phot.: Ufa kriegerisch, abe er, sondern röm### rektion“ von### segend schmetter# anscheinend vollführen, fr## sondern die#### Emanuel Striet das Ganze?## r nicht klassische# t. Else Elstein Ralph Artt### nd die Haupida# ht und deut#### ht. sich rühmen,## sein. Sie spuh spiel, das Ca### hlug sie den gu## edem ist sie un Sportarten un frachen. nuß?— dieten Vollende### erzielen und### lg zu halten, setz Publikum zufr Nachrichten## is den Jahren## Mai 935 bestat Kirche in Per## später noch warc nigshof, so Otte II. 989 und### G 9 10 Bezugspreis mit Botenlohn:.15 RM. monatlich oder.08 RM. haldmonatlich, Selbstabholer 1,85 RM. monatlich oder 93 Pf. halbmonatlich. Sszchrißr“.(“ die-Bochumer Illustrierte“ 30 Bf. ronatlich, Sunz, #rin„bör mit mir“ 45 Pf, monatlich bei vier Sonntagen und 55 Pf. bei funf Sonntagen im Monat.— Wenn das Erscheinen der Zettung durch höhere Gewalt oder durch Verbot oder Betriebssftörung u. dgl. verhindert wird, können keine Ersatzansprüche gestellt werden.— Geschäftsstelle geöffnet von 8 bis 13 und von 14½ bis 19 Uhr, Sonntags von 11 bis 12 Uhr.— Sprechstunden der Redaktion von 16 bis 17 Uhr(außer Samstags).— Postscheckkonto Dortmund 1760 Verlag und Druck: Laupenmühlen& Dierichs in Bochum Montag 20. Mai 1933 (Wonnemond) 42. Jahrgang Nummer 117 Einzelpreis 10 Pf. Anzeigenpreise: Grundpreise für 1 mm Höhe in 22 mm Breite.5 Pf. im Anzeigenteil und in 78 mm Breite 50 Pf. im Textteil. Familien= anzeigen und Stellengesuche 6 Pf., Vereinsanzeigen(die nicht der Wirtschaftswerbung dienen) 7 Pf., kleine einspaltige Anzeigen(Stellenangebote. Anzeigen privater Art) 8 Pf., Anzeigen im Vereins= oder Sportkalender im Textteil 10 Pf., Auskunft= und Ziffergebühren 25 Pf. Zur Zeit ist Preisliste Nr. 5 gültig, Nachlaßstaffel.— Schluß der Anzeigenannahme für die sechsmal wöchentlich frühmorgens erscheinende Zeitung um 16 Uhr des Vortages. Für den richtigen Abdruck sernmündlich aufgegebener Anzeigen kann keine Gewahr übernommen werden. Hauptgeschäftssielle: Rathausplatz 8. Anruf 67551, 52, 53 Ein Werk des Friedens Trrurkeserties Der Arichrurtreekt... Der Führer eröffnete in Anwesenheit von Hunderttäufenden die ersie Lensitrar Fransari—Barmstär! Frankfurt(Main), 19. Mai.(Eig. Drahtber.) Von unserem.=Sonderkorrespondenten. An der unteren Mainbrücke liegt ein kleiner Hügel Erde, der eingefaßt ist. Es ist die Erde, die der Führer am 23. September 1933 beim ersten Spatenstich der heute eröffneten und dem Verkehr übergebenen Reichsautobahn Frankfurt— Darmstadt geschaufelt hat. Ein Teil des vom Führer geplanten Straßennetzes über ganz Deutschland, das 7000 Kilometer umfassen soll, ist damit fertiggestellt Breit und blank und frisch und sauber liegt die neue Reichsautobahn vor uns. Für das Gros der Werktätigen ist die Arbeit beendet. Nur zur Instandhaltung wird weiter mit Hammer, mit Schraubschlüssel und noch mehr mit Farbe und Pinsel geschafft. An der Stelle, wo am 20. Mai das weiße Band der zwischen Bergstraße und verkehrsreichem Rheinstrom laufenden Reichsautobahn durchfahren wird, soll später eine Kreuzung mit der projektierten Autostraße Köln— Frankfurt—Bayern liegen. Zwei Kilometer nördlich davon, dort, wo der Führer den ersten Spatenstich vollzog, fließt der kanalisierte Main als Glied der Rhein=Main=Donau= oder Nordsee=Mittelmeer=Wasserstraße. Nicht weit vom Kilometerstein 0,0 der Reichsgutobahn wächst unter fleißigen Händen die riesige Fläche des neuen Weltflughafens fur das größte Verkehrsluftschiff der Welt in die Breite. Der Aufmarsch der Hunderttausende Das ganze Rhein=Main=Gebiet stand seit Tagen im Zeichen des historischen Ereignisses. Umfangreiche Maßnahmen wurden getroffen, um dem Aufmarsch der Hunderttausende gerecht zu werden. Riesige Lautsprecheranlagen wurden gebaut. Auf der langen Strecke von Frankfurt bis Darmstadt wurde die Eröffnungsfeierlichkeit übertragen. Frankfurt, Darmstadt und alle die kleinen Städtchen und Dörfer zwischen beiden Seiten der Autobahn waren ein Fahnenmeer. 68 Sonderzüge brachten die Teilnehmer aus dem RheinMain=Gebiet, aus dem rheinischen Nachbarland, aus der Pfalz, aus Baden, Württemberg und aus dem bayrischen Unterfranken. Schon in den frühen Morgenstunden hatte sich längs der Autobahn bis nach Darmstadt hinein eine Menschenmauer gebildet, die trotz der oft einsetzenden Regen= und Hagelschauer aushielt, weil sie Zeuge sein wollte der Geburtsstunde der Reichsautobahn. Bereits in den Nachtstunden marschierten Zehntausende von SA= und SS.=Männern zum Spalier und Absperrungsdienst auf. RSKK. und DDAC. waren in erheblichem Umfange am motorisierten Aufmarsch beteiligt. ner, Reichspressechef Dr. Dietrich, SS.=Brigadeführer Schaub und Hauptmann Wiedemann. Stürmisch begrüßte die Menge den Führer, dem von Schulkindern Blumen überreicht wurden. Auf dem kilometerlangen Wege vom Frankfurter Flughafen bis zur Reichsautobahn bildeten PO., SA. und Spalier. Grenzenloser Jubel umfing den Führer, als er den für ihn bestimmten Ehrenplatz vor der Rednertribüne einnahm. Lange weilte der Blick des Führers auf den kernigen Gestalten der deutschen Arbeiter, den Ehrengästen des heutigen Tages. Die Eröffnungsfeier Der Generalinspekteur für das deutsche Straßenwesen, Dr. Todt, trat an den Führer heran, um ihm die Fertigstellung der ersten Teilstrecke zwischen Frankfurt und Darmstadt zu melden und gleichzeitig die Verkehrsübergabe der zweiten Strecke bei München in sechs Wochen anzukündigen. Dr. Todt sagte u..: Aus jenen 700 Arbeitern, die nach jahrelanger Arbeitslosigkeit am 23. September 1933 hinter Ihnen, mein Führer, zur Arbeit angetreten waren, sind jetzt 250000 geworden. Mit rund 4000 Beamten und Angestellten hat die Gesellschaft Reichsautobahnen die Bauarbeiten auf einer Gesamtlänge von 1500 Kilometer in Angriff genommen. Die Gesellschaft zur Vorbereitung der Reichsautobahnen hat inzwischen für das Gesamtnetz von rund 7000 Kilometer die generellen Pläne fertiggestellt. Die gesamte deutsche Bauindustrie ist mit über 1000 Unternehmungen beteiligt. Mit einer bisher geleisteten Erdbewegung von zusammen 60 Millionen Kubikmeter sind durch Ihren Willen nicht nur Mauern, sondern auch Berge versetzt worden. Insgesamt werden rund 400 Kilometer im Laufe dieses Jahres an zehn Stellen fertig sein. Diese Straßen Fortsetzung auf der zweiten Seite Luftkatastrophe bei Moskau R Der Wagen mit dem Führer und Reichskanzler hat soeben das weiße autobahnstrecke Frankfurt—Darmstadt zerrissen. Die Strecke ist eröffnet. Hch. Hoffmann Band auf der ReichsAdolf Hitler fährt sie ab. An der Eröffnungsstelle An einer der schönsten Stellen des Frankfurter Stadtwaldes, am Kilometer 0,1 der neuen Autobahn, grüßen von hohen Masten die Fahnen Deutschlands. An einer hohen Böschung ist die Rednertribüne errichtet, von der aus sich ein weiter Blick auf die Bahn eröffnet. Hinter der Tribüne sind die Ehrengäste versammelt, unter denen man u. a. Reichsminister Dr. Frank, Reichsminister von Eltz=Rübenach, den Chef des Stabes Lutze, den General der Landespolizei Daluege, die Gauleiter Bürckel und Wagner(Baden), die Staatssekretäre Körner vom preußischen Staatsministerium, König vom Reichsverkehrsministerium und Ohnesorge vom Reichspostministerium, den Generaldirektor der Deutschen Reichsbahn Dr. Dorpmüller, den stellvertretenden Generaldirektor Kleinmann, Direktor Rudolphi, den Hamburger Oberbürgermeister Krogmann und als Vertreter der Baustrecke Frankfurt— Darmstadt den Direktor Pückel bemerkt. Unmittelbar bei der Ehrentribüne stehen die Lastkraftwagen mit den rund 5500 Arbeitern. 30000 Angehörige aller Parteigliederungen Frankfurts füllen die seitlichen Ausbuchtungen des weiten Platzes. Die Ankunft des Führers gestaltete sich zu einem Erlebnis. Seit den frühesten Morgenstunden wartete auf dem Frankfurter Flugplatz eine unübersehbare Menschenmenge. Zur Begrüßung des Führers hatten sich eingefunden Reichsstatthalter Gauleiter Sprenger(Hessen), Korpsführer Hühnlein der Kommandant des Wehrkreiskommandos Kassel, General Dollmann, der Generalinspekteur des deutschen Straßenwesens Dr. Todt und der Oberpräsident der Provinz Hessen=Nassau, Prinz Philipp von Hessen. In einem Sonderflugzeug trafen die Reichsminister Dr. Frick und GeneCloberst von Blomberg ein. In Begleitung des Führers, der um 11.42 Uhr Sonntag vormittag landete, befanden sich die Minister Dr. Goebbels und D. Schacht, der Adjutant des Führers, BrückAupiunee Flagbeagriess Teemästel 48 Piloten, Stoßtruppler und Ingenieure sowie sechs Kinder getötet.— Durch die Schuld des Schleppflugzeug=Führers Moskau, 19. Mai. Das größte Flugzeug der Sowjetunion„Maxim Gorki“, das über 70 Personen an Bord nehmen kann, ist am Samstag einer Katastrophe zum Opfer gefallen. Das Flugzeug startete mit einer anderen Maschine im Schlepp. Kurz nach dem Start unternahm der Führer des geschleppten Flugzeuges, Saschin, trotz des Verbotes der sowjetrussischen Luftfahrtbehörden mehrere Luftkunststücke. Hierbei stieß er mit dem Flugzeug„Maxim Gorki“ zusammen. Beide Maschinen stürzten ab. Elf Personen der Besatzung und 36 Fluggäste fanden den Tod. Auch der Flugzeugführer Saschin kam ums Leben. Weiter wurden sechs Kinder getötet, die sich in einem kleinen Wohnhaus in der Nähe der Unglücksstelle befanden. Auf dieses Haus fielen Teile der in der Luft zusammengestoßenen Flugzeuge und brachten es zum Einsturz. Insgesamt kamen also bei der Katastrophe 48 Erwachsene und sechs Kinder ums Leben. Ueber die Katastrophe werden noch folgende Einzelheiten bekannt: Das Großflugzeug„Maxim Gorki“ führte über Moskau Rundflüge aus. In der Nähe des Dorfes Wsechswjatskoje an der Leningrader Chaussee hatten sich besonders ausgewählte Belegschaftsgruppen mehrerer Betriebe versammelt, um einen Rundflug zu machen. Als 40 sogenannte=Udarniki— durch überdurchschnittliche Leistungen ausgezeichnete Arbeiter, Ingenieure und Techniker— des großen Institutes für Flugzeugbau„Zagi“ eintrafen, wurde ihnen, da sie am Bau des Flugzeuges selbst beteiligt waren, der Vorrang gelassen. Nach Beendigung des Rundfluges näherte sich das Großflugzeug bereits dem Landungsplatz, als das Unglück eintrat. Auf Veranlassung des Chefs der russischen Zivilluftflotte, Tkascheff, wurde ein besonderer Ausschuß, bestehend aus Vertretern der russischen Militärund Zivilluftfahrt, der Politischen Polizei und anderer Behörden, eingesetzt, um die Ursache des Unglücks des „Maxim Gorki" festzustellen. Die Ermittlungen haben ergeben, daß das Unglück lediglich auf den Flugzeugführer Saschin zurückzuführen ist und daß der Zusammenstoß des im Schlepp befindlichen Flugzeuges mit der Riesenmaschine von außerordentlicher Wucht gewesen sein muß. Der Schleppflieger war eben im Begriff. trotz Verbotes einen Looping auszuführen, als er sich in der Rückenlage der linken Tragfläche des Maxim Gorki" näherte und diesen rammte. Der Zusammenprall war so stark, daß der„Maxim Gorki" trotz seiner Stärke und seines großen Gewichtes sich mehrere Male überschlug. Große Stücke von der Tragfläche wurden abgerissen. Die Maschine begann abzustürzen, von der Schwere des verunglückten Schleppfliegers noch mehr in die Tiefe gezogen. Beim Sturz riß die linke Tragfläche vollkommen ab. Gleichzeitig ereigneten sich an Bord des„Maxim Gorki“ mehrere Explosionen. Das Riesenflugzeug kam nur noch als ein brennender Trümmerhaufen auf dem Erdboden an. Die Beisetzung der Opfer, die auf den Montag festgesetzt ist, wird auf Staatskosten erfolgen. Die Regierung hat den Hinterbliebenen je 20 000 Mark gestiftet und ihnen erhöhte Pensionen bewilligt. In ganz Rußland hat die Katastrophe größte Erschütterung ausgelöst. Es ist das größte Flugzeugunglück, das sich bisher in der Sowjetunion ereignet hat. In der Presse werden zahlreiche Beileidstelegramme veröffentlicht. Auch Mitglieder des diplomatischen Korps haben dem stellvertretenden Außenkommissar Krestinski ihr Beileid ausgesprochen. In einem Zeitungsartikel schreibt der Kommandeur der Flugzeugstaffel, der„Maxim Gorki“ angehörte, man werde sich trotz dieses Verlustes nicht ergeben, man werde sich nicht von der Trauer übermannen lassen. Es werde vielmehr dafür gesorgt werden, daß sofort mit dem Bau eines neuen noch größeren„Maxim=Gork'"=Flugzeuges begonnen werde. „Maxim Gorki“, wurde im Frühjahr 1934 nach Plänen des sowjetrussischen Flugzeugerbauers Tupole fertiggestellt. Er hatte acht Motoren von insgesamt 7000 PS. Die Rumpflänge betrug 35 Meter, die Flügelspanne 64 Meter. Die Räder hatten einen Darchmesser von zwei Meter. Das Flugzeug sollte eine Höchstgeschwindigkeit von 240 Kilometer erreichen und 1000 Kilometer ohne Landung zurücklegen können. Man bezeichnete es als Agitationsflugzeug. Es hatte eine kleine Druckerei an Bord, ferner ein photodechanisches Laboratorium und verfügte über Sende= und Lautsprecheranlagen. Besonders an den Revolutionsfeiertagen hörte man seinen Lautsprecher deutlich aus den Lüften. Der„Maxim Gorki“ war der höchste Stolz des sowjetrussischen Flugzeugbaues. „Begnadigung“ der vier Memeldeutschen Auf Eerenezen nie träutsche Ersungnte Kowno, 19. Mai. Der litauische Staatspräsident Smetona hat den Spruch des litauischen Obertribunals, der das Bluturteil gegen die Memeldeutschen bestätigte und damit vier Memelländer dem Henker überantworten wollte, korrigiert und die Todesurteile in lebenslängliche Zuchthausstrafen umgewandelt. Die Litauische Telegraphenagentur veröffentlicht darüber folgende Meldung:„Der Staatspräsident hat durch einen Akt vom 18. Mai 1935 aus eigener Initiative die Todesstrafen des Kriegsgerichts gegen Walter Prieß, Ewald Boll, Emil Lepa und Heinrich Wannagat in lebenslängliches Zuchthaus umgewandelt mit den Folgen der Paragraphen 28, 29, 1 und 30 des Strafgesetzes, wobei für die ersten drei die Beschlagnahmung des Vermögens zugunsten des Staates bestehen bleibt. Die betreffenden Paragraphen beziehen sich auf die Aberkennung der bürgerlichen Ehrenrechte.“ Berlin, 19. Mai. (Von unserer Berliner Schriftleitung) Die deutsche Oeffentlichkeit wird den Entschluß des litauischen Staatspräsidenten, der das Bluturteil von Kowno in lebenslängliche Kerkerstrafe umwandelte, begrüßen können. Der Schritt des Staatspräsidenten hat zwar einen Justizmord verhindert, das Schandurteil von Kowno aber bleibtweiter bestehen. Mit dem deutschen Volke verwahrt sich in dieser Stunde auch das zivilisierte Europa gegen die Versuche litauischer Gewalthaber, auf diesem Gnadenwege das Kownoer Fehlurteil durch eine selbstverständliche Geste zu kassieren. Wir erkennen nur an, daß Litauen durch jenen Gnadenerlaß den Folgen sich zu entziehen bemüht ist, die bei einer Vollstreckung des Urteils für die europäische Ruhe und die politische Gesittung nicht zu übersehen waren. Ueber diese Feststellung hinaus jedoch vermögen wir keinerlei Anerkennung zu zollen. Denn die nunmehr über deutsche Memelländer verhängten lebenslänglichen Freiheitsstrafen stehen nach wie vor im Widerspruch zu den Bestimmungen des Memelstatuts und zu jener europäischen Gesittung, die man auf der Gegenseite immer wieder laut im Munde führte. Das deutsche Volk erwartet, daß die Signatarmächte in noch klarerer Form als bisher ihren Einfluß geltend machen und Litauen zur Wahrung des bestehenden Vertrages zur Würde und zur Rückgängigmachung eines Urteiles veranlassen, das auch in der gegenwärtigen Form als Schande Kultureuropas verzeichnet werden muß. Seite 2 Nr. 117 Bochumer Anzeiger# Montag, 20. Mai 1933 Reichsautobahn Frankfurt=Darmstadt Fortsetzung von der ersten Seite dienen nicht nur dem Verkehr, sie dienen auch der Erschließung unseres Vaterlandes. Sie werden ein unvergängliches Dentmal bleiben. Als Ihr Generalinspekteur übergebe ich Ihnen diese erste Strecke mit der Bitte, sie abzunehmen und die Straßen, die die Männer der Stirn und der Faust geschaffen haben, als erster zu befahren und zu prüfen. Vor 20 Monaten haben Sie uns den ersten Spatenstich vorgemacht. Bleiben Sie unser Vorarbeiter bei diesem Werk. Bewahren Sie diesem Werk Ihr bis ins einzelne gehende Interesse, dann werden diese Straßen weit über unsere Zeit hinaus bestehen als Denkmal der Arbeit eines aus dem arenzenlosen Elend der Arbeitslosigkeit wieder emporgeführten, wieder fleißig gewordenen Volkes. Condosseruny APVWWer.?...* Aussprache über alle politischen Fragen— Laval:„Eine sehr niieressante Anteilebunng dub Krakau, 19. Mai. Im Verlauf eines gemeinsamen Frühstücks, das sämtliche Delegationen nach der Trauerfeier im Hotel gemeinsam einnahmen, wurde zwischen Ministerpräsident Göring und dem französischen Außenminister Laval eine private Unterredung verabredet, in der beiderseits mit großer Offenheit alle zwischen den beiden Völkern zur Debatte stehenden Fragen erörtert wurden, ohne daß Der Führer dankt Dr. Todt zur Debatte sebenden Fragen Der Führer reichte Dr. Todt die Hand und sprach dabei auf Einzelheiten eingegangen wurde. ihm in herzlichen Worten seinen. Dank aus, zugleich auch Minister Laval seinerseits soll im Männern die an diesem Werse mitgearbeitet haben. Inschluß an die Unterredung französischen allen Männern, die an diesem Werke mitgearbeitet haben. Er freue sich, daß dieses Dokument der Arbeit in seinem ersten Teil der Nation heute übergeben werden könne. Als äußeres Zeichen seiner Anerkennung hatte der Führer bereits bei seinem Eintreffen Dr. Todt einen Mercedes=Sechsrad=Geländewagen als Geschenk übergeben. Anschließend grüßte Gauleiter und Reichsstatthalter Sprenger den Führer namens der Parteigenossen des Gaues Hessen=Nassau und der gesamten Bevölkerung. Er schloß seine Ansprache mit einem Treuegelöbnis, das die riesige Festversammlung durch eine beispiellose Huldigung für den Führer bekräftigte. Als dritter Redner wies der Generaldirektor der Deutschen Reichsbahn, Dr. Dorpmüller, darauf hin, daß die Deutsche Reichsbahn ihren Stolz und ihre Ehre darin setze, die Pflichten zu erfüllen, die ihr durch den Auftrag des Führers, den Bau der Reichsautobahnen zu übernehmen, zugefallen seien. Dr. Dorpmüller sagte dann weiter: Von den Baustellen hat sich ein Segen über das deutsche Land ergossen. Hunderte von Ingenieuren und Technikern sowie Tausende von Arbeitern haben nach jahrelanger zermürbender Arbeitslosigkeit wieder ihr Brot gefunden. Verstehen wird man die Größe des Werkes aber erst, wenn über kurz oder lang das Ausland seine Autobahnen an die deutschen anschließt. Denn dann wird man dessen inne werden, daß wir das Kernstück bauten von Verkehrswegen, die die beiden großen Kontinente Europa und Asien miteinander verbinden und vielleicht in fernerer Zeit vom Atlantischen bis zum Stillen Ozean eilen. Das Werk, dessen ersten Abschnitt wir heute eröffnen, wird zu den großen Ingenieurbauten sich rechnen dürfen, von denen Jahrhunderte erzählen, wie wir heute sprechen von der Chinesischen Mau Laval seinerseits soll im unmittelbaren Anschluß an die Unterlevung französischen Journalisten erklärt haben, daß er eine sehr interessante Unterredung mit dem Ministerpräsidenten Göring gehabt habe. Er, Laval, sei stets ein Freund der unmittelbaren Fühlungnahme und Aussprache gewesen. Im unmittelbaren Anschluß an die Unterredung, um 21.10 Uhr, verließ der General mit seinem Adjutanten im Sonderzug Krakau, um sich nach Warschau zu begeben. Eine Kompagnie der EisenbahnbrückenbauAbteilung erwies die Ehrenbezeigungen. Kurz vor der Abreise unterhielt sich General Göring in seinem Salonwagen mit dem Divisions= und Korpsgeneral von kau. Als der Zug den Bahnhof verließ, mit dem auch der deutsche Botschafter von Moltke nach Warschau zurückfuhr, präsentierte die Ehrenkompagnie das Gewehr, während eine Kapelle die polnische Nationalhymne intonierte und das zahlreiche polnische Offizierkorps salutierte. Laval auf der Durchreise in Berlin dnb Berlin, 19. Mai. Der französische Außenminister Laval traf am Sonntag abend in Berlin auf dem Schlesischen Bahnhof ein, begleitet von Botschafter Francois=Poncet, der dem Minister bis Frankfurt a. d. O. entgegengefahren war. Zur Begrüßung Lavals war Legationsrat von Rintelen, der Leiter der Westeuropa=Abteilung im Auswärtigen Amt, erschienen. Mitglieder der französischen Kolonie und der internationalen Presse hatten sich halbstündigen französische gleichfalls eingesunden. Nach einem Aufenthalt auf dem Bahnhof setzte der fr Außenminister seine Reise nach Paris fort. Fräulein Laval, die ihren Vater auf der Reise begleitete, fuhr vom Schlesischen Bahnhof bis Zoo im Auto durch Berlin, um einen Eindruck von der Stadt zu gewinnen. Bekräftigung der Tatsache, daß der deutsche Arbeiter mit der treueste Gefolgsmann des Führers geworden Schließlich nahm, mit stürmischen Heilrufen grüßt, beReichsminister Dr. Goebbels das Wort. Er führte aus:„Unten an der Mainbrücke liegt ein kleiner Hügel Erde. Man hat diesen kleinen Hügel einfrieden müssen, weil die Arbeiter dieser ersten Strecke der Reichsautobahnen in Tüten diese Erde mit so wie wir heute sprechen von der Chinesischen Mauer, vom alten Kaiserkanal, den ägyptischen Königsgrabern und von den Kanälen von Suez und Panama in neuerer und von den Kanälen von Suez und Panama in Zeit. Ihrer Sachkenntnis, mein Führer, überlassen wir es, darüber zu urteilen, ob das, was wir schufen, schlecht ist oder gut. Dorpmüller überreichte dann unter dem Jubel der Menschenmenge das von der Reichsautobahngesellschaft anläßlich der Eröffnung der ersten Autobahnstrecke gestiftete Ehrenzeichen. Hügel einfrieden müssen, weil die Arbeiter dieser ersten Strecke der Reichsaulobahnen in Tuten biese Erbe mil nach Hause nahmen. Es ist die Erde die der Führer selbst an jenem Septembermorgen hier heim ersten Spatenstich dieses neu eröffneten Werkes geschaufelt hat.„ A Als erster Arbeiter der Nation, mein Führer, haben Sie dieses Werk begonnen, und es ist einem heute fast so, als wäre es gestern gewesen.“ Dr. Goebbels führte weiter aus, daß diese Straßen noch in Jahrhunderten Zeugnis ablegen würden von der Schöpferkraft des Nationalsozialismus, und fuhr dann fort:„Die Erfindung des Volkswagens, soziale Hilfe, die den Arbeitern an dem gewaltigen Werk zuteil geworden ist:„Wiederum griff der Führer selbst ein, und in kürzester Frist war es gelungen, diese Verhältnisse zu ändern, dem Arbeiter würdige Wohnungen, ausreichende Nahrung und auch geistige Kost für die Freizeit zu geben.“ Zum Schluß betonte der Minister nachdrücklich den deutschen Friedenswillen:„Das deutsche Volk will keinen Krieg, es hat im Innern genug Probleme zu lösen. Es hat auch seine Armee nicht aufgebaut, um Krieg zu führen, sondern um den Frieden zu garantieren.“ Der Führer befährt die Strecke Nach dem Deutschland= und dem Horst=Wessel=Lied durchfuhr der Führer unter dem Jubel der Bevölkerung das weiße Band. Mehr als zweihundert Kraftwagen der Deutschen Reichsbahn, unter denen man auch fünfzehn Wagen der Reichsbahndirektion Essen soh, folgten mit den Arbeitern der Reichsautobahn. Dann schlossen sich die Motor SA. des RSKK. und der DDAC. sowie die vielen Wagen der Teilnehmer an. Den Schluß der langen Autokolonne bildete die erste fahrende Automesse Deutschlands, die die auf dem besten Wege ist, wird diese Straßen auch Wagen der deutschen Firmen, die auf der Internatiofür die breiten Massen unseres Volkes erschließen. Sie nalen Automobilausstellung in Berlin ausgestellt werden damit nicht nur Straßen des Führers, sondern hatten.„. ge nahm der Srhrer der auf ach seinem Willen auch Straßen des Volkes] Kurz vor Barmstadt nahm der Fuhrer, der auf AP-, Peler 91c, Sptre.h. 2##.# h 5e#.#. Helft den Memeldeutschen Jeden einzelnen geht es an! dnb Berlin, 19. Mai. Der Volksbund für das Deutschtum im Ausland und der Deutsche Reichskriegerbund„Kyffhäuser“ rufen zur Spende für die Memeldeutschen auf. In dem Aufruf, der sich an jeden Deutschen wendet, heißt es u..: Memelland ist hilflos fremder Gewalt überantwortet. Das durchsichtigen politischen Zwecken dienende grausame Urteil in Kowno ist ein entsetzliches Fanal der Rechtlosigkeit deutscher Volksgenossen jenseits der Grenzen. Eine Welle der Empörung geht durch Deutschland. Unsere Memelländer dürfen— unterdrückt und gemartert durch fremdländische Gewalthaber — nicht selbst ihre Stimme erheben. Darum muß ganz Deutschland ihre Stimme sein! Deutsche Männer und Frauen! Im Memelland ist auch unser deutsches Herz getroffen. Die Rechtsgrundlagen sind erschüttert, um das Deutschtum mit Gewalt aus dem Lande zu reißen, das immer deutsch war. Gebt Geld, damit wir die Not lindern! Opfert, damit alle wissen, daß die Blutgemeinschaft unseres Volkes über alle Grenzen hinweggeht. Helft! Jeden einzelnen geht es an! Einzahlungen auf das Postscheckkonto Berlin 40500 des Deutschen Reichskriegerbundes„Kyffhäuser“(Kyffhäuserbund)„Memeldank“ oder auf das Postscheckkonto des Volksbundes für das Deutschtum im Ausland, Hauptkasse, Berlin 88467, mit dem Kennwort„Memeldank". Auch alle Landesverbandsdienststellen des BDA. nehmen„Memeldank"=Spenden entgegen. nach seinem Willen auch Straßen des Volke sein. Die Arbeiter, die an ihnen arbeiteten, sind in der Tat die Pioniere des modernsten Straßenbaues der Welt gewesen.“ Nach einem Hinweis auf die gewalEin Arbeiter spricht Als Vertreter der am Bau der Strecke Frankfurt a. M.— Darmstadt beteiligten Arbeiter betrat dann der Maschinist Ludwig Droeßler aus Sailauf bei Aschaffenburg die Rednertribüne, um im Namen seiner Arbeitskameraden den Führer zu begrüßen.„Viele von uns haben“, so erklärte er u..,„das schwere Los der Erwerbslosigkeit getragen. Jetzt haben wir wieder durch das Werk der Reichsautobahn Beschäftigung. Die Gewißheit, unserer Familie eine neue Grundlage zu geben und aus dem Almosenverhältnis des alten Staates herauszukommen, hat uns neue Kraft und Ausdauer gegeben. Aber Sie, mein Führer, haben uns nicht nur Arbeit gegeben, sondern auch, über Klassen und Stände hinweg, ein neues Deutschland errichtet, in dem jeder im anderen lt gewesen.“ Nach einem Hinweis auf tigen Schwierigkeiten, die beim Bau der Bahnen zu überwinden gewesen seien, erörterte der Minister die einen Arbeitskameraden, mitbestimmt am Aufbau unseres Vaterlandes, sieht. Wir Arbeiter sind stolz darauf, daß der Strecke mehrmals halten und Blumen von Schulkindern entgegennehmen mußte, die Vorbeifahrt ab. Von Frankfurt aus nahm der Führer mit seinem Stabe den planmäßigen=Zug gegen 18 Uhr zur Rückfahrt nach Berlin. Zu lebenslänglichem Zuchthaus begnädig! dnb Berlin, 19. Mai Die Krämnpfer nnn Benten Reich Ausführungen des Reichsstatthalters Kaufmann Der Führer und Reichskanzler hat die vom Schwurgericht in Aurich gegen den am 16. 10. 1914 geborenen Eppo Tammen wegen Mordes erkannte Todesstrafe im Gnadenwege in lebenslängliche Zuchthausstrafe umgewandelt. Tammen hatte im Juni 1934 die 26jährige Haustochter Bertha Klingenberg in Riepe(Kreis Aurich), die von ihm ein Kind erwartete, ermordet. Der Gnadenerweis für den sonst unbestraften und gut beleumundeten Tammen ist erteilt worden, weil er die Tat aus einer durch die Getötete herbeigeführten seelischen Bedrängnis heraus begangen hat, durch die er infolge seiner jugendlichen Unreife und Hilflosigkeit zu der verzweifelten Tat verleitet wurde. wir unseren Teil an der Fertigstellung dieser Teilstrecke haben beitragen können. Nochstolzer aber sind wir auf den neuen Geist, den Sie der Arbeit und den Arbeitern gegeben haben.“ Sichtlich bewegt, reichte der Führer dem Arbeiter die Hand. Beide Männer, der Führer und der ArbeiBerlin, 19. Mai(Eig. Drahtbericht). Auf einer Versammlung der Hamburger Kaufmannschaft, die von der Industrie= und Handelskammer Hamburg einberufen worden war, ergriff Reichsstatthalter Kaufmann das Wort, um sich mit den brennenden Wirtschaftsfragen zu beschäftigen. Nach eingehender Behandlung der Arbeitsbeschaffung, des Außenhandels und der Lohnpolitik wandte sich dann der Reichsstatthalter innerpolitischen Fragen zu und führte hierzu unter anderem aus: Die Menschen könnten nicht allein nach der Zugehörigkeit zur eationalsozialistischen Prlei beurteilt werden. Wer früh zum Führer gekommen sei, dessen Verdienste seien so selbstverständlich, daß man gar nicht darüber zu reden brauche. Es gebe eine Kategorie von Menschen, die glaube, mehr oder weniger berechtigt zu sein, immer wieder an diese Dinge erinnern zu d ürfen. die Hand. Beide Männer, der Führer und der Arbei= sein, immer wieder an diese Dinge erinnern zu dürfe ter, sahen sich dabei fest in die Augen, gleichsam als Er spreche auch das hier ganz offen aus, für:27 gebe Lustspiel„Kau-ruck " Erstaufführung im Stadttheater es zwei Kategorien alter Kämpfer. Die Tatsache alter Mitgliedschaft allein, und sei sie auch noch so alt, sei für ihn in der Bewertung dieser Persönlichkeiten niemals ausschlaggebend. Ausschlaggebend sei vielmehr, was dieser Mann getan habe und was er täglich tue. Es gebe auch alte Kämpfer jüngeren Datums, und es gebe selbst Mitarbeiter außerhalb der alten Reihen, die er heute ebenso wertschätze, wie er Nationalsozialisten schätze. Der Führer habe diesen Kampf nicht gekämpft, um letzten Endes einen Verein alter Kämpfer zu gründen. Der Führer habe diesen Kampf gekämpft, um ganz Deutschland zu erobern, und wer früher oder später, aber mit ehrlichem Herzen, ob in der Partei oder draußen, zu ihm stehe, sei herzlich willkommen. Wenn das Schicksal einmal an die Tore unseres Reiches pochen würde, wenn es dann gelte, sich für dieses Reich einzusetzen, so oder so, dann werde auch nicht gefragt werden,„wann bist du zu uns gekommen“, dann werde nur gefragt werden:„Was tust du für dieses Reich?“ Wer so denkt, sei Nationalsozialist, ob er zur Partei gehöre oder nicht. Diese Gesinnung sei entscheidend. Oberst Lawrence 1 London, 19. Mai. Oberst Lawrence, der am Montag vormittag in der Grafschaft Dorset mit seinem Kraftrad verunglückte und seitdem bewußtlos im Militärhospital lag, ist am Sonntag vormittag kurz nach 8 Uhr gestorben. Der durch sein abenteuerliches Leben bekanntgewordene Oberst Lawrence führte zuletzt den Namen E. T. Shaw und hat bis vor kurzem als gemeiner Soldat in der britischen Luftstreitmacht Dienst getan. Während des Weltkrieges wurde er als Führer der aufständischen Araber bekannt. Bei den afghanischen Wirren spielte er eine unaufgeklärte Rolle. „Hau—ruck“! Da staunt der Laie, der Fachmann räuspert sich, und über die bartlosen Lippen des Skeptikers, der sich mit der traurigen Bilanz des deutschen Lustspiels schon halb abgefunden hatte, geht ein vergnügliches Schmunzeln. Paul Vulpius und— aha— Ralph Arthur Roberts zeichnen für die wirklich hübsche und flotte Unterhaltung, die, ähnlich wie Frischer Wind aus Kanada“, dem trüben Wirtschaftspessimismus und dem Elend der Arbeitslosigkeit freundliche Glanzlichter aufsetzt, verantwortlich. Komme uns niemand gewichtig daher, um gemeinplätzige Argumente gegen die an sich unmögliche Handlung abzuschießen. Wir wissen es wohl, daß die Wirklichkeit eine Stümperei ist, daß es dem arbeitslosen aber arbeitshungrigen Dr. Heinz Wiesinger nie und nimmer gelingen würde, sich aus Seifenblasen eine Existenz zu schaffen, wenn nicht die stützende und schützende Phantasie seiner geistigen Erzeuger hinter ihm stünde. Um ein Lustspiel zu genießen, muß man seine Alltagsbrille schon einmal zu Hause lassen können und es mit der ansonst geschätzten Logik des homo sapiens nicht so sträflich genau nehmen. Karrieremachen hat ja wohl überhaupt wenig mit Logik zu tun, und in diesem Falle ist es nicht anders. Curt Bartz bot die gefällige Bounbonniere in der reizendsten Aufmachung. Die Sache hatte Schmiß und Schwung, war sauber auf Pointen abgezirkelt und gab den Darstellern Gelegenheit, sich in ihren Chargen wirkungsvoll auszuspielen. Der Held des modernen Märchens, Dr. Wiesinger, fand in Curt Bartz einen frischen und frech=fröhlichen Anwalt, der wie ein Taschenspieler unermüdlich seine Trümpfe zückt und sich durch keine noch so brenzlige Situation verblüffen läßt. Zum modernen Märchenhelden gehört die moderne Märchenfee, die als Heidi Kuhlmanns Blandine Maurus dem Schicksal herzhaft unter die Arme greift, wenn der Auserwählte allzu schneidig in die Kurven geht. Als Töchterchen des allmächtigen Bankpräsidenten, den Ernst Holznagel mit sympathischer Greisenhaftigkeit— auch dies natürlich nur im Märchen— verkörpert, kann sie das auch. Einen mäßig karikierten, ebenso herzensguten wie einfältigen Büro=Trottel stellte Demetrius Galbierz(Sekretär Krause) auf die Beinez in Hidde Ebert, der feschen Stenotypistin mit handgreiflich bürgerlichen Idealen, fand er die freundlichste Ergänzung. Als geschickt abgewandelte Typen aus den Kreisen der Bankund Finanzaristokratie stellten sich vor: Willi Schröder mit dem herrlich verkalten Generaldirektor Luedecke, Walter Kaltheuner(Baron Fabry), Heinz olthuysen, ein dicker, etwas schlagflüssiger Herr aus dem Handelsministerium, und die beiden direktorialen Nichtskönner Adolf Schneider und Alfred [Schieske. Mit einem behäbigen Bürodiener wartete Hans Grell auf, und den älteren Herrn, der sich zu Ende des dritten Aktes große Verdienste erwirbt, chargierte Wilhelm Grimm verschiedentlich durch die Tür. Karl Löffel besorgte die einfache, aber hübsche und angemessene Dekoration. Der Beifall des Hauses, der immer wieder in die offene Szene ging, steigerte sich von Akt zu Akt; es ist dem Chronisten eine angenehme Pflicht, festzustellen, daß die begeisterte Aufnahme, die man dem Stück und der Aufführung bereitete, vollauf zu Recht besteht. Dr. Stf. Kapellmeister Gerhard Joöl von der Duisburger Oper wurde als Zweiter Kapellmeister an das Reußische Theater nach Gera verpflichtet. Furtwängler als Gastdirigent in München. Wilhelm Furtwängler wird am Pfingstmontag zum Andenken an die vor 70 Jahren im Hof= und Nationaltheater zu München erfolgte Uraufführung von Richard Wagners„Tristan und Isolde“ in der Bayrischen Staatsoper dirigieren. Greta Garbo kauft ein Schloß in Schweden.