TeaneVgT Bezugspreis mit Botenlohn:.15 RM. monatlich oder.08 RM. halbmonatlich, Selbstabholer.85 RM. monatlich oder 98 Bf. halbmonatlich. Bezugspreis für die„Bochumer Illustrierte“ 30 Pf. monatlich, Funkzeitschrift„hör mit mir“ 45 Pf. monatlich bei vier Sonntagen und 55 Pf. bei fünf Sonntagen im Monat.— Wenn das Erscheinen der Zeitung durch höhere Gewalt oder durch Verbot oder Betriebsstörung u. dgl. verhindert wird, können keine Ersatzansprüche gestellt werden.— Geschäftsstelle geöffnet von 8 bis 13 und von 14½ bis 19 Uhr, Sonntags von 11 bis 12 Uhr.— Sprechstunden der Redaktion von 16 bis 17 Uhr(außer Samstags).— Postscheckkonto Dortmund 1760 Verlag und Druck: Laupenmühlen& Dierichs in Bochum Mittwoch 17. April 1935 (Ostermond) 4 Johrgang Nummer 91 Einzelpreis 10 Pf. Kaschslin ae Zeitung um 16 Uhr mündlich aufgegebener Anzeigen 1a. Hauptgeschäftsstelle: Rathausplatz Seite.5 P. FamilienV: Rlicht der ten(Sielenereins= oder ühren 25 Pl. . Schluß der s erscheinende Abdruck fernmmen werden. 551, 52, 53 Die beuische Wehr pfischtertialung dol dem Böllerbundsral Seuug Gchtererrrse.OrT. Gemeinsame Entschließung Frankreichs, Englands und Italiens eingebracht— Polnische Kritik an der„Daktomanie“ Anbehagen über die Entschließung bei Spanien und Dänemark änb Genf, 16. April. In Genf herrschte heute bis in die Nachmittagsstunden hinein große Verwirrung und Unklarheit. Die französische Denkschrift über die deutsche Aufrüstung stieß auf ein gewisses Maß von Widerstand auf polnischer, dänischer und südamerikanischer Seite. So mußte auch heute die auf 11 Uhr vormittags angesetzte Ratstagung auf den Nachmittag verschoben werden, und zwar auf 16 Uhr. Der Widerstand gegen die französische Anklageschrift gegen Deutschland ging sogar so weit, daß die als Berichterstatter in Aussicht genommenen Vertreter Dänemarks(Außenminister Munch) und Chiles es ablehnten, als Berichterstatter zu fungieren. Die ursprüngliche Absicht, einen Dreierausschuß mit der Ausarbeitung des Entschließungsentwurfs über die französische Klage zu beauftragen, mußte infolgedessen fallen gelassen werden. Es blieb der französischen Abordnung schließlich nichts anderes übrig, als von sich aus einen Entschließungsentwurf vorzubereiten. Sie tat das im Einvernehmen mit England und Italien. So konnte denn endlich am Nachmittag nach einer geheimen Ratssitzung, die nur wenige Minuten dauerte, in öffentlicher Sitzung die Behandlung des französischen Antrages gegen den Beschluß der Reichsregierung zur Einführung der allgemeinen Wehrpflicht steigen. Lavals Rede Sofort nach Eröffnung der Sitzung erteilte der Präsident des Rates, der türkische Außenminister Rüschtü Aras, dem französischen Außenminister Laval das Wort zu einer kurzen Erklärung, die die Unterbreitung eines Entschließungsentwurfes im Namen der drei Mächte Frankreich, England und Italien begleitete. Laval erklärte: „Indem die französische Regierung den Entschluß gefaßt hat, diese Aussprache herbeizuführen, gibt sie ihrem Vertrauen in den Völkerbund Ausdruck. Es ist dies eine Anerkennung der Unabhängigkeit. der Unparteilichkeit und der Autorität der Genfer Institution. Das deutsche Vorgehen vom 16. März muß verurteilt werden. Es müssen Maßnahmen ins Auge gefaßt werden, um in der Zukunft den Völkerbundspakt hinsichtlich der Organisation der kollektiven Sicherheit wirksamer zu gestalten. Der Rat des Völkerbundes wird seine Verantwortlichkeiten übernehmen. Da er mit der Aufrechterhaltung des Friedens betraut ist, wird er heute nicht schweigsam und unbeteiligt sein wollen Er muß sich seiner Herkunft erinnern und muß die Grundsätze, auf denen er begründet ist, beherzigen. Er muß die Folgen seiner Haltung abmessen; dann wird er seiner Mission gerecht werden. Die Völker wissen, daß das Vertrauen in die beschworene Treue und in die übernommenen Verpflichtungen nicht nur ein moralisches Prinzip ist, sondern das lebendige Gesetz des Völkerbundes. Ich will hier nicht plädieren. Die Tatsachen sind zu bekannt. Die Denkschrift der französischen Republik zählt sie auf, analysiert sie und wertet sie. Die Ratsmitglieder haben sie beurteilen können. Sie werden sich auch darüber aussprechen. Frankreich hat durch seine Taten gezeigt, daß es den Frieden will. In London haben wir am 3. Februar zusammen mit der britischen Regierung ein Verhandlungsprogramm ins Auge gefaßt, das uns schnell zu einer haltbaren Organisation der Sicherheit in Europa führen sollte. Unsere Vorkehrungen sind durch das deutsche Vorgehen zunichte gemacht worden. Wer könnte bestreiten, daß die Reichsregierung durch ihre Handlungsweise in der Welt Enttäuschung und Beunruhigung verursacht hat? Schlußfolgerung aus der jetzigen Debatte darstellen drei Regierungen Frankreichs, Engsoll. Diese Entschließung wird von den lands und Italiens unterbreitet.“ Der Wornaut des Enlschneßungsentwurser Der Entschließungsentwurf lautet: „Der Völkerbundsrat ist der Ansicht, 1. daß die gewissenhafte Einhaltung aller Verpflichtungen aus den Verträgen eine Grundregel des internationalen Lebens und eine Voraussetzung der Aufrechterhaltung des Friedens ist, 2. daß es ein Hauptgrundsatz der Menschenrechte ist, daß keine Macht sich von den Verpflichtungen eines Vertrages loslösen kann, noch daß sie seine Bestimmungen ohne Uebereinstimmung mit den anderen vertragschließenden Parteien abändert, 3. daß die deutsche Einführung des Wehrgesetzes vom 16. März 1935 in Widerspruch mit diesen Grundsätzen steht, 4. daß durch diese einseitige Maßnahme kein Recht entstehen konnte, 5. daß diese einseitige Maßnahme, indem sie ein neues Störungselement in die internationale Lage brachte, notwendigerweise als eine Drohung gegen die europäische Sicherheit erscheinen mußte. In der Erwägung, daß anderseits 6. die britische Regierung und die Regierung Frankreichs mit Zustimmung der italienischen Regierung, die deutsche Regierung seit dem 3. Februar 1935 mit dem Programm einer allgemeinen Regelung befaßt hatten mit dem Ziele, durch freie Verhandlungen den Frieden in Europa zu organisieren und zu einer allgemeinen Rüstungsbeschränkung im Rahmen der Gleichberechtigung zu gelangen, bei gleichzeitiger Sicherstellung der aktiven Mitarbeit Deutschlands am Völkerbund. 7. daß die einseitige Maßnahme Deutschlands nicht nur unvereinbar mit diesem Plan ist, sondern daß sie auch gerade zu der Zeit kam, als die Verhandlungen tatsächlich im Gange waren, erklärt der Rat: I. Daß Deutschland gegen die Pflichten, die allen Mitgliedern der internationalen Gemeinschaft auferlegt sind, verstoßen hat, nämlich die eingegangenen Verpflichtungen innezuhalten. Der Ratverursteilt jede einseitige Aufkündigung der internationalen Verpflichtungen. II. Der Rat richtet an die Regierungen, die das Programm vom 3. Februar 1935 ins Leben gerufen haben oder die sich ihm angeschlossen haben, die Aufforderung, die Verhandlungen, die sie begonnen haben, fortzusetzen und vor allem im Rahmen des Völkerbundsabkommens die Verträge abzuschließen, die im Einklang mit den Verpflichtungen des Völkerbundspaktes notwendig erscheinen sollten, um das Ziel zu erreichen, das in diesem Programm zur Sicherung der Aufrechterhaltung des Friedens vorgesehen ist. III. In Erwägung, daß die einseitige Aufkündigung internationaler Verpflichtungen sogar die Existenz des Völkerbundes in Gefahr bringen kann, also einer Einrichtung, die die Pflicht hat, die Aufrechterhaltung des Friedens zu sichern und die allgemeine Sicherheit zu organisieren, beschließt der Völkerbundsrat: daß eine derartige Vertragsaufkündigung, ohne damit die Anwendung der Bestimmungen zu beeinträchtigen, die schon in anderen internationalen Verträgen vorgesehen sind, von seiten der Mitglieder des Völkerbundes und im Rahmen des Völkerbundspaktes alle geeigneten Maßnahmen hervorrufen müßte, sobald es sich um Verpflichtungen handelt, die die Sicherheit der Völker und die Aufrechterhaltung des Friedens in Europa berühren. Der Rat beauftragt einen Ausschuß, der in folgender Weise zusammengesetzt sein soll(hier ist eine Lücke im Text), zu diesem Zwecke Maßnahmen vorzuschlagen, welche den Völkerbundsvakt wirksamer machen sollen hinsichtlich der Organisation der allgemeinen Sicherheit, und der im besonderen wirtschaftliche und finanzielle Maßnahmen genau festlegen soll, die angewandt werden könnten in dem Fall, daß in Zukunft ein Staat, ob er nun Mitglied des Völkerbundes ist oder nicht, den Frieden in Gefahr bringen sollte, indem er einseitig seine internationalen Verpflichtungen aufkündigt.“ Simon: Die Aussprache „Gemeinsame Entschließung drei Stresa=Nächte der Der englische Außenminister Sir John Simon begann mit der Feststellung, daß die von Laval vorgelegte„Entschließung eine gemeinsame Entschließung der drei Stresa=Mächte sei. Der Grund, der diese Mächte bewogen habe, diese Entschließung gemeinsam vorzulegen, sei aus dem Schlußkommunigué von Stresa selbst ersichtlich, und zwar aus dem Absatz, in dem die drei Mächte es als ihr Hauptziel bezeichnen, den Frieden aufrechtzuerhalten im Rahmen des Völkerbundes, wobei sie gleichzeitig entschlossen seien, durch brauchbare Mittel einseitige Aufkündigung von Verträgen für die Zukunft unmöglich zu machen. Simon ging dann auf die drei Schlußabsätze der gemeinsamen Entschließung ein, die er noch einmal zusammenfassend wiederholte und deren Sinn er im Einklang mit dem Wortlaut erläuterte. Zum Schluß erklärte Sir John Simon, diese Vorschläge seien wohl begründet. Wenn der Rat ihnen zustimme, so werde er damit zeigen, daß er einig sei in der Aufrechterhaltung des Friedens und in der Herstellung der allgemeinen Sicherheit. Italienische Solidaritätserklärung Der italienische Kabinettschef Aloisi erklärte, daß in dem gemeinsamen Entschließungsentwurf die Grundlagen festgelegt worden seien, die die Taten der italienischen Regierung auf internationalem Gebiet immer geleitet hätten. Die faschistische Regierung habe ihre Politik immer auf Realitäten, aber auch auf die Interessen aller Nationen gegründet. Sie werde aber, obwohl sie die Notwendigkeit des Geistes der Verständigung nicht verkenne, sich dem Willen derjenigen widersetzen, die den europäischen Frieden bedrohen. Dieser Wille habe sich nicht nur in Worten, sondern in Taten ausgedrückt. Die italienische Regierung schließe sich vollinhaltlich den Erklärungen Frankreichs und Großbritanniens an. Die italienische Regierung habe immer der Ansicht Ausdruck verliehen, daß es angezeigt wäre, den Teil 5 des Versailler Vertrages einer Revision zu unterziehen. Sie habe aber dabei immer klar zu verstehen gegeben, daß eine solche Revision auf rechtlichem Wege zustande kommen müsse. Die faschistische Regierung sei einer Meinung mit Frankreich und Großbritannien im Vertrauen in die Politik der internationalen Zusammenarbeit, von deren Geist die Konferenz von Stresa beseelt gewesen sei. Beziehungen zwischen Polen und zwei großen Nachbarn in so wirksamer Weise durchgeführt worden sei. Er könne nicht verheimlichen, daß diese Tatsache in der öffentlichen Meinung Polens starken Verdacht erregt habe und daß man sich frage, ob nicht gewisse ins Auge gefaßte Verträge— wenn nicht hinsichtlich ihrer Absicht, so doch hinsichtlich ihrer möglichen Wirkungen— den Frieden beeinträchtigen können, der durch eine aufrichtige und loyale politische Anstrengung hergestellt worden sei. Man habe die Sorge, daß neue Abkommen das Nichtangriffssystem an der polnischen Ostgrenze verwässern oder auch die guten nachbarlichen Beziehungen mit den Nachbarn Polens im Westen in Frage stellen können. Die polnische Regierung betrachte diese beiden Tatsachen als besonders wichtig und entscheidend. Aus diesem Grunde könne sie die Prüfung irgendeines neuen Vorschlages nur dann ins Aupe fassen, wenn sie die Ueberzeugung gewonnen habe, daß er keine sehr schwerwiegenden Nachteile im Gefolge habe, weder hinsichtlich der Friedensinteressen Polens noch hinsichtlich der Aufrechterhaltung des Friedens in Nordosteuropa. Beck schloß mit den Worten:„Ich habe mich verpflichtet gefühlt, vor dem Rat die Bedenken offen auszusprechen, die sich meiner Regierung bei der gegenwärtigen politischen Lage aufdrängen, denn ich habe die Ueherzeugung, daß das um so mehr meine Pflicht war, als der Völkerbundsrat sich zur Behandlung ungewöhnlich schwerwiegender Fragen in einer außerordentlichen Tagung versammelte. Die Tschechoslowakei hinter zrankreich Der tschechoslowakische Außenminister Dr. Benesch hob die Notwendigkeit hervor, sich mit den praktischen politischen Auswirkungen des deutschen Auftritts vom 16. März sowie mit den grundsätzlichen Gesichtspunkten der internationalen Verpflichtungen der Völkerbundsmitglieder auseinanderzusetzen. Der deutsche Schritt habe die allgemeine Beunruhigung Europas verstärkt. Der tschechoslowakische Außenminister wies dann auf die Verpflichtungen der Völkerbundsmächte hin und schloß sich im Namen seiner Regierung der Erklärung der drei Großmächte an. Ernste Zweifel Spaniens und Dänemarks Der Vertreter Spaniens Madariaga ging nicht auf den Inhalt der Drei=Mächte=Entschließung ein, sondern lenkte die Aufmerksamkeit des Rates auf die verfahrensmäßige Behandlung der Entschließung. Es sei bisher nicht üblich gewesen, daß ein Entschließungsentwurf zum Beginn und nicht zum Abschluß einer Aussprache vorgelegt wurde. Madariaga bezweifelte, daß der vorliegende Text unverändert angenommen würde. Er richtete an den Ratspräsidenten die Anfrage, was mit etwaigen Abänderungsvorschlägen der Ratsmitglieder geschehen würde. Der türkische Ratspräsident Rüschtü Aras erwiderte hierauf, daß die weitere Behandlung des Entschließungsentwurfes erst nach Abschluß der allgemeinen Aussprache erörtert werden könne. Er könne jedoch den einzelnen Ratsmitgliedern nicht das Recht absprechen, Abänderungsvorschläge einzureichen. Der dänische Außenminister Munch erklärte, daß er mit einigen Punkten der Entschließung völlig einverstanden sei, gegen andere jedoch schwere Zweifel hege. Da es jedoch nicht möglich gewesen sei, den vorliegenden Text der Entschließung seiner Regierung zur Kenntnis zu bringen, bat er, seine endgültige Stellungnahme bis morgen aufschieben zu dürfen. Da heute keine weiteren Wortmeldungen vorlagen, erklärte der Präsident die heutige Sitzung für geschlosSebenten des pelntschen Außenministers sen. Die Verhandlungen wurden auf Mittwoch vormittag ½11 Uhr vertagt. Moralischer Bankerott Die Ratsmächte müssen einen Entschluß fassen. Ich bin sicher, daß sie es verstehen werden, ein gewisses Zaudern, falls es bestehen sollte, zu überwinden, um die Regeln des internationalen Lebens achten zu helfen. Wenn sie ihre Pflicht erfüllt haben, werden wir der Zukunft ins Auge sehen. Wir machen keinen Unterschied zwischen den einzelnen Nationen. Alle Völker müssen auf demselben Boden der Gleichheit behandelt werden. Unsere Politik ist gegen kein Land gerichtet. Die Sicherheit, die wir verlangen, wollen wir für alle, das heißt, daß wir nicht auf unser Friedensideal verzichtet haben und daß wir auch in Zukunft nicht darauf verzichten werden. Dies ist die Sprache Frankreichs. Man wird in der Welt nicht sagen können, daß Frankreich durch den Antrag, den es dem Rat unterbreitet habe, dem notwendigen Werk der Versöhnung zwischen den Völkern geschadet hat Wenn es für die Erfordernisse der internationalen Moral nötig ist, über die Vergangenheit zu richten so darf doch die schwierige, langsame und oft undankbare Arbeit nicht unterbrochen werden, den Frieden zu organisieren. Ich habe daher die Ehre bei dem Büro des Rates einen Entschließungsentwurf zu hinterlegen, der die Der polnische Außenminister Beck erklärte zur deutschen Aufrüstung, daß Polen schon im Verlaufe der Abrüstungsverhandlungen seine Haltung dargelegt habe und bei der gegenwärtigen Lage nicht an die Nützlichkeit glaube, irgendwelche neuen Bemerkungen in dieser Angelegenheit zu machen. Zu den in der Zukunft anzuwendenden Sanktionen bemerkte Beck, niemand könne bestreiten, daß gewisse Verpflichtungen des Völkerbundspaktes unglücklicherweise ziemlich häufig nicht durchgeführt worden seien und daß dadurch das Ansehen des Völkerbundes vermindert worden sei. „Glaubt man ernstlich“, so fragte der polnische Außenminister,„daß es möglich ist seine Autorität wiederherzustellen und die Wirksamkeit seiner Aktion zu erhöhen, indem man die Zahl der Artikel und der Paragraphen vermehrt, die neue Verpflichtungen enthalten?“ Auf der anderen Seite ist es offensichtlich, daß der Rat sich beschränken muß auf die Prüfung und Sondierung in dieser Hinsicht, da jede Entscheidung, die eine Erweiterung der Verpflichtungen des Völkerbundspaktes in sich schließt, zur Zuständigkeit aller Mitgliedsstaaten des Völkerbundes gebört. Zu den Bemerkungen der französischen Regierung über Verträge zur Aufrechterhaltung der europäischen Sicherheit betonte der polnische Außenminister, daß Polen an der Sicherheit aufs stärkste interessiert sei. „Noch vor zwei Jahren ist der Geisteszustand, in dem sich die politischen Beziehungen zwischen den Staaten Osteuropas entwickelten, wenig befriedigend gewesen. Trotzdem hat man sich damals wenig um die Sicherheit in diesem Teil Europas gekümmert. Um so lieber stelle ich heute fest, daß sich die politischen Beziehungen in dieser Gegend außerordentlich günstig entwickelt haben.“ In diesem Zusammenhang erinnerte Beck an die Friedensabmachungen und Nichtangriffsverträge seines Landes sowie Estlands, Finnlands und Lettlands mit Sowjetrußland, um dann besonders die freundschaftliche Entwicklung der Beziehungen mit Deutschland Ende 1933 und Anfang 1934 darzulegen. Man könne sich daher nicht wundern, daß die öffentliche Meinung Polens lebhaft überrascht sei, daß man nun dringend neue Mittel zur Befriedung Osteuropas verlange in einem Augenblick, wo die Festigung der Der vom französischen Außenminister eingebrachte Entschließungsentwurf, der nach Mitteilung des britischen Außenministers Simon sogar eine„gemeinsame Entschließung der drei Stresa=Mächte" darstellt, ist geeignet, das letzte Vertrauen zu erschüttern, das Europa, wenn auch nur vereinzelt, in den Völkerbund setzte. Mit derselben Scheinheiligkeit, die das gequälte Europa vom Versailler Diktat, vom Friedensvertrag von SaintGermain und Trianon her kennt, setzen sich der französische Entwurf und die begleitenden Reden über das politische, soziale und wirtschaftliche Elend, über Friedensbestrebungen, Aussöhnungsversuche und internationale Anbahnungsversuche hinweg. Zwar spricht die Entschließung eingangs von„der gewissenhaften Einhaltung aller Verpflichtungen aus den Verträgen“, aber nur im ersten Punkte. In den übrigen drückt sich der Antragsteller wohlweislich mit advokatischer Schläue, die jedem französischen Rechtsanwalt Ehre machen muß, um dieses Problem, um jetzt nur einen einseitigen Rechtsbruch festzustellen. Der Zweck dieser Uebung ist durchsichtig genug. Der Versailler Vertrag in seinen Auswirkungen ist erschüttert. Also klammern sich die Urheber jenes europäischen Marterinstrumentes in letzter Stunde an den Ursprung des Vertrages, an die Kriegs Seite 2 Nr. 91/ Bochumer Anzeiger„ Mittwoch, 17. April 1933 Lie Smer träger u. schuldlüge, um hier abermals eine neue moralische Schuld auf Deutschland abzuwälzen. Die bittere as uuie eiden,„eehghr, eg Dis Heren., og versucten noch zumat.(EFrflärungen des Chefs des Stabes Lutze— Die SAl. bleibt sämpfertsage. StuudensPungugelhugen eugen uingen ungennatl Erlärungen des Chefs des Stobes hepe zägischen Westanschanung die Weltöffentlichteit und besonders die neutralen Völker mit den Taschenspielerkunststückchen gerissener Rechtsanwälte gegen Deutschland einzufangen. Hier soll die „hohe Institution des Völterbundes" noch einmal zur Geschichtsfälschung mißbraucht, und der Völkerbund abermals gegen den Willen seines geistigen Vaters zum Instrument des Versailler Vertrages gemacht werden, eines Abkommens, das niemals Vertrag war, sondern nur Haß auf der einen Seite und Verachtung auf der anderen großzüchtete. Der von den Stresa=Mächten eingebrachte Entwurf hat uns und allen friedliebenden Elementen endgültig die Augen geöffnet, daß das Gerede von Zusammenarbeit, von Vertrauen und von der Solidarität sowie dem gleichen Recht aller Völker nur Phrase war, daß die uns immer wieder vorgeschlagene Zusammenarbeit von den anderen niemals ernst gemeint war. Kommt die Entschließung in dieser Form zur Annahme, so wäre endgültig zwischen den Diltatmächten von Versailles und den übrigen Völkern eine Mauer errichtet. Wir erblicken die Tatsache, daß diejenigen Mächte, die noch vor Wochen mit Deutschland verhandelten, jetzt aber sich zur neuen Schuldlüge bekennen, überhaupt nicht von Gedanken einer gemeinschaftlichen Friedenssicherung getragen waren. Aber auch diesen Entschließungsentwurf des Völkerbundes nehmen wir nicht allzu tragisch. Ein Forum, in dem Ankläger und Richter eine Person sind, ja, wo sogar der Angeklagte als Staatsanwalt auftritt, bedeutet für das internationale Recht und für das sittliche Empfinden nur eine Blasphemie. Es bedeutet die Bankerotterklärung der Völkerbundsidee an sich. Kein Lohnausfall am 1. Mai dnb Berlin, 16. April. Der Reichs= und preußische Arbeitsminister teilt im Einvernehmen mit dem Reichs= und preußischen Wirtschaftsminister mit: Der nationale Feiertag des deutschen Volkes soll dem deutschen Arbeiter nach dem Willen der Reichsregierung keinen Lohnausfall bringen. Das Gesetz über die Lohnzahlung am nationalen Feiertag des deutschen Volkes vom 26. April 1934 schreibt vor, daß dem Arbeiter der regelmäßige Arbeitsverdienst auch für den 1. Mai zu zahlen ist. Auch der deutsche Heimarbeiter soll den nationalen Feiertag feiern können, ohne daß seine Festesfreude durch Entgeltausfall getrübt wird. Es wird daher erwartet, daß alle Auftraggeber, Zwischenmeister und Hausgewerbetreibenden die von ihnen beschäftigten Heimarbeiter so stellen, daß sie keinen Entgeltausfall erleiden. Im Interesse einheitlicher Behandlung soll jeder Heimarbeiter 4 v. H. der im Monat April verdienten Entgelte erhalten. In Betrieben, in denen vor dem Osterfest eine saisonmäßige Belebung des Geschäfts zu besonders hohen Entgelten im April geführt hat, kann ausnahmsweise auf 3 v. der im April verdienten Entgelte herabgegangen wriöben.„ S Da es für manchen Zwischenmeister und die Hausgewerbetreibenden wirtschaftlich nicht erträglich ist, wenn ihnen der Arbeitsausfall zur Last fällt, ist es Pflicht aller Auftraggeber, diesen Zwischenmeistern und Hausgewerbetreibenden die von ihnen gezahlten Entgeltsummen zu ersetzen. Zwecklose Bewerbungen um Verwendung in Beamten=, Angestellten= und Arbeiterstellen der Luftfahrt. dnb Berlin, 16. April. Täglich gehen im Reichsluftfahrtministerium und den nachgeordneten Dienststellen zahlreiche Bewerbungen um Verwendung in Beamten=, Angestellten= und Arbeiterstellen der Luftfahrt ein. Der Bedarf an Personal ist im wesentlichen gedeckt, so daß Verwendungsmöglichkeit nur noch für einen geringen Teil der Bewerber besteht. Weitere Bewerbungen sind zwecklos. Bei der Ueberfülle der bereits vorliegenden Bewerbungen kann erst nach geraumer Zeit und nur im Falle der Verwendung mit einer Antwort gerechnet werden. Gesuche, die innerhalb vier Wochen nicht beantwortet sind, sind als abgelehnt zu betrachten. Rückfragen verzögern nur die Bearbeitung und sind zu vermeiden. dnb Magdeburg, 16. April. Der Chef des Stabes der SA., Lutze, erklärte a. über die kommenden Aufgaben der SA.: „Die SA. wird durch das Wehrgesetz in keiner Weise ausgeschaltet. Es kann keine Rede von einem Verschwinden der SA. sein, da ihre Aufgaben andrer Art sind als die des Heeres und der Führer für alle Zeiten auf seine SA. als den geschulten und kämpferischen Glaubensträger und Glaubensskünder der nationalsozialistischen Weltanschauung entscheidenden Wert legt. Um der SA. ihre ursprüngliche Aufgabe zu ermöglichen, ist selbstverständlich eine scharfe Durchsiebung in erster Linie der Führer notwendig. Das Führerkorps soll nach charakterlicher Haltung, Beherrschung nationalsozialistischer Weltanschauung und soldatischem Lebensziel ausgesucht werden. Diese Prüfungen sind im ganzen Reich bereits bis zu den Brigadeführern herab streng durchgeführt und werden systematisch fortgesetzt etwa zu den Sturmführern. In etwa fünf bis sechs Monaten ist diese Siebung, die bewußt ohne Rücksicht auf Zahlenverhältnisse nur eine wirkliche Elite übrig läßt, im ganzen Reich durchgeführt. Weg eines jungen Deutschen, vor allem aber eines kämpferischen Nationalsozialisten, stelle ich mir folgendermaßen vor: Zunächst die erste Erfassung im Jungvolk oder in der Hitler=Jugend, dann sofort Uebernahme in die SA., und zwar vor Landtages fest. Der Schriftführer des Landtages, Riechert, verlas ein Schreiben über den Wechsel im Gouvernement. Sodann gab er von einem Schriftstück Kenntnis, das an den neuen Gouverneur Kurkauskas gerichtet wird und von den 18 anwesenden Abgeordneten unterzeichnet ist. Unter diesen Unterschriften befindet sich auch die des Abgeordneten gereit, des Mitgliedes des Direktoriums Bruvelaitis. Dem Schreiben an den Gouverneur werden die Erklärungen der sieben vorhergegangenen, nicht zustande gekommenen Sitzungen beigefügt werden. Der neue Gouverneur wird ersucht, die Grundlagen für eine ordnungsmäßige Arbeit des Landtages wiederherzustellen. Trauerfahnen über Danzig Vorstellungen des Danziger Senats bei Polen wegen der Ausschreitungen in Neustadt dnb Danzig, 16. April. Der Tod des jungen Deutschen Fritz Groen, der am Montag in einer Klinik in Zoppot an den Folgen des Ueberfalles einer polnischen Gruppe auf Angehörige der deutschen Minderheit in Pommerellen starb, hat in der Danziger Bevölkerung tiefste Teilnahme erweckt. Nachdem die Todesnachricht durch die Mittagsblätter bekannt geworden war, sah man bald an allen Häusern die deutschen Fahnen auf halbmast oder mit Trauerflor. Das ganze deutsche Danzig trauert um einen deutschen Volksgenossen, der jenseits der Grenze als Opfer der Hetze unverantwortlicher Elemente fiel. dnb Newyork, 16. April. In Helenwood(Tennessee) ereignete sich ein furchtbares Explosionsunglück. Ein Brand, der in einem Wohnhaus ausgebrochen war, breitete sich auf einen Lagerschuppen aus, in dem zwanzig Kisten mit Dynamit und 200 Kisten mit Schießpulver aufgespeichert waren. Die gesamten Sprengstoffvorräte explodierten. Außer der Bahnstation wurden 36 Gebäude zerstört bzw. schwer 100 Menschen wurden mehr oder weniger schwer verletzt. 200 Personen sind obdachlos geworden. Eine Reihe von Personen hatte sich kurz vor der Erplosion noch in Sicherheit bringen können, da der Bahnhofsvorsteher die Einwohner noch rechtzeitig warnen konnte. Aerzte und Hilfsmannschaften sind an die Unglücksstätte entsandt worden. Mit Wasserstiern über den Kanal will der Deutsche Fred Walter am Ostermontag. Berlin, 16. April(Eig. Trahtber.). Die beiden Hafenstädte am Kanal Tover und Calais werden am Ostermontag eine neue Sportsensation erleben. Nachdem der Kanal bereits verschiedentlich von Rekordschwimmern durchquert worden ist, will nunmehr der Deutsche Fred Walter die Strecke Dover—Calais mit Wasserskiern überqueren. Bereits am Montag hat Walter Probeläufe mit seinen Skiern längs dem Meeresufer unternommen. Walter ist geborener Deutscher, lebt aber seit acht Jahren in Kanada. Er bedient sich für die Ueberder Erfüllung der Arbeitsdienstpflicht. Nach dem Arbeitsdienst und der Ableistung der Wehrpflicht werden diejenigen Nationalsozialisten, die in sich die Aufgabe eines kämpferischen Lebens für die Idee des Führers tragen, zur SA. zurückkehren. Ich wünsche lieber eine kleine, aber geschulte, glaubensstarke und dem Führer fanatisch ergebene Truppe als eine SA., die durch Masse zu imponieren versucht. Nach einer Uebergangszeit wird sich die Frage„Parteigenosse und Nichtparteigenosse“ in der SA. von selbst lösen. Das Führerkorps besteht heute zum allergrößten Teil schon nur noch aus Parteigenossen, und in Zukunft werden in der SA. überhaupt nur noch Parteigenossen zu finden sein. Diejenigen Volksgenossen, die nach Ableistung des Wehrdienstes die Tradition ihrer Militärzeit weiterpflegen wollen, ohne indessen nationalsozialistische Kämpfer zu sein, werden in einem großen Soldatenbund zusammengefaßt werden. Es ist kein Zweifel, daß es in Zukunft in Deutschland nur noch einen großen deutschen Soldatenbund geben wird. der alle umfaßt, die im Heere gedient haben, und die nicht in einer Betätigung in der SA. eine weitere, Hatze einperantwortlicher sich selbst geselte Aufgabe sehenz, Dos Zebeneinzzbem Da auch ein Danziger Staatsangehöriger bei den siehen von Organisationen gteicher Zielsetzung ist im Ausschreitungen tätlich angegriffen wurde, hat der nationalsozialistischen Staat eine Anmögliggänggn Danziger Senat bei dem diplomatischen Vertreter auch im Augenblick, erst noch ein Uebergans“ der Republik Polen in Danzig Vorstellungen stadium durchschritten werden muß. sexhaßen Die polnischen Gerichtsbehörden haben nach einer [Meldung aus Warschau wegen der Ausschreitungen eine Untersuchung eingeleitet und gegen die Täter Steckbriese erlassen.. 455am Minderkeit in GDie Zeitung der beutschen Minverheit in Pommerellen, das„Pommereller Tageblatt“, wurde am Dienstag beschlagnahmt wegen einer Todesanzeige der Deutschen Vereinigung für ihre ermordeten Mitglieder Rieck und Groen. sofort Uebernahme Eanee„ Gcishnzin 20 Kisten Dynamit und 200 Kisten Schießpulver flogen in die Luft querung die eine des Kanals selbstkonstruierter Länge von zwei Metern, eine Wasserskier, Breite von 25 Zentimeter und einen Tiefgang von 20 Zentimeter besitzen. Bei günstigem Rückenwind kann der Wasserschuhläufer in der Stunde acht Kilometer zurücklegen. Die Bevölkerung der beiden Hafenstädte, die bereits die ersten Versuche Walters mit größtem Interesse verfolgt hat, sieht nunmehr der Ueberquerung des Kanals mit Hilfe von Wasserschuhen mit Spannung entgegen. Matz Braun lügt wieder Feststellungen des Vorsitzenden der Saar=Abstimmungskommission Rohde. and Stockholm, 16. April. Der Vorsitzende der Saarabstimmungskonmissign, Landeshauptmann Rohde, sah von Matz Braun in einigen schwedischen Blättern ausgestreuten Lügen über das Abstimmungs100 Verletzte ergebnis im Saargebiet in einer Presseerklärung als „reine Phantasie" zu brandmarken und mit aller Entschiedenheit zurückzuweisen. Matz Braun, der sich seit einigen Tagen„in rein privater Natur“] hier aufhält, um„politische Vorträge“ zu halten, hat sich u. a. zu den unglaublichsten Behauptungen und Verdächtigungen gegen die Abstimmungskommission verstiegen. In seinen wüsten Lügenphantasien, die Blätter wie„Socialdemokraten und„Dagens Nyheter“ abdruckten, behauptete Matz Braun, das Abstimmungsergebnis an der Saar sei von den Nationalsozialisten gefälscht worden. Sie hätten während der Ueberführung nach der Wartburg die richtigen Wahlurnen beseitigt und an deren Stelle andere mit gefälschten Stimmzetteln gesetzt. Die Sammlung„Wehrdank“ abgeschlosen Dank des Reichswehrministers. anb Berlin, 16. April. Aus Anlaß der Wiedereinführung der allgemeinen Wehrpflicht sind dem Reichswehrministerium aus allen Volkskreisen Spenden zugegangen, die der Entwicklung der neuen Wehrmacht dienen sollten und unter dem Namen„Wehrdank“ zu einer Sammlung zusammengeschlossen wurden. 