Ir Fest, für besellschalt lie Kapelle K Neid sochum, straße 22. hrbetrieb, nnibus, serwagen. von 66401 üge el-Transporte 9. Rut6s29t rten porte 2 Jankort, lephon 69670 ruch k Weitmar Bretter. en, Rohre, Dr billig ##abzugeben 3. m. b.., ephon 27354 55 Bachtnz, a. D. raße 93. ingen an allen jähr. praktische rkäufer garren ner Str. 2 toriastr. 6 Beaussicht. arta=Schularb. ich fr. Sch Goctheschule. eb. m. Ansti S. 59172 Anf hten, usschlag los das einfache schon Unzahlig st in 14 Tages efreit wurden. Schlefun 1oic.) Pe-hinengreite:(rundnreite tDe 1 m— Höhe im 00— Mreite RK# Bezugspreis mit Botenlohn: 2,15 RM. monatlich oder.08 RM. halbmonatlich, Selbstabholer 1,85 RM. monatlich oder 93 Pf. halbmonatlich Bezugspreis für die„Bochumer Illustrierte“ 30 Pf. monatlich. Funkzettschrift„hör mit mir“, 45 Pf. monatlich bei vier Sonntagen und 55 Pf. bei füni Sonntagen im Monat.— Wenn das Erscheinen der Zettung durch höhere Gewalt oder durch Verbot oder Betriebs. störung u. dgl. verhindert wird. können keine Ersatzansprüche gestellt werden.— Geschäftsstelle geöffnet von 8 bis 13 und von 14½ bis 19 Uhr. Sonntags von 11 bis 12 Uhr.— Sprechstunden der Redaktion von 16 bis 17 Uhr(außer Samstags).— Postscheckkonto Dortmund 1760 Verlag und Druck: Laupenmühlen& Dierichs in Bochum Donnerstag 9. Mai 1935 (Wonnemond) Der Ortt, Der Ecsen Wachseirnep Ge eeen sead der krichich leste den 800 in 8ione Gefallenen des Bochumer Vereins ein der Größe des Opfers gerecht werdendes Ehrenmal zu errichten. Geadelt wurde diese Absicht durch den Willen, die Mittel hierfür von allen im Bochumer Verein Tätigen aufbringen zu lassen. Es ist ein Unterschied, ob man eine baukünstlerische Aufgabe unmittelbar angelehnt an die Ansicht des Auftraggebers lösen darf, oder ob man im Wettbewerbskampf den gewollten Ideen nahekommen muß. In unserer Zeit, in der nach dem Willen des Führers dem Leistungsprinzip der Vorrang eingeräumt werden soll, müßten alle Aufgaben von kulturellem Wert auf dem Wege des Wettbewerbes geklärt werden. Deshalb war es zu begrüßen, daß der Bochumer Verein einen Wettbewerb zur Gewinnung von Entwürfen für das Ehrenmal seiner Gefallenen ausschrieb; das Wettbewerbsergebnis ermöglichte mir in Gemeinschaft mit dem Bildhauer Willy Meller, Köln=Rodenkirchen, unser Werk durchzuführen. Die Hauptgesichtspunkte, welche bei der Planung des Werkes im Vordergrund standen, waren neben der Errichtung einer kulturell, baukünstlerisch und bildwerklich hochstehenden Anlage gleichzeitig die städtebaulichen Forderungen. Deshalb kamen nur wenige Plätze in Frage, die der Würde der beabsichtigten Anlage entsprachen. Nach reifster Ueberlegung haben wir für den Baareplatz uns entschieden, der, umsäumt mit seinem herrlichen Baumbestand, in natürlicher Verbundenheit den Rahmen für die weihevolle Ehrung der Toten abgeben wird. Der Siegfriedgedanke, welcher als Grundakkord das Werk durchklingt, ist ewig jung und ewig neu. Gerade in der heutigen Zeit, in der der Arbeiter der Stirn und der Arbeiter der Faust zu Recht seine Neuwertung erfährt, mußte dieser Mythos verlocken. Auf dem Grund und Boden des Bochumer Vereins, eines Teiles der Waffenschmiede Deutschlands, konnten herrliche Siegfriedmotive wieder zum Klingen gebracht werden. Siegfried schmiedet das Schwert: die Waffenwerdung; und Siegfried kämpft mit dem Drachen: der Waffengebrauch. In unserer Zeit, in der das Heroische im Menschen wieder als Höchstes gepriesen wird, muß jede Klage über den achthundertfältigen Tod der Gefallenen verstummen. Das Heroische im Menschen soll verherrlicht werden. Dadurch war es möglich, den für die Erhaltung eines Volkes lebenswichtigsten Wehrgedanken in klassisch vollendeter Form zeitlos herauszustellen. Aus diesen Gedanken erstand die Konzeption des Denkmals und erfuhr seine Krönung durch das aus westfälischer Erde gen HimRROC P Res ehn M 42. Jahrgang Nummer 108 Einzelpr. 10 Pf. unzeigenpreise: Grunopreise für 1 mm Höde in 22 mm Breite.5 Pf. im Anzeigenteil und in 78 mm Breite 50 Pf. im Textteil. Familienanzeigen und Stellengesuche 6 Pf., Vereinsanzeigen(die nicht der Wirt chaftswerbung dienen) 7 Pf., kleine einspaltige Anzeigen(Stellenangebote. Anzeigen privater Art) 8 Pf.. Anzeigen im Vereins= oder Sportkalender im Tertteil 10 Pf., Auskunft= und Zittergebühren 25 Pf. Zur Zeit ist Preisliste Nr. 5 gültig. Nachlaßstaffel B.— Schluß der Anzeigenannahme für die sechsmal wöchentlich frühmorgens erscheinende Zeitung um 16 Uhr des Vortages. Für den richtigen Abdruck fernmündlich aufgegebenei Anzeigen kann keine Gewähr übernommen werden. Hauptgeschäftsstelle: Rathausplatz 8. Anruf 67551, 52, 53 Der Writte TTchr Kenechte mel hinausgestoßene Schwert: der Gott, der Eisen wachsen ließ, der wollte keine Knechte. Dieser Dreiklang in der Plastik wird in weitem Bogen umspannt durch den in herrlichstem Muschelkalk durchgeführten Feierplatz. Ewig leuchtet die Flamme im Mittelpunkt und mahnt den Beschauer, den Toten nachzuleben in Treue und Opfer. Mahnen soll das Schwert, läutern die Flamme. Die Wahl des Feierplatzes wurde den Verfassern erleichtert durch das Vorhandensein des Denkmals von Geheimrat Baare; besser kann die Verbundenheit zwischen Führer und Gefolgschaft, zwischen Tradition und Gegenwart, nicht zum Ausdruck gebracht werden, als daß der Gründer des Werkes mit hineinbezogen wird in eine der gewaltigsten Ehrungen, die ein privates Werk je seinen im Kriege gefallenen Werksangehörigen errichtet hat. Das Vertrauen der Leitung des Bochumer Vereins in uns als ausführende Künstler erleichterte das Schaffen. Schon mit Rücksicht auf die außerordentlich kurze, zur Verfügung stehende waren viele Schwierigkeiten zu überwinden. Jedoch wurde man ihrer Herr durch die vorbildliche Mitarbeit aller am Werk Beteiligten. Unermüdlich schuf Willy Meller die Modelle für das Schwert und die klassisch schönen Bildwerke; in vorbildlicher Meisterschaft verlieh Heinrich Meller den Steinen Leben und Gestalt. Helga von Rouppert schrieb und zeichnete über 10000 Buchstaben der Gefallenen=Namen, damit dieselben durch den Stein späteren Geschlechtern erhalten bleiben. Unten in Ochsenfurt schufen hundert fleißige Hände, auf daß der von ihnen gewonnene Stein durch Westfalens Söhne am Ehrenmal gelegt werden konnte. Gebräunte kräftige Fäuste formten in den Werkstätten des Bochumer Vereins den Stahl, damit das Schwert erstände. Wieland, der Schmied, hämmerte die herrlichen Tore am Eingang der Stätte. Möchte jeder, der durch diese Tore zur Ehrenstätte eintritt und zum Feierplatz hinunterschreitet, von dem Geist des Opfers umfaßt werden, der diese Achthundert für Deutschland sterben ließ. Die Größe des Opfers, welches der einzelne zu bringen gewillt ist, bestimmt die Größe Deutschlands. Das Schwert möge dem Beschauer aber auch Symbol sein für unsere Zeit und seinen größten Sohn: Dem sterbenden Vater zersprang der Stahl, Der lebende Sohn schuf ihn neu. Emil Mewes zuerst veröffentlicht in der Zeitschrift„Das Werk“ Düsseldorf AGC K esch W Seite 2 Nr. 108 Bochumer Anzeiger„ Donnerstag, 9. Mai 1933 Dus konnnenee neur=Girdrecht Ein Bericht über die Arbeit der amtlichen Strafrechtskommission Berlin, 8. Mai. Reichsjustizminister Dr. Gürtner übergibt jetzt der Oeffentlichkeit einen Bericht über die Arbeit der amtlichen Strafrechts=Kommission, der im wesentlichen die Grundlagen des neuen Strafrechts im einzelnen wiedergibt und aus dem die Unterschiede gegenüber dem bisherigen Strafrecht deutlich hervorgehen. Wenn auch die Arbeiten der Kommission noch nicht völlig abgeschlossen sind, so erscheint doch sicher, daß ihre bisherigen Ergebnisse das Gesicht des neuen Strafrechts bestimmen werden. Die leitende Auffassung wird die der Schaffung eines organischen und biologischen Volksrechts sein. Aus dieser Grundeinstellung ergibt sich eine Einteilung des neuen Rechts in vier Gruppen: Schutz des Volkes, Schutz der Volksführung und der staatlichen Ordnung, Schutz des Volksgutes und Schutz der Volksgenossen. Strafurteile nach gesundem Volksempfinden Der Reichsjustizminister hob den besonderen Zweck hervor, der mit der Neugestaltung des besonderen Teils des Strafrechts verfolgt wird. Es handelt sich darum, die berühmten„Maschen des Gesetzes“ enger zu machen, indem man den Richter nicht mehr zum Kleben an einem bestimmten Tatbestand verpflichtet, ihm vielmehr die Möglichkeit gibt, dann zu verurteilen, wenn das gesunde Volksempfinden eine solche Verurteilung verlangt und— dieses ist wichtig— ein analoger Tatbestand vom Gesetzgeber mit Strafe bedroht ist. Es wird also der sogenannte AnalogieGedanke im Strafrecht verwirklicht, aber er wird auf ein geringes Maß eingeschränkt. Die typischen Vorgänge des Lebens bleiben als typische Tatbestände der strafbaren Handlung gewahrt, so daß also für die übergroße Mehrzahl aller Fälle der Text des Gesetzes, maßgebend bleibt. Es kann sich also nicht darum handeln, die Willkür in das Rechtsleben einzuführen, aber es muß Möglichkeiten vorgebeugt werden, daß der seiner Gesinnung nach unzweifelhaft strafbare Täter nur deswegen nicht verurteilt werden kann, weil das zeitlich festgelegte Strafgesetz die neue Entwicklung der Lebensformen noch nicht berücksichtigen konnte. Ganz bekannte Fälle dieser Art waren beispielsweise die, daß vor dem Erlaß besonderer Gesetze der Diebstahl von elektrischem Strom oder von Automobilen nach dem Strafgesetzbuch schlechthin nicht bestraft werden konnte, obwohl die strafbare Absicht ganz unzweifelhaft war. Landesverrat— Volksverrat Zu der ersten Gruppe gehört besonders der Landesverrat, der nach der deutschen Volksanschauung als das verabscheuungswürdigste Verbrechen überhaupt zu betrachten ist. Dem zweiten Abschnitt über den Hochverrat folgt dann ein weiterer, der den bisher unbekannten Begriff des„Volksverrats“ bepander........ h. Arzcharen Tatheständ Hierin sind besonders die strafvaren Tarvestände der„Volksverleumdung", der Beschimpfung der völkischen Vergangenheit und der nationalen Symhole, Angriffe auf die Wehrkraft und die geistige und seelische Haltung des Volkes und Angriffe auf die Wirtschaftskraft behandelt. Schutz der Arbeitskraft Im dritten Abschnitt, der den Schutz des Volksgutes zusammenfaßt, ist vor allem der Schutz der Volksgesundheit und die Abwehr der Angriffe auf die Arbeitskraft enthalten, dem geltenden Recht ebenfalls unbekannt ist. unter fällt beispielsweise die Zersetzung des Arbeitswillens, die Arbeitsdienstverweigerung, die Selbstverstümmelung zur Erschleichung von Unterstützungen, der Lohnwucher, die Verfemung von Arbeitern, Aussperrung, Streik und die Verweigerung unentbehrlicher Arbeiten. Auch die Denunziation zum Zwecke der Entlassung von Mitarbeitern ist unter Strafe gestellt. Schutz der Gesamtheit Schon aus dieser Aufzählung geht hervor, daß das nationalsozialistische Strafgesetz nicht mehr so sehr den Schutz des einzelnen, sondern den der Gesamtheit in den Vordergrund stellt. Selbstverständlich aber muß auch der einzelne Volksgenosse, der ja Funktionen in der Volksgemeinschaft ausführen soll, gebührenden Schutz finden, nur soll dieser Schutz des einzelnen nicht höher stehen als der der Gesamtheit. Neue Abgrenzung des Mordes vom Totschlag Für die Aenderungen, die in den Bestimmungen des Strafgesetzes, die den Schutz des einzelnen betreffen, vorgenommen sind, ist besonders bezeichnend die neue Abgrenzung des Mordes vom Totschlag. Während bisher wegen Mordes bestraft wurde, der eine Tötung mit Ueberlegung ausgeführt hatte, schlägt die Strafrechts=Kommission vor, daß wegen Mordes mit dem Tode bestraft wird, wenn die Beweggründe, die Art der Ausführung oder der Zweck der Tat besonders verwerflich sind. Der Mord wird also abgestellt nunmehr auf eine sittliche Wertung der Tat, während bisher ein verstandesmäßiges Element der Tat nachgewiesen werden mußte. Beleidigung, Verleumdung, Denunziation Eigenmächtige Heilbehandlungen und Eingriffe eines Arztes werden in Zukunft zwar nicht mehr als Körperverletzung angesehen werden, aber sie werden als ein Vergehen gegen die Freiheit gesondert unter Strafe gestell.„„„ Bei den Bestimmungen über Beleidigung und Verleumdung ist die bisherige Dreiteilung aufrechterhalten worden. Neu hinzugekommen ist aber, daß der Wahrheitsbeweis, der bisher vielfach zu ganz anderen Zwecken als dem der Rechtsfindung mißbraucht worden ist, dann eingeschränkt werden kann, wenn ehrenrührige Behauptungen aus dem Einzel= oder Familienleben ohne gebührenden Grund aufgestellt werden, ohne daß die Allgemeinheit an diesen Dingen ein Interesse hat. e 61..5 Hier wird also bestraft, gleichguttig, ob die Behauptungen wahr oder unwahr sind. Das gleiche tritt ein, wenn gegen Menschen, die sich im öffentlichen Leben bewährt haben, weit zurückliegende Dinge nur zum Zwecke der Schmähung hervorgeholt werden. Diese Bestimmung soll denjenigen das Handwerk legen, die Material sammeln, um ohne wirklichen Grund eines Tages gegen irgend jemand auftreten zu können. Sonstige wichtige Aenderungen Von sonstigen wichtigen Veränderungen im einzelnen sind noch hervorzuheben: Ein verstärkter Schutz wird allen Religionen, die mit deutschem Empfinden vereinbar sind, gewährt. Neben der Bestimmung gegen Gotteslästerung wird auch eine Vorschrift vorgeschlagen, nach der bestraft wird, wer öffentlich das religiöse Empfinden des deutschen Volkes gröblich verletzt. Der Ehebruch bleibt zwar grundsätzlich strafbar, die Möglichkeit aber, daß mit dieser Bestimmung die Rachegelüste des einzelnen Gatten befriedigt werden können, wird dadurch ausgeschlossen, daß das Gericht von Strafe absehen kann, wenn zur Zeit der Tat die häusliche Gemeinschaft aufgehoben war. Gerade diese Bestimmung zeigt deutlich das Bestreben, die Gesetze, die dem Schutz der Gemeinschaft dienen sollen, nicht zu Werkzeugen der Willkür des einzelnen zu machen. Die Unzucht zwischen Männern wird wesentlich schärfer bestraft werden als bisher. In schweren Fällen wird Zuchthausstrafe angedroht. Neu sind die Bestimmungen über„Arbeitsverweigerung durch Amtsträger“, die den Schutz des reibungslosen Laufs der Staatsmaschine gewährleisten sollen. Hierunter fallen auch Verletzungen der Amtspflichten im Polizeidienst, Erschleichung eines Amts durch Täuschung der Anstellungsbehörde. Bei besonderen Fällen des Hausfriedensbruchs, nämlich dann, wenn er durch eine Menschenmenge oder unter Anwendung oder Drohung mit Gewalt begangen wird, ist der neue Begriff der Heimsuchung geschaffen worden. Beim Diebstahl werden die Strafschärfungsgründe nicht mehr nach objektiven, sondern nach subjektiven Gesichtspunkten gebildet. Das heißt, daß weniger die äußeren Umstände in Betracht gezogen werden sollen, sondern in erster Linie die Gesinnung des Täters. Bei der Untreue ist die Einschränkung auf bestimmte Tätigkeiten und Berufe gefallen. Besonders betont und ebenfalls durch neue Vorschriften stark ausgebaut worden ist der Schutz gegen Wucher und Preistreiberei. Wucherische Ausbeutung des Mangels an Urteilsvermögen und das Verlangen einer wucherischen Vergütung für die Vermittlung eines Darlehens fallen hierunter. Die Strafdrohungen dieses Gesetzesabschnitts gehen bis zu Zuchthaus und Ehrloserklärung. König Georg V. an Adolf Hitler Die Antwort auf den Glückwunsch des Führers dnb Berlin, 8. Mai. Der König von England hat das Glückwunschtelegramm des Führers und Reichskanzlers mit einem Telegramm erwidert, das in Uebersetzung wie folgt lautet: „Ich danke Ihnen, Herr Reichskanzler, aufs wärmste für die Glückwünsche, die Sie so freundlich waren, mir gelegentlich meines silbernen Jubiläums in Ihrem eigenen Namen und im Namen des deutschen Volkes zu übermitteln. Ich bin Ihnen besonders dankbar für Ihre freundliche Erwähnung meiner Bestrebungen und der Bestrebungen meiner Regierung im Interesse des Friedens. Die Sache des Friedens liegt mir sehr am Herzen und ist das ständige Ziel, das meine Regierung vor Augen hat. Ich erwidere Ihre guten Wünsche für den Erfolg dieser Sache und vertraue darauf, daß ich damit nicht nur die Gesinnung meines eigenen Volkes, sondern die der ganzen zivilisierten Welt zum Ausdruck bringe. Georg R..“ Gesnnungeu undeiin Englune? ch der Oberhanzdehafte England erm der Vverhausbedane— England erwarter „praktische Vorschläge“ von Deutschland Berlin, 8. Mai. Von unserer Berliner Schriftleitung. Die Aussprache im englischen Oberhaus, über die wir in unserer Mittwochsnummer ausführlich berichteten, hat gewissermaßen überrascht. Die selten klaren und objektiven Ausführungen der verschiedenen Lords stehen in einem ebenso beachtlichen wie begrüßenswerten Gegensatz zu den Aussprachen im Unterhaus und zu jener offiziellen englischen Politik, die während der letzten Monate vollends im Fahrwasser der Pariser Regierung segelte. Zum ersten Male seit langer Zeit haben sich in England Männer zum Wort gemeldet, die Verständnis für die deutsche Haltung aufbringen und die Entschlüsse ihrer eigenen Regierung scharf unter die Lupe nehmen, ja sogar ablehnen. Was wir gestern aus dem Munde der Lords Dickinson, Mottistone und Allen vernahmen, kommt einer schweren Anklage gegen die offizielle britische Politik gleich, wie sie sich in Stresa, in Genf und schließlich auch in ihrer Stellungnahme zum französischsowjetrussischen Militärpakt, dokumentierte. Dennoch wird man die begrüßenswerten Aeußerungen nicht zu loptimistisch beurteilen dürfen. Denn Aeußerungen dieser Art, die sich gegen den Versailler Vertrag als ein überlebtes Instrument wandten und für die gleichberechtigte und ebenso pflegliche Behandlung der deutschen Auffassungsweise eintraten, haben wir in den vergangenen Jahren immer wieder zu hören bekommen. Die praktische Konsequenz dieser platonischen Politik blieb jedoch aus. Schon der Sprecher der englischen [Regierung Lord Stanhope, hat mit seinen gestrigen Ausführungen bezeugt, daß seine Regierung durchaus nicht derselben Meinung ist wie die hohen Lords. Denn wenn der Unterstaatssekretär an Deutschland die Forderung nach praktischen Vorschlägen richtete, so scheint uns hier ein besonderer diplomatischer Trick vorzuliegen. An praktischen Vorschlägen hat es die Reichsregierung zu keiner Stunde fehlen lassen. Sie hat sogar die britischen Vorschläge in der Abrüstungsfrage angenommen. An Frankreich scheiterte seinerzeit die Verwirklichung des Macdonald=Planes, der die Begrenzung der auf 000000 Mann vorsah und der heute wieder lichung des Macdonald=Planes, der die Begrenzung de Armeen auf 200##00 Mann vorsah und der heute wieder aus der Schublade des britischen Außenministeriums herausgeholt wird. Diese Dinge legen uns größte Zurückhaltung auch bei der Beurteilung der Oberhausdebatte auf. Der Wunsch der britischen Regierung, recht bald aus dem Munde des deutschen Kanzlers Präzisierungen der grundsätzlichen deutschen Einstellung zu vernehmen, ist verständlich. Dennoch wird man auch jenseits des Kanals mit keinerlei Ueberraschungen rechnen dürfen. Die deutsche Regierung hat ihre Leitsätze in allen zur Debatte stehenden Fragen bereits mehrfach der Oeffentlichkeit mitgeteilt. In London waren Nachrichten verbreitet, daß Deutschland inoffizielle Besprechungen mit verschiedenen Botschaftern und Gesandten bereits eingeleitet habe, wobei auch die entmilitarisierte Zone eine Rolle gespielt haben soll. Wir können nur feststellen, daß diese [Nachrichten auch in keinem Punkte der [Wahrheit entsprechen. Wir sehen deshalb in der ganzen Angelegenheit nur einen britischen Versuchsballon. Um eine wirkliche und tiefgreifende Verständigung unter den europäischen Völkern zu schaffen, wie sie vorgeblich auch der britischen Regierung am Herzen liegt, wäre es notwendig, sich aus den diplomatischen Floskeln herauszulösen und ebenso klar und offen wie der deutsche Führer nunmehr die eigenen Karten auf den Tisch zu legen. Wenn man vielleicht in England glaubt, daß die Reichsregierung und das deutsche Volk an den bereits vollzogenen Maßnahmen irgendeine Abstreichung vornehmen würden, ohne daß auch dieselben Abstreichungen von der Gegenseite durchgeführt werden, so irrt man sich mehr denn je. Das Deutschland von heute ist nicht das Deutschland von gestern. Dem Generaldirektor der Preußischen Staatsbibliothek, Dr. Krueß, ist von der Universität in Oxford die Würde eines Ehrendoktors verliehen worden. Die Größe der künftigen Reichsgaue Berlin, 8. Mai. In einem Artikel über„Das Deutsche Reich als Einheitsstaat", den Reichsminister Dr. Frick in der „Europäischen Revue" veröffentlicht, wird u. a. ausgeführt, daß die neuen Reichsgaue je drei bis vier Millionen Einwohner zählen werden und in sich geschlossene, leistungsfähige Gebilde sein sollen. Den Zeitpunkt der Neueinteilung des Reiches werde der Führer und Reichskanzler bestimmen. Arbeitstagung evangelischer Klrchenfühler dnb Berlin, 8. Mai. Am Sitz der Reichskirchenregierung versammelten sich unter der Leitung des Reichsbischofs am Freitag evangelische Kirchenführer zu einer Arbeitstagung. Nach einem Referat von Professor D. Witte über Ziele und Bestrebungen der neuheidnischen Bewegungen verlas der Reichsbischof ein an die Gemeinden gerichtetes Wort, in dem er gegenüber diesen Bestrebungen zu einer würdigen, dem besonderen Wesen der evangelischen Kirche entsprechenden Haltung auffordert. Im weiteren Verlauf der Arbeitstagung wurden nach längerer, von gegenseitigem Vertrauen getragener Aussprache die entscheidenden kirchlichen Fragen, in besonderer Weise die künftige Gestaltung des Frauenwerks der Deutschen Evangelischen Kirche, behandelt. Sicherheitsverwahrung für einen Mittäter bei der Ermordung Horst Wessels anb Berlin, 8. Mai. Die 13. Strafkammer des Berliner Landgerichts gab heute dem Antrag der Staatsanwaltschaft auf Anordnung der nachträglichen Sicherheitsverwahrung gegen den 33jährigen Josef Kandulski, einen der Mittäter bei der Ermordung Horst Wessels, statt. In der Verhandlung gegen den mehrfach vorbestraften Verbrecher, der im ersten Strafverfahren gegen die Mörder Horst Wessels mit der unverständlich milden Strafe von fünf Jahren und einem Monat Zuchthaus davongekommen war lebte noch einmal die Erinnerung an die furchtbare Tat kommunistischer Meuchelmörder auf, der der nationalsozialistische Freiheitskämpfer Anfang 1930 zum Opfer fiel. Als der zu sechs Jahren Zuchthaus verurteilte Ali Höhler den tödlichen Schuß auf Horst Wessel abgab, stand Kandulski hinter ihm und hat später aus dem Wäscheschrank im Zimmer Horst Wessels eine Pistole gestohlen. Kandulski ist seit 1918 im ganzen sechsmal wegen Diebstahls vorbestraft und ohne persönliche Not immer wieder straffällig geworden. Da er von seinem verbrecherischen Hang nicht abzubringen war, mußte er als„gefährlicher Gewohnheitsverbrecher“ angesprochen werden, vor dem die Oeffentlichkeit durch Anordnung der Sicherheitsverwahrung ein für allemal zu schützen ist. Nachdem sich fast sämtliche französischen Informationsblätter mit den Zeitungen solidarisch erklärt hatten, denen die sowjetrussische Botschaft in Paris die Einreisegenehmigung für ihre Berichterstatter anläßlich der Moskauer Reise Lavals verweigert hatte teilt der „Temps“ jetzt mit, daß die Sowietbotschaft in Paris bekanntgegeben habe, das Visum für die Einreise nach Sowjetrußland werde keinem französischen Zeitungsvertreter verweigert. Weitere politische Nachrichten auf Seite 11 Scunst und Wissen Sibt es die Einheit„Welttalen“? Der Archivwissenschaftler bejaht und beweist. Im Verlaufe eines Vortragsabends, mit dem die große Tagung des Heimatgebietes Münsterland des Westfälischen Heimatbundes, in Münster geschlossen wurde, sprach an Hand zahlreicher, auf historischen Quellen beruhender Lichtbilder der Direktor des Staatsarchivs, Dr. Meyer, über das Thema:„Das Land der Roten Erde vom Karl dem Großen bis zur Gegenwart.