22 T. Vetung durch Soumtogewpal! störung verhindert wird, können keine Ersatzansprüche gestell erden chäftsstelle geöffnet von 8 bis 13 und von 14½ bis 19 Uhr, #oev.— 11 bis 12 Uhr.— Sprechstunden der Redaktion von 16 bis 17 Uhr(außer Samstags).— Postscheckkonto Dortmund 1760 Verlag und Druck: Laupenmühlen& Dierichs in Bochum Inedtel lum och, 23. Jan., 22.45 Uhr r Vormiete NS.=Kulturide. Serie C: Der sesadent tte in 3 Akvon Carl Lillöcker. erst. 24.Jau. —22 Uhr, ormiete: Meisteronzert von Unger, oven. Reger, erberg und Strauß. t: Professor elm Kempff Klavier). bbinden mmistrümpfe schbänder iefert täts=Drogerie sischer ktumstraße. Pottstraße den Sie in der Auswahl bei ebrüder mpinsel Rachu!? enstraße 29 1 m r. st 0as an ist Donnerstag 24. Januar 1933 (Hartung) 42. Jahrgang Nummer 20 Einzelpreis 10 Pf. im Anselgens gieskengeichenm Frele 50 Vi. im Terzs, Bamuge, Sporttalenist Preiäsiee“ 10 Pahitsg“Nachlatzstassel P.— Schluß der mündlich aufgegebener Anzeigen kann keine Gewähr übernommen werden. Hauptgeschäftsstelle: Rathausplatz 8. Anruf 67551, 52, 39 Neue Vrrley.. 4 nn Höenel. Wsten Japanische Truppen greifen chinesisches Gebiet an dnb Peking, 23. Januar. Die chinesischen Abendzeitungen melden aus Kalgan, daß vier japanische Flugzeuge am heutigen Mittwoch vormittag sieben Bomben über den Palisadenwall im Tschachar=Gebiet abgeworfen haben. Um 11 Uhr setzte ein Artilleriebombardement ein und um 12 Uhr begann der Angrissder japanischen Infanterie auf Tuschiku und die Große Mauer. Schon vor einigen Tagen lag eine halbamtliche Erklärung des japanischen Armeekommandos in Mandschuko vor, in der es hieß, daß die Kwantung=Armee am 18. Januar die militärischen Operaionen in der Provinz Dschehol gegen die chinesischen Truppen begonnen habe. Die Chinesen hätten dort eine Reihe bedeutender strategischer Punkte besetzt und seien den Anforderungen des japanischen Oberkommandos auf Räumung der besetzten Gebiete nicht nachgekommen. Ihre Vorposten hätten sogar befestigte In chinesischen Regierungskreisen begnügte man sich mit der Fesisteuung, daß Ost=Tschachar von Japan als ein Teil der Provinz Dschehol für Mandschuko beansprucht werde, während es ausweislich chinesischer als auch fremder Karten außerhalb der ehemals chinesischen Provinz liege. Von chinesischer Seite wurde abgestritten, daß China reguläres Militär in dem umstrittenen Gebiet unterhalte. Man weigert sich in chinesischen Regierungskreisen, zu glauben, daß die Besetzung des kleinen und schwach bevölkerten Gebietes den Zweck des großen japanischen Truppeneinsatzes bilden könnte, und fürchtet erheblich weiter gehende japanische Absichten. 24 Stunden später wurde gemeldet, daß die japanischen Operationen eingestellt seien und somit ein neuer Krieg verhindert worden sei. Wie aus obiger Meldung hervorgeht, ist nunmehr der japanische Angriff doch erfolgt! Kriegszustand im Dodekanes Italienseindliche Kundgebungen— Ernste Zusammenstöße Berlin, 23. Januar.(Eig. Drahtber.) Hier liegen Meldungen vor, wonach auf der Kalymnos=Insel, die zu Dodekanes gehört, italienfeindliche Kundgebungen von der griechischen Bevölkerung durchgeführt worden sind. Bei den Demonstrationen kam es zu ernsten Zusammenstößen, so daß der Kriegszustand über Dodekanes verhängt werden mußte. Nach englischen Meldungen soll bereits ein italienisches Kriegsschiff unterwegs sein. Mit dem Namen Dodekanes fassen die Italiener die Inseln an der Südwestküste Kleinasiens: Calchi (Charki), Calimno(Kalymnos), Caso(Kasos), Costanco (Kos), Lipso(Lipsos), Lirol(Leros), Nisiro(Pisyros), Patmo(Patmos), Piscopi(Tilos), Scarpanio(Karpathos), Sili(Symi), Stampalia(Atsropalia) zusammen, die sie samt Rhodos während des Libyschen Krieges 1911 besetzten und im Friedensvertrag von Sévres, endgültig durch den Vertrag von Lausanne (24. Juli 1923) von der Türkei erhielten. Die Inseln zählten 1922 fast nur griechische Einwohner. ** Schwere Zwischenfälle in Athen Athen, 23. Januar. In der Casa Italia in Athen kam es während eines italienischen Vortrages zu schweren Zwischenfällen. Ein Flüchtling aus den Dodekanes unterbrach den Vortragenden und richtete heftige Angriffe gegen den anwesenden Bürgermeister von Athen sowie gegen die griechischen Zuhörer, daß sie in dem Augenblick, wo die Italiener auf Kalymnos und den übrigen Inseln des Dodekanes die Griechen schwer bedrückten, in der Casa Italia dem Vortrage eines Italieners beiwohnten. Nach diesen Worten des Dodekanesiers kam es zu heftigen Ausschreitungen. Mehrere Dodekanesier schleuderten Tränengasbomben in den Vortragssaal, während die Italiener versuchten, die Leute aus den Dodekanes zu verprügeln. Die Polizei griff ein und stellte die Ordnung im Saale wieder her. Später wurde von unbekannten Tätern eine Dynamitpatrone gegen die Casa Italia geworfen mit dem Erfolg, daß sämtliche Fensterscheiben in Trümmer gingen. Kraftwagen fährt in H3=Kolonne Ein Toter, vier Schwer= und zwei Leichtverletzte dnb Berlin, 23. Januar. Am Mittwoch abend gegen.30 Uhr fuhr an der Ecke der Gneisenau= und Nostizstraße aus bisher noch nicht aufgeklärter Ursache ein Personenkraftwagen in eine in Richtung Yorckstraße marschierende Kolonne der Hitlermuß= Große Kundgebung der Führerschaft des Handwerks ten in das Urban=Krankenhaus eingeliefert werden. Einer der fünf Schwerverletzten ist inzwischen gestorben. General Litzmanns 85. Geburtstag Wir wir gestern ausführlich berichteten, war General Litzmann an seinem 85. Geburtstage Gegenstand großer Ehrungen. Der Führer selbst hat es sich nicht nehmen lassen, seinem alten Parteigenossen persönlich Glückwünsche darzubringen. Unser Bild zeigt General Litzmann am Arm des Führers beim Abschreiten der Front einer Ehrenabteilung der Leibstandarte Adolf Hitler, die gegen Mittag des 22. Januar Posten vor dem Hause des Generals bezogen hatte. Ein gewaltiger Schneesturm wütet an der Atlantikküste Newyork, 23. Januar. Ein Schneesturm, wie er seit Jahren nicht mehr beobachtet wurde, wütet seit den frühen Morgenstunden des Mittwochs an der gesamten Atlantikküste bis nach Nord=Florida. Der Eisenbahn= und Straßenbahnverkehr ist teilweise lahmgelegt. Gleichzeitig sind zahlreiche Todes= fälle zu verzeichnen. In der Stadt Newyork wurden am Nachmittag etwa 35 Zentimeter Schnee gemessen. Zu seiner Beseitigung mußten 40 000 Arbeitslose eingestellt werden. In Nord=Mississippi trat der Goldwasserfluß über die Ufer und verursachte ausgedehnte Ueberschwemmungen. Die Ortschaft Sledge wurde etwa ein Meter hoch überflutet. Etwa 1000 Familien mußten auf die Dächer flüchten. Mitglieder des Roten Kreuzes eilten in großen Booten den abgeschnittenen Bewohnern zu Hilfe. Die Kältewelle in einzelnen Teilen Kanadas brachte vielfach Temperaturen, wie sie seit 50 Jahren nicht mehr verzeichnet worden sind. Nach den letzten Berichten hat die Kältewelle in Amerika 65 Todesopfer gefordert.(Vergleiche auch die Nachrichten an anderer Stelle dieser Nummer.) 14 Milliarden Dollar Kriegsgewinne Aufsehenerregende Aussagen in amerikanischen Parlamentsausschüssen dnb Washington, 23. Januar. Am Mittwoch untersuchte der Heeresausschuß des Repräsentantenhauses die Höhe der amerikanischen Kriegsgewinne. Besonders beachtlich waren die Aussagen von Frank Belgrano, einem Führer der einflußreichen American Legion. Von den 19 Milliarden lar, die die Vereinigten Staaten von Amerika für Rüstungszwecke ausgegeben hätten, seien 1 4 Milliar. den(58,8 Milliarden RM.) in die Hände der Kriegsgewinnler gekommen. Er fordere daher die Wegsteuerung der Kriegsgewinne. Die Kriegsveteranen würden nicht die sofortige Auszahlung ihrer Penkonen fordern, wenn schon im Jahre 1917 ein Gesetz bestanden hätte, das Kriegsgewinne unmöglich gemacht hätte. Die American Legion müsse die Schande, die dem Weltkrieg gefolgt sei, zurückweisen, als die Zahl der Kriegsmillionäre in den Vereinigten Staaten die Zahl der weißen Kreuze in Flandern übertroffen habe. Im Senatsausschuß zur Untersuchung der Rüstungen wurde über die Erhöhung der Baukosten für Kreuzer gesprochen. Es wurde der Ansicht Ausdruck gegeben, daß die im letzten Jahr erfolgte Steigerung der Baukosten für diese Kriegsschiffe von 8 Millionen Dollar auf 16 Millionen Vollar ein abgekartetes Spiel zwischen den Rüstungsfirmen sei. Zum ersten Male verlangte der Ausschuß von einem Zeugen, und zwar von dem früheren Direktor der Newyorker Ship-Building-Corporation, Barto, im Falle der Selbstbelastung bei seinen Zeugenaussagen auf das Vorrecht der Straflosigkeit zu verzichten. Der Ausschuß will damit eine steafrechtliche Verfolgung ermöglichen. Rudolf Heß bei der Hauptversammlung des BDA. anb Berlin, 23. Januar. Im Hause der Deutschen Presse hielt am Mittwoch der Volksbund für das Deutschtum im Auslande in Anwesenheit des Reichsministers Heß als Vertreter des Führers die diesjährige Hauptversammlung ab. An der Tagung nahmen ferner teil: Vertreter der Partei, der Reichs= und Staatsbehörden, der Reichswehr und Reichsmarine und befreundeter Verbände und Vereine. Nach der Begrüßungsansprache des Bundesleiters des BDA., Dr. Steinacher, und der Eröffnungsrede Professor Dr. Haushofers nahm Reichsminister Heß das Wort zu einer kurzen Ansprache, in der er der Bundesleitung und den Mitarbeitern des BDA. seinen Dank für die geleistete mühevolle und an Kämpfen reiche Arbeit aussprach. Sein besonderer Dank, fuhr der Minister fort, gelte jenen, die außerhalb der Grenzen des Reiches den Kampf führten. Er selber wisse, daß dieser Kampf zum Teil sehr hart sei und was unsere Volksgenossen draußen Schweres auf sich nehmen um der Zukunft unseres Auslandsdeutschtums willen. Mit einem kräftigen Heil Hitler schloß Reichsminister Dr. Heß seine Ansprache. Ein Wenerpultk ur Tus Tratsche=(unedeer Einführung des großen Befähigungsnachweises und der Handwerkskarte Reden Dr. Schachts und des Reichshandwerksmeisters Schmidt Die dnb Berlin, 23. Januar. großen Errungenschaften der nationalsozialistischen Handwerksgesetzgebung, die jetzt durch die Einführung des großen Befähigungsnachweises und der Handwerkskarte einen gewissen vorläufigen Abschluß gefunden haben, gaben den Anlaß zu einer großen Kundgebung der Führerschaft des Reichsstandes des deutschen Handwerks, die am Mittwoch abend im Sitzungssaal des Preußenhauses stattfand. Neben Hakenkreuzfahnen schmückten die alten Innungsfahnen des Berliner Handwerks den Sitzungssaal. Der Veranstaltung wohnten zahlreiche Vertreter der Regierung, der Verwaltung und der Parteigliederungen bei. Besonders freudig wurde der Präsident der Handwerkskammer Saarbrücken, Schmelzer, von der Versammlung begrüßt. Nach der Begrüßungsansprache des Präsidenten der Handwerkskammer zu Berlin, Lohmann, ergriff der mit der Leitung des Reichswirtschaftsministeriums beauftragte Reichsbankpräsident Dr. Schacht das Wort. Er führte u. a. aus: Durch die heute erlassene Verordnung der Reichsregierung wird der vom Handwerk seit langem gehegte Wunsch nach dem sogenannten großen Befähigungsnachweis endlich erfüllt. Damit wird die selbständige Ausübung des Handwerksberufs nunmehr an die Ablegung der Meisterprüfung geknüpft. Er gründet sich auf die nationalsozialistische Auffassung vom Handwerk, die ebenso weit entfernt von der liberalistischen Idee völliger Gewerbefreiheit ist wie von der reaktionären Idee einer überlebten Zunftverfassung. Solange die gewerbliche Technik an das Handwerkszeug gebunden war, und die Maschine noch nicht ihren Siegeslauf angetreten hatte, hat die strenge mittelalterliche Zunftverfassung ihre Berechtigung gehabt und ist Hauptträgerin hervorragender handwerklicher Leistungen gewesen. Mit dem Hochkommen der maschinellen Fabrikation und Massenerzeugungen mußte das Handwerk notgedrungen eine Einengung erfahren. der es war sicherlich eine der wirtschaftspolitischen Uebertreibungen des liberalistischen 19. Jahrhunderts. wenn man mit der unvermeidlichen Einengung des Handwerks auch seine berufliche Organisation verfallen ließ und durch Einführung schrankenloser Gewerbefreiheit das handwerkliche Können herabminderte. Gerade im Interesse einer hochqualifizierten Industrie muß es liegen, das handwerkliche Können zu erhalten und weiter zu bilden. Erst der nationalsozialistischen Regierung ist es vorbehalten geblieben, die gesetzgeberischen Konsequenzen aus dieser Erkenntnis zu ziehen. Die heutige Verordnung soll ein Ansporn sein zur Erreichung einer hohen Leistung, ohne daß jedoch irgend jemandem der Weg hierzu versperrt wird. Die heutige Verordnung bringt keinen Numerus clausus. Wenn hier gewisse Vorrechte für das Handwerk ausgesprochen werden, so steht die Erringung dieser Vorrechte doch in dem Willen eines jeden, der sich dem Handwerksberuf zuwenden will. Die Meisterprüfung wird der Maßstab für die Auslese der wirklich Tüchtigen im Handwerk sein.“ Reichshandwerksmeister W. G. betonte, daß mit der gesetzlichen Einführung des großen Befähigungsnachweises und der Handwerkskarte der nationalsozialistische Staat, der im vorigen Jahre dem Handwerk, die Pflichtinnung und die Ehrengerichtsbarkeit gegeben hatte, etwas geschaffen habe, um das die Handwerkerbewegung unter dem früheren Regierungssystem Jahrzehnte lang vergeblich gekämpft hätte. Der Redner gab dann einen Ueberblick über die Handwerksgesetzgebung seit 1869 und kennzeichnete die Entwicklung, die zur Uebersetzung und Verelendung vieler Handwerke zu führen drohte, weil sich zahlreiche unfähige, unlautere oder jugendliche Personen im Handwerk selbständig machten und sowohl den Markt veru als auch darben auch die Kundschaft enttäuschten und das Vertrauen zur Handwerksarbeit erschütterten. Diese Gefahr sei durch die neue Verordnung gebannt. Dann erläuterte der Reichshandwerksmeister im einzelnen die Verordnung. Er sagte: Großer Befähigungsnachweis und Handwerkskarte Zum selbständigen Betrieb eines Handwerks als stehendes Gewerbe wird nur zugelassen, wer in die Handwerksrolle eingetragen ist. Es dürfen nur Seite 2 Nr. 20 7 Bochumer Anzeiger 7 Donnerstag, 24. Januar 1935 diejenigen Handwerker eingetragen werden, die für das von ihnen betriebene oder für ein verwandtes Handwerk die Meisterprüfung oder eine als Eratz dafür anerkannte Prüfung bestanden haben oder die Befugnis zur Anleitung von Lehrlingen in einem dieser Handwerke besitzen. Ueber die Eintragung muß dem Handwerker stets eine Beschei nämlich die Handwerkskarte ausgestellt werden. Wer den selbständigen Betrieb eines Handwerks als stehendes Gewerbe anfängt, muß gleichzeitig mit der Anzeige bei der Gewerbepolizeibehörde die von der Handwerkskammer ausgestellte Handwerkskarte vorlegen. Damit ist der große Befähigungenogepert, azung o der terlich im Handwerk verankert. Die Uebertg der Vorschriften wird bestraft; es kann sogar die wiverrechtliche Fortführung eines Betriebes potizeilich verhindert werden. Uebergangsvorschriften. Mit den Uebergangsvorschriften will der Gesetzgeber in weiser Mäßigung Härten der neuen Regeluung vermeiden. Zwei wichtige Stichtage Jgg,#. eber, anfang 1900 und der Jahresanfang 1932. Die Uebergangsbestimmungen gelten zunächst für natürliche Pe sonen, die schon in die Handwerksrolle eingetragen. diese bleiben eingetragen; wenn sie aber ernt nach Jahresanfang 1900 geboren und Jahresanfang 1932 ein Don Bersattter? dem außerdem nach dem ong 4 giz g. H. 1920 getragen worden sind, dann müssen sie bis Ende 1959 die Meisterprüfung nachholen; sonst den sie in der Handwerksrolle geloscht; damit ist ven sie in der Gangier,p ihnen die Möglichkeit eines selvständigen Handwerksbetriebes genommen. Entsprechende Bestimmungen gelten für noch nicht eingetragene Handzerker, die beim Inkrafttreten der Verordnung ein Hanowert#uls stehendes Gewerbe selbständig betreiben und dies auch ordnungsmäßig angemeldet haben. Handwerkliche Industriearbeiter können in besonderen Fällen zu,„Meisterprüfung und damit zur Handwerkskarte zugerassen werden, wenn sie fünfjährige Arbeit in ihrem Handwerk sach nachweisen. Die Handwerkskart,, Pahrer, poregtige Frankreich dafür verlangt— Diplomatische Vorbesprechungen zwischen Paris und London 99 Sennar 1 erst an den Völlerbund, wenden, sondern autonatisch seine Streitkräfte für Frankreich einsetzen soll. Berlin, 23. Januar. (Von unserer Berliner Schriftleitung) Die Vermutungen über die Reise der beiden französischen Staatsmänner nach London, die bisher erheblich schon die politischen Kreise beschäftigt haben, sind nunmehr in das Stadium der öffentlichen Auseinandersetzungen getreten. Aus gewissen Aeußerungen, die im Verlauf der letzten Tage in der englischen Presse ge macht worden sind, sowie Aeußerungen maßgebender französischer Blätter— wenn man deren Betrachtungen auch in dem einen oder dem anderen Falle keine allzu große Bedeutung zuzuschreiben braucht— geht bervor, daß Frankreich für den Fall der Erfüllung des Verlangens, die Militärklausel des Vertrages von Versailles zu streichen, von England eine Reihe zusätzlicher Sicherheitsgarantien fordern werde. Zwar verlautet aus Paris, daß der Ministerrat, dem Außenminister Laval gestern über den Stand der Dinge Bericht erstattet hat, erst im Laufe der nächsten Tage die Marschfront für die Besprechungen festlegen wolle, anderseits hat aber eine Besprechung stärkste Beachtung gefunden, die Herr Laval mit dem neuernannten französischen Generalissimus General Gamelin geführt hat. In unterrichteten französischen Kreisen glaubt man Grund zu der Annahme zu haben, daß diese Besprechung der beiden bestimmte, von England zu fordernde Sicherheitsgarantien behandelt hätte. Danach würde die französische Regierung von England wiederum die Anerkennung des gangenen Monaten und über die Lage in den SA.= Gruppen. Abschließend faßte der Chef des Stabes noch einmal seine grundsätzliche Auffassung über die Aufgaben und die Zukunft der SA. in einer Ansprache zusammen. Der Nachmittag stand den SA.=Gruppenfährern zu Einzelbesprechungen mit dem Chef der Stabes zur Verfügung. Keine Aufstandspläne im Reineigrviet ihn aber erwählt, der soll auch die nötigen Voraussetzungen mitbringen und ausweisen, denn das liegt in seinem eigensten Interese gerztengt sr Henelage titel setzen heute ein Lebensalter von 24 Luyzren votaus., L oarnopaktes verlangen. Ferner soll England Förderung deutscher Gütearbeit. sseine Unterstützung dem gesamten PaktEs soll niemand verwehrt werden, den Beruf eines ehrsamen Handwerkers auszuüben oder zu ergreifen. We wird gebieterisch vom Wohl des Volksganzeg,gefarhest, dem unsere Arbeit und unser Können zu dienen hat. der ReichsIn einer Veröffentlichung bgzerchzer,. Iirar p. kommissar für den Mittelstand, Ministerialbitettor Dr. Wienbeck, die Verordnung als einen großen historischen Wendepunkt in der Geschichte des deutschen Handwerks und spricht die Erwartung aus, daß das deutsche Handwerk durc, Zeistung und freuhzige Mitarbeit am Staate Adolf Hitters das system, das bekanntlich den Ostpakt, den Mittelmeerpakt und den österreichischen Garantiepakt umfaßt, leihen. Ueber dies hinaus soll Paris bestimmte Zusicherungen auf dem Gebiete des Luftwesens fordern. Die britischen Garantien sollen sogar so weit gehen, daß für den Fall der Besetzung der entmilitarisierten Zone England sich nicht einmal Es handelt sich hierbei um dislomatichg. g. nizischen gen. Die gesamten Erklärungen in der franzostschen Presse sind also zur Zeit noch nicht anders zu denn als Wünsche der französischen Außenpolitik. Jedoch Deutschland unter diplomatischen Druck zu setzen, auf der anderen Seite dem bevorstehenden Besuch der französischen Staatsleute in London bereits mit diesen Forderungen vorzuarbeiten. Man rechnet sogar in Paris mit einem englischen Gegenvorschlag. Dieser englische Gegenvorschlag wird von dem Pariser Blatt„Oeuvre“ wie folgt umrissen: „Die früher im Kriege verbundenen Mächte erklären als Unterzeichner des Vertrages von Versailles dem Völkerbund, daß nach ihrer Ansiast gewisse Klauseln des Friedensvertrages nicht mehr gegen bestimmte Unterzeichner anzuwenden sind. Unter der Voraussetzung, daß diese Unterzeichner sich mit den Bestimmungen dieser Ansicht eins erklären, müssen sie sich aber gleichzeitig als aktive Mitarbeiter im Völkerbund betätigen.“ Wie man weiter hört, soll auch eine Rüstungskonvention abgeschlossen werden, die nach britischer Auffassung dann auch für Deutschland die volle militärische Gleichberechtigung bringen müßte. Es handelt sich, wie plomatische Vorbesprechungen zwischen Paris und London, die die deutsche Oeffentlichkeit ruhig abwarten kann. Wir werden uns an die klare Auffassung des Führers und Reichskanzlers Adolf Hitler über die moralische und praktische Gleichberechtigung halten, wie er sie in seiner letzten Unterredung mit dem britischen Journalisten Ward Price niederlegte. Der Führer sagte:„Entweder man ist sachlich gleichberechtigt, dann muß man es von vornherein auch moralisch sein. Oder man ist von vornherein moralisch gleichberechtigt, dann ist es unverständlich, wie man einem die sachliche Gleichberechtigung bestreiten kann.“ Ein offenes Wort des früheren Oberbürgermeisters der Stadt Memel im Kownoer Prozeß. dub Kowno, 23. Januar. Auch in der heutigen Verhandlung im MemelländerProzeß bildete die Mordsache Jesuttis den Kernpunkt. Die Zeugenvernehmung ergab ein für den Angeklagten Lepg, der laut Anklageschrift der Beihilfe bei der angevlichen Ermordun des Jesuttis beschuldigt wird. Bedeutsam war das Leumundszeugnis, das der frühere Oberbürgermeister der Stadt Memel, Brindlinger, einer Reihe von Angeklagten in diesem Prozeß ausstellte. Auf die Frage des Hauptangeklagten Dr. Neumann, ob Dr. Brindlinger irgend etwas davon wisse, daß Neumanns Partei einen bewaffneten Aufstand geplant habe antwortete Brindlinger:„Ich kann nur sagen, daß ich mit einer großen Zahl der hier Angeklagten stets in engster Fühlungnahme gestanden habe. Ich habe immer wieder Gelegenheit gehabt, mich mit den Leuten der beiden angeklagten Parteien zu unterhalten. Ich habe aber bei dieser Unterhaltung die Ueberzeugung gewonnen— das sage ich jetzt unter ausdrücklicher Berufung auf meinen Eid—, daß keiner von diesen Herren mit dem Gedanken auch nur gespielt haben kann, im Memelgebiet einen bewaffneten Aufstand zu entfachen. In Unterhaltungen wurde von diesen Herren immer wieder erklärt, wenn man den alten Parteien(Landwirtschaftspartei und Memelländische Volkspartei) einen Vorwurf machen könne, dann nug,. den, daß freg..... genug Mühe gegeben hätten, vie Beziehungen zwischen dem Memelgebiet und dem litauischen Zentralstaat besser zu Seite 3 N: O Gelegen Eins inlerree ureiHe der Regierungskommission des Saargebietes zur Verhaftung des Polizeiinspektors Tilk gestalten. Männer um Neumann und Saß hätten immer wieder betont, daß man gerade deshalb neue unbelastete Männer heranziehen müsse, weil man die Hoffnung nicht aufgeben dürfe, zu einem guten Einvernehmen mit dem Zentralstaat zu kommen. Ich habe ihnen darauf erklärt, sie seien große Optimisten, denn solange eine gewisse Clique im Memelgebiet existiere, werde es nicht gelingen, bessere Beziehungen herbeizuführen. Ich habe bei all diesen Unterredungen immer wieder gefunden, das hohe trauen rechfertigen ,werde, egeschenkt habe. ihm durch die Handwerkskarte geschrakt habe. Aus dem ASLB. ausgeschlossen Der Vorsitzende des Philologenverbandes dnb Bayreuth, 23. Januar. Das Presseamt der Hauptamtsleitung des RSLB. Der Vorsitzende des Philologenverbandes, Oberstudiendirektor Schwendtke(Berlin), seines Aufsatzes„Besinnung“ in Nr. 1 des Deutschen Philologenblattes mit sofortiger Wirkung aus NSLB. ausgeschlossen. Desgleichen ist Nr. 1 Philologenblattes, Jahrgang 35, am 9. Januar liche außerpreußischen Länder. Der„Deutsche“ stellt sein Erscheinen ein dnb Berlin, 23. Januar. Im Anschluß an die veröffentlichte Mitteilung, wonach„Der Angriff“ vom 1. Februar das Organ der Deutschen Arbeitsfront werden wird, gibt die Verlagsleitung„Der Deutsche“ ihren Lesern bekannt, daß nach einer Vereinbarung des Reichsorganisationsleiters Dr. Ley mit dem Reichsleiter für die Presse, Direktor Amann, die Tageszeitung„DergPep##ce, stellt. Vom 1. Februar dieses Jahres an übernimmt„Der Angriff“, die publizistische Aufgabe der Tageszeitung„Der Deutsche". dnb Saarbrücken, 23. Januar. setzte, den Tod fand, hat im Saargebiet allenthalben Aufsehen und Befremden erregt. Die Regierungskommission scheint infolgedessen einzusehen, daß sie diese Verhaftung irgendwie begründen muß, und nun gibt sie folgende„amtliche Feststeuung“, wie sie es nennt, be„Die Verhaftung des Polizeiinspektors Tilk wurde seitens des Vertreters der Staatsanwaltschaft beim Obersten Abstimmungsgerichtshof, der an Ort und Stelle Erhebungen tätigte, angeordnet. Die vorläufige Festnahme erfolgte, weil Tilk der vorsätzlichen Tötung des Kaufmanns Paul Meyer dringend verdächtig erschien. Am 22. Januar wurde gegen Tilk vom Untersuchungsrichter beim Obersten Abstimmungsgerichtshof Haftbefehl erlassen, weil Tilk eines Verbrechens nach Paragraph 212 StGB. dringend verdächtig erscheint und Fluchtverdacht wegen der Nähe der Landesgrenze und der Höhe der zu erwartenden Strafe begründet ist. Außerdem besteht Verdunkelungsgefahr.