollte zwischen Glagowski(Hörde), Merten(Münster), Stemberg(Hörde) und Wegener(Bochum) liegen. Die beste Zeit erzielte in diesem Jahre Merten, der unter der ZweiMinuten=Grenze blieb. Auch der 1500=Meter=Lauf erfreut sich bester Besetzung. Der Dortmunder Vfler Orth hat es in erster Linie mit dem früheren westdeutschen Meister Göttmann(Hamm), Schulte(Hörde), Ossenkopp(Bochum) und Zacharias(Laasphe) zu tun. Zacharias lief vor wenigen Wochen unter offizieller Kontrolle unter vier Minuten. Die langen Strecken über 5000 und 10000 Meter werden von 20 bz. 16 Teilnehmern bestritten. Starke (Dortmund) dürfte die 10.000 Meter ziemlich sicher haben, während über die kürzere Strecke der Hagener Saake als Zweiter der Deutschen Hochschulmeisterschaften, Legge(48 Bochum), Kutzer(Tura Hattingen), Prante(Lage) und der jetzige Münsteraner Jeworudsken als Favoriten in den Kampf ziehen. Ueber 110 Meter Hürden hat Kumpmann(Hagen) in seiner Vorjahrsform beste Siegesaussichten. Ehrlich(Bochum) und Fahrtmann(Bielefeld) sind Anwärter auf die nächsten Plätze. Die lange Hürdenstrecke sollten Ebert, Vogelsang(beide Horde), Höhl (SC. Dahlhausen) und Tingelhoff(Münster) unter sich ausmachen. Bei den Staffeln wird es recht hartnäckige Kämpfe geben. Ueber 4X100=Meter und 4X400=Meter ist der OSV. Hörde klarer Favorit, wenn auch TuS. Bochum, Preußen Münster und DSC. Hagen zu beachten sein werden. Die 4X1500=Meter=Staffel dürfte dem VfL. Dortmund nicht zu nehmen sein. Hammer SV. und TuS. Bochum haben gute Platzaussichten. In den technischen Wettbewerben überragen Werring(Gronau), Stechemesser, Vögelin(beide Münster), Lange(Bielefeld), Brünnemann(Hamm) und auch Hoffmeister wird im Diskus= und Speerwerfen noch ein ernstes Wort mitreden. Wie weit der mächtig nach vorn drängende Nachwuchs, insbesondere der dreimalige Bochumer Kreismeister Buschey(48) sich hier gegen die erprobten Kräfte früherer Jahre durchsetzt, bleibt abzuwarten. In den Sprungwettbewerben gehen in Weit= und Hochsprung je 20 Mann an den Start, während der Stabhochsprung 15 Teilnehmer vereint. Im Weitsprung sind Meier(Meschede), Pietrus(Recklinghausen) und Heise(Detmold) aussichtsreiche Siegesanwärter, während im Hochsprung zwischen Plieth(Bochum) und Stechemesser(Münster) die Entscheidung nur knapp ausfallen sollte. Im Stabhochsprung steht Westdeutschlands Meister Dzwiza(Bochum) auf einsamer Höhe. Allenfalls könnte ihm Kehrstephan(Dortmund) oder Bünte(Detmold) gefährlich werden. Im Dreisprung ist dem Gelsenkirchener Kalisch der Sieg nicht zu nehmen. Die Frauenwettbewerbe Auch hier werden die Entscheidungen hart umstritten sein. Mit Graul(Dortmund) Kirchhoff(Jöllenbeck), Stoyke(Dortmund), Wagner(Petershagen) Link(Siegen) und Pieper(Detmold) sind die besten Könnerinnen Westfalens vertreten. Die 4X100=Meter=Staffel bestreiten nur vier Vereine. TuS. Bochum, Tus Lippstadt, VfB. Detmold und Eintracht Dortmund kämpfen um die Siegeslorbeeren. werden Esser und Marauhn vor Poussard und Billard sein, während im Turmspringen die Franzosen Gueug und Billard gegen Storck und Grothe auch nur chancen haben. Mit Heibel=Fischer=Nüske=Gauke kann Deutschland die Olympische=mal=200=Meter=Staffel gegen Taris=Diener=Natache=Navarre nicht verlieren. Offen dagegen ist der Ausgang des Wasserballspiels. Vor deutschen Frauensiegen In den sechs Konkurrenzen haben die Französinnen nur im 400=Meter=Kraul=Schwimmen mit Fleuret und Salgado eine Siegchance. Die Charlottenburgerin Arendt dürfte das 100=Meter=Kraul= und Rückenschwimmen kaum verlieren können, Hanni Hölzner oder Trude Wollschäger sind im 200=Meter=Brustschwimmen in Front zu erwarten, während die Kunstspringerin Hertha Schieche und im Turmspringen Käte Köhler sichere Siege landen werden. Auch die=mal=100=Meter=KrautStaffel ist den Schwimmerinnen Arendt=Salbert= Halbsguth=Ohliger nicht zu nehmen. Deutschland steht vor einem hohen Gesamtsieg, umso größere Anerkennung verdient der Mut der Franzosen, einen derart umfangreichen Länderkampf dem überlegenen Nachbarn angeboten zu haben. Es scheint, als ob der Wettergott doch noch in letzter Minute an das lustige Bochumer Schwimmvölkchen dächte und endlich doch noch das so dringend benötigte schöne Wetter schickte, um das seit langem mit großem Fleiß vorbereitete Schwimmfest, das schon einmal wegen des schlechten Wetters„ins Wasser" fallen mußte, zur Ausführung bringen zu lassen. Veranstalter ist diesmal der Bochumer Damen=Schwimmverein, dessen Wettkampfmannschaft sich augenblicklich in sehr guter Form befindet und den größten Rivalen im Westfalengau, Neptun Erkenschwick, eingeladen hat. Das Wettkampfprogramm umfaßt folgende Staffeln: 1. 6X50 Meter Kraul, 2. 100, 200, 100 Meter Lagen, 3. 6X100 Meter Brust, 4. 6X50 Meter Lagen, 5. 3X100 Meter Kraul, 6. 6X50 Meter Brust. Der Schwimmverein Neptun Erkenschwick bürgt dafür, daß die Bochumer Schwimmerinnen ganz aus sich herausgehen müssen, um zum Sieg zu kommen. Für die Bochumer Schwimmerinnen, die demnächst eine Reise Reichswettkampfdes NSKK· dnb Berlin, 5. Juli. Der„Völkische Beobachter“ meldet: Korpsführer Hühnlein hat folgenden Tagesbefehl an das RSKK. erlassen: Der Führer hat am 4. Juli 1935 folgenden Befehl an das RSKK, erlassen: „Der von mir mit Befehl vom 22. Juni 1935 für die SA. angeordnete Reichswettkampf gelangt in gleicher Weise auch für das Nationalsozialistische KraftfahrKorps zur Durchführung. Für den siegenden Motorsturm jeder Motorgruppe oder ebrigade stifte ich einen Ehrenpreis. Nähere Ausführungsbestimmungen, insbesondere über eine Ergänzung der Bedingungen vom 22. Juni durch motorsportliche Prüfungen, erläßt der Führer des Der Oberste SA.=Führer: (gez.) Adolf Hitler.“ Das Nationalsozialistische Kraftfahr=Korps ist stolz und dankbar für die ihm gestellte Aufgabe und wird seine Ehre darein setzen, sie mit ganzer Kraft zu erfüllen. Nähere Ausführungsbestimmungen über die zusätzlichen motorsportlichen Prüfungen folgen in den nächsten Tagen. nach Thüringen antreten, wird es die letzte öffentliche Prüfung sein, die sie in der Heimat ablegen. Der humoristische und volkstümliche Teil ragt bei dieser Veranstaltung ganz besonders hervor. Es ist ein buntes und abwechselungsreiches Programm zusammengestellt, wie es schöner nicht gedacht werden kann. Einige Hauptnummern wollen wir an dieser Stelle schon verraten:„Patt und Patachon als Angler“. „Familie Piffke macht einen Bootsausflug",„Weltrekordversuch der hawaischen Schwimmeisterin Senafta Cagonilla Für den volkstümlichen Teil hat sich liebenswürdigerweise die Turngemeinde Ehrenfeld=Rechen zur Verfügung gestellt, die mit Körperschule, Keulenschwingen und Volkstänzen die zahlreichen Zuschauer begeistern wird. Abends bei Anbruch der Dunkelheit werden die Bochumer Nixen einen Fackelreigen vorführen. Das Figurenlegen der Schwimmerinnen wird gerade im freien Wasser viel Anklang finden. Ein besonderer Genuß wird für alle anwesenden Zuschauer das Feuerwerk sein. Auurohne-Tahban und Hanaban ein großes Wochenende im Sport— Sommeriport im Vormarich zu Höhepunkten Der Führer des NSKR: (gez.) Hühnlein, Korpsführer. Gropes Surwmihenin der-Küherade Damen-SV. Bochum— Nepfun Erkenschwick— Humor, Volkstänze, Weitkämpfe, Mulik, Fackelreigen und Feuerwerk Aioeh Wird alfer sieg iehl! Der Schwimmländerkampf Frankreich— Deutschland trotzdem eine gute Olympia-Vorprobe für uns Am Samstag und Sonntag steigt im Pariser Schwimmstadion Tourelles der neunte Länderkampf zwischen Deutschland und Frankreich. Bisher trafen sich die beiden Nationen in den beiden Olympischen Mannschaftswettbewerben der Männer, der=mal=200=MeterKraul=Staffel und dem Wasserballspiel. Im neunten Wettbewerb dagegen kommt auf Anregung der Franzosen das gesamte Olympische Programm für Frauen und Männer zum Austrag. Im Hinblick auf die Olymvischen Spiele 1936 kann dieser Vorschlag nur begrüßt werden. Beide Länder haben in besonderen Ausscheidungskämpfen ihre augenblicklich beste Mannschaft ermittelt. Wenn man die beiden Ländervertretungen gegenüberstellt, möchte man Deutschland einen hohen Gesamtsieg voraussagen. Die Wettbewerbe der Männer In den sieben Einzelrennen starten für beide Nationen je zwei Teilnehmer. Im 100=Meter=Kraul= Schwimmen kann Deutschland durch Fischer und Heibel die beiden ersten Plätze belegen. Es ist damit zu rechGeleitwort des Gauführers des Gaues IX der DT., Jasper zum Kreisturnfest am 12., 13. und 14. Juli in Bochum Der Tuynkreis Bochum schickt sich an, sein erstes Kreisturnfest zu feiern. Er will sein Vorhaben in einer Zeit ausführen, wo die Wolken vom politischen Himmel weichen und Deutschland sich aufmacht, den Platz in der Sonne einzunehmen, der ihm nach seiner großen Vergangenheit und nach seinen Leistungen zusteht. Wer von uns die große Zeit, in der wir leben, recht erkennt, wird sich mit Stolz seines Deutschtums bewußt.—“ Uns Turner erfüllt es mit besonderem Stolz und Glück, daß mit dem deutschen Vaterlande unsere herrliche DT. zu ungeahnten Höhen emporstrebt. Der Traum unserer Väter geht in Erfüllung: Einheit des Reiches, Einheit einer starken Weltanschauung, Einheit zwischen Volkstum und Leibesübung. Beglückt haben wir in Coburg gesehen, wie Jahn in sein Ehrenrecht eingesetzt worden ist. Gewiß, wenn Geschlechter gehen und Geschlechter kommen, dann müssen Formen zerspringen und Satzungen verjähren. Aber was nicht zerspringen und verjähren darf, das ist der Geist, der das Turnen und die Turnerschaft geboren hat. In dieser Erkenntnis wahren wir die stolze Ueberlieferung unserer DT. Zugleich aber geben wir dem neuen Bunde, was für sein Leben entscheidend ist: Die turnerische, das heißt volkstumsverbundene Haltung und den lebendigen Willen zur Einheit,„auf daß sich Jahns Werk vollende“! Dieser Wille möge in allen Turnschwestern und Turnbrüdern, die sich zum ersten Kreisturnfest in Bochum versammeln, lebendig sein! Turnfeste sind Offenbarungen des turnerischen Lebens und Strebens. Vom letzten Landesturnfest in Minden heißt es:„Ein Strom von Schönheit und Kraft ist von diesem Fest ausgegangen.“ Möge dieses Wort auch beim Kreisturnfest in Bochum Wahrheit und Wirklichkeit werden. Möge vom wolkenlosen Himmel die Sonne auf ungezählte Tausende von begeisterten Turnern und Turnerinnen herabstrahlen, die einig sind in ihrem Bekenntnis zum ewigen Deutschtum, zum heißgeliebten deutschen Vaterland und zu unserm unvergleichlichen Führer Adolf Hitler! Auf denn: Turnerschaft heran bis zum letzten Mann, folgt unserer Fahne, tragt sie kühn voran!“ (gez.) Jasper. nen, daß der französische Weltrekordmann Taris über 400 und 1500 Meter an den Start gehen wird. Der junge Bremer Freese steht vor einer schweren Aufgabe und dürfte jeweils den zweiten Platz sicher vor seinen Landsleuten Nüske beziehungsweise Przywara erreichen. Küppers oder Schlauch sind im 100=Meter=Rückenschwim= men vor Noual und Philippot zu erwarten. Das interessanteste Einzelrennen dürfte sich im 200=MeterBrustschwimmen abspielen. Der französische Weltrekordmann Jacaues Cartonnet hat es bisher verstanden, den deutschen Spitzenschwimmern Sietas und Schwarz aus dem Wege zu gehen. Wir erwarten die beiden Deutschen vor Cartonnet, der auf der Freiwasserbahn seine Hallenzeiten nie erreicht hat. Auch im Kunstspringen London, 5. Juli Unsere wohlbegründeten Hoffnungen auf einen deutschen Sieg im Männereinzel in Wimbledon sind zunichte geworden und wir müssen uns damit bescheiden, daß es nach 21 Jahren endlich wieder einem Deutschen gelungen ist, überhaupt so weit zu kommen und in die Endrunde vorzudringen. Es bleibt uns der Trost, um den uns— das darf keineswegs vergessen werden— alle anderen Nationen beneiden: Gottfried von Cramm ist der zweitbeste Tennisspieler der Welt. In einem mörderischen Kampf, den das:2,:4,:4 für Fred Perry gar nicht richtig widerspiegelt, hat der Engländer eindeutig bewiesen, daß er die„Nr. 1“ im Welttennis ist. Den Weg hierzu konnte Gottfried von Cramm ihm nicht verlegen, wohl aber so wenig dankbar wie möglich machen. 18000 am Freitag in Wimbledon Die 18000 auf den Tribünen verfolgten mit riesiger Spannung von Cramms Untergang, jubelten ihrem Manne zu, aber verfehlten auch nicht, dem Deutschen Beifall zu spenden, wenn ihm eine gute Sache gelang. Man spricht nun schon kein Geheimnis mehr aus, wenn man behauptet, daß von Cramm gerade gegen Fred Perry nie seine wahre Form findet. So war es schon in Paris und das gleiche konnte man am Freitag auf dem Hauptplatz in Wimbledon feststellen. Wie Perry siegte Der Engländer nahm von Cramm sofort die Aufgabe ab, und zwar„zu Null“. Mit zwei Assen und 40:15 holte er sich das zweite Spiel und erst dann gelang es dem Deutschen, durch andauerndes Bombardement auf Perrys Rückhand einen Punkt für sich zu verbuchen. Aber des Briten Vormarsch war nicht aufzuhalten. Er kam nach wundervollem Ballwechseln schnell auf:1. Von Cramm sicherte sich das siebte Spiel, aber mit einem großartigen Passierschlag gewann Perry dann Spiel und ersten Satz mit:2. Mit verzweifeltem Mut griff von Cramm an, hetzte Perry jetzt von einer in die andere Ecke und bis:3 gewann jeder seinen Aufschlag,:3 für Perry, wofür sich der Deutsche umgehend revanchierte. Wieder holte Perry des Deutschen Aufschlag und führte bei:4, als von Cramm mit 30:0 in Front lag und eine Wendung zu kommen schien. Drei unübertreffliche Aufschläge Perrys aber sicherten dem Engländer auch diesen Satz mit:4. Einen dramatischen Verlauf nahm dann der dritte Satz. Von Cramms Aufschlag war gut,:0. Perry gewann Auch ohne Fußball und Handball ist das Sportprogramm am kommenden Wochenende immer noch reichhaltig genug. Dafür sorgen schon die zahlreichen Veranstaltungen in der Leichtathletik, im Rudern und Radsport. Auch bei den Schwimmern ist die Saison im Gange und am Sonntag steigt in Paris schon ein Länderkampf Frankreich—Deutschland, den die deutschen Vertreter klar für sich entscheiden müßten.— Die Leichtathletik hat einen Großkampftag, da sämtliche Gaue ihre Meisterschaften durchführen. Diese Titelkämpfe werden im Hinblick auf die bevorstehenden Deutschen Leichtathletikmeisterschaften hart umstritten sein, und man darf mit guten Leistungen rechnen. Westdeutschlands Leichtathleten geben sich in Wanne=Eickel(Westfalen), Rheydt (Niederrhein) und Trier(Mittelrhein) ein Stelldichein, während die übrigen Gaue ihre Kämpfe in Insterburg, Stettin, Berlin, Breslau, Leipzig, Erfurt, Hamburg, Braunschweig, Kassel, Darmstadt, Freiburg, Stuttgart und Nürnberg abhalten. Der seinen Aufschlag,:1. Nach fünfmaligem Einstand ging der nächste Punkt an den Deutschen, der jetzt alle Zügel schießen ließ und mehr am Netz denn an der Grundlinie zu finden war. Perry spielte jetzt ein wahres Meistertennis. Er passierte den Deutschen verschiedentlich und nach zweimaligem Einstand gehörte dieser Punkt dem Engländer::2. Dann gelang es dem Engländer, von Cramms Aufschlag zu gewinnen,:2 für ihn, und da er auch den nächsten an sich reißt, wird sein Vorsprung auf:2 vergrößert. Es gelingt von Cramm tatsächlich, auf:4 aufzuholen. Aber Perry bekommt wieder Oberwasser und erreicht nach:3 den ersten Matchball, den von Cramm aus der Luft nimmt und unhaltbar in die Ecke schmettert. Darauf kommt er auf:5 heran. Perry gibt auf,:15,:30, kommt eine Wendung? Nein! 15:30, 30:30, 40:30 und der zweite Matchball ist da. Perry verschlägt ihn in ausplacierter Stellung. Es gibt Einstand und dann den dritten Matchball, den von Cramm dann ins Aus schlägt. Der Engländer stürmt auf ihn zu, packt ihn bei den Schultern, der Deutsche gratuliert, sie umarmen sich, während die Zuschauer sich von den Plätzen erhoben haben und beiden zuiubeln, dem großartigen Gewinner und dem großen Verlierer. Eines der sportlichsten Endspiele auf dem Hauptplatz hat sein Ende genommen. Hilde Sperling 7 von Cramm ausgeschieden Im Gemischten Doppel trafen in der Vorschlußrunde Hilde Sperlingsvon Cramm und das australische Ehepaar Hoopman zusammen. Die Australier kamen zu einem überraschenden•4=:4= Sieg und qualifizierten sich somit für das Endspiel im Gemischten Doppel.— Das australische Ehepaar war bereits mit:1 im ersten Satz in Front, ehe sich von Cramm durch gute Netzarbeit und harten Aufschlag auf:4 heranarbeiten konnte. Im zweiten Satz war der Kampf bis•3offen, dann spielten die Australier ganz groß und siegten verdient. Hilde Sperling Mathien in der Endrunde. Das deutsch=französische Paar Hilde Sperling] Mathieu besegte Meulemeester Howard:4,:6 und kamen damit ins Finale, so daß also Sperling] Mathien und Stammers James die Schlußrunde im Frauendoppel bestreiten. Tennissport steht immer noch im Zeichen des Weltmeisterschaftsturniers in Wimbledon, das äm Samstag zu Ende ceht.— In Paris kämpfen die Berufsspieler um die Weltmeisterschaft der Tennislehrer. Kleinere Turniere sind in Ulm und Osnabrück angesetzt.— Hochbetrieb herrscht im Rudersport der mit den Entscheidungen der internationalen Henleyregatta vom 3. bis 6. Juli seinen ersten Höhepunkt erreicht. Weiter werden große Regatten in Hamburg, Gießen, Würzburg, Heilbronn, Stettin und Dresden ausgefahren. Das Ereignis im Boxsport ist der Revanchekampf zwischen Max Schmeling und dem Spanier Paolino in Berlin, wo Schmeling versuchen will, das Unentschieden von Barcelona richtigzustellen. Im Schatten dieses großen Kampftages stehen die Boxsportveranstaltungen in Solingen und Zürich am Samstag.— Der Schwimmsport wartet mit einem Länderkampf auf, der die besten Schwimmer von Frankreich und Deutschland am Samstag und Sonntag in Paris im Kampf sieht. Dieser Länderkampf wird erstmalig auf der breiten Grundlage des Olympiaprogramms abgewickelt und sieht nicht weniger als 15 Konkurrenzen sowie ein Wasserballspiel vor. Beide Nationen haben ihre besten Vertreter aufgeboten, so daß es zu einer spannenden Machtprobe kommen wird, die Deutschlands Mannschaft siegreich bestehen dürfte.— Sonst dürfte die Meisterschaft der deutschen Meere in Zoppot interessieren.— Im Radsport werden die Sommertage fleißig ausgenutzt und auch das kommende Wochenende bringt wieder zahlreiche Veranstaltungen auf Bahn und Landstraße. Am Donnerstag bereits hat die„Tour de France" begonnen.— In Paris wird der Grand Prix als internationales Amateurkriterium mit deutscher Beteiligung durchgeführt. und in Dänemark ein internationales Straßenrennen ausgefahren.— Bahnrennen für Steher und Flieger finden in Paris, Halle, Berlin, Braunschweig, Köln und .=Gladbach statt.— Im Motorsport wird der Reigen der großen Autorennen mit dem Großen Marne=Preis, bei dem jedoch keine deutschen Wagen an den Start gehen, fortgesetzt.— Die Elite der Motorradfahrer trifft sich in Holland, wo in Assen die holländische Tourist=Trophy entschieden wird.— Der Pferdesport kennt auch nach der Entscheidung des Deutschen Derbys keine Ruhepause. Bereits am Sonntag kommt in Köln mit dem„Robert=Gerling=Preis“, einem mit 25000 M. dotierten Flachrennen über 2400 Meter, wieder eine wichtige Zuchtprüfung zur Entscheidung. Außerdem sind noch Galopprennen in Karlshorst, Magdeburg und Saint=Cloud, wo der„Prix du Président" die Elite der französischen Vollblüter an den Ablauf bringt. Heute abend Terraffenturnen der„Tg. Bochum=Ehrenfeld 1884“. Heute abend wird die„Turngemeinde Bochum=Ehrenfeld 1884“ mit ihrem traditionellen Schauturnen einen interessanten Ausschnitt turnerischer und tänzerischer Darbietungen auf der Bochumer Stadtparkterrasse zeigen. Das Programm ist recht vielseitig zusammengestellt und dürfte, wie in den vergangenen Jahren, starken Zuspruch finden. Bei den Turnern bemühen sich der westfälische Altmeister W. Platzek und die Gebrüder Kargol um erstklassiges Leistungsturnen am Barren und Reck und in Kunstfreiübungen, die Turnerinnen führen Volkstänze, Körperschule und Keulenübungen vor, Einen ganz besonders wirkungsPerry feinag Voll Crammf mit:2,:4,:4— Ein großer Kampf des Deutschen Seite 10 Nr. 156 Bochumer A Weiger„ Samstag Sonntag,./7. Juli 1933 vollen Eindruck wird der bereits bei anderer Gelegenheit gebotene Sprechchor„Volk muß werden“ als Auftakt und Schlußakt der Veranstaltung erzielen. DT.-Wafferfahrertretten am Herner Kanal als Auftakt zum Kreisturnfest. Die Ausschreibung für das erste Kreisturnfest in Bochum sieht nehen dem turnerischen Wettstreit auch Wettkämpfe für die Wasserfahrer vor, die aus technischen Gründen bereits am Sonntag im Herner Kanal am Bootshaus der Tvgg. Herne zum Austrag kommen. Die Kämpfe bestehen aus Wettfahrten und Kampfspielen und stehen unter der Leitung des Kreiswasserfahrwarts Schmidt(Herne). Eine Voraussage über die zu erwartenden Sieger kann, da der Kanusport im Turnkreis Bochum noch ziemlich jung ist. nicht gegeben werden. Deutschland führt in Budapelt Gutes Abschneiden unserer Offiziere beim Schießen im Modernen Fünfkampf Der dritte Tag des internationalen Modernen Fünfkampf=Länderwettbewerbes in Budapest verhalf der deutschen Auswahl zu einem schönen Erfolge. Sie errang durch ihr hervorragendes Abschneiden in der dritten Uebung, dem Pistolenschießen, die Führung in der Gesamtwertung vor Ungarn, Schweden und Italien. Darüber hinaus glückte es unserem international so erfahrenen Oblt. Handrick, sich in der Einzelwertung nach dem Geländeritt, dem Degenfechten und Pistolenschießen überlegen an die Spitze zu setzen. Die übrigen deutschen Teilnehmer liegen nach dem dritten Tage ebenfalls recht gut. Oblt. Birk hält den., Lin. Püttmann den 10., Lin. Cramer den 14. und Lin. Lemp den 15. Platz. Das Pistolenschießen wurde aus 25 Meter Entfernung auf eine Zehnerscheibe in vier Serien zu je fünf Schuß ausgetragen. Das Ergebnis des Pistolenschießens: 1. Lin. Orban (Ungarn) 196 Ringe; 2. Ltn. Cramer(Deutschland) 195 Ringe; 3. Ltn. Boisman(Schweden) 191 Ringe; 4 Lin. Bartha(Ungarn) 189 Ringe; 5. Ltn. Lemp (Deutschland) 189 Ringe: 6. Hauptmann Somfay(Ungarn) 189 Ringe: 7 Oblt. Handrick(Deutschland) 189 Ringe; 8. Ltn. Püttmann(Deutschland) 187 Ringe; 9 Ltu. Obici(Italien) 182 Ringe: 10. Oblt. Orgera (Italien) 182 Ringe; 11. Oblt. Birk(Deutschland) 182 Rinae; 12. Oblt. Abba(Italien) 182 Ringe. Einzelwertung nach drei Uebungen: 1. Oblt. Handrick (Deutschland) 12 Punkte; 2. Lin. Boisman(Schweden) 16 Punkte; 3. Oblt. Petnehazy(Ungarn) 17 Punkte; 4. Oblt. Gillenstierna(Schweden) 22,5 Punkte; 5. Oblt Birk(Deutschland) 23 Punkte; 10. Lin. Püttmann (Deutschland) 32 Punkte; 14. Ltn. Cramer(Deutschland) 34,5 Punkte; 15. Lin. Lemp(Deutschland) 35 Punkte Länderwertung: 1. Deutschland 30 Punkte; 2. Ungarn 31 Punkte; 3. Schweden 36 Punkte; 4. Italien 42 Punkte. Ch. Pelillier Efappenlieger Die zweite Etappe der Tour de France. Die zweite Etappe der 29. Tour de France wurde am Freitag von Lille nach Charleville über 192 Kilometer erledigt. 89 Fahrer befanden sich noch im Wettbewerb, als auf der Liller Pferderennbahn der Startschuß fiel. Auch der von der Rennleitung bereits als „ausgsschieden“ gemeldete Umbenhauer war wieder dabei. Drückende Hitze und schlechte Straßen erschwerten die Aufgabe der Fahrer sehr, trotzdem wurde mit dem Winde im Rücken ein scharfes Tempo angeschlagen. Etappensieger wurde der Franzose Ch. Pelissier in 5,32,18, der im Endspurt Sieger einer neun Mann starken Gruppe wurde. Der im Gesamtklassement führende Belgier R. Maes hatte sehr unter Reifenschaden zu leiden, rückte aber später zur zweiten Gruppe, die aus zehn Mann bestand, auf und konnte somit seine Führung im Gesamtklassement behaupten. Die deutschen Fahrer litten sehr unter der drückenden Hitze. Am besten hielt sich noch der Essener Hodey, der den 24. Platz belegte, dann folgte Roth mit der gleichen Zeit von 5,34,23. Stöpel wurde 35., Weckerling 38. und Kiiewski(Dortmund) 40. In der Gesamtwertung schnitten die Italiener sehr gut ab und verdrängten Deutschland vom dritten Platz. Ausgeschieden sind die Belgier Moerenhout und Debruyker, der Schweizer Bula und der Spanier Elys. Ergebnis der zweiten Etappe: 1. Ch. Pelissier(Frankreich) 5,32,10, 2. Speicher (Frankreich) ½ Länge, 3. Bergamaschi(Italien), 4. Danneels(Belgien), 5. de Caluwe(Belgier), 6. Debenne (Frankreich), 7. Merviel(Frankreich), 8. Bertoni(Italien). 9. Camusso(Italien), 24. Hodey(Deutschland), 27. Roth(Deutschland) gl. Zeit. 35. Stöpel 5,39,37, 88. Weckerling(Bielefeld).42,15, 40. Kijewski(Dortmund) gl. Zeit. Umbenhauer noch„drin“. Nach Kontrollschluß der ersten Etappe der Tour de France von Paris nach Lille gingen Gerüchte um, daß neben dem Spanier Elys, dem Schweizer Bula und dem Franzosen Bruycker auch der Deutsche Umbenhauer das Ziel nicht rechtzeitig erreicht hätte und daher ausgeschieden sei. Glücklicherweise hat sich dieses Gerücht nicht bestätigt. Umbenhauer hat hinter seinem Landsmann Roth als 28. Fahrer mit einer Fahrzeit von 7,31,48 das Ziel noch rechtzeitig erreicht. Bremer—Korsmeier(Bochum—Dortmund) siegen beim Abend=Sechs=Tage=Rennen in Almelo. Die Bochum=Dortmunder Mannschaft Bremer— Korsmeier nahm vom 28. Juni bis 3. Juli an dem Abend=Sechs=Tage=Rennen in Almelo(Holland) teil und konnte einen verdienten Sieg herausfahren. Das Ergebnis war: 1. Bremer—Korsmeier 100 Punkte, 2. Jazet—v. d. Heyden 80 Punkte, 3. Wiegman—Czuculla 1 Runde zurück. Auf Grund der bisherigen Auslandserfolge wurde die Mannschaft für den 5. und 9. Juli nach Kopenhagen verpflichtet. 100 m in 10,2 Sekunden Aber mit Rückenwind!— USA=Leichtathletikmeisterschaften begonnen Newyork, 5. Juli. Gleich am ersten Tage der in Lincoln zum Austrag gelangenden Leichtathletik=Meisterschaften von USA. gab es einige ganz hervorragende Leistungen. So gelang es im 100=Meter=Lauf dem Neger Peacock, im zweiten Vorlauf die Strecke in neuer Weltrekordzeit von 10,2 Sekunden zurückzulegen. Da jedoch starker Rückenwind herrschte, konnte die Zeit als Weltrekord keine Anerkennung finden. Den Endlauf gewann der Neger in gleicher Zeit und verwies dabei die beiden Neger Ralph Metcalfe und Jesse Owens auf die nächsten Plätze! Im 200=Meter=Lauf entschädigte sich Ralph Metcalfe durch einen Sieg in genau 21 Sekunden. Im 110=Meter=Hürdenlauf konnte Beard Sieger werden und mit 14,2 Sekunden seinen eigenen Weltrekord einstellen. Im Weitsprung kam der Neger Peacock mit 7,99 Meter zu einem zweiten Erfolg. Dergschwurze nucur Sosen densuchischon-heitiaher Max Schmeling muß Paolino in Berlin schlagen— Kann der Deutlche den Basken vor der Zeit beliegen: Ortsgruppenversammlung des Die Ortsgruppe Bochum des Deutschen AutomobilClube hielt in den Schlegelgaststätten eine Ortsgruppenversammlung ab, in der den Mitgliedern ein sehr interessanter Vortrag über das Thema„Deutsches Benzin aus deutscher Kohle“ gehalten wurde. Dr. Duisberg von der Dortmunder Zweigstelle der Leungwerke wußte durch einen lebendigen Vortrag die Anwesenden zu fesseln und erntete dankbaren Beifall. Nach Erledigung der Hauptpunkte der Tagesordnung entschloß man sich, die nächste Klubfahrt am 14. Juli, um 14.30 Uhr vom Wilhelmsplatz zu starten, die als„Fahrt ins Blaue" gedacht ist. In Max Schmelings großer boxerischer Entwicklung hat Paolino zweimal eine entscheidende Rolle gespielt. Mit einem Siege über den Basken tat Max Schmeling 1929 im Yanlee=Stadion den ersten Schritt in der Weltmeisterschaftsausscheidung. Am 15. Mai 1934 leitete er mit einem großartigen Kampf gegen Paolino in Barcelona einen sportlichen Wiederaufstieg ein, wie er vielleicht einmalig dasteht in der Weltgeschichte des Boxsports. Morgen, am 7. Juli, steigen Paolino und Schme ling im Berliner Poststadion zu ihrem dritten Kamof in den Ring. Der Einsatz ist für beide nicht geringer als bei ihren zwei früheren Begegnungen. Die Rekordliste Max Schmelings ist eine wunderbar schillernde, nur selten unterbrochene Kette von Siegen. Oft geschieht es, daß man in diesem Buch ganze Jahresseiten durchblättern muß, um den Namen eines Mannes zu finden, der den Deutschen einmal gestoppt hat. Im Jahre 1926 trennte sich Max Schmeling von Max Diekmann nach acht Runden unentschieden. Dann ist das ganze Jahr 1926 mit Siegen angefüllt. Auf der nächsten Seite sind die Kämpfe des Jahres 1927 verzeichnet: Nur Siege, HalbschwergewichtsEuropameisterschaft gegen den Belgier Fernand Delarge, die Deutsche Halbschwergewichtsmeisterschaft gegen den Hein Domgörgen, Verteidigung der Halbschwergewichts=Europameisterschaft gegen Michele Bonaglia, so geht es von einem Sieg zum anderen. Die überraschende Niederlage gegen den englischen Zigeuner Gipsy Daniels verschwindet unter der großen Häufung stolzer Erfolge. Und weiter: nichts als neue Siege: Gegen Franz Diener die Schwergewichtsmeisterschaft von Deutschland, gegen Jack Sharkey 1930 den ruhmreichsten Titel des internationalen Boxsports: die Weltmeisterschaft aller Klassen; gab es eine solche Laufbahn jemals vorher? Ueber Schmeling ist damals viel geredet und geschrieben worden, seine Triumphe fanden staunende Anerkennung, aber er war damals nicht der Mann der Massen. Er war groß und stand immer auf stolzer, einsamer Höhe, er schien unbesieglich und man sah nicht die gewaltige Arbeit, die hinter diesem Aufstieg stand. Es ist vielleicht nur auf den ersten Blick verwunderlich, daß Max Schmeling das größte Maß seiner Volkstümlichkeit erst in seinem sportlichen Unglück erreicht hat. Als Max Baer, der neun Runden aussah wie ein geschlagener Mann, in der zehnten Runde Schmelings Hoffnungen zerstörte, als der Bostoner Student Steve Hamas ihm für Amerika den Rest gegeben zu haben schien, da war er plötzlich„unser“ Schmeling! Die Stufen des großen Wiederaufstieges, einer stolzen sportlichen Rückkunft sind bekannt: Paolino, Walter Neusel, Steve Hamas! Und nun noch einmal gegen Paoino! Was gibt es da für den Deutschen zu gewinnen! Max Schmeling will wieder Weltmeister werden. Wenn er Paolino schlägt, gibt es in der europäischen Spitzenklasse keinen Gegner mehr für ihn. Seine Lage bietet dann alle Möglichkeiten. Paolino braucht einen Sieg über Schmeling, um in die gleiche Lage zu kommen. Das ist der Einsatz, um den am Sonntag im Poststadion gespielt wird. Um Paolino ranken sich Sagen. Die Welt kennt ihn nur unter seinem Vornamen. Uczu dun heißt er in Wirklichkeit, der Grundherr vom Golf von Biscaya. Als der„baskische Holzfäller“ ist er in die Geschichte des Boxsports eingegangen, niemals hat Paolino, diesen Beruf in Wirklichkeit ausgeübt. „Paolino, das ist der Mann, der mit einem einzigen Faustschlag einen Stier zu Boden haut, der mit einem einzigen Axthieb eine fünfhundertjährige Buche fällt, dessen Schritte Löcher im Asphalt hinterlassen, wenn er Minuten einmal seine zivilisierte Vorsicht vergißt", so pflegt man über Paolino zu reden. In der ganzen Welt ist das unvergleichliche Draufgängertum des Basken berühmt. Der Mann ist 36 Jahre alt, aber er ist unverwüstlich, unverdrossen und gleichmäßig in der Arbeit wie eine Maschine. Er kann 15 Runden lang in einem mörderischen Tempo mitgehen und hat Dampf hinter beiden Fäusten. Seine Gymnastik, die er im Treptower Paradiesgarten im Training zeigte, hat die Berliner von den Sitzen gerissen, sie haben getobt und geschrien angesichts dieser unvorstellbaren Gewandtheit, wie sie nur die Schule spanischer Stierkämpfer zu vermitteln vermag. Das ist Paolino, der Mann, der nicht alt wird, Paolino, der„ewige Fighter“. Ist es nötig, von den Kämpfen dieses Mannes zu erzählen? Vor zehn Jahren war er zum erstenmal in Berlin, schlug den blonden Hans Breitensträter k. o. und machte ein Jahr später unentschieden mit Franz Diener. Haymann wurde von ihm entscheidend geschlagen, in Newyork wurde er in einem ungeheuren Gefecht 1929 von Schmeling ausgepunktet. Er schlug 1933 den ehemaligen Fußballtormann Ernst Gühring k. o. und punktete den niederrheinischen Dampfhammer Hans Schönrath aus. 1934 kämpfte er noch einmal gegen Schmeling, es war eigentlich eine schreckliche Niederlage für den Basken, sein Gesicht glich, wie ein Zuschauer schrieb,„einem spanischen Omlett", aber er stand wie ein Baum seiner Heimat. Die Richter gaben ihm ein Unentschieden und betrogen den„schwarzen Husaren" um einen glorreichen Erfolg. Schmeling hat eine Rechte, wie sie außer Jack Dempsey kein Schwergewichtler der Neuzeit besessen hat. Paolinos Hauptwaffe ist ein herrlicher linker Haken von einer unheimlichen Wirkungskraft. Daß Schmeling gewinnen wird, ist für uns eine Selbstverständlichkeit. Er ist der Vielseitigere, er hat den Vorteil der größeren Jugend, er ist der geschliffene Techniker und der unerbittliche Fighter in einer Person, es gibt keine Waffe gegen Schmeling. Aber die Frage muß lauten: Kann Schmeling den Basken entscheidend schlagen? Paolinos naturburschenhafte Härte ist im Feuer unzähliger Schlachten in allen Ringen der Welt bewährt, niemals ist er k. o. gewesen, nur einmal geschah es, daß der Spanier den Boden berührte, der Scharfschütze Otto von Porath hat den Bombenschuß abgefeuert, der Paolino für einen Augenblick aus dem Gleichgewicht brachte. Sonst ist er immer auf den Beinen geblieben, gegen die härtesten Schläger der Neuzeit, gegen den riesigen Neger George Godfrey wie gegen Baer und Schmeling. Wenn einer das Zeug dazu hat, den Basken entscheidend zu besiegen, so ist es Max Schmeling. Nach der grausamen Vernichtung Steve Hamas' muß man zu diesem Schluß kommen. Und wenn die Frage nach dem Ausgang des Treffens vom 7. Juli gestellt wird, so kann sie nur heißen: Wie wird der Deutsche siegen? P. B. Sehriie PAhohe bei den Bezirksendkämpfen der Amatcurboxer— Schützenhofkampfabend vor Schluß abgebrochen H. Sch. Bochum, 5. Juli. Es ist bedauerlich, aber man kommt an der Feststellung nicht vorbei: der Abend im Schützenhof, der am Freitag dem Bochumer Boxsport mit den Endkämpfen der Meisterschaften des Industriebezirkes einen Höhespunkt bringen sollte, wurde zu einer verpfuschten Angelegenheit. Wobei man noch nicht einmal unbedingt den oder die Schuldigen dafür nennen könnte. Es waren eben verschiedene Umstände, die Bochum diese Enttäuschung bescherten: einmal regnete es gerade kurz vor Beginn der Veranstaltung geradezu wolkenbruchartig, so daß nicht mehr als 1000 Zuschauer erschienen. Dann gab es schon in der ersten Programmhälfte zwei Siege durch Disqualifikation des Gegners. Was gerade bei Meisterschaften nicht erfreulich ist. Und schließlich führte noch das Urteil in dem rein Bochumer Treffen Disselbeck— Koch— übrigens ein Musterbeispiel von einem Fehlurteil— zu einem Publikumsskandal, dessen pfeifendes und johlendes Echo die Leitung des Abends vor dem letzten Kampf veranlaßte, die Veranstaltung kurzerhand abzubrechen. Die Zuschauer kamen damit um eine der interessantesten Paarungen, nämlich Manczyk— Jakubowski, und alle Vereine, die in der nächsten Zeit in Bochum veranstalten, werden das Fehlurteil mit barem Geld bezahler müssen. Weil nämlich bestimmt nach diesem reichlich ärgerlichen Vorfall verschiedene Leute, und zwar eine ganze Menge, nicht zum Boxen gehen werden, die sonst bestimmt dabei zu finden gewesen wären. Allen, die es wirklich gut mit dem Bochumer Boxsport meinen, wäre es nachträglich bestimmt lieber, wenn dieser Kampfabend in Posemuckel, Kyritz an der Knatter oder Kötzschenbroda stattgefunden hätte. Auf jeden Fall aber weit weg vom Schützenhof, der schon so viele.prachtvolle Veranstaltungen gesehen und in so starkem Maße dem Aufbau gedient hat. Von den acht Kämpfen, die zur Durchführung kamen, waren vier wirklich gut. Als erster der eigentlich gar nicht dazu gehörende Mittelgewichtseinlagekampf Amelung(Münster)— Gorzuy(Bottrop). Der Münsteraner, der auf seine Meisterschaften durch seinen Bezirk noch einmal geprüft werden sollte, zeigte, daß er seinen Titel doch zu Recht trägt. Durch sein sauberes, etwas schulmäßiges Boxen holte er sich von dem zum Schluß erheblich gezeichneten Bottroper einen klaren Punktsieg. Die Titelkämpfe, die den weiteren Verlauf des Kampfabends füllten, begannen mit dem Treffen#im Fliegengewicht: Ackermankt(DSC. Hagen)— Sandhoff(BfL. Dortmund). Der für Fliegen recht langsame Kampf sah in den beiden ersten ziemlich ausgeglichenen Runden den Dortmunder mehr im Angriff. Ackermann, der sich dauernd in die Ecke stellen ließ, konnte dieses Plus seines Gegners auch in der dritten Runde nicht ausgleichen, so daß Sandhoff Meister wurde. Der Schwergewichtskampf Wolf(Post=SpV. Bochum)— Drewutzki(BfL. Dortmund) war für den Bochumer, der recht lebhaft anfing, doch noch eine zu schwierige Angelegenheit. Drewutzki ließ sich auf gar nichts ein, hatte Wolf bereits in der ersten Runde einmal und in der zweiten Runde mehrfach am Boden. Unermüdlich kam der außerordentlich tapfere Bochumer immer wieder hoch, um immer erneut wieder schwere Brocken einzustecken. Die Schlußrunde bot nicht gerade schöne Bilder, wofür aber beide Boxer, die ihr Bestes gaben, nicht verantwortlich zu machen sind. Drewutzki wurde hoher Punktsieger. Wolfs Mut stellt es ein gutes Zeugnis aus, daß er sich über die Runden bringen konnte. Wenig erfreulich für Bochum war der Kampf im Mittelgewicht: Kowalczik(KSV. Siegfried Gerthe)— Latuske(Boxring) Brackel). Gegen den sehr ruhig wirkenden Brackeler kämpfte der Gerther wirklich wenig sauber, obwohl er das nach seinem Können wirklich nicht nötig hätte. Kowalczik wurde schon in der ersten Runde wegen Haltens und Schlagens verwarnt, zog sich anfangs der zweiten Runde wegen Nierenschlags eine zweite Verwarnung zu und wurde in der gleichen Runde bei einem zweiten ganz klaren Nierenschlag zum dritten Male verwarnt und dann disqualifiziert. So mußte der Gerther, der sehr viel Selbstkontrolle nötig hat, um zu einem sauberen Stil zu kommen, zusehen, wie Latuske den Bezirksmeistertitel entführte. Ebenfalls durch Disqualifikation wurde der Kampf im Bantamgewicht: Schmitz(Boxsport Barov)— Gaenserig(Polizei SV. Bochum, diesmal allerdings zugunsten des boxerisch unterlegenen Teilnehmers, der Gaenserig zweifelsohne gegen Schmitz war, entschieden. Schmitz, der weitaus kleinere, hatte schon die erste Runde für sich und konnte auch in der zweiten Runde gegen den nun schon besser eingestellten Bochumer, der sehr tapfer kämpfte, immer mehr Boden eutmachen. Nachdem Gaenserig auf einen Leberhaken schon einmal herunter gemußt hatte, erhielt er in der zweiten Runde einen Tiefschlag, nach dem Schmitz disqualifiziert werden mußte. Bezirksmeister also Gaenserig. Nach der Pause bot sich ein sehr erfreuliches Treffen bei der Paarung im Halbschwergewicht: Ibel(Boxfreunde Körne)— Knauf(Herne). Ibel, der etwa den Stil Grigos an sich hat, allerdings ohne dessen noch gut in Erinnerung befindliche unerfreuliche Mätzchen, bewahrte als der bessere Boxer gegen den starken Schläger Knauf kaltes Blut und setzte sich damit auch wirklich durch. Während Knauf immer auf Einsatzmöglichkeit für seine Rechte lauerte und bei sich bietenden Gelegenheiten auch heftig mischte, sammelte Ibel unbeirrt durch seine gute Linke immer mehr Punkte. Knauf mußte anfangs der dritten Runde, weil er, anstatt seinem Gegner sportlich die Hände zu reichen, diesen durch plötzliches Zuschlagen zu überrumpeln versuchte, verwarnt werden. Ibel zog dann los. traf bald sehr schnell mit einem Doppelschlag rechtslinks und hatte in den beiden letzten Vierteln der letzten Runde seinen Gegner vollkommen in der Hand. Bezirksmeister Ibel. Ziemlich gleichauf lag über alle Runden das Treffen im Weltergewicht: Ostkamp(BSK. 19 Bochum)— Pries(Schmeling Wanne). Pries kam als erster mit einer Doublette durch, Ostkamp zog in der abwartenden Anfangsrunde durch gute rechte Aufwärtshaken fast gleich, aber Pries war nach Treffern doch etwas vorn. Die zweite Runde bot fast das gleiche Bild, beide schienen nicht ganz aus sich herauszugehen, bis Ostkamp in der zweiten Hälfte stärter zum Angriff einsetzte. Die besseren Treffer blieben aber auf der Seite von Pries. In der dritten Runde gab sich Ostkamp alle Mühe, durch erfreulichen Angriffsgeist den Kampf zu seinen Gunsten zu wenden, aber die Treffer des Wanners kamen doch genauer und waren wirkungsvoller, so daß Ostkamp, wenn auch knapp, so doch dem Kampfverlauf entsprechend, um den Sieg kam. Bezirksmeister wurde Pries, wobei man sich denken könnte, daß Ostkamp im nächsten Kampf das Ergebnis herumdreht. Und dann kam die zum Abbruch führende Paarung im Federgewicht: Disselbeck(Polizei Bochum)— Koch(Bochum 19). Gegen den weit ringerfahrenern Koch fing Disselbeck allzu quecksilbrig an, um in Vorteil kommen zu können. Koch ließ seinen Mann ruhig auf sich zukommen, konterte ihn rechts schwer ab und hatte auch im Nahkampf immer Vorteile. So ging die erste Runde an den auch durch seine Reichweite begünstigten BKS.=19=Mann. Disselbeck mußte also in der zweiten Runde noch mehr aus sich herausgehen, was zu lebhaften Schlagwechseln führte, in denen Koch seine Rechte sehr geschickt einsetzte. Nachdem er bereits schwere Treffer erhalten hatte, ging Disselbeck nach einem genauen Rechten auf den Magen bis sieben herunter, Koch setzte nach, hatte seinen Mann ziemlich groggy und war am Schluß der Runde so hoch in Führung, daß nur noch ein..=Sieg Disselbeck hätte zum Titel verhelfen können. Koch als der Aeltere legte sich inzwischen taktisch richtig in der dritten Runde auf Abwarten, stoppte die heftigen Angriffe Disselbecks so gut es ging und war zwar in dieser Runde, vor allen Dingen gegen Schluß, etwas im Hintertroffen, aber nie irgendwie in Gefahr. Das zu erreichen, fiel ihm umso leichter, da Disselbeck alles auf eine Karte setzte und sich so immer wieder in die Gefahr von Konterschlägen bringen mußte. Niemand konnte bei objektiver Betrachtung darüber im Zweifel sein, daß der Punktsieger nur Koch heißen konnte, als der Ringrichter plötzlich den Punktsieg von Disselbeck verkündete. Was daraufhin los war, kann man sich leicht denken. Die Zuschauer lassen sich solche Sachen einfach nicht gefallen, und wenn es auch unsportlich ist, zu pfeifen und zu johlen, es ist einfach nichts dagegen zu machen, auch wenn man einen Schreiber hinaussetzen läßt, Die Veranstalter sahen das ein und brachen, nachdem sie vergeblich versucht hatten, durch Beginnenlassen des Leichtgewichtstreffens Manczyk— Jakubowsti die Wogen zu glätten, den Abend kurzerhand ab. Eine höchst bedauerliche Angelegenheit für den Bochumer Boxsport. Am 13. und 14. Juli Vor= und Endrundenkämpfe der Gaumeisterschaften. Nachdem nunmehr die Titelkämpfe der Bezirke bis auf das noch nachzuholende Treffen Manczyk— Jakubowski durchgeführt sind, finden die Vorrunde der Gaumeisterschaften am 13. Juli in Gelsenkirchen, die Endrunde bereits am 14. Juli— voraussichtlich in Herne — statt. Diese beiden Termine wurden so kurz aufeinandergelegt, um den dann feststehenden Titelträgern unseres Gaues eine kurze Ruhepause bis zu den am 15. August in Berlin beginnenden Meisterschaftskämpfen zu ermöglichen. Kurz und bündig Neuer deutscher Rekord im=Stunden=Laufen. In Berlin=Friedrichshain starteten 18 der besten deutschen Langstreckenläufer in einem=Stunden=Laufen. Sieger wurde der Berliner Bräsecke, der trotz starken Gegenwindes mit 32.704 Kilometer einen neuen deutschen Rekord vor dem Berliner Bödner herauslief. Die alte Bestleistung wurde von dem SCCer Geisler mit 32,319 Kilometer gehalten. Ein neuer Weltrekord im Gewichtheben wurde bei den Wiener Meisterschaften im beidarmigen Reißen der Halbschwergewichtsklasse von Hala mit 121 Kilogramm aufgestellt(alter Rekord Hussein, Aegypten, 120 Klg.). Aus den Turn= und Sportvereinen RV. Westfalia 1895 Bochum. Morgen werden in Barop die Bezirksmeisterschaften im Einerstreckenfahren ausgetragen. Die Mitglieder des Radfahrervereins Westfalia 1895 Bochum e. V.