monatlich, Selbsiabholer.85 KM, mgsigteig. 25 F. Vi. Halbmongig. berden.— Geschaftziel, Feüitper von S. 53 4ö nden der Redaltion von Verbez.— Seoz-sr ,F üiher Der Serchiühnden. Ler. Reodelion Bo5 16 bis 17 Uhr(außer Samstags).— Vostscheckonto Dortmund 1760 Verlag und Druck: Laupenmühlen& Dierichs in Bochum Freitag 25. Januar 1933 (Hartung) 42. Jahrgang Nummer 21 Einzelpreis 10 Pf. im Anzeilgenzeil und in 18. Bo'gf1 2 Terzes, Faniligge Bielchanswperbung dlkten); Vi. Neue ezigasgs Aniesgen(Siegzen gnaehgts,„Ainzeigen privgter Art) gu,gkun,„Antsog., m„Hühren" 25 8. Svortkalender Im Textiell 10 Vi.1g“,Pc atig sfexgevunxen.16#e. Zur Zeit is zmie füilste, Nr. ,änsal Wöchentichstealtel B.— Schluß der Anzeigenannayme für die sechsmal wochentuic frühmorgens erscheinende Zeitung um 16 Uhr des Vortages. Für den richtigen Abdruck fernmündlich aufgegebener Anzeigen kann keine Gewähr übernommen werden. Hauptgeschäftsstelle: Rathausplatz 8. Anruf 67551, 52, 53 An Hür Ksundericse ud I. Apen 1333. Iinssenrung ron S auf Ho Prezenl Freiwillige Konversion Iinsentlastung von 120 dnb Berlin, 24. Januar. In der heutigen Sitzung des Reichskabinetts wurde das schon seit langem erwartete Gesetz über die Durchführung einer Zinsermäßigung bei den KreditanstalDanach wird den Kreditanstalten, die den Inhabern ihrer mit 6 v. H. und höher verzinslichen Schuldverschreibungen die Abänderung des zwischen ihnen bestehenden Rechtsverhältnisses anbieten, die Ermächtigung erteilt, dieses Angebot zu erlassen mit der Maßgabe, daß es als vom Inhaber angenommen gilt, wenn es von ihm nicht innerhalb einer Frist von zehn Tagen abgelehnt wird. Schuldverschreibungen im Sinne dieses Gesetzes sind solche, auf die das Hypothekengesetz vom 13. Juli 1899 oder das Gesetz über Pfandbriefe und verwandte Schuldverschreibungen öffentlich=rechtlicher Kreditanstalten vom 21. Dezember 1927 oder das Gesetz über Schiffspfandbriefbanken (Schifffsbankgesetz) vom 14. August 1933 Anwendung Das Angebot muß die Herabsetzung des Zinssatzes auf 4½ v. H. jährlich mit Wirkung vom 1. April 1935 an unter Gewährung einer einmaligen, dem Inhaber der Schuldverschreibung mit dem nächsten nach dem 31. März 1935 fälligen Zinsschein bar zu zahlenden Entschädigung von 2 v. H. des Nennbetrages der Schuldverschreibung vorsehen. 116 Gugekatss u. Die aus der Annahme des Angebotes sich gebende Zinsersparnis bei der einzelnen Kreditanstalt ist zur Zinsentlastung innerhalb des Bestandes an Hypotheken und Grundschulden sowie Forderungen gegen öffentlich=rechtliche Körperschaften zu verwenden. Die Zinsentlastung beginn mit dem 1. Oktober 1935 und beträgt höchstens 1½ v. H. jährlich, soweit die Schuldverschreibungen mit einem höheren Satz als 6 v. H. verzinslich waren, erhöht sich der Satz von 1½ v. H. höchstens um soviel, als der bisherige Zinssatz den Satz von 6 v. H. überschritten hat. Einzelheiten und Bedeutung des Gesches Angebot an die Pfandbriefbesitzer mit 2% Bonus— Jährliche Millionen— Senkung der Hypothekenzinsen ab 1. Oktober 1935 sich um solche privater oder öffentlicher Institute handelt. Nicht einbezogen sind dagegen die Länderund Gemeindeanleihen. Das Angebot wird von allen Instituten einheitlich an die Besitzer der Pfandbriefe erlassen werden. Es muß nach dem Gesetz innerhalb der nächsten fünf Tage erfolgen. Wer sich von den Instituten dazu nicht entschließen kann, scheidet aus. Aber diese Bestimmung ist nur eine Formsache, denn kein Institut wird sich diese Chance entgehen lassen. Ist das Angebot an die Pfandbriefbesitzer ergangen, dann ist dem Besitzer eine Frist von 10 Tagen gegeben, um einen ev. Protest anzumelden. Das kann in einfacher Form dadurch geschehen, daß er innerhalb dieser 10 Tage einen Brief an das Emissionshaus zur Post gibt. Selbstverständlich ist notwendia, daß in dem Protest eine genaue Aufzählung der Stücke erfolgt, für die der Protest gilt; auch kann der Protest nur vom Eigentümer der Stücke gegeben werden und nicht von irgendwelchen Beauftragten, also nicht von der Bank, bei der der Besitzer die Stücke im Depot hat. Die Stücke, für die protestiert wird, müssen bei der Hypothekenbank deponiert bleiben, bis Klarheit darüber geschafft ist, was mit ihnen zu geschehen hat. Die notwendigen Bestimmungen wird der Reichsminister demnächst erlassen. Die neuen Stücke sofort an der Börse lieserbar Für den Erfolg der Aktion ist wesentlich, daß die neuen 4½prozentigen Stücke sofort an der Börse lieferbar sind. Deshalb wird die Notiz für die sechsprozentigen Stücke sofort auf die 4½prozentigen übertragen. Der Typ der Proteststücke verschwindet dann aus dem Kurszettel. Es entfällt damit auch die Möglichkeit einer Beleihung der Stücke bei der Reichsbank und dementsprechend bei sonstigen Instituten. Die wesentliche Zweckbestimmung des Gesetzes liegt im Paragraphen 7 verankert. Danach haben die Hypothekenbanken den gesamten Betrag, den sie an der Verzinsung der Pfandbriefe sparen, zur Entlastung des Schuldners zu benutzen. In welcher Form das geschieht, muß noch erst festgelegt werden, es bleibt den Durchführungsbestimmungen des Reichswirtschaftsministeriums vorbehalten. Zinssenkung der Pfandbriefe ab 1. April 1935 Die Senkung der Pfandbriefzinsen auf 4½ Prozent tritt am 1. April in Kraft. Am 1. April erhält also der Pfandbriefbesitzer noch 6 Prozent. Er bekommt dazu dann noch als Belohnung für den Umtausch einen einkommensteuerfreien Bonus von 2 Prozent. Er bekommt also zum 1. April statt 6 Prozent 8 Prozent ausgezahlt. Die Zinssenkung der Hypothekenschulden tritt dagegen erst am 1. Oktober in Kraft. Infolgedessen wird ein Teil des Bonus, nämlich drei viertel Prozent, bereits durch die noch bis zum 1. Oktober höhere Verzinsung der Hypotheken aufgebracht. Die restlichen fünf Viertel des Bonus zuzüglich der entstehenden Kosten hat der Hypothekenschuldner ebenfalls aufzubringen. Dieser Betrag ist aber vom Hypothekenschuldner nicht auf einmal zu zahlen, es erfolgt vielmehr eine Umlage, die sich auf etwa vier bis fünf Jahre erstreckt.„ Mung 622 Hinsfahes Abgesehen von der Konvertierung des Zinssatzes bei dem Pfandbrief ändert sich an dem sonstigen Rechtscharakter der Pfandbriefe nichts. Sie behalten also auch ihre Laufzeit, wie sie in den Emissionsbedingungen festgelegt sind. 23=Millionen=Spende zum 30. Januar Zusätzliche Spende des WHW. Berlin, 24. Januar. Am Jahrestage der nationalen Revolution wird vom Winterhilfswerk eine zusätzliche Spende im Werte von 23 Millionen RM. verteilt werden. Es handelt sich dabei um 14 Millionen Lebensmittelgutscheine im Werte von je 1 RM. und um 6 Millionen Kohlengutscheine im Werte von je 1,50 RM. Betriebsappelle am 30. Januar Berlin, 24. Januar.(Eig. Drahtber.) Nach einer hier vorliegenden Meldung hat die Deutsche Arbeitsfront für den 30. Januar, den zweiten Jahrestag der Machtübernahme, eine Aktion geplant, die darin besteht, daß an diesem Tage im ganzen Reich in allen Betrieben Betriebsappelle durchgeführt werden sollen. Der Appell soll einheitlich unter den Gedanken gestellt werden:„Was bedeutet der 30. Januar für den schaffenden deutschen Menschen?“, Gleichzeitig soll auch ehrend des Saararbeiters gedacht werden, der sich am 13. Januar in so Maße al treuer De 500 Millionen RM. Reichsanleihe vom Sparkassenverband und der Deutschen Girozentrale übernommen emnes Prozent zuzüglich der für die astilgt Das vorstehende Gesetz ist für Deutschlands Kapitalmarkt und damit für die Gesamtwirtschaft von größter Wichtigkeit. Die Werte, die von der Konversion von 6 Prozent auf 4½ Prozent erfaßt werden, belaufen sich auf rund 8 Milliarden Mark. Turch die Gesetzesmaßnahme wird mit einer Entlastung an Zinsen um rund 120 Millionen Reichs mark jährlich gerechnet. Daß die zuständigen Stellen vor allem eine Verbesserung des Pfandbriefmarktes zu erreichen trachten, ist verständlich. Eine Zwangskonversion verbot sich von selbst in Anbetracht der ungeheuren Beträge, die hier erfaßt werden und die schließlich eine eventuelle Barauszahlung notwendig gemacht hätten. Eine solche Barauszahlung ist z. B. auch nicht bei der großen Konversion in Italien, die Gesamtwerte von 12 Milliarden erfaßte, und auch nicht in England getätkgt worden. Der Grundinhalt des vorliegenden Gesetzes ist der, daß derjenige, der in der festgesetzten Frist keinerlei Widerspruch gegen die Zinsherabsetzung erhebt, seine Zustimmung autvmatisch erteilt. Alle anderen in der Gesetzesvorlage angeschnittenen Fragen sind technischer Natur. Freiwilligkeit, keinerlei Eigentumsbeschneidung Aber allein aus ihrer Fassung geht klar hervor, daß die gesamte Konversion durchaus freiwillig ist, und daß keinerlei Eigentumsbeschneidung des Besitzenden erfolgt. Auf die Freiwilligkeit legt das Reich besonderen Wert, da keinesfalls das Vertrauen des Sparers und des Inlandspublikums erschüttert werden darf, wie dies bei der Konversion nach Brüningschem Muster seinerzeit geschehen war. Das Sparervertrauen steht dem nationalsozialistischen Staat als grundlegendes Gesetz an der Spitze aller Erwägungen hinsichtlich des Kapitalmarktes. Auch die jetzt in Angriff genommene Konversion stellt eine organische Entwicklung dar, und man zweifelt nicht daran, daß die Aktion zu einem hundertprozentigen Sieg führt. Hierfür geben die verschwindend geringen Kursunterschiede zwischen dem 4½prozentigen und dem sechsprozentigen Papier genügend Aufschluß und die Reichsregierung durfte auf Grund dieser geringen Kursdifferenz folgerichtig schließen, daß im Augenblick die Basis für eine Konversion gegeben war, weil im anderen Falle jene Papiere in der Kursbewertung viel größere Unterschiede hätten ausweisen müssen. Die Konversion kommt dem interessierten Publikum nicht unvorbereitet, sie liegt vielmehr im natürlichen Zuge der deutschen Wirtschaftsentwicklung. Das Reich ist entschlossen, die Gesamtorganisation in einem einheitlichen Zuge durchzuführen. Wer wird betrossen? Betroffen wird von der jetzigen Aktion die gesamte Pfandbriefgruppe, gleichgültig, ob es Es trifft sich mit dieser Aktion als ein besonderes Kennzeichen für die Gesundung der Verhältnisse auf dem Kapitalmarkt, daß es dem Reiche gelungen ist, eine Reichsanleihe im Betrage von 500 Millionen RM. zum Zinssatz von 4½ Prozent abzuschließen. Der Vertrag ist mit dem Deutschen Sparkassenverband und der Deutschen Girozentrale abgeschlossen worden. Die Girozentrale übernimmt den Kelauten Patrag der„8u, Prozent. Das in der beste mit zwei Prozent zuzüglich der für die getilgten Beträge ersparten Zinsen. Die Anleihe läuft demnach 28 Jahre. Wir kehren damit zu einem Typ öffentlicher Anleihen zurück, wie sie in Friedenszeiten üblich waren. Die Anleihe selbst wird nicht an den Kapitalmarkt kommen; sondern von der Girozentrale an die Sparkassen für Anlagezwecke fest verkauft werden. Die erste Einzahlung auf diese Anleihe durch die Sparkassen erfolgt am 1. Februar. Bis zum 15. August ist die gesamte Anleihe eingezahlt. Die Anleihe dient für Zwecke der Konsolidierung von Arbeitsbeschaffungsausgaben schönem Maße als treuer Deutscher bewährt hat. Arteil im Gereke=prozeß bestätigt dnb Leipzig, 24. Januar. Das Reichsgericht verwarf am Donnerstag die von dem früheren Reichskommissar für Arbeitsbeschaffung Dr. Günther Gereke gegen das Urteil des Berliner Landgerichtes vom 14. Juli 1934 eingelegte Revision als unbegründet. Damit ist der Angeklagte wegen Betruges in zwei Fällen rechtskräftig zu 2½ Jahren Gefängnis verurteilt.. f g4 8124 aber.ch. Dem Angeklagten lag zur Last, sich durch über Jahre hinziehende Täuschungs= und Verwischungsmanöver das Eigentum an dem Verbandsorgan der preußischen Landgemeinden„Die Landgemeinde" rechtswidrig angeeignet zu haben. Weiter wurde er beschuldigt, aus dem ihm anläßlich der Reichspräsidentenwahl anvertrauten Hindenburg=Fonds 480000 RM. zu seiner persönlichen Verfügung zurückgehalten zu haben. Der Beschwerdeführer erstrebte die Amnestierung der Straftaten. Der Reichsanwalt betonte, eine Verjährung sei nicht eingetreten und eine Amnestierung komme in dem Fall Zeitschriftenbetrug nicht in Frage. Auch im Falle Hindenburg=Wahlausschuß scheide sowohl die Anwendung der Amnestie vom 20. Dezember 1932 als auch das Straffreiheitsgesetz vom 21. März 1933 aus. Abschließend stellte der Reichsanwalt fest, daß die Triebfeder des Handelns des Angeklagten nicht politische Beweggründe, sondern Eigennutz und persönliches Geltungsbedürfnis gewesen seien. Mit 14 Mann Besatzung gesunken dnb London, 24. Januar. Der englische Fischdampfer„Jeria“ ist in einem schweren Sturm an der Westküste von Island untergegangen. Man befürchtet, daß die gesamte Besatzung von 14 Mann den Tod in den Wellen gefunden hat. Fischerleute haben an der isländischen Küste Ueberreste der„Jeria“, darunter Rettungsringe mit dem Namen des Schiffes, aufgefunden. gesganten Betrag der Reichsagleihe beg 5/s der hese der“, Kansolidzerugg, von Arbeitsbeschaffungsausgaben RM. zum Kurs von s„ Reichsanleihe erzielt werden des Reiches, die bekanntlich bisher durch Vorgriff auf Kurs, der boyeu steit sich auf.65 Prozent. Die die Finanzkraft späterer Jahre, also mit ArbeitsbeschafAnleihe ist langfristig. Es erfolgt jährlich eine Tilgung fungswechseln, finanziert worden sind. dankt der Neuer rechtiger=Schei zur Heichorestem Die gesamte Justiz und alle Länderjustizbehörden auf das Reich übernommen Reichsstatthalter an der Spitze der Landesregierungen— Neue Gemeindeordnung Beschlüsse des Reichskabinetts dnb Berlin, 24. Januar. In der heutigen Sitzung des Reichskabinetts gedachte der Führer und Reichskanzler zunächst mit tiefenpfandenen Worten des Dankes und der Freude 5gr.. Saatabstimmung, auf dessen politische Alsdann nasn der Fähr und D: Geagz, Frank.ver, Das Reichskabinett veravschiedete hierauf das dritte Gesetz zur Ueberleitung der Rechtspflege auf das Reich. Nachoerg#ie Leitung der Jusizverwaltung der Länder in beg„. des Reichsministers der Justiz vereinigt wor### übernimmt das Reich als Träger der Justizhoheit die gesamte Justiz mit allen Zuständigkeiten, Rechten und Pflichten, mit allen Justizbehörden und Justizbediensteten. Weitere Gesetze zur Reichsresorm. Den Hauptinhalt der heutigen Kabinettssitzung bildeten die von dem Reichsminister des Innern Dr. Frick vorgelegten Gesetze, die einen wesentlichen weiteren Schritt zur Reichsreform bedeuten. Es handelt sich dabei um das Reichsstatthaltergesetz, wonach der Reichsstatthalter in Zukunft grundsätzlich an der-Spitze der Laudesregierung stehen soll und die Stellung des Reichsstatthalters derjenigen der preußischen Oberpräsidenten angepaßt wird, ferner um die neue deutsche Gemeindeordnung, die sich auf die gegenwärtigen Grundsätze des bisherigen Landesrechtes gründet, aber eine weitgehende Mitwirkung der Partei in der Gemeindeverwaltung vorsieht. Diese umfangreiche und weittragende Gesetzesarbeit, die nach einer eingehenden Aussprache vom Reichskabinett gebilligt wurde, wird am 30. Januar dieses Jahres der Oeffentlichkeit übergeben werden. Zum gleichen Termin werden die heute ebenfalls beschlossenen Gesetze über die vorläufige Verwaltung des Saarlandes und über die Vertretung des Saarlandes im Reichstag veröffontlicht werden. Gesetz zur organischen Zinssenkung. Schließlich nahm das Reichskabinett das von dem mit der Führung des Reichswirtschaftsministeriums beauftragten Reichsbankpräsidenten Dr. Schacht vorgelegte Gesetz über die Durchführung einer Zinsermäßigung bei Kreditanstalten an, durch das die seit langem angestrebte und vorbereitete organische Zinssenkung nunmehr in die Tat umgesetzt wird. * Kurz vor der Wiederkehr des Jahrestages der nationalsozialistischen Revolution hat das Reichskabinett durch die Verabschiedung des Gesetzes über die Verreichdurch die Verabschiedung des Gesetzes über die Verreich= willt ist, die im rein Geistigen durch die R lichung der Justiz und über die künftige staatsrechtliche 30. Januar 1933 zum Durchbruch kam. Stellung der Reichsstatthalter einen weiteren kräftigen Schritt auf dem Wege zur endgültigen Reichsreform getan. Das Gesetz zur Ueberleitung der Rechtspflege auf das Reich macht die in den letzten beiden Jahren schrittweise vorgenommenen Angleichungen und Ueberführungen der Länderjustizverwaltungen jetzt zur Tatsache. Damit ist einer grundsätzlichen Forderung des Nationalsozialismus Rechnung getragen. Während die parlamentarischen Regierungen früherer Zeiten allein zur Durchberatung und Durchführung bescheidenster Novellen Monate, ja teilweise Jahre gebraucht hatten, ist hier von einer autoritären nationalsozialistischen Reichsführung in kürzester Frist= ein großes Werk geschaffen worden, das die partikularistische Eigenbrötelei in der Justiz restlos beseitigt und damit staatsrechtliche Reste zum Verschwinden bringt, die teilweise ihren Ursprung noch vor den Jahren von 1870/71 hatten. Ebenso wichtig für die Neuordnung des Reiches ist die obengenannte staatsrechtliche Stellung der Reichsstatthalter, die gemäß dem Führerprinzip auf der einen Seite als Reichsbeamte die Autorität der Reichsregierung stellvertretend verkörpern, auf der anderen Seite vom Reich ein Bindeglied zu den Stämmen bilden. Denn das muß ausdrücklich betont werden, daß die im Zuge befindliche Reichsreform keinesfalls an den Stammeseigenarten rühren oder irgendwelche in Volk und Geschichte ruhende Charaktereigenschaften beseitigen will, sondern daß dieses Reformwerk einzig und allein auf staatsrechtlichem Wege jene nationale Gemeinschaft zu schaffen gewillt ist, die im rein Geistigen durch die Revolution vom Seite 2 Nr. 21/ Bochumer Anzeiger 7 Freitag, 25. Januar 1935 Die Aeberleitung der Rechtspflege auf das Keich Der Inhalt des Gesetzes. dub Berlin, 24. Januar. Das heute beschlossene„Dritte Gesetz zur Ueberleitung der Rechtspflege auf das Reich“ hat den Zweck, die gesamte deutsche Justiz beim Justizbehörden und=bediensteten in den Dienst des Reiches zu nehmen und dieses, wie in der Begründung zu dem Gesetz ausgeführt wird, in Justzgegegggpfelgen haushalts= und vermögensrechtlich zum Rechtsnuchfolge der Länder zu machen., daß mit dem 1. Vnris 4985 die So bestimmt der§ 1, vaß mut dem 1. April 1950 die Justizbehörden der Länder Reichsbehörden, die Justizbeamten der Länder upmittelboge,“ sanhogguztzhehöndeß die Angestellten und Arbeiter der Landesjustizbehörden in den Dienst des Reiches treten. Der§ 2 beschäftigt sich dann mit den haushaltsrechtlichen Fragen und bestimmt, daß die Einnahmen und Ausgaben für die Landesjustizverwaltungen ebenfalls vom 1. Aprik auf,#schnung des Reiches gehen. Entsprechend dieser Va####### rechtlichen Regelung„wird dann im§ 8 des Gesetzes alke vermögensrechtlichen Pflichten und echte eintritt, die mit der Julikgewegtige## Länder verbunden sind; Grundstücke intzume deg Reiches chen der Länder gehen in das Eigentum des Reiches über, wenn sie ausschließlich oder überwiegend von Jubanche, Kaschascte isch Relikt hei auis de Khodhel. behörden und=bediensteten in Zukunft angewendet werden muß, überall eingeführt werden kann, muß übergangsweise noch das bisherige Recht weiter gelten, wozu der§ 4 des Gesetzes die einzelnen Bestimmungen regelt. Dies gilt im besonderen auch für die Zuständigkeit von Landesdisziplinarbehörden. Um die vielfachen Zusa menhänge zwischen den Justizbehörden und anderen Behörden nicht zu stören, werden die zwischen ihnen stehenden Beziehungen ausdrücklich, wie die 88 5,uigd. 6 bestimmen, bis auf weiteres aufrechterhalten. Wi ist weiterhin der§ 7 des Gesetzes, der vorsieht, daß Zaus Anlaß der Uebernahme der Landesjustiz auf das beanspruchen 19nme7piese Verechigung erischt am B1. Dezember 1935.: Diese Bestimmung ist nach der Begründung des Gesetzes getroffen worden, um Beanten, die im vorgerstimmungen des Reiches, nicht even einarbeiten mögen, den vorzeitigen lieber mehr, einarveiten mogen, gen vorzeitigen Uebertritt in den Ruhestand zu ermöglichen.§ 8 bestimmt, daß, wenn sich bei der Anwendung dieses Gesetzes zwischen Reich, Ländern und Gemeinden Zweifelsfragen ergeben, den Pasäesef sehetaese= enenfals im Einderneh925 die Bestimmung, daß der Reichsmipister dgr. uistzie, die die Bestimmung, daß der Reichsmipister der Justis die zur Ausführung und Ergänzung dieses Gesetzes wendigen Bestimmungen erläßt. Die Schwurse Fahne der Saar in Vernn Einholung— Gewaltige Kundgebung im Sportpalast dnb Berlin, 24. Januar. Die„Schwarze Sturmfahne der Deutschen Kriegsopferversorgung Saar“ hat in der Reichshauptstaot feierlich ihren Einzug gehalten. Nach einer Feier an der Gruft Friedrichs des Großen in Potsdag zind kleineren Empfangsfeierlichkeiten in Wannsee und#lendorf ging der Marsch, durch flaggengeschmückte Siraßen der südwestlichen Vororte. Immer dichter wurde das Spalier von Menschen, die die von anderen Fahnen begleitete blumengeschmückte schwarze Fahne ehrLid 1, Uhr, Puei, der Jusenliekls er- Gereise de ein. Das Feldjägerkorps pragentierte, das Gewehr, der Arbeitsdienst den Spaten. Die Fahnen machten vor dem Rathausportal halt. Dann eröffnete das Saarlied die Kundgebung. Kreisleiter Wolfermann hieß als Vertreter des Gaues Groß=Berlin die Kameraden von der Saar und ihre Fahne herzlichst in der Reichshauptstadt willkommen und gab seiner Freude darübe Ausdruck, daß die Fahne wie ihr Heimatland zurückgekehrt sind zur Mutter Deutschland. Unter dem Deutschlandlied erfolgte der Fahnenwechsel durch Uebergabe des Ehrenzeichens an eine Abordnung der kürzlich in Berlin eingetroffenen SaarFrontkämpfer. Nach dem Horst=Wessel=Lied hegann im Schein der Fackeln der Abmarsch ourch die Hauptstraße und die Potsdamer Straße zum Sportpalast. Wieder gaben Hunderte von Berlinern der Fahne das Geleit und Zehntausende grüßten sie mit Ehrfurcht. Den grandiosen Abschluß des„Triumphmarsches der„Schwarzen Fahne der Kriegsopferversorgung Saar" durch das Reich und durch Berlin bildete heute abend die gewaltige Kundgebung palast, bei der die Reichswehr durch eine kompagniestarke Abordnung ihre Verbundenheit mit den Kriegsopfern auch des Saargehiets zum Ausdruck brachte. Die Kundgebung wurde eröffnet durch den Geschäftsführer der NSKOV., Bezirk Groß=Berlin, der ganz besonders unter Fackelbegleitung durch die Straßen der Ordenshauptstadt getragen. Mit einem Vorheimgrsch am Alten Rathaus fand die große Kundegbuig„##tsche Jugend in der Ordenshauptstadt ihren Aoschluß. Veiertiche——ag— Gewalige Kunsgebung in ud ulgz gumn) Rede Josef Wagners. 