“ Man ist nachgerade bei der Regierungskommission gewöhnt, daß sie in ihren Auslassungen Unterstellungen bereits als Tatsachen hinstellt, in solchem Fall Urteilssprüche vorwegnimmt, wenn es sich um Belastungen der deutschgesinnten Bevölkerungsteile handelt. Wir denken hierbei nur an den auch in Genf groß angekündigten „Verleumdungsprozeß“ Heimburgers und seige,, Kgui, bei all diesen Unterredungen imme daß die Herren in ihrem meines Erachtens zu großen Optimismus geglaubt.ug gaß es gelingen wihe, Optimisnus geglaubt haben, daß es gelin die Bezieyungen enger und besser zu gestalten. „Baden is hört man muß schwimn richtig. Aber Bochum gen dazu gegeben gegnen: Bock Stadt im In Hallenschwim ist etwa vie und seitdemh zahl verf haben aber i eine Hallense Marienstraße. Kriege wollt Hallenschwim zwar im vol den Schmecht dem früheren dachte man hof selbst z machen. Au nichts gewor wegen des 9 Gelde einstw werden. Di dungen von das Freibad und die kle Langendreer diese Stadtt Großteil B daß sie fast tung haben. sagen, da g die Flußbad sen und das pel=Blankens auch sie gen für den äußersten S gebietes. Front, von dessen Durchführung allerdings setz:, rig5t mals habe ich davon gehört— und bei meinen weitmehr ernstlich die Rede zu sein scheint. Anderseite vor, reichenden Beziehungen im Memelgebiet und vornehmman egensomenig von der Durchfühgagg des längst, sah.5 in der Stadt Memel hätte mir so etwas nicht entligen Disziptinarverfahrens wegen des im Keim erstick=tic.. in einem gräßeren Greise irgendten Polizeiputsches in der Nacht der Stimmenzählung. Ebenso wie seinerzeit die Mißhandlung zweier Polizisten in Saarbrücken bei einer marxistischen Demonstration einer Sühne nicht für wert gehalten wurde, ebenso gilt offenbar für die Regierungskommission auch nicht die Bedrohung eines Polizeibeamten durch einen mit Revolver bewaffneten Verbrecher als Grund zur Notwehr, falls es sich um einen Separatisten handelt. Es darf erwartet werden, daß, solange pflichtbewußte Polizeibeamte an der Saar noch nicht den ihnen gebührenden Schutz des deutschen Staates erhalten, das zuständige Gericht in voller Unbefangenheit und Neutralität schlecht verhüllten Bestrebungen ein Ende machen wird, die ein Eingreifen gegen gewisse Verbrecherkategorien praktisch unmöglich machen könnten. Amorganisation der SA. Lutze spricht zu den Gruppenführern. dnb Berlin, 23. Januar. Die Nationalsozialistische Korrespondenz meldet: In Berlin fand am Dienstag in den Räumen des Propagandaministeriums in Anwesenheit des Chefs des Stabes Lutze eine Tagung der Gruppenführer der SA. statt. Hauptzweck dieser kurzen Arbeitstagung war die Behandlung der Frage der Umorganisation der SA., die durch die neue Zielsetzung bedingt ist. Im Anschluß daran berichteten die einzelnen SA.= der Stadt Memel hätte mir so etwas nicht ent gehen können—, oaß in einem gloßeren Kreise„####ein Plan für einen gewaltsamen Aufstand besprochen vorden sei.“.„„.„ Auf die Frage des Vertreters der Zivi##lage, was er unter der Clique verstehe, die ein Hindernis für die Verständigung sei, erwiderte Dr. Brindlinger: Wir waren der Auffassung, daß das Haupthindernis für eine Verständigung zwischen dem Memelgebiet und der Zentralregierung in dem Verhalten gewisser Memelländer lag, die aus eigennützigen Interessen heraus handelten und kein Interesse an einer Befriedung hatten. Wenn Namen verlangt werden, kann ich Namen nennen.“— Es ist bezeichnend, daß weder das Gericht noch die Staatsanwaltschaft oder die Vertreter der Zivilklage auf dieses Angebot eingingen. Ferner brachte die Verhandlung noch eine interessante Feststellung. Der Direktor des Roten Kreuzes in Memel. der Zeuge Dr. Ceponis, der die Leiche des Jesuttis gleich nach ihrer Auffindung untersucht hatte, gab an, daß die Haut des Toten Anzeichen auf: wies, die darauf hindeuteten, daß die Leiche lunger Zeit an der Luft gelegen habe. Diese Behauptung steht im Widerspruch zu der Behauptung der Anklage, die besagt, daß Jesuttis gleich nach der Ermordung ins Wasser geworfen worden sei. Die Verhandlung wurde auf Donnerstag vertagt. Die Werterwurie Entopus Sünfhundert meteorologische Stationen an der Arbeit 15105 05590 00015 214116 9x 10= 51m Um des Himmels willen: was ist tas? Danebenhauen einer wildgewordenen Schreibmaschine? Keineswegs! Sondern eine Zifferndepesche der meteorologischen Zentralstation Englands, nämlich Londons, die, entschlüsselt den Zentralstationen der übrigen europäischen Länder ungefähr folgendes meldet: :„In England hauptsächlich wolkiger Himmel, dunstiWetter, Windstille. Barometer: 1021,4 Millibar, also gesunken. 16 Grad Temperatur. Ueber neunzig Prozent Feuchtigkeitsgehalt der Luft. 2500 Meter A kenhöhe. Unmeßbar der Niederschlag während der letzten zwölf Stunden. 15 Grad tiefste Temperatur.“ Laie; wen Nun, wenn, schon—denkt sich der.-— interessiert das? Immeryin: eine solche Meldung ist beMeldungen bereits gesichtet und verarbeitet und ginnen, zu ganz bestimmten vereinbarten Zeiten, ihre Berichte in die Welt zu funken. Am ersten ist immer die kleine Schweiz fertig, sie funkt um acht Uhr fünfzehn Minuten; zehn Minuten später folgt Paris; zwanzig Minuten nach ihm meldet Rom; am spätesten ist das russische Riesenreich fertig: Moskau funkt allmorgendlich um nenn Uhr zwanzig Minuten. All diese Meldungen geschehen nach einem internationalen Zahlenschlüssel von hundert Ziffern, mit dem alles ausgedrückt werden kann: Wolkenhöhe, Stärke des Windes und seine Richtung, Luftfeuchtigkeit, Temperatur, Luftdruck, Kurs der Hoch= und Tiefdruckgebiete— wir gaben einleitend ein Beispiel solch einer geheimnisvollen MelLinien, die Orte gleichen Barometerstandes verbinden, eingezeichnet und werden durch Ziffern und Zeichen Niederschläge, Bewölkung, Windrichtung und Temperatur eingetragen. All diese Wetterkarten sammeln sich dann endlich und ergeben die Wetterprophetie für„morgen“ durch den Rundfunk der einzelnen Segtzeger amzt spielt sich, die letzte und wohl aufreihenoste Albeit#ab. Ist nämlich endlich die letzte Wetterkarte eingelaufen, so muß man den ganzen Stoß von Zahlentelegrammen meist in der kurzen Zeit von nur zehn Minuten sichten, aus ihm hieb= und stichfeste,„Schlüsse ziehen können und das Ergebnis den Rundfunrstationen bekanntmachen, die dann ihrerseits mit der nüchternen Mitteilung beginnen:„Ichtung! Sie bören die Wettervoraussage für Hunderte von Funkern in eines der Glieder, die sich zum großen Ring zusammen: fügen und runden müssen, damit die wird. Diese Wetterkarte zu karte, Europgs geschaffen wird. Diese Wettexkarte zu gestalten, helfen fünfhundert meteorologische Stationen mit, über alle Gegenden Europas verteilt, zwischen Moskau und Lissabon, zwischen Sizilien und dem Norokap. Ein Heer von mehreren tausend Personen, Statistiker und Zeichner, Telephonisten, Funker und Geliegt täglich, immer vierundzwanzig ver Lauer, das Heransehrte, lrege####c, emme; und Apwa lang, auf ver Lauer, das Heran und Abchandern der Hoch= und Tiefdruckgebiete den Flug der Winde, den Zug der Wolken zu beobachten und zu registrieren. Und jeden Morgen morsen die Funker der Unterstationen die meteorologische Zentralstation ihres Landes an, meist schon in grauer Frühe. Von der Station des Fichtelberges nach Hamburg: „Hallo, hallo! Ueber den Kamm des Erzgebirges bewegt sich derzeit das noch gestern über der böhmischen Ebene lagernde Tiefdruckzentrum.“ Von der Marseiller Station nach Paris:„Allo, allo, allo! Einbruch heißer böiger Winde vom Mittelmeer her nach Frankreich!#.I, Hallos West. Station Aberdeen nach London:„Bauo, haub. Westliche Luftzufuhr und beginnende Aufheiterung.“ Station Neapel nach Rom:„Hallo, hallo, Hochdruckgebiet, von Algerien her über Mittelmeer bis eingewandert, breitet sich weiter norddung.„hun sind jepeg Tag. sunderte von allen Ländern damit beschaftigt, dreimal— denn so oft treffen sie ein— diese Zahlentelegramme aufzunehmen und zur Enträtselung weiterzugeben. Das ist eine zusammenzuschweißen. instlermenschen wird den auswirkenden Kameradschaft Diese Kameradschaft wertvoller Künstle notwendigen Gedankenaustausch ermöglichen, das Verständnis für alle Kunstarten untereinander durch Vorträge wecken und damit zwangsläufig kulturelle Werte schaffen als sinnvolle Ergänzung der Reichskulturkamie soll außerdem den Boden bilden auf dem sich mer. Sie soll außerdem den Boden bilden, auf dem si Künstler, Pontiker und die führenden Manner der Wirtschaft treffen und aussprechen, und wo auch den Vertretern des Auslandes und ihrer Kunst eine kunstbelebende und=verstehende Zusammenführung mit deutschen Künstlern ermöglicht wird. Es soll in der Kameradschaft der Deutschen Künstler ein neuer Gesellschaftsstil herangebildet werden. Auf der kleinen Bühne sollen erste Künstler vor einem Publikum von Künstlern und führenden Fexsönlichtesen gus Politik und, Wirtschaft in zur gesen, Ag## vesogfg#sgesuchten eine Fülle von Vorschunngd was für ein geheimnisvoller heute schon ganz selbstverständlich anmutenden Prophetie... nach Unteritalien e, breitet sich weiter nordSo fliegen in allen Ländern Europas die Meldungen der meteorologischen Unterstationen nach den betreffenden Zentralstationen. Zu einer Zeit, da sich am frühen Morgen die Millionenheere der Arbeiter und Angestellten in den Großstädten in Marsch setzen zu ihren Arbeitsstätten, haben die Zentralstationen diese anstrengende und nervenaufreibende Arbeit. Ein Zahlentelegramm ist nämlich etwas anderes als ein Worttelegramm. Wird in diesem mal etwas überhört, so kann es leichthin aus dem Zusammenhang ergänzt werden; überhört man aber eine einzige Zahl oder nimmt sie falsch auf, dann ist und bleibt sofort die ganze Depesche vollkommen unverständlich. Begreiflich drum, daß gerade auf den meteorologischen Stationen stets eine Auslese von Funkern arbeitet— sowohl für die Sendung wie für den Empfang. Und auf den Zentralstationen handelt es sich ja nicht etwa dreimal täglich um ein einzelnes Telegramm, sondern hier laufen die Zahlendepeschen jeweils zu Dutzenden aus, allen Ländern ein und wollen mit ungeheurer Gewissenhaftigkeit behandelt und entschlüsselt werdep.,.. Ernsturag. Es bleibt sogar nicht einmal bei den Funrspruchen der einzelnen Landeszentralstationen: auch jeder größere Dampfer auf dem Atlantik gibt seine Beobachtungen den meteorologischen Stationen direkt oder über die Relaisstation eines anderen Schiffes kund. Die Wettermeldungen vom Atlantik her sind deshalb besonders wichtig, weil sich die Hoch= oder Tiefdruckgebiete von Westen nach Osten über den Ozean bewegen, mithin nach Europa in verstärkter oder entspannter Form gelangen. Neben den Meldungen der fünfhundert Stationen müssen so bei der Aufstellung einer einzigen Wetterkarte auch noch durchschnittlich zwanzig tägliche Schiffsmeldungen berücksichtigt werden. Ziel der ganzen Arbeit ist nämlich die Anfertigung der täglichen Wetterkarte! In veinlich genauer Arbeit Karte das Netz der Ispouten, nämlich der „Kameradlchaft der deutschen Künliler“ Ihre Grundsätze und Ziele. Die Kameradschaft der Deutschen Künstler, An dem Kameradschaftsabend am Freitag bei dem zahlreiche unserer ersten Künstler in freudigster Gebelaune und bester Stimmung die Klubmitglieder und ihre Gäste mit einer Fülle von köstlichen Darbietungen erfreuten, nahm auch Reichsminister Dr. Goebbels mit seiner Gattin teil. deren Ehrenmitglieder die Reichsminister Dr. Goebbels und Ministerpräsident Göring sind, hat bildung ihrer Organe vorgenommen. Das Präsidium besteht jetzt aus dem Gründer der Kameradschaft, Benno von Arent, als Präsidenten und Intendant Wilhelm Rode sowie Staatsschauspieler Eugen Klöpfer als stellvertretenden Präsidenten. Anläßlich der am Freitag abend stattgehabten konstituierenden Sitzung des Kuratoriums, die unter Leitung von Staatssekretär Funk in der Kameradschaft stattfand, sprach der Präsident Benno v. Arent über Wesen und Zweck der Kameradschaft, wobei er u. a. folgendes ausführte: Die Kameradschaft der Deutschen Künstler soll alle künstlerisch schöpferischen Menschen auf Grund des Leistungsprinzips zu einer kameraoschaftlichen Gemeinschaft vereinigen, deren bestimmende Grundlage die nationalsozialistische Weltanschauung ist. Ihre Mitglieder machen es sich zur Pflicht, untereinander Kameradschaft zu pflegen, sich von der ich=betonten Prominenten=Einstellung loszusagen zum Wohle des Gemeinschaftsgedankens ihrer Kameradschaft und darüver hinaus zum Wohle der deutschen Voitsgemeinschaft. Ihre Bestrebungen sind rein künstlerische, im Sinne des Kulturaufbauprogramms unseres Führers. Dieser Zusammenschluß von Künstlern, Kunstbegeisterten und einteressierten hat den Zweck, die unter diesen befirdlichen starken Kräfte durch eine zwanglose Gemeinschaft zu einer unzertrennlichen, sich schöpferisch Rücktritt des Intendanten des Dortmunder Stadttheaters Der Intendant des Dortmunder Stadttheaters, Bergmann, ist von seinem Posten zurückgetreten. Operndirektor Hartmann wird die Leitung der Theatergeschäfte übernehmen. Hauptschriftleiter: Dr. Paul Dierichs Stellvertreter: Hans Schulte. Verantwortlich für Politik: Rudolf Foest, Kommunalpolt'g, edi Kusz####l, Be d dingbaus, Lokgles: Jans Schulte, Mttctn und Unterbaltung. Dr. Josef Schwermann, Feutucion: Dr. Emil Strooi17, Wirtschaft: Frit Schmidt, Spart: Hans HornGerichtedienf und bo berg, Gerichtsdien,, und Briefigsten; n dinz: Kurt Dörnemann, Anzeigen. legel, ProKlegel, Kurt Scholz, in Bochum. Berliner Redaktion: Michael Haupt, herlin SW 68 Wilhelmstr. 98, Anruf: Jäger 4115 u. Karlsborst 0340. Berliner Anzeigenvertretung: F. W. Pempe, Berlin= Ehaxloztenhurg, Ublandstr. 194, Anruf C! Steinpl. 6813. Verlag und Pruck: Laupenmühlen& Dierichs in Bochum. Ruf 67551, 52, 53.— DA. XII. 34: 24 450. Sprechstunden der Redaktion 16—17 Uhr(außer Samstags). Für unverlangte Einsendungen keine Hastpilicht Rücksendung nur bei Rückporto Es fehle Mittelpun Bäder, die und ohne der Mehrhe Bevölkerung werden kör es, daß die merszeit ihr Bochums tr. bequemer zu Freibad W in Nähe S Erörterunge gewesen. 2 schen einma tung eines daraus? 2 hand Wider lichen Plan Freibad err regent" un daß der Z1 Ein Freib Es muß Speisung 1 hoch gestatt sich die Be kenner erre von Freibä findig zu n aus der E da! Was mannshof Stellen Stadtkerns da an ein ist— ger allen maßg für die me bad wünsch Wasserquel Die heutige Nummer umfaßt 14 Seiten liegt zwisdh des stillge en SA.= bes noch die Aufrache zuppenfühStabes gehlet meisters seß. nuar. ielländerernpunkt. nloses der laut 1 Ermordas der Brind= sem Prongeklagten as davon Aufstand kann nur Angeklagabe. Ich mit den nterhalten. Ueberunter daß en auch inen been immer en(Landrtei) einen e sich nicht hungen mlitaustalten. ten immer unbelastete Hoffnung ehmen mit nen darauf lange eine de es nicht Ich habe gefunden, zu großen gen würde, lten. Nieeinen weitd vornehms nicht enteise irgendbesprochen lklage, was nis für die dlinger: pthindernis biet und der Remelländer s handelten atten. Namen der das der die bot eininteressante izes in Meeiche des untersucht izeichen aufelängere iese Behaupluptung der ach der ErDie Verweißen. ird den s Verch. VorWerte dem sich der ich den kunst: mit in der GesellBühne nustlern Wirtei. dem Gebend ihre gen erIs mit adlübenter Stadttheaters, kückgetredie Leitung ellvertreter: dolf Foest. nahaus iterhaltung: Strodius Horngel. ProScholz Haupt. 5 u. KarlsPemp,g steinvl. 6813. in Bochum. 450. Samstags). Rücksendung 14 Geien Seite 3 Nr. 20; Bochumer Anzeiger= Donnerstag, 24. Januar 1933 Vorschiage, die zu abericgen sine Nnl Kelden undSaden Gelegenheit, lang gehegte Wünsche zu erfüllen?— Solehaltiges, gutes Wasser reichlich vorhanden SeenergS*„„flafse die nun durch einen Hanal in den Mühlen„Baden ist gesund!“ Wie oft hört man das!„Jedermann muß schwimmen können!“ Ganz richtig. Aber ist denn hier in Bochum genügend Gelegenheit dazu gegeben? Man wird entgegnen: Bochum war die erste Stadt im Industriebezirk, die ein Hallenschwimmbad besaß. Das ist etwa vier Jahrzehnte her, und seitdem hat sich die Vol zahl verfünffacht. Wir haben aber immer noch nur das eine Hallenschwimmbad an der Marienstraße. Gleich nach dem Kriege wollte man ein zweites Hallenschwimmbad errichten, und zwar im volkreichen Norden, in den Schmechtingwiesen, gegenüber dem früheren Schlachthof; später dachte man daran, den Schlachthof selbst zur Badeanstalt zu machen. Aus den Plänen ist nichts geworden; es wird auch wegen des Mangels am nötigen Gelde einstweilen nichts daraus werden. Durch die Eingemeindungen von 1929 hat Bochum das Freibad im Stadtteil Werne und die kleine Badeanstalt in Langendreer dazu bekommen, aber diese Stadtteile sind von dem Großteil Bochums so entfernt, daß sie fast rein örtliche Bedeutung haben. Halt, wird man sagen, da gibt es ja auch noch die Flußbadeanstalt in Dahlhausen und das Strandbad in Stiepel=Blankenstein. Wohl. Aber auch sie sind zu abgelegen für den Kern Bochums, am äußersten Südrande des Stadtgebietes. Es fehlen Freibäder Mittelpunkt Groß=Bochums! Bäder, die ohne große Umstände und ohne weitere Unkosten von der Mehrheit der badefreudigen bevölkerung Bochums aufgesucht Auf unserer Stizze sind die beiden Freibadmöglichkeiten(schwarz) und ihre werden können. Daher kommt"— Lage zur Stadtmitte deutlich gekennzeichnet. es, daß die Bochumer zur Sommerszeit ihr Geld zu den Freibädern in der Umgegend Bochums tragen, die für die dichtbevölkerten Stadtteile bequemer zu erreichen sind als die Flußbäder oder das Freibad Werne. Das Verlangen nach einem Freibad in Nähe Stadtmitte ist schon oftmals Gegenstand von Erörterungen in den früheren Stadtverordnetensitzungen gewesen. Der verstorbene Stadtrat Krüsmann hatte schon einmal einen schönen Plan vorgelegt zur Errichtung eines Freibades im Grummer Tal. Was wurde baraus? Das Planschbecken für Kinder. Allerhand Widerstände engherziger Art ließen den ursprünglichen Plan zuschanden werden. Dann wollte man ein Freibad errichten im Wiesental zwischen Zeche„Prinzregent" und Wasserstraße. Es stellte sich aber heraus, daß der Zufluß von Quellwasser zu gering war. Ein Freibad muß reichlichen Zufluß an frischem Wasser haben Es muß ein natürlicher Zufluß sein, denn die Speisung mit Leitungswasser würde die Unkosten zu hoch gestalten. Bei natürlichem Wasserzulauf verringern sich die Betriebskosten um etwa 90 Prozent, wie Sachkenner errechnen. Denkt man also an die Errichtung von Freibädern, so ist die erste Sorge die: Stellen ausfindig zu machen, wo das Wasser in reichlichen Mengen aus der Erde quillt. Und solche Stellen sind da! Was Wattenscheid z. B. in dem Freibad Beckmannshof hat, haben wir in Bochum an zwei Stellen, je eine im Norden und im Süden des Stadtkerns. Die Notwendigkeit eines Freibades ist— da an ein Hallenschwimmbad dort ja nicht zu denken ist— gerade für den Norden Bochums oftmals von allen maßgebenden Stellen anerkannt worden. Und auch für die mehr südlich gelegenen Stadtteile ist ein Freibad wünschenswert. In beiden Stadtteilen sind ergiebige Wasserquellen vorhanden. Beim Bahnhof Präsident liegt zwischen Zechen= und Haldenstraße die große Halde des stillgelegten Schachtes II der Zeche„Präsident". fflusse, die nun durch einen Kanal in den Muhlenbach fließen, ungenutzt. Würde man die Halde ganz abtragen, so entstände ein großer freier Platz, den man für die Anlage eines Freibades benutzen könnte. Schon vor Jahren wurde von der Stadt geplant, hier einmal eine hübsche Grünanlage für das volkreiche Viertel anzulegen. Wenn die Zechenverwaltung das Gelände, das sie in absehbarer Zeit doch nicht anderweit bebauen würde, für etwa dreißig Jahre pachtweise der Stadt überlassen würde, so könnte man getrost daran gehen, hier ein Freibad zu schaffen. Durch den Freiwilligen Arbeitsdienst könnte der Platz geebnet werden; man würde gewiß auch noch eine Menge brauchbaren Steinmaterials für den Bau der Becken finden. Die Baukosten für das Freibad würden also recht mäßig sein. Der Wasserreichtum ist so groß, daß in den Badebecken stets frisches Wasser vorhanden sein würde. Beträgt doch der Zufluß je Minute 5 bis 7 Kubikmeter solehaltigen Wassers, das sowohl vom Chemischen Institut der Stadt wie vom Bakteriologischen Institut in Gelsenkirchen als völlig einwandfrei befunden worden ist. Also eine Wassermenge, mit der man jeden Tag fünf solcher Becken, wie sie die Badeanstalt an der Marienstraße aufweist, frisch füllen könnte. Dabei hat Wasser den Vorzug, daß es 22 bis 24 Grad Wärme hat, wenn es aus der Erde kommt. Die Badezeit könnte mithin vier Wochen eher beginnen und vier Wochen später enden als es bei anderen Freibädern der Fall ist. Bedenkt man die dichte Bevölkerung dieses meist von Arbeitern bewohnten Stadtteils, so kann wohl nicht daran gezweifelt werden, daß ein Freibad als eine Wohltat empfunden würde, denn nach auswärts baden zu gehen, dazu fehlt es den meisten an Zeit und Geld. Ohne große Unkosten könnte auch die Umgebung dieses Freibades durch Anpflanzung von Bäumen und Sträuchern freundlich gestaltet werden. In