6 Generaloberst von Blomberg spricht allen Spendern hiermit seinen Dank aus, bittet jedoch, von weiteren Spenden oder gar Sammelaktionen Abstand zu nehmen, da die Sammlung inzwischen abgeschlossen worden ist. Memellandtag zum achten Male beschiaßanfahig dnb Memel, 16. April. Der memelländische Landtag war für Dienstag Uhr durch seinen Alterspräsidenten Hilpert] Furchtbare Bluttat im Kreise Cosel Der Mörder verübt Selbstmord Cosel, 16. April. In Wiegschietz im Kreise Cosel drang am Montag abend der 35 Jahre alte frühere Gasthauspächter Franz Nognik in die Wohnung des gegenwärtigen Pächters Alfons Malerczyk ein und tötete diesen durch zwei Bauchschüsse. Dann richtete Nognik die Waffe gegen die Frau des Malerczyk, die ebenfalls mit einem Bauchschuß schwerverletzt zusammenbrach. Der Mörder lief dann in die in unmittelbarer Nähe gelegene Gastwirtschaft des Urban Malerczyk. Nognik gab auf diesen ebenfalls zwei Schüsse ab, von denen einer den Ueberfallenen in den Oberschenkel traf. Schließlich richtete der Mörder die Waffe gegen sich selbst und tötete sich durch einen Schläfenschuß. Die Ermittlungen über das Motiv sind noch nicht abgeschlossen. Man vermutet jedoch, daß es sich um einen Racheakt handelt. Kurze Nachrichten 16 wieder zu einer Sitzung einberufen worden, um die Wahl des Landtagspräsidenten und des Präsidiums vorzunehmen. Die Sitzung nahm denselben Verlauf wie schon siebenmal vorher seit Juli 1934. Von den zugelassenen 24 Abgeordneten waren nur 18 erschienen. Die fünf Abgeordneten der litauischen Fraktion sabotierten wie üblich auch diesmal den Landtag, so daß die Sitzung wegen Beschlußunfähigkeit nicht stattfinden konnte,„Der Alterspräsident stellte die mangelnde Beschlußfayigkeit des Auswärtigen Amt in Berlin wurden deutschtürkische Vereinbarungen über Fragen des Zahlungsund Handelsverkehrs unterzeichnet. Auch ein deutschportugiesisches Abkommen über Zahlungen im Warenverkehr und ein Zusatzabkommen über Handel und Schiffahrt wurden unterzeichnet. Das Ergebnis der Vertrauensratswahlen in Schleswig=Holstein hat nach den bisher vorliegenden Meldungen 89 v. H. Ja=Stimmen aus 2060 Betrieben erbracht. Die angekündigte Erklärung des englischen Ministerpräsidenten Macdonald über Stresa ist gestern nicht erfolgt. Sie wird nun für heute erwartet. Bei einem Schritt der Gesandten Englands und Frankreichs in Belgrad wurde der slawischen Regierung geraten, regionale Pakte abzuschließen. Im Rahmen solcher Pakte könnte die Aufrüstung Oesterreichs und Bulgariens durchgeführt werden, ohne daß die südslawischen Interessen dadurch in Mitleidenschaft gezogen würden. Der Präsident von Paraguay, Ayala, erklärte, Paraguay, sei bereit, auch ohne Vermittler mit der bolivianischen Regierung über den Frieden zu verhandeln. Bolivien würde in Paraguay keinen unversöhnlichen Gegner finden. Der Kitstreiter Tättters Zum 375. Todestag von Thilipp Melanchthon am 19. April Philips Melanchthon, als Mitstreiter Luthers, 31.8 heinf,goligerbbetrachtet hat, bis biekleicht größter und geMitreformator gar nicht fortzudenken, war dennoch nie Nachfo######### 3ehar me. mals so volkstümlich wie der Bergmannssohn aus waltiger, gls„Er, selber, : Warhafftige Abconterfetung Sn hrin Ptdmnt Mümders.: harmonischere Bahnen zu leiten. Luthers Zeugnis von der aufbauenden Kraft Melanchthons bewährt sich jetzt; durch die politischen Wirren des Bauernkrieges und die Gefahren hindurch, die von den zweifelnden und warnenden Bildungskreisen ausgehn, schafft Melanchthon, Luthers getreuester Helfer, auf seinem eigensten Gebiet. Bei der Bibelübersetzung fügt er zu Luthers genialer Verdeutschungskraft seine sprachliche und exegetische ehrsamkeit und gibt dem gewaltigen Werk damit auch Kupferstich von Lucas Cranach Georg Schwarzerd zu Bretten in der Pfalz das erste Kind, Vhilippz, gehoren, on der freiegzx e gzfapp## deten Geistigreit des westdeutschen Grenzlandes entwickelt sich die reich begabte Natur des Knaben auf das kördert seine harmonische, zende Geistesgaben und wird der Mittelpunkt der Hoch1518 finden wir Philipp Melanchthon an der jungen Universität Wittenberg, wohin ihn der Kurfürst Friedrich der Weise berufen hat. Gerade hat Luther seine 95 Thesen an die Tür der Schloßkirche geschlagen und damit einen Feuerbrand in das morsche Gebäude der alten teIn dem nun beginnenden Geisteskampf gegen eine Welt voll Irrtum und empörtem Widerstand, als Luther den Reformationsgedanken in sich zum Reifen bringt, wird ihm der schmächtige, überaus zarte und milde Melanchthon der Mitreformator. Viele schauen auf Luther in Bewunderung und hoffender Erwartung, aber nur einer tritt offen vor aller Welt ihm zur Seite: Inzwischen übersteigert das Volk den Reformationsgedanken Luthers zur Schwärmerei. Anbänger einer neuen, radikalen Geistesrichtung lösen Schulen und Hochschulen auf, zeritören die Kirchen und zerbrechen die Ordnung des Gottesdienstes. Dieser gewaltigen Gärung, diesem fanatischen Treiben ist der stille Gelehrte, der doch in seinen Schutzreden bisweilen an die Leidenschaft und Kühnheit Luthers heranreichte, nicht gewachsen. Nur Luther selber kann den Sturm bannen, er verläßt die Wartburg und nimmt in aller Oeffentlichkeit die Zügel der Reformation wieder in die Hand. Melanchthon sieht jetzt aber seine Aufgabe, scharf, umrissen vor sich: er will für eine ernste und gründliche Geleyrsamtenr, und gggichem gewalzigen Werk die wissenschaftliche Vollendung. Er wird der Schöpfer der wissenschaftlichen Theologie des Protestantismus; er baut eine grundlegende Kirchenordnung auf, er schenkt der Reformation ihre wichtigste Bekenntnisschrift, die Augustana. Seine Uebersetzung des Römerbriefes erlebt noch zu seinen Lebzeiten über 100 Auflagen. Am 19. April 1560 ist Philipp Melauchthon, 68 Jahre alt, umgeben von Lehrern und Studenten der Universität, nach einigen Fiebertagen leise verschieden, müde von dem Uebermaß der Arbeit und der Last der Sorgen und des Herzeleides um die Kirche, und doch in der Gewißheit, mit seinem Gott eins zu werden. Feodora Kern. 'Albert:„Die toten Rugen“ wieder in den Spielplan aufgenommen Die vor einigen Spielzeiten erfolgte Inszenierung der neben„Tiefland“ immer noch besten und erfolgreichsten'Albertschen Oper„Die toten Augen“ hat man nach völliger Neueinstudierung des musikalischen Teils in derselben Einrichtung nun wieder in das Repertoire aufgenommen und brachte mit der Erstaufführung ein sehr gut in den Ernst der Karwoche passendes Werk. Ein erfreulich besetztes Haus bereitete auch der trefflichen Wiedergabe eine herzliche und zum Schluß begeisterte Aufnahme, die bei der trefflichen Gesamtqualität des Abends doch in erster Linie der ausgezeichneten Trägerin der Hauptpartie galt. Olga [Schnau hat mit der Myrthokle die Reihe ihrer hervorragenden Rollen um eine weitere überdurchschnittliche Leistung vermehrt. Gesanglich namentlich im zweiten Teil von berückender stimmlicher Schönheit, zeigte sie auch im Spiel die Merkmale unerhört starken Miterlebens, darstellerischen Ausdruck von eindringlichster Größe. Es verblaßt jede andere Aufgabe der Oper neben dieser ausgedehnten, aber auch dankbaren und melodisch wirkungsvollen Partie. Wenn es dennoch dem Arcesius Theo Thements gelang, sich in den kurzen Auftritten mehr als ehrenvoll zu behaupten. so war das ein Verdienst seiner wie immer gediegenen, kulbendigen, bis ins Detail durchdachten Darstellung. Für Anni Kamphausen sang Ellen Kiesling(Krefeld) mit kleiner, nicht unsympathischer, im piano oft sehr schöner Stimme die Dienerin, und Karl=Heinz Nießen war als römischer Hauptmann eine sehr befriedigende Erscheinung. Dröll=Pfaff, Kindling und Kistemann vertraten die wesentlichen der vielen kleineren Partien. Aus dem Vorspiel ist der schön gesungene Hirte Gustav Weitenhillers zu erwähnen. Wie vordem stand Richard Hillenbrand am Pult. Es liegt in seinem Naturell, daß er dem Naturalismus dieser Musik mit starken Akzenten nachgeht, die Höhepunkte in realistischer Betonung herausarbeitet und überhaupt die veristische Sprache in breitem Tempo sich ausleben läßt. Man muß dennoch feststellen, daß er nach Möglichkeit dynamisch genügenden Abstand von der Bühne hält und die Stimmen zur Geltung kommen läßt. Gründlichkeit zeichnet sein Dirigieren immer aus. Er mußte sich mit den Hauptdarstellern und dem Svielleiter Schlote zum Schluß dem dankbaren Publikum zeigen, das nicht nachließ, die Hauptdarstellerin mit stürmischem Applaus zu feiern.„.“ Dr Sch. Ernennung. Der Assistent am Ruhrland=Museum in Essen, Geologe Dr. Gerhard Keller, ist vom Reichsminister für Erziehung und Volksbildung zum Privatdozenten an der Universität Köln ernannt worden. Dr. Keller hat im Rahmen seiner heimatkundlichen Forschertätigkeit eine große Reihe wertvoller Arbeiten als Mitteilungen des Ruhrland=Museums veröffentlicht, die sich vornehmlich mit dem Steinkohlengebirge und Fragen der angewandten Geologie befassen. vielen Seiten an und vergaß ganz, daß auch Luther Bildung sorgen, um die religigse Bewegung in edlere, Ltiwierten. gesanglichen Hingabe und der Fraft seiner ieHauptschriftleiter: Dr. Paul Dierichs Stellvertreter: Hans Schulte. Verantwortlich für Politik: Rudolf Foest, Kommunalpolitik und Stadtteile: Adolf Peddingbaus, Lokales: Hans Schulte, Kulturpolitik und Unterhaltung: Dr. Josef Schwermann, Feuilleton: Dr. Emil Strodtdoff, Wirtschaft: Fritz Schmidt, Sport: Hans Hornberg, Gerichtsdienst und Briefkasten: Max Flegel, Provinz: Kurt Dörnemann. Anzeigen: Kurt Schölz, sämtlich in Bochum. Berliner Redaktion: Michael Haupt. Berlin Sw 68. Wilhelmstr. 98. Anruf: Jäger 4115 u. Karlsdorst 0340. Berliner Anzeigenvertretung: F. W. Pemve, Berlin=Charlottenburg. Uhlandstr. 194. Anruf C 1 Steinpl. 6813. Verlag und Fruck: Lauvenmühlen&am Tierichs in Bochum. Ruf 67551, 52, 53.— DA. III. 35: 24 810. Sprechstunden der Redaktion 16—17 Uhr(außer Samstags). Für unverlangte Einsendungen keine Hastpflicht Rücksendung nur bei Rückporto. Die heutige Nummer umfaßt 14 Seiten Talmulde Wasserfläche Dartmt. I Gärtnerei-Gelände Seite 5 Nr. 91 7 Bochumer Anzeiger 2 Mittwoch, 17. April 1933 Angetrunkener Kraftfahrer verursacht Unfall— Mädchen schwer verletzt. Am 15. April wurde auf der Hörder Straße in Bochum=Langendreer ein 21jähriges Mädchen von einem Dreirad=Lieferkraftwagen angefahren. Das Mädchen erlitt einen Schädelbruch und wurde dem KnappschaftsKrankenhaus in Bochum=Langendreer zugeführt. Da der Führer des Dreirad=Lieferkraftwagens angetrunken war, wurde er vorläufig festgenommen und der Wache des zuständigen Polizeireviers vorgeführt. Bei der Festnahme leistete er erheblichen Widerstand. Das Fahrzeug wurde sichergestellt. Radfahrer schwer verunglückt. Am 15. April wurde auf der Heidellerstraße, Ecke Gersteinring, ein Radfahrer von einem Personenauto angefahren. Der Radfahrer wurde erheblich verletzt und dem Josephs=Krankenhaus zugeführt. Das Fahrrad wurde schwer, das Personenauto leicht beschädigt. Die Geldbörse aus der Handtasche gestohlen Am 12. April, gegen 9 Uhr, wurde einer Frau gelegentlich der Ausgabe von Fettverbilligungsscheinen im hiesigen Rathause aus einer Handtasche eine Geldbörse mit etwa 28 Reichsmark Inhalt entwendet. Angaben erbittet die Kriminalpolizei in Bochum, Uhlandstraße 35, Zimmer 250. Wer kennt die Kleidungsstücke? Bei der Kriminalpolizei in Bochum befinden sich eine blauleinene, weiß abgesetzte Kinderschürze, sogenannter Schmutzkittel, und eine alte, blaue HerrenDie„Hane in gesanen! Und zwar die Bretterbülle am Moltkemarkt Jedem Deutschen muß die Mitgliedschaft in der NS.=Volkswohlfahrt eine Selbstverständlichkeit sein. Anmeldungen nehmen die Werber, die einzelnen Ortsgruppen und die Kreisamtsleitung entgegen. hose in Verwahrung. Die Sachen wurden am 10. April in der Velsstraße im Stadtteil Altenbochum gefunden. Die Kriminalpolizei legt Wert darauf, die Herkunft und Eigentümer der Bekleidungsstücke festzustellen. Personen, die dazu Angaben machen können, werden gebeten, ihre Anschrift der Kriminalpolizei in Bochum, Uhlandstraße 35, Zimmer 76, mitzuteilen. .-.-Muthherr Und nun sieht man schon, daß schöne, neue Gebäude an die Stelle der alten Bretter= und Blechhäuschen treten. Am Montag ist der Bretterzaun, der die Aussicht auf die Neuanlage an der Kopfseite des Moltkemarktes versperrte, gefallen. Die schmucken Bauten in neuzeitlicher Form aus rotem Ziegel sind zu sehen und werden noch schöner wirken, wenn auch das vorn sichtbare Bretterhaus ebenfalls gefallen ist. Wie man auf dem Bild sieht, befinden sich rechts und links halbrunde, kleinere Bauten, in der Mitte ein größeres, viereckiges Gebäude Verbunden sind diese drei Gebäude durch zwei Laubengänge. Die ReishandWerteischaft wagie Wichtige Fragen auf der Tagesordnung der Vollversammlung Östersamstag geschlossen Die Kassen und Büros der Mitgliedsfirmen der Bochumer Banken= und BankiersVereinigung e. V. bleiben am Ostersamstag geschlossen. Kommunalbank und Städtische Sparkasse Ostersamstag geschlossen. Am Östersamstag bleiben die Kassenräume der Kommunalbank Aktien=Gesellschaft, Bochum, und der Städtischen Sparkasse Bochum geschlossen. Zahlung der Renten. Die Renten für den Monat Mai werden wie folgt gezahlt: 1. Heeresrenten am 29. April, 2. Unfall= und Invalidenrenten am 30. April. Die Zahlung der Renten geschieht an beiden Tagen von .30 bis 12 Uhr und von 15 bis 18 Uhr. Die Kreishandwerkerschaft Bochum hielt am Montag unter dem Vorsitz des Kreishandwerksmeisters I. Esch bei vollzähliger Beteiligung der Innungsobermeister eine Vollversammlung ab, in der der Kreishandwerksmeister über wichtige Berufs= und Tagesfragen des Handwerks referierte. Die berufliche und fachliche Schulung des Handwerks wird auf allen Gebieten fortgesetzt, und der Kreishandwerksmeister berichtete auf Grund seiner Teilnahme über den Ausbau und die Arbeitsweise der Kurse der Reichsführerschule des deutschen Handwerks in Braunschweig. Ferner gab er einen Bericht über seine Rücksprache mit der Kreisleitung der NS DAP. wegen der Beteiligung des Handwerks an den Feiern des Festes des Tages der nationalen Arbeit. dem vorgesehenen Festzug am 1. Mai soll das Handwerk in würdiger Weise vertreten sein. Der Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Dr. Grünewald berichtete über die laufenden Verwaltungsangelegenheiten und über die Ausgabe der Handwerkskarte an alle selbständigen Betriebsinhaber auf Grund der 3. Verordnung vom 18. Januar 1935. Sämtliche selbständigen Handwerker erhalten demnächst einen Fragebogen, der ausgefüllt mit einem Lichtbild eines Fachphotographen zwecks Ausstellung der Handwerkskarte durch die Kreishandwerkerschaft an die Handwerkskammer zurückzugeben ist. Ferner berichtete er über den Reichshandwerkstag am 15. Juni 1935 in Frankfurt am Main, der durch die Reichsbetriebsgemeinschaft Handwerk in der DAF. unter Mitwirkung der wirtschaftlichen Organisationen des Handwerks veranstaltet wird und die Geschlossenheit des deutschen Handwerks vor der Oeffentlichkeit darstellen soll. Zur Teilnahme sind alle Berufsangehörigen dringlichst eingeladen. Allein die Fahrpreisermäßigung beträgt 75 vom Hundert bei Fahrt mit dem gewählten Sonderzug, so daß die Teilnahme für weiteste Kreise erschwinglich ist. Einzeichnungslisten liegen schon jetzt bei der Kreishandwerkerschaft offen. Die Versammlung nahm dann einen Bericht über den Stand der Arbeitsbeschaffung im Handwerk entgegen, der insbesondere die Verhältnisse im Bauund Baunebengewerbe, im Holz= und Bekleidungsgewerbe betraf; darüber ist bereits berichtet worden. Ueber die Neuordnung des zunungskrankenkassen= gahnt.„Die nach dem wesens sprach in aufkiarender vorm Geschäftsführer nückstande werden eingezogen. H. Dierkes. Der Kreishandwerksmeister machte zum Schlusse bekannt, daß die Klempner= und Installateurinnung demnächst auf ihr 40jähriges Bestehen zurückblickt und daß in Verbindung damit Fahnenweihe der Innung stattfinden soll. Er schloß die Arbeitstagung mit der Aufforderung, gemeinsam im nationalsozialistischen Geiste am Wiederaufbau und der Gesundung des deutschen Handwerks in allen seinen Gliedern weiter zu arbeiten. 45 Jahre Allgemeiner Knappschaftsverein und Ruhrtnappschaft Der 17. April 1890 ergab den wichtigsten Markstein in der Geschichte des organisatorischen Ausbaues des Knappschaftswesens im Ruhrbergbau. Das Knappschaftswesen des rheinisch=westfälischen Steinkohlenreviers wurde bis zum Jahre 1890 von drei selbständigen Knappschaftsvereinen mit abgegrenzten Gebietsteilen betreut. Es bestanden der Märkische Knappschaftsverein in Bochum, der größte, der seine Entstehung auf die Regierungszeit Friedrichs des Großen zurückführt, der Essen=Werdensche Knappschaftsverein, der 1803 gegründet wurde, als nach dem Reichsdeputations=Hauptschluß die Abteien in Essen und Werden an Preußen gefallen waren, und der seit 1842 bestehende Mülheimer Knappschaftsverein, der an Mitgliederzahl kleinste unter den dreien. Alle auf die Verwirklichung von Vereinigungsbestrebungen hinarbeitenden Bemühungen waren immer wieder an der ablehnenden Haltung der Knappschaftsältesten und einiger Werksbesitzer gescheitert. Die in Auswirkung des Unfallversicherungsgesetzes vom 6. Juli 1884 errichtete Knappschaftsberufsgenossenschaft, Sektion II, Bochum, die den gesamten Ruhrbergbau zusammenfaßte, hatte den Bestrebungen zwar neue Nahrung gegeben, jedoch bedurfte es noch eines weiteren Anstoßes, um den Widerstand gegen die Vereinigung der Knappschaftsvereine zu beseitigen. Das brachte überraschend schnell ein rein äußerer Anlaß im Jahre 1890 zuwege. Die gewichtigen Darlegungen der geschichtlichen Entwicklung des Allgemeinen Knappschaftsvereins in der 1910 herausgegebenen Denkschrift der Knappschaft berichten hierüber folgendes: Das in Aussicht stehende Invaliditäts= und Altersversicherungsgesetz stellte die drei Vereine vor die wichtige Frage, ob sie die reichsgesetzliche Fürsorge gemaß den§§ 5 bis 7 des Gesetzes vom 22. Juni 1889 als„zugelassene besondere Kasseneinrichtung" selbst übernehmen oder neben den Provinzialversicherungsanstalten lediglich als Zuschußkasse weiterbestehen wollten. Man sagte sich, daß der Bundesrat die Anerkennung als besondere Kasseneinrichtung nicht für jeden der drei Vereine, sondern höchstens für deren Gesamtheit aussprechen würde. Da als Grundbedingung für die Genehmigung der Nachweis der dauernden Leistungsfähigkeit galt, dieser aber in den einzelnen Vereinen kaum vorhanden war, so entschloß man sich, unter diesem Eindruck ohne vorherige eigentliche Entscheidung, ob eine Versicherungsanstalt oder ob eine Zuschußkasse herbeizuführen sei, die Vorbedingung der dauernden Leistungsfähigkeit zu erfüllen, indem man am 17. April 1890 durch notariellen Vertrag die drei Knappschaftsvereine zu einem Verein unter dem Namen„Allgemeiner Knapp= schaftsverein“ mit dem Sitz in Bochum, als dem Sitze des ältesten und größten der drei Vereine, zusammenschweißte. Dieser Zusammenschluß brachte dem Bergmannsstande für den ganzen Ruhrkohlenbezirk die langersehnte volle Freizügigkeit, er schuf in der Hauptsache die Grundlage für das fernere Bestehen und die Sicherheit für die dauernde Erfüllbarkeit der knappschaftlichen Leistungen. Die Stadtkasse mahnt. Von der Stadtkasse Bochum werden die im Monat April 1935 fällig gewordenen rückständigen Steuern, Abgaben usw. öffentlich angemahnt. Die nach dem 23. April 1935 noch vorbandenen Der Pian Faurifrier heser Tochamt im Havkenscheider Felde Hesagsszemen.166 127: In Ergänzung der Berichte und Bilder in unserer Montags= und Dienstagsnummer bringen wir hier einen vollständigen Plan des 280 Morgen großen Hauptfriedhofs im Havkenscheider Felde. Im'egensatz zu Friedhofsplanungen früherer Zeit, bei denen auf möglichste Raumausnutzung gesehen wurde, ist bei diesem neuen Friedhof auf eine parkartige Anlage Bedacht genommen, in der die einzelnen Grabfelder ganz in Grün eingebettet sind. Breite Wege, mit Bäumen bepflanzt, von großen Rundplätzen ausstrahlend, ziehen sich über das weite Gelände, dessen wellige Beschaffenheit geschickt zu wirkungsvoller gärtnerischer Ausgestaltung benutzt wurde. Zu unserer Skizze ist noch zu bemerken: Gleich am Haupteingang, in den der Freigrafendamm einmündet, ist ein großer Platz, auf dem, wie schon in der gestrigen Nummer erwähnt, die Hauptkapelle, Leichenhalle, Verwaltungsgebäude und Blumenverkaufsstelle erstehen sollen.(Der Platz ist mit 2 bezeichnet.) Daneben ist der Platz für den Wagenpark(Nr.), Der schön eingefaßte Teich ist mit Nr. 3 bezeichnet. Nordwestlich des Teiches und des Haupteinganges liegt der zunächst für Beerdigungen hergerichtete, hundert Morgen große Teil. Die Reihengräber sind mit Nr. 4 angegeben. Der Plan läßt deutlich den Umfang und die mustergültige Anlage dieses größten Friedhofes in Westfalen erkennen. — Seite 4 Nr. 91# Bochumer Anzeiger, Mittwoch, 17. April 1933 An historischen Stätten Vorfrühlingswanderung der Vereinigung für Heimatkunde. Die Vereinigung für Heimatkunde führte auf ihrer letzten Vorfrüblingswanderung unter Führung von W. Stood die Teilnehmer in Ortschaften des früheren Landkreises Horde, Gebiete, die heute fur Großstadt Tortmund gehören. Wenn auch infolge der naßtalten Witterung sich der Einzug des Frühlings verzögert hatte, so wird doch keiner die Teilnahme an der Wanderung bereut haben. Vom Dortmunder Hauptbahnhof fuhrte die Straßenbahn bis zur ehemaligen Stadtgrenze. Von dort aus ging man über die alte Emscherbrucke zum Haus Brünninghausen, einem alten Herrensitz der Limburger Grafen, heute der Stadt Dortmund gehörend. Im 15. Jahrhundert entstand der Freistuhl zu Brünninghausen, der Stuhlherrschaft der Grasen von Limburg zur sogenannten krummen, das heißt ungeraden, außerhalb der eigentlichen Grafschaft gelegenen Freigrafschaft der Limburger, die sich von Wickede über Avlerbeck bis nach Langendreer erstreckte. Der Freistuhl zu Brünninghausen zahlte im 15. Jahrhundert zu den berühmtesten auf Roter Erde. Hier wurde unter anderem 1435 der Femeprozeß gegen Herzog Ludwig von Bayern geführt. Haus Brunninghausen hat in seiner langen Geschichte die Besitzer oft gewechselt: von Overhaus, von Ovelacker, von Vieting= hof gen. Nortkerke, von Romberg u. a. waren seine Herren. Der Freiherr vom Stein weilte hier oft und gern als Gast seines Freundes, des Freiherrn von Romberg. Durch die herrlichen Anlagen mit prächtigem Baumbestand ging es zum Tierpark. in dem unter anderen Damhirsche, Wildschweine— zur Zeit auch Frischlinge— untergebracht sind, vorbei an stattlichen Bauernhöfen der einstigen Gemeinden Hacheney und Lücklemburg des ehemaligen Amtes Wellinghofen, durch das Karfreitag erscheint unsere Zeitung nicht. Die für die Donnerstag- Ausgabe bestimmten Anzeigen erbitten wir bis Mittwoch 16 Uhr. Anzeigen für die Oster- Ausgabe die an 3 Tagen aufliegt, müssen bis Donnerstag 16 Uhr aufgegeben werden. Bochumer Anzeiger Anzeigen-Abteilung teilweise verschneite Romberger Holz zur ViermärkerEiche, einem alten knorrigen Gesellen, den Wind und Wetter mehrerer Jahrhunderte arg mitgenommen hatten. Hier trafen einst die Feldmarken der Aemter Wellinghofen, Kirchhörde, Ende und Syburg zusammen. Dunst und Nebel gestatteten nicht die sonst so herrliche Aussicht. Nach der Mittagsrast in einem schlichten Wirtshause wurde das Gut Niederhofen aufgesucht, ein altes Rittergut, früher ebenfalls ein Lehen der rimburger Grafen, dessen alter Toreingang noch heute einstigen Bedeutung zeugt. Von der Berghofener Mark, von der sich prächtige Ausblicke auf die tiefverschneiten Höhen der nahen sauerländischen Berge, baten, fur#e der Weg durch den schonen Schwerter warg über den Freischutz dem Ziele Aplerbeck zu. Aplerbeck wird bereits 899 urkundlich erwähnt. Die alte Pfarrkirche, die dem heiligen Gregor geweiht war, ist heute zu einem Heime hergerichtet. An der Vorderseite hat das Krieger=Ehrenmal Aufstellung gefunden, eine Seitenwand schmücken alte, reich mit Wappen und Inschriften versehene Grabplatten. Nach einem durch die Stadt wurde über Dortmund die Heimfahrt angetreten. Wichtig für Zulassung und Abstempelung von Kraftsahrzeugen Es wird besonders darauf hingewiesen, daß für die Zulassung und Umschreibung von Kraftfahrzeugen nur die Zeit von 8bis 12 Uhrtäglich festgesetzt ist. Die Zulassung oder Umschreibung von Kraftwagen und Krafträdern erfolgt für Bochum, Wattenscheid und Witten auf Zimmer 69 im Polizeipräsidium Bochum, Uhlandstraße 35, und für Herne, WanneEickel und Castrop=Rauxel auf Zimmer 57 im Polizeiamt Herne. Die Abstempelung der zugelassenen Kraftfahrzeuge geschieht frühestens am nächstfolgenden Tage. Nur in besonders dringenden Fällen kann die Abstempelung noch am gleichen Tage vorgenommen werden. Abstempelung an Kraftfahrzeugen allgemein nur bis 13 Uhr täglich. Frauenrache ist gefährlich Ttiest, die der Dag geschiike k. Bilder aus den Bochumer Gerichtssälen Wenn Frauen lieben, bereiten sie dem Manne den Himmel und gleichen den Engeln mit sanften Flügeln. Wenn Frauen hassen, werden sie zu Furien, die das Feuer der Hölle zur Weißglut anfachen. Vor dem Schöffengericht stand eine ältere Frau, die den von ihr geschiedenen, zwanzig Jahre jüngeren Mann mit einer Leidenschaft verfolgte, die kaum mehr verständlich erscheinen ließ, daß zwischen diesen beiden der Größe und inneren Anlage nach so verschiedenen Gestal ten jemals etwas Gemeinsames bestanden haben könnte. Aber es war schon wirklich so, sie waren einst„Mann und Frau“ gewesen. Die süße Liebe hatte sich in giftigen Haß verwandelt. Die Frau sprach von einem Martyrium, das sie erlitten. Jetzt hat sie den ehemaligen Gatten mit einer Flut von Anzeigen überschüttet, die ihn vernichten sollten. Sie hat ihn kommunistischer Umtriebe auch noch nach 1933 bezichtigt; er sei arbeitsscheu und habe Holz gestohlen und was noch mehr. Die Anschuldigungen erwiesen sich nachher nicht als wahr, wenigstens nicht als beweisbar. Kurz, diese alternde Frau, die so außerordentlich viel redet und schreibt, ist eine Fanatikerin in eigener Sache Fast hatte es sogar den Anschein, als ob sie versucht hätte, eine Zeugin zu einer falschen Aussage zu bewegen, wenn auch ohne Erfolg.„ 4 61.5 Das allerdings wurde auch jedem klar, daß diese beiden Eheleute allerhand miteinander durchgemacht zu haben scheinen, sonst konnte ein solcher Berg des Hasses und gegenseitiger Verachtung nicht zwischen ihnen emporwachsen. Das Gericht berücksichtigte bei der Urteilsfindung das ganze„Milljöh" und ließ es daher mit 40 Mark Geldbuße bewenden während der Staatsanwalt drei Monate Gefängnis beantragt hatte, weil er der Ansicht war, daß solche Verleumdung mit Freiheitsstrafe belegt werden müsse. Aber die Frau hatte an die Wahrheit dessen geglaubt, was sie schrieb. Daher war sie selbst mit dem so sanften Urteil nicht zufrieden und erklärte mit giftigen Blicken auf den ehemaligen Herrn Gemahl, sie werde ihr Recht weiter suchen. So hat man also eine zweite Auflage dieser traurigen Geschichte einer vergifteten Ehe zu erwarten, die vernunftgemäß niemals erst hätte geschlossen werden dürfen, weil ihr schlimmes Ende vorauszusehen war. Im Dritten Reich wird man solche Irrungen, die derart klar zu Tage liegen, durch wohlmeinende Beratungen hoffentlich zu verhindern wissen. Silvester mit prügelei tiert werden, und für die sie aufzukommen habenz ig werden sie an diese Silvesternacht nog,sz,pet, zurückdenken. Und zwar mit Recht. De: Uggigg, die konnte sein Auge einbüßen und hat jetzt nog, nmt die volle Sehkraft wiedererlangt. bleibt beim schlechten Wetter Bericht der Reichswetterdienststelle Essen vom 16. April, abends. Mit Wochenbeginn schob sich wiederum ein weiterer Strom milder Qzeanluft über Westeuropa ostwärts. Er rückte schnell über den Rhein in den Abendstunden des Montags hinweg und erreichte bereits am D die untere Elbe. Auf diesem Wege wurde das Zwischenhoch, das bisher günstigeres Wetter verursacht hatte, bis nach Ostdeutschland abgedrängt. Es wurde durch breites Niederschlags=Regengebiet ersetzt. Eine schwache Staffel Gewitterluft die über England nachrückt, wird eine langsame Auffüllung des über Nordengland absinkenden Tiefs bewirken und ein neues Zwischenhoch aufbauen. Das letzte kann aber nur geringe Wetterbesserung mit sich bringen, wird vielmehr noch von Schauern begleitet sein, da der Zustrom ungleich erwärmter Luft anhält. MIl#rP. Srieg Vorhersage für Mittwoch: Frische westliche Winde, meist stärker bewölkt, mit einzelnen Schauern. Tagestemveraturen etwa acht bis zehn Grad.— Wahrscheinliche Weiterentwicklung: Bei meist lebhaften Winden westlicher Richtungen wechselnde Bewölkung mit weiteren Niederschlägen. Temperaturen wenig verändert. Dienstag, 16. April Barometer 24 Uhr: 155/8 Thermometer R öhrit 8 Zeiten für Sonne und Mond am 17. April: () Aufg 5 31. Unterg. 19.31: 3 Aufg. 18.24, Unterg..31 Wetternotizen, gemessen um 8 Uhr vormittags Ort Es gibt doch eigenartige Zeitgenossen! Sie hätten nicht„richtig“ Silvester gefeiert, wenn sie nicht anschließend jemand hätten verprügeln können! Das ist ganz abscheulich und geradezu ein Verbrechen an der Volksgemeinschaft. Wer in der Neujahrsnacht Streit und Händel sucht, sollte wegen Schandung dieses schönen Feiertages seine Sonderstrafe bekommen. Das wäre nicht mehr als billig. Denn in der Stunde, da sich alle in Freude beglückwunschen und sich ein„Gesegnetes Neujahr" zurufen, ist eine hemdsärmelige streitsüchtige Anrempelei auf der Straße mit nachfolgender Schlägerei eine große Gemeinheit. Das mögen sich die Herren Rauf= und Saufbolde sagen lassen, die sich so oder ähnlich betragen haben wie die drei Angeklagten aus Wattenscheid, die am Dienstag vor dem Schöffengericht standen wegen gemeinschaftlicher schwerer Körperverletzung. Bei dieser„freundlichen Begegnung" wäre dem einen der Angerempelten fast ein Auge ausgeschlagen worden. Jedenfalls mußte er sofort ins Krankenhaus gebracht werden. Längere Zeit schien das Augenlicht bedenklich gefährdet Es ist aber doch gelungen, das Auge zu retten. Auch hat man den Mann derart gewaltsam gegen eine Schaufensterscheihe gedrückt, daß sie in Stücke ging. Und warum waren die Angeklagten so in Harnisch geraten, daß sie ihre Wut draußen austohen zu müssen glaubten? Ein Zeuge wollte den Fall so erklären:„Weil s nach Mitternacht nicht das erhoffte Freibier gab!