I8 ind en. m K g00 gog g— 1 #onstrust Gugeigempreile: Grunbpreite int 1 mm Höbe in 22 mm Breite 85 igen ewelteste cn den depäns wasserhell. Ur Jahren erprodt. cht vocd empter #I.70. 1g elche schwer 5 beral zu hebe, #., Boelian W S Bezugspreis mit Botenlohn:.15 RM. monatlich oder 1,08 RM. halbmonatlich, Selbstabholer.85 RM. monatlich oder 93 Pf. hall Bezugspreis für die„Bochumer Illustrierte: 30 Bf. monatlich. Funkzeitschrift„bör mit mir“ 45 Bi. monatlich bei vier Sonntagen und 55 Bl. bei fünt Sonntagen im Monat.— Wenn das Erscheinen der Zeitung durch höhere Gewalt oder durch Verbot oder Betriebsstörung u. dgl verhindert wird, können keine Ersatzansprit werden.— Geschäftsstelle geöffnet von 8 bis 13 und von 14½ bis 19 Uhr, Sonntags von 11 bis 12 Uhr.— Sprechstunden der„Redaktion von 16 bis 17 Uhr(außer Samstags).— Postscheckkonto Tortmund 1760 Verlag und Druck: Laupenmühlen& Dierichs in Bochum Samstag Sonntag .05. Mai 1933 (Wonnemond) 42. Jahrgang Nommer 404 Samstagsausgabe 15 Pf. mit„Bochumer Illustrierte" 20 Pf. #%pienienn i—.#mm Pg#gfl 22 Dorzigie Farisen im Anzelgenteil und in 78 mm Breite 50 Pf. im Textteil, Familienanzeigen und Stellengesuche 6 Bi., Vereinsanzelgen(die nicht der Wirtschaftswerbung dienen) 7 Pf., kleine einspaltige Anzeigen(Siellenangebote. Anzeigen privater Ari) 8 Bf., Anzeigen im Vereins= oder Sportkalender im Terttell 10 Pf., Auskunft= und Ziffergebühren 25 Pf. Zur Zeit ist Preisliste Nr. 5 gültig, Nachlaßstafsel B.— Schluß der Anzeigenannahme für die sechsmal wöchentlich frühmorgens erscheinende Zeitung um 16 Uhr des Vortages. Für den richtigen Abdruck sernmündlich aufgegebener Anzeigen kann keine Gewähr übernommen werden, Hauptgeschäftsstelle: Rathausplatz 8. Anruf 67551, 32, 53 Orettäut=Dre sounßestse.) TafseschenWerseny. dnb Paris, 3. Mai. Der französisch=sowjetrussische Pakt ist heute veröffentlicht worden. Er hat folgenden Wortlaut: Der Vollzugsausschuß der Sowjetrunion und der Präsident der französischen Republik, beseelt von dem Wunsch, den Frieden in Europa zu festigen und seine Wohltaten ihren Ländern zu garantieren durch vollständigere Gewährleistung der genauen Anwendung der Bestimmungen der Völkerbundssatzungen über die Aufrechterhaltung der nationalen Sicherheit, der gebietsmäßigen Unantastbarkeit und der politischen Unabhängigkeit der Staaten, entschlossen, ihre Anstrengungen der Vorbereitung und dem Abschluß eines europäischen Abkommens mit diesem Ziele zu widmen und inzwischen, soweit es von ihnen abhängt, zu der wirksamen Anwendung der Bestimmungen der Völkerbundssatzung beizutragen. haben beschlossen, zu diesem Zweck folgendes Abkommen abzuschließen: Artikel 1. Für den Fall, daß Frankreich oder die Sowjetunion Gegenstand einer Drohung oder einer Angriffsgefahr von seiten eines europäischen Staates sein soll, verpflichten sich die Sowjetunion bzw. Frankreich gegenseitig, eine sofortige Konsultierung vorzunehmen über die zur Einhaltung der Bestimmungen des Artikels 10 der Völkerbundssatzungen zu ergreifenden Maßnahmen. Artikel 2. Im Fall, daß— unter den in Artikel 15, Absatz 7, der Völkerbundssatzung vorgesehenen Bedingungen— Frankreich oder Sowjetrußland trotz ihrer aufrichtig friedfertigen Absichten Gegenstand eines nicht herausgeforderten Angriffes von seiten eines europäischen Stagtes sein sollten, werden die Sowjetunion bzw. Frankreich sich sofort Hilfe und Beistand gewähren. Artikel 3. Unter Berücksichtigung, daß„laut Artikel 16 der Völkerbundssatzungen jedes Mitglied des Völkerbundes. das im Gegensatz zu den laut Artikel 12, 13 oder 15 der Völkerbundssatzungen übernommenen Verpflichtungen zum Kriege schreitet, ipso kacto(durch die Tat selbst) als eine Macht gilt, die eine Kriegshandlung gegen alle anderen Völkerbundsmitglieder vorgenommen hat, verpflichten sich Frankreich bzw. die Sowjetunion. für den Fall, daß eines von ihnen unter dieseg, Bedingungen und trotz der aufrichtig friedfertigen Absichten beider Länder Gegenstand eines nicht herausgeforderten Angriffes von seiten eines europäischen Staates wäre, sich sofort Hilfe und Beistand durch Anwendung des Artikels 16 der Völkerbundssatzungen zu gewähren. Dieselbe Verpflichtung ist für den Fall übernommen, daß Frankreich oder die Sowjetunion Gegenstand eines Angriffes von seiten eines europäischen Staates unter den in Artikel 17, Absatz 1 und 3, der Völkerbundssatzungen vorgesehenen Bedingungen wäre. Artikel 4. Da die oben festgesetzten Verpflichtungen mit den Pflichten der hohen vertragschließenden Parteien als Mitglieder des Völkerbundes übereinstimmen, wird nichts in dem vorliegenden Vertrag als Einschränkung der Mission des Völkerbundes zur Ergreifung geeigneter Maßnahmen zwecks wirksamer Sicherung des Weltfriedens oder als Beeinträchtigung der aus den Völkerbundssatzungen für die hohen vertragschließenden Parteien sich ergebenden Verpflichtungen ausgelegt werden. Artikel 5. Der vorliegende Vertrag, dessen französischer und russischer Wortlaut gleichmäßig maßgebend ist, wird ratifiziert werden und die Ratifizierungsurkunden werden in Moskau so bald wie möglich ausgetauscht werden. Er wird beim Völkerbundssekretariat eingetragen werden. Er wird in Kraft treten, sobald die Ratifizierungsurkunden ausgetauscht sind und fünf Jahre in Kraft bleiben. Wenn er nicht von einer der hohen vertragschließenden Parteien mit einer Vorankündigung von mindestens einem Jahre vor Abschluß dieses Abschnittes gekündigt ist, wird er ohne zeitliche Beschränkung in Kraft bleiben, wobei jede der hohen vertragschließenden Parteien ihn dann durch eine entsprechende Erklärung mit einjähriger Frist aufkündigen kann. Protokoll zu dem Vertrag Gleichzeitig mit der Unterzeichnung des gegenseitigen kranzösisch=sowjetrussischen. Beistandspates, haben die Bevollmächtigten folgenves Protokoll unterzeichnet, das in den Austausch der Ratifizierungsurkunden des Vertrages mit einbegriffen wird: 1. Es gilt als verabredet, daß Artikel 3 jede der vertragschließenden Parteien verpflichtet, der anderen sofort Beistand zu gewähren, indem sie sich sofort nach den Empfehlungen des Völkerbundsrates richtet, sobald diese auf Grund des Artikels 16 der Völkerbundssatzungen erlessen worden sind. Es gilt gleichfalls als verabredet, daß die beiden vertragschließenden Parteien gemeinsam handeln werden, um zu erreichen, daß der Völkerbundsrat seine Empfehlungen mit der ganzen Schnelligkeit erläßt, die die Umkände erfordern werden, und daß, wenn der Völkerbundsrat nichtsdestoweniger aus irgendeinem Grunde keinerlei Empfehlungen erläßt soder keineinstimmiger Beschluß zustandesum ein Sicherheitsabkommen zu vervollständigen, das kommt, die Beistandspflicht deshalb die Staaten von Nordosteuropa, nämlich die Sowjetnicht weniger zur Anwendung kommt. union, Deutschland, die Tschechoslowakei, Polen und Es gilt als verabredet, daß die in dem vorliegenden die der Sowjetunion benachbarten baltischen Staaten Vertrag vorgesehenen Beistandsverpflichtungen sich nur umfaßt, und daß neben diesem Abkommen ein Beistandsauf den Fall beziehen, daß ein Angriff gegen, das eigene vertrag zwischen der Sowjetunion, Frankreich und ehen, daß ein Angriff gegen, das eigene gertrag zwischen. Lr.„Sowietzanior. oder der anderen vertragschließenven Deutschland abgeschlossen werden sollte, Gebiet der einen Partei erfolgt. 2. Da beide Regierungen gemeinsam die Absicht haben, durch den vorliegenden Vertrag den früher dritten Staaten gegenüber durch Frankreich oder die Sowjetunion auf Grund veröffentlichter Verträge übernommenen Verpflichtungen in keiner Weise zu widersprechen, so gilt als verabredet, daß die Bestimmungen des vorliegenden Vertrages keine Anwendung erfahren können, die unvereinbar wäre mit den von einer der vertragschließenden Parteien übernommenen Verpflichtungen und die Vertragschließenden Sanktionen internationalen Charakters aussetzen würde. 3. Da die beiden Regierungen den Abschluß eines regionalen Abkommens für wünschenswert erachten, das auf die Organisierung der Sicherheit zwischen den vertragschließenden Staaten abzielt und das von anderer Seite Verpflichtungen des gegenseitigen Beistandes zur Folge haben könnte, so räumen sich beide Regierungen die Befugnis ein, mit ihrer gegenseitigen Zustimmung gegebenenfalls an solchen Abkommen in einer unmittelbaren oder mittelbaren Form, je nachdem, wie sie geeignet erscheint, teilzunehmen, wobei die Verpflichtungen dieser verschiedenen Abkommen an die Stelle der aus dem vorliegenden Vertrag folgenden Verpflichtungen treten. 4. Beide Regierungen stellen fest, daß die Verhandlungen, die zur Unterzeichnung des vorliegenden Verlungen, die zur Unterzeichnung des. vorliegenden. Hex: Herpfrigt., Sebjtänge trages geführt haben, anfänglich ausgenommen wurden, Verpflichtung stände. Deutschland abgeschlossen werden sollte, durch den sich jeder dieser drei Staaten verpflichten sollte, demjenigen unter ihnen Beistand zu gewähren, der Gegenstand eines Angriffes von seiten eines dieser drei Staaten wäre. Obgleich die Umstände bisher den Abschluß dieser Abkommen, die beide Parteien weiterhin als wünschenswert erachten, noch nicht gestattet haben, sind die in den französisch=sowjetrussischen Beistandsabkommen enthaltenen Verpflichtungen nichtsdestoweniger so zu verstehen, daß sie nur in den in dem früher geplanten Dreierabkommen vorgesehenen Grenzen angewandt werden sollen. Unabhängig von den aus dem vorliegenden Abkommen folgenden Verpflichtungen wird gleichzeitig daran erinnert, daß gemäß dem am 29. November 1932 unterzeichneten französisch=sowjetrussischen Nichtangriffspakt und ohne Beeinträchtigung der Universalität der Verpflichtungen dieses Paktes im Falle, daß eine der beiden Parteien Gegenstand eines Angriffes von seiten einer oder mehrerer dritter europäischer in dem obenerwähnten Dreierabkommen nicht genannter Mächte wäre, die andere vertragschließende Partei sich während der Dauer des Koniliktes jeder mittelbaren oder unmittelbaren Hilfe oder Beistandsleistung an den Angreifer oder die Angreifer zu enthalten hat, wobei im übrigen beide Parteien erklären, daß sie durch keinerlei Beistandsabkommen gebunden sind, das im Gegensatz zu dieser Gerente Meinungen in Frutikreich „Das Volk weit von der Begeisterung vor 45 Jahren entfernt“ Die gegenteiligen Auffassungen, die während der Vorbereitung des französisch=sowjetrussischen Paktes in der französischen Oeffentlichkeit zum Ausdruck gekommen sind, zeigen sich unverändert auch nach der Unterzeichnung. Die Gegner eines Zusammengehens mit Sowjetrußland weisen darauf hin, daß die sowjetrussische Regierung nicht auf ihre umstürzlerischen Pläne in allen Staaten der Welt verzichte. Gleichzeitig werden Befürchtungen laut, ob die französische Regierung die Auslegung in Rechnung gezogen habe, die Moskau möglicherweise im Falle eines kriegerischen Konfliktes zwischen Sowjetrußland und Deutschland dem Pakte geben könne. Diese Auffassung der französischen Paktgegner scheint ihre Bestätigung in Bemerkungen zu finden, die die kommunistische„Humanité“ zu dem Pakt macht. Das Blatt wirft dem französischen Außenminister unmißverständlich vor, während der Verhandlungen versucht zu haben, sich bestimmten und notwendigen Verpflichtungen zu entziehen. u. Eamigt Katt, Während sich die Morgenpresse bemüht hatte, zum Ausdruck zu bringen, daß sich der unterzeichnete Pakt organisch in den Völkerbundsrahmen einfüge, unterzieht„Paris Midi“ das Abkommen in dieser Hinsicht einer kritischen Betrachtung. Warum müsse man denn so feierlich einen neuen Pakt abschließen, so fragt das Blatt, wenn er sozusagen nichts Neues enthalte. Warum habe man denn ein Jahr verhandelt und diskutiert, und warum erkläre die Kleine Entente, daß die gestrige Unterzeichnung das größte Ereignis der euroväischen Politik seit Versailles bedeute. Die Einstellung sei nur dann zu verstehen, wenn man den Völkerbundspakt als tbeoretische und akademische Angelegenheit bewerte und den Abschluß von Sonderpakten für notwendig halte, um diesem Völkerhundspakt einen Inhalt zu geben.—„Quotidien“ oezeigug den gestrigen Donnerstag für Frankreich als einen Trauertag. Der Abschluß dieses Paktes verpflichte nur Frankreich, denn Sowjetrußland könne, selbst wenn es wolle, seinen Verpflichtungen nicht nachkommen, weil es keine gemeinsame Erenze mit Deutschland habe. Man müsse die Kammer zwingen, bei ihrem nächsten Zusammentritt den Pakt abzulehnen mit dem Hinweis, daß Frankreich das Blut seiner Soldaten nicht zur Verteidigung des Kommunismus hergeben könne.—„Le Jour“ greift die Schwierigkeiten noch einmal auf, die für Sowjetrußland bei der praktischen Durchführung des gegenseitigen Beistandes entsieben würden..,. 9 Kgr5622 r#i. Die Blätter, die den Pakt begrüßen, rühmen die friedliche Tendenz und die Harmlosigkeit des Vertrages. Das„Echo de Paris“ stellt fest, daß man in der französischen Oeffentlichkeit weit von der Begeisterung entfernt sei, mit der vor 45 Jahren das französischrussische Bündnis aufgenommen worden sei. Für die Tiplomaten sei das Zustandekommen des gegenwärtigen Paktes zwar bedeutungsvoll, es sei aber nicht geeignet, in der Volksmasse jene Begeisterung ausaulösen, mit der seinerzeit die Ankunft der russischen Matrosen in Toulon begrüßt wurde. polen bezweifelt die Ehrlichkeit Rußlands dnb Warschau, 3. Mai. Zur Unterzeichnung des französisch=russischen Paktes liegen heute erst wenig polnische Aeußerungen vor. Der zum Regierungslager gehörige„Expreß Poranny“ weist auf einen Artikel Radeks in der Moskauer „Prawda“ hin, in dem ausgeführt wird, daß ein durch die kapitalistischen Staaten beschlossener Krieg nur mit dnd Paris, 3. Mai. Auffassungen. die während der der Revolution enden könne, und daß im Falle des Krieges die Rote Armee auf dem Gehiet des Gegners kämpfen werde.„Expreß Poranny" erklärt diese Ausführungen für außerordentlich verwunderlich und beinahe grotesk, da sie durch den Hinweis auf das Kampfgebiet im gegnerischen Gebiet eine Drohung für die Zeinde, aber durch den Hinweis auf die Revolution auch eine Drohung für die Freunde enthalte. Es sei schwer zu entdecken, auf welchem Gebiet außerhalb der Sowjetunion die Sowjettruppen einen Krieg führen könnten, es sei denn, daß sie den Inhalt des französisch=sowjetistischen Paktes mit einem Geist erfüllen wollten, der mit dem Eeiste der volnisch=sowjetistischen Verträge nicht vereinbar sei. „Kurier Poranny“, gleichfalls ein Blatt des Regierungslagers, führt in einem Leitartikel aus, der volnischen Ceffentlichkeit werde es immer schwieriger, sich über die politischen Ziele der Sowjetunion ein Bild zu machen und sie verliere allmählich das Vertrauen in die Ehrlichkeit der Absichten dieses diplomatischen Spieles. Alle Zweifel über die Absichten der Leiter der Sowjetunion seien verstärkt worden durch den Maiaufruf der Komintern, der einen Unterschied erkennen lasse zwischen dem, was die Diplomatie nach außen sage, und wie sie sich der eigenen Oeffentlichkeit gegenüber ausdrücke. Abschließend sagt der Artikel, um Frieden zu schaffen, müsse man vor allem Ruhe bewahren. Dies sei aber nur dort möglich, wo die Absichten klar, deutlich und aufrichtig seien. Bei der Sowjetdiplomatie sei es unbekannt, was sie aufbaue und was sie vernichte, und ob sie nicht die Fundamente untergrabe, auf die sich der Friede in Osteurova stütze. Moralische Wiedergutmachung Betrachtungen zur Unterhausdebatte Der britische Unterstaatssekretär Lord Stanhope hal in der Sitzung des Oberhauses vom 1. Mai den ehemaligen Premierminister Lloyd George als den Mann bezeichnet, der„den Frieden verloren habe“. Wenn auch innerpolitische Gegensätzlichkeiten diese Bemerkung ausgelöst haben— Lloyd Georges heutige Revisionspropaganda paßt den franzosenfreundlichen Politikern Englands schlecht in ihr Konzept—, so stellen wir unserseits nicht ohne Genugtuung fest, daß sich die Ansicht von der Unhaltbarkeit des bisherigen Gewaltsystems in Europa auch in England weiter durchzusetzen beginnt. Uns Deutschen liegt es besonders fern, die verhängnisvolle Rolle Lloyd Georges auf der Versailler Friedenskonferenz zu verkennen, aber wir sehen heute die erste Aufgabe einer verantwortungsbewußten europäischen Politik nicht darin, daß man nun plötzlich die„Schuld am Frieden“ aufrollt, sondern einzig und allein darin, die Versailler Sünden gegen den Kulturgeist und gegen den Sinn des ursprünglichen Wilson=Friedens wiedergutzumachen. Seelisch=moralische Reparationen, denen dann die wirtschaftliche Erstarkung der Welt auf dem Fuße folgen würde, sind die Forderungen, die heute ebenso die im Kriege unterlegenen Nationen wie die in die Weltwirtschaftskrise verstrickten Massen aller Länder beanspruchen. Untersuchungen darüber, wer die„größte Schuld am Frieden“ auf sich lud, sind am allerwenigsten geeignet, den Völkern die erhoffte Erlösung und Befriedung schnellstens zu geben. Der Erkenntnis, daß dem Versailler Frieden wirklich eine Schuld innewohnt, müßten praktische Lösungsvorschläge folgen. Die historischen Akten über Versailles sind längst geschlossen. wieder öffnen, hieße Eulen nach Athen tragen. Die arbeitenden Massen in allen Nationen, insonderheit aber das deutsche Volk, erwarten, daß man sich jenseits der Grenzen und vor allem in England dazu aufrafft, jahrzehntelange diplomatische Pallavers durch eine auf dem Boden anerkannter und vollständiger Gleichberechtigung geführte Zusammenarbeit zu ersetzen. Diesem Ziele galt der Wunsch der deutschen Regierung sich mit britischen Staatsmännern über Notwendigkeiten und Möglichkeiten auszusprechen. Der Niederschlag jener Gespräche war Gegenstand der gestrigen Unterhaussitzung. Haben die programmatischen Erklärungen des britischen Ministerpräsidenten und des Außenministers die Dinge weitergebracht?.. Wir erkennen an, daß der gesamte Ton der Unterhausdebatte sich, abgesehen von den Aeußerungen einiger eingefleischter Deutschenfeinde, ganz wesentlich von den Debatten in anderen Parlamenten, ja sogar von dem jüngst in der Zeitschrift„News Letter“ erschienenen Artikel des englischen Premierministers selbst unterscheidet Das ist, wenn auch ein kleiner, so doch ein Gewinn. Temperamentsausbrüche, wie man sie nach Stresa und Genf hörte, sind keine sonderliche Zier für Diplomatie und Staatskunst. Herr Macdonald hat den nicht gerade günstigen Eindruck seines eben erwähnten Artikels durch die staatsmännische Zurückhaltung wiedergutzumachen versucht. Das ist englische Art. Das nüchterne Volk der Briten hält sich nicht mit Rückbetrachtungen über das Warum und Wieso auf, sondern hält sich an Tatsachen. Der Satz der Macdonald=Rede:„Der Historiker mag sich darüber ereifern, wir haben als Politiker mit den Tatsachen zu tun“, ist für die englische Betrachtungsweise bezeichnend. Eine solche Grundeinstellung müßte dann aber anderseits die britische Politik dazu verpflichten, nunmehr auch den durch Deutschland vollzogenen Tatsachen Rechnung zu tragen, Entscheidungen, die niemals aggressiven Charakter gegen irgendein Land tragen, sondern lediglich aus der dem deutschen Volke unterschriftlich und vertraglich gewährten Gleichberechtigung herstammen. Denn wohlgemerkt hat Deutschland seine Bereitwilligkeit, über die Einschränkung der Rüstungen zu verhandeln, nicht zurückgenommen. Nach wie vor ist das Reich bereit, auf alle jene Waffengattungen zu verzichten, auf die alle anderen Mächte ebenfalls Verzicht leisten. Wenn wir auch nach der gestrigen Unterhausdebatte eine stille Hoffnung hegen könnten, daß nunmehr auch die britische Regierung den praktischen Vorschlägen des deutschen Kanzlers, im besonderen hinsichtlich der Nichtangriffspakte usw., objektiver gegenüberzustehen scheint, als dies bisher der Fall war so wird die deutsche Oeffentlichkeit dennoch, durch die Erfahrungen der letzten zehn Jahre klug geworden, Schweres=Erbbedenin der Curtel Bisher 500 Tote und 1200 Schwerverletzte Berlin, 3. Mai.(Eig. Drahtber.) Nach Drahtberichten aus Istanbul ist das türkischarmenische Grenzgebiet in Kleinasien, besonders die türkische Provinz Kars, von einem furchtbaren Erdbeben heimgesucht worden. Es läßt sich zur Stunde noch gar nicht übersehen, wieviel Menschen dem Naturereignis zum Opfer gefallen sind. Nach den bisher vorliegenden Meldungen sind 15 Dörfer dem Erdboden gleichgemacht worden. Die Zahl der Todesopfer wird einstweilen auf 500 geschätzt, die der Schwerverletzten auf 1200. Man befürchtet, daß sich unter den Trümmern der Dörfer noch Tausende von Toten und Verletzten befinden. Insgesamt sind über 13 000 Häuser völlig vernichtet. Die betroffene Gegend ist von Obdachlosen überschwemmt, die ängstlich und verzweifelt umherirren und in den Trümmern ihrer Häuser nach Angehörigen forschen. In der Stadt Gisor hat das Beben am schrecklichsten gewütet. Mehrere Flüsse und ganze Seen sind vom Erdboden verschwunden. Die Flüsse wurden zugeschüttet und unter der Oberfläche der Seen bildeten gingen. sich Erdspalten, in die das Wasser absank. Die schwer betroffene Bevölkerung, die zudem noch hungern muß, da große Lebensmittelbestände vernichtet wurden. befürchtet den Ausbruch des Vulkans Ararat. Ein schauriges Bild bietet sich dem Auge. Ueberall stoßen die Rettungsmannschaften auf totes Vieh, das die Luft verpestet. Da fast alle Straßen verschüttet oder zerstört sind, können die Rettungsmannschaften nur unter den größten Schwierigkeiten in das Unglücksgebiet vordringen. Schwere Anwetter in Amerika Bisher 14 Tote und 50 Verletzte. dnb Newyork, 3. Mai. Wie aus Little Rock(Arkansas) gemeldet wird, sind die Staaten Arkansas, Louisiana, Tennessee, Kentucky und Indiana von verheerenden Unwettern heimgesucht worden. Schwere Gewitterstürme haben große Schäden angerichtet. Bisher sind 14 Tote und mindestens K= 50 mehr oder weniger Schwerverletzte gemeldet nd worden. Die Verluste an der Ernte sind gar nicht abu= zuschätzen, da den Wolkenbrüchen Sandstürme voraus 2 Nr. 104 7 Bochumer Anzeiger, Sametag Sonntag,./5. Mai 1933 — oft ist das eine bestimmte Vorsicht walten lassen. Zu oft deutsche Vertrauen in dieser Zeit enttäuscht worden. Zu oft wurde die diplomatische Höflichkeit gewählt, um gegenüber den stichhaltigen deutschen Argumenten Zeit zu gewinnen und schließlich Versailles neuzubeleben. Der britische Premierminister hat zwar den Satz geprägt: „Wir kommen vom Versailler Vertrag immer mehr weg.“ Das ist eine grundsätzliche Feststellung. Sie würde sogar in der deutschen Oeffentlichkeit verfangen, wenn nicht zur gleichen Stunde in Paris der französisch=sowjetrussische Bündnisvertrag unterzeichnet worden wäre. Dieser Vorgang muß uns bei der Beurteilung der britischen Regierungserklärung besondere Zurückhaltung auferlegen. Ist es der britischen Regierung mit dem Abschluß freier und den Frieden sichernder Verträge mit einem gleichberechtigten Deutschland Ernst, so würde niemand die dargebotene Hand freudiger ergreifen als das deutsche Volk. Wir wissen, daß auch eine beträchtliche Mehrheit der britischen Nation eine solche Lösung der europäischen Krise bejahen würde. Aber auch hier bewahren wir Vorsicht. Die erläuternden Erklärungen, die Sir John Simon über den französisch=sowjetrussischen Vertrag abgab, daß sich Großbritannien auf dem Kontinent freie Hand vorbehalte, sind keinesfalls so überzeugend, daß Deutschland dieses Abkommen als eine neue Sicherung des Friedens und als eine Verstärkung über die LocarnoGarantien hinaus betrachten könnte. Ganz im Gegenteil! Sturter=Eindraut. Errtarungen. Perinse der in Paris und London Der europäischen Oeffentlichkeit ist bekannt, daß jenes Abkommen zwischen Paris und Moskau die seltsame Waffengemeinschaft zwischen dem bürgerlichen Frankreich und dem kommunistischen Rußland tarnt. Großbritannien ist an die Geschicke des Kontinents durch den Locarnovertrag gebunden. Hier aber erklärt der britische Außenminister, daß England die LocarnoVerpflichtung nicht als gegeben erachten würde, falls es zu einem Konflikt zwischen Deutschland und Rußland komme und Frankreich das Deutsche Reich auf Grund des neuen Bündnisvertrages angreife. Großbritannien würde also in einem solchen Falle die Rolle des neutralen Zuschauers übernehmen. Damit aber wird der wahre Inhalt des Locarnoabkommens, das zur Sicherung des mitteleuropäischen Friedens getätigt wurde, entwertet. Während Deutschland seinerzeit durch den Abschluß des Nichtangriffspaktes mit Polen den Locarnovertrag nach Osten hin sozusagen verlängerte und damit eine zusätzliche Sicherheit in Mitteleuropa schuf, wird das Bündnis zwischen Paris und Moskau von Großbritannien zum Anlaß genommen, um die Verpflichtungen aus dem Locarnovertrag abzubauen, zum mindesten einzuschränken. Das deutsche Volk, durch die Auslegung von Verträgen langsam gewitzigt, hat Anlaß zu Befürchtungen. Bei einem westlichen Konflikt, das heißt, wenn sich die britische Unterstützung gegen Deutschland wenden sollte, sieht England seine Locarno=Bündnispflicht als gegeben an, bei einem russischen Angriff auf die deutschen Grenzen und bei gleichzeitiger Unterstützung des russischen Angriffs durch Frankreich wird die britische Verpflichtung aus Locarno illusorisch. Wo ist ein internationales Gremium, das in einem solchen Falle überhaupt den Angreifer feststellen könnte?... Der Streit um die Kriegsschuld und das Diktat von Versailles reden eine zu deutliche Sprache, als daß wir solcher Schulduntersuchung irgendwelchen praktischen Wert beizumessen vermögen. Wir sehen in der Unterhausdebatte Möglichkeiten für eine versöhnlichere Behandlung aller dieser Probleme durch die politische Oeffentlichkeit und durch die verantwortlichen Männer Europas. Vorerst aber können wir unsere Zweifel nicht aufgeben. Deutschland hat genug Beweise eines guten Willens erbracht. An der Gegenseite ist es jetzt, durch Taten zu erhärten, daß sie wirklich nichts anderes will als die Sicherung des Friedens auf der Grundlage völliger Gleichberechtigung. M. H. dab Paris 8. Mai. Die Erklärung. die General Göring am Donnerstag vor den Vertretern der ausländischen Presse in Berlin abgegeben hat, findet in den Pariser Morgenzeitungen sehr starken Widerhall. Sämtliche großen Blätter geben diese Erklärung sehr ausführlich wieder.„Petit Parisien" stellt sie der englischen Unterhausaussprache gegenüber und schreibt, während man in London über die Verletzung der Verträge durch Deutschland gesprochen habe, habe General Göring festgestellt, daß das Reich über die stärkste Luftflotte der Welt verfügt(?). Die Ausführungen Görings über den Geist, der die deutsche Militärluftfahrt beherrsche, sowie sein Hinweis darauf, daß sie bereit sei, sich im Dienste des Vaterlandes zu opfern, seien wahrscheinlich dazu bestimmt gewesen, in der Weltmeinung Eindruck zu machen. Der Berliner Sonderberichterstatter des„Journal“ unterstreicht ebenfalls diese Stelle der Rede. ist aber im Gegensatz zum„Petit Parisien“ der Ansicht, daß General Göring ehrlich und offen seine wahren Gedanken wiedergegeben habe. Den Hinweis Görings, daß Deutschland durch die Aufrüstungen dem Weltfrieden einen großen Dienst erwiesen habe, bezeichnet der Berichterstatter geradezu als sensationell. „Le Jour“ erklärt, man habe ganz besonders den zuversichtlichen Ton festgestellt, in dem General Göring seine Erklärung abgegeben habe. Wenn die deutsche Militärlutffahrt wirklich so rasch geschaffen worden sei, so gebe der Stand der deutschen Flugzeugbauindustrie zu den größten Beunruhigungen Anlaß. Der Berliner Berichterstatter des„Petit Journal“ ist der Ansicht, daß General Göring absichtlich die Schnelligkeit, mit der die deutsche Luftflotte geschaffen wurde, etwas übertrieben habe, um zu beweisen, daß er die Wahrheit gesagt habe, als er noch wenige Monate vorher erklärte, Deutschland verfüge über keine Militarluftfahrt. dnb London, 3. Mai. Ueber die Erklärung, die General Göring am Donnerstag vor der Auslandspresse abgegeben hat, wird in allen Morgenblättern— zum Teil in großer Ausführlichkeit— berichtet.„News Chronicle“ ist der Ansicht, daß sich Macdonald und General Göring in ihren Ausführungen ziemlich nahe gekommen seien. Macdonald habe Deutschland aufgefordert, sich an einem Pakt zur Begrenzung der europäischen Luftstreitmächte zu beteiligen und Goring habe erklärt, Deutschland sei bereit, sich an einem solchen Abkommen zu beteiligen. „Daily Mail“ nimmt ebenfalls auf die Erklärung Görings Bezug und spricht die Erwartung aus, daß die britischen Minister weder Mühe noch Geld sparen würden, um die Wehrkraft der Nation von Grund auf zu organisieren. Enten uder eie Werimer Verhundtungen der außenpolitischen Aussprache im englischen Unterhause streitkräfte im Vordergrund stehen werde. Seite 3 Nr. 104 und Die mit dem Londoner Protokoll begonnenen Stresa fortgesetzten Arbeiten über einen Luftpakt der Locarno=Mächte gingen im übrigen ihren Gang. Hierbei wird allgemein angenommen, daß man in den Hauptstädten Großbritanniens, Frankreichs und Italiens vielleicht schon mit der Anfertigung von Entwürfen beschäftigt ist. Deutschland werde natürlich, so wird erklärt, über jeden etwaigen Paktentwurf befragt werden. P.# Preß Association schreibt, die gestrige Erklärung bedeute, daß die in Großbritannien stationierte Luftflotte nicht schwächer sein dürfe als die deutsche Luftflotte, die sich mit großer Geschwindigkeit dem französischen Stande nähere. Die Gesamtluftstreitmacht Frankreichs übersteige aber heute den Umfang der englischen Heimatflotte um ein Dreifaches. In Regierungskreisen gehe daher die Ansicht allgemein dahin, daß unter den gegenwärtigen Umständen nur der Weg der Aufrüstung bleibe. Man hoffe aber, daß diese Politik auf die Dauer zu einer Art Vereinbarung über die Beschränkung der Luftstreitkräfte führen werde. Der Mörder des Arbeitsdienstmannes Koch(Bochuniz Verhaftei Bedischei Einigramt Verhäftel dnb Berlin, 3. Mai. an der deutsch=tschechosloVor einigen Tagen ist wakischen Grenze beim Bahnhof Eisenstein ein deutscher Emigrant, der in der Tschechoslowakei im Dienste der deutschfeindlichen Propaganda tätig war, in dem Augenblick verhaftet worden, als er einen deutschen Vertrauensmann erwartete. Gegenüber den in der ausländischen Presse verbreiteten Nachrichten, die Verhaftung sei auf tschechoslowakischem Boden erfolgt, ist festzustellen, daß die inzwischen angestellten Ermittlungen einwandfrei ergeben haben, daß der Emigrant auf deutschem Gebiet festgenommen worden ist. dnb London, 3. Mai. Die Aussprache im Unterhaus wurde mit einer Rede des Außenministers Sir John Simon abgeschlossen. Simon erklärte, England stehe noch heute zu dem bekannten Abrüstungsplan Macdonalds, der u. a. die Forderung einer völligen Abschaffung der Militärluftfahrt enthalte.(Infolge der ablehnenden Haltung Frankreichs konnte der Plan bisher nicht verwirklicht werden. Schriftleitung.) Was die englische Verantwortlichkeit unter dem Locarnovertrag nach dem französisch=sowjetrussischen Abkommen angehe, das Donnerstag abend unterzeichnet worden sei, so laute die Antwort sehr entschieden: Sollten Sowjetrußland und Deutschland in einen Konflikt geraten und Frankreich in Deutschland einmarschieren, um Sowjetrußland Hilfe zu leisten, so würde dies England nicht automatisch in den Streit verwickeln. Greife Deutschland Sowjetrußland an und Frankreich eile in Erfüllung des französisch=sowjetrussischen Vertrages den Russen zu Hilfe, indem es Deutschland angreift, dann lege der Locarnovertrag England unter diesen Umständen keine Verpflichtung auf, Deutschland Hilfe zu leisten. Die Bestimmungen des französischsowjetrussischen Vertrages seien, wie versichert werde, derart, daß sie sämtlich den Funktionen des Locarnovertrages untergeordnet seien. Daraus folge, daß die britischen Verpflichtungen heute unter dem Locarnovertrag ebensowenig vermehrt worden seien, wie damals, als Frankreich gleichzeitig mit Polen und der Tschechoslowakei Verträge auf der Grundlage gegenseitiger Unterstützung abgeschlossen habe. Zur Frage der Luftrüstungen sagte Simon, die Erklärung Hitlers, daß Deutschland Luftparität mit England habe, bedeute, daß die [Stärke der deutschen Frontlinienflugzeuge einer britischen Frontlinienstärke von 800 oder 850 Flugzeugen entspreche. Diese Ziffer schließe nicht die Hilfsflugzeuge und besondere Reserveeinheiten, wohl aber die britischen Ueberseeziffern ein. Die Verhandlungen in Berlin Simon fuhr fort:„Ich nehme an, es ist fair, zu sagen, daß der deutsche Kanzler erklärte, er wünsche Mitteilung über die endgültigen Bedürfnisse Deutschlands zu machen. Es hinterließ bei uns starken Eindruck, daß der Kanzler erklärte, es würde nach seiner Meinung falsch sein, gewisse Forderungen jetzt vorzubringen, um sie später zu erhöhen, ebenso wie es falsch würde, jetzt zu schweigen, um später ein neues Thema aufzuwerfen. Das kam in der sehr eingehenden Aussprache über die Frage einer Rückkehr Deutschlands in den Völkerbund zum Ausdruck. Ich gewann den Eindruck, daß es nach Meinung des Kanzlers für Deutschland ganz unmöglich sein würde, nach Genf zurückzukehren und da etwa neue Forderungen vorzubringen, die bis dahin der Welt verborgen geblieben waren. In einigen Fällen, bei denen er Ziffern über die künftige deutsche Flotte erwähnte, von denen ich am 9. April Mitteilung machte, wies der Reichskanzler darauf hin, daß ihre praktische Verwirklichung nicht sofort stattfinden könne, sondern erst nach einer gewissen Zeit. Alles das legte der Kanzler mit dem Hinweis darauf dar, daß er die Haltung Deutschlands freimütig, vollständig und endgültig schildere. Der Kanzler versicherte, daß es sich hier nicht um Bruchstücke einer Erklärung handele. Wir drängen sehr stark auf die Rückkehr Deutschlands nach Genf. Ich muß bekennen, daß mich seine Haltung sehr enttäuschte. Seinen ersten Einwand konnten wir wohl verstehen. Er lautete, daß der Völkerbund mit einem durch den Versailler Vertrag errichteten System verbunden sei, und daß die Völkerbundssatzung einen Teil des Vertrages darstelle. Die einzige Antwort hierauf lautete; daß, wenn dies das wirkliche Hindernis sei, wir zusammenarbeiten müßten, um sie zu trennen und die Völkerbundssatzung zu einem völlig unabhängigen Dokument zu machen, obwohl sie ursprünglich ein Bestandteil des Vertrages war. anb Siegen, 3. Mai. Der Stab der Gruppe 209 des Arbeitsdienstes Kirchhundem teilt über den bereits gemeldeten feigen Mord an dem Arbeitsdienstmann Koch aus Bochum u. a. mit: Dieser furchtbare Vorfall ist das Ergebnis einer seit geraumer Zeit systematisch betriebenen Hetze einer gewissen Gruppe von Einwohnern gegen den Arbeitsdienst und den Nationalsozialismus. Persönliche Gründe lagen nicht im geringsten vor. Die Männer der Wirtshausstreife waren alle erst seit kurzem in Kirchhundem und hatten den besten Ruf bei ihren Vorgesetzten. Dagegen war mehrfach heftige Klage über verschiedene Einwohner Kirchhundems geführt worden, die durch böswillige Aeußerungen und Beleidigungen auch des Führers aufgefallen waren. Nunmehr nahm man eine Reihe von Verhaftungen vor, darunter auch den Ortspfarrer. Das abgeschlossene Verhör der Verhafteten ergab außerordentlich belastendes Material. Der Täter, der 66jährige Jagdaufseher Sasse aus Kirchhundem, wurde nach heftiger Gegenwehr kurz nach der Tat verhaftet. Reichspressetagung der ASDAp. Mai. Hitlers Hauptargument war, daß Deutschland sein völlig ein gröbel Kompelihr in alten Zoatänter=Naatincater kum 75. Geburtstage des Komponillen Reznicck in mancher Hinsicht ein Land minderen Rechtes sei. Ich brauche dem Hause nicht mitzuteilen, daß die Vertreter der britischen Regierung ihr Aeußerstes taten, um dieser Auffassung entgegenzutreten. Wir wiesen darauf hin, daß dem Locarnovertrag die Rückkehr Deutschlands in den Völkerbund als Mitglied des Rates folgte. Hitler bestand sehr stark auf dem Einwand, wie ich bereits sagte, daß die Völkerbunds satzung mit dem Versailler Vertrag zusammenhängt. Japan, so wurde erklärt, habe den Völkerbund verlassen und übe nichtsdestoweniger die Verwaltung einer früheren deutschen Kolonie aus. Falls Deutschland als nicht geeignet für die Verwaltung irgendeiner Kolonie angesehen werde, wo bleibe da die Gleichberechtigung? Wir entgegneten, daß die Zuteilung von Mandaten keine Frage sei, die die einzelnen Mitglieder des Völkerbundsrates, sondern den Völkerbund selbst angehe. Wir haben Hitler nicht im unklaren darüber gelassen, daß die Frage der Mandatsübertragung nicht erörtert werden könne, weil Mandate nicht nach der Laune dieser oder jener Regierung übertragen werden könnten. Zu den bedeutendsten Komponisten der älteren Generation gehört ohne Zweifel Emil Nikolaus von Reznicek. Auch er hat jene überlegene Eleganz der stofflichen Beherrschung von Harmonie, Melodik und Instrumentation. Wie eine große Zahl unserer Komponisten kommt Reznicek vom Dirigentenpult, wie Weber, Wagner und Strauß und viele andere. Diesen Meistern ist ein Zug instrumentaler Beweglichkeit gemeinsam. Unverkennbar ist Reznicek der geübte, bis ins Kleinste geschulte Kapellmeister. Es sind in unseren Tagen wenige Meisterwerke wie etwa die Ouvertüre zu„Donna Diana“ geschrieben worden, ein Allegro von der beschwingten Zartheit, wie sie nur alte Meister hinzuhauchen verstanden.„„Konl Reznicek ist als Sohn eines Fetdmarschaus am 4. Mai 1860, nach anderen Quellen 1861 in Wien geboren. Auf dem Leipziger Konservatorium erhielt er seine Ausbildung, ging dann nach Zürich, Stettin und Berlin als Kapellmeister, wirkte auch als Militärkapellmeister und schließlich in Mannheim als Opernleiter. einer launigen biographischen Skizze erzählt er auch von einem kurzen Operngastspiel im alten Bochu: mer Stadttheater, wo ihm das recht„energische“ Bochumer Publikum an einem durch mancherlei Zwischenfälle unglücklichen Theaterabend ein paar sehr unangenehme Stunden bereitete. Das war einige Zeit nach der Jahrhundertwende.— Ja, wir Bochumer lassen uns nichts vormachen. gug..(Kan.um2 Von seinen Bühnenwerten sind die schon erwähnte Oper„Donna Diana",„Till. Eulenspiegel", „Jungfrau von Orleans",„Satanella",„Ritter Blaubart“ hervorzuheben. Daneben schrieb Reznicek Symphonien, symphonische Dichtungen wie„Der Sieger", „Peter Schlemihl",„Tragische Geschichte"(nach Chamisso)„Trauermarsch auf den Tod eines Komödianten“, eine Suite auf Strindbergs„Traumspiel“, ein wirkungsvolles Requiem und eine Messe. Damit bewies der Meister auch seine Vollkommenheit in der Instrumentalmusik. Der zu früh verstorbene berühmte Münchner Zeichner und Graphiker Ferdinand von Rezuicek war der jüngere Bruder des Komvonisten. Berlin ist dem Meister längst zur zweiten Heimat geworden. die nun den jugendfrischen Fünfundsiebziger mit der ganzen gebildeten Welt ehrt. schluß an die Düsseldorfer Tagung der NS.=Kulturgemeinde abgehalten werden. Klassiker und lebende Schopfer romantischer Kunst stehen auf der Festfolge. Professor Hans Pfitzner, der 66jährige Meister der neuromantischen Richtung in der Musik, wird Carl Maria von Webers„Freischütz“ einstudieren und dirigieren, außerdem die Aufführung eines eigenen Orchesterwerks in einem Konzert mit alter und neuer romantischer Musik leiten. Des rheinischen Komponisten August Bungert vergessene Komische Oper„Student aus Liebe“ wird in einer szenischen und musikalischen , fggführt Dar Präsident der Neubearbeitung uraufgeführt. Der Blunck „Die Reichsschrifttumskammer, Hans Friedrich kommt zur„Erstaufführung seines Schelmenspiels„Die Lügenwette" nach Krefeld. Außerdem geht des rheinischen Dramatikers Herbert Eulenberg neuromantisches Liebesstück„Belinde“ mit einer ersten deutschen Schauspielerin in Szene. Reichsdramaturg Dr. Rainer Schlösser und Gaufachberater Erhard Krieger wurden zu Vorträgen gewonnen. Das Kaiser=WilhelmMuseum veranstaltet eine Ausstellung„Romantisches Theater“ in seinen Räumen, die vom Kölner Theatereum beschickt und von seinem Leiter Professor Dr. musel Nießen eingerichtet wird. Besondere Berücksichtigung schichte von Shakespeares soll hier die Inszenierungsgeschichte von Shakespeares „Sommernachtstraum“, finden, dessen Freilichtaufführung auf der bei Krefeld gelegenen romantischen Burg „Romanlisches Theater“ Eine Festwoche in Krefeld. Stadttheater Krefeld veranstaltet in Verbindung mit der RS.=Kulturgemeinde vom 9. bis 16. Juni d. J. eine Festwoche unter dem Titel„Deutsche Romantik“, deren Hauptveranstaltungen im AnLinn mit der neuen Musik von Julius Weismann die Festwoche an den Pfingstfeiertagen einleiten wird. Hagener Bürgermeister als Dozent der Universität Münster. Dem Bürgermeister Dr. Hans Pagenkopf in Hagen wurde der Lehrauftrag erteilt, vom kommenden Sommersemester an in der Rechts= und Staatswissenschaftlichen Fakultät der Westfälischen Landesuniversität das Gebiet der kommunalen Wirtschaft unter besonderer Berücksichtigung des kommunalen Finanz= wesens durch Vorlesungen und Uebungen zu vertreten. Neuer Musikdirektor in Krefeld. Für den Posten des Städtischen Musikdirektors in Krefeld wurde Hans Schwieger verpflichtet. Schwieger, ein gebürtiger Kölner, steht im 29 Lebensjahr. Er hat in Köln und Bonn studiert und ist ein Schüler von Professor Braunfels und Generalmusikdirektor Abendroth. Bisher war er in Berlin, Kassel, Augsburg und Mainz tätig. Wagner=Festaufführungen in Amsterdam. Die Wagner=Vereeniging in Amsterdam hat Generalinten= dant Strohm eingeladen, Wagners„Walküre" zu inszenieren, die in zwei Festaufführungen am 16. und 18. Mai in Amsterdam gegeben wird, und für die bereits folgende Solisten verpflichtet wurden: Erich Kleiber, Maria Müller, Marta Fuchs, Margarethe Klose, Franz Völker, Josef von Manowarda. Jaro Probaska. „England hat die Tür offen gelassen“. Es ist, erklärte Simon weiter, keineswegs so, daß Rüstungen an sich eine endgültige Lösung bieten, aber sie sind eine Vorbedingung für den Kurs, dem wir jetzt zuzustimmen bitten. Niemand kann uns in der Welt verdächtigen, in der wir eine große Aufgabe als Mittler haben und in der wir Deutschland beschwören, zu zeigen, daß es bereit ist, seine Rolle nicht nur in Worten, sondern auch in der Tat zu spielen.(Beifall.) Vor Simon hatten noch einige Debatteredner gesprochen. Der neugewählte konservative Abgeordnete Duncan Sandys, der vor kurzem noch im diplomatischen Dienst stand und der englischen Botschaft in Berlin zugeteilt war, erklärte, daß die Deutschen sowohl moralisch wie vertraglich berechtigt gewesen seien, den Versailler Vertrag zurückzuweisen, weil die Verbandsmächte ihre Abrüstungsverpflichtung nicht durchgeführt hätten. An Stelle des den Deutschen auferlegten Versailler Vertrages forderte er einen frei vereinbarten Vertrag. Churchill und Austen Chamberlain ließen jedes Verständnis für Deutschland vermissen. Ihre Reden waren vom Geist von Versailles beherrscht. Deutschland, so sagte Chamberlain unter lebhaftem Beifall, dürfe sich nicht über eine Einkreisung beklagen, wenn es sich weigerte, den Einladungen der andern Mächte zu folgen. Der Konservative Sir Arnold Wilson erklärte er habe bei einem Besuch in Deutschland den Eindruck gewonnen, daß es sehr wohl möglich sei, mit Deutschland auf einer Grundlage zu verhandeln, die weit dauerhafter sein würde als irgendeiner der zahllosen Genfer Pakte. Er glaube an die Aufrichtigkeit Hitlers und seine leidenschaftliche Verurteilung der Angriffe aus der Luft. Anb Berlin, 3. Die RSK. berichtet aus Munchen u..: In Munchen fand am Freitag eine Reichspressetagung der NSDAP. statt, an der die sämtlichen Hauptschriftleiter der Parteipresse, die Gaupresseamtsleiter aus dem ganzen Reich sowie die Pressereferenten der Reichsleitung der RSTAP. teilnahmen. Die Tagung, die im Zeichen einer eingehenden Aussprache über die aktuellen pressepolitischen Fragen stand, wurde eingeleitet durch eine grundlegende Ansprache des Reichspressechefs der NSDAP., Reichsleiters Dr. Dietrich. Dr. Dietrich ging von der Entwicklung aus, die die deutsche Presse seit der im Januar durchgeführten Leistungswoche der NS.=Presse erfahren hat und befaßte sich dann eingehend mit der kürzlich erlassenen Anordnung des Präsidenten der Reichspressekammer, Reichsleiters Amann, und ihrer Bedeutung für die nationalsozialistische Presse. Die nationalsozialistische Presse begrüße diese Verordnungen, die aus echt nationale sozialistischem Geist geboren seien und dem Wollen und Wirken der nationalsozialistischen Presse entsprächen. Die neuen Entwicklungsmöglichkeiten würden von der Parteipresse und dem nationalsozialistischen Journalisten als neue Verpflichtung entgegengenommen, den eingeschlagenen Weg der ständigen Leistungssteigerung im Rahmen der politischen und charakterlichen Dynamik der NS.=Presse mit Energie weiter zu verfolgen. Dr. Dietrich trat in diesem Zusammenhang der Kritik des Auslandes entgegen, die behauptet, mit dieser Entwicklung werde der politische Einfluß der Presse in Deutschland verringert und das Zeitungsbedürfnis der Oeffentlichkeit könne nicht mehr in dem erforderlichen Maße befriedigt werden. Im Mittelpunkt der Nachmittagstagung, an der führende Männer der Reichsleitung der Partei teilnahmen, standen außerordentlich wertvolle informatorische Vorträge des Beauftragten des Führers für außenpolitische Fragen, Pg. von Ribbentrop, sowie des Münchener Gauleiters, Staatsminister Wagner. Von Ribbentrop umriß in anderthalbstündigen Ausführungen in klarer und instruktiver Form die außenpolitischen Probleme der Gegenwart vom deutschen Standpunkt aus. Gauleiter Wagner sprach über die politische und kulturelle Sendung Münchens als Hauptstadt der Nationalsozialistischen Partei im neuen Reich und gab einen interessanten Ueberblick über das große Bauprogramm der Stadt und über ihre zukünftige Entwicklung nach dem Willen des Führers. Kurze Nachrichten Luftpakt demnächst im Vordergrund dnb London, 3. Mai. Der Wortlaut v..g— Wtrusstischen. PakDer Führer und Reichskanzler empfing gestern mittag unter dem üblichen Zeremoniell den königlich=bulgarischen Gesandten, Dr. Christoff, zur Entgegennahme seines Beglaubigungsschreibens. Reichsminister Dr. Frank hat als Präsident der Akademie für deutsches Recht die Leitung des Strafrechtsausschusses dieser Einrichtung selbst übernommen. Verschiedene katholische Kirchenblätter, die das Datum vom Sonntag, dem 5. Mai, tragen, darunter auch das Kirchenblatt für das Bistum Berlin, mußten, wie das DRB. mitteilt, beschlagnahmt werden, weil sie einen Hirtenbrief der preußischen Bischöfe zum Erziehungssonntag veröffentlichen, der in einzelnen Wendungen eine untragbare Kritik an der Einrichtung des Landjahres enthält. Der Reichskommissar für die Rückgliederung des Saarlandes hat anläßlich des Nationalen Feiertages des deutschen Volkes in der bestimmten Erwartung, daß alsbald die letzten politischen Gegner zur Einsicht kommen, die Entlassung sämtlicher aus politischen Grunden in Schutzhaft befindlichen Personen verfügt. Das erst vor einigen Wochen gebildete spanische Minderheitenkabinett Lerroux trat zurück, da es bei seiner Vorstellung im Parlament mit einem Mißtrauensvotum rechnen mußte. des französisch=sowiet tes ist heute in London eingetroffen. Er wird von den Sachverständigen des Auswärtigen Amtes hinsichtlich seiner Auswirkungen auf die Völkerbundssatzungen, den Locarnovertrag und die schwebenden Paktvorschläge geprüft. In englischen Kreisen glaubt man nach der gestrigen Unterhausaussprache, daß für die nächste Zeit in der europäischen Politik die Frage der LuftHauptschriftleiter: Dr. Paul Dierichs Stellvertreter: Hans Schulte. Verantwortlich für Politik: Rudolf Foest, Kommunalpolitik und Stadtteile: Adolf Peddinghaus, Lokales: Hans Schulte, Kulturpolitik und Unterhaltung: Dr. Josef Schwermann, Feuilleton: Dr. Emil Strodihofs. Wirtschaft: Fritz Schmidt, Sport: Hans Hornberg, Gerichtsdienst und Briefkasten: Max Flegel, Provinz: Kurt Dörnemann, Anzeigen: Kurt Scholz, sämtlich in Bochum. Berliner Redaktion: Michael Haupt. Berlin SW 68. Wilhelmstr. 98. Anruf: Jäger 4115 u. Karlsdorft 0340. Berliner Anzeigenvertretung:, F. W. Pempe, Berlin=Charlottenburg, Uhlandstr. 194. Anruf C 1 Steinpl. 6813. Verlag und Druck: Lauvenmühlen& Dierichs in Bochum. Ruf 67551, 52, 53.— DA. III. 35: 24810. Sprechstunden der Redaktion 16—17 Uhr(außer Samstags). Für unverlangte Einsendungen keine Haftpflicht Rücksendung nur bei Rückvorto Die heutige Nummer umsaßt 30 Seiten Jüngling, rüste schnell denn es kon alle wieder mit dem B und dem K um im Wa und an uns Zwar ist e noch ein bi aber unsern öffnet sich? Höchstens u werden gehbis wir wi tummeln u Liebe Wasser=, Li Was Venedig4 und sonstige deviser Bochum schon lar Verlaufe des Jahl wenn es wieder Zwar möchte ich: Gemeinschafts=Lide kleinen Insel unter leicht in die Mar fahren. Man könn verkühlen. Aber h Badesachen heraus nicht alles trügt, zehn Tagen, unse können. 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Gaukulturelle lsozialistiinteressander Stadt em Willen estern mittiglich=bulegennahme it der AkaStrafrechtsmen. die das darunter n, mußten, n, weil sie zum Erlnen Wenchtung des rung des ertages des tung, daß nsicht komn Gründen nische Minbei seiner uensvotum tellvertreter: dolf Foest, nahaus, nterhaltung: Strodt= ins HornFlegel it Scholz el Haupt. 15 u. Karls3. Bempe, Steinpl. 6813. in Bochum. 810. Samstags). Rücksendung Gelen Seite 3 Nr. 104; Bochumer Anzeiger" Samstag Sonntag,./5. Mai 1933 95 * #3 höre, stehe ich ja zweifelsohne völlig außer Verdacht, etwa modernen Verkehrsbräuchen feindlich gesinnt zu sein. Aber, was man sich so in der Innenstadt mitunter an Geknatter anhören muß, gefällt mir trotzdem nicht. Natürlich ist das nur ein Teil von dem, was als Lärm bekämpft werden müßte. Ich weiß zwar nicht genau, was alles unter zu bekämpfenden Lärm fällt, möchte aber doch hoffen, daß beispielsweise auch auf häßliche Auseinandersetzungen abgezielt wird. Beispielsweise auf ruhestörende Gardinenpredigten gegen etwas spät nach Hause kommende Ehemänner. Weiter wäre ich gerade jetzt im Mai entschieden für Maßnahmen gegen die berühmten Katzengesänge, die nachts von den Dächern ertönen. Auch Straßengesänge in leicht benebeltem Zustand fallen nach meiner Ansicht darunter. Wobei allerdings zu bemerken ist, daß so was erfreulicherweise bei uns in Bochum beinahe fast überhaupt nicht vorkommt. O nein! Es gibt natürlich noch allerhand andere Lärmsorten, gegen die sich entschieden zu wenden wäre. Aber verlassen wir diesen Gegenstand und wenden wir uns lieber dem Wochenende zu. Das mit Recht so beliebte Wochenende wird uns diesmal nach den vielen Ereignissen der mit heute abgelaufenen Woche sicher ruhige Tage bescheren. Heute abend allerdings winkt erst das schöne Fliegerfest, zu dem ich mit 100 PS starten werde. Und zwar per Sporteinsitzer. Vorsichtshalber werde ich mir allerdings ein großes Stahlseil mitnehmen. Man kann ja nicht wissen und so. Vielleicht muß ich dann auf dem Heimweg einen Segelschleppflug durchführen. Was ohne Seil ja gar nicht möglich ist, weshalb das Fehlen eines solchen leicht bedauert werden könnte. Sonntag werde ich dann aber hinaus ins Freie wandern. In die schöne, ruhige Natur, in Bochums Baumblüte und vielleicht noch etwas weiter. Was ich Euch allen ebenfalls wünsche Wich in der Hoffnung auf ein in jeder Beziehung lärmfreies Wochenende Euer Flax Jüngling, flick die Badehose, rüste schnell dir den Trikot, denn es kommt die Zeit jetzt, wo se alle wieder frisch und froh mit dem Badezeuge eilen und dem Koffer in der Hand, um im Wasser zu verweilen und an unsres Ruhrstroms Strand! Zwar ist es im Augenblicke noch ein bißchen kalt dafür, aber unserm nassen Glücke öffnet sich doch bald die Tür. Höchstens noch an 14 Tage werden gehen in das Land, bis wir wieder— ohne Frage— tummeln uns am Badestrand! Liebe Wasser=, Licht=, Luft= und Sonnenbegeisterten Was Venedig am Lido, was Biarritz, Nizza Cannes und sonstige devisenverlangende Dörfer können, das kann Bochum schon lange. Zwar nicht so ausgedehnt im Verlaufe des Jahres, dafür aber dann um so schöner, wenn es wieder losgeht mit der herrlichen Badezeit. Zwar möchte ich nicht empfehlen, schon morgen an den Gemeinschafts=Lido Bochum=Blankenstein=Welper auf der kleinen Insel unterhalb der Burg Blankenstein oder vielleicht in die Marmorbäder der Werner Bramheide zu fahren. Man könnte sich dabei doch noch den Charakter verkühlen. Aber höchste Zeit wird es, so langsam die Badesachen herauszuholen und zu rüsten, denn wenn nicht alles trügt, werden am 15. Mai, also in etwa zehn Tagen, unsere Bäder schon ihre Pforten öffnen können. Ich bin durchaus nicht vom Verband der Wollbadeanzüge herstellenden Fabrikanten(sofern es einen solchen überhaupt gibt) dazu aufgestachelt worden, euch hiermit an das Bekleidungsstück zu erinnern, das für den Umgang mit der Oeffentlichkeit sozusagen das Geringste ist, was wir uns erlauben können. Aber ich möchte es aus freiem Antrieb nicht unterlassen, weil es um jeden Tag schade ist, den wir zur Bade= und Sommerszeit versäumen. Die Damen haben es natürlich in der Beziehung wieder einmal viel besser als wir. Sie brauchen sich nur einen orange= bis fleischfarbigen Badeanzug zu kaufen, da sieht man keine Löcher. Aber wir mit unseren schwarzen, im günstigsten Falle blauen Schwimmanzügen müssen schon rechtzeitig daran denken, das wieder herbeizuschaffen, was in den Wintermonaten den Motten als Wegzehrung gedient hat. Soweit ich unterrichtet bin, sind die Rüstungen auf die Eröffnung der Badezeit in unseren Bochumer Bädern in Werne, Langendreer, Stiepel und Dahlhausen schon in vollem Ein Bochumer Arbeitsmann zum Perrtererer. V hat die Bochumer Bevölkerung für die bedürftigen Volksgenossen unserer Stadt R R ch 9. #-# * SE 1! Als ich gestern nachmittag zurückkehrte von einer Besprechung bei der Bochumer Kreisleitung der NS.=Volkswohlfahrt, in der diese in genauer Uebersicht das Abschlußergebnis des Winterhilfswerks 1934/35 für unsere Stadt vorlegte, blieb ich am Wilhelmsplatz einen Augenblick bei der Anschlagsäule stehen. Mein Blick war da auf zwei dick und fett gedruckte Sätze in dem Aufruf von Dr. Robert Ley zum 1. Mai gefallen. Die riefen von der Säule herab in die Menge der Vorübergehenden: „Wir wollen wetteifern, dem Volksgenossen zur Linken und zur Rechten Gutes zu tun und ein guter Kamerad zu sein, weil wir wahre und ehrliche Sozialisten sein wollen. Wir wollen nie mehr von der Gemeinschaft fordern, als jeder einzelne von uns bereit ist, der Gemeinschaft zu geben!“ „Leitwort“ sagte ich so vor mich hin und las die Sätze, um sie mir einzuprägen, halblaut nochmal durch. —„Das ist gut, was Sie da gesagt haben. Das sollte jeder auswendig lernen und danach handeln. Wenn's in ihm noch nicht drin sitzt—“, klang eine Stimme hinter Ich wandte mich um. Hinter mir stand ein Mann, dessen heller Leinenrock und verwetterter Hut, mit Zementspritzen und feinem Gesteinsstaub bedeckt, auf einen Bauarbeiter oder Maurer hinwiesen. Ein zerfurchtes Gesicht sah ich, rotbraun gebrannt, graue Augen, und eine kurze Pfeise in einem schmalgepreßten Mund. An den Schläfen war das Haar bereits ergraut. Beim Sprechen hatte der Mann nur kurz zu mir rüber geschaut. Er zeigte mit der Pfeife auf den Aufruf und fuhr fort:„Dr. Ley hat darin viel gesagt über unsere Bereitwilligkeit, tatkräftig mitzuarbeiten am Aufbauwerk. Damit können wir zufrieden sein. Aber er hat in seinen„10 Punkten“ auch allerhand noch hinzugesetzt, zu dessen Durchführung noch viel stärkerer Einsatz jedes einzelnen gehört. Und da sind vor allen Dingen die beiden Sätze, die Sie da eben vorgelesen haben Praktischer Sozialismus! Das muß einem in Fleisch und Blut übergehen. Nicht nur hier mal'n bißchen geben, und da mal'n bißchen spenden. Nein, entweder selbst mithelfen in der NSV. meinetwegen— das tu ich zum Beispiel—, oder, es gibt natürlich auch Berufe, bei denen das nicht so ohne weiteres geht, dann aber auch soviel für die anderen geben, daß man's merkt.“ „Nach dem, was ich in der letzten halben Stunde gehört habe, können wir doch, was die Opferwilligkeit unserer Bochumer Volksgenossen anbetrifft, hier in unserer Stadt nicht klagen...“ warf ich ein. „Nein, das glaub' ich auch nicht“, meinte mein Nebenmann, ich weiß ja nicht, wie nun das endgültige Ergebnis des WHW. hier bei uns wird, aber an und für sich muß ich sagen, daß ich bei meinen Sammlungen — ob bei der Brocken= oder bei der Haussammlung— immer sehr gut zurechtgekommen bin. Ich glaube sogar, daß wir hier in Bochum sehr gut abschneiden werden, nach allem, was ich so von meinen Kollegen gehört habe.“, 4grtet, ich und ias mei „Da haben Sie recht, aniwortete lich und zog meine eben in der Besprechung gemachten Notizen aus der Tasche.„Wissen Sie, ich bin nämlich vom„B..“ und war da gerade bei der NSV. in der Trankgasse wo der Bochumer Presse über den Abschluß des WHW. etwas Fächlt, worden ist. Sehen Sie, ich habe hier so ein paar — zeigen Sie mal!“ Wißbegierig beugt sich mein Nebenmann über die Blätter. Wir drücken uns um die Anschlagsäule herum und stehen nun an einer stil„Was haben wir denn so alles in allem, also Geldund Sachwerte zusammen, aufgebracht hier in Bochum?“ fragt er eifrig. Hier ist die Endsumme: 2 167079,55 Reichsmark. Da sind also drin 870 578,60 Mark Bargeldspenden und dann die Sachspenden. Diese machen den Wert des Restbetrages aus.“ „Donnerkiel!"