— Renn= und Wanderfahrer— fahren um 7 Uhr vom Bülowplatz ab. Radsportfreunde sind willkommen. Vom Turf Le Tremblay, 5. Juli 1 Rennen: 1. Bol'Or(Truin), 2. Roi René, 3. Lady Constance Toto; Sieg 30. Platz 16, 41, 18. Ferner: Poema, Mourad Bey, Mischna, Fastidieux. Cymbale, Gourgandine, Kava 2. Rennen: 1. Sweet Miß, 2. Perscis, 3. Egine. Toto: Sieg 92, Platz 27, 20, 18. Ferner: Sablon, Attila, Anis, Lac aur Dames, Tra Mek, Douche, Merry Queen, Nicotiane, Fée'Argouges. 3. Rennen: 1. Insernet(van de Poele), 2. Findhorn, 3. Storm. Toto: Sieg 57. Platz 28, 31. Ferner: Dusk, Champs, Trika Rama. Ibis VIII. 4. Rennen: 1. Sahre au Clair II(Hervé), 2. Le Magnat, 3. Folle Passion. Toto: Sieg 93, Platz 35, 19. Ferner: Boietz,„Voute Céleste. 5. Rennen: 1. Feve des Marais(Villecourt), 2. Arnica, 3. Lyra. Toto: Sieg 17. Platz 19. 17, 47. Ferner: Racleur, Erminette, Eseb, Le Bavard. Sirula, Bagnoles. 6. Rennen: 1. Diezima(Elliott). 2. Glovineza, 3. Woodpecker. Toto: Sieg 29, Platz 18, 24, 23. Ferner: Versus, Bohsmond, Le Balayeur, Magellan, Willis Bird, La Mascotte. Unsere Voraussagen: Köln, 7. Juli. 1. Rennen: Gest. Schlenderhan— Austria. 2. Rennen: Centurto— Flüsterion. 3. Rennen: Rosenkrieg— Legttimist. 4. Rennen: Ebro— Athanasius. 5. Rennen: Saarfels— Sonnenfalter. 6. Rennen: Paramour— Letzter Sioux. 7 Rennen: Glacis— Rückwechsel. 8. Rennen: Springflut= Aigan. Paris, 5. Juli. 1. Rennen: Ambrose Light— Arellius. 2. Rennen: Turkish Delight— Mlle'Argagnon. 3. Rennen: Rhadamante— Formosus. 4. Rennen: Wöv Not II— Le Harvonneur.= 5. Rennen: Amontilado— Metchoui. 6. Rennen: Bao Dai— Finlandaise. Tradrennen zu Gelsenkirchen, 7. Juli. 1. Rennen: Ruhm— Alpha— Fiedler. 2. Rennen: Benno Lee— Grafschaft— Friedo. 3. Rennen: Hera W.— Freda Arworthy— Circe. 4. Rennen: Peter Mochester— Adda— Ostermann. 5. Rennen: Dina— Maria R.— Malbrac. 6. Rennen: Stall Heier— Ruhm— Doornkat. 7. Rennen: Vogel— Anttas Schwester— Hexenkind. wraltetn Koche: Seen cce 444 K M S M S G A WE Vom 7. bis 9. Juli 1935% Gleichbleibende Tageseintellung: .00 Morgenruf und Frühkonzert .45 Leibesübungen,„ Mangenrute.it .00 Wiederholung des Morgenrufs Heit, Wetter. Nachrichten .15 Morgenkonzert„ .15 Zeit. Wetter, Wanserstanosmeldungen .20 Frauenturner 10.99 Leit. Meiter, nuct inen 18.00 Mittagsmeldungen 1 14.00 Mittagsmeldungen II 15.30 Wirtschaftsmeldungen 1840 Vom Tage, Egachartemt: 18.50 Wirtschaftsmeldungen und Sportvorber#cht 20.00 Erste Abendmeldungen 22.00 Zeit, Wetter, Nachrichten ESEEEEE .00 Hafenkonzert auf dem Dampfer„Albert Ballin“ .30 Musik am Sonntagmorgen. Das (Brahms). 8 Romanze(Tschaikowsky). 4. Lustige Weise(Spieß). 5. Spanischer Tanz(Sarasate). 6. Schmetterlingsreigen(Schmalstich). 7. Im Garten(Niemann). 8. Norwegischer Brautzug im Vorüberziehen(Grieg). 9. In den Spinnstuben(Dvorak). 10. Die Romantiker, Walzer(Lanner) .15 Die sonntägliche Morgenfeier. Leitung: Domvikar Leiwering 10.00 Deutsche Feierstunde der HIJ.(Reichssendung von 10.30 Withelm Strienz Fgat beitergchifhet,##Hahhuf, 2. Der Kuß(Beethoven). 3. Marmotte(Beethoven). 4. Reigen(Weber), 5. Der Kontrebandiste mann). 6. Niemand hat's gesehen(Löwe). 7. Hinkende Jamben(Löwe). 8. Nimmersatte Liebe 11.00 Naturkunde im Vorübergehen! Tragödien zwischen Wald= und Wasserrand(Heinz Kohlhaas) 11.20 Bunte Instrumentalstunde. Bernh. Hühnerfürst (Fagott), Erich Rummel(Klavier), Mimi SchulzePrisca, Walter Schulze=Prisca(Violine). 1. Aus der Serenade=dur für zwei Violinen und Klavier(Sinding). 2. a) Das Hindumadchen(Berger), b) Der Polichinelle(Berger), c) Rhapsodie für Klavier(Dohnany). 3. Fantasie brillant für Fagott und Klavier(Lalliet) 12.00 Blasmusik. Stabskapelle der Kreisleitung HennefSieg(Musikzugführer Stark). 1. Adlers Flug, Marsch(Blankenburg). 2. Barcelona, (Friedemann). 3. Heinzelmännchens Hochzeit(Köpping). 4. Naschkätzchen, Intermezzo(Siede). 5. Weine nicht, Tanzwalzer(Lüdecke). 6, Sei wieder gut, Rheinländer(Lüdecke). 7. Das neue Deutschland, Marsch(Koch). 8. Adlon=Marsch(Heinecke). 9. Im Liebesgarten, Intermezzo(Hartung). 10. Fridericus=Rex, Marschfolge(Armeemärsche). 11. Parademarsch(Lorenz). 12. Indra=Marsch (Neumann). 13. Deutschlands(Zecrtardt, 15. (Schröder). 14. Alexandermarsch(Leonharot). 15. Helenenmarsch(Lübbert) 13.10 Allerlei von Eins bis Zwei(Vom Deutschland13.50 Hörbericht„Aus der Probearbeit der Heidelberger Reichsfestspiele".„Käthchen von Heilbronn“(Von 14.00 Kinderstunde. Vom Käfer Siebenpunkt und anderen Krabbeltieren. 14.30 Lustiger Rätselfunk des Reichssenoers Köln 15.00 Stunde des Landes. BDM.=Arbeit auf dem Lande — Die Provinzial=Pferdeausstellung in Köln 16.00 Feierstunde der HJ.(Aus Münster) 17.00 Großes Funk=Operetten=Potpourri. Helene Coccejus(Sopran); Wilhelm Strienz(Baß); Eugen Engels(Tenor); Hubert Kirsch(Bariton); Die sechs frohen Sanger und das verstärkte Kleine Orchester(Leo Eysoldt) 18.00 Robert=Gerling=Preis(Uebertragung von der Rennbahn Köln=Merheim) 19.00 Ausschnitt aus der Ostlandkundgebung der Reichsbauernführung und Reichsjugendführung(Von 19.30 Kleine Musik auf zwei Flügeln(Leo Eysoldt und Walter Wielsch) 19.45 Sportvorberich: Hamhur.) Anläßlich der Peichs. 20.00 Festkonzert(Von Hambutg), untäßlich der Reich tagung der NS.=Gemeinschaft„Kraft durch Freude". Das Leipziger„Gewandhausorchester (Hermann Abendroth). Soustin: Amalie MerzTunner(Sopran). I. 1. Concerto grosso=moll (Händel). 2. Lieder mit Orchester(Reger): a) Mittags, b) Aeolsharfe, c) Das Dorf. 3. Romantische Suite(Reger). II. Symphonie Nr. 1=moll 22.30 Tanzfunk(Von München). Es spielen eine Blaskapelle und das Tanz=Funkorchester 23.00 Wir bitten zum Tanz(Vom Deutschlandsender). Robert Gaden spielt Deutschlandsender: 16.00: Musik am Nachmittag. Orch. des NS.=Frontkämpferbundes; Tanzkapelle Böttcher; aus dem Krollgarten, Berlin: Kap. Dobrindt. Dazw.: Ausschnitte aus dem Großboxkampftag im Poststadion Berlin. 19.30: Deutsches Sportecho. 20.00: Aus Hamburg: Festkonzert anläßlich der Reichstagung der NS.=Gemeinschaft„Kraft durch Freude. 21.00: Aus Leipzig: Abendkonzert. Leipziger Sinfonieorchester. 22.15: Aus Frankfurt: 5. Deutscher Reichskriegertag in Kassel. 22.35: Eine kleine Nachtmusik. 23.00: Wir bitten zum Tanz! R. Gaden spielt KE 10.15 Schulfunk. Glocken, Lieder und Vogelweide im 10.50 Musik am Morgen. Peter Klöcker(Violine): Robert Küpper(Bariton); A. Hahmann, J. Kramp (Akkordion=Duette). 1. Stadion=Marsch(Siede). 2. Harmonika=Polka(Pörschmann). 8. Trinklied (Mania). 4. Drei Capricen für Violine und Klavier(Moritz). 5. Ins Weinhaus treibt mich dies und das(Ries). 6. Zigeunertanz(Nachéz). 7. Unter dem Sternenbanner, Marsch(Sousa) 11.20 Was brachte der Sportsonntag?(Richaro Heine12.00 Schloßkonzert. Das Niedersächsische SinfonieOrchester(Otto Ebel von Sosen). Das Philharmonische Blasorchester(Gustav Eggers); Herm. Giering(Horn). 1. Auf der Grenzwacht, Marsch (Lederer). 2. Ouvertüre„Alessandro Stravella“ (Flotow). 3. Brüsseler Spitzen, Walzer(SchmidtBerka). 4. Kinderspiele, Orchester=Suite(Bizet). Trompeter und Trommel: Die Puppe: Der Kreisel; Kleiner Mann; Kleine Frau; Der Ball. 5. Militär=Marsch Nr. 2(Schubert). 6. Melodien aus„Die verkaufte Braut"(Smetana). 7. Washington=Post, Marsch(Sousa). 8. Hirtenleben in den Alpen, Tongemälde(Kling). 9. Schwäbische Ländler(Lindemann). 10. Konzertstück fur Horn=Solo(Gabler). 11. Melodien aus„Die Geisha“(Sidney Jones). 12. Alle Hampelmänner tanzen, Charakterstück(Lindemann). 18. Perpetuum mobile(Joh. Strauß). 14. Achtung, blaue Bohnen, Marsch(Sorge) 5 Allerlei von Zwei bis Drei(vom Deutschlandsender) Schlachtviehmarktberichte „Unser Zelt— unsere Welt“ BDM.=Sport: Jungmädel schwimmen Das Erholungswerk des deutschen Volkes(MaVolkstümliche Duette. 1. Zwei Duette: Gruß an Maria: Abendlied(Abt). 2. Aus„Alt Wien“ für Klavier, vierhändig(Pillney). 8. Zwei Duette: Die Meere: Guter Rat(Brahms). 4. Aus „Alt Wien“ für Klavier, vierhändig(Pillney). 5. Zwei Duette: a) Schließe mir die Augen beide (Kaun); b) Wiegenlied(Reger). Das HeukenDuett: Lore Schröter(Sopran); Helma Helmich (Alt); Hans Jakob Heuken(Klavier); Hans Haaß(Klavier).7.„„ Künstler und Soldat. Lulu von Strauß und Torneh: Otto Soltau„ 4gchesterg Nachmittagskonzert des Landevo#chen Gau Württemberg=Hohenzollern(Jul. Schrover). Musikkorps 1. Inf.=Regt. Ludwigsburg, Standort Stuttgart(R. Meister). 1. Ouverture„Der Heideschacht".(Holstein). 2. Bei uns z' Haus, Walzer(Joh. Strauß). 8. Jagdfantasie(Prager). 4. Melodien aus„Tosca"(Puccini). 5. Maritana=Ouvertüre(Wallace). 6. Melodien aus „Aennchen von Tharau".(Strecker). 7. Marionetten=Parade(Noack). 8. Grüße vom Neckarstrand, Walzer(Millöcker). 9. a) Treue Waffengefährten, Marsch(Blankenburg); b) An die Gewehre, Marsch(Lehnhardt) 0 Was wissen wir von unseren germanischen Vorfahren? Karl Krings: Germanen und Römer 00 Ausschnitt aus der Tagung„Kunst und Arbeit" (von Hamburg) 10 Aus dem deutschen Volksliederhort. Sophie Ahrens(Sopran): Hans Remagen(Bariton); Marga Bäuml(Gitarre); Willy Meyer(Akkordion): Der Kammerchor und Mitglieder des Kleinen Orchesters(Josef Breuer) Junge deutsche Erzählkunst. Zwei heitere Anekdoten aus dem großen Kriege von Georg BritAnton Dvorak. Klavier=Quartett Es=dur; Klavier=Quintett=dur; Das Prisca=Quartett; Terese Pott(Klavier), Bachyg trat sich. Gau Westfalen=Nord der NSDAp. rraf sich in Fröhlicher Klang zur nächtlichen Stund'. Friedr. Eugen Engels: Walter Jellinghaus(Zither und Gitarre); Bielefelder„Zupfgeigenhansl: Die Funkschrammeln: Eine Dorfrapeue Deutschlandsender: 19.00: Aus Hamburg: Ausschnitt aus der Tagung„Kunst und Arbeit“. Dr. Ley und H. Dreßler=Andreß. 20.10: Aus Stuttgart: Wenn die Woche so beginnt, wird sie auch gut enden! Ein bunter Abend. 22.30: Eine kleine Nachtmusik. 23.00: Wir bitten zum Tanz! Kapelle Hendriks SZTEEE 10.10 Kindergarten„ Gelle 10.30 Wir und die Welt. Erlednisse mit Tieren. Heua Priemel:„Im Garten geboren“— Erlebnisse hinter den Kulissen eines Zoologischen. Gartens. Theo Thamian Gronen: Kleine Geschichten vom Elefanten. Ludwig Zukowsky: Wilde Tiere beim " a Mittagskonzert(aus Dresven). Luvwig ermold (Baß): Werner Hentschel(Fiöte); Arno Goerlich (Jagott): Anton Mikes(Klarinette; Pgfefgge dolinenquintett Chartofilax: Marko=Orchester: Die Dresdner Philharmonie (Bruno C. Schestak) 5 Allerlei von Zwei bis Drei(Vom Deutschlandsender) Die Arbeit der NSV.(Pg. Richard Schaller) Die Haushaltsbesteuerung bei der Einkommensteuer(Dr. jur. Josef Geis) Frauenfunk: Schöpferische Kinder(Aenne von Werden) Unsere Chorstunde(). Der Kinderchor des Reichssenders Köln(Rektor Hüsch). Marga Bäuml (Gitarre). 1. Aus„Schelmenlieder": Ein hartgesottnes Eilein— Hinterm Hölzl überm Berg — Auf meiner Schulter sitzt ein Vöglein— Die gute alte Rumpelkuh(Haas). 2. a) Allegro und Andantino(Coste), b) Rondo(Diabelli). 3. Aus „Schelmenlieder: Die Uhr, die Uhr— Was machen denn die Teller— Ein Strohhalm ging auf Reisen(Haas) So alt sind unsere Städte! 1. Zur 850=JahrFeier der Stadt Hückeswagen. 2. 1000 Jahre Liedberg bei Rheydt Nachmittagskonzert(Von Königsberg).„RuckZuck=Sendung zwischen Königsberg und Zoppot“. Kapelle Erich Boerschel: Orchester des Danziger Landestheaters(Erich Lenzer). 1. Ouvertüre zu „Der Bettelstudent“(Millöcker). 2. a) Toreador, Paso doble(Schmalstich), b) Halt' meine Hand (Henderson). 3. Orientalische Suite(Popy). 4. a) ein bißchen Sonnenschein, langsamer Walzer (Koetscher), b) Das erste Lied(Fiehn). 5. MimosaWalzer(Sidney Jones). 6. a) Erinnerungen, Tango(Perschmann), b) Auf Wiedersehen in weiten Fernen(Pepper), c) Jonny hat Sehnsucht, langsamer Walzer(Reinfeld). 7. Intermezzo aus „Der Opernball“(Heuberger). 8. a) Hochzeitsklatsch(Pearly), b) In meinen Träumen, Tango (Jaeger). 9. Sphärenklange(Jos. Strauß). 10. a) Wenn der Mond scheint, langsamer Fox (Green), b) Traumwandler, Fox(Revel), c) Einmal sucht jeder den Sonnenschein, langsamer Walzer(Hoffmann). 11. Ouvertüre zu„Lachendes Leben"(Rust). 12. a) Lieb' solange die Sonne scheint(Brown), b) Marianne(Krueger) Deutsche Erzähler der Gegenwart: Die roten Schweizer in Calabrien(Josef Ponten) Rüpeleien, Scherz und Spott(HJ. singt lustige Lieder) 19.30 Momentaufnahme.—82(Ram Kautse 19.40„Der Stand des Fernseyens(vom Deutschlandsender).(Reichssendeleiter Pg. Hadamowsky 20.10 Lustiger Abend mit Rundfunksprecher=Wettbewerb 1935. Rheinisch=westfälischer Endkampf.(Aus dem Saalbau Essen) 22.20 Kurzschrift=Diktat(Ferdinand Sonntag) 22.30 Englische Unterhaltung(Dr. Jäger— Frau Schmidt) 22.45 Französische Unterhaltung 23.00 Funkstille Deutschlandsender: 19.05: Und jetzt ist Feierabend! Von München: Kleine Abendmusik für jedermann. 20.10: Klang durch den Sommerabend:. Fröhliche Musik zum Tanz und R. Gaden. 22.30: Eine kleine Nachtmusik. Phantasien auf der Wurlitzer Orgel. 23.00: Kammermusik durch Dr. Ernst Richters Frühstückskräutertee regt den Stoffwechsel an, fördert die Ausscheidung und sorgt für gezu Gewichtsabnahme. Jetzt auch als Drix-Tabletten. In Apotheken und Droger gesunde erten. 0 Urlaub auf See Reiemm mi destrechen Schlfen und Redem mi intachen Baten! Deichigeratennisen nach dnesin gten Domerstag ab Hamburg cn RM 486.einschlieblich Hotel und Besichtigumgen 1200 RIII. = als 1. Hypothek f. — Handwerksbetr.ges. = 5. G. 64727 Anz. Hordlandfahrten 14..-30.7./ 10.-25.8. Apttan erecht wier enfegng Herbstlahrten nach dem sonnigen Süden 27..-14..7 16..-.10. 28..-14.10. 11.10.-28.10. ab RMN 265.- einechl. voller Verpflegung Es reist sich gut mit den Schillen der HANBURG-IMERIET LIAIE Vertretung in Bochum: Verkehrsverein Bochum e. V. Rathausplatz 8 86. Man muß sofort an Sie denken. wenn Bedarf eintritt. Das erreichen Sie am besten durch regelmäßiges Inserieren im Bochumer Anzeiger. durch allerseinstes * Institut v. 3000.* Mk. aufwärts sof. = auf Mietshäuser = und zu erstellende * Bauten. Laufend * Auszahlg. Bisher * 10 000 000,- Mark * Gesamtbereitstel= llungen. Vertreter = angenehm.(..1 Bank=Komm.= Gesch. Gebr. Rusche * Haßlinghausen=W. OSELD an Beamte u. Angest. sof. auszahlbar diskr., reell u. ohne Vork. zu günstig. Beding. durch Niemann, Kronenstraße 10. Burkkevite an Festangestellte o. Vork., nachweisbar prompte Auszahlg. van Forst, Westfälische St. 23 Beamtenkredlte Niemann, Kronenstraße 10. Forderungen aus Warenlieferungen(auch kleine Beträge und nicht ausgeklagte)z. übernehmen, bzw. zu kaufen gesucht. E. A. 64809 Anz. Vermischtes „Hastreiter's“(Name tes. tech.) Kräuter-Dragees gegen Kregf unr Täser vollkommen unschädl., hergestellt aus reinen(ca. 20 Sort.) ungiftigen Kräutern, bringen nicht nur die Wucherung u. die Beschwerden zum Stillstand, sond. regulieren das Drüsensystem. Preis: Orig.-Pack. M..45(Kurpack.=5 Orig.-Pack. M. 16.75) Wenden Sie sich an Friedrich Hastreiter, Germering 508 bei München Bei Bestellungen angeben ob Kropf oder Basedow. Ab Fabrik: Küchen I. Geringe Monatsraten 2. Auf Wunsch ohne Anzahlung 3. Lieferung franko Haus Anfragen: Fr. Großpietsch, Schwerte S Sc Bei Schmerz und Weh hilft, Zinsser=Tee! ORGASchreibmaschine, neueet Modells RM. 165.— Alleinvertrieb: E. Trautmann Viktoriastraße 73 Ruf 85434 Brautleute! Achtung, sofort kaufen! echt Eiche, schw. westf. Verarb, komplett Büfett 170 cm breit, Anrichte, Tisch, 2 Stühle, Handtuchhalter herrl. Modelle, zusammen 650.- IIIk. Darlehnsscheine od. auch Zahlungserleichtg. Borgmann Brückstr. 59.63. Philipp Bischoff fr. Absolv. d. Leipz. Landeskonservatoriums Tel. 67937 Alleestr. 26 ertellt Violin-Unterricht vom Anfang bis zur Rette Deutsche Kurzschrift Anfängerkurse, Diktatstund. sorgfältig und erfolgsicher ELSEZANDER cher6 Bolowstr. Ikabotee Nr. 7. Nerven- und Sehlaftse beruh. überarbeit. u. überreizte Nerven; wirkt vorbeugend geg Erkrankung des Nerv.= Systems: lindert nervöse Kopf= und Magenschmerzen; vermittelt ruh. u. tiefen Schlaf. Originalpaket.50 Probepaket.80 M J. Kneider, Drogerie Bochum, Große Beckstr. 10. Hattinge- utrag K K W W St K K P. Moiensar& Co. Kindermehl 8. m. 5 H. Wilhelmshaven Zu haben in Drogerien. Apotheken u. elnschl. Soochülten Da ich als gelernter Auto- Monteur den theoretischen Unterricht sowie die praktische Fahrausbildung selbst vornehme, so ist jedem Kursusteilnehmer eine dem heutigen Verkenr entsprechende Ausbildung von vornherein garantiert Richtig Autofahren lernen nur beim bewährten Fachmann Hutofahrschule Berge Bochum, Vikterlastr. 84, Telephon 85821 84teil.Bestecke 100 versilbert, rostfreie Klingen, Garant., mod. Muster, 75.- AM. Zahlung innerhalb 6 Monaten. Besteckgesellschaft Düsseldorf B6B.10 Klosterstraße 144. Gratis Katalog u. Mustervorlage. 1 Erteile Nachhilfestunden in Mathematik u. neueren Sprachen St. D. 64708 Anz. Engl. Franz.—.4 einzeln, zu jeder Tageszeit. durch auslandserfahr. Fachmann. Monat.50 Mark. H. R. 64298 Anz. Fahrschule Urzellek alle Klassen Dorstener Str. 23. Abitur! Rasche Einzelvorbereitung, zu jeder Tareaget, Plon. 18 Brt. Fi 64044 Aaenieer Eilnullmhestellen des Tochunss Bochum: Hauptgeschäftsstell Filialen:„Adel Jünke, Schreib waren,„Essene Heraer Str, L. Langenstuc, Schreibwarenholg Hattinger Str. 20 Frau Heinr, Pob Zigarrengesch., It sefinenstr. 59: Kai Regelmann, tinger Strade 14 .=Stiepel: r Ee Konio Ailzeigen dee,Beehlamfem.. Annahmestellen für Klein-Anzeigen: Bochum: Hauptgeschäftsstelle, Rathausplatz 8. Filialen: Adele Jünke, Schreibwaren, Essener Str. 12 Frau Friedr. Kilbsch, Schreibwarenhandl., Herner Str. 259 S. Langenstück, Schreibwarenhandlung, Hattinger Str. 20 Frau Heinrich Pohl, Zigarrengeschäft, Josefinenstraße 59 Karl Regelmann, Hattinger Straße 14 .-Altenbochum: Georg Lillpopp, Wittener Straße 241 .-Dahlhausen: E. Kipper, Eiberger Straße 4 K. Schulze, Schreibwarenhandlung, Dr.-.-Otto-Str. 99 .-Oerthe: Buchdruckerei Zdich, Castroper Hellweg 417 August Reuter, Lothringer Straße 18 .-Hamme: Franz Grummet, Dorstener Straße 171 .-Langendreer: Robert Stalleiken, Kaiserstraße 165 .-Linden: Eduard Beck, Hattinger Straße 807 .-Riemke: Joh. Szuska, Buchh., Auf dem Dahlacker 45 .-Stiepel: Alfred Berlet, Am Hang 52 a .-Weitmar, Marg. Hübel, Hattinger Straße 200 .-Werne: Fritz, Gärtner. Zur Werner Heide 42 Johann Gräwe, Schreibwarenhandlung, Zur Werner Heide .-Eickel: Jos. Arntz, Zigarrengesch., Hindenburgstr. 7 Wattenscheid: Wilh. Schoppmeier, Hochstraße 34 .-Höntrop: Robert Bauditz, Am Bahnhof Der unsen thicer enreiecter uer euscer. de Ausgabe bitten wir in der Hauptgeschäftsstelle, Rathausplatz e, bis spätestens 4 Uhr nachmittags schrittlich aufzugeben. Bei telephonischer Bestellung übernehmen wir keine Gewähr für fehlertreie Wiedergabe des Textes. Preis des 22 mm breiten 1 mm hohen Anzeigenraumes 2#5Plennig. Kleine einspaltige Gelegenheitsanzeigen nichtgeschäftlicher Art mm 8 Pf., Stellengesuche u. Familienanzeigen mm 6 Pf. Zifler- u. Auskunftsgebühr 25 Pl. Angebot von Vermittlern usw., die mit dem unmittelbaren Sinn der Anzeigen nichts zu tun haben, werden nicht weiterbefördert. Z. A. 47300 Anzeiger heißt, das schriftliche Angebote unter diesem Kennzeichen bei den Geschäftsstellen des„..“ eingereicht werden mössen. Auskunft Anzeiger bedeutet, daß die entsprechende Adresse in der Haupigeschäftsstelle, Rathausplatz 8, zu erfahren ist. Umtangreichster, daher wirksamster Arbeits-, Wohnungs-, Geld- sowie Anund Verkaufsmarkt von Groß-Bochum Ossene Stellen Keine Originalzeugnisse einsenden. Auf die Rückseite von Zeugnisabschrift., Lichtbildern usw. stets volle Anschrift des Bewerbers schreiben Jugendliche unter 25 Jahren bedürten vor der Einstellung, mit Ausnahme von Betrieben der Haus- und Landwirtschaft, der ausdrücklichen Genehmigung des Arbeitsamtes Nerrenslosie Damenstotte Wächetole Paumwollioste Futterstotte Wir haben eine Anzahl vortrotel-Bozirno neu zu verzeben. Wir suchen: Tüchtige dleibige Herren und Damen, die nachweislich bei Privatkundschaft gut eingeführt sind. Wir bieten eine sehr reichhaltige Kollektion in Anzug-, Mantel-, Damenmantel-, Kostüm- u. Kleiderstoffen, Wäschestoffen, Baumwollstoflen sowie fertigen Oberhemden und Baumwollkleidung. Wir bieten: angemessene Provision und eine gute Verkaufshilfe, weil wir bei vielen hunderttausend Privackunden bekannt und zut eingeführt sind. Ausführliche Bewerbungen, mit Aufgabe von Reterenzen, Lichtbild, Lebenslauf und Angebe des Bezirks, der bieher bereist wurde, wollen Sie einreichen an Schwetasch& Seide!„ Spremberg i. I. Abt. Reiseverkauf, Fach 25 Luchgrobtandung und Versand sucht bei Schneiderkundschaft gut einget. Einige ehrliche Damen der berten zur Kundenwerbung und Bedienung„gesucht. D. H. 64859 Anz. Mädchen f. Gärtnereihaush. für sofort gesucht. Angeb, mit Lohnansprüch. an Frau Max Guerlich, W. Barmen, Rosenstraße 10. Junge Mädchen zum Eisverkaufen gesucht. 42|91 Karl Feuerstake, .3t.HasperKirmes Hagen=Haspe. 2 tüchtige Mädchen für Küche u. Haushalt zum sofortig. Eintritt gesucht. Frau Wilh. Reichstein, Scherjede i. Westf. Für mein. kleinen Privathausbalt. suche für sofort sordentl., evangel. Mädchen Alter 20—25 J. Selbiges muß kinderlieb sein u. die einfache Küche beverrschen. Frau Fischer, Lüdenscheid, Tbunenstr. 30 Ruf 2120.(a9823 Suche ein ehrlich., fleißiges, kathol. Mädchen z. 15. Juli oder I. Aug. z. weiter, Ausbild. in Küche und Haus.(a9812 Gutsbesitzer Peitzmeier, Lintel bei Wiedenbrück. In allen Hausarbeiten erfahr. Mädchen gesucht, nicht unt.: 20 Jahren.(a9980 Bäcker, Ferdinandstraße 3, Salz=Großhandlg. Für herrsch. Haushalt(2 Pers.) wird AlleinKädchen perfekt in Küche u. Hausaxbeit, gesucht. Beste Zeugnisse Bedingung. M. L. 64832 Anz. Junges, ehrliches Mädchen für Wirtschaft und Haushalt gesucht. Frau Webels, Redemptoristenstr. 29. Morgenmädchen sucht Dammann, Königstr. 16—18. Für sofort jung. Mädchen als Schöng -=.=Wohn. mit Bad u. Zentralbz., in bester Wohnl. Bochums, z. 1. 10, zu verm. Besicht. zw. 10 u. 12 u. 4 u. 6 Uhr. Am Gerstkamp 13. 2 Bodenzimm. z. 1. 8. 35 J. orm. B. Z. 64821 Anz. 2schönlleere Frontzimm. i. gut. Hause, Nähe Rath., g. allst. berufstät. Dame z. 1. 8. zu verm. Sch. 64792 Anzeig. Klein. Mansardenzimmer zu perm. Scheffler, Redemptorisienstraße 16. Bäckerei, Ladenlok., Wohng. u. Stallung zu vermieten. H. H. 64763 Anz. Alleestraße 92, 1 gut möbl. Zimm., ev..2 Bett..vorm. Antoniusstraße 3, 2. Etg. 11s., gute Schlafsielle frei. Augustaßtr.J7 part. gut möbl. Zimmer m. fl. Wass.,.Etg., Aachlersehe. ein Jahr ohne gegenseitige,„Vergüt. (Familienanschl.) Hotel Hellmann, Hemer I. Wests., Krs. Iserlohn. Kortumstraße 74, zu verm. Preuß, .=Elberfeld, Köbohaus. I. schöne, helle Bikroriume in der Horst=Wessel=Straße, per sofort zu vermieten. O. P. 9830 Anzeig. Läger und barage Ehrenfeld, Nähe Hauptbahnh,.om. S. S. 64850 Anz. Dumer Klosterstr. 20,1. Etg. Schlasselestrei Luisenstr. 14.23= E19., Stadtm., saub., sep. möbl. Zimm.sof. od. später zu vermiet. Malteserstr. 24,2.E. gut mbl. Zimm. mit Pens..2 Herr..v. Neustr., 17, 1. Eig. gut möbl. Zimmer mit u. ohne fließ. Wasser zu verm. Lappstzt Horrn Ps#: Pollnueg Stz 38 an herust. Herrn Kei. Lehagl.möbl. od. Dame z. 15. 7 Frontz. sof..perm. zu vermiet.(64800 Rechener Str. 16, .Gt.[2. Etg., Wiemann, frdl, möbl. Zimme; möbliertes Frontfrdl. möyl. Zimme, zimm. m. Schreibzu vermiet.(64826 zimm. m. Schrei Möblierte =Zimmer=Wohng. (Wohnzirg., Schlate zimm. u. Küche) in bester Wohnlage, Näbe Amt Altenbochum, zu verm. H. G. 64808 Anz. Ig. Ehep. sucht=, 3= od.=.=Wohn. Miete im voraus. M. Z. 64755 Anz. Aelieres Ehepagr (2 Person.) sucht 54-=-Bboisal mit Bad, Nähe Christstr. sof. o. sp. F. K. 64645 Anz. Henriettenstraße 5 Urbanek, einfach möbliertes Zimm. frei. Woche 3 Mr. Hugo=Schultz=Str. Nr. I, III. sonnig., G. möbl. Zimm. 3. orm. Kais.=Wilh.=Str. 3 groß., beh, möbl. Karner eventl. mit teilw. Verpfleg., zu sof. zu vermiet.(a9662 Mummenhoff. tisch zu vermieten. Rottstraße Nr. 25 gut möbl. Zimmer zu vermiet.(64802 Wiemelhaus, St. 51 frdl. möbl. Zimmer zu vermiet.(64791 Sonn., mbl. Zim. mit 2 Bett. sof., Zz. vm. Nähe Boch. V. H. S. 64648 Anz. Freundl. möbliert. Frontzimmer in gutem Hause sofort zu vermiet. Ausk. Anzeig. od. Tel. 63623.(49982 Vertletel Ruh-sebiet und Niederrhein AuStellen-Gesuche — Läden Miets-Gesuche für das Ruhrgebiet und Niederrhein. Anzebote unt. Z. 9, 141 b an Ala, Düsseldort Achendte Gndache Sachversicherungsaustal (In Verbindung mit Lebensversicherungs- Anstalt) sucht zur Neubesetzung ihrer Hauptagentur Bochum einen einwandtreien Herrn mit besten Beziehungen, der gewillt und in der Lage ist, durch sustematische Arbeit den vorhandenen Bestand und eigene Beziehungen zum Autbau einer Dauerexistenz auszuwerten. Weitgehende Unterstützungg wird zugesichert. Ausführliche Angebote unter R. S. 9814 Anzeiger Ladenlokal m. 1 Zimmer und Einricht, sofort zu vermiet. Hofsteder Straße 450. 30 Jahre, sucht sich zu verändern Bisher Abteilungsleiter u. Reichsredner einer Millionen-Organisation. Geprütter Fachmann im Elektro= und Kinofach. Führerscheine aller Klassen. Erste Reterenzen stehen gern zur Vertügung. Angebote unter K. K. 64745 Anzeiser Eriahrener, Chauffeur gel Auto-Eiektriker, langj. u. sicherer Fahrer, 29jahre, led., vertr. m. all. vork. Rep..Fernzugfahrten, noch l. Brauche tät., sucht, gest. a. Ia Ref. u. mündl. Ausk. d. Firm.Veränderung. Person, od.Lastuasen..PB. Gi7Sd-Apzeiger 42jährig, Geschäft, Oberlausitzer Arbeitskleiderfabrik(Männerkonfektion) sucht eingeführten Sprechstundenhilfe sucht Stellung bei ein. Zahnarzt od. prakt. Arzt für sofort oder später. S. Z. 64742 Anz. Arndt= u. Wittener Str., zu verm. 2. O. 9810 Anzeig. In unserem Eckhause Haderslebener Str. 1, gegenüber dem neuen Verwaltungsgeb, d. Straßenb.(gute Geschäftslage) Ladenlotal 4. Geschäft, mit 2 Zimmern, sach bel. Alsäier dae e. Deschuftiglgh. A. W. 64852 Anz. seignet, zum 1. 10. d. J. zu vermiet. Näberes Baubüro, Rödestr. 31, Fernruf 60391.(LM14 Frau, tüchtigi konlekton) zucht eingeföübrten 8, geprmiaten Provistensberh eier(; Su vermmictes.) iut . c- EMm.-Wollnig. □ Röstkaffee s Qualitäten, liefern bei #nöchst. Verdienst an nur reelle Verteiler in Komm. Verkaufeunterstütz. Hagens& Schmidt, Bremen ses. 1988 Grobrbster, Posf.529 Beamter sucht zum 1. Oktober 1935 abgeschl. Etage 5 Zimmer bzw. 4 Zimmer und schöne Mansarde mit Zubehör(Bad) in guter Wohnlage. Preisangebote wnter F. F. 64660 Anzeiger.— moderne-Zimmer-Wohnung mit Bad zum 1. August gesucht. V. A. 6360 Anzeiser—.— Ich zuche in Vorort Bochums oder Umgebung S. 66. -Zimm.wohnung mögl. mit Garten u. Auto-Unterstellmöslichkeit, Sicherer Mieterahler. Ansebote 91. K 280 Anzeiger Schöne 2½—=Zimm.=Wohnung von alleinsteh. Dame im Stadtparkviertel gesucht, möglichst abgeschlossen. TE. 798 Anzeiger. Aelterer Geschäfts= Herrschaftliches mann sucht z. 1. 10. ep ehmung in Stadtmitte od. Ehrenf. Preisang. A. Z. 64698 Anz. Abgeschl., ruhige, 3½ bis -Zimmer=Wohng. im südl. Stadtteil mit all. Komfort, am Stadtpark gelegen, gegen (Stage oder Ein--ZimmerAchnung abgesch. Stadtuz. od. Ehrenfeld, sof. od. später gesucht. H. W. 64834 Anz. Beamt.(3 erwachs. 1. 10. od. früher .-Bosng. Näbe Hpf.,„oder 2 Zimm. m. Mans. P. P. 64881 Anz. -.=Wohng. in ruh. Wohnlage von klein. Familie (pens. Beamter) z. mieten gesucht. J. E. 64839 Anz. Tausche 3 Ammer. geg. 2 gr., od.3 kl. Albertstr. 34, part. Wohn.=Tausch Abgeschl.=Zimm.= Wohn. gegen eine -Zimmer=Wohng. mit Stall sofort zu tausch. gesucht. K. 64823 Anz. Jung.„Ehep. sucht für sofort od. spät. ---LimmerA. A. 35 Anzeig. Ig. Ehepaar(sich. Mietez.) sucht z. 1. Sept. o. 1. Okt. 2. bis. 2½=Zimm.= Wohnung in der Nähe vom Neumarkt. O. P. 9979 Anzeiger. Ig. Ehep. sucht per bald eine=.=Wy. Miete im voraus. R. M. 64772 Anz. Ehep. sucht für sofort oder später =.=Wohng. Ang. sind zu richt. an Hillebrand, Vochum=Riemke, Auf dem Dahlacker 29. Schöne, sonn., abg. -Zimmer=Wohng. Nähe Friedenskirche, geg.=Zim.= Wohn,mal abgsch., zu tausch, gesucht. D. R. 64726 Anz. Berufstat. Dame, alleinst., sucht=.= Wohnung(Mans.) Preisangebote F. F. 64789 Anz. Abg.=.=Wohng., evtl. Neubau, von ält. Ehen, gesucht. K. E. 64862 Anz. Ig. Ehepaar sucht -=Bohng, Miete bis 22 RM. kann—3 Monate im voraus gezahlt werden. T. W. 64854 Anz. 2leer. Z. v. Ladenlokal als Woh. ges. K. D. 64885 Anz. Suche—=.=Wh. auch Tausch, Biete fI.=.=W. Stadtm. F. H. 64828 Anz. Alleinst., berufst. Dame sucht abgeschloss. 2½ bis =Zimmer=Wohng. in ruhigem Hause. A. D. 64829 Anz. Großes leeres Hiimer u. 2- u.-Famtnennauser werden in Wattenscheid-Eppendorf an ausgebauter Straße(StraSenbahg) errichtet. Hupothek zugesagt, Gründstückspreis kann an 2. Stelle eingetragen werden. Interessenten mit mindest. 3000 Nük. Eigenkapital wollen sich melden unter O. O. 64796 Anzeiger— Wohnhaus(Mehrere gut er21 Zim., m. Bau=haltene, gebrauchte land, bei Bochum, billig zu verkauf. B. H. 9821 Anz. Bauplätze möglichst sofort zu zu verk. in Weitmieten gesucht.]mar und Stiepel. A. G. 480 Anzeig. G. K. 64797 Anz. Dame. alleinst. m. sich, Eink., sucht z. 1. 8. ein leer. sep. Zimm., Stadtmitte S. W. 64765 Anz. Alleinst.pen f. Dame sucht..9. od, spat. 1 gr. leer. Zimm. mit Abstellraum. A. J. 64769 Anz. Berufst. Frl. sucht leeres Zimmer. L. Z. 64725 Anz. Bauplätze billig, zu„verkauf. Bochum=Weitmar, Am Holtkamp 50. Aelt., ruhig,„Ehepaar sucht 2½—3 siehge lonte P. O. 64817 Anz. sucht Pol.=Beamt. familienhaus) zu f. sof, oder später. tauschen gesucht. E. St. 64756 Anz. L. K. 64793 Anz. Wer tauscht große =Zimm.=Wohn. m. Balkon. Pr.35 Mk., in Hamme, gegen 2 gr. Zimm., mögl. Stadtm..Ehrens.? R. R. 64785 Anz. Venzeudter Jüng. Akademiker, festangestellt, sucht z. 15. 7. 1935 ein möbliertes Schlafzimmer u. ein größ, leeres Zimm.(eig. Möbel) mögl mit Zentr.= Heiz., Nähe Alleestr. Gebrauchte Ang; m. Preisang. 2 Schräarke. O. P. 9811 Anzeig. u. Belbehüler Aufschnittmaschine zu verkaufen. Ausk. Anz.(64751 Netzanschl., 4 Röhren. 33er Mod., m. eingeb. dyn. Lautsp. umständeh, preiswert abz. Bes. ab Samst. mitt. 2 Uhr bei Engelhardt, Schaja=Vergrößerungsapparat für Rolleifler 4X4,neuwertig, bill. z. brk. Zu erfr. Hattinger Straße 116, 1, r. Motorrad RSU., 750 ccm, sehr zuverläss., für 95 MA, mit Licht u. 1Bosch=Lichtmasch., 6 Volt, f. Motorrad. bill. zu verrf. Boch.=Dahlhausen, Halfmannswiese 11 Eilt! Brüe. Soderm elektrisch. Licht, Ia Verfass., Barpreis 200 4, zu verkauf. Brack, Humboldtstr. 46, auch Sonntag v. 10—12 Uhr. Motorad 600 cm,.od.ohne Seitenw., bill..prk. Nehme auch l. Motorrad u. nützl. Sach. in Zahl. Albertst.27, I. Haustür.(64766 Achtung! Möbelfabriklager liefert,=ZimmerEinrichtung, besteh. aus 1 schweren Schlafzimmer und 1 Modellküche, üir gunr seh. Mart Einzelzimmer in all. Qualitäten zu den günstigsten Preisen. Ratenzahlung. Ehestandsdarlehen Schriftl. Aufr. an E. Rau, Bongardstraße 6, I. Etage. Neubau 1934, 1. Etg., neuzeitl. eingerichtet, im herrlichen Nethetal, Kr Höxter. Luttkurort, preisw. zu verm. R. V. 9804 Anzeig. Wer übernimmt P. R. 9813 Anzeiger Haus-. brunostückverwaltungen Vermietungen, Verpachtungen usw. übersimmt Fachmann. R. F. 64835 Anzeiger findet bei kl. Familie in Stievel gute Aufnahme.— S. S. 9957 Anzeiger Für den dortigen Bezirk suchen, wir Propagandisten (innen) für den leicht verkäufl. Artikel gegen Höchstprovision. Schriftl. Ang. an Haagmann Essen West, Spbelstraße 77. M. Damen- und Reresrchoen (od. Friseuse) und Lehrling sofort gesucht. (Dauexstellung.) Salon Großmaß, Blücherstraße 44. dr oder Reniner Zadchokal sofort zuvermieten. Näheres Frankgasse 1, I. Etage— el. Saherniobel im Hause Gußstahlstraße 7 per sofort zu vermieten.. Herm. Schniewind, Alleestraße 18. Ladenlokal mit oder ohne Wohnung, in bester Lage, zu vermieten. Näheres ab 16 Uhr:„Witener Straße 22.— Ein oder zwei moderne Fleischbrahe Würfel u. Glaspackung„OriginalHeßler“, GeneralVertried für verschied. Orte u. Bezirke sof. z. vergeb. Ang. u. J..1400 an Ala, Düsseldorf 24.(..10 (Matich) Bilanzsichere Buchhalterin für 2 halbe Tage wöchentl. zur Aussise gesucht. U. K. 64723 Anz. Zum Vertrieb von Backtüchern, Berufskleidg. Spritzbeuteln usw. Vertreter gesucht, die die Bäckerkansschäft bearbeiten.(a9827 Magdeburg, Schließfach 6. Kräftiger Reigersehrig. sofort gesucht. Georg Kern, Redemptoristenstr. 67. Balbrauie kähe Wilhelmspl zu vermieten. B. 1. Etage Nähe Wilhelmsplatz sofort od. später zu bermieten, H. L. 01010 Anzeige!. [Mod. eingerichtete Propagandistinnen für Haushalt=Universal: Maschinen sof. gesucht. Kein Spesengufwand, Wagen st. 3. Vers. Nur Damen des Fachs kommen in Frage. Zu meld. Sonntag, 7. Juli, v. 10—12 Uhr, od. Montag v..—3] Udr. Kaiser=Wilbelm=Str. 10, 1. Et. Zimmer, Küche u. But., Ehrens., z, 1. Okt. z. verm. S. B. 64851 Anz. Stadtparkviertel Graf=Engelb.=St.2, 7 Zimmer Küche u. Zubehör, zu vermieten. F. Umbach, Vergstraße. 125. Ordentl. Mädchen m. g. Zeugniss. f. kl. Geschäftsbausb.gesucht. Vorst. Tonntag zwischen 18 u. 20 Uhr. Auskunft Anzeiger.(64842 Telephon 67880. Part.=Wohnung, 5 gr. Räume, Winterg.,„Diele, Garage. Heizg., Licht u. Kraftstrom, geeian., für. gewerbl. Zwecke, Stadtmitte, I. 1. 8, 35 3. orm. part., 5 Zimmer. Diele, Bad. Balkon, 2 Keller, zum .Okt., Nähe Stadtpark, zu vermiet. A. B. 9829 Anz. Abgschl. 4 1/=.=1 (1. Etage). Näve Verw.=Akademie, z. 1. 10, an ruh. Familie zu verm. K. K. 64691 Anz. Näbe Bülowplatz schöne 1. Etage in gutem Hause, 4 Zimmer, Küche, Balton, Badezim., zum 1. Okt. frei. L. S. 1 Anzeiger. 9. und=ZimmerNeubauwohnungen Ausk. Anz.(64773 Am Dickmannsbof =Zimmer=Wohng. Nr. 16/20, Boch.= .einger. Bad, Zen= Weitmar, ab 1. 10. tralbz., 2. Etg.,./35 z. verm. Sämtl. 1. 10, zu vermiet. JZubebör, BadeKortumstraße 68. zimmer komplett. lam Wilhelmsplatz. Näheres Baustelle. So ein nettes Auto wär gar nicht übel! Onkel Emil weiß, wie er sich schnell und billig einen passenden Kleinwagen beschaffen kann: Eine kleine Anzeige im„Bochumer Anzeiger“— schon geht’s in Ordnung. Beispiele: Wenig gebrauchter Kabriolett steuerfrei, in nur 16 mm je 8. .28 881. günstig zu verkauf. Erforderlich 600 bis 800 Mark. S. S. 9816 Anzeig. LebensmittelGeschäist bill. zu verk. Erf. 2000 RM. Näh. Schließf. 66 Hauptpost Gelsenkirchen. Gutgeh. Lebensmittelgeschäft umständeh, sofort .verk. Wobn. kann ev. mitverm. werd. Ausk. Anz.(64844 Gebrauchte Küche, stänke, 1 Tisch u. 2 Stühle, bill. zu verkauf. 64794 Klosterstr. 7. part. Weiß. Schlafzimm. (bzw. Tochterzimmer) mit Marmor Lillig zu verkaufen. ., K. 64827 Anz. Speisezimmer, in Nußb., erstkl., Arbeit, 1 Büfett. 1 Bitrine, 1 Tisch, 6 Stühle m. Polster weit unter Rechnungspr. umigrzang valb. sof..verkauf. Bongardsir.6, I1.Ei. Saub. Bettstelle m. Matratze zu verk. Zechenstr.29,.Etg. Weiß. Bett.Matratze u. Unterbett bill. z. verk. OskarHoffm.=Str. 21..E. gebrauchte Mangel billig zu verkauf. Schmitz, Wittener Str. 101. Ein haltb. Schreibtisch„(Buchenbolz) ist billigst abzug. Emscherstr. 9, III. Herd. Badewanne und Bettgestell, zu verkauf. HorstWessel=Str. 47, III. Herd und Gaskocher zu verk Bochum, Taubenstr. 2. pt. r. Fleischtheke m. Aufsatz(Marmor),.30 m lang, Theke,.10 m (Marmor), Theken mit Linoleumbelag, persch. Größen, Regale, Reginriertasse usw. verk. Besichtig, Montag,..35. Wittener Str. 502. Eine Anzahl gebr. Ladenischund Flügel preiswert abzugeb. Pianohaus Marks Kaiser=Wilh., Str., Ruf 68575. Schrankgrammg: phon m. viel. sch. Platt. u. el. Bügeleisen(110.) billig zu verkauf. Ruppelstr. 15, pt. Nähmaschinen, neue zu günst. Zahlungsbed., gebr. v. 20 KK an. Revarat. gut u. bill. E. Bögge Dorstener Str. 22. Fahrräder. Gebr. Herr.= u..=Räder ilz.pri. E. Bögge Dorstener Str.: Eichen. Wohnansteschrnt neu. 115 breit, spottbill. zu verkf. 68.— Mark. H. Picht, Bochum, Viktoriastraße 23. Preiswerte Polntermöbel Chaiselongueg., 16, 19, 25, 28 Mr. Couches 28. 35, 42, 48 Mek. Schwere Mokettcouches,.25 lang, auf 45 Federn, 98.—, Mark. Ledertuchsofas von 35,— Mk. an. Alles Werkstatt; arbeit. Auf Wunsch Zahlungs=Erleicht. Nur i. Fachgeschäft Polstermöbel Westsalia, Bochum, Augustastraße 12. Generalvertretung Bernh. Lücking Hattinger Str. 65 Ruf 64629 Wenig Mangel Fahrräder Möbne Ausführung. nur Sow Ia Ausführung. Kurze, Brüderstr. Neumarkt.# 2 Herrenräder, fast neu. bill. 3. v. Alleestraße 16. Damen= u. Herr.= Fahrrad billig zu verkaufen. Breuer. Malteserstraße 34. Schreibmaschine für 25 RM. zu verkaufen. Arnold, Marstraße 17. Mod., gebr. Kinderwagen f. 10.4 abzugeben. Lang, Hattinger Str. 91. Gut erb. KastenKinderwagen preiswert, abzug. Seelbach, Hildegardstr. 6. Dunkelbl. Anzug für mittl. Fiaur zu, vk. Grabowfti, Hellweg 51.„Eing. Kreuzstraße. .30 General-Vertretung Motorsporthaus Herner Straße 22 SpezialReparaturwerkstatt JempoSsheiuse 1. Dreiradwagen 15 Ztr. Vierradwngen 20 Ztr. von höchster Dauerleistuns und doch sparzem im Beiried. u. R. Hithaus Bochum. Oskar-Hoffmann-Str.127..67311 1½TonnenChenrdiet-Plonsgen e leiset Lieferwagen günst, zu verkauf. Dorste Pectanibch aufarbeiten zu billig. Preisen Alex Wiokelmann Ciemenestraße 5 Werkstatt: Vorkstraße 42, Hof Dorstener Str. Ruf 63990. 97, mit Anhänger preisw., zu verks. Leibling, Hattinger Str. 67. Limousine, 4sitz., fahrbereit, billig zu verkaufen. E. F. 64810 Anz. I. Peseseslise e. Feinkostgesch, gut erbalten, bes. billig abzugeben. G. 1 Anzeiger. llg 2. Klavier schwarz, gut. Ton. 1. 280 Mi. abzug. Reuter, Vianobdlg. Elemensstraße 5, Verk.:—7 Uhr. Küten, Junghennen verschiedener Rassen Preisliste unverbindlich. Heinr. Hakenkamp, Möse=Mastholte 17 üb. Lippstadt(Wstf.) Neue Handkirre bill. zu verk. Näh, Buchhd. Langenstyg Hattinger Str. 20. Gutes Plerd (Pony),„Geschirr und Flachwagen, zu verkauf.(64780 Wils, Wiemelhauser Str. 386. Billiges Schweinesutter abzugeh. Hofsteder Str. 40. Breitdreicher mit Motor, 7½; PS, und Lederwalze zu verkaufen T. B. 64741 Anz. Mebr. sehr aut erhalt, Schiebkarren u. Steinrammer v. zu verk. Wiemelhauser Str. 203. Kauf=Gesuche) 2·3-Familienhaus mit Garten bei hoher Anzahlung zu kaufen esucht. Ausführliche Angebote unter kI. S. 64805 Anzeiter Gebrauchtes, Aut, erhaltenes Wohn- Oder Speisezimmer bei Barzahlung zu kaufen desucht. Angebote mit Preis V. S. 170 Anzeiser Gut erhalt. tentasetd ur auter Lage, bei größerer Anzahlung z. kauien gesucht. P. O. 64731 Anz. enthalt..—6 Zimmer u. Küche, gegen hohe Anzabl. zu kaufen gesucht. L. B. 64811 Anz. pen=Tiefbauwagen gesucht. O. T. 64825 Anz. Neue Küche geg. Lieferung ein. neuen oder gebr. Planos zu tausch, gesucht. L. V. 13 Anzeig. Frauenhaar kauft. Friseur Hollenbach Dorstener Str. 77. Gut erhaltener WaichlchenGier und Herrenfahrrad zu kausen gesucht. Ruf 81826. Gebr. Kleinwagen, am liebsten Diri, zu kaufen gesucht. B. S. 64849 Anz. Kleinwagen od. auch Dreirad sof. zu kausen ges. K. B. 64841 Anz. Radio Netzanschluß, zu kaufen gesucht. 3. A. 64807 Anz. Kaufe am Montag, d. 8..,„von 11 bis 11½ Uhr, jed. Posten Kanarien= weidchen, auch hähne. in Bochum, Königstraße 9, bei Lasch. Geschke, Essen, Seite 13 Nr. 136 7 Bochumer Anzeiger„ Samstag Sonntag,./1. Juli 1935 Aus dem Nachbargebiet Dei Tor in Anlag Zwei tödliche Anfälle in Witten Ein 62 Jahre alter Mann, der bei einem hiesigen Fuhrunternehmer beschäftigt war, stürzte am 30. Juni so unglücklich von einer Treppe, daß er besinnungs### liegen blieb. An den Folgen des Sturzes bruch) ist er drei Tage spater im Marienhospital gestorben. Auf dem hiesigen Eisenbahnausbesserungswerk verunglückte der Schweißer Franz Balken Harzen#gst, straße, am 4. Juli so schwer, daß er dem Acaiug##. tal zugeführt werden mußte, wo er kurz nach seiner Einlieferung starb. * Lastkraftwagen fuhr gegen Straßenbaum. Versagens der Steuerung fuhr am 4. Juli auf der Crengeldanzstraße ein Lastkraftwagen gegen einen Straßenbaum. Hierbei wurde ein Beifahrer durch Glassplitter im Gesicht verletzt. Er fand im Der Wagen mußte abgeschleppt hospital Aufnahme. werden. Stadt Wattenscheid Hochbetagt. Der Reichsinvalide Wilhelm Dobrzinski, Sommerdellenstraße 85, konnte am Freitag seinen 78. Geburtstag begehen. Er wurde geboren zu Niedenau (Kreis Neidenburg) in Ostpreußen. Seit dem Jahre 1878 ist er in Wattenscheid ansässig. Der Evangelische ostpreußische Arbeiterverein ehrt ihn als einen Mitgrunder und langjährigen Vorsitzenden. Außer seiner auch schon 75jährigen Ehefrau mit den acht noch lebenden Kindern können dem Hochbetagten 26 Enkelkinder und sechs Urenkel ihre Glückwünsche darbringen. Bund heimattreuer Ost= und Westpreußen. Die Ortsgruppe Günnigfeld hielt eine gut besuchte Versammlung ab. Nach Erledigung des geschäftlichen. les wurde der diesjahrige Ausflug, verbunden mir einer Abstimmungsgedenkfeier, auf den 14. Juli festgelegt. Acht Mitgliedern wurde die vom Bund für Verdienste in der Heimatbewegung verliehene Ehrennadel durch den Ehrenbeirat Knochler überreicht. Der langjährige Kassenwart Maczni erhielt die goldene Mitglieder Förster, Lendzian, Nowel, Karzowski, Diebowski, Mielewski und Lorenz Johann, wurden mit der silbernen Ehrennadel ausgezeichnet. Die Versammlung hat beschlossen, aus finanziellen Grunden von der Feier der Arbeitsgemeinschaft Abstand zu nehmen. Im Monat Juli fahren sechs Sonderzuge nach der Heimat. Auskunft und Anmeldung bei Otto Kamenski, Günnigfeld, Zur Ossenkuhle 31. Bestandene Prüfung. Der Friseurieorling Martin Kremer, Sohn der Witwe Kremer aus WattenscheidGünnigfeld, Aschenbruchstraße, bestand vor der Prüfungskommission in Münster seine Gesellenprüfung mit dem Prädikat„Gut“. Stadt Wanne=Eicke! Goldenes Vereinsjubiläum in Röhlinghausen. Sonntag feiert der katholische Albert=Arbeiterverein sein goldenes Vereinsjubiläum. Der Verein wurde im Jahre 1885 noch vor der Bildung der Kirchengemeinde St. Barbara, die erst im Jahre 1902 vollzogen wurde, gegründet und hat in den 50 Jahren eine bedeutende Rolle im katholisch=kirchlichen Leben der Gemeinde gespielt. Gegenwartig führt Henke den Vorsitz. Volkstanzabend der DAF.=Frauen. Donnerstag abend hatte die DAF. im Püttschen Lokale einen ausgezeichneten Besuch. Einleitend sang man schöne Volksweisen, % Hragoner, sie u. a.„Die blauen, Tchhoner, sie reiten... und ioch an Bord...“ Der Volkstanzkreis wartete dann mit schönen alten Tänzen auf. Kreisfrauenwalterin Frl. Dörnemann hielt eine Ansprache und knüpfte an die Ausführungen der Frauenführerin ScholtzKlink in der Dortmunder Westfalenhalle an. In der Grube zu Tode gedrückt. Der Maschinensteiger Wilhelm Huß, Shamrockstraße,,9, mu: im Grubenbetrieb der Zeche„Shamrock IIII. einem Kontrollgang von einer Grubenlokomotive erfaßt und zu Tode gedrückt. Man bringt der Frau und den beiden Kindern des Verunglückten herzliche Teilnahme eotgrgern. Wegen Motorraddiebstahls und Schwarzfahrens festgenommen. Am Donnerstag, gegen 14 Uhr, auf der Adolf=Hitler=Straße zwei junge Burschen mit einem Motorrad nebst Beiwagen betroffen, die nicht im Besitz der erforderlichen Papiere waren. Wie die Fe stellungen ergaben, hatte einer der Burschen das Motorrad gestohlen. Beide wurden festgenommen. Willkommen, ihr„Schwarzen Gesellen“! Heute und morgen weilen die Kameraden der ehemaligen pedobootsflottille und der 2. Zerstörerhalbflottille Flandern in Wanne=Eickel zu einer Wiedersehensfeier. General der Flieger Zander hat das Protektorat übernommen und sein versonliches Erscheinen zugetagt. Votlereienst der rogn Semenden # 109. Bekenptnisgemeinde.=Engelsburg. Sonntag, 7. Juli 1335. (Ohne Gewähr.) Sammlung für die Gesamtverbände der Evangelischen Frauenhilfe und Evgl.=kirchl. Hilfsverein in Potsdam. Christuskirche..45: Schneider, mit Vorbereitung u. Feier des hl. Abendmahls; 11.15: KGD., Matthieu; 15: Friedenstirche..30: Schmidt 2; 11: KGD., Winnacker; 12.15: Tauffeier, Lutherkirche..45: Matthien; 11: KGD., Schmidt 2; 12.15: Taufseier, Pauluskirche. 8: Matthieu:.30: Winnacker: 17.15: Schmidt 2. Johanneskirche. 11.15: Kindergottesdienst, Heinemann. Krankenhauskapelle..30: HeineHerberge zur Heimat: 9: Gemeindebelser Verewintel, gepeim) Ga Gug, 6. Bezirk(Gemeinveheim). So Ausflug des KGD.; 10: Gottesdienst Ruhrlandheim, Ehrenberg. Mo und Mi 17: Jungbibelschar. Mi 20: Bihelund Bekenntnisstunde. Do 20: Jugendbibelstunde. Fr. 20: Bibellesestunde: 20.45: Helferstunde. 