G Bezugspreis mit Botenlohn:.15 RM. monatlich oder.08 RM. haldmonatlich, Selbstabholer.85 RM. monatlich oder 93 Pf. halbmonatlich. Bezugspreis für die„Bochumer Illustrierte: 30 Bf. monatlich. Funkzeitschrift„bör mit mir“ 45 Pf. monatlich bei vier Sonntagen und 55 Bf. bei fünf Sonntagen im Monat.— Wenn das Erscheinen der Zeitung durch böbere Gewalt oder durch Verbot oder Betriebsstörung u. dal. verhindert wird, können keine Ersatzansprüche gestell: werden.— Geschäftsstelle geöffnet von 8 bis 13 und von 14½ bis 19 Uhr. Sonntags von 11 bis 12 Uhr.— Sprechstunden der Redaktion von 16 bis 17 Uhr(außer Samstags).— Postscheckonto Dortmund 1760 Verlag und Druck: Laupenmühlen& Dierichs in Bochum Dienstag 9. April 1935 (Ostermond) 42. Jahrgang Nummer 84 Einzelpreis 10 Pf. Anzeigenpreise: Grundpretse für 1 mm 4 im Anzeigenteil und in 28 mm Breite Hsbe in 22 mm Breite.5, Pf. im Anzeigentell und in 78 mm Bsetigere u# im Tertzgie, Pclene anzeigen und Stellengesuche,., PI,„Vereinsanzeigen(die nicht der Wirtschaftswerbung dienen) 7 Pf., kleine einspaltige Anzeigen(Stellenangebote. Anzeigen privater Art) 8 Pf. Anzeigen im Vereins= oder Sportkalender im Textteil 10 Pf. Auskunft= und Ziffergebühren 25 Pf. Zur Zeit ist Preisliste Nr. 4 gültig, Nachlaßstaffel B.— Schluß der Anzeigenannahme für die sechsmal wöchentlich frühmorgens erscheinende Zeitung um 16 Uhr des Vortages. Für den richtigen Abdruck fernmündlich aufgegebener Anzeigen kann keine Gewähr übernommen werden. Hauptgeschäftsstelle: Rathausplatz 8. Anruf 67551, 52, 33 Rittarbuttonle=Purke Meernn Der dem=Aeschluß Auch Belgien sichert die Grenze— Die Vereinigten Staaten gegen Einmischung Berlin, 8. April.(Eig. Drahtber.) Wenn deutsche Blätter über einen bevorstehenden Abschluß eines Militärbündnisses zwischen Moskau und Paris berichteten, stießen solche Meldungen auf wenig Gehör. Jetzt beschäftigen sich auch große britische Zeitungen mit derselben Frage. Diese Meldungen haben Aufsehen erregt, aber nur die Mitteilungen der deutschen Blätter bestätigt. So meldet der Londoner „Daily Expreß“, daß die Vorbereitungen für ein Militärbündnis zwischen der französischen Republik und Sowjetrußland soweit gediehen sind, daß nach dem vorgesehenen Besuch des französischen Außenministers Laval in Moskau ein offizieller Gegenbesuch des sowjetrussischen Kriegsministers Woroschiloff und des Unterstaatssekretärs Tuchatschewski in Paris erfolgen soll. Diese Visite, die nur dem Abschluß des Militärbündnisses gewidmet ist, soll bereits Anfang Mai erfolgen. Anschließend wird dann die französische Flotte dem sowjetrussischen Odessa einen Besuch abstatten. Bereits vor einem Jahr konnten wir an dieser Stelle folgendes mitteilen:„Im Herbst des Jahres 1933 war die sowjetrussische Regierung mit dem Angebot eines Militärbündnisses an Frankreich herangetreten. Der französische Generalstab erhob damals gegen die Militär=Entente Einspruch, da er sich vorher über die Schlagfertigkeit des sowjetrussischen Heeres orientieren müsse. Bis zum Frühjahr 1934 weilte dann eine Kommission der französischen Armee in Sowjetrußland. Sie kehrte mit der Auffassung heim, daß die sowjetrussische Armee auf Grund ihres ausgezeichneten Rüstungsstandes durchaus bündnisfähig sei.“ Die britische Presse gegen einen Allitärvertrag Paris—. Wenn schon die Londoner Blätter, die doch immerhin ein gewisses Interesse während der letzten Wochen an den sowjetrussischen Ereignissen bekundet haben, nunmehr ebenfalls von dem bevorstehenden Abschluß des Militärbündnisses Mitteilung machen, so sehen wir unsers seinerzeitige Mitteilung damit bestätigt. Es ist auffällig, daß diese britische Presse heute im schärfsten Tone gegen den Abschluß des Militärvertrages zwischen Moskau und Paris Stellung nimmt und daß ein Blatt wie die „Daily Mail“ die sowjetrussische Regierung als„Mörderbande" bezeichnet. Das sind freilich Injurien, die zwischen Moskau und London ausgetragen werden müssen. Uns interessiert lediglich die europäische Seite dieser Frage, und dieses Europa wird scharf darauf achten müssen, daß ihm nicht aus der seltsamen diplomatischen Bettgemeinschaft zwischen Paris und Moskau neues Unheil erwächst. Die Nachrichten über Truppenverschiebungen aus Mittelfrankreich nach dem Elsaß und der übrigen Ost grenze, von stärkerer Heranziehung farbiger Truppen in Frankreich zum Grenzgebiet sind bekannt. Jetzt treffen Meldungen ein, daß auch das belgische Kriegsministerium in absehbarer Zeit Truppenverschiebungen nach der Ost= und Nordgrenze vornehmen wird. Ein Regiment berittener Jäger wird demnächst von Mons nach Beverloo verlegt werden. Zusammen Radfahrtruppen sollen diese Streitkräfte die Maasgrenze besetzen. Auch an der niederländischen Grenze sollen Garnisonen angelegt werden. Fragt man sich nach der Ursache dieser Entscheidung, so findet man höchstens die Erklärung, daß man jenseits der Grenze über den Fehlschlag der Regionalpakt=Politik in Unruhe geraten ist. Amerika als Beispiel Gegenüber diesem diplomatisch=militärischen Wirrwarr in Europa müssen die entsprechenden Vorgänge in den Vereinigten Staaten besondere Aufmerksamkeit finden. Im Kongreß ist neben verschiedenen anderen Gesetzentwürfen ein Antrag eingebracht worden, der das Verbot enthält, die eingezogenen Soldaten außerhalb der amerikanischen Grenze zu verwenden falls nicht eine militärische Invasion in das Land verhindert werden müsse. An diesem Gesetzentwurf könnten sich verschiedene europäische Regierungen ein Beispiel nehmen. Das vorliegende amerikanische Gesetz muß mit einfacher Mehrheit angenommen werden, um Geltung zu erlangen. Wir sind uns gewiß darüber im klaren, daß gerade der Passus über die militärische Invasion alle möglichen Deutungen zuläßt, aber wir sehen dennoch in diesem Gesetzentwurf eine bestimmte politische Richtung der Vereinigten Staaten, die mit der Nichteinmischung immerhin eine deutlichere Erläuterung geben, als es die sogenannten Friedensgarantiemächte in Europa wahr haben wollen. Gelangt das Gesetz im amerikanischen Kongreß zur Annahme, so bedeutet das abermals eine positive Abkehr von den Grundsätzen des Versailler Vertrages. gar nicht zu reden von der Bedeutung, die das Gesetz fük die rein amerikanischen Fragen gewinnt, besonders für die südamerikanischen Probleme. Lastschiff auf dem Bodensee gesunken anb Lindau(Bodensee), 8. April. Auf der Höhe von Lindau kenterte am Montag nachmittag bei heftigem Sturm auf dem Bodensee das schweizerische Lastschiff„Rhein“ und sank. Von der dierköpfigen Besatzung konnten zwei Mann gerettet Anweiter=berhreren=Ameria Bisher 34 Tote und mehrere hundert Verletzte werden. Sie wurden in das Krankenhaus eingeliefert. Die beiden anderen Schiffer sind ertrunken. Ihre Leichen konnten bisher nicht gefunden werden. Neues Eisenbahnunglück in Rußland Bisher acht Tote dnb Moskau, 8. April. Aus Omst wird gemeldet, daß sich bei dem Dorf Dschemantus ein schweres Eisenbahnunglück ereignet# hat. Die Zahl der Toten beträgt bisher acht. Elf Waggons wurden zertrümmert, ebenso sind beide Lokomotiven vollkommen zerstört. Die Austro-Marxisten wollten aus Oesereichein Trimmersebdnacgen 21 ehemalige Schutzbundführer vor dem Wiener Schwurgericht dnb Wien, 8. April. Vor dem hiesigen Schwurgericht wird gegenwärtig ein Hochverratsprozeß gegen 21 ehemalige Führer des Republikanischen Schutzbundes verhandelt, die beschuldigt werden, durch Ankauf von Waffen, ihre Aufstapelung in geheimen Depots und durch Entwürfe von Plänen für einen Aufstand, Vorbereitung zum Bürgerkrieg getroffen zu haben. Der erste Zeuge, der ehemalige Bezirksleiter des Schutzbundes Korbel schilderte die Auffassung des Führers der österreichischen Sozialdemokraten Dr. Bauer, der stets erklärt habe, der Nationalsozialismus in Oesterreich sei nicht aufzuhalten. Die sozialdemokratische Partei habe deshalb die Aufgabe, Oesterreich den Nationalsozialisten nur als ein Trümmerfeld zu überlassen. Weiter gab der Zeuge genauere Auskunft über die Pläne der Schutzbundleitung, die wichtigsten Staatsgebäude Wiens von den Kanälen aus zu sprengen. Dazu hatte man eigene Patronen beschafft, die mit Sauerstoff gefüllt waren. Am 12. Februar 1934 seien auf den Höhen des 10. und 12. Gemeindebezirks und auf dem Satzberg im 13. Gemeindebezirk bedeutende Massen des Schutzbundes angesammelt gewesen, die bestimmt waren, in das Zentrum der Stadt vorzustoßen. Die Regierungstruppen hätten kaum mehr genügt, den Vormarsch der gut bewaffneten Schutzbundtruppen aufzuhalten. Die Marxistenführer Bauer und Deutsch hätten sich aber in feiger Angst auf das jenseitige Donauufer im Gemeindebezirk Floris dorf zurückgezogen, um näher an den Straßen nach der tschechoslowakischen Grenze zu sein. So sei der geplante Angriff infolge Ausbleibens des Befehls der Oberkommandanten unterblieben. Ein weiterer Zeuge, der ehemalige militärische Befehlshaber des Schutzbundes, General Körner, erging sich in einer vernichtenden Kritik an dem militärischen Aktionsplan der Schutzbündler. Die Bewaffnung des Schutzbundes sei sehr gut gewesen. Die Glatzer Abteilung des Schutzbundes 11 allein habe über 10 000 Handgranaten verfügt. In drei Riesenkundgebungen, die am 6. und 7. April in Hof, Bayreuth und Bamberg stattfanden, kam spontan der einmütige Wunsch der Frontsoldaten zum Durchbruch, an Stelle der zahllosen Krieger= und Militärvereine am Geburtstag des Führers einen einzigen deutschen Soldatenbund unter nationalsozialistischer Führung zu erhalten. dub Newyork, 8. April. Die Südstaaten sowie der Mittelwesten der Vereinigten Staaten sind von furchtbaren Unwettern heimgesucht worden, die zum Teil in Form von Wirbelstürmen, zum Teil in Form von Schnee= und Regenstürmen auftraten und neben schweren Verlusten an Menschenleben unermeßlichen Sachschaden verursachten. Von Wirbelstürmen wurde nicht nur der Staat Mississippi heimgesucht, wo allein 14 Personen getötet und über 100 verletzt wurden, sondern auch die übrigen Südstaaten Louisiana, Texas, Alabama und Florida. Die Zahl der Todesopfer beträgt in diesen Gebieten bisher 34. Mehrere hundert Personen erlitten Verletzungen und Tausende sind obdachlos. Besonders schwer geschädigt wurde die Ortschaft Gloster im Staate Mississippi, wo insgesamt 150 Gebäude zerstört wurden, darunter drei Kirchen. In Louisiana brachte der Sturm ein Hausboot zum Kentern. Zehn Menschen fanden den Tod in den Wellen. Zahlreiche Städte und Dörfer sind in Dunkelheit gehüllt, da die Stromleitungen meilenweit zerstört sind. In Texas wurde auch in einigen Oelfeldern großer Schaden angerichtet. Die Staaten des Westens und Mittelwestens, wie Nord= und Süddakota, Nebraska, Kansas, Missouri, Illinois und Jowa, litten unter schweren Schneeund Regenstürmen, durch die ebenfalls erheblicher Schaden angerichtet wurde. Taifunverwüstungen auf den phülspoinen Bisher 33 Tote, zahlreiche Verletzte dnb Manila, 8. April. Die Provinzen Samar und Albay sind von einem schweren Taifun heimgesucht worden, der ungeheueren Schaden anrichtete. Man befürchtet, daß zahlreiche Personen ums Leben gekommen sind. Tausende sind obdachlos. In Borongan an der Ostküste von Samar wurden 25 Personen getötet und fast alle Gebäude zerstört. gesamte 21 000 Köpfe zählende Einwohnerschaft von Borongan ist obdachlos. In Catbalogas, der Hauptstadt von Samar, sind vier Todesopfer und zahlreiche Verletzte zu beklagen. Der Schaden wird dort allein auf mehrere hunderttausend Dollar geschätzt. Auch die Hauptstadt von Albay, Legacski, hat schwer gelitten. Zahlreiche Häuser sind dort in Mitleidenschaft gezogen worden. Insgesamt wurden bisher 33 Tote geborgen. Jeldhert andendorp Der 70. Geburtstag des Generals am 9. April „Mag man sich bei uns dagegen sträuben und mag ihn sein eigenes Volk heute verfemen: er wird als der Feldherr des Weltkrieges in die Geschichte eingehen. Er ist doch der Größte unter uns!“ General Erich Ludendorff. von dem in den ersten Jahren nach 1918 der französische General und Armeeführer Brügt dieses Zeugnis ablegte, wird heute 70 Jahre alt. Man muß weit zurückgehen in der deutschen Geschichte, um ein zweites Schicksal zu finden, so groß, so einsam, so tragisch wie das des Generals Ludendorff. Ja, in Glanz und Schatten, in Aufstieg und Sturz scheint dieses Leben mehr der Ursage als der Gegenwart anzugehören. Wie ein Findlingsblock aus fernster Zeit ragt die Erscheinung des Generals in das 20. Jahrhundert, eine wahrhaft nibelungenhafte Gestalt, umwittert vom eisigen Hauch der echten Tragödie ganz im Sinne der Antike: geladen mit vulkanischen Energien, wikingerhaft im Tatendrang, Schicksalstrotz auf der Stirn, unbändiges Freiheitsgefühl im Herzen, und doch unter dem unerbittlichen Gesetz der Vorsehung stehend. Wir wissen, daß es überhaupt nicht so weit her ist mit unsrer von der liberalen Zeit vielgerühmten„Freiheit des Willens“. In uns wirken die heimlichen Befehle unseres Bluterbes, unser Weg ist bestimmt durch Erlebnis und Haltung unsrer Vorfahren. unser Schicksal wird erfüllt in den Grenzen von Volk und Nation, von denen es keine Loslösung gibt. Blut ist ein ganz besonderer Saft! Der General Erich Ludendorff aber hat in seinen Adern rollen— von großmütterlicher Seite her— das Blut der Wasakönige, deren Geschichte zurückreicht in die Zeit, da der Drachenbug der Wikingerschiffe 400 Jahre vor Columbus die amerikanischen Gewässer durchfurchte, da Byzanz, Rom, und London erzitterten vor den seefahrenden Normännern, da Normannenreiche entstanden im nördlichen Island, im südlichen Sizilien, nicht zu vergessen der Staatengründung des Wikings Rurik an der fernen Wolga. Es ist das Blut der Sagas, das Blut des Soferipregrumdn Purkeilug 1833 Bau von Erd= und Steintribünen, Erweiterung der Zeppelin=Wiese, Straßenbauten, Errichtung von Massenlagern usw. dub Nürnberg, 8. April. Unter dem Vorsitz des Reichsministers Kerrl, der vom Führer zur Leitung des Zweckverbandes„Reichsparteitag Nürnbere.„herufen, worden ist, sowie unter Beteiligung des Gauleiters Julius Streicher fand am 6. April die erste Sitzung dieser Körperschaft statt. Bauherr für die gesamten Großanlagen des Reichsparteitages wird von nun an der Zweckverband sein, in dessen Eigentum auch die in Frage kommenden Grundstücke übergehen werden. Die städtischen Grundstücke werden dazu als Sacheinlagen eingebracht, im übrigen wird aber die Stadt von der Tragung weiterer Baukosten entlastet..—4 Zunächst wird sofort mit der Lasibrung solgender Arbeiten begonnen, die bis zum Reichsparteitag 1985 fertiggestellt sein sollen: In der Luitpokd=Arena sollen die Tribünenanlagen mit entsprechenden Unterführungen zu einem einheitlichen geschlossenen Bild zusammengezogen und die noch vorhandenen restlichen Holztribünen durch massive Erd= und Steintribünen ersetzt werden. Dazu ist auch erforderlich, daß das jetzt im Luitpoldhain noch stehende Straßenbahndepot abgebrochen wird und daß zum Ersatz an anderer geeigneter Stelle neue Straßenbahnwagenhallen errichtet werden. Die Zeppelin=Wiese wird nicht nur nach Westen unter Hinzunahme der Geländeteile erweitert, auf denen zur Zeit noch Tennis= und sonstige Spielplätze untergebracht sind, sondern es werden auch hier an Stelle der bisherigen Holztribünen massive Erdund Steintribünen errichtet, wobei die Haupttribüne in monumentaler Ausgestaltung auf die Ostseite verlegt wird. Die Trihünenanlagen sollen bis zum Reichsparteitag 1935 soweit fertiggestellt werden, daß sie benutzt werden können. Die Ausführung der eigentlichen Monumentalbauten wird unmittelbar im Anschluß daran in Angriff genommen. Für die durch die Vergrößerung der Zeppelin=Wiese in Wegfall kommenden Tennis= und Spielplätze werden auf Kosten des Zweckverbandes an anderer Stelle geeignete Einrichtungen geschaffen. Zu dem Sofortprogramm gehört neben der Ausführung verschiedener Straßenbauten und von Massenlagern vor allem auch die Errichtung einer in breitem Straßenzug gehaltenen Unterführung des Bahnkörpers südlich des Dutzendteich=Bahnhofs in der Richtung Stadion— Regensburger Straße und die Anbringung von Lüftungs= und Luftkühlungseinrichtungen in der Festhalle am Luitpoldhain. Für alle diese Arbeiten hat der Zweckverband die Mittel schon bereitgestellt. Da der Oberbürgermeister der Stadt Nürnberg mit der Führung der laufenden Beschäfte beauftragt wurde und der ganze in Frage kommende Apparat der Stadtverwaltung dafür eingesetzt wvird, ist die Gewähr dafür geboten, daß die Arbeiten rotz der Kürze der noch verfügbaren Zeit ihren bestiminungsmäßigen Verlauf nehmen. „Alles oder Nichts!“, kriegs“ fortlebt. das im„Feldherrn des WeltDer junge Landwirtssohn aus Kruszewnia im ehemaligen Posen, der Kadett und Offizier Erich Ludendorff, es ist von ihm nicht mehr berichtet als ein starker und selbstbewußter Charakter, eine unermüdliche Arbeitskraft, ein kühner Flug der Gedanken und eine außergewöhnliche soldatische Begabung. Für Männer dieser Prägung stand die Generalstabskarriere offen, und so sehen wir Ludendorff früh als Lieblingsschüler des großen Grafen Schlieffen am Werk. Von der dazwischen liegenden Frontdienstzeit bekennt Ludendorff. sie sei die schönste seines Lebens gewesen. Langsam öffnet sich der Vorhang vor jenem flammenüberzuckten Welttheater, das mit der„Marokkokriese“ begann und im Walde von Compisgne einen vorläufigen Aktschluß nehmen sollte. 1913 verlangte der damalige Chef der Aufmarschabteilung im Großen Generalstab, Erich Ludendorff, drei neue Armeekorps von Reichskanzler und Reichstag. Der im Grunde pazifistische Bethmann Hollweg blieb Sieger über den jungen Oberstleutnant Ludendorff. Dieser mußte in die Verbannung, er wurde als Chef der Operationsabteilung, für welchen Posten er vorgesehen war, gestrichen. Nur ein Armeekorps wurde bewilligt. Die beiden anderen fehlten ein Jahr darauf an der Marne, wo sie die Kriegsentscheidung herbeigeführt hätten. Ludendorff selbst fehlte im Großen Hauptquartier, wo statt seines ungebrochenen Siegeswillens grauer Pessimismus umging und zur unglückseligen Sendung des Oberstleutnants Hentsch führte. Und doch hatte der Kriegsgott persönlich die Pforten des Ruhmestempels vor Ludendorff aufgestoßen, damals, als schwache Friedensbrigaden Lüttich erstürmten. Auf dem Weg zu seiner Dienststelle stieß Generalmajor Erich Ludendorff auf eine führerlos gewordene und dezimierte Brigade. Sein kühner Wille riß die Truppe mit sich, kaltblütig im furchtbarsten Feuer ste Seite 2 Nr. 84, Bochumer Anzeiger„ Dienstag, 9. April 1935 hend, erzwang er die Schlachtentscheidung. Fast ganz allein, ohne seitlichen Anschluß auf beiden Seiten, durchstieß er den Fortsgürtel und nahm die Zitadelle, Das höchste Glück des Soldaten, siegreich als Führer im Feuer gestanden zu haben, war Ludendorff zuteil geworden. Im Westen ging es noch immer voran, im Osten aber drohte die Katastrophe. Ostpreußen lag dem russischen Zugriff offen. Das Vertrauen in die bisherige Kriegführung war erschüttert. Da trafen Generaloberst von Moltke und sein Generalquartiermeister General von Stein eine Entscheidung von höchster historischer Tragweite. Hindenburg übernahm die Führung gegen die vordringenden Russen, Ludendorff wurde sein Generalstabschef. Hindenburgs gläubige Zuversicht und eiserne Ruhe übernahm die Verantwortung, Ludendorffs geniale Strategie und eiserne Willenskraft lenkie die Heere und holte die Siege vom Himmel herunter. Beide, Hindenburg und Ludendorff, ergänzten sich. Keiner war ohne den andern denkbar. Es war ein Verhältnis, wie es etwa zwischen Kaiser Wilhelm 1. und Bismarck bestanden hat: auf der einen Seite der ruhige, gottgläubige preußische Edelmann, der vor der Geschichte die Verantwortung trägt, und auf der andern Seite die dämonische Schöpferkraft des mit allen Härten und Schroffen des Charakters ausgestatteten Genies. Tannenberg wurde zu einer der vollkommensten Vernichtungsschlachten der Weltgeschichte. Der Weg in die russische Flanke, diese in ihrer Kühnheit größte strategische Operation des Weltkrieges, zerschlug die russische Dampfwalze. Keine napoleonische oder friderizianische Schlachten= oder Feldzugskonzeption weist solche strategisch großartige Momente und Lösungen auf wie der Herbstfeldzug in Polen. Dann folgte die zweite Vernichtungsschlacht in Masurens Winterkälte. Unaufhaltsam verlegte sich das Schwergewicht von Westen nach Osten..61. 6 hndersAber schon jetzt begann die Tragodie. Ludendorffs Plan für den Sommerfeldzug 1915, der die Russen von Norden und Süden in eine Zange nehmen sollte, wurde von Falkenhayn verworfen. MenschlichAllzumenschliches ist nun einmal auch im Kriege nicht ausrottbar. Der von Hindenburg gutgeheißene Plan hätte die größte Vernichtungsschlacht der Erdgeschichte herbeigeführt. Viele Millionen Russen hätten die Waffen strecken müssen, der Krieg wäre wahrscheinlich Ende 1915 mit einem vollen deutschen Siege zu Ende gegangen. Ungeheuer mußte die seelische Enttäuschung für den feinnervigen Ludendorff sein, als ihm diese Möglichkeit entglitt und alles in einem verlustreichen „ordinären Frontalangriff“, gegen die russische Armee versandete. Ueberhaupt hatte Ludendorff bereits jetzt nicht nur gegen den Feind, sondern auch gegen die verhängnisvolle Militärbürokratie Krieg zu führen. Nachschub, rivalisierende und dienstältere Unterführer, versagende und ewig mißtrauische Verbündete, gegnerische Uebermacht, ohnmächtiges Beobachtenmüssen der Sabotage durch Heimatbhörden, Krisen der Schlacht und Krisen der Nerven, es hätte bei Gott keines zweiten Menschen Kraft diese ungeheure Anspannung und diesen schmerzlichen Druck ausgehalten. Es gab viereinhalb Jahre nur Alltag für Ludendorff. Ohne Urlaub hielt er auf seinem Posten aus. Friedrich der Große hatte Dichtung und Philosophie als Freunde im Feldlager. Ludendorffs Tageslauf aber war ausgefüllt mit Arbeit, Vortrag, Gesprächen, summendem Hasten, Denken, Sorgen, Verzweifeln. Und doch blieb sein Denken immer Kampf, seine Seele immer Sieg. Bismarck konnte in Weinkrämpfe fallen, wenn es gar nicht mehr weiterging. Ludendorff mußte alles innerlich mit sich abmachen. Von sieben Uhr morgens bis spät in die Nacht hinein saß er vor den Karten oder am Schreibtisch, kamen die Meldungen und gingen die Befehle hinaus. Hart wurde seine Sprache, knapp sein Befehlsstil. Er war das Hirn einer kämpfenden Weltmacht geworden, die Nüchternheit des preußischen Generalstäblers verabscheute Phrasen und tönende Redensarten, das Blut der Wasakönige träumte einen Herrentraum, der die letzte Weichheit wegschliff. Es gab keinen Willen neben dem seinen. Eine völlig neue Form der Kriegführung, ganz dem Ludendorffschen Eroberertum entsprechend, entstand. Weitausgreifende Pläne umspannten einen Kriegsschauplatz vom Kaspischen Meer bis zu den Orkney=Inseln, von der Murmanküste bis nach Syrien und Mesopotamien. Und dies soll immer und immer wieder festgestellt werden: Ludendorff hätte in diesem Raum alexandergleich gesiegt, wenn er nicht allein geblieben wäre, unverstanden im Letzten auch von seinem Kaiser, befehdet von einem feigen Parlament, abgelehnt von einer im Leerlauf arbeitenden Bürokratie. Man muß wirklich an Hannibal denken, wenn man Ludendorffs Leistung und Leben würdigen will. Auch hier ein Einsamer vor einer Heimat, die den Sieg nicht will. Als Hindenburg und Ludendorff 1916 den Oberbefehl über die gesamte deutsche Armee übernahmen, war es bereits zu spät. Verdun, die Sommeschlacht und die Angriffsschlachten des Ostens hatten zu ungeheure Blutopfer gefordert. Rumänien marschierte gegen uns auf. Eine Stimmungskrise hatte die Front ergriffen. Die Kriegswirtschaft der Heimat war total zerrüttet. Eine Katastrophe zeichnete sich ab. Ende 1916 aber war Rumänien zerschmettert, das elastische und blutersparende Verteidigungssystem der Westfront geschaffen, das„Hindenburgprogramm“ aufstellt— das dann wieder vom Reichstag verwässert wurde— und, was das allerwichtigste war: der Soldat der Front hatte wieder Vertrauen in seine Führung gefaßt. Was im modernen Krieg unmöglich schien, das schaffte Ludendorff. nämlich das Vertrauensverhältnis des einfachen Soldaten zu seinem Führer. Wenn in Bunker und Unterstand ein Befehl geflattert kam, der die Unterschrift Ludendorffs trug, dann atmete der Soldat auf. Ludendorff ordnete mit ungeheurem Instinkt für das Richtige immer das Notwendige und Mögliche an. Nach dem schweren Abwehrjahr 1917, in dem die Sabotage der Verzichtparteien immer offenkundiger wurde und Ludendorff zwangsläufig in die Politik hineingezwungen wurde, weil kein anderer da war, der eingriff, versuchte der Feldherr Erich Ludendorff nochmals im März 1918 die Schlachtentscheidung im Angriff. Sie scheiterte an einer Kette von Umständen, für die nicht Ludendorff, für die überhaupt kein Mensch verantwortlich ist. Die Vorsehung wollte nicht den deutschen Sieg, sie zerriß nicht den seidenen Faden, an dem er Ende März 1918 hing. Ludendorffs letzte Tragödie begann. Niemand weiß, was in den Monaten des Erlahmens und dann des Zusammenbruchs deutscher Kraft im Herz und in der Seele dieses großen Deutschen vor sich gegangen ist. Alle menschlichen Deutungen müssen hier versagen. Schließlich opferte ihn sein Kaiser einem Wunsch der Sozialdemokratie. „Ihr Abgang wird mir ermöglichen, mir mit Hilfe der Sozialdemokratie ein neues Reich zu errichten!“— „Majestät, in vierzehn Tagen hat Deutschland keinen Kaiser mehr!“ Das war der Abschied des Feldherrn Ende Oktober 1918 Sein prophetisches Wort ging in Erfüllung. Wenn das deutsche Volk dem großen Feldherrn zum Rebzigsten Geburtstag seine ehrfurchtsvollen Grüße darbringt, so tut es dies in tiefer Dankbarkeit vor der gigantischen Leistung dieses Mannes, der ein ganzer und spannungsweiter deutscher Charakter ist. Wir Soldaten haben unter Ludendorff die größten Siege der Weltgeschichte erkämpft, mag vielen des Feldherrn und Menschen Erich Ludendorff letzter Anspruch um tausend Jahre zu spät erhoben worden sein, wir wissen, daß das Urteil hierüber bei Gott steht. Er allein entscheidet, ob Erich Ludendorff nicht vielleicht hundert Jahre zu früh gelebt hat. Wir Soldaten der grauen Jahre grüßen Dich, Feldherr, wie wir die schneebedachten Granitberge Islands, der Insel Thule unsrer Saga, grüßen: Wetterumtobter Fels über dem Feuer der Tiefe! Friedrich Wilhelm Heinz. Shrungen fur Der Führer ordnet für den 9. April die Beflaggung aller Staatsgebäude an dnb Berlin, 8. April. 