4au die Kameraden von der Saar begrußte und nach einem stillen Gedenken an die Gefallenen darauf hinwies, daß der Führer am Freitag die schwarze Fahne übernehmen Der Reichsführer der RSROV. Oberlindober, weihte dann nach Worten des Dankes für die Tr die die Saarländer dem deutschen Vaterland gehalten hätten, die neue Fahne, die, wie er betonte, an ihrer goldenen Spitze den Namen des Schlageter des Saargebiets, Jakob Johannes, trage.(Jakob Johannes, ein Eisenbahner, wurde im Jahre 1921 von der französischen Besatzungsbehörde erschossen, weil er im Besitz einer Waffe angetroffen wurde. Schriftleitung.) Oberlindober vollzog die Weihe, indem er die neue Fahne mit der alten berührte. Nachdem dann der Landesführer der Kriegsopferversorgung des Saargebietes, Baltes versichert hatte, daß es den Saarländern 9. bes Führers der Preußen Grüße des Stellvertreters wer Fug###p, der wie der Führer selbst wegen dienstlicher Behinderung nicht in der Lage sei, zu der Kundgebung zu erscheinen. Die Hauptrede hielt der Reichsführer der NSKOV., [Oberlindober. Er sprach zunächst den Saarländern seinen Dank für die am 13. Januar bewiesene Treue aus und erklärte dann u.., wir Deutschen sähen in diesem stummen Marsch der Saarfahne durch Deutschland die Wiederholung eines anderer Marsches, des Marsches, auf dem Adolf Hitler als Fahnenträger die neue Fahne, die Hakenkreuzfahne, durchs deutsche Land getragen habe. Er sprach dann weiter vom ewigen Soldatentum, verkörpert., Ffezeng großem König, dem es gelte nachsgefezergstverständliche betonte Oberlindober, daß die an sich selbsiverständliche gegenseitige Achtung der Frontkämpfer aller Nationen dazu beitragen könne, den Frieden fest zu sichern. Die Kundgebung schloß mit einem dreifachen, brausenden Heil auf den Führer. In einer Massenversammlung Breslau, 24. Januar.(Eig. Drahtber.) Am Mittwoch abend hat der schsgfische, Hauleite, und Oberpräsident Josef Wagner(Bochum) zum ersten Male öffentlich in einer Massenvglarzglerg. Sege und programmatische Ausführungen über die politische schneller verrirkicht als wie ee oedocht,zsülsche Idengut total vernicht, daß, das nationalsozietftischeg,#####pie getee per worden sei, solle niemand glauben, daß er als St. Nikolaus komme, um alle gegenzutreten und jeden Mißbrauch mit Macht und Autorität unbarmherzig auszurotten. Ferner werde er bemüht sein, für das Wohl der Millionen Menschen zu sorgen. Dieses Versprechen sei an sich überflüssig, da seine Erfüllung für jeden Nationalsozialisten selbstverDie weiteren Ausführungen Josef Wagners waren überwiegend allgemeiner Natur und beschäftigten sich mit der Bildung des politischen Instinkts, der für alle deutschen Menschen notwendig sei. Deutschland, so sagte er, habe auf allen Gebieten geniale Nur staatspolitisch seien wir das instinktloseste Volk gewesen, und darin liege unsere Tragik. Ernst Stein(Bochum) in Oberschlessen der NSKOV., Bezirk Groß=Berlin, Firhen: Zeir 1 Srur W zuhrr:— Weihe von 597 Jungbannfahnen Janzar] Der Reichsjugendführer hebt dann hervor, die T# Eine Million aus der Hindenburg=Spende im Jahre 1934 an Unterstützungen gewährt. dnb Berlin, 24. Jannar. Das Gesamtkuratorium der Hindenburg=Spende trat am Mittwoch im Hause des Reichspräsidenten, wo es so häufig unter dem Vorsitz Hindenburgs hatte, zu einer Trauerkundgebung für den verewigten Reichspräsidenten und Generalfeldmarschall zusammen. Im Anschluß an die Gedenkrederu das Kuratorium, einem Wunsche des verewigten Reichspräsidenten folgend, den Landesdirektor a. T. Dr. von Winterfeldt=Menkin zu seinem Vorsitzenden und Staatssekretär Dr. Meißner zu seiDem Jahresbericht der Stiftung HindenburgSpende ist zu entnehmen, daß„.gr, cae 1934 wieder rund eine Millio# Unterstützungen an 6038 Kriegsbeschädigte, Kriegerhinterbliebene und Veteranen im Einzelbetrag von durchweg je 150 RM. ausgezahlt wurden. Bisher hat die 1927 von dem verstorbenen präsidenten errichtete Stiftung Unterstützungen in der Gesamthöhe von 7,9 Millionen RM. verausgabt. dnb Marienburg, 24. Januar. Auf dem Hofe der Marienburg wurden am Donnerstag abend, am dreijährigen Todestage von Herbert Norkus, in einer tief ergreifenden Kundgebung 597 Jungbannfahnen aus allen Teilen des Reiches in Anwesenheit von Vertretern der Partei und der Wehrmacht feierlich geweiht. Leider war der Reichsjugendführer Baldur von Schirach durch eine plötzliche Erkrankung im letzten Augenblick am Erscheinen verhindert worden. Die Feier begann mit dem Präsentiermarsch, unter dessen Klängen Generalmajor Wodrig die Front der Reichswehrkompagnie abschritt. Dann erklangen die Fanfaren der Hitler=Jugend. Die Blutfahne der Kameradschaft Herbert Norkus rückte aus dem Feld der Fahnen vor und flatterte unter den dumpfen Klängen der Landsknechtstrommeln im Winde. Stabsführer Lauterbacher in Vertretung des Reichsjugendführers hielt eine kurze Ansprache und nahm dann die Die Feier auf dem Burghof fand mit dem Gesang des Deutschland= und des Horftrgzeuc Hers ahnren Abschluß. Dann begab sich der lange Zug der Fahnen in den großen Remter, wo nach Vorführung chorischer Spiele Stabsführer Lauterbacher eine Botschaft des Reichsjugendführers verlas, in der es u. a. heißt:„Ich habe Euch gerade hierhergerufen, weil die Ordensritterschaft dieser Burg einer Gemeinschaft wie der unseren etwas Bedeutendes zu sagen hat., Ihre Leiber sind verfallen oie ihre Schwerter, Helme und Rüstungen, aber die Idee ihrer Gemeinschaft ist geblieben. Heute versucht die Jugend die innere Größe und Kraft dieser Vorbilder zu erobern. Sie sieht aber klaren Blickes, daß der Orden nur groß war, solange er Treue bewahrte, und sie weiß: Das gilt auch für uns. Das ganze land ist heute ein Orden, der durch das Gelübde der Treue gebunden ist." Der Reichsfugenbfühler hebt dann herodt, die Tatsache, daß sich die nationalsozialistische Bewegung in wenigen Jahren ausschließlich aus den Angehörigen der nationalsozialistischen Jugendverbände rekrutieren werde, lege den Führern des Deutschen Jungvolkes besondere erzieherische Pflichten auf. Da der Jungvolkführer einer der wichtigsten und wesentlichsten Aufgabenträger der nationalsozialistischen Bewegung sei müsse gerade von ihm eine erhöhte Vorbildlichkeit in der seigenen Lebensführung erwartet werden. VerantworDie In der Erkenntnis der besonderen„. tung des Jungvolkführers beabsichtige er(der Reichsjugendführer), in Zukunft die endgültige Zulassung zu den höheren Jugendführerämtern von einer Prüfung abhängig zu machen, die von einer besonderen Kommission der Reichsjugendführung abgenommen werden soll. Die Zulassung zu dieser Prüfung werde von einer mindestens dreijährigen Ausbildungszeit abhängig gemacht werden, von der zwei Jahre in der praktischen Jugendarbeit, d. h. in der aktiven Führung von Einheiten der Hitler=Jugend verbracht. sein müßten, und ein Jahr auf besonders dazu bestimmren Der Reichsjugendführer schließt:„Meine Kameraden! In Eure Hände ist alles gelegt, was das Deutschland Adolf Hitlers an Hoffnungen sein eigen nennt. Möge das erhabene Symbol der Marienburg uns die Kraft geben, in Ehren vor Deutschland zu bestehen. Möge diese Burg uns lehren, in Zucht und Gehorsa: Treue und Selbstverständlichkeit die Gesetze unseres Ordens zu befolgen und so der Fahne würdig zu werden. Das geloben wir an dieser so heiligen Stätte am 24. Januar 1935, dem Gedächtnis an unseren kleinen Kameraden Herbert Norkus, der heute vor drei Jahren einsam starb. Sein ewiger Geist segnet unsere Fahnen!“ Nach Beendigung der Feier auf der Burg wurden die neugeweihten Jungbannfahnen in feierlichem Zuge Große Bergarbeiterkundgebung in Hindenburg Hindenburg(Oberschlesien), 24. Januar. Am Donnerstag nachmittag traf der Leiter der Reichsbetriebsgemeinschaft Bergbau. Ernst Stein aus Bochum, zu einem Besuch in Schlesien ein, der zur Zeit dem oberschlesischen Bergbaugebiet gilt. Aus diesem Anlaß versammelten sich am Donnerstag nachmittag in dem festlich geschmückten Saale des Kasinos der Donnersmarck=Hütte, des Konzerthauses Pilny und des Deutschen Hauses die Kumpels aus dem Bereich der Reichsbetriebsgemeinschaft Hindenburg zu einer großen Die Rede des Reichsbetriebsgemeinschastsleitzes wurde von dem Kasinosaal in die beiden anderen Parallelkundgebungen übertragen. Ernst Stein hielt eine zweistündige Rede, in der er das Ziel der Politik des Führers und die wirtschaftliche und politische Neugestaltung des Deutschen Reiches umfassend umriß. Stein betonte u. a. am Schluß seiner Rede:„Die deutschen Bergleute sind der Berufsstand, der in der Unabhängigmachung unseres Vaterlandes von der Einfuhr ausländischer Rohstoffe die entscheidende Rolle spielt.“ Ueber den Aufbau der Deutschen Arbeitsfront berichtete Stein sehr eingehend und hielt dieser Aufbauarbeit die Politik der früheren Systemgewerkschaften gegenüber, die er mit neuestem Zahlenmaterial belegte. Stein forderte dann die Bergleute auf, ihre Pflicht zu tun, mitzuhelfen an dem Aufbau und dem Freiheitskampf der ganzen Nation. „Alle erworbenen Rechte garantiert“ Bekanntmachung Dr. Leys an die Mitglieder der Deutschen Arbeitsfront. dnb. Berlin, 24. Januar. Der Reichsorganisationsleiter der NSDAP. Dr. Ley, gibt bekannt:„Ich möchte noch einmal bekanntgeben, daß für alle Mitglieder der Deutschen Arbeitsfront alle vor dem 2. Mai 1933 erworbenen Rechte garantiert werden. Dies gilt auch insonderheit für die deutschen Angestellten. Es ist in Aussicht genommen, zu den Leistungen der DAF. nach dem 2. Mai 1933 noch eine besondere Zusatzversicherung aufzunehmen, die von jedem Mitglied der DAF. benutzt werden kann.“ (Weitere politische Nachrichten auf Seite 10.) Rempp,„cyeierter Jollst im dritten MReister-Honzert wicklungsgeschichtlich wichtigen Jugendwerkes ganz entschwand. Ist es die imponiereno, deutliche Intellige schwand.„If sst ,A, zugsten großes musialischesz.B T 0 Ein wenig Realismus in der Kunst ist nicht so bedenklich, als daß wir nicht Mut zu dem Bekenntnis hätten, der hervorragende Solist des gestrigen Abends habe sich mit der spielerischen letzten Zugabe, dem Schubertschen Ständchen. die Herzen der Zuhörer ganz erobert. Das Kabinettstückchen war ja auch zu delitat gespielt, oder um einmal mit dem heutigen Superlativ aller Superlative zu reden,„phantastisch.. Ein Leckerbissen als Ausklang, dem unmittelbar das voraufging, was wir als den Höhepunkt des Abends bezeichnen, möchten: das Bachsche Choralvorspiel. Da zeigte sich Kempff als der anerkannte deutsche Musiker absolut männlicher und gesunder Art und schenkte uns in einer„ beneidenswerten Formklarheit und unverwischten Stiltreue einen Bach, wie wir ihn immer hören möchten. Eine selbstlose, werkdienende und vollendete Darbietung von hohen Graden. Kempff ist eben eine solch fesselnde Erscheinung unter den lebenden Vianisten, mit so ungewöhnlichem Können begabt, daß auch die Zugaben erheblich interessieren. Beethavens erstes Klg.; vierkonzert war die umfangreichste seiner Aufgaben. und Kemvff danken wir es. daß uns der Eindruck eines heute mehr entind. Ist es die imponierend, deuttliche, Inzelligens des Spielers, ist es ein selten großes musitalisches Verstehen, das in einer erstaunlich zielbewußten, plastischen Gestaltung das für Beethoven noch reichlich prohlemlose Konzert so lebendig in der thematischen Behanolung, so farh' anchmal fast tiefgründig zu formen, vergäbe einem spritzigen Tempo von sich aus verstärkten Auftrieb. Die Delikatesse der Form ist hier nahezu alles, nur eine heinlich vorbereitete Niedergabe untadeligarbie und manchma, Iov, Ar eniwickelte, kar geschlisstehr chemie, die unheimlich estwwickelte, klar geschlifsteht? Gewiß, die unheimlich fene Technik ist bewundernswertes Handwerk und günstigste Vorbedingung, aber erst der feurige Temperamentsspieler von vornehmer, warmer Empfindung und sein kultiviertem Geschmack vertieft das klangliche Bild künstlerischen Ereignis, rundet es durch die Wandlungsfähigkeit der Darstellung zum überzeugenden Genuß. Oft glaubt man, die wache Intelligenz dominiere vor der künstlerischen Wärme. Beobachtet man den Solisten dann aber in Regers differenzierter Sprache, in dem impressionistisch anklingenden, geistvollen Präludium Silberbergs mit der meisterlichen Fuge, sieht man wieder den feinen poetischen Kopf eines empfindsamen Künstlers, dessen weich versonnene, lyrisch zurückhaltende Art bezwingend gefangennimmt. Ein ganz unvergleichlicher Musiker, der Dankesovationen erhielt, wie sie das Haus nur bei festlichen Anlässen erlebt. Auftrieb. Die Delikatesse der Form ist, hier naheau. glles, und nur eine peintich vorbereitete Wiedergabe untadeligster Präzision, letzte Feinheit des Details verbürgen die hinreißende Wirkung. Gut gelang die dramatisch gesteigerte Vorbereitung des tragikomischen Höhepunktes, klanglich fein gerieten die lyrischen Episoden, so daß dennoch lebhafter Beifall den Ausführenden dankte. Die Lücken im Zuschauerraum haben wir nie so sehr bedauert wie an diesem Abend, in dessen Mittelpunkt ein Solist vom Range Wilhelm Kempffs stand. Dr. Schwermann „Reichwein und das Orchester waren sich der Qualitäten des Gastes sehr wohl bewußt und begleiteten den Solisten nach einer sehr lobenswert und kultiviert geformten Einleitung mit größter Biegsamkeit und bestem Verständnis. Hier freilich eine Leistung vorbargi tend und einer Kunst, dienend, die für immer gültig ist, während auch die betonte Aktivität und gediegenes Musizieren Hermann Ungers neuer Schöpfung dem „Konzert für Orchester“, keinen überzeugenden Eindruck abgewinnen können. Unger. der zu Beginn der letzten musikalischen Entwicklung als Gegner moderner Orientierung und in bewußter Fortsetzung romantischer Ausdruckekunst sich einen Namen machte, kann auch mit diesem formaerechten, klanglich beherrschten, aber wenig oriainellen Werk das Bild seines Schaffens nicht nennenswert erweitern. Juschny=Gastspiel im Stadttheater. In dem Bestreben, durch wertvolle Gastspiele dem Spielplan einen besonderen Reiz zu geben, hat die Theaterleitung für nächste Woche ein Unternehmen von Geltung und Ruf verpflichtet, das einen vollen künstlerischen Erfolg garantiert: J. Juschnys deutsch=russisches Theater„Der blaue Vogel“ kommt nach Bochum. Man weiß, was man davon erwarten kann. Es ist viel in der heutigen Zeit: ein paar Stunden voll sprudelnder Laune, ein ganzer Abend, an dem man wieder von Herzen lachen kann. Das Gastspiel findet am Donnerstag, 31. Januar, statt. In den Verwaktungsbeirat der Reichstheaterkammer berufen. Der Präsident der Reichsthegterkammer, Ministerialrat Laubinger, hat weinisterialrat von Manteuffel vom Reichsfinanzministerium und den Regierungsrat im Reichsfinanzministerium Dr. Gase, Aufsichtsratsmitglied des Bühnennachweises, in den Verwaltungsbeirat der Reichstheaterkammer berufen. Es geht auch Richard Strauß in seiner Eulen= .. gm istarhunst ist der an bewegende„Probleme, spiegel=Humoreske nicht um bewegende aber diese Meisterkunst ist der Gipfelpunrt winiger Programmusik, von einer un=Forter Ein“Glanzstück instern: mentaler Treffsicherheit, das dennoch, ein Unmaß herzhaften Humors in sich birat, um dessentwillen es die den Puonken nug guelbeisen glaubt manr nicht faßbar, und zuweiten venum man, das Orchester bans Schulte. Verantwortich für Boltir: Rudolf Foekt, beis, Verictsdienst und Vriestasten: Max Flesz!, Vrsvinz: Kurt Dörnemann,„Anzeigen: Kurt Gools, sämtlich in Bochum. Berliner Redaktion: Michael Haupt, Berlin SW 68. Wilhelmstr. 98. Anruf: Jäger 4115 u. Karlsvorst 0340, Berliner Anzeigenveszzeungi, Für enverlangte Elnsendunges, elne, Loswpilcht Rückendung nur bei Ruckporto. Die dentge dummer undoct 14 Seien Sonja Europai Bei milder nissen begann meisterschaften die Frauen m nehmerinnen, stellten, über Henie, die Eis zeichnete. dieser Beziehn hielt sich noc und Gwen Maxie Her erkennen. Si kunft größere Wienerin Hel aber von Figi Lainer un rück. Im gleichfalls da Frauen dürft Martha Ma garterin Sus Schweizerin Spitzengrupp Oesterreicher Vorsprung g holte. Kanada Im schön Spiele um di hockey allmäh bereits die„ Am Samstag slowakei aufei land. Die E Sonntag. Recht int rundenspiele. knapp mit 1: zweiten Treff reich mit:1 Tschechoslowa Die Tschechen :0,:)=Si knapp aus.— ten sich Sch (:1,:0, 1. Trost: Die Käm zwei Spielen gegen Lettlan hin langtee Ferner siegte (s2:0,:0, 3: ehr in der Dr. für den Der Rei hat anläßlick 1935 einen sprunglaufz auf der Oly lchen interna Dr. Frick ./10. Als Absl saison veran Aicht=Stunde Abruar, um morgens 5 große Besetz 1. Kreiskle 1 Ruhe vo Kreisklasse Spitzenman Punkte siche diglich in d Verschiebung In der Phönix“ traschungsme lich so unbe tuellen Spie kann sie sic und umgeke von vornhe Schwer ist den in letz I. Preuße Gäste dasse lam vorigen R fB. Bör brnis für die uun der B Kampf um Elbwendung Bitter nötig teigender inzukomm beiden ben hhat Geleger hände zu s her kaum hellenplatz bat selbst a 5V. Sod „Der „Pre B/B Her: Spu „Ra In der haft A pitze der enfeld Frage. n gefähl ##ld. der Prangegar Nacht hat, ite D. gegen #irfte. Seite 2 0 Nr. 21 Bochumer Anzeiger 7 Freitag, 25. Januar 1935 Turnen und alten larsch tscher au r und ersten rochen itische stische rklicht aber il verStaat ialistieschickt t. Nikönne jachen. daß ir entst. und rde er hen zu sia, da lbstverwaren sich mit e deutigte er, ebracht. solk geesien urg uar. ter der in aus der zur s diesem ittag in er Donind des eich der : g r o ß e n stsleiters ren Paielt eine litik des leugestalStein bezen Berg= 1bhängigauslänfront beAufbauhaften geI belegte. Pflicht zu Freiheitsiert“ der der anuar. AP., Dr. I bekannt1 Arbeitsrbenen auch inEs ist in 9A F. nach Zusatz= edem Miteite 10.) verstärkten thezu alles, untadeligebürgen die itisch gesteiöhepunktes. en, Jo#aß dankte. Die so sehr betelpunkt ein Vexman! eaterkammer nmer, Miniialrat von um und den Dr. Gase, in den Verberufen. 15 Pro11 p 1 karlsve 6813. Sonja Henic auf einsamer Höhe Europameisterschaften im Eiskunstlaufen. St. Moritz, 24. Januar. Bei milderem Wetter und glänzenden Eisverhältnissen begannen am Tonnerstag bei den Europameisterschaften im Eiskunstlaufen in St. Moritz die Frauen mit den Pflichtübungen. Von den 17 Teilnehmerinnen, die sich dem internationalen Preisgericht stellten, überragte die Titelverteidigerin Sonja Henie, die ihre Pflichtübungen fehlerlos auf das Eis zeichnete. Keine der Mitbewerberinnen reichte in dieser Beziehung an die Norwegerin heran. Recht gut hielt sich noch die Engländerin Cecilia Colledge und Gweneth Butler. Die deutsche Meisterin Maxie Herber ließ einen deutlichen Fortschritt erkennen. Sie wird aber den Pflichtfiguren in Zukunft größere Beachtung schenken müssen.„Die junge Wienerin Hedy Stenuf begann sehr unsicher, wurde aber von Figur zu Figur besser und stand hinter Grete Lainer und Liselotte Landbeck nicht viel zurück. Im internationalen Juniorenlaufen wurde gleichfalls das Pflichtprogramm erledigt. Bei den Frauen dürften die Berlinerin Edlinde Weise und Martha Mayerhans(München) sowie die Stuttgarterin Susi Demoll neben der ausgezeichneten Schweizerin Angela Anderes eine dichtgeschlossene Spitzengruppe bilden, während bei den Männern der Oesterreicher Herbert Alwad schon einen sicheren Vorsprung gegen Günther Lorenz(Berlin) herausholte. Kanada schlug die Tichechoflowakei nur 2: 1 Davos, 24. Januar. Im schönen Eisstadion zu Davos nähern sich die Spiele um die Welt= und Europameisterschaft im Eishockey allmählich ihrem Ende. Am Donnerstag wurden bereits die„letzten Vier“ für die Endrunde ermittelt. Am Samstag treffen zuerst die Schweiz und die Tschechoslowakei aufeinander und dann spielen Kanada und England. Die Entscheidung fällt bei den Rückspielen am Recht interessant verliefen die letzten Zwischenrundenspiele. Die Schweiz behielt über England knapp mit:0(:0,:0,:0) die Oberhand.— Im zweiten Treffen dieser Gruppe besiegte Oesterreich Frankreich mit:1(:0.:1,:).— Kanada und die Tschechoslowakei lieferten sich einen hartnäckigen Kampf. Die Tschechen kämpften recht erbittert und der:1(:0, :0,:)=Sieg der Winnipeg Monarchs fiel nur recht knapp aus.— Im zweiten Treffen der Gruppe A trennten sich Schweden und Italien unentschieden:1 (:1,:0,:). Trostrunde: Deutschland— Lettland:1 Die Kämpfe der Trostrunde wurden ebenfalls mit zwei Spielen fortgesetzt. Die deutsche Mannschaft zeigte gegen Lettland wieder nur einen mäßigen Kampf. Immerhin langte es zu einem:=Sieg(:0,:1,:).