„Aftonbladet“ schreibt, daß Greta Garbo das schöne historische Schloß Nyckelviken in der Nähe von Stockholm gekauft habe. Schon früher einmal benutzte eine berühmte schwedische Künstlerin, die als„schwedische Nachtigall“ bekannte Jenny Lind diesen herrlichen Sommersitz. Die Tannenberg=Schlacht im Drama. Hans Gobsch stellte soeben ein neues Schauspiel„Der andere Feldherr“ fertig. Es handelt sich dabei um eine Gestaltung der Schicksale und Ereignisse vor und während der Schlacht bei Tannenberg im August 1914 im Stabe der russischen ArmesNach Wiener Meldungen hält die Verfolgung von Geistlichen in der Sowjetukraine an. In Odessa und in Landau bei Odessa sind jetzt sechs katholische Pfarrer zu zehn Jahren Verbannung und Zwangsarbeit verurteilt worden, weil sie aus ausländischen Spenden ihren hungernden Gemeindemitgliedern Hilfe zugewendet haben. Rurze Racfeichsten Der Chefdes Ss. Heitlichen Gründen d. hs= will ersahren haben, daß der italienische Vertreter auf Wittje, hat aus gesundyei#lchen Grunden den Reichsführer SS. um Enthebung von seinem Amt gebeten. Der Reichsführer SS. hat diesem Wunsche Rechnung getragen und zum Nachfolger den bisherigen Führer des SS.=Oberabschnittes Rhein, SS.=Gruppenführer Heißmeyer, ernannt. Der römische Berichterstatter des Pariser„Matin“ der am Montag beginnenden Tagung des Völkerbundsrates kategorisch die Absetzung des Streitfalles Abessinien— Italien fordern werde, da die unmittelbaren Verhandlungen zur freundschaftlichen Beilegung des Konflikts noch nicht erschöpft seien. Auf einem Gemeinschaftsabend der Ortsgruppe Der englische Lordsiegelbewahrer Eden ist in Gen der NSTAP. sprach am Samstag abend eingetroffen. Er ist vom englischen Kabinett beaufder Stellvertreter des Führers Rudolf Heß. Er er= tragt worden, im abessinisch=italienischen Streitfall zu wähnte dabei das Urteil gegen einige Memelländer vermitteln. Vor seiner Abreise aus London wurde Volksgenossen und vertrat die Meinung, daß ein sol Eden vom enalischen König empfangen. Eden soll vom ches Urteil in keiner Weise dem Frieden und der Verständigung, um die sich der Führer unentwegt bemühe, dienlich sei. Der Führer und seine Unterführer seien um die Erhaltung des Friedens und der Verständigung nicht nur mit Reden, sondern auch mit Taten bemüht. sei vermitteln. Vor seiner Abreise aus London wurde Sven vom englischen Kbnig empfungen. Ehen son gon Londoner Kabinett freie Hand für seine Genfer Verhandlungen erhalten haben. Generalfeldmarschall von Mackensen besuchte am Samstag die Budapester reichsdeutsche Schule und anschließend die Budapester Universität, wo eine große Feier zur Erinnerung an das im Weltkrieg an Mackensen verliehene Ehrendiplom stattfand. Mit Genehmigung des Reichs= und preußischen Ministers des Innern hat der Polizeipräsident von Berlin die im Verwaltungsbezirk Horst=Wessel=Stadt gelegene Litauerstraße in Lasdehnerstraße umbenannt. Die chinesische Regierung hat die Bereitwilligkeit zur Erhebung ihrer Berliner Gesandtschaft in eine Botschaft, entsprechend dem Vorschlag der Reichsregierung, zum Ausdruck gebracht. In der Tschechoslowakei fanden am Sonntag Parlamentswahlen statt. Auf Grund der bisherigen Ergebnisse läßt sich in der Umgebung von Prag ein Erfolg der tschechischen rechtsoppositionellen nationalen Vereinigung auf Kosten der Linksparteien feststellen. Deutlich tritt bereits ein großer Erfolg der Sudetendeutschen Partei Konrad Henleins hervor. Die bisherigen Ergebnisse aus den deutschen Gemeinden sprechen von 70 Prozent der abgegebenen Stimmen für diese Partei. Die heutige Nummer umfaßt 14 Seiten Seite 3 Ach, pei Das war kei Wie sonst im M Venn man so! Fror, man bis Nan sehnte sich und knüpfte feste Es war das höf Vom Himmel fl Ne Sonntag Nan sagte sich: Dieweil in Flur Die Wirte auf za, selbst im S Nan selten eine Jus Maikra Verein'gen sichz die fröhlich ma Wir aber sitzen Die neben uns Weil's uns in Nein, solch ein Er ist nur wer Weil alle Leute Beim Schnup Nir taten nur Die voller Hoffi zuf allen Straf Den Nächsten w Daß er für's A Sollt' werfen i Und jede Spei Sollt' gern dafü #2och ob solche Ist mancher Spe Es gilt, ihn jet Venn's Wet Tut Gutes Den man mit S doch Petrus, Der stört, w Da wir mit Re Und weil's i Fiel Sonntagn Vor'm Ratha Und auch, dem Nanch' and'res Das Kneipp Ward gestern a Denn eines solc Ist zu genießen Nun, alle wien Laßt uns auf Rassel Ein Ende Juli „Rasse—6 zur Weckung un lehre und Be die westdeutschen und Erfahrunge stellung soll wa schaftlich geform NS DAP. West einen photog zur Erlangung ier deutsche Gewünscht werd nern und Fr gsicht ohne Kol Gesichtsausdruck dinarisch, westi (Preise: 75, 50, zu je 5 Mark Gauschulungslei Es kann sich je oder Liebhaberp zügen ist auch nüssen die gen Letzter Einsendi Geschäftsstelle Siedlung in Ha der Ausstellung lichst weite Vol schäftigen. Weligen will, wird schiedenen Rasse nachen müssen. Die ne falische wendet ###rlegt ##rlicht Die englische Presse glaubt jetzt mit Sicherheit mit einer Umbildung des englischen Kabinetts in allernächster Zeit rechnen zu können. Während es bisher hieß, daß der gegenwärtige Außenminister Sir John Simon auf seinem Posten verbleiben würde, verlautet jetzt, daß Lordsiegelbewahrer Eden das Außenministerium übernehmen werde. Lurch 9r 11 ige m en A dch Hauptschriftleiter: Dr. Paul Dierichs Hans Schulte. Verantwortlich für Politik: Rudolf Foeß Kommunalpolitik und Stadtteile: Adolf Peddinghau Lokales: Hans Schulte. Kulturpolitik und Unterhaltung; Dr. Josef Schwermann, Feuilleton: Dr. Emil Strodi“ dofl. Wirtschaft: Fritz Schmidt, Sport: Hanz.7. berg, Gerichtsdienst und Brieskasten: Mar TIgf!, Provinz: Kurt Dörnemann. Anzeigen: Kurt sämtlich in Bochum. Berliner Redaktion: Michael Haupt Berlin 8W 68. Wildelmstr. 98. Anruf: Jäger 4115 u. Karlsvorst 0340. Berliner Anzeigenvertretung: F. W. Pemt.; Berlin=Cbarlottenburg, Uhlandstr. 194, Anruf C 1 Steinpl. 6813. Verlag und Druck; Laupenmüdlen a Dierichs in Bochu# Ruf 67551, 52. 53.— DA. IV. 35: über 24 800. Sprechstunden der Redaktion 16—17 Uhr(außer Samstags) Für unverlangte Einsendungen keine Hastpflicht Rücksendung nur bei Rückporto „Wichtig für Amtes für I9 abend Ge bührers ist, fäl I. Schule des gstraße 57, Pugg Seite 3 Nr. 117 Bochumer Anzeiger 7 Montag, 20. Mai 1933 #egzebester salbstündigen französische t. Fräulein gleitete, fuhr durch Berjewinnen. hen 19. Mai. im Ausland äuser“ rufen In dem Aufeißt es u..: überantworlen dienende liches Fanal jenseits der geht durch en— unterGewalthaber rummuß e sein! Lemelland ist Rechtsgrundum mit Genmer deutsch idern! Ovtgemeinschaft ggeht. Helft! gen auf das chen Reichsund)„MeVolksbundes kasse, Berlin “ Auch ale ehmen„ehthaus 19. Mai vom Schwur14 geborenen e Todesstrafe ausstrafe umdie 26jährige Riepe(Kreis ermordet. Der und gut beveil er die Tat rten seelischen die er infolge eit zu der ver19. Mai. vormittag in verungluckte lag, ist am storben. Der ordene Oberst Shaw und der britischen s Weltkrieges aber bekannt. unaufgeklärte erfolgung von In Odessa und olische Pfarrer ngsarbeit verschen Spenden ilfe zugewendet triser„Matin“ Vertreter auf s Völkerbundsitfalles Abessiunmittelbaren Beilegung des en ist in Gen kabinett beauf1 Streitfall London wurde Eden soll vom ie Genfer VerAch, petrus, arger petrus... Das war kein Sonntag hell und klar, Wie sonst im Mai manch Sonntag war. Venn man so durch die Straßen lief, Fror man bis in die Seele tief. Nan sehnte sich nach einem Grog und knüpfte fester seinen Rock. Es war das höchstbedauerlich! Vom Himmel floß es„schauer“lich. ne Sonntagsfahrt zur Maienblüte? Nan sagte sich:„Nicht in die Tüte!" Dieweil in Flur und Feld und Garten die Wirte auf die Gäste warten. za, selbst im Stadtpark kann beim Regnen Man selten einem Freund begegnen. Das Maikraut und der deutsche Wein Verein'gen sich zur Bowle fein, die fröhlich man zum Garten hole. Pir aber sitzen bei der Kohle, Die neben uns im Ofen glüht, Weil's uns in den Gebeinen zieht, Nein, solch ein Mai gefällt uns nicht, Er ist nur wert ein Spottgedicht, Weil alle Leute Trübsal blasen Beim Schnupfen und bei blauen Nasen. Nir taten nur die Sammler leid, Die voller Hoffnung, innrer Freud' Auf allen Straßen, allen Gassen den Nächsten wollten für sich fassen, Daß er für's Werk der Caritas # sollt' werfen in die Büchse was, Und jede Spende groß und klein, Sollt' gern dafür willkommen sein. Jedoch ob solchen Regentraufen Ist mancher Spender schnell entlaufen. Es gilt, ihn jetzt noch zu erwischen, Penn's Wetter besser ist inzwischen. Tut Gutes allen“ heißt der Spruch, den man mit Stolz im Knopfloch trug. Doch Petrus, dieser heil'ge Mann, Der stört, wie's scheint, sich gar nicht dran. La wir mit Regen so„gesegnet", Und weil's in die Trompeten regnet, Fiel Sonntag wegen Wettergraus Vor'm Rathaus das Konzert selbst aus, #und auch, dem Himmel sei's geklagt, Nanch' and'res wurde abgesagt. Das Kneippheilbad mit Luft und Licht Ward gestern auch eröffnet— nicht. Denn eines solchen Bades Wonne Zi zu genießen nur bei Sonne.—— Nun, alle wie wir sind betroffen: Laßt uns auf„nächsten Sonntag“ hoffen! Maxe Ein Festtag der Bochumer Kleinphel=Zwungs=Innung „.-.“-Muthherr Die Weihe der neuen Fahne. Ganz rechts Landes=Innungsmeister Wohlleben(Duisburg), daneben Obermeister Esch(Bochum) des Platzes bildeten Fackel tragende Jungmädel ein gewaltiges flammendes Hakenkreuz. Da sprach ein zartes, aber festes Mädelstimmchen einen Vorspruch, der den Sinn dieses Abends umschloß:„Fahne ist Glaube.“ Und die Stimmen des Sprechchors dröhnten auf:„Wir stehen an der Zukunft Tor.“ Gespielt wurde und gesungen. Es berührt immer eigenartig und tief, wenn man überall in den Jugendkundgebungen die gleichen Lieder hört. In solchen Augenblicken spürt man immer erneut, daß die nationalsozialistische Jugendbewegung nicht Selbstzweck ist, sondern daß sie durch ihr starkes haltungsmäßiges Beeinflussen die gesamte deutsche Mädelgeneration in ihre Reihen gezwungen hat. Untergauführerin Herta Kuhlmann, sprach Worte des Abschieds an ihre zum BDM. überwiesenen Jungmädel. Es war ein Rechenschaftsbericht veraniwortungsvoller Führerinnenarbeit an einer Zwischenstation dieser Arbeit. Mit den verschiedenartigsten Voraussetzungen seien die Mädel zum Bund gekommen und nun seien sie eine feste Gemeinschaft. Man sei ihnen nicht mit blutleerer Theorie gekommen, sondern habe ihnen durch die Tat gezeigt, was ihre Aufgabe sei. Als Vertreterin des BDM. sprach Ursula Fricke. Sie begrüßte die neuen jungen Kameradinnen und sagte ihnen, daß sie trotz ernster Arbeit und Schulung eine Zeit reiner und tiefer Freude in ihrem neuen Kreise verleben würden. Mit Sprechchören und Liedern schloß die Feierstunde. „Wir— unser Weg“. Zu gleicher Zeit, während auf dem Sportplatz an der Krümmede die Ueberführung der Bochumer Jungmädel in den BDM. stattfand, traten im Hildegardislyzeum die Mädel des Ringes Bochum=Mitte mit einem Elternabend an die Oeffentlichkeit. Die Veranstaltung stand unter dem Leitwort:„Wir— unser Weg.“ Sie bot den Eltern einen Ausschnitt aus der Arbeit und dem Leben ihrer Mädel im BDM. Lieder, Sprechchöre und ein Chorspiel füllten den Abend, der vom Wollen der Mädel Zeugnis ablegte. Stellverrreie! : Rudolf Foe eddingbaus, nd Unterhaltung Emil Strov;, !: Hans Horn Mar VIggf, : K u r t S c h o l#= Michael Haup;, er 4115 u. KarlsF. W. PempeC1 Steinpl. 6813 richs in Bochu## ber 24 800. außer Samstagt, licht Rücksendung 14 Seiten Rasseköpfe werden gesucht! Ein photographischer Wettbewerb Ende Juli soll in Hagen eine Gauausstellung „Rasse— Sippe— Siedlung" stattfinden zur Weckung und Vertiefung der Kenntnisse von Erblehre und Bevölkerungspolitik, wobei auch die westdeutschen, westfälischen und örtlichen Kenntnisse und Erfahrungen ausgewertet werden sollen. Die Ausstellung soll wandern und immer aufs neue landschaftlich geformt werden. Das Gauschulungsamt der RSDAP. Westfalen=Süd schreibt für diese Ausstellung einen photographischen Wettbewerb aus zur Erlangung von Bildnissen ausgeprägter deutscher Rasseköpfe aus Westfalen. Gewünscht werden Kopfbildnisse von deutschen Männern und Frauen, möglichst Vorder= und Seitengsicht ohne Kopfbedeckung, die nach Kopfformung und Gesichtsausdruck der jeweiligen Rasse(nordisch, fälisch, dinarisch, westisch, ostisch) möglichst nahekommen (Preise: 75, 50, zweimal 25 Mark und fünf Trostpreise zu je 5 Mark). Vorsitzender des Preisgerichts ist Gauschulungsleiter Dr. Schwarzschulz(Bochum). Es kann sich jeder Volksgenosse, ob Berufsphotograph oder Liebhaberphotograph, beteiligt., Neben den Abzügen ist auch das Negativ einzusenden. Die Abzüge nüssen die genaue Anschrift des Einsenders tragen. Letzter Einsendungstag Poststempel 11. Juni an die Geschäftsstelle der Ausstellung Rasse— Sippe— Siedlung in Hagen, Städtisches Museum. Der Zweck der Ausstellung und des Wettbewerbes soll sein, möglichst weite Volkskreise mit dem Rasseproblem zu beschäftigen. Wer sich also an dem Wettbewerb beteiligen will, wird sich zuvor mit den Merkmalen der verschiedenen Rassen des deutschen Menschen vertraut nachen müssen. Die neue Brotmarttordnung Ein Ruf an die westfälischen Bäcker Der Vorsitzende des Provinzialverbandes der westsälischen Bäckerinnungen Ewald Grobe(Dortmund) wendet sich in einem Aufruf an die westfälischen Bäckermeister, in dem er die große Bedeutung der Brotmarktordnung für die Brotversorgung des Volkes Vbirlegt. Um das Gesetz durchzuführen, bedürfe es der ehrlichen Mitarbeit aller Beteiligten. Die Leitung des Bestfälischen Bäckerinnungsverbandes werde über die #Lurchführung des Gesetzes strengstens wachen, wer sich der Uebertretung des Gesetzes schuldig mache, versün#ge sich am Aufbau der deutschen Wirtschaft und an ##m des Bäckerhandwerks. Man wolle das Gesetz ancen als ein Geschenk der Reichsregierung an die ##tschen Bäckermeister und es in dem Sinne auslegen, 1 die Bäckermeister die heilige Aufgabe haben, das #gliche Brot für unser deutsches Volk herzustellen, daß ###n durch das Gesetz Ordnung und Geschäftsmoral #deder herbeiführe und dadurch einen Preis bekomme, es dem Bäckerhandwerk ermögliche, seinen Ver##ichtungen dem Staat und der Gefolgschaft gegenüber steuerlicher und sozialer Beziehung nachzukommen, #. der den Bäckermeister in den Stand setzt, durch ## treinkauf und Barverkauf seine Rechnungen zu beglen. Grundbedingung sei aber, nie zu vergessen, man in einer Notzeit des Vaterlandes und seines olles lebe, darum müsse der Brotpreis der Not der völkerung angepaßt sein. Er gebe der Hoffnung susdruck, daß man im großen gegenseitigen Verstehen n Vertrauen die Stunde erkenne, in die das Schickdas Bäckerhandwerk gestellt habe. In Verbindung mit ihrem 40jährigen Bestehen beging die Bochumer Klempner=Zwangsinnung am Samstag abend im prächtig hergerichteten Saale des Evangelischen Vereinshauses die feierliche Weihe ihrer neuen Fahne. Nach dem Fahneneinmarsch entbot der Obermeister der Klempner=Zwangsinnung, Jean Esch, den Erschienenen den herzlichen Willkommensgruß und wies auf die Bedeutung der Feier hin. Zu Ehren der Gründer der Innung und der im Kriege gefallenen Kollegen erhoben sich die Anwesenden von den Sitzen. In anschaulicher Weise schilderte der Obermeister die Entwicklung des deutschen Handwerks, von Zunftgeist und Standesehre. Als es noch keine Fabriken gab, wurden alle Gebrauchsgegenstände mit der Hand sorgfältig hergestellt und jeder Zunftgenosse legte den größten Wert auf saubere und gute Wertarbeit. Jedes Stück trug das Zunftzeichen. Das Ziel des heutigen Geschlechts sei es, die Handwerkerehre wiederherzustellen. Dazu sei man bereits auf den besten Wegen. Der Redner beklagte den Rückgang des Handwerks unter der Gewerbefreiheit, von der schon Bismarck voraussagte, daß sie den Ruin des deutschen Handwoerks bedeuten würde. Zur Geschichte der Bochumer Klempner=Innung übergehend, gedachte der Redner der längst verstorbenen Gründer Peter Schmitz, Wilhelm Albert Franz Schumacher, Fritz und Wilhelm Beielstein, Nevomuk Axe, Wübke und Pesch. Die bisherigen Obermeister der Innung waren von der Gründung bis 1905 Wilhelm Beielstein, von 1905 bis 1912 Franz Schumacher, von 1912 bis 1921 Heinrich Brockmann, von 1921 bis 1924 Georg Wassermann und von 1924 bis heute Jean Esch. Obermeister Esch gab das Gelöbnis ab, auch fernerhin die Klempner=Innung treu und gewissenhaft zu führen. Mit warmen Worten gedachte er der Handwerkerfrauen, die während des Weltkrieges, als die Männer im Felde standen, mit unausgebildeten Kräften versuchten, die Werkstätten zu halten. Er ließ die schweren Jahre der Nachkriegszeit vorübergleiten und rühmte den unermüdlichen Kampf Hitlers für einen neuen Aufstieg. Nach dem dreifachen Sieg=Heil auf den Führer wurden die beiden deutschen Hymnen gemeinsam gesungen. Der stellvertretende Landesinnungsmeister Johannes Wohlleben(Duisburg) nahm die Weihe der neuen Innungsfahne vor. Auch das deutsche Handwerk habe zur Zeit der Zünfte unter seiner Fahne gekämpft. Noch heute zeugten die alten Zunftfahnen in den Museen davon. Das deutsche Handwerk sei nach der nationalen Erhebung bereit, der Fahne wieder zu ihrem vollen Recht zu verhelfen. Mit den Worten:„Immer treu, immer deutsch" überreichte er die Fahne dem Obermeister, der sie nach einem Treuegelöbnis und herzlichen Dankesworten dem Fahnenträger übergab. Nachdem namens des Kreishandwerksmeisters Obermeister Schramm Glückwünsche übermittelt hatte, überreichte er der Klemvner=Innung ein Buch. Anschließend überreichten 21 Iunnungsobermeister als Erinnerung an diese denkwürdige Feierstunde Fahnennägel. Die Frauengruvve heftete an das neue Banner eine Fahnenschleife. Stellvertretender Arbeitsamtsdirektor Dr. Köhne erklärte nach einer kurzen Ansprache, daß das Handwerk nicht zuletzt dazu beigetragen habe, das große Heer der Arbeitslosen zu vermindern. Der schöne Dreiklang: „Meister, Geselle. Lehrling“ müsse wieder voll zur Geltung kommen. Berufsschuldirektor Cramer sprach von der Zusammenarbeit von Schule und Innung, die hier zu verzeichnen war Zum Schluß übergab er dem Obermeister einen selbstgefertigten Fahnennagel. Umrahmt wurde die Feier von musikalischen Darbietungen und Gesangsvorträgen des MGV.„Westfalia". Junge Soldaten Auftakt der Woche der HJ. Hangintarei Heiersinner un der Krummere * Wichtig für alle Lehrgangsteilnehmer der Schule #: Amtes für Berufserziehung. Da morgen, Diens9. abend Gemeinschaftsempfang für die Rede des Führers ist, fällt der Unterricht an diesem Abend in K. Schute des Amtes für Berufserziehung, Bochum, göhur aße 57, aus. Die Tageskurse werden durchMan hätte sich keinen schöneren und eindrucksvolleren Auftakt der Werbewoche der Hitler=Jugend in Bochum denken können, als diese große und mächtige Feier der Ueberführung der Jungmädel in den BDM. Denn diese Feier war Abschluß und Anfang zugleich, Abschluß einer praktischen nationalsozialistischen Erziehungsarbeit an den jüngsten Mädeln im Bund und Beginn einer ganz ernsten politischen Erziehungsarbeit in der großen Gemeinschaft des Bundes Deutscher Mädel. Das war ein prächtiges Bild am Samstag abend, als die unendlichen Viererreihen der Mädel in der schönen kleidsamen Kluft durch Bochums Straßen zogen. Singend und spielend, leuchtenden Auges marschierten sie durch Bochum, zuchtvoll ausgerichtet, ein eindrucksvolles Bild. Nicht schöner hätten sie ihre Einmütigkeit zeigen können als durch diesen Propagandamarsch, der vom Westfalenplatz zur Krümmede führte. Was ist doch in der kurzen Zeit aus diesen Mädeln für eine Einheit geworden. Eines dieser Jungmädel hat das am besten selbst ausgedrückt, als es schrieb: „Ich kann mich noch gut daran erinnern, als ich das erste Mal in einen Heimabend der Jungmädel ging, da war mir wirklich ganz ängstlich zumute, ich kannte noch keine meiner Kameradinnen und getraute mich .-.-Muthherr auch nicht, irgend etwas zu sagen. Wenn mich unsere Führerin etwas fragte, da konnte ich aus lauter Bangsein gar nicht antworten. Ich saß ja da neben so vielen Schülerinnen des Lyzeums und der Mädchenschule und ich selbst war nur in einer Volksschule. Ganz klein und häßlich kam ich mir vor. Aber das sollte anders werden. Bald merkte ich, daß gar kein Unterschied gemacht wird. So richtig kameradschaftlich waren all die Mädels zu mir; besonders die Fahrt, die wir machten, hat mir das gezeigt. Wir teilten unser Mitgebrachtes und verrichteten gemeinsam all die vielen kleinen Dienste. War ich erst bang und verschüchtert, jetzt fand ich gar keinen Unterschied zwischen mir und meinen Kameradinnen mehr.“ Und nun wachsen diese Mädel in eine noch größere Gemeinschaft ihrer älteren Kameradinnen hinein. Mit welcher Freude sie darin ausgenommen werden, davon gab diese wundervolle Feierstunde auf dem Sportplatz an der Krümmede am Samstag abend einen Begriff. In einem großen, zur Tribüne hin offenen Viereck waren die Mädel angetreten, als sich die Dunkelheit langsam über das Feld legte. Leise bewegte der frische Abendwind die Wimpel hin und her. Die Fackeln wurden angezündet und warfen ihren lodernden Flammenschein über die Menge der Zuschauer. In der Mitte Abend der Hitler=Jugend in Bochum=Riemke Unter dem Leitwort„Junge Soldaten“ veranstaltete die Gefolgschaft Bochum=Hofstede=Riemke, Unterbann II/67 der Hitler=Jugend, am Sonntag im großen Saale der Wirtschaft Pielken(Bochum=Riemke, Verkehrsstraße) einen Werbeabend, der einen überaus guten Besuch aufzuweisen hatte. Ein reichhaltiges Unterhaltungsprogramm, das mit dem feierlichen Einmarsch der Fahne unter dem gewohnten Landsknechtstrommelschlag seinen Auftakt nahm, wurde geboten. Fanfarenmärsche wechselten in schöner Reihenfolge mit flotten Marschweisen eines kleinen, aber ausgezeichneten Streichorchesters der Hitler=Jugend ab. Sinnreiche Sprechchöre schlossen sich den von einer Singund Spielschar dargebotenen Fahrten= und Landsknechtsliedern an. Sowohl die tadellosen Kastenübungen und das Keulenschwingen einer Turngruppe als auch der Schwertertanz wurden, wie alle Darbietungen des Abends, mit starkem Beifall bedacht. Im Mittelpunkt des Abends stand die Ansprache des Oberbannführers Hans Strube. Eine Nation, so begann er, die heute leben wolle, müsse morgen an das Uebermorgen denken, um ihren Kampf bestehen zu können. Voraussetzung aber sei, daß diese Nation. von einem Gedanken, einem Willen und einer Kraft beseelt sei. Eine erfolgreiche Erziehung der Jugend habe mit dem zehnten Lebensjahre zu beginnen. Als die HitlerJugend ins Leben gerufen wurde, fragte man den einzelnen nicht nach seiner Konfession oder nach seinem Stande, man fragte ihn nur, ob er gewillt sei, ein echter Kamerad zu sein, der bereit ist, zu opfern. Auch heute frage man nicht danach, welcher Konfession er angehöre, sondern man frage ihn nur, ob er als deutscher Junge geboren sei. Man werde in Deutschland einen Jungentyp erziehen, der in seiner gesamten persönlichen Haltung als ein richtiger Deutscher zu erkennen sei. An die jungen Kameraden richtete der Oberbannführer den Aufruf, zu beweisen, daß sie sich bedingungslos für Deutschland einsetzen wollken. Vom jüngsten Pimpf bis zum ältesten Volksgenossen müßten alle bereit sein, zu kämpfen, um einst den Staat unserer Sehnsucht, das Dritte Reich, zu errichten, das bestehen werde von Ewigkeit zu Ewigkeit. Den Abschluß dieses Abends bildete das Spiel:„Dafür hab ich gekämpft.“ Westfalens Zotoamateure stellen aus Der Gau Westfalen des Verbandes Deutscher Amateurfotografen=Vereine tagt am 16. Juni in Bochum. Am gleichen Tage wird in der Städtischen Gemäldegalerie die Gau=Lichtbildausstellung eröffnet, die bis zum 9. Juli währt und die die besten Arbeiten der westfälischen Amateurfotografen aus den letzten zwei Jahren zeigen wird. Die Ausstellung, die sich in die Abteilungen Bildmäßige Fotografie, Heimatfotografie, Wissenschaftliche Fotografie und Stereoskopie gliedert, setzt sich zur besonderen Aufgabe, allen Freunden des guten Bildes einen Einblick in die Kulturarbeit zu vermitteln, die die Fotoamateure an Heimat, Volk und Vaterland leisten. Bilder, die auf einer noch geplanten Reichsausstellung gezeigt werden sollen, sind in der Bochumer Ausstellung erstmalig zu sehen. Auskünfte erteilt die Ausstellungs= leitung: A. Niehuus, Bochum, Alleestraße 32. Schomburgk und sein„letztes Paradies“ Als Hans Schomburgk vor einigen Jahren auszog, um für die„Notgemeinschaft für die Deutsche Wissenschaft“ ganz Afrita zu durchqueren und das letzte Paradies zu suchen, in welchem die Riesen der Tierwelt noch ungestört und in voller Freiheit dahinleben, da hatte er sich eidlich verpflichten mussen, den Tieren nicht mit Waffen gegenüberzutreten. So sind die oft ungeheuerlichen Aufnahmen seines neuen Tonfilms— die Tiere sind dem Objektiv oft so nahe, daß nur ihre Köpfe zu sehen sind— auf freier Wildbahn ohne jede Sicherung durch Schußwaffen, entstanden, immer in Lebensgefahr, aber auch immer ohne Haß zwischen Mensch und Tier. Denn Schomburgk, der über 30 Jahre im Innersten Afrikas zwischen Tieren und Negervölkern zugebracht hat, ist ja der bekannteste Vertreter jener Theorie, daß die wilden Tiere, und mögen es Elefanten, Löwen, Nashörner sein, nur dann den Menschen angreifen, wenn sie sich selbst angegriffen glauben. So ist Schomburgks Tonfilm vom„letzten Paradies" eine Abwehr von Lügenfilmen geworden, die mit „gestellten“, künstlich aufgestachelten und gequälten Tieren gedreht worden sind. Der große deutsche Afrikaforscher wird Dienstag bis Donnerstag zu seinem Tonfilm persönlich in den Tonhallen=Lichtspielen sprechen. Bochumer Bürgerschützenverein. Den Kompagnien Die vierte Kompagnie hatte am Sonntag nachmittag ihr Eröffnungsschießen bei Fernholz in Weitmar. Sie wird in den Sommermonaten regelmäßig jeden dritten Sonntag ein solches Pflichtschießen abhalten. Seite 4 Nr. 117 Bochumer Anzeiger7 Montag, 20. Mai 1933 Seite 11 Nr. Die Tasisätztiwheitecrechr in Böchan Am 1. und 2. Juni findet, wie im ganzen Reichsgebiet, eine Haus= und Straßensammlung statt. Große Veranstaltungen in Großbochum, den Stadtteilen Linden=Dahlhausen und Tangendreer Vom 26. Mai bis 2. Juni 1935 findet im ganzen Reich eine Luftfahrtwerbewoche statt. An den beiden letzten Tagen(1. und 2. Juni) der Luftfahrtwerbewoche wird eine Haus= und Straßensammlung für den Deutschen Luftsportverband durchgeführt. Es gilt, neue Mittel aus der Volksgemeinschaft zusammenzutragen, die die Schaffung weiteren besten Flugmaterials für den deutschen Luftsport ermöglichen sollen. Jeder Volksgenosse wird an diesen In Bochum=Langendreer wird am Samstag, dem 1. Juni, abends, eine öffentliche Kundgebung durchgeführt, in deren Mittelpunkt die Taufe eines neuen Segelflugzeuges und die Enthüllung der Olympiainschriften stehen. Montag, den 3. Juni, abends 8 Uhr, wird im Hotel„Monopol“ die Verteilung der Preise an die Preisträger vom Schaufensterwettbewerb vorgenommen. geschäftsstelle Gelsenkirchen, Hüttenstraße 43, ist gern bereit, aus ihren Erfahrungen heraus Auskünfte zu erteilen. Zu diesen Veranstaltungen, die die Fliegerortsgruppe Bochum noch zu erweitern gedenkt, darf und wird niemand abseits stehen, wenn auch in Bochum die Flieger rufen: Helft der deutschen Luftfahrt! Sichert Deutschlands Luftgeltung! Tagen den Sammlern in williger Gebe= und Opferfreudigkeit sein Scherflein geben. Die Fliegerortsgruppe Bochum hat für die Luftfahrtwerbewoche ein umfangreiches Programm mit sehr bemerkenswerten Veranstaltungen ausgearbeitet, um auch in Bochum alle Volksgenossen wachzurütteln, damit sie sich stets der Notwendigkeit deutscher Luftgeltung bewußt bleiben. Im einzelnen wird die Luftfahrtwerbewoche in Bochum wie folgt verlaufen: Von Montag, den 27. Mai, bis Samstag, 31. Mai, findet ein den Schaufensterwettbewerb statt. Dem Sieger winkt als Preis der bereits im Vorjahre von der Fliegerortsgruppe gestiftete Silberpokal. Am Sonntag, dem 26. Mai, spricht in der vormittags 11 Uhr beginnenden Generalversammlung des Kyffhäuserbundes Bochum Sfl. Sturmführer Marx. Am Dienstag, dem 28. Mai, abends 20.30 Uhr, findet im oberen Saale des Schlegelbräus eine Führertagung mit Presseempfang statt. In verschiedenen Referaten wird ein interessanter Bericht gegeben werden über die vergangenen, gegenwärtigen und zukünftigen Aufgaben der Fliegerortsgruppe Bochum. Für Mittwoch, den 29. Mai, 20 Uhr, ist ein Konzert auf der Terrasse des Parkhauses vorgesehen. Ausgeführt wird das Konzert vom Fliegermusikzug Bochum. Am Donnerstag, dem 30. Mai, 11.15 Uhr beginnend, findet eine öffentliche Die Bochunier=keuhaus= und Eigenheinbescher lagten Eingliederung in die Arbeitsfront Bei Hahnefeld(Hermannshöhe) hielten am Samstag die im Reichsverband deutscher Neuhaus= und Eigenviem„Hossenen Pochter heimbesitzer zusammengeschlossenen Bechumer Hausbesitzer eine Tagung ab. Ortsgruppenführer Dr. Wullen gab Bericht über die Berliner VerrundsführertaG. Pedner mußte sich natürlich auf die wichKundgebung auf dem Rathausplatz statt. Bei dieser Gelegenheit wird in feierlicher Weise die Flagge des Deutschen Luftsportverbandes gehißt und ein neues Segelflugzeug getauft werden. Außerdem wird, wie im ganzen Reich, die Enthüllung der an den Bochumer Segelflugzeugen angebrachten Olympiainschriften vorgenommen. Danach ist ein Propagandamarsch durch die Straßen der Innenstadt, der mit einem Vorbeimarsch am Wilhelmsplatz endet. Am Freitag, dem 31. Mai, wird in BochumLinden vom Fliegermusikzug Bochum in der Zeit von 18.30 bis 19.30 Uhr auf dem Lindener Marktplatz ein Standkonzert ausgeführt werden. In der Pause wird die feierliche Enthüllung der Olympiainschriften an den Segelflugzeugen des Stützpunktes Linden=Dahlhausen vorgenommen. gung. zer veonet mupie sich natürlich auf, die wichtigsten Leitgedanken beschränken, er wußte jedoch das Verständnis für die Lebensfragen des Bochumer Neuhaus= und Eigenheimbesitzes zu wecken und zu vertiefen. Ein Vortrag gab Aufklärung über den volklichen Nutz= und Besitzwert des Hauses an sich, welcher Aufgabe sich Landesamtmann Pütt von der Provinzial=Feuerversicherungssozietät in Münster in einem Lichtbildervortrage über Feuerverbützung und Heimatschutz mit großem Geschick entledigte. Nicht weniger als vier Millionen Mark Sachwerte werden alljährlich durch Feuer vernichtet. Rund 2000 deutsche Volksgenossen erlitten im vergangenen Jahre den Flammentod. Das sind Zahlen, die allen zu denken geben. Die wirklichkeitsgetreuen Bildaufnahmen, sach= und fachgemäß erläutert, machten auf die großen Gefahrenberde aufmerksam, die da entstehen können durch schadhaft gewordene elektrische Licht- und Kochanlagen, durch Schäden an Feuerstellen und Kaminen. Die Bodenentrümpelung wurde besonders als ein Gebot der bezeichnet. Man sah Bilder von dem stillen Heldentum unserer Feuerwehr, die sich in selbstloser Weise unter Einsatz ihres Lebens aufopfert, um Heimat, Volk und Vaterland vor den Gefahren des Feuers zu schützen. Alle waren mit dem Redner zum Schlusse darin einig daß Feuerschutz Volksschutz ist....„.. Anschließend sprach Geschäftsfuhrer Schiefenhövel über Hauszinssteuerhypotheken und Zinssenkung. Da der heutige Staat großen Wert auf Tilgung der Hypotheken legt, fallen die bisher gewährten Tilgungsbefreiungen nach dem 30. September d. J. fort. Die Zinssenkung bei der Pfandanleihe kann gesetzlich auf zwei Wegen durchgeführt werden. Die auf den 1. April gelegte Zinssenkung sieht die Zahlung eines Bonus von 1¾ bis 2 Prozent des tatsächlich bestehenden Schuldkapitals vor, während die auf den 1. Oktober gelegte Zinssenkung die Zahlung des Bonus, der in diesem Falle 2 bis 2¼ Prozent betrage, in gleichmäßigen Raten auf vier Jahre verteilt. Die Aussprache hatte das Ergebnis, daß eine Kommission gebildet wurde, die in allernächster Zeit die Verhandlungen mit der Stadtverwaltung aufnehmen soll. Mit großer Befriedigung wurde die Mitteilung entgegengenommen, daß nunmehr die Eingliederung des Reichsverbandes deutscher Neuhaus= und Eigenheimbesitzer in die Deutsche Arbeitsfront erfolgt sei. Wie Ortsgruppenführer Dr. Wullen hierzu erklärte, habe der Reichsverband deutscher NeuWeitere Verbilligung der Zehnerkarten Die Reichsbahn erweitert die Preisermäßigung auf Zehnerkarten ab 1. Juni auf 33½ vom Hundert und verlängert die Gültigkeitsdauer auf zwei Monate. Zehnerkarten werden ausgegeben für Verkehrsverbindungen mit starkem Verkehr. Die bisher gewährte Ermäßigung betrug nur 20 vom Hundert mit einmongtiger Gültigkeitsdauer. NSB.=Ferienkinder brauchen nicht abgemeldet zu erven. Die Pressestelle, des Amtes für Volkswohlfahrt, an Westfalen=Sud, teilt mit: In letzter Zeit erschiewerden. Gau Wenschen=Hur, ,mn: M2: Jui, nen wiederum in der Tagespresse Artikel, die davor warnen, daß Pflegeeltern ihrer Pflicht zur sofortigen Ab= bzw. Anmeldung von Pflegekindern nicht nachkommen. Im Sinne des Reichsjugendwohlfahrtsgesetzer werden unter Pflegekindern solche Kinder verstanden, die sich entgeltlich oder unentgeltlich für längere Zeit in fremder Pflege befinden, nicht aber solche, bei denen von vornherein feststeht, daß sie nur vorübergehend und gleichzeitig unentgeltlich untergebracht sind. Im Sinne des Reichsjugendwohlfahrtsgesetzes(§ 19) sind die NSV., Ferienkinder also keine Pflegekinder. Sie brauchen daher auch nicht ab= bzw. angemeldet zu werden. Das dürfte genügen, um die Unklarheiten zwischen An- und haus= und Eigenheimbesitzer mit der Deutschen Arbeitsfront, Reichsbetriebsgemeinschaft. Handel, Reichsfachschaftsgruppe Haus= und Grundstugswesen, ein Abkommen geschlossen, wonach der jeweilige Vereinsführer als Vertreter des Neuhaus= und Eigenheimbesitzes ehrenamtliches Mitglied des örtlichen Fachgruppenbeirats der Fachgruppe Haus= und Grundstückswesen der Daß. wirk und sich, soweit erforderlich, als ehrenamtlicher FachFachschaft Wehnhaus in der DAlF. zur Verfizgung stellt. Abmeldepflicht einerseits und Pflegeßerfeze#.