7. Bezirk(Jugendheim)., Di 16: Katechumenen= und Konfirmandenmädchen; 19.30: Bibelstunde für die Wochengottesdienst: Do 20: in der Mi 20: Gemeindehaus am Moltkemarkt; Düppelstr. 25. Do 20: Vereinshaus, Fahrendeller 10. Bezirk(Wichernhaus). Di 19.45: Bekenntnisbibelstunde. Mi 20: Bibelbesprechstunde(Daniel). Do 20: Wochengottesdienst. Jugendschar Bochum=Altstadt. Mo Missionsgbend, Di Jugendbibelstunde. Landeskirchliche Gemeinschaft„Melanchthon“, Königsallee 163. So 14: Kinderstunde: 18.30: Evangelisations= stunde. Do 20: Bivelstunde. Jugendbund für entsch. Christentum, Konfirmandensaal Weilenbrink (Johanneskirche). Mi 20: Evangelisationsstunde.„cum 8. Stadtmission Bomum, Joachimstr. 8. So 14: Sonntagsschule; 17: Bibelstunde. Do 20.15: Bibelbesprechstunde. — Bochum=Engelsburg,„Apt Galu 20: Bibelstunde.— Bochum=Humise, Glückaufstr. 33: Fr 16: Bibelstunde für jedermann. Altenbochum. So.30: Frühgottesdienst. Brühmann;.45: Gottesoienst, P. Christiansen: 11: KGD., P. Christiansen; 12.45: Taufen, Sup. Niederstein; 14: KGD.=Ausflug. Mo 15.30: Bibelschar 1: 17: bibelschar. Di 18: Bibelschar 4: 20.15: Bibelstunde für die weibliche Jugend. Mi 20: Bibelstunde im Lutherhaus. Do 20: Vorbereitung zum KGD. Fr 15.30: Bibelschar 2; 17: Bibelschar 3. Wiemelhausen, Melanchihon: So 8: Bertelsmann;.45: Engelbert; 11.30: KGD. und Kirchentaufen.— ErnstMoritz=Arndt=Haus: Mi 20: Bekenntnisbibelstunde. Fr 18: Jungmädchenbibelkreis; 20: Helfervorbereitung.— Bergmannsheil: Di 19.30: Engelvert. .=Weitmar. So 8: Frühgoites: dienst, P. Sassenberg, anschl. Beichte u. Feier des hl. Abendmahls;.45: Hauptgottesdienst, P. Kraemer; 11: KGD.: 12: Kirchentaufen. Mi 20: Bibelstunde im Kindergarten an der Schützenstraße. Do 20: Gemeinschafts; stunde. Fr 20: Gemeindebibelsunge im Gemeindesaal neben der Kirche. — Blaukrenzverein Weitmar: So 15: Vereinsstunde.— Eppendorf: So 14.30: Evangelisationsstunde. Di 20: Gemeinschaftsstunde.— Bärendorf= Süd: So 17: Männerbibelkreis in der Schützenstraße(Kindergarten). Bekenntnisgemeinde Weitmar. So 9: Gottesdienst im Vereinshaus KarlFriedrich=Straße, P. Lindenschmidt; 10.15: KGD. im Vereinshaus KarlFriedrich=Str. Mo 20: Zusammenkunft der Schulgemeinde(Schöning). Mi 20: Bibelstunde im Vereinshaus Karl=Friederich=Straße. Do 20: Gemeinschaftsstunde im Gemeindesaal neben der Kirche; 20: Mädchenbibelarbeit in Eppendorf bei Sälzer, Talstraße; 20.30: Bibelarbeit für Mädchen in Weitmar=Mark. Fr 19: Bibelstunde in Eppendorf bei Schmitz; 20: Bibelstunde in Eppendorf bei Hill. .=Engelsburg. So.30: Gottesdienst, P. Volkenborn; 11: KGD.; 12: Taufen. Di 20: Stadtmission. Do 20.15: Vorbereitung zum KGD. Belennnisgemeinde.=Engelsburg. Frühgottesdienst an der Maarbrücke 8: Vikar Schroer: KGD. in der Martinikirche 8. Mi 20: Bekenntnisbibelstunde. Do 20: Vorbereitung KGD. .=Langendreer. Christuskirche: 10: Hauptgottesdlenst mit Kirchentaufen, P. Schmertotte(Werne); 11: KGD., P. Schmerkotte(Werne).— Paulus= kirche: 10: Hauptgottesdienst mit Kirchentaufen, P. Lichtenthäler: 11: KG2.— Kaltehardt: 11: KG2.— Krankenhaus:.45: Gottesdienst, P. Lichtenthäler.— Bibelstunden: Di 20: Wilhelmshöhe. Mi 20: Kaltehardt; 20: Dorf. .=Hordel. 8: Frühgottesdienst, P. Höfker; KGD. im Gemeindehaus fällt aus: 10: Hauptgottesd., P. Abendroth; 11.15: KGD. in der Kirche: 12.15: Taufen in der Kirche. Do 20: Bibelstunde im Gemeindehaus, P. Abendroth. Fr 20.15: Jugendbibelstunde im Kindergarten, Höfker. Gerthe. So.30: Hauptgottesdienst, Hardt(mit Taufen); 10.45: KGT. Mo 17: evgl. Jungmädel in Bethanien; 20: Bibelstunde für weibliche Jugend in Bethanien; 20: Bibelstunde für männl. Jugend im Konfirmandensaal. Di 7: Morgenandacht an der Kirche: 20: Bezirksbibelstunde für das Mittelfeld bei Presb. Cremer: 20: Bezirksbibelstunde für den Kray bei Nikulsky. Mi 20: Gemeindebibelstunde im Konfirmandensaal. Do 15.30: Bibelschar(Mädchen) in Bethanien: 17: Bibelschar(Jungen) in Bethanien. Fr 7: Morgenandacht in der Kirche: 20: Vorbereitung zum KGD. Sa 19.30: Gebetsstunde der Gemetnschaft. TrHhggtteahtant Bochum=Hamme. Frungonesoienst an der Maarbrücke 8: Vikar Schroer; Hauptgottesdienst in der Kirche.45: Vikar Schroer; in Wegescheid.45: Simon: KGD. in der Kirche 11.10: Kraemer; im Gemeindehaus 11.15: Bach: Taufstunde in der Kirche 14: Kraemer; im Gemeindehaus Bach. Bekenntnisbibelstunden: Mi 20: an der Maarbrücke und in Wegescheid: Do 20: im Gemeindehaus. Vorbereituig für den KGD. Fr 20: im Gemeindehaus. .=Harpen. 9: Beichte u. Abendmahl;.30: Gottesdienst, Paulmann: 10.45: KGD.; 11.30: Taufen. Fr 20: Bibelstunde im Gemeindehaus, P. Leich. Hiltrov. So.30: Gottesdienst, anschl. Beichte und hl. Abendmahl, Fortmann: 9: KGD.; 10: Taufen. Mi 20: Bibelbesprechung im Konfirmandenraum der Kirche. Hofstede=Riemke. So 8: Mühge: 10: mit Beichte und Abendmahlsfeier, Pitsch: 11.15: KGD., Mühge; 12: Taufstunde. Mi 20: Bibelstunde im Lutberhaus, Mühge. Fr 20: VorLeludTue... " Fereie Metr mehr. Denn der jetzt von Zeiss Ikon herausgebrachte Film PERNOX panchromatisch sorgt mit seinem weiten Belichtungsspielraum dafür, daß es bestimmt nachher schöne Abzüge gibt. Auch was im Schatten liegt, wird gut durchgezeichnet. Bei Vergrößerungen werden die Einzelheiten durch das äußerst feine Korn nicht zerfressen. Verlangen Sie PERNOX panchrom. und sehen Sie sich Ihre Aufnahmen auf PERNOX panchrom, daraufhin an, wie Ihnen dieser Film von Zeiss Ikon hilft, mehr gute Bilder zu bekommen. Meisteraufnahmen durch diese drei: Zeise Ikon Camera, Zeiss Objektiv. Zeiss Ikon Film! Der kal, Gememden 100. Tensie Oradiat gem hl. Dammunion Sonntag, 7. Juli 1935. (Ohne Gewähr.) Propstei. 6: hl. Messe,.45: hl. Messe mit Pred. und gem. hl. Kommunion der Männer und der 1. und 2. Knabenklasse;.45: hl.. Messe mit Predigt: 9: hl. Messe f. Gymnasium und Oberrealschule; 10: feierl. Hochamt zu Ehren Mariä Heimsuchung; ##=: bl Messe mi: Predigt: 14.30: u. Fr. 7 30: Miem eih)d un: Sy 8; bibelschar.— Weiblicyr Jugend Hofstede=Riemke: Mo u. Di 17.30: Jugendbibelschar. Mo 20: Jugendbibelstunde.— Weibliche Jugend Marmelshagen: Di 20: Bibelbesprechung. — Blaukreuzverein: So 15: Do 20. Stiepel. So.30: Gottesdienst in der Kirche: 10.45: KGD., Lohmeyer; .30: Gottesdienst im Lutherhause; 11: KGD., Husemeyer; 10: Gottesdienst in Buchholz; 11: KGD., Altena. Bibel= u. Bekenntnisstunden: Mi 20: im Lutberhause und am Schrick.— Torf: Jugendschar: Di 20. Frauenhilfe: Do 16: bei Gustav Kestermann. Frauenchor: Di 18.— Lutherhaus: Jugendschar: Di 19.30. Jugenddienst: Fr 20. Bibelschar: Mo 15: f. jüngere, 17: für ältere Knaben: Fr 15: für jüngere, 17: f. ältere Mädchen. Jungmütterkreis: Mo 20. Frauenchor: Mi 17. Kirchenchor: Do 20.— Buchholz: Jugendschar: Di 18. Frauenchor: Mi 17. KI WS Wa W M I Bochum=Langendreer. So„.15: Morgenwache;.30: Gottesdienst, P. Schilling: 11: Kindergottesdienst. Bochum=Werne. So 8: Frühgottesdienst, P. Schmerkotte:.45: Hauptgottesdienst mit Kirchentausen,„V. Menzel(Langendreer): 11.15: KGL.; : Bibel= und Gemeinschaftsstunde. Kreta. So 10: Gottesdienst; 11.15: Kindergottesdienst. Uemmingen. So 9: Beichte und Abendmahlsfeier;.30: Gottesdienst, Krombergi 10.45: Kirchentausen; 10.45: KGD. Mi 18: Bibelstunde im Bezirk Uemmingen. Do 20.30: Jugendbibelstunde in Querenburg. Fr 20: Bibelstunde in Laer. Linden. So.30: Bäumer; 11: KGD.; 12: Taufen. Mi 17: Tausen, Bäumer. Di 19.30: Bibelstunde für junge Mädchen. Dahlhausen. So 8: Neuhaus;.30: Neubaus: 11: KGD.; 12: Taufen. Do 20: Bibelstunde des Blaukreuz= vereins. Wattenscheid. Friedenskirche: 8: Frühgottesdienst: 10: Hauptgottesdienst: 15: Kirchentausen.— Alte Kirche: 9: masur. Gottesdienst, Gemeindehelfer Podzelny. Fr 20: Gemeindebibelstunde.— Kapelle zu Höntrop:.30: Hauptgottesdienst.— Gemeindebaus zu Leithe: 10: Hauptgottesdienst. Wanne. Christuskirche: 8: Frühgottesdienst. P. Bunte;.45: Hauptgottesdienst. P. Engel: 11.30: KGD.; 12.30: Taufe. Do 15.30: Tause.— Lutberkirche: So 8: masur. Gottesdienst, P. Liz. Naunin:.45: Gottesdienst, P. Bunte(hl. Abendmahl): 11.30: KGD.: 12.30: Taufe. Eickel. Johanneskirche: So.30: Frühgottesdienst. P. Kurras:.30: Hauptgottesdienst mit hl. Abendmabl, P. Reuter: 11.15: KGD., P. Kurras; 12: Taufgottesdienst, P. Kurras.— Evgl. Krankenhaus: So.30: Gottesdienst, P. Kurras. Günnigfeld. So.30: Gottesdienst, P. Koch: 10.45: Kindergottesdienst. 11.19. hr. Messe mit Predigt; Christenlehre mit Andacht u. Segen, danach stille Anbetung vor dem ausgesetzten Allerheiligsten: 20: Festandacht zu Ehren Mariä Heimsuchung. Teen.). Christ=König(Franziskanernoster). 6: hl. Messe ohne Predigt: 7: hl. Messe mit Predigt u. Gemeinschaftskommunion aller Männer der Gemeinde:.15: Kindermesse mit Predigt:.30: Hochamt mit Predigt; 11: hl. Messe mit Pred.; 14.30: Kinderandacht zu Ehren der Gottesmutter; 20: allgemeine Marienandacht mit Aussetzung und Segen... g#ag St. Marien..40: erste h1. Messe; .15: hl. Messe mit Predigt;.30: hl. Messe mit Predigt;.30: Hochamt mit Predigt: 11: letzte hl. Messe mit Predigt; 20: Andacht mit sakramentalem St. Joseph..15: hl. Messe;.30: hl. Messe mit Pred.; gem. hl. Kommunion der Männer;.45: bl. Messe mit Predigt: 10: Festbochamt zu Ehren der Muttergottes mit Predigt; 11.15: hl. Messe mit Predigt: 14: Christenlehre und Andacht; 16: Standespredigt mit Andacht für die Frauen und Mütter. St. Antonius..30: erste hl. Messe; gem. hl. Kommunion des Männer= apostolates, des Müttervereins; 8: Frühmesse mit Predigt; gem. hl. Kommunion der Mädchen;.30: Hochamt mit Predigt; 11: bl. Messe mit Predigt; 14.30: Andacht zur Mutter Gottes. Klosterkirche der Redemptoristen. 5 und 6: stille hl. Messen: 7: Singmesse mit Predigt; 8: Hochamt zu Ehren der Mutter Gottes; 9: Gottesdienst für die höh. Mädchenschulen; 10.30: voln. Gottesvienst; 16.40: Rosenkranz, Predigt und Segen für den Verein der hl. Familie.— An Werktagen: 6, 7, 8: stille hl. Messen. Montags 8: Segensmesse zu Ehren des hl. Gerhard; 20: Segensandacht. St. Meinolphus. 6: bl. Messe; 7; Gemeinschaftsmesse; 8: Schülermesse; 9: Abbolung des Primizianten hochw. P. Aug. Born vom Pfarrhause:.15: feierl. Primizamt; 11.30: hl. Messe; 20: Dankandacht. St. Johannes,.=Wiemelhausen. .30: hl. Messe mit gem. hl. Kommunion der Kinder der 1. Klasse sowie des Männerapostolates, des Männervereins und des Bergmannsund Arbeitervereins;.30: Frühmesse mit Predigt;.45: hl. Messe mit Predigt; 10: Hochamt mit Predigt: 14.30: Mutter=Gottes=Andacht mit Segen; 15.30: polnische Rosenkranzandacht mit Segen. Wallfahrtskirche.=Stiepel..35: Frühmesse: 10: Hochamt; 17: Andacht zur Mutter Gottes: 19: Complet.— Wochentags.15: hl. Messe. Dienstag 10: Hochamt. Mittwoch 14—18: Anbetung in gewohnter Weise. St. Liborius,.=Grumme..30: Gelegenheit zur bl. Beichte: 7: hl. Messe: 8: Austeilung der hl. Kommunion:.30: hl. Messe mit Predigt und gem. hl. Kommunion des Männerapostolates, des KnappenArbeitervereins und der 1. Knabenklasse: 10: Hochamt mit Predigt; 14.30: Andacht; 15: Taufe. Hl. Kreuz..15; Austeilung der hl. Kommunion: 7: hl. Messe mit mit Previgt, gem. hi. Kommunion des Männerapostolates, des Bergmanns= und St.=Josephs=Vereins; .30: hl. Messe mit Predigt;.30: Hochamt mit Predigt; 11: hl. Messe mit Predigt: 14.30: Andacht; 15: Tausen.„ 190 gl. Dreifaltigkeit Bochum..50: hi. Messe: 8: hl. Messe mit gem. hl. Kommunion der Männer und der Mädchenklassen: 10: Hochamt mit Predigt; 14.30: Christenlehre und Andacht; 18: Andacht für den Dritten Orden.„ 8 8 St. Franzistus,.=Weitmar. 6: Frühmesse:.30: Auszug der Wallfahrtsprozession nach Stiepel;.20: Austeilung der bl. Kommunion;.30: hl. Messe mit Predigt:.45: Hochamt mit Predigt: 10: Schulmesse mit Kinderpredigt; 11: hl. Messe mit Predigt; 16: voln. Rosenkranz; 20: Andacht.,. Sachlhansen„ St. Michael,.=Bahlhausen..30: Frühmesse mit Predigt, gem. hl. Kommunion der Oberklasse und des Arbeitervereins: 10: Hochamt mit Predigt: 15: Andacht.— Wochentags .10: Schulmesse. St. Engelbert,.=Dahlhausen. 7: Frühmesse mit gem. hl. Kommunion aller Männer und der Schulklassen 2 und 3:.30: Hochamt mit Predigt: 14: Taufen; 14.30: Muttergottesandacht. nahme der beiden Oberklassen: 10: Hochamt mit Predigt: 14.30: MutterGottes=Andacht; 15.15: poln. Rosenkranzandacht. St. Joseph,.=Hiltrop..30: Frühmesse mit Predigt und gem. hl. Kommunion des Müttervereins und der Mädchen des 4. und 5. Schuljahres; 10: Hochamt mit Predigt: 14.30: Andacht zur hl. Familie; anschl. Standesvortrag für den Frauen= und Mütterverein. a gauenharf„. St. Theresien,.=Wppenoorf. 7: Frühmesse zu Ehren des hl. Antonius: 10: Hochamt mit Predigt; 14.30: — Witwe,„feinsinn. gereift. Mensch, 50 Jahre, evgl., mit 13j.., aus bess. Kreis.(Vater Akademiker), als Westfälin s. zurückgez. a. Rhein lebend, ersehnt Ehe m. vorn., aufricht. Lebenskameraden in g. gesich. Lebensstell. Elegant. Heim vorh. Nur ernstgem., nicht anon. Zuschr..str. Diskr. Verm. verb. H. L. 9826 Anzeig. Fräul., evgl., Anf. — 30er, im Haushalt Christenlehre u. Segen; 17: Andacht serf., m. Aussteuer, mit Predigt. ssucht m. Herrn in Gertrudis, Watten cheid..30: hl.s sich. Stell. bekannt Messe;.30: hl. Messe mit Predigt: zu werd. zw. spät. hl. Kommunion der Männer;.30:] Heirat. hl. Messe mit Predigt, hl. Kommu=[W. Z 64702 Anz. nion der Kinder der Johannesschule; Suche für sof, für 8: hl. Messe mit Predigt für die mein. Haush, ein höh. Schulen:.30: Hochamt mit alteres Mädch höh. Schulen;.30: Hochamt Aussetzung, Predigt und sakramental. Segen; 11: hl. Messe mit Predigt; 14.30: Rosenkranzbruderschaft m. Aussetzung, Prozession und sakramental. Segen, anschl. voln. Rosenkranz; 15.15: hl. Taufen. Predigt und gem. hl. Kommunion der Männer;.30: hl. Messe mit Prediat und gem. hl. Kommunion der Mädchen: 10.30: Hochamt mit Predigt; 14.30: Andacht zur Muttergottes. Herz=Jesu,.=Hamme..20: Austeilung der hl. Kommunion:.30: hl. Messe;.30: Austeilung der hl. Kommunion; 8: hl. Messe mit Predigt: .50: Vochug: hait Predigt: 11: hl. Liebfrauen,.=Linden. Ab.15: Gelegenheit zur hl. Beichte:.50: Austeilung der hl. Kommunion an Jünglinge, Frauen und Jungfrauen; 7: hl. Messe mit Predigt, gem. hl. Kommunion der Männer, Gelegenheit zur hl. Beichte:.05: hl. Messe mit Ansprache für die Kinder, gem. hl. Kommunion der Kinder der unteren Klassen; 9: hl. Messe mit Predigt: 10.30: Hochamt mit Predigt; 14: hl. Taufe: 14.30: Andacht. Liebfrauen,.=Altenbochum..30: Frühmesse mit Predigt und gem. bl. Kommunion der Frauen;.45: hl. Messe mit Predigt u. gem. hl. Kommunion der Kinder aus der Josephsund Wilhelmsschule;.15: Hochamt mit Predigt: 10.45: hl. Messe mit Predigt: 14.30: Andacht mit Segen; 16.30: Mütterandacht mit Segen. Fronleichnam,.=Laer. Ab.30: Beichtgelegenheit:.30: Fruhmesse mit Predigt und gem. hl. Kommunion der Männer, insbesondere der St.=Georgs=Garde: 10: Hochamt mit Predigt; 14.30: Andacht: 15: hl. Taufe. St. Marien,.=Langendreer..30: hl. Messe; 8: hl. Messe mit Predigt; gem. hl. Kommunion der Männer= vereine, des Kreuzbundes sowie der Knaben des 4. und 5. Schuljahres; 10.15: Hochamt mit Predigt: 14.30: Andacht zu Ehren der Muttergottes. St. Bonisatius,.=Langendreer. 6: hl. Messe:.30: Frühmesse mit Gemeinschaftskommunion der Männer: 10: Hochamt mit Predigt; 14: Andacht. Herz=Jesu,.=Werne..45: erste hl. Messe;.15: hl. Messe mit Predigt, gem. hl. Kommunion der Männer und der Kinder des., 5. und 6. Schuljahres des Deutschen=Reichsund Harpener=Weg=Schule: 10.15: Hochamt mit Predigt; 14.30: Andacht; 15: Taufen. Hl. Geist,.=Harpen. 7: Frühmesse mit Predigt, gem. hl. Kommunion für die Männer und Jungmänner; 10: Hochamt mit Predigt: 14.30: Muttergottesandacht. St. Elisadeth,.=Gerthe. 7: hl. Messe mit Predigt, gem. bl. KomCeitsnige Gememden or(Ohnie Gewwähr.) Do 20: Bibelstunde. Dr Sv. Luty, Pren, Gahsensche Sir 146, tagsschule. To 20: Bibelstunde, Pred. stunde:„10.303, Sanzagsschufen, Mi chor. Do 15: Frauenverein: 20: Ju=[20: Bibernunve, Prco. Jansten.— gendstunde. Fr 20: Vorstandssitzung. Gemeindesaal.=Werne, Am Born 10: Ev.=luth.(altluth.) Gemeinden in So.30: Bibelstunde: 11: SonntagsZochum: 1. Kirche, Diberzirjega; So Pulgpzndgentd: Bibelstunde, Pred. So 2. Baptistengemeinde:.=Weitmar, .30: Predigt, P. Greve; 11: KGD. Am Steinknapp 56: So.30: Bibel11: Monatsversammlung des Män= stunde; 11: Sonntagsschule; 16: nervereins; 15: Gemeindeseier, Kir= Gottesdienst. chenchor=Jahresfest. Mi Bibelstunde, Beichte und hl. Abendmahl. Christlich=wissenschaftl. Vereinigung (Christian Science) Bochum, Rottdienst. Mi 20: Gottesdienst(Zeugnis= und werge. sunen aus abendversammlung). Flissee- Hohlsaume Webslieh und dergl. führen aus enst. Mei 20: Gotesdenst(Zeuonis. guh Wallirgon ern 99 Neuapostolische Gemeinde. Bochum, Gesenw. Spelln, Rällinger Sir. 89 Weinesche#.t. 7: e# Mi 20. älteres Mädchen oder Witwe ohne Anhang zw. Heirat O. R. 64693 Anz. Ig. Mann, Ende 30er, w..=Beksch. i. Alt. v. 28-40., zw. Heirat. Zuschr. mit Bild unt. R. 64666 Anz. Anonym u. Vermittl. zweckl. Reutenempfänger, 60., sucht die Beksch. einer ält. Dame od. alleinst, Witwe zw. spätt Heirat L. H. 64251 Anz. Witwer, 57 Jahre, evgl., gesund und rüstig. in gut. Arbeit steb., wünscht die Bektsch. einer Dame v. 40—50 J. (ohne Anh.) zw. baldiger Heirat. L. B. 64736 Anz. Schneidermeist., 60 Jahre,ev, alleinst., sucht Dame ohne Anh. gesetzt. Alt. kennenzulern, zw. So 9, 16: Mi 20. Straßenbahn-Haltestelle Sternstr. Wauvaumweg 58: Autobus-Haltestelle Bergmannsheil, Ruf 63438 -Jinden, Keste albt laufend weiter ab NMI 18— zum Preise von.. Mm. 1O, je 20 Zent., frei Haus. Auch Einzel-Zentner z. Preise von RM. 0,75 ab Zeche. Zeche St. Mathlas-Erbstolln Bochum-Linden, Holzstraße, direkt a. d. Verbandsstr. Tel. 81841 81096 PRGNC munion aller Männer der Gemeinde u. des polnischen Rosenkranzvereins; .30: hl. Messe mit Predigt: gem. bl. Kommunion der Kinder der Schule an der Gerther Straße mit AusRheinische Str .=Langendreer, So 9, 16: Mi 19.„.=Zinden, Kester kamp 49a: So 9, 16; Mi 19.30. B. Weitmar, Kellermannsweg 51: So 9, 16: Mi 20..=Weitmar, An der Landwehr 65: So 9, 15.30; Do 19. .=Riemke, Auf dem Dahlacker 42: So 9 16: Mi 19..=Gerthe, Am Südblick 8: So 9, 16: Mi 19..=Kornbarpen. Auf der Prinz 135: So 9, 16; Mi 20. Wanne=Eickel, Königstr. 21: So 9, 16; Mi 18..=Röhlinghausen, Füsilier= und Kurfürstenstr.=Ecke: So 9. 16: Mi 18..u0, Pallr 945 Freie evgl. Gemeinor, Koltstr. 340. So.30: Bibelbesprechstunde: 11: Sonntagsschule; 18: Evangelisations= versammlung. Mo 20: Chorvrobe. Di 20: Jugendstunde. Mi 20; Bibelstunde.— Gerthe, Gerther Str. 10. So 15: Predigt. Di 18.45: Bibelstunde. Evg. Gemeinschaft, Auferstehungskirche, Alleestraße 48: So 8: Uebung des Männerchors: 9: u. 18: Predigt und Feier des bl. Abendmahlg; 11:., uud gehr. stimmen, reparieren. A60.: 19: Jugendstunde: 15: in neu und Eghernisteren, teren, Witten, Augustastr.,54 Feier des hl. movernesteren. Abendmahls,#t#: Bsbelstunge, in pjano-Vieth, Bochum Hordel, Sechsbrüderstr. 6d: 20: Zibel=-Vlein, stunde in Wattenscheid, Bismarckstr. 34. Malteserstraße 21 Mi 20: Bibelstunde in Bochum, Allee Chaors. Do 20: nebung des Gem. Privatdetektiv Kirchlich=evgl. Gemeinschaftsverein„ Hüning, Kriminal=Wachtm. a.., Bochum, Adolfstr. 20. So 13.30; Po Bochum, Kortumstraße 93. saunenchor: 15: Gemischter Chor;#rmittlungen, Beobachtungen an allen 17.15: Evangelisation. Mi 15: Plätzen der Welt. Langjähr. praktische Frauenstunde. Do 20: Bibelstunde. erfahrungen. Beste Referenzen. Streng 1. Baptistengemeinde: Immanuels= vertraulich u. diskret. Telephon 66224 kirche, Hermannshöhe 21: So.30: Bibelstunde, Prediger Janssen; 11: Sonntagsschule; 16: Gottesdienst, Prediger Dr. Mundhenk: 17.30: Jugendstunde. Mi 20: Gebetsstunde, Prediger Dr. Mundhenk.—#e meindesaal Bochum=Bärendorf, woldhammer Straße 17: So.30: Bibelstunde, Pred. Dr. Mundbenk; 11: Sonntagsschule; 20: Evangelisation, Pred. Janssen. Do 20: Bibelstunde, Pred. Janssen.— Gemeindesaal.= Hamme, Hofsteder Str. 131: So.30: Bibelstunde; 11: Sonntagsschule; 20: sP. Keiral Schneiderin bevorz. B. A. 64758 Anz. Jungges., Ostpr., 40er, wünscht ruh., ehrl. Mädchen od. Witwe kennenzul. zwecks Heirat. Hausb. 3Z., gutes Einkomm. u. Ersparnisse vorhand. G. K. 64764 Anz. Jung. intell., strebs. Mann, Ende 20er, wünscht Einheirat. Erfahren durch jahrelange Praxis im Autobetr., sonstig. Unternehm.od. wo eine tücht. Kraft fehlt. Edeldenkende Damen werden um ihre voll. Adr. gebet. Verschwieg. Ehrens. W. L. 64813 Anz. Kaufs m Spezla vom Speziallsten Ruf 963 97, Rottstr., Nähe Kortumstr. 9 30; Hochamt mit Messe mit Predigt: 14.3 zur Muttergottes. Herz=Jesu,=Hordel. wiene: 8. ur, Messe Andacht hl. Messe F. Frrret.30: erste 8: hi. Messe mit Predigt: 10: Hochamt mit Predigt: 14.30: Andacht. St. Anna,.=West..30: Gelegenheit zur hl. Beichte; 7: hl. Messe mit Gesang und Predigt:.30: Kindermesse mit Gesang und Predigt: 10: Hochamt mit Predigt: 15: Tausen: 19.30: Muttergottes=Andacht mit Seaen. St. Franziskus,.=Riemke..15: dl. Messe, gem. hl. Kommunion des voln. Rosenkranzes;.15: bl. Messe W M W M Woen U Sh Kn a c Handwerker. 30., sucht Bekanntschaft ein. Mädchens zw. Heirat. 3. O. 64883 Anz. Eheanbahnung Einhr. all. Brauch., Wirtsch., Fabriken, Landwirtschaften, Beamtenpartien, biet. das für reell bekannte,vornehme Großinstitut mit viel. Dankschr. Gortand Zentrale Mülheim(Ruhr), Kettwiger Str. 35, Ruf 41605. Dortmund Kubstr. 17 u. weitere Filialen. Sprechz. a. Sonnt. Juchen Ne Abmechelung! Wollen Nie verreisen! Wegweiser ist Thace in allen Fallen der Anzeigentell des Jochune Naucger Seite 14 Nr. 156 7 Bochumer Anzeiger„ Samstag Sonntag,./7. Juli 1933 Nachrichten aus Groß=Bochum Ein Freubentag dei Iienisten Eröffnung des Kinderspielplatzes der NS.=Frauenschaft Bochum=Linden Vor einigen Tagen konnten wir bereits unserer Leserschaft von einem vorbildlichen Werk der NS.= Frauenschaft Bochum=Linden Mitteilung machen, das am vergangenen Mittwoch seine Weihe erhielt. Es ist ein ganz prachtvoller Kinderspielplatz des Kindergartens auf dem Lewacker, dessen Errichtung der unermüdlichen Arbeit der Frauenschaftsleiterin, Frau Burggräf, zu danken ist. Der nationalsozialistische Staat legt den größten Wert auf die körperliche Ertüchtigung und Gesundung der kommenden Geschlechter. Deshalb ist auch dieses Werk eine Tat, die allein aus nationalsozialistischer Verpflichtung geboren wurde. Dafür dankte auch im Namen der Kreisleitung der RS.=Volkswohlfahrt, die an dem Gelingen solcher Aufgaben im Interesse des Wohles unseres Volkes besonders interessiert ist, die Kreisleiterin der NS.=Frauenschaft, Fraue Goebbels, die damit den Platz seiner Bestimmung übergab. Es war Frau Burggräf eine große Freude, nach der Vollendung dieses wichtigen Werkes allen denen Dank abzustatten, die dazu beigetragen hatten, vor allem Frau Wolff und Baumeister Bube, die immer wieder Verständnis zeigten und Wege und Mittel fanden, den Erwerb und die herrliche Ausgestaltung des Platzes zu ermöglichen. Seliges Kinderglück der hier von aufmerksamen Kindergärtnerinnen und Helferinnen betreuten Kleinen, die sich auf den gepflegten Rasenflächen, in den großen Sandkästen und an den schönen Spielgeräten nach Herzenslust tummeln können, wird allen hochherzigen Gönnern Dank und Anerkennung sein. Weit über 100 Kinder waren in festlicher Kleidung mit Blumenkränzen und Hakenkreuzfähnchen erschienen, um mit ihren Eltern ihren Spielplatz in Besitz zu nehmen. Und bald hallte er denn auch wider von Spiel und Reigen, von Jubel und Lied, wozu die BDM.= Mädchen den Auftakt gaben, und woran sich auch die Alten beteiligten. Es war den Kindern ein Erlebnis, den Erwachsenen Befriedigung und Freude. NSDAP. Bochum=Linden. An der Beerdigung des Pg. Schiller nehmen alle Mitglieder der Partei teil. Sie versammeln sich am Samstag, 6. Juli, vormittags.45 Uhr am Trauerhause, Hattinger Straße Nr. 800. Anzug: Zivil.— Alle politischen Leiter der Ortsgruppe Bochum=Linden treten am Sonntag, 7. Juli, vormittags 11.30 Uhr an der Straßenbahn=Haltestelle Nüllmann an zur Teilnahme an der Gautagung. Abfahrt 11.38 Uhr. Anzug: Großer Dienstanzug, Tornister usw. dazu übergegangen, das Ganze mit einer Mauer einzufassen. Damit ist gleichzeitig ein Verkehrshindernis beseitigt. In gleichem Zuge wird die Von=WaldthausenStraße ausgebaut. Stadtteil Hamme Silberne Hochzeit. In aller Stille feierten am Freitag die Eheleute Wilhelm Schulze und Frau, Untere Gahlenschestraße, das schöne Fest der 25jährigen Ehegemeinschaft. Katholischer Jungmännerverein Dreifaltigkeit. Der Verein beschloß, am Sonntag, 21. Juli, einen Omnibus= ausflug nach Detmold zum Hermannsdenkmal zu unternehmen. Auch die Externsteine sollen bei dieser Gelegenheit besichtigt werden. Schwere Verbrennungen beim Mittagessen. Die Tochter der Familie Heinrich., Feldsieper Straße, erlitt am Donnerstag mittag beim Mittagsmahl schwere Verbrennungen. Das Mädchen war mit Pfannkuchenbacken beschäftigt. Von dem umherspritzenden glühend heißen Oel wurde es an der Brust, im Gesicht und an den Handen getroffen, so daß es sich sofort in arztliche Behandlung begeben mußte. Stadtteil Hoffiede=Marmelshagen Silberne Hochzeit. Das schöne Fest der silbernen Hochzeit feiern die auf der Dorstener Straße in Marmelshagen wohnhaften Eheleute Hermann Weber und Frau Johanna, geborene Pernitzki. Stadtteil Hordel Persönliches. Der Assistent an der Medizinischen und Nervenklinik der Universität Würzburg Dr. med. Karl Oberdisse habilitierte für das Fach der Inneren Medizin. 89 Jahre alt. Heute, Samstag, feiert die Heidackerstraße 38 wohnhafte Witwe Katharina Brunischewski, geborene Stempka, in seltener Frische ihren 89. Geburtstag. Sie wurde im Kreise Neidenburg in Ostpreußen geboren. Aus ihrer Ehe entsprossen zwölf Kinder, von denen heute noch sechs leben. Daneben bringen 41 Enkel und 30 Urenkel ihre Glückwünsche dar. Kanalisationsarbeiten. Umfangreiche Kanalisationsarbeiten werden zur Zeit am katholischen Kindergarten der Kolonie Dahlhausen ausgeführt. Gerihe seleli zAn Echahruses! Stadtteil Weitmar Männerverein Engelsburg. Am Sonntag unternahm der Männerverein mit 100 Personen per Autobus eine Fahrt durchs Sauerland. Um 6 Uhr früh ging es vom Vereinslokal Bauer ab. Durchs Ruhrtal hindurch, vorbei am Hohenstein bei Witten, über Wetter, Herdecke ging es nach Hagen, Hohenlimburg und Letmathe. Hier wurde in einem Gartenrestaurant das Frühstück eingenommen. Dann fuhr man zum Seiler See. Iserlohn, Hemer, Sundwig, Heinrichshöhle, Felsenmeer hießen die nächsten Stationen. Zu Fuß marschierte man nach Deilinghofen, von wo die Autos die Teilnehmer zum Hönnetal brachten. Hier wurde Mittagsrast gehalten. Dann ging es weiter zur Regierungsstadt Arnsberg. Durch den herrlichen Arnsberger Wald führte die Rückfahrt nach Breitenbruch zum Lokal Spindeldreher, wo der Kaffee schon wartete. Dann besuchte man den Möhnesee und die alte Hansestadt Soest. In Unna machte man auf der Heimfahrt nochmals halt und traf um 12.30 Uhr in Bochum wieder ein. Stadtteil Querenburg Drei Wohnhäuser im Bau. Auf dem Gelände der Laerheide entstehen augenblicklich wieder mehrere Wohnhäuser. Sie sind zum Teil schon bedacht, zum Teil im Aufbau begriffen. Stadtteil Altenbochum Aus der evangelischen Gemeinde. Die evangelische Männerwelt der Gemeinde Altenbochum war zu einer zweitägigen Freizeit im Querenburger„Ruhrlandheim“ geladen, wo Pfarrer Kalle(Essen) Vorträge über die Gründung der Kirche hielt. Als zweiter Redner sprach Pfarrer Strümpfel(Essen) über die Glaubensmacht des Gebetes. Liturgische Andachtsstunden gaben der Freizeittagung, die sich eines guten Besuches erfreute, eine sinnvolle Umrahmung.— Hinsichtlich der Vermdgens= und Kirchensteuerverwaltung der Kirchengemeinde Altenbochum werden die Rechte der kirchlichen Körperschaften fortan von der Finanzabteilung bei dem Evangelischen Konsistorium der Provinz Westfalen in Münster ausgeübt. Zur Durchführung der notwendigen Anordnungen ist Landgerichtsdirektor i. R. Unterhinninghofen in Bochum zum Bevollmächtigten bestellt worden. Aus der Liebfrauengemeinde. Der der Liebfrauengemeinde Altenbochum wohlbekannte Pater Stadermann aus dem Orden der Weißen Väter hat einen Ruf in die afrikanischen Missionen erhalten. Am morgigen Sonntag wird er sich im Rahmen einer schlichten Missionsfeierstunde, die im großen Saale des Vereinshauses stattfindet, von der Gemeinde verabschieden.— Am Sonntag, 14. Juli, ist die althergebrachte Pfarrwallfahrt nach Stiepel. Um.30 Uhr morgens erfolgt der feierliche Auszug aus der Pfarrkirche. Stadtteil Grumme=Böde Radlerin angefahren. Am Montag, dem 1. Juli, wurde an der Ecke Horst=Wessel= und Bergstraße eine Radfahrerin von einem Personenkraftkam zu Fall und erlitt leichtere Verletzungen, konnte jedoch nach Anlegung eines Notverbandes ihre Wohnung aufsuchen. Stadtteil Langendreer 200 Langendreer=Werner fahren nach Kassel. Zu dem am Sonntag in Kassel stattfindenden Reichskriegertag fahren etwa 200 Kameraden aus Langendreer=Werne. Stadtteil Werne Sauerlandfahrt der Evangelischen Frauenhilfe 3. Die Eoangelische Frauenhilfe 3 machte in acht großen Autobussen mit über 200 Frauen und Mädchen eine Fahrt ins Sauerland. Ueber Witten, Hagen ging die Fahrt nach Hohenlimburg. Im Schloßhof stimmte die frohe Schar einen Choral an, für welchen sich der gerade auf dem Schloß weilende Fürst Karl zu TecklenburgBentheim=Rheda mit freundlichen Worten bedankte. Dann stiegen die Teilnehmer wieder den Berg hinav, von wo aus die Autobusse sie nach Elsey brachten. Von hier ging die Fahrt über Letmathe nach Altena. Durchs Nettetal führte der Weg bis Dahle und hinauf zum Kohlberg, wo der Sauerländische Gebirgsverein das schöne Erholungsheim und das SGV.=Ehrenmal für seine im Weltkriege gefallenen Mitglieder errichtet hat. Zurück ging die Fahrt an der Lenne vorbei bis zum Harkortsee, von wo aus dann die Heimfahrt angetreten wurde. Das Alte stürzt. Nachdem die Stallungen und Wagenremisen vor dem Verwaltungsgebäude der Zeche „Robert Müser" dem Abbruch verfallen sind, ist man Am 7. Oktober 1900 wurde durch das Mitglied Wilhelm Kesten beim Gastwirt Hohage im damaligen Holthausen eine Versammlung zwecks Gründung eines Kriegervereins einberufen, welche von etwa 25 Personen besucht war. Der Verein wurde gegründet und erhielt den Namen Krieger= und Landwehrverein Holthausen. Durch Rundschreiben erklärten 63 Personen ihren Eintritt in den Verein, jedoch nach kurzer Zeit erkaltete das Interesse, und der Verein ging wieder ein. Erneut wurde der Versuch zur Gründung des Vereins am 15. September 1901 im Lokale Kénig in Holthausen gemacht, und zwar durch das Mitglied Bollmann. Diesmal erhielt der Verein ein festes Fundament, und durch zielbewußte und energische Arbeit des Vorstandes war die Existenzfähigkeit nicht mehr in Frage gestellt. Der Verein erhielt den Namen„Kriegerverein Holthausen". Am 13. und 14. Juni 1903 wurde das 1. Stiftungsfest in einem 800 Qudratmeter großen Festzelt gefeiert, wobei die Musik vom damaligen Füsilier=Regiment Nr. 39 in Düsseldorf gestellt wurde. Die Fahnenweihe wurde im Juli 1905 vorgenommen. Das innere Vereinsleben des immer mehr aufstrebenden Vereins nahm immer festere Form an. Bei dem großen Grubenunglück im Jahre 1912 auf Lothringen I/II verlor der Verein sieben treue Kameraden ,und zwar den langjährigen Schriftführer Paul Monno sowie die Mitglieder Adam Oehling, Emil Patzmann, August Panneitz, Gustav Duda, Gustav Hoffmann und Wilhelm Cremer. Infolge der Eingemeindung von Holthausen bzw der Holthauser Landwehr zur Gemeinde Gerthe trat der Verein unterm 13. Januar 1914 aus dem Kriegerverbande Dortmund aus und in den Kreis=Kriegerverband Bochum=Land ein. Die Mitgliederzahl des Vereins war ständig gewachsen und bis Ende des Jahres 1914 auf mehr als 100 gestiegen. Die Mehrzahl der Mitglieder folgten damals dem Rufe der Fahne, und die wenigen zurückbleibenden, meistens nicht mehr wehrpflichtigen oder reklamierten Mitglieder, bemühten sich nun im Dienste der Wohltätigkeit für die Kameraden im Felde und für deren Angehörigen in der Heimat. Auf dem Felde der Ehre blieben die Kameraden: Karl Cremer, Ernst Langhoff, August Niggemann, Gustav Salzmann und Nikolaus Schrottka. Im März 1915 erhielt der Verein infolge der im Vorjahre erfolgten Eingemeindung den Namen„Kriegerverein Gerthe=Holthausen". Nach Beendigung des Krieges und der Rückkehr der Feldgrauen wurde die Vereinstätigkeit wieder ausgenommen. In der Generalversammlung am 27. Juli 1919 wurde der Beschluß gefaßt, aus dem bisherigen Kriegerverein Gerthe=Holthausen einen Bürgerschützenverein zu schaffen. Den neuen Vorstand für den Bürgerschützenverein wählte man in der Versammlung am 3. August 1919. Der Verein huldigte nun mehr den Schießsport und veranstaltete wiederholt Hallenschießen mit Luftbüchsen. Im Jahre 1925 wurden die Satzungen von Grund auf geändert. Das Vereinsleben stand in voller Blüte. Ende 1925 zählte der Verein 282, Ende 1926 bereits 571 Mitglieder. Im Jahre 1926 wurde erstmalig ein großes Schützenfest mit Königsschießen und Weihe der neuen Fahne in Gerthe aufgezogen, denen 1928 und 1930 weitere folgten. Die Reihe der Schützenkönige setzt sich wie folgt zusammen: Nikolaus I.(Bauunternehmer Haase), Heinrich I. (Direktor Heiermann), Heinrich II.(Landwirt Schulte=Mausbeck), und Heinrich III.(Metzgermeister Kollmeier), der augenblicklich mit Trude der ewig Freundlichen(Frau Danne) die Regentschaft ausübt. Den Vorsitz im Verein führten seit der Gründung: W. Bollmann, F. Wolkewitz, W. Ortmeier, W. Gartemann, J. Hagelucke, Otto Kaiser und der jetzige Vereinsführer Rektor Gustav Lütz. Das Festzelt an der Heinrichstraße ist bereits für das Schützenfest 1935 errichtet, das am Samstag, Sonntag und Montag nach folgendem Programm gefeiert wird: Samstag abend um 18 Uhr: Zapfenstreich, Abholen des Königspaares, Parade mit anschließendem Festkommers und Jubilarehrung. Sonntag morgen um 6 Uhr Generalmarsch, .30 Uhr Abmarsch zum Königsschießen auf dem Scheibenstand Düppe. Dort Konzert, Proklamierung und Krönung des neuen Königs. Anschließend Rückmarsch zum Festzelt mit nachfolgendem Frühkonzert, Proklamierung und Krönung der neuen Königin. Nachmittags um 3 Uhr: festlicher Krönungszug durch Gerthe mit Königsparade. Anschließend Konzert und Ansprache im Festzelt. Abends findet im Festzelt ein großer Krönungsball statt. Am Montag nachmittag um 5 Uhr: Abholen des Königspaares mit Festzug und Parade; anschließend Königsball. Auf dem Festplatz herrscht an den drei Tagen große Volksbelustigung. Stadtteil Hiltrop Aus der katholischen Gemeinde. Die Familie Buchholz, die 18 Jahre hindurch mit großer Treue das Küsteramt verwaltet hat, ist aus dem Dienste der Gemeinde geschieden. Insbesondere hat sich Frau Buchholz durch ihren hingebenden Fleiß um die Betreuung der Kirche sehr verdient gemacht. Ihr wurde durch den Kirchenvorstand der aufrichtige Dank der Gemeinde übermittelt. Ueber die Neubesetzung der Küsterstelle wird der Kirchenvorstand in seiner nächsten Sitzung Beschluß fassen. Stadtteil Harpen Hohes Alter. Witwe Elisabeth Faulstich, geb. Horn, Kornharpener Straße 208, darf am Sonntag, 7. Juli, ihren 77. Geburtstag in beneidenswerter geistiger und körperlicher Rüstigkeit begehen. Sie wurde am 7. Juli 1858 zu Praach, Kreis Rothenburg a. d. Fulda (Hessen), geboren. Ihr Ehemann wurde ihr im Jahre 1912 im Alter von 60 Jahren durch den Tod von der Seite gerissen. Seit dem Jahre 1921 wohnt die Hochbetagte in Harpen, wo sie ihren ruhigen Lebensabend bei dem Invaliden Friedrich Lohmann verbringt. Volksfürsorge=Versicherungsgesellschaft, Rechnungsstelle Bochum. Die Gesellschaft hatte die Mitglieder von Harpen zu einer Versicherten=Zusammenkunft in das Lokal des Wirtes H. Krämer eingeladen. Der Organisationsleiter der Volksfürsorge Bochum sprach über „Erfolge der Volksfürsorge in den letzten Jahren". Ferner wurde noch ein Film„Säen und Ernten“ vorgeführt. Stadtteil Laer Reichsluftschutzbund. Heute abend findet um 19 Uhr in der Wirtschaft Heckmann, Wittener Straße, ein Appell aller Amtsträger der Abteilung Laer statt Die Schulungsfolge für die Untergruppe I(Schäfer) für stellvertretende Hauswarte der Untergruppe ist an folgenden Tagen: 9. Juli: 16 Uhr, Schulungslehrer Schmidt; 19 Uhr, Schulungslehrer Natzes, Schulungsraum Friedrichschule: 16 Uhr: 16 und 19 Uhr, in der Schillerschule; 23. Juli: 19 Uhr, bei Kuhweide: 30. Juli: 16 und 19 Uhr, in der Friedrichschule. Ab Donnerstag, 1. August, Beginn der Schulung für Brandwarte und stellvertretende Brandwarte. Ab ust, Beginn der Sc. 6. Juli 1415 wurde in Konstanz der tschechische Resormator Johann Hus, der als Rektor der Universität Prag seit dem 18. Juli 1410 wegen Ketzerei im Bann war, nach Urteil des Konzils verbrannt. 1887 wurde der vaterländische Dichter Walter Flex als Sohn eines Gymnasiallehrers in Eisenach geboren und nach vollendetem Studium Erzieher im Hause Bismarck. Hier schrieb er die Kanzlertragödie„Klaus von Bismarck", die Novellen„Zwölf Bismarcks“ u. a. über Gestalten aus der Bismarckschen Familiengeschichte. Da er als Kompagnieführer in den Kämpfen auf der Insel Oesel am 16. Oktober 1917 fiel, sind manche Dramen teils unvollendet geblieben, teils aus seinem Nachlaß herausgegeben, wie auch Anekdoten unter dem Titel„Wallensteins Antlitz“. Von seinen Kriegsdichtungen ist besonders das Prosawerk„Der Wanderer zwischen beiden Welten" bekannt. Seinen Geist kennzeichnet der Spruch auf dem schwarzen Granitkreuz des Friedhofs zu Oesel, wo er bestattet wurde: „Wer auf die preußische Fahne schwört, hat nichts mehr, was ihm selber gehört.“ 7. Juli 1455 fand in Altenburg der sächsische Prinzenraub des Ritters Kunz von Kaufungen statt, der sich für mangelhaft belohnte Dienste am Kurfürsten Friedrich dem Sanftmünigen rächen wollte, indem er dessen beiden Söhne Ernst und Albrecht, die späteren Stifter der beiden nach ihnen benannten Wettiner Linien, nachts aus dem Schlosse raubte Durch Aufmerksamkeit eines Köhlers im Walde gefangen, büßte er schon acht Tage später das Wagnis mit dem Tode auf dem Schafott in Freiberg. 1807 begann Napoleon in Tilsit die Friedensverhandlungen mit Preutzen, die am 9. Juli mit dessen Verkleinerung um die Hälfte endeten. Vergebens hatte sich die edle Königin Luise noch am 6. Juli zu einem Bittgang für Milderung beim Korsen überwunden, um wenigstens Magdeburg zu retten. Alle Landesteile westlich der Elbe schlug er zum Königreich Westfalen und die polnischen zum Herzogtum Warschau, zwei neuen Staatenbildungen, die nur bis 1813 Bestand hatten. 1815 war der zweite Einzug Blüchers in Paris, dem zwei Tage später die Verbündeten folgten. 1855 wurde der bayrische Heimatdichter Ludwig Ganghofer in Kaufbeuren geboren, 1881 Dramaturg am Wiener Ringtheater, lebte seit 1895 in München und starb am 24. Juli 1920 in Tegernsee. tellvertretende Brandwarte. Ab Dienstag, 6. August, Beginn der Schulung für alle Laienhelfer. 100 Jahlt Varker=Vulgerschüheneeren „.-.“-Muthherr Wie bereits im„B..“ berichtet wurde, feiert der Laerer Büxgerschützenverein am Sonntag, 14. Juli, sein 100jähriges Bestehen. Dese Hundertjahrfeier verspricht, nach den bisher schon getroffenen Vorbereitungen zu urteilen, ein wahres Volksfest zu werden. In der Schaufensterauslage des Schuhmachermeisters Julius Zimmermann, Am Kreuzacker 2, ist der prächtige Königsvogel zu sehen, der im Mittelpunkt des Königsschießens stehen wird. Seine Klauen umkrallen drei altertümliche Gewehre, die insofern ihre traditionelle Bedeutung haben, als mit ihnen auf dem ersten Schützenfest vor 100 Jahren die Königswürde ausgeschossen wurde. Auf dem Ehrentisch der Königsinsignien steht weiter das Bildnis des„alten Vaters Platzmann“, der im Gründungsjahr des Bürgerschützenvereins 1835 das Licht der Welt erblickte in dem Hause, das nahezu 100 Jahre die Versammlungsstätte des Jubelvereins bildete. Personalnachrichten Die Eheleute I. Baden, Taubenstraße, begingen im Kreise ihrer Familie und Anverwandten das Fest ihres silbernen Ehejubiläums. Justizsekretär Albert Schmidtpott, Roonstraße Nr. 19, begeht heute sein 25jähriges Dienstjubiläum beim Amtsgericht Bochum. Westsalen und Liheinervving Mit dem Rad gestürzt, überfahren und geteiel Dortmund, 5. Juli. An der Ecke Prinz=Friedrich=Karl= und Düsseldorfer Straße fuhr der 28 Jahre alte Wilhelm Ottke aus Dortmund=Kruke mit seinem Kraftrad gegen einen Lastkraftwagen. Ottke kam hierbei zu Fall und geriet unter die Räder des Wagens, die über ihn hinweggingen, so daß der Tod auf der Stelle eintrat. Nach Zeugenaussagen soll den Führer des Lastkraftwagens keine Schuld treffen. „Westfalen, das Land der Stauseen und Klelnsüase Ein Lichtbildwettbewerb Dortmund, 5. Juli. Der Landesverkehrsverband Westfalen hat sich veranlaßt gesehen, zusammen mit dem Sauerländischen Gebirgsverein einen Lichtbildwettbewerb auszuschreiben unter dem Motto„Westfalen, das Land der Stauseen und Kleinflüsse". Es soll der Versuch gemacht werden, durch diesen Appell an die Oeffentlichkeit alle Wassersportler und Freunde der Stauseelandschaft im Sauerland auf dieses Eigenartige und Einmalige aufmerksam zu machen und sie zu bewegen, dieses auf ihren Wanderungen im Lichtbild festzuhalten. Insgesamt sind 300 Reichsmark als Preise ausgewörfen, darunter ein erster Preis von 75 Reichsmark. Die Beteiligung steht jedem offen. Die Bildmotive dürfen nur aus Westfalen, dem Regierungsbezirk Osnabrück(südl. vom Mittellandkanal) und dem Land Lippe gewählt werden. Als Bildthemen kommen nur in Frage Landschaftsaufnahmen von den westfälischen Gewässern und Aufnahmen vom Wassersport auf und an den Gewässern. Die Bilder sind bis zum 1. November 1935 an den Landesverkehrsverband Westfalen e.., Dortmund, Stadthaus, einzusenden. Kraftfahrer fährt gegen einen Baum Tödlicher Schädelbruch Hagen, 5. Juli. Auf der Werringhauser Straße in Hagen ereignete sich in den Abendstunden ein tödlicher Verkehrsunfall. Als ein 25jähriger Motorradfahrer, der aus der Richtung Haspe kam, in die Minervastraße einbiegen wollte, fuhr er mit seinem Rad auf den Bürgersteig und prallte gegen einen Baum. Er erlitt einen Schädelbruch und wurde sofort dem Krankenhaus zugeführt wo er kurz nach seiner Einlieferung starb. Der Unfall ist vermutlich auf Alkoholgenuß zurückzuführen. 15 000 Eier auf der Landstraße. Donnerstag nachmittag ereignete sich in Lank bei Krefeld auf der Hauptverkehrsstraße nach Düsseldorf ein eigenartiger Verkehrsunfall. Ein Lastwagen, der aus dem Oldenburgischen kam, fuhr auf einen vor ihm fahrenden Personenkraftwagen auf. Durch den heftigen Anprall wurden sämtliche Kisten des Wagens, in denen 15 000 Eier versandt wurden, auf die Straße geschleudert, so daß sich Dotter, Eiweiß und Straßenstaub zu einem riesigen Eierkuchen vermischten. Opfer der Arbeit. Im Glühereibetrieb eines Werkes in Nachrodt geriet der Glühereiarbeiter Hermann Heyerhoff durch unglückliche Umstände unter einen Stapel Blechplatten, welche den Bedauernswerten erdrückten, so daß der Tod auf der Stelle eintrat. Vom Ruhrschnellzug erfaßt und getötet. Am Mittwoch mittag wurde der elf Jahre alte Heinz Lelgemann auf der Eisenbahnstrecke bei Kupferdreh von einem Ruhrschnellzug erfaßt und etwa 18 Meter fortgeschleudert. Der Knabe wurde auf der Stelle getötet. Aus der ASDAp. RS.=Frauenschaft Bochum=Griesendruch. Dienstag, 9. Juli, 20 Uhr: Pflichtabend bei Lotz, Königstraße. Erscheinen ist unbedingt erforderlich, da der Ausflug, der am Mittwoch, 10. Juli, stattfindet, zur Besprechung gelangt. Letzte Zusammenkunft vor den Ferien. * Verlegung der Geschäftsräume des Kreisberufserziehungsamtes in der DAF. Bochum Ab heute defindet sich das Kreisberufserziehungsamt der Deutschen Arbeitsfront Bochum in der Viktoriastraße 34, 2. Etage, Zimmer 8 und 9. Telephon=Nr. 61585. 