— Ferner siegte noch Rumänien über Holland mit:0 (12:0,:0,:). Deutschland und Rumänien streiten nunnzehr in der Abteilung A um den ersten Platz. Dr. Frick Itittet Ehrenpreis für den Sprunglauf der Deutschen Wintersportmeisterschaft. Der Reichs- und preußische Minister des Innern hat anläßlich der Deutschen Wintersport=Meisterschaften 1935 einen Ehrenpreis für den Sieger in dem Spezialsprunglauf zur Verfügung gestellt, der am 3. Februar auf der Olympia=Sprungschanze in Garmisch=Partenkirchen international ausgetragen wird. Reichsminister Dr. Frick wird den Ehrenpreis persönlich überreichen. ./10. Februar:„Die Nacht“ in Dortmund Als Abschluß ihrer diesjährigen Radsport=Wintersaison veranstaltet die Westfalenhalle ein internationales Acht=Stunden=Nachtrennen, das am Samstag, 9. Februar, um 21 Uhr beginnt und Sonntag, 10. Februar, morgens 5 Uhr endet. Dieses Rennen soll wieder eine große Besetzung erhalten. Nour arel Beundte Hu herren-Einzer Deutsche Hallen-Tennismeilterschaften Fr. Sperling Frl. Hornfetzen sichdurch Bei Beginn der Spiele am Donnerstag vormittag waren die Tribünen stark besetzt. Im Gemischten Doppel spielte sich das Ehepaar Gleerup überraschend in die zweite Runde, und zwar wurden Frau Aquilon— Oestberg:6,:3,:5 geschlagen. In der unteren Hälfte spierten sich Frl. Ullstein— Caska über Frl. Roberg— Schröder mit einem Siege von:3,:7,:2 unter die„letzten Acht“. Im Damendoppel blieben Frau Olivieri— Frau Roche:3,:4 über Frl. Ferber— Frl. Herbst siegreich. Das Favoritenpaar Frau Sperling— Frl. Horn kam mit:0,:2 im Damendoppel über Frau Schneider=Peitz— Bartels=Kallmeyer in die nächste Runde. Die„letzten Acht“ im Herren-Einzel Bei den internationalen Deutschen Hallentennismeisterschaften in Bremen wurden im Herreneinzel nunmehr die„letzten Acht“ ermittelt. Es sind dies von oben nach unten: von Cramm, Lesueur, Lacroix, Gentien, Palmieri, Bernard, Henkel I und Henkel II. Es sind also noch drei deutsche Vertreter im Rennen, nachdem Dr. Dessart nun gegen den Franzosen Gentien mit:6,:6,:6 das Rennen aufstecken mußte. Gottfried von Cramm hatte absolut keine Mühe, Graf Zichy mit:1,:2 hinter sich zu lassen und Henkel II warf den Norweger Haanes mit 14:12,:6,:2 aus dem Rennen. Leichter als erwartet, wurde der Belgier Lacroix mit dem Schweden Oestberg fertig Der Franzose Bernard hatte es mit dem Schweden Schröder dagegen sehr schwer. Lesueur hatte mit dem Tschechen Siba viel zu tun, gewann aber durch seine bessere Rückhand schließlich mit 633, 725.. 4,.pzien.u2. Im Dameneinzel sind bereits die„letzten Vier“ in Frau Sperling=Krahwinkel, Frau Gleerup, Frl. Payot und Frl. Horn ermittelt. Die große Ueberraschung brachte hier wieder Frau Gleerup, die Frl. Roberg mit :0,:5 ausschaltete. Frl. Payot schlug Frl. Manzutto erst nach Kampf:5,:2 und Marieluise Horn Frl. Hein mit:2,:3. In der nächsten Runde treffen sich nun Frau Sperling und Frau Gleerup und unten Frl. Payot und Frl. Horn zum Kampf um den Eintritt in die Schlußrunde. Im Herrendoppel stehen die Franzosen Bernard— Gentien, die Dr. Dessart—Ellmer mit:1,:4 schlugen, bereits in der Vorschlußrunde. Ellmer konnte hier nicht sonderlich gefallen und Dessart war ziemlich auf sich angewiesen. Von Cramm—Henkel II brachten sich über Arnet—Bjurstedt mit:2,:1 in die zweite Runde und Smith—Haanes schlugen die Berliner Kuhlmann—Gottschewski mit:4,:5 recht knapp. Im Gemischten Doppel stehen von den„letzten Acht“ nun bereits vier fest. In der unteren Hälfte sind dies Frl. Ullstein—Caska und Frl. Pahot—Gentien, während oben das Ehepaar Gleerup und Frl. Horn— Menzel stehen. Die Ergebnisse waren hier: Ehepaar Gleerup— Aquilon=Oestberg:6,:3,:5; PayotGentien— Buß=Pethoe:0,:6,:3 und UllsteinCaska— Roberg=Schröder:3,:7,:2. Im Damendoppel ist das Spiel Frau SperlingHorn— Schneider=Peitz—. Bartel=Kallmeyer:0,:2 zu beachten und Olivieri=Roche besiegten Ferber=Herbst mit:3,:4. Deutsches Turnfelt 1938 in Breslau In Vertretung des Reichssportführers von Tschammer und Osten war der stellvertretende Führer der DT., Steding(Bremen), sowie der Schatzmeister Toyka (Dortmund) nach Breslau gekommen, um mit dem Oberbürgermeister Friedrichs und Vertretern der Stadt Breslau noch einmal über die Durchführung des Deutschen Turnfestes im Jahre 1938 zu verhandeln. Alle technischen Einzelheiten zur Organisation einer derart großen Veranstaltung wurden durchgesprochen und zufriedenstellend geregelt. Zum Schluß war man sich in allen Punkten völlig einig, so daß das Deutsche Turnfest 1938 für Breslau gesichert ist. Führertagung des Turngaues Welttalen in Hamm Der Turngau Westfalen der Deutschen Turnerschaft hält am Sonntag in Hamm eine große Führertagung ab, an der über 300 Amtswalter des Gaues, der Bezirke und Kreise teilnehmen. Gauführer Reiff und Gauoberturnwart Eick werden die Marschrichtung für das Jahr 1935 allen Unterführern bekanntgeben, insbesondere wird der Gauführer über die Arbeit der Turnerschaft im neuen Reichsbund für Leibesübungen grundsätzliche Ausführungen machen. Der Gaubeauftragte des Reichssportführers. Sturmbannführer Schäfer der ebenfalls mit seinen sämtlichen Bezirksbeauftragten an dieser bedeutsamen Tagung teilnimmt, wird ein größeres Referat halten. Außerdem sprechen sämtliche Fachwarte des Gaues über ihre Arbeit. Salalzruns vor alleren Bewranderern! Spanien schlug Frankreich im Polizei mußte Ipanische Spieler Madrid, 24. Januar. Unter Leitung des englischen Schiedsrichters Livingstone wurde am Donnerstag in Madrid vor 20 000 Zuschauern das mit großer Spannung erwartete Fußballtreffen Spanien— Frankreich ausgetragen, das mit einem:0(:)=Siege der Gastgeber endete. Nach Schluß spielten sich unter den Augen des spanischen Staatspräsidenten Zamora und des französischen Botschafters unbeschreibliche Freudenszenen ab, so daß schließlich die Polizei zu Hilfe gerufen werden mußte, um die spanische Elf aus den Armen ihrer Bewunderer zu befreien. Die Einheimischen waren vom Anpfiff weg überlegen, wobei vor allem ihre ausgezeichnete Läuferreihe den Sturm immer wieder nach vorn warf. Nach schönen Einzelleistungen Lafuentes und Regueiros erzielte letzterer kurz vor Schluß der ersten Halbzeit das Führungstor für Spanien. In der zweiten Hälfte war das Spiel etwas ausgeglichener, zumal jetzt Frankreichs LäuferFußball-Länderspiel:0(1: 0) vor ihren Bewunderern schützen reihe mehr ins Spiel kam und auch die Verteidigung besser klappte. Es kam sogar zu gefährlichen Vorstößen des französischen Sturmes, die aber stets von Ricardo Zamorra unter dem Jubel der Zuschauer zunichte gemacht wurden. In der 32. Minute stellte dann Hilario Spaniens Sieg durch ein zweites Tor sicher. Hollands Fußball-Gencralprobe In Rotterdam fand am Mittwoch das Probespiel der holländischen Nationalelf gegen die in der dritten Liga spielende englische Mannschaft der Queens Park Rangers statt, das die Holländer mit:1(:1) zu ihren Gunsten entscheiden konnten. Die Holländer waren mit der ersten Probe für den Länderkampf gegen Deutschland, der am 17. Februar im Olympischen Stadion in Amsterdam zum Austrag kommt, zufrieden. Im Haag konnten die Zwaluwen die inoffizielle belgische Länderelf, die Diabres Rouges, mit:1 Toren sicher schlagen. Gelandelaufe Mireis Böchunf Das Winterhilfswerk der Leichtathleten em 3. Februar Dem Wunsche des Reichssportführers und des Fachamtsleiters für Leichtathletik entsprechend, werden im Kreis Bochum die Geländeläufe mit Rücksicht auf die bereits allseitig gebrachten Opfer örtlich durchgeführt. In Bochum findet der Lauf in Bochum=Querenburg durch den Sportverein„Germania“ Bochum=Querenburg, in Herne durch den SC.„Westfalia 04“ Herne, in Wanne[Eickel durch den Reichsbahn=TuS. Wanne[Eickel im Hertener Wald und in Wattenscheid durch die Sportgemeinschaft Wattenscheid 09]30 statt. Die„Ablaufzeiten sind einheitlich auf 10.30 Uhr festgesetzt. Jeder Teilnehmer zahlt als Opfer 10 Pfennig Startgeld in die Büchse des WHW. Alle Leibesübung treibenden Vereine bekunden durch restlose Teilnahme ihre Verbundenheit an dem großen deutschen Winterhilfswerk. Es wird erwartet, daß alle Vereine mit wenigstens zehn Teilnehmern an den Start gehen und die Volksverbundenheit des deutschen Sportes hierdurch bekunden..„„Nan, Glgsen nur 27 Einzsl Die Läufe werden in allen Klassen nur als Einzelläufe gewertet und finden nach den Bestimmungen und unter Aufsicht des Fachamtes für Leichtathtelik statt. Klasseneinteilung: Klasse 1 Meisterklasse. 10 km 2 Offene Klasse. 5 km Sirenbag Careir aiie Kreisniahel ** Lanzendreorer#Vormittag schon Bachum=Wost auf, und zwai 4 Seiten 1. Kreisklasse Ruhe vor dem Sturm.— Die Spiele der ersten Kreisklasse bringen nicht viel Aufregendes mit sich. Die Spitzenmannschaften sind wenig bedroht und müßten die Punkte sicher unter Dach und Fach bringen können. Lediglich in der Abstiegszone könnte es zu bedeutenderen Verschiebungen in der Tabelle kommen. In der Gruppe A trifft der Tabellenführer 1Phönix" Bochum auf eine ausgesprochene Ueberfraschungsmannschaft.„Germania“ Herne ist nämlich so unbeständig, daß jede, Vorhersage über den evenstuellen Spielausgang sich erubrigt. Heute groß in Form, ann sie sich morgen in kläglichster Verfassung zeigen, und umgekehrt. Die Bochumer werden also gut tun, sich von vornherein auf die eigene Tatkraft zu verlassen. Schwer ist der Gang für„Teutonia" Riemke zu den in letzter Zeit gewaltig verbesserten Wanner I. Preußen". Wenn nicht alles täuscht, werden die Gäste dasselbe Schicksal erleben, das den Tabellenführer lam vorigen Sonntag im Pokalspiel ereilte. Das Spiel PfB Börnig— Wanne 11 ist troß des Platzvorseils für die Börniger eine offene Sache. Herne=Süd und der BC. Hordei werden sich einen erbitterten Kampf um die Punkte liefern, die die Hordeler zur Abwendung der noch immer drohenden Abstiegsgefahr bitter nötig haben. Herne befindet sich zur Zeit in aufsteigender Form und dürfte, da der Platzvorteil noch hinzukommt, knapper Sieger bleiben. Lokaltreffen der beiden benachbarten Vorstädter. Spu Sp. Gerthe hat Gelegenheit, den SuT. Harven auf eigenem Gesände zu schlagen und sich zwei Punkte zu sichern, die Aber kaum ausreichen werden, um selbst vom letzten Tabellenplatz wegzukommen.„Rasensport“ Herne hat selbst auf eigenem Platz wenig Aussichten, dem Gast EV. Sodingen auch nur einen Punkt abzunehmen. Die Spiele: „Germania“ Herne—„Phönix“ Bochum, „Preußen“ Wanne—„Teutonia“ Riemke, B/B. Börnig— Wanne 11. Herne=Süd— BC. Hordel, SpuSp. Gerthe— SuT. Harpen, „Rasensport“ Herne— SV. Sodingen. In der Gruppe B dürfte die Sportgemeinshaft Wattenscheid sich am Sonntag an die pitze der Tabelle setzen, da die T G. Bochum=Ehnfeld spielfrei ist. Das kommt natürlich nur dann * Frage, wenn es den Wattenscheidern gelingen sollte, n gefährlichsten Ortsrivalen„Union“ Günnig##eld, der der Sportgemeinschaft Wattenscheid in drei Prangegangenen Spielen gehörig das Leben sauer geNacht hat, zu schlagen, was nicht ganz leicht sein #irfte. Der SC. Altenbochum hat wenig Aussichgegen Langendrear De solbst auf eigenem Platz zu einem Siege zu kommen. Die Langendreerer sind augenblicklich so gut im Schuß, daß ihnen nur mit ganz besonderen Leistungen beizukommen ist. Ob Altenbochum diese aber in Anbetracht des Handikaps vom vorigen Sonntag wird aufbringen können, ist mehr als fraglich. Tu S. 26 Altenbochum müßte mit„Concordia" Bochum auf eigenem Platz fertig werden können. Es ist aber auch an der Zeit, nach den letzten Niederlagen endlich wieder einen Sieg zu melden. Vor einer nicht unlöslichen Aufgabe steht der LFC. Laer, der die Weitmarer„Westfalen“ zu Gast hat. Beide Mannschaften sind erst in der zweiten Spielreihe recht in Fahrt gekommen und befinden sich augenblicklich in guter Verfassung. Schon im Pokalspiel gelang es dem LFC. Laer den gleichen Gegner knapp zu schlagen. Ein Sieg der Platzleute liegt also nahe. Langendreer 07 halt das kürzlich gegen Langendreer; holz unentschieden ausgegangene Pokalspiel nach und dürfte diesmal wohl in Front zu erwarten sein. Die Spiele: SC. Altenbochum— Langendreer 04, TuS. 26 Altenbochum—„Concordia“ Bochum Svortgem. Wattenscheid— Union“ Günnigfeld, LFC. Laer—„Westfalia“ Weitmar, Pokalspiel: Langendreer 07— Langendreerholz. 2. Kreisklasse In der Bochumer Gruppe der zweiten Kreisklasse ist der Meisterschaftsspielbetrieb sehr mager, Nur drei Treffen gelangen zum Austrag, die aber für die weitere Gestaltung der Tabelle von nicht zu unterschätzender Bedeutung sind. Der Tabellenführer Stiepel 04 hat bei seiner erneuten Niederlage vom vorigen Sonntag nun schon den„eisernen Bestand“ opfern müssen und hat nichts mehr zu verschenken. Sein Spiel gegen „Rasensport" Bochum ist zwar keine ungefährliche Angelegenheit, aber es müßte trotz des zu erwartenden harten Widerstandes durch die Platzleute gewonnen werden können. Stiepel mag sich durch die Niederlage der „Rasensportler“ am letzten Sonntag gegen BochumWest nicht täuschen lassen, auf eigenem Platz ist„Rasensport“ immer ungemein gefährlich gewesen. Einige Hoffnung bleibt dem Tabellenführer Stiepel dadurch, daß die Bochumer Polizisten dem ärgsten Gegner Wattenscheid=Ost zu einer Niederlage verhelfen könnten, was durchaus nicht ausgeschlossen ist und wodurch die Polizisten sich auf den zweiten Platz schieben würden. In beiden Spielen wird heiß umstritten sein, und an der nötigen Meisterschaftsstimmung wird es ebenfalls nicht fehlen. Leichter hat es schon Werne 19 mit dem Tabellenletzten„Germania“ Kaltehardt. Nach den guten Erfolgen der Werner in der letzten Zeit müßte ein klarer Sieg herlausspringen. Mit einem Gesellschaftsspiel wartet am Vbrülligg schon Bochum=West auf, und zwar gegen den SV Kortum. Bochum=West scheint sich nun — das gilt besonders für den Sturm— gefunden zu haben. so daß der Vertreter der dritten Kreisklasse Kortum Bochum an einer Niederlage kaum vorbeikommen wird. Die Spiele: Polizei Bochum— Wattenscheid=Oft. „Rasensport“ Bochum— Stiepel 04, „Germania“ Kaltehardt— Werne 19, Bochum=West— SV. Kortum Bochum(Ges.=Sp.). 3. Kreisklasse Hier stehen in der Bochumer Gruppe alle Mannschaften im Gefecht. Unbestritten und unangefochten führt der Bochumer Verein, immer noch mit Längen vor „Schwarz=Weiß“ Bochum, so daß sein Spiel gegen„Tura“ Eppendorf eher aus Sorglosigkeit, als aus irgendeinem anderen Grunde verloren gehen könnte. Wir rechnen aber mit einem Siege der Gäste, die es trotz alledem nötig haben, die beiden Niederlagen wieder vergessen zu machen. Zwei weitere Punkte dürfte„Schwarz=Weiß" Bochum im Spiel gegen den Tabellenletzten„Bruchstraße" Langendreer einheimsen können. Selbst der Platzvorteil dürfte die Langendreerer vor einer Niederlage nicht retten können. Eine nicht ganz leichte Aufgabe hat„Preußen 11“ an der Krümmede zu lösen. Laer 87 heißt der Gegner, der in der Rangliste zwar weit zurückliegt, aber zu kämpfen versteht. Die„Preußen" befinden sich indes im Augenblick in einer so blendenden Verfassung, daß sie auch diesmal wieder als Sieger aus dem gewiß nicht leichten Kampf hervorgehen müßten. Die Elf steht relativ nicht nur an zweiter Tabellenstelle, sondern hat von allen Mannschaften das beste Torverhältnis, dessen Durchschnitt erheblich besser ist als das des Tabellenführers.„Borussia" Bochum und Postsportverein Bochum werden sich einen erbitterten Kampf um die Punkte liefern. Beide Mannschaften sind etwas aus dem Tritt geraten, so daß hier wohl die Tagesform entscheidend sein wird. Recht interessant dürfte die Auseinandersetzung zwischen„Constantin" Bochum und„Germania“ Querenburg werden. Die Querenburger nach dem augenblicklichen Tabellenstand zu beurteilen hieße die derzeitige Lage gründlich verkennen„Constantin“ wird also gut tun, mit schwerstem Geschütz aufzufahren, es könnte sonst erleben, daß das Spiel selbst auf eigenem Platz verlorengehen würde. Die Spiele: „Preußen 11“ Bochum— Laer 87, „Borussia“. Bochum— Postsportverein Bochum, „Bruchstraße" Langendreer—„Schwarz=Weiß“. Bochum, „Tura“, Eppendorf— Bochumer Verein, „Constantin“ Bochum—„Germania“ Querenburg. Klasse 3 SA., SS., F2A, 5 km „ 4a Altersklasse 32 bis 36 Jahre... 3 km „ 4b Altersklasse über 36 Jahre.... 8 km „ 5 Jugend A 16/17....... 3 km „ 6 Jugend B 18/19....., 3 km „ 7 Jugend C 20 und jünger(Schüler) 1,5 km " 8 Frauen(über 16 Jahre)..... 1,5 km " 9 Mädchen.......... 1,5 km Umkleidegelegenheit: in Bochum=Querenburg: Schule an der Buscheistraße(Autobushaltestelle), Start und Ziel: Städtiein Herne: Klubräume im Stadion des SC.„Westfalia 04“ Herne, am Schloß Strünkede, Start und Ziel daselbst... K4. 4. Mäumm= und Gugenh kat in Wattenscheid: für Männer und Jugend bei Gritto, Ecke Westenfelder und Fritz=Reuter=Straße: für Frauen und Mädchen auf dem Svortplatz an der Verbandsstraße, Start und Ziel daselbst; in Wanne=Eickel: Mannschaftsraum des Waldfriedhofe Meldungen sind schriftlich, nach Klassen geordnet, bis zum 30. Januar zu richten:„ grge#. Bochum: W. Meier, Bochum, Graf=EngelbertStraße 45: Herne: Polizei=Hauptwachtmeister Hermann Zetsche, Herne, Siepenstraße 17; Wanne=Eickel: Heinrich Erfkamp, WanneEickel. Auf dem Hörstchen S:„„.## Wattenscheid: Otto Schuricht, Wattenscheid, Droste=Hülshoff=Straße 1. Vorgenannte zeichnen gleichzeitig für die Durchführung verantwortlich, jedoch in Wattenscheid Robert Kaufhold. Svortbegeisterte, heraus am 3. Februar zu den Geländeläufen! Meier, Kreis=Fachamtsleiter. Franzosenlieg bei der Monte=Carlo=Sternfahrt. Monte=Carlo, 24. Januar. Die große Monte=Carlo=Sternfahrt endete Donnerstag mit einem Siege der französischen Fahrer Ch. Lahaye und R. Quatresoua, die mit ihrem Renault in Stavanger(Norwegen) gestartet waren und über Oslo, Kopenhagen, Hannover und Brüssel bis Monte Carlo insgesamt 3700 Kilometer zurückgelegt hatten. Irmgard Obliger in Rekordform Drei neue Rekorde in Düsseldorf. Der ehemaligen DT.=Schwimmerin Irmgard Ohliger(Düsseldorf 98) gelang es, auf der Düsseldorfer Bahn den von Hilde Salbert(Nixe Charlottenburg) gehaltenen Rekord über 200 Meter Freistil von 2,46,9 auf.40,9 zu verbessern. Ferner stellte die Damenstaffel der Düsseldorfer über 6 mal 50 Meter Lagen in 3,49·9 einen neuen Rekord auf. Den alten Rekord hielt Nixe Charlottenburg mit 3,52,4. Stuttgart im Länderspiel-Fieber 25 deutsche Sonderzüge.— 4000 Schweizer angemeldet. Das am kommenden Sonntag in Stuttgart vor sich gehende Fußball=Länderspiel Deutschland—Schweiz findet ein riesiges Interesse. Es sind schätzungsweise 80 000 Kartenbestellungen eingegangen, von denen nach dem Ausbau der Adolf=Hitler=Kampfbahn 58000 Bestellungen Berücksichtigung finden konnten. 200 Pressevertreter, davon 20 aus der Schweiz, sind angemeldet. Aus dem süddeutschen Gebiet gehen 25 Sonderzüge nach Stuttgart. Aus der Schweiz kommen fünf Züge mit annähernd 4000 Reisenden. Stuttgart steht ganz im Zeichen des Länderspieles, das auch wirtschaftlich von größter Bedeutung für die Stadt ist. Die beiden Mannschaften sind getrennt untergebracht. Die Schweizer wohnen in der Nähe des Hauptbahnhofes im Hotel„Graf Zeppelin", während die deutsche Vertretung im Hospiz Victoria Aufenthalt nimmt. H. Herrmann schlug Ant. Brake Einzelmeisterschaften im Schachkreis Bochum Herrmann kam in einem Damengambit gegen Brake. der eine damenindische Verteidigungsart wählte, zu einem wichtigen Punkt. Augenblicklich ungeschlagen sind Herrmann und Lampmann. Letzterer hat einen unerwartet guten Start gehabt. Weitere Ergebnisse: Lemke— Schwesig in einer sizilianischen Partie:0; Schwesig— Lampmann:1 in einem Damengambit. Lampmann schlug einen Angriff ab, setzte einen Gegenangriff durch. Ortmann— Lemke:1, ein Budapester Gambit. Ortmanns Spiel war weich bis zu einem Königsangriff, dem aber Lemke mit einer Gegenaktion auf dem Damenflügel die Spitze brach. Gorthad— A. Mönig:1, nach französischer Eröffnung. Eine bewegte Partie, in der M. dem Gegner ein unverdauliches Endspiel servierte. Möller— Madzak:0. Madzak geriet in einer sizilianischen Partie in Verwirrung, aus der Möller mit starken Linien im Besitz den Nutzen zog. Lampmann— Möller wie H. Herrmann— v. Herzberg hängen. Der Stand; 1. Lampmann 8½: ½+ 2., 2. H. Herrmann:0+2.,.—4. Ant. Brake und Lemke je 2½: 1½, 5. Madzak 2: 2, 6. A. Mönie 1½: + 2., 7. Schwesig 1½: 8½,.—9. Möller und Walther:1+., 10 Ortmann:8, 11. v. Herzberg ½: 1½, 12. Gorthad 0: 8. A Seite 8 Nr. 21 7 Bochumer Anzeiger 7 Freitag, 25. Januar 1935 Aus aller Welt Seite 9 Der Rubel=Millionär Oerse, Die Frebuar-Plakette des ****„ Wer heute in Rußland Geld verdient Ianrnbten“ im London, 24. Januar. Die reichsten Männer in Rußland sind heute mehr die Baukiers, Industriellen oder die größten Chirurgen: das alles sind heute verhältnismäßig schlecht bezahlte Beamte. Heute sind die Reichen die Stückeschreiber, und der reichste von ihnen ist Basi Schwarkin, der Verfasser von„Das Kind eines anderen“. Dieses mittelmäßige Stück läuft seit fünfzehn Monaten in über tausend Theatern in Rußland, und vier Moskauer Theater spielen es dauernd. Das Stück enthält nicht die geringste Spur von Leninismus, Marxismus oder Stalinismus, und wurde zur Aufführung zugelassen, nachdem ein Komitec dekretiert hatte, daß die Bolschewiken lachen lernen müßten. Schwarkin ist damit Millionär geworden, allerdings nur in Sowjetrubeln. Banknoten im Werte von 500000 Pfund bestand. Während nun die Versicherungsgesellschaften den Standpunkt einnehmen, daß die Rupiennoten nur Papierwert haben, erhebt die Bergungsgesellschaft einen Anspruch auf 500 000 Pfund. Hierüber soll das Gericht in land entscheiden. Denn bekanntlich wurde die Ladung der„Egypt“ von dem italienischen Bergungsdampfer „Artiglio II“ gehoben. geworden, allerdings nur in S 12 Beamte der Leningrader OSpA verurten Der schwere Verkehrsunfall in Verun cbr b-.