“ Diese Unsitte ist bekanntlich abgeschafft. Die drei Gesellen erhielten je nach Beteiligung fünf, viereinhalb und drei Monate Gefängnis. Die Rechnungen hinzugenommen, die ihnen noch weiter zur Bezahlung präsenEssen.... Kabler Asten Brocken Hamburg Berlin München Zugspitze Lustdruck in mm 755.4 671,1 671.4 758.2 62.6 162.2 523.8 Windricht.[Temperau. Stärke tur C Wetter 859 4 3SO 4 S 6 SO 5 SSO 3 SO 3 WRW 6 +6 Regen Nebel Nebel wolkig. Dunst heiter heiter, Dunst halb bedeckt (Weitere Lokalnachrichten auf den Seiten 10, 11, 12.), Wohin gehen wir heute Stadttheater: 20 Uhr: Merlin. Städtische Gemaldegalerie: Sonn= und feiertags bei freiem Eintritt von 10 bis 13 Uhr, werktags von 10 bis 16 Uhr. Heimarmuseum Haus Rechen, Königsallee 17: Sonn= und feiertags von 10 bis 13 Uhr, werktags von 10 bis 16 Uhr. Bergbaumnseum, Bödestraße: Wochentags, mit Ausnahme Mittwochs, von 9 bis 13 und 15 bis 18 Uhr, Mittwochs (Eintritt frei) von 15 bis 18.30 Uhr. Sonn= und feiertags von 9 bis 13 Uhr. Geologisches Museum der Berggewerkschaftskasse, Herner Straße 45: Mittwochs von 15 bis 18 Uhr. Nach Voranmeldung jederzeit innerhalb der Dienststunden. Eintritt 925:. an" 9 bea uital: Werisulisahe: MittStädttsche Schwimm- und Babeanstalt, Marienstraße: Mittwochs von 16 bis 19 Uhr: Familienbad. Lichtburg: ab 15.15 Uhr: Liebe dumme Mama. Lichtspielhaus: ab 15.10 Uhr: Drei von der Kavallerie. Odeon: ab 17 Uhr: Mädels von heute. Skala=Lichtspiele; ab 17 Uhr: Mädels von heute. Tonhalle: ab 15.30 Uhr: Die Insel. Weltlichtspiele: ab 15.15 Uhr: Das Erbe in Pretoria. Apollotheater: ab 15.20 Uhr: Cleopatra. Capitol: ab 15 Uhr: Alles um eine Frau. Gloria=Palast: ab 15.30 Uhr: Oberwachtmeister Schwenke. Hammer Lichtspiele: ab 15.15 Uhr: Schützenkönig wird der Felix. Beebbehaus OO Roman von EIse Meerstedt 22) Insofern nämlich, weil etwas mit daran beteiligt war, was man zum Geschäftemachen nicht brauchen, ja, was einem geradezu hinderlich sein konnte, sofern man nicht gerade Romanschriftsteller war. Hier schlief Rosemarie doch ein, weil sie ehrlich müde war nach den langen Tagen, die die Firma augenblicklich von ihr forderte, und weil sie sich sagte, daß schlaflose Nächte die Arbeitskraft verringerten und mithin kein Vorteil für die Firma waren. f. 568 Paf, La bella Lolitta hatte keineswegs, so wie das Rosemarie angenommen hatte, auf Curt Hardenfels gewartet sondern war abgeschwenkt, als sie festgestellt hatte, daß es tatsächlich diese platinblonde Person war, die noch bei Curt Hardenfels aus und ein ging, und daß auch tatsächlich das Modehaus Hardenfels noch bestand. Es schien nicht einmal schlecht zu bestehen, da man allem Anscheine nach dort Ueberstunden machte. Und der gute Hardenfels hatte sie glauben machen wollen, daß alles aufgeflogen sei! War das nicht vielleicht nur ein Vorwand gewesen, um sie schnell, schmerzlos und billig loszuwerden? Nota bene, das Nochvorhandensein des Modehauses Hardenfels und das Auftreten der Platinblonden hatte ihr Graf Sarento gesteckt. Brühwarm hatte er ihr heute abend, da sie ohnedies miserabler Laune war, die Geschichte, die sich im Atlantic abgespielt hatte, serviert. Der gute Sarento schien auch nicht ganz kühl geblieben zu sein, angesichts der„eigenartigen Schönheit" dieser Person. Nun, auf den guten Sarento legte sie nicht den geringsten Wert. Entweder war er schmutzig geizig, oder er war ein Graf von Habenichts. Lolitta sah sich versucht, das letztere zu glauben. Er hatte ihr sogar den Vorschlag eines gemeinsamen Auftretens als Tanzpaar gemacht, allerdings stark betont, daß es ein Scherz sei. Sie war jedoch überzeugt, daß er seinen Vorschlag bei der leisesten Neigung ihrerseits miederholen würde. Und wer weiß, ob sie nicht in der nächsten Zeit auf ein solches oder ein ähnliches Angebot eingehen mußte. Daß sie dem guten Hardenfels irgendwie nachtrauerte, konnte sie beim besten Willen nicht behaupten. Aber was sie wütend ärgerte, war, daß ihr diese Platinblonde, die sich erlaubt hatte, ihr gegenüber ein so impertinent keckes und sicheres Auftreten zu haben, den Rang abgelaufen hatte. Wie konnte man diese Person treffen, über die der gute Hardenfels schon zu einer Zeit seine schützende Hand gehalten hatte, da sie selbst noch Favoritin gewesen war und er in ihrem Interesse ein Verschwender. Mit Rattengift“ also durfte man nicht antreten, man wußte sich schon nach feineren Sächelchen umsehen. Am nächsten Morgen, von dem man erwartete, daß er das Senfkorn war, aus dem sich eine neue Blüte des Modehauses Hardenfels entwickelte, trafen zu gleicher Zeit ein der Boy Harry, die augenblickliche Seele der Firma, Kompagnon Rosemarie, und der Chef, den die Aussicht auf alle die zu erwartenden exotischen Gäste nicht zu einem sorglos geruhsamen Ausschlafen hatte kommen lassen. Man konnte das tolle Mädel, die Rosemarie, einfach nicht allein mit solchen Urwaldmenschen wursteln lassen, sondern mußte ein wachsames Auge zeigen. Dies wachsame Auge war er schon Mutter Reimers schuldig, der gegenüber er eine gewisse Verantwortung trug, denn, fürchtete sie schon seinetwegen für die Rosemarie, wie würde sie da erst ihr Gluck=Gluck ertönen lassen, wenn sich solch ein bengalischer Tiger auf die Fährte ihrer Tochter gesetzt hatte.... g g. Ste seineg faslisch Curt befand sich nicht im Vouvesitze seines seelischen Gleichgewichts, indem er nämlich in punkto des Inders, der doch als Kunde zu erwarten und zu bewerten war, ziemlich blutrünstig dachte. Am liebsten hätte er ihn hinausgeworfen, noch ehe er da war. Es war um so weniger etwas mit ihm anzufangen, als er sah, daß sein Kompagnon in einem geradezu fabelhaften Kleide steckte. Naturlich sollte damit dieser Inder betört werden, denn ihn selbst zu betören, daran dachte das Mädel natürlich nicht. Es war eben Kompagnon und nichts weiter. Ob all diese freundlichen Gedanken auf den Mann aus Indien gewirkt und ihn angezogen hatten? Jedenfalls hatte er sein Kommen entgegen allem menschlichen Ermessen vorverlegt auf neun Uhr zwanUm neun Uhr zwanzig fuhr auf dem Neuen Wal, wo eine althamburgische Firma frisch angekurbelt werden sollte, ein unheimlich langes, unheimlich elegantes Auto vor, dem der entstieg, der der auf neuen Grundsätzen aufgebauten Firma Hardenfels das Handgeld bringen sollte. Daß Curt„widerlicher Kerl“ sagte, als der Inder ausstieg, war einfach Ehrensache. Rosemarie, die ihn ebenfalls hatte aussteigen sehen, weil man gerade eine kleine Konferenz gehabt hatte, nahm keine Notiz von der Kritik ihres Kompagnons an einem Kunden. Außer einem wunderbar gewundenen und verschlungenen Kopftuch hatte der Maharadscha nichts aus Indien mitgebracht. Und das Kopftuch trug er eigentzichzgzec nur, weil ihm in Europa der Begriff Eind..6 geläufig geworden war. Und das wollte er bei„dieses wonderfune goldbehaarte Frau“. Der Boy Harry, von Rosemarie schnellstens über die Bedeutung und das fürstliche Geblüt dieses ersten Kunden der wiedererwachten Firma aufgeklärt, hielt seinen Rücken und Kopf tief, als höte er beides dem Maharadscha zum Darüberschreiten an.„Seine neugierigen Blicke jedoch krochen aus der Versentung heraus an den Maharadscha hoch. Harrv war nun einmal nicht diskret veranlagt, und„die Tük ging nicht dicht", bevor er nicht alles gehört und gesehen hatte. Curts Mund zeigte in einer gewissen Verstärkung den Ausdruck von Spott, der nun mal an dieser Stelle seinen Sitz hatte. Und Rosemarie lächelte so unwiderstehlich, daß der Inder, nachdem er das Pensum seiner Begrußung erledigt hatte— Hand an die Stirn, Hand aufs Herz, große tiese Verneigung—, mit dem Schein eines Lächelns einstimmte. Gleich danach jedoch sah er Curt Hardenfels, der aus seiner Zugehörigkeit zur Firma die Berechtigung abgeleitet hatte, beim Bedienen der Kunden zugegen sein zu dürfen, einladend an. Was Curt Hardenfels jedoch keineswegs im Sinne einer Einladung zum Bleiben auffaßte, sondern als eine recht deutliche Ausladung. Eine Ausladung, die Rosemaries sprechende Bliae unterAber Curt Hardenfels wäre trotzdem nicht gegangen, nun gerade nicht, wenn der Einzug der Kunden nicht eine schnelle Fortsetzung erfahren hätte. Nach dem Maharadscha eine Lady aus England, die sich nach dem Debut Rosemaries ihres Sweetheart nicht mehr ganz sicher fühlte und nun an Ort und Stelle Recherchen anstellen wollte, ob und wie weit das Modehaus Hardenfels Wirklichkeit war. Sie hatte einen Haufen Sommersprossen und noch mehr Geld. Lady Swift war einigermaßen erstaunt, als sie scheinbar geordnete Verhältnisse vorfand, ja, daß sie sich von einem ausnehmend hübschen jungen Mann, der durchaus Kavalier zu sein schien, auf englisch angeredet sah. Der ausnehmend hübsche junge Mann, dem nach der von Rosemarie festgelegten Arbeitsteilung das Empfangen der weiblichen Kunden zufiel, begann sofort mit bezaubernder Liebenswürdigkeit, der allerdings eine gewisse Verbissenheit zugrunde lag, hervorgerufen durch Rosemaries Alleinsein mit dem Herrscher über Elefanten, Kamele und Favoritinnen, also der ausnehmend hübsche junge Mann begann sofort über England zu plaudern. Er kannte alle großen englischen Webereien, wußte über alles in der„hochlebenden“ englischen Gesellschaft Bescheid, kannte die Orte, an denen man sich bewegen konnte, und zeigte sich in jeder Weise als Gentleman. g.„... z, welschem Zweck, So daß Lady Swift ganz vergaß, zu weichem Zwecke sie eigentlich schon zu so früher Stunde auf dem Neuen Wall in Hamburg vorgefahren war. Erst als der Chef geschickt zu den neuesten Schöpfungen der Firma Hardenfels hinüberlenkte, erwachte sie wieder. Beruhigter, als sie in der voraufgegangenen Nacht des öfteren erwacht war. Sie begann, leicht hochnäsig, von dem Mannequin zu reden, den die Firma Hardenfels in das Hotel Atlantic zum Vorführen gesandt, und der mehr den Beifall der Gents als der Ladys gehabt habe. Worauf er aber sagte, daß sich die Firma Hardenfels ob der Eigenart ihrer Einstellung keine Mannequins hielte, sondern, daß die betreffende Dame sein Kompagnon sei, der Neuheiten der Firma selbst entwerfe und sie im Interesse der Kundinnen, und um eine volle Wirkung zu erzielen, auch selbst vorführe. Worauf die Lady wieder erst die Augenbrauen etwas hochzog und dann ein etwas gekautes„Oh“ an die Nachdem der Ehef das„Oh“ ruhig hatte verklingen lassen, hat die Lady,„daß ihr werde vorgeführt das Kompagnon von die Firma, damit sie könne placieren eventuel ihren Auftrag...„..., eingest. Worauf er heimlich zähnernirschend eingestehen mußte, daß sein Kompagnon noch beschäftigt sei, und daß die Konferenz mit einem Maharadscha sich ob einer wahrscheinlich etwas erschwerten Verständigung etwas länger ausdehne. g6. Und so begann er aufs neue zu prauvern. Er plauderte mit Todesverachtung, während Rosemarie den Inder mit Witz und Klugheit bediente, damit er ihr nicht als Kunde verloren ging. Aus allem, was ihr nicht paßte, und wodurch ihr ein ruhiger und sachlicher Geschäftsabschluß erschwert erschien, machte sie ein Mißverständnis. Ein entzückendes Mißverständnis, das sich bei aller liebenswürdigen Hingabe an eine Verständigung mit dem Kunden nicht beheben ließ. Was übrigblieb, war für den Maharadscha immer gleich null, für die Firma Hardenfels& Co. jedoch allemal eine Immer enttäuschter wurde das turbanumrahmte Gesicht des gelben Mannes. Immer größer die Liste seiner Bestellungen. Wenn er nicht gerade Maharadscha gewesen wäre, wäre er an der Länge des Bestellzettels, der keineswegs seinem Wunschzettel entsprach, pleite geZur Einführung hatte er ein Etui aufspringen lassen, in dem auf schneeigem Samt gebettet ein Rina mit einem Stein lag. Und Rosemarie war nicht anders zu belehren gewesen, als daß sie zu diesem Stein die entsprechende Toilette entwerfen sollte. Sie zeichnete und plauderte, erkundigte sich nach der Haarfarbe und den Körpermaßen der Lady, die die Schöpfung der Firma Hardenfels& Co. tragen sollte. Immer heißer wurden die hervorgestoßenen„Wie Sie! Wie Sie! Wie Sie!" des Maharadschah. Schon schickte sich der bengalische Tiger an, in seiner Ursprache zu reden, die das„wonderfulle goldbehaarte Frau“, das sein schlechtes Deutsch nicht verstehen wollte bestimmt verstehen würde, da erschien Lady Swift. Wißbegierig und gründlich wie alle Engländerinnen, hatte sie es einfach nicht mehr aushalten können, eine Sehenswürdigkeit, wie es ein für seinen Harem einkaufender Maharadscha war, zu überschlagen. Denn ein Maharadscha gehörte in einen Baedeker. Und ein Baedeter war für eine reisende Engländerin eine Art Reisebibel, durch die man sich verpflichtet fühlen mußte, selbst noch den höchsten Kirchturmknopf zu besichtigen. Und hinter der Lady hielt der Chef und sagte mit herzgewinnender Liebenswürdigkeit, hinter der nur ein Eingeweihter das Gift einer Kobra witterte, daß Lady Swift von der Anwesenheit Seiner Durchlaucht, des Maharadschas von Somamu, gehört habe und— und daß ich es mir nicht kann versagen, zu wollen profitieren von Ihre Geschmack. Durchlaucht, Sie sich erinnern bestimmt meiner und des Lord Swift von eine Gartenfest in Indien her, welches gab das englische Botschaft.“ Der Maharadscha wickelte als höflicher Mann, selbst in Fällen, wo es schwer fiel, seine etwas umständliche Begrüßung ab— Hand an die Stirn, Hand aufs Herz, tiefe Verneigung. Im übrigen erinnerte er sich an nichts mehr. Die Lady bewunderte die Serie der Neuheiten, die der Maharadscha bestellt hatte, und maß danach die Größe der Liebe zu seinen verschleierten Frauen. „Oh, welches wonderfulle love!“ kaute sie. Worauf des Maharadschas dunkelblitzende Augen die Rosemaries suchten. Rosemarie lächelte harmlos. So harmlos, daß das Mißtrauen Lady Swifts in Wohlwollen umschlug, so etwa wie Frost in Tauwetter. Sie wollte auch sein benäht von das Kompagnon des gentlemanliken Mister Hordenfelt.(Fortsetzung folgt.) •• ts Hößepunkte deses0tags. dia Lofe Cams geen: Den Koll#n Saufte geriafend. alm.. Jangebmann. den Mensaugend, gutten. 1/4 P44. N..90. 1P44 M..80 Fnones ulo. Boließe. eisen Bars:. 1/#4###. N.-50 1 244. n..40 Tengelmang, Stadttellen Seite 5 Nr. 91 7 Bochumer Anzeiger, Mittwoch, 17. April 1933 1. „Seien Sie doch nicht töricht“, sagte Malaise gemutlich.„Sie reden immer von Scharfsinn— aber ohne Hilfe des Zufalles wäre der Fall„Schloß Trembles' heute noch nicht aufgeklärt.“ „Schloß Trembles? Ich kann mich nicht erinnern, von dem Fall je gehört oder gelesen zu haben.“ „Wundert mich nicht", versetzte Malaise.„Das ist eine sehr alte Geschichte, mit der ich vor Jahren zu tun hatte. Er lachte leise auf. „Da fällt mir gerade ein, daß Sie die Absicht haben, sich um den„Großen Preis für Abenteuerromane’ zu bewerben. Vielleicht kann Ihnen meine Erzählung dabei helfen.“ Vielleicht", entgegnete ich.„Vorausgesetzt, daß sie so spannend ist..“ Mit einer beruhigenden Handbewegung zu mir unterbrach Malaise seine wichtige Arbeit des Pfeifenstopfens. „Darüber können Sie ganz beruhigt sein. Der Fall Schloß Trembles ist einer der schönsten, die ich je bearbeitet habe. Während der langwierigen Untersuchung hatte ich allerdings eine etwas andere Ansicht, aber der Abschluß entschädigte mich für alle meine Mühen. Haben Sie Lust, sich die Geschichte anzuhören?“ „Aber selbstverständlich“, rief ich.„Und wenn ich zufällig, Dank Ihrer Anregung, den Preis gewinnen sollte— dann teilen wir, Malaise!“ „Sie haben immer so merkwürdige Einfälle, alter Freund“, war Malaises schmunzelnde Antwort, während er sich die Pfeife ansteckte. 0 „Eine gute halbe Stunde im Wagen", war seine Antwort. Jetzt näherten sich schwere Schritte, und eine tiefe Stimme ließ sich hören. „Guten Abend!“ „Guten Abend, Matthias“, entgegnete das junge Mädchen.„Sie heißen doch Matthias?“ Der Mann nickte bejahend, nahm den kleinen Lederkoffer auf und ging nach dem Wagen zurück. Die Reisende streckte plötzlich ihre kleine Hand aus. „Gute Nacht, mein Herr. Ich bleibe dabei. Sie sind wirklich der liebenswürdigste Stationsvorsteher, dem ich je begegnet bin— und auch der gefälligste... Gute Nacht!“ Schüchtern drückte Vadeboncoeur die Hand im Lederhandschuh, stieß ein paar zusammenhangslose Worte hervor und blieb an dem Durchgang stehen, bis der Wagen in der Dunkelheit verschwunden war. Das junge Mädchen hatte sich neben Matthias auf den Bock gesetzt. Heftige Windstöße fuhren ihr ins Gesicht und ließen ihre Augen tränen. Sie klappte den Kragen ihres Mantels hoch und zog den Rock so tief wie möglich über die seidenbestrumpften Beine. „Hier“, erklang Matthias' tiefe Stimme. Ohne sie anzusehen, reichte ihr der Mann eine Decke, die sie mit einem kurzen Dank um ihre Knie legte. Es wäre vergebene Mühe gewesen, das hatte sie sofort eingesehen, ihren Begleiter in eine Unterhaltung ziehen zu wollen, und so beschäftigten sich ihre Gedanken— wie schon so häufig in den letzten Tagen— mit dem Leben, das sie erwarten mochte, mit ihrem Onkel, dem Herrn auf Schloß Trembles, an den sie sich kaum noch erinnerte. Was Herrn Vadeboncoeur, den Stationsvorsteher des Bahnhofes in X, dazu veranlaßte, gerade heute seine Filzschuhe gegen derbe Stiefel auszuwechseln, als der 10=Uhr=35=Zug gemeldet wurde, hätte er selbst nicht sagen können. Wozu auch? Seit drei Monaten, so lange hatte Léonard Vadeboncoeur den neuen Posten inne, war es nur einmal vorgekommen, daß ein einziger Reisender den Zug an dieser kleinen Station verließ.... inem Stand 5 Der Lotomotivfuhrer bliate aus seinem Stano yeraus und begrüßte den Bahnhofsvorstand mit dem üblichen Scherz, der nichts zu bedeuten hatte— denn Vadeboncoeur war Junggeselle— und wartete ungeduldig auf das Abfahrtszeichen. Eine einzige Tür des ganzen Zuges öffnete sich, und eine Dame stieg heraus. Der Stationsvorsteher stürzte auf sie zu. „Verzeihung, mein Fräulein, aber das ist hier.“ Das junge Mädchen lächelte. „Das dachte ich... Es fehlte nicht viel, und Vadeboncoeur hätte vor Ueberraschung seine Pfeife verschluckt— aber er kannte seine Pflicht. Sie müssen sich irren, mein Fräulein. Hier ist&ap — und in X ist noch niemals jemand ausgestiegen!" „Sehr schade“, entgegnete die Reisende,„weil man dadurch die Gelegenheit versäumt, einen sehr liebenswürdigen Bahnhofsvorstand kennenzulernen.“ Sie bückte sich, griff nach dem Köfferchen, das sie neben sich auf den Boden gestellt hatte, und ging eilig nach dem Ausgang. So ein Wahnsinn, dachte Vadeboncoeur, und dann macht sie sich auch noch über mich lustig... Hastig lief er hinter der Reisenden her, die ihn geduldig an dem geschlossenen Durchgang des Bahnsteiges erwartete. Der helle Schein einer Laterne gab ihm Gelegenheit, die Dame von Kopf bis zu den Füßen betrachten zu können.„.„, Ein Sum.) Wirklich.. ein junges Madchen: Ein ountelblaues Schneiderkleid und ein Hut, der jeder Logik spottete. Unter ihm ein schmales, blasses Gesicht, aus dem zwei meergrüne Augen hervorleuchteten. Wildlederhandschuhe, ein eleganter lederner Koffer. Herr Vadeboncoeur gewann mehr und mehr die Ueberzeugung, daß diese junge Person den größten Irrtum ihres Lebens beging, als sie hier in* ausstieg. „Verzeihung, mein Fräulein", begann er, ich fragen, ob Sie erwartet werden? Ich frage nicht aus Neugier, sondern.. „Warum?" „Es ist schon sehr spät, mein Fräulein, und Sie haben von hier nach dem Dorf mindestens eine Viertelstunde zu laufen..... P7.24. M Die Reisende beugte sich vor und blickte nuch dem Platz vor der kleinen Station. „Sehr liebenswürdig“, sagte sie.„Beruhigen Sie sich. Ich werde erwartet.“„ Erwartet! dachte Vadeboncoeur. Das wird ja immer toller. Von wem könnte sie denn erwartet werden? g„„ 9 hald di Jetzt blickte er nach dem Platz und sand vald die Antwort auf seine unausgesprochene Frage. Ein erbärmlicher Karren stand vor dem Bahnhof. Unbeweglich saß der Kutscher auf dem Bock. Der Bahnhofsvorstand nahm der Reisenden die Fahrkarte ab und öffnete die Tür.„ „Entschuldigen Sie bitte“, sagte er.„Die Gegeno hier ist so einsam und verlassen. Ich konnte mir wirklich nicht denken, daß Sie nach Schloß Trembles wollEsl 8 Das junge Mädchen, das schon einige Schritte nach dem Platz zu gemacht hatte, blieb stehen und wandte Wirklichs Warum sollte diese Annahme so unmöglich sein?". Mütze K-att- sch Vadeboncoeur nahm seine Muße ab und träßte sich hinter den Ohren.„„ „Ja, wissen Sie“, stammette er.„Ich dachte... Das Schloß liegt so einsam—“ „Nur deshalb?“„ 1116 „Ja, ja... nur desyalv. Und Herr von Chancray ist sehr. sehr zurückhaltend, müssen Sie wissen. Man sieht ihn fast niemals— höchstens auf ganz abgelegenen Wegen...„Vein— „Aber er lebt doch nicht ganz auein in seinem „Aber nein. Da ist noch Frau Raymond, die Hausdame, und der Gärtner Matthias... der sitzt da draußen auf dem Wagen..„„„„ „Ah“, sagte das junge Madchen, aver der Ton war weniger zuversichtlich. Gm..f. „Es ist sehr liebenswurdig von Ihnen, mir alle diese Auskünfte zu geben. Ist das Schloß weit von hier?“ Sein Brief, der ihr wie von einer gütigen Vorsehung diktiert erschien, war zu einem Zeitpunkt ihres bescheidenen Daseins eingetroffen, als sie an allem verzweifeln zu müssen glaubte. Claire war schon frühzeitig Waise und gezwungen gewesen, sich ihr tägliches Brot selbst zu schaffen. Sie fand eine Stellung in einem der großen Schneiderateliers und lernte in ihren freien Abendstunden Stenographie und Buchführung. Hier beginnt unser neuer, spannender Kriminal-Roman Dank ihrer Kenntnis des Deutschen und Englischen gelang es ihr ziemlich schnell, einen Posten in einem Exporthause zu erhalten. Sie schneiderte sich ihre Garderobe selbst, gönnte sich kaum ein Vergnügen und war langsam so weit gekommen, sich drei kleine Zimmer mieten zu können, als der Brief ihres Onkels eintraf. Claire zog die Decke, die ihr Matthias gegeben hatte, enger um die Knie. Der Wagen fuhr flott. Rechts und links zogen in der Dunkelheit kahle Felder, dann wieder niedrige Gehölze an ihr vorüber. Trotz der besten Vorsätze, die das junge Mädchen gefaßt hatte, konnte es sich eines leichten Schauders bei diesen ersten Eindrücken ihrer nächtlichen Fahrt nicht erwehren. Der Weg war schlecht, und ein stärkerer Stoß des Wagens schleuderte Claire gegen ihren schweigenden Nachbar. Hastig, beinahe grob stieß er sie zurück. Ein reizender Mensch, dachte sie, drückte sich in die äußerste Ecke und schloß die Augen. Plötzlich knirschte Kies unter den Rädern. Der Wagen war eine längere Steigung hinaufgefahren und bog jetzt in eine von Pappeln eingefaßte Allee ein. Wenige Minuten später hielt er vor einer Art Freitreppe an, und Matthias sprang vom Bock. Jetzt erst öffnete Claire die Augen. Der Gärtner hielt ihr die Hand entgegen, aber sie zog es vor, ohne seine Hilfe herabzusteigen. Eine Tür knarrte, und Claire blickte in die Höhe. Die große Pforte des Schlosses hatte sich geöffnet, und auf der Schwelle zeichnete sich gegen das aus der Halle dringende Licht eine weibliche Gestalt ab. Die Gesellschaftsdame, dachte Claire. Sie nahm Matthias den Koffer ab und lief eilig die Stufen hinauf. Als sie dicht vor Frau Raymond stand, sah sie, daß diese einen Finger auf die Lippen gelegt hatte. „Nicht so laut, mein Kind“, sagte Frau Raymond mit leiser, wohllautender Stimme.„Ihr Onkel liegt im Bett, er fühlt sich nicht wohl. Haben Sie eine angenehme Reise hinter sich? Bitte, kommen Sie.“ Ohne zu antworten folgte Claire der Hausdame durch eine weite, ungenügend beleuchtete Halle, die aber— trotz der Dunkelheit war das zu erkennen— prachtvoll möbliert war. Am Fuße der breiten Treppe blieb Frau Raymond stehen. „Wie ist Ihr Vorname, mein Kind?“ „Claire“, sagte das junge Mädchen mühsam. „Ich darf Sie doch Claire nennen, nicht wahr? Sehen Sie, ich lebe schon so lange Zeit mit Ihrem Onkel zusammen...“ „Aber ja“, entgegnete Claire.„Er... mein Onkel ist doch nicht ernstlich krank?" „Nein, nein, aber sein Herz ist nie besonders stark gewesen, und ich glaube, Ihre bevorstehende Ankunft hatte ihn etwas aufgeregt. Mit noch leiserer Stimme fuhr sie fort: „Ich habe ein sehr hübsches, kleines Zimmer im zweiten Stock für Sie herrichten lassen. Ihr Onkel und ich wohnen im ersten. Jetzt wird er wohl schlafen. Ich bitte Sie also, möglichst leise zu sein, wenn wir nach oben gehen.“ Ohne eine Entgegnung abzuwarten, ging sie langsam die Stufen hinauf. Claire folgte schweigend. Das junge Mädchen war schon immer leicht beeinflußbar gewesen und fühlte sich jetzt eigenartig verwirrt, beinahe verstört. War die Erkrankung ihres Onkels die Veranlassung dazu, oder vielleicht das Wesen dieser schwarzgekleideten Frau, die sie anzog, zu gleicher Zeit aber auch unruhigte?..2m (Forlsetzung fbigt.) I Knaben-Mantel, sehr kleidsame Form, ganz gefüttert, modisch gemusterte Stoffe für das Alter von ehwa 6 Jahren 1075 2 Knaben-Sportanzug, die beliebte einreihige Form, mit Golf- oder Kniehose, aufgesetzten Taschen, ganz gefüttert, braun oder grau gemusterte, sehr tragfähige Qualitäten, für das Alter von ehwa 8 Jahren 1275 3 Sehr hübscher Mädchen-Mantel in schönen Pastellfarben, ganz auf kunstseid. Serge. Das niedliche Cape ist mit Stepperei und Knöpfen reich garniert. Größe 60 13325 4 Sanz entzückender Mädchen- Mantel aus geschmackvoll gemusterten Stoften mit modernem kleidsamem Cape. Größe 60 075 5 Reizendes Schulkleidchen in marine mit roten und weißen Punkten, mit hüschem Puffärmel und großem Capekragen Größe 60 390 6 Entzückendes Mädchen-Kleid aus neuartig gemustertem Stoff. Sehr niedlich wirkt es durch die Puffärmel u. den hübschen Kragen. Größe 45 450 Andere Größen entsprechend Sommer-Kinderhüte mit ausgesucht hübschen Garnituren ganz außergewöhnlich billig DORTMUND Ostenhellweg 34 188 Seite 6 Nr. 91 7 Bochumer Anzeiger„ Mittwoch, 17. April 1935 Rekendeninse Von Leorg Mühlen-Schulte Es war eine unangenehme Geschichte. Ich hatte Zug gekriegt. Nun saß mir der Teufel im Rücken. „Hexenschuß!“ sagte der Mann, der immer die Gasrechnung kassieren kommt. Ich hätte die Wände raufklettern können. Einmal der Schmerzen wegen und dann wegen der Gasrechnung. „Gehen Sie zu Adam Weißbart!“ empfahl mir der Gasmann. „Adam Weißbart?“ „Ja. Er ist kein richtiger Arzt, aber er kann was. Sie werden mir bankbar sein.“ Ich ging zu Adam Weißbart. Oder richtiger, ich kroch hin. Adam Weißbart wohnte vier Treppen hoch. Warum hatte ich mir auch gewünscht, die Wände raufklettern zu können. Sonst gab es nichts Besonderes an der Weißbartschen Wohnung. Höchstens wäre zu erwähnen, daß es nach frischer Oelfarbe roch. Im Warteraum befand sich ein Mann. Er war groß und stark und hatte rote Backen. Offenbar kam er von der Behandlung, denn er zog sich eben das Jackett an, seine Mütze auf den Kopf, sagte„Mahlzeit“ und ging kerzengerade an mir vorbei zur Tür hinaus. Neidvoll sah ich ihm nach. Dann begab ich mich ins Sprechzimmer. „Wie Sie sehen, habe ich es im Rücken“, sagte ich zu Adam Weißbart.„Ich kann ihn nicht gerade machen, den Rücken, weil der Hexenschuß drin ist. Es ist das erstemal, daß ich es mit einem Kurpfu.... äh, mit einem... ich meine, daß ich es mit keinem richtigen Arzt versuche. Sie begreifen, wenn ich da noch mit einer gewissen Dosis Mißtrauen...“ „O bitte!“ lächelte er gütig.„Es waren schon mehr Skeptiker hier. Haben Sie den Mann gesehen, der eben hinausging?“ „Ja, er scheint über eine ungewöhnlich robuste Gesundheit zu verfügen.“ „Nun, dieser selbe Mann hat noch kurz vor Ihrem Kommen einen Rücken gemacht, so krumm wie eine Sichel, und gestöhnt hat er, daß einem das Herz brechen konnte. Was sagen Sie nun?“ „Fangen wir an!“ antwortete ich voll froher Ueberzeugung. Adam Weißbart holte eine Schüssel mit saurer Milch herbei. Ich mußte den Oberkörper frei machen, dann rieb er mich mit seiner Milch ein. Hierzu brabhelte er etwas vor sich hin, wovon ich nicht sagen kann, ob es eine Sure aus dem Koran, eine Notiz der Produktenbörse oder ein zeitgenössischer Schlagertext war. Jedenfalls blieb mein Rücken krumm dabei. Dafür kriegte ich heftige Kopfschmerzen. Was aber nicht von der sauren Milch, auch nicht von der Rezitation, sondern von dem niederträchtigen Geruch nach Oelfarbe kam. „So!“ sagte Adam Weißbart nach einer halben Stunde,„den Rest beseitigen wir durch Fernbehandlung. Noch eine kurze Beschwörungsformel heute um Mitternacht und Sie sind wieder gerade wie ein Licht. Wenn ich bitten darf, zwanzig Mark.“ Ich zahlte und kroch hinaus. Draußen richtete sich mein erschüttertes Vertrauen noch einmal auf. Der große, starke Mann war im Warteraum. Er hängte gerade seine Mütze an und zog sein Jackett aus. „Verzeihung! Sie sind schon wieder hier!“ redete ich ihn an. „Jawoll! Ick war bloß Mittag essen!“ „Hm! Sie werden es mir nicht übelnehmen, Verehrtester, aber bei dem Erfolg, den die Kur bei Ihnen gehabt hat, hatten Sie doch wahrhaftig nicht nötig, sich noch weiter behandeln zu lassen.“ „Wat denn behandeln lassen?!" erwiderte der Mann, dessen Rücken nach Adam Weißbarts Aussage so krumm gewesen war wie eine Sichel, und der gestöhnt hatte, daß einem das Herz brechen konnte,„wat denn behandeln lassen!? Ick streich doch hier bloß den Fußboden!“ Sweimac Mücter7 Von Franz Dietrick Gustav Müller war gespannt, ob Grete plötzlich kommen würde. Er saß in einem kleinen Zeitungscafé am Wittenbergplatz. Ein volles Jahr war vergangen, seit Gustav Müller dieses Lokal zum letztenmal besucht hatte. In diesen zwölf Monaten hatte sich allerhand geändert: der junge Herr Müller war, wie man sich auszudrücken pflegt, ein seriöser Mann geworden. Er machte keine Schulden mehr, er ging spätestens um zehn Uhr ins Bett, er war fleißig, er zählte gewissenhaft die Zigaretten, die er täglich rauchte, und der Samstag war der einzige Tag, an dem er bummelte. Aber er bummelte eigentlich nur, um nicht in den Ruf zu kommen, ein Spießer zu sein. Alles in allem war Gustav Müller ein Mann geworden, dem nur eines zu seinem vollständigen Glücke fehlte: die Ehe mit einer gleichgesinnten Partnerin. Grete hatte ihm vor genau einem Jahr, auf genau diesem Platz, den Abschied gegeben. Denn der biedere Gustav Müller hatte damals einen übertriebenen Schwips, außerdem schiefe Absätze, und nicht einen Pfennig Geld. Er war ein Bruder Leichtfuß gewesen, ein Tunichtgut und ein Taugenichts. Und nun saß dieser verwandelte Taugenichts in dem kleinen Zeitungscafé, nicht ohne eine gewisse Rührung, und wartete darauf, daß ein Wunder geschehe. Er hatte Grete vor drei Monaten einen ausführlichen Brief geschrieben, aber der Brief war zurückgekommen: Adressat unbekannt. In einem Jahr, da war alles anders geworden: ein neuer Besitzer, Kellnerinnen mit fremden Gesichtern, andere Stammgäste, und andere Stühle. Weiß der Kuckuck, wo Grete war... In einer anderen Stadt, bei einem anderen Mann, vielleicht schon in einer eigenen Wohnung... Sie hatte ihn sicher schon längst vergessen.. Damals hatte sie ihn„Pamperl“ genannt... Wie kindisch eigentlich, wie albern und trotzdem... Einmal noch mußte sie„Pamperl“ sagen..