#etet., Der Gau=, bzw. Kreisfacbgrupgenwalter,„ Haus= und Pesetzes und NeV.=Ferienkinder unvetseits zu bebeben, Grundstückswesen der DAF., wird zum stellvertretenden Vereinsführer des örtlichen Neuhaus= und Eigenheimbesitzervereins berufen Der Präsident des Reichsverbandes deutscher Neuhaus= und Eigenheimbesitzer ist stellvertretender Reichsfachschaftswalter der Fachschaft Wohnhaus und der Reichsfachschaftswalter tender Präsident des Reichsverbandes deutscher Neuhaus= und Eigenheimbesitzer. Kriegsgräberfürsorge, Schule und Jugenv aus der kurt bedroht Keine Jugend hat dem heldischen Vorbild und der Heldenverehrung so weit ihr Herz geöffnet, wie die Jugend des neuen Reiches. Von ihren eigenen Gefallenen im Kampf um die Erneuerung Deutschlands führt ein gerader Weg zu den Toten des großen Krieges. Für den deutschen Erzieher und Jugendführer kann es daher keine dankbarere und ihm in höherem Maße angemessene Aufgabe geben, als diese Bereitschaft zu pflegen und praktisch auszuwerten. Das Gedenken an diejenigen, die als erste für die Zukunft des Volkes starben und die als Zeugen des Aufbruchs aller Deutschen in fremder Erde ruhen, ist eines der wirksamsten Mittel, die Jugend verpflichtend in die Volksgemeinschaft und die bluthafte Kette der Geschlechter einzuordnen. Aus diesen Gesichtspunkten heraus erörtert im Maiheft der„Kriegsgräberfürsorge“, der Monatszeitschrift des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge, Stadtschulrat H. Winkel(Gelsenkirchen), diese erzieherische und völkisch wichtige Aufgabe. Er untersucht die einzelnen Unterrichtsgebiete auf die Möglichkeit hin, das Gebiet der Heldenehrung und Kriegsgräberfürsorge in den Unterricht organisch einzugliedern. Tausendfältig sind solche Möglichkeiten gegeben, der deutschen Jugend dies Werk der Heldenehrung nahezubringen. Der Gau Westfalen=Ruhrgebiet und Hessen=Nassau hat in dieser Jugendarbeit bereits Vorbildliches geleistet. Die GauFestgenommen. Zwei Personen wurden wegen Zuhälterei festgenommen, zwei Personen wegen Bettelns, eine Person wegen Betruges und eine Person auf Grund eines Haftbefehls. Verkehrsunfälle. Am 17. Mai wurde auf der Blumenstraße ein Mann von einem Omnibus angefahren und leicht verletzt.— Am gleichen Tage stieß an der Ecke Herner und Horst=Wessel=Straße ein Straßenbahnwagen der Linie 8 mit einem Lastkraftwagen zusammen. Beide Fahrzeuge wurden beschädigt.— An der Kreuzung Allee= und Humboldtstraße wurde ein Radfahrer von einem Pferdefuhrwerk angefahren. Das Fahrrad wurde leicht beschädigt.— Auf der Wittener Straße stürzte ein Radfahrer beim Ueberholen eines anderen Wegebenutzers mit seinem Fahrrade und zog sich hierbei Hautabschurfungen im Gesicht und eine Quetschung des linken Zeigefingers zu. (Weitere Lokalnachrichten Seite 10.) Stadttheater: 20 Uhr: Geschlossene Vorstellung für die RS.= Kulturgemeinde. Der Ranh der Sahinerinnen“. tadttheater: 20 Uhr: Geschlossene Vorstellung für Kunuigemernde, ·Der Ruud der Sabinlerinnen“. Circus Straßburger: 20 Uhr: Eröffnungsvorstellung auf dem Festplatz an der Castroper Straße. Tonhalle: ab 15.00 Uhr: Frischer Wind aus Kanada. Welt Licht: ab 15.15 Uhr: Ich beirate meine Frau. Apollotheater: ab 15.30 Uhr: Lockvogel. Capitol: ab 15.00 Uhr: Lachende Augen. Gloria=Palast: ab 15.30 Uhr: Schwarzer Jäger Johanna. Hammer Lichtspiele: ab 15.15 Uhr: Königin Christine. Lichtburg: ab 15.15 Uhr: Wunder des Fliegens. Lichtspielhaus: ab 15.15 Uhr: Petersburger Nächte. Odcon: ab 17.00 Uhr: Stern von Valencia. Skala=Lichtspiele: ab 17.00 Uhr: Gold. 8) Ein gröhlicher Noman von omns Deter Stoke Max Kramar hatte sich von seinem ersten Schrecken erholt. „Gott sei Dank“, sagte er zu Erika,„hat Mr. Oconnor das Gemälde bei einer schottischen Gesellschaft versichert. Ich werde ihn gleich von dem Vorgefallenen telegraphisch in Kenntnis setzen. Was Sir Hursley anbelangt, so muß ich ihm den Kaufbetrag zurückerstatten, und mein ganzer Schaden liegt zunächst nur in der mir nunmehr entgangenen Provision. Alles andere ist Sache der Polizei.“ Erika Kramar atmete befreit aus. Sie hatte insgeheim gefürchtet, daß ihr Vater das wertvolle Gemälde dem schottischen Kunsthändler in Gestalt eines enormen Geldbetrages ersetzen mußte und sie pries im Stillen die Umsicht Mr. Oconnors, daß er den„Lustigen versichert hatte. Ein älterer Herr betrat die Geschäftsräume. Es war Robert Bidson, der Kammerdiener Sir Paul Hursleys. Er grüßte und sagte:„Sir Hursley wünscht die Anlieferung des von ihm gestern erstandenen Franz=HalsGemäldes„Der lustige Zecher" für heute nachmittag 2 Uhr. Es möchte pünktlich um diese Zeit in seiner Wohnung Kurfürstenstraße 12a sein.“ Kramar kratzte sich den blanken Schädel. Er sah eine Weile statt des Dieners seine Tochter an, und dann sagte er: „Ein böses Mißgeschick ist mir widerfahren, Mr. Bidson. Bitte haben Sie die Freundlichkeit, und teilen Sie Sir Hursley mit, daß das Gemälde in der vergangenen Nacht von bisher noch unbekannten Tätern aus meinen Räumen gestohlen wurde. Selbstverständlich werde ich Sir Hursley den vollen Kaufbetrag umgehend zurückerstatten.“ Der Kammerdiener nickte ohne Aufregung. „Sehr wohl“, versetzte er, und Erika bewunderte die Kaltblütigkeit des Mannes, mit der er die Nachricht des Diebstahls aufnahm,„ich werde Sir Hursley über Ihre Mitteilung Bericht erstatten. Guten Morgen!“ Und er war gegangen. „O nein! Das liegt mir fern!“ verwahrte sich Weber. „Aber Ihr Fräulein Tochter ist soeben nach dem Postamt gegangen, um das Telegramm an Mr. Oconnor nach Edinburgh aufzugeben. Sie wissen doch, wegen des gestohlenen Franz Hals.“ „Ach“, stöhnte der Kunsthändler erschöpft.„Machen Sie, daß Sie rauskommen, Sie entsetzlicher Trottel!" „Ich... ich... muß doch sehr bitten!" Raus!" Weber schloß die Tür zu dem Privatbüro hinter sich. Geraume Zeit nach seinem Fortgang klingelte das Telephon. Kramar nahm selbst den Hörer ab und meldete sich. „Hier spricht Sir Hursley“, sagte eine sonore Männerstimme auf der anderen Seite.„Herr Kramar selbst am Telephon? Danke! Wie mir mein Kammerdiener eben mitteilt, ist das Gemälde„Der lustige Zecher", das mein Eigentum ist, entwendet worden. Ich möchte Sie darauf aufmerksam machen, daß Sie, Herr Kramar, laut den getroffenen Abmachungen, mir für den Verlust haften.“ „Ganz recht“, sagte Kramar,„ich werde Ihnen noch heute die Kaufsumme in Höhe von 120000 Mark wieder gurückerstatten.“ „Es tut mir außerordentlich leid, mich damit nicht einverstanden erklären zu können“, kam des Engländers Stimme ruhig und leidenschaftslos wieder.„Ich bestehe auf dem Gemälde, das ich gekauft habe. Für mich hat es einen höheren Wert als die angelegte Summe. Es hat ehemals im Schloß„Sky=spring“ gehangen, das ich von meinen Vorfahren ererbte. Vor etwa hundert Jahren verschwand das Gemälde von dort auf unerklärliche Weise. Entweder Sie beschaffen mir diesen„Lustigen Zecher" wieder oder ich müßte Ihnen meine Regreßansprüche namhaft machen die zu dem Betrag von 250 000 bestehen.— Soviel ist mir mein Gemälde wert. Sie werden schwerlich imstande sein einen gegenteiligen Wertmesser aufzustellen. Ich gebe Ihnen von heute an gerechnet 50 Tage Zeit, um mir mein Gemälde wieder herbeizuschaffen. Sollte ich bis zu diesem Termin nicht im Besitz desselben sein, dann müßte ich als Entschädigung für meinen Verlust auf dem bereits genannten Betrag von 250000 Mark bestehen. Alles übrige werden Ihnen meine Rechtsanwälte schriftlich unterbreiten. Ich wünsche Ihnen einen guten Morgen, Herr Kramar!“ „Sir... Sir... Hursley!“ schrie Kramar in die Muschel. Doch die Leitung war bereits taub. Kramar, der sich während des Gespräches aus seinem Sessel erhoben hatte, fiel mit einem Seufzer zurück.„Diese Eröffnung!“ stöhnte er.„Und recht hat er obendrein! Ich Esel habe den Revers unterschrieben, daß ich für das Gemälde hafte, ohne diese Haftung jedoch mit einem Betrage namhaft zu machen. Du lieber Himmel..., wenn man des Diebes und des Gemäldes nicht wieder habhaft werden sollte... Fünfzig Tage gibt er Zeit .. dann. dann. kann ich meinen Laden zumachen. O dieser verfluchte„Lustige Zecher“! Hätte ich ihn nie hereingenommen.“ Einer Eingebung folgend, hob er den Hörer ab und rief seinen Rechtsanwalt an. Er erklärte diesem haargenau, was vorgefallen sei und erhielt den erwarteten und niederschmetternden Bescheid, daß Sir Hursley auf seine Ansprüche wohl Recht bekommen würde. Immerhin könnte man ja versuchen Kramar wartete die Erläuterung jenes Versuches nicht ab sondern knallte den Hörer in die Gabel und rief: „Erika!“ Gottgetreu Weber der Verkäufer erschien. „Heißen Sie Erika!?" brüllte sein Chef. „Nein!“ versetzte Weber wahrheitsgemäß. „Na, zum Teufel, was wollen Sie denn hier. Ich habe meine Tochter und nicht Sie gerufen!" „Sie sollten mich nicht so anschreien!“ sagte Weber noch.„ B „Ich schreie Sie an, wo und wann es mir paßl! donnerte Kramar wütend.„Sagen Sie meiner Tochter, sie möge hereinkommen!" „Da müssen Sie sich schon noch einen Augenblick geduldigen!“ Kramar sprang empor und hieb auf die Schreibtischplatte. „Herr!“ schrie er.„Ich bin nicht Ihr Affe! Wollen Sie mich vielleicht auch noch frozzeln, wiel!“ Mar Kramar saß mit seiner Tochter und dem Verkäufer Weber im Privatbüro zusammen. Er hatte die Dinge geschildert, wie sie lagen, und sah hoffnungslos und düster vor sich hin. Weber, der ein eifriger Leser von Detektivromanen war, dachte tief und schweigend nach. „Ich hab'!“ rief er plötzlich aus und hob den gestreckten Zeigefinger in die Luft. Vater und Tochter sahen fragend auf Weber, der im Augenblick die Arme napoleonisch kreuzte und dabei ein triumphierendes Lächeln ausstrahlte. „Na und..?“ fragte Erika. „Grinsen Sie nicht wie ein Kalb, sondern reden Sie!" ereiferte sich Kramar. Weber beugte sich vor und flüsterte geheimnisvoll, als habe er soeben eine weltumwälzende Entdeckung gemacht:„Einen Detektiv!“ Der Kunsthändler lachte lange und höhnisch, wobei er seinen Verkäufer mit einem verächtlichen Blick bedachte. Erika aber faßte den Gedanken auf. „Lach' doch nicht, Vater“, sagte sie, worauf sich Weber selbstgefällig die Krawatte zurechtrückte.„Es ist wirklich besser, etwas zu tun, als gar nichts. Der Dieb des„Lustigen Zechers" wird damit nichts in Deutschland anfangen können, falls er ihn verkaufen will. Und ich bin überzeugt, daß der Diebstahl aus rein materiellen Gründen geschah. Im Inland haben wir unsere Polizei, die die Augen offen halten wird. Aber wie ist's mit dem Ausland? Man müßte einen tüchtigen detektiv haben, der sein Augenmerk auf die ausländischen Kunstmärkte richtet. Der Mann kostet zwar Geld, aber du mußt dir immer wieder überlegen, was werden wird, wenn nach Ablauf der fünfzig Tage das Gemälde nicht wieder herbeigeschafft ist. Dann heißt es zahlen und wenn gezahlt worden ist— denn ich glaube kaum, daß dieser Sir Hursley, der ja ein ganz widerwärtiger Shylock sein muß, sich mit einer anderen Lösung abfindet— dann sind wir fertig.“ „Fertig!“ sagte Weber im Echo. „Himmel, dieser Weber!“ knirschte Kramar. „Wieso?... Warum...?“ fragte der Verkäufer achselzuckend. „Schweigen Sie jetzt einmal, Herr Weber!“ verwies ihn Erika.„Lassen Sie meinen Vater reden. Also, wie denkst du über einen Privatdetektiv?“ „Wie ich über ihn denke?“ Kramar lachte verzweifelt. „Von mir aus denke ich nicht schlecht über ihn. Höre zu. Erika, deine Nerven sind besser als die meinigen. Nimm du dies alles in die Hand. Wenn du meinst, daß uns ein Privatdetektiv den„Lustigen Zecher" wieder herbeischaffen kann.... dann engagiere einen. Was es kostet, ist ja nun auch schnuppe. Wenn alles schief geht, da kommt es auf die Spesen für den Mann auch nicht mehr an. Ich gebe dir unbedingte Vollmachten.“ „Ein wirklich guter Gedanke!“ sagte Weber beifällig. „Erika“, sagte der Kunsthändler matt,„wenn ich eines Tages diesen Weber einmal umgebracht haben sollte, verzeihe es deinem alten Vater. Aber du siehst ja, er kann einen Menschen bis aufs Blut reizen!“ „Vater, du bist nervös“ beruhigte Erika, und sie wendete sich an den Verkäufer.„Wir wollen also einen Privatdetektiv engagieren. Soweit sind wir nun. Wissen Sie einen, aber einen, der auch wirklich etwas leisten kann?" Weber hatte noch nie in seinem Leben einmal eine Bekanntschaft mit einem Privatdetektiv gemacht. Aber diesen Mangel an Wissen wollte er unbedingt verbergen. Bei seinem allmorgendlichen Gang nach dem Geschäft kam er immer an einem Hause vorbei, an dessen Türe er täglich ohne es zu wollen, das Schild:„Benjamin Stange, Privatdetektei“, las. Das Haus befand sich in einer engen und finsteren Nebenstraße, und sein Aussehen zeugte nicht sonderlich davon, daß dieser Benjamin Stange etwa märchenhafte Honorare für seine Tätigkeit bezog. Sonst hätte er keinesfalls dort sein Büro gehabt. „Aber natürlich kenne ich einen tüchtigen Mann“, sagte er deshalb und verzog das Gesicht, als sei eine etwaige Mutmaßung, daß er, Gottgetreu Weber, keinen tüchtigen Privatdetektiv kennen würde, einfach eine Beleidigung.„Er ist eine Kapazität auf seinem Gebiete“, fügte er hinzu, obwohl er diesen ominösen Detektiv Stange weder einmal persönlich gesehen, noch irgend etwas von anderer Seite über seine Tüchtigkeit gehört hatte. Er wollte einfach Erika, die er heimlich liebte, mit seinem erfundenen Wissen imponieren.„Benjamin Stange heißt er!“ Geben Sie das Telephonbuch herüber“, sagte Erika rasch entschlossen, die auch keine sonderlichen Kenntnisse über Beschaffenheit, Art und Wesen eines Privatdetektivs hatte und sich lediglich auf die Referenzen Gottgetreu Webers verließ.„Wir wollen diesen detektiv Stange sofort einmal anrufen, damit er augenblicklich herkommt.“ Weber schickte ein Stoßgebet gen Himmel, daß diese: Benjamin Stange ein Telephon habe, denn dies war halbwegs ein Zeichen, das auf Betrieb bei dem Detektiv Stange hinwies. „Hier haben wir ihn schon“, sagte Erika, die mittlerweile im Teilnehmerverzeichnis geblättert hatte.„Sein Anschluß trägt die Nummer Uhland 1284.“ „Halt, das ist er ja gar nicht!“ Erika schüttelte den Kopf.„Da habe ich doch den Roßschlächter Stängel erwischt. Weber steckte die Hand vorn in den Kragen und drehte den Hals empor. So'n Pech! Doch nein, die beiden hatten nichts bemerkt. Erika steckte eben den Finger auf die Seite: Da ist er: Privatdetektei Benjamin Stange, Roland 2043!“ „Hahaha“, sagte Weber„habe ich verwechselt. Def rasende Uhland. Läßt sich doch eigentlich ganz gu merken. Na ja, kann passieren. Uhland und Roland...“ Doch Erika hatte schon die Nummer gewählt. „Hier spricht Gemäldegalerie Kramar" begann sie. „Wir haben Ihrer Detektei einen Fall zu übertragen. Können Sie sofort einen tüchtigen Mann zur Entgegennahme der Einzelheiten herschicken?" Auf der anderen Seite schwieg man zunächst. Offenbar war man fürchterlich erschrocken über das Wundet eines Anrufes, der einen Auftrag brachte. Dann versicherte eine rauhe Stimme, der Chefdetektiv Stang“ würde sofort persönlich dort erscheinen. Erika dankte und hängte ein. Sie wiederholte was sie ausgerichtet habe, und Weber begann, sich die Händ“ zu reiben. (Fortsetzung folgt) Roch gro In der Le der Finanzen das Thema:„ Namentlich Reichsregierung tige, energisch Steuern werde Es seien noch nüßten und es und wirtschaftl nit der Arbeits Krisenzeiten mi vom Staat gele Straßenbauten, virtschaftlich öffentlichen Fi belastungen är sei jetzt tatsäch zunächst die V Wunder empfu ninderung als Fingend nötig Gebiete immer schüttert und erreicht worden Zwei Zahler wicklung der le ist gern beünfte zu errkarten Vermäßigung om Hundert vei Monate. rkehrsverbinjewährte Ereit einmonagemeldet zu lkswohlfahrt, Zeit erschie: die davor ir sofortigen nicht nachfahrtsgesetzes verstanden. längere Zeit se, bei denen ergehend und Im Sinne id die RSB. sie brauchen verden. Das hen, An= und m Sinne des zu beheben. wegen ZuBettelns, 1 woen Person auf uuf der Blus angefahren stieß an der Straßenbahnagen zusam.— An, der de ein Radfahren.„Das der Wittener rholen eines ade und sog ht und eine 10.) sute die 18. nnen“. illung auf dem Kanada. Frau. iger Johanna. 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In der Lessinghochschule sprach der Reichsminister der Finanzen Graf Schwerin von Krosigk über das Thema:„Oeffentliche Finanzen und Wirtschaft“. Namentlich wies der Minister das Gerücht, daß die Reichsregierung eine Wehrabgabe einzuführen beabsich##ge, energisch zurück. Eine weitgehende Senkung der Steuern werde allerdings vorläufig nicht möglich sein. Es seien noch Krisenreste vorhanden, die beseitigt werden nüßten und es lägen vor uns große Aufgaben nationaler und wirtschaftlicher Art, sowie Vorbelastungen, die man nit der Arbeitsbeschaffungspolitik übernommen habe. In Krisenzeiten müsse man an Arbeiten herangehen, die nur vom Staat geleistet werden könnten: große Meliorationen, Straßenbauten, Siedlungen, alles das, was nationalvirtschaftlich zweckmäßig und notwendig sei. Für die öffentlichen Finanzen sei mit Rücksicht auf diese Vorbelastungen äußerste Sparsamkeit höchste Pflicht. Es sei jetzt tatsächlich soweit gekommen, daß, nachdem man znnächst die Verminderung der Arbeitslosigkeit als ein Wunder empfunden habe, man heute die weitere Verninderung als selbstverständlich annehme. Es sei aber dringend nötig, die Achtung vor dem Erfolg auf diesem Gebiete immer wieder zu erneuern, immer wieder erschüttert und innerlich bewegt vor dem zu stehen, was erreicht worden sei. gaben für Arbeitslosenunterstützungen sind um 1½ Milliarden Mark zurückgegangen; die Einnahmen an Reichssteuern sind um 1½ Milliarden angewachsen. Der öffentliche Haushalt hat damit eine Verbesserung von rund drei Milliarden Mark aufzuweisen. Diesen Erfolg hat i man damit erreicht, daß man insgesamt vier Milliarden Mark in das Arbeitsbeschaffungsprogramm gesteckt hat. Wenn die folgenden fünf Jahre nun mit je einer Milliarde für die Rückzahlung dieser Summe vorbelastet sind, so hat sich dieser konjunkturpolitische Aktivismus auch finanziell gelohnt. Wie der Minister weiter ausführte, ist aus dem Arbeitsbeschaffungsprogramm noch ein Arbeitsvorrat von etwa 1½ Milliarden Mark vorhanden. Die neu erworbene Wehrhoheit stelle eine gewisse neue Auftragsquelle für die Wirtschaft dar. Die Besserung in den öffentlichen Haushalten habe es ermöglicht, wieder in stärkerem Umfange laufende Mittel für sächliche Zwecke der Gemeinden, der Länder und des Reiches bereitzustellen. Während man noch vor zwei Jahren die Zahl der Gemeinden, die einigermaßen gesund waren, an den Fingern einer Hand herzählen konnte, nähere man sich jetzt dem Zustand, wo man die Zahl derer, deren Gesundung hoffnungslos sei. an fünf Fingern aufzählen könne. Die Arbeitslosenversicherung könne wieder ausbalanciert werden, und sie könne sogar wieder in bescheidenem Umfange Beträge für die Finanzierung laufender öffentlicher Arbeiten zur Verfügung stellen. Die Industrie werde zwar noch nicht auf allzu starke neue Investitionen rechnen können, aber jetzt liege ein laufender Bedarf, an Ersatzbeschaffungen für Maschinen und Werkzeug vor, die in der Krisenzeit zurückgestellt werden mußten. Nach Erörterung der Außenhandelsprobleme sprach der Minister von zwei ganz großen Aufgaben und Möglichkeiten, die noch in Deutschland zu lösen sein. Die Frage des Wohnungsbaues werde in den nächsten Jahren sehr brennend sein. 1934 habe Deutschland einen Zuwachs von 470 000 neuen Haushalten gehabt. Es seien aber nur 270000 neue Wohnungen gebaut worden. Man müsse notwendig zu einem stärkeren Wohnungsbau kommen. Die zweite Aufgabe sei die Lösung der Verkehrsfrage, die Notwendigkeit des Landstraßenbaues und die Motorisierung des Verkehrs und damit zusammenhängend der Bau von Autostraßen. Die Kraftwagenindustrie werde die Trägerin der Konjunktur der Zukunft sein. Keine Aufnahmesperre in der HJ. und im BDM. Berlin, 19. Mai. Die Pressestelle der Reichsjugendführung gibt bekannt: Auf viele an die Reichsjugendführung gerichtete Anfragen wird mitgeteilt, daß eine Sperre für die Aufnahme in die H J. und den BOM. nicht erlassen und auch nicht beab(1ch 119: r. p#., tgeister zm. mangn Die von dem Reichsschatzmeister der NSDAP erlassene Verfügung, wonach die zur Zeit für die Partei bestehende Mitgliedersperre bis zur endgültigen Regelung auch auf Angehörige der HJ. und des BDM. ausgedehnt wird, ist von einigen Zeitungen mit Ueberschriften veröffentlicht worden, aus denen zu schließen ist, daß eine Mitgliedersperre für HJ. und B2M. erlassen sei. Wie aus der Verfügung des Reichsschatzmeisters hervorgeht, ist aber lediglich die schon bestehende Sperre für die Aufnahme in die NSDAP. nunmehr auch ausgedehnt worden auf die f Aufnahme von Mitgliedern aus der HJ. und des BDM., die im allgemeinen mit ihrem 18. Lebensjahr in die Partei übergeführt werden. Eine Aufnahme von Mitgliedern in die HJ. und den B2M. und das Deutsche Jungvolk und die JungMädel in der H J. ist nach wie vor möglich. Dreifacher Kindesmord Trier, 19. Mai. Dieser Tage wurde in dem Dorf Newel(Landkreie Trier) drei Personen unter dem Verdacht des Kindesmordes bzw. der Mitwisserschaft verhaftet. Es handelt sich um ein Mädchen in den zwanziger Jahren, dessen Mutter und Bruder. In der Jauchegrube des elterlichen Hauses fand man zunächst die Leiche eines neugeborenen Kindes, dessen Tod gewaltsam herbeigeführt worden war. Ermittelungen ergaben zweifelsfrei, daß in diesem Falle Kindesmord vorliegt. Unter dem Druck des angesammelten Beweismaterials legte das Mädchen ein Geständnis ab. Die weiteren Ermittelungen führten, wie die Justizpressestelle des Landgerichts mitteilt, zu überraschenden Ergebnissen. In der Jauchegrube, in die das vor etwa 14 Tagen geborene und gleich nach der Geburt getötete Kind geworfen wurde, fand man zunächst zusammen mit der Kindesleiche weitere Knochenreste, die ebenfalls von einem getöteten Kind herzurühren schienen. Eine weitere Untersuchung förderte dann Knochenreste zutage, die gerichtsärztlich ebenfalls als solche einer vor längerer Zeit dort versenkten Kindesleiche festgestellt werden konnten. Der„Bürgerverein für Harvestehude und Rotherbaum“ in Hamburg wurde von der Polizei mit sofortiger Wirkung aufgelöst und verboten, weil sein Bestehen und seine Tätigkeit den staatlichen Interessen zuwiderläuft. Den Mitgliedern des Vereins ist es verboten, sich unter anderem Namen zusammenzuschließen. EiTEUFkse SLschamonmne! Eineneue SisPig.-Ziguretté zozzwsche, in zwei ganz betonten Geschmacksrichtungen, ist auf dem Markt!- Das Ungewöhnliche an dieser Neuschöpfung ist, daß für kurze Zeit jeder ZigarettenpakKung ein echt vergeidetel Taltsman i verschieuchen Figuren Belnlegt, der sien ausgezeichhet zum Gescheik eighet. Dederkändterhetert imen einArnbandEhen, Obenlans echt vergeidet, fürKul 50 Tig. zum Sammern des Talismans. Edelwuchs die neue 3½ Pfg. Zigarette DICK-RUND OHNE VOLL IM GESCHMACK MIT GOLD MILD BEKÖMMLICH 19 K Seite 6 Nr. 117 7 Bochumer Anzeiger# Montag, 20. Mai 1933 Anterhaltung Uus der W0akz im Mai Von Franz Friedrick Oberkauser Das Schicksal vergißt nichts! Daran mußte ich denken, als ich vor einigen Tagen dem Meister Wernicke meine Uhr brachte, die mir aus der Hand geglitten und auf die Straße gekollert war. Meister Wernicke nahm sie, und weil es der Zufall schon so wollte, erzählte er mir ein Erlebnis aus seiner Jugendzeit. „Eine Uhr!“, sagte er und wiegte sie in seinen bewährten Händen. Er lächelte dabei etwas geheimnisvoll, so daß ich ihn fragen mußte:„Warum eine Uh. Schm Gi. 14 bch „Ja, so geht es im Leben! Sehen Sie, ich hab die Gesellen fortwandern sehen. Jetzt ziehen sie wieder hinaus wie die Schwalben. Ein schönes Stück Zeit kehrt da wieder zurück. Jetzt wandern sie durch die Länder, durch die Städte, fragen sich durch, sehen, erleben...“ Ich hab es auch so gehalten, mein Vater auch, und er hätte mich nicht für voll genommen, wenn ich nicht meine Gesellenreise hinter mich gebracht hätte. Weit in die ferne Heimat kam ich; und sie ist groß und fern! Der Süden, mit den warmen Architekturen, der Norden mit dem gestrengen und dabei so ergreifenden Stadtgesicht, in dem Arbeit und Wohlstand geschrieben steht! Wieviel Uhren hab ich gesehen! Kleine und mittlere, bis hinauf zu den Turmuhren kam ich. Hab gelernt und erfahren, hab genossen und gelebt und mich gefreut meines Handwerks! Sehen Sie, das war es: die Freude am Handwerk!" Die Uhren im kleinen Laden rasselten und fingen jetzt in einem süßen Choral zu schlagen an. „Feierabend!“ sagte Wernicke.„Und jetzt erzähl' ich Ihnen die Geschichte dieser Uhr.! Sehen Er nahm eine alte silberne Uhr aus dem beim drittenmal,„das Ding ist alt! Und's wär am besten, in den Glaskasten damit zu anderen schönen Erinnerungen!" Dann nahm ich Abschied. Mußte versprechen zu schreiben. Ich hielt auch mein Wort, ganz getreu, schon weil ich Brigitta noch lange unter den blühenden Wirtsgartenbäumen stehen sah, mir nachwinken. Der Frühling betäubte Herz und Sinn. Immer voller blühten die Bäume, die Blumen rauschten über die Wiesen, die Vögel sangen! Der Himmel war herrlich blau! Das war ein Mai für unser gutes, gesundes deutsches Herz! Jawohl, dieses Herz... dieses Herz hatte wirklich Brigitta vergessen. Es kam Arbeit, viel Arbeit. Ich fand zum erstenmal das Meer, die Hansestädte. Die uralten Uhren und Glockenspiele. Ich fand so viel, und vergaß soviel... Die Zeit verging. Erst schrieb ich täglich, dann wöchentlich, dann einmal im Monat, dann hörte es auf. Ja, eine Karte schickte ich noch aus der Stadt, in der ich dann seßhaft wurde. Es dauerte noch eine Weile, dann übernahm ich dies Geschäft. Es verging die Zeit. Auch wir Menschen machen unsere Gesellenwanderung, eine des Lebens. Sehen Sie!... Eines Tages kam ein Junge und brachte mir eine Uhr. Ich war gerade sehr beschäftigt, er sagte:„Och, ich hab keine Zeit, Meister, ich komm bald wieder. Eine Base schickt mich, Sie soll'n das Ding wieder zum Laufen bringen!“ Sie?“ „Der Name?“, rief ich ihm nach, aber er war schon wieder fort. Später nahm ich die Uhr zur Hand, öffnete den Deckel. Sehen Sie.. das hier... dieses Sternchen... und dieses schöne W, das heißt Walter und dieses B, das heißt Brigitta... Ich war heftig erschrocken, als ich das sah... Die Uhr stand, sie stand immer noch. Es war eine Kleinigkeit, und sie ging. Sie ging gut und schön... aber... der Junge kam nicht mehr, und seine Base kam auch nicht. Das war vor einigen Jahren, ich glaube, es sind jetzt fünfzehn oder schon zwanzig, seitdem der Junge da war... ich geiz mit jedem Jahr... Das Dorf fiel mir ein, das Gasthaus fiel mir ein. Ich schrieb... die Karte kam zurück. Alles im Wind verweht..“ Er schwieg. „Aber... wie fand denn... der Junge... „Lieber Herr! Das ist Schicksal! Ja, das ist wirklich Schicksal. Ich hab vielleicht mit dem Glück gespielt. Vielleicht war es bös, vielleicht war es gut... Ich hätte nicht vergessen sollen... oder doch? Wer wiegt es, wer weiß es!“ „Ja, nun... nun hab ich die Uhr. Nun lehrt mich das Schicksal ebenso warten, wie einst die liebe, gute Brigitta... als ich sie vergaß...“ Damit hob er die kleine, alte, silberne Mädchenuhr an das Ohr und horchte daran, auf ihren feinen, sauberen, unermüdlichen Schlag, der ihm gewiß das Leben eines Herzens bedeutete, in einem fernen Dorf, unter blühenden Bäumen, im fröhlichen Gesang der Vögel. Im Duften der Blumen. Im Mai! Auf der Walz im wundervollen Mai! mit dem Schrank, es war eine Mädchenuhr, Schlüsselchen aufzuziehen. „Es war in einem kleinen Dorf im Harz. Es ist natürlich schon lange her, meine Haare sind ja inzwischen weiß geworden. Ich war damals also auf der Wanderschaft. Auf der Walz. Konnte noch gar nicht zuviel. War wohl schon frei und Gesell, aber kein „Meister". Das sollte noch kommen. Es blühten alle Bäume; wundervoll war es zu wandern. Die Bäche sangen in junger Lust. Es war Frühling! Es war Mai! In jenem Dorf kehrte ich in einem Gasthaus ein. Fragte nach einem billigen Bett. Na gut, das gab es nicht, so wie ich es meinte. Aber ein Mädchen erschien. Anmutig, gut, fröhlich und mit gesunden Backen. Es hieß mich in den Garten gehen, auf die Bank setzen. Brachte was zum Essen, sorgte für den Trank und fragte mich aus. Nach dem und jenem. Und schließlich war sie sehr erfreut, als sie von meinem Beruf etwas hörte. Da brachte sie mir ihre Uhr. Sie ginge nicht, sie wolle nicht geben! Und ob ich... ja, mußte ich lachen!“atürlich! Und ob ich!—— die kleine Mädchenuhr wieder in Ordnung gebracht hatte! Schandbar! Drei Tage brauchte ich dazu! Aber ich hatte allerlei Ausreden. Nur eine nicht, und diese eine fand Glauben, fand Zuneigung. Brigitta hieß das Mädchen. Nach drei Tagen war es endlich soweit. Die Uhr ging und dafür durfte ich auch „Brigitta, du liebe, kleine, gute Brigitta“ sagen. Mein Gott, es war nichts weiter dabei. Ich bekam Lust zu bleiben. Es gab plötzlich ein„billiges Bett“ die Knödel schmeckten mir gut. Aber.. nach sechs Tagen mußte ich einsehen, daß ich hier keinen Bestand hatte! Was sollte ich auch da? Keine zehn Uhren gab es im Dorf! Man lebte nach Wind und Sonne, noch Mond und Sternen. Die Hähne schlugen die Morgenstunde und die Hühner zeigten an, wann es hieß, zur Nachtruhe zu gehen. Und ich mußte weiter. Einmal schon hatte Brigitta mir die Uhr wieder gebracht. Sicher, weil es einen Grund hatte; sie war wieder stehen geblieben. Ich sah es wohl, wer es getan. Ich sagte Das Eilebnis Von Einst Handsckuck Forstwart Michel bewohnte ein kleines Haus, Us dem Der Forstwart Michel bewohnte ein kleines Hau kleinen das ein wenig von der Hauptstraße des Dorfes zuruckstand. Es wurde von seiner Schwester treu und gewissenhaft verwaltet. Durch den Sekretär des Forstamts war ich näher mit Michel bekannt geworden. Weil er unsere Gesellschaft gerne sah, zudem über einen guten Apfelwein, ein echtes selbstgebackenes Brot und einen kernigen Käse verfügte, besuchten wir ihn fast jede Woche. So saßen wir wieder einmal an einem Samstagabend in der kleinen sauberen Küche und bestaunten seine neueste Errungenschaft, einen zur Jagdflinte hergerichteten Karabiner. Das schöne Stück fand unseren ungeteilten Beifall, und es gelang uns durch ihn, eine kleine Bitternis des Forstwarts, die ihre Ursache darin hatte, daß er sich von dem Büchsenmeister übervorteilt hielt, restlos zu verscheuchen. Emsiger blies er die kuggen hi, zigen Wölkchen aus seiner Pfeife, rieb si mächtige Nase und ging in seiner Freude völlig auf. In einem verlassenen Steinbruch seines Reviers, so schlug er vor, wollte er einen Schießstand aufbauen, auf dem wir uns recht bald einfinden und das neue Gewehr einschießen sollten. Wie wir es nun gerade vom Schießen hatten, traf es sich denn, daß wir auf den Krieg zu sprechen kamen. Es wurde eine lange Unterhaltung, und schließlich ergab sich die Frage, welches wohl das stärkste und nachhaltigste Erlebnis für den einzelnen von „Ich freilich“, begann der Forstwart.„kann nach dem, was ihr erzählt habt, es mit euch nicht aufnehmen. Und es wird euch noch seltsamer vorkommen, wenn ich euch sage, daß ich das Erlebnis, das mich am meisten mitgenommen hat, erst einige Jahre nach Kriegsende Wie ihr wißt, war ich ja bloß Landstürmer und fast während des ganzen Krieges auf Jagdkommando droben in Bjelostok im Polnischen. In unserem Bataillon war nur ein einziger Landsmann von mir. Ein lediger Landwehrmann von vielleicht Jahren, ein lieber, guter Mensch und hübscher Mannskerl. Er hieß Hartmann, war von Anfang an bei mir, und obschon er beinahe zehn Jahre jünger als ich, war er mir ans Herz gewachsen, wie es sonst nur noch ein Bruder sein kann. Wir waren unzertrennlich, wir zwei, und teilten, was da kam an Freud und Leid, brav zwischen uns. Als es aber im Frühjahr neunzehnhundertsiebzehn an Leuten fehlte, wurde unser Bataillon nochmals gemustert und alles, was nur einigermaßen felddienstfähig war, herausgezogen. Unter den Ausgelesenen war auch mein Hartmann. Wir sagten uns Adieu, wünschten uns alles Gute und versprachen, von einander hören zu lassen., 8amef un 2. Hartmann kam nach srowel, wo eine kriegsstarke Kompagnie zusammengestellt und sogleich an der Front eingesetzt wurde. Es dauerte noch keine Woche, als beim Bataillon die Nachricht eintraf, daß Hartmann gefallen sei. Den hat's mal schnell erwischt, sagten die Landser und zuckten mitleidig die Achseln. Mich aber traf es hart. Der liebe, gute Hartmann, der schöne Mannskerl, aus war's mit ihm, und irgendwo im weiten Rußland lag er und war tot.