9 Heute abend 10½ Uhr entschlief sanft und gott. ergeben nach langem. schwerem Leiden mein innigstgeliebter Mann, mein lieber Vater und Schwiegervater, Schwager, Onkel und Vetter Eisenbahnbetriebs-Assistent 1. R. Fieinfial Beckeis im 77. Lebensjahre. In tiefer Trauer: Wilhelmine Deckers#eb. Hilld Käthe Menningmann geb. Ernst Menningmann Bochum(Vorkstr. 25), den 4. Juli 1933 Kassel, Wiesbaden. Essen und Friemersheim Die Beerdigung findet am Montag, dem 8. Juli 1933. Sollte jemand aus Versehen keine besondere Nachricht erhalten haben, diene diese als solche Statt besonderer Anzeige Nach Gottes unerforschlichem Ratschluß starb plötzlich und unerwartet Donnerstag. 22 Uhr, infolge Gehirnschlages mein lieber Mann, unser guter Vater. Schwiegervater, Bruder. Schwager. Onkel und Vetter WIl im Alter von 59 Jahren. Um stille Teilnahme bittet im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Wwe. W. Schäfer Lina geb. Utermann nebst Kindern Bochum, den 5. Juli 1935 Bessemerstraße 19 Die Beerdigung findet Montag, den 8. Juli. 15.30 Uhr, von der Kapelle am Freigratendamm. aus statt. Trauerteier ½ Stunde vorher dortselbst Heute abend erlöste ein sanfter Tod meine liebe Mutter Prad Subiizrat Maria geb. Grimberg von langem, mit großer Geduld ertragenem Leiden im Alter von 67 Jahren. Frau Nlia Weisdorff geb. Marckhoff Bochum, 5. Juli 1935 Für die zahlreichen Beweise wohltuender Teilnahme beim so frühen Heimgange meines lieben Gatten, unseres guten Vaters danken wir herzlichst Frau Berta Glatz und Kinder Bochum, den 5. Juli 1935 Für die überaus zahlreiche herzliche Teilnahme beim Hinscheiden meines lieben Mannes, unseres guten Vaters sagen wir allen, besonders Herrn Pfarrer Winnacker für seine trostreichen Worte, auf diesem Wege unsern herzlichsten innigen Dank Familie Olga Zickler und Kinder Bochum, den 6. Juli 1935 M Bc etrterter AEE I ere e hce W TE W MINXT Die Beerdigung findet am Dienstag, dem 9. Juli, vormittags 9 Uhr, vom Trauerhause. Kaiser-Wilhelm-Straße 27, aus statt. Das feierliche Seelenhochamt ist im Anschluß an die Beerdigung in der Propsteikirche. So nimm denn meine Hände und führe mich Nach längerem, schwerem Leiden nahm heute nacht ½4 Uhr der liebe Gott meine treue Lebenskameradin, unsere nimmermüde, liebe Mutter. Schwiegermutter. Großmutter. unsere liebe Tochter. Schwester, Schwägerin und Tante, die Ehefrau Prleaa Augusts Seharmer geb. Lellesch nach einem Leben voller Sorgen und Mühen für uns, im Alter von 45 jahren, nach Empfang des heiligen Abendmahls, zu sich in den Himmel. In tiefer Trauer: Fritz Scharmer Richard Blüthgen Hildegard Blüthgen geb. Schwittek Hedwig Schwittek Helga und Christel as Enkelkinder Bochum-Weitmar..-Hamme, den 4. Juli 1933 Die Beerdigung findet am Montag, dem 8. Juli, aschmittags 3½ Uhr, von der Kapelle der Augusta-Kranken-Anstalt aus zum Freigrafendamm statt. Trauerfeier ¼ Stunde vorher. Allen, denen aus Versehen keine besondere Nachricht zuging. diene diese als solche 1010 UTTh TAG und NACH Ruf Mühlenstraße 10 BOCHUM Hildegardstr. 42 Elegante Wagen für Hochzeitergghgengiegnge am 16. und 25. d. M. Auskunft und Anmeldung Anton Apel, Elsaßstraße 5, Tel. 61007" Zentral-Büro Genieser, Kortumstraße 60, Tel. 690 72/73 Samstag, 20.15 Uhr: Autobus-Abendfahrt unter dem Motto: Eine Sommernacht bei Spiel und Tanz im Schloßpark Tanzspiele u. Gondel-Regatta. Abfahrt Wilhelmspl. Preis RM. 1,50 Anmeldung: Autobus-Zentralbüro R. GENIESER, Kortumstr. 60.— Ruf 680 72/73 Elltransporte, Umsüge, Gesellschaftsfahrten iehin Märkische Strabe 19, Elewigt Aut 62131 899 AUTO Segaus Castssss FanR Ruf 65454 Tag.Nacht m u. o. Fahrer Ruf 65454 Emscherstr. 27, Hermannstr. 43 Piano-, Flügel-, MöbelTRANSDORTE PIANO-DETEREIT Nachf. Paul Storoh Friedrichsburg 21, Ruf 61865 Umzüge, Möbeltransporte Fritz Spöler vorm. Spöler u. Müller Ruf 60070 Wittener Straße 50 Fahre Sonntag .30 Uhr Getriebefett Staufferfett, Hochdruckschmierfett, Getriebeöl, Treibriemenwachs liefert preiswert Karl Stemmer, Querenburger Str. 34, Tel. 61204 Lieserung von Ruhrkohlensandsteinpacklage. Für den Ausbau der Straßen in der Eigenheimsiedlung an der Essener Straße in Bochum soll die Lieferung von 750 chm Packlage aus Ruhrkoylensandstein vergeben werden. Die Verdingungsunterlagen können von der Straßenbauabteilung des Stadtbauamtes Bochum, Rathaus, Zimmer 370, bezogen werden. Die Angebote sind, mit entsprechender Aufschrift versehen, bis Montag, den 15. Juli 1935, 11 Uhr, bei der Straßenbauäbteilung einzureichen. Verspätet eingehende Angebote können nicht berückBochum, den 6. Juli 1935. Der Oberbürgermeister. Erd= und Befestigungsarbeiten. Für den Ausbau der Straßen in der Eigenheimsiedlung an der Essener der Straßenbauabteilung des StadtRathaus, Zimmer 370, bemit entsprechender Ausschrifst versetzen, im Orieingggh, 11 Uhr, bei der Straßenbauabteilung, gehende Angebote werden nicht berückBochum, den 6. Juli 1935. Sscy, Der Overbürgermeister. Zwangsversteigerung 14 K 2/35. Gemarkung Bochum, Grundbuch von Bochum, Band 10, Artikel Nr. 35, Flur 42, Parzelle Nr. 546/33, a) Wohnund Geschäftshaus mit Anbau und Hofraum, gr. 3,98 Ar, b) Stallanbau, c) Stallgebäude, straße 41. Eigentümer: Eheleute Kaufmann Ferdinand Miersewa und Emma, geb. Arnscheidt, in Bochum, Ferdinandstr. 41. Einheitswert nach dem Stande vom 1. Januar 1931: Versteigerungstermin am 20. Juli 1935, 10 Uhr, an der Gerichtsstelle, Viktoriastr. 14, Zimmer 52. Das Amtsgericht in Bochum. Zwangsversteigerung 14 K 86/33. Gemarkung Weitmar, Grundbuch von Weitmar, Band 2, Artikel Nr. 52, Flur 1, Parzelle Nr. 679/38, unbebautes Grundstück, Acker, groß 25,73 Ar, Flur 1, Parzelle Nr. 681/38, desgl., gr. 1,75 Ar, Flur 1, Parzelle Nr. 682/38, desgl., gr. 1,93 Ar, Normannenstraße. Eigentümer: Kaufmann Christian Ostermann in Bochum als Alleineigentümer. Einheitswert nach dem Stande vom 1. Januar 1931: 17646, RM. Versteigerungstermin am 20. Juli 1935, 10½ Uhr, an der Gerichtsstelle, Viktoriastraße 14, Zimmer 52. Das Amtsgericht in Bochum. Zwangsversteigerung 14 K 35/31. Gemarkung Bochum, Grundbuch von Bochum, Band 29, Blatt Nr. 1397, a) beb. Hofraum, Marktplatz 10, Geschäftshaus mit Hofraum, Marktplatz 10, Einheitswert nach dem Stande vom 1. Januar 1931: 148 300 RM. Eigentümer: Kaufmann Hugo Scherfig in Bochum. Versteigerungstermin am 7. September 1935, 10¼ Uhr, an der Gerichtsstelle, Viktoriastr. 14, Zimmer Nr. 52. Das Amtsgericht in Bochum. Zwangsversteigerung 14 K 28/35. Gemarkung Bochum, Grundbuch von Bochum, Band I, Blatt Nr. 42, Wohnhaus mit Hofraum, Herner Straße 42, Einheitswert nach dem Stande vom 1. Januar 1931: 49 400 RM. Eigentümer: Kaufmann Ernst Hermann Vogelsang in Bochum. Veriugstermin am 7 0 glaub' es ist das Beste ich gehe ohne Weste Dazu gehört aber selbstverständlich die fesche SSUree aus einem leichten Sommerstoff. Die Hose ist im Bund mit Gummizug gearbeitet und hiegt daher tadellos in der Taille an. Der Gürtel ist aus gleichem Stoft fest angearbeitet und ist man auch ohne Rock und Weste immer tadellos angezogen. Außerdem hat die Hose den modernen, weiten Schnitt und mit Uhr- und Gesäßtasche gearbeitet. Sie kostet: Beachten Sie Fenster Nr. 14 Koffer Taschen Mappen sowie a. Reparafuren und Ersatztelle Chem. Lederfärberei Kortumstr. 43 (Ecke Rottstraße) steigerungekerimnn um 4. Septem ber 1935, 10 Uhr, an der Gerichtsstelle, Viktoriastr. 14, Zimmer Nr. 52. Das Amtsgericht in Bochum. Leibbinden Gummistrümpfe Bruchbänder liefert Sanitäts=Drogerie Fischer Kortumstraße. Ecke Rottstraße. Kunsthandlung R. Mickaellen jetzt Bongardhaus (Ichuhhaus Böhmei) Grabenstrabe Rnzugstoffe zum Durchtragen für Sport, Reise und für jeden anderen Zweck. Ferner Damenstoffe in großer Auswahl. Tuchhaus Kart Holmann K. Viktoriastraße 5(am Rathaus) Ruf 61851 Von der Reise zurück! Dr. Kurt Bayer Viktoriastraße 41 part. Sprechstunden v.—11 u. 15—16½ Uhr Telephon 687 18 Füllhalter Füllhalter=Reparaturen führt schnell u. preiswert aus Bürobedarfs. Gesellschaft Theodor Heß& Co. Bochum Kortumstraße 39, Sammel=Nr. 63446 Undel BringenTreude Eine Wand ohne Bilder wirkt ungemütlich und kalt. Ein gutes Bild erhöht den Wert der Wohnung und zeugt von persönlichem Geschmack. Wir zeigen Ihnen gerne und unverbindlich unsere nicht zu übertreffende große Auswahl in gerahmten und ungerahmten Bildern. Einrahmungen in eigener Werkstatt sauber und billig. RahmentabrIk Habe meine Gragis nach Viktoriastr.9 verlegt Coblenzer Rechtsanwalt und Notar Bochumer C. Krusenbaum Humboldtstraße 22— Ruf 61903 Sie erweisen uns einen Gefallen, wenn Sie bei Einkäufen oder Bestellungen ausdrücklich auf den Bochumer Anzeiger Bezug nehmen. Besten Dank! Für die uns beim Heimgange meiner lieben Frau, unserer guten Mutter erwiesene Tellnahme sagen wir unseren herzlichsten Dank Erich Strathausen Helmut u. IIse Strathausen Dortmund, den 3. Juli 1933 Dame, bier fremd, nach Haltern. /28., gr., schlank, Abfahrt Westfalenhellblond, sucht,(platz. Hin= u. RückAnschluß ffabrt.20 Rm. # zwecks gem. Theater= und Konzertbesuche sow. anderer Geselligkeit. J. L. 64801 Anz. Während der Reisezeit nehme Franz Janke, Osk.=Hoffm.=St.(0, Telephon 62686. Fahre Sonntag, 7. 7. 35, 8½ Uhr, vom Westfalenplatz nach Haltern beetigger-Tone 4 Person 1,20 Mk. Vogel in Pflege.[Jos. Finger, Sool. Handlung Osrar=##men Rottstraße 15. 1 Straße 102 HoffmannStrüße 1Oz. Telephon 69416. Stalt Karten Für die uns anläßlich unserer Goldenen achsell eruisseren Auimerbeamkellen danken wir herzlich Früz v: d. Heyde und Frau W0 unge. Grage Steuerberatung Rechtsbüro Mühlenstr. 16 N. Rathaus. Tel. 61494 Weisse Brosche m. Bernstein verl. auf d Wege von der Rosenstr. b. Kronenstraße. G. Bel. abz. Kronenstr. 42.prt.lk. Die Leistung entscheider! verständlich vom Käufer stets bevorzugt werden. Sehodera Bauf! Tapeten, Linoleum, Teppiche, Stofte Fernruf 61351-52, Kortum str. 50, gegenüber d. Reichsbank fragen Ruf 61110— 81111 Die Rose sticht, wenn man sie bricht, Auch Sonnenlicht nicht seiten sticht... Ein Hühneraug' jedoch sticht schlimmer, Nimm„Lebewohl““, dann sticht es nimmer. und Lebewohla Bida) 4 Pl., erhihlich iun dpegersg. gie J9 tvien. Scher fd Suad. Drog B. Alrmitus. uggagre gahge, arien-Ogt. won 1: in Hofsteder Droterte W. Chapeller, Poststraße 5 Stadttheater Bochum Samstag, 6. Juli 20—23.15 Uhr Außer Vormiete u. NS.-Kulturgemeinde. Serie B: Hamlet Trauerspiel von William Shatespeare. Preise von .40 bis.40 Mk. Sonntag, 7. Juli 20—23.15 Uhr Außer Vormiete: Werbevorstellung Hamlet Preise von.40 bis.40 Mk. Montag, 8. Juli: Geschlosen Dienstag, 9. Juli, 20—22 Uhr, Vormiete B. 33: Hau- ruck Lustspiel von Vulpius u. Roberts. Mittwoch, 10. Juli: Geschlosen Donnerst., 11. Juli. 20—22.45 Uhr, Vormiete C. 33: Der Raub der Sabinerinnen Schwank von Fr. u. P. v. Schönthan. Freitag, 12. Juli, 19—21 Uhr 8. Schüler=Vorstell. Hau= ruck Karten im freien Verkauf von.30 bis 0,85 RM. Samstag, 13.Juli: Geschlossen Sonntag, 14. Juli, 20—22.30 Uhr Außer Vormiete Zum letzten Male! Krieg im Fiedten Lustspiel v. Moser und Schönthan. Preise von 0,30 bis.— RM. ARKHAUS BOCHUM Im Stadtpark Sonntan, den 7. Juli, vorm. 11—1 Uhr und nachm.-6 Uhr GStüchlachen Orchesten) Voranzeige Montag, 8. u. Dienstag, 9. Juli nachm. 4 Uhr und abends 8 Uhr Modenschau „Die Dame Im Freien“: Tanzpalast- zum ROSEHBERG .-Harpen Bes. W. Loebe e jeden Sonntag Tanr auf Bochums und Umgebung schönst. Parkett-Tanztläche Erstklassige Tanzkapelle! Cale Fuchs Grünewald Kortumstraße 30 Täglich ab 18 Uhr Konzert Restaurant, zun Wiesenlal“ F. Schmidt, Drusenberg-Wasserstraße-Ecke Jeden Sonntag ab 5 Uhr TANZ Tanzkapelle Hans Michalsk! Wo verkehrt Jung und alt Gaststatte Schäler, Ringstr. der angenehme Familienaufenthalt. Das gute Fiege-Bier Konzerthaus H. Strauch Bochum, Herner Str. 53 55 Jeden Samstag, Sonatag. Mittwoch Konzert und Tanz Kapelle Karl Brauns Große, schattige Gartenanlage (über 300 Sitzplätze). Bekannt guter Mittagtisch für.80 RM. Gaststätt.,„ Zum Randweiser“ Slischede Inh. Fritz Steinhaus Alt empfohlenes Haus Ein Idull im Grünen Die bekannte gute Portion Kattee mit reichlichem Zubrot. Guter Mittagtisch. Bel größeren Gesellschaften Anmeldung erbeten. Neuer Saal, schöne Gartenanlagen, 400 Sitzplätze, Bahnstation Asbek, an der neuen Bahnstrecke Witten West- Schweim. Telephon Gevelsberg 3802 Ruhrgarten Telephon Witten 3131 Jnh. Karl Von (direkt am Strandbad Bommern) Reslaurant Borbachschlöschen Witten-Annen Telephon 1993, Ia Kaffee und Kuchen- Bauernstuten gepflegte Getränke— Parkplatz Heute und am 13. Juli Rosenfest Im Gebirge Konzert, Tanz, Feuerwerk in den herrl. Anlagen des Ausllugslokals Kurhaus Vormholz Herbede Parkplatz für 150 Wagen# Kein Weinzwang Autobus Scharpey fährt 20.30 ab Wilhelmsplatz. 7 Anmeldung im Büro Fürstenhot Konzerkhaus Schiatel Gußstahlstraße 35 Samstag, Sonniag und Mittwoch Rheinische Abende mit Fanz Musik: Fräulein Friedel mit Ihren Künstiern Kürsckaur ant„Schuf Hattingen/ Neuer Inh. W. Reinolsmann Sonntag, den 7. Juli, Beginn 4 Uhr Künstlerkonzert mit Tanz im Freien, unter Leitung des Komponisten u. Dirigenten A. Hofmann Ia Bohnenkaffee.— Original-Bauernstuten. Großer Parkplatz.— Berungünstiger Wittezuns findet die Veranstaltung im Saale statt Philipp Bischoff ir. Bochum Tel. 679 37 Alleestr. 26 empfichlt sich für a und Kombinierte Besetzung in beliebiger Stärke. Erste Referenzen 7 Gefl. Angeb. erbeten Ehrenfelder Gierhaus Oskar-Hotfmann-Straße 55a □ Heute, Samstag und Sonntag Konzert u. Tanz Ia Damenkapelle Union-Palast-Gaststätte Otto Pauli Rottstraße 29 Tägl. geöffnet bis 4 Uhr morgens! „ die k Qualitäts-Zigarre Alleinvertreb KARL GUTKE Wilhelmstraße 11, Rut 66901 Sranchekundiger Vertreter, nur erster Verkäufer, gesucht. Bewerbung bitte schrittlich Garantieschein für 1 JAnn Bei Nichtgefallen Umtausch oder Geld zurück. TASCHENUHR RN..10 Nr. 3 Herrentaschenuhr m. geprüft., 33 stünd. deutsch. Ankerwerk, vern. RM. 2,10 Nr. 4 vers., Ovalbügel, verg. Rand RM..30 Nr. S m. bess. Wer k. kl., fl. Form R M..20 Nr. 6 Sprungd.-Uhr. SDeckel, verg. R M..50 Nr. öb m. besserem Werk RM. 6,90 Nr. 7 Damenuhr, st. vers., verg. Rd. R M..,60 Nr. 8 Armbanduhr.Lederriemen R M..50 Niekelkette RM. 0, 20. Doppelkette, vergold. RM. O. SO. Kapsel RM..20. Wecker, g. Messingwerk RM..80. Versand geg. Nachn. Katal. dratis. Jahresums. üb. 15 000 Uhren. 21 M KU Ladsemlientungen jetzt besonders billig! Valllant-Wandgasbadeofen Mk. 90.Kohlenbadeofen Mk. 68.Porz. emaill. Badewannen Mk. 68.Nur Markenfabrikatel PAUL WAGNER Viktoriastraße 51-53 0 Telephon 67906 RiformaBlutkreislauf-Tee verschafft ruhigen Schlaf, ist erprobt bei Verkaltung. Beklemmung, Atemnot. Herzklopfen, Kopfweh. Schwindel. Unfähigkeit klar zu denken, Gemütsverstimmung. auch harnausscheidend. Allein echt im Wörishofener Kräuter-Haus Reinhold Marnach, Bochum, Kortumstraße 51 Kummenohl im Volmeial Gaststätte Dienstuhl Ruf 361 Dahl-. Das beliebte Ausflugsziel derVereine u. Gesellschaften Bundeskegelbahn. Urlaubsfahrten im Luxus-Fernbus 16 Tage Ostsee 97.50 Grömi z, uis Bad der Sonzenseile Erholung schafft's und Lebensfreude. 8 Tage Unkel a. Rh. 38.In obigen Preisen alles eingeschlossen. Wochenweise Verlängerung möglich. Reiaussteilung Brussel 21. u. 22. Juli u. 4. u. 5. August 15.Heimatfahrten Nach Berlin und zurück. RM. 25.Nach Hamburg und zurück RM. 19.Nach Leipzig und zurück RM. 25.Nach Schlesien und zurück RM. 33.Nach Holland und zurück. RM. 11.Rechtzeitige Platzbestellung erbeten: Reisebüro Arnold, Bochum, Hellweg 51, Ruf 68680 Wer R. HeilandAstroh Inhaber: Wilhelm Astroh Bochum, Kortumstr. 120 An alle Fahrradkäufer 1935 Prespekt 65 enfordern, er bringt eine sußergewöhnliche Leistung. Zusendung kostenlos. E.& P. Stricker, Fahrradtabrik Brachwede-Bielefeld 428 Trinkt Schlör das beliebte Aptelgetränk Ai Snnrlehranger K RATTTT ESSEN am Rathaus werden Sie zuvorkommend bedient und von gewissenhaften Fackleuten beraten. Jie finden in 8 Stockwerken des Hauses eine Auswahl, die man mit Recht unübertrefflick nennt. Die Preise für kleine und große Einrichtungen sind scharf errechnet. Besuchen Sie unverbindlich Kramm, Sie sind begeistert. Alleinverkauf der deutschen WK-Möbel und der Gilde-Teppiche und-Stoffe im Ruhrland. Wenn Du nicht weißt, wie all der Schmier und wie das Oel soll ab von Dir. dann, Freund, auf alles andere pfeite. nimm nur die De.Jonsen-Jelfe: Fescher Hut% mit Blumengarni- L. 85 tur Feiser Frauenhut*) mit schöner Oar-.85 neiaar 4— Jugendl. Hut 2 passend zu jedem.65 Kleid wedischer Strohhut“ mit Bandgarnitur.-,5 Verkauf im 1. Stock Beachten Sie auch Fenster Nr. 32 Kortumstr. Bankdirektor a. D. Heinz Baecker Fernaprecher: Bochum 681 60 für Orts- und Fernverkehr.— Bochum, Farnstraße 48 Gothaer Feuerversicherungsbank a. G.— Gothaer Kraftfahrzeug-u. Transportversicherungsbank.-S. Hauptgeschäftsstelle Bochum Versicherungen aller Art Beim Lesen der Zeitung merken Sie Flimmern von den Augen und Kopfschmerzen. wenn ein Sehfehler vorliegt. Passende Augengläser beheben diesen Mangel sofort u. vermitteln deutliches Sehen (Brllen) eillen) Optiker Gillen Kortumstr. 104 Rut 67931 Lieferans sämtlicher Krankenkassen. Ziegelsteine sauber geputzt, ab unseren Abbrüchen Zeche Centrum UIII u. II Wattenscheid (Telephon Essen 43317 u. 40797) sowie -,-, winkel- u. Flacheisen in jeder Menge eb unserem Lager .-Katernberg.(Telephon Essen 20007 und 43317) billigst abzugeben. Westschrott Essen, Postfach 50 Garagen Wellblechbauten Fahrradständer Jagdhütten Siegener Akt. Ges. für Eisenkonstrukt, Brückenbau u. Verzinkerei Geisweid i.., Postf. 239 (95) Vertr.: Melnr. Müller, Dulsburg. Hansastraße 42, Teleph. 32800 Der nolteele-Nog lonnt sion! Einzeine Wehnzimmerbüfette in großer Auswahl.40 m breit 113.- M. 4 und 125.—.4 .60 m breit.... 143.-.4 und 150.-.4 usw. möbelhandlung w. Schrudde Bochum, Roonstraße 37 Altes reelles Geschäft NattabrikMähel Viktoriastraße 51 Sämtliche Nutreparaturen, wie reinigen, färben, fermen und garnieren, enger und welter mechen. Rut 64824 Fahrräder aus Deutschlands größhter Automobil- und Fahrradfabrik erhalten Sie nur beim Opel-Händler. Es lohnt sich, ihn aufzusuchen, denn Opel-Fahrräder sind von sprichwörtlicher Zuverlässigkeit, ohne viel zu kosten. Nur zu haben bei: Hans Scherzek, Wiemelhauser Str. 96 Ausruhen an einem schattigen Plätzchen, dazu das„Neueste“ aus der Heimat durch den „Bochumer Anzeiger“ das Ist Erholung! Sie können sich den B. A. überallhin nachschicken lassen. Sie zahlen dafür nur das Porto(außer der Bezugsgebühr) das macht für eine Woche.58 hierzu die Bezugsgebühr.65 zusammen also für eine Woche RM..10 BOCHUMER ANZEIGER SONNTAGS. SLAT —— * BOCHUMER ANZEIGER 6. Juli 1935 EA• fE I itten zwischen den östlichen Wohnvierteln liegt der große Volkspark und mitten darin § 52 der Kinderspielplatz, eine ausgedehnte Sandfläche mit Buddelkästen und Turngeräten und dem wundervollen Planschbecken. Das Beste an diesem Planschbecken ist das Floß aus spiegelglatt behobelten Bohlen, das man als Kriegsschiff benutzen kann, um die kleine, künstliche Insel zu erobern, die sich einen halben Meter über dem Wasser erhebt. Während des ganzen Sommers hören der Lärm, das Gekreisch, das Gelächter, der lustige oder ernsthafte Zank um dieses Floß und um die kleine Steininsel nicht auf.„„ Rings um den Platz herum, schon im Schatten der Kastanien und der mächtigen Pappeln, stehen die Bänke, deren Benutzung unentgeltlich ist, und die einzelnen Stühle für diejenigen Mütter, denen es auf die Gebühr von fünf Pfennig nicht ankommt. In dem Bereich der Fünf=Pfennig=Zone geht es bei weitem ruhiger zu als bei den Bänken. Die Kinderwagen, die hier stehen, leuchten und blitzen nur so vor weißem Lack und Nickel und Vornehmheit. Manchmal entsteht zwischen den Kindern ein Zank. Dann sind die Mütter sofort auf dem Plan, trennen die Streitenden, beschwichtigen, beruhigen und nehmen sie in ihre schützenden Arme. Der Friede ist stets rasch wiederhergestellt, denn es sind wohlerzogene und wohlbehütete Kinder in dieser FünfPfennig=Zone, die gewöhnt sind, sich darauf zu besinnen, was man darf und was nicht, was schicklich und was unschicklich ist, und sie wissen vor allem, daß man nicht laut sein und sich nicht schmutzig machen darf.„„„„„„ 4. 16 Dort, wo die Reihe der Mietstuhle zu Enve ist, sitzt abseits von den andern eine junge Mutter und liest ihren Roman. Es ist nachmittags, ein heller, warmer Juninachmittag mit flimmerndem Licht und einem leichten Wind. Die junge Mutter ist in ihr Buch vertieft, vergißt aber nicht, nach jeder Seite einen Blick auf ihren Jungen zu werfen, der vor ihr im Sande spielt. 944654 5 2. Er wirft kleine Erdyuger auf, Aalscht den Sand mit seinen kleinen, rosigen Händen fest und bohrt dann mit einem Schippenstiel in die Abhänge Höhlungen hinein. Es sollen wohl Burgen sein, was er da baut, denn an die Eingänge der Höhlungen stellt er kleine Holzstücke: das sind die Wachtposten. I. Er mag etwa fünf oder sechs Jahre alt sein und ist eigentlich schon zu groß, um hier zwischen den Kinderwagen unter den Augen der Mutter folgsam vor sich hin zu spielen. Er ist ein stämmiges Kerlchen, untersetzt, mit dickem, rundem Kopf und dunkelblonden, widerspenstigen Haaren. Seine Schenkel sind fest und prall. Gekleidet ist er wie ein Mädchen. Er trägt einen zarten, hellen Luftanzug, hübsche, bunte Sandalen und weiße Söckchen. Sein Benehmen aber ist gar nicht mädchenhaft. Er ist mit Hingabe bei seiner Arbeit. Er baut und stellt die Posten auf und wirft keinen Blick auf seine Mutter, die nicht vergißt, nach jeder Seite zu ihm hinzusehen, ob er auch artig ist und seinen niedlichen Anzug nicht verdirbt. Manchmal aber wird er abgelentt. Wovon eigentlich? Von dem Lärm ringsumher? Von dem Kriegsgeschrei, das aus dem Planschbecken kommt? Von dem lärmenden Kampf, der sich um das Floß und um die Insel entsponnen hat? Er sieht nicht hinüber. Er hebt nur horchend den Kopf. Seine Augen verlieren den gesammelten Blick, seine Brauen runzeln sich, und sein Gesicht wird unwirsch und unzufrieden. Dann haut er mit einer zornigen Bewegung die ganze, mühsam aufgebaute Burgenherrlichkeit zusammen. Wahrscheinlich weiß er selbst nicht, was ihm fehlt. In ihm ist eine Unruhe. Er läuft umher, steht unschlüssig da und zerstört seine Bauten endgültig mit den Füßen. Fast verächtlich besieht er die Trümmer. Was hast du denn?“ fragt seine Mutter zärtlich und legt ihr Buch für einen Augenblick weg. Er sieht sie an, läßt sich unter ihrem Blick gehorsam auf den Boden fallen und beginnt von neuem. Eine Weile geht es wieder. Dann muß er abermals aufhorchen... Um das Floß ist eine wilde Schlacht im Gange. Fünf, sechs Jungen haben es erobert, stehen auf dem kippenden, wippenden Boden und verteidigen es mit Heldenmut gegen die, die aus dem Wasser gegen sie anstürmen. Dann und wann klatscht einer ins Wasser, krabbelt sich wieder hoch, ein anderer steht schon an seiner Stelle auf dem Floß, behauptet seinen Platz mit Fußtritten und Faustschlägen. Es ist kein sanftes Spiel, sondern— eine herzhafte Rauferei. Man weiß nicht, ob dabei noch gelacht oder schon geheult wird. Der kleine Junge richtet sich auf den Knien empor und starrt hinüber. Er hat weite Augen bekommen, und seine rosigen Nasenflügel zucken. Er nestelt an seiner Bluse, stößt einen kleinen Ruf aus, der sich anhört wie der dumpfe Blaffer eines jungen Hundes, und steht auf. Seine Fäuste sind geballt. Drüben im Planschbecken haben ein paar besonders Kräftige das Floß an einer Ecke hochgehoben, und die ganze Besatzung rutscht ins Wasser. Der kleine Junge kreischt vor Vergnügen mit, und wie die neue Besatzung das Floß erobern will, da schnellt er sich vom Boden ab und rennt... Er stolpert, fällt, rafft sich auf, taumelt, rennt weiter, weiter, hinein ins Wasser, ins Gedränge, dorthin, wo der Kampf tobt. Seine Mutter fährt erschreckt auf, will ihm nach, sie hat keine Ahnung, was in den Jungen gefahren ist. Er zerteilt schon mit seinem Bauch das Wasser, daß es rechts und links zur Seite spritzt. Er stürmt auf das Floß zu, bekommt, als er gerade hinaufklettert, einen Hieb gegen die Schulter, der ihn umwirft. Da läuft seine Mutter ihm nach; aber sie kommt nur bis an den Rand des Wassers, bleibt dort stehen. hilflos, verstört, das Buch in der Hand. Sie ruft 7 Von Edmund Sabott hinter ihm drein, ruft seinen Namen, zärtlich, lockend, flehend. Er hört sie nicht. Prustend und schnaufend taucht er aus dem Wasser auf, schüttelt sich, und sein schöner bunter Luftanzug sitzt ihm klitschnaß um den kleinen, stämmigen Körper. Er sieht gar nicht mehr wie ein kleines Mädchen aus, denn sein Gesicht ist vor Eifer verzerrt, es flammt vor Schmerz und vor Kampfeszorn. Ihn erreicht kein Rufen mehr, kein Locken, keine Zärtlichkeit. Er sieht zwar noch einmal zurück, aber er erkennt seine Mutter nicht mehr. Und wie er von hinten einen zweiten Stoß bekommt, wie er, durch Erfahrung gewitzigt, seine Füße einstemmt in den Boden, da vergißt er sie ganz, reißt sich herum, stößt ein helles Gekreisch aus, umschlingt von hinten den kleinen, dicken Jungen, der ihm zuvorgekommen ist, zerrt ihn herunter, stößt ihn ins Wasser, gibt ihm noch einen Stoß mit der Schulter, damit der möglichst weit ins Wasser fliegt, und klettert selber auf die Planken, strampelnd, schnaufend, Tritte austeilend gegen die, die seine Füße packen wollen. Und dann steht er oben breitbeinig, die kleine Brust gewölbt, die Arme hochgeworfen— ein winziger, trunkener Sieger. Im nachsten Augenblick fliegt er wieder hinunter, von neuem muß er um sich schlagen und Tritte austeilen, um den Platz da oben zurückzuerobern, und er tut, was er kann, er kämpft, schlägt um sich, schreit, lacht, heult— alles in einem Atem. Die junge Mutter kehrt langsam zu ihrem FünfPfennig=Stuhl zurück und setzt sich nieder. Das nutzlose Buch liegt nutzlos in ihrem Schoß. Sie blickt auf die verlassenen Spielsachen, und manchmal glaubt sie, das wilde Sieger= oder Schmerzensgeschrei ihres Jungen zu hören. Ihr Herz ist schwer wie nie zuvor. Oh ja, er wird wiederkommen, geschunden, zerbeult, zerrissen, aber mit glänzenden Augen. Er wird zu ihr zurückkehren und ein Weilchen bei ihr ausruhen und seine Arme um sie legen wie sonst, aber er wird etwas ungeduldig aufsehen, wenn sie ihn küßt und halten möchte. Er wird wieder bei ihr sein, aber nie mehr wird er ihr ganz gehören und niemals mehr ganz und gar ihr eigen sein. Da draußen steht er auf der kleinen Insel, die er sich mit einigen anderen erobert hat, mit blitzenden Augen, bereit, sie zu verteidigen, und auf seinem Gesicht leuchtet ein Glück, so trunken, so jubelnd, wie sie es ihm nie hat geben können. Die unePunk. Cie, steht an einer Straßenecke, umlärmt vom Hasten der Tages, wie ein ruhender Pol in der Erscheinungen Flucht. Niemand weiß, wie alt sie ist. Das lebende Geschlecht hat sie von der Vergangenheit übernommen, ohne nach ihrem Ursprung zu fragen. Sie ist ein Stück Selbstverständlichkeit, ein Ding unter den vielen Dingen im Leben, die einfach immer da waren, die unbewußt in den menschlichen Gesichtskreis hineinwachsen, so unbewußt etwa, wie sich im Ohre des Kindes die Mutterlaute der Sprache festsetzen oder die Klänge der heimatlichen Kirchenglocken. Als die Menschen die Wasserleitung erfanden, kam die alte Pumpe aus der Mode. Zwar nicht auf einen Hieb. Man wirft ja auch nicht gleich einen Mantel zu den Lumpen, wenn die Mode einen neuen Schnitt austüftelt. Der Besitzer der Pumpe war alt und hielt zäh am Ueberlieferten fest. An der Pumpe insbesondere, weil sie ihm als ein Familienerbstück gewissermaßen ans Herz gewachsen war. Und dann sträubte er sich auch gegen das Leitungswasser aus Furcht vor dem Typhusbazillus. Er hatte nämlich gelesen, daß dieser menschenfeindliche Fremdkörper einmal durch die Filtrierapparate geflutscht war und eine böse Seuche ins Volk geworfen hatte. Zu seinem Leidwesen konnte er es nun nicht verhindern, daß man vor seiner Nase die Wasserleitungsrohre in die Erde legte, aber als Herr im eigenen Hause verhinderte er doch die Rohranlage im Zirkel seines Befehlsbereichs. Die alte Pumpe triumpyierte. Leider nicht lange. Der Besitzer der Pumpe starb und sein junger Sohn hatte nichts Eiligeres zu tun, als den Klempner ins Haus zu holen und den Leitungsanschluß herstellen zu lassen. 7 Skizze von Willi Lindner Damit war das Schicksal der Pumpe so gut wie besiegelt. Für den Innendienst des Hauses kam sie nicht mehr in Frage. Das Wasser für den Kaffeekessel und die Fleischtöpfe lieferten jetzt die blanken Messinghähne der Wasserleitung. Die Pumpe hörte die Wasserstrahlen auf die Topfböden springen und sprudeln und bekam aus Kummer darüber und vom Nichtstun rostige Gelenke. Und als am Samstag die Dienstmagd ihren Schwengel in Bewegung setzte, um Schrubbwasser für die Steinfliesen in einen schmutzigen Eimer zu pumpen, da kreischte die alte Pumpe so weh und heiser auf, daß es einen Stein hätte erweichen können. Die alte Pumpe wurde immer weniger benutzt. Da wurde es immer schlimmer mit den rostigen Gelenken, immer ärger mit dem heiseren Gekreisch. Und als dann eines Morgens eine neue Dienstmagd kam und dem jungen Besitzer der Pumpe erklärte, ihre zarten Nerven vertrügen das jämmerliche Gequietsche des altmodischen Pumpwerks nicht, da wurde auch das Schrubbwasser den gelben Messinghähnen entnommen. Jetzt stand die alte Pumpe ganz nutzlos und verlassen da, wie ein alter, arbeitsunfähiger Invalide. Der Holzkasten, der ihr Rohrwerk vor Frost und Regen schützen sollte, verlor ein Brett nach dem andern. Bis eines Morgens das Pumpwerk sein hüllenloses Gestänge nackt und mager in die Luft streckte. Jetzt fiel der Uebermut der Schulbuben über die alte Pumpe her. Sie turnten an dem Gestänge in die Höhe und warfen Konservendosen und Ziegelsteine in den Pumpenrumpf. Die Pumpe setzte sich zur Wehr, so gut sie konnte, und riß einem der Taugenichtse mit einem tückischen Nagel einen Winkelhaken in den Hosenboden. Zur Strafe dafür wurde der armen Pumpe eine Kette um Rumpf und Schwengel gezogen. Und auf die Kette wurde ein Schloß gehängt. Damit war jedem Unfug gesteuert, aber die Pumpe hatte nun auch endgültig aufgehört, eine Pumpe zu sein. Wortlos trug sie mer. Aber es ging ihr doch kreischend durch alle Gelenke, als irgendein Schalk und Spötter ihr Jammerdasein zu einem billigen Scherz ausnutzte und ihr ein Schild um den Hals warf, worauf geschrieben stand: Hier wird nicht gepumpt... Da kroch die alte Pumpe gramgebeugt in sich zusammen und sehnte den Tod herbei. Ihr einziger Wunsch war noch, dem Hause, dem sie jahrzehntelang in Treue gedient, einen letzten Beweis ihrer Anhänglichkeit geben zu dürfen, um nach dem Tode wenigstens nicht ganz ohne Liebe zum alten Eisen geworfen zu werden. Der Himmel schenkte ihrem Bunsche Gewährung.... g venhesitzers fpielte= Der dreijährige Bube des Pumpenbeseher# ielle eines Tages mit Streichhölzern und machte mitten in der Küche ein„Feuerchen". Die Flammen sprangen an der Gardine der Küchenbank in die Höhe und leckten gefräßig um die Bretter des Vorratschrankes. Es gelang ihnen auch, ein Loch in den Schrank zu fressen und sich auf die Petroleumkanne zu stürzen. Da gab's einen Knall, eine Stichflamme schoß hoch und im Nu brannte die ganze Küche lichterloh. Als die Hausbewohner auf den Brand aufmerksam wurden und erschrocken mit Löschgefäßen herbeieilten, da tanzten die Flammen gerade lustig von der hölzernen Wandtäfelung um den Messinghahn der Wasserleitung. 16644. „Wasser! Wasser!" rief die Hausfrau emsep# und rannte mit ihrem Buben ins Freie. Der Mann aber lief auf die Straße, löste die Kette vom Pumpenrumpf und riß dann mit solcher Wucht an dem eingerosteten Schwengel, daß die alte Pumpe wollüstig aufschrie und das gelbgewordene Wasser in armdicken Strahlen aus ihrem Spund herausschleuderte. Durch der Hände lange Kette flogen die Eimer und leerten sich über dem aufzischenden Brandherd. Die Flammen krochen zurück, duckten sich mehr und mehr unter den aufpeitschenden kalten Wasserstrahlen und sanken tot in sich zusammen, als sie sich eben anschicken wollten durch die aufgefressene Zimmerdecke ins obere Stockwerk zu springen. Die alte Pumpe hatte ihrem Besitzer das Heim gerettet. Stolz reckte sie sich auf in der mageren Nacktheit ihres eingerosteten Gestänges und fühlte neue Kraft durch ihre Rohre strömen. Und sie dachte nicht mehr an das Leid der letzten Monde und ans Sterben dachte sie erst recht nicht mehr. Wenn sie alle hundert Jahre ihrem Hause nur einmal so wie heute dienen dürfte, meinte sie bescheiden, so habe ihr Dasein Inhalt und Zweck. Der Besitzer der Pumpe. aver sagte zu seiner Frau:„Es geht doch nichts über die Klugheit, Barbara. Hätte ich die Pumpe damals abgebrochen, so wäre uns heute das Haus über dem Kopfe abgebrannt. Ja, ja, der kluge Mann baut vor, und doppelt genäht hält besser. Als der Zimmermann am nächsten Tage die Brandstätte ausbesserte, da kriegte die alte Pumpe eine neue Holzbekleidung. Und in die eingerosteten Gelenke wurde Schmieröl gegossen. Die Jahre gingen hin, Häuser wuchsen um die alte Pumpe auf; durch alle Wände krochen Wasserleitungsrohre. Sie aber steht noch immer an der Straßenecke, umlärmt vom Hasten des Tages wie ein ruhender Pol in der Erscheinungen Flucht... A K Stever-Ländschäft phot.: Walter Dallmann Aus dem„.-.“-Photo-Wettbewerb Son Fef..„ Pec— Den„genäkeurke — EZesant mit vienig Kugeen Nach 22jähriger Abwesenheit ist unlängst aus Ostafrika der dänische Freiherr Bror Blixen=Fincke, der als einer der besten Jagdkenner im schwarzen Erdteil gilt, für einige Wochen besuchsweise in der Heimat eingetroffen. Sofort nach seiner Ankunft war Blixen=Finecke von einem Schwarm von Zeitungsleuten umringt. Und man hatte Glück. Der Großwildjäger erzählte fast eine Stunde lang. Löwen vor der Kamera Ich habe erlebt, berichtete der Freiherr, was ich zu erleben nie geahnt und nie gewagt hätte. Ich habe auch mancherlei alte Ansichten korrigieren gelernt, Ansichten, die ich mir aus Büchern geholt hatte, Ansichten, die nicht einmal heutzutage aus allen Büchern den sind. Da wird beispielsweise gesagt, der Löwe sei eine der gefährlichsten Bestien. Ostafrika hat mich so oft eines anderen belehrt. Der Grad der Gefährlichkeit liegt bisweilen ganz wesentlich unter dem, was man als vielverbreitete Auffassung anzutreffen pflegt. Recht interessante Beobachtungen habe ich in der Serengeti=Steppe gemacht, die in der englischen Kenia=Kolonie gelegen ist Dieses Gebiet ist eines der bekanntesten Dorados für Filmerpeditionen. Bei Filmaufnahmen ging man von jeher so vor, daß man aus den Autos den Löwen große Fleischbrocken zuwarf. Auf diese Weise erreichte man, daß die Löwen ziemlich nahe an die Aufnahmeapparate herankamen. Bei solchem Verfahren kann es nicht verwundern, daß in der Seredenti=Steppe die Löwen nach und nach beinahe zahm geworden sind. Und noch ein anderes: Die häufigen Begegnungen mit den Filmexpeditionen haben im Kopf des Löwen mit der Zeit die imaginäre Vorstellung großgezogen, daß die Autos samt und sonders nichts anderes als Fütterungsvorrichtungen sind. Jeder, der heute mit seinem Auto die Seregenti=Steppe durchquert, erlebt das ungewohnte Bild, daß die Löwen sich oft scharenweise dem Kraftwagen nähern, nicht eben, um den Menschen anzufallen, sondern um die„fälligen“ Fleischbrocken in Empfang zu nehmen Wer zur Nachtzeit in diesem Gebiet mit seinem Auto Station machen muß, wird natürlich die gleichen Erfahrungen sammeln. Die Löwen sind immer da, wenn sie ein Auto sehen. Aber selbst in der Nacht kann der Löwe nicht zur Gefahr werden. Der Automobilist hat es nur nötig, das Licht des Scheinwerfers direkt auf sich selber einzustellen, dann wird der Löwe sich ganz bestimmt davon machen, denn der Löwe ängstigt sich vor den Menschen. Kommt also jemand nicht aus Jagdabsichten in die Steppe, dann hat er bei geschickter Anwendung des Scheinwerferlichts einen genügenden Schutz. Kritische Rugenblicke Unbeschreiblich gefährlich allerdings wird der Löwe, sobald er angeschossen ist. Dann schnurrt mit rasender Geschwindigkeit ein Film des Geschehens ab, für, den Worte und Schilderungen fast zu leer sind. Der Löwe geht momentan zum Angriff über Blitzartig springt er drauf los, blitzartig und entsetzlich gefährlich ist jede aber waren sprühend auf mich gerichtet. Der Rüssel des Tieres lastete auf meinen beiden Beinen, so bedenklich gering war der Abstand zwischen mir und dem Elefanten. Da ich mich gänzlich bewegungslos verhielt, nahm der Elefant wohl an, daß ich tot sei. So hatte ich das unerhörte Glück, daß der Elefant nach einer Weile wieder aufsprang und polternd davontrollte. Zagd auf dem Waller Auch die kühnsten und verwegensten Träume eines Großwildjägers in Afrika nehmen Form nud Gestalt an. Hier ist es, wie kaum anderswo in diesen Ausmaßen, ein Glück, Jäger zu sein. Ueberall Wild und nochmals Wild,— Wild in hellen Haufen. In Tanten, sind diese mit elastischen Gummibändern versehen. Auch bei der Krawatte herrscht in diesem Jahr die Farbenfreudigkeit vor, wenn auch nach den Grundsätzen des guten Geschmacks die Farben harmonisch aufeinander abgestimmt sein müssen. Sehr beliebt sind daher die Farben Grau und Braun in Verbindung mit Grün." ganjiken, in der Kenia=Zone, vom Kap bis zur Sahara, von der Ostküste bis zur Westküste, allüberall findet man Zebras, Büffel Gnus, Löwen, Gazellen und Elefanten in wahren Massen. Groß ist auch der Reichtum an Flußpferden und Krokodilen. Schon immer war es bei den Eingeborenen üblich, von kleinen Booten aus den Flußpferden zu Leibe zu gehen. Bei aller Tradition aber bleibt gerade diese Art Flußpferde zu sagen, die be.„,r porsizig Vraganknonf drohlichste. Immer wieder hat es sich bewiesen, daß die Der bernilte Kragenkhopt Flußpferde eine derartige Situation zu ihren Gunsten auszunützen wissen. Ganz plötzlich tauchen die Kolosse unter, arbeiten sich unter das Boot vor und werfen das Fahrzeug mit ungeheurer Kraft um, so daß samt dem Boot sehr oft auch der Jäger zugrundegeht. Kesbtatton der Ferrenmöde... „Polohemd hin— Polohemd her“, sagt ein Kunde. der in diesem Augenblick den Laden betritt und das Gespräch noch mitangehört hat.„solange es einen Kragenknopf gibt, wird man auch den Aerger mit seinen Oberhemden haben. Sporthemden mit angenähtem Kragen, wie sie die Polohemden sind. kommen im täglichen Gebrauch, bei der Arbeit, im Büro und auf der Straße, doch wohl noch vielfach zu teuer, da sie zu oft gewechselt werden müssen. Es müßte ein Oberhemd erfunden werden, das die Bequemlichkeit und hygienischen Vorteile des Sporthemdes mit der Wohlfeilheit Müllen wir Männer weiler schwüzen?— Der Kurmangrin gegen den Kragenknopf womöglich noch den Kragenknopf überflüssig macht““ Nicht als„Dandu“,— sondern zweckmäßig und bequem „Die Mode hat sich in den letzten Jahren“, sagt Ralph Arthur Roberts, einer der bestangezogenen Männer auf der Bühne und im Film,„mit einer gewissen zwingenden Naturnotwendigkeit entwickelt. Während es früher darauf ankam, ohne irgendeinen erkennbaren Anlaß Neues zu bringen, sind heute in der Herrenbekleidung die Grundsätze der Zweckmäßigkeit und Bequemlichkeit maßgebend. Der Sport mag zu dieser Entwicklung ein gutes Teil beigetragen haben. Es ist noch nicht allzu lange her, daß der Anzug der neuen Mode stets in direktem Gegensatz zu vorhergegangenen stehen mußte, so daß es nicht möglich war, einen Anzug entsprechend abzuändern und dann weiterzutragen. Hatte man z. B. in einem Jahre breite Revers am Rock, so mußten es im nächsten unbedingt ganz schmale sein. Trug man zuerst weite Hosen mit Aufschlag, so konnte man fest darauf rechnen, demnächst mit engen Hosen ohne Aufschlag überrascht zu werden. Und soviel Geld für ständigen Modewechsel haben wir schließlich alle nicht...“ Bewegung des verwundeten Tieres. Es ist alles unberechenbar in diesem Stadium und der Jäger muß jeden Nerv in der Gewalt haben. Auch bei einem angeschossenen Büffel kostet es überaus viel Kaltblütigkeit, wenn ein Jäger die Situation bestehen will. Noch gefährlicher jedoch als die Löwen= und Büffeljagd, bleibt die Jagd auf den Elefanten. Sie bringt zugleich den Reiz, auch die am weitaus spannendste zu sein. Bei der Elefantenjagd kommt es in erster Linie darauf an, die für den Jäger günstigsten Terrainverhältnisse ausfindig zu machen. Nur wenn sich der Jäger der terrainmäßig günstigen Chancen versichert hat, kann er auf größten Vorteil rechnen. Da darf auch ein tagelanges. Suchen und Abwägen nicht verdrießen. So vergehen gerade bei der Elefantenjagd fast immer einige Tage, bevor es überhaupt möglich ist, zu einem Schluß zu kommen. Es ist gar nicht mal eine Seltenheit, daß Elefanten in Herden von vier= und fünfhundert Stück auftreten, zuweilen sogar kann man Elefantenherden von neunhundert und tausend Stück begegnen. Der Großwildjäger, der gute Beute machen will wird darauf ausgehen, die Elefanten mit den prächtigsten und größten Stoßzähnen aufzuspüren. Es kann oft viele, viele Stunden kosten, bis man sich an wirkliche Prachtexemplare herangemacht hat. Und trotzdem kann ein ungünstiger Zufall noch in letzter Minute alles vermasseln und den Schuß verleiden. Häufig genug tritt der Fall ein, daß der Jäger von einigen Männchen gewittert wird, die die übrigen Elefantenmännchen noch rechtzeitig auf die drohende Gefahr aufmerksam machen. Von 40 Rugeln verwundet Einer der berühmtesten Elefanten, der bis heute noch immer nicht zur Strecke gebracht ist, haust im Gebiete des früheren Deutsch=Ostafrika. Seine Stoßzähne haben ein Gewicht von schätzungsweise einem Zentner. Auch sonst ist jener Elefant ein Unikum. Man erzählt, daß er bisher nicht weniger als vierzigmal den ist. Obwohl er die vierzig Kugeln noch immer mit sich umherträgt, hat seine alte Kaltblütigkeit und seine Lust am Umherstreifen kaum etwas eingebüßt. Hat man den„Alten“, wie der Elefant überall genannt wird, heute an einem bestimmten Punkt angetroffen, dann kann man mit Bestimmtheit damit rechnen, daß der „Alte“ am nächsten Tage in einem Steppengebiet auftaucht, das 25 und 30 Meilen weiter entfernt liegt. Ein Zeichen also, daß der„Alte“ nach wie vor sehr mobil ist, wiewohl er an einem Vorderbein infolge einer Schußverletzung schon seit langem hinkt. Vor einigen Jahren geschah es, daß ein Jäger den„Alten" tatsächlich an einer der empfindlichsten Stellen traf. Als der Jäger dann aus allernächster Nähe sein prachtvolles Stück Beute besah, verfiel er angesichts der bezaubernd schönen, riesigen Stoßzähne minutenlang in einen förmlichen Zustand der Verzückung. Wie der überglückselige Weidmann aber sich endlich wieder von seinem Gefühlsrausch erholt hatte, war der Inbegriff seiner Glückseligkeit— verschwunden. Der„Alte“ hatte sich inzwischen davongemacht, und der Jäger zog ein erschreckend geistloses Gesicht. Die warme Jahreszeit erweckt auch in den Herren der Schöpfung das Interesse an der Mode und ihren vielgestaltigen Erscheinungsformen. Wenn auch die Mode im Leben des Mannes nicht denselben Raum einnimmt wie im Dasein der Frau, so ist sie doch für den Mann eng verknüpft mit dem Gedanken einer endlichen Reform der unpraktischen, wenig zweckmäßigen und unhygienischen Herrenbekleidung. Wir haben eine Umfrage unter Fachleuten veranstaltet, deren Antworten wohl keine grundlegenden Umwälzungen, jedoch verschiedene bedeutende Verbesserungen in der Herrenmode erkennen lassen. Keine Lelektrischen Anzüge“ mehr Der Syndikus des Reichsverbandes für deutsche Herrenmode, Dr. Walter Menningen, macht zu dem Thema folgende Ausführungen: „Die seit hundert Jahren übliche Dreiteilung des Anzuges in Rock, Hose und Weste unter eventueller Weglassung der letzteren im Sommer wird wohl auch in Zukunft beibehalten werden. In Wegfall kommen dagegen die übermäßig starken Watte=Einlagen in Brust und Schultern, die seit der Inflation in mehr oder minder ausgeprägter Form zum modernen Anzug gehörten. Im Volksmund hießen diese Kleidungsstücke „elektrische Anzüge“ wegen der„drei Kilo Wattle)“ die oftmals allein auf den Schultern lasteten. Außerdem wird der Sakko diesen Sommer länger und etwas weiter getragen, wodurch erhöhte Bequemlichkeit erreicht wird. Diese wird gewährleistet durch die Einarbeit von Längsfalten vor dem Armloch auf Brust und Rücken. Die Hose ist nur in den Hüften eng, sonst jedoch voll und weit, sowie auf dem Schuh leicht anliegend wodurch der Gesamteindruck der Natürlichkeit und Ungezwungenheit im Anzug noch erhöht wird. Diese beton: deutsche Herrenmode ist sogar auf dem besten Wege, sich das Ausland zu erobern, obwöhl jedes Land auch in der Mode seine nationalen Eigenarten hat. Der „Reichsverband des deutschen Schneiderhandwerks“ ist natürlich bestrebt, diese Entwicklung, wodurch sich auch neue Exportmöglichkeiten ergeben, mit allen Mitteln zu fördern. Demnächst werden daher wieder sechs Kolonnen unter Führung geeigneter Fachkräfte in Reisen durch ganz Deutschland und 500 Kursen, die mit einer Modellschau verbunden sind, den Gedanken eines eigenen deutschen Modestils auf der Grundlage einer ausgesprochenen Qualitätsarbeit in weitesten Volkskreisen verbreiten helfen.