“ Seine Ausführungen hatten vor allem die Frage zum Kern: Gibt es eine landschaftlich, geschichtlich und volkstumsmäßig gebundene Einheit Westfalen? Seine eingehenden, mit wissenschaftlicher Sorgfalt angestellten Untersuchungen führten zu dem Ergebnis, daß seit mindestens 700 Jahren der Begriff Westfalen als des Landes zwischen den Ufern der Weser und dem Rheingebiet, zwischen Hessen und Friesland eindeutig und unumstritten festliegt und daß die in diesem Gebiete wohnenden Menschen von jeher eine Volkstumseinheit gebildet haben und auch heute noch bilden. Beweis dafür seien die verschiedenen Lebensäußerungen Westfalens seit dem Mittelalter: die Feme, die Hanse, die politischen Bündnisse usw. Im weiteren zeigte der Vortragende, wie auch nach dem Zusammenbruche des alten Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation diese westfälische Einheit immer wieder sich selbst auch organisatorisch und politisch zu verwirklichen suchte, besonders nachdem Westfalen in den großen Verband des Deutschen Reiches gelangt war, innerhalb dessen es durch die Besonderheit seiner Lage, die Ausgewogenheit seiner inneren Kräfte und die in ihm zentralisierten wirtschaftlichen Energien eine wichtige Rolle zu spielen berufen war. Aufrut für eine Robert-Koch-Sttttung Der Reichstuberkuloseausschuß, dessen Leiter der Ministerialdirektor im Reichsministerium des Innern, Dr. Frey ist, erläßt aus Anlaß des 25. Todestages Robert Kochs folgenden Aufruf: „Am 27. Mai 1925 jährt sich zum 25. Male der Todestag Robert Kochs. Sein Name ist in der Weltgeschichte der Gesundheitswissenschaft mit goldenen Lettern eingetragen. Uns Deutschen, deren Stolz und Ruhm er war, liegt es ob, sein Andenken in ganz besonderer Weise zu ehren. Das neue Reich, das die deutschen Tugenden wieder überall wachgerufen hat, mahnt uns auch an die Pflicht der Dankbarkeit gegen einen der größten Wohltäter der Menschheit aus deutschem Blute. Diese Tankbarkeit soll uns zu einer Wiederaufrichtung der Robert=Koch=Stiftung veranlassen, die ein Opfer der Inflation wurde.. Kangen Der Reichstuberkuloseausschuß hat die ehrenvolle Aufgabe erhalten, für die Aufbringung der dazu notwendigen Mittel zu werben..64 Louzäaen#. Unser Ruf geht daher an jeden deutschen Volksgenossen, vor allem an diejenigen, die mit dem Werk Robert Kochs in irgendeiner Weise verbunden sind, an alle, für deren wissenschaftliche Leistungen die Großtaten Robert Kochs grundlegend waren, und an alle behördlichen und privaten Stellen, denen Robert Koch auf dem Gebiete der Seuchenbekämpfung die Wege gewiesen hat. Helft uns, die Stiftung, die seinen Namen trägt, zu altem Glanz erstehen zu lassen, gebt uns die Mittel zu den Forschungen, die durch diese Stiftung ermöglicht werden sollen, damit die deutsche Wissenschaft den Platz in der Welt behaupten kann, den einst Robert Koch errungen bat.„. I,=7128. di#Für die Stifter namhafter Betrage bestehr die Moglichkeit der Aufnahme in den Ehrenausschuß oder die Eintragung in das Goldene Buch der Stiftung. Spenden werden erbeten auf das Konto„RobertKoch=Stiftung", bei der Reichskreditgesellschaft AG., Berlin W 8, Behrenstraße 21/22.“ Der Film schlägt Brücken Erfolge des Internationalen Filmkongresses Berlin 1935. Am Reichssender Berlin unterhielt sich Montag abend der Präsident der Reichsfilmkammer Dr. Scheuermann, der bekanntlich auch Präsident des Internationalen Filmkongresses 1985 war, mit Hugo Landgraf vom Reichesender Berlin über den erfolgreichen Verlauf des Internationalen Filmkongresses. Nach einem Rückblick auf die Entstehungsgeschichte des Kongresses und auf die einzelnen Hindernisse, die es bis zu seiner Ermöglichung zu überwinden galt, ging Dr. Scheuermann auf die Erfolge des Kongresses ein. wies auf den außerordentlichen Eindruck hin, den die Rede des Schirmherrn des Kongresses, Reichsministers Dr. Goebbels, bei der feierlichen Schlußsitzung auf die ausländischen Teilnehmer machte. Immer wieder sei man zu ihm und den anderen deutschen Mitgliedern der Kongreßleitung gekommen und habe erklärt, man wünsche, daß die zuständigen Minister im eigenen Lande nur ein wenig von dem Geist hätten, wie ihn Dr. Goebbels vor aller Welt dokumentiert habe. Das sachliche Ergebnis des Kongresses liege— abgesehen von der Tatsache, daß an die 2000 Ausländer Deutschland in seiner neuen Gestalt hätten mit eigenen Augen sehen können— auf reinem Filminteressengebiet. Bei vielen für die Theaterbesucher besonders wesentlichen Punkten habe man die Neuerungen, die die Reichsfilmkammer eingeführt habe, zugrunde gelegt. Besonders in die Augen fallende Ergebnisse des Kongresses seien die zu neuem Leben erweckte„Internationale Theaterbesitzer=Vereinigung“ und ein Internationaler Bund der Filmkünstler, und Filmschaffennationaler Bund, der Filmkinstler, und„Filmschafenden". In der Internat#onalen Fumrammer— für deren Satzung als Grundlage gleichfalls die Organisation der Reichsfilmkammer dienen werde— werde man die Einrichtung schaffen, mit der man international arbeiten könne. Ein weiteres Ziel sei. alle zwei Jahre einen solchen Kongreß abzuhalten. Die nächste Tagung werde während der Weltausstellung 1937 in Paris stattfinden. Abschließend ging Dr. Scheuermann noch auf den ungeheuren Eindruck ein, den das Erlebnis des 1. Mai auf die 700 Kongreßteilnehmer machte, die sich auf einer besonderen Tribüne auf dem Temvelhofer Feld eingefunden hatten und auf den Empfang der Abordnungsleiter beim Führer und Reichskanzler, der auf jeden einzelnen eine so gewaltige Wirkung ausübte, wie man sie jedem Ausländer zum Nutzen der Völkerverständigung und zur Erkenntnis deutscher Arbeit und deutschen Arbeitswillens wünschen könnte. Der öllerreichtiche Dichter Emi###### In Graz ist Mittwoch nach längerem Leiden der österreichische Dichter Hofrat Dr. Emil Extl im 76. Lebensjahr gestorben. Mit Emil Ertl ist einer der bekanntesten österreichischen Schriftsteller Hahiggegangen. Seine Romantrilogie„Ein Voll an der urbeit., bestehend aus den Romanen„Freiheit, die ich meine“, „Auf der Weltwacht" und„Das blaue Guckucksbaus“ haben seinen Namen in allen deutschen Landen bekannt gemacht. Viel gelesen wurden auch seine Novellenbände. Ertl hatte erst am 11. März seinen 75. Geburtstag gefeiert. Wo bleibt das deutsche Lustspiel? Der Prüfungsausschuß des von der„Gesellschaft Lübecker Theaterfreunde" im Vorjahr gestifteten Lustspielpreises hat beschlossen, diesen Preis nicht zu verteilen. Die häufigsten Gründe der Ablehnung sind: unlebendiger sprachlicher Ausdruck, geringe Vertrautheit mit den Gesetzen der Bühnenwirkung und eine mangelnde stoffliche Erfindung und Gestaltungskraft, wobei Handlung und Menschen im Schablonenhaften oder Schemenhaften stecken blieben. Eine Wolfram= und Panzival=Weihestätte. In der unterfränkischen Mainlandschaft liegt die im Besitz des Fürsten von Leiningen befindliche Wildenburg, auf der Wolfram von Eschenbach einen Teil seiner ParzivalDichtung geschrieben hat. Um den Verfall der kulturhistorisch bedeutungsvollen Burg zu verhindern, soll sie unter Denkmalsschutz gestellt und als Wolfram= und Parzival=Weihestätte ausgebaut werden. Künstlerische Vorarbeit zur Olympiade 1936. Professor Walter Hege hat von der Reichsregierung den Auftrag erhalten, in Griechenland photographische Aufnahmen für die Olympiade 1936 zu machen. Er ist bereits an Ort und Stelle eingetroffen. Sans 8 Guk:: p“ Betsg ertch“.„Stelbiggez hans Schulre. Verantwortlich für Politik: Rudolf woen, Kommunalpolitik und Stadtteile: Adolf Peddinghaus, Lokales: Haus Schulte, Kulturpolitik und Dr. Josef Schwermann, Feuilleion: Dr. Emil Stxod.:: bofs, Wirtschaft: Fritz Schmidt, Sport:„Hanz H. ,7 berg, Gerichtsdienst und Brieskasten: Max###gf!: Provinz: Kurt Dörnemann, Anzeigen: Kurt sämtlich in Bochum. Berliner Redaktion: Michael Haupt. Berlin SW 68 Wilhelmstr. 98. Anruf: Jäger 4115 u. Karlsvorst 0340, Berliner Anzeigenpezzzeung:, D. Siepplghis Gerlin=Edarlottenburg, Udlandstr. 194, Anruf C# Steingl., 5# Verlag und Truck: Laupenmühlen. 8„Tlerichs in Bochull. Ruf 67551, 52, 53.— DA. IV. 35: über 24 800. Sprechstunden der Redaktion 16—17 Uhr(außer Samstags). Für unverlangte Einsendungen keine Hastpflicht Rücksendung nur bei Rückporto. Die heutige Nummer umfaßt 12 Seiten Seite 3 Nr. 108; Bochumer Anzeiger 7 Donneretag, 9. Mai 1933 „*** ORRRNT Prinantt=Vereno Zum erstenmal als Preußens Ministerpräsident in unserer — Seine Gemahlin begleitet ihn— Auch Polizeigeneral Daluege wird erwartet—.30 Uhr feierlicher Empfang am Hauptbahnhof— Spalier der Formationen und der Jugend durch die Stad“ festlicher Tag ist heute für Bochum angebrochen. Hermann Göring, deutscher Luftheld des Weltkrieges, einer der Getreuesten und Paladin des Führers Adolf Hitler, der unter schwersten persönlichen Opfern der Bewegung mit zum siegreichen Durchbruch half, der Mann, der als Preußens Ministerpräsident unerbittlich mit eiserner Faust aus tiefster Liebe zum Vaterland die Feinde des ..-Muthherr. In luftiger Höhe heim Anbringen der Wimpel an den Straßenbahn=Oberleitungsdrähten. Staates niederzwang, stattet Bochum einen Besuch ab. Zum ersten Male seit der nationalen und sozialistischen otevolution Adolf Hitlers weilt Hermann Göring bei uns als der Mann, der die Hand über Preußens Geschicke hält. ist Bochum nicht mehr als eine selbstverständliche Ehrenpflicht, dem Ministerpräsidenten einen festlichen Empfang zu bereiten. Und für diesen Empfang hat sich Bochum seit Dienstag schon und am Mittwoch in noch verstärktem Maße gerüstet. Das Selbstverständliche, Ursprüngliche des Wunsches, gerade ihn feierlich zu begrüßen, kommt uns aus dem Bewußtsein, daß diesem Manne die Treue das Mark der Ehre ist, die Treue, die wir als die deutscheste Eigenschaft des deutschen Menschen empfinden. So wird jung und alt heute am Wege Hermann Görings durch Bochum stehen und ihn begrüßen, als den, der er ist: ein Mann, dem die Liebe des Volkes gilt! Im schönsten Schmuak prangt unsere Heimatstadt, über der hoffentlich am heutigen Morgen goldene Sonne lacht. Ein Wald von Fahnen schmückt den Bahnhofsvorplatz. Fahnen und Wimpel ziehen sich durch die Kortumstraße und ihre Nebenstraßen. Die Pracht der maienfrischen Kastanien auf dem Wilhelmsplatz wird noch gesteigert durch das Frühlingsgrün, mit dem die Bevölkerung ihre Häuser schmückte. Ueberall. an den Oberleitungsdrähten der Straßenbahn so gut wie an den Häusern, flattern die Wimpel. Das Rathaus bietet festlichen Anblick und auch durch den oberen Teil der Alleestraße, der im frischen Laub seiner Bäume kaum des Schmuckes bedarf, ziehen sich die Fahnen dahin. Besonders prächtig ist die Gegend um den Baareplatz, der Baareplatz selbst und das Kosthaus Stahlhausen geschmückt. Denn der Besuch Hermann Görings ist zugleich mit einer Besichtigung des Mahnmales auf dem Baareplatz verknüpft, das den 800 Gefallenen des BV. gilt. Rings um die Grünanlagen des schönen Platzes erheben sich die Fahnenmasten. Lang, aus 16 Meter Höhe herab, wallen zwölf der siegreichen Fahnen des Nationalsozialismus am Kosthaus Stahlhausen herunter. Bochum wird ein Bild bieten, so schön, wie wir es nur bei ganz seltenen Ereignissen erleben. Denn nicht der Schmuck der Fahnen und des Grüns allein, der Bergmannslampen, die als Wahrzeichen unserer Stadt vor den Häusern hängen, wird Hermann Göring begrüßen. Der Weg des Ministerpräsidenten wird darüber hinaus durch ein vielzehntausendköpfiges Spalier, durch das Spalier der Formationen und der Jugend führen. Die Schulen haben für diesen Tag frei Nicht nur hier in Bochum, wo die Kinder der öheren Schulklassen Spalier bilden, auch auf dem weiteren Wege Hermann Görings über die Verbandsstraße durch Berlin ab: 23.37 Uhr Die Abreise des Ministerprasidenten Ein Schnelligkeitsrekord der Zeitungsarbeit 23.37 Uhr fuhr der preußische Ministerpräsident vom Bahnhof Friedrich= straße in Berlin ab. Unser Photograph in Berlin (Scherl=Bilderdienst) knipste, raste zur Dunkelkammer, entwickelte, kovierte, eilte zur Bildtelegraphie. Das alles war in gut einer Stunde erledigt. Ein Kraftwagen des„B..“ war inzwischen bereits auf dem Wege zur Bildstelle des Haupttelegraphenamtes Köln. Gegen 1 Uhr lief die bildtelegraphische Uebertragung Berlin— Köln..45 Uhr war der Abzug des Bildtelegramms in Köln fertig. Der Kraftwagen fuhr von Köln nach Bochum zurück. Mit dem Schlage .15 Uhr befand sich der Abzug in der Bilderabteilung des„B..“ Und noch lange bevor der Zug von Berlin in Bochum eingetroffen ist, läuft bereits die Rotationspresse und druckt das Bild des Ministerpräsidenten und seiner Gemahlin bei der Abreise auf dem Bahnsteig in Berlin ArEIN Bochuner Anzat#### #lsgraphenant koetn Vird abge Wattenscheider Gebiet und nach Essen hinein, dem nach Bochum sein Besuch gilt. Der Bochumer Besuch Hermann Görings ist in seinen Einzelheiten schon klar. Er wird sich nach dem bereits in der Mittwoch=Ausgabe bekanntgegebenen Programm abwickeln. Kurz sei wiederholt, daß der Empfang.30 Uhr morgens am Hauptbahnhof stattfindet. Dort wird der Ministerpräsident von den ersten Vertretern der Partei und der Behörden begrüßt und durch Ehrenformationen empfangen. Anschließend fährt er durch das Spalier auf der Kortum= und Alleestraße, also über die Drehscheibe, um nach der Fahrt einige Besichtigungen vorzunehmen. Am Abschluß dieser Besichtigungen wird ein Besuch des Mahnmales auf dem Baareplatz stehen, nach dem Hermann Göring seine Reise im Kraftwagen- nach Essen fortsetzen wird. * Inzwischen ist auch bekannt geworden, wie sich die Weiterfahrt vollzieht. Sie führt über die Verbandsstraße „Ruhrschnellweg", auf der von der Bochumer bis zur Essener Stadtgrenze auf Wattenscheider Gebiet die Wattenscheider Jugend Spalier stehen wird. An der Stadtgrenze Essen=Kray wird der Ministerpräsident von Oberpräsident Gauleiter Terboven(Essen) und den ersten Vertretern der Behörden sowie Ehrenformationen empfangen. Die Fahrt geht dann nach Essen hinein, vom Wasserturm ab wieder durch das Spalier der Schuljugend. In Essen erfolgen verschiedene Besichtigungen und von Essen aus wird Ministerpräsident Hermann Göring nach Bonn weiterreisen. Auf dem=Bähnhof Friedrichstruße Preußens Ministerpräsident begibt sich ins Industriegebiet Ueber die Abfahrt des preußischen Ministerpräsidenten und seiner Gemahlin am gestrigen Mittwoch abend um 23.37 Uhr erhalten wir von unserer Berliner Schriftleitung folgende Meldung: Berlin, 8. Mai. Ministerpräsident General Hermann Göring und Gemahlin haben heute nacht um 11.37 Uhr die Fahrt ins rheinisch=westfälische Industriegebiet angetreten. Als kurz vor ½12 Uhr der fahrplanmäßige=Zug in die große Halle des Bahnhofs Friedrichstraße einfuhr, bot sich das übliche Bild eines vom Zentrum Berlins abfahrenden=Zuges. Mit ihrem Reisegepäck warten die Passagiere, Zeitungen werden ausgeboten, der Bahnbeamte gibt die Anordnung der Wagenfolge bekannt. Das gleiche Bild wie sonst. Keinerlei Absperrung. Ausländische Journalisten sahen wir nicht auf dem Bahnsteig. Sie hätten sich sonst sehr gut davon überzeugen können, wie führende deutsche Staatsmänner sich mitten in ihrem Volke bewegen, ohne Leibwachen und ohne die heimlichen und unheimlichen Schutzmaßnahmen, wie sie andernorts üblich und notwendig sind. Die Passagiere haben Platz genommen. Drei Minuten vor Abfahrt lauscht man auf. Der bereits auf dem Bahnsteig weilende Staatssekretär im Reichsluftfahrtministerium, Generalleutnant der Flieger Milch, sowie andere Fliegeroffiziere begrüßen den Ministerpräsidenten und seine Gemahlin, die zum Staunen der Zugpassagiere plötzlich auf dem Bahnsteig erscheinen. Der Ministerpräsident trägt die Uniform des Generals der Reichsluftwaffe. Er und seine Gemahlin grüßen freundlich und verabschieden sich von ihrer Begleitung mit herzlichen Händedrücken. Mit dem Ministerpräsidenten haben u. a. auch Generalleutnant Milch sowie Polizeigeneral Daluege die Reise ins Industriegebiet angetreten. Ministerialrat Gritzbach, der persönliche Referent des Ministerpräsidenten, verläßt kurz vor Abfahrt des Zuges den Bahnsteig, um mit der übrigen Begleitung aus der amtlichen Umgebung des Ministerpräsidenten sich zu verabschieden. In diesem Augenblick begleiten die besten Wünsche des westfälischen Industriegebiets den preußischen Staatsmann. Seiner Fahrt ins schwarze Revier gilt ein herzliches Glückauf! Die Fahne ist gehißt.— Der letzte Knoten wird geschürzt. Zur Erinnerung an diesen Tag, an dem der General der Flieger Hermann Göring zum erstenmal als preußischer Ministerpräsident und Reichsminister unsere Stadt besucht, wobei auch eine Besichtigung des.=.=Ehrenmals vorgesehen ist, zeigen wir unseren Lesern in dieser Ausgabe einige besonders schöne Bilder dieses eindrucksstarken Ehrenmals. Auf der Titelseite bringen wir eine vergrößerte Lichtbildwiedergabe des zwölf Meter hohen Schwertes. Die Ausführungen dazu stammen vom Schöpfer des Ehrenmals, dem Kölner Architekten Emil Mewes. Die Aufnahmen von dem Ehrenmal, die wir auf Seite 5 veröffentlichen, stammen von dem.=.=Photographen Kurt Ksinfik. Seite 4 Nr. 108/ Bochumer Anzeiger 7 Donnerstag, 9. Mai 1933 Ein gemeiner Aeberfall Zwei Arbeiter von 6 bis 7 Burschen am 1. Mai überfallen. 1. Mai 1935, gegen 22.30 Uhr, verließen zwei Arbeitskollegen die Wirtschaft Reier, Bochum, Dorstener Straße 59. Als sie gerade den Bürgersteig betreten hatten, wurden sie von 6 bis 7 Burschen, im Alter von 20 bis 30 Jahren. ohne jeglichen Grund angegriffen und zu Boden geschlagen. Beide trugen schwere Verletzungen davon. Nach der Tat flüchteten die Täter und konnten unerkannt entkommen. Wer hat die Burschen gesehen? Angaben, die auf Wunsch vertraulich behandelt werden, erbittet die Kriminalpolizei in Bochum, Uhlandstraße 35, Zimmer 87. Die Gardisten wieder in Bochum Die 150 Bochumer Gardisten, die in der Zeit vom 4. bis 7. Mai an dem großen Treffen der ehemaligen Gardisten in Berlin teilgenommen hatten— der„B. .“ berichtete in der Montagnummer ausführlich darüber—. sind am Mittwoch vormittag wieder in Bochum eingetroffen. Ganz begeistert erzählten die Teilnehmer von ihren Erlebnissen in Berlin. Am Montag und Dienstag war ihnen in reichlichem Maße Gelegenheit zur Besichtigung der Reichshauptstadt und ihrer Umgebung gegeben. Die Bochumer besuchten u. a. auch Potsdam und Döberitz. Man kann sich vorstellen, wie schwer den alten Bochumer Gardisten der Abschied geworden ist. Unzählige Bekanntschaften konnten in diesen Berliner Tagen wieder aufgefrischt, viele neue Freundschaften angeknüpft werden. Der Dienstag stand ganz im Zeichen des Gardistenabschiedes von Berlin. Alle wären gern noch einige Zeit in der Hauptstadt geblieben. Um 21.46 Uhr dampfte der Zug vom Lehrter Bahnhof ab. Zehn Minuten vorher war bereits ein Zug in Richtung Westdeutschland abgefahren mit dem Endziel Duisburg. Auch auf der Rückfahrt herrschte echte frohe Gardistenstimmung. Um.40 Uhr lief der Zug im Bochumer Hauptbahnhof ein und gleich hob ein frohes Begrüßen an. Die Teilnehmer werden die Tage von Berlin noch lange in Erinnerung behalten. Weltbeste kommen nach Bochum zur Hundeschau am 16. Juni— Alle Bochumer Rassehunde anmelden. Die Weltausstellung von Frankfurt a. M. liegt hinter uns. Sie war mit einer Meldezahl von 3311 Hunden ein voller Erfolg für den Reichsverband für das deutsche Hundewesen. Jetzt richten sich die Blicke der Hundefreunde auf die Bezirksveranstaltung des RDH., die am 16. Juni auf dem Schützenhof in Bochum durchgeführt wird. Die Schauleitung ist bemüht, mögeingetragenen Rassehund besitzt, diesen für die internationale Rasse=Hundeschau am 16. Juni zu melden. Alles Nähere durch den Hundesport=Kreisleite= Dr. Rutenick, Kronenstraße 13, Fernruf 68086. Die Fabrt ins Blaue mit„Kraft durch Freude“. ist schon so etwas, wenn man an einem lachenden Sonntag morgen die Butterbrote einpackt, nach der Uhr schaut, um den Zug nicht zu verpassen und dabei nicht einmal weiß, wohin die Reise gehen soll. nützen selbst die vielen Fragereien der lieben Ehefrauen nichts, denn diesmal hat der Mann wirklich kein Geheimnis zu bewahren. Es geht ins Blaue. Am 12. Mai ab Bochum=Hbf. Das ist seine ganze Weisheit. Allerdings weiß er, daß die NSG.„Kraft durch Freude" bei einem Fahrpreis von.90 Mark natürlich keine=Minuten=Fahrt macht! und vor einem abgebrannten Bauernhaus durchaus nicht stehen bleiht,„(.Krt.. Bei einer solchen Blaufahrt wiederholt sich immer wieder dieselbe Begebenheit. Dampft der Zug ab, ist alles obenauf. Jeder kennt natürlich seine Heimat wie seine Westentasche. Nach der ersten halben Stunde teilen sich bereits die Meinungen und beim Aussteigen schweigt des Sängers Höflichkeit— daneben geraten. . Daß eine„Kraft=durch=Freude"=Fahrt nicht nur im Aus=dem=Fenster=Gucken besteht, oder im Aus= und Einsteigen, weiß jeder, der schon einmal mit war. Für 70 Pfennig kann man zunächst erst mal das Mittagessen einnehmen und dann folgen wohlorganisierte Veranstaltungen, die für die Rückfahrt und noch Tage nachher genügend Gesprächsstoff und heitere Laune spenden. Vermögensteuer am 15. Mai zahlen! Vom Reichsfinanzministerium wird— wie das Finanzamt Bochum mitteilt— darauf hingewiesen, daß nach der gesetzlichen Regelung am 15. Mai 1935 der gleiche Betrag an Vermögensteuer zu entrichten ist, den der Steuerpflichtige am 15. Februar 1935 zu zahlen hatte. Entsprechendes gilt für die späteren, im Rechnungsjahr 1935 fällig werdenden Teilbeträge an Vermögensteuer vom 15. August, 15. November 1935 und 15. Februar 1936. Eine Frau wurde ins Schaufenster gedrückt Kohlenwagen spraiig auf den Bülgersteig... Bilder aus den Bochumer Gerichtssälen Am 27. September v. I. ereignete sich auf der Kor=sßendammes und die Vollgummibereifung der Hintumstraße, vor dem Modengeschäft Viefhaus, ein schwerer terräder des Autos zurückzuführen war. War der Unfall ein unabwendbares Ereignis? Diese Einwände wollten die Beklagten allerdings nicht gelten lassen. Es liege kein Verschulden des Lenkers vor. Alle Ansprüche, die sich auf ein Verschulden des Lenkers stützten, seien also grundsätzlich ausgeschlossen. Alleinige Ursache sei die Schlüpfrigkeit der Straße gewesen. Der Wagen sei so langsam gefahren, daß man hätte nebenhergehen können. Man könne nicht verlangen, daß ein Wagenlenker bei Regenwetter die Kortumstraße nicht befahre. Befahre er sie so vorsichtig wie der beklagte Lenker, so gäbe es für ihn keine Möglichkeit, einen Unfall abzuwenden, der sich wie dieser als ein unabwendbares Ereignis darstelle. In solcher Richtung seien bereits bei ähnlichen Vorfällen richterliche Entscheidungen ergangen. Der Antrag der Klägerin ging dahin, der Verletzten allen Schaden zu ersetzen, den sie infolge des Unfalls erlitten habe und noch weiter erleiden werde. In diesem Sinne entschied das Gericht und billigte der Verletzten ein Schmerzensgeld von tausend Mark zu. Ueber die Höhe des Schadensersatzes bzw. der Rente wird noch weiter verhandelt. Unfall. Infolge der Glätte der Straße und der Straßenbahnschienen— es war gerade Regen gefallen— kam der leere, langsam fahrende Lastwagen einer hiesigen Kohlenhandlung ins Rutschen, daß er„wie ein Schlitten“ wirkte, sprang über den Bordstein auf den Bürgersteig, fuhr in ein Schaufenster und riß die 54jährige Frau eines hiesigen Einwohners, die nichtsahnend die Auslage besah, mit in das Fenster hinein Die Frau wurde schwerverletzt ins Krankenhaus gebracht. Sie hatte einen schweren Beckenbruch erlitten, arge Schnittwunden am ganzen Körper verursachten starken Blutverlust und heftige Prellungen hatten weitere schwere Schmerzen im Gefolge. Die Verletzte ist jetzt trotz mehr als halbjährigem Aufenthalt im Krankenhause Die Schadensklage vor der Zivilkammer Es hatte sich infolgedessen die Zivilkammer jetzt mit der Klage der Verletzten auf Schmerzensgeld und Schadensersatz zu befassen. Sie richtete sich sowohl gegen den Lenker wie gegen den Besitzer des Fahrzeuges, bzw. gegen diejenige Versicherung, die an deren Stelle für den angerichteten Schaden haftbar ist. In welche Notlage der Ehemann der Verunglückten durch den Unfall seiner Frau geriet, kann man sich denken, da ihm doch zunächst alle Mittel fehlten, um die Wiederherstellung der Gesundheit seiner Frau zu betreiben. Diese Schwierigkeiten sind natürlich mit Hilfe der Stadt überwunden worden.e„ kelt. Dem Lenker des Wagens wird vorgeworfen, es hätte ihm bekannt sein müssen, daß bei Straßenglätte der leere Wagen der Steuerung nicht mehr genügend gehorchte Noch unbeständig Wetterbericht der Reichswetterdienststelle Essen=Mülheim vom 8. Mai, abends. Mit dem fortschreitenden Vordringen der Kaltluftmassen aus Skandinavien hat sich das mitteleuropäische Hochdruckgebiet weiter verschoben. Dadurch kam es heute, besonders in höheren Lagen, zu vereinzelten Regenfällen und zunehmender Bewölkung, die erst in den späten Nachmittagsstunden mehr aufriß. Bei dem beschleunigten Vordringen der Warmluft ist mit langsamer Wetterberuhigung zu rechnen. Vorhersage für Donnerstag: Mäßige Winde aus nordöstlichen bis östlichen Richtungen. Stellenweise Morgennebel, heiter bis wolkig. Temperaturen zehn Grad.— Wahrscheinliche Weiterentwicklung: Schwache Winde aus nordöstlicher Richtung, heiter, trocken, zunehmende Bewölkung. (Weitere Lokalnachrichten auf den Seiten 5 und 10) Wohin gehen wir heute 20 Uhr: Der Raub der Sabinerinnen. Schützenhof: 20 Uhr: Cvor= und Orchesterkonzert. Lichtspielhaus: Keine Vorführung. Odeon: ab 17 Uhr: Regine. toß wehr als balzizhrigen, Ausentalt in Aranenbaue)... haßer so beletpt:. Straße wie die Kor.