- H. Moskau, 24. Januar. Das Militärkollegium des Obersten Gerichtshofes hat zwölf Beamte der Leningrader OGPU., darunter deren ehemaligen Chef, Medwed, wegen fahrlässiger Handlungen und Verstoßes gegen die Staatsschutzgesetze zu insgesamt 37 Jahren Verbannung in Konzentrationslagern verurteilt. Außerdem erhielten alle Angeklagten Gefängnisstra fen, der Angeklagte Walzewisch eine solche von zehn Jahren. Medwed wird vorgeworfen, er habe keine genügenden Maßnahmen zum Schutze des Lebens Kiroffs getroffen und besonders nicht verhindert, daß der Mörder Nikolajeff in das Palais, in dem Kiroff ermordet wurde, eingedrungen sei. Gegen das Urteil kann keine Berufung eingelegt werden. Die Verurteilten haben deshalb keine härteren Strafen erhalten, weil sie große Verdienste um die bolschewistische Revolution und mehrfache Auszeichnungen aufzuweisen haben. Sie sind alle alte Mitglieder der kommunistischen Partei. Das Urteil hat in Moskauer politischen Kreisen starke Beachtung gefunden. Kraftwagenführer festgenommen. Berlin, 24. Januar. Die polizeilichen Ermittlungen über den schweren Verkehrsunfall in der Gneisenaustraße, wo ein Kraftwagen in eine HJ.=Kolonne hineinfuhr, haben ergeben, daß die Schuld den Führer des Personenkrafing. gens, den 38jährigen Richard Malitz, trisst. Malitz war infolge Genusses von Alkohol übermüdet und hat nicht so auf die Straße achtgegeben, wie es zur Verhütung von Unfällen verlangt werden muß. Er sosiort feigenomwen, haben, Außer dem 15= den in ihre Wohnungen entlassen werden. Wie gemeldet, werden fPorzellanlegierung, zum anderen aus Galalith benteben. Unser Bild zeigt links die Ansteckplakettedes 6,#u ging, Poxsellanlegierung und rechts jährigen Horst Marschinski, der kurz nach seiner Einlieferung ins Krankenhaus seinen schweren Verletzungen erlegen ist, wurden zwei weitere Hitler=Jungen mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus eingeliefert. Weiter erlitten noch sechs andere Jungen leichtere Verletzungen, wie Hautabschürfungen, Beinprellungen usw. Sie konnten aber nach Anlegung von NotverbänGeschmacklosigkeiten in USH. Der Stuhl Lindberghs und die Leiter Hauptmanns Der erste deutsche Smaragd wurde auf synthetischem Wege hergestellt Schnellrichter zu verantworten Pich..... *** W 711n 95n Krankenschwestein keiten 250 Schwerkranke Ein Augenzeuge berichtet: Berlin, 24. Januar. Auf dem am 2. Februar 1935 stattfindenden Berliner Presseball wird in der Tombola der erste auf synthetischem Wege gewonnene Smaragd verlost. Zum erstenmal in der Welt ist es zwei deutschen Chemikern, Dr. Jäger und Dr. Espig, in den Laboratorien der I. G. Farbenindustrie gelungen, derartige Steine herzustellen. Professor Karl Berthold, der Leiter der Kölner Kunstgewerbeschule, hat einige dieser neuen deutschen Smaragde zusammen mit edelsten Natursteinen zu einem Ring zusammengefaßt, der auf dem Presseball verlost wird. Die Herstellung des neuen Steins wird auch in Zukunft nur in wenigen Stücken erfolgen, so daß der Stein großen Seltenheitswert hat. Eine geschäftliche Verwertung dieses repräsentativen Erzeugnisses nationaler Forschung ist nicht beabsichtigt. Nur papier? Banknoten aus dem Meer— Vor einem interessanten Prozeß London, 24. Januar. Vor einiger Zeit wurde entdeckt, daß sich indische Rupiennoten, die seinerzeit für einen indischen Staat bestimmt waren, auf dem europäischen Festland im Umlauf befanden; Nachforschungen erFestland im Umtauf besanreng. Nachsbtschangrn ergaben, daß diese Noten einem Papierbundel entstammten, das seinerzeit zusammen mit einer Million Pfund Gold und Silber von dem im Jahre 1922 bei der Insel Ushant untergegangenen Dampfers der englischen .=ap;.=Linie„Egypt“ geborgen war. Das Interesse an dem Gold und Silber war damals so groß, daß niemand das wasserdurchtränkte Papiergeld beachtete, das beiseite gelegt und vergessen wurde. Jetzt aber stellt sich plötzlich heraus, daß dieses Papierbündel aus London, 24. Januar. Wie gemeldet, wurde vor einigen Tagen ein großes Londoner Krankenhaus durch Feuer vernichtet. Nur dem bewundernswürdigen Mut der diensthabenden Krankenschwestern ist es zu danken, daß sämtliche Kranken aus dem Flammenmeer gerettet werden konnten. Wenn einmal die große Geschichte der Krankenschwestern geschrieben werden wird, so ist es sicher, daß die Nacht zum 22. Januar, das beshenereihrugszugeg von 60 Schwestern in der tobenden City=Hospitals einen Ehrenplatz einnimmt. Wir haber uns alle zu sehr an die Selbstverständlichkeit der stillen Pflichterfüllung dieser Frauen gewöhnt, die jahrein mit dem vollen Einsatz ihrer körperlichen und seelischen Kräfte der Nächstenliebe dienen. Zu diesem Beruf, der eine Berufung ist, muß man geboren sein. Welcher Kranke hat es nicht in schlaflosen Nächten erlebt, wie beruhigend und heilend die kühlen Hände der Schwester auf der fieberglühenden Stirne wirken. Wie fühlte er sich geborgen unter der behutsamen Obhut und tröstenden Fürsorge. Wir alle haben das einmal erlebt und nur zu viele haben es rasch wieder vergessen Einer der Geretteten aus dem Hospital erzählt hier, in welcher vorbildlichen Weise die Schwestern durch ihr Verhalten die drohende Panik verhüteten und in unfaßbar kurzer Frist sämtliche Kranken, die zum Teil seit Jahren bettlägerig waren, alt und siech, ohne den geringsten Schaden aus den brennenden, einstürzenden Gebäuden retteten. „Eben hatte uns der Arzt verlassen, die Abendeiscte war vbrüber und unfere Schwestern versorgten visite war vorüber und unsere uns mit den notwendigen Arzneien für die Nacht, als plötzlich Alarmklingeln zu surren begannen. Eine seltsame Unruhe hatte mit einem Male unseren Saal gepackt. Wir hörten vom Korridor einige scharfe Rufe, dann plötzliche Stille. Wenige Minuten später kamen mehrere Schwestern. Ist etwas geschehen? Mit ruhigem, lächelndem Gesicht teilten sie uns mit, daß in der Nachbarschaft ein kleiner Brand ausgebrochen sei und daß wir nur aus Gründen allgemeiner Vorsicht in ein anderes Gebäude gebracht werden sollten. Als wir die freundlichen, völlig unveränderten Gesichter sahen, schwand jede Unruhe. Die Schwestern brachten die Bettlägerigen auf Tragbahren zum Aufzug, trugen andere hinaus und keiner von uns konnte ahnen, der die Schwestern in ihrer flinken, sicheren Art beobachtete, daß wir selbst in unmittelbarer Lebensgefahr schwebten. Denn nur zwei Etagen höher wütete bereits das Feuer, und erst als wir in den Aufzügen hinunterfuhren, Rauch und Brandgeruch verspürten, kam uns die ganze entsetzliche Gefahr zum Bewußtsein. Aber da waren wir bereits außerhalb der Feuerzone. Wir wurden nun in einen abgeschlossenen,####„Raum, die Hospitalskapelle, gebracht und von hier uus Lahen, wir die grausigen Verwustungen, sahen riesige Slichstummen zum Himmel schießen, hörten das Spiittern und Krachen der berstenden Mauern, Explosionen aus dem Operationssaal Und in diesem entsetzenerregenden Tohuwabohu arbeiteten unsere Schwestern so zielbewußt und energisch wie in der Stille eines Krankensaales. Als mit ohrenbetäubendem Krachen das ungeheure Glasdach zersplitterte und in den Hof hinabdröhnte, da war kein einziger der Leidenden mehr in dem Krankenhaus. Sie waren alle in Sicherheit gebracht, ohne daß sie eigentlich zu Bewußtsein der Lebensgefahr gekommen waren. Es ist vielleicht zum ersten Male in der düsteren Geschichte der Krankenhausbrände, daß die Geretteten nicht einmal unter der selbstverständlichen Schockwirkung dieses Branderlebnisses zu leiden hatten. Daß dies möglich war, verdanken wir ausschließlich unseren Schwestern und der ebenso kaltblütigen Haltung der Aerzte.“ Dieser Bericht eines der Geretteten, unmittelbar nach der Katastrophe, zeigt das Wirken dieser ruhmlosen Heldinnen, die sich weigerten, ihren Namen zu nennen und Dank anzunehmen. Newyork, 24. Januar. Am letzten Weekend kamen Tausende von Ausflüglern mit Autos und Bahn nach Flemington, um dem Gerichtssaal, in dem der Prozeß gegen Hauptmann verhandelt wird, einen Besuch abzustatten. Eine ganze Reihe von Erklärern hatte eine goldene Ernte, und man hatte an den verschiedenen Tteigezugggrag, agße bracht wie„Der Stuhl des Obersten Tinovergh",„Der Stuhl Hauptmanns“ usw. Händler hatten einen neuen Schlager herausgebracht, eine kleine Leiter, die genaue Nachbildung der Leiter, mit der die Entführung des Kindes ausgeführt wurde, und sie fanden reißenden Absatz. Die Restaurants und die Teeläden haben nur den einen Wunsch, daß der Prozeß noch recht lange dauern In der Mittwoch=Verhandlung des HauptmannProzesses sagte der Holzsachverständige Köhler aus. daß der in der Garage Hauptmanns gefundene, mit H“ gezeichnete Hobel bei der Anfertigung der zur Entführung verwendeten Leiter benutzt worden sei. Auf einer provisorischen Hobelbank bearbeitete Köhler dann ein Brett, um zu zeigen, daß die vom Hobel hinterlassenen Eindrücke mit denen auf der in Frage stehenden Leiter übereinstimmten. Weiter berichtete Kohler, daß ein in der Nähe von Lindberghs Villa nach der Entführung gefundener Meißel in der Größe einem in Hauptmanns Meißelsatz fehlenden entsprach. Die Meißel= und Sägespuren an der Leiter wiesen die gleichen Merkmale auf, wie die von Hauptmanns Werkzeugen erzeugten. Er, Köhler, habe die Herkunft zur Leiter verwendeten Holzes bis auf eine Bauholzfirma in Bronx zurückverfolgt, wo Hauptmann früher In den letzten Tagen wurde noch nachgewiesen, daß Hauptmann bald nach der Zahlung des Lösegeldes plötzlich über ein Vermögen von etwa 100 000 Mark verfügte, dessen Herkunft er nicht genau nachIn Amerika ist man algemein der Ansicht, daß es schlimm, sehr schlimm um die Sache des Angeklagten steht. Immerhin: bis jetzt hat man erst die eine Seite gehört, und vielleicht bringen die nächsten Tage noch eine überraschende Wendung. Bericht über das Blutbad in Somaliland Nagzeage Verfeigen Wasienraueri K. is 24 Januar daß die abessinische Regierung tatsächlich über die w Japanisches Marineflugzeug abgestürzt. Wie die Telegraphenagentur„Schimbun teilt, ist in dem japanischen Marineflughafen Sasebo ein Flugzeug abgestürzt. Alle drei Insassen ertranken. Ein weiteres Flugzeug mußte notwassern. Die Besatzung sandte rechtzeitig SOS=Rufe und konnte so gerettet werden. Das Flugzeug versank. Dei Priestel am Biligenensun Paris, 24. Januar. Von der französischen Verwaltung Somalilands wurde die Verfolgung des räuberischen madenstammes, der, wie gemeldet, bei einem Ueberfall auf einen Grenzposten 97 Kolonialsoldaten ermordete, mit allem Nachdruck aufgenommen. Flugzeuge durchforschen die Wüste, um den Aufenthaltsort der Attentäter ausfindig zu machen, Kameltrupps und Senegalesen wurden eingeseol, um den Tod der Soldaten Der Ueberfall wurde von Mitgliedern des berüchtigten Asseimara=Stammes ausgeführt, der erst vor einem Monat in ähnlicher Weise italienische Soldaten überfiel und tötete. Die Asseimaras führen im allgemeinen keine Feuerwaffen, sondern sie verlassen sich auf ihre zahlenmäßige Ueberlegenheit und die Plötzlichkeit ihres Angriffes. Gewöhnlich besteht ihre einzige Waffe in einem zwanzig Zoll langen Messer, daß sie aber mit unheimlicher Geschicklichkeit handAm 17. Januar erst ist das französische Kommando, das aus 18 weißen und 88 eingeborenen Kolonialsoldaten bestand, unter der Führung des 26= jährigen Leutnants Julien Bernard aus Dschibuti aufgebrochen, um einem anderen Eingeborenenstamm zu helfen, der dringend um Schutz gegen die räuberischen Angriffe der Asseimaras gebeten hatte. An der Grenze wurde das französische Kommando ganz plötzlich von etwa 800 Asseimaras überfallen. Zwei Stunden gelang es den Soldaten, sich der Angreifer zu erwehren. Dann ging die Munition zur Neige. Es kam zu einem wütenden Handgemenge, in dem die Soldaten der achtfachen Uebermacht unterlagen. Die Leiche des Leutnants Bernard wies nach dem amtlichen franweniger als 10 Wunden auf. bug die abessinische Regierung tatsächlich über die wilden Nomadenstämme so gut wie gar keine Autorität ausüben kann. des Leutugnts Bernard wies nach dem amtlichen franösischen Bericht nicht Reniger uis 10 Wunken auf. Die Asseimaras machten aues nieder und verschwanden ede zu dirigieren. Abbé Hoch ist ein in Straßburg wirkt, um ein Oratorium, das von dem Orchester gespielt purd- zu igzeren. Abbé Hoch ist ein ausgezeichneter Musiker, der auch gls Chorleizer wiederholt hervorgetreten ist. Unser Bild zeigt ihn am Dirigentenpult des Opernorchesters. Asseimaras machten aues nieder un wieder, überraschend und plötzlich, wie sie getommen waren, in der Wüste. Auf Vorschlag des Kolonial= ministers wurde dem tapferen Leutnant nachträglich das Ritterkreuz der Ehrenlegion verliehen und sein heldenhaftes Sterben im Amtsblatt der Nation zur Kenntnis gebracht... zsischen 8. In amtlichen fra,g#### Kreisen neigt man zu Beurteilung des Vorfasls de m In amtlichen franzostischen„ereisen neigt man Zu(zu, verschaft, einer ruhigen Beurleilung des Vorsaus, da man weiß, za verschaften. Eine Lebensmittelkiste an den Rohrbacher Hannes. Schulkinder in der Dorfschule zu Lerbach beschlossen, dem Rohrbacher Hannes, der bekanntlich kurz vor der Saarabstimmung noch zur Deutschen Front übergegangen war, und deswegen seine Stellung verloren hatte, zu helfen. Trotz der in Lerbach herrschenden wirtschaftlichen Not wurden dem Rohrbacher Hannes 16 Pfund Lebens= und Genußmittel gespendet, die ihm mit einem Begleitschreiben des Lehrers und Gedichten der Kinder übersandt wurden. Ein Gastwirt verband mit der Sendung eine Einladung an den Rohrbacher Hapnes, au einem längeren Aufenhalt in Lerbach. Die Fahr######en wollen die Kinder aufbringen. Vater und Sohn durch Kohlenoxydgase im Schlafzimmer erstickt. Vom Unglück schwer heimgesucht wurde in Offenbach am Glan die Familie des Schneidermeisters Jakob Bohnenberger. Als die beiden Töchter am Morgen aus dem obersten Stockwerk des Hauses nach unten kamen, fanden sie zu ihrem Entsetzen den Vater und den 13jährigen Bruder im Schlafzimmer tot auf, während die Mutter und ein zweiter Bruder schwere Vergiftzguge. erscheinungen zeigten. Kohlenorydgase, die sich der Nacht nach dem Heizen des Ofens angesammelt und keinen Abzug gefunden hatten, haben das Unglück heraufbeschworen. Die Ehefrau und der 19jährige Sohn konnten am Leben erhalten werden. Gefängnisinsasse gewinnt 170 000 Mark. Ein Gewinn in Höhe von 170000 Mark ist in der sechsten Ziehung der französischen Staatslotterie einem Matrosen zugefallen, der augenblicklich eine 14tägige Gefängnisstrafe wegen disziplinwidrigen Verhaltens verbüßt. Der Matrose hatte noch vor kurzem vergeblich versucht, sein Los weiterzuverkaufen, um sich etwas Bargeld Führer Nach der tete sich gest Deutscher H wiederum 3 Bedeutung? Reichsarbeit Krohn, Ludovici der Regieru überaus za nenen Teil starkem Bei entgegen, de wichtigsten und Fürsor Präsiden Haus= und grüßungswe Fragen des bete ligt, sei. an die Stel Schutz des aus seiner Pessimismu versicherte Hausbesitz Der Hauso gen sei, die zu betreuet beitssch setzungsakti Reichsmart Milliarden terer Erfol jetzt aber d wohnungen man durch nen. Die weitern M nachfrage und Grund Zinsen und ständnis. Die st durch den organische sich aus der verzi nsliche schen Mie einer ver gestalten, reits ein H eines ei dienen. I Geldern à sicher, an Mitteln. Auf der Kühne tung, Zie Grundverr über die ministeriu# werte und bewertung gesetz 1934 nuar 1935 um zwei mit Wirkt Einheitsw Bedeut daraus, d schafts 1. April 1 steuer Verlassens wisse BelReichs Handwer Handwerr schaft bild Hausbesit zweite sei. In vertsatz d In seine Reichshar besitzes al Hausbesit schaft, die gewiesen als das und dadu ermöglich „Instand Forilaufe Mbsoc 6% Hoesch R 0 KrUPP RN % Mittelsta 89a 6% 6% Ver. St. R Buderus Dahlbusch 8 Otsch. Atlan Ot.ch. Erdöl O. Reichsbah I. 6. Farbenin Feldmuhle Felten& Guil Geisenberg Goldschmidt Harpen Hoesch-Köln Kali-Aschers Steinkoh CarolusM. 13 Const. 4 G Deutschl. Ewald Schwerin Heinrich Kön. Ludw Langenbr. ben, seigt bts SR. ptmanns Januar. Ausflügton, um en Haupttten. Eine Ernte, und akate angerah".„Der einen neuen die genaue ihrung des ßenden Absen nur den inge dauern hauptmannhler aus, indene, mit ing der zur worden sei. itete Köhler Hobel hinfrage stehentete Köhler, la nach der Größe einem prach. Die sen die gleianns Werkderkunft des ne Bauholznann früher iachgewiesen, des Lösegelwa 100 000 genau nachsicht, daß es iche des Anman erst die die nächsten Dei 1o“ mitSasebo ctranken. Die Beonnte so Izimmer enbach Jakob im Morich unten und den während giftungsim Laufe melt und ck heraufohn konnNark ist in der tslotterie einem ch eine 14tägige Verhaltens vern vergeblich veretwas Bargeld Seite 9 Nr. 21„ Bochumer Anzeiger 7 Freitag, 25. Januar 1933 Führertagung der Haus= und Grundbesitzervereine Der Echag Ao Haurersiht! 8beschaffung Megen der Dusammenhänge mi Nach der großen Kundgebung des Handwerks gestaltete sich gestern die Führertagung des Zentralverbandes Deutscher Haus= und Grundbesitzervereine in Berlin wiederum zu einer eindrucksvollen Veranstaltung. Die Bedeutung der Rührertagsgg, kam in der Steatgsetrethee Ludovici, und zahlreicher anderer Vertreter leitender Regierungs= und Parteistellen zum Ausdruck. Die überaus zahlreich im ehemaligen Herrenhaus erschienenen Teilnehmer der Tagung nahmen mit besonders starkem Beifall die Zusage des Reichsmininers Seldte entgegen, der dem Haus= und Grundbesitz als einem der wichtigsten„Bannerträger der Arbeitsschlacht“ Schutz und Fursorge der Reichsregierung versprach. Präsident Tribius vom Zentralverband Deutscher Haus= und Grundbesitzervereine betonte in seinen Begrüßungsworten, daß das ganze deutsche Voik an den Fragen des Wohnungsbaus und der Wohnungswirtschaft beteiligt sei. Der Haus= und Grundbesitz müsse wieder an die Stelle gelangen, an die er gehöre. Unter dem Schutz des heutigen Staates, der ihm zur Befreiung aus seiner Notlage„helfen, wolle, könne man ohne Pessimismus an die Weiterarveit gehen. Reichsarbeitsminister Seldte versicherte in seiner Ansprache, daß die Regierung dem Hausbesitz Interesse und Hilfe angedeihen lassen wolle. Der Hausbesitz, dem die hohe soz ale Aufgabe übertragen sei, die Wohnungen der deutschen Volksgemeinschaft betreuen, sei ein Bannerträger der Arheitsschlacht: Das habe der Erfolg der„Instand. setzungsaktion bewiesen. Aus den 600. Miuionen Reichsmark Reichszuschüssen seien nicht weniger als drei Milliarden Reichsmark Aufträge entsprossen. Ein weiterer Erfolg seien die 75000 fruher nicht verwertbaren, jetzt aber durch Umbau wieder benutzbar gemachten Altwohnungen. Allen auftretenden Schwierigkeiten müsse man durch verständnisvolles Zusammenarbeiten begegnen. Die Reichsregierung werde gegebenenfalls mit weitern Maßnahmen nicht säumen. Die Wohnungsnachfrage sei weiter im Wachsen. Für die den Hai und Grundbesitz drückenden Belastungen, besonders an Zinsen und Steuern, habe die Regierung volles Verständnis. Die steuerliche Entlastung sei schon angebahnt durch den kommenden Abbau der Hauszinssteuer. Die organische Zinssenkung komme allmählich in Gang, wie sich aus der bereits möglich gewordenen Ausgabe niedrig verz nslicher Pfandbriefe ergebe. Das Verhältnis zwischen Mietern und Vermietern müsse sich zu einer vertrauensvollen Zusammenarbeit gestalten, wofür der Einheitsmietvertrag bereits ein Hilfsmittel sei. Er könne vielleicht zum Muster eines einheitlichen Hypothekenvertrags dienen. Im Hausbesitz werde man künftig nicht mit Geldern à fonds perdu arbeiten, sondern wieder mit sicher anzulegenden, sich rentierlich auswirkenden Mitteln. Die Einheitsbewertung Mehr denn je müsse die Parole der Arbeitsveschaffung durch Selbsthilfe befolgt werden, da die Wirtschaft auf die Dauer nicht durch öffentliche Zuschüsse in Gang gehalten werden könne. Handwerk und Hausbesitz müßten in einer solchen Arbeitsschlacht wieder an erster Stelle stehen. Im weitern bezeichnete er die Entschuldung bzw. Umschuldung des Hausbesitzes als eine vordringliche Frage. Eine Erleichterung werde der Hausbesitz durch die Senkung der Hauszinssteuer am 1. April 1935 erfahren. Die dadurch frei werdenden Beträge müßten dem Hausbesitz ungeteilt zur freien Verfügung stehen. Das Handwerk werde alle Maßnahmen unterstützen, die auf eine schnellmögliche Wiederherstellung der Wirtschaftlichkeit des HausDer Präsident des Reichsluftschutbundes, Generalleutnant a. D. Grimme, hielt einen Vortrag über „Die Zusammenarbeit des Reichsluftschutzbundes mit den deutschen Haus= und Grundbesitzexn.„„ In der Nachmittagssitzung sprach Ministerialdirektor Dr. Volkmar vom Reichsjustizministerium, über „die Entschuldung des Hausbesitzes“. Ein Milliardenblock alter Schulden sei flüssig zu machen und allmählich abzutragen. Es frage sich, inwieweit durch eine Umwandlung schwebender Schulden in Tilgungshypotheken zu helfen sei. Die Möglichkeiten würden bestimmt durch die Verhältnisse am Kapitalmarkt. wegen der Zusammenhunge mit dem Zinsproblem lasse sich die Lösung des Entschuldungsproblems heute noch nicht genau aufzeichnen. Immerhin seien die Fragen erkennbar, die zur Entscheidung zu bringen seien. Dazu gehöre außer der Frage der Tilgungshypotheken das Problem der Schuldenregelung beim Neuhausvesitz. Bei dieser Gruppe handele es sich darum, eine gerechte Regelung für die Verteilung des Verlustes zu finden, der durch die Schrumpfung des Grundstückswertes entstanden sei. Als nächster Redner sprach Geh. Rat Schreyer, Führer der privaten Hypothekenbanken, über„Hypotbekenfragen.. Hamtalnuns 8 81. In Vertretung des Hauptamtsieuers Pg. Hilgenfeldt nahm der Hauptstellenleiter im Hauptamt für Volkkswohlfahrt bei der Reichsleitung der NSDAP., Pg. Althaus, das Wort zu einem Vortrag über„Die NSV. und ihre Aufgaben in der Wohnwirtschaft". Der Rentenstandpunkt des nur an sich denkenden Hausbesitzers gehöre einer überwundenen Epoche an. Die Ablehnung kinderreicher Familien sei eine Sünde gegen den Geist des Nationalsozialismus. Das Verhältnis von Vermieter und Mieter müsse zur Vermeidung unnötiger Mietsprozesse auf eine gesunde Basis gestellt werden. Die NSV. wirke daher vermittelnd, um Räumungsklagen möglichst zu vermeiden.#.