„ Immer wieder mußte ich an ihn denken, und oft, wenn ich allein war, hätte es damals leicht sein Knnen, daß mir die Tränen gekommen wären. Die Zeit hilft viel, und an Abwechslung hat es nun all die Jahre später ja nicht gefehlt. Doch den Hartmann konnte ich halt nicht vergessen. Der Krieg ist ausgegangen. Ich bin heimgekommen. Stets hab' ich mir vorgenommen, in sein Heimatdorf zu fahren und die Eltern oder Angehörigen aufzusuchen. Vielleicht konnte ich bei ihnen näheres über seinen Tod und sein Grab erfahren. Doch einmal fehlte es an der Zeit, dann wieder am Entschluß, und es war, wenn ich mir's recht überlege letzten Endes wohl eine gewisse Scheu, die mich mein Vorhaben nicht ausführen ließ. Wieder vergingen einige Jahre, aber an den Hartmann habe ich immer gedacht. Es war an einem Abend im Frühjahr, hier am Tisch saß ich und schrieb, als der Hund heftig anschlug. Ich will aufstehen, um nachzusehen, wer da kommt, aber da hör' ich, daß meine Schwester schon die Haustür aufschließt. Gleich darauf vernehm ich denn auch eine Mannsstimme, und wie ich die hör', läuft es mir kaßt und heiß den Buckel hinunter. Meine Hand will aus einmal nicht mehr, und die Feder schlappert mir in den Fingern, daß es nur so eine Art hat. Herrgott, steh mir bei, denke ich, die Stimme kennst du doch. Das ist doch die Stimme vom Hartmann! Und ich will's noch nicht recht glauben, da geht auch schon die Tür auf, und wer hereinkommt ist der Hartmann selbst und kein anderer. Aus ist's mit meiner Beherrschung, und das Zittern läuft mir jetzt über den ganzen Körper. „Aber Michel“, sagt der Hartmann und lacht, „Michel, was ist denn los mit dir, was hast du denn — Das bin ja doch nur ich, ich, der Hartmann...“ Doch dann hat er gesehen, daß mir die Tränen nur so die Backen heruntergelaufen sind und meine Schwester. der ich viel von ihm erzählt hatte, mit der Schürze vorm Gesicht am Küchenschrank stand, und hat mich bei den Schultern gepackt. „Ja, Michel, hast du denn auch geglaubt, ich wär' tot?“ fragte er mich erstaunt. Und nach und nach stellt es sich dann heraus, daß es bei der Kompagnie in Kowel noch einen zweiten Hartmann gegeben hat, und der war es, der gefallen ist, und nicht er.— So hab' ich es also erlebt, daß einer von den Toten zurückgekommen ist und wie es einem zumute ist, wenn so etwas geschieht. Lange noch hat es mir in den Gliedern gesessen, und ich hab' es oft nicht wahr haben wollen, daß es so war und manches Mal noch meine Schwester gefragt, ob der Hartmann tatsächlich bei uns gewesen ist. Er hat sich seitdem nicht mehr bei mir sehen lassen, der Hartmann. Aber das macht nichts; er lebt, und darum wollen wir auf ihn trinken, auf ihn, meinen lieben guten Landsmann, der der schönste Soldat im ganzen Bataillon war.“ Der Forstwart hob sein Glas und lächelte leise. Ei geschah schnell und reichte gerade hin, um die Tränen, die ihm in den Augen blinkten, zurückzuhalten. TURN- UN DES-BOCI Alles ilt Schein Es lebte einmal ein indischer Weiser mit Namen Sancharakarya, der predigte, alles auf Erden sei nur ein Trugbild und ein leerer Schein. Mit dieser Lehre erzürnte er den König Vishnu Vardhana, der den Weisen auf sein Schloß nach Sringeri einlud und ihn aufforderte, seiner Irrlehre abzusagen. Sancharakarya dachte aber nicht daran, zu widerrufen. Er behauptete vielmehr weiter, daß wir die Welt nur durch unsere Sinne wahrnehmen, ihr wahres Wesen aber nicht erkennen können. Wir nehmen nur die äußere werilose Hülle wahr, die nur Schein sei. Um den Philosophen von der Wirklichkeit der Dinge zu überzeugen, gab der König Befehl, daß auf Sancharakarya ein wütender Elefant losgelassen würde. Das Riesentier stürzte sich denn auch sofort auf den weisen Mann, der— natürlich!— die Beine in die Hand nahm und fortrannte. Der König hielt sich die Seiten vor Lachen und rief ihm nach:„Warum habt Ihr es denn so eilig, wenn dieser Elefant doch nur Schein ist?!“ Der Philosoph drehte sich kurz um und rief zurück: „Hoher König, mein Rennen ist auch nur Schein. Es bleibt dabei: Alles auf Erden ist Schein.“ W Pitsch bestellt auf dem Standesamt sein Aufgebot. „Wen wollen Sie heiraten“, fragt der Beamte. „Na,'ne Frau“, meint Pitsch. „Das ist doch selbstverständlich!“ „Sagen Sie das nicht, meine Schwester hat vor vierzehn Tagen’nen Mann geheiratet!" Con „Wer wird mir Geld leihen“, schrie gr undz 4 Wlas Pan für ihy daßei heraus bei dem Kannst du mir das befreundet, meine ich. Jakob Möller ist wieder da. Er rand erreicht und schüttete ihr Licht ins Zimmer. NielRoisen vor Ma.Derses Auelrner 20) Copyright by Verlagsbuchhandlung Wilhelm Gottlieb Korn(Breslau) Aber nichts dergleichen geschah Es war nicht zu ergründen, was Nielsen in diesem Augenblick dachte. Auf einmal platzte er heraus:„Aber Geld brauche ich, Geld. Ohne Geld bleiben wir in alle Ewigkeit arme Teufel. Es ist zum Umbringen, aber um Geld zu verdienen, braucht man, hol' es der Satan, erstmal selber Geld.“ „Wir haben das Haus und das Boot“, warf Antje schüchtern ein. Sie verstand nicht viel von Geldgeschäften, aber daß man ein schuldenfreies Haus und einen seetüchtigen Motorkutter beleihen konnte, glaubte e du willen.„.. g. Gm Tachte Kreit 9g: Haud „Das Haus" Rieisen lachte breit.„Das Haus, das du in die Ehe gebracht hast, und das Boot, das dein Vater mir baute, willst du darauf anspielen? Ich hätte nach Geld heiraten sollen, ich hätte ein reiches Mädchen nehmen sollen, dann stände mir die Welt offen. Aber du mit deiner Klapperbude und dem Bruchkasten von Boot das ist nichts, gar nichts, was du mitgebracht hast, weißt du das?“ Der schwarze Niels sah jetzt mit seinen zusammengezogenen Brauen wie der Teufel aus. Seine Nasenstügel zitterten,„.64, Wigsen furach di. 11. Antje schwieg. Sie wußre, Nielsen sprach die Unwahrheit. Er hatte nur ein paar Spargroschen gehabt, damals, als er bei ihrem Vater anfragte; er war ein Gelegenheitsarbeiter gewesen, der bald auf der Werft aushalf, bald mit einem Fischer gegen Lohn hinausfuhr, ein Arbeiter und ein Findelkind dazu, niemand gab etwas auf ihn in Jarsholm. Daß er es überhaupt zu einem Fischer und zu einem Boot, zu Gerät und Haus gebracht hatte, das alles verdankte er ihr oder ihrem Vater, Hinrich Kaspar Eilers, dem Bootsbauer aus Jarsholm. Aber sie schwieg und empfand es wie eine Genugtuung, daß Nielsen sich mit solchen Worten an ihr verging. Sie hatte das Gefühl, ein Teil ihrer Schuld war so gelöscht worden. „Kannst du kein Geld leihen?“ fragte sie. Leihen? Weißt du einen, der dem schwarzen Niels Geld leiht? In Jarsholm gibt mir keine Seele was. Die Kaufleute in der Stadt, jawohl, die Gauner, die von mir kaufen. Aber die nehmen Wucherzinsen, und ich kann mich für die Lumpenhunde abschuften, bis ich alt und schwach bin.“ Antje nickte, um zu zeigen, daß sie die Schwierigkeiten begriff, in denen Nielsen steckte.„Nein“, sagte sie, den Kaufleuten darfst du nicht es wirklich. Was ram fur ion varei heraup bei dem täglichen Sorgen und Rechnen und Abschuften? Nicht mal die Kinder waren zu ihm, wie Kinder zu ihrem Vater sein mußten. Da sah man sie durchs Küchenfenster. Den ganzen Gartenweg entlang, der zu Nielsens Kai führte, hing auf Pfählen eine Wand aus braunen Netzen. Der Knecht und die Kinder waren dabei, die Netze von Tang und Muscheln und kleinen toten Fischleibern sauber zu bürsten; alle drei hatten Oelzeug am Leib und einen Südwester auf dem Kopf. Sie hielten den Körper gegen den Regen gebeugt, der in langen Strähnen fiel. Beide Kinder sahen gut aus. Claudine war wohl zart und blaß, aber die Hüfte war doch gesund geworden, sie hatte nicht wie ihr Vater ein schiefes Bein nachbehalten. Und Kai, Kai war ein fixer Junge mit flachsblondem Haar— von Antje. Nielsen und Claudine waren dunkel. Beide Kinder waren eifrig bei der Arbeit und merkten nicht, daß der Vater sie beobachtete. Sie waren überhaupt gut geraten, sie hatten soll Geld mitgebracht haben.“ Antie fuhr wie gestochen herum. Ihr Gesicht war weiß wie das Leinentuch, das sie in der Hand hielt. „Niemals", flüsterte sie,„niemals wirst du Jakob Möler bitten.“„ W..44 Sakt., B. Also doch hat meine Ahnung recht, bachte Nielsen, gut. Bis heute hat sie mich betrogen, indem sie immer nur an Jakob Möller dachte. Soll sie jetzt fühlen, daß der schwarze Niels keine Pappfigur ist. „Wieso denn?“ fragte er.„Ihr habt doch nichts miteinander gehabt?"“ Er holte seine Pfeife heraus und begann sie sorgfältig zu stopfen, ließ aber keine Auge von seiner Frau..., Lies., Anarisf zu bede Antje war ratlos, was dieser Angriff zu veveuten hatte, nie war zwischen ihnen von Jakob Möller die Rede gewesen. Sollte Nielsen doch etwas zugesteckt sein? Antje sagte noch einmal:„Ich will es nicht. Ich will nicht, daß du mit Jakob Möller Geschäfte machst.“ Nielsen nahm die Pfeife aus seinem Mund und tat einen langen Pfiff. 65n 2. „Sag mal, ich dachte immer, ihr hattet nie etwas Antjes und seinen Fleiß geerbt, sie konnten Netze miteinander gehabt. Ich hab' mir immer eingebildet..“ reinigen und flicken Stiefel ölen und Fische vervacken]„Du hast dir nichts eingebildet, was nicht stimmte.“ nicht schlechter als der Knecht. Es waren auch schöne Kinder, lebhafte dazu, nur wenn der Vater sie rief.. Nielsen klappte das Fenster auf und rief ihre Namen. Da kamen sie heran. Nielsen ging in die Küche zurück und suchte die Schokoladentafeln her. Er gab sie den Kindern, die sagten„Danke“ und grinsten noch etwas verlegen, dann waren sie davon. Hol' sie der Henker, fluchte Nielsen in seinem Herzen: nicht ein einzigesmal, daß sie selbst zu ihm kamen. Nicht auszudenken, daß sie einmal ihren Arm um seinen Hals legten oder ihm ein gutes Wort ins Ohr sagten. Er wandte sich vom Fenster und sah Antje zu, die Wasser in eine Bütte goß, um das Geschirr zu reinigen. Er betrachtete sie aufmerksam und empfand plötzlich die Gier des Mannes, der tagelang unterwegs gewesen ist. Ihr Haar, seidendünn, aber lang und dicht, lag in Kronen über ihrem Kopf— genau noch wie damals, als er um sie anfragte. Auch ihre Gestalt, die sehr zart war, hatte sich kaum verändert. Die meisten Frauen in die nichts taten, als in den engen Wohnungen Jarsholm, vir nichte nten, uis in vin enngee Wohnunge ihre Hauswirtschaft besorgen, wurden vor der Zeit fett und unbeholfen. Antie dagegen, die fleißige, ewig sorgende Antie, war dieselbe geblieben. Während sie über die Bütte gebeugt stand, fühlte Antje den Blick ihres Mannes. Und diesesmal erschrak sie nicht, nein, sie freute sich daß Nielsen nach ihr verlangte. Es schien ihr ein Beweis, daß Nielsen nichts von ihrer Begegnung mit Jakob Möller wußte. Aber Nielsen stand finster, mit verschränkten Armen gegen den Küchenschrank gelehnt. Er tat keinen Schritt näher und griff nicht zu. Er empfand nur die Lust, Antje zu quälen. „Ich brauche Geld“ fuhr er mit ganz ruhiger Stimme fort. Ich wüßte einen, der könnte es mir vielleicht leihen. Du kennft ihn außerdem auch, ihr wart Die kleine, ängstliche Antje fühlte sich mit einmal ganz sicher. Mochte sie einen Fehler begangen haben, nun wohl, Nielsen durfte sie deswegen schelten, durfte ihretwegen toben, ihr etwas an den Kopf schmeißen, alles. Aber daß er so plump zugriff, hatte sie nicht verdient. „Ich habe nichts mit Jakob Möller gehabt“, sagte sie bestimmt, wenn auch ohne Kraft in der Stimme. Sie wußte selbst, das war nicht die Antwort die Nielsen verdiente, aber sie besaß nicht die Ueberlegenheit, den Schlag anders zu parieren. aber warum denn, das verstehe ich nicht, warum soll ich denn mit Jakob Möller nicht etwas zusammen unternehmen““.„.. 64, niäte Mich. Antie drehte ihre Finger; sie wußte nichts mehr sagen, sie dachte immer nur eins: es darf nicht sein, es kann nicht sein. Nie darf Jakob Möller in mein Haus kommen...... Ten 516 1 Wihs mache Unti„Du mußt nicht denken, vaß ich Witze mache, Antje. Aber du weißt doch, ich brauche Geld.“ „Dann geh' zu jemand anders“ „Weißt du einen? Na also. Ich würde ja Rücksicht nehmen“,— hierbei lächelte Nielsen und fand das Lächeln selber schmierig—„ich würde ja Rücksicht nehmen, wenn ich wüßte, daß du und Jakob... aber so seh' ich nicht ein. Nein, Schluß, verdammt nochmal Schluß. Ich wünsche nicht, daß du in meine Pläne bineinfährst. Ich will... 85, warf. sic aber den Da war Antje am Ende. Sie warf' sich über den Tisch und weinte in ihre Arme hinein. Ihre Schultern bebten, ihr ganzer Leib schüttelte sich in Krämpfen. Als Nielsen sah, daß aus Antje nichts herauszubekommen war, ging er ins Wohnzimmer, das zugreich als Kontor diente. Eben setzte er sich an seinen Schreibtisch, auf dem Antje die Post von drei Tagen zu einem Hausen geschichtet hatte. Da wurde das Zimmer blitzartig hell, die unrende Sonne hatte eben den WolkenGruppe 1: Herf. Se Hertha=BSC Nun hat es segessichere Hert nun die Bitternis sehen, daß sich d #würde, um das #so kam es auch. aber verdient den Punktegleichheit usstehende Spi hertha wird sich aner Niederlage Aocht nehmen müs ohin. 35000 Zusch nerhin trockenem hauptstadt. Sehr Neister aus Sack schnelles Spiel, A mit ihrer besseren Füür Chemnitz wi Tore. Nach den einem sicheren S nute schoß auch nuten später hat ausgeglichen und sicher. Schne hertha versuchte Sachsenverteidigt Ger Vorwärts=Rase In Gleiwitz zigen Ostpreuße nicht hinaus. G #ftürmer Koppc burg auf und hi den rechten Verb heraus. sen schloß sekundenlang die Augen und saß wie eine Statue. Die Rillen um seinen Mund gruben sich mit einem Meißel gehauen um seinen Mund. Er dachte: trotzdem, und wenn ich ganz allein in der Welt dastehe, ich werde meinen Weg gehen. Ich werde mir das Geld holen, wo ich es kriege, und wenn es von meinem Feind, und wenn es von Jakob Möller ist. Als Antje ihren Kopf hob, sah auch sie das Licht und den Widerschein der Wellen an den Wänden. Wie ringelnde Schlangen tanzten und zuckten die Lichtkreist vor ihren Augen; sie schuttelte sich vor Grauen. Gruppe 2 Hann Klas hatte die Nacht in einem kleinen Gasthof irgendwo zwischen zusammengedrückten Häusern ge## schlafen.... g vaen eing i. Taaleich mi. Am nächsten Morgen ging er sogleich wieder zum Hafen. Er traf Fischdampfer an und sah zu, wie di Matrosen Kisten voll grauer und weißlicher Fischleibe: ausluden. Händler, Weiber drängten sich am Kai. Klas sah genau und wie ein Fachmann zu, und erst als jemand ihn anrief:„Na, Heinrich, möchtest nicht mal mitfahren?" wandte er sich mit verächtlichem Lächeln. Was mochte der Kerl ihm zutrauen?...## Jetzt stand er vor dicken Pfeilern, die eine Brückt hoch in die Luft hinausschoben. Viel Leben war unten am Kai und oben auf der Brücke. Arbeiter Reederer beamte Polizisten liefen durcheinander. Klas fragst einen Mann, was da los sei, bekam aber keine Antwort## Nun hörte er Musik, und schon näherte sich, Klas halt ihn nicht kommen sehen, der hohe, schwarze Bug Dampfers. Oben auf der Brücke wurden Laufstege die Luft geschoben, das Gewühl wurde immer dichtet, man sah jetzt auch Frauen und Kinder unter der Mergt man schrie, winkte, vom Dampfer aus wurde das schrei erwidert, die Musik schnitt beinahe schmerzhal durch das Getümmel, zwei=, dreimal klang eine Siren auf. Der Dampfer machte fest. Gerade, wo Klas stand, öffnete sich ein Bullauge Ein Gesicht, das von einer weißen Kappe umrahmt wet streckte sich vor das Gesicht eines Mannes von geldeFarbe. Er lachte Klas an und fragte etwas. „Gut“, sagte Klas, denn er hatte verstanden: wi geht es dir? Der Mann lachte wieder. „Du“, sagte Klas und riß seinen ganzen Mut sammen. Kann man bei euch nicht anmustern?"... Der Mann lachte wieder herzlich und gut, als trof er nach langer Zeit einen alten Freund.6 „Ich meine, habt ihr keine Stelle frei, irgeno etwg, meinetwegen bei den Kesseln. Ich will nichts umson Klas fingerte an seinen Westenknöpfen unter den sein Brustbeutel dick und schwer über der Haut lag. Der Kopf grinste noch einmal, dann war er e schwunden. Aber jetzt zeigte sich im selben Fensterran ein weibliches Gesicht. Es steckte ebenfalls in weiß Haube, dunkle Locken hingen tief bis zu den Auge „Hunger“, sagte sie mit einem seltsamen Akzent. (Fortsetzung folgt.) Haunon In Hannove das Gelände li Neister von Ni zigen Spiel de Kein Wunder, schauer bemerk einem Bomben lohnt. Der N niger als:3 daß auf dem Kur und Tor bannover unte und wenn trotz spricht das nur sel der Seiten in der Tasche, Gruppe 4 Hoh BfR. K5 usble im 2 ge pviel in 8 a über de ein Tor Elf, während den Kopf halbzeit, der „ctnmeister in #tr. Piertelstt Stoffels schon einer kurzen zing es dann . Pinute), Stoffels(42. I#icheren S 12 Minuten vi In der Rasselnberg ur außer einem Phönig L #s mir I. TURN. UND SPORTBEILAGE will auf ein.# DES„BOCHUMER ANZEIGER“ mir in den Herrgott, steh doch. Das in ch will's noch Tür auf, und bst und kein ung, und das örper. n und lacht, hast du denn! mann...“ e Tränen nur ine Schwester, Schürze vorm mich bei den MONTAG, 20. MAI 1933 Die ungalallte Penzeroder KLUrUndorAisorior KrUri mubt, ich wär' und nach stell Kompagnie in eben hat, und — So hab n zurückgekomn so etwas geGliedern geen wollen, daß Schwester geis gewesen ist. r sehen lassen, er lebt, und ihn, meinen ste Soldat in helte leise. Es n die Tränen, ilten. er mit Namen Erden sei nur it, dieser Lehre der den Weiund ihn aufran, zu widerdaß wir die en, ihr wahres ir nehmen nur ur Schein sei. kirklichkeit der befehl, daß auf gelassen würde. sofort auf den Beine in die or Lachen und denn so eilig, iste!“ ind rief zurück: ir Schein. Es in.“ sein, Aufgebo. der Beamte. wester hat vor Nielwie eine sich vi dachte: dastehe das Geld m Feind, amen Akzent. setzung folgt.) Die üblichen Endlpiel-Ueberraschungen- Polizei Chemnitz schlägt Hertha BSC.:1(:)! Enticheidungslpiel Stuttgart—Fürth— Benrath befeftigt leine Führung sie das Licht und Wänden. Wie n die Lichtkreis Prauen kleinen„Gasthio n Häusern ge eich wieder zum sah zu, wie di licher Fischleiber ich am Kai. ann zu, und ert zöchtest nicht mal stlichem Lächeln. die eine Brück Leben war unten rbeiter. Reedereer.„Klas fragt er keine, Antwort sich, Klas hatt varze, Bug, eint den Laufsgegg.. se immer dichter unter der Menowurde das Ge nahe schmerzbof lang eine Siren Gruppe 1: Herthas Scheinprung Hertha=BSC.— Polizei Chemnitz:2(:0) Nun hat es auch den Meister Brandenburgs. die iegessichere Hertha Berlin, erwischt. Auch sie kostete nun die Bitternis einer Niederlage. Es war vorauszusehen, daß sich der Sachsenmeister tüchtig dabei halten pürde, um das•2 des Hinspiels auszugleichen. Und so kam es auch. Die Polizei holte sich mit:1 knapp. aber verdient den Sieg und hat nun mit Hertha=BSC. Punktegleichheit erreicht. Chemnitz wird auch noch das ausstehende Spiel gegen Insterburg gewinnen und bertha wird sich im letzten Kampf mit Gleiwitz sehr vor einer Niederlage oder auch schon einem Unentschieden in icht nehmen müssen, denn damit wäre der Gruppensieg dahin. 35000 Zuschauer umsäumten bei kaltem, aber imnerhin trockenem Wetter den Preußenplatz in der Reichshauptstadt. Sehr viele unter ihnen waren mit ihrem Neister aus Sachsen gekommen. Es war ein schönes und ichnelles Spiel, in dem sich vor allem die Chemnitzer nit ihrer besseren Kombination hervortaten.:3 Ecken für Chemnitz waren bis zur Pause fällig, aber keine Tore. Nach dem Wechsel schien es so, als ob Hertha einem sicheren Siege zusteuern würde. In der 17. Minute schoß auch Kirsey die Führung, aber drei Minuten später hatte Chemnitz schon durch Munkelt ausgeglichen und drei Minuten später auch den Sieg icher Schneider war der vielbejubelte Schütze. bertha versuchte sich noch mit Umstellungen, aber an der Tachsenverteidigung zerschellten alle Bemühungen. Gerechte Punkteteilung Vorwärts=Rasensport Gleiwitz— York Insterburg :2(:1) In Gleiwitz kam der schlesische Meister gegen die fleitigen Ostpreußen vor 4000 Zuschauern über ein:2 nicht hinaus. Gleiwitz führte wohl durch seinen Mittelfürmer Koppa schon mit:0. aber dann kam Insterburg auf und holte durch den Linksaußen Münch und den rechten Verbinder Blume auch noch den Ausgleich beraus. Gruppe 2: Hannovers Kanterlice Hannover 96— Eimsbüttel:3(:). In Hannover strömte der Regen schier endlos, und das Gelände ließ viel zu wünschen übrig, als sich die Neister von Niedersachsen und der Nordmark zum einzigen Spiel des Tages in der zweiten Staffel trafen. Lein Wunder, daß man auf dem Platz nur 1000 Zuschauer bemerkte. Die Unentwegten aber wurden mit #einem Bombensiege ihrer Elf für ihr Ausharren belohnt. Der Niedersachsenmeister siegte mit nicht weniger als:3(:). Immerhin muß man feststellen. 5# auf, dem grundlosen Gelände dem blinden Zufall Tür und Tor offen waren. Allerdings mußte auch bannover unter den widrigen Verhältnissen kämpfen, und wenn trotzdem die heimische Elf so hoch siegte, dann bericht das nur für ihre Kampfkraft. Schon zum Wechsel der Seiten hatte der Niedersachsenmeister den Sieg in der Tasche, und obgleich er nach der Halbzeit seinen Gruppe 4: Letzte Entscheidungen erst amieizieil-Eialpiersehlag! Das war recht ungalant von der Chemnitzer Polizei, dem hübschen Fußball=Mädel Hertha Berlin an Stelle des Meisterschafts=Blumenstraußes einen Korb zu überreichen.„So du mir— so ich dir“, iel elui sie Hesie echen Graenr 6en anscheinend ihren großen Tag. Auch York Insterburg holte sich gegen Gleiwitz den ersten Punkt. Schalke ist nun der einzige ungeschlagene Verein und der einzige bisher feststehende Gruppensieger der Gruppen=Endspiele. Hannover 96, der Tabellenzweite, meldet einen respektablen:=Sieg über Eimsbüttel, das anscheinend aus seiner Formkrise nicht herauskommt.— Die Gruppe 3, die sühdeutsche Gruppe der Ueberraschungen, steht am nächsten Sonntag vor der Entscheidung, die im Spiel VfB. SpVg. Fürth fällt. Die Stuttgarter, die im ersten Spiel Fürth mit:1 schlagen konnten, haben den„Kleeblättern“ nicht den Gefallen erwiesen, mit Jena zu remisieren. Stuttgart, das Jena knapp mit:2 niederhielt, besitzt am nächsten Sonntag den Vorteil des eigenen Platzes! In der Gruppe 4 hat Benrath seine führende Position durch einen sicheren:=Sieg über den BfR. Köln hafen holte sich zwar durch einen bombigen 520=Sieg, gegen den BfP.). Zaut ezmen), kann aber nur noch in den Endspielen(die beiden einzigen Gegentore mußte es von Benrath in Kauf nehmen), kann aber nur noch durch eine kaum mögliche Niederlage der Benrather im letzten Spiel gegen Mannheim zum Gruppensieg kommen weiter ausgebaut. Phönig LudwigsMannheim das beste Torverhältnis kann aber nur noch burch eine Die Tabellen: (darunter die Spiele am 26. Mai) Gruppe 1: Hertha=BSC. 5 4 Pol. Chemnitz 5 4 Gleiwitz 5 1 York Insterburg 5 0 In Insterburg: York Insterburg— In Gleiwitz: Vorw.=Ras. Gleiwitz Gruppe 2: Schalke 04 5 5 Hannover 96 5 3 Eimsbüttel 5 1 Stettiner SC. 5 0 ausgezeichneten Mittelläufer Deike verlor, war ihm durch Eimsbüttel nicht mehr beizukommen. Gruppe 3: 12000 Zulchauer 1. SV. Jena— VfB. Stuttgart:3(:2) Wie in der zweiten Staffel. so schaute auch in der Gruppe 3 der führende Verein, die Spog. Fürth, dem einzigen Kampf des Tages tatenlos zu. Vor 12 000 In Hamburg: STV. Eimsbüttel— Schalie 04 In Hannover: Hannover 96— Stettiner SC. Gruppe 3: 3 0 2•7 3 0 2 10•9 2 0 3•8 2 0 3•7 Sppg. Fürth VfB. Stuttgart Hanan 93 5 5 5 1. SV. Jena 5 In Stuttgart: VfB. Stuttgart— Sppg. In Jena: 1. SV. Jena— Hanau 93 Gruppe 4: VfL. Benrath. 5 4 1 0 Phönix Ludwigshafen 5 3 1 1 BfR. Mannheim 5 1 0 4 BfR. Köln 5 1 0 In Düsseldorf: VfL. Benrath— BfR. Ludwigshafen: Phönix Ludwigshafen 0 14•3•1 1 15:2•3 4:18:8 4:18:8 Mannheim — BfR. Köln * „.-.“-Muthherr Interessanter Kampfmoment im Strafraum der Hemeraner beim Aufstiegespiel TuS. Bochum Hemer:2. Hemers Hüter klärt durch Fausten Seit dem Jahre 1913, in dem der Niederländische Zuschauern setzten sich in Erfurt der 1. SB. Jena und Fußballbund ins Leben gerufen wurde, hat es keinen der VfB. Stuttgart auseinander. Württembergs Meister Fußball=Landerkampf zwischen Holland und Engsiegte mit:2(:1) zwar nur knapp, aber durchaus verFußball-Länderkampf im Regen Englund fandg Konand-Hurr.9 45000 im Amlterdamer Olympia-Stadion— Holland hatte Ausgleichschancen, verlor aber verdient Nach der Pause spielten die Holländer mehr offensiv nd für den Sturmführer Bakhuys ergaben sich auch dient. Die Schwaben ließen es nicht allein bei einem technisch schönen Spiel, sondern zeichneten sich auch durch ein sehr durchschlagskräftiges Stürmerspiel aus. Da sich Jena zudem noch einige taktische Fehler leistete, kam die Niederlage nicht von ungefähr. Stuttgart hatte durch Haagar und Lehmann schon eine:=Führung, ehe Jena durch seinen linken Flügelstürmer Kind kurz vor dem Wechsel zu seinem ersten Treffer kam. Mit einem Handelfmeter kamen die Mitteldeutschen nach der Pause auch zum Ausgleich, aber 15 Minuten vor Schluß schoß Koch noch für Stuttgart noch für Stuttgart den Sieg heraus. land mehr gegeben. Es war daher nicht verwunderlich, daß die für Samstag nach Amsterdam, abgeschlossene Begegnung das denkbar größte Interesse hervorrief. Man hatte im Olympischen Stadion provisorisch noch weitere Tribünen errichtet, so daß rund 45 000 Personen Aufnahme finden konnten. Dennoch war die Nachfrage nach Eintrittskarten so riesengroß, daß man gut dreimal soviel Zuschauer hätte unterbringen müssen, wären alle Wünsche erfüllt worden. Leider ging den ganzen Tag über ein strömender Regen nieder, der auch während des Kampfes nicht für eine einzige Minute aufhören wollte. Die 45 000 hielten aber eisern durch, und sie standen auch zu ihren Landsleuten, die sich in ihrem schwersten Kampf hervorragend schlugen Durch den Regen war das Spielfeld aufgeweicht führer Richgrdson. Auch der Halblinke Westzooh, stell und glatt und ermöglichte kaum eine genaue Ball tros seiner Verletzung durchaus zufrieden. Die Läuferkontrolle. Die Mannschaften, die in der vorgesehenen reihe fiel etwas ab, sie arbeitete sehr unauffällig. Von kung antraten hatten es sehr schwer ins Spiel zu den einige prächtige Torgelegenheiten, die jedoch in der Aufregung versiebt, wurden. Bereits die zweite Minute der zweiten Hälfte brachte das einzige Tor des Tages, das der Mittelstürmer Richardson nach guter Vorlage vom Linksaußen Boyes mit scharfem Drehschuß erzielte. England blieb nun eine Viertelstunde lang tonangebend, doch dann kamen die Hollander auf, die vom Publikum mächtig angefeuert wurden. Trotz vorzüglicher Stürmerleistungen war es aber nicht möglich, die starke englische Abwehr zu schlagen, so daß es bis zum Abpfiff beim:0 für die Gäste blieb. Die englische Mannschaft hat etwas enttäuscht. Man hatte sich jedenfalls mehr versprochen, vor allen von der Angriffsreihe, in der ein sehr ungenaues Zuspiel gezeigt„wurde. Bester Mann war hier der Sturmführer Richardson. Auch der Halblinke Westwood stellte Besetzung antraten, hatten es sehr schwer, ins Spiel zu kommen. Dem kämpferischen Einsatz der bolländischen dom und Tannnenn-Rout gelandgensisem inappen, Ausmaße. pon. 110.berbient ,er.226r [R. Köln— VfL. Benrath:4(:1) Wie im Düsseldorfer Rheinstadion, so kam auch im kückspiel in Köln der BfL. Benrath zu einem sicheren Siege über den Mittelrheinmeister. Allerdings tat es ein Tor weniger. Benrath kam mit seiner besten Elf, während der BfR. Köln seine Mannschaft ziemlich Eiden Kopf gestellt hatte. Nach einer verhaltenen ersten halbzeit, der die große Linie fehlte, kam der Niederbeinmeister im zweiten Akt aber groß in Fahrt. Nach ###-Fiertelstunde hatte er in der ersten Halbzeit durch goffels schon die Führung herausgeschossen, und nach einer kurzen Drangperiode der Kölner im zweiten Akt s128 es dann mit dem Toreschießen weiter Hohmann ain Pinztze), Stoffels(19. Minute) und nochmals Sp res.(42. Minute) schossen dann die Tore, die noch iin sicheren Siege fehlten. Obendrein setzte Rasselnberg 12 Minuten vor Schluß einen Foul=Elfmeter gegen die Hat5„In der Siegerelf waren Hoffmann. Hohmann, fasselnberg und Klein die besten Leute, während Köln über einem kämpferischen Einsatz nicht viel zeigte. Phönix Ludwigshasen— BfR. Mannheim :0(:0) i Tit genau dem gleichen Ergebnis, mit dem er sich i Vorspiel durchgesetzt hatte, kam der Südpestmeiter Ph in der zweiten Auseinandersetzung mit dem BiR. Pamnheim zum Siege. Immerhin zeigte der BfR. vngheim vor 5000 Zuschauern ein beachtliches Können und lieferte vor allem in der zweiten Hälfte ein fast gleichwertiges Spiel. Als es aber kritisch wurde, erwies es sich, was eine gute Verteidigung für eine Mannschaft bedeuten kann. Ludwigshafens Deckung war einfach nicht kleinzukriegen. Als Mannheim das einsah, war es mit der Widerstandskraft vorbei. So kam Ludwigshafen zu einem zahlenmäßig hohen Siege, der aber dem BfR. Mannheim mit seinen beachtlichen Leistungen nicht gerecht wird. Knapper Schalke-Sieg in Mülheim :0(:0) gegen den MSs. Der vorjährige Mittelrhein=Gaumeister, Köln=Mülheimer SV. stellte sich am Samstag abend im rechtsrheinischen Stadion vor 6000 Zuschauern dem Deutschen Fußballmeister FC. Schalke 04, der ohne Szepan und Kuzorra antrat. Aber auch in der Besetzung Mellage: Nattkämper, Schweißfurth; Schürmann, Tibulski. Valentin: Kalwitzki, Gellesch, Pörtgen, Urban, Rothardt hatten die„Knappen“ das Heft jederzeit in der Hand. Die Elf vermochte aber ihre spielerische Ueberlegenheit nicht zahlenmäßig zum Ausdruck zu bringen, da die Mülheimer einmal großen kämpferischen Einsatz aufbrachten, zum anderen über eine ganz erstklassige Abwehr verfügten. Bei Schalke spielte die Verteidigung, namentlich Nattkämper, recht leichtsinnig. Wenn Mülbeim trosdem ohne Gegentor blieb, dann ist dies in erster Linie auf die ausgezeichnete Arbeit von Mellage zurückzuführen. Bei durchweg leichter Ueberlegenheit der Gäste fiel der einzige Treffer des Tages in der 15. Minute der ersten Hälfte durch Nachschuß von Mittelstürmer Pörtgenaufgeweichte Boden führte zu mehreren 945 Zusammenstößen, die aber meist harmloser Natur waren, lediglich Englands. Halblinker Westwood zog sich eine leichte Knieverletzung zu, stand den Kampf aber bis zum Schluß durch. Holland bevorzugte in der ersten Halbzeit das=System, diese Vorsicht war jedoch übertrieben, da Englands Angriff im Zusammenspiel viele Wünsche offen ließ und somit auch nur selten das holländische Tor in Gefahr brachte. den Verteidigern konnte Hapgood besser„gefallen als Male, während Hibbs im Tor über einige Unsicherheiten nicht hinwegtäuschen konnte. Die holländische Mannschaft lieferte eine sehr gute Partie. Hätte sie auch vor der Pause offensiv gespielt und wäre ihr das Glück hold gewesen, dann hätte es zumindest zu einem Unentschieden gereicht. Halle im Tor war hervorragend. In der Verteidigung übertraf Caldenhoven seinen Partner van Run. Die Läuferreihe war ebenfalls sehr zuverlässig, Anderiessen in der Mitte und van Heel zu seiner Linken die besten Leute. Im Sturm taten sich Bakhuys und der Halblinke Smit besonders hervor. Schicdsrichter Dr. Bauwens(Röln) leitete unauffällig und korrekt. Ins Land der heißen Quellen Fahban-Zanderhampr 2ogen-Istand Erweitcrung des Länderlpielprogramms des Deutschen Fußballbundes— Deutsche Elf gegen Bulgarien licht Der Deutsche Fußballbund, der von den deutschen Sportverbänden den weitaus größten internationalen Wettkampfverkehr unterhält und bisher gegen nicht weniger als 20 Länder spielte, wird demnächst seine sportfreundschaftlichen Beziehungen noch erweitern. Es wurde bereits gemeldet, daß Ende des Monats eine deutsche Auswahlmannschaft eine Balkanreise antreten und Spiele am 26. Mai in Sofia gegen Bulgarien und am 29. Mai in Belgrad gegen Südslawien austragen soll. Die noch schwebenden Verhandlungen wegen eines Treffens in Belgrad stehen vor einem günstigen Abschluß und dadurch erscheint die Reise, für die bereits eine Auswahl unter den in Frage kommenden Spielern vorgenommen ist, als gesichert. Nun kommt die etwas überraschende Meldung, daß noch in diesem Sommer eine deutsche Fußballmannschaft eine Reise nach Island antreten wird. Die Fahrt ins Land der heißen Quellen soll in der ersten Hälfte des Monats Juli erfolgen. Der ursprüngliche Plan, im Anschluß an die Länderspiele gegen Norwegen und Schweden in Oslo bzw. in Stockholm einen Abstecher nach Island zu machen, ist fallen gelassen worden. Nunmehr wird eine deutsche=Länderelf auf direktem Wege nach Island fahren. Es gibt in Island über 110 Sportvereine, von Seite 8 Nr. 117(Bochumer Anzeiger; Montag, 20. Mai 1933 denen allein 15 nur Fußball spielen. Zusammengeschlossen sind die Sportvereine in dem„Ithrottasamband Islands“, der für alle Sportarten zuständig ist und sich der Schirmherrschaft des dänischen Königs erfreut. Gegründet wurde der Verband bereits im Jahre 1912 und seit dieser Zeit werden auch alljährlich von Mai bis September Spiele um die Landesmeisterschaft ausgetragen. Der Schauplatz der größten sportlichen Veranstaltung ist die Hauptstadt Reykjavik. Nachwuchs an die Front Deutsche Elf für Sofia Wie bereits gemeldet, wird eine deutsche=Mannschaft am 26. Mai in Sofia gegen Bulgarien und am 29. Mai in Belgrad gegen Jugoslawien spielen. Für diese Balkanreise ist die Auswahl der deutschen Spieler bereits erfolgt. Voraussichtlich wird in Sofia die deutsche Elf wie folgt antreten: Jürissen (Oberbausen) Munkert Schwartz (Nürnberg)(Hamburg) Heermann Sold Bender (Waldhof)(Saarbrücken)(Düsseldorf) Elbern I Reinmann Schön Damminger Günther (Beuel)(Ilmenau)(Dresden)(Karl=ruhe)(Duisburg) Weiterhin nehmen an der Reise noch folgende Spieler teil: Riechert(Viktoria 96 Magdeburg), Fricke(ArDie Aufftiegsrunde Pasl Dochum Fabelenfahrer. Bielefeld in Erle:6 geschlagen— Drei Vereine mit gleicher Punktzahl minia Hannover), Klodt(Gelsenkirchen 1912) und Dahmen(CfR. Köln). Jürissen hat sich zwar Samstag verletzt, wicd aber dennoch spielen. Wer leitet Deutichland-Tichechoflowakei? Nach Prager Meldungen waren von deutscher Seite für das am 26. Mai in Dresden vor sich gehende Fußball=Länderspiel dem tschechischen Verband als Schiedsrichter Leclerg(Frankreich), Baert(Belgien) und Witmer(Schweiz) vorgeschlagen. Diese Vorschläge haben aber nicht die Zustimmung der Tschechoslowakei gefunden, so daß neue Verhandlungen in der Schwebe sind. Nun führt Tus. Bochum zur Abwechslung das Feld an. Die Tabellenführung hat also auch am fünften Sonntag einen Wechsel erfahren. Jäh war der Sturz des VfB. Bielefeld, des zweimaligen Inhabers der Tabellenspitze. Diesmal rutschte er sogar bis auf den vierten Platz. Die Mannschaften aus dem Industriegebiet scheinen den Leinenstädtern also wirklich nicht zu liegen, ihre beiden Niederlagen bezogen sie im Kohlenpott". An der Spitze der Tabelle liegen nun drei Mannschaften mit gleicher Punktzahl. Nach dem Divisionsverfahren folgen der Reihe nach TusS. Bochum, Erle 08 und Alemannia Dortmund, dann erst kommt mit einem Punkt Rückstand VfB. Bielefeld. Recklinghausen 13 und Hemer 08 dürften schon bei der großen Halbzeit ihre Hoffnungen aufgegeben haben. Tus. Bochum hat über den Tabellenletzten Hemer 08 gesiegt, doch nicht so knapp, wie das Ergebnis es besagt. Die Gegentore der Gäste resultieren aus zwei Elfmetern, die hätten vermieden werden können. Dennoch reichte es zum ersten Platz, obwohl der Tordurchschnitt durch das magere Ergebnis zurückgegangen ist, anstatt verbessert zu werden, was beim Stande von:0 in erheblichem Maße der Fall war. Erle 08 scheint also doch noch im richtigen Augenblick in Fahrt gekommen zu sein, denn sechs Tore gegen das ausgefeilte Deckungssystem der Bielefelder zu erzielen, läßt für den TuS., der die Erler am kommenden Sonntag zu Gast hat, nichts Gutes ahnen. Bielefelds Hoffnungen liegen in den Heimspielen, von denen keins verloren gehen darf, wenn es ihnen nicht ähnlich ergehen soll wie im letzten Jahr. Erle hat sich durch diesen Sieg bis auf den dritten Platz geschoben. Wenn das Gesetz der Serie keine Unterbrechung erfahren soll, müßte man die Erler am nächsten Sonntag an der Tabellenspitze finden. Daß die Entscheidung hierüber am kommenden Sonntag im TuS.