1 Weiter haben dem General Glückwünsche übersandt aus diesem Anlaß der unvergänglichen Leistungen seines größten Feldherrn im Weltkriege. Unter dem Eindruck dieser Empfindung nationaler Dankesschuld befehle ich daher für den 9. April die Beflaggung aller Staatsgebäude.(gez.) Adolf Hit* G„Jaherst nan M Der Reichswehrminister, Generaloverst von Blomberg, und der Chef der Heeresleitung, General der Artillerie Freiherr von Fritsch, werden dem Feldherrn am 9. April persönlich die Glückwünsche der Wehrmacht überbringen. Am Tage der Feier werden um 8 Uhr vormittags Doppelposten des Reichsheeres vor dem Hause des Generals Ludendorff in Tutzing aufziehen. Um 11 Uhr nimmt eine Ehrenkompagnie mit den Fahnen des ehemaligen Füsilierregiments General Ludendorff(Niederrheinisches) Nr. 39 in Anwesenheit des Befehlshabers im Wehrkreis 7 sowie der übrigen Vorgesetzten der Truppe Aufstellung. Eine Abordnung des Vereins des ehemaligen Füsilierregimentes Nr. 39 ist an der Ehrung beteiligt. Der Reichswehrminister und der Chef der Heeresleitung werden gemeinsam mit General Ludendorff die Front der Ehrenkompagnie abschreiten. Danach findet ein Vorbeimarsch der Truppe statt. Der Reichswehrminister hat außerdem für den 9. April bei allen Truppenteilen Appelle angeordnet, bei denen die militärischen Leistungen des Feldherrn Ludendorff gewürdigt werden. Glückwünsche an den Feldherrn Reichsminister Dr. Goebbels hat an General Ludendorff zu seinem 70. Geburtstag folgendes Glückwunschtelegramm gerichtet: „Dem großen Feldherrn des Weltkrieges, der vier Jahre lang die schwerste Verantwortung trug, die jemals auf deutschen Schultern lag, dem mutigen Bekenner einer neuen völkischen Weltanschauung, dem unerbittlichen Streiter im Kampfe gegen die überstaatlichen Mächte zum 70. Geburtstage meine ergebensten und aufrichtigsten Glückwünsche.“ mark sowie die Landesstelle im Gau Bayrische Ostmark. Der Oberbürgermeister von Stuttgart hat im Einvernehmen mit den zuständigen Stellen die Schloßstraße zwischen dem Friedrich=Bau und dem Neuen Schloß anläßlich des 70. Geburtstages des Generals Ludendorff in„Ludendorffstraße" umbenannt. Tutzing am Vorabend des Geburtstages dub Tutzing(Starnberger See), 8. April. Eine zahlreiche Menschenmenge staute sich am Vorabend des Geburtstages vor dem Hause des Generals Ludendorff, um dem großen Heerführer des Weltkrieges ihre Ehrung zu erweisen. Um 19.30 Uhr sprach eine Abordnung des Kyffhäuserbundes vor, die dem General die herzlichsten Glückwünsche zum Geburtstage überbrachte. Unmittelbar danach kamen Vertreter der Alpenschützen von Tutzing, denen gegenüber der General die Hoffnung ausdrückte, daß die neue Wehrmacht vom Geiste der alten Armee beseelt sein möge. Später marschierte mit brennenden Fackeln der„Liederkranz“ von Tutzing auf. Nur wenigen der Neugierigen glückte es, mit den Sangesbrüdern in den Garten zu kommen. Hunderte drängten sich vor dem Tore, das der General darauf öffnen ließ. In tiefer Ergriffenheit lauschte er darauf den Chören. Dann nahm der General das Wort. Er dankte für die Aufmerksamkeit und forderte zur Einigkeit und Geschlossenheit auf. Darauf brachte der Vorstand des Sängerchors ein dreifaches Hurra auf den Feldherrn aus. Es folgten bei Scheinwerferlicht Vorführungen des Turnvereins Tutzing, für die der General ebenfalls mit herzlichen Worten dankte. Im Hause Ludendorffs sind im Laufe des Sonntags und Montags Berge von Glückwunschtelegrammen und Briefen aus allen Schichten des deutschen Volkes eingegangen. Unendlich groß ist auch die Zahl der Geburtstagsgeschenke. Die Gemeinde Tutzing hat einen Aufruf zum Beflaggen und Ausschmücken der Häuser erlassen. Eine große Zahl von Gebäuden ist noch am Montog abend dieser Aufforderung nachgekommen. neue Danziger Bellslag Die NSDAp. erhielt von 72 Abgeordnetensitzen 44 dnb Danzig, 8. April. Das Wahlamt hat am Montag nachmittag, gegen 14 Uhr, das nachstehende vorläufige amtliche Ergebnis der Wahlen zum Danziger Volkstag bekanntgegeben. Danach erhielten Stimmen: Wahl am 7. 4. 35 Wahl am 28. 5. 33 NSDAP. 139043 109 029 SPD. 38015 37·882 Kommunisten 7990 14 566 Zentrum 31 525 31 336 Liste Weise 9 691 13596 Liste Pietsch 382— Polen 8310 6743 Wahlberechtigt waren 237016, abgegebene Wahlscheine 13 482. Gültige Stimmen 234 956, ungültige Stimmen 1777, insgesamt 236 733. Die Berechnung der Mandate nach dem Proportionalsystem ergibt folgende Verteilung der Sitze im Volkstag, die allerdings noch geringfügigen Verschiebungen unterworfen sein kann: Wahl am 7. 4. 35 Wahl am 28. 5. 33 RSDAP. 44 38 SPD. 12 13 Kommunisten 2 5 Zentrum 9 10 Liste Weise. 3 4 (früher Deutschnationale) Polen 2 2 Durch Uebertritt von Abgeordneten zur NSDAP. hatten die Sozialdemokraten zuletzt nur noch zwölf Abgeordnete und die Deutschnationalen nur noch zwei Abgeordnete, während die NSDAP. über 41 Mandate verfügte. Aus der Mandatsberechnung ergibt sich, daß unter Berücksichtigung der höheren Wahlbeteiligung alle Oppositionsparteien Verluste erlitten haben. Nur die NSDAP. hat sechs Mandate gewonnen, und die Polen haben ihre beiden Sitze behauptet. Nationalsozialistische Mehrheit auch in den Danziger Kommunalvertretungen In den Landkreisen Danziger Höhe sowie der Stadt Zoppot fanden am Sonntag gleichzeitig mit den Volkstagswahlen auch Neuwahlen zum Kreistag und zu den Gemeindevertretungen statt. Nach dem Ergebnis dieser Wahlen hat die NSDAP., ebenso wie es bereits im November vorigen Jahres in den beiden anderen Danziger Landkreisen der Fall war, nunmehr auch im Kreise Danziger Höhe sowie in der Stadt Zoppot überall die absolute Mehrheit, im Kreistag Danziger Höhe sogar eine überwältigende Mehrheit erzielt. Der Kreistag Danziger Höhe setzt sich nunmehr aus 15 Nationalsozialisten, 2 Sozialdemokraten, 3 Zentrumsvertretern und 1 Polen zusammen. Im neuen Zoppoter Stadtparlament verteilen sich die Sitze wie folgt: NSDAP. 15(bisher), Sozialdemo= kraten 3(), Zentrum 7(), Gruppe Weise(früher Deutschnationale) 2(), Polen 1(). Die Kommunisten, die bisher einen Sitz innehatten, sind in dem neuen Zoppoter Stadtparlament nicht mehr vertreten. Matdenms fahetselosrnach eltesa Die Erkrankung Edens— England erkennt die Gefahr der Regionalpakte Verstärkung des Völkerbundes als Instrument der Friedenssicherung? Heute Erklärung Simons im englischen Unterhaus Berlin, 8. April. (Von unserer Berliner Schriftleitung) Langsam kristallisiert sich das Ergebnis der britischen Informationsreisen in Europa heraus. raten der Presse ebbt ab. Eins steht fest: die europäische Diplomatie kann das System der geplanten Regionalpakte getrost zu den Akten legen. Die Versuche der französischen Politik, mit diesen angeblichen„Friedensgarantieplänen“, die souveränen Völker Europas in ein System des französischen Imperialismus einzufangen, sind hoffentlich mißglückt. Das ist nicht nur die deutsche Auffassung, sondern ebenso die Ansicht der führenden britischen Blätter. In London hat man ein besonderes Interesse an der Klärung der europäischen Lage und an der Erkrankung des Lordsiegelbewahrers Eden genommen, die lebhaft bedauert wird. Der Lordsiegelbewahrer wird vorläufig das Bett hüten und auch nicht an der großen Konferenz in Stresa teilnehmen können. Der britische Ministerpräsident Macdonald hat im englischen Unterhaus heute nachmittag mitgeteilt, daß er selbst und der Außenminister Sir John Simon in Stresa England vertreten werden. Es besteht kein Zweifel daran, daß nun auch der französische Ministerpräsident Flandin nach Stresa geht. Unumwunden erklärt man in den politischen Kreisen Londons, daß auch Herr Eden jetzt zu der Auffassung gelangt sei, die bisher vorgeschlagenen Regionalpakte seien für die Befriedung Europas unbrauchbar und an ihre Stelle müsse eine Stärkung der Völkerbundsmaschinerie treten. Warten wir ab, wie sich demgegenüber die Grundlinie der britischen Politik einstellt. deutschen Forderungen zwar hoch, aber mit der Gleichberechtigung vereinbar“ Was hieße es aber anders, als daß Großbritanniens Politik die von Deutschland wiederholt aufgezeigten Gefahren der Regionalpakte ebenfalls erkennt und somit zur Verhinderung jener Militärbündnisse kommen will wie sie von Moskau und Paris seit geraumer Zeit betrieben werden?! Jedenfalls verlangt Englands Oeffentlichkeit, daß die britische Regierung alles daransetzen muß, um das kollektive Sicherheitssystem in Europa zu stärken, aber dieses Sicherheitssystem müßte dann anders aussehen als nach Moskauer und Pariser Vorbild. Daß sich Großbritannien mit dieser Auffassung keinesfalls in Gegensatz zu kontinentalen Mächten setzen will, sondern daß es nach wie vor die Rolle des ehrlichen Maklers auf sich zu nehmen entschlossen ist, daß aber anderseits die von verschiedenen britischen Politikern aufgestellte Forderung nach einer neuen Isolation Englands kaum in Frage kommt, darüber sind die guten Kenner der großbritannischen Politik nicht mehr im Zweifel. Bezeichnend für diese Auffassung ist ein Artikel der„Times“, in dem die britische Ablehnung eines französisch=sowjetrussisch=tschechoslowakischen Dreibundes gegen Deutschland klar zum Ausdruck kommt. Das Ziel Englands sei vielmehr, so heißt es in der„Times“, Deutschland in das große Kollektivsystem einzubeziehen. Wenn im übrigen auch dieser Times"=Artikel Ausfälle gegen Deutschland enthält, so ist immerhin anzuerkennen, daß das Blatt am Schlusse seiner Ausführungen feststellt, die deutschen Forderungen seien zwar hoch, aber mit dem Grundsatze der Gleichberechtigung nicht unvereinbar. Wir selbst möchten aus diesen Feststellungen des Londoner Blattes einstweilen nur die Hoffnung entnehmen, daß sich diese Auffassung über die deutsche Gleichberechtigung auch in den maßgebenden Stellen durchsetzt, denn die europäische Oeffentlichkeit setzt immer noch eine gewisse Hoffnung auf die Konferenz von Stresa. Ohne die Anerkennung der praktischen deutschen Gleichberechtigung, die sich in der Wehrerklärung der deutschen Reichsregierung kund tat, müßte Stresa aber schließlich wie das Hornberger Schießen auslaufen. pariser Stimmungsmache Die gesamte europäische Oeffentlichkeit bedauert die Erkrankung des Lordsiegelbewahrers Eden, der anläßlich seiner Besuche sich die Sympathien der europäischen Regierungen gesichert hat. Lediglich ein Teil der Pariser Blätter behauptet, daß die Möglichkeit bestehe, Eden sei nicht nur körperlich, sondern auch diplomatisch erkrankt. Im übrigen haben natürlich die Pariser Blätter das größte Interesse daran, zu wissen, wer als Leiter der britischen Abordnung nach Stresa fährt. In der Entsendung des englischen Außenministers Simon will ein Teil der Pariser Oeffentlichkeit sogar eine„Gefahr“ wittern. Um so lauter berichtet man von der Annäherung, die sich zwischen Italien und den Balkanmächten vollzogen haben soll. Diese Stimmungsmache ist durchsichtig. Eine gewisse Annäherung mag zwar zutreffen, aber letzen Endes entscheiden über die europäische Friedenssicherung nicht Frankreich und Italien allein. Die Reise der britischen Minister hat gezeigt, daß auch andere starke verantwortliche Mächte ein Wort mitzureden haben. Daß der italienische Ministerpräsident plötzlich seine besonderen Sympathien für die Balkanmächte und Südslawien entdeckt hat, überrascht nicht, denn Italiens Diplomatie ist seit geraumer Zeit drauf und dran, neue Partner eines österreichischen Garantiepaktes ausfindig zu machen. Alle diese Entwicklungen verfolgt die deutsche Oeffentlichkeit mit besonderem Interesse, aber auch mit der notwendigen Zurückhaltung, die einem auf Frieden und gleichberechtigte Aussöhnung eingestellten Volk eigen ist. Führer wünscht Eden baldige Genesung dnb Berlin, 8. April. Der Führer und Reichskanzler hat dem Lordsiegelbewahrer Eden seine aufrichtige Anteilnahme an dessen Erkrankung ausgesprochen und seine besten Wünsche für baldige Wiederherstellung übermittelt. Sondersitzung des britischen Kabinetts dnb London, 8. April. Das britische Kabinett trat am Montag mittag zu seiner angekündigten Sondersitzung zisammen. An Stelle von Anthony Eden, dem die Aerzte bekanntlich volle vier bis sechs Wochen Ruhe und Schonung verordnet haben, erstattete Sir John Simon ausführlichen Bericht über die Besprechungen in Berlin, Moskau, Warschau und Prag. Die Kabinettssitzung dauerte fast zwei Stunden. Am Nachmittag trat der Kabinettsausschuß für auswärtige Angelegenheiten im Unterhaus zusammen, um den Entwurf der Erklärung abschließend zu beraten, die Außenminister Simon am Dienstag nachmittag im Unterhaus abgeben wird. Diese Erklärung wird das Ergebnis der Reise Simons und Edens nach Berlin, Moskau, Warschau und Prag im einzelnen darlegen. Sie dürfte auch die Marsch= route der britischen Abordnung für Stresa erkennen lassen. Humboldt=Feier der Berliner Aniversität dnb Berlin, 8. April. Anläßlich des heutigen 100. Todestages Wilhelm von Humboldts, des geistigen Schöpfers der Berliner Friedrich=Wilhelm=Universitat, fand Montag mittag in der Aula der Universität eine Feier statt, während deren Reichserziehungsminister Rust ein Bild des geistigen und staatlichen Lebens der Zeit Wilhelm von Humboldts zeichnete und in tiefschürfenden Ausführungen die Bedeutung dieses Staatsmannes und Forschers einer eingehenden Würdigung unterzog. Der Minister sagte u..:„Wenn in der letzten Zeit gefragt wurde: Wie steht es mit der Einheit der deutschen Wissenschaft so erkläre ich hier als der verantwortliche Leiter für die deutsche Wissenschaft und die deutsche Hochschule: Was einst Wilhelm von Humboldt aus rationalem Nützlichkeitsdenken erlöste, das wollen wir nicht verstoßen; was er einst organisch zusammenfügte von der Plattform seiner Weltanschauung, nämlich die Lehre und Forschung, wollen wir nicht auseinanderreißen! Die Vorstellung von der Einheit der Wissenschaft wissen wir geborgen im völkischen Denken. Ich betone die absolute Notwendigkeit der Zusammengehörigkeit der alten und der jungen Forscher.(Beifall.) Das ist meine persönliche innere Ueberzeugung: Nur das Wissen wird uns gehören, das wir uns durch eigenes Forschen erwerben. Ich möchte gerade die deutschen Erzieher ängstlich hüten vor jener Bildung, die nicht aus den letzten Quellen sich ableitet.“ Anschließend hielt Prof. Bäumler die Festrede, in der er in ausführlicher Darstellung ein abgerundetes Lebensbild Wilhelm von Humboldts gab. Nach einem Musikvortrag sprach noch der Führer der Studentenschaft an der Berliner Universität Richter. Mit dem gemeinsamen Gesang der Nationallieder fand der Festakt seinen Abschluß. Der Führer hat den zum Kameradschaftstreffen in Dortmund versammelten 40 000 alten Frontsoldaten für das Treuegelöbnis telegraphisch gedankt und die Grüße in kameradschaftlicher Verbundenheit erwidert. Der Führer und Reichskanzler hat den Reichsminister Hanns Kerrl zum Leiter der Reichsstelle zur Regelung des Landbedarfes der öffentlichen Hand ernannt. Die Stockholmer Polizei hat den deutschen Kommunisten Fritz Lesch verhaftet, der von Kopenhagen nach Stockholm gekommen war, um mit den schwedischen Arbeiterverbänden über Sabotageakte gegen die Olympischen Spiele in Deutschland 1936 zu verhandeln. Hauptschriftleiter: Dr. Paul Dierichs Stellvertreter: Hans Schulte. Verantwortlich für Politik: Rudolf Foest, Kommunalpolitik und Stadtteile: Adolf Peddingbaus, Lokales: Hans Schulte, Kulturpolitik und Unterhaltung: Dr. Josef Schwermann, Feuilleton: Dr. Emil Strodthofs. Wirtschaft: Fritz Schmidt, Sport: Hans Hornberg, Gerichtsdienst und Briefkasten: Max Flegel, Provinz: Kurt Dörnemann, Anzeigen: Kurt Scholz, Lmtlich in Bochum,„Berliner Redaktion: Michael Haupg, verin zw 6az Bunalmit Di Benroli= Jisfr 2153 gorst 0340 Berlin=Charloztenburg, Uhlandstr., 194, Anxuf C. 1 Steinpl. 6813. Verlaa und Druck: Lauvenmühlen amp; Dierichs in Bochum. Ruf 67551, 52, 53.— DA. III. 35: 24 810. Sprechstunden der Redaktion 16—17 Uhr(außer Samstags). Für unverlangte Einsendungen keine Haftpflicht Rücksendung bei Rückt nilich in Bochum. Berliner Redaktion: Michael Haupt. lin 8W 68, Wübenighle. 98. Autuf. Bage5 fl. natlsist 0341. Berliner Anzeigenvertretung: K. W. wempe, elin=Charlottenburg, Uhlandstr. 194, Anrus c 1 Steinpl. 6813. nur Rugporto Die heutige Nummer umfaßt 12 Seiten Seite 3 Nr. 84# Bochumer Anzeiger# Dienstag, 9. April 1933 Bochumer Der Wasserspiegel steht 1,00 Meier über normal Hochwassergefahr der Ruhr— In der Nacht zum Dienstag noch Flutanstieg Die in den letzten Tagen niedergegangenen Regenmassen haben zusammen mit der Schneeschmelze im Sauerland zu einem ständigen Anwachsen des Wasserspiegels der Ruhr geführt. Auf unsere Anfrage wurde uns gestern abend von der Pumpstation der Bochumer Städtischen Gas= und Wasserwerke an der Ruhr mitgeteilt, daß dort der Wasserspiegel bereits 1,80 Meter über dem normalen Stand stehe. In Essen=Steele war die Ruhr schon Montag nachmittag 1,50 Meter über normal gestiegen. Die angrenzenden Wiesen und Sportplätze sind stellenweise vom Wasser überflutet. Noch gestern abend war ein stündliches Steigen des Wassers zu beobachten — in Essen=Steele sogar je Stunde um 15 Zentimeter — so daß die Gefahr des Hochwassers besteht. Das Anglück im Bismarckturm Zu dem in der gestrigen Nummer gemeldeten tragischen Unglück am Samstag nachmittag im Bismarckturm teilt der Polizeibericht mit: Am 6. April hatte ein städtischer Handwerker den Auftrag erhalten, auf dem Bismarckturm im Stadtpark zu Ehren eines früheren Stadtrats ein Feuerwerk anzuzünden. Als Genannter mit einigen städtischen Arbeitern dabei war, Benzol vom Schacht in den Turm zu pumpen, bemerkte er, daß die Leitung undicht war. Er ließ das in der Leitung befindliche Benzol wieder ablaufen und wollte die Leitung mit Gummi und Isolierband abdichten. Die Leitung führte durch einen engen Schacht in der Turmmauer. In diesen krochen zwei Arbeiter hinein. Während der Reparatur wurden die Arbeiter von den Benzoldünsten betäubt. Der städtische Handwerker, der die besinnungslos gewordenen Arbeiter retten wollte, wurde ebenfalls von den Dünsten betäubt. Einige Feuerwehr= leute, die zu der feuerpolizeilichen Beaufsichtigung anwesend waren, eilten sofort herbei und bemühten sich um die im Schacht liegenden Leute. Die Berufsfeuerwehr, die sofort mit Sauerstoffapparaten an der Unfallstelle eintraf, barg die Verunglückten und stellte bei den Betäubten Wiederbelebungsversuche an. Während ein Arbeiter und der Handwerker wieder zu sich kamen, waren die Wiederbelebungsversuche bei dem Arbeiter Wallat erfolglos. Er konnte nur als Leiche aus dem Schacht gezogen werden. Die Geretteten sind sofort von einem in der Nähe wohnenden Arzt behandelt worden. Der Handwerker konnte nach seiner Wohnung entlassen werden, wogegen der eine Arbeiter dem Josephs=Krankenhaus zugeführt wurde. Sein Befinden ist gut. Die sofort aufgenommenen kriminalpolizeilichen Ermittlungen sind noch nicht zum Abschluß gekommen. Rücksichtsloser Autofahrer fährt in ein Kohlenfuhrwerk hinein.— Ein Schwerverletzter. Am Montag nachmittag, gegen 2 Uhr, ereignete sich auf der Königsallee, in der Nahe des Parkhotels Haus Rechen, ein folgenschwerer Verkehrsunfall, bei dem der jugendliche Fuhrwerkslenker Theodor Cl. aus Eppendorf derart schwer verletzt wurde, daß er mit einem Oberschenkelbruch und schweren Kopf= und Rückenverletzungen ins Elisabeth=Krankenhaus übergeführt werden mußte. Der Unfall entstand dadurch, daß ein aus der Richtung Farnstraße kommender Personenwagen in ein aus der Christstraße kommendes Kohlenfuhrwerk hineinfuhr. Der Fuhrmann flog in hohem Bogen auf das Pflaster und geriet zwischen die Räder des Autos und die des Fuhrwerks. Der Autolenker wurde in Haft genommen. Beide Fahrzeuge wurden durch den Zusammenprall erheblich beschädigt. Wieder ein Kind schwer verletzt bei einem Verkehrsunfall in Bochum. Am 6. April, gegen 12.30 Uhr, wurde ein neun Jahre altes Mädchen aus Bochum auf der Herner Straße in Bochum, vor dem Hause Nr. 265, als es versuchte, den Fahrdamm vom westlichen Bürgersteig zu überschreiten, von einem Lastkraftwagen angefahren. Das Kind erlitt einen Schädelbruch, Oberschenkelbruch und innere Verletzungen. Er mußte sofort dem Josephs=Krankenhaus zugeführt werden. Das Befinden des Kindes ist nach wie vor bedenklich.„„ Kari, ist Juf In der Nacht vom 6. zum 7. April in auf der Wittener Straße, Ecke Friedhofstraße, eine Straßenlaterne von einem unbekannten Fahrzeug angefahren und zertrümmert worden. Das Gaswerk wurde wegen des ausströmenden Gases sofort benachrichtigt. Die Arbeiten wurden gleich in Angriff genommen. Radler geriet in die Straßenbahnschienen An der Ecke Wilhelmstraße und Hellweg fuhr Montag mittag, gegen 12.15 Uhr, ein Personenkraftwagen gegen einen Radler, der bei dem Versuche, dem Kraftwagen auszuweichen, in die Schienen geraten und gestürzt war. Das Rad wurde zertrümmert und auch der Radler, dessen sich der Fahrer des Personenkraftwagens sofort annahm, wurde verletzt. Ein paar Geflügeldiebe In der Nacht zum 29. März wurden, wie schon berichtet, aus den Lauben zwischen Maarbach und Kohlenstraße in Bochum 13 Hühner entwendet. Diese Hühner wurden am Tage darauf von nachfolgend beschriebener Frau auf dem Wochenmarkt in Gelsenkirchen verkauft. Beschreibung: Etwa 30 Jahre alt, 1,62 Meter groß, redegewandt, dunkelblonder Bubikopf. gewelltes, gut gepflegtes Haar, blasses schmales Gesicht, große blaue oder graue Augen, sehr schlank. Sie trug einen hellen, fast weißen Wettermantel(Regenmantel), weiße Ohrringe in Form von Schuhknöpfen. Sie ist auch schon mit einem dunkelblauen Mantel mit grauem, langhaarigem Pelzkragen gesehen worden. Außer dieser Frau hat schon vorher folgender Täter auf dem Wochenmarkt in Gelsenkirchen Hühner abgesetzt: Beschreibung: 1,60 bis 1,68 Meter groß, 30 bis 35 Jahre alt, glatt rasiert, mageres Gesicht, stark hervortretende Backenknochen, dunkelbiondes, gescheiteltes Haar, blaue Augen, sicheres und gewandtes Auftreten. Er trug einen hellblauen gemusterten Anzug und einen Filzhut von bräunlicher Farbe. Nach dem Einbruch soll der Täter einen dunklen Mantel und eine blaue Schirmmütze getragen haben, Angaben erbittet die Kriminalpolizei in Bochum, Polizeipräsidium, Uhlandstraße 35, Zimmer 245. Durch Wäschelauge verbrüht. Montag morgen war die Ehefrau des Arbeiters Kl. in der Oskar=Hoffmann= Straße in der Waschküche mit den Vorbereitungen zur Wäsche beschäftigt. Während der Tätigkeit kam der vier Jahre alte Sohn kochender Lauge zu nahe, wobei er Verbruhungen an den Händen erlitt. Aerztliche Behandlung war sofort notwendig. Hwer hasteih und Was oungescheheitkonnte B..-Muthherr In der Schule lernt' ich mal, daß zwei Hälften einer Zahl stets genau ein Ganzes geben. Daß dies nur bedingt ist so, zeiget unser Bild hier froh, das ich schnell mal knipste eben. Vor dem Postamt standen da links ein Auto— rechts ein Pferd, beide still in sich gekehrt. Und von jenen„Pferdekräften“ sehen nur die Hälften wir, die vom„Töff“ und die vom Tier. Na, und diese halben Teile hatten beide Langeweile, wie das wohl verständlich war. Sicher wär' es wunderbar, könnten beide Hälften nun schnell zusammen sich mal tun. Könnten fix— anstatt zu stehen— als ein Ganzes weitergehen, und verschwinden in der Meng'. Peng Dochumer Lanrjährinieet; mal herhoren! Folgende Ausrüstung müßt Ihr mitbringen! Der Herr Regierungspräsident teilt mit: 1. Das Landschuljahr beginnt am 24. April 1935 und dauert bis zum 18. Dezember 1935. 2. Die Kinder werden durch den Lagerführer abgeholt. Es findet eine Abschiedsfeier statt; etwa noch notwendige Auskünfte werden dort erteilt. Tag, Stunde und Ort der Veranstaltung wird durch die Tagespresse bekanntgegeben. 3. Die Landjahrkinder werden in Köslin untersengecht„ Liah. einhamtmen Gind Die zum Landjahr einverufenen Kinder sollen folgende Ausrüstungs= und Bekleidungsgegenstände mitbringen:„ 7 4 Für die Jungen sind erforderlich: 1 Paar feste Wanderstiefel(Schnürstiefel), 1 Paar Schuhe oder Arbeitsstiefel(als Ersatz), 3 Paar graue Strümpfe, 2 Unterhemden und kurze Unterhosen, 2 Nachthemden, 1 Trainingsanzug oder Wolljacke zum Unterziehen, 1 schwarze Turnhose, 1 schwarze Badehose (Dreieck), ausreichend Taschentücher, 1 Paar feste Turnschuhe, Zahnbürste, Wasch=, Näh=, Stopf=, Schreib= und Putzzeug. Erwünscht sind ferner, soweit vorhanden: 2 Uniformhosen(1 Winter=, 1 Sommerhose), 2 Uniformhemden mit Halstuch und Knoten, 1 HJ.=Koppel mit Schulterriemen, 1 HJ.=Mütze(grüne Mützenbiese, gegebenenfalls ändern lassen), Tornister, Brotbeutel, Feldflasche, Trinkbecher, Zeltbahn). Für die Madchen sind erforderlich: 1 Paar feste Stiefel, 1 Paar feste Schuhe, 3 Paar lange Strümpfe(davon 2 Paar wollene), 3 Paar Söckchen (davon 1 Paar weiße), 3 mal Leibwäsche(am besten Hemdhose), 2 Unterrocke, 3 Nachthemden, 2 Schlüpfer, Strumpfbandhalter, 2 Waschkleider, 2 Kopftücher, 4 Schürzen(2 helle, 2 dunkle), 1 Paar Turnschuhe, 1 Turnanzug, 1 Badeanzug und Bademütze, 1 Woll= oder Strickjacke, 1 Mantel(möglichst Loden= oder Regenmantel), Zahnbürste, Näh-, Wasch=, Schuhputzzeug, Schreibzeug, 1 Baskenmütze. Erwünscht sind ferner, soweit vorhanden: BDM.=Uniform, Rucksack, Brotbeutel, Becher, Trainingsanzug, Musikinstrumente. Für die etwaige Anschaffung von HJ.= und BDM.