“. Und er... er hatte sie„Frosch“ genannt. Obwohl die Grete schlank war und aufgeschossen und gar nichts Froschähnliches an sich hatte. Wie ist er damals bloß auf„Frosch“ gekommen? Einfach verrückt, Herr Gustav Müller... Da ging plötzlich ein niedlicher, kleiner Boy von Tisch zu Tisch und rief dabei mit einer hellen, piepsenden Stimme: Herr Müller ans Telephon. Gustav Müller zuckte überrascht und erschrocken zusammen. Herr Müller ans Telephon? Er konnte unmöglich damit gemeint sein. Er war erst vor einer Stunde gekommen...“ Niemand wußte, daß er, der verschollene Gustav Müller, wieder in Berlin war. Sein erster Weg war vom Bahnhof hierher. Grete selbst hatte nicht die leiseste Ahnung. Und selbst, wenn sie gewußt hätte aber das war ja Unsinn... Es wird wohl irgendein anderer Müller sein, irgendein Herr Müller X. oder., der sich in diesem Zeitungscafé mit einem kleinen Mädchen verabredet hat. In Berlin gibt es ja Hunderte von Männern, die Müller heißen. Also wartete Gustav Müller, daß einer aufstand. Er sah sich nach allen Seiten um, er wunderte sich, daß die Gäste sitzenblieben. Der Herr Müller wird sich verspätet haben, dachte er. Der kleine Boy machte noch einmal gewissenhaft seine Runde. Er fixierte jeden einzelnen Gast, dann blieb er vor dem Tisch stehen, an dem Gustav Müller saß und fragte mit einer verwunderten, fast beleidigten Stimme:„Herr Müller ans Telephon!?“ Herr Gustav Müller hatte ein lächerliches Herzklopfen. Vielleicht war doch er gemeint? Konnte es nicht eine Art Gedankenübertragung sein? Einer jener romanhaften, ganz verrückten Zufälle? Aber dann schüttelte er lächelnd den Kopf, und der kleine Boy entfernte sich in der Richtung zum Telephon. Der niedliche Junge hatte schon den Hörer ergriffen, als Gustav Müller plötzlich aufsprang, eilig seinen Platz verließ und mit unsicherer Stimme„Hallo!" rief. Der geheimnisvolle Anruf lockte ihn. Es reizte ihn, die Rolle des verlangten Herrn Müller zu spielen. Vielleicht war es doch ein unergründlicher Zufall? All diese blitzschnellen Gedanken versetzten ihn in einen Zustand hochgradiger Erregung. Er nahm dem erstaunten Boy aufgeregt den Hörer aus der Hand. „Hallo, hier Müller. Wer ist denn dort?“ Er horchte gespannt in die Muschel. Einige Sekunden blieb alles still. Es war, als ob ein Mensch hastiger atmen würde. Dann aber kam von drüben eine leise, freundliche Stimme, als wäre dies alles nur ein ferner, schwebender Traum. „Hier ist Grete“, sagte die Traumstimme.„Ich wollte mich nur mal erkundigen, wie es dir geht, Gustav... Wo wir uns doch ein ganzes Jahr nicht mehr gesehen haben... Was machst du denn immer? Hast du auch manchmal ein bißchen an mich gedacht?“ „Woher weißt du denn“ Gustav Müller konnte den Satz nicht beenden. Da rief Grete an, als ob nichts gewesen wäre. Ein ganzes Jahr hatte er ihre geliebte Stimme nicht mehr gehört, und nun war sie plötzlich wieder da, vielleicht um eine Idee weicher und trauriger noch als sonst. „Grete“, sagte Gustav.„Es ist zum Verrücktwerden. Ich komme mir vor wie im Märchen. Wieso weißt du denn, daß ich wieder in Berlin bin?" „Ich habe heute nacht von dir geträumt“, antwortete die Stimme.„Ich wußte genau, daß du kommen würdef.“.g unr 1n Gustav Duuer war außer sich. „Du, Grete, das ist ja Gedankenübertragung!“ „Eine innere Stimme hat mir gesagt, daß du da bist“, kam die Stimme zurück.„Und da ich doch wußte, daß du in unser Lokal gehen würdest...“ „Du hast mich also wirklich nicht vergessen?“ fragte Gustav Müller entzückt. „Ich habe oft daran denken müssen, wer dir jetzt wohl die Knöpfe annähen wird. Und ob du noch immer so für schlank bist. Ich habe nämlich um zehn Pfund zugenommen. Hoffentlich bist du deshalb nicht böse, Pamperl?“ „Wie bitte? Wie hast du gesagt?“ „Pamperl, habe ich gesagt“, kam von drüben die Stimme. Gustav Müller bekam ein gewaltiges Herzklopfen.„Pamperl“, das war ja sein Spitzname! „Du bist doch der gleiche Frosch geblieben“, sagte er weich. Die Stimme seufzte:„Ja, ja, Pamperl, nur dicker bin ich geworden. Wer weiß, ob du mich noch magst.“. „Ich muß mir das doch mal angucken“, flüsterte Gustav begeistert,„ob du wirklich so dick geworden bist. Du, Grete, wo bist du denn jetzt?“ „Zu Hause, Pamperl. Meine Eltern werden sich freuen, dich kennenlernen.“ Als Gustav Müller das Kaffeehaus verlassen hatte, um zu Grete zu eilen, betrat ein elegant gekleideter Herr das Lokal. Er setzte sich mit einer nervösen Bewegung, blätterte zerstreut in der Illustrierten und warf von Zeit zu Zeit einen ungeduldigen Blick auf die Uhr. Dieser Herr hieß Hermann Müller und wartete vergeblich auf ein Mädchen, das Grete hieß. Gustav Müller aber, der auch Pamperl genannt wurde, erfuhr erst im ersten Jahr seiner Ehe, wie geistesgegenwärtig damals Grete gehandelt hatte, als sich statt des ersten Müller ganz unerwartet der zweite meldete, der in Wirklichkeit immer der erste war... Nicht durch die Dest Eine Kindlicke Geschickte In einer Stadt im Bergischen Land hat sich unlängst eine köstliche Geschichte abgespielt, eine heitere und reizende Begebenheit. Einige Tage vor Weihnachten fanden die Beamten der dortigen Posthauptstelle in ihrem Briefkasten einen Brief mit der Anschrift: An das liebe Christkindchen im Himmelreich. Die Schriftzeichen verrieten— wie hätte es anders sein können— die ungelenke Kinderhand. Ein Absender war auf dem Umschlag nicht vermerkt. Da nun der Himmel trotz des vorzüglichen Ausbaues der Verbindungen und der anerkannt großen Findigkeit des Postbeamten noch in keinem Verzeichnis der Reichspost als Adressat geführt wird, sahen sich die Beamten in die heiterste Verlegenheit versetzt. Es blieb ihnen nichts anderes übrig, als den liebevollen-Brief zu öffnen, der sich auch gleich nach Schrift und Inhalt als ein reizendes Produkt kindlicher Heimlichkeit und Verschwiegenheit entpuppte, bei dem kein Erwachsener, weder federführend, noch für den Inhalt verantwortlich, mitgewirkt hatte. Kurz und bündig stand da nur zu lesen:„Liebes Christkindchen, bring mir Weihnachten zehn Mark.“ Die Beamten lächelten und da sie das kindliche Vertrauen in ihre Leistungsfähigkeit nicht zu rechtfertigen vermochten, beschlossen sie, in Stellvertretung des Himmels zu handeln und wenigstens den Wunsch des Kindes zu erfüllen. Flugs veranstalteten sie eine kleine Sammlung, so unter sich. Sie erbrachte den Betrag von acht Mark, die am Festtag selbst dem Kinde gleichsam aus dem Himmel zugestellt wurden. Damit hätte das kleine schöne Geschichtchen sein Ende finden und in wohlverdienten Worten der Anerkennung für das liebevolle Verständnis und die gütige Menschenfreundlichkeit der betreffenden Beamten ausklingen können. Doch stellte sich ganz unerwartet eine Fortsetzung ein, die allerdings zunächst noch etwas auf sich warten ließ. Die Weihnachtszeit läßt Kindern nicht die rechte Muße, Antwortschreiben und Dankbriefe zu verfassen. Einige Wochen später aber, als das Geschichtchen schon fast vergessen war, traf bei der Postanstalt, wieder an das Christkindchen im Himmel gerichtet, doch noch eine Antwort ein deren Inhalt die reizende Begebenheit in ein so heiteres Licht setzt und sie mit einer so köstlichen Pointe versieht, daß jeder Kommentar dazu nicht nur überflüssig, sondern sogar störend ist. Die Antwort lautete: Liebes Christkindchen, vielen Dank für das Geld. Wenn du nächstes Jahr Weihnachten mir wieder Geld bringst, schick es nicht durch die Post. Die haben mir zwei Mark davon fortgenommen.“ Der Erfinder Flettner war so mit dem Gedanken des Rotorschiffes beschäftigt, das er konstruieren wollte, daß er jede Gelegenheit benutzte, um mit Physikern und Ingenieuren darüber zu sprechen. Auf einer Gesellschaft traf Flettner einen bekannten deutschen Phyker. Natürlich war er sofort entschlossen, mit ihm das Rotorproblem zu erörtern. In einem günstigen Augenblick ging er auf ihn zu:„Gestatten Sie, Herr Professor, eine Frage. Wenn ein Schiff 60 Meter lang ist, 12 Meter breit und 8 Meter Tiefgang hat...“ „Ich weiß schon", unterbrach ihn lachend der Gelehrte, der nicht wußte, wer ihn angesprochen.„Wie alt ist der Kapitän?— 50 Jahre!— Ich habe ihn gefragt!“ Vordem Rasieren. Duc hungrige Eeren Roman von Heinrich Luhmann 25) Arme Marlies! Wir saßen eine schöne Sonntagsmorgenstunde im Garten, und du spieltest dazu, Beate! Die Frühe war golden von deiner Musik! Arme Marlies! Ich fühlte, wie sie stiller wurde und eine stumme Traurigkeit in ihre Seele fiel. Ich wollte ihr gut sein und habe aus blutendem Herzen gelacht und gescherzt, und schließlich habe ich ihr vorgeschlagen: „Wir wollen Ihr Geschenk der Mutter Tigges auf den Frühstückstisch legen. Sie hat weder Ziege noch Kuh, und ihr Mann steht draußen.“ „Sie hätten aber selbst ein wenig Stärkung nötig, Herr Doktor“, versuchte sie einzuwenden. „Wozu? Es geht mir gut, Fräulein Marlies!“ Sie sah mich mit einem Blick an, der ganz frauliche Sorge war. Ihre Kinder, die siebzig, von denen sie mir erzählt hatte, mußten es gut haben in ihrer mütterlichen Obhut. 8 kanst Wie hinter fünf Kinder gedeckt, eine Schüssel Kartoffeln mit Rüben gemischt. Die Stube war leer. Man war wohl schon zur Frühmesse gegangen, zu der es läutete. Ich wollte durch das kleine Fenster einsteigen, ich vermochte es nicht. Marlies schlüpfte statt meiner hindurch, legte die goldene Welle wie eine Christkindgabe mitten auf den Tisch— ja, sie mußte es tun, nicht ich! Sie war zum Schenken, Wohltun und Sorgen geboren, das zeigte dieser Augenblick köstlich. Und als sie zurückkam, bot ich ihr beim Niederspringen meine Hilfe. Da fühlte ich einen Herzschlag ihr warmes, junges Leben an meiner Brust, und eine Welle ihres Haares streifte süß und betörend mein Gesicht. Sie machte sich schnell und ein wenig verwirrt frei. „Ich danke Ihnen, Fräulein Marlies, daß Sie hier den guten Engel gespielt haben. Sagen Sie, bitte Ihrem Vater ebenfalls meinen Dank. Und noch eins: Er muß noch viel ruhen! Aber ich darf mich da ganz auf Sie verlassen, nicht wahr? Dann wird mein Besuch oben kaum noch nötig sein.“ Solche Torheiten beging ich und schlimmere noch dachte ich diesen wechseligen Sommer! Immer die Abende, wenn Hubertus kam, seinen Zauberstab schwang, alles Wasser in Gold verwandelte und jedes Gefühl in Begeisterung und Liebe, wenn mir zuletzt nur der Platz unter der Blutbuche blieb und ein paar herzaufwühlende nicht mehr weg!“ Römerspeere und Sigambrerpfeile, mit denen der alte Terhaar in diesem endlosen Krieg um sich warf, dann malte ich mir in selbstquälerischer Wollust aus wie es sein würde, wenn ich eines Tages an die Schultüre pochte, hinter der siebzig saßen, und zu der selig Erschrockenen sagen würde: Ich kann Sie nicht mehr traurig sehen, Fräulein Marlies, wenn Ihnen ein kleines Glück genügt und ein halbes Herz, das will ich Ihnen geben! Aber noch süßere Bitterkeit bereitete es mir, zu denken, wie du es aufnähmest! Ob du erschrecken, ob du traurig sein würdest? Ein paarmal habe ich meinen dummen, jungenhaften Trotz durchgesetzt. Ich kam nicht mehr die Abende. Hubertus, der mich, wie immer, holen wollte, machte ich eine feige Komödie vor von Müdigkeit und Uebelbefinden. Ich weiß, er brannte danach, bei dir zu sein unter den Bäumen! Er hatte ein seltenes Moos, von dem du einmal mit einem Wort gesprochen, in den Leggen gefunden. nachdem er die ganze Rüspe danach durchlaufen, und wollte es dir bringen. Nun aber blieb er, er trug mich zu Bett, wie ich mich auch sträubte. Er war ganz rührende Sorge und Herzlichkeit, die sich verschwendete. „Es kommt von deiner Verwundung“, sagte er grollend.„Natürlich muß dich das herabstimmen, armer Kerl!“ Ich schämte mich. Ich war im Begriff, ihm alles zu sagen. Warum nur tat ich es nicht? Für einen Augenblick erbat er sich Urlaub— was wollte er nur? Nein, er konnte nicht oben gewesen sein! Er kam mit Sekt, schenkte ein und ermutigte mich, zu trinken. „Das ist gut für dich“, sagte er.„Dies kühle Feuer, du glücklich Unglücklicher, du dummer Peter, du— Ich fuhr auf. Er aber drängte mich sacht zurück. Und nun sah ich die tiefe Verlorenheit seiner Augen, wie wenn ein Schleier sich hebt. Später war es oft so. Wußte er schon jetzt.— „Nicht fragen“, lachte er, hielt mich zurück und war wieder strahlend und reich. Die halbe Nacht saß er an meinem Bett und erzählte von den Welten, die er durchstreift. Die dämmerige deutsche Sommernacht war licht und bunt davon, und ich besänftigt und still. Ehe er ging, nahm er das Sträußlein Moos, das ihn ganze lange Tage gekostet, und warf es hinaus. „Warum tust du das?“ fuhr ich empört auf. Er antwortete nicht. Er strich mir über das Haar wie einem Kinde. Ich wollte ärgerlich wehren da fühlte ich seine heißen Hände, seinen hämmernden Puls. Mein Gott, das war Fieber! „Hubertus, du gehörst hierher, ins Bett! Du darfst Aber er war fort, ehe ich es in meiner Unbeholfenheit hindern konnte. Draußen klang die Nacht von seinem Schritt, begleitet vom Freudengebell der braunen Hexe. Ich hätte alle törichten Zweifel abschütteln sollen! Wie hatte er gesagt? Glücklicher Unglücklicher, dummer Peter, du? Hieß das nicht—? Aber lag vor ihm Beates Seele offen? Zwar das sah ich nun auch, als ich nach ein paar trotzigen Tagen wieder oben war, wieder oben sein mußte: sie empfing mich mit einer Freude, die nicht gelogen sein konnte! Wir hatten jenen Abend beschlossen, einmal hinauszufahren in die Sommerwelt der Berge. Einen Nachmittag im August, als die heiße Sonne in ferne Täler glitt, schirrte der Brokmüller die Gäule an. Wir wollten Hubertus entgegenkutschieren, stille, grüne Wege, der alte Terhaar, Mutter und wir zwei, unsere kleine Gartengesellschaft. Hubertus würde von jenseits über ein paar Kuppen steigen und uns am Düsterpfuhl oben treffen.„„„ 62 5 Wir fuhren eine kurze Strece durch die Felder, die schon ihre Sommerpracht hergegeben hatten. Dann nahm uns der Wald in seine grünen Arme. Links am Wege, von Birken mild bewachsen, lag der Galgenhohl, die uralte Richtstätte. „Wie war es doch, Onkel Terhaar, als die Letzte dort sterben mußte'“.4. Anstas Bu. im und Berd Das war nun der rechte Anstoß für ron, und bald saßen wir mitten im unseligsten Hexenaberglauben. Die Letzte, die dort die tolle Unvernunft hingeopfert hat, ist ein Kind gewesen, ein Mädchen, das weinend nach der Mutter schrie, als man sein Haupt zum Streiche bog. Eine kleine, blonde, unschuldige Lieblichkeit! Ein Augenzeuge, ein Vorfahr der Diepenbroks, hat den Vorgang ins Hausbuch niedergeschrieben, entsetzt, weil ihm ein Tröpflein Blut an sein Gewand gesprungen war. So steht dort, und so erzählte der alte Terhaar. Es war uns, als habe uns auch ein Tröpflein Blut getroffen. Wir wollten nichts mehr hören. Ich weiß nicht, ob wir die reichlich sprudelnden Geschichtsquellen zum Stillstand gebracht, wenn nicht aus den Tälern die Glocken zu läuten begonnen hätten. Morgen war Sonntag. Wundersam, wie Hall und Schall hier oben zusammenfloß zu einer klingenden Welle, die uns sacht trug! Pgfx Glt „Ihr fürchtet euch vor einem Tropflein Blur und draußen fließen Ströme“, murrte der Alte. Ja, immer noch! Furchtbares Schicksal, das über der Menschheit wütete. Wie schön auch der Wald blühte, wie blau der Himmel leuchtete, wie tief die Stille sprach, hinter jedem Gedanken standet ihr, arme Brüder, standest du, Deutschland, in dieser Zeit! Da hörten wir hinter dem Buchenschlag Singen. !„Das ist Hubertus— Horihoroh!“ Er war es, die braune Hexe sprang uns entgegen, und dann war er selber da und hob uns lachend aus dem Wagen,. F Wene S##m Der Düsterpfuhr ist ein grunblieser, vunkter Waldsee, von Tannen und Kiefern umstanden. Einst soll dort, wie wir des langen und breiten hören mußten, Turm und Burg gestanden haben, die ob des frevlen Tuns ihrer Bewohner versunken sind. Ein Restchen Gemäuer hängt auf dem Felsen oben und von dort aus soll man über die Wipfel hinweg weit ins Land schauen können. So sagte wenigstens Hubertus. Und dann seid ihr auf die Felsburg gestiegen, Hubertus und du— gewiß, ich konnte nichts darin finden! Wozu waren wir hier oben? Wozu hattet ihr junge, gesunde Füße? Ich freilich mußte bleiben, ich halber Mensch! Ich sah euch enteilen, Hubertus jubelte, wie einst, wenn er mit Hanna den Mondberg erstürmte, nur viel männlicher jetzt, du aber warst still geworden, behutsam, und einmal, ehe der enge Pfad in die Schonung euch aufnahm, traf mich noch dein Blick—. Was sahet ihr? Wie brauch' ich zu fragen: Ich weiß es: Glanz und Weite, Höhen und Tiefen! Und tausendfach mehr! Es war ja Hubertus, der deine Augen führte und dein Herz!„..6 wuch Als ihr zurückkamt, schneller als ich geoacht, warst du noch sachter und stiller geworden, und kein Lachen wollte dir gelingen. Hubertus aber blieb hell und heiter. Wie ich ihn aber kannte, den Meister über sich und andere, wußte ich, daß er sich Gewalt antat, einen Wellenberg zur Ruhe zu bringen. Seine Lustigkeit wurde Spott, der zwar gedämpft blieb, mir aber doch nicht entging. Sie haben lauter gelacht als jemals und toller mit Heiden und Hexen, Raubgrafen und Wildjägern, Römern und Sigambrern getobt, Hubertus und der Alte. Wir andern aber sind still geblieben wie vor einem Unwetter, das sich durch überhelle Sonne ankündet. Als er Abschied nahm, hat er meine Hand gepreßt, als wollte er sie zerdrücken. „Alter Peter“, lachte er.„Nun muß ich doch dein Rezept für meinen Schädel holen! Er brummt, marschiere stündlich eine Legion Römer über ihn hinweg. Ich werde es holen, wenn es mir nicht vorher überkommen ist, ihn als Schmuckstück auf einen Zaunpfahl zu stellen und ohne ihn durch diese frommen Täler zu wallfahren. Alter Peter—“. Er brach ab, pfiff seiner Hexe und verschwand im Dunkel Die Tage wurden schwarz und schwer. Ehe noch der Sommer starb, lief auf Haus Brok die Nachricht ein, daß Fritz verwundet sei. Ein Rückenschuß, der nur wie ein Wunder nicht zum Tode geführt hatte. Er lag in einem süddeutschen Lazarett. avorrsetzung folgt.) Seite 7 Nr. 91 7 Bochumer Anzeiger# Mittwoch, 17. April 1935 Aus aller Welt Tante Eltsareit eidlebener Erte Drei Unterschriften und 10000 Pfund Eine tolle Erbschaftskomödie in Liverpool Liverpool, im April. Hier wurde ein gewisser Wilfred Graeme überführt, durch eine tolle Komödie monatelang das Weiterleben seiner Tante vorgetäuscht zu haben, um sich ihre Erbschaft zu sichern. nicht, und als sie ihre Schuldigkeit getan hatte, schickte man sie wieder in ihre Anstalt zurück. Dann fälschte man den Totenschein der echten Tante Elisabeth und meldete den Nachlaßbehörden, daß diese nun tot sei— fünf Monate nachdem sie wirklich starb und doch noch lebte. Die tote Tante hat geerbt! Alsbald, nachdem der alte Sonderling Overall den inhaltsschweren Brief an Elisabeth Constantine abgeschickt hatte, starb er. Aber auch Elisabeth konnte sich des Inhalts nicht mehr erfreuen, da sie bereits vor drei Monaten in einem kleinen Altersheim in Liverpool gestorben war. So bekam ihr Neffe Wilfred Graeme den Brief. Der las ihn einmal, las ihn zweimal— und glaubte noch immer zu träumen: Overall teilte nämlich seiner toten Tante mit, daß er ihr 10000 Pfund Sterling vermache nebst einer jährlichen Rente von 400 Pfund Sterling.— Donnerwetter, keine Kleinigkeit! Das war der Tatbestand, auf Grund dessen in einer tollen Komödie die tote Tante gewissermaßen Auferstehung feierte. Drei Unterschriften genügen Eines Morgens erschien bei dem Nachlaßverwalter des verstorbenen Overall ein etwa 40 Jahre alter Mann und bat ihn, mit ihm zu kommen: er habe von dem Vermächtnis gehört, und nach riesigen Mühen sei es ihm endlich gelungen, seine Tante ausfindig zu machen. Es ginge ihr ja so schlecht, und sie werde das Geld dringendst und schnell gebrauchen.— Ob es noch vieler Formalitäten bedürfe...? Nein, meinte der Testamentsvollstrecker, man brauche eigentlich nur drei Unterschriften und einen Stempel, Tante Elisabeth möge sich vor dem Gericht einfinden. Das ginge nun wieder nicht, sagte der besorgte Neffe: sie könne nicht mehr gehen, er müsse schon zu ihr kommen. Und so wanderte man dann durch ein Gewirr von Hinterhöfen bis in ein dunkles hohes Haus. Der Testamentsvollstrecker wußte wirklich nicht mehr, wo er eigentlich war. In weißem Häubchen mit schwarzer Katze Hier fand man denn eine alte Frau, die gelähmt, mit einem weißen Häubchen auf dem Kopf und einer schwarzen Katze zu den Füßen, ihren Lebensabend beschaulich zu verdämmern schien. Sie sprach kein Wort, nickte nur dann und wann und griff erst gierig nach dem Federhalter, als man ihr die Papiere zur Unterschrift vorlegte. Da wurde sie lebhaft, unterschrieb— um dann wieder in ihren Dämmerzustand zu versinken, der in Anbetracht des Alters der Frau dem Testamentsvollstrecker gar nicht so verwunderlich erschien. Nach ein paar Tagen kam ein Scheck, der Scheck wurde eingelöst— und somit war die Erbschaft in den Besitz der Elisabeth Constantine übergegangen. Spiel des Zufalls: Nach einigen Wochen bekam der gleiche Beamte, der versetzt worden war, ein Aktenstück in die Hand— Erbschaftsangelegenheit Constantine. Eine gewisse Frau Elisabeth Constantine sei gestorben und habe zu ihrer Universalerbin ihre Nichte eingesetzt — die Gattin eines gewissen Wilfred Graeme, bei dem die Greisin gewohnt hatte. Alles nahm seinen üblichen Gang, die Formalitäten wurden erledigt. Aber als die Nichte der Miß Constanline vor dem Beamten erschien, stutzte er: dieses Gesicht hatte er doch schon einmal gesehen! Richtig— das war doch die Krankenschwester gewesen, die die Miß Constantine betreute und als Zeugin bei der Gegenzeichnung beteuerte, mit der Erbin„weder verwandt noch verschwägert" zu sein.— Er ließ sich nichts merken, verständlicherweise interessierte ihn aber die Angelegenheit jetzt. Offenbar spielte man da in irgendeiner Form eine Komödie vor den Behörden Aber wie war der Zusammenhang? Als der Beamte jetzt der Angelegenheit energisch nachging, stellte er fest, daß Tante Elisabeth schon drei Monate vor dem Tode des Erblassers das Zeitliche gesegnet hatte. Das war doch unmöglich: hatte er sie nicht selbst im weißen Häubchen und mit schwarzer Katze sitzen sehen...? Jedenfalls griff man rasch zu und verhaftete Wilfred Graeme und die Nichte, die angebliche Generalerbin. nächst wurde alles geleugnet. Bis peinlicherweise am Tage nach der Verhaftung der Brief einer Irrenanstalt eintraf, wie man sich denn die Regulierung der weiteren Zahlungen für die Insassin Winifred Johnas denke. Nun griff ein Spezialbeamter der Kriminalpolizei ein und entdeckte in diesem Irrenhaus eine alte geisteskranke Frau, die Tag und Nacht den Namen Elisabeth Constantine schrieb und unaufhörlich mit ihren Händen die Bewegung des Geldzählens machte. Die Irre war von zwei„Wohltätern", nämlich Graeme und seiner Frau, in Hauspflege genommen worden. Man hatte nun die Greisin dazu dressiert, die Rolle der toten Tante zu spielen und zwei Worte zu schreiben, nämlich Elisabeth Constantine. Mehr brauchte man Wiley Posts neuerlicher Höhenflugversuch mißglückt Newyork, 16. April. rschine zu vermindern, hatte Post nach dem Start das Der einäugige amerikanische Rekordflieger Wiley Fahrgestell abgeworfen. Als Ersatz dienten ihm zwei Post ist gestern mittag mit seiner alten„Winnie Meter lange Kufen, die im Schnee wohl eine glatte Mae“ zu einem neuen Stratosphärenflug Landung verbürgen, auf gewöhnlichem Gelände aber über den amerikanischen Kontinent in ein tollkühnes Wagnis darstellen. Post hat aber seine Burbanks(Kalifornien) gestartet. Drei Viertel der Strecke nach Newyork hatte er bereits geschafft, als er infolge von Störungen am Stratosphären=Kompressor seines Motors zur vorzeitigen Landung in Lafayette(Indiana), etwa 150 Kilometer südlich von Chikago, gezwungen wurde. Das Landemanöver gestaltete sich äußerst schwierig. Um den Luftwiderstand und das Gewicht seiner MaKakteen auf der Berliner Blumenschau Ein Scherl-Bilderdienst Glanzstück der großen Frühjahrs=Blumenschau, die gegenwärtig in Berlin gezeigt wird, ist eine ungewöhnlich schöne Kakteensammlung, von der unser Bild einen Begriff gibt. 18 TFeriensischer zu Grande gegangen Schwere Sturmverheerungen in aller Welt Tokio, 16. April. An der Westküste Australiens, westlich von Broom, gerieten Perlenfischer in einen schweren Sturm. Die Boote der Fischer kenterten und die Insassen stürzten ins Meer. 184 Perlenfischer, unter ihnen 61 Japaner, ertranken oder fielen den Haifischen zum Opfer. 150 Gebäude in Südwest=polen vernichtet Warschau, 16. April. In zwei Kreisen des südwestlichen Polens vernichteten Wirbelstürme etwa 150 Gebäude und richteten auf den Feldern gewaltigen Schaden an. Ein Gebäude 50 Neter fortgeweht Chittagong, 16. April. Ein Wirbelsturm von noch kaum dagewesener Stärke brauste über den Ostteil des Bezirks von Chittagong dahin. Binnen einer halben Stunde waren mindestens tausend Häuser und fast alle großen Bäume umgerissen. Die Gewerbeschule in Chittagong wurde buchstäblich 50 Meter weit fortgeweht. Schwere Sturmschäden in Ostgalizien Warschau, 16. April. Der Bezirk Zbaraz in Ostgalizien wurde von einem schweren Sturm heimgesucht, durch den 62 Häuser zerstört und viele Bäume entwurzelt wurden. Sämtliche telegraphischen Verbindungen sind unterbrochen. Stromversorgung in Kalkutta unterbrochen Kalkutta, 16. April. Der Sturm über Kalkutta erreichte am Montag abend eine Geschwindigkeit bis zu 115 Stundenkilometer. Umstürzende Bäume zerrissen die Oberleitungen der Straßenbahn, wodurch der Verkehr stillgelegt wurde. Ein Schaffner wurde durch einen elektrischen Schlag getötet. Der Telephon= und Telegrammverkehr von Kalkutta nach Madras und Rangoon ist gestört. Die Stromversorgung in Süd=Kalkutta ist unterbrochen. 29 Tote bei einem Grubenunglück in Korea Tokio, 16. April. In einem Bergwerk in Yusen auf Korea ereignete sich ein schweres Grubenunglück. 29 koreanische Bergarbeiter fanden den Tod. Zehn Mann der Belegschaft konnten gerettet werden. Die plädoyers im Rundfunk=prozeß Bredows Verteidiger beantragt Freispruch. Berlin, 16. April. In der heutigen Vormittagssitzung beendete der Wirtschaftssachverständige, Direktor Jessen, sein Gutachten über die Frage, wieweit die von den Angeklagten gezahlten oder bewilligten Sondervergütungen an einzelne Angestellte und Vorstandsmitglieder für einen ordentlichen Kaufmann vertretbar seien. Der Sachverständige erklärte zum Kölner Anklagefall, die an Tormin gezahlte Sondervergütung von 12000 Mark lasse sich kaufmännisch vertreten angesichts der Bezüge, die den Vorstandsmitgliedern und leitenden Angestellten gezahlt wurden. In seinem Plädoyer führte Rechtsanwalt Dr. Pelkmann, der Verteidiger des Hauptangeklagten Dr. Bredow, aus, aus objektiven und subjektiven Gründen müsse Dr. Bredow von der Anklage der Untreue freigesprochen werden. Für Bredow sei das Rundfunkwesen der Inhalt seines Lebens gewesen. Er fühle sich noch heute unlösbar damit verbunden. Darum sei es ganz ausgeschlossen, daß er während seiner Tätigkeit für den Rundfunk bei irgendeiner Handlung von dem Bewußtsein geleitet worden sei, daß Dr. Bredows Tätigkeit dem Rundfunk irgendwie geschadet habe. Der Verteidiger beantragte Freispruch für Dr. Bredow. Maschine glatt und ohne Schaden zu Boden gebracht. „Graf Zeppelin“ zurückgekehrt Einwandfreie Widerlegung der ausländischen Uebertreibungen von der Beschädigung des Luftschiffes. Friedrichshafen, 16. April. Die Deutsche Zeppelin=Reederei teilt mit: Luftschiff„Graf Zeppelin“ ist heute.15 Uhr mit 21 Passagieren von Südamerika zurückkommend, unter Führung von Kapitän von Schiller planmäßig gelandet. Die Strecke von Gibraltar nach Friedrichshafen wurde in 14 Stunden zurückgelegt. Die von der ausländischen Presse teilweise gemachten sensationellen Uebertreibungen der bei der Landung in Pernambuco infolge einer schweren Tropen=Regenbö vorgekommenen geringfügigen Beschädigungen des Luftschiffes sind durch die planmäßige Rückkehr und Ankunft in Friedrichshafen einwandfrei widerlegt. Das Luftschiff wird fahrplanmäßig am Samstag, dem 20. April 1935, abends 8 Uhr, unter Führung von Kapitän von Schiller seine zweite Südamerikafahrt im Dienste der Deutschen Zeppelin=Reederei antreten. Die Arbeit des Rundfunks im Saalgrviet Eine Rede des Reichssendeleiters in Saarbrücken. Saarbrücken, 15. April. Reichssendeleiter Hadamovsky hielt auf der 13. Tagung des Verbandes der Rundfunkteilnehmer an der Saar eine Ansprache, in der er zunächst auf die gewaltige Arbeit hinwies, die seit einem Jahre vor der Saarabstimmung vom Rundfunk(westdeutscher Gemeinschaftsdienst) für die Aufklärung des Saarlandes geleistet worden sei. Unmittelbar von der Front des Saarkampfes aus, von Neustadt a. d.., seien mit dem Apparat der Reichssendeleitung 50 große Reichssendungen und über 1000 Einzelsendungen in das Saarland hineingegangen, und all das, ohne einen einzigen Mann neu einzustellen, lediglich unter der entschlossenen Leitung des nunmehr für den Saarbrücker Sender als Intendant in Aussicht genommenen Dr. Raskin, der mit vier anderen diese gewaltige Leistung vollbrachte. In Saarbrücken soll eine Zentrale des Rundfunks errichtet werden. Das Funkhaus soll in dem alten Haus der Arbeiterwohlfahrt entstehen, wo ehemals die Internationale ihre Volksverhetzung betrieben habe. Reichssendeleiter Hadamovsky schilderte im einzelnen, wie die Zahl der Funkhörer im Saargebiet von 1000 Mitgliedern im Jahre 1934 auf 40000 angestiegen sei. An diesem Erfolg trage auch der Funkhandel im Reiche und an der Saar wie auch die Funkindustrie einen großen Anteil. Der Redner ging dann auf die politische Leistung der Funkwarte des Verbandes der Rundfunkteilnehmer an der Saar, insbesondere des Gaufunkwartes Herb, ein, die durch Rundfunkveranstaltungen und Abhaltung von Gemeinschaftsempfängen bei Reden des Führers und seiner Mitarbeiter in der vordersten Front der nationalsozialistischen Aufklärung stünden. Falscher Devisenkontrolleur erschwindelte 19000 Mark Berlin, 16. April. In den Mittagsstunden des 6. April 1935 suchte ein Schwindler eine Frau in ihrer Wohnung in Berlin=Wedding auf und gab sich ihr gegenüber als Devisenkontrolleur aus. Er erklärte, er habe Auftrag, die Wohnung durchsuchen zu müssen, wenn ihm nicht etwa versteckte Devisen freiwillig vorgelegt würden. Die Frau glaubte tatsächlich, mit einem Beamten zu tun zu haben und legte dem Betrüger ihr gesamtes Vermögen in barem Gelde in Höhe von 19000 Mark zur Einsichtnahme vor. Nun erklärte der Betrüger, daß er das Geld mitnehmen müsse, da seine Behörde darüber entscheiden werde, ob sie es zurückerhielte. Er zählte dann das Geld ab, legte es in einen mitgebrachten kleinen Pappkarton und entfernte sich. Zu spät erkannte dann die Frau, daß sie einem Schwindler die Hände gefallen war. in Zweiter Ozeanriese wird abgewrackt. Der Cunard=Dampfer„Olympic“, soll, wie aus London gemeldet wird, dem Schicksal der„Mauretania“ folgen und ebenfalls abgewrackt werden. Die „Olympie“, die eine Größe von 46000 Tonnen hat, war ein Schwesterschiff der unglücklichen„Titanic“, die 1912 mit 1500 Personen auf ihrer Jungfernfahrt sank. Während des Krieges diente die„Olympie“ als Hilfskreuzer. Betriebssicher und wirtschaftlich Abgestimmt auf alle Motortypen Hergestellt in deutschen Fabriken Seite 8 Nr. 91 7 Bochumer Anzeiger# Mittwoch, 17. April 1933 Weiter im Aufstieg Die bie imin.. Dochum unn Hatste=I8UT Allen berechtigten Wünschen auf Kredithergabe wurde Rechnung getragen— Befriedigender Verlauf im neuen Jahr Deutsche kre Re Die Kommunalbank AG. in Bochum, das Institut, das sich besonders der Pflege des Beghugner gewerblichen Mittelstandes der Stadt Bochum beg## legt jetzt das Abschlußwerk für das Geschäftsjahr 1934 vor, das, wie der Vorsitzende des Aufsichtsrates, Bürgermeister Dr. Geyer, in der gestrigen GB. mitteilte, wiederum einen befriedigenden Verlauf geDas finanzielle Ergebnis das die einstimmige Genehmigung der gestrigen GV. fand, sieht folgendermaßen aus: Rohüberschuß einschließlich des Ge winnvortrages aus 1933 500 058(im Vorjahre 510 765) Reichsmark, abzüglich Verwaltungskosten 300 407 (295 481) Reichsmark gleich 199 651(21/5,2833, mark. Nach Abzug von Steuern 51 607(40 108) Reichs. mark und Abschreibungen von 107 827(134 810) Reichsmark ergibt sich ein Reingewinn von 40 216(34 364) Reichsmark. Davon werden zur Verstärkung des Delkrederefonds 20000 Reichsmark verwendet und restliche 20 216 Reichsmark auf neue Rechnung vorgetragen. Vorjahr wurde der Reingewinn auf neue Rechnung übernommen. Im Bericht des Vorstandes heißt es: Die fortschreitende Gesundung des deutschen Die Vulbeben Vehfekete Kündenlu. Ausdrick Voriahr um rund“% Costen uim 196312 Stüis auf Reichsmark, die Umsatz#on#en um 120 512 Stua auf 832 714 Stück, die Zahr der Konten auf 3384 Stück. Im Laufe des Berichtsjahres konnten alle an uns gestellten berechtigten Kreditansprüche befriedigt werden, wozu wir zum Teil die neu hereingekommenen Mittel, zum Teil die aus Tilgungen alter Kredite frei gewordenen Gelder zie Hezember 1034 rund 4265 100 Reichsmat., es entfallen von den Debitoren auf Kredite in Hohe zent, von zent, von 15001 bis zu 30.000 Reichsmark zir zent, über 30.000 Reichsmart zurta 9 gggzg getrug am 31. 