(Staladichigteler, 65 17. Uhr: Begiue. noch nicht völlig wiederhergesteut und muß zeitweise wie, und daß er dayer eine so gezevie Straße, wie die Kor Sonlgaste“tz 15.25 uor: Zigennervaron. das Krankenhaus aufsuchen. Ihre Kleider und die tumstraße hätte meiden mussen. Er hätte seinen Auf= guest.Kicht: 2# 15 15 fihr: Die heiratslustt Ihre Kleiber und die lichst viel Hunde nach Bochum zu bringen, und obgleich eine Untersuchung wegen die Programme erst in diesen Tagen hinausgehen,„ie= und Sachbeschädigung gegeg, bseg Frestfahrzr, eiphzeiten die Programme erst in diesen Tagen hinausgehe gen schon zahlreiche Meldungen vor. Verhandlungen, den Weltbesten von Frankfurt nach Bochum zu ziehen, stehen vor dem Abschluß. Der Besitzer des besten in Deutschland gezogenen Drahthaar=Foxterriers hat seinen Hund ebenfalls schon für Bochum gemeldet. Es ist jetzt Pflicht eines jeden Bochumers, der einen gens sei. Den Verlust seiner St solchem Vorhalt nicht zu befürchten brauchen, denn das Arbeitsgericht würde iyn geschützt haben. strafrechtliche Verfolgung der Angelegen Damit ist auch gleichzeitig angedeutet, welche heit hatte das Ergebnis, daß der Oberstaatsanwalt wände der Besitzer des Wagens gegen sich gelten lassen eine Untersuchung gen fahrlässiger Körperverletzung mußte. Auch die Bereifung der Vorderräder sei nicht vorschriftsmäßig Meli=Licht: ab 15.15 Uhr: Die beiratslustige Witwe. ab 15.20 Uhr: Ferien vom Ich. 15 Uhr: Ein Mädel aus guter Famikie. ir: Regine. Uhr: Cleopatra. Schlafwagen=Kontrolleur. Strafverfahren abgelehnt Die strafrechtliche Perse gewesen, sonst wurden sie auf die Steuerung hin auf dem Straßendamme eingegriffen Wenn jemand einen Lastwagen, der an sich schof im ließ., pas Versagren wurde jedoch schugin Orrober Steuerung hin. auf, der er für die daraus entstehenfalls schlüpfrige Beschaffenheit des Stra= den Folgen haftbar. Keimnelromen von St. A. 17) Copyright by Wilhelm-Goldmann-Verlag „Aber sie hatte Bedenken, Gewissensbisse, wenn Sie wollen— ich übrigens auch! Sie wollte Herrn von Chancray, den sie bemitleidete, den sie sogar schon lieb zu haben begann, nicht betrüben. Na, und ich?.... Ich befürchtete, daß Herr von Chancray seine Drohung wahr machen würde. Bedenken Sie doch: Claire hat bis jetzt arbeiten, hart arbeiten müssen, um ihren Lebenszuterhalt zu verdienen.., Was wäre das für eine„Schnell., machen Sie, daß Sie fortkomp Liebe gewesen, wenn ich Claire veranlaßt hätte, das Untersuchungsrichter darf Sie hier nicht finden, harte Verbot ihres Onkels zu mißachten, und sie so weniger verhoren... das darf auf reinen Fall wieder in die Armut gestoßen hätte?... Anderseits aber— darauf verzichten zu müssen, uns zu sehen, unsere Heirat, Gott weiß wie lange Zeit, hinauszuschieben— nein, das erschien uns unmöglich...“ „Weiter doch“, stieß Malaise hervor, der jetzt ansing, die Wahrheit zu sehen. „Dann... dann glaubten wir den einzig möglichen Ausweg gefunden zu haben. Vor einigen Tagen— es war genau am 8. Oktober— teilte Claire ihrem Onkel unter irgendeinem Vorwande mit, daß sie zum Mittagessen und auch am ganzen Nachmittag nicht im Schlosse sein würde... Wir trafen uns hier in der Nähe, stiegen in ein Auto, das ich mir von einem meiner Freunde geliehen hatte— übrigens habe ich ihm das gestern zurückgebracht—, fuhren in die nächste kleine verschwinden Sie! „Aber selbstverständlich gegenüber erwähnen“, rief Malaise.„Erfährt er, d Sie jetzt der Gatte Claire von Chancrays uno, würde er ohne weiteres daraus schließen, daß Sie Claire nur ihrer Mitgift wegen geheiratet hätten; ohne weiteres würde er behaupten, daß die Geheimhaltung Ihrer Ehe keinen anderen Zweck hatte, als Herrn von Chancrays Empörung zu vermeiden und gleichzeitig zu verhüten, daß er seine Nichte enterbe... Uebrigens würde jeder Beamte die gleiche Ansicht haben... Man muß wirklich so ein Mensch wie Malaise sein, um an Ihre Unschuld du glauben. L4.p WBartan.: eine Wrt mohmättIn den letzten Worten lag eine Art wehmütiger, naiver Stolz, der Jean Armentin lächeln ließ. Plötzlich wurde der Inspektor unruhig. Er hörte, wie der Untersuchungsrichter die Treppe herabkam. „Schnell... machen Sie, daß Sie fortkommen! Der weniger verhören: auf g g noch weniger verhoren... das darf auf reinen Fau geschehen... wenigstens jetzt noch nicht... Hinaus mit Jhnen!“. f..Jt der tunge Mapn FFgi„Aber“, stammelte der junge Mann,„Claire... ich kann sie doch nicht im Stich lassen....“ „Wer redet denn von im Stich lassen?“ sagte Malaise hastig.„Bis jetzt habe ich über sie gewacht.. und werde das auch noch weiter tun... Seien Sie nur ruhig... Ich werde ihr schon mitteilen, daß ich Sie gesehen, mit Ihnen gesprochen habe, daß Sie gesund und munter sind und— sie lieben...“.. „Zum Wahnsinnigwerden“, fügte Jean feurig hinzu. Herrn Bouchons Schritte näherten sich. „Schön... also bis zum Wahnsinnigwerden. aber jetzt erweisen Sie mir den einzigen Gefallen und ich kein Wort Herrn Bouchon mahlzeit, und Herr Bouchon noch weniger. Als sie jef Malaise.„Erfährt er, daß ihren Kaffee getrunken hatten, gingen die beiden Mänans sind würde ner wie gewöhntich in die große Halle. Der Inspektor war enttäuscht, daß sein Kollege Walter noch nicht Stadt und— ließen uns trauen!“ „Donnerwetter“, rief Malaise,„daß ich darauf nicht selbst gekommen bin!“, 6 8 „Was wollen Sie damit sagen?“ fragte Jean Armentin, plötzlich wieder mißtrauisch.. Lag eeat. „Daß es nur diese Erklärung für das verstockte, widersinnige Schweigen Fräulein von... ach nein, Frau Armentins geben konnte.“ „Was?“ rief der junge Mann und fuhr mit einem Satz in die Höhe, wütend, daß er so harmlos in die Falle des listigen Inspektors geraten war.„Was? Sie hat Ihnen das nicht erzählt?... Und Sie, Sie haben doch behauptet, sie hätte... Das ist eine Gemeinheit, ein Vertrauensbruch, Herr Inspektor.“ „Ruhe, Ruhe, junger Mann“, sagte Malaise.„Regen Sie sich nicht unnötig auf! Mit dem, was Sie mir da erzählt haben, erweisen Sie nicht nur... hm... Ihrer Frau, sondern auch mir den größten Dienst, denn...„..1.— K— LI. g. In eiligen Worten teilte er ihm die Sachlage mit, erzählte ihm, wie schwierig, wie ernst augenhlicklich „Ja, ja“— Jean Armentin stand schon an der Tür —„aber ich komme wieder... morgen... sagen Sie Claire...“ Der Inspektor hatte keine Zeit mehr, zu antworten, denn der Untersuchungsrichter erschien auf der Schwelle, und im gleichen Augenblick schloß sich die Eingangstür zur Halle hinter Armentin...462 kragt, Mmesalt„Nun, Herr Untersuchungsrichter?“ fragte Malaise. „Eine ganz Gerissene", entgegnete Herr Bouchon gedrückt.„Aber ich komme tatsächlich dahin, an den Ernst ihrer Krankheit und auch die mögliche Ansteckungsgefahr zu glauben..“. „Was?“ rief der Inspektor.„Fühlen Sie sich nicht wohl:“ „Doch, doch, aber— ich weiß nicht...“ „Um so besser“, murmelte Malaise.„Aber jeden Fall möchte ich mir doch erlauben, Ihnen äußerste Vorsicht im Verkehr mit der Patientin anzuraten... Vergessen Sie nicht, Herr Untersuchungsrichter, daß die Klärung des ganzen Falles von Ihnen abhängt...“ murmelte Herr erzählte Ihm,„wie schwierig, wie ernst ggerpitterung„Das weiß ich, lieber Inspektor“, murmelte Herr Claires Situation war, und wit werchzr beschuldigen Bouchon nachdenklich.„Ich bin nicht daran gewöhnt, Herr Bouchon das, sunge Mädchen, welche Peisereg irgendeiner Gefahr aus dem Wege zu gehen, aber.. suchtez er vertraute ihm sogar an, auf weiche Do,/g ig2 ich werde doch schließlich einige Vorbeugungsmaßregelg gekehrt war. 41, Eintentem. Plötzlich wurde an die Eingangstur geklopft, aber statt des erwarteten Walter trat der Wildhüter über die Schwelse.., 81, Harrs Biarre, Wanhte.c „Entschuldigen Sie, Herr“, Pierre wandte sich an den Inspektor.„ein Telegraphenbote ist per Rad aus dem Dorf gekommen und hat mir das hier für Sie gegeben....„— 9r4m: Pehmant u. „Das hier" waren die über Jérôme Nraymond verlangten Auskünfte...zen hatte, kam Malaise in Als er die Depesche gelesen hatte, kam Malaise in beste Stimmung. Der Tag, der so schlecht begonnen hatte, endigte wirklich gut. Erstensmal hatte Jean Armentin mit seinen Lügereien ein Ende gemacht, und dann schien die zweite von Claire gelieferte Fährte im Gegensatz zu der des„Roten Wolfes“— zu einer überraschenden Lösung zu führen. Herr Bouchon konnte natürlich nicht umhin, seinen Inspektor nach dem Inhalt des Telegramms zu fragen, das ihm anscheinend so befriedigende Nachrichten brachte. Malaise behauptete, daß es sich um eine rein private Angelegenheit handelte, und der Untersuchungsrichter verkroch sich mit einer leichten Grimasse in seinen großen Sessel. Die große Uhr in der Halle schlug zehn, dann elf Uhr, ohne daß die beiden Männer ein Wort miteinander wechselten, ja sich auch nur bewegten. Herr Bouchon schlief, und Malaise überdachte das was ihm der Nachmittag gebracht hatte; zu gleicher Zeit hoffte er immer noch, Walter ganz plötzlich erscheinen zu sehen, der ihm Mitteilungen über Elvira von Chancray bringen sollte. Schließlich hatte er auch nicht den eigenartigen Vorfall der vergangenen Nacht vergessen und hielt es nicht für weise, sein Zimmer vor dem Morgengrauen aufzusuchen. Vielleicht ließ sich der Unbekannte noch einmal sehen... Genau um elf Uhr fünfunddreißig ließ sich auf der Freitreppe ein Geräusch hören und ganz leise öffnete sich die Eingangstür.... g„,#.m Mish. Im Schein des Vollmonds sah Malaise den Wildhüter, das Gewehr in der Hand, hereinkommen. Pierre schlich auf den Fußspitzen zu dem Inspektor, beugte sich zu ihm nieder und flüsterte: „Herr Inspektor, soeben sind zwei Männer durch ein Fenster im ersten Stock in das Schloß eingedrungen mit'ner Leiter... einer hat'n Bart und der andere, glaube ich, nur ein Auge...“ 15. Der Wildhüter hatte noch nicht ausgesprochen, als Malaise schon von seinem Sessel aufgesprungen war. Er fuhr mit der Hand in die Tasche und zog einen schweren Browning heraus. „Hören Sie, P sofort am Fuß Pierre“, befahl er kurz,„Sie stellen sich Vier der Leiter auf Ich werde verihm mit Unterstützung des Arztes gelungen war Claire sch werde doch schließlich einige Vorbeugungsmaßregelp sofort am Fuß der Leiter auf... Ich werde verihm mir Unterstutzung des Arztes gelungen wur.##### treffen müssen... Sie glaubt, sie hätte Typaus...“suchen, die Herrschaften von innen her zu Fassen,... vor einer sofortigen Verhaftung durch Herrn Bouchon]“„Da haben wir's“ rief der Inspektor,„Das über Auf keinen Fall dürfen Sie uns aber entwischen!“ zu bewahren.. nascht mich übrigens nicht befanders. WDie Begleit=„Auf mich können Sie sich verlassen, Herr Inspektor“, versetzte Pierre ruhig. Dann ging er schnell auf die Tür zu. Der Inspektor eilte hinterher. „Hallo..“ noch ein Wort!... Bedrohen Sie die Kerls, so viel Sie wollen, aber schießen Sie nicht... schießen Sie auf keinen Fall. Verstanden?“ Im Gesichte des Wildhüters prägte sich ein verstecktes Bedauern aus, aber er nickte zustimmend. „Schnell... machen Sie, daß Sie auf Ihren Posten Hvv f, F ählung beendat kattAls der Inspektor seine Erzählung beendet hatte, hielt ihm Jean Armentin die Hand entgegen. „Ich danke Ihnen von ganzem Herzen“, sagte er bewegt,„und ich bitte Sie zu gleicher Zeit für meine heftigen Worte um Verzeihung, Herr Inspektor. Oft genug handelt man wider sein eigenes Interesse und— dann ist es auch nicht immer leicht, seine eigenen, wahren Freunde zu erkennen. Seien Sie überzeugt, daß Sie von jetzt an voll und ganz über mich verfügen können.“ Und die beiden Männer schüttelten sich kräftig die Hände. rascht mich ubrigens nicht besonders. Die Begleiterscheinungen dieser Krankheit sind kaum zu verkennen. Seien Sie vorsichtig, Herr Untersuchungsrichter... Morgen werde ich dann Fräulein von Chancray noch einmal vernehmen. Ich halte das wirklich für besser.“ Herr Bouchon war augensichtlich seinem Untergebenen für diese freundlichen Worte äußerst dankbar die ihm wohl auch den ausgezeichneten Appetit zurückgaben, mit dem er sich an der Tafel niederließ. Das Abendessen wurde beinahe schweigend, eingenommen. Malaise sprach kaum mehr als bei der Mittaaskommen". sagte Malaise bastig. Er selbst eilte die Stufen der großen Treppe hinauf, indem er sich die größte Mühe gab, jedes Geräusch zu vermeiden. Aber er war noch nicht die ersten fünf Stufen hinaufgekommen, als Herr Bouchon sich in seinem Stuhl bewegte, einen schweren Seufzer ausstieß, sich wie ein kleines Kind mit den Fäusten die Augen rieb, ein furchtbares Gähnen ausstieß, mit erstaunten Augen um sich blickte und mit schallender Stimme rief: „Inspektor... hallo, Inspektor... wo stecken Sie denn“ Malaise unterdrückte mit Mühe einen Fluch und rief ihm halblaut zu: „Hier... Aber um's Himmels willen, seien Sie doch still.“ „Ja... warum denn?“ rief der Untersuchungsrichter nicht weniger laut und lief auf ihn zu. „Weil“— Malaises Stimme zitterte vor unterdrückter Wut—„weil zwei Männer durch ein Fenster des ersten Stockes ins Schloß eingedrungen sind, und weil ich die Absicht habe, ihnen meinen Browning unter die Nase zu halten...“ „Das... das ist doch nicht möglich“, stotterte Bouchon mit schwankender Stimme. „Doch“, brummte Malaise.„Halten Sie mich jetzt nicht auf. Ich darf keine Minute verlieren.“ Der Untersuchungsrichter ließ einen entsetzten Blick durch die dunkle Halle schweifen, schwankte einen Augenblick, ob seine— Pflicht ihm gebot, in der Halle zu bleiben oder seinem Untergebenen zu folgen. „Gehen Sie voraus“, entschloß er sich endlich.„Ich folge Ihnen auf dem Fuße, Inspektor... Wie ich Ihnen vorhin schon sagte, gehe ich keiner Gefahr aus dem Wege.. i: gästgrt mm. v 1, ut eine di. Teent „Schon gut“, flüsterte Malaise und ging die Treppe hinauf,„aber wenn es Ihnen keine Unbequemlichkeit verursacht, wäre es mir doch lieber, Sie ließen meine Jacke los.“ Wenige Minuten später standen die beiden auf dem Treppenabsatz. Man erinnert sich vielleicht, daß die früher von Herrn von Chancray und seiner Hausdame bewohnten Zimmer im ersten Stock lagen. Aus dem Zimmer, das Frau Raymond innegehabt hatte, drang ein leises Murmeln von Stimmen. Malaise legte sein Ohr gegen die Türfüllung und hörte, wie einer der beiden Eindringlinge eine Reihe kräftiger Flüche ausstieß. Dann verstand man deutlich:„ 1 „Dann hilft's nichts... stecke die Lampe an... ich muß sehen können, was hier los ist...“..... Der Inspektor bückte sich und versuchte durch das Schlüsselloch zu blicken. Ein schmaler Lichtstreifen durchschnitt den Schatten, und Malaise konnte die beiden nächtlichen Besucher beobachten. Der Mann mit der Taschenlampe hatte einen kurzen, schwarzen Vollbart und trug einen weichen Filzhut. Der andere, beinahe einen Kopf größer als sein Gefährte, war einäugig. „Weißt du, mein Junge, es ist verdammt unklug..“ begann der Schwarzbärtige. Aber der Einäugige unterbrach ihn:.. „Is mir egal! Die Nacht vergeht nicht, ohne daß ich herausbekommen habe, wo das Frauenzimmer steckt!“ Malaise hörte, wie er Möbel herumstieß und selbst dem Bett einen Fußtritt versetzte. Endlich zischte er:„ g. 8 „Mach die Tür auf! Hier steckt sie nicht... sie wird ihr Zimmer gewechselt haben. Da müssen wir eben sucheg „Halte die Schnauze! Wenn du kalte Füße kriegst, kannst du dich drücken... wenn nicht, mach die Tür lauf und komm mit."(Fortsetzung folgt.) sings Lenilden ge t der hren. nicht : die rsichkeine diedarlichen etzten nfalls dieVerend bzw. tluftäische n es zelten est in dem langäßige Stelturen en t: RichR e ROR lheim 0 hinauf, isch zu hinaufihl bedie ein furchtim sich en Sie ind rief sie doch hangsunterFenster d, und owning stotterte ich jetzt n Blick Augenalle zu b.=Ich Wie ich ihr aus Treppe nlichkeit meine uuf dem e früher bewohnZimmer, n leises ng und Reihe ... ich rch das n durchbeiden mit der Vollbart beinahe #i9: iklug daß in steckt!“ nd selbst sie wird vir eben e kriegst, die Tür gt.) Seite 6 Nr. 108„ Bochumer Anzeiger7 Donnerstag, 9. Mai 1933 Exeplosion im DDestwagen7 Von F. Kohmer ##babn.: Das ist wahr“ gab der Postrat zu.„Und ich denke Die beiden Herren kletterten aus dem Eisenbahn= postwagen, der nun schon seit Tagen auf einem Abstellgleis außerhalb des Bahnhofs stand, auf den Gleiskörper. Beschauten sich die ganze Sache dann noch einmal von auben.....„ fahr schönen Findrus Der Wagen machte keinen sehr schönen Eindruck. Er war restlos ausgebrannt....i ic. „Ganz schönes Feuerchen muß es gewesen sein, nicht wahr?", lächelte der Kriminalkommissar mit dünnen Lipven.. 50, andur. b B. „Hm, ja“, entgegnete der andere, der Postrat.„Aber wissen Sie, mein lieber Kollege von der anderen Fakultät— bei diesen Ortsbesichtigungen kommt im allgemeinen nicht allzuviel heraus. Wir sind nicht um einen Schritt weiter. Wir kennen den Tatbestand, wir kennen nun auch zur Genüge die Wirkung des Feuers. Aber das ist auch alles. Die Ursache... die Ursache...“ „Zuweilen", erwiderte der Kommissar,„hat man gerade bei einer Lokalbesichtigung etwas herausgefunden, was einem sonst für immer verschlossen geblieben wäre.“ „So ein leerer, ausgebranntes Postwagen“, sagte der Postrat noch einmal.„Ich wäre neugierig zu er„Diesmal habe ich nun wirklich nichts der Beachtung wertes entdeckt“ gab der andere zu. mich läßt die Sache nicht schlafen. Haben Sie selbst denn irgendeine Vermutung, irgendeinen Anhalts„Ich?" Jetzt war es an dem Postrat, zu lächeln. „Nein, ich nicht. Das überlasse ich der Kriminalpolizei. Für mich genügt es, zu wissen, daß wir nach dem Postgesetz bezahlen müssen, was an Wertstücken verbrannt ist. Und leider Gottes ist das nicht wenig.“ „Ja— ich hörte schon— annähernd zweihundert Einschreibebriefe...“..„ „Ach— die Einschreiben— das ist das Wenigste. Da ersetzen wir ja nur nach einer festen Pauschale, immer dieselbe Summe— das ließe sich tragen.“ Der Kriminalrat wandte jetzt den traurigen Ueberresten des Wagens den Rücken und stakte langsam über den Schienenkörper nach dem Bahnhof zurück. Der andere folgte ihm.,.iminalat Manchmat k. „Manchmal“, sagte der Kriminatrat,„manchmal bekommen wir durch Laien die besten und brauchbarsten Anhaltspunkte. Und deshalb möchte ich gern von ihnen wissen, was Sie sich dazu gedacht haben. Ich meine, wenn in einem Postwagen so ein Paket plötzlich in die Luft geht und den ganzen Zauber ringsum in Flammen steckt, das kann doch kein Zufall sein.“ „Es sollen Feuerwerkskörper in dem fraglichen Paket gewesen sein“, sagte der von der Post. „Sehr unwahrscheinlich. Das hätte das Begleitpersonal wohl noch erkannt, wenn da so ein paar Frösche, Raketen oder so was in die Luft gegangen wären.“ „Oder Pulver? In der Presse wurde die Vermutung ausgedrückt, es könne sich Pulver in dem Paket befunden baben.„ steng nicht Mulher allei„Ausgeschlossen. Wenigstens nicht Pulver allein. Wenn Pulver Feuer fängt, explodiert es nicht— das brennt runter. Aber es war eine Explosion, und die ist doch nur möglich, wenn ein explosibler Stoff in einem geschlossenen Gewahrsam zur Entladung gebracht wird.“ „Dus ist Wahr“, gas der Postrat zu.„Und'ich denke deshalb beinahe— aber nun werden Sie mich wohl wieder auslachen—, es könnte sich in dem gefährlichen Paket eine sogenannte Höllenmaschine befunden haben. Und nur, weil der Wecker etwas zu früh losging, ein halbes Dutzend Stunden zu früh, darf jener unbekannte Empfänger leven.„ Aiaschmäter aslsesen“ aripst„Sie haben zu viel Detertivschmoter gelesen“, grinste der Kommissar.„Das hat Ihre Phantasie so stark angeregt. Ich selbst habe mehr die Vermutung, daß die nächstliegende Erklärung auch die beste ist." „Und was liegt nahe in diesem Fall?“, spottete der „Nahe liegt“— der andere sah seinen Begleiter sehr fest und sehr ruhig an—,„nahe liegt— daß jemand ein Interesse haben mußte, den Inhalt des Postwagens zu vernichten. Es ist der zweite Fall im Laufe von sechs Wochen, daß ein Postwagen oder der Inhalt eines Postwagens verbrannt ist. Früher geschah so was gewiß auch, aber in zehn Jahren höchstens einmal.“ „Die berühmte Duplizität der Fälle“, gab der Postrat zu bedenken..„Har I, ahar ehansa „Gewiß möglich“, gab der andere zu,„aber ebenso möglich, daß in beiden Fällen der Urheber des Brandes dieselbe Person ist. Sagen Sie mal bitte: wenn ein Wertbrief aufgegeben wird, was ersetzt da die Postbehörbe?... J2chun. 8:„uihert, „Natürlich die angegevene Summe“, erwiderte der andere.„Ohne Rücksicht auf den tatsächlichen Inhalt? Auch wenn Papierschnitzel im Brief liegen oder derlei?“ „Ohne Rücksicht, natürlich. Wir öffnen ja den Brief gar nicht. Es wird im allgemeinen kaum jemand den Inhalt höher angeben als sein Wert ist, wegen des Portos. Höchstens umgekehrt ist es der Fall— weil man sich mit Recht auf die Zuverlässigkeit unserer Post verlassen darf.“ „Das dachte ich mir", erwiderte der Kriminalrat. Sie standen jetzt vor dem Eingang der Kriminalwache am Hauptbahnhof. Mit einer Handbewegung lud er seinen Begleiter ein, näher zu treten.„Bei dem ersten Wagenbrand, im Westen, da ist auch ein Wertbrief, in Höhe von fünfzehntausend Mark, verbrannt. Der Aufgeber hat den Wert natürlich ordnungsmäßig ersetzt bekommen. Er hieß Max Gellert. Welches war wohl diesmal die kostbarste Sendung, und wer hat sie aufgegeben?“ „Wenn ich mal Ihren Apparat benutzen darf“, meinte der andere— sie waren schon im Zimmer des Kriminalrats—, und im nächsten Augenblick bereits die Verbindung mit dem Postamt.„Es läßt sich gleich feststellen...“ Er sprach ein paar Worte in die Muschel hinein, wartete ungeduldig. Plötzlich hing er ab, sah den Kriminalrat mit großen Augen an. Seine Wangen bekamen rote, hektische Flecke vor Erregung. „Gellert heißt er“, stotterte er.„Max Gellert. Man... man müßte den Mann verhaften. Es scheint mir doch, als ob...“ „Mir auch“, erwiderte der Kommissar trocken.„Und deshalb wird es Sie gewiß beruhigen, wenn Sie erfahren: wir haben ihn schon verhaftet, diesen Herrn Gellert.. Die Sipressung Von Werner stielbring Als der kleine, blonde Buchhalter Franz Baumann mit Elli in dem Café saß, begann er plötzlich mit vorwurfsvollem Blick:„Ich möchte endlich wissen, warum du eigentlich immer gleich fortläufst, wenn wir uns verabschieden. Elli, hörst du! Jetzt kennen wir uns fast schon ein halbes Jahr, und du hast mir noch nie erlaubt, dich nach Hause zu bringen.“ Der junge Mann glaubte, an ihrer Liebe zweifeln zu dürfen. Wenn er sie abends begleitete, blieb sie jedesmal an einer Straßenkreuzung stehen, blickte sich ängstlich um und gab ihm hastig die Hand. als habe sie Angst mit ihm gesehen zu werden. Franz hatte ihr deshalb schon öfter Vorhaltungen gemacht, aber nie eine klare Antwort bekommen. Das Mädchen wurde verlegen und blickte scheu zu Boden. Dann schlang sie plötzlich ihre Arme um seinen Hals.„Du weißt doch daß man mich mit keinem Jungen sehen darf", flüsterte sie,„meine Eltern sind eben so, Franz, du mußt das verstehen.“ „Ich weiß nur, daß du mich nicht mehr gern hast“, erwiderte er gereizt.„Eine Frau, die den Mann wirklich liebt, muß sich vor aller Oeffentlichkeit zu ihm beHeämfich sie„nuß sich mit ihm zeigen und nicht nur Elli hielt ihm den Mund zu:„Sprich nicht weiter“ sagte sie gequält,„wenn du nicht willst, daß zwischen uns alles aus ist. Du weißt, daß ich dich gern habe, Franz. Wenn du mich verlieren willst, gut. Dann haben wir uns heute zum letzten Mal gesehen.“ Sie nahm eine trotzige Haltung an und sah stumm Ich bin dir neulich nachgegangen“ log er,„es war vorgestern abend, als wir uns verabschiedet hatten. habe ich gesehen, wie ein anderer auf dich gewartet hat.“ Elli stand zitternd auf.„Du lügst“, sagte sie mit bebender Stimme,„das ist gar nicht wahr, was du sagst.“ Sie ergriff ihre Handtasche und blieb zögernd stehen.„Dann ist eben Schluß", stieß das Mädchen hervor. Sie verließ voller Hast das Lokal. Franz blieb verblüfft zurück. Er erhob sich und folgte ihr. Er erreichte sie gerade in dem Augenblick, als sie vor einem alten, ärmlich aussehenden Gebäude =pend. Leuchte er, ich muß noch einmal mit dir sprechen.“ Er entwand ihr mit sanfter Gewalt den „Laß mich ins Haus“, drängte das Mädchen,„ich will nicht, daß man uns sieht.“ „So, so“, machte der junge Mann. Seine Stimme hatte einen ironischen Klang.„Du willst nicht, daß man uns sieht?“ wiederholte er. In diesem Augenblickfaßte er seinen Plan. Er blieb lächelnd stehen und lehnte sich fest gegen die Wand. Elli wollte etwas erwidern, aber sie kam nicht mehr dazu; denn plötzlich wurden im Hause die Fenster aufgerissen,— eins nach dem andern wurde mit großem Krach geöffnet, Menschen beugten sich heraus, drohende Stimmen wurden laut...,. Ihnmesl.: 4 6 Das Mädchen trat ahnungslos auf die Straße, um festzustellen, was dieser rätselhafte Aufruhr zu bedeuten habe. Franz schien auf diesen Moment gewartet zu haben. Er folgte ihr, trat dicht auf sie zu, schloß sie in seine Arme und küßte sie vor allen Leuten auf den Indessen lagen die Hausbewohner fluchend und zeternd in den Fenstern.„Eine Unverschämtheit, die Leute mitten in der Nacht aus den Betten zu klingeln", knurrte ein alter Mann mit heiserer Stimme. Plötzlich erschien der Portier.„Sie sind wohl verrückt geworden!“ schrie er,„das ganze Haus aus dem .3ch weiß selbst nicht, wie das gekommen ist: heuchelte Franz.