= Uniformen sind die Richtlinien der Reichsjugendführung genau zu beachten. Uniformen dürfen nur in den Geschäften, die von der Reichszeugmeisterei zugelassen sind, gekauft werden. Eltern, vermeidet unnötige Anschaffungen! Diese entsprechen nicht dem Geiste der im Landjahr zu pflegenden Kameradschaft. Laßt Eure Kinder keine unnötigen und unbrauchbaren Zivilkleidungsstucke mit ins Landjahr bringen. Wo erhebliche Neuanschaffungen nötig, aber in einzelnen Fällen unmöglich sind, wendet Euch rechtzeitig vertrauensvoll an die Gemeindebehörde (Landjahrbüro, Schulamt, Rathaus, 4. Obergeschoß, Zimmer 410). Diese wird in Notfällen einen Ausweg finden. Eltern! Seid stolz darauf, daß Euer Kind den Vorzug genießt, am Landjahr teilnehmen zu dürfen. pfarrer Franz Bals 1 In Elsen bei Paderborn starb am 5. April im hohen Alter von 74 Jahren Pfarrer Franz Bals. Der Verstorbene hat einen großen Teil seiner priesterlichen Tätigkeit der Stadt Bochum gewidmet. Als junger Priester war er einige Jahre Kooperator unter dem damaligen Propst Kösters. Dann wirkte er als Pfarrer in Sundwig bei Hemer. Im Jahre 1907 wurde er als Nachfolger des verstorbenen ersten Pfarrers von Hamme, Moritz Lohre, an die Herz=Jesu=Kirche berufen. Unter seiner Amtstätigkeit wurde der damals gerade im Bau befindliche Vergrößerungsbau der Kirche nach der Dorstener Straße hin zu Ende geführt. Dem Verstorbenen ist es auch zu danken, daß die Pfarrkirche nach dem damaligen Umbau den prächtigen Hochaltar, einen Klappaltar, erhielt, der ein Schmuckstück des Gotteshauses bildet. Weiter beschaffte er auch die drei neuen großen Fenster im Chorraum. Im Jahre 1912 beging Pfarrer Bals unter der Anteilnahme der ganzen Pfarrgemein sein silbernes Priesterjubiläum. Den St.=Elisabeth=Frauenverein, der im vorigen Jahre sein 50jähriges Bestehen feiern konnte, war er ein vorbildlicher priesterlicher Führer. Im Jahre 1917 wurde er dann von der bischöflichen Behörde nach Elsen bei Paderborn berufen, wo er nun nach 18jähriger Tätigkeit gestorben ist. Sein Nachfolger in Hamme wurde Pfarrer Arens, der frühere Rektor des Elisabeth=Hospitals. Auch in Elsen erfreute sich Pfarrer Bals großer Beliebtheit und treuer Anhänglichkeit. Auch in Bochum, namentlich in der Hammer Herz=Jesu=Pfarrei, wird das Andenken dieses eifrigen Seelenhirten in Ehren bleiben. Ran ans Mikrophon! Letzte Anmeldefrist der Rundfunksprecher am 15. Aprkt 1935 bei der Kreisrundfunkstelle, Bochum, Malteserstraße 14b. Auch in diesem Jahre suchen wir die besten Rundfunksprecher! Wir suchen den Arbeiter von der Drehbank, den Bauern hinter dem Pfluge, wir suchen Künstler, Kaufleute und Beamte. Wir suchen die deutsche Frau, sei es als Hausfrau, Mutter oder Berufstätige. Der deutsche Volksfunk will in seiner Aufbauarbeit die Frauen und Männer am Mikrophon wissen, die aus dem Volke kommen. Der deutsche Volksfunk will durch diese Frauen und Männer das Erlebnis Rundfunk tief ins Land, bis in die kleinsten Kreisstädtchen, hineintragen. Wir wollen im nationalsozialistischen Deutschland das Rundfunkmikrophon nicht in den Glaskasten stellen und es ängstlich vom Volk und dem Erleben des Volkes trennen. Wir wollen in die Menge gehen und wollen aus der Masse der Erlebenden für die Masse der Hörenden das Erlebnis vermitteln. Wir suchen die rechten Menschen dafür, die das können. Wir wollen auf ganz breiter Grundlage beginnen. Das Volk selbst soll entscheiden. Immer wieder vermittelt uns der Rundfunk die großen Erlebnisse unserer Tage. Wenn wir gestern als Beispiel die Uebertragungen der Befreiungsfeiern an der Saar anführen konnten, so führen wir heute das unerhörte historische Erlebnis des 16. März an. Aber auch bei der Gestaltung unserer täglichen Sendungen wollen wir die Enge der Sendesäle abschütteln und die noch bestehenden Schranken zwischen Rundfunk und Hörer niederreißen. Dem großen Vorbild unseres Reichspropagandaleiters, Pg. Dr. Goebbels, soll jeder Nationalsozialist als Funksprecher nacheifern. Der große Improvisator ist zugleich ein Mann der sorgfältigsten, peinlich genauen Vorbereitungen, Durchdenkung und Festlegung jedes Ereignisses und jeder Ueberraschung. Und das mag den neuen Funksprechern, die im nationalsozialistischen Deutschland um die Palme des Siedeine besten Arbeitskameraden am 12./13. April Wahlzucht bei den Bienen Auf Einladung des Bochumer Imkervereins sprach am Sonntag nachmittag vor einer stattlichen Anzahl Imker in der=Landwirtschaftsschule Reichsbahnamt mann Tuschhoff aus Elberfeld über das für jeden Imker wichtige Thema:„Wahlzucht bei den Bienenvölkern." Der Redner, der bei vielen Bienenzüchtern bestens bekannt ist, wies zunächst darauf hin, daß auch der Imker zum Reichsnährstand gehöre und darum verpflichtet sei, im Rahmen der Erzeugungsschlacht die Leistungen der Bienenvölker zu steigern. Nach eingehender Erörterung der großen Erfolge bei den Nutztier= und Pflanzenzüchtern erklärte der Redner, wie man auch bei den Insekten durch eine planmäßige Zucht gute Erfolge erzielen kann. In diesem Zusammenhang verwies er auf die Züchterergebnisse bei den Seidenraupen. An Hand von Zahlenmaterial legte er dar, wie im Verlauf der letzten Jahre durch eine bewußte Wahlzucht auch bei den Bienenvölkern die Leistung gesteigert werden konnte. Er gab zum Schluß den mit wachsendem Interesse zuhörenden Imkern manche Anregung und Anleitung. Dem Vortrag voraus ging eine Mitgliederversammlung des Imkervereins, in der Vereinsangelegenheiten besprochen wurden. Kaft.. Mit unübertrefflichem Opfergeist hat die Bevölkerung des Gaues Westfalen=Süd dem Winterhilfswerk 1934/35 zu einem überragenden Erfolg verholfen. Der Sozialismus der schaffenden Deutschen hat die Not zu bannen vermocht. Doch die Arbeit und Sorge für diejenigen unter uns, die noch nicht in der Lage sind, aus eigener Kraft sich zu erhalten, darf nicht enden. Die schönen Monate des Jahres stehen bevor. Die Sommerzeit ist wie keine andere Jahreszeit geeignet, den Menschen in der freien Natur Kraft und Lebensfreude zu geben. Diejenigen, denen unsere Fürsorge im vergangenen Winter galt, sind jedoch nicht in der Lage, aus eigener Kraft sich einen Erholungsurlaub zu verschaffen. Deshalb wenden sich die unterzeichneten Organisationen an die Volksgenossen in Westfalen=Süd mit der Bitte: Stellt dem Erholungswerk des Deutschen Volkes für den Sommer 1935 Erholungsfreiplätze für Mütter und Kinder zur Verfügung. Helft insbesondere durch Aufnahme von Kindern die Volksgesundheit zu heben, um die Nachkommenschaft unseres Volkes, für die wir jetzt kämpfen, gesundheitlich zu stärken, daß sie dereinst mal in der Lage ist, als starkes Geschlecht den deutschen Aufbau zu vollenden. Verbunden mit dem Erholungswerk ist die Lange Jahre hindurch haben die Vorkämpfer des Dritten Reiches oft in bitterster Not gerungen um Deutschlands Einheit und Stärke. Mit ihrem Blut haben sie oft die Geschichte des Dritten Reiches geschrieben, verhöhnt undverspottet gingen sie ihren einsamen Weg. Erst die Uebernahme der Macht, nach der das Volk wie aus einem tiefen Schlaf erwachte, hat die gerechte Würdigung dieses Kampfes gebracht und als Folge davon der Dank des Volkes an den unbekannten SA.= und PO.=Mann. Schon in vergangenen Jahren habt Ihr Volksgenossen im Gau Westfalen=Süd in wahrhaft überwältigender Form Euren Dank durch Freiplatzspenden zum Ausdruck gebracht. Wir bitten Euch, setzt dieses Werk auch in diesem Jahre fort. Nehmt einen alten Kämpfer Adolf Hitlers bei Euch auf. Die Werbung für das Erholungswerk des deutschen Volkes und die Adolf=Hitler=Spende erfolgt von den unterzeichneten Formationen und Verbänden gemeinschaftlich. Einzelheiten sind zu erfahren bei den Kreisamtsleitungen der NS.=Volkswohlfahrt im Gau Westfalen=Süd. (gez.) Stürtz stellv. Gauleiter. (gez.) Hütwohl„(gez.) Schramme Gauamtsleiter der NSy. Führer der SA.=Gruppe Westfalen. SS.=Abschnitt XXV. Motor=Brigade Westfalen, HJ.=Gebietsführung Westfalen, NSDFB. Landesverband Westfalen e.., Kyffhäuserbund, Landesbauernschaft, Deutscher Gemeindetag, Westf.=Lipp. Verkehrsverband, Wirtschaftsgruppe 5 Gaststätten= und Beherbergungsgewerbe, Karitas, Innere Mission. ges kämpfen, mit auf den Weg gegeben werden: Ohne Fleiß ist auch die genialste Begabung hoffnungslos! Deutsche Frauen, deutsche Männer! An Euch alle ergeht der Ruf. Wer sich berufen fühlt, der möge unbefangen zu uns kommen und sich zur Auswahl stellen. Tausende sollen kommen— wir suchen die Besten! 100 Saarkinder kommen Mittwoch nach Bocham Mittwoch nachmittag treffen zwischen 17 und 18 Uhr auf dem Bochumer Hauptbahnhof etwa 100 Saarkinder ein, die durch Vermittlung der NS.=Volkswohlfahrt zur Erholung in unserer Stadt weilen. Die Kinder werden von den Ortsgruppenwaltern dann sogleich ihren Quartiergebern zugeführt. Kameradschaftsabend des Sturmes 1 R 12 Am Samstag abend fand im Lokale Strauch, Herner Straße, ein Kameradschaftsabend des Sturmes I R. 17 statt. Sturmführer Griwna begrüßte die zahlreich erschienenen Kameraden, deren Frauen sowie die Gäste des Abends. Ein reichhaltiges Programm sorgte für Unterhaltung. In bunter Folge wechselten Deklamationen, Gesänge und Musikstucke. Der nimmermüde Kamerad Boller hatte den musikalischen Teil des Abends übernommen und entledigte sich dieser Aufgabe zur vollsten Zufriedenheit. Man staunte über die Vielseitigkeit der Kameraden, die alle zum Gelingen des Abends beitrugen. So waren es gemütliche Stunden, die man verlebte und der Abend zeigte so recht die innere Verbundenheit und Kameradschaftlichkeit, die diesen Sturm beseelen. Kampf gegen Rauch und Eine nationale Pflicht. Der Regierungspräsident zu Arnsberg teilt mit: Der Ausschuß für Rauch= und Rußbekämpfung in der im Reichswirtschaftsministerium bestehenden Arbeitsgemeinschaft für Brennstoffersparnis hat in Erkenntnis der Wichtigkeit der Rauch= und Rußbekämpfung für die Volksgesundheit und für das Volksvermögen eine umfassende Aufklärung vorgesehen, um die Hauptursachen dieser heute noch vorhandenen Nachteile der Feuerungen, die Unkenntnis über die richtige Feuerungsweise zu beseitigen oder wenigstens soweit als möglich zu mindern. Der Ausschuß nimmt an, daß der technisch vermeidbare Verlust an Brennstoffen jährlich für Deutschland einem Kohlenwert von rund ½ Milliarde Mark entspricht. Die vergeudete Kohlenmenge in Deutschland würde einen Güterzug füllen in einer Länge von Lissabon bis Wladiwostok. Dieser Verlustwert läßt allzu deutlich den volkswirkschaftlichen Schaden ermessen, der infolge von Unkenntnis durch unzweckmäßige Feuerungsanlagen und falschen Feuerungsbetrieb unsere Wirtschaft belastet und weiterhin ständig bedroht. Zu diesem finanziellen Verlust treten die Rauch= und Rußschäden, welche das Wohnen in der Nähe von Feuerungsanlagen zur Qual machen, das Wachstum der Pflanzen beeinträchtigen und frühzeitige Zerstörungen von Gebäuden und Einrichtungen zur Folge haben können. Diese Schäden an Volk und Volksvermögen machen den Einsichtigen und Sachverständigen die Rauch= und Rußbekämpfung zur nationalen Pflicht. Die von dem Ausschuß vorgesehene Aufklärung verdient deshalb weitgehende Unternunung Seite 4 Nr. 84, Bochumer Anzeiger„ Dienstag, 9. April 1933 und die Mitarbeit der dazu geeigneten Behörden. Die Gewerbeaussichtsämter und Staatshochbauämter sind daber angewiesen, sich den Fragen der Rauch= und Rußbekämpfung eingehend zu widmen und der Bevölkerung in diesen Fragen mit Rat und Tat zur Seite zu stehen. Namentlich aber die Polizeibehörden sollen bei den Abwehrmaßnahmen gegen Rauch und Ruß mitarbeiten. Erlebnisse im Baltenland Ein Deutcchbalte erzählt aus Schreckenstagen. Einen scberaus interessanten Vortrag über seine Erlebnisse im Baltenland hielt am Sonntag nachmittag im überfüllten Saale des Ernst=Moritz=Arndt=Hauses der Deuzsahbalte Edgar Pinding aus Riga. In fesselnder Weise schilderte der Vortragende, der mit seinen Eltern in Riga lebte und der später als Flieger im Verband der Eisernen Division die Befreiung der Heimat mitmachte, die schrecklichen Kämpfe mit den Bolschewisten. Zu den furchtbarsten Begebenheiten zählt auch die baltische Christenverfolgung in Riga im Jahre 1919. So erschien eines Tages ein schwarzer Lasttraftwagen mit der Aufschrift„Antichrist". Von diesem Tage an wurden sämtliche Kirchen für die Gläubigen geschlossen und an Stelle von Kirchenliedern erklang von den Orgeln die„Internationale". Je drückender die Schikanen der Bolschewisten waren, desto fester schlossen sich die Deutschbalten zusammen. Packend waren die Erlebnisse des Redners während des Krieges. So mußte sein Vater, um vor Verfolgungen geschutzt zu sein, sich etwa zwei Jahre im Kleiderschrank verstecken. Furchtbar waren die Mordtaten der Bolschewisten, noch furchtbarer aber die Mordtaten der Frauen, die man„Flintenweiber" nannte. Schreckliches hatten die Deutschhalten durchzumachen, bis im Jahre 1919 endlich die Befreier erschienen, unter denen sich auch der von den Franzosen erschossene Freiheitsheld Albert Leo Schlageter befand. In den 4½ Monaten der Bolschewistenherrschaft wurden allein in Riga insgesamt 3654 Menschen bestialisch dahingemordet, hinzu kommen noch 8590 Frauen, Kinder und alte Männer, die den Hungertod starben. Wir in Deutschland, so sagte der Redner zum Schluß, könnten dem Schöpfer nicht genug dafür danken, daß er uns den Retter Adolf Hitler erstehen ließ, der uns vor einem ähnlichen Schicksal bewahrte. Unsere heilige Pflicht und Aufgabe sei es, tatkräftig am Aufbau unseres Vaterlandes mitzuarbeiten. Erschutternd und grauenerregend waren die vielen Lichtbilder als Urkunden für die Drangsale, die die Deutschbalten erdulden mußten. Die Sängervereinigung Bochum im Zeichen des Die Jahreshauptversammlung. Die„Sängervereinigung Bochum e. V“ hielt in der Bürgergesellschaft in der von den Sangesbrudern außerordentlich gut besuchten Jahreshauptversammlung Rückschau auf die Arbeit am deutschen Lied im verflossenen Geschäftsjahr und Ausschau auf die bevorstehenden Aufgaben. Vereinsleiter Peter Caprasse gab ein umfassendes Bild von der Tätigkeit im Jahre 1934. Als erfreulichste Tatsache darf gebucht werden, daß die Vereinigung auf der ganzen Linie einen Aufstieg zu verzeichnen hat. Dieses erfreuliche Ergebnis ist der freudigen Hingabe eines jeden einzelnen Sangesbruders und vor allem auch der unermüdlichen Arbeit des Chorleiters Albert Lambertz zu verdanken. Der Erfolg des letzten großen Konzerts am 2. Februar im Schützenhof war der sinnfälligste Beweis dafür, daß in der Sängervereinigung nur die unausgesetzte Arbeit gilt. Daß die inneren Verhältnisse der Sängervereinigung, namentlich auch die Geschäftsführung und die Kassenangelegenheiten, vorbildlich und gesund sind, bewiesen die Darlegungen der übrigen Vorstandsmitglieder und der Rechnungsprüfer. Weiter konnten der Sängervereinigung eine ganze Anzahl neuer aktiver Mitglieder durch die fleißige Werbetätigkeit von Sangesbrüdern zugeführt werden. Schon heute steht die ganze Arbeit im Zeichen der Vorbereitungen für den am 21. Juli dieses Jahres in Soest stattfindenden Westdeutschen Sängertag, der nicht weniger als 50000 Sänger aus dem Westen in der altehrwürdigen Westfalenstadt vereinigen wird. Allein in der Provinz Westfalen sind im Westfälischen Sängerbund nicht weniger als 1300 Gesangver eine gesammelt. Das verflossene Jahr würde jedoch nicht solch schärErfolg aufweisen können, wenn es an der talkräftigen Förderung durch Freunde der edlen Sangeskunst gefehlt hätte. Vorsitzender Caprasse richtete herzliche Worte des Tankes an den Protektor der Sängervereinigung für seine tatkräftige Mitarbeit, der in seiner Erwiderung betonte, daß es ihm eine Freude und Selbstverständlichkeit gewesen sei, an der deutschen Sängersache mitzuarbeiten, ganz besonders aber, wenn man sehen könne, daß es stetig aufwärts gehe, wie im Jahre 1934. Aus den Reihen der Mitglieder dankte Otto Heckmann im Namen aller Sangesbrüder dem gesamten Vorstande für ne einigung, die für den ganzen Deutschen Sängerbund Gültigkeit haben. Den Sangesbrudern, die schon seit Jahrzehnten treu zur Sängervereinigung halten, wurde vom Vorstand eine sinnige Ehrung bereitet. Zu den Jubilaren des Jahres 1934 gehören die Sangesbrüder Karl Ringens, 30 Jahre Mitglied, Wilhelm Jasiak und Paul Altegoer, 25 Jahre, Peter Caprasse, 20 Jahre, sowie fünf Jubilare mit 15 Jahren und 13 Jubilare mit 10 Jahren Vereinszugehörigkeit. Die im Namen aller Sangesbruder dem gesamten Vorstande für seine uneigennutzige Arbeit während des verflosseurn Jahres. Es folgte die Verlesung der nach dem Führerprinzip aufgestellten neuen Satzungen der VerVersammlung gedachte der verstorbenen und gefallenen Sangesbruder und gelobte unverbrüchliche Treue zum Fuhrer des deutschen Volkes. Nach dem Verklingen des Deutschen Sängerspruchs und des Westfälischen Sängergrußes war der geschäftliche Teil der Hauptversammlung erledigt. Den Abschluß des Tages bildete ein kameradschaftsliches Beisammensein.— „Bildmäßige Leica=Photographie“ Eine Ausstellung von Alfred Person(Frankfurt a..) im Café Zentral. Es gelingt der von der Firma Ernst Leitz(Wetzlar) gegenwärtig im Café Zentral veranstalteten Bildschau durchaus, den Nachweis zu führen, daß die moderne Kleinkamera heute nicht nur Leistungen ermöglicht, die dem großen Format verschlossen sind, sondern daß sie auch in künstlerischer Hinsicht die schwierigsten Aufgaben zu meistern gestattet. Der bekannte Frankfurter Lichtbildner Alfred Person zeigt diese Möglichkeiten durch 80 Leica=Bilder, die unter Anwendung seines besonderen Vergrößerungsverfahrens hergestellt sind. Charakteristisch für dieses Verfahren sind die klare Durchzeichnung der Lichter und die außerordentliche Tiefe und Sättigung der Schatten, die dem Bilde eine eigenartig dekorative Note verleihen. Mit besonderer Eindringlichkeit wird die Möglichkeit der Ueberwindung auch der stärksten Helligkeitsunterschiede mit Hilfe der PersonVergrößerung durch die beiden Bilder„Windmühle" und„Abendstimmung" nachgewiesen. Sehr originell gesehen und prachtvoll ausgeführt sind die technischen Aufnahmen„Webstuhl mit Schiffchen" und„Staustufe Griesheim". Devisenvergehen unter schwerer Strafe Dei Sprung adel dn Gienze Bilder aus den Bochumer Gerichtssälen Vergehen und Verbrechen gegen die Devisenordnung etwas ausgefressen haben soll, dürfte er nach verbüßter werden schwer bestraft als Taten, die gegen das Wohl Strafe über die Grenze abgeschoben werden. der Allgemeinheit und gegen die Sicherheit des Reiches Hände weg von fremden Geldern gerichtet sind. Geldverschleppung ins Ausland schädig:] Wer mit Geldern, Vereins= und Verbandsbeiträgen die Volkskraft, verringe das Reichsvermögen und muß seiner Volksgenossen zu tun hat, der muß doppelt vorin Notzeiten und Devisenmangel unbedingt unterbunden sichtig sein, damit er jeden Augenblick ehrliche Rechenwerden. Daß bei Devisenvergehen die Gerichte nicht Hieser Hinsicht lässig oder gar unehrlich wird dem gel mehr mit sich spaßen lassen, mußte ein junger Holländer namens van G. erfahren. So etwa zwei Dutzend Spritztouren hat er nach Deutschland gemacht, dabei soll er auf Reiseschecks etwa 1500 Mark deutsche Währung nach drüben verschleppt haben. Der Nachweis konnte aber nur für 1175 Mark geführt werden. Er besaß auch zwei verschiedene Pässe, mit denen er„arbeitete". Ein ganz besonders schwerer Fall war es noch nicht, nichtsdestoweniger hielt das Gericht im Rahmen des Gesetzes zum Schutze des deutschen Geldwertes eine empfindliche Strafe für gerechtfertigt, da der verbrecherische Wille zweifelsfrei feststand. Das Urteil lautete auf ein Jahr Gefängnis und 6000 Mark Geldbuße, bzw. einen weiteren Monat Gefängnis. Ferner ist Ersatz der verschobenen 1175 Mark zu leisten. Da der junge Holländer von drüben„angefordert“ wird, weil er irgendihn ein Gläubiger, so riß er durch Pump ein neues Loch auf, um das alte zu stopfen. Schließlich sah die Sache wirklich aus wie Betrug und Urkundenfälschung. Der Mann rechnete auf das Mitleid seiner Volksgenossen. Er wäre durch die Krankheit seiner Frau in Verdrückung geraten. Daß er dann aber das Geld leichtfertig verwettete erschwerte wieder den Fall. Denn beim Wettbetrieb auf soviel Glück zu rechnen, um aus dem Schuldenschlamassel herauszukommen, das war doch allzu töricht. So kam er immer tiefer in die Patsche. Schließlich hatte er etwa 1800 Reichsmark Schulden in lauter kleinen Beträgen am Halse. Einen wesentlichen Teil der Gelder hat er zurückerstattet. Das Gericht verurteilte den Mann zu anderthalb Jahren Gefängnis. Die schlimmste Strafe freilich besteht darin, daß er seinen Dienst aufgeben mußte und somit an der Pumpwirtschaft und Wettleidenschaft sein ganzes Leben lang zu büßen haben wird. Und seine Frau leider mit ihm. Vorübergehend Wetterberuhigung Bericht der Reichswetterdienststelle Essen vom 8. April, abends. Der Zustrom milder Ozeanluft aus Südwest brachte uns unter Temperaturanstieg ausgedehnte Niederschläge. Mit dem Vordringen eines Randwirbels zur Nordseeküste frischten die Winde stark auf. Mit dem Vorstoß kälterer Luftmassen kommt es zunächst zum Aufreißen der Bewölkung und durch den Aufbau eines schwachen Hochs erfolgt Wetterberuhigung, die jedoch nicht von langer Dauer sein wird. Vorhersage für Dienstag: Mäßige bis frische Winde aus westlichen bis nordwestlichen Richtungen. Stark wechselnde Bewölkung. Tagestemperaturen bis 11 Grad.— Wahrscheinliche Weiterentwicklung: Frische Winde aus westlichen Richtungen. Meist bedeckt und regnerisch. Montag, 8. April Barometer 24 Uhr: 8/8 Thermometer 3. öhr it Zeiten für Sonne und Mond am 9 April: (2 Aufg.48, Unterg. 19.16; J Aufg..32, Unterg..31 Wetternotizen, gemessen um 8 Uhr vormittags bieser. Misscht rlufgg ooer gur undhrinh wirt, dem geht es sehr schlecht. Das mußten die beiden M. und S. aus Datteln erfahren, die bei einem Fahnenweihfest bei einer Weihnachtsfeier beispielsweise als Vereinsbeauftragte geradezu eine Lotterwirtschaft trieben, so daß große Fehlbeträge entstanden sind und Belege nicht vorhanden waren. Solche Untreue wird heute aus den verschärften Strafbestimmungen sehr scharf geahndet. Die beiden ungetreuen Obmanner erhielten je anderthalb Jahre Zuchthaus und müssen nebenher noch 500 bzw. 400 Reichsmark Geldstrafe zahlen. Sie wurden sofort verhaftet. „Borgen macht Sorgen“ Ein noch schärferes Volkswort sagt sogar„Pumpen macht zum Lumpen". Wenn die Leute das nur immer redlich bedenken wollten. Wieviel Jammer könnten sie sich ersparen. Ein Fall aus Wattenscheid beweist das wieder. Da mußte ein Mann wegen einer geradezu unsinnigen Schuldenmacherei seinen schönen Dienst quittieren. Er hatte Hinz und Kunz angepumpt. Bedrängte Wohin gehen wir heute Stadttheater: 20 Uhr: Merlin.. 20 Jhr: Gartrag Verwaltungs Akademie, Wittener Straße: 20 Uhr: Vortrag der Anthroposophischen Arbeitsgemeinschaft. Parkhotel„Haus Rechen“: 20 Uhr: Konzertabend. Tonhallen-Diele: Heiterer Tanzabend. Gloria Palast: ab 15.30 Uhr: Oberwachtmeister Schwautz., Hamser, Zichtspiele: ab 15.15 Uhr: Die Neuer von peutschLichtburg: ab 15.15 Uhr: Fritz Servos mit seinem Ensemble persönlich auf der Bühne. Lichtspielhaus: ab 15.15 Uhr: Die beiden Seehunde. Odeon: ab 17 Uhr: Die Töchter Ihrer Exzellenz. Stala Lichtspiele: ab 17 Uhr: Die Töchter Ihrer Exzellenz. Tonhalle: ab 15.30 Uhr: Bengali. Weltlichtspiele: ab 15.15 Uhr: Ich für dich— du für mich. Apollotheater: ab 15.35 Uhr: Abel mit der Mundharmonika. Serbbrhaus Garreiterr Roman von Eise Meerstedt 16) Zwar hatte er nicht das geringste in seinem Kontor zu tun. Aber es kam das über ihn, was die alte, lehenskluge Mutter Reimers schon von ihm gedacht hatte: der Wunsch nach einer kurzen Zwiesprache mit dem, der auf höheren Befehl so kurz vor Weihnachten einen Platz hatte räumen müssen, auf dem er jahrzehntelang zu Hause gewesen war. Daß es im Kontor kalt sein würde, konnte man schon im Treppenhause merken. Das ganze Leben war überhaupt für einen Menschen kalt an einem Tage wie dem heutigen, da sogar der Hofhund und die Hauskatze Familienanschluß suchten und fanden. Das erste, was Curt Hardenfels sah, als er im Kontor seines alten Herrn Licht angeknipst hatte, waren tückisch unter frostigen Eisblumen glitzernde Fensterscheiben. Aber das, was er gleich danach sah, ließ eine ganz leise, ganz sanfte Wärmewelle auf ihn zugleiten. Es war nur ein Tannenzweig, der sich mit hauchfeinem Duft bemerkbar machte. Und an dem Zweig ein bescheidenes, rotes Lichtlein, und unter dem Lichtlein an dünnem Silberfaden ein Schokoladenkringel mit unzähligen winzigen Zuckerkügelchen bestreut. Da knipste Curt Hardenfels das elektrische Licht wieder aus und steckte die kleine, rote Weihnachtskerze, an. Die leuchtete nun in der Stille des einsam verlassenen Geschäftshauses wie ein heimeliges Sternlein! Wie ein Geschenk aus Christkinds Hand. Gute redliche Mutter Reimers! dachte Curt Hardensels während er mit hochgeschlagenem Rockkragen im Sessel des alten Herrn saß und in das bewegliche Flämmchen schaute. Während seine Gedanken abglitten zu dem, den er vor drei Wochen nach Ohlsdorf gebracht hatte. La Bella war weit fort. La Bella paßte nicht zu einem bescheidenen Tannenreis. Nicht zu einem roten Weibnachtslicht und nicht zu einem Schokoladekringel. Aber jemand anderes paßte hierher! Ein weißblonder Kopf mit strahlenden, blauen Augen. Ein Mädel, das arm war und Veilchen verschenkte. Das Veilchen in ein offenes Grab, in seines Vaters Grab, geworfen hatte. Vielleicht stammte der Tannenzweig gar nicht von Mutter Reimers!? Vielleicht stammte er von demselben Mädel—? Curt Hardenfels fühlte sich mit einem Male weniger einsam. Seine Gedanken begannen zu kreisen zwischen seinem Vater und Mutter Reimers und einem weißblonden Kopf mit einem Mund, der so kecke Reden schwingen und so keck antworten konnte. Und dann ging alles ein bißchen durcheinander, wie ein Mückenschwarm an einem Hochsommerabend. Und dann wachte Curt Hardenfels nach kurzem Druseln wieder auf, als der alte Michel seine vollen, tiefen Glockentöne aus schwindelnder Höhe herab zwischen all die alten Häuser und Gassen und zwischen die engen Straßen warf, die in seinem Bereich lagen. Der kleine Stern, der so lustig in dem einsamen Kontor geblinkert hatte, lag in den letzten Zügen. Und Curt Hardenfels hatte beim Sitzen kalte Füße bekommen!..... du Stmden uack u. Die wollte er sich draußen in den Strußen noch ein bißchen„vertreten", und dann wollte er irgendwo Abendbrot essen. In irgendeinem Lokal, in dem im Schatten eines Tannenbaumes mit elektrischen Lichtern diskrete Kellner diskret gähnten, das eine große, leere Mitt hatte und ein paar am äußersten Ufer verteilte Männekens die, wie er keine weihnachtliche Bleibe Mannerens, die, wie er, keine weihmachtliche Bleide hatten. Denn die alte, langjährige Hausdame der Familie Hardenfels war auch auf und davon. Schweren Herzens. Aber es war wohl nicht anders zu machen! Curt Hardenfels hatte sie mit der Situation im Hause Hardenfels bekanntgemacht. Hatte als ehrlicher Mensch nichts hinzugesetzt und nichts verschwiegen! Was konnte da die alte Dame anders tun als 96%e!. Taht, 4nfe um uen Gut in Bi. Curt Hardensers hatte aufs neue den Hut in die Stirn gedrückt und die Hände in die Taschen vergraben und ging nun unter dem unaufhörlichen feierlichen Bim=Bam des alten Michel den Neuen Wall hinunter bis zur Stadthausbrücke. Hier blieb er stehen und überlegte—— Hinter ihm und in der Runde rasselten Rolläden herunter. Mühte man sich, Scherengitter vorzuziehen. Verlöschte die festliche Beleuchtung in den Schaufenstern und Läden.