— der Alte nahm die Pfeife aus dem Mund—„alles in allem haben wir also hier in Bochum zweimillioneneinhundertsiebenundsechzigtausendneunundsiebzig Märker insgesamt unseren bedürftigen Bochumern zukommen lassen können!! Mensch, was ist das’ne Menge Geld! Da lohnt die Lauferei von Haus zu Haus wahrhaftigen Gott's. Wenn man bedenkt, was damit für eine Freude in Groß=Bochum bereitet wurde, dann kann man sich doch riesig freuen, dabei gewesen zu sein.“ „Ja, sehr, sehr vielen Volksgenossen ist damit geholfen worden. Wenn wir in diesem Winterhalbjahr auch 30 000 Hilfsbedürftige weniger hatten— dank der zielsicheren Arbeitsbeschaffung—, so waren doch durch das WHW. 1934/35 immer noch 87 900 Hilfsbedürftige zu betreuen, und die Zahl der unterstützten Haushaltungen betrug 22247.“ „So viele sind das also in ganz Bochum?— Ja wir Helfer in unserer Ortsgruppe hatten auch allerhand zu schaffen. Wieviel Leute sind denn in diesem letzten Winter beim WHW, tätig gewesen? Wissen Sie das auch...?“ „Augenblick mal, hier: Die Zahl der ständigen ehrenamtlichen Helfer betrug 1105 und die der gelegentlichen Helfer(also SA., SS., RSKK., HI., Frauenschaft usw.) 1316!“ Einen Augenblick schweigt der Mann neben mir. Dann sagt er einfach:„Man soll keine Dank reden halten, am wenigsten auf sich selbst. Außerdem glaube ich .-.-Archiv. daß den Helferinnen und Helfern der Dank am wertvollsten ist, den sie in einem Händedruck eines Volksgenossen, dem sie geholfen haben— in der Freude eines Kindes, das sie beschenkten— oder in dem wieder hoffnungsfrohen Blick einer Mutter, die sie unterstützten, gefühlt haben.“ In diesem Augenblick läuft an uns ein Jungvolkpimpf mit einer Büchse der NSV. vorüber.„Die Jungens haben auch eifrig mitgemacht", lächelt mein Begleiter.„An den Eintopfsonntagen und auch bei den Brocken= und Haussammlungen.— Aber sagen Sie mal, was ist denn so an den Eintopfsonntagen herausgekommen?" „Das hat sich auch von Sonntag zu Sonntag gesteigert. Schauen Sie mal, hier habe ich eine genaue Aufstellung über das Einkommen der Bargeldspenden Eintopfgericht.... Abzeichenverkauf, Postkarten u. Buchsensammlungen Tag der nationalen Solidarität... Tag der Polizei Laufende Monatsspenden(Loyn= und Gehaltsabz., Opferschießen, Winterpfennig, Goldenes Buch) usw Sonstige Spenden.. 175 743,07 RM. 48 589,14„ 9 470,56„ 3 366,15" 518084,68 115 325,00 Gange, und ich empfehle, sich schon jetzt darauf einzurichten, beim Start es dem oben abgebildeten Herrn gleichzutun: Kopfüber nämlich rin ins nasse Vergnügen! Für die kommende Woche steht uns nicht nur in Bochum, sondern im ganzen Reich eine Sache bevor, bei der wir alle Gelegenheit haben, uns selbst und allen Mitmenschen zur Verlängerung des Lebens durch Schonung der wertvollen Nerven zu verhelfen. Obwohl zu den Zeiten des bekannten Meisters aller Humoristen, Wilhelm Busch, zweifelsohne der allgemeine Krach noch nicht so groß war, wie wir ihn heute haben, waren selbst seine Nerven schon so angespannt, daß er den bestimmt schon rein inhaltlich richtigen Reim von sich geben konnte: Musik wird unschön oft empfunden, weil meist sie mit Geräusch verbunden! Nun will ich von dieser Musik gar nicht reden. Das ist zur heutigen Zeit in unseren Ohren noch das geringste Geräusch. Selbst wenn es ausgerechnet zur Mittagsschläschenstunde aus Riesenlautsprecherwagen ertönt mit Zwischenbemerkungen zwischen den Musikstücken, daß man sich beispielsweise den Blinddarm am besten mit Glitzerit reinigt. Solche Musik= und Lärmfreuden sind erfreulicherweise noch nicht zum täglichen Vergnügen geworden, vermutlich, weil die entsprechenden Wagen sonst inzwischen schon häßlich mißhandelt worden wären. Aber was wir sonst so an Geräuschen in uns aufnehmen, das geht doch schon, ehrlich gesagt, auf kein Trommelfell mehr. Da ich selbst Kraftfahrer bin und obendrein— ich bekenne es mutig— noch zu der bösartigen Gilde der Motorradfahrer geDie uhle Zat........ 5 im Kreis=Kriegerverband Bochum=Land ..-Muthherr. zusammen also 870 578,60 RM. „Das ist ja bald doppelt so viel wie im Vorjahre!" stellt man neben mir fest"— und was hat die NSV. denn nun für das Geld eingelauft?" „Da sind zunächst 126 955 Zentner Kartoffeln zu 3,50 Mark der Zentner, dann 480 405 Zentner Fettförderkohle(Zentner kostet 1,10 Mark); weiter 146 000 Lebensmittelscheine zu 50 Pfennig und dann Gutscheine für Kleidung, Wäsche und Schuhe von 7 bis 30 Mark im Betrage von insgesamt 168 264,17 Mark. Dazu sind noch 24 616,83 Mark für Kinderwäsche und Müttererholung aufgewandt worden. Jnsgesamt wurden aus Spendeneingängen Waren im Werte von 1 208 669 Mark von der NSV. gekauft und an die Bedürftigen verteilt. Außerdem wurden aber noch anläßlich des 30. Januar 1935, des Tages der zweijährigen Wiederkehr der nationalen Erhebung, Sonderspenden ausgegeben, und zwar 80 868 Lebensmittelscheine zu 1 Mark und 28 179 Zentner Kohlen(Nuß III) zu 1,36 Mark der Zentner. Und jetzt schauen Sie sich doch hier zum Schluß noch mal diese Uebersicht über die Sachspenden Bochumer Firmen und einzelner Volksgenossen an, zu denen allerdings auch die Sachspenden aus den Pfund= und Brockensammlungen gezählt sind. Also: Gutscheine: 4000 Gutscheine à 5 Mark für Textilien, verschiedene Gutscheine von 2 bis 5 Mark für Textilien, verschiedene Gutscheine von 2 bis 5 Mark für Schuhe, verschiedene Gutscheine von 0,50 bis 1 Mark für Lebensmittel, 1352 Gutscheine à 1 Mark für Fleisch und 5515 Milchgutscheine à ½ Liter. Alle zusammen besitzen einen Wert von 25 222,20 Mark. Weiter: Lebensmittel im Wert von 180 087,64 Mark, nud zwar: 1322 Zentner verschiedene Lebensmittel(Brot, Butter, Hülsenfruchte, Fleisch, Obst, Schmalz, Fette usw.). Zu Brot verbacken wurden 1105,88 Zentner Weizenmehl und 1500 Zentner Roggenmehl. 15 Zentner Zwiebeln gab es, 40 000 Pfund Fisch(Filet), 24000 Dosen Rind= und Schweinefleisch, 48000 Dosen Haushaltsgemüse, 3659 Dosen verschiedene Gemüse, 1876 Dosen verschiedene Konserven(Obst, Fisch, Fleisch usw.), 25 016 Pakete Schmelzkäse, 1432 Stück Eier, 1037 Liter Milch und 677 Dosen Milch. Die Bochumer Kreisjägerschaft brachte eine Wildspende im Werte von 1565 Mark. Das waren: 98 Hasen, 113 Kaninchen, 35 Fasanen, 10 Rehe, 5 Wildschweine, 5 Hirsche. Für 516 956,10 Mark wurde Kleidung geopfert, und zwar: 14 387 Kleidungsstücke(Anzüge, Hosen, Jacken, Röcke, Mäntel, Kleider, Mützen usw.), 2083 Paar Schuhsohlen und 11 236 Paar Schuhe, Pantoffeln(für Männer, Frauen, Kinder).— Auch 247 Betten, Feder Seite 4 Nr. 104 Bochumer Anzeiger„ Samstag Sonntag,./5. Mai 1933 betten, sonstige Hausgeräte und 948 Matratzen wurden gespendet. Von den Sonderspenden im Werte von 12 387,57 RM. seien genannt: 17414 Freitische, Theaterkarten, Leistungen des Handwerks und freier Beruse, 376 Kinderbetreuungen(durch Polizei Landespolizei, Zementverband, Familien usw.), 1510 Spielzeuge(Puppen), 1238 Liebespakete. Dazu kommen noch 131 133 Mittagessen für Alleinstehende im Kosthaus und 7128 Krankenessen. Das haben wir in Bochum geschafft!“ Aufmerksam war mir der alte Maurer gefolgt. Als ich jetzt schwieg und ihn erwartungsvoll ansah, was er zu dieser Aufzählung sagen würde, da sah er mich mit hellen Augen, an denen sich kleine, frohe Fältchen gebildet hatten, an und sagte: „Hut ab vor Bochum! Mehr hab' ich, einer von den dreimal hunderttausend Bochumern, zu dieser Leistung unserer Stadt nicht zu sagen. Wer diese Zahlen hört und sieht der weiß, daß wir auf dem Weg zu diesen beiden Sätzen sind",— er wies auf den Aufruf— „die Dr. Ley uns da vorgesetzt hat. Eswirdschon! — Heil Hitler!“ „Heil Hitler!"—g. Guter Saatenstand. Soweit sich bis jetzt übersehen läßt, ist der allgemeine Saatenstand des regnerischen Frühjahrs gut. Auch das Gras in den Wiesen steht gut und wenn jetzt wirklich warme Tage kommen, darf man mit einer überdurchschnittlichen Heuernte rechnen. Räude. Bei einem Pferde der Landwirtin Witwe Stratmann, hier, Markstraße 287, ist Räude festgestellt worden. Zwei Schwerverletzte Jugendliche Radfahrerin und Motorradfahrer von Verkehrsunfällen betroffen. Am? Mai wurde auf der Herner Straße eine 13jährige Radfahrerin von einem PKW. angefahren und schwer verletzt. Die Verletzte wurde dem Elisabeth= Krankenhaus zugeführt. Ferner erfolgte am 2. Mai an der Bongardstr., Ecke Hellweg, ein Zusammenstoß zwischen einem KKW. und einem Motorrad. Der Führer des Motorrades wurde überfahren und an beiden Beinen schwer verletzt. Der Verletzte wurde dem Augusta=Krankenhaus zugeführt. Wie man zu Schaden kommen kann. Mit einem linken Oberschenkelbruch, Kopf= und inneren Verletzungen dem Krankenhaus eingeliefert wurde gestern nachmittag der betagte Invalide Alex., Rosendahlstraße 4. Er wollte sich auf einen Stuhl niederlassen, als er plötzlich ausglitt und mit dem Stuhl rücklings zur Erde stürzte. Nachdem er ärztliche Hilfe erhalten hatte, erfolgte die Ueberführung ins Krankenhaus. Zehn halbe Liter... und Kateihummte. Bilder aus den Bochumer Gerichtssälen Das ist eine„feuchte“ Welt: der eine singt und jubelt im Rausch, den andern plagt das„heulende Elend". Der eine möchte die ganze Welt umarmen vor Freude; der andere vergeht vor Weltschmerz über die eigene Unvollkommenheit und Schlechtigkeit und weint dicke Tränen in den Biertopf hinein. Der eine macht Witze und zwingt die ganze Umgebung zum lauten Lachen. Der andere wird zänkisch und macht Krakel, sucht Händel, schlägt los und greift womöglich zum Messer. Der eine wird zum Helden, wenn ihm das Blut in seinen Adern schneller rollt. Der andere wird zum Dichter, dem sich der Himmel mit allen Geheimnissen erschließt. Der eine wird zum Edlen hinangezogen vom Ewigweiblichen, der andere versinkt im Sumpf und kommt moralisch um. Das sind so die kleinen Unterschiede bei den Menschen. Alle diese Temperamente und Charaktere lernt man im Laufe der Jahre vor Gericht genugsam kennen. Von einer Art Rauschwirkung soll aber hier gesprochen sein, sie stellt sich sehr oft ein und führt so oder so auf die Anklagebank. Der eine wird freigebig wie ein Baron, spielt den„Dicken", läßt Bier und Wein auffahren, hält Hinz und Kunz frei— und kann dann nicht bezahlen. Der andere säuft still in sich hinein, freut sich der eigenen Trinkfestigkeit und kann dann auch nicht bezahlen. Es ist niemand da, der ihm hilft — also wandern bei de vor den Richter. * Zur Abwechselung hat man es diesmal mit einem Manne von letzterer Art zu tun. Er kam aus Düsseldorf, hatte in Gelsenkirchen Verwandte besucht und wollte eigentlich zu seiner Mutter nach Hamm reisen. Ein falscher Wind muß ihn von der rechten Straße abgetrieben haben, denn wir finden ihn plötzlich in einer Wirtschaft in Bochum, wo er kreuzfidel einkehrt und zur Wirtstochter sagt: „Zehn halbe Liter trinke ich, dann sagen Sie mir Bescheid!" Von 5 Uhr nachmittags bis 11 Uhr abends hatte er diese Biermenge bezwungen. Er war ein großer starker Mann und in den Jahren, in denen man einen Stiefel verträgt. Als er sich aber hinlegte, um zu schlafen, mahnte ihn der Wirt ans Zahlen. „Ich?— Hup!— Zahlen? Hup!— Ich— hup — habe— hup— keinen Pfennig— hup— in der Tasche!" Was nun folgte, kann man sich denken: Es kam ein Schupomann und holte den Zecher ab. Es stellte sich heraus, daß der Mann schon mehrfach ähnliche Prellereien verübte. Der Bierdurst hatte ihn nun wieder einmal überfallen. Er war der Verführung erlegen. Jetzt war die Sache für ihn böse. Auf Betrug im strafverschärfenden Rückfall steht unter Umständen Zuchthaus. * Der Mann gab alles ohne weiteres zu. Viel Erinnerung an den feuchten Abend hatte er aber nicht mehr. Nur meinte er, der Ansicht gewesen zu sein daß er noch 16 Mark in der Tasche haben müßte. Was aber nicht wahr sein konnte Wie kam der Mann, der so wie er, die ganze Welt bereist hatte, der als Dolmetsch in verschiedenen Sprachen tätig war, außer Französisch, Englisch angeblich auch Arabisch und Chinesisch sprechen kann, der bei der Uebergabe der Bagdadbahn mitgewirkt haben will, zu solcherlei Verirrungen? Er gab zur Erklärung an, daß er zeitweilig von einem unsagbaren Drange erfüllt sei. Das komme vielleicht von seiner Kopfverletzung. Er habe eine Kugel noch im Kopfe stecken, die nicht entfernt werden kann und zeitweilig auf sein Gehirn drückt. Wie er dazu kam, gerade nach Bochum zu wandern und hier zehn halbe Liter wegzutrinken, das alles sei ihm selbst durchaus schleierhaft. Da er es aber getan habe, müsse er auch die Strafe auf sich nehmen. Das Gericht ließ unter solchen besonderen Umständen noch einmal Milde walten, da es mit Recht annahm, daß hier keine verbrecherische Energie die Tat ausgelöst habe, sondern der heimtückische Fortfall gewisser Hemmungen, vielleicht infolge der erlittenen Verletzung. Aber man machte ihm doch klar, daß er sich zusammenraffen und beherrschen müsse, sonst könne es ihm doch schlimm ergehen. Für diesmal wollte das Gericht den Fall mit drei Monaten Gefängnis abgelten. Fünf Monate waren beantragt. Und der Angeklagte schien froh, noch so billig davongekommen zu sein. Vater, Mutter und Tochter Der Fall spielt in Witten bei einer Molkereigenossenschaft. Auf der Anklagebank sitzt einer vom Bau mit Frau und Tochter. Es ist viel Butter verschwunden. Eine große Menge ist zugegebenermaßen an den Fingern des Angeklagten hängen geblieben. Ein Vorstandsmitglied bezifferte die veruntreute Menge auf Grund, einer Generalrevision mit 21000 Mark. Das kann natürlich der Angeklagte gar nicht allein beiseite gebracht haben. Da müssen noch andere stille Teilnehmer vorhanden gewesen sein. Wie kann so etwas einreißen? Man fragt unwillkürlich: War denn keine Aufsicht da? Also fiel der Mann unter die Amnestie, da er bisher noch völlig unbestraft war. Wie aber das schlechte Beispiel mit der Butter auf die zwanzigjährige Tochter eingewirkt hat, war aus dem Umstande zu ersehen, daß Fräulein Schnappdirwas ihre Stellung in einem Wittener Kaufhause dazu benutzte, unter Billigung ihrer Mutter langfingrig eine Art Aussteuer zusammenzuschleppen. Die Berufung von Mutter und Tochter gegen die mehrmonatige Gefängnisstrafe war aussichtslos. Deshalb zogen beide sie lieber im letzten Augenblick zurück. Keine Frostgefahr Wetterbericht der Reichswetterdienststelle Essen=Mülheim vom 3. Mai, abends. Unser Wetter wird beherrscht von dem mitteleuropäischen Hochdruckgebiet, dessen Zusammensinken sich inzwischen weiter nach Osten verlagert hat. In der Biskaya hat sich ein Ausläufer des atlantischen Tiefdrucksystems entwickelt, der sich jedoch nur wenig ostwärts vorschiebt, so daß wir bei schwachen östlichen Windströmungen und kräftiger Sonnenausstrahlung noch mit dem Fortbestand des heiteren, milden Wetters rechnen können. Shmak. Winde Vorhersage für Samslag: Schwache Winde aus östlichen Richtungen, nur leichte hohe Bewölkung, 13) Copyright by Wilhelm-Goldmann-Verlag „Was sagen Sie da?“ rief Claire.„Aber das ist doch schändlich... das ist ja unmöglich“ „Aber es ist so“, bestätigte Malaise sehr ernst. „Ueberlegen Sie doch bitte selbst... Wer hatte Interesse am Tode Ihres Onkels, vor allen Dingen am Tode Frau Raymonds?. Sie!... Sie allein, vielleicht auch noch der junge Armentin, wenn wir annehmen, daß er Sie bald heiraten will... Aber was haben Ste denn?" „Nichts“, stieß Claire mühsam hervor, die sich kaum noch aufrecht erhalten konnte.„Nichts.. Es ist schon vorbei... Sprechen Sie weiter, Herr Inspektor „Wie Sie wünschen“, brummte er.„Wer war so mit den Gewohnheiten Herrn von Chancrays und seiner Hausdame vertraut, daß er mit Leichtigkeit die für die Mahlzeit bereiteten Pilze durch vergiftete ersetzen konnte? Wer konnte Blausäure in das Mineralwasser Frau Raymonds gießen? Wie Sie selbst Herrn Bouchon erzählten, trank die Hausdame ganz regelmäßig Minralwasser zu jeder Mahlzeit... Wer wußte, daß Matthias Urlaub für den ganzen Tag erhalten hatte... Wer wußte schließlich, daß aus diesem Grunde Herr von Chancray während des ganzen Nachmittags, bis zum Abend, keine Hilfe finden wurde?... Sie, und immer nur Sie!... Wirklich, ich kann mich selbst nicht verstehen, daß ich an Ihre Unschuld glaube.“ Ganz plötzlich griff Claire nach Malaises Händen. „Sie sind gut!“ sagte sie leise. Der Inspektor brummte halb verlegen, halb wütend und zog hastig seine Hände zurück. „Aber Herr Bouchon ist es nicht! Er gehört zu jenen Untersuchungsrichtern, die um jeden Preis einen Schuldigen finden müssen— und zwar in möglichst kurzer Zeit. Hüten Sie sich vor Herrn Bouchon, mein Fräulein.“ „Aber was soll ich denn machen?“ rief sie verzweifelt. Malaise rutschte nervös auf seinem Stuhl hin und her.„Soll ich Ihnen einen guten Rat geben? Stehen Sie morgen früh nicht auf, Täuschen Sie irgendeine ansteckende Krankheit vor... Je gefährlicher, desto besser Typhus, Cholera, was Sie wollen... Und werden Sie nicht eher gesund, bis ich nicht eine ernsthafte Spur des Verbrechens gefunden habe...“ Das junge Mädchen konnte ein Lächeln nicht unterdrücken. „Und Sie glauben wirklich, daß Herr Bouchon...?“ „Ich bin sicher, daß Herr Bouchon sich einer... hm. weisen Zurückhaltung befleißigen wird... Und das ist wirklich das beste, was Sie sich im Augenblick wünschen können.“ Ein langes Schweigen folgte. Malaise machte sich innerlich die heftigsten Vorwürfe. Wie ein kleiner Junge hatte er sich benommen... Das Vertrauen seiner Vorgesetzten hatte er getäuscht! Das kleine Mädel rückte immer noch nicht mit der ganzen Wahrheit heraus, verschwieg ihm sicherlich eine Menge wichtiger Einzelheiten, und er, Polizeiinspektor Aims Malaise, machte sich zu ihrem Helfershelfer! Er verstand sich nicht mehr,„ekelte“ sich beinahe vor sich selber. Claire von Chancray empfand nichts wie tiefe Dankbarkeit für den Mann, dessen Gedanken sie teilweise erriet. Fieberhaft suchte sie nach einer Möglichkeit, ihm dies zu beweisen und glaubte, sie jetzt gefunden zu haben. „Hören Sie Herr Inspektor“, sagte sie nach kurzem Zögern,„Sie sind so gut zu mir, daß ich Ihnen jetzt etwas erzählen werde, was ich noch keinem Menschen gesagt habe..“ „Sehr vernünftig“, bemerkte Malaise. Er hatte die Gewißheit, daß seine Großherzigkeit belohnt werden würde. 12. Claire faltete ihre Serviette zusammen und erhob 60.„ 5 WV-KAfS-R „Wollen Sie nicht mit mir in das Arveitszimmer meines Onkels kommen?" schlug sie vor.„Ich kann Ihnen da viel ruhiger erzählen, was ich zu erzählen habe. Wir sind dort ungestört, Herr Inspektor.“ Sobald sie in Herrn von Chancrays Zimmer Platz genommen hatten, erzählte das junge Mädchen, wie sie am Abend ihres Eintreffens im Schloß Frau Raymond in Unterhaltung mit einem Unbekannten unter dem großen Baume beobachtet hatte. Sie wiederholte die drohenden Worte„... fähig, dich zu töten!“, die sie belauscht hatte, und berichtete ihre Unterhaltung mit Frau Raymond in dem schweigenden Gehölz am Vormittage des Pilzesammelns. 7...., Schweigend hörte Malaise zu. Endlich ein kleiner Lichtblick! Endlich hatte er eine Spur.. Wohin sie führen würde, wußte er nicht, ebensowenig, ob sie bedeutungsvoll war. Aber der Anfang war gemacht! „Ausgezeichnet“, sagte er, als das junge Mädchen ihre Erzählung beendigt hatte.„Ich werde sofort Erkundigungen über diesen Jérôme Raymond einziehen. Wenn er vor dem Tode Ihres Onkels und seiner Hausdame aus dem Gefängnis entlassen wurde, habe ich noch ein ganz hübsches Stückchen Arbeit vor mir... Ist das alles, was Sie mir mitzuteilen haben?" „Aber nein“, rief Claire.„Es gibt noch eine Menge anderer Dinge... Ob wichtig oder nicht, weiß ich nicht. Sie können das besser heurteilen.“ Das junge Mädchen sprach jetzt von dem Besuch, den der„Rote Wolf“ Herrn von Chancray am Tage vor dem Verbrechen gemacht hatte, erwähnte die Drohungen, die der Wilddieb gegen ihren Onkel ausgestoßen hatte. Und dann sprach sie von Elvira von Chancray... „Aber das ist ja unerhört“, rief Malaise.„Ich weiß wirklich nicht, ob ich Sie ausschelten soll, daß Sie dies alles dem Untersuchungsrichter verschwiegen haben, oder ob ich Ihnen dankbar sein muß, daß Sie mir als erstem diese wichtigen Mitteilungen machen... Sie behaupten also, daß Ihr Onkel sich über den hm.. Verlust seiner Frau nicht tösten konnte und sie noch immer zu lieben schien?" „Wenn ich daran denke, wie er an jenem Abend zu mir sprach, muß ich das glauben“, entgegnete Claire. „Aber so ganz einfach ist das doch nicht, und diese Unterhaltung ermöglicht vielleicht nur eine teilweise Beurteilung der ganzen Sachlage... Als ich meinen Onkel verließ, fand ich mich Frau Raymond gegenüber. Er hatte sich nicht getäuscht; die Hausdame hatte, im Schatten der Halle versteckt, jedes seiner Worte gehört. Was Frau Raymond mir sagte, bewies mir das sofort.“ „Erinnern Sie sich noch an die Worte?“ fragte Malaise, der eifrig in seinem kleinen Notizbuch schrieb. „Sehr genau sogar“, war Claires Antwort.„Frau Raymond rief:„Er hat Ihnen sicherlich wieder von seiner verwünschten Elvira gesprochen, nicht wahr?“ „Und nachher?“ „Nachher erzählte sie mir, daß Elvira von Chancray nicht gestorben wäre, sondern meinen Onkel verlassen hätte, um einem Offizier zu folgen.“ „Hat sie auch den Namen dieses Mannes erwähnt?“ „Nein, aber sie behauptete, Elvira von Chancray sätte meinen Onkel etwa zwei Jahre nach der— Trentung aufgesucht. Es waren nur zwei kurze Besuche, die inen Monat auseinander lagen. „Wann hat sie Ihren Onkel verlassen?“ „Das muß jetzt ungefähr zwei und ein halbes Jahr urückliegen." „Ueber die Veranlassung zu diesen beiden Besuchen onnte Ihnen wohl Frau Raymond nichts mitteilen?" „Doch, aber... „Warum sprechen Sie nicht weiter?“ „Ich weiß tatsächlich nicht, ob man den Erzählungen frau Raymonds völlig glauben darf.. Sie behaupete gehört zu haben, wie Elvira von Chancray meinen Inkel— bedrohte.“ am...„ „Na, na“, sagte Maraise.„Warum soute sie ihn vun bebraben!“ „Weil er sich weigerte— so habe ich es wenigstens erstanden—, ihr Geld zu geben.“ „Aber ich bitte Sie“, rief der Inspektor.„Das ercheint mir wenig glaubhaft. Haben Sie mir nicht sor kaum fünf Minuten erzählt, daß Herr von Chanray seine Frau, trotz ihrer Untreue, immer noch sebte?“ „Gewiß“, gab Claire zu,„habe ich das gesagt. Aber rinnern Sie sich nicht, wie ich Ihnen erzählte, welch in eigenartiger Mensch mein Onkel war? Und dann suälte ihn die Eifersucht! Wie Frau Raymond behaupete, hätte er eines Tages sogar erklärt, daß die Frau, sie er geheiratet, tot für ihn wäre!„Ich weiß nicht, vas sie so geändert hat“, soll er gesagt haben,„aber die Elvira, die hierher kam, Geld verlangte wie ein... Frauenzimmer, die mich bedrohte, weil ich ihr nichts eben wollte, diese Elvira hat nichts mit der Frau zu un, die ich liebte... Sie ist eine falsche Elvira, eine Unbekannte"...“ „Das läßt sich begreifen“, gab Malaise zu.„Elvira von Chancray soll also Ihren Onkel ernsthaft bedroht aben?“ „Es scheint so.“ „Hat Herr von Chancray Scheidungsklage eingereicht, nachdem seine Frau ihn verlassen hatte?“ „Sofort, wie ich glaube. Die Scheidung wurde auch ihne jede Schwierigkeit ausgesprochen.“ Der Inspektor stand auf, ging einige Augenblicke im Zimmer hin und her, und blieb dann vor dem großen Porträt Elvira von Chancrays stehen. Mit einer kurzen Kopfbewegung wies er auf das Bild und fragte: „Wie ich annehme, kennen Sie ihre Adresse?“ „Ja“, sagte Claire,„aber Matthias kann Ihnen vielleicht genauere Auskünfte geben. Seit langen Jahren ist er im Dienst meines Onkels, und— wenn er reden vollte...„„ „In seinem eigenen Interesse wird er das wohl tun müssen“, brummte Malaise.„Dank Ihrer Aussagen, mein Fräulein, haben wir hier nun eine zweite Fährte, sie aber, wie ich befürchte, nicht sehr weit führen wird.“ „Warum nicht?“ Der Inspektor zog die Schultern in die Höhe. „Elvira von Chancray hatte nicht den geringsten Vorteil durch den Tod ihres Onkels. Man müßte höchstens annehmen, daß der Wunsch nach Rache sie su dieser Tat getrieben hätte aber das würde immer noch nicht den Tod Frau Raymonds erklären...“ „Das ist noch die Frage“, sagte Claire. So?“ „An jenem Abend schien die Hausdame meines Onkels das Bedürfnis zu haben, ihr Herz auszuschütten“, fuhr das junge Mädchen fort.„Ich erzählte über dem Industriegebiet starke Dunstansammlung.— Wahrscheinliche Weiterentwicklung: Tagestemperaturen um 15 Grad, keine Frostgefahr mehr, mäßige Winde aus Ost und Süd, Zunahme hoher Bewölkung, weiterhin mild. Freitag, 3. Mai Barometer 24 Uhr: 1628 Thermometer 2 Uhr Zeiten für Sonne und Mond am 4. Mai: 2 Aufg.55, Unterg. 20.00: J Aufg..08, Unterg. 22.40 Wetternotizen, gemessen um 8 Uhr vormittags (Vereins-Kalender) Bochumer Sängervereinigung. Jeden Montag.15 Uhr: Chorprobe, Bürgergesellschaft. Stimmbegabte Herren willkommen. Bochumer Krieger= u. Landwehrkameradschaft, 1. Bezirk. Sonntag, 5. Mai, vormittags 11 Uhr, im Gasthaus Fritz Velten, Brückstraße, Bezirksversammlung. Erscheinen ist Pflicht. Nach Erledigung der Tagesordnung Vortrag. Wohin gehen wir heute Stadttheater: Samstag 19.30 Uhr: Sonderveranstaltung: Samstag 20 Uhr: Das goldene Vließ.— Iorgengen Uhr: Geschlossene Vorstellung für die NS.=Kultung#mde: „Der Raub der Sabinerinnen“.— Sonntag 20 Uhr: Der Zigennerbaron.„ 6: An Parthaus: Samstag 20 Uhr: Fliegerfest. Städtische Gemäldegalerte: Sonn= und feiertags bei freiem Eintritt von 10 bis 13 Uhr, werktags von 10 bis 16 Uhr. Heimatmuseum Haus Rechen, Königsallee 17: Sonn= und feiertags von 10 bis 13 Uhr, werktags von 10 bis 16 Uhr. Bergbaumuseum, Böbestraße: Wochentags, mit Mittwochs, von 9 bis 13 und 15 bis 18 Uhr, Mittwochs (Eintritt frei) von 15 bis 18.30 Uhr. Sonn= und feiertags Städtische Schwimm= und Badeanstalt, Marienstraße: Sonntags von 7 bis 12 Uhr Familienbad. Tonhallen=Varieté und Tanzpalast: ab 16 Uhr: Tanz. Apollotheater: ab 15.20 Uhr: Ferten vom Ich. Capitol: ab 15 Uhr: Ein Mädel aus guter Familie. Gloria=Palast: ab 16.30 Uhr: Regine. Hammer Lichtspiele: ab 15.15 Uhr: Cleopatra. Lichtburg: ab 15.15 Uhr: Der Schlafwagen=Kontrolleur. Lichtspielhaus: ab 15 Uhr: Ich sehne mich nach Dir. Odeon: ab 17 Uhr: Regine. Skala=Lichtspiele: ab 17 Uhr: Regine. Tonhalle: Samstag ab 14 Uhr: Triumph des Willens.— Sonntag vormittag 9 und 11 Uhr: Triumph des Willens. Sonntag ab 14 Uhr: Zigeunerbaron. Welt=Licht: ab 15.15 Uhr: Die heiratslustige Witwe. Unterhaltungs= Gaststätte Neuhaus. Rest. Schäfer. Gastst. Scheifbacken. Tonhallen=Gaststätte und Gaststätten: Gastst. D. Wahl. Rest. Zum Wiesental. Rest. Zur Waldesruh(Wettkämper). Hagen: StadthallenGaststätte. Ausflugslokale .=Barmen: Parkrestaurant Tölleturm Vormholz: Kurhaus Ihnen doch schon, daß mein Onkel ihr verschiedene Male zu einer Scheidung geraten und daß er sie sicherich aus dem Haus gejagt hätte, wenn ihm bekannt jeworden wäre, daß Frau Raymond von Zeit zu Zeit surch einen ehemaligen Sträfling Nachrichten von hrem Manne Jerome erhielt. Wenn ich Ihnen nun loch sage, daß vor ungefähr sechs Monaten mein Onkel Frau Raymond einen— Heiratsantrag gemacht hat— „Was sagen Sie da?“ rief Malaise. „Das hat mir wenigstens Frau Raymond versichert. Nicht ohne Bitterkeit fügte sie noch hinzu, daß dieser Antrag mehr in der Hoffnung gestellt wurde, seine frühere Frau eifersüchtig zu machen und sie vielleicht wieder zu ihm zurückzubringen.“ Mit gesenktem Haupte, die Hände hinter dem Rüken, begann der Inspektor von neuem in dem großen Zimmer auf und ab zu laufen. Der Fall war weit schwieriger, als er je angenommen hatte! Jetzt war er soch nicht mehr so ganz davon überzeugt, den Mörder nur in der nächsten Umgebung des Opfers suchen zu nüssen. Einshes „Noch eine andere, merkwuroige Einzelheit“, sagte jetzt Claire,„ist die„Legende', die mir mein Onkel erzählte. Wie er behauptete, sind alle Chancrays, die sich ein zweites Mal verheirateten, eines gewaltsamen Todes gestorben. Als Beweis führte er eine ganze Reihe Beispiele an. Ich muß aber hinzufügen, daß er selbst wohl nicht daran glaubte, sonst würde er wohl den Heiratsantrag an Frau Raymond unterlassen haben. Merkwürdig ist es aber doch, daß diese Ueberlieferung der Chancrays wieder einmal eine Bestätigung gefunden hat...„„„„ „Lassen wir um Gottes willen alle Legenden und Ueberlieferungen beiseite“, rief Malaise.„Der Fall ist ohnehin schon verwickelt genug. Sie sehen aber doch wohl selbst ein, wie vorteilhaft es für Sie ist, mir alle diese Einzelheiten erzählt zu haben... Ich habe jetzt drei Fährten: den Wilddieb, Jerome Raymond und Elvira von Chancray...“ „Glauben Sie denn, daß...“ (Fortsetzung folgt.) Sie Eringen sich um die schönste. Jages. wenn. Sie, ibnen. Mongen.ko##ee. kerutenstüben. Den Kalles mit. Rute und. Uesstand. genialien, aßer. Longelmann.-Blageen.-Kollles. den üßerrreugend. guten 1/4 P44. m.-.30 1 P44. ml..80 ter. sab. Bolioßt. Tongelmane. 1/4 244. m..60 1#4. nl..40 Tengelmang, KAFFEE-GESCHAFT Verkaufsstellen In allen Stadttellen Sehr bevorzugt von der Frühjahrsmode wird die sportliche Note. Geschickt vermeidet es die Mode, allzu männlichen Charakter in der sportlichen Kleidung zu betonen. Zum Teil sind es nur Einzelheiten, ein hübscher Gürtel, interessante Knopfgarnituren oder die Art des Materials, die das sportliche Moment betonen. Vor allem hat die schlichte, sportliche und elegante Linie den Vorzug, daß sie zu vielen Gelegenheiten paßt und man immer gut angezogen ist. Und ihr größter Vorzug: auch sportliche Kleidung gibt es in reicher Auswahl zu C&-Preisen! Cape 4 Eleganter Mantel aus prima chmack- Georgette, in schwarz, mageben rine, sand, grauu. finte. Sehr Man- Nott u. modern wirken das „ Cape und Jabot. Der Mananz Pe- fel ist ganz auf 2950 1075 Maroc.gefütten 80 5 Prima Sheflandware zeichndliches net dies. jugendliche Sportunstseid. kostüm aus. 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Heute jedoch ist es anders. Der Krieg mit seinem Mangel an Fleisch brachte eine grundlegende Aenderung. Wer nur einen geeigneten Platz hatte, hielt Kaninchen. Das änderte sich auch nicht nach dem Kriege. Im Gegenteil, einmal benötigte man noch immer dringend das Fleisch dieses nützlichen Haustieres und anderseits wurde die steigende Nachfrage nach Kaninchenvelzen aller Arten neuer Anreiz zur Anlegung einer Karnickelzucht. Heute ist die wirtschaftliche Bedeutung des Kaninchens so groß, daß man es getrost als „Schwein“ des kleinen vorstädtischen Siedlers bezeichnen kann. Die Zuchtkosten. Wie in aller Welt jedes Problem mit der Frage beginnt:„Wieviel kostet das?", so steht auch bei der Kaninchenzucht die Unterhaltskostenfrage im Mittelpunkt. Das Kaninchen braucht einmal Frischfutter, zum andern Teil Futter aus Abfällen, wie sie jeder Haushalt an Kartoffelschalen, Gemüse= und Obstresten abwirft. Das Abfallfutter kostet also praktisch nichts. Das Frischfutter wiederum kostet in den meisten Fällen auch nicht viel, da es auf eigenen Beeten wächst. Vom Kraftfutter, an dessen Notwendigkeit man früher glaubte, ist man inzwischen abgekommen. Man mußte feststellen, daß Kraftfutter in vielen Fällen eine tödliche Leberverfettung im Gefolge hat. Es ist erfreulich, zu hören, daß die Reichsfachgruppe Kaninchenzüchter, die diese Untersuchungen vornehmen ließ, die Kaninchenzüchter in jeder Weise in der Fütterungsfrage, bei der Anlage einfacher und zweckmäßiger Ställe, bei der Verwertung der schlachtreifen Tiere und vor allen Dingen in der Zucht, berät, die an Hand von Zuchtbüchern, durch Körungen usw. bei fortlaufenden Kontrollen im Interesse der Züchter überwacht wird. Die Rentabilität. Daß eine wirtschaftlich vernünftige Kaninchenzucht, bei der, wie gesagt, die Frage der billigen Futterbeschaffung stets über die Rentabilität entscheidet, auch einen verhältnismäßigen Gewinn abwirft, beweist die ungeheure Verbreitung der Kaninchen. Ihr Nutzen liegt einmal in der Fellverwertung, und es ist ja bekannt, welch außerordentliche Bedeutung die Kaninchenfelle bei den Rauchwaren=Versteigerungen im Inlande, aber auch als Ausfuhrartikel, gewonnen haben. Daneben die Bedeutung als Nahrungsmittel. 150 Millionen Pfund Fleischanfall von diesem„Schwein“ des Kleinsiedlers bedeuten schon, selbst wenn die Tiere zum überwiegenden Teil wohl im Haushalt der Züchter Verwendung finden, einen beachtlichen Posten in der Fleischversorgung. Die vornehmen Vetter des Kaninchens. Ueberhaupt die Fellverwertung der Kaninchen. Sie allein ist es wert, daß man sich mit diesen Tieren und in gleicher Weise auch mit ihren vornehmen Vettern, den Pelztieren, beschäftigt. Auch bei den Pelztieren wird die Rentabilität durch die Futterbeschaffung entschieden, wenn es sich nämlich um solide Unternehmungen handelt, die nicht etwa auf maßlosen Spekulationen von Nichtfachleuten aufgebaut sind. Man erinnert sich, daß die Pelztierzucht in Kanada ihren Anfang nahm. Damals verlachte man die Farmer, die jung gefangene Wildfüchse in Gehegen hielten, bis ihr Pelz im Winter „reif“ wurde. Als aber dann diese Methode zu überraschend guten Ergebnissen führte, setzte ein ungeheures Spekulationsfieber in allen Ländern ein. Ueberall versuchte man Geldgeber für die Errichtung von Pelztierfarmen zu gewinnen. Mancher, der sein Kapital zur Verfügung stellte, mußte später betrübt feststellen, daß man ihn übers Ohr gehauen hatte. Dennoch wurde auch dieses Spekulationsfieber von den soliden Züchtern überstanden, ein Beweis, daß das Interesse für die Pelztierzucht wach blieb. Praktisch begann die Pelztierzucht in eigens zu diesem Zweck angelegten Farmen in Deutschland vor genau zehn Jahren. Auch bei uns mußten alle Kinderkrankheiten durchgemacht werden. Heute kann man wohl sagen, daß die meisten Betriebe, weil auf völlig unsolider Grundlage aufgebaut, längst wieder verschwunden sind. Die wenigen aber, die noch vorhanden sind, verdanken ihre Existenz in erster Linie dem rein fachmännischen Aufbau im Rahmen von landwirtschaftlichen Betrieben. Als züchterischer„Nebenbetrieb“ hat sich eine Rentabilität durch die Fellverwertung ermöglichen lassen. Die entscheidende Futterfrage konnte eben im„Nebenbetrieb“ auf die einfachste Weise gelöst werden. Der Wert unserer Pelztierzucht. Am stärksten sind die Silberfüchse in Deutschland verbreitet. Ein Silbersuchs hat— und dabei wären wir wieder bei der Frage der Futterbeschaffung— einen ganz anständigen Appetit. Sein Jahresspeisezettel kostet rund 35 bis 40 Reichsmark, das ist, roh gerechnet, etwa die Hälfte seines Rohfellwertes. Von den rund 22000 Silber= und Polarfuchsen in Deutschland, je 11000 Jung= und Alttieren, werden insgesamt schätzungsweise etwa 6200 Doppelzentner Getreide, 6200 Doppelzentner Gemüse, Obst, Rüben und Knollenfrüchte, 396000 Liter Milch und rund 18000 Doppelzentner Fleisch und Fisch verzehrt, und zwar alles Lebensmittel zweiter Qualität, die für die menschliche Ernährung nicht ausreichen. Würde man diesen Futterbedarf der Silberfüchse auf dem Markt kaufen, so müßte man dafür rund 2,7 Millionen Reichsmark ausgeben, während man die Kosten nur mit 1 Million Reichsmark verauschlagt, wenn die Nahrungsmittel aus dem Eigenbetrieb genommen werden können. Neben den Silberund Polarfüchsen haben wir noch einige weitere Hauptvertreter der deutschen Pelztierzucht. So werden bei uns.18371 Sumpfbiber gehalten, die den von unseren Frauen ebenfalls sehr begehrten Nutriapelz liefern. Weiter werden 4596 Nerze in Gehegen gehalten. Auch ihr Pelz erfreut sich großer Beliebtheit bei der Damenwelt. Schließlich finden wir im Deutschen Reich noch 1583 Waschbären. Auch ihr Pelz findet in der Bekleidungsindustrie wertvolle Verarbeitung. Systematische Förderung der Pelztierzucht in Deutschland. Was eine sinnlose und lediglich auf Profitgier abgestellte Spekulationspolitik auf dem Gebiete der Pelztierzucht in Deutschland während der vergangenen zehn Jahre verdorben hat, soll jetzt restlos beseitigt werden. Auch dieser Angelegenheit haben sich die amtlichen Stellen angenommen. Wie die Reichsfachgruppe Kaninchenzüchter die Kaninchenzucht, so kontrolliert und unterstützt die Reichsfachgruppe Pelztiere in Verbindung mit dem Reichsnährstand sachgemäß die Zucht, Unterbringung und Fütterung der Pelztiere in Deutschland. Diese Tätigkeit kann nur begrüßt werden. Ziel der Maßnahmen soll sein, die Edelpelztierzucht allmählich ganz zu einem Nebenbetrieb der Landwirtschaft in geeigneten Gegenden zu machen. Schon unter Berücksichtigung der wichtigen Futterbeschaffung auf rentabler Grundlage wäre dies die praktischste Lösung der Angelegenheit. Darüber hinaus ist aber eine in geordnete Bahnen gelenkte Zucht auch von außerordentlichem wirtschaftlichen Nutzen. Heute noch gehen allerlei Millionen gute deutsche Reichsmark für den Ankauf von Pelzen ins Ausland. Eine systematisch betriebene Pelztierzucht könnte hier ebenfalls das deutsche Streben nach Unabhängigmachung vom Auslande wertvoll unterstützen. ts. Stch Mitteilung der Arbeitsgemeinschaft zur Förderung der Arbeiter=Wohnstättenbaues Die Arbeitsgemeinschaft zur Förderung des Arbeiterwohnstättenbaues teilt mit: In der Erkenntnis, daß der Arbeiterwohnungsbau ein sehr wichtiges soziales Problem ist, hat sich die Industrie bereit erklärt, sich auf der ganzen Linie in den Dienst des Arbeiterwohnstättenbaues zu stellen, und dadurch den Anstoß dazu gegeben, daß die im Wohnungs= und Siedlungsbau führenden Aemter und Verbände nunmehr zusammen vorgehen, um diese für Deutschland wichtige Aufgabe schnell und uneigennützig zu lösen. Durch den Zusammenschluß der Reichsgruppe Industrie, des Deutschen Gemeindetages, des Reichsheimstättenamtes der NSDAP. und der DAF., der Wirtschaftsgruppe Bauindustrie, des Reichsverbandes Deutscher Heimstätten, des Hauptverbandes Deutscher Wohnungsunternehmen und des Bundes Deutscher Architekten ist dies gewährleistet. Die Arbeitsgemeinschaft dieser Aemter und Verbände wirkt in allen Fragen des Arbeiterwohnstättenbaues einheitlich. Sie hat Grundsätze und Richtlinien ausgearbeitet, die für die Aktion des Arbeiterwohnstättenbaues für das ganze Reich Geltung haben. Damit sind alle Schwierigkeiten oder Reibungen der verschiedenen Zuständigkeiten ausgeschaltet, die dann auftreten, wenn der einzelne unabhängig von dem anderen vorgeht. Damit ist die Gewähr dafür geboten, daß im großen Umfange Wohnstätten für den Arbeiter errichtet werden können. Als Möglichkeiten der Förderung hebt das Merkblatt weiter hervor, daß die Werke im Rahmen des dem Arbeiter fehlenden Eigenkapitals durch Bereitstellung von niedrig=, wenn nicht unverzinslichen Darlehen, durch Hergabe von Baustoffen, von Grund und Boden, durch Leistungsaustausch mit anderen Werken usw. helfen können. Dazu wird die Hilfe der Gemeinden und öffentlichen Körperschaften auch der Kirchen, in Anspruch genommen werden müssen. Die Gemeinden können helfen durch Herabsetzung der Anforderungen an den Straßenbau und der öffentlichen Lasten anderer Art. Diese Anstrengungen werden den erwarteten Erfolg haben; denn im Hinblick auf die große Bedeutung des Arbeiterwohnstättenbaues kann erwartet werden, daß auch die erforderlichen Hypotheken auf dem Kapitalmarkt bereitgestellt werden. Danzig nach der Neubewertung des Galdens In dem Merkblatt 1 der Arbeitsgemeinschaft zur Förderung des Arbeiterwohnstättenbaues, das soeben erschienen und allen Betriebsführern, den Parteistellen, den Behörden und den Gemeinden zugegangen ist, sind diese Richtlinien aufgezeigt. Von besonderer Wichtigkeit ist, daß zum ersten Male klar unterschieden wurde zwischen der Kleinsiedlung, dem kleinen Eigenheim und der Mietwohnung. Dies sind die drei Wohnstättenarten, die für den Arbeiter in Betracht kommen. Alle an der Arbeitsgemeinschaft beteiligten Aemter und Verbände sind sich darüber klar, daß die Kleinsiedlung mit einer so großen Landzulage, daß ein wesentlicher Teil des Nahrungsmittelbedarfes gedeckt werden kann, aus volkspolitischen Gründen erstrebt werden muß, daß aber der Eigenheimbau, bei dem die Landzulage eine unwesentliche Rolle spielt, ebenfalls zu fördern ist. In dem Merkblatt wird auch dargelegt, unter welchen Voraussetzungen zweckmäßigerweise Mietwohnungen in Geschoßbauten errichtet werden sollen. Der Preiskommissar in Danzig hat eine Anordnung erlassen, wonach sämtliche Ladengeschäfte in der üblichen Geschäftszeit offen zu halten sind. Preiserhöhungen sind nur mit der schriftlichen Einwilligung des Preiskommissars zulässig. Die Bevölkerung hat, abgesehen von stärkeren Einkäufen ängstlicher Gemüter, weiterhin völlige Disziplin bewahrt. Nur in vereinzelten Fällen mußte gegen Elemente eingeschritten werden, die entweder die Bevölkerung zu beunruhigen versuchten oder aber die Preisvorschriften verletzten. So wurde der evangelische Pfarrer Eichel verhaftet, weil er bei Bekanntgabe der Aufrufe der Regierung auf der Straße Hetzreden hielt. Verhaftet wurde ferner ein jüdischer Kaufmann namens Mendelsohn, weil er von Kunden, die bestellte Waren bei ihm abholen wollten, den dopvelten Preis verlangte. Listonterhohung in der Schweiz Das Direktorium der Schweizerischen Nationalbank gibt bekannt, daß es nach zustimmender Beautachtung durch den Bankenausschuß beschlossen hat, den Diskontsatz von 2 auf.5 Prozent und den Zinsfuß für Bevorschussung von Obligationen(Lombardzinsfuß) von 2,5 auf 3,5 Prozent zu erhöhen, beides mit Gültigkeit ab 3. Mai. Versorgung mit Speisezwiebeln gesichert Mit der ägyptischen Regierung ist ein Abkommen getroffen worden, wonach im Laufe der Monate Mai und Juni eine derart große Menge ägyptischer [Speisezwiebeln nach Deutschland zur Einfuhr gelangt, daß der deutsche Bedarf bis zum Anfall der neuen inländischen Ernte vollkommen gedeckt werden kann. Die Einfuhr wird durch eine Reihe deutscher Firmen direkt getätigt, bei denen der deutsche Groß. handel seinen Bedarf unmittelbar, also ohne Berechti. gungsschein und ohne Devisengenehmigung, eindecken kann. Börsen von gestern Rheinisch=Westfälische Börse in Düsseldorf. Weiter fest. An der Börse setzte sich die bereits am Vortag eingetretene Befestigung am Aktienmarkt bei lebhaftem Geschäft weiter fort; es waren mehrprozentige Kursgewinne zu verzeichnen. Im Verlauf hielt die lebhafte Umsatztätigkeit an, und es traten weitere Kurserhöhungen ein. Gegen den Vortag ergaben sich folgende Veränderungen: Renten: AltbesitzAnleihe plus ½ Prozent, Hoesch und Krupp unverändert, Mittelstabl plus 1 Prozent, Ver. Stahl minus ¼ Prozent, 9t. Reichsbahn=Vorzüge unverändert. Aktien: Dt. Erdol plus 1½ Prozent, Farben plus 2¾ Prozent, Feldmühle plus 1¾ Prozent, Felten& Guilleaume plus 7/8 Prozent, 4a5 Nlie 1ie seaenl Acke Siantiste oadik 33= oenten. Dahlbusch plus ¼ Prozent. Von Kaliwerten, gewannen Aschersleben 1¼ Prozent, Salzdetfurtb ¾ Prozent, Westeregeln 1¾ Prozent, Wintershall bei kleinem Geschäft plus 1½ Prozent. Am Einbeitsmarkt wurden Burbach ⅞ Prozent, Dahlbusch und Bösperde Walz je 1 Prozent höher bezahlt. Düsseldorfer gewannen ¼ Prozent, Dynamit Nobel plus 5/ Prozent. Von Bankaktien zogen Commerz= bank 1½ Prozent, Dedibank und Dresdner Bank je ¾ Prozent an. Westdeutsche Boden behauptet. Am Kurenmarkt konnten Constantin bei mehrfachen Umsätzen zirka 150 Reichsmark gewinnen. Deutschland waren zu letzten Preisen im Handel, während Heinrich mehrfach zirka 100 Reichsmark höber umgingen. Von Braunkohlenkuren wurden Michel zirka 600 Reichsmark höher aus dem Markt genommen. Besta erzielten einen Gewinn von etwa 200 Reichsmark. Am Kalikurenmarkt wechselten nur Beienrode zu letzten Kursen ihre Besitzer. Am Freiverkehrsmarkt waren Burbach ¾ Prozent höher im Verkehr. Büttnerwerke lagen unverändert, Bergbau Lotbringen ½ Prozent schwächer. Sehr fest waren Humboldt=Deutz=Motoren, welche 3 Prozent höber umgingen. Niederrh. Bera und Westfalia=Dinnendahl erzielten letzte Preise. Dyckerhoff=Wicking waren ¾ Prozent gebessert.(Mitgeteilt vom Bankgeschäft Wilhelm Schwarz in Bochum.) Berliner Börse Anhaltende Befestigung. An der Börse setzte sich die Aufwärtsbewegung in Aktien fort. Es machte sich wieder Rückkaufsneigung bemerkbar. Da es an Verkaufslust völlig fehlte, rief die Nachfrage auf verschiedenen Märkten ziemlich starke Kursbesserungen hervor. Die Umsätze waren aber nicht sonderlich groß. Am Montanaktienmarkt gab es Besserungen bis 2½ Prozent. Auch Braunkohlenwerte zogen bis 2 Prozent an. Chemiewerte lagen fast sämtlich bis 2 Prozent höher. J. G. Farben gewannen sogar 23/8 Prozent, und Rütgers 2¾ Prozent. Auf den meisten anderen Märkten gingen die Besserungen allerdings kaum über ¾ Prozent hinaus. Die Anleihemärkte lagen nicht ganz einheitlich. Besonders fest Altbesitz mit plus über ½ Prozent. Umschuldungsanleihe etwas abbröckelnd. Kassaanleihen hatten meist nur geringfügige Umsätze. Die Tendenz war aber nicht einheitlich, im großen ganzen jedoch gut gehalten. Am Kassamarkt war die Tendenz überwiegend freundlich. Auch im Verlauf der Börse hielt sich die feste Tendenz. Die Börse schloß ruhig, aber weiter fest, namentlich für einige Sonderwerte. Tagesgeld 3¾ bis 3¾ Prozent. Dollar 2,485(Vortag 2,482), Pfund 12,030(Vortag 12,00) Mittelkurs. Rhein=Mainische Abendbörse in Frankfurt. Fest. An der Abendbörse bestand für Aktien seitens der Kundschaft etwas Nachfrage, während sich die Kulisse nach ihren vorangegangenen Anschaffungen zurückhielt. Im Verlaufe blieb die Tendenz fest. Die Auslandsbörsen Newyork: Vorwiegend stetig. Brüssel: Teils schwächer. London: Freundlich. Nailand: Uneinheitlich. Amsterdam: Fest. Wien: Ruhig. Paris: Freundlich. Zürich: Gehalten. Getreidegrotmarkt zu Berlin Amtl. Preise. Getreide und Oelsaaten per 1000 kg. sonst per 100 kg * Berliner Elektrolytkupfer=Notierung vom 3. Mai: 44 Reichsmark für 100 Kilogramm. Rh.-Westf. Börse, Düsseldorf, 3. Mai Mitgeteilt von Wilhelm Schwarz, Bankgeschäft, Bochum, Bongardstraße 14 Vortlaufende Notierungen 2. 5 Schlus 113.50 Industrieaktien(Einheitsk.) Div. 13..12. 5. — 49.7 49.7 3. 5. 3. 5. 3. 5. Div. Anfane Schluß Kassal — 11412 114.09 114 00 Atbesitz 6% Hoesch RM.— 101.12—.- 101.87 6% KruPP RM.—102.50 102.50 102 50 6% Mittelstahl—102.00—.— 102.00 %Ver. St. RM.— 100.87—.—1015 Buderus... 4V 97.12 97.00 97.00 Dahlbusch St.— 88.50 88.75 88.75 Otsch. Atlant. 6V/111 50—. 4/107.37 107.50 107.87 7 122.63 122.63 122.75 141.25 141.50 141.87 6/121.50 121.50 121.50 0 9 2. 6 3—.— 9 2. 6 3 5V 99.00 99.00 98.00 0/105 87 106.09 106.25 0 98.62 94.75 95.00 Otsch. Erdöl D. Reichsbahn ..Farbenind. Feldmuhle Fetten& Guille Goldschmidt Harben Hoesch-Köln Kall-Aschersl. 5/114.00 114.00 114.00 102.00 102.75 101.87 101.3 96.00 88 00 106 12 122.50 139.63 123.12 91.00 97.50 Balcke Masch. Berg. G. Dahl.V. Bonner Bg..H. Sösp. Walzw. Braunk Zuk. Div. ∆0 Antang Schis Kasse Sehigs Buckd.-Nel. 92.75—.— 146.0— 60—. 111.9 S 1000 99.0 6 123.5124. Zolonia,.-.K. Zolonia Rückv. Jladb. Feuerv. (öln. Hagelv. n. Röckv gr. (öln.Rückv. kl. [Div.[3. S. 2. 5. 40 105.0105.0 240.0240.0 680.0680.0 0öln. 7Köln. — 253.0253.0 — 1300130.0 — 87.0 87.0 Köckner-W. 2 92 00 Mannesmann 0 78.37 19.37 79.00 Masch. Untern. 0 71.50 72.00 72.00 Reichsbank 12 158.87—.—159.87 Rhein. Braunk. 12 210.25 210.00 215.00 Rhein. Stahlw. 31, 106.0) 106.50 106.25 Rh.-.-Elek. 6 118.50 118.50 118.62 Saizdetfurth 74 162.50162.25/162.37 21.7 84.5 87.5 41.2 21 3 84.0 87.7 41.0 93.25 112.87 Schuckert& C. Siemens&Hal. Gebr. Stollw. Ver. Stahlw. Westd. Kaufh. Westeregeln Wintershall 4 105 37 7 151 50 4—. G 80 25 80.50 0 35.00 36.00 114.37/114.0 S 95.00 94.50 Zellst.Waldhof——.— 105.00 152.37 90.87 83.62 35 37 113 87 95.00 —Burbach Kal.46 90.OCortm. Ritterbr. 1. 33 0öss. Hoef.- 8r. 1158 74120ss. Masch. 8 0 41.2 41 d. 203 239ynamit A. Rod..5 78.6 78.1 3Jrschw. Berg. V. 14 243.0243.0 113.03 5/83- u. So. S. 8— 183 ·8Nückauf-B. 46.5 130 0 130 Cl 161.87/ebr. Goedh.AG 4V 93.5 92.0 „Aallesche Salz. Mochtief A6. „labelw. Rheyot 60 4½-Chemie 12 83 UUheim. Berg. Metal 93.50 Shein, Spiegel. 6V 107.0105.0 6 112 2/113.0 12 170.0169.0 5 6 6—. 136.0 92 S 92.0 96.2 96.2 ali oan. Kuxe Steinkehlen 3 S. 6 2. 6 5. 9500 9900 9000— 7200— 7209/7600 Bernharetn. 1430 1580 1450 1550 Kall Michel Vesta Kallkure 3. 5. 6 1 8 graunschw. 4950 Cerolusll. 3800 3800 3400 3659Seienrode 610 640 615 640flchszeg 2200 Const..6 5900 6200 5800 6000fBurbach. 2400 2600 2400 260abigh. 1700 Deutschl. 315 345 320 S40ggeu-Stabt,——-— a7sghleimbold. 1750 Ewaid[4200 4500 4200 450 P# egfr.lu.1— 3750„5 910p 3300 Schwerin 3800 4100 3750— Wintersh. 5900 6100/5600 5900 senburg 260 8200 10) 6700 700! Freiverkehr Mariagl. 5900 Kön. Lvow 8550 8750 8850#n Mre Steinkonien- u. braunk.-Rure iMariet. 3. 5. 2. 5. su.“ 6 Roddergr. Brnk. 24 430 0430 Sachtl.A6. Bgb. 9—. 158. Schieß-Defries 0 76.8 75 Schleg. Scharp. 5 107.5106. Vaggonf.Uerd.] 4 940 Wasserw. Geis..50/139 7139. Rentenwerte 6 Rhw..-Cr. Ghyp.Pfd. S. 4. 6. 12. 10 # dto. dto. S. 5½ dto. dto. S. 11 dto. Gold.-Kom 1926 1927 S.—6 2 Wd. Bod. Gpfd. 6 dto. Em. 3, 9/12.14 Freiverkehrs-Aktien 3,.1 2. 5. 6 8 1 6. 8 TAadler K. 66.0 68.0 66.0 67.5 Eisa C.—.—. 0Boedh. h—.—. Otann. K. 66.0 68.5 66.0 68.5 Numb. oM 88.0 91.0 86.0 88.0 Mothrin. 68.0 68.0 66.5 68.5 —. 91.9 94.7 91.7 Bankaktien 2. 3 6 1 8 4400 4000 1300 3750— 3759# 2400 2200 2400Berlin. Hand. G. 1850 1700 18 0og.: u. Pr.-8. — 1750 19000 Bank u..-G. 3600 3350 3600geogg Sag 273— Ba. M. S4.-8 6300 5750 6150 Westd. B..-A. 55.0 56.5 asanat#ur,##rie /2325 2400 2300 2450 Versicherungeahktien Langenbr. /8600 9200 8500— Steinkonien- u. braunn.-nus###arie l. /2325 2400 2300 2450 km. %%16%% znar./2329 2400 2300 24504sch.-Mönch.F 70 113.1/115. Draunkohlen 6 1. S 1 c1 P Meusellst. 1775 1930 1750— Ach. Rückvers 14.4·230 U/233. Bruckd.-N. 280 300 290 300Oiergardt 3400 3600 3300 3500ansbach 2400 2500 2409 2500Agripp.., Fl.##- 490. 5/100 GuteHoffn. 3400 3600 3300 3500Westfalen 500— 500— Reichsld.—--— Alll.-.Stuttg.V 12.9 263.0/2 53 Leonhere 7220— /7209#— Gellern. 3450— 3450— UThüringen 300— 300— IAIli.- u. St..-V..6/213.|213.0 110 5110.0 95.0 93. 95.2 94.5 95.2 94.50 —. 116 94 5 94. ILothr. 6. 54.0 56.0 Manst. 104 5106 5 Tlussch. Krl 46.0—. #rn. Berg 61.0 63.0—. 64.5 Kh. Linol.— 165.0— 165.0 gf. Dinn. 75.0 77.0 74.9 76.5 els. Hott. prek. wich 43.0 45.0 42.2 44.2 Steuergutscheine 3. 5. 2. #llig ab 1..1934 I. 4. 1938 I. 4. 1938 I. 4. 1937 I. 4. 1938 105.3 105.3 103.2/103.2 107.3 107.3 107.4 107.4 106.3 106.3 Mai Berliner Börse, 3. Mitgeteilt von der Commerz- und Privat-Bank.-., Filiale Bochum Reichsbankdiskont 4% Lombardzinstuß 5% Einheltskurse Industriewerte K bae Kölner Gas Kreftt W. Kromschroeder Kronprinz Metall Köppersbusch Akkumulatoren I AkU A. E. 6. Anhalter Kohle Aschaff. Zeilst. 3..12. 5. 2160.0159.7 0 33.0 53.3 38.2 37.8 96.0 96.0 62.0 81.0 „Dittmann Neuh. Otmd. Akt.-Brau. Union-Brau Dürener Metall Oyckersh. Widm. 6535 Bayr. Motoren 6 Bembarg 0 rger Julius 6 Bergmann El. 0 Berl. Karlsr. Ind. 5 Kr. u. Licht 10 Maschinend. 5 Buderus 0 14.5 14.3 —. 129.5 113.5113.0 120.2119.0 94.0 93.2 124.5122.7 134.0134.8 —. 113.5 97.5 96.5 oharl. Wasser St 105.2105.5 Chem.Gelsenk. 12—.—. Conti Gummi 8148.9145.5 gegler Benz 10 92. Disch. Atlant.7111. Otsch. Baumwolle 7122. " Conti Gas 7123. „ Kabel 6113. " Linoleum 6152. " Steinzeug 6—. " Tel. u. Kad. 8—. " Eisenhand. 0 89. 91.7 9—. 9121.0 5122.8 7113.0 2153.5 S 89.21 —. 10—. 150.0 12 176.0178.7 3105.0104.5 glektr. Lieferg T„ Lichtu. Kr. Engelh. Brauerei Enzinger Union 5 106.0104.5 69123.0122.0 4 94.3 93.2 6109.2107.5 Feinlute 6—. 102.0 Gephardt& Co. German. Cem. Ges. f. ei. Untern. Gildemeister Gladb. Wolle Gruschw. Textil Guanowerke ackethal Draht Hageda Hamb. Elektr. Milpert Masch. Hindr.-Aufferm. Hoffmann Stärke Hohenlohewerke Holzmann Ph. Hotelbetr.-Ges. 6109.2—. 0 96.2 96. 5124.0123.0 6/118.5116.7 10—. 160. 5 109.0109.0 4 96.7 95. 106.7106. 4104.2104 8126.0128.2 0 66.2 3101.2102. 61125.5125. 0 60.2 60. 0 90.2 89. 0 87.5 86. Nahmeyer L Laurahötte Leopoldsgruben Lindes Eis Lingnerwerke Lorenz C. -diagt Putte ag Mimosa Mülheimer Berg. grgst. 4 Hopel 0 venabr. Kupfer 4 -Pongs! vongs amp ZTahn 10 oi Pheimn.-V. Kalt Riebeck Monten Rütgerswerke gachsenwerk 9 010 Sarotti 2 Schlegel Schles. Berg. “e Bergbar Jise Genuß Isenbeck Brau. Junghans Gebr. 6147.2145.5 6120.7119.5 9—. 0 90.0 89.50 Schub.& Salzer Schultheis-Patz. Siemens Glas r9 0bl.101 6 Daimler Benz Obl. 103. Mühlh.- Ruhr Anl. 90.0 rbd. Anl. 36/100.3 eslkerechcen 101. 101. .0 90.5 3 5 96.5 0 94.0 2 92.3 5 94.5 8 94.8 0 96.0 2 95.2 2 95.3 90.0 2101.0 7 103.6 0101.1 6101.0 .7 93.1 .8 93.6 v. H. Obl. .0— .5124.5 Schuldb. F. 36 bhlch be R. Schuldb. F. 43/8 Harpen R. W. 915 3. 5. 3. 5. Geld Briel 101.1102.0 99.3 98.3 99.2 96.7/ 97.5 96.5 97.3 98.5 99.5 94.5 95.7 94.0 95.0 98.7100.0 93.0 94.0 95.5 92.—. 93.7 95.0 92.0 93.0 Westtalenbank.-G. Bochum Ausführung samtlleher Bankgeschafte 1— Bankgeschäft Wilhelm Schwarz, Bochum Bongardstraße 14, Telephon 67475 SSazggssssgggzszzssagasz a a g. g gz s. s zsi An- und Verkauf sowie Verwaltung von Mitglied der Rhein.-Westf. Börse in Düsseldort Wertpapleren Reichsbank-Olro-Konto Postscheckk.: Sasen 25633 Seite 7 Nr. Tpgil Gesine Auf eine ger 23jähriger junge gangenen Jahr war, sich Geld Als er sich n nis in der Gege sen und Herfor Schloß des Kind des B diese Weise•0 trieb sich länger herum, um in kennenzulernen achtet in den B stand er sehr g räten im Schlo um seinen Plat Veranda des 6 kletterte, wurde angerufen. De nisvollen Eindi konnte. 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Dabei verstand er sehr geschickt, sich von den Lebensmittelvorräten im Schlosse zu ernähren. Als er dann aber, um seinen Plan auszuführen, eines Abends auf die Veranda des Schlosses und von dort auf das Dach kletterte, wurde er von dem Gutsbesitzer beobachtet und angerufen. Der Gutsbesitzer schoß auf den geheimnisvollen Eindringling, der jedoch zunächst entfliehen konnte. Auf der Flucht warf er einen vorbereiteten, mühselig auf einer gestohlenen Schreibmaschine zusammengestümperten Erpresserbrief fort, nachdem er ihn zerrissen hatte. Die Schnitzel wurden jedoch von Polizeibeamten bei der Verfolgung gefunden und wieder zusammengesetzt. Der Inhalt des Briefes enthüllte den Plan des Entführers, der sogar mit der Tötung des Kindes gedroht hatte, falls er die geforderten 20 000 Mark nicht bekäme. Den Nachforschungen der Polizei gelang es sehr bald, den Erpresser festzunehmen, der bei seiner Vernehmung nicht nur den geplanten Kindesraub, sondern auch eine Reihe von Einbrüchen eingestand. Ausländischer Ruf für Dr. Bredow Berlin, 3. Mai. Im Rundfunk=Prozeß wurde die Hauptverhandlung abgeschlossen. In ihrem„letzten Wort" verlangten alle Angeklagten Freisprechung. Der Hauptangeklagte Dr. Bredow teilte bei dieser Gelegenheit mit, daß er einen ehrenvollen Ruf als Rundfunk=Organisator von einem ausländischen Staat erhalten habe, dem er nach seiner Freisprechung folgen wolle. Er sage das jetzt schon, damit man ihn nicht etwa mit volksfremden Emigranten auf eine Stufe stelle. Er werde auch im Ausland immer nur Deutschland dienen, wie er das in seinem ganzen Leben getan habe. Das Gericht wird nun in die Urteilsberatung eintreten, die angesichts des außerordentlich umfangreichen Stoffes mehrere Wochen in Anspruch nehmen wird. In der nächsten Woche soll eine Verhandlung stattfinden, die aber nur formaler Natur sein dürfte. Das„Bier=Marathon“! Los Angeles, 3. Mai. Nach Vertilgung seines 1080. Glases Bier hat der amerikanische Schwerathlet Gough sein„BierMarathon“ abgeschlossen. Gough hat diese 1080 Glas Bier ohne Unterbrechung, und ohne dazwischen Nahrung zu sich zu nehmen, innerhalb von 30 Tagen bewältigt. Er„startete“ zu einem Trink=Marathon am 31. März und erklärte damals, er wolle beweisen, daß es möglich sei, ausschließlich von Bier zu leben und trotzdem bei Kräften zu bleiben. Bei Beginn des Dauertrinkens wog Gough 260, englische Pfund. Letzten Mittwoch betrug sein Gewicht nur noch 211 Pfund. Um zu beweisen, daß er trotz dieser Gewichtsabnahme noch voll bei Kräften sei, ließ Gough einen acht Tonnen schweren Bierwagen über seine Brust fahren. Anscheinend ist ihm dies ausgezeichnet bekommen. Anruhen auf den philippinen 65 Tote und eine große Anzahl Verwundeter dnb London, 3. Mai Wie Reuter aus Manila meldet, wurden bei blutigen Zusammenstößen zwischen Gendarmen und. Aufstandischen in der Provinz Laguna 65 Personen getötet und eine große Anzahl verwundet. Nach einer ergänzenden Meldung aus Manila sind außer in der Provinz Laguna auch in den Provinzen Cavite und Bulacan sowie anderen Bezirken Unruhen ausgebrochen. Es kam zu Gefechten mit Anhängern der Sakdal=Partei. Die Sakdalisten verbarrikadierten sich nach Einbruch der Nacht und leisteten heftigen Widerstand. Ein Bericht des Gendarmeriehauptmannes an den Gouverneur schildert die Lage als sehr ernst. Die Behörden wurden von dem Aufstand völlig überrascht. Sie teilen mit, daß die Sakdalisten die Ermordung des Senatspräsidenten planten. Blutige Stammesfehden in Nordwest-Indien dnb Simla(Britisch-Indien), 3. Mai Vor einigen Tagen wurden in Scherani, unweit der ufghanischen Grenze, der Führer des nordindischen Maddakhel=Stammes Zangi Khan, dessen Bruder Sahibjan und mehrere andere Verwandte getötet. Während man sich zunächst im unklaren war, wer die sich inzwischen heraus, Ceenfee Berkereeh * Teerere 901 Wir haben uns gesagt, daß an diesem Jubiläumsfest für alle Freunde unseres Hauses eine Festüberraschung nicht fehlen darf. Deshalb erwartet Sie vom.-18. Mai etwas Besonderes: „Haben Sie aus unserer reichen Auswahl Ihre Wahl getroffen, so verliert der ursprüngliche Preis seine Gültigkeit. An seiner Stelle machen wir hhnen einen extra niedrigen Jubiläumspreis, der Sie freudig. überraschen wird.