einem solchen Freibad könnten auch die Schwimmvereine, die heute auf Unzulänglichkeiten angewiesen sind, einen tüchtigen Schwimmnachwuchs schulen. In frischem Quellwasser sich zu tummeln, ist ein reinerer Genuß als ein Baden in gechlortem Wasser oder in Becken, die leicht Schlamm ansetzen. Das Wasser würde seine Wärme behalten, da die Entfernung von der Quelle bis zum Freibade nur etwa 50 Meter betragen würde. Ein Teil der Halde ist bereits abgetragen. Vor einem Jahre hat man vorübergehend die Abfuhr des als Bergeversatz dienenden Schuttberges eingestellt, weil das Material von anderer Stelle herbeigeschaft wird. Die Zeche hat aber starke unterirdische ZuDas Freibad im Süden Dort wo die neue schmucke Eigenheimsiedlung an , T t a d t t e i l e A l t a n h o c h u m u n d S t e i n k u h l Aus den mannsstarken Rohren dringt das hellWasser hervor, das jetzt ungenutzt in den Kanal geleitet wird. Gelegenheit gegeben zur Anlage eines Freibades. Auch dort kommt aus der Zeche 18 Grad warmes, reines Quellwasser mit 11 Prozent Sole, also ein geradezu ideales Badewasser. Jetzt fließt dieses Wasser in reichlichen Mengen in den Schattbach, der in den Meeswiesen in Laer in den Oelbach mündet. Ein Siepen am Ende der Stoodtstraße böte eine gute Platzanlage für ein Freibad. Das Gelände gehört den Vereinigten Stahlwerken, die gewiß nicht abgeneigt sein würden, es für einen längeren Zeitraum zur Verfügung zu stellen, käme doch dieses Freibad einem großen Teil ihrer Belegschaften zugute. Dieses in lieblicher Gegend gelegene Gelände— auf dem jetzt schon ein Schießstand angelegt wird— ist von der Stadtmitte aus leicht zu erreichen; es käme besonders für Altenbochum, Wiemelhausen und Steinkuhl in Frage. Von den Schwimmvereinen würde es sicherlich rege benutzt werden. Ein Vorzug dieses, sich unmittelbar an den kleinen Birkenwald bei der Zeche anschließenden Geländes ist der, daß es den ganzen Tag über den Sonnenstrahlen zugängig ist. Platz zur Anlage einer Liegewiese ist reichlich vorhanden. Dieses Projekt im Süden hätte auch dann noch Berechtigung, wenn ein drittes Projekt, das verfolgt wird, zur Ausführung gelangen könnte.. D Hahangs=lagenbeis Es käme nun darauf an, die Freibadangelegenheit Fluß"“ zu bringen. Immer wieder wird darauf hindaß Deutschland ein gesundes Volk braucht, in Fluß“ gewiesen, der Grenze der Stadtteile Altenbochum, und Steinkuhl und daß Baden und Schwimmen gesund ist. Hier wäre erstanden ist, in unmittelbarer Nähe der stillgelegten nun Gelegenheit gegeben, sonst nutzlos vergeudetes ger „Dannenbaum 11“, ist ebenfalls günstige sundes Quellwasser in den Dienst der Voltswohljahrt, Zeche ses Wasser zum Fülen von Becken unterhalb des Birkenwältchens zu benuben. Das Geläude ei net sich ausgezeichnet zu einem Strandbad. Dieser große Platz zwischen Zechen=, Halden= und Hofsteder Straße wird allen Ansprüchen an ein großes Freibad gerecht. Seite 4 Nr. 20 7 Bochumer Anzeiger 7 Donnerstag, 24. Januar 1935 einzufangen. Wenn Städte wie Wanne=Eickel, scheid, Recklinghausen und Herne gerade jetzt daran denken, größere’adeanstalten zu errichten, dann sollte Bochum als die führende Stadt nichts unversucht lassen, die ihm zu Gebote stehenden Naturkräfte auszunutzen zum Wohle seiner Bevölkerung und auch seiner Finanzen. Denn wenn wir in Bochum selbst und noch besser baden können als auswärts, dann bleibt das Geld dafür in der Stadt. Es wird Sache der zuständigen Steller sein, die Anlegenheit zu prüfen und möglichst bald zu einem die weitesten Volkskreise befriedigenden Abschluß zu bringen. Wo ein Wille ist, da ist ein Weg! ap. ist Hauptsturmbannführer Radema“ r(Oldenburg) Die Einführung des neuen Führers der 30. SS.= Standarte dürfte am Sonntag in Bochum erfolgen. Stellt Lehrlinge ein! Ostern und damit der Tag der Schulentlassung rückt näher. Betrug die Zahl der zur Entlassung gerommenen Schüler und Schülerinnen im vergangenen Jahre etwa 6= bis 700000, so haben wir in diesem Jahre mit einer Zahl von etwa 1,3 Millionen zu rechnen. Diesen jungen Volksgenossen den Weg in den Beruf zu ebnen, muß Aufgabe der deutschen Wirtschaft sein. Die Tatsache, daß die Zahl der Berufsanwärter in diesem Jahre doppelt so hoch wie im vergangenen ist, verpflichtet jeden Betriebsführer zur sorgfältigsten Prü front ist die Aufgabe der Berufsschulung und Berute: erziehung übertragen worden. Sie haben damit die Verpflichtung übernommen, jeden Volksgenossen zur Leistungseffekt für die gesamte deutsche Wirtschaft überDer Weg dahin geht naturgemäß über eine sorgfältige Berufsaus#ese. Für Berufsanwärter, schulungsvortrag der Kreisbetriebsgemeinschaft „Bergbau". In Fortsetzung der vom Reichsbetriebsgemeinschaftsleiter Stein und vom Kreiswalter der Deutschen Arbeitsfront Meinert gehaltenen Schulungsvorträge sprach em Dienstag abend Ortsgruppenlungrrbgliche WPrach lam Dienstag abend. Ortsgruppenalter Behrendt in lichtvoller Weise über das Gesetz zur Ordnung der nationalen Arbeit. Der Vortrag fand im Festraum des Oberlyzeums statt und war von den Vertrauensmännern gut besucht. Versteigerungen im Stadtleihamt Bochum. Auf die am Donnerstag, 7. Februar, Donnerstag, 14. Februar, und Donnerstag, 21. Februar, im Stadtleihamt., Trankgasse 5, stattfindenden Versteigerungen der versauenen Pfänder aus dem Monat Juni 1834 wird aufmerksam gemacht. Einlösung— nicht Erneuerung— ist noch zum 6. Februar, vormittags, zulässig.(Vergleiche Bekanntmachung im Anzeigenteil!) greifen beginnt, wird im Laufe des morgigen Tages der westliche bis nordwestliche Luftstrom auffrischen, während sich das Tief selbst in südlicher Richtung verlagern wird. Bei der augenblicklich vorhandenen Temperatur verteilung ist durchaus wahrscheinlich, daß sich über Dänemark oder der Ostsee eine Tiefstörung ausbilden kann, die dann eine wesentliche Verschlechterung der Wetterlage in Mitteleuropa herbeiführen durfte. Vorderhand wird das Wetter nach wie vor in der unaus: Jati Mantel dal zeden 2Kslantr. derhand wird, das Wetter.#. alfandeg. gesprochenen Lage verbleiben. Die Wolkendecke bleibt vei wenig veränderten Temperaturen geschlossen. Teilweise fällt reichlich Niederschlag, der stellenweise von Nebelund Dunstbildung begleitet sein wird. Die Winde werden wieder aus Südwestrichtung zurückdrehen. Bilder aus den Bochumer Gerichtssälen Der nächtliche Raubüberfall auf offener Straße, der zwei schon ältere noch gänzlich unbestrafte Männer aus Herne, die selbst genug Geld in der Tasche hatten, in Arbeit und Stellung sich befanden, unter schimpflichster Anklage vor Gericht brachte, so daß sie beide das Zuchthaus mit dem Aermel streiften, stellte sich zu ihrem Glück als eine betrunkene Geschichte heraus. Wenn man als unbeteiligter Zuhörer einen solchen Fall erlebt, sieht man den die Kaufmannsgehilfen oder Büroangestellte werd ge wellen, Arbeitstront die Weichzlsestraßerzgh in der Deutschen arbeitsfront in der auerncaße 46 eine ittlung, die sich in den Dienst sämtlicher Betriebsführer stellt, die eine gute Berufsausbildung der In dieser Lehrstellenvermitlung, die telephonisch unter 60561 und schriftlich unter der obigen Anschrift zu erreichen ist, werden tüchtige Berufsanwärter mit Volksdarunter auch solche, die bereits im Besitze des Teufel Alkohol in greifbarer Gestalt sein übles Spiel mit den Menschenkindern treiben. her noch mit ihm zechten und ihm dann das Geld abnahmen. darunter auch solche, die bereits im Besitze des ArbeitsBetriebsführer in Industrie=, Groß= und Einzelhandel, Banken, Versicherungen sowie an Rechtsanwälte und sonstige Büros ergeht der Appell: Ebnet den jungen Volksgenossen den Weg in den Beruf! Sichert der deutschen Wirtschaft den erforderlichen tüchtigen Berufenachwuchs! Stellt Lehrlinge ein! Der Gauberufsgruppenwalter: Breidenbach. Der Gauwalter der DAF.: Ernst Stein,..R. Der eine Angeklagte war einst ein„oller ehrlicher Seemann“, hatte die Schlacht an der Doggerbank mitgemacht, hat im Kriege an=Boot=Fahrten teilgenommen und war mit bei der Besatzung der in Scapa Flow versenkten deutschen Kriegsschiffe. Mit den Gerichten hat er nie etwas zu tun gehabt. Und nun wurde er am Abend des 9. November so von allen guten Geistern verlassen, daß er nach dem Genuß von einigen Schoppen Schnaps und einigen Krügen Bier zusammen mit einem ebenso rechtschaffenen und unbescholtenen Manne, dem der Alkohl ebenfalls zu sehr in den Kopf gestiegen war, einen ihm bis dahin unbekannten Zechgenossen draußen überfiel und ihm sein Portemonnaie mit etwa 20 Mark abnahm. Und solches, nachdem der Betroffene, ein Bauunternehmer aus Herne, sogar einige Krüge Bier in froher Spenderlaune für sie ausgegeben hatte. Der eine Angeklagte will sich auf überhaupt nicht mehr besinnen. Er sei betrunken heimgekommen. Seine Frau habe ihn noch gefragt, woher er das Geld hätte, das sie in seiner Tasche fand. Folglich müsse die Sache wohl schon so richtig sein, wie der Zeuge sie darstelle. Der zweite Angeklagte will von dem Diebstahl überhaupt nichts wissen, jedenfalls nicht daran beteiligt sein. Ein Fünfmarkstück, das der andere ihm habe geben wollen, wies er zurück. Die beiden haben dann den Unternehmer um Entschuldigung gebeten und das Geld ersetzt. Die Sache war aber schon zu Ohren der Kriminalpolizei gekommen, und so nahm das Verfahren seinen Lauf. völlig zerknirschte, reumütige und bußfertige Sunder standen vor Gericht, zwei Menschen, die auch durchaus nicht den Eindruck von Straßenräubern machten. Sie waren sich selbst zum Rätsel geworden! Das schien hier wirklich keine faule Ausrede. Vorhersagefür Donnerstag: Auffrischende, aus Südwest zurückdrehende Winde, bedeckt, stellenweise reichlich Regen mit Dunst= und Nebelhildung, Temperaturen wenig verändert, in etwa 700 Meter woye noch reichlich Frost.— Wahrscheinliche Weiterentwicklung: Westliche Winde, unbeständig, wenig Temveraturveränderung. Schnos bericht Wetter S 9 3 Schneebeschaffenheit lich geworden, obgleich ihm in,„(6. bat gauch Lohnsummen darch die Finger gingen.“ Er hat auch seinen Posten bis zum heutigen Tage behalten. Bei den Gerichtsakten liegt ein Brief seiner Firma, die ihm Neue Führung der 30. SS.=Standarte Hauptsturmbannführer Rademacher mit der Führung beauftragt— Der bisherige Standartenführer, Sattler, jetzt Führer des Abschnitts IV Standartenführer Sattler der seit November 1933 die 30. SS.=Standarte führte, ist mit der Führung des Abschnitts IV mit Sitz in Hannover beauftragt worden. Die Führung der 30. SS.=Standarte Der zweite Angeklagte war bisher niemals unehrlich geworden, ovgieich#ym in seiner Stellung hohe Lohnsummen durch die Finger gingen. Er hat andas allerbeste Zeugnis ausstellt. Dieser Gerichtsfall ist denn doch eine wirklich ganz außergewöhnliche Sache. Aber die Tat war nun einmal geschehen. Der Staatsanwalt beantragte gegen jeden anderthalo Bahre Gefängnis und sofortige Haft. Das Gericht billigte beiden mildernde Umstände aus dem Paragraphen 51, Absatz 2, zu, der von verminderter 8 nungsfähigkeit handelt, erkannte auf je sechs Monate Gefängnis und sah von einer sofortigen Verhaftung ab, da Fluchtverdacht nicht angenommen wurde. Sauerland Winterberg Willing.-Usseln Brilon Meinerzhagen Alpen Zugspitze Garm.-Partenk. Oberstdort Oberjoch b. Hdlg. Schwarzwald Tilisee-Neustadt Feldberg Rhön Wasserkuppe Taunus Feldberg Harz Schierke Braunlage Hahnenklee Thüringer Wald Oberhof Inselsberg Eifel Monschau Sächs. Gebirgel. Oberwiesenthal Joh- Georgenst. Schles. Gebirge Krummhübel „Ich habe gar nichts mehr zu sagen!“ Ein Angeklagter wurde wegen Verbrechens an Kindern unter Einrechnung einer bereits früher gegen ihn verhängten Zuchthausstrafe zu drei Jahren Zuchhaus und funf Jahren Ehrverlust verurteilt. Als er über die Rechtsmittel belehrt wurde, erklärte er:„Ich sage gar nichts mehr, wenn es wegen solcher Klei nigkeiten so schwere Strafen absetzt!"— Was ist in solchen Köpfen eine„Kleinigkeit"! Basgen 20 bewölkt bewölkt Nebel Nebel Regen Regen bewölkt Regen Nebel Nebel Spetintglchhetten Frechges Pulverschnee Pulverschnee worett Pappechnes Pappschnee Pappschnee „gekörnt Firnschnee Pulverschnes gekörnt mäßig schr gut schr gut sk mäßig, Rodel gut mäsig mäsig Ski mäbig, Rodel gut gut schr gut schr got sehr gut (Weitere Lokalnachrichten auf den Seiten 11, 12, 13.) Wohin gehen wir heute Daß der Bauunternehmer wirklich überfallen und bestohlen worden war, daran konnte kein Zweifel obwalten. Er hatte zwar auch schon schief geladen, aber so betrunken, daß er etwa nicht mehr gewußt, hätte, was eigentlich mit ihm geschah, oder, bei den ungeklagten, daß sie nicht mehr wußten, was sie taten, war keiner von den dreien. Der Ueberfallene hatte noch sopiel Lor: verliche und geistige Kraft, daß er sich in die Wirtschaft zurückbegab, um nach den Leuten zu suchen, die kurz vorRegen und Nebel Bericht der Reichswetterdienststelle Essen vom 23. Januar, abends Die seit gestern veränderte Wetterlage findet ihre Erklärung in dem Gleichgewicht, das in der Luftdruckverteilu,„Hruch Hazs wpoesztiche Hochdruckgebiet fast underzur Zeit in einer Weitervertiefung durch starken Druckfall Stadttheater: 20 Uhr: 3. Meisterkonzert. Solift: Professor Tonhallen=Barieté: Täglich ab 20 Uhr: Das große FestLichtburg: ab 15.15 Uhr: Heldentum und Todeskampf unserer Emden..„ Lichtspielhaus: Keine Vorführung. Odeon: ab 17 Uhr: Die Blume von Hawat. Skala=Lichtspiele: ab 17 Uhr: Die Blume von Hawat. Tonhalle: ab 15.30 Uhr: Oberwachtmeister Schwenke. Weltlichtspiele: ab 15.15 Uhr: Aufforderung zum Tanz. Apollotheater: ab 15. Uhr: Maskerade. 15.30 Uhr; gie. Privatsekretärin beiratet. Hammer Lichtspiele: ab 15.15 Uhr: Frasquita. Wochzay Wärkhe 2) „Das hat er auch getan, Herr Doktor!“ verteidigte die Braut ihren Schatz.„Nicht ein Glas Bier hat er getrunken. Die ersten Tage ist's ihm sauer geworden, hat er mir geschrieben, aber er hat durchgehalten. Wenn Jochen was verspricht, dann hält ers auch tgggngt, de, „Aber warum kommt er denn nicht?“ entgegnen der o w ich weiß auch nichtl! Ich möcht beinahe fürchten, daß ihm was zugestoßen ist“, meinte die Braut Ich kann jetzt nicht mehr länger warten!“ erklärte Poeck.„Ich lasse den Wagen da. Sobald Pillau wessr Fescheshe Sie ihn sofort zu mir. Der Chauffeur Der Arzt nahm sich eine Taxe und fuhr davon. 1oi s64689: Sagen „Sie sind ein fabelhafter junger Mann! Eins Pe fünfundzwanzig sechshundertvierund); Poeck wiederholte, während er die Nummer aufAlso Holsteiner Wagen“, sagte er dann. Dr. Poeck wiederholte, während er die Nummer aufschrieb.„Atso ein gotzet„##agen, sugzr# er dann. „Ich danke Ihnen! Sobalo Sie was von Pillau hören, rufen Sie mich bitte an.“..24, Lemin Der Buchhalter versprach es und notierte gewissenhaft die Nummer der Privatklinik Senius. Es war mittag um ein Uhr. 4, 84 Der Zustand des Todkranken verschtimmerte sich zusehends. Dr. Poeck erkannte zu seinem Entsetzen, daß das Leben Herrn von Rapps nur mehr an einem Faden hing. In der Privatklinik des Geheimrats Senius hatte der Assistenzarzt Dr. Spilke, der mit Poeck befreundet war, bereits alles vorbereitet und erwartete seinen Kollegen. „Es ist zum Teufelholen!“ rief Poeck gleich an der Tür.„Der Mann ist ausgerechnet heute nicht da! Ich hoffe zwar, daß er jeden Augenblick eintrifft, aber.. Wie wäre es mit einem anderenk“ meinte der bio venuov, schwer halten, lieber Spilklel Warten Sie, ich will mich noch einmal erkundigen.“ Er ging ans Telephon und rief das Reedereikontor 8n. 1 Der Buchhalter meldere sich, Hier ist Herr Dr. Poeck! Der Steuermann Pillau war doch heute bei Ihnen? Wann war das und wann „Punkt zehn Uhr, Herr Doktor, und er ist gleich darauf wieder weg.,. 1 Ganse 6. „Er ist aber bis jetzt nicht zu Hause eingetroffen!“ „Ich habe zufällig gesehen, Herr Doktor, wie Pillau von einem Auto mitgenommen wurde. „Zum Donnerwetter, das sagen Sie mir erst jetzt!“ „Ja, aber, Herr Doktor“, ereiferte sich nun auch der Buchhalter.„Sie sind ja wie ein Wilder davongestürmt und ließen mir keine Zeit mehr, etwas zu sagen.“ Schon wollte Poeck den Hörer wütend aufknallen, da besann er sich. Der Mann hatte recht! „Stimmt, was Sie sagen! Wissen Sie vielleicht, wer Villau abgeholt hatt“. e.6 „Keine Ahnung. Aber die Autonummer habe ich mir zufällig gemerkt.“ Fast ununterbrochen surrte das Telephon. Der Arzt hatte die Polizei benachrichtigt und die Arzt hatte die Boll), miz dam Wislan allem Nummer des Aulos angegeben, mir vem zellau allem Anschein nach entführt worden war. Denn Poeck ahnte, daß ein Verbrechen vorlag, und der Steuermann mi Gewalt an seinem Erscheinen gehindert wurde. Aber die Polizei vermochte mit der Nummer nichts anzufangen, denn die Behörde, die das Autoregister führte, hatte an diesem Feiertag geschlossen. Mit allen Krankenhäusern Hamburgs und Altonas sprach Poeck telephonisch. Er suchte krampfhaft nach einem Mann, dessen Blutgruppe der Rapps verwandt war und der sich zu einer Blutübertragung hergab. Aber es war, als habe sich alles gegen Rapps verschworen. In der Millionenstadt Hamburg schien es keinen Menschen von der gleichen Blutgruppe zu geben. Der Steuermann Jochen Pillau saß indessen allein in dem großen Zimmer und wartete.„tunge schien Er langweilte sich. Nach etwa einer Stunde erschien der spitzbärtige Mann, der ihn hergebracht hatte. „Sie müssen noch etwas Geduld haben“, sagte er freundlich,„Dr. Poeck wird gleich eintreffen. Es besteht keine unmittelbare Gefahr für Herrn von Rapp. haben Sie einen Stoß Zeitschriften, vertreiben Sie sich Das tat Pilau auch ausgiebig, und mitlerwelle Endlich erschsen der Spitzbärtige wieder und brachte „Langen Sie tüchtig zu! Damit Sie bei Präften sind. Und hier ist auch eine Flasche Geneper. dieser Ermunterung zog der Mann sich wieder 3u1.— Der Steuermann sah erfreut auf das Essen, denn er hatte tüchtigen Hunger bekommen und hieb gleich wacker ein. Aber als er dann unwillkürlich nach der Flasche Genever griff, stutzte er. Das strenge shre zeg#e Dr. Poecks fiel ihm ein. Wieso wurde ihm#### der Pillau war kein Mann, der seinen für das Leben notwendigen Schaxfüinn. Das sagte ihm allein schon die gesunde Veraunft: Hier stimmte etwas nicht!,...... Er erhob sich und trat aus dem Zimmer. Als er auf dem Flur stand, erkannte er erst, daß dies keine Klinik war. Er wußte Bescheid, denn er hatte einmal vier Wochen, al ser einen Unfall gehabt hatte, auf Kosten Rapps in einer Privatklinik gelegen. Leise Stimmen wurden aus einem der Zimmer vernehmlich und der Steuermann trat vorsichtig heran. Was gesprochen wurde, konnte er nicht verstehen. Plötzlich öffnete sich die Tür und der Spitzbärtige erschien. Er erschrak, als er den Steuermann im Flur oh.„. 62— Mu. „Haben Sie einen Wunsch, Herr Piuau: „Hier stimmt was nicht!“ entgegnete Pillau.„In welchem Zimmer liegt denn Herr von Rapp?“ „Sie können jetzt nicht zu ihm!“ wehrte der Spitzbärtige erregt ab.. simt „So, kann ich nicht! Herrschaften, der Laden stimmt nicht! Ihr macht doch den Pillau nicht dumm! Da will ich doch wenigstens mal telephonieren!“ Aber als er an den Apparat trat und den Hörer in die Hand nahm, wurde er ihm weggerissen. Ein Pfiff ertönte, und im nächsten Augenblick stürz: ten aus dem Nebenzimmer zwei Männer uno warfen sich gemeinsam mit dem Spitzbärtigen auf den UeberDoch sie hatten nicht mit den Semannsfäusten Pillaus gerechnet! Unter gräßlichen Flüchen und fürchterlichen Faust schlägen hieb er seine Angreifer zusammen. Als er eben den dritten mit einem vorbildlichen Kinnhaken erledigt hatte, erschien eine ältere Frau auf dem Plan und schrie entsetzt auf, als sie die drei Männer kampfunfähig am Boden liegen sah. e „Madamchen!“ rief Pillau wütend.„Der Teufel soll Sie frikassieren, wenn Sie mir nicht sofort sagen, wo ich bin!“ Drohend ging er auf sie zu. Da floh sie ins Zimmer zurück und riegelte die Tür hinter sich ab. Der Steuermann aber packte die„Knock=out=Männer“, einen nach dem anderen, und trug sie in das Wartezimmer, das er sorgfältig verschloß. So, jetzt war die Luft rein! Jetzt hieß es schnell handeln. 96 Pillau trat an den Telephonapparat, hob den Horer eb, und drehte die Kurbel.( weiglich, Stimme. „Hier Amt!“ meldete sich eine weibliche Stimme. „Welches Amt?“ „Sie musen doch wissen 6, „Welches Amt!“ brüllte der Steuermann.„#### oin von Verbrechern hierhergeschleppt worden! Ich weiß nicht, wo ich mich befinder „Amt Ahrensburg!“ erwiderte die weibliche Stimme erregt.„Sie sind in der Villa Berching!“ gu 6ghaff Stadt.“. d. v Gie mie schnelstens die Polizel mit einem Auto schicken? Es geht um ein Menschen„Aber ganz schnel, Fräulein! Es is bitterer Ernst! Jawohl!“ Die Polizeistation in Ahrensburg geriet in helle Aufregung, als der Anruf kam. Der diensthabende Wachtmeister nahm sofort ein Auto und fuhr zusammen mit zwei Beamten nach der Jochen Pillau, der inzwischen mit dem Buchhalter des Reedereikontors telephoniert hatte, stand schon ungeduldig wartend vor der Eingangstür. Er schilderte den Beamten kurz, was geschehen war und bat dringend um den Wagen, unter Hinweis auf die unaufschiebbare Blutübertragung. „Den brauchen doch wir, um die Verbrecher abzutransportieren“, erklärte der Wachtmeister. „Ich muß aber den Wagen haben!“ Steuermann grob.„Ich muß sofort in die Klinik. Sonst komme ich am Ende zu spät und Herr von Rapp Das wirkte. Der Name Rapp war zu gut bekannt. So fuhr Jochen Pillau in Begleitung eines Polizisten mit Höchstgeschwindigkeit nach Hamburg. 65 am Ein seltsam Nacht in einem alte Chemiker zu Bett gegang Kleidersch kes ging auf,e ehe er Licht m auf ihn ab, di gegriffene riß Paradesäb die Gestalt Freundin, niaux, erkani nung im Jahl hatte. Die bei der Waffe ihre Mann die des„Turniers zum Fenst die Kräfte des hatte, zu Ende zusammen. wurden in bes haus gebracht. Ar in den soi Am Mitt sieben Ei wird, Anfang Leningra zu haben, da Der Prozeß Die Anklage Beamte. In geworfen, du technischen V haben. Auf VerSowjetunion Anstalten bes Winter * Dr. Poeck glaubte kaum noch an eine Rettung Georg von Ropvs.„ 44 8754 Selbst wenn Piuau noch auftauchte oder der Ersatzmann, den ein Krankenhaus schließlich auf die Beine gebracht hatte, war es fraglich, ob die Blutübertragung noch etwas nützte. Da schrillte das Telephon. Der Arzt griff rasch nach dem Hörer. Es war der Buchhalter aus der Reederei.„Pillau ist auf dem Wege zu Ihnen!“ meldete er.„Er kommt von Ahrensburg! Er war Verbrechern, die ihn festhalten wollten, in die Hände gefallen. Die Polizei dürfte die Villa Berching schon besetzt haben.“ „Berching?!" Jetzt wußte Dr. Poeck alles. Er bedankte sich hastig, legte den Hörer auf und lief— ohne über die seltsamen, unbegreiflichen Zusammenhänge nachzudenken— ins Operationszimmer. Dr. Spilke stand eben über dem Kranken gebeugt. „Unser Mann kommt!“ rief Poeck ihm laut entSpille schien aufznatmen„Abex, sein Blig, deutlich:„Wer weiß, ob es nicht schon zu spar ist!“ Es verging über eine halbe Stunde, bis der erwartete Wagen vor der Klinik hielt. Pillau sprang heraus. Es war keine Zeit zu Erklärungen. Sofort die Blutübertragung mit der nötigen Vorsicht vorenommen..