“ Vom Schiller- zum Tolohemd „Wie beim Anzug“, erzählt der Inhaber eines großen bekannten Wäschegeschäfts,„sind auch in der Herrenwäsche Farbenfreudigkeit. Bequemlichkeit und sportliche Note heute Trumpf. Das Schillerhemd wird nicht mehr getragen. An seine Stelle ist das sogenannte Polohemd getreten, das diese Bezeichnung eigentlich zu Unrecht führt, da es mit dem ursprünglichen, kurzärmeligen Polohemd nichts mehr als eben den Namen gemein hat. Man versteht vielmehr heute unter Polohemd ein einfaches, kurzes Sporthemd, das wie das Schillerhemd einen angenähten Kragen hat, der jedoch nicht wie bei diesem in Reversform geschnitten, sondern zur Aufnahme einer Krawatte durch einfaches Umlegen berechnet ist. Ohne Krawatte wird das Polohemd nur bei der Sportausübung selbst getragen. Gewöhnlich bevorzugt man dunklere Farben, da diese nicht so leicht Zu diesen Sporthemden werden neuerdings gern kurze Kniehosen aus Kunstseide, Battist oder Knüpftrikot mit, die Knie freilassenden, dreiviertellangen Strümpfen aus Kunstseide, Wolle oder Florstoff, getragen. Um Störungen des Blutkreislaufes hintanzuhalFarbig, aber mit Gelchmack! „Was ich vom einwandfrei angezogenen Herrn verlange“, ergänzt die bekannte Schauspielerin Ellen Hille ihren Kollegen,„ist die stete Befolgung der Forderungen des guten Geschmacks. Deshalb bitte keine Farbendisharmonien bei Anzug, Wäsche, Kragen und Krawatte! Auch sollten die Herren der Schöpfung dessen befleißigen, möglichst zu jeder Gelegenheit den passenden Anzug zu tragen, also z. B. nicht, leider noch so oft der Fall ist, zur Premiere in kurzen Hosen zu erscheinen.“ Nus katten Ne Vol ferten Bekannnatalten! „Glück im Winkel“ oder— mit Bekannten genießen? Dem Tod entgangen Einmal, so erzählte Freiherr Blixen=Finecke weiter, hätte mir die Begegnung mit einem Elefanten um ein kleines den Garaus gemacht. Im hohen Gras war ich scharf hinter dem Dickhäuter her und nach verhältnismäßig kurzer Zeit kam ich auch bereits zum Schuß. Ein paar Sekunden später hatte ich das Pech, gegen eine Baumwurzel anzurennen und hinzustürzen. Der angeschossene Elefant, der unmittelbar in meiner Nähe zu Boden gesunken war. rannte voll grimmiger Wut seine Stoßzähne ganz tief ins Erdreich, seine Augen Urlaub! Ferienreise! Ein Lichtblick im Alltag des geplagten Berufsmenschen. Aber wenn wir nun der Tretmühle täglicher Pflichterfüllung für einige Zeit entrinnen— sollen wir es so gründlich tun, daß wir sogar unsere nächsten Freunde zu Hause lassen? Sollen wir mit guten Bekannten zusammen reisen, sollen wir hoffen, Ferien=Bekanntschaften zu machen, neue Menschen kennenzulernen, oder sollen wir ganz allein genießen? „Ein bißchen Zweilamkeit kann nichts schaden!“ Fräulein Erna., Verkäuferin: „Von Ferien=Bekanntschaften halte ich ganz genau dasselbe wie von anderen Bekanntschaften: trifft man sympathische Menschen, ist's gut, trifft man andere, dann wimmelt man sie sich ab. Das ist mein ganzes Programm für meine Ferien. Es gibt ja Leute, die Ferien=Bekanntschaften in Unmenge schließen, die eine wahre Jägerfreude daran haben, möglichst viele Namen ins Notizbuch zu bekommen. Nein, danke!— Und der gute Junge, dessen Sympathie ich auf der Promenade erregt habe, soll mich vor allem nicht so dämlich„anquatschen“, wenn er auch noch so haarscharfe Bügelfalten in der weißen Hose und einen noch so schicken Pullover anhat— wissen Sie, nur nicht so à la Herzensbrecher und„kam, sah, siegte“—, damit kann man mich auch in den Ferien jagen! Aber sonst. nette Menschen, ob männlich oder weiblich, die wirklich zu mir passen, auf die freue ich mich auch für diese Ferien, für„einsamen Winkel“ fühle ich mich noch zu jung. Nein, ein bißchen„Zweisamkeit“ in den Ferien kann nichts schaden...“ Er lucht in den Ferien leine Frau! Alwin., Geschäftsführer, 32jähriger Junggeselle: „Wer, wie ich, im ganzen Jahr mit Arbeit so überlastet ist, daß ihm für das Privatleben nur wenig Zeit übrig bleibt, der hält sehr viel von Ferien=Bekanntschaften. Sehen Sie, ich habe Gott sei Dank eine gute Stellung und würde gern heiraten, aber es fehlt mir tatsächlich die passende Frau! Gesellschaftlichen Verkehr pflege ich kaum, die paar Mädchen aus bekannten Familien, die ich kenne, sind nicht die Richtigen. Da heißt es heute immer, im Berufsleben lernt man sich leicht und gut kennen, aber ich muß Ihnen gestehen, ich habe da auch nie Glück gehabt. Ich fahre also dieses Jahr in Urlaub mit der ausgesprochenen Absicht, mir meine Zukünftige zu suchen. Ich finde auch, in den Ferien sind die Menschen natürlicher, Neigungen und wirklicher Charakter treten mehr zutage als sonst. Die Ferien=Bekanntschaften lernt man in wenigen Wochen genauer kennen als die Stadt=Bekanntschaften in Jahren. Und da hoffe ich gerade dadurch, daß ich mir meine zukünftige Frau in der Sommerfrische suche, wo ich sie in natürlicher Umgebung und bei ungekünstelter Lebensweise kennenlerne, vor Enttäuschungen bewahrt zu bleiben!" „Wenigltens drei Wochen im Jahr Stück im Winkel!“ Frau Martha., die junge Gattin eines Anwalts: „Nein, ich halte gar nichts von Ferien=Bekanntschaften! Mein Mann schlug z. B. vor, daß wir mit einem verheirateten Kollegen und seiner Frau zusammen reisen, aber ich habe ihn gebeten, es nicht zu tun. Ich möchte mir diese herrlichen drei Wochen, die uns jetzt bevorstehen, nicht schmälern lassen, auch nicht durch die besten Freunde! Drei Wochen einmal allein mit meinem lieben Mann, ungestört von Bekannten, ohne Ablenkung, ohne geschäftliche Sorgen, ohne Beruf— ich kann nicht sagen, wie unsinnig ich mich darauf freue!“ „In Gelellschatt genießt lichk's beller!“ Frau Anna., Sprachlehrerin: „Ferien=Bekanntschaften! Dieses Wort weckt eine ganze Menge herrlicher Erinnerungen in mir! O ja, ich schließe jedes Jahr ein paar Ferien=Bekanntschaften. Bei den wenigsten kam allerdings eine dauernde Verbindung heraus, von den meisten wußte ich schon nach einigen Wochen kaum mehr als den Namen. Aber der Eindruck an schönen, interessant verplauderten Stunden oder an herrlichen Aussichten, die man in angenehmer Gesellschaft genossen hat, der bleibt haften und bildet eine wunderschöne Erinnerung, so gar wenn man sich nicht einmal mehr der Namen dieser Bekanntschaften entsinnen kann. Und das Schönste an Ferien=Bekanntschaften ist, daß sie eben— Ferien=Bekanntschaften bleiben!“ Er will seine Ruhe haben! Herr Dipl.=Ing. Arthur., ein jovialer Fünfziger: „Lassen Sie mich in Frieden mit Ferien=Bekanntschaften, meine Frau tut mir jedes Jahr schon genug an mit den„entzückenden“ Bekanntschaften, die sie wahllos kennenlernt. Einmal entdeckte sie ein Musikgenie— der Spaß hat mich bare 50 Mark gekostet, um die mich der Bengel angepumpt hat, einmal ist es ein kunstmalendes Mädchen— die Mappen liegen heute noch in der Wohnung herum, und voriges Jahr war es ein ausgewachsener Hochstapler, der später allerhand Einkäufe auf meinen guten Namen machte! Was mir dieses Jahr in dieser Hinsicht bevorsteht, weiß der Himmel. Dabei fahren wir seit zwanzig Jahren jeden Sommer in den gleichen Ort im bayrischen Gebirge, haben also dort alte Bekannte. Jedes Jahr kommt der gleiche Skattisch zusammen, solide Leute, die man kennt. Ferien=Bekanntschaften? Die Leute, mit denen ich gern verkehre, kenne ich mindestens zwanzig Jahre, die sind vom altem Schrot und Korn. Was soll ich mich da auf Abenteuer mit unbekannten Leuten und sonstigen Windhunden einlassen? Aber meine Frau hat nun einmal so einen romantischen Fimmel, weiß der Kuckuck, was sie an Fremden für einen Narren gefressen hat. Ihre Vorliebe für Ferien=Bekanntschaften hat mich fast jedesmal Geld gekostet. Und da sagt sie:„Du hast ja recht, aber Erfahrungen erweitern den Horizontz.„Na, ich banke, mein Horizont ist in dieser Hinstozz#gan genügend erweitert— auf neue Ferien=Bekanntschaften bin ich also nicht mehr neugierig!“ Der„Jennispartner“ Frau Agathe.: „Ihre Frage beantworte ich wohl am besten mit der Erzählung von einer Ferien=Bekanntschaft, die ich vor genau 22 Jahren gemacht habe. Damals war ich mit meinen Eltern an der See und schloß mich, sehr gegen den Willen meiner Mama, an einige junge Leute an, Herren und Damen, die jeden Morgen Tennis spielten. Ein Jahr später war mein Tennispartner— mein Mann geworden, und ich kann nur sagen— so gut er auch damals Tennis spielte— er ist mir ein noch besserer Lebenspartner geworden. Sie werden also verstehen, daß ich meiner Tochter gegenüber— sie ist jetzt 19 Jahre alt— einen anderen Standpunkt einnehme als seinerzeit meine Mutter mir gegenüber! Jedenfalls, ich habe gar nichts gegen Ferien=Bekanntschaften, wenn ich auch durchaus nicht glaube, daß meine Tochter nun dabei unbedingt ihr Glück finden muß. Vor allem gestaltet sich der Verkehr zwischen jungen Leuten am harmlosesten, wenn man nicht durch Verbote ihren Trotz herausfordert, und die aufrichtige Freundschaft seiner Kinder erhält man sich nur, wenn man mit ihnen mitfühlt und ihnen zum Beispiel den Reiz der Ferien=Bekanntschaften, das Kennenlernen neuer Freunde und Freundinnen, nicht durch grundloses Mißtrauen zerstört!" „Man lieht lich ja doch niemals wieder!“ Norbert., ein junger Zahntechniker. Ich mache immer Ferienbekanntschaften, suche sie sogar, und meistens schon am ersten Tag. Warumdenn auch nicht? Ich wähle mir doch selbst die Leute aus, mit denen ich Junggeselle meine Urlaubstage verbringen will, und wenn ich im Verlauf der Zeit merke, daß entgegen dem ersten Eindruck andere mir unangenehme Eigenschaften vorhanden sind, mache ich kurzen Prozeß und suche mir andere Begleitung. Im allgemeinen nehme ich die Angelegenheit auch nicht so schwer. Die Tage gehen doch all zu schnell vorüber, und in 99 von 100 Fällen sieht man sich ja niemals wieder. Nur eines mache ich nie. Ferienbekanntschaften nach dem Urlaub fortzusetzen. Kommt nicht in Frage, dabei ist selten etwas Erfreuliches herausgekommen. 4 SAOSTiht u Srette Wie bejälchligt ien meine Katter! Wenn die Kinder erwaehsen sind— Das Troblem der alternden Frau Vorsckläge für praktische und geistige Besekästigung WOCHEN-BEILAGE DES„BOCHUMER ANZEIGER“ 2. BLATT 27. WOCHE O Meistens handelt es sich ja darum, wie die Mutter die Kinder beschäftigt, und deshalb wird vielen Titel dieses Artikels etwas sonderbar vorkommen. Und doch tritt gerade dieses Problem sehr oft an uns heran, und wenn wir ernsthaft denkende Menschen sind, dann müssen wir uns mit ihm beschäftigen! Vielleicht ist es uns selber schon so gegangen: ganz plötzlich, ohne daß wir es im Lauf der Tage merkten, sind die Kinder groß geworden. Auf einmal sind sie selbständig denkende Menschen geworden, haben sich äußerlich— wenn auch nicht innerlich— vom Elternhaus gelöst. Die Mädels haben sich verheiratei, die Jungens sind ins Berufsleben eingetreten— und Mutter hat plötzlich ihr Arbeitsfeld verloren! Man muß mich recht verstehen: Mutter ist nicht etwa überflüssig geworden, denn welches Kind auch weng es noch so groß und erwachsen ist, braucht nicht vie Liebe der Mutter? Aber das Umhegen, das Umsorgen, diese täglichen kleinen Arbeiten, die ja das bunte Mosaik im Leben der Frau bilden— das hat auf einmal seinen InMutter kann sich nur schwer daran gewöhnen, daß die Kinder nun selbständige Menschen sind. Aus diesem„Sich=nicht=daran=gewöhnen=wollen", entstehen aber dann leicht die Krisen. Das ganze Problem der„bösen Schwiegermutter“ baut sich ja mehr oder weniger darauf auf, daß die Mutter nicht weiß, was sie mit Rutter ist allein, sie bat für Vater zu sorgen, und das ist eine schöne Aufaabe. Oft aber ist sie wirklich ganz allein, wenn der Mann tot ist. Noch gestern war der Sohn oder die Tochter zu Hause, sie hat sich darum gesorgt, daß auch das Essen rechtzeitig auf den Tisch kam, sie hat die Kleider und Anzüge nachgesehen, und wenn auch die Kinder manchmal gedankenlos ein bißchen spöttisch lächelten um all die Arbeit, die sich Mutter mit ihnen machte, und die doch gar nicht so notwendig war: für Mutter war sie notwendig, sie war ihr Lebensinhalt....t Was fangen wir aber nun mit der Mutter an, die alleine bleiben mußte? Sie darf nicht beschäftigungslos sein, sie muß irgendeine Aufgabe haben, die sie empfinden läßt: ich bin noch etwas nutze im Leben! Und deshalb ist auch die Ueberschrift dieses Artikels: „Wie beschäftige ich meine Mutter?“ nicht etwa eine Lieblosigkeit oder eine Ueberhebung, sondern sie ist entstanden aus treusorgendem Kinderberzen, das wirklich für die Mutter nur das Beste will! Es gibt nicht allzuviele Frauen, die sich im Alter selbständig auf geistige, rein geistige Dinge können. Gerade in Haushalten, wo sich die Mutter von früh bis spät mit der Hauswirtschaft beschäftigen mußte, wo viele Kinder waren, die versorgt werden mußten, und wo das Geld nie gelangt hat, sich eine Hilfe zu leisten— gerade diese Frauen haben im Allgen Stunden mit einem Buch, zu„beschäftigen! haben Butterbrote gestrichen und yarten keine Zeit, sich in ein stilles Eckchen zurückzuziehen und sich mit geistigen Dingen zu beschäftigen! Was aber nicht gepflegt werden kann, das muß verkümmern! Dazu kommt daß die Erziehung unserer Mutter in den meisten Fällen recht einseitig war, geistige und künstlerische Interessen wurden nur so nebenbei in der Jugend als Spielerei gepflegt— wenn auch oft der gute Wille vorhanden war, das harte tägliche Leben ließ es nicht zu! Unsere Mütter haben im allgemeinen kein Berufsleben kennengelernt, sie sind aus der Schule gleich in die Ehe gewandert. Frauen aber, die einmal im Berufsleben standen oder wie heute das Glück hatten nicht abgekapselt zu werden von der Volksgemeinschaft, sondern ein Arbeitslager kennenlernten, hineingeguckt haben in andere Verhältnisse, hinausgewachsen sind über den eigenen Horizont, die haben es viel leichter! Deshalb kommt es vor, daß die Mütter der Aelteren unter uns, wenn sie allein sind, in der ersten Zeit nicht viel mit sich anzufangen wissen. Sie müssen erst wieder langsam dahin geführt werden, daß es auch andere Dinge gibt, als stets nur sich zu sorgen und herumzuwirtschaften! In heutiger Zeit wird ja sehr viel in dieser Beziehung getan.„Kraft durch Freude vermi telt auch den Aelteren und Einsamen geistige Genüsse! Aber Mutter muß erst angelernt werden, daß sie einmal allein ins Theater geht oder ein Konzert besucht, daß es keine Sünde ist, wenn sie sich nachmittags hinsetzt und ein Buch liest. D aa 1g 6, Wir Kinder müssen vor allen Dingen auch die Mutter an unserem eigenen geistigen Leben teilnehmen lassen! Wir müssen verstehen daß sie erst lernen muß, was uns selbstverständlich ist. Mutter wird uns dankbar sein, wenn wir ihr die Anregung geben, mit Gleichaltrigen sich zusammenzuschließen, zu einem Lesekränz, chen vielleicht oder zu gemeinsamen Besuchen eines Theaters. Wir müssen ihr Bücher bringen, die sie versteht, bis sie selbst die Freude hat, sie auszuwählen. Mutter muß Freude daran finden, Zeitschriften zu lesen, wirklich zu lesen, die sie früher in der Hast der Tage vielleicht nur durchblättert hat.„Ich kann mich doch nicht mitten am Tag hinsetzen und lesen!“ hat eine Mutter mir auf meinen Vorschlag geantwortet.„Da bleibt doch alle Arbeit liegen!“, Abeneperfe x#gie#enn fragt, worin denn die Arbeit heute„###n, gent vie Kinder nicht mehr da sind— da ist sie plötztich ganz erstaunt gewesen, da hat sie erst gemerkt, daß sie sich die die ältere alleinstehende Frau gibt es noch viel Arbeit. Wenn die eigenen Kinder groß sind, dann gibt es Tausende von anderen Kindern, die darauf warten, betreut zu werden von sachrunoigen Händen. Die alleinstehende ältere Frau muß sich daran gewöhnen, aus dem Kreis der eigenen Familie herauszutreten und sich der Allgemeinheit zur Verfügung zu stellen! Es gibt viele Stellen, die mit offenen Armen auf diese An uns Kindern liegt es. den Müttern bier den Weg zu weisen!„Wie beschäftige ich meine Mutter?“ ist ein ernstes Problem, das wir Jünaeren lösen müssen. Die Hand reichen, daß unsere Mütter nicht den Anschluß ans Leben verlieren wenn wir Kinder uns selbständig gemacht haben—: das ist eine Aufgabe, um die es sich schon lohnt, Mühe und Arbeit— uno viel Liebe aufzuwenden! genta Veckel 7• S P Nur ein kleines Lächeln... Abends ein Blick in den Spiegel— man und abgespannt von der Arbeit des Tages und aus dem Spiegel sieht uns ein Gesicht entgegen das alt, viel älter zu sein scheint, als man in Wirklichkeit sich fühlt! Ein leichter Seufzer:„Ob ich wohl schon so alt bin, wie ich aussehe?" Die Müdigkeit läßt gerade die Gesichtsmuskeln erschlaffen, und zu beiden Seiten Mundes tauchen Furchen auf, das Kinn verliert seine straffe Haltung. Aber deswegen braucht man keine Sorge zu haben, der Schaden kann mit ganz einfachen Eine Frau die Wert auf frisches und junges Aussehen legt, solte sich oft während des Tager präieg, mit welch einem Gesicht sie nun da wieder Wenn sie auch hundertmal Aerger gehabt hat bei ihrer Arbeit, im Haushalt oder im Beruf, ganz gleich, ob die Milch übergekocßhzzst oder Zersteregf Gezgzeebriupemt hat— ein gar zu böses und finsieres Gesicht— wenn es öfter vorkommt— schadet dem jugendlich=frischen Aussehen. Es erscheinen die Furcht erweckenden Falten um die Mundwinkel. Die beste Hilfe gegen diese Furchen ist: ein kleines leises Lächeln, nur eben angedeutet, nur ja nicht ein dauerndes, breites und krampfhaftes Grinsen. Das ist unschön und würde manchen erstaunten und mißbilligenden Blick der Mitmenschen bringen. Ein leises Lächeln strafft die Muskeln der Mundpartie und die Falten können gar nicht mehr erscheinen. Dieses Lächeln ist die billigste und zudem— es sieht gut aus. Die übergekochte Milch mit dem angerichteten Schaden läßt sich mit einem kleinen Lächeln genau so gut bezwingen wie mit einem finsteren Gesicht. Der Chef im Büro oder einer anderen Arbeitsstätte wird am ehesten wieder gut gestimmt durch ein Gesicht, das freundlich ist durch das kleine, zart angedeutete Lächeln. So tut wieder einmal das Nützliche mit dem Angenehmen verbunden seine Wirkung. Hübscher Strandanzug mit tiesem Rückenausschpitz, kur das junge Mädchen, aus belloxüinem, getupstem Seidenleinen. Sehr hübsch die kleinen Achselschleifen. einfarbigem, trätigem einsarorve,„Bobbimützchen. Strandanzu Pratti,größere Mädchen der Zchesträger, Preton Hie dufe däs Leinchei geinöpft werden. emtüissertem Leinen mit einfarbigen Trägern. die ee vorn gebunden werden. Muftergattinnen am laufenden Band! Universitätskurse für Shekonflikte in Amerika Wir fahren in die Ferien Eine Autoreise mit wenig Held— Die billigste Verpflegung— Was nehmen wir mit Lieselotte ist eine praktische, energische güch i, Hier gtsende Ver)=Wasdwieser am Seufer, auf Fluswiesen boes dte pobehug uig aher pohüberlegten Eintellung ein Lagerpläschen auszusuchen, unaherzis ger 85. für die Sommerreise besitragen konnte. Run gebt es ans den stl— Pliue Hnieden. Ihr Nam hate war geglaubt, Iu Stepte.Zutgrase zul pesnen, 5d ie Besiosz diesem Sommer auf die Autoreise verzichten zu müs, wit auf, bschmutzg man sich im Wagen macht, und sen. Aber Lieselotte weiß auch bier Rat. Sie wird die weid, wszigeuner wil man ja schließlich auch nicht Reise sio gut und überlegt einrichten, daß man in die, wie ein Deuy=Gasthof sanden! Da hat sie noch ein paar sem Jahr auch mit weniger Geld den geliebten Wagen abends vorm. Ogezeckte, Katune und bedrucke Leineneuswußen tony. erst mal Für das Uebernach= sioffreste liegen, aus denen wird sie für sich und die Ein Grundbetag nußz err mot vur vos brevernog, Zinder einige einfache Kimonokitel nähen, Aermel beten festgesetzt werden. Wenn man sch in den Verten Zommen sie nicht, viellicht nur ein paar Träger über erholen will, so beißt es vor alem auf die entsprechende komzgsL.itern. Sie werden von oben bis unten zum Nachtruhe zu achzen, Ueveray hüzschent won am Gaße Knopfen. sei ein hühscher„Gürtel darum— der Städte und örser Preise twez, Heräacztan, vos, kerig iz, die Sache, Dazu wird sie sich ein bis zwei imn häusern, die festgesepte, Pfaste iur ue Putg, und wit, fer„passende, einfarbige Bolerojächen mit halblangen Srüchug, boben, Ste, hwn ,„ d hesitzen eine Garage, einen Aermeln machen, so daß sie immer„angezogen“ austorradvertehr eingetent un gach fag has Auta aut die siebt, wenn sie unterwegs austeigen, um sich eine Schuppen oder ein Wagen, un, vo vo...,—.—. Ttgdt, Burgen, Kirchen und Dörser anzuseben. Nicht Senmenichte vritringen bony. geigsen st aber eine hübsche Gungischigz, 24 Stani wase. Die dal i. a4 dacs faie alt len eieni e Alan usd alde i Haiscn in ani u. Vanderfahrten gemacht“ Tagsüber aus=Wich guch veod zZur uhrigen gist die Regel: So wenig wie möglich Ald e-echen ücher Besegel enschräüichel also vor der Abfahrt eintausen,pir, Puiter kommt i beftises Schuhwerk— das Wichtigstel Die Koffer sol.„bei der hitze kann Die Blechbüchie, dne seste Nauerwant ie nach Bedaste len nde Müor imn wggen aber ist wichtig: vor: man nicht essen...!“ Hochschulkurse für Ehekonflikte? Das klingt wie ein Scherz, aber in Amerika gibt es so etwas wirklich. Die Universität Boston hat seit einigen Semestern Kollegs eingerichtet und läßt von Professoren Vorlesungen halten über alle einschlägigen Probleme des Ehelebens. Man will die Hausfrau zur guten Ehefrau erziehen, denn eine Frau, die etwas vom Haushalt versteht, braucht noch längst keine gute Ehefrau zu sein, und die berufstätige Frau, die im Geschäftsleben vielleicht hervorragend ihre Stellung ausfüllt, kann in der Ehe versagen. Gerade in Amerika sind Haushalt und Ehe keine zusammenfallenden Begriffe, deshalb gibt es auch in Amerika die meisten Ehescheidungen. Lag es da so fern, daß man sich ernsthaft mit den Ehekonflikten beschäftigte, daß man sogar Universitätskurse zur Vermeidung von EhekonflikNein, die Amerikanerin ist praktisch, sie will allen Dingen auf den Grund gehen. Die Frau will auf der Universität auch etwas über das eheliche Leben hören, sie geniert sich gar nicht, das einzugestehen, und die Ehekurse der Universität Boston haben eine beträchtliche Anzahl von Hörerinnep..," zage natäglich Ifl. Erg. Was wird nun gelehrt: Zunachst naturlich alle Fragen, die sich aus der Praxis der Ehe ergeben: Wie oft scheitert eine Ehe am Problem des Wirtschaftsgeldes? Mancher Frau, die bestimmt den guten Willen hat, gelingt es einfach nicht mit dem Wirtschaftsgeld auszukommen, es zerfließt ihr unter den Fingern. Also gibt es im Kolleg Rechenaufgaben, wie man sein Wirtschaftsbudget am vorteilhaftesten einteilt. Statistiken über Preise, Tabellen über Wirtschaftsschwankungen stehen zur Verfügung. Es werden Preisaufgaben gestellt. Wer sie am besten löst, bekommt eine Auszeichnung und einen Vermerk auf das Abgangsdiplom. Es wird z. B. folgende Frage gestellt: Ein Ehepaar mit zwei Kindern hat ein jährliches Einkommen von 4000 Dollar. Welchen Prozentsatz ihres Einkommens müssen die Eheleute ausgeben 1. für die Wohnungsmiete, 2. für Nahrungsmittel, 3. für Kleidung, 4. für Sparrücklagen, 5. für Schulgeld und sonstige Erziehungsgelder, 6. für den Vergnügungsetat einschließlich der Erholungsreisen, 7. für Krankheiten und unvorhergesehene Ausgaben? Wenn das Einkommen steigt, welchem Posten soll das Mehrgehalt zugute kommen? Die Antworten, die den von der Universität als Idealstatistik anerkannten Zahlen am nächsten kommen, werden ausgezeichng.,.äftgt mar uich befSelbstverständlich beschaftigt man sich besonders mit ehepsnchologischen Fragen. Da geht es um Themen wie: Berufsleben und Mutterschaft. Wie richte ich die Wohnung mit wenig Mitteln behaglich ein? Wenn der Mann nervös ist bei der Heimkehr vom Geschäft. Müssen die Ehepartner in ihren Neigungen und Abneigungen übereinstimmen oder können Meinungsverschiedenheiten nichts Wenn in der Universität Boston Ehekollegs gelesen werden— dann ist meistens im Hörsaal kein Stuhl mehr zu haben. Jungen und Mädel mit gezückten Füllfederhaltern hören ernsthaft zu, wie man ihnen den Weg zur Idealehe weist. Diese Hochschulkurse waren ein Versuch — aber er hat Früchte getragen. Werden sich diese Mustergattinnen am laufenden Band aber auch in der Praxis bewähren? H. L. kleinen Trommel frisch bleizen wirv, Gauurer Loprmt i vesuge, I, Mlatz im Wagen haben und nicht die SitzSten gehe, eine en;, ouepg,„Fleschsalat mäglichseiten bengen, noch eins aber ie wischige vorein paar, zomgten, viezeicht mat etvas Vterschoulgt jichig und überlegt einpacken: man mußz beventen, daß oder ein tatts Kotiett. Im Gosthof, Kaffe, gufillen die Kleidungstücke oft iagelang im Kofser vervackt beiwnd ein bogu srgenbeiner Bäckerel ein bischen Zuchen de brauche, ssen, sobald man Endlich ist es so weit, daß die ersehnte Sonne in voller Pracht vom Himmel herniederstrablt, und eigentlich sollten die Menschen auch strahlen, aber sie sind ja ein undankbares Geschlecht: nun ist es ihnen zu heiß. Die Kinder schieben mittags den Teller bei####; „Mutti, bei der Hitze kann man doch gar nichts essen! Gib uns lieber etwas zu trinken!" Der Mann, der abends ermüdet vom Geschäft heimkommt, mag das Brot mit der„schwitzenden" Wurst nicht langt kühlenden Salat und wundert sich dann, daß er nach einer halben Stunde schon wieder ein HungerDie warme Jahreszeit stellt die Hausfrau vor neue Aufgaben, denn wenn der Appetit auch nicht da ist, so muß doch genügend gegessen werden. Nur kühle Speisen werden gern genommen, aber nur selten entschließt sich die Hausfrau, auch das Mittagbrot auf kalte Speisen umzustellen.„Mittags muß man Warmes haben", ist ein Hausfrauengrundsatz, der nicht gern durchbrochen wird. Und doch würden es alle mit Freuden begrüßen, einmal kühle Speisen vorgesetzt zu bekommen, man muß nur die richtigen auswählen...8 5. Kalte Suppen sind ja den meisten Hausfrauen bekannt. Die Frucht= und Milchkalteschalen gehören schon lange zum hausfraulichen Küchenzettel, man braucht über sie nichts mehr zu sagen. Weniger bekannt sind sättigende Salate, die nicht als Beikost, sondern als Hauptgericht gereicht werden. Kartoffelsalat kann man gut mit grüner Gurke mischen, er ist dann ausgiebiger und schmeckt besonders gut. Wenn man groß gebratene Speckwürfelchen daruntermischt, so ist das ein nährendes ausreichendes Gericht.., wit, Manonnaise 8— Gemüsesalat wird meist mir weayonnaise angemacht. Will man ihn aber als Mittagsmahlzeit reichen, so ist die Mayonnaise— besonders für Kinder— etwas schwer. Sehr gut schmeckt junges Gemüse, wenn man es mit einer sauren Sahnensauce anmacht. Zu diesem Zwecke schlägt man mit einer Gabel saure Sahne schaumig, mischt zwei Tomaten, die man durch ein Haarsieb streicht, darunter, etwas Zitronensaft, Zucker und Pfeffer nach Geschmack, einen Löffel Oel und etwas Weinessig. Junge Karotten, Spargel, Schoten und ganz junge grüne Bohnen werden vermischt und zu dieser Sauce gegeben. Nudeln und Makkaroni lassen sich sehr gut zu einem sättigenden Salat verarbeiten, den besonders der Hausherr gern ißt. Die gekochten Makkaroni(oder Spaghetti) werden klein geschnitten, mit Tomatenscheiben vermischt, mit Essig, Oel, etwas Senf, Salz, Zwiebel und viel Schnittlauch angemacht und eine Stunde in dieser Marinade liegengelassen. Sehr gut schmeckt kalter Räucherfisch zu diesem Salat. Nudeln macht man ähnlich an, fügt aber noch Kapern und feingeschnittene Sardellen hinzu. Für Feinschmecker ist ein Salat aus Spagheitt mit Tomaten und sauren Steinpilzen. Die Pilze werden ein paar Tage vorher in einer Marinade aus Lorbeerblatt, mildem Weinessig, Pfefferkörnern usw. mariniert. Die Marinade, die nicht zu scharf sein darf, wird zur Salatsauce benutzt. Mit diesen sättigenden Salaten kann man schon ein Mittagessen bestreiten, wenn man vorher eine Fruchtsuppe gibt. Reste vom kalten Braten übergießt man mit Aspik, sie werden dann nicht trocken und sind in der Hitze appetitanregend. Gewiß, es bedeutet für die Hausfrau einen Entschluß, sich einmal ganz auf kalte Küche umzustellen, aber wenn sie es getan hat,— dann dankt man ihr es mit besonderer Freude am Essen. Hausfrauen, die in der Sommerfrische selbst wirtschaften müssen, sollten schon aus Zeitersparnis sich auf diese kalte Küche umstellen, denn wenn die anderen sich an der See oder im Walde vergnügen, will keine Hausfrau gern am Kochherd stehen! Lor Ein Saut Bamlententsneyer Ein Briet Reinrich Knetichkes, mitgeteilt von Georg Mühlen-Schulte sich richtig reingesetzt hat in die Zinken. Geliebte Seitepte Annai. Annal Denn dieselbe lag auf dem Gutshof und dachte Ich habe dir ein Paket zu deinem Geburtstag Moppke vielleicht, was Frau Baronin kann, das kann geschickt und wirst du wohl staunen, was da Ham.„## er auch. Wodurch er nunmehr ebenfaus im Steyen reitstiefel drin. Ich weiß ja nicht, ob du Verwendung Auch ist noch mehr Unglück gekommen durch die dafür hast, denn du bist ja man bloß eine Köchin und Reitstiebel. Nämlich Moppke hat zu dem Chauffeur kein Husar. Geliebte Annal Vielleicht hätte ich lieber Ohlehans gesagt, wenn er ihm die verdammten Stiebel was anderes kaufen sollen, aber es paßte gerade so gut. ausziehn hilft, dann kann er sie für zwei Mark kriegen. ud donnte be v autschreig vor wildem Weh. und st es boden lag. Hierdurch ist Frau Baronin in einen peinmase Bulong verleckert worden inolge ben den Iu. cht bewiänlsch in den einen Stiechel hate sch nachts dos Bou, Vonuniy, be Ssgho hgal der Nlene setsen, uit verpack.„Nachbez hetr 6h.58 Lutzer durch ner geschenst, dem neinen Moggle., va hat ver kleine Heden mit verpacgepisen und u. poößich im SchatterMovvis gesagt, das ist seine Leummer, denn er Gät, raum rungefuhrwerk. Wodurch eine ätere Dame in einen Danenfus und bäten ihn schon auf=Prinzes. Ohnmacht gefallen ist und ihr Dienstmädchen hat sich verschule immer ale Leute fur eine begat eine=Nase wie auf ein Marktnetz mit einer Mandel frischer Hühnereier eine Runkelrübe und Eezgng ggrznzezeibe Herfeshe pit gesetzag, Geliebte Annal. Denn es war keine Egge in eine Rotdornbece, Stny, un 1. zmit rum: Nun mache ich Schluß mit meinem werten Brief die Stiebel richte groegogen, und st gepflastert wäre. und weißt du sa.jetzt Bescheid, was los ist, mit den Giselst, als ob der—4g,mt, bngzposte er sie wieder Reitstiebeln. Da sieh du dich man vor, daß du nicht in Geiedte Annal Nach einer WeEx, st auf einem Bein die Nähe, einer Egge kommst mit denselben, denn Der Sis eanat Keind ale d die uit uas er. Venk ds uaste ut der Egge gelommen ist und teile ich dir mit, daß er Sie Vom Regen in die Traufe „Denken Sie doch nur mein Pech“, erzählt der junge Mann seiner reizenden Tischnachbarin.„Vorhin sagte ich dem alten Trottel da drüben in aller Harmlosigkeit, daß ich die Frau des Hauses für eine fürchterliche Gewitterziege halte— und da war dieser Idiot ihr Nann!“.,: Mas; Heranss9 „Nein— und was sagte Papa varaufe!“ Der Schwur Richter:„Bevor Sie den Eid leisten, muß ich fragen: Haben Sie schon einmal geschworen?“ Zeuge:„Ja,— nie wieder zu heiraten!“ An der Hochzeitstafel „Wo ist denn der junge Ehemann schon wieder?“ Ach, der ist zu glücklich! Jeden Augenblick läuft er hinaus und zählt die Mitgift nach!" Bitter „Solch eine Ungerechtigkeit! Der Lehrer diktiert: Jeder Mensch macht Fehler— und wenn ich welche mache, verprügelt er mich!" Trost „Kellner, das Beefsteak ist aber klein!" „Das schon, aber Sie werden sich wundern, wie lange Sie daran haben.“ Beim „Für 5 Pfennig Leberwurst möchtest du? Das gibt ja nur drei Scheiben!“ „Macht nichts! Schneiden Sie sie nur recht dick!“ Ruhig überlegen Fahrschülerin:„Sagen Sie'mal nichts! Ich will mal sehen, ob ich es selbst weiß, was ich in dieser Situation zu tun habe!“ Drucksehler Die Treppen des Restaurants waren mit eleganten Säufern bedeckt. KUrAASIEP PUTAE Silbenrätsel Dein Heinrich. Heldltücke leuchten In Chile werden augenblicklich Versuche unternommen Geldstücke herzustellen, die im Dunkeln aus eigener Kraft leuchten. Man geht davon aus, daß in jedem Jahr viele Millionen an Nationaleigentum dadurch verloren gehen, daß Münzen herunterfallen und nicht wiedergefünden werden können. Leuchtende Münzen würden sich aber rasch wiederfinden lassen. Jv.=„unzen entwickelt, bereits ein Leuchtverfahren für die Munzen enwickelt, und man hätte es wohl schon in die Praxis umgesetzt, wenn nicht— der Preis so hoch wäre. Millionenteltament in der Flaschenpost Auf der Insel Samoa wurde kürzlich eine Flaschenpost angespült, die einen hochbedeutsamen Inhalt in sich barg. Man holte ein Testament aus ihr heraus, das von dem Feapistig eines im Jotzgr,1896 untergggnegen Seglers stammte. Er setzte##n, da er keinen Verwandten hatte, den Sohn seines zu seinem Erben ein. Die ganzen Jahre hindurch hatte das Vermögen des Kapitäns, auf das keiner rechtlich einen Anspruch erheben konnte, auf einer Bank geruht und inzwischen die Höhe von einer Million erreicht. Man fand glücklicherweise den Erben noch auf, er ist heute ein achtzigjähriger Mann und kommt also unvermutet in hohem Alter zu großem Reichtum. Röntgenttrahlen entlarven Lolddiebe Da die eingeborenen Arbeiter auf den Goldminen in Johannisburg häufig einzelne Goldkörner stahlen, hat die Verwaltung der Goldminen zu einem neuen Mittel gegriffen, das solche Diebstähle für die Zukunft unmöglich machen soll. Die meisten Goldkörner wurden, da eine Untersuchung der Kleider täglich stattfand, von den Arbeitern einfach verschluckt, wobei sie nicht selten elendiglich umkamen. Jetzt müssen sie aber unbekleidet an einem Röntgenapparat vorbeigehen, der jedes winzige Goldkörnchen sichtbar macht, das sich in Magen oder Darm der Arbeiter befindet. Rimmelsichreiber malen um die Wette An einem originellen Wettbewerb beteiligten sich 15 Himmelsschreiber und=maler in Philadelphia. Alle diese Flieger stehen in Diensten von amerikanischen Industriefirmen und stiegen eines Tages auf, um den Himmel um die Wette zu beschreiben oder zu bemalen. Das Los entschied, welches„Stück Himmel“ jeder Flieger zur Ausübung seiner luftigen Kunst zugewiesen bekam, und dann begann das Wettmalen. Den ersten Preis bekam ein Himmelsschreiber, der einen wunderschonen Blumenstrauß an den Himmel malte. Im übrigen verstanden die Flieger ihre Kunst so gut, daß noch mehrere Stunden, nachdem sie ihre Arbeit beendet hatten, der Himmel ein merkwürdiges buntes Bild bot. Teil von Asten Etwas aus den„Piccolomini“ a— bar— burg— char— chen— da— de di— dun— e—en— cn— es— es— gels go— hei— 1— 1— in— ka— kor— kow la— land— le— ling— me— mei— na nau— ui— 0— ral— re— schal— 31— sin 30— te— tik— ver— wan— wirt Aus diesen 44 Silben sind 16 Wörter zu bilden, Anzabl von gistigen deren letzte und erste Buchstaben, beides in der Worttragen, daß sie eine bestimmte Anzuht von 9 1/118; folge gelesen, ein Wort aus den„Piccolomini“ wiederSkorpionen abliefern. Mit Begeisterung gehen jetzt di geben.“— Bedeutung der einzelnen Wörter: Bauern daran, eine Unmenge von Skorpionen fangen, denn sie sparen mit dieser Art Steuer ziemlich viel Geld. Ohne ihren Willen tun sie damit aber auch Blaszinstrument aus Buchsbaum der Regierung einen großen Gefallen, denn in der letzten Zeit geht man mit aller Initiative daran, sichere und hygienische Zustände im Iran zu schaffen. TUhilku-Filchzug In den letzten Wochen trieben die Frühjahrsstürme Hunderte von Fässern an die Küsten Neufundlands und bescherten den Fischern eine unerwartete Ernte. Im Innern der Fässer befindet sich nämlich ausgezeichneter Whisky. Die Lösung des Rätsels ist bald gefunden. Es handelt sich nicht um untergegangene Schiffe, sondern um Alklohol, den die Schnggoler zur Zeit der Prohibition versenken mußten. Die Sturme brachten Kaiserlicher General des 30jährigen Frieges ihn ans Tageslicht. Natürlich dürfen die Fischer auch jetzt nicht auf eigene Faust mit dem Whisky handeln. Sie müssen die Fässer vielmehr abliefern. Aber sie tun es mit Freuden, denn sie erhalten eine so reiche Belohnung von den Behörden, daß sie daran mehr verdienen als am Fischfang. Kreuzworträtsel Waagerecht: 1. deutsches Seebad 6. breiige Speise, 7. Gefrorenes, 9. Zeitalter, 18. Hülsenfrucht, 14. holländische Stadt, 12. Wasserfahrzeug, 15. Hauptstadt des Kantons Aargau, 18. russisches Gewicht, 20. Wassersportgerät, 21. weibl. Vorname, 22. Geschoß Zur Ukraine gehöriges Gouvernement Mittelalterliche Hieb= und Stoßwasse Französische Maasfestung Burgartiges Museum in Rom Oekonam zu derussch Leldschrankwächter Tiger Kundtanz Die Kasse des Newyorker Zoologischen Gartens ist in der letzten Zeit mehrfach von Einbrechern bestohlen„eggeländer worden. Um weitere Ueberfälle unmöglich zu machen, it sich der Herr Kassierer jetzt den Tigerkäfig an die Kasse anbauen lassen. Sobald er über einen größeren Bedegung(Fremdwort) Betrag in der Kasse verfügt, öffnet er einen Spalt in der Wand und läßt das Geld in einen eisernen Kasten fallen, der im Tigerkäfig steht. Die gestreifte Bestie Russischer Männervorname wacht also höchstpersönlich über dem Einkommen des Zoologischen Gartens, und mit diesem Wächter burfte wohl so bald kein Gangster anbändeln wollen. Nehenbei ist diese Einrichtung natürlich eine großartige Reklame für den Zoo. Senkrecht: 1. etwas der Gesundung liches 2. japanische Inselstadt, 3. Neugeborenes, 4. Tier des Waldes, 5. Wacholderbranntwein, 6. Beschützer der Kunst und Wissenschaft, 8. Schulklasse, 13. magyarischer Männerrufname, 14. gemeines Subjekt, 16. Teil von Bühnenwerken, 17. Stadt in Brasilien, 19. männlicher Vorname. Entzifferungsaufgabe Einem Zoologischen Garten geht eine Sendung lebender Tiere zu, die folgende Zahlen als Aufschrift trägt: 5 8 6 8 9 1 9 und 8 5 5 1 9. Wie vermochte man hieraus den Inhalt zu erkennen? Besuchskarte Erna Maln Venedig Stil aus der Mitte des 12. Jahrhunderts Frauengestalt der griechischen Mythe Fallschirm mit Motor Ein junger Erfinder aus Marseille hat einen leichren Fallschirm konstruiert, der mit einem Motor und einem Steuerapparat versehen wurde. Diese Vorrichtung soll Personen, die den Fallschirm gebrauchen müssen, ermöglichen, die Richtung zu bestimmen, in der sie „fallen“ wollen. Zu oft sind Unfälle dadurch vorgekommen, daß die Fallschirme an Starkstromleitungen stießen oder mitten in einem Gewässer landeten. Dies soll jetzt vermieden werden. Für den Fall, daß der Flieger mitten in der Nacht abspringen muß ist auch ein kleiner, aber starker Scheinwerfer am Fallschirm angebracht, der den Landeplatz erhellt. Steuerzahlung in Ikorpionen Die Regierung des Iran hat ein interessantes Steuergesetz erlassen, das gleichzeitig die Steuerzahlung erleichtern und das Land von einer Plage befreien soll. Die Bauern nämlich, die mit ihren Steuern im Rückstand sind, können 75 v. H. der Rückstände dadurch abDer Assistent Der Bauer schreit über den Hof nach dem Knecht: „Krischan!" Aus der Scheune klingt es:„Ja?“ „Was tust du denn in der Scheune?“ Wieder von ferne, dumpf und verschlafen:„Nichts!“ Der Bauer:„Wo ist denn der Peter?“ Peters Stimme aus der Scheune:„Hier!“ Der Bauer:„Was tust denn nun auch du da in der Scheune? E1 Peter:„Ich heife dem Krischan!“ Variiert „Du zahlst wohl deinen Anzug in Raten ab,“ „Ja, der Klügste gibt nach und nach!“ Berechtigte Furcht Arzt:„Ihr Fall ist hochinteressant; er wird die ganze Wissenschaft bereichern!“ Patient:„Lieber Herr Doktor, das kann ich bestimmt nicht bezahlen!" Das arme Tier „Wen hat denn deine Frau bestern abend ausgezankt? Wir konnten es ja bis zu uns herunter hören!“ „Unsern Hund— der wollte wieder mal nicht po„Das arme Tier! Wir hörten, daß sie damit drohte, ihm den Hausschlüssel zu entziehen!“ Der Bekannter:„Laut Statistik hat die Zahl der Eheschließungen in letzter Zeit wieder bedeutend zugenommen. Ehefeind:„Ja, es sind unsichere Zeiten!“ Farbstoff Wasserfahrzeug Füllaufgabe Die neun leeren Felder sind je mit einem Buchstaben so auszufüllen, daß die drei waagerechten Reihen gleich den entsprechenden senkrechten lauten und ergeben: 1. ein Doppelsalz, 2. einen Fluß in Belgien und Frankreich, 3. einen Nebenfluß der Weser. Umstellungsaufgabe Anhalt Dresden Flammen Napoleon Staub Sonntag Standarte Schleslen Werden die vorstehenden Wörter richtig untereinander gestellt, so ist in der Diagonale von links oben nach rechts unten der Name eines bekannten deutschen Komponisten zu lesen. Welche Oper sagt ihr am meisten zu? Verschmelzungen Knie— Asta Baumfrucht Gau— Tanger Ruin zu deutsch Dorn— Ernst Der Polarstern Teig— Gunst Glasierte Tonware Toga— Ur Ehemalige Elbefestung Rabe— Inn Gebirgsstock der Rhät. Alpen da— Heros Britischer Besitz in Südafrika Kino— Finte Ansteckung(Fremdwort) Die ersten und sechsten Buchstaben der aus obigen Wortpaaren durch Verschmelzung gebildeten Wörter von nebenstehender Bedeutung ergeben, beides in der Wortfolge gelesen, einen bekannten Spruch. Dreisilbig Die erste nützt dem Bauersmann. Die beiden Andern kann man tanzen. Doch die Musik schrieb zu dem Ganzen Einst Kienzl.— Rat', wer raten kann! Pyramidenaufgabe „ Konsonant . n Persönliches Fürwort O Gefrorenes 9 A•0 Gesteinsart ••M Verpackungsmaterial ••• 9O“ Unahwendhares Schicksal Oben beginnend, soll jedes weitere Wort die Zeichen des vorangehenden Wortes haben und immer einen Buchstaben mehr. Die Zeichen dürfen dabei beliebig umgestellt werden. Auflösungen aus der vorigen Nummer Geographisches Silbenrätsel: Spezia, Eningen, Ithaka, Wangeroog, Arosa, Sudeten, Delitzsch, Utrecht, Breslau, Indre, Staufen, Trinidad.— Sei, was du bist, nur sei es Koppelrätsel: Elbe(r) Feld, Port(o) Buch, Land(0) Turm, Berg(e) Dorf, Jo(n) As Ar(m) Ada, Bö(o) Tier, Ziege(n) Hain, Hans(a) Bund. Ar(1) Ur.— Rosenmonat. Ballrätsel: 1. Schaf, Hawai, 3. Leber, 4. Matte, 5. Hilfe, 6, Paket, 7. Optik.— Schwerathletik. Kreuzworträtsel: Waagerecht: 1. Allotria, 6. Ala, 7. Spa, 9 Valusa, 12. Saal, 14. Erde, 16. Tell, 17. Emil, 18. Tran, 20. Erna, N. Sahara 25. Ehe, 26. Bas, 27. Innungen Genkrecht: 2. Lava, 3. Oel, 4. Tau, 5. Jsar,., Agteue, 8 Aderlaß, 10. Altena, 11. Teller, 13. Ader, 15. Vorn, 19. Asen, 21. Rabe, 23. Heu, 24. Ahn. Einsetzrätsel: Flamme, Koran Main, Geer, Schnecke, Grille, Pracht. Papua, Leiste, Undine.— Maiengruen. Silden=Anfügungs=Aufgabe: Revers Esprit. Insant, rade, Eiweiß Vormund, Orchester, Retorte, Bezug, Elfriede, Roland Erdkunde, Imbiß, Terrain, Ungunst, Nabob, Genuß, Elsaß, Nubier.— Reisevorberettungen. Süllrätsel: Opium, Nervi, Grete, Finte.