“ * Farbig Raubieder Seite 8 Nr. 104, Bochumer Anzeiger„ Samstag Sonn tag,.05. Mai 1933 Seite 9, Nr. Heuer drutscher=Szeudtsse Erfolgreiche Probefahrt des Ostasiendampfers„Scharnhorst“ Bremerhaven, 3. Mai. „Scharnhorst“, der neue Ostasien=Schnelldampfer des Norddeutschen Lloyd, 1 8 300 Tonnen groß, wurde heute mittag nach einer gelungenen Probefahrt von Bremerhaven aus abgenommen. Die ganze Fahrt war bei strahlendem Frühlingswetter und ruhiger See ausgezeichnet verlaufen. An Bord befanden sich zahlreiche Vertreter der Regierung, der Wehrmacht und der Partei sowie der Wirtschaft. Nach der Fahrt übergab der Vorsitzende des Vorstandes des Norddeutschen Lloyd, Dr. Firle, das Schiff mit einer kurzen Ansprache, in der er die Bedeutung des neuen Ozeanriesen für den deutschen Seeverkehr unterstrich, dem Kapitän Stein. Die Indienststellung des technisch auf das modernste ausgerüsteten Lloyd=Schiffes ist für Deutschlands Schifffahrt und Seegeltung ein besonderes Ereignis, weil der „Scharnhorst" als neuer Schiffstyp den Schnellverkehr zwischen Hamburg—Bremerhaven und Ostasien erstmalig aufnimmt. Die Inneneinrichtung des Schiffes ist in besonderem Maße den großen klimatischen Unterschieden auf seiner Fahrt zum Fernen Osten angepaßt. Am Vorabend der Probefahrt sprach der Vorsitzende des Vorstandes des Norddeutschen Lloyd, Dr. Rudolf Firle, im Hotel Ercelsior vor den versammelten in= und ausländischen Pressevertretern. Er hob hervor, welche Bedeutung gerade dieser erste Auftakt zum deutschen Schnellverkehr über Genna, durch den Suezkanal nach den asiatischen Staaten habe. Wirtschaftlich und verkehrstechnisch spiele für Deutschlands Schiffahrt der Ferne Osten gegenüber den nordatlantischen Routen eine immer größere Rolle. Der„Scharnhorst“ ist Deutschlands schnellster und modernster Ostasiendampfer. Mit seinen 186 Metern Länge gehört das Schiff in die Größenordnung unserer Ozeanriesen. Der„Scharnhorst“ ist das erste deutsche Seeschiff von turbo=elektrischem Antrieb. Es kann eine Geschwindigkeit von etwa 20 Seemeilen in der Stunde entwickeln und wird die Strecke Genua— Schang hai in einer Fahrtzeit von 23 Tagen zurücklegen. Damit ist der neue Lloyd=Dampfer ebenso schnell oder womöglich noch schneller als die Schiffe ausländischer Reedereien auf derselben internationalen Route. in einer angenehmen Gehalt. Stellung und beziehe ein gutes Zur Nachahmung empfohlen. Der Betriebsführer Fritz Rolf Wolff in Karlsruhe gab in seiner Ansprache gelegentlich der Ablegung des Gelöbnisses des Vertrauensrates der Firma F. Wolff& Sohn bekannt, daß die Firma einen Betrag von 50000 RM. als Urlaubszuschußfonds gestiftet habe mit der Maßgabe, daß 5000 RM. hiervon für den Urlaub im laufenden Jahre bestimmt seien. Wegen Beleidigung eines Ausländers verhaftet. Der 22jährige Paul Sternkiker, der am 30. April einen ausländischen Delegierten zum Internationalen Filmkongreß in gröblichster Weise in Berlin beleidigt und damit das Ansehen des Reiches auf das schwerste gefährdet hat, wurde von der Polizei in Haft genommen. Bildtelegraphie Deutschland— Belgien. Am 27. April wurde der Bildtelegraphendienst zwischen Deutschland(Oeffentliche Bildstelle Köln) und Belgien(Oeffentliche Bildstelle Brüssel) eröffnet. Schweres Kraftomnibusunglück in Marokko. In Marokko schlug auf der Straße nach Marakesch ein von einem Franzosen gesteuerter Kraftomnibus in einer Biegung um. Da der Benzintank explodierte, verbrannten fünf Fahrgäste. Die übrigen 21 Fahrgäste, darunter der Wagenführer, wurden mehr oder weniger schwer verletzt. Schwere Stürme in Kentucky. Die Stadt Louisville in Kentucky sowie mehrere Nachbarstädte wurden von schweren Stürmen heimgesucht. Die Straßen sind mit Trümmern bedeckt. Zahlreiche Stromleitungen wurden zerstört. Bisher werden drei Tote gemeldet. Aus dem Nachbargebiet Snere und Selfinerdverfach in Tästrop=Käutel Am 2. Mai, gegen 12 Uhr, hat ein 34jähriger Mann aus der Oskarstraße in Castrop=Rauxel auf der Augustastraße in Castrop=Rauxel einer Witwe mit einem Rasiermesser am Halse schwere Schnittverletzungen und sich selbst alsdann mit dem gleichen Messer an beiden Händen Verletzungen beigebracht. Beide Personen, die sich schon jahrelang gut kannten, hatten sich in letzter Zeit entzweit. Nachdem der Mann am Donnerstag erfolglos versucht hatte, sich wieder mit der Frau auszusöhnen, hat er die Tat begangen. Die beiden Verletzten sind in das evangelische Krankenhaus in Castrop=Rauxel geschafft und dort gleich nach ihrer Einlieferung operiert worden. Obwohl die Verletzungen der beiden Personen schwer sind, besteht zur Zeit keine Lebensgefahr. Die kriminalpolizeiliche Untersuchung ist eingeleitet. Wo ist das Kind? Sie wollte ihren Bräutigam unter Druck setzen Wien, 3. Mai. Die Gerichte suchten nach Elisabeth., einer geschiedenen Frau, gebürtig in Köln a. Rh., die im Juni vergangenen Jahres in einem Wiener Krankenhaus einen Knaben zur Welt gebracht hatte. Ihre Angabe beim Bezirksjugendamt, sie habe das Kind aufs Land in Pflege gegeben, erwies sich als unrichtig. Inzwischen hatte sie Oesterreich verlassen. Man forschte sie in einem Ort im Hannoverschen aus. Elisabeth., 36 Jahre alt, wurde unter dem Verdacht der Mitschuld am Kindesmord in Haft genommen. Sie wiederholte ihre Aussage, daß sie nach einer Zeitungsanzeige einer Frau Mia Bauer in Wiener=Neustadt den Knaben für 500 Schilling Stadt Wattenscheid Hochbetagt. Ein alteingesessener Mitbürger, der frühere Kaufmann und Bäckermeister Heinrich Wilms genannt Potthof, Hochstraße 94, konnte am gestrigen Tage seinen 77. Geburtstag begehen. Er wurde geboren in Höntrop als Sohn des Gastwirts Ferdinand Wilms gen. Potthof. Im Silberkranz. Das Fest der Silberhochzeit konnten die Eheleute Steuersekretär Heinrich Entrop und Frau, Elma geb. Schmittat, sowie die Eheleute Bergmann Martin Jenitz und Frau, Marianne geb. Pawlowski, Barbarastraße 7, feiern. Im Silberkranz. Die Eheleute August Schöppner und Margarete, geborene Ritzig, Vorstadtstraße 10, konnten das Fest ihrer silbernen Hochzeit begehen. Tagung der Wattenscheider Kleingärtner. Auf einer Tagung der Stadtgruppe der Wattenscheider Kleingärtner, die von Vertretern sämtlicher Kleingartenüberlassen habe. Es gab keine Frau Mia Bauer in dieser niederösterreichischen Fabrikstadt. Nach der Beschreibung, die von ihr gegeben wurde, sah sich die Polizei veranlaßt, eine Wiener=Neustädter Stenotypistin die 33jährige Elfriede., zu vernehmen, bei der sich ein Knabe im entsprechenden Alter befand. Diese Elfriede beteuerte, das Kind sei ihr eigenes; sie leugnete aber nicht, daß sie das Knäblein der Elisabeth Z. übernommen hatte — sie wollte es der Frau Mia Bauer übergeben haben, die jedoch in Graz wohne. Aber auch dort gab es niemand dieses Namens. Jetzt wurde Elfriede K. schärfer vorgenommen. Es stellte sich heraus, daß sie überhaupt kein Kind zur Welt gebracht hatte. Warum wollte sie verheimlichen, daß sie selbst den Knaben adoptiert hatte? Handelte es sich um den Schrei nach dem Kinde? Schließlich mußte Elfriede gestehen, daß sie ihren Bräutigam unter Druck setzen wollte. So hat man sie jetzt wegen Irreführung der Behördee und weil sie die Elisabeth Z. in den Mordverdacht gebracht hatte, dem Gericht übergeben. Der beschlagnahmte Sowjetprofessor Die russische Regierung verweigert einem englischen Professor die Ausreisegenehmigung. London, 3. Mai. Ein eigenartiges Schicksal ist, wie die„Times" berichtet, dem Professor der Universität Cambridge, Dr. Peter Kapitza widerfahren. Dr. Kapitza, einem bekannten Forscher auf dem Gebiete der magnetischen Kraftfelder, waren vor mehreren Jahren von der Royal Society 744000 Reichsmark zur Verfügung gestellt worden, um in Cambridge ein neues Laboratorium einzurichten. Während der Universitätsferien stattete er Sowjetrußland einen Besuch ab. Als er jetzt wieder nach Cambridge zurückkehren wollte, verweigerte ihm Sowjetrußland die Ausreiseerlaubnis. Während der letzten zwei Jahre hatte sich Dr. Kapitza in Cambridge mit der Möglichkeit einer neuen und einfachen Art der Verflüssigung von Helium beschäftigt, und in wissenschaftlichen Kreisen hieß es daß wertvolle Ergebnisse unmittelbar bevorständen. Die Londoner Sowjetbotschaft erklärte, daß infolge der außerordentlichen Entwicklung der Nationalwirtschaft der USSR. die Zahl der verfügbaren Wissenschaftler nicht ausreiche und unter diesen Umständen die Sowjetregierung es für notwendig befunden habe, die Dienste für Sowjetgelehrte, die bisher im Auslande arbeiteten, für wissenschaftliche Tätigkeit innerhalb Sowjetrußlands in Anspruch zu nehmen. Dr. Kapitza sei zum Direktor eines neuen Instituts für physikalische Forschungen innerhalb der Sowjetakademie für Wissenschaften ernannt worden. Er befinde sich vereine beschickt war, nahm der Stadtgruppenführer Rauls die Einführung der neuernannten Vereinsführer für den Verein„Edelweiß", Görke, und für den Verein„Günnigfeld", Damschen, vor. Eingehend besprochen wurde die neue Planung des Wohnsiedlungsgebietes Wattenscheid. Es wurde mitgeteilt, daß die neue Planung auch Dauerkleingartenanlagen vorsehe. Stadtgruppenschulungsleiter Reinbach sprach über den Zweck der Schulung und teilte mit, daß mit den Spritzmitteln die alljährlich auftretenden Schädlinge an den Obstbäumen vernichtet werden sollen. Geschäftsführer Gollan machte einige geschäftliche Mitteilungen. Stadt Wanne=Eicke! Persönliches. Zum Steuerinspektor beim hiesigen Finanzamt wurde der bisherige Steuerpraktikant Ernst Gorris, Mozartstraße, befördert. Evangelische Gemeinde Eickel. Das Presbyterium und die größere Vertretung haben am 23. April auf Anordnung des Konsistoriums für 1935 einen Kirchensteuerbeschluß von 20 Prozent Kirchensteuer und einem Kirchgeld von 3 bis 30 RM. gestaffelt fassen müssen wegen der Schulden der Kirchengemeinde Eickel in der Vergangenheit. Früher kamen rund 57·000 RM. Kirchensteuer ein. Jetzt gingen nur rund 32000 RM. an Einnahmen ein. Davon wurden die leergemachten Fonds wieder aufgefüllt, zwei Umlagen in Höhe von rund 400 RM. und 2000 RM. abgetragen und infolge größter Sparmaßnahmen andere Schulden getilgt. Trotzdem verbleibt aber immer noch ein Fehlbetrag, so daß angeordnet werden mußte, die Steuern in der Höhe von 1934 zu belassen.— Die Nähschule wird ab 1. Juli einen neuen Aufschwung nehmen. Mit dem Wechsel in der Leitung derselben soll auch ein neuer Auftrieb der Nähschule überhaupt gegeben werden.— Der Kindergottesdienst Eickel unternimmt am Sonntag, 19. Mai, seinen diesjährigen Ausflug nach dem Zillertal. — Sonntag, 19. Mai(Kantate), vormittags.30 Uhr, ist Festgottesdienst in der Johanniskirche zur KantateFeier 1935 im Gedenken an Bach, Händel und Schütz. Der TC.=Chor wird im Festgottesdienst singen. Die Festpredigt hält Pfarrer Kurras. Meine damals schon berühmten weise Georg Alexander, haben und mich Häuflein Unglück fast Doch eines habe ich in dies dem Weg zum Erfolg ist das Ei Kollegen, wie beispielsmich sehr lieb getröstet zur Garderobe getragen. esen Tagen erkannt: Auf irste, Wichtigste und Ein.-.-Archiv zige die Arbeit und nochmals die Arbeit. Auch für eine Rolle, die nur aus dem einzigen Satz besteht:„Es ist angerichtet.“ Stadtmission Eickel. Von Sonntag, 5. Mai, bis einschließlich Sonntag, 12. Mai, wird Volksmissionar Elster im Saale der Stadtmission Eickel, Burgstraße 21a, Volksmissionsvorträge halten. Die Vorträge beginnen abends 8 Uhr. Jedermann ist freundlichst eingeladen. Tödlicher Sturz. Der Kriegsbeschädigte Adolf Konrad, Thiesstraße 18, wollte gestern nachmittag das Klosett aufsuchen. Er mußte dabei die Kellertreppe heruntersteigen. K. wurde von Uebelkeitsbeschwerden übermannt und stürzte so unglücklich zu Boden, daß er sich einen Schädelbruch zuzog. Er wurde sofort dem Krankenhaus zugeführt, wo er bald den schweren Verletzungen erlag. Selbstmord. Am 2. Mai gegen 5 Uhr, wurde ein 3jähriger Mann in seiner Wohnung Hindenburgstraße erhängt aufgefunden. Wie die Feststellungen ergaben, liegt Selbstmord vor. Das Motiv zur Tat ist nicht bekannt. Taul Renckels: Kellnerrollen und ein kaltes Bad Kann man einen angehenden Schauspieler, der sich zu großen Taten berufen fühlt, mehr kränken, als wenn man ihm immerzu Kellnerrollen gibt? In Düsseldorf, man ihm immerzu Kellnerrollen gibt? wo ich meine schauspielerische Tätigkeit begann, hatte ich dauernd Kellner zu„spielen“, die stumm und mit verbindlichem Lächeln den Hauptdarstellern servieren mußten. Zum Schluß war ich darüber so erbost, daß ich meinem Direktor schriftlich den Vorschlag machte, meine Tätigkeit ins Schauspiel=Restaurant zu verlegen, da ich als Kellner genügend ausgebildet sei und zudem bei dieser Tätigkeit finanziell besser dastehen würde. Dann bekam ich zum erstenmal eine Filmrolle. „INRI“ hatte ich einen habgierigen Pharisäer zu spielen. Von einem Erfolg kann ich da nichts berichten, weil ich wahrscheinlich in der Masse des Volkes untergegangen“ bin. Aber ich hatte das Glück, Henny Porten aufzufallen, die mich für ihren Film„Das Geheimnis von Brinkenhof“ engagierte. Nun erst hatte ich etwas, was man„Rolle“ nennen konnte. Das ganze war eine reichlich feucht=kalte Angelegenheit; mit Schaudern denke ich daran zurück. Die Regie hatte der Schwede Svend Gaden. Als erstes ordnete er an, daß ich mir bis auf 6. VI. Renate Müller: Die mißglückte Walküre Eigentlich habe ich zweimal angefangen. Das erste Mal ganz„groß“, das zweite Mal so, wie es sich für eine Anfängerin gehört, mit einer winzigen Rolle. Das erste Mal war es das Harzer Bergtheater in Thale, wo ich eine Walküre in einem„Heldendrama“ zu spielen hatte. Gleich nach Besuch der Schauspielschule kam ich an das sogenannte Theater und hatte die besagte Rolle in dem zwar gut gemeinten, aber nicht gekonnten Stück zu spielen. Mit Rüstung, Panzer, Schwert, Schild und Helm mußte ich auf die Bühne. Alles viel zu großes und klapperndes Eisen. Man stelle sich einmal vor: Ich, als junges Mädchen— eine heldische Walküre! Man hatte mich ausgestopft, damit die Rüstung nicht schlotterte und klapperte und aus mir ein Gespenst machte. Mein Schlachtruf war„Hoia diho". Bei meinem ersten Auftritt mußte ich im Hintergrund aus der Garderobe kommen und beim Hinweggehen über einen schmalen Holzstieg einen Kampf mit einem Gegner austragen. Es war zu komisch, wenn ich heute daran denke. Ein schwerer Kampf auf der schmalen Stiege mit der großen und schweren Rüstung und dabei immer„Hoiadiho“ rufen. Ich kam dabei aus dem Stolpern gar nicht mehr heraus und hatte Mühe, mich auf den Beinen zu halten. Ich hatte wenig Zeit für die Proben gehabt und war daher unsicher. Das Unglück war, daß sich— das Theater ist eine Naturbühne— der Souffleurkasten nicht in der Bühne, sondern an der Seite befand. Ich habe also immer auf der Seite gespielt, um ja recht deutlich die Souffleuse zu hören. Das nahm sich besonders „glücklich“ bei einer Liebesszene aus, in der mein Partner laut Regieanweisung auf der anderen Seite stand (wo ich auch hingehört hätte). Ich blieb aber wie angenagelt vor meinem Souffleurkasten stehen. Es war sozusagen eine„Liebe quer über die Bühne". Als ich später nach Berlin kam begann ich zum zweiten Male. Es war im Lessing=Theater. Das war der eigentliche Anfang meiner Laufbahn. Als Stubenmädchen hatte ich anzufangen, eine Rolle mit dem einzigen Satz:„Es ist angerichtet.“ Ich war aber von meinem Talent so felsenfest überzeugt, daß ich diese Rolle geradezu als eine Beleidigung empfand, ich hatte mindestens eine Hauptrolle erwartet wie zum Beispiel die„Jungfrau von Orleans". Ich war so beleidigt, daß ich mich kaum um die Proben gekümmert habe und erst bei der Generalprobe angefangen habe, die Rolle mir anzusehen. Zudem kam ich zur Generalprobe, als mein Auftritt schon vorbei war. Bei der Premiere war ich natürlich völlig unsicher, zitterte am ganzen Leibe und war beim Abgang halb ohnmächtig vor Aufregung. .-.-Archlv. einen winzigen Rest am Nacken alle Haare abrasieren lassen mußte. Dann begannen die Aufnahmen. Ich mußte einen„verlorenen Sohn“ spielen, der erst nach Amerika ausgerückt war und dann nach der Heimkehr aus triebhafter Rachsucht als wahnsinniger Brandstifter das Dorf unsicher machte. Kurz und gut, zum Schluß mußte mir der Garaus gemacht werden. Bei der Flucht hatte ich mich ins Wasser zu stürzen und zu ertrinken. Die Aufnahmen wurden an den Triberger Wasserfällen im Schwarzwald gemacht. Es war Oktober, das Wasser hatte sechs Grad„Wärme“. Ich sollte durch die Fälle waten.(Man wußte nicht, daß gleich am Ufer eine sehr tiefe Stelle war.) So versank ich nach dem ersten Schritt in den kalten Fluten bis über den Hals und mußte, weil die Zeit drängte, den ganzen Tag in den nassen Kleidern spielen. Nicht genug damit, wollte man auch noch die im Wasser treibende„Leiche mit dem Kopf unter Wasser aufnehmen, und so mußte ich noch am Nachmittag des gleichen Tages nahezu eine halbe Stunde im Wasser liegen. Um mich vorm Erfrieren zu bewahren, pumpte man Schwarzwälder Kirsch buddelweise in mich hinein. Völlig steif und halb erfroren brachte man mich abends ins Hotel und taute mich mit warmen Sandsäcken und Ziegelsteinen wieder auf. Die Folge dieser abenteuerlichen ersten Filmrolle war, daß ich erst einmal ein paar Monate krank war, ehe ich mich von neuem der Leinwand widmen konnte. forderungen gestellt. Täglich verbraucht das rastlos tätige Gehirn Newvenkräfte. Will man sich nun seine geistige und körperliche Leistungsfähigkeit bewahren, so muß für eine Kräftigung der Nerven beizeiten Sorge getragen werden. Wir müssen helfen, die verbrauchte Nervensubstanz, auch Nerven=Nährstoff genannt, den Nerven wieder zuzuführen. Ein solcher vertrauenswürdiger Nerven=Nährstoff ist das zu Weltruf gelangte Biocitin, hergestellt nach dem Verfahren von Prof. Dr. Habermann. Aus dem Biocitin entnimmt die Nervenzelle jene wertvollen Aufbaustoffe, die notwendig sind, um die Lebensmaschine wieder anzufeuern, den Menschen leistungsfähig und wieder frisch zu machen. Biocitin ist in Apotheken und Drogerien in Pulverform von.20 Mark an, in Tablettenform zu 1,70 u..20 Mark Ausführliche Drucksache nebst Kostprobe von völlig kostenlos. erhältlich. der Biocitinfabrik, Berlin SW 29/64, BIOcrFne Von Held Es ist ein se Schaufenster Ecke gestellt ist. Und! taten Zeugnis g licher vermöchte. krieg gefallenen Regiments Nr. 67 Tausende Boc und hier befindet C innerhalb des Bu Im Weltkriege kä front. Durch die Bochum werden? Einwohnerschaft Infanterie=Regim Verlegung des 9 stellte der westd. gänge für diesen Die 67er Kar Schießwettkampf am 8. Juni 193 am 2. Juli 193: glücklichen Krieg garnison französi tionsort des sto Künftig werden Bochum stattfind Helden werden eingang gerne a Reise machen, u gebetteten teuren 600 Bochume Zur Feie Was ist denn platz des Bochum liche Fragen stell viele Passanten, sahen. Fahren weg? Nein, den waffneten Mänr nen Gruppen h Zeit stellte sich Bochumer Gard handelte, die zu die aus Anlaß menter stattfind Frohe. Stimmun Wie die Ver haben die Vorb und Arbeit geko erhielten Freika Nachdem die ging's im stram gewohnt ist, dur Sonderzug schon dabei. Zwar ha und Kinderflöte dieser„schönen .15 Uhr dampf die sich auf das nehmen von Rh malige Gardiste Die 2Opel ebenheiten schlechteste % Don de ruhige Cei räder ohn mögliche 9 Zusamn wirdender senem ölg Gröste 811 AUSGE Seite 9 Nr. 104 Bochumer Anzeiger„ Samstag Sonntag,./5. Mai 1933 Bochumer Leben Von Helden kündet dieses Buch Die Schneiderinnung Bochum Ee ist ein schlichtes, einfachetz, Bech, das da im P.24# mrit 2 dur#. Es ist ein schlichtes, einfaches Buch, das da im Schaufenster Ecke Kortum= und Horst=Wessel=Straße ausgestellt ist. Und doch ist es ein Werk, das von Heldentaten Zeugnis gibt wie es kein Prachtwerk eindringlicher vermöchte. Es ist die Ehrenliste der im Weltkrieg gefallenen Helden des 4. Magdeb. InfanterieRegiments Nr. 67. Tausende Bochumer haben die Nummer 67 getragen und hier befindet sich auch der stärkste Traditionsverein Kerschen derim -Ois Scallenen Meittert“ des Doonle H KugsFAO. Felerlche Tossprechung ver Tehrlinge innerhalb des Bundes ehemaliger Regimentsangehöriger. Im Weltkriege kämpfte das Regiment stets an der Westfront. Durch die Errichtung des 67er Ehrenmales in Bochum werden die vielfältigen. Beziehungen der hiesigen Einwohnerschaft zum ehemaligen 4. Magdeburgischen Infanterie=Regiment Nr. 67 noch enger geknüpft. Seit Verlegung des Regimentes nach Metz im Jahre 1887 stellte der westdeutsche Industriebezirk die Ersatzjahrgänge für diesen Truppenteil.eimer i. Die 67er Kameradschaft Bochum errang zweimal im Schießwettkampf die Bundesfahne, und zwar erstmalig am 8. Juni 1931 in Bochum und zum zweiten Male am 2. Juli 1933 in Mühlheim=Ruhr. Infolge des unglücklichen Kriegsausganges wurde die letzte Friedensgarnison französisch und nun soll Bochum der Traditionsort des stolzen und tapferen Regiments werden. Künftig werden die regelmäßigen Wiedersehensfeiern in Bochum stattfinden. Viele Angehörige der gefallenen Helden werden die schöne Gedenkstätte am Stadtpark= eingang gerne aufsuchen und Bochum zum Ziel einer Reise machen, um das Andenken der in fremder Erde gebetteten teuren Toten zu ehren. 600 Bochumer Gardisten fuhren nach Berlin Zur Feier des 75jährigen Bestehens der Garde=Regimenter Was ist denn zu nachtschlafender Zeit auf dem Vorplatz des Bochumer Hauptbahnhofs los? Diese und ähnliche Fragen stellten gestern abend kurz vor Mitternacht viele Passanten, als sie dort eine große Menschenmenge sahen. Fahren Arbeitsdienstmänner oder Landhelfer weg? Nein. denn dafür waren diese mit Koffern bewaffneten Männer, die mit ihren Angehörigen in kleinen Gruppen herumstanden, zu alt. Zeit stellte sich heraus, daß es sich um 600,Foginalige Bochumer Gardisten des 3 und 4. Garde=Iuerzzzrzig handelte, die zu der Garde=Jubiläumsfeier in####### die aus Anlaß des 75jährigen. Bestehens dieser Regimenter stattfindet, nach der Reichshauptstadt fuhren. Frobe Stimmung herrschte unter diesen alten Soldaten. Wie die Vereinsführer der Gardevereine erklärten, haben die Vorbereitungen für diese Fahrt viel Mühe und Arbeit gekostet. Fast alle erwerbslosen Kameraden erhielten Freikarten und Freiquartiere. Nachdem die letzten Anordnungen getroffen waren ging's im strammen Schritt, wie man es bei Gardisten gewohnt ist, durch die Sperre zum Bahnsteig, wo der Sonderzug schon bereit stand. Eine„Kapelle" war auch dabei. Zwar handelte es sich nur um Kindertrommeln und Kinderflöten, doch ließ es sich unter den Klängen dieser„schönen" Musik gut marschieren. Pünktlich um .15 Uhr dampfte der Zug mit den alten Soldaten ab, die sich auf das Erlebnis in Berlin freuen. Insgesamt nehmen von Rheinland und Westfalen etwa 12000 ehemalige Gardisten an der Jubiläumsfeier teil. Einen sehr starken Besuch hatte die Quartalsversammlung der Schneiderinnung Bochum gefunden, die am Donnerstag abend im Ständehaus stattfand. Im Mittelpunkt der von Obermeister Bube geleiteten Versammlung stand die Lossprechung der Lehrlinge und die Verpflichtung des Gesellenwarts und=beirats. Prüfungsmeister Dreher erstattete den Bericht über die Ergebnisse der Prüfung, die erfreulich gut gewesen sei. Er erwarte von dem jungen Nachwuchs eifrige Weiterschulung. Der Lehrlingswart Pah führte aus, daß nach dem Abschluß der ersten Etappe der Berufsausbildung das Wandern käme, um das Berufskönnen in der Fremde zu vertiefen und sich gut vorzubereiten auf die Meisterprüfung, die hohe Anforderungen stelle In seiner Ansprache hob Obermeister Bube die Bedeutung der Berufs= und Standesehre hervor und nahm den jungen Gesellen das Versprechen ab, das Gesetz der Ehre und Treue zu halten und das Gemeinschaftsleben des Handwerksstandes zu achten. Durch Handschlag über das Fahnentuch der Innungsfahne hinweg und mit Aushändigung der Gesellenbriefe erfolgte die Lossprechung folgender fünf Lehrlinge: Fr. Knaus, W. Kessenbrock W. Rosenstock W. Stensbock und Br. Wessolowski. Es folgte die Verpflichtung des Gesellenwarts Budnik und der Mitglieder des Gesellenbeirats Ummer, Schlüter und Lobes. Gesellenwart Budnik hoffte auf eine vertrauensvolle Zusammenarbeit. Ansprachen des Berufsschuldirektors Cramer und des Gewerbeoberlehrers Dettmar leiteten über zu einem Vortrag des Gesellen Stensbock„Die Brechung der Zinsknechtschaft". Die nachfolgende Innungsversammlung nahm einen anregenden Verlauf. Die Schulungsbestrebungen werden durch einen Verarbeitungskursus des Reichsverbandes im Oktober und einen Zuschneidekursus der Handwerkskammer im Juli in Bochum gefördert. Interessante und aufklärende Ausführungen machte Geschäftsführer Dr. Grünewald zu den Gesetzen und Verordnungen, die dem Aufbau des Handwerks dienen. Der Obermeister Bube teilte mit, daß die gerichtliche Eintragung der kürzlich getätigten Gründung der Werks= und Lieferungsgenossenschaft beantragt sei. Mit dem Abschluß von Aufträgen sei in nächster Zeit zu rechnen. In seinen Schlußausführungen ging er mit den lauen Berufskollegen scharf ins Gericht und erklärte, nicht davor zurückzuschrecken, den Weg der Ehrengerichtsbarkeit einzuschlagen, um die Berufskollegen, die die Standesehre verletzten, zur Rechenschaft zu ziehen. Fachgruppentagung der Handelsvertreter und Handelsmakler, Bezirksuntergruppe Bochum. Die in der Wirtschaftsgruppe„Vermittlergewerbe“ vereinigten Fachgruppen der Handelsvertreter und Handelsmakler in der Bezirksuntergruppe Bochum hiel; ten am Freitag abend im Parkhotel„Haus Rechen“ eine gut besuchte Versammlung ab. Zu Beginn der Beratungen behandelte Bezirksuntergruppenleiter Dolle in grundlegenden Ausführungen die von der Reichswirtschaftskammer herausgegebenen neuen Richtlinien. Ihre besondere Bedeutung liegt darin, daß alle Handelsvertreter und Handelsmakler der Zwangsorganisation angehören müssen, um innerhalb der in dieser Organisation eingerichteten Fachgruppen ihre fachlichen Belange im Sinne der deutschen Gesamtwirtschaft und damit der nationalsozialistischen Wirtschaftsauffassung zu bearbeiten und zu vertreten. Wie Bezirksuntergruppenleiter Dolle weiter ausführte, sei den Ortsgruppenleitern die Aufgabe gestellt, Diener der Wirtschaft zu sein. Sie hätten darauf bedacht zu sein, daß der nationalsozialistische Grundsatz„Gemeinnutz geht vor Eigennutz" überall zur Anwendung komme. Dieser Neuordnung ist auch die Organisation der einzelnen Fachgruppen in der Bezirksuntergruppe Bochum angepaßt worden. Die Fachgruppe„Industrie" führt Werner Strathausen als Ortsgruppenleiter, die Fachgruppe„Textil und Konfektion“ Hastaedt, die Fachgruppe„Nahrungs= und Genußmittel“ Karl Kendler, die Fachgruppe„Tabakerzeugnisse" Vogt, die Fachgruppe.„Leder= und Schuhwaren"., Ludwig Croll, die Fachgruppe„Technische Artikel“ Ernst Lauke. Die Aussprache ergab eine einmütige Billigung der bisherigen Geschäftsführung. Anschließend traten die einzelnen Fachgruppen zu Sondersitzungen zusammen, die ebenfalls in einigem Geiste verliefen und ganz dazu angetan waren, die Teilnehmer für ihre Berufsaufgabe zu begeistern. Gaststättenangestellte feierten den 1. Mai Wohl alle Gaststättenangestellten hatten am Mittwoch einen schweren arbeitsreichen Tag. In allen Lokalen herrschte Hochbetrieb, so daß alles, was zu diesem Gewerbe gehört, kaum Zeit hatte, auch nur die Essenszeit einzuhalten. Sie sahen viele frohe und von dem Erlebnis dieses Tages begeisterte Volksgenossen, konnten jedoch an der Freude nicht teilhaben, da ja die vielen Gäste auch viele Wünsche mitbrachten, die schnell erledigt werden mußten. Am Donnerstag aber hatten sich Mitglieder der Fachgruppe des Gaststättengewerbes in der Deutschen Arbeitsfront um Mitternacht im prächtig geschmückten Parkhaus eingefunden, um nachträglich den Nationalen Feiertag des deutschen Volkes festlich zu begehen. Eingeleitet wurde der musikalische Darbietungen einer kleinen, aber zeichneten Kapelle. Bis zur frühen Morgezzzzgge, haß man in gemütlicher Runde und von der, Gereun des Tanzens wurde, besonders von der jungeren Generation, reichlich Gebrauch gemacht. Im Verlaufe des Abends hielt der Leiter des Amtes für Berufserziehung eine kurze Rede, in der er über die Bedeutung des Nationalen Feiertages des deutschen Volkes sprach. Sochanter=Lorunstanunge!. Städtische Gemäldegalerie Bochum Am morgigen Sonntag eröffnet die Bochumer Gemäldegalerie eine die Werke der letzten Jahre umfassende Sonderausstellung von Eberhard Vigener(Soest) und eine erstmalige Ausstellung der Berliner Bildhauerin Dagmar zu Dohna. Ferner als Leibgarde der Nationalgalerie in Berlin eine erlesene Kollektion Handzeichnungen von Meistern des 19. Jahrhunderts, wie C. D. Friedrich, der Nazarener, von Menzel, Marees, Feuerbach, Alfred Rethel und anderen Düsseldorfern, sowie von Thoma, Slepogt u. a. Führungsvortrag von Dr. Reiche um 11.30 Uhr. Die Galerie ist täglich von 10 bis 16 Uhr, Sonntags bei freiem Eintritt von 10 bis 13 Uhr geöffnet. * Stadttheater Bochum. Zum 60. Geburtstag des städtischen Kunstdezernenten Stadtrat Stumpf findet heute, um 19.30 Uhr beginnend, eine Sonderveranstaltung statt, die nach einleitenden Ansprachen und musikalischen Tarbietungen des Städtischen Orchesters die Erstaufführung von Grillpar= zers Vließ=Trilogie in der Bearbeitung für einen Spielabend bringt. Die Vormiete des Abends ist das Abonnement A. Tageskarten jeder Art sind an der Vorverkaufs= und Abendkasse zur Verfügung.— In geschlossener Vorstellung bekommt die Jugendgruppe am Sonntag nachmittag den Schwank„Der Raub der Sabinerinnen“ zu sehen. Eine beachtenswerte Operetteninszenierung steht zu Sonntag abend(von 20 bis 23 Uhr) mit Strauß' „Jigeunerbaron“ bevor. Der Grüne Ring nimmt als Vormiete teil; frei verfügbare Karten sind in genügender Anzahl vorhanden. Am Montag bleibt das Stadttbeater geschlossen.— Heute setzt der Vorverkauf ein zu der nächsten Wiederbolung der Operette„Der große Preis“ am Dienstag. Reichsbund der Körperbehinderten. Am 25. Mai findet in Dortmund eine Bezirkstagung des Reichsverbandes der Körperbehinderten statt, mit der eine Ausstellung von Arbeiten der Verbandsmitglieder verbunden ist. Vortragsabend der Gesangschule Glettenberg. Montag, 6. Mai, abends 8 Uhr. veranstaltet die Gesangschule Glettenberg im Parkhotel Haus Rechen, den vierten Vortragsabend des Studienjahres 1934 35. Anläßlich der Wiederkehr des 350. bzw. 250. Geburtsjahres der großen deutschen Meister Schütz, Bach und Händel kommen ausschließlich Werke dieser Meister zum Vortrag. To bringt, dererste Teil den Schütz=Psalm für eine Altstimme mit Violin=, Cellound Klavierbegleitung, der zweite Teil neben Cboralen, Duetten und Arten, die Kantaie„Selig ist der Mann“. dritte Teil ist ausschließlich dem Meister Händel gewidmet mit Arten und Duetten, ebenfalls mit Violin=, Cello= und Klavierbegleitung. Den Klavierpart hat Carlota Kr übernommen: die Geigenstimmen Aenne Schneider und Otto Thiel, die Cellostimme Alfred Hülsemann.(Näheres siehe Anzeige) Theater und Kunst in den Nadlsarktäuten Die Spielpläne der kommenden Woche Besondere Maßnahmen der Reichsbahn für den Pfingstverkehr Die Deutsche Reichsbahn rechnet auf Grund der Erfahrungen der Vorjahre in diesem Jahre mit einem außerordentlich lebhaften Pfingstverkehr, der den Einsatz der sämtlichen verfügbaren Wagen der Deutschen Reichsbahn für Vor=, Nach= und Entlastungszüge des Regelverkehrs erfordern wird. Der Dienst an der Allgemeinheit verlangt demgemäß Zurückstellung Sonderwünsche und gestattet es der Deutschen Reichsbahn nicht, in der Zeit von Freitag, 7. Juni, Dienstag, 11. Juni, irgendwelche Sonderzüge für Aufmärsche oder Gesellschaftsfahrten zur Verfügung zu Aus dem gleichen Grunde und um an den Hauptreisetagen soweit wie möglich einer Ueberfüllung der Züge vorzubeugen und den Verkehr auf eine größere Zahl von Tagen zu verteilen, ist die Deutsche Reichsbahn ferner genötigt, von der Gewährung der besonderen Fahrpreisermäßigungen für Gesellschaftsfahrten und Gesellschaftssonderzüge zu Pfingsten in zer Zeit von Samstag, 8. Juni, 0 Uhr, bis Montag, 10. Juni, 24 Uhr, abzuseben, Lzigungen für So. ES. Die Fahrpreisermaßigungen für SA., willigen Arbeitsdienst usw. werden insofern beschränkt, als zu Pfingsten in der Zeit von Freitag, 7. Juni, 0 Uhr, bis Mittwoch, 12. Juni, 24 Uhr, die ermäßigten Tarife bei Entfernungen unter 300 Kilometer nicht zur Benutzung von Eil-, D= und FD=Zügen beDie Festagskarten des Pfingstverkehrs die vom Donnerstag, 6. Juni, 0 Uhr, bis zum Donnerstag, 13. Juni, 24 Uhr, gültig sind, werden von diesen Einschränkungen nicht betroffen. Die Verleihung der Ehrenkreuze ist bis zum 31. Mai d. J. beendet, mit Ausnahme derjenigen Fälle, in denen wegen fehlender Unterlagen (Militärpaß, Kriegsstammrollenauszug usw.) Anfragen an das Zentral=Nachweiseamt für Kriegerverluste und Kriegergräber in Berlin=Spandau gerichtet werden mußten. Die Erledigung dieser Anträge wird sich wegen Ueberlastung des Zentralnachweiseamtes noch längere Zeit hinziehen... Auch die Aushändigung der Ehrenkreuze wird bis zu dem obengenannten Termin erfolgen, sofern die die Kreuze herstellende Firma rechtzeitig liefern kann. Essen Sonntag 15.30 Uhr Ein Kerl, der speruliert: 20 Jupz;, Kggh im Hintervaus: Montag 20 Uhr: Krach im Hinierbaus; Dienstag 20 Uhr: Herr Varubusen liquidiert: Donnerstag 20 Uhr: Iphigente auf Tauris: Freitag 20 Uhr: Richelien; 20 Uhr: Krach im Hinterhaus. Opernhaus: Samstag 19 Uhr: Tannbäuser: Sonntag 15 Uhr: Madame Butterfly: 20 Uhr: Der Montag 20 Uhr: Cavalleria rusticana: Dienstag 20 Uhr: Die Stadt: Mittwoch 19.30 Uhr: Der Rosenkavalier: Donnerstag 20 Uhr: Die vier Grobiane: Freitag 20 Uhr: Die Stadt; Samstag 20 Uhr: Der Vizeadmiral. Dortmund Stadttheater: Samstag 20 Uhr: Der Narrenzettel: Sonntag 20 Uhr: Schwarzwaldmädel: Montag 20 Uhr: Vetter aus Dingsda: Dienstag 18.30 Uhr: Götterdämmerung: woch 20 Uhr: Bären; Donnerstag 20 Uhr: Vetter aus Tingsda; Freitag 20 Uhr: Agnes Bernauer; Samstag 20 Uhr: Hirschjagd. Duisburg Stadttbeater: Samstag 20 Uhr: Die Fiedermaus: Sonntag 20 Uhr: Munken Vendt: Dienstag 20 Uhr: Prinz von Preußen: Mittwoch 20 Uhr: Der Günstling: Donnerstag 20 Uhr: Die Fledermaus: Freitag 20 Uhr: Frischer Wind aus Kanada: Kametog 30 Uhr: Der grode Preis. Auseuuft L. R. 26. Wegen der Bestimmungen für den Güterfernverkehr wenden Sie sich am besten an die EisenbahnVerkehrsinspektion. Personenverkehr ist mit solchen Wagen ausgeschlossen. W. K. D. Zum Verständnis der Inderzahlen diene Ihnen die Mitteilung, daß 100 gleich Friedenspreis von 1914 bedeutet. Ein Lebenshaltungsinder oder Großhandelsindex von 106 würde also heißen, daß sich der Preis um 6 Prozent erhöht hätte.. E..,.=Weitmar. Der große Bergarbeiterstreit in Bochum und im ganzen Kohlenrevier war 1889. Er begann am 4. Mai und endete am 16. Mai. Militär kam am 8. Mai nach Bochum. Am 9. Mai kam es zu einem Zusammenstoß auf der Bahnhofstraße, dem zwei Tote und mehrere Verletzte zum Opfer fielen. Ferner wurde in Grumme ein Mann durch Bajonettstich getötet. Es war der erste große Bergarbeiterstreik. Es haben weiter kleine Bergarbeiterstreiks stattgefunden 1872 und später 1905 und 1912. Bunte, Siegel und Schröder, die„Kaiserdelegierten“ waren am 14. Mai 1889 beim Kaiser zur Audienz. 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Der Film nahm die heiter=beschwingte Musik des Stuckes auf und gab dazu, was eben nur dem Film möglich ist: die Weite der Landschaft, die Lebendigkeit Jahrmarkts, den raschen Wechsel der Szene, die des Auflockerung durch die Buntheit und den Reichtum der Typen. Bildhaft ist der Film also ein voller Erfolg. dem Schwung der Musik und der Führung— Karl Hartl— ordnen sich die Darsteller mit bester Laune ein. Adolf Wohlbrück ist auch hier der elegante, überlegene Mann— und fällt dennoch nicht aus der Rolle, Hansi Knoteck weiß das Zigeunermädchen glaubhaft zu machen. Derb und komisch, ein idealer Schweinezuchter Zsupan, lärmt laut und selbstbewußt Fritz Kampers köstlich durch die Szene, und Gina Falckenberg ist als seine schöne und herzlose Tochter besser als je. Der Film hat das Prädikat„Künstlerisch wertvoll“ bekommen, er verdient es auch, er ist die beste operette, die wir je sahen. Der Humor, der wie ein erfrischender Atem durch das Kellersche Buch geht, lebt auch im Film. Zwei Liebespaare und drei Komiker sind es vor allen Dingen, die Herz und Zwerchfell ständig in Bewegung halten, nämlich die Liebespaare Hermann Speelmann, Carola Höhn und Fritz Genschow, Cilly Feindt, und das komische Terzett Werner Fink, Paul Henckels und Ernst Behmer. Carola Höhn ist eine neue Entdeckung, die hier zum ersten Male groß herausgestellt und nach diesem Film zu den erklärten Publikumslieblingen zählen wird. „Ferien vom Ich“ ist gleich dem Roman ein glitzerndes, verlendes Mosaik bunter und reizvoller Vildchen, die Sonne, Frische und Jugend atmen. Im Vorprogramm läuft ein Tonlustfilm mit Harald Paulsen und Elisabeth Lennartz, sowie der Ken=Maynhard=Film:„Schüsse aus dem Hinterhalt.“ dem notwendigen Ernst behandelt, so daß der Erfolg weniger stark wäre, wenn nicht Louis Graveurs glänfe schen Einschl zende Stimme dem Film einen kunstierischen ennschlag verliehe. Camilla Horn ist hübsch und grazios wie immer. Adele Sandrock und Theo Lingen bewähren sich als„Stimmungsmacher“ in gewohnter Weise. Lichtspielhaus:„Das Erbe in Pretoria“—„Ich sehne mich nach Dir“ Im Gegensatz zu der gewählten Programmfolge stellen wir den Film„Das Erbe in Pretoria“ wegen seines großen Wertgehalts in unserer Besprechung an die erste Stelle. Die Handlung zeigt in jeder Hinsicht ein überdurchschnittliches kultiviertes Niveau. Echt ist das Milien des Hamburger Geschäftslebens, echt sind auch die Menschen. Dem Film gereicht es zur besonderen Ehre, daß er das von ihm behandelte Problem der Ehe, entgegen aller sonstigen Gewohnheit der Amerikaner, von der ernsten Seite anpackt. Ueberzeugend wirkt Paul Hartmann als der erblindete Reeder in der Ausdruckgebung innersten Erlebens. Gustav Gründgens und Paul Henckels bieten unübertreffliche Glanzleistungen in der Menschengestaltung. Charlotte Susa imponiert vor allem durch ihre Schönheit und ihr sicheres Auftreten.— Etwas leichtere Kost ist der ins Operettenhafte umgebogene Lustspielfilm„Ich sehne mich nach Dir". Zeitnahe Probleme werden angedeutet, aber nicht mit Odeon und Skala:„Regine“ „Regine", das herrlich=ergreifende Kammerspiel, das nach Motiven von Gottfried Keller für den Film bearbeitet wurde, schildert den romantischen Lebensweg der naiven Magd Regine. Es ist ein wunderbarer Film, der uns den Liebesroman zweier Menschen erzählt. Die Titelrolle wird von der großen Charakterdarstellerin Luise Ullrich meisterhaft verkörpert. Ihr zur Seite steht der von Film zu Film besser werdende Adolf Wohlbrück, dessen Leistung aus„Maskerade" noch in lebendigster Erinerung ist.— Als Beigabe läuft der Großtonfilm:„Scherben bringen Glück“, eine Schöpfung des einst bekannten Stummfilmkomikers Monty Banks. Der ganze Film ist absichtlich auf Unsinn und Tollereien aufgebaut. Hammer Lichtspiele:„Cleopatra“, „Cleopatra“ ist ein Meisterwerk in filmtechnischer und künstlerischer Hinsicht.„Cleopatra“, die geniale Königin von Aegypten, von ihren Zeitgenossen die Zauberin vom Nil genannt, steht im Mittelpunkt eines der prunkvollsten Filme, die je gedreht wurden. Claudette Colbert als Cleopatra, die das Schicksal der beiden großren Römer— Julius Cäsar und Marc Antonius— bestimmte, gibt eine hinreißende darstellerische Leistung. —„Die Stimme der Liebe“ mit dem bekannten Tenor Marcel Wittrisch ist ein Sängerfilm eigener Art. Die Regie zu diesem Film führte Viktor Janson, die gefällige und einschmeichelnde Musik stammt von Eduard Künnecke, die Handlung ist straff und ohne unnütze Längen, voll lustiger Einfälle und hübscher Situationen. Anuppschafts=Berussgenossenlschaft uns Reichbinuppschaft FilmFührergrundsatz in der Knappschafts=Berufsgenossenschaft, Ambildung der Geschäftsausschüsse in der Reichsknappschaft Lichtburg:„Der Schlafwagenkontrolleur“. Hans Fischer, Herta von Gebhardt und Werner Kortwich haben ihre geistigen Kräfte zusammengetan und daran eine Filmschnurre gekocht, die nur aus dem varaus eine Fumschnürte gerocht, die nur aus dem Grunde genießbar wird, weil man sie einem so erfahrenen Verwechslungskoch und Routinier wie Eichberg in die Hände gab. Requisiten, die immer wieder unsere Lachmuskeln in Bewegung setzen: Kleider und Hüte, Lutomobile, Bart= und Haartrachten aus unserer Väter der Automobile, Bart= und Haartrachten aus unserer Vät Jugendzeit tun selbstverständlich ihre Pflicht und machen dem Verwechselt=das=Bäumelein=Spiel ernsthaft Konkurrenz. Georg Alexander tapst sich mit drolliger Würde durch seine Rolle, die ihm, dem biederen Schlafwagenkontrolleur, mit soviel Geist behaftet, daß er unbedingt einen neuen Vergaser erfinden muß, der dann mit Ach und Krach schließlich seinen technikfördernden Zweck erreicht. Lingen mit wehendem Schnurrbart als Speisewagenkellner! Das übrige sagen Sie sich wohl selbst. Und Gustav Waldau als vertroddelter Industriekapitän mit Hansi Arnstädt als Gattin sind eine Sache für sich. Olli von Flint ist ein hübsches Mädel, sie beweist, daß sie nicht nur hübsch ist, sondern auch angenehm spielt. Erich Kesten und Erna Fentsch dürfen nicht vergessen werden in der Reihe der Darsteller. Wie gesagt, das Publikum ging auf die Scherze und Albereien mit guter Laune ein und zeigte sich beifallsfreudiger, als die Angelegenheit wert war.— Als zweiter Film läuft ein packender Volksfilm:„Die Mühle im Schwarzwald.“ Capitol:„Ein Mädel aus guter Familie“ tor und der eleganten Leopoldine Konstantin als der„lieben dummen Mama“, überraschend gute Dialoge und leichte, gefällige Musik machen den Film zu einem Lustspielschlager besten Formats. Echt amerikanisch der zweite Film mit Dick und Dof in der deutsch=gesprochenen Groteske„Die Wüsten=Sohne". Den Abschluß des Programms machen die aktuelle Wochenschau und ein Kulturfilm mit großartigen Bildern des Berchtesgadener Landes. Gloria:„Regine" und„ Der kühne Schwimmer“ Mit dem Film„Regine“ bringt der„Gloria=Palast“ das neue Werk Erich Waschnecks, eines der kultiviertesten Spielleiter des deutschen Films, dessen„Acht Mädels im Boot" und„Musik im Blut" noch allen Freunden des guten und künstlerischen Films in bester Erinnerung sind. Hier greift Waschneck auf ein altes Motiv aus einer Novelle Gottfried Kellers zurück, das er schon einmal als Stummfilm zum Welterfolg führte. Das Schicksal der Magd Regine(Luise Ullrich), die fast über Nacht die Gattin eines weltberühmten Mannes (Adolf Wohlbrück) wurde, ist von Waschneck zum erregenden Kammerspiel von tief menschlicher Wirkung gestaltet.—„Der kühne Schwimmer“ ist ein köstliches Badeerlebnis in Brunshaupten, eine Komödie der Irrungen und Wirrungen mit einer glücklichen Lösung. Susi Lanner, das fesche Mädel aus Wien, und der kesse Berliner Junge Eric Ode verhelfen dem fabelhaften Lustspiel zum sicheren Lacherfolg.— Dazu die neue Wochenschau und ein lustiger Kurzfilm. Dem Mitteilungsblatt der Reichsbetriebsgemeinschaft Bergbau entnehmen wir: Der Parlamentarismus, der auch in der deutschen Sozialversicherung herrschte, ist durch das für die gesamte Reichsversicherung bedeutungsvolle Gesetz über den Aufbau der Sozialversicherung vom 5. Juli 1934 beseitigt worden. An die Stelle mehrerer vielköpfiger Versammlungen tritt jetzt entsprechend dem nationalsozialistischen Führerprinzip ein Mann als alleiniger Willensträger des Versicherungsträgers, den das Gesetz als Leiter bezeichnet. Dem Leiter tritt zu seiner Unterstützung. ein Beirat zur Seite, dem nicht nur, wie den bisherigen Organen, Versicherte und Unternehmer, sondern auch ein Arzt und ein Vertreter der Gebietskörperschaft, für die der Versicherungsträger örtlich zustandig ist, angeIn der Unfallversicherung sind, wie bei allen gewerblichen Berufsgenossenschaften, so auch in der Knappschafts=Berufsgenossenschaft der Leiter und die Beiratsmitglieder vom Reichsversicherungsamt nach Anhörung der Deutschen Arbeitsfront inzwischen berufen worden. Leiter der KnappschaftsBerufsgenossenschaft für das Jahr 1935 ist Bergassessor Hermann Kellermann, Direktor der Gutehoffnungshütte Oberhausen.=G. in Oberhausen. Zu Mitgliedern des Beirats der Knappschafts=Berufsgenossenschaft und zu ihren Stellvertretern sind für die Zeit bis zum 31. Dezember 1936 die nachstehend aufgeführten Betriebsführer und Versicherten berufen worden: Betriebsführer: Direktor Bergassessor Edmund Tobies, Brühl, Bezirk Köln; Bergwerksdirektor Bergassessor Walter Klingspor, Halle an der Saale: Generaldirektor Bergassessor Rudolf Rademacher Neurode, Eulengebirge: Generaldirektor Dr. Herbert Werner, Beuthen (Oberschlesien), Hindenburgstraße 16a; Bergwerksdirektor Dipl.=Ing. Alexander Fieke, Zwickau(Sachsen), Silberhof 9: 1. 3. 4. Versicherte: Reviersteiger Otto Berke, Hervest=Dorsten, Halterner Straße 154; Gesteinshauer Karl Naumann, Herne, HermannLöns=Straße 26:. Zinsturt 8. Hauer Heinrich Kroninger, Eintfort, Kreis Moers, Moerser Straße 246; Aufseher Franz Czech, Hindenburg, Sandstraße 5; Grubensteiger Ottmar Eckhardt, Siegen. In der Leimbach 4. Für jeden ist ein erster und ein zweiter Stellvertreter ernannt. Falls ein ordentliches Mitglied verhindert ist, vertreten die unter der gleichen laufenden Nummer aufgeführten Stellvertreter das Mitglied in der für sie bestimmten Reihenfolge und treten an seine Stelle, wenn es ausscheidet. Die Berufung des vom Reichsärzteführer zu benennenden Arztes und des Vertreters der Gebietskörperschaften, der von deren Leiter benannt wird, erfolgt in Kürze. Somit sind alle Aufgaben und Befugnisse des bisherigen Vorstandes der Knappschafts=Berufsgenossen1. 3. Nun pflegen ja Kriminalisten für gewöhnlich wenig Rücksicht auf die Güte der Familie zu nehmen. Wieviel weniger könnte man solche Rücksichtnahme von einem Amateurtedektiv verlangen, der sich, vom Reiz einer Tausendmarks=Belohnung beflügelt, auf der Spur berüchtigter Eisenbahnräuberinnen glaubt. Wie diese erfreuliche Aussicht sich buchstäblich in Luft verwandelt, das Gute belohnt wird und das Böse in den Mond gucken muß, das glaubhaft zu zeigen bemüht sich der Film mit den gefälligen Mitteln des leichten Lustspielfilms. Der Steuermann der nicht gerade aufsehenerregenden Handlung bedient sich dabei an den seichten Stellen des Spielgewässers eines sehr wirksamen Ruders: eines nahezu goldenen Humors. Ellen Frank fühlt sich in der Rolle des flugtollen Mädels offensichtlich wohl, in einigen Szenen(mit„Vormund Georg Alexander auf dem Weg zum Flugplatz) erreicht ihr Spiel ausgezeichnete Höhepunkte. Hans Brausewetter, der Ehemann wider Willen, ist am Schluß ein glaubhaft strahlender Sieger. „Schwarzwaldmädel“ hat von allen Filmen den Vorzug, die beste und volkstümlichste Prügelei auf die Leinwand zu bringen, die man in dieser Art gesehen hat. Das ist aber nicht der einzige— und nicht einmal entscheidende— Vorteil dieses hübschen Werkes. Der große Reiz des Films liegt in der von Zoch sehr reichlich eingesetzten strahlenden Stimme Hans Söhnkers, der in Knickerbockern nicht weniger elegant wirkt als sonst im Frack. Maria Beling ist mit den zarten Mitteln ihres verhaltenen Spiels und ihrer anschmiegsamen Stimme ein würdiger Partner. Im Beiprogramm gibt es noch ein Lustspiel. Nede Gauten ful dar Keichsrartenaßgeicer das Täftschuh kul nol Die moralischen Kräfte sind in einem Kriege Wichtigste. In einem zukünftigen Kriege gilt das um so mehr, als es sich nicht um ein Duell zweier feindlicher Armeen handeln wird, sondern um st um ein Duell zweier feindlicher Armeen hanbern wird, sondern um einen Kampf zweier Völker um ihr Schicksal...„.., I. kmt.: Die höchste Pflichterfüllung muß in Zurunft jedem innewohnen, der in der Landesverteidigung tätig ist. Das ist nicht mehr der Soldat allein, sondern das ganze Volk, denn die Heimat ist in einem zukünftigen Krieg durch die Luftwaffe genau so bedroht wie früher die Front.„„ 9 Selbstschutz der Bevolkerung, in der Verteidigung der Front nach oben, muß das ganze Volk so geübt sein, daß die Gefahr einer Panik durch unbekannte Todesgefahr niemals aufkommen kann. Genau so wie der Soldat in der Handhabung seiner Waffen, muß das Volk schon im Frieden mit den Schutzmaßnahmen im zivilen Luftschutz so vertraut sein, daß die Aussichten für einen Angreifer, die WiderstandsWelt=Licht:„Die heiratslustige Witwe“. Aus der nicht alltäglichen Verkehrung des natürlichen Erziehungsverhältnisses zwischen Mutter und Tochter holt sich dieser ausgezeichnete Bavaria=Film sein kleines Problem. Entgegen herkömmlicher Erfahrung ist es hier einmal eine nüchtern besonnene Tochter, die ihre allzu temperamentvolle, mondäne und vergnügungssüchtige Mutter zu Einsicht und Lebensklugheit bändigt. Die ungemein sichere Darstellungskunst Luise Ullrichs läßt die große Gefahr psychologischer Unwahrscheinlichkeiten an keiner Stelle des ganzen Spieles akut werden, so daß der Beschauer mit fröhlichster Anteilnahme das pädagogische Experiment bis zum glücklichen Ausklang erlebt. Die Bombenbesetzung der übrigen Rollen kraft und den Selbstbehauptungswillen des deutschen Volkes von vornherein lähmen zu können, sehr gering ino.„„ 6#t„ fächart di:##faahVolksgenossen: Ertennt und fordert die Aufgaben des Reichsluftschutzbundes. Werdet Mitglied und stellt Euch zu tätiger Mitarbeit zur Verfügung. Tausende Amtsträger und Helfer werden benötigt, die im Ernstfalle ebenso notwendig sind, wie die Feldgrauen an der gront. Hch. Hoffmann mit Hermann Thimig als verliebte Schwerenöter, Theo Lingen als unglücklich freiendem HoteldirekDie Modelle der neuen Bauten für das Reichsparteitaggelände in Nürnberg wurden kürzlich vom Führer besichtigt. Unsere Bilder zeigen das Modell des Zeppelinfeldes, wie es 1936 aussehen wird. schaft, mit Ausnahme der Entlassung, auf den Leiter übergegangen. Der Beirat hat die Aufgabe, den Leiter in der Verwaltung des Versicherungsträgers zu unterstützen und zu beraten. Bei der Reichsknappschaft, bei der ein Reichskommissar die Aufgaben der Organe übernommen hat und die Vorschr ften des Aufbaugesetzes über die Führung erst mit der Aufhebung des Kommissariats in Kraft treten, erfolgt nunmehr zur Durchführung des Führergrundsatzes und zur Einsparung von Kosten die sofortige Umbildung der Geschäftsausschüsse der Bezirksknappschaften nach dem Vorbild der Rentenausschüsse in der Unfallversicherung. Auf Grund des§ 25, Absatz 3, der Fünften Verordnung zum Aufbau der Sozialversicherung vom 21. Dezember 1934 hat der Kommissar für die Reichsknappschaft am 17. April 1935 für alle Bezirksknappmit Ausnahme der Saarknappschaft folgendes schaften ilt Fudigguge. der Sautrnapbfuleigigendes bestimmt:„Die Geschäftsausschusse der Bezirksknappschaften für Arbeiter und Angestellte zur Feststellung der Leistungen bestehen aus einem Führer eines knappan ber e Cechicehschlache sis e, einem Angestellten. Der Kommissar für die Bezirksknappschaft bestimmt nach Anhörung der Arbeitsfront die Mitglieder der Geschäftsausschüsse und für jedes Mitglied einen Vertreter. Die Versicherten sind den nte Aeltesten der Bezirksknappschaft zu entnehmen. Einigen sich die beiden Mitglieder nicht, so entscheidet der Kommissar für die Bezirksknappschaft. Der Kommissar kann die Entscheidung einem leitenden Angestellten der Bezirksknappschaft übertragen..,„mgit 1..2 Vorstehende Bestimmung tritt, soweir es sich um Maßnahmen zu ihrer Durchführung handelt, sofort, im übrigen am 1. Juni 1935 in Kraft." Morer-Hotion ist und bleibt Uin Haue fur-kio die gut und preiswert kaufen wollen. ESSEN 67 Rdolf-Hitler-Str. 69 Seite 11 N1 Zweite Schalke Punkt Mit den der DFB.=Gru scheidendes Ste Hertha BS getippte, kamp ihren Sieg üb stellung verscha sterburg gegen Pol. Gruppensieg. T steigt Sonntag gegen Hanni herausholen, n rundenspiele a eine Punkt ger den Torverhält eine Niederlag droht ist. In Fürth um Sieg gegen Stuttgart nau 93 scht Falle alle vier wieder völlig Gruppe 4 fäll nix Ludw aufeinander tr dem Südwestn zige Mannscha demzufolge übe Der Spiel Gaugrupp in Königst nitz in Br Gaugrupp büttel in S in Brauns Gaugrupp Jena; Bf2 gart. Gaugrupp in Bonn: in Saarb: Gruppe 1: York In Der brar hat mit dem gewonnen. A Königsberg u aus dem zwei Polizei nure den. Insterbi schon in Berli diesmal einen dern können. 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In der Gaugruppe 1 hat sich Hertha BSC., die vielfach für das Endspiel vorgetippte kampferprobte Berliner Mannschaft, durch ihren Sieg über Pol. Chemnitz eine Favoritenstellung verschafft, die Sonntag gegen York Insterburg nicht bedroht ist. Ein Unentschieden gegen Pol. Chemnitz genügt Hertha zum Gruppensieg. Das entscheidende Spiel der Gaugruppe 2 steigt Sonntag in Braunschweig. Schalke 04 muß gegen Hannover 96 mindestens ein Unentschieden herausholen, wenn es sich schon vor Ablauf der Vorrundenspiele als Gruppensieger vorstellen will. Der eine Punkt genügt dann auf Grund seines überragenden Torverhältnisses zum Gruppensieg, der selbst durch eine Niederlage gegen Eimsbüttel nicht mehr bedroht ist. In der Gaugruppe 3 kämpft die SpVg. Fürth um ihre letzte Chance. Gelingt ihr ein Sieg gegen den SV. Jena und kann VfB. Stuttgart den bisherigen Tabellenführer Hanau 93 schlagen, sind die Chancen, da in diesem Falle alle vier Mannschaften vier Verlustpunkte haben, wieder völlig ausgeglichen. Die Entscheidung in Gruppe 4 fällt Sonntag in Saarbrücken, wo Phönix Ludwigshafen und VfL. Benrath aufeinander treffen. Schon ein Unentschieden genügt dem Südwestmeister zum Gruppensieg, da er als einzige Mannschaft kein Gegentor aufzuweisen hat und demzufolge über ein Torverhältnis von 9 verfügt. Der Spielplan für den 5. Mai: Gaugruppe 1: Yorck Insterburg— Hertha/BSC. in Königsberg; Vorwärts Gleiwitz—Polizei Chemnitz in Breslau. Gaugruppe 2: Stettiner SC.— büttel in Stettin; Hannover 96— FC. Schalke 04 in Braunschweig. Gaugruppe 3: 1. ST. Jena— SpVg. Fürth in Jena; VfB. Stuttgart— FC. Hanau 93 in Stuttgart. Gaugruppe 4: B/R. Köln— Bfegz, Fgmhein in Bonn; Phönix Ludwigshafen— VfT. Benrath in Saarbrücken. Gruppe 1: York Inlterburg— HerthalBsC. Der brandenburgische Gaumeister Hertha/BSC. hat mit dem Chemnitzer Erfolg außerordentlich viel gewonnen. Wenn die Elf die beiden Rückspiele in Königsberg und Gleiwitz gewinnt, dann benötigt sie aus dem zweiten Zusammentreffen mit der Chemnitzer Polizei nur einen Punkt, um Gruppensieger zu werden. Insterburg ist spielerisch weit unterlegen, hatte schon in Berlin mit:7 das Nachsehen und wird auch diesmal einen Sieg der Brandenburger nicht verhindern können. Vorwärts Gleiwitz— Pol. Chemnitz In Breslau empfängt der schlesische Gaumeister die Chemnitzer Polizisten, die er in Leipzig nur knapp :1 schlagen konnte. Nachdem die Gleiwitzer aus sterburg einen sicheren:=Sieg heimbrachten und sich bekanntlich nicht nur gegen Chemnitz, sondern auch in Berlin im ersten Spiel gegen Hertha recht gut hielten, ist es nicht ausgeschlossen, daß die Sachsen unangenehm enttäuscht werden. Gruppe 2: Hannover 96— Schalke 04 Die Freunde der Schalker denken noch mit gemischten Gefühlen an den knappen:=Sieg des Westfalenmeisters im ersten Spiel gegen Hannover in Dortmund zurück, und diese bei weitem nicht fröhlichen Gedanken sind durch den:=Sieg gegen Eimsbüttel keineswegs heiterer gestimmt worden. Die Rollen sind diesmal vertauscht. Traf Schalke in Dortmund auf eine stark ersatzgeschwächte Mannschaft des Niedersachsenmeisters, so trifft diesmal Schalke,das Handikap, ohne Szepan und Valentin spielen zu müssen. Es wird dem Westfalenmeister nichts anderes übrig bleiben. als in Braunschweig die gleiche Taktik des Bochumer Spieles zu verfolgen, wobei allerdings zu hoffen ist, daß man sich nicht ausschließlich auf die Vielzahl der Verteidiger, sondern auch auf deren Form verlassen kann. Hoffentlich war Bornemanns schwaches Spiel nur eine Ausnahmeerscheinung und hat sich Schweißfurth inzwischen seine Hochschüsse abgewöhnt. Hannovers schneller Sturm wird die hinteren Reihen der Schalker wesentlich mehr in Unordnung bringen als die verkrampften Angriffe der Eimsbütteler. Die Situation in der Gaugruppe 2 hat Schalke ganz von selbst in die Rolle des Verteidigers und Hannover, das nur durch einen Sieg seine Hoffnung erhalten kann, in die Rolle des Angreifers hineingedrängt. Wir glauben allerdings, daß Schalke seine Position verteioigen wird. Steitiner SC.