„... 4Ite 8s. 94. Ein paar Minuten noch, und dann ei##en die, die in den letzten Wochen immer nur Weihnachtsfreude verkauft hatten, zu ihrer eigenen Weihnachtsfreude. Wenn Curt Hardenfels ein anderer gewesen wäre, als der er war, dann würde er wahrscheinlich jetzt geseufit haben..64 u„. Aber das tat er nicht, sondern er faßre einen EntGlup:..". S temstianslitst mt S. Ging man zwischen die Internationalitar nach Sankt Pauli! In irgendeine Hafenkneipe oder einen Grogkeller, wo Seeleute lärmten, die den Anschluß mit zu Hause auch nicht mehr gekriegt hatten., So kam es, daß Curt Hardenfels den Steinweg hinunterpendelte. Und so kam es, daß er plötzlich auf Mutter Reimers stieß, die gerade dabei war, ihren Stand abzumontieren. „Guten Abend, meine liebe Reimers!" Mutter Reimers fuhr herum. „Sieh da, Herr Hardenfels! Auch noch auf den Beinen!?“ Curt Hardenfels lacht ein bißchen abgehackt. „Was soll wohl ein einsamer Junggeselle, wie ich, anderes machen, als das Christkind in irgendeiner Kneipe zu suchen, Mutter Reimers!“ „Das ist aber schade, Herr Hardenfels— ich für mein Teil halte nichts von den alten Kneipen.“ „Ich auch nicht, Mutter Reimers! Aber irgendwo soll man doch abbleiben. Sie feiern natürlich dick Weihnachten so mit Karpfen und allerlei!“ Curt Hardenfels“ Ton sollte scherzhaft klingen. Aber Mutter Reimers, die nicht nur eine kluge, sondern auch eine feinfühlende Frau war, hörte auf einen Ton, der hinter dem Herz anschlug. Ganz weit weit weg war dieser Ton! Aber sie hörte ihn doch. Er kam aus einer Einsamkeit, die mit einer Lücke zusammenhing, die der Tod gerissen hatte. Und da stand plötzlich wieder ihre Unterlassungsfünde vor ihr, über die sie sich schon den ganzen Tag geärgert hatte, und die sie in den letzten Stunden nur vergessen gehabt hatte, weil der Zeitungsverkauf so gut gewesen war. So ein Tannenzweig, dachte Mutter Reimers, hätte in diesem Falle doch gewirkt wie eine gute Hand.. kasl. Ju Geräh Mutter Reimers harte ein Gefuhl, als ob sie eine Sünde begangen hätte...ezinahe verschämt Und so gab sie den Karpfen beinahe verschamt zu. „Einen Karpfen haben wir uns heute allerdings geleistet, Herr Hardenfels! Sie waren noch nie so billig wie in diesem Jahre!:.— Mast, Wir, denkt Curt Hardenfels: Das waren Mutter Reimers und die weißblonde Rosemarie.„. „Sie haben es ein bißchen gut, Muller Und einen Weihnachtsbaum haben Sie natürlich auch und einen Buddel Rum und Ihre Rosemarie! einer wischt sich den Mund. Na, gute Nacht, Mutter Reimers, und einen schönen Gruß an die Rosemarie! Ich gehe jetzt ein bißchen wohin, wo Seemannsklavier gespielt wird.“... Eee 1 Alles, was Curt Hardensels gesagt hat, hat scherzhaft geklungen. Er hat auch gelächelt. Und nun streckt er Mutter Reimers die Hand hin. Und Mutter Reimers umschließt mit ihrer verarbeiteten Hand die gepflegte Männerhand und drückt sie herzlich.„Gute Nacht, Herr Hardenfels, und— und ich denke, Sie werden schon jemand haben, zu dem Sie heute abend gehen.“.... Matter W imers „Das hatte ich auch gedacht, Mutter Reimers, Wie kam er denn dazu, seine Niederlage anzudeuten!„Aber nun endgültig Gute Nacht, Mutter Reimers! Und frohe Festtage!" Da ging er hin, der Chef. Den Kopf ein bißchen zu steil im Nacken... g 4. g—2 45 Und da lehnte auch schon Mutter Reimers ihren Stand an die Wand. Und setzte sich in Bewegung, so gut, wie das ein eben überwundener Herenschuß und ein noch nicht in allen Einzelheiten überwundener Rheumatismus zuließen.„ „Herr Hardensels: Herr Harvenfels! Laufen Sie doch man nicht so!“ Curt Hardenfels war stehengeblieben. Ein bißchen erstaunt. Er lächelt. Ein bißchen verlegen.„Soooooo bin ich ja gar nicht gelaufen, Mutter Reimers. Sie können mir bloß nicht nachkommen." „Tja, Herr Hardenfels, was ich sagen woute, das heißt, wenn Sie mir das nicht übelnehmen, aufdrängen will sich unsereiner ja nicht! Tja, Herr Hardenfels, wenn das vorhin kein Schwindel war mit dem Alleinsein und dem Kneipesitzen am lieben Christfest— Tja, Herr Hardenfels, unser Spiegelkarpfen ist groß genug, daß sich auch noch ein Dritter mit an den Tisch setzen könnte, ohne daß wir zwei anderen zu kurz kämen. Ich weiß nur nicht, ob Ihnen damit gedient ist. Viel Unterhaltung gibt's bei uns nicht. Wir haben kein Grammophon und kein Radio. Nur die paar Töne, die wir von den Nachbarn abkriegen. Und der Weißwein, in dem der Karpfen schwimmen will, fehlt natürlich auch. Unsereiner trinkt sein Glas Weihnachtsgrog hinterher. Tja, wie gesagt, Herr Hardenfels, ich weiß nicht, ob ich Ihnen so etwas anbieten kann.“ „Ich hab's schon angenommen, Mutter Reimers, was Ihr gutes Herz mir da bietet, aber— ich komme mit leeren Händen. Wie konnte ich denn wissen, daß mich heute noch einer auf der Straße auflesen würde.“ „Tja, Herr Hardenfels, man kommt sich manchmal viel vergessener vor, als das in Wirklichkeit der Fall ist. Man hat zwar heute den ganzen Tag den Himmel vor Schnee nicht gesehen. Aber vom Himmel aus zu uns gibt's noch immer ein Guckloch. Dafür ist der Himmel direkt bekannt.“ Mutter Reimers lächelt ein gutes, mütterliches Lächeln.„Und was die leeren Hände anlangt, Herr Hardenfels, mich würden sie nicht genieren und die Rosemarie bestimmt auch nicht. Aber, wenn Sie sich beengt fühlen, Herr Hardenfels, ich“. Mutter Reimers lächelt wie ein Schalk„ich hätte schon etwas, was Sie mitbringen könnten. Ich habe da noch immer einen Kasten, mit ganz was Schönem drin, den Sie mir mal für die Rosemarie gegeben haben. Ich dachte damals, daß es besser war— für die Rosemarie besser war— den Kasten nicht abzuliefern— Sie verstehen mich, Herr Hardenfels! Heute abend wollte ich der lütt Deern die Schachtel unter den Weihnachtsbaum legen. Sollte sie ruhig denken, ihre alte Mutter war noch auf ihre alten Tage unter die Verschwender gegangen. Den Kasten können Sie ja heute abend mitbringen, Herr Hardenfels. Und über das andere wissen Sie ja Bescheid. Sie sind kein Wolf, und meine Rosemarie ist kein Schaf, aber es ist doch notwendig, daß man über die Sache mal spricht.“ So kam es, daß Curt Hardenfels kurz vor Sankt Pauli abschwenkte und dafür am Heiligen Abend in einem Gang des Hamburger Steinweges eine schmale, mächtig quietschende Treppe emporstieg, die nur unsicher durch Petroleumsparlämpchen erleuchtet war. So kam es, daß Vater Puttfarken beinahe durch ein Stückchen Bratapfel zu Malheur gekommen wäre das ihm ob der Prozession, die ihm auf der Treppe begegnete, und die aus Mutter Reimers und einem für einen Gang auf dem Steinweg und ein Mädel vom Steinweg viel zu feinen Herrn bestand. in die„Sonntagsrehte eekommen wor. Pasgmari, glätlich den unr uch Und so kam es, daß Rosemarie plotztich den vor sich sah, von dem sie im matten Schein eines winterlich weißen Daches geträumt hatte, und den sie in der allernächsten Nähe eines türkisfarbenen Abendkleides wähnte. Sie sah, wie der Hamburger zu sagen pflegt, ein bißchen„verbiestert“ aus, ein Begriff. der als eine Steigerung des Begriffes erstaunt anzusprechen ist, als hinter ihrem pummeligen Mudding noch etwas Großes auftauchte und die Treppe mit emporstieg, das für das alte Haus mit seinen niedrigen Decken bestimmt nicht gemacht war.„ 2 uax: Leifige Da aber die Adventszeit und auch noch der Heiliae Abend, ehe der Tannenbaum brennt, allerlei Spukhaftes auf die Beine bringt, so sagte Rosemarie vorsichtshalber erst mal noch nicht zu dem Großen:„Guten Abend, Herr Hardenfels.“ War er ein Geist, so würde er doch nicht antworten. War er aber kein Geist, dann würde er das Lächeln aufgeben und zuerst Guten Abend Das war wieder einmal ganz Rosemarie mit ihrem praktischen Sinn.„.. M. W Aber Curt Hardenfels ließ mutter Reimers den Vortritt im Reden. Und da Mutter Reimers sich erst von all den vielen steilen Stufen ein bißchen verpusten mußte, so dauerte es immerhin ein Weilchen, bis sie mit einer gewissen Feierlichkeit, die berechnet war, Rosemarie auf den Abstand hinzuweisen, der zwischen ihr und dem Chef lag, sagte:„Herr Hardenfels will uns die Ehre geben, heute abend unser Gast zu sein!“ Aber gleich danach wurde sie wieder Mutter Reimers.„Lütt Deern, du hast doch nicht etwa verbummelt, das Karpfenwasser aufzusetzen? Unser Gast wird Hunger haben!:... 4 J 722 zm Gacken und „Ach Mudding, das steht au lang am srochen, und der Karpfen ist sogar schon blau angelaufen.“ Und während sie das sagte, hatte sie Curt Hardenfels die Hand gegeben und ihn, weil sie doch nicht nach zwei Seiten hin reden konnte, nur mit einem freundlichen Blick begrüßt. Der Blick schien ihr auch insofern noch angebrachter, weil man doch wahrscheinlich nicht die rechten Worte einem Menschen gegenüber gefunden hätte, der so etwas wie eine Braut hatte und trotzdem so einsam war, daß er bei der alten Scheuerfrau seiner Firma Weihnachten feiern wollte.(Fortsetzung folgt.) Seite 5 Nr. 84 Bochumer Anzeiger, Dienstag, 9. April 1935 PNNIGTKI Nessen Kranf mie Anlas einie Meir LODRDONTT Aursemhenschulfernirug Secischanndeinrdeir„lenslerrreicherrirdesIVOMKieses Ent Sslautenesen Szene aus der großen Generalstabsreise 1911: Ist es nur eine Hypothese, zu behaupten, daß der Kriegsbeginn anders verlaufen wäre, wenn im August 1914 General Ludendorff als der verantwortliche Ratgeber an der Seite des Generals von Moltke gestanden hätte? Bei dieser Generalstabsreise 1911 saßen in einer nur durch Kerzen erleuchteten Dorfstube im Elsaß der Generalstabschef von Moltke, Oberst Ludendorff und der damalige kommandierende General von Deimling zusammen. General von Moltke prüfte die Maßnahmen der beiderseitigen Gegner. Oberst Ludendorff schlug die Lösung vor. General von Deimling suchte den General von Moltke in einem anderen Scherl-Bilderdienst Neueste Aufnahme des Generals. Sinne zu beeinflussen, als sich Oberst Ludendorff erhob und sich an den viel dienstälteren General v. Deimling mit den scharfen Worten wandte:„Ichbitte Euer Exzellenz zuschweigen, solange ich die Pflicht und die Aufgabe habe, den Herrn Chef des Generalstabes zu beraten.“ Kein großes Ereignis. aber ein Beweis für die Klarheit und Tatkraft des sich verantwortlich fühlenden Ratgebers. Am Morgen des 7. August 1914 schlägt ein deutscher Offizier mit dem Degenknauf an das Tor der Zitadelle von Lüttich, Generalmajor Erich Ludendorff hat nur seinen Adjutanten zur Seite Der Lenker des belgischen Wagens, der die beiden Offiziere hierhergebracht, schaut verwundert. Kann man die Zitadelle mit einem Degen erobern? Der General und sein Adjutant hatten erwartet, hier durch die Vorhut ihrer Brigade die Zitadelle überwältigt zu finden. Es ist nicht ein deutscher Soldat zu sehen. Die Wache der Zitadelle, vom Pochen herbeigerufen, öffnet von innen das Tor. Die beiden Offiziere setzen ihre Kühnheit fort, dringen in den Hof des Werkes ein. ungeachtet des Anblicks mehrerer hundert belgischer Soldaten. Die Ueberraschung, bald danach der Lärm des anrückenden deutschen Regiments lähmen die Verteidiger. Die Besatzung gibt sich dem General Ludendorffgefangen. Die große Festung, als Sperre des Maastals vorgesehen, war gefallen, ohne an ihren Verteidigungswerken berührt worden zu sein. Nicht eines der zwölf starken, als uneinnehmbar geltenden Forts des Festungsgürtels ist in den Händen der Deutschen. Von sechs schwachen Brigaden des Generals von Emmich gelang einer das Wagnis, zwischen den Forts in die Stadt und bis zur Zitadelle vorzudringen. Dieser Brigade hatte sich General Ludendorff angeschlossen. Als ihr Kommandeur im Gefechte fiel, übernahm Ludendorff die Führung. An ihrer Spitze erlebt er die ersten Kämpfe, die ersten Toten. Er notiert später:„Den hörbaren Einschlag der Geschosse in menschliche Körper werde ich nie vergessen.“ Die Nacht vom 6. zum 7. August war von unerträglicher Spannung. Allein im Gürtel der Forts, ohne Nachricht von den andern Verbänden, mußte die Brigade gewärtig sein abgeschnitten und umzingelt zu werden. Trotz der Gefahr erteilte Emmich am Morgen den Befehl zum Einmarsch in die Stadt. Die Vorhut sollte die Zitadelle besetzen. Sie irrte ab. Als Ludendorff vor den Mauern erschien, war er mit dem Adjutanten allein. Den Vormarsch auf Lüttich, die Eroberung der Stadt nennt er die„liebste Erinnerung“ seines Lebens. Ein Zufall hatte ihn diese weithin sichtbare Soldatenrolle spielen lassen. Er selber sagt, er sei ausersehen gewesen,„eigentlich nur als Schlachtenbummler“, ohne befehlende Gewalt, an dem Vormarsch auf Lüttich teilzunehmen. Sein Platz im Kriege lag im Stabe der 2. Armee: er war zum Oberquartiermeister, zum Gehilfen des Generalstabschefs von Lauenstein bestimmt. Diese Einteilung entsprach ungefähr der Laufbahn und dem Alter des Generalmajors. Ludendorffs Aufgabe vor Lüttich war die eines Verbindungsoffiziers. Er hatte den Kontakt zwischen dem Oberbefehlshaber der Zweiten Armee, dem General von Bülow, und den Sturmbrigaden des Generals Emmich aufrechterhalten und nach der Einnahme der Festung zu seinem Stabe zurückkehren sollen. Mit der Armee Bülow wäre er durch Belgien, durch Nordfrankreich, an die Marne gezogen. Lüttich wurde sein Toulon. Im August 1914 Vor dem überraschenden Siege von Tannenberg hatte Ludendorff die Mitteilung erhalten, daß sich die Oberste Heeresleitung entschlossen habe, drei Armeekorps der Westarmee nach dem Osten zu geben. General Hoffmann hat in seinen Aufzeichnungen den Vorgang festgehalten: Oberst Tappen, der Chef der Operatsensabtzilung irz, Großen Hauptquartier in Koblenz, verlangt Ludendorff zu sprechen. Ludendorff sagt zu Hoffmann:„Nehmen Sie die zweite Muschel, damit Sie hören können, was Tappen sagt und was ich ihm antworte.“ Oberst Tappen teilt mit, daß drei Korps und eine Kavalleriedivision des Westheeres für den Osten bestimmt sind: wohin man sie zu dirigieren habe? Ludendorff nennt die Ziele, erklärt aber, der Verstärkung nicht unbedingt zu bedürfen; wenn im Westen Schwierigkeiten seien, wolle er auf die Korps verzichten. Tappen sagt, die Truppen seien entbehrlich. Tags darauf ruft Oberst Tappen wieder an. Hoffmann hört abermals am Feldtelephon mit. Tappen meldet, es könnten nur zwei Korps und die Kavalleriedivision abgegeben werden, das versprochene dritte Korps sei nicht zu entbehren. Ludendorff antwortet, für die Schlacht gegen Rennenkampf, die schon begonnen hat, kämen die Korps doch zu spät: wenn sie im Westen notwendig seien, solle man auf den Osten keine Rücksicht nehmen. Ludendorff erklärt in seinen Erinnerungen er habe„überhaupt nicht um Verstärkung gebeten“. Der Entschluß, sich im Westen zu schwächen, sei verfrüht Generalfeldmarschall von Hindenburg und tionsabteilung des Generalstabes gewesen;„wir konnten es im Osten leider nicht übersehen.“ Dieser Darstellung ist nicht widersprochen worden. Sie ist wichtig, weil auf den zwei Korps, die der Westfront verlorengingen, der Schatten des Marneunglücks lastet.“ In diesem Zusammenhang darf auch nicht unerwähnt bleiben, daß Ludendorff schon vor dem Kriege als Generalstabsoffizier die Verstärkung des Heeres um drei Armeekorps verlangte, die nicht bewilligt wurden. Oberst Ludendorff ging damals zur Truppe zurück, erhielt ein Regiment in Düsseldorf und später eine Brigade in Straßburg, bis das Schicksal unser Volk zu den Waffen rief, das Handeln des jungen Generals beim Handstreich auf Lüttich Anerkennung erzwang und General von Moltke sich seines alten Abteilungschefs erinnerte, der bei seinem Abschiedsessen in Berlin zwei Jahre vorher seinem Vorgesetzten die leidenschaftlichen Worte zugerufen hatte:„Es war mein heißer Wunsch, als Chef der Operationsabteilung unter Euer Exzellenz Führung in einen Krieg Kämpfer durch sieben Jahrzehnte Der Lebenslauf des Generals Erich Ludendorff wurde 1865 auf dem Gute Kruszewnia in der Provinz Posen geboren. Im Kadettenkorps erzogen, trat er 1882 in die preußische Armee ein und fand im Frieden meist im Generalstab Verwendung, zuletzt, bis 1913, als Chef der Aufmarschabteilung. 1912 entwarf er den Plan zu einer großen Heresverstärkung, die aber nur unvollständig durchgeführt wurde. Er trat darauf zur Truppe zurück und wurde Kommandeur des Füsilierregiments 39 in Düsseldorf. Bei Kriegsausbruch 1914 war Ludendorff Brigadekommandeur in Straßburg. Er wurde dann als Oberauartiermeister der 2. Armee(von Bülow) zugeteilt. An der Spitze einer Brigade stürmte er in den ersten Augusttagen Stadt und Zitadelle von Lüttich, und am 22. August wurde er als Chef des Stabes an die Seite des zum Oberbefehlshaber der Ostarmee ernannten Generals von Hindenburg berufen. Es gelang den beiden großen Strategen, durch die Schlacht von Tannenberg und die nachfolgenden großen Schlachten Ostpreußen vom Feind zu befreien und den Krieg weit ins russische Reich hinein vorzutragen. Zu noch größeren Aufgaben wurde Ludendorff berufen, als Generalfeldmarschall von Hindenburg am 29. August 1916 als Nachfolger des Generals von Falkenhayn zum Chef des Generalstabes des Feldheeres ernannt wurde. Unter Beförderung zum General der Infanterie wurde Ludendorff sein Erster Generalquartiermeister. In dieser Stellung wurde er der Organisator des deutschen Verteidigungskampfes gegen eine Welt von Feinden. In den Jahren 1916 und 1917 gelang es ihm, den Abwehrkampf erfolgreich durchzuführen. Nach dem völligen Zusammenbruch Rußlands versuchte er, durch einen großen Offensivstoß im Westen das siegreiche Ende des Weltkrieges herbeizuführen. Er erzielte dabei zwar große taktische Erfolge; jedoch reichten die Kräfte der seit vier Jahren kämpfenden deutschen Truppen nicht mehr aus, um gegen die seit dem Eintritt Amerikas in den Krieg übermächtigen Feinde den Enderfolg zu erreichen. Unter dem Druck der politischen Parteien und der Reichsregierung wurde Ludendorff am 24. Oktober 1918 vom Kaiser seines Postens enthoben. Nach Ausbruch der Revolution stellte er sich, ebenso wie Feldmarschall von Hindenburg, den neuen Machthabern zur Verfügung: die Regierung legte ihm jedoch nahe, Deutschland zeitweilig zu verlassen, da sie ihn nicht vor Mordanschlägen schützen könne. Ludendorff ging nach Schweden, wo er seine Kriegserinnerungen schrieb, und kehrte im Frühjahr 1919 nach Deutschland zurück. Nach dem Kapp=Putsch im März 1920. mit dem Lusendorff sympathisierte, ließ er sich in München nieder und trat dort den Kreisen nahe, die sich seit 1920 um Adolf Hitler gesammelt hatten. Am 8. November 1923, als Adolf Hitler die Reichsregierung für abgesetzt erklärte und eine Nationalregierung ausrief, wurde Ludendorff als Befehlshaber einer Nationalarmee ausersehen. Am 9. November war er Teilnehmer des Zuges zur Feldherrnhalle, der unter den Kugeln der Reaktion ein blutiges Ende nahm, blieb aber wie durch ein Wunder unverletzt. Während Hitler bald darauf verhaftet wurde, blieb Ludendorff auf freiem Fuße und wurde im März 1924 vom Münchener Volksgericht von der Anklage des Hochverrats freigesprochen. Auf der Reichswahlliste der Nationalsozialistischen Freiheitsbewegung wurde Ludendorff im Mai und Dezember 1924 in den Reichstag gewählt. Nach dem Tode Friedrich Eberts trat er im ersten Wahlgang als Präsidentschaftskandidat auf, kandidierte im zweiten Wahlgang(gegen Hindenburg) jedoch nicht mehr. Ludendorff zog sich dann von der öffentlichen Politik zurück und widmete sich dem Kampf gegen Freimaurertum und Judentum. Am 15. April 1932 feierte Ludendorff sein 50jähriges Militärjubiläum. Scherl-Bilderdienst General Ludendorff mit der Opera: des Feldheeres während des Weltkrieges. zu ziehen, der unserem Volke von dieser neidvollen Welt noch einmal aufgezwungen werden wird.“ Etwa vierzehn Tage später General von Moltke rief im Angesicht der in Ostpreußen drohenden Katastrophe den General Ludendorff von Lüttich nach Koblenz. Augenzeugen von damals haben erzählt, wie Ludendorff im Auto im Großen Hauptquartier ankam und vor die Generalstabskarte geführt wurde. Angstvoll fragend hingen die Blicke der Umstehenden an ihm, als man ihm an Hand der Generalstabskarte die Lage erklärte. Ludendorff ließ das Monokel aus dem Auge fallen und sagte ruhig: „Die Sache ist nicht einmal so schlimm, alsich dachte“ Wie ein Aufatmen ging es durch die Soldaten. Sie hatte die magische Kraft eines großen Willens in den Bann gezogen. Ein Imperator hatte die Zügel ergriffen. Am 9. November 1923 vor der Feldherrnhalle: Am 9. November ging vom Bürgerbräu der Zug, geführt von Hitler und Ludendorff, durch die Straßen Münchens. An der Ludwigsbrücke stieß er zum erstenmal auf eine Polizeikette. Die Polizisten machten sich schußfertig.„Halt! Ludendorff und Hitler sind da!“ Da wichen sie nach rechts und nach links aus. In der Residenzstraße war eine andere Postenkette:„Heil! Nicht schießen. Ihr werdet doch nicht auf Ludendorff schießen!“ Wieder brach die Kette auseinander. Da ging von der Theatinerkirche her ein Hause Landespolizei im Sturmschritt vor. Der persönliche Begleiter Adolf Hitlers, Ulrich Graf, sah die Gewehre dicht vor sich im Anschlag. Da sprang er vor Hitler, deutete mit der Hand auf Ludendorff und schrie:„Ludendorff! Wollt Ihr denn auf Euren General schießen?“ Im selben Augenblick krachte es. Schwer getroffen stürzte Graf zusammen. Hinter ihm wurde Adolf Hitler durch den tot zusammenbrechenden Dr. Scheugner=Richter zu Boden gerissen. Weiter rechts schleppte sich, schwer getroffen, der Hauptmann Göring auf den Bayrischen Löwen an der Residenzapotheke zu. Vorne sah man, den Blick geradeaus gerichtet, den General Ludendorff durch die Feuerlinie gehen...“ Den erblichen Adel schlug er aus Immer ist Ludendorff der Mann gewesen, der, Soldat von Geburt und Beruf, niemals seine Lebensarbeit der Person, sondern immer der Sache von Staat und Heer gelten ließ. Niemals hat er von sich selbst ein Aufhebens gemacht. Hohe und höchste militärische Auszeichnungen sind ihm zuteil geworden. Aber die höchste preußische Vorkriegsauszeichnung, den Schwarzen Avlerorden, hat er abgelehnt. Gerade mit diesem Orden aber war die Erhebung des Ausgezeichneten in den erblichen Adelsstand verbunden. Und so blieb er der einfache Soldat, der sich nicht durch das Prädikat„von“ aus der Masse der Militärs herausheben lassen wollte. Er wollte nicht für seine Leistungen, die nur dem Volk und dem Staat galten, geadelt werden. Die kleine Verkäuferin. So manches Jahr besuche ich diese trauliche kleine Konditorei. Alles war lecker, appetitlich und sauber. Nur etwas war nicht ganz so, wie ich es gern habe: die Verkäuferin, die auch gleichzeitig an den Tischen bediente, war zwar immer nett und freundlich, aber sie hätte erheblich ansprechender aussehen dürfen. Dies änderte sich eines Tages. Ich hatte wegen längerer Krankheit diese gemütliche Konditorei geraume Zeit nicht besucht. Als ich nun wieder an meinem Stammplatz saß, war ich angenehm überrascht, von einem ganz anderen hübschen jungen Mädchen bedient zu werden. Ich sah genau hin: es war doch die bisherige langjährige Verkäuferin! Ich staunte. Wodurch hatte sie ihr Gesicht so reizend verändert? Ich suchte sie nun auszuhorchen, wodurch sie diese Wandlung bewirkt habe, da lachte sie herzhaft und sagte:„Mag schon sein, daß ich mich vorteilhaft verändert habe; die Stammgäste behaupten es jeden Tag.“ Mehr verriet sie mir nicht. Schließlich vertraute sie meiner Begleiterin an, sie habe MylanEreme angewendet! 90ve Ich beschaffte mir auch Marylan=Creme. Krankheit hatte mich tüchtig mitgenommen und der Jüngste war ich sowieso nicht mehr. Kurz gesagt: die famose Marylan=Creme, übrigens ein rein deutscher Markenartikel, hat meinem Gesicht zu erfreulicher Erfrischung und zu neuem Blühen verholfen. Seit meiner Jugendzeit habe ich nie so glatt und frisch ausgesehen wie heute, dank der wirksamen Marylan=Creme. Ich schrieb dem Marylan=Vertrieb einen herzlichen Dankbrief. Darauf erfuhr ich, daß schon mehr als 30 000 schriftliche Anerkennungen von Damen und Herren(die Zahl ist notariell beglaubigt) über die gründliche und anhaltende Wirkung der Marylan=Creme vorliegen. Nun also, meine Damen und Herren: worauf warten Sie? Die hilfskräftige Marylan=Creme liegt bereit, auch Ihrer Gesichtshaut wohlzutun. Ich empfehle: lassen Sie sich eine kostenlose Probe MarylanCreme senden. Ebenso kostenlos auch ein Büchlein über kluge Gesichtspflege. Machen Sie sich endstehenden Gratisbezugsschein zunutze, schneiden Sie ihn jetzt aus und legen Sie ihn in einen Briefumschlag. Auf die Rückseite des Umschlages schreiben Sie Ihre genaue Anschrift, lassen den Umschlag offen und kleben eine=Pfg.=Marke auf. Marhlan=Creme ist in allen einschlägigen Geschäften zu haben; Gratisproben nur direkt vom Marylan=Vertrieb. Gratisbezugsschein: An den Marylan=Vertrieb, Berlin 502, Friedrichstraße 24. Erbitte Probe Marhlan=Ereme und dazugehörendes Büchlein über kluge Schönheitspflege, beides vollständig kostenlos und portofret. Seite 6 Nr. 84 * Bochumer Anzeiger„ Dienstag, 9. April 1935 Die gaut, wie wundervoll sie sich verstanden! Am NachAber eden beshalb hete er sch schon iun wugen Beirs. Analich ober.Fihesehist, in aus den selischen So fehr wuhte Dierign Bo n oide nit denr Porien vach Hause an:„Run alse uch Aisg. seischel,. W ein Lächelst an den nast raubt hatte, seit Jahren schon. Seit jenem. Augenhlich, es erhwalig gasgert hate. aur Frnau. aueu1 4 Mundt“ spürbar guniztre#te. Getobe und trompetendes, übermütiges Geschrei erfüllte en dur bes aie urhet Gue Brig, Paä H 6 der Tür um Rebensiumer Sboden rer Dit epotoepetschzuchzeohe Guad u achen bob Nebenzimmer„leise schlachgenue####v zm Wna Marten den vorp enit einen feuchten Tuch, suchte seln, horchte bangend auf den Herzschlag. zu Hans.