„ ,, GizaurZum Schluß sprach Professor Dr. Hunre, Vizeorasident des deutschen Werberates über„Nationalsozialistischer Eigentumsbegriff". Die Hans Wooreee!.. In Zukunft dürfen nur eingetragene Meister selbständig arbeiten Ueber den Widerspruch entscheidet der Reichsminister der Finanzen endgültig. Die Entscheidung wird im Deutschen Reichsanzeiger veröffentlicht werden. Einzelbenachrichtigungen über die Entscheidung werden nicht ergehen. über die wiline Autorität Hannes. chlossen, dem r der Saaribergegangen en hatte, zu wirtschaftS 16 Pfund m mit einem der Kinder mit der SenHannes zu Fahrtkosten Methode der Einheitsbewertung des Grundvermögens.“ Er gab einleitend eine Uebersicht über die bisherigen Geschicke der vom Reichsfinanzministerium verfolgten Vereinheitlichung der Steuerwerte und Besteuerung des Grundbesitzes vom Reichsbewertungsgesetz 1925 an bis Zezhedezegepgmephurge: gesetz 1934 und zu dem neuen Reicg#####e###gi 22. Januar 1935. Hier sei letztmalig die Vereinheitlichung um zwei Jahre hinausgeschoben worden, um endgültig mit Wirkung vom 1. April 1937 an auf der Basis der Einheitswerte 1935 in Kraft gesetzt zu werden. Die Bedeutung der neuen Einheitswerte ergebe sich daraus, daß sie nicht nur Grundlage der Erbschaftssteuer und Grunderwerbssteuer ab 1. April 1936, sondern nunmehr auch der Grundsteuer ab 1. April 1937 sein werden, wobei infolge Verlassens längst überholter Besteuerungsgrundlagen gewisse Belastungsverschiebungen unvermeidlich seien. Handwerk und Hausbesitz Reichshandwerksmeister Schmidt sprach über „Handwerk— Hausbesitz". Er ging davon aus, daß Handwerk und Hausbesitz die gleiche schaft bilden. Die Verflechtung zwischen Handwerk und Hausbesitz werde dadurch noch enger, daß jeder zweite Handwerker auch Hausbesitzer sei. In zahlreichen Handwerksgruppen gehe der Hundertsatz der Hausbesitzer, sogar über 70 v. H. hinaus. In seinen weitern Ausfuhrungen beschäftigte sich der Reichshandwerksmeister mit der Stellung des Hausbesitzes als Auftraggeber gegenüber dem Handwerk. Der Hausbesitz sei ein wichtiger Faktor der Handwerkswirtschaft, die fast ausschließlich auf den Binnenmarkt angewiesen sei. Erst der Führer habe das Baugewerbe als das Schlüsselgewerbe der Wirtschaft wieder belebt und dadurch eine Arbeitsbeschaffung gewaltigen Umfangs ermöglicht. Diese Maßnahme sei unter dem Namen „Instandsetzungsaktion bereits Geschichte geworden. Von den neuen Beüimmungen über die Handwerksrolle sind folgende Einzelheiten besonders wichtig: 1. Einen selbständigen Handwerksbetrieb darf nur führen, wer in die Handwerksrolle eingetragen ist. 2. Die Handwerksrolle wird von der Handwerkskammer aufgestellt. Jedermann darf sie einsehen. 3. Eingetragen wird nur, wer die Meisterprüfung bestanden hat oder die Befugnis zur Anleitung von Lehrlingen besitzt. Der Meisterprüfung stehen die in der Gewerbeordnung anerkannten Prüfungen gleich.— Ausnahmen können den Personen zugestanden werden, die in einem Industrie=Betrieb als Facharbeiter ausgebildet und fünf Jahre tätig gewesen sind. 4. Wer in die Handwerksrolle eingetragen ist, darf in seinem Betrieb auch Arbeiten in anderen als seinem hauptsächlich betriebenen Handwerk ausführen. 5. Eine juristische Person darf in die Handwerksrolle nur eingetragen werden, wenn der Betriebsleiter den oben genannten Erfordernissen genügt. 6. Nach dem Tode eines selbständigen Handwerkers dürfen die Witwe oder minderjährige Erben den Betrieb fortführen. Jedoch muß nach Ablauf eines Jahres der Betrieb von einem anerkannten Handwerker geleitet Ueber die Eintragung in die Handwerksrolle wird eine Bescheinigung(Handwerkskarte) ausgestellt. Schon auf dem Stand von 1911 Die deutsche Industrieproduktion im Jahre 1934. Während zur Zeit der tiefsten Krise um 1932 nur ungefähr ebenso viel Waren hergestellt wurden wie die Jahrhundertwende, hielt sich die Produktio (auf das gegenwärtige Reichsgebiet bezogen) im Jahre 1934 bereits wieder auf dem Stand von 1911. Wert der 1934 hergestellten Waren beträgt nach Berechnungen des Instituts für Konjunkturforschung brutto 53 Milliarden Reichsmark, d. s. 12 Milliarden Reichsmark mehr als 1933 und 15 Milliarden Reichsmark meyr als 1932. Diese Zunahme der Erlöse hängt überwiegend mit dem Anwachsen des Mengenabsatzes zusammen. Die Industriepreise sind nämlich von 1933 auf 1934 nur um rund 3 Prozent gestiegen. Steuerkurszettel 1935 Der Steuerkurszettel, der für die Einheitsbewertung und Vermögenssteuerveranlagung nach dem Stand vom 1. Januar 1935 maßgebend ist, wird jetzt im„Reichsanzeiger“ veröffentlicht. Gegen die in dem Steuerkurszettel festgesetzten Steuerkurse kann binnen einer spätestens 25. Februar, Widerspruch einster der Finanden du vigter der Vertpapiere berechtigt. handelt, kann das Unternehmen, an dem betrifft, kann auch der Schuldner Widerspruch erheben. Prozent. Halle Salz erzielten gestrage Preise. Von Bankaktien Commerzbank minus ¼ Prozent, Berliner Handels gesellschaft minus 1¼ Prozent, Dresdner minus 1 Prozent, Rheinisch=Westfäl. Boden plus ½ Prozent. entwickelte sich lebhaftes Geschäft in Kohlenkuxen. CarolusMagnus wurden mehrsach zirka 100 Reichsmark höher bezahlt und blieben im Verlauf noch höher gefragt. constantin stiegen bei mehrfachen Umsätzen um zirka 125 Reichsmark. Deutschland waren zu letzten Preisen Ewald=Kuxe gewannen bei lebhaftem Geschäft zirka 100 Reichsmark. Graf Schwerin waren auf letzter Basis mehrfach bezahlt. Heinrich gewannen etwa 100 Reichsmark. Braunkohlenwerte lagen unverändert und umsatzlos. Am Kalikurenmarkt entwickelte sich lebhaftes Geschäft in Beienrode, die zunächst 20 Reichsmark gewannen und nachbörslich 10 Reichsmark höher gefragt blieben. Hope gewannen bei einem Umsatz etwa 75 Reichsmark, und elsässische Werte waren etwa 100 Reichsmark höher im Handel. Am Freiverkehrsmarkt setzten Alexanderwerke ihre andauernde Kurssteigerung um weitere 2 Prozent fort. Düsseldorfer Eisenbahnbedarf gewannen 1 Prozent, und Humboldt=Deutz=Motoren bei weiter lebhaftem Geschäft weitere 2 Prozent. Während Lothringen und Lothringen=Genußscheine letzte Kurse erzielten, verloren Niederrhein. Berg zirka 1 Prozent. Westfalia=Dinnendahl lagen etwa 1 Prozent höher.(Mitgeteilt vom Bankgeschäft Wilhelm Schwarz in Bochum.) Berliner Börse Ruhig und uneinheitlich. Die Börse verkehrte wieder ziemlich unregelmäßig bei ruhigem Geschäft und meist kleinen Umsätzen. Der Rentenmarkt lag ruhig und behauptet. Altbesitz ungefähr behauptet. Kommunale Umschuldungsanleihe im Freiverkehr eine Kleinigkeit niedriger. Stadtanleihen unregelmäßig. Pfandbriefe und Kommunalobliaationen hatten nur vereinzelt größere Veränderungen. An den Aktienmärkten fanden in Montanwerten und in einigen Sonderwerten größere Umsätze statt. Montanaktien hatten kleine Anfangsbesserungen, die bis zu ½ Prozent gingen. Conti=Gummi verlaren über 2 Prozent. Der Verlauf war teilweise etwas fester. Der Schluß war ruhig und abwartend. Dagegen verkehrte der Einheitsmarkt meistens befestigt. Tagesgeld 3¾ bis 3½ Prozent. Privatdiskont weiter 3 3/8 Prozent. Dollar.510 (Vortag 2,500), Pfund 12,270(Vortag 12,210) Mittelkurs. Rhein=Mainische Abendbörse in Frankfurt Weiter freundlich. Die Abendbörse hatte zunächst recht ruhiges Geschäft, indessen blieb die Grundstimmung weiter freundlich. Am Rentenmarkte herrschte völlige Geschäftsstille, die Kurse blieben jedoch gehalten. Im Verlaufe wurde die Haltung überraschend fest. Die Rentenwerte erfuhren bei lebhaften Umsätzen merkliche Erhöhungen. Aktien blieben dagegen still und gegen den Beginn kaum verändert. Der Ruhrkohlenabsatz im Dezember um 14,16 Prozent höher als im Vorjahr. Nach den nunmehr vorliegenden endgültigen Feststellungen des Rheinisch=Westfalischen Kohlensyndikats erreichte der Gesamtabsatz im Dezember(Koks und Briketts in Kohle umgerechnet) einen Betrag von 7981 069(im Vormonat 8311674) Tonnen. Der Rückgang ist nicht auf einen geringeren arbeitstäglichen Absatz zurückzuführen, sondern durch die Zahl der tage zu erklären; denn der arbeitstägliche Absatz belief sich auf 339620(339 252) Tonnen, was einer Zunahme gegenüber dem Vormonat von 0,11 Prozent entspricht und eine Steigerung gegenüber dem Dezember 1933 um 14,16 Prozent. Der nervöse Dollar Der Zickzackkurs des Dollars in der letzten Zeit hält die ganze Weltwirtschaft in Atem. Außerordentlich starke Verschiffungen sind letzthin von Europa nach den Vereinigten Staaten vorgenommen worden. In der Woche vom 14. bis zum 19. Januar sollen sie allein 65 Millionen Dollar betragen haben. Den größten Anteil hieran stellt das französische Gold. Die französischen Goldverluste allein sollen binnen kurzem auf 5,1 Millionen Reichsmark angeschwollen sein, aber auch die englischen Goldverschiffungen nach Amerika belaufen sich auf viele Millionen Pfund Sterling. Rußland wiederum hat in den letzten Monaten größere Golderzverfrachtungen nach den USA. vorgenommen. Börsen von gestern Rh.=Westf. Börse in Düsseldorf. Weiter freundlich. Die Börse eröffnete am Markt der Schwankungswerte in weiter freundlicher Haltung. Per Saldo ergaben sich folgende Veränderungen: Von Rentenwerten Altbesitz=Anleihe minus ½ Prozent, Hoesch plus ½ Prozent, Krupp plus 3 Prozent, Ver. Stahlwereke und Mittelstahl=Obligationen unverändert. Von Montanwerten Gelsenberg plus ½ Prozent. Hoesch plus ½ Prozent, Muag plus 1 Prozent, Phönix plus ½ Prozent, Ver. Stahlwerke plus ½ Prozent, Buderus plus ½ Prozent, Dahlbusch plus ¼ Prozent. Etwas schwächer waren Mannesmann, die ½ Prozent verloren. Felten=Guillaume minus 3. Prozent, Harpener minus ½ Prozent, Schuckert minus ½ Prozent, Westd. Kaufhof minus ¼ Prozent. Von Kaliaktien Westeregeln minus ¼ Prozent, Aschersleben dagegen 1 Prozent höher. Lebhaftes Geschäft entwickelte sich in Wintershall=Aktien, die 3 Prozent höher einsetzten und im Verlauf noch 1 Prozent gewannen und gefragt blieben. Am Einheitsmarkt gewannen Burbach zirka Prozent, Kabel=Rheydt 1 Prozent, Schlegel=Brauerei ½ Die Auslandsbörsen Newyork: Stetig. London: Uneinheitlich. Amsterdam: Nachgebend. Paris: Abgeschwächt. Brüssel: Fester. Mailand: Fest. Wien: Schwächer. Zürich: Freundlich. Notierungen der Großhandelspreise des Grohmarktes für den Nährstand zu Dortmund Dortmund, den 24. Januar 1333 Weisen: Westfälischer Weizen gesetzlicher Erzeugerpreis: Preisgebiet WIx Preisgebiet WXII Preisgebiet WXIlI Preisgebiet WN Rotten: Westfälischer Roggen gesetzlicher Erzeugerpreis Preisgebiet R IX Preisgebiet R XI Preisgebiet R XII Preisgebiet R XIII Preisgebiet R XI Hafer: gesetzlicher Erzeugerpreis Preisgebiet H XIII Preisgebiet H XIV Preisgebiet H XV Preisgebiet M XVI Preisgebiet H XVIII Preisgebiet H XIX Weißhafer: 201.00 204.00 205.00 207.00 161.00 163.09 164.00 165.00 167.00 162.00 164 00 165.00 166.00 168.90 169.00 Aufschlag.00 Futtergerste, gesetzlicher Erzeugeggreis a K 166 00 Preisgebiet 6 K Preisgeblet 6 K Preisge jet 6 XI Preisgebiet 6 XII Preisgebiet 6 XIV Industriegerste Platagerste Plata-Mais Cinquantino-Mais 167.00 169.00 179.00 172.00 Reiseumchl inlünd. Grundtype 790 für WIX Grundtype 790 für W XII Grundtype 790 für W XIII Grundtype 790 für W XIV Grundtype 790 für W XV Rotgenmehl inländ. Type 997 für R IX Type 997 für R XI Tyoe 997 für R XII Type 997 für R XIII Type 997 für R XIV Kommismehl, Roggenschrot Type 1379 Abschlag auf vorgenannter Basis.— Roggenschrot inl. Type 1800 Abschlag auf vorgenannte Basis.50 Weizenkleie für W XV 11.90 für W XN.. 11.85 für W XIl.... 11.80 für W XI. 11.75 für W x 11.55 Weizenvollkleie 50 Pf. Aufschlag. 27.15 27.15 27.15 27.15 27.15 23.45 23.55 23.70 23.85 23.90 10.55 10.30 10.25 10.20 10.05 Roggenkleie für R XIV für'XII für R XII für R XI für R IK Roggen-Grießkleie(Bollmehl) Trockenschnitzel Steffen-Schnitzel, 30% Zuckerschnitzel, 55% Reiner Luzernhäcksel Reiner Kleehäcksel— Strohhäcksel— Tendenz: ruhig .70 10.30 10.90 Die Preise verstehen sich bei Getreide per Tonne, Futtermittel per 100 kg waggonfrei Dortmund, in Ladungen von 15000 kg. Getreidegrohmarkt zu Berlin Rh.-Westf. Börse, Düsseldorf, 24. Jan. Mitgeteilt von Wilhelm Schwarz, Bankgeschäft, Bochum, Bongardstraße 14 Pertestende Beite ungeg. AL. 8413|A. 1/91.1 Div. Schluß H Anfang Schluß Kassa Lv. Schlub gAnfang Schluß Kassa eb# 77.00 63.75 54.25 Altbestz. 6% Hoesch RM. 6% KrupP RM. 6% Mittelstahl 6% Ver. St. RM. Buderus Dahlbusch St. Otsch. Atlant. Ot.ch. Erdöl O. Reichsbahn I. 6. Farbenind. Feldmuhle Felten& Guille Geisenberg Goldschmidt Harpen Hoesch-Köln Kali-Aschersl. Kuxe Steinkohlen 24. 1. —.6 CarolusM. Klöckner-W. 24 Mannesmann0 Masch. Untern. 0 Phönix Bergb. 0 Reichsbank 12 Rhein. Braunk. 12 Rhein. Stahlw. 3½ Rh.-.- Elek.„8 Salzdetfurth 7 Schuckert& C. Siemens& Hal. Gebr. Stollv. Ver. Stahlw. Westd. Kaufh. Westeregeln Wintershall Zellst.Waldhof 214 50 91.00 112.50113. 151.50 97. 141. 83. 45. 38. 108 96. 52. 81.75 45.3 38.12 109 00 94.80 51.75 90 81.00 81 87 77.00 77.12 64.62 64.75 54.37 54.62 —.— 155.30 213.50 213.50 91.00 91.00 112.75112.50 97.25 —.— 141.00 83.00 83.62 45.75 45.25 38.00 38.00 109.00 109.25 97.59 97.50 52.00 52.00 Const. 46 Deutschl. Ewald Schwerin Heinrich Kön. Ludw Langendr. Draunkohlen Bruckd.-N. GuteHoffn. Leonhard 3650 3850 4825 5050 300 320 37504000 2700 2900 590016300 1399 8röö 9200 23. 1. 6 18 3600 3700 4750 5000 300 320 3700 3850 02675 2875 5900 620 6900 1 — 9200 Michel Vesta Bernhardth. Kall Beienrode Burbach Neu-Staßt. Siegtr. Iu. II Wintersh. 6800 72006800 720 490 525 480 290 290 290— 3900 4100 38504100 7600 8200 78008200 Jnderbriechller Div. Baicke Masch. Berg. 6. Dahl. V. Gonner Bg..H. 6ösp. Walzw. Braunk Zuk. Igenonenngenngagl (Einheitsk.) 0 19.0 70.0 86 0 35.5 74 6 18. 72.5 86.0 35.1 73.2 153 5 100 01000 106.0 171.0171.0 117.0117.0 127.01210 20(420.0 9(160 0 7 72.2 5 100.5 2 90.2 420.0 1600 100.0 90.2 104.7/1060 76.5 77.2 78.5 78.5 79.5 115.5/115 0 Roddergr. Brnk. Sachtl.A6. Bgb. Schieß-Oefries Schleg. Scharp. Waggonf. Uerd. Wasserw. Gels. Bankaktien Berlin. Hand. 6. Com.-.Pr.-B. 0 Banku..-6. Dresdner Bank Rb. W. 8d. Cr. B. Westd. B..-A. Versicherungsaktien RMA. Asch.-Mönch. F 4ach. Rückvers Acripp. S. Fl.L Alli.- u. Stuttg. Alli.- u. St..-V. Colonia,F.-.K. Colonia Rückv. Sladb. Feuerv. Koln. Hagelv. Koln. Lioyd.V. Köln. Rückv gr.— Köln. Röckv. Kl.— Rentenwerte 6 Rhw..-Cr. Ghyp.Pid. S. 4. 6. 12. 10 s dto. dto. S. 5½ dto. dto. S. 11 6 dto. Gold.-Kom 1926 1927 8.—6 7½ Wd. Bod. Gpfd. 6 6 dto. Em. 3, 9/12, 14 Freiverkehr Steinkohlen- u. Braunk.-Kuxe 24. 1. 18 S1 91818 Oiergardt 2800/2900 27502900 70 1065 1075 14.4/200 02000 — 330.0330.9 12.9/243.0s2.0 .6/210.0210.0 5 103.|103.0 245.01245.0 660.0 660.0 40 94.0 230.0 94.0 230.0 96.8 97.0 99.0 98.2 Kallkuxe 24. 1. 6 8 23.1. 6 6 Weizen märk. Roggen märk. Industriegerste Hater märk. Weizenm. Auszm. (.820 Asche) 21.65 3200 275 5400 95.4 954 a. 85 4000 3700 4000 3200— 3200 2500/2300 2500 1850— 1850 1950/1750— 3450/3200 3400 — 275— 5700 5400 5750 2025 2200 1975/2125 2025 2200 1975 2125 2025 2200 1975 2125 16251875— 1950 2400 2600 2300— 550 625 575 625 300— 300— 24. 1. 23. 1. 6 816 Adler K. Eisa C. Goedh. h Hann. K. Numb. 024 Lothrin. Lothr. 6. Manst. Masch. Kr Nrh. Berg ah. Linel. Wr. Oinn. eis. Hott. Steuergriechelge 23.1. sraunschw. 3700 Einigkeit— Erichsseg 2300 Habigh. 1750 Heimbold Hope Jisenburg Mariagl Marie Marie L. Max Neusollst. Ransbach Reichsld. Thüringen Aktien Berliner Börse, 24. Januar Mitgeteilt von der Commerz-& Privatbank, Filiale Bochum Reichsbankdiskont 4% 8 — 450— 3300— 3800 95.0 98.0—. 98.5 84.0 87.0 84.0 87.0 77.5 80 S 75.5 78.5 58 0 60.0 58.0 60.0 48.0 49.7 48.0 50.0 90 0 91.0—. 39.0—. 38.0— 57.0 59.0 56.0 58.0 63.5 68.0 63.0 63.5 Lombardzinstuß 50 Einheitskurse Industriewerte 24../23.1. 12 155.5/157.0 0 52.0 51.6 0 29.8 29.6 4 95.5 97.5 0 70.0 Dittmann Neuh. 01 Otmd. Akt.-Brau. 10 „ Union-Braus12 Dürener Metall 6 Oyckersh. Widm. 3 R aen-istoren Aku A. E. 6. Anhalter Kohle Aschaff. Zellst. 28.0 130.0s142.7 181.7 124.0 101.0 Ga.l. Kromschroeder Kronprinz Metall Küppersbusch Jahmeyer L Laurahütte Leopoldsgruben Lindes Eis Lingnerwerke Lorenz C. pasalt glektr. Lieferg. 5 103.5/103.2 L„ Licht u. Kr. 69 115.0115.5 Engelh. Brauerei Enzinger Union 12.9 13.5 Bayr. Motoren 6 120.0120.7 Bembery O 118-8 Berger Julivs S 115.0s115.5 Bergmann El. 0 82.0 82.0 Berl. Karisr. Ind. 5115.6 114.5 " Kr. u. Licht 10 137.21138.0 „ Maschinenb. S 104.5 105.4 Buderus 0 90.0 89.4 fällig ab f. 4. 1990 I. 4. 1933 I. 4. 1993 I. 4. 1997 f. k. 10 24.1. 103.7 103.7 106.6/106.6 105.7/105.7 194.2/104.2 102.51102.5 Chefl. Wasser Chem. Geisenk. Conti Gummi S 104.7/104.8 49— .143.5/144.7 -suter Benz Otsch. Atlant. Otsch. Baumwolle " Conti 6a3 " Kabel " Linoleum " Steinzeug " Tel. u. hab. " Eisenhand. 0 50.0 50.0 7 121.5122.7 7 106.7/103.0 7 125.7/125.7 0102.7102.5 6 64.7 64.7 6/114.0114.0 0102.8,100.7 0 81.5 81.0. Feiniste gebhardt& Co. u German. Cem. Ges. f. el. Untern. Gildemeister Gladb. Wolle Gruschw. Textll Guanowerke mackethal Draht II Hageda Hamb. Elektr. Milpert Masch. Hindr.-Aufferm. Hoffmann Stärke Hohenlohewerke Holzmann Ph. Hotelbetr.-Ges. 4 92.0 61105.5 4 88.2 6/109.2 0 90.0 113.2 6/111.0 10 51103.5 96.5 91.5 106.7 -Miag 108.0 112.7 111.0 166.0 103.1 85.2 iise Berpbag dise Genus Isenbeck Brau. Junghane Gebr. 91.7 .92.0 •126.2 0 48.7 3 84.7 6/113.5 0 46.0 80.7 70.8 91.2 91.0 127.0 49.7 84.5 114.0 45.5 80.5 66.3 Hôtte Miag Mimosa Mülheimer Berg. Arenst.& Koppei O Osnabr. Kupfer Psgre rongs& Zahn PP8 sa. El. Weste Rhein.-W. Kalk Riebeck Montan Rütgerswerke sei Sarorti Schles. Berg. u. Z. Berg. Beuth. " Elekt. u. 6as Schub.& Salzer Schultheis-Patz. Siegersdorfer W. Siemens Glas 117.0 90.5 95.0 Siem.& Halske Stollberg. Zink Thüringer Gas Transradio Tuch Aachen Union chem. er. Otsch. Nickel Ver. Glanzst. WVer. Ultramarin Vogel Draht nntagner& Co. W Wandererw. WWarsteiner Grub. Westfalia Draht Wicküler Brau. 124.0 10750 101.0s101 |112.|108.0 0 7131.0/130.0 109.8s110.1 0 63.5 64.5 6 129.|129.5 0 72.0 71.5 5 107.5s107.5 61—. 16 Mühlh.-Ruhr Anl. 93.5 93.4 6 Ruhrverbd. Anl. 36— 99.1 6 Pr. Ldpf. A. Pfd. 98.2 98.2 5 Lobk. Westf. Pfd. 95.5 98.5 6 Ldbk. Westf. Kom. 95.5 94.7 6 Dt. Komm. Goldanl. 95.7 95.7 5 Westf. ldsch. Pfd. 95.5 95.5 3 Ot. Hyp. B. Bin. Pfd. 6 Pr. Centr. bod. Pfd. 6 Pr. Pfdbr. Bk. Pfd. 3 Basalt Obl. 6 Concord. Berg Obl. 6 Daimler Benz Obl. 6 Klöcknerw. Obl. 6 Mont Cenis Obl. 6 Rheinstahl Obl, 99.2 6 Siem. H. S. Sch. Obl. 138.5138.5 6 Farbenbonds 120.0119.# 97.2 97.0 97.0 96.2 96.5 96.5 88.5 89.0 96.0 95.7 98.8 98.5 98.0 97.5 97.6 97.2 99.2 Verkehrswerte 6/149.0—. 6/121.2/121.0 .0 0 73.0 73.0 12.6 12.7 150.0 5/110.0s110.0 109.0 110.0 90.0 85.0 29.2 86.0 933 0 32.2 Schutdb. F. 36 R. Schuldb. F. 38 k. Schuldb. F. 40 k. Schuldb. F. 42 k. Schuldb. F. 43/8 a, Rochrebomie 45 45 Ruhrgas 53 % Ruhrwasser 53 45 Ruhrwohng. 58 24. Geld 100.6— 100.1 99.6100.5 99.6100.5 99.6100.3 97.1 98.5 95.0 96.0 95.7 96.7 93.7 94.7 99.0100.0 93.0 94.0 95.0 96.0 92.5 94.0 93•9 94.7 92.0 93.5 92.0 93.0 92.5 99.5 WEW LIII Westtalenbank.-G. Bochum Austohrung sämtlleher Bankgeschafte * Seite 10 Nr. 21# Bochumer Anzeiger 7 Freitag, 25. Januar 1933 Der Geburtstag des großen preußenkönigs Kranzniederlegung am Berliner Ehrenmal und am Denkmal Friedrichs des Großen. anb Berlin, 24. Januar. „Pour le mérite“, Friedrichs des GroDie Ritterschaft des Ordens die wie alljährlich am Geburtstag Friedrichs de ßen ihre Tagung in Berlin abhält, traf sich Donnerstag vormittag Unter den Linden zur Kranzniederlegung am Ehrenmal und am Denkmal Friedrichs des Großen. Aus Anlaß der Anwesenheit des Generalfeldmarschalls von Mackensen, hatte die Kommandantur eine Newyort, 24. Januar. Ehrenkompagnie bei der Kranzniederlegung, gestellt. Das ganze riesige Gebiet der Vereinigten Staaten Während der Präsentiermarsch eriönte, schritt von vom Alantischen bis zum Stillen Ozean, von den KaMackensen in Begleitung von Admiral a. D. Behnke urd dem Stadtkammandapt= Sese W A0 Eine sseeren,, ** Kälte und Schneestürme in Amerika halten an— Viele Verkehrsunfälle— Bisher etwa 100 Todesopfer und bein Stablkommandanten von Schaumburg die Front ab. Hierauf begab sich die Ritterschaft in die Ehrenhalle. Während die Klänge des Liedes„Ich hatt' einen Kameraden" ertönten, legte der Generalfeldmarschall einen großen Kranz mit schwarz=weißer Schleife mit den Worten„Zur Ehre unserer Toten“ am Male nieder. Im Anschluß folgte ein Vorbeimarsch der Ehrenkompagnie und die Kranzniederlegung am Denkmal Friedrichs des Großen Unter den Linden, wo der Generalfeldmarschall in kurzen Worten des ruhmreichen Preußenkönigs gedachte. Von jubelnden Rufen des Publikums begleitet, bestieg die greise Exzellenz hierauf ihren Wagen zur Weiterfahrt nach dem Tempelhofer Feld, wo anschließend eine Besichtigung des Flughafens durch die gesamte Ritterschaft des Ordens Pour le mérite stattfand. Zusammenstoß zweier englischer Schlachtireuzer bei Flottenübungen— Niemand verletzt. (und London, 24. Jannar, fricungeg hat, wie se in vertzeiget uubeschre Bei Flottenübungen in der Nähe der spanischen Küste einigten Staaten vorhegbgr,„##„Männern. gungen, konnten aber ihre programmäßige Fahrt nach Gibraltar fortsetzen. Es wurde niemand verletzt. Die„Hood“ ist mit 42 100 Tonnen das größte Schlachtschiff der Welt. Der Schlachtkreuzer„Renown“(32 000 Tonnen) hatte in den vergangenen zwölf Monaten bereits zwei Zusammenstüße, und zwar einmal mit dem finnischen Dampfer„Myllykoski“ und das zweite Mal uuden endithen Schuteuger„Sutier. g0 Sastriden, 8. Sauuar Die italienische Regierung Das Amisblatt der Regierungskommision verumgebildet söffentlicht eine große Amnestieverordnung auf Grund e.