— TSV. Eimsbüttel Trotz der derzeit schwachen Form des Nordmark= Gaumeisters wird sich der Pommernmeister auch in seiner Heimatstadt eine Niederlage gefallen lassen müssen. Gruppe 3: 1. SV. Jena— Spyg. Fürth Es wird für Fürth schwer sein, den:=Erfolg aus dem Hinspiel zu wiederholen. Jena hat durch den Sieg in Hanau neuen Mut geschöpft und tatsächlich gute Aussichten auf den Gruppensieg. Die Fürther weisen bereits vier Verlustpunkte auf und müssen nach einem erneuten Punktverlust ihre Hoffnungen endgültig aufgeben. VIB. Stuttgert— FC. Hanau 93 Nach dem unerwarteten:=Erfolg des württembergischen Meisters in Fürth muß man die Stuttgarter wieder ernst nehmen. Die Niederlagen gegen Hanau und Jena ließen erwarten, daß mit dem VfB. nicht viel los ist. Nun kann Hanau die Stuttgarter in ihrer Heimat aufsuchen und es ist durchaus möglich, daß der Nordhessenmeister nach dem Verlustspiel gegen Jena eine neue Enttäuschung erlebt. Gruppe 4: VIR. Köln— VIR. Mannheim Das einzige Gruppenspiel, das am Sonntag auf westdeutschem Gebiet abgewickelt wird, führt den BfR. Köln in Bonn mit den Mannheimer Rasenspielern zusammen. Die erste Begegnung— in Karlsruhe— brachte bekanntlich den überraschenden:=Erfolg der Kölner über den damals noch favorisierten badischen Gaumeister, der jedoch heute mit sechs Verlustpunkten den letzten Platz in der Tabelle einnimmt. Phönix Ludwigshafen—Vfl. Benrath In Saarbrücken wird es einen großen Kampf geben, der voraussichtlich die Entscheidung in der Gaugruppe 4 bringt. Mit nur einem Verlustpunkt nehmen beide Mannschaften die Tabellenführung ein, wobei Ludwigshafen dank des besseren Torverhältnisses vor den Benrathern rangiert. Die erste Begegnung in Wuppertal endete torlos. Ein zweites Unentschieden liegt natürlich nahe, doch wäre dies ein Plus für die Ludwigshafener, die ihr gutes Torverhältnis bestimmt verteidigen werden. Auch Hanau-Fürth schon am 12. Mai Wie das Meisterschaftstreffen zwischen dem Stettiner SC. und Schalke 04, so wurde jetzt auch die Endrundenbegegnung zwischen Hanau 93 und SpVg. Fürth vom 19. auf den 12. Mai vorverlegt, da am 19. Mai in Kassel der Gauparteitag stattlfindet. Die Tip-Ecke Diogenes& Co. „Der Lenz ist da!“ Er weilte am Vorsonntag in Gestalt des blonden Dortmunder Mittelstürmers in Brüssel und hat im Laufe dieser Woche, diesmal aber als der vielbesungene Frühlingsbringer, bei uns seinen Einzug gehalten. Für den Tus. wird es sich Sonntag entscheiden, ob es wirklich„lenzt“ oder ob es Winternacht bleibt. Gegen VfB. Bielefeld muß er sich zu diesem Behufe gewissermaßen die beiden Pünktchen über dem„U“ holen. Ob es gelingt? Die Hauspropheten beantworten diese und die zahlreichen zur Debatte stehenden anderen Fußballfragen wie folgt: Was Diogenes meint: DFB.=Endspiele: York Insterburg— Hertha BSC.•4 Vorwärts Gleiwitz— Pol. Chemnitz:2 Hannover 96— Schalte 04:3 Stettiner SC.— Tv. Eimsbüttel:3 SV. Jena— SpVg. Fürth:3 VfB. Stuttgart— Hanau 93:1 BfR. Köln— BfR. Mannheim:2 Phönix Ludwigshafen—. BfL. Benrath:0 Aufstiegsspiele: TuS. Bochum— VfB. Bielefeld:2 Alemannia Dortmund— Erle 08:1 Hemer 08— Recklinghausen 13:0 Und Auguft Schrömmel? DFB.=Endspiele: York Insterburg— Hertha BSC.:5 Vorwärts Gleiwitz—. Pol. Chemnitz:2 Hannover 96— Schalke 04:2 Stettiner SC.— Tv. Eimsbüttel:4 SV. Jena— SpVg. Fürth:0 VfB. Stuttgart— Hanau 93:3 BfR. Köln— BfR. Mannheim:2. Phönix Ludwigshafen—. VfL. Benrath:1 Aufstiegsspiele: TuS. Bochum— VfB. Bielefeld:0 Alemannia Dortmund— Erle 08:1 Hemer 08— Recklinghausen 13:2 Gefahr bedeutet. Kommt noch hinzu, daß nach dem Doppel==System der Bielefelder die beiden schnellen und ausdauernden Außenstürmer Schmidt und Heinold wertvolle Zubringerdienste leisten, wodurch die Lage noch verschärft wird. Nur ein unbeugsamer Kampfeswille, gepaart mit etwas Vorsicht in der eigenen Hälfte, kann zum Erfolg führen. Dritte Runde der Gauliga-Aufftiegsspiele Tus Bochum am Scheidewege! Unlere Geener von moreen Die Bochumer erwarten den Favoriten VIB. Bielefeld Der dritte Spielsonntag der Aufstiegskandidaten für die westfälische Gauliga ist von entscheidender Bedeutung für den weiteren Verlauf der Kämpfe. Entweder erfährt die Rangliste eine einschneidende Veränderung und die Chancen werden wieder ausgeglichener, oder eine klare Spitzengruppe schält sich heraus. Der Bochum. Briugt der Tue Bochum. Bringt„der TuS. Spitzenführer VfB. Bielefeld Schwerpunkt liegt in Bochum gegen den Spitzenführer BfB. Bielefelt den notwendigen Kampfgeist auf, um ihm die erste Schlappe beizubringen, so hat er sich, da Alemannia Dortmund und Erle 08 sich gegenseitig„zerfleischen“, den Anschluß an die Spitzengruppe und damit seine schon verloren geglaubte Aufstiegschance wieder zurückerkämpft. Gibt der Bochumer Gruppensieger allerdings diese letzte Gelegenheit aus der Hand, sich aus eigener Kxaft wieder ins Vordertreffer, zu bringen, dürfte der Traum, in der nächsten Saison Meisterschaftspartner des FC. Schalke 04, des SV. Höntrop und der Bochumer Germanen zu werden, endgültig ausgeträumt sein. Der VfB. Bielefeld verdankt sein:=Punktund:=Torverhältnis in der Hauptsache seiner geschickten Verteidigungstaktik. Ihn aus der Reserve herauszulocken, muß die Hauptaufgabe des TuS. sein. Eine Niederlage in Bochum kann die Bielefelder die Spitze kosten, wenn sich Dortmund und Erle nicht unentschieden trennen, ein Sieg würde ihre führende Stellung fast unerschütterlich machen. Das zweite für die Tabellengestaltung sehr wichtige Spiel führt Erle 08 zur Dortmunder Alemannia, die am Vorsonntag gegen die den Dortmunder Sturm geschickt kaltstellenden Hemeraner überraschend einen Punkt verlor. Alemannia hat Platzvorteil und ist durch den Punktverlust vom vorigen Sonntag auf eigenem Platze gewarnt. Schäfers Gefährlichkeit ist nun zur Genüge bekannt, woraus die Gäste die Konsequenz ziehen dürften, diesen gefährlichen Torschützen in liebevolle Bewachung zu nehmen. Erle spielt das technisch bessere Spiel und hat s sen gesie eise, Ssilae e sicsie 560 der Alemannen aufgewogen sein, so daß eine Punkteteilung gut möglich ist, wenn nicht gar ein Sieg der Die beiden Tabellenletzten Hemer O8 und Recklinghausen 13 treffen sich in Hemer. Der Gang ist für die Leute aus dem„Vest" recht sauer, denn die Südwestfalen sind auf eigenem Platz eine gefährliche Einheit. Kommt noch hinzu, daß der Punktgewinn vom vorigen Sonntag in Dortmund ihnen das Selbstvertrauen nicht unerheblich gestärkt haben dürfte, wodurch die Aussichten der Gäste, den ersten Punkt in den Aufstiegsspielen zu erobern geschwächt werden. Gelingt den Hemeranern der erste Sieg, so dürften sie für die Folge wohl doch noch ein Wörtchen mitreden. Die Spiele: TuS. Bochum— VfB. Bielefeld Hemer 08— Recklinghausen 13 Alemannia Dortmund— Erle 08 Tus. Bochum— VIB. Bielefeld Zwei Gegner mit grundverschiedenen Systemen. Die Gäste gewannen ihre ersten beiden Spiele mit einer ausgesprochenen Verteidigungstaktik, die in beiden Fällen glänzend funktioniert hat. Das beweist die Tatsache, daß die Bielefelder in beiden Spielen ohne Gegentor geblieben sind. Ihre fünf Tore erzielten die Leinenstädter, nachdem die Gegner sich weidwund gekämpft hatten. Die Gefahr für den Tus. liegt darin, daß sein eigener Sturm durch gute Deckungsarbeit der Bielefelder sich schlecht wird entfalten können und daß durch Verlegung der Kampfhandlungen in die Bielefelder Spielhälfte der eigene Strafraum zu sehr entblößt wird, was bei den vorn auf der Lauer liegenden gefährlichen Halbstürmern Düding und Strothmann eine ständige Irland gegen die Schweiz, Spanien gegen Portugal. Die nächsten Gegner für unsere Fußball=National= mannschaft, Irland und Spanien, die am 8. Mai in [Dortmund und am 12. Mai in Köln gegen Deutschland antreten, liefern Sonntag Länderspiele gegen die Schweiz und Portugal, die sehr aufschlußreich für uns sind. Irland stellt sich in Bern der Schweiz zum Kampf, die von uns zwar mit:0 geschlagen wurde, durch ihren:=Sieg über Ungarn aber erkennen ließ, daß sie aus dieser Niederlage gelernt hat. Spanien stellt sich in Lissabon Portugal zum Kampf und betrachtet das Spiel als eine Generalprobe für den Kampf gegen Deutschland. Man wird wohl erst nach dem Verlauf dieses Länderkampfes die endgültige Elf gegen Deutschland nominieren. Wie der Irische Fußballverband mitteilt, hat er seine Ländermannschaft gegen Deutschland etwas verändert. Halbrechts spielt nicht P. Farrell, sondern J. Donnell.., ven mit Lm Trischm Srtz. Da nach den Abmachungen mit dem Irischen Fußballverband nur der Torwart ausgetauscht werden darf, ist Jürissen von Rot=Weiß Oberhausen Deutschlands einziger Ersatzmann. Wer letzt lich durch? Aufstiegsspiele zur Bezirksliga. Am Sonntag beginnt die Runde der Aufstiegsspiele der Gruppensieger der ersten Kreisklasse zur Bezirksliga. Sieben Spiele hat jede Mannschaft zu absolvieren. Vier von den acht Teilnehmern steigen zur Bezirksliga auf. Die Spiele finden jeweils auf dem Platz des erstgenannten Vereins statt. Sportgem. 09/30 Wattenscheid und Hattingen 04 haben je vier Spiele auf eigenem Platz, was nicht unbedeuMan muß abwarten, wie die einzelnen Teilnehmer sich schlagen werden. Mit Vorschußlorbeeren beladen sind fraglos BV. 12 Gelenkirchen, eine Mannschaft, die sich in letzter Zeit besonders in den Pokalspielen, recht gut geschlagen hat, Sportmen. 09/30 P 11 Kungenkrankel Verichten 9e)ge., Lioher un K wsczuichwes schwonden Kaverwur verschssete sich, Feder ond Nachschweis schwondern. Governen verhellien. Gewichtsbis 31 Pid. Zunahmel)er, ezheiges steigertensich. Mehreretansend Anerkennungs. Gin Dewpeis), ohen se zogzenles u. horche Aloashekeeine Grailce, I1 19. Wir senden sie kostenlos u. durch e. Apotheke eine Gratisprossblefe4 Spezsalmmel4.-Dr. Boeiher Om b. H. Mänchen16 Böhm's Allerfrüb. Itr.,7.50, 10 Pfd. 80 Pf., Ackersegen Itr. 4,50, Preußen Str. 3439, Industrte,„Brr..50 ffl. Speisetartofseln 3tr. 4 u..30 J. Futterkartofseln dicke weiße. Ztr. .50 und 3. Runkeln Zentner.30 Bentlage, Vereinsstraße 34 (Engelsburg), Telephon 68132. Anhaltende Geschäftserfolge kommen nicht durch Zufall. 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Nicht zu vergessen Buer 07 und die beiden Dortmunder Mannschaften Hörde 1910 und Germania Hombruch. Mit dem SV. Sodingen will es augenblicklich nicht recht klappen, oder hat er sich vorgenommen, in den Aufstiegsspielen plötzlich wieder mit großen Leistungen aufzuwarten? Die Ergebnisse in den letzten Gesellschaftsspielen sind allerdings keine große Empfehlung. Warten wir ab, wie die ersten Spiele ausfallen werden, die am Sonntag steigen. Wer am Sonntag schon ins Hintertreffen gerät, wird aufpassen müssen, daß er den Anschluß nicht verpaßt. Jedenfalls steht zu erwarten, daß auch diese Spiele, wo sie auch stattfinden, für die Fußballinteressenten eine willkommene Bereicherung des Programms bilden werden. Die Spiele des Sonntags: Sportgem. 09/30 Wattenscheid— Tura Altenvörde Hörde 1910— Buer 07 BV. 12 Gelsenkirchen— Germania Hombruch Hattingen 04— SV. Sodingen. Wo bielbil au da, Amcrika: Die Gesellschaftsspiele Die Gesellschaftsspiele nehmen diesmal wieder einen breiten Raum ein Aber trotz der Vielzahl der Spiele gibt es kaum eine Begegnung, die als besonderes Zugstück anzusehen ist. Man ergeht sich entweder in Lokalspielen, oder hat klassengleiche Mannschaften zum Gegner. Lediglich Langendreer 07 macht eine Ausnahme durch die Verpflichtung des Gauligisten Westfalia Herne, was die Langendreerer Fußballanhänger dankbar durch guten Besuch quittieren werden. Einige Ausflüge Bochumer Mannschaften in die nähere und weitere Umgebung beleben das Bild. Wo bleihft du da, Amcrika? Prosssungererue EISsS Verkäuffe-Kärten „Das Rckordlpiel Deutchland-Spanien Das Fußball=Länderspiel Deutschland— panien am 12. Mai in Köln wird im Zeichen neuen, schon heute gesicherten Zuschauerrekordes eines stehen. die HJ. in Köln verteilt worden. Das Gesamtfassungsvermögen des Stadions wurde um 16.530 Sitzplätze erhöht. Bereits zum 5. Mai wird mit dem Abschluß aller Bauarbeiten gerechnet. Kampfes also nicht. Wir nehmen an, daß der gefährliche Bölck den Kölner zu besonderer Konzentration und Aggressivität zwingen wird und erwarten dann Besselmann als Sieger. Im Rahmenprogramm boxt der Solinger Schwergewichtler Erwin Klein gegen den Krefelder Weiher. Klein muß beweisen, daß ihn die Howerschen Schläge nicht ganz aus dem Tritt gebracht haben. Im Weltergewicht trifft Prodel(Köln) auf den Danziger Radtke, Wieser(Bochum) will gegen den Debütanten Sporer(Dortmund) seinen RingAbschied geben. Mit genau 71 330 bereits verkauften Karten sind alle bisher in Deutschland erreichten Besucherzahlen überholt, wobei nicht vergessen werden darf, daß schon Wochen vor.— Wit dar Garbareitung und Gurckfökrung dem Spiel auf dem Wege des Vorverkaufes— wobei] Wie der mit der Vorbereitung und Durchführung 150000 wollen das Dresdner Länderspiel sehen Marcel Thil— Vilda Jaks Kampf um die Mittelgewichtsweltmeisterschaft. In Paris verteidigt der französische Mittelgewichtsweltmeister Marcel Thil seinen Weltmeistertitel gegen den Tschechen Vilda Jaks. nur 18 kamen— 700 Karten überhaupt in den Kassenverkauf des Fußball=Länderkampfes Deutschland— Tschechoslo= alle Plätze abgesetzt waren.(wakei beauftragte Dresdner SC. mitteilt, sind für Nau insgosamt 240 000 Auferderungen das am 26. Mai stattfindende Spiel rund 30.000 SitzVon insgesamt 240 00o Anforverungen splatzkarten und weit über 120 000 Stehplatzkarten, mußten nzehr als zwei Drittel überhaupt unberücksichtigt alsg insassamt 150000 Eintrittskarten bestellt worden. Das ist Fußball=Begeisterung... saiso insgesan„ nicht weniger als 20000 aus der Tschechoslowakei sowie 40 000 aus Dresden und Umgebung. Diesen Wünschen kann der Veranstalter jedoch nicht nachkommen, da nur knapp 5000 Sitzplätze und etwa 58000 Hower schlägt Ambrotz bleiben. Das ist Fußball=Begeisterung... Die große Nachfrage nach Eintrittskarten war die Davon Veranlassung zu umfangreichen Um= und Neubauten, die einige Wochen in Anspruch nehmen und im Rahmen der Arbeitsbeschaffung nicht hoch genug eingeschätzt werden können. Allein für eine Ergänzungstrbüne, die 7770 Sitzplätze faßt, wurden auf dem Rhein Wälder von Bauholz herangeschafft. Von den 71 330 Karten Im Mittelpunkt der Freitag abend in Berlin ausgetragenen Berufsboxkämpfe stand der 10=RundenKampf zwischen dem Deutschen Meister Hower und dem Tschechen Ambrosz, den Hower hoch nach Punkten gewann. Die Spiele: Samstag: BV. Stoppenberg— SV. Höntrop Henrichshütte—. BV. Westfalia Bochum Holsterhausen— Preußen Wanne Langendreer 07— Langendreer 04 BC. Hordel— Rasensport Wanne Sonntag: SC. Dahlhausen— Viktoria Recklinghausen Langendreer 07— Westfalia Herne STV. Werne— TB Eickel TG Ehrenfeld— Preußen Wanne TuS. 63 Herdecke— Preußen 07 Bochum Teutonia Riemke— Bochum=West Wanne 11— Horst=Emscher Karolinenglück— Postsportverein Bochum Kray 04— Phönix Bochum Hansa Herne— Sp. u. Sp. Bochum Bövinghausen 04— SuT. Harpen FC. Volmarstein— Tus. 26 Altenbochum Herne=Süd— SC. Altenbochum Westfalia Weitmar— Concordia Bochum Union Günnigfeld— VfB. Gerthe BV. Essen— SV. Wattenscheid Reichsbahn=TuS. Bonn— Reichsbahn=Tus. chum SpV. Sprockhövel— Werne 19 Westfalia Bochum(Res.)— Borussia Bochum Germania Querenburg— Bommern 05 DFB.=Vereine, Stehplätze zur Verfügung stehen. Die für den Vorverkauf in Dresden bestimmten Stehplatzkarten waren bereits eine knappe Stunde nach Eröffnung des Vorverkaufs restlos vergriffen. PSV. Bochum-KöV.24 Gerthe:9 Der am Freitag abend im Bochumer Tonhallensaal sind 39330 an die Mitglieder der 10000 an die Deutsche Arbeitsfront, die allein 40 000),„ Jhig Liefer Suarthassisterune 1 angefordert hatte, 18 700 auf drei Vorverkaufsstellen in Angesichts dieser Sportbegeisterung kann man nur Köln und 3300 Freikarten an die Sportjugend und sagen: Amerika, wo bleibst du da? im Bochumer Tonhallenso ausgetragene Lokalkampf im Boxen zwischen dem Polizeisportverein Bochum und der Kraftsportvereinigung Siegfried=Lothringen Gerthe endete unentschieden. Den Revanchekampfzwischen Jakubowski und Kaisler gewann Jaauboryski, verdient nach Punkten. Der für einen Sechsrunoenrampf, vorgesehene„Disselbea Sechsrundentampf, vorgesehene„Dils war mit Startverbot belegt worden und kämpfte darum nicht(Ausführlicher Bericht folgt). nicht(Ausführ Wer Gewinnt„Rund um Dortmund“? Veuigimn ge Furz in Londen Das Straßenrennen für Amateure und Berutsfahrer— Zwischen 11.20 und 13.45 Uhr kommen die Fahrer durch Bochum BoDie Aufftiegskämpfe der Handballer Das Handballprogramm im westfälischen Gaugebiet st recht spärlich. Der Westfalenmeister Hindenburg Rinden trifft im zweiten Gaugruppenspiel auf den Südwestmeister Darmstadt 98, und zwar müssen die Mindener Pioniere die Fahrt zum Süden antreten. Im Frauenhandball ist die westfälische Meisterelf der Dortmunder Sportfreunde 95 durch die Niederlage gegen den SC. Magdeburg bereits ausgeschieden. Die Spiele der Handball=Bezirksgruppenmeister nehmen im Industriegebiet ihren Fortgang, nachdem die Meister der drei anderen Bezirke in Grün=Weiß Bielefeld, Münster 08 und Jahn Werdohl schon feststehen. Die führenden Dortmunder Eintrachtler haben ihren schärfsten Gegner, die T SG. Herdecke, zu Gast. Gewinnen die Dortmunder dieses Spiel, was bei dem Vorteil des eigenen Platzes anzunehmen ist, dürfte ihnen die Meisterschaft des Industriebezirks sicher sein. Das zweite Treffen führt den Turnerbund Eickel und Schwelm 06 zusammen. Die Eickeler enttäuschten bisher und müßten auch gegen Schwelm 06 beide Punkte abgeben. Das große westfälische Radrennen„Rund um Dortmund“ wird der dritte in diesem Jahre ausgetragene Wettbewerb der deutschen Berufsfahrer und auch der dritte Start der Nationalmannschaft der Amateure sein. Für beide Gruppen bedeutet„Rund um Dortmund“ sicher das schwerste der in dieser Saison gefahrenen Rennen, weil die 220 Kilometer lange Strecke sehr uneinheitlich ist und einen steten Wechsel zwischen Steigefähigkeit und reiner Schnelligkeit verlangt. Wer„Rund um Dortmund" gewinnen will, muß beide Fähigkeiten besisen.„ 63fahr.„..„ 4gan Jahr Bei den Berufsfahrern konnte im vorigen Jahre Kutschbach den Sieg erringen. Er ist auch in diesem Jahre Favorit. Er gewann in diesem Jahre Berlin— Kottbus—Berlin und sicherte sich im Straßenpreis von Hannover den Ehrenplatz hinter dem Ausreißer Hodey. Hodey wird in Dortmund ebenfalls dabei sein. Auf der schwierigen Strecke sollte aber seine Sportschnelligkeit weniger zur Geltung kommen als in Hannover. Sehr gute Aussichten haben auf jeden Fall der erfahrenen „Tour-de-France"=Fahrer Stöpel, Buse, Thierbach und Geyer. Möglich, daß einer der hervorragenden Dortmunder, insbesondere Bautz oder Siebelhoff, die Rechnung über den Haufen werfen. Im Rennen der Amateur=Nationalmannschaft der Straße wird ein erbitterter Kampf um die Zugehörigkeit zu dieser Auswahlmannschaft entbrennen. Der Kampf auf den heimischen Landstraßen gibt den westdeutschen Amateuren unbedingt einen kleinen Vorteil. Trotzdem scheint uns der Kampfivielsieger Krückl (München) die besten Aussichten zu haben, weil er mit einer überragenden Spurtschnelligkeit eine enorme Steigefähigkeit verbindet. Die Startzeiten in Dortmund liegen wie =Klasse.45 Uhr, Berufsfahrer.30 Uhr. Auch diesmal werden die Fahrer wieder durch Bochum kommen. Der genaue Zeitpunkt der Durchfahrt von Bochum ist natürlich nicht vorherzusagen, es steht aber fest, daß alle Klassen unsere Stadt zwischen 11.20 und 13.45 Uhr passieren werden. Die Fahrer kommen auf der Herner Straße von Herne, biegen bei Kortländer links ein und fahren Witten. verspricht. Mannschaften wie Wilde—Niermann(Gladbeck—Münster), Gayk—Postler(Herten), deren Wiedererscheinen besonders begrüßt werden wird, dürften in dem großen Feld eine erste Geige spielen. Aber auch Zander—Krikowski(Gelsenkirchen), Lohmann—Störmann(Münster), Zielony—Titas(Herne), Westermeier—Hoffmann(Herne—Bochum), Ridder—Wilschrei(Essen—Dortmund), Fischer—Krause(Dortmund) und Tenthoff—Bergmann(Bochum=Hordel) werden sich nicht so ohne weiteres geschlagen bekennen. Neben dem Mannschaftsfahren gibt es noch ein Fliegerhauptfahren, Jugendfahren und Entschädigungsfahren. Lohmann Startet in Nürnberg Der Radsport am Wochenende. Das Programm der Radsportler am bevorstehenden Wochenende läßt an Reichhaltigkeit und Abwechslung wieder nichts zu wünschen übrig, denn auf der Landstraße und den Bahnen geht es hoch her. Stark umstritten ist die Fernfahrt Berlin—Wittenberg—Berlin über 215 Kilometer, für die nicht weniger als 425 Fahrer gemeldet haben. Mehr lokalen Charakter haben die Fahrten„Rund um.=Gladbach“ über 150 Kilometer,„Rund um den Dörnberg“ in Kassel über 150 Kilometer,„Rund um Frankfurt“ über 160 Kilometer, das Straßenrennen Bonn—Aachen—Bonn über 200 Kilometer und der Straßenpreis der Stadt Chemnitz über 100 Kilometer. Von den ausländischen Straßenrennen dürften vor allem Paris—Tours über folgt: 246 Kilometer und die Rundfahrt um Piemont über Der Rückkampf zwischen Walter Neusel und dem britischen Schwergewichtsmeister Jack Petersen ist nunmehr für den 25. Juni fest vereinbart worden. Das Treffen kommt an diesem Tage im Freiluftring des Londoner Wembley=Stadions, dem alljährlichen Schauplatz des Fußball=Pokalendspieles, zum Austrag. Im ersten Kampf siegte der Deutsche bekanntlich vor mehreren Monaten durch Aufgabe seines kampfunfähigen Gegners in der elften Runde. Haffe in Afrika erkrankt Deutsche Motorsportler im Auslande. Nach einer Reihe von Nachrichten über das ausgezeichnete Abschneiden unserer deutschen Adler=Mannschaft bei der Internationalen Sternfahrt nach Marokko, kommt jetzt ungünstige Kunde aus Meknes. Der liner Hasse ist erkrankt und hat aufgegeben. Auch von Guilleaume und Frau Lotte Bahr sind gesundheitlich nicht auf dem Posten. Der Ausfall ist um so bedauerlicher, als die Adler=Mannschaft sehr günstig im Rennen lag. Sehr gut schnitten bisher Sch weder und Sauerwein ab. 298,8 Kilometer mit Start und Ziel in Turin interessieren. 4.. kast m bi. An Bahnrennen wird des Guten fast zu viel geboten. In Krefeld stehen die Wettkämpfe der deutschen Nationalmannschaft im Mittelpunkt des Programms, das außerdem noch Dauerrennen über insgesamt 70 über die Wittener Straße nach Kilometer vorsieht. In Hannover wird die Sommersaison mit Steherrennen eröffnet, für die Erich Möl„Goldene Rad“ io Herna ller, Wißbröcker, Hille, der Spanier Um das„Goldcue nau in ricrne[Prieto und die Nachwuchsfahrer Ifland und Auf der Germania=Kampfbahn in Herne finden am Kaeb verpflichtet wurden. Auf der Nürnberger Bahn Sonntag interessante Radrennen statt, die als Haupt=findet, ein Länderkampf„Zeztschland,.—Schweiz, statt. zugnummer ein 200=Runden=Mannschaftsrennen brin= Richter, Steffes, Metze, Schino#er und Toymann vergen, das bei der guten Besetzung interessanten Sport treten hier die deutschen Farben. Pferde im Jubiläumspreis Rennen in Düsseldorf=Grafenberg Der Düsseldorfer Reiter= und Rennverein wartet gleich bei seiner diesjährigen Eröffnungsveranstaltung mit einem ausgezeichneten Programm auf, das ein so wertvolles Rennen wie den Jubiläumspreis über die Meile im Mittelpunkt hat. Die Prüfung ist, wie im vergangenen Jahre,„wieder mit 10.000 Reichsmark dotiert und wird voraussichtlich von acht Pferden bester Klasse bestritten. Von den das Hauptereignis umrahmenden Konkurrenzen sind noch der Preis der Kaiserpfalz, ein Offizierrennen und der Preis der Jacobe von Baden besonders hervorzuheben. Unsere Voraussagen 1. Rennen:(Weißer Flieder)— Vockerode— Freigeist. Rennen: Conte— Le Bougnat. 3. Rennen: Barolea Missouri. 4. Rennen: Agnat— Edelknabe. 5. Rennen: Weißer Flieder— Stall Röstergit, Renneg:„Stall Holste— Ilsenburg. 7. Rennen: Kolbenyirsch— Mixer. Trabrennen zu Recklinghausen Unsere Voraussagen: 1. Rennen: Wenker— Bello Watts— Maigrüße. 2. Rennen: Maikönig— Aipha— Rheinsee. 3. Rennen: Fiedler — Grete Molon— Loni Watts. 4. Rennen: Maimädel— Ostermann— Salvator. 5. Rennen: Melodie— Granit— Wally 6. Rennen: Fred— Phädra— Rheinsels. 7. Rennen; Cito Watts— Debut— Heide. Nach Kreisklasse(Gruppe Bochum) 3 Jahren wieder Berutsboxkämpfe in der Welttalenhalle Züel—Bians um die Zuropumeisterschaft Pei“ n„ Wligfer: Pindablc Das letzte Meisterschaftsspiel dieser Gruppe. das nur och für den Abstieg Bedeutung hat, bestreiten T V. 48 nd TV. Brenschede. Mittelgewichtstitelkampf boick- Bellelmann- Wiclers Ringabichied Maisons=Lassitte, 3. Mai. Gesellschaftsspiele. Die Ausbeute an Gesellschaftsspielen ist ziemlich nager Vier Begegnungen sind bekannt geworden, die nteressante Vergleichsmöglichkeiten zulassen. Die Spiele: TV.„Friesen"—„Arminia“ Marten, TuS. Bochum— Ev. Ges=Verein, „Jahn" Holsterhausen—„Westfalia" Bochum, „Union“ Günnigfeld—„Germania“ Herne. Denker beliegt Hines! Tennis in Wiesbaden Wiesbaden, 3. Mai. Das Internationale Tennisturnier in Wiesbaden ommt rüstig voran. Am Freitag abend standen bereits die„letzten Vier“ im Männereinzel fest: Gottfried von ramm, Henkel II, Denker und Culley. das Ereignis des Freitags war zweifelsohne der feine Sieg des jungen Berliners Denker über den Amerianer Hines in drei Sätzen. Denker stellte sich in einer erstaunlich guten Form vor und siegte mit:4,:6,:3. Nach einem Siege über Heitmann(Krefeld) hatte sich Meister von Cramm mit dem Mannheimer Dr. Buß auseinanderzusetzen und siegte sicher mit:4,:1. In der Vorschlußrunde hat es nun Gottfried von Cramm mit dem Amerikaner Culley zu tun, der zunächst Schwenker mit:2,:3 schlug und dann auch trotz tapferen Widerstandes Werner Menzel mit:4,:6,:5 ausschaltete.„Henner“ Henkel ließ sich natürlich von Kaj Lund nicht„ausbooten". Der Berliner siegte:3,:5, nachdem er schon zuvor über Kuhlmann mit:1.:6. :1 erfolgreich gewesen war, während Lund den Frankfurter Henke erst nach hartem Kampf mit:7,:2, 10:8 besiegen konnte. Die Dortmunder Westfalenhalle, vor Jahren einmal ein besonderes Zentrum des deutschen Boxsportlebens, hat lange nicht mehr einen Großkampftag aufgezogen. Am 5. Mai soll nun der westfälischen Boxsportgemeinde wieder ein großes Kampfprogramm gebracht werden. Es ist zu erwarten, daß die große Halle am Sonntag einen guten Besuch aufweisen wird denn mit dem Europameisterschaftskampf Gustav Eder s gegen den Oesterreicher Karl Blaho und dem deutschen Mittelgewichts=Titelkampf zwischen Jupp Besselmann und Fred Bölck stehen zwei besondere Ereignisse auf dem Programm, die ihr Publikum finden werden. Meister Eder hat heute das Pech, in Europa keinen wirklich ebenbürtigen Weltergewichtler zum Gegner zu finden. Der.=.=Sieger über Nestor Charlier, gegen den er den Titel gewann, hat innerhalb von sieben Monaten die Meisterschaft schon dreimal verteidigt. Gegen Vittorio Venturi erreichte er in Zürich ein Unentschieden, der Belgier Sybille ergriff über die ganzen 15 Runden gegen ihn die Flucht und schließlich ging der Däne Aggerholm bereits in der zweiten Runde zu Boden und wurde ausgezählt. In dem Oesterreicher Blaho nun trifft Eder einen sehr schnellen und technisch versierten Mann. In seinem Rekord finden sich sehr gute Erfolge, wenn er auch keine so überzeugenden Leistungen wie Eder aufweisen kann. Blaho ist kein schwerer.=.=Schläger(50 Kämpfe, 5.==Siege— dagegen Eder 39 Kämpfe, 19.=.=Siege) und hat als früherer Leichtgewichtler den Nachteil, daß er kein„geborener Weltergewichtler“ ist, eine Tatsache, die die Fachleute immer beachten. Eder scheint uns nicht durch ihn bedroht. Blaho wird seine Beine gebrauchen und Eder wird zeigen müssen, daß er auch einen„Flitzer" stellen kann. Stellt sich Blaho einmal zum Standkampf, dann dürfte er die schweren Treffer des heutigen Kölners, dessen Landsleute in Dortmund nicht fehlen werden, kaum verdauen und vor der Zeit geschlagen sein. 1. Rennen: 1. Nayette(Dupuit), 2. Ochrida. 3. Margarit= Toto: S. 43. Pl. 16, 17, 68.— Ferner: Tyr. Romarin, Nicodeme, Maronde, Pibrock, Notorege, Potre Cuite, Qucens Lace, Silacoque 2, Ella Volée, Giberville, Mist, Chansonnette, Robe de Bure.„ g., 5 Sen 2. Rennen: 1. Eole 4(Mathet), 2. Cesar 4, 3. Neva 2. Toto: S. 20, Pl. 13, 18.— Ferner: Cheix, Ibaron, Capricteur 2. Commandeur 3.„#„ 3. Rennen: 1. Lagopede(Dupuit), 2. Cerealiste, 3. HyenFantm#e## am#### ville. Toto: S. 14, Pl. 11, 17.— Ferner: Pomodoro, MasNicht weniger interessant wird der Meisterschafts= honaland, Mar Bell, Eri du Coellzngun, gug z wendr er in Kasselmann hot) 4. Bemez, göge es, 2 M hphge, MaitToto: S. 178, Pl. 56, 39, 104.— Ferner: Epiphanes, Martkampf im Mittelgewicht sein. Besselmann hat seinen Titel gegen den Gegner gewonnen, mußte dann den Titel wegen einer Verletzung abgeben und wurde durch.=.=Sieg über Erwin Bruch wieder Titelträger. Bölck ist ein sehr gefährlicher Gegner für den Kölner, denn der Hamburger besitzt eine kaum weniger genau und wuchtig kommende Rechte wie Besselmann. Selbst Eder wäre fast durch Bölck erstmalig K. o. gegangen. Der Meister hat gegen Hein Dom görgen zwar sicher gewonnen, konnte aber den Ringsuchs nicht vor der Distanz schlagen. Der Kölner ist recht launsg, was man aber auch dem Hamburger nachsagt. Uebersehbar ist der Ausgang des o: S. 178, Pl. 56, 39, 104.— Ferner: Epip dor Gipsy Lücen, Tosivee Valrose, Freueste. 5. Rennen: 1. Blue Bell 3(Sibbrit), 2. Crisa, 3. Camerata. Toto: S. 25. Pl. 15, 16.— Ferner: Hajiri, Petite Princasse, Lady Ursula, Astaire.„, Stummes 5. Rennen: 1. Belle au Bois(Pavée), 2. Tiberiade, 3. Florist. Toto: S. 67, Pl. 25, 24, 25.— Ferner: Kirsox, Bonhomme. Carambas, Bellovaque, Mont a la Quesne, Jean Nemärd. Seconde, Mahama, Etoile Filante 9. Gouvate, Talisman, Vancouver. Fairyland, Ilex, Marquisette, Pant de LAlma, Fleur'Automme.„### an 8 Sein 7. Rennen: 1. Dominateur(Rochetti), 2. Kitzy, 3. Reine de Picardie. Toto: S. 158, Pl. 52, 114, 35.— Ferner: Noirville, La Blotterie. Chanceux, Le Fleuron, Baruso, Disraeli, Micro, La Perle du Val, Dasenitza, Lamorna, La Fringale, Saint Germer, Serdoba. „Nalkaler bis zu 3 Tieler Spannwene Segelflugmodellwettbewerb der rheinischen und welttälischen Jugend in den Borkenbergen Halte dich frei am 5. Die Borkenberge, unserer Segelflieger, platz unserer Segolflieger geworden sind, erleben am ersten Maisonntag dieses Jahres einen besonderen Tag. Westdeutschlands Fliegerjugend tritt auf den Plan mit Hunderten von Fluamodellen, die in mühsamer WinterMai! die seit seit sieben geworden Jahren Tummelsind, erleben am Hunderten, von Flugmodellen, die in mühsamer Winterarbeit entstanden sind, und die nun den Beweis ihrer Festeichtisizit sshringen, solsen. Zeisz, Zeit des plarigieß überboten werden. In den Wärmeaufwinden der Heide flog ein solcher Maikäfer im letzten Wettbewerb zehn Minuten, bis er im Dunst verschwand, erreichte etwa 800 Meter Höhe und 6 Kilometer Strecke. Diesmal ist durch Aufstellung eines Beobachtungspostens auf dem Turm des Hauses Gelsenkirchen Vorsorge getroffen, daß der kühne Segler erheblich länger verfolgt werden kann, haben doch die Borkenberge das Zeug in sich, für einen ugnan dautschon Rai in einmal gewesen, heute wird die „Dasteins in einmal gewesen, heute wird die Juge planmäßig im Modellbau unterwiesen und theoretisch und praktisch geschult. „Maikäfer" bis zu drei Meter Spannweite? Nun, das sind eben diese besagten Segelflugmodelle, die am ersten Maisonntag mit den richtigen Maikäfern der Borkenberge in Wettbewerb treten. Ist das Wetter günstig, ist vor allen Dingen etwas„Thermik“ da, dann hoffen wir bestimmt, daß die Flugleistungen des Vorjahres lanlosen neuen deutschen Rekord zu sorgen. Haupttag des Wettbewerbes ist der Sonntag, wo nach einem Feldgottesdienst, nach der Flaggenhissung und Begrüßung der eigentliche Flugwettbewerb um 9 Uhr seinen Anfang nimmt. Hangstart und Hochstart wickeln sich gleichzeitig in ununterbrochener Reihenfolge ab, bis am Nachmittag eine Leuchtrakete den Schluß des Wettbewerbs anzeigen wird. Die Pause bis zur Siegerverkündung wird durch segelfliegerische Darbietungen ausgefüllt. CE W M BE WS Meeher An FII Hr Ziga Geor Schr weg Oor Boch .B. Eich Hoch Off Keine Ori Auf die Rückseit usw. stets volle Rapitalkrätige che artikel herstelt, s Bezir zum Besuch von handelt sich um saisongebunden. Auftrag seingang Angebote unter 0. 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Mai, nachmittags 5 Uhr, wird im Gemeindesaale neben der Kirche eine Nachfeier für alle Neukorfirmierten, welche von Pfarrer Kraemer konfirmiert worden sind, stattfinden. Die Knaben und Mädchen werden mit ihren Angehörigen dazu eingeladen. Unfallchronik. Der jugendliche Richard Be., Hattinger Straße, wurde auf seiner Arbeitsstelle durch einen Unfall so schwer verletzt, daß man ihn ins Krankenhaus bringen mußte.— Der jugendliche Gerhard., Hattinger Straße, fiel von einem Wagen, der abgerustet werden sollte, so unglücklich herab, daß er schwere Kopf= und Gesichtsverletzungen davontrug. Auch er mußte ins Krankenhaus. Stadtteil Stiepel Zur letzten Ruhestätte. Unter großer Beteiligung wurde am Dienstag der in Ausübung seines Berufes zu Tode gekommene Hauer Emil von Hagen zu Grabe getragen. Die Belegschaft der Zeche„Klosterbusch“, der Militärverein Stiepel, die Sängervereinigung„Ruhrglocke=Rheingold“ und der Spiel= und Sportverein schritten dem Leichenwagen vorauf, hinter dem die Angehörigen und viele Leidtragende schritten. Kameradschaftsfeier. Wie bereits in der gestrigen Nummer berichtet, war die Gefolgschaft der Zeche„Klosterbusch“ vom Feührer des Betriebs, Bergwerksdirektor Pg. Sonnenschein, mit ihren Frauen zu einer Kameradschaftsfeier für den Nachmittag und den Abend des 1. Mai eingeladen worden. Die Feiern, die in sämtlichen Räumden der Burg Blankenstein und des Ausflugslokals Frische in Stiepel stattfanden, verliefen außerordentlich harmonisch und zeugten von dem schönen Verhältnis und der Verbundenheit zwischen dem Führer des Betriebes und der Gefolgschaft. Jedes Gefolgschaftsmitglied hatte für sich einen Gutschein über ein Schnittchen und acht Glas Bier und für seine Frau einen Gutschein über ein Schnittchen und vier Glas Bier bekommen. Außerdem erhielt jedes Gefolgschaftsmitglied ein Etui mit fünf Zigarren. Im Saale Frische konzertierte die Werkskapelle und auf der Burg Blankenstein der Musikzug der Motorstandarte 69. Unter den geladenen Gästen waren u. a. zu bemerken der Reichsbetriebsgemeinschaftsleiter Bergbau, Pg. Stein mit seinen Stellvertretern Pag. Padbera und Merz, sowie als Vertreter der Bergbehörde Bergassessor Herrmann und andere Vertreter der Partei und der kommunalen Behörden. Für die erwerbslosen Volksgenossen hatte die Verwaltung einen namhaften Betrag zur Verfügung gestellt, um auch hier eine Freude am Feste der Nation bereiten zu helfen. Vormittags hatten der Führer des Betriebes und der Betriebzellenobmann die in den Krankenhäusern liegenden verletzten und kranken Gefolgschaftsmitglieder besucht und jedem ein Maikörbchen überreicht und die Grüße der Betriebsgemeinschaft ausgerichtet. Stadtteil Linden=Dahlbausen Christliche Tat. In der St.=Michael=Gemeinde ist die Frage der Unterstützung der bedurftigen Kommunionkinder glücklich gelöst worden. Der Elisabeth=Verein hat insgesamt 17 Knabenanzüge, 3 Mädchenkleider resp. Kleiderstoffe, 16 Paar Schuhe, 7 Bons auf Lebensmittel, Unterzeug und Kränze besorgt. Der Mütterverein hat außerdem 120 RM. in Gutscheinen hegegeben. Dazu kamen noch Barunterstützungen des Elisabethvereins. Die Stadt Bochum gab hierzu 102 RM., die NSV. 75 RM. Erweiterungsarbeiten an der Ruhrbrücke in Winz. Durch das unerwartete Hochwasser in der zweiten Aprilhälfte wurden die Arbeiten verhindert, haben jetzt wieder begonnen. Am dritten Pfeiler von Hattingen her wird gehackt und gebuddelt und mittels einer maschinell betriebenen Pumpe das Grundwasser ausgepumpt, um zu den Fundamenten zu gelangen und die nötigen Feststellungen für die Tragfähigkeit treffen zu können. Um Platz für die Fahrbahn zu gewinnen, der bei dem starken Verkehr unbedingt nötig ist, sollen die in ihr liegenden Fußgängersteige zu beiden Seiten außerhalb des jetzigen Gelandes verlegt werden. Schwerer Betriebsunfall. Der verheiratete Arbeiter Willi Di., der erst seit kurzer Zeit wieder in Arbeit stand, erlitt Dienstag vormittag auf seiner Arbeitsstätte in Hattingen einen bedauerlichen Unfall, da ihm bei der Arbeit ein schweres Eisenstück gegen den Leib schlug. Mit erheblichen inneren Verletzungen mußte der Bedauernswerte dem Hattinger Krankenhause zugeführt werden. läufigen Bescheid, Steuersatz genau wie im Vorjahre (20 Prozent der Lohn= resp. Einkommensteuer 1934; gestaffeltes Kirchgeld). Es ist anzunehmen, daß der vorläufige Kirchensteuerbescheid endgültig bleibt. Die Steuerreklamationen werden grundsätzlich von der Kirchenkasse im Amtshause Gerthe erledigt (Rendant Schmidt). Nur in Ausnahmefällen wende man sich an die Pfarrer. Bei Kirchensteuerreklamationen die Unterlagen nicht vergessen! Evangelisch=kirchlicher Männerdienst. In der Versammlung am Sonntag im Vereinsheim G. Ruwe gedacht der Vereinsleiter Heinemann der beiden heimgegangenen langjährigen treuen Mitglieder Johann Nowak und Wilhelm Gunia in ehrenden Worten. Zu der Jubelfeier in Lütgendortmund am 5. Mai werden die Vorstandsmitglieder Steffen und Stute, zu der am 12. Mai in Werne abzuhaltenden 50jährigen Jubiläumsfeier des dortigen Evangelischen Arbeiter= und Bürgervereins der Vereinsleiter Heinemann und Schriftwart Petschner entsandt. An der am Sonntag, 16. Juni, in Bochum=Laer stattfindenden 50jährigen Jubiläumsfeier des Evangelischen Arbeitervereins nimmt der Verein unter Vorantritt des Posaunenchors geschlossen teil. Der Schriftwart teilte mit, daß in bezug auf die Regelung der Sterbekassenversicherung noch keinerlei Entscheidung eingegangen sei. Der angekündigte Vortrag von Pfarrer Paulmann mußte wegen einer äußerst wichtigen Sitzung in Dortmund ausfallen. Stadtteil Gertbe Aus der katholischen Gemeinde Gerthe. Nach der Volksmission ist in der Elisabethpfarrei das MännerApostolat wieder neu befestigt worden. In jedem Monat ist ein besonderer Kommunionsonntag für die Männer festaelegt worden. Ehrenvolle Auszeichnung. Der Markscheiderassistent Emil Bommert vom Turnverein Gerthe 1911 DT., errang das goldene Deutsche Reichssportabzeichen. Die Leistung ist um so höher zu bewerten, als Bommert bereits 48 Jahre alt ist. M42scnthrnt Unter Rädern. Mit einem Unterschentelbruch dem Krankenhaus zugeführt wurde der 29jährige Heinz Sch., Bövinghauser Hellweg. Er war auf seiner Arbeitsstelle unter einen Wagen geraten. Stadtteil Grumme=Böde Folgenschwerer Fahrradsturz. Dem Krankenhaus eingeliefert wurde die Haustochter Giesela Sch., Lennestraße 23. Sie befand sich mit ihrem Fahrrad auf einer Besorgungsfahrt im Stadtteil Hofstede=Riemke, als sie mit dem Fahrrad auf der Herner Straße, unweit der Zeche„Constantin 1/2“, über ein Hindernis fuhr, wobei das Fahrrad schleuderte, so daß die Aermste den Halt verlor und kopfüber auf das Straßenpflaster, stürzte. Mit schweren Verletzungen, u. a. einem Schabelbruch, Gesichts= und Beinverletzungen, mußte die Verunglückte dem Krankenhause zugeführt werden. Laer D Rladenr ut! „Rrrrrr“..., machen die großen Räder auf den Schachttürmen der Zechenanlage„Friedlicher Nachbar' und wirbeln sich rund. Sie winden das Förderseil hoch und bringen Kohlen, Kohlen, Kohlen. Auf über 500 Mann ist die Belegschaft dieser Anlage seit der Wiederinbetriebnahme gestiegen. Ueber 500 Mann und ihre Angehörigen haben wieder Arbeit und Brot. Vom Kühlturm der Zeche aus führt ein versteckter Weg ins Rauendahl. Einst klapperten hier die Hufe schwerer Pferde, die Kohlenzüge nach der Pumpstation brachten. Rechts säumt eine hohe Mauer den Fußweg ein. Salweidenzweige lugen über sie hinweg. Zur Linken aber steigen die Baaker Berge sacht an. An einem Gebirgsdurchbruch bemerkt man eine Sattelung. Grauex körniger Sandstein und gebrecher Schiefer bilden ihn. Dort, wo die Mauer zu Ende ist, beginnt das einst als unheimlich verschriene Rauendahl, an dessen Ruhrufer ehemals eine Raubritterburg stand: auch fand man hier. vor mehr als hundert Jahren ein Götzenbild aus heidnischer Zeit. Jetzt ist das abseits gelegene Rauendahl ein friedlich=idyllisches Oertchen. Durch den Fuß der Mauerung fällt ein Bach. Schwarzes, leicht dampfendes Zechenwasser poltert zu Tal einem Mühlteich zu. Dann treibt es die alte Eggemannsche Mühle. Malerisch liegt diese da. Der Mühle vorgelagert ist eine graue Sandsteinschule. Seit Jahren ist hier der Schulbetrieb eingestellt. Vom Westen stürmt die Donnerbecke an. Auch ihre Wellen hüpfen zum Mühlenteich, um nach getauer Arbeit sich mit den Wogen der Ruhr zu vermählen, die die südöstliche Grenze des Rauendahls bildet. Am Ausgang des Tälchens liegt in einer Höhe von 67 Meter ü. M. die Pumpstation des Bochumer Wasserwerks. Schmuck hat sie sich in das Grün schöner Anlagen gebettet und ihre hohen Schornsteine passen eigentlich gar nicht in dieses Bild. Ueber allem hinweg aber rollen die Körbe einer Seilbahn. Sie sind die Mittler zwischen zwei großen Werken und unablässig bringen sie Schlackensand von der Henrichshütte über die Ruhr nach der Zeche„Friedlicher Nachbar". Hier findet der Sand als Bergeversatz Verwendung, und für alle Ewigkeit verschwindet er in die Lücken, wo einst die Kohle saß. Stadtteil Langendreer men.— In der nächsten Nacht wurde aus dem katholischen Schwesternhaus ein Waschmaschinenmotor gestohlen. Auch hier sind die Täter unerkannt entkommen. Aus der Herz=Jesu=Pfarrei.=Werne. Vom Vinzenzund Elisabethverein sind auch in diesem Jahre eine Anzahl Kinder, die mit zur ersten hl. Kommunion gingen, ganz oder zum Teil eingekleidet worden. Auch hat der Vinzenzverein durch Vermittlung für die Einkleidung gesorgt. Im ganzen sind es 56 Kinder gewesen. Stadtteil Harven Kirchensteuern. Dieser Tage wurden die Kirchensteuerzettel zugestellt. Es handelt sich um einen vorIn hohem Alter. Der Maschinenwärter i. R. Karl Mark, Kolonie Vollmond, feiert heute im Kreise der Familie seinen 72. Geburtstag.— Der Reichsinvalide Karl Schlabach, ebenfalls Kolonie Vollmond, wird am Montag 70 Jahre alt. Beide Geburtstagskinder erfreuen sich der besten Gesundheit und Frische. Evangelische Frauenhilfe. Zu der am Sonntag, 5. Mai, nachmittags 4 Uhr, im Heckmannschen Saale stattfindenden Jahreshauptversammlung werden alle Mitglieder herzlich eingeladen. Es wird besonders darauf hingewiesen, daß Rektor Schönhals einen Vortrag halten wird über evangelische Schulerziehung. Für Kaffee mit Kuchen werden 80 Pf. berechnet. Rutinng in Tdel Wer gern den Frühling sehen und genießen und nicht weit gehen will und kann, dem bietet sich auch im Stadtteil Laer hierzu reichlich Gelegenheit, denn der Lenz hat inzwischen trotz Regen und Wetter unbeirrt seinen Einzug gehalten. Wer mit der Straßenbahn bis Stodt fährt und dann in die Hemkestraße einbiegt, wird mitten in der Hemke den schönsten Blüten= und Frühlingsschmuck bewundern können. Inmitten der Häuser Anders und Haselhorst blühen im schönsten Schmucke Apfel=, Birn= und Kirschbäume. Das dem Invaliden Anders gehörige Kötterhaus stammt noch aus dem Jahre 1820. Biegt man vom Wege links ab, so gelangt man in einer Minute in das sogenannte„Bonnermanns Gäßchen", vorbei an der alten Ziegelei und der Villa Bonnermann, die, wie das alte Gehöft von blühenden Gärten umgeben ist. In der Höfestraße liegt das dem Bauern Wulff gehörige alte westfälische Bauernhaus und etwas weiter an der Diesterwegstraße der sogenannte alte„Nöllenhof", heute von dem Besitzer Peters und seinen Anmietern bewohnt. Auch dieses Haus kann auf eine alte Geschichte zurückblicken. Von der Schattbachstraße aus sehen wir vor uns den uralten Rittersitz„Haus Laer", Gärten, Wiesen und Haine umsäumen das stattliche Gebäude. Am Friedhof vorbei durchschreiten wir ein kleines Eichenwäldchen und gelangen nach einer Minute an die Besitzung des Kötters und Milchhändlers Krutmann. Auch hier erblicken wir noch ein Stück Vergangenheit, denn das Haus stammt aus dem Jahre 1823. Wenden wir uns dem Feldweg rechts zu, erblicken wir noch zwei versteckt liegende Gehöfte vor uns. Es sind dies die Anwesen Schmidt und Bergmann. Nun kommen wir nach Laerheide, dessen Kotten ebenfalls im Blütenschmuck prangen. So hat auch ein Spaziergang durch das ländliche Laer seine Reize. Pfarrer Jordan F. Pfarrer Jordan, der vor 25 Jahren in der evangelischen Kirchengemeinde LangendreerDorf tätig gewesen ist, starb nach längerem, schweren Leiden am Mittwoch abend in Gelsenkirchen, wo er als Seelsorger wirkte. Silberhochzeit. Gestern begingen die Eheleute Heinrich Kaspers und Frau, Elisabeth geb. Ademmer, ihre Silberhochzeit. Das Jubelpaar wohnt Weststraße 9. Ehrenkreuzverleihung. In den letzten Tagen wurden durch Polizeihauptmann Kater wieder eine Anzahl Ehrenkreuze verliehen. Es interessiert besonders, zu erfahren, daß im hiesigen Stadtteil weit über 1000 Anträge auf Verleihung eines Ehrenkreuzes gestellt worden sind. St.=Marien=Pfarrei Langendreer. Vom Sonntag ab wird in der Gemeinde eine sogenannte Erziehungswoche abgehalten.— Sonntag nachmittag.30 Uhr ist Andacht mit Predigt. Im Anschluß daran findet die Neuaufnahme in den Jungmännerverein statt.— Am Montag, Mittwoch und Freitag abend werden die drei weiteren Erziehungsthemen im Rahmen der Maiandacht besprochen.— Montag abend nach der Maiandacht Laienhelferversammlung im Pfarrheim. Das gesamte Pfarrkartell, das heißt die Vorstände aller kirchlichen Vereine, ist dazu eingeladen.„„„. Die die Heimat lieben. Im Grollmannschen Saale tritt am Sonntag abend die Reichsvereinigung ehem. Kriegsgefangener, Ortsgruppe Langendreer, mit einem Heimkehrer=Abend an die Oeffentlichkeit. Im Mittelpunkt der Veranstaltung steht die Aufführung des Theaterstücks„Die die Heimat lieben", ein Volksstück aus dem Weltkrieg in drei Akten. Wie alle Veranstaltungen der Ortsgruppe, so wird auch diese ihren besonderen Anklang finden. Stadtteil Werne Einbruch in das katholische Pastorat. In der Nach: zum 1. Mai wurde von unbekannten Tätern in dem katholischen Pfarrhaus, Boltestraße 33, ein Einbruchsdiebstahl verübt. Wer hat in der fraglichen Nacht verdächtige Personen in der Boltestraße oder in der Nähe der katholischen Kirche gesehen? Angaben werden vom 6. Kriminalkommissariat in.=Werne, Altes Amtshaus, und von jeder Polizei= und Gendarmeriestelle entgegengenommen.— Von anderer Seite wird uns zu dem Einbruch noch gemeldet: Der oder die Diebe bohrten die Eingangstür vom Garten her an, stießen hierbei aber auf Widerstand. Nun gingen sie zu den Wohnzimmerfenstern, hoben die Blendladen hoch, schnitten die Scheiben aus und stiegen in die Räumlichkeiten ein. Nachdem die Diebe das Wohnzimmer durchwühlt hatten, versuchten sie auch in die anderen Räumlichkeiten zu gelangen, wurden aber hierbei vom Pfarrer in ihrem Vorhaben gestört. Ohne etwas von Bedeutung mitgenommen zu haben, sind die Diebe unerkannt entkomSchweter Wirtschustkentrach manntendochan. ... und ein Einbruchsversuch In der Nacht zum 30. April ist in die Wirtschaft im ause Buselohstraße 88 eingebrochen worden. Die Täter itwendeten: eine Korbflasche mit fünf Liter Wacholdermnaps, drei Liter Hamburger, je eine Flasche Undererg. Rum, Banille, Kirsch mit Rum und Doppelacholder, drei Liter Schnaps— gelb und weiß—. nige Flaschen Bier, fünf Pfund Tabak in Paketen zu ), 40 und 50 Pf., eine große Menge Zigaretten in reier=, Fünfer= und Sechser=Packungen der Marken ckstein, Alva und R. 6, 20 Tafeln Schokolade, Marke Trumpf“, 100 Riegel Schokolade, Marke„Trumpf“, Dosen Oelsardinen, 25 Rollen Kautabak, ein komplet's Schachspiel mit Wachstuchbrett und zwei Tischtücher, eiß, verwaschen. In der gleichen Nacht, gegen.30 Uhr, versuchten nbekannte Täter in die Wirtschaft im Hause Buse raße 94 einzubrechen. Hier sind die Täter durch Anhlagen eines Hundes und durch das Einschalten der ofbeleuchtung durch den Gastwirt verscheucht worden. Angaben in den beiden vorstehenden Fällen, die auf Zunsch vertraulich behandelt werden, werden von der riminalpolizei in Bochum, Uhlandstraße 35, Zimter 245, sowie von jeder anderen Polizei= und Genirmeriedienststelle entgegengenommen. * Kirchliche Nachrichten. Der Kindergarten der evanelischen Kirchengemeinde Bochum=Altenbochum ist am onnerstag, 2. Mai, wieder eröffnet worden, und zwar n Kinderheim der Frauenhilfe(früher Haus Goy). Alle ltern werden herzlich gebeten, ihre Kinder wieder zu Stadtteil Riemke Muttertag. Eine Muttertagfeier im Kreise ihrer Mitglieder veranstaltet die Evangelische Frauenhilfe des 1. Bezirks(Hofstede und Riemke) am Donnerstag, 9. Mai, im Lutherhaus. Sie beginnt um.30 Uhr. Haßlinghauser Heimattag. Pastor Superintendent i. R. Sassenberg ladet auf morgen(Sonntag) nachmittag.30 Uhr alle Haßlinghauser in Groß=Bochum zu einem Heimatabend in das hiesige Lutherhaus ein. Eine reichhaltige Festfolge ist vorgesehen. Ins Krankenhaus. Auf seiner Arbeitsstelle erlitt der Werksarbeiter Oskar Sch., Riemker Straße, bei Transvortarbeiten so schwere Verletzungen, daß man ihn ins Krankenhaus bringen mußte. Angefahren. Auf der Altenhöfener Straße wurde Donnerstag abend der Werksarbeiter Franz., Herner Straße, von einem Motorradfahrer angefahren und erheblich verletzt. Man brachte ihn zum Arzt, der die erste Hilfe leistete. Stadtteil Hamme Im Silberkranze. Am morgigen Sonntag begehen die Eheleute Maler= und Anstreichermeister Joseph Simon und Frau, Anna geb. Goßmann, An der Maarbrücke 40, im Kreise ihrer Familie das Fest ihrer silbernen Hochzeit. Das Jubelpaar erfreut sich im Stadtteil Hamme allgemeiner Beliebtheit. Mit dem BürgerSchützenverein Bochum=Hamme ist der Jubelbräutigam seit langen Jahren durch Bekleidung von Ehrenämtern verbunden. Auch im kirchlichen Leben der Herz=JesuPfarrei war er früher als Kirchenvorstandsmitglied tätig, und auch nach der Errichtung der St.=Anna=Kirche wurde er in dieser Gemeinde in den Kirchenvorstand gewählt. Dem Jubelpaare werden zu seinem Ehrentag viele Wünsche dargebracht, denen wir uns anschließen. — Die Eheleute Bernhard Ostwald, Untere Heidestraße 43, feierten gestern ihre silberne Hochzeit. Dem allseitig geschätzten Jubelpaare wurden herzliche Ehrungen zuteil. Den Verletzungen erlegen. Der Anstreicher Fritz Wahl.„Am Friedensgrund", ist seinen Verletzungen erlegen. W. erlitt am Mittwoch bei einem Verkehrsunfall auf der Feldsieper Straße einen Schädelbruch und einen Schlüsselbeinbruch sowie innere Verletzungen. Stadtteil Hordel Aus der evangelischen Gemeinde. In großer Zahl fanden sich die Mitglieder der Frauenhilfe am Donnerstag nachmittag im Gemeindehause ein, um Schwester Henriette zu ihrem Dienstantritt in der Gemeinde zu begrüßen. Schwester Henriette ist hier in Bochum nicht fremd, da sie schon früher einige Jahre im AugustaKrankenhaus tätig war. Pfarrer Abendroth deutete in seiner Begrüßungsansprache an, welche Arbeit ihrer in Hordel warte und versicherte ihr, daß sie dafür auch volles Vertrauen erwarten dürfe. Vor dem nassen Tod bewahrt. Beim Spiel fiel der siebenjährige Knabe Walter E. in den angeschwollenen Hüllerbach. Er wäre ertrunken, wenn nicht der 60jährige Franz Kunze aus der Sechs=Brüder=Straße herbeigeeilt wäre und ihn aus dem Wasser gezogen hätte. Das ist innerhalb eines Jahres zum dritten Male, daß Kunze Kinder vor dem nassen Tode bewahrt hat. Geschichtstafel 4. Mai 1521 wurde Martin Luther vom Wormser Reichstag heimkehrend, in Thüringen von Gewappneten seines Kurfürsten zum Schein gesangengenommen und heimlich auf die Wartburg in Sicherheit gebracht, wo er als Junker Jörg zehn Monate gelebt und das Neue Testament übersetzt hat. 1776 wurde der Philosoph und Pädagoge Johann Friedrich Herbart in Oldenburg geboren. Der Grundbegriff seiner Pädagogik ist Bildsamkeit des Zöglings. Zweck die Tugend, Unterrichtsziel eine Viel seitigkeit des Interesses, welche einen Wechsel der Vertiefung und Besinnung fordert. 1915 ließ Italien in Wien die Kündigung des Bündnisvertrages überreichen und am 23. Mai die Kriegserklärung folgen. 5. Mai 1821 Napoleon I. auf St. Helena gestorben(gedoren 1769). 1869 der Komponist Hans Psitzner in Moskau geboren. Personalnachrichten Heute feiern die Eheleute August Deisel und Frau, Emma geb. Nolte, Wörthstraße 29, in bester Gesundheit das Fest der silbernen Hochzeit. Im trauten Kreise der Familie und Bekannten konnten gestern die Eheleute Inspektor Wilhelm Ralf und Frau, Else geb. Sten, Velsstraße 22, auf eine 25jahrige gemeinsame Lebensreise zurückblicken. Gestern feierten die Eheleute Malermeister Heinrich Padberg und Frau, Maria geb. Baar, Klosterstraße 29, ihr silbernes Ehejubiläum. Dem Jubelpaar gingen viele Glückwünsche zu. Heute begeht Gasmeister i. R. Gustav Ebert, Weiherstraße 52, seinen 75. Geburtstag. Er erfreut sich bei bewundernswerter geistiger Frische der besten Gesundheit. Möge ihm noch ein langes Leben beschieden sein. Am 6. Mai blickt die Schuhfirma Böhmer auf ein 80jähriges Bestehen zurück, die sich aus den kleinsten Anfängen heraus das Vertrauen des Publikums erworben hat. Am Jubiläumstag kann Herr Fritz Hufschmidt auf eine 40jährige Tätigkeit bei der Firma zurückblicken. Seinem unermüdlichen Fleiß und seiner Schaffenskraft ist es zu verdanken, daß das Bochumer Unternehmen ein hohes Ansehen erwarb. Vor einem Jahre erhielt Herr Fritz Hufschmidt eine ehrenvolle Berufung zur Zentralstelle nach Essen, während sein Sohn Erich Hufschmidt seit dieser Zeit getreu den Grundsätzen seines Vaters das Bochumer Unternehmen weiterführt. Aus dem kirchlichen Leben Aus der evangelischen Altstadtgemeinde. Vikar Rimmel aus Hemer ist vom Bruderrat der Bekennissynode Westfalens dem Predigerseminar in Bielefeld überwiesen. Er hat Bochum heute verlassen.— Der kirchliche Unterricht beginnt wieder in dieser Woche, und zwar für die Konfirmanden=Knaben Dienstag, 7. Mai, und für die Konfirmanden=Knaben Mittwoch, 8. Mai, jedesmal vormittags.30 Uhr, in den Räumen, in denen bisher der kirchliche Unterricht stattgefunden hat. Die Neuaufnahme der Katechumenen erfolgt Mittwoch, 8. Mai, nachmittags 3 Uhr. Für die Neuaufgenommenen findet ein besonderer Festgottesdienst Sonntag, 12. Mai, vormittags 8 Uhr, in der Christuskirche, statt. Auch die Eltern der neuaufgenommenen Kinder sind zu diesem Gottesdienst herzlich eingeladen.— Fünfte Kirchenmusik in der Pauluskirche wird am Mittwoch, 8. Mai, abends 8 Uhr, von Gustav Henkel veranstaltet. Selten aufgeführte Werke der Kirchenmusik stehen im Programm. Die herrliche Solokantate von Dietrich Buxtehude:„O fröhliche Stunden", die von einem Streichtrio und Orgel begleitet wird, sowie zwei Sätze aus einer Triosonate von Bach, Orgelwerke von Pachelbel, Bach und die wunderschöne Sopranarie aus dem Messias:„Ich weiß, daß mein Erlöser lebt“ von Händel, bilden den Inhalt des auserlesenen Programms. Mitwirkende sind: Irmgard Becker=Glebe(Sopran), Paul Wieber(Violine), Walter Tonko(Violine), Walter Tahlbeck(Cello), Gustav Henkel(Orgel).— Am Montag, 6. Mai, abends um.15 Uhr, spricht im Evangelischen Vereinshaus, Mühlenstraße 25, Fräulein Th. Reineck aus Berlin, die Generalsekretärin der Deutschen evangelischen Bahnhofsmission, über das Thema:„Bahnhofsmission im Dienst am Volk.“ Aus der katholischen Gemeinde. Am gestrigen Freitag, dem uralten Feste der Kreuzauffindung, wurde in der Propsteikirche die sog. Kreuzpartikel nach der letzten Messe zur Verehrung für die Gläubigen ausgestellt. Mit der Maiandacht am Abend fand das Fest seinen Abschluß.— Wie alljährlich, findet auch in diesem Jahre eine Wallfahrt der Bochumer Katholiken als Sühne= und Huldigungswallfahrt zu Ehren des göttlichen Herzens Jesu zum Heiligtum der Herz=JesuThronerhebung nach Arnstein an der Lahn statt. Der Termin der Wallfahrt ist auf Sonntag, 16. Juni. festgesetzt. In den früheren Jahren war die Beteiligung an dieser Wallfahrt eine außerordentlich große.— Zum Nachfolger von Vikar Dr. Schlütz, der, wie gemeldet, nach Ammendorf in der Provinz Sachsen versetzt wurde, ist Vikar Heckmann aus Siegen an St. Meinolvhus berufen worden. Der neue Seelsorger hat 1925 die Priesterweihe empfangen und steht im 36. Lebensjahr. Aus der RSDAp. (Nach Bekanntmachungen der Partei.) Samstag, 4. Mai RSKOV. Wiemelhausen. 20 Uhr: Mitgliederversammlung bei Knepper, Wiemelhauser Straße 187. Erscheinen ist Pflicht. „Kraft durch Freude“. Die erste Wochenendfahrt steigt Am 12. Mai findet die diesjährige erste Wochenendfahrt der NSG.„Kraft durch Freude“ Kreis Bochum nach Altenhundem statt. Ein hiesiger bekannter Gesangverein in Stärke von 150 Mann wird für ein unterbaltendes Programm in Altenhundem sorgen. Der Preis für die Fahrt beträgt 2,95 Reichsmark. Abfahrtzeiten werden noch rechtzeitig bekanntgegeben. Anmeldungen zu dieser Fahrt werden bis Mittwoch, 8. Mai, bei sämtlichen Amtswarten der NSG. „Kraft durch Freude“ angenommen. Varieté= und Kabarettveranstaltung für Marmelshagen und Hofstede=Riemke Am heutigen Samstagabend findet bekanntlich im Kepperschen Saale in der Verkehrsstraße eine Varieté= und Kabarettveranstaltung der NSG.