„Ich muß mich offenbar mit dem Rücken gegen die Wand gelehnt haben. Es ist mir außerdem ordentlich peinlich“, log er,„aber ich habe das Brett mit den Klingeln wirklich nicht gesehen.“ Er wandte sich mit einem entschuldigenden Lächeln zu Elli. „Gut' Nacht, mein Kind“, sagte er freundlich,„also wie gewöhnlich, morgen abend um acht.“ Das Mädchen verschwand angstbebend im Hausflur, ohne ihm die Hand zu geben, während Franz in sieghafter Haltung Er hate durch seine List das Räsel gelüstet und sein Ziel erreicht. Die Hausbewohner hatten gesehen, wie er Elli auf offener Straße umarmt und geküßt hatte. Jeder im Haus wußte nun, daß die Tochter des Gemüsehändlers Drexler einen Verlobten hatte. Sie mußte ihn wohl oder übel ihren Eltern vorstellen. Das waren einfache, biedere Leute, die in sehr ärmlichen Verhältnissen lebten. Elli hatte fünf Geschwister, die alle jünger waren als sie, für die sie kochen und nähen mußte, während die Eltern im Geschäft arbeiteten. All dies hatte sie Franz verschwiegen, da sie ihn nicht mit den Sorgen und den Nöten der Familie belasten wollte. Und anderseits: wenn der Vater sie mit Franz gesehen hätte, so hätte ihm die Zukunft Sorge gemacht. Denn wo sollten die Geschwister bleiben, wenn Elli heiratete. Wer würde die Kleinen dann betreuen? Nach einer Woche aber wurde in der kleinen, gemütlichen Wohnung von Elis Eltern, Hif Bersgburge der feiert. Die alten Leute lächelten gruaklich.#####ter des Mädchens hob schmunzelnd das Glas:„Prost, Kinder, auf eine sorglose Zukunft!“ Er machte eine kleine Pause.„Wer weiß, wie alles gekommen wäre“, fügte er scherzend hinzu,„wenn die Klingelleitung damals nicht funktioniert hätte. Elli wäre vor lauter Rücksichtnahme zu keinem Entschluß gekommen!“ Bei einem Violin= und Klavierkonzert hatte der Geiger ein Solo zu spielen. Eine alte„Jauig, lehnte sich vorwärts und klopfte dem jungen Pianisien mit dem Regenschirm auf die Schulter.„Lassen Sie man“ flüsterte sie,„ich glaube, er wird bald erwas spielen, was Sie kennen.“ Die Fülcher ven Uon 11 VON WALDENAR ALKUIS TIN Copyright by Verlagsbuchhandlung Wilhelm Gottlieb Korn(Breslau) Klas saß indes in der Luke des Schauers, die Lukenklappe stand auf, das Licht vom Leuchtturm blitzte taktmäßig herein, die Wolken, milchiggrau von einem ungewissen Licht, vielleicht vom Mond beleuchtet, zogen über das dunkle Land, das der Wind fegte. Aus der Ferne, leise, dumpf, kam die Brandung. Klas vernahm den Wind. Mit großen Augen, die Knie hochgezogen, um die Knie die Hände gefaltet, saß er, lange Zeit, das Herz vom Brausen des Windes Dann tappte er den Boden entlang, stieß im Dunkeln gegen Balken, warf ein Heringsfaß um, fiel einmal über irgend etwas, das ihm beim Zutreten entgegenschnellte, ein Draht, nein, ein Eisenring mußte es sein, kletterte die Stiege hinab und dachte, daß er nun zum Er tat sich Gewalt an. Denn mit Klammern und Sprossen fühlte er sich an Jarsholm und dieses Haus gehalten: Lina. Er tat sich Gewalt an, denn er war es sich schuldig, er mußte sein Wort wahr machen, er mußte jetzt vor Lina bestehen. Er hatte den Mund voll genommen vor sich und vor Lina, er mußte, war es, wegen Lina war es sehr, sehr schwer, er mußte Er stand in der Küche. Sein Verstand arbeitete, wie er den Anfang machen sollte, man konnte nicht mit der Tür ins Haus fallen, bei Peter Porter war das unmöglich. Da geschah etwas Unerwartetes.„ Die Tür wurde aufgestoßen. Peter Porter schlurfte auf seinen Pampuschen herein, er hielt ein Glas in der Faust. Peter Porter sah an seinem Sohn vorbei und ging zum Schrank. Dort tat er Zucker in sein Glas, ließ das Glas dann am Herd voll heißes Wasser laufen „Kannst dir auch einen machen“, sagte er, als er an Klas sagte:„Danke, Vater.“ Er war erschrocken, das war seit wer weiß wie langer Zeit nicht vorgekommen, daß Vater ihn allein zum Grog einlud. Wenn Gäste dabei waren, ja, dann war es etwas anderes, dann sah der Vater es mitunter gern, wenn Klas mit am Tisch Klas holte sich schnell ein Glas und füllte es. Etwas später saßen sich Vater und Sohn am Stammtisch gegenüber. Zwischen ihnen stand die Rumflasche. „Schmeckt er?“ fragte Peter Porter. Klas nickte und sah seinen Vater dankbar an. „Neue Marke, aus Flensburg“, sagte Peter Porter. Ex nahm die Flasche und hielt sie „Ordentliche Sache, reines Getränk. 45 Prozent, das ist und bleibt doch der richtige Prozentsatz, das habe Bater und Sohn tranken langsam einen Schluck, dann nickten beide. Sie machten jeder die gleiche und wer sie so sah, würde richf, gegaubt haben, sie so fremd nebeneinander heriebten. Nur bei Klas stand das Glas nicht ruhig zwischen den Fingern. „Was ich noch sagen wollte, du haft ja diesen Fremden heute geholt, nicht? Was hat dir der Kerl denn unterwegs im Boot erzählt?“„ Ach so, darum der Grog, also der Fremde. „Nichts“, sagte Klas und versuchte harmlos in seinem Glas zu rühren, der Alte durfte nichts merken von seiner uus Eigentlich hat er mir nichts erzählt.“ „So, na, das ist ja nicht viel. Bißchen komischer „Sehr. Ich kann direkt verstehen, wenn einem vor dem unbeimlich wird, zu., I, meäinst Hu. anbeimlichss „So, so. Ja, ja. Wieso meinst du unheimlich?“ „Ja, er wußte nämlich in Jarsholm Bescheid.“ Der Alte lachte breit.„Das soll er wohl. Der soll wohl in Jarsholm Bescheid wissen.“ „Kennst du ihn denn auch, Vater?“ „Ich meine, was hat er dir denn erzählt? Irgend etwas muß er doch unterwegs gesagt haben?“ „Er kannte dich ja, er kannte, alles die Lotsenbude, er kannte dich, Vater, uno Hinrich, Möller. Er fragte, wie es dir ginge. Ganz komisch, gabr kammt er von Chikago oder noch weiter vom Binnenlano. Was hat der Mensch bloß mit Jarsholm zu tun gehabt?“ „Ja, mit Jarsholm hat er allerhand zu tun gehabt. der Küche. In der bun Sieh doch mal nach, Klas. Sie kaum doch nicht Dustern unter den Kühen hven.“, Joch hing an der Wand. Er schaute in die Speisekammer, dort standen die Eimer mit der Milch. Klas legte die Handmuscheln um den Mund:„Lina!“ „Na“, meinte der Vater als Klas wieder am Tisch saß,„sie wird ja kommen. Lina muß ich auch noch mal aushorchen. Hat er sich mit Lina was erzählt?“ „Und ob.“ „Oh, ja. Ich glaub', der hat ganze Romane erzählt. Lina hatte ordentlich einen dicken Kopf. Aber, Vater, was ist denn mit dem Fremden 1os““., Gaxgsholmer. „Los ist da nicht viel. Der Kerl ist alter Jarohorna., Jakob Möller, ein Stiefsohn von Hinrich Möller.“ und darum fragt er nach Hinrich Möller. ist weiter nichts mit ihm los. Bei mir hat er früher manchen Groschen springen lassen, ja, ja, Jakob, Möller war nicht der Schlechteste. Vielleicht wird er jetzt auch wieder das Geschäft ein bißchen heben, der konnte Leute fesseln! Eine wundervolle Gabe hatte der, Leute an den Tisch zu ziehen. So ein Mann fehlt direkt in Jarsholm.“ „Was ist denn aber weiter merkwürdig an— wie „Jakob Möler. Du hast ihn nicht mehr gelargt, Du warst noch gar nicht da oder machtest eben in Windeln. So lange ist das schon her.“ „Was wolltest du denn aber von ihm wissen?“ „Ja, nun, was Jakob Möller so erlebt hat. Einer, der draußen war, kann erzählen. Und wie ich den kenne, der hat einen ganzen Berg zu er„Du sagst aber doch auch, merkwürdiger Kerl.“ „Merkwürdig, ja, aber sonst ist weiter nichts dabei. Das machen ja die meisten, daß sie eine Zeit zur See fahren. Ist ja auch das Vernünftigste, was junge Leute Vater“, platzte Klas heraus,„ich möchte auch See fahren.“ Klas war sofort erleichtert, daß das erst mal heraus war. Mochte nun kommen, was da wollte. Peter Porter hatte gerade seine glöhnige Nase ins Glas gesteckt. Er guckte jetzt schräg von unten zu Klas „Zur See fahren? Du? Prost, Klas, mach Rest. Darauf wollen wir erst mal einen trinken.“# Peter Porter schlurfte heraus und kam mit dampfenden Gläsern wieder. „Daß Lina noch immer nicht wieder da ist.“ „Ich möchte auch zur See fahren, Vater.“ „Wieso? Du willst zur See fahren? Auf See muß man ja arbeiten, fix arbeiten. Da muß man ordentlich mit zupacken. Und dann im Anfang. Wenn du als fährst, ja, da kannst du was erleben. Ich glaube, die christliche Seefahrt wartet gerade auf so einen wie bich. 9 Eie unuchn „Vater, es ist mir ganz Ernst. Ich will's versuchen.“ „So! Und seit wann hast du dir das überlegt?“ „Vorhin. Ich bin am Strand herumgelaufen, da hab ich mir das überlegt. Nein, vorher schon, im Boot. Ich will jetzt zur See.“ „So, da haft du dir's ja lange überlegt., Hm. Und sogar im Boot schon? Hm. Ja, dann man los.“ „Was?“ „Dann man los.“ Das hast du wosl nicht gebacht,„osk. Junge, du willst mich wohl einschüchtern.“ Peter Por sprach ganz ruhig, seine Augen aber blickten, dugkel, uns kalt.„Du meinst wohl, du könntest mich durch soiche Drohung einschüchtern, damit ich mich aufs setze und dich den Krüger spielen lasse.#rost, mein Junge. da wird nichts draus.“ „Vater, ganz bestimmt nicht. Das habe ich nischt, gedacht. Ich will auch nie Krüger werden, ich will nicht. Mich ekelt der Beruf an. Ich finde ihn scheußlich. Später will ich Frischer, terseng. glag Gerhiscon eine Srügerberuf „Aber ich mag das nicht, immer in der Gaststube Vater. Ich will dir ja nichts nachsagen. Aber ich möchte Fischer werden und vorher zur See.“ Peter Porter sagte zuerst nichts. Es war unheimlich still in der Stube. Klas zog unter der Tischplatte an seinen Fingern, daß sie knackten. Seine Hände waren kalt und feucht..,.g Inas urch fkart Peter Porter sah seinen Sohn lange und scharf an. Dann zeigte er mit dem Daumen über die Schulter. „Guck dir mal das Bild von deinem Großvater an. Klas blickte auf. Ueber dem Sofa hingen, im Dunkel eben erkennbar, die Bilder von Großvater und Großmutter Jars. Klas sah sie in diesem Augenblick ganz scharf und deutlich vor sich, weil er sie seit der Kindheit jeden Tag vor Augen gehabt hatte. Beide Großeltern hatten feine Gesichter und sahen richtig großartig aus, wie man sich etwa einen Hamburger Reeder vorstellte, stolz und vornehm. „Mein Vater hat ja auch früher gefahren. Fischer war er ja nicht. Damals wurde überhaupt weniger gefischt in Jarsholm. Das war bis 1864, da war hier eine mächtige Ausfuhr nach Kopenhagen und nach Norwegen bis nach Bergen hinauf. Grütze, Butter, Frase, auch Korn, alles mögliche. Damals war hier die Landwirtschaft tipptopp auf der Höhe, ist sie ja noch, eaber damals waren wir in der den Dänen und Norwegern weit über. Holsteinischer Käse war früher in Dänemark etwas Großartiges. Die Ausfuhr ging viel über Flensburg, aber auch viel über Jarsholm. Hier lagen meist an fünfzig Galeassen vor Anker mein Vater hatte in der letzten Zeit acht Stück laufen, ja, das brachte Geld. Nachher ging die Ausfuhr zurück, besonders nach dem preußischen Kriege. Die Galeassen wurden nach und nach verkauft, die letzten, glaub ich jetzt erst im Kriege, so 1917. Na, und die Jarsholmer mußten woszSheregt, gag bgragt. ich den K“-beruf nicht, kenrre srlas furchtsum ein. Segeschfaher Potdorbote Lan, da, haben die Jarsholmer das alles ohne fremdes Geld machen können. Mein Vater sah das natürlich auch alles ganz genau, daß es mit dem Handel nichts mehr war, und so kaufte er für mich die Wirtschaft, die gehörte früher einem vervden Barum, wenn Hut es wilst, und wenn du 25 durchhältst, warum nicht? Ich bin einverstanden. Denn solange ich gesund auf meinem Stuhl sitze, sind zwe Peter Porter ging nach dieser ungewohnt langen Rede zum Schrank und kam mit einem braunen Steinkrug und zwei Schnapsgläsern wieder. „Ich meine, darauf können wir einen stippen.“ Er schenkte ein, und Vater und Sohn stießen vor sichtig mit den randvolen Sroseggrtsegung folgt.,) # ee An.. u echiufenbenbekur tunder n Kenrschenderkomebuschunddagen: — Seite 7 Nr. 108 7 Bochumer Anzeiger7 Donnerstag, 9. Mai 1933 Deutsche Wirtschaft Kerntfatser hunn=Neicrhun Werrertup veranstalten 1200 radfahrende Tischler und 100 kraftfahrende Fleischer Unter den vielen Veranstaltungen, die der Reichshandwerkertag in Frankfurt a. M. vom 15. bis 17. Juni dem Handwerk und der Oeffentlichkeit bringen wird, dürften die große Sternfahrt des Tischlerhandwerks und die Huldigungsfahrt des Fleischerhandwerks besonderes Interesse beanspruchen. Die Reichsbetriebsgemeinschaft Handwerk hat in Zusammenarbeit mit dem Reichsverband des Tischlerhandwerks die Vorbereitungen für die Tischler=Sternfahrt abgeschlossen. Die ursprunglich vorgesehene Zahl ist durch die Meldungen weit überschritten worden, so daß heute schon als feststehend gelten kann, daß 1200 Gesellen, Meister und Lehrlinge aus dem ganzen Reich auf ihren Rädern die Fahrt nach Frankfurt a. M. antreten werden. Die radfahrenden Tischler, die in Berufstracht die Fahrt durchführen, werden bei ihrer Durchfahrt durch die größeren Städte, wie Berlin, Mannheim, Karlsruhe, Kassel, Köln, Erfurt, Würzburg usw., von dem dort ansässigen Handwerk feierlich eingeholt und eine Strecke Wegs begleitet. Kurz vor Frankfurt a. M. werden sie zu fünf großen Saulen zusammengefaßt und treffen am Samstag, 15. Juni, auf dem Börsenplatz in Frankfurt a. M. ein, wo sie der Reichsbetriebsgemeinschaftsleiter und Reichshandwerksmeister W. G. Schmidt empfangen wird. Die vom Westen her kommenden Tischler werden vorher noch am Tischlerverbandstag in Koblenz teilnehmen und von dort aus nach Frankfurt a. M. starten. Der Gedanke der Sternfahrt, der von der Fachgruppe Holz in der Reichsbetriebsgemeinschaft Handwerk angeregt und durchgeführt worden ist, stellt ein Propagandamittel besonderer Art für das Handwerk dar, denn überall, wohin die radfahrenden Tischler auf ihrer Fahrt kommen werden, fallen sie durch ihre Berufstracht und die mitgeführten Berufssymbole auf, und da sie aus dem äußersten Süden, Westen, Norden und Osten des Reiches, ebenso wie aus der weiteren und engeren Umgebung Frankfurts kommen, wird durch diese Sternfahrt sozusagen das ganze Reich erfaßt, und überall wird durch besondere Kundgebungen anläßlich der Durchfahrt der Radfahrer für das Handwerk und den Reichshandwerkertag geworben. Dieselbe Aufgabe obliegt dem kraftfahrenden Fleischerhandwerk, das in einem eigenen „Reichsverband der kraftfahrenden Fleischer“ organisiert ist und mindestens 100 Wagen auf die Fahrt schicken wird. Die Wagen gehen von den verschiedensten Städten ab, und zwar gewöhnlich da, wo der Reichsverband Ortsgruppen hat. Mit der Fahrt ist eine besondere Huldigung für den Reichshandwerksmeister verbunden. Eine Gruppe von vier Fleischerkraftwagen wird an den Pfingsttagen vom Reichsinnungsmeister Willi Schmidt in Hildesheim empfangen und auf die 3900 Kilometer lange Strecke geschickt werden. Der Reichsinnungsmeister wird den Kraftfahrern eine Adresse für den Reichshandwerksmeister überreichen. Dann setzen sich die Wagen in Fahrt und berühren alle Orte, an denen der Sitz vom Landesinnungsmeister ist. Die Adresse wird, versehen mit den Unterschriften des Reichsinnungsmeisters und aller Landesinnungsmeister des Fleischerhandwerks, dem Reichshandwerksmeister feierlich in Frankfurt a. M. überreig werden. Die Adresse enthält ein Gelöbnis des Fleischerhandwerks, seine ganze Kraft in den Dienst des Gesamthandwerks und der Aufbauarbeit des Führers zu stellen. Es ist eine gewaltige Wegstrecke, die diese Kraftfahrer zurückzulegen haben, gilt es doch, 3900 Kilometer in wenigen Tagen zu überbrucken. Die Fahrt stellt also auch eine sportliche Leistung dar, daneben aber, ebenso wie die Sternfahrt der radfahrenden Tischler, ein wirkungsvolles Werbemittel für den Handwerksgedanken in der Oeffentlichkeit. Werkstoffschan des deutschen Malerdandwerts in Kön vom 16. bis 22. Juni 1935. Am 18. und 19. Juni 1935 findet in Köln die erste Reichstagung des gesamten deutschen Malerhandwerks statt. Neben einer großzügigen Fachausstellung, die als Wanderschau die Arbeiten der fünf Meisterschulen des deutschen Malerhandwerks, die Ergebnisse eines Lichtbildwettbewerbs, den Lehrplan für eine Gesamtausbildung und mustergültige Arbeiten umfaßt, wird eine Werkstoffau durchgeführt. In ihr geben führende Firmen eine vorbildliche ueversicht über den gegenwartigen Stand der Herstellung einwandfreier Werkstoffe, Werkzeuge und Geräte des Berufes. Das Interesse zur Beteiligung ist im Hinblick auf die Reichstagung außerordentlich stark. Rechtsstreit Thüringer Gas—RWE. Reichsgerichtsurteil zugunsten des RWE. In dem seit langem schwebenden Rechtsstreit der Thüringer Gas=Gesellschaft gegen das RWE., in dessen Verlauf die klagende Rheinische Lichtund Kraftwerke G. m. b.., Brand bei Aachen, gegen das Urteil des Oberlandesgerichts Köln Revision beim Reichsgericht einlegte, hat nunmehr der zweite Zivilsenat des Reichsgerichts unter Aufhebung des Oberlandesgerichtsurteils entschieden, daß der Beschluß des Aufsichtsrats der Klägerin vom 5. September 1933 über die Erteilung der Genehmigung zur Uebertragung des Geschäftsanteils des Landkreises Aachen, auf das RWE. endgültig ist. Die Beklagte hat die Kosten zu tragen. Der Landkreis Aachen, der neben der Thüringer Gas=Gesellschaft zur Hälfte an der Rheinkraft beteiligt war, hatte seinerzeit seine Anteile an das RWE. abgetreten. Der nun durch Reichsgerichtsurteil zugunsten des RWE. entschiedene Streit drehte sich darum, ob die Veräußerung des Geschäftsanteils zu Recht bestehe oder nicht. Bergwerksgesellschaft Dahlbusch Stammaktiendividende für 1935 in Aussicht gestellt. " In der GV. der Bergwerksgesellschaft ahlbusch in Gelsenkirchen=Rotthausen wies Generaldirektor Kesten in Ergänzung des Geschäftsberichts darauf hin, daß der ausgewiesene Reingewinn von 636 295 RM. vornehmlich auf die Erträge aus Beteiligungen und Bankguthaben zurückzuführen sei. Der eigentliche Betriebsgewinn übersteige im abgelaufenen Geschäftsjahr nur ganz gering die erforderlichen Abschreibungen. Falls die Avsatzverhältnisse sich nicht verschlechtern würden und vor allem ein weiterer Rückgang der Erlöse nicht eintrete, würde die Gesellschaft für das Geschäftsjahr 1935 wieder die Dividendenzahlung auch für die Stammaktien in bescheidenem Maße aufnehmen können. Nach einer längeren Aussprache, in der vor allem die erneute Dividendenlosigkeit der Stammaktien bemängelt wurde, genehmigte die GV. den Abschluß und erteilte Entlastung mit allen gegen 100 Stimmen. Die Opposition gab Protest zu Protokoll. Vertreten waren insgesamt 4,70 Millionen Reichsmark Stammaktien mit 47 006 Stimmen und .40 Millionen Reichsmark Vorzugsaktien mit 120 095 Stimmen.— Neu in den Aufsichtsrat gewahlt wurde Generaldirektor Kesten, der aus dem Vorstand ausgeschieden ist. Geseaschäften Verichten Salzdetfurth=Konzern. Die Kaliwerke Salzdetfurth AG.(wieder 7½ Prozent Dividende). Die Kaliwerke Ascherslehen(wieder 5 Prozent) und die Consolidierten uttatiwerte zu Westeregeln(wieder 5 Prozent) zeigen infolge einer beträchtlichen Absatzsteigerung eine Zunahme der Bruttoüberschüsse zusammen um rd. 1,1 auf etwa 17 Millionen Reichsmark. Der Konzern hat beträchtliche Summen für Neubauten aufgewandt.— Maschinenfabrik Buckau R. Wolf AG., Magdeburg: 6 Prozent Dividende(im Vorjahr 4 Prozent).— boldt=Deutz=Motoren AG. in Köln=Deutz. Es wird mit einer Erhöhung der Vorjahresdividende von 2½ Prozent gerechnet.— Buderussche Eisenwerke AG. in Wetzlar. Die GV. genehmigte den Abschluß mit 4(0) Prozent. Es wurde die Einziehung der nominell 300000 RM. Vorzugsaktien beschlossen.— Habermann & Guckes=Liebold AG. in Berlin. Wieder dividendenlos. — Mechanische Weberei zu Linden AG. in HannoverLinden. Die GV. genehmigte den Abschluß mit einem vorzutragenden Reingewinn von 65 413(i. V. 43122) Reichsmark.— Silika= und Schamotte=Fabriken Martin & Pagenstecher AG. in Köln=Mülheim. Wiederaufnahme der Dividendenzahlung mit 3 Prozent. Kurze Nachrichten Die Kennziffer der Großhandelspreise stellt sich im Monatsdurchschnitt April auf 100,8(1913= 100); sie ist gegenüber dem Vormonat(100,7) wenig verändert. Die Kennziffern der Hauptgruppen lauten: Agrarstoffe 100,0(plus 0,7 v..), Kolonialwaren 84,0 (plus 1,6 v..), industrielle Rohstoffe und Halbwaren 90,9(minus 0,4 v..) und industrielle Fertigwaren 119,5(minus 0,2 v..). In der GV der Aachener und Münchener FeuerVersicherungs=Gesellschaft in Aachen wurde der Abschluß für 1934 mit 8 Prozent Dividende gleich 24 Reichsmark für jede Aktie und der weiteren Einzahlung von 10 Prozent auf das Aktienkapital von 20 Millionen Reichsmark, die teils aus dem Gewinn, teils aus dem Dividendenergänzungsfonds entnommen wird, einstimmig genehmigt, ebenso die damit zusammenhängende Satzungsänderung. Der Verwaltung wurde Entlastung erteilt. Der Aufsichtsrat hat wie im Vorjahr auf ein Sechstel seiner Tantieme zugunsten der Gesellschaft verzichtet. Eine Umfrage der Stellen der Rheinisch=Westfälischen Börse bei einer Reihe westdeutscher Gesellschaften, deren Aktien bereits in Berlin notiert werden, wegen einer Einführung dieser Aktien auch an der Newyork: Unregelmäßig. London: Bei ruhigem Geschäft gut behauptet. Amsterdam: Meist nachgebend. Rheinisch=Westfälischen Börse hat ergeben, daß von den befragten Gesellschaften etwa 15 bisher ihre Zustimmung zur Einführung der Aktien am Düsseldorfer Markt erteilt haben. Nach Durchführung der Umfrage wird der Vorstand der Rheinisch=Westfalischen Börse einen entsprechenden Antrag beim Reichswirtschaftsministerium auf Zulassung dieser Papiere an der Rheinisch=Westfälischen Börse stellen. Wie im Geschäftsbericht der Deutschen Golddiskontbank für 1934 mitgeteilt wird, war der Bank für ihre Hauptaufgabe. Förderung der deutschen Ausfuhr durch Kredite, nur ein kleines Betätigungsfeld gegeben Bei den großen Schwierigkeiten, denen der deutsche Export zur Zeit begegnet, hat sie jedoch den Firmen durch ihre Kreditgewährung einen starken Rückhalt geben können. Für 1934 werden 3½ Prozent Dividende verteilt(im Vorjahr 8 Prozent). Wie aus Kairo gemeldet wird, ist durch königliche Verordnung in Aegypten die Goldklausel in solchen Verträgen, die Verpflichtungen internationalen Charakters in sich schließen, aufgehoben worden. Nach Mitteilung des Statistischen Reichsamtes wurden im April 238 neue Konkurse— ohne die wegen Massemangels abgelehnten Anträge auf Konkurseroff= nung— und 74 eröffnete Vergleichsverfahren durch den „Reichsanzeiger“ bekanntgegeben. Die entsprechenden Zahlen für den Vormonat stellten sich auf 270 bzw. 63. Die Auslandsbörsen Paris: Unregelmäßig. Brussel: Freundlich. Zürich: Uneinheitlich. Wien: Ruhig. Mailand: Fest. Getreidegrohmarkt zu Berlin Amtl. Preise. Getreide und Oelsaaten per 1000 kg, sonst per 100 kr Verzen märk. 212.0 212.0 Roggenm..8974. 21.35 21.95 Roggen märk. Industriegerste Hater mark. Weizenm. Auszm. (.820 Asche) * Berliner Elektrolytkupfernotterung vom 8. Mai 44 Reichsmark für 100 Kilogramm. Börsen von gestern Rheinisch=Westfälische Börse in Düsseldorf Im Verlauf etwas gebessert Die Börse eröffnete am Markt der Schwankungswerte bei ruhigem Geschäft in wenig veränderter Haltung. Im Verlauf war das Geschäft freundlicher, so daß die Kurse etwas höher lagen. Per Saldo ergaben sich folgende Veränderungen: Renten: Altbesitzanleihe, Hoesch, Krupp und Ver.=StahlObligationen je ½ Prozent höher, Mittelstahl unverändert. Dt.=Reichsbahn=Vorzugsaktien bei kleinem Geschäft anfangs ¼ Prozent fester, im Verlauf jedoch auf gestriger Basis bezahlt. Aktien: Dt. Erdöl minus ¾ Prozent, Farben minus ¾ Prozent, Feldmühle minus ¾/ Prozent, FeltenGuilleaume plus ¼ Prozent, Goldschmidt und Muag unverändert, RWE. minus ¼ Prozent, Schuckert plus 1 Prozent, Siemens minus 1 Prozent, Westd. Kaushof 3/8 Prozent gebessert. Montanaktien: Buderus minus ¼ Prozent, Harpener„minus 1¼ Prozent, Hoesch plus ½ Prozent, Klockner pius ¼ Prozent, Mannesmann plus ¼ Prozent, Pheinstahl unverändert, Ver. Stahl minus ¼ Prozent, Dahlvusch gut behauptet. Von Kaliaktien verloren Aschersleben ¾ Prozent, Salzdetfurth 1 Prozent, Westeregeln ⅝ Prozent, während Wintershall letzte Kurse erzielten. Am Einheitsmarkt gaben Burbach ¼ Prozent und SchießDeiries.%„Prozent nach. Letzte Preise erzielten von Aktien Tynamit Nobel, Düsseldorfer Hoefel=Brauerei, Mülheimer Berg und Ver. Mosaik. Der Bankaktienmarkt lag sehr ruhig. Commerzbank zogen ¼ Prozent an, Deutsche Bank und Dresdner Bank verloren je ½ Prozent. Rhein.=Westf. Boden minus ¼ Prozent. Am Kurenmarkt war das Geschäft äußerst, gering. Von Kohlenkuren gingen nur Deutschland auf letzter Basis um. Braunkohlenkuxe umsatzlos und unverändert. Von Kalikuxen waren nur elsässische Werte mehrfach auf unveränderter Basis im Handel. Von Freiverkehrsaktien gaben Aleranderwerke 1 Prozent nach, während Maschinen= und Kranbau 2 Prozent höher umgingen. Burbach und Dolerit Basalt lagen unverändert. Geyr:, Hoedbart plus ¼ Prozent. Zu letzten Preisen waren Wentfalia=Dinnendahl, Wests. Kupfer und Bergbau Lotbringen im Verkehr.