„ zig und wunderte sch Jochen Vilau lag 8anz ru, ach geraumer Weile dbaß er keinen Schmerz Mäbigkeit, die anbielt, bis der befiel ihn eine reichte Budigreit, die anhrett, bis der Eingriff vorbei war. 64 Der Assistenzarzt verband ihm die unveveurenoe Wunde. „Fertig?“ fragte Pillau. „Jawoh“ nickt der Arzt.„„„„ Da erhob sich der Steuermann flugs, aber als er auf den Beinen stand, packte ihn eine Schwäche, die ihn wanken ließ. Dr. Spilke sturre ihn. „Sie haben sich wacker gezeigt!“ sagte er anerkennend. „Sie sind ein prächtiger Kerl, Herr Pillau. eber jetzt müssen Sie ausgiebig ruhen.“ Behutsam geleitete er ihn aus dem Operationsraum in eines der Krankenzimmer. Eine Pflegeschwester nahm sich Pillau an und bettete ihn sorgsam auf sein Lager. Etwa zwei Stunden lag unser Steuermann brau und eudte.(Tortsetzung folgt) Etwa 50 großen fran Fuß der R Blida, der paradieses, gen, die der Nordafrika sche Garnist deutung als ist ein vorg Kabylen un Franzosen sames Auge in Blida, d gefunden: 1 den. Alle einander. der Eingeb Laute, dart und norden in der fran und rasche sehr rege 1 einer europ einen Unte sich hier zu sönlich kenr stehen. Das Lan der extrem unbändiger Sonne auf brennt die Niederi Währendde Halden zeit— de dann hina vorhanden Orangendies.„Mi Palmen= sport zusa ihre BereDa kam Besuch Winterspo Wüste. 9 Atlas die fieber. E stieg hina Afrika we Deutsche Sehr das Spo heute tra sche Skist Bildung bande angehörer paradies M kfall in überzuiges der n, wäherlagern veraturch über usbilden ung der . Vorunausleibt bei Leilweise Nebelwerden ischende, lenweise Tempeöhe noch erent ig Temztglchtatter mäßig sehr gut ehr gut ug, Andelget mäsig mäßig IBig, Rodel gut get zohr gei sahr grt nohr gul 12, 13.) te Seite 5 Nr. 20/ Bochumer Anzeiger 7 Donnerstag, 24. Januar 1933 aller Welt Tiererrdennn CeintRurn. 65jähriger wirft seine 60 Jahre alte ehemalige Geliebte am Schluß des„Turniers aus dem Fenster Paris, 23. Jannar. Eisenbahnernochwuchfe(gzsenhahnersachschulen in Tula, De. Führers Geburtstagsgeschenk O C : Prosessor große Gestmpf unserer awat. senke. Tanz. in heiratet. in helle sofort ein nach der Buchhalter schon unchehen war inweis auf icher abgitersetzte der die Klinik. von Rapp ut bekannt. ines Poliung Georg der Ersatzdie Beine bertragung griff rasch i.„Pillau „Er kommt n festhalten dürfte die es. Er beief— ohne hänge nachen gebeugt. laut entBlick sagte spät ist!“ er erwartete heraus. ofort wurde orsicht vorinderte sich, umer Weile elt, bis der inbedentende aber als er Schwäche, die anerkennend. ul Aber jetzt perationsraum dwsser gehm uf sein Lager. uermann brau folgt) Ein seltsames nächtliches Duell fand in der letzten Nacht in einem Dorf bei Etampes statt. Der 65 Jahre alte Chemiker und Ingenieur Brocquet war gerade zu Bett gegangen, als er plötzlich ein Rumoren im Kleiderschrank vernahm. Die Tür des Schrankes ging auf, eine Gestalt kam auf ihn zu, und noch ehe er Licht machen konnte, gab sie einige Schüsse auf ihn ab, durch die er verwundet wurde. Der Angegriffene riß darauf einen an der Wand hängenden Paradesäbel an sich und hieb und stach au vor allem auf die Eisenvungtesn#eten in Tula, Charkow und Kremenschug erstreckten, haben unglaubliche Zustände zutage gefördert. Von einem nor: malen Unterrichtsbetrieb konnte nir gends die Rede sein. Diebstähle, Schlä gereien, Trunkenheit und Massenfluch aus den Anstalten waren an der Tagesordnung. An den Ausschreitungen beteiligten sich nicht nur parteilose Schüler, sondern auch Kommunisten und Mitglieder der kommunistischen Jugend. Das Lehrperdie Gestalt ein, die er bald als seine o ktach aufsder kommuniktischen Jugen)., Das, Lehr ehemalige sonal war gänzlich ungebildet und seiner Aufgabe so ulein Lermi=Iwenig gewachsen, daß viele Schüler auf den Besuch der .. 2 Zahre 1330 Vitriol iuns Gesicht gespritzt hatte. Die beiden ehemaligen Geliebten trugen nun mit der Waffe ihren Liebes= und Haßstreit aus, wobei der Mann die Oberhand gewann und zum Schluß des„Turniers" nach längerem Nahkampf die Frau zum Fenster hinauswarf. Dann waren auch die Kräfte des Mannes, der einen Schulterschuß erhalten hatte, zu Ende, und er sank im Zimmer ohnmächtig zusammen. Die beiden leidenschaftlichen alten Leute wurden in besorgniserregendem Zustand in ein Krankenhaus gebracht. Anglaubliche Zustände in den sowjetrussischen Eisenbahnerfachschulen Leningrad, 23. Januar. Am Mittwoch begann hier ein Prozeß gegen zahlreiche Direktoren und Lehrer enlasen. Gegen sie wird ein Verfahren eingeleitet werden. Außerdem sollen sämtliche untanglichen Elemente unter den Fachschülern aus den Anstalten entfernt werden. Der Wert des Gatten London, 23. Januar. Vor kurzem wurde in Teheran ein amerikanischer Kaufmann während eines Streits von einem persischen Händler erschossen. Die Witwe forderte von der persischen Regierung durch den amerikanischen Geschäftsträger Bestrafung des Täters und Entschädigung für den Verlust des Gatten. Die Bestrafung des Mörders fiel nur sehr milde aus, da man in Persien für im Affekt begangene Taten volles Verständnis hat, aber „Entschädigung an die Witwe wurden dem ameriRitwoch begann hier ein Prozeß gegensals Entschädigung an, die. Pitzug wurden.. sieben Eisenbahnbeamte, denen vorgeworfen kanischen Gesandten 125 000 Rm. zugewiesen. Da erwird, Anfang Januar an der Strecke Moskau— eignete sich nun ein sehr merkwürdiger Fall. Die Leningrad ein großes Eisenbahnunglück verschuldet we weigerte sich nämlich, das Geld anzunehmen, da sie zu haben, das 27 Tote und 60 Verwundete forderte, meinte, ihr Mann sei bei weitem nicht 125000 R9 Der Prozeß dürfte voraussichtlich drei Tage dauern. wert gewesen. Schon mit 75000 RM. sei er meh * Die Anklage verlangt die Todesstrafe gegen drei Beamte. In der Anklageschrift wird den Beamten vorgeworfen, durch Unvorsichtigkeit und Untenntnis der technischen Vorschriften das Unglück herbeigeführt haben.„„.ie Auf Veranlassung des Verkehrskommissariats Sowjetunion sind in einer Anzahl von Städten Anstalten besichtigt worden, denen die Ausbildung als ausreichend der nicht bekannt, wie wurde. bezahlt. Bis jetzt wurde leider sonderbare Streit geschlichtet zu der die des Explosion in einem kubanischen Bergwerk. In einem Asphaltbergwerk ereignete sich am Dienstag eine schwere Explosion. Sechs Arbeiter wurden getötet. Kr sescen alieh Karziegenosen Geterad TsPzazen, 8. Zlis Ii. Ostobiss eine befendere Pünsche dar duvtyg=Auftu, eren. Brch betersig jich der Zührer mit General Litmann, den er gebeten hat, in dem neuen, ihm als Ehrengeschenk übereigneten Wagen Platz zu nehmen. Wintersport=Hochbetrieb unter Dattelpalmen Eiparavies— am Kande der Sahara Skiklub von Algerien mit 2000 Mitgliedern— Wer wird Skimeister von Afrika?— Im Burnus über die Sprungschanze Paris, 23. Januar Etwa 50 Kilometer von Algier, der Hauptstadt der großen französischen Kolonie Algerien entfernt, am Fuß der Riesen des Hohen Atlas liegt die Stadt Blida, der Mittelpunkt des nordafrikanischen Winterparadieses, von dem nur die Eingeweihten und diejenigen, die der Zufall einmal um die Winterszeit nach Nordafrika verschlagen hat, wissen. Blida ist französische Garnison= und Handelsstadt, der besondere Bedeutung als strategischer Punkt zukommt. Denn Blida ist ein vorgeschobener Posten im Land der heißblütigen Kabylen und der heimtückischen Berber, auf die die Franzosen seit den Tagen Abd el Krims ein sehr wachsames Auge haben. Ein buntes Völkergemisch hat sich in Blida, dem Hauptort des Atlas blideen, zusammengefunden: Militär= und Kaufmannsvolk aus allen Winden. Alle Sprachen und Dialekte schwirren hier durcheinander. Man hört das gurgelnde, flüchtige Gerede der Eingeborenen, man hört französische und englische Laute, darunter dann und wann aber auch deutsche und nordeuropäische Stimmen. Das Gesellschaftsleben in der französischen Kolonialstadt, die sich eines großen und raschen Wachstums erfreuen kann, ist übrigens sehr rege und unterscheidet sich kaum mehr von dem einer europäischen Lebestadt. Allerdings kann man den einen Unterschied bemerken, daß sich die Menschen, die sich hier zusammengefunden haben, alle näher, sehr persönlich kennen, da sie ja in steter Fühlung miteinander stehen. Das Land der Gegensätze e ete graft strahlt die a — aus aller Welt kamen alsbald die Sportler, vor allem aber Vergnügungsreisende und Erholungsuchende. Hotels schossen aus dem Boden des Atlas, um den Zustrom der Fremden aufnehmen zu können. Die kleine Unterkunftshütte, die der Skiklub von Algier in 1300 Meter Höhe hatte errichten lassen, war bald zu eng. Man baute zwei große Berghotels, die nun im Winter Tag für Tag rund 600 Wintersportler beherbergen. Der große Tag des nordafrikanischen Skivolkes ist dann, wenn der Skimeister von Afrika geDie Skimeisterschaft des Landes Algerien weist immer gute Besetzung auf, denn gute Skiläufer sind zahlreich vorhanden, Schweizer und Norweger, Oesterreicher und Deutsche, meist junge Kaufleute, die in Nordafrika große Handelsfirmen ihres Landes vertreten. Alles, was in Algier Zeit und Namen hat, erscheint an diesem Tage in Blida, auch das afrikanische Volk, das an den Kämpfen aber nicht teilnehmen darf, da der Skiklub von Algier sehr exklusiv ist und die Afrikaner keine Konkurrenz bieten können. Im Sprung= und Langlauf sowie im Slalom, der auch für Damen ausgesteckt wird, streiten die Besten um den Sieg. Nicht leicht ist die Prüfung, denn von den Schneehängen des Atlas geht es hinunter bis an den Schneerand, der das Wunderland von dem Schneegebiet abgrenzt, hart vorbei an den Feldern mit den subtropischen Gewächsen und dann wieder hinauf, 1700, 2000 Meter hoch. Auch Sprunglauf und Slalom haben ihre begeisterten Freunde, wie bei uns. Afrikas Jugend ist heute noch nicht konkurrenzfähig, aber sie probiert eifrig, die Kunst des Schneelaufens zu erlernen. Sie hat sich eigene„Brettel“ gebaut. Flink werden diese an die heimischen Lederschuhe gebunden, und dann geht es hinauf, auch auf den Schanzentisch. Mit wehendem weißen Burnus saust einer über die Schanze, hinaus in die Luft, meist nicht weit, dafür aber mit dem— Kopf voraus. Der Springer wälzt sich in seiner Nationaltracht im Schnee, während der Fes, die schöne rote Kopfbedeckung, selbständig den Berg hinabkollert. Begeistert lacht da das afrikanische Volk, lacht wieder, wenn der Nächste an der Reihe ist. Denn ihm geht es auch nicht viel anders, als seinem Vorgänger. Aber all das schadet nichts. Afrikas Jugend hat Freude an dem Sport, der am Rande eines tropischen Paradieses, dicht am Rande der Sahara, eine neue Heimstätte gefunden hat. unbändiger tremsten Gegenfäßze It, Piersge., paltige ateizanische diger Kraft strahtt die augewalligerchekanische Sonne auf dieses Gebiet zu Füßen des Atlas. Sie brennt die Täler des Atlas trocken und breitet in den Niederungen kaum erträgliche Hitze aus. Währenddessen strahlt droben auf den Höhen und Halden des Atlas— zumal um die Winterszeit— der Schnee. Riesige Schneefelder leuchten dann hinab ins Tal, wo— wenn kein Wassermangel vorhanden— fruchtbare Gärten stehen, Palmen= und Orangen=Haine. Das ist Afrikas Wintersport=Paradies.„Manchem mag es ja sonderbar klingen, die Palmen= und Orangen=Haine Afrikas mit dem Wintersport zusammenzubringen. Aber diese Kombination hat ihre Berechtigung. Man schrieb etwa das Jahr 1907. Da kam— niemand weiß mehr aus welchem Grunde — Besuch aus Norwegen, dem klassischen Land des Wintersportes, an den Rand der nordafrikanischen Wüste. Aks die Norweger droben auf den Höhen des Atlas die weißen Felder sahen, da packte sie das Skifieber. Es dauerte nicht lange, und die erste Skipartie stieg hinauf auf 2000 Meter. Die ersten Skifahrer von Afrika waren da. Deutsche Skilehrer am Hohen Atlas Sehr rege gestaltete sich in den nächsten Jahren das Sportleben. Aus Norwegen kamen Skilehrer— heute trainieren vor allem österreichische und auch deutsche Skisportlehrer— und alsbald ging man an die Bildung eines Nordafrikanischen Skiverbandes, dem heute rund 2000 Herren und Damen angehören. Die Kunde von dem neuentdeckten paradies sprach sich bald in ganz Europa herum. Ja Tojahiigneeiter 800 Meusu... Eine ganze Straße eingestürzt— Durch die Geistesgegenwart eines Greises wurden alle Bewohner gerettet Im Rausch verbrannt Osterode, 23. Januar. In der Scheune eines Landwirts in Osterode brach Feuer aus, dem das Gebäude zum Opfer fiel. Bei Beginn der Löscharbeiten wurde eine grausige Entdeckung gemacht. Am Eingang der brennenden Scheune sah man die verkohlte Leiche eines Mannes, bei dem man eine leère Branntweinflasche und eine Tabakspfeife fand. Es handelt sich bei dem Toten um einen früheren russischen Kriegsgefangenen, der in Deutschland verblieb und sich in Osterode als Schuhmacher niedergelassen hatte. Im Rausch hatte er sich mit brennender Pfeife in die Scheune gelegt und so das Unglück verursacht. Treue für ein Menschenalter Newyork, 23. Januar. : Am 1. Mai 1912 wurde in Stillwater im amerikanischen Staat Minnesota, ein gewisser Mike Gentilcore wegen Ermordung eines Mannes, der ihm seine Ersparnisse gestohlen hatte, zu lebenslänglichem Zuchthaus verurteilt.„Habe Geduld, ich warte auf Dich!“ So schrieb ihm damals seine Braut aus Italien. Und diese moderne Solveig hat ihr Wort gehalten. Nach fast 23 Jahren kehrt ihr Peer Gynt, der wegen guter Führung begnadigt wurde, jetzt zu ihr zurück, und nun soll die endlose Wartezeit durch eine llustige Hochzeit in Neapel beendet werden. Die Kältewelle in USH. behm sich aus New Orelans, 23. Januar. Die Kältewelle in den USA hat nunmehr auch auf die Südstaaten übergegriffen. Schneestürme und Ueberschwemmungen verursachten große Schäden, die man auf mehrere Millionen Dollar beziffert. Die Kälte hat auch bereits zahlreiche Menschenopfer gefordert. Ganze Viehherden sind der Kälte zum Opfer gefallen, und viele Schiffe sind vom Sturm von ihren Ankerplätzen losgerissen worden. Die Stadt Veracruz(Mexiko) wurde schweren Stürmen heimgesucht, die beträchtlichen Schaden verursachten. Da der Sturm auch die Lichtleitungen zerstörte, liegt die Stadt völlig im Dunkeln. Ueber das ganze Land geht übrigens eine Kältewelle, die großen Saatschaden anrichtet. Rom, 23. Januar. In der kleinen italienischen Stadt Adelfia hat sich ein schweres Einsturzunglück ereignet. Ein 70= jähriger Mann, der ein kleines Haus im ältesten Teil der St Familien haben alles verloren und sind obdachlos geworden. Sie alle, mehr als 200 Personen, verdanken die Rettung allein der Geistesgegenwart des alten Mannes. herabfalender Dachziegel, gewggitz, Dos, ganze, Haus zit. Schweres Aulbullglutt in Beigien terte und wankte, riesige Risse erschienen in den Mauern, und das Haus drohte jeden Augenblick einzustürzen. Der alte Mann versuchte, durch die Tür das Freie zu gewinnen, aber dies erwies sich als unmöglich, da auf der Straßenseite bereits ein Regen von Ziegeln und Mauerwerk niederging und die ersten Wände schon auf die Straße zu stürzen begannen. Geistesgegenwärtig kletterte der Greis darauf durch ein kleines Fenster, das an einer geschützten Stelle tag, auf die Straße hinaus, wo er bemerkte, daß auch alle angrenzenden Häuser kurz vor dem Einsturz tendden. Er schlug sofort Alarm, und es gelang ihm, alle Bewohner der Straße noch rechtzeitig zu wecken. Die meisten stürzten, nur notdürftig bekleidet, aus ihren Häusern, die kurz, nachdem die letzten sie verlassen hatten, hinter ihnen zusammenbrachen. Die ganze, über ein Dutzend Häuser zählende Straße ist eingestürzt. Brüssel, 23. Januar. Bei Mariakerke in der Nähe von Gent fuhr ein Lastkraftwagen gegen eine Handkarre. Der Lastwagen stürzte in den neben der Straße laufenden Kanal. Der Besitzer, der Lenker und ein Arbeiter er tranken. Der Besitzer der Handkarre erlitt so schwere Verletzungen, daß er nach kurzer Zeit starb. Es wird angenommen, daß der Kraftwagenführer durch die Scheinwerfer eines entgegenkommenden Autos geblendet worden ist. Familiendrama. in Berlin. Der 43jährige Herbert Winkel erschoß in seiner Wohnung in Treptow seine 28jährige Ehefrau und verübte dann Selbstmord. Der Grund zur Tat dürfte nach einem hinterlassenen Brief in Drohungen der Eltern eines erwachsenen Mädchens zu suchen sein, mit dem Winkel in Beziehungen gestanden hat. 5000 RM. Geldstrafe für einen unsozialen Betriebsführer. Das soziale Ehrengericht für den Treuhänderbezirk Hessen in Frankfurt a. M. verurteilte einen Betriebsführer wegen Verstoßes gegen das Gesetz zur Ordnung der nationalen Arbeit zu einer Geldstrafe von 5000 RM. Ein dreifacher Mörder festgenommen. In Waldsassen(Bayern) wurde der 34jährige Kark Schuebl wegen Paßvergehens verhaftet. Dabei wurde festgestellt, daß Schuebl der Täter ist, der in der vorigen Woche in St. Katharina bei Tachau in der Tschechoslowakei den Besitzer Landwirt Josef Stelz= ner erschossen und dessen Frau und Tochter erschlagen hat. Schuebl befindet sich im Amtsgerichtsgefängnis in Waldsassen. Sieben südslawische Soldaten im Schneesturm umgekommen. In der Nähe von Podgoritza(Montenegro) wurden am Dienstag die Leichen von sieben südslawischen Soldaten aufgefunden, die auf einer Uebung von einem Schneesturm überrascht worden sind. Drei weitere Soldaten werden noch vermißt. Man befürchtet, daß sie ebenfalls erfroren sind. Silebnis im Gasar, Von E. C. Klein em orientalischen Ladent versebe, hense bast guntere Hinein. 3ich folgte, Spitzenschal binweg in engen scrautzigen Laden in einer ebenz Zrinnen kam uns ein lleingewachsener Türse mit Stabe, wenig einiggene, ein weißem Haar und Bart, wie ein Patriarg ausehend, Unter einem meisten einen engen schrpt.ag, Meni, einaS engen und schmutzigen Straße, wenig einladend, Kunterbunt von Teppichen, Decken, Tüchern enthaltend, vielleicht auch noch ein paar orientalische Krüge und Schnitzwerke mit einem Inhaber, der wie eine Spinne im halbdunklen Innern lauert und sofort auf jeden Passanten zustürzt, um ihn mit schmeichelnden Worten und der Einladung zu einer Tasse Kaffee in das Innere seines Hauses zu nötigen,— wo er dann unsehlbar das Opfer irgendeines Handelstricks wird. Gewiß, solche Basare gibt es, sie sind sogar die Regel, doch gibt es auch andere,— und von so einem anderen Basar dem märchenschönen Abenteuer, das ich in ihm erleben durfte, will ich im folgenden erzählen. Die Straße, in der er lag. war zwar nach orientalischer Sitte eng, aber sie war reinlich und vornehm. Wohnten in ihr doch die alten türkischen Kaufherren, die ihr Geschlecht bis zu Soliman I. hinaufführten und die allen Neuerungen zum Trotz noch ihre Ueberlieferungen hochhielten, wenngleich die neue Zeit, die auch im Orient schon überall die modernen eurepäischen Warenhäuser erstehen läßt ihre Lebensgrundlage mehr und mehr schmälert und sie zum Teil sogar in Armut dahinschmachten läßt. Was ihnen geblieben ist, das sind ihre vornehmen Basare, in denen wie zu alten Zeiten Teppiche, Decken, Spitzen, Schals in herrlichen Mustern und in echtester Ausführung prangen,— manches Stück blickt vielleicht auf ein Jahrhundert oder ein noch ehrwürdigeres Alter zurück. Man kauft hier nicht billig, gewiß nicht, aber was man kauft, ist echte edle Ware, darauf kann man sich verlassen. Die Schale Kaffee, die den Kunden angeboten wird, besiegelt wirklich noch eine Art Gastfreundschaft, und jeder Gedanke an Lug und Ich ging mit einem Bekannten durch die so sillen engen Straßen— in denen heute noch die Geschichten von„1001 Nacht“ spielen könnten. Durch eine ungeheure Dekoration von Teppichen und Stoffen jeder Art, die auch nicht eine Spur von den Wänden der Häuser sehen ließen. Wie ausgestorben war die Straße. Hier und da erschien ein braunes Antlitz undeutlich in Halbdunkel der Räume, die hinter den Anlagen sein mußten, aber niemand trat zu uns auf die Straße, um uns zum Eintritt einzuladen: Plötzlich ergriff Freund am Arm. Er wies auf ein wundervolles Spitzentuch, das wie ein Spinngewebe über einem der dunklen Eingänge hing, so daß man sich bücken mußte, um unter ihm hindurch ins Innere zu gelangen. „Herrlich! Herrlich!" flüsterte er. Ich mußte iym recht geben. Es war wirklich etwas ganz Herrliches. Zwei, drei Kreuzspinnen schienen in diesem Tisch ihre Netze mit wunderbarer Kunst aneinandergefügt zu haben. In zartester Verästelung liefen die Fäden, edel war die Form, und ein Glanz lag darüber als sei gesponnenes Silber zur Herstellung verwandt. Wenn man genauer hinsah, waren in die Netze allerlei Figunen zart eingefügt, die sich wie zu einem Spiel aneinanderreihten— kurz, es war ein das auch einen, der nicht Kenner war, zur Bewunderung hinreißen mußte. Ohne Zweifel eine der beruymten turkestanischen Arbeiten, wie sie nur dort mit der besonderen turkestanischen Seide angefertigt werden können. „Das muß ich haben!" flüsterte mein Freund. Ich wußte für wen. Er liebte ein Mädchen und gedachte sich mit ihr bei seiner Rückkehr nach Europa zu loben. Oft genug hatte er mir von seiner Liui vorgeschwärmerisch in die Weite,„— glauben Sie nicht, daß Lilli dafür wie geschaffen ist““..6 ginli gar nicht Ich mußte lächeln. Kannte ich ooch Tili gur nicht. Ehe ich jedoch noch irgend etwas erwidern konnte, stand mein Freund schon in dem Eingang zu dem Basar, forschenden und ernsten Blickes entgegen.„ Mein Freund nahm sich nicht Zeit zu irgendeiner Vormalicht..-7 5a— Der Türke unterbrach uns, doch nicht mit einem Wort, sondern mit einer Verbeugung und einer Handbewegung. So fängt man in den stillen Straßen von Damaskus und ihren vornehmen Basaren einen Kauf nicht an— konnten wir dabei in seinen Zügen lesen. Dann vollführte er eine einladende Geste und schritt uns nach dem Innern des Hauses voran. Durch eine wahre Pracht von Draperien gingen wir dahin, Teppiche dämpften unsern Tritt, lautlos schien das ganze Haus. Endlich hielt der Türke an. Einige Schemel standen in einem von farbigem Licht erfüllten Raum. Darauf ließen wir uns nieder. Im gleichen Augenblick auch schon ein junges Mädchen, im Gesicht tief verschleiert, sonst jedoch ihre Anmut nicht verhüllend, und kredenzte uns die Tasse Kaffee, ohne die der Türke nun einmal kein Geschäft beginnt. Da der Türke schwieg, schlürften auch wir schweigend das dunkelbraune GeMit einem Male jedoch klatschte der Kaufherr in die Hände. Und da erschien eine junge Türkin, auch tief verschleiert, sonst jedoch leicht und duftig gekleidet, und was sie um die Schulter trug, das war der herrliche Spitzenschal, der über dem Eingang gehangen hatte. Je ein Kreuzspinnennetz bedeckte ihre beiden Schultern, je ein weiteres hing zu beiden Seiten bis auf ihre Hände herab, die sich darein verfingen und ein neckisches Spiezu treiben schienen, in den Falten verschwindend und wieder erscheinend, bald diese, bald jene Figur, die das Schleiergewebe hineingearbeitet war, zum Leben erweckend. Run erst ging uns der ganze Frmpten Jug. Gewebes auf, all die Möglichkeiten stummeen Aussprechens, die es in seinen Falten barg. Dann verschwand das Mädchen. Und wiederum klatschte der Türke nach einer Zeit in die Hände. Eine neue Trägerin erschien. Sie war voller und mit schwerer Pracht bekleidet. Ueber ihrem Kopf aber lag wie eine Wolke der Schleier und rann an ihrem Körper herab, wie Nebelschwaden. Etwas unendlich Schwermütiges lag über diesem Bild, etwas, was an unglückliche Königinnen aus„1001 Nacht“ gemahnte. Und wiederum das Händeklatschen.