— Operette. Seite 21 Nr. 156; Bochumer Anzeiger. Zehn Sekunden zur Entscheidung ee... Hut ode Beaskuche Raubmörder als Patient— Wenn die Sintflut käme... Posemnörer die Pe.. ge. Wir berichten hier von einigen Ereignissen der letzten Zeit, da Menschen zu schicksalhafter Entscheidung in Sekundenschnelle gnötigt wurden. Es ist natürlich immer leichter, nachträglich über die Richtigkeit oder Unrichtigkeit eines Verhaltens zu urteilen, denn einnagt, voetzrten Zeit, abzuwägen, zum anderen machen Huterher die jetzt ja bekannten Folgen eines Verhaltens das Urteil leicht. Wie aber, wenn, Ihneg höchstens Sekunden zum Entschausse, g Versuchen Sie einmal: Wie hätten Si gehandelt? Mutter, Frau oder Kind? In den nordamerkopschemniz, seiper Fraunzenen Kind und Dur ige bot auf das Dach einer FeldGeretels Die gurgeinden Waser Zu, terwühlen auch diesen letzten Standort nd Heger die K schpach. 4l und kann nicht schwinDie Wasser steigen, zevn Sekunden 5gaeder Vermuer zur Entscheidung; er konn, wit juh guch eine Person wohl selbt den Lamm erreichgtere auch ezurug sen auf dem Rucken mitnehmen. ber Zpei post den ihm kann, ist es für die andererz zg spat. Sungige liebiten Mieuchen mn Zui zehn Selunden traf der Farmer in Nordauerka auf besze eau sraf Die gele Kind Wie hätten Sie da gehandelts sein Kind. Wir hatten Eie du gehander.! Zwischen Bär, Tiger und Giftpfeilen Desmal beat bch ,ich, erzister ager die obderaläinbischen Werschgzgalingenoguez a. hren nicht, in ihre Wohnungen zurackzurehren. Der Nörder eines SA.=Mannes hingerichte. and Halle, 5. Juli. Halle wurde am Freitag der am 8. April 1888 eborene Karl Jänicke aus Schönebeck hingerichter, 1933 breinal zum Tode und zum Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte auf Lebenszeit verurteilt worDer Täter ist ein vielfsach, schzper Harstraser Geen hinterlistiger Weise übersalen. und hinterlitigtr Weise überfallen. demn hat das unmittelbar anschließzende Rebgher guge der Hauswand bexgghgungen, zig die Stichlamme stieß burch eini,ginburchev Der, Verwalter bes überliegenden Hausfront Bv. u. zi, sch gerade in der Hauses Oto mit einer befanden, wurden von Flugzeugunglück hat somit acht Todesopfer gefordert. Das Korps Saro=Borussia Heidelberg suspendikl dnb Heidelberg, 5. Juli. des gtademischen Zusimnig gas Kgrps Garo. Bo.eustig Heihelberg wigen ergzeger Poske Shagk aunbd Wintersemester 1935—1936 auf vier Se Der angeschulbigte Stadent von wurde mit der Entfernung von der Hochschezle, Herbg, den mit Nichtourechrgreniem., Sppeste g z##er, von tein eingesgarkeit der Universität unterstand. der Gerichtsbarlen der Annersttat unterstand. Dem Urteil lag folgender Tatbestand zu Grunde: 1. Am Dienstag, dem 21. Mai der großen epfitischen Rede des 8u3. vor, 45 Jluj. Aus aller Welt Abesiniens Raler uygen gungerig n n bu., Migaicher de deriagchen dier Cis aihene e 1en. Schwerer Flugzeugunfall bei Berlin scht vor end der Bede= Zautg und fteis int Pauzscheit, in Frad in den Tgraft der Verzwpeislung den Ast zu schüteln, den Wes vum Bückzohniong Stelle gehandelte Wie hätten Sie an Johnson= Situr gehanrele: Braut oder Brautjungfer? Bei Arles in Frankreich hatte der Landwirt ston Brugnon das Aufgebot bestellt. Vog, galtgg, Sitte Feichnet werden. Als man sch am fesigesetzten Tgge zur dachte andeges, sinbrg satete er se buchfäblich von Fleck weg, Sguz, Kefe5 im Aufgebot stand. Wie würden Sie gehandert haren? Ueberfallkommando oder Medizin? der Prager Arzt Dr. K. nachts gegen ½12 schaute demn Eindringling ins Gesicht und geragrmteg., ihm einen gefährlichgzichrhpeingg, der außer. In Griffweite stand das Telephon, um die„Besizel mentenschrank. Der Arzt geif zu den Medikamenten, un zunächst einmal den von Prämphringen. Als er ihn Sse an Steife des Arites gehandelt haben? Sie an Siene des Arzies gehandert haben? Wenn Sie der letzte Mensch wären... Ein britischer, phantastischer Schriftsteller, Turrnt Seton, hat das Problem aufgeworfen, was vier laja in dem Augenblick weilten, wo die übrige Welt zu ihnen emporstiege. Zwei. den vier Forschern noch zum Leben übrig: Der Kanadier Allan bringt seinen Kollegen Kullug um, weil er sich sein Leben lang gewünscht hat, einmal einen Mord begehen zu können. Der englische Geologe Joyce erschießt daraufhin Allan, setzt sich seinem Zelt auf dem Himalajagipfel nieder und legt Patience. Der deutsche Meteorologe Vendner macht bis zur letzten Sekunde meteorologische Notizen und verschließt sie, als das Wasser ihm schon bis zur Brust reicht, in eine Aluminiumflasche, die er den unendlichen Fluten anvertraut. Und wie würden Sie handeln als letzter Mensch auf dieser Eroe...? anf Toite dnb Berlin, 5. Juli. Heute vormittag gegen 11.30 Uhr ereignete sich über Britz bei Berlin ein schwerer Flugzeugunfall. Flugzeug.=ORAS., das regelmäßig für die Firma Siemens vom Flugplatz Tempelhof aus technische Versuchsflüge unternimmt, stürzte aus bisher nicht geklärter Ursache eine Viertelstunde nach dem Starl ab ind schlug in das Haus Jahnstraße 58. Der Flugzeugführer und fünf weitere Insassen kamen hierbei ums Zu dem Flugzeugunfall in der Jahnstraße in Britz ersohren uinglück in Brand gerset, was sicherlich auf den noch ziemlich gefüllien Benzintank des Flugzeuges, das erst eine Viertelstunde vorher gestartet war, zurauDie Wirkung des Unfalls war sehr stark. Einige Wohnungen des dreistöckigen Hauses wurden schwe oder Swoking in ein Hettatein de ziensich geräuschpol die Wirtstube, wobei von Quast blies. 2. Am 26. Mai 1935 wurde beim Spargelessen in e oice essece schche en der Führer äße. 3. Das Korps Saro=Vorussia, hotzggegzggere Vorsch die nicht immatrikaliert waren, von Charge, einem anderen die Funktion übertragen. Teurer Besuch im Löwenkäfig Den Teichhsinn unn dein Leden dezahn letzter Mensch auf dieser Erde.. Ein Fakir vertreibt eine ganze Stadt 215 000 Einwohner und ein falscher Prophet London, 5. Juli. Eine große Völkerwanderung gab es dieser Tage in Karacht, der Hauptstadt der britschzögdischen Provinz Sind. Nahezu die gesamten 213 0000 Einwohner verließen fluchtartig Karachi. Ein eingeborener Fakir und Sterndeuter, edr in den indischen Nordwestprovinzen eine plötzliche Berühmtheit erlangt hatte, weil er das Erdbeben von Quetta auf den Tag genau vorausgesagt, hatte für den Sonntag, 30. Juni, eine noch schlimmere Erdbebenkatastrophe prophezeit. Schon Tage vorher begann der Auszug der Stadt bewohner. Angestellte flehten ihre Chefs um längeren Urlaub für das unheilvolle Wochenende an, und schon 57 jähriger wird von Brüssel, 4. Juni bis über die frovz=rpg,9 Fust essetzte es mit seinen Seine Vorliebe aber antezegggerstgunte ase, als Juste sich eines Tages mitten ie Artvzilte er hüchif berächtlich über die Löwen aus, Ort weilne— hochst berachttich über die Löwen aus, die man mit der Velg gagen, efesegevegre poge siche hine Der Entschluß wurde von dem Tierbändiger durch einem Tatenhieb zu Boden schlug. Nur mit greber Nühe gelang es dem Oöpen glagen, des Tiereg zu entreißen. Arzt und Apotheker des Ortes bemühten sich Tagen mußte Oxyde Juste seinen Leichtsinn mit Leben bezahlen. Bootsunglück auf der Donau u Gorperte, drei Pote.— Dus WraWien, 5. Juli. der Donau sank am Donnerstag in dem besüchtigten Strudel von Grein während eines hefv. Schleppkahn. Menschenleben waStrom und ertranken. Feuergefecht mit Schmugglern Dresden, 5. Juli. Beim Ueberschreiten der sächsisch=böhmischen Grenze aus der Richtung Tschechoslowakei wurde am Donnerstag nachmittag bei Altenberg eine Schmugglerbande von sächsischen Grenzbeamten angerufen. Die Schmuggler flüchteten weiter auf deutsches Gebiet und eröffneten auf die sie verfolgenden sächsischen Grenzbeamten das Feuer. Bei dem sich hierauf entspinnenden Feuergefecht wurden drei der Schmuggler erschossen. Zwei sächsische Grenzbeamte wurden verletzt. einer Löwin zerfleischt Scherl-Bilderdienst Bitwoch durch den amerstanischen Geschafts. träger in, Addis Abeba Die erguezte guchrigrer: sels sich um die Schlichtung des gpesstrzisch stalienischen Konf'Zittnahme-pezbe Haiferser Selassi l. von Abessinien und zeigt ihn während einer Parade. nien. Werka=Warka heißt in wörtlicher Uebersetzung sche Forscher vom Kaiser von Abesinien die Erlaubbeigesetzt waren. Fische sind Abstinenzler Frankfurt, 4. Juli. In einer oberfränkischen Ortschaft mußte ein Bierbaren Bieres in seinen Fischweiher laufen. Die Folge war, daß fast der ganze Fischbestand zu Grunde ging. Fische vertragen eben rein Bier. Die Aufgaben der deutschen Chemie 48. Hauptversammlung des Vereins Deutscher Chemiker Königsberg, 3. Juli. Die allgemeine Sitzung der 48. Hauptversammlung des Vereins Deutscher Chemiker in der Königsberger Stadthalle wurde am Mittwoch durch den Professor Dr. Paul Duden(Frankfurt a..), mit Wehrnacht, der Partei, der Behörden, Loste ersyet, Prof in Dierst an der Voltligeneinmiker durch die Sammlung aller Berufsgenossen immer vollständiger in die Aufbauarbeit des Führers hineinzustellen, ferner allgemein für chemische Arbeit E. ständnis und Wertschätzung zu gewinnen und neue nutzliche Arbeitsmöglichkeiten zu schaffen.##ofessor Dr. Duden gab dann der Versammlung Kenntnis von eine# neuen Stiftung, die dem Verein von der.=.= Farbenindustrie AG. zur Verfügung gestellt worden ist. Sie gilt dem Andenken des Geh. Rats Professor Dr. Karl Duisberg, dessen hghrsgeßendgg, Wirken der deutschen Chemie Weltruf verschaffe hut. Die Stitung erbringt alfsährlich ein Stiyendium,. vox 1000 Reichsmark für denjenigen jungen Chemiter, der in Göttingen, Jena oder München studiert und die beste wissenschaftliche Jahresleistung vollbracht hat. Professor Dr. Duden überreichte sodann im Namen des Vereins Deutscher Chemiker die Emil=Fischer=Denkmünze an Professor Dr. Adolf Butenandt(Danzig) für hervorragende Forschungen auf dem Gebiete der Keimdrüsenhormone und die Liebig=Denkmünze an Professor Karl Ziegler(Heidelberg) sowie an den Professor für physikalische Chemie Dr. Roth(Braunschweig), Vide in die Wen jachsische Grenzbeamte Die Goldquellen des Königs Salomo entdeat * London, 5. Juli. Der polnische Forscher Graf Byron de Prorok teilt mit, daß er das geheimnisvolle Land Ophir entdeckt habe, jenes sagenhafte Land, das König Salomo das Gold für den Tempel von Jerusalem lieferte. Das Ophir der Bibel sei identisch mit dem Tal WerkaWarka in den unzugänglichen Bergen von WestabeinFranzösische Studenten besuchen deutsche Universitäts Zwölf französische Studenten begeben sich am Samstag nach Marburg, wo sie drei Wochen als Gäste, deutischer Familien am studentischen Leben ihrer deutschen Kameraden teilnehmen werden. Im Monat Septembe werden zwölf deutsche Studenten als Gäste in Paris erwartet. „Graf Zeppelin“ in Pernambuco Nach Mitteilung der Deutschen Seewarte stand das Luftschiff„Graf Zeppelin", von Rio de Janeiro heimkehrend, am 5. Juli um.35 Uhr mitteleuropäischer Zeit über Pernambuco, wo planmäßig eine Zwischenlandung stattfindet. Von Rio de Janeiro bis Pernam. buco machte das Luftschiff im Durchschnitt 93 Stundenkilometer Fahrt. Drei Turmseilkünstler im Zirkus abgestürzt Bei der Eröffnungsvorstellung des Zirkus Gleich in Anklam ließ während einer Schaunummer von fünf Turmseilkünstlern plötzlich das Seil nach; drei Artisten stürzten in die Arena. Willi Wallenda, das Haupt der Truppe, erlitt eine schwere Gehirnerschütterung und einen Schlüsselbeinbruch, Liselotte Neugebauer komplizierte Unterarmbrüche und eine Kopfwunde, der dritte kam mit geringfügigen Verletzungen davon. zeriet durch eine Fehlzündung des Motors Frau und zwei Kinder bei Gebäudeeinsturz in Italien Castellamare am Golf von Neapel stürztz, Plötztlich nur als Leichen geborgen werden. Schwere Unfälle bei der amerikanischen UnabhängigAm Unabhängigkeitsfeiertag haben Jahre wieder in gonz Bige Zl1e thr wurden 5ak Todesorser genelbet. In Pennszboanen sander, dri. Luie rennfahrer den Tod. Bei einem Feuerwerr wulve ein id getötet. Hunderte von Männern, Frauen und Kineren finle Ver ühntichen Unfällen verletzt worden. Wagen mit 20 Fässern Benzin bei Lille verbrannt Bei Lie vv.u. V..n, Der ezwa 20 Fässer Ven in Selden halste. Dir Vagensidr altz, setrar; Bochntauns ein Bauembof und eim Sgesse, von den Flammen ergriffen und stark be#chädigt. Kindern sind bei ähnlichen Unfi Polnisches Motorschiff in Monfalcone von Stapel gevon Monfalcone bei Triest ist das MoMeter laug, bat eine Agsgeßgeb eine.(Geschwindigkeit Brutoregistertonnen und bestv, halg von sechs Movon 20 Knoten. Es ist dies innerhals von seecg# Monaten der zweite Stapellauf eines polnischen Schitfes a sger fatensthen Rtcht. wndren sbre Kele Seite 22 Nr. 156 7 Bochumer Anzeiger„ Samstag Sonntag,./7. Juli 1933 Unterhaltung Bäume, Reiratsvermittlung und alte Damen Rechts sind Bäume,— links lind Bäume Wenn sich der kleine Moritz Berlin vorstellt, denkt er mit Grausen an eine endlose Steinwüste. Aber das gerade Gegenteil ist der Fall. Diese Stadt ist— bitte lächeln Sie nicht so ironisch überlegen!— die baumüberlegen und verächtlich die Nase. Es war gewiß einmal so, daß viele dieser Heiratsvermittlungsbüros ein Schreibmaschine, Kartothek, Aktenbündel, Leitzordner. Ein phantastisch umfangreicher Briefwechsel muß hier jenau registriert und geordnet werden. Wenn man die Bilder der vielen hübschen Mädchen sieht, die sich hier „alte Schachtel“ den Weg zum Heiratsbüro, findet, irrt sich sehr. Viele hübsche und kluge Damen, die sich in der großen Einsamkeit Berlins nach einem passenden Partner sehnen, versuchen auf diese Weise ihr Glück... ... Da laß Dich ruhig nieder! Man sagt, daß Berlin die klassische Stadt der Unrast sei. Man sagt, es gebe hier keine Gemütlichkeit. Man sagt, daß die Menschen nicht seßhaft seien. Wie aber ist es in Wirklichkeit? Fragen wir mal die zwei alten Damen— diese zwei alten Damen haben in den arten Bamen— biese zwe. alten Dan letzten Tagen ein seltenes und originelles Jubiläum mal so, Daß viele dieser Heiratsvermitzatrgeichte Prait gefeiert, ein Jubiläum, wie es gerade in Berlin nicht etatter Schwind! glich pielen Wislignen zerrann im alle Tage vorkommt. reichste Stadt der Welt. In Berlin haben nicht weniger als 430 000 Straßenbäume ihren ständigen Wohnsitz. Man sieht sozusagen den Wald vor lauter Bäumen nicht. Das Wunderbare aber ist, daß sich unter den Straßenbäumen die seltensten Exemplare befinden, die aus irgendeiner sagenhaften exotischen Gegend nach Berlin importiert wurden. Berlin ist alles eher als eine graue, reizlose Stadt, Berlin ist ein riesiger, blühender botanischer Garten. Wenn Sie mir nicht glauben, fragen Sie bitte die Herren von der Statistik. Jeder dritte Baum in Berlin ist eine Linde! 430 000 Straßenbäume gibt es— wieviel Linden hat also Berlin? Rechnen Sie bitte nach! Ich möchte keinem Botaniker raten, sich auf eine Wette einzulassen, wenn er etwa behaupten sollte, daß ihm alle Berliner Baumarten bekannt sind. Er wird auf einem Bummel durch Berlin manchen Baum antreffen, der ihn in Verlegenheit bringt. Wissen Sie zum Beispiel, wie ein„Christusdorn“ aussieht? Oder die türkische Baumhasel? Was sind denn die„Rhus“ für Bäume. wie? Na sehen Sie, mein Lieber! Es gibt Bäume zwischen Himmel und Erde, von denen sich unsere Schulweisheit nichts träumen läßt... Rauten Sie Blutegel? Unter den tausenden Berliner Geschäften gibt es die seltsamsten und originellsten Läden. Sollten Sie dringend irgendeine alte Lanze benötigen, die vor Hunderten von Jahren gebräuchlich war, oder eine Taucherrüstung oder einen lebenden Bultegel, dann fahren Sie bitte nach Berlin: hier kann man in zahllosen alten, geheimnisvollen Geschäften, von denen nur wenige Berliner eine Ahnung haben, die tollsten Dinge kaufen. Hier ist alles zu haben, was das Herz begehrt. Die Frage ist nur die: wer hat Interesse für Blutegel, alte Lanzen und Taucherrüstungen? Aber in Berlin gibt es zu den passenden Sachen auch die passenden Käufer. Am Rande der Stadt befindet sich, so wahr ich das schreibe, eine Blutegel= und Mehlwurmhandlung und am Lützowplatz ist ein Geschäft, in dem man Taucherrüstungen bekommen kann. Ganze Straßenzüge sind in Berlin voll von Antiquitätenläden, ein Laden neben dem andern. Da gibt es einen Mann, der nur mit alten Waffen handelt. Alles, was mit einer Waffe nur die entfernteste Aehnlichkeit hat, wird hier„geführt". Eine Taucherrüstung, wenn die Ihre schon schadhaft sein sollte, kostet zwischen 800 und 2000 Mark. Ob man sie auch in Raten abzahlen kann, weiß ich nicht. Wie romantisch das klingt: Ich habe mir gestern eine neue Taucherrüstung gekauft— natürlich auf Abzahlung... Was halten Sie vom Reiratsbüro? Wenn die Leute das Wort„Heiratsvermittlung“ hören, rümpfen die meisten, wenigstens die Männer, mit den unwahrscheintich dieren Minionen zertann, im gegebenen Moment wie eine schillernde Seifenblase. Die Dame des Hauses war in vielen Fällen eine verkrachte oder entgleiste Kurfürstendamm=Schönheit. Pompöse Inserate in gewissen Berliner Zeitungen versprachen den einsamen Junggesellen goldene Berge. In den meisten Fällen war es ein glatter„Reinfall“ Ein frischer Wind hat jede verdächtige Sorte von „Eheanbahnungsinstituten“, hinweggefegt und wenn man heute das Haus des„Reichsverbandes Deutscher Heiratsvermittler“ betritt, gewinnt man die Ueberzeugung, daß es sich um eine saubere und reelle Einrichtung handelt. Es ist alles, wie in einem„richtigen“ Büro, denn auch das Glück will„organisiert“ sein: Stenotypistin, Die beiden alten Berliner Schwestern— erwarten Sie bitte keine elementare Ueberraschung— wohnen schon volle 75 Jahre in ein= und derselben Wohnung! Und zwar in einer Stadt, in der manche Geschäfte vor der Machtübernahme fast jeden zweiten Monat ihren Besitzer wechselten, in einer Stadt der ständigen Veränderung und Bewegung! Man sollte den beiden treuen Schwestern ein Denkmal errichten. 75 Jahre in einer Wohnung! Auch das gibt's in Berlin: ein Rekord der Häuslichkeit, der Seßhaftigkeit. Wer Lust hat, den Damen zu gratulieren, schreibe an das Haus Alexandrinenstraße 79— ich garantiere Ihnen, Sie werden sich freuen— und vor Freude aus dem Häuschen geraten, wenn sie nicht so seßhaft wären. Alle Witze, die eschienen iym rsgeist Reisender in Kunstdünger Von kt. Klockenbusch Nachdem Bommels Karriere als Kabarettkomiker mit einem Fiasko geendigt hatte, wie es die ältesten Leute noch nicht erlebt haben, wurde er Reisender.— In Kunstdünger. Bommel erzielte nach kurzer Zeit verblüffende Erfolge und wuchs sich im Handumdrehen zu einer Verkaufskanone schwersten Kalibers aus. Mit Bombenumsätzen. Er hatte herausgefunden, daß die humoristisch=joviale Art der Kundenwerbung die beste ist und er verließ seine Kunden meistens mit einem Auftrag und der Versicherung, daß er ein Deubelskerl wäre. Leider vermochten diese geschäftlichen Erfolge, so erfreulich sie an sich waren, Bommels Ehrgeiz restlos zu befriedigen. Eine Wehmutszähre stahl sich in sein Auge, wenn er sich seines eigentlichen Berufes erinnerte, dem er infolge der Verstandnislosigkeit des Publikums hatte Valet sagen müssen. Im übrigen aber war Bommel mit sich so zufrieden, wie das bei einem Menschen mit verfehltem Beruf überhaupt denkbar ist. Seine Krawatten waren tonangebend, seine. Manieren bezaubernd und seine Witze„vom letzten Schnitt“......: Gaurn Gammet Trotzdem ereignete es sich, oaß Herrn Sommel eines Tages ein Witz zu Ohren kam, den er erstaunlicherweise nicht kannte. Im Dorfgasthaus lernte er einen jungen Arzt mit soeben begründeter Praxis kennen. Bommel hatte ein Brillantfeuerwerk mehr oder weniger geistreicher Witze vom Stapel gelassen, ohne den maliziös lächelnden Mediziner zum Lachen zu bringen. Da überraschte ihn der Arzt mit der Frage, ob er die Geschichte von den Bauern kenne, der zum Abendbrot dicke Bohnen mit Speck aß. Nein, die kannte er beschämenderweise nicht. „Die Leute hierzulande“, begann der Arzt,„erfreuen sich eines Appetits, von dem man in der Stadt kaum eine Vorstellung hat. Da kam zum Beispiel ein Bauer, sagen wir mal Klaas Hinrichsen, vom Feld nach Haus. Seine Frau setzte ihm eine große Schüssel auf den Tisch. Dicke Bohnen mit Speck, Klaas Hinrichsens Leibgericht. Als die Schüssel leer war, fragte die Bäuerin, wie es ihm geschmeckt habe. Statt einer Antwort schiebt Klaas ihr die Schüssel zum Nachfüllen hin. Auch der Inhalt der zweiten Schüssel verschwindet.„Nu, wu schmeck di dat?“—„Tjä“, sagte Klaas, „dat kann ick di nu noch nich seggen.“— Sorgenvoll füllt sie die Schüssel zum dritten Mal. Es würde für die Knechte nichts übrig bleiben. Als sie sie zum vierten Mal nachfüllt, ist der Topf leer, aber die Schüssel fast voll.„Dat schmeckt good, nich?“ sagt die Bäuerin, indem sie ihm den Rest vorsetzt. In diesem Augenblick wurde der Arzt durch den Wirt verständigt, er würde am Telephon gewünscht. So wurde Bommel schmählich um den Schluß der appetitlichen Geschichte betrogen. Bommel fand in dieser Nacht keinen Schlaf, sondern wälzte sich ruhelos auf seinem Lager. Es wollte ihm nicht gelingen, herauszufinden, was Klaas Hinrichsen gesagt haben konnte. Uebellaunig verzehrte er am Morgen sein Frühstück und setzte seine Geschäftsreise fort. Es kann gleich an dieser Stelle erwähnt werden, daß Bommels Umsätze in Ammoniak und Superphosphat in den nächsten Tagen erheblich zurückgingen, was zweifellos auf sein erschüttertes Selbstbewußtsein zurückzuführen war. Jedem anderen hätte es ganz gleichgültig sein können, was der Bauer Klaas Hinrichsen gesagt hatte, aber bei Menschen, die ihren Beruf verfehlt zu haben glauben, versagen die üblichen Maßstäbe. Die Lücke in seinem Vorrat an Witzen ließ Herrn Bommel keine Ruhe. Sein Ehrgeiz litt empfindlich unter der Tatsache, daß er nicht imstande war, zu einer kleinen Geschichte einen passenden Schluß zu finden, oder wenigstens zu erraten. Alle 2 er je in seinem Leben gehort hatte, erschie jetzt fade und nichtssagend. Sein Unternehmungs ließ immer mehr nach und es trug nicht zur Besserung seiner Stimmung bei, daß seine Firma fast täglich einen Brief schickte, in welchem sie ihrer Verwunderung über das Ausbleiben der Aufträge Ausdruck gab. Schon drohte die Firma in energischer Weise, man werde sich nach einem anderen Reisenden umsehen, dessen Tätigkeit wenigstens die Spesen wieder hereinbrächten, da geschah es, daß Bommel in einem abgelegenen Dorf am Stammtisch des einzigen Gasthofes saß und die Gespräche der Honoratioren trübsinnig über sich ergehen ließ. Der Förster erzählte Geschichten, die Bommel entsetzlich fand. Und dann erzählte 1s der Grünrock die Geschichte von dem Bauern, der dicke Bohnen mit Speck aß und Bommel spitzte die Ohren, um ja kein Wort zu verlieren. Als die Bäuerin die Schussel zum vierten Mal füllte, erhob er sich unwillkürlich vom Stuhl und blickte den Erzählenden gespannt an. „Dat schmeckckt good, nich?“ fragte die Bäuerin. Der Bauer knöpfte, um Platz für die vierte Schüssel zu schaffen, den unteren Rockknopf auf.„Tjä“, sagte er,„de Hunger driww et rinn!“ Bommel sank entspannt auf seinen Stuhl zurück, indessen der Lehrer, zum Förster gewandt, bemerkte: „Ich habe von Ihnen auch schon bessere Geschichten gehört. Ueberdies ist die Geschichte gar nicht neu. Ich kannte sie schon, als ich noch in der Wiege lag. Meine Mutter erzählte sie immer, wenn es mit dem Einschlafen gar nicht klappen wollte.“ Trotzdem, Herrn Bommel gefiel die Sache nicht übel. Selig lächelnd, sank er zum ersten Male wieder in einen richtigen traumlosen Schlaf. Vorher aber hatte er eine Idee. Es würde den Effekt erheblich steigern, wenn man die Bäuerin stottern ließ. Sowas wirkte nach seinen Erfahrungen immer. Gleich morgen würde er die Geschichte beim ersten Kunden anbringen. Der erste Kunde war Bauer Karsten, der gerade beim Frühstück saß, als Bommel freundlich lächelnd und sein Köfferchen schwenkend, in die riesige Küche tänzelte. Es fiel Bommel nicht schwer, geeigneten Gesprächsstoff zu finden. Nach dem Avvetit zu urteilen, den Karsten entwickelte, durfte er bei ihm Verständnis für seine Geschichte voraussetzen. Ob Herr Karsten schon von Klaas Hinrichsen gehört hätte, der so kolossal essen könnte? Der Bauer schüttelte den Kopf. Den Namen kannte er nicht und an der genannten Eigenschaft fand er nichts Ungewöhnliches. „Klaas Hinrichsen kam vom Feld nach Haus. Seine Frau, die einen kleinen Sprachfehler hatte, setzte eine große Schüssel auf den Tisch. Dicke Bohnen mit Speck. Als die Schüssel leer war, fragte die Bäuerin:„.. w... wie hat es g..... geschmeckt?“ In diesem Augenblick betrat Frau Karsten die Küche. Der Bauer schob seinen Teller beiseite, stand bedächtig auf und verabfolgte Herrn Bommel eine Ohrfeige. Eine von der Sorte, die nur in Bayern und an der Wasserkante gedeihen. Nur durch schleunige Flucht konnte sich Bommel vor weiteren Ausbrüchen dieser unbegreiflichen Gewalttätigkeit retten. „Ss.. son S.... Schwienkäl!“ erboste sich Frau Karsten. „Is recht,“ sagte der Bauer bedächtig,„wenn du ook'n beten mit de Tunge anstöttst, darüm brunkt hei di dat nich nag do moten!! wach Hippe blieb in der Quarta sitzen. Wegen schlechtem Latein. Der Rektor wollte ihn noch einmal prüfen. „Kannst du wirklich so wenig, Hippe, daß du im Latein durchgefallen bist? Wie heißt denn der„Hund'?“ Heulte Hippe:„Professor Herrscher, Herr Rektor.“ „Hamb. JII.“ Von C. Baumann „Ist das alles, was ich Ihm antun soll, Herr Fritz.“ „Nein, Minchen. Es ist etwas anderes. Komme mit mir ein Stückchen hinein in den Frühling. Dorthin an den Bach und an den Erlengrund, der da in der Sonne träumt. Willst du das, Minchen?" Zögernd, doch gerne erhob sie sich, und dann traten sie hinaus in die Welt— hinaus in den großen Gottesvom und in den duftenden Frühling. Mit einem Arm hatte Seydlitz das Mädchen umschlungen, mit dem andern schwenkte er den Hut.„Mohammed“ wunderte sich nicht schlecht, als er die beiden da herauskommen und an ihm vorübergehen sah. Er wieherte nicht diesmal. Er blinzelte in die Sonne, drehte die Ohren und trabte den beiden gemächlich nach. Quer gingen sie über die blühende Wiese. Bis an den Erlenbusch. Hier setzten sie sich nieder. Leise wiegte sich ein Vögelchen in den und lächelnd strahlte die Frühlingssonne. Auch„Mohammed“ hielt sich abseits, um die beiden nicht zu stören. Hier und da rupfte er ein Grashälmchen ab. Es schmeckte doch anders hier in der freien Gottesnatur als daheim im Stall. Und doch fehlte ihm etwas — sein Herr! Der aber saß mit dem Mädchen im Grase und flüsterte vom Lenz und von der Liebe. Wie es nur der Junge fertig gebracht hatte, von sich selbst zu reden und von dem, was er für das Mädchen fühlte. Der Frühling war daran schuld! Mit seinen linden Lüften und mit seinen duftenden Blüten hatte er da zwei Herzen gebunden, die noch nichts ahnten von der Welt und ihren Tücken..e.6 Er „Hast du mich auch wirtlich lied, Fritz?“ „Ja, Minchen. Doch wie oft soll ich dir das noch lagen?“ Mr 9 Ei. „Immer wieder, mein Fritz: Aver du wirst es wohl verstehen, daß ich noch einmal danach frage. Du erzähltest mir doch, daß„Mohammed“ dein einziger Freund ist. Und da soll ich nicht eifersüchtig werden?" „Nein, kleines Minchen! Das brauchst du nicht! „Mohammed“ ist mein Freund, ein Stück von mir selbst. Doch du bist meine Seele.— Mein Leben!“ Leise küßte er den roten Mund, der sich willig ihm bot. Dann fuhr er fort: „Paß auf, Minchen, wenn ich erst Soldat bin, dann hole ich dich und dann wirst du für immer mein sein.“ „Leg nicht aus, Fritz! Genieße mit mir den schönen Frühling und die Liebe und laß die Welt ihren Lauf gehen. Nur behalte mich lieb!“ Wieder fanden sich ihre Lippen, doch dann kam einer, der auch nicht vernachlässigt werden wollte.„Mohammed“! Neugierig steckte er seinen Kopf zwischen den Zweigen durch und lugte mit klugen Augen auf seinen Herrn. Gleich bemerkte ihn Seydlitz. „Siehst du, Minchen. Der will auch Anteil haben an unserm Glück!" Lächelnd nickte sie, sich an den Geliebten lehnend. Behutsam glitten ihre Finger über das weiche Fell des Schimmels. Und dann beoachtete sie ihn, wie auch er sich an Seydlitz anschmiegte. „Du hast recht, Fritz! Er muß ein Stück von dir sein. Dein„Mohammed“ gehört zu dir; wie auch du ohne ein Pferd nur ein halber Mensch sein würdest.“ „Meinst du?“ Ein Kuß war die Antwort. Noch ein Weilchen saßen sie so beieinander. Doch endlich ging es wieder der Schenke zu. Die Mutter war noch nicht daheim, als sie dort anlangten. Schnell holte Minchen noch etwas Weißbrot für den Freund ihres Geliebten, das dieser gerne nahm und sich munden ließ. Und dann hieß es Abschied nehmen für heute. Unruhig stand der Schimmel vor der Tür. Es dauerte ihm beinahe zu lange. Oder war er etwa eifersüchtig auf das Mädchen? „Adieu, Minchen und denke an mich!“ „Adieu, Fritz. Komme recht bald wieder. Immer warte ich auf dich und immer wirst du hier willkommen 5„„„...: Mädchem trat an i5. Nun stieg Seydlitz auf. Das Mädchen trat an ihn heran, noch einmal das weiche Fell des Schimmels zu streicheln. Bring ihn gut heim,„Mohammed“!“ Seydlitz lachte. Noch einmal reichte er die Hand herunter und dann ging es im Galopp davon. Er machte noch einen kleinen Umweg an dem Erlenbusch entlang, der sein Glück gesehen hatte, und winkte nach Minchen zurück. Eine Träne schimmerte in seinem Auge, wie er das herrliche Mädchen so von ferne sah und ihm herzlich zuwinkte. Und dann ging es die Straße hinauf, der Stadt zu. Es war Abend, als er dort anlangte. Die Lichter im Schlosse brannten, so daß Seydlitz gleich wußte, daß der Markgraf wieder wohlauf war. So schnell es ging, brachte er„Mohammed“ in den Stall, und dann wollte er sein Zimmer aufsuchen, um sich umzukleiden für den Dienst. Die erste Treppe kam er ungesehen hinauf, auf der nächsten begegnete ihm ein Lakai. „Seine Hoheit befehlen den Herrn Pagen sofort zu sich!“ richtete er aus. Ohne Gruß eilte Seydlitz weiter. Viel Zeit blieb ihm nicht. Dennoch zog er sich um und stand wenige Minuten später vor dem Markgrafen. Schlecht gelaunt empfing ihn der, im Kreise einiger Herren. „Nun, Herr Page? Er streift wohl während seiner Freizeit in der Gegend herum und macht Jagd auf hübsche Mädchen?“ „Ich benutzte die Freizeit, die mir Ew. Hoheit gewährten, zu einem Ausritt.“ „So— und die kleinen Mädchen?“ „Habe ich auch gesehen, Ew. Hoheit", antwortete Seydlitz trotzig. „Und geküßt?“ platzte der Markgraf heraus. „Auch das, Ew. Hoheit!“ kam die Antwort. Seydlitz hoffte, den Fürsten auf diese Art loszuwerden. Durch seine Worte forderte er dessen Laune aber erst recht heraus. „Also geküßt hat unser kleiner Page auch schon. Da werden sich wohl die alten Weiber im Schlosse zusammennehmen müssen, um diesem Knaben nicht in die Hände zu fallen.“ „Ew. Hoheit mögen vermettieren, mich zurückziehen zu dürfen“, antwortete Seydlitz, der keine Lust hatte, sich noch länger zum Narren halten zu lassen. Der Markgraf freute sich schon, an seinen Pagen wenigstens einmal eine Bemerkung zu richten, die diesen aus der Fassung bringen würde. Er sah wohl den hochroten Kopf des Jünglings; der Blick, den ihm dieser zuwarf, entging ihm. Um ihn nur mehr zu reizen, sprach er wieder auf ihn ein. „Hahahaha. der Herr Page kneift. Er bleibt!— Sein Dienst ist noch nicht terminiert.“ .„Ein Seydlitz kneift nie, Ew. Hoheit", erwiderte er stolz. „So!— Aber wie ist es denn nun mit den alten Weibern— He?— Antworte Er!“ Erst stutzte Seydlitz. Er fühlte, daß ihn der Markgraf necken wollte. Er hatte dazu aber keine Lust, zumal er schon häufiger behandelt wurde wie ein kleiner Junge oder wie ein Narr, mit dem jeder seine Possen reißen konnte. Stramm stand er nun vor seinem Heren: und schon kam die Antwort. „Ew. Hoheit mögen bedenken, daß ich noch jung bin, und daß ich es nicht nötig habe, einer jeden Schürze nachzulaufen, wie das ältere Herren tun!" Die Antwort saß! Das merkte jeder der Anwesenden im Saale. Offensichtlich waren diese Worte auf den Markgrafen von Brandenburg=Schwedt selbst gemünzt, denn dessen Liebschaften waren überall bekannt. Friedrich Wilhelm fühlte den Stachel dieser Worte, tat aber ganz unbefangen. Lachend nahm er sein Glas, trank es aus und fragte weiter: „So meint Er wohl gar einen unter uns, Herr Page?— Vielleicht sogar mich?" Die letzten Worte brachte er so heraus, daß sie unter seinem Gelächter fast gar nicht gehört wurden. Dennoch hatte sie Seydlitz verstanden. „Ew. Hoheit scheiden bei diesen Observationen gänzlich aus. Ew. Hoheit haben doch dero höchste Frau Gemahlin, der Sie in Liebe zugetan sind.“ Wieder war der Markgraf geschlagen. Nun hatte er zur Fortsetzung dieses Rededuells keine Lust mehr, Barsch rief er daher dem Pagen zu: „Genug für heute! Gehe Er zu Bett!“ Ohne ein Wort zu sagen, machte Seydlitz kehrt, salutierte und verschwand. Seinem„Mohammed“ erzählte er das ganze Erlebnis. Mit gespitzten Ohren hörte der zu, was sein Herr ihm zu sagen hatte. Als er dann mit seinem Bericht zu Ende war, schmiegte er seinen Kopf an Seydlitz' Wange, als wollte er ihn trösten. Seydlitz fühlte es. Sein Pferd kannte ihn. Liebkosend fuhr er ihm mit der flachen Hand über den Hals und eilte dann er in sein Zimmer. Lange noch stand er da oben am offenen Fenster, den Blick hinaus in die Nacht gerichtet. Noch einmal durchlebte er die schönen Stunden mit Minchen unter dem blühenden Erlenbusch. Die Nachtigall sang ihr Liebeslied hinaus in das nachtdunkle Land, als grüße sie ein fernes Wesen. Auch Seydlitz hörte es. Auch seine Gedanken gingen diesen Weg. Nach geraumer Zeit trat er zurück und legte sich schlafen. Unten in der Halle aber ging der Spuk weiter. Markgraf Friedrich Wilhelm hatte sich über die Worte seines Pagen geärgert. Er fühlte, daß er den Bogen nur bis zu einer gewissen Spannung biegen dürfe, wenn er nicht brechen sollte. Seine Kavaliere sollten ihn allerdings keineswegs nachgiebig sehen. Er spielte daher den Unbefangenen, der das kleine Erlebnis längst vergessen hat. Uebermütig zechte er mit seinen Gästen, um sie zu ermuntern. Als dann die Stimmung am höchsten war, verlangte der Markgraf von seinem Gefolge einen Ausritt. Die Pferdeburschen wurden geweckt. Bald standen die Tiere bereit. Von seinem Fenster aus hörte Seydlitz den Lärm. Eilig kleidete er sich an und stürzte hinunter. (Fortsetzung folgt.) Seite 23 Nr. 156° Bochumer Anzeiger„ Samstag Sonntag,./1. Juli 1935 Bas schous Weseiegiant Von Bernhard Flemes Werra und Fulda drängt der Kaufunger Wald hart vor, am linken Ufer der Weser der Reinhardswald, am rechten die südlichen Vorberge des Bramwaldes. Die beiden Hauptberge— Hauptgebirge muß man schon sagen— sind am Oberlauf des Flusses die beiden Berg=Brüder Reinhardswald und Solling. Beide stehen am Flusse, beide sind ausgedehnte, hohe Waldflächen, aus denen einzelne, gerundete Kuppen ragen. In morastigen Sullen wühlen Schwarzkittel, während an den Säumen der Dickungen Fährten von Rotwild zu spüren sind. Im Solling gibt es sogar Torfmoore. Jagten die Braunschweiger Herzöge im Solling, so die hessischen Landgrafen im Reinhardswald. Beide Gebirge haben charaktervolle Wiesentäler, beide stellen die Eigenart der Wesergebirgswälder— die Waldverlorenheit und Einsamkeit, das Idyll der Täler— in sich geschlossen dar. Dann hebt sich links der Häuptling, der große Christoffel der Oberweser, der Köterberg. Ein einzelner Gipfel, auf dessen 500 Meter Höhe ein achteckiges Aussichtslokal steht. Mit seinen Glaswänden ist es das Fernglas des Gebietes, das man da oben von den südlichen Kasseler Höhen bis zum nördlichen Süntel, vom westlichen Teutoburger Wald bis zum Brocken— also weit über die östliche Leinegrenze hinaus— übersieht. Er steigt schon aus der Hochebene, die hier als Paderborner, dann als Ottensteiner sich links ausdehnt und sich nahe Hameln im lippischen Berglande verliert. Dann sind noch da Vogler. Hilds, Ithund der Nordwall mit Süntel und Weserkette, mit Deister und Bückeberg. Alle haben ihr Besonderes am meisten hat es der Ith. Dieser schmale Bergturm stürzt mit grotesken Felsbildungen zum Tal ab, poltert mit Polypheum=Steinbrocken, und der Wanderer muß sich auf schmalem Kammweg den Pfad stolpernd erkämpfen. Diese Hauptberge umstehen, durchschweifen als geradrückige oder weichgebuckelte Züge ein Land, in dem sich die sanfte Schrägung der Höhen, die nur nach der Weser steil absinken, in Acker und Flur der Täler fortsetzt. Es ist also überall ruhevolle, stetige Geländebewegung, darin Dörfer und Städtchen, Weiler, Schlösser geschaukelt werden, hier auf eine Höhe, dort in ein Tal. Das Wesertal selbst weitet sich erst kurz vor Hameln und zieht dann als breite Talebene, von der monumental wirkenden Weserkette begleitet, bis an die Porta. Im südlichen Teil fällt der Blick des Talwanderers meist gegen Bergder zwis gleichmäßige Wellenschlag der Berge, deren Höhe hen 300 und 500 Meter liegt, das ganze Gebiet. Die Personendampfer sind das sommerliche Ereignis des Wesertales zwischen Hameln und Münden. oen der Gegenwart und der ewig sich gleic Natur in Baum und Wasser, das ist der * an aleichbleibenden beglückende der Oder aus. Wälder duften herüber und das aufgewühlte Wasser sprüht Erfrischung. Kann man nicht an manchen Stellen rechts und links in den Laubvorhang der Wälder greifen? Daß die Weser im Oberlauf ein Bergfluß ist, merkt man recht erst auf dem Schiffe. Flöße treiben langsam zu Tal. Schlepper dampfen und ziehen vier. fünf Bockschiffe hinter sich stromauf, andere treiben mit Steinen, Kaliprodukten, Korn und dergleichen ohne Dampfkraft abwärts nach Bremen, andere liegen an den Kais und werden befrachtet. Hunderte von Paddlern regen sich braun und fröhlich auf dem Wasser. Die Weser ist der Fluß für die Paddler. Und nahe dem Ufer liegt der Stromgott faul im Wasser. Man sieht ihn nicht, aber sein langer grüner Bart wallt, mit Hahnenfußblüten weiß betupft, auf der Oberfläche. Der Dampfer fährt von Münden bis Hameln den ganzen Tag. Es wird nicht langweilig. So ruhig bewegt ist alles und stillsonnig und duftig. Herrliche Reise nach Schlesien Wer die Landschaft mit dem hundertfältigen Gesicht noch nicht kennt, für den ist sie eine einzige große beglückende Ueberraschung, und der sie flüchtig einmal sah, dem zeigt sie bei jedem neuen Besuch neue Wunder. Schlesien ist in seiner Vielfalt der Spiegel deutscher Landschaft schlechthin. Der Spiegel schlesischer Gesamtkultur aber ist seine Landeshauptstadt: das malerische Breslau. Es ist das Eigenartige dieser alten, schönen, mit den Werken edelster Kunst gezierten Stadt, daß sie im Reiche immer noch nicht so bekannt ist, wie sie es verdiente. Jedesmal, wenn der Besucher ihre Mauern zum ersten Male betritt, ist es immer das gleiche Gefühl, was ihn überkommt: Ueberraschung und Staunen. So steht er vor dem schönsten gotischen Profanbau des deutschen Ostens, dem Breslauer Rathaus; so blickt er auf das Stadtbild von erhabener Schönheit, das in stiller Feierlichkeit mit seinen Kirchen und Gärten aus den Fluten des breiten Oderstromes auftaucht. So schreitet er durch die malerischen Straßen der Innenstadt und die hochragenden Hallen der alten Gotteshäuser, die geschmückt sind mit den Werken edelster Kunst. Frohe Einkehr hält er in gemütlichen Gaststätten mit lechtem Volksleben oder gemächlich schreitet er durch das Grün der Anlagen auf schattigen Uferanlagen hinaus in die Oberlandschaft. Selten ist eine Stadt mit der Landschaft des Stromes so innig verbunden, wie Breslau mit dem Oderlauf und dem Lauf der vier Nebenflüsse, die innerhalb des Stadtgebietes sich in den Strom Der Strom und die Schaufelräder haben das Wort, der ergießen. Der große Zusammenklang von Baudenkmälern wände. Von höheren Aussichtspunkten gesehen, überzieht Wind und die Uferdinge. Heu und Korn, Gärten und(vergangener Jahrhunderte mit monumentalen SchöpfunNORDERNEY catur in Baum und Wasser, bür Zauber, der diese große alte Stadt 9eschgerz. Anaefen And emsi NedaanaswinftHirschberg und Breslau sind zwei Ausgangspunkte in die schlesische Landschaft. In wenigen Stunden ist das Wanderziel Schlesiens erreicht: seine Berge. Vom Riesengebirge mit seinen alpinen Schönheiten über die Wälder der Vorberge bis hin zu den einsamen Hochmooren des Isergebirges und der beglückenden Landschaft der Grafschaft Glatz, von dem unerschöpflichen Waldeszauber der Hohen Eule und des Waldenburger Berglandes bis hin zu Oberschlesiens schönstem Waldgebirge, dem Altvater, ist es ein weiter Wanderweg, der immer aufs Neue wieder neue Schönheiten erschließt und uns zuruft: Kommt wieder! Die heilkräftigen Bäder, die den gesamten Zug der Su deten entlang in bewaldeten Tälern eingeschmiegt liegen, laden zur geruhsamen Rast ein und die hochgelegenen Streudörfer stärken als Luftkurorte die Menschen aus den Städten. Land der eigenartigsten Schönheit und des unverfälschten Volkstums ist Oberschlesien, die Landschaft der Arbeit und der einsamen Waldesschönheit. Alle zwei Meilen treffen wir auf eine alte Stadt. Die vielen schlesischen kleinen Städte mit den ragenden Bauten großer Vergangenheit und den Schätzen alter deutscher Kunst, sie vollenden das Bild einer der schönsten Kulturlandschaften. Ein Erlebnis, das sich lohnt, ist die Reise nach Schlesien. An die wogende See Gestützt auf die Erfolge ärztlicher Wissenschaft, haben die deutschen Nordseeinseln in den Nachkriegsjahren von Jahr zu Jahr an Bedeutung gewonnen. Neuere klimatologische Forschungen wiesen auf die Gleichmäßigkeit der Temperaturen auf den Nordseeinseln, die, beeinflußt durch den milden Golfstrom, erheblich über dem Durchschnitt der Festlandstempera; turen zur gleichen Zeit liegen. Die Reinheit der Luft ermöglicht die ungehemmte Wirkung der ultravioletten Strahlen, deren besondere Heilkräfte heute jedem Laien bekannt sind.,„ Parkf eeinfeIn gameinfamen Ga). Neben diesen allen Nordseeinseln gemeinsamen Faktoren bietet Spiekeroog noch einige andere. Das Dorf Spiekeroog liegt hinter einer Dünenkette, die es vor allzu scharfen Nordwinden ausgezeichnet schützt. Wie vorteilhaft sich gerade diese Lage auch sonst auswirkt sehen wir am besten daran, daß auf Spiekeroog ein Baumreichtum zu finden ist, wie er auf einer Norseeinsel sonst nicht vermutet wird. Wie aus einer Spielzeugschachtel aus Großväterzeit aufgebaut, warten die Pferdebahnen an der Landungsbrücke, um die Gäste in das schlichte Dorf zu bringen, das sich noch ganz seinen ländlichen Charakter unverfälscht erhalten hat. K K G UDUT BASSEE DE Mche! KET TE ETE Bad Saleig am Rhein k. Bopgare Kohlensaure Thermalquellen. Hellanzeigg: Rheuma, Gicht, Ischias, Herzerkrankung., Magen- u. heilanzeige: Darmkrankheit., Leber- u. Gallen blasenerkrankung Bade- u. Trinkkur—. Luft- u. Sonnenbad— Kurmusik. Waldreiche Umgebung— Herrl. Partien am Mitteirhein. Penslonspreise von RM. 2,80 bie RM..—. Prospekte frei durch die Badeverwaltung Klimatischer Höhen-K hellt Nerven-, Herz-, Gefäb-Krankheiten. Bronchial-Asthma, Erschöpfungszustände. Modernes Kurhaus, Unterhaltung. Sport. gute Hotels. Pensionen, Sanatorien. Auskunft d. Kurverwaltung. Idealer Ferlenbetrieb der Hotel„Seehof“, Urialserte Restaurant zwiech. Heimbach u. Gemünd-Eitel, Tel. 312 Gemünd-Eifel Leubsdorf a. Rh., zw. Linz und Thermalbad Hönningen gel Bahnstation, Herrl. Wald, Aussicht auf Rhein-u Ahrtal. Privatpension Hl. Hochwald. Z. m. A. Wass, Terrass„Liegewiese, Gute Verpfl. 4 Mahlz, gar. Frühst 311 MUngsuiner Pension Reiter. Fließ. Wasser gr. Garten. Liegewiese, Strandbad, Hochwald. Pens..50 Penf., Haus Rheinblick“ in Filsen bei Camp(Rh.). Volle Pension.4 Mahlz.,.50 RM. Nehme noch einige Dauermieter auf. monatlich 75 RM. L. Müller Wwe. Berichen Sie sich stets auf die Bäderanzeigen im...“ hrr bei Koblenz (Westerwald) in herrl., waldr. Gegend,„idyllisch. Strandbad, vier reichl. Mahlz..50 Mt., keine Nebenk. Privat=Pension H. Beuler, Höhr 51 K K ERRRR KA K E Sommerfrische u. Kurbad SINZIG an Rhein und Ahr In gönstigerVerkehrzigge, umgeben von Wäldern. Rheinstrandbad Kohlens. Mineralbad heilt: Herz, Zucker. Sicht, Nieren, Blasen- u. Frauenleiden. Ausk. Verkehrsamt(Rathaus) Niederbreisig Hotel-Pension- Parkschlöschen Am Rhein gel., 20 000 am Park, erstkl. Verpfleg., gedeckte Veranda. 