(Mitgeteilt vom Bankgeschäft Wilh. Schwarz in Bochum.) Berliner Börse Ruhig, im Verlauf freundlicher Die Börse verkehrte still bei uneinheitlicher Tendenz. Die Umsätze waren nur ganz geringfügig. Die Abschwächung der letzten Tage setzte sich zwar nicht fort, doch war keine neue Kauftätigkeit zu beobachten. Montanwerte eröffneten geteilt mit Veränderungen bis zu ½ Prozent. Ilse Braunkohle dagegen gewannen über 3 Prozent. Kali Chemie verloren 2¾ Prozent. Schuckert gewannen 1 Prozent, ebenso Bemberg. Am Rentenmarkt hatten von Anleiben Altbesitz einiges Interesse. Kommunale Umschuldungsanleihe zog leicht an. Länderanleihen eher schwächer. Stadtanleihen vereinzelt fester. Pfandbriefe und Kommunalobligationen sehr still bei kleinen Veränderungen. Im Verlauf wurde bei unverändert stillem Geschäft die Tendenz allgemein etwas freundlicher. Die Börse schloß sehr still bei gehaltenen Kursen. Die Tendenz am Einheitsmarkt war im allgemeinen gut behauptet. Tagesgeld ging auf 3¾ bis 3¾ Prozent zurück. Dollar.488(Vortag.490), Pfund 12,030(Vortag 12,070) Mittelkurs. Rhein=Mainische Abendbörse in Frankfurt a. M. Gut gehalten Die Abendbörse setzte mangels Aufträge in sehr ruhiger Haltung ein. Gegenüber den Berliner Schlußnotierungen waren die Kurse gut gehalten. Am Rentenmarkt wurden Zinsvergütungsscheine fünf Pfennig und Altbesitzanleihe zehn Pfennig höher bezahlt. Die übrigen Anleihen, auch die ausländischen, lagen sehr still. Im Verlauf ergaben sich keine nennenswerten Veränderungen. Seistungender Sauspaerafsen Ueber 60 Millionen RM. Neuabschlüsse im ersten Vierteljahr 1933 Die im Reichsverband deutscher Bausparkassen zusammengeschlossenen privaten Bausparkassen konnten im ersten Vierteljahr 1935 ein weiteres stetiges Anwachsen des Neuzugangs verzeichnen. Von 36 regelmäßig berichtenden Bausparkassen wurden abgeschlossen: im Januar 1935 2097 Bausparverträge über 18 579 000 RM., im Februar 1935 2391 Bausparverträge über 20 664 000 RM., im März 1935 2464 Bausparverträge über 21 358000 RM., im ersten Vierteljahr 1935 6952 Bausparverträge über 60601 000 RM. Demgegenüber betrug der Neuzugang im Vorjahr: im ersten Vierteljahr 1934 4279 Bausparverträge über 33 841 000 RM., im zweiten Vierteljahr 1934 5008 Bausparverträge über 43130000 RM., im dritten Vierteljahr 1934 5070 Bausparverträge über 45 405 000 über PTlors 000 Riz““ jahr 1934 6229 Bausparverträge Im Vergleich zum ersten Vierteljahr 1934 ist also die Zahl der Neuabschlüsse im ersten Vierteljahr 1935 um 62 v. H. und die Abschlußsumme sogar um rund 80 v. H. gestiegen. Die durchschnittliche Vertragssumme hat sich von 7900 RM. auf 8700 RM. erhöht. Zugeteilt wurden im ersten Vierteljahr 1935 von den 36 berichtenden Bausparkassen 14 844000 RM. an 1647 Bausparer. 10.15 Schulfunk. Zum Muttertag. Kinderliedersingen 10.50 Wir und die Welt. Preußische Gestalten 11.50 Zum 25. Regierungsjubiläum des englischen Königs Aus London). Die Feier in der„Westminsterhall". Der Lordkanzler Visconnt Sankey überbringt im Namen des Oberhauses, und der Sprecher des Unterhauses, Cap. E. A. Fitzroy, im Namen des Unterhauses dem Königspaar die Huldigung. Der König antwortet— Fanfaren— Hymne 12.30 Musik am Mittag(Von München). Das Kleine Münchener Symphonie=Orchester(Rolph Agop). Mitwirkend: Hildegard Ranczak(Sopran). 1. Schwedische Tänze(Bruch). 2. Hildegard Ranczak singt: a) Die Kraft versagt, aus„Der Widerspenstigen Zähmung"(Götz), b) Friedensarie aus„Die Macht des Schicksals"(Verdi). 3. Husitska, dramatische Ouvertüre(Dvorak) 13.15 Kino=Orgel(Uebertragung aus dem Kino Lichtspiele des Westens, Köln). Ausgefuhrt von Josef Bachem— Toni Faßbender(Violine). Einlage: Hans Remagen(Bariton), Edmund Kirst(Begleitung). 1. Melodienfolge(Jos. Bachem). 2. In einem Klostergarten(Ketelbey). 3. Rosenkranz(Nevin). 4. a) Zur Drossel sprach der Fink('Albert), b) Bonn(Aug. Bungert), c) Drei Wandrer(H. Hermann). 5. a) Kavatine(Raff), b) Erinnerung an Capri(Becce) 14.15 Westdeutschland stellt vor: Karl Wolff(Tenor), Heinz Viehmeyer(Tenor), Herm. Hildebrand (Klavier). 1. Vier Lieder von Johannes Brahms: Am Sonntag morgen: In der Gasse: Die Kränze: Dein blaues Auge. 2. Aus Werk 37(Orig. Komp. für Klavier von Peter Tschaikowsky: Helle Nächte: Barcarole. 3. Drei Lieder von Franz Schubert: Ständchen: Frühlingsglaube; Die Forelle 15.00 Kinderstunde. Die verwunschene Prinzessin 15.45 Bei den Vorbereitungsarbeiten für die Ausstellung „Frau und Volk“ in Düsseldorf 16.00 Unsere Chorstunde(). Werke von Hermann Unger. Der Kammerchor(Josef Breuer). 1. Drei altdeutsche Lieder: a) All mein' Gedanken, b) Laßt uns das Kindlein wiegen, c) Sag, was hilft alle Welt. 2. a) Japanisches Regenlied, b) Pilger, c) Nachts. 3. Vier Madrigale: a) Lai, b) Estnisches Brautlied, c) Zwischen Berg, d) Wo find' ich dann 16.30„Kaspar Sausewind.“ Die Geschichte eines westfälischen Flugkünstlers vor hundert Jahren(G. Montanus) 17.00 Nachmittagskonzert. Das Kleine Orchester(Leo Eysoldt). I. Teil: Suiten. 1. Waldszenen(Schumann=Löhr). 2. Schwedische Suite(Weslander). 3. Faun und Elfenreigen, Suite(Kaxk). 4. Kleine Suite(Debussy).— II. Teil: Kleine, Stucke können auch entzücken. 1. Mennett(Bolzoni). 2. An Dich, Walzer=Serenade(Czibulka). 3. Liebesbrief(Königsberger). 4. Lockenköpfchen(Powell=Mauß). 5. Im Garten Eden(Huppertz). 6. Der sterbende Schwan (Spies). 7. Sonnenstaubchen, Tanz=Idyll(Caylor). 8. Oh, laß mich träumen(Sullivan=Mauß). 9. Pagoda(Drdla) 18.30 Bauernfunk. Splitter vom Tage 19.00 Kleine Abendmusik. Das Kammerquintett. 1. Lotosblumen, Walzer(Ohlsen). 2. Gnomenschliche, Intermezzo(M. Rhode). 3. Flirtation(Steck). 4. Anita, Intermezzo(L. Siede). 5. Die Romantiker, Walzer(Lanner). 6. Trotzköpfchen, Intermezzo (Siede) 19.30 HJ.=Funk. Das stille Volk. Märchen für große Leute 19.50 Momentaufnahme 20.15 Stunde der Nation(Von Königsberg). Wanderung über die Nehrung 21.00 Volk musiziert(Gustav Kneip). Mitwirkende: Ein Bauer spielt zu gleicher Zeit auf zwei Klarinetten; Straßenmusikanten; Zwei Mundharmonika=Gitarristen: Ein 13jähriger Junge spielt Akkordion; Ein Bandoneonsvielklub und eine Dorfkapelle. Sprecher: Rudi Rauher 22.20 Virtuose Gitarrenmusik. 1. Rondo(Sor). 2. Etüde Nr. 29(Coste). Solistin: Ida Gille 22.35 Frühlingslieder von Max Dautbendy 23.00 Zeitgenössische Musik(7)(Vom Deutschlandsender, Reichssendung). a) Edmund Schröder: Nachtgedanken, b) Gottfried Rüdinger: Sinfonietta Bajuvarica. Das Deutschlandsender=Orchester(Dr. Ludwig Karl Mayer) 24.00„Gute Nacht.“ Das Abendgedicht der Deutschen Deutschlandsender: 19.00: Und jetzt ist Feierabend! Aufforderung zum Tanz(Aus Frankfurt). 20.15: Wanderung über die Nehrung. 21.00; Maienglück...?! Eine bunte Stunde(Aus München). 23.00: Zeitgenössische Musik Rh.-Westf. Börse, Düsseldort, 8. Mai Mitgeteilt von Wilhelm Schwarz, Bankgeschäft, Bochum, Bongardstraße 14 Fortlaufende Notierungen 40 Altbestz 2% Hloesch RAl.— 6% Krupp RM.— 6% Mitte 6% Ver. St. RM. Buderus Dahlbusch 8t. Otsch. Atlant. 6V Otsch. Erdöl 4 O. Reichsbahn 7 ..Farbenind. 7 Feldmöhle.. 6 Felten& Guille 0 Goldschmidt5V Harpen... b Hoesch-Köln 0 Kall-Aschersi. 1 5 8. S. 8. 5. S. 5. Div. Anfang! Schluß Kassal 115.00 114.67/114.75 102.00102.25 102.00 101.621101 62 99.50 90.00 110.87 107.50 122.75 99.75 90.00 107.25 122.87 142.25143.25 123.00123.25 93.87 91.50 98.00 98.75 106 25107.50 93.62 94.50 118.87|119.12 102.12 102.25 102.12 101.62 99.12 90 00 110.87 107 37 122.75 142.87 122.12 94.12 98.50 105.12 94.25 118 00 7. 5. Schlus 102.00 101.37 99.75 90.50 110.25 107.00 122.62 142.62 123.00 93.50 98.— 107.00 94.25 119.00 Div. Köckner-W. 125 Mannesmann1 0) 79.121 Masch. Untern. 0) 72.00 Reichsbank 12/161.50 Rhein. Braunk. 12/213.00 Rhein. Stahlw. 3½ 105.25 Rh.-.-Elek. 6/117.25 Salzdetfurth 17½ 165.50 Schuckert& C. Siemens& Hal. Gebr. Stollw. Ver. Stahlw. Westd. Kaufh. Westeregein Wintershall Zellst.Waldhof 8. S. 8. 5. 18. 5. Anfang Schlusl Kassal 90.00 90.37 4 103 50 7 153 25 4 92.00 0 79.75 0 36.12 119.87 5 95.00 79.25 72.00 161.37 213.00 105.25 117.25 166.00 103.25103.25 90.25 79.12 72.62 161.37 213.25 105.25 117.25 165.00 153.75 92.00 79.87 35.75 153.62 92.00 80.50 35 87 119.87119 87 95.00 95.00 7. 5. Balcke Masch. Berg. G. Dahl.V. Bonner Bg..H. Sösp. Walzw. Braunk Zuk. Schlug sruckd.-Nietl. Burbach Kal. 46 Michel Nesta Kuxe Steinkohlen 8. S. J. 5. GarolusM. 3500 3700 3500 3750 Seienrode 5800 6500 5900 6300Burbach 310 340 310 S4en-Stabt, 300 46004350 445CPlegfr.iu. 1 Const. d. 6 Deutschl. Ewald Schwerin Heinrich Kön. Ludw Langenbr. 9400 9900 9650 19950 7300 Bernhareth. 1525— 1475/1625 Kall 610 630 4300 4600 4350 445egtr. u. I 3850/4100 3900 4 100ntersh. 6800 1100/6900 7 8550/8900 8600 9000 8900 9250/8300 9300 Braunkohlen Bruckd.-N. 280 Sechchefn 480 810l850sSTächtehtlen 800 senhard 17490— r00sszo#Bellerh. 18350 Braunschw. 4290 Einigkeit 2400 255Pabiah“ — 375% 58006200 Proiverkehr Steinkohlen- u. Braunk.-Kuxe 8. 5. 1 7. 5. B 1 81"1 3350 3400 500 leesggsne) Kallkure Heimbold. Hope Disenburg ariagl. Marie Marie L. MMax Neusollst. 35SORansbach RReichsld lewosmühogen 8. S. 1 v. 6 S1 61 4500 4200/4500 3750 Industrieaktien(Einheitsk.) Oiv. Dortm.Ritterbr. 2###uss. Hoef.-Br. .64 8 Duss. Masch. 6 161. 00rnamit.Nod. 105## Eschw. Berg. V. 112%las- u. So. S. 165 508ckauf- B. 46 102.503e br. Goedh.46 Hallesche Salz. Hochtief A0 3% abelw. Rheyot %ali-Chemie 120. 73-Uheim. Berg. as„hein. Metall 94.15hein. Spiegel. Roddergr. Brnk. Sachtl. AG. Bgb. Schieß-Defries Schleg. Scharp. Waggonf. Uerd. 4 8. 5. 17. 5. 50.0—. 110.0 —. 102. 124.01240 21.0 21 7 86.7 91.8 42.041.5 77.3 6 5 6 0 0 0 4 0 .5 14 6 .5 130 0/130 C 40 91.6 91.71 6V107.5107.5 6 110.5112.0 12 5 6[122.0122. 6 140 0140.5 4 950 24 420 0420 40 Colonia,.-V. K. Colonia Rückv. Sadb. Feuerv. Hagelv. Köln. Lioyd A. V. Köln, Rückv. gr. Köln. Rückv. kl. Rentenwerte 6 Rhw..-Cr. Ghyp.Pfd. S. 4. 6. 12. 10 dto. dto. S. 1 5½ dto. dto. S. 11 6 dto. Gold.-Kom 1926. 1927 S.—6 TU Wo. Bod. Gpfd. 6 6 dto. Em. 3. 9/12.14 751— 5 106.5106 93.0 93.0 Bankaktien — 270— TTh. W. Bd. Cr. B. 6400 6100 6400 estd. 6..-A. 111 5111. 93.0 92. 93.5 94.0 93.5 94.0 115.51115. 2200240—450erin, Hand. 6. 17001850 17001850 175011900 1750— /2.Bank u..-6. 3400/3800 3400sTo Dresdner Bank 270 6050 2300 2450 2250 2400 versicherungsaktien 2300 24502250 2400 8M 2300 2450 2250 2400sch.-Mönch.P 70 1110.9111.6 1750 19001750 1900ach. Rückvers 14.4/236 0 238 2450 2650 2509 2700Agripp.., Fl. L— 400.|400. 399 22° sog— l..Stuntg. 12 M33030 Alll.-u. Stuttg.V 12.9256.0/282.( Alll.- u. St.-V. S. 5 415 c4 15. 8..17. 5 103.0103.0 235.0 2300 680.0 680.0 100 0 100 253.0253.0 130.0130.0 87.0 87.0 96.2 101.2 94.7 Freiverkehre-Aktien 96.2 1012 94.7 8. 5. 7. 5. 6 otadler k. 65.0 87.0 65 8 63.0 Eisa C. 100.0—. 100.0 Goedh.h 96.0 99.0 97.0 Ottann. K. 66.0 68.5 66.0 68.5 humd. Dif Kothrin. 8Lothr. 6. OMManst. Masch. Kr Ach. Barg Rh. Linef. Wr. Dinn. Eie. Hott. Oyck. Wiel 88.0— 88.0 90.0 67.0 69.0 67.0 69.0 —. 57.0 54.0 56.0 105 9107 0104.0106.0 49.0— 58.0 61.0 — 165.0 74.5 76.7 48.0— 64.0 165.0 74.0 42.0 44.0 92.0 41.0 Steuergutscheine 8. S. T. 5. 103.3/103.3 #llig as 1. 4. 1994 ". I. 4 1nm ". I. 4 1n ". f. 4. 1997 5 2..132 107.3/1073 107.4/107.4 #nz 103.3s105.3 Berliner Börse, 8. Mitgeteilt von der Commerz- und Privat-Bank Filiale Bochum Reichsbankdiskont 4% Lombardzinstuß 5% Einheitakurse Industriewerte Mai .-., h Aepvistoren Aku A. E. 6. Anhalter Kohle Aschaff. Zellst. 8. 5. 7. 5. 12—. 161.5 0 53,3 53.2 0 37.5 37.0 97.2/97.4 0 83.0 83.0 Oittmann Neuh. Otmd. Akt.-Brau. Union-Brau Dürener Metall Oyckersh. Widm 6 bayr. Motoren Bemberg Berger Julius Bergmann El. Berl. Karter. Ind. Kr. u. Licht 10133.3133.: Maschinend. 5114.0114.: Buderus 0 99.2 99. 14.8 13.1 6127.0s127. 0111.2/111. 6121.7/121. 0 93.7 94. S122.6s123.1 chafl. Wasser Chem. Geisenk. Conti Summi s 1 106.0106.1 49—. 147.7147.7 Pte dem Otsch. Atlant. Otsch. Baumwolle " Conti 6as " Kabel " Linoleum " Steinzeug " Tel. u. Kab. „ Eisenhand 0 91.: 7110.8 124.0 7124. 6113.5 6154.2 6 8112. 0 91.1 0—. 10—. 132.0 12181.5 6—. 106.7 Flektr. Lieferg K„ Lichtu. Kr. Engelh. Brauerei Enzinger Union Feinjute %sssrst amp o. German. Cem. Ges. f. ei. Untern. Gildemeister Gladb. Wolle Gruschw. Textll Guanowerke wackethel Draht InI Hageda Hamb. Elektr. Milpert Masch. Hindr.-Aufferm. Hoftmann Stärke Hohenlohswerke Holzmann Ph. Hotelbetr.-Ges. 5/106.0105. 69122.0122. 4 94.5 94. 6/109.7110. 6 0 97. 5/124. 6/119. 10 5/108. 4 89. 2 90.7 8110.2 0124.0 2124.5 5/112.6 2/155.0 O112.2ssenberk 21 91.51unghans Serder Aise Genus ösenbeck Brau. Gebr. okswerke Kölner Gas Krefft W. Kromschroeder Kronprinz Metall Küppersbusch Jahmeyer I Laurahötte Leopoldsgruben Lindes EIs Lingnerwerke Lorenz C. aximil. Hötte Miag Mimosa Mülheimer Berg. 101.0 110.2 O 97.2 1124.1 7120.0 160.0 2108.9 5 91.3 106.7106.5 4103.4 128. .8104.5 .3128.6 68.0 .01012 .5120.7 .8 60.5 .5 90.5 .7 86.0 6150.0146.5 6123.0123.2 98.5 83.5 5/114.5114.81 3 78.2 78.0 0 74.7— 5 100.0100.5 5 138.0s138.0 121.|121.3 0 22.5 22.3 0—. 84.11 5/121.7/122.8 7 132.0s132.0 0 8—. 162.5 0 88.7 88.5 12/151.71152.0 6—. 122.0 Siem.& Halske Stollberg. Zink rhüringer Gas I Transradio Tuch Aachen Union chem. ver. Otsch. WNickel Ver. Glanzst. Ver. Ultramarin Vogel Draht wegge& o. wandererw. Warsteiner Grud. Westfalis Draht Wicküler Brau. nrenst.& Koppel Ol 87.1 87.2 Osnabr. Kupfer 41110.0—. pehegemarte b 129 133 rongs& Zahn 10/153.0/155.0 Rhein. El. Werke 5/123.5123.2 Rhein.-W. Kalk O/107.2/109.0 Riebeck Montan.2101.5 100.51 Rütgerswerke 41111.71110.7 6 Sstar Sarorti Schlege! Schles. Berg. u. Z. Berg. Beuth. Elekt. u. Gas Schub.& Salzer Schultheis-Patz. Siegersdorfer W. Siemens Glas 101.0 95.0 34.8 82.7 132.5 136.7/133.0 108.2/108 79.0 79. 90.6 91.0 97.0 112.5 115.5 .7 77.0 .21140.0 .5 72.5 Verkehrswerte 5 Möhlb.-Ruhr Anl.—. 5 Ruhrerbd. Anl. 36/100. #Pr. Ldpf. A. Pfd. 96. 4# Ldbk. Westf. Pfd. 94. #Ldbk. Westf. Kom 92. 420t. Komm. Goldanl. 94. 4Westf. ldsch. Pfd. 94 ##Dt. Hyp. B. Bin. Pfd. 96. ½# Pr. Centr. bod. Pfd. 95. ## Pr. Pfdbr. Bk. Pfd. 95.1 4 Basalt Obl. 90.6 8 Concord. Berg Obl. 6 Daimler Benz Obl.103. 6 Klöcknerw. Obl. /100. 6 Mont Cenis Obl. S Rheinstahl Obl. 45 Ver. Stahl 60 45 Ver. Stahl 47/51 5 Ver. Stah 6 Siem. u. H. Obl. 6 Farbenbonds A. 6. für Verkehr Boch. Gelsenk. Hamb. Amer. Pak. Hamb. Südamer. Norod. Lloye 86.5 34.8 33.0 32.7 26.8 26.0 35.9 35.1 Bertennerte 6 Ot. R. Schatz. 35 4 Ot. R. Anleihe 44 55 D. R. Voungani. 6 Reichsbahn Sch. Westtalen Altbesitz 6 Bochum Anl. 0/6 Duisburg. Anl. 3/6 Dösseld. Anl. 6 Elberfeld. Anl. 6 Essen Anl. .0 99.0 .8/101.8 10.61100.6 .21112.7 .5— .3 89.7 .8 91.8 .21 91.2 90.5 101.4 149 128. 90.7 5/100.5 7 96.7 5 94.5 2 92.2 0 94.2 8 95.0 0 95.7 2 95.2 2 95.2 6—. 100.3 7103.5 9101.0 6/101.0 S 92.5 8 93.7 96.8 2148.0 3127.3 R. Schuldb. F. 36 R. Schuldb. F. 38 R. Schulcb. F. 40 R. Schuldb. F. 42 R. Schuldb. F. 4 3/8 5 Essen Steink. 42 45 Marpener 49 5 Ver. Stah 45 R. W. E. 82/ 5 R. W. E. 50 45 Ruhrchemie 43 45 Ruhrgas 53 4 Ruhrwasser 83 65 Ruhrwohng. 58 65 V. E. W. 62 8. S. S. S. Brief Geld 101.1 99.3—. 96.1 99.1 96.6 97.9 90. 5 g7.2 91.8 94.0 94.: 99.0100 93.0 94.0 95.5 96.5 S 25 2..7 91.5 92.5 Westtalenbank.-G. Bochum Austahrung samtlleher Bankgee-ehatt-# se per Seite 8 Nr. 108„ Bochumer Anzeiger 7 Donnerstag, 9. Mai. 1935 Turnen und Mrland ennrgelamne Tglier SerialBedlahund-haufHarrein-ArAr 35000 Zuschauer beim Dortmunder Fußball-Länderkampf— Nach unenfichiedener 1. Halpzen letzi lich das deuliche Spiel aufen Hbg. Dortmund, 8. Mai. Und wieder klangen die deutschen Nationalhymnen nach einem Länderspielsiege auf, wieder wurde der Versuch einer Nationalmannschaft, die nun 15 Glieder aufweisende Kette unserer Länderspielsiege zu zerreißen, abgewiesen. Seit dem Spieljahr 1933/34 15 Siege aus 18 Länderkämpfen. Man muß schon die Statistik zur Hand nehmen, um die einzelnen Etappen dieses unvergleichlichen Siegesmarsches aufzuzeichnen, von denen seit gestern eine Dortmund heißt. Nachdem vor 14 Tagen gegen Belgien zum ersten Male ein Dortmunder Spieler(Lenz) das deutsche Nationaltrikot trug, erfüllte der DFB. den oft geäußerten Wunsch der„Bierstadt“, ihr erstmalig die Ausrichtung eines Länderkampfes zu übertragen. So wurde Vortmund der Schauplatz der deutschen Generalprobe für den Kampf gegen Spanien und des ersten Länderspieles gegen den Freistaat Irland. F Nur Generalprobe? Nur Mittwochspiel? Nur Irland? Die drei Fragen sind nach dem Verlauf des Spieles fehl am Platze. Es war ein hundertprozentiges Länderspiel, dessen Rahmen weit über das Maß dessen hinausging was man bisher in Wochentagsspielen erlebt hat. 35 000 Zuschauer umsäumten die Kampfbahn„Rote Erde“, schwebten eine Halbzeit lang zwischen Furcht und Hoffnungen und sahen erst im zweiten Akt ihren deutlich zur Schau getragenen Optimismus durch einen deutschen Sieg belohnt. Die irische Elf war besser, als man allgemein erwartet hatte. Es bestätigte sich die Vermutung, daß die auf dem Kontinent ziemlich unbekannten Gäste ihre letzten Reserven für den Kampf gegen Deutschland aufgespart hatten, gegen das ehrenvoll zu bestehen, der höchste Ehrgeiz Irlands war. Es hat mehr als ehrenvoll bestanden. Wir können der Mannschaft, die in Basel gegen die Schweiz keine gute Kritik bekommen hat das Reifezeugnis ausstellen, daß sie die deutsche Mannschaft namentlich in der ersten Halbzeit in höchste Gefahr gebracht hat! kann und darf indes den verdienten Sieg unserer Mannschaft nicht schmälern. Es ist typisch für unsere Mannschaft und liegt im System bedingt, daß wir unsere Siege stets erst in der zweiten Halbzeit sicherstellen. Man denke an den Weltmeisterschaftsauftatt in Florenz gegen Belgien, als es Halbzeit:2 gegen uns den Endspurt in Amsterdam, an das:0 Sieger und Beliegte „.-.“-Aufnahme Florenz gegen Beiglen, als er Pagge„####g stand, an ven Enospurt in Amsterdam, an das:0 in der Halbzeit gegen Frankreich, an das:1 des ersten Aktes gegen Belgien in Brüssel. Wer bei derartigen Erfolgen von Glück spricht, das selbstverständlich ein mitentscheidender Faktor in jedem „Spiel“ ist, der bedenke, daß das Glück auf die Dauer nur dem Tüchtigen hold ist! Das Deckungssystem zielt bewußt darauf hin, den Gegner in der ersten Halbzeit zu ermüden, seine Angriffslust durch die konsequente Abriegelung des Strafraumes erlahmen zu lassen, um donn die eigezen vglsso eine umiehrung der Strateaie, deutschen Sieg eingestellt. Erklärlich deshalb, daß sie eine große Enttäuschung breitmachte, als die erste Halbzeit so gar nicht nach einem deutschen Siege aussah. Unter dem Beifall der Zuschauer marschiert zunächst die irische Mannschaft auf und nimmt Aufstellung vor der Tribüne, dann folgt die deutsche Elf unter Anführung von Buchloh. Die irischen Spieler erheben beim Deutschlandlied Links die deutsche, rechts die irische Mannschaft vor Beginn des Deutschland: Spieles. die Hände zum Deutschen Gruß! Nach der Platzwahl. die Irland gewinnt, das damit die Unterstützung des Windes und der einen tiefen Schlagschatten in das Grün des Rasens zaubernden Sonne 63t, stellen sich dig Mannschaften in folgender Auferhält, stellen sich die stellung zum Kampf: Janes (Düsseldorf) Zielinski (Hamborn) Lehner Lenz (Augsburg) Buchloh (Speldorf) Tiefel (Frankfurt) Goldbrunner Bender München)(Düsseldorf) Siffling Damminger Fath (Karlsruhe)(Worms) (Dortmd.)(Waldhof) * Monaghan Moore Hutchinson Dunne Rigby Lennon Foley Donnelly 'Kane Gaskins Ellis Irland: Der Spielverlauf anitlam.n In d- 90. Minnte fällt ül Der deutsche Anstoß wurde vom irischen Mittelläufer, abgefangen. Der irische Linksaußen am Ball. Zum ersten Male bringt sich der famose Halblinke Moore zur Geltung, doch Goldbrunner rettet durch Rückzieher. Oo v. pertie, Li:.ze, Rarade seil. Die Richtizseit Miunnschaftsaufstellung und ihrem epstem verder Angriff die beste Parade sei. Die Richtigreit deutschen Mannschaftsaufstellung und ihrem daß der Angriff die besge, Parade, sei. Die Rirgpgreit dieser Theorie ist durch die Siegesserie unserer schaft hinreichend bestätigt worden. Es kann natürlich vorkommen, daß der Frontalangriff über die tende Verteidigung“ siegt. Der Sonntag wird beim ersten Länderspiel gegen Spanien eine neue Probe aufs Die Iren wußten, daß selbst eine knappe Niederlage gegen Deutschland ihren nicht allzu hoch im Kurs stehenden„Länderspiel=Aktien“ erheblichen Auftrieb verleihen würde. Diese Kurssteigerung haben sie erreicht. Ihr schnelles, energiegeladenes Angriffsspiel hat die deutsche Mannschaft, deren Spiel anfänglich wirkte, 45 Minuten lang ins Hintertreffen gebracht. Als Damminger 10 Minuten vor Seitenwechsel die Torführung Irlands aufholte, sah es eher nach einer Vergrößerung des irischen Vorsprungs als nach dem deutschen Ausgleich aus. Die irischen Verteidiger standen während dieser Zeit oft minutenlang auf der Mittellinie. Vertauschte Rollen sah man in der zweiten Halbzeit, als Deutschland, mit Wind und Sonne spielte und auch die Spieler besser in Fahrt kamen, die vor der Pause den Zusammenhang in der deutschen Mannschaft oft störten. Das in der Halbzeitpause bedenklich um den Gefrierpunkt herumpendelnde Stimmungsbarometer der Zuschauer, die sich nur schlecht in die Idee des deutschen Spielsystems hineindenken konnten, schlug nun nach Schönwetter um. Man sah und erkannte durch Beifallssalven an, neue deutsche Zweckmäßigkeitsfußball seine Schönheit hat. Irland geriet nun immer klarer auf die Verlierer: straße, verteidigte während Deutschland den Angriff selbst aus der Deckung heraus diktierte. Daß es bei:1 geblieben ist, verdankt unser gestriger Gegner einmal einer Portion Schußpech unserer Stürmer, zum anderen dem hervorragenden Können seines Torwartes Foley und der klassischen Verteidigungsarbeit seines rechten Verteidigers Gaskins, von dem man sah, was man von Dunne erwartet hatte. Das:1 geht in Ordnung! Länderspielstimmung in Dortmund Und nicht erst seit Mittwoch abend 18.10 Uhr, als der Tscheche Christ den 112. deutschen Länderkampf Die Iren sind mit den besten Eindrigen van nicht versäumt, ihnen ein herrliches Fleckchen der„Roten Erde“ zu zeigen, nämlich die Hohensoburg.„Mi mittag wurden beide Mannschaften im Dortmunder haus vom Dortmunder Oberbürg,agnnfcha gte, P oad empfangen. Standquartier der DFB. war der„Lindenhof“ am Bahnhof, der ständig von der autogrammlüsternen Jugend umlagert war. Nur mit Mühe konnte sich der Mannschgßszlutohus Nummernschi Kampfbah,„Rote Ei natürlich die Fahrradkolonnen. fällt den Zuschauern offensichtlich schwer, sich mit der deutschen Mea.