„Eing.., erschien, den Spitzenschal lustig um den Carkr: be schwungen und mit Hilfe seiner Enden lustige Gestalten hervorzaubernd— als gälte es, das bunte, glitzernde Spiel des Lebens darzustellen, dieses Spiel des Lebens, das auch einem Spinnennetz gleicht und so manchen schließlich hilflos darin sich verfangen läßt. Wir saßen lautlos wie gebannt. Aus der Schale vor uns stieg der starke Duft des Kaffees empor, das matte Licht, das hinter irgendeinem seidenen Vorhang hervorschimmerte, tauchte alles in ein geheimnisvolles Dunkel, und der Spitzenschal vor uns schien Gewalt zu haben, uns alle Geheimnisse des Lebens nach Belieben zu enthüllen und zu verbergen. Und zum vierten Male änderte sich das Bild. Eir Mädchen erschien, wie in den Schal eingewickelt; um di Brust, um die Arme, ja um den Leib wand er sich. Und deutlich hoben sich nun die Spinnennetze allüberall ab; die anderen Figuren waren wie hinweggelöscht. War es ein Zauberschal, war irgendein Geheimnis dabei, so daß dieser Schal seine Maschen ändern und sein Muster wechseln konnte? Wenn man lange auf dieses ganz starrund stillstehende Mädchen hinblickte, dann glaubte man eine glitzernde Spinne zu sehen und ein leises Flüstern zu vernehmen:„Hüte dich, hüte dich!“ Ein Frösteln überlief mich. Ich blickte meinen Freund an. Er nahm einen Schluck Kaffee, dann wandte Seine Stimme klang heiser:„Welches ist der Preisk“ Mit ganz ruhiger Stimme erwiderte der Türke Ich erschrak. Um Gotes wilen! Woher wollte mein Freund diese horrende Summe nehmen? Er aber blieb ganz ungerührt, nickte mit dem Kopf und erwiderte:„Das ist nicht teuer.“. Der Türke warf einen flüchtigen, und wie mir schien, mißtrauischen Blick auf ihn und auf mich. Dann stand mein Freund auf.„Ich glauve jevoch, es gibt noch bessere Sachen.“ Der Türke horchte erstaunt hin, dann lächelte er. Auch er glaubte diese Ausrede wohl nicht und say in den Augen meines Freundes das brennende Verlangen (Gewiß, erllärte er, ein andermal werde er bereit sein, uns noch herrlichere Dinge vorzuführen. Dieser Schal sei aus dem Besitz einer ottomanischen Prinzessin, es gäbe auch solche, die Kaiserinnen getragen hätten. In diesem Augenblick waren wir vor dem Eingang waren. Wir hielten betroffen unsern Schritt an. Es war ausgeschlossen, daß das Mädchen in dem kurzen Augenblick ihn abgelegt und wieder an seinen Plu## Mein Freund wandte sich zu dem Türken und wies Hh, der da:— war die Antwort,„ist nur eine geschickte Nachahmung— nicht echt—“..1 Verdutzt standen wir vor dem Schal, der uns nicht schlechter erschien wie der der Prinzessin. Ein plötzlicher Einfall kam mir, und ich blickte den Türken mißtrauisch an. Er lächelte malitiös. In dem hinteren Raum stießen sich die Mädchen an und kicherten. Kein Zweifel, dies war des Türken Rache.„.. 85„ Verlegen stand mein Freuno va. Ich sah ihm an: zu gern hätte er gefragt—— Aber einer, dem der Schal der Prinzessin nicht gut genug gewesen war und der nun nach einer vermutlich billigen Nachahmung Wenn wenigstens dieses Kichern der Mädchen da hinten nicht gewesen wäre!... Lann aust. Mit einem elenden Blick sah er mich an, vann zuckte er die Schultern, bückte sich unter dem Schal hindurch is.„Wie gesagt, Ihr Herren“, murmelte hing genau so da wie im Augenblick, da wir eingetreten Ihnen gewitz den Schal einer ottomanischen Kalserin. Die vegetarische Familie von Curt Seibert „So, jetzt wollen wir uns recht satt essen denn von der vegetarischen Kost kann ja kein Mensch auf die Dauer Sie ruhten nicht eher, bis die Mägen voll und die Teller leer waren. Dann stieg Paul— schon etwas schwer atmend— die Treppe hinauf und traf Eberhard, den ältesten Sohn des Hauses. in seinem Zimmer. „Mensch“, rief er,„kommst du endlich! Du mußt ja schon verhungert sein! Daß sogar Vater die blöde Esserei mitmacht, hätte ich nicht geglaubt!“ Dann packte er aus seiner Schublade aus, was er da hatte: Gänseleberpastete, Knackwürste, Rollschinken und viele andere Dinge. Als Paul zum unwiderruflich letzten Male die vierte Knackwurst in Angriff genommen hatte, tat sich die Tür auf und herein kam Otto, der Jüngste der Familie. Kaum hatte er den Tisch erblickt, als er ein Indianergeheul ausstieß, um dann in langen Sätzen eine kalte Platte aus seinem Zimmer hereinzubringen. Dann saßen sie so lange, bis abends das Mädchen erschien und meldete, die dicke Suppe sei aufgetragen. Und während Paul sie löffelweise herunterschluckte, während die andern ihn einzeln verstohlen anblickten, fühlte er, was nach dem Essen ihm in getrennter, Gemächern wieder bevorstand und wünschte sich mit Rucksicht auf seinen Magen sehnlichst, für wenige Mahlzeiten in eine wirklich vegetarische Küche zu geraten. Zum Mittagessen gab es als Begrüßungsdiner eine mit Palmin angerührte Kartoffelsuppe, darauf Sellerieklöße mit paniertem Reis in einer nach Leim schmecken den Fischsoße. Anschließend servierte das gar nicht fröhlich aussehende Dienstmädchen eine aus Ei=Ersatz und Roggenmehl hergestellte Omelette, worauf Paul, der eigentlich eine Woche zu Besuch bleiben wollte, bereits am selben Abend wieder abzureisen und diesen Vegetariern den Rücken zu kehren beschloß. Und wenn er tagelang Pferdewürste essen müßte. Nachdem man sich allseits ein wohliges Bekommen der Mahlzeit gewünscht hatte, sagte der Familienvater: „Ach, Paul, kommen Sie doch einen Moment auf mein Zimmer, ich wollte Sie noch einiges über Ihren lieben Vater fragen.“ Doch kaum waren sie allein, da schloß er die ab, öffnete einen Wandschrank und entnahm ihm einen Teller mit Schinken, Wurst, Butter und frischem Brot. „Diesen Fraß" erklärte er,„kann ja auf die Dauer kein Mensch aushalten, aber meine Frau ist derart überzeugt von den Vorteilen des Vegetarismus, daß meine beiden Söhne und ich gar nicht dagegen aufkommen.“ Und dann hieben die beiden mit vollen Backen ein in Wurst und Schinken, ließen Brot und Butter liegen dafür tranken sie alten Rotspon und kauten lachend, bis ihnen sämtliche Gesichtsmuskeln wehtaten. „Na, jetzt gehen wir hinüber zu meiner Frau“, sagte der Herr des Hauses,„die wollte Ihnen, glaube ich, einige ihrer neuen Bilder zeigen. Mit vollem Magen kann man das moderne Zeug besser verdauen!“ Die Frau des Hauses empfing ihn bereits an der Tür des Rondolrs. 19 Pst!“ machte sie, legte den Finger an die Lippen Zwei Londoner Taxichauffeure besuchen das Britische und drebte nusch den Schlüsel um.„Hat Ihnen dos Museum, Zgptische Abtellung, Garz, besenbese,. ue. Esen geschmeckt, junger. Freund““„.. J, 4m ssiert sie eine Mumie, die wie alle weumten bantrugerrPaul, der nicht unhöftich sein woute, nicte mit dem ist und in einem Sarkophag ruht. Am Fuße kophags ist ein kleines Schildchen, auf dem die KatalogDiese Nummer reizt die beiden zu tiesem Nachdenken: „Was kann das sein, Jack?“ fragt der eine. „Sicher die Nummer des Autos, das sie so zugerichtet hat“, bemerkt der andere. Kopf. nicht mehr sehen aber mein Mann besteht darauf, und Lomitk aing se zur Cheserngr ten. Auf dem Teetisch war für zwei Personen gedeckt. „Angriff“ Ueber das Meer Verwehte ROMAN VON RUDOLF HERZOC 27) Auch Kara von Rolandsberg lachte vor Erregung. „Du ein Heldenlied, von den Augen aufgenommen. Um so kläglicher das Versacken des Magdalenenstromes.“ Sie sagte nach einer Weile:„Jetzt hab' ich Arbeit für die nächsten Wochen. Vorbereitungsarveit die Fülle. Morgen such' ich meine indianischen Führer auf.“ Kara von Rolandsberg hörte am nächsten Morgen Joachim von Iltitz heimkehren. Sie traf ihn am Fruhstückstisch. Uebernächtigt.„Die„.,., Horn; läßt grüßen, sagte er,„sie ist nach Deutschlund zurück. Wunneke Fahrensmann hatte gebeten den Weg zum Geschäftshaus zu Fuß zurücklegen zu dürfen. Seit ihr vom Hausherrn gern die Erlaubnis zur Benutzung des Marmorsees erteilt worden war, pflegte sie schon so früh ihr Schwimmbad zu nehmen, daß außer ihr nur die Vögel in den Zweigen munter waren und die geschmeidigen Eidechsen auf den Steinen. Dann flirrten die Sonnenstrahlen kosend durch die Blätterwildnis, huschten mit ihr durch das verwachsene Heckenpförtchen in die Verschwiegenheit des Wassers, umspielten den in starken Stößen dahinschnellenden schlanken Leib im kurzen, enganliegenden Gewebe und schenkten ihrer Haut den goldhellen Hauch, zu dem das flatternde Blondhaar den Widerschein gab. Wenn Wunneke am Sockel der Mediceischen Venus vorüberschwamm und das weiße Spiegelbild der Göttin ihr aus den erzitternden Wellen entgegenkam, so reckte sie ihm lachend die tropfensprühenden Arme entgegen: Komm, du bist nicht schöner als ich. Und die Göttin wußte es und wurde ihr Vorvild und Schwester. Der Bach brauste mitten durch den marmornen See und wirkte wie ein alle Poren durchdringendes Mineralbad, der Brunnen rauschte auf und wünschte der schönen Mädchenschultern Sturzbad zu sein, die Schattenbäume spreizten feierlich ihre Reifröcke, und die mannshohen Kakten der Hecten gause terpachte, Eiser'sWhunnekte Bevor das Leben im Hause erwachte, war Lounnte auf ledernen Sandalen durch den Park und über den Rasen zu dem bequemen Ausgang ihres Zimmers zurückgehuscht, aus dem Badezeug geschlüpft, von der Sonne getrocknet worden. In einer Folge turnerischer Uebun gen dehnte sie den nackten Körper in die Vollkommenheit der Linien hinein, reckte sie die Arme. streckte sie die Beine, bog sie den Leib in Hüften und Schultern, rührte sie mit den Fingerspitzen vorwärts= und rückwärtsgebeugt, den Fußboden an. Und der fehlerlos schlanke Mädchenkörper gab her, was von ihm verlangt wurde. Kaum, daß sie das Kleid übergeworfen hatte, und schon klirrte die schwarze Carmen mit dem Frühstücksbrett auf dem Flur. Sie wurde unwirsch, die schwarze Carmen, wenn die deutsche Senhorita mit dem stolzen Gang nicht mit der Turnstunde warten wollte und ihrer empörten Neugier immer das Nachsehen ließ. Aber beim Frühstücken durfte Carmen die Zuschauerin spielen und sogar ihre Kennerschaft beweisen. Dann preßte sie das purpurne Fleisch der Granatfrüchte, ohne eins der haarfeinen Samenkörnchen durchschlüpfen zu lassen, dann zog sie mit einem Kunstgriff die Haut von den frischen Feigen, dann lockerte sie mit raschen Einschnitten das Fleisch der saftquellenden Mangofrüchte, das Gewebe der herberen Grapefruits, damit die durstigen Mädchenlippen den Saft aus den Fruchthälften schlürfen konnten. Diese schöngeschwungenen Mädchenlippen, von denen die schwarze Carmen nicht glauben wollte, daß Gott sie ohne Hilfe des Farbstiftes geschaffen hätte; und ihr heißestes Wünschen blieb, sie ein einziges Mal betupfen zu durfen. Den Morgenweg quer durch die erwachende Stadt zungeschäftshaus der Viergasten viEie fragte Carlos die Gieder geschmeidig uu.u„„itag die Briefmappe Piskator, als sie ihm an einem Mittag die Briemmappe zur Unterschrift vorlegte, um die Erlaubnis, den Wagen ablehnen zu dürfen, und der Verwöhnte blickte sie verv. 9 Ihnen nicht geschmackvoll genugs Wünschen Sie einen schönerenf, I. ug 4. Gauf Wunneke schüttelte lacheno den Kopf. „Den gibt es ja gar nicht. Sie fahren die glänzendste Marke in ganz Carácas, und der Neid sprüht aus allen Blicken. Beneidet werden ist aber im Leben selbst des besten Mädels der Höhepunkt. „Werd's mir merken“, sagte Carlos Piskator. Sie? Sind Sie noch tugendhafter als das beste „Es ist keine Tugend, es ist Eitelkeit.“ Carlos Piskator sah Wunneke an, ohne sich den geringsten Zwang aufzuerlegen.„Also doch?“ Wunneke Fahrensmann kam ihm zuvor. „Ich habe nie den geringsten Hehl daraus gemacht. Ja, ich bin eitel und halte es für so wertvoll wie eine Tugend. Man soll allem Häßlichen abbold sein. Und ein richtiger Dauerlauf zählt zu den stärksten Schönheits„Sie sind wirklich ein schöner Mensch, Fräulein Fahrensmann“, sagte Carlos Piskator und ließ seine es auch bleiben", erwiderte Wunneke und blickte ihn mit klaren Augen an. Seine Hand sank nieder. Er zog die Unterschriftenmappe heran und unterVon jetzt an lief Wunneke jeden Morgen durch das lärmende Erwachen der urwüchsigen Stadt. Die mageren Hähne in den Markthallen krähten die Sonne an, die hochheinigen Hunde bellten zu den hochbeinigen Katzen hinüber, die auf diesem dünnbevölkerten Felsenhochlano mann.“ entartet waren wie die hochheinigen Hausschweine. Scha ren zu Markte ziehender Esel trompeteten ihre.. tändchen zum heten. Jedenz, Gtrauchursehe5r rigeranz kannte jeden Baum, jeden Strauch, jedes Tier und jeden Treiber, jede Nachtmutze, die aus dem Fenster fuhr, und jedes Menschenkind schwarzer, roter und weißer freute sie sich auf das Gelärm des Lebens. Es waren große und weittragende Geschäfte, die Carlos Piskator einging. Und es hatte seine guten Gründe, weshalb den Konsuln und Geschäftsträgern fremder Nationen die auserlesene Parkbesitzung Ernest Piskators bis über Mitternacht hinaus bei Spiel und Trunk und Tanz offen stand. Ernest Piskator überließ diese Art Geschäfte, die die Politik mit dem Aermel streiften, seinem Sohn und seinen Schwiegersöhnen. Nicht etwa, weil sie ihm nicht behagt hätten. Auch in der Beherrschung der politischen Märkte zeigte sich der königliche Kaufmann, und wenn es galt, an einer Lieferung Geld zu verdienen, so war dies Geld bei Ernest immerhin in guten Händen und spielte im gesunden Blutkreislauf der Welt seine Rolle weiter. Nein, Ernest Piskator, des Präsidenten Freund, hielt darauf, in der Wertschätzung der südamerikanischen Möchte bis in Fingerspitzen untadelig dazustehen, und nur so kam es, daß man von Venezuela bis Argentinien seine Freundschaft suchte, immer bereit, einen gern geteilten Rat einem handelewichtigen Fingerzeig uggxzennte#ernit Piskator kaufte in Kolumbien eine Kafsereneg ooer in Peru die Wolle der Alpakos, wenn noch keine daran dachte, daß infolge von politischen Aergernissen die Ausbeute erschwert und die Häfen gesperrt werden könnten. Er führte mit sicherem Blick Eisenbahnschienen und Chemikalien ein, solange sie noch an ihre Bestimmungsorte gelangen konnten. Er war der Generalstabschef, der in Menschenköpfen las wie in aufgeschlagener Wunneke Fahrensmann war es bald gewahr geworden. Als Privatsekretärin des Sohnes hatte sie im Hause wohnen, und so sah sie den Hausherrn tägihrer innersten Kräfte so wäre ja jedem Menschen mit dreißig Jahren das Todesurteil gesprochen. Liegt hier nicht eine Verwechslung von Kalender und Blutdruck or Er hob statt jeder Antwort sein Weinglas.„Ich .n Zuweilen auch begleitete er sie in den Park oder bat sie selber um ihre Begleitung. Dann schwieg sie ganz still an seiner Seite und gewahrte mit sehenden Augen, wie er Pflanzen und Gestein, Wasser und Luft durch seine Gestaltungskraft lebendig machte.„Das ist Jugend“, sagte sie tiefatmend.„Mehr, viel mehr. Jugendkraft. Zeugungsfreude. Um die Freude wissen Er wiederholte die Worte. Er sprach sie langsam vor sich hin.„Aber es muß in der Wechselwirkung geImmer war der Park bis Mitternacht voll Leben, voll Gesang und Tanz. Fehlte am Himmel der Mond, so tropften schimmernde Papierlaternen von den Zweigen, leuchteten aus dem Gebüsch, wiegten sich. Wasserlauf und den Brücken des Baches. Nur die spanische Sprache hatte das Wort, die Sprache, die noch von Liebe zu klagen scheint, wenn sie schon gewährt, die selbst noch ihre Seufzer singt. Die Töchter des Hauses ließen sich in den Hängematten schaukeln, Sohn und Schwiegersöhne tanzten mit den Damen der Gäste auf de Rasenflächen einen neuen Tango, zu dem ein Neger girrende Mandoline, ein zweiter 2/ggztgfrag, gfgnzerte, Gitarre zupfte, die amerikanische Hausfrau Piaarert., tanzte vor, lachte und erging sich in den Atempausen mit einem bevorzugten Partner auf den geheimnisvollen als Wunneke Fahrensmann an einem sternenhelen Abend zugezogen wurde, gewahrte sie während eines Tanzes den Hausherrn Ernest Piskator unter den Zuschauern. Er blickte freundlich nach ihr, und doch hat sie das Gefühl, sich unbemerkt aus dem lauten Kreise entfernen zu sollen. Sie tat es und lag noch lange mit einem Gefühl der Befreiung in ihrem Zimmer wach. einem Viskator au Lunen,#e##.g.-grgten be lich bei der Abendmahrzeit. Seine Augen grußten sie freundlich, verweilten ein vaar Sekunden auf ihrem Gesicht, als wollten sie den Ausdruck prüfen, und wandten Mährend Carlos Piskator an sich mit gleicher Freundlichkeit anderen zu. Zuweilen 309 laut der Briefe angab, unterbrach er sie schon bei Tisch in ein Gespräch. Nie über Geschäft scheint Ihnen der gesellige Kreis iches. Das hatte in den vier Wänden des Handelshauses sehensfreude in den Morgen hinein, und wo an einem Plat sich ein Kraftwagenkand befond probten die Prof, pahre ud flare. und wenn echte Jugend von der Dauer zu bleiben und nahm dem Leben schen„Abgggnge gan Atem. Er hefragte sie über Theater und Muni und verglich seine Anschauungen mit den ihren. Er befragte sie über lesenswerte Bücher und nannte# seine Lieblingsgedichte. Oft stellte er sich zweifelnd, widersprach, soggr, um sie ins Feuer zu bringen und sich an der furchtlosen Verteidigung ihres seelischen Lebens und Erlebens zu freuen.„Ich glaube wahrhaftig, ich habe neuzeitlichere Anschauungen als Ihre Jugend, Fräulein Fahrens„Ach“, entgegnete sie mit einem ärgerlichen Aufwerfen des Kopfes,„so billig müssen Sie es nicht tun, Herr Piskator. Ich kann so wenig eine neuzeitliche Anjeben mie eine altzeitliche, sondern nur eine Wähleinh Lartos Pirtcle, anderen Tages den Worttaut dir Brlst, ungug„#mgrach er sich plötzlich:„Er„ensg vesturzng##eis unseres Boges nicht angemessen:„Nicht anregeno genug oder, im Gegenteil, Sschen„... ph., boch günzlich gleich„Aher, Herr Piscator, das wurk doch ganzlich gleichEs ist es nicht. Sie sincd in Ihrer Blondheit ein auffallender Mensch. Die Gäste fragen nach Ihnen mehr, als mir lieb ist, wenn Sie verschwunden bleiben.“ Wunneke Fahrensmann lachte fröhlich auf. „Das haben Sie sicher nicht sagen wollen, Herr Piskator. Das war Lob und Tadel in einem Atem.“ „Also das haben Sie doch gemerkt“, sagte Carlos Piskator, erhob sich und legte mit einem kurzen Ruck den Arm um sie. Sie hatte noch Zeit, ihre Hände gegen (Fortsetzung folgt.) „ K SScSctesscfer-Man Premiere! In den Wandelgängen des Theaters erwartungsvoll erregte, festlich gestimmte Menschen, umrauscht vom Stimmengewirr einer freudig=lebhaften Unterhaltung. Das bevorstehende Theaterereignis wischt von den Gesichtern die Berufs= und Alltagssorgen, man vergißt die Widerwärtigkeiten des Tages, man freut sich, man ist in Stimmung. Premiere! Wissen Sie was das für den Theatermenschen heißt? Das Publikum des Premierenabends sieht nur das Endergebnis einer manchmal wochenlangen, mühevollen Kleinarbeit aller Kräfte der Kulissenwelt. Wollen Sie wissen, wie eine Vorstellung entsteht? Bitte schön, wir heben einen Zipfel des Vorhangs, tun Sie einen Blick in die geheimnisvolle Zauberwelt der Illusion! Wo lpäter Talälte lich erheben Zuerst ist alles wüst und leer, die Bühne, ein riesiger Raum, spärlich erhellt von wenigen Soffittenlampen, kahl, verstaubt, nüchtern und stimmungslos... Hinten der große, haushohe Rundhorizont schließt den Riesenraum halbkreisförmig ab. Was das Publikum meist „Ich gehe zum Alten, beschwer mich.“ „Hab mal in der Komödie mit Bassermann draußen Nach einigen Stunden hat sich die Aufregung gelegt. Die Scheinwelt der Kulisse zu sehen bekommt, ist nur, besonders bei den„kleinen Komödien“, ein Ausschnitt, ein Teilchen der Bühne. Alle Apparate, mit denen die Welt des Scheins, Sonne, Mond und Sterne, Wolken, Blitz und Donner, Himmel, Hölle und Erde nacherschaffen werden sind raumsparend versteckt eingebaut. Auch die große Orgel ist staubdicht hinter Rabitzwänden mit elektrisch gesteuerten Schallklappen verstaut. Hoch über der Spielfläche der Bühne hängen die beiden Beleuchterbrücken. Ein Gewirr von Stricken, die in Gegenführung mit Gewichten bis zu vielen Zentnern schwer belastet sind, ragt in den turmhohen Schnürboden hinauf. Dazwischen baumeln Wände, Häuser und Schlösser, ganze Wälder, kurz, alles, was zur Dekoration der Kulissenwelt gehört und gerade für den Abend gebraucht wird. Vorn, neben dem in dem großen Raum fast klein erscheinenden Bühnenausschnitt sind rechts und links die Beleuchtertürme; nach der Bühnenmitte zu fahrbar, so daß man den Bühnenrahmen verkleinern oder vergrößern kann. An der rechten Seite führt eine eiserne Treppe zu einer feuersicheren Kabine: dem Stellwerk des Beleuchtungsingenieurs. An der linken Turmseite: Schaurafeln, Klingelknöpfe und Signallämpchen, der Kommandostand des Inspizienten. Tief unter den„Brettern, die die Welt bedeuten“, wuchten auf Betonfundamenten schwere hydrauliche Hebevorrichtungen. Durch einen Hebedruck kann der Theatermaschinist den Bühnenboden in verschiedenen Teilen geräuschlos öffnen, heben und versenken. Ein Gewirr von eisernen Trägern. Auf dem Bühnenboden ist eine riesige Scheibe, elektrisch drehbar. Feuersichere eiserne Türen trennen den Bühnenraum von den Garderoben, Magazinen, Werkstätten und dem übrigen Bühnenhause. Dieser technische Apparat bildet aber neben den Werkstätten nur einen Teil der Voraussetzungen für das Zustandekommen einer Vorstellung. Bis zur Verlebendigung der dichterischen Idee braucht man noch viel Mühe und Arbeit, Erfahrung und Wissen, künstlerisches und spezialhandwerkliches Können. Ein Stück wird„beletzt“ Der Regisseur hat eben einen Schauspieler geheimnisvoll beiseite genommen, nun hat er leise mit einer Kollegin gesprochen. Alles platzt vor Neugierde: Kommt eine neue Komödie? Was für ein Stück? das, der Chef oder...“ Johnny in seiner Nebeneigenschaft als Bibliothekar tut sehr geschäftig, schleppt ostentativ allerlei Bücher mit sich herum, steigt gewichtig in die Bibliothek hinab, erscheint eilfertig wieder wie ein Heinzelmännchen mit neuen Büchern, deren Titelseiten er vorsichtig vor neugierigen Blicken hütet. Er bemüht sich ein sehr gestrenges Gesicht zu machen und sorgenvoll durch seine Brille zu gucken, denn eine große Verantwortung lastet auf seinen schwachen Schultern: es könnte vorzeitig der Krach der Unzufriedenen ausbrechen. So schürt er die Neugierde der Komödianten, aber er ist undurchdringlich, wenn dieser und jener unter vier Augen versucht, ihm sein Amtsgeheimnis zu entlocken: „Mensch, mir kannst du es doch sagen, zngs kommt denn rausk Spiel ich oder.“ Ist2 ugeigen, Pekung Hat niemand etwas erfahren können, heißr es:„Iep, spielt sich auf.“—— Endlich ist die„Komödie“ raus. In der Theatersprache heißt alles Komödie, ob Drama, Lustspiel oder Trauerspiel. Die„Besetzung“ hängt am „Schwarzen Brett". Alles steht davor, jeder sucht zuerst seinen Namen. Dann kommt Kritik: „Eigentlich meine Rolle, die du spielst.