1 Min. vom Thermalschwimmbad. Tel. Amt Brohl 29. Mäß. Pr. Verl. Sie Angeb. Rimbach-Wesierwald Fremdenpension Gasthof zur Linde bietet gute Verpflegung, erstkl. Küche. 4 reichl. Mahlzeiten, täglich.— uim Anfrage wird geveten.— Luftkurort und Sommerfrische Marienhagen im Oberbergischen. Neu eingerichtet! Von Bahnst. Dieringhausen mit Postauto zu erreichen. Ruh. Lage. Beste Verpfl., 4 Mahlz.,.50 MK. Sch. Hochwaldg. Freibad 10 Min. v. H. Gasthof Zum Löwen. Ruf2885 Gummersb Gasthof„Im kühlen Grunde“, Remscheid=Morsbach, Telephon 4311, „Inh.: Walter Hackländer. Im Berg. Land. in ruh. Geg., dir. am Walde gel., sind. Sommergäste b. gut. Verpflegung freundliche Aufnahme. Pens.=Pr..50#, Wochenend 5 J44. Ferienaufenthalt im herrlichen Dietzhölztal inmitten Laub= u. Nadelwäld., Freibad, Bad im Hause, Liegewiese, bei nur guter Verpflegung pro Tag 3 A ohne Nebenkosten. Prosp. anfordern. Privatpension Frau Liesel Arhelger, Bergebersbach bei Dillenburg, Bahnstr. Dillenburg—Straßebersbach. Erholungsuchende find. liebev. Aufn. zu jeder Jahresz. in freundl., ruh. gel. Hause m. schön., frdl. Zimm., Warmw.=Heiz., elektr. Licht, Bad im Hause, Liegewiesen m. Liegestühl., 10 Min. außerh. d. Ortes schön., er., Schwimmpad, schöne, gr. Laldungen. Gute bürgerl. Verpfleg., Mahlz., 3 K v. Tag. Anmeld. an J. Schmidt& Sohn, Metzgerei, Holzhausen b. Gl., Kr. Biedenkopf, Fernruf Holzhausen b. Gl. 9. Kassau im Lahntal Herrl. Erhol.=Aufenth.i. freigel. Landh. m. herrl. Auss. ins Lahntal, autofr., gr. Garten, gute Verpfl., tägl. 3.—4. Landh. Kilp, Mittelpfad, Baumschule Herrl. Landaufenthalt in der Rhön, 1 Std. z. Wasserkuppe, fließ. Wasser, Bäder usw. im Haus, reinl. Milchverwertung, eig. Schlachterei, volle Pension v. 2,80 an bietet das Lehrgut Weiherhof b. Wüstensachsen(Rhön) Besitzer: Heinrich Faß. Pension Basqult Bacharäch Mien Stadtmauer 42. Fremdenzimmer mit Frühst..20—2,50 M, Fremdenzimmer mit voll. Pens. 3,50—4— M. Schöne gedeckte Rheinterrasse. Bad im Hause. Lulikurort Treis(Mosel) Privat-Pension Gärtner „verkannt gute bürgerl. Küche, 4 Mahlzeit. chöne Zimm., Bad 1. Hi. Pensionspr..3044k. Wiesbeden Taunus-Hotel Das Haus d. gut. Bürgerstand. Mod. Komf. Sehr solice Preiso, Gorage 1. H. 25 Box. Sommergäste finden liebev. Aufn. in schöner waldr. Geg. d. Westerwaldes. Gute Verpfl., eig. Landw., Strandbad in der Nähe. Liegewiese. Pens.= Preis.80 MA bei 4 Mahlz. Garn. Frühst. H. Gerharz, Helferskirchen, (Westerwald). Der Kalserhol. Haus allerersten Ranges. Unvergleichlich schön am Meer und Hauptbad gelegen. Kleine Preisel Aller Komfort. Hausprospekt kostenlos. Borkkuum Dippmanns siranchotel Das Familienhaus wirklich idealer Gastkultur, am Hauptstrande und an der Wandelhalle gelegen, fliebendes Kalt- und Warmwasser, offene und gedechte Seeterrassen. Mit besonderer Sorztalt gepflestg, Küche. Keine Hauskonzerte. Pension von Aupuug, Pef..50 bies Rö4..50 Mili Sommertrische Witzenhausen(werra) Das Blütenwunder des Werratals. In waldreicher Umgebung herrl. geleg. Flusbadeanstalt. Wirkungsstätte des bekannten Fastenarstes Dr. med. Buchinger. Einzige Kolonialhochschule Deutschlands. Zimmer schon v..50 RM., volle Pens. v..50 RM4. an. Auskunft: Verkehrsamt Rathaus, Ferarut 251 Ilsenburg(Harz) Villa Rosemarie. Schönste Ortsl.,Ia Verpfleg. Tel. 708. Prospekt. 1 Min. von kath. Kirche. Thale(Hars) Privat=Logis und Pension Herdt, Kronprinzenstr. 22, d. a. Wald, Logis 1,25, volle Pen s..50 Prospekte durch sämtl. Verkehrsbüros sowie durch die Badeverwaltung Eisenach Hotel— Pension Naturtreunde sind. angen. Aufenthalt i. d. Wochenendhäusern a. d. Ems., Waldr. Gegd., Paddelb., Sportpl., Liegest., Badestr., Fischerei. Pr..50—.50 M bei Selbstverpfleg. Wochenend-Gemeinschaft„Herm. 1öns“, Saizbergen in Hann. Unkeroda bei Eiscnach(Wartburg) Sommerfrische„„Sltegrund“ herrl. a. Walde gel., besteinger. Zim. m. fließ. Wasser. Balk Bad, Liegew. Reichl. Verpfl. Pens..50 u..75 M. Ostseebad Brunshaupten in Mecklend., Privat=Hospiz und Pension, am Strand. 4,50 M4, fließend. Wasser, Freibad Prospekt v. H. Scsg direkt am Wald. Bürgerlich. Hais Ssastenion Gons Aan unrier Ruhige, sonn. Lage, 3 Min. v. Wald, Liegewiese, Liegehalle, beste Verpfleg., Dickt, Pension, 4,50 M inll. aber Revenkosten. P Nebenkosten. Besitzer E. auer Gabekes. Besuchen Sie bitte die bekannte Pension„Daheim“, Finsterbergen i. Thür. Walo Garage, Freivav, Prosp 9. Plenz. Sie haben restlos angenehme Ferienzeit! Schreiben Sie! neisen sie nicht allein! Lassen Sie sich stets den „Bochumer Anzeiger“ nachsenden. Er ist das Spiegelbild Jeglichen Geschehens In der Heimatstadt Sommeraufenthalt im Teutoburger Wald. Nähe Iburgs, gute Verpfleg., pro Tag 3 J, keine Nebenkosten. Otto Hüdepohl, Gastwirt, Kloster Oesede, Kreis Osnabrück Land.(SO. ug n Wald Intler Kr Kirchlintein, umgeben gon W und Heide. Pension für Tage, Wochen und Monate. lIa Küche. „Freibad. Mäß. Preise. Pension von.50 RM. pro Tag an. O. Schomburg, Tefephon 4# Hotel und Penselon zur Erhelung. Alcbekanst. Haus am Walde, renoviert, Vorzügl. Küche, gr. Gart.-Liege-Wiese, Billig Pension, WC. Tel.363, Garage. 6. Lambrecht, disenburg Marz WT WE Ö FÖ M Besucht die schönen Ostseebäder SIE an der Lübecker Bucht. #-Prospekte durch die örtlichen Kur- und Badeverwaltungen sowie Roisebüros Schloß Waldeck am Edersee bei Bad Wildungen phot.: Bruno Hausmann(Kassel) Seite 24 Nr. 156 7 Bochumer Anzeiger„ Samstag Sonntag,./7. Juli 1933 Sen..„ 4 Der große Kurpark im Herzen Deutschlands Von Landesverkehrsdirektor Dr. Rehorn, Kassel. Unser Kurhessen und Waldeck hat sich in den Jahren immer mehr zu einem beliebten und sehr lohnenden Reiseziel entwickelt, dessen großer Vorzug vornehmlich darin liegt, daß es keine breitausgetretenen Reisepfade mit der so oft woanders unagnenehm empfundenen„Fremdenindustrie" besitzt. Es breitet sich der herrliche große, grüne Berggarten des jahrtausend alten kattischen Stammlandes mit seinem kerndeutschen Charakter vor den Augen des Erholungssuchenden und Vergnügungsreisenden aus. Sieht er doch noch die Kurhessen, wie kaum anderswo in ihren malerischen Trachten auf dem Felde bei der Arbeit und auf Schritt und Tritt stößt er auf die Spuren der Brüder Grimm, die ihren weltbekannten Sagenschatz aus dem kerngesunden kurhessischen Volkstum schöpften. Ueberaus ergiebig sind aber auch die Quellen der Kunst, die seit Jahrhunderten überall im Hessenland aufgebrochen sind. Kunstliebende Hessen=Fürsten waren es, die in weitschauender Kulturpolitik Landesuniversitäten und Akademien gründeten, sowie Schlösser bauten, die noch heute zu den besuchtesten Deutschlands gehören. Aber nicht nur der Reiselustige und Bildungshungerige kommt im Lande der Kurhessen auf seine vollen Kosten, sondern auch der Erholungsuchende kann dank der klimatischen Vorzüge unseres Mittelgebirges in den idyllisch gelegenen zahlreichen Luftkurorten und Sommerfrischen schnell gesunden und auch der Kranke an den kraftspendenden Quellen unserer Heilbäder neue Daseinsfreude für den schweren Lebenskampf schöpfen. Und nicht zuletzt findet der Sportsmann, gleichgültig, ob er wandert, paddelt, angelt, jagd, Ski läuft oder am Steuerrad sitzt, geradezu fast alle Möglichkeiten für seine besonderen Neigungen auf den Bergen, in den Tälern und auf den Gewässern Kurhessen=Waldecks wie kaum anderswo. Aber wohl der größte Vorzug dieses schönen Berglandes ist der, daß es zentral liegt und leicht und schnell erreichbar ist, ohne viele Hunderte Kilometer reisen zu müssen. Denn wer an Fahrgeld spart, kann länger ausbleiben und sich gründlicher erholen. Gerade hierauf ist es zurückzuführen, daß sich Kurhessen und Waldeck in den letzten Jahren immer mehr zu dem großen, weiten Kurpark der licht= und lufthungerigen Bevölkerung des westfälischen Ruhrkohlengebietes entwickelt hat. gabe von Bädern stehen drei Badehäuser zur Verfügung. Die Werra ladet zu Wasserfreuden ein. Inmitten der herrlichen Allgäuer Alven, im windgeschützten Ostrachtal liegt Luitpoldbad mit der höchsten Schwefelquelle Deutschlands. Die Quelle, die aus den wilden Schluchten des massigen, 2000 Meter hohen Iseler hervorbricht, ist schon im 17. Jahrhundert als Wunderwasser bekannt und geschätzt gewesen. Neben den Schwefelbädern stehen den Gästen Luitpoldbads noch Kohlensäure= und Sauerstoffbäder, Latschenkieferbäder für nervöse Erkrankungen und Moor= und Solebäder zur Verfügung. In Immenstadt und Sonthofen steht das Auto zur Verfügung, das in herrlicher Fahrt in das Kurhotel in 900 Meter Höhe führt. Kleines Reisemerkbuch Im großen Kurhaussaal zu Oeynhausen wird vom 10. bis 12. Juli das Zweite Niederdeutsche Musikfest aufgezogen, das wie im Vorjahr eine Reihe junger niederdeutscher Komponisten bekannt machen soll. Die Stabführung wird in den Händen des Musikdirektors Willy Krauß liegen, der das SinfonieBäder rufen Dich Umrahmt von stolzen Bergeshöhen mit rauschenden Buchen, hohen Schlössern und alten Eichen, liegt Bad Sooden=Allendorf, geschützt vor rauhen Winden und weist somit besonders günstige klimatische Verhältnisse auf. Zur Heilung von Katarrhen und Asthma sind verschiedene Inhalatorien und pneumatische Kammern vorhanden, während der rheumatisch Kranke seine Fangobehandlung haben kann und bei Kindern eine ausgezeichnete Heilwirkung bei Skrofulose durch die stark jod- und bromhaltige Sole eintritt. Für die AbOrchester der Stadt Osnabrück zu einem ganz ragenden Klangkörper gestaltet hat. Auch in diesem Jahr ist der herzogliche Park in Tegernsee— genannt der Schmetterlingsgarten— den Sommergästen und Einheimischen, kurz dem öffentlichen Verkehr, zum Besuche freigegeben. Täglich finden in Tegernsee im Kurgarten Kurkonzerte statt. Eine Ueberfullung des Ortes ist nicht zu befürchten. * Die diesjährige„Columbus"=Fahr nach Irland=England(vom 11. bis 20. Juli) bekommt eine ganz besondere Note dadurch, daß die Teilnehmer das große Schauspiel einer Flottenparade der englischen Marine miterleben werden. Die englischen Kriegsschiffe werden aus Anlaß des 25jährigen Regierungsjubiläums des Königs von England am 16. Juli bei Spithead vor dem König paradieren, ein Ereignis, das mit einem großen Feuerwerk von Schiffen beschlossen werden soll. Rerlichen=Tppel Tand Was des Gartenkünstlers Hand in Bad Meinberg Zu den beliebtesten Badeorten im Lippischen Lande gehört Bad Meinberg mit seinem herrlichen Kurgarten voller alter, hoher, schattiger Bäume, dessen neuer erster Teil sich jedoch anschließend hoch an den Berg anlehnt. Man wandelt schönheitstrunken über die Terrassen hinauf durch einen Rausch von Farben und Blüten, das Auge erfreut sich an der weiten Sicht bis zum Hermannsdenkmal im Teutoburger Wald. Das Städtchen Horn liegt, unweit ins Tal gebettet, ringsum die neu schuf. Photo: Badeverwaltung. bewaldeten Höhen, zu Füßen das pulsende Leben. Ein Stück Erde, auf dem man wahrlich Erholung und Genesung finden kann. In Bad Meinberg kann man so ganz nach seinem Geschmack und seinen Ansprüchen leben und sich einrichten, wie es einem gefällt, und die Mittel es erlauben. Es ist für alle Wünsche Erfüllung. Seine bevorzugte Lage, seine herrliche Umgebung, sichern diesem Orte eine stets wachsende Bedeutung. K 20 P. 208 Seiten 30 P Mereusgeber: Landesverkehrsverband Westferen In allen Verkehrs- und Reisebüres erhältlich Ferien! Bed Meinberg Im schönen Teutoburger Wald bletet Ihnen die Gelegenheit in würziger Luft neue Nervenkraft zu schöpfen und Ihren Ferienaufenlhalt zu eilner Erholung zu gestallen. Preiswerte und behagliche Pensionshäuser erwarten Sie Auskunft KurBad Meinberg und Verkehrsverein Schließfach Nr. 13 kuror Hiddesen betmold Hotel u. Pens. Zum Teutoburg. Walde am Fuße d. Hermannsdenkm., 5 Min..Endst. d. Straßenb. a. Eing. z. Heidental(Wildgatter) verd. Veranden, Bad, Garten. Liegew. Prosp Tel. Detmold 2315. Fr. Schuckenböhmer Kurheim Dr. Fuhrmann Hiddesen bei Detmold Erneuerungs-Kuren durch Diät IWasser# Luftbäder! Wasser! Kneipp! Herrliche, geräumige Luftbäder! Erste Empfehlungen! Pauschalpreise— Prospekt Erholungsbedürftige finden frdl. Aufnahme und liebevolle Verpfl., direkt am Walde gel., 4 reichl. Mahlz., pro T. 2,20—2,50 M. Inh. Fr. Niederkrüger, Istrup Blomberg(Lippe) finden in schöner, waldr. Gegeno bei bester Verpfl. liebevolle Aufn. Preis pro Pers. 2,50 M. Joh. Siebrecht, Bosseborn 41, Post Ottbergen, Kreis Höxter an der Weser. Wurston Sadsscheer Alte Hansastadt H. EMGO die steinerne Chronik im Herzen des waldreichen Lipperlandes ruft Sie. Auskunft durch Verkehrsverein Lemgo Sommerfrischler Solbad Lgeril(Teutob. Wald) Sie find. Ruhe u. Erholung bei best. Verpfleg., aus eig. Landwirtsch. Pens. Scheiper-Schlattmann Wald. Garten, Liegew. WC., Preis.— Mk. Beste Ref. Prosp. im Verkehrsverein Bochum im Lipperland Bad Meinberg. Neuzeitl. einger. Landbesthef eig. Bauernhof, Wald, Höntrup bei Herrentrup im Lipp Sommerfrische Geschw. Flate, Nähe Pensionspr. Juli August haus, vrstbes., eie Liegewiese. Pensionsor .20 M. September 2,90 K. Prospekt Iburg, Teutoburger Wald Haus Sonnenwinkel, Ruf 138 Inhaber: Schönepauck Behagliche Privatpension, sonn., gr. Zimmer, fließ. Wasser, Garten, beste Verpfl. Mäß. Preise. Evtl. Dauerheim Erholungsbedürft. find. frdl. Aufnah. i. ruh. Hause, dir. a. Walde, 2 Min.] v. Bad Hermannsvorn. Gelegh. z. Bad. i. Hermannsvorn. Gute bürgl. Küche, täglich fr. Milch, fl. Wasser, Pens.=Pr..50 M. (für Sept. 3.). Fr Versen, Bad Hermannsborn. 120. Post Driburg. Die Anzeige hilft Ihnen Ihre Wünsche erfüllen! das idullische Sauerlandstädtchen Berge Wald Höhenlutt Schulmmbad Der unme Wopistelkhonte Mäs. Pensionspr. Auskunft Verkehrsverein Mröchberg(Suderlund) C Herrlich gelegenes Städtchen inmitten des Arnsberger Waldes, 430 m ü. d. M. In der Nähe Bilsteinhöhle und Möhnesee; gute Wanderwege. reich. Wildbestand. Kraftpostlinie Arnsberg-Warstem. Prospekte und Auskunft: Verkehrsverein Hirschberg(Sauerl.) Tel. Amt Warstein 329 Gasthof Aufmhoff erh..gute Pension in waldreich. Geg. für.U. Wwe. Max Schönert, Oeventrop b. Arnsberg. Pauschal- und Vergunstigungskuren. Teutoburger Wald So Forsthaus Waldesruh(Gasthaus) Pension Lommel Biesergeb: Hermanusdentmal, Räde Freibad, SbWald= und burgenreich, Liegewiese in Tannen, schöne, helle Zimmer, Fernsicht, In Verpfl., Tag.25 M, 1a Empf. Prosp. Reisebüro(Strandbad). I Einkehr- und Fremdenheim in waldreicher Gegend, Bahnstation Breckerfeld-Priorei. Tel. Amt Breckerteld 356. Wwe. Kretzschmar. Herrliche waldreiche sauerländische Gegend und gut eingerichtetes Haus bietet Ihnen Erholung zum Tagespreis von RM..85 (Juli und August RM..—) bei 4 reichl. Mahlzeiten u. prompter Bedienung. B. u. WC. im Hause. Liegewiese, Strandbad in nächster Nähe, eigene Landwirtschaft. Privat-Pension und Sommerf ische Nippel, Berchum, Telephon 2002 Amt Hohenlimburg. Abholen frei durch Wagen Sol- und Thermalbad— KönlasBORN Eisenbahnstationen Unna und Unna-Königsborn Badezeit vom 1. Mai bis 15. Okt. Beste Heilerfolge bei Gicht, Rheumatismus, Ischias, Skrofeln, Drüsen, Rachitis. Erkrankungen der Atmungsorgane, Herz-, Nervenund Frauenkrankheiten. Neuzeitl. Sole-Inhalat. Mäßige Preise für Unterkunft und Bäder. Pauschalkuren. Badeschrift und Auskunft unentgeltlich durch die Badeverwaltung in Unna-Königsborn u. Liegew., frdl. Aufn., eig. Landw., fl. Wasser, gute, reichl. Verpfl., Preis .25 M. k. Nebenkosten. W. Hanning, Stapelage, Post Pivitsheide. Lutikurort Glashülle b Schieder i.., 2 Stat. v. Bad Pyrmont, a. Fub. d. Herlingsburg i. schön. Emmertal ohne Industrie. Brunnenkur. Prospekte beim Verkehrsverein, Rathausplatz 8. PrIv.-Pension Sonnental, Haus a. Walde mit luft. Zimmern, Liegewiese mit Liegestühlen. Anerk. gute Verpfleg. (4 Mahlzeit.) Mäß. Preis. Ia Referenzen. Prosp anford. Bes. E. Kunterding Priv.-Pension Leßmann dir, am Hochw., angenehm. Aufenth., Liegew. Liegest., Bad. fl. Wasser, gr. Speisesaal, gute Verpfleg., 4 Mahlzeit., Preis JuliAus..25 Mk. Prosn. anfordern. Ia Refer Ponslon Waldtrieden, direkt am Wald, Liegew., Bad, fl. Wasser, Autohalle, gute Verpfl., 4 Mahlz., Mäb. Preis. Ia Ref. Wag. a. d. Bahn. Proso. anford. Telephon Schleder 47. Bes. Fr. Stui1 Schleder iHaus Sonne b. Bad Pyrmont. Gart. Liegew. Waldu.Park= 4rSpeisesaal f.., ia Verpfl..75, Prosp. Verkehrsverein Rah Murmant Bodenfelde Hergfangz““. Seesiceer.oud Vurmemn Haus Heinrich Hüne Privatpension„Friede Behagl., bevorzugte Lage, 4 Maylz., sbietet Ihnen jederzeit liebev., frdl. Aufnahme, .75 RM. Prospekte b. Verkehrsverein Grakelsiek Gio sshieger Pension Geschw. Schemm Angenehm., ruhig. Aufenthalt, waldreiche Gegend, freundliche Zimmer, reichl. Verpfleg., 4 Mahlz.,.75 Landaufenthalt f. Sommer= u. Dauergäste, gesunde Geg., dir. am Wiehengebirge, eig. Landw., gute Verpfl., äuß. saub., p. Tag.50. Karl Votzmeier, Holsen 35, Post Schnathorst b. Löhne.20. wo Sie recht gute Erholung finden können. bei garantiert guter u. reichlicher Verpfleg. Pr..30 RM. einschl. aller Nebenkosten. Direkt an Wald und Weser gelegen. Prime Reierenzen. Telephon Nr. 221 Landausenthalt (Weser) i. schön. Gutshause, unmittelb. a. Wald u. Bad, gr. Zzm., Veranzg, schatt. Liegew., eig. Lanow., gule Verpfl., mäßige Preise. Ponygespann. Frau Marie Menge. Hessendorf b. Rinteln(Weser). Erkeln bei Brakel (Kreis Hörter) Pension Rhein, (Tel. Brakel 106). Rub. Pension, sch., waldr. Gegend des Nethetals(N. Wes.) ..Wass., Liegew., Freib., Angelsp., g. Verpfl., 4 Mahlz. Tag 3 M(Prosp.) Sommerfrischler, Erholungsuchende finden frdl. Aufnahme, gute Verpfl. 10 Min. v. Bahnh. Albringhausen im Walde gelegen. 3 A tägl., k. Nebenk. E. Schneider, Esborn 107, “ H i d d i n g h a u s e n= U h l e n b a r t h über Gevelsberg. Fleckenberg(Hochsauerland) Privatpension Albin Wulff Altbekanntes Haus in herrl., waldr. u. ruh., gesunder Lage. Eigene Landwirtschaft, Liegewiese, 4 Mahlz. Volle Penf..50 M. ohne jegl. Nebenkosten, Hordenau(Hochsauerland) Höhenlage 630—700 m, Hotel u. Pens. Rötz, Fernruf 60 Oberkirchen. Anerk. gute Küche, Zimmer m. fl. Wasser u. Heiz., Gar., Liegew., m. herrl. Talblick, Pens.=Preis ab 1. Juni 4 M. Hausprospekt frei. Bahnstat. Gleidorf, Omnibusverkehr nach Nordenau.(SR Sommerfrische Referinghausen, Kr. Brilon, Tel. 128. Amt Usseln(Waldeck).— Herrl. waldr. Gegend des Sauerlandes an der Süds. d. Wintessportpl.„Hoherpön“ gelegen bei Bahnstat. Usseln. Eig. Landw., Forellenfischerei. Liegewiese, 4 Mahlzeiten, garn. Frühstüick, Volle Pension RM..—. ab Sept. 10% Ermäß. keine Nebenk. Näh. Ausk. Bochum Tel. 64832 Landaufenthalt für Sommerfrischler u. Erholungs. in sch. waldr. Gegend d. Sauerlandes bei guter, reichl. Verpfl. Schöne große Liegewiese mit Liegestühlen. Pensionspreis 3 M. Joh. Müller, Madfeld, Kreis Brilon.(SM Angenehm. Landaufenthalt in ruhiger Gegend finden Erholungsbedürftige. Schön. Gart. m. schattigen Ruheplätzen. Im Hause alle Bequemlichkeiten d. Neuzeit. 1 Min. v. Bahnh. Gute Verpflegung. Preis 3 M. Carl Walter, Liesborn, Kr. Beckum. im Hochsauerland, 400—800 m. Gesunde, waldreiche, milde und windgeschützte Lage. Herrl. Wanderwege, Schwimmbad. Die ideale Erholungsstätte für d. Arbeitsmüden. Gute u. preisw. Unterkunft. Auskunft durch Verkehrsverein Stedlinghausen i. W0. Sommerfrische Heinrich Schack. Kirch=Dornberg bei Bielefeld, am Teutob. Wald. Frdl. gel. Pensionshaus für Erholungsbedürft., nahe an Wald u. Berg gel., anerk. gute Küche und Aufwartung. Preis.— R. Bad Sassendort Kreis Soest selt 1872 Nachweisbare Heilung bei Rheuma-, Nerven- u. Herzleiden durch Solbäder u. Trinkkuren bei Erkrankung d. Luftwege Modernst. Inhalatorium zur Verfügung. Prächtige Kurparkanlagen. Aurkuntt durch Bodoterwatung) Sommerfrischler find. ang. Landaufenth. in ruh. waldr. Geg. b. gut. Verpfl.(4 Mahlz.) Pens..4 Heinr. Schulte Schrepping, Hiddinghausen, Uhlenbart, über Gevelsberg, 20 Min. v. Bahnhof Albringhausen Witten—Schwelm Würdinghausen Privat=Pension Franz Beckmann. Bek. Sommerfrische. Waldr. Gegend. Liegewiese, Zimmer m. fließ. Wasser. Ia Verpfleg.(4 Mahlz.), Pr. 3,20 M. Wenn Sie gut wohnen wollen während Ihrer Ferien, dann unterrichten Sie sich durch den..-Bäderteil KN Moor- und Schwefelbad bei Viotho a. d. Weser Fernruf Vlotho Nr. 381 Hervorragende Hellerfolge, auch in schwierigsten Fällen, bei Rheuma, Gicht, Ischlas, Hautkrankheiten. Nerven- und Frauenleiden Billige Pauschalkuren von 130.- RM. an einechl. sämtlicher Kosten. Prospekte durch die Badeverwaltung AROLSEN—„Die Stadt im Walde“ Luftkurort ersten Ranges, früh. waldeckische Residenz, eine Stätte d. Gesundung f. Erholungsbedürftige jed. Art: ausger. Heilwirkungen bei Herzkankheiten u. nervös. Erschöpfungszuständen. Herrl. Waldungen u. Alleen, sehr gesunde, kräft. Gebirgsluft, keine Industrie, mod Schwimmbad mit Planschbechen, Sandstrand, Spiel- u. Liegewiese, Ruderteich, Gymnastikkurse durch erstklass. Sportlehrer. Herabges. Preise. Volle Pension bei sehr guter Verpflegung schon für.25 RM. Prosp. u. Auskunft: Kurverein Kroisen e. G. m. b. H. Durch deutsch-schweizerisches Reiseabkommen keine Devisenschwierigkeiten, sondern Zahlung in Reichsmark je Vierwaldstätter 3oe Vierwaldstätter See Rll. 76,-.188 Lugand Rm. V1,“ zusammen km. 10 A g Eingeschlossen: Hin- u. Rückreise ab Düsseldorf(Abfahrt jeden Sonnabend zwischen 18 u. 19 Uhr, Rückkehr Montag früh): 7 Tage Unterkunft, Verpflegung, Bedienung. Kurtaxe in Hotels, 7 Tage General-Abonnement auf allen Dampferlinien, zahlreichen Bergbahnen und Lokalbahnen und Strandbädern. Außer Getränken usw. also keine Nebenausgaben. Veranstalter: Hotelplan-Genossenschaft Zürich.— Prospekte und Auskünfte vom deutschen Generalvertreter Rudolf Nehring, Filiale Düsseldorf, Breite Straße 17, Telephon 271 86 " Wrcn Sie wohnen gut und billig ab.20 Mk. in unsern ausgewählten Kurhäusern, Hotels und Pensionen, in allen Kur- und Badeorten. Beratung, Druckschriften, Hotelliste Nr. 77 kostenfrei durch Deutschererlen-Gesellschul. Berlin W 9. Potsdamer Platz 3(Pachorrhaus) 7 Tel.: B 2, 9531/32/33 Ruh.Sommerfrisch. 2 km v. Kreisstadt, schön. Park, Wald. gute Verpfl., vier Mahlz. Pens. 3. E. Bremer, Beckum (Westf.) 4 Katharinenhof. Verleitte,hrehe. Müdigkeit war trotz der langen Wanderung nisch funkelte im Mondlicht, das Visier des Helmes w buichen vur ein, der Rann zu seinem zweiten Schwiezu nehnen. Der Mann sagte:„Es I/gcht, Lche Schwiegersohn, in der Badestube ist geg zeins. Der wollte. wirlich ein Ritterl ter machte er tehrt, sprang in den Burghof und war verese vo, vo, Wiseh bes Henäuer, Ptavrnu, die Fun= aurdg und ritelese wach Burgperlies bimaner, Ene Tashenlanpe blßse auf en eaie uasr Mlatge eale de uacgen en Dier nuisar zuach Aichtong nachant: gleik— La Liger aa. Batis uns und uis, K. 1. Don seier doise der das waite dentade, Land Vion. der und Paizk alfe Dod der wiscte Algest= Plnd bne ud u an, ee ee Ans bi isae Gr Sae e, bend e aund Auage erie hase esche esce eene e e eaue agate daie ade adie un Gansden an. u ee e o Buergaskerue de e, ben busgaste, Le, Geshenst erigze, hesrealrichse. Keieser walgsehen, polen. und jest Rleiben wir eine ganze Wanderung an und stand ruhg, für ale sichtbar auf der guitz ihr angetan, hate er das gane Lager in Aufruhe Am Waldesrand auch, wer früher hier gehaust hat?“ fragte Siegfried,„da lebte das alte Raubrittergeschlecht derer von Greifenberg, und der letzte Greifenberg ist in Mauer. Die drei Schwiegersöhne Er; die hatten nötig— nicht nötig!“ antwortete der May be1ten—sti.— nicht nötig!“ antwortete der Mann. Der SonEs lebten einst ein Mann und, eine Frau, vv, Vu.„ nenschein aber gebot seiner Frau, Eierkuchenteig anzudrei Töchter. Eines Tages brachte der Mann Korn zur„ähren“ Dann Mühle. Er hatte aber nicht bemerkt, daß der Sack ein jegzte er sich auf Loch hatt. Das Korn lief den Pansensheg langsam aus, die Diele,„ließ Loch hatte. Das Korn lief den ganzen Weg lavesam.; bie“ Alis der Mony vn. de, Duy,„Faus füichsete, ging er Ao., Elgenz den s schn e einigen Minuten waren die Eierkuchen knusprig und gar. Sie beleer. Da er nun den Zorn seiner Frau jurchtrrr, zung er ring auf den Bind dos Kor uu Hoporn, Hrartz.eine zweite und den nenschein meine älteste, vem Mcono meine zweite und dem Bind meine Künoste Tochter dur Brger Mhonz, z schesz. u. nen und der Wind das Korn zusammenzutreiben. Als Mann auf der be bueg benp„) Zun der Sonteschen und boite se. Dar zweien Tadter beich E, 613. Giten in der Nacht aber unterbrach ein sellanes hefahl er ehenfals, sich schön zu macher, uXd,Athaite dlch eiertächenGeräusch die Stille. Siegfried wurde zuerst davon wach. Freitreppe zu gehen. Sie kleidete sich an und trut vur teig anzurühren be enode uo g. Seserschahgen au der Nauer berum. 2, Lu, Hoie,) genanh H ast aulf de Trduer Dise ues 15 onslue Eine Taschenlampe blitzte auf. der Burg von einem.ächten, sagen Hie Leute, spoft Karl Friedrich Schonk, 13 Jahre Ein merkwürd ge z, eizgen drang an sein gut.„#. Por, aus. Da holte sie der Mond. Er sprach zur Züngken; setzte sich au al gede semand in Eisenschugen gu).. Kameraden„Tu dein beses Gewano an und geh' auf die Treppel“ Diele, ließ sich Behutam kroch Stegfeied an den beiden, ougerg.t, Da nahm sie der Wind und trug sie fort Einige Tage einen Herdring ebe und rchte burd den Zammneg bei dem Anblick, darauf sprach der Mann zu seiner Frau:„Ich werde auf enn aan a anm rend die Frau sich auszog bohrte der Mann ein Löchlein durch die Wand und steckte den Finger hinein. In der Badestube aber blieb es leider noch wie vor dunkel. Die Frau schimpfte und schalt, es half nichts. Sie mußte schließlich selbst gehen, sich Feuer zu hofen.„Aurg,Zinge der Mann zu seinem dritten Schwiegersoyn, dem Wind. „Womit können wir dich bewirten?“ fragte er. nicht nötig— nicht nötig!“ erwiderte der Mann bescheiden.„Nun“, meinte der Wind,„draußen ist es reichlich heiß; wollen wir uns nicht ein wenig auf dem Wasser aufhalten?"„Wie meinst du das?" fragte der Mann, „werden wir denn da nicht ertrinken?“„Keine Spur! Doch nimm deinen Pelz mit.“ Sie gingen zum Fluß und der Wind warf den Pelz aufs Wasser,„Jetzt wolin mir gleichzeitig auf den Nelz syr GAATEA AA## und her Gind warf den Velz aufs Wasser.„Jett wo Wenn doch die Sonne wärmte, der len wir gleichzeitig auf den Pelz springen!" befahl der Mond schiene und der Wind das Korn Wind.„Ich zähle! Eins, zwei— und— drei!“ Sie Zusammenséchte. sprangen, der Wind begann zu blasen und trieb den Fes wie ein VovzuPpert. Hentrige Führte. felne grer uu ein bonv,.; dem Wehrgang hinter der Burg= zuerst zum Sonnenschein, Der fragtez,„ Pelz wie ein Boot hinah. Heimgekehrt, e Eierkuchen werden auf deinem Kopfe an den Fluß, warf seinen Pelz ins Wasser und befahl 13 Roman aus de 8) Jörg läßt sich aber nicht irre machen, schlägt sich etwas seitwärts und gelang von der anderen Seite her Eine Viertelstunde sitzen die beiden in der Stube hinter dem Ofen und schlürfen schweigend ihren TirolerDer Waldhofer hat den Kopf in die Fäuste gestützt. „Himmel“, sagt er dann knurrend.„Es geht nimmer so, wie es sein soll. Ich spür's, daß ich nimmer auf War auch ein weiter Weg heut und die wollten gar net gehn. Denk's auch gar net, Nacht einmal so schwarz war wie heut", antwortet Wieder ist es still in der Stube. Nur die Standuhr tackt und draußen rauscht der Regen nieder. „Der Bub geht halt ab“, beginnt der Waldhofer wieder, erhebt sich und tappt mit schweren Schritten über die Dielen, um dann dicht vor Jörg steyen zu even. Zörgli Vergessen hab ich's dem Förster noch net! Weißt ja, was ich'sagt hab: Wenn in mein Garten die Astern verblühn! Und jetzt— jetzt is es bald so weit. Ein paar Monat noch und die Zeit Waldhofer!“ Jörg rüttelt den Bauern an der Schulter.„Schlag dir's doch aus deinem Kopf. Oder meinst, der Hans wird wieder lebendig, wenn du den Ludwig zusammenschießt? Und dann— denk an die Evi. Willst ihr Leben auch verpfuschen?“ Der Beggrzschieht den Freund sgnft, von sich.„D (Nachdruck verboten.) er schiebt den Freund sanft von sich,„Du hast keine Kinder g habt, Jörg: Du weißt net, wie es einem zumut ist, wenn man eins verliert auf solche Art. Glaub mir's, ich weiß oft net, wo mir der Kopf steht. Wenn ich an den Bub'n denk, da packt mich so a Wuat! Koa Minut'n lebt der Förster mehr, wenn ihn da drad hätt'. Mit Gewalt möcht ich's vergessen, aber—“. Der Waldhofer neigt sich näher zu Jörg und fährt mit erregter Flüsterstimme weiter: „Weißt, Jörg—— die vergangene Nacht—— da ist der Hans im Traum zu mir gekommen. Bleich und blutig ist er an mein Bett gestanden und hat gesaat:„Vater, zahl's ihm heim...“ Mit scharfem Ruck richtet der Bauer sich auf. Sein Blick ist unerbittlich hart und seine Stimme zittert vor Wut und Haß:„Ich halt mein Schwur, ich zal''s ihm Die Uhr kündet dumpf die Mitternachtfundg., Regen trommelt an die Scheiben und im Gebälk hört man einen Holzwurm nagen. Jörg räuspert sich. „Du, Waldhofer!“ „Hast noch nie dran denkt, daß sie dich verhaften kätenk“ „O ha! Zuerst mußtens mir's beweisen können. Und daß der Ludwig nix mehr ausredet, da kannst dich drauf verlassen, denn— mei' Kugel, die trifft sicher!“ „Aber ein ruhiges’wissen hättest dein Lebtag nimmer." Der Alte aber läßt sich nicht beirren und spricht unbehindert weiter:„Schau einmal. Dein Lebtag bist als ehrlicher Mensch dagestanden. Und jetzt auf deinen alten Tag willst du dich mit Blut besudeln?“ Da lacht der Bauer gallig auf und sieht den Alten aus halbzugekniffenen Augen an.„Du, mir scheint, unsere Freundschaft, die fängt zu wackeln g# Jörg hebt mit jähem Ruck den Kopf.„Watohofer! Kein solches Wort mehr! Du weißt, daß ich nix scheu und daß ich dir schon als Bub ein guter Freunh. gt. Aber, wenn es gegen einen Unschuldigen geht, oa sreubt sich meine alte Seel doch ein wenig dagegen. Drum sag ich's dir noch mal im Guten: Schlag dir's aus Der Bauer macht ein paar Schritte. Dann fragt er unvermittelt: Der Alle lächelt güg,„Deiz Fchpgrk, Der galt net vor unserm Herrgott. Du hast rein nrecht, sich in und der Hansk Wenn er wieder kommt im Da hebt Jörg sein verhutzeltes Gesicht, hebt die Hand, beschwörend und sagt langsam und feierlich: „Richtet nicht, damit ihr nicht gerichtet werdet. So steht's in meinem Religionsbuch drin.“ Der Waldhofer ist ans Fenster getreten, steht regungslos die Stirne an die Scheiben gelehnt. Dann dreht er sich plötzlich um und streckt Jörg impulsiv die „Verzeih mir, wenn ich dir weh getan hab. Und jetzt, geh schlafen, Jörg. Ich möcht noch gern ein bißchen mit mir allein sein.“..— kangs. Er sieht dem Alten nach, wie er langsam zur Tür geht, sieht, wie Jörg sich dort umwendet, daß zwei große Tränen über das hutzlige Gesicht rinnen. Dann nickt er ein paarmal mit dem Kopf und schiebt sich Waldhofer versucht zu lachen. Aber es klingt ganz gepreßt und unnatürlich. Und plötzlich spürt er ein Würgen in der Kehle, das ihm in die Augen steigt. „Gute, alte Seel“, murmelt der Waldhofer und wischt sich mit dem Handrücken über die feuchtgewordenen Augen. Dann setzt er sich in den alten Lehnstuhl, stützt beide Arme auf; den Kopf zurückgelehm schaut er Ee sind sonderbare Gedanken, die der Waldhofer diese Nacht hat. Ueber alles denkt er nach und immer wieder fragt er sich, warum der Mensch eigentlich auf der Welt sein moß,„#e“ auf nimmt ans Nach einer Weile steht er aus, nimmt aus dem in die Wand eingemauerten Kästchen ein Blatt Papier und sucht nach Tinte und Feder. „Es ist doch besser, wenn was gemacht ist. Man weiß oft net, wie's geht mit einem“, sagt der Waldhofer in murmelndem Selbstgespräch, während seine Hand mit dem Federhalter unschlüssig auf dem Tisch liegt. Endlich setzt er mit einem schwülen Schnaufer an. „Mein Testament!“ Und weil der Waldhofer sich auf alles andere besser verstand als aufs Schreiben, prangten auch schon wei grobe Kleckse auf dem Papier. „Natürlich! Hab ich schon die ersten Säu auf'n Er nimmt ein anderes Blatt, putzt aber diesmal, bevor er zu schreiben anfängt, die Feder an seiner Lederhose sorgfältig ab. Dann geht es schon besser. Die Abfassung des Testamentes ist ein leichtes, denn als alleinige Erbin kommt ja nur Evi in Betracht. Er vergißt aber auch nicht, den alten Jörg mit einer lebenslänglichen Rente zu bedenken. Und trotzdem wird's ihm warm bei dieser ungewohnten Beschäftigung, weshalb er von Zeit zu Zeit aufstehr und die Stube auf und ab schreitet. Nachdem Evi ungehört und lautlos ins Haus gelangt war, liegt sie nun in ihr Bett und findet keinen Schlaf. Sie hört, wie nach Mittemacht Jörg die Treppe heraufkommt und hört unten den Vater hanWas mag der Vater zu so später Stunde noch tun? Plötzlich fällt es Evi ein, daß es schon lange, lange her ist, seit sie das letztemal traulich mit ihm geredet hat. Wie kam das nur? Hatte sie über ihrer Liebe vergessen, was ihr sonst so nahgestanden? Mit einem Satz ist sie aus dem Bett und wirft ihre Kleider über. Horchend bleibt sie vor der Stubentür stehen. Alles ist still. Ein Druck auf die Klinke und sie steht hochaufgerichtet unter der Tür und sieht gerade noch, wie der Vater hastig ein Stück Papier zu „Gas wilst du denns“ fragt er ein wenig be„Schaun hab ich wollen, Vater was du noch auf tust, so spät.“ Sie tritt zu ihm und fährt ihm kosend über das graue Haar. „Was schreibst denn. Vater'“„ enteg„ „Was ich schreib? Ach, nix von Bedeutung.“ Er sagt das unter einem verlegenen Lachen. Dann bringt er das Blatt in seiner Joppe.„Geh zu, Evi, leg dich wieder schlaf'n. Die Nacht ist bald rum.“ „Ich hab kein Schlaf mehr, Vater. Ich möchte ein bißchen bei dir sein jetzt. Wir haben uns so, lo, wezig, nimmer so viel um dich gekümmert hab.“ Evi schmiegt vv Schmeichellat; sagt der Waldhofer lächelnd. „Bist grad wie dei' Mutter, Gott hab sie selig. Mußt kei' Angst hab'n, daß ich dir biös bin. Bist halt verliebt. Und wenn ein Weibsbild verliebt ist, dann schaut's ein Stiefelknecht für die ewige Seligkeit an Weile und der Bauer lächelt versonnen, den die Wärme des jungen Körpers, der sich so traulich an ihn schmiegt, tut ihm wohl. „So schön wie die Stund jetzt ist, sollt ich im Leden mehr gehabt haben“, sagt er und drückt das Mädchen fest an sch. bißchen weh tut, läßt sie es gerne geschehen, und als die Klammern nachlassen, sagt sie:„Gelt, Vater! Mein Glück, das gönnst mir schon'“..— gscheln 8ch Der Waldhofer nickt mit wehem Lächeln.„Ich gönn es dir, wenn's mir auch weh tun wird, wenn du einmal fortgehst und ich ganz allein bin.“ „Du bist aber doch nicht allein!“ „Freilich, bin ich dann allein“, behauptet er eigen„Wenn er kommt und holt dich fort, dann ist das Nest leer und niemand mehr hab ich, der mir einmal Geh, red doch nicht so, Vater. Du tust mir ie „Ich will dir net weh tun, Evi. Ich sag bloß, was ich schon lang Angst hab'“,„„. frr5 Evi nimmt seine Hände und steht ihm treuherzig Schau Vater. Ich will ja gar nicht fort von Waldhof. Ich bleib allweil bei dir. Und den Ludwig“ — sie lacht ein wenig—„den Ludwig, den nehmen „Has: Der Waldhofer reißt die Augen auf, als sähe er ein fremdes Wunder. „Zu uns auf den Hof, mein ich, als künftigen „Hahaha! Das ist kein schlechter Spaß!“. Der Bauer lacht aus vollem Hals.„Ein Jäger— und Bauer werden? Hahaha! Das wär grad, als wenn ich sagte, der Kirschbaum trägt Haselnüsse. Ein Bauer gibt wohl ein' guten Jäger ab, aber ein Jäger niemals einen Bauern.“ „Er kann aber doch weiter jägern.“ so meinst?“ Der Waldhofer sieht sein Kind so meinst:. Der Waldhofer sieht sein lange und ernst an, dann legt er begütigend seine auf ihre Schulter und sagt ernst:„Hast du dein schon so fest in der Hand'“.7, Lann rasg und Evi sieht ihn groß an, sagt aver dann rasch und „Ja, ich hab es. Aber warum fragsts“ „Weil ich da heut vom alten Sunter a'schicht 'hört hab, die mir zu denk'n gibt.“ „Du meinst die'schicht mit dem Maler?“ Sorg dich nur net, Vater, der Ludwig ist ganz anders, als der Maler.., G ist Garischte „Wie sicher du bist, Everl. Aber weißt, Verliebte sehen bloß allweil das Gute und Schöne. Das Schlechte sehen sie nicht, bis es da ist. Oder meinst du, daß dem Sunter sein Dirndl's gesehen hat?’wiß nicht! Und wenn's dir auch so ging— Madl, dann— dann gäb's kein Gnad mehr für ihn!" Ruhig läßt der Waldhofer einen Schwall von Worten, mit denen Evi ihren Geliebten verteidigt, über sich ergehen und sagt dann: „Mir kann's recht sein, wenn du glücklich wirst. Aber du bist noch jung und voll Vertrauen, weißt noch wenig von der Welt und vom Leben, wie gespassig daß es da oft zugeht. Und oft kommt alles ganz anders, als man's sich denkt. Also, wie gesagt: Ich will deinem Glück nicht im Weg stehn. Bloß ein paar Jahre möcht ich dich noch für mich allein haben, dann zieh ich nüber in' Austrag.“ In jubelnder Freude schlingt Evi ihre Arme um seinen Hals. Dann stürmt sie hinauf in ihre Kammer. Der Waldhofer löscht die Lampe aus und tritt hinaus in die Nacht. Mit tiefen Zügen zieht er die kühlende Luft in die breite Brust und sieht hinauf in das dunkle Gewölk, das sich an einzelnen Stellen verrissen hat und trüb und hofig einige Sterne durchblinken läßt. Hand Blück Obwohl Evi der Druck der stählernen Arme ein ihr wenn er„Eins, zwei, drei!“ gezählt hätte, mit ihm gleichzeitig hinabzuspringen. Er zählte— sie sprangen— und fuhren schnurstracks auf den Grund und ertranken alle beide. Heimat Mitten drinn' im Walde Liegen ein paar Häuser. Mitten drinn' in grüner Halde Liegt ein einsam, stilles Dorf. Rings von grünen Wiesen Eingeschlossen liegt das Dorf, Dazwischen graubraune Fliesen, Dienen als Acker dem Dorf. Der Morgenlauf Noch liegen meine Jungmädel im tiefen Schlaf. Auf manchen Gesichtern sieht man ein verträumtes Lächeln. Ich sitze schon einige Zeit in meinem Bett und sehe mir die schnarchende Gesellschaft an. Es ist schon hell geworden und sehe auf meine Uhr. Donnerwetter, 6 Uhr. Jetzt aber raus. Ich ziehe mir den Turnanzug an. Dann gelt ein schriller Pfiff durch den Morgen. Angetreten, Morgenlauf. Noch sehen alle Mädel verschlafen aus. Aber der Morgenlauf wird seine Wirkung nicht verfehlen. Nun steht alles startbereit. Nein, doch nicht. Mein Blick geht prüfend über die Kolonne hinweg. In der dritten Reihe fehlt jemand. Na, Ilse, du kannst dich nachher freuen. Dann geht es los. Durch Pfützen, Löcher, nasse Wiesen und Wälder. Dornen haben unsere Beine zerkratzt. Aber so ein Morgenlauf treibt einem die Müdigkeit aus den Knochen. Ich rufe von vorn:„Ausgeschlafen!"—„Nein!“ tönt es zurück. Dann weiter, wieder geht es denselben Weg zurück. Wir haben die Herberge erreicht. Auf allen Gesichtern sehe ich ein frohes Lachen. Ich bin zufrieden. Weggetreten!“ kommandiere ich. Schön war's doch. Hildeg. de Groot. Jugendfreund-Briefkasten Jungen und Wädel! Aber auch die Jungen und Mädel, die in Be Silbenrätsel a— 91— ba— 50— be— 65— e1— de — har— ham— hu— 11— lam— ler — md— mer— P8— 20— 26— 26— 20 08— pe— pü— pei— 28— 20— 56— sar se— 91— v0n— 1r0— 1— vier— eig Aus vorstehenden Silben sind 17 Wörter zu bilden, deren Anfangsbuchstaben, von oben nach unten gelesen, einen Führer der deutschen Jugend ergeben.— Bedeutung der Wörter: —..— J de schänen 20 Mädel, die in Bochuzr#pgzs, Verwandte Siede Bungen ung uuu.:... werden in der sconen Ferienzeit sicher keine Langemente Zunächst einmal ein Wörichen an an die„Namenlosen“, haben, denn dann könnt Ihr so recht nach Herzenslust spielen, die an der„..“=Zugendseite mitarbeiten. Warum Iyr zumzmeln und turnen. Vielleicht machen die einen oder an„Winnetous“, Ihr„Großen Grauen“, Ihr„Ihn, den man deren eine längere Fahrt. Hei, da gibt's denn was zu nicht nennt". Ihr„M..“,„K..“,„B..“, warum hüllt bet un beten wein,„ugeuoheundeun paglschrälch mist Jor nch longe vierzekg, äashe die, 56 Uhazt Wesen Siet zu funt, und au die Gebelmmusvolen= wären, Hari.i8f Zie Liandef ai ge- Pehasereurücken, lunger werden im Recht sein, wenn ich annehme, daß es nicht Eure eigenen davonstegen, wünscht Euch gugemdtreundin erug. Arbeiten sind, die Ihr mir da einschickt, denn sonst wüßte Eure Jugendfreundin Erika. ich nicht, warum Ihr Euren wahren Namen verheimlicht. Minneton. Ob ich Deine Geschichte gebrauchen kann Und manches Gedicht ist so sein und flüssig geschrieben, daß Zun, das werde ich Dir sagen, wenn Du mir Deinen 's ungedine; uo=ebeliätern aber mal was sagen: Namen verraten haft. Ich glaube, es ist wohl das richtigste Also daß Ior Mieozäsel“rmacher“ FJand.Dte, peiko seder: Fesen Panes umal zu mir, wask Aber auch für das Ratel denn egelfelschigek biel lebendiger, wenn Vhr'so schliders Wilt=Pruader mlt. JJos Lu bei Deinen Rüsein jalsch wie Ihr denkt und fühlt, auf deutsch; wie Euch der Schnabel gemacht hast, sagte ich Dir ja schon. Ich versuche es aber, gewachsen ist. Denn so wie Ihr fühlt und denkt, so denken sie richtigzustellen. sa auch all die kleinen„..“=Leser und=Leserinnen und Irene Maier. Ich glaube doch, daß die Geschichte zum in diese Sprache könnt Ihr Euch ja auch am besten ver: Abdruck noch nicht recht reif ist. Versuch's doch mal mit stehen. Also zum nächsten Male schicken alle diese geheimnis= einer leichteren Geschichte. Du wirst sehen daß sie Dir vollen Herren ihre eigenen Arbeiten ein, und Ihr werdet dann auch Spaß macht. Also nur fleißig üben. sehen, daß Ihr daran viel mehr Freude babt.„Hon Herbst. Egon Hartmann. Dein Gedichichen reimt sich nicht so sertegt, zas is da ne jabeshertsep ginscgelecgs rreichz, Vend dls. Das nächste wird scher sghon besser geben. zu verbesern. Kloneter mitt Ein kleiner Jugenöfreund bar mir schon 1sch bekorimen, Bielen Dant. Wie wär's, wenn Ihr seiner Fahrt nach Oberschlesien erzählt. Euch mal mit einer Tasschirost in der Schmuels Sesenchlngbtürber Wasse 47 11 4 Getrocknete Südfrucht IEEN Eine Zahl Eirodtlsche Haupküche Teil des Fades 154 Wirkzeug Gertrud Stachowiak Die Sonne scheint nieder Auf die Häuser, die alten, Vögel singen Lieder, Lassen Gottes Hand hier walten. Manch Blümlein im Sommer blüht, Doch der Winter nimmt alles fort, Was Frühling und Sommer geschaffen. Doch eines bleibt gleich, der stille, einsame Ort. Und trotzdem lieb ich Denn es ist, Daß ihr's wißt, meine Heimat, Denn nichts geht über meinen Heimatort, Der mitten im Walde liegt dort. Mein ist die Heimat, mein Mecklenburg. Hans Häuser, 13 Jahre. Kartengruß aus Ziegenbruck Hittmelskörber A Redenftuaß der Donau Rüchengerk e— Mädchenname Kne Römischer Feldherr brseisen Heinz Selinski, 12 Jahre. Besuchskartenrätsel Hermann Gieze Fällt mir da, oh Schreck und Graus, Diese Karte heut ins Haus. Kommt aus der Gegend Ziegenbrück, Wünscht mir zum Geburtstag Glück. Ei, denk ich, nun diese Karte, Kommt gewiß von Tante Marthe. Raus, die Schere und geklebt! Und dann seht ihr Stück für Stück Den Kartengruß von Tante Pück. Wo wohnt dieser Herr? Heinz Sommer, 11 Jahre. Auflösungen aus der vorigen Nummer Silbenrätsel: Donner, Erika Robert, Meise, Apfel, Igel, Kassen, Aehre, Fichte, Elbe Rose.— Der Maikäfer. Rechenaufgabe: 36 Gänse flogen in der Luft. NE Er lehnt am Gartenzaun ganz still und regungslos. Sonderbare Gedanken übermannen und schmerzen ihn. So lange der Waldhof besteht, hat er sich immer vom Vater auf den Sohn vererbt. Alle waren sie von demselben Stamm und Blut. Freie, stolze Männer, markige Gestalten und doch wohlgebildet, herb und hart und doch mit kinderweichem Herzen, heiß im Lieben, heiß im Hassen, groß im Glauben— so waren die Waldhofers seit uralten Zeiten. Sie hatten Weiber gefreit, die herb und hart waren wie sie. Töchter reicher Bauern aus den tiefsten Gebirgstälern holten Waldhofer auf ihren Hof. Im Dunkel der Nacht schritt der Mann, der letzte dieses starken Geschlechtes über den Hof und verharrt wiederum regungslos beim Bach unter dem Nußbaum.: All die Jahre der Vergangenheit ziehen an ihm vorüber. Er sieht sein junges Weib, seinen kleinen Buben, den Hans. Dann kam Evi in die Welt, und die Mutter ging aus ihr. Dem Kindbettfieber ist sie erlegen. Die Kinder wuchsen heran: der Hans und die Evi. Nun war auch Hans nicht mehr... „Und wie lange werd ich noch sein?