„Ich möchte gerne ein paar Worte mit der sungen Dane abein Erehatte sich vorgenommen, ihe zu sagen, sie müsse seinen Neffen unter allen Umständen freigeben. Aber was war es nurk Schon.g, gine der ihnt sorderdar weich machte. Vor 50 Jereg.. seine Braut vor ihm saß, und er fl., über sie als seine Dos lag weit, un sogar gen bie Zeit hatte Marten viele Monde und Johre erzitert gerungen, er, der Probeisz und berinn=Geite mit dem Ehef und den anderen beoden Wopd ganhgalsalen. es vor nick geingeg, Und mit der Auflösung der Firma zugleich war auch einer ihrer treuesten Diener arbeitslos geworden. Marten, wie gesagt, beb lich perzagtes fand er. Jogar eine Brou mutyo, mit einer kleinen Zärtlichket, mit e leichten Scherzwort aufzumuntern und zu trösten. ch keine Not“ meinte er. uch de Mauter dur er wposte noch ein wenig liesen, und „Hu“ dachte Marten und sah b1o,— Schaulel hatte Hm“, dachte Marten und sah sich suchend um. Da fiel sein Blick auf den Turrahmen— die So, gag geßt er bereits vorbder abgenhängte die ZJoppe an einen de Halen. Die anderen Sachen, zun, die konnte man ganz erkaunte den Ramn, der sich um se bemühte, das Gesichtl ben gi, gar Minuten vergingen schweigend. Dam ie ben Auhu benn ug, ene, Hadtal luge iald a aunds sete de Lis. Konn. d. Tunichtgut! Ich habe genug gesehen von der jungen Dame, Werdet etigich, einem gut über das Fußende des Beites legen. spannte sich, wundervoll erblühten die zarten Farven „Daßz bu nur lebst, Geliebter“, flüsterte sie, die Hand des Mannes streichelnd, immer wieder, immer wieder. Fragend sah der Mann sie an und verständnislos. Er begriff nichts: Da begann die Frau zu sprechen, stockend erst, dann immer schneller. Eva schrie. Und ich stand auf, wollte hinühergehen. Da, an der Tür... er hing am Haken, dein nock. Ich konnte nichts sehen, es war doch dunkel... ich fühlte nur deinen Rock, der da hing... ach, und ich dachte, Stik, sill“ meinte Marten und erblaßte, Um dann, nach langer Pause, hinzuzusetzen— ganz teise sprach er ja, aber so ernst, so eindringlich.„Konntest du wirklich glauben, auch nur einen Augenblick, Herta, ich könnte io feige sein, io mutlos und feagen, aufPe. Slse in den Vorgenuch, Hase sche hihz. 2ch bez Gleih Ii, pels uie dhen eu enen milden Dämmerung erfülten Raum, der alle Dinge nur andeutete, keines richtig erkennen ließ. Wanxz eu ufahren. Ein Griff nach dem Lichtschalter sab e ben e eus etuahe uch en, Jchz, Iten auen un geig Gasen sech . bisher. 5.“ dach ein bißchen was Zu; großer Gott, Hertas Bett war tert: Was werden voch, lung;, 1, habe doch ein bischen n rückgelegt, und ehe wie damit zu. Ende sind, wird sig chon etwas anderes gefiunden hov. tache behachte. Ein wogerer 2 gesd, baz man in bessren Tagen De her. Aus hu eue Hur alie echet un Saschnr seier uid der Sishesge se sahe Bunseh Gesd ein oder zwei Tage früher fertig bin, darauf kommt es doch wirklich nicht an. Was wünscht Schaukel“ erwiderte die Frau zaghaft, frob Ne Schensesbenbr unsdenr u nidenr uer wierlich nicht schr keuer, und an Wend, Zen,ersg, und bedschtig die Haken In, den, Türahnen zwischen den Aindberzsgre Dd dem Hashzumer dr 6716g, was weit ezeben mat soiecht getz, wel wir eben mal Sorgen Verzeih“, erwiderte die Frau.„Verzeih, daß sch es glaubte. Es war nur einen Augenblick, wirklich.“ Sie wandte ihm ihr Antlitz zu— eine tiefe, gläubige Zuversicht strahlte ihm daraus entgegen. Als er allein geblieben war, setzte er sich in seinen Lehnstuhl und atmete tief den schwachen Duft ein, de im Zimmer zurückgeblieben war. Er war wie ein Gruß aus alten Tagen. Kkeine Filmpost Johannes Riemann. Die Verhandlungen der Bavaria=Film=AG., München, führten zu einem Abschluß mit Johannes Riemann, der in diesem Jahr für die Bavaria ein bis zwei Großfilme ingeale Acht Wochen Unterbrechung der Aufnahmen ven Ueberwindung ihrer Erkrankung in ein Sanotorium „Es wird alles wieder gut“, „Jetzt wird alles wieder gut.“ flüsterte die Frau. Und gemeinsam, Hand in Hand, blickten die beiden Menschen in den erwachenden Morgen, der eben eine ersten, lichten Sonnenstrahl in das Zimmer sandte. war sagte 9Oenn es sein milss...7 Von Ch. Erieson Wenn Hons Herne Herauzkänz,e rannte er täglich in ihr dann, daß er nur einen alten, reichen Onkel besat, ein paar Minuten miteinander. deund aun, De eaie ie ie usche seinen Eines Tages sagte sie: Es war an einem herrlichen Spätnachmittag. Rotraut Richter spielt in inem der neuen Hausfür den beireffenden Flm mit einer Begünstigung bi wie wie bereich miteleat bonnten, den„Maoszgrchez, wird drüben Mady Christians spielen. Nichts für ihn „Nun will ich Sie nicht Der Bod asc se eläce laig fsechelse moshe süite. die ihr vertraute, und dies Vertrauen wolle sie nicht kert= und wir tun doch nichts, dlert P— Norvoen dobe Kandey, wihen), Schgaiste sotz und sch Möd Heset, Sie boshe, vos Sie auchs“ „Ja“, gab er zögernd zu. „So. Nun müssen wir uns also trennen“, jag. sie ruhig.„Auch um Ihren alten Onkel nicht zu beDie Trennung wurde ihr schwer. Hans war ihr n Dechie ais un ehir ad ais eoiez eie mir die junge Dame her. Dann werde ich dir Sache Ich habe aber keine Lust, mich von dem alten Onkel begutachten zu lassen“, sagte Gerda acht Tage späZuars machte se sich einen Win. eie ug in will eine Tracht anziehen, haben Sie nicht noch ein altu gerf Horogist hacte wirklich eins, und das ber Wdeh ins dr benz, Jeit krot,)v, Her, fagte der. Bukek „Ge, us Rcevenzimmer und warle“, sagte der hascie ie. euin elcemnih Geie büirze afgzsese einen leichten Anstrich: Gellert verbengte sich tief und nehmen!“ Damit empfahl er sich auf Nimmerwiederkehr. Sohn hatte den Käfig auf das Radio gestellt und da hat sich das Tierchen angewöhnt, wie, zin., Rückgppler zu pfeifen! Das hungrige Leben saschtsese Bate Gese cäei ele Roman von Heinrich Luhmann „Das ist nicht Mutters Handschrift! Was mag „Nichts wird sein, Liebste! Ist denn gleich Gefahr, wern deine brüderliche Liebe schreisaißz;, geahnt Ludeder de beach nun der Ai., De g,ar gzi. ch. ie 8. auf die Bank gesetzt hatten, kam Blut aus dem Mund, und sie klagte über Brust und Rücken, und auch gagefg mal, es ist doch setzt Nacht, wam ist es dem .„„Also am Morgen Sie sad nich chen gzi ziseFesfe el. Au ur se Es war so bruck alerwegen— un sie hat gans Lil das rausgekriegt Blut wollte nicht nachlassen, da hab ich den Ochsen „Und den andern hinzugespannt“. sagen. Ich schwie, aber. Was half gs, sich ggseurggeer Diese Menschen, hier— und diese—iere, gag gag en vorn im Stell kümmerte es vicht“itz pont(einer Stunde Leben langsom geghu,ag er wig ich unmäglich, und nicht eine ntlnut,—.———= Winbungen des We. Hhüchen vir oNacht, deren Stille nur unten im Wier Kaishreize, Sgen den Dag in. Zeasker che zu Fuß als ich, ohne das charaktervolle Tier in Bepesung du seven.. im Lehnsessel, in unsäglicher Die alte Soum. lezde az nicht mehr lange tun. us bn de se u. Ber ungai. alr- ee sehe ich, wenn sie kommen“, sagte sie und deutete Die Nachbarfrauen verständigten mich. Sie hatte Hasder gopourtc, Lagihe Loste ie Bilnhelseit unr richtet, sogar hinter dem Pfluge war sie bis vor wenigen Willen. Was machte es auch aus, wo sie starb? Kampf mit Blut „Obersten Muter, der halbe Korb Juffembiren muß auch noch ab, sagt ihm das. Ich fiühire a Haige auseize egereisen und ihr Rube bo Her wdaer ich ibertäsg,. Aber bise kunite 165 bel vi.,= Sollten wir nicht die Litanei von allen Helligen ber Sie krieten in der Stabe nieder, die Frauen und würdig unruhig. Plötzlich bedeutete sie den „Obersten— Mutter— daß ihr das nicht vergept — wenn es'n Oesken is— den brauchen wir icht pegann an Kraft nachalassen Es ging gegen Morzen. 345 mil Kannernd 2n, hesck. Als uns der Pfarrer wieder rief, war eine große Veränderung mit der Sterbendpgalbe Efangen Sie lag selt Woan ader on Wbernd vov, S autz=cheschahl hate, geschwiegen und gelauschtgnd an den heimlichen Fäden und herüber führten. laß uns heute noch fahren! Morgen Sasche s alche lschasin besce 85 meiht, daß es nicht nötig stl) Dabei fühlte ich ihr schlagendes Herz. e aust enrichlicher die aise hansr eiche un. Proutichte pergenommen, als wir aus unseren Waldfang November ein Brief von Haus Brok neben dem Frühstücksteller. Sselhaeschelt ie die ie. Oier ic Dier aunh isheaeg ue elechunger Aane noch hin und wieder bunte Wipfel von den Festen Uin der wechen Brüdt ur ben Bolochenst keine Must Grund zu holdem Räselaten, Ram wußite 455, dus Parsgz, seguz eigenen Wort, Das ist Plagiat, Veate, weißt dus Du hast dir ftendes Gut gewaltson angeionet!“.„ingende, Lachen. Lu bos mie die Seiez Zut Baichounseag en HerdaiF Knzgeshgerl. Sd ale meinn Telen Werke, an denen du doch arbeitest, paßt es wohl auch Nur ihre Augen, von denen ich ein Lächeln erhaschle, kimmten nicht dag.. 1465.5 harmlos. ues „Es war nur so“, lachte nun auch ich hacmlos,„ vor nur so ein Einfat.., gabe ich Hamna den „Das dacht' ich mir! Jedenfalls habe ich Lunm# ven merkwürdigen Brief zugeschickt, sie wird sich freuen, aber.! Sieht du Licht in Maters Zimmer? Es wird also nicht schlimm sein.“ Die Tansenbiülher Goez 15 ne biehk de Seien amoie gis den Grizrezen Hir scher escher haike grises=lucht GHnon geshäilt, ur in Micter und Viche in Geau,„eathes Baite, Jcd basr is. sosber wost inmner, an wenigsen freischlachishe, der. gangszeit vom Houb=zihere hie, Männer aus dem Geschlecht“ Hiepenbroks haben ihre Kraft nie für sich schecht der Biepenoro,, zerpen, 1yr..— Agemeinheit alein notig venabt, ie stehen mit beiden Füßen im Bele mozarischer Nusie fungt, I7. Becher Wein ist ihrem Wesen Rigemischt. erlang wie das Gloria zu Vierhochzeiten:„ Hön wples liebe Frühsahel. Lind, Beatgen, un Aiod bum bohz, husenr Mlämesghesten, eg5g btrob iu. J: verlicbten Vögel m Reste locken— ich glaube, uns könnte die satze geholt haben, sgleich hinter Fritz kam die Mautter, ein bischen ein eemummeit veilsIz ader, das ist eine Ueberraschung Wie i nich freue! Rein, Kind, 45 Und dann hatte uns Haus Brok wicher und den als sich noch hinter der Seite 7 Nr. 84, Bochumer Anzeiger# Dienstag, 9. April 1935 aller Welt Meicheinmtsteriai sul die Tastsätti Berlin, 8. April. Im Berliner Reglerungsviertel zwischen der Leipziger Straße und der Prinz=Albrecht-Straße ist ein neues Gebäude im Entstehen begrissen, das künftig das Reichsluftfahrtministerium beherbergen wird. Damit wird die Gegend um die Wilhelmstraße bald eine bedeutende bauliche Erweiterung erfahren. Schon am 15. April soll dort mit der Niederlegung des Häuserkomplexes zwischen der Leipziger und der Prinz=Albrecht=Straße begonnen werden, um Platz für den neuen repräsentativen Staatsbau zu schaffen. Der„Angriff“ schildert, wie dieses neue große Reichsgebäude gestaltet sein wird. Das künftige Luftfahrtministerium wird im Anschluß an das ehemalige Herrenhaus in der Leipziger Straße bis zur Wilhelmstraße reichen unter Einschluß des früheren Preußischen Kriegsministeriums, das erhalten bleibt und im Innern den neuen Anforderungen entsprechend umgebaut wird. An der Ecke der Wilhelm= und Leipziger Straße werden die Haupteingänge des Luftfahrtministeriums mit der Einfahrt für die Kraftwagen liegen. Um den Verkehr in der Leipziger Straße nicht zu behindern, wird dort ein großer Platz freigehalten werden. Eine Säulenhalle soll den Eingängen eine monumentale Gestaltung geben. Dann läuft die Front in der Wilhelmstraße weiter. Dort, wo jetzt noch einzelne alte Gebäude eng aneinandergereiht stehen, wird sich in wenigen Monaten ein großzügiges Werk erheben. In der Mitte der Wilhelmstraße wird eine Ehrenhalle in die Front eingebaut; an deren Entwurf im besonderen Maße der Führer selbst mitgewirkt hat. Hinter der Ehrenhalle liegt ein großer Saalbau mit einem Hauptraum, der durch drei Geschosse geht. Die Front in der Wilhelmstraße wird im Erdgeschoß große Säulengänge besitzen, die einen Einblick in die gleichfalls monumental durchgebildeten Höfe gewähren. Diese beiden Höfe werden nach den ruhmreichen Fliegern des Weltkrieges, Immelmann und Boelcke, benannt werden, und einmal in jedem Jahr, an den von General Göring geplanten Fliegertagen, werden die Gitter der Säulendurchgänge geöffnet, und das Publikum wird in die Innenhöfe Einlaß finden, um an den dort stattfindenden Feierlichkeiten teilzunehmen. Die Arbeiten werden gegenwärtig in drei Schichten von je eintausend Mann durchgeführt. Schon am 1. Oktober soll die Hälfte des gesamten Gebäudes dem Ministerium dienen. Das gesamte Bauwerk wird bis zum 1. April nächsten Jahres vollendet sein. Die Bauleitung hat Dr.=Ing. Ernst Sagebiel. Korruption und Unsicherheit in Sowsellußlalt Moskau, 8. April. Wie die Leningrader Blätter melden, ist die Staatskontrolle einer neuen riesigen Unterschlagung in verschiedenen Leningrader Werken auf die Spur gekommen. Es handelt sich um eine Summe von vier Millionen Reichsmark. Eine Reihe von Schuldigen sind bereits verhaftet worden. Auch die Unsicherheit in Rußland wächst ständig. So überfiel eine Gruppe Jugendlicher vor einigen Tagen einen Vorortzug und zwang die Passagiere unter Bedrohung mit Revolvern und Handgranaten zur Herausgabe ihrer Wertsachen. Die Plünderer hatten die Uniform der OGfl. angelegt. Die verhafteten jugendlichen Banditen werden beschuldigt, in der letzten Zeit nicht weniger als 20 Züge ausgeplündert zu haben. Die Banditen werden wahrscheinlich zum Tode verurteilt werden. Weiter wurden fünf Personen hingerichtet, die eine Parteigenossin überfallen und ermordet hatten. Räuberburg nach Belagerung gestarmt Blutiger Kampf mit einer Räuberbande im indischen Fürstentum Gwalior Kalkutta, 8. April. Weite Gebiete des im nördlichen Vorderindien gelegenen Fürstentums Gwalior wurden seit längerer Zeit von einer Räuberbande heimgesucht, deren Führer sich aus eigener Machtvollkommenheit zum absoluten Herrscher des ganzen Landstriches gemacht hatte. Schließlich wurden Truppen zusammengezogen, um die Bevölkerung, die unter den ständigen Raubzügen der gefürchteten Bande schwer zu leiden hatte, von dieser Landplage zu befreien. Es gelang den Truppen auch, die Bande in dem festungsartigen Schlupfwinkel des Räuberhauptmanns einzukreisen, jedoch spotteten die starken Mauern der Fauverburg zwei Tage lang allen Bemühungen der Berlins größtes Staatsgebäude entsteht Angreifer. Erst in der dritten Nacht konnte nach zahlreichen vergeblichen Feuergefechten eine kleine Bresche in die Umfassungsmauer gebrochen werden. Hierdurch wurde es möglich, Bomben in das Innere der Burg zu wersen, was einen Teil der Räuber zu einem Ausfall veranlaßte. Unter dem heftigen Feuer der Belagernden fanden sämtliche Räuber, die den Fluchtversuch gewagt hatten, den Tod. Die durch dieses Ereignis eingeschüchterten Belagerten sandten hierauf ihre Frauen und Kinder aus der Festung, wodurch die Belagerer veranlaßt wurden, vorübergehend das Feuer einzustellen. Diese Gelegenheit benutzte der Räuberhauptmann, um mit wenigen Getreuen im Schutze der Dunkelheit in die benachbarten Kornfelder zu entfliehen. Trotz der sofort aufgenommenen Verfolgung konnte er noch nicht ergriffen werden. Den Truppen gelang es schließlich, die Burg zu stürmen und 14 Frauen, vier Kinder und zwei Räuber gefangen zu nehmen. Der blutige Kampf kostete den Räubern fünf Tote, während auf seiten der Truppen ein Soldat getötet wurde. Die Sirafanirage in kundsunt=Progep In 35 Anklagepunkten Schuldbeweis voll erbracht „Anmöglich, die Amnestie in Anwendung zu bringen“ Der Führer Schirmherr der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger. Der Führer und Reichskanzler Adolf Hitler hat die Schirmherrschaft über die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger übernommen und gleichzeitig der Gesellschaft seine Anerkennung für ihre bisherige Arbeit und seine besten Wünsche für weitere Erfolge in ihrem Rettungswerk ausgesprochen. Ehemann erschießt seine Frau und sich. In Weiden(Oberpfalz) tötete der 36jährige Josef Bunk in leicht angetrunkenem Zustand seine Ehefrau durch zwei Pistolenschüsse in den Kopf. Hierauf schoß er sich selbst eine Kugel durch die Schläfe. Der Tod ist auf der Stelle eingetreten. Das Ehepaar hinterläßt vier Kinder im Alter von vier bis elf Jahren. . and Berlin, 8. April. In der 70. Sitzung des Rundfunkprozesses am Montag stellte Oberstaatsanwalt Reimer folgende Strafanträge: . Gegen den früheren Reichsrundfunkkommissar Staatssekretär a. D. Bredow, wegen fortgesetzter Untreue, fortgesetzter handelsrechtlicher Untreue und Beihilfe zum Parteienverrat 1½ Jahre Gefängnis und 30 000 Mark Geldstrafe. Die erlittene Untersuchungshaft von einem Jahr, drei Monaten und zwölf Tagen soll dem Angeklagten angerechnet werden; gegen den früheren Direktor der Reichsrundfunkgesellschaft, Dr. Magnus, wegen fortgesetzter Untreue und handelsrechtlicher Untreue drei Jahre fünf Monate Gefängnis und 15000 Mark Geldstrafe. Die Untersuchungshaft von einem Jahr und fünf Monaten soll angerechnet werden; gegen den früheren Berliner Rundsunkintendanten Dr. Flesch wegen fortgesetzter handelsrechtlicher Untreue und Beihilfe zum Parteienverrat 2½ Jahre Gefängnis(unter Anrechnung von elf Monaten Untersuchungshaft) und 6000 Mark Geldstrafe; gegen Dr. Kohl(Leipzig) wegen fortgesetzter hanhandelsrechtlicher Untreue und Anstiftung zur Untreue ein Jahr drei Monate Gefängnis und 6000 Mark Geldstrafe; gegen Dr. Kohl(Leipzig wegen fortgesetzter handelsrechtlicher Untreue und Beihilfe zur Untreue zehn Monate Gefängnis und 5000 Mark Geldstrafe unter Anrechnung von zwei Monaten Untersuchungshaft; gegen Paul Korte(Fall Köln) wegen fortgesetzter handelsrechtlicher Untreue, einfacher Urkundenfälschung und Begünstigung acht Monate Gefängnis unter Anrechnung von vier Wochen Untersuchungshaft, ferner 3000 Mark Geldstrafe; gegen Emil Zorek(Fall Breslau) wegen fortgesetzter handelsrechtlicher Untreue 8000 Mark GeldWestfalen und Rheinprovinz „Ktattel und Das Hilfswerk im Gau Westfalen=Süd für 1933 eröffnet Dortmund, 8. April. Die NSV. kennt kein Rasten. Ihre Fürsorgetätigkeit erstreckt sich über das ganze Laht. Das Winterhilfswerk ist für diesmal abgeschlossen. Nun wird das im Vorjahr begonnene Hilfswerk„Mutter und Kind“ wieder in Angriff genommen. Für den Gau Westfalen=Süd eröffnete stellvertretender Gauleiter Emil Stürtz dieses Hilfswerk am Sonntagvormittag im alten Rathaussaal zu Dortmund im Beisein des Gauamtswalters der NSV., Hütwohl(Hagen), der NS.=Frauenschaft und zahlreicher Ehrengäste. Gauamtswalter Hütwohl betonte in längeren Ausführungen: Wir haben vor einigen Tagen das Winterhilfswerk zum Abschluß gebracht und greifen jetzt zu, einem neuen Werk, dem Hilfswerk„Mutter und Kind". Die Leistungen des Winterhilfswerkes warer, groß. Als vorläufiges Ergebnis ist im Gau Westiaten=Süd zu buchen: WöW. 1933/34: Hilfsbedürftigenzahl 935 000, 35,9 Prozent der Bevölkerung; auf den Kopf des Hilfsbedürftigen 17,65 RM. WöW. 1934/35: Hilfsbedürftigenzahl 688000, 26.4 Prozent der Bevölkerung; auf den Kopf des Hilfsbedürftigen 23,99 RM. Barspenden: 1934/35 7105 834 RM., 193334: 4934131 RM.: Sachsvenden: 1934/35 4 380 030 RM., 1933/34 3 339 963 RM. Die Leistungen 1934/35 sind folgende: Kohlen 5863%0, RM., Kartoffeln 3 914048 RM., Mehl 439 386 Gemusekonserven 197 154 RM., Fleischkonserven ein. Kolöchs hishe, Zeshengsficke ösäce ritet Rhngetragene 200000 RN., neue Schube Hom fanstige##chube 121 000 RM., Stoffe 106000 Rur., sonfuuge Textilien 51000 RM., Sonder96000 RM., Haushaltungsgegenstände 60 000 ## Brennmaterialien 86 000 RM., Bettstellen und auflegematratzen 389549 RM., sonstige Gutscheine 197000: Gesamtleistung 16 497 221 RM. „„Nach einem Musikstück des Enzen=Quartetts eröffnete fteuvertretender Gauleiter Stürtz das Hilfswerk mit er u. a. ausführte, daß es nicht bloß der Wille zu helfen gewesen, der die Reichswehr zum Hilfswerk„Mutter und Kind“ geführt habe. Dieser Einsatz sei vielmehr Symbol für die Zusammengehörigkeit von Familie und Heer. Soldat, Mutter und Kind zusammen. Den der Nationalsozialismus ist keine Weltanschauung für Schwache, er ist vielmehr Redner dann auf das Siedlungsproblem Es komme nicht darauf an, kinderreiche Fimilien zu siedeln, wichtiger sei, daß junge Menschen gesiedelt würden, die in der Lage seien, für einen starken, erbgesunden Nachwuchs zu sorgen. Sie allein könnten uns die Gewahr für ein gesundes deutsches Volk geben für eine Zeit, wo wir nicht mehr da seien. Der Staat sei nicht da, um auftretende Einzelnöte zu beheben, er könne und dürfe nur das tun, was sich nach Jahrhunderten noch als richtig erweise. In diesem Sinne eröffnete er das Hilfswerk„Muter und Kind“, des Jahres 1935. Mit einem dreifachen Sieg=Heil auf den Führer, mit dem Deutschland= und Horst=Wessel=Lied schloß die Feierstunde. Autozusammenstoß im Schneetreiben Eine Tote, ein Schwerverletzter. Borgholzhausen, 8. April. Am Eingang des Ortes stießen der Personenwagen eines Autohauderers und der Lieferwagen eines Viehhändlers zusammen. Der Zusammenstoß ist wohl auf das starke Schneetreiben zurückzuführen, das die Fahrer an der freien Sicht behinderte. Der Zusammenprall war so stark, daß die Wagen nur mit Hilfe von Pferden wieder auseinandergebracht werden konnten. Die 75jährige Mutter des Honigkuchenfabrikanten Knaust, die in dem Kraftwagen saß, erlitt schwere Verletzungen, denen sie kurz nach der Einlieferung ins Krankenhaus erlag. Auch der Fahrer des Personenkraftwagens wurde mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus gebracht. Die Insassen des Lieferwagens blieben unverletzt. berlamgt. ns aide osz schent, nicht, sondern erlge,####g wenen gpeife Mo verlang.—. gilt bloß die Frau, die für einen ge- Tode verurteitte Karl Przybilla sunden deutschen Nachwuchs sorgt. Näher ging der Revision eingelegt. Landwirt von Einbrechern niedergeschossen Hilden, 8. April. Als der Landwirt Lange aus Hilden, ein Bruder des Hildener Ratsherrn Lange, in der Nacht zum Samstag heimkehrte, bemerkte er an seinem Hause Einbrecher, Als er sie stellen wollte, griff einer der Einbrecher zum Revolver und schoß blindlings auf Lange, der durch einen Hüftschuß schwer getroffen zusammenbrach. Er mußte sofort ins Richrather Krankenhaus eingeliefert werden, wo an seinem Aufkommen gezweifelt wird. Die sofort alarmierte Richrather und Hildener Polizei konnte trotz Verfolgung mit einem Motorrad keine Spur der Täter entdecken. Revision im Geistinger Mordprozeß. Der im Geistinzer Mordprozeß wegen zweifachen Mordes zweimal zum gegen das urteit strafe, wovon 4000 Mark als durch die Untersuchungshaft getilgt erachtet werden; gegen Dr. Hans Otto(Fall Leipzig) wegen fortgesetzter handelsrechtlicher Untreue und Beihilfe zur Untreue 2000 Mark Geldstrafe an Stelle einer an sich verwirkten Gefängnisstrafe von zwei Monaten. Diesen Strafanträgen schickte der Oberstaatsanwalt eine eingehende strafrechtliche Würdigung der Taten der Angeklagten vorauf. Von den 53 Anklagepunkten des Eröffnungsbeschlusses seien nach dem Ergebnis der Beweisaufnahme 18 Punkte fallen gelassen worden. In sämtlichen übrigen Punkten sei aber der Schuldbeweis voll erbracht. Maßgebend für die Höhe der festzusetzenden Strafen müsse die Schwere des Treubruches sein, dessen sich die einzelnen Angeklagten gegenüber ihren Gesellschaften schuldig gemacht hätten. Dabei dürfe der keineswegs ungünstige Eindruck nicht ins Gewicht fallen, den verschiedene Angeklagte durch ihr Auftreten vor Gericht in der fünfmonatigen Verhandlung zu erwecken verstanden hätten. Wenn man ein richtiges Bild von der Persönlichkeit der Angeklagten und von den Motiven ihres Handelns gewinnen will, so könne man dies nur, wenn man sich ausschließlich an die nackten Tatsachen halte, die jetzt in der Verhandlung nachgewiesen worden seien. Der Oberstaatsanwalt wandte sich dann nachdrücklich gegen den Gedanken, daß man im Strafmaß etwa die Grenze dessen erreichen könnte, was unter das Amnestiegesetz fällt. Beim Erlaß des Amnestiegesetzes habe der Gesetzgeber ganz klar zum Ausdruck gebracht, daß man hier nur die Kleinen laufen lassen, aber die Großen hängen wolle. Die in diesem Rundfunkprozeß verhandelten Straftaten seien aber derart, daß man unmöglich die Amnestie zur Anwendung bringen könnte. Der Verteidiger von Dr. Magnus, Rechtsanwalt Dr. Goltz, wandte sich gegen die Charakterisierung der Angeklagten durch den Oberstaatsanwalt und beantragte die Einholung eines Gutachtens der Berliner Industrie= und Handelskammer über das kaufmännische Verhalten der Hauptangeklagten. 1,8 Millionen RM. für einen Riesendiamanten Amsterdam, 8. April. Der berühmte Jonker=Diamant, ein 726 Karat schwerer Stein in der Größe eines Hühnereies, der im vergangenen Jahre von einem eingeborenen Arbeiter in Elendsfontein gefunden wurde, ist für 150000 Pfund Sterling(etwa 1800000 RM.) nach den Vereinigten Staaten verkauft worden. Anfänglich wurden 200 000 Pfund Sterling gefordert. Der Stein soll in einer Amsterdamer Schleiferei geschliffen werden und wird dann voraussichtlich 400 Karat wiegen. .