“ „Mein Gott, ich spiele schon wieder ne„Wurzen“ „Nein, das mache ich nicht mehr mit, das ist doch nicht mein Fach“. Die Troben beginnen Zu Anfang ist die Strichprobe. Nach der Bearbeitung des Regisseurs(manchmal auch des Dramaturgen, der das literarische Gewissen des Theaters darstellt, meistens aber, besonders bei Mißerfolgen, der Sündenbock ist, werden die Streichungen, textlichen Aenderungen und Umstellungen angegeben. Der Spielleiter informiert die Künstler über den Charakter ihrer jeweiligen Rollen und„legt“ das Stück nach seiner Auffassung" an. Dann folgt die Stellprobe mit angedeuteten Tekorationen und Bauten auf der Probebühne. Auftritte, Gänge, Requisiten Requisitenspiel, Bewegungen, Gruppierungen Solound Ensemblespiel, Abgänge, Geräuscheffekte usw. werden auf Stichwort festgelegt. Dann erst kommen die Stückproben. Eine Geduld erfordernde, langwierige, manchmal bei großen Werken sogar wochenlange Kleinarbeit. (Je nach den Schwierigkeiten, nach Umfang und Größe des Werkes etwa zehn bis zwanzig oder auch fünfundzwanzig Stückproben). Da wird nun jeden Tag stundenlang probiert! Welch eine Fülle von Ausdrucksmöglichkeiten muß der Darsteller haben, bis dem Wort in seiner vielfältigen Ausdrucksart, bis der zartesten Stimmung des Dichterwerkes Satz um Satz, Szene um Szene nachgespürt ist, bis der Ausbruch der Qual, der Aufschrei des Schmerzes, der Ausdruck der Freude, kurz, die feinste Seelenerschütterung ausprobiert und festgelegt ist und bis endlich eine Rolle schöpferisch=eigen nachempfunden und dargestellt wird! Hier entscheidet die künstlerische Potenz den Wert des darstellenden Künstlers, ganz gleich ob er in kleinen oder größeren Rollen„rausgestellt" wird. Dies sei zur Ehrenrettung des allgemein und selbst in Berufs= und Kritikerkreisen vielfach verkannten„Episoden"= oder „Chargendarstellers“ gesagt. Beurteilt doch meist das breite Publikum den Wert einer schauspielerischen Leistung nach dem Textumfang oder gar nach dem sympathischen oder unsympathischen Charakter einer Rolle! Der Spielleiter muß bei diesen Proben Psycholege, Diplomat, Pädagoge, Interpret und Künstler zugleich sein, um die künstlerische Eigenart der einzelnen Darsteller erschöpfend auszunützen und gleichzeitig in die Formeinheit und das Zusammenspiel des jeweiligen Bühnenwerkes zu bringen. Dabei kommt es auf die Fähigkeiten des Regisseurs an, ob er in seiner Auffassung der Rollen die Bühnenkünstler zur vollen Entfaltung ihrer künstlerisch=eigenartigen Möglichkeiten bringt(ohne den Rahmen der Gesamtinszenierung zu sprengen) oder sie, kompromißlos seine Anschauung durchsetzend, zu Marionetten degradiert und damit eine Inszenierung„schabloniiert“. Wichtig ist dabei, daß er ein Stück richtig„besetzt“ und die Stärken und Schwächen jedes einzelnen seines Personals gründlich kennt. Auf den Stückproben wird„geschliffen“ oder auch„hohe Schule geritten“, wie es in der Komödiantensprache heißt. noch die Statisterie exerziert. Endlich ist es soweit bis zur Hauptprobe. Die Schauspielerinnen und Schauspieler spielen in den noch nicht ganz fertigen Dekorationen auf der Hauptbühne. Sie tragen dabei schon, die Kostüme, um sich daran zu gewöhnen. Hundert technise, und künstlerische Dinge werden bis in alle Einzelheiten vom Spielleiter angeordnet. Wie oft wünscht man sich da den Achtstundentag! Tja, den gibt es im Theaterbetrieb nicht. Dabei darf man nicht vergessen, daß der Schauspieler nach diesen physischen und psychischen Anstrengungen seine Hauptarbeit meist noch vor sich hat: die jeweilige Vorstellung des Abends, die von ihm das Halb Maske, halb Zivil Die Scheinwelt der Kulisse entlieht Während dieser Proben ist in den Werkstätten Hochbetrieb. Maler und Bühnenarbeiter, Schneider und Schneiderinnen, Schreiner Schlosser, Schmiede und Elektriker, Friseure und Friseusen, Schuhmacher, Requisiteur, Cacheur und Dekorateur entwickeln unter Leitung des Werkstättenmeisters eine fieberhafte Tätigkeit. Der Bühnenarchitekt, nach dessen Berechnungen und Angaben die Bühnenbauten entstehen, hat es oft nicht leicht, die Entwürfe des Bühnenbildners in die Wirklichkeit umzusetzen. Das Papier des Malers ist bekanntlich geduldig, aber die Bauten müssen nicht nur schön, wirkungsvoll, statisch genau berechnet und praktisch möglichst schnell verwandelbar sein, sie müssen auch dem Ideengehalt des Werkes sich dienend einfügen und letzte an Kräften und Hingabe verlangt,— zu Zeit, in der andere Menschen von ihrer Tagesarbeit ausruhen. Am nächlten Morgen Ut Ceneralprobe Im„vollen Indianerschmuck und mit Kriegsbemalung", mit Statisterie und Bühnenmusik. Der ganze technische und künstlerische Apparat muß nun so aufeinander eingespielt sein, daß zum ersten Male alle Szenen und Akte reibungslos wie bei einer Vorstellung„laufen". Der Regisseur verspricht, nicht zu unterbrechen. Regisseure pflegen im allgemeinen viel zu versprechen. Bis zu seinem ersten Verzweiflungsausbruch hält er sein Versprechen. Dann wird das Ganze noch mal probiert, bis der technische Apparat nicht mehr stockt und keine Szene mehr, keiner der Darsteller und Darstellerinnen mehr „leerläuft“. Eine Generalprobe in allen Einzelheiten zu schildern, sei Ihnen, liebes Publikum, erspart. Gott sei Dank, daß nicht jeden Tag Generalprobe ist! Bei der nun folgenden Generalkritik werden die letzten Unebenheiten, die Masken, Perücken, die scheinbar nebensächlichsten Bewegungen, Pausen, Blicke, Schwankungen im Tonfall, bemängelt. So, nun ist alles so weit. Und dann der Tremierenabend! Die Bühnenarbeiter und Dekorateure bauen schon seit Stunden. Auf den„Gängen" und„Gassen“ werden noch geräuschdämpfende Matten gelegt. bezieht Wachtpostensteuung. Der diensthabende Polizeioffizier erscheint zur Inspektion. In den Garderoben herrscht Lampenfieberstimmung. Jeder hat mit sich selbst zu schaffen, läßt sich Textstellen durch den Kopf gehen, während vor dem Spiegel des Schminktisches„Maske gemacht" wird. Der Friseur hilft hie und da, diesem und jenem. Dazwischen schrillt das Klingelzeichen des Inspizienten. Der Garderobier mahnt:„Herrschaften, es wird Zeit, nur noch 15 Minuten, bitte schön, das Kostüm“, und hilft nun beim Anziehen, steckt mit Nadeln ab, knöpft und zupft und würde nicht fertig, wenn nicht jetzt das letzte Klingelzeichen die Künstler auf die Bühne riefe. Noch schnell ein Blick in den Spiegel—, Hals= und Beinbruch, toi, toi, toi!!“— Lo=gengg Die Bühnenarbeiter haben bis zum letzten Augenbeen noch alle Hände voll zu tun. Der Regisseur gibt die „allerletzten“, Anweisungen. Nach seiner Meinung ist das Stück ja noch lange nicht„aufführungsreif“. Schnell noch einige Stimmübungen der Dorterserz: r I. i mme los geschnurrt)— zwischendurch besprechen sie halblaut mit dem Partner eine Stellung, einen Gang, ein Stichwort. Auf ein Zeichen des Bühneninspizienten läßt der Maschinist den„Eisernen" hochgehen. Ein dumpfes Gemurmel, wie ein entferntes Rauschen dringt nun vom Zuschauerhaus durch den Vorhang: die nimmersatte sen sationshungrige, geliebte Bestie Publikum, um deren Sympathien der Schauspieler allabendlich wirbt. Dieses Rauschen schlägt ins Blut, und in den Schläfen hämmert es schneller. Das Lampenfieber steigt um einige Grade.„Bitte, meine Herrschaften, auf die Plätze, jetzt Ruhe, der Deckvorhang geht hoch!" Die Schalldecke verschwindet wie eine Wand lautlos nach oben. Das Brausen wird stärker, ist jetzt ganz nahe. Ein undefinierbares Gefühl drückt auf Magen und Kehle, miserabel und belebend zugleich. Nervenhochspannung! Dagegen hilft kein Kraut. Das Lampenfieber kommt immer wieder, ist bei jeder Premiere wieder da und wird von Fall zu Fall schlimmer, je verantwortungsbewußter der Darsteller wird. Der Bühnenmeister gibt jetzt dem Inspizienten das Zeichen:„Bühne fertig.“ Die Arbeiter huschen auf leisen Sohlen ab in die Seitengassen. Der Inspizient, der von nun an für Auftritte, für Umbauten, Bühnengeräusche, Zeichen für Licht und Musik, für rechtzeitiges Auf= und Abgehen des Vorhanges und für viele andere Dinge, kurz, für die Vorstellung verantwortlich ist, übernimmt die Gesamtleitung. Jetzt steht er am großen Schallbrett und schaltet Lichtzeichen ein. Ein Gongschlag. Klick, klack macht es oben in der Beleuchterkabine. Das Gesumme da draußen, jenseits des Vorhanges, verstummt allmählich. Nun ist der Zuschauerraum dunkel. Blendendes Licht stürzt von allen Seiten aus vielen Scheinwerfern in den Bühnenraum. Leise knistert der Hauptvorhang hoch und die Schauspieler stehen, fast geblendet vm Rampen= und Scheinwerferlicht, vor einer riesigen dunklen Oeffnung. Nur einige leuchtende Pünktchen. die Notlichter des Hauses, glimmen aus dem Dunkel hervor. Das liebe Jublikum Die Vorstellung hat begonnen. Das Publikum muß erst„angewärmt“ werden. Bis der Kontakt, die unwägbar feine Verbundenheit zwischen Bühne und Zuschauer hergestellt ist, steht der Künstler wie im Schaue fenster, wie vor einer gläsernen Wand. Allmählich er### verschwindet sie, wie ein unsichtbarer Nebel, oft schneu, manchmal auch langsam je nach Aufraßigshexeits und geistiger Aufnahmefähigkeit des Puolirump. Das Lampenfieber weicht, sobald die Resonanz, dieses feine belebende Fluidum, da ist. Jede seelische Erregung, jede stumme Erschütterung ist dann für den ebenso spürbar wie eine durch einen„Lacher“ geäußerte Das Loch im Vorhang Heiterkeit. Der schönste und beglückendste Lohn für eine Leistung aber ist der Applaus und nicht zuletzt das freudige, erhebende Bewußtsein, viele Menschen aus dem grauen, sorgenvollen Alltag in ein schones Traumland zu führen, sie lachen zu machen, ihre Seelen zu tern oder feierlich zu stimmen und festlich zu erheben. Drum, liebes Publikum, geize nicht mit dem Applaus, denn die Kunst des Bühnenkünstlers lebt nur im Augenblick der Zeit. Das Werk aller anderen Künstler ist fixiert und überdauert gar den Meister, doch „Dem Mimen flicht die Nachwelt keine Kränze.“ Wir Menschen„vom Bau“ werden dir stets deine Anerkennung mit vermehrter Lust zu unserer Kunst und erhöhter Leistung danken. H.—hoff. Das schwarze Brett dürfen dabei vor allem nicht viel Geld kosten. So ist der Bühnenarchitekt Handwerker, Techniker und Kunstgewerbler zugleich. Seine technisch=materielle und gleichzeitig geistig=künstlerische Arbeit ist ohne Zahlen, Mesjungen und statische Berechnungen nicht denkbar, aber auch ebenso ohne Gefühl für die Atmesphäre und ohne Erkenntnis für den Geist des Werkesgrienr,rüße 6 Freilich kann er nicht der Aurerishehren Hie sm Grurs Bühnenbildners(des Maler) entvehren, die ihm Grundlage und Anhaltspunkte für seine ganze Arbeit sind. „Sind die Bauten und Dekorationen fertig, folgt die Dekorationeprobe und anschließend die Beleuchtungsprobe. Die Bilder werden unter Assistenz des Br#ruu tungsmeisters vom Spielleiter auf Wirkung und Stimmungsgehalt nach Stichworten der Darsteller„ausgeleuchtet". Während besonderer Statisterieproben wird 1. Rarserechte Magisches Kreuz= und Quer=Worträtsel Die Wörter bedeuten: Vonlinks nach rechts: Gartenblume, 4. weiblicher Personenname, 7. Wehrmacht, 8. Kirchenstrafe, 11. anderes Wort für Straßenbahn, 14. Gestalt aus einer Wagnerschen Oper, 15. Planet. 16. schmale Stelle, 19. Nachtvogel, 22. männlicher Personenname, 24. weiche Speise, 26. europäisches Gebirge, 27. Erquickung, 28. mündliche Darlegung.— Von oben nach unten: 1. Gangvogel, 2. Grießerde, 3. weiblicher Personenname, 4. Spitze eines Truppenkörpers, 5. anderes Wort für Gebieter, 6. Nährmutter, 9. Kampfplatz, 13. weiblicher Personengame, 16. großer Widerwille, 17. Letzte Ruhesta##e, 18. Altes Längenmaß, 19. männliches Haustier, 20. Aschenkrug, 21. Nadelbaum. Die Diggonale 10 bis 25 nennt eine Säugetierordnung, 23 bis 12 einen Tonkünstler. * Auflösung in der Rätselecke der Samstagsbeilage „JJohr Kone“. Bescheidener Korb Er:„Fräulein, möchten Sie nicht meine Frau werden!“ „Sie:„Es geht leider nicht, aber ich werde stets Ihren guten Geschmack zu schätzen wissen!“ Seite 9 N1 Deutsche Skimcisterschaften in Garmisch 30 Tiam-Karien-Zall-smTiarumemlauf Die SO-km-Langlautmeilterschaft als Hauptcreignis Ruck- und Vorichau auf Garmiich-Fartenkirchen Zwei Schiedsrichter im Spiel 1 Anverät Der schaften, Von erste die unserem Teil der Bob= und Garmisch, 23. Januar. Sonderberichterstatter. Deutschen Wintersport=MeisterEissport=Werbewoche umfassend, ist in Garmisch bei günstigen Witterungsverhältnissen glücklich zu Ende geführt worden. Zwar war das Proberennen auf der Olympia-Bobbahn, das mit einem schweren Sturz des Bobs„Eva“ endete. gerade kein günstiges Omen für die neue Anlage; und einige Tage lang erschien es sogar zweifelhaft, ob die Durchföhrung der Zweier= und Vierer=Bobmeisterschaften möglich sein würde, doch wurde die Bahn dann noch so rechtzeitig wieder in Stand gesetzt, daß dann die eigentlichen Meisterschaftsrennen auf tadelloser Unterlage durchgeführt werden konnten. Bemerkenswert an dem Verlauf der ersten Bobmeisterschaft auf der Olympiabahn ist die von allen Sachverständigen bekundete Auffassung, daß es sich bei der Rießer=SeeAnlage um eine der schwersten Bobbahnen der Welt handelt. Unter diesen Umständen kann der Sieg einer deutschen Mannschaft im Viererbob nicht hoch genug eingeschätzt werden, wenn auch die Niederlage Kilians im Zweierbob durch die Schweizer Konkurrenz für manchen überraschend und enttäuschend kam. Im Eisschnellauf hat es eine Ueberraschung gegeben, als die Ueberlegenheit des Münchener Sandtner über die Berliner Sames und Barwa in diesem Ausmaße wohl kaum erwartet wurde. Die Reichshauptstadt revanchierte sich durch Siege in den Damenläufen. Im Ganzen ist hier ein gegenseitig befruchtender Wettbewerb zwischen Nord und Süd festzustellen, der dem deutschen Eisschnellauf bis zu den Olympischen Spielen des nächsten Jahres sicher noch zum Nutzen gereichen wird. Zum Sieg von Ernst Baier und Maxie Herber in den Kunstlaufwettbewerben erübrigt sich jeder Kommentar. Dieses deutsche Paar ist längst zur Weltklasse herangereift. Besonders deutlich sind die Fortschritte in der letzten Zeit bei der kleinen Münchenerin geworden. Die größte Freude erlebten wir bei den Kunstläufen jedoch bei dem Nachwuchs. Was hier auf breiter Basis heranreift, verspricht für die kommenden Jahre sehr viel. Getrennt von den übrigen Eissportkonkurrenzen kommt die Eishockey=Meisterschaft erst in der nächsten Woche zum Austrag. Inzwischen haben unsere Eishockeyspieler ja an den Weltmeisterschaften in Davos teilgenommen. Ihr Abschneiden war wenig ermutigend. Es zeigte sich, daß nach den Erfolgen der letzten Jahre bei den deutschen Spielern eine Reaktion eingetreten ist; anderseits darf man natürlich die Ueberlegenheit der übrigen europäischen Nationen, die über einen stärkeren „kanadischen Trainingsrückhalt" verfügen, nicht unterschätzen. Am Endsieg der Kanadier ist natürlich nicht mehr zu zweifeln. Es scheint eben doch, daß der Vorsprung, den Kanada im Eishockey vor den europäischen Nationen besitzt, zum mindesten dem entspricht, den Norwegen nach dem Kriegsende auf dem Gebiet des Ski=Lang= und Sprunglaufs vor Mitteleuropa voraushatte. Im Mittelpunkt des Interesses aller europäischen Wintersportler wird in diesen Tagen der zweite Teil der Garmischer Wintersportwochen stehen, der nach einem internen Auftakt, dem Kampf um die Deutschen Hochschul=Meisterschaften im Skilauf, am Sonntag mit dem 50=KilometerDauerlauf um die international ausgeschriebene Deutsche Skimeisterschaft beginnen wird. Die erfreuliche Breitenentwicklung des deutschen Skilaufs hat ohne Zweifel auf allen Gebieten der weißen Kunst nicht nur den Durchschnitt verbessert, sondern auch die Spitzenleistung gehoben. Dennoch muß man vor all zu großem Optimismus im Hinblick auf die bevorstehenden Konkurrenzen warnen. Die bisherigen Sprungveranstaltungen auf der Olympia=Schanze und in anderen bayrischen Wintersportzentren haben allzu deutlich gezeigt, daß Norwegens Uebermacht im Sprunglauf immer noch erdrückend ist. Im Langlauf sind die Finnen und Norweger ohnehin den Mitteleuropäern überlegen., so daß sowohl für die Einzelkonkurrenzen in diesen beiden Kategorien wie auch für die„Kombination“ normalerweise nur mit guten„Plätzen“ für die deutschen Teilnehmer gerechnet werden kann. Auf dem Gebiete des Abfahrtslaufs und Slalomlaufes sind die deutschen Aussichten zweifellos größer. Es steht noch nicht fest, welche österreichischen„Abfahrtskanonen“ diese Wettbewerbe in Garmisch mitbestreiten werden und es sind also nur die Schweizer als„große“ kurrenten in einstweilige Vorberechnung zu stellen. Die Vertrautheit mit dem Garmischer Gelände wird hier — insbesondere den bayrischen Abfahrtsläufern— zustatten kommen. Auf Leute wie Pfnuer und Dr. Vetter ist Verlaß und so kann manche Scharte ausgewetzt werden, die im Langlauf und beim Springen zurückbleiben könnte. Im Damen=Abfahrtslauf dürfte Deutschland durch Christel Kranz und Frau PfeiferLantschner zu Erfolgen gelangen, die denen des Vorjahres in keiner Weise nachstehen werden. Ueber die Bedeutung der Garmischer Ski=Meisterschaften als Vor=Olympia braucht im übrigen kein Wort mehr verloren zu werden. Wenn man bedenkt, daß diese„Deutsche Skimeisterschaft" für alle Beteiligten eine Generalprobe für die Olympischen Winterspiele 1936 bedeutet, so tritt diese organisatorisch und sportpolitisch gleich wichtige Tatsache gegenüber allen technischen Ergebnissen auf das Wirkungsvollste in den Vordergrund des Geschehens. Die Augen der ganzen Skiwelt Europas sind in diesen Tagen auf Garmisch gerichtet, und mehr denn je wird es nicht darauf ankommen, wer siegt, sondern wie gesiegt wird und welche Lehren aus Sieg und Niederlage gezogen werden. Die Auslolung Für nuar, 8 ten mit die 50 Kilometer, die am Sonntag, 27. JaUhr morgens, beginnen— die Läufer starje eine halbe Minute Abstand— wurde die Riesenzahl von 90 Mann genannt. Darunter befinden sich neben den Deutschen fünf Finnen, drei Norweger, einige Italiener, Polen, Franzosen usw., ein Feld, wie es in Deutschland noch nie am Start war. Die Deutschen haben verhältnismäßig gute Plätze erhalten; unsere Favoriten liegen im Mittelfeld, sind also nicht von vornherein benachteiligt, wie z. B. unser finnischer Langlauflehrer Veli Saarinen, der mit Startnummer 5 das Pech hat, wohl bald schon spuren zu müssen und dadurch entschieden stark benachteiligt wird. Start und Ziel ist das Skistadion am Gudiberg. Auch für den Abfahrtslauf der Damen erfolgte die Auslosung. Fünfzig Teilnehmerinnen ergeben ein starkes Feld, in dem sich neben den Deutschen wie Ilse Adolph(Schreiberhau), Lotte Baader(Freiburg), Käthe Grasegger, Christl Crantz(Freiburg) und Hadi Pfeiffer=Lantschner Engländerinnen, Italienerinnen und holländische Liuferinnen befinden. Sowohl hierfür als auch für die 50 Kilometer sind vorsorglicherweise noch einige worden. Plätze für Nachmeldungen offen gelassen Englands neuer Weg Eine DNB=Meldung berichtet: Der englische Fußballverband wird am 27. März noch einmal ein Spiel von zwei Schiedsrichtern leiten lassen; es handelt sich um ein Spiel der englischen Nationalelf gegen eine=Mannschaft, zu dem auch die„Fifa“ eingeladen ist. Das ist der zweite Fall, daß in England der Versuch unternommen wird, die Fußballregeln zu revolutionieren. Der erste Versuch ist nicht voll geglückt, da sich die beiden Schiedsrichter, von denen jeder eine Spielhälfte zu überwachen hatte, im Mittelfeld gegenseitig störten. Man hat den Versuch nicht ernst genommen. Nun kommt die Meldung, daß man sogar in einem Repräsentativspiel der englischen Nationalmannschaft einen zweiten Versuch unternimmt und die„Fifa“(den Internationalen Fußballverband) dazu einlädt, was beweist, daß sich nicht um eine Spielerei, sondern um ein ernst zu nehmendes Experiment handelt, dem Schiedsrichter seine verantwortungsvolle Aufgabe zu erleichtern; denn es unterliegt keinem Zweifel— die Praxis bewiesen—, daß es bei der Schnelligkeit eines Fußballspieles dem Schiedsrichter nicht immer möglich ist, im Moment eines Vergehens gegen die Spielregeln in der Nähe des Strafraumes, der wichtigsten Spielabgrenzung, Verücksichtigen wir, daß England das Geburtsland des Fußballspiels ist, und warten wir ruhig und ernsthaft das Ergebnis des zweiten Versuches ab. Nattolatehrennnadiehie Gau Württemberg liegte nach 45 Minuten Auch die-Elt erzielt nur ein:1 :0 Die Stuttgart, 23. Januar. zusammengezogenen beiden Fußein ihr Die in Stuttgart zusammengezogenen beiden# ball=Nationalmannschaften für die am kommenden Sonntag stattfindenden Länderspiele gegen die Schweiz trafen am Mittwoch vor 8000 Zuschauern in der Stuttgarter Adolf=Hitler=Kampfbahn in Probespielen auf württembergische Auswahlmannschaften, und zwar so, daß in der ersten Halbzeit die deutsche Nationalelf für Stuttgart mit einigem Ersatz spielte und in der zweiten Halbzeit die deutsche=Mannschaft antrat. Die=Mannschaft spielte in folgender Aufstellung: Buchloh; Stührck, Schwarz; Gramlich, Münzenberg, Rohde(Eimsbüttel); Lehner, Siffling, Conen, Rohwedder und Berner vom Berliner SV. 92. Die Nationalmannschaft spielte also bis auf Rohde und Berner in der vorgesehenen Aufstellung. Bundessportlehrer Nerz ließ vor dem Spiel bekanntgeben, daß es sich bei diesem Probespiel um reines Kampfspiel handle, und daß beide Einheiten Bestes hergeben sollten. Die württembergische Gaumannschaft tat dies in zufriedenstellendem Maße. Sie zeigte ein hervorragendes Spiel. Von der Nationalmannschaft konnte man dies wirklich nicht behaupten. Einzelne Leute spielten weit unter Form, insbesondere stark enttäuschte die Läuferreihe. Die Tore. für Württemberg erzielten Rackl (Ulm) und Zoller in der 30. und 35. Minute. Die württembergische Mannschaft zeigte ein hervorragendes Spiel, das stark auf Sicherheit eingestellt war, aber dennoch recht interessant verlief, denn jeder erfolgversprechende Augenblick wurde von den Schwaben voll ausgenutzt. Sehr gut waren Förschler Rackl. In der Läuferreihe waren Heermann [Wurzer die besten Leute. Nicht ganz zufrieden muß man mit den Leistungen der Nationalspieler sein. Besonders fehlte es der Halbreihe am nötigen Aufbau zum Sturm. Münzenberg und und im Zentrum spielte wieder stark defensiv, hatte aber mit der Bewachung des schwäbischen Mittelstürmers Schadt leichte Arbeit. Im übrigen war der Aachener viel zu langsam, um bei den schnellen Angriffen der Württemberger wertvolle Zerstörungsarbeit leisten zu können. Gramlich spielte, nachdem er gesehen hatte daß es nicht so klappte, wie er wollte, mit großer Lustlosigkeit. Rohde kam über die Leistungen eines Ersatzspielers nicht hinaus. Am besten hielten sich noch Lehner, Siffling und Rohwedder, die auch die Träger der meisten Angriffe waren. Eine große Enttäuschung war der Berliner Berner, der für den Wormser Fath eingesprungen war. Für das Länderspiel am Sonntag wird für Fath, der bekanntlich verletzt ist, aller Voraussicht nach nun doch der Düsseldorfer Kobierski spielen. Der beste Mann der Nationalen war noch Buchloh der durch Förschler, Rackl und Schrode viel beschäftigt wurde. Für das Länderspiel kann man, obwohl die Leistungen in Stuttgart nicht befriedigen konnten, aber zu den beiden Hamburgern volles Vertrauen haben. Süddeutschland spielf:1 Mit unermüdlichem Eifer spielte die württembergische Elf nach kurzer Pause auch gegen die=Vertretung weiter, die mit folgender Mannschaft erschien: Edelmann(Waldhof); Konrad(Kaiserslautern), Munkert(Nürnberg); Heermann(Waldhof), Goldbrunner(München), Tiefl(Frankfurt): Bauer(Burghausen), Friedl(Nürnberg), Becher(Fürth), Heim(Würzburg) und