„Kraft durch Freude". Ortsgruppe Hofstede=Riemke und Marmelshagen, statt. Mitwirkende sind erste Künstler aus der Scala, dem Berliner Wintergarten, dem Centraltheater Berlin und Hansatheater Hamburg usw. Der Preis für dieses Weltstadtprogramm ist sehr niedrig gehalten und beträgt.30 Reichsmark. Karten sind außer bei der Verwaltungsdienststelle der DAF. HofstedeRiemke, Poststraße, und Marmelshagen, Kruppstraße, an der Abendkasse zu haben. Die Veranstaltung findet um 20 Uhr statt. und am Mittwoch im Ernst=Moritz=Arndt=Haus Gleichzeitig machen wir darauf aufmerksam, daß am Mittwoch, 8. Mai, im Ernst=Moritz=Arndt=Haus ebenfalls das bunie Kabarett der Höchstleistung auftritt. Die Karten hierfür zum Preise von.40 Reichsmark sind beim Kreisamt „Kraft durch Freude“ und bei den Amtswarten in den Betrieben zu haben. Geschäftliches! Unserer heutigen Ausgabe liegt ein Prospekt der Firma Eustav Pfordte, Essen, Limbecker Straße 70 „Königsberger Jubiläums=Lotterie, bei. A. B. 2 Seite 15 Nr. 104 7 Bochumer Anzeiger„ Samstag Sonntag,./5. Mai 1933 Ein schweres Autrunglau der Poppeishenn Gefolgschaft eines Werkes verunglückt Lüdenscheid, 3. Mai. Donnerstag früh gegen .30 Uhr ereignete sich bei Pöppelsheim wieder ein schwerer Autounfall. Ein Leichtlastwagen, der die 27 Personen starke Gefolgschaft eines Lüdenscheider Betriebes von einer Maifeier heimbringen wollte, geriet in der gefährlichen Kurve oberhalb der Pöppelsheimer Mühle aus der Fahrbahn und fuhr in den Straßengraben, wo er umstürzte. Von den Insassen erlitten ein junges Mädchen und ein älterer Mann schwere Kopfverletzungen und mußten dem Krankenhaus zugeführt werden, wo das Mädchen später den Verletzungen erlag. Die übrigen Fahrtteilnehmer kamen mit leichten Verletzungen davon. Motorradfahrer fuhr gegen einen Mast Fahrer tot, Beifahrer lebensgefährlich verletzt Dortmund, 3. Mai. Am Donnerstag fuhr der Arbeiter Friedrich Fiedler mit einem Kraftrad an der Straßenkreuzung Hindenburgdamm— Ernst=EichhoffStraße gegen einen Warnungstafelmast. Der Kraftradfahrer und sein Beifahrer stürzten und mußten dem Krankenhause zugeführt werden. Fiedler, der sich bei dem Sturz schwere Verletzungen zugezogen hatte, starb auf dem Wege zum Krankenhaus. Sein Begleiter schwebt in Lebensgefahr. Mit dem Motorrad gegen den Baum Zwei Tote. Köln, 3. Mai. In der Nacht zum Mittwoch ereignete sich in Mödrath bei Köln ein schwerer Verkehrsunfall, bei dem zwei junge Menschen aus Türnich und Brüggen ihr Leben einbüßten. Gegen Mitternacht raste ein Dentist mit einem Motorrad, auf dem er einen Bürogehilfen als Soziusfahrer mit sich führte, in einer =Kurve gegen einen Baum. Während der Fahrer kurz nach dem Unfall an den erlittenen schweren Verletzungen verschied, starb der Beifahrer in den frühen Morgenstunden des Mittwochs im Kerpener Krankenhaus. Der Unfall ist für die Familie des Beifahrers um so tragischer, als ein Bruder vor einigen Jahren an der gleichen Stelle tödlich verunglückte. Zwei weitere tödliche Verkehrsunfälle .=Gladbach, 3. Mai. Donnerstag morgen wurde ein 50jähriger Mann von einem Personenkraftwagen angefahren und tödlich verletzt.— Der zweite Unfall ereignete sich auf der Dessauer Straße, wo ein fünfjähriges Kind von einem Personenkraftwagen überfahren und schwer verletzt wurde. Das Kind starb kurz nach der Einlieferung ins Krankenhaus. Von einem Zuchteber schwer verletzt Wesel, 3. Mai. Bei der Zuchteberkörung in Gest wurde ein vorgeführter Zuchteber wild und griff den Knecht des Bauern Hardering an. Der Mann wurde so übel von dem Tier zugerichtet, daß er schwerverletzt ins Weseler Krankenhaus geschafft werden mußte. Nur durch das mutige Eingreifen eines Landwirtschaftsgehilfen wurde der Knecht vor dem sicheren Tode bewahrt. 78jähriger Arzt Opfer seines Berufes Operation eine Infektion zu. Die auftretende Blutvergiftung breitete sich über seinen Arm aus, der abgenommen werden mußte. Trotzdem war der Arzt nicht mehr zu retten und ist nun im hohen Alter als Opfer seines Berufes gestorben. Jans Müller— Wirt und Sänger Münster, 3. Mai. Einer der bekanntesten und geachtsten, Männer im Brauereiwesen des. Münsterlandes, erhrauer und Wirt Jans Müller lang in tetsten Männer im Brauereiwesen des. Munsterlande# der Altbierorauer und Will Haus.u diesen Tagen auf eine fünfzigjährige Berufst rauer zurüchlicken Ausgestatte; mrit eine Hedem(Kreis Cleve), 3. nitätsrat Dr. Paessens Mai. Der 78jährige Sazog sich anläßlich einer diesen Tagen auf eine fünfzigjährige Berufstätigkeit als Brauer zurugonaen. Ansgestaltet mit einem gut geschulten Heldentenor von strahlender Schönheit, ist Jans Müller oft und selbstlos als Solist aufgetreten in Konzerten und Veranstaltungen, in denen es galt, Mittel für die Notleidenden und Armen zu gewinnen. Und Jans Müller hat dabei die Genuatuung, in seinem Sohne und Nachfolger Karl— allgemein unter dem Namen„Pinkus" bekannt— einen vollwertigen Pfleger seiner Ideale zu besitzen. Bürgermeister i. R. Schlanstein freigesprochen. Wie die Pressestelle des Regierungspräsidenten zu Münster bekannt gibt, hat die Dienststrafkammer nach eingehender mündlicher Verhandlung den Bürgermeister i. R. Schlanstein(früher in Münster) freigesprochen. Ob die zweite Instanz mit diesem Dienststraffall noch einmal befaßt werden müsse, könne erst entschieden werden, wenn die schriftliche Urteilsbegründung vorliegt. Stalt Karten Die Verlobung meiner Tochter Anny mit Herrn Toni Kreutzkamp beehre ich mich anzuzeigen Frau Hermann Cornelius Anny Cornelius Toni Kreutzkamp Verlobte Brüchstraße-3 5. Mai 1935 Königsallee 28 Werner Spannhoff Thea Spannhoff geb. Hoffmeier Vermählte Bochum-Stiepel den 5. Mai 1935 Bochum-Weitmar Bochum-Linden(Restaurant Ernst Woll) Statt Karten Ihre Vermählung geben bekannt Walter Höppner Auguste Höppner geb. Bitterschulte Bochum, den 5. Mai 1935 Gußstchlstraße 14 8% ##ng grcr Crtr cusd Mlauge kehlen Briketts DANG „Kaziher giot grauen Haaren garant. d. jugendlNaturfarbe wieder Erstäulkeise neue Hautschönheit Statt Karten Hans Schettel Wia Schette geb. Burschek Vermählte Bochum, den 4. Mai 1935 Kortumstr. 114 Habe meine Praxis verlegt von Große Beckstraße 28 gegenüber nach Horst-Wessel-Straße 6 (am Schwanenmarkt) R. Stickel, staatl. gepr. Dentist Zugelassen zur Kassenbehandlung Reniner findet srdl. Aufnahme in kl., ruh. Haushalt. R. E. 58723 Anzeiger. Für die vielen Beweise herzlicher Tellnahme und zahlreichen Kranzspenden beim Heimgang meiner lieben Gattin, unserer guten Mutter und Tochter sagen wir allen Beteiligten unseren innigsten Dank Martin Heinz nebst Söhnen Wilhelm Gieseking Bochum-Weitmar, den 3. Mai 1935 6— Von der Reise zurück Dr. med. Pickert Bochum-Weitmar. Hattinger Straße 335 Schöne Büste Rahrhangen durch einfache Methode, Ausk. u. Prosp. eringen sicheren tostenl. Frau K. A. Mast, Bremen 6 20 Erfolg im B. A. Familien= Nachrichten aus anderen Zeltungen übernommen= Geboren(Knabe): Dortmund: Dr. Mainz(Maria Wegener). Mädchen: Dortmund: Rudolf Teubler(Käte Knauf). Hans Harms(Brunbilde Wrede) Verlobte: Gelsenkirchen: Irmgard Burgener mit Dr. med. Hermann Lohbeck. Vermählte: Dortmund:“ Dr. rer. pol. Heinrich Benner mit Elfriede Homann. Gelsenkirchen: Otto Hülsmann mit Elfriede Paul Gestorben: Dortmund: Heinrich Hanke, 67 J. Joachim Gottschalk, 16 Jahre. Duisburg: Franz Dinges, 67 Jahre. Essen: Wilhelm Heinrichs, 66 J. Wwe. Wilhelmine Engel geb. Berndsen, 67 Jahre. Gelsenkirchen: Ida Rosing geb. Taut 54 Jahre Bern ard Wälter, 64 Jahre. Pfarrer Johannes Jordan 67 Jahre. Oberpostsekretär t. R. Paul Siewert, 61 Jahre. Lina Rüter geb. Voß, 76 Jahre. 1R.-20. Juli S LLOTD "• Knk m. Teilnahme.d. englischen Flottenschau in Spithead mit Lloyddampfer-Columbus9 herrliche Reisetage " ab 165.-Rm. Bernm-Giengerich Genbhungen Srme Auskunft u. Prospekte durch unsere Vertretungen und NORDDEUTSCHER LLOTDBREMEN In Bochum: Geerg Trase, Wilhelmeplatz, in Hattingen: Qusfar Hundt, Obermarkt 8. in Witten: August Marten, Bahnhofstraße 29 Heiraten Aelt. Frl., 40., kath., wünscht ält. Herrn od. Witwer mit—2 Kindern kennenzulern. zw. Heirat. Schöne Wohn. u. =.=Einricht. vrh. V. K. 58700 Anz. Gebild, evgl. Frl. 30., symp. Ersch. lieb. Wes., i. 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Machen w Resigniert gri Blick hinüber voll und mite und dann ha ähnlichen Gas Langsam zu, als er so Halb unbewu allernächster 9 mit aller Ene beschlossen hat „Sie doch— in a sich ein unerk „Hören S sie ihn schnell eines kleinen in diesem W Mädchen drar — mit einer Protest ab— was ich tue, Ihnen abere merkte Ihnen ten— mit n auch, warum gefallen, daß eine Weise zu lehnen müsser und darum b das zu sager scheu um. 1 langsamen A little songs“ Karl Ber war kein klein unendliches hoch... sie durch seinen und Leere „Nein— und ein wehe dürfen mich Bitte, versteh steht so auße ich es nur kein banales Fremde bleib „Sie sollrück an mein sechren fahren, wer e hoffentlich— geben hat! Den Ma lich der Prei Minuten voll verstand er si verlangt?! Ungestüm doch das nic samkeit drübwieder hinü sie blieb fest. „Eine K Freund“, me sal wollen, d zufällig bege ONNTAGS BLATT BOCHUMER ANZEIGER 5. Mai 1935 ""Astffel, Besin!!. von Hubert Ernst ko Berghaus saß an der Balustrade, welche das Oval der Tanzfläche gegen das übrige ** Lokal abschloß, und kämpfte mit sich, ob er nicht lieber aufstehen und in sein Hotel gehen solle. Irgendwie fühlte er sich hier nicht recht am Platze— es mochten wohl die fünf Jahre Tropen sein, die ihn ein wenig weltfremd gemacht hatten. Eine unbändige Sehnsucht nach drüben glomm plötzlich in ihm auf.— „Darf ich um Kasse bitten, mein Herr— ich werde abgelöst...“— Ach so, er saß ja hier nicht auf seiner Farm, sondern in einem höchst eleganten Dancing, und der Tango, der jetzt eben angestimmt wurde, war weich und melodiös... Vielleicht kam seine Stimmung daher, daß er allein hierhergegangen war! Das hätte er nicht tun sollen. Ueberall saßen Pärchen, manchmal mit, meistens ohne elterliche Begleitung, wie es so langsam Sitte geworden war, hier im alten Europa, seitdem die Frau im Beruf stand und nicht mehr das verzärtelte Geschöpf war, das sich so lange hinter Mutters Schürze zu verbergen hatte, bis ein Freier kam! Und eigentlich war das viel netter und gesünder— ein neuer Schlag Menschen wuchs heran, freier, selbstsicherer... Unauffällig musterte Karl Berghaus seine Umgebung— von irgendwoher hatte er soeben wieder den Blick eines Menschen auf sich ruhen gefühlt... und da hatte er das Augenpaar auch: dort drüben die junge Dame! Nett sah sie aus, und das leise Rot, das ihr über den schlanken Hals ins Gesicht kroch, als sie sich ertappt sah, machte sie noch hübscher! Ob sie wohl ebenso allein war wie er? Nein— sie befand sich in einer größeren Gesellschaft von jungen Leuten.. irgendwie schmerzte das... Was willst du eigentlich, alter Junge, schimpfte Berghaus mit sich selbst, wäre es dir lieber, wenn sie allein hier wäre?— Wenn er ganz ehrlich sein wollte, hätte ihm das auch nicht gepaßt! Also! Aber er hätte gern einmal mit ihr getanzt, das war es, denn sie gefiel ihm— gefiel ihm mit jedem Blick mehr... Zu dumm, daß die gesellschaftlichen Sitten keine Möglichkeit boten, sie kennenzulernen! Seiner Meinung nach klaffte da unbedingt eine Lücke. Sollte er sich wirklich die Blöße geben, sie um einen Tanz zu bitten, und dann vielleicht einen Korb zu bekommen? Machen wir der Sache ein Ende, alter Junge! Resigniert griff er zu Hut und Stock— noch ein Blick hinüber zu den großen Kinderaugen, die ihn voll und mit einem rätselhaften Ausdruck ansahen— und dann hatte ihn die nächtliche Kühle des parkähnlichen Gartens aufgenommen. Langsam schritt Karl Berghaus dem Ausgange zu, als er schnelle, leise Schritte hinter sich hörte. Halb unbewußt drehte er sich um und— blickte aus allernächster Nähe in das Gesicht, welches er soeben mit aller Energie aus seiner Erinnerung zu löschen beschlossen hatte, weil es keinen Weg zu ihm gab. „Sie...“ stammelte er fassungslos... und doch— in alle Freude über ihren Anblick mischte sich ein unerklärliches Gefühl der Enttäuschung... „Hören Sie mich einen Moment an“, unterbrach sie ihn schnell, und ihre Stimme flog wie das Herz eines kleinen Vogels. Ich weiß genau, was Sie in diesem Moment denken: was mag an diesem Mädchen dran sein, daß sie mir hierher nachläuft!“ — mit einer raschen Handbewegung schnitt sie seinen Protest ab—„Doch, Sie müssen so denken, denn was ich tue, ist vollkommen ungehörig. Ich will es Ihnen aber erklären: ich sah Sie da drin sitzen; ich merkte Ihnen an, wie gern Sie einmal getanzt hätten— mit mir getanzt hätten— und ich verstand auch, warum Sie weggegangen sind. Es hat mir gefallen, daß Sie nicht versucht haben, sich mir auf eine Weise zu nähern, die ich in jedem Fall hätte ablehnen müssen. Dafür wollte ich Sie belohnen— und darum bin ich Ihnen nachgegangen, um Ihnen das zu sagen—“. Sie verstummte und sah sich scheu um. Von fern her klangen die Töne eines langsamen Walzers herüber...„One of these little songs“, hieß es wohl... Karl Berghaus war erschüttert. Nein— das war kein kleines Mädchen, das Anschluß suchte! Ein unendliches Gefühl der Dankbarkeit stieg in ihm hoch... sie nur nicht weggehen lassen, schoß es durch seinen Kopf, nicht wieder zurück in Einsamkeit und Leere... „Nein—“, unterbrach sie seinen Gedankengang, und ein wehes Lächeln huschte um ihren Mund,„Sie dürfen mich jetzt nicht um ein Wiedersehen fragen. Bitte, verstehen Sie mich doch! Was ich getan habe, steht so außerhalb aller gesellschaftlichen Regeln, daß ich es nur damit wieder gutmachen kann, daß es kein banales Ende nimmt— wenn ich Ihnen eine Fremde bleibe! „Sie sollen jetzt fortgehen und auch ich muß zurück an meinen Tisch— und Sie müssen mir versprechen, daß Sie nicht versuchen werden, zu erfahren, wer es gewesen ist, der Ihnen heute abend— hoffentlich— ein wenig Freude mit auf den Weg gegeben hat! Ihr Wort darauf?" Den Mann überlief es kalt.. sollte das wirklich der Preis sein, den das Leben für diese wenigen Minuten vollen Glücks von ihm verlangte? Wie gut verstand er sie— und dennoch? war das nicht zuviel verlangt?! Ungestüm sprach er auf sie ein, beschwor sie, ihm doch das nicht anzutun.. erzählte von seiner Einsamkeit drüben im anderen Erdteil, und daß er bald wieder hinübermüsse... aber alles war umsonst, sie blieb fest. „Eine Konzession will ich Ihnen machen, mein Freund“, meinte sie nachdenklich,„sollte es das Schicksal wollen, daß Sie mir irgendwo einmal begegnen, zufällig begegnen, oder sollten Sie durch Zufall fahren, wer ich bin, dann dürfen Sie auf mich zukommen, wie ein alter Freund. Dann will ich annehmen, daß es so sein soll— und werde ich mich von Herzen freuen! Und nun Adieu!" Ehe er noch ein Wort erwidern konnte, war sie davongeeilt. * Die Morgensonne schickte eben die ersten Strahlen über das weiße flache Farmhaus am Rande der Tanganjikasteppe, als Karl Berghaus, fertig zu einem Morgenritt, die Veranda betrat. Wo steckte nur Hassan, der Boy, mit dem Kaffee? Er mußte wohl gleich kommen. Berghaus setzte sich auf das niedrige Geländer und blickte in die Ebene hinaus. Ueppiges Grünen und Blühen, soweit das Auge reichte, weidende Rinderherden... eigentlich konnte er stolz sein auf sein Stück Arbeit, das er hier geleistet hatte... Ein bitteres Lächeln zog über sein braunes Gesicht— für wen denn all der Schweiß, der hier drin steckte, wozu der Fleiß, die Mühe, die Plage.. nur damit eines Tages ein gleichgültiger Verwandter den ganzen Zimt erbte? Wieder überfielen ihn die alten Zweifel, ob er nicht ein Narr gewesen, an jenem unvergeßlichen Abend diese eine Frau von sich gehen zu lassen, für die es sich gelohnt hätte, zu arbeiten... „Wenn es das Schicksal will, daß wir uns zufällig begegnen“, hatte sie gesagt... Mein Gott, wie war er diesem Zufall nachgerannt, wie hatte er das Mädel gesucht... alles ohne den geringsten Erfolg! Er stand auf und rief nach dem Boy, der in demselben Moment mit dem beladenen Tablett erschien. „Wo steckst du denn, du Lümmel?!" „Ist Postbote gekommen, Bwana!“ versicherte Hassan und verschwand mit bemerkenswerter Geschwindigkeit— mit Bwana war nicht gut Kirschen essen seit seiner Rückkehr!! „Post— was soll mir die ganze Post“, brummte der Mann und blätterte gelangweilt in den Zeitungen und Zeitschriften, die in einem dicken Packen auf dem Tisch lagen,„wer schreibt mir denn schon!!" Doch plötzlich fuhr er mit einem heiseren Schrei hoch— narrten ihn denn seine Augen?? Verstört starrte er um sich— nein, noch waren sie ganz normal— drüben erschien eben Hassan und führte den schnaubenden Rappen am Zügel— hier war doch ihr Bild? „Fräulein Hildegard von Thun, eine der aussichtsreichsten Teilnehmerinnen des Großen Berliner Reitturniers...“ Groß und deutlich stand es unter der Aufnahme... da war gar kein Irrtum möglich!! „... oder sollten Sie durch einen Zufall erfahren, wer ich bin, dann...“ „Hassan!!“ schrie Berghaus plötzlich, und eine wilde Freude fuhr durch sein Herz,„halte den Postboten auf oder hole ihn zurück. Er muß ein Telegramm mit zur Station nehmen...“ RS OA * *? wae * 44 K *r W5: Baumblüte in Werder Der Semnagsbr 7Von E. Trost ie Huberbäuerin von Sinzing ist in der kleinen Bezirksstadt gewesen, um auf dem Markt frische Eier und eine Anzahl schöne, honiggelbe Butterwecken feilzubieten. Die Huberbäuerin hat beste Geschäfte gemacht und ihre Ware zu günstigsten Preisen absetzen können. Nun wandert sie mit dem leeren Henkelkorb am Arm befriedigt wieder heimwärts. Es ist ein wunderschöner, sonniger Frühjahrstag. Die Huberin sieht nichts von all der herrlichen Frühlingspracht, die sie umgibt. Sie stapft bedächtigt dahin, denkt nur an das Marktgeld, das sie in einen Zipfel des großen, roten Sacktüchels eingebunden in der Rocktasche trägt und überlegt, was man am vorteilhaftesten dafür kaufen könnte. Denn die Huberbäuerin ist eine sparsame, sehr genaue Hausfrau. Fast schon ein bissel allzu genau! Der Weg führt eine Strecke weit zwischen dichtem, grün knospendem Buschwerk und allerlei struppigem Gerank dahin. Plötzlich sieht die Huberbäuerin hinter einigen weißduftig blühenden Schlehenbüschen etwas Kleines, Braunes zappeln. Neugierig biegt sie die Zweige auseinander. Ein strammer Feldhaf' hat sich zwischen Ranken und abgerissenen Drähten eines verfallenen Zaunes verfangen und strampelt heftig, um sich zu befreien. Die Huberin überlegt rasch: Soll sie den Gefangenen zur Flucht verhelfen? Hier herum ist Gräflich Schaumburgsches Jagdrevier und der Lampe daher auch ein Gräflich Schaumburgscher Has'. Obendrein herrscht Schonzeit. Anderseits gäbe der fette Has' einen prächtigen Sonntagsbraten ab, und man könnte das fürs Sonntagsgericht bestimmte Geld ersparen. Dieser Gedanke gibt den Ausschlag. Schon packt die Huberin kräftig zu, befreit den Hasen aus dem Drahtgewirr und verstaut ihn in ihrer groben, aufgebundenen Blaudruckschürze. Denn den Henkelkorb kann sie####ut als Gefängnis verwenden, weil er keinen—. Meister Lampe gefällt die neue Haft* 4: den jämmerlichen Tönen uu aus Leibeskräften. Der sei froh, doch ernst und still. Llicht alles, was du träumst und sinnst was du erwägst und auch gewinnst, zum Guten führen will. Nur wer sich ganz erschließt und sich dem Schaffen schenkt, merkt, wo die Schönheit sprießt, wo Oemut zu der Liebe fließt, sich Licht ins Ounkel senkt. Wer Furcht und Zaudern zeigt und nicht zur Höhe strebt, wer sich dem Schicksal neigt und in die Tiefe steigt, der hat umsonst gelebt. Wer Eeirg zür Ea von Johannes Heinrich Braach Wenn du ein Werk beginnst, Oas Allerrei Scherl-Bilderdienst wenig ungemütlich. Wenn nun etwa gar der Gräflich Schaumburgsche Oberförster daherkäme? Bekanntlich sind die Leute immer dann um den Weg, wenn man sie durchaus nicht gebrauchen kann. Das Strampeln und Rumoren in der Schürze tät' die Huberin freilich noch lange nicht in Verlegenheit bringen...n Ham Hafen einfach So beschließt die Huverin, dem Hasen einfach mit ihrem roten Sacktüchel das Maul zuzubiden. Setzt sich an den Wegrain. Holt das Tuch aus der Tasche. Faßt mit festem Griff unter die Schürze nach dem Hasen und versucht, ihm das Tuch um die quäkende Schnauze zu wickeln. Nun wird's Meister Lampe aber entschieden zuviel. Ein Gräflich Schaumburgscher Has' hat schließlich den Anspruch, wenn seine Zeit erfüllt ist, mit einem wohlgezielten Schuß weidgerecht ins Jenseits befördert zu werden. Aber sich zuerst noch die Schnauze verbinden und dann womöglich im Huberhof gar abstechen zu lassen, wie eine alte Suppenhenn—— Nein! Meister Lampe nimmt alle Kräfte zusammen, macht im dunklen Gefängnis der Schürze einen Riesensatz und schlägt wütend mit allen vier Läufen zugleich aus. Ein Krach— das Schürzenband reißt ab! Bevor es der Huberin gelingt, die Zipfel der Schürze wieder zumenzuraffen, sucht ihr Sonntagsbraten schon mit urmaltigen Sprung das Weite. Und zwar * Pschel, das die Huberin gedabei hinter die der Has' schon uberin daß t 11 zum Ziel nt wer seinen! und sich m kommt nie Wenn den di der vor we CiochecrhonendPreesoe, angenierremmnewheiker zessnöter Die bimmelstürmende Wandflucht eines Volken= getrofsene Erdenbürger getaust ader ältere getraut wer, spzelet, die Hähtend der Bauer hres Engagenents am putziger weißer Schürze und bito Häubschen und stebt kratzers; Rakten gleich keigen seine metalbligenden den knnen. Hroahpag hier wohnen usw. ganz so aus, als ob se unter einem Glasturz hervor: Türme in den Aeiher. Es ist Waldorfelstoria, New= Eigenbahn im Parla gingtmohnung samt Wüche gekommen. wäre, troddem se flink arbeiten müssn, un vorks größtes und schönstes Hotel, die höchste Steige 542r.—.—. Komfort und Tribalwönnung samt Kuce ihre Aufgabe im Aufräumen von 24 Zimmern innerhalb eeud ie anem Burd. d e den Lurns lieht. a. 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Während seines Baues rasten Expreßzüge üher sein sich, komplett mit Speisezimmer und Küche; in der sich 150 Köche, 500 Kellner Fundament; nun gleiten sie an den Stahlsäulen vor, Kochgeschirr, Porzelan= und Glasserviee,„elektzischer g grz; waitn, sosasenuen untenest Aubei, auf denen zwischen den Gleisen der gigantische Bau Herd und natürlich auch der elektrische Kühlschrank vor= Dem Chief Waiter(Oberkellner) untersteht eine ruht. Mehr als tausend Männer waren in dem unter= finden. Die nötige Köchin wird auf Wunsch ebenfalls Armee von 500 befrackten Kellnern, die durch die zwei speisesäle, das Dachgartenrestaurant, die Banund die Separees schwirren und die die auf ihren Zimmern speisen. In Bequemlichkeit dem Bauarbeiten dürfte jedoch das reisende Publikum auch und jede der Ausdruck eines besonderen Geschmackes, drei riesigen, voneinander ganz unabhängigen Küchen seinen daheim zumindest ebenbürtig ist; es ist ein ge= nur im Geringsten stören. Beim Setzen der riesigen von der antiken Einrichtung aus dem 18. Jahrhundert hantieren 150 Köche und ihre Handlanger an riesigen schäftliches Zentrum, denn auf 4500 Quadratmeter Aus Beine des Wolkenkratzers wurden keine Kosten gescheut. bis zu übermoderner Wohnkultur. Herden, trotzdem die Küchen soviel als möglich mechanistellungsraum befinden sich zahllose Läden und Ge Denn sind die Säulen nicht richtig gesetzt, nehmen sie das„,„Hgnggg Tegzehzugrin siert sind, Elektrische Maschinen rühren Puchgg., Taren schäfte, die alles führen, von kostbaren Kunstgegenstän= Rattern der Züge in sich auf und tragen es durch die Die oberlle Kaushauerin und Bäckereitzeige, Pgirten Tczengierz uege ähnee Büchern und Modemaren bis zu Automobilen und Stahlstruktur des ganzen Hauses. Jeder Fuß ruht da. Für das Wohlbehagen von 34 den, Büchern und Modewaren bis zu Automobilen und Stahlstruktur des ganzen Hauses, Jeder, Fuß ruht da: Für das Wohlbehagen von 3600, Gästen zu sorgen, Motorbooten. Es ist aber auch ein gesellschaftlicher her auf einer Antivibrationsmatte. Diese in aus vier ist keine Kleinigkeit. Diese gigantische Aufgabe ruht auf den Spießen der„Rotisserie“, schneiden, reiben, Treffpunkt ersten Ranges. In großen Prunksälen, die verschiedenen Materialschichten hergestellt, die alle bi= auf den Schultern einer Frau, der„Head Housekeeper“ hacken und stampfen Gemüse, pressen Zitronen sich in jeder Hofburg sehen lassen könnten, finden täglich brieren, jedoch so zusammengelegt sind, daß sich die ver=(oberste Haushälterin). Was die Hausfrau in ihrem Orangen, waschen und trocknen Geschirr und ersetzen Galadiners, internationale wissenschaftliche Kongresse, schiedenen Stöße gegenseitig aufheben. Gäste, die in ihren Heim ist sie für den Riesenbetrieb des Hotels, nur mit rührigen Hände Dutzender fleißiger Menschen. In unKonzerte berühmter Künstler, Ausstellungen bedeutender privaten Eisenbahnwagen aus Florida, Montreal oder dem Unterschied, daß sie sofort entlassen werden kann, zähligen Vorratskammern, genau auf die notwendige Kunstwerke, Veranstaltungen der Diplomatie und der Kalifornien ankommen, verlassen ihren Waggon vor einem wenn sie dem„Herrn des Hauses“ nicht entspricht. Temperaturen gekühlt, liegen Delikatessen aus allersten Gesellschaft Newyorks statt. Das Künsilerpodium Aufzug, der sie sofort in die Hotelhalle oder gleich in Sie tritt vor den Verwaltungsrat mit einem genau Winkeln der Erde. des vier Stockwerke hohen, Balsaales faßt ein vollstän= ihre Zimmerflucht hringt., Da kein Raum für eing Heiz: ausgearbeiteten Kostenvoranschlag für das ganze Jahr: 23 weißbemützte, Barmirer mischen in der in Schwarz diaes Sinfonieorchester. Im Nu kann der Saal aber anlage vorhanden ist, werden heißes„Wasser und Damps Soundso viele Meter Bodenbelag, Möbelstoffe, Tep= und Silber funkelnden Hausbar Drinks. Seit Auf — zusgearbeiteten Kostenvoxanschlag für das ganze Jahr: 23 weißbemützte Barmixer mischen in der in Schwarz diges Sinfonieorchester. Im Nu kann der Saal aber anlage vorhanden ist, werden heißes Wasser und Damp' Soundso viele Meter Bodenbelag, Möhelstoffe, Tep= und Silber funkelnden Hausbar Drinks. Seit Aufauch in ein Tonkino umgewandelt werden mit einer von einer kilometerweit entfernten Zentralanlage durch piche, Vorhänge, Draperien, Stehlampen, Lampenschirme hebung des Alkoholverbotes stehen die Speakeasis Bildfläche, die auch dem der größten Theater nicht nach= ungeheure Rohrleitungen bezogen. usw. werden für Zimmer E. benötigt; soundso viele(Flüsterkneipen) leer. Es ist nun eine Selbstverständsteht und eine ausgezeichnete Technikolorapparatux be.60 Iuspiziorung Räume benötigen dies und jenes, um das Haus„up te lichkeit, den Cocktail in den eleganten Bars der fasitzt. Auf Bestellung eines Dollarmagnaten wurde er Große Inspirterung date“ zu erhalten; Zimmer soundso sind neu zu tape= shionablen Hotels zu trinken, die täglich zwischen fünf einmal sogar in einen regelrechten Zirkus umgewandelt, 150 in strammsitzende, makellose Uniformen gekleidete zieren, andere brauchen Anstreicherarbeiten; soundso viel und sieben Uhr überfüllt sind. Damen im knöchellangen komplett, mit Zelt, drei Arenen, Akrobaten und Seil= Liftboys, Bellboys(Laufburschen) und Porters(Ge= wird für Nachschaffung von Bettwäsche, Handtüchern Cocktail Gown und Herren in dunklen Anzügen warten tänzern, lebenden Elefanten, Pferden und Tigern. päckdiener) marschieren täglich in militärisch geglieder= und Badetüchern, Polstern und Decken benötigt. 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Fhrert Iepieg Pie Packensinie ker„ Ein Her von 400 Leuten untersteht der Head House= Begleitung, Führung, Reinigung schaflichen Besprechungen teilzunehmen, in Roof Garden Frisur, die Reinheit des Kragens, den Sitz der Unform, der Salons, die mit ihren batstenen Staubtüchlein zier= liche Wohlbefinden seinter Bewohner. Sein Ehrgeiz ist, unter flimmerndem Sternenhimmel oder in einem der 31 Aufzüge schießen durch 47 Stockwerke. Die ersten lich an Nippes herumtupfen, solche nur für Schlafzim= jeden einzelnen der 3600 Gäste individuell zu behandeln. Ballsäle, die 300 bis 4000 Besucher fassen, zu tanzen, 28 Stockwerke sind für durchreisende Gäste bestimmt; in mer, die eine unglaubliche Fertigreit, im Machen### Da ist der Empfangschef, der scheinbar die ganze Welt im Kabarett die Nacht zu verbummeln, der„privaté den höheren befinden sich die Appartements für die blei= großen amexikanischen Doppelbetten besitzen, denn täglich kennt und ein geradezu wunderbares Personengedächtnis party“ beizuwohnen, die Mrs. X. zu Ehren von Mrs. benden Gäste, die sich als Ruhepause in ihrem Ahgsver= wird jedes Bett selbstverständlich vollkommen frisch über= besitzt. Mit dem strablenden Lächeln der WiedersehensY. veranstaltet— oder zu heiraten. Jawohl, zu hei= Dasein für längere Zeit in der Metropolis niederlassen; zogen, ganz gleich, ob es sich zum einen bleibenden oder freude begrüßt er fast alle Neuangekommenen bei ihren raten! Denn in feierlichem Kerzenglanz erstrahlt im exotische Fürsten, die mit ihrem Hofstaat monatelang in durchreisenden Gast handelt; Aufräumerinnen für Bade= Namen, was natürlich in Mr. und Mrs. Smith aus 7. Stockwerk eine intime Hauskapelle, in der frisch ein= Newyork bleiben, Besitzer von Plantagen und Ranches, zimmer und solche für die Gänge. Jede steckt in einem Tusca(Arizona) sofort das Gefühl auslöst, auch in der Metropole Personen von Namen und Stand zu sein. Für Mrs. Smith, die gern Einkäufe besorgen will, aber unschlüssig ist, wie und wo sie diese am besten erledigt, stelt das Hotel„Personal Shoppers“ zur Verfügung, junge Damen mit viel Schick und großer Warenkenntnis, die mit ihr die Jagd durch die DepartementStores aufnehmen und sie bei ihren Besorgungen beraten. 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Nachkleinen Inseln im Stillen Ozean gehege bilden, weil sie sehr anpassungsfähig sind. mittags, wenn er seine Geschäfte erledigt hat Dzean, im weitläufigen Bezirk der Uns mutet es geradezu phantastisch an, daß es ihm langweilig wird, kann er in dem Miniaturgolsplatz de, die weder im Terikon verzeichnet steien, noch Sund lIznseln und der Celebes=See, lebt eine sonder: Menschen, gibt, die sich„Sklaven, mit Schwänzen“, hal= auf einer der Dachterrassen unter Anleitung eines Golfswie bekannt sind.— Lorenz Hagenbeck hat alle hare Art von riesigen Krebsen. Diese zehnfüßigen ten, die Arbeit von Affen verrichten lassen. Auch die lehrers noch rasch sein putting“ verbessern und seine steile, mit Ausnahme von Australien, kennengelernt. Tiere erreichen einen Durchmesser des Körpers von 45 geübtesten Kletterer kommen nicht mit der Behendigkeit Freunde verall hat er Seltsamkeiten in Menge gefunden. bis 50 Zentimetern. Der Krebs wird seit, grauen dieser Affen, mit, chmal kam es ihm wohl vor, als marte das Ab Zeiten von den Eingeborenen als„Valmendieb" be= gehen scheint. An den Steilküsten wachsen bestimmte eingerich sten Winkeln der Welt auf die„großen Nummern“ fahndet, die auch heute noch manchmal auf das Ent lege#teregg„ decktwerden warten, erlebt am Rande des Berufslebens u.#uf zahlreichen Dinge, die weder im Lerikon verzeichnet steken, noch###.###nseh huß sonstwie bekannt sind.— Erdtei Ueberall hat er Seltsamkeiten in Menge gefunden. bis 50 Zentimetern. Der Krebs wird seit, er Manchmal kam es ihm wohl vor, als warte das Ab Zeiten von, den Eingeborenen, als„Palmendieb“ seitige regelrecht darauf, von ihm gesehen zu werden. zeichnet. Die Wissenschaft klassifiziert ihn in die milied ch zur NachHamit. H:“ er Rächog... 8 Freunde damit nach seiner Nuckreyr argern.„Seine jedes Schwindelgefühl abzu= Wäsche erhält er aus der mit den modernsten Maschinen endieb“ be= gehen, scheint. An den Steilküsten wachsen bestimmte eingerichteten Hotelwäscherei nach, fünf Stunden wieder in die Fa= Kräuter und hochwertige Teesorten. Die chinesischen tadellos gewaschen und gebügelt, die Strümpfe gestopft, Die Gruppe Bewohner dieser Gegenden lassen die gefährliche Arbeit die fehlenden Knöpfe angenäht, zurück(welche rasche Beder aguridae“ gehört zu den„Anomura“, bildet des Kräutersammelns und Teepflückens von den dafür handlung die Haltbarkeit der Gewebe allerdings beeinteie Revortage für den„1. April“ verzapft werden aber unstreitig ihre abseitigste„Familie“. Während abgerichteten Schweinsaffen verrichten. Erst wenn die trächtigts, und im Tallor ehov wird sein Hut aufgesoll, auch kein Seemannsgarn versponnen wird. Es eine Abart der Einsiedlerkrebse in nördlichen Breiten= diesen mitgegebenen Körbe gefüllt sind, bringen sie sie frischt, der Anzug neu gebügelt, die fehlenden Knöpfe nibt wirklich noch Dinge zwischen Himmel und Erde graden gern„fremde Wohnungen“ mietet, sich in leeren ihren Herren hinauf oder hinunter, die Affen wissen angenäht und für sein tadelloses Aeußeres gesorgt. Im s bshug og buge hischern steiste v, o Schneckenschalen beimisch fühlt, deren vortersge rcht genau, de gewinschen Kräuter von anderen Gewäch= spegelnden, Karbe shop(Rasersglon), pied er gleichvon denen nichts in den Schuhnsthaftere g un auc mäßige Besitzer er herausgefreisen hat, ist zein Ver sen zu unterscheideg,„shinesen behaupten, daß die zeitig mit finzig anderen von geskaum etwas in die Spalten ernsthafter„Tageszeitun= Mäßige Bessher er vegegergest grs, deiz Erphalls, giis Oissen an manchen Orten auch dazu herangezo gen seinen Eingang findet, eben weil bier keine verst“ milie der Eremiten und Einsiedlerkrebse. Die Vorausgeschickt soll werden, daß her keine verspi, Zur“; Pag.=Cenhte), etzge, Liuisgestrigh Merkwürdigkeiten gewöhnten Berichter und unglaubhaft vorkommt. poste, 264“=bettun, wandter vom entger gesetzten Teil des Erdbals, aus Affen an manchen Orten auch dazu herangezogen werert es seiont dem an den warmen Meeren von Indien bis zu den Philip= den, Schwalbennnester einzusammeln und ihren Herren hierstatter zu absurd pinen, ein Höhlenbewohner. Er will auch nichts da= zu bringen. Wie weit aber die Fähigkeiten der von wissen, sich wie eine weitere Abart der Einsiedler= Schweinsaffen wirklich gehen, und wo die Uebertreidaß die zeitig mit fünfzig anderen von geschulten Kräften bedient. Wachlame Rugen Das Klügste aller Meerestiere Im Tierpark Stellingen befindet sich einer der weAlle Räume stehen unter steter Bewachung. Jedes Stockwerk wird von zwei Detektiven abgeschritten. Sie sind mit genauen Aufzeichnungen versehen, wer jedes Zimmer bewohnt und in welchem Verhältnis die NachDb easche Schasel“=Riciseane, das Mlast, Der tiche Jotoräher, vie der besitzt Eigenschaften, die das Tier mit seinen mächtis= auch andererorts 2. any,ifch, wieze, gefgguc Soglogen genacht haben Nickelmann steßl misir all den Eingebe. euger vrp u seiner Zoologen genacht bepez. ge rggagg ezi pit seinem vie.„ msorgb' sen 6 von wissen, sich wie eine weitere Abari der Einsieoler= Schweinsaffen wirtlich gehen, und wo die Uebertreikrebse mit Seeanemonen in eine„Interessengemeinschaft bung anfängt, muß dahingestellt bleiben. zur geneinsaner Vewirschaftung der Vere“ einzula). Die drelsierten Riien von Java Zimmerschlisel., eugerazeregeirheke anm swperden“ fosche bish der der Pinergig der Va-igzisze dist Voennteres Zes senl eise audten, Autsizthsleigam,. Herdenr eick. len Inseln wegen seing, schs; zahlreichen Inseln„von der Größe, ganz Porzmerns dies den Schlafer, helbst gefährdgt, kann, werden soiche un urg„rbeit“s abzpneh= liegenzcdort noch viel webhr besanzischenteste Bpszin, Linmie gst gerovtereichen Gaste=befucht st. Während der„Erntearbeit„ahzuneh, die sich großenteils in niederländischem Besitz hefin Zimmer, von einem geicher geescgiegz-ggr, 5ag Zimmer nio geübter Baumlletterer den. Hier mischen sich die verschiedensten Völkerschaf, der Besiber aus Zeiggrsent Gegenfände an sich.— Wenn en Kokosnüssen.„Findet ten, von Celebes herüber sind Makassaren und Bugi= und bringt die kostbarsten Gegenstände an sich. Wei rabgefallene Früchte, so nesen auch auf die kleineren Inseln ausgewandert, von daher der Detektiv ein Zimmer findet, das unversperrt üsse aus ihrer luftigen Neuguineg her haben verschiedentlich Papuas Besitz ist oder an dem außen der Schlüssel steckt, wer undenlanger„Scheren= von einzelnen Kleininseln genommen. Europäer sind Schläfer auf. Oft beschwört er dadurch eine ärger rspenstigste Kgkosnuß, hier nur vereinzelt zu finden. Selbst von Bali aus, Rede auf sein Haupt, aber noch öfter wird ihm gedankt. sommt. Die Einge= also vom östlichsten Zipfel Javas, sind es bis hierher Der Detektiv muß vor allem ilmenstämme, die sie noch fast 2000 Kilometer Entfernung. Europäische sein. Während ich im Büro des Hauptdetektivs sitze, enn die Krebse sich Maße muß man beiseite lassen. stürzt eine Dame aufgeregt zur Tür herein. Mit einer Kokosnüsse an den„ piesem Gebiet weitoh ran den Schiffahrts= Stimme, die sich vor Erregung überschlägt, schreit sie, „##te##tmg man habe ihr Brillantenkollier im Speisesaal gestohlen, en dreisierte Affen ge= Lug“,; mit Freunden dinierte Sie hätte es getragen, Wärter auf so gutem Fuße, daß es sich schon kleine Späße erlauben darf, die sonst bei Walrossen üblich sind. Einmal verzehrte der Wärt: tagessen eilig im Malraß und er wollte r seinen Aufen Rühreier: Zemen ein oden fallen. Einmorgens an die sie die herabgerere„angeknabvohlweislich vor in diesem Hreotg, ge'#o von„#2u.##me, man habe ihr Brillantenkoll Linsien, perden von den,„entehilfe, seisten müssen. Aoif wo sie mit Freunden, dinierte. Sie hätte es getragen, halten, die regelrechte Erntehilfe leisten wziüsey.„us—d p#ies weg. Man kann sich lebhaft vorstellen, wie halieg,„die regelrechte Erntehühe lezieg müssen. Auf und nu sei es weg. Man kann sich lebhaft porstellen, wie den Inseln wird Kopra gewonnen und Kautschuk. Rei= sie das Hotel beschuldigte. Die Stimme des Detektivs sende haben, von ihren Besuchen,auf, aonge,#rogtggen li, und bestimmt:„Bevor wir irgend etwas ende haben,von I5ger„Peszechen, ingt Jopderhar genug, tönte ruhig und bestimmt:„Bevox wir frgend etwas berichtet, und was sie erzählen, klingt sonderbar genug, unternehmen, Madame, wollen Sie so lieb sein und nach „hoifox: Die gziegeriechteten Afen schlepven die mit Gummisaft Hause telephonieren, um sich zu überzeugen, daß Sie die earbeiter“ gefüllen Eimer an die Sammelstellen, wo sie gelert Bilanten wirklich ungenommen haben.:(Er war nämu. perden, und schaffen die leren Eimer wieder weg, lich selbst verheiratetl), Sie blickte ihn einen Moment Ausnut: Alte Fahräder sind den Affen nach einigen kleineren.uxmurfspoll an, dann telephonierte sie. Die Brilanten Umfange Abänderungen überlassen worden, mit denen sie auf den vorwurfsvoll an, dann telephonierte sie sentebse einfachen Sandwpegen unberfahren. Die gleichen Assen Vo=,3-gdief hesizt auch einen eigenen Tarpark, um stelst Ech wen aie don diumn Maichen, Heusen sleisch Kaite Vielheun sichn. Helse eschch bsich, lbsel sehmen Ait Zähnen und Hinden dreiden die Asen.aergadsfis eterefanten Lulsan bier wetzen hal= die Kokosnüsse ab und werfen sie in die Tiefe, wo sie inden sie nachher auflesen und in Körben stapeln. Aehnlich herrscht ein buntes Gemenge von Menschenschicksalen und seit gesen hete Assen soell es auch im Innern K. Atros Hodz Ganze in segebneten Bohnen zu halten Narl Ein wesentliche das Haar und die tivsten Negerweiber aus einer Bastschnu das, und sie verw ihrer geflochtenen u terin der Pyramid Haaxes; sie trug zen Scheitel. 1000 lich gelockten Bube nach der Farbigkei nis— jedenfallse Die blonde Gr ten Ringeln in di oder gewellten Sch in der hellenistische Die Römerin türmten kunstvollen rocken Coiffuren ar es nicht ihr eigene Zöpfe und Locken res Geld in Rom eine Zeitlang die wesen sind. Die Gallierin ges Durchkämmen schen Männer tater es mit batavischer tin färbt es blau, Die Byzantiner sitte entsprechend, u ein mit Bändern u über der Stirn ist Im hohen Mit chen das Gesicht birgt sich die Fri zwischen strebt das lange und kurze Mastix gesteift sind derts die große 2 Zur spanischen Frisur klein und erlaubt keinen tief Die Stuart=Ha nur, daß es glatt Mit dem Falle menden Mode des zur Zeit des Drei Haar, das glatt a lichen Locken heral Ludwigs KäV err der Stirn und stüt zu einem hohen Au die sich von einem monströsen juwelen eine lange Schmach Decolette, herabrei Die kleine wei diese übertriebene bald mit Unterlag zu umfangreicheren Hängelocken Mode ziger Jahren des Ungeheuer von In einer WDe bedarf es ei man sich stütze häusliche Her Stein, wie die serin je in die We lang in allen Gro Frauen getragenn Frisurenmanie ben sich die Unruhe der Männer, au Allen sträubten sick facher Höhe des K der Isabeau. De der Figur, sondert Diese künstliche Blumen und Fed ersann neue Form Dagewesene weit: ihren Witz an, N sah man z. B. S Amphitrite mit ei tastischer waren k deren Bassins sich stellung der Jahre ßen geschichtlichen wurden miteingebe frisch zu erhalten. Die Friseure ler, oder wie ma drückte— Acaden Degen zu tragen. zahl, und trotzder am Tage vorher können. Manche leit oft vierundzw Stunde, da sie ih konnte, und durfte hinlegen. Als Maria Ar Lockenkopf à Tenfgetürmten Haarge Ungeheuer von Als Robespier schrieb, verschwan! zugten den einfach sich ihr Haar zum konnte sich mit d und sie suchte nac auszusehen, als i rücken in Blond,S Gesdiese abwech wesichtsfarbe, zur Wer aus Mangel berfügen konnte, durch farbigen Pi Aber weil kei mn. das Haar wi Rotec kleidchen mit hen und sieht ssturz hervorn müssen, um tern innerhalb Allerdings beStaubsaugen in der Spiegel r) abnehmen. aber auch die Polierer und ntersteht eine surch die zwei int, die Banrren und die speisen. In gigen Küchen er an riesigen glich mechanisuchen, Torten chneiden Brot, ifzehn Hühner eiden, reiben, Zitronen und nd ersetzen die chen. In une notwendigen en aus allen r in Schwarz . Seit Aufie Speakeasis SelbstverständBars der fazwischen fünf knöchellangen nzügen warten bis ein Tischist die OysterDreß bereiten lewyorker, auf exotischen Beisauce oder als um das leibin Ehrgeiz ist, zu behandeln. sie ganze Welt onengedächtnis Wiedersehensenen bei ihren s. Smith aus ist, auch in der Stand zu sein. besorgen will, am besten erzers“ zur Vergroßer Warene Departementesorgungen be„Kindergarten“ en Kraft gläner glaubt, sein heiten)„keinen issen zu können, isschließlich zur ftspost. Nachgt hat und es iniaturgolfplatz ing eines Golfssern und seine irgerg,„Seine isten Maschinen Stunden wieder rümpfe gestopft, elche rasche Belerdings beeinein Hut aufgehlenden Knöpfe s gesorgt. Im wird er gleichKräften bedient. achung. Jedes seschritten. Sie hen, wer jedes ltnis die Nachse während der mlich, wie viele jeben und ihren Nicht nur, daß , werden solche halten, bis das ist. Während nn das Zimmer an sich. Wenn das unversperrt ckt, weckt er den eine ärgerliche rd ihm gedankt. Menschenkenner ptdetektivs sitze, eein. Mit einer lägt, schreit sie, sesaal gestohlen, itte es getragen, ft vorstellen, wie ie des Detektivs r irgend etwas eb sein und nach zen, daß Sie die (Er war nämeinen Moment Die Brillanten n Taxipark, um schützen.„Was ssen wird, findet dieser wahren Roman. Hier senschicksalen und iche Arbeit dazu, lten. SROSeeSreree WOCHEN-BEILAGE DES„BOCHUMER ANZEIGER“ 2. BLATT 19. WOCHE Narreteien der Frisuren, Von Claire Rößler Ein wesentliches Element der Frauenschönheit ist das Haar und die Art es zu tragen. Selbst die primitivsten Negerweiber Afrikas, deren ganzes Gewand nur aus einer Bastschnur und Tätowierungen besteht, wissen das, und sie verwenden Wochen auf die Herstellung ihrer geflochtenen und dressierten Frisuren. Die Aegypterin der Pyramidenzeit kannte auch den Zauber des Haares; sie trug farbige Perücken über ihrem schwarzen Scheitel. 1000 v. Chr. trägt sie plötzlich den ziergelockten Bubenkopf aus eigenem Haar, was ihr nach der Farbigkeit der Perücken vielleicht ein Bedürfnis— jedenfalls ein Fortschritt war. Die blonde Griechin kräuselte ihre Locken in direkten Ringeln in die Stirn oder sie trug den glatten oder gewellten Scheitel zum„griechischen Knoten" und in der hellenistischen Zeit den Bubikopf. Die Römerin gefiel sich zur Kaiserzeit in aufgetürmten kunstvollen Lockengebäuden, an welche die barocken Coiffuren am Hofe Ludwigs XIV. erinnern. War es nicht ihr eigenes Haar, so waren es die blonden Zöpfe und Locken germanischer Frauen, die für schwe Bieder res Geld in Rom zu kaufen und zu Perücken verarbeitet, waren. eine Zeitlang die große Mode im kaiserlichen Rom gewesen sind. Die Gallierin beizte ihr langes Haar durch ständiges Durchkämmen mit Kalkwasser, was auch die gallischen Männer taten;— die germanische Frau blondet es mit batavischer Seife oder Aschenlauge, und die Britin färbt es blau, mit welchen Mitteln ist unbekannt. Die Byzantinerin verbirgt ihr Haar, der Landessitte entsprechend, unter kostbaren seidenen Hauben. Nur ein mit Bändern und Perlen durchflochtener Haarwulst über der Stirn ist sichtbar. der Entwicklung sind immer Krisenjahre für den Menschen. Alles muß mit einem anderen Maßstab gemessen werden. Für die Mutter ist so eine Uebergangszeit nicht leicht, es gehört viel Takt, viel Verzeihen— viel VerGewohnheit der„Incroyables“ entsprach— lange, ständnis dazu, dem Kind innerlich nahe zu bleiben. wallende Locken, au coup de vent oder a la sauvage. Und doch ist gerade diese schwierige Zeit auch die Nach diesen Variationen kam die kleine Frisur des beglückendste für die Mutter. Hier wird ihr zum erstenEmpire mit den Stirnlocken. Zur Mode um 1800 mal richtig die Gelegenheit gegeben, sich ganz in einen wurden Schläfenlocken getragen und die kommende Bie= werdenden Menschen einzufühlen, zmu erstenmal soll es dermeierzeit stellte den geflochtenen Knoten mit Kämm= wahr werden, was sich jede Mutter wünscht: Dein Kind chen und Bändern besteckt, hoch auf den Scheitel.— Fin„FPreuz). gat max Martrauen felthf 8. In den dreißiger Jahren war es Mode, à la Hor= Zu Freunden hat man Vertrauen, selbst dann, wenn tense Mancini Lockenreihen an den Schläfen zu tra= man auch einmal nicht alles versteht, und dieses Vergen, und die Hutmode der Biedermeierzeit besonders trauen ist das Wichtigste, wenn das Kind zum Backfisch der Florentiner, bedingen den tiefsitzenden Knoten. wird. Keine Krise des Vertrauens darf zwischen Mutter 1865 kam der rote Chignon, der von der Krinoli= und Kind entstehen— und hier muß die Mutter vorannenmode nicht wegzudenken ist, und zu dem der Ama= gehen! Ein Abwarten hieße die Krise verschärfen Dem zonenhut mit Federn, oder die tief in der Stirn=sitzende Kind kommt zunächst alles fremd vor, ihm ist diese ganze gere„grand chie" waren.. Zeit der Reife beängstigend— anderseits aber ist es Der heutige Bubenkopf, der einfach und praktisch zu stolz, um eine führende und leitende Hand zu bitten! ist, läßt von der Perücken= und Lockenfülle der vergangenen Zeiten nichts mehr ahnen, und ist für unsere Zeit ebenso charakteristisch und aus ihr nicht wegzudenken, wie es vorher der Chignon und die Locken der Biedermeierzeit oder die Staatsperücken des Rokoko Wenn aus dem Kind der„Hacksck wied zu stolz um eine führende und leitende Hand zu bitten Es fühlt, daß es nun auf einmal allein hineingestell wird in das Leben, das mehr Geheimnisse birgt, als man als Kind vorausahnen konnte. Viel, tiel Taktgefühl ist die Grundlage der Freund schaft zwischen Mutter und Kind! Ein unbedachtes Wort kann alles verderben, ein verständnisloses Lächeln in dieser Zeit hat schon oft den Kinderglauben vernichtet! Vielleicht taucht bei vielen Müttern jetzt die Frage auf:„Aber ich kann doch meinem Kind nicht immer nachgeben— wo bliebe da die Autorität?“ Die Autorität braucht nicht zu leiden, aber man darf auch nicht starr auf ihr beharren! Es ist selbstverständlich, daß sich ein junger, wachsender Mensch, der noch nicht genügend Selbstkontrolle über sich hat, sich heraussehnt aus den dor Ringelocken wie an Licht und anderen, Warz an iu ihrem Kinde lebt, spürt insink.„Mutter und Kind miüssen Freunde sein. Der eine ift sind sind gegen Ende des 14. Jahrhun= tiv diese Krise. Ein Bangen steigt im Mutterherzen muß dem anderen einmal etwas nachgeben. Erst dann Gibt es eine Vertrauenskrise zwischen Mutter und Kind?— Dein Kind— dein Freund! Mit Staunen, aber auch mit leisem Bangen sieht Setonrntene ubt i# gz etermhanen die Mutter, wie sich aus dem kleinen Mädchen ein junger scheinbar engen Grenzen des Elternhauses.„Allzu straff Mensch entwickelt. Auf einmal ist alles anders gewor= gespannt— zerspringt der Bogen!“ Es ist nicht selten dar Stirn ist sichthar den, auf einmal ist das Kind kein Kind mehr! Unend= vorgekommen, daß sich häusliche Tragödien entwickelt n das Gesicht der„holden Frauen“ ein; die ganze Welt st verändertl Und plöslich wied nicht ein wenig erweiterten Heranreisende Kiuder figen zwischen strebt das Haar immer wieder ans Licht und anderen Warte aus. Und jede Mutter, die ihr Kind etwas entgegenkommt! ggiase und kurze, Rugetocken, die mit Eiweiß und liebtzige peastir gesteift, ung, stno gegen ende des 14. Jahrhun= tin, diese, derts die große Mode. Zur spanischen Mode im 16. Jahrhundert ist die Frisür klein und hochgestellt, denn die hohe Halskrause erlaubt keinen tiefsitzenden Knoten. Die Stuart=Haube verbirgt das Haar und zeigt nur, daß es glatt aus der Stirn zurückgestrichen ist. Mit dem Fallen der Spitzenkrause und der aufkommenden Mode des kostbaren liegenden Spitzenkragens zur Zeit des Dreißigjährigen Krieges senkt sich das Haar, das glatt aus der Stirn gekämmt ist, in seitlichen Locken herab. Die französische Mode am Hofe Ludwigs KäV errichtet etagenartige Lockenreihen über der Stirn und stützt die Frisur mit künstlichen Mitteln zu einem hohen Aufbau, um die„Fontange“ zu tragen, die sich von einem eleganten Spitzenhäubchen zu einem monströsen juwelengeschmückten Fächer entwickelt. Nur eine lange Schmachtlocke, die hinterm Ohr bis auf das Decolette, herabreicht, war erlaubt. Die kleine weiße Puderfrisur der Pompadour löst diese übertriebene Haartracht ab, aber auch sie schwillt bald mit Unterlagen von Haarwolle, Tüll und Draht zu umfangreicheren Formen an, zu denen wieder die Hängelocken Mode werden. Nun kommt in den siebziger Jahren des 18. Jahrhunderts das gigantischste Ungeheuer von Haartracht, das die modesüchtige PariMm In einer[elt, in welcher alles schwankt, bedarf es eines jesten Ounktes, auf den man sich stützen kann. Dieser Ounkt##t der häusliche Herd; der Herd aber ist kein jester Stein, wie die Leute lagen, sondern ein Terz se. Ein Bangen, Reigt. im Mutterberzen mußz dem anderen eigrzal etngs. naochoshen.,6 auf: wird es eine Vertrauenskrise zwischen Mutter und kann sich der eine auf den anderen verlassen! Kind werden? Es darf keine Vertrauenskrise zwischen Mutter und Diese jungen Jahre der erwachenden Frau sind die Backfisch geben— aber hier muß die Mutter den ersten Prüfungsjahre im Verhältnis zwischen Mutter und Schritt tun, denn sie ist die reife Frau, die diese inneTochtek. In diesen Jahren kann eine innige Liebe, ein ren Stürme, die ein junger Mensch oft nur sehr schwer unverrückbares Vertrauen begründet werden— in die= in sich verarbeiten kann, schon kennt und abgeklärt darsen Jahren aber kann es auch geschehen, daß aus dem über stebt!., Lin Trunds Eein scäuanss vertrauensseligen Kind ein Mädchen wird, das wie Dein Kind— dein Freund! Ein schöneres Wort gibt eine Fremde im Elternhaus aus= und eingeht! Jahre es nicht Was jede Frau von sich wislen sollte Große breite Hände wirken schmaler, wenn man den Kleiderärmel schräg auf den Handrücken laufen läßt. Ein zu langer Hals kann graziös wirken, wenn die Halsgarnitur recht hoch geschlossen wird. Sehr schmale Schultern müssen durch Patten oder Volants ein wenig verarbeitet werden. Zu breite Schultern werden weicher und anmutiger durch den Die deutsche Frau von heute ist weder ein Gretchen noch ein Aschenputtel. Sie ist ein warmer, aufrechter Mensch, der allen Anforderungen der Familie und des Volkes gerecht wird Sie übersieht dabei nicht, daß es wichtig ist, so anmutig und gepflegt wie möglich zu sein und zu bleiben. Es ist außerdem Tatsache, daß man jedes Volk nach dem Aussehen seiner. Frauen beurteilt. Damit bekommt die persönliche Er- Raglan=Aermel=Schnitt scheinung eine gewisse politische. Bedeutung und######## cheimmg, eine gewise, roltzischt, ruflichtung ein. Ein Gesicht mit um schließt für jede von uns die Verpflichtung ein, daß wir uns Klarheit über die eigenen Vorzüge und Fehler verschaffen. Grundregeln für eine gute Erscheinung: Auf kurze, dicke Hände gehören keine Ringe. Ein breiter, kurzer Hals muß so eingerahmt werden, daß er seitlich gedeckt ist. Der Ausschnitt muß vorn spitz, herunterlausen, um die Linie zu, strecken. serin je in die Welt gesetzt hat, und das fast 20 Jahre sn lang in allen Großstädten Europas von allen eleganten#n Frauen getragen wurde. Es machte sich eine allgemeine Frisurenmanie bemerkbar, und man sprach davon, daß sich die Unruhe der Aufklärungszeit in den Köpfen der Männer, auf den Köpfen der Frauen austobte. Allen sträubten sich die Haare empor, zu drei= und vierfacher Höhe des Kopfes, höher als die höchsten Hauben der Isabeau. Der Kopf war nicht mehr die Krönung der Figur, sondern wurde zum Zentrum. Diese künstlichen Haargebäude waren mit Bändern, Blumen und Federn geschmückt. Jeder Haarkünstler ersann neue Formen, die auffallend genug waren, alles Dagewesene weit zu übertreffen. Jede Dame strengte ihren Witz an, Neues, Unerhörtes auszuklügeln. Da sah man z. B. Semiramis mit schwebenden Gärten, Amphitrite mit einem Segelschiff. Tollkühn und phantastischer waren kleine eingebaute Springbrunnen, in deren Bassins sich Schwäne belustigten, oder die Darstellung der Jahreszeiten, von Allegorien oder von großen geschichtlichen Ereignissen. Kleine Wasserbehälter wurden miteingebaut, um den lebenden Blumenschmuck frisch zu erhalten. Die Friseure wurden reiche Leute— hießen Künstler, oder wie man sich in Deutschland vornehm ausdrückte— Académiciens, denen es erlaubt war, den Degen zu tragen. Daher gab es deren bald eine Unzahl, und trotzdem mußten sie für große Feste schon am Tage vorher frisieren, um alle Damen bedienen zu können. Manche dieser Schönen mußte ob ihrer Eitelkeit oft vierundzwanzig Stunden wartend sitzen, bis zur Stunde, da sie ihr phantasievolles Haargebäude zeigen konnte, und durfte den Kopf nicht einmal zum Schlafen hinlegen. Als Maria Antoinette kurz vor der Revolution zum Lockenkopf à’enfant überging, verlieren sich diese hochgetürmten Haargebäude. Uebrig bleiben nur noch wahre Ungeheuer von Hauben und Hüten. Als Robespieres Befehl die griechische Tracht vorschrieb, verschwanden auch diese, und die Damen bevorzugten den einfachen griechischen Knoten oder kräuselten sich ihr Haar zum„Tituskopf". Die elegante Pariserin konnte sich mit dieser einfachen Frisur nicht abfinden und sie suchte nach Abwechslung, um besser und anders auszusehen, als ihre Mitschwestern. Sie ließ sich Pestücken in Blond, Schwarz, Rot und Braun anfertigen und trug diese abwechselnd und immer im Gegensatz zu der Gesichtsfarbe, zur Gelegenheit und der Toilette passend. Wer aus Mangel an Geld nicht über mehrere Perücken erfügen konnte, versuchte die verschiedenen Wirkungen surch farbigen Puder zu erzielen. Aber weil keine Mode ewig hält, fing man bald m. das Haar wieder länger zu tragen, so wie es der Ein Gesicht mit unregelmäßigen Zügen braucht eine ausgleichende Frisur. Die Stirn sollte möglichst frei getragen werden, während die Seitenpartien durch weiche Wellen eine harmonische Form hervorbringen. Breite Handgelenke sollen nicht durch auffallende Armbänder die Aufmerksamkeit auf sich lenken. Dicke Oberarme verdeckt man auch beim Abendkleid mit einem Umhang, kleinen Aermelchen oder durch herunterlaufen, um die Linie zu strecken.„ Breite Hüften vertragen nur ganz schmale oder besser Vhcgluch, wenn es modern ist, wird die geschmackholle Kräftige Füße brauchen festes Schuhzeug. Auch der Frau nicht mehr als zwei Farben für ihren Anzug Abendschuh darf kein Sandalettchen sein. Die Füße wählen. sehen darin plump aus, und man läuft Gefahr, ihre Ringe sollen sich auf die Ringfinger beschränken, Form zu verderben.. die Hand wird sonst künstlich breit und ungeschickt Gedrungene Gestalten sollten lange Kleider tragen, gemacht."., Snmemm Sei. mit schräger Nahtaufteilung im Ganzen gearbeitet Weit aus der Stirn gezogene Hüte eignen sich nur In der Taille angesetzte Kleider machen die Hüften für junge glatte Gesichter. Breitgesichter wählen eine runder als nötig..„. Form, die die Kopflinie schräg aufteilt. Rundhüte und Ein hohles Kreuz wird durch rückwärtige Volant= Bretons sind für schmale längliche Gesichter vorteilhaft. oder Schleifengarnituren ausgeglichen. Die Bluse und Die Farbe des Kleides und Hutes wirkt besonders das Arbeitskleid läßt man ein wenig überschoppen. belebend und verschönert den Teint, wenn man sie der Eine flache Brust bekommt durch Fichus, Volants Augenfarbe anpaßt. und Boleros eine bessere Form. Schwarz, Braun und Dunkelblau kleiden jede Frau Kleine Frauen dürfen keine großen Hüte tragen. und jede Haarfarbe. Wer unsicher ist, sollte für den Auch wenn das Gesicht dadurch vorteilhaft umrahmt Tag Braun oder Blau wählen und abends Schwarz wird, wirken sie untersetzt. tragen. Ausruhen in der IRlaiensonne Das Bas-ABC in der Rüche Warum ist die Gasrechnung wieder so hoch?— Halb zugedrehter Haupthahn verteuert das Kochen.— Welche Kochtöpfe soll man kaufen? Es klingelt an der Haustür. Der freundliche Mann mit der Schirmmütze ist da und präsentiert die Gasrechnung. Er weiß ganz genau, daß man ihn nicht mit denselben freundlichen Gefühlen empfängt wie den Geldbriefträger, und fast jedesmal hört er in den verschiedenen Haushaltungen den erschreckten Ausruf: „Warum ist denn die Gasrechnung wieder so hoch?