„.Dg. bei dem hohen Wert der Diamanten das übliche Grammgewicht ein zu rohes Maß ist, hat sich die Gewichtsangabe nach Karat eingebürgert. Fünf Karat sind nach den jetzt allgemein gültigen internationalen Vereinbarungen ein Gramm, so daß der JonkerDiamant im Rohzustande 145,2 Gramm wiegt. In dieser Form ist er natürlich für den Schliff noch nicht geeignet, da man die überstehenden Ecken und Kanten nicht in wertlosen Schleifstaub verwandeln kann. Man pflegt den Stein darum nach sorgfältigster Voruntersuchung zunächst zu spalten. Eine außerordentlich schwierige und verantwortungsvolle Arbeit, wenn man bedenkt, daß ein falscher Schlag den Kern verletzen und beträchtlich entwerten könnte. Bei dem Jonker=Diamanten scheinen die Verhältnisse besonders günstig zu sein, da man meistens mit einem„Abfall“ bis zu 66¾8 v. H. rechnet. Der geschliffene Jonker wird dagegen noch immer 80 Gramm wiegen. Bisher sieben Todesopfer des Autounglücks von ChateauThierry. Die Zahl der Toten des Automobilunglücks von Chateau=Thierry(Frankreich) ist inzwischen auf sieben gestiegen. Bisher sind vier Kinder und drei Erwachgere„ das Opfer des Rennwagens geworden. Von den Gustanhete befinden sich vier in besorgniserregendem Selbstmord eines chinesischen Langstreckenläufers. Der chinesische Langstreckenläufer Schitschinscheng, der Chinas Hauptkandidat für die Olympiade war, hat sich mit Lysol vergiftet, weil ihn seine Eltern gegen seinen Willen verheiraten wollten. „"* PPTI. brauchen Sie Ihren neuen Wagen. Denn Ostern werden Sie nicht zu hause bleiben wollen. Dank weitsichtiger Droduktionsmaßnahmen ist Deutschlands größte Automobilfabrik voll lieferfähig. Nlutzen Sie diesen Vorteil aus, gehen Sie gleich zu Ihrem Opel-Händler, prüfen Sie die neuen Opel-Modelle 1935, machen Sie eine Probefahrt! Dann ist bei sofortiger Bestellung K auch für Sie die Osterfahrt gesichert— ein schöner Auftakt zu ständiger Zufriedenheit und dauernder ungetrübter Freude am eigenen Opel. PPPE Opel.2 Etr. 4 3glinder ab Rm 1850.-. Opei.3 Ctr. ab Rm 2850.-. Opei 6 Julinder ab RmN 3600.- ab Werk Adam Opel R. 6. Rüffelsheim a. MI. *10 7 Seite 8 Nr. 84/ Bochumer Anzeiger 7 Dienstag, 9. April 1933 Tuenen und Der Glückwunsch des Führers zu den deutschen Motorsporterfolgen in der Eilenriede Auf das bereits in der Montagsausgabe wiedergegebene Telegramm, in dem Korpsführer Hühnlein dem Führer und Reichskanzler Adolf Hitler die deutschen Motorsporterfolge in der Eilenriede meldete, hat der Führer mit folgendem Telegramm geantwortet: „Ich danke Ihnen für die Meldung von dem Siege deutscher Farben und Maschinen im Eilenrieder internationalen Motorradrennen und spreche den Siegern wie den Konstrukteuren der neuen deutschen Maschinen meine herzlichsten Glückwünsche zu diesen Erfolgen aus. Adolf Hitler.“ Mit„Bochum II“ Deutsche Freiballonmeisterschaft gestartet Die Deutsche Meisterschaft für Freiballone, die zugleich als Ausscheidungsrennen für den Gordonz BennettWettbewerb gilt, wurde am Sonntag abend 18.10 Uhr gestartet. Auf dem Alten Kavallerie=Exerzierplatz bei Darmstadt hatten sich mehrere tausend Zuschauer eingefunden, unter denen man auch Reichsernährungsminister Darré und den Reichsstatthalter von Hessen, Gauleiter Sprenger, bemerkte, der nach kurzen Begrüßungsworten im Namen des Reichsluftfahrtministers General der Flieger Göring den Start frei gab. Als erster ging der Ballon„Wilhelm von Opel“(Führer Dekur, Darmstadt) in die Luft, dann folgten„Wicküler“ (Kiebeler),„Nordmark“(Dr. Perlewitz),„Ernst Brandenburg"(Dr. Burghard),„Roland“(Dr. Brickwedde), „Deutschland"(Götz jun.),„Hannover“(Schaeffer), „Chemnitz 8“(Bertram),„Stadt Velbert“(Großstein= beck) Köln“(Geusgen),„Stragula“(Becker),„Nürnberg“(Frank), sowie„Bochum II“(Dr. Scholl). Den beiden Postballonen„Höchst a..“ und„Zeppelin“ machten starke Böen schwer zu schaffen. Während„Höchst a..“ noch gut abkam, mußte der Ballon„Zeppelin“ am Waldrand bereits wieder niedergehen, da die Belastung zu groß gewesen war. Mit einer Stundengeschwindigreir von über 100 Kilometer entführte der starke Aprilwind die Ballone alsbald den Blicken der Zuschauer in nordwestlicher Richtung. Die Mindeststrecke für die im Wettbewerb liegenden Ballone wurde auf 750 Kilometer festgesetzt Ballon„Deutschland“ nördlich von Thorn gelandet. Am Montag um 11.50 Uhr landete in der Nähe von Pfeilsdorf, Kreis Briesen, der Ballon„Deutschland“, der am Samstag in Darmstadt gestartet war. Am Mittwoch vormittag landeten zwei weitere deutsche Ballone in Polen. Der Ballon„Wilhelm von Opel“ ging bei Wlozlawek südöstlich von Thorn an der Weichsel nieder. Der Ballon„Nordmark“ landete in der Nähe von Nieszawa bei Wlozlawek. Bochumer Erfolge Wie schon in der Montagausgabe berichtet, kannte bei den gauoffenen Waldläufen des SC. Preußen Münster Legge vom TV. 48 Bochum wieder einmal sein großes Können unter Beweis stellen. In der Hauptklasse siegte er überlegen über bekannte Langstreckenläufer. Budde(Tv. 48 Bochum) belegte dann noch für Bochum den 7. Plat.. tunEest u. K. ee Bei dem Westfälischen Hallenturnfest in Dortmund konnten die Turnerinnen Toni Erke(Tv. 48 Bochum) den 8. Platz und Aanes Dahmen(Tamde,,BzFhgenfeld) den 9. Platz Helegen.„Helmut Clags(Tv. 48 Bochum wurde mit 321 Punkten Sieger in der Turnerklasse. Die Mannschaft des Tv. 48 Bachum mußte infolge einer Verletzung von Buschey den Kampf aufgeben. Vom Turf Saint=Cloud, 8. April Rennen: De Hargmeur(S. F8.z6),.., Prab.= Grainit. Auen Sihe Nay, Jorkiown, Dietateur T, B. TSieg 423. Blas 115, T8. 88. Ferner:Peln, 3. PPon Crédit. Mariposa, Tchimonto, Rose Brune, Brume de .i5=5s chasie saslste heälsie Laice keie Starmaönitar, Bilwogugse,(Robson) 2. Great Sappstre, 3 Spobar. Toto: Sieg 189, Fashzgrtg,. 80. J. Staui, Mentor, Pibrock, Tonnencouri, Belle au Bois, Ti7/u Zennen:) Ensoreeleur II(Brierre), 2. Reine 2e Leslsin. Läast, Katas echsick, Kestascste Pleie La Bagatelle. Unsere Voraussagen Enghien, 9. April. 1. Rennen: Glitter— Peerleß Filly. 2. Rennen: Petit Marsae— Essendieras. 6. Rennen: Alde— Pimene. Bechühfer-Lemrinige fartieh Ein Elternabend der Lehrlingswerkstatt des Bochumer Vereins Im großen Saal des Vereinhauses veranstaltete die Lehrlingswerkstatt des Bochumer Vereins ihren vierten Elternabend. Zahlreich waren Eltern und Führer der einzelnen Betriebe erschienen. Mit dem Lied„Die blauen Dragoner" zogen die frischen Lehrlingsturner in blau=weißem Dreß ein. Die noch nicht in den Reihen der Bewegung befindlichen Lehrlinge wurden durch den „Trommler“ gemahnt, denn Deutschland, unser geliebtes Vaterland, ist endlich erwacht. Spartlehrgr, Puchan begrüßte anschließend die Werksleitung, die Meister, Eltern und alle, die sich in den Dienst der guten Sache für die Jugend stellten. Er betonte ausdrücklich, daß in ihren Reihen keine Spitzenleistungen Zweck der UebunPe Bock und Prferd in den Weg stellten, genommen. Es Anblick seich der Werksleitung des Bochumer ve var zmd vrgzü den Begstechen, genommen, be Vereinz zegenüber Dank dafüx erzeugt, Lahz. 1e, der war ein schönes oild, wie man, die Zugend mit den Han Fererys ,Oepief- Verstehen und Fursorge entgegenoringt. teln arbeiten sah. Gute Leistungen wurden an drei Jugend so Barren gezeigt, ebenso an der Leiterwand. Wie der Die Fahbah! bas SSoiel auf dee jüngste Stift mit einer Schnelligkeit sich durch die Leiter wand und versuchte, dem älteren das Nachsehen zu geben, dieser Zweikampf brachte die rechte Stimmung ins Haus. Leuchtende Schwünge mit rot und grün erleuchteten Keulen boten ein schönes Bild. Besonders die letzte Uebung, Springen über zwölf Mann, war eine Mutleistung, die man nicht alle Tage zu sehen bekommt. zweiten Teil wurde ein Film vom Leben und Treiben im Heim am Dülmer See gezeigt. Das Heim wurde von den Lehrlingen selbst geschaffen und die Freude, dort eine Woche fern von Schloten in der schönen Natur zu sein, muß erfrischend auf die Großstadtkinder wirken. Dort tollt man im Wasser, wandert in die nahen Borkenberge zum Fliegerlager, immer gibt es etwas zu erlehen. Für die Eltern ein freudebringende „Westfalia“, Bochum— SC. Dahlhausen:0(:0) Manch harten Strauß haben sich die Vertreter. die sich am Sonntag an der Feldsieper Schule im Pokalkampf gegenüberstanden, im Laufe der Meisterschaftssaison geliefert. Noch steht die letzte Begegnung auf dem Westfalenplatz, die die Leute von der Ruhr nach schärfstem Kampfe mit:2 erfolgreich sah, in bester Erinnerung. Mit Recht durfte man deshalb auf das erneute Zusammentreffen, das die Westfalen ohne Mißlich und Cielasko bestreiten mußten, gespannt sein. Trotz der schlechten Witterung waren es immerhin 1500 Zuschauer, die der Revanche der Westfalen, die nach hartem, aber vorbildlich fair durchgeführtem Kampfe mit:0 glückte, erlebten. Trotz der ungünstigen Platzverhältnisse. lieferten sich beide Parteien einen tempo= und abwechslungsreichen Kampf, in dem die bessere Gesamtleistung der Westfalen=Läuferreihe den Ausschlag gab. Ueberraschend schnell finden sich die Platzleute auf dem schlüpfrigen Gelände, so daß die Gäste vorerst über Abwehrarbeit nicht hinauskommen. In der 6. Minute läßt der nach Rechtsaußen gelaufene Distelrath 1 einen Weitschuß vom Stapel, gegen den, Weiß im Dahlhauser Tor machtlos ist. Weiter drängt Westfalia und stellt die Gästeabwehr auf eine harte Probe, der sie sich aber durchaus gewachsen zeigt. Allmählich finden sich die Gäste und können den Kampf ausgeglichen gestalten. Kurz vor dem Wechsel scheidet Czezorra wegen Kopfverletzung aus, um aber in der zweiten Hälfte, die die Westfalen weiterhin im Vorteil sieht, wieder mit dabei zu sein. Schon scheint das Spiel mit:0 zu das Spiel auf dem an sich schon aufgeweichten Platz. Infolge von Umstellungen kamen die Gerther nur schwer in Schwung, während die Herner Stürmer schon bald ein Tor erzielten, das aber wegen Abseits nicht anerkannt wurde. Durch den Mittelstürmer Kamenski und den Rechtsaußen Piontek erzielten die Germanen zwei zählbare Treffer, die die Gerther trotz mannigfacher Gelegenheit nicht aufzuholen wußten, Erst kurz vor der Pause gelang dem Linksaußen Simon das einzige Gegentor. Der zweite Abschnitt sah die Gerther dann, nachdem Heuser seinen alten Platz als Mittelläufer eingenommen hatte, klar überlegen. Sie lagen dauernd vor dem Herner Tor, aber Erfolge wollten nicht gelingen. Aus einem Herner Durchbruch erzielte der Linksaußen Knauf noch einen dritten Treffer, der allerdings mehr nach Abseits aussah. enden. Der Fahlhauser Endspurt, ist, Da zieht drei Minuten vor dem Ende Westfalias Mittelstürmer auf und davon. Der mitgelausene Bickel verwandelt die Vorlage, unhaltbar für Weiß, zum:=Endresultat. MBV. Linden— Buer=Hassel:4(:). Nur die unentwegten Fußballanhänger hatten sich bei dem Aprilwetter auf dem Sportplatz in Linden eingefunden und erlebten auch noch eine bittere Enttäuschung. Linden hatte verschiedene Umstellungen vorgenommen, die sich nicht bewährten. Schuld an der Niederlage haben in erster Linie die Verteidigung durch zu spätes Eingreifen und der Sturm, der zu unentschlossen im entscheidenden Moment war. Auf dem glatten Boden entwickelte sich gleich ein flottes Spiel. Nach einigem Hin und Her nahm Linden das Heft in die Hand, konnte aber bei der aufmerksamen Verteidigung und dem guten Torwart Buer=Hassels vorerst nichts erreichen. Nicht besser erging es dem Gegner. Erst nach zwanzig Minuten Spieldauer trat der Halbrechte Lindens im Anschluß an eine Flanke vom Rechtsaußen an dem herausgelaufenen Torhüter vorbei das erste Tor. Mit dem Stande von:0 für Linden ging es in die Pause. In der zweiten Spielhälfte rechnete man mit einem klaren Sieg. Aber es kam anders. Im, Anschluß an drei aufeinanderfolgenden Ecken glich der Halbrechte Buer=Hassels aus. Durch diesen Erfolg ermutigt, waren die Stürmer Buer=Hassels nicht mehr zu halten. In knapp drei Minuten trat der Halbrechte noch zwei weitere Tore. Linden war durch diesen Ueberraschungserfolg ganz aus der Fassung gekommen. Erst ein Elfmeter brachte Linden den zweiten Erfolg. Buer=Hassel stellte aber wenig später die alte Tordifferenz wieder her. Lindens Torhüter hatte einen scharf geschossenen Ball vom Rechtsaußen abgewehrt. Das Leder kam vor die Füße des Halblinken Buer=Hassels, der den Ball über den am Boden liegenden Torhüter hinweg ins Netz hob. Gegen die dann zahlreiche Verteidieugse,iage ggseg konnten die Lindeneg,näichs erreichenzz, Renige, veinuten vor Spielschluß setzt MBV.s rechter Lugser aus zwanzig Meter einen gut placierten Ball aufs Tor und das Spiel stand:4. Dabei blieb es. BfB. Gerthe— Germania Herne:3(:). Die Gerther Bewegungsspieler ließen sich von den Herner Germanen, einem Vertreter der 1. Kreisklasse, aus den weiteren Pokalsvielen ausbooten. Wenn das Ergebnis auch etwas glücklich für die Gäste ausgefallen ist und auch nicht den Leistungen der zweiten Halbzeit entspricht, so ist der Sieg der Herner doch nicht unverdient. Sie diktierten sofort den Kampf und hatten den Sieg bereits ziemlich sicher, ehe sich die Gerther überhaupt einmal richtig besonnen hatten. Das Fehlen des Gerthe linken Verteidigers Hohnekamp machte sich start bemerkbar. Entscheidend für die Niederlage war die überaus schwache„Stürmerleistung der Gerther, während die Herner über schnelle und entschlossene Stürmer verfügten. Die häufigen Regenschauer erschwerten Der Tahlhauser Endspurt ist abgeschlagen. Gelsenkirchen 12— Preußen 07 Bochum:2(:1) Erstmalig griffen die Ver. Preußen 07 in die VerSsce scte es che ce hece schiche gegen den Klassenniederen, so hatte man richtig vermutet denn tatsächlich mußte der Bezirksligist ausscheiden. Dem Spielverlauf nach hätten die Bochumer wohl ein Unentschieden verdient, denn die zweite Halbzeit stand ganz in ihrem Zeichen. Die Fünferreihe entwickelte ein gutes Komhinationsspiel auf dem trocknen Aschenplatz, hatte aber Pech mit den Torschüssen. Aus der Elf des Gastgebers ragten besonders der Mittelläufer. der Innensturm und vor allem der Torhüter hervor, der durch glänzende Paraden manch sicheres Tor der Preußen verhinderte. Nach verteiltem Feldspiel gibt in der 10. Minute der Rechtsaußen der Gelsenkirchener eine Flanke herein, Preußens Verteidiger Döring wird abgedrängt, so daß der Mittelstürmer dem Halbrechten das Leder schußgerecht hinlegen kann::0. Fünf Minuten später gibt der Halbrechte der Preußen von der Außenlinie einen Schrägschuß aufs Tor, Gelsenkirchens Torhüter verpaßt den Ball und von der Brust des Verteidigers prallt der Ball zum Ausgleich ins Netz. Die zweite Halbzeit beginnt mit klarer Ueberlegenheit der Preußen, aber der Torhüter der Platzherren hält die unglaublichsten Sachen. In der 20. Mi nute macht der Halbrechte der Gelsenkirchener einen Alleingang, an der 16=Meter=Raumgrenze schießt er scharf aufs Tor::1. Unmittelbar darauf gibt der Linksaußen eine Flanke zum Rechtsaußen, dieser nimmt das Leder aus der Luft an und schießt unhaltbar zum dritten Treffer ein. Preußen dreht mächtig auf und schnürt den Gegner in seiner Hälfte ein. Der Rechtsaußen der Bochumer gibt eine Flanke herein, der in Stellung gelaufene Halbrechte legt mit Kopfball dem Linksaußen vor, der zur Mitte lenkt, so daß der Sturmführer zum zweiten Gegenerfolg einsenden kann. Preußen bekommt noch die Gelegenheit zum Unentschieden, da durch Handspiel des linken Verteidigers von Gelsenkirchen ein Elfmeter verschuldet wird. Glatz jun. versucht zu verwandeln, der Schuß wird aber gehalten. Bei drückender Ueberlegenheit der Bochumer ertönt der Schlußpfiff. Preußen Wanne— Turnerbund Eickel:2(:2) Zweimal schon fiel dieses Pokal= und Lokalspiel„ins Wasser". Am Sonntag wurde es nun trotz ungünstiger äußerer Bedingungen doch durchgeführt. Die Platzherren vermochten sich erst in der zweiten Halbzeit durchzusetzen. Die Turnerbündler, die bei Spielbeginn erst acht Leute im Feld hatten und zeitweilig dann nur mit zehn Mann spielten, bringen sich gleich im Anfang durch zwei Ueberraschungstore in Führung. Die Preußen zeigen im Feldspiel gute Leistungen, doch„vermasselt" der Sturm alles. Erst ein gegen Eickel verhängter Elfmeter bringt einen Gegentreffer. Nach der Pause spielen die Preußen anfänglich matt, aber nachdem durch den Halblinken der Ausgleich erzielt ist, wird es kebhafter. Auch die Eickeler drängen, aber Preußens Sturm ist erfolgreicher. Nicht weniger als vier Tore sind die Ausbeute einer planvollen Zusammenarbeit. Das:2 ist erreicht. Bei den Amateurboxern PSV. Bochum— BSK. 30 Sodingen 12:4. Die zweite vom Polizeisportverein Bochum im Stadtteil Hamme aufgezogene Boxveranstaltung brachte, obwohl den Bochumern eine ausgezeichnete Revanche für die in Sodingen erlittene Niederlage gelang, einen bedauerlichen Mißklang, und zwar durch das unsportliche Verhalten der Sodinger Vereinsanhänger, die es nicht unterließen, gerechte Entscheidungen des Ringrichters in übler Weise zu kritisieren. Die Kämpfe: Burgarth(Sodingen) fehlte wieder einmal. Er war durch Wiesberg Herne 22 ersetzt. Im Einladungskampf im Schüler=Papiergewicht siegte. Herwinski(PSV.) über Jäger(Post Bochum) nach während der Einlagekampf im Leichtgewicht zwischen Leidag und Stritzke(beide PSV.) unentschieden endete. Die Klubkämpfe: Jugend=Papiergewicht:„Koch(.) verlor gegen Tietzler(.) knapp nach Punkten. JugendFedergewicht: Borowski(.) siegte über Feige(.) nach Punkten. Federgewicht: Gausmann(.) wurde Punktsieger über Broska(.). Wiesberg(Herne 22) kam durch eine Verwarnung seines Gegners Korte(PSV.) zu einem Unentschieden. Leichtgewicht: Chmielewski(.) und Graupe(.) trennten sich unentschieden. Weltergewicht: Ebenfalls unentschieden trennten sich Kampf (.) und Kalinowski(.). Mittelgewicht: Stratmann (PSV. Essen) zog sich im Kampf gegen Ernst(.) drei Verwarnungen zu, wodurch Ernst in der 3. Runde zum Sieger erklärt wurde. Halbschwergewicht: Gerz(.) konnte seinen 1. Kampf mit einem technischen.=o. in der 1. Runde abschließen, da der Gegner Nioduschewski (.) ohne Grund den Kampf aufgab. MBC. 31 Linden—. BSV. Werne 30 11:5. Nach der hohen Niederlage gegen den Steeler Boxklub erkämpfte sich der Märkische Boxklub Linden am Samstag abend bei Scheidtmann gegen den BSV. Werne 30 einen hohen Sieg von 11:5.— Im Jugendpahiergewicht kam Gräwert(.) gegen Leiendecker(.) zu einem schmeichelhaften Punktsieg. Der Kampf im Federgewicht zwischen Rupietta(.) und Basty(.) war mäßig. Rupietta wurde nach Punkten geschlagen. Hart und erbittert war der Kampf im Halbschwergewicht zwischen Atorf(.) und Preuß(.). Atorf kam zu einem verdienten Punktsieg. Im Mittelgewicht siegte Görs(.) gegen Mandel(.). Im Kampf im Mittelgewicht zwischen Wilkendorf(.) und Höflich I(.) mußte sich Wilkendorf mächtig anstrengen, um ein Unentschieden zu erzielen. Ebenfalls unentschieden endete der Kampf im Weltergewicht zwischen Fischer(.) und Gons(.). Im Mittelgewicht hatte Menne II(.) den Werner Weber zum Gegner, gegen den er bereits vor einigen Wochen einen.=.=Sieg erzielte. Weber leistete diesmal zunächst größeren Widerstand, aber in der zweiten Runde brachte Menne ihn wieder für die Zeit auf die Bretter. Im Leichtgewicht hatte Piotrowski II(.) in Gajewski (.) einen äußerst starken Gegner. Der zähe Werner erzielte ein gerechtes Unentschieden. Disselbeck(Bochum) in der Olympia=Kernmannschaft der Amateurboxer. Auf Grund der Ergebnisse der Reichsrundenkämpfe hat der Amateur=Boxverband soeben für die deutsche Olympia=Kernmannschaft 43 Boxer aufgestellt. Erfreulicherweise befindet sich darunter auch ein Bochumer, und zwar der Federgewichtler Disselbeck von BSK. 19. 19 in Wanne=Eickel Ein Sieg beim BFK.„Schmeling“ Wanne=Eickel Der von dem BFK.„Schmeling“ Wanne=Eickel am Samstag abend in der Schulte=Bergeschen Sporthalle durchgeführte Klubrückkampf gegen BSK. 19 Bochum wurde von Wanne=Eickel mit einer durch Kämpfer anderer Vereine verstärkten Staffel durchgeführt. Ebenso hatte der BSK. 19 fremde Kämpfer in seinen Reihen, so daß es ähnlich war, wie bei dem ersten Kampf, den „Schmeling“ 11:9 gewonnen hatte. Im Ring amtierte Köchling(Bochum). Das spannendste Gefecht wurde die Leichtgewichts=Begegnung Kubiak(Herne 22) und Manczyk(BSK. 19 Bochum). Vor allem Kubiak bot ausgezeichnete Leistungen. Er griff ununterbrochen an und erzielte einen klären Punktsieg. Federgewicht: Pries II(Schmeling)— Jestädt(BSK. 19 Bochum). Jestädt siegte überlegen nach Punkten. Im Mittelgewicht schlug Juschkewitz(Schmeling) Weiland(BSK. 19 Bochum) nach Punkten. Die Begegnung Koch(BSK. 19 Bochum) und Nöcker (Recklinghausen 20) nahm schon in der ersten Runde ein Ende, weil Nöcker wegen einer Handverletzung den Kampf aufgab. Im Jugend=Leichtgewicht siegte Schweika(Schmeling) über Grimm(BSK. 19 Bochum). Den Fliegengewichtskampf gewann Lehrke (BSK. 19 Bochum) gegen Stach(Wanne=Eickel). Im zweiten Mittelgewichtskampf zwischen Schneider(Bochum=Laer) und Richter(Herne 22) erlitt Richter in der zweiten Runde eine Augenverletzung und mußte, bereits in Führung liegend, den Kampf auf Geheiß des Ringrichters aufgeben. Im Weltergewicht schlug Nawrocki(Bochum=Laer) Menn(Schmeling) nach Punkten. So wurde diese zweite Begegnung zu einer geglückten Revanche für den BSK. 19, denn, wenn bei ebenfalls gemischter Besetzung am ersten Kampfabend ein 11:=Sieg für Wanne=Eickel herauskam, so ergab diesmal die Zusammenrechnung 10:6 für den BSK. 19. Besselmann nur Punktsieger über Hein Domgörgen. Die Schlußveranstaltung der Boxsport=Wintersaison 1934/35 in der Kölner Rheinlandhalle„hrachte als Hauptereignis den Mittelgewichtskampf zwischen Meister Besselmann und dem nun schon bald 40jährigen Hein Domgörgen, der dank seiner überragenden Ringerfahrung seinem ehemaligen Schüler nach zehn Runden nur einen Punktsieg zu überlassen brauchte. Glänzend in Form war im Schwergewicht Hower(Köln), der Klein(Solingen) durch technischen.=o. in der 4. Runde besiegte. Dübbers schlug auf die gleiche Weise den Tschechen Necolny in der 6. Runde. Metzner(Köln) und Remscheid(Solingen) trennten sich mit einem Unentschieden. 30 bezumten-Bodlams Räderer die Suhon Anrudern und Bootstaufe beim„Ruderverein Bochum“ 8 F "„.-.“-Muthherz Beim Anrudern auf der Ruhr vor dem Bootshaus des Rudervereins Bochum phot.: Hamer Die Taufe eines neuen Bootes durch den Vereinsführer Rechtsanwalt Müller Seite 9 Nr. 84, Bochumer Anzeiger, Dienstag, 9. April 1935 che Wirtschaft Reuer Opurrassen=Pousternl Rede Dr. Schachts über die Sparentwicklung ez Verbandsversammlung des Deutschen## und Giroverbandes in Berlin Spar. „Auf de kassen= und. Giroverbandes in Berlin wurde bekanntgegeben, daß der langjährige Führer der Organisation, Geheimer Regierungsrat Dr. Kleiner, in den Ruhestand getreten ist. Zum neuen Präsidenten wurde Ministerjaldirektor Dr. Heintze bestellt. Der Tagung kam überdies insofern besondere Bedeutung zu, als nunmehr der Deutsche Sparkassen= und Giroverband als zuständige Fachgruppe„Sparkassen“ innerhalb der Reichsgruppe„Banken“ anerkannt wurde. Bei dieser Gelegenheit ergriff Reichsbankpräsident und Reichswirtschaftsminister Dr. Schacht das Wort zu einigen Ausführungen. Dr. Schacht erklärte u. a. folgendes: .=Die Sparkassenorganisation ist geschaffen worden mit dem Ziel, die Sparkassen zu fördern. In der Vergangenheit lagen ihr große Aufgaben ob, die Zukunft wird sie vor noch größere Aufgaben stellen. Ich denke dahei insbesondere an die Durchführung des Kreditgewerbegesetzes und an die Verwirklichung der in ihm gestellten Ziele. Der erfreuliche Einlagenzuwachs bei den Sparkassen in den vergangenen Monaten ist mir Beweis dafür, daß wir auf dem richtigen Wege sind und daß die beständig steigende Zahl der Sparer uneingeschränktes Vertrauen in die Sparkassen und die von der Reichsregierung angebahnte Entwicklung setzt.“ Der neue Präsident des Sparkassenverbandes (er ist 1881 geboren und kommt aus der juristischen und der Verwaltungslaufbahn her) wirkt seit 1920 ununterbrochen im Reichswirtschaftsministerium, wo er zuletzt die Abteilung für Bank= und Kreditwesen geleitet hat. Ohne also reiner Sparkassenfachmann zu sein, wird Dr. Heintze bei seiner umfassenden Kenntnis des Geldund Kreditwesens als der richtige Mann für die Führung des Sparkassenwesens im Gesamtrahmen der Kreditwirtschaft gelten dürfen. Er hat erfreulicherweise bei seiner Ansprache auf der Verbandsversammlung besonders betont, daß hierbei dem Sparkassenverband keine Verstümmelung seines organischen Eigenlebens und der persönlichen Initiative erwachsen wird. I. G. Farben Wieder 7 Prozent Dividende Geheimrat Bosch Aufsichtsratsvorsitzender. In der Aufsichtsratssitzung der I. G. Farbenindustrie .=G. wurde beschlossen, für 1934 eine Dividende von wieder 7 Prozent auszuschütten. Als Nachfolger des vor kurzem verstorbenen Geheimrats Carl Duisberg soll Geheimrat Karl Bosch den Vorsitz im Aufsichtsrat und Verwaltungsrat übernehmen. Vorstand, den Bosch bisher innehatte, erhält Geheimrat Hermann Schmitz. Der mitterständische Unternehiner in der Privatversicherung Auf einem vom Amt für tionalbank, Gouverneur Tannery von der Bank von Frankreich und Dr. Frank von der Belgischen Nationalbank teilnahmen. Nach einer Meldung der Schweizerischen Depeschenagentur wurden dabei eingehend die durch die Belga=Abwertung geschaffene Lage, der scharfe Angriff auf den holländischen Gulden während der letzten Tage und die gedrückte Stimmung an den Schweizer Börsen vom letzten Samstag besprochen. Dr. Triv teilte mit, daß der Angriff auf den holländischen Gulden zurückgeschlagen sei, ohne daß die Holländische Nationalbank eine erhebliche Schwächung ihrer Golddeckung zu verzeichnen habe. Auch der Gouverneur der Bank von Frankreich erklärte die Entschlossenheit der Bank von Frankreich, den französischen Frank weiterhin zu verteidigen. Die gleiche Stellung nimmt die Schweizerische Nationalbank ein. Wiederaufnahme des deutsch=belgischen Verrechnungsverkehrs Das Reichswirtschaftsministerium teilt im Einvernehmen mit dem Reichsbankdirektorium mit: Nachdem die Verhandlungen in Brüssel zu einem vorläufigen Ergebnis geführt haben, wurde die Notierung des Belga an der Berliner Börse vom Samstag an wieder ausgenommen. Auf Grund der neuen Notiz wird der seit dem 30. März vorläufig unterbrochene Verrechnungsverkehr wieder in Gang gesetzt. Demzufolge können Einzahlungen im Wege des deutschbelg schen Verrechnungsabkommens vom 5. September 1934 wieder geleistet werden. Auch der Postauftrags= und Nachnahmeverkehr ist wiederaufgenommen worden. Kurze Nachrichten Die Kennziffer der Großhandelspreise stellt sich für den 3. April 1935 wie in der Vorwoche auf 100.8 (1913 gleich 100). Die Kennziffern der Hauptgruppen lauten: Agrarstoffe 99,7(plus 0,3 v..), industrielle Rohstoffe und Halbwaren 91,1(minus 0,3 v..) und industrielle Fertigwaren 119,7(minus 0,1 v..). Für den Monatsdurchschnitt März lautet die Kennziffer 100,7 (minus 0,2 v..). Wie mitgeteilt wird, will Geheimer Justizrat Bomke (Beckum i..) in der am 17. April stattfindenden GV. der Portland=Zementwerke Dyckerhoff=Wicking AG. als Vertreter der„Vereinigung von Wicking=Aktionären“ auftreten und die Vertretung weiterer Aktionäre übernehmen. Auf Veranlassung des Reichs= und preußischen Ministers für Ernährung und Landwirtschaft wird im Laufe des Jahres 1935 eine große Bodenbenutzungserhebung einschließlich Forsterhebung im Deutschen Reich durchgeführt werden. Deutschland hat in Oslo in diesen Tagen den Kauf von 70000 Tonnen Waltran abgeschlossen. Kochs Adler=Nähmaschinen=Werke, Bielefeld: Wiederaufnahme der Dividendenzahlung mit 2½ Prozent.