Dommel(Augsburg). Die besten Svieler waren hier Goldbrunner, Heermann Becher und Friedl. Edelmann im Tor wurde nicht viel beschäftigt. Das erste Tor für Württemberg schoß wieder Rackl, und zwar in der zehnten Minute. Durch einen Elfmeter konnte dann Becher in der 23. Minute ausgleichen. mehr einzuholen, während die Entscheidung in Gruppe West zwischen„Viktoria“ Stolp und„Hubertus" Kolberg liegt. Im Gau Brandenburg hat der Vorjahrsmeister„Viktoria 89“ Berlin wieder erste Aussichten; im Gau Schlesien liegt die Entscheidung zwischen„Rasensport“ Gleiwitz und Beuthen 09; im Gau Sachsen sieht man im Polizei=Sportverein Chemnitz seinen Vertreter; im Gau Mitte streiten sich„Viktoria“ Magdeburg(2 Punkte Vorsprung), Steinach 08, „Wacker“ Halle und 1. S V. Jena um die Führung. Im Gau Nordmark liegt der SV. Eimsbüttel zwar an dritter Stelle, hat aber, nach Verlustpunkten gerechnet, 3 Punkte Vorsprung vor„Holstein“ Kiel und dem Hamburger SV. Zweikampf Hannover 96—„Werder“ Bremen meldet Gau Niedersachsen. Bremen sollte es u. E. wieder schaffen. Westfalen und Niederrhein sehen in Schalke 04(ärgster Rivale SV. Höntrop) und VfL. Benrath(sofern„Fortuna" [Düsseldorf nicht nochmal energisch antritt) ihre Meister. Im Gau Mittelrhein ist der VfR. Köln nicht mehr zu holen; im Gau Nordhessen ist„Borussia" Fulda gegenüber Hanau 93 so stark zurückgefallen, daß es kaum noch aufholen kann. „Phönix" Ludwigshafen scheint es im Gau Südwest zu schaffen:„Phönix" Karlsruhe verteidigt bisher erfolgreich gegen VfL. Neckarau und VfR. Mannheim(Siffling) die Führung im Gau Baden. SSV. Ulm, VfB. Stuttgart und „Kickers“ Stuttgart liefern sich im Gau Württemberg einen Kopf=an=Kopf=Kampf, während im [Gau Bayern niemand mehr an einem Endsieg der SpVg. Fürth zweifelt, die mit 5 Punkten gegen München 60 und 7 Punkten gegen den 1. FC. Nürnberg die Spitze behauptet. Eishockey-Weltmeisterschaft in Davos Kanada siegt über Italien mit:0 In der Gruppe A gab es einen G. von Cramm greift ein Deutsche Hallen-Tennismeilterschatten Bilanz der ersten Spieltage Bremen, 23. Januar. Nach der Hochflut von Spielen am Dienstag ergab sang, und klanglos:6,:6 ein. Das schwedische Paar sich nach dem unerwarteten Ausscheiden von Werner Menzel gegen Sven Sperling eine für die deutschen Farben recht unerfreuliche Bilanz. Unter den letzten 16 Bewerbern um den Titel sind nur noch vier deutsche vertreten, und zwar Henkel II, Henkel I, Dr. Dessart und Gottfried von Cramm. Bei den Damen sieht es nicht viel günstiger aus. Hier stehen Frau Sperling, Frl. Zehden, Frl. Payot und Marieluise Horn bereits unter den „letzten Acht“, wozu als weitere Deutsche aber noch Frau Schneider=Peitz kommen dürfte. In den Doppelspielen ist bei den Damen die erste Runde bis auf zwei Begegnungen erledigt, während man im Mixed noch nicht groß vorangekommen ist. Dafür hat man in Herrendoppel die erste Runde hinter sich gebracht. Am Mittwoch morgen kamen verschiedene gegnungen„ohne Spiel“ heraus. penkel I kam dadurch in die nächste Runde. Und im Herrendoppel schafften es auf diese Weise Oestberg Schroeder, von Cramm Henkel II und Dr. Dessart Ellmer. Im Gemischten Doppel erhielt der Franzose Bernard an Stelle der verhinderten Belgierin Frl. [Adamson nun Frau Sperling als Partnerin. sehr interessanten Kampf zwischen Schweden und der Tschechoslowakei zu sehen. Die Hintermannschaften beider Parteien zeigten sich von der besten Seite, und als die 45 Minuten der Svielzeit vorbei waren, stand das Spiel:0. In der Verlängerung vermochten dann die Tschechen mit:1 siegreich zu bleiben. Einen überzeugenden Sieg feierte Kanada über Italien, und zwar mit:0(:0,:0,:). In der Gruppe B können nur noch England und die Schweiz Gruppensieger werden. Die Engländer fertigten nämlich Oesterreich sicher mit:1 (:0,:1,:0) ab und die Schweizer kamen in dem Punktekampf zu einem glatten:=Erfolg. Die Drittel lauteten hier::0,:1,:1.— Deutschland war in der Trostrunde spielfrei. Damit ist das stärkste Gemischte Doppel gebildet worden, das man schon jetzt als künftiges Meisterpaar in der Bremer Halle bezeichnen kann. Frl. Zehden gingen gegen diese starke Kombination sang= und klanglos:6,:6 ein. Das schy Aquilon[Oestberg hatte hart zu kämpfen, um mit:3,:6, 12:10 gegen Frl. Lohse Zichy zu bestehen, und das Ehepaar Gleerup zog mit:1,:6 über Frau Bartel=Kallmeyer Lacroix in die nächste Runde. In der unteren Hälfte kamen Frl. ohne Spiel eine Runde weiter, Wilr, und Rie Willy den Ouden schwamm 8mal, Ricta Maltenbrock 2 mal Weltrekord " Hollands „Rekord-Meisjes“ Holland nimmt heute im internationalen Schwimmsport eine Stellung ein, die es durchaus verständlich macht, wenn in holländischen Kreisen der Optimismus sich zu einem Vergleich mit Amerika versteigt. Allerdings beschränkt sich dieser Elitestellung auf die Leistungen der holländischen Damen. Holland hat im Damen=Schwimmsport nach dem Kriege einen großen Aufschwung genommen, ist 1928 bei den Olympischen Spielen in Amsterdam beachtlich hervorgetreten, ohne aber zu durchschlagenden Erfolgen zu kommen, hielt sich 1932 in Los Angeles so gut, wie es eben ging, und— ist ein Jahr vor den Olympischen Spielen 1936 auf dem besten Wege, führende Nation im FrauenSchwimmsport der Welt zu sein. Willy den Ouden und Rieta Mastenbroek haben seit 1933 der Weltrekordliste im Kraul= und Rückenschwim= men, die eindeutig eine amerikanische Vormachtstellung betonten, einen Stoß nach dem anderen versetzt. Im Augenblick dreht sich alles um Willy und Rie, wie sie im holländischen Volksmund genannt werden. Willy den Ouden wurde am 1. Januar 1918 geboren, Rieta Mastenbroek am 10. Februar 1919. Beide wohnen in Rotterdam, sie gehören aber Eine statistische Uebersicht über ihre sportlichen Leistungen wird allgemein interessieren: Willy den Ouden(sie wird wirklich mit„y“ geschrieben): und leichter als erwartet gingen die Berliner Wede= ten am Mittwoch die Männer mit dem, Pflichtlaufen. kind Gottschefsky mit:6,:6 gegen Roberg] Schroeder ein. Frl. Ullstein Caska ergänzten sich fabelhaft und gaben Frau Karsedt Moreau mit:2,:4 das Nachsehen. Im Damendoppel spielte die Bremerin Frl. Buß an Stelle der Italienerin Orlandini zusammen mit Frl. Manzutto einen hart umstrittenen Dreisatzsieg:6,:5,:4 gegen Werring Kaas heraus und Frau Aquilon Roberg blieben leichte Sieger über Frl. Carnatz [Goldschmidt. Unter den letzten Acht stehen hier weiterhin Frl. Zehden Othberg=Krüger, die mit:1,:5 über Frau Förster Karsedt triumphierten. * Henkel II schon unter den„letzten Acht“. Am Mittwoch nachmittag griff vor gutem Besuch der Titelverteidiger Gottfried von Cramm nun auch in die Entscheidungen ein. Der Bremer Grashoff konnte gegen ihn nichts ausrichten und blieb mit:6, 4:6 geschlagen auf der Strecke. Der Berliner Henner Henkel zog über den Schweizer Meister Ellmer, den er mit blitzschnellen Querschüssen auf der Grundlinie hin und her jagte, mit:7,:3 als Sieger davon. Im Herreneinzel wurde die ganze erste Runde erledigt. Oestberg brauchte nur zwei Sätze, um den Belgier Moreau leicht:2,:4 hinter sich zu lassen, und überraschend kam auch Dr. Dessart, der den Tschechen Pethoe durch seine wuchtigen Schmetterbälle stark einschüchterte, mit:3, 10:8 in die nächste Runde. Sven Sperling, der vorgestern überraschend über Werner Menzel triumphierte, leistete dem jungen Belgier de Borman energischen Widerstand und holte sich auch den ersten Satz mit:1, ließ dann aber nach und wurde:7,:2 überspielt. Dameneinzel hat Hilde Sperling mit einem glatten:1,:=Sieg über Frl. Zehden reits die Vörschlußrunde erreicht. Aufklärung in den Fußballgauen letzten Wochen haben in zur Klärung der MeiKegelbruder Emil Düppe F Karl Schäfer führt in den Kunstlauf=Europameisterschaften Der mit der Durchführung der diesjährigen Europameisterschaften im Eiskunstlaufen beauftragte St Moritzer Schlittschuh=Club mußte wegen der riesigen Beteiligung von insgesamt 48 Läufern und Läuferinnen aus elf Ländern einen Tag früher als vorgesehen die Titelkämpfe eröffnen. Den Beginn machDie Meisterschaftsspiele der allen Fußballgauen wesentlich sterschaften beigetragen...#. 1. L, Mtzilang Im Gau Ostpreußen steht in der Abteilung A „Prussia" Samland, in der Abteilung B„Dork“ Polen Unter den zwölf Bewerbern stach der Titelverteidiger Karl Schäfer(Wien) hervor, der die vorgeschriebenen Figuren mit unnachahmlicher Sicherheit auf das Eis zeichnete. Schäfer dürfte bereits in der„Pflicht“ einen größeren Vorsprung herausholen, den der Weltmeister im Kürlaufen noch vergrößern wird. Schäfer am nächsten kamen der Deutsche Meister Ernst Baier und der Engländer Jack Dunn die sich einen heißen Kampf um den zweiten und dritten Platz liefern werden. Mit Emil Düppe ist ein begeisterter Sportkegler heimgegangen, der seit Bestehen des Bochumer Keglerverbandes zu seinen tatkräftigsten Förderern gehört. So stiftete Emil Düppe anläßlich seines 50. Geburtstages die bekannte silberne Jubiläumskette, um die albjährlich die Kämpfe auf der langen Strecke ausgetragen werden. Trotz seines vorgeschrittenen Alters und seiner schweren Beinverletzung stand er noch vor einigen Jahren in der vordersten Reihe erfolgreicher Sportkegler. Bochums Kegler werden ihm allezeit ein ehrendes Andenken bewahren. Bochumer Ringer auf der Matte Nach Beendigung der ersten Serie der Meisterschaften des Industriegebiets startet der Kraftsportverein Deutsche Eiche Germania 1898 Bochum bereits in den nächsten Tagen in seinem ersten Kampf gegen den bekannten Verein Heros 94/08 Dortmund, den früheren mehrfachen Deutschen Mannschaftsmeister. Die Kämpfe der zweiten Serie bringen unseren Einheimischen harte Kämpfe. Die Sd in Bochum, gemeldet, am jetzt ihren. A beendete Ges schon mitgete jahr wieder schuttung. Das finanz ist nach dem beträgt zuz 1932/33 348 Reichsmark, 1931/32). D jahre 0) als Angestellte u 500 Reichsm schafter: der Gewinnantei Reichsmark auf neue Re jahre 43228 den der gese wiesen, die sind. Dafür weisung an. Arbeiter. I wird gesagt: zember 1 lich günstige schäftigung Monaten de men des A Sudhaus in Darüber hir Errichtung Außerdem u standsetzungs Häusern du Viktoria=Bre 1935 beende ganze BeriGleichzeitig men zu st Weihnachtst In der Woche vom 11. bis 17. Februar stellen sich nunmehr auch die deutschen Amateurboxer in den Dienst des Winterhilfswerks. Der Vorsportführer Erich Rüdiger hat angeordnet, daß in dieser Zeit von jedem Verein eine Veranstaltung zugunsten des großen nationalen Opferwerks durchgeführt wird. hat 70000 Fußballspieler. Nach einer für das Jahr 1934 abgeschlossenen MitgliederInsterburg als Meister fest. Im Gau Pommern(zählung gehören dem Polnischen Fußball=Verband 69 996 ist in der Abteilung West der Stettiner SC. nicht Mitglieder in 889 Vereinen an. Akt I. Anlagev: Grundstücke Geschäfts- un Brauerei-Gebat Maschinen Fässer Fuhrgark und Geschäfts-, richtungen Flaschenkeller II. Beteill3 I. Umlauf Roh-, HilfsBier.... Wertpapiere Eigene Aktien Dariehen hie karisch ges Vorauszahlung Forderungen und Leistut Sonstige Ford Forderungen Wechsel Schecks. Kassenbestan bark und Andere Bank IV. Poster abgrenz Bürgschaften Huniet Siche Gewi A u Behälter und 1 Soziale Abgabe Freiwillige Lei Abschreibunger Andere#bschr Zinsen... Besitzsteuern Biersteuern, s Sonstige Aufw Gewinn: Torte ein Forilaufe Mübentn 6% Hloesch Rul 6% Krupp RMl. 6% Mittelstah 6% Ver. St. Ru Buderus Dahlbusch St. Otsch. Atlant. Ot'ch. Erdöl O. Reichsbahr ..Farbenind Feidmöhle Felten& Guille Gelsenberg Goldschmidt Harpen Hoesch-Köln Kall-Aschersl. Bteinkehl Soriusik. 85 Const. d 6 Deutschl. Ewaid 3 Schwerin 2 Heinrich 3 Kön. Lucw 6 Langendr. Draunkeh Bruckd.-N. Gutelloffn. 8 Leonhard n ort Spiel erichtet: rd am 27. ei Schiedsch um ein lelf gegen *„ F i s a“ d der Ver1 revolutioickt, da sich eine Spielgegenseitig mmen. Nun n Repräseneinen zweiInternatioheist, daß es in ernst zu richter seine ;, denn es hat es oft es Fußballlich ist, im geln in der abgrenzung, Geburtsland und ernstab. in Gruppe „Huberdenburg " Berlin en liegt die Gleiwitz ieht man im seinen VerViktoria" inach m die FühV. Eimslach Verlustvor„HolSV. ZweiBremen ollte es u. E. derrhein S V. 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So Geburtstages die alsährlich getragen, weris und seiner vor einigen reicher Sportseit ein ehrenMatte der Meisterraftsportverein bereits in den gegen den beden früheren Die Kämpfe zimischen harte nateurboxer in Vorsportführer ieser Zeit von ten des großen ten Mitglieder= Verband 69 996 Seite 9 Nr. 20 7 Bochumer Anzeiger Anveränderte Dividende Der Urschlaß der Schieger Schatzensel Mildes Wetter begünstigte den Ausstoß— Auch im neuen Jahr befriedigende Absatzentwicklung W. genmark wieder auf die Herstellung einas erstklassi= vehen Eingängen auf abgeschriebene Forderungen in 2,75 Mark und für weiße und rote Mark waggonfrei VollbahnverladeDie Schlegel=Scharpenseel=Brauerei in Bochum, deren ordentliche Hauptversammlung, wie gemeldet, am 12. Februar in Bochum stattfindet, legt jetzt ihren Abschluß für das am 30. September 1934 beendete Geschäftsjahr 1933/34 vor. Wie ebenfalls schon mitgeteilt, kommt für das abgelaufene Geschäftsjahr wieder eine Dividende von 5 Prozent zur AusDas finanzielle Ergebnis des Geschäftsjahres 1933/34 ist nach dem Abschlußwerk folgendes: Der Reingewinn beträgt zuzüglich 43228 Reichsmark Vortrag aus 1932/38 848388 Reichsmark(im Vorjahre 855018 Reichsmark einschließlich 41 722 Reichsmark Vortrag aus 1931/32). Davon gehen ab 10000 Reichsmark(im Vorjahre 0) als Zuweisung an die Unterstützungskasse für Angestellte und Arbeiter, 500 Reichsmark(im Vorjahre 500 Reichsmark), als Gewinnanteile der Vorzugsgesell: schafter; der Rest verteilt sich wie folgt: 5 Prozent als Gewinnanteil der Stammgesellschafter gleich 293790 Reichsmark(im Vorjahre 293 790 Reichsmark); Vortrag auf neue Rechnung gleich 44093 Reichsmark(im Vorjahre 43228 Reichsmark). Im vergangenen Jahr wurden der gesetzlichen Rücklage 17500 Reichsmark überwiesen, die im abgelaufenen Geschäftsjahr weggefallen sind. Dafür erscheint, wie erwähnt, diesmal die Zuweisung an die Unterstützungskasse für Angestellte und Arbeiter. Im Bericht des Vorstandes wird gesagt: Der Absatzrückgang war im Dezember 1933 beendet. Durch das außergewöhnlich günstige Sommerwetter und durch die steigende Beschäftigung in der Wirtschaft erfuhr in den folgenden Monaten der Absatz eine leichte Steigerung. Im Rahmen des Arbeitsbeschaffungsprogramms wurde das Sudhaus in der Abteilung Recklinghausen fertiggestellt. Darüber hinaus ist dort mit den Vorarbeiten für die Errichtung eines neuen Kesselhauses begonnen worden. Außerdem wurden, wie im vorigen Jahr, größere Instandsetzungsarbeiten an unseren Betriebsanlggetu Häusern durchgeführt. Der Ausbau der Abteilung Viktoria=Brauerei wurde fortgeführt und wird im Jahre 1935 beendet sein. Die Gefolgschaft konnte das ganze Berichtsjahr voll durchgehalten werden. Gleichzeitig war es uns möglich, das Lohnaufkommen zu steigern, besonders durch Zuwendung einer Weihnachtsvergütung. Wir richteten unser besonderes Augenmert wieder auf die Hersteuung eines erstklassigen Erzeugnisses, um unseren anerkannten Ruf hochzuhalten und weiter auszubreiten. Feinste Rohstoffe deutschen Bodens wurden in sorgfältiger Auswahl verarbeitet. Zu dem Jahresabschluß und der Gewinn= und Verlustrechnung ist zu bemerken: Von den Zugängen auf Anlagekonten ist nur die Errichtung einer größeren Abfüllungsanlage zu erwähnen; im übrigen handelt es sich um die üblichen Anaffungen. Die Abschreibungen auf Anlagen halten sich insgesamt etwa auf Vorjahrshöhe, wobei wir bemerken, daß die Verteilung auf die einzelnen Anlagegruppen in einer weiteren Angleichung an die Werte der Steuerbilanz erfolgte. An unserem Beteiligungsbestand hat sich nichts geändert. Die vorgenommene Abschreibung entspricht den in den Vorjahren in Anwendung gebrachten Grundsätzen. Bei der Bürgerliches Brauhaus AG. vormals Gebr. Werth, Duisburg, ist der vsatz weiter gestiegen, so daß es möglich war, in diesem Jahre einen kleinen Betriebsüberschuß zu erzielen. Als Erträgnis aus Beteiligungen erscheint in der Gewinn= und Verlustrechnung ein Betrag von 35000 Reichsmark, der bei der Viktoria=Brauerei G. m. b. H. aus früheren Jahren zur Verfügung stand. Dieser Betrag wurde gegen das bei uns geführte Abwicklungsguthaben verrechnet. Entsprechend gingen die Verbindlichkeiten gegenüber abhängigen Gesellschaften zurück. Bei einer Beteiligungsgesellschaft läuft für uns ein Haftungsverhältnis für eine bisher nicht angeforderte Einlage von 9375 Reichsmark. Unsere Bierbestände sind wie in den früheren Jahren zu den gleichen Sätzen vorsichtig bewertet. Der aus der Kapitalerhöhung im Jahre 1928 verbliebene Restbestand an eigenen Aktien erscheint unverändert wie im Vorjahre. Die Darlehnsforderungen sind gegenüber dem letzten„Jahres; abschluß gestiegen. Ungefähr im gleichen Ausmaße haben sich die dinglichen Sicherheiten erhöht. Das Wertberichtigungskonto erböhten wir um rund 94000 Reichsmark, um auf diese Weise den möglichen Ausfällen begegnen zu können. Der Rückgang bei den Passivhyvotheken entfällt größtenteils auf die vertragliche Tilgung einer Haupthypothek. Die Svareinlagen haben gegenneven Eingangen auf Apgeschriebent, Vorberuugeni der Hauptsache die Auflösung von Steuerruckstellungen, soweit sie nicht mehr für erforderlich erachtet wurden. Die Bezüge gemäß§ 260a Abs. 8 Ziffer 6 des,HGB. betragen für das abgelaufene Geschäftsjahr 64270,30 bzw. 24633,10 Reichsmark. Wir sind Mitglied des „Verband Rheinisch=Westfälischer Brauereien G. m. b. .“, Dortmund. Im neuen Geschäftsjahr sind die Preise für Qualitätshopfen unverändert hoch. Die Preise für Gerste und Malz sind zudem außergewöhnlich gestiegen. Durch das besonders milde Winterwetter und durch die anhaltende Belebung der Wirtschaft hat sich der Absatz im ersten Vierteljahr des neuen Geschäftsjahres günstig entwickelt. Die Erzeugerpreise für Kartoffeln Der Gebietsbeauftragte für die Regelung des Absatzes von Kartoffeln und Gartenbauerzeuggissen für Rheinland und Westfalen(einschließlich Lippe) teilt mit: Zur Beseitigung von Mißverständnissen wird nochmals bekanntgegeben, daß der Erzeugermindestpreis im Bereiche der Landesbauernschaft Westfalen und Lippe für gelbfleischige Speisekartoffeln nach wie vor ohne Ausnahme Kartoffeln.55 station beträgt. Die Vereinigten Stahlwerke haben mit der norwegischen Werft Akers, Mekaniske Bartstedt ein tionsgeschäft im Werte von rund 5,12 Millionen RM. abgeschlossen. Gegen Lieferung von 5500 Tonnen Spezialstahl sollen 4000 Tonnen Walfischtran hereingesommen verden, der Brauerei WB. Zsenbedk& Co. AG. in Hamm(Westf.) beschloß, die Verteilung einer Dividende von 3 Prozent(wie i..) vorzuschlagen. Die aufgewerteten Spar=Guthaben bei den preußischen Sparkassen werden für 1935 mit 3½ Prozent Der Aufsichtsrat der Vereinigten Deutschen, Pickel: werke AG. vormals Westfälisches Nickelwalzwerk Fleitmann, Witte& Co. in Schwerte(Ruhr) beschloß, der GV. vorzuschlagen, nach erhöhten Abschreibungen wieder 6 Prozent Dividende auf die Vorzugs= und 6(im Vorjahre 4) Prozent auf die Stammaktien zur VerWie der Amtliche Preußische Pressedienst mitteilt, betrug die Erdölgewinnung Preußens im ganzen Jahre 1934 nach den vorläufigen Ergebnissen 312 852 Tonnen gegen 232 689 Tonnen im Jahre 1933.— Im Dezember 1934 wurden 31 681 gegen 30 355 Tonnen im Vormonat und 19391 Tonnen im Monatsdurchschnitt 1933 eewonnen.„M ranhriem berichtet 15 Wie Reuter aus Alexandrien berichtet, ist zwischen Deutschland und der ägyptischen Agrarkreditbank ein Austauschgeschäft in Höhe von 100·000 Pfund(und zwar ägyptische Baumwolle dünger) abgeschlossen worden. 20 000 Tonnen Kunstdünger gegen deutschen KunstInsgesamt kommen etwa in Frage. Die Kupn......,•.:•5 Der TochundsWirrschase Die Pläne und Absichten des Bochumer Handelskammerpräsidenten Dr. Schlitter 10 der im nationalsozialistischen Staat das größte Interesse über dem Vorjahre einen beachtlichen Rückgang erfahren, der sich in neuer Rechnung weiter fortgesetzt hat. Die Erhöhung der Besitzsteuer liegt begründet in der endasltigen Veranlagung der Körperschaftssteuer für das Vorjahr. Die außerordentlichen Erträge umfassen svergütung. Wir richteten ur Jahresabschluß am 30. September 1934 PassIva AktIva Anlagevermögen: Grundstücke Geschäfts- und Wohngebäude...... Brauerei-Gebäude Maschinen......... Fuhrpark und Eisenbahnwagen...... Geschäfts-, Betriebs- und Wirtschaftseinrichtungen Flaschenkellergerate II. Beteillgungen III. Umlautsvermögen: Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe...... Bier Vertoapier..... Eigene Aktien nom..K 124200.—... Dariehen chiervon JE.K; 3070002. 46 hypothekarisch gesichert)....... Vorauszahlungen Forderungen auf Grund von Warenlieterungen und Leistungen Sonstige Forderungen Forderungen an abhängige Gesellschaften Wechsel............... Kassenbestand und Guthaben bei der Reichsbark und beim Postscheckamt..... Andere Bankguthaben.......... IV. Posten, die der RechnungsBupschele, geden, ASSN6S 686— Hiunter, Sichernenen.4 69 768,56,79526.— 1067 509.— 452 504.— 2 878 888.— 601 000.— 380 000.— 63 000.— 46 000.— 80 000 145 115.— 420 948.— 520 607.— 101 683.— 86 319.— 3 363 644.— 7514.— 602 713.— 28 477.— 119771.— 22 320.— 7207.— 35 371.— 716 997.— 31 301 1074 509.— 473 803.— 3 019 188.-— 771 500.— 400 000.— 109 0.— 50 000.— 115 000.— 250 115.— 421 024.— 593 657. 91 669.— 86 319.— 3 129113.4 104.— 568 382.— 110 896.— 28 879.— S 202.— 21 899.— 467317.— 41 886.— I. Grundkapital: Stammahrien(2000 Stimmen)........ Vorzugsaktien(1000, in Sonderfällen 6000 Stimmen, gem.§ 23 der Satzung) II. Reservefonds: Gesetzliche Rücklage Freie Rücklage III. Rückstellungen: IV. Wertberichtigung: V. Verbindlichkelten: Unterstützungskasse für Angestellte u. Arbeiter Unterstützungskasse Stiftung Schlegel.. Ausgeloste Schuldverschreibungen.... yootheken. Verbindlichkeiten auf Grund von Warenlieferungen und Leistungen...... Sonstige Verbindlichkeiten........ Nicht erhobene Gewinnanteile.... Hinterlegte Sicherheiten in bar und Spareinlagen Verbinglichkelten gegenöber abhängigen Gesellschaften............ VI. Gewinn: Vortrag 1932/33 R. K 43228.(31/32 41722.—)„ Reingewing, 1933/34.K 305 155.-— (333 313285.-) Büroschaften.K 415090.—(413993.-—) Hinterleate Sicherheiten.Kp; 69768.— (79526.—) 685 500.— 263 540.— 994 113.— 19 559.— 3 750.— 4 678.— 1778 350.— 370 784.— 146 578.— 3 862.— 892 786.— 312 074.— 39 929.— 348 383.— 668000.— 275564.— 810412.— 18 806.— 3750.— 4678.— 1317352.— 532860.— in. 1002291.— 261 401.— 71328.— 355018.— Gehälter und Löhne Soziale Abgaben...... Freiwilige Leistungen Abschreibungen auf Anlagen Andere Abschreibungen.......... Zinsen Besitzsteuem„„49rben Biersteuern, sonstige Steuem u. Abgaben Sonstige Aufwendungen Gerind:. guusg. 9g 99998 Vortrag 1932/33....K 43228.— „Reingewinn 1933/34.4 305155.91718.— 561654.— 257185.— 1837353. 1317940. R. 4 1097120.— 91140.— 557243.— 279353.— 5 862.— 1 736446.— 1250600.