#em vertraut zu machen. Die Iren nützen die Windunterstützung zu forschen Angriffen aus, die zwar nicht nach einem einheitlichen System durchgeführt werden, nichtsdestoweniger aber sehr gefährlich sind. Weite und hohe Schläge aus der Deckung zu den Außenstürmern sind das Kennzeichen des irischen Spiels. Es läßt leugnen, daß die deutsche Elf gegen die ihr im Kopfspiel überlegenen Iren nicht zu bhrDse lesten Zeihziche genden, Peringt=Fauß in den gegnerischen Straftaum, eide in Ver geseböiger Gazeilt del fiesen. Sech echaict en beichelse aecsise, Kealschaldh erste Ecke von Fath köpft Lehner zu Lenz, der den Ball an Dunne verliert. Wenig später igriggt, Fatb Zen Verteidiger Gaskins an, der bis„8 zu Strafstoß kommt zum Linksaußen, der hoch zur gibt. Buchloh kann zur ersten Ecke abwehren, die Tiefel zur zweiten Ecke ins Aus köpft. der 20. Minute fällt überraschend das irische Führungstor aus einem Mißverständnis zwischen Tiefel und Buchloh heraus. Bender der in der ersten Halbzeit schlecht trat den Ball hoch auf, das deutsche Tor. Tiefel überhörte den Zuruf des anscheinend von der Sonne etwas geblendeten Buchloh, beide springen gleichzeitig hach und verfehlen den Ball, der ungehindert ins Tor rollen kann. Wenig später hatte Buchloh Gelegenheit, dieses Mitverschulden wieder gut zu machen, als er sich dem besten irischen Stürmer Moore in den Schuß wirft und ein sicheres Tor verhindert. Tiefel beseitigt die Geder Ecke. Allmählich kommt die deutsche Mannschaft besser ins Spiel, sie bevorzugt den immer besser werdenden Rechtsaußen Lenz und dem irischen Torwart Foley, der eine leichte Das deutsche Spiel hat in der ersten Halbzeit nicht begeistert. Irland hatte zweifellos mehr vom Spiel. Die zweite Halbzeit brachte den Umschwung. Deutschlands flaches Spiel setzt sich nun gegen die frühzeitig ermüdeteg. Ixenz, die mit zurückgezogenen Halbstiäzmeen Frielen, durch. Vender läuft nun zu ausgezeichneter Form auf, Zielinski steht ihm nicht nach und immer wieder dringen die deutschen Halbstürmer in den Strafraum der Iren Träger der Angriffe ist meistens der in blendender Form hefindliche Lehner, In Der, eitter, Heie gifte hat er sich wieder einmal durchgespielt, flaches Zuspiel zu Damminger, der placiert und unhaltbar einschießt: :1 für Deutschland! Deutschlands Läuferreihe rückt nach vorn. Foley dem Fpen ut aus den Augen gelassen hatte, den Bal s esescse esesce ecie echchech Gaskins und der besser werdende Dunne. Drei Minuten vor Schluß fiel das Lehner hat Dunne überspielt, lief zur Mitte und knall den Ball unter die Latte. Dammingers Schuß beförderte den Ball vollends ins Tor. In der Kritik Lehner, der in der 35. Minute das deutsche Ausgleichstor vorbereitet. Bei einem Vorstoß wurde er von Dunne unfair gestoppt. Strafstoß wird von Lenz auf das Tor geköpft, Foley kann den Ball nur noch zurückfausten, den DamSrioch- poriozerrezgaufsg, vorübergonent. Halbzeitpfiff gibt es einen neuen Zusammenstoß zwischen Das Ergebnis der Generalprobe Deutschlands Elf gegen Spanien Sie trägt Fußball-Deutschlands vertrauen Der Deutsche Fußball=Bund hat nach dem Dortmunder Spiel auch die Mannschaft bekanntgegeben, die am Sonntag den schweren Kampf gegen Spanien bestreiten soll. Sie spielt in folgender Aufstellung: Buchloh Janes. Busch„. Gramlich Münzenberg Bender Lehner Hohmann Rasselnberg Conen Fath enttäuschen, da gerade er der Typ eines Aufbauspielers Das taktische Ergebnis der Dortmunder Generalprobe: vom MW= zur Doppel==Formation. Spaniens Nationalelf in Köln eingerrolten Zamora wird nicht baran, daß sch unsere Leute nicht vom Andfift on gest: Sse Kestich sechien etche e unauffällse aber er hielt jederzeit den irischen Linlsaschstenses Lie Aen ehischälen cn achch hunsd enucs host der beste der Kelischen eift scher. sand zudem auch nach gegen den zistherzeifeschen wart Foley besten Mann der irischen Elf, den Ve teidiger Gaskins. Der Dortmunder Lenz hat seine Brüsseler Leistung nicht wiederholen können. Es schien uns, daß er gerade vor heimischem Publikum etwas befangen war. Famose Einzelleistungen ließen erkennen, daß er einer der besten Spieler unseres Nachwuchses ist. Damminger spielte zwar urwüchsiger, im Au Fa der irischen Mannschaft lag die Stärke in der und der Rechtsaußen Ellis der gefährlichste. Kette der vier= und zweirährigen Nogporen=Ps. die aus allen Kreisen Westdeutschlands, siehe nschilder, ihre fußballbungrigen zinsassen zur hn„Rote Erde“ brachten. Noch langer waren Das ist das Endergebnis der Generalprobe, eine Mannschaft, die restloses Vertrauen genießt und tatsächdas beste Spielermaterial aufweist, das wir im Augenblick unter Berücksichtigung des=Systems zur Verfügung haben. Selbstverständlich war die Aufstellung von Janes und Busch als dem zur Zeit,hes, eingespielten deutschen Vexzeidigerpagr. Die Aussteuung Buchlohs bedeutet keine Zurücksetzung von Jakob, der nach Brüssel das Nationaltrikot dem gleich guten Speldorfer übergeben hat. Einen besseren rechten Läufer als Gramlich besitzen wir nicht. Münzenberg ist zweifellos durch seine wuchtige Spielweise und seinen Körpereinsatz noch brauchbarer in der Rolle als defensiver Mitelläufer als der gewiß nicht schlechte Goldbrunner. Bendeg gegdankt seine Aufstellung Jseiner vorzüglichen zweiten Halhzeit. Ueber die beiden Außenstürmer gab es kein Rätselraten, nachdem Fath seinen Konkurrenten Kobierski durch dessen Verletzung„losgeworden“ ist. Hohmann und die Langeweile. Die Stimmung durchweg auf einen national. Er wird das in ihn gesetzte Ver Die spanische Expedition ist am Mittwochmorgen nach einer fast zweitägigen Reise in Köln eingetroffen. Insgesamt beträgt die Expeditionsstärke 28 Mann, darunter 16 Spieler. Gegen Deutschland, spielt am Sonntag folgende Mannschaft: Eizaguirre (FC. Sevilla) Zabalo Quincoces (FC. Barcelona)(FC. Madrid) Bedre Rugueiro Cilauren„.4 ge (FC. Madrid)(Athl. Bilbao)(Betis Vantalro, L. Rugueiro Langara Irragori Gorostiza (Barcelona)(Madrid)(Oviedo)(Athletic Bilbao) Unter den Ersatzspielern befand sich auch Zamora, der aber nicht spielen wird. Von Köln aus hoben sich die Spaniex,fängt, nach Godesberg begebeg.„I1., a. werden die Suetäh., dem ungarschHeuischland de 9to beoi=Her spanisch, Oest in Verlint wird eigens füe dieses Tresen Als man Bleistift und Notizblock eingevackt hatte, spielte sich vor dem irischen und deutschen Tor noch je eine interessante Szene, ab. Einmal war Dammin; ger nach einem Durchspiel von Lehner zu vorn und in Abseitsstellung gelaufen, während auf der Gegenseite Moore, als Buchloh erausgelaufen war, mit einem Kopfstoß nur die Torlatte traf. Ein Spiel großer Klasse war der Kampf nicht Es bleibt zu berücksichtigen, daß nicht unsere beste Mannschaft im Felde stand. Radioübertragung nach Spanien Wie groß das Interesse in Spanien für das bevorstehende Länderspiel gegen Deutschland in Köln ist, seht auch darahs hervor, daß der spanische Rundfunk Uebertragung des Spielverlaufs vornimmt. ertrauen nicht nach Köln kommen. Uebertragung des Spielver Auch England Gruppenneger in Brüllel Spanien:4 geschlagen. spielen der Gruppe B zwischen G# Seite 9 Nr. nien sowie setzt. Das Ho reitern gewan Spanier klar Donnerstag fi dungen statt, England mit steigt dann die England, wähl um den dritte Das Spiel Patz von Uniol durchweg über famoses Zusar mitiv, versucht decken. Die 2 und nochmals Im zweite reich, Das Tr von:1(:1) gier zeigten si wurden diesm Torschützen we stürmer. Al Am Sonnta Wettkämpfe de zum Austrag. überaus gut! waren, um ar Besonders im Sieg gekämpft nahme an den klasse am 18. wofür die ach kommen.„Im Hagener P. M während im dem Hagener den 1. Sieg 5 Fritz Heiber n während Alfre Florettsiegen 3 Linden=Dahlha Auf dem la in Wupperta 6. Wuppertale und auch mit zweifellos der gab es zwisch und dem Gel einen Bord=an ser Kanu=Club Vorsprung für der LTKC. vo beendet. Ein die zweite Ste dorf mit vier Im Rahmen staltete am per schmückten Hord sich eines guten Musikstücken hie marsch, dem ei Der Vereinsleit Sprechchor die Schluß seiner Führer und 9 Deutschland= u wurden, von de und Turnerinne dergleichen aufg Beisall, bedacht der DT. fand Radfahrer Der Verein Lauf zur Verei abhalten. Der Polizei B Am Sams Buer und wa Kämpfe: Flach seines Gegger Punkten. Dedeck knapg. E Kraska(Buer) Treffen kam linghausen) un entschieden wa Revanchekamp nach Punkten (Buer). Im Gegner zur E treten werden gewichtler Koh durch.o, in hatte die Anst wunden und u durch Aufgabe Kampf stander (PSV.)(125 pichtsunterschi Punktsieger G einmal, von zu machen. Bretter. Knau jederzeit im Schwergewicht Runden zu ko Mittwo Bei sel gab es ar bahn inte obgleich hart ums das Wilh eine sicher auf die P " 1. R Serro * venn bale 22 Seite 9 Nr. 108„ Bochumer Anzeiger 7 Donnerstag, 9. Mai 1933 Aus aller Welt nien sowie Belgien und Oesterreich fortgesetzt. Das Haupttreffen zwischen den beiden Spitzenreitern gewann der Tabellenführer England gegen die Spanier klar mit:0(:). Nach einem Ruhetag am Donnerstag finden am Freitag die beiden Vorentscheidungen statt, die also Deutschland mit Spanien und England mit Holland im Kampfe sehen. Am Samstag steigt dann die Entscheidung zwischen Deutschland und England, während Holland und Spanien einen Kampf um den dritten bzw. vierten Platz austragen. England— Spanien:0. Das Spiel fand bei ausgezeichnetem Besuch auf dem Patz von Union St. Gilloise statt. Die Engländer waren durchweg überlegen, zeigten glänzende Technik und ein famoses Zusammenspiel. Spanien wirkte dagegen primitiv. versuchte dies jedoch durch großen Eifer zu verdecken. Die Torschützen waren Gregory, Whitlock(2) und nochmals Gregory. Belgien— Oesterreich:1. Im zweiten Spiel trafen sich Belgien und Oesterreich. Das Treffen, das mit einem Siege der Belgier von:1(:1) endete, war wenig interessant. Die Belgier zeigten sich jedoch besser als im letzten Spiel. Sie wurden diesmal nicht so sehr vom Pech verfolgt. Die Torschützen waren der Rechtsaußen(2) und der Mittelstürmer. Ausscheidungstechten der Oberstufe in Haspe. Am Sonntag brachte der Industriebezirk in Haspe die Wettkämpfe der Oberstufe im Florett, Degen und Säbel zum Austrag. Mit 58 Meldungen waren die Kämpfe überaus gut besetzt, so daß neun Stunden erforderlich waren, um auf drei Bahnen die Gefechte abzuwickeln. Besonders im Florett und Säbel wurde hart um den Sieg gekämpft, galt es doch, die Berechtigung zur Teilnahme an den Westfälischen Meisterschaften der Sonderklasse am 18. und 19. Mai in Dortmund zu erhalten, wofür die acht Besten in allen drei Waffen in Frage kommen. Im Florett wurde nach Stichkampf mit dem Hagener P. Weide der Eickeler Karl Hartwig 1. Sieger, während im Säbel sich ebenfalls nach Stichkampf mit dem Hagener Weide der Dortmunder H. Hauptmann den 1. Sieg holte. Vom TV. 48 Bochum sicherte sich Fritz Heiber mit sieben Siegen den 3. Platz im Degen, während Alfred Glowienka mit sechs Degen= und funf Florettsiegen zweimal den 4. Rang einnahm. Linden=Dahlhauser Kann=Club in Wuppertal erfolgreich Auf dem landschaftlich herrlich gelegenen Stauweiher in Wuppertal=Beyenburg fand am Sonntag die 6. Wuppertaler Stadtregatta statt. Das interessanteste und auch mit größter Spannung erwartete Rennen war zweifellos der Zehner=Kanadier, offen für alle. Hier gab es zwischen dem Linden=Dahlhauser Kanu=Cluv und dem Gelsenkirchener Kanu=Club vom Start weg einen Bord=an=Bord=Kampf, den der Linden=Dahlhauser Kanu=Club erst im Ziel mit einer zehntel Sekunde Vorsprung für sich entscheiden konnte. Damit hatte der LDKC. von zehn belegten Rennen sieben siegreich beendet. Ein Ergebnis, das sich sehen lassen kann. An die zweite Stelle kam der Deutsche Sportclub Düsseldorf mit vier Siegen. Turn= und Spielverein Hordel. Im Rahmen eines Festes der turnerischen Arbeit veranstaltete am vergangenen Sonntag die DT. im festlich geschmückten Hordeler Saalbau eine Werbeveranstaltung, die sich eines guten Besuches erfreuen konnte. Nach einleitenden Musikstücken hielten Turner und Turnerinnen ihren Einmarsch, dem ein Vorspruch des Turners Loens folgte. Der Vereinsleiter Lehrer Kusenberg hieß nach einem Sprechchor die Erschienenen willkommen und brachte zum Schluß seiner Ansprache ein dreifaches Sieg=Heil auf den Führer und Reichskanzler Adolf Hitler aus, dem das Deutschland= und das Horst=Wessel=Lied folgten. Danach wurden, von den Kleinen angefangen bis zu den Turnern und Turnerinnen, Körperübungen, Geräteturnen, Spiele und dergleichen aufgeführt, die von allen Anwesenden mit reichem Beifall bedacht wurden. Das schön verlaufene Frühjahrsfest der DT. fand in einem Tanz seinen Abschluß. Radfahrerverein„Radsportfreunde 1931“ Hordel. Der Verein konnte am vergangenen Sonntag seinen ersten Lauf zur Vereinsmeisterschaft 1935, der nach Dorsten führte, abhalten. Der erste Sieger war Dankowski. Polizei Bochum liegté in Buer 11:7 Am Samstag weilte die Boxstaffel des PSV. in Buer und war wieder einmal mehr erfolgreich. Die Kämpfe: Flachmeyer kam im Fliegen durch Uebergewicht seines Gegners Gloddeck schon auf der Waage zu den Punkten. Den Kampf im Mischgewicht gewann Gloddeck knapp. Schottek(Polizei) schlug im Jugendwelter Kraska(Buer) nach Punkten. Zu einem mitreißendem Treffen kam es im Bantam zwischen Draber(Recklinghausen) und Gaenserig(PsV.). Das Urteil unentschieden war für Draber sehr schmeichelhaft. Den Revanchekampf im Leicht gewann Korte(PsV.) klar nach Punkten trotz tapferer Gegenwehr von Küppers (Buer). Im Feder hatte Buer für Gausmann keinen Gegner zur Stelle, so daß die Punkte kampflos abgetreten werden mußten. Als Ersatz sprang der Leichtgewichtler Kohleppel(Herten) ein, gegen den Gausmann durch.o. in der 2. Runde unterlag. Graupe(PSV.) hatte die Anstrengungen des Vortages noch nicht überwunden und unterlag überraschend gegen Scezny(Buer) durch Aufgabe in der 1. Runde. In einem=RundenKampf standen sich Gloddeck I(146 Pfund) und Kaisler (PSV.)(125 Pfund) gegenüber. Trotz des hohen Gewichtsunterschiedes war das Ende knapp. Glücklicher Punktsieger Gloddeck. Wessoly(Buer) gelang es wieder einmal, von seinem gefährlichen Leberhaken Gebrauch zu machen. Gerz(PSV.) ging für die Zeit auf die Bretter. Knauf(Herne 22) war gegen Achenbach(Buer jederzeit im Vorteil. Der wenig Herz zeigende Schwergewichtler Buers hatte große Mühe, über die Runden zu kommen. Mittwoch-Rennen in Düffeldorf ba Bei sehr gutem Besuch, aber reichlich kühlem Wetter jab es auch am Mittwoch auf der Grafenberger Walddahn interessanten Sport. Die meisten Rennen waren, obgleich die Besetzung mitunter zu wunschen übrig ließ, hart umstritten. Die wertvollste Prüfung des Tages. das Wilhelm=Pfeiffer=Rennen über 1400 Meter, wurde eine sichere Beute von Perlfischer, der Chianti und Agnat auf die Plätze verwies. Die Ergebnisse: " 1. Rennen: 1. K. Haakes Blumengöttin(Mühlfahrt), 2. Monarchist(Markus), 3. Sunion(Paessens). Toto: Sieg 34, Platz 16, 22, 22. Ferner: Danklied, Leid, Helmzier, Flotian Geyer, Rosenrot. 2. Rennen: 1. C. A. Schaumanns Prior(Stangl), 2. Se##lzg(Okt), 3. Stilet(L. Broda). Toto: Sieg 26, Platz an.20; 14. Ferner: Gnade, Menne, Jungritter, Florette, 3. Rennen: 1. H. Zimmermanns Graf Moltke(Höllein), 2. Hansheim(Westhoff), 3. Salonlöwe(Varga), 4. Georgina. Toto: Sieg 40. Platz 13. 34, 15, 18. Ferner: Flaute, Rote Tante. Mississippt, Feuerland, Seemeile, Gratsola, Kurzer 4. Rennen: 1. Maior Bührers Seni(Rößler), 2. Schwarz= waldreise(Oblt. v. Botb), 3. Meerjunge(Maeßig). Toto: Sieg 20, Platz 13, 13. Ferner: Traumulus, Lasso. (Besipaten..: 1: J. Kunsts Perlfischer(Buge), 2. Chiantt 10nz 3. Agnat(M. Schmidt). Toto: Sieg 24, Platz 43, 17. Ferner: Letzter Sioux, Gemse. „ 6. Rennen: 1. G u. W. Eichholz' Fix(O. Wenzel) 2. Seum(Barga), 3. Greystoke(H. Schmidt). Toto: Sieg 42. 15, 30, 19. Ferner: Butterfly, Ibykus, Vockerode, Musterknabe, Schloßfrau. " 7. Rennen: 1. Frau H. Marquardts Sandmann(Barga), z. Fersteiger(M. Bauer), 3. Egon(Buge). Toto: Sieg 14, 28. Ferner: Helmwiege, Hillebille. Doppelwette: Perlfischer— Fix 70:10. Voraussagen für Donnerstag Paris, 9. Mai. I. Rennen: Sweet Mißz— Ditna. 2. Rennen: Ottawa— Boy. 3. Rennen: Bouillon— Le Négus. 4. Rennen: Finlandaise— Ushuala. 5. Rennen: Amonttlado— Samée. *. Rennen: Pampeiro— Le Cpclone II. 7. Rennen: Timdale— Bel ei Bon. SAtttc Antd=Toitt PWWVeP. AtUrtross Aktien auf die Goldminen des alten Pharaos zu verkaufen Das Ende im Suez, 8. Mai. Die ägyptischen Behörden zwischen Kairo und Suez interessieren sich lebhaft für den rätselhaften Tod einer gewissen Mercedes., die in Kairo als „Dame mit dem grünen Monokel“ eine seltsame Rolle spielte. Elegante Dame— rote Haare— grünes Monokel. Sie kam auch immer zur rechten Zeit in das große ägyptische Nationalmuseum,— immer, wenn dann irgendein reicher Amerikaner, Engländer, Franzose oder Schwede einsam in stiller Bewunderung vor einer Königsmumie oder einem Goldgerät stand, das man dem ägyptischen Wüstensand entriß.— Mercedes I. sah sehr gut aus— eine elegante Frau, bei der freilich die leuchtend roten Haare einen mißtrauischen Mann etwas zur Vorsicht hätten mahnen müssen. Eher konnte man sich schon über das grüne Monokel hinwegsetzen, daß sie in ihrem linken Auge trug,— vielleicht irgendeine Laune, irgendeine neue Modemarotte, in Paris oder an der Riviera erdacht. Die Bekanntschaft war schnell angeknüpft, sie sprach über die Königsgräber, kam dann auf das Gold— auf das Gold des alten Aegyptens, um zum Schluß geringschätzig den Kopf zu schütteln:„Was ist das schon alles hier gegen das Gold, das hoch oben in den Bergen am Nil liegt und demnächst— aber ganz vertraulich!— geborgen wird!“ Pharaos Goldminen... Wer würde wohl in diesen Zeiten nicht aufhorchen, wenn er von Gold hört? So fand Mercedes immer geneigte Ohren und empfängliche Gemüter für ihre auch wirklich sehr interessante Geschichte—: Sie erzählte von ihrem Freund, dem bekannten Grafen Prorok, der zur Zeit in Arabien nach den Schätzen der Königin von Saba fahnde. Und dieser Graf— ihr Freund— habe tatsächlich im vergangenen Jahr die unermeßlichen alten Goldminen der Pharaonen tief in Afrika wieder entdeckt, in jenen Breiten, wo man auch heute noch wie vor Jahrtausenden, mit Negersklaven die Minen in mühsamer Arbeit ausbeutet. Aber das würde jetzt anders werden: die Konzessionen seien über die abessinische Regierung bereits hereingeholt, die ersten Maschinen seien schon unterwegs— und nun...! „Sehen Sie, das ist ein Geschäft!“ Wer der Dame mit dem grünen Monokel bis hierhin gelauscht hatte— nur Millionäre würdigte sie ihres Vertrauens—, der war verloren—: sie hatte ihm sozusagen den Goldrausch in die Seele gesät, hatte mit leuchtenden Farben die Riesengewinne lockend vor seine Augen gezaubert. Dann schloß sich nur noch eine kleine Wüstenfahrt an, zu einem gerissenen und von der Dame mit dem grünen Monokel selbstverständlich schon längst bestochenen Scheich— und alles war in bester Ordnung. Der Haschisch, den man höchst romantisch im einsamen Beduinenzelt rauchte, läßt das Hirn sowieso nicht Kairo=Expreß schnell wieder frei. Und wenn man dann aus Taumel und Goldrausch erwachte, hatte man einen halben Koffer voll Aktien— schöne, große Aktien auf Luxusdruck — lautend auf die Goldminen des alten Pharao. Das Konto und die Reiseschecks hatten entsprechend abgenommen. großer— Reinfall. Die meisten Opfer hielten wie üblich den Mund, aber ein Dutzend wandte sich nach und nach vertrauensvoll an die Behörden. Russell Pascha, der Polizeichef von Kairo, zur Zeit einer der berühmtesten und fähigsten Kriminalisten der Welt, interessierte sich jetzt persönlich für die Dame mit dem grünen Monokel. Als ein paar Tage später aus Europa ein bekannter englischer Kriminalist zu Besuch kam, stellte er mit dessen Hilfe der schönen Mercedes eine Falle: Dieser Kriminalist wurde bald mit Mercedes bekannt, mimte den Milliardär, erklärte sich bereit, sämtliche Schürfrechte zu kaufen— selbstverständlich gegen bar— jonglierte mit riesigen Schecks und wiegte Mercedes mitsamt ihren Aktien in Sicherheit. Geblendet durch die Riesenziffern, wurde sie plötzlich vertrauensvoll wie ein Kind. Schließlich stand sie offenbar vor ihrem größten Coup— jenem Coup, mit dessen Hilfe sie sich nach ihrem schweren Beruf endgültig zur Ruhe setzen wollte. Ein Scheck über 600 000 Dollar. Und richtig: eines Abends hatte sie nach dem Soupre einen Scheck über 600000 Dollar in der Tasche. Aber sie dürfe ihn erst in Suez einlösen, hatte ihr der amerikanische Milliardär gesagt. In Wirklichkeit ging es Russell Pascha darum, die Komplizen der gefährlichen Hochstaplerin in Suez gleichfalls zu fassen. Bereits am anderen Morgen bestieg Mercedes den Expreß nach Suez. Sie hatte ihre Wohnung aufgegeben und alles, was von irgendwelchem Wert war, eingepackt. Die Polizei hatte richtig vermutet: Mercedes hatte nicht die Absicht, nach Kairo heimzukehren. Das Ende einer Abenteuerin. Im Expreß wunderte sich Mercedes nur wie viele Herren sich in der Nähe ihres Abteils aufhielten— Herren, die ihr irgendwie aus Kairo bekannt vorkamen. Bis ihr plötzlich klar wurde, worum es ging, als ihr im Vorübergehen ein Unbekannter einen Zettel zusteckte, auf dem die Worte standen:„Sie sind von fünf Kriminalbeamten umgeben!" Mercedes wußte, daß sie verspielt hatte, daß sie am Ende ihres abenteuerlichen Lebens stand, das einst in London=Whitechapel begann, wo man ihr auch das linke Auge zerschlug, weswegen sie seit damals das grüne Monokel trug. Auf halber Strecke vor Suez fand der Kontrolleur eine Wagentür offen, neben ihr zertretene Scherben grünen Glases— der nächste Expreß brachte nach Suez die Leiche einer Frau mit, in ihrer Tasche trug sie einen Scheck über 600000 Dollar.— Aber er war falsch... Un die Phnadeiphill=mnnenen Das Nachlaßgericht für Frau Garretts Verwandte Newyork, 8. Mai. In dem großen Erbschaftsprozeß Schäfer=Garrett, von dem wir erst gestern wieder berichteten, fällte das Nachlaßgericht in Philadelphia durch den Richter Stearne ein Zwischenurteil, wonach die angeblichen Ansprüche der amerikanischen Verwandten Walter Garretts abgewiesen werden. In der Urteilsbegründung wird ausgeführt, daß aus Walter Garretts Testament, wie aus den Briefen an seine Ehefrau Henriette Garrett und an andere hervorgehe, daß er das Millionenvermögen seiner Frau zu freier Disposition hinterlassen, nicht aber, wie die abgewiesenen Kläger behaupteten, ihr nur den Nießbrauch eingeräumt habe. Diese Gerichtsentscheidung hat zur Folge, daß das Gericht nunmehr lediglich diejenigen Erbansprüche untersuchen wird, die auf vermeintlicher Blutsverwandtschaft mit Henriette Schäfer=Garrett basieren. * Damit rücken vor aller Augen die vielen deutschen Bewerber in den Vordergrund, weil ja die Eltern der Henriette Garrett von Deutschland aus nach Amerika eingewandert sind und die in USA sitzenden Anverwandten anscheinend nicht so nahe mit der Erblasserin verwandt waren, wie es einige deutsche Bewerber zu sein scheinen. Es gibt in Deutschland drei größere Erbengruppen, die ihren Unterlagen nach ernst genommen werden müssen: in Oberschwaben, in Westfalen und in HessenKassel. Da aber nach amerikanischem Gesetz die Verteilung der Erbsumme nur nach Verwandtschaftsgraden vorgenommen wird, so kommt es auch darauf an, wer der Erblasserin in seinem Verwandtschaftsverhältnis am nächsten kommt. Großbetrüger und Sitlichkeitsverbrecher Anklageerhebung gegen ein Gauner=Konsortium. Bach Wöschf:... Berlin, 8. Mai. Nach Avschluß umfangreicher Ermittlungen konnte von der Staatsanwaltschaft Berlin jetzt Anklage wegen einer großen Zahl raffiniert durchgeführter Unfallbetrügereien erhoben werden. Das bevorstehende Strafverfahren gegen die 14 Angeklagten verspricht, aufsehenerregende Enthüllungen zu bringen über die Arbeitsweise dieses unter Führung des 43jährigen Helmut Buß stehenden Betrügerkonfortiums, das Versicherungsgesellschaften und sonstige Haftpflichtige in der Zeit von 1931 bis 1933 in nicht weniger als 19 Fällen um Beträge von rund 20 000 Reichsmark geschädigt haben soll. Mitangeklagt sind zwei Aerzte, die unter dem Einfluß von Buß falsche Atteste zur Unterstützung der Schadenersatzansprüche ausstellen mußten. Fast alle Angeklagten wurden der Reihe nach von den vorgetäuschten Unfällen betroffen, bei denen jeweils drei bis vier Mitglieder der Kolonne in verteilten Rollen mitwirkten. Buß ist der Schwager des berüchtigten früheren Polizeivizepräsidenten Weiß. Er brachte in einem ausschweifenden Leben das große väterliche Erbe durch und leistete bereits im Jahre 1928 den Offenbarungseid. Ende März 1932 gründete er dann die„Internationale Schutzstelle für Unfallgeschädigte, Bezirksdirektion Buß". In groß aufgemachten Zeitungsanzeigen warb er für dieses Unternehmen, das den Unfallgeschädigten Beratung und Hilfe in allen Schadenssachen versprach. Ein Teil der Sachen wurde formell einem mitangeklagten Rechtsanwalt übertragen; die Bearbeitung erfolgte jedoch in allen Fällen persönlich durch Buß, der sich in ständiger Begleitung des 21mal vorbestraften Berufsringers Ellisen befand. Buß hat sich nach der Anklage außerdem eines Sittlichkeitsverbrechens an einem vierzehnjährigen Mädchen sowie in Gemeinschaft mit seiner jetzt von ihm geschiedenen dritten Ehefrau, der mitangeklagten Elisabeth Buß, der vollendeten und versuchten räuberischen Erpressung an einem wohlhabenden Chefarzt schuldig gemacht, mit dem Frau Buß ein Verhältnis unterhalten hatte. Das saubere Paar soll mit den gemeinsten Mitteln von diesem Arzt 2000 Mark erpreßt haben nachdem vorher 30 000 Mark„Schweigegelder“ gefordert waren. Auch wird Buß zusammen mit seinem Leibwächter Ellisen und einem anderen Mitangeklagten die Abgabe einer falschen eidesstattlichen Versicherung zur Last gelegt. Anwetter über Bahia hat aufgeholt Rio de Janeiro, 8. Mai. Nachdem das fast eine Woche andauernde schwere Unwetter über Bahia jetzt aufgehört hat, lassen sich auch die Opfer an Menschenleben und Materialschaden in vollem Umfange erkennen. Erfreulicherweise können die früheren Meldungen, in denen von über 100 Todesopfern gesprochen wurde, als übertribeen gelten. Die amtlichen Mitteilungen geben jetzt folgende Ziffern an: 15 Tote, 100 Verletzte und 1000 Obdachlose. Die Regierung hat eine Million Milreis(116 920 RM.) als Hilfskredit bereitgestellt, da der Sachschaden außerordentlich hoch sein soll. Die Rache der Braut Seltsame Aufklärung des Reichenhaller Giftmordes. München, 8. Mai. Der geheimnisvolle Giftmord in Bad Reichenhall hat jetzt seine völlige Aufklärung gefunden. Wie gemeldet, war dort die 13 Jahre alte Bauerntochter Therese Enzinger nach dem Genuß von Cremeschnitten gestorben. Die Sektion der Leiche hatte das Vorhandensein eines starken Giftes erwiesen. Die polizeilichen Nachforschungen ergaben nun, daß nicht, wie ursprünglich gemeldet, das Mädchen selbst ein Paket mit Cremeschnitten gefunden hatte, sondern der 20 Jahre alte Bruder, als er sich in Begleitung seiner Braut, Franziska Schober, befand. Diese hatte das Paket gegen ein Trinkgeld von einer Dritten an der betreffenden Stelle niederlegen lassen, nachdem sie die Cremeschnitten vorher vergiftet hatte. Als die beiden das Paket fanden, veranlaßte die Schober ihren ahnungslosne Bräutigam, das Paket mit nach Hause zu nehmen und sich den Inhalt gut