#mn— zinz der Entschließung des Völkerbundsrates vom 14. JaAlle Ministerien mit Ausnahme der von Mussotint nuar und auf Grund des Beschlusses der Regierunge anb Rom, 24. Januar. taten, die aus politischen Veweggründen begangen Ueber eine weitgehende Regierungsumbildung in der mehr als 300 Meter breit ist, ist zu einem wesent lich schmalern Wasserfall geworden, da der größte Teil in eine aus riesigen Eiszapfen bestehende Tropfsteinhöhle" verwandelt worden ist. Die Wettervoraussagen lauten wenig hoffnungsvoll für die auf Linderung der Kälte wartenden Menschen. Die Meteorologen erwarten, daß weitere aus dem Norden des Kontinents kommende Schneestürme eb..., der Kälte in das Land tragen nadischen Seen bis herunter zum Golf von Mexiko wird immer noch von der beispiellosen Kältewelle heimgesucht, die bisher annähernd hundert Menschen das Leben gekostet hat. In allen Teilen der Union suchen die Menschen verzweifelt Schutz vor der Kälte. dem Nor In die Krankenhäuser sind Tausende von Personen eine Verschärfung eingeliefert worden, die unter so schweren Frosterkran= werden, kungen zu leiden haben, daß Hauspflege allein keine Dex bereits gemeldete Schneesturm an der Atlantikden Lipur: Beionders Kark jüste hält underänder an. Seit dem Blizard des Jahres 1888 hat man eine derartige Erscheinung nicht der Verkehr gelitten. Ungezählte Auto.„hr beobachtet. In den Küstenstädten ist bis einem halben Meter Schnee gefallen. In Aussicht auf Genesung geven konnte. hat unter dem gewaltigen Einbruch von Schnee der Verkehr gelitten. Ungezählte mobile und Omnibusse sind im Schnee steckengeblieben, und auf den vereisten Straßen der Großstädte sowie auf den noch glatteren Landstraßen häufen sich die folgenschweren Vertehrsunfälle in erschreckendem Maße. Die jetzige Kältewelle hat nicht nur Newyork und die Seengebiete, sondern auch diejenigen Staaten der Union betroffen, die sonst den Vorteil eines milden Klimas haben. In Florida und fast allen westlich angrenzenden Südstaaten sind die Tempera turen kaum weniger niedrig als im Norden und Osten der Union. Die Bevölkerung in den Südstaaten, die einen derartigen Kälteeinbruch nicht gewohgt und in ihren Häusern auch nicht die gleichen Wurmevoranderen Teilen der Verden Straßen Newyorks kann man Skiläuunfälle, bei denen zahlreiche Todesopfer und Verletzte sturmes zu setzen. Ueberall machen sich Verkehrsstörunund westlichen Staaten der gemelder pird, wird aus eine Temperatur von etwa 45 Grad unter Null richtet. Die Ueberschwemmungskatgstrophe auf dem water=River hat bisher zehn Tote gefordert. Goldder Weitgehender Straferlaß— Aufhebung von Verordnungen Italien hat die„Agenzia Stefani“ heute abend 7 Uhr eine ausführliche Mitteilung veröffentlicht, der zufolge sämtliche Ministerien, die nicht in den Händen des italienischen Regierungschefs liegen, also mit der Ministerien für Inneres, Aeußeres, Heer, Flotte, Luftwaffe, Kolonien und Korporationen, neu besetzt Neuernannt sind als Finanzminister der Senator und Admiral Thaon di Revel(an Stelle von Jung), als Unterrichtsminister das Mitglied des rats de Becchi(bisher Ercole), als Landwirtschaftsminister der bisherige Unterstaatssekretär in der Präsidentschaft Rossoni(früher Acerbo), als Minister für öffentliche Arbeiten der Abgeordnete Razza(bisher Crollalanza), als Verkehrsminister der Abgeordnete und Industrielle Benni(bisher Puppini), als Justizminister Solmi(bisher de Francisci). Gleichzeitig treten an die Stelle der bisyerigen Unterstaatssekretäre der von dem Wechsel betroffenen Ministerien neue Männer. 85.s Schließlich ist der Gouverneur von Rom, Furst von Boncompagni, von seinem Posten zurückgetreten und zum Staatsminister ernannt worven. An seine Stelle tritt der frühere Korporationsminister Auch für die italienische Oeffentlichkeit ist die völlige Umbesetzung der italienischen Regierung durch den Duce vollkommen überraschend gekommen. Di Blätter betonen jedoch in ihren Kommentaren, die Umbildung sei nichts anderes als die Ablösung der in die ermüdende politische Tagesarbeit eingeschalteten verantwortlichen Männer, ohne daß damit irgendeine Aenderung der Politik Mussolinis verbunden sei. sind oder einen politischen Einschlag haben, völlige traffreiheit zuerkannt, wenn Geldstrafe oder eine Gefängnisstrafe bis zu sechs Ja verhängt worden war. Längere Freiheitsstrafen, zunächst um sechs Jahre verkürzt und dann die bleibende Resistrafe auf die pälfte herabgesetzt,„nVergehen gegen die gebende Freilasung vor allen der politischen Häftlinge Eine weitere Verordnung befaßt sich mit der Gewährung von Straffreiheit und Strafmilderung in Disziplinarsachen. Danach werden plinarverfahren für Vergehen vor dem 17. Jonuar mung gegenstandslos geworden sind. Ferner wurde die [Verordnung ausgehoben, die den saariusdier Verauren verden eingeheu, von, oue, wice, t4tigustz verbietet. Auch de Verordzung über „“ o wenn Geldstrafe Arbeitsdienstes und über die polizeilsche oder Gesanguig, Bs Vu. Beiyz zer gäheren Strese alis Es ud espP e; und wenn der Täter nicht mir einer noneren Strafe verschiedener Organisationen und'S) mnnaufgehoben worden.„Strafen, die auf Grund dieser Verordnungen rechtsgultig und noch nicht verbüßt sind, werden erlassen. Anhängige Evangelisch=kirchlicher Männerdienst E Die Tonntag im Crastkua.8. Arnde Haus s. Moritz= Ueber 50 Tote bei der Beschießung Tschachars durch die Japanel China protestiert in Tokio. dnb London, 24. Januar. Einer halbamtlichen Meldung aus Peking zufolge sind bei der Beschießung Tschachars durch die Japaner mehr als 50 Personen, meist Zivilisten, getötet und verletzt worden. Japanische Verstärkungen tauchten in der Nähe von Kaynan auf. In Peking wurde eine amtliche japanische Erklärung veröffentlicht, die besagt, daß bei dem Zusammenstoß zwischen japanischem Militär und chinesischer Miliz am Dienstag drei Japaner getötet und fünf verletzt wurden. Weiter heißt es, die chinesische Miliz hätte sich dann in strittigem Gebiet verstreut und wäre schließlich verschwunden. Man nehme an, daß es in Kalgan bald zu Verhandlungen kommen werde. Der Militärattaché der japanischen Botschaft in Peking, Oberst Takahaschi, erklärte auf Befragen, der Feldzug werde fortgesetzt werden, „solange es notwendig sei.“ Die chinesische Regierung hat beim japae Sise Eis, Blilde oice Geaial es. ze, Sescesigshg l ie se Früicst der Der Alclels der Guide, u bozge, vus Satahsimnüisge Der. Losterzsgzerus ten Sastis Sbo: vu. v, Seing zas aiue Feschussafung si der Gene, des errauten Koperiesez, Tsz, racgte in vetertet Einzel, unug, Pereu bu, en iun, g egg, Sgen Beicht ader die Arseit im vernen De, Die Leshagsoe erean un, Menae, een engzhihe, galseanern Kaunenao Goicde er. lcse eon, Pehuate ue bg de. Aong, alse esgnunge Aisaistt, Seaus, uingseizer Mlisle ne de beune do iue euen zisahrüigh Benaenleigenausen, Auneiegheuge zur die u. Benenegeu. n. Prau Gor: Volbaxgk, Fraz. gzläsetr Frau Hilchenbach. Sterbeveihuletane evogefichten Jahreshaubweriggimtung feld Rechen. In der starf best ge zu längeren Ausfübrungen am Sonntag gab der Vorstzenve in.—., pon der Regierung einen Ueberblick über die im Versolg der Siergekassen angeforderten einheitlichen Regelung ges.,#per Hie Ergebgisteuize, Erbebungen und verichtete weiter über die Eggg mit medreren Versicherungsuntern,Bestregangegerzegoeg ebeonobungen, e, en Zausenr gzleicher Aishgelnsienlsächsle ihrer Zweckbestimmung zusammengebören, den, sie so,leistung, lopi zu ezuer esprechung der Vorstände mit dem rirchlichen Jugend= und Woblfabrtsamt mit dem Ergebnis, PPache##gmmenschluß unter der Bie dieter Vettag, ie1 der bentigen, Zagtrast immerviz, g6e 33e Ide, Frau Städtler, Kamerad Paul Hackert; kandessechimester Böhnte: Oberlandessechtmeisterin: Frau Pfeilsicker.— Ein Kameradschaftsabend mit Preisschießen schloß sich an und hielt die Anwesenden noch längere Zeit gemütlich zusammen. nischen Auswärtigen Amt schärfsten Protest Bitgleder unser 30 Jahren zur debung der Werbeiztigtelt egen den Vornarsch der sapunischen Trupben goen Aageraigtiselinlung wäk der Anscht. dasz mit Püschsche auf die Große Mauer erhoben. Amerika findet sich mit Japans(Vestrage Auseburngspeilt as feni un au, Aesn, eiden eiset Sin. het und Wastington, 24. Jannar.(sterer wurde Cntastung ertelt, P/ch=sestentotiandsntilelle. Japans Vorgehen in der Mongolei wird getreu und der Roosevelischen, Poglitik, sich nicht in fremde An= denen, Igepäpz.Verpzer Br5.Mnählung sür der' gasse nen der Rooseveltschen Politik, sich nicht in fremde gelegenheiten einzumischen, hier nicht amtlich kommentiert. Diplomatische Schritte, ähnlich denen des früheren Außenministers Stimson, werden nicht wiederholt werden. Man hat sich vielmehr offenbar damit abgefunden, daß Japan seine Vormachtstellung in Ostasien programmgemäß allmählich auf alle Gebiete außerhalb der Großen Mauer erstreckt. bert. Geuglt sbenem zugeführte Mitglieder bleibt bestehen. Traditionsecke Bericht des Fechtverbandes Bochum=Stadt Marine=Verein Bochum, gegründet 1893 E. ein hielt seine diesjährige, gut besuchte Jahreshauptversammlung im Vereinsheim Pielken(Westfalenhaus) ab. Nach Begrüßungsworten durch Vereinsführer Kamerad Kapitän= leutnant a. D. Hörder verlas Schriftwart Kamerad Mosebach den sehr ausführlichen Jahresbericht. Nach Verlesung der Kassenberichte durch den 1. Kassenwart, Kameraden Buch, und den 2. Kassenwart, Kameraden Hil enberg, gab Kamerad von Ameln den Bericht der Kassenprüfer bekannt, betonte hierbei die äußerst sparsa Geschäftsführung und vat um Erteilung der Entlastung für Kassierer und Vereinsführung, die einstimmig erteilt wurde. Kamerad Kapitänleutnant a. D. Hörder teilte mit, daß er infolge seiner Tätigkeit als Sturmbannführer der SA.= Marine gezwungen gewesen sei, sein seit 7 Jahren Amt als Vereinsführer niederzulegen, und er deshalb der Gauführer, Kameraden Hortmüller, um Enthebung von 8 P8m 2 a der iesiser aus ict, Kametad Versaz. leutnant a. V. Po, 9t,#irior auch weiterbin in der Vereins führung als steuvertretender Vereinssäzggr. Kg#g siedvertelender SchrsuregZan zis fud Baesten se Versammtung, heze gesanen Verkeinuesdorzug cdsereieselr 8a. meraden Hörder für seine langjäbrige mustergültige Vereinsführung. Zu diesem Zwecke„indei am Samstag, 2. FePonszgachbe, 8 Adr 3 iun Relatan Bidune, Bogzn. Das Gedächtnis verloren London, 24. Januar. Wie aus einer kleinen Stadt in der englischen Provinz Essex verlautet, hat eine 80jährige Mutter ihren im Kriege vermißten Sohn nach fast 20 Jahren wiedergefunden. Der Sohn diente während des Krieges in einem neuseeländischen Regiment in Australien, kam 1916 auf Urlaub nach London, fuhr an die Front und verlor infolge einer Verwundung das Gedächtnis. Er konnte sich nur noch seines Namens erinnern und kehrte nach dem Kriege mit seinem Regiment nach Australien zurück. Vor kurzem fiel plötzlich die englische Adresse ein. Ein Freund von ihm verfaßte einen Brief, der von der Schwester des Totgeglaubten empfangen wurde, die die Mutter auf die Rückkehr ihres Sohnes vorsichtig vorbereitete. Kurzschluß verursacht Absturz einer Atrovalin Bukarest, 24 Januar. Aus Galatz wird ein schwerer Unfall gemeldet, der sich in dem dortigen Kino„Trianon“ zugetragen hat. Während der Pause der Filmvorführung trat eine akrobatische Truppe auf, die schwierige Figuren vorführte. Der Führer der Truppe hielt auf einem acht Meter hohen Mast seine Frau. Plötzlich entstand infolge Kurzschlusses im Kino völlige Dunkelheit. Die Frau verlor dadurch das Gleichgewicht und stürzte von der Mastspitze in den Orchesterraum, wo sie bewußtlos liegenblieb. Unter den Zuschauern entstand eine Panik, die durch die Finsternis noch erhöht wurde. Ein unter den Zuschauern anwesender Arzt konnte der verunglückten Frau, die mehrere schwere Beinbrüche erlitten hatte, die erste Hilfe zuteil werden lassen. Ein 211 Zentimeter langer Riese Budapest, 24. Januar. In der südungarischen Gemeinde Darda wurde ein neuer Riesenmensch„entdeckt". Der Mann heißt Kuholi und mißt nicht weniger als 211 Zentimeter. Kuholi klagt über sein großes Unglück, zu solch gewaltiger Körpergröße emporgewachsen zu sein. Vergeblich sucht der Zwanzigjährige nach einer passenden Lebensgefährtin. Ueberall hat er sich bisher„Körbe“ geholt, denn selbst die größten unter den Frauen, um deren Hand er bisher geworben hat, erscheinen zwergenhaft an seiner Seite. Das Meldebuch des Toten Wie die Mörder eines Försters ermittelt wurden Paris, 24. Januar. Dieser Tage fand man in den staatlichen Forsten bei Munkacz in Karpathorußland im Schnee unweit des Försterhauses einen Revierförster tot auf. Er war von einem Dumdumgeschoß getroffen und verblutet, ehe er das Forsthaus erreichen konnte. In seiner Hand hielt er sein dienstliches Meldungsbuch, in das er bis zu dem Augenblick, als ihn die Kräfte verließen, Eintragungen gemacht hatte. Man ersah daraus, daß er auf einem Pirschgang von vier Männern angegriffen wurde. Dann folgte eine eingehende Beschreibung der vier Wilderer, auf Grund deren die Polizei sofort Nachforschungen nach den Tätern vornehmen konnte. Es gelang ihr nach kurzer Zeit, die Schuldigen zu ermitteln. Sie wurden verhaftet und an den Tatort geführt. Dort gestanden sie unter der Last der Beweise den Mord ein. „Fürbittend des Führers gedenken“ Die Bekenntnisgemeinschaft der Deutschen Evangelischen Kirche zum 30. Januar dnb Berlin, 24. Januar. Die Bekenntnisgemeinschaft in der Deutschen Evangelischen Kirche hat an ihre Anhänger die Aufforderung gerichtet, aus Anlaß des zweiten Jahrestages der Machtubexnahme durch den Führer und Reichskanzler am tags fürbittend des Führers zu gedenken. Kurze Nachrichten Der Führer hat zum Zeichen des dankbaren Gedenkens seinem alten Mitkämkpfer Abt Alban Schachleitner aus Anlaß des 74. Geburtstages ein herzliches Glückwunschtelegramm gesandt. * Reichsminister Rust hat den Oberstudiendirektor Dr. Kurt Schwedtke(Berlin) mit sofortiger Wirkung seines Amtes enthoben. Das Geheime Staatspolizeiamt hat die berg=Sekte“(auch„Evangelisch=Johannische Kirche nach der Offenbarung St. Johannes“ genannt), einschließlich ihrer Untergliederungen und des Kriegervereins„ ges Leben“ für das Gebiet des Freistaats Preußen aufgelöst und verboten. Das Vermögen wurde vorbehaltlich einer späteren Einziehung polizeilich beschlagnahmt und sichergestellt. Wie das Deutsche Nachrichtenbüro mitteilt, muß es in der(auch von uns veröffentlichten) Meldung„Akademische Korporation in Hannover suspendiert“ „der Katholischen Turnerschaft Brunonia“, richtig heißen:„der Akademischen Turnverbindung Brunonia. Katholische Korporationen gibt es heute überhaupt nicht mehr. Bericht des Fechtverbandes Bochum=Stadt mit eingeladen Generalmasor a. D. Kettler(Hildesheim) wurde auf einem Ausflug, den er allein unternahm, vom Herzschlag getroffen. Ein Feldhüter fand ihn in einem Graben tot auf. * Der päpstliche Legat für das Saargebiet, Monsignore Giovanni Panico, hat das Saargebiet verlassen, da er entsprechend seinen Instruktionen seine tigkeit als abgeschlossen betrachtete. Außenminister Laval hatte am Donnerstag eine Unterredung mit dem deutschen Botschafter in Parie, Roland Köster. In den letzten Tagen haben, wie halbamtlich in Paris mitgeteilt wird, die diplomatischen Vertreter Frankreichs und Italiens den in Frage kommenden Regierungen den mitteleuropäischen Paktentwurf, der am 7. Januar zwischen Laval und Mussolini vereinbart worden ist, zur Kenntnis gebracht. Der italienische Gesandte in Athen erhob bei der griechischen Regierung Einspruch wegen der gemeldeten Vorfälle in der Casa Italia in Athen und der Haltung griechischer Blätter in der DodekanesFrage. # Seite 11 Nr. 21 Bochumer Anzeiger 7 Freitag, 25. Januar 1933 Leben Im Zeichen der blauen Kornblume Der BDA.=Opfertag für das Winterhilfswerk am 26. Januar. Wie im Vorjahr, so sammelt der Volksbund für das Deutschtum im Ausland auch heuer im Rahmen des Winterhilfswerkes am 26. Januar und bekundet damit, daß der Kampf gegen die Not im Volke eine Sache des gesamten Deutschtums ist. Wieder wird die blaue Kornblume, das alte Zeichen der volksdeutschen Bewegung, das Sinnbild dieses Opfertages sein und auf Straßen und Plätzen, in Städten und Dörfern von den jugendlichen Sammlern und Sammlerinnen verkauft werden. Die Kornblume ist immer mehr das Sinnbild der volksdeutschen Idee geworden, die alle Deutschen zur großen Einheit zusammenschließt. Den Deutschen jenseits der Grenze ist sie das Zeichen ihrer Sehnsucht nach dem Reiche und damit ein Bekenntnis zur Schicksalsgemeinschaft. Auch Adolf Hitler trug die Kornblume in den jungen Jahren seines Kämpfertums, als er noch außerhalb des Reiches um sein Deutschtum kämpfte. So ist das Zeichen aller derer, die sich zur deutschen Volksgemeinschaft bekannten, auch in das neue deutsche Reich eingegangen. Als erprobtes Kampfzeichen— nun auf anderem Gebiet— hat die blaue Kornblume schon im Vorjahre eine siegreiche Bewährung, gefunden, als sie erstmals den Kampf des Winterhilfswerkes gegen Hunger und Kälte, Not und Elend der deutschen Volksgenossen durchführen half. Auch heuer wird in ihrem Zeichen die Opferfreude aller Deutschen für alle Deutschen deutlich werden. Am Sammeltage, am 26. Januar, muß sich jeder volksbewußte Deutsche zur blauen Kornblume bekennen! Dei Bergmnann ftunt an der Wiege der Menschheitskultur Vortrag von Pfarrer Leich(Harpen) in der Vereinigung für Heimatkunde in Musik und Lied Eine stattliche Hörerschar hatte sich gestern abend in der Verwaltungsakademie eingefunden, um aus dem Munde des Heimatforschers Pfarrer Leich(Harpen), der gerade dem Bergmannsstande seine besondere Liebe zugewendet hat, den Bergmann in Sage, Geschichte, Glauben. Lied und Sitte in früherer Zeit kennenzulernen. Bergbau wird schon um 5000 v. Chr. betrieben, vielleicht ist er noch älter. Feuerstein, Erze(Kupfer, Silber, Gold, Eisen) waren zunachst die begeyrten Stoffe; erst später kam der Kohlenbergbau auf(1125 im Wurmrevier, 1300 bei Aplerbeck). Der Vortragende würdigte die schwere Arbeit des Bergbaus und die mannigfachen Gefahren seines Berufes. Dort, wo der Bergbau älter ist als im Ruhrgebiet, so in Mitteldeutschland, war die Bergarbeit ein Handwerksbetrieb mit Meister, Gesellen und Lehrling— erst später sank der Bergmann zum Lohnarbeiter herab. Heute wird durch die Lehrwerkstätten der Bergmannsstand wieder kulturell gehoben. Der Bergmann hatte früher besondere Vorrechte, die er eifersüchtig wahrte; er hatte seine eigene, oft prächtige Tracht, seine eigene Sprache, seine eigenen Sitten. Er schuf sich auch eine soziale Fürsorgeeinrichtung in der Knappschaft. Daß nach harter, schwerer Arbeit der Bergmann ein Bedürfnis nach Freude hatte und hat, ist erklärlich. Der Bergmannshumor kommt in kuriosen Zechennamen, in lustigen, harmlosen Streichen, in Vertellkes, in.„# charatteristisch zum Ausdruck. In älterer Zeit ging es bei den Knappenfesten und Paraden hoch her und es wurde— wie damals überhaupt— üppig getafelt, ein Dutzend Gänge war so das übliche. Hier im Ruhrgebiet, wo der Bergbau früher nicht viel bedeutete, ging es indessen viel einfacher zu, obschon man einen guten Happen wie einen kräftigen Trunk zu schätzen wußte. Das innere Seelenleben des Bergmanns kommt in manchen älteren Liedern zum Ausdruck, die von tiefer Religiosität, von inniger Liebe zur Familie zeugen. Der Aberglaube spielte eine Rolle im Denken der Bergleute, aber größer war ihr Gottvertrauen. Auch auf den Ruhrgruben wurde noch vor hundert Jahren das Berggebet gehalten, so in den 70er Jahren des vorigen Jahrhunderts noch auf den Zechen„Constantin d. Gr.“ und„Heinrich Gustav".(Ein altes Bethaus steht auch noch im Muttental, neben Schüren bei Aplerbeck die älteste Fundstelle von Steinkohlen im Ruhrgebiet. Schriftl.) Manches Lied, manches Gebet spricht vom frommen Sinn der Bergknappen. Zum Schluß zeichnete der Redner einige Bergmannsgestatten in ihrer kernigen Eigenart und bat um gerechte Anerkennung des Bergmannsstandes.— Vereinsleiter Bürgermeister i. R. Ibing dankte dem Vortragenden für seine wertvollen Ausführungen, die mit herzlichem Beifall ausgenommen wurden. Deutsche Frauen feiern den Saarsieg Nachdem seit acht Tagen die Siegesglocken an der Saar und im übrigen Deutschland verklungen sind, beging am 24. Januar 1935 im festlich geschmückten Saal des Ernst=Moritz=Arndt=Hauses der Frauenverein Rechen eine würdige Saarfeier. Nach dem gemeinsamen Gesang„Großer Gott, wir loben Dich" nahm die erste Vorsitzende, Frau Schrader, das Wort: „Nun sind die Freudenglocken an der Saar verstummt. Das gesamte deutsche Volk hat auf dieses Land gesehen, das 15 Jahre das schwere Los tragen mußte. Wir können keine Worte finden für die Freude und den Dank. Und nicht zuletzt soll die deutsche Frau bei diesem Kampf um die Saar genannt werden, die festgehalten, ausgehalten hat. Wir danken Euch, Ihr Frauen an der Saar, die Ihr mithalft, daß die Saar deutsch und frei wurde." Nach dem gemeinsamen Gesang des Saarliedes und Gesangsvorträgen des Frauenchors unter Leitung von Lehrer Voigt ergriff Pfarrer Engelbert das Wort:„Singet dem Herrn ein neues Lied, denn Er tut Wunder...“ Schon ist der Gruß an die Frauen an der Saar ergangen. Mehr als neun Zehntel des Blutes an der Saar war voller Liebe zum Vaterland. Eine Einheit, ein Staat, eine einheitliche Stoßkraft haben den Sieg an der deutschen Saar gebracht. Für die Saarbevölkerung gab es nur eine eindeutige Losung: ein„Ja für Deutschland, ein Sieg unserer neuen deutschen Art. Denn es gibt ein gehört Blut zu Blut! Und denen ist der Der Gemenschäftsgerante inn Vergrau Schulungskurse der Vertrauensräte Eine der größten Aufgaben der Reichsbetriebsgemeinschaften in der Deutschen Arbeitsfront ist es, für die weitere Entwicklung und Vertiefung des Gemeinschaftsgedankens in den einzelnen Betrieben zu sorgen. Sind früher die Betriebe Ausgangspunkte volksfremder Ideen gewesen, so mußte auch die nationalsozialistische Gemeinschaftsarbeit in den Betrieben beginnen, um von ihnen weiter auszustrahlen. Aus diesem Grunde wurden nach einem von der Reichsbetriebsgemeinschaft Bergbau geschaffenen Grundplan in allen Bergbaugebieten Deutschlands Schulungen der Vertrauensräte vorgenommen. So kommen nun einmal wöchentlich in den DAF.