12. 34 429 149 Reichsmark gegen 385 437 ReichsVerichtsjahr 8189 Hoiggg'shsel im Vorjahr 7913 Stück) 7003 Stück Wechsel(im Vorjahr 4997 gesamt 2273000 Reichsmark zum rer Forderungen gegen die Landgshapper#i provinz und der Provinz Westfalen wurven wir im eigenen Wertvapiere, zur Hauptsache Steuergutilienbesis erfuhr durch den Erwerb von vier im Zwangsverfahren ersteigerten stücken einen Zuwachs von 145 722 Reichsmark. Davon konnten noch im Jahre 1934 Grundstücke im Werte von 34 737 Reichsmark ohne Verlust für uns veräußert werden. Im Interesse der Arbeitsbeschaffung haben wir im Berichtsjahr nicht unerhebliche größere Aufwendungen für die Instandsetzung unseres Immobilienbesitzes gemacht, wodurch wir in Verbindung mit den zu erwartenden steuerlichen Erleichterungen eine erhöhte Rentabilität unseres Immobilienbesitzes in den kommenden Jahren erhoffen. Von den Bezügen der Vorstandsmitglieder, die teilweise ihre Besoldung von der Städtischen Sparkasse Bochum erhalten, entfielen auf die Kommunalbank 11 016 Reichsmark, die Aufwandsentschädigungen für die Mitglieder der Kreditkommission des Aufsichtsrates betrugen im Jahre 1934 3600 Reichsmark. Auf Anlagewerte und Debitoren wurden 107 827 Reichsmark aus dem Rohüberschuß des Jahres Die Erfolgsrechnung des Jahres 1934 weist gegenüber dem Vorjahr keine wesentlichen Veränderungen Der Gefolgschaft möchten wir für ihre pflichteifrige Mitarbeit unsere Anerkennung ausAußerhalb der Tagesordnung machte der Aufsichtsratsvorsitzende, Bürgermeister Dr. Geyer, noch einige ergänzende Ausführungen über die Lage des Instituts. Er betonte, daß die wirtschaftliche Belebung im Jahre 1934 auch ihre Rückstrahlungen gezeigt habe für die Kommunalbank. Die zum Teil etwas verringerte Beweglichkeit der Konten sei aufgelockert worden. Es habe sich eine größere Belebung in den Konten gezeigt, so daß man das Geschäft mehr bankmäßig habe gestalten können. Vor allem habe sich das Wechselgeschäft gut entwickelt. Bei den angekauften Wechseln seien Proteste, vor allem Wechselklagen, nicht notwendig geworden. kassowechsel hätten ein verhältnismäßig günstiges Bild ergeben. Man hoffe, daß sich die wirtschaftliche Besserung auch auf das neue Jahr ausdehnen werde. Auch das vorliegende Ergebnis des ersten Vierteljahres 1935 berechtige zu der Annahme, daß das Ergeon# 1935 nicht schlechter sein werde als das vorjährige. Börsen von gestern Rheinisch=Westfälische Börse in Düsseldorf. Gut behauptet. Das Geschäft an der Börse war wiederum ruhig. Die Kurse konnten sich aber durchweg gut behaupten. Gegen den Vortag ergaben sich nur geringe Veränderungen: Ren ten: Altbesitz plus ½ Prozent, Hoesch plus ½ Prozent, Krupp plus ¼ Prozent, Mittelstahl minus ½ Prozent, Ver. Stahl plus ½ Prozent, Deutsche Reichsbahn=Vorzugsaktien plus ½ Prozent. Aktien: Deutsche Erdöl minus zent, Farben plus 3/8 Prozent, Feldmühle plus ¾/ Pro: zent, Felten& Guilleaume plus 5/8 Prozent, Goldschmidt plus ½ Prozent, Muag minus ¼ Prozent, RWE. minus ¼ Prozent, Schuckert plus ½ Prozent, Siemens minus ¼ Prozent, Westd. Kaufhof plus 3/ Prozent, Reichsbank=Anteile plus 2¼ Prozent. Von Kaliwerten gewannen Aschersleben ½ Prozent, Salzdetfurth 5/ Prozent, Westeregeln ¼ ProGestern in Beriin amtlich Dollar 2,486 Pfund 12,085 (Vortag 2,483) (Vortag 12,040) 1e WutrteetVin. Abreschuß nn Wouen Rückgang der Einfuhr um 6, Erhöhung der Ausfuhr um 63 Millionen RM. Gründe der Besserung: Saisoneinflüsse, Auswirkungen des neuen Planes und die Ruckgliederung des Caargevieles irl. Es entfallen von den Debitoren auf Kreöhe von bis zu 5000 Reichsmark zirka 68 Pro5001 bis zu 15000 Reichsmark zirka 21 Pro15001 bis zu 30000 Reichsmark zirka 6 ProStück) über insInkasso hereinGrundIm März trat der erwartete Umschwung im Außenhandel vom Einfuhrüberschuß zum Ausfuhrüberschuß ein. Die Handelsbilanz schließt im März mit einem [Ausfuhrüberschuß von 12 Millionen Reichsmark gegenüber einem Einfuhrüberschuß von 57 Millionen Reichsmark im Februar ab. Bei dieser Entwicklung ist zu berücksichtigen, daß die Rückgliederung des Saargebietes eine gewisse Verbesserung der Handelsbilanz zugunsten Deutschlands zur Folge gehabt hat. Während der bisher in der Handelsstatistik erfaßte Verkehr zwischen dem deutschen Wirtschaftsgebiet und dem Saargebiet einen Einfuhrüberschuß für Deutschland aufwies, schließt der Warenverkehr des Saargebietes mit dem Ausland, der nunmehr in den Außenhandelsnachweisen enthalten ist— soweit die handelsstatistischen Unterlagen erkennen lassen—, im März mit einer etwa ausgeglichenen Bilanz ab. Die Einfuhr betrug im März 353 Pillionen Reichsmark. Gegenüber dem Vormonat(359 Minionen Reichsmark) ist die Gesamteinfuhrziffer somit leicht gesunken. Von dem Gesamtrückgang der Fertigwareneinfuhr entfallen allein 5 Millionen Reichsmark auf Walzwerkserzeugnisse und sonstige Eisenwaren. Die Rohstoffeinfuhr ist gegenüber dem Vormonat leicht gestiegen. Im einzelnen war die Entwicklung sehr verschieden. Einer Einfuhrsteigerung bei Wolle und Holz stehen Einfuhrrückgänge bei Flachs, Hanf, Jute und Aluminium gegenüber. Die Einfuhr von Lebensmitteln hat sich annähernd auf dem Stand vom Februar gehalten. Saisonmäßige Steigerungen bei Küchengewachsen und Eiern wurden durch Einfuhrrückgänge auf anderen ausgeglichen. Die Entwicklung der Einfuhr aus den einzelnen Ländern zeigt ein wenig einheitliches Bild. Stärker erhöht sind die Bezüge aus Frankreich(Wolle, Passiva Aktiva Gesamt-Bilanz per 31. Dezember 1934 1933 .4 Kasse und fremde Geldsorten Guthaben bei Noten- und Abrechnurgs Banken Schecks und Wechsel Guthaben bei Banken Eigene Wertpapiere Oebitoren in laufender Rechnung Bank- und Bürogebäude Sonstige Immobilien Mobilienkonto Posten, die der Rechnungsabgrenzung dienen Aval- und Bürgschaftsdebitoren 295 950 Rediskonten 172 901 296 136 429 149 4 140 626 409 365 4 265 960 1 368 840 441 798 1 7012 11 531 791 199 597 278 875 385 437 4 320 527 118 903 4 365 512 1 393 613 334 704 1 8 871 11 402 469 Aktienkapital Rücklagen Kreditoren Hupotheken Rückstellungen Posten, die der Rechnungsabgrenzung dienen Gewinn in 1934.... 1934 .4 1 000 000 306 000 10 981 678 92 819 11 076 40 216 11 531 791 1933 R. 4 1 000 000 300 000 9 932 589 103 824 14 000 12 691 34 364 Eisenerze). Etwas gestiegen ist ferner die Einfuhr aus Spanien(Südfrüchte). Dagegen haben die Bezüge aus Großbritannien(Textilien), Italien(Aluminium, Südfrüchte) und Rußland(Flachs) abgenommen. Von den außereuroväischen Ländern haben insbesondere die Vereinigten Staaten von Amerika(Metalle, Baumwolle usw.), in geringerem Umfange aber auch Aegypten (Baumwolle) ihren Absatz nach Deutschland gesteigert. Dagegen sind die deutschen Warenbezüge aus der Türkei(Textilrohstoffe) und dem Australischen Bund(Wolle) etwas zurückgegangen.. a Die Ausfuhr betrug im März 365 Millionen Reichsmark gegenüber 302 Millionen Reichsmark im Februar. Dies bedeutet eine Steigerung um mehr als ein Fünftel. Nach der Saisontendenz war mit einer Zunahme der Ausfuhr zu rechnen, da der März in fast allen Jahren seit 1925 eine Ausfuhrsteigerung aufwies. Jedoch war die Erhöhung diesmal stärker als in irgendeinem der Vorjahre. Die Rückgliederung des Saargebietes hat, soweit sich feststellen läßt, keinen nennenswerten Einfluß auf diese Entwicklung der Ausfuhrziffer gehabt. Die in die Handelsstatistik neu einbezogene Ausfuhr des Saargebietes nach dem Ausland entsprach im März, soweit sich hierüber Feststellungen machen lassen, etwa dem bisher in der Handelsstatistik nachgewiesenen Absatz Deutschlands nach dem Saargebiet. Die Zunahme der Ausfuhr über das saisonübliche Ausmaß hinaus ist daher nur so zu erklären, daß die in den vergangenen Monaten abgeschlossenen Kompensations= und Verrechnungsgeschäfte, die zunächst starken Erhöhung der Einfuhr führten, nunmehr sich auch auf der Ausfuhrseite auswirken. An der Steigerung der Gesamtausfuhr sind mit Ausnahme von lebenden Tieren alle Hauptgruppen beteiligt. Weitaus am stärksten war die Zunahme bei Fertigwaren mit rund 24 Prozent. Die Ausfuhr von Rohstoffen hat gegenüber dem Vormonat um etwa 11 Prozent und von Lebensmitteln um 14 Prozent zugenommen. An der Steigerung der Ausfuhr im März waren, soweit sich jetzt schon übersehen läßt, fast alle europäischen und überseeischen Absatzländer Deutschlands beteiligt. Größere Steigerungen weist besonders die Ausfuhr nach den Niederlanden, Italien, Frankreich, Schweden, der Schweiz, Großbritannien und außerhalb Europas nach BririschIndien, Argentinien und Brasilien auf. Soweit in einzelnen Fällen Rückgänge zu verzeichnen sind, halten diese sich in engsten Grenzen. zent, Wintershall wurden auf letzter Basis bezahlt. Montanaktien: Buderus minus ¼ Prozent, Harpener plus Prozent, Hoesch minus ¼ Prozent, Klöckner plus ¼ Prozent, Mannesmann minus 3/8 Prozent, Rheinische Braunkohlen unverändert, Rheinstahl minus ½ Prozent, Ver. Stahl minus ¾ Prozent, Dahlbusch minus 1½ Prozent. Einheitsmarkt: Burbach minus ¾/8 Prozent. Letzte Preise erzienten Düsseldorfer Maschinen, Ver. Mosaik. Ver. Rumpuswerke ¼ Prozent höher. Von Bankaktien waren Commerzbank unverändert. Dedibank und Dresdner Bank je 1½ Prozent gebessert, Rhein.=Westf. Boden und Westd. Boden auf unveränderter Basis bezahlt. Am Kuxenmarkt hielt sich das Geschäft wieder in engen Grenzen. Von Kohlenkuren wurden Deutschland zu letzten Preisen aus dem Markt genommen, während Diergardt etwa 75 Reichsmark bei einem Umsatz nachgaben. König=Ludwig erzielten bei mehrfachen Umsätzen etwa letzte Preise. Braunkohlenkure umsatzlos. Von Kalikuxen gingen nur Beienrode zirka 5 Reichsmark niedriger um. Von Freiverkehrs= aktien konnten Humboldt=Deutz bei einigen Käufen etwa 1 Prozent gewinnen. Westf. Kupfer gewannen bei kleinem Geschäft 2 Prozent. Letzte Preise erzielten Wicking, Bank für Landwirtschaft und neue Burbach. Büttnerwerke büßten zirka 3 Prozent ein.(Mitgeteilt vom Bankgeschäft Wilyelm Schwarz in Bochum.) Berliner Börse Still, aber unverändert freundlich Die Börse litt unter Auftragsmangel, aber die Tendenz war nicht unfreundlich. Hauptanregung bildete handelsbilanz. Größeres Geschäft war auf keinem Markt zu beobachten. Hier und da kam es zu Abschwächungen. Es überwogen aber leichte Kursgewinne, im allgemeinen bis ½ Prozent. Stärker erhöht waren Conti Linol mit 1½ Prozent, Rheinische Elektrizität mit 2 Prozent, HamburgSüd mit 1¼ Prozent. Die Anleihemärkte lagen still und wenig verändert. Altbesitz etwas fester, Umschuldungsanleihe knapp behauptet. Reichsanleihen kaum verändert. Bei Pfandbriefen und Kommunalobligationen blieb die Tendenz freundlich. Für Stadtanleihen besteht im Augenblick keine rechte Meinung. Industrieobligationen ziemlich fest. Der Verlauf war sehr still und ohne größere Veränderungen. Die Börse schloß sehr ruhig und gut gehalten. Tagesgeld 3¾ bis 3¾ Prozent. Die Tendenz am Kassamarkt war verhältnismäßig freundlich. Dollar 2,486(.483) Pfund 12,085(12,040) Mittelkurs. Rhein=Mainische Abendbörse in Frankfurt Gut behauptet. Die Abendbörse war ruhig, aber gut behauptet. Da vom Publikum kaum Orders vorlagen, verhielt sich auch die Kulisse abwartend. Etwas Interesse bestand für Schiffahrtspapiere. Die übrigen Kurse waren unverändert, das gleiche gilt für Renten, die sehr still lagen. 11 402 469 7S 5550 Aval- und Bürgschaftskreditoren 295 950 Rediskonten NS 550 Gegenwartswert in Millionen Mk Warenverkehr 1933 Einf. Aust. Aktiv+ Pass.— Löhne und Gehälter. Sächliche und Verwaltungs-Kosten, Soziale Abgaben Steuern Abs-hreibungen Sewinn-Vortrag au: 1933; B 55 Gewinn in 1934 300 407 51 607 107 827 40 216 50O 5556 295 481 46 108 134 810 34 364 510 765 Gewinn-Vortrag aus 1933 Zinsen Provision Grundstücks-Ertrag Sonstige Einnahmen Januar.. Februar März April Mai Juni Juli August September Oktober November Dezember 404.3 359.2 352.9 299.5 302.3 365.2 —104.8 — 56.9 + 12.4 Die Auslandsbörsen Zürich: Gehalten. Mailand: Freundlich. London: Fester. Wien: Weiter fest. Bel: Getreidegrohmarkt zu Berlin Amtl. Preise. Getreide und Oelsaaten per 1000 kg. sonst per 100 kg Newyork: Unregelmäßig. Amsterdam: Gut behauptet Paris: Teils schwächer. Brüssel: Befestigt. Oescent Mon.-Durchschn. Die Essener Steinkohlenbergwerke AG. in Essen, die seit der Umorganisation im Stahlvereinskonzern die Zechen der früheren Gelsenkirchener Bergwerks=AG. betreibt, nimmt mit 8 Prozent die Dividendenzahlung auf. Weizen märk. 211.0 211.0 Roggenm, 0,997A. 21.59„ 21.85 Roggen märk. Industriegerste Hafer märk. Weizenm. Auszm. (.820 Asche) *; Bochumer Schlachtviehmarkt vom 15. April. Preise für 50 Kilogramm Lebendgewicht in Reichsmark. Bullen: vollfleischige oder ausgemästete 33—34 Reichsmark, fleischige 31—33 Reichsmark, gering genährte 29—30 Reichsmark; Kühe: jüngere vollfleischige höchsten Schlachtwertes, 39—40 Reichsmark, sonstige vollfleischige oder gemästete 34—38 Reichsmark, fleischige 28—33 Reichsmark, gering genährte 21—28 Reichsmark; Färsen: vollfleischige 33 Reichsmark; Kälber: Sonderklasse: Doppelländer bester Mast 62—70 Reichsmark; andere Kälber: beste Mast= und Saugkälber 51—60 Reichsmark, mittlere Mast= und Saugkälber 46—50 Reichsmark, geringere Saugkälber 40—45 Reichsmark, geringe Kälber 22—39 Reichsmark: Schweine: Schweine über 150 Kilogramm Lebendgewicht(vollfleischige Schweine), 47—50 Reichsmark, vollfleischige Schweine von etwa 120—150 Kilogramm Lebendgewicht 47—50 Reichsmark, vollfleischige Schweine von etwa 100—120 Kilogramm Lebendgewicht 46—49 Reichsmark, vollfleischige Schweine von etwa 80—100 Kilogramm Lebendgewicht 44—48 Reichsmark, Sauen(andere Sauen) 42—44 Reichsmark. Auftrieb: Rinder 139, darunter Bullen 25, Kühe 111, Färsen 3; Auslandsrinder: Kälber 469, Schafe 2, Schweine 1086. Die Preise sind Marktpreise für nüchtern gewogene Tiere und schließen sämtliche Spesen des Handels ab Stall für Fracht=, Markt= und Verkaufskosten, Umsatzsteuer sowie den natürlichen Gewichtsverlust ein. Marktverlauf: Schweine und Kälber rege, Großvieh mittel; Markt geräumt. Berliner Elektrolytkupfer=Notierung vom 16. April: 44 Reichsmark für 100 Kilogramm. Rh.-Westf. Börse, Düsseldorf, 16. April Mitgeteilt von Wilhelm Schwarz, Bankgeschäft, Bochum, Bongardstraße 14 vortlaufende Notierungen 16. 4. 116. 4. /16. 4 Div. Anfang Schlus Kassa Utdesstz..—113.25s113.25113.371 6% Hoesch RM.— 101.371101.25101.37 6% Krupp RM.— 102.25— 6% Mittelstahl——.— 102.00 102 00 8% Ver. St. RM.— 101.12 101.00 101 00 4 Buderus Dahlbusch St.— 87.60 Otsch. Atlant. Otsch. Erdöl D. Reichsbahn ..Farbenind Feldmühle Felten& Guille Goldschmidt Harpen Hoesch-Köln Kali-Aschersi. 95.00 95.00 3790 86.50 86.50 6V 114 37 113.50 113 50 4 107.50 107.00 107.00 6/123.00—.— 0 8 8. 9 0 6 8. 2 5 0 95.62 5/113.25 96.00 16. 4. 116. 4. 116. 4. 15. 4. Div. Anfang Schlus Kassag schluß 78.121 78.25 73.62 74.00 78.12 73.75 218.00218.00 108.00 108.00 108.12 118.50 118.38 118.75 159.62—.—160 00 92.00 91.87 91.87 80.50 80.25 80.00 35.12 35 50 35.62 114.50—.—140 94.00 94.00 94.00 Balcke Masch. Berg. 6. Dahl. V. Bonner Bg..H. Bosp. Walzw. Braunk Zuk. Bruckd.-Nietl. Burbach Kal.A6 Dortm. Ritterbr. Jüss. Hoef.-Br. Düss. Masch. B Dynamit.Nob. 8 253 .00 106.23 130.2¾ 80.62 35 12 94.30 Kuxe Michel Steinkohlen 16 4. 13. 4. Frge 61 S 1 618 CarolusM. 3700 3850 3700 3900 Seienrode 8700 9200 S700200 6700 7100 6600— 1473/1579— 1650 Const. 4 6 S950 6250 5950 620, as, gg. 2450 2650 2430 265 Sposa 4400 4609 4150 goöcs egfr.lui)— 750 Schwerin[3409 3650 341.) 3650 Vintersh. 5700 60005700 Heinrich 6600 695./6820/6354 Overkohr Langendr. 9900— siog Steiatehsez, Praunk.=Kure Braunkohlen 6 1 6 6 Bruckd.-N. 280, 300 280 30010 ergardt 3225 3425 3300 GuteHoffn. 3250 3450 3200 34 50Westfalen 500— 300 Lsenhars 1— 17500— 17500Bellerh. 3500/3650 3300 Kalikure 16. 4. 15. 61 8 1 6 Braunschw. 42004450 5200 Eingkeit— 3750— Erichsse g— 2550— Mabigh. 1750 1925— Heimbold 1850 1950 1825 dope 3400 3800 3400 Usenburg 275— 273 Warlagl. 5750/6150 5750/6100 Marie[2200 2300 2200 2300 Narie L. 2200 2300 2200 2300 Nar.. 12200 2300 2200 2300 8 Neusollst. 1850 2900 1800 3500ansbach 2450 2650 2450 2650 RReicheld. 590— 500— Thüringen 3001— 300— 8000 4. Industrieaktien(Einheitsk.) Div. 16.A. 15.4(Solggia,.-.K. 4500 3130 2350 1930 20% 3600 Eschw. Berg. V. las- u. Sp. S. Glückauf-B. 46 Gebr. Goedh. 46 Hallesche Salz. Mochtief AG. Kabelw. Rheydt Kall-Chemie Mölheim. Berg. Ihein. Metal khein. Spiegel. Roddergr. Brnk. Sachtl.46. Bgb. Schieß-Oetries Schleg. Scharp. Naggonf. Uerd.4 Vasserw. Geis..50 Bankaktien Berlin. Hand. G. om.- u. Pr.-B. 0 Bank..-6. Dresdner Bank Rh. W. 80. Cr. B. Nestd. B..-A. Solonia Rückv. 1910131 Agg, hegef. 6V/116.5116,goig., op05 Div. 116.4.(15.4. 5 105.5105.0 — 240.9245.0 40(680.0680.0 8 103.0103.0 — 250.0250.0 — 130.0130.0 — 88.0 86.0 96.0 96 OManst. —.—. MMasch. Kr Vmn. Berg #n. Linel 108 5 108 0 88.5 88.5 üR“ 930 93 Versicherungsaktien RM. ##ch.-Mönch.F 70 1080 1066 #ch. Rückvers 14.4210 0210 0 Ageipp.., Fl.L 397.0395. 4lll.-u. Stuttg.V 12.8/268 0266.3 All.- u. St..-V. S. 6 2 10. S210.0 95.7 95.0 97.2 97.2VS. LIOpO A. V. 125.0125 0öln, Rückv. gr. —— Köln. Rückv. kl. 20 2 20.8 Rentenwerte 62.2 82.2/6 hv..-Cr.öhyo.87.0 87.0 Pfb. S. 4. 6. 12. 10 96.0 40.0 40.05 dto. dto..1—— 83.0 83 0, dto. dto. S. 11(101 1/100.1 230.0250.% ato. Gold.-Kom 926.1927 S.—6 B4.5 940 1½ Wd. B0d. Gpfd. 6—.— 4 91.3,324 410. Em. 3, 8/12. 14 95.1 S7/106. 719. Freiverkehre- Aktien 172.0172.0 16. 4. 13. —. 129 0 e 86 137.0137 Geisa C.(105.6—. 105.0 107.0 —. 98 0s3oedh.h 100.9—. 100.0 420 0420 Otann. K. 64.0 67.0 63.0—. —. 166. Jnumd. oN 86.5 89.0 87.0 88 5 81.5 81.61Lothrin. 68.0 69.0 68.0 69.0 —. Kothr. 6. 54.0 55.5 59.0 57.0 101.5102 5 100 01020 42.9—. 44.0—. 62.9 65 0 62.0 64.5 — 165.0— 165.0 76.0 78.5 76.5 78 0 Berliner Börse, 16. April Mitgeteilt von der Commerz- und Privat-Bank.-., Filiale Bochum Reichsbankdiskont 4% Lombardzinstuß 5% Einheltskurse Industriewerte Wr. Oinn. 91.5 93.9gez.wie—. 91.5 90.0 5 410-.—.—. 115.5/116.0 Steuergutecheine 16./15. 4. 103.21103.2 107.21107.2 1073 106.31106.3 1. 4. 1mm. l10s.31105.8 #llig as 1. 4. 1994 1. 4. 1935 I. 4. 1938 I. 4. 1037 u den-steren AkU E. 6. Anhalter Kohle Aschaff. Zellst. 3 Sayr. Motoren Bemberg Berger Julius Bergmann El. Berl. Karlsr. Ind. 16..15.4. 2—. 163.0 0 54.0 53.4 0 38.4 38.0 95.0 94.5 0 81.0 31.2 Dittmann Neuh. 9. Otmd. Akt.-Brau. 10 150. 5 150. 7l „ Union-Brau 12 182.2181.2 Dürener Metall### Oyckersh. Widm. 8 K Kage Kolner 6as Kreftt W. Kromschroeder Kronprinz Metall Ntüggersdusch Jahmeyer L Laurahdtte Leopoldsgruben Lindes Eis 5 1109.0108.8 78.1 74.0 . 138.0fLingnerwerke —.—. KLorenz C. giektr. Lieferg. S103.3109.0 E„ Lichtu. Kr. 64124.3124.3 6130.0130.7 0115.0115.1 6/118.2118.0 93.2/93.0 narisr. ind. 5/125.1126.7 Kr. u. Licht 10136. 5136. 1 5/116.5116.7 95.6 95.5 Maschinend. Buderus chafl. Wasser Chem. Geisenk. Conti Gummi -auler ven: Otsch. Atlant. Otsch. Baumwolle s5 10s. 8105.2 42— 8148.5149.8 .0 94.5 7113.5—. 123.5123.5 Conti 6as 7124.2127.5 Kabel Linoleum Steinzeug Tel. u. Kab. Eisenhand. 6/117.3116.0 6—. 151.7 6—. 8110.0 0 90.6 90.2 Engelh. Brauerei Enzinger Union Feinjute sebhardt& Co. German. Cem. Ges. f. el. Untern. Gildemeister Gladb. Wolle Gruschw. Textil Guanowerke hfe nagede Hamb. Elektr. Hilpert Masch. Hindr.-Autferm. 4 95.2 94.8 6/108.0107.5 105.2 111.7 94.0 94.0 5123.0123.0 6119.7118.5 10—.—. 5 109.5/109.0 4 97.7 0116.0115.5 4108.5110.5 8128.0126.5 0 69.0 68.7 3102.8101.0 aximil. Hütte Miag Mimosa Mölheimer Berg. grenst. 4 Koppel Osnabr. Kupfer Mombenmeth F Pongs ap;.and Hoffmann Stärke 6½126.0129.5 Hohenichswerke Holzmann Pn. Hotelbstr.-Ges. 1 Senbesr Jise Genus Jsenbeck Brau. Ireghans Bobs. 0 59.5 59.2 0 92.0 91.4 0 85.0 85.4 6—. 152.0 6/121.5126. 0 90.7 90.0 3 0 76.0 5——. 5 143.0—. 114.6/110.5 123.3s123.3 0 21.8 21.8 0 85.6 85.1 5 128.0 126.5 7/131.0129.5 0 8/160.0162.0 0 87.5 87.5 12 153.5 153.5 Pongs&am; Zahn hein. El. Werke Rhein.-W. Kalk Riebeck Montan Rütgerunocke 0 87.8 112.0 102 5/124.0 0109.0 .21000 41111.3 100.5 0 95.0 0 31.7 84.5 Siem.& Halske Stollberg. Zink hüringer Gas Transradio Tuch Aachen Union chem. er. Otsch. Nickel Ver. Glanzst. Ver. Ultramarin Vogel Draht agner& Co. Wandererw Warsteiner Grub. Westtalia Draht Wickdler Brau. 68.3 108.0 10.3 152.5 122.7 109.0 98.0 110.2 i benh Sarotti Schles. Berp. u. Z. Berg. Beuth. Elekt. u. 6as 81143.7 Schub.& Saizer 101140.2 Schultheis-Patz. 4/109.0 Siegersdorfer Wi 9 77.0 Siemens Gles 1 uf 99.2 150.2s150.3 67.5 66.2 1e 14 99.0 98.0 121.7/121.0 128.0— 71130.21129.0 6 /112.5112.5 0 78.0 77.8 6/141.71440 72.5 72.5 5 6 Verkehrewerte A. 6. für Verkehr Boch. Gelsenk. Hamb. Amer. Pak. Hamb. Südamer Nordd. Lioye 0 82.0 0— 34.2 0 27.8 0 35.5 61.6 32.5 26.0 34.7 Restennerte 6 Ot. R. Schatz. 35 4 Ot. R. Anleihe 44 54 D. R. Voungani. 6 Reichsbahn Sch. Westtalen Altbesitz 6 Bochum Anl. 6 Duisburg. Anl. 6 Oösseld. Anl. 6 Elberfeid. Anl. 6 Essen Anl. 90.3 97.7 97. 102.31102 100.61100 111.0/110 90.7 90. 92.0 92.2 91.5 91.: 71.7— Schuldb. F. 36 R. Schuldb. F. 38 R. Schuldb. F. 40 R. Schuldb. F. 42 R. Schuldb. F. 43/8 5 Essen Steink. 42 45 Harpener 49 40 R. W. E. 52/3 5 R. W. E. 50 45 Ruhrchemie 48 45 Ruhrgas 53 %5 Ruhrwasser 53 45 Ruhrwohng. 58 45 v. E. W. 52 Möhlh.-Ruhr Anl. 91.5 91.0 Ruhrverdd. Anl. 36,100 5 100.2 44Pr. Lopf. A. Pfd. 96.2 96.0 4# Ldbk. Westf. Pfd. 94.2 95.0 #Ldbk. Westf. Kom. 93.0 93.0 420t.Komm.Goldanl. 94.7 94.5 44Westf. ldsch. Pfd. 94.8— 440f.Hyp.B. Bin.Pfd. 95.5 95.3 4# Pr. Centr.bod. Pfd. 95.1 95.1 4 Pr. Pfdbr. Bk. Pfd. 95.4 95.3 45 Basalt Obl. 90.0 89.9 Concord. Berg Obl. 100.7109.2 Daimler Benz Obl. 103.5103.2 Klöcknerw. Obl. 101 31100. 6 Mont Cenis Obl. 6 Rheinstahl Obi. 4 Ver. Stahl 60 45 Ver. Stahl 47/51 5 Ver. Stah 6 Siem. u. H. Obl. 6 Farbenbonds 16. 16. Briei Geld 101.01018 99.4100.1 98.4 99.1 96.5 97.2 96.2 97.2 98.0 99.2 93.5 94.5 93.0 94.0 98.5 99.5 92.5 94.0 92.0 101.211015 923— 93 4 146.0— 124.8124.3 93.5 95.0 93.0 93.7 91.3 93.0 Westtalenbank.-G. Bochum Austahrung sümilleher Bankaesena1te Seite 9 Nr. 91/ Bochumer Anzeiger, Mittwoch, 17. April 1933 Turnen und Sport „Ausziehen- laufen- los!“ Am 2. Oltertag Eröffnung der Segelfluglailon in den Borkenbergen Bochums und Wattenscheids Flieger am Start In noch weit größerem Maße als in früheren Jahren wird die diesjährige Segelflugsaison das Interesse der Oeffentlichkeit in Anspruch nehmen; denn es sind doch vornehmlich die Segelflieger, aus deren Reihen sich die künftigen Motorflieger rekrutieren. Es ist allmählich zur Tradition geworden, die Saison am zweiten Ostertag mit einem offiziellen Aufliegen in den Borkenbergen zu beginnen. Allerdings treten auf Grund der früher gemachten Erfahrungen in diesem Jahre erstmalig einige Aenderungen beim Anfliegen ein, die aber in der Hauptsache nur für die teilnehmenden Fliegerortsgruppen von Bedeutung sind. So finden diesmal keine Wertungen statt, da von Sach= oder Geldpreisen beim Anfliegen Abstand genommen wurde. Leistungsprämien sind lediglich für gute Gruppenleistungen vorgesehen. Das Programm für den Tag des Anfliegens ist wie folgt festgesetzt: 8 bis 10 Uhr Prüfung aller Flugzeuge durch die Baukommission: 10.15 Uhr Antreten aller teilnehmenden Gruppen zwecks Entgegennahme der Anflugbestimmungen; 10.45 Uhr Anfliegen: 12.45 bis 14 Uhr Mittagspause: 14 bis 17 Uhr Fortsetzung des Flugbetriebes: 18 Uhr Antreten aller Segelfliegerstürme, Vorbeimarsch an dem Landesgruppenführer Hauptmann Sieler unter Vorantritt des Fliegermusikzuges der Untergruppe 16: 19 Uhr Siegerverkündigung. Das Anfliegen erfolgt in vier Gruppen, davon ist die Gruppe 1 offen für alle Anfänger und=Piloten, Gruppe 2 für=Piloten, Gruppe 3 für=Piloten im Windenschlepp und Gruppe 4 für=Piloten im Flugzeugschlepp. Für die Durchführung des Aufliegens, an dem alle Ortsgruppen der Landesgruppe mit 48 Flugzeugen teilnehmen, steht ein großer Stab von Fluglehrern und Prüfern zur Verfügung. Es ist selbstverständlich, daß von den Bahnhöfen Sythen und Dülmen ein ständiger Autobusverkehr eingerichtet worden Von der Fliegerortsgruppe Gelsenkirchen beteiligen sich die Gelsenkirchener Segelflieger mit vier offenen Gleitflugzeugen vom Typ„Zögling“, mit einem Segel klugzeug vom Typ„Verkleideter Lögling“, mit zwei Segelflugzeugen vom Baumuster„Baby II“, mit zwei Segelflugzeugen vom Baumuster„Datschi“ und dem Hochleistungsflugzeug„Rhönadler“. Die Wattenscheider Flieger bestreiten das Anfliegen mit zwei Gleitflugzeugen vom Typ„ESG. 29“ und einem Segelflugzeug vom Typ„Fliege II“. Bochums Segelflieger nehmen teil mit zwei Gleitflugzeugen, Typ„Zögling“, und einem Segelflugzeug, Typ„BabyI# Für die Wattenscheider Segelflieger bringt sodann der Tag der nationalen Arbeit noch ein besonderes Fest da fünf neue Flugzeuge getauft werden. Das Programm zu dieser Feier wird noch bekanntgegeben. mit interessantem Sport zu rechnen. Als Hauptereignis figuriert das Calpello=Hürdenrennen über 1400 Meterdas den Dreijährigen vorbehalten ist. Unsere Voraussagen: 1. Rennen: Barolea— Herzober; 2. Rennen: Renvers— Sarasan: 2. Rennen: Feste Lup— Glacis: 4. Rennenz Amalgan— Gräfin Mariza; 5. Rennen: Paramour, Natango; 6. Rennen: Gloricus— Iria; 7. Rennen: Geländeritt— Pollux. Weitere Vorauslagen Maisons=Lassitte, 17. April 1. Rennen: Melusine— Amyn: 2. Rennen: Stall Wertbeimer— Lucia: 3. Rennen: Arnica— Gipsy Queen; 4. Rennen: Autares—. Vertigineux: 5. Rennen: Stop— Hyenville: 6. Rennen: Reaumur— Le Clair de Lunez 7. Rennen: Aldé—'Habit Neuf. Enghien, 16. April. 1. Rennen: 1. Zealander(Cames): 2. Canneloni; 3. Poseur. Toto: S. 21: Pl. 12, 14. Ferner: Dew Drop, Hon Dy Ca. 2. Rennen: 1. Le Sarrazin(Maupas): 2. Le Grand Soleil: 3. Kwasind. Toto: S. 134: Pl. 51, 22. Ferner: Fils de Mars. Tambour Battant. 3. Reunen: 1. Le Bolide(Cames) und Sabliere(Bates) im toten Rennen; 3. Vanina. Toto: S. 14, 16: Pl. 12, 12, 16. Ferner: Ettore, Violente, Chere Bame, Primevere IV, Centurie, Lena. 4. Rennen: 1. Isolateur III(Cames); 2. Jumbo: 3. Prince Heuri. Toio: S. 43: Pl. 23, 20. Ferner: La Louviere, Sultanas Guard. Millionaire II. Dark Mysterie. 5. Rennen: 1. Prince Tomino(Bates): 2. Mérodoch: 3. Grand Bal. Toto: S. 118: Pl. 33, 59, 24. Ferner: La Gabelle Mareuil, Intérim, Partinico, Snow Storm, Loulette, Borréca. 6. Rennen: 1. Great Capphire(Tremeau): 2. Granit: 3. Archimede II. Toto: S. 35: Pl. 15, 34. 