— Waggon= und Maschinenbau=AG., Görlitz(Wumag): Der 1933/34 entstandene Verlust von 2,07 Millionen Reichsmark(einschließlich Vorjahresverlust) wird durch Kapitalzusammenlegung von 6 auf 2 Millionen Reichsmark beseitigt. Zur Zeit erheblich höherer Auftragsbestand als vor einem Jahr.— Oberschlesische Eisenbahn=Bedarfs=AG., Gleiwitz: Vorläufig keine Dividendenaussichten.— Wegelin& Hübner, Maschinenfabrik .=., Halle: Wieder Verlustabschluß.— Braunkohlenwerke Borna.=., Vorna: Unverändert 8 Prozent.— Chemische Werke, vorm. Albert,.=., WiesbadenAmöneburg: 4,5(4) Prozent.— Deutsche Solvay=Werke .=., Bernburg: Wiederaufnahme der Dividendenzahlung. Höhe noch nicht bekannt. Die Anleihemärkte lagen recht ruhig und wenig verändert. Altbesitz behauptet. Umschuldungsanleihe etwas schwächer. Pfandbriefe und Kommunalobligationen litten unter Geschäftsmangel. Auch im weiteren Verlauf kam keine Erholung zum Durchbruch. Die Aktienmärkte bröckelten im Gegenteil noch weiter ab. Der Schluß war recht lustlos und weiter abgeschwächt. Der Kassamarkt lag sehr still. aber vorwiegend auch schwächer. Tagesgeld 3⅝ bis 3 7/8 Prozent. Dollar.484(Samstag 2,489), Pfund 11,975(Samstag 12,060) Mittelkurs. Rhein=Mainische Abendbörse in Frankfurt Still, aber gut behauptet Die Abendbörse zeigte gegenüber den schwächeren Mittagskursen gut behauptete Tendenz. Die Umsätze blieben allerdings wetter gering. Sonderbewegungen traten nicht zutage. Am Rentenmarkt vermochten sich Merikaner nach den festen Mittagskursen nicht ganz zu behaupten. Deutsche Renten lagen ruhig, aber gut gehalten. Für Zinsvergütungs= scheine hörte man einen Kurs von 89,55. Im weiteren Verlauf ergaben sich keine nennenswerten Veränderungen mehr. Auch nachbörslich blieb es völlig still. Die Ausiandsvorsen Newyork: Freundlich. Amsterdam: Erholt. Paris: Unregelmäßig. London: Freundlich. Brüssel: Uneinheitlich. Mailand: Lustlos. Wien: Ruhig. Zürich: Geschlossen. Getreidegrotmarkt zu Berlin Amtl. Preise. Getreide und Oelsaaten per 1000 kg, sonst per 100 kg Weizen märk. Roggen märk. ndustriegerste Hafer märk. Weizenm. Auszm. (.820 Asche) 5 21.88 25.•29.0 25.9 29.0 11.-12.0 11.0 120 Rheinisch-Weftfälische Vichmärkte Daufpurdertrags urde .P Antkarden=Alst. luf einem vom Deutschen Arbeitsfront veranstalteten Berufserziehung schaft: Nach der Betriebszählu umfaßt das Versicherungshesen sicherung rund 19300 R 97000 Beschäftigten. Die in der kortrag machte der Leiter der Fachgruppe 2 der Wirtschaftsgruppe „Privatversicherung", Generaldirektor Schnell, interessante Ausführungen über die Bedeutung des mittelstandischen Unternehmens in der VersicherungswirtIche, Ruch der Velrnergnmlung vom 16. Juni 1933 * 8—#—. oswesen ohne die SozialverBetriebe mit rund sie Privatversicherung beschäftigt in rund 1050 Betrieben 38 900 Menschen, die öffentlich=rechtliche Versicherung in 150 Betrieben 7700 Menschen und die Versicherungsvermittlung in 18100 Betrieben beinahe 50000 Menschen. Neben diesem Heer der durch Betriebszählung erfaßten Versicherungsvermittler steht die viel größere, statistisch nicht erfaßte Zahl der nebenberuflichen Vertreter. Nach dem bisherigen Ergebnis einer gerade im Gang befindlichen Erhebung der Arbeitsgemeinschaft privater Feuewersicherungsgesellschaften in Deutschland sind für 23 Unternehmen mit rund 14500 Angestellten rund 118000 Vertreter tätig. Dieses Ergebnis läßt bei einer vergleichenden Betrachtung den Schluß zu, daß in eutschland mindestens 240000 Menschen nebenberuflich in der Versicherungsvermittlung arbeiten. Dies sind überwiegend Kleingewerbetreibende, Handwerker, pensionierte mittlere und untere Beamte, die in kleinen Orten tätig sind, deren Einwohnerzahl niemals einem vollamtlichen Versicherungsvertreter Arbeit und Brot geben könnte. Diese Verbindung des Vertretersystems der Privatversicherung mit dem Kleingewerbe wird als eine Ideallösung für das Wirtschaftsleben vieler Gemeinden bezeichnet. Angriff gegen Gulden abgeschlagen Wichtige Beratungen in Basel— Goldblock wehrt sich erfolgreich Zu der gestrigen Verwaltungsratssitzung der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich waren in Basel, dem Sitz der B33., wiederum alle maßgebenden Notenbank=Prasidenten versammelt. Deutschland ist bei den Beratungen durch Reichsbankpräsident Dr. Schacht, Geheimrat Vocke und Generaldirektor Reusch vertreten. Die Gouverneure der Notenbanken benutzten den Sonntag zu verschiedenen Sonderbesprechungen. Das größte Interesse beanspruchte eine Zusammenkunft der Notenbank=Präsidenten der Goldblockländer, an der u. a. Dr. Trip von der Holländischen Nationalbank, Professor Bachmann von der Schweizerischen NaAm 31. Dezember 1934 arbeiteten in Deutschland 52 endgültig zum Geschäftsbetrieb berechtigte private Bausparkassen und 15 öffentliche Bausparkassen des Deutschen Sparkassen= und Giroverbandes. Die Zahl der bestehenden Bausparverträge belief sich auf rund 280000 mit einer Gesamtvertragssumme von rund 2,4 Milliarden Reichsmark. Bis zum 31. Dezember 1934 waren zugeteilt: von den privaten Bausparkassen rund 579,5 Millionen Reichsmark, von den öffentlichen Bausparkassen rund 106,5 Millionen Reichsmark, insgesamt also rund 686,0 Millionen Reichsmark, die zur Errichtung und Entschuldung von rund 70000 Eigenheimen dienten. Im Jahre 1934 allein wurden von den deutschen Bausparkassen 125 Millionen Reichsmark neu zugeteilt. Davon entfielen auf die 52 endgultig zum Geschäftsbetrieb berechtigten privaten Bausparkassen rund 89,5 und auf die 15 öffentlichen Bausparkassen des Deutschen Sparkassen= und Giroverbandes rund 35,5 Millionen Reichsmark. In der teilungssumme des Jahres 1934 von insgesamt 125 Millionen Reichsmark sind 26 Millionen Reichsmark enthalten, die den Bausparkassen im Rahmen der bekannten Wechselkreditaktion von der Deutschen Bau= und Bodenbank zur Verfügung gestellt worden sind. Im Jahre 1933 entfielen von den insgesamt zugeteilten 115 Millionen Reichsmark 43 Millionen Reichsmark auf den Wechselkredit. Nach den Schätzungen des Instituts für Konjunkturforschung hat sich der Anteil der Bausparkassen am Gesamtbetrag der von den Trägern des organisierten Realkredits dem Baumarkte neu zugeführten Gelder von rund 22,75 Prozent im Jahre 1932 auf rund 40 Prozent im Jahre 1934 erhöht. Emil Kirdorf 88 Jahre alt Kirdorf Ehrenbürger von Mülheim Am 8. April vollendete Emil Kirdorf, der Schöpfer der Gelsenkirchener Bergwerks=AG. und des Rheinisch=Westfälischen Kohlensyndikats, sein 88. Lebensjahr. Dieser große Wirtschaftsführer, der sich immer nur als Arbeiter an seinem Werk gefühlt und den Grundsatz „Gemeinnutz geht vor Eigennutz“ wie kaum ein anderer auf den Ruhrbergbau übertragen hat und der im Alter von erst 24 Jahren am 28. November 1871 an führender Stelle in den Bergbau kam und mit 26 Jahren die Leitung der nachmaligen Gelsenkirchener Bergwerks=AG. übernahm, wurde zum großen Einiger des zersplitterten Bergbaus an der Ruhr und zum Führer in die gewaltige wirtschaftliche Entwicklung, die die Ruhrindustrie in den letzten Jahrzehnten des 19. Jahrhunderts erlebte. Sein zäher Kampf um die wirtschaftliche Gesundung des Bergbaues führte schließlich im Jahre 1893 durch die Gründung des Kohlensyndikats zum Erfolg. Wo es um Deutschland ging, stand Kirdorf stets in vorderster Front. Schon 1927 zog es ihn in der Erkenntnis für die Notwendigkeiten der deutschen Sache zu Adolf Hitler. Die deutsche Wirtschaft, zumal der Bergbau an der Ruhr, gedachte von neuem mit Dank und Verehrung ihres großen Führers auf dem Streithof. Aus Anlaß des 88. Geburtstages des Geheimrats Emil Kirdorf hat Oberbürgermeister Maerz von ülheim dem um die deutsche Wirtschaft hervorragend verdienstvollen Mitbürger das Ehrenbürgerrecht der Stadt Mülheim verliehen und ihm diese Verleihung mit den besten Glückwünschen der Stadt zum Ausdruck gebracht. Börsen von gestern Rheinisch=Westfälische Börse in Düsseldorf Etwas schwächer Die Börse eröffnete am Markt der Schwankungswerte in ruhiger und etwas schwächerer Haltung. Im Verlauf ließ das Geschäft weiter nach, und die Kurse gingen weiter zurück. Gegenüber der Samstag=Börse ergaben sich folgende Veränderungen: Renten: Altbesitz minus ½ Prozent. Hoesch plus ¼ Prozent, Krupp minus ½/ Prozent, Mittelstahl unverändert, Ver.-Stahl=Obligationen minus ¼ Prozent, Dt.= Reichsbahn=Vorzüge 1 Prozent höher bezahlt. Aktien: Farben eröffneten 1¼ Prozent niedriger und verloren im Verlauf weitere 1% Prozent, Feldmühle minus ¾ Prozent, Felten=Guilleaume minus 2½ Prozent, RWE. minus 1¼ Prozent, Schuckert minus 2 Prozent, Siemens minus 1¼ Prozent, Westd. Kaufhof minus 1½ Prozent. Gut behauptet waren Dt. Erdöl und Goldschmidt, die nur je ½ Prozent nachgaben. Montanaktien: Harpener plus Prozent, Hoesch minus 1¼ Prozent, Klöckner minus ½. Prozent, Mannesmann minus 1¼ Prozent, Rheinische Braunkohlen minus 1 Prozent, Rheinstahl minus 1¾ Prozent, Ver. Stahlwerke minus 1¾ Prozent, Buderus minus 1¼ Prozent, Dahlbusch minus 1½ Prozent. Von Kaliwerten waren Aschersleben und Westeregeln unverändert, während Salzdetfurth 1 Prozent niedriger waren. Wintershall eröffneten ¾ Prozent höher, gaben im Verlauf jedoch ¾ Prozent wieder her. Am Einbeitsmaxkt gewannen Halle Salz ¾ Prozent, während Dynamit Nobel und Burbach letzte Preise erzielten. Zukunft Braunkohle plus 1 Prozent, Kabel Rhuedt plus 2½ Prozent. Hochtief minus ½ Prozent, Rheinische Metallwaren minus 7/ Prozent. Am Bankaktienmarkt gaben Commerzbank 1¼ Prozent nach, Tedibank und Dresdner Bank behauptet. Rbein.=Westf. Boden plus ½ Prozent, Westdeutsche Boden knapp behauptet. Am Kurenmarkt hielt sich das Geschäft in engen Grenzen. Von Kohlenkuxen gewannen Preise für 50 kg Lebendgewicht in Reichsmark Ochsen de. de. do. do. do. Bullen do. de. de. Köhe de. do. 00. Farsen do. do. de. Fresser 1. 38—4042—43 5 1. 2. 6 6 0 — 34-3740-40 — 131—33 35-38 —— 31-34 — 37—39 39— 36-364 33—35 35— 28—33 29—32 30 27(25—28 26 38-40" 36-39 41— 35—38 32—35 35—39 27-344 27-3128—34 20—2720—267 — 36-40 42—43 — 33—35— 26—2730-3232—38 — 25—28— —- 25-30 Kälber de. do. de. do. Schafe do. 5 6 * 1. 2. beste Schafe mittlere Schafe geringe Schafe Schweine a1") 00. do. do. do. de do. de. do. 56—70—(65—76 50—5555—58 55-57 45—48 45—54 50- 54 40-44 35—44 38-48 27-3924-3422-37 *— 44 — 38—40— *) *) *) 43-50 4- 5043--51 47—50 45-50 47—50 46—4945—48 45—50 *) 45-43 42—45 42-47 *) 40—46—]— 3— 93-- /43-45 g2*) /43-4440-45|38—42 2) a) Schweine über 300 Pfd. Lebendgewicht 1. Fette Speckschweine 2. Vollfleischige Schweine b) Vollfleischige Schweine von 240—300 Pfd. Lebendgewicht )Volltleischige von 200— 240 Pfd. Lebendgewicht. d) Vollfleischige von 160-.200 Pfd. Lebendgewicht. er Fleischige von 120—160 Pfd. Lebendgewicht. f) Fleischige unter 20 Pfd. Lebendgewicht. g) I. Fette Specksauen, 2. andere Sauen. Die festgestellten Preise sind Marktpreise für die nüchtern gewogenen Tiere und schließen sämtliche Spesen des Handels ab Stall für Fracht, Markt und Verkautsposten sowie Umsatzsteuer und für den natürlichen Gewichtsverlust ein. Bochum: Marktverlauf: Schweine und Großvieh rege, Kälber flott. Markt gerdumt. Dortmund: Marktverlauf: Großvieh u. Kälber gut, Schafe befragt, Schweine mittel. Essen: Marktverlauf: In allen Gattungen rege. 5 * Berliner Elektrolytkupfernotierung vom 8. April 1935; 41.50 Reichsmark für 100 Kilogramm. Gestern in Beriin amtlich Dollar 2,484(Samstag 2,489) Pfund 11,975(Samstag 12,060) Deutschland bei kleinem Geschäft etwa 10 Reichsmark. Etwa letzte Preise erzielten Graf=Schwerin= und Ewald=Kure. Braunkoblenkure umsatzlos. Von Kalikuren wurden Heimboldshausen auf letzter Basis bezahlt, während Hope etwa 75 Reichsmark nachgaben. Am Freiverkebrsmarkt wurden neue Burbach, Aleranderwerke und Holl. Goedbart auf unveränderter Basts bezahlt. Westfalia=Dinnendahl plus ½ Prozent. Die Börse schloß zu den niedrigsten Tageskursen.(Mitgeteilt vom Bankgeschäft Wilhelm Schwarz in Bochum.) Berliner Börse Etwas schwächer Die Börse eröffnete bei sehr kleinem Geschäft allgemein schwächer. Hauptgrund dafür wird wohl sein, daß die Anlagekäufe nach dem 1. April nun vorüber sind und die Kulisse zunächst die weitere volttische Entwicklung abwartet. Am Montanaktienmarkt betrugen die Einbußen bis ¼ Prozent. Etwas stärkeren Verlust batten Mansfeld und Rheinstahl, die 1¼ Prozent verloren. Ueber 1 Prozent abgeschwächt waren Niederlausitzer mit 2 und Chemische Hevden mit 33 Prozent. 3 Prozent erhöht waren Bremer Wolle. Feld und Garten. Vogelfreund. Nistkästen für Meisen fertigt man am besten aus Abschnitten von Baumstämmen(Obstbäume, Eberesche, Buche, Eiche), denen man die Rinde beläßt. Sie sollen so ausgebohrt werden, daß ihr Durchmesser im Lichten etwa 5 Zentimeter beträgt. Das Flugloch darf nur 2,9(knapp 3) Zentimeter im Durchmesser haben, damit nicht Sperlinge von dem Kasten Besitz ergreifen. Vom Flugloch bis zum Boden soll die Tiefe des Kästchens 18 bis 25 Zentimeter betragen. Im Garten bringt man den Kasten am besten in den Aesten eines alten Obstbaumes an, in der Nähe anderer Bäume oder Gebüsche. Die Entfernung vom Erdboden soll zwischen 2 und 3 Meter betragen. Das Flugloch soll etwas abwärts nach dem Boden zu gerichtet sein. Die Befestigung(starker Draht oder starke Nägel, am besten beides muß ganz sicher sein: wackelnde Kästen nehmen die Meisen nicht an. Es empfiehlt sich, den Kasten mit Dornressig zu verkleiden. In einem mäßig großen Obstgarten kann man zwei bis drei Kästen anbringen. Unterhaltungspflicht. Unterstützung. Ist der Ehemann hilfsbedürftig, so kann für die Unterstützung der Ehefrau deren Vater herangezogen werden, falls er zur Unterstützung in der Lage ist. Erbschaft. Letzter Wille. Das Testament ist formgerecht und in Ordnung. Ob die Pflichtteile der Kinder gewahrt sind, richtet sich nach dem Stande Ihres Vermögens zur Zeit Ihres Ablebens.— Selbstverständlich sind Sie berechtigt, dem Ihnen Unterhalt gebenden Kinde eine entsprechende Gegenleistung aus Ihrem Vermögen zu geben. Rh.-Westf. Börse, Düsseldort, 8. April Mitgeteilt von Wilhelm Schwarz, Bankgeschäft, Bochum, Bongardstraße 14 Fortlautende Notierungen 8. 4. S. 4. 8. 4. 16. 8986 4. Div. Anfang Schlus Kassa(Schlus Iltbestz. 6% Hoesch RM. 6% Krupp RM. 6% Mittelstahl 6% Ver. St. RM. Buderus Dahlbusch 8t. Otsch. Allant. Otsch. Erdöl O. Reichsbahn ..Farbenind. Feldmühle Felten& Guille Goldschmidt Harpen... Hoesch-Köln Kall-Ascherel. = 111.87 — 101.80 — 102.00 101 75 — 100.00 95.12 7 117.25 4 106.87 7 121.87 147.62 6 122.75 0 88.87 102.00 106.12 0 95.50 S 112.75 111.75111. 101.001101 102 00s101. 101.37—. 99.87 99 97 86.00 117.50 107.00107 121.75121 146.00146 122.50 86.75 87 102.50 103 106.00106 95.00 95. 112.50— 86.75 112.00 100.75 102.00 101.50 100.00 95.50 87 50 118.25 107 25 121.75 148.50 89.00 102.50 95.75 Oiv. Biüchmner=AA. 7 Mannesmann 0 Masch. Untern. 0 Reichsbank 12 Rhein. Braunk. 12 Rhein. Stahlw. 35 Rh.-.-Elek. 6 Saizdetfurth Schuckert& C. Siemens& Hal. Gebr. Stollw. Ver. Stahlw. Westd. Kaufh. Westeregeln Wintershall Zellst.Waldhof 8. 4. Anfang 91.75 89.37 71.12 169.00 208 75 107.37 119.00 156.00 105.25 152.25 91.00 79.75 34.12 113 25 95.00 8. 4. 8. 4. Schluß Kassal 00 92.0 79.75 71.00 159.00 208.50 106.62 118.50 158 00 104.75 152.00 91.00 79.00 33.75 113.00 94.25 92 37 80.25 70.62 209.00 107.00 119.00 105 00 91.12 79.12 33.67 6. 4. Schluß 92.00 80.75 71.25 158.00 209.75 108.25 119.00 106.00 152.50 91.00 80.87 34 37 94.25 94.62 Industrieaktien Div. Balcke Masch. 0 Berg. G. Dahl. V.— Bonner Bg..H. Bösp. Walzw. Braunk Zuk. Bruckd.-Nietl. Burbach Kal. 40 Dortm.Ritterbr. Düss. Hoef.-Br. Düss. Masch 6 Dynamit.Nob..5 Eschw. Berg. V. 14 Slas- u. Sp..6 3lückauf-B. A6.5 Gebr. Goedh.A0 0 Hallesche Salz.]— Hochtief AG. 6 Kabelw. Rheydt all-Chamie Nülheim. Berg. Rhein. Metal Zhein. Spiegel. 3 Roddergr. Brnk. 20 Kuxs Steinkohlen 6. 4. 9 1 8 CerofosM. 373 Const. 4 6 Deutschl. Sweld Schwerin Heinrich Kön. Ludw Langenbr. 3125 3900 6075 6450 340 370 4550 1800 3459 3650 67901710 — 9200 9000900 6 4. 6 1 8 3700 3950 6100 6400 330 360 4550 475 3550 3750 6600 700 — 9290 9100 Braunkohlen Bruckd.-N. 280 300 280 300 GuteHoffn. 3250 3500 3250 3500 Leonhard 170001 7550 7100 7600 Bellern. Michel 19000— 19100 9500 Vesta 16702]— 6700 7100 Bernhareth. 1300— 1500 Kal Beienrode 625 640 620 650 Burbach 2400 2600 2400— Neu-Staßt.--—— Siegtr..1 /3430— 3475— Wintersh. 5650 6000 5700 6000 Preiverkehr Steinkohlen- u. Draunk. -Kuxe 6. 4. 6. 4. Diergardt 3400 3600 3450 3675 Westfalen 500— 475— 3400— 3100— Kallkuxe 6 —•— Braunschw. 4250/4550 Eingkeit 34.10 Erchsseg— langh. 1825 Hleimbold 1925 1ope 3400 Disenburg 273 5850 2200/2350 2200/2350 2000 2350 1925 2050 lansbach 2400 2600 Reichsld.— 650 Thüringen 300—. Mariagl. Warte Warie L. Neuscllst. 7 4. 8 2350 1975 2075 3600 6150 6. 4. 6 8 2050 4259 4500 3175— — 2550 1800 190 1900 3473/3700 275— 5700 6500 2250 2425 2250 2425 2250 2425 1900 2950 2445— 550 650 300— (Einheitsk.) 8. 4. 6. 4. 137 5137.5 116.5116.0 97.2/97. 126.0125 25.0 ön achtl. 46. Bgb. Schieß-Defries Schleg. Scharp. Jaggonf. Uerd. Nasserw. Gels. Bankaktien 50Serlin. Hand. 6. Com.- u. Pr.-B. Bank..-G. Dresdner Bank Th. W. 80. Cr. B. Nestd. B..-A. 21.3 21 3 87.0 87. 38. 81.2 81.71 250.0250.0 107.21065 114 2 175.0172. 128.8 120 0—. 138.2137.0 99 5— 169 0169.0 79.2 78 5 990 930 6 1108 0108 0 85.2 0 89.5 89.51 0 89.5 89.5 7 115 0115.0 S 979 97. Versicherungsaktien sch.-Mönch.F 70 1090 1096 Aach. Rückvers 14.4 209 0211 Agripp.., Fl.##- 395.0395.0 Alll.- u. Stuttg.V 12. 9 260. 0 259 0 Alli.- u. St..-V S. 6/207.0 208. 0 ¾ Div. 18.4. 16. 4 K 5 105.0 4050 40 103.0 105.0 245.0215.0 675.0375.0 101.0101.0 250.0250.0 —. 125.0 82.0 320 Solonia,.-V. K. Zolonis Rückv. iladb. Feuerv. Köln. Hagelv. Köln. Lioyd A. V. Rückv gr.]— (öln.Rückv. kl.!— Rentenwerte 6 Rhw..-Cr. Ghyp.Pid. S. 4. 6. 12. 10 95.0 95.0 25 dto. dto. S. 5# dto. dto. S. 11(100.8/101 0 Oto. Gold.-Kom 1926 1927 S.—6 93 7 91.0 IU Wd. 80d. Opfd. 6 #to. Em. 3, 9/12, 14 94.7 95.0 Freiverkehre-Aktien 8. 4. 1 6. 4. 6 B6 8 Adler K. 62.0 64 0—.—. 1sa C. 103.0—. 103.0 Soedh. h 960 99.0—. 100.0 Nann. K. 63.0—. 64.0—. numd. ou 87.0 88 0 89.0 90.5 othrin. 68.5 70.0 68.2 70.21 Lothr. G. 57.5 58.0 56.5 58.5 Mansf. 100 0101 0—.—. Nasch. Krl 24.0—.—.—. —. 63.0—. 64 5 — 163.0— 165.0 75.0 77.0 74.5 76.5 Nrh. Bero n. Linol Wt. Oinn. eis. Hott. Oyck. Wie—.—. 45.5 Steuergutscheine .4 #llig ab i. 4. 1894 103.2 103.2 I. 4. 198 107.2/107.2 I. 4. 1938 107.3/107.3 I. 4. 197 106.31106.3 l. L inn 105.3/105.3 Berliner Börse, 8. Mitgeteilt von der Commerz- und Privat-Bank Filtale Bochum Reichsbankdiskont 4% Lombardzinstuß 5% Zinheltskurse Industriewerte April .-., in acmvistoren AKU A. E. 6. Anhalter Kohle Aschaff. Zellst. 8. 4. 6. 4 12 162.2164.0 0 53.4 53.2 0 35.7 36.2 4 96.0 96.5 0 81.0 82.2 Resat 0 14.1 14.8 Bayr. Motoren 6130.0131.0 Bemberg 0116.5117.0 Berger Julius 6117.0117.8 Bergmann El. 0 93.9 93.21 Berl. Karlsr. Ind. 5125.8127.0 Kr. u. Licht 10137.0137.2 Maschinenb. 5117.2117.2 Buderus 0 94.2 95.1 Dittmann Neuh. Otmd. Akt.-Brau. „ Union-Brau Dürener Metall Oyckersh. Widm. Chaf. Wasser 55 106. Chem. Gelsenk. 4# 96. Conti Gummi 8150. simler Benz 0 92. Otsch. Atlant. 7118. Otsch. Baumwollel 7123. " Conti Gas 7128. " Kabel " Linoleum " Steinzeug " Tel. u. Kab. " Eisenhand. 6112. 6155. 6—. 8107. 0 87. 0106. 5 96. 0159.7 S 93. 0118. 5124. 5129. 0112. 5155. —. 7108. S 66. glektr. Lieferg. I"„ Lichtu. Kr. Engelh. Brauerei Enzinger Union Feinjute %cggrut&am o. verman. Cem. Ges. f. ei. Untern. Gildemeister Gladb. Wolle Gruschw. Textil Guanowerke O 42.5 42.0 10151.0151.0 12 151.7183.5 6—.—. 5 108.1110.0 •125.5125.1 4 94.6 6106.0108.0 6196.7/106.7 6 108.5110.0 0 92.5 94.5 5121.5122.5 6118.2119.5 10—.— 5 109.2/108. 7 —. 98.0 esreigg, Oradt Hageu Hamb. Elektr. Milpert Masch. Hindr.-Aufferm. Hoffmann Stärke 65121. Hoheniohswerke 0 53. dolzmann Ph. 0 90. Hotelbstr.-Ges. 0 81. 0114. 4107. 8139. 0 68. 3 103. S 115.2 8 108.71 5130.2 0 65.1 5102.: 0/120.8 9 59.2 § 90.7 .0 81.5 Hokswerke In Kölner Gas Krefft W. Kromschroeder Kronprinz Metall Küppersbusch Iahmeyer L Laurahôtte Leopoldsgruben Lindes Eis Lingnerwerke Lorenz C. IM-gnt. Hotte Mlag Mimose Mülheimer Berg. P Poges P 7. Fongs& Zahn hein. El. Werke N Rhein.-W. Kalk Riebeck Montan Rütgerswerke Sachsenwerk D Sarotti Schles. Berg. u. Z. Berg. Beuth. " Elekt. u. 6a: Schub.& Salzer Schultheis-Patz. Siegersdorfer W. Siemens Glas lise Bergbau 6153.5155.0 Jise Genus 6128.0128.2 isenbeck Brau. 8—.—. Junghans Gebr. 0# 89.2, 39.7 16 Möhlh.-Ruhr Anl. 1 90. 6 Ruhrverdd. Anl. 36—. 49Pr. Lopf. A. Pfd. 96. 4# Lobk. Westf. Pfd. 94. #Ldbk. Westf. Kom. 92. 40t.Komm.Goldanl. 95. 4Westf. ldsch. Pfd. 94 -Dt. Hyp. B. Bln. Pfd. 95 1# Pr. Centr.bod. Pfo. 95. ##Pr. Pfdbr. Bk. Pfd. 95. 4# Basalt Obl. 90. 5 Concord. Berg Obl. 99. 6 Daimler Benz 0bl.101. 6 Klöcknerw. Obl. 100. 6 Mont Cenis Obl. 6 Rheinstahl Obl. 4 Ver. Stahl 60 45 Ver. Stanl 47/31 5 Ver. Stan 6 Siem. u. H. Obl. 6 Farbenbonds 100. 92. 92. 145. 124. .5 91.0 100.5 .0 96.0 2 94.5 5 92.5 .2 96.0 8 94.5 .0 95.0 .0 95.0 2 95.2 .5 89.5 . 4100.0 I. 6/401.8 .11100.0 27 .4 92.2 7 92.6 S 147.0 .0124.2 R Schuldd. F. 38 R. Schuldb. F. 38 R. Schuldb. F. 40 R. Schuldb. F. 42 R. Schuldb. F. 43/8 5 Essen Steink. 42 “ Harpener 49 40 R. W. E. 52/3 5 R. W. E. 30 4 Ruhrchemie 49 45 Ruhrges 33 ½ Ruhrwasser 59 45 Ruhrwohng. 58 45 V. E. W. 52 8. 8. Brie: Geld 100.8 91.6 97.8 98.6 96.0 96.8 95.8 96.7 97.5 99.2 93.5 94.2 93.0 94.2 98.7 99.7 92.5 93.5 94.0 94.0 91.0 92.0 92.7 93.7 91.5 92.5 Westtalenbank.-G. Bochum Austahrung sämtlicher Bankaesenatta Seite 10 Nr. 84/ Bochumer Anzeiger„ Dienstag, 9. April 1935 Nachrichten aus Groß=Bochum Wenn sul 3000 Murt Verausgurt Ein Tätigkeitsbericht auf der Feierstunde der NSV. in Querenburg Sonntag fand im Saale Maas eine große Veranstaltung der NSV., Ortsgruppe Querenburg, unter Mitwirkung sämtlicher Querenburger Vereine zugunsten der NSV. statt. Bereits vor Beginn der offiziellen Feier war der große Saal trotz des schlechten Wetters bis auf den letzten Platz besetzt. Für die musikalische Unterhaltung war die Kapelle der NSDAP., Ortsgruppe Laer, gewonnen. Die Festansprache hielt Ortsgruppenleiter Möller, der einen Rechenschaftsbericht ablegte über alles, was die NSV. in Querenburg in den letzten fünf Monaten geleistet hat. Allein in dieser Zeit konnten Verteilungen im Werte von über 8000 R M. vorgenommen werden. Für die NsV. Querenburg bedeute das eine ungeheure Leistung. Er dankte allen Helfern und Helferinnen, die sich Tag und Nacht unentgeltlich in den Dienst der sozialistischen Sache stellten, Pfennig um Pfennig sammelten und ein Paket nach dem anderen heranschleppten. Er dankte aber auch allen Spendern und rechnete anschließend mit denen ab, die versuchen, das große Werk zu sabotieren. Es wäre beschämend, wenn Beamtenfamilien den Sammlern die Türe vor der Nase verschließen. Aber noch beschamender sei es, wenn Volksgenossen, die den Ehrentitel„Bauer“ führen, die Sammler als lästige Bettler bezeichneten. Anschließend an diese Ausführungen rollte sich das Programm in bunter Reihenfolge ab. Der Chor der Evangelischen Frauenhilfe brachte einige schöne Lieder zu Gehör. Der BDM. zeigte Volkstänze, während die Jugendabteilung des Turnvereins„Jahn“ Körperschule und die Männerriege Pferdturnen vorführte. Fräulein Brodowski(Bochum) erntete mit ihren gesanglichen Vorträgen reichen Beifall; ebenfalls der Lautenchor des Jungmädchenvereins mit seinen Lautenvorträgen. Zum Schluß wurde vom Dilettantenverein Querenburg das Lustspiel„Der Hausschlüssel“ aufgeführt, wobei die Lachmuskeln ordentlich in Tätigkeit gesetzt wurden. Der Bevölkerung wurde nochmals zugerufen: Helft helfen! Werdet Mitglied der NSV.! Ein Siegheil auf den Führer und das Deutschland= und das Horst=Wessel=Lied beschlossen die Feier. * „Volkstag der Inneren Mission.“ Pfarrer Strümpfel (Gerthe) wird Dienstag(heute) abend 7 Uhr im Frauenhilfsheim einen Filmvortrag über die Arbeit der Inneren Mission halten.(Nicht Mittwoch abend.) Konzert der Feierabendgemeinde. Zu dem am Samstag im Hahneschen Saale dargebotenen Konzert des Städtischen Orchesters war nur ein geringer Teil der Querenburger Bevölkerung erschienen. Das unfreundliche Aprilwetter war nicht schuldlos. Trotzdem konnte pünktlich der letzte dieswinterliche Feierabend von Rektor J. Kleinschnittger eröffnet werden. Dann kam unter Konzertmeister Treichlers Leitung ein reichhaltiges Programm zur Abwicklung. Sämtliche Darbietungen wurden mit reichem Beifall ausgenommen. Stadtteil Weitmar 75 Jahre alt. Frau Margarethe Kraft, Hattinger Straße 277, vollendet am 9. April ihr 75. Lebensjahr. Sie ist noch geistig frisch und nimmt am öffentlichen Leben regen Anteil. Mit Aufmerksamkeit liest sie täglich den„B..“. Stadtteil Linden=Dahlbausen Aus der St.=Michaels Pfarre Unter=Dahlhausen. Im Rahmen eines Pfarrfamilienabends der St.=MichaelsPfarre Unterdahlhausen, der bei stärkster Beteiligung aller Gemeindeglieder am Sonntag auf dem Horkenstein stattfand, wurde von der Spielschar des Katholischen Jungmännervereins das Tarzisius=Legendenspiel „Der Held des Herrn“ von Konrad M. Krug zur Aufführung gebracht. Dank einer hervorragenden Rollenbesetzung war dem weihevollen Spiel der schönste Erfolg beschieden. und alt. Erste Sieger blieben die Kameraden Koch und Schönfeld. Schulungsleiter Lehrer Seewald sprach ein Schlußwort mit der Ermahnung, treu und fest zum RLB. zu stehen. Deutscher Tanz beschloß den Abend. Stadtteil Langendreer Die Kriegerkameradschaften tagten. Im Lokale Köppe hielt der Kriegerverein„Hohenzollern“ am Sonntag seine Monatsversammlung ab. Laut Parole= anordnung wurde der Name Kriegerverein„Hohenzollern" umgeändert in Kameradschaft„Hohenzollern“. Die Mitteilungen des Kyffhäuserbundes wurden den Mitgliedern bekanntgegeben. Kamerad Tiers berichtete über die Schulungstage am 23. und 24. März in Dortmund. Ueber Schießangelegenheiten berichteten die Kameraden Bockau und Blanke. Ein Mitglied wurde neu aufgenommen.