= Kreisen die Vertrauensräte der Bergbaubetriebe zusammen. Da sitzen Unternehmer, Angestellte und Arbeiter einträchtig beisammen und kommen sich auch rein menschlich näher. In jedem Schulungsabend hören sie einen Vortrag über ein genau umrissenes Gebiet. Begonnen wird mit dem Aufbau der Deutschen Arbeitsfront und ihren Zielen. Am nächsten Abend wird das desetz: es Gesetz zur Ordnung der nationalen Arbeit, als Ganzes dieg 3udu=(gesehen, vorgenommen. Dann werden der Aufgabenkreis zum erkennen, die an der Front standen, dahinter die un= und die Geschäftsordnung für die Vertrauensräte ersichtbare Front der Beter. Gott hat das Gebet erhört! und die Geschyft:#]### der Schalung kommen Nach der Aufführung eines Fahnenreigens, dem gemeinschaftlichen Gesang des Deutschland= und des Horst=Wessel=Liedes schloß die wohlgelungene Veranstaltung. Arbeitsbeschaffung für Klempner und In Installateure Mit der Frage der Arbeitsbeschaffung für #*„Rateurgewerbe bescha das Klempner= und Instauckleutgewerte veschäftigte sich eine Innungsversammlung, die am Dienstag abend im „Bochumer Hof" stattfand und von Obermeister I. Esch geleitet wurde. Er begrußte besonders den Stadtbaurat Timmermann, der gekommen war, um die Wünsche des Handwerks entgegenzunehmen. Im Vordergrunde stand die Arbeitsbeschaffung. Man verspricht sich gute Erfolge durch die Vertreibung der Heißwasserbereiter in den Haushaltungen; mit den Beleuchtungsund Wasserwerken soll verhandelt werden über die ratenweise Einziehung der Anschaffungskosten. Von der Belebung der Bautätigkeit durch größere Bauvorhaben erhofft man auch eine Stärkung des Klempner= und Installationsgewerbes. läutert. Im weiteren Verlauf der Schulung tommen Berggesetz im allgemeinen und die bergpolizeilichen Bestimmungen im besonderen zur Sprache. Hierfür stellten sich bereitwilligst Beamte der Bergbehörden zur Verfügung. Ueber das verwickelte Problem der knappschaftlichen Versicherungen sprechen Männer vom Fach. Der Unfallverhütung und ersten Hilfe bei Unglücksfällen wird ebenfalls ein Vortragsabend eingeräumt. Auf die Bedeutung der Tarife und Betriebsordnungen im Bergbau wird hingewiesen, und gegen Ende werden dann technische Neuerungen in den Betrieben und ihre sozialen Auswirkungen unter die Lupe genommen. Abschluß des sich über etwa drei Monate erstreckenden Schulungskursus wird ein Vortrag über die Bedeutung der Steinkohle als deutsche Rohstoffquelle sein. Wie richtig der beschrittene Weg ist, beweisen die Meldungen aus verschiedenen Städten, daß von Abend zu Abend sich die Teilnehmerzahl erhöht. Schon heute kann, so lesen wir im Mitteilungsblatt der Reichsbetriebsgemeinschaft Bergbau, behauptet werden, daß dieser Gemeinschaftsarbeit ein voller Erfolg beschieden sein wird, zum Wohle des deutschen Bergbaues, Wohle des deutschen Volkes. Deutschlands Metallversorguug vom Standpunkt wirtschaftlicher Fertigung. Professor Dr. Ketzner sprach in der Verwaltungsakademie Der Verband für autogene Metallbearbeitung e. V. Bochum hatte am Donnerstag zu einem Vortragsabend im großen Hörsaal der Verwaltungsakademie geladen. Diplom=Ingenieur Wintermann entbot den Erschienenen den Willkommsgruß und wies auf die Bedeutung des Abends hin...8 Mande 8, Anschließend sprach der Redner des Avends, Professor Dr. Keßner von der Technischen Hochschule Karlsruhe, über das Thema:„Deutschlands Metallversorgung vom Standpunkt wirtschaftlicher Fertigung.“ Gegenwärtig werde das Problem der deutschen Rohstoffwirtschaft stark erörtert. Dabei müsse man bedenken, daß die Regierung durch ihre Maßnahmen eine starke Belebung von Industrie und Handwerk herbeigeführt habe, was die Einstellung von Millionen arbeitsloser Volksgenossen zur Folge hatte. Unsere nationale Rohstoffwirtschaft fordere mit Recht eine weitgehende Verwendung heimischer Rohstoffe, um möglichst vielen Volksgenossen durch Gewinnung, Veredelung und Verarbeitung dieser Stoffe zu hochwertigen industriellen oder gewerblichen Erzeugnissen Arbeit und Brot zu verschaffen. Nach einleitenden Bemerkungen über Eigenerzeugung, Einfuhr und Verbrauch der wichtigen NichtEisenmetalle behandelte er die Notwendigkeit der Ueberwachung eingeführter Rohstoffe. In der gesamten metallverarbeitenden Industrie werde der Werkstoffverbrauch durch zwei Faktoren bestimmt, und zwar durch die Konstruktion und das Herstellungsverfahren. Bei all diesen Arbeiten müsse von Anfang an die Gemeinschaftsarbeit zwischen Konstrukteur und Betriebsingenieur vorhanden sein. Es komme darauf an, Konstruktion und Herstellung besonders mit Rücksicht auf die Stoffersparnis aufeinander abzustimmen. Im Anschluß an diese mit starkem Beifall ausgenommenen Ausführungen sprach im Auftrage des verhinderten Arbeitsamtsdirektors Kampmann Dr. Köhne über die Erfahrungen mit Umschulungs= und Vermittlungsmöglichkeiten für Schweißer. Berufsschuldirektor Kramer erläuterte eingehend die Durchfuhrung von Kursen und den Einbau der schweißtechnischen Lehrgänge in die Schulpläne der Fachschule sowie die Prüfungen vor der Handwerkstermann Freisprechung der Lehrlinge und Pflichtversammlung der Tischlerinnung. Im Haus der Stände(W. Pielken) hatten sich am Donnerstag nachmittag Mitglieder der Tischlerinnung eingefunden, um der feierlichen Lossprechung ihrer vier Lehrlinge, die Ende des vergangenen Jahres ihre Lehre beendeten, beizuwohnen. Innungsobermeister Dickerhoff, eröffnete die Feier mit einer Begrüßungsansprache. Sein besonderer Gruß galt dem Gewerbeoberlehrer der Berufsschule Gümbel und dem Vertreter des Tischlerinnungsverbandes Posten(Dortmund). Er wies dann darauf hin, daß heute in der Geschichte des deutschen Handwerks ein besonderer Wendepunkt eingetreten sei, da an diesem Tage dem Handwerk der Befähigungsnachweis übergeben worden ist. Danach dürften in Zukunft nur diejenigen ein Handwerk ausüben und Gesellen halten, die im Besitze der notwendigen Papiere seien. Anschließend leitete ein Musikvortrag die Freisprechung der Lehrlinge ein. Angesichts des Banners der Tischlerinnung überreichte Innungsobermeister Dickerhoff den Lehrlingen Ewald, Barthelms, Strippchen und Gronemeier den Gesellenbrief. Lehrlingswart I. Bausen gab der Hoffnung Ausdruck, daß alle mahnenden Worte dieses Tages bei den jungen Gesellen auf fruchtbaren Boden fallen möchten. Innungsobermeister Dickerhoff richtete die Mahnung an die Jungen, tapfer, treu und folgsam zu sein. Im Auftrage des Berufsschuldirektors Kramer sprach Gewerbeoberlehrer Gum bel. Namens der Kreishandwerkerschaft richtete Dr. Grünewald herzliche Worte an die jungen Gesellen. Im Anschluß an die Feier wurde die Pflichtversammkung abgehalten. Nach geschäftlichen Mitteilungen,### Dr. Grunewald sprach Innungsobermeister über Arbeitsbeschaffung im Bau= und Baunebengewerbe. Der Behandlung von Steuer= und Wirtschaftsfragen durch Dr. Grünewald folgte ein Vortrag des Vertreters des Tischlerinnungsverbandes Posten über die zweite und dritte Verordnung im deutschen Handwerk und über Fragen des Holzverschnitts. Westfalen und Rheinprovinz Bachthaus ful Einen unmnenschiichen Taer Sein Kind nachts an den Bettpfosten gebunden, bei Tag in eine„Hundehütte“ gesteckt Bonn, 24. Januar. Vor der Bonner Großen Strafkammer hatten sich der 84jährige Christian Schmitt ind seine 32jährige Ehefrau aus Bonn wegen Kindesmißhandlung zu verantworten! Bei dem geringsten Vergehen wurde der 3½jährige Sohn der Eheleute miß u. handelt, und zwar derart, daß der ganze Körper des Jungen blutunterlaufene Stellen aufwies. Nachts wurde der Junge an einen Bettpfosten angebunden; tagsüber mußte er sich in einem Verschlag, der einer Hundehütte glich, aufhalten. Entweder bekam er nichts oder nur wenig zu essen. Als Hausbewohner eines Tages wieder die weinerliche Stimme des Kindes vernahmen, verschafften sie sich Eingang in die Wohnung des Angeklagten. Hier bot sich ihnen ein entsetzlicher Anblick. Mit einer dünnen Schnur gefesselt, lag das Kind in seinem Unrat im Bett. Die sofort herbeigerufene Polizei brachte den bedauernswerten Jungen in eine Klinik, wo er schon nach drei Tagen starb. Vor Gericht bestritt Schmitt jede Schuld. Er will das Züchtigungsrecht nie überschritten haben. Wenn der Junge gefesselt im Bett gefunden wurde, so sei das deshalb geschehen, weil er wegen einer Erkältung schwitzen mußte. Die Ehefrau gab zu ihrer Entschuldigung an, daß sie beruflich tätig und daher tagsüber nicht zu Hause war.— Das Urteil lautete gegen Schmitt auf zwei Jahre und zwei Monate Zuchthaus und fünf Jahre Ehrverlust, gegen die Ehefrau auf sechs Monate Gefängnis. Eine Kindesmißhandlung konnte der Frau zwar nicht nachgewiesen werden. aber die Verurteilung erfolgte deshalb, weil sie die Mißhandlungen des Kindes durch ihren Mann geduldet hatte. Ehefrau tötet ihr neugeborenes Rinle Frankfurt, 24. Januar. Die Mordkommission der Kriminalpolizei verhaftete eine Ehefrau, die ihr neugeborenes Kind in ihrer Wohnung umgebracht hat. Die Frau schlich sich in der Nacht aus dem Schlafzimmer, das sie mit ihrem Ehemann teilte, und erwartete in einem Nebenraum ihre Niederkunft. Nach der dung des Kindes legte sie sich wieder zu Bett und verlangte am Morgen von ihrem Mann, daß er sie ins Krankenhaus bringe, weil sie in der Nacht einen Mißfall gehabt habe. Später fand der Ehemann in der Wohnung einen Pappkarton mit der Leiche des Kindes. Die Polizei hat weiter festgestellt, daß die Frau schon zu Beginn der Schwangerschaft den Vorsatz hatte, das Kind, falls es lebend geboren werde, zu töten, da sie sich Sorgen darüber gemacht habe, wie sie ein zweites Kind ernähren könne. Auto fuhr gegen Handwagen Drei Kinder verunglückt, eines bereits gestorben Epei.., 24. Januar. In der Nähe der Spinnerei der Firma Gebr. Laurenz fuhr ein Personenkraftver guchiuge gewig vie Peuzungen vor der'E kammer. Tivtom=Ingenieur Wintermann schloß diesen für alle Anwesenden interessanten Vortragsabend mit einem Hinweis auf die noch in Zukunft zu leistende Arbeit. wagen auf einen mit Reisig beladenen unbeleuchteten Handwagen, der von drei Kindern gezogen wurde. Die Kinder, drei Jungen im Alter von acht bis zwölf Jahren, trugen hierbei zum Teil erhebliche Verletzungen davon und mußten ins Krankenhaus gebracht werden. Eines der verunglückten Kinder starb noch am gleichen Abend, ein zweites Kind, das ebenfalls lebensgefährliche Verletzungen am Kopf davontrug, hofft man dem Leben erhalten zu können. Der dritte Knabe wurde glücklicherweise nicht ernster verletzt. Den eigenen Sohn niedergestochen Jülich, 24. Januar. In Stetternich geriet ein Invalide, der nervenleidend war, mit seinem Sohn in einen heftigen Wortwechsel. Plötzlich zog der Invalide ein Taschenmesser und brachte seinem Sohn mehrere Stiche in den Unterleib bei, Mit lebensgefährlichen VerletzunHerrenschneiderinnung Am Dienstag fand im Restaurant Balkenhol die erste diesjährige Versammlung des 2. Bezirks der Bochumer Herrenschneiderinnung statt. Nach Begrüßung der Erschienenen gedachte der leitende Bezirksmeister zunächst des überwältigenden Sieges unserer Brüder an der Saar. Dann hielt der neuernannte Schulungswart Kollege Fr. Dreher einen fesselnden Vortrag über neue Arbeitsmethoden und Verarbeitungen. Hierauf hielt Gewerbeoberlehrer Dettmer einen Vortrag über Materialienkunde und Kalkulation, der von den Anwesenden mit größtem Interesse verfolgt wurde. Nunmehr erfolgte die Bekanntgabe von Eingängen und Mitteilungen, von denen der Hinweis auf die korrekte und pünktliche tarifliche Entlohnung der Gehilfen eine lebhafte Aussprache auslöste. Nach wie vor besteht für die Entlohnung der Arbeitskräfte ein verbindlicher, unabdingbarer Reichstarif, der auf alle Fälle eingeyalten werden muß, wenn der Arbeitgeber nicht mit Arbeitsfront und Arbeitsgericht in Konflikt kommen will. Es wurde bei dieser Gelegenheit von einigen Kollegen darauf hingewiesen, daß es oft unmöglich sei, Kundschaft Preise zu erzielen, die eine tarifliche Entlohnung ermöglichten, da im Publikum vielfach eine falsche Meinung über die Anfertigungszeit eines Anzuges vorherrsche, die wohl zurückzuführen sei auf Machenschaften unlauterer Elemente. Es sei unumgänglich notwendig, das Publikum darüber aufzuklären, daß der anständige Schneider, der seinen Kunden ordnungsmäßig mit guter Arbeit bedienen wolle, zur Anfertigung eines Anzuges zirka 60 Arbeitsstunden benötige. Obermeister Bube berichtete hierzu von Fällen, in denen von Preisschleuderern betrogené Kunden Rat und Schutz bei der Innungsleitung„nachgesucht haben, leider sei in den meisten Fauen ein Einschreiten der Innung aussichtslos, da solchen Totengräbern des Handwerks meist nicht beizukommen sei. Hier müsse jedes Innungsmitglied selbst aufklärend wirken. Innungsleitung werde ihrerseits alles tun, um durch Veröffentlichung von auf diesem Gebiet vorkommenden Fällen und durch Unschädlichmachung der unsauberen Elemente das Publikum aufzuklären. Die Versammlung endete gegen 23.30 Uhr. Mann dem Krankenhaus zugeführt sater wurde festgenommen. Wer hat sie gesehen? Die Männer mit den Geldkisten Zur Aufklärung des Castrop=Rauxeler Raubüberfalles Dortmund, 24. Jan. Die Arbeit an der Aufklärung des Ueberfalls auf den Postwagen des Personenzuges 261 im Walde bei Rauxel ist in vollem Gange. Zur Zeit sind bei den Nachforschungen die Zentrale Mordkommission Essen und die Kriminaldirektion Bochum eingesetzt, die in engster Zusammenarbeit mit der Staatsanwaltschaft Dortmund bereits eine Reihe von Spuren verfolgen. Auch die Reichspost und die Reichsbahn sind mit ihren Beamten an der Aufklärung des Falles beteiligt. In einem Anschlag gibt die Reichspostdirektion Dortmund die Personenbeschreibung eines Täters: Größe= etwa 1,65 bis 1,70 Meter, vollschlank; Augen: dunkel, funkelnd; Kleidung: guter, blauer, einreihiger Anzug, auf dem Rock befanden sich zwei Abzeichen, die nicht erkannt worden sind, weißer Umlegekragen, Selbstbinder(Schleife) mit rötlichem Muster. Der zweite und dritte Täter sind unbekannt. Ferner wird eine Beschreibung der geraubten Wertpakete gegeben: 1. Holzkiste mit Eisenbeschlag und Aufgabezettel Nr. 128 Castrop=Rauxel 2, 32 mal 22 mal 17 Zentimeter groß. Inhalt: 200 Reichsmark in Scheinen zu 100 Reichsmark 600 Reichsmark in Reichsbanknoten zu 50 Reichsmark, 2000 Reichsmark in neuen Rentenbankscheinen zu 50 Reichsmark, 1000 Reichsmark in Reichsbanknoten zu 20 Reichsmark, 400 Reichsmark in Rollen mit Münzen zu 5 Reichsmark, 100 Reichsmark in Rollen mit Münzen zu 2 Reichsmark, 50 Reichsmark in Rollen mit neuen Münzen zu 1 Reichsmark. Zusammen 4350 Reichsmark.— 2. Kiste aus Eisenblech mit Aufgabezettel Nr. 857 Castrop= Rauxel 3, 35 mal 25 mal 17 Zentimeter groß. Inhalt: 1000 Reichsmark in Reichsbanknoten zu 20 Reichsmark, 2800 Reichsmark in Rollen mit Münzen zu 5 Reichsmark, 200 Reichsmark in Rollen mit Münzen zu 2 Reichsmark, 50 Reichsmark in Rollen mit Münzen zu 1 Reichsmark, 50 Reichsmark in Rollen mit Münzen zu 10, 5, 2 und 1 Pfg. Zusammen 4100 Reichsmark. gen mußte der junge werden. Der Vater Aus der westfälischen H5. Errichtung einer Gebietsjungvolkführerschule. Bielefeld, 24. Januar. Auf einer Tagung der Jungbannführer aus Minden=Ravensberg teilte Gebietsführer Langanke mit, daß die Absicht bestehe, das Schloß Holtfeld bei Halle i. W. als Gebietsjungvolkführerschule einzurichten.— In den nächsten Wochen findet ein Schulungslager der Bann= und Jungbannführer aus Westfalen im Allgäu statt.— Im kommenden Sommer wird die westfälische HJ. voraussichtlich 32 große Sommerferienlager errichten und beziehen. Sein Gold auf den Altar des Vaterlandes gelegt Trier, 24. Januar. Auf der Geschäftsstelle der Trierer NS.=Volkswohlfahrt erschien ein Volksgenosse, der verschiedentlich schon als ehrenamtlicher Mitarbeiter für das WHW. tätig war, und überreichte dem Leiter der NSV. einige Goldstücke aus der Vorkriegszeit im Nennwert von 100 RM. Die Spende soll an die Gauleitung weitergeleitet werden und ist, wie der Spender erklärte, als sein Anteil an der für den Rückkauf der Saargruben erforderflichen Summe zu betrachten. Der Leiter der NS.= Volkswohlfahrt nahm die Goldstücke mit herzlichem Dank entgegen und wird sie der Bestimmung des Spenders gemäß weitergeben. 8450 indsch schon Zuge geWer kennt die Täter? Wahrscheinlich sind mehrere Tage vor der Tat mit dem gleic fahren und haben die Gelegenheit dazu aus Wer hat das beobachtet? Wem sind nach der Tat Männer mit den oben beschriebenen Geldversandkisten begegnet? Sind die Kisten nachträglich aufgefunden worden? Wo? Wer hat Personen beobachtet, die sich durch größere oder ungewöhnliche Geldausgaben auffällig gemacht haben? „Weltrekordstadt“ Velbert Velbert, 24. Januar. Dieser Tage wurde in der Presse berichtet, daß eine Pfälzer Familie mit zehn Kindern im Gesamtalter von 612 Lebensjahren den Rekord einer norwegischen Bauernfamilie, den ausländische Zeitungen stolz mit insgesamt 574 Jahren meldeten, geschlagen hat. Nun ist auch der Pfälzer Rekord überboten. Die Stadt Velbert kann sich rühmen, eine Familie in ihren Mauern zu beherbergen, deren zwölf noch lebende Geschwister im Alter von 49 bis 71 Jahren ein Gesamtalter von 720 Lebensjahren verkörpern. In der Eisel blüht der Ginster! Bitburg(Bez. Trier), 24. Januar. Aus Neuerburg an der luxemburgisch=deutschen Grenze wird berichtet, daß dort in 350 Meter Höhenlage infolge der regnerisch milden Wetterlage der Ginster in voller Blüte steht. Die ältesten Bewohner des Ortes wissen sich eines solch seltenen Ereignisses der Ginsterblüte im Januar nicht zu erinnern. Seite 12 Nr. 21/ Bochumer Anzeiger 7 Freitag, 25. Januar 1933 Nachrichten aus Groß=Bochum Kleine Aneibungen aus den= Siadnenen Stadtteil Altenbochum Evangelischer Arbeiterverein. Im Lutherhaus hielt der Evangelische Arbeiterverein seine Mitgliederversammlung ab, die vom Vereinsführer Schüler eröffnet und geleitet wurde. Zu den kirchlichen Fragen innerhalb der Gemeinde nahm die Versammlung eingehend Stellung. Nach Erledigung interner Vereinsangelegenheiten hielt Lehrer Wegmann einen interessanten Vortrag über das Thema:„Wie kam das Christentum zu unseren Vorfahren?" Der Vortrag fand dankbare Aufnahme. RLB. Die Untergruppenführer und Blockwarte des Reichsluftschutzbundes, Ortsgruppe Altenbochum=Steinkuhl, fanden sich im Lokale Starke zum ersten diesjährigen Appell ein. Zur Beratung standen Organisationsfragen, die eingehend besprochen und demnachst durchgeführt werden sollen. Feierstunde der alten Kämpfer. Zum ersten Male nach der Machtübernahme treffen sich die alten SA.= Kameraden des Sturmes 32 und die Parteigenossen, die vor dem 30. Januar 1933 schon zur NSDAP. gehörten, am Mittwoch, 30. Januar, abends 8 Uhr, im Lokale Vogt, Wittener Straße, zu einer Feierstunde. Vom Stamm der„Wikinger". Die vom Stamm der „Wikinger" angesetzten Vorträge des Saarländers und des Fliegers fallen aus. Die Schulungsabende für die Fähnlein„Admiral Scheer".(Laer) und„Weddigen (Altenbochum) finden von jetzt ab immer regelmäßig im Heim Diesterwegstraße 4 statt. Bürgerschützenverein Altenbochum. Am kommenden Sonntag findet die Bataillons=Jahreshauptversammlung statt. In dieser Versammlung sollen die noch zu erörternden Fragen über den neuen Schießstand, worüber der„B..“ in der gestrigen Ausgabe berichtete, besprochen werden. Die Teilnahme aller Schützen ist deshalb dringend erwünscht. Stadtteil Laer Die Ziegelbäcker backen wieder. Die Bonnermannsche Ziegelei, die vorübergehend außer Betrieb war, konnte in diesen Tagen wieder in Betrieb genommen werden. Böser Arbeitsunfall. Der in der Dannenbaumstraße wohnende Franz Th. wurde von einem bedauerlichen Arbeitsunfall betroffen. Er stürzte ab und erlitt einen Beinbruch und sonstige Verletzungen, so daß er dem Krankenhaus eingeliefert werden mußte. Noch einmal gut abgegangen. Einen bösen Unfall, der leicht schlimme Folgen hätte haben können, erlitt der Kaufmann Sp. mit seinem Auto von hier. Der Wagen des Sp. wurde arg beschädigt und mußte abgeschleppt werden. Die vier Insassen des Wagens kamen wie durch ein Wunder ohne Schaden glücklich davon. Sie mußten ihre Heimreise zu Fuß antreten. Stadtteil Querenburg eins statt, der sich„Schachfreunde Bochum=Harpen" nennt. Schachfreund Sobczak klärte die erschienenen Interessenten über Zweck und Ziel des Vereins sowie über den Großdeutschen Schachbund auf. 15 Mitglieder meldeten sich zur Aufnahme. Die Vorstandswahl brachte folgendes Ergebnis: Vorsitzender G. Sobczak, Schriftführer H. Boczek, Kassierer und Spielwart H. Cremer. Als Tagungslokal wurde Cremer gewählt. Kameradschaftsabend. Der Krieger= und Landwehrverein, 1. Kompagnie, Harpen veranstaltet am Samstag, 26. Januar, abends 8 Uhr, im Saale des Vereinslokals Stratmann=Kost einen Kameradschaftsabend im Rahmen einer geschlossenen Feier. Die Kleinsiedler tagten. Der Kleinsiedlerverein Ecksee hielt unter Leitung des Vereinsführers Brandt bei Stratmann die Jahreshauptversammlung ab. Stadtgruppenleiter Eckert verbreitete sich in anschaulicher Weise über Pflichten und Rechte des Siedlers. Der Vereinsleiter gab den Jahresbericht, der von erfolgreicher Arbeit beredtes Zeugnis ablegte. Stadtteil Hiltrop Im Rangierbetrieb verunglückt. Der 20jährige Ludwia., Schultensche Heide 47, glitt auf seiner Arbeitsstelle beim Rangieren aus und geriet zwischen aufstoßende Wagen, wobei er empfindliche Verletzungen an den Händen und Oberkörper davontrug, die seine Ueberführung ins Krankenhaus erforderlich machten. Unter Gestein geraten. In der Nacht zum Donnerstag geriet der Bergmann Heinrich We. aus der Siedlung Am Grumerbaum im Untertagebetrieb unter hereinbrechendes Gestein. Er trug hierbei Beinverletzungen davon und mußte ins Krankenhaus in Bochum überführt werden. Stadtteil Gertbe Arbeitsunfall. Der 26jährige Heinrich., Castroper Hellweg, wurde auf seiner Arbeitsstelle derart verletzt, daß seine Krankenhauseinlieferung notwendig wurde. Oee Geschichtstafel 1077 25. Januar: büßte Kaiser Heinrich IV. zu Canossa, dem Schlosse der Markgräfin v. Tuscien, vor Papst Gregor VII., indem er bis zum 27. barfuß im Schnee stand, um seine Lossprechung vom Kirchenbanne zu erzwingen. Den Entschluß zu dieser Demut saßte er aus politischen Gründen zur Verhinderung der bereits angetretenen Reise des Papstes nach Deutschland, wo des Kaisers Absetzung von den Fürsten geplant war, falls er nicht bis 22. Februar mit der Kirche versöhnt sei. 1776 wurde Joseph Görres als Sohn eines Holzhändlers in Koblenz geboren und ohne geregelten Studiengang aus sich heraus einer der größten deutschen Publizisten. Zuerst Anhänger der französischen Revolution und einer Rhein. Republik, gehörte er während der Freiheitskriege als Gymnasiallehrer in Koblenz seit 1801 und Herausgeber des„Rheinischen Merkurs“, dessen Mitarbeiter auch Stein und Arndt waren, zu den Erweckern des deutschen Nationalgefühls. Als strenger Katholik hat er sich namentlich mit kirchenpolitischen Fragen besaßt. P6am U. wurde der Dichter Hervert Eulenberg in KölnMülheim geboren, der als Dramatiker, an Shakespeare anknüpfend, gegen den Naturalismus auftrat und für sein lyrisches Schauspiel„Belinde“ den Volks=Schiller= preis erhielt. 