schmecken zu lassen. Der junge Mann schenkte die Süßigkeiten aber seiner jüngsten Schwester, die dann nach zehnstündigen Schmerzen qualvoll starb. Die Schober wollte sich wegen irgendeiner Angelegenheit an ihrem Bräutigam rächen. Nach ihrer Verhaftung legte sie ein volles Geständnis ab. Der 63jährige Vater des verstorbenen Mädchens, der auch von den Süßigkeiten gekostet hatte, liegt noch schwer danieder, befindet sich aber außer Lebensgefahr. Seine zweite Tochter ist wieder völlig hergestellt. Mord in St. pauli Eine Tänzerin von ihrem Bräutigam erwürgt. Hamburg, 8. Mai. Eine 26jährige Tänzerin wurde am Dienstag nachmittag in ihrer Wohnung in St. Pauli ermordet aufgefunden. Die polizeilichen Ermittlungen ergaben, daß der Tod durch Erwürgen eingetreten ist. In dem Zimmer der Toten wurde ein Schreiben aufgefunden, in dem sich der frühere Bräutigam der Toten, der 32jährige Johannes Pister, der Tat bezichtigt. Pister konnte verhaftet werden. Er hatte nach der Tat die Flucht ergriffen. Der ehemalige Verlobte der Tänzerin bewohnte das Nebenzimmer. Vor Begehung der Tat soll es zwischen Pister und der Tänzerin, die die Verlobung gelöst hatte, zu einem Auftritt gekommen sein. Wie die Polizeibehörde noch mitteilt, hatte der Täter in Altona übernachtet, wo er im Laufe der Nacht einen Selbstmordversuch unternahm. Am Mittwoch morgen wurde Pister auf Veranlassung der Polizei einem Krankenhaus zugeführt, wo er jedoch vernehmungsunfähig daniederliegt. Fischerunglück auf der Ostsee Leba(Kreis Lauenburg, Ostsee), 8. Mai. Ein furchtbares Fischerunglück, das drei Menschenleben forderte, ereignete sich am Dienstag abend. Nachdem die See längere Zeit vollkommen ruhig war, trat spätabends plötzlich auf Nordostwind hin schwere See ein. Die etwa 40 Kilometer östlich von Leba auf Lachsfang befindlichen Fischer kehrten sofort um, um den Heimathafen Leba aufzusuchen. Der Kutter Nr. 50 mit drei Fischern an Bord kenterte in der Hafeneinfahrt und verschwand mit der Besatzung in den Fluten. Alle drei Fischer sind verheiratet; sie hinterlassen zum Teil kleine Kinder. Auch die später heimkehrenden Fischer hatten große Schwierigkeiten zu bestehen, um in die schlechte Hafeneinfahrt hineinzukommen. piccard bereitet neuen Stratosphärenflug vor Berlin, 8 Mai. Der bekannte Stratosphfrenflieger Professor Piecard ist, wie aus Warschau gemeldet wird, dort eingetroffen, um Vorbereitungen für einen neuen Stratosphärenflug zu treffen. Der Gelehrte wird vom Staatspräsidenten empfangen werden. Der neue Aufstieg in die Stratosphäre soll im Herbst vor sich gehen. Er wird dreißig Kilometer von Warschau entfernt vorgenommen werden. Piccard will hierbei eine Höhe von dreißigtausend Meter erreichen. Selbstmord einer Familie im brennenden Brunnenschacht Simla, 8. Mai. Unweit von Erode(Madras) wurde eine fünfköpfige Familie durch Hunger zum Selbstmord getrieben. Die Familienmitglieder füllten einen Brunnen, den sie auf ihrem Land gegraben hatten und der sich als wasserlos erwies, mit Reisig und gossen Petroleum nach. Dann nahm die Familie die heiligen Waschungen vor, zog Festgewänder an und setzte das Reisig in Brand. Darauf sprang zunächst der Vater in den Schacht. Die Frau, die Tochter und die beiden Söhne folgten. Einer der Söhne konnte durch Nachbarn gerettet werden, alle anderen verbrannten. Neues Erdbeben auf Formosa Bisher 19 Tote Tokio, 8. Mai. Auf der Insel Formosa hat, wie die Agentur Schimbun=Rengo meldet, ein neues Erdbeben stattgefunden. Viele Häuser wurden dem Erdboden gleichgemacht. Bisher konnten 19 Tote geborgen werden. Todesurteil gegen einen Mörder. Das Breslauer Schwurgericht verurteilte den vierundzwanzigjährigen Berthold Polotzek wegen Mordes an dem Bergassessor a. D. Fritsch zum Tode und zum dauernden Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte und den 22 Jahre alten Helmut Kirchhoff wegen Beihilfe zum Mord zu sechs Jahren Zuchthaus und vier Jahren Ehrenrechtsverlust. Ein historisches Schloß in Belgien niedergebrannt Das Schloß des Prinzen von Chimay, einer der schönsten und ältesten Herrensitze des Hennegaues, ist durch eine Feuersbrunst vollständig zerstört worden. Von den kostbaren Kunstschätzen, die das Schloß beherbergte, konnte so gut wie nichts gerettet werden. Absturz eines Förderkorbes— Sechs Bergleute getötet Wie aus Wilkesbarre in Pennsylvanien gemeldet wird, stürzte in einem dortigen Kohlenbergwerk ein Förderkorb plötzlich aus 170 Meter Höhe ab. Sechs Bergleute wurden getötet, mehrere weitere verletzt. Seite 10 Nr. 108 7 Bochumer Anzeiger# Donnerstag, 9. Mai 1933 Nachrichten aus Groß=Bochum Bochamer Siadnene Stadtteil Grumme=Böde Silberne Hochzeit. In der gestrigen Nummer brachten wir eine uns von dritter Seite zugestellte Notiz über eine silberne Hochzeit der Eheleute Wirt Neumann. Leider ist der Einsender einem Irrtum zum Opfer gefallen, denn die Jubelfeier ist erst in drei Jahren. Stadtteil Hiltrop Ein Opfer seines Berufes. Schwer zu Schaden kam auf seiner auswärtigen Arbeitsstelle der 19jährige Ernst ns der Hiltroper Straße. Mit einem schweren 2. aus der Hiltrover Straße. Mit einem schweren Beckenbruch, Beinbruch und inneren Verletzungen wurde er geborgen und nach Erhalt von Notverbanden ins Krankenhaus geschafft. Erbienelung der Siraße zum Haupisrierhe, in Altenbocham Stadtteil Gertbe Arbeitsunfall. Schwer auf seiner Arbeitsstelle zu Schaden kam der betagte Adolf., Adolf=Höh-Straße Außer einem Mittelfußbruch trug er schwere Quetschungen davon, die seine Ueberführung ins Krankenhaus notwendig machten. Stadtteil Harpen v Aoyen.#. hgug Harpen, Ahst In hohem Alter. Die Ehefrau des Invalid Arenth, Christine geb. Platryaus, Harpen, Mai schützenstraße 67, kann heute ihren 70. Geburtstag in beneidenswerter geistiger und körperlicher Gesundheit begehen. Sie wurde am 9. Mai 1865 zu Iserlohn, Auf dem Griesenbrank, geboren. Aus der Ehe stammen 13 Kinder, von denen noch acht leben. NS.=Frauenschaft Kornharpen. Heute abend 8 Uhr findet bei Wahl die fällige Versammlung statt. Wann bekommt Harpen ein Frei= und Planschbad? Man schreibt uns: Wenn die Harpener Bürger ihre Kinder in der kommenden heißen Jahreszeit ein Freibad zukommen lassen wollen, so sind sie gezwungen, sich mit ihnen nach den städtischen Freibädern in BochumGrumme, Werne, Hiltrop, Langendreer, Linden=Tahlhausen oder Stiepel zu begeben. In Harpen gibt es nur zwei Wannenbäder und einige Brausebäder in dem städtischen Verwaltungsgebäude. Es wäre sehr erwünscht, wenn für die Kinder ein einfaches Planschbad angelegt würde. Frisches Quellwasser ist sowohl beim Volkspark als im sogenannten„Kop“, im Or Kornharpen vorhanden. eg K Er W Ortsteil Stadtteil Wiemelhausen Motorradfahrer schwer gestürzt. In der Kurve der Wiemelhauser Straße stürzte Montag gegen 21 Uhr der kaufmännische Angestellte Schmidt von der Markstraße mit seinem Motorrad; er zog sich Verletzungen am Kopfe, an den Händen und an der Brust zu. Seine mitfahrende Braut erlitt nur Schrammwunden. Der Verletzte mußte einen Arzt aufsuchen. Durch Stichflamme verbrannt. Der 51jährige Heizer Paul., Brenscheder Straße 20, war mit der Kesselheizung beschäftigt und versuchte die Rostanlage der Feuerung von Schlacken zu befreien, als ihn plötzlich hochaufschießende Stichflammen trafen, so daß er schwere Verbrennungen davontrug, die seine Ueberführung ins Bergmannsheil notwendig machten. phot.: Stückemann Die Altenbochumer und Liebfrauenstraße, die beide zum neuen Zentralfriedhof führen, werden aus verkehrstechnischen Gründen—6 Meter erbreitert Geschichtstafel 1688 9. Mai starb Friedrich Wilhelm, der Große Kurfürst, in Pot#(gro. 1020). Fri dam(geb. 1620) 1805 starb Friedrich von Schiller in Weimar(geb. 1759), 1907 wurde Reichsjugendführer Baldur von Schirach in Weimar geboren. 1915 Beginn der Lorettoschlacht in Nordfrankreich. Personalnachrichten Vor einigen Wochen berichtete der„B..“ in Wort und Bild von dem Abbruch der über hundert Jahre alten Püttmannschen Scheune im Staoteil Altenbochum, die inzwischen dem Erdboden gleich gemacht worden ist. Durch den Abbruch dieser Scheune ist es nun n geworden, die Altenbochumer Straße, die zum neuen Zentralfriedhof führt, zwischen den Höfen und Friemann um 5 bzw. 6 Meter zu erbreitern. Die Arbeiten zur Erbreiterung dieser Straße sind in diesen Arbeiten zur Erbreiterung dieser Straße sind in diesen Tagen in Angriff genommen worden. Unser Bild zeigr deutlich die Erbreiterung der Straße, die nunmehr für alle Fahrzeughalter eine freie Uebersicht gewährt. Eine andere Straße ist die Liebfrauenstraße, die ebenfalls bei den Höfen, Püttmann und straße, die ebenfalls bei den Höfen Püttmann un Friemann abzweigt und in die Altenbochumer Straße mündet. Hier bildet noch ein alter Backs ein Verkehrshindernis. Die Stadtverwaltung hat sich nunmehr entschlossen, auch dieses alte Gebäude niederzureißen. Datüchtigung geistig schwacher Kinder gewidmet und dieses schwere Amt mit viel Liebe und Sorgfalt versehen. Seit einiger Zeit lebte er im wohlverdienten Ruhestand. NS.=Frauenschaft. Zu einer schönen Feierstunde gestaltete sich die gemeinsame Verpflichtung für sämtliche Gruppen der Frauenschaften des Stadtteils Langendreer, die im Grollmannschen Saale stattfand. Nach einleitendem Musikvortrag sprach Ortsgruppen=Oberleiterin Frau Dr. v. Döhren ein herzliches Grußwort. Die Verpflichtung nahm Gauschulungsleiterin Frau Becker mit einer Ansprache vor, in der sie ein Idealbild der deutschen Frau und Mutter zeichnete. Ein Gedichtvortrag und ein gemeinsam gesungenes Lied beschlossen die eindrucksvolle Stunde. Am Freitag, 10. Mai, begehen die Eheleute Heinrich Schäfer und Frau, Anna geb. Nickel, Löwestrate 5, ihr 45jähriges Ehejubiläum. Sie stehen beide im 69 Lebensjahre. Heinrich Schäfer, geboren am 5. Juli 1866 zu Gottsbüren bei Kassel, kam mit 15 Jahren nach Bochum und trat beim Bochumer Verein ein. Hier hat er 46 Jahre dem Werke gedient, zuletzt als Verwieger im Weichenbaubetrieb. Im Jahre 1927 wurde er pensioniert. Seine Gattin ist ein Bochumer Kind und wurde am 23. Oktober 1866 in der Kolonie Stahlhausen geboren. Von den sieben Kindern dieser Ehe, sechs Söhne und eine Tochter, haben vier Söhne am Weltkriege teilgenommen. Mittwoch nachmittag um 3 Uhr fand in der Meinolphuskirche die Trauung des Sturmbannführers und SA.= Standartenarztes Dr. med. Adolf Kreuz mit Fräulein Hety Mersch, Tochter des Kaufmanns Hermann Mersch von der Jakobstraße, statt. Zu Ehren des Brautpaares bildete eine Formation der SA. auf dem Treppenaufgange zum Gotteshause Spalier. Die kirchlichen Einsegnungsfeierlichkeiten wurden von Vikar Lohoff vorgenommen. Zu den Trauzeugen gehörten Standartenführer Witz, Dr. Geisler(Wattenscheid) und der Gaudienststellenleiter der NS.=Gemeinschaft„Kraft durch Freude", Dr. Marquardt. Die Feier wurde verschönt durch Liederdarbietungen von Frl. Milte. Reichsbahnoberinspektor Valentin Elsässer in Mengede, früher lange Jahre in Bochum(Hauptbahnhof, Riemke und Präsident) als Dienststellenvorsteher tätig gewesen, ist jetzt in den wohlverdienten Ruhestand versetzt. Stadtteil Werne durch wird erreicht, daß die Liebfrauenstraße ebenfalls um 5 bis 6 Meter breiter wird. In einigen Wochen sollen hier die Abbruchsarbeiten in Angriff genommen werden. Stadtteil Langendreer Stadtteil Stiepel meinde wurde unter großer Beteiligung der LangenReisevereinigung Süd(Südbezirk). Bei der letzten Preistour siegten: Kniep(„Siegespalme“ Stiepel), Ankunft um.38.53, mit einer Fluggeschwindigkeit von 1286,2 Meter in der Minute: Schellenberg(„Siegespalme“ Stiepel, Ankunft um.38.40; Meier(„Heimatliebe“. Stiepel), Ankunft.39.50; Nottebaum „Heimatliebe“ Stiepel): Beulmann(„Heimatliebe“ Stiepel): Pepmöller(„Siegespalme". Stiepel); Nolte(„Ungewiß" Linden): Schepmann(„Luftbote" Linden); Schellenberg(„Siegespalme“ Stiepel). dreerer Bevölkerung zur letzten Ruhe gebettet. Hilfsschullehrer Zimmermann, der Ende voriger Woche plötzlich verschied, war eine bekannte Persönlichkeit unseres Stadtteils. Jahrzehntelang hat er sich der ErStadtteil Linden=Dahlbausen Brotausgabe. Die Ortsgruppe Dahlhausen der NSV. verteilt Freitag, 10. Mai, von 10 bis 13 Uhr und von 15 bis 19 Uhr Brot an alle Unterstützungsempfänger. Die Ausgabestelle befindet sich in der Lewackerstraße. S einin Kolonnen=Unterkunftsraum. Die Freiwinige Sanitätskolonne vom„Roten Kreuz“ von Linden=Dahlhausen verlegt ihren Unterkunftsraum für Geräte vom Nehringskamp nach dem Feuerwehrdepot an der Lindener Straße. Hier wurde ein schöner großer Raum zur Unterstellung sämtlicher Geräte gefunden. Aus dem Fenster gestürzt. Der in der Munscheider Straße wohnende 66jährige Berginvalide Heinrich., der seit längerem an Asthma leidet, war von einem Wohnung im 3. Stockwerk öffnen wollen. wurde er von einem Schwindelanfall befallen, erhielt das Uebergewicht und stürzte hinaus, wobei er neben einem Beckenbruch noch schwere Kopf= und innere Verletzungen erlitt. Schnell war Sanitätshilfe zur Stelle, dann wurde K. auf ärztliche Anordnung sofort dem Krankenhaus zugeführt. Bald beginnt das Freibaden! Die Technische NotBörse der Hausfrau 24 April Pfd. 10 J Pfd. 18 J Pfd. 12 J Sick. 15—20 J Pfd. 40 J Der Mittwochmarkt auf dem Wilhelmsplatz zeigte das für die mittleren Wochentage übliche Bild. Leider war auch heute noch keine Zwiebel aufzutreiben. Sommerliches Frischgemüse erfreute sich einer verhältnismäßig starken Nachfrage. Vor allem aber wurden Samen und Setzpflanzen für den Nutz= und Ziergarten gern gekauft. Es notierten die Preise am 8. Mai Möhren............ Bsz 133 Grünkobl........... 35.18-19 Kobsalat...::::::: Stugi Endiviensalat......... z,#g.## Toniäien:.......... Wag Gurten............. Jusg i Weißkobl Pfd. 15 Butierkobi......... gsg, 133 Bananen.:.:....:.:“9s0.30-353 Revsel........... Biza- 8 3 Liernen........: Siück.10 3 Deutsche Molkereibutter... Psd..60 Deutsche Landbunter....... P# Kindsleisch......... Pfd. 65=70 Schweinefleisch......... Psd. Kalvfleisch............ Bi. 8 Schellsisch..:.:.:...:. 61d 30. 80 3 Rotbarsch........... Ple 86 Fischfilet Psd. 40—50 Barsch.............. Fiz g0 Plötze pso. 60 Zander 9s9.—* Zu Grabe getragen. Ein alter Bürger unserer GeVinzenzverein. Dienstag abend nach der Maiandacht war bei Mußweiler Versammlung des Vinzenzvereins. In Abwesenheit des Vorsitzenden Tacke gab Kowald einen Bericht über die in Bochum abgehaltene Generalversammlung. Danach erstattete Wiethoff Bericht über die in Dortmund abgehaltene Konferenz des Männer=Fursorgevereins. Ueber die Einkleidung der Kommunionkinder gab der Kassierer nähere Auskunft. Von den 95 Kindern, die mit zur ersten heiligen Kommunion gingen, wurden 57 Kinder ganz oder teilweise eingekleidet. Der Pfarrer hielt dann eine kurze Ansprache über die Karitassammlung. Es wurde eine Kommission gewählt, die die Leitung und Organisation der Sammlung in den Händen hat. Auch wurde zur fleißigen Mitarbeit der übrigen Mitglieder aufgefordert. Im goldenen Myrtenkranz 14. Diesmal in Castrop=Rauxel: Schen wiedel der trastrarfahrene? Dies Wiederum einer Frau die Handtasche entrissen Am Dienstag gegen 16.15 Uhr(!!) wurde einer Frau auf der Kreuzstraße von einem vorüberfahrenden Kraftradfahrer plötzlich die Handtasche entrissen und gestohlen. Der Täter war kurz vorher der Frau entgegengekommen und vorbeigefahren. Er hat etwa 50 Meter weiter gewendet, überholte die Betroffene, entriß ihr die Handtasche und fuhr mit seiner Beute in Richtung Bochumer Straße davon. Es handelt sich um eine hellbraune Rindlederhandtasche mit Reißverschluß, zirka 40X35 Zentimeter groß. In der Handtasche befanden sich eine goldene Damenarmbanduhr mit schwarzem Ripsband, 1 weiße gestrickte Mütze, 1 runder Taschenspiegel und eine schwarze Geldbörse mit etwa 8 Mark Inhalt. Beschreibung des Täters: Etwa 35 Jahre alt, 1,70 Meter groß, dunkelblondes Haar, frisches rundes Gesicht. Er trug braune Lederjacke, vermutlich blaue Tuchmütze, dunkelgraue Hose, schwarze Ledergamaschen und schwarze Schuhe. Das Motorrad hatte dunklen Anstrich, Kennzeichen nicht bekannt..„. Estar„Frr. K 185Personen, die über den Tater nahere Angaben machen können, wollen bei der Kriminalpolizei, Zeppelinstraße 11, bzw. bei der nächsten Polizeidienststelle vorsprechen. Sochamel=eeunstunulg!.. Frühjahrsaktion der ASG.„Kraft durch Freude“ des Gaues Westfalen=Süd. Denkt an die anderen, an die, denen das Leben nur das Notwendigste bietet, die nichts wissen vom Einkaufengehen und Theaterbesuchen, die Woche für Woche ängstlich haushalten müssen, um ihre Erwerbslosengroschen zweckmäßig zu strecken. Wie fordern zum Beispiel von der DAF., daß sie uns freudvolle Stunden biete, in denen wir Kraft finden, weiter zu arbeiten. Aber wie steht es denn nun mit denen, die noch nicht in den Arbeitsprozeß eingeführt werden konnten? Vielleicht Familienväter, deren Kinder mit kindlich frohem Lachen um diese und jene heitere Stunde in ihrer Kinderzeit bitten? Sollten die warten, bis auch ihre Väter das Glück haben, Arbeit zu finden? Durfen sie erst dann an den Freuden des Lebens teilnehmen? Nein, und nochmals nein! Pfd. 18 S Pfd. 30—45 J Pid. 12—15 J Pfd. 18—20 S Pfd. 12—15 J Bund 10 J 20—25 Pfd. 1 Pld. 30—35 J Pid. 28—50 S Stück—20 J Stück 4, 5, 6 J Stück—10 J Deshalb hat die NS.=Gemeinschaft„Kraft durch Freude" des Gaues Westfalen=Süd mit Hilfe des Reichsamtes eine große Frühjahrsaktion für die Kinder der erwerblosen Volksgenossen geplant und wird nunmehr diesen Plan in die Tat umsetzen. In wenigen Wochen fährt ein großer Tonfilmwagen durch unser Gaugebiet, um in den Abendstunden Tonfilmvorführungen zu veranstalten. Von dem Ertrage dieser Abendveranstaltungen soll an den Nachmittagen in jedem Spielort für 400 Kinder nicht nur eine kostenlose Vorführung stattfinden, nein, und:“ ist das menschlich hohe We Abend im Abonnement. Tageskarten werden bereits im Vorverkauf ausgegeben. Heute Chor= und Orchesterkonzert des Städtischen Orchesters und des Städtischen Musikvereins Bochum. Das Konzert des Städtischen Orchesters(letzte Veranstaltung des Konzertzyklus„Von J. S. Bach bis zur Gegenwart“) heute, Donnerstag, den 9. Mai, 20 Uhr im Schützenhof, bringt entsprechend der abwechslungsreichen Zusammensetzung des Programms drei Solisten: Helene Fahrni(Sopran), Anni Bernards(Alt) und Professor Rudolf Kattnigg, dem Bochumer Publikum bereits durch mehrere Werke als Komponist vorteilhaft bekannt, wird sich diesmal * Vignist dem Publikum vorstellen. Der2 Teil des ProPrivataufnahme Die Eheleute Invalide Heinrich Nickel und Frau, Friederike geb. Hoppe, Frankenstraße 5, blicken heute auf eine 50jährige glückliche Ehe zurück. Der Jubelbrautigam ist 79, seine Gattin 75 Jahre alt. erfreuen sich geistiger und körperlicher Frische. Dem allseits geachteten Jubelpaar, das dem„B..“ seit seinem Bestehen treu geblieben ist, möge ein noch langer, sonniger Lebensabend beschieden sein. Der Jubelbräutigam diente viele Jahrzehnte dem Bochumer Verein, bis er sich vor einigen Jahren wegen des vorgerückten Alters zur Ruhe setzen mußte. Eine große Kinderschar neben einer ebenfalls zahlreichen Enkerschar bringt dem Jubelpaar ihre Glück= und Segenswünsche dar. Die kirchliche Jubiläums=Traufeier findet heute nachmittag.30 Uhr in der alt=lutherischen Kirche am Hindenburgplatz statt. zum Steigen war mehrfach vorhanden. Fleißige Arbeit war aus allem Gebotenen zu erkennen, namentlich die beiden ausgedehnten Ensembleszenen zeugten von eifriger Vorbereitung. Lisa Wolff und Alfons Jacobs begleiteten, wovon der letztere in das Amt eines dezenten Begleiters noch hineinwachsen muß. Mit überaus lebhaftem Applaus lohnten die Zuhorer die erfolgreichen Proben der Lernenden. 8. Aus der ASDAp. Werke als Komponist vorteilhaft bekannt, wird sich, diesm als Planin dem Puolitum vornrurg. Der 2. Teil des Programms Ist auszgezaüt Ovorwer:.-Gtadtischen= Musikiverein Donisch ausgefüllt, das vom Städtischen Keusitperein von Max Donisch ausgefüllt, das vom Stäbrischen Rusikperein Bochum ausgeführt wird. Die Orgelpartie hat Musikdirektor Willy Mehrmann übernommen An Orchesterwerken enthält das Programm die„Kleist=Ouvertüre“ von Richard Wetz und eine symphonische Suite„Leonardo da Vinci“ von Ernst Geutebrück. Dirigent: Städtischer Kapellmeister Professor Leopold Reichwein. (Nach Bekanntmachungen der Partet.) Donnerstag, 9. Mai: RS.=Frauenschaft Grumme. 20 Uhr: Schulungsabend in der Kaiseraue. Erscheinen ist Pflicht. NS.=Frauenschaft Riemke. 20 Uhr: Zusammenrunft bei RS.=Frauenschaft Hofstede=Riemke. 20 Uhr: ZusammenDie Bu B. Samme. 20 Udr: Schulungsabend bei Heien, mann. Der stellvertretende Kreisschulungsleiter spricht. ..: Frauenschaft Gerthe. 20 Uhr: Pflichtabend bei KaltRS.=Frauenschaft Kornharpen. 20 Uhr: Zusammenkunft bei Wahl. Erscheinen, ist. Pflicht. NS.=Frauenschaft Langendreer=Dorf I. 20 Uhr: Zusammenkunft bei Lindemann. Erscheinen ist Pflicht. Frauenschaft Langendreer=Oberdorf. 20 Uhr: abend bei Heemann, Oberdorf. Griesenbruch, Gruppen I, II und VII. 20 Uhr: Schulungsabend in der evangelischen Schule an der Alleestraße Erscheinen ist Pflicht.. 9 Jur. 8e NS.=Frauenschaft Weitmar=Nord. 20 Uhr: Zusammenkunft im Gemeindehaus an der Hammer Straße. NSDAP. Kreis, Abteilung Rundfunk. 20 Uhr: Schulungsabend der Ortsgruppenfunkwarte in der Geschäftsstelle des RDR TFTV., Malteserstraße 145, Zimmer 11. Erscheinen ist Pflicht. stallfinden, nein, und das ist das menschlich Werk, 400 Kinder werden gratis Speise und Trank bekommen. Vortrag über Eigenheimfinanzierung. Auf den heute abend 8 Uhr im Restaurant„Märkischer Hof“, Kortumstraße 6— nicht wie gestern irrtümlich angegeben Kortumstraße 8— stattfindenden Vortrag wird nochmals hingewiesen. Wie wir hören, wird der Redner besonders auf die Möglichkeiten des Eigenheimbaus und seiner Finanzierung eingehen. Schülerkonzert Wolff Pid..60 Ptd..40 4 Pld. 25# Pfd. 65—70 Pfd. 80 J Pid. 70 J Pid. 80 J Pid. 39—50 Psd. 30—35 J Pfd. 30 S Pid. 30 S Pid. 25 J Psd. 30—40 P/9.—* Pid. 80 S Ps9.—* Der Wagen hat seine eigene Küche, eine eigene Glektromotorenanlage und dazu noch eine geschickt montierte Lautsprecherstation. 5 Kann es denn etwas Schoneres geben, als Kinderherzen lachend machen? Und Du sollst mithelfen. Denn durch Deinen Besuch am Abend, der Dich nicht mehr kostet als 40 Pf., sollst Du uns die Mittel geben zur großen Hilfsaktion„Kraft durch Freude“ für die Jugend. Die Auswahl der Kinder wird von den Dienststellen der NSV. getroffen. Niemand darf gleichgültig an denen vorübergehen, die in hoffenrlich naher Zeit endlich als letzte durch eigener Hände Arbeit ihren Kindern eine sonnigere Jugend geben können. Ein vorbildlich kurzes Programm, wie es Karl Wolff an seinem gestrigen Vortragsabend einem zahlreichen Publikum vorsetzte, zeigte erneut, wie wohltuend eine nicht zu umfangreiche Folge gerade in einem Schülerkonzert berührt. Lieder und Opernarien bildeten den Stoff, und zumeist waren es recht anspruchsvolle Aufgaben, die von den jungen Kräften zu bewältigen waren, wodel fteilich songastenen vlieh, daß noch nicht alle müsi###lisch den Ansprüchen gewachsen waren Die stimmlich Stadttheater Bochum. Heute ist„Der Raub der Sabine= Wiedekholung für der Dr mobei freilich festzustellen blieb daß noch nicht alle tatisch den unsbruchen gewachsen waren. Die stimmlich „Ferutsch Prgeinung ist in diesem Schülerkreise nach mie har Else Pasch die diesmal trotz einiger Ineinnen,, eine Wiedekbolung den rinnen,, eine Wiedekbolung für ven Graunen Ring angesetzt, jedoch auch für Nichtvormieter zugänglich. Morgen „Die toten Augen“ von'Albert. Der Samstag bringt in Anwesenheit des Dichters die Uraufführung der Tragödie „Die Grunerts“, die den immer neuen Kampf zwischen Natur und Technik behandelt. Die Vormiete B bekommt den erfreulichste Erscheinung ist in diesem Schülerkreise nach wie vor Else Pasch, die biesmal klog einiger Indisposition— wodurch die Höhe um einiges beengt schien— wieder durch die Schonheit ihrer leicht geführten Mittel gefiel. Bei Heinz Volkmar ist eine bemerkenswerte Entwicklung zu beobachten, die Stimme ist lockerer geworden und entfaltet bei heldischem Timbre eine gut gefestigte Höhe. Mehr lyrischen Charakters ist der Tenor von Ernst Reitz, der aber zur Höhe hin noch öfter forciert wird und die Uebergänge noch nicht beherrscht. Friedrich Groß behandelt sein Organ auffällig gepreßt und wirkt dadurch nicht nur deklamatorisch undeutlich, sondern auch tonlich spröde. Hinreichend resonanzkräftig ist das Material. Ueberraschend voluminös klingt die reichlich junge Stimme Willi Pfeiffers, die trotz unbekümmerten Singens aus üppiger Naturanlage und trotz der noch zu unbeherrschten Tonbehandlung erfreulich wirkt. Die Gehörkontrolle ist noch bei vielen zu pflegen, eine Neigung Sportamt der NSG.