=Stadion fällt, wird Bochums Fußballgemeinde sicherlich begrüßen. Alemannia Dortmund entledigte sich nach der vorsonntäglichen Niederlage der Recklinghäuser sicherer, als man es erwartet hatte. Bis zur Pause lieferten die Gäste noch eine gleiche Partie, dann aber setzte sich Alemannia sicher durch und behauptet nach diesem Sieg den zweiten Platz, der am kommenden Sonntag nur im Falle eines Unentschieden zwischen TuS. Bochum und Erle 08 verlorengehen würde, da die übrigen Mannschaften spielfrei sind. Die Ergebnisse: TuS. Bochum— Hemer 08:2 Erle 08— VfB. Bielefeld:4 Alemannia Dortmund— Recklinghausen 13:1 Die Tabelle: gegen die Hand geschossen. Den Elfmeter verwandeln Hemer glatt. Dann brachte ein weiterer Elfmeter die Gäste bis auf:2 heran. Nun wurde der Tus. wieder wach. Ein Handelfer gab ihm die Gelegenheit, den Vorsprung wieder auszudehnen. Bei der unerfreulichen Tatsache, daß unter den elf Spielern nicht ein einziger zuverlässiger Elfmeterschütze zu finden ist, hoffte Torwart Kuskowitz sich die Sporen verdienen zu können. Sein Schuß ging gegen die Latte und wurde dann eine Beute des Torhüters. M. B. Alemannia Dortmund— SuS. Recklinghausen:1 Diesmal klappte es bei der Alemannia besser al am Vorsonntag, und da der Sturm auch das Tore, lschießen nicht vergaß, wurde über den Gast aus ReckIinahausen ein vordienter 3=Sieg herausgeholt, der Tus. Bochum Alem. Dortmund Erle 08 VfB. Bielefeld Recklinghausen 13 Hemer 08 Verregnete GelellschaftsIpiele KRlup. Re Sieg Tus. Bochum-Hemer 08:2(:0) Der große Kranz der Gesellschaftsspiele ist durch den anhaltenden Regen nicht unbeträchtlich zerzaust worden. Weit über die Hälfte der vereinbarten Spiele wurde teils schon vorher abgesagt, teils sah man sich vor unbespielvaren Feldern. Was trotzdem noch durchgeführt werden konnte, litt stark unter dem aufgeweichten Boden, so daß man die Ergebnisse, soweit sie etwas unerwartet kommen, nicht allzu tragisch nehmen darf. Einen knappen Sieg landete der S TV. Werne über BV. Stoppenberg, der aber darum höher zu bewerten ist, weil er auf dem heißen Stoppenberger Gelände erfochten worden ist. Ebenfalls knapp siegte Langendreer 04 über Lütgendortmund. Stiepel 04 scheint so etwas wie eine Krise durchzumachen, denn der:=Sieg der Riemker Teutonia in Stiepel spricht eine deutliche Sprache im Zusammenhang mit dem Unentschieden des letzten Sonntags gegen Kortum Bochum. Unentschieden trennten sich der SV. Herbede und die TG. Bochum=Ehrenfeld, unentschieden mit dem gleichen Ergebnis auch Werne 19 und Germania Kaltehardt. Mit dem knavpsten aller Ergebnisse und dennoch unerwartet siegte Constantin Herne über den Rr-Bezirksligisten VfB. Gerthe. Hohe Siege melden Polizei Bochum über Germania Querenburg, Sportfreunde Katernberg über Wattenscheid 19. Torlos endete der Kampf zwischen SuT. Harpen und Bommern 04. Die Ergebnisse: BV. Stoppenberg— STV. Werne:2 Langendreer 04—. Lütgendortmund:2 Stiepel 04— Teutonia Riemke•4 SV. Herbede— TG. Bochum=Ehrenfeld:1 Constantin Herne— VfB. Gerthe:0 SuT. Harpen— Bommern 04:0 Werne 19— Kaltehardt:.. Germania Querenburg— Polizei Bochum:5 Sportfrd. Katernberg— Wattenscheid 19:2 Man weiß bei der Fülle der Unebenheiten, die dieses Aufstiegsspiel im TuS.=Stadion nicht, worüber man am meisten den Kopf schütteln soll. Mag ein gut Teil auch durch den aufgeweichten und sehr schweren Boden entschuldigt sein. Daß der Tus. aber einmal in einer 45 Minuten währenden klaren Ueberlegenheit in der ersten Hälfte beinahe unbekümmert die Partie ganz nach seinem Willen gestalten konnte und sich dann nach dem Wechsel beinahe um den Sieg bringen ließ, ist einfach unbegreiflich. So zerfahren hat man den Tus. lange nicht gesehen, wie in der zweiten Hälfte dieses wirklich nicht meisterlichen Kampfes. Auffallend war in der ersten halben Stunde der beherzte Torschuß aus allen Lagen und allen Entfernungen beim Tus.=Sturm. Soviel haben die fünf Stürmer in den voraufgegangenen vier Spielen insgesamt nicht aufs Tor geknallt. Auffallend aber auch die Schnitzer in der Verteidigung, die in der ersten Hälfte zu zwei Ecken, der ganzen Ausbeute der Gäste, führten. Als aber in der zweiten Hälfte die Hemeraner mit viel Kraftaufwand und unbekümmert vom Leder zogen, da schien sich die Verteidigung in Schnitzern und Deckungsfehlern einfach überbieten zu wollen. Und doch wäre es noch zu einem ergebnismäßig klaren Siege der Bochumer gekommen, wenn nicht eine Elfmeter=Entscheidung(angeschossene Hand im Tus.=Strafraum) den Gästen den ersten Gegentreffer gebracht hätte. Als dann der in der ersten Hälfte brillant leitende Schiedsrichter einen zweiten Elfmeter gegen Tus. verhängte, da erst erwachte der Tus. aus seiner Sorglosigkeit, da wußte er zu kämpfen, wie er es von Anfang an hätte tun müssen. Von dem elanvollen Spiel gegen VfB. Bielefeld war nicht viel zu sehen. Als die beiden Mannschaften den Platz betraten, regnete es noch in Strömen. Als der Regen sich verflüchtigte, füllte sich das Stadion, wenn auch recht spärlich. Kraftvolle Gestalten, kernige Westfalensöhne stellten sich in Hemer vor, die mit dem schweren Boden aber weit schlechter fertig wurden als der Tus., dem der schlüpfrige Boden durchaus liegt. Wenn man gehofft, hatte, die Südwestfalen würden mit Husarenschneid ans Werk gehen, so sah man sich recht bald getäuscht. Man versucht es im flachen Paß den Platzleuten nachzumachen, zog dabei aber den kürzeren. Unaufhörlich branden die Angriffe des TuS. gegen das Hemeraner Tor und es ist eine Freude, zu sehen, wie die Stürmer aus allen Lagen auf den Kasten knallen. Aber erst ein Streit zwischen Marsmeier und dem linken Hemexaner Verteidiger führt in der 18. Minute zum ersten Tor. Menski hatte seine Chance erspäht und war energisch und erfolgreich dazwischengefahren. Wieder war es Menski, der nach weiteren sechs Minuten einen von Mense hoch vor das Tor gegebenen Strafstoß, den der Torwart schlecht abgewehrt hatte, ins Tor beförderte. Nach dem Wechsel erzielte Pristulla, der sich diesmal beherzter zeigte, sein erstes „Aufstiegstor". Alles schien in schönster Ordnung zu sein, die Frage nach dem Sieger stand kaum zur Debatte und man hoffte auf einen reichen Torseoen. Aber es kam anders. Die Gäste ließen ab von den unfruchtharen Versuchen mit einem technisch unvollkommenen Flachspiel, setzten ihre ganze Körperkraft ein(manchmal etwas recht unsanft), trieben den Ball mit weiten und halbhohen Schlägen nach vorn und brachten den Tus. dadurch völlig aus dem Tritt.. Das Spiel war durchaus ausgeglichen, Hemers Vorstöße endeten aber erfolglos im Strafraum des TuS., der infolge der schwachen Leistungen von Potthast und Hannemann die Außenläufer zurücknehmen mußte. Dadurch kam es im Strafraum wiederholt zu Zusammenballungen. Bei einer solchen wurde irgendeinem Spieler(der Schuldige war vom Zuschauerraum nicht festzustellen) der Ball Deutschland-Riege Deutscher Sieg gegen die Schweiz Zu einer großartigen Wervev##nsattung, fur das deutsche Turner gestaltete sich am Samstag das Auftreten der Deutschland=Riege in der Hamburger neuen Sporthalle. Seit Tagen war die riesige Halle fast ausverkauft. Die letzten Karten gingen in den Stunden vor der Eröffnung weg, so daß beim Einmarsch der Fahnen rund 20000 Zuschauer zur Stelle waren, eine in Deutschland bei einer solchen Veranstaltung noch nie erlebte Masse. Unter den zahlreichen Ehrengästen sah man Vertreter des hamburgischen Senats, der Reichsbehörden, des Heeres und der Marine und selbstverständlich die Führer der Turner und anderer Sportverbände, an der Spitze Steding und SS.=Oberführer Breithaupt. rascher Folge wurde in knapp zwei Stunden ein glänzendes Programm abgewickelt, dessen Höhepunkte die wunderbaren Leistungen der Deutschland=Turner bildeten, die am Barren, quergestellten Pferd, an den Ringen, bei den Kürfreiübungen und am hohen Reck ihre kaum zu überbietende Kunst zeigten. Die Riege trat in der besten Besetzung mit Winter, Sandrock, Schwarzmann, Steffens, Frey, Beckert, Bezler, Stangl, Stadel und Schmelcher an. Der Beifall der Massen wahr ehrlich, er steigerte sich zum Orkan, als Winter seine Weltmeisterübung am Reck mit dem doppeltegn Salto als Abgang in fabelhafter, Pgziex heziöche. in Hamburs Beufichland Eine Kione Vener erbeveranstaltung für das—„„ mt Desttschland 9000 Zuschauer beim Handball-Länderkampf Deulichland Schweiz 14:6(:3) Augsburg, 19. Mai. Der deutsche Handball ist jünger als sein Bruder Fußball. Und so ist natürlich auch seine Länderspieltradition noch nicht groß. Aber sie wird nun mehr und mehr ausgebaut. Am Sonntag stieg der erste Länderkampf Deutschland— Schweiz in Augsburg. Die Eidgenossen haben nun auch Gefallen an dem deutschen Spiel gefunden und wollen es in der Schweiz volkstümlich machen. Den Kampf mit Deutschland konnte man so natürlich in erster Linie als„Lehrspiel werten. 9000 in Augsburg. Dem immerhin fesselnden Länderkampf wohnten in Augsburg bei schönstem Wetter etwa 9000 Zuschauer bei. Unter den Ehrengästen sah man u. a. auch Dr. [Ritter von Halt. Nach einem einleitenden Jugendspiel und dem Konzert einer 60 Mann starken SA.= Kapelle kamen die Schweizer in ihrem rot=weißen Dreß. Nach dem Erscheinen der deutschen Elf erklangen die Schweizer Nationalhymne und das Deutschland= und Horst=Wessel=Lied. Ein Austausch der Wimpel unterstrich die herzlichen Bande der Freundschaft zwischen uns und den Eidgenossez.,. dem Aldeten AufIn dem von beiden Landern in den gemeiogen### llungen bestrittenen Sviel erwiesen sich die Deutschen technisch und taktisch sehr überlegen. Man kann sagen, daß sie eine Klasse besser spielten. Das Zeutschr, Friet war wie aus einem Guß, vor allem der mit einem feinen Zusammenspiel hervor. Gegen ihn kam auch die sehr ballsichere, aber noch unerfahrene Schweizer Deckung nicht an. Die Schweizer Läufer waren zunächst etwas verwirrt, aber, als sie einmal eingespielt waren, sehr gut. Im Angriff standen auf den Flügeln die besten Leute und auch der Mittelstürmer war recht gefährlich und erfreute sich einer „liebevollen“ Bewachung...an gefagt Der Kampf wurde, wie schon gesagt, von Deutschland immer überlegen geführt. In regelmäßigen Abständen fielen auch die Tore. In der ersten Minute eröffnete der Sturmführer Spengler den Reigen, und so ging es bis zum Wechsel weiter. Nach einer Viertelstunde kumen die Schweizer beim Stande von:0 durch ihren Mittelstürmer zu ihrem ersten Gegentreffer und holten sich dann im weiteren Verlauf noch fünf schöne Tore, so daß sich das Ergebnis von 14:6 für sie recht vorteilhaft ausnimmt. ten Salto als Abgang in fabelhafter Manier beendete.! In dem von beiden Landern in den Der Tag war ein großer Erfolg für die Turnsuche. stellungen bestrittenen Spiel erwiesen sich die Deutschen Sporigenn Wallellicheid geichagen Die Aufftiegsspiele zur Bezirkslige kinghäusen ein verdienter 311=Sieg herausgeholt, der den gezeigten Leistungen entspricht Die Gaste lagen zu Beginn leicht in Front, aber der Sturm war zu unent. schlossen, so daß Dortmunds stabile Hintermannschaft allen Angriffen gewachsen war. Die Dortmunder fanden sich dann besser. Als der Mittelstürmer Schäfer in der 17. Minute das Führungstor erzielt hatte, hielt die Ueberlegenheit an. Im zweiten Akt setzten die Alemannen alles auf eine Karte, sie wollten die Entscheidung, die denn auch nach zehn Minuten fiel. Wieder war Schäfer zum Schuß gekommen und dann hieß es.0 Durch einen schweren Fehler des Dortmunder Hütere kamen die Gäste zu ihrem Ehrentor. Der schnell gespurtete Halbrechte brauchte das Leder nur einzulenken Zum Schluß stellte Schäfer dann mit einem dritten Tor den Sieg sicher. Erle 08— VfB. Bielefeld:4 Zweitausend begeisterte Fußballanhänger bejubelten am Forsthaus in Erle den schneidig errungenen Sieg ihrer Elf über den Tabellenführer aus Bielefeld. Die Erler Elf war sich der Bedeutung des Kampfes vollauf bewußt. Nur ein Sieg konnte den weiteren Verbleib in der Spitzengruppe sichern, im Falle einer Niederlage winkte ein abermaliger Abfall. Obwohl es anfangs weniger günstig; für die Platzleute aussah, erreichte die Elf im weiteren Verlaufe eine Form, gegen die die Leinenstädter die Waffen streckten. Neben ihrem technisch vorzüglichen Können zeigte die Erler Mannschaft einen Eifer und Siegeswillen, der unbedingt zum folg führen mußte. Das Glanzstück der Elf war die Halbreihe mit Jung, Papis und Quänkert, die in der Abwehr wie im Aufbau glänzende Arbeit zeigte. Der stets gefährliche und wunderbar kombinierende Angriff hatte im Halbrechten Krolzich und im Mittelstürmer Ziolka seine gefährlichste Waffe. Die schon seit Samstag in Gelsenkirchen weilenden Bielefelder waren ihrem Gegner an Körperkraft bedeutend überlegen, an Schnelligkeit im gleichen Maße unterlegen. Schwach, trotz der vier Gegentore, der Sturm, der nicht in Strotmann, sondern in dem früheren Langendreerer Düding seinen besten Mann hatte. Ein Ausfall war der Mittelläufer Hoffmann, der gegen den schnellen Innensturm des Gegners nichts auszurichten vermochte. Die Erler beginnen sichtlich nervös und müssen das Kommando den Bielefeldern überlassen. Bange Minuten hat Erles Anhang in der Drangperiode der Gäste, die aber nichts Zählbares einbringt, zu überstehen. Die Lage ändert sich aber, als Erles wieselflinker Rechtsaußen Opallach mit dem Leder auf und davonzieht. Seine Flanke nimmt Ziolka auf und schießt in der 18. Minute entschlossen zur:=Führung ein. Noch haben sich die Bielefelder nicht erholt, da geht widerum Opallach durch, flankt zu Ziolka und Nr. 2 war fällig. Die Gäste müssen den Platzleuten nun das Heft bis zur Pause überlassen. Nach dem Wechsel drücken die Rotweißen stark. In der 50. Minute schießt Bielefelds Linksaußen Heinold scharf aufs Tor, und von dem Fuß eines Verteidigers springt der Ball zum:1 ein. Wenige Minuten später stellt abermals Ziolka durch einen dritten Treffer das alte Torverhältnis wieder her. Ein vierter Treffer Krolzichs schien die Niederlage der Gäste endgültig zu besiegeln. Düding war es, der in wenigen Minuten durch zwei Prachtschüsse seinen Verein auf :3 heranbringt. Im Endspurt sind die Platzleute jedoch die glücklicheren. Zwei Krolzich=Tore und ein Gegentor des Bielefelder Läufers Rollendo stellen das Endergebnis her. 20 000 bejubeln franzölischen Sieg Frankreich— Ungarn:0(:0) Frankreichs Fußball ist zweifelsohne gewaltig er starkt. Das wurde am Sonntag erneut sichtbar. 20 000 Franzosen konnten sich im Stade Colombes wieder über einen Sieg ihrer Landsleute freuen, um so mehr, als er mit:0 gegen Ungarn nicht gegen eine=beliebige Nation erstritten wurde. Ungarn kam gar nicht dazu, seine vorausgesetzte überlegene Rolle auszuspielen. Ei war wesentlich anders. Die Franzosen waren so schnel und auch technisch so gut, daß sie immer im Vortei waren. Die Ungarn konnten sich beglückwünschen, ein so sichere Deckung zu besitzen, denn sonst wäre es sicher lich nicht bei dem:0 geblieben. Courtois, der franze, sische Mittelstürmer, schoß die Führung heraus. Dabe war es etwas merkwürdig zugegangen. Courtois pralltt in schwer zu entscheidender Abseitsstellung mit dem ihm entgegeneilenden Torhüter zusammen, der Ball entfiel Ungarns Schlußmann und rollte langsam über die Linie. Die Ungarn lehnten sich gegen die Anerkennung des Treffers auf, aber der englische Schiedsrichter### wington änderte seine Entscheidung nicht. Auf eine schöne Vorlage von Aston schoß abermals Courtois eine gut Viertelstunde vor Schluß dann das:0 heraus. Die Aufstiegsspiele zur Bezirksliga schienen nun endlich in Fluß zu kommen. Westfalig Buer hatte sich nach Verkündigung des Urteils in Sachen Buer 07, Preußen Gladbeck usw. zum Start gerüstet. Vergebliche Liebesmüh'. Das Urteil ist in letzter Minute vorläufig aufgehoben und Buer 07 der Gruppensieger mit der Durchführung der Aufstiegsspiele beauftragt worden. Der Start war auch recht verheißungsvoll. Hattingen 04, mit den schönsten Hoffnungen beladen, wurde auf eigenem Platze einfach überfahren. Das interessanteste Treffen des Sonntags stieg in Gelsenkirchen. Man war auf den Start des Vo. Geisennirchen wirklich war auf den Start des BN Gelsenkire gespannt, da der erste Gegner einer der Favoriten, Sportgem 09/30 Wattenscheid, war,„Ergehnismäßig Spbrizem 09/30 Wattenscheid, war, Ergehnismäßig könnte man zu der Annahme neigen, daß der Siegeszug der Gelsenkirchener beinahe durch die Wattenscheider gestovpt worden wäre. Tatsächlich war es aber so, daß die Gelsenkirchener ihre drei Gegentore aus zwei Elfmetern und einem Selbsttor haben hinnehmen müssen was den Gästen einen klaren Halbzeitvorteil brachte. Den Vorsprung der Wattenscheider nicht nur aufzuholen sondern auch noch den Siegtreffer zu erzielen, beweist erneut den Kampfeswillen der Elf. Eine Ueberraschung gab es in Hörde, wo Tura Altenvoerde den Platzverein ergebnismäßig glatt schlagen konnte und sich dadurch an die Spitze der Tabelle setzte. Nach der ersten:0= Niederlage gegen Wattenscheid hätte man den Südwestfalen diese Leistung wirklich nicht zugetraut. SV. Sodingen kam zu dem ersten Punkt. Bis zur Pause lagen die Herner Vorstädter noch in Führung, dann aber konnten die Eichlinghofener Sportfreunde den Ausgleich erzielen. Damit sind Sodingens Hoffnungen en Aufsti auf den Aufstieg weiter erheblich geschmälert worden. Die Ergebnisse: Hörde 1910— Tura Altenvoerde:2 BV. 12 Gelsenk.— Sportgem. 09/30 Wattensch.:3 Hattingen 04— Mueer 07.5 Harringen 04— Buer O7.5 SV. Sodingen— Sportfr. Eichlinghofen:2 Die Tabelle: Tura Altenvoerde Sportgem. Wattenscheid Buer 07 BV. 12 Gelsenkirchen Hattingen 04 Sportfr., Eichlinghofen Hörde 1910 SV. Sodingen 1:5•2 1 10•7:8 0•2:0 0:3:0 1:6:2 0•2:1 1:5:8 9:6:5 D F Lang' ware auf der Solitude gesehen hatte. A großen Tag. 10 den Wert des R Sie alle freuten lampf zwischen und deSU. in de Regenwolken um den Vorrang kühl. Wenn sich rund um die n Rennstrecke einge Begeisterungsfäh Unter den Ehrei halter Murr, thaler, den 2 leutnant Geye von den Flieger Führer des DD Die Organisatio wirklich keinen A Wie hoch die icht Qualifikati wie schwierig die geht allein schon Fahrer hervor. unter denen, die ben schließlich ni Im Mittelp# zwischen DKW. Das erbitterte 2 Der übe Die Stoßgel turnfest des Rit wortliche Tv. B Himmel geschic kein offenes Ob der Vorbereitun richten hatten. tag mit dem## keinem günstige erschienenen In Dach und Fach schon am San stark angegriffe Der Sonnto Stein eröffn lenen=Gedenkre helden und der Gefallenen, ged die Durchführu sich gegen 11 Frl. 2 Turnhalle de enstaltung diesen Umsté teilweise um auch der N brachte, muf die vorgesehe dervorführu: Lettermißge die Veransta um dem ir Kreisturnfes Aus den den erwähn Fer, Friesen ger. H. P Kohne der Frauen, Vorjahrssieg in diesem Meuski hat ein Tor erzielt ..-Muthhers Seite 9 Nr. 117„ Bochumer Anzeiger„ Montag, 20. Mai 1933 100000 auf der Solitude Stelllbach sieger AiMiameid. Großer Erfolg für NSU— DKW hatte Pech— Socnius gelfürzt verwandelte Elfmeter die TuS. wieder heit, den Vorunerfreulichen t ein einziger t, hoffte Torn zu können. rde dann ein M. B. zhausen:1 tia besser all ch das Tore. ast aus Recktusgeholt, der häste lagen zu var zu unentttermannschaft tmunder faner Schäfer in satte, hielt die 1 die AlemanEntscheidung, Wieder war hieß es:0 under Hüters der schnell ger einzulenken. m dritten Tor ger bejubelten ungenen Sieg Bielefeld. Die ampfes, vollauf teren Verbleib einer Niederohl es anfangs h, erreichte die gegen die die en ihrem techer Mannschaft dinat zum Er „Elf war die Quänkert, inzende Arbeit rbar kombinierolzich und rlichste„Waffe hen weilenden körverkraft, begleichen Maße begentore, der indern in dem seinen„besten lläufer Hoffturm des Gege Erler beginkommando den hat Erles Andie aber nichts e Lage änder: außen Opallach Seine Flanke 3. Minute enten sich die BieOpallach durch, g. Die Gäste bis zur Pause die Rotweißen lds Linksaußen Fuß, eines Ver: Wenige Mih einen dritten er. Ein vierter der Gäste ender in wenigen en Verein auf Platzleute jedoch nd ein Gegenellen das Endchen Sieg :0) ie gewaltig erichtbar. 20 000 des wieder über n so mehr, als eine=beliebige gar nicht dazu szuspielen. E# varen so schnel ner im Vorteil ckwünschen, Ein wäre es sicherois, der franzöheraus. Dabei Courtois prallte ig mit dem ihm der Ball entfiel gsam über die sie Anerkennung chiedsrichter#e# Auf eine schön irtois eine gutt heraus. den Vorrang und obendrein war das Weiter recht Wenn sich trotzdem noch über 100000 Zuschauer um die mit sehr vielen Spitzkehren durchsetzte nstrecke eingestellt hatten. so spricht das nur für die Stuttgart, 19. Mai. Lang' war es her, seitdem die klassische Rundstrecke auf der Solitude bei Stuttgart die letzten Motorrennen gesehen hatte. Am Sonntag aber hatte sie wieder ihren großen Tag. 100000 Zuschauer unterstrichen deutlich den Wert des Rennens für den deutschen Motorsport. Sie alle freuten sich auf den vielversprechenden Zweikampf zwischen den rein deutschen Maschinen DKW. und NSU. in der Halbliterklasse. Regenwolken und Sonnenschein kämpften miteinander um den Vorrang und obendrein war das Wetter recht kühl. Wer rund um Rennstrecke Begeisterungsfähigkeit der Schwaben für den Rennsport. Unter den Ehrengästen sah man auch den Reichsstatthalter Murr, den Ministerpräsidenten Mergenthaler, den Wirtschaftsminister Lehnich Generalleutnant Geyer und den Kommandanten Sommer von den Fliegern, Freiherr von Egloffstein, den Führer des DDAC., und Kroth, den Sportpräsidenten. Die Organisation lag in den besten Händen und ließ wirklich keinen Wunsch offen. Wie hoch die Anforderungen an die Bewerber in den icht Qualifikationsrunden schon geschraubt waren und wie schwierig die 11,6 Kilometer lange Rundstrecke war, geht allein schon aus dem Ausscheiden vieler bekannter Fahrer hervor. Auch Europabergmeister Möritz war unter denen, die ausfielen und von elf Ausländern blieben schließlich nur noch vier übrig. Im Mittelpunkt des Tages stand der Zweikampf zwischen DKW. und NSU. in der Klasse bis 500 ccm. Das erbitterte Duell aus den vorhergegangenen Rennen — wir erinnern nur an die Eilenriede— lebte auch hier wieder auf. RSU. hatte Glück, DKW. Pech. 12 Runden lang führte Mansfeld aus Breslau auf seiner DKW. unangefochten und hatte bereits einen Vorsprung von 1¼ Minuten herausgeholt. Er mußte dann tanken und hatte auch noch Schwierigkeiten mit den Zündkerzen, bei deren Wechsel er so viel Zeit verlor, daß er schließlich das Rennen aufsteckte. Seine„Stallgefährten“ Toni Bauhofer und Ley hatte es schon vor ihm erwischt; sie schieden wegen Schalthebel= bzw. Getriebebruchs aus. Mit der Aufgabe von Mansfeld, der von dem erst 21jährigen Steinbach sehr gehetzt wurde war natürlich für den NSU.=Fahrer der Weg zum Sieg frei. Steinbach setzte sich an die Spitze, fuhr mit:55 gleich 117,6 Stundenkilometer die schnellste Runde und ließ sich den Sieg natürlich nicht mehr nehmen. Auch in der Klasse bis zu 350 cem sah man ein spannendes Rennen. Soenius hatte auf der durch Regen glatt gewordenen Strecke schon bald einen Vorsprung von 1½ Minuten, fuhr aber das unerhörte Tempo unvermindert weiter. Die Kurve im Schattengrund wurde ihm schließlich auch zum Verhängnis. Soenius stürzte hier und mußte mit einer leichten Gehirnerschütterung dem Arzt zugeführt werden. Auch der Engländer Mellors hatte Pech und stürzte am Grenzeck. Mellmann holte sich so vor Rüttchen den Sieg.— In der kleinsten Klasse waren die DKW.=Fahrer unter sich. Geiß feierte hier seinen fünften Sieg auf der Solitude. Auch in den Seitenwagenklassen wurde scharf gefahren. Braun(Horex) und der Fuldaer Kahrmann(DKW.) wurden hier Sieger. In den Rennen der Ausweisfahrer siegten bei den „Kleinen“ der Stuttgarter DKW.=Fahrer Rude, in der Klasse bis 350 cem Becume, Iserlohn(Norton), der Norton=Fahrer Hamelehle(Sindelfingen) in der Halbliterklasse und„bei den schweren Brocken"(bis 1000 cem) der Stuttgarter Scheurer(BMW.) Die Ergebnisse: Lizenzfahrer(bis 250 ccm): 1. Geiß, Zschopau (DKW) 1,40,36,1 gleich 101,5 Stundenkilometer, 2. Walfried Winkler, Chemnitz(DKW.) 1,41,28,3, 3. Hans Winkler, München(DKW.).42,58,2.— Bis 850ccm: 1. Mellmann, Neckarsulm(RSU.) 1,38,16,2 gleich 106 Stundenkilometer, 2. Rüttchen, Erkelenz(NSU.) 1,39.48,2, 3. Petruschke, Berlin(Rude) 1,41,05.1 4. Kohfink, Bietigheim(Imperia).42,24.— Bis 500 ccm: 1. Steinbach, Neckarsulm(NSU.) 1,31,22,3 gleich 114 Stundenkilometer(beste Zeit des Tages) 2. Mellors, England(NSU.) 1,33,18,2, 3. Demandt Köln=Deutz(RSU.) 1,34,11, 4. Rüttchen, Erkelenz(RSu.)./86/06.4. 8 Seitenwagen(bis 600 ccm): 1. Kahrmann, Fulda (DKW.) 58.57,1 Minuten gleich 94,1 Stundenkilometer, 2. Schneider, Düsseldorf(NSU.) 1,00,17,1, 3. Lohner, München(NSU.) 1,00.22.— Bis 1000 ccm; 1. Braun, Karlsruhe(Horer) 57,23,0 Minuten gleich 97,2 Stundenkilometer, 2. Weyres, Aachen(Harley=Davidson) 58,34, 3. Kammer, Völklingen(BMW.) 1,01 Stunden.— BA.-Aufnahme Steinbach, der Sieger der Solitude Bei den Berufsfahrern gab es einen weiteren deutschen 250 ccm: 1. W. Rude. Stuttgart(DKW.) 38,33.1 gleich 904 Stundenkilometer.— Bis 350 ccm: 1. Becume, Iserlohn(Norton) 35.22 gleich 98,4 Stundenkilometer. — Bis 500 ccm: 1. W. Hamelehle, Sindelfingen (Norton) 34,02 gleich 102,3 Stundenkilometer.— Bis 1000 ccm: 1. Scheurer, Stutgart(BMW.) 34,00,3 gleich 102,4 Stundenkilometer. Der übelwollende Wettergott TeingrarimenmBreilichede Verregiel Die Wettkämpfe konnten unter Dach und Fach gebracht werden Aufltieglpiele im Handball Die Spiele zur Ermittlung des Bezirksbesten nahmen den erwarteten Ausgang, wenn man von der Höhe des Ergebnisses im Spiel Union Gelsenkirchen gegen Turnerbund Eickel absieht. Eintracht Dortmund holte sich in Schwelm beide Punkte und ist damit erwartungsgemäß Bezirksbester geworden. Union Gelsenkirchen— Tbd. Eickel:0(:0) Schwelm 06— Eintracht Dortmund:6(:1) Runde der Bezirksbesten Das erste Spiel dieser Einer=Runde, wovon die beiden an der Spitze liegenden Mannschaften zur Gauklasse aufsteigen, führte in Münster zwei aussichtsreiche Kandidaten in Münster 08 und Jahn Werdohl zusammen, die sich nach erbittertem Kampfe unentschieden Münster 08— Jahn Werdohl:5(:2) Die Gesellschaftsspiele fielen am Sonntag Die Stoßgebete, die der für das diesjährige Ringturnfest des Ringes 1 des Turnkreises Bochum verantwortliche Tv. Brenschede im Laufe der Woche zum Himmel geschickt hat, fanden beim Wettergott leider kein offenes Ohr. Bedauerlich, wenn man an die Fülle der Vorbereitungsarbeiten denkt, die die Turner zu verrichten hatten. Die Gesamtveranstaltung, die am Samstag mit dem Kindertreffen begann, stand unter keinem günstigen Stern. Die Kämpfe der 400 am Start erschienenen Jugendlichen konnten zwar glücklich unter Dach und Fach gebracht werden, jedoch wurde der Platz schon am Samstag durch den niedergehenden Regen stark angegriffen. Der Sonntagmorgen begann im Regen. Ringführer Stein eröffnete die Veranstaltung mit einer Gefallenen=Gedenkrede, in der er des Opfers unserer Kriegshelden und der im Kampf um Deutschlands Freiheit Gefallenen gedachte. Da immer wieder Regenschauer die Durchführung der Wettkämpfe störten, mußte man sich gegen 11 Uhr entschließen, die Uebungen in die 75.; 2. Fritz Buhr, Tv. 48, 73.; 3. Karl Göttmann, Ehrenfeld, 65.: 4. Fritz Drolshagen Tv. 48, 62 P. — Vierkampf Volksturner, Klasse B: 1. Heinz Stüber, Tv. 48, 73.; 2. Heinrich Niggemeyer. Ehrenfeld, 71 3. Hans Gräff. Gesellenverein, 70..; 4. Hermann Fraures. Gesellenverein, 69 P.— Siebenkampf Altersturner 32 bis 39 Jahre: 1. August Mertens, Hamme 83. 124.; 2. Hermann Rasche, Friesen, 112 P.— Vierkampf Turner über 40 Jahre: 1. Richard Schmidtmann, Friesen, 75.; 2. Wilh. Landwehr. Ehrenfeld, 69½.; 3. August Faber, Friesen, 64.: 4. Karl Walter, Ehrenfeld, 58½ P.— Dreikampf 32 bis 39 Jahre, Altersturner:„1. Erich, Bernsmann, PrinzRegent, 42 P.— Dreikampf 40 Jahre und älter: 1. Karl Gluck, Karolinenglück, 59.; 2. Alfred Freuden= dem schlechten Wetter zum Opfer. berg, Tv. 48, 47.; 3. Dettmar, Tv. 48, 45 P.— Samstag: Siebenkampf Turnerinnen Oberstufe: 1. Agnes„DahTurnerinnen Oberstufe: 1. None men, Ehrenfeld, 131.: 2. Toni Diedrichs. Brenschede, 109 P.— Sechskampf Turnerinnen Unterstufe: 1. Else Westfalia 11 Bochum— Tbd. 88 Herne:2(:1) Germania Herne— Polizei Recklinghausen 1: Turg Hattingen— Friesen:0 abgebrochen RörisPbrerfeh## 2. Friehe, Valter. Shreg; Tura Hartingen— Frich Lotte Kuberka, Hamme. 98.: 5. Grete Kührdahl, Z,weimal Davispokdikamp. Dahlhausen, 97 P.— Vierkampf Turnerinnen Unterstufe, Geräte: 1. Christel Strauch, Tv. 48, 72.; 2. Irmgard Stoßberg, Tv. 48, 65.: 3. Marga Bause, Brenschede, 65.; 4. D. Köthe, Brenschede, 65 5. Hilde Rauhut, Brenschede, 64.: 6. Asse Finke, Brenschede, 63 P. A — Frl. Dahmen gewann den ..-Aufnahme. Siebenkampf Salone Taufersion, Boppenleger Weltfälische Fechtmeilterschaften in Dortmund /Höhle(Bochum)entthront Die diesjährigen Westfälischen Fechtmeisterschaften Frauen-Florettfechten gewann Frl. Wilcke wurden am Samstag und Sonntag im Dortmunder Ein= smit 6 Siegen vor Frl. Wirtz(Hagen) Tschechoslowakei— Südslawien:1 Der Davispokalkampf zwischen Südslawien und der Tschechoslowakei auf der Prager Hetz=Insel ist Die Tschechen siegten mit:1. In der zweiten Runde ist nun Japan der Gegner der Tschechoslowakei. Japan— Holland:0 Trabrennen in Gelsenkirchen 1. Rennen: 1. F. Nelchens Peter Duffy jun.(E. Jung), Toto: Sieg 128. Prinzeß Elisabeth, tracht=Haus im Florett- Degen= und Säbelfechten ausgetragen. Bereits am Samstag konnte man die Feststellung machen, daß die Leistungen der westfälischen Fechter eine Steigerung erfahren haben. Die Entscheidung im Säbelfechten fiel bereits am Samstag. Der vorjährige Meister Höhle(Bochum) mußte sich hier mit einem fünften Platz hegnugen,„während der vorjährige Zweite, Schöne S :0 Treffern. Zur westfälischen Sonderklasse gehören: Säbel: 1. Schöne(Gütersloh):23; 2. (Herford):33; 3. Kleine(Bochum):32. (Dortmund) Stichkampf mit Florett Niederlage: 2. nügen. zgorige Zweite, Schone(Gürexsloy), sich den ersten mund) 6. Platz diesmal mit 8 Siegen und 23 erhaltenen Treffern De sicherte. Das Florettfechten wurde ebenfalls eine Beute von Schöne mit 11 Siegen und keiner Niederlage. Das Degenfechten wurde von dem Bielefelder Nord mit 7 Siegen und 15 erhaltenen Treffern gewonnen. 1. Schöne(Gütersloh) 11 Siege, keine Hartwig(Eickel) 8; 3. Reichel(DortDas segen: 1. Nord(Bielefeld):15; 2. Reichel(Dortmund):15; 8 Ostermann(Paderborn):14. Frauen=Florett: 1. Frl. Wilcke(Dortmund) 6; 2. Frl. Wirtz(Hagen) 6; 8. Frl. Grell(Dortmund) 4; 4. Frl. Glowienka(Bochum) 4. drots-Hauptrunds der bre. Pokulspiels Welttalie Herne und DSC. Hagen schon ausgeboofet S 2. Stil Anvil, 3. Loni Watis. Tgtoz Sieg 23. 12, 18, 14. Ferner: Daisy. Mieze., Grafschaft, Erna Bacon 2 Ainhterlietreu. Rennen: 1. F. Hellmanns Maimädel(H. =8. Peinen: 1. A. Rierdofs Fiedier G. Geuting). 2. 35. sendkühnstler, Bäsazzo(Plsgezmanns Ding(Bes.), a Hont 6. Renuen: 1. E. Spegnnauns##n.#######2. Lo##t Watis, 3. Ernia Bacon. 4. Wenter, Toto: Sieg 58. 1. 80, Platz 14, 20, 47. 16. Ferner: Peter Dooley, Dange, Patschuli, Mieze., Sgrerghingengog Bebgg 7. Rennen: 1. H. Klas D3B.= ErgebDie erste Hauptrunde der Spiele um den Vereinspokal zeitigte einige recht interessante nisse und bestätigte erneut, daß es selbst für die Sonntag erstmalig eingreifenden Gauligavereine nicht leicht ist sich durchzusetzen. Nachdem Germania Bochum bereits am Vorsonntag gegen Gelsenkirchen 1912 den kürzeren zog, schied diesmal Westfalia Bochum, unser einziger Vertreter, aus dem Rennen. Gegen den Gauliga=Abstiegskandidaten Viktoria Recklinghausen blieb Westfalia:4 auf der Strecke.„Es wär' so schön gewesen....“ Schalke 04 wird bekanntlich erst nach Beendigung der DFB.=Endspiele eingreifen. Westfalia Herne mußte sich von der anscheinend zu gering eingeschätzten Spog. Röhlinghausen in der Verlängerung eine:=Niederlage gefallen lassen, auch der DSC. Hagen kam in Witten nicht an einer Niederlage vorbei, während der Spy. Höntrop, dessen langjähriger Trainer Otto Faist,— am. Rande bemerkt— in #bolf.###.