“ Es liegt viel weniger am Gasgerät als an der unvernünftigen Hausfrau, die es nicht versteht, ihren Gasherd liebevoll und verständnisvoll zu behandeln. Es kommt natürlich auch vor, daß die Hausfrau ihrem Gasherd zu viel Sorgfalt angedeihen läßt— und trotzdem ist die Gasrechnung hoch. Sie hat an den Hähnen gedreht und gestellt, hat den Haupthahn halb zugedreht beim Kochen— und doch hat sie nichts eingespart. Woher kommt das? Nun, sie kennt das Gas=Abc nicht gut! Sauberkeit des Gasherdes, nicht nur außen, ist das oberste Gesetz. Speisen, die übergekocht sind, verstopfen den Brenner, lassen ihn rosten und verderben ihn. Die Gasflamme brennt bei diesen verstopften Brennern oft besonders hoch, aber sie hat nicht die Heizkraft, das Essen kocht länger, und die Gasrechnung klettert in die Höhe. Man nehme deshalb jede Woche mindestens einmal den Brenner heraus, reinige ihn sorgfältig mit einer harten Bürste und fette ihn leicht ein. Zurückschlagen der Flamme ist der Aerger der Hausfrau. Meistens kommt es daher, daß die Flamme zu viel Luftzufuhr hat. Man stellt deshalb den Schieber der Luftklappe, der sich an jedem Gasherd befindet, so lange ein, bis die Flamme nicht mehr zurückschlägt. Man muß immer das Gas erst eine Sekunde einströmen lassen, ehe man es ansteckt, denn sonst schlägt die Flamme auch leicht zurück. Gelb brennende Gasflammen leiden an Luftmangel, eine solche Flamme heizt auch nicht. Auch hier wird am Luftschieber reguliert. Ist der Luftschieber zu klein, läßt er zu viel Luft durch, so kann man sich mit einem Blechstreifen helfen, den man dazwischen schiebt, am besten läßt man natürlich solche Reparaturen vom Fachmann machen, Experimente am Gasherd haben manchen schon das Leben gekostet! Ein halb zugedrehter Haupthahn ist nicht etwa sparsam, wie manche Hausfrauen meinen, sondern er kostet das doppelte Gas. Man kann nur Gas sparen, indem man die Sparbrenner benutzt und hier reguliert. Die Sparflammer brauchen nur den achten Teil des Gases, aber es müssen fachlich einwandfreie Brenner sein, nicht etwa solche, die man irgendwo an der Haustür vom Hausierer kaufte! Die Kochtöpfe müssen richtig gewählt werden, wenn man die Gasrechnung niedrig halten will. Breite, flache Töpfe sind vorteilhafter als hohe und schmale, in ihnen kocht das Essen schneller, und die Wärme wird richtig ausgenutzt. Niemals darf der Boden des Kochtopfes den ganzen Ringausschnitt füllen, denn dann heizt die Flamme nicht den Kochtopf allein, sondern auch noch das Innere des Herdes, was gänzlich überflüssig ist. Auf der anderen Seite ist es natürlich auch überflüssig, daß die Flamme über den Topfboden herausschlägt, denn dann wird die umgebende Luft geheizt, die Speisen kochen aber deshalb nicht etwa schneller. Die beste Einstellung der Flammengröße ist: zwei Zentimeter vom Topfrand entfernt! Wenn man dieses Küchen=Alphabet auswendig kann, dann wird man nicht so leicht über eine zu hohe Gasrechnung klagen. Wenn es nach Gas riecht, so bestreiche man das Gasrohr mit Seifenlauge. An der Stelle, wo sich eine große Blase bildet, tritt das Gas aus, dort ist das Rohr oder der Schlauch undicht. Niemals etwa mit offener Flamme nach dem Schaden suchen— das ist lebensgefährlich! Die Hausfrau rät: Spitzenwäsche. Echte Spitzen sind zart und zerbrechlich und erfordern eine sachgemäße Pflege. Man darf sie nicht öfter, als unbedingt nötig, waschen, da jede Wäsche ein wenig von ihrer Lebensdauer abbröckeln läßt. Zuerst werden sie gründlich vom Staub befreit. Das geschieht durch vorsichtiges Abklopfen mit der flachen Hand. Dann legt man die Spitzen zwei Tage in eines Olivenöl, bis sie völlig getränkt sind. Nun heftet man die Spitzen auf ein Stück Gaze oder Mull, bedeckt sie mit einem gleichen Stück Stoff, näht alles lose mit weichem Baumwollgarn zusammen und wäscht vorsichtig in einer handwarmen Lösung von Morseiller Seife. Fertig gespült, legt man die Spitzen zwischen zwei Frottétücher und zupft sie in halbtrockenem Zustand vorsichtig in ihre Form. Gewird mit einem nicht zu heißen Eisen. immer eginnen nach dem Rand zu. Sind sie glatt, n einmal schräg nach noch einmal Die ersten Ruderpartien werden mit Einsetzen der wärm und das weibliche Geschlecht steht dem männlichen im st vause in der warmen Frühlingssonne sorgt für die nötig * Saumsinte in-Rolönte-Ruckenputz Ein Brief Keinrich Anetschkes. mit geteilt von Geord Mühlen-Schulte Geliebte Anna! Ich schreibe Dir, weil Du mir schreibst, ich soll Auf Raten „Der Kläger behauptet, daß Sie ihm fünf Ohrfeigen kommen und mir Deine Baumblüte ansehn. Dasselbe gegeben haben!“ möchte ich gerne, aber ich habe kein Reisegeld. Und„Das stimmt nicht, Herr Richter! Es war nur eine habe ich überall nachgekuckt in Deinem werten Liebes=— aber weil er so schwächlich aussah, habe ich sie ihm brief, ob Du vielleicht was reingelegt hast. Welches Du in fünf Raten verabfolgt.“ aber nicht getan hast. Geliebte Annal Sondern ist Halb so schlimm. keinte Fahrkarte kausen. en und lamn ich mir doftr. Höre mal, Friz“, sagt der Vater streng,„dein Auch ist es nicht so wichtig mit Deiner Baumblüte, Lehrepiggt über dichl: jett nagen allweil es hier in der Nähe auch Baumblüte gibt und—„Mach dir nichts draus, Papa, jetzt klagen brauch ich keine Fahrkarie kausen deswegen, sondern Menschen.“. gu, Schule kriege ich noch Geld zu. Nun schreibe ich Dir, wo das In der ist mit der Baumhlüte. Es ist in der Kolonie Mücken=„Was ist ein Licht, Paul?“ pütz, und war ich letzten Sonntag da. Dieselbe besteht„Etwas, was man sehen kann, Herr Lehrer!“ aus dreißig Siedlern und liegen dieselben sehr schön„Unsinn, mich kannst du auch sehen und ich bin doch am Waldesrand. Aber wachsen tut nicht viel, indem kein Licht!“ dieselben einen sandigen Boden haben und müßten sie Im Zweisel Wärter(öffnet die Zelle):„Gefangener vierundneunzig, Sie können herauskommen! Ihre Frau will Sie sprechen!“ Gefangener:„Welche?“ Wärter:„Was soll das heißen?“ Gefangener:„Ich bin doch wegen Bigamie hier.“ Vor Gericht. Richter:„Verheiratet?“ Zeugin:„Ja, zweimal!“ Richter:„Ihr Alter?“ Zeugin:„25 Jahre!“ Richter:„Auch zweimal?“ Raffiniert Drei Stunden hat sich der Einbrecher im Schweiße seines Angesichts abgerackert, um den Geldschrank zu öffnen. Schließlich ist das Werk gelungen, der Schrank ist ler Nur ein Zettel liegt darin; auf dem geschrieben steht: alarmierte den Piloten, der sich den Platz einigermaßen merkte. Nach der Landung hielt man Rückruf bei allen Farmen auf 200 oder 500 Meilen Umkreis, bie man den Besitzer dieses Rayons ermittelt hatte. Da der Inhalt# der Tasche einige hundert Pfund, ferner zwei Blankoschecks und andere Papiere aufwies, wurde eine Prämis auf die Auffindung der Handtasche ausgesetzt. Die in Betracht kommenden Farmer brachen nun mit ihren schwarzen Boys auf und durchstreiften. Fuß um Fuß den Dschungel... 110 Giftschlangen trieb man auf, ein Neger wurde gebissen, aber durch Serum gerettet. Doch man fand die Handtasche. Sie war 6000 Meter tief gefallen und dennoch unversehrt geblieben, lag auf dem Dschungelboden, wie wenn sie dahin gehörte.— Ein Wunder, über das ganz Süd=Rhodesia staunt.. Die Nacht neben der Nobra Bankipur(Indien). Der Regierungsbeamte Mankin war wieder seit fünst „Herzlichen Dank! Ich bin gegen Einbruch hoch Tagen unterwegs und hatte seine Gattin mit dem einversichert. Nun geht's wieder eine ganze Weile.“ jährigen Kind erst tüchtig Dünger reintun in denselben. Baumblüte ist bloß bei dem einen son bißchen. Derselbe hat Dünger drin in seinem Boden, wodurch ein paar kleine Obstbäume rausgeschossen sind aus demselben. Geliebte Anna! Es ist ein freundlicher alter Herr mit weißem Bart. Denselben habe ich kennengelernt, als ich am Gitter stand und habe mir seine Baumblüte angekuckt. Nun schreibe ich Dir, wie das mit dem Geld war. Nämlich der alte Herr hat gefragt, ob ich mir ein paar Groschen verdienen will und habe ich ja gesagt. Da hat er mir zehn Blütenzweige gegeben sowie ge„Luten Tag, Mrs. Roolevelt!“ n Philadelphia. Wir haben alle unsere Doppelgänger auf dieser Welt. jährigen Kind allein in dem Bungalow zurückgelassen. In der sechsten Nacht sprang ein schwerer Sturm auf. Das Schlafzimmer der einsamen Frau hatte nur eine Lampe, deren Zylinder offenbar durch den Wind gelockert worden war, der zwischen den Fensterfugen hindurchblies. Mrs. Mankin wollte sich erheben, um Fenster und Zylinder in Ordnung zu bringen, als sie in der Dunkelheit ein Zischen hörte. Ihr erstarrte das Blut in den Adern. Da war irgendwo eine Schlange in der Finsterfünf Jahre überwacht werden. Bei Rückfall blühen er= nis, eine Kobra, die durch ihre Bewegungen gereizt worneut die Inseln der Betrunkenen und Süchtigen. Selist den war, Rufen hatte keinen Sinn. Niemand war im lebenslängliche Verbannung kann ausgesprochen werden. Haus. Die Angestellten schliefen draußen und kamen Wie man sieht, ist es in Australien nicht uugefährlich, erst bei Tagesgrauen zu ihrer Arbeit. sprochen, ich soll damit drüben an die Waldecke gehn Aber die Doppelgängerin der Mrs. Roosevelt soll das ein Gläschen über den Durst zu trinken. Man tue es Da kommen immer eine Masse Ausflügler vorbei und Wunderbarste sein, was man sich in dieser Beziehung denn in der Stille. kaufen dieselben alle gerne einen Zweig, weil es sonst denken kann. nirgends in der Gegend Blüten gibt. Außer höchstens Sie heißt Merle Protzmann und hat durchaus keine mal einen falschen Zwanziger. Geliebte Anng! Auch präsidentschaftlichen Zukunftspläne. Aber wenn sie über hat mir derselbe einen kleinen Jungen vorgestellt. Max die Straße geht, dann grüßen die Menschen und bleiben hieß er und hatte einen Wasserkopp. Den sollte ich mit= stehen. Die Autogrammjäger überfallen sie. Die Photorechnen. Wenn ales verkaust par, dann folte er dem und Kurbeläten trezen in Tätigkeit., Es Ist, a15 ob zu wirklich einzigarig.—, Wer sonst in den Busch, und Schlatzsmmer betreat und die Fensterladen aufiek, fand alten Herrn das Geld bringen sowie neue Zweige holen, alles Kopf stünde. Denn jeder, der sie sieht, schwört sei gs selbst in die Tabakpflanzungen geriete, den muß man eine fast zwei Meter lange Kobra, die in den war# schon mehrkach sahen auch Staatssekretäre, die g, man verloren geben. Eher findet eine Stecknadel von men Falten des Bettes friedlich schlief.—.30 Zentimeten Eine Randiasche siel in den atrikanischen Bulch Kapstadt. Die geänstigte Mutter, die ihr Kind und sich nicht gefährden wollte, verhielt sich ganz ruhig. Sie setzte sich vorsichtig auf den Bettrand nieder und verharrte so in gezwungener Haltung, jeden Augenblick gewärtig, daß die Schlange erneut berührt werde, erwache und beiße.1 So saß sie fünf Stunden und betete, daß es rechi Das Schicksal der Handtasche der Lady Codrington bald Tag werde. Als das eingeborene Hausmädchen das einzigartig.— Wer sonst in den Busch und Schlafzimmer betrat und die Fensterläden aufstieß, fand wenn ich noch mehr habeg, wollte. 1/6 16h Dir mit daß darauf, daß sie Mrs. Roosevelt. sei., Auch Frauen, die Nun bin ich los mit Max und teilegich Dir mit, vaß sie schon mehrfag, saheg, auch Staatssekretäre, die ganz selbst heraus aus einem Heuschober....... von dem schlummernden Kind und 50 Zentimeter von unser Geschäft sehr gut gegangen ist. Wodgrch ich nach in der Nähe weilten(d. h. bei der echten), werden Ge: Lady Codrington flog in einer Passagiermaschine der Mutter entfernt. einer halben Stunde ausverkauft hatte. Da habe ich täuscht. Als sie in diesen Tagen in ein Hotel kam. um über Süd=Rhodesia dahin, als ihr auf bisher ungeklärte. Die furchtbarste Nacht ihres Lebens hatte Mrs. ManNar mit dem Geld weggeschickt. Derselbe solte mit eine Bekannte zu besuchen, empfing sie der Geschäfts= Wesse die Handtasche aus dem Flugzeug fiel. Sie Ein hiner sich.. frische Ware bringen und ist er nach einer Weile richtig führer mit den Worten: 00 Silbenrätsel a— an— ar— del— den— die— e— el ep— er— 5a— geth— her— ke— le— lei ma— ne— ne— on— po— ragd— ras rich— rup— aa— 9e— ama— som— apd stan— ster— tern— the— 41— 41— tiv tri— turn— tus— ul Aus den vorstehenden 41 Silben sind 17 Wörter mit zehn neuen Zweigen wiedergekommen. Welche aber„Wir haben Sie zwar nicht erwartet, Mrs. Rooseauch nicht lange vorgehalten haben, sondern gingen die= pelt, aber wir geben Ihnen sofort unsere beste Zimmerselben weg wie die warmen Semmeln. Geliebte Anna! flucht...“ Und schreibe ich Dir daß Mar noch sechsmal hin und Es dauerte 40 Minuten, ehe die brave Merle Protzher mußte, soviel habe ich verkauft. Zuletzt gleich den mann den Direktor davon überzeugt hatte, daß sie nicht ganzen Schwung auf einmal. Denselben hat mir eine die„Berühmte“ sei. und braucht die Zweige für ihren neuen Film. Der. Reiber Rühler und Eletantenmut selbe heißt„Der Liebe Maienblüte“, wenn Du denkst,: Kapstadt. es ist nicht wahr. Wodurch du siehst, daß ich kein ge Die letzten Strahlen der Januarsonne lagen über dem wöhnlicher Straßenhändler bin. sondern habe Lieferun= Dett=Tal in Südrhodesia. Der Farmer Kirkland fuhr gen für den Film. Auch hatte die Dame feurige Augen mit seinem alten Wagen an einer der sandigen, 1,80 und hat sie damit gekuckt, daß ich dachte, mir haut einer Meter breiten Straßen entlang. Plötzlich sah er sich zwei gebratene Setzeier ins Gesicht. einer Elefantenherde gegenüber: Alte Bullen mit ihren Geliebte Anna! Wodurch mir vielleicht ein Tassen= Elefantenkühen und ihren Jüngsten. kopf voll Schweiß in den Kragen gelaufen ist, denn ich Im Nu hatte die Herde das Auto umzingelt. Es bin die Leidenschaftlichleit nicht gewohnt, sondern hatte sah nicht gut aus für Kirkland. Aber ex, wußte, daß er Aus den vorstehenden 41 Silbeg, sind, 17 Pärte ich in meinem Leben bloß immer mit Dir zu tun. Nun sich durch einen zu früh abgegebenen Schuß bestimmt zu bilden, deren dritte und erste Buchstaben, letztere ist die Diwa ihrer Wege gegangen und dachte ich schon, gefährden würde: die Herde würde über ihn hinweg von unten nach oben gelesen, einen chinesischen Spruch es war ein Traum, da kam sie plötzlich wieder Dieselbe brausen. Also fuhr er langsam mit seinem Wagen weiter, wiedergeben, eine wahre Tatsache, an die viele leider hat ein paar Tränen so groß wie Christbaumschmuck an Doch da kam ihm aus der Herde ein großer alter Bulle auch heute noch nicht glauben wollen.— Bedeutung ihren Wimpern hängen gehabt. Geliebte Annal Sowie entgegen. Immer näher und näher. Kirkland rüstete der einzelnen Wörter: geschluchzt, das hätte sie nicht gedacht von mir, daß ich seine Waffe. Er ließ ihn ganz. ganz nahe herankommen. so einer bin und verkaufe gestohlene Zweige. Der Land= um bestimmt den Schuß nicht zu fehlen. Der Elefant gpelstein jäger hätte ihr alles wieder abgenommen, wodurch sie streckte den Rüssel aus er berührte die glänzenden Vernunmehr rufiniert wäre und könnte der„Liebe Maien= zierungen auf dem Kühler— und fuhr mit einem— blüte“ nicht drehen. Geliebte Anna! Und schreibe ich Schmerzensschrei, der an das Quieken eines kleinen Vulkanausbruch Dir nunmehr, daß die Sache ein Schkandal ist. Denn Schweines erinnerte, herum und rannte davon. Die ich bin mit derselben zu dem Landjäger hin. Und war Herde aber folgte ihm ig Valokregu## derselbe gar kein richtiger Landjäger, sondern der alte Der Rätsels Lösungs Der Elefant hatte den glühend freundlicher Herr. Derselbe hat sich bloß eine Nacht= heißen Kühler berührt und sich daran bös den neugieriwächterplempe umgeschnallt und eine alte Dienstmütze gen Rüssel verbrannt. aufgesetzt. In diesem Zustand ist er quer durch den Schicken sie der Dame ein Cummilträußlein kleinen Wald geschlichen und hat sich an einer Stelle chen een un: auz=.„ aufgebaut, wo die Leute mit meinen Blütenzweigen.n#ir5 wieher Maurgeois in Mal vorbei mußten. Da hat er dieselben angehalten sowie„ Man wird wieder Bourgeois in Moskau. Diese Fest=— gesprochen, die Zweige sind gestohlen und er muß sie stellung ist nicht neu, aber neu ist, daß man auch wieder Gestalt einer Wagner=Oper beschlagnahnen, Dann hat er sie mir durch Max zurück; Klumer, irs. Haus. Hiat,„ Soinr g,frch.vhigt oon Pl geschikt und ich habe sie wpieder verkauft. Und würde zurzeit hat man andere Sorgen als die Zuchzt. vgz, Pru, Bianer das Ding vielleicht heute noch immer so hin und ber porhrin den Tchiphäusern, die keum gepas gag sie, aber, hat eine Fiaur, welche vielicht einem andern den Mund wunden werden. So hat man denn in einer Leningrader Kundschaster früherer Zelten wässrig machen würde. Hier mit küßt Dich Fabrik jetzt die ersten„naturechten“ künstlichen Blumen nbfee bed. S# nach, einer ganz neuen Meithode hergeßellt, Aus Gummi Ansere nächten Angedsrigen Dein Heinrich. nämlich. Tulpen und Narzissen, Veilchen, ChrysanFOYK ASIE ESNE Kreuzworträtsel Römischer Kaiser Hersiellungsraum von Arzneien 25 Ein Weltreich wohl sagen, wenn nicht nur die Hau sieberhaft damit be für den 6. Mai und das britische gehen. Ueberall, wi eisigen Shetland=I Sonne Indiens, in am Kep Horn und das eine große zwanzigste W König Georg Zwei Londoner einer Krone, die h Unvergessene Kampfstätte des Weltkrieges Die Schiffbrüchigen themen und Schneeglöckchen. Die Nachahmung soll so täuschend sein, daß man Waldgebirge im Hannoverschen begeistert die Na“ in den Blumenstrauß steckt, um dann h zurückzuprallen, sofern man nicht Englischer Rennplatz Rosenöl oder Veilchenduft hineinvor P“ 7, Natascha und Lenina werden Welhevolle biblische Stätte in an den Busen drücken— Ihren knallen und ihm seinen Südamerkanisches Gebirge “ wie das so Gummiart ist, die Füße werfen. Iwan lättern versuchen— nach Musikinstrument „Sie liebt mich, sie . Die Blätter werden Teur mancher Bohnung Iwan kann den Strauß Waagerecht: 1. Bezeichnung für Rhinozeros, 4. Vorgebirge, 5. Körperteil, 7. Himmelsrichtung, 9. Abschiedsgruß, 10. Branntwein. 11. Schlittenweg, 14. Schlangenart, 15. Kopfbedeckung, 16. Gewebe, 18. Wild 19. Stadt in Marokto, 20. Tiroler Alpenpaß. Senkrecht: 1. Fluß zur Donau in Bayern, 2. Waldhuhn, 3. Bezeichnung für Niederlassung, 4. Gartenfrucht, 6. Stadt im Freistaat Sachsen, 7. feierliches Gedicht, 8. Milchtier. 9 Frauenkurzname, 10. Titel, 12. Stadt in Baden, 13. Druckwerk, 16. Getränk, 17. Wurfspieß.(ch ist ein Buchstabe, ue gleich.) Silbensuchrätsel Welche Silbe steht hinter„de" und„or“ und vor „sas" und„tor“? Verschmelzungsaufgabe Aus den nachstehend aufgeführten je zwei Wörtern soll durch Verschmelzung und Umstellen der Buchstaben je ein neues Wort gebildet werden, deren Anfangsbuchstaben, aneinandergereiht, eine sommerliche Erholungszeit nennen. Monatsname Teil des Armes Naturerscheinung Weiblicher Personenname Büchergestell gricht mit den Gummi Das lichtverkehrte Bild(Fremdwort) rert- verbannt voh.„ Sidney. In der Betrunahen Gesetz geGest davor, daß der taumelnd Männischer Vorname * * 8 5 a g bbese e cc h mnnooopp FFFFFG: ssttt u u * Diamanträtsel Die Buchstaben sind in Rabe Engel Freia Beil Rega Ehe Ger Barde imme As Eim Ruf Lob Uhr Saal Tee Main Stier Reh Luna Beil Ente Prophet Verzeichnis Männlicher Personenname Männlicher Personenname Arznei= und Gewürzpflanze Grundstoff ber bestimmt sez gleich ob er ermittelt it ihn entFrauener, Fedbei. An de Küste ###ten die phetin, 9. ein Harz, 10. ein zen die 11. einen Buchstaben.— n noch lautet gleich der entsprechenden waggerechten. Auflösungen aus der vorigen Nummer gleicher Weise so zu ord„Leographisches Kilbenrätsel; Dollart, Indus. Esti, Lein gleicher Weise so zu oro; ster, Ihna, Ejub, Bludenz, Istres, Save, Türkheim, Baabe, nen, daß die waagerechten Gna., histed, Tarim, Eder, Leba..— Die Lied st beitelReihen bezeichnen: 1. einen arn, die meßbar ist. Buchstaben, 2 ein franzs=„ Keilrätsel: Leber, Tiber. Taube, Forst, Kleie, Staat, Buchstaben, 2. ein franzo Blase, Motor, Krater, Kanone. sisches Feldmaß, 3. eine Koppeträtsel: Mark(e) Tender, Kap(1) Tal, Bahn(1 Teig, Blume, 4. eine Musik Back() Abn, Palm(a) Rum. Ehe(v) Aar, Au(1) Wand, verzierung, 5. ein wichBraus(e) Pulver, Ziege(n) Peter.— Eiszapfen. sel: Waggerecht: 1 Sreistaat 7. #ln., wich: Kreuzwogirstsel:„Wbaggericht;., Freistaiat, 7. Jpeal, 88 tiges Geschäftsbuch, 6. Apda, 10., Kanu., 12, Rot. 14. Kur. 15 Duo, 16. Rals Gebrgg. in Ti, 18.,Urne, 20. Rang, 22. Aerar, 28. Terpenisn.— Genkrechti einen Gebirgszug in Ti. 18.,Langz.29, Faug, 22. Jetar, 28., Fexpegisn.— Senkrechti einen„Gehirgsoug, in—), 1. grankfurt, 2. Eid,., Idgf, 4. Taxt, 5. Ala, 6. Tauzogges rol, 7. einen Singpogel, 9. Hauer, 11. Nauen, 13. Oka, 16. Reev, 17. Tran, 19. Rat. 8. eine germanische Pro= 21. Art. 10. eine griechische Klikadeninsel,„amspgrgrtzicges Zahlenrktsel: Ezenstochgu, Zabern,„Sllat Die senkrechte Mittelreihe üisch,—. Szenstochau,“ nden waagerechten: Scharade: Armselig. Tirol, Odra. Cavua. Hannover, Nachen, britanniens. Irlan seits der Mere, T Indien“ den Thr Jahre Weltgeschich in denen die Grun große Reiche sind verschwunden. It aber steht der eng Das Festprogi kleinsten Einzelheit Auftakt sein zu nicht Tage und A Hundert Eir das amtliche Fest ausschließlich auf Fensterplätze bis Ursprünglich eine Rundreise dur nehmen sollte, um sen Gedanken hat Alter des Monarch 70 Jahre alt— nun seine drei älte städte der nichteng! der Prinz von 2 Dork von York Edinbou Gloucester Belfast der wichtigsten Er den Menschenandr stärken. Dementsp bereitungen. Hinte letzten Wochen bri sind aus weißem. konstruktionen. Di bronze angestricher tiefere Bedeutung: jubiläum kennzeich wachsenden Tribü stehende große ErWestminster Hall es zu reinigen un 6. Mai aufflamm ebenso in neuem viele andere Pru# Die Brücken, die a man nicht wieder. tragen die Farbei ganze Stadt hat spürt die Aenderu Ein kleiner Ueber an dem Censtituti teil der Festzugsst mit 150 000 Sit inigermaßen allen Faris man den der Inhalt# wei Blanko# eine Prämie etzt. Die in mit ihren im Fuß den Leger wurde man fand gefallen und Dschungel la staunt.. ra Indien). der seit fünf iit dem eintrückgelassen, Sturm auf. tte nur eine n Wind geerfugen hinFenster und der DunkelBlut in den der Finstergereizt worand war im und kamen nd sich nicht Sie setzte sich harrte so in wärtig, daß und beiße.. daß es rechi mädchen das ufstieß, fand in den war0 Zentimeter ntimeter von Mrs. ManSeite 21 Nr. 104, Bochumer Anzeiger# Samstag Sonntag,./5. Mai 1933 Das 25jährige englische Königsjubiläum En Went eich in Zestsnnntung 2500 RM. für einen Fensterplatz— Angeheure Vorbereitungen für den 6. Mai London, 3. Mai. Ein Weltreich ist gerüstet zum Fest, das kann man wohl sagen, wenn man heute durch Londons Straßen, nicht nur die Hauptstraßen, pilgert Ueberall ist man fieberhaft damit beschäftigt, die letzten Vorbereitungen für den 6. Mai 1935 zu treffen, an dem England und das britische Weltreich einen großen Festtag begehen. Ueberall, wo die britische Flagge weht, auf den eisigen Shetland=Inseln und unter der glühenden Sonne Indiens, in den unendlichen Räumen Kanadas, am Kep Horn und im jüngsten Erdteil Australien, wird das eine große Ereignis gefeiert: die fünfundzwanzigste Wiederkehr des Tages, an dem König Georg V.„von Gottes Gnaden Könia Groß= Rhinozeros, srichtung, 9. Schlittenweg, Gewebe, 18. er Alpenpaß. in Bayern, erlassung, 4. sen, 7. feierirzname, 10. 16. Getränk, gleich.) or“ und vor wei Wörtern r Buchstaben en Anfangsmerliche Erzame mame iname Iuslange summer 5. Lski.„ Leinrkheim, Baabe, Lieb ist bettelKleie, Staat, Bahn(0) Teig, Au(1) Wand, vsen. .7. Ideal,## Duo, 16. Rat, — Senkrecht: 6. Tauroggen. Tran, 19. Rat. Zabern, Elsatz, nover, Nachen, lustigen errichtet, allerdings für einen Platzpreis von etwa 100 RM. Das Königliche Amt für öffentliche Arbeiten, das auch noch an anderen Straßen Tribünen errichtete, rechnet mit einer Einnahme von rund 12 Millionen RM. Dieser Betrag wird dem König=Georg=Jubiläums=Trust=Fonds zugeführt, der Gesamteinnahmen von rund 50 Millionen RM. erwartet. Die Zinsen aus dieser phantastischen Summe sind für gesundheitliche Jugendfürsorge bestimmt, so daß die Volksbegeisterung anläßlich des Silberjubiläums in nützliche Kanäle fließt. Die Hunderttausende von Tribünenplätzen genügten aber nicht Man vermehrte sie durch die außerordentlich beliebten Fensterplätze. Und hier machte sich ein handfester Geschäftspatriotismus breit, wie man ihn schon während der Hochzeitsfeiern des Herzogs von Kent beobachten konnte. Da die Aufmarsch= und Rückkehrstrecke zur St.=Pauls=Kirche fast zehn Kilometer lang ist und auf ihrem größten Teil durch die dichtbebauten Straßen des Westens führt, haben Tausende von Privatleuten und Geschäftshäusern ihre Fenster zu Preisen vermietet, für die gesalzen nur eine sehr höfliche Kennzeichnung ist. Gewöhnliche Fen sterplätze verkaufte man zum Preise von 40 bis 300 RM. Aber im Picadilly ging man noch höher. Der Besitzer eines drei Meter breiten Fensters forderte sage und schreibe 2500 RM., und man kann sicher sein, daß er diesen Preis inzwischen auch bewilligt bekommen hat. Die Nabobs aus Uebersee. Wer solche irrsinnigen Preise zahlt? Zunächst muß man sich vor Augen halten, daß es in England immer noch zahllose reiche Leute gibt, und daß diese Inselbewohner zu allen Jahreszeiten ein unverhältnismäßig großes Stück ihres Einkommens für die weniger notwendigen„Bedürfnisse“ des Lebens auszugeben pflegen. Scherl-Bilderdienst Zwei Londonerinnen mit neuen Fahnen und einer Krone, die festlicher Schmuck eines Geschäftshauses werden sollen britanniens, Irlands und der britischen Dominien jenseits der Meere, Verteidiger des Glaubens, Kaiser von Indien“ den Thron bestiegen hat. Fünfundzwanzig Jahre Weltgeschichte rollen ab, fünfundzwanzig Jahre, in denen die Grundfesten der Erde erschüttert wurden— große Reiche sind zerschmettert, glänzende Throne sind verschwunden. Inmitten der ungeheuren Brandung aber steht der englische Thron im englischen Weltreich. Das Festprogramm ist ausgearbeitet bis in die kleinsten Einzelheiten. Der 6. Mai wird der offizielle Auftakt sein zu einer nationalen Prachtentfaltung, die nicht Tage und Wochen, sondern Monate füllen wird. Hundert Einzelveranstaltungen umfaßt das amtliche Festverzeichnis, die sich noch dazu fast ausschließlich auf London beschränken. Fensterplätze bis zu 2500 RM. Ursprünglich war geplant, daß das Königspaar eine Rundreise durch die ganzen britischen Inseln unternehmen sollte, um sich auch der Provinz zu zeigen. Diesen Gedanken hat man jedoch mit Rücksicht auf das Alter des Monarchen— König Georg wird am 3. Juni 70 Jahre alt— fallen lassen. Statt dessen werden nun seine drei ältesten Söhne am 11. Mai die Hauptstädte der nichtenglischen Landesteile besuchen, und zwar der Prinz von Wales Cardiff(Wales), der Herzog von York Edinbourgh(Schottland) und der Herzog von Gloucester Belfast(Nordirland). Die Zusammenfassung der wichtigsten Ereignisse auf London wird natürlich den Menschenandrang in der Hauptstadt noch verstärken. Dementsprechend großzügig sinr auch die Vorbereitungen. Hinter dem Hyde Park Corner sind in den letzten Wochen breite Tribünen emporgewachsen. Sie sind aus weißem Holz und werden getragen von Eisenkonstruktionen. Die runden Röhren sind mit Silberbronze angestrichen worden. Dieses Silber hat eine tiefere Bedeutung: es ist die Farbe, die das Königsjubiläum kennzeichnet. Man braucht nicht an den wachsenden Tribünen vorbeizugehen, um das bevorstehende große Ereignis zu ahnen. Auf dem Dach der Westminster Hall arbeiteten seit Wochen Männer, um es zu reinigen und lange Glasröhren zu legen, die am 6. Mai aufflammen und das alte prächtige Gebäude ebenso in neuem Licht erscheinen lassen werden wie so viele andere Prunkbauten des englischen Imperiums. Die Brücken, die am Wege der Prozession liegen, erkennt man nicht wieder. Ihre Eisengerüste sind umkleidet und tragen die Farben der City: Blau und Gold. Die ganze Stadt hat ein anderes Bild erhalten, und man spürt die Aenderung, die überall vor sich gegangen ist. Ein kleiner Ueberblick über die Tribünenbauten: Allein an dem Censtitution=Hill und der Mall, einem Bruch#teil der Festzugsstrecke am 6. Mai, wurden Tribünen mit 150000 Sitzplätzen zur Verfügung der SchauAlles, was unter den Begriff des Amüsierens fällt, ist in Britannien sehr teuer. Dann aber kommen zum Jubiläum aus allen Teilen der Welt ganze Schiffsladungen von Uebersee-Briten, die auch in anderen Jahren gewohnt sind, das draußen ersparte Geld in der Reichsmetropole an den Mann zu bringen. Hier nur ein Beispiel, mit was für Leuten London in dieser Festzeit rechnen darf: die Maharadschas von Bikanir und tiala haben schon vor ein paar Wochen telephonisch vom fernen Indien aus in großen Londoner Hotels je ein ganzes Stockwerk für die Festwochen vorausbestellt Jeder von diesen edlen Herren reist mit einem Kammerchef, zahlreichen Sekretären, Dienern, Köchen und Pagen Der eine bringt gar seine Leibgarde mit, der andere seinen Juwelenschatz im Werte von 200 000 Pfund. Eine der glücklichen Herbergen dieser indischen Märchenprinzen ist das Carlion=Hotel am Heumarkt, das eigens seinen Speisesaal und den Palmengarten umbaut, um sich so hoher(und wohlbezahlter) Ehre würdig zu erweisen. Da der Maharadscha ein begeisterter Tänzer ist, wird das Carlion auch während seiner Anwesenheit jeden Abend einen Tanz geben, während das in... normalen Zeiten nur einmal die Woche geschieht. Man schätzt, daß auf dem Wege der Prozession ungefähr 100 000 Fensterplätze zur Verfügung stehen. Aus Amerika allein sind 25000 Gäste angemeldet. Was wird es zu sehen geben? Diese Frage wird seit Wochen in der englischen Oeffentlichkeit erörtert, und es hatte eine heftige Kritik an der Kürze der Prozession eingesetzt. Zunächst war beabsichtigt, daß man die zehn Staatslandauer nur von eines Eskorte der Leibgarde begleiten lassen wollte. Die Kritik jedoch hat dazu geführt, daß ein ungeheures AufJubiläumsbriefmarken zum Silberjubiläum Zum Regierungsjubiläum des englischen Königs gibt die britische Postverwaltung eine Briefmarke heraus, die den Kopf König Georgs V. und die Jahreszahlen 1910 und 1935 zeigt. Die Marke gelangt am 7. Mai zur Ausgabe Scherl-Bilderdienst FENEE HALFT Londons Straßen im Schmuck des Königsjubiläums Londons Straßen sind restlos geschmückt für das Königsjubiläum am Montag. Flaggen zieren die Häuser und Girlanden spannen sich über die Straßen. Montag abend werden die Straßen festlich illuminiert und diese Illumination soll von Tag zu Tag verstärkt werden. Unsere Aufnahme zeigt einen Blick in eine geschmückte Straße in London Eeast=End Scherl-Bilderdienst Aus aller Welt gebot von Soldaten aller Formationen, den Festzug bilden soll. Man wird außerdem den Premier= minister, das Kabinett und die Regierenden aus den Dominions und den Kolonien sehen. In den Staatskarossen sitzt die gesamte Mitgliedschaft der Königssamilie. Der alte Staatswagen, der den König und die Königin tragen wird, wird von den berühmten sechs grauen Windsor=Pferden gezogen, deren Anblick für jeden Engländer eine helle Freude ist. Für den 6. Mai, den Haupttag des Jubiläums, sind außer der Prozession und dem Tankgottesdienst in der St.=PaulsKathedrale eine Reihe Veranstaltungen vorgesehen. Der König wird im Rundsunk eine Botschaft an das gesamte Imperium richten. Im Buckingham=Palast findet ein Staatsbankett statt. Im Burlington House wird die Sommerausstellung der Königlichen Akademie eröffnet. In Kempton Park wird das SilberjubiläumsHandicap gelaufen und in Brocklands findet das internationale 250 Meilen=Motorrennen statt. Der Tag ist damit ausgefüllt. Die Polizei hat bunte Straßenkarten angefertigt, die jeder Bobby(so nennt man die Londoner Schupos) auswendig lernen mußte, damit er am 6. Mai genau instruiert ist. Aber auch die Geschäftswelt tat das Ihre. Die Gastwirtschaften suchten um Verlängerung der Polizeistunde nach. Sie wird einzeln gewährt, und man ist in dem sonst mit Alkoholgenuß so vorsichtigen London diesmal sehr weitherzig. Im allgemeinen wird man bis 2 Uhr nachts überall zu trinken bekommen. Die Theater haben neue Premieren vorbereitet. Die Königliche Oper in Covent Garden hat mit einem Kostenaufwand von über einer Million Mark ihr Haus neu ausgestattet und wird den Londonern die größte Attraktion der angelsächsischen Welt vorstellen: Grace Moore, die auch in Deutschland aus dem Film„Das leuchtende Ziel" bekannt ist. Grace Moore ist Mitglied der Newyorker Metrepolitan=Oper; sie wird in London in Mimi in der„Boheme“ singen. Doch auch die kleinen Geschäftsleute scheuten keine Kosten, um aus London die große Sehenswürdigkeit zu machen und um den Fremden und den Engländern das Schönste zu bieten, was sie irgend können. Natürlich erhofft man ein Geschäft, das alle Unkosten einbringt. Es wird sogar schon die Idee lanciert, daß sich gute Bekannte, Verwandte und Freunde gegenseitig Jubiläumsgeschenke machen sollen, wie es zu Weihnachten üblich ist. Unsere Beispiele zeigen vielleicht deutlicher als alles andere, daß so ein Königsjubiläum eine sehr vielseitige und auch volkswirtschaftlich bedeutende Angelegenheit ist, die nicht nur dem Lordkämmerer schlaflose Nächte kostet. Und nicht nur die wohlhabenden Klassen nehmen am Nationalfest des 6. Mai aktiven Anteil. Kaum ein Haus wird auf den britischen Inseln zu finden sein, das nicht auf die eine oder andere Weise seiner Verbundenheit mit der Königsfamilie Ausdruck gibt. Deutsches Reiseflugzeug vermißt Berlin, 3. Mai. Ein Reiseflugzeug des Musters Junkers D 34, das mit einigen Fluggästen, darunter einer Frau und einem Kinde, am 30. April von Böblingen bei Stuttgart nach Breslau abgeflogen war, ist seither verschwunden. Trotz aller Nachforschungen ist es bisher nicht gelungen, etwas über den Verbleib des Flugzeuges und seiner Insassen zu erfahren. Nachdem alle Ermittlungen auf deutschem Boden ergebnislos waren, ist Verbindung mit tschechoslowakischen und polnischen Behörden ausgenommen worden. Bis zum Augenblick haben jedoch auch die dankenswerterweise von den zuständigen Behörden dieser Länder angestellten Nachforschungen zu keinem Ergebnis geführt. Hinweise, die für die Suche nach dem vermißten Flugzeug von Bedeutung sind, werden an die Pressestelle des Reichsluftfahrtministeriums erbeten. Flammenwerfer gegen die Heuschrecenplage Madrid, 3. Mai. Das Anwachsen der Heuschreckenplage in zahlreichen spanischen Provinzen hat den Landwirtschaftsminister veranlaßt, die Anwendung von Flammenwerfern im Kampf gegen die Heuschreckenschwärme und den Versand großer Benzinmengen in die gefährdeten Gebiete anzuordnen. Auch in der Provinz Madrid sind durch das Ungeziefer bereits große Schäden. in den Weinpflanzungen angerichtet worden. Riesenbrand in Hankau 3000 Häuser zerstört— elf Tote. Schanghai, 3. Mai. Die Stadt Hankau wurde von einem Großfeuer heimgesucht das ein dichtbevölkertes Gebiet von insgesamt 2½ Quadratkilometer vollkommen zerstörte. 3000 Häuser sind niedergebrannt. Elf Menschen fanden den Tod in den Flammen. Zehntausende sind obdachlos. Zuchthaus für einen unsittlichen Arbeitgeber. Nach Mitteilung der Justizpressestelle Berlin wurde der Landwirt Paul Graebert aus Glasow wegen fortgesetzten Sittlichkeitsverbrechens an einer ihm zugewiesenen 17jährigen Landhelferin zu zweieinhalb Jahren Zuchthaus und zum Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte auf die Dauer von fünf Jahren verurteilt. Ehrung des deutschen Fernseherfinders. Durch den Präsidenten der Reichsrundfunkkammer, Dreßler=Andreß, wurde die Fernsehgemeinschaft bei der Reichsrundfunkkammer gegründet. Der deutsche Fernseherfinder Paul Nipkow wurde zum Ehrenpräsidenten und Reichssendeleiter Hadamovsky zum Vorsitzenden ernannt. für die Zukunft Ihrer Kinder! Jeder Vater kann, ein Kapital für seine Kinder bereitstellen, indem er eine Lebensversicherung abschließt, die bei seinem Tode, spätestens aber zum vereinbarten Termin, ausgezahlt wird. Besonders zweckmäßig ist die Ausstener= oder Studienversicherung, bei der das Kapital zu einem festgesetzten Zeitpunkt ausgezahlt wird; stirbt der Vater früher, so wird diese Versicherung beitragsfrei. Denk' an die Zukunft, schütze die Deinen, versichere Dein Leben! Gemeinschaft zur Pflege des Lebensversicherungsgedankens. 145 Seite 22 Nr. 104; Bochumer Anzeiger„ Samstag Sonntag,./5. Mai 1933 Anterhaltung 4 Von glücklichen Robben und dicken Mädchen Madame Buttertiy In Berlin weilt eine ebenso berühmte wie bezaubernde Chinesin, ein Filmstar namens Butterfly Hu oder Buttersly Wu, ich weiß nicht, welcher Name der richtige ist. Daneben weilt noch in Berlin ein berühmter chinesischer Schauspieler, ein Doktor Mei LanFang, der in seiner Heimat großes Ansehen genießt. Diese beiden Chinesen sind wohl die interessantesten Gäste des Internationalen Filmkongresses. Im Mozartsaal lief ein original=chinesischer Film, bei dem Fräulein Butterfly Hu oder Wu die Hauptrolle spielte. Der chinesische Film ist noch jung, aber er wird zweifellos seinen Weg machen. Die Schauspieler benehmen sich in diesem Film im allgemeinen wie Europäer. Sie sind wie Europäer angezogen, und auch die Dialogform unterscheidet sich nicht besonders von der westlichen Mentalität. Fräulein Butterfly, die höchstpersönlich im Kino saß, spielt eine Doppelrolle, eine unglückliche junge Frau und ihre Dienerin. Die Berliner zeigten großes Interesse für den ungewöhnlichen Film und spendeten der hübschen und eleganten Chinesin starken Beifall. Berlin soll den prominenten Chinesen ausgezeichnet gefallen haben. Dr. Mei Lan=Fang„der von den Behörden mit großer Herzlichkeit begrüßt wurde, versprach, mit einer eigenen chinesischen Truppe nach Berlin zu kommen, um den Berlinern klassisches und modernes chinesisches Theater zu zeigen. Tränen literweile Im Harnackhaus, dem Gelehrtenheim in Dahlem, lachte man kürzlich Tränen über gewisse alte Filme, die zum Gaudium der Kongreßteilnehmer mit einer typischen alten Kinomusik gezeigt wurden. Schluchzende Posen ließen die Zwerchfelle wackeln. Lil Dagover, Henny Porten, Waldemar Psylander, Gunnar Tolnaes, der Erfinder des„Maharadscha", Stuart Webbs alias Ernst Reicher erschienen in Rollen aus ihrer ersten Filmzeit. Was mag sich wohl Gerhard Menzel dabei gedacht haben, der Autor von„Flüchtlinge", von„Barcarole", von„Das Mädchen Johanna“? Und Clemens Schmalstich, der Produktionsleiter Duday von der Ufa, der Regisseur Karl Heinz Martin, die Stars Friedrich Kayßler, Harald Paulsen, Charlotte Susa, Else Elster, Anni Markart? Sie alle, die im Harnackhaus bei der großen vorsintflutlichen„Filmgaudi“ dabei waren, was werden die sich alle gedacht haben? Wird man in dreißig Jahren ebenso über die Tränen lachen, die heute auf der Leinwand vergossen werden? Wird man die Heiterkeit tragisch und die Tragik heiter nehmen? Warum Frütz damals gebillen hat... Im Robbenbassin des Berliner Zoos lebt ein dicker, phlegmatischer Seelöwe mit einem ausgesprochen „doofen“, Gesichtsausdruck und einem philiströsen Schnauzbart. Während die anderen Robben schlank und hurtig ihre Purzelbäume schlagen, wirkt dieser Fritz in seiner monumentalen Unbeholfenheit wie sein eigenes Denkmal. Vor einem Jahr biß er in einem Anfall von Jähzorn einen harmlosen Seelöwen tot, der nichts verbrochen hatte. Niemand konnte sich damals den plötzlichen Wutausbruch erklären. lich in seine Flossen und versetzte ihr einen feuchtfröhlichen Kuß Ein Mann kriecht durchs Schlüllelloch Heute ist das Rätsel gelüftet: Der Robbe sehnte sich nach einer Robbin, würde Morgenstern sagen. Er hatte das Junggesellenleben satt. Vor einigen Tagen ist die Partnerin für den dicken Fritz glücklich einge.,(eon„I3 fleines Mwädel di. Schuse verlassen. troffen: eine aparte Mähnenrobbe mit schlanker Taille. mußie schon als kleines Mader die Schule verlassen, das Robbenbassin hatte seine Sensation, als die Part=lweil die Bänke zu klein waren. Meines Wissens ist es noch nie vorgekommen, daß ein Kamel durch ein Nadelöhr geht, was gewiß ein origineller Anblick wäre. Eher gehen Männer durch ein Schlüsselloch. Und zwar geschah dies auf einer Wiese am Südwestkorso, im Westen Berlins. Dort ist seit einigen Tagen eine Budenstadt aufgebaut worden mit allerhand vorsintflutlichen Attraktionen. In der Budenstadt zeigt sich ein„schönes, junges Mädchen aus dem Schwarzwald". Sie wiegt, ich glaube im Badekostüm, 450 Pfund, kein Gramm weniger. Selbst der Boxer Carnera ist ein Baby dagegen, ein zierlicher Jüngling. Die Oberarme dieser holden Dicken haben einen Umfang von 70 Zentimeter, die Oberschenkel einen Umfang von einem Meter zwanzig. Ein Meter zwanzig! Dabei sind Kopf und Hände normal. Im übrigen soll die dicke Erika kerngesund sein. Die Reporter berichten über sie interessante Dinge: sie Herr Bennemann ließ sich auch nicht sehen, immer diktierte er den anderen und zudem in seinem Büro. Kurz entschlossen ging sie zu ihm, klopfte an, trat ein und fand einen freundlich lächelnden jungen Mann mit einem spitzfindigen„Nanu?“ auf den Lippen. „Sie wollten mir doch den Brief zu Ende diktieren, Herr Bennemann.“ „Ach, richtig. Also weiter, Fräulein Krause.“ Er räusperte sich. „So oder ähnlich müßte jede Firma verfahren, die noch Angestellte hat, die nicht wissen, was sie wollen, die großzügige Angebote wie einen Ziegelstein wegwerfen. Aber unsere Firma hat nur verständnisvolle, dankbare Mitarbeiter und braucht demzufolge keine Sparmarken zu verschenken.“ „Wie bitte?“ „Jawohl, Fräulein Krause, der Brief war Bluff nerin aus einer Kiste mit einem koketten Kopfsprung ins Wasser schnellte. Alles, was Flossen hatte, schwamm Dann ist noch ein Mann da, der so gelenkig und mager ist, daß er sich durch ein Schlüsselloch winden aufgeregt hin und her. Wie geölte Blitze fuhren die kann. Das Schlüsselloch ist kaum breiter als eine Insassen des Robbenteiches durch das Wasser, denn sie Hand!„Allen bummelnden Ehemännern zur ahnten, was kommen würde. ahmung empfohlen!“ sagt der Mann, wenn er arz auDer dicke Fritz der seit Jahren sozusagen auf deren Ende des Schlüsselloches angelangt ist. WuyFreiersflossen ging, machte seine Sache als Liebhaver rend die dicke Erika buchstäblich von ihrem Fett lebt, ausgezeichnet. Er kitzelte die schlanke Robbin wohl= ernährt sich dieser Mann von seiner Magerkeit. Welch wollend mit seinen Schnurrbarthaaren, nahm sie zärt= seltsamer Widerspruch! Rautemn Rläuse ereter zu Kause ktumeteske von Fritz Zauwerker Das war immer schon so eine Sache mit der Emmy. Mal wollte sie dies, mal wollte sie das, und schließlich wollte sie überhaupt nichts mehr. Ihr einziger Wille war der Widerspruch. Erzählte ihr jemand von den wunderschönen Bergen im Allgäu, dann fand sie das Saaletal viel reizvoller. Träumte jemand mit offenen Augen von der wogenden See, dann gab es für Emmy nichts Himmlischeres, als die Tannen des Schwarz= waldes. Eine ihr besonders zugetane Typenkameradin redete auf sie ein: „Emmy, du mußt mal mit„Kraft durch Freude“ in die Berge oder an die See, meinetwegen auch ins Tal fahren. Denn irgendwo mußt du doch deinen Urlaub verbringen!" Fehlzündung! Fräulein Krause blieb zu Hause. „Urlaub?— Ich weiß ja noch gar nicht, ob ich überhaupt welchen nehme. Es ist ja doch überall das gleiche. Mich reizen die Berge, die Wälder und die Täler nicht mehr. Und die See schon gar nicht!“ Also sprach eine junge Dame im Alter von zwanzig Tenzen.„schinensimmerr Rand Im Türraymen des Schreibmaschinenzimmers stand ein junger Mann. Junger? Na, sagen wir jüngerer. Sein Haar machte ihm auch von Tag zu Tag weniger Kopfschmerzen, wie das so kommt und geht, wenn der Frühling zum dreißigstenmal einen Kinderkopf bescheint. Er hatte das Gespräch zufällig mit angehört und sofort seinen Plan entworfen. Gradkerzig wie einer, der im Briefdiktat der Welt eine Botschaft zu verkünden hat, ging er auf Fräulein Emmy zu. „Nehmen Sie bitte auf, Fräulein Krause! An die Zentrale— Berlin! Ihrem Wunsche gemäß teilen wir Ihnen durch beigeschlossene Aufstellung die Urlaubsdaten unserer Gefolgschaft mit.— Die nicht aufgeführten Belegschaftsmitglieder haben ihrerseits auf Erteilung des zustehenden Urlaubs verzichtet oder sind im Sinne der bestehenden Bestimmungen noch nicht urlaubsberechtigt. gez.: Unterschriften.— Aus!“ Der ganze Schreibmaschinensaal hielt den Atem an. In Emmy nagten Gewissenskonflikte. Sollte sie oder sollte sie nicht? Schließlich raffte sie sich auf, sah energisch an ihrem Diktator empor und verwandelte zuletzt ihre Stimme doch zu einem zaghaften Lallen. „Herr Bennemann, wann darf— ich— denn Urlaub nehmen:“... g... 4 4— Jfl. ausharchend Ein merkliches Aha stolperte über alle aufhorchenden Schreibmaschinen..467618 Sränl.i „Vom 22. bis 29. Juni einschließlich, Frautein Krause.“ Kurz kam die Antwort und bemessen. Emmy sah hilflos in die grinsenden Gesichter ihrer Kolleginnen. Wie immer, so suchte auch hier der Trotz das billigste Mittel— sie kokettierte. „Danke, Herr Bennemann!" Aber seine Blicke reagierten nicht auf die Anblinzeleien von Fräulein Krause.„Und dann nehmen Sie noch einen Brief auf: Kreisamt„Kraft durch Freude" hier. Gern machen wir von Ihrem Angebot, für unsere Belegschaft Reisesparmarken zu kaufen, Gebrauch. Wir beabsichtigen sogar, die Hälfte des Reisebetrages aus Geschäftsmitteln aufzubringen. Senden Sie uns bitte für insgesamt 2400,—, RM. Sparmarken sowie 100 Sparkarten. Wir wissen, daß unsere Arbeitskameraden den sehnlichsten Wunsch haben, ihren Urlaub fern von der Heimat zu verleben und werden zudem die restliche Summe in kleinen Raten per jeweiliger Gehaltszahlung in Abzug bringen. Für die Reisen im kommenden Monat benötigen wir „Einen Moment, Fräulein Krause, Sie fahren übrigens nach Borkum an die Nordsee, eine andere Fahrt ist in Ihrer Urlaubswoche nicht vorgesehen.“ Damit verschwand einer mit dem Gefühl eines siegreich heimgekehrten Eisbrechers. Tage waren vergangen. Emmy hatte sich abgefunden, sie fuhr nach Borkum. Aber der Brief— der Brief, der war immer noch nicht zu Ende geschrieben. und Sie sind darauf reingefallen. Nun haben Sie Urlaub, fahren nach Borkum, na, und wegen des Schadens sprechen wir uns noch.“ Emmy fiel aus dem Bilderrahmen. „Und warum haben Sie mir das alles diktiert?“ „Weil Sie keine eigene Meinung, keinen festen Willen hatten. Weil Sie alles Gute und Wahre vorurteilsvoll verneinten. Weil Sie der geborene Widerspruch sind.“.. g 847816 865 „Und ich hatte mich so varauf gefreut.“ Schluchzend platzten die Seifenblasen, rannen wie Krokodilstränen über die Wangen...,„„ 82 „Ach, jetzt weiß ich Bescheid. Sie haben sich einfach vorgenommen, meinen Widerspruch zu brechen.“ „Allerdings! Denn so lange Sie Ihren jugendlichen Trotzkopf hatten, konnte ich mich doch unmöglich mit Ihnen zu Pfingsten verloben.“ Emmy kam aus dem Wundern ins Staunen.„Und das haben Sie auch noch vor?“ Herr Bennemann nickte nur lächelnd wie immer. „Meinetwegen!“ Mit diesem Stoßseufzer moderner Sachlichkeit überwand Emmy ihre entscheidende Niederlage.„Und was werden die anderen sagen, die sich auch auf die Reise gefreut haben, willst du dich mit denen auch verloben?" Helles Lachen weitete eine Männerkehle. „O nein! Denen gebe ich lieber eine ganze Freifahrt! Aber du— schaltest aus. Das wäre falscher Sozialismus; denn nach Pfingsten bin ich ja nicht “„Au wehl Und wo bleib ich dannk“ Schelmisch naiv klang diese Frage. Bennemann beugte sich über den gebrochenen Widerstand und flüsterte Emmy ins Ohr: „Fräulein Krause— bleibt zu Hause.“ Der pflichtgetreue Rekrut Als der Feldm iI Blücher Stadtkommandant von Berlin war, erließ er ein strenges Verbot, daß kein Soldat auf der Straße rauchen dürfe. Nun ging er einmal selber von Zuhause fort und behielt dabei in Gedanken die geliebte Tabakspfeife im Mund. Der nächste Posten, ein Rekrut, hielt ihn an und wollte diese Pfeife beschlagnahmen. „Esel", rief Blücher,„ich bin der Feldmarschall selber!“ „Und wenn Sie Majestät wären,“ antwortete der biedere Posten,„ick tue man bloß meine Pflicht.“ Er gab die Pfeise nicht heraus. Blücher war zuerst ärgerlich, dann aber amüsierte ihn der Vorfall, und am nächsten Tage erhielt der pflichttreue Rekrut zwei Taler als Belohnung. Sie hatten sich eben verlobt..... Sänsti, Glückstrahlend sah sie ihn an und sagte:„Kunftig werde ich dir Kummer und Sorgen vertreiben!“ „Aber Liebling, ich habe ja gar keine!“ „Ich meine ja, wenn wir verheiratet sind!“ „Münch. III. Die Fücher von 00 Roiten von Mialberton Aueirder 7) Copyright by Verlagsbuchhandlung Wilhelm Gottlieb Korn(Breslau) der Der Kessel stieß jetzt Dampfsäulen aus der Tülle, Deckel klapperte. Lina goß von dem heißen Wasser in ein Glas, stellte Glas, Zuckerschale und Rumflasche auf ein vernickeltes Tablett und ging in die Gaststube. „Wohl bekomm'“, sagte sie, als sie die Sachen vor sie alle dieselben Familiennamen haben. Ganz wenig Familiennamen gibt es im Dorf. Wie soll man die Leute sonst unterscheiden? Es gibt viele Saß, und Heine Saß ist mein Vater.“ „Herr Saß, stimmt, ja natürlich! Ich habe mit ihm gesprochen, also Herr Saß ist Ihr Vater?“ „Jawohl. Wundert Sie das vielleicht? Ich denke, in Amerika ist da nichts bei, wenn die Töchter Geld verdienen. Hier ist es allerdings etwas Besonderes. Was die Leute darüber getratscht haben, als ich zu Jars in die Wirtschaft ging, das glauben Sie gar nicht. Aber ich mache mir nicht soviel draus.“ „Wieso denn? Würde ich auch nicht tun, ich finde es viel richtiger, wenn die jungen Mädchen etwas anfassen. Nein, nein, deswegen brauchen Sie sich nicht zu genieren.“ „Als wenn ich das täte. Aber, können Sie sich denken, mein Vater geniert sich. Ich glaube, es ist das sprechen. Nein, für ein Mädchen ist das nichts, für mich ist das bestimmt nichts.“ „Dann müssen Sie mit einem Mann gehen, das ist das einfachste, mit einem Mann, der Sie brauchen kann.“ „Mit einem Mann?“ Lina lachte hell auf, aber als Jakob sagte:„Ein Mann braucht in der Fremde sehr eine Frau“, da verzog sich ihr Mund wie bei einem erschrockenen Kind. Sie schaute Jakob groß an, die Blicke der beiden Menschen trafen sich, und für einen Augenblick sprang es wie ein Blitz von einem zum andern. Lina erkannte die Einsamkeit dieses Mannes. Und Jakob, der seit zwanzig Jahren wandernde und höchstens für Monate seßhaft gewesene Mann, empfand einen Gedanken lang die Sehnsucht, zu einem Weibe wie diesem heimkehren zu dürfen. Wie ein tiefer, gemeinsamer Schreck erfaßte es beide. Jakob aufbaute.„Tun Sie erst Zucker hinein und dann erstemal, daß eine Saß zum Dienen geht. Die Saß Rum, so ist die Vorschrift.“ „Oh, gibt es darüber auch Vorschriften?“ sagte Jakob und tat, wie ihm geraten war. Er verrührte den Zucker und goß Rum hinterher— so hatte er es unzählige Male in dieser Wirtschaft schon gemacht. Der süße Geruch tat ihm wohl. „Wohl bekomm'“, sagte Lina noch einmal, und Jakob warf ihr einen dankbaren Blick zu. Es entstand eine Pause. Jakob hielt den Kopf steif gegen das Fenster. Ihm war, als wäre er zweigeteilt. Da war einer, der deutete auf die Straße und erklärte ihm alles, jedes Fenster, jede Pfanne auf dem Dach. Und ein anderer war in ihm, der hörte zu, was ihm bedeutet wurde. Hier an der Ecke stand Antje an jenem Unglückstage, sie hatte das Gerede der Leute gehört, sie war auf die Straße zum Strand hinausgelaufen, nun aber war sie stehengeblieben, an jenem Fenster war es gewesen, da hielt sie sich angeklammert. Die blauen Augen waren diesmal schwarz wie Kohle, sie brannten, oowohl aller Glanz in ihnen erloschen war, und ihr Blick war eine große Frage, als sie die Bahre vorbeitrugen und Jakob in den nassen Spuren ging, die vom Anzug des Toten über das Pflaster liefen. Jakob aber war diesen Augen ausgewichen und hatte auch nachher kein Wort für Antje gefunden, und eines Tages war er fort. Diese dunklen Bilder standen vor Jakob, als Lina vor ihm am Fenster lehnte. Lina wurde das Schweigen zu lange, sie meinte, daß sie gehen müßte, endlich gab sie sich einen Ruck. „Mit meinem Vater haben Sie ja auch schon gesprochen.“ Lina lächelte und zog sich die Schürze über den Hüften glatt. „Mit Ihrem Vater?" Jakob fühlte, wie es ihm heiß in die Wangen stieg.„Wieso? Ich kenne Ihren Vater doch gar nicht.“ „Aber ich habe es doch gesehen, eben, wie Sie vom hatten früher nämlich Geld. Das Haus, was Sie da schräg gegenüber sehen, ist unser Haus, können Sie sehen?“ „„sa, ich weiß“, nickte Jakob. „Sie wissen?“ Lina machte erstaunte Augen. „Ich habe Ihren Namen gelesen vorhin“, schickte Jakob rasch hinterher. Wieder glaubte er, daß sein Gesicht rot anlief. „So“, meinte Lina.„Es ist nämlich eins der schönsten Häuser. Ein Doktor vom Flensburger Museum war hier, der sagte, das Haus gehörte unter Denkmalschutz. Komisch nicht? Aber das hat er gesagt. Von unseren guten Sachen wollte er nichts wissen. Nur der alte Krimskrams, den wir noch haben, gefiel ihm. So ist es heute, das Alte wird wieder modern.“ „Ja, ja“, nickte Jakob zerstreut. „Und mein Vater spricht nie mit mir über meinen Dienst. Er sagt auch nicht auf Wiedersehen, wenn ich gehe, er tut, als wenn er von nichts was wüßte. Komisch, nicht? Aber so stolz sind die Leute hier eben.“ „Sehr schön, daß die Menschen hier stolz sind, das gibt es nicht oft.“ „Finden Sie? Ich finde es langweilig. Ich finde es überhaupt zum Umfallen langweilig hier in Jarsholm. Immer dieselben Gesichter, und alle so langweilig, so drömelig, Sie können sich gar nicht denken. Ach, am liebsten ging ich ganz weit weg.“ „Ja, warum nicht? Gehen Sie nur ruhig mal fort, dann lernen Sie nämlich erst verstehen, was Sie zu Hause haben.“ „Ja, aber als Mädchen. Am liebsten ging ich ja ins Ausland, aber bei diesen Zeiten? Man sagt ja, daß die Arbeitslosigkeit überall ist.“ „Aber für Mädchen nicht so schlimm. Ich habe in Amerika deutsche Mädchen getroffen. Die verdienen gutes Geld drüben, aber sie mußten auch tüchtig Strand heraufkamen, haben Sie mit ihm gesprochen. arbeiten.“....... Euas wein ober euns Mein Vater heißt Heine Saß, er ist der Aeltervater]„Vor Arbeit habe ich keine Angst, nein, aber sonst. von der Genossenschaft. Sie nennen ihn Hein Dick. Ich würde mich dort furchtbar graulen, in einem fremdas kommt weil den Lande und mo die Menschen doch alle an Alle Leute haben hier zwei Ramen, das komme, welt ven Hunoe und wu wir Menschen doch alle anders Als Klas um die Halbinsel herumgelaufen war, wurde er ruhiger. Er ging den Wiesenweg entlang auf das Dorf zu und begann, sich auf das Praktische zu besinnen. Wenn man so große Pläne vorhatte, mußte man sich zusammennehmen und einen klaren Kopf behalten. Vielerlei gab es zu bedenken, und vor allen Dingen brauchte er Geld. Wenn er mit seinem Vater sprach— Junge, das war noch das Schlimmste. Alles andere, was ihm bevorstand erschien ihm als Kinderspiel gegen diese Aussprache. Er hatte ja so lange mit seinem Vater keinen ordentlichen Satz gewechselt. Zwar hatten sie nie etwas miteinander gehabt, nie war es zu harten Worten zwischen ihnen gekommen, Peter Porter hatte nur klar und deutlich gesagt, daß er im Hause der Herr war und daß Klas nicht hineinzumeckern hätte, er hatte seine flache Hand dazu auf den Tisch geklappt, und seitdem waren sie einander aus dem Weg gegangen. Klas kam seine Zunge immer wie eingerostet vor, wenn er seinem Vater begegnete.. 9. Ggrichen Ba: 5. Nun aber mußte er mit Vater sprechen, das half nichts. Vater würde nicht wollen, selbstverständlich. Es gehörte bei Klas zu den feststehenden Erfahrungen, daß ein Vater immer das Gegenteil von dem wollte, was der Sohn vorhatte.„, Ka4gtic maslt 25 Wenn er aber wollter Naturlich wollte er nicht. Er würde vermutlich mit allem Möglichen anfangen, mit den schlechten Zeiten, man kannte das. Hier hast du dech alles, satt Essen und Trinken, so würde es heißen. Dann würde es diesmal also hart auf hart segen.., Ht Jan: ghosusigt mars Wenn der Alte nun aber nicht ganz aogeneigt war? Klas ging ja nicht für das ganze Leben, für ein paar Jahre, ein, zwei Jahre vielleicht nur fort. Wenn der Alte nun doch so viel Verstand zeigen sollte, ja, dann war die ganze Sache geschmissen. Viel brauchte Klas sa auch nicht, Geld bis Hamburg, einen Notgroschen, Geld für ein bißchen Ausrüstung, Kleidersack— oh, schon wollte es wieder mit Klas durchgehen. Die Kleidersäcke, die die Seeleute mitbrachten, hatten es an sich, die waren wie Erzähler, die nie aufhörten. Aber Klas nahm sich zusammen, also Kleidersack, Stiefel, etwas Wollenes.. 6 Wenn der Vater aber nein sagtes Naturlich wurde er nein sagen. Es war gar keine Hoffnung, daß es anders kam. Klas kannte doch seinen Vater. Ein Mann, der immer dick am Stammtisch saß und Karten legte, es war lächerlich, daran zu glauben, daß der für Reisen zu haben war. Also der Vater würde nein Dann aber ging es hart auf hart, und Klas würde nicht nachgeben. Klas würde heimlich fortmachen. Wie? Nun, Hinrich oder so würde ihn nachts einfach mitnehmen. Er würde mit dem Fischerboot hinausjahren, ein bißchen umständlich war es allerdings, er mußte einen Tag lang vor Langeland hin= und herschaukeln, aber dann, am Nachmittag, ging es nach Kiel. Dort konnte er aussteigen und weiter sehen. Das war alles zu machen. Aber das Geld!„ M6 Klas besaß ein Sparkassenvuch. In dem mußte allerhand beisammen sein. Ein paar hundert Mark hatte ihm ein Onkel mal vererbt, die waren gleich auf die Sparkasse gewandert. Damals war Klas wütend gewesen, daß er nichts von dem Geld zu sehen bekam. Aber jetzt war es doch gut so. Na, und dann die Geburtstagsgeschenke und hier und da mal fünf Mark, die man bei besonderen Gelegenheiten erwischt hatte, es mußte schon eine hübsche Summe zusammengekommen Aber wie kam man an das Sparkassenbuch herans Der Vater hielt es im Geldschrank verwahrt. Es war ein richtiger eiserner Geldschrank, der einzige im ganzen Dorf, er war viel bestaunt worden, als er aufgestellt wurde, Leute aus den Nachbardörfern kamen, um sich die Sehenswürdigkeit anzusehen. Das Buch lag im Geldschrank, und Vater hatte die Schlüssel. Am besten wäre es ja, Vater sagte zu allem ja. Er brauchte ihm ja nichts von seinem eigenen Geld zu geben, das Sparkassenbuch genügte. Vielleicht würde der Alte nichts dagegen haben. Wenn er aber nein sagte? Dann mußte Klas das Buch rauben. Klas mußte sein eigen Hab und Gut rauben, jawohl, dazu zwang ihn dann der Vater. Klawußte, wo der Schlüssel verborgen war. Er mußte ihn heimlich nehmen und das Buch holen. Die Schuld aber kam allein auf Vaters Haupt...... Gscei Und dann in der Nacht noch tos. Hinrich Beschein sagen, und alles war klar. Ja, so mußte er handeln. Es war gut, wen man seinen klaren Kopf behielt in solchen Lagen. Klas wollte schon mit der Welt fertig werden. Unterdessen war Klas an den Garten gekommen Er ging den langen, schmalen Steg herauf, an dessen Rand grüne Spitzen schossen, Pflänzchen, die einma Gemüse oder Blumen werden wollten er kam an den Stallungen vorbei, knallte mit seinen Stiefeln über den Hof, zog sich in der Küche die Schuhe an. Dann tockte urch es hn, duch das Türfenster in /sgcheisetzung g ehguen Seite 23 Nr. Ein linder,s# Wandern. Die Wiese und Wald Male drückt der 9 seine Beschwerlic sein. Mutter C Glücksucher!