— Gewinn-Vortrag aus 1932/33...... Ertrag(nach Abzug der Aufwendungen für Roh-, Hüfs- und Betriebsstoffe) Erträge aus Beteiligungen... Ausen ge Sa##...: Außerordentliche Erträge 343383— 338019.— 5 263 015.— 68 050.5 535 047.— 5 372 788.— asen P In der ersten Beiratssitzung 1958 goer Industrie= und Handelskammer chum gab der Präsident Dr. Schlitter einen Ueberblick über die wirtschaftliche Lage. Er erwähnte zunächst den deutschen Sieg an der Saar. In dieser Hingabe aller an den Führer, Staat und Volk liege letzten Endes das Geheimnis der Neugestaltung unserer Verhältnisse, die sich auf wirtschaftlichem Gebiet im verflossenen Jahr in einer starken Neubelebung gekennzeichnet hätte. Wenn so der Ablauf der Wirtschaft des vergangenen Jahres eine erfreuliche Belebung gebracht habe und wenn wir gleichzeitig die Hoffnung hegten, daß nach der Lösung der Saarfrage eine stärkere Belebung des gesamten Wirtschaftslevens aus sich heraus eintreten werde, so ergeve sich ohne weiteres die Frage, ob die deutsche Wirtschaft einem stärkeren Anwachsen der Gütererzeugung auch nach der Kapitalseite voll gewachsen sei. Die Wirtschaft habe alle Veranlassung, sich mit diesem Problem zu beschäftigen, vor allem wenn die öffentliche Hand nicht mehr in dem Maße, wie es in der abgelaufenen Zeit der Fall gewesen sei, die Kapitalspenderin bei den Aufträgen sein werde, sondern die Wirtschaft aus eigenem heraus das Bedürfnis zur Gütererzeugung befriedigen müsse. Die Frage der Kapitalversorgung sei deshalb für die Zukunft vorbeugend bereits heute in Angriff zu nehmen. Er habe die Absicht, von der Industrie= und Handelskammer aus dieses Problem anzufassen und zur Lösung weiterzutragen; einmal sehe er die Aufgabe darin, die rheinisch=westfälische Gesamtwirtschaft auf und anderseits die Frage als eine überragende. schaftssorge an die Reichswirtschaftskammer und das Reichswirtschaftsministerium heranzubringen. Die Lösung des Problems sehe er darin, daß die Wirtschaft zunächst mit eigenen Mitteln daran denke, den Warenkredit zu pflegen.„Geeignet, hierfür sei und bleibe immer wieder der Akzeptkredit. Durch den gesunden Warenwechsel werde es möglich sein, sowohl dem Kapital= wie dem Geldmarkt eine neue gesunde Unterlage zu schaffen. Für den mittleren und kleinen Geschäftsmann biete die Bevorschussung seiner Buchforderungen Möglichkeiten, den erhöhten Ansprüchen an seine Betriebsmittel im Verfolg der weiteren Entwicklung zu begegnen; es müsse möglich werden, daß der Geschäftsmann durch die Bevorschussung seiner Forderungen in einwandfreier recht licher Weise sich die nötigen Geldmittel beschafft. Dr. Schlitter richtete deshalb an die Wirtschaft des Bochumer Kammerbezirks die Bitte, sowohl der Pflege des Wechsels als auch der notwendigen Hergabe von Zessionen jedes Entgegenkommen und alle Aufgeschlossenheit entgegenzubringen. Im Aufbau der Reichswirtschaftskammer stehe die Kammer Bochum auf dem Standpunkt, daß die Industrie= und Handelskammern ihre Arbeitszusammenfassung in einer eigenen Spitze mit ihren Arbeitsausschüssen behalten. Jede Kammer habe die Aufgabe, sich mit den wichtigen Problemen der Wirtschaftsfragen auer irt zu befassen. Diese Arbeit würde auf die Dauer gelähmt und unterbunden werden, wenn die Kammern darüber in der Spitze nicht zu einer gemeinsamen Aussprache und Klärung kämen. Es wäre nicht, das gleiche, wenn diese Aussprache, unmittelbar mit den Fachvervanden mit wesentlich anderer Blickeinstellung erfolge. Die Kammern mit ibrem regionalen Chaxakter würden den im gesamtwirtschaftlichen Denken immer am stärksten fördern, woran gerade die Wirtschaftsleitung im nationalsozialistischen So sind die Aufgaben mannigfaltig und ernst, die uns gestellt sind und für deren Erfüllung die Wirtschaft verantwortlich ist. Er zweifle nicht darngggaß wieden; stellten Aufgaben, vom deutschen, Volte, genz weeden. Die Westfalen würden die zahesten sein in der Erfüllung ihrer Pflicht, der denkbar stärksten wirtschgft. Energie und Kraftentfaltung, in deg Pflege des Gomeinschaftsgedankens, im Sinne des Fuhrers, für Wexk des Führers: Für Deutschland!„„„6 Im Verlauf der Sitzung berichtete Dr. Weber über das Treibstoffproblem.— In Referat sprach Dr. Franke über die Berufsbildungsarbeit der Kammer. Ist preisabbau möglich? Reichskommissar Dr. Goerdeler über die Entwicklung der Preise. Rln.=AWesst abrse Hllsseldor#. ion. Mitgeteilt von Wilhelm Schwarz, Bankgeschäft, Bochum, Bongardstraße 14 Verdautende Rorie unggg, m. 922 1. 82. 1. 2. 1..1. In einem Interview mit einem westdeutschen Journalisten machte der Reichskommissar für Preisüberwachung, Dr. Goerdeler, u. a. folgende Ausführungen: Die zeitweise Rohstoffknappheit und das damit zusammenhängende Hamstern brachten eine Textilpreis=Erhöhung mit sich. Um die schwächeren heinisch=west=Volksgenossen mit dieser Teuerung nicht zu stark zu dse Kberchgelde Dich eieagase die Besiliseine ia. esien ese e stellten Kreisen gekauft werden. Heute besteht gegenüber früher in den meist gekauften Textilartikeln kein Preisunterschied. und wir können feststellen, daß infolge der getroffenen Maßnahmen auf dem Gebiete der Textilversorgung wieder normale Verhältnisse eingetreEin Gebiet, das ebenfalls bedeutende Preiserhöhungen aufwies, war der Baumarkt. Statt sich an den steigenden Umsätzen zu erfreuen, waren hier erhebliche konjunkturelle Steigerungen erfolgt, die lediglich bei Holz bis zu einer gewissen Grenze Berechtigung hatten. Es sind entsprechende Maßnahmen getroffen, um die [Erhöhungen im größeren Ausmaß wieder rückgängig zu machen.##### mian## Auf die Frage, ob nicht in Anbetracht der guten Geschäftsergebnisse in manchen Branchen unter Berücksichtigung des niedrigen Lohnniveaus zu senken wären, antwortete Dr. Goerdeler, daß der Wille dazu wohl vorhanden, die Lösung des sehr schwierig sei. Wo mehr als 6 Prozent [Dividende erzielt wurden, werden PreisBezüglich der Lockerung der Preisbindungen äußerte sich Dr. Goerdeler dahin, daß eine rücksichtslose Beseitigung der Bindungen sich in einem katastrovhalen Preissturz auswirken würde. In dem ungeordneten Preiskampf erhielten die Spekulanten, die mit geborgten Geldern die Preise so daß der ehrliche Kaufmann zugrunde gerichtet würde, die Oberhand. Das Ende einer solchen Entwicklung wäre unweigerlich ein Zusammenbruch der deutschen Volkswirtschaft mit ähnlichen Rückwirkungen auf den Kreditavparat wie 1931. Eine„Entbindung" der Preise in größerem Umfange ist augenblicklich unmöglich. Erst wenn die denkbar größte Sicherheit für einen anstänAtbestz.. 6% Hoesch RM. 6% Krupp RMl. 6% Mittelstahl %Ver. St. RMl. Buderus Dahlbusch St. Otsch. Atlant. Ot sch. Erdöl O. Reichsbahn ..Farbenind. Feldmöhle.. Felten& Guille Geisenderg Goldschmidt Harpen... Hossch-Köln Kal-Aschersl. DOiv. Schluß Antagg Schluß Kassa Div. Schlus Anfangl Schlus Kassa 110.25 98.50 99 00 98.00 110 50 98.00 98.87 97.63 95.50 89.50 78.25 100.00 110.50 110.50 97.75 99.00 97.63 95.75 89.75 78.50 97.75 99.00 97.63 95.63 89.75 78 00 101.25100.00 118.00118.12 142.00141.25 118.50) 116 50 82.25 82.75 68.631 68.63 91.00 100.00 82.25 107.00 101 00 100.75 118.00 118.12 141.75 141.25 116.50 117.00 —.— 33.87 68.50 68.75 91.50 91.75 105.25 100 25 83.00 82.87 108.00 108.50 Möckner-W. Mannesmann Masch. Untern. Phönix Bergb. Reichspank. 3/4385 Rhein. Braunk. 12/216.00 Rhein, Stahlw. 35 90.50 29 81.002 0 17.50 0 63.50 0 54.25 12/156 50 Rh.-.-Elek. Salzdetfurth Schucker& C. Siemens&Hal. Gebr. Stollw. Ver. Stahlw. Westd. Kaufh. Westeregeln Wintershall Zellst.Waldhoff 5/112.00 ## 4 98 00 80.50 81.25 81 12 76.50 77.00 77.25 63.12 63.75 63.00 53.87 54.25 54.37 156.50—. 155.12 215.00 214 50 214.00 90.25 91.00 90.87 112.37112.50 112.37 ——151.50 151 75 97.62 97 62 7/141 00s141.25—.— 141.25 4 83.00 83.00 81.75 81.87 6 45.121 45.12 45.31 45.50 0 37.50 37.25 38.12 37.87 5 109.50 08 25/109 00 109.00 5 92 79 93.50 94.85 93.75 0 51.00 50.79 51.75 52.00 Kuxe Steinkehlen 23. 1. 122. 1. 61 S 1615 CarolusM. 13800 3700 3800 3750 Const. 6 6 4750 5000 4750 5000 Deutschl. 300 320 295 315 Ewald[3700 3850 3700 3900 Schwerin 2675 2875 2600 2800 Heinrich[5900 6200 5800 6150 Kön. Luchw 8900 7300 7000 7400 Langendr.— 9200— 9200 Braunkohlen Bruckd.-N. 260!— 270 290 Gutefloffn. 3850 4100/3850 4050ff Leenhard 17600 8200— 8300 8700 00 20 6800 7200/6750 7100 140015001375/1500 Michel Vesta. bernharsth. Kall Beienrode 490 500 475 500 Burbach 13501525/1350 Alien-Stadt.!——— Wintersh. I8800sS900 8500 Industrieaktien(Einheitsk.) Div 123../2241 450 435 15 Baiche Masch. Berg. 6. Dahl. V. Sonner Bg. u. H. 85sp. Walzw. Braunk. Zuk. S5.452 124 0/124 0 101.0105.0 945 92.5 113.|115.0 Bruckd.-Wietl. Burbach Kal. 46 Oortm.Ritterbr. Odss. Hosf.-Br. oöss, Masch 8 Oynamit.Rod. Eschw. Berg. V. Glas- u. Sp. S. 6löckauf- B. 40 Gebr. Goech. 46 Hallesche Salz. Hochtief 48. Kabelw. Rheyot Kall-Chemie IMölheim. Berg. Rhein, Metell Aaben Apieget! Oiv. 1000 171.0171.0 117.0117.0 127.01200 420 01 160 0 1000 90.2 99.0 90.2 Roddergr. Brnk. Sachtl.aG. Bgb. Schieß-Defries schleg. Scharp. aggont. gerg. Wasserv. Gels. Bankaktien Berlin. Hand. 6. Com.- u. Pr.-B. 10. Bank u..-G. Oresdner Bank Rh. W. B0. Cr. B. Westd. B..-A. Versicherungsaktien R91. Asch.-Mönch.F 70 11075 1070 Jach. Rückvers 14.4 200 0/200 0 Agtipp. S. Fl.— 330.9/330.0 All.-.84L-P..63 33 O 0 Kallkuxe 22. 1. •1·8 106 0—. 77.2 78.0 78.5 79.5 79.5 80.5 113 0/116.5 sraunschv. 3700 4500 3750 Einigkeit /3200— Erichsseg 2300 2500 2300 Habigh.— 1850— Heimbold. 1750—— Hope. lbisenburg Mariagl. Marie Marie L. Mar Neusollst. Ransbach 2300 Reichsld. 575 625 Ihöragen 300— Aktien 23. 1. 8 8 4000 3200 2500 1850 1950 3400 50/5700 Colonis..-.K. Colonia Röckv. ziadb. Feuerv. Aoin, Hagey“, Koln. Lioyo A. V. Köln. Röckv gr. v. H. adler K. Eisa C. 5[103.0/103.0 — B40 40 66.000 Mgggn 8 94.5 94.0,Hann. K —03g —. 113.0 Lothrin. Kothr. 6. 97.0 2 /23..122..] 0öln. Rückv. — I Rentenwerte 16.9 18. 6/6 Shw..- Cr. Ghyp.; 72.5 73.7] Pfd. S. 4. S. 12. 10 95.0 86 0/ dto. dto..1 351 36.0/51, Gto. dto. 3. 11 74 5/6 dto, Gold.-Kom. 1926 19278.—6 I4, Mo. 500. Spte,3 6 dto. Em. 3. 9/12. 14 Preiverkenr Steinkohlen- u. Braunk.-Kure g2.1 9191815 Oiergaret 2750/2900 2725/2950 Manst Masch. Kr uch. Gero —. Jph. Lisel. 97 5lwi. Oina 3200 3400 3200 275— 275 5400 5750 5450/5700 1975 2125 2000 2100 1975 2125 2000 2100 1975 2125/2000 2100 1950— 1950 2300— 2300 2500 ane 550— 300— 22. 1. Berliner Börse, 23. Januar Mitgeteilt von der Commerz-& Privatbank, Filiale Bochum Reichsbankdiskont 4% Lombardzinsfuß 5% Einheltskurse Industriewerte 23..22.1. Wittmann Neuh. 01 Otmd. Akt.-Brau. 10 „ Union-Brau 12 Dörener Metall 611 Oyckersh. Widm. 8 28.01 142.7 181.7 124.0 101.0 — 90.3 84.0 87.0 75.5 58.0 45.0 38.0 56.0 78 5 60.0 59.0 390 98.5 87.0 765 58 0 60.0 48.0 50.0 39.0 57.0 41.0 59.0 63.0 63.5 63.0—. eia von.——— Alesergriechelse 23../22.1. 103.7/103.7 Westtalen Bellerh. 450 3900 Mraen eeenr Aku A. E. 6. Anhalter Kohle Aschaff. Zeilst. 12/157.0158.0 0 51.6 51.2 0 29.6 30.0 4 97.5 97.0 —. 70.5 1 Kaie Kölner 6as Kretft W. Kromschroeder Kronprinz Metall Küppersbusch Jahmeyer I Taurahötte Leopoldsgruben 182.7sLindes Els 125.0 Lingnerwerke —. ILorenz C. 103.2 giektr. Lieferg. 5 I.„ Licht u. Kr. 88 /115.5 116.0 104.5/gazimil. Hötte 5 98.7 9— 0 63.2 5 95.5 5/125.5 7117.1 0 20.6 0 80.6 S 105.5 7117.1 0—. 98.7 63.5 96.2 117.5 21.0 80 7 105.7 Bayr. Motoren Bemberg „Berger Julivs “Bergmann El. Berl. Karisr.-“ 0 13.5 13.5 6120.7121.5 0— 115.2 6115.5 116.0 0 82.0 33 5 ind. S114.5 115.0 Kr. u. Licht 10 138.0 138.6 Maschinend. S/105.4105.0 tuillig ab f. 4. 1894 I. 4. 122 I. 4. 1933 I. 4. 1n I. K inn 102.51102.5 106.6/106 6 103.7/103.7 104.2/194.2 Buderus Char. Vesse Chem. Gelsenk. Conti Gummi -aler ven: Otsch. Atlant. Otsch. Baumwolle " Conti Gas " Kabel " Linoleum " Steinzeug " Tel. u. Rad. 89.4 90.0 5 104.8/105.7 45. 8/144.7/146.5 30.5 0 50.0 7122.7 71103.0 96.2 7/125.7 126.3 .102 S 102.5 6 64.7 65.0 6 114.0 0 100.71102.8 Engelh. Brauerei Frunger Union Feinjute gebhardt& Co. O German. Cem. Ges. f. el. Untem. Gildemeister Gladb. Wolle Gruschw. Textl Guanowerke nackethel Draht II Hagede Hamb. Elektr. Miüpert Masch. Hindr.-Aufferm. Hoffmann Stärke Hohenlohewerke leizmann Ph. Hotelbstr.-Ges. 4 91.5 6/106.7 93.0 107.5 4— 88.0 91.0 113.0 110.8 103.0 83.7 6/108.0 0— 112.7 6 111.0 10 166.0 5 103.1 4 85.2 0 94.2 4 91.0 89.0 8127.0 127.7 0 49.71 48.2 3 84.5 84.8 6114.0 115.0 0 45.5 47.0 u g Miag IMimose Mülheimer Berg. grpat 4 opoal 0 Oenabr. Kupfer 4 P Pags 4 7 che Pongs amp; Zahn Sasa.. Sudo 81132.0 0 77.5 12—. [117.0 90.5 95.0 152.5 76.0 158.0 Siem.& Halske Stollberg. Zink Thöringer 6as Transradio Tuch Aachen Union chem. er. Otsch. Nickel Ver. Glanzst. Wer. Ultramarin Vogel Draht Inntagner& Co. W Wandererw. Warsteiner Gruob. Westfalia Draht Wicküler Brau. 141 2/141.2s6 64.2 64.5 124.0—. 55.0 107.0 107.2 101.7/101 4/108.0 107.0 0—.—. 130.0 129.0 4 110.1109.7 0 64.5 66.7 6 129.5 129.7 0 71 5 72.0 5/107.5107.5 6—.— 16 Mühlh.-Ruhr Anl. 93.4 93.3 I6 Rahrverbd. Anl. 36 99.1 99.0 5 Pr. Ldof. A. Pfd. 98.2 98.2 I6 Lobk. Westl. Pfd. 98.5 94.2 S Lobk. Westf. Kom. 94.7 95.1 5 Ot.Komm. Goldanl. 95.7 96.0 6 Westf. ldsch. Pfd. 5 Ot.Hyo.B. Sin.Pfd. 6 Pr. Centr.bod. Pfd. 8 Pr. Pfodr. Bk. Pfd. I5 Basalt Obl. 89.0—. I6 Concord. Bern Obl. 95.7 95.5 6 Daimier Benz Odl. 98.5 98.7 6 Köcknerw. Obl. 16 Mont Cenis Obl. 6 Rheinstahl Obl. 6 Siem. H. S. Sch. Obl. 138.5137.5 6 Farbenbonds 119.8120.0 95.5 95.7 97.0 97.0 96.2 96.3 fd. 96.5 96.5 89 0— 97.5 97.5 97.2— 99.7 0 12.7 10150.0 90.0 93.0 12.7 Verkehrewerte H Rhein.-W. Kalk Riebeck Monten Rütgerswerke b 0/110.0 .2 98.2 9 111.0 98.1 97.0 dise Bergbeg dise Genus isenbeck Brau. Eisenhand. 9 81.0) 82.2/Junghaus Gebr. Dachsenwerk D Sarotti Schles. Berp. u. Z. Berg Bogth. : Elost. u. 8as Schub.&a Saizer Schultheis-Patz. Siegersdorfer M. Siemens Glas 6 6 121.0 119.5 S 78.0—. 9l 72.0 74.0 0 92.0 0 85.0 0 29.5 4 86.5 8135.2 10 144.5145.7 41101.7 101.5 0 68.5 68.7 0 82.2 83.26 6 Dt. R. Schatz. 38 4 Ot. R. Anleihe 44 155 D. R. Younganl. 6 Reichsbahn Sch. Olpestelen Altbealtz „e Sochum Anl. 145 7/8 Duisburg. Anl. 5/6 Dösseld. Anl. I6 Elberteid. Aal. 5 Essen Anl. 92.5 85.05 30 516 89.0 109.0109.0 94.2 94.2 92.0 92.5 94.2 94.3 Schuldb. F. 38 R. Schulcd, F. 38 R. Schuldd. F. 40 Schuldd. F. 42 R. Schuldbd. F. 4373 5 Essen Steink. 42 45 Harpener 49 5 RheinelbeUnion 46 115 R. W. E. 52/ 5 R. V. E. 30 45 Ruhrchemie 4 145 Ruhrges 53 4 Ruhrwasser 59 41 Ruhrwohng. 55 145 V. E. W. 32 145 Ver. Stahl#0# 45 ver. Stadl 47/81 23. 23. Geld Brief 100.6101 100.8—. 99.7100.6 99 6100.5 99.6100.5 97•2 38.2 94.0 95.5 95.0 96.0 93.2 94.7 98.0 99.0 93.0 94.0 95.0 96.0 91.0 93.5 93.5 95.0 92.0 93.0 91. J 92.5 93.0 94 Westtalenbank.-G. Bochum Austahrung samtlleher Bankgesenatt * Seite 10 Nr. 20/ Bochumer Anzeiger„ Donnerstag, 24. Januar 1935 digen Wettbewerb gegeben ist, kann die Frage in Angriff genommen werden... g1.0 Lur##7. Die künftige Entwicklung mit dem Ziel der Beseitigung der Arbeitslosigkeit, die bei der Gestaltung der Preise eine wesentliche Rolle spielt, sieht Dr. GoerI. in einem stärkeren Herausziehen der Jugendlichen aus dem produktiven Arbeitsprozeß und deren Zuführung zu gemeinnütziger Beschäftigung. Es würde damit erreicht, daß ab 25 Jahren jeder männliche Deutsche gegen Arbeitslosigkeit gefeit e Plinsiedlung größten Stils 2. 8. müßte durch Kleinsieolung großten„Stils jedem die Möglichkeit geboten werden, bei geringerer Arbeitszeit als acht Stunden in Erträgnissen seiner kleinen Landwirtschaft sich für den Ausfall an Lohn einen gewissen Ausgleich zu schaffen; müßte mit einer langsamen Senkung der Preise der Umfang der Kaufkraft in ein günstiges Verhältnis zum Warenpreis gebracht werden. Tagung des Verwaltungsrates der Keichsbahn Heldentum in Kessel- und Maschinenräumen Die Drderfahrrenk direufere,otucher Am 24. Januar jährt sich zum an dem der deutsche Panzerkreuzer„Blücher" nach hel20. Male der Tag, steigt wieder auf die normalen 16 darüber. Aber immer noch geht's dem Kapitän zu langsahlenmäsig weit sherlegenen englischen Geaners an dersgeschrieben, die oft von Minute zu Minute, zutsprechend Zahlenmußig weit überlegenen englischen Gegners Doggerbank mit wehender Flagge in die Tiefe verAm 23. Januar 1915 war bei Hauteredmiral Staatssekretär Königs zum Präsidenten gewählt. Am 22. und 23. Januar 1935 trat der Verwaltungsrat der Deutschen Tagung zusammen. Reichsbahn zu einer ordentlichen An den Sitzungen nahmen erstsank. [Lipper in der Morgendämmerung des 24. Januar standen die Streitkräfte von Admiral Hipper am Ostrande der gerbank. Hinter dem Flaggschiff„Seydlitz“ folgten malig teil die von der Reichsregierung neu ernannten„Moltke“,„Derfflinger“ und„Blücher“. Als Mitglieder Gustav Königs, Staatssekretär im und Seitendeckung dampften vier kleine Kreuzer mit je brsministerium Rudolf Lahs, Konteradul= einer Toxpedobootshalbflottille. Es galt, die englische Küste anzugreifen und zu beschießen. Im Morgengrauen sah sich der deutsche Flottenverband überraschendereise der#### flotte geg unklaren gewesen, Unternehmung dem Manövrieren des Schiffes, geändert werden. Die Konteradmiral Maschinisten kommen daher von ihren Dampfventilen Unterdessen braust die deutsche Kreuzerflotte rkreuzer„Blücher", als Atmosphären und, nur Dampfleckpumpen— kann das in H 1 einflutende Wasser mit leichter Mühe entfernt werden, worauf das Leck selbst durch Hängematten und Balken abgedichtet wird. Gegen 10.45 Uhr ereilte uns wieder ein Volltreffer diesmal im Mittelgang bei H 3 an Steuerbordseite. Von den zerschossenen Flut= und Feuerlöschrohrleitungen dringt aus dem Mittelgang durch die Schottwände Wasser in die beiden Heizräume H 3 und sofort ausgeführt und mit dem Longiatpeit nordwpestich von Helgolar ung b deung, beonve, ues her Porzse dahzin, beiberieitz, von Torzedatzgaten bes mir der eiectischen Lechpupe wieder mit Leichigreu de. gleitet. Die kleinen Kreuzer führen. Die ersten Treffer Früh.15 Uhr wurde vom„Bl Schuß, ein 21=Zentimeter=Geszaro,#löst, der Stabsleiter des Verbindungsstabes der As=Dalt, ard Vogel, Ministerialdirektor im Reichsverkehrs ministerium. Fernere wohnte der als Vertreter der ∆ Vorzugsattionäre wiedergewählte Staatssekretär a. Bergmann den Beratungen wieder bei. Zu der Tagung wurde die Neuwahl des Präsidiums un der Ausschüsse vorgenommen. Zum Präsidenten des Verwaltungsrates wurde einstimmig Staatssekretär im Reichsverkehrsministerium Königs gewählt. Zum Vizepräsidenten wurde Freiherr von Schröder, Köln, einstimmig wiedergewählt. In seinen Beratungen beschäftigte sich sov Harsihget imseindlschen Testreitreiste in Reichweite gsozuen, Winp beiomueg bauen. Der bovt vu; Tetgalign, ud einse nach Rüirtere Erschüterun Sir Alfred Ewing zer- De Schiffes klärten uns darüber auf, daß Treffer erhalten hatte. 2 London gemeldete Tod eines Sr..“ zge. Jieie Ginz reißt noch einmal den Schleier, der lange uver viesem Schiffes, (Geteimnis lag. Dieser schottische Geliehrte wor,=Hanse pisrth wirtiscg im Bgrschiff gemeldet, wo eine Granate des Krieges Leiter eines Entzifferungshüros im Hause cgurde Brand im Vvttn#mugg, Kr##erhung der englischen Admiralität. Es gelang ihm, den Schlüssel, der der chiffrierten Nachrichtenübermittelung in deutschen Flotte zu Grunde gelegt war, zu entziffern und Helgoland auf H 4 ein. In beiden Räumen kleine Wassergefahr, die mit der elektrischen Lec seitigt werden kann. Die Geschwindigkeit sinkt . Heschoz gelöst der den ganzen Feuerlschleitung hefohlen, da wieder Brand an Deck war. Wegen der Beschädigung der Leitung konnte aber die Druckerhöhung erst erfolgen, nachdem die Handwerkergruppe dieselbe erst einigermaßen abgedichtet und in Ordnung gebracht hatte. Von den Ventilationsschächten wurde nun statt der Luft Gas und Rauch angesaugt und durch die Ventilatoren in die Heizräume gedrückt. Die so vor den Kesseln entstandene Gasgefahr wird durch Oeffnen der Feuertüren und erhöhte Umdrehungen der beseitigt, während die ungelegte daß die war. waren. Antwort eine große rung des „Blücher“ den Gleich darauf wuroe Brano im Vorent) Vemtetn., Lu., 41 Exhöhung lüs= eingeschlagen hatte. Sogleich wurde bulch Erhohzung der der Tourenzahl der Wasserpumpen stärkerer Druck au und die Feuerlöschleitung gegeben, um genügend Wasser an und die Brandstätte zu fördern. Bald darauf erhält der Ueber die Lage und der Reiseverkehr auf dem Gebiete der Fremdenverkehrswerbung ind die Tätigkeit der Mitropa. Mit besonderem Intersse nahm der Verwaltungsrat von, den Zarbereitungen der die mit der Saarlandes in die Reichsmark sonitige Einnahmen aufgebracht. Ueber orr##### Bedeutung verschiedener Tochterbetriebe und solcher sellschaften, an denen die Reichsbahn beteiligt ist, erhielt der Verwaltungsrat einen eingehenden Ueberblick. Er ließ sich unterrichten über die Arbeit des Mitteleuropäischen Reisebüros(MER), über die Erfolge Reichsbahnzentrale, für den deutschen Rac) aunt brg und der Reichsbahnverwaltung zur Ruckgliederung Saarbahnen Kenntnis. Alle Fragen, Eingliederung der Eisenhahnen des Saarland Deutsche Reichsbahn auf organisatorischem, finanziellem, tariflichem, personalpolitischem und technischem Gebiete zusammenhängen, wurden eingehend erörtert. Börsen von gestern Rh.=Westf. Börse in Düsseldorf Lebhaft und befestigt. Die Börse eröffnete nach der Vortags=At Schwankungsmarkt wieder in lebhafter und befestigter Haltung. Von Rentenwerten gewannen Altbesitz ½/ Prozent, Krupp ½ Prozent, Ver. Stahlwerke waren unvexändert, während Hoesch ½ Prozent nizprigrglagen.,„oögt Montanwerten gewannen Gelsenberg###.20 37);, Mzn ¾ Prozent, Ver. Stahl ¾ Prozent, poesch ½ Klöckner ½ Prozent, Harpener ½ Prozent, Rheinstahl Prozent; etwas niedriger waren: Mannesmann, minus ½ minis ½ Prozeni, Geiz, jest waren Zellstoff=Wald Kaufbof(plus 1¼ Prozent) bei größeren Umsätzen. Wintersball eröffneten ½ Prozent höher und erholten sich weiter um 1¾ Prozent. Am Sinbett##gugt Tüirggeier Maschinen minug% Prozent,„Burhac vius, I4 Prozent: ausgesprochen fest waren Hallesche Salz, welche nach der Dividendenerklärung(6 Prozent) weitere 8 5/8 Prozent gewannen. Bankaktien gaben allgemein nach. Commerzbank minus ¾ Prozent, Dedibank minus 1 Prozent, Dresdner minus ¾ Prozent, Rhein.=Westf. Boden minus 1½ Prozent. Am Kurenmarkt gaben Carolus Magnus zirka 50 Reichsmark Ventilatoren rasch beseitigt, während die angelegte Mundbinde eine gesundheitliche Schädigung der Mannschaft verhindert. Weil aber die Ventilationsmaschinen sowohl in den Heizräumen als auch im Zwischendeck zur Beseitigung der Rauch= und Gasgefahr herangezogen werden mußten, konnte die für die Kesselfeuerung und für die befohlene hohe Geschwindigkeit des Schiffes erforderliche Luftmenge nicht mehr beschafft werden, was zur Folge hatte, daß der Dampfdruck, der von 8 Uhr morgens an trotz der hohen Fahrt befehlsmäßig immer auf 19 Atmosphären mit einigen kleinen Unterbrechungen gehalten werden konnte, plötzlich auf 13 bis 14 Atmosphären herabsank. e= Besitz des Geheimschlüssels der deutschen Marine. Als im Anfang des Krieges der kleine Kreuzer„Magdeburg“ in der Ostsee auf eine englische Mine lief