#2 Grin. Rasent# wis en, sia### ger Trainer Otto Faist,— am Rande bemerkt. in Lurnhalle des Tus Prinz=Regent, der mit für die Ver= Kürze zu Arminia Bielefeld übersiedeln wird, nach einer anstaltung verantwortlich zeichnete, zu verlegen. Unter[6=Niederlage am Samstag gegen die Stadtmannschaft diesen Umständen wurde es notwendig, die Mehrkämpfe teilweise um die volkstümlichen Uebungen zu kürzen. Da auch der Nachmittag keine Besserung der Wetterlage brachte, mußte man sich schweren Herzens entschließen, die vorgesehenen Freiübungen, die Volkstänze und SonErvorführungen der Vereine ausfallen zu lassen. Das Pettermißgeschick ist umso mehr zu bedauern, da sich die Veranstalter alle erdenkliche Mühe gegeben hatten, um dem in diesem Jahre in Bochum stattfindenden Kreisturnfest einen würdigen Auftakt zu verleihen. Aus dem Zwölfkampf der Oberstufe wurde unter zen erwähnten Umständen ein Neunkampf, der den Xd. Friesen dreimal in Front sah. Den Sieg holte sich bier H. Platzek, während in der Unterstufe I. Köhne(Tv. 48) erfolgreich blieb. Im Hauptkampf der Frauen, dem Siebenkampf der Oberstufe, blieb die Vorjahrssiegerin Agnes Dahmen(Ehrenfeld) auch in diesem Jahre erfolgreich. Die Ergebnisse: Reunkampf Turner=Oberstufe, Geräte: 1. latzek. Friesen, 169 P,: 2. Walter Seibel, Heinrich Friesen, Johann Kogh, Friesen, 144.: 4, Joseph 8. Johann Koch. Friesen. 144.: ewski, Friesen, 140½.: 5. Schweppe, Constanuf Unterstufe: 1. Joseph Köhne, 46½ hr 0 P Dr.#0z F.— Neunkampf unterftufe: 1. Joseph 39. 48, 167 P,; 2. Joseph Lingt, Friesen, 148½.; * Werner Stumpf. Tv. 48, 144½.; 5. Joseph Legge, 7 4, 1½4.: 6. Erich Dieckmann, Hamme 88, 141.; ##lws, Friesen, 140½ P.— Vierkampf Volkseerner, Klasse A: 1. Willy Schirmer, Bochumer Verein, Wesels gegen den Firmenverein„Delog" Rotthausen trotz zweimaliger Verlängerung nur ein:0 erzielen konnte, so daß der Kampf wiederholt wird. Das sind so die Rosinen aus dem reichlich wässrigen„Pokalspielkuchen". Der Svvg. Herten gelang in Münster ein immerhin beachtenswerter:=Sieg. Die Ergebnisse: Spog. Röhlinghausen— Westfalia Herne:1 n. Verl. SuS. Hüls— Union Recklinghausen:1 Witten 92— DSC. Hagen:1 Spog. Gevelsberg— Wetter 1910:0 Vorwärts Gronau— Borussia Rheine:1 n. Verl. Westfalia Brackwede— Delbrück:8 Unna 07— Westfalia Ahlen:5 Delog Rotthausen— SV. Höntrop:0 n. Verl. Viktoria Recklinghausen— Westfalia Bochum:2 Preußen Münster— Spog. Herten:8 SuS. Hüsten 09— SV. Herdringen:0 Oppendorf— SuS. Herford:6 Bochum in den Pokallpielen ausgescheltet Viktoria Recklinghausen— Westfalia Bochum:2(:). Recklinghausen, 19. Mai(Eigenbericht). In der„Siebemaschine“ für die Pokalbewerber ist mit Westfalia Bochum jetzt auch der letzte Bochumer Teilnehmer durch das„große Loch“ gefallen. Die Tatsache ist um so bedauerlicher, als gerade die kommenden Pokalspiele in spielerischer wie auch in finanzieller Hinsicht von besonderer Bedeutung sind. Die Niederlage war auch in dieser Höhe verdient. War das die Westfalenmannschaft der Meisterschaftssaison? Die Gesamtleistung ließ wirklich daran zweifeln. Der sonst gefährliche Sturm zeigte sich sehr träge, lediglich Bickel als Linksaußen und Sandkühler, dem der Rechtsverbinder wohl nicht richtig liegt, rackerten sich ab. Distelrath und Lackner waren weit von ihrer Bestform entfernt. Die Läuferreihe Hartmann, Czezorra II und Gatza konnte zumeist mit den zu weit vorne liegenden Stürmern die Verbindung nur spärlich aufrechterhalten. Von einer geradezu beängstigenden Unsicherheit war die Deckung Mischok— Fastbender, die sich an„Schnitzern“ übertraf. Czezorra I im Tor kam dadurch häufig in arge Bedrängnis, rettete aber mit viel Geschick.... Obschon die Recklinghauser dem Spielgeschehen vorerst ihren Stempel aufdrücken konnten, kamen die Bochumer nach 20 Minuten zum Führungstor. Sandkühler und Distelrath waren geschlossen vorgegangen und schoben den Ball zum Rechtsaußen Olschewski. Konczak im Recklinhäuser Tor erwischte den Ball, der ihm jedoch überm Kopf ins Netz sprang. Jetzt kamen die Bochumer besser auf, und getreffer, als der Mittelläufer Menzel durch exakten Kopfstoß eine Ecke auswertete. Czezorra meistert dann einen Handelfer, muß aber wenig später einen scharfen Schuß des Recklinghäuser Linksaußen Rauch zum dritten Treffer passieren lassen. In der 25. Minute kam Bochum durch einen von Lackner verwandelten Handelfer zum zweiten Gegentore, aber schon bald stellte Recklinghausen durch ein weiteres Tor des Rechtsaußen Bunse die alte Torspanne wieder her. Paul.: 74:10; Origenes, derich, MitIhbe fiegt in Kopenhagen Auch Hasselberg(Bochum) erfolgreich. Einen schönen Erfolg konnte der Leipziger Amateurflieger Ihbe am Sonntag auf der Kopenhagener Ordrup=Bahn feiern. Im Hauptfahren über 5 Kilogieter schlug er den Bochumer Hasselberg und den mann), 2. Edeldame, 3. Debut. Toto: Sieg 56, it. 18, 20, 15. Ferner: Horrido. Glasformer, Fred, Sieg=Toppelwette: Nicht getroffen. Maimädel: 16:10. Hoppegarten, 19. Mai 1. Rennen; 1. Weinbergs Mardonius(Held), 2. Prinzregent, 3. Atlas. Ferger Horchauf, Sarastro, Orangeade. 2o2, Keunen: 1. Weinbergs Grankos(Streit), 2. Volker, 3. Glaukos. Ferner: Vogelfrei, Elanus, Monte Christo. Toto: Sieg 29, Platz 16, 26.„9um 3. Rennen: 1. Haniels Grassus(Zehmisch), 2. O 3. Graf Almaviva. Ferner: Grandseigneur, Wildert# ternacht. Toto: Sieg 17. Platz 13, 32. 4. Rennen: 1. Oppenbeims Tornrose(Printen). 2. Fiduzia, 3. Lho. Ferner: Teechen, Sekurttas, Wörbzig, Leni., Paralowa, Perlenschnur, Wienerin. Toto: Sieg 30. Platz 13, 12, 24.„ Slum in(Smwanh S 9. 5. Rennen: 1. Butzkes Napoleon(Sauerland), 2. Import, 3 Altena. Ferner: Wiener Wald. Winifred, Weddegast, Muschi. Toto: Sieg 47. Platz 14, 16, 14. 6. Rennen: 1. Butzkes Lerchenau(Zehmisch). 2. Max, 3. Maiflieder, 4. Marie. Ferner: Crispin, Seraphine. Seävola, Osaka, Marland. Feldsoldat, Reichspost, Rückert, Honortus. Toto: Stea 53. Platz 14, 19. 15. 60 7. Rennen: 1. Brunschwigs Chartreuse(Berndt), 2 Silverlinde, 3. Periflor, 4. Ligustrum. Ferner: Mark Aurel, Themis Famor, Quisi, Samson. Galala, Meisterhieb. Rolanda, Walthari, Willeburg. Toto: Sieg 51, Platz 16, 80. 18 S.„ 1 g Neuß, 19. Mai 1. Rennen: 1. Röslers Liebeszauber(Glitsch) 2. Sent (nur zwei durchs Ziel; gegangen). Ferner: Lasso, Porte, Flamme. Toto: Steg 21, Platz 11, 11...0" 2. Rennen: 1. Bottlenbergs Aipha(Jaekel), 2. Gamin, 2. Rote Tante Ferner: Abnherr, Flaute, Colombo, Carga. Toto: Steg 29, Platz 13, 13. 27. Seug##. 3. Rennen: 1. Randins Gnom(M. Schmidt), 2. Herzober, 13 Freigeist. Ferner: Jahrtausend, Nikolaus. Toto: Sieg 22, Plas 12. 14.„. Einer(Brahe) 4. Rennen: 1. Eickholts Finor(Broda). 2. Solneman, 3. Kastantenblüte. Ferner: Feudal. Handschar. Harun, Fabrewohl, Felek, Birgit. Toto: Sieg 20. Platz 13, 18. 20. b. Rennen: 1. Spinnraths Kolbenbirsch(Stock), 2. Lösegeld. 3 Sarafan Ferner: Orion, Heidekönig, Charmante. Toto: Steg 40, Plav 11, 11, 13.„ 84s 8 um6. Rennen: 1. Schultes Szegeban(A. Schulte), 2. Auswahl, 3. Nuschv. Ferner: Leutvogt, Medinus, Märzprinzetz, Mona, Seemeile. Toto: Steg 65, Platz 17. 15, 14. 7 Rennen: 1. Hülsemanns Florian Gever(Heesen), 2 Fichtennadel, 3. Weltmeister, 4. Greystoke. Ferner: Blumengöttin, Schutzpatron, Monarchist Aepfelchen, Jan van Werid, Golo, Helda. Toto: Sieg 97, Platz 24, 88, 20. 19. 8. Rennen: 1. Mertens Torpedo(Weber), 2. Panzerflotte, 3. Schatzfinder. Ferner: Domfalke, Standarte RoPieta. Husar Toto: Sieg 22. Platz 20. 38. 34. Dänen John Birch und konnte varür aus der Handi/g Bansagelligerscguets Reiziägge, Hogenbe#h, 3, Perzig. Dangn John Bixch und konnte dafur aus..... Z. Bandage,„Ferner: Jan van Perso, Leid, Sperber, Weisdes Prinzen Harald, eines Bruders des dänischen Ko- mannsheil, Pelagon, Danklied. Toto: Sieg 25, Playz 15, nigs, den als Ehrenpreis ausgesetzten, silbernen Pokal 14. 16. in Empfang nehmen. Hasselberg entschädigte sich für Siea=Toppelwette: 3. und 5. Rennen: Gnom— Koldenseine Niederlage durch einen Sieg im Vorgaberennen. birsch 100:10. à Muthher Seite 10 Nr. 117 7 Bochumer Anzeiger 7 Montag, 20. Mai 1933 ceite 11 Nr. 1 Das Motto der Reichs-Sportwerbewoche: 99 VonrVSiksiperrzarriöchlienrungt im Düsseldorfer Stadtbad durchgeführt wurde, besten Erfolg. Mit der Zeit von 6,28,3 verbesserte die Krefelderin nicht nur ihren eigenen deutschen Rekord, der auf 6,31,6 stand, sondern auch den von der Holländerin Jenny Kastein mit 6,29 gehaltenen Europarekord, Die große Werbewoche vom 26. Mai bis 2. Juni, die alle Volksgenolfen angcht— Gleichzeitig Luftlport-Werbewoche Im vorolympischen Jahr ruft der Reichssportführer zu einer Reichs=Sportwerbewoche auf, die allen Volksgenossen noch einmal in aller Eindringlichkeit die Notwendigteit der Leibesübungen als Bestandteil der deutschen Kultur vor Augen führen soll. Die Reichs=Sportwerbewoche wird in allen Orten des Reiches mit mehr als 5000 Einwohnern durchgeführt. Alle Fachämter des Reichsbundes für Leibesübungen, Partei, Behörden, SS., SA., HJ., BDM., Reichsarbeitsdienst, Polizei und Wehrmacht werden sich in den Dienst dieser 11 Uhr und Sslsiae.d lse eeniscan Snacaie, iesoden betnuichesgasie eisead eiseatschesten, durchgeführt, der 1000 Preise im Gesamtwert von 5000 Mark und u. a. eine Freifahrt zu den Olympischen Spielen vorsicht.„.... Suaxhmerhewoche bi. besanntlich vam 9e.: bis9. Das Programm der Bochumer Reichs Sportwervewoche, die bekanntlich vom 26. Mai bis 2. Juni zusammen mit der Luftsport=Werbewoche durchgeführt wird, soll zusammen mit dem Programm für diese Werbung für den deutschen Luftsport in Kürze veröffentlicht werden. Erlaß des Gaubeauftragten Zur Reichssportwerbewoche vom 26. Mai bis 2. Juni. Die Reichssportwerbewoche steht unter dem Leitsatz „Vom Volkssport zur Höchstleistung" und kommt vom 26. Mai bis 2. Juni 1935 zur Durchführung. Die Woche muß den einheitlichen Willen des gesamten deutschen Volkes zum Austrag bringen, in Zukunft Leibesübungen zur Lebensgewohnheit zu machen. Sie soll einen weiteren Vorstoß bilden in unserem Kampf, auch den letzten körperlich befähigten Volksgenossen für die Teilnahme an regelmäßigen Leibesübungen zu gewinnen. Zu diesem Zweck werden Behörden, NS.=Gliederungen und Formationen sowie die Schulen gemeinschaftlich mit den Vereinen des Reichsbundes für Leibesübungen zusammenwirken. Nicht zuletzt soll die Reichssportwerbewoche in der Gesamtheit des deutschen Volkes das Verständnis für die sportliche, kulturelle, wirtschaftliche und politische Bedeutung der kommenden Olympischen Spiele und der für diesen Wettkampf der Nationen unumgänglichen Höchstleistungen wecken und vertiefen. Alle im Rahmen der Reichssportwerbewoche stattfindenden sportlichen Veranstaltungen sind von den Ortsgruppen des DRfL. unter Heranziehung aller Leibesübungen treibenden Gruppen durchzuführen. Wo Ortsgruppen des DRfL. noch nicht bestehen, obliegt die Durchführung einem Ortsausschuß, der aus Vertretern der Leibesübungen treibenden Gruppen zu bilden ist. Die Organisation allgemeiner Werbekundgebungen, in deren Mittelpunkt praktische Darbietungen von Leibesübungen stehen müssen, liegt in den Händen der zuständigen örtlichen Leitung der NSDAP. Die sportlichen Veranstaltungen werden nach den Anweisungen der Beauftragten des Reichssportführers durch deren Vertrauensmänner in den Stadt= und Landkreisen in engster Zusammenarbeit mit den obenerwähnten Stellen vorbereitet und durchgeführt. Zwecks zielbewußter Durchführung dieser großzügigen Werbung für die deutschen Leibesübungen, die eine Angelegenheit des gesamten deutschen Volkes ist, erwarte ich von allen Fachamtsleitern und Vereinen des DRfL., daß sie sich mit allen Kräften freudig einsetzen zur Erreichung des gesteckten Zieles. Schäfer,„ Sturmbannführer und Beauftragter des Reichssportführers für den Gau IX(Westfalen=Lippe). Die Möglichkeit zur Vorbereitung und Abnahme ist durch die Einrichtung dieser Kurse gegeben. Tennis für Berufstätige. Die Kurse finden Mittwochs von 6 bis 11 von 17 Uhr bis zur Dunkelheit auf Platz I und Sonntags vormittags von 6 bis 11 Uhr auf Platz 7 im Rechener Busch statt. Das Sportamt hat hier die Möglichkeit geschaffen, den Berufstätigen das Tennisspielen zu ermöglichen, und die Zeit deshalb so früh gelegt. Die breite Masse soll sich auch hier sportlich betätigen können, deshalb werden Lehrer, Schläger, Bälle und Plätze gegen eine geringe Gebühr zur Verfügung gestellt. Jeder Tennissportler und Interessent sollte an diesen Kursen teilnehmen. Für den Anfänger ist es immer sehr wesentlich, die Grundbegriffe durch einen erstklassigen Lehrer beigebracht zu bekommen. Schwimmen(Erwerb von Freischwimmer= und Fahrtenschwimmer=Zeugnissen. Mit Genugtuung kann das Sportamt feststellen, hier wertvolle Pionierarbeit für den Schwimmsport geleistet zu haben. An vier Abenden in der Woche herrscht in der Städtischen Badeanstalt in den„Kraft=durch= Freude"=Schwimmkursen lebhaftes Treiben. Mit großem Erfolg absolvierten viele Bochumer Volksgenossen die Anfängerkurse, um sich dann anschließend in den Schwimmkursen für Fortgeschrittene weiter zu schulen. Eine erhebliche Anzahl von Freischwimmer= und Fahrtenschwimmer=Zeugnissen konnte bisher durch das Sportamt ausgestellt werden. Jedem Schwimmsportbegeisterten ist Gelegenheit gegeben, sich zunächst als Zuschauer mit dem Kursusbetrieb vertraut zu machen. Bei besonderer Berücksichtigung vorgenannter Sportarten verdienen auch nachstehende Sportkurse entsprechende Beachtung. 1P T. Die feierlic Garkk, die Treibt Sport mit„Kraft durch Freude“ Das Prograhin des Sportahnes Die großen Tr Posti fanden am #reiche von Warscha er Köngsgruft ährend der Nach nn dem Zuge nac #ine letzte Trium 50 Kilometer lang riesigen Massen gleien Gruß zu en entAuf zur Körperschule im Tus.-Stadion Tenniskurfe für Berufstätige eingerichtet Rollschuhlaufen, der Sport, der augenblicklich erheblichen Auftrieb erlebt und Dienstags in der Turnhalle der Alleeschule stattfindet. Boxen, Iin=Jitsu und Kleinkaliberschießen ergänzen das Kursusprogramm. Die Kurse„Fröhliche Gymnastik und Spiele, Gymnastik für Mutter und Kind, (Kinder bis zu 6 Jahren), Gymnastik für Kinder ab 6. Lebensjahr und Allgemeine Körperschule lassen keine Wünsche mehr für eine sportliche Betätigung offen. Bochumer Volksgenossen! Macht euch die Einrichtung des Sportamtes der NSG.„Kraft durch Freude" nutzbar. Geht hinein in die Sportkurse. Ziel und Aufgabe des Sportamtes ist es, die Schulung in den Kursen lauf besonders hohem Niveau zu halten. Besorgt euch noch heute kostenlos das Vierteljahresprogramm in der Geschäftsstelle des Sportamtes, Brückstraße Nr. 40, oder bei allen Orts= und Betriebssportwerbewarten, die weitere Aufklärungen geben. Die wärmere Jahreszeit, die jetzt eine sportliche Betätigung im Freien zuläßt, veranlaßte das Sportamt, Kurse auf verschiedenen Sportplätzen abzuhalten. Bisher hatte es Kurse Dienstags und Donnerstags vormittags von 9 bis 11 Uhr im TuS.=Stadion, Castroper Straße, eingerichtet. Die gute Beteiligung jetzt schon bestätigt, daß hier einem besonderen Bedürfnis entsprochen wird. Es ist aber die Möglichkeit vorhanden, daß noch weit mehr Volksgenossen sich an diesem Kursusbetrieb beteiligen. Sonne, Luft und Bewegung geben dem Körper die notwendige Entspannung, Kraft für das Tagewerk zu sammeln. In Zukunft muß daher an obengenannten Tagen im TuS.=Stadion ein fröhlicher Tummelbetrieb herrschen. Geschultes Lehrpersonal und einwandfreie Geräte stehen immer zur Verfügung. Reichssportabzeichen. Besondere Beachtung verdient dieser Kursus der Sonntags vormittags von 9 bis 11 Uhr auf dem Sportplatz am Pappelbusch in Altenbochum abgehalten wird. Jeder Deutsche, ob jung oder alt, muß im Besitze des Reichssportabzeichens sein. Tausende haben es bereits erhalten, Hunderttausende stehen aber noch abseits. Es ist Pflicht eines jeden deutschen Volksgenossen, sich für den Erwerb des Reichssportabzeichens vorzubereiten. Martha Genenger schwimmt Weltrekord 400 Meter Brust in 6,28,3. Die von der Leitung der Olympiavorbereitungen im Schwimmen angeordnete Ruhepause für die Olympiakandidaten scheint der Krefelder Rekordschwimmerin und Europameisterin im Brustschwimmen Martha Geinenger sehr gut bekommen zu sein. Sie hatte am Sonntag nachmittag mit einem Rekordversuch über 400 Meter, der im Rahmen eines Jugendschwimmfestes „Führer durch die Sportsprache", das klingt so verdächtig nach freundlichen Lehren, dies Wort zu brauchen und jenes abzulegen, so nach trockenen Vorschriften lehrhafter Sprachreinigung. Das Olympiaheft Nr. 26 ist etwas ganz anderes. Es entwickelt auf 48 Seiten den ganzen lustig blühenden Garten der Sprache des Sportlers, der ebenso bunt und umfangreich ist wie der Garten des Sportlers selbst. Nacheinander wird jeder olympischen Sportart ein reizvolles Kapitel gewidmet, und an Fremdworten und fremden Worten wird ihre Geschichte und ihr Wesen noch einmal lebendig Hier und da klingt der launische Humor so mancher derben Volksprägung hindurch. Wenn wir das Büchlein eingehend studieren, haben wir auf einmal für alle Sportarten das nötige Rüstzeug in der Hand, dessen Fehlen uns bisher von den Kreisen der Zünftigen trennte. Wir können nun mitreden und lassen uns nicht mehr durch Fachausdrücke verblüffen. Ein ganzer Schatz von praktischen Weisheiten wird uns in den Schoß geschüttet, so scheinbar nebenbei im Plauderton. Wer hat übrigens schon einmal die Ausdrücke gezählt, die die wutschäumende Volksseele für den schlechten Spieler erfunden hat? Das Olympiaheft Nr. 26 lädt dazu ein. Die Herausgeber dieses und aller übrigen 25 Hefte sind das Amt für Sportwerbung und der Reichssportführer. Die Serie dient dem hohen Zwedk der Olympiawerbung und ist in allen NS.=Organisationen, Vereinen und Arbeitsstätten für nur 10 Pfennig zu haben. #rauerndes Volk Auf der ersten burchfuhr, Piase mon überall auf #en allein 78 F Parge verneigten. En dieser Stadt, 70000 Mensch Enlief, wurden So ###urde durch Schei rachte drei Minu #te auf fünf Ste #eier Strecke o die Bauern ar ewändern eingefu ##gen waren mit ##rde von Bauern ## fuhr nur mit ##tweise 20 Kilon ##den Farben, des ## ausgeschlage ##eten auch auf ##eim Anblick des * Knie. Sonderzüge In Krakau ## vierzig Sonder #enten, die Regie Peetreter und zahl ##achten. Alle ##eter waren nach Uingebung war vie ###besten Morgen nernwagen zur ###e Menschen zu 3 Eine schwarze S Bochumer Leben Mnsere Hennal im Wander der Zahrtäusener Mit Heimatfreunden durch Harpens Fluren Reiche Anregung brachte die Wanderung, die die Vereinigung für Heimatkunde am Samstag nachmittag durch den Stadtteil Harpen machte, der wie kein anderer seine Ursprünglichkeit am reinsten bewahrt hat. Trotz des nicht gerade einladenden Wetters nahmen über achtzig Damen und Herren teil. An der ehemaligen Stadtgrenze begrüßte sie Pastor Leich, der die Führung übernommen hatte. Vorbei ging es an den stillgelegten Schächten„Prinz von Preußen" und„Karoline" mit ihren Malakofftürmen, dann bog man in den Grünen Weg ein. Hier wurde man auf ein Gebäude aufmerksam, in dem sich einst des Posthalters Grummert Pferdehospital befand, das später die erste Fliegerstation im mittleren Industriebezirk beherbergte und dann eine Hühnerfarm. Der Grüne Weg ist voll spitzer Steine, so daß man froh war, bald einen Feldweg einschlagen zu können, um nach Kirchharpen zu gelangen. Ringsum, soweit das Auge sah, fruchtbare Kornfelder. Der Roggen ist schon in die Aehren geschossen. Ein liebliches Bild, diese in einer Mulde liegenden alten Bauernhöfe, umgeben von hohen Bäumen, saftigen Wiesen, ausgedehnten Saatbreiten. Zwei der ältesten Höfe, dr von Schulte und der von Homborg, wurden in Augenschein genommen. Da staunten die Städter über die großen Küchen und die langgestreckten Delen, zu deren Seiten die Stallungen sich hinzogen. Und wie blitzblank alles! In diesen beiden Häusern wird alljährlich am Maiabendfest von Bochumer Gästen Kaffee getrunken— eine Tafel am Hause Schulte und ein Gästebuch im Hause Homborg sind des Zeuge. Neben Homborg, in dessen Garten eine über 200 Jahre alte Buche steht, deren Umfang über drei Meter mißt, liegt der graße Hof Oberhöffken Ueber die Kornharpener Straße, dessen einst so munteres Bächlein durch die Kanalisation den Blicken entzogen ist ging's dann durch die Kämpe zum Wieschermühlental. Dort, wo der kanalisierte Karelinenbach sich dem Oelbach nähert in einem früheren Sumpfgelände, hat man bei den Meliorationsarbeiten schicht überdeckt sind, die im Norden Bochums schon über 70 bis 100 Meter beträgt und im Münsterland bis Das Kreidemeer ging zurück, Stürme und es bildete sich die Lößzu 3000 Meter. rasten über die Steppe, schicht, der fruchtbare Lehmboden, der Harpen zu einer Kornkammer werden ließ. Früh wurde unsere Gegend am Hellweg besiedelt. Die Funde in den tiefer gelegenen Wiesen, die ehemals ein See gewesen sein mögen, erstrecken sich aus altester Zeit bis zur Gegenwart. Germanen, Römer, Franken, Sachsen sind auf dieser über 5000 Jahre alten Straße gezogen, dann kamen die Heerzüge späterer Jahrhunderte bis in die Neuzeit. Pfarrer Leich ließ am geistigen Auge die Vergangenheit mit ihren bunten Bildern, ihren Erd= und Menschenschicksalen vorüberziehen, um dann kurz die Geschichte von Harpen zu streifen. Dort, wo heute der Rest der Wieschermühle stand, war nahebei das alte Rittergut Harpen, das nach dem Aussterben derer von Harpen an die Herren von Altenbochum und Havkenscheid kam. 1273 wird Otto von Harpen erwähnt. Der letzte Besitzer war ein o. Dücker, ein Offizier Friedrichs des Großen. Später zerfiel der Besitz, den der Bauer Kost in Havkenscheid tenden Schlammteichen vorbei ging es dann durch die Fluren gen Kirchharpen, so benannt nach der uralten Kirche in Harpen. Sie ist unstreitig das interessanteste Gotteshaus in Groß=Bochum. Schon um 800 hatte Harpen an der Stelle, wo einst Wodan geopfert wurde, ein kleines Holzkirchlein. Um 1150 wurde die jetzige Kirche in ihrem älteren, romanischen Stile erbaut, später wurden Arbeiten in gotischem Stile angegliedert. Bemerkenswert sind der vergoldete Kronleuchter, der Taufstein aus dem 12. Jahrhundert, der aus dem 14. Jahrhundert stammende kleine Altar mit den Hl. Drei Königen. ein seltenes, kostbares Werk, ferner das Sakramentshäuschen über der Kanzel und kleinere Sakramentshäuschen aus dem 13. Jahrhundert. Der prächtige Altar in Barock stammt aus 1699. Die Altarbilder stellen Taufe und Abendmahl dar, in der Mitte das Bild Jesus in Gethsemane von ergreifender Wirkung. Die Wappen früherer Geschlechter schmücken die Wände und die Gedenktafeln von 1808 bis 1914. Pfarrer Leich, dem die weihevolle Ausschmückung dieses altehrwürdigen Gotteshauses am Herzen liegt, wußte in seinem Schlußwort die Gedanken hinzuleiten von der alten Zeit bis zur Gegenwart. Was könnte dies Kirchlein nicht erzählen aus Kriegs= und Friedenszeiten, von Menschenund Mütterschicksalen? Wie viele haben im Laufe der Jahrhunderte hier Trost gefunden an geheiligter Stätte! Tief beeindruckt von dem Gesehenen und Gehörten verließ man das Gotteshaus. Der Vereinsvorsitzende, Bürgermeister i. R. Ibing, sprach Pfarrer Leich im Namen aller herzlichen Dank aus dafür, daß er ihnen einen so inhaltsreichen, Herz und Gemüt stärkenden Nachmittag bereitet hatte. Nachdem man im Fleitmannschen Saale eine kleine Stärkung zu sich geerwarb. In der Nähe liegt das Gut Lütkendorp, das nommen, trat man von der lieblichen Oase im Grünen 1368 exwähnt wird. An der hohen Halde der Zeche den Heimweg nach Alt=Bochums steinernem Meer an. „Robert Müser“ mit den davor sich seenartig ausbrei= ap. viele vorgeschichtliche Funde gemacht, als da sind Skelettteile vom Ur, vom Riesenhirsch (weiter südlich auch vom Renntier), ferner Scherben von Keramiten, Münzen Zierstücke aus Metall usw.; das Kostbarste aber sind zwei Hirschhornbeile, deren Alter Pastor Leich, der sich um die Entdeckung und Vergung dieser Funde große Verdienste erworben hat, auf 15000 Jahre schätzt. Eins dieser Steinzeitbeile befindet sich in der Bochumer Bergschule, eins in einer Werner Schule. An einem Steinbruch nahe der Güterzugstrecke — dem einzigen in Harpen— erkannte man den geologischen Aufbau unserer Gegend. Die Erdschichten erzählen von der Zeit, die um viele Millionen Jahre zurückliegt. Einst floß die Ruhr als kilometerbreiter Strom von Heven durch das jetzige Oelbachtal in Richtung Zillertal durch das heutige Emschertal. Lange vordem stand im Norden das KohlenTiefland, im Süden das Devongebirge. Dann kam die Kreidezeit; ein Meer überdeckt die Wälder, aus deren Resten die Kohlen entstanden— so daß an der Ruhr die Kohlen offen zutage treten, hier aber, im Wieschenmühlental, schon von einer dünnen MergelSchallach und Diphiherte Wülen noch nnmter Ansteckende Krankheiten im Ruhrgebiet Dem Bericht des Iustituts für Hygiene und Bak= 6. Diphtherie: Den 1428 Erkrankungen und 62 Toteriologie zu Gelsenkirchen über den Stand der an= desfällen des Vormonats(4 Wochen) stehen diesmal Aprik sr##pier Bocen)(ebenfalls 4 Wochen) 1136 Erkrankungen mit 51 TodesZeit vom 31. März bis 27. uorn 1935(vier Wochen) fällen gegenüber. In Essen sind 220, in Gelsenkirchen 166, in Duisburg=Hamborn 125, in Bochum 101, in entnehmen wir: 1. Unterleibstyphus: Während im Monat März 1935 nur 1 Erkrankung an Unterleibstyphus zur Anzeige gekommen war, sind diesmal 4 Erkrankungen gemeldet, von denen 8 auf Mülheim(Ruhr) und 1 auf DuisburgHamborn entfällt. Todesfälle sind nicht vorgekommen. 2. Paratyphus: An Paratyphus erkrankten 9 Personen, und zwar 7 in Witten, je 1 in Essen und Lüdinghausen. 3. Nahrungsmittelvergiftungen: Außer den erwähnten Paratyphuserkrankungen sind noch 50 Erkrankungen infolge Nahrungsmittelvergiftungen gemeldet, davon 19 im Ennepe=Ruhr=Kreis. In Bochum kein Fall. 4. Ruhr: Erkrankungen an Ruhr wurden 12 gemeldet(im Vormonat), davon 6 in Gelsenkirchen, 5 in Dortmund, 1 in Essen. 5. Scharlach: Die Erkrankungsziffer an Scharlach stellt sich nach den amtlichen Meldungen in dieser Berichtszeit(4 Wochen) auf 582 mit 2 Todesfällen, gegenüber 739 Erkrankungen mit 4 Todesfällen im Vormonat. An den Erkrankungen sind beteiligt: Gelsenkirchen mit Dortmund 76, in Herne 35, in Wattenscheid 34 Erkrankungen zur Meldung gelangt. Todesfälle in Bochum 3. 7. Genickstarre: Im Ruhrkohlengebiet sind 13 Erkrankungen an Genickstarre gemeldet, davon 3 aus Duisburg=Hamborn, je 2 aus Oberhausen und Bochum. 8. Kinderlähmung: Aus Unna, Essen und Arnsberg ist je 1 Erkrankung an Kinderlähmung gemeldet worden. 9. An Kindbettfieber nach regelrechter Geburt erkrankten im Ruhrkohlengebiet 29 und starben 8 Frauen. An Kindbettfieber nach Fehlgeburt ereigneten sich 14 Erkrankungen mit 4 Todesfällen. 10. Tuberkulose: In der diesmaligen Berichtszeit (4 Wochen) sind 384 Erkrankungen und 228 Todesfälle gemeldet, denen 353 Erkrankungen mit 226 Todesfällen gegenüberstehen. Aus Bochum sind 20 Erkrankungen und 28 Todesfälle zur amtlichen Meldung gelangt. 11. Schlafkrankheit: An sogenannter Schlafkrankheit ereigneten sich in Mülheim(Ruhr) 1 Erkrankung, im Wärter der Wach= und Schließgesellschaften erhalten durch Schulung Berufsausweis Für die Wachtmänner der Wach= und Schließgeselschaften ist vorgeschrieben, daß sie zur Ausübung ihres verantwortungsreichen Berufes viel wissen und können müssen. Ihnen ist wertvolles deutsches Volksvermögen zum Schutz anvertraut. Sie müssen infolgedessen körperlich und geistig befähigt sein, in jeder Lage ihren Mann zu stehen. Das bedingt nicht nur Vertrautheit mit allen Gefahrenquellen. die auftreten können, sondern auch Kenntnis aller Möglichkeiten solche Gefahren abzuwenden Ueben die Wachtmänner ihren schweren Beruf richtis aus, so ist dadurch dem Bürger die Gewißheit gegeben daß er voll Vertrauen auf den Wachtmann ruhig schlafen kann. Sein Besitz und damit wertvolles Volksgut stehl unter bewährtem Schutz. Die mannigfachsten Anforderungen treten an den Wachtmann heran. Hier ist Brandgefahr zu bekämpfen, dort sind Einbrecher abzuwehren; Unglücksfälle ereignen sich, bei denen der Wachtmann erste Hilfe leisten mus usw. Das alles erfordert neben Entschlossenheit und Geistesgegenwart eine außergewöhnlich gute und um sassende Vor= und Ausbildung, denn letzten Endes kann nur das durch erfolgreiche Wachbereitschaft der Wachtmänner erworbene Vertrauen zur allseitigen Inar spruchnahme der Einrichtungen der Wach= und Schließgesellschaften seitens der Bürger führen. Um all diese Voraussetzungen für die Wachtmännet zu schaffen, ist in Bochum in Gemeinschafts“ arbeit der Gaubetriebsgemeinschaft Handel und dem Amt für Berufserzie: hung in der DAF. ein Lehrgang eingerich tet, zu dem bewährte Fachkräfte herangezogen sind und der jetzt im Schulungshaus der DAF. Bochum, Berestraße 57, begonnen hat. Zur Eröffnung hatten, sch u. a. als Gäste die Kreisfachgruppenwalter der gruppe Haus= und Grundbesitz, Pg. Burmann(Hagen und Pg. Kallen(Dortmund) eingefunden. Fachschaftswalter Pg. Pukropski begrüßte die Anwesenden. PeEhrhart behandelte darauf eingehend die Frage„Warun Berufserziehung?" Im Auftrage der DAF. betonlt Kreiswalter Brune, daß alle Arbeit zur Schulung au der Grundlage nationalsozialistischer Weltanschauung ab gestellt sei. Die Eröffnung der Lehrgänge fand ihrr Ausklang mit einem begeisterten Sieg=Heil auf der Führer Adolf Hitler, dem Schirmherrn der Arbeit. Das freundlich Prun und seinen oot vollkommen v# Stadt geworden. #warze Tücher. ##n waren umflor n, aus denen hckelten. Einen s# ##eten die bunter #oen Bewohner, Schafspelze der M Pieder, grünen 9 Frauen. In #inde, unter ihner #n. am Bahnhof Arstellung denom onmassen. Am ##leit in weißen Ankunft in Krak 107, Essen mit 79, Duisburg=Hamborn mit 55, Dort=Ennepe=Ruhr=Kreis 1 Todesfall und in Hagen 2 Todesmund und Bochum mit je 54 Fällen. fälle. Vorbereitungslehrgang für die Meisterprüfung im Malerhandwerk Das Amt für Berufserziehung in der Deutschel Arbeitsfront beginnt in der nächsten Zeit einen weiteren Vorbereitungslehrgang für die Meisterprüfung der Malergesellen. Der Lehrgang umfaßt die Stoft gebiete: Kalkulation, Buchführung, Sozialgesetzgebung, Steuerrecht und theoretischer Fachunterricht mit nen. Da die Anforderungen des Prüfungsamtes su die Meisterprüfung immer mehr gesteigert werden, eine sorgfältige Schulung der Prüflinge unbeding notwendig. Das Mindestalter der Prüflinge ist Jahre. Anmeldungen für diesen Lehrgang nimmt de Amt für Berufserziehungder DAF., Bochum, Alle“ straße 46, Zimmer 2, entgegen. Um 8 Uhr Schhee m Staatspräsik Pordnungen 11) #renkomp big aufgestellt Crommelw # eine eigens ##en und auf ie Geistlichen Di in Bewegn ## bildete wied an Reihe. 2e P sthücheg Stre schwarze P# und #enschenmassen onn vier Männe Silna“ trug Erde aus ###uen. Die 1 Neu war ###che Hochad ##ete. Um ½ m üher.„Von ##uteten die Gl #awel erreich ##schwere Sig en Geläut #nd vor dem Al ligen Polens, ##falk gestellt. den Dom zu #enst, den d Eapieha, un ##e. Daraut et im Iune ###ung, die P. isher.“t, nod Fruberzuziehen. ige Treue Kurz bevor#### ## getragen wi einzige Ansp seicki das ###, Schatten k ### 2. Linzu, #e geschmückt. er hat den 2 ####r unseres Wil ### er unsere! Herschaftz #te ganz P# ###, die uns b nen die ceite 11 Nr. 111 7 Bochumer Anzeiger# Montag, 20. Mai 1933 Aus aller Welt wurde, besten erte die Kre. Rekord, der r Holländern Eurovarekord, ROPRdes Marschalls letzte Fahrt Perons=Geldons umn=Surhe Der Winter im Mai Seit 960 Jahren erstmalig Mai=Schnee in Paris Paris, 19. Mai. Die plötzliche Kältewelle, die seit einigen Tagen über Frankreich und andere europäische Länder hereingebrochen ist, dauert an. Das Thermometer ist in fast Die feierliche Beisetzung in der alten Krönungsstadt Krakau— Ansprache des Staatspräsidenten aug hreizisseren. Frsgigr'n#ir ante, schnsen. Die Krakau, 19. Mai. shat unsere Grenzen fest geschmiedet, die Fahnen unserer klingt so verWort zu getrockenen Voris Olympiaheft twickelt auf 48 en der Sprache ngreich ist wie seinander wird Kapitel gewidWorten wird nmal lebendig tor so mancher tudieren, haben nötige Rüstzeug von den Kreisen mitreden und ücke verblüffen. seiten wird uns enbei im Plaudie Ausdrücke für den schlechpiaheft Nr. 26 nd aller übrigen bung und der n hohen Zwedk NS.=Organisanur 10 Pfennig gesellschaften ufsausweil id SchließgeselAusübung ihres sen und könne Volksvermöger lgedessen körper age ihren Manr lutheit mit allen sondern auc ren abzuwenden Beruf richts wißheit gegeben in ruhig schlafer Volksgut stehl treten an den zu bekämpfen. icksfälle ereignen ilfe leisten mus schlossenheit und gute und um zten Endes kann haft der Wachtlseitigen„Inarch= und Schließie Wachtmänner einschafts emeinschaft rufserzie geingerich zezogen sind. und Bochum, Berejung hatten sich zalter der Farirmann(Hagen en. Fachschaps nwesenden. Pe Frage„Warun DAF. betont er Schulung au ltanschauung abänge fand ihre =Heil auf der der Arbeit. Die großen Trauerfeierlichkeiten für Marschall PilPosti fanden am Samstag mit der Ueberführung der #leiche von Warschau nach Krakau und der Beisetzung in #er Köngsgruft des Wawel=Domes ihren Abschluß. Lährend der Nacht zu Samstag ist der tote Marschall ## dem Zuge nach Krakau gebracht worden. Es war #ine letzte Triumphfahrt. Ueberall unterwegs an der KE50 Kilometer langen Strecke hatte sich die Bevölkerung E riesigen Massen versammelt, um ihrem Führer den #esien Gruß zu entbieten. #rauerndes Volk Auf der ersten kleinen Station, die der Leichenzug ###rcbfuhr, Piaseczno zeigte sich das Bild, das sich überall auf den Bahnhöfen wiederholte. Hier ##nen allein 78 Fahnen aufmarschiert, die sich vor dem ##rge verneigten. Der erste größere Ort war Radom. #n dieser Stadt, die 50 000 Einwohner zählt, hatten ### 70000 Menschen versammelt. Als der Trauerzug ##ief, wurden Salutschüsse abgefeuert. Der Sarg ##urde durch Scheinwerfer angestrahlt. Die Menge ver#rechte drei Minuten in tiefem Schweigen. Der Zug me auf fünf Stationen kurzen, Aufenthalt.