— Wanders die schon von d erdrückenden Zin die Scheiben schl unabänderlich hi Wir sind auf tiger Höhe blicke Sie hat noch da Jahrhunderte— Tortürme und bescheidenere Fanige Menschen d. nen Garten, sein Welt sich klar un mit wenigen Ga ins Tal, das n Hänge emporleue nen als Hüter d. Darüber wöl ken, die den weiß Leibern tragen stehende, sonnenle in die Wipfel de immergrünen Fie Eichen. Die Wi und Gepfeife der Ende. Da wird hervor wie Schi Wald, frisch und ersten Male. An einsamen die reinen, mäch Freunde nur de Abend aus dem halten. Und täte lästen auf, lockte Prunkmahl aus wir würden nur „Laßt uns frühlingsbeglückt das Gold der die Musik der M unveräußerliche Dann wird der Sturmwind Mond und Berghang. Aus uns lockte. Jun ches Mädel noch tanzt seinen Län Prospekt du Potel Restaurant Gen Hotel„Kreielder als eoslgr. Lurtku Im Westerwald, dorf, ausgedehr Casthof ur gut bürgerliches .50 RM., gar Zimmer mit die S K W Kee M krankheiten. durch den V Pauschal- u. Ver ing n, immer em Büro. , trat ein Mann mit nde diktie. use.“ Er ahren, die ie wollen, tein wegidnisvolle, olge keine bar Bluff aben Sie vegen des diktiert?“ en festen ahre vorne WiderSchluchKrokodilssich einrechen.“ jugend. unmöglich ten.„Und ie immer. moderner de Nieder= die sich dich mit inze Freire falscher ja nicht Schelmisch en Widermmandant erbot, daß Nun ging sielt dabei m Mund. an und dmarschall ortete der licht.“ Er dar zuerst rfall, und ekrut zwei „Künftig !“ 1. III.“ kleidersack, lich würde g, daß es ater. Ein nd Karten aß der für fürde nein las würde hen. Wie? nfach mitausfahren, er mußte erschaukeln, diel. Dort war alles em mußte dert Mark gleich auf as wütend hen bekam. dann die fünf Mark, ischt hatte, mngekommen uch heran? vahrt. Es einzige im als er aufern kamen, s Buch lag el. allem ja. en Geld zu icht würde Klas das und Gut# sater. Klamußte ihn Schuld aber sch Bescheil gut, wen agen. Klas gekommen , a n d e s s e n die einma am an den In über der Dann lockte zu schauen. folgt.) Seite 23 Nr. 104„ Bochumer Anzeiger„ Samstag Sonntag,.05. Mai 1935 Wandertage in den Frühling! Zum deutschen Wald, Zum deutschen Land, Zum deutschen Menschen. Ein linder, sonnenfroher Frühlingsmorgen lockt zum Wandern. Die Flucht aus der Stadt, der Weg durch Wiese und Wald stimmen festlich und froh. Zum ersten Male drückt der Rucksack wieder den Rücken; aber gerade seine Beschwerlichkeit schafft wanderfrohes Beschwingtsein. Mutter Erde, da sind wir wieder, wir stillen Glücksucher!— Wanderschaft ist Heimkehr der Seele, die schon von der Großstadt verschüttet schien und in erdrückenden Zimmern wie ein gefangener Vogel gegen die Scheiben schlug, um schließlich müde den Käfig als unabänderlich hinzunehmen. Wir sind auf die Ruhrhöhe geklettert. Von luftiger Höhe blicken wir auf die Stadt unten im Tale. Sie hat noch das Bunte und Zieratfeine verschollener Jahrhunderte—. Burg, Schloß, Kirche und Rathaus, Tortürme und stolze Giebel vornehmer Bürgerhäuser, bescheidenere Fachwerkhäuschen dazwischen— nur wenige Menschen darin— aber jeder hat sein Haus, seinen Garten, seine Welt. Ganz schmal fügt diese kleine Welt sich klar und still, fernab von den großen Straßen, mit wenigen Gassen, die alle in den Bergwald führen, ins Tal, das mit dem zarten Grün der Buchen die Hänge emporleuchtet, bis dahin wo große, starke Tannen als Hüter der weiten Nadelwälder aufragen. Darüber wölbt sich der blaue Himmel voller Wolken, die den weißen Glanz des Lenzes auf ihren leichten Leibern tragen— und dieses schon voll im Höhepunkt stehende, sonnenlodernde Fest des Mittagshimmels sprüht in die Wipfel der Bäume herab, der zarten Birken, der immergrünen Fichten und Tannen, der harten, schwarzen Eichen. Die Wipfel saugen das Licht. Das Gezwitscher und Gepfeife der Stare, Meisen, Grasmücken hat kein Ende. Da wird ein Lied in der Brust wach und springt hervor wie Schneeglöckchen aus dem dürren Gras am Wald, frisch und keusch und freudig, als wäre es zum ersten Male.„ An einsamem Waldrand, hoch im Tannenwald, wo die reinen, mächtigen Grünseelen ragen, wohlvertraute Freunde nur der Förster und der Rehe, die hier am Abend aus dem Dickicht treten, da wird Mittagsrast gehalten. Und täten sich jetzt die Tore von tausend Palästen auf, lockten mit Flöten und Geigen zu festlichem Prunkmahl aus silbernem und kristallenem Geschirr— wir würden nur sagen: „Laßt uns Wanderer am Wege bleiben,“ frühlingsbeglückte Freunde des Bergwaldes, der uns das Gold der Sonne, das Rauschen des Bergbaches, die Musik der Waldvögel, die Speise des Rucksacks, das unveräußerliche Wanderglück in der Brust schenkt.. Dann wird es Abend. Fahl der Himmel, scharf der Sturmwind auf der Höhe. Mond und Sterne führten uns in ein Dorf am Berghang. Aus dem Gasthaus erklang das Lied, das uns lockte. Junges Bauernvolk, mancher Bursche, manches Mädel noch in der heimischen farbenlustigen Tracht, tanzt seinen Ländler— und wir tanzen mit. Wir aus der Stadt, die uns so fern vorkommt, wenn kraftvolles Bauerntum uns umfängt. Wie schön, wenn die Sprache einmal nicht korrekt hochdeutsch ist! Wie anheimelnd, wenn in gemütlichem Dialekt die stillen naturhaften Ereignisse des Landlebens auftauchen; hinter den Worten steht immer gleich das leuchtend und bunt auf, was sie bedeuten, ob nun der Bauer von seiner Kuh redet oder der Schmied von seinem Blasebalg... Der erste Wandertag des jungen Frühlings hat uns heimfinden lassen zum deutschen Wald, zum deutschen Land, zum deutschen Menschen! Baumblüte an der Wupper Ein herrliches nahes Wandergebiet ist das Bergische Land. Wer liebt nicht die lauschigen Orte im Wuppertal, wer denkt nicht an Schloß Burg, das Wahrzeichen dieses Landes mit seinen vielen lieblichen Reizen, der technischen Schönheit der Müngstener Brücke, der Eigenart der großen Wupperstadt, der Schwebebahn, des Altenberger Doms und der mancherlei Talsperren und lieblichen Wiesengründe. Von Wuppertal nordwärts führt eine der abwechslungsreichsten Wanderungen durch das Deilbachtal und Felderbachtal nach Langenberg.— Im Frühling eine Fahrt von Wuppertal in die Obstkammer des Bergischen Landes in das Blütenparadies Leichlingen, ist eine der schönsten Erlebnisse. Ist die Baumblüte im Gebiet der Niederwupper seit Jahren das Ziel der Besucher aus den benachbarten Großstädten, so übt die Blütenstadt Leichlingen in diesen Tagen besondere Anziehungskraft aus. Mit der Bahn, mit Kraftwagen und Omnibussen, zu Fuß und zu Rad kommen die Fremden, um das Blütenwunder zu schauen. Ein kurzer Rundgang(Zeichen: gelber Pfeil) führt durch die Kirchstraße über Wachholder, Neuland, kath. Friedhof, Hasensprungsmühle, Büscherhöfen zurück nach Leichlingen. Längere Wanderwege führen in die obere Gemeinde über Büschershöfen(Germaniabad), Sonne, die Holzerstraße entlang zur Talsperre Diepenthal oder nach Metzholz. Schön ist auch der Weg an Hammer und Eicherhof(Schlößchen in Bergischem Barock) vorbei, das Wuppertal aufwärts durch die Ortschaften Unterberg und Nesselrath(Strandbad), auf die Höhe nach Oberschmitte, von hier die Wupperberge entlang nach Grünscheid und St. Heribert. Ueberall herrliche Blütenpracht. Zur Rückfahrt nach Leichlingen benutzt man den Omnibus Witzhelden— Leichlingen. Der Rhein in Flammen Diese Veranstaltung findet alljährlich wachsende Freude. Die Beleuchtung findet in diesem Jahre wie folgt statt: Für den Mittelrhein(Braubach— Koblenz) Samstag, 15. Juni; für den Niederrhein(Duisburg—. Rheinhausen) Samstag, 13. Juli; für das Siebengebirge(Remagen— Bonn) Samstag 3. August. Kleines Merkbuch Die Ausstellung„Deutsche Volksheilkunde“ in Nürnberg vom 12. bis 26. Mai 1935 und die Reichstagung aller Verbände auf dem Gebiet der deutschen Volksheilweise, Nürnberg, am 25. und 26. Mai 1935 wird die erste Kundabung dieser Art nicht nur in Deutschland, sondern in der ganzen Welt sein. Reichsärzteführer Dr. Wagner selbst wird die neue Spitzenorganisation proklamieren, und man erwartet von ihm wichtige grundsätzliche Ausführungen über die volkstümliche, volkseigene Gesundheitsführung. Die erste Wartburg=Beleuchtung dieses Jahres ist vorverlegt worden. Sie findet nicht am 10., sondern bereits am 6. Mai statt. Die zweite Beleuchtung erfolgt aus Anlaß der Bachfeier am 26. Mai. In dem bekannten schlesischen Herzbad Kudowa, das in den letzten Jahren besonders bei der Basedomschen Krankheit seinen Ruf erweitert hat, veranstalten Aczteschaft und Gesellschaft für Bäder= und Klimakunde und dem Kaiser=Friedrich=Haus für das ärztliche Fortbildungwesen vom 18. bis 20. Mai 1935 einen Fortbildungslehrgang. Am 18. und 19. Mai wird der„Verein Bad Mergentheim“ das Jubiläum seines 25jährigen Bestehens feiern. Er wurde als Patenverein für Bad Mentgentheim gegründet und hat in den 25 Jahren seines Bestehens viel zum Aufschwung des Heilbades beigetragen. Liedr ane dedische Siadie M ? Prospekt durch VERKEHRSAMT BAD NEUENAHR KURDIREKTION UND DIE REISEBOROS Hotel„Seehof“, Urttalsgerre* Restaurant Gemönd-Eifel Tel. 312 Amt Gemönd-Eifel Ti Hotel„Kretelder Hof“ al eosoge Zimmer ab.50. Pension ab.50 Oberwinter. Direkt am Wasser. Garten, Terr. Strandbad. Pension.50 Luftkurort Oberbieber Im Westerwald, bei Neuwied a. 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Von Dr. Dr. Friedrich Lange(Derlin) Aus Anlaß der bevorstehenden großen Ostlandtagung des VDA. zu Pfingsten in Königsberg durfte nachstehender Aufsatz über Ostpreußen von besonderem Interesse sein. Die politische Insellage Ostpreußens macht sich so stark fühlbar, weil es vor dem Kriege mit dem übrigen deutschen Block in Mitteleuropa viel enger verknüpft war, als es auf den ersten Blick den Anschein hatte. Auf der Landkarte sah Ostpreußen aus wie ein ganz weit vorgeschobener Posten, etwa wie der Kopf eines nach Osten sprungbereiten Tieres, dessen Pranken Oberschlesien war. Tatsächlich hatte Ostpreußen in vielem ein Recht, sich als einen Kopf zu betrachten. Ostpreußen war die Verbindungsbrücke zum Baltenland, das 1848 und 1870 noch so deutsch war, daß bei einem Wegfall der russischen Hoheit mit einer selbstverständlichen Heimkehr in das Reich gerechnet wurde. Ostpreußen fühlte so etwas wie eine Verantwortung für das ganze Volkstum, und zwar R S765 823 Sseltere G W W in ganz verschiedenen Lebenskreisen und bei den mannigfachsten Gelegenheiten, wobei gar nicht untersucht zu werden braucht, ob hierzu ausnahmslos eine innere Begründung vorlag oder nicht: Kopernikus und Kant, Herder und E. T. A. Hoffmann, Schenkendorf und Sudermann, der Verfasser des Aufrufs„An mein Volk!" v. Hippel, der erste Präsident des Reichsgerichts v. Simson, Feldmarschall von der Goltz, Lovis Corinth, der„Ei enbahnkönig“ Strusberg usw. Keiner von ihnen wollte nur für die ostpreußische Heimat schaffen, alle fühlten sich dem ganzen deutschen Volke verbunden. Und diese Verbundenheit fand auch ihre Stütze im Alltagsschaffen breiter Massen und selbst in der Natur des ostpreußischen Landes. Ostpreußen ist eigentlich gar nicht ein solcher Außenposten, wie es manchem erscheint. Königsberg etwa, die Gründung des böhmischen Königs Ottokar, der Vergehen gegen Deutsche als Majestätsbeleidigung bestrafen ließ, sein überwiegend deutschsprachiges Reich bis zum Südmeer ausdehnte und so ein Künder der„friedlichen kulturellen deutschen Ostfront Königsberg— Triest“ wurde— Königsberg hat denselben Frühlingsbeginn wie Curhaven, Beuthen, Eisenach, Eger, Iglau, Eupen=Malmedy, Innsbruck; dieselbe Regenmenge wie Berlin, Wien, Köln, Frankfurt, Breslau, Augsburg; dieselbe mittlere Jahrestemperatur wie Salzburg, Warnsdorf in Böhmen, Thale, Leoben in Steiermark, Münster im Elsaß..., während hart östlich von Ostpreußen, jedenfalls östlich von Kaun (Kaunas) eine andere Welt beginnt, die innerrussische, streng kontinentale Zone mit ihren eisigen Wintern und versengenden Sommergluten. Ostpreußen war vor dem Kriege dem zusammenhängenden, glänzend durchorganisierten preußischen Staat eingegliedert, der die ostpreußischen Beamten in allen Staatsteilen verwendete und Beamte aus allen Statasteilen nach Ostpreußen entsandte. Auch wirtschaftlich war Ostpreußen mit dem übrigen Reich aufs engste verknüpft. Seine Wasserstraßen gaben ihm eine ausgesprochene Mittlerstellung nach West und Ost. Auf der einen Seite vermittelte die Weichsel nicht so sehr den Verkehr Kongreßpolens mit dem Meere(1912: 76 000) als zusammen mit dem Netzekanal den Verkehr zwischen Ost= und Westpreußen und dem übrigen Reich(1912: 336 000!). Auf der anderen Seite war die Memel eine sehr belebte Verkehrsader, die vor allem riesige Holzmengen aus Innerrußland, ja auf dem Wege über den Oginskikanal sogar aus dem Dnjeprgebiet zur Verarbeitung nach Ostpreußen brachte. Vier Siebentel hiervon gingen durch den schon vom Deutschritterorden angelegten Deimekanal zwischen Kurischem Haff und Pregel nach Königsberg, das dadurch zum größten Hafen des Memelstromes wurde! Um so schlimmer war der Trennungsstrich des Weltkrieges, der Ostpreußen zum Schlachtfeld und Opfer russischer Zerstörungslust machte. Dann kam der furchtbare Schnitt von Versailles, der Ostpreußen vom übrigen Reich trennte. Mit den fremden Truppen zur Vorbereitung der Volksabstimmungen tauchten landfremde Schurer auf, die Köpfe und Herzen zu wirren suchten. Die heimattreue Bevölkerung gab ihnen die prächtige Antwort durch die Abstimmungsergebnisse, die das südliche Ermland, Masuren, Marienburg und Marienwerder dem Reiche retteten. Neue Unruhe brachte jedoch der russisch=polnische Krieg, in dessen Verlauf Russen in das deutschsprachige Korridorgebiet rückten und dann, nach dem polnischen Siege, über die ostpreußische Grenze fluteten. Der Friede von Riga teilte Ostpreußens Hinterland auf, der polnisch=litauische Streit um Wilna sperrte den Memelstrom, Litauens Ueberfall auf das deutsche Memeglebiet schloß vollends den Ring um Ostpreußen. In dieser Vereinsamung fand Ostpreußen die nationale Erhebung. Deutschlands Erwachen bedeutete für dieses Gebiet eine völlige Umstellung, eine Bejahung, die aufs freudigste begrüßt wurde, ja großenteils von hier ihren Ausgang nahm. In bewundernswertem Fingerspitzengefühl hat Volkskanzler Adolf Hitler den 4. März 1933, den Tag der nationalen Erhebung, in Königsberg geleitet. Vom Pregel aus hörten das ganze Deutschland und alle Nachbarn, die es hören wollten, seine Stimme, über den Korridor hinweg hörten wir das Glockenspiel vom Königsberger Dom und das erschütternde, mitreißende ostpreußische:„Herr, mach uns frei!“ Ostpreußen— eine Insel? Wohl auf der politischen Karte. Aber im Denken, Fühlen und Trachten unseres Hundertmillionenvolkes nunmehr eine Eckbastion, ein Stück Mitte, ein Sammel= und Ausstrahlungspunkt gesamtdeutschen Wollens über alle Grenzen hinweg bis zu den fernsten deutschen Volkstumssplittern, wie die diesjährigen„Volksdeutschen Pfingsten" des BDA. in Ostpreußen erneut unter Beweis stellen werden. EieeE Vom 5. bis 6. Mal 1933 8 Gleichbleibende Tageseinteilung: .00 Morgenruf und Frühkonzert .45 Leibesübungen„ .00 Wiederholung des Morgenrufs Heit. Wetter. Nachrichten .15 Morgenkonzert 8 15 Zeit. Wetter. Wasserstandsmeldungen .20 Frauenturnen .00 Zer 10. Zeit. Wetter. Nachrichten Neue Gedenkstätten in Hannover Im Leineschloß in Hannover soll eine würdige Erinnerungsstätte an das alte 10. Hannoversche Armeekorps und seine ruhmreichen Taten im Weltkriege eingerichtet werden. Dabei ist ein besonderer Raum für den Eroberer von Lüttich, General Emmich, vorgesehen.— Schließlich wird noch in dem Hause Calenberger Straße 37, einem schönen alten Fachwerkhaus, eine Gedenkstätte für die Dichter Hölty, Löns und Wilhelm Busch geschaffen werden. KOT Gaurundfunk=Tag Der Reichssender Köln im Gau Köln=Aachen .00 Frühkonzert(aus Stolberg). Ausgeführt von dem Musikzug der SA.=Standarte 25(Musikzugführer Frasdorff),„„„.. in Biak .10 Bauernfunk. Der ryeinische Bauer und sein Vieh. Pferdezucht im Kreise Aachen .30 Deutscher Sonntag.. x Gantung .15 Ein Wort an die Hörer. Es sprechen Gausunkwart Vornhagen und Sendeleiter Dr. Fischer .40 Funk ins Blaue 10.30 Männerchor=Konzert(Uebertragung aus dem Gürzenich, Köln). Der Kölner Männergesangverein (Eugen Papst): MGV. Sängerbund Mulheim(Jos. Kluck); MGV. der Rheinisch=Westfälischen Sprengstoff=AG.(Schell); Kölner Sinsonieorchester(Franz Gillessen). 1.„Vom Menschen“, Kantate f. Männer= chor mit Begleitung von Trompeten, Hörnern, Posaunen und Pauken(K. Lißmann). 2. a)„Media vita“ für Männerchor, b)„Morgenlied"(W. Sendt). 3.„Feier der neuen Front"(Männerchor=Zyklus nach Gedichten von Baldur von Schirach, dem Führer Adolf Hitler gewidmet)(Trunk). 4. Variationen über das Deutschlandlied(Haydn) 11.35 Besuch im Altenberger Dom 12.00 Musik Bonner Komponisten. Bonner Studentenchor und Bonner Kammerorchester der NS.=Kulturgemeinde(Ernst Schrader). 1. Vorspiel zu„Geschöpfe des Prometheus“(Beethoven). 2. a) Burschen heraus, b) Der Gott, der Eisen wachsen ließ, c) Heraus, heraus, die Klingen. 3. a) Menuett (Lorenz), b) Elegie(Roland). 4. Gavotte und Walzer(Neuschrör). 5. Serenade(Rieth). 6. a) Stoß an, Bonna soll leben, b) Ein frohes Herz voll Lieb und Lust. 7. Rheinische Lustspielouvertüre (Wietz). 8. a) Rheinische Kirmes, b) Frühlingstag am Rhein(Anzer). 9. a) Student sein, wenn die Veilchen blühn, b) Es rauschen die Wogen im Strome dahin. 10. Kleine Ballade und Nordischer Marsch(Rieth). 11. a) Nach Ostland geht unser Ritt, b) Kameraden, wir marschieren. 12. Alles für Deutschland, Marsch(Christ) 14.00 Bauernfunk. Der Eifelbauer und sein Hof. Funkbericht(Sprecher: Siebold und Dr. Holzamer) 14.45 Kinderstunde. Im Maien 15.05 Lustiger Rätselfunk(Kurt Ehrhardt) 15.30 Deutsches Jugendherbergswerk. Uebergabe der Jugendherberge Monschau an den Reichsjugendherbergsverband M; 16.00 Nachmittagskonzert(uebertragung aus d. Rheinhotel Dreesen in Bad Godesberg). Das Kleine Orchester(Leo Eysoldt). I. 1. Vatey Rhein, Marsch (Lincke). 2. Ouvertüre„Das Land des Lächelns" (Lehar). 3. An der schönen grünen Narenta, Walzer(Komzak). 4. Konzertstück über das Lied „O sole mio“(di Capua=Mauß). 5. a) Küsse im Dunkeln(de Micheli), b) Csardas(Monti). 6. a) Pizzicato=Polka, b) Annen=Polka(Joh. Strauß). 7. Melodien aus der Overette„Clivia“(Dostal). 8 Am schönen Rhein gedenk' ich dein, Marschlied (Lincke). II. Und jetzt wird getanzt. Innerhalb des Konzertes zwischen 17.00 und 18.00: Ausschnitte aus dem Kölner Stadtwaldrennen(Dr. Ernst und Dr. Maus) 18.00 Jubiläumspreis. Uebertragung von d. Düsseldorf= Grafenberger Rennbahn(Hermann Probst) 18.10 Die Kölner Plauderstunde 19.00 Besuch im Beethovenhaus(Aus Bonn) 19.35 Kölner Stadtwaldrennen(Schluß) 19.50 Sportvorbericht 20.00 Winterstürme wichen dem Wonnemond. Großer Richard=Wagner=Abend. Das Große Orchester(Dr. Wilhelm Buschkötter). Solisten: Anni Trundt (Sopran); Torsten Ralf(Tenor) 22.20 Europameisterschaft im Weltergewicht: Eder— Blaho(Aus Dortmund) 22.50 Mainacht in Aachen. Aachener Westmark=Orchester 13.00 Mittagsmeldungen 14.00 Mittagsmeldungen II 15.30 Wirtschaftsmeldungen 18.40 Vom Tage 18.50 Wirtschaftsmeldungen und Sportvorbericht 20.00 Erste Abendmeldungen 22.00 Zeit. Wetter. Nachrichten (Ed. M. Jeßnitz) und die drei lustigen Gesellen mit ihrer Laterna magica KE 10.15 Schulfunk(Von Berlin). Berlin als Reichshaupt10.45 Wir und die Welt. Hans Münchhalffen: Juristische Fragen des Alltags— Sparkassenbuch und Lotteriespiel!— A. Brüggemann: Steine reden.— Max Bense: Der Mai=Wein— Eine kleine Anleitung zum Trinken. Am Klavier: Heinz Herkrath 11.20 Was brachte der Sportsonntag?(Richard Heinemeyer) 12.00 Schloßkonzert aus Hannover. Mitwirkend: Josef Correck, Heldenbariton vom Opernhaus Hannover (Otto Ebel von Sosen). 1. Ouvertüre„Romeo und Julia“(Tschaikowsky). 2. Andante aus der 5 Sinfonie(Tschaikowsky). 8. Thema und Variationen aus der 3. Orchestersuite(Tschaikowsky). 4. Arie des Boris aus„Boris Godounow“(Mussorgsky). 5. Siegfried=Idyll(Wagner). 6. Wahnmonolog aus„Die Meistersinger von Nürnberg“ (Wagner). 7. Einzug der Götter in Walhall, aus „Rheingold“(Wagner). 8. Wotans Abschied und Feuerzauber, aus„Die Walküre",(Wagner). 9. Erste Orchester=Suite aus der Musik zu„Peer Gynt"(Grieg) 14.15 Kino=Orgel(Uebertragung aus dem Ufa=Palast, Köln). Ausgeführt von Wilhelm Albert Harnisch. 1. Schneeflockchen, Charakterstück(Harnisch). 2. Frühlingsrauschen(Sinding). 3 Der erste Schmetterling, Walzer=Intermezzo(Harnisch). 4. Ein Karawanenzug, Charakterstück(Harnisch) 15.00 Wesen und Werk der HI.=Presse. In der Gebietspressestelle Westfalen 15.20 HJ.=Sport 16.00 Musik unserer Zeit. 1. Lieder von Siegfried Kuhn: Liebesweh— Der Abend. 2.„Romantik“(für Klavier) von Bernh. Bosseljon. 3. Lieder von Rudi Stephan: Heimat— Abendlied— Dir. 4. Polonäse für Klavier von Bernh. Bosselion. 5. Lieder von Fritz Jürgens: Die Lilie— Husarenmarsch. Hildegard Hennecke(Alt), Hans Haaß(Klavier)„ 16.35 Dichter als Künder. Richard Euringer: Die Forderung des Alltags erfüllen 17.00 Nachmittagskonzert. Das Westdeutsche Kammerorchester(Herm. Hagestedt). I. Unterhaltungsmusik. 1. Vorspiel zu„Erlenhügel“(Kuhlau). 2. Frühlingstag in Garmisch, Walzer(Hanns Löhr). 3. Lied ohne Worte(Tschaikowsky). 4. Kleine Suite Nr. 2(Micheli). 5. Serenade appassionata(H. Steiner). 6. Ein Abend in Toledo (Schmeling). II. Alte deutsche Tanzmusik. 7. Boccaccio=Quadrille(Ed. Strauß). 8. Violetta, Polka(Joh. Strauß). 9. Marietta=Mazurka(Millöcker). 10. Morgenblätter, Walzer(Joh. Strauß). 11. Gavotte(Suppé). 12. Arm in Arm, Polka Mazurka(Jos. Strauß). 13. Frisch durchs Leben, Galopp(Joh. Strauß) 18.30 Berühmte Westfalen. Aus einer Ausstellung im Westfälischen Landesmuseum Münster(Ludwig Wegmann) 19.00 Polnische Volksmusik.„Von Herd zu Herd, von Herberge zu Herberge. Volkssuite mit Gesang, Chor und Orchester unter Leitung des Komponisten Thadée Sygietynski 19.30 Westdeutsche Wochenschau 19.50 Momentaufnahme 20.10 Deutsches Bekenntnis, von Heinrich Spitta 21.00 Aufnahmen vom Gaurundfunktag Westfalen=Nord vom 7. April 1935. I. Teil: Kinderchor=Konzert. Ausgeführt vom Bielefelder Kinderchor. 22.30 Unterhaltungskonzert des Funkorchesters(Ernst Prade)(Von Breslau). Solist: Gerhard Bertermann(Bariton). Moor- und Schwefelbad bei Vlotho a. d. 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Schreinerei Bochum, Joachimstraße 23 Telephon-Sammel-Nummer 65451 Heinrich Schrader, Bochum Hoch-Tief- und Eisenbetonbau Fernruf 66896— Gegr. 1899— Gneisenaustraße 13 Wohnungshygiene Die Gefahren, die uns ein unhygienisches Wohnen bereitet, sind mannigfacher, als wir es im allgemeinen annehmen. Zunächst sei da der feuchten Wohnung gedacht. Abgesehen davon, daß feuchte Räume nicht warm zu bekommen sind, leidet auch der Mensch gesundheitlich darunter. Man lasse daher möglichst viel frische Luft durch die Fenster herein, am besten bei Sonnenschein, denn die Senne ist unser bester Bundesgenosse im Kampf gegen die Krankheiten. Eine noch größere Gefahr droht uns durch die Oesen! Die Heizgase enthalten giftige Stoffe, besonders schädlich ist die schweflige Säure bei Steinkohlenfeuerung. Blasses Aussehen und schlechter Stoffwechsel sind oft die Folgen. Am gefährlichsten aber ist Kohlendunst, dessen Hauptbestandteil der Kohlenstoff ist. Schadhafte Oefen und Ofenrohre, Verstopfungen, die den Abzug der Heizgase hemmen, sind die Ursachen seiner Entstehung. Macht sich daher ein, wenn auch vorerst noch schwacher, Kohlendunst bemerkbar, so lasse man ohne Zeitverlust einen Töpfer kommen und die Ursache beseitigen. Auf den Aborten darf eine regelmäßige Desinfektion durch Aufwischen mit Desinfektionslösungen nicht fehlen. Dann der Staub! Die Stubenlust ist außerordentlich staubhaltig. In der Hauptsache ist es der Straßenstaub, der durch offene Fenster oder mit den Stieseln in die Wohnräume dringt. Wenn auch an sich ungefährlich, können durch ihn Luftröhren und Lungen in Reizzustand versetzt werden. Gefährlicher als der eingeschleppte Staub ist der mit den Stiefeln eingebrachte Stiefelschmutz, weil er oft ansteckende Krankheitskeime enthält. In Matten und Teppichen setzen sich diese fest und bilden besonders für darauf spielende kleine Kinder eine Gefahr. Die Fußbodenbeläge müssen daher von Zeit zu Zeit gründlich geklopft oder gereinigt werden. Die Spezialgeschäfte halten allerlei Reinigungsmittel auf Lager, wenn man sich nicht nur auf das Klepfen der Matten und Teppiche beschränken will. Schließlich muß auch des Ungeziefers gedacht werden, dessen Vertilgung überläßt man am besten einem Kammerjäger. Die Bauwirtschaft in der Arbeitsbeschaffung Ueber den Wohnungsbau in der Arbeitsbeschaffung einige wichtige Zahlenangaben. Wir entnehmen diese Angaben dem von der Deutschen Bau= und Bodenbank AG. und der Deutschen Gesellschaft für öffentliche Arbeiten AG. gemeinsam herausgegebenen Jahresbericht.„Die Entwicklung der deutschen Bauwirtschaft und die Arbeitsbeschaffung im Jahre 1934“. Für Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen sind durch das Reich, die Reichsbahn, Reichspost, Reichsautobahnen und die Reichsanstalt für Arbeitsvermittlung und Arbeitslosenversicherung insgesamt 5050 Millionen Reichsmark bereitgestellt worden, davon 3125 Millionen Reichsmark mit Vorfinanzierung, 1925 Millionen Reichsmark aus Haushaltsmitteln usw. Von den 5050 Millionen Reichsmark waren Ende 1934 4994 Millionen Reichsmark für bestimmte Arbeiten belegt und 3964 Millionen Reichsmark ausgezahlt. Das Reich allein hat 3023 Millionen Reichsmark bereitgestellt, davon 1888 Millionen Reichsmark in den bekannten drei Arbeitsbeschaffungsprogrammen(Papen=, Sofort= und Reinhardt=Programm) mit Vorfinanzierung, den Rest aus Haushaltsmitteln. An der Finanzierung dieser drei Arbeitsbeschaftungsprogramme waren die Deutsche Gesellschaft für öffentliche Arbeiten mit 1257 Millionen Reichsmark, die Deutsche Rentenbank=Kreditanstalt mit 338 Millionen Reichsmark, die Deutsche Bau= und Bodenbank mit 220 Millionen Reichsmark, die Deutsche Siedlungsbank mit 53 Millionen Reichsmark und sonstige Institute mit 20 Millionen Reichsmark beteiligt. Der Anteil der Deutschen Bau= und Bodenbank erhöht sich noch um 110 Millionen Reichsmark Haushaltsmittel des Reiches und 90 Millionen Reichsmark Bausparkassenkredite aus Bankmitteln auf insgesamt 420 Millionen Reichsmark. Von den durch das Reich bereitgestellten 3023 Millionen Reichsmark entfallen mehr als zwei Fünftel, nämlich rund 1300 Millionen Reichsmark, auf den Wohnungsbau. Der größte Teil der 1300 Millionen Reichsmark ist für Umbauund Instandsetzungsmaßnahmen ausgeworfen worden, nämlich 667 Millionen Reichsmark in Form von verlorenen Zuschüssen und 360 Millionen Reichsmark in Form von Zinsvergütungsscheinen, die im Laufe der Rechnungsjahre 1934 bis 1939 eingelöst werden. Für Wohnungsneubauten sind 270 Millionen Reichsmark ausgeworfen worden, nämlich 195 Millionen Reichsmark für die vorstädtische Kleinsiedlung, 47 Millionen Reichsmark zur Vergebung von Reichsbaudarlehen für Eigenheime(davon 7 Millionen Reichsmark von der Reichsanstalt für Arbeitsvermittlung und Arbeitslosenversicherung), 15 Millionen für die Errichtung von Not=, Behelfs= und Flüchtlingswohnungen und 14 Millionen Reichsmark für Altstadtsanierungen. Einschließlich kleinerer Aufwendungen der Länder und Gemeinden(zum Teil aus Hauszinssteuerrückflüssen) sind auf Grund der verschiedenen Reichsmaßnahmen für den Wohnungsbau 1933 179 Millionen Reichsmark, 1934 228—238 Millionen Reichsmark ausgezahlt worden. Im Jahre 1934 hat die öffentliche Hand also mit einem Kapitalaufwand von nur 20 Prozent der Gesamtaufwendungen(1,2 Milliarden Reichsmark) den Bau von mindestens 160 000 Wohnungen(60 000 Neubau= und 100 000 Umbauwohnungen), also mehr als der Hälfte des gesamten Wohnungsrohzugangs von 301 100 Wohnungen, ermöglicht. Dieser Erfolg muß als sehr gut bezeichnet werden. Schlosserarbeiten(Eisenwaren) Bekannt werden kann man nur, wenn man Inseriert. Und erfolgreich Inseriert man im Bochumer Anzeiger Gottesdienst der evgl. Gemeinden 4995 sosttund. eden Hl. Geist,.=Harpen. 7:„Fagh). Si. Jodanse. Po Jesseaden..=Aliendogun. 630: Lonntag, den 5. Mai 1935. (Ohne Gewähr.) Sammlung für den Westfäl. einzialverband für Innere Mission. Christuskirche:.45: Schmidt 11; 11.15: KGD., Matthieu; 15: Taufseier,„Schmidt II. Jonannsskrche: Vzsügser, Vote, stünge, ger“=Zezesunsgemeinde in Fiesss 3 bl. Kommunon:.30: Bi. Kommunigz 2i3. Sosleseie-Jesslt: escheu, n, Die Beguge der Buese Ais Vezis, zi. Mzeshie, ee. Son g..„deheim) Sa 20: Bekenninisgemeinde... hl. Herzen Jesu: 16: Andacht für die Ab.15: essation. So 11.15: A62., B. Hitrov=Bergen. So.303.6387. Suwu zssenherg. Muo und Di 17 bis tesdienst, Fortmann: 10.45: Sur.Solle#0: Hibel= und 11.45: Tausen. Mo 17: im Kinder8, Oioeischogge, 9 20; Jugend=(garten, weibliche Bivelschar, Mi 2: bibelstunde. Fr 20.30: Helferstunde. Gemeindebibelstunde im Gemeinde7. Bezirk Ptosgebeim). So S) B,gosstede Riemte. So 8: Plisch: slnds für die weibliche Jugend. /1.13; Pveicges es vi. Ve.- e. Sehugesge. han zur ur ergg. Mütter: 19: Andacht der Jungfrauen der bl. Kommunion; 7: hl. Messe mit und Aufnahme, verbunden mit Mai. gegg, Bf. Veziermigerguspr, Vürsie Herz=Jesu,.=Hordel..30: hi Kinder: Beichtgelegenheit: 9: hl. Messe Messe: 8: bi. Messe m. Proziot: 10, nit Predigt: 10.30:„Sogeuggghl andacht: 15.30: Andacht für die PoPlüte Prediot sur Die Prepiat gzud) geim. Bl. Rommunion: g naiskus,.=Riemke..15:/10: Hochamt mit Predigt: 14.30: digt. W.30: bl. Apgei, hg her“ äg Messe mit Predigt: 14.30: Andacht; ner: 10.15: Hochumt mit Predigt: Malandacht, gagumemnen(Woche nur eine bi. Mese um 7, Mo Messe mit Gesangz 830: pi., Maesse mit stellung der bl. Kommunion.“ Gesang: 10: Hochamt mit Gesang:] St. Elisabeth,.=Gerthe. 7: hl. 1130: Malandacht mit Segen: 15; Männertig.361 gil Fesse mit gem. bl. Kommunion der Kinder; 10: Hochamt: 14.30; Mgiandacht. St. Joseph,.=Hiltrop..30: Frühsprechstunde.—.=Engelsburg, Bet.=Stiepel. So.30: Gottesdienst Komimüsion:.30: bi Messe miit Presaal. Jeden Di 20: Bibelstunde.,„ lin der Kirche: 10.45:„R6D., Lob.= Hamme, Olhrjgehzerragn, 3. Fr 16i1mever:.30: Fg Hes=Husemeper: 10: 20.15: Bibel=[20: am Schrick.„Vergisez, Ag Lutberbause: In; Waulfahrtskirche,.=Stiepel. SamsAltenbochum. So 10: Haupreigendschar: Di 19.30, Bibeschar: Bi tag 21; Lepistenamt mit gznl. l. 96u. für Altgue„Apangg. Soeniepte 21b, Tausen: D, Ge(Gruspe si; Hagend und idrer Sieratstmterig, VoieMesgidacht mit Vreoigl.“ Poi i02-Psgpn, mill-Breoig“.): Prinz. 21.16, Blbelchar(Grurzg, Zz; Bl. 17. Aurchaugenzige. 20.—., Ll. Kreiz. 615;, Austezlegg uf. Si Thereserz., FFr I paft Bideihunde Iür de beszuns ga d p= Fre Bo 16. bei Brümer. Vortag von Mänset: 830; B. Kese u. Det. Vl. Chrisehichle mi Nndasdt.“ I7.! 3h. 16: Bibelschar,(Grupbe).(Schwester Aung Pey(Witten) Akge: Kommunion der Knaben: 10.30: dacht mit Predigt B. Wiemelhausen., Mesanghtbgg„Eins tut not.“ Die jungen Mütter— kirche: So 8: Engelbert:.45:„; sind besonders eingeladen.— Blan11.30: KGD. und Kirchentau= kenstein: So.30: Gottesdienst. neick u Veikütrche: So 33 63.86, seniz, 0,,chshd. gusl 19. Bibeil, tesdienst, Niedermeter: 2u nunde in Auerenburgz. Do 20.30: Tausen, Bliederm Zjehermeier. Mi 20:P PB. Linden. So.30: Bäumer: Gerhardt=H. B. Weitmar. des hl. Abendmahles:.45: kenntnisbibelstunde im Gemeindehause Mi 20: Bibelstunde. Pf. Hauptgottesdienst, P. Görtzg. 4: für den Bezirk Hobwege. Do 20: Gemeindeheim, Lutherhof: Sonstige Gemeinden 16: Mittwoch 19..=Gerthe. Am Südblick 8: Sonntag 9, 16: Mittwoch 19..=Kornvarpen, Auf der .: 12: Kirchentausen. Mi 20: Bibelstunden im Kindergarten an der Schstzenstraße. Fr 20: Gemeinde: bibelstunde im Bibelstunde für junge Männerzug##... Jugendstunde. Di 20: Kirchenchor. .=Dahlhausen. So 8: wever: Mi 15: Beginn des Katechumenen= .30: Neuhaus: 11;, K6D.: 12: Tgh; unterrichts,, Do 15: Frauenverein; 20: Gemeinde=.30: Neuhaus; 11;, KGD.; 12: Tah; untexrichts Gemeindesaale neben fen. So. 14:%tg,0=Pihokunde###ufp,(aitln der Kirche.— Blaukrenzverein Weitmar: So 15: Vereinsstunde.— Eppendorf: So 14.30: Evangelisationsstunge. Di 20; Hemeinschosäunge: Curinlich=wissenschaftl. Vereinigung (Cyristian Science), Bochum, Rottstraße 29. Sonntag 10: Gottesdienst. Mittwoch 20: Gottesdienst(Zeugnisversammlung) Enscherstr., z0. Sonintag 10: dienst. Lektionspredigt der versammlung). beis Plautreitsbereis. Sggug: Oieghial. Histeberedsacek arbt. CKnscherst. 30. Sonnlag Ia. Toisk. 2i 20: Gemeinschaftsnunoe. skirche: So 10: Haupigottesdienst, P. ger.— 2. Kirche am Hindenburgplatz: e. v. Pad; Eo 8o szänner= Lichtenthäler: 11: A6/2, B. Lichlez. So, 330; Agolsizgpsziasntfilsig dei Borenvor,er 2(Kin=]hüler.— Paulustiroe: So N0: A0p.; 11: Pongreversgnzegghhee bergarten) Schhvenstrape in Haupigottesdienst, P. Menzel; 11: Männerveins: 15: JungmadotgverBekennintsgemeinde Weitmar., So K6/ Dd.,., gPeriegengtiche: g. ein(und Neukonfirmierte). Mi 19.15: 9: Gonesdienst im Verein= Zzungeuri: Früsgotesdienst, Pastor Müler: 10: Evgl. Gemeinschatt, AuserstehungsFriedrich=sraßze Vltar Junaeurt. und Feiet des bl. Abendmepieszi.1: Mark. Do 20: Gemeinschaftsstunde P. Heuser. 9: masur. Pi 17: Bibelstunde in Riemte, PostPeailir Mekle.“=. 165, Bidestandeso, Pausgesetzlestene Ludertit, sensched, Bistaresitersgisegeste 2iscgue. ads aich Mostor, u. Mopi Käischs fics ahs euriaden, ae Pezshhgeld Beiste. 1 ai. Mschizier Psist gonesdenst, B Beldnann: J45: Geribeg Sxraße 10. So 15.30: Preisitgszschule. Do 20: Bibelszinde,,. Pethziggtesd= ust P. Liz. Raunin: diat. Di 18.40: Bibelstunde.,„# Harven, Kornharpener Str. 241: 11: Tausen. Lutherkirche:.45: Altkath. Pfarrei Bochum. So.15: So 11: Sonntagsschule.— GemeindeHauptgottesdienst, P. Weidmann Leutsches bl. Amt mit Predigt in der saal Wattenschetd, Hammer, Str. 19: (Abendmabl): 11.30: KGD.: 12.30: Johanneskirche am Weilenbrink. Taufen; 14: masur. Gottesdienst, P. Neuapostolische Gemeinde. Bochum, Liz. Naunin. Do 15.30: Taufen. Rheinische Straße 7: Sonntag 9. 16: Gollesdienst,„Lektionspredigt der Cbristl. Wissenschaft, Thema: Ewige Strafe: 11.15: Sonntagsschule. Mi 20: Gottesdienst(Zeugnisversampilung). 1. Baptistengemeinde, Immanuelskirche, Hermannshöhe 21: Sonntag .30: Bibelstunde, Prediger Janssen: 11: Sonntagsschule; 16: Gottesdienst, Prediger Janssen: 17.30: Abendmahlsfeier. Mi 20: Gebetsstunde, Prediger Janssen..— Gemeindesaal .=Bärendorf, Goldhammer Str. 17: So.30: Bibelstunde: 11: Sonntagsschule: 20; Evangelisation. Prediger Janssen. To 20: Bibelstunde,### dzeng, ausw., rer, 11: S0;; 12: Tausen; 18: Blautrenzverein: 20: Stadtmission: 19: Blaukreuzstunde; 20.15: Vorbereitung für den KGD. Bekenntnisgemeinde Engelsburg. So 8: Gottesdienst an der Maarbrücke: 11: KGD. in der Martinikirche: 18: Blaukreuzverein: 20: Gemeinschaftsstunde; 19: Blaukreuzverein; 20.15: Vorbereitung für den KGD. .=Gerthe. So.30: Beichte und Eickel. Johanniskirche:.30: Früh= Mittwoch 20..=Langendreer, WallKGD P. Kurras; 12: Sonntag 9. 16: Mittwoch 19.30..= hibelstunde im Konsitrmandezsage, I1/Zrarsgzpaus:.30: Gottesdienst, P. Jg B. 25gandweße BB: Sonntag“9. Wtorge stunde zu, Jax Mitasz.=:] Günnigseld. So.30: Gottesdienst: 15.30: Tonnerstag 19..=Riemte, 10.45: KGD.; 11.30: Taufen und Auf dem Dahlacker 42: Sonntag 9, Tranungen.— Evang. Vereinshaus, Marktstraße: 9: Hauptgottesdienst, P. Höfker(Hordel) 7: Morgenandacht in der Kirche; 20; Bezirksbibelstunde für das Mittelfeld: 20: Bezirksbibelstunde für den Krav. Mi 20: Gemeindebibelstunde. Do 15.30: Bibelstunde für die Mädchen von 10 bis 12 Jahren im JugendSo 11: Sonntagsschule.— Gemeindesaal Wattenscheid, Hammer Str. 19: So 9: Bibelstunde: 10.30: Sonntagsschule. Mi 20: Bibelstunde.— Gemeindesaal B. Werne, Am Born 10: To.30: Bibelstunde: 11: Sonntagsschule: 16: Gottesdienst. Di 20.15: Bibelstunde. 2. Baptistengemeinde,.=Weitmar, Am Steinknapp 56: Sonntag.30: Bibelstunde: 11: Sonntagsschule: 16: Gottesdienst. heim: 17: Bibelstunde für die Jungen Röhlinghausen. 8: Frühgottesdienst: von 10 bis 14 J. im Jugendheim. Frs9: Vorbereitung zur Feier des hl. 7: Morgenandacht in der Kirche: 20: Abendmahls:.30: Hauptgottesdienst Vorbereitung zum KGD. Sa 19.30: mit anschl. Feier des hl. Abendmahls, betsstunde der Gemeinschaft. Suv. Krahn: 11: KGD. Sup. Krahn; .=Hamme. So Frühgottesdienst 12.30: Taufstunde. Fr 20: Gemeindean der Naarbrücke 8: Simon; Haupt, bibelstunde. Gottesdienst der kath. Gemeinden sonntag, den 5. Mai 1935. die Männergemeinschaft mit Predigt (Tone Gewäbx.) und. Segen: 20: Maiandacht und saPropstei. 6: hl. Messe:.45: hl. kramentaler Segen. Messe mit gem. bl. Kommunion des St. Joseph..15: hl. Messe;.30: Josephsvereins, der Vinzenzkonferen= hl. Messe mit Predigt und gem. bl. zen und der., 2. und 3. Knaben= Kommunion der Männer;.45; hl. klassen:.45: hl. Messe mit Predigt Messe mit Predigt: 10: Hochamt mit und gem. bl. Kommunton der Frauen Predigt: 11.15: hl. Messe mit Preund Mütter; 9: hl. Messe für Gym= digt: 14.30: Christenlebre u. Andacht; nasium und Oberrealschule: 10: feierl. 16: Andacht mit Predigt für den Hochamt zu Ehren der Kreuzalzisgg: Mütterverein: 20: Maiandacht. Hzgsdweig, ausfallens .e elis hsiehlchlt ese Alecteiaelali P.sicse aebge Ehrist König“(Franziskanerkloster), ven:.30: Hochamt mit Prozeslon: Syez=alsause.30. 6: erste vl. Messe ohne Predigt;:/11: letzte bl. Resse mit Predigt; Probesäckch. 2 od. 4 hl. Messe mit Predigt und gem. hl. 14.30: Maiandacht. tng. portokrei, Nachn. * gunion des Männeravostglates:] Klasterkirche der Redemptoristen. 5 Albert Sommer, Bettf.* 1P 6 H. Heilandastroh Inhaber: Wilhelm Astron Bochum, Kortumstr. 120 Tantradel Nähmaschinen Waschmaschinen Wringer Herde usw. gut und preiswert wie seit über 40 Jahren. Michae Paeigen Am Kaiser-Friedr.-Platz Badseilirichtungen jetzt besonders billig! Vaillant-Wandgasbadeofen Mk. 90.Kohlenbadeoten Mk. 68.Porz. emaill. 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Maiandacht: 20: Segens.15: Frühmesse mit Ansprache und andacht.— Im Monat Mai ist früh gem. bl. Kommunion der Männer= 8 Uhr Singmesse und hernach Maigemeinschaft:.30: bl. Messe mit Pre= andacht Hiat:.30: Sokramentsprozession, St. Meinolphus. 6: bl. Messe: 7: Hochamt und Segen; 11: letzte hl. dl. Messe: 8: Schülermesse: 9: KinderMesse mit Predigt; 16: Andacht für messe: 10: Hochamt(vorher Prozession WE MET - Wirgal muppeha feln wenn es eine solch herrliche Wäsche gibt. Ich sage immer—jeschmutziger die Wäsche, um so besser wäscht Persil. Da zeigt Dersil erst so recht, was es kann! Ja, so— K S. MAI 1935 NUMMER 19 Brerosteljenenufter Mätto=Tapé—. Vier Bären“— war ein stolzer Mandan=Indianer. Sein Stamm, dem er als angesehener Häuptling vorstand, lebte in zwei festen Dörfern am oberen Missourifluß. Die Tage vergingen mit Büffeljagd, Saat und Ernte des indianischen Korns(Mais). Man war zufrieden. So verging das erste Drittel des vorigen Jahrhunderts. Im amerikanischen Osten wußte man noch wenig von einem„Wilden Westen". Die Tage der revolverschwingenden Cowboys waren noch fern. Nur der Trapper und Tauschhändler drang jenseits des„Vaters der Ströme“, des Mississippi, vor, um in Prärie und Gebirge sein Glück zu versuchen. Mätto=Tapé war den neuen Männern nicht unfreundlich gesinnt. 1804 hatte er die ersten Bleichgesichter gesehen, die amerikanische Forschungsexpedition unter Lewis und Clarke, die den Stillen Ozean suchte. Man bewirtete sie freundlich mit Korn und Büffelfleisch. Bald kamen die Trapper und Trader. Man half ihnen, wo man nur konnte, schützte sie gegen unbesonnene Stammesgenossen und ließ sie unbesorgt in den runden Erdhütten schlafen. Tauschhandels=Forts entstanden neben den Dörfern. „.. er ist der nobelste und feinste Indianer, den wir je sahen, männlich, tapfer und edel...“ sagten sie später und ganz unabhängig voneinander. Im Jahre 1838 fuhr ein mit Tauschhandelsartikeln vollbeladenes Dampfschiff den Missouri aufwärts. Man brachte neue Whiskyvorräte, und wertlosen Dutzendkram in das Indianerland, um den tausendfachen Wert in Büffel= und Biberhäuten dafür einzuheimsen. Der deutsche Forschungsreisende Prinz zu Wied, der um 1833 an den oberen Missouri kam, und auch der amerikanische Indianermaler Catlin, der etwa um die gleiche Zeit jene Gegenden besuchte, wußten den Mandan=Häuptling nicht genug zu loben. Es war nicht das erstemal, daß der Dampfer stromauf fuhr. Schon 1833 hatte er die schwierige Flußreise, ähnlich beladen, erfolgreich beendet. Aber jetzt brachte man außer Whisky, Blechmessern und rostigen Lanzenspitzen noch etwas anderes. Zwei Mann der weißen und halbblütigen Besatzung erkrankten schon zu Beginn der Fahrt an den schrecklichen Blattern. Man wußte allgemein, wie empfindlich die Rothäute auf eine solche Epidemie reagierten. Tausende und aber Tausende waren dadurch im Osten und Süden hingerafft worden. Trotzdem fuhr man weiter. „Es sind ja nur verdammte Indianer!“ lachten die Tauschhändler der amerikanischen Pelzhandelsgesellschaft,„was liegt uns an denen, wenn wir nur ihre Felle billig kriegen...!“ Man stoppte bei den Mandan=Dörfern und damit war das Unglück bereits geschehen. Innerhalb weniger Tage erfaßte die hinterlistige Krankheit die ganze vielhundertköpfige Bevölkerung. Die Rothäute starben wie die Fliegen im Nachtfrost. Auch Mätto=Tapé ereilte ein böses Geschick. Aber er ertrug es mit Würde. Er versuchte die Krankheit mit einem indianischen Schwitzbad zu bekämpfen. In einem luftdicht abgeschlossenen Zelt goß er Wasser auf glühend gemachte Steine, so daß ihn der heiße Dampf dicht umwallte. Als er es vor Hitze nicht mehr aushalten konnte, stürzte er sich in den eiskalten Missouristrom. Aber es half nichts. Eines Tages war Mätto=Tapé tot. Und mit ihm starben fast alle seine Stammesgenossen. Von annähernd zweitausend Seelen blieben nur noch einige Dutzend übrig. Das erste Menschenalter war damit erloschen. * Mätto=Tapé hatte einen Sohn mit Namen Mähsich — Kriegsadler". Die Krankheit verschonte ihn, weil er sich gerade auf der Büffeljagd befand und monatelang nicht ins verseuchte Lager zurückkehrte. Er mußte zusehen, wie die Ueberbleibsel seines Stammes von den Rickaries, ihren Todfeinden, geknechtet und in die Sklaverei geführt wurden. Mähsich schloß sich einer Bande Assiniboines an, die ihn bald in ihren Stamm aufnahmen. Er wurde ein angesehener Krieger und befleißigte sich an den Ratsfeuern eines sicheren„talks“(Gespräches). Und guter Rat wurde immer teurer. Die Bleichgesichter kamen in Scharen ins Indianer= land. Aus den wenigen Trappern und Tradern wurden familienreiche Siedler, die mit Pflug und Hacke die jungfräuliche Scholle brachen, Zäune errichteten und den roten Mann immer weiter gen Westen abdrängten. Die Büffelprärieren verloren das Weite und Unabsehbare. Die einander feindlich gesinnten Stämme prallten mehr und mehr zusammen. Man kämpfte erbittert um die Reste der Jagdgründe, ohne die es kein Leben für den roten Mann gab. Die amerikanische Regierung entsandte ihre Vertreter zu den Rothäuten, um Vertrage mit ihnen zu machen, daß sie ihr Land gutwillig abtraten und dafür„auf ewige Zeiten“ gewisse Gebiete zugeteilt erhielten, wo sie in Ruhe leben und sterben mochten. Aber die Siedler waren anderer Meinung. „Nur ein toter Indianer ist ein guter Indianer!“ sagten sie und schossen in die Reihen der roten Menschen, wo sich nur die geringste Möglichkeit bot. Sie raubten das„für ewige Zeit“ den Indianern angewiesene Land, wo und wie sie es nur konnten. Mähsich wollten die Augen übergehen vor Wut und Haß. Er predigte Tod und Verderben, leitete tausend Ueberfälle auf die verhaßten Bleichgesichter und schonte dabei weder Frau noch Kind. Er stahl und mordete wie ein wildes Tier und kannte nicht mehr die Bedeutung des Wortes Freundschaft. Er und seine Gesinnungsgenossen schufen den wilden Westen, wie er für dreißig Jahre lebte mit Ueberfall und Diebstahl, mit Hinterhalt und Verrat, mit Mord und Totschlag und Ehrlosigkeit. Im Jahre 1883 schoß ein Buffalo Bill mit seinen Mannen die letzten freilebenden Büffel zusammen. Wo noch vor einem Menschenalter ungefähr zwanzig Millionen Büffel in den Prärien wanderten, waren jetzt kaum tausend übriggeblieben, denen es gelungen war, in die wilden Berge und kanadischen Wälder zu fliehen. Damit hatte man dem Indianer die letzte LebensDee Kampf mit dem Deachen War einst ein Wichtel Witzelbold, Der las von einer Jungfrau hold, Die hütete voll Eigennutz Der Drache Hitzli=Witzli=Putz. Da schwur der Witzel Stein und Bein: „Die Jungfrau muß erlöset sein!“ Und band sich, da er gar nicht dumm, Sein Ofenrohr als Panzer um. Fing drauf im Dorfe listiglich Sich einen lahmen Gänserich; Und ritt auf ihm voll Rittertrutz Zum Drachen Hitzli=Witzli=Putz. Der Tag war heiß, der Wind ging schwül. Das war dem Gänserich zuviel; Und als er kam zum Drachensee, Da schnob er schmetternd in die Höh'. Und tauchte vor der Sonne Glut Hinunter in die kühle Flut, Der Witzel strampelte und schrie Und rettete sich nur mit Müh'! Der Drache lachte fürchterlich, Und schließlich gar zu Tode sich. Die Jungfrau nun küßt Witzel hold Und hieß hernach Frau Witzelbold! Paul Knack. möglichkeit genommen. Er mußte auf den dürren unfruchtbaren Reservationen bleiben, wo ihn die Regierungsbeamten stets knapp vor dem Hungertod hielten, damit er ja nicht mehr unternehmungslustig würde. Im Winter des Jahres 1889/1890 schloß sich Mähsich der Aufstandsbewegung der Siouxindianer an, die unter dem Freundlicher Impfang bei Krause Ein mit Tauschartikeln beladener Dampfer fuhr den Missouri auswärts. Paul Müller. Dreibig eißia Jahre aab es den wilden Westen mit Ueberfall. Hinkerhalt, Mord und Ehrlonakeit. zwiespältig beurteilten Häuptling Sitting Bull ihren gefürchteten Geistertanz abhielten. Die Hoffnung hielt nicht lange an. Buffalo Bills Kundschafter erschossen Sitting Bull und einige seiner Getreuen. Mähsich hing man an einen Querbalken in einer Scheune auf. Das zweite Menschenalter kam seinem Ende entgegen. * Mähsich hinterließ einen Sohn. Er hieß Kaka— „Antilope". Die Haltlosigkeit seiner Zeit trieb ihn zum Whisky. Er vertrank alles, was er besaß, und das war Ein komän aus der Neise Vontiehts Willberg 19) Pfarrer Rothardt kämpfte um seine Fassung. „Barmherziger Gott, wie schuldig sind Sie geworden? Den Mann... der gut war wie ein Kind, den haben Sie getötet, Bauer!" Da bäumte sich der Sterbende auf und schrie:„Er hat... mir... meinen Sohn genommen... den ... den Hoferben!" Ein menschlicher Ton, ein Schrei der Qual war mit einem Male da. Sie spürten jetzt, daß der Sterbende litt. Die Maske des Hohns, die er getragen hatte, um stark zu scheinen, sie fiel herab und zeigte ein qualzerfurchtes, unsagbar leidendes Gesicht. „Lori... Lori!“ keuchte der Bauer.„Komm'... komm... hör' du mich an... du mußt mich anhören! Er hat mir den Sohn genommen! Den Hoferben! Ich... ich war mit einem Male... allein auf der Welt, und umsonst... hatt' ich gelebt... so schien mir, denn nach mir... kam nichts mehr! Mußte Fiedler werden... der Hoferbe! Und der Thomas Körbel ist schuld dran! Und der Moolenkamp ... hat immer gesagt... gehetzt... erschlag ihn ... hat... hat dir den Sohn genommen! Verstehst mich?... Lori?“ Das Mädchen war keines Wortes fähig vor Entsetzen. Sie starrte nur immer auf den Sterbenden. Sie begriff nicht, sie verstand nicht, wurde irre am ganzen Geschehen. Da umschlang sie der Pfarrer und führte sie aus dem Zimmer hinaus in die Diele, wo Peter Gulden und das Gesinde, soweit es von der Fastnacht zurück war, versammelt stand und der kommenden Dinge wartete. Peter nahm Lori, die endlich die erlösenden Tränen fand und gramvoll schluchzend aufschrie, in die Arme und sprach ihr gütig zu, wie einer Tochter. Der Pfarrer aber trat zurück in die Stube, wo der Sterbende lag, der ihn jetzt mit angstvollen Augen ansah, und kämpfte um eine Seele. Alle Kräfte setzte er ein, wahrlich, er stritt wie ein großer Kämpfer, und er zwang den Bauern. Er zwang ihn zu dem vollen Bekenntnis, und es schien, als wenn in der Todesstunde der Bauer zum erstenmale etwas wie Schuld fühlte, nicht nur die Mordschuld, sondern auch alles das, was er seinen Brüdern angetan hatte. Er bekannte, daß er betrogen hatte. Lug, Trug und Hinterlist, alle Sünden sprangen in dieser Stunde hervor. „Die Sünden wird Lori wieder gutmachen!“ sagte der Pfarrer fest. (Nachdruck verboten!) Aber da glitt's wie Schadenferude über des Rabschen=Bauern Gesicht. „...ist... ein Erbhof, Hochwürden... ist... da nicht möglich.“ Es schien ihn zu belustigen. Dann begann er wieder. „Bald dreihundert Morgen, Hochwürden! Und fast alles... gutes Land! Gutes Land! Ist der beste Hof weit und breit, Hochwürden! Und bleibt in einer Hand! Hab's Wort von der Lori!“ Der Geistliche war voll Zorn. „Bereust du, Rauschen=Bauer? Bereust du, daß du zum Mörder an drei Menschen geworden bist? Bereust du, daß du deine Brüder betrogen hast?“ Eindringling sprach er, aber der Sterbende schwieg. „Bereust du?“ „Was getan hab'... das ist getan!“ kam's dann langsam von des Bauern Munde.„Und... wenden kann ich's nicht mehr! Kann's nicht bereuen! Was ... ich getan... das kann ich nicht bereuen... mir ... mir kann nur reuen, was... was... ich... nicht getan hab'! Und... hätt's tun sollen!" Dem Pfarrer war zumute, als streite er wider das Böse. Aber er gab nicht nach, er kämpfte weiter um die Seele, denn nie hatte er den Glauben verloren, daß in jedem Menschen ein Funke von Gott sei. * Doktor Bössum steigt eben draußen aus seiner Kutsche. Peter und Lori begrüßen ihn. „Steht's so schlimm mit dem Großvater, Lori?“ fragte der alte Arzt freundlich. „Es geht aufs End', Herr Doktor! Hochwürden ist bei ihm. Hat ihm das heilige Abenk.nahl gereicht.“ Der Arzt geht mit ihnen in die Diele und wartet. Nicht lange braucht er zu stehen im Gespräch mit Lori und dem Peter, da öffnet sich die Tür, und der greise Pfarrer erscheint. Sein ernstes Gesicht ist müde, aber voll Frieden. „Herr Doktor, gut, daß Sie da sind! Bitte, kommen Siel“ g.„ Der Arzt folgt ihm in das Zimmer, und als ihn der Todkranke erkennt, da sieht er ihn freundlich an. „Brauch' dich nicht, Doktor! Weiß, daß ich abkratzen muß!„Ich zahl' dich nicht!“ Doktor Bossum kennt den Bauer. Er versteht sich überhaupt mit Bauern gut. „Halt's Maul!“ fährt er den Rauschen=Bauer grob an.„Jetzt laß mich schauen, was dir fehlt!" Die Grobheit wirkt. Der Bauer läßt die Untersuchung ganz still über sich ergehen. Als er dann den Arzt ansieht, da ist eine Frage in seinem Blick. Doktor Bössum versteht ihn und sagt ruhig:„Noch zwei Stunden, Bauer! Länger nicht! Hat dich auf beiden Seiten erwischt, der Schlag! Ist ein Wunder, daß du noch ein Wort lallen kannst! Was machst du denn für Geschichten, Bauer! Ich dacht' du wirst hundert Jahre alt! Hast dein' Sach' in Ordnung?“„ In Ordnung: Die... Lori... übernimmt den Hof! Doktor... bist Zeuge... fürs Gericht... fur die Herren vom Gericht.“ 6632 Seine Stimme ist weit leiser geworden, man spurt s, daß allmählich die Kräfte absinken. Da gibt ihm der Arzt noch eine Spritze. Nach kurzer Zeit flammt's noch einmal im Bauern auf. Die Augen werden heller und die Stimme kräftiger. Ihm fällt plötzlich ein, daß er drei Monate sitzen soll. Jetzt... ist das Gericht geprellt um die drei Monate. Das kommt ihm so lustig vor, daß er zu lachen versucht aber sein pergamentenes Gesicht, aus dem spitz und weiß die Nase hervorragt, wird zur Fratze. * Es war ein langsames, qualvolles Sterben. Lori Peter, der Pfarrer und der Arzt waren bei ihm bis zum Tode. Fast bis zum bitteren Ende blieb er bei klarer Besinnung. Kurz vor seinem Ende, sagte er noch zur Lori: „Der... Fuchs. lahmt! Schick' ihn zum Schmied! Ist schlecht beschlagen! Und... die Schwarzgescheckte ... die dritte von vorn.. die ist behext! Spreng Weihwasser... im Stall!" An seine Tiere dachte er noch in der Todesstunde. Hatte der Mann doch etwas geliebt? Dann schloß er die Augen und fiel in die Agonie. Es dauerte länger als drei Stunden, wie zum Trotz gegen das Wort des Arztes. Früh um ein Viertel nach fünf, da schlief der große Sünder Paul Rauschen ein. * Das Gesinde weinte, wie es Pflicht war, um den toten Bauer. Der Pfarrer sagte zu allen: „Hier steht eure kunftige Herrin, die Lori! Ihr wißt, was der Bauer gesagt hat! Ihr werdet ihr gehorchen und ihr helfen, das Schwere zu tragen.“ Inzwischen war der Landjäger gekommen. Wachtmeister Rist erfuhr, was geschehen war, und dann ging er. zusammen mit dem Pfarrer, dem Arzt und dem Peter, nach der Scheune, wo Peter den Toten aufgebahrt parte..„ 97, f. J5.. Das Gesinde folgte ihnen. uls sie aver in die Scheune kamen, da war kein Toter mehr zu sehen, und sie erschraken alle heftig. Sie bekreuzigten sich und sagten... daß es der Leibhaftige gewesen sei. Aber es klärte sich alles bald. Man fand den Toten im Hause Jochen Hulemanns, des Totengräbers. Jochen Hulemann aber saß neben dem Toten und sang Wiegenlieder. Er war wahnsinnig geworden. 895n„„„ Sie standen vor einem Ratsel, bessen Zusammenhänge nicht mehr gelöst werden konnten, nahmen sich des Toten und des Irren an. Der Wachtmeister setzte ein langes, ausfuhrliches Protokoll auf,„. 55— 4 m Peter Gulden verichtete alles üder den Mord an dem einstigen Knecht, aber er schwieg von dem eigenen Schuldschein. Er schwieg auch von allem anderen... „Nicht! Hast du den Schuldschein gefunden?" „Willst du mit mir zu deiner Mutter, Lori?“ fragte Peter herzlich. Lori schüttelte fest den Kopf. „Nein, Peter, Mein Platz ist jetzt hier auf dem Hofe! Sag' meiner Mutter, was geschehen ist. Sie soll im Heidehause bleiben, bis ich sie hole.“ „Hast ein schweres Amt auf dich genommen, Lori!“ sagte nicht aus über den Mord an Thomas Körbel und an Toike Semenoff. Mit klaren Augen sah sie ihn ernst an. „Ja, Peter! Aber... Sünden wieder gut machen ... ist das nicht das schönste Amt! Ich muß den Hoj von seinem Fluch erlösen! Licht soll hier eindringen!" „Ja, Lori, aber... ich... ich. was was soll ich dem Franzl sagen?“ Da weinte das Mädchen weh auf. „Ach Peter, lieber Peter, ich muß zu Gott und der Jungfrau bitten, daß sie mir hilft! Ich lieb' ihn so, ich habe ihn geliebt jede Stunoer und jetzt ist die Angst in mir.. wenn.. wenn er weiß, daß Großvater.. von dessen Blut ich bin. daß er seinen Vater erschlug? Peter. wird er dann noch einen guten Blick für mich haben?" „Lori, Lori, wie schlimm denkst du vom Franzl! Ich werd' ihm die Wahrheit sagen! Ich selber! Und ich weiß jetzt schon, was er sprechen wird. Die arme Lori... das wird er sagen! So schwer es ihn auch treffen wird! Das wird er tragen, Lori! Aber... wenn ich ihm sag'... die Lori hat den Hof übernommen, das Erbe des Rauschen=Bauern! Das wird ihm wohl noch bitterer sein!" Die Lori sah ihn fragend an. „Warum soll das so bitter sein?“ „Vielleicht ist nun kein Weg mehr von der Hofbäuerin zum Musikanten!" Da brach ein helles Leuchten sieghaft aus Loris Rugen.„.„ ge4 s2 7 f1 g. E G. „Ich hab' den Weg, Peteri“ sagte sie fest.„Nur auf den Franzl wird's ankommen, ob er ihn gehen will!“ „Dann ist mir nicht bange um die Bäuerin und den Musikanten!“ entgegnete der Peter bewegt und drückte der Lori die Hand. Sie hatte ihn bis vors Tor geleitet und ging nun zurück in das Rauschen=Haus. * Peter kam in den frühen Morgenstunden im Heidehause an. Alle schliefen noch, nur die Myra war munter und stand am Herd. „Gottlob, daß du da bist, Peter!“, sagte sie voll Freude und schüttelte ihm die Hand.„Bist gewiß recht müde?“.. 4. Murs!## „Ja! Das war eine bittere Nacht, weyrai Der Tod ist auf dem Rauschen=Hofe eingekehrt." „Der Bauer ist tot! Ich weiß es! Und...?“ Peter Gulden überlegte. Sollte er der Myra alles sagen? Daß der Bauer ein Mörder gewesen war? Würde es dann in ihrer Brust verschwiegen bleiben? Sie war keine Schwätzerin, die Myra... aber doch eine Frau! Und er schwieg darüber, aber er sagte:„Die Lori hat den Hof übernommen!“ „Die Lori? Hat sich der Bauer doch noch besonnen?“„ Ken 4229 „Ja! Aber... ich muß an den Franzt venren, Myra! Wird jetzt noch das Band zu knüpfen sein zwischen der Bäuerin und dem Musikanten?“ Die Frau sah nachdenklich vor sich hin. „Leicht ist es nicht, Peter!“ nicht sehr viel. Als Bettler stand Mit Fußtritten beförderte man ihn aus Bleichgesichter, wo er manchmal ein Na Er vergaß seine Abstammung. Er von seinem vornehmen Großvater Nanen seines wirtlichen, Stomngg. I ezrzianerg: sa swpast. wein Heis in der Welt versuchen. In Indien des Hopfenhofes.