“ fragt sich der Ratboter. Ein anderer kommi auf den Hof, ein Fremder von ganz anderem Blut. Und die Evi ist zart und weich. Kinder werden sie bekommen, zarte, gottgefällige Kinder, die nichts wissen vom Trotz und Stolz ihrer Ahnen! Richtsl Richts! ,...g G, Mit Schauern fühlt es der starte Mann: Das Geschlecht der Waldhofer ist im Ersterben. Ein paar Jahre noch— vielleicht noch zehn— und nichts mehr ist mehr übrig als ein müder Greis... Immer heller wird es in den Lüften. Die Wiesen dampfen und vom Wald herüber hört man einen Drosselschlag. Es scheint ein schöner Tag zu werden. Vier Wochen später. Ein wundervoller Spätherbsttag. Die Wälder stehen in prangender Schönheit und die Luft ist klar und burchsichtis..„, Waaih, nan Ginnst im Tarst. Seit zwei Tagen ist Agaihe von Binnet im Forsthaus zu Besuch. Soeben geht sie im Garten spazieren und wünscht sehnsüchtig den Abend herbei. Das sind für sie immer die schönsten Stunden, wenn Ludwig bei sinkender Dämmerung vom Dienst heimkommt und mit ihr plaudert. Er ist lieb und gut zu ihr— wie eben ein Bruder zur Schwester sein kann. Aber Agathe hat gelernt, geduldig zu sein und es ist ein unerschütterlicher Glaube in ihr, daß einmal, vielleicht bald, oder erst in Jahren, Ludwig doch zu ihr findet für Agathe ist reich, unermeßlich reich. Aber Agathe hat eingesehen, daß man mit Geld alles erzwingen und kaufen kann, nur eines nicht— das Gluck... Sie brennt darauf, das Mädchen kennen zu lernen, dem sein Herz gehört. Bis jetzt hat sich noch keine Gelegenheit dazu geboten. Aber sie ist entschlossen, in den nächsten Tagen den Waldhof aufzusuchen. Die Försterin deckte auf der Veranda den Kaffeetisch. Man hat auch die Frau des neuen Lehrers eingeladen und es versprach, ein recht gemütlicher Nachmittag zu werden. 6 Agathe plaudert heiter und angeregt, erzahlt lustige Episoden aus ihrem Künstlerleben. Die beiden Frauen und der Förster lachen herzlich dabei. Aber auf einmal steht die Försterin auf und tippelt auf die Straße hinaus. Sie hat über die Weißdornhecke etwas Weißes schimmern sehen und hat auch die Evi sofort erkannt. Sie führt das Mädchen bei der Hand an den Herrschaften entschuldigen schon“, sagt die Försterin.„Ich hab da grad eine liebe Bekannte gesehen und hab sie gleich reingeholt. Setz dich nur, Evi, und greif zu. Brauchst dich nicht zu genieren“, wendet sie sich an das Mädchen, das verlegen ihr Körbchen auf dem Arm hin und herrutscht. „Ich möcht aber nicht stören, Frau Försterin“, sagt sie schüchtern. D. Kärst un2 mlt#. ft. 8i. 9. „Ach, woher denn. Du storst uns net. Gelt, die Damen haben doch nichts dagegen? Das ist die Evi vom Waldhof", setzt die Försterin noch hinzu. Die Frau Lehrerin nimmt Evi das Körbchen ab und gibt ihr die Hand. Auch Agathe lächelt süß und streckt ihre Rechte hin, versäumt aber nicht, ihren Namen zu nennen. Ihr dunkler Blick saugt sich fest an dem feinen, schmalen Gesicht. „Also das ist sie“, denkt sie und sie spürt Schmerz bei dem Gedanken. Sie muß es neidlos eingestehen: Das Mädchen ist schön.....6 igt var Frineus Der Förster erhebt sich und gioi vor, oringende Arbeit in der Kanzlei zu haben. Es ist ihm schon unangenehm, wenn er bloß den Namen Waldhof hört. Und gar noch mit jemand von denen zusammensitzen, das geht über seine Kraft. Innerlich ist er wütend über seine Frau, weil sie dem Buben zu dieser blödsinnigen Liebschaft auch noch die Stange hält. Hat sie denn wirklich keine Augen im Kopf. Merkt und sieht sie wirklich nicht, daß Agathe von Binnet nur Sinn und Augen für den Buben hat. Herrgott, wäre das ein Glück, wenn der Bub da anbeißen tät. Nachdem der Förster weggegangen ist, wird es eine Weile ganz still zwischen den Frauen. „Wo bist denn'wesen?“ fragt dann die Forsterin. „Beim Kramer war ich. Und ich kann mich gar net lang halten, weil der Vater schon auf'n Tabak wartet. Da is er allweil ganz grantig, wenn er nichts zum Rauchen hat“, erzählt Evi.„„.en „Das ist also die Braut von ihrem Herrn Soyn“, erkundigt sich Agathe,,„„5.24 Die Försterin nickt stiu lächerno und legt Evi ein zweites Stück Kuchen vor.„ Evi aber hebt den Kopf und sieht der Fremden fest in die Augen.„Das ist also die Frau, von der ihr Ludwig erzählt hat, daß sie für ihr Glück deswegen nichts zu befürchten hätte.“.. gig,..s5 Für Sekunden kreuzen sich die Blicke der beiden, und Evi spürt dabei etwas in sich aufsteigen, wie heimliche Angst. Ihr ist, als hätte sie in den Augen der anderen etwas flimmern sehen wie Haß. Als sie sich aber kurz darauf verabschiedet, ist Agathe so voller Liebenswürdigkeit, daß ihre Zweifel von vorhin wieder ver„Es ist auch zu dumm von mir daß ich mir da was denkt hab“, spricht sie vor sich hin.„Sie ist bestimmt eine gute Frau, von der nichts zu befürchten ist.“ Aber in diesen Minuten hätte sie viel gegeben, wenn sie sich mit Ludwig hätte ausreden können. Sie wartet am Abend auch lang hinter dem Haus auf ihn. Aber als es acht Uhr schlägt und dann noch auch halb neun, da weiß sie, daß er diesen Abend nicht mehr kommt. Sie geht auch gleich in ihre Kammer, zündet das Licht an und liest in dem Buch, das Ludwig ihr zum Namenstag geschenkt. Da plötzlich horcht sie erschrocken auf. Ihr ist, als höre sie ferne ein Singen, leise und verhalten. Evi tritt ans Fenster und horcht hinaus in die Nacht. Unten am Gartenzaun lehnt Alfons Giofetti und singt, und als er geendet, tritt er näher gegen das Haus und spricht flüsternd zu dem erleuchteten Fenster es, Evi. Es hat mich hergetrieben. Ich muß Ihnen sagen, was mich nicht Ruhe finden läßt, weder bei Tag noch bei Nacht.“ Von oben keine Antwort. „Waldmärchen...!“ Alles bleibt still. Dann klirrt das Fenster und das Licht in der Kammer erlischt. Behend wie eine Katze schwingt Giofetti sich an den Sprossen der Altane empor und klopft an das Fenster. Nichts rührt sich. Da singt er wieder eines seiner schwermütigen Lieder. An der Hauswand unten aber steht einer mit hämmernden Pulsen, und nagender Eifersucht im Herzen. Das Lied verstummt und man hört, wie Gioffeti an die Scheiben klopft. Der Lauschende unten legt sein Gewehr ab, biegt sich vor und seine Finger umklammern die Sprossen der Altane. Ein Ruck und Ludwig steht oben. Gioffeti duckt sich gegen die Wand und stößt ein hämisches Lachen aus. Und ehe Ludwig recht zur Besinnung kommt, spürt er einen heftigen Stoß ins Gesicht und taumelt gegen die Wand. Im nächsten Augenblick schwingt sich Gioffeti über die Brüstung. Ludwig lehnt eine Weile halb betäubt. Dann richtet er sich auf und lauscht. In der Ferne verhallen die Schritte des Flüchtenden. Dann klirrt neben ihm ein Fenster. „Ludwig.“ Mit einem Ruck wendet er sich um. „Evi! Wie erklärst du dir das?" fragt er heftig. „Was hat der Fremde für ein Recht, hierher zu kommen jetzt, um die Nachtzeit?“ Evi versucht, seine Hände zu fassen. „Net bös sein, du. Schau— ich kann ja nix dafür. Ich hab ihm kein Recht geben, zu mir zu kommen. Glaubst du mir das?" Ludwig glaubt es ohne weiteres. Er hat ja unbegrenztes Vertrauen zu ihr. Er nimmt ihren Kopf in die Hände und küßt sie. „Ich glaub dir schon“, sagt er.„Aber morgen, weißt du, da werd ich den Maler einmal auf ein paar Wörtchen sprechen, ein paar gut deutsche, die ihm das Wiederkommen verleiden werden.“ Man hört unten im Hof einen festen Schritt, das öffnen und schließen einer Tür und wieder Stille. Nur zwei Lichter flammen auf und der Schein fällt bis über den Garten hinaus. „Wird der Vater gewesen sein, oder der Jörg", sagt Evi. Dann zieht sie Ludwig nah an sich.„Weißt du, Bub, das ist ganz recht, wenn du dem die Meinung richtig sagst. Jawohl! Der soll mir mei' Ruh lassen, der. Aber gelt, gar zu grob brauchst net sein mit ihm. Net, daß du am End zu raufen kommst mit ihm. Er tät mir sonst vielleicht mein Bild nimmer schenker." „Was für ein Bild?“ Da merkt sie erst, daß sie sich verplappert hat. Sie kann nimmer aus und muß ihm alles erzählen. Nichts verschweigt sie und als sie geendet, blickt sie ihm angstvoll ins Gesicht.. J.. Srurh machln wem.: „Schau, ich hab dir ja a Freuo mach'n woll'n“ sagt sie, als er immer noch nichts spricht.„Auf Weihnachten, weißt, da hätt' ich dir das Bild schenk'n woll'n. Bist mir jetzt bös?“ „Nein, im Gegenteil. Nur eines sag mir: Während der Sitzungen, hat er da nie von Liebe zu dir gesprochen?“ „Nein, da war er allweil sehr anständig. Er hat's wohl'fühlt, daß ich sonst nimmer kommen wär. Seitdem aber das Bild fertig ist, is er wie umg'wandelt. Vor ein paar Tag war er schon einmal da und da hätt ich ihn bald nimmer kennt, so verändert is er’wesen gegen sonst. Sags ihm nur richtig, daß er nimmer raufkommt, gelt?" „Ich glaube, daß er kein Verlangen mehr haben wird. Und jetzt, Mädel, gute Nacht. Am Mittwoch abend komm ich wieder.“ Er küßt sie innig und fest und schwingt sich über die Brüstung hinunter. Vorsichtig nimmt er sein Gewehr von der Bank und schleicht auf den Zehenspitzen aus dem Hof, denn in der Stube drinnen hat er den Waldhofer sitzen sehen. Als er eine Stunde später auf das Försterhaus zugeht, sieht er die zwei Fenster des Wohnzimmers erhellt. Er hemmt den Schritt. Steht nicht an einem der geöffneten Fenster ein Schatten, still und unbeweglich? Doch, ja. Agathe ist es. Mit festem Schritt betritt er den Garten. Agathe beugt sich über die Brüstung. „Bist du schon zurück, Ludwig? Gut amüsiert?“ fragt sie. „Danke, vortrefflich. Du auch?“ Eine Weile ist Stille. Nur die Jagdhunde knurren an der Kette. Da fährt Ludwig herum. Ihm ist, als hätte er dicht in der Nähe den Atem eines Menschen gespürt. Aber es muß doch wohl eine Täuschung seiner Sinne gewesen sein. Er wendet den Kopf wieder hinauf zu den Fenstern und sagt: „Bist du allein, Agathe?“ „Ja, es ist schon alles im Bett. Willst du mir noch ein wenig Gesellschaft leisten?" „Ja, ich komme.“ Ludwig legt Gewehr und Rucksack ab, macht sich ein wenig frisch und geht ins Wohnzimmer hinauf. Agathe streckt ihm beide Hände entgegen.„Ich dachte, du kämst heute gar nicht mehr, Ludwig.“ „Oh doch. Aber ich habe mich nur etwas verhalten, weil— weil— ja du, das muß ich dir erzählen.“ Ludwig legt dabei vertraulich den Arm um ihre Schulter.„Du bist aber unvorsichtig, Agathe. Es ist doch kühl und du hast die Fenster offen.“ Er schließt sie, zieht die Stores vor und dann ist nichts weiter mehr zu hören. Da erhebt sich auch der Lauscher an der Hauswand und eilt mit schnellen Schritten dem Wald entgegen. Der Waldhofer legt gegen Mitternacht die Zeitung zusammen und schaut auf die Uhr. „Bleibt aber lang aus, der Jörg“, spricht er vor sich hin. Dann füllt er seine Pfeife frisch. Da geht die Haustür und gleich darauf tritt Jörg in die Stube. Der Waldhofer schielt prüfend über das verglimmende Zündholz nach dem Alten hin, der sich auf die Ofenbank setzt und die schweren Stiefel abstreift. „Ganz nette Sach'n hab ich heut ausspekuliert. Fünfzig Stück Vieh könnt ma rüberschwärzen, jede Nacht. Kein Teufl tät uns stören. Habn ja net Zeit, die Herren Väger.“.. J. Li41., 9 dm wrh. Der Waldhofer lacht, uno vieses Lachen macht den Jörg erst recht zornig. „Da kann er noch lach'n auch. Is’scheiter, du haltst die Aug'n off'n und erkundigst dich damal, was der Försterbub für ein Heimtückischer is. Hab allweil glaubt, das is ein ganz Stader und wär net hell 'nug für einen Jäger. Oha! Mei, Lieber, der is ’scheiter als wir zwei. Der streicht ums Mädel rum, macht ihr schöne Aug'n hin, verspricht ihr's Heiraten und du als Vater leidest es.“ (Fortsetzung folgt.) S S SueS Sock U obien 39 Buichiunen be geige Zaliahuaset seue Ve, es t#e. b#e g ie Beiniamn Balde ucd, Aunr boigen, Geteg Der Aude auit ais eches Audhen. Blutes und des rechtschafsenen Charatetr. Ein gelun, bier Vgsgteg. Das wesentlichte Vierrmal der Abh „Bedenke, daß du ein Rhnhere bist!“ Sippensorschung, Ahnensorsehung sind sou Ve. eie#e, gech, ans aoshan der Veshum Baltet uch, den Ke keuge der Aigene dies and unid Senisens dlichen. schaft des Reichsministers Frick ist ihre starte Geschlos= Nachdem glsg untersiucht wordsich an die Stelle eines überalterten und ve der Führung, des Volkes abzulösen. beraus Iet ,bez gepissemaßzen ein Fe. also untersucht worden war, wie es um den nbesitz unserer Schuljugend steht, ist die poevt, iu, eon zuic gäspscher ch. Gbeistn, Frichg Fasel Khlorodont=Fabrlk, einen Schrit weltergegaugen uud uen Au gen e##, Zaut chnliche Unterlschangen in Benutez gigie tie. Holf hes entsammt einer belannten auslands, denen Teuez, Le ze und Land und schlieten Arbeiter und die Plutoktrate, de Geldherschasft, in enbeit im evonelicheshergertgz, Betemutgis. 272. in Zehubiestetrizge aunn eind nden und un d u. ear aue Aahad uer Gechaelen Aehescheihter De Aaise erchen iun So dem Blute Stcdt uscd eu euse, e d egereuz ie Buge Khast, Der Stelboertrter dei Fühers, Peichznsater gue osteigen bes Beitzes vorligel“ Die Autworten bedte ene, Sung Sshgltähsher uads baschen Kasinansonite die hate chen un der Lbatr Heiszshenter Verntshzueige ein auserden Angeicgte, eie uie benieg, egie u. aund us diun int ien Genenailen u den Siten dr Zriche, Pelanie iu Verlaite, Tasdoste und Setzshzodlge, Aunam eucd Rn Rseue uer eue udet, Aund Aue un u. Ae ie Leuten geg, Die Bunagen üib Gashast huts die Buichesenen vesaenr Cchicher ren zurück nach Franken und Thüringen. Volksgeschlechterpflege aufgerichtet als Kulturtat, in ungeheurem Ausmaß, wie und unerhört st in der Welt. Die Ahnenforschung sol nicht mehr auf den Adel. un, anzen peu. ger beschtänkt sein, be visg a pe. geste#lt. Die Stanedinter wurden zu Ssperinter, de Seszeggeischer P ie el DerAntlitz der Eltern und Ahnen“, so sagt Overubienrot D Eg leze regefsflege. iu Berrag lernen wilck, Hrahzusteigen in de Tiesen Bhaier gaul her ver. vs den S hann erlauschen, oh. die Summe rein erklingt oder ob fremde Mächte wie Dämonen uns beherrschen. Und in tausend Fällen wird man beglückend psinpen: Ahnenforschung macht freit Sie ist der bewußte Schritt zur schaft aller Deutschen. Bedenke, daß du ein Ahnherr bist! Bedenke, welche Folgerungen du aus dieser Erkenntnis zu ziehen hast. Mehrere Tafeln aus dem Bereich unserer südwestfälischen Heimat legen Zeugnis ab von der Vermählung von Blut und Boden: 700 Jahre Bauer auf gleicher Scholle, 500 Jahre Diener des preußischen Staates, 400 Jahre Süderländer Reidemeister. Zum erstenmal im Reich sieht man in Hagen nebeneinander Ahnentaseln berühenez Deutscher aus Fergergergest ane Gegenwart. So beweist die Ahnenrafeldes Führers eindeutig, daß dieser Genius der Nation gue ui: wüchsigem, deutschen Volkstum heraufgestiegen ist, daß oie Ahnen des Führers seit Jahrhunderten auf uralt deutscher Erde gearbeitet, gelitten und gestritten haben, daß diesen erbgesunden Geschlechtern eine selten hohe Lehenskraft eigen ist, daß sämtliche Ahnen eine ständische Einvin galische„ Aus dem pholographischen Wettbewerb s, eseig don vigzische u pr zaigen Her eisn geitgeteigtet, Bhsolg gen Scheige gel; Blicke auer Leiucher auf sset,„Der heutsche Mensch“. Das zwente Bi (Gagen) im Ppotowertpen gleichen Kopfes eines Hagener Eisenbahners. es Photo von Schaefer=Holz Bild ist Seitenansicht des mit dem Ergebuis, 4 51 v. g. der weiblichen Befragten en esche esescis ceche de Bodubepohernug hr eznschlietzlich, auf Kranke um schlt und daß nur 26 Millionen in der Lage sind, sich sehit und daß nur 26 Millignen in der Lage sind, sie üin de Beberntug, De Sase er sesse eteihe verstehen, müsseg, wir uns an Sig., der sechlenden Zahnbürste z. B. Seife vorsteuen. Was würden wir wohl sagen, wenn wir erführerz, daß 30 Millionen Volksgenossen keine Seife haben? Weiterhin zeigt die Untersuchung, daß die Zahnpflege schichten Sünder gegen die Zahnpslege gibt, daß die Ein Jührerwort Ein verfaulter Körper wird durch einen strahleniden uud seige Sutsecte wiren.— Ahoff Hitler. Familienzahnhürste auch dort zu finden ist, wo man sie gemeinhin nicht luchen, würd= Zähne Zurch Pflege und Wer die Gesundheit der Zugne durch Pflege und Behandlung erhält, wird sich selbst vor vielem Schaden bewahren, denn kranke Zähne sind oft der Anfang für zahlreiche andere und viel gefährlichere Krankheiten, und die Zahnbürste ist eines der wichtigsten und billigsten Werkzeuge zur Erhaltung der Gesundheit. Blick über den Zaun Aus dem Sowjetpara dies wird berichtet, daß bewaffnete Kinder meist im Alter von 12 bis 15 Jahren, die Straßen Moskaus unsicher machen. Die Zukunft eines Landes mit solch einer Jugend ist ungewiß. In Australien macht sich eine Bewegung bemerkbar, dem Lande neue Kräfte zuzuführen, daß seine breiten Räume Völkern der arischen Rasse erschlossen werden müssen. Man erblickt darin den einzigen Weg zum Aufstieg. K Das tachen kient Bergehr. wichtig genheit auch im Sommer nachdrücklich auf das Die Somatenfäufe Von den Krankheiten, die die Tomatenpflanzen heimGacken micht ver. n en uf birgewieien wie wichtig genheit, auch im Sommer, vngzzrlanzen Einffu.—.—. Pilz nistet sich im Stengel der Pflanze ein und sperrt Suuer Bicher bied bungn, iche ium und dos Geheiben der Branue, Fnich,z Ve. Masrzfahe ab, wag ein schreuet Gerwuestzen der esbie beige ue, ee en bomment Nan kaonz se man fel beizhzeicz teih le, Bsange nuach, sch ziest, die einnat betalge Wieane de Veniten ie. Voetaicgt ue boste, og be bue zen Spamer Aaduch vrwenden. Bizgilszgrig, Hee Zan nan nicht eten. Scdach schüict manr die auseren puiet getan worden, denn über den Bosen vos Zohz nan vor alen sedem einzeinen Bet eime dume Schicht Pianzen, iuden man die keauten reslos vernichtet. Ver. bven osteng eherige vich verv. Jad Gezen“ Tachmulz in Höhe ven ein bs zwei Zerziegeter. Ub dos Hen Fe zu. auf den Konposthausen geworsen, dann vere se eineitene ebene bgg nien Auam. Net besetr oder veptanzt worzen Vt, Ver, has=Zagene breiten ich die Bilzge überaus ruich und geragrden se tasser ach bompi Fhn Dier im Boden vorkom= Bub:. Der Boden wird ietzt ossen gehauten, 945. 4en, alle übrigen Tomatenpilanzen. Torfmull in Höhe von ein bis zwei Zentimeter.„ing den sie nur auf den Komposthaufen geworfen, dan Beet beiat oder bepflangt worden ist, Wpiett das=Regen, breit n sich die Pilze überaus rasch und gefayrden so Sedes Gewächs kommt vit eiyen, y Zoden parkom, Rolle. Der Boden wird setzt osen gerglten, 2g., shr, ale übrigen Tomatenpflanzen. tum Wogzer aus, um mur tihm die im Boden vorkom. Brest, Ariuat leicht ein und gelangt bis zu den Wur ale übrigen Tamotgeranzerzguigen, gändern komnen menden tern Rolle. Der Boden wird jetzt offen geyalten, P/##,##agen, alle übrigen Tomatenpflanz Wasser aus, um mir iym“.. den Blät= wasser bringt teuge enn und vein#e# Wasser Die Tomaten, die aus subtcche, Snggen Hchngg en be besfe ae eue ge be zui ien But geln. Feste der Lorkzut, bont Zzrei, essausel, pihz. brse, zur üder eiten sehe dogen Lgergesaung, enverderungen. Im Vaster, seldtr g egen au. beigz, schweremn, leicht verkrusteten Boden, Hrelsherztenz hetz, fers sßer im übeigen lange nigt se gehatvol anl Gler Pährstose, und dat die Bilauze vuiat VBeuchtaskeu, gandes bei leichen Boden zu rauch im umergruno ber. Gpack und Bähewert pie die betichen Tonaten. dann wird sie eine zu große Menge Wasser und zu sickern würde. Das Gedervich im Sommer baser u strcken, Je der Godoben aon, Pseanudhen se ansgzlag eide keite Aastshangt, Huten, Aähsie sehoenten haiste siden voi auch heite wodel se gleich de ndtige Bewegung bobenz, elsahngen Herzigt bas Kaniuchen zu seiner Entwicklung. Die De Vir Burtein u der Aihe,=gaise Kaitbe eui Due Kalste die Aiche urce ianescheitene die. Vendesganter Sis eies Lier Ssikel Kihr 3 eseaug, un Zirtegaes oitd durch eine Kruse dersion, Verzaigge ise eichanen Der ausfesen. Se siod Dlsielter denn diese kann das Konincher, Zifziger gisegege. in ausen ersine, Pagag rashen. dauns uni diun, er gecsheang gaechr Asiäschk aune auite asice die Gusthler bnued bun und Aung un a ae ai. aer Boshaue, Aaär ie an Sechan gehzagen sod. Aisechen uis sanlungz muisen eichadbe, richetie Seitia sie. braucht, diesen allerdings recht gründlich. Das bedentelt bei elertesenden Hühnern auf die Zusannensebung Lezge,peri.„.Zesz. Ssgerzes.“ ein Zpischenraum von Gartenarbeit. us Erien, Hse man mäteg vil, ehmen mebr 30 Zenimeter muß vorhanden sein, um den Ungezieser Sanch, vie eriagt, mut ertack weiden. De Blauze Fater u sch, wean man wnen Grinsauer unte 29, beirige heise ie Kuehief Saeltungen eichtet is uas senoseg, bioe Aud zgagh schachen Raciase ed Lnrsiher saier Beide achen Leiase Backe, ien, eier enscöschen Rasa ud begzaische für die Pflanze umarbeiten. Sie können aber nur ge. schnittlich neun Kilo schwer während die Truthähne nie, denn bei der Zucht bringen größere Stalungen deihen, wenn sie Lust und Sonnenschein haben, ungemästet sogar ein Gewicht Posi, if, 1o, Ergichen, jederzeit wesentliche Vorteile. Mancher Gärtner wil recht fortschritlich sein bswv. Man, konn beshasseneo gie, siehen ez zwar, ausgedehnte Der„scköne“ Kleingarten c5 die Achet uch bogichet eeh en z, Geitäge zu unternschnen, ichen aber inmer wieder ulg Sleimgäktner und Siedter st man leicht ge. ue beoesbeng ben de gneicheth sd ihm scher nicht nach Hause gurick,. Drauzen erähren sie sich von Un weigt, sein sauer erworkenez Grundtick mun wielich klar. Tatsache aber ist, daß die reichlichen kalten Wasser= kräutern und deren Samen, von Insekten und allerhand als ganz e Die Audur ue Bun, Aun, g..#.. aenlangen aakr Aatan un ide daunr Kanst, Gnds 15 eadu. ae.ehe us uen Sr ui Gudt zg Eakaude Kaminenennungugelt, Oit u schr, aise ien Gaten us uanr ie ise mals an der Not, sondern immer an der Bequemlichkeit und Gleichgültigkeit des Besitzers, wenn er den Garten verwahrlosen läßt. Und nicht nur der Garten, sondern auch Haus und Stallgebäude müssen gepflegt verden. Ein gesundes„gsehpuisphergeheshent Die zeliche sauberer und schöner Umgebung gedeihen. Beeinflussung des schönen Gartens darf nicht unterschätzt werden. Schon der Gedanke, daß einem der Nachbar über den Zaun gucken kann oder daß die Spa ziergänger von der Straße her Einblick in das Grundstück haben, sollte ein Ansporn für die„schöne" Ausgestaltung des Kleingartens sein. Zuviel Salat An heißen, trockenen Tagen ist manchmal ein ganzes Salatbeet erntereif. Kann man den Salat: auf einmal verbrauchen, dann lasse man ihn nicht im Sommer schießen, sondern nimmt ihn jetzt aus der Erde und bringt ihn mit der vorher gut angegossenen Wurzel in den Keller, wo er sich mit feuchter Erde am Wurzelballen tagelang frisch hält. Ordnung soft sein! In den Stall gehört eine Holzleiste mit kräftigen Haken, an die alle Handwerkszeuge an guten Schlingen (aus Leder geschnitten) aufgehängt werden. Medikamente, Säuren, gehören nicht in den Stall, si men unter Verschluß! Farben verwahrt man in Blechbüchsen. Das ordentliche Wegstellen der Geräte gehört mit zur Arbeit! aerzäg, ecde ae bed bezr.i4h gerisen. Rehz. Jezunue Raninchensiauungent. Oöt zu zechen, ase den Garten migliche en die ale autis au der aien Giestome Burie ud 6e aunsbruchslos das Keriuchen auch st, ie misen iuzveiwoautzegnesheik sther cer die Grche sat, süie dse esden ur uicd Mielcket enteautens Bele, ug ugz in Ven gezige ze bedant in den 2, der uigndz, Gantans zu bergn., Si. auster ammen Hinduueh Faukmull vollen Luhwegf vu gtcezr, zoeve Tierart forder. ,“ sghsecht gehaltenes Grundstlück verschimontert, die, ganze Den ganzen vommer ninduren vorzmunt froher Enwiklung Geraumigkeit, Liczt und Lustz; le Slesging, Zicht nur kann in einem zut und anständie zur Arbeit! Winke übern Fartenzaun können, sonst gibt es Wachstumsstörungen.„. Seschlscaeh eae bas echesck äcs ch baie allgemeine Wachstum darunter leidet. Zimmerblumen müssen bespritzt, begossen und umgetopft werden und gegen pralle Sonne geschützt werden. Zur Wachstumssteigerung von Balkonpflanzen nehme man Hornmehl. Dahlien gedeihen am besten in gut bearbeitetem, mildem Lehm oder in einer Mischung von Komposterde. Der Boden darf nicht zu fett sein. Dahlien brauchen viel Wasser; vorteilhaft wirken flüssige Volldüngergaben, alle 14 Tage 1 Gramm auf 1 Liter Wasser. A.., Erholung am Stadtpark. Schneeball darf nicht im Winter, sondern erst nach der Blüte geschnitHühnerfreund, Laer. Kalkbeinmilben leben in der Haut der Läufe und verursachen borkige Auftreibungen. Man weicht diese Krusten mit grüner Seife oder Glyzerin ein und bestreicht sie nach 24 Stunden mit Petroleum, mit neun Teilen Rüböl verdünnt. Treuer Leser des„V..“, Werne. Mit dem Bindfaden hat man als Gärtner oft seine liebe Not. Er wird häufig bei den Arbeiten der Sonne und der Nässe ausgsetzt und wird licht brüchig. Ausdauernden Bindfaden kann sich jeder Gärtner selbst herstellen und wird sich dadurch viel Aerger ersparen. Man legt einfach den Knäuel in eine Lösung von Alaun und Wasser. Hat sich der Bindfaden ganz vollgesogen, dann wird er zum Trocknen aufgespannt und wieder zum Knäuel zusammengewickelt. Aus dem Tonfilm„Der Kampf mit dem Drachen“. Unnötig zu sagen, daß man nur„Adele“ den „Drachen“, spielen ließ. Als Brauerelbesitzerin schwingt sie diesmal ihr gefürchtetes Zepter, ist aber auch menschlichen Regungen nicht unzugänglich, wie es die Szene mit Gretl Theimer zeigt. phot.: Bavaria Taul Remp: Der Kalnannteretter mir Jtenktappen Es ist ein eigentümliches Gefühl, wenn der erste Filmvertrag in der Tasche knistert. Man wächst einige Zentimeter und geht mit geschwellter Brust einher. Dabei wäre es beinahe nichts geworden. Alfred Zeisler, der Produktionsleiter der Ufa, hatte mich in einer Bühnenrolle gesehen. Ich spielte den alten verstaubten Buchhalter Kringelein in„Menschen im Hotel". Ich sollte mich vorstellen, aber— Zeisler, der mich nur in Maske gesehen hatte, erwartete einen würdigen grauhaarigen Herrn, den man im„älteren Fach“ herausvurde ich„scheu", wenn ich den Operateur nur von beitem sah. Doch man hatte Erbarmen mit mir. Sperrte mich in ein großes Zimmer, das gar nicht nach Filmatelier aussah, und da durfte ich nun, wie beim Theater, ein paar Tage meine Rolle durchprobieren— mit Scheuklappen sozusagen. Was ich empfand, als ich mich in meinem ersten Film sah und hörte? Das war ein merkwürdiges, ich möchte fast sagen, beängstigendes Gefühl. Ich erkannte meine Stimme gar nicht. Kam mir unheimlich fremd vor. Nun, zufrieden ist ja kein Künstler mit sich selbst, am allerwenigsten wohl mit einer Anfangsleistung. Auch ich war es nicht. Die Doppel-Firma Willi Meisel, der erfolgreiche Lieder= und FilmKomponist und der bekannte Tonsetzer Fritz Domina haben sich für den Tonfilm zu einer festen musikalischen Arbeitsgemeinschaft zusammengeschlossen. In der Praxis hat sich ein Doppelgespann bereits betätigt bei„Ein Walzer für dich",„Schlafwagenkontrol= leur“ und„Die Sonne geht auf“. Leo Siezak als Rutor Aus Wien wird mitgeteilt, daß Leo Slezak zur Zeit an einem Drebuch für einen Film„Venedig in Wien" arbeitet. Der Film spielt um 1908 und soll ein anschauliches Bild des gesellschaftlichen und künstlerischen Lebens jener Zeit geben. Bekannte Persönlichkeiten, wie der damalige Wiener Bürgermeister Lueger, Hermann Bahr und der junge Lehar sind in die Filmhandlung einbezogen. Die Musik wird nach Motiven von Johann Strauß komponiert. Kleine Silmpost Ralph Arthur Roberts wird die ewige deutsche Komödienfigur des Schmierendirektors Emanuel Striese in der Carl=Froelich=Inszenierung„Der Raub der Sabinerinnen“ spielen. Rose Bernd, deren Hauptdarstellerin voraussichtlich doch Paula Wessely sein wird, wird als männliche Mitspieler Paul Hartmann, Rens Deltgen und Eugen Klöpfer bringen. Tschaikowskys„Herbstmelodie" als Film. Hans von Wolzogen stellt einen Großfilm mit dem Titel „Herbstmelodie“, her. Die weltbekannte Paraphrase von Tschaikowsky wird dem Film als musikalisches Leitmotiv dienen. Als Regisseur dieses neuen Filmwerkes wurde Frank Wysbar verpflichtet. Hans Albers wieder in Geiselgasteig. In den ersten Julitagen beginnen in München=Geiselgasteig die Aufnahmen zu dem dritten Albers=Film der Bavaria, der den Titel„Der andere Perbandt“ führt. Als Darsteller sieht man neben Hans Albers Charlotte Susa, Jack Trevor, Theodor Loos, Fritz Odemar, Otto Wernicke, Bernhard Minetti, Aribert Wäscher und Willi Schur. Die Handlung beginnt mit einem Fliegererlebnis bei Kriegsende auf dem Balkan und führt dann in die abenteuerliche Bolschewikizeit nach Osteuropa hinein. Hans Albers spielt als Michael und Boris Perbandt eine Doppelrolle. phot.: Ufa stellen konnte. War sehr enttäuscht, als da ein junger Fant ankam. Immerhin— er wollte es versuchen. Nun kam etwas: Atelier=Lampenfieber. Scheu vor der Kamera und vor dem Mikrophon. Ich mußte in dem Film„Der Schuß im Tonfilmatelier“ einen Aufnahmeleiter spielen. Also einen Mann, der in dem mir fremden Milieu ganz„zu Hause" war. Dabei Esehtastelste steitr Aite Geabsiatten in Wänne=Sicher Die ältesten Spuren von Begräbnisfeldern in Wanne=Eickel weisen auf eine seit 1140 benutzte Begräbnisstätte beim Schloß Crange in Crange hin. Ebenso waren in Eickel alte Begräbnisfelder, die im Laufe des letzten Jahrhundert eingeebnet werden mußten. In Crange stand noch in den 90er Jahren das alte Kapellchen und die jetzt noch stehenden Heckenreste geben ungefähr die Grenze des damaligen alten Cranger Friedhofes an. Als die Bevölkerung in Wanne=Eickel wuchs, wurde es notwendig, mehr Begräbnisstätten anzulegen. Heute hat jede Kirchengemeinde ihren FriedGartenbauamt angelegt und werden auch von dort betreut. Sarten- und sät man direkt ins Freiland. sorgfältig vorbereitet werden. phot.: Böhle Ehrendenkmal für elf am 9. Juli 1917 verunglückte Bergleute der Zeche„Pluto=Wilhelm" auf dem Waldfriedhof in Wanne=Eickel. hof. Als aber die Kirchengemeinden nicht mehr in der Lage waren, auf dem ihnen zur Verfügung stehenden Platz auf lange Jahre hinaus zu beerdigen und auch eine Verbreiterung unmöglich war, wurde vom Grafen Nesselrode=Reichenstein an der Ewaldstrage auf Hertener Gebiet ein 15 Hektar großes Gelände erworben, das den jetzigen Waldfriedhof bildet. Große Entwässerungsanlagen waren erforderlich, um den Friedhof herzurichten. Der Waldfriedhof wurde am 9. Juli 1916 seiner Bestimmung übergeben. Genau ein Jahr später mußte er 11 auf Schacht Wilhelm verunglückte Bergleute aufnehmen, denen die Gelsenkirchener BergwerksAG. ein Denkmal setzte. Auf allen Friedhöfen der Stadt sind die Ehrenfriedhöfe besond is schön ausgestaltet worden. Alle Ehrenfriedhöfe sind vom Städtischen Jedernelken Das Beet muß Man verwendet dazu eine Mischung von guter alter Komposterde und Sand. Die Samen drückt man leicht an und bedeckt sie schwach. Die Aussaat muß stets feucht gehalten und bei sonnigem Wetter beschattet werden. Auch im Spätsommer noch können Nelken in den Boden gebracht werden. Nur hält man sich dann an Pflanzen. Man setzt die Nelken in altgedüngten Boden. Am besten fährt man, wenn man sich von den Landnelken eine bewährte Mischung kauft. Man erhält dann alle Farbtöne. Auch bei den Federnelken, die einen besonders starken Geruch haben, empfiehlt sich eine Mischung. Man verwendet sie für Staudenrabatten und Einfassungen. Wer sich für eine bestimmte Farbe entscheiden will, kann die „wohlriechende Diademnelke“ oder die„Cyklop=Nelke" wählen, die in rosa und roten Farbtönen spielt. Erinnerungstage der deutschen Anappsekaft Dom„Snadengroschen“ zur Attersversicherung 1784 wurden die freiwillige liche Düt un Dat in Baukumskem Tlatt (Nich nohdrücken.) Ouß ne MRedizin In dä guedde olle Tied, as et wennig Dokters un noch wenniger Apothäiken gaff, do was mol äin Schöper, dä nom Kranken geraupen wor. Dä hadde in siene Hütte ne ganze Riege nummeräirte Püllkes met allerhand Medizindruoppens stohn. Wier kam es en Kranken tou jähm int Hus.„Wat fählt die?"—„Eck wäit nich.“ —„Wo deiht et die wäih?“—„Eck wäit nich.“— Dä Schöper bekiekt sik dän Käl un denked no. Hä wäit et ouk nich. Hä denked noch schärper no. Do wäit hä et un siett:„Eck well die Nr. drüttiehn ut däm Medizinkasten giewwen.“ Hä gäiht an sienen Schapp. Nr. drüttiehn es alle. Dä Käl stöihnt am ganzen Liewe. Dä Schöper hett en mitläidig Hiärte un denked:„Du moußt däm armen Käl doch helpen; denn hä es ut dienem Dorp. Nr. drüttiehn es alle. Do misched hö äinfach Medizin Nr. säß un siewwen. Dat giett ouk drüttiehn. Van düese nigge Nr. kräig dä Patiente dä Löiperigge, un dat nich tou knapp. Owwer dat was widder nich geföhrlik. För dän Schöper brouk hä blouß am Liäwen te bliewen, un dat doh hä ouk. Juhuh. Am 7. Januar d. J. hätte die Knappschaftsberufsgenossenschaft ihr 50jähriges Jubiläum feiern können, da am 7. Januar 1885 ihre Grundgesetze beschlossen worden sind. Sie hat es für richtiger befunden, erst zum kommenden 1. Oktober jener wichtigen Ereignisse zu gedenken, durch die die deutschen Bergleute in die neugeschaffene gesetzliche Unfallversicherung einbezogen wurden und die ihren Abschluß fanden, indem am 1. Oktober 1885 die Knappschaftsberufsgenossenschaft als gesetzlicher Träger der bergmännischen Unfallversicherung ihre segensreiche Tätigkeit aufnahm. Inzwischen aber jährte sich am 1. Juli d. J. zum fünfundvierzigsten Male ein anderer, kaum weniger bedeutsamer Tag im deutschen Knappschaftswesen. Am 1. Juli 1890 wurde endlich im größten deutschen Bergbaurevier, dem an der Ruhr, die schon lange angestrebte Verschmelzung der bis dahin dort vorhanden gewesenen drei Knappschaftsvereine vollzogen. Damit geschah der entscheidende Schritt auf dem Weg zur Schaffung des heutigen einheitlichen deutschen Knappschaftswesens. Schon vor Jahrhunderten ist in dem gefahrvollen bergmännischen Beruf die Fürsorge für die alternden und kranken Genossen sowie für die Hinterbliebenen als Pflicht der Berufsgesamtheit erkannt worden. Als der Bergbau noch in den Kinderschuhen stand, war es so, daß an den Lohntagen die sogenannten „Gnadengroschen“, d. h. freiwillige Unterstützungsbeiträge der Bergleute, eingesammelt wurden. Sehr bald wurde aus der Freiwilligkeit eine freiwillige übernommene Verpflichtung, einen bestimmten Lohnanteil zu opfern oder wohl auch den vollen Lohn einer „Bruderschicht". Die Berg=Gewerken, die sich zuerst auch nur freiwillig mit Unterstützungsgeldern beteiligten, gingen, da sie den Wert eines geregelten Kassenwesens erkannten, allmählich zu festen Beitragsverpflichtungen über. Bereits im 14. Jahrhundert beginnen dann die Knappschaften als gesetzliche Unterstützungseinrichtungen in verschiedenen Bergordnungen aufzutauchen. In Preußen sind die entscheidenden Schritte zur Entwicklung des Knappschaftswesens Friedrich dem Großen zu danken, der die ersten großen Versuche schon 1742 unternahm, die Ausführung seiner Pläne aber aus finanziellen Gründen bis in die Zeit nach dem Siebenjährigen Krieg verschieben mußte. Am 16. Mai 1767 erließ er dann eine Instruktion zur Gründung einer Knappschaftskasse für das Herzogtum Kleve, das Fürstentum Moers und die Grafschaft Mark, nach der sowohl die Bergarbeiter wie die Gewerken zu festen Beiträgen verpflichtet waren. In Ausführung dieser Instruktion entstand im Ruhrbergbau die erste der erwähnten drei Knappschaften unter dem Namen„Märkische gen sen Knappschaft“ Sammlungen unter den Bergarbeitern bei f# Gelegenheiten im märkischen Bergbau eingestellt. Daß sich neben dem Märkischen Knappschaftsverein noch zwei weitere Vereine bildeten, erklärt sich aus der geschichtlichen Entwicklung des Gebiets an der Ruhr. Die Abteien Essen und Werden waren durch den Frieden von Luneville an Preußen gefallen und 1803 unter die Kleve=Märkische Bergordnung gestellt. Daraufhin wurde hier die„Essen=Werdensche Knappschaft“ gegründet. Nach den Freiheitskriegen kam auch die Herrschaft Broich mit dem Kirchspiel Mülheim, das inzwischen zur Stadt erhoben worden war, unter preußische Herrschaft. In diesem Gebiet galt aber die Jülich=Bergische Bergordnung, die Bestimmungen über Knappschaftswesen nicht enthielt. Erst durch eine Verordnung des Königs vom 26. Oktober 1842 wurde hier der„Mülheimer Knappschaftsverein“ ins Leben gerufen. Das Reichsgesetz vom 22. Juni 1889 betr. Invaliditäts= und Altersversicherung verlangte„dauernd leistungsfähige Kasseneinrichtungen“ als Versicherungsträger. Wenn der Bergbau an der Ruhr seine alten knappschaftlichen Unterstützungseinrichtungen im Rahmen des neuen Gesetzes als Selbstverwaltung erhalten wollte, mußte er zwecks Schaffung einer dauernd leistungsfähigen Kasseneinrichtung die bisherige Zersplitterung beseitigen, und so beschlossen denn am 29. Mai 1890 die drei historisch gewordenen Knappschaften des Ruhrbergbaues ihre Vereinigung zum Allgemeinen Knappschaftsverein mit dem Sitz in Bochum. Daneben gab es in Deutschland noch 137 andere Knappschaftsvereine, von ihnen 72 in Preußen. Alle diese Vereine hatten außer Krankenkassen auch Pensions= und Unterstützungskassen. Aber nur der weitaus mächtigste Verein, der Allgemeine in Bochum, erreichte die Zulassung zur gesetzlichen Invalidi####eAltersversicherung und wurde so berufen, die alten, edlen sozialen Traditionen des deutschen Knappschaftswesens in bergmännischer Selbstverwaltung fortzusetzen. Vom 1. Juli 1890 her, aus der Verschmelzung der drei Knappschaftsvereine an der Ruhr, datiert die Entwicklung zum heutigen, für ganz Deutschland einheitlich geordneten Knappschaftswesen. Der erste weitere große Fortschritt erfolgte im Jahre 1906, als durch eine Aenderung des Allgemeinen Berggesetzes von 1865 die Gegenseitigkeit der preußischen Knappschaftsvereine mit Freizügigkeit aller Mitglieder unter Aufrechterhaltung ihrer Kassenrechte eingeführt wurde. Die Gesetzgebung von 1923 brachte, dann die Zusammenfassung aller deutschen Knappschaften in der heute segensreich wirkenden, für den ganzen deutschen Bergbau geltenden Organisation. Antrag abgelehnt Et was moll vüor lange Tied'ne Familge in Stiepel, dä stallt him Amtmann in Blankenstäin'n Antrag op Armenunnerstützung. Dä Amtmann schickede dän Antrag no'm Gemeindevorsteher, datt dä sick üöwer dä Bedürfnisfroge utloten soll. Dä Vorsteher schräiw unner dän Antrag:„Dä Käl süpet! Dat Wiw drinkt Anis met Kümmel un dä Blagen friättet— Schniäggelhüser! Antrag abgelehnt! Der Vorsteher! Sprüökels un Spöne Dä Inbellunge es düller as de Pestilenz. * Me sall keinen Rüen versupen, me weit nich, wat drut werden kann. Wat van Katten kömmt, well musen. * Wat toum Jesel gebuoren es, wed sien Liäwendag käin Pierd. Sou lange mant't Rüeken fouert, wiemelt et met dem Stiärte. Dä Wolf friätet ouk van getellten Schopen. * Alle Welt hiät siene Piene. Jeder tasset blous mä siene. Me kann sik son guot versitten as verloupen. * Sou mannich Land so manche Wise; Sou manchen Kuok, son monche Spise! * Wann dä Haber düer es, bindt me de Piärre wiet van de Krippe. Et lätt wuol schiämlik, ower et kömmet täimlik! segget dä Buren, wann se met'm hültenen Liäppel tätet. * Ek wäit wuol, wat ek driewe, wann ek en Jesel vüör mi hewwe. Karl Kruse. Juni 1935 eic e G Hoheitsabzeichen für heer(Silber) .Kriegsmarine(gold) Reichskokärde(Echenlaus für Heer(Sitber) u. Kriegsmarine( Gold Offiziersdienstarade (Schulterstücke) soheifssozeichen für Lortwäffe (Silber) Reichs kriegs flagge Reichskokarde m. Eichenlsu b für Luttwetfe( Silber! B 8 (in Silber, bei Generalen in Gold stgradabzeichen des Heeret S& SSEE E Generel. Genere) gpsgngr, Gnget Oberst Gegrst, Mejor Hauptmann Opgr. Leutmart Obersi Unterottiziersdienstgrade Schulterklappen Ausserdem Silberne Tresse am vorderen und oberen kande des Rock kragens Schie ßaus zeichnungen 8 cm.lang lresse am linken Unterarm 2) WAEEENEARBEN Infanterie: weiß, Jäger: hellgrun, Artillerie, hochrot, ksvallerie: gelb. Pioniere schwarz Fahrtruppen: heilblau, Nechrichtentruppen: helbraun, Kraftfahrtruppen: ross„Sanitätsäbtig.: Sunkelbl81 Ober. Feldwebel Unter: Unterottizier Unterottiz.felcwebel feldwebel anwärter Mannschäftsdienstarade ohne Abzeichen Stabsgefreiter Obergefreiter Gefreiter Oberschüftee Schütze Offene Tressenwinkel. am nken Armei Seitengewehrtrwadel I Bataillon weiß I rot I gelb weite„## Scchste Schießauszeichnung Schiepöuszeichnung„ Abzeichen für Scherfschirtzenklasse Bei jedem Sstaillon 1. Kompegnie weiß rOt gelb * b l a 0 Dir Billigauss. 688 68 59 Ter 8. ie urin Aao nig. xmnesde Offiziersdienstgrade Schulferstucke (in Silber, bei Admiralen in Gold) Armelstreiten Urteroffiziersdienstgrsde Schiulter Klappen.goldener sresse Gragengiatten 6s br. Sitber(0 Admiral Vize- Konter- Kapftän Fregatten- Korvetten- Kap.- Ober: Leutnant Admiral Admiral zu See Kapitän Kapiten Leutnant Leutant Dienstgredebzeichen der Deckoffiziere Schulterstück(blau kordel) Oberdeck- Deck. offizier Offizier 2 Armelstreiten EIla ∆ Ober: Oberfelbnere gzhngiet, Peldwebe opermagt s8t Fahnric Mannschäftsdienstarsce goldene 1cmbr Tressen am. linken Oberarm ohne Abzeichen Stabs. Ober- Gefreiter Ober- Mstrose Gefreiter Gefreiter Matrose Die Dienstgradab zeichen der Lustswaffe Offiziersdienstorsde Schulferstücke (in Silber bei Generalen in Gold) Unferoft ziersdienstarsde Schulferstucke □89# G deufrag Pajor Oberst geufrngt Mejor Heuptnamd gautnant E 8 Ober- Leutmant WAEFENFARBEN Generdle: weiß, Reichsluftfahrtminist: Schwarz, Nieger: goldgelb Flack: hochrot, Luftnachrichten: hellbraun, Senitätsoffiziere: dunkelblau, Luttautsicht“; hellgrün, TLuttmaffenreiene: nellbiou 2 2 WragenHecc on Silber bei Generalen in Gold) kragenspiege! für Unreroffiziere 5 und Nannscheften Ober:#uebe Unter- Unter: Unteroffiuier. Elieger Feidwebel#eiowere Foldwohel Ottizier Anwärter Filehe: rädweeerUyritier Anlwarrei Oberfeidwebel Feidwebelu. unterfeldwebel Unferoftizier u. Rauptgeträter Obergefreiter u. Gefreiter u. Flieger KRAGENSPIEGEL am Manfe! für Unteroffiziere mit Silb. Wintel links urten. Flugzeug: Beobechter Rugzeugführer Fliegerschütte fuhrer ul. Seobachters“ Mützen-Abzeichen FÜHRER: Arbeitsdienste Sporräbzeichen Spiegel u. Schulberstück Unterlage Schwarzer Samt m. Aluminiumstickerei bezw.-gespinst Reichsarbeits= Obersterbeits: Geuarbeits= Oberarbeits Arbeitsführer,(Gold) führer,(Gole) führer, führer Luhper Oberstfeld: Oberteld: meister meister Feld: Unterfeld: meister meister 25 9 be eeStich!#a. EIE EETENSTSELLEN-HGLEIHE Schwarzer Tuchspiege Obertrupps Trupps Obervor“ Vormann, ppann auf dem linken Oberarm. Seumnelitzen. i führer, föhrer, mepe Füpg, Aüominion unteribng e Lehsitenenn Gaumaote ARBEITSDIENST · MUTZE G SU UGST Höchsteitfühner, Beckselug, teitong, Lestong. Dienstoradabzeichen der Schutzpolizen 60 □#(ee)(6) □) □) in Siber sauben Gorh Oberst, legment Mesor, Heugtmnsnn, Leigrant, Leutsnt, recsex Sehaotzgolizei, Rshrmeser, Vbernsonnespr. uschtmeistee, n easeaddacen un dberst bis Poizsleutnart. 7 KRAGENSPIEGEL grun mit Siberkorde gran mit Silber. Ober in Gele Dienstaradabzeichen der Eisenbahn Eisenbahn Amtmann Ober Inspektor, Inspektor, Ober Sekretär, Oberweichen: Lokomotivheizer Sshnhofsvorsteher Stellwerksmeister, P“ eäpt#(mit. ohne Steral mit 2 u. 3 oder Setretst, Warrer Gternehn tolometigführer boesen Schaffner im Fahrdienst, Cphrangenwärrer Bahnwarter, Weichenwärter, 1 stern Aufseher, 2 Sterne Rängiermeister, den Ktatschu1 entktosten. tr. Dienstaredabzeichen der Post Post Oberposte Oberpoct. Amtmann, Inspektor. Sekrerär. 2 Sterne Post inspektor. hste Post. Post: Paktikant, Sekrerär. Anwärter. 2 Sterne bostassistent. 1 Stern Postbetriebsassistenr, Oberpost: Schöffner. 2 Sterhe Postschaftner. 1 Steen Postbare Hifsposr: Schäffner, Dienstgradabzeichen des Zolles Beamte im Aussendiengt 6(8 3 2 40% Zell Zlrst, Siggfär, Aaistent, Aasistert, Diatar htechtmest, Nachtmeibe, Pratikapt, Aseisent, Anwärter