— Bei Lindemann hielt die Komvagnie Dorf ihren Monatsappell ab. Nach Erledigung von internen Vereinsangelegenheiten hielt Kamerad Zühlke einen Vortrag über das Thema:„Bauernstand und Wehrstand“, der von den Mitgliedern beifällig aufgenommen wurde.— Bei Wollenweber tagten am Sonntag die Kameraden von der Kompagnie Bahnhof. Bataillonsführer Scheffer machte interessante Ausführungen über die Wiedereinführung der Wehrpflicht. Schriftführer Brüggestraß hielt einen Vortrag über die Vernichtung der Batterie Hasenclever bei den Spartakistenunruhen in Wetter. Die Ortsgruppe der NSKOV. tagte. Im Saalbau des Reichshofs hielt die Ortsgruppe Langendreer=Werne Sonntag nachmittag eine äußerst gut besuchte Versammlung ab, die Ortsgruppenleiter Schamp eröffnete und leitete. Im Mittelpunkt der Zusammenkunft stand ein Lichtbildervortrag über Afrika, der von einem Teilnehmer an den Kämpfen in diesem Erdteil unter LettowVorbeck gehalten wurde. An Hand prächtigen Lichtbildmaterials gab er einen umfassenden Ueberblick über die Gefahren in der afrikanischen Wüste. Interessiert lauschten die Zuhörer und spendeten nach Schluß der Ausführungen lebhaften Beifall. Der Leiter der RSKOV.=Untergruppe des Gaues Westfalen=Süd, Bast, machte anschließend Ausführungen über aktuelle Fragen der Nationalsozialistischen Kriegsopferversorgung. Stadtteil Harpen Evangelische Kirchengemeinde. Am Sonntag fand im Hauptgottesdienst die Einsegnung der 73 Konfirmanden(38 Knaben und 35 Mädchen) aus dem Bezirk von Pfarrer Paulmann statt. Kanarienzucht= und Vogelschutzverein„Edelroller". In der Versammlung im Vereinslokal H. Krämer wurde ein Mitglied neu ausgenommen. Vereinsleiter und Abgeordneter Papajewski erstattete ausführlichen Bericht über die am 10. März in Dortmund abgehaltene Verbandstagung. Der bisherige Jahresbeitrag von 2 R M. a n d e n V e r b a n d b l e i b t a u c h w e i t e r h i n b e s t e h e n. Die Taschenbücher des Reichsverbandes, die an die Mitglieder verteilt wurden, bringen außer den Satzungen des Verbandes lehrreiche Aufsätze von alten und bewährten Züchtern. Stadtteil Werne Aus der katholischen Pfarrei Werne. Sonntag nachmittag.30 Uhr war in der Herz=Jesu=Pfarrei vorläufige Abschlußfeier für die Frauen und Jungfrauen, die mit einer Marienfeier verbunden war. Am Hauptaltar war der Marienaltar aufgebaut und festlich mit Blumen und Kerzen geschmückt. Wie bei den Predigten in der Woche, so war auch wiederum das Gotteshaus bis auf den letzten Platz besetzt. Ein Missionar hielt die Festpredigt. Stadtteil Gertbe Elternabend der Oberrealschule. Die Oberrealschule Bochum=Gerthe veranstaltete in der Aula der Lehranstalt einen gut besuchten Elternabend. Eingangs richtete Studiendirektor Rothe eine Ansprache an die Eltern, in der er auf die bedeutungsvolle Zusammenarbeit zwischen Schule und Elternhaus hinwies, die durch den Erlaß zur Bildung der Schulgemeinden noch enger werden soll. Als Vertreter der Schulgemeinde Gerthe wurden Bergwerksdirektor Knepper, Bürobeamter Ronig und Anstreicher Rath eingesetzt. Volkstänze unter Leitung von Frl. Bolte, Musikdarbietungen verschiedener Schüiler und Deklamationen umrahmten den Abend, der noch mit Vorlesungen von Studienrat Busse aus Werken von Börries von Münchhausen und Max Möller ausgefüllt war. Zum Abschluß wurde noch der Film„Wir Ostpreußen“ vorgeführt, der Sitten und Bräuche wie auch die landschaftlichen Schönheiten der Ostmark zeigte. Stadtteil Hiltrop Im Schmuck der goldenen Myrte. Berginvalide Heinrich Voß und Frau Emma geborene Schumacher, Hiltroper Straße 375, können am Donnerstag, 11. April, das Fest der goldenen Hochzeit feiern. Der Jubilar wurde am 25 November 1861 in Hiltrop geboren, seine Gattin am 19. März 1865 in Gerthe=Holthausen. Fast ein halbes Jahrhundert arbeitete er auf der Zeche „Lothringen". Die Ehe wurde mit sechs Söhnen und sieben Tochtern gesegnet. Von den noch lebenden sieben Kindern sind fünf verheiratet. Außer den Kindern bringen sieben Enkel dem Jubelpaar ihre Glückwünsche Geschichtstafel 9. April: 1865 wurde General Ludendorff geboren. Personalnachrichten Stadtteil Grumme=Böde Jahresfest, des Evangelischen Männervereins 10. Pfarrbezirk Grumme=Vöde. Der Evangelische Männerverein des 10. Pfarrbezirks Grumme=Vöde feierte am Sonntag sein Jahresfest. Morgens fand in der Lutherkirche ein Festgottesdienst statt, der insofern zu einem bedeutungsvollen Ereignis wurde, als auch die Landespolizei, soweit sie evangelischen Bekenntnisses ist, erschienen war, um zum ersten Male geschlossen ihren sonntäglichen Kirchgang zu halten. Pfarrer Hardt hatte seinen Predigtworten den Fahnenspruch des Männervereins zugrunde gelegt:„Unser Glaube ist der Sieg, der die Welt überwunden hat" und knupfte hieran erbauliche Gedanken über die Verwirklichung eines evangelischen Tatchristentums der Liebe. Am Nachmittag fanden sich die Mitglieder des festgebenden Vereins zu einer schlichten Feier im Wichernhaus zusammen, in deren Rahmen auch die Jahreshauptversammlung abgehalten wurde. Pfarrer Hardt gedachte in seiner Eröffnungsansprache bei dem Rückblick und Ausblick auf die Mannervereinsarbeit des segensreichen Wirkens unseres Volkskanzlers Adolf Hitler und widmete ihm ein dreifaches Sieg=Heil, das von der Festversammlung begeistert erwidert wurde. Es folgte zunächst der Geschäftsbericht, den Schriftführer Reiber erstattete. Der Verein zählt augenblicklich 326 Mitglieder, 4 wurden in die Ewigkeit abberufen. Die Versammlungstätigkeit war sehr rege. Für den Ausbau des Wichernhauses wurden 75 Mark bewilligt. Die traditionelle Konfirmandenspende belief sich auf 100 Mark. Daß der Kindergarten der Gemeinde im vergangenen Jahre seiner Bestimmung übergeben werden konnte, ist mit ein Verdienst der Männervereinsmitglieder, die auch weiterhin um die Erhaltung dieser Segensstätte sich bemühen wollen. Die Kasse wurde ebenfalls in bester Ordnung befunden, so daß dem Vorstande bereitwilligst die Entlastung gegeben wurde. Den Vereinsvorsitz behält Pfarrer Hardt; stellvertretender Vorsitzender ist Wörzbeiger: 1. Schriftführer Reiber, 2. Aschenbrenner: 1. Kassierer Slembeck 2. Höhle. Im weiteren Verlauf der Festfeier hielt Pfarrer Hardt einen Vortrag über „Wesen und Werk der Inneren Mission". Die Eheleute Adalbert Pospich und Frau, Martha geb. Becker, Gneisenaustraße 17, begehen heute das Fest der silbernen Hochzeit. Der Invalide Heinrich Hamm, Dibergstraße 58, begeht am heutigen Tage seinen 70. Geburtstag. H. befindet sich noch in körperlicher und geistiger Frische. Er ist seit zirka 30 Jahren Bezieher des„B..“. Den Glückwünschen seiner Angehörigen und Verwandten schließen wir uns an und wünschen dem Geburtstagskind auch für die Zukunft das Beste. Fräulein Johanna Kost feierte am 7. April bei der Bäckerei Carl Gockel, Alleestraße, ihr zehnjähriges Dienstiubiläum. Die Wunderwelt der unsichtbaren Strahlen Experimentalvortrag im Verein Deutscher Ingenieure, Ortsgruppe Bochum. Im Parkhotel„Haus Rechen" hielt am Freitag abend Dr. Wiechern(Bielefeld) im Verein Deutscher Ingenieure einen Experimentalvortrga über die Wunderwelt der unsichtbaren Strahlen. Die experimentelle Wissenschaft versteht darunter die bis heute noch nicht ganz ergründeten Strahlenenergien des Infrarot und Ultraviolett. Die Kenntnis von dem Vorhandensein der kurzwelligen infraroten Strahlen ermöglichte erst die gewaltige Erfindung des Rundfunks, ohne den wir uns die heutige Kultur und Zivilisation nicht mehr denken können. Durch die Selenzelle der infraroten Strahlen werden Rolltreppen gesteuert. Heiße Körper, die nicht glühend sind, vermögen infrarote Strahlen auszusenden. Diese Erkenntnis hat sich besonders die moderne Photokunst zunutze gemacht, die, wie an zahlreichen Lichtbildern gezeigt wurde, mit Hilfe der infrarot empfindlich gemachten Platte die Möglichkeit hat, Gasvergiftungen festzustellen, dem bloßen Auge gleichscheinende Farben in ihre feinabgestuften Tönungen zu zergliedern. Für die Diagnostik der Krankheiten ist die infrarote Mikrophotographie geradezu unentbehrlich geworden. Ebenso kann auch die Altertumsforschung, die sich mit der Entzifferung von Handschriften befaßt, auf diese Wunderstrahlen nicht verzichten. Ihnen ist es auch, um nur das markanteste Beispiel anzuführen, zu verdanten, daß das Tagebuch des verschollenen Polarforschers André, trotzdem es 35 Jahre im Eise gelegen hatte, zum Künder eines erfüllten Heldenschicksals werden konnte. Und wir staunen nicht wenig darüber, daß die Infrarot=Photographie heute bereits imstande ist, mit der Fernkamera aus einer Flughöhe von 6000 Meter Aufnahmen zu machen, die Landschaftsbilder bis zu einem Ausdehnungsradius von 400 Kilometer Luftlinie deutlich wieDer zweite Teil des ungemein interessanten Vortrages behandelte die ultravioletten Strahlen, die vor allem wegen ihrer wirksamen medizinischen Wirkungen als Höhensonne zu einem vielbegehrten Heilmittel geworden sind. Da das Sonnenlicht nur verhältnismäßig geringe Mengen von ultravioletten Energien ausstrahlt, ist man dazu übergegangen, sich eine künstliche Heilquelle zu suchen, die in dem Quecksilberlicht auch gefunden wurde. Die durch die Einwirkungen der ultravioletten Strahlen hervorgerufene Fluoreszenz der Körper, das heißt das Leuchtendwerden sonst unsichtbarer Spektrumstrahlen, hat außerdem der Wissenschaft ein untrügliches Mittel an die Hand gegeben, Körper auf ihre Bestandteile und ihre Echtheit zu prüfen. Zahlreiche praktische Versuche bewiesen die vielseitigen Verwendungsmöglichkeiten der ultravioletten Strahlen auf dem Gebiete der Mineralienkunde, der Schrifttumskunde und besonders der Kriminalistik(Entzifferung von Geheimschriften, Entlarvung von Bilderfälschungen usw.). Eindeihung der Schiepstänren Anenbochum Stadtteil Altenbochum Im Silberkranz. Die Eheleute Eigemann begingen am Samstag ihre Silberhochzeit. Dem Jubelpaar gingen zahlreiche Glückwünsche zu. Hohes Alter. Konrektor a. D. Berhorst, Wittener Straße, beging am Sonntag in seltener geistiger und körperlicher Frische seinen 75. Geburtstag. Ueberaus zahlreich waren die Glück= und Segenswünsche, die man dem hochgeachteten Mitbürger darbrachte. Im Dienste der Karitas hat er viel Gutes gewirkt. Verleihung von Ehrenkreuzen. Freitag wurden im Saale des Wirtes Senft, Laerstraße, etwa 100 Ehrenkreuze an Frontkämpfer, Witwen und Eltern von Gefallenen durch Polizeioberleutnant Donnerstag mit einer Ansprache in feierlicher Weise überreicht. Die Feuerwehr tagte. In Vereinsheim Fritz Bruch hielt die Feuerwehr, Polizei=Löschzug 5, am Sonntag abend eine außerordentliche Generalversammlung ab, geleitet vom Löschzugführer Hickert. Hauptgegenstand der Tagesordnung war die Beratung über die Neugestaltung der bisher gewährten Sterbebeihilfe. Es wurde einstimmig beschlossen, die Unterstützung für verstorbene Kameraden und deren Frauen durch ein Umlageverfahren beizubehalten. Witwen verstorbener Kameraden können durch Weiterzahlung der Umlage an dieser segensreichen Einrichtung weiter Anteil haben. Beschlossen wurde, bei Beerdigungen von Kameraden keine Musik mehr mitzuführen. Bataillonsversammlung der Schützen. Sonntag vormittag hielt das Bataillon bei Lehmkuhl eine außerordentliche Versammlung ab. Bataillonsführer Sussieck begrüßte die Erschienenen. Die Tagesordnung war schnell erledigt. Die vom Reichsbund für Leibesübungen herausgegebenen Einheitssatzungen wurden bekanntgegeben und von der Versammlung einstimmig angenommen. Als Vereinsführer wurde Kamerad Sussieck neu bestätigt. Die Schützen beabsichtigen in nächster Zeit ein Frühlingsfest aufzuziehen. Stadtteil Laer Kameradschaftsabend des RLB. Für Samstag hatte der RLV., Unterreviergruppe Laer, seine Hausluftschutzwarte nebst Mitgliedern zum Kameradschaftsabend im Saale Möller geladen. Der Leiter der Revier=Untergruppe, Renzing, eröffnete den Abend und gab kurze Erläuterungen über die Ziele der Veranstaltung. Beckmann hatte ein reichhaltiges Programm zusammengestellt, das Prologe, Gesangvorträge und ein lustiges Soldatenstück enthielt. Für den musikalischen Teil sorgte das Orchester der NSDAP. unter Stabführung des Kameraden Willich. Ein Kameradschaftspreis brachte weitere Unterhaltung für jun Feierliche Flaggenhissung bei der Einweihung des Nun ist auch der Wunsch der Altenbochumer Bürgerschützen in Erfüllung gegangen. Der Bau des Schießstandes, der malerisch am Fuße der bewaldeten Halde der Zeche„Dannenbaum 2“ liegt, ist fertiggestellt worden. Einfach und schlicht war am Sonntag nachmittag die Einweihung dieses Schießstandes, der mit zu den schönsten und modernsten Schießanlagen Groß=Bochums gehört. Mit der Einweihung war das erste Scharfschießen verbunden, zu dem die Schützen trotz des regnerischen Wetters und auch die Kameraden des Kriegervereins in stattlicher Zahl erschienen waren. Bataillonsführer Sussieck gab seiner Freude darüber Ausdruck, daß nunmehr der langgehegte Wunsch der Altenphot.: Stückemann Schießstandes des Bürgerschützenvereins Altenbochum worden sei. Allen Mitarbeitern, die sich monatelang ehrenamtlich in den Dienst dieses Werkes gestellt hätten, sage er seinen aufrichtigen Dank. Die Fertigstellung des Schießstandes sei der schönste Beweis für die Opferfreudigkeit, Treue und Zusammenarbeit, die innerhalb der Altenbochumer Schutzenbewegung gehegt und gepflegt würden. Viele Vereine würden in Zukunft nun Gelegenheit haben, auf dem neuen Schießstand ihr Schießen abzuhalten. Nach der feierlichen Uebergabe traten die Schützen zum Scharfschießen an. Trotz des schlechten Wetters wurden beachtliche Resultate erzielt. Die höchste Ringzahl erreichte der Schütze Finkeldey mit 34 Ringen. 33 Ringe erzielte Sussieck, 32 Bünter und 31 Ringe die Schützen Diedrichs und Deh. Bochamel=Veranstättungen das tteite—Theatermannes, wird heute abend von 20 bis Re e ee ee e ece Operette„Drei alte Schachteln“ angesetzt, und zwar für die Vormiete A sowie für die freie Besucherschaft.— Am Donnerstag bleibt das Theater geschlossen.— Heute beginnt der Vorverkauf zu Freitag abend, wo Lortzings komische Oper„Zar und Zimmermann“ angekündigt wird. Städtische Kammermusik Bochum. Am Donnerstag, 11. April. findet im Ernst=Moritz=Arndt=Haus, Königsallee, die 7. städtische Kammermusikveranstaltung statt. Ausführende: Das Treichler=Quartett(Hans Treichler, Oswald Wünsche, Fritz Geistfeld, Karl Fränkle), Arno Schütze(Klavier), Johannes Berg(Oboe). Aus der ASDAp. (Nach Bekanntmachungen der Partei.) Dienstag, 9. April NS.=Frauenschaft Felsenburg. 20 Uhr: Zusammenkunft bei Schulze, Ferdinandstraße. Chor 19 Uhr. NS.=Frauenschaft Stiepel=Sud. Zusammenkunft bei „Frauenschaft Griesenbruch. 20 Uhr: Zusammenkunft bei Lotz, Königstraße. Vortrag von Frl. Becker. NS.=Frauenschaft Erbhof(Hofstede=Riemke). 20 Uhr: Zusammenkunft im SA.=Heim, Vödestraße. Singschar 18.30 Uhr. NS.=Frauenschaft Langendreer. 15 bis 18 Uhr: Nähstunde für alle Frauenschaften im Evangelischen Gemeindehaus Dort Kaiserstraße, au, Ggraen Gusammensuntt. RS.=Frauenschaft Hiltroo=Bergen. Zusammenrunft. RS.=Hago=Schulungsabende Beginn 20.15 Uhr Alle Amtswalter aus der NS.=Hago und der RBG. 17 und 18 haben daran teilzunehmen. Es sind Anwesenheitslisten zu führen und einzusenden.., Sanmaun Gind Ortsgruppe Dahlhausen=Linden bei Nuumann, Einven, Hattinger Straße 824. Redner: Pg. Dr. Stölting. Thema: Rohstoffwirtschaft; Wirtschaftsrecht; Warenhaus oder Ortsgruppe Gerthe=Harpen=Hiltrop bei Kalthoff, Gertbe. Redner: Pg. Dr. Franke. Thema: Werberecht, Einzelbandelsschutgeseghenh finhet im Manien Der nächste Schulungsaveno finder am Montag, dem 29. April statt.— Die Amtswalter sind von den Dienststellen schriftlich einzuladen. NS.=Sportamt: Kursusplan für Dienstag, 9. April Fröhliche Gymnastik und Spiele nur für Frauen von 15.30 bis 17.30 Uhr, Uebungsraum der Gymnastikschule in der Kommunalbank, Schützenbahn, Zimmer 607. Spezialgymnastik nur für Frauen von 19.30 bis 21.30 Uhr, Uebungsraum der Gymnastikschule im Hauptpostgebäude, Eingang Viktoriastraße. Schwimmen nur für Männer von 21.15 bis 22.30 Uhr, Städtische Badeanstalt.„ S#u mmsnuen an mn P. Reichssportabzeichen für Frauen und Männer von 20 bis 22 Uhr, Turnhalle des Staatlichen Gymnasiums, Bismarckstraße. Sie wissen kein sicheres Mittel gegen diese Plagegeister? Einreibungen, Packungen, Bäder, Salben usw. lindern meistens nur für einige Zeit die Schmerzen, aber sie packen nicht immer das Uebel an der Wurzel. Ich empfehle Ihnen ein wirklich erprobtes Mittel, und Sie sollen es selbst versuchen, ohne daß es Sie etwas kostet; aber ehe ich Ihnen mehr sage, lesen Sie die folgenden Briefe: Warnemünde, John=Brinkmann=Str. 11, den 9. Januar 1935. Ich will ehrlich bekennen, daß ich über die Wirkung Ihres vorzüglichen Mittels sehr angenehm überrascht war. Schon nach einer Woche hatten die Schmerzen erheblich nachgelassen, und nach vier Wochen verspürte ich nichts mehr von einem so heftigen Ischias. Ich kann und werde Ihre Gichtosint=Kur überall empfehlen und sage Ihnen nochmals meinen allerherzlichsten Dank für Ihre Hilfe. Hans Jahnke Reichsb.=Ass. Brohl a. Rh., Mittelstraße 1c, den 20. April 1934. Gestatte mir hiermit gefl. anzuzeigen, daß die von Ihnen mir gesandten Gichtosint=Tabletten sich auf das beste bewährt haben. Ich litt seit längeren Jahren derart an Rheuma und Gicht, daß ich außer den großen Schmerzen zuletzt fast nicht mehr gehen konnte, sondern kriechen mußte Schmerzen, Gicht und alles 53jährige laufen wie eine von 18 Jahren. Ich kann diese jedem Rheumaleidenden bestens empfehlen. Frau Jos. diese müssen heraus, sonst nützt alles Einreiben und Zur Beseitigung der Harnsäure dient das Gichtosint. Sie können kostenlos und portofrei eine Probe Gichtosint mit weiteren Aufklärungen und genauer Gebrauchsanweisung erhalten, wenn Sie Ihre Adresse senden an: Gichtosint=Kontor, Berlin SW 444, Friedrichstraße 19. Zu haben in allen Apotheken. Seite 11 Nr. 84 Bochumer Anzeiger„ Dienstag, 9. April 1933 Traditionsecke Kameradschaft ehemaliger Fußer 7. Die Versammlung der Kameradschaft ehemaliger Fußer 7 gestaltete sich in den Räumen des Kameraden Ludger König zu einer erhebenden Treuekundgebung zum alten Heer und dem früheren westsältschen Heimatregiment Fußer 7. Kameradschaftsführer Landgerichtspräsident Broicher wies in seiner Ansprache auf die hobe Bedeutung des Erlasses des Führers zur Wiedereinführung der allgemeinen Wehrpflicht hin. Der Protest des Führers des Kyffhäuserbundes gegen das Schandurteil von Kowno rief in der Versammlung stärtste Zustimmung bervor. Das diesjährige Frühjahrstreffen der Fußartilleristen von Rheinland und Westfalen erfolgt in den Tagen des 1. bis 3. Juni in Saarlouis. Die Kameradschaft Bochum der Fußer 7 wird sich mit einer starten Abordnung an diesem ersten Treffen im wiedererlangten Saarland beteiligen. Um den in Bochum und in der weiteren Umgebung lebenden ehemaligen Soldaten anderer Fußartillerieverbände die gewünschte Möglichkeit zu geben, sich der Wassenkameradschaft anzuschließen, beschloß die Versammlung, den Namen umzuändern in Kameradschaft ehematiger 7. Fußartilleristen und anderer Fußartiueristenverbände. Zum stellvertretenden Schriftführer wurde Kamerad Graßhoff bestimmt. Den gemütlichen Teil des Abends bestritt Kamerad Studienrat Schwagmever (Witten) durch Vorlesungen aus seinem Buche über humorvolle Begebenheiten aus der Dienstzeit bei den Fußern 7. Ehemalige 159 219er. Die Kameradschaft ehemaliger 159 219er veranstaltete am Sonntag auf dem Schießstand Fernbolz ihr erstes diesjähriges Uebungsschießen mit Webrmannsbüchse. Infolge des schlechten Wetters waren nur wenige Kameraden dem Rufe ihres Schießmeisters gefolgt, die aber trotz aller Unbill des Wetters ganz hervorragende Resultate erzielten. Auf die Bundesübung, zwei Schuß stehend aufgelegt und drei Schuß steyend freihändig, erzielten die Kameraden: Paul 50, Klüting 48 und Weingarts 45 Ringe. Eine gestiftete Ehrenscheibe errang Kamerad Weingarts mit 10 Ringen(1 Schuß) und ein vom Kameradschaftsführer gestiftetes Hitlerbild Kamerad Strauch mit 32 Ringen. Hierbei errang Kamerad Weingarts 30 und Kamerad Dr. Lucanus 29 Ringe. Bei einem nachfolgenden Uebungsschießen erziekten: Klüting 36, Weingarts 34, Paul 34, Nienkämper 33 und Dr. Lucanus 31 Ringe. Im ganzen wurden 24X12 Ringe geschossen, woran die Kameraden wie solgt beteiligt waren: Klüting 7, Weingarts 4, Heide 3, Nienkämper 3. Paul 2, Dr. Lucanus 2, Bühner 2 und Strauch 1. Das Schießen erhielt einen besonderen Reiz durch die Anwesenheit des neuen Bezirksschießwarts Kamerad Harder, der sich gern davon überzeugte, daß die ehemaligen 159er und 219er nichts von der erlernten Schießkunst eingebüßt haben. Ein gemütliches Zusammensein beim Kameraden Schütte beschloß den ersten Schießtag. Insanterie=Regiment 190. Die Kameradenvereinigung .=R. 190 beabsichtigt, am 30. Juni d. J. einen Tagesausflug über folgende Strecke zu veranstalten: Vom Rathaus Bochum zum Ehrenmal auf dem Kohlberg, dort eine halbe Stunde Aufenthalt, dann über Neuenrade, Langenholtbausen, Ameke, Sorpetalsperre, Allendorf nach Stockum (dort Mittagessen), dann nach Endorf, Kloster Brenschede (hier eine Stunde Aufenthalt), jetzt zurück über Sundern, Arnsberg, Möhnetalsperre, Soest, Unna nach Bochum. Die Unkosten betragen 5 RM. für jeden Teilnehmer. Teilbeträge für diese Fahrt können an den Reisekassenführer, Kamerad Karl Koch. Oskar=Hoffmann=Straße 115, gezahlt werden. Alte„Indianer“, die der Kameradenvereinigung nicht angehören, können an dieser Fahrt ebenfalls teilnehmen.— Zur Feier des Tages, an dem vor zwanzig Jahren das Insanterie=Regiment 190 gegründet wurde, findet am Sonntag, 12. Mai, ein Regimentstag in Essen in der„Kaupenhöhe“ statt. An diesem Tage soll auch die Weibe des Eyrenmals zum Gedenken der gefallenen Kameraden vorgenommen werden. Aule Kameraden mit ihren Frauen sind herzlich eingeladen. Ehemaliges MIN. 263. Samstag, 6. April. 20 Uhr, treifen sich alle ehemaligen 263er-Frontkämpfer„Zum Biedermeier“, Westfalenplatz, zu einem Kameradschaftsabend. Kameraden von Bochum und Umgegend werden gebeten, zu dem Kameradschaftsabend zu erscheinen. Auskunft erteilt: Theo Jungemann, Bochum, Querenburger Straße 36. Geschäftliches. Der heutigen Auflage unseres Blattes liegt ein Prospekt der Silvikrin=Vertrieb G. m. b.., Berlin SW. 68, betreffend Neo=Silvikrin=Haarkur bei..3 Achtung! Eilhädung! Wichtig! Ganz Bochum spricht nur noch von dem Volks-Schnell-Sparkochherd und vom Volks-Messlng-Waschkompressor. Hausfrauen, Ehemänner, Verlobte, Junggesellen, Hausfrauenvereino, Jagdhaus-, Wochenend- und Schrebergarten-Besitzer von Bochum und Umgebung bitte herhören! 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Aprll 1933 Der Oberbürgermeister Heute morgen entschlief nach einem Leben voll Arbeit und nach einem langen, mit großer Geduld ertragenem Leiden, infolge Gehirnschlages, mein unvergeßlicher, guter Mann, unser herzensguter Vater. Schwiegervater. Großvater. Bruder. Schwager und Onkel, der Berg- und Reichsinvalide PrieuriarKanfpiäde im fast vollendeten 69. Lebensjahre. Um stille Teilnahme bitten: Die trauernden Hinterbliebenen Bochum-Querenburg, Beeck, den 7. April 1935 Stiepel, Harpen, Annen, Rünthe,.Die Beerdigung findet am Donnerstag, dem 11. April 1935, nachmittags 4¾ Uhr. vom Sterbehause, Buscheystraße 136, aus statt. Allen, denen aus Versehen keine besondere Nachricht zuging, diene solche Kinder haben einen seinentwickelten Sinn für Realitäten. Wer hat das nicht selbst schon beobachtet? In kleinen Tauschgeschäften beweisen sie ihren praktischen Sinn und schärfen die Wahrnehmung des eigenen Vorteils. Briefmarkensammlung geg. Dampfmaschine, Uhrwerk geg. 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Ein treues Mutterberz hat aufgehört zu schlagen Der liebe Gott nahm heute nacht 2 Uhr meine liebe Frau, unsere herzensgute, treusorgende Mlutter. Schwiegermutter, Großmutter, meine liebe Schwester. Schwägerin und Tante Praujoramiabiene geb. Steinwender nach langem, schwerem, mit stiller Geduld ertragenem Leiden. im Alter von 65 Jahren, zu sich in den Himmel. In tiefem Schmerz: Die trauernden Hinterbliebenen Bochum, den 8. April 1935 Die Beerdigung findet am Donnerstag, dem 11. April. nachmittags um 3 Uhr, vom Trauerhause. Elsaßstraße 21 aus statt. Hausandacht eine halbe Stunde vorher Heute morgen gegen 1 Uhr entschlief meine liebe Frau, unsere treusorgende, unvergebliche, herzensgute Mutter, unsere liebe Schwester. Schwägerin, Nichte und Tante Frau Johanna Fatheuer geb. Holtmann nach langem, schwerem Leiden, wohlvorbereitet durch den Empfang der hl. Sterbesakramente, im Alter von 45 Jahren. Ihr Leben bestand in der Aufopferung für die Ihrigen, insbesondere für die Kinder. In tiefer Trauer: Adolf Fatheuer und Familie Bochum(Hiorst-Wessel Str. 47), Hamm I.., Pgrte mund.Golm..Mark. Münster.., den.Ap. K 1 39 Die Beerdigung findet statt am Donnerstag, dem 11. April. Das telerliche Seelenamt let um 2. 13 Uhr in der Propsteltirche Rahet Ruu-richten aus anderen Zeitungen bernommen Geboren: Knabe: Herne: Eugen Kuyn (Maria Wockel). Verlobte: Dortmund: Lieselotte Jucho mit Reinhard Dunter (Köln). Essen: Wilhelmine Vossen mit Bernhard Griff. Thea Graute mit Willy Römer. Düsseldorf:Charlotte Fuchs mit Hans Heinr. van beez Vermählte: Düsseldorf: Leo Glatow mit Elfriede Wolter. Essen: Rolf Dobbelstein mit Hilde Baur. Gelsenkirchen: Dr. Friedr. Tidier mit Wilhelmine Stein. Gestorben: Gelsenkirchen: Agnes Haupt, 32 J. Dortmund: Wwe. Anna Wallrabe, geb. Lehmhaus, 72 Jahre. Mi Büttner, 33 Jahre. Essen: Karl Broszeit, 79 J.„Wilhelm Fev. 67 J. Lehrerin Ida Hochbaum. Düsseldorf: Philipp Kohlhaas, 61 Jahre. Franziska Lückerath geborene Geisler, 58 Jahre. 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