„Wa antworteie er grunzend:„Ein gotverdaumter ndiaper, Ging“., Apackte, mich ein furchtbares Fieber. Während aus der Scheune. Er schütelte Franzel die Hand„Siehst auf den Grund geworsen. ne ebene bung bnd en Salaug Bah budt, Voter Ju. uge, Lienseschuesden. Mhichsen denr G 2s ke. Last Khadten de ar die Slashe, die Blanan. Soshoater, Kaun bonae er denr iund beie Jaher versosen. Du peißzt 6s la voch, der lerpzem Horz, gu. Bald oingen se durch dos hose. Tor 95 2. ihm eitel Grutz brachte. Eein üiler Friedse en. Stammes. Wenn ein Siedler zwei Jahren fuhr ich in das Wunderland Iuden, Ao9))=, Hapsenhofes. Warte hier, sagte Horsel,„ich gebe geif ihn. Sein Lebensschif ist wieder in den heimatept dn für en Juogogez! oy, ven Pe. Doch eines Tages erkrankte ich zum Vater“ Bald darauf kan, der Hopsenbauer lachend lichen Hafen gekehrt, und es hat für immer seinen Anler Werner Slomzinsky, 13 Jahre Frund zu versetzen, damit er ihm einen Heute kann man Kaka noch sehen. Er ist inzwischen ein alter Mann geworden. Aber äußerlich geht es ihm überraschenderweise ziemlich gut. Eine Filmgesellschaft hat ihn irgendwo in Dakota oder Montang aufgegabelt und gebraucht ihn als Statist in Wildwestfilmen, weil er ein sehr charakteristisches Indianergesicht aufweisen Jugendfreund-Briefkasten G. Bahrenberg, Hermann Linnenberg, Helene Scharwey; So recht für Eure Rätsel, babe sch bekommen, vielen Dank.„Natürlich Am 28. April kann ich all Eure Arbeiten gebrauchen, nur immer lustig einLiebe Jungen und Mädel! Das war ja mal wieder ine Festwoche! sonnte. Mau lleidet ihn in billgech, nachgerabuten Vuny, zusigsf ehunzal aunier lebel Bacunsr, Ztzgsisfsg Sesciel. uuitzun dunt ur ven aiehscelengen. walendem, Pssgercpeucezuiesnene Fehern bedenten se, Haumes gesebenP) Ra, das war sa mal ein Aloria, und g. Ter.9733e ,Praue: Rotayig,„Aver die enzegzgez, edern bedenten leine ges nal ais. Die Ziusialer vertellt wurhenl 2evi.8. e16, kriegerische Tat mehr wie eyedez, wo vur gederief Lotzer perpiensh us züher-Bie. Pasbostende war 399 110, Wie recht neiten Kriegg, eine Daug ufersest, uihe irchlosgleit redete 1·Nal. Das gobs da vichz. alles zu scanen und zu. Lögenz berote mit eide Sprache der Popezet u, burchigzghlere son. Zud ein au, Racmistieg, be, Peszusz wist dacg sasr Lise bad ist se setz. Has Li, Bider an usz.deslste. 39 Auch bud de gedern biche wed, egz. Fliche Atragben. Lanzik Zeids bodon bel auen, Bak Au io Ain daech mait slsgz, 7zade shadt Vessrskeriass Lusdse im. J5ich anut, ec alte dier unl den Vueslalten buichz. salistig sie sevr au Zuni D. Mal, Scsgsgeg, snch Silbenrätsel Aus nachstehenden Silben sind 17 Wörter zu bilden, sraue: Wau— Wau! Hör mal, wiust zu deren Anfangsbuchstaben, von oben nach unten gelesen, rden! Der“ jeiag Dein großes, graues Gegelmnis nicht mal lzehli, Zenn, einen General ergeben: ehr ngguu e eige wenn ich ersi weiß, wer Du vit, dann kann ich auch Deine einen Generat ere r dann doch der recht netten Arbetten auf der Jugendseite mitnehmen. Also verrate mir mal Deinen Namen, ja? Marianne Gladowskl, Karola Dickamp: Liebe Marianne. eerecg;, wfacer au mich deutst. Ich dachte Stich geallem Auch die dern nur gefärbte Gänsekiele und lächerliche Attrappen, ganze Voan, Lalte gecht st dos eit, Menzibenater er, 64. gals Cih.2 Azuruane Geilia. Baguugen, Hon alst, lcde, Karese, And, I eale 1el. 2u. loschen. Der vordamerkansche Indianer hat dann die“ Gur Zugenorennom Ertrc., Zach dacg scherich biel Peade, Penl swpel Fredzudinten Zut. Bühne der Bleichgeschtex verlasen, um in den enier. Emit Janeho: Lioder, Ovsizg, Hent=Zigehdbrisiasten nich sanmnenarbeiten.. Kant zunr nane Seiressen Sodortiuden die woher Setiget vennezueneg. sez aumissaht vean ich lan iur Mui Pilch==.2F lsas zalchungen Aler gsihe Zeichelises ait sein Listeiste den einmal bringen. Nun bist Du sa doch auf der Schule ge Deutsches Gebirge a— bir— berg— beth— bei— bor— dolf do— de— der— d1— ers— eg—.— ie— lo— fer— ger— ge— ge— ge— ge gen— 6a— hu— 11— 11— 11— 10— nürn na— nau— ne— ne— nand— 0— ra— Fu re— ste— aa— t1— ten— Bedeutung der Wörter: Zeichnuggen getrauchen. Hole Lir die Bülder doch ab und Zeschalezssen. zeichne sie mit Tusche auf festes Papier. Isolde Kremerius: Liebe Isolde, vielen Dank für Dein so lärmte der Edde= nettes Frühlingsgedichtchen. blieben, nicht“ bauer,„ich hab keine Arbeit. Lumpenpack, fort sage ich. Hinaus ins Leben „Fort, fort von meinem Hause", Siadt in Bayern „Ich gehe schon“, sagte der Wanderer, und müde ging er durch das hohe Tor. Er ließ sich unter einem Busch nieder. Ueber ihm sang ein Rotkehlchen die wohlbekannte Weise. Der Wanderer horchte entzückt. Kopf sank in das kühle Gras, und lächelnd schloß er die Augen. Doch da, was war das. Ein kleiner Bub, mit einem groben Wams bekleidet, kam singend vom Eddehof, er setzte sich neben den Wanderer. Wir spielen mit einem Streifen Tapier Seine blauen Augen schauten ihn durchdringend an. Dann rief er:„0 on z,, der Franzel“ Wahrhaftig, er ist es. Grüß Wenn wir uns einen breiten Streifen Papier schneiden und kleben ihn so zusammen, daß die Oberseite dich Gott! Kommst auch mal wieder in die Heimat. Wo am anderen Ende auf der Unterseite warst du denn? Kennst du mich nicht mehr, den Horst liegt, so entsteht eine sogenannte endvom Hopfenbauer?. Da wird sich der Vater aber freuen. lose Fläche, was wir leicht kontrolKomm mit zu uns, ich habe gehört, wie dich der Edde= lieren können, wenn wir mit dem bauer ausgeschimpft hat. Ist halt ein böser Mann, der.“ Bleistift einen Strich auf ihr ziehen. Ehe Horst ganz ausgesprochen hatte, war Franzel auf;: Der läuft dann nämlich auf der den wir diesen Streifen nun der Länge nach durch, so haben wir nicht zwei Streifen, sondern erstaunlicherweise wieder einen in sich geschlossenen Ring. Noch einmal durchgeschnitten, so wandelt sich das Bild. Diesmal haben wir zwei Ringe, die aber in unlösbaren Verschlingungen Landwirtschaftliches Gerät Knabenname Kampfbahn Blume Norwegische Inselgruppe Nachtvogel Europäischer Strom ineinanderhängen. Ist das nicht selt enisiepe Sein“ Gebilde das die endiose Mädchenname gesprungen, er hob Horst in die Höhe und rief:„Grüß' Gott. Horstel, hast du mich erkannt, sind die Eltern mir nicht böse, daß ich fortgegangen bin?“„Nein, nein, sie warten auf dich“, sagte Horstel. Nun setzten sich alle beide wieder hin. Franzels Augen leuchteten. Endlich begegnete ihm etwas Liebes.„Ich komme aber bald auch aus der Schule. Das wird fein, dann bin ich ein Mann.“„Ja, ja, Horstel, dann wirst du nie mehr in die schöne Jugend zurückkehren können. Ich hab's auch so gewollt. Es ist nicht immer schön, das Leben hat auch Schattenseiten“, antwortete Franzel.„Ach bitte erzählt mir etwas.“„So höre denn Franzel, wer meine Mutter war, weiß ich nicht. Deine Großmutter hat mich aufgenommen und gepflegt. Ich habe mit deinem Vater gespielt. Aber ich wollte groß sein, ich wollte ein Mann werden. Endlich war es so weit. Der Tag der Schulentlassung nahte. Mit bangen, aber doch freudigen Augen schaute ich in die Zukunft. Dann stellten sich mir später schwere Hindernisse entgegen. ihnen entfliehen, aber es war zu spät. Außen= und der Innenseite. Schnei= sam? Fläche genannt wird. Naturerscheinung Wasse Fluß und See in Rußland Stadt in Oberschlesien Schreichgerhe Knabennamge Friedrich Eissele, 12 Jahre. Auflösungen aus der vorigen Nummer Ich wollte Das Tor der Wenn wir einen Bleistift ansetzen und den Streifen unter der Spitze entlang ziehen, erkennen wir die Endlostgkeit der Fläche leicht. Beim ersten Schnitt erleben wir staunend, daß unser Streifen ein in sich geschlossener Ring bleibt, obwohl wir ihn in der Mitte geteilt haben. Lei zweite Schnitt bringt nun wieder Silbenrätf eine Ueberraschung. Jetzt sind aus dem land— Jle Streisen zwei Ringe geworden, aber sie Bucgeger, eale1 g. Die Kenntnis der auf die Güte der zu und ist deshalb be Mann und die Frat gehen gedenken, unt bedeutungsvollen Gesi Die Gesetze aber wer richten, die sich diese nögen Daraus solg schon bei der Ehesch bisher gestellt werden ankommen kann, ob sondern vor allem da Ehe dieser beiden W bedeutet. Wird die Ehe st gemeinschaft aus beti siellung für das zu von selbst. Es kann Ehe noch für die 2 nicht, ob sie daher ist. Wenn heute un densgrundsatz beherr grundsätzlich(mit Geisteskrankheit) nur beide Partner ein die Aufrechterhaltung so wird ein neues schulden, sondern nat denn die zerrüttete wertlos. Und wenn das sätzlich dem Gatten Scheidung trägt, und schuldig sind, nach teilt, so wird das kor an der Scheidung, s. fragen. Der Rückschluß, „Verschulden ge das Verhalten zu de schuldige Gatte kann ein, ganz abgeseher Schuld in einem E Tatsachen entspricht: #elleicht manchmal hritt, den anderen Aber das sind Frag wie überhaupt all lienrecht sich in di Larum mögen die ar Recht im nationa bedingte, intuitive issen ist blutmäßi inen Volk als Reböchstes Unrecht bez bei uns nie ein Ank ein; denn er wäre Rügen— Gerbard Du von Hindenburg. Kas Gesetz aber ist echt und ist als W WE enschenwerk stets „So ist's, Myra! Die Lori. weiß einen Weg, und berichtete ihr alles, was geSie zaudert nicht lange, Sie ordnet gn, daß der große Eichbaum, der den dir aufbäugt, gegen. diese grguegihgafte verziehest, Ver: Graz zur Rutter, und vertighrt. uu.—.. Sie ordnet an, daß der große Eichb über de ursche.— de hobe Ic begrsen deßz ihr Gaite bot wor, aber es grigeahze, He. galsche esthalse hlächse beiden nu gemaelt. In bele Farchen auer war Erde. Nichts als seine Erde, die er daran dachte, welch ein schreckliches Enoe der gellevte„, Au: Wunwe die Pinsel“ tdhuchen, daß die Zimmer usweg!“„„ müssen. se eie den siche grichlasen, Mrako—, Der Bo.re uar Gode, Michs De bede Her eainent Mon geigoninen haste. Gliche C... sal der Maler die, Plasck dachen, das die Zlanter 466 Sehe a a e, ae, Arie eaisäalse eah. ae hale an. eiehn, ch et ieseake en ud der Fhubdschein schlug ihn nieder. De epie Zodzen szustens und set wurde der Sogng denz Ht. Dds Pichen ik in Gotes Hand geseben: truf ihn der Schlag)“„pasgeg. 50s1.-Nischt nicht wisen, wieviel Jahre der Lauer gehraucht, hat, um das zu begreisen! Drüber wegge„Machst du dir Vorwürfe?" Nein, Myra! Ich hab's immer schon gewußt.. großen Spiele eschche aile eschlcähe sae Alclscechne Licht und fröhliche Farben sollen ins Haus. Da gab sie nach. 8Hust# Denn die Lori bringt die ganze Kraft ihrer JuDann sprachen sie sich uvers Franzts Zurunfgraus; gend, die Fröhlichkeit ihres Herzens mit. In den Augen, des, Bazern wurde Die Muter gar,serts=husgehen wosie, d#.der Brsgz. huldig wie nur einer schudig werden seine Gange, Prgper., Pohrgigg gagg Sie bat g Sohn blieb dabei. So gab sie leicht verloren, konnte. beschngr igm, aber marche gest eison vordantet, 205 a dauer laug,„uud wars becz nchtl. Voers gaishe, schur beödte 9 Di. Bataer woele in den nächsen, Tagen den bis sie sch löt.„Fags st nicht anderst Wir ale, wir Franzls Stimme.„Trug nichhegjicheur gz, ziu seinem neuen Gatten nach Kärnten folgen. Die Trauung trogen dos Schpoggl zein Peterl Aber pon laß dein Lerhen. als den Wunsch, zu beglücken und, frohgest hatte bereits in aler Stille stattgefunden. „So mag's wohl sein, Perer!, Aper nun taß besn machen. Tat er denn ein Unrecht, daß er der Welt hal Sinnieren. Dann geht die Lori zum Gemeindevorstand und spricht lange mit ihm. Sie will wieder gutmachen. Der alte Bauer hört das Wort mit Freuden. „Lori!“ sagt er dankbar.„Das haben alle in Sog o. enten D mus Reter!“ oßen Künsler schenkte, der Hundertausende von„ Franzl nahm Abschieh von der Mitzter, und ver, Brackpedden gepußt, daß du das tun würdest Aber es nsen, Ppe beden Wrak Aukaken“ ese ben die Heg schee eru ur e, rach iur u. ge e oene ie 6, u alselet, ist niche gang se leicht We du verst, Der Rascheasge e, a det sek dar, ser-ueg z. aug. Serzen beoticter„.4 Pung, Mater und Son, bebde haben 8 ucg gerzautet, is in Ertzsf“ Zu Kauuse von Land nichtes vertauen Peter Gulden schlief tief und fest bis in ven weir=„Nein, er mußte es tun! Aber... das konnte„ ist ein Erbhof.„Du kannst inein. Als er aufwachte, fand er den Franzl in IJa, Betzel Bosk /, Peaut gie Sehushen uis haßs Hinmek puchs. In dir und in und geschrien! Da bin 1g vu vr. geingeschsgten hiß, men der Erde, lonszg, äher ,iese, Bangzeschöpf,„Ko tzez, Nur wenige Menschen, folgten dem Sarge. Es der gleich„Pul, ist. deine Hand genommen, bis du gut exngeschziusen vest. Gäste auf Erden. Aver vieser Dauer... guud bur gab weder einen Leichenschmaus, noch irgend etwas Ist doch zu was gut, eines Freundes Hand.“ ist die ungeheure Tragik... war Erde! Das war befonderes, Peter Gulden richtete sich hoch und nicktez sah den ein anderes Wesen als wir und alle, der war nichts Estarlich an Wg#ie herrschte über ihn denn er mar Franzl dabei feierlich an, „Bist so ernst heute, Franzl?“ „Muß ich's nicht sein, Peter?“ Du meinst.., die Lori.., weil sie Bäuerin Manne, Versuch mich zu verstehen, Franzl!“ AP SETT. ihr Sohn. barm Sie herrschte über ihn, denn er war Von Mord und „Das woutest du tun. Lori?“ „Ja, das muß ich tun! Ich will den Fluch lösen, auf dem Hofe liegt. Alle Sünde soll aus dem Durch das Dorf ging ein Geraune und Gerede, der auf dem Hofe liegt, Ale, Sighe H, gaie. deni Totschlag sprach man. Das Ge= Hause gehen.„Gutmachen Zit Pltucht., Grgßpater hat Und ales Dunkle, Einstere, alles Un, rede wurde stärker, als Beamte der Staatsanwaltschaft nicht nur ont die Not des Nächten, ausgenusr, sangern der Erde:: das war auch in den eintrasen, zur Prüfung des Falles. Ausführliche Pro... er hat sie künftlich bergaxgeggengz#r war geigerGanz ruhig trokolle wurden aufgenommen, aber nichts drang in die ter wie sie alle. Sind einfache Menschen, die Heidjer, und friedvoll wurde mit einem Male Oeffentlichkeit, außer dem Fall Moolenkamp. tüchtige das Gesicht des jungen Musikanten. Denn die drei, die alles genau wußten, die schwie= der Rauschen=Bauer anwandte, um seinen Besitz zu verBeis.. die Lori davoni“. se, De, pahrscheinlich auch ales ofenbar gewesen“„Ja, es trift sich gut, Loril Das Ministerlum hat Und wie trägt sie es?“ war, der Totengräber Jochen Hulemann.., der den Landrat beauftragt, eine Uebersicht einzureichen, „In ihrer Setnicht miehzersehen Fnntest: Entelin lebie als armner Irer in eiem grauen Hause. sic gehracht halkt ez wois über die Verschsebungen im die Lorik Das hat die Lort oetogt“, Hroauy., ve., Picht mahe lichen, die Lorif Das reine und beite. Der Tag der Verdigung ist vorbei. Bests ungrictet. perden. 3ch habe ale Unterlagen Stimme, äitzerte, als er sprach.., ihri Vor dem Geschäpf unter der Sonne. O wie klein wäre ich, Lori ist die Herrin des Hofes. Der Rechtsanwalt aus dem Grundbuch, da.“ P/4 e segg vor einem an: sich ihr nicht helsen, drüber bixpegzukonneg., hat sie über die Vermögensgerhältzse, grientier, aie e eeu ue es u, e, eps heahergag ui de Auad vur. Nauer 4/,.231. ud uimnreut den det uit iu. Lesälgung der Frsibsickeruahne vich„Hundernudznaung Bongen ud, daoen varn. das andere lag in der auf dem Rauschenhofe wird.. weil sie das Erbe annahm, drum... ist nun kein Weg mehr? Franzl nickte schwer.„Ist kein Weg mehr, Peter Solange ich an deinem Lager sitze, grühle ich und überlege,„was geschehen könnte, und es ist doch kein Die Lori sagtz... daß ein Weg da seil“ dern, Ding ist sie in sie in Sorge. Und ich will drüber sprechen! Hör' mich gut an, Franzl... und sitz' fest, erschrick' mir nicht! Es ist um deinen Vater!“ Um Vater!“ Franzl sieht ihn voll Unruhe an. „Weißt du... was über meinen Vater, Peter?“ „Ja! Er ist tot! Seit fünfzehn Jahren!“ Und... wie kam er zu Tode?“ „Er wurde ermordet und liegt begraben auf dem„O, De Higel, den die Leute her„Riesenfaust nennen, der der enfuhe spernnzg doch eine, Weg gäbe. Veterluind Pecterihn: egeischlagsen emn envorteist.„Ju, mußt gläubig sein, Freundl“ „Und... ihn... erschlugs Wer... wer.. tat das?“ „Wieviel Land besaß Großvater, als er den Hof „Hef.aut, und umarmt den hat mit ihm alles durchgesprocen und gearpeitet. Die übernahm'“, menzig Margm Peters.“ Pewvor, Verichlag grwpgtietz. 4##., ezwa achtzig fettes gutes Land, Tagen der Bauer Da atmet der Peter Freund.„Ich hab's gewußtl“ stößt er gerüh „Soll ich... zur Lori gehen, Peter?“ „Nein! Ganz sill wird in drei Tagen zur letzten Ruhe getragen. Wenn das vorüber ist, dann... ist deine Stunde da, und dann geh' zu ihr! Und laß dir von ihr den Weg zeigen!“. „Ja Peter!“ Franzl erhob sich. Ein tiefer Seufjeden Tag erwartet,„en Großfnecht dem Martik Heide ahtdig fettes gutes Kase de berigk horch alse Kaomne. 1— due Acige: Pust. i5 bich, Kechachie 3 an. de. Fihenge Be Kraf, gefunden, ist, durch alle Räume. D. kat sher bitte ich dich, verpachte es an die früheren Beden Ställen gibt es nichts zu tun. Die hat der Tote mustergültig in Ordnung gehalten, sie sind„Und was willst du verlangen?“ secsate gaie sch cielisch rinl grice Ss chche Die sud in Schung,„ Aber alz, Ie.dat Seficesoz, mutent, un die Rot u. henz iziserhadie elenden Loger, in denen das Gesinde. Der Gemeindevorstan 5 Der Gemeindevorstano stand auf, und drückte Lori die Hand. „Mädel, wie soll'n wir dir das danken?“ „Ach... danken! Gutmachen ist hier Pflicht!“ die Worte der Lochlek im Schasen zu helsen.“ frute 66, nahm.— Franzl starrte den Freund an, er o West esen, pel.. mein Vater... aus den untergegangen, und häte sühr Kind unterstägt, Ludwig Rauschen... einen Künstler gemacht hat?“ Peter bat sie, es nicht zu tun. „Jal Franzl, ich fühl's mit dir, wie sich alles in ashels Ke c crtie chltclse cesesen site, haud renohert.. uis Dari beimpits gug, dich sie auf die Natmer=Buben, die sie beide sehr böse ansahen. Der Bauer hat schon auf seine Sachen gehaltegz, Mig. Sie hatten auf den Erbhof spekuliert, und nun kam Am liebsten wäre sie jetzt schon auf den Hof hin= der Lori ist's, als wenn in den halbdunklen Fraumen, das Mädchen dazwischen. nd bätt. Ihr Kind unterstützt, aber die Wände und Decken auf sie zudrängten, Immer, Lori blieb stehen und sah sie lächelnd an. ter bat sie, es nicht zu Ipy.,., wenn sie durch die Räume geht, ist das leise Bangen(Cortsechzung folats Franzl aber fuhr am gleichen Tage noch heim nach in ihr. Erst heute ist el regsfreiwilligen ir bis jetzt wurden 12 nd 13 vierzehnjähr Pahl, mag in Wirkl ie Unterlagen dafü bsammelt. Wenn eder deutschen 14= #re, würden sie sich aben einreihen lasse #ellen der Regimente 7 Jahren zum Ki sehnjährigen tapferei b Ehren trugen, ssonders gedacht. Bei Ausbruch de eboren am 3. Jani Unhalb Jahre alt. ebensjahres gelang Versuchen, in das Kit der 2. Kompag Feld nach Frankreie kouillengänger., An #anzösische„Gefange Ehrte, im Januar it dem Eisernen K Pawrok Hauptwacht Die Ersatz= Ma rmeekorps in Saa Ehnjährigen Knaben im Mai 1915e kr Front beim Fel 1915/16 wurde Kaum 14 Jahre Offenburg in ##nem badischen ahre 1914 mit an burde er bei Chelut undet. Der Junge adische Verdienstm Ein tapferer So i Kriegsausbruch im Infanterieregi Rat und bald mit d sickte. Alfons Bau ##vferkeit aus. Na ##erne Kreuz und #. April. 1918 ere elberg der Soldate Weiter wird all Erich Heilma Ue Armee eintrat. Prei. Vorbildliche Ta kr am 19. Juli auk an den Ta ihlte sich irch das hlug die Nur der res, als riede erheimaten Anker ahre u bilden, gelesen, Beshnde Jamlfe— Nienes Colk 5rundzüge eines neuen Familienrechtes Dabei ist die Methode der Sippschaftstafel so einfach, daß jeder deutsche Volksgenosse sie für sich aufstellen kann, wie an einem Beispiel nachgewiesen wird. Wie notwendig eine derartige Erfassung des ganzen Die Kenntnis der Qualität einer Sippe läßt Schlüsse Träger des Rechtsgedankens ist das Volk aus dem Volkes ist, zeigt deutlich ein in demselben Heft wiederdie Güte der zu erwartenden Nachkommenschaft zu das Recht erwächst, das derr Gesetzgeber nur formuliert. gegebener Vortrag von Dr. med. Johannes Schottky und ist deshalb besonders wichtig. Es werden der Dessen aber wollen wir stets eingedenk sein, daß das(Berlin):„Erbbiologische Siedlerauswahl“, in dem in und die Frau, die die Ehe miteinander einzu= Recht nicht Menschenwerk ist, sondern heilige Ordnung. klar dargestellt wird, mit welcher Genauigkeit und Gegehen gedenken, unter diesen für das Volksganze so„ 6„mmm Km zu#m Linnseßatessasol wissenhaftigkeit eine verantwortungsbewußte Siedlungsbedeutungsvollen Gesichtspunkten beraten werden können. Vom Siammbaum zur Sippschaftstafel politik bei der Auswahl der Neubauernstellen=Bewerber Die Gesetze aber werden Schranken für diejenigen auf. Der gute alte Stammbaum, einst der Stolz der vorgehen muß. Was Dr. Schottky über die erbbiologirichten, die sich dieser Ideenwelt nicht einzufügen ver; besseren Familie, hat sich längst für eine wirklich frucht; schen„Grundsätze sagt, ergänzt, Privatdozent, Dr. B. K. nögen. Daraus solgt für das neue Familienrecht, daß Fare Famissenkunde als untauglich erwiesen. Nuch ErEheschließung höhere Ansor Schultz(Berlin) in seinem Beitrag:„Rassische Siedler= auslese“ vom rassischen Gesichtspunkt aus. v gei##geschlietzung kähare Anforderungen bare Familienkunde als untauglich erwiesen. Auch Erschon bei der Eheschließung höhere Anforderungen als weiterungen zur Nachfahrentafet oder Ahnentafel(die seher gestelt werden misen, daß es nicht alemn daraut ja von den urkandlichen, Arternachweisen Her., hekannt,.,.„Haie Jam Pokemelkaisesankommen kann, ob formale Vorschriften erfüllt sind, sind) genügen heutigen Ansprüchen nicht. Dagegen hat Die Kevent der Besunanensumter sondern vor allem darauf gesehen werden muß, was die sich die vom Präsidenten des Thüringischen Landesamtes Ehe dieser beiden Menschenkinder für das Volksgande für Rassewesen, Universitätsprofessor Dr. Karl Astel sobellet, g. Ete so Par chrem Warzt pir Bi. Rassz, geschassene Siphzschaftstafe Wird die Ehe so von ihrem Wert fur dir Volls- tausenden von Dr. Karl ppschaftstafel bereits in vielen Fällen zur erbbiologischen BestandsaufIn ähnlicher Weise wie in Thüringen wird auch in Sachsen seit März 1934 an einer systematischen Erfashen Bestandsauf= sung aller erbkranken Familien gearbeitet. Unter der Stengel von Rut= Leitung von Med.=Rat Dr. L. Vellguth(Dresden) das zu schaffende Scheidungsr.e9“ kowski in einem beachtenswerten„Aufsatz:„Historische hat das sächsische Erbgesundheitsamt auf diesem Gebiet von selbst. Es kann sich allein darum handeln, ob dis Genealogie oder züchterische Famitienrundes, in Heir 2 erfolgreiche Arbeit geleistet, Die vollständige Erfassung Ehe noch für die Volksgemeinschaft wertvoll ist oder der bekannten Zeitschrift„Volk und Rasse“ ausführt, aller belasteten Familien scheint hier mit großer Sichergemeinschaft aus betrachtet, so ergibt sich die Problem= nahme glänzend bewährt, wie Lothar St stellung, für das zu schaffende Scheidungsrecht kowski in einem beachtenswerten Aufsatz: selbst. Es kann sich allein dar#m handeln ob die##### Jahre. imer erg— HolNorden— Hindenburg. nicht, ob sie daher aufrecht zu erhalten oder zu lösen ist. Wenn heute unser Scheidungsrecht vom Verschuldensgrundsatz beherrscht wird, d. h. wenn eine Ehe grundsätzlich(mit Ausnahme des Vorliegens von [Geisteskrankheit) nur geschieden wird, wenn einen oder beide Partner ein so schweres Verschulden trifft, daß die Aufrechterhaltung der Ehe nicht angängig erscheint, so wird ein neues Familienrecht nicht nach dem Verlschulden, sondern nach der Zerrüttung der Ehe fragen; denn die zerrüttete Ehe ist für die Volksgemeinschaft vertlos... 9 K. 6. Bi.8 Und wenn das geltende Recht die Kinder grundsätzlich dem Gatten zuweist, der keine Schuld an der Scheidung trägt, und sie für den Fall, daß beide Teile sschuldig sind, nach kaum zu verstehenden Regeln verteilt, so wird das kommende Recht nicht nach der Schuld an der Scheidung, sondern nach dem Wohle der Kinder Der Rückschluß, den das Bürgerliche Gesetzbuch von dem Verschulden gegenüber dem anderen Gatten auf das Verhalten zu den Kindern zieht, ist unrichtig. Der uldige Gatte kann der beste Vater, die beste Mutter sein, ganz abgesehen davon, daß die Verteilung der Schuld in einem Ehescheidungsurteil nicht immer den Latsachen entspricht: denn wer ist schuldig? Hat nicht ##elleicht manchmal derjenige, der nun als Kläger aufhritt, den anderen erst zu seiner„Schuld“ gebracht? Aber das sind Fragen, die hier zu weit führen würden, ie überhaupt all die Reformgedanken um das Fahilienrecht sich in dieser Kürze nicht wiedergeben lassen. Larum mögen die angedeuteten Grundgedanken genügen. Recht im nationalsozialistischen Sinne ist das rassisch bedingte, intuitive Wissen um das Richtige. Dieses Wissen ist blutmäßig gebunden, so daß das, was dem einen Volk als Recht erscheint, bei dem anderen als höchstes Unrecht bezeichnet werden kann. Darum kann bei uns nie ein Andersrassiger Gesetzgeber oder Richter kein; denn er wäre nicht fähig, das Rechte zu wissen. Las Gesetz aber ist nur das Ausdrucksmittel über das Recht und ist als zeitlich und räumlich gebundenes Nenschenwerk stets lückenhaft. Die Bedeutungd er Leibesübungen n, der den mer finster le Farben ie Zimmer hrhunderted, aber die die Decken saus. ihrer Jurstand und jeuden. en alle in est! Aber es Rauschenhof Is verkaufen ich hindern, ten Mitteln einen Zins, Aus„Volk und Rasse.“ Heft 4(Lehmanns Verlag). Erno Folkarts schreibt über die Bedeutung der Leibesübungen für den rassischen Bestand des deutschen Volkes. Bild links:„Herakles“ vom Tempel zu Agina. Bild rechts; der junge deutsche Sportmann zeigt dieselbe für die nordische Rasse kennzeichnende Beherrschung der Haltung wie die griechische Plastik. heit zu gelingen. Sie kann durch persönliche Zusammenarbeit mit den Gemeindeverwaltungen besonders gründlich durchgeführt werden. Mit Aufklärungsvorträgen auf den Dienstversammlungen der Gemeindevorsteher wird diese Arbeit vorbereitet. Nach den erfolgten Anweisungen stellen die Gemeindeverwaltungen eine Liste der Familien zusammen, die ihnen für den Aufbau des deutschen Volkes als„unerwünscht" erscheinen. In der Gemeinde selbst wird dann vom Erbgesundheitsamt diese Liste an Ort und Stelle unter Heranziehung der Ortsärzte und Lehrer gesichtet und ergänzt und mit einem „Suchbuch“, das alle in Heilanstalten ermittelten Personen aus der Gemeinde enthält, verglichen. Diese Bestandsaufnahme ergibt für 1000 Einwohner etwa vier bis fünf„unerwünschte“ Sippen, für die Gemeindeamt und Standesamt eine vollständige Personennachweisung aller Angehörigen dieses Verwandtschaftskreises liefern. Die einzelnen Personen werden im Erbgesundheitsamt in einer Hauptkartei festgehalten. Mit der geschilderten Methode wird die Bestandsaufnahme im wesentlichen in Ortschaften bis zu 15 000 Einwohnern durchgeführt, während in den Großstädten eigene Aemter arbeiten.— So gelingt es in kurzer Zeit, auch in einem zweiten Land ähnlich wie in Thüringen, eine Sammlung sicherer Unterlagen für alle staatlichen und privaten Maßnahmen zur Förderung einzelner Familien zusammenzustellen. * In sechs fränkischen Städten stammte von den Volksschülern wenig mehr als jeder vierte, von den Hilfsschülern dagegen fast noch jeder zweite aus einer kinderreichen Familie. In den Würzburger höheren Schulen kamen sogar nur noch jeder fünfte bis sechste Schüler der Mittelklassen aus einer kinderreichen Familie. In den Städten geborene volksschulpflichtige Fürsorgezöglinge fränkischer Anstalten stammten, sofern ihre Mutter verheiratet war, zur Hälfte aus kinderreichen Familien. In den Familien dieser ehelichen oder legitimierten Zöglinge waren durchschnittlich 4,2 Kinder vorhanden also doppelt soviel wie beim Durchschnitt der ganzen Bevölkerung. Hilfsschülerfamilien, asoziale Familien und Familien mit Zwangserziehungskindern haben demnach auch heute noch eine 1½ bis 2fach so starke Fortpflanzung wie die sozial brauchbaren Familien. Dieser Gegenauslese muß durch rassenhygienische Maßnahmen energisch entgegengetreten werden. Kernsprüche Die Welt ist in ihrem Herzen äffisch und unterwürfig, und sie wertet Rassen, so wie diese sich selbst werten. * G. Scheffauer. Der Reichtum eines Volkes ist ein Zustand und keine Sache. Er ist die gesteigerte Lebensäußerung eines großen Organismus... Erregung wachsender Bedürfnisse nach der Richtung gesunden Wohllebens und geistiger und sittlicher Vervollkommnung und die Befriedigung dieser Bedürfnisse durch Arbeit,... in diesem Kreislauf, in dieser Bewegung liegt der Volkswohlstand, das ist Nationalreichtum. A. Pohlmann=Hohenaspe 1919. volkskrant, volkswenr und Tragirion der Fluch lösen, I aus dem aßvater hat ützt, sondern war gescheidie Heidjer, he nicht, die besitz zu vertisterium hat einzureichen, an Land an iebungen im Unterlagen er den Hof davon waren e lag in der andere Land früheren Bedas schlechte as Geld soll ... nur bedrückte Lori er Pflichtt“ uuf die Natzm. und nun kam an ung folgt.) bapfere Jungen im feldgrauen Rock Die vierzehnjährigen Frontsoldaten des Weltkrieges Erst heute ist es möglich, etwas über die jüngsten dem Infanterieregiment 113(Freiburg) ins Feld. Er Rriegsfreiwilligen im deutschen Heere sagen zu können, erlebte nicht mehr die Vollendung seines fünfzehnten Lebis jetzt wurden 12 sechzehnjährige, 24 fünfzehnjährige bensjahres. Am 7. Juni 1915 starb er, von einer Kugel und 13 vierzehnjährige Kriegsfreiwillige verzeichnet. Die getroffen, bei Lens in Frankreich. Bahl mag in Wirklichkeit viel höher sein, doch werden In Polen liegt unter kühlem Rasen Josef Kirchsie Unterlagen dafür noch von dm zuständigen Stellen mayer aus Saulgau in Württemberg, der Weihnachten besammelt. Wenn es im August 1914 nach dem Wollen 1914 ins Feld rückte. Schon nach einem Monat starb deutschen 14= und 15jähligen Jungen gegangen er im Alter von 14 Jahren und 11 Monaten den Heldenwäre, würden sie sich zu Hunderttausenden in das Heer tod. aben einreihen lassen, aber es wurden von den Melde= Im Alter von 14 Jahren 10 Monaten rückte Richard stellen der Regimenter nur ganz vereinzelt Jungen unter Kopatschek mit der 8. Kompagnie des Res.=Inf.= 7 Jahren zum Kriegsdienst angenommen. Der vier= Regiments 228 an die Front. Er wurde zum ersten sehnjährigen tapferen Jungen, die den feldgrauen Rock Male an der Rawka verwundet, zum zweiten Male bei h Ehren trugen, sei in nachfolgenden Ausführungen Brestlitowsk und erhielt schon früh die österreichische esonders gedacht. Tapferkeitsmedaille. In Frankreich zeichnete er sich durch Bei Ausbruch des Krieges war Johann Wawrok, besondere Tapferkeit aus, so daß er das Eiserne Kreuz eboren am 3. Januar 1901 in Oberschlesien, dreizehn 1. Klasse erhielt und zum Unteroffizier aufrückte. Nach inhalb Jahre akt. Nach Vollendung seines vierzehnten einem Lungenschuß wurde ihm im November 1918 das Lebensjahres gelang es ihm, nach mehreren vergeblichen Goldene Militärverdienstkreuz, der Pour le mérite der Versuchen, in das Grenadier=Regiment 11 einzutreten. Unteroffiziere, verliehen. Nach dem Waffenstillstand Mit der 2. Kompagnie zog er im April 1915 mit ins kämpfte er in Berlin gegen Spartakus, im Baltikum und Feld nach Frankreich. Er war ein unerschrockener Pa= in Oberschlesien. Er erhielt das Baltenkreuz und den #ouillengänger. Am 25. September 1915 geriet er in Schlesischen Adler und wurde Viezefeldwebel der Sicheranzösische Gefangenschaft und wurde, als er zurück= heitspolizei in Oberschlesien. Vor kurzem erzählte R. Erte, im Januar 1920 zum Gefreiten befördert und Kopatschek über den Breslauer Sender Selbsterlebtes als sit dem Eisernen Kreuz ausgezeichnet. Heute ist Johann jüngster schlesischer Kriegsteilnehmer. Pawrok Hauptwachtmeister bei der Schutzpolizei. Kurt Klinner war ein Lehrerssohn aus der ProDie Ersatz=Maschinengewehr=Kompagnie des 16. vinz Posen und trat am 21. August 1914 im Alter von rmeekorps in Saarlouis weiß von einem kaum vier= 14 Jahren zehneinhalb Monaten in die Armee ein und Albert Thoma aus Villingen im Schwarzwald trat mit 14 Jahren bei den schwarzen Dragonern in Freiburg ein. Im Mai 1915 kam er mit der 2. Eskadron nach Belgien und machte den Feldzug bis zu Ende mit. Die Strapazen des Feldzuges sind für ihn nicht ohne Folgen geblieben. Am 29. Juni 1934 erlag er einem Gehirnschlag. Damit ist die Reihe der bekannten Vierzehnjährigen des Weltkrieges erschöpft. Doch sei hier auch des jüngsten deutschen Kriegsteilnehmers Kurt Hübner gedacht, der nicht im eigentlichen Sinne Kriegsfreiwilliger und Soldat gewesen ist, der aber als jüngster aktiver Kriegsteilnehmer bezeichnet werden darf. Er ist im Sommer 1909 geboren und kam im Sommer 1918 als Neunjähriger, als Pfadfinder zur Batterie seines Vaters, der Leutnant und Batterieführer einer Schulbatterie der Flakschießschule in Blankenberghe bei Ostende war. Der Junge beteiligte sich mit jugendlichem Feuereifer an der Geschützbedienung und hat unter anderem auch die Abwehr des bekannten englischen Angriffs auf die Mole und Schleuse von Blankenberghe mitgemacht. Nach zweimonatiger„Dienstzeit“ schickte der Vater den Sohn in die Heimat, in das Saargebiet, zurück. Kurt Hübner ist heute Obersturmführer der SA. und er erinnert sich gern der Tage an der flandrischen Küste, die ihm unvergeßlich bleiben werden. E. Z. Die russische Dampfwalze7 Von Retue 10. Jusi hnjährigen Knaben mit Namen Gehring zu melden, gückte sechs„Wochen„später zum Landwehr-Infant Fr im Mai 1915 eintrat und vom Herbst 1915 ab an Regiment, 19 ins Feld. Als, Siebzehnjähriger rückt anterie1915 eintrat und vom Herbst. 1915 ah an Regimenr 19 ins, Feid. Ats Siebzehnjähriger rückte kr Front beim Feld=MG.=Zug 317 kämpfte. Im Win= zum Vizefeldwebel des 1. MGK.=Res.=Inf.=Rgt. 37 auf. r 1915/16 wurde er verwundet. Er wurde beim Angriff schwer verwundet und verlor den Kaum 14 Jahre alt, trat der am 7. Oktober 1900 rechten Arm. Seine Tapferkeit wurde mit seiner BeförOffenburg in Baden geborene Emil Huber bei derung zum Offizier bedacht. nem badischen Regiment ein. Er zog noch im Karl Münscher, geboren am 23. Februar 1900 Fahre 1914 mit an die Front. Am 21. Januar 1915 in Koburg ging 14jährig mit der 5. Kompagnie des burde er bei Cheluve durch einen Kopfschuß schwer ver= Res.=Inf.=Rgt. 252 an die Ostfront. Er nahm tapfer kundet. Der Junge erhielt das Eiserne Kreuz und die und unverdrossen an der Winterschlacht in Masuren teil adische Verdienstmedaille.„„ und fiel im Alter von fünfzehn Jahren und vier MoEin tapferer Soldat war Alfons Baule, der sofort naten als Held in Rußland. Kriegsausbruch im Alter von 14 Jahren 4 Monaten Franz Pommé, geboren am 12. September 1899 im Infanterieregiment 79 als Kriegsfreiwilliger ein= in Aachen, ging mit 14 Jahren 11 Monaten nach Rußat und bald mit dem Infanterieregiment 215 ins Feld land als Armierungssoldat, mußte aber wegen seiner Eckte Alfons Baule zeichnete sich stets durch besondere Jugend wieder in die Heimat zurück. Es gelung ihm Kapferkeit aus. Nach einer Verwundung erhielt er das jedoch, schon bald darauf an die Westfront zu kommen. ##erne Kreuz und wurde zum Unteroffizier befördert. Er starb den Heldentod am 23. Februar 1915 in der April 1918 ereilte dem Achtzehnjährigen am Kem= Winterschlacht der Champagne bei Tahure in den Reihen elberg der Soldatentod.. der Kameraden des Inf.=Rgt. von der Göben Nr. 28 im Weiter wird als vierzehnjähriger Kriegsfreiwilliger Alter von 15 Jahren 5 Monaten. #einrich Heilmann genannt, der im Jahre 1915 in Karl Bohn, geboren am 13. November 1899 in * Armee eintrat. Er lebt heute in Ludwigshafen am Saaralbien in Lothringen, als Sohn eines reichsdeut##ein. schen Beamten, meldete sich mit 14 Jahren 9 Monaten Vorbildliche Tapferkeit und Unerschrockenheit legte freiwillig und nahm an allen Kampfhandlungen der kr am 19. Juli 1900 in Waldkirch geborene Paul 6. Kompagnie des 7. Bad. Inf.=Rats. 142 teil, bis er auk an den Tag. Am 1. März 1915 zog er mit am 11. März 1917 schwer verwundet wurde. Der bekannte Journalist, Vertreter der DAs in Moskau, veröffentlicht soeben im Verlage Wilb. Gottl. Korn, Breslau, eine Broschüre„Militärmacht Sowsetunion“, aus der wir den folgenden Auszug bringen. Rußlands Bedeutung ist größer denn je. Das verdankt es nicht zuletzt seiner Mobilisierung aller militärischen Kräfte. Es werden im Rätebund jährlich rund anderthalb Millionen Buben geboren, die zwanzig Jahre später wehrpflichtig sind. Nach dem Wehrgesetz vom 23. September 1925, das erst 1928 in Kraft trat, umfaßt die allgemeine Wehrpflicht alle Vollbürger männlichen Geschlechts vom 20. bis 40. Lebensjahr. Die Einberufung zum aktiven Dienst erfolgt jährlich im Herbst für den Jahrgang, der das Alter von 22 Jahren erreicht. Die Zahl der gestellungspflichtigen Rekruten beziffert sich auf 1,2 Millionen.“ Nach Abzug der körperlich nicht Tauglichen und derjenigen, die aus persönlichen Gründen(einziger Ernährer) zurückgestellt werden, stehen immer noch 800 000 junge Leute der Truppe zur Verfügung. Es versteht sich, daß diese Zahl sich auch leicht um 10 bis 25 Prozent erhöhen läßt, wenn Bedarf vorliegt. Man darf die potentielle Kraft des natürlichen Mannschaftsersatzes auf eine Million Menschen beziffern. Die von Frunse eingeleitete Neuschaffung des Heeres nahm etwa vier Jahre(1924 bis 1928) in Anspruch. Nach Schaffung der organisatorischen Grundlagen für die Versorgung mit„Arbeitskraft“— um bei der marxistischen Betrachtung des Heereswesens als Kriegsbetrieb zu bleiben— schritt man dazu, die Technik auf einen modernen Stand zu heben. Es ist kein Zufall, daß 1928 der Zeitabschnitt des ersten Fünfjahresplanes beginnt. Mit seiner Beendigung 1932 war auch diese Aufgabe in den Grundzügen beendet. Rechnet man, daß die zwei folgenden Jahre noch damit ausgefüllt waren, den neugeschaffenen Apparat einzuspielen, die„Erfolge zu verankern“, wie Stalin es nannte, so datiert von 1934 ab die neue Entwicklungsstufe der Roten Armee, die äußerlich durch eine Verdoppelung des Mannschaftsbestandes gekennzeichnet wird. Von der einen Million Militärdiensttauglicher wurde bis dahin nur etwa ein Viertel für die Kaderarmee in Anspruch genommen. In acht Jahren sind somit etwa zwei Millionen Männer durch diese militärische Vollschule gegangen. Von 1934 ab wächst diese Zahl um jährlich eine halbe Million mindestens. Die nicht in die Kaderarmee eingereihten Rekruten werden dem„Wechselbestand der Territorialtruppen“ zugezählt oder erhalten ein„militärische Ausbildung"„außerhalb der Truppe“. So weist denn die militärische Beschaffenheit jedes Jahrganges eine Vierteilung auf: Ungediente und Untaugliche mit etwa 25 Prozent. Vollausgebildete 22 Prozent und ein Rest von 53 Prozent solcher Mannschaften, die teils in der Territorialtruppe, teils„außerhalb der Truppe“ ausgebildet werden. Eine Verdoppelung der Kaderarmee braucht keineswegs auf Kosten des Bestandes der Territorialtruppen zu gehen, sondern kann sehr wohl damit erreicht werden, daß der Notbehelf der Ausbildung außerhalb der Truppe eingeschränkt wird, ebenso wie es leicht möglich ist, die Befreiungen vom Militärdienst zu beschneiden. Selbst wenn man sehr vorsichtig ist und die nicht in der Kaderarmee ausgebildeten Mannschaften unter Zugrundelegung einer Mindestausbildung von sechs Monaten nur relativ zu ihrer Dienstzeit als Vollsoldaten wertet, so ergibt sich, daß der Rätebund 1935 über rund sieben Millionen ausgebildete Soldaten verfügt, denen jedes Jahr eine weitere Million zufügr. Amtliche Angaben liegen nur für die Kaderarmee vor. Für die anderen Kategorien ist man auf Schätzungen angewiesen. Erst im Jahre 1950 erreicht das„potentiel de guerre“ des Rätestaates bezüglich der Mannschaften das Maximum von 22 Millionen vollqualifizierten Soldaten, ohne dabei den natürlichen Bevölkerungszuwachs in Rechnung zu stellen. Es versteht sich aber, daß die Kriegsbereitschaft schon zu einem viel früheren Zeitpunkt eintritt. Im wehrfähigen Alter von 20 bis 39 Jahren zählt der Rätebund 29 Millionen Männer, von denen nicht mehr als die Hälfte für die Aufrechterhaltung von Wirtschaft und Transport als unabkömmlich im Kriegsfalle zu gelten haben. Der kriegsverwendungsfähige Teil ist heute bereits zu 50 Prozent ausgebildet, und in fünf bis sechs Jahrer läßt sich die Höchstgrenze von 100 Prozent erreichen. 65 der können genau so Aufträge verbuchen wie die LiefeTap ranten für Tapeten oder Dekorationsstoffe. „Weil es unaufhaltsam aufwärts geht!“ Der begonnene Aufschwung im deutschen Lichtspielwesen, der sich ja in den Besucherzahlen nachweisen läßt, hat schon zu einer Mehrbeschäftigung von Filmschaffenden aller Art geführt. Für die Zukunftsaussichten spricht beispielsweise der Umstand, daß deutsche Produktionsunternehmen ihre technischen Anlagen erweitern werden, wodurch sie den Arbeitsmarkt nicht unerheblich beleben dürften. Eng verflochten ist das Gedeihen des Lichtspielwesens— um abschließend nur noch ein Beispiel herauszugreifen— mit den Absatzmöglichkeiten für die deutsche Apparate=Industrie: Die Verbesserungen der Aufnahme= und WiedergabeEinrichtungen lassen den Film als großen Auftraggeber für die technische Industrie auf weiteste Sicht hinaus ununterbrochen in Erscheinung treten!" Sreine AAmpock Neue Gesichter im Filmnachwuchs: Ingeborg Theek, die Willg Forst zum ersten Male in dem Film „Mazurka“ herausstellen wird. Poto-Rota „Episode" beendet. Die Aufnahmen für den ersten Paula=Wessely=Film des NDLS.„Episode“ sind unter der Regie von Willy Zeyn beendet worden. Rudolf=Forster=Film begonnen. Erich Engel hat mit den Aufnahmen für den neuen Rudolf=ForsterFilm des NDLS.„... nur ein Komödiant“ begonnen. Die Hauptrollen dieses Films spielen Rudolf Forster, Paul Wegener, Christl Mardayn, Hilde von Stolz, Hans Moser, Gretl Berndt, Grit Haid, Rose Albach=Retty und andere... gart 65. Angela Salloker wurde von Heinz Hiperr für mehrere Monate in der nächsten Spielzeit wieder an das Deutsche Theater verpflichtet. Renate Müller wird die Hauptrolle in dem Film „Das Ewig=Weibliche"(für Europa) spielen. Dorothea Wieck wird in der nächsten Spielzeit die Hauptrolle in einer Karl=Hartl=Inszenierung„Eine unmögliche Frau“ spielen. Die Germanen im Film. Seit dem NibelungenFilm wurden die alten Germanen noch nicht wieder im Film gezeigt. Der Regisseur und Schriftsteller Alf Zengerling hat nun die alten Germanen wieder in einem Manuskript aufleben lassen. Die Handlung spielt in der Zeit um 12 v. Chr. und 20 n. Chr., als Cäsar und Brutus die Germanen unterjocht und dann von Hermann dem Cheruskerfürsten in der großen Schlacht im Teutoburger Wald wieder befreit wurden. Lucie Englisch, die gegenwärtig im Falschen Fuffziger“ einen starken persönlichen Erfolg hat, beginnt in München den„Kampf mit dem Drachen"; sie wird noch einen oder zwei weitere Filme für die „Bayerische", drehen. Käthe von Nagy wird in Berlin zum Abschluß von Verträgen erwartet. Sie weilte bekanntlich in Paris. Am Wolfgangsee. Nun wird endlich auch das unsterbliche„Weiße Rößl“ seine Verfilmung erfahren. „Ich liebe alle Frauen". Die Hauptrollen in dem neuen Tonfilm der Ufa„Ich liebe alle Frauen" spielen neben Jan Kiepura: Inge List, Lien Deyers, Theo Lingen, Fritz Imhoff, Fritz Odemar und Margarete Kupfer. Die Regie führt Carl Lamac. Die Aufnahmen haben begonnen. Der ledt eigentital vom Kiln! 60 Millionen Mark jährliche Sagen— Unmittelbarer Arbeitgeber für Vierzigtaulend Carl Auen, Präsidialrat der Reichsfilmkammer, gab anläßlich des Filmkongresses interessante Zahlen über den Wirtschaftsfaktor„Film“ bekannt. Man erfährt, wer alles zunächst unmittelbar und wer noch im weiteren Kreise an der wirtschaftlichen Gesundung des deutschen Lichtspielwesens interessiert ist; 5002 Lichtspieltheater geben Arbeit. „Die Auswirkungen der Steigerung der Qualität des deutschen Films kommen den weitesten Kreisen zugute. Denken Sie bitte einmal daran, wieviel tausend Volksgenossen allein die Lichtspieltheater selbst Verdienst und Arbeit geben! Jedes der 5002 deutschen Kinos beschäftigt doch allerwenigstens jeweils einen Kassierer, die Großkinos haben sogar zwei und mehr Personen an den Kassen angestellt. Es gibt wohl heute kein Kino mehr ohne Platzanweiser, ohne Verkauf von Erfrischungen, und nur noch die kleinsten Lichtspielhäuser unterhalten keine eigene Garderobenablage. Jedes Kino braucht mindestens einen Vorführer und einen Umroller. Reklamemaler und Boten, Musiker und Hauspersonal werden beschäftigt! Im Jahre 1925 wurden in allen Lichtspieltheatern zusammen über 18000 Volksgenossen beschäftigt. Geringer ist deren Gesamtzahl inzwischen keinesfalls geworden. Die Lohntüte mit 60 Millionen Mark. Von 77 deutschen Produktionsunternehmen werden an die in Deutschland vorhandenen 6000 künstlerisch Schaffenden jährlich, nur rund gerechnet, gegen 60 Millionen Mark als Gagen ausbezahlt. Wie hoch die Ausgaben der 109 Kulturfilmhersteller und der 81 Verleihfirmen für Gehälter und Löhne sind, läßt si chnur abschätzen. Die Gesamtzahl der im deutschen Lichtspielgewerbe Beschäftigten übersteigt allein schon vierzigtausend. Hinzu kommen noch die bei der Erzeugung des Rohfilms, der technischen Apparaturen für Aufnahme und Wiedergabe laufend beschäftigten Volksgenossen. „Kein Handwerk ist ausgenommen!“ Präsidialrat Auen berichtet an Hand zahlreicher Beispiele, die durch das gerade heute erst herausgekommene von der Reichsfachschaft Film herausgegebene neuartige Jahrbuch der deutschen Filmschaffenden 1935 erläutert werden, wie allumfassend das Lichtspielgewerbe als Arbeitgeber auftritt. „Kein Handwerk bleibt bei=der laufenden und der hin und wieder vorkommenden Belieferung mit Aufträgen durch die Filmindustrie und die mit ihr zusammenarbeitenden Gewerbezweige ausgenommen. Der Möbeltischler findet„durch den Film“ genau so Aufträge auf Lieferung von modernen oder Stilmöbeln wie der Bühnenausstatter, Modehäuser beschäftigen eine Menge Volksgenossen eigens für die Ausführung der„vom Film“ kommenden Aufträge, die MaßschneiNach Oskar Wildes Bühnenstück „Der ideale Gatte“ wird ein Film gedreht, in dem Paul Henckels die Rolle des Sir Robert Chiltern spielt. Foto: Terra Wsekt archelwdte 3htatt Bieentwictlung der ehenbannenin Westsaten Die einzigen Verkehrswege für die Beförderung von Personen und Gütern waren vor der Erfindung der Dampfkraft und des Schienenweges einmal die Wasserwege(Meere, Seen, Flüsse, Kanäle), anderseits Landwege, die zum Teil besonders hergestellt und ausgebaut waren und als Landstraßen galten. Wie langwierig und beschwerlich zum Beispiel eine Reise von Hagen nach Berlin war, kann man sich heute kaum noch vorstellen. Die erste Eisenbahn wurde vor hundert Jahren in England zwischen Manchester und Liverpool gebaut: die erste deutsche im Jahre 1935 zwischen Fürth und Nürnberg. Welche Schwierigkeiten der Bau der ersten Eisenbahn bereitete und welche Gegengründe man anführte, erscheinen uns heute fast unglaublich. Einige fürchteten einen Ruin der bisherigen Schiffer, Fuhrund verwandten Gewerbe, andere hielten ihre Benutzung für viel zu gefährlich, wieder andere glaubten, ihr Dampf werde die Luft verpesten; einige— es ist kaum glaublich— befürchteten ihre demokratisierende Wirkung, da der Arbeiter gerade so rasch befördert wurde, wie Fürsten und Könige; die Bahn wurde sogar von einigen als Satanswerk bezeichnet,„das der natürlichen Fortbewegung, wie sie Gottes Wille sei, spotte“. Vor allem wurde die Ertragsfähigkeit der Bahn sehr stark angezweifelt. Wie die Bahn Berlin—Potsdam eröffnet war, soll Friedrich Wilhelm III. gesagt haben: „Kann mir keine große Glückseligkeit vorstellen, ob man einige Stunden früher in Potsdam ankommt oder nicht", dagegen soll der Kronprinz(spätere König Friedrich Wilhelm IV.) bei der Eröffnung, wie er auf der Lokomotive stand, ausgerufen haben:„Diesen Karren, der durch die Welt rollt, hält kein Menschenarm auf!“ Durch die hochentwickelte Industrie(mannigfache Stahl= und Eisenindustrie an den zahlreichen Wassergefällen der Wupper, Ruhr, Lenne, Hönne, Volme und Ennepe, die reichen Erzlager im Siegerland, die Kohlenlager im Ruhrgebiet) machte sich auch das Bedürfnis nach besseren Verkehrsverhältnissen geltend. Im Jahre 1837 wurde schon als Spurweite allgemein die Normalspur festgesetzt. Diese Spurweite ist von den Engländern übernommen worden, und zwar im Anschluß an die Spur der englischen Landfuhrwerke(4 Fuß 8½ Zoll engl.=.435 Meter). Diese Normalspur gilt heute in ganz Europa, Elberfeld und Barmen wirkten zuerst in Preußen für den Eisenbahnbau. Friedrich Harkort, der sich um die Eisen= und Stahlindustrie in Westfalen hoch verdient gemacht hat, forderte besonders zum Eisenbahnbau auf. Aber erst 1841 war als zweite Bahnstrecke Preußens, nachdem 1839 die Berlin—Potsdamer Bahn dem Betrieb übergeben war, die Düsseldorf —Elberfelder Bahn fertiggestellt. Die Bergisch=Märkische Bahn(Elverfesd—Schwelm— Dortmund) konnte erst im Jahre 1848 dem Betrieb übergeben werden, nachdem auch der Staat die hohe Bedeutung dieser neuen Verkehrswege eingesehen hatte. Gleichzeitig suchte aber auch der preußische Staat durch Zinsgarantie, zinslose Darlehen oder Uebernahme eines Teiles der Aktien sich allmählich einen weiteren Einfluß auf Bau und Betrieb zu sichern und schließlich auch durch planmäßige Tilgung der Aktien die Bahnen selbst zu erwerben. Gegen Ende der vierziger Jahre wurde Staate übernommen. Ende der siebziger Jahre bestand in Westfalen schon ein ausgedehntes, zusammenhängendes Bahnnetz unter Verwaltung von einer Staatsbahndirektion(Münster) und zwei Privatgesellschaften(Bergisch=Märkische und Köln=Mindener). Daß ein Wettbewerb unter den Privatgesellschaften eintrat, ist ohne weiteres klar; viele Strecken liefen nebeneinander her, aber nicht wegen des allzuhohen Verkehrs, sondern lediglich des Wettbewerbs wegen. Da der Staat selbst große Summen den Privatgesellschaften zur Verfügung gestellt hatte, mußte diesen unhaltbaren Zuständen Abhilfe verschafft werden. Da man auch überzeugt war, daß die Eisenbahn dem Gemeinwohl zu dienen habe und nicht wenigen Privatgesellschaften, so stand einer Verstaatlichung der Bahnen nichts im Wege. Die Durchführung der Verstaatlichung machte um so weniger Schwierigkeiten, als der Staat nicht nur durch seine Unterstützungen meist schon finanziell beteiligt war, sondern auch größtenteils Bau und Betrieb für Rechnung der Gesellschaften übernommen hatte.„ 1879 wurde die Köln=Mindener Bahn verstaatlicht, 1882 die Bergisch=Märkische Bahn, dann die Rheinische Eisenbahn Nachdem diese Verstaatlichung eingetreten war, setzte aber auch wieder der Bau neuer Staatsbahnen ein, so daß heute ein dichtes Schienennetz ganz Westfalen überspannt. Zu erwähnen wären vielleicht noch in Westfalen vorhandenen Privatbahnen: Westfälische Landeseisenbahn mit 264 Kilometer, TeutoburgerWald=Eisenbahn 101 Kilometer und Kreis=Altenaer= Schmalspurbahn 41 Kilometer.„„ 81 Die Bedeutung der Eisenbahnen als Verkehrsmittel wurde schon früh erkannt, und es gibt wohl kein anderes Verkehrsmittel, das so im Dienste der Allgemeinheit steht, und auch allen zugänglich gemacht werden kann. Düt un Dak in Baukumskem Dlatt (Nich nohdrücken.) der Bau von Staatsbahnen beschlossen. Der Minister von der Heydt ein eifriger Förderer der Staatsbahn, setzte am 15. Iktober 1850 die Königliche Direktion der Bergisch=Märkischen Eisenbahn in Elberfeld ein, nachdem die schon bestehende BergischMärkische Bahn in Staatsverwaltung übergegangen war, nicht aber in Staatsbesitz. Von nun an besserte sich die finanzielle Lage— denn hieran war fast jeder frühere Bahnbau gescheitert. Sehr rasch, und kurz darauf wurde die Strecke Dortmund—Soest im Jahre 1855 eröffnet; 1859/61 fand die Eröffnung der Ruhr —Sieg= Bahn statt, 1860/62 Witten—Bochum — Duisburg mitten durch den Ruhrkohlenbezirk, 1872/73 Ruhrtalbahn Düsseldorf—Werden— Schwerte—Warburg. Für Westfalen ist weiter noch die Köln=Mindener Bahngesellschaft wichtig. Nachdem der Staat selbst ein Siebentel des Aktienkapitals übernommen hatte, wurde im Jahre 1843 dieser Gesellschaft der Bau genehmigt. Ob die Bahn von Dortmund aus über Hamm oder über Soest zu leiten sei, behielt sich der Staat vor und entschied im Jahre 1845, die Bahn über Hamm zu leiten mit der Bedingung, von da aus aber sowohl nach Münster als auch nach Soest einen Anschluß zu schaffen. Zwischen Duisburg und Dortmund wurde die Bahn nicht über Essen und Bochum, sondern wegen der besseren Bau= und Betriebsverhältnisse durch das Emschertal gelegt. Die Eröffnung erfolgte endgültig 1847 unter gleichzeitigem Anschluß an die hannoversche Staatsbahn Minden—Hannover. 1853 erhielt die Köln=Mindener Bahn die Genehmigung für Oberhausen—Arnheim, 1855 für Deutz—Gießen, 1866 für Venlo—Wesel, Münster—Osnabrück und 1868 für Osnabrück—Bremen—Hamburg. Die Linie Soest— Paderborn—hessische Grenze wurde 1853 in Angriff genommen, und zwar vom Staat aus, auch die Linie Münster—Hamm wurde 1855 vom (Rich nohbrudken! * plattdütlcho Tofofon hiett, as wann du dän äisten besten Menschen san Dar hiallauhsale dereson stohenden Fautes met Hut un Hooren häst opfriäten Hampelmann drap vüör ennigen Tagen sinen ollen wollt! Allau, Inu, Hempelmann,„dä Sake was sau Frönd Hempelmann hier bouwen in Wiemelhusen bi„„Ja“, sag; hat gg in Düßppm n Brauer wuennen dä öffentlike Telephonzelle an dä Waterstrotenecke, as Du woißz Hogh,ne Wätschopp hiett; un düessen woll ed Hempelmann am gewittern un flauken was, as wann kuott zun gued jäben dovann düör dä Kwaselstrippe in chn gerade dat grane Laus an da Rose, buidrv) Heantutg seten, dat mi bi Klapertuigg Beigrgel reip Hampelmann,„wat es dann di nu wir sau ven bedreimgstprei rann, Groschen— alsan met äinem Mol in dä Plate stegen? Büst du nich barrz ec besutr ga gleinen Kassen schnietten un alenat mer bi Groschens oder es dine Lisbätt met däm Fräigreg niks anners te hören as: Ich kann Sie nich Kostgänger utnieppen? Du sühst jo ganz geföhrlif perstehen! Un saumet hewwe eck doch bis op dinen Gro ut un mä göng di am besten ganz wit ut däm Wiäge, schen ine ganze Mark in dä Drite schmietten un dorüöpet Nu nol herut met dä Sprokel. Wat es di vasschier:“ kann mä boch wuoll öösig wären. Eck kann dat met dös Ower eck gläuwe, et es am besten, wann eck di tochi)st besten Willen nich begripen! Eck woll, datt dä gans mol met nem kleinen Witz wir in ne annere Stim= Kassen do in Grund un Buoden versünk!“ mung brenge un dorüm hör mol, genau tau: Wäist-..—.—..— getz Hampelmann, zwu biest dt du auk, datt et hier in Baukum ne Strote giett, an„Ja, olle Junge", siett Hampetmann,„wu hiest dä dä Pannkauten blauß on äine Sit gebacken wät? dann in hein Rasgguchdisch pze, an plattöätischss Eck gläuwe, do büst du noch nich ächter kommen!“ ne Sprole: Op hauchoutsch, oder#p plallbulsch Wann du meinst", siett Hempelmann hierop,„datt du mi in düessem Augenblick veräppeln un verdulldäubeln könnst, dann verdeist du di doch gründlik! Un dorüm möchte eck di doch rohen, mi met sau'nem Kwatsch in Ruhe te loten! Dann sou verrückt es doch wuoll noch nich äiner in ganz Baukum, datt hä'n on dé äine Sit Bannkauken, dä blaus ou oä äine Sit gebacken un verstohen hett, du maust nämlik wietten, datt dä öffen dorüm äist halwgar es, sick intus fäuhert, du olle liken Telephonkassens blauß op dä hauchdütsche Sprei Schlikenfänger!". ingerichtet sind un mä dorüm in düesse auk nich anne „Dat, hiett met gar, un halwgar nich im geringsten as hauchdütsch küren draw. Dä annern nich öffentlig te daun," süett Hampelmann; dat kömmt ganz alläine Telephons, in dä Wätschoppen un sau widder, versy. dovan, datt sä an düesse Strote noch keine Pannkauken auk plattdutsch un dorüm maust du, wann du met op dä annere Site backen könnt, wil an düesse noch Brauer sau küren wost, as ink beide dä Schnute Hesanseg keine Hüser stot un dat es dä Dirschauer=Strote! Büst es, nom Weert in de Wöchte gohen, däm sin Terz du nu tefriän met mi? Sühst du wuou, nu kannst kürt auk plattdütsch. Ower eck maut nu maken, du# du wir lachen un dorüm maust du mi auk vertellen, no Hus komme. Eck wünsche vi guedoean Erfolg un wat di vüörhin sau kriminal in Witterung gebracht bis op Wierseigen!" Gustav Eingerhoffe „Na selbstverständlik op plattdütsch“, röpt Hempel mann;„du wäißt jo doch, datt eck met däm schworeh Messingsch nich sau recht prot wärn kann un dorün küre eck auk ümmer blauß platt; dat flutschet mi biättel un strüllt dohiär as dat Bäier ut däm Kran.„.5 „Ja, dann well eck di wuoll gläuwen, datt sä dim Bezugspreis mit Bo monatlich, Selbstabhe Bezugspreis für die zeitschrift„hör mit 55 Pf. bei fünf So Zeitung durch höh störung u. dgl. vert werden.— Geschäfts Sonntags von 11 k 16 bis 17 Uhr(auf Verlag und Dru KEE Der Führer 1 haven ein und u fahrt des neue deutschen Lloyds er im Dezember 1 Bord des herrlich Probefahrt, die 1 Inseln führte, 1 Rudolf Heß, Reichswehrministe präsident Dr. St tragte des Führe der Marineleitun zahl von führen! und die Adjutant Beim Auslau Scharnhorft den Fahrt zurückkehre auf dem an Bor Aufstellung genon „Scharnhorst" de Fahrt abzustatten vom herrlichsten: tag abend wieder kerte bis zum Mi Kai hatte sich ein die fast die ganz ausharrte, um d fes begrüßen zu Im Verlaufe Vorstandes des 9 rer im Namen d längeren Besuch delsmarine und sche Seefahrt st Deutschlands ihr Der Führer nend über das E scher Werkm ist, und seine Ei dernste und schn kehr sein werde. 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