22. Ferner: Fringant Certitude II, Jorga, Nectar des Dieur, Silvain, Timbre Poste, Zagrag, Illico, Louppy, Sentoria. Am F. Karhagen Zegen Bodlaht Aus dem Leichtathlctikkreis Bochum Doch Titelkampf Bacr-Braddock Nach einem Kabeltelegramm aus Newyork unterzeichneten der Boxweltmeister aller Gewichtsklassen, Baer, und der von der Newyorker Athletik=Kommission anerkannte Herausforderer James Braddock den Vertrag für ihren Titelkampf. Als Termin wurde der 13. Juni vereinbart. Hower bewirbt sich um Europameistertitel Der Deutsche Schwergewichtsmeister Vinzenz Hower(Köln) hat sich jetzt bei der IBU. offiziell um die neu ausgeschriebene Europameisterschaft im Schwergewichtsboxen beworben. Da Hower in seinen letzten Kämpfen ausgezeichnetes Können bewiesen hat, dürfte die Bewerbung angenommen werden. Als weiterer Anwärter auf den Titel gilt noch der Belgier Pierre Charles. Steve Hamas wieder in USA. Samstag ist der amerikanische Schwergewichtler Steve Hamas wieder in Newyork eingetroffen. Hamas erklärte, daß seine Vergnügungsreise zusammen mit seinen Ausgaben für das Training zum Schmeling=Kampf 22000 Mark verschlungen habe. Immerhin hat Steve Hamas aber noch 60 000 Mark übrig behalten. Adler-Rekorde anerkannt Die ONS. gibt bekannt: Die AJACR. hat die 13 Rekorde, welcher der AdlerTrumpf=Junior auf der Berliner Avus in der Zeit vom 25. bis 31. März 1935 aufstellte, als internationale Klassenrekorde der Klasse G(Wagen über 1100 ccm) offiziell anerkannt. VierHandball-Länderspiele Noch vor Abschluß der diesjährigen HandballSaison wird Deutschland vier Handball=Länderkämpfe durchführen. Am 19. Mai ist die Schweiz in Augsburg unser Gegner, am 26. Mai kommt Schweden nach Hannover, am 2. Juni spielt Deutsch= land im Haag oder in Utrecht gegen Holland und am 30. Juni ist Kiel Austragungsort eines Länderkampfes mit Dänemark. Für die neue Saison sind weitere Länderkämpfe mit Polen und Ungarn vorgesehen; das Treffen gegen Polen wird wahrscheinlich in Leipzig durchgeführt. Bochumer Fußballer im Nachwuchskurlus An dem vom 29. April bis 4. Mai in Duisburg stattfindenden Nachwuchsspielerkursus für Fußballer werden auch die„Germanen"=Spieler Philipp, Andreas, Lasarski II und Lasar teilnehmen. Bühnenschauturnen des TV. Bochum von 1848 Bei der Fülle der Veranstaltungen in der letzten Zeit hatte das Bühnenschauturnen der 48er leider nicht den erwarteten Zuspruch. Die Turner hatten einen netten und abwechslungsreichen Abend aufgezogen, der mit dem Einmarsch des Gesamtvereins seinen Anfang nahm. Dann wechselten in bunter Folge die Darbietungen der einzelnen Abteilungen. Neuartig dabei die Freiübungen der kleinen Mädchen zu einem Lied. Gymnastik der Frauen, Spiele der Jungen und überraschend gute Leistungen der 12= bis 14jährigen Schüler an zwei Barren. Dazwischen zeigten die alten Herren an verschiedenen Geräten, daß sie von ihrer Jugendfrische noch nichts eingebüßt haben. In der Pause begrüßte Ringführer Stein mit einem abermaligen Hinweis auf den Wert der Leibesübungen für einen jeden die Gäste und zeichnete in kurzen Worten noch einmal den Gleichschritt der Deutschen Turnerschaft mit unserem neuen Staate und dem Wollen unseres Führers. In der Folge unterhielten die Turnerinnen und dann die Volksturner die Gäste mit gelungenen Zweckübungen. Erstmalig für Bochum waren die Gemeinschaftsübungen der Fechter und Fechterinnen. Die 48er verfügen hier über eine recht starke Abteilung und sind in den verschiedensten Waffengattungen mit führend in unserem Gau. Als Abschluß gab es zwei Gefechte im Damenflorett und Herrensäbel, wo die Siegerin von Minden, Else Glowienka und der Westfalenmeister Willi Höhle ihre meisterhafte Waffenführung demonstrierten. Anschließend turnte die erste Riege an Reck und Barren und mit einem Tanzspiel der Turnerinnen und Tischspringen der Turner fand diese Werbeveranstaltung ihren Ausklang. Wattenscheid 19— Polizei Bochum:9 Der Boxklubkampf endete nicht:8, sondern•7 für die Polizei, da die Punkte aus dem Leichtgewichtskampf den Bochumern von vornherein zufielen. Der Bochumer Flachmeyer, nicht der Wattenscheider Lenger erhielt im Jugend=Fliegengewicht den Punktsieg. Disselbeck kämpfte nicht gegen Schmert, sondern gegen Lehnert, während Korte nicht gegen Tureck II verlor, sondern gewann Gegen den Schalker Plewa borte nicht Kaisler, sondern der Polizist Graupe, der in der zweiten Runde gestoppt wurde. Die Begegnung Jungkunst— Ernst endete unentschieden. Auf einer Tagung des Kreisfachamtes für Leichtathletik wurden die Veranstaltungen des Jahres 1935 und ihre Durchführung nochmals eingehend festgelegt. In großen Zügen referierte Fachamtsleiter Meier über die einzelnen Veranstaltungen, die Art der Werbung und Abwicklung. Vor allen Dingen müßte erreicht werden, die die Teilnehmerzahlen größer werden. So wichtig die stärkere Beteiligung der Aktiven sei so dringend sei auch die Erweiterung des Freundeskreises für diesen Sportzweig. Im Hinblick auf die bevorstehenden Olympischen Spiele dürfe hier nichts unversucht bleiben, da bekanntlich die Leichtathletik den Mittelpunkt aller olympischen Wettbewerbe darstellt. In Hagen wird am 1 1. Mai zum erstenmal in diesem Jahre der Kreis Bochum sein Können unter Beweis stellen. Eine Vertretung der Trainingsgemeinschaft trifft sich an diesem Tage mit der Vertretung der Trainingsgemeinschaft des Kreises Bochum. Zur Ermittelung der besten Bochumer Kreisvertretung sind Ausscheidungswettkämpfe für den 4. Mai auf dem Sportplatz an der Krümmede in Bochum angesetzt. Als nächste Veranstaltung kommt dann am 19. Mai der Kreisstaffeltag auf dem Eickelplatz in Wanne=Eickel zur Durchführung, der mit einer Schlageter=Gedächtnisfeier verbunden wird. Im Rahmen der Staffelwettkämpfe sollen Frauen=Handballmannschaften von Herne, Wanne=Eickel Bochum und Wattenscheid ein Spiel austragen.— Den Höhepunkt bilden indes die am 7. und 8. Juli ebenfalls in [Wanne=Eickel stattfindenden Westfalenmeisterschaften für Männer und Frauen. Im Verlauf der Tagung wurden einige verdiente Sportler aus dem Kreis Bochum ausgezeichnet. Es erhielten den Ehrenbrief der DSB.: Hauptmann der Schutzpolizei Karl Müller, der langjährige rer des Polizeisportvereins Bochum, Ingenieur Robert Kaufhold, der rührige Leichtathletikobmann der Sportvereinigung Wattenscheid 09/30 und Polizei=Hauptwachtmeister Hermann Zetzsche, der Verbindungsmann für den Kreis Bochum in Herne. Welttalenboxer im Gau Südwelt Am 27. und 28. April weilt eine Boxstaffel des Gaues Südwest in Bochum und Altena, wo sie gegen eine Auswahl des Gaues Westfalen antritt. Die Westfalen werden bereits im kommenden Monat den Besuch erwidern und kämpfen am 10. Mai in Darmstadt und am 1 1. Mai in Mainz. Brieffaubensport beginnt Der Anfang ist gemacht, die erste Vortour liegt hinter uns. Ueber 90 Waggons, beladen mit 2600 Körben= 95 000 Tauben, standen in Kamen zum Auflassen bereit. Groß=Bochum war allein mit 27 Waggons vertreten. Weiter lagen Duisburg, Bottrop, Buer,, Gelsenkirchen, Hamborn, Herne, Hattingen, Katernberg, Moers und Wattenscheid in Kamen. Der Kälte wegen erfolgte der Auflaß der Bochumer Tauben erst um 10 Uhr morgens. Das Wetter war dunstig und trübe, der Abflug jedoch gut. Verluste sind kaum zu verzeichnen. Einige Liebhaber hatten ihre Tauben natürlich schon um 10.10 Uhr zu Hause. Ob ihre Uhren 10 Minuten vorgegangen sind: Die erste Preistour stellt alles richtig. Allen Pessimisten zum Trotz ist der Flug glatt von statten gegangen. Allen Liebhabern wird wohl noch der unselige Flug ab Kamen im Jahre 1927 im Gedächtnis haften. Die Tauben kamen am Karfreitag des betreffenden Jahres wegen des am Morgen herrschenden Schneetreibens erst um 12 Uhr mittags los. Kurz nach dem Auflassen setzte abermals startes Schneetreiben ein und jede Fernsicht war dahin. Von den über 20000 Tauben aus Bochum erreichten bis zum Antritt der Dunkelheit nur knapp 5000 vollständig abgekämpfte Tauben ihren heimatlichen Schlag. Das Gros hatte sich in Kamen und Umgegend vollständig ermattet, auf die Dächer niedergelassen. Ein Teil kam am andern Tage nach. Ganze Schläge waren jedoch verweist und aus dem Rennen geworfen. Mancher Liebhaber hat seinen Tieren eine stille Träne nachgeweint. Aber Züchterehrgeiz und Züchterwille haben auch diesen harten Schlag vergessen lassen. Die Antivathie gegen Kamen hat seine Gründe, Am Samstag, 20. April, ist Einsetzen nach Rheda. Aus den Turn- und Sportvereinen Jahreshauptversammlung des Reichsbahn=TuS. Bochum. Die diesjährige Jahreshauptversammlung des Vereins im Lokale Julius Kestermann verlief äußerst ruhig und sachlich. Vereinsführer P. Stodt begrüßte die zahlreich erschienenen Mitglieder.„Die Tagesordnung, die neun Punkte enthielt. wurde schnell und reibungslos abgewickelt. Geschäftsführer A. Kempa verlas den Vereinsbericht und Kassenprüfer A. Plietb den Kassenberscht. Nachdem die Kasse in Ordnung befunden worden war, beantragte die Versammlung die Entlastung der Vereinsführung. Sportskamerad P. Stodt wurde nunmehr für drei Jahre einstimmig zum Vereinsführer wiedergewählt. Er bestimmte zu seinem Stellvertreter Kamerad A. Kempa und übertrug ihm auch seinen alten Posten als Geschäftsführer. Als weitere Mitarbeiter bestimmte er: Gerh. Sporvs als Kassenwart, Jos. Sprenger als Pressewart und Schriftleiter. Plicth und Nennstiebl als Abteilungsleiter für Turnen und Leichtathletik, Fritz Neuenschwander. Thiesbürger und Trimborn als Jugend= und Schülcrobmann, Heinz Fallarz als Vereinsjugendführer, W. Bendig, Pfitzemeier und Rutkowski für die KK=Abteilung. Gräff als Abteilungsleiter der Kegelabteilung. Thiesbürger als Werbewart und für den Spielmannszug Ehorführer P. Mais, als Abteilungsleiter Drückes. Als Kassenprüfer für 1935 wurden die Kameraden Gräff und Plieth gewählt. Neuaufgenommen wurden 24 Mitglieder. Der Radfahrerverein„Sturmvogel 04“ veranstaltete am Sonntag bei herrlichem Frühlingewetter eine Suchfahrt zur Pflege und Stärkung des Heimatgedankens. Als unbekanntes Ziel war eine Kirche in Stalleiken ausersehen, was erst am Start durch Photo bekannt gemacht wurde. Sieger wurde A. Kessenbrock, welcher bereits nach etwa 30 Minuten das Ziel erreicht hatte. K Baropas iteler ELinle HrNIzza Gewinnt Deutschland diesmal den„Preis der Nationen“? —. Die reizvoll am Mittelmeer gelegene südfranzösische Stadt Nizza ist in diesen Tagen wieder einmal der Treffpunkt der internationalen Reiterelite der Welt, da das große internationale Reitturnier, das alljährlich die Freiluft=Turniersaison einzuleiten pflegt, unmittelbar vor der Tür steht. Elf Nationen haben für die Reiterkämpfe gemeldet, die vom 17. bis 29. April auf dem Turnierplatz dieses berühmten französischen Badeortes stattfinden. Neben Deutschland, das zum zweiten Male vertreten ist, entsenden Frankreich, Italien, Irland, Holland, die Schweiz, Rumänien, Belgien, Spanien, Portugal und zum ersten Male auch die Türkei ihre besten Reiteroffiziere und Pferde. Man vermißt also nur die Polen, die im europäischen Reitsport seit Jahren eine gute Rolle spielen. Dadurch, daß nach den Bestimmungen jede Nation nur durch vier Reiter mit insgesamt neun Pferden vertreten sein darf, ist die Gewähr dafür gegeben, daß auch tatsächlich die Besten der Besten zum Kampf antreten. Das umfangreiche, durch drei Ruhetage unterbrochene Programm sieht eine Anzahl schwerer und schwerster Prüfungen vor und wird am 17. April mit dem Preis der großen Hotels von Nizza eingeleitet. Am sechsten Turniertag wird zum erstenmal der Preis der Kavallerieschule Hannover entschieden, während die Veranstaltung ihren sportlichen Höhepunkt mit dem„Preis der Nationen“ erreicht. Dieses schwere Mannschaftsspringen wurde im vorigen Jahre von der Schweiz gewonnen, während sich die deutschen Reiter mit einem Ehrenplatz begnügen mußten. Gegen die starke ausländische Konkurrenz stehen die deutschen Reiteroffiziere auch diesmal vor einer schweren Aufgabe, obwohl sie gut gerüstet in den Kampf gehen und aus den im Vorjahre gesammelten Erfahrungen sicher gelernt haben dürften. Nach umfangreichen Vorbereitungen wurde vor einigen Tagen im Anschluß an ein letztes Probespringen die deutsche Expedition endgültig wie folgt zusammengestellt: Oberleutnant Brandt mit den Pferden Baron und Nemo, Oberleutnant Schlickum mit Dedo und Wange, Oberleutnant Kurt Hasse mit Tora, Olaf und Posidonius und Rittmeister Momm mit Baccarat und Bianca. „Großer Olympiade-Preis“ 150 000=Mark=Rennen des Union=Klubs Daß der deutsche Rennsport die Abwicklung der Olympischen Spiele 1936 in Berlin nicht vorübergehen lassen würde, ohne seinerseits mit einem Ereignis aufzuwarten, das hinsichtlich seiner Bedeutung neben der Welt größten sportlichen Veranstaltung bestehen kann, durfte angenommen werden. Jetzt überrascht der Union=Klub mit der Ausschreibung eines Rennens, das würdig in das Olympische Jahr als größtes rennsportliches Ereignis paßt. Großer Olympiade=Preis von Berlin heißt das Rennen, das insgesamt 150 000 Mark an Preisen vorsieht. Dem Sieger fallen 100000 Mark zu, den placierten Pferden 20 000, 12000, 8000, 6000 und 4000 Mark. Am 26. Juli 1936, am Sonntag vor der Eröffnung der Olympischen Spiele, wird das Rennen in Hoppegarten gelaufen. Zugelassen sind dreijährige und ältere Pferde aller Länder. Es handelt sich um ein reines Altersgewichtsrennen, Aufgewichte und Erlaubnisse sind also nicht vorgesehen. Die Strecke beträgt 2600 Meter. Verlangt werden 60 Unterschriften, davon 15 aus dem Auslande. Es ist ohne weiteres anzunehmen, daß der Große Olympiade=Preis im In= und Auslande riesiges Interesse erregen wird. Der hohe Geldeswert wird natürlich eine besondere Anziehungskraft ausüben. Mittwoch=Rennen in Köln. Fünf Flach= und zwei Hindernisrennen. Der Kölner Rennverein setzt am Mittwoch sein April=Meeting fort. Zwar hat der Wochenrenntag keine so überragende Prüfung wie den Kölner FrühjahrsAusgleich, den am Sonntag Perlfischer zu seinen Gunsten entschied, aufzuweisen, aber bei der durchweg guten Besetzung der sieben Prüfungen ist auch diesmal Bochum, Bongardstraße 11 Durchgehend geötnet Seite 10 Nr. 91 7 Bochumer Anzeiger, Mittwoch, 17. April 1933 Ossel. ZAiS sternt! In einer Hinsicht bildet Ostern eine löbliche Ausnahme im lieblichen Kranz der jährlichen Feste: Zahnärzte und Fachärzte für innere Krankheiten haben nach den Östertagen keinen Riesenansturm zu erwarten. Weil man Ostern eben auf eine ganz andere Art zu feiern pflegt. Man fährt hinaus(so man kann), möglichst zu zweien(so man hat), man ist zur Bewegung gezwungen(oder man müßte denn freiwillig auf die osterliche Atzung des bunt gefärbten Eies verzichten), mit einem Wort: Die Osterfeierei hinterläßt keine staubigen Teppiche und lateinisch frisierten Rechnungen. Aber noch eine wichtigere Möglichkeit ist uns vor Ostern gegeben, die Gefahr der übermäßig vollbesetzten ärztlichen Wartezimmer zu umgehen, den gesunden Löffel aus dem väterlichen Eintopf zu heben und sich einer Diät anzuvertrauen, die noch da anschlug, wo die„schweren Brocken“ einschlugen: Es ist die gute westfälische Sitte der Bohnensuppe mit Hering, die immer wieder vor den Östertagen zu neuem, strahlendem Glanze erwacht. Ich behaupte, daß jeder ordentliche Mann von Zeit zu Zeit Heißhunger auf einen richtigen Schlag Erbsen=, Bohnen=, oder Kartoffelsuppe hat, die nicht„aus der feinen Küche“ kommen. Diesem Hunger verfallen selbst die Lururiösen Diese Millionäre und Milliardäre von Kalifornien fliehen alljährlich aus ihren paradiesischen Parks und marmornen Palästen in die rauhen Berge Kanadas, wo sie jagen und angeln und sich in einem eisernen Kessel über dem offenen Feuer ihre Mahlzeiten kochen. Höchste Steigerung für die Herrschaften dieses Schlages ist eine am Spieß gebratene Wildsauhachse, nach deren fetthaltigem Genuß man die Schnapsflasche an den Mund setzt. Wir kennen nicht die Schlemmereien eines schwedischen Frühstücks, unser Gaumen ist nicht verwöhnt durch die raffinierten Künsteleien der französischen Gourmands. Wenig sind wir den Sonntagsjägern von Kanada verwandt, und Bohnensuppe mit Hering spielt bei uns nicht die Rolle einer Medizin, die nach einer Reihe von guten Tagen schwer zu ertragen wäre. Aber wir haben eine Tradition des Essens. Etwas von der Schwere und dem massiven Gehalt dieser Kost empfindet jeder Ausländer, der unser Land bereist. Und es ist diese Tradition des Essens, deren Stimme im Konzert der österlichen Vorbereitungen nicht fehlen darf. Aber bleiben wir beim Näherliegenden. Noch ist ja nicht Ostern. Wir sprachen bereits von Bohnensuppe mit Hering. Sorgen wir, daß von beiden in genügender Menge vorrätig ist. Es ist mir von einem Ereignis Kenntnis geworden, das— so sehr ich seine Wiederholung in Bochum für unmöglich halte— doch zeigt, wie angebracht dieser Hinweis ist: Nach einem gesegneten Mahl an einem Mittag der Karwoche gelüstete es eine siebenköpfige Familie abends nach einer zweiten Mahlzeit derselben Art. Und siehe da, Bohnensuppe war in genügender Menge vorhanden, aber— o Graus!— es herrschte betrüblicher Mangel an Heringen. Nur ein einziger dieser Silberfische schwamm einsam und verlassen in der würzigen Brühe, umgeben von Lorbeerblättern und schönen Zwiebelscheiben. Kein Streit entstand, wem nun der Genuß des Herings zufallen sollte. Fein säuberlich wurde vielmehr der Fisch in der Mitte der Stube an der Decke auf gehängt und nach jedem dritten Löffel Bohnensuppe, den Eltern und Kinder zum Munde führten, taten sie einen sehnsüchtigen(und wenig nahrhaften) Blick nach dem aufgeknüpften Hering. Es war ein schlechter Ersatz. Und so sehr man die Findigkeit des Entschlusses an diesem Beispiel loben muß, so sehr ergibt sich daraus die Folgerung: Kaufe frühzeitig ein in der Eile der Vorbereitungen, kaufe rechtzeitig vor allem die Bestandteile festlicher oder auch schon vorfestlicher Ernährung, sei es nun Fisch oder Braten, Wein oder Apfel(=wein)! Wie verlebten wir die Karwoche ohne den Stockfisch! Er ist uns ein lieber Gast geworden in jedem Jahre um diese Zeit. Aus seiner Heimat im Eismeer und in der Ostsee(woselbst er durch reichliche Vertilgung von Fischen. Krebsen und Muscheln sich jene Qualitäten erwirbt, die wir so sehr an ihm schätzen) findet er rechtzeitig zu den Neufundlandbänken oder den Lofoten. Grundschnur und Handangel liegen bereit, ihn festlich zu empfangen. Mühen und Strapazen hat er erduldet, damit uns sein Wohlgeschmack in der Karwoche gebührlich erfreue. Bereiten wir ihm keine Enttäuschung, empfangen wir den lieben Gast nach alter Sitte und— kaufen wir ihn rechtzeitig ein! Es ist interessant, zu erfahren, wie man einen Menschen behandelt, der den Genüssen von Speise und Trank allzu lange entwöhnt war. Ein alter Afrikareisender erzählte mir darüber, daß ein Verdurstender, bevor man ihm zu trinken reicht, erst die„sieben Teufel des Durstes“ ausspeien müsse. So nennen die Eingeborenen in blumenreicher Sprache die Gepflogenheit des Gurgelns. Wenn aber einer gerettet werden solle, der dem Hungertode nahe sei, so müsse man ihm zuerst ein fein gehacktes Ei reichen. Das ist eine Wertschätzung des Nahrungsmittels Ei, wie man sie besser nur an den Osterfeiertagen erleben kann. Dann aber um so gründlicher. Dank im voraus schon den unzähligen Hennen, die Mühe und Ueberstunden nicht scheuten, Dank den Osterhasen, die uns Schokoladen= und Marzipaneier bescherten. Schaufenster und Ladenräume sind gefüllt mit den wohlschmeckenden Genüssen, die zu Ostern gehören wie die Tauben zu Venedig oder wie Kohle und Eisen zu Bochum. Es ist ein Vorteil der Osterfeiertage, daß sie in bezug auf ihre kulinarische Ausgestaltung keinerlei festen Regeln unterliegen. Kalbsbraten mit Salat ist nicht weniger angebracht als junge Hahnen mit Apfelkompott. Und— Undankbarkeit ist eine Eigenschaft dieser Welt — auch manches Huhn, das zu Ostern eifrigst Eier gelegt hat, muß die Herstellung einer angemessenen Feiertagssuppe mit seinem Leben bezahlen. Wer die Wahl hat, hat die Qual. Es ist aber eine süße Qual, zu Ostern einzukaufen. Weil sast jeder Einkauf ja auf das engste verbunden ist mit jener Liebe, von der ein altes Sprichwort mit Stolz feststellt, daß sie durch den Magen gehe. P. B. Bochumer Verbände und Vereine Deutscher Stenographentag 1935. Der Deutsche Stenographentag 1935— der erste im neuen Deutschland— wird in der Zeit vom 2. bis 5. August in Frankfurt a. M. abgehalten. Als Tagungsort wurde die Festhalle gewählt, deren Riesenraum für die Aufnahme der 15000 Stenographen, die aus allen Gauen des Reiches und aus dem Ausland erwartet werden, Platz bietet. In einem Nebensaal der Festhalle, dem Bach=Saal, wird gleichzeitig eine umfassende Ausstellung veranstaltet, die eine lückenlose Uebersicht über alle mit der Kurzschrift zusammenhängenden Dinge bieten wird. Den Hauptpunkt des umfangreichen Tagungsprogramms bildet das Le#stungsschreiben für Kurzschrift und ein Maschinen= leistun isschreiben, bei dem die Deutsche Meisterschaft ausgetragen werden soll. Als Ehrengaben für hervorragende Leistungen stehen hundert Schreibmaschinen zur Verfügung. Aus allen Teilen des Reiches liegen bereits Anfragen vor. Auch das Ausland, u. a. Italien, Holland, Schweden, Norwegen, Dänemark, Frankreich, Polen, England, Amerika, Belgien usw., hat bereits sein Interesse bekundet. Der Deutsche Stenographentag 1935 wird die größte Kundgebung werden, die je auf stenographischem Gebiet veranstaltet wurde. Zur Vorberettung des Stenographentages 1935 und der Inkernationalen Stenographentagung wurde die Organisations= leitung Frankfurt eingerichtet. Die Anschrift lautet: Deutscher Stenographentag 1935. Frankfurt a.., Weißfrauenstraße 14/16, Fernsprecher 26784, Postscheckkonto 33300. ganz kennenlernt. Er zeigt sich immer wieder von ganz neuen Seiten, er ist bei aller Festigkeit seiner berühmten Vortragsart so unerhört mannigfaltig in den kleinen entscheidenden Abstufungen seines unvergleichlichen Humors, daß man ihn immer wieder hören mochte. Und so ist denn auch dieses Gastspiel des Komikers Paul Beckers in Bochum— wer hätte daran gezweifelt?— ein Bombenerfolg, zu dem sein prächtiger(auch von lokalen Gesichtspunkten nicht uninteressanter) Sketch„Im Wartesaal zu Stiepel“ sehr erheblich beisteuert. Auch der Ansager SchmidScholven ist den Bochumern ja schon(oder besser noch) bekannt. Er ist auch in Berlin ein Bochumer geblieben— mit vergrößerter Klappe allenfalls. Lia Rey tanzt einen reizenden Alt=Wiener Walzer und Liesel Streich kommt uns sächsisch. Mehr kann man wirklich nicht verlangen.— Im Filmteil gibt es das prachtige Lustsviel„Liebe dumme Mama“. Bochumer Veranstaltungen Stadttheater Bochum. Immermanns Mythe Merlin" wird heute abend wiederholt(Vormiete C und Wahlveranstaltung für sämtliche Ringvormieten). Dr. S. Schmitt schickt der Aufführung eine kurze Einführung in das Werk voraus. In geschlossener Vorstellung gelangt am Donnerstag Schillers Maria Stuart zur Aufführung. Am Freitag und am Samstag bleibt das Theater geschlossen. Der Spielplan der Östertage verzeichnet für den ersten Feiertag Lortzings Romantische Zauberoper„Undine"— für den Ostermontag den Schwank„Der Raub der Sabinerinnen“. Karfreitag Aufführung der Matthäus=Passion im Bochumer Schützenhof. Nochmals wird auf die Aufführung der Matthäus=Passion von Johann Sebastian Bach am Karfreitag, 19. April, abends im städtischen Schützenhof hingewiesen. Es wirten mit: Anne=Marie Sottmann(Sopran), Eva Jürgens(Alt), Alfred Wilde(Tenor) Karl=Oskar Dittmer(Baß), Herbert Beil(Baß), Willy Mehrmann(Orgel), Otto Bettzieche(Cembalo), ein Kinderchor unter Leitung von Mar Voigt, der Städtische Musikverein und das Städtische Orchester. Dirigent: Städtischer Kapellmeister Professor Leopold Reichwein. Bochumer Filmschau Lichtburg: Paul Beckers persönlich Wenn das Wort, daß es zwischen guten Freunden nie vieler Worte bedürfte, unbeschrankte Gültigkeit hätte, so brauchte Paul Beckers eigentlich auf der Lichtburg=Bühne nichts zu reden. Denn Paul Beckers und das Bochumer Publikum sind gute alte Bekannte. Aber nun ist es ja bei Beckers so, daß man ihn nie KRA MAASRRO Oeryerere in großer Auswahl und allerfeinster G Jualitat. NORDSEE: KLONtumstt. 33 . und Ostern gibt’s Steffens Kaffee Das war schon zu Kortebuschs Zeiten so, und diese Tradition hat sich bis heute in den Bochumer Familien erhalten. Und warum? Nun, Steffens Kaffee gilt bei den Hausfrauen von jeher als besonders gut, und deshalb hört man immer wieder: Wir trinken Steffens Kaffee Kaffeegroßrösterei Moritz Steffen, Hellweg 8 Modernisieren Umarbeiten von Möbeln sowie Aufbeizen und Reparaturen besorgt billigst H. Picht, Viktoriastraße 23. Preiswerte Lebensmittel Wer Geld sucht, dem hilft eine Kleinanzeige im Bochumer Anz. Sie erwarten Freunde? Das können wir verstehen. Gute Freunde sieht man gern; sie heitern auf, bringen angenehme Abwechslung. Sie werden es Ihren Gästen so bequem wie nur möglich machen, damit sie sich bei ihnen wohl fühlen und gern wiederkommen. Wodurch Sie das erreichen können? Durch ein paar Flaschen deutschen Wein! Wein macht Stimmung, vertreibt die Grillen. Wein ist ein Getränk, das von jedermann gern genommen wird. Besichtigen Sie mein reichhaltiges Lager. Sie finden dort, was Ihren Freunden u. Gästen in guter Erinnerung bleibt. Im Rehstack“ Fritz Kollenberg „oni Krostba=Hortumstr. 42, Ruf66679 Willst Du ein zufriedenes Osterfest verleben, so bestelle Deine Torten und Kuchen sowie selbstangefertigte Osterhasen u. Eier inder Konditorel Heinrich Althoff Bochum, am Rathaus Ruf 62074 Wusskanse stets trisch geröstet 1 Pfund Brasll-Kaftee.00 Mexico-Perikaffee.40 Usambara-Kaftee.80 Die beliebten Spezialmarken Lebensmitte billig aber gut Zucker, fein 1 Pfd. 38Blütenmehl 1 Pfd. 19. Rosinen ¼ Ptd. Korinthen, große ¼ Pfd. 123 Mandeln ¼ Pfd. 28• Zitronat, heil ¼ Ptd. 308 Reis 1 Pfd. 14 5 Haferflocken 1 Pfd. 24 Büchsenmilch ¼ Dose 40Rübenkraut-Pfd-Dose 28-9 Gr. Bohnen, hell-Pfund-Dose 78Gemüse-Erbsen-Pfund-Dose 55-) Junge Schnittbohnen,-Pfd.-Ds. 48 Stangenspartel-Pfund-Dose 135 Weine vom Faß 1 Liter Wermutwein 68 Tarragona 98 Malaga Samos 120 J Flasche mitbringen Emil Trass Nachl. Kafleerösterei. Bochum,Wilhelmsplatz Kabeljau o. Kopf... Pfd. Rotbarsch-Filet Pfd. Allg. Schweizer 45% r. I. v. Pfd. Souda-Käse 45% F. I. T. Pfd. Deutsche Markenbutter Pfd. Ahrbergs Rotwurst Pfd. Plockwurst Pfd. Cervelatwurst im Fettdarm Pfd. Jg. Wachsbrechbohnen ¼1 Ds. Junge Erbsen ¼Ds. Gem. Gemüse V 1 Ds. Schnittspargel Köpfan Apfelmus tafelfertig Prima Suppenhühner Junge Masthahnen Prima Enten.... Pfd. 1935 er Sänse billigst. 108. 1108. Pfd. Pfd. .22 .32 .08 .20 .56 .88 .08 .18 .58 .63 .63 .18 .56 .90 .25 .30 S Frische Eier 10 Stück von.85 an Eierfarben 3 Stück 0,10 Liliput-Eier¼ Pfund.15 Schokoladen-Hasen u. Schokoladen- Eier in großer Auswahl! Oster-Schokolade. 100g. 3 TfI..75 Tischweine besonders billig! ohne Glas Partenheimer, natur Fl..48 Dürkheimer Feuerberg Fl..55 Bremmer Sternberg Fl..65 Rhein- und Moselweine Fl..80 Auszugmehl 5 Pfd. 0,95 Biskuitmehl 2 Pfd..48 Rosinen¼ Pfd. 0,08 u. 0,10 Korinthen¼ Pfd. 0,08 Mandeln ¼ Pfd. 0,23 Zitronat ¼ Pfd..30 Seiisene Molkereihuner nür.52 Gek. Schinken.. ¼ Pfd..30 4. Apfelmus. ½ Ds..45 Erdbeeren.. ¼ Ds. 0. 95 Pflaumen, ¼ Ds..48 Alle anderen Konserven billigst Weine, Spirituosen für die Feiertage, in großer Auswahl, gut und billig Verlangen Sie bitte unsere neue Weinliste! Wilh. Otto Dieckmann Bochum, Rottstr.—10. Ruf 69586 Ia Schinkenplockwurst schnittfeste Ware, Pfd..60,.40.20 a Salami.... Ptund.40 IIs Leberwurst fein o. Grob Pid..90 Prima Blutwurst- Pfund.00 0. 30 räglich trische Eler und Butter. Sämtliche Sorten Käse und Konserven billigst 0 Eduard Walkenhorst ir. Oroße Beckstraße 11 Spirituosen Weine Liköre Oestillation NOSL Viktoriastr. 7 „Zur Postkutsche“ Konditorel- Café Fuchs-Grünewald Kortumstraße 30 0 Ruf 69519 hält sich für den Osterbedarf bestens empfohlen An beiden Ostertagen in den oberen Räumen muslkallsche Unterhaltung Wringmaschinen Wassermotore gut und billig seit über 75 Jahre im alten Fachgeschäft Ed. Gremme Bongardstr. 40 (am Alten Markt) Kieine Anzeigen gibt man da auf, wo man sie zu suchen gewohnt iet: Im Bochumer Anzeiger Seite 11 Nr. 91 7 Bochumer Anzeiger, Mittwoch, 17. April 1935 Westfalen und 10sPtin. AST Jcewdel verunnen Ein Abteilungsleiter des Westdeutschen Rundfunks angeklagt Köln, 16. April. Vor der Großen Strafkammer in Köln begann am Montag der Strafprozeß gegen den früheren Leiter der Kammermusikalischen Abteilung des Westdeutschen Rundfunks, Hermann Keiper, dem zur Last gelegt wird, in der Zeit von November 1933 bis April 1934 von den bei den sogenannten Bunten Abenden des Westdeutschen Rundfunks eingegangenen Geldern die für die Winterhilfe bestimmt waren, 4652 RM. veruntreut zu haben. Da diese Abende von der Nationalsozialistischen Volkswohlfahrt veranstaltet wurden, handelt es sich also um Gelder der NSV. und dementsprechend lautet die Anklage auf schwere Untreue und Betrug. Außerdem wird dem Angeklagten noch schwere Urkundenfälschung zur Last gelegt. Als Zeuge sagte zunächst Intendant Dr. Glasmeier u. a. aus, der Angeklagte habe sich zu der Organisation der Bunten Abende gedrängt und habe nie davon fortgewollt. Die Abende seien von der NSV. veranstaltet worden, der Westdeutsche Rundfunk habe sich gern in den Dienst der guten Sache gestellt. Zweifel an der Ehrlichkeit des Angeklagten seien nie aufgetreten. Man habe ihm aber später, weil er bei der Abrechnung zu großzügig verfahren sei, die Organisation entzogen.— Auch die übrigen Zeugen, die am ersten Verhandlungstag vernommen wurden, ließen keinen Zweifel darüber, daß dem Angeklagten Keiper bekannt sein mußte, mit Geldern der NSV. zu wirtschaften.— Rundfunksprecher Probst, der nach dem Angeklagten die Organisation der Bunten Abende übernommen hatte, bekundete als Zeuge, daß über Einnahmen und Ausgaben lediglich die NSV. verfügt habe. Seine Tätigkeit habe sich darauf beschränkt, von den eingegangenen Beträgen mit der NeV. die Vorschüsse zu verrechnen, die er für die Mitwirkenden in Form von Reisekosten und Tagegeldern gezahlt habe. Darüber hinaus hätte keinerlei Grund bestanden, für die mitwirkenden Kräfte auch noch Zechen zu begleichen. Die Beweisaufnahme wurde am Dienstag fortgesetzt. Der Prozeß dürfte mehrere Tage in Anspruch nehmen. Erweiterung des Duisburger Tierparks Duisburg, 16. April. In der Mitgliederversammlung ging Verwaltungsdirektor Seeger in längeren Ausführungen auf den Tierpark ein. Es dürfe nicht verhehlt werden, daß der Tierpark nur durch die tatkräftige Unterstützung der Stadt lebensfähig geworden sei. Der Tierpark sei jedoch eine rein private Einrichtung, die aus freiwilligen Mitteln aller Bevölkerungskreise, insbesondere der industriellen Betriebe, Firmen und Banken, ins Leben gerufen wurde. Aus freiwilligen Spenden sind 52928 Mark zusammengekommen, so daß der Tierpark das Jahr 1934 mit einer Einnahme von 111 848 Mark, einer Ausgabe von 61 148 Mark und demnach mit einem Vermögensstand von rund 50 700 Mark abschließen konnte. Für den Gaststättenbau habe man bei einer Dortmunder und einer Duisburger Brauerei Hypotheken in Höhe von 30000 Mark aufnehmen müssen. Die Mitgliederzahl des Tierparkvereins stellt sich auf 1350 ordentliche und 25 lebenslängliche Mitglieder, die letzteren mit einem einmaligen Betrag von 50 Mark. Im vergangenen Jahre betrug die Zahl der Tierparkbesucher 249433, also ein Tagesdurchschnitt von 649. Von den 150000 Mark im außerordentlichen Haushalt entfallen allein 74000 auf den Gaststättenbau und weitere 72000 Mark auf die geplante Erweiterung des Tierparks. Amtseinführung von Staatsrat Terboven als Oberpräsident am 29. April. Die Landesstelle Koblenz=Trier des Reichsministeriums für Volksauftlärung und Propaganda teilt mit: Nach Angaben des Büros des preußischen Ministerpräsidenten wird die Einführung des neuen Oberpräsidenten der Rheinprovinz, Staatsrats Terboven, nunmehr am 29. April stattfinden. 27 Menschenleben gerettet. In der Nähe des Rheinufers in Boppard stürzten am Donnerstag zwei Kinder in die Fluten. Der Fährbesitzer Josef Hewel hatte den Vorfall bemerkt und sprang kurz entschlossen ins Wasser. Es gelang ihm, die beiden Kinder, ein Geschwisterpaar, zu retten. Mit dieser mutigen Tat hat Josef Hewel zum 27. Male Menschen aus der Gefahr gerettet. Wieder Schneefall in der Eisel. Am Sonntag gingen über dem gesamten Gebiet der Eifel wiederum starke Schneefälle nieder. Von einem schweren Steinblock erschlagen. Als mehrere Arbeiter damit beschäftigt waren, die große Halle der früheren Zeche„Admiral“ in Dortmund abzubrechen, löste sich ein schwerer Steinblock und fiel auf einen Arbeiter, der dadurch auf der Stelle getötet wurde. SR Karieist.