„Auch auf ##eier„Strecke in den ländlichen Bezirken hatten #o die Bauern am Bahndamm entlang in ihren Fest###wändern eingefunden. Alle Brücken und Ueberfühgen waren mit frischem Maiengrün geschmückt. Tau##rde von Bauernfuhrwerken säumten die Strecke. Der ##o fuhr nur mit einer geringen Geschwindigkeit von ##weise 20 Kilometer. Auf dem offenen Wagen, der # den Farben des Ordens der Virtuti Militari(hell#u) ausgeschlagen war, stand der Sarg. Daneben ##ten auch auf der Fahrt Offiziere die Ehrenwache. ##m Anblick des Leichenzuges fielen die Menschen auf Knie. Sonderzüge In Krakau waren im Laufe der Nacht zu Sams## vierzig Sonderzüge eingetroffen, die den Staatsprä##enten, die Regierungsmitglieder, die fremden Staats###treter und zahlreiches Militär zur Krönungsstadt #rachten. Alle Züge waren überfüllt. 150 Pressever#riter waren nach Krakau gekommen. Auch aus der Angebung war viel Volk in die Stadt geströmt. In den ##besten Morgenstunden schon fuhren lange Reihen ##nernwagen zur Stadt. Ueber viele Kilometer kamen ##e Menschen zu Fuß. Eine schwarze Stadt Das freundliche Krakau mit seinem vielen lichten rün und seinen schönen alten Häusern hatte sein Gebt volkommen verwandelt. Krakau war eine schwarze Etadt geworden. Von den Häusern wehten lange bwarze Tücher. Die auch bei Tage brennenden Later#en waren umflort. Am Bahnhof standen riesige Pylon aus denen Trauerfeuer lange Rauchfahnen entEkelten. Einen seltsamen Gegensatz zu dieser Düsterkeit Aldeten die bunten und malerischen Trachten der ländden Bewohner, die gestrickten Hosen, die weißen Schafspelze der Männer mit ihren Federhüten, die roten eder, grünen Röcke und bunten Kopftücher der Frauen. In den ersten Morgenstunden hatten die Verinde, unter ihnen vor allem die LegionärsorganisatioEn am Bahnhof und längs des Weges zum Wawel ##stellung denommen. Dahinter stauten sich die Men##rmassen. Am Bahnhofsvorplatz hatte sich die Geist##rkeit in weißen Meßgewändern versammelt. Regimenter mit Lorbeer bedeckt. Wir wollen ihm das Gelöbnisewiger Treue geben. Die Ehrfurcht vor ihm soll sich in eine Pflicht verwandeln, für unsere Ehre und die unseres Volkes einzustehen.“ Moscickl erklärte dann weiter, daß das polnische Volk nie vergessen dürfe, was es dem Geist dieses großen Toten schuldig sei. Nur dann werde der Tote ruhig schlasen können. Tenn er habe Polen die Kraft und die Achtung der Welt gegeben.„Die Ehrfurcht, die wir für Pilsudski haben, wird jetzt immer größer und größer werden junge Saat und vor allen Dingen der Weinbau haben im ganzen Land und wird sich noch hundertfach ver starf gelitten. Selbst Südfrankreich ist nicht vermehren. schont geblieben. Aus den Provinzen werden außerdem Moscicki empfängt die ausländischen Gard. Auf dem Kleinen St. Bernhard liegt der Schnee Im Anschluß an die offiziellen Trauerfeierlichkeiten empfing der polnische Staatspräsident Moscicki im Rittersaal des Wawel=Schlosses die verschiedenen Abordnungen der auswärtigen Mächte, deren Mitglieder er sich einzeln vorstellen ließ. Er unterhielt sich mit Ministerpräsident Göring und den anderen Mitgliedern der deutschen Abordnung sehr freundlich. Kundgebung für Göring in Krakau Krakau, 19. Mai. die Auffahrt des diplomatischen Korps und der Mitlieder der Weichsregierung abgesperrt. Nachdem die Beisetzungsfeierlichkeiten beendet waren, gab Außenminister Beck den Sondergesandten der auswärtigen Mächte ein Frühstück im Hotel Französischer Hof, während gleichzeitig das Warschauer diplomatische Korps bei Staatssekretär Graf Szembek zu Gast war. Bei dem Frühstück im Französischen Hof fand auch eine Begegnung zwischen General Göring und Minister Laval statt. Auf dem Alten Ring wurde dem General Göring gegen Abend eine herzliche Sympathiekundgebung darglieder der Reichsregierung abgesperrt. In wenigen Minuten hatte sich das Gotteshaus mit den Repräsentanten aller Länder der Welt gefüllt, die sich um den Botschafter der polnischen Republik Dr. Lipski scharten. Sie nahmen zur Rechten des Sarkophags Platz, zur Linken saßen die Mitglieder der Reichsregierung, die Minister Freiherr von Neurath, von Blomberg Dr. Goebbels, Darré, Freiherr von Eltz=Rübenach, Seldte, Dr Frank. Weiter waren anwesend als Vertreter des Ministerpräsidenten General Göring Generalleutnant der Flieger Milch, die Gattin des Ministerpräsidenten in Begleium sich die Stadt anzuseberz,purde er von verstung des persönlichen Adiutanten Ministerialratz Grit=Kelchsäzigt und die Frühin Vevölterung, die sich noch immer dicht gedrängt du.,., der Chef der Heeresleitung, General der Artilerie gexnichtet. In einigen die Straßen schob, erkannt. Die Menschen blieben stehen, pon Fritsch, der Ehef der Marineleitung Admiral Schottland kam es zu verb katschten in die Hände, und Bravoruse wurden laut, diesHhr h. g. Haeder Generalleutnant von Reiesven erzug ia tiefverichnei der Persönlichkeit des Ministerpräsidenten gatten. Göring au Staatssekretär von Bülow, der Chef des krecken sind so tief verschne gebracht. Als er mit seinem Adjutanten über den Platz ging, um sich die Stadt anzusehen, wurde er von der Bevölkerung die klatschten in die Hände und Bravorufe wurden laut, die der Persönlichkeit des Ministerpräsidenten galten. Göring! dankte freundlich und bestieg dann einen in der Nähe che haltenden Kraftwagen. Als er davonfuhr, setzte Kundgebung erneut ein. Wie noch bekannt wird. auf dem Wege zum Wavel den Traggsontglt.„Er und su der ersten Stchleiße Platz wurde zu einem Kraftwagen geleitet. Fin Krakauer Pipfti empfing den Führer im Ir Abendblatt berichtet, daß der greise Marschall einen.„Teitete ihn nachdem der FühSchwächeanfall erlitten habe, der allerdings vorübergehender Natur gewesen sei. Lavalfuhr mit dem fahrplanmäßigen Zug Sonntag früh, 5,20 Uhr, nach Paris zurück. hard. Auf dem Kleinen St. Bernhard liegt in 2200 Meter Höhe etwa sieben bis acht Meter hoch. Man hat durch den Schnee einen Tunnel stechen müssen, um bis zum Krankenhaus zu gelangen, das sich auf dem Gipfel des Berges befindet.— Die Gegend von Chambery in Savoyen wurde am Samstag nachmittag von einem Schneesturm heimgesucht. Die Gebirge in Savoyen tragen eine Schneedecke, die an Höhe der des Winters nicht nachsteht. In den Bergen herrscht eine Kälte von 5 bis 15 Grad unter Null. Auch in den Vogesen und im Jura schneit es ununterbrochen. Auch in Paris setzte zum Wochenschluß Schneetreiben ein. Bei dieser Gelegenheit wurde festgestellt, daß es 960 Jahre her ist, daß man in der französischen Hauptstadt im Monat Mai wieder Schnee fallen sah. London, 19. Mai. Ganz England wird zur Zeit von einer Kältewelle heimgesucht, wie sie im Monat Mai seit 100 ren nicht zu verzeichnen war. In vielen Gegenden sank das Thermometer nachts auf neun Grad Kälte. In den meisten Gartenbaugebieten hat der Frost schwere Schäden verursacht. Die Obstblüte ist schwer geschädigt und die Frühkulturen sind zum größten Teil einigen Gegenden von Cornwall und verbreiteten Schneefällen, teilweise Rei= den ersten dieses Jahres. Viele Wege und Eisenbahnw, der Chef des strecken sind so tief verschneit, daß Unregelmäßigkeiten im die Protokolls Graf von Bassewitz, Oberbürgermeister Autobus= und Zugverkehr eintraten Falsche Mutter entführt Säugling der Trauerkondukt. Erss.4'iu dex ersten Stühlreiße Platz nahm. Botschafter den Führer im Innern der Kirche und geleitete ihn, nachdem der Führer dem Botschafter nochmals persönlich sein Beileid ausgesprochen hatte, zu seinem Platz. Obergruppenführer Brückner und die übrigen Herren aus der Begleitung des Führers folgten ihm. Feierlich erhellte Kerzenschein das Gotteshaus, und eine schweigende Menge ehrte das Andenken des polnischen Nationalhelden. Das Mitglied der Warschauer Oper Adelina Koryto=Czapski leitete mit einem Liede in volnischer Sprache„Verlaß mich nicht“ den Trauergottesdienst ein. Prälat Lichtenberg zelebrierte das Requiem, die Absolution erteilte der Berlin, 19. Mai. Nuntius Msgr. Orsenigo. Wieder sang, die WarUnter größter Anteilnahme der amtlichen Stellen schauer Künstlerin weihevolle Weisen. Am Schluß der Der Führer bei der Berliner Trauerseier für Histaoft nkunfst in Krakau * Um 8 Uhr früh lief langsam der Leichenzug in die Prorhofshalle, ein.„Dort wurde er von der Familie, ##m. Staatspräsidenten, der Regierung, den ausländischen ###ordnungen usw. entblößten Hauptes erwartet. Die Ehrenkompagnie, die auf dem vorderen BahnEg aufgestellt war, präsentierte. Unter dumpfem ##rommelwirbel wurde der Sarg von Generalen ##er eine eigens hergerichtete. Rampe vorn„Wagen, geEeten und auf eine bereitstehende Geschützlafette gestegt. Geistlichen sprachen Gebete, und dann setzte sich der #i in Bewegung. Unter den ausländischen Delegatio##n bildete wieder die deutsche Abordnung die Eie Reihe.„Der, Trauerkondukt zog durch die alten ##rischen Straßen, an den geschlossenen, Läden, den #igen schwarzen Fahnen, die von den Häusern herab#lten, und an den stummen, ergriffen schweigenden Werschenmassen vorüber. Hinter der Familie wurde ## vier Männern, die die Armbinde mit der Aufschrift ilna“ trugen, eine große dunkle Urne mitgeführt, * Erde aus dem Grab der Mutter Pilsudskis in ##auen Die Urne wird in den Pilsudski=Hügel einge###. Neu war an dem äußeren Bild, daß auch der lische, Hochadel in altpolnischen Trachten dem Sarge ###e. Um ½10 Uhr kam der Sarg am Alten Ring ##her.„Von den 45 Krakauer Kirchen und Kapellen #eten die Glocken. Als der Zug nach 10 Uhr den #elerxeichte, setzte, guch die gewaltige 100 ZentUnter größter Anteilnahme der amtlichen Stellen schauer Künstlerin weihevolle We und der Berliner Bevöllerung fand Samstag mittag im Feierstunde sprachen die Vertreter des diplomatischen Beisein des Führers und Reichskanzlers in Korps dem polnischen Botschafter ihre Anteilnahme und der St.=Hedwigs=Kathedrale ein feierliches Requiem für die ihrer Länder aus. Eine stumme Huldigung brachten Marschall Pilsudski statt. Lange vor Beginn der Feier Tausende, die die Umgebung der Kathedrale besetzt waren der Opernplatz und die angrenzenden Straßen für hielten, dem Führer beim Verlassen der Kirche dar. Ab 1. Juni ist da Für alle Einkommen bis zu 1000 Reichsmark monatlich so hat er sein Arbeitsbuch dem Arbeitsamt vorzulegen. Scheidet er aus dem Kreis der Personen, für die ein Arbeitsbuch auszustellen ist. aus so wird das Arbeitsbuch amtlich geschlossen und ihm zurückgegeben. Im Falle des Todes ist das Arbeitsbuch dem Arbeitsamt zurückzugeben. Mißglückte Verbrecherflucht in der Kroschrosche Vor Antritt 100 Mark in Hartgeld gezahlt Breslau, 19. Mai. Die Kriminalpolizei erhielt am Freitag abend Kenntnis davon, daß auf dem Breslauer Hauptbahnhof ein russischer Staatsangehöriger eine dnd Berlin, 19. Mai. Nach einer Verordnung, die im Reichsgesetzblatt vom 17. Mai(Nr. 50) veröffentlicht ist, erhalten das Arbeitsbuch, das vom 1. Juni an eingeführt wird, Arbeiter und Angestellte einschließlich der Lehrlinge und Volontäre. Dies gilt nicht für eine Beschäftigung mit einem monatlichen Entgeli über 1000 Mark sowie für Besatzungen von Seefahrzeugen, für Beschäftigte mit dem Wohnort im Ausland, für Heimarbeiter und für beschäftigte volksschulpflichtige Kinder. Das Arbeitsbuch wird auf Antrag des Beschäftigten nach dem vorgeschriebenen Muster kostenfrei von dem Ar beitsamt ausgestellt, in dessen Bezirk der Antragsteller polizeilich gemeldet ist. Bei Aufnahme der Beschäftigung hat der Arbeiter oder Angestellte sein Arbeits. gewihren. Andere Eintragungen als der Beging, die er müsse bosort über 2/gni, uschrson,“ Der Ftenide Fahrt 100 Mark in Hartgeld im voraus bezahlte; die muß das Arbeitsbuch gleichfalls jederzeit auf Verlan, von ihm mitgeführte Aktentasche war außerdem voll Usietesfang boes Arhseisbüche vind mit Gesiaguit, Hgalalcs aise“ I3chds Meid- sa. Schesienl Tels Hast und Geldsftresen beodroht 1600 Mark Hrig), Kerestch Der Nalibe besel. Aelhiezie laie Kalcie der Gagesichche Feldjägern und Schutzpolizei gestellt werden. Die Untersuchung der Aktentasche ergab, daß der Verdächtige 1300 Reichsmark Silbergeld bei sich führte, die von einem Einbruch auf dem Dominium Dürschwitz herrührten, wo in der Nacht zum Donnerstag 1300 Mark Lohngelder gestohlen worden waren. Ob der Verhaftete darüber hinaus auch als Mittäter bei dem Raubüberfall auf den Postwagen in Frage kommt, ist noch Gegenstand weiterer Ermittlungen. C. Pses ausigtenig. Ghesie der Stilte 9106 Erden. Eisen= und Stahlgewinnung, Metallhütten= und Metallhalbzeugwerke. Herstellung von Eisen=, Stahlund Metallwaren, Maschinen=, Apparate= und Fahrzeugbau(auch mit Gießerei), elektrotechnische Indu## gor dem Altar des heiligen Stanislaus, des Schutz= Industgie,„Papierindutztrie,„Leder= und Linoleuminduor dem Altar des bellgen Stanislaus, des Schub= 2du,zauischur, und Asbestindure, Bangewerbe, und Baunebengewerbe, Großhandel, Einzelhandel. Verlagsgewerbe, Handelsvermittlung und sonstige Hilfsgewerbe des Handels, Geld=, Bank=, Börsen= und Versicherungswesen. Ueber die Zugehörigkeit der Betriebe zu schwere Sigismund=Glocke der Domkirche ein. Unter Eem Geläut wurde der Sarg in den Dom getragen ## vor dem Altar des heiligen Stanislaus, des Schutz##ei#olens, dessen Ueberreste hier ruhen, auf einen #falk gestellt. Das engere Trauergefolge begab sich den Dom zu dem letzten feierlichen Gattes, ##nst, den der Metropolit von Krakau, Fürstbischof mhieba, unter Assistenz anderer hoher Geistlicher #####e. Darauf wurde der Sarg auf dem schönen Tur## bof im Innern der Burg ausgestellt, damit die Be##rung, die zu Hunderttausenden nach Krakau ge###nen ist. noch Gelegenheit bekam, an ihrem Führer ##überzuziehen. Treue Kurz bevor der Sarg Pilsudskis am Abend in die getragen wurde, hielt der polnische Staatspräsident einzige Ansprache. Es herrschte Totenstille, als ###eieki das Wort ergriff und sprach:„Den könig####, Schatten kommt noch ein Genosse ihres ewigen afes hinzu. Seine Schläfen sind nicht mit der ## ne geschmückt. Seine Hand hält nicht das Zepter. er hat den Vorrang des Herzens. Er ist der Herr= den durch amtlichen, Vermerr gesclossen, dem Inha unseres Willens. Ein halbes Jahrhundert lang zurückgegeben und durch ein neues ersetzt. Bei vereion er unsere Herzen, eines nach dem andern, unter lorengegangenen Arbeitsbüchern ist für die Ausstellung ie Herrschaft bis er durch das Herrschertum seines eines neuen eine Gebühr von einer Mark zu entrichten. Wird ein Arbeiter oder Angestellter arbeitslos, # die uns banden, zerrissen. Er hat uns Entwaff= gibt er seine Beschäftigung, auf oder nimmt er eine die Schwerter wieder in die Hand gegeben. Er Tätigkeit an, für die kein Arbeitsbuch erforderlich den Betriebsgruppen erteilen die Arbeitsämter in Zweifelsfällen Auskunft. Ueber die Einführung des Arbeitsbuches für weitere Betriebsgruppen ergeht besondere Bekanntmachung. Das Arbeitsbuch selbst wird in braunem Druck auf grauem Karton hergestellt. Es enthält 32 Seiten, die durch blaßbraunen Unterdruck gesichert sind. Auf den vier Ecken der Umschlagsvorderseite ist das Hakenkreuz angebracht. Am Kopf der Seite steht„Deutsches Reich“: darunter befindet sich der Reichsadler und unter ihm die Inschrift„Arbeitsbuch“. Alle Eintragungen im Arbeitsbuch, zu denen auch Aenderung des Wohnorts oder der Wohnung des Inhabers gehört, hat der Unternehmer dem Arbeitsamt zu melden. Vollständig ausgefüllte Arbeitsbücher werden durch amtlichen Vermerk geschlossen, dem Inbaber Sturm auf Rathaus in Süditalien Drei Tote, zwöls Verletzte Rom, 19. Mai. In Tricase(Provinz Lecce, Süditalien) kam es anläßlich der Ernennung eines Inspektionsbeamten für eine landwirtschaftliche Genossenschaft zu einer bedrohlichen Ansammlung der Genossenschaftsmitglieder vor dem Rathaus, dem Bürgermeisteramt. Die letzteren versuchten, mit Gewalt in die Bürgermeisterei einzudringen, wurden aber von der Polizei mit der Schußwaffe daran gehindert. Bei der Schießerei wurden 15 Personen verletzt, von denen drei kurz darauf starben. Die öffentliche Ordnung konnte nach dem Vorfall wiederhergestellt werden. Französisches Flugzeug bei Karthago abgestürzt. Ein französisches Militärflugzeug stürzte am Strand von Ganarth in Tunis in der Nähe von Karthago ab. Der an Bord befindliche Leutpant und ein Offizierstellvertreter erlitten sehr schwere Verletzungen. Hamburg, 19. Mai. Aus einem hiesigen Krankenhaus wurde auf sensationelle Weise ein Kind entführt. Die sofort benachrichtigte Kriminalpolizei hat noch keine Spur von der Täterin, die sich als die Mutter des Kindes bezeichnet hatte, entdecken können. Ein in der Hamburger Innenstadt wohnendes Ehepaar hatte vor längerer Zeit sein sechs Monate altes Kind zur Behandlung in ein hiesiges Krankenhaus gegeben. Es handelt sich um einen im Dezember 1934 in einer Hamburger Frauenklinik zur Welt gekommenen Knaben. Da das Kind sehr pflegebedürftig war, wurde es wieder zur Pflege in das Krankenhaus zurückgegeben. Als der Vater sein Kind jetzt besuchen wollte, wurde ihm mitgeteilt, daß das Kind bereits am Tage vorher von einer Frau abgeholt worden sei. Diese Frau habe sich der diensthabenden Schwester gegenüber als Mutter des Kindes ausgegeben. Die Stationsschwester war an diesem Tage beurlaubt und wurde von einer Schwester von der Nebenstation vertreten. Als die angebliche Mutter um die Herausgabe des Kindes hat, setzte sich die Schwester mit dem diensthabenden Arzt in Verbindung, der leine Bedenken hatte, das Kind zu entlassen, da es lediglich noch pflegebedürftig war So wurde die Genehmigung zur Auslieferung des Kindes erteilt. Die falsche Mutter nahm den Knaben zärtlich und liebevoll in die Arme und verließ das Krankenhaus. Ob man es mit einem Erpressungsmanöver zu tun hat oder ob es sich um einen Racheakt handelt, ist im Augenblick noch völlig ungeklärt. Blicke in die Welt Das Luftschiff„Graf Zeppelin“. list am Sonntag früh zur vierten Südamerikafahrt in diesem Jahre aufgestiegen. Ozeanflug aus Liebe? Der spanische Jungflieger Juan Jangeio Pombo ist in Port Etienne(Französisch=Westafrika) gelandet. Bei günstigem Wetter will er zum Flug über den Südatlantik starten, um schließlich zu seiner in Mexiko lebenden Braut zu fliegen. Die Liebe als Beweggrund zu einem Ozeanflug wäre mal etwas Neues. Aber ist es— Liebes Transatlantikflieger Hausner tödlich verunglückt. Der polnisch=amerikanische Transatlantikflieger Stanley Hausner ist mit seinem Eindecker„Marschall Pilsudski“ in Detroit tödlich abgestürzt, als er eine Kirche umkreiste, in der eine Pilsudfki=Gedächtnisfeier abgehalten wurde. Das Flugzeug stürzte auf das Dach eines Lagerhauses und verbrannte. Hausner beabsichtigte, in den nächsten Tagen einen Non=stop=Flug von Detroit nach Warschau anzutreten. Rätselraten als Schulfach. Die Schulbehörden des amerikanischen Staates Jowa haben beschlossen, im nächsten Schuljahr auf allen Unterrichtsanstalten das Raten von Rätseln als ordentliches Schulfach einzuführen, dem zwei Stunden wöchentlich gewidmet werden müssen. Die Behörden sind dabei von dem Standpunkt ausgegangen, daß Rätselraten für die Schüler ein geistiges Training bedeutet, daß es sie mehr als andere Unterrichtsfächer interessiert, und daß sie dabei spielend Begriffe lernen. Englische Kirche in Tientsin zerstört. Ein Großfeuer, das große Werte vernichtete, hat das englische Konzessionsgebiet in Tientsin heimgesucht. Trotz stundenlanger Anstrengungen gelang es der Feuerwehr nicht, die Allerheiligen=Kirche, das Wahrzeichen des britischen Stadtteils, zu retten. Das Gotteshaus wurde ein Raub der Flammen. Dreißig Fischer in China ertrunken Das Gebiet von Sutschou in der Provinz Kiangsu (China) ist weithin von einem schweren Hagelsturm verwüstet worden. Auf dem Huihu=See kenterten mehrere hundert Fischerboote. Dabei ertranken dreißig Fischer. Auch der Schaden an der Ernte ist sehr groß, Gefecht mit einer Räuberbande auf den Philippinen Bei der Fahndung nach vier Mördern. die den Gemeindevorstand des Dorfes San Antonia ermordet hatten, stieß die Polizei auf eine Räuberbande. Von den Räubern, die an 300 Mann zählten, wurden 20 getötet und mehrere gefangengenommen. 9 Seite 12 Nr. 117 7 Bochumer Anzeiger" Montag, 20. Mai 1933 Nachrichten aus Groß=Bochum Die Zahrebarden der=Samaswionne=Gelihe Zum erstenmale stand die Jahres=Hauptversammlung am Sonntag unter dem Zeichen des Führerprinzips gemäß der neuen Satzung des Deutschen Roten Kreuzes. Der Provinzial=Männerverein hat den bisherigen Vorsitzenden, Burgermeister i. R. Ibing, zum Kolonnenführer bestimmt. Dem Jahresbericht ist zu entnehmen, daß die Kolonne außerordentliche Arbeit leistete. Der Mitgliederbestand betrug 97 aktive und 9 inaktive Sanitäter. In 775 Einzelfällen konnte erste unentgeltliche Hilfe geleistet werden. 89 Krankentransporte wurden ausgeführt, und bei Aufmärschen, Sportveranstaltungen, Kinos, Theater usw. wurden 964 Wachen gestellt. Alles freiwillige Leistungen während der freien Stunden der wackeren Sanitätsleute in weitestem Sinne des Grundsatzes„Gemeinnützige Nächstenhilfe“! Bei der Ausbildung der Gasschutzhilfsmannschaften hat die Kolonne tatkräftig mitgewirkt, ebenso bei den Sammlungen für die Ne.=Volkswohlfahrt. Die nationalen Feiertage 1. Mai und Erntedankfest sowie der Heldengedächtnistag sahen die Kolonne in stärkster geschlossener Beteiligung. Beim Besuch des Stellvertreters des Führers, Rudolf Heß. und beim 2000=Kilometer=Autorennen konnten die Kolonnenmitglieder in vielen Fällen wertvolle Dienste leisten. Ein besonderer Erinnerungstag ist die große Uebung in Gemeinschaft mit anderen Kolonnen auf Zeche„Caroline“ in Harpen. Kolonnenführer Ibing dankte allen Mitarbeitern für die fleißige und selbstlose Tätigkeit. Dem Kassenwart, Stadtamtmann Hirsch, wurde Entlastung erteilt, ebenso dem Kammer= und Gerätewart Schäfer. Sehr einschneidend gestaltete sich die Auswirkung der neuen Satzung. Es mußte eine allgemeine Umänderung in der Besetzung der Unterführerstellen vorgenommen werden. Zum Stellvertreter des Kolonnenfuhrers wurde Kamerad Gustav Paul ernannt. Der Vorsitzende des Provinzialvereins hat Dr. med. Brämer wieder zum Kolonnenarzt bestimmt. Der Beirat, der in Zukunft an Stelle der Mitgliederversammlung tritt, wurde vom Kolonnenführer bestimmt. In den Beirat wurden neu berufen Bergwerksdirektor Knepper und Betriebsführer Heyng. Der Arbeitsplan, der verschiedene größere und abwechslungsreiche Uebungen vorsieht, wurde festgesetzt. Die neu ausgebildeten und geprüften Anwärter wurden als ordentliche Mitglieder eingereiht und verpflichtet. Zum Schluß war es dem Kolonnenführer eine besondere Freude, folgenden Kameraden die Auszeichnung des Provinzialvereins für langjährige und treue Dienste zu überreichen: Dr. med. Brämer, Heinrich Schäfer, Gustav Heimeroth, Karl Born, Jakob Pinoli, August Bunz. Felix Kühnel, Gustav Lamberg, Heinrich Meier, Adolf Olschewski, Ludwig Strathoff, Gustav Plesken, Adolf Sontowski sen., Adolf Sontowski jun., Wilhelm Bogun, August Marks, Otto Schimanski, Arcangelo Tocco, Emil Wallich, Wilhelm Wollenhaupt, Heinrich Schlink und Heinrich Tripp. Ehrung eines alten Turners. Im festlich geschmückten Vereinsheim Patzmann veranstaltete der Turnverein Gerthe einen Ehrenabend zum goldenen Turnerjubiläum seines Altersturners Matthias Kraus. Nach dem Bundeslied richtete der stellvertretende Vereinsführer, Turnbruder Henke herzliche Worte an den Jubilar und feierte dessen Verdienste um den Turnverein Gerthe. Im Auftrage der Deutschen Turnerschaft wurde Matthias Kraus deren höchste Auszeichnung, der Ehrenbrief und die Ehrennadel, überreicht. Der Verein will dem Jubilar die Teilnahme am nächsten Deutschen Turnfest in Breslau bereitstellen. Die Altersturner und Turner erfreuten ihren„Matz“ mit einem Frühstückskorb und zwei echten westfälischen Schinken. Bezirksoberturnwart Schmidt überbrachte als Vereinsführer der Bochumer„Friesen" Glückwünsche und Blumenangebinde. Eine sinnvolle Ehrung wurde den drei Jugendturnern Weber, Gläsker und Siebers dadurch zuteil, daß ihnen die Siegerurkunden vom letzten Kreisjugendfest in Hordel am Ehrenabend des Vereinsvaters überreicht wurden. Auch Turnbruder Bommert wurden Glückwünsche für die Erringung des goldenen Sportabzeichens ausgesprochen. Im Laufe des Abends hielt der Jubilar die„größte Rede“ seines Lebens, als er in launiger Weise Erlebnisse aus seinen Turnanfängen und von seinen späteren Erfolgen erzählte. Uebertragung der Führerrede. Die Uebertragung der Führerrede am Dienstag abend erfolgt vor den Rundfunkgeschäften Cassing, Wimmeler und Beisemann Beisemann durch Lautsprecher. Außerdem ist in den einzelnen Gaststätten ohne Verzehrzwang Gelegenheit zum Abhören gegeben. Werbeveranstaltungen im Deutschen Jugendherbergs= werk. Um das Jugendwandern und den Gedanken des Herbergswerkes in die breitesten Volksschichten zu tragen, ist für den 16. Juni eine große Werbeveranstaltung geplant. An diesem Tage finden in den Ortsteilen Gerthe, Harpen und Hiltrop Werbeumzüge statt, die auf der Kampfbahn Ehrenmal in Gerthe enden, wo anschließend für die Schuljugend Vorführungen und Belustigungen stattfinden. Desgleichen sollen demnächst in den einzelnen Ortsteilen Werbeabende aufgezogen werden. Stadtteil Harven NS.=Frauenschaft Kirchharpen. Aus Anlaß des Müttertages hielt die Ne.=Frauenschaft im großen Saale des Städtischen Verwaltungsgebäudes eine Pflichtversammlung mit Kaffeetrinken ab. Die Leiterin, Frau Bewers aus Bochum=Weitmar=Nord, begrüßte die zahlreich erschienenen Frauen und wies dann auf die Bedeutung und Wichtigkeit des Muttertages hin. Die Feier war, von gemeinsam gesungenen tages hin. Die Feier war, von gemeinsam gesungene Liedern, Gedichten der HJ. und Frauen, Chören der SNl. und keineren Auffühlungen von„Kindern und und kleineren Aufführungen von Kindern Müttern umrahmt, die alle großen Beifall ernteten. Am Mittwoch, 29. Mai, wird die Verpflichtung der seit Jahresfrist neu ausgenommenen Frauen bzw. Mitglieder durch die Gaukulturwartin, Frau Becker aus Gerthe, erfolgen. G Kirchlicher Abend der evangelischen Jugend. Am Freitag,#2. Mal, übenbe 8 Uhl, Iindel im Gemeinde24. Mai. abends 8 Uhr findet im Gemeint heim wieder ein kirchlicher Abend der evangelischen Jugend von Harpen statt. Pfarrer Paulmann wird über das Thema:„Christus in russischen Gefängnissen“ einen äußerst lehrreichen Vortrag halten. Reichsluftschutzbund. Von Montag, 20., bis einschließlich Freitag, 24. Mai, abends von 7 bis 9 Uhr, wird der zweite Schulungskursus in der evangelischen Bockholtschule für die Amtsträger, Brandwarte, Laienhelfer, Luftschutzhauswarte und deren Stellvertreter, der Untergruppe 2, Schiffer, abgehalten. Stadtteil Hiltrop Straßenausbesserungen. In den letzten Tagen wurden auf verschiedenen Straßen, so u. a. auf der Wiescherstraße, in der Constantin=Kolonie und auf der Bergener Straße Ausbesserungsarbeiten ausgeführt. Stadtteil Altenbochum Die Führerrede am Diesntag. Am Dienstag, 21. Rei Mai, abends. 8 Uhr, spricht der. Führer und weichskanzler Adolf Hitler vor dem Reichstag in Berlin zum Volke. Sämtlichen Volks deutschen gorke. Sämtlichen„Volksgenossen unseres Ortsteils, die nicht im Besitze eines Raviogerates sind, ist Gelegenheit gegeben, die Rede unseres Führers zu hören, und zwar auf der Geschäftsstelle der NSDAP., Velsstraße 2, und im großen Saale des Pg. Emil Senft, Laerstraße 38. Das Abhören der Rede ist mit keinerlei Unkosten verbunden und deshalb bitten wir die Volksgenossen unseres Ortsteils, sich recht zahlreich einzufinden. Stadtteil Laer Ludwig Rombergs 92. Geburtstag. Unser Mitbürger Romberg verlebte seinen 92. Geburtstag in frohem Familienkreise. Die Töchter waren mit ihren Familien= angehörigen vollzählig erschienen. Dem Jubilar wurden viele Ehrungen zuteil. Im Namen der Stadtverwaltung wurde eine lebende Palme mit einem Handschreiben überreicht. Der Kreisamtsleiter der NSROV. erschien versönzun uur urertengte mit einer herglich #inen Ansprache einen prachtvollen Bl nlich und öberreichte mit einer herzlich „rache einen Prachtbollen Blümenkorb. Ferner trafen Blumen ein von der Krieger= und Landwehrkamexadschaft, vom Evangelischen Kle#von ven Nachbarn Eine grobe Aldahr, von gehautellen, Ar ferner trafen Blumen ein von der Krieger= und Landirchenchor und von den Nachbarn. Eine große Anzahl von Gratulationskarten und Telegrammen liefen im Laufe des Tages ein. Daß der Jubelgreis über die vielen Aufmerksamkeiten hocherfreut war, braucht nicht betont zu werden. Rundfunkübertragung. Aus Anlaß der Reichstagssitzung kann die Rundfunkübertragung im Saale des Wirts Gilbers, Römerhalle, ohne Verzehrszwang angehört werden. Bei Wesielberg,ein Siad Langenvirekei=Geschichte Der hiesige Stadtteil, der größtenteils eben ist, besitzt nur zwei höhergelegene Punkte, und zwar den Westerberg und die Bömmerdelle. Ersterer ist heute das Ziel vieler Ausflügler, die nicht größere Strecken zurücklegen wollen. Zudem liegt ja auf dem Westerberg auch der Volkspark, der prächtige Anlagen aufweist und einen herrlichen Ausblick ins Ruhrland gewährt. Am 12. Mai jährt sich wieder der Tag, an dem vor genau 23 Jahren über dem hiesigen Stadtteil ein Orkan niederging. Nur kurze Zeit dauerte er, aber dies hatte genügt, um den ganzen Baumbestand am Westerberg zu vernichten. Stolze Buchen lagen am Boden. Aber nicht nur am Westerberg, auch an vielen anderen Punkten hatte das Unwetter gehaust. Noch eine Erinnerung: Im Monat September des Jahres 1908 barst der Hochbehälter des Wasserwerks und ungeheure Fluten wälzten sich in rasender Geschwindigkeit den Westerberg hinunter, alles mit sich reißend, was sich in den Weg stellte. Ganze Mauern wurden weggespült. Erst nach und nach wurde der Berg wieder bepflanzt, doch liegt er noch größtenteils kahl da. Eine Aufforstung würde ihm nur zum Vorteil gereichen. NS. Kulturgemeinde Tanzabend Hannah Spohr. Die vierte Veranstaltung der NS.=Kulturgemeinde *': Grollmann,eröffnete der Leiter, im vollbesetzten Saale Grollmann eröffnete der Leiter, Lehrer Schulte, mit der Begrüßung von Hannah Spohr, deren Verdienste um den Tanz im Dienste der Volksgemeinschaft er würdigte. Hannah Spohr setzte sich darauf in zwangloser Polemik für ihr Ziel ein, die Gleichberechtigung der Tanzkunst mit anderen Künsten zu erstreben, vor allen Dingen die Verbindung des Tanzes mit dem Volk zu finden. Zu diesem Zwecke gab sie auch eine kurze Erläuterung ihrer Tanztrilogie: „Das Leben des Franz von Assisi.“ Diese Dichtung ist es auch, in welcher die Künstlerin eine Synthese zwischen der zugrunde liegenden Idee und der bewegten Form in einer Sphäre gefunden hat, die abseits von den kleineren, in sich geschlossenen Tänzen liegt, die dem Zuschauer durch die Anschaulichkeit eingänglicher wird. Nach einer Paganini=Etüde zeigt sie die unbekümmerte Naturfreude des jungen Franziskus in plastischen Einzelheiten, die königliche Freigebigkeit und die wachsende Gewissensangst vor der Vision des Kreuzes. Am problematischsten ist das„große Ringen", das bei aller Inbrunst des Ausdrucks, wie ihn Hannah Spohr gestaltet, durch Geste und Bewegung nicht erschöpft werden kann.— Ohne Erläuterung hätte man die in der Gestaltung der Idee gut durchgearbeitete Trilogie nicht verstanden.. euen, ∆ Die kleineren Tänze beweisen uverau ihre Durchschlagskraft, weil sie in allen hübschen Einfällen klar und eindrucksvoll im Kontakt mit der Musik sind. Amüsant eine Koketterie mit ihrem Partner Gustl Lach, der sich geschickt anpaßt, von drolliger Realistik der Griegsche Puck(glänzend in allen Stücken die farbenfrohe Kostümierung), köstlich vorträtiert der Geck, in da Szenische hinüberspielend„Erstes Geständnis", nach einem Schumann=Stück. Die Einordnung der tänzerischen Bewegung in das Szenisch=Bildhafte fand in der Kindergruppe wegen ihrer Naturlichkeit (Puppentanz und Mandolinentanz) den größten Anklang. Paul Menzels Begleitung am Flügel war gewandt und durchsichtig. Der starke Beifall der Zuschauer und viele Wiederholungen bestätigten, daß Hannah Spohrs vielseitige und anregende Kunst eine Resonanz gefunden hatte. 2. Schwerer Arbeitsunfall. Einen Oberschenkelbruch erlitt bei Ausübung seines Berufes der 42jährige August ., Stockumer Straße. Man brachte den Verletzten ins Krankenhaus. Evangelische Frauenhilfe Dorf. Die Frauenhilfe Dorf beging im Gemeindehaussaal die Feier ihres Jahresfestes. Frau Pastor Schrader(Unna) sprach über das Thema:„Die Aufgaben, der evangelischen Frau in der Gemeinde unserer Zeit.“ Nach der Kaffeepause erfreuten die Vorführungen der Kleinen aus dem Kindergarten die Herzen der Frauen und Mütter. Das Schlußwort sprach Pfarrer Menzel. Stadtteil Werne Ehrung von Bergjungleuten. An den Reichsberufswettkämpfen hatten sich auch vier Jahrgänge der Bergjungleute: von der Harpener Bergbau=AG. der Zechengruppe Langendreer beteiligt, und zwar: Von der Zeche „Robert Müser“ 110 und von den Zechen„Neu=Iserlohn Siebenplaneten“, 85 Jungen. Die Sieger wurden durch den Gefolgschaftsführer Direktor Schulze=Höing geehrt, als Anerkennung für ihre guten Leistungen überreichte er ihnen ein Hitlerbild bzw. ein Buch. RSG.„Kraft durch Freude". Der weltbekannte Zauberer Bellachini wird am Samstag, 25. Mai, abends 8 Uhr, im Lokale Ewald seine Künste zur Schau bringen. Der Eintrittspreis ist sehr niedrig gehalten und beträgt nur 0,30 RM. Eintrittskarten sind bei den Zellen= und Blockwaltern der DAF. zu haben. Es sind jedoch alle Volksgenossen zum Eintritt berechtigt. Da nur eine bestimmte Anzahl Karten verkauft wird, sichere sich jeder frühzeitig eine Eintrittskarte. Ein Jungvolkabend des Stammes 6. Im vollbesetzten Saale„Zur Tropfsteingrotte" veranstaltete das Jungvolk des Stammes 6 einen Deutschen Abend. Die Begrüßungsansprache hielt der Stammkassenwart Högel. Vorgeführt wurde ein Theaterstück„Trutz Teufel und Tod“, das allgemeinen Beifall fand.