„Kraft durch Freude" Kursusplan für Donnerstag, 9. Mai: Iin=Jitsu für Frauen und Männer von 19.30 bis 21.30 Uhr. Uebungsraum des Bergmannsheils, Hattinger Straße. Fröhliche Gymnastik und Spiele nur für Frauen von 17.45 bis 19.45 Uhr, Uebungsraum der Gymnastikschule in der Kommunalbank, Schützenbahn, Zimmer 607. Spezialgymnastik nur für Frauen von 17.30 bis 18.30 Uhr, Uebungsraum der Gymnastikschule in der Hauptpost. Fröhliche Gymnastik und Spiele nur für Frauen von 20 bis 22 Uhr, Uebungsraum der Gymnastikschule, Rottstr. 29. Allgemeine Körperschule für Frauen und Männer(Vormittagskurse) von 9 bis 11 Uhr, TuS.=Stadion, Castroper Schwimmen(neu, für Anfänger) nur für Frauen von 20 bis 21.15 Uhr, Städtische Badeanstalt. Schwimmen(neu, für Anfänger) nur für Frauen von 21.15 bis 22.30 Uhr, Städtische Badeanstalt. Sportärztliche und Sportberatungsstelle kostenlos für jeden Volksgenossen. Sprechzeit: heute von 19 bis 20 udr... An. Samt Das Sportamt gibt bekannt, daß heute Donnerstag um 20 Uhr und um 21.15 Uhr neue Schwimmkurse für Frauen (Ansänger und Fortgeschrittene) beginnen. Interessenten melden sich beim Sportamt, Brückstraße 40, oder in der Badeanstalt. Die Reichssportabzeichenkurse, die bisher Sonntags in der Zeit von 10 bis 12 Uhr abgehalten wurden, sind ab kommenden Sonntag auf 9 bis 11 Uhr vorverlegt. Die sportärztliche Beratung fällt heute aus und wird Freitag von 19 bis 20 Uhr abgehalten. Sprechstundenplan der svortärztlichen Beratungsstelle im Krankenhaus Bergmannsheil für den Monat Mai 1935 Die Sprechstunden sind für den Monat Mai 1935 wie folgt festgesetzt: Donnerstag, 9. Mai, von 19 bis 20 Uhr, und Donnerstag, 23. Mai, von 19 bis 20 Uhr durch Dr. med. Brunc. Seite 11 Nr Sie 1 Der Befehls leutnant der La Mittwoch abend schluß eines Fur Polizei bemerken Daluege kam zur Feldjägerkorps z und erklärte: „Es ist klar, fern der Bewegi und Können mit Laufe von Jahr die Schwierigkei sägerkorps warte in jahrelanger pr vom Feldjägerko langt. Aber ich Ueberzeugung, d leisten werden, g von alten Kämp Polizei eingeglie haben sich immer Aufgaben hinein es auch diesmal Es sei nicht dienst auf der Ee für die Kamerad „Vielmehr is stärktem Maße ßenpolizei mit den jungen, beweglichen Krä fahrungen. Sel schmelzung mitd gangszeit notwen Funktionen noch Schutzpolizei übAuf die neu deutschen Polize Taluege aus: „Das soldati neuen Polizei di mehr verleugnen Polizeikorps aus immer als S Dienst von ihm. darüber sein, in Manne gegenübe recht und, wenn handeln gelernt denen der„Schi spekt zu verschaf tigen Schnauzbe und eine grimn diese komische C kriegszeit zur G Schutzmannschaft daß es unser g unsere heutige erhalten. Jeder staatlichen Exeku Uniformträgeri Es gibt gen Sport nimmt immer größeren neue innere und in den ersten Ur ohne Ueberhebu Bild sich vervoll Polizei verfügt, Srossna für Lehrerbildu minister In Pasing feierliche Eröff schule für L Reichserziehung von Epp, Minis Mutter Hans S des NS.=Lehrer der Studentens schienen. Reichserzieh aus: Die deuts leiten aus den weges. Wenn Schicksatsbewuß lichen Gemeinso ten heraus die Festung des de Deutschland. gebenes Gebot, Am Anfang kan die Methode ist Adolf Hitle sprochen, er hat zeigt, dafür abe geschaffen durch Typus des polit für die Sch Lehrertypu die Bildungswe selbstverständlich Unternehmens. Stück SA.=Mai den Trieb zur heit in sich tra vertreten können denn es muß Seite 11 Nr. 108 7 Bochumer Anzeiger, Donnerstag, 9. Mai 1933 in Potc. b. 1759). strach in Heinrich straße 5, ide im 5. Juli Jahren n. Hier #ls Ver7 wurde er, Kind e Stahlser Ehe, ihne am Meinol= und S it Fräudermann 8 Brautm Trepirchlichen oboff i Staneid) und t„Kraft F wurde Nilte. ser in uptbahnvorsteher ubestand Die neue Huliung der drutschen Peiizer nahme nd Frau. ken heute er JubelBeide Dem .: jeit noch laner JubelBochumer des vorine große In. EntelSegensfeier fintherischen abend in kunft bei nsammerbei Heiercht. Alles bei Kaltnmenduns Zusam r: Heim20 Uhr: der Alles: usammenSchulungssstelle des scheinen ist reiide? 0 bis 21.30 aer Straße. Frauen von stikschule in S 18.30 Uhr, hoft. Frauen von Rottstr. 29. inner(Vori, Castroper Frauen vort Frauen vor e heute von merstag um für Frauen Interessenten In der Badeir Sonntags den. und 1 erlegt. Die pird Freitag Die Aufgaben des eingegliederten Feldjägerkorps Bemerkenswerte Ausführungen Dalueges anb Berlin, 8. Mai. Der Befehlshaber der deutschen Polizei, Generalleutnant der Landespolizei Daluege, machte am Mittwoch abend über den Deutschlandsender als Abschluß eines Funkberichtes über die Arbeit der deutschen Polizei bemerkenswerte Ausführungen. Generalleutnant Daluege kam zunächst auf die mit der Eingliederung des Feldjägerkorps zusammenhängenden Fragen zu sprechen und erklärte: „Es ist klar, daß niemand von diesen alten Kämpsern der Bewegung verlangen kann, daß sie das Wissen und Können mitbringen, was sich ein Polizeibeamter im Laufe von Jahren angeeignet hat. Ohne Zweifel sind die Schwierigkeiten, die auf die Kameraden vom Feldsägerkorps warten, groß. Das, was der Polizeibeamte in jahrelanger praktischer Tätigkeit gelernt hat, wird jetzt vom Feldjägerkorps in verhältnismäßig kurzer Zeit verlangt. Aber ich habe die Erfahrung und bin der festen Ueberzeugung, daß die Männer des Feldjägerkorps es leisten werden, genau wie Tausende und aber Tausende von alten Kämpfern, die seit 1933 in alle Zweige der Polizei eingegliedert worden sind. Die alten Kämpfer haben sich immer mit ganzer Kraft in die ihnen gestellten Aufgaben hineingekniet und sie bezwungen. So wird es auch diesmal sein!“ Es sei nicht beabsichtigt, die Feldjäger im Einzeldienst auf der Straße einzusetzen. Dazu sei die Materie für die Kameraden des Feldjägerkorps zu neu. „Vielmehr ist vorgesehen, das Feldjägerkorps in verstärktem Maße für die motorisierte Straßenpolizei einzusetzen. Wir haben hierin bereits mit den jungen, disziplinär tadellos erzogenen, äußerst beweglichen Kräften des Feldjägerkorps die besten Erfahrungen. Selbstverständlich ist bis zur völligen Verschmelzung mit der Schutzpolizei noch eine gewisse Uebergangszeit notwendig, in der die Feldjäger ihre bisherigen Funktionen, noch ausüben, bis diese endgültig von der Schutzpolizei übernommen werden." Auf die neue innere und äußere Gesamthaltung der deutschen Polizei übergehend, führte Generalleutnant Daluege aus: „Das soldatische Denken und Zielen läßt sich in der neuen Polizei des nationalsozialistischen Staates nicht mehr verleugnen. Wenn der Angehörige des deutschen Polizeikorps auch Beamter ist, so wird und muß er sich immer als Soldat fühlen, das verlangt der Dienst von ihm. Jeder Volksgenosse soll sich im klaren darüber sein, im Polizeibeamten in erster Linie einem Manne gegenüberzustehen, der gehorchen, aber auch gerecht und, wenn es sein muß, unbeeinflußt streng zu handeln gelernt hat. Es gab zwar früher Zeiten, in denen der„Schutzmann“ sich nur dann den nötigen Respekt zu verschaffen glaubte, wenn er über einen mächtigen Schnauzbart, einen beträchtlichen Leibesumfang und eine grimmige Amtsmiene verfügte. Wir kennen diese komische Gestalt aus den Witzblättern der Vorkriegszeit zur Genüge. Ohne die Verdienste der alten Schutzmannschaft schmälern zu wollen, muß ich erklären, daß es unser ganzes Bestreben ist, im Gegensatz dazu unsere heutige Polizei innerlich jung und elastisch zu erhalten. Jeder einzelne der uniformierten Polizei der staatlichen Exekutive muß in seinem Innern und Aeußern Uniformträger im wahrsten Sinne des Wortes sein. Es gibt genug Mittel und Wege hierzu. Auch der Sport nimmt in der polizeilichen Ausbildung einen immer größeren Raum ein. Und wenn sich heute die neue innere und äußere Haltung unserer Polizei bereits in den ersten Umrissen auszuprägen beginnt, so kann ich ohne Ueberhebung sagen, daß in absehbarer Zeit das Bild sich vervollständigt und das deutsche Volk über eine Polizei verfügt, die ein Vorbild in der Welt sein wird.“ Eröffnung der Hans=SchemmHochschule für Lehrerbildung in Pasing.— Reichserziehungsminister Rust über den neuen Lehrertyp. dnb München, 8. Mai. In Pasing vor München fand am Mittwoch die feierliche Eröffnung der Hans=Schemm=Hochschule für Lehrerbildung statt. U. a. waren Reichserziehungsminister Rust, Reichsstatthalter Ritter von Epp, Ministerpräsident Siebert, die Witwe und die Mutter Hans Schemms sowie Vertreter der Bewegung, des NS.=Lehrerbundes, der HI., des Lehrkörpers und der Studentenschaft der Münchener Hochschulen erschienen. Reichserziehungsminister Rust führte dabei u. a. aus: Die deutsche Schule kann ihre Aufgabe nur ableiten aus den großen Lehren des deutschen Schicksalsweges. Wenn in der Volksschule aus dem deutschen Schicksalsbewußtsein, aus dem wiedererwachten natürlichen Gemeinschaftsgefühl, aus den heimatlichen Kräften heraus die Jugend erzogen wird, dann ist die Festung des deutschen Lebens errichtet, dann steht Deutschland. Die Aufgabe erkennen wir als gottgegebenes Gebot, und wir werden ihr nie untreu werden. Am Anfang kann nicht ein neuer Lehrplan stehen. Auch die Methode ist nicht das Entscheidende. Adolf Hitler hat über sein Programm wenig gesprochen, er hat nur die Marschrichtungspunkte aufgezeigt, dafür aber seine Bewegung und seine Macht sich geschaffen durch die Prägung eines neuen lebendigen Typus des politischen Kämpfers, des SA.=Mannes. Auch für die Schule ist entscheidend der neue Lehrertypus, der hier in Erscheinung tritt. Daß die Bildungswerte nicht vernachlässigt werden dürfen, ist selbstverständlich, denn Dilettantismus ist der Tod jedes Unternehmens. Der Typ des neuen Dozenten muß ein Stück SA.=Mann in sich verkörpern, er muß aber auch den Trieb zur Erforschung der wissenschaftlichen Wahrheit in sich tragen. Er muß sein Fach hochschulmäßig vertreten können. Da gibt es keine Vergleichspunkte, denn es muß Neues geschaffen werden. Das ist die Aufgabe der Hochschule für Lehrerbildung. Von Bayern aus ist der Nationalsozialismus zur breiten Volksbewegung geworden. Ein Sproß aus bayrischem Stamm gab uns den Führer. Nun geben Sie hier in Bayern auch der Jugend den neuen Führer! Anschließend schilderte der Rektor der neuen Hochschule, Dr. Abb, wie er seine aufagl, auffasse. HitlerGeist müsse sich mit Pestalozzi=Geist verbinden. Die neue Hochschule wolle körperlich, charakt lich und geistig gesunde deutsche Männer und Frauen###r den Volksschullehrerberuf und damit für Führer und Vaterland erziehen. 10 v. H. der frei werdenden Beamtenstellen für alte Kämpfer dnb Berlin, 8. Mai. Der Führer und Reichskanzler hat angeordnet, daß im Rechnungsjahr 1935 von den im Dienste des Reiches, der Länder und Gemeinden sowie der Körperschaften des öffentlichen Rechts frei werdenden planmäßigen Beamtenstellen des unteren und des einfachen mittleren Dienstes 10 v. H. mit solchen für die betreffende Laufbahn geeigneten Nationalsozialisten zu besetzen sind, die bis zum 14. September 1930 ihren Eintritt in die Partei erklärt haben. Weitere Jubiläumsveranstaltungen in Londen Empfänge beim König und beim Prinzen von Wales— Der Tag der Kinder Mächte und die Abgesandten der britischen Dominions und Kolonien, um ihnen und damit der Welt für die Glückwünsche zu seinem silbernen Regierungsjubiläum zu danken. dnb London, 8. Mai. Der glanzvolle und für jeden Engländer und fremdländischen Augenzeugen unvergeßliche 6. Mai bildet nur den Auftakt zu einer ganzen Reihe von festlichen Veranstaltungen, die das Jubiläum des Königs Georg V. zu ihrem Mittelpunkt haben. Dienstag abend gab der Prinz von Wales, unterstützt von seinen Brüdern und Schwägerinnen, in seinem Londoner Wohnsitz, dem St.=James=Palast, einen Empfang für 1200 Festgäste. Am Buckingham= Palast hatte zur gleichen Zeit eine begeisterte Volksmenge Gelegenheit, König und Königin, die sich seit Sonntag abend zum dritten Male auf dem Balkon zeigten, zu sehen. Wiederum gab es Tanz und Musik und allerhand Lustbarkeit in den Straßen. In der Hauptsache aber gehörte der Dienstag abend den Kindern, die in großen Autobussen von den verschiedenen Teilen Londons nach dem Zentrum gebracht wurden, um die Festbeleuchtung zu bewundern. Der König danl den ausländischen Mächten und den britischen Dominien König Georg empfing am Mittwoch im Thronsaal des altehrwürdigen St.=James=Palastes die diplomatischen Vertreter der ausländischen Neue Kallenische Plane Der Nichteinmischungspakt für Oesterreich soll militärisch gesichert werden Berlin, 8. Mai(Eig. Drahtber.) Nachdem die Konferenz von Venedig im Grunde genommen wie das Hornberger Schießen geendet war, weil sich die ungarische und die italienische Auffassung diametral gegenüberstanden, weil Ungarn seine Wehrforderungen aufstellte, Italien aber diese Angelegenheit auf der Donaukonferenz nicht behandelt wissen will, konzentrieren sich heute die diplomatischen Bemühungen Roms auf Oesterreich. Die bevorstehende Zusammenkunft zwischen dem italienischen Ministerpräsidenten Mussolini und dem österreichischen Bundeskanzler Schuschnigg in Florenz soll die Klärung bringen, die man in Venedig nicht erreichte. Das Ziel Italiens scheint darauf hinauszulaufen, über Oesterreich, dessen Willfährigkeit ja außer Zweifel steht, einen bestimmten Druck auf Ungarn auszuüben. So wird aus Rom gemeldet, daß die italienische Regierung für die Donaukonferenz eine ganze Anzahl von Pakten und Paktmöglichkeiten vorschlagen will, um auf diese Weise die ungarische Regierung gefügiger zu machen. Es handelt sich hierbei 1. um einen Konsultativpakt, der zwischen allen Mächten abgeschlossen werden soll, die dem österreichischen Nichteinmischungspakt beitreten, 2. um einen Nichtangriffspakt zwischen allen Signatarmächten des Nichteinmischungspaktes und 3. um Beistandspakte. die zwischen den einzelnen Signatarmächten des Nichteinmischungspaktes abgeschlossen werden sollen. Es heißt, daß diese Mitteilungen sogar von einer hochstehenden diplomatischen Persönlichkeit in Rom stammen. Allein diese Rubrik von neuen Pakten beweist uns zur Genüge, daß die diplomatische Kulissenschieberei vollauf am Werke ist, weil die hohe Diplomatie den klaren Weg einer generellen Aussprache anscheinend fürchtet. Man wird abwarten müssen, was von diesen italienischen Plänen verwirklicht wird. und Rheinprovinz Zum Mord an dem Arbeitsdienstmann Koch hü,rvderneitader Steteßergärgtsepe. Dortmund, 8. Mai. Die Staatspolizeistelle Dort=“###### St# mund teilt mit: Bei dem im Zusammenhang mit dem Mord an dem Arbeitsdienstmann Koch genannten Geistlichen handelt es sich nicht, wie einzelne Zeitungen berichtet haben, um den Ortspfarrer, sondern um den Vikar R. aus Kirchhundem. Gegen R. schwebten bereits seit einiger Zeit Ermittelungen wegen seiner unerhörten Hetze gegen Staat und Bewegung. Auf Grund des erdrückenden Beweismaterials ist gegen R. am 6. Mai 1935 richterlicher Haftbefehl ergangen. Standbild Kaiser Friedrichs III. Dortmund, 8. Mai. Der Verkehrsverein Kirchhörde ist mit der Bitte an den Oberpräsidenten der Provinz Weirfalen herangetreten, das Standbild Kaiser Friedrichs III., das bei der jetzigen Umgestaltung des Denkmals an der Hohensyburg keine Verwendung mehr finden soll, im Stadtteil Kirchhörde aufstellen zu lassen. Der Platz liegt an der verkehrsreichen Straße Dortmund-Hagen. Glückauf=Haus wird Thomae=Haus Essen, 8. Mai. Die Gauleitung der NSDAP. verlegt Ende dieser Woche ihre Diensträume aus dem bisherigen Dienstgebäude am Bismarckplatz in das Glückauf=Haus an der Ecke Hermann=Göring= und Friedrichstraße, das künftig zum Gedenken an den ersten Gefallenen der Bewegung im Gau Essen, den SA.=Truppführer Gottfried Thomae, wie das bisherige Gaudienstgebäude den Namen„Thomae=Haus" tragen wird. Das bisherige Gaudienstgebäude am Bismarckplatz wird von der Kreisleitung Essen der NSDAP. und den ihr unterstellten Gliederungen und angeschlossenen Verbänden bezogen. Dr. Frick und Alfred Rosenberg sprechen in Düsseldorf Düsseldorf, 8. Mai. Aus Anlaß der Eröffnung der Reichsausstellung„Frau und Volk“ am Samstag, 11. Mai, wird am Freitag, 10. Mai, um 20 Uhr im Kleinen Haus eine Feierstunde veranstaltet. Nach dem Concerto grosso von Händel und dem Vorspruch„Frau und Volk“ werden Reichsfrauenführerin Frau Gertrud Scholtz=Klink und Reichsleiter Alfred Rosenberg sprechen. Mit der Sinfonie Nr. 13 von Haydn findet diese Feierstunde ihren Ausklang. Die offizielle Eröffnung der Ausstellung findet am Samstag um 11.15 Uhr im Planetarium statt. Hier sprechen Reichsinnenminister Dr. Frick und Reichsfrauenführerin Frau Scholtz=Klink. Jedem Brautpaar ein Obstbaum Bünde, 8. Mai. Auf der Jahrestagung des Wiehengebirgsverbandes, die anläßlich des zehnjährigen Bestehens des Verschönerungsvereins unter dem Vorsitz von Oberbürgermeister Dr. Gaertner(Osnabrück) machte der OberMoes, die Mitteilung, daß die Stadt Bünde beschlossen habe, jedem Brautpaar zur Hochzeit einen wertvollen Obstbaum zum Geschenk zu machen. Man verspricht sich in der Zigarren= und Gartenstadt im westfälischen Nordosten von dieser Maßnahme eine intensive Förderung des Obstbaues. (Der Große Kurfürst machte seinerzeit jedem Brautpaare das Pflanzen eines Obstbaumes zur Pflicht.) Großer Waldbrand Lüdenscheid, 8. Mai. Am Montag morgen entstand auf dem Bergkopf zwischen Oenneking und Pöppelsheimer Mühle ein Waldbrand, dem ein größerer Fichtenbestand, etwa drei Morgen, zum Opfer fiel. Das Feuer konnte nach einstündiger Arbeit der Feuerwehren von Lüdenscheid und Brügge auf seinen Herd beschränkt werden. Die dänischen Eisenwarenhändler im Bergischen Land Solingen, 8. Mai Die Gruppe dänischer Eisenwarenhändler, die sich zur Zeit auf Einladung der Nordischen Gesellschaft und des Verbandes Deutscher Eisenwarenhändler auf einer Besichtigungs= und Studienreise durch Deutschland befindet, wird am 8. und 9. Mai 1935 unter der Führung des geschäftsführenden Vorstandsmitgliedes Wegner der Deutsch=Nordischen Vereinigung in Hamburg die Städte Solingen und Remscheid besuchen. Die Gäste werden hier die für die Belieferung wichtigen Industrieunternehmungen eingehend besichtigen. Am 10. Mai wird Velbert über besucht, worauf mittags die Weiterreise nach Berlin angetreten wird. Als der König in der Uniform eines Generals in Begleitung der Königin und des Herzogs von Gloucester und mit einem Geleit berittener Leibgardisten vom königlichen Schloß durch die Mall fuhr wurde er von einer nach Zehntausenden zählenden Menge stürmisch begrüßt. Der Empfang im St.=James=Palast begann mit einer Ansprache des brasilianischen Botschafters de Olivera als Doyen des diplomatischen Korps. In seiner Antwort sagte König Georg u.., er und die Königin seien tief gerührt durch die Wärme und Aufrichtigkeit der Glückwünsche des diplomatischen Korps.„Es ist eine Freude für mich und, wie hoffe, ein glückliches Vorzeichen für die Zukunft, Abgesandte aus jedem Teil des Erdballes heute hier in Freundschaft und Vertrauen versammelt sind. Ich bete zu Gott, daß die Einmütigkeit, die Sie heute an dieser Stelle zusammengebracht hat, ein Sinnbild eines dauerhaften Friedens in der gesamten Welt sein möge.“ Dann begrüßten die vier Ministerpräsidenten der britischen Dominien Kanada, Australien, Südafrika und Neuseeland den Monarchen mit kurzen Ergebenheitsadressen. In seiner Erwiderung erklärte der König u..2 „Wir grüßen die Ministerpräsidenten der Dominien, die jetzt gleichberechtigte Partner im englischen Weltreich sind, in unserer gemeinsamen Heimat. Wenn„Sie zurückehren, nehmen Sie bitte jeder zu seinem Volk eine Botschaft der Zuneigung zu allen Mitgliedern dieser großen Familie mit, deren Oberhaupt ich mit so viel Stolz und Dankbarkeit bin. Mit gesundem Menschenverstand und Vertrauen auf Schild und haben wir trotz mancherlei Schwierigkeiten unsere Erbschaft der Freiheit für die Einzelperson sowohl als auch für unsere vielen Rassen erhalten. Die zahllosen unsichtbaren Bande des Gefühls und der Ueberlieferung, die uns vereinigen, sind fein gesponnen, aber viele Fasern machen ein starkes Band, um uns in Zeiten Unglücks zu verbinden. Es ist mein Gebet und mein fester Glaube, daß sich dieses geistige Band auch als das Band des Friedens erweisen möge.“ Glückwunschadresse des englichen Parlamnents Beide Häuser des englischen Parlaments nahmen am Mittwoch einstimmig die Ergebenheitsadresse an, die sie am Donnerstag vormittag in der Westminster=Hall dem König anläßlich seines 25jährigen Regierungsjubiläums überreichen werden. In einer langen Rede bezeichnete Ministerpräsident Macdonald den König als einen sehr menschlichen. Souverän, der von den Herzen seines Volkes Besitz ergriffen habe. Macdonald sagte unter dem Beifall des Hauses:„In der Welt um uns haben wir Throne wanken und stürzen gesehen, wir haben Volksfreiheitund repräsentative Einrichtungen zerbrechen sehen. Uns aber ist es gelungen, ohne Zersetzung fortzuschreiten und ohne Revolution unsere Jugend zu erneuern.“ Lauten Beifall riefen auch die Worte Macdonalds hervor, daß die englische Krone ein Band der dauernden Einigkeit zwischen England und den englischen Dominien sei. Auch der arbeiterparteiliche Oppositionsführer Lansbury schloß sich der Ergebenheitsadresse an und erklärte unter Beifall:„Die englische Verfassung funktioniert, und die Volksmassen gewinnen mehr und mehr die Anerkennung des Rechtes, sich an der Zukunft dieses Landes zu beteiligen.“ Lansbury sagte weiter, daß er auch keine klassenkämpferischen Gründe gegen den König anführen könne; denn die Königsfamilie habe durch ihr Verhalten zur Beseitigung der Klassenunterschiede beigetragen. Auch der liberale Führer Sir Herbert Samuel und der„Vater des Unterhauses" Lloyd George begleiteten die Adresse mit herzlichen Glückwünschen für das Königspaar. Ueberfahren, liegen gelassen, gestorben Ahlen, 8. Mai. Am Samstag nachmittag wurde in schwerverletztem Zustande der 57 Jahre alte, aus Hammern gebürtige Invalide Fr. Wolff aufgefunden. Der Mann gab an, am 1. Mai von einem Motorrad angefahren worden zu sein. Er hatte sich noch in eine nahegelegene Remise geschleppt und war dort vier Tage lang ohne Nahrung liegen geblieben. Wolff erlag am Montag seinen schweren Verletzungen. Eine schuldenfreie Gemeinde. Ein recht erfreuliches Bild einer günstigen Kassenlage weist die Eifelgemeinde Hergarten auf. Nach dem im Rahmen der Haushaltsfestsetzung vorgelegten Vermögens= und Schuldennachweis hat die Gemeinde nicht nur keine Schulden, sondern sie verfügt über ein Vermögen von rund 200000 RM. Auf die steuerliche Belastung der Gemeindebevölkerung wirkt sich diese günstige Vermögenslage naturgemäß in äußerst niedrigen Umlagesätzen aus. Schlafend in den nassen Tod. Ein in Dorsten wohnender älterer Mann wurde morgens als Leiche aus dem Wesel=Datteln=Kanal gezogen. Man nimmt an, daß er sich an dem Ufer des Kanals zum Schlafen hingelegt hat und dabei ins Wasser gerutscht ist. Neue Felsstürze in Brasilien Bisher insgesamt 200 Tote Newyork, 8. Mai. Aus der brasilianischen Hafenstadt Bahia, die seit über einer Woche von schweren Wolkenbrüchen heimgesucht wird, treffen neue Schreckensnachrichten ein. Durch neue große Erdrutsche wurden gestern weitere 30 Personen getötet. Die Zahl der in den Fluten und durch Erdrutsche ums Leben Gekommenen erhöht sich damit auf weit über 200. Kurze Nachrichten Nach Mitteilung der Deutschen Seewarte in Hamburg befindet sich das Luftschiff„Graf Zeppelin“ auf der Reise von Pernambuco nach Rio de Janeiro. Der englische Lordsiegelbetbahrer Eden ist von seiner Krankheit, die er sich bei seiner Rundreise durch Europa zugezogen hat nunmehr völlig genesen. Er wird am Montag seine Tätigkeit im englischen Auswärtigen Amt wiederaufnehmen. Das amtliche Gesamtergebnis der südslawischen Parlamentswahlen vom 5. Mai liegt nunmehr vor. Danach hat die Liste des Ministerpräsidenten Jestitsch 62,6 v. H. der abgegebenen Stimmen erhalten. Die Konferenz der baltischen Staaten(Estland, Lettland Litauen) wurde gestern beendet. Sie war nur rein baltischen Angelegenheiten gewidmet. E EÖÖ gbeteuse Statt jeder besonderen Anzeige Unserer unvergehlich lieben Mutter folgte heute der gute Vater, Bruder. Schwager u. Onkel Malermeister Aagust Eillers nach kaum jahrestrist in die Ewigkeit nach Er starb nach schwerem Leiden im Alter von 64 Jahren, versehen mit den Tröstungen der kath. Kirche. In tiefer Trauer: Elisabeth und Luise Liffers Bochum(Andreas-Hofer-Straße 17), Klarholz, Castrop-Rauzel, den 8. Mai 1935 Die Beerdigung findet am Sonnabend, dem 11. Mai 1935, vormittags ½9 Uhr, vom ElisabethHospital, Bleichstraße, aus stalt, Das Seelenhochamt ist um.10 Uhr in der kath. Liebfrauenkirche in Altenbochum Schöne Mansarden in Einsam.=Haus nur an alleinsteh. Dame zu vermiet. Brunsteinstraße 9. Zimmer Heiraten Ig. Angestellt., 27 Jahre alt, w. die Bekanntsch. eines einf. Mädels, mögl. mit Möbelausst., zwecks Heirat. Bildzuschriften B. 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