[aer achfn....g. Um die Sühne für den heimtückischen Ueberfall auf einen SA.=Mann Essen, 16. April. Am 20. Juli 1932 wurde der Staatsanwalt hatte eine Zuchthausstrafe von 13 JahSA.=Mann Vogel aus Gelsenkirchen=Bismarck auf ren wegen Mordversuchs beantragt. Gegen dieses Urdem Nachhausewege von einer RSDAP.=Versammlung teil legte die Staatsanwaltschaft erfolgreich Revian der Emschertalbahn in Bismarck von Kommu." Fescsfener Echpirgerschzt. Montag beschäftigte hertalbahn in Bismarck von Kommu= siog, das Estuetg, Scheztbericht zum zweiten Niate mit dieser Sache. Napiersti bestritt anfänglich, überhaupt WRKZSSE 10.10 Wir und die Welt. Tollkühne Reiterstreiche 11.40 Die Erzeugungsschlacht, ein Kampf für die Nation. Zum Abschluß des ersten Abschnittes der Erzeugungsschlacht(W. Felber) Ircesten(8, 12.00 Musik am Mittag. Das Kleine Orchester(Leo Eysoldt). Solisten: Leo Kowalsti- Walter Wielsch auf zwei Flügeln. 1. Groß=Deutschland, Marsch (Koch). 2. Es waren zwei Königstinder, Walzer (Löhr). 3. a) Liebesgruß(Elgar), b) Vergißzmeinnicht(Macbeth=Mausz). 4. a) Polonaise, b) Walzer (Kowalski). 5. a) In den Spinnstuben(Dvorak), b) Russischer Tanz Nr. 8(Bullerian). 6. Volk im Lied, Melodienfolge(Robrecht). 7. Malerische Szenen(Massenet). 8. Aquarellen=Walzer (Strauß). 9. a) Nur im Traum, langsamer Walzer(Kalthoff), b) Libellentanz(Kalthoff). 10. a) Indischer Tempeltanz(Königsberger), b) Kirschblütenfest(Niemann). 11. Komödianten (Kark)„„„„ 4„ 14.15 Spanische Volkslieder. Bearbeitet und herausgegeben von Dr. Heinrich Möller. Hans Remagen (Bariton); Egbert Grape(Klavier). 1. Bolero. 2. Alalé. 3. Die Jungfrau von Covadonga. 4 Kriegerlied. 5. Wanderlied. 6. Die Rebhuhnfeder 14.45 Wir treiben Familienforschung. Ratschläge, Anleitungen und Antworten von Hugo Schünemann 15.00 Jungmädel basteln für den Ostertisch 16.00 Kammermusik. Sonate=Moll für Violine und Klavier von Franz Wüllner. Melanie Wolff (Violine); Egbert Grape(Klavier) 16.35 Die Welt im Buch. Walter Bauer: Das bewegte Herz oder neue Lyrikbücher 17.00 Nachmittags=Doppelkonzert(Von Frankfurt) Es spielt: Das Rundfunkorchester(Josef Felix Heß); Die Kavelle Franz Hauck....7 Wirzscalt 18.30 Die Linie der nationalsozialistischen Wirtschaftspolitik(Dr. Fritz Nonnenbruch) 19.00 Märsche, gespielt vom Musikkorps der Leibstandarte des Führers(Musikmstr. Hermann MüllerJohn). Schallplatten 19.30 Wie wird das Dritte Reich regiert?(Vom Deutschlandsender) 20.15 Stunde der jungen Nation(Von Berlin). Führung und Gefolgschaft 20.45 Julius=Weismann=Stunde. Das Große Orchester (Dr. Wilhelm Buschkötter). Solist: Julius Weismann(Klavier). 1. Sinfonietta severa, für Streichorchester und Blechbläser. 2. Serenade für kleines Orchester. 3. Suite für Klavier und Orchester. 4 Sinfonia brevis 22.15 Stipppisite 22.30 Unterhaltungsmusik auf Schallplatten 23.00 Kammermusik. 1. Streich=Quartett=Dur, Werk Nr. 464(Mozart). 2. Streich=Trio=Moll, Werk Nr. 775(Reger). Das Kölner Streichquartett (Walter Kunkel, Walter Albers, Herbert Anrath, K. M. Schwamberger) 24.00„Gute Nacht“. Das Abendgedicht der Deutschen(1) nisten hinterrücks überfallen und nie dergeschossen. Die Ermittelungen der Polizei verliefen ergebnislos. Als im April 1933 in Gelsenkirchen etwa 50 Kommunisten in das Polizeigewahrsam gebracht wurden, stellte sich bei der Vernehmung der Festgenommenen heraus, daß ein gewisser August Napierski aus Gelsenkirchen ein bekannter Kommunistenführer, die Schüsse auf Vogel abgegeben hatte. In der Schwurgerichtsverhandlung vom 8. und 9. Mai 1934 wurde Napierski wegen versuchten Totschlags zu einer Zuchthausstrafe von sechs Jahren und zu zehn Jahren Ehrverlust verurteilt. Der am Tatort gewesen zu sein. Nach einer kurzen Beratung mit seinem Verteidiger legte er das Geständnis ab, die betreffenden Schüsse abgegeben zu haben. Dabei stellte sich noch heraus, daß der Angeklagte auf Antrag des Strafanstaltsdirektors in Münster wegen angeborenen Schwachsinns sterilisiert werden soll. Auf Grund dieser neuen Sachlage beantragte der Verteidiger die Vertagung des Prozesses, damit die Sachverständigen ein umfassendes Gutachten abgeben können. Das Gericht schloß sich diesem Antrag an und vertagte den Prozeß. Sradniondeat Für den Bochumer Sonderzug der Gardisten nach Berlin sind noch Plätze zu haben. Die Benutzung des Zuges ist allen alten Soldaten und deren Angehörigen gestattet. Abfahrt des Zuges am Freitag, 3. Mai, abends zwischen 22 und 24 Uhr, Rückfahrt Dienstag. 7. Mai, zur gleichen Zeit. Fahrtkosten einschließlich Nebengebühren 10.70 RM. Meldungen an Transportführer Kamerad Surhoff, Bochum, Joachimstraße 19, erbeten. Verein ehemaliger Jäger und Schützen der deutschen Armee. Das herkömmliche Eierschießen leitete nach der Winterpause am Palmsonntage das Schießen des Vereins auf dem Stand Borgböhmer in Weitmar ein. Von den Kameraden, die am besten abschnitten, seien die ersten fünf hier genannt: es sind die Kameraden Schulz. Wolff, Steizer Vereinsführer Knop und Kürbis. Wie alljährlich, so war auch diesmal mit dem Eröffnungsschießen der Kampf um einen Wanderpreis— die plastische Nachbildung eines Löwen— verbunden. Den Preis, den sich im Vorjahre Kamerad Ziegler geholt hatte, errang am vergangenen Sonntag Kamerad Stracke. Der Wanderpreis geht dauernd in den Besitz desjenigen Kameraden über, der ihn dreimal hintereinander an sich gebracht hat. Als am Sonntagmorgen der letzte Schuß auf die Scheibe abgegeben worden war, nahm Kamerad Vereinsführer Knop zu einer kurzen Ansprache das Wort, in der er die ehemaligen Träger des günen Rockes zu reger Beteiligung am Schießen als einer die Jäger besonders angehenden Angelegenbeit aufforderte; seine Worte klangen aus in einem dreifachen Horrido auf den gerade um diese Zeit in unserer Stadt weilenden Führer und Reichskanzler Adolf Hitler. Insanterie=Regiment„Graf Kirchbach“(Niederschlesisches) Nr. 46 mit Kriegsformationen begeht vom 8. bis 10. Juni in Frenstadt(Schlesten) sein 75. Regimentsjubiläum mit Wiedersehensfeier. Alle ehemaligen 46er sind herzlichst willkommen. Auskunft: Kamerad Alfred Freitag, Gelsenkirchen, Johann=Strauß=Weg 36. Deutschlandsender: 18.45: Und jetzt ist Feierabend! Eine Schallplattenreise nach Schottland. 20.45: Zilcher dirigiert die Berliner Philharmoniker. 23.00: Dem Frühling entgegen(H. Döring) OSTERN gibtskeine Stubenhocker! Alt und jung zieht hinaus! Ausflugsziele und Gaststätten für eine frohe Rast werden daher wieder von vielen tausend Spaziergängern und Ausflüglern gesucht. Dabei gilt der„Bochumer Anzeiger“ immer als guter Wegweiser und die Einladungen der Ausflugs- und Gaststätten werden mit größtem Interesse gelesen und gern befolgt. Geben deshalb auch Sie uns schriftlich oder telephonisch(Nr. 67551) Ihre Empfehlung auf. Selbstverständlich wird Sie auch gern unser Vertreter besuchen. Benachrichtigen Sie uns doch umgehend. Bochumer Anzeiger Privatdetektiv 6. Huning, Kriminal=Wachtm. a.., Bochum. Kortumstraße 93. Ermittlungen. Beobachtungen an allen Blätzen der Welt. Langjähr. praktische Erfahrungen. Beste Referenzen. Streng vertraulich u. diskret. Telephon 66224 Fis-Hohisaum- Ncteiceh und dergl. führen aus Geschw. Speith, Haltinger Str. 63 Straßenbahn-Haltestelle Sternstr.(Vorkt Autobus-Haltestelle Bergmannsheil, Ruf 634 3) Sicht-Rheuma. tismustee schaftt die den Blutkreislauf behindernden Stoffe aus dem Körper und verhütet dadurch die unerträglichen Rheumaschmerzen. Bestens bewährt. Originalkarton .— Mark Kräuter-Drogerie Hucklenbroich Brückstr., Ecke Hohenzollernstr. Für Wiederverkäufer Markenzigaretten Neuhaus, Herner Str. 2 Herren- Hdle, Herren- Mützen preiswert bei Rudolf Berendonk vorm. A. Haustadt * am Grettenag abd 24 am Grar-angelbert-Brunnen Saathartofein Ostpreußische, Odenwälder Blaue, Ackersegen und Erdgold hat billig abzugeben(a7861 Julius Küper, Helenenstraße 3. Wir heilten unter ärxtl. Aufsicht Jahrsehnte vergebl. beh. schw. Fälle in kurzer Zeit durch Mixtura Vonderbecke(zes. sesch.). Grün: b. Flechten a. Art. Lupus (tr. Flechte), Krätze(Bäckerkr.). Fischhaut. Hautjucken, Frost, Geschwüren u. sonst. Hautkr..30,.65,.—,.50; rot: bei Milchschorf(Grind), offenen Beinwunden .50..—,.50.50. In Apoth. erhältl. Verlang. Sie kostenlos Prospekt. Chem. Laboratorlum, Essen, Grusonstrabe 1 K Ostersonnabend bleiben die Kassen u. Büros unserer Mitgliedsfirmen eschlossen Bochumer Banken- und Bankiers-Vereinigung e. V. Seite 12 Nr. 91 7 Bochumer Anzeiger, Mittwoch, 17. April 1935 Ha Vons= und Venlierrgeienschaf. Die erste Zusammenkunft der Gefolgschaftsführer und neuen Vertrauensräte nach der Wahl der Stadt Hagen Nr. 4882 Die erste Zusammenkunft der Gefolgschaftsführer und Vertrauensräte nach der Wahl, die am Dienstag abend im Parkhaus stattfand, gestaltete sich zu einem machtvollen Bekenntnis für die von unserem Führer vorgezeichnete Volks= und Betriebsgemeinschaft. Den Auftakt des Abends bildete der feierliche Einmarsch der Fahnenabordnungen unter den Klängen des von einer Auapvenkapelle gespielten Badenweiler=Marsches. Fanfarenmärsche, vom Deutschen Jungvolk dargeboten, leiteten über zur Begrüßungsansprache des stellvertretenden Kreiswalters der Deutschen Arbeitsfront. Breidenbach. Eine harte Schlacht sei geschlagen worden. Acht Tage lang hätten alle deutschen Gaue eine Versammlungswelle erlebt, der ein schöner und herrlicher Erfolg beschieden sei. Es gebe wohl heute keinen Menschen mehr, der daran zweifle, daß das gesamte deutsche Volk sich einmütig und frei zu unserem Führer bekannt habe. Jetzt sei man zusammengekommen, um neue Richtlinien für die noch kommenden schweren Aufgaben entgegenzunehmen. Er erinnerte dann an den 1. Mai 1935, der wiederum ein Bekenntnis für die deutsche Arbeit darstellen und im Gegensatz zu den Maifeiern des vergangenen Systems den deutschen Voltsgenossen seinen Zielen näherbringen werde. An die Versammlung richtete er den Aufruf, restlos an dieser Veranstaltung teilzunehmen, die Gefolgschaftsführer bat er, für diesen Tag einen festlich geschmückten Wagen zu stellen, auf dem das Können und besondere Einzelheiten der Berufsarten gezeigt werden. Diese Wagen sollen den außerhalb der Betriebe stehenden Volksgenossen die besondere Eigenart jedes Berufes klar vor Augen führen. In keinem Falle dürfe es sich aber um Reklamewagen handeln. Anschließend sprach der Kreiswalter der Deutschen Arbeitsfront, Meinert. Nach einem kurzen Hinweis auf die Bedeutung des 1. Mai erklärte er, daß die Wahl sowohl innen= wie außenpolitisch von großer Tragweite sei. Er umriß kurz die Entwicklung der Geschichte in den letzten Jahrzehnten und betonte, daß die selbstverständliche und einfache Forderung, einmal als deutsche Volksgenossen zusammenzukommen, jetzt erst in Erfüllung gegangen sei. Wenn man veryindern wolle, daß solche Zeiten, wie wir sie vor der Machtübernahme zu verzeichnen hatten, etwa noch einmal kommen, müsse man der Ursache der Zwietracht und des Klassenhasses der hinter uns liegenden Zeit auf den Grund gehen. In diesem Zusammenhang verwies er auf die Gegensätze zwischen den Aufgaben der früheren Betriebsräte und denen der gegenwartigen Vertrauensräte und ließ den schweren, unerbittlichen Kampf zwischen den einzelnen Parteien und Klassen noch einmal vorüberziehen. Er sprach dann von dem Gemeinschaftssinn in jedem Menschen und bezeichnete diesen als das Ureigenste jedes Menschen. Diesen Gemeinschaftssinn zu wecken und zu pflegen, sei unsere Aufgabe, und erst nach Lösung dieser Aufgabe wurden die Voraussetzungen für das Gemeinschaftsleben eines Volkes geschaffen. Die Grundlage für eine gesunde Entwicklung der Gemeinschaft und Lösung aller Fragen bilde die gemeinsame Zusammenarbeit aller Menschen als Kameraden und das gegenseitige Vertrauen. Das Schlimmste, was einem deutschen Volksgenossen passieren könne, sei der Ausschluß aus dieser Volksgemeinschaft. Man werde dahin kommen, daß man auf die Menschen herabsehen werde, die um Pfennige, um tote Materie kämpften. Es werde nicht mehr geduldet, daß Volksgenossen Wege vorschreiben oder gehen, die außerhalb der Gemeinschaft liegen Es gebe nur einen Weg, und zwar den von unserem Führer vorgeschriebenen, der unbeirrt fortgesetzt werde. An die Gefolgschaftsführer richtete er die Mahnuna, im Sinne des Wortes die Gefolgschaft zu führen. Je fester wir zusammenstehen, um so früher würden wir das uns vorschwebende Ziel erkennen, das sich von Tag zu Tag immer mehr entwickele. Nicht auf das Schicksal des einzelnen komme es an, sondern auf das Schicksal der gesamten Nation. Unser ganzer Lebenskampf müsse nur von dem einen Bestreben geleitet sein, dieses Ziel zu erreichen. Jetzt beginne die Formung der Menschen, die gewillt seien, ihr Leben auf dieser Grundlage aufzubauen. Stellvertretender Kreiswalter Breidenbach schloß die Versammlung mit einem dreifachen Sieg=Heil auf unseren Führer. Den Abschluß bildeten das Deutschland= und das Horst=Wessel=Lied. Die Karwoche Mit dem Palmsonntag hat die Stille Woche, die Karwoche, begonnen, diese Woche, die dem Andenken an das Leiden und Sterben Jesu Christi geweiht ist. Die rauschenden Festlichkeiten sind eingestellt, gegen das Wochenende verstummt auch der Glocken Mund. Der Gründonnerstag eröffnet die eigentlichen Kartage als Abschluß der 40tägigen Fastenzeit. Dieser Tag trägt doppelten Charakter: als Freudentag wegen der Einsetzung des Altarssakraments, als Trauertag wegen des Beginns des Passionsweges des Heilandes. Die Altäre sind entblößt, die Kirchenglocken und die Orgel schweigen. Die Zeremonie der Fußwaschung erinnert an den letzten Dienst des Erlösers an seinen Aposteln. Am Karfreitag erlebt die Trauer ihren Höhepunkt. Christus am Kreuze— dieses Bild überragt die ganze Welt und erfüllt die Herzen mit tiefem Weh. Das gläubige Volk wallt zu dem heiligen Grabe in den Kirchen. So ernst und heilig ist dieser Tag, daß man versucht ist, zu glauben, es sei Christus erst heute gestorben. Am Karsamstag endlich, der die Weihen des Feuers und des Lichtes bringt, rauscht am Abend schon der Auferstehungsjubel auf— Östern kündigt sich an, das hohe Fest mit seinem Morgen der Freude und der Gnade. Aus der evangelischen Gemeinde, 7. Pfarrbezirk. Vielen Wünschen entsprechend, wird am Karfreitag der Hauptgottesdienst morgens um 8 Uhr im Evangelischen Jugendheim an der Liboriusstraße abgehalten. Der Frauenchor hat seine Mitwirkung zugesagt. Abends um 8 Uhr ist ein besonderer Abendmahlsgottesdienst für die gesamte Gemeinde. An alle, die es angeht Ein letzter Aufruf des Winterhilfswerks Der Gaubeauftragte des Winterhilfswerks 1934/35, Gau Westfalen=Süd, erläßt folgenden Aufruf: In den nächsten Tagen des Monats April muß das Winterhilfswerk des deutschen Volkes 1934/35 seinen Abschluß durchführen. Aber noch sind einige Betriebe, Handwerker und Gewerbetreibende sowie Angehörige der freien Berufe und der Beamtenschaft ihren Verpflichtungen, die sie zu Beginn des Winterhilfswerks freiwillig übernommen hatten, nicht restlos nachgekommen. Diese werden gebeten, die noch rückständigen Spendenzahlungen im Laufe dieses Monats, spätestens bis zum 25. April, abzuführen. Es besteht außerdem noch Veranlassung, darauf hinzuweisen, daß die Dauer des Winterhilfswerkes auf sechs Monate ber echne t ist und somit Betriebe usw., die erst im November die großen Spenden geleistet, nunmehr die letzten im Monat April abzuführen haben. Die Beträge können auf die Konten des Gaubeauftragten des WHW.=Postscheckkontos Dortmund 29 260 und Sparkasse überwiesen werden. Von Bochum bis Kamen. Ein roter Kinder=Luftballon mit dem Reklameaufdruck eines Bochumer Geschäftes, wurde, wie die„Märkische Ztg.“ in Kamen mitteilt, am Mittwoch abend in Overberge bei Kamen im Garten des Landwirts Lanfermann von einem Schüler gefunden. Wie ein an dem Ballon befindlicher Zettel besagt, hat die Schülerin Gerda Wittenberg in Bochum, Castroper Straße 36, den Luftsegler mit den besten Wünschen aus der Eisen= und Kohlenstadt an den Finder, auf die Reise geschickt. Bei der am Mittwoch herrschenden starken Windströmung ist das Ding schnell auf= und davongeflogen, bis ihm in Overberge bei Kamen„der Atem ausging“. Arbeitsunfall. Der Isabellastraße 5 wohnende 26= jährige Paul Bu. erlitt auf seiner Arbeitsstelle durch Unfall einen Fußbruch und mußte dem Krankenhaus zugeführt werden. Unfall. Am Samstag ereignete sich in einem Steinbruch ein Unglücksfall. Der Schießmeister Wilhelm Hellmich, Brockhauser Straße 16, wurde schwer verletzt und mußte dem Krankenhause zugeführt werden. im Garten des Landwirts Lauf Der Siabnen Sandernwird daulicherschiessen Geschichtstafel 17. April: 1774 wurde Friedrich Könia in Eisleben geboren, der ans Erfinder der Schnellpresse eine Umwälzung im Buchdruckgewerbe hervorbrachte. Personalnachrichten Heute der erste Spatenstich Bochums kleinster Stadtteil, Sundern, darf auch als der schönste bezeichnet werden. Mancher Bochumer weiß nicht einmal recht, wo er liegt. Trotzdem gehört Bochum=Sundern zu den beliebtesten Ausflugszielen, und wer schon einmal den Wienkopp aufgesuchr hat, war mitten im Stadtteil Sundern, von dessen Höhen man die herrlichsten Fernblicke genießt, die es überhaupt in dem mit landschaftlichen Schönheiten gesegneten Süden Bochums gibt. Tief unten im Tal dehnt sich die weite Ruhraue mit ihren Wiesen und Aeckern, mit dem silverblinkenden Fluß und der die ganze Talbreite überspannenden Kosterbrücke, und von den jenseitigen Höhen grüßen die Burg Blankenstein, die Gartenstadt Hüttenau, Welpers Gemarkungen und zur Rechten die spinnwebfein erscheinenden Stahlgerüste des Langenberger Senders. Bei klarer Sicht sieht man deutlich die Höhenzüge im tieferen Sauerland und Bergischen Land. Im Stadtteil Sundern ist in den letzten Jahren, ja man kann sagen Jahrzehnten, nur gebaut worden. Auf der Sunderner Höhe, in nächster Nachbarschaft des Wienkopps, unmittelbar neben dem der„Deutsch=Lux“ gehörenden Gelände, auf dem vor einigen Jahren die Liliput=Zeche„Matthias Erbstollen“ betrieben wurde, wird in den nächsten Wochen im Zuge der Blankensteiner Straße ein größeres Wohnungsbauprojekt zur Ausführung gelangen, mit dem die bauliche Erschließung des Stadtteils Sundern ihren Anfang nimmt. Heute beginnt der erste Spatenstich. Das Bauvorhaben liegt im Entwurf schon seit mehreren Jahren fertig vor, doch gelangten die Genehmigungsverhandlungen mit dem Siedlungspräsidenten und dem Stadtbauamt erst in diesen Tagen zum Abschluß. Der Gesamtplan und die Entwürfe zur architektonischen Gestaltung der einzelnen Häuser stammen von dem Bauunternehmer Walter Scheurer(Bochum=Sundern). Die landschaftliche Eigenart des zu bebauenden Teiles des Höhenzuges in Sundern bedingt eine besonders sorgfältige Losung der architektonischen Gestaltung des Siedlungsbildes. Auf keinen Fall durfte die Schönheit der Landschaft dadurch Abbruch erleiden, und es darf gesagt werden, daß die ganze Bauplanung eine vorteilhafte Lösung darstellt. In Frage kommt in den nächsten Wochen die Errichtung von sieben Doppel=Wohnhäusern. Jedes einzelne Wohnhaus wird zwei VierZimmer=Wohnungen und eine Zwei=Zimmer=Wohnung aufzuweisen haben, die mit allen Annehmlichkeiten des zeitgemäßen Wohnungsbaues, wie Bad, Waschruche usw., eingerichtet werden. Die auch im Aeußeren schmucken Häuser haben im oberen Stockwerk verandenartige Balkone, während die im Untergeschoß liegenden Wohnungen wintergartengleiche Veranden erhalten werden. Die Lage der Häuser auf der Höhe des nach Süden abfallenden Berghanges verbürgt für die Bewohner den Genuß aller sich ergebenden Sonnenscheinstunden. In einem Hause werden auch je ein Bäcker= und ein Metzgerladen Platz finden. Eine besonders glückliche Lösung erfährt die Bauplanung durch die Schaffung einer öffentlichen Gartenanlage zur linken Seite der Höhensiedlung, die auch für Ausflügler freigegeben und mit Bänken versehen wird. Jedes Haus wird einen geräumigen Vorgarten besitzen, außerdem gehören zu jeder Wohnung rund zwanzig Ruten Gartenland. Der ganze herrliche Buchenbestand auf der Sunderner Höhe bleibt bestehen, so daß man von den Wohnungen aus in wenigen Schritten das idyllische Wäldchen an der Schlucht, die bis zur Rauendahlstraße ins Ruhrtal führt, erreichen kann. Die für die Ausflügler und Wanderer freigegebenen Wege zur Ruhraue bleiben ebenfalls nach wie vor bestehen. Einige unmittelbar am Straßenrand stehende Bäume haben dem Bauprojekt weichen müssen. Die in diesem Frühjahr zur Ausführung kommenden Häuser sollen spätestens im Monat August bezugsfertig sein. Im nächsten Frühjahr soll auf der gegenüberliegenden Seite, ebenfalls im Zuge der Blankensteiner Straße, bei der Sunderner Schule ein gleichartiges Bauprojekt zur Durchführung gelangen. Die bauliche Erschließung des Stadtteils Sundern, der jedoch nach den Grundbucheintragungen zur Gemarkung Weitmar gehört, wird wiederum einer Anzahl Volksgenossen für mehrere Monate Brot und Verdienst gewähren. der Jubilar lange Jahre war, überbrachten gestern die Vertreter des Presbyteriums, ihnen schloß sich Vikar Bohnenkemper als Vertreter des Superintendenten Niederstein an. Auch von anderen Stellen wurden dem Jubelpaare sinnige Angebinde überreicht. Möge dem hochgeachteten Jubelpaare ein sonniger Lebensabend beschieden sein! Stadtteil Langendreer Totenglocke. Eine bekannte Persönlichkeit unseres Stadtteils, Gerichtsrat Heinrich Hidding, ist nicht mehr. Am Montag vormittag ereilte ihn ein Hirnschlag dessen Folgen er im Knappschafts=Krankenhause erlag. Mitten aus seiner Berufsarbeit— der Schlaa traf ihn während einer Gerichtssitzung— hat diesen pflichtbewußten und treuen Beamten der Tod herausgerissen. Der Verstorbene wurde im Jahre 1873 zu DortmundBrackel geboren. Er entstammt einer alten westfälischen Landwirtsfamilie. Einige Zeit war er als Referendar und Assessor in Bochum tätig. Von dort kam er als Richter zum hiesigen Amtsgericht, dessen Geschicke er seit dem Jahre 1909 leitete. Stadtteil Harpen Totenglocke. Berginvalide Dietrich Zimmermann, 85 Jahre alt, In den Böcken 7, wurde am Sonntag abend durch einen Schlaganfall aus der Zeit in die Ewigkeit abberufen. Er war ein uralter Harpener und angesehener Bürger. Bis zu seinem 55. Lebensjahre hat er seine Schichten als Bergmann auf der Zeche„Karoline" gewissenhaft verfahren. Deutsche Arbeitsopferversorgung. Die Ortsgruppe Harpen hielt am Samstag abend im Vereinslokale des Wirts H. Krämer, Am Volkspark, ihre erste Jahresgründungsfeier mit Kaffeetrinken und westfälischem Bauernstutenessen ab. Ortsgruppenleiter Bredemann begrüßte die zahlreich erschienenen Mitglieder mit ihren Frauen, besonders aber die Ehrengäste, Bezirksleiter Borowski aus Dortmund und die gesamte Kreisleitung von Bochum. Sodann sprach der Bezirksleiter in längeren, verständlichen Ausführungen über die Wichtigkeit und Bedeutung der Organisation. Zur Unterhaltung wurde ein Preiskegeln abgehalten; den ersten Preis im Damenkegeln errang Frau Sommerfeld mit 9 Holz, den zweiten Frau Zenga mit 8 Holz und den dritten Frau Duscha mit 7 Holz; im Herrenkegeln errang den ersten Preis Friedrich Opvermann mit 8 Holz, den zweiten Jakob Eisenburger mit 7 Holz, den dritten Heinrich Degener mit 7 Holz. Anschließend fand ein Tänzchen statt. Die Hauskapelle trug durch ihre Darbietungen wesentlich zur Belebung der Stimmung bei. Brieftaubenliebhaberverein Wandervogel, Abzweig Harpen. In der im Vereinsheim des Mitgliedes Fr. Hülsebusch abgehaltenen Versammlung erstattete Vereinsleiter Pfetzing einen ausführlichen Bericht über die in Gerthe stättgefundene Fruhjahrsversammlung der Brieftaubenzüchter=Reisevereinigung Groß=Bochum, Reisegruppe Gerthe. Die Reisepläne wurden verteilt. Sie sind schon im„B..“ mitgeteilt worden. Bei den Flugleistungen der Reisegruppe Gerthe im verflossenen Geschäftsjahr 1934 reiste der Verein mit allen Brieftauben an vierter und mit jungen Tieren an achter Stelle mit an der Spitze. Cand. med. Friedrich Symann Sohn der Kriegerwitwe Sophie Symann, Alsenstraße 11, bestand an der Friedrich=Wilhelm=Universität in Bonn mit vollem Erfolg sein Physikum. 80 Jahre alt Heute feiert die Witwe Agnes Ebbinghoff. geb. Hebel, Gußstahlstraße 48, in körperlicher und geistiger Frische im Kreise ihrer Angehörigen ihren 80. Geburtstag. Totenglocke. Wieder ist ein in weiteren Kreisen bekannter und beliebter Mitbürger, der Eisenbahn=Ober= sekretär i. R. August Ibels, durch einen Schlaganfall plötzlich aus diesem Leben abberufen worden. Der Verstorbene, der ein Alter von 67 Jahren erreichte, zeigte für alle Bestrebungen der Zeit reges Interesse. Die ihn kannten, werden sein Andenken in Ehren bewahren. Abschiedsfeier der Konfirmanden. Sonntag fand im Lokal Dellmann im Rauendahl eine Abschiedsfeier für die Konfirmandinnen und Konfirmanden aus BaakSundern und Baak=Rauendahl statt. Pastor Hag eröffnete die Feier und begrüßte die Gäste. Dann gab es ein gemeinsames Kaffeetrinken. Die Abschiedsworte sprach Pastor Radicke. Gemeinsame Lieder und Gesangsvorträge des Chores der Evangelischen Frauenhilfe Winz=Baak verschönten die Feier. Ein Theaterstück und Gedichtvorträge trugen wesentlich zur Unterhaltung bei. Stadtteil Gertbe 40 Jahre im Reichs=, Staats= und Kommunaldienst Der Standesbeamte Franz Heimann aus Gerthe, Von=Köckeritz=Straße wohnhaft, kann heute auf eine 40jährige Tatigkeit im Reichs=, Staats= und Kommunal= dienst zurückschauen. Er wurde im Jahre 1877 in Straßburg geboren und trat, kaum 17jährig, als Freiwilliger in die Unteroffizierschule Jülich am 17. April 1895 ein. Zwei Jahre später begann er seine militärische Laufbahn in der 1. Kompagnie des Niederrheinischen Füsilier=Regiments 39 und war von 1904 bis 1908 bei der Preußischen Landgendarmerie angestellt. Als Militäranwärter kam Herr Heimann am 1. August 1908 zum damaligen Amte Harpen als Verwaltungsassistent, woselbst ihm bald die Leitung des Standesamtes übertragen wurde. In dieser Eigenschaft ist er heute noch tätig. Die Zahl der von ihm beurkundeten Standesfälle ist daher sehr beträchtlich. Auf dem Gebiete des Personenstands= und internationalen Eheschließungsrechts gilt er schon seit Jahren als Fachmann. Seit mehr als 25 Jahren ist er intensiv als Familienforscher id Sippenforscher tätig und gründete im Jahre 1929 Stadtteil Weitmar Aus der NSDAP. Mittwoch, 17. April, findet eine Zusammenkunft aller Parteigenossen der Zelle VI statt, die sich abends um.30 Uhr beim Pg. Fries(früher Wirtschaft Röhricht) an der Hattinger Straße versammeln. Stadtteil Stiepel Krieger= und Landwehr=Kameradschaft. Am verflossenen Sonntag hielt die Krieger= und LandwehrKameradschaft im Vereinslokal Frische ihre Generalversammlung ab. Vereinsführer Lehrer Wegener begrüßte die erschienenen Kameraden. In Zukunft führt der Verein die Bezeichnung Krieger= und LandwehrKameradschaft. Vom Kameradschaftsführer wurde gegen das Bluturteil von Kowno Protest eingelegt. Schießwart H. Brinkmann hielt in Hattingen an Hand von Erläuterungen einen Vortrag über den Schießsport. Auf dem Grundstück von Frische soll ein eigener Kleinkaliber=Schießstand errichtet werden. Zum Schluß wurden noch einige interne Angelegenheiten erledigt. Stadtteil Querenburg Oesterendestraße ausgebaut. Durch Inanspruchnahme sämtlicher zur Verfügung stehenden Arbeitskräfte konnten die Pflasterarbeiten an der Oesterendestraße unter größter Beschleunigung zum Abschluß gebracht werden. Nachdem vor zwei Jahren ein Teil der Stirpeler Straße ein Basaltsteinpflaster erhalten hatte, war ein Ausbau dieser Straße unbedingt notwendig geworden, da die Oesterendestraße für die Autobusstrecke Bochum— Blankenstein eine wichtige Bedeutung hat. Stadtteil Altenbochum Goldene Hochzeit. Von allen Seiten gingen dem goldenen Hochzeitspaare Privatier Heinrich Döhmann und Frau, zu seinem Ehrentage herzliche Glückwünsche zu. Die Grüße und Ehrengaben der evangelischen Gemeinde Altenbochum, deren Presbyter und Kirchmeister gen und Vorträge hat Herr Heimann den Gedanken der Familien= und Sippenforschung in breiteste Volkskreise getragen. Der Jubilar stammt aus einem alten nassauischen Bauerngeschlecht aus der Dillenburger Gegend, das schon um 1540 genannt wird. Die mütterliche Linie Senfft stammt aus Marburg an der Lahn. Ihr entstammen zahlreiche Pfarrer und Gelehrte. Einige von ihnen standen in den nassauischen Kämpfen um die Freiheit in vorderster Linie. Die mütterliche Linie wird teilweise bis zum Jahre 1490 nachgewiesen. Das von Heimann angelegte Familienarchiv enthält sehr alte, interessante und historisch wertvolle Urkunden. Neben den vorhandenen Stamm= und Ahnentafeln erweckt eine im Besitze des Jubilars befindliche bebilderte Ahnenreihe das besondere Interesse des Beschauers. Das älteste Bild stammt aus der friderizianischen Zeit, aus dem Jahre 1780 und stellt den Ur=Ur=Ur=Urgroßvater in Perücke dar. Im August 1933 konnte Herr Heimann sein 25jähriges Dienstjubiläum bei der Stadtverwaltung Bochum bzw. beim ehemaligen Amte feiern. Bald 60jährig, stellt er sich auch heute noch als SA.=Mann dem Vaterlande zur Verfügung, wie er auch schon in den Jahren 1911 bis 1914 die wehrfähige Jugend in Jugendbataillonen zusammenfaßte und ihr die für den Militärdienst nötigen Vorkenntnisse vermittelte. Seine gleichbleibende Hilfsbereitschaft gegen jedermann hat ihn in Gerthe sehr beliebt gemacht. Als pflichttreuer Beamter genießt er die Anerkennung seiner Vorgesetzten. Verlegung der Geschäftsstelle der NS.=Volkowohlfahrt. Die Geschäftsstelle der NS.