„Das überwundene Heer“ ein weiteres Theaterstück, wurde gleichfalls gut vorgeführt. Ansprachen, Liedersang, Vorträge, ein Sprechchor feuerten die Herzen weiter an. Es war ein anregender Abend. NS.=Frauenschaft Bochum=Werne. In der in der Vollmondschule abgehaltenen Versammlung verabschiedete sich die nach Selde bei Hannover verziehende Kulturreferentin Frau Schäfer von der Gruppe Vollmond mit herzlichen Worten. Frauenschaftsleiterin Frau Blum dankte ihr für ihre Mitarbeit und führte als ihre Nachfolgerin Frau Winter ein. Stadtteil Hamme RSV. Am kommenden Dienstag, Mittwoch und Donnerstag wird von den Zellenfrauen eine Pfundsammlung durchgeführt. Kirchenmusikalische Marien=Feierstunde in der Dreifaltigkeitskirche. Am nächsten Sonntag abend findet in der Dreifaltigkeitskirche eine Aufführung kirchlicher Tonwerke statt, zu der der Pfarr=Cäcilienchor unter Leitung von Wilhelm Harzheim aus Anlaß des Maienmonats eine Auslese älterer und neuerer Marienminnelieder zum Vortrag bringen wird. Die Schäden am Kirchturm der Herz=Jesu=Pfarrkirche werden jetzt restlos beseitigt. Gleichzeitig werden die Risse ausgebessert. In schwindelnder Höhe sind augenblicklich die Tachdecker tätig. Stadtteil Hordel Jubelfeier des MGV.„1889“. den fadlichen=Ciadienen Stadtteil Querenburg Mütterehrung. Das war eine feine Stunde, die die NS.=Frauenschaft am Donnerstag nachmittag den Müttern bereitete. Die gehaltvolle Ansprache der Gaureferentin Frau Rudlof wurde umrahmt von Musik=, Gedicht= und Liedvorträgen. Ehrung der Helfer und Helferinnen der NS.=Volkswohlfahrt. Die NS.=Volkswohlfahrtsamtsleitung hatte ihre Helfer und Helferinnen zusammengerufen, die im Winterhilfswerk 1934/35 nach besten Kräften mitgearbeitet haben. Es galt, ihnen die Ehrenurkunde zu überreichen. Die Ausschmückung des Volkshauses gab der Feier den würdigen Rahmen. Ortsgruppenamtsleiter Möller betonte in seiner Ansprache, daß das Bewußtsein, der Erhaltung und Gesundung unseres Volkes zu dienen, allen Anwesenden die gewaltige Arbeit habe leisten helfen. Er überreichte die Urkunden mit der Bitte, daß, falls das nächste Winterhilfswerk ebensolche Anforderungen stellen sollte, alle Helfer und Helferinnen sich erneut mit ganzer Kraft in den Dienst stellen michten. Stadtteil Stiepel Bestandene Prüfung. Der Gärtner Ernst Beler bestand die Prüfung als Gartenmeister mit dem Prädikat„Gut“. Ausbesserung der Kemnader Straße. Die nicht asphaltierten Teile der Kemnader Straße weisen eine Unmenge von Schlaglöchern auf. Seit einigen Tagen nun sind städtische Arbeiter damit beschäftigt, dieses Verkehrshindernis durch Ausfüllen zu beseitigen. Gründliche Abhilfe kann nur eine Asphaltierung der übrigen Teile der Kemnader Straße, besonders zwischen„Karl= Friedrich“ und dem Haarmannsbusch, bringen. Die Mittel dafür sind aber zur Zeit nicht vorhanden, so daß man aus der Not eine Tugend machen muß. Stadtteil Linden=Dahlhausen Meisterprüfung bestanden. Der Maler= und Anstreichergehilfe Hugo Hörstemeier, Bochum=Linden, bestand vor der Handwerkskammer in Bielefeld seine Meisterprüfung mit„Gut“. Namensverwechslung. In der Ruhr ertrank, wie in Nr. 113 mitgeteilt, ein Mann. Die anfängliche Neuer Kinderspielplatz. Am Luisenheim, neben der Liebfrauenkirche, wird ein eingezäunter Kinderspielplatz mit zwei Sandkasten angelegt. Ferner bringt man zur Unterstellung der Kinder eine Ueberdachung an. Stadtteil Baak=Sundern Aus der NS.=Frauenschaft. Am Donnerstag wurde von der NS.=Frauenschaft Bochum=Sundern im Lokale Stemmann eine Mutterstunde veranstaltet. Hierzu waren alle alten Mütter des Bezirks Sundern eingeladen. Im Mittelpunkt stand ein gemeinsames Kaffeetrinken. Die Leiterin, Frau Born, hatte für ein reichhaltiges Programm gesorgt. Besondere Erwähnung verdienen die Gesangvorträge des Frauenchors. An der Feier nahm auch Pastor Hag teil. Für Donnerstag, 23. Mai, nachmittags, ist ein Ausflug zum Lokal Koster in Blankenstein geplant. 20. Mai: 1681 wurde Magdeburg von Tillys Truppen erstürmt if Dom, Liebfrauenkloster und etwa zehn und bis auf Häuser eingeäschert. 1664 wurde Andreas Schlüter im Hamburg geboren und als genialer Baumeister Kurfürst Friedrichs III., nach, mal. ersten preuß. Königs, zum Umvau des Schlossez nach Berlin berufen. Die nördliche und südliche Fassade, der innere Hof und Dekorationen verschiedener Prunkzimmer, ferner die Köpfe der sterbenden Krieger am Zeughaus sowie das gewaltige Reiterstandbild des Großen Kurfürsten sind die hauptsächlichsten seiner Werke, womit er Berlin den Stempel des Barock aufgedrückt hat. 1764 also 100 Jahre später. wurde ein anderer großer Künnler, der Bildhauer Gottfried Schadow, in Berlin geboren, das er mit den Denkmälern von Ziethen. Leopold v. Dessau der zierlichen Gruppe Kronprinzessin Luise und ihre Schwester Friederike sowie der Viktoria auf dem Brandenburger Tor schmückte. Auch das Lutherdenkmal in Wittenberg, das Denkmal Blüchers in Rostock und Friedrichs des Großen in Stettin sind Werke Schadows. 1798 wurde der Stenograph Wilhelm Stolze in Berlin geboren und 1841 Begründer seiner Kurzschrift, die im Einigungssystem Stolze=Schrey ausging. Personalnachrichten In hohem Alter. Heute feiert die Witwe Karl Behrenbeck, Oskar=Hoffman=Straße 10, in seltener geistiger und körperlicher Frische ihren 80. Geburtstag. Mögen ihr noch viele sonnige Jahre beschieden sein. Im Silberkranze. Die Eheleute Friedrich Pelz und Frau, Olga geb. Lodwig, Goethestraße 9, feiern heute, Montag, den 20. Mai, ihre Silberhochzeit. Bochamtel=Veranstältungen Stadttheater Bochum. Der Schwank„Der Raub der Sabinerinnen“ wird heute in geschlossener Vorstellung für die Jugendgruppe der NS.=Kulturgemeinde aufgeführt; dagegen ist die morgige Wiederholung außer Vormiete(und für die Serie C der NS.=Kulturgemeinde) anberaumt. Es sei besonders darauf aufmerksam gemacht, daß vor der Vorstellung Gelegenheit gegeben ist, die Rede des Führers anzuhören. Zu Mittwoch ist die Operette„Der Große Preis“ angesetzt. Die Vormiete C und der Blaue Ring bekommen den Abend im Anrecht, gute, frei verkäufliche Karten sind zur Verfügung. Heute setzt der Vorverkauf ein zu der Tragödie„Die Grunerts“ von Walther Stanietz, die kürzlich hier ihre Uraufführung erlebte und der eine ungewöhnlich herzliche Aufnahme bereitet wurde. Zwei große Werke der Opernliteratur sind dann für das Ende der Woche zu erwarten:„Tannhäuser“ am Freitag:„Undine“ am kommenden Sonntag. Städtischer Musikverein Bochum. Heute, Montag, 20. Mai, findet im Haus Rechen eine Chorprobe statt. Die Probe beginnt für Damen um.30 Uhr, für Herren um 9 Uhr abends. NS.=Kulturgemeinde. Für die Mitglieder der Serie C geben wir bekannt, daß vor der Vorstellung am Dienstag, dem 21. Mai, die Rede des Führers im Theater übertragen wird. Es ist also, nach Anordnung der Reichsregierung, jedem die Möglichkeit gegeben, sich die Erklärung des Führers und Reichskanzlers auch im Theater anzuhören. Die Vorstellung beginnt nach der Rede! Die Uebertragung ist also kein Grund, fernzubleiben.— Die Pflichtvorstellung der Serie B,„Hau—ruck“, ist am Samstag, dem 25. Mai, 20 Uhr. Der Vorverkauf beginnt Montag, den 20. Mai. Zu dem Festkonzert im Schützenhof am Samstag, dem 25. Mai, 20 Uhr, aus Anlaß des 50jährigen Bestehens des MGV.„Gußstahlglocke“ sind Karten zu ermäßigten Preisen für die Mitglieder der NS.=Kulturgemeinde in der Geschäftsstelle zu haben. Im Hordeler Saalbau beging am Sonntag der MGV.„1889“ Bochum=Hordel im Rahmen eines Freundschaftssingens sein 45jähriges Bestehen. Bis auf den letzten Platz war der große Saal besetzt, als der Vereinsleiter die Veranstaltung eröffnete. Vom MEV.„1889“ wurde der gesangliche Teil mit den Liedern„Hymne an die Musik“ und„Frühling am Rhein“ eingeleitet. Vertreten waren folgende Vereine: MGV. „Heideröschen“, Bochum=Hamme, MGV.„Einigkeit" Marmelshagen, MGV.„Heiterkeit“, Hordel. MGV. „Sängerbund“, Bochum=Hamme, MGV.„Niegedacht“ Günnigfeld, MGV.„Lorelei“, MGV.„Concordia" Bochum=Hamme. Reicher Beifall begleitete die von den Vereinen zum Vortrag gebrachten Lieder. Mit einem Tanz wurde die Feier beschlossen. Annahme, es handle sich um den Bauer Wilhelm Schroer aus Winz=Baak, hat sich als irrig herausgestellt; der Tote ist ein anderer. Schroer erfreut sich bester Gesundheit. Der vor einigen Tagen bei der Kosterbrücke aus der Ruhr geholte Ertrunkene ist ein Mann aus Weitmar, der mit dem Vorgenannten große Aehnlichkeit hatte. Straßenausbesserungsarbeiten in Linden=Dahlhausen. Im Stadtteil Linden=Dahlhausen sind in diesen Tagen wieder einige Straßenerneuerungsarbeiten in Angriff genommen worden. An der Straßenbahnhaltestelle Kesterkamp in Linden hat man damit angefangen, einen neuen, breiten Bürgersteig anzulegen. Ebenfalls ist mit den Arbeiten zur Erbreiterung des Bürgersteiges an der Liebfrauenkirche begonnen worden, weiter mit der Einebnung des Kirchenvorplatzes. Der obere Teil des Vorplatzes wird freigelegt und der Platz selbst mit einer Mauer umgeben und erhält durch Anpflanzungen ein schönes Bild. Der katholische Friedhof in Linden soll erweitert werden. Bochumer Verbände und Vereine Aus den katholischen Vereinen. Am Donnerstag abend hatten sich die Mitglieder des Jung=KKV.(Bund katholischer * tscher Kaufmannsjugend) in ihrem Heim zahlreich zu einer beutscher Faufmannsjugene, in ihrem Heim zuhrreich zu einer Versammlung eingefunden, die dem Abschied des langjährigen verdienten Präses, des in die sächsische Diaspora berufenen Vikars Kuhnhenne, galt. In Rede und Gegenrede wurde des guten Zusammenwirkens zwischen Präses und Verein gedacht und Wünsche gegenseitigen Wohlergehens ausgetauscht. Gesang und Musik verschönten die Abschiedsstunde. Am morgigen Dienstag abend spricht Religionslehrer Dr. Reinold auf dem Jungmännerringabend in einem Lichtbildervortrag über„Das Madonnenbild in der Kunst".— Im Rahmen des katholischen Mütterdienstes veranstaltet der Katholische Deutsche Frauenbund, Ortsgruppe Groß=Bochum, in Verbindung mit dem Bezirksverband der Müttervereine in der nächsten Zeit einen Kursus in Hauswirtschaftslehre, vor allem im Nähen und sonstiger Handarbeit. Die Kurse finden im Saale der Borromäusbücherei der Propsteipfarrei am Alten Markt statt. Aus der ASDAp. (Nach Bekanntmachungen der Partei.) Montag, 20. Mai. Zeit von 18.45 Uhr bis Achtung, Ortsgruppen!„In der Zeit von 18.45 Uhr, bis 20 Uhr in der Kreisgeschaftsstelle, Abteilung Propaganva, Wille und Weg; abholen.... Tchulunggehend der REDAP. Querenburg. 20 Uhr: Schulungsaveno der Amtsleiter,=walter und=warte im Volkshaus, Overbergstraße. Erscheinen ist Pflicht. RSG.„Kraft durch Freude“ Stadtteil Hamme. Für die heute abend beim Wirt Hucke, Dorstenet straße. stattfindende Kabarettveranstaltung der RSG. Kraft durch Freude“, Ortsgruppe Hamme, sind nur noch ganz wenige Karten an der Abendkasse zu haben. Die Veranstaltung beginnt um 20 Uhr, Kassenöffnung ist um 19½ Uhr. Für jeden Hammer Vg. wird dieser Abend ein ganz besonderes Ereignis, darum muß sich jeder noch rechtzeitig eine Karte besorgen. Zwei=Tage=Fahrt nach Ahrweiler. Am 25. und 26. Mai findet eine Zwei=Tage=Fahrt des Kreisamtes„Kraft durch Freude“ von Bochum nach Ahrweiler statt Der Zug fährt gegen 12 Uhr mittags von Bochum Hbf. und kommt Sonntag abend, den 26. Mai, gegen 24 Uhr hier wieder an. Der Preis hierfür beträgt für Fahrt, Uebernachtung und Verpflegung.20 RM. Anz meldungen hierzu werden am Kreisamt„Kraft durch Freude“ bei der DAF.=Ortsgruppe Griesenbruch und beim Vertrauensrat des Bochumer Vereins angenommen. E ist hierfür nur noch eine bestimmte Anzahl Karten zu erhalten und daher ist schnellste Anmeldung erforderlich. Die Fahrkarten für die Norwegenfahrt vom 21. 27. Mai und die Fahrkarten für die Allgäufahrt vom 22. Mai bis 6. Juni werden Montag nachmittag ab 15 Uhr beim Kreisamt Bochum Brückstraße 40, verausgabt. Qutttungen sind auf jeden Fall mitzubringen, da ohne Quittung keine Fahrkarte verausgabt wird. Fahrrad gestohlen. Am 17. Mai wurde auf der Zeche„Friedlicher Nachbar“ ein Herrenfahrrad, Marke Walküre, Nr. 39288, Rahmen schwarz, Felgen gelb, rote Ballonbereifung, gestohlen. Wer kann Angaben machen? Angaben erbittet das 5. Kriminalkommissariat Nebenstelle.=Linden=Dahlhausen, Dr.=.=Otto=Straße 92. Sportamt der NSG.„Kraft durch Freude“ Kursusplan für Montag, den 20. Mai. Allgemeine Körperschule für Frauen und Männer von bis 22 Uhr, Turnhalle des Freiherr=vom=Stein=Oberlyzeums, Bleichstrabe, Hpmmatts und Acisfe mins tu, Grasten von 20 . F r ö h l i c h e G y m n a s t i r u n d S p i e l e n u r f ü r F r a u e n v o n.„. bis 22 Uhr, Turnhalle des Staatlichen Gymnasiums, Bismarastraße.... Kuin. A— in. 2. Fröhliche Gymnastik und Spiele nur für Frauen von bis 22 Uhr. Turnhalle des Reform=Realgymnasiums, B. Langendreer, Unterstraße 73.„ W 12 1 Fröhliche Gymnastik und Spiele für Mutter und Kin(Kinder bis zu 6 Jahren) von 16.30 bis 18 Uhr, Uebung raum der Gymnastikschule in der Kommunalbank, Schützen bahn, Zimmer 607.„ 20 Reichssportabzeichen für Frauen und Männer von 22 Uhr, Turnhalle der Drusenbergschule. — Schwimmen(nur für Männer) von 21.13 bis 22.30 Uhr, Städtische Badeanstalt. Dienstag fallen sämtliche Kurse aus. Um allen Volksgenossen Gelegenheit zu geben, die#n tag stattfindende Rede des Führers zu hören, fallen Dienstag, sämtliche Kurse aus. Der Kursus Mittwochs„Fröhliche Gymnastik und Spiel von 18 bis 20 Uhr in der Turnhalle der realgymnastalen Studienanstalt ist während der Sommermonate auf Dien tag von 18 bis 20 Uhr ebenfalls in der Turnhalle der ken“ gymnastalen Studienanstalt verlegt worden. Bestfalen1 In einer mit Geschmack zusamt arbeiten deutscher schaft Deurscher Li deutschen Lichtbild werker, Fachverba Reichskammer der ihrer Lünstlerisch, res. Die Aussteu Dortmund 1935“ Spitzenleistungen uber hinaus eine schopferisches Wir zur Schau gevrac stackes Dokument bildes und die e Gesellschaft. Die Eröffnung vormittag mit eine Alten Rathauses mund hieß Oberb sammlung, darun Lortmunoer Behö Mitglieder der Ph Lochum und den und wünschte der ihr Interesse un vollen Erfolg. Als Vertreter Künste, Gau A desleiter Regierut Er kennzeichnete kulturkammer. I Neugestaltung un auf mit dem Ziel gangenheit wieder boren und geschaf heit heraus den tung zu finden.! zwischen volksentf schen Menschen se ein Kunstschaffen starken schöpferise echten Kunststil Verwirklichung n großen Oeffentlic antwortlichen An Nach Worten für das der Ar sprach Landesgew der Vorsitzende d zum Thema: „Kunst Ausgehend vor der Entwicklung Redner die Inha tographischen Sch für den künstler rakter seiner Ar Kunst beginnt Aeußerlichkeiten empfundene inne herrschung des Kunst aber erhe Seele zu geben. durch Optik und graphischen Kunst neuartige Darste verzeichnen habe Sicht aus bisher von internation Effekthascherei ur standen bleiben: und der Urkraft wuchs. Die Ge Scheinkunst gebri künstlerischen W und stark und zi und den graphis künstlerischer Ge Konstruktivismus vor dem Gericht wird. Den technisch delte der Vorsitze an der Technisch ger, im Schlu als Beruf u ner zeigte den wissenschaftliche schen Vervollkom Verstehen gehabt H IN KEIS RATHAU Seite 13 Nr. 117 7 Bochumer Anzeiger" Montag, 20. Mai 1933 en erstürmt etwa zehn geboren und III., nach es Schlosses ind südliche verschiedener den Krieger andbild des hsten seiner Barock aufroßzer Künst, i n B e r l i n on Ziethen, : K r o n p r i n sowie der sückte. Auch 18 Denkmal Großen in e in Berlin zschrift, die itwe Karl in seltener 80. GeJahre beich Pelz 9, feiern chzeit. zen Raub der stellung für geführt; darmiete(und raumt. Es ß vor der es Führers r Große Blaue Ring verkäufliche rverkauf ein der Stanietz, der eine unZwei große Ende der :„Undine“ 10, 20. Mai, e Probe beUhr abends. er Serie C n Dienstag, Theater rdnung der sich die Erim Theater Rede! 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Die Ausstellung, die den Namen„Das Lichtbild Lortmund 1935“ tragt, ist mehr als eine Parade von Spitzenleistungen des Berufsstandes, sie bedeutet darsper hinaus eine Rechenschaftslegung über ein ernstes, schöpferisches Wirken und bildet, am Kunstgehalt der Schau gebrachten Stücke gemessen, ein eindrucksstackes Dokument für den Hochstand des deutschen Lichtbildes und die erzieherische Arbeit der ausstellenden Eie Eröffnung der Ausstellung wurde am Sonntag vormittag mit einem feierlichen Festakt im Festsaale des Alten Rathauses eingeleitet. Namens der Stadt Dortmund hieß Oberbürgermeister Dr. Banike die Versammlung, darunter die Vertreter der verschiedenen Lortmunder Behörden, zahlreiche Ehrengäste sowie die Nitglieder der Photographen=Innungen aus Dortmund, Lochum und den übrigen Nachbarstädten, willkommen und wunschte der Ausstellung, der die Stadt Dortmund ihr Interesse und Verständnis entgegenbringe, einen vollen Erfolg.... Peichskammer. Lishand Als Vertreter der Reichsrammer der bildenden Künste, Gau Westfalen=Süd, sprach sodann Landesleiter Regierungsbaumeister Stommel(Bochum). Er kennzeichnete Bedeutung und Aufgaben der Reichskulturkammer. Ihre Gründung war der Beginn einer Neugestaltung, unseres kulturellen Lebens von Grund auf mit dem Ziele, die Verbindung an jene große Vergangenheit wiederzugewinnen, in der wahre Kunst geboren und geschaffen wurde, um aus dieser Verbundenheit heraus den Weg zu neuer künstlerischer Zielrichtung zu finden. Mit der Ausräumung des Gegensatzes zwischen volksentfremdetem Künstlertum und dem deutschen Menschen sei der erste wichtige Schritt getan, durch ein Kunstschaffen aus dem Volk und für das Volk die starken schöpferischen Kräfte der Nation einem neuen, echten Kunststil zuzuführen, eine Aufgabe, an deren Verwirklichung nicht zuletzt der Lichtbildner bei dem großen Oeffentlichkeitsbereich seiner Arbeit einen verantwortlichen Anteil habe. Nach Worten des Dankes an die Stadt Dortmund für das der Ausstellung erwiesene Entgegenkommen sprach Landesgewerberat Franz Grainer(Munchen), der Vorsitzende der Gesellschaft Deutscher Lichtbildner, zum Thema: „Kunst und Handwerk im Lichtbild.“ Ausgehend von der Geschichte der Photographie und der Entwicklung des neuen Berufsstandes umriß der Redner die Inhalte für beide Erscheinungsformen photographischen Schaffens. Einzige und letzte Bedingung für den künstlerischen oder rein handwerklichen Charakter seiner Arbeit ist der Lichtbildner selbst. Seine Kunst beginnt da, wo er über die Erfassung von Aeußerlichkeiten hinaus seinem Werke das von ihm empfundene innere Erlebnis mitzuteilen vermag. Beherrschung des Handwerklichen ist Arbeitsgrundlage, Kunst aber erheischt die Fähigkeit, einer Form die Seele zu geben. Mißachtung der Tradition und der durch Optik und Chemie gezogenen Grenzen der photographischen Kunst habe bei allem Gewinn, den die völlig neuartige Darstellungsweise in der Nachkriegszeit zu verzeichnen habe— Herausschälung des Ornamentalen, Sicht aus bisher unbekannten Perspektiven—, zu jener von internationalen Einflüssen diktierten seelenlosen Effekthascherei und Zerrbildakrobatik geführt, die unverstanden bleiben mußte, weil sie nicht aus dem Fühlen und der Urkraft eines kulturell gesunden Volkes erwuchs. Die Gegenwartsphotographie hat mit dieser Scheinkunst gebrochen, sie ist wieder Ausdruck ehrlichen künstlerischen Wollens und handwerklichen Könnens und stark und zielsicher genug, um neben der Malerei und den graphischen Künsten als selbständiges Mittel künstlerischer Gestaltung frei vom Geiste illusionslosen Konstruktivismus einen Zeitstil erstehen zu lassen, der vor dem Gericht der Geschichte seinen Bestand haben viro. enbi Den technischen Hochstand der Pholographie behandelte der Vorsitzende der Gruppe Wissenschaft, Professor an der Technischen Hochschule Berlin, Dr. Erich Stenger, im Schlußvortrage:„Die Photographie als Beruf und als Wissenschaft." Der Redner zeigte den starken Anteil auf, den die deutsche wissenschaftliche Forschung an der technischen und chemischen Vervollkommnung der Lichtbildnerei seit ihrem Verstehen gehabt hat, um die sie in ständiger Arbeit und in den Lie An die mit Interesse und lebhaftem Beifall aufge nommenen Ausfuhrungen der Redner schloß sich die Besichtigung der im„Hause der Kunst"(Königswall) untergebrachten Ausstellung. Eine Fülle von Werken, neben den Spitzenleistungen des letzten Jahres die eindrucksvolle Sonderschau„Das deutsche Volksgesicht", das ungemein vielseitige und aktuelle Bildmaterial aus Arbeit, Reden und Fahrten des Führers sowie unbekannte wertvolle Stücke aus Geschichte und Anfängen der Phototechnik, bietet soviel Anregung, Freude und künstlerischen Genuß, daß auch der Nichtphotograph sich von den starken Eindrücken dieser ausgezeichneten Sammlungen gern und mit wachsender Anteilnahme gefangennehmen läßt. Dr. Bs. Dunkle Nachenschaften Dortmund, 19. Mai. Nach 14stündiger Verhandlung wurde am Freitag der 36jährige Rechtsanwalt Dr. Hans Simmon wegen Betruges zu einer Gefängnisstrafe von acht Monaten verurteilt. Dr. Simmon war bereits im Jahre 1932 wegen eines Steuervergehens zu einer Gefängnisstrafe von vier Monaten und 500 RM. Geldstrafe verurteilt worden. Die Freiheitsstrafe wurde später in eine Geldstrafe von 1200 RM. umgewandelt. Im Jahre 1934 erfolgte eine Verurteilung wegen Betruges zu sechs Monaten Gefängnis. Ausschlaggebend für diese Verurteilung war der Vorwurf des Parteiverrats, der gegen Dr. Simmon erhoben worden war. Im Zuge dieser Verurteilung wurde vom Ehrengericht in Hamm gegen Dr. Simmon auch Vertretungsverbot erlassen. Dieses umging der Angeklagte insofern, als er auch nach dem Vertretungsverbot Mandate annahm, obwohl er vor Gericht nicht auftreten durfte. Dr. Simmon vereinbarte mit einem ihm befreundeten Anwalt, daß dieser sowohl die Strafsachen wie auch Zivilprozesse vor Gericht wahrnahm, während er selbst lediglich die Vorarbeiten und rein bürotechnische Arbeiten erledigte.„Die Honorarforderungen waren so geregelt, daß Dr. Simmon von den Strafsachen 50 Prozent und von den Zivilprozessen zwei Drittel der Gebühren bekam. Die Staatsanwaltschaft wie auch das Gericht erblickten in dieser Art der Gebuhrenverrechnung eine Uebervorteilung der Klienten. Der Angeklagte ließ sich im Laufe der Verhandlung dahin aus, daß er einmal die Bestellung eines Vertreters beantragt habe, daß er anderseits damit habe rechnen können, daß die nach seiner Ansicht zu Unrecht erfolgte Verurteilung wegen Betruges im Wege der Revision oder eines Wiederaufnahmeverfahrens ausgemerzt werden würde. Diese Revision war aber verworfen worden. Werbefahrt mit holländischen Journalisten durch den Teutoburgerwald. Bielefeld, 19. Mai. Wie im Vorjahre, führt der Landesverkehrsverband Westfalen auch in diesem Jahre eine Werbefahrt mit holländischen Journalisten durch. Während im vergangenen Jahre das Sauerland besucht wurde, geht die diesjährige Fahrt in das Teutoburgerwaldgebiet. Am Montag, 20. Mai, wird die Fahrt in Bad Bentheim angetreten. Am ersten, Tage wird dem Bergstädtchen Tecklenburg, dann der Stadt Osnabrück ein Besuch abgestattet. Am nächsten Tage werden die Bäder Essen und Melle berührt. Tagesziel ist Bad Oeynhausen. Am dritten Tage wird Minden mit der Porta Westfalica aufgesucht, und in Bad Salzuflen Nachtquartier genommen. Die Wittekind=Stadt Enger, die Leinenstadt Bielefeld und die Stadt des Hermannsdenkmals Detmold sehen am vierten Tage die holländischen Gäste in ihren Mauern. Der Besuch der Externsteine und der Hansestadt Lemgo ist für den fünften Tag in Aussicht genommen. Weiter führt die Fahrt durch das lippische Bergland, vorbei an Schieder, nach Bad Meinberg. Am letzten Tage werden die Teilnehmer Gelegenheit haben, der Einweihung der ersten Reichsjugendherberge auf der Burg Altena durch Reichsminister Rudolf Heß beizuwohnen. Vorher wird in Paderborn eine kurze Stadtbesichtigung eingelegt. Frostschäden in der Eifel und an der Mosel. Die Nachtfröste in den ersten Tagen voriger Woche haben in der Eifel in den Obstgärten stellenweise großen Schaden angerichtet. Auch an der unteren Saar und oberen Mosel hat der Frost erheblichen Schaden angerichtet. Hier sind teilweise die Reben bis zu 30 Prozent und die Erdbeerstauden bis zu 50 Prozent erfroren. Elf Schweine im Feuer umgekommen. In Nordwalde(Münsterland) brach auf dem Hofe des Bauern Kannenbrock Feuer aus. Fast das ganze Wohnhaus und die Stallgebäude wurden ein Raub der Flammen. Elf Schweine, darunter mehrere schlachtreife Tiere, fielen den Flammen zum Opfer. Aus dem Nachbargebiet Herdel und Eillel machen gemeinsume Schahenjache M*= und humaristischen Vorträgen schlaß sich ein gemütFür den Schützenverein Bochum=Hordel war der Samstag abend ein besonderer Gedenktag. Nach 32jähriger selbständiger Tätigkeit gab dieser am Samstag sein Eigenleben auf und schloß sich als eine Kompagnie dem Bürger=Schützenbund Wanne=Eickel an. Festlich war für diesen Abend das Vereinslokal Tönshoff mit den Fahnen des Vereins und des Reiches geschmückt. Mit klingendem Spiel zogen die Vertreter des Bürger=Schützenbundes mit der Regimentsfahne in das Lokal ein. Nach mehreren Musikstücken entbot der Vereinsführer Präsident Stieneke allen ein Grußwort und wies auf die Bedeutung des Abends hin. In seiner Ansprache streifte er die Geschichte des Vereins und den industriellen Aufstieg unserer Städte, was den engeren Zusammenschluß der einzelnen Schützenvereine mit sich brachte. So begrüßte er den von den Schützenbrüdern vor einigen Wochen gefaßten Beschluß, sich dem Bürger=Schützenbund Wanne=Eickel anzuschließen, und gab bekannt, daß der Schützenverein Bochum=Hordel nun als elfte Kompagnie mit dem Zusatz Jahn 03 Kompagnie im Regiment weiter leben wird. Seinen Ausführungen folgte eine Verpflichtung der neuen Kompagnie und der neuen Kompagnieführung. Zum Hauptmann wurde bestellt Schutzenbruder Albert Stuckmann, Oberleutnant Heinrich Hukschlag, Leutnant Gustav Scholz, Feldwebel Karl Tecklenburg, Vizefeldwebel Schrift= und Propagandawart Rudolf Zwartek, Otto Herz und Gustav Kadur als Unteroffiziere, Wilhelm Meermann als Schießunteroffizier und als Gefreite Ferdinand Zwartek. Menge und Rübsam. Die Verpflichtung wurde vom Schützenkönig„Hans I“ Johann Breckling= haus vorgenommen. Hierauf richtete der Präsident Stieneke Worte des Dankes an den König und die neue Kompagnie. Bei Musik, gemeinsamen Liedern HANDEE INDUSTRI PRIVAT Bochumer Anzeiger KEISCHEE-ABILG. RATHAUSPLATZ 8. FERNRUF 67551 Offene Stellen Keine Originalzeugnisse einsenden Jugendliche unter 25 Jahren bedürfen vor der Einstellung, mit Ausnahme von Betrieben der Maus- und Landwirtschaft, der ausdrücklichen Genehmigung des Arbeitsamtes Erfahrener f. verblüffend wirkungsv. Reklame gesucht. Nur erfolgr. Herren w. Bewerbg. mit Lichtb. u. genauen Angab. einreichen b. Inhaber der Schutzr. u. Fabrik. L. Oroeninger, München, Gernerstraße 54 Familien= Selschest sucht gegen gute Provision Werber und Werberinnen a. liebst. m. Fachkenntniss. Schriftl. Angebote schnellst. unt. Postfach 346, Münster(Westf.). Suche sof. 1 tücht. Dam.=.Herr.= Fasene H. Küppers. Bocholt l. W9., Schwanenstraße 30 15—16jähriger Junge der etw. melken., für die Landwirt= schaft gesucht. Hattinger St.279a. (Meiblich Tüchtige Verkäuferin für Lebensmittel gesucht. Angeb. m. Bild a. Teermann Düsseldorf=Ober= cassel, Sportstr. 5, Telephon 52666. Gesucht per 1. 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Der Anfang ist gemacht. Auf der Stickstoffanlage Hibernia in Wanne=Eickel fällt Motoren=Methangas als Nebenprodukt an. Bisher nur in verschwindendem Maße industriell verwertet, wird es neuerdings als Treibaas für Automobile abgegeben. In der unmittelbaren Nähe der Stickstoffanlage befindet sich die Tankstelle, die im wesentlichen aus einer Anzahl von stählernen runden Behältern besteht. Durch eine Verdichterpumpe kann das Methan nach Bedarf aus dem großen Behälter, in dem es unter gewöhnlichem Druck steht, in die Tankstellenbehälter gepreßt werden. Hier steht es dann unter dem unerhört hohen Druck von 200 bis 300 Atmosphären. Ein solcher Druck ist nötig, um genügende Mengen Gas in Vorrat zu haben. Aus den Tankbehältern wird Methan dann in die bekannten Stahlflaschen gefüllt, um an die Industrie= und Einzelverbraucher versandt zu werden, oder es wird direkt in die Stahlflaschen an den Autos geleitet. Der hohe Druck in den Tankbehältern genügt, um in den Wagenflaschen einen Druck von 150 bis 200 Atmosphären zu erreichen. Damit kann ein mittelgroßer Lastwagen immerhin 150 Kilometer fahren. Vor 14 Tagen wurde auch in Hannover die erste Tankstelle für Leuchtgas=Automobilbetrieb eröffnet. Dieses Gas wird durch die Ferngasleitung aus dem Ruhrgebiet bezogen. Wohltätigkeitsfest des Vaterländischen Frauenvereins. Maiengrun und wahrhafte Frühlingsstimmung zeichneten das Samstag abend im Kurhaus abgehaltene Wohltätigkeitsfest aus. Nach Musikweisen der StadtGartenMöbel 12 Pat.-Gartenstühle à 6,75 1 Klapptisch 6,75 zu verkaufen Möbel-Borgmann Brückstraße 59—63 kapelle Hans Diel hielt Frl. Lyzealoberlehrerin Agnes Dransfeld die Begrußungsansprache. Der Reinertrag der Feier diene der Einkleidung der Samariterinnen und Helferinnen. Das Programm war ganz auf den Frühling abgestellt. All die Darbietungen fanden solch starken Beifall, daß man mit Wiederholungen aufwarten mußte. Die Verlosung gestifteter Sachen bereitete große Freude. Stadt Wattenscheid 28 Millionen RM. Wohlfahrtslasten in neun Jahren Wie stark die kommunalen Finanzen durch die Wohlfahrtslasten in Anspruch genommen wurden, beweist folgende Uebersicht: Insgesamt wurden an Wohlfahrtslasten von der Stadtverwaltung Wattenscheid verausgabt in den Jahren 1926 bis einschließlich 1933 24311000 RM. Fur das letzte Rechnungsjahr, also für das Rechnungsjahr 1934, stehen die wirklichen IstZahlen noch nicht fest. Nimmt man für sie einen Betrag von rund 4 Millionen Mark an, so ergibt sich eine Gesamtausgabe für Wohlfahrtslasten in den letzten neun Jahren von mehr als 28 Millionen Mark. Davon entfallen allein auf die Krisenjahre 1920 bis 1933 annähernd 20 Millionen Mark. * Das Wattenscheider Jungvolk. Heute nachmittag findet aus Anlaß der Werbewoche des westfälischen Jungvolks ein Aufmarsch des gesamten Jungbanns 1/300 statt. Als Abschluß spricht auf dem Adolf=Hitler= Platz Kreisleiter Kleschies zu den Jungen. Mittwoch nachmittag zeigt das Jungvolk den Volksgenossen auf dem Adolf=Hitler=Platz einen Ausschnitt aus seinem Leben und Treiben. Für Donnerstag ist ein Zeltlagen auf dem Gertrudisplatz vorgesehen und für Sonntag, 26. Mai, eine große Kundgebung der gesamten Ns.= Jugendorganisationen. Eröffnung der Höntroper Waldbühne am Himmelfahrtstag. Die ursprünglich für den 19. Mai vorgesehene Eröffnung der Höntroper Waldbühne ist auf den Himmelfahrtstag verlegt worden. Die Bühne wird von einem Ensemble von erwerbslosen Schauspielern bespielt werden. 50jähriges Jubiläum des Evangelischen DiakonissenHilfsvereins. Gestern konnte der Evangelische Diakonissen=Hilfsverein Wattenscheid sein 50jähriges Jubiläum begehen. Der Tag wurde eingeleitet mit einem Festgottesdienst morgens in der Friedenskirche. Am Nachmittag fand im Saalbau Marxmeier eine Feier statt. Stadt Herne Brand auf einem Bauernhof. Am 15. Mai, gegen 8 Uhr, brach auf dem Gehöft des Landwirts Tappe, Holthauser Straße, Feuer aus. Das Wohnhaus war bedroht, konnte aber gehalten werden. Die Scheune brannte restlos nieder. Das Vieh konnte gerettet werden. Die Brandursache steht noch nicht fest.— So meldet der Polizeibericht. Von anderer Seite wird uns noch mitgeteilt: Das Feuer wurde von den Hausbewohnern und Nachbarn sowie von Schulkindern bemerkt. Diese halfen unter Leitung des Hauptlehrers Becker bei der Bergung des Viehes. Bei den Löscharbeiten war auch der Löschzug Gerthe mit Erfolg tätig. Verbrannt sind etwas Geflügel, 100 Zentner Heu und 150 Zentner Gerste und Weizen sowie einiges Gerät. Der Erbhof Tapve blickt auf etwa tausend Jahre zurück und wird schon im ältesten Werdener Heberegister erwähnt. Stadt Gelsenkirchen Vorchristliche Gräberfunde Seit einiger Zeit ist eine Kolonne städtischer Fürsorgearbeiter im Gelände zwischen Rhein=Herne=Kanal, Munsterstraße, Emscherkanal und Cranger Straße unweit des Freibades Grimberg mit Rigolarbeiten beschäftigt, die dazu dienen, dieses Gelände zur Feldgärtenverpachtung vorzubereiten. Bei diesen Arbeiten stieß man hier und da auf Scherben, die unverkennbar als Urnenreste angesprochen werden mußten. Insgesamt wurden rund zehn Fundstellen festgelegt, deren Markierung im Gelände schließlich eine bestimmte ordnungsmäßige Reihenfolge der somit festgestellten Urnengräber ergab. Die Möglichkeit, daß vielleicht in diesem Terrain noch weitere nennenswerte früh= oder vorgeschichtliche Feststellungen gemacht werden könnten, veranlaßte u. a. nach Sicherstellung der Funde zu einer Benachrichtigung des zuständigen Provinzialkonservators Dr. Stieren(Münster), der im Laufe des Mittwochvormittags auf dem Gräberfeld an der Cranger Straße erschien, um an Ort und Stelle nähere. Ermittlungen zu treffen. Es handelt sich auch nach diesen Ermittlungen ganz augenscheinlich um ein vorchristliches Gräberfeld, und zwar von verschiedener zeitlicher Herkunft. Südlich des Fundgeländes zieht sich der Kanal, nördlich die regulierte Emscher hin. Dicht vor dem Fundgelände verlief früher die seinerzeit zugeschüttete alte Emscher, und gleich nahe zieht sich die alte Cranger Landstraße hin. Hemaand Smmen -.=Wohn. zu vermieten. KaiserWilhelm-Straße 10 p. Abgeschlossene -.-Wohn. m. Waschk., Stall, Keller, Bodenraum, 1000 qm Gartenld. an d. Weser, zu vrm. Ernst Weyer, Döhren Weser 39. 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