1876 Personalnachrichten Starr und stumm und doch als beredter Zeuge einer vergangenen Zeit ragt das Bruchsteingemäuer des „Alten Schachtes“ am Südrande des Weitmarer Holzes gen Himmel. Wie ein Wachtturm streckt es sich emvor. Hier beginnt das Friedrichstal, die idyllische, baumbestandene Scheide zwischen Stiepel und Sundern. Die Straße, die durch das Tal nach der Ruhr führt, trägt Wann werden die Kohlengutscheine ausgegeben? den Namen„Am Bliestollen“. Hier wurde in längst 10 bis 11 Uhr Stockumer Straße, Preite Hille, Friedrichz., Hahlenzüge über sie hinweg und das Hufze“ Geißel=Straße, Grabelohstraße, Horder Straße; von 12 sten Kol bis 13 Uhr: In der Schornau, Krummestraße, Langendreerstraße; von 15 bis 16 Uhr: Am Gröppersweg, Beverstraße, Dreerhöhe, Everstalstraße; von 16 bis 17 Uhr: Hauptstraße 1 bis 92, Lütgendortmunder Hellweg, Oesterheide; von 17 bis 18 Uhr: Somborner Straße, Stephanstraße, Wallbaumweg. Alleinstehende VolksNS.=Volkswohlfahrt. Zusammenkunft sämtlicher Amtswalter und Helferinnen der NSV. um 20 Uhr im Volkshaus. Erscheinen ist Pflicht. Stadtteil Langendreer Wann,wereen Ne verflossenen Jahren nach Blei gegraben. Später ien Kohlenzuge über sie hinweg, und das Hasgellapper schwerer Grubenpferde mischte sich mit dem Rollen und Poltern kleiner Grubenwagen und erfüllte die „Schleppbahne“ mit Lärm. Heute herrscht Friede und Einsamkeit hier. Höchstens daß hin und wieder das Fäustel eines Steinbrucharbeiters oder das Peitschengeknall eines Fuhrmannes durch das Tal dringt. Verschwiegen huscht auch der Bach zu Tal, der einst von den Abwässern der Zeche„Karl Friedrich“ in Weitmar mächtig gespeist wurde. Weißbuchen, Hainbuchen und Erlengestrüpp säumen ihn ein. Aodon=ian in=Giumme=sPricht *„ Sraitag 90 genossen erhalten ihre Kohlengutscheine am Samstag, 26. Januar, vormittags in der Zeit von 9 bis 12 Uhr. Schwerer Unfall. Auf seiner Arbeitsstätte glitt Gustav ., Wallbaumweg, beim Abziehen von Wagen aus und geriet unter sie. Er erlitt Knochenbrüche und schwere Quetschverletzungen, die die Ueberführung ins Krankenhaus notwendig machten. Stadtteil Werne Kathol. Bürgerverein Werne. Die am Sonntag im Jungermannschen Saale abgehaltene Jahreshauptversammlung wurde vom Vereinsführer Schade eröffnet. Nach dem Jahresbericht des Geschäftsführers folgte der Kassenbericht. Der Kassierer wurde entlastet. Es wurde dann der alte Vorstand wiedergewählt: Erster Vorsitzender Schade, zweiter Grewe erster Kassieret Klupsch; 1. Schriftwart Salewski; Vereinsbote Haar. Zwei neue Mitglieder konnten ausgenommen werden. 50 RM. bewilligte der Verein für bedürftige Kommunionkinder. Stadtteil Harpen Bataillonsversammlung im Bürgerschützenverein „Blauweiß“, Harpen. In der im Bataillonslokal Fr. Hoffmann stattgefundenen Bataillonsversammlung gedachte König Ernst vor Eintritt in die Tagesordnung der verstorbenen Kameraden und erinnerte an die Saarabstimmung. Zwei Neuaufnahmen konnten vorgenommen werden. Geschäftsführer Aufderheide erstattete den Jahresbericht. Am Anfang des Geschäftsjahres betrug die Mitgliederzahl 249, am Jahresschluß 219. Kassenprüfer Siewecke gab den Kassenbericht. Dem Kassenwart Röhken wurde Entlastung erteilt. Der Führerrat besteht aus dem Schützenkönig Ernst Beck als Vereinsleiter, Hermann Flegel jun. als Stellvertreter, Otto Aufderheide als Geschäftsführer und 1. Schriftwart, Wilh. Hüning 2. Schriftwart, Fritz Röhken 1. Kassierer, Karl Siewecke 2. Kassierer, Kassenprüfer Heinrich Korte und Walter Nöthe. Schützenoberst bleibt Dr. Schulte zu Sodingen. An Stelle des ausgeschiedenen Adjutanten Willy Schroer wurde Heinrich Fischer bestimmt. Das Fahnenkommando bilden Ad. Krapf, Erich Schmidt und Alfred Schreiber. Bataillonsschießmeister ist Heinrich Korte, Schießfeldwebel sind Gustav Raffel und Otto Stein. Vereinsbote bleibt Jakob Eisenburger. Das Vereinslokal wurde einstimmig wiedergewählt. Die Verpflichtung des Offizierkorps für das neue Jahr nahm der Schutzenoberst, die des geschäftsführenden Vorstandes Schützenkönig Ernst vor. Der Monatsbeitrag wurde von 20 auf 30 Pf. erhöht. Bei Sterbefällen werden je Mitglied 20 Pf. für die Musik erhoben. Die diesjährige Maiabendfestfeier findet im Lokal Stratmann=Kost statt. Haus= und Grundbesitzerverein. In der Jahreshauptversammlung im Vereinslokal Stratmann=Kost gedachte Vereinsleiter Stute der verstorbenen Mitglieder, sodann gab er einen Rückblick auf das verflossene Jahr 1934. Geschäftsführer Fischer erstattete den Jahresbericht. Kassenprüfer Tesch gab den Kassenbericht. Dem Kassierer Sommer wurde Entlastung erteilt. Der Geschäftsführer legte darauf die Richtlinien für die Einheitsbewertung der Grundstücke sowie das Steueranpassungsgesetz den Anwesenden in klaren und verständlichen Worten auseinander und wies die Mitglieder auf die pünktliche Zahlung der Steuern hin. Der Führerrat besteht aus dem Vereinsleiter Friedrich Stute, dem Schriftwart Gustav Hannewardt, Kassenwart Adam Sommer, Geschäftsführer Ernst Fischer. An Stelle des verzogenen Stellvertreters des Leiters Halsband trat Geschäftsführer Ernst Fischer. Dem Winterhilfswerk konnte zu der bereits übersandten Summe von 16 RM. noch der Betrag von 60 RM. überwiesen werden. „Schachfreunde“ Aus der Liboriuspfarrei. In der Liboriuspfarrei Grumme wurde am Sonntag ein Missionstag abgehalten. In den Messen hielt Missionspater Wandt aus der Ordensgenossenschaft der Weißen Väter(Niederlassung Rietberg bei Wiedenbrück) die Predigten über die Tatigkeit in den Missionen. Nachmittags fand dann im Goekeschen Saale eine Missionsversammlung statt, die recht gut besucht war. Nach Begrüßungsworten von Pfarrer Dobbelstein gab Pater Wandt an Hand eines umfangreichen Lichtbildmaterials ein anschauliches Bild von den schwierigen Arbeiten in den Missionsgebieten und machte die interessiert lauschenden Zuhörer mit den Sitten und Bräuchen der dortigen Eingeborenen bekannt. Ein Dankeswort des Pfarrers schloß die Versammlung. Evangelischer Männerverein des 10. Pfarrbezirks Grumme=Vöde. Die im Wichernhaus abgehaltene Versammlung gestaltete sich in ihrem ersten Teile zu einem eindrucksvollen Treuebekenntnis für die befreite Saat. Pfarrer Hardt ließ seine von Gebet und Gesang umrahmten Saar=Gedenkworte ausklingen in die Aufforderung, dem geeinten deutschen Volke und Führer stets die Treue zu halten. Im Mittelpunkt der geschäftlichen Beratungen stand die Sterbekassenangelegenheit. Endgültige Beschlüsse wurden noch nicht gefaßt, da die Gründung einer Gemeinschaftskasse in Aussicht genommen ist, der der Verein geschlossen beizutreten gedenkt. Weiter wurde eine Satzungsänderung vorgenommen, wonach das Rechnungsjahr mit dem 1. April beginnt. Die diesjährige Jahreshauptversammlung findet erst im Monat April statt. Nach der Erledigung interner Vereinsangelegenheiten hielt Pfarrer Hardt einen interessanten Vortrag über Albert Schweitzer, der als Theologe, Philosoph und Musiker eine große Leuchte des evangelischen Geisteslebens ist und heute als Urwaldarzt im Dienste der evangelischen Missionen von Aequatorial=Afrika steht, wo er am 14. Januar in aller Stille seinen 60. Geburtstag feierte. Die Ausführungen hinterließen den nachhaltigsten Eindruck. Krieger= und Landwehrverein Bochum=Grumme. Am 20. Januar hielt der Verein in der Kaiseraue seine gut besuchte Jahresversammlung ab. Der Vereinsführer Rötzel eröffnete die Generalversammlung, mit der Neujahrskundgebung unseres Bundesführers Reinhard. Der Schriftwart Hackert brachte den Jahresbericht zur Verlesung und konnte über das Vereinsleben nur Gutes berichten. Der Verein steht mit seinem Fechtergebnis zirksverband. zu verzeichnen. Weihnachten konnten 220 Kinder beschert werden. Für das Winterhilfswerk wurden 20 Mark gezahlt. Der Schießgruppe wurden 50 Mark überwiesen. Hitlers Geburtstag soll am 13. April mit einer gemütlichen Feier begangen werden. Der Kassenbericht wurde vom Kassenwart Boetzel erstattet und schloß mit einem zufriedenstellenden Bestand ab. Nachdem die Kassenprüfer Lueg und Jünnemann alles in bester Ordnung befunden hatten, wurde dem Beirat Entlastung erteilt. Der Beirat ist unverändert geblieben. Der stellvertretende Vereinsführer, Küper, dankte dem ganzen Beirat für tatkräftig geleistete Arbeit. Unglücklicher Sturz. Dienstag nachmittag kam eine neunjährige Schülerin aus der Heckertstraße auf der Dortmunder Straße beim Rollschuhlaufen zu Fall und erlitt außer einem Schulterbruch erhebliche Kopf= und Beinverletzungen, so daß ihre Ueberführung ins Krankenhaus erfolgen mußte. Stadtteil Linden=Dahlhausen besprechung in der Lewacerschule; Freitag, 22. Februar, 20 Uhr: Amtswalterbesprechung in der Lewackerschule; Montag, 25. Februar, 20 Uhr: Schulungsabend in der Lewackerschule. Ostholzer Krieger= und Landwehrverein. Die Generalversammlung am Sonntag bei Vorkötter war rege besucht. Vereinsfuhrer Jellermann ehrte die verstorbenen Kameraden. Stellvertretender Vereinsführer Heckmann gab der Freude über den Abstimmungssieg Ausdruck, spontan erklang dann das Saarlied. Schriftwart Naust erinnerte an den 18. Januar 1871. Hierauf wurden Jahres= und Kassenbericht genehmigt. Zwei Mitglieder wurden neu ausgenommen. Die Ersatzwahlen hatten folgendes Ergebnis: Für den wegen Arbeitsüberhäufung zurückgetretenen Kassierer trit t Heckmann ein. Fahnenträger sind Vaupel, Berger, Nöchel, Fahnenoffiziere Grothausmann, Karl Hammann, Fechtleiter, ist Strauß. Als Vereinslokal wurde das alte Vereinsheim Vorkötter wiedergewählt. Als Auszeichnung im Schießsport wurde einem Kameraden die Ehrennadel überreicht. Der gemütliche Teil, verbunden mit Gulaschessen, vereinte die Kameraden zu fröhlicher Tafelrunde. Sterbekasse Linden=Hohwege. Die bei Böving abgehaltene Generalversammlung nahm den Geschäftsz und Kassenbericht entgegen und erteilte dem V Entlastung. Die turnusgemäß ausscheidenden Mitglieder des Vorstandes wurden wiedergewählt. Die Kasse kann in diesem Jahre auf eine fünfzigjährige segensreiche Tätigkeit zurückblicken. Wiederaufnahme der Arbeitsstunden. Die Handarbeits=, Strick= und Häkelgruppe der NS.=Frauenschaft, Ortsgruvpe Dahlhausen, nahm am Donnerstag nachmittag ihre Arbeitsstunden wieder auf. Der cand. med. Bruno Schlaak, Sohn des Leh rers Schlaak. Am Gerstkamp 13, bestand an der Medizinischen Akademie zu Düsseldorf das ärztliche Staatsexamen mit dem Pradikat„Gut“. Totenglocke. Ein bekannter Mitbürger, der Stukkateur Heinrich Scheurer, verschied nach schwerer Krankheit im 57. Lebensjahr. Er erfreute sich allgemeiner Beliebtheit. Ein ehrendes Andenken ist ihm gesichert. Bis 31. Januar 1935 Pflichtanmeldung im Einzelhandel vornehmen! Wie bereits früher gemeldet, sind alle Einzelhändler verpflichtet, sich zur Wirtschaftsgruppe Einzelhandel(Gesamtverband des deutschen Einzelhandels) anzumelden. Die Anmeldung war zunächst bis zum 8. Dezember 1934 vovgeschrieben; die Frist ist aber wiederholt verlängert worden. Von der Vereinigten Kaufmannschaft e. V. Bochum wird mitgeteilt, daß diejenigen Einzelhändler, die sich nach den früheren Aufforderungen zum Gesamtverband des deutschen Einzelhandels anmelden müssen, die Anmeldung bei den bekannten Meldestellen noch ohne besondere Kosten bis zum 31. Januar 1935 vornehmen können. Meldestellen sind in Bochum die Vereinigte Kaufmannschaft e. V. Bochum, Grabenstraße 25/29, in.= Langendreer der Wirtschaftsverband für Handel und Gewerbe LangendreerWerne, Tannenbergstraße 5. Alle Einzelhändler, die ihrer Meldepflicht zur Wirtschaftsgruppe Einzelhandel(Gesamtverband des deutschen Einzelhandels) bis zum 31. Januar nicht nachkommen, haben neben den einmaligen Beiträgen von 4 beziehungsweise 1 RM. noch eine besondere Meldegebühr von 3 RM. zu zahlen. Diese Meldegebühr wird zur Abdeckung der entstehenden Mehrkosten erhoben. Jeder Einzelhändler, der bei seiner Anmeldung zur Wirtschaftsgruppe Einzelhandel die bekannte rote Plakette mit der Aufschrift„Gemeldet beim Gesamtverband des deutschen Einzelhandels" erhalten hat, muß diese sofort am Schaufenster oder an der Tür seines Ladens anbringen, damit den Meldestellen unnötige Nachfragen erspart bleiben. Aus den katholischen Pfarreien. Für die Marien= pfarrei findet die Kirchenvorstandswahl am nächsten Sonntag statt. In einer am letzten Sonntag Marianum abgehaltenen Versammlung der Wahlberechtigten wurde eine Liste für die Wahl in Vorschlag gebracht.— Auch in der Antoniuspfarrei ist die Kirchenvorstandswahl am 27. Januar im Antoniussaal.— Nach dem Vorbild anderer Pfarreien soll auch in der Cristkönigsgemeinde das sogenannte Herz=JesuLiebeswerk am Herz=Jesu=Freitag eines jeden Monats durchgeführt werden. Vom 1. Februar an wird an jedem Herz=Jesu=Freitag bei allen Messen ein Opfergang der Gläubigen mit ihren Gaben zum Altare stattfinden. Diese Gaben finden im Geiste der christlichen Karitas Verwendung und werden hilfsbedürftigen Familien überwiesen.— Pfarrvikar Schech von der Pfarrei St. Anna Bochum=West, der wegen Krankheit einige Wochen beurlaubt war, hat seine Amtsgeschäfte wiederaufgenommen. Es finden an den Werktagen wieder zwei Messen statt. An das Staatstheater in Karlsruhe verpflichtet. Heinz Graeber vom Stadttheater Bochum wurde nach erfolgreichem Gastspiel als„Don Carlos“ von Intendant Dr. Himmighoffen auf zwei Jahre als erster jugendlicher Held und Liebhaber und leichter erster Held an das Staatstheater in Karlsruhe verpflichtet. Bochumer Veranstaltungen 23 Uhr Toomas„Mignon“„Die Titelbartie liegt in den Händen von Ellen Schiffer(Vormiete B und freie Besucher). Unter lebhaftester Anteilnahme des Publikums erlebte am Dienstag Hamsuns„Munken„Pendt“ Jeing. Exstault“ceung. Die erste Wiederholung des„Munren Vendt“ ist am tag(Weißer Ring und freie Besucher). Am Sonntgg abend wird die vielbelachte Bauernkomödie„Wenn der Hahl kruht“ gegeben; es ist die letzte Aufführung. Scheimis um Rhein=Pernerial.... Wo werden seit dem 22. Januar eine Frau und ein Mann vermißt? Arbeitsplan der NSDAP. Bochum=Linden bis Ende Februar. Freitag, 25. Januar, 20 Uhr: Amtswalterbesprechung in der Lewackerschule: Montag, 28. Januar, 20 Uhr: Schulungsabend in der Lewackerschule: Freitag, 1. Februar, 20 Uhr: Amtswalterbesprechung in der „Schachfreunde“, Bochum=Harpen. Nachdem schon Lewackerschule: Freitag, 8. Februar, 20 Uhr: Amtslängere Zeit Bestrebungen zur Gründung eines Schach= walterbesprechung in der Lewackerschule: Montag, 11. vereins im Stadtteil Harpen im Gange waren, fand Februar, 20 Uhr: Schulungsabend in der Lewackernunmehr im Lokale Crämer die Gründung des Ver= schule; Freitag, 15. Februar, 20 Uhr: AmtswalterAm 22. Januar, gegen 18 Uhr, sollen nach Angaben eines Zeugen eine Frau und ein Mann in der Nähe der Blitzkuhle in Wanne=Eickel in den Rhein27 RM. an 4. Stelle im Be= Herne=Kanal gegangen und im Wasser untergegangen lassen. Obwohl der Kanal bereits abgesucht wurde, konnten die Leichen bzw. Kleidungsstücke usw. noch nicht gefunden werden. Es ist möglich, daß die Toten Wasser in Richtung Gelsenkirchen abgetrieben wurden. Wo werden die beiden Personen vermißt? Ein etwa 18jähriger Radfahrer aus Erle, der vom Nordufer aus Wahrnehmungen über diesen Vorfall gemacht haben soll, wird ersucht, umgehend bei der Kriminalpolizei in Wanne=Eickel, Gelsenkirchener Straße 25, vorzusprechen. * Stilles Heldentum. Im Bezirk des Bergreviers Herne wurden am Mittwoch in einer kurzen, schlichten Feier an 21 um das Grubenrettungswesen verdiente Bergknappen Grubenwehr=Erinnerungszeichen, die vom Reichsarbeitsministerium gestiftet worden waren, überreicht: Oberbergrat Prömpler vom Oberbergamt Dortmund hielt bei dieser Gelegenheit eine Ansprache und feierte die stillen Heldentaten der Bergknappen. Stadt Castrop=Rauxel Castroper Bibelforscher. Kürzlich wurden, wie mitgeteilt, von der Dortmunder Strafkammer der 29jährige Karl Hermann und seine 23jährige Ehefrau sowie die Deutschen Gruß anzuwenden. Die beiden anderen hatten ihre Gesinnung in gleicher Weise zum Ausdruck zebracht. Wie der Verteidiger, Justizrat Dr. Kohl (Stuttgart), ausführte, sei ihm im Reichsministerium des Innern gesagt worden ein Nachweis für die tätigung der ernsten Bibelforscher in kommunistischem Sinne sei ni sicht zu erbringen. Die Verurteilten seien nicht staatsfeindlich eingestellt. Reichsminister Dr. Frick habe ihm gegenüber erklärt, er tue nichts, da er die Bihelforscher staatsvernach seiner Ansicht seien die Bivelforscher staulsgerneinend und staatsfeindlich, sie verfolgten auch politische Ziele. Das Gericht hob das erste Urteil auf und kan Hiele. Das Gerihr hod das egsie, urten auf und erkannte gegen., der zu zwei Jahren Gefängnis verurteilt worden war, auf drei Monate, gegen Frau H. auf zwei Monäte und gegen Frau Sch. auf einen Monat Gefängnis(statt ein Jahr bzw. neun Monate Gefängnis). Die Strafen gelten als verbüßt, der Haftbefehl wurde aufgehoben. worben hatten. Die Verurteilten legten Berufun über die in der vorigen Woche verhandelt wurde. hatte als Prediger der Bibelforscher gesagt, der der neuen Zeit käme noch, und sich geweigert Aus der ASDAp. (Nach Bekanntmachungen der Partei.) Freitag, 25. Januar: REDAP. Felsenburg. Außerordentliche Mitgliederversammlung in der Verwaltungsakademte. Wegen der Wichtigkeit der Tagesordnung haben alle Pag. zu erscheinen. RS.=Frauenschaft Altenbochum. 20 Uhr: Zusammenkunft im Lutherhaus. Geburtstagsseier. Tassen bitte mitbringen. Die Kuchen sind ab 6 Uhr im Lutherhaus abzugeben. NS.=Frauenschaft Weitmar=Mitte. Heimabend im Gemeindesagl... Lmum. 1, 99r: Aussammentunft## RS.=Frauenschaft Hamme. 16 Uhr: Zusammenrunst dei Heiermann. Erscheinen ist Pflicht. Anschließend Gymnastik. RS.=Frauenschaft Hordel. Frauenschaftsabend wie gewöhnlich. Stall Karten Ihre Vermählung geben bekannt Wilhelm Hornberg Grete Hornberg ged. Sorolcht Bochum, Heckertstr. 110, am 25. Januar 1935 Freibank Fleischverkauf am Samstag, 26.., vorm. v. 7½ Uhr ab.(Anf.=Nr. 101) Von—10 Uhr Verk. ohne Num. Schlachthosverwlt. Verloren Brille mit Etui verloren. Abzug. gegen Belohnung. Kortumstraße 103, Laden, rechts. Was Gott tut, das ist wohlgetan. Nach Gottes unerforschlichem Ratschluß verschied heute nach langem. mit großer Geduld ertragenem Leiden, im festen Glauben an seinen Erlöser, mein lieber Mann, unser guter Vater. Schwiegervater. Grobvater. Schwager und Onkel Sustaf Vedder Im Alter von 77 Jahren. Um stille Teilnahme bitten: Die trauernden Hinterbliebenen Bochum(Bergerstraße). Bielefeld. Schröttinghausen, Essen. Borbeck. Hohenstein, Rheine, den 24. Januar 1935 Die Beerdigung findet statt am Montag, dem 28. Januar 1935. um 3 Uhr. von der Leichenhalle des Augusta-Krankenhauses aus. Trauerteier ½ Stunde vorher. Von Beileidsbesuchen bitten vir Abstand zu nehmen.4 Sollte jemand aus Versehen keine besondere Nachricht erhalten haben, so diene diese als solche Am Mittwoch nachmittag.30 Uhr entschlief sanft nach schwerer Krankheit mein innigstgeliebter Mann. mein herzensguter Vater. Schwiegervater. Sohn. Bruder. Schwager, Onkel und Neffe, der wohlachtbare Stukkateur Werl Wenwiersclchrer im Alter von 56½ Jahren. Dieses zeigen an mit der Bitte um stille Teilnahme: Wwe. Henrielte Scheurer geb. Becker Johannes Kropp u. Frau Mathilde geb. Scheurer und Anverwandte Bochum, Walsdorf I. Taunus, Düsseldorf, Frankfurt, den 24. Januar 1933 Die Beerdigung findet statt am Samstag, dem 26. Januar 1933, nachmittags 3 Uhr, vom Trauerhause, Herner Straße 94 aus. Trauerteier ½ Stunde vorher Mittwoch morzen 310 Uhr entschlief plötzlich und uner“ wartet nach kurzer, schwerer, mit großer Geduld ertragener Krankheit unsere herzensgute Mutter Schwester. Schwiegermutter, Großmutter, Schwäßerin und Tante Frad Wwe. Sobel-Hern Karoline geb. Büscher im vollendeten 66. Lebensjahre. Um stllle Teilnahme bitten: Die trauernden Hinterbliebenen Bochum, Duisburg, Herne, den 23. Januar 1935 Die Beerdigung findet Samstag, den 26. Januar, 14½ Uhr. vom Trauerhause, Hotsteder Straße 12, aus statt. 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