=Volkswohlfahrt, Ortsgruppe Gerrhe, wird heute(Mittwoch) nachmittag von der Schule in der Hegelstraße zur katholischen Volksschule in der Gerther Straße in den linken Flügel verlegt. Die Geschäftsstelle bleibt daher in dieser Woche für den Publikumsverkehr geschlossen. Stadtteil Bergen Ausbau der Constantinstraße. Nunmehr hat man mit dem Ausbau und der Verlegung der Constantin= straße begonnen. Auch die scharfe Straßenkurve, die sich an der Zeche„Constantin 4/6 befindet, wird nun verschwinden. Auf der Geschäftsfahrt mit dem Auto verunglückt. Montag vormittag unternahmen die Söhne Paul und Heinz., Wiescherstraße, eine Geschäftsfahrt nach Münster. Auf der Landstraße Telgte—Münster geriet das Auto ins Schleudern und prallte gegen einen Baum. Während Paul mit Kopf= und Beinverletzungen mit dem einschleppenden Auto nach Hause fahren konnte, mußte der Bruder Heinz mit einem Beinbruch und sonstigen Verletzungen in das Krankenhaus nach Münster geschafft werden. Stadtteil Grumme=Böde Bei der Hausreparatur von der Leiter gestürzt. Im Hofe eines Hauses der Heckertstraße stürzte bei Reparaturarbeiten der jugendliche Schreinergehilfe Fritz Bl. aus der Hiltroper Straße derart unglücklich von der Leiter, daß er mit einem linken Armbruch wie Rückenund Beinverletzungen dem Krankenhaus zugeführt werden mußte. Aus dem Nachbargebiet Stadt Witten Rum, Schnaps, Wein und Sekt gestohlen Wirtschaftseinbruch in Witten=Heven. In der Nacht zum 16. April drangen bisher noch unbekannte Diebe in den Keller einer Wirtschaft In Wannen ein und entwendeten: 15 Liter Rum, 10 Liter Alten, 4 Flaschen Weißwein, 1 Flasche Ingwerlikör und eine halbe Flasche Sekt. Nach vorhandenen Spuren ist anzunehmen, daß die Täter einen Kraftwagen benutzt haben. Wer kann Angaben machen? Sachdienliche Angaben, die auf Wunsch vertraulich behandelt werden, nehmen die Kriminalpolizei und jede Polizei= und Gendarmeriedienststelle entgegen. * Seinen Bauer bestohlen. Festgenommen und dem Amtsgericht zugeführt wurde ein vorbestrafter 19jähriger junger Mann von hier, der einem Bauer in Bigge, bei dem er in Arbeit stand, 50 RM. gestohlen hatte. Das Geld hat er in lustiger Gesellschaft durchgebracht. Er wurde dem Amtsgericht zugeführt, weil er zur Zeit wohnungslos ist und noch mehrere Strafverfahren wegen Betruges gegen ihn schweben. Selbstmord. Am 16. April, morgens, wurde aus dem Hammerteich eine weibliche Leiche gelandet. Es handelt sich um eine 50jährige verwitwete Haushälterin aus Braunschweig, die früher längere Jahre in Witten gewohnt hat. Es liegt einwandfrei Selbstmord vorStadt Wanne=Eicke! Ein Rotschimmel gestohlen In der Nacht zum 16. April wurde von einem Wohnwagen am Schloß Grimberg in Wanne=Eickel ein schwerer belgischer Rotschimmel gestohlen. Es handelt sich um einen etwa acht Jahre alten, 168 Zentimeter hohen Wallach mit kupiertem Schweif. Das Tier hat auf dem Rücken eine wunde Stelle, die vom Geschirn herrührt. Vor Ankauf des Tieres wird gewarnt. Stadt Herne Ein neues Fahrrad weggeworfen... Wer kennt den Dieb? Am 8. April, gegen 20.20 Uhr, wurde von einem jungen Burschen an der Ecke Hermann=Göring= und Shamrockstraße plötzlich ein fast neues Fahrrad auf die Straße geworfen und im Stich gelassen. Der Bursche flüchtete und ist entkommen. Die näheren Feststellungen ergaben, daß das fragliche Fahrrad kurz vorher am Kirmesplatz in der Kirchhofstraße gestohlen worden war. Personen, die über den Täter nähere Angaben machen können, werden gebeten, bei der Kriminalpolizei im Polizeiamt Herne bzw. bei der nächsten Polizeidienststelle vorzusprechen. Aus der NSDAp. (Nach Bekanntmachungen der Partei.) Mittwoch, 17. April, RS.=Frauenschaft Marmelshagen. Die Zusammenkunft N8 DAP. Gerthe. 19.30 Uhr: Appell der politischen Leiter im Geschäftszimmer der PO. in der Heuwegschule. Anschließend 20 Uhr: Schulungsabend bei Kalthoff. * NS.=Sportamt Kursusplan für Mittwoch, 17. April: Fröhliche Gymnastik und Spiele nur für Frauen von 18 bis 20 Uhr, Turnhalle der Realgymnastalen Studienanstalt, Waldring.—. 45,# Talsl. unn fu. Kranen uan 8n Fröhliche Gymnastit und Spiele nur für Frauen von 20 bis 22 Uhr, Turnhalle der Realgymnasialen Studienanstalt, Waldring. Gymnastik für ältere Frauen von 15.30 bis 17.30 Uhr, Uebungsraum der Gymnastikschule im Hauptpostgebäude. Schwimmen nur für Frauen von 19 bis 22.30 Uhr, StädtBadeanstalt. WÖ S M K Am Montag früh ist mein lieber, treusorgender Mann. unser guter Vater. Großvater. Schwiegervater. Bruder und Onkel, der Eisenbahn-Obersekretär i. R. Raguet Ieis Im Alter von 67 jahren plötzlich einem Herzschlag erlegen. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Emma lbels geb. Lamschik Bochum, den 15. April 1935 Christstraße 31 Die Ueberführung vom Trauerhause bis zur Stadtgrense erfolgt am Mittwoch, dem 17. April, nachmittags 3 Uhr. Die Einäscherung im Krematorium zu Dortmund findet am Donnerstag, dem 18. April, um 12½ Uhr statt. Ich will Euch tragen bis in das Alter und bis Ihr grau werdet(Jes. 44, 4) Am Sonntat abend ist mein lieber Mann, unser guter Vater. Großvater, Urgrobvater. Schwiegervater und Onkel, der Berginvalide Diedrich Zimmermann in Prieden heimgegangen. Er starb Im 86. Lebensjahre. Die trauernden Hinterbliebenen: Familie Diedr. Zimmermann Bochum-Harpen, den 16. April 1933 Die Beerdigung findet Donverstag, den 18. Aprtl. nachmittags 3¾ Uhr, vom Trauerhause. Bochum Harpen, In den Böcken 7, sum neuen Friedhof in Bochum-Harpen statt. Trauerfeier ¼ Stunde vorher Lat mich an andern üben. Was DU an mir detan. Und meinen Nächsten lieben, Gern dienen jedermann. Ohn Eigennutz und Heuchelschein Und. wie DU mir erwiesen. Aus reiner Lieb’ allein. Justus Gesenlus Heute starb im blühenden Alter von 21 Jahren nach länderer Krankheit im Glauben an den Herrn von Karfreitag und Ostern die Ziakenisse Kund Hinz aus Oslowo(Kreis Schwets), vom Mutterhause Altvandsburg Westpr. Von ihrem 18. Lebensjahre an stand ihr Leben in dem Dienst tätiger christlicher Liebe. Wir danken unserer heimgegangenen Schwester für solchen Dienst. Die Leitung der Rugusta-Kranken-Rustalt (Evangelisches Krankenhaus) Lic. Alb. Schmidt, Pfarrer Bochum, den 16. Aprll 1933 Die Beerdigung findet am Samstag, dem 20. Aprll. nachm. 3 Uhr. vom Evangelischen Krankenhause aus statt. Trauerteier.30 Uhr nachmittags Erd-und Feuerbestaltungen— Erledigung aller Formaltiäten Erste Bochumer Beerdigungsanstalt PFPTTGSG! nur Schützenbahn 12—14, Fernruf 61285 gegenüber der Kommunalbank Erstklassiges Leichenauto für Oberführungen Unsere Jochter kat gesieiratet... und ist voll Freude, daß wir ihre Bestecke im altbekannten Besteckfachgeschäft HombofH für sie gekauft haben! Kortumstraße(an der Drehschelbe) Ho Fahrbetrieb, Omnibus, Lieserwagen. Telephon 66401. Heiraten 261. Blondine, gr., eval., g. Vg., möchte gebild. Herrn von gut. Charakter kenneulernen zwecks Heirat E. H. 57297 Anz. Verloren Sonntag mittag ein. 3 cm br., mod. Armreisen von Kanonenwerkstatt bis Wattenscheider St. verloren. Da Konfirmationsgeschenk, vitte bei Haas, Wattenscheider St. Nr. 73, abzugeben. DeTVIGL von Kortumstr. 83, an der Drehscheibe Fest zum Bohnern ab•4 Sos0 Aumgsbreich m Pe g echten In jedem ee euer u a d Zögcterzen-teni 69. 80 Dosen ca.2 t Rm.-40. ca. 1t5 Em: 7ö. ca. 26 km..40. Gottesdienst der evgl. Gemeinde Gründonnerstag, 18. April 1935. (Ohne Gewähr.). Friedenskirche. 20: Klose, mit Vorbereitung des hl. Abendmahls. Pauluskirche. 20: Dr. Ehrenberg, mit Vorbereitung des hl. Abendmahls. Bochum=Werne. Gründonnerstag: 10: Beichte und Feier des hl. Abendmahls. Bekenntnisgemeinde Weitmar. Karfreitag: 10: Gottesdienst im Vereinshaus Karl=Friedrich=Straße, mit anschließender Abendmahlsseier, P. gats! Am Freitag, dem 12. April ris mir der Wind auf der Wiemelhauser Straße. Hast Du als Hausfrau Deine Sorgen hlöhe 130, meinen suchst Du ein Mädchen für den Morgen, Plan vom Wagen 'ne Putzfrau, eine Plättmamsell, Fahrer welcher den Plan fand such sie durch unsre Zeitung schnell, Der Fanrer, weicher aen Plan fand such sie durch unsre Zeitung und mitnahm, wird gebeten, diesen und Du bekommst ganz sicherlich abzugeben bei die Hilfe, die Du brauchst für Dich! mahlsicter, Josef Dittmeyer, Ehrenfeldstr. 71 ES LOHNT SICH den Opel-Händler aufzusuchen, denn nur bei ihm erhalten Sie Qualitäts-Fahrräder mit dem Zeichen Deutschlands größter Automobil- und Fahrradfabrik, die sich durch sprichwärtliche Zuverlässigkeit auszeichnen, ohne dabei viel zu kosten. 80 aus anderen Zeitungen ibernommen= Geboren(Knab.): Dortmund: Wilhelm Jaeger(Alma Wiebecke). Duisburg: Dr.= Ing. Erich Kemna (Ruth.Guenther) Essen: Rechtsanwalt Heinr. Lin(Gertrud v. slowst.) Düsseldorf: Karl von Olnhausen (Maria Gorris). Paul Rothstein (Mie Voltmer). Verlobte: Essen: Hildegard Engeling mit Altred Edzardi(Berlin) Vermählte: Duisburg: Gerichtsassessor Heinz Nur zu haben bei: Hans Scherzek, Wiemelhauser Straße 96 Familien= lsomiisio v. KarNachrichten genberg(Hildegard Albrecht mit KaLangecker). sroline Becker. Mädchen:] Essen: Hans OpDortmund: Dr. penheimer mit med. Hans Pfeisser Marga Cosmann. Eine gute Tasse Kallee Zum Osteriests! Kaffee 100 7. 7/40.0 neigener Rösterel geröstet. Teei! Kakao Holländische Kaffee- Niederlage nur Viktorlastraße 20 Kraemer: 17: Liturgische Feier, Vikar Jungcurt. .=Weitmar. 17: Beichte für die Neukonfirmierten und für die Gemeinde, P. Sassenberg. .=Gerthe. 20: Passionsandacht, Strümpfel: anschl. Beichte und hl. Abendmahl. .=Harpen. 17: Beichte und Abendder Konfirmanden und Angehorigen. .=Hordel. 20: Passionsgottesdienst mit Abendmahl, P. Abendroth; Anschreiben ¼ Stunde vorher. Bekenntnisgemeinde.=Hordel. 20: Passiogsggnesdienst m. Abendmahls.=Linden. 20: Beichte und Feier des hl. Abendmahls für die Neukonfirmierten des 3. Pfarrbezirks u. deren Angehörige, Weber .=Dahlhausen. 20: Beichte und Feier des hl. Abendmahls. Wanne. Christuskirche: 15.30 Uhr: Taufen. Eickel. 17: Vorbereitung zum Karfreitags=Abendmahl, P. Maennel; 19: selbständiger Abendmahlsgottesdienst, P. Kurras: Anschreiben ab 18.30 Uhr in der Sakristei. Röhlinghausen. 16: Abendmahlsgottesdienst, P. Tigges: Anmeldung 15.30 Uhr in der Sakristei. Ab unserem Herbeder Werk haben wir laufend abzugeben: Bohnenstangen, 4,- und 6,- m 0,10 und.12 RM. per Stück Buchenscheitholz, trocken, 1 m lang,.- RM. per rm Eich. Zaunpfähle, 2,- m lang, 10/14 cm C.60 RM. per Stück Holzhandelsgesellschaft m. b. A. Säge und Hobelwerk Herbede-Ruhr, Tel. Witten 2518 Miele der Staubsauger mit der hohen Leistung und der vielseitigen Verwendungsmög lichkeit. Past gerduschleser Lo0s.„ Mit RedlostörSchutz. Zum Preise von RM. 80.- 90.- 133.zu haben bei: Elektro- Bergermann Bochum, Brückstraße 38 Edelbuschrosen „Buskadtarbion dabei von Tahrad-Gieker nur beste, gefüllte Sorten in herrlichsten 9B Farbentönen, wie rot. rosa, orange, kupfrig, gelb, lachs, weiß. jede Pflanze mit Namenund Farbenbezeichnung: Gottesdienst der kath. Gemeinde Gründonnerstag, 18. April 1935. (Ohne Gewähr.) Propstei. 8: Levitenbochamt: 18: Gesang der Psalmen, der Matutin u. der Lamentationen. ,36amergigfter). Christ=König(Franziskanertionec). 8: Hochamt. Von Donnerstag 10 bis Freitag 8: Anbetungsstunden. St. Marien..30: Austeilung der hl. Kommunion; 8: Levitenbochamt; tagsüber stille Anbetung: 20: Gedächtnis der Todesangst Christi am Oelberg und Lamentation. St. Joseph. 8: feierl. Hochamt: 10 bis 20: Betstunden; 20: Schlußandacht mit Lamentation. St. Antonius. 8: Levitenhochamt: ab 9: stille Betmessen; 14 bis 21: Anbetung,... g Eemtariten# Klostertirce der Reoempforinen. 5: Hochamt mit Austeilung der hl. Kommunion, danach stille Anbetung: 18.30: Sakramentsandacht; 20: Betstunde für die Männer. St. Meinolphus. 8: Hochamt: tagsüber Anbetung: 20: Passionsandacht. St. Johannes,.=Wiemelhausen. 8: feierl. Hochamt; tagsüber Anbetung. St. Liborius,.=Grumme. 8: feierliches Hochamt: tagsüber stille Anbetung; 11: Schlußandacht. Herz=Jesu, B. Hamme. 8: Hochamt. Herz=Jesu,.=Hordel. 8: Hochamt, anschl. Betstunden; 18: Schlußandacht. St. Franziskus,.=Riemke. 8: Hochamt; 12 bis 17: Betstunden: 17: #ramantsandacht Schmerzen Peschftaer“ zu F F Sähslotrkeil Wundervolle Entspannung fühlen Sie sofort, wenn Sie Ihre armen, gequälten, von Ueberanstrengung brennenden Füße in warmes Wasser stecken, dem Sie Saltrat Rodell hinzufügten, bis es wie Milch aussäh. Es bilden sich unzählige kleine Sauerstoffbläschen und die wirksamen und beruhigenden Salze dringen in die Poren. Die Blutzirkulation wird kräftig angeregt und die Schmerzen lassen sofort nach. Die Hühneraugen und die Hornhaut werden weich, und hören auf, Sie zu quälen. Schwielen werden kleiner, bis sie vollkommen verschwinden. Oft können Sie Schuhe, die eine Nummer kleiner sind, tragen und mit größtem Wohlbehagen laufen und tanzen, ganz so, als ob Sie überhaupt niemals auch nur die leisesten Fußschmerzen gehabt hätten. Saltrat Rodell ist in allen einschlägigen Geschäften erhältlich. Deutsches Erzeugnis. Verlangen Sie ausdrücklich Saltrat Rodell. Nur echt in der bekannten roten Originalpackung. Weisen Sie Nachahmungen zurück. Deutsche Gesellschaft für Pharmazie und Kosmetik m. b.., Berlin SO 36. K Der Friseur Hugo Steinhoff in am Klauiorstimmer Rottstraße 39/ gstae. Bochum, Wasserstraße 29, geb. am= Miovietollter 15. August 1880 in Altenbochum, ist durch Beschluß des Amtsgerichts Bochum vom 18. Februar 1935° wegen Trunksucht entmündigt worden. Das Amtsgericht. Verkehrsstr. 24 Ruf 66135 SämtlicheReparaturen I. Güteklasse 10 St. 4,—, 50 St. 18.—.4 Pirdiere„„„„„„ 10 St..—, 50 St. 13.50.4 Garantie für gute Ankunft! sastatst** Heinrich Schultheis Steinfurth über Bad Nauheim, Alteste Rosenschulen am Platze Zwangsversteigerung 14 K 20—33. Gemarkung Bochum, Grundbuch von Bochum, Band 17, Artikel 55, Flur 14, Nr. 369/10, a) Wohn= und Wirtshaus mit Hofraum, Klosterstraße 35, groß.45 Ar, Flur 14, Nr. 370 /10, b) Wohnhaus mit Hofraum, Juliusstr. 11, groß 0,23 Ar, Flur 14, Nr. 373/10, a) Wohnhaus mit Hofraum, groß 1,76 Ar, Flur 14, Nr. 374/11, b) Lagerraum, Juliusstr. 9, groß 0,01 Ar, Einheitswert nach dem Stande vom 1. Januar 1931 für Klosterstr. 35 und Juliusstr. 11 33 800.— RM., bezüglich Julius= straße 9 13 500.— RM. Eigentümer Gastwirt Moritz Wallburg in Bochum.— Versteigerungstermin am 25. Mai 1935, 10 Uhr, an der Gerichtsstelle, Viktoriastraße 14, Zimmer 52. Das Amtsgericht in Bochum. Zwangsversteigerung 14 K 123—34. Gemarkung Bochum, Grundbuch von Bochum, Band 39, Blatt Nr. 1928, Flur 26, Parzelle 99/38, Hausgarten Kaiser=Wilhelm=Straße, groß 41 Quadratmeter, Flur 26, Parzelle 252/39 pp. desgl. groß 8,03 Ar, Einheitswert nach dem Stande v. 1. 1. 1931 28 800 RM. Eigentümer: a) Ehefrau des Tierarztes Dr. Norbert, Bischofswerder, Irmgard geb. Kronheim in Dortmund, b) Rechtsanwalt und Notar Dr. Walter Kronheim, in WanneEickel, e) Ehefrau Amtsgerichtsrat Dr. Fritz Kronbeim, Hilde geb. Kronheim in Berlin, d) Dr. Edwin Kronheim in Berlin, in ungeteilter Erbengemeinschaft als Rechtsnachfolger des verstorbenen Kaufmanns Arthur Kronheim in Eickel.— Versteigerungstermin am 19. Juni 1935, 10 Uhr, an der Gerichtsstelle, Viktoriastr. 14, Zimmer Nr. 52. Das Amtsgericht in Bochum. R. HellandAstroh Inhaber: Wilhelm Astron Bochum, Kortumstr. 120 Wasserdichte Segeltuchplane für jegliche Zwecke Budentücher Gartenschirme Markisen liefert preiswert u. prompt Rheinische Zelle- u. Deckenfabrik O. m. b. H. Moere a. Rh., Tel. 135, Verdinger Str. 87 Duc grotenes der Pr.-Südd. Klassenlotterie können auch Sie gewinnen! I. Ziehung am 26. u. 27. April ½ Los nur RM..— je Klasse. Also jetzt zugreiten! Brenken Preiswerte Polltermöbel (Werkstattarbeit) Ledertuchsosa von 32„K an, Conch v. 28 J an, Chaiselong. v. 19.50 an. Sessel in jeder Preislage kauft man nur im Fachgeschäft Polstermöbel Augustastraße 12. Aufarbeitungen werden billig und gut ausgeführt! ! Se I KI neu und gebraucht Verlangen Sie Angebot von Piapchaus Marks, Wühelm-Straße Sakramentsandacht. Dreisaltigkeit, Bochum. 8: Hochamt, tagsüber Anbetung. St. Franziskus,.=Weitmar. 8: Hochamt; 7 u. 9: Missionspredigten für die Männer und Jungmänner: 18: Sakramentsandacht mit Lamentationen: 17 u. 20: Missionspredigt. St. Anna,.=West. 8: Hochamt; tagsüber Anbetung:, 18: Schlußandacht mit Lamentationen. Wallfahrtskirche,.=Stiepel..15: Hochamt: 18: Andacht mit Lamentationen. Hl. Kreuz. 8: Hochamt: tagsüber Anbetung: 17: Schlußandacht. Liebfrauen, Altenbochum. 8: Hochamt: tagsüber Anbetung; 17: dacht mit Lamentationen. Westsalta, Bochum St. Engelbert..=Dahlhausen. 7: Hochamt: tagsüber Anbetung; 19: Schlußandacht. St. Michael,.=Dahlhausen. 8: Hochamt. Missionspredigt, Osterkommunion der Frauen; tagsüber Anbetungsstunden; 16 u. 20: Missions= prediat. Liebfrauen,.=Linden. 8: amt: Missionspredigten: 9, 16.30 u. 19, Uhr. Fronleichnam,.=Laer. 7: Messe: tagsüber Anbetung; 17: Andacht mit Lamentationen. Herz Jesu,.=Werne. 8: Hochamt. St. Marien,.=Langendreer. 8: Hochamt: 9 bis 18: Anbetungsstunden: 18; Sakramentsandacht. St. Bonisatius,.=Langendreer. .30: Hochamt: 10 bis 16: Anbetungsstunden: 18: Schlußandacht mit Lamentationen. St. Elisabeth,.=Gerthe. 8: Hochamt: 9 dis 17: Betstunden: 17: Schlußandacht. St. Joseph,.=Hiltrov. 8: Hl. Messe zu Ehren des allerheiligsten Sakramentes: 18: Sakramentsandacht. Hl. Geist,.=Harven. 8: Hochamt; 18; Sakramentsandacht. St. Theresien..=Eppendorf. 7: Hochamt: 20: Sakramentsfeier. St. Gertrud, Wattenscheid. 8: Lepttenbochamt; tagsüber Anbetungs= stunden: 17: Sakraments= bzw. Leidensandacht mit Lamentationen. Staatliche Lotterle-Einnahme Viktorlastraße 37, Ecke Rottstraße 150 Speise-, Herren-, Wohnzimmer Schreib- und Wohnschränke Sehenswerte Ausstellung! Gang Brückstraße 59-63 Unser Offertendienst wird, wie wir verschiedentlichfeststellen konnten, mitunter für unlautere Zwecke nAnspruch genommen. Das zwingt uns, bekanntzugeben, daß wir alle Zuschriften, die sich nicht auf den Inhalt unserer Chiffreanzeigen beziehen,.h. solche, die lediglich Reklame od. Geschäftsanpreisungen bedeuten, von der Beförderung ausschließen müssen. Bochumer Anzeiger Anzeigen-Abteilung Tssene Siellen Keine Originalzeugnisse einsenden! Kaufgesuche Kursau. Führende Versicherungs-Gesellschaft sucht am hiesigen Platze rührigen, zielbewußten KAGTOCIÖL insbesondere zur Pflege des Kleinlebens-Geschäffes mit monatlicher Zahlung, der gute Beziehungen in seinen Kreisen mit zähem Willen zum Vorwärtskommen verbindet. Nichtfachmann erhält gründliche Ausbildung und laufende Unterstützung. Angebofe unter L. O. 7869 Anzeiger ∆X Kinderwagen, gebr,, zu kaufen gesucht. Leisels, Normannenstr. 29. Natur= od. Blausuchs und HerrenSommermantel, Gr. 46, z. kauf. ges. Ausk. Anz.(57283 Hktiva Kemmahalsank-Aktiengeschschaft in- bschamt Gesamt-Gllanz per 8r. Bereiber 1s34 Passion R. 4 R. 4 Führende Lebensversicherungsgesellschaft mit erstklassigen, konkurrenzfähigen Einrichtungen beabsichtigt am Platze Essen ntiur einzurichten. Seitene Gelegenheit für eine vorwärtsstrebende Persönlichkeit, die mit Selbstvertrauen erfüllt ist und moderne Verkaufsmethoden beherrscht, angenehme Selbständigkeit zu erreichen und bei auskömmlichen festen Bezügen einbringliche Dauerstellung zu erhalten. Bewerbungen einer erstrangigen, persönliche Propaganda- und Kundenwerbung durchaus beherrschenden Persönlichkeit mit Lichtbild und Lebenslauf erbeten unter O. P. 7870 Anzeiger Ladenlokal m. Nebenr., auchals Lager u. Büro geeignet, zu verm. Malteserstraße 21. Netz, kompl. für 28 Mark zu verk. L. R. 57321 Anz. Nalteserstraße 21. Ladenlokal Damenfahrrad (Brennabor), fast neu, Phönix=Pat.= Kinderwagen, wenig gebr., zu verk. Bergstr. 31, 2 Tr. Bes. Mittwoch18-20 Ttabt“ ca 120 hef Clangor-SchallStadl, ku. 120 hm, mit 4 groß. Schaufenstern, Hof und Nebenräumen, zu vermieten. U. S. 900 Anzeig. Zimmer Dibergstr. 6, part. frdl. möbl. Zimmer billig zu vermiet. Dorstener St. 5, I. möbl. Mansardenzimmer zu verm. platten 95 P1. Kortumstraße 18, am Graf=Engelbert=Brunnen. Gahlensche Str. 16 3. Stock, saubere Piano gut erh., f. 140 M zu verkaufen. Klavierstimmer Jünemann, Metzstraße 8. RundschiffNähmaschine wenig gebr., sof. zu verkaufen. Therese Vogelsang .=Wiemelhausen, Markstraße 328. Ueber 200 Fahrräder auf Lager. Fahrräder schon für RM. 32.Die weltberühmten Opel, Dürkopp, Triumph nur zu haben bei: Scherzek Wiemelhauserstr. 96 Thele zu kaufen gesucht. L. K. 20 Anzeiger. Nur gut erhalten. Kindersportwagen gefedert, u. groß. Büro=Rollschrank evtl. auch Schreibtisch gegen bar zu kauf. gesucht. L. L. 8319 Anzeiger. Flaschen kauft an Dammeier, Alsenstraße 20, Telephon 68974. Kasse und tremde Oeldsorton Cuthaben bei Noten- u. Abrechnungs-Banken Schecks und Wechsel Guthaben bei Banken: mit Fälligkeit innerhalb 7 Tagen mit Fälligkeit bis zu 3 Monaten Eigene Wertpaplere: Anleihen des Reichs sonstige börseng. Wertpapiere sonstige Wertpapiere Oebitoren in laufender Rechnung: davon gedeckt durch börseng. Wertpapiere davon gedeckt durch sonstige Sicherheiten Bank- und Bürogebäude Bestand 1933 Abschreibung Sonstige Immobillen Bestand 1933.K 334 704.— Zugang 1934„ 145 722,82 Abgang 1934. 34 737.95 840 626.11 3 300 000.— 359 055.36 49 058.21 1252.— Der Ausbau unserer Organisation für Bochum und Bezirk# gibt seriösen Herren aller Schichten, in mittlerem Alter. Gelegenheit zur Ersreifung einer neuen Existenz. Nichttachleute erfahren gewissenhafteste Einarbeitung gegen sofortigen Barverdienst. Festanstellung nach kurzer Probezeit. Fachleute mit nachweisbarem Erfolge und besten Empfehlungen, vorwärtsstrebend, finden die Möglichkeit zu aussichtsreichem Stellenwechsel. Schriftliche Angebote erbeten an Münchener Lebensversicherungsbank.-., Bezirksdirektion Essen, Lindenallee 47 Schönes, sonniges Schlafstelle frei! Zimmer mit Baderaum, Kais.=Wilh.=Str. 5, Gas, Licht u. Wass. i. Souterrain, sof. zu vermiet.(57313 Brunsteinstraße 16 Gr., leer. Zimm, Nähe Bergschule, an allst. Herrn od. Dame(nur berufstätig), z. 1. 5. zu vermieten.(57251 Ausk. Anzeiger. Jung. Mann welcher gut melken kann, sof. gesucht. .=Querenburg, Bellenkamp Nr. 6. Durch den B. A. werben, heißt erfolgreich werben Weiblich Sionstygioml. perfekt in Stenographie und Schreibmaschine, vom 23. 4. bis 30.4. zur Aushilfe gesucht. U. K. 1012 Anzeiger Weg. Erkrankung des jetz., sof. tücht. evangelisches Mädchen für Landwirtschaft gesucht..=Laer, Eulenbaumstr. 163 Tücht., saub., ev. Mädchen für alle Hausarb. zum 1. 5. gesucht. Frau von Schwartzen, Bergstraße 54. Kais.=Wilh.=Str. 5, (Stadtpartviertel) sonn. Frontzimm. mit Erker, möbl., zu vermieten. Kortumstr. 12, 2. E. möbl. Zimmer mit 1 od. 2 Bett., fl. Wasser, z. vm., evtl. mit Wohnz. Läden Tiefbau=Kinderwagen zu verkauf. Herner Str. 153. F. n. Knabenanzug f. 14jähr., bill. zu verkf. Bergstraße Nr. 27, part. badenlokal mit 1 od. 2 Zimmern, auch f. Büro geeignet, zu verm. Rottstraße 371. Rottstraße 371, Schlafstelle an 2 ig. Leute sof. zu vermieten. Möbl. Frontzim., i. Einf.=Haus, Nähe Rathaus u. Boch. Verein, zu verm. R. N. 57303 Anz. Miets-Gesuche Gesucht zu Juni oder Juli herrschaftliche, mit allen Bequemlichkeiten eingerichtete Womkung 5-6 Zimmer, Küche und Zubehör. Stadttell Ehrenfeld. I. O. 8183 Anzeig. Küchenschränke, Herde, Oefen, Kleiderschränke, Waschkommod., Nachtkonsolen, Tische, Chaiselongue, Flurgarderoben, Korbsesselgarnitur, Metallbetten mit Aufl., Bettgestelle m. Patentrahm. u. Aufl. sind äußerst billig zu haben im Möbellager und Schreinerei Rottstraße Nr. 34a — Hinterhaus. Phänomen Schnelllastwagen 1½ u. 2 Tonner sind sparsam. unempfindlich und stark. Generalvertrieb Stahlhacke & Trenczek Herne Vermischtes Bei Schmerz und Weh H1½ Zinsser=Teel Abschreibung Mobillenkonto Bestand 1933. Zugang 1934 Abgang 1934 Posten, die der Rechnungsabgrenzung dienen Aval- und Bürgschaftsdebitoren Rediskonten 1 Quantum Stiefmütterchen Mischung, gibt pw. ab. G. Hilker, .=Gerthe, FritzFunke=Straße 27. Berufst. Ehepaar sucht kl., abgeschl. Wohnung (Stadtmitte). Preisangeb. unter W. M. 57329 Anz (Verkäute) Sauberes Mädchen Fleiß., ehrl., evgl. für halbe Tage Mädchen gesucht. Brückstr. eieni Nr. 35a, 1. Etage. ffür Geschäft und Haushalt, g. gut. Einfaches, fleißig. Loyn sof. od. zum Kädchen Feldsieper Str. 65 d. zu Hause schlaf. Suche für sofort kann, für ganze ein ehrl., fleißig., Tage z. 1. 5. ges 15—16jähr., kath. Gute Zeugn. erfdl. Ausk. Anz.(57296 Ein ädchon ffür alle Hausarb. Kadchen nicht unter 18., für Hausarbeit u. z. Bedienen d. Gäste sof, gesucht. Hugo Diekamp, Ig. Ehepaar, sich. Mietezahler, sucht =Zimmer=Wohng. K. F. 57282 Anz. Ig. Ehepaar sucht z. 1. Mai od. spät. 3= Mohng. M. F. 57268 Anz. Leer. Zimm. für sof. od. später mit sevar. Eing. ges.(Stadtmitte). J. S. 57201 Anz. Neviges, am Byf. Kräftiges, solides der— cht. Gesuche bei gutem Gehalt für sofort gesucht. Angebote an Hotel Mainzer Hof W. Elberfeld, Kerstenplatz—7 Sänglings= und Kinderpfleg. sucht Stelle bei.3 Kindern. P. H. 57308 Anzeiger. Ig. Wwe., ohne Anh., mit Rente, sucht Stellung als Naushälferin E. F. 57315 Anz. Laden Ladenlokal mit groß. Hinterraum, in Ehrenf., in Nähe des Bhf., für Spezialgeschäft zu mieten gesucht. W. E. 57330 Anz. Sportmodell, kopfgesteuerte Früunph 350 ccm, 9000 km gelaufen, umsthlb. sofort zu verkauf. V. W. 57322 Anz. Motorrad 500 ccm, m. Seitenwagen, Taxwert 300 Mk., sofort zu verkf. 1. ParallelFür Baulustige u. straße 11, 1. Et. r. Wobnungebalge sellschaft: mehrere Bauplätze zusammenhängend od. auch einz., sehr günst, zu verkauf. In Eppendorf, an Durchgangsstraße, geleg. J. H. 57323 Anzeiger. Verkaufshalle, auch als Gartenhaus geeignet, sof. vill. z. vrk. Näh. Hermannshöhe 19. Oelgemälde! Landsch.(Königssee), Stilleben, vill. abzug. Ehrenfeldstraße 57, 3. Etg. Kpl. Schlafzimmer billig zu verkauf. Dortmunder Str. Nr. 29. Kartoffellager Bochum=Nord, 1. Güterschuppen, Telephon 66463. eld Kartoffein auch Erdgold, und Industrie. Dopp. gebr. rote Asche liefert zu billigsten Tagespreisen Heinr. Fromme, Bochum 5, Telephon 65295. FecehMotorräder jetzt nur noch 200er. RM. 495.200er 50.-L. 540.350er, 4takt 795.500er, Atekt 995.H. Scherzek WiemelhauserStr. 96 Ikabotee Nr. 3 Brust= Lungen= u. Hastenter ein erprovter und beliebter Kräutertee gegen Husten, Heiserkeit, Verschleimung, Asthma usw., schweißtreibend.schleimlösend, beruhigend. Paket .50, 0,90 Mk. J. Kneider. Drogerie, Bochum Gr. Beckstraße 10. Leibbinden Gummistrümpfe Bruchbänder liefert Sanitäts=Drogerie Kortumstraße. Ecke Rottstraße. Ca. Toc Rutound Motorrad-Reiten vorrätig. Vulkanisieranstalt Sepiertapco. 73 268.92 3 768 388.71 1 390 613.— 21 773.— 445 688.87 3 890.82 .— 2093.81 2083.81 295 950.—— 2s 890.— 172 901.58 296 136.40 429 149.30 4 140 626,11 409 365.57 4 265 960.47 1 3 6 8 8 4 0.— 441 798.05 1 012.81 11 531 791,29 Aktienkapital Rücklagen: Gesetzliche Reserve Delkrederefonds Sonstige Rücklagen Kreditoren: Deutsche Banken und Sparkassen sonstige Kreditoren davon innerhalb 7 Tagen fällig darüber hinaus bis zu 3 Monaten tällig nach mehr als 3 Monaten fällig Hypotheken Posten, die der Rechnungsabgrenzung dienen Gewinn in 1934 Aval- und Bürgschaftskreditoren Rediskonten 200 030.— 100 000.— S 000.— 2 159 329.24 7922 349.72 S 449 981.78 1 904 128.38 2 727 568.80 295 350.— .# 1 000 000.— 306 000.— 10 081 678.96 92 819.— 11 076.88 40 216.45 11 531 791.29 285 850.— deonm-E. Veriast-Rechnung Eüron. Betembertssh Haben Böhms Früheste Zentner 7,50 J, Odenwäld. Blaue Zentner 6 Erdgold Ztr. 5 M. Preußen: Ztr. 4,50 Industrie Ztr. 4,50 Ackersegen Ztr. 4,50 Futterkartoffeln Ztr. 2,50 u. 3 M. Runkeln Ztr. 1,30 liefert frei Haus Bentlage, Vereinsstraße 34, (Engelsburg). Telephon 68132. Gewinn-Vortrag aus 1933... Zinsen Provision Grundstücks-Ertrag Sonstige Einnahmen R. #.# 84 364.69 239 086.77 100 296.29 114 513.36 11 197.49 un er. 10 ktliengesellschaft in Bochum der erteilten Aufkiärungen und Nachweisungen 945 Dr. Walter Selter Bochum, den 1. März 1935. Wirtschaftsprüfer Bochum, Herner Strabe 77 Rut 68478— Zu vermieten Zimmer Kl. Ladenlokal Im Hause Gußstahlstraße 7, per sofort zu vermieten. Hermann Schniewind, Alleestr. 18 Versetzungshalber ist eine Parierre-Hohng. besteh. aus 5 Räumen, einger. Bad u. Mans. z. 1. 5. zu vermiet. H. L. 8312 Anzeiger. -.-Wohng. t. Evgl. Vereinshaus, Müblenstr., zu verm. Schriftl. Bewerbg. an das „Evgl. Gemeindeamt“, Bochum. Fast neues Herrenfahrrad zu verkauf.(a8316 Herner Str. 91a. dann nur zum Möbelhaus Schlölfer Herner Straße 8. Auforeifen Str. sämtliche Fabrikate. Protekt. Etage. Bremer, Wittener Str. 27 a. Tel. 63718 Alle Ledersachen Esfar-Hoffmann“ Paut Köllermann Ecke Rottstrase. Schreibisch Für Wiederverkäufer Diplomat, dunkel Eiche, mit Sessel, üinden Sie in reicher Auswahl bei Gebrüder Limpinsel Bochum Marienstraße 2 Osterreisen im Luxcus-Fernbus n. BERLIN und zuröck 25.n. HRMBURG ZurSCE 19. n. Amsterdam zuröck 11.Platzbelegung baldigst erbeten. Reisebüro Hrnold, Bochum Hellweg 51 Ruf 68660 Karhaus vormhotz b. Herbede 0 das gute Haus empfiehlt seine herrlichen Anlagen, neuen Saal, gemütl. Räume. Vereine, Firmen, Frauenschaften pp. Sonderpreise. Ia Küche. Diners ab.00 Mk. Pension. Wochenend, Rut Witten 3279. Lernt fahren! Viktoriastr. 6 Kartre g,gmtag, 11.8 Uhr, Kassensfnung 11 Unr Matinee-Vorstellung mit dem großen Heimatfilm Württemberg Ein Flim vom schönen Schwabenland. Zum Film spricht und singt Kammersänger Fritz Büttner. Kleine Preise! Schüler und Jugendliche zahlen halbe Preise PONITAEEEN Lichtspiele— Bochum— Ruf 63837 Stadttheater Bochum -3 Zimmer part., z. 1. Mai a. kl. ruh. Familie.[N. verm. Grenzstr. 10 (a. Wiesengrund). Jung. Mann sucht möbliert. Zimmer z. Mitbewohnen. Preisangeb. unter H. D. 57233 Anz. Freundl. möbliert. mit Mittagtisch z. 1. Mai gesucht. * F. 5 7 2 4 5 A n z. billig zu verkauf. Jahnstr. 9, 2. Etg. Bettstelle mit Auflegematr., 1,80 m gr., bill. zu verkf. Westfälische St. 16 I. Itür. Kleidecschrk., Waschtisch m. Sp., ° Metallbetten mit Aufl., Herd. Eim. Schrank, Tische, Stühle billig zu verkaufen.(57328 Nottscheid, Wilhelmstraße 12. Ut ne De Zigutten Neuhaus, Herner Str. 2 Sonder 2 gr. leere Zimm. passend für eine Dame, zu vermiet. Speer, Kaiserring Nr. 37. Klein-Anzeigen bringen sicheren Erfolg im B. A. Für sof. gut möbl. heizb., sep. Mans. Zimmer od. separ. Etg. Zim., mögl. fl. Wass., el. Licht, gesucht. Preisang. unter S. S. 57325 Anzeiger. Jung. Mann sucht möbl. Zimmer. Preisangeb, unter H. D. 57233 Anz. Metallbett m. Spirale s. zu verkauf. Josefstr. 25, pt. Ik. Feines Schlafzimmer schwere Eiche, Atr., gute Küche Natur., 1,60 Mtr. breit, sehr bill. abz. Gerberstraße 18, Schreinerei. Ebestandsdarlehen werd. angenomm. W Bohnerwachs 35 alle Farben 1 Pfund nür 00 Fensterieder in großer Auswahl... von LUa In Bochum-Stadt gut gelegene, feste Gebäulichkeiten für Bürozwecke und zur Unterbringung eines ruhigen Fabrikbetriebes (mindestens 3000 qm Bodenfläche) zu mieten gesucht. Es wird Vertragsabschluß für längere Zeit geboten. Ausführl. Angebote, mögl. m genauem Plan u. sonst. Unterlagen, sowie Angabe d. Mietpreises u. B. S. 2615 Anzeiter Marienstraße 16. Hattinger Straße 47, Wittener Straße 9, Alleestraße 125, Rolandetraße 24 Mittwoch, 17. April, 20 bis gegen 22.30 Uhr, Vormiete C. 23 u. Wahlvorstellung für alle Ringe: Merlin Eine Mythe von K. L. Immermann. Donnerst., 18. April 20—23 Uhr: Geschl. Vorstell. f. die NS.=Kulturgemeinde— Grundscheine: Maria Stuart Huto-AotorasFahrschule H. Scherzek WiemelhauserStr. 96 Tel. 62713 langj. Fahriehrer Kapitalten Barkredite an Festangestellte, in einigen Tigen o. Vork., 5 bis 36 Mon. Rückzahl. van Forst, Westfsälische St. 23. Niemann, Kronenstraße 10. SDas Mub-Scih! So denken Sie doch auch. Darum besorgen Sie sich schnell eine Eintrittskarte im Vorverkauf zum PI UUID 73 AT und Lustigen Abend der NSROW., zugunsten der NS.-Volkswohlfahrt, am Samstag. 27. April 1935. in sämtlichen Räumen des Parkhauses, Bochum Herrenkarte Mark.50 Damenkarte„.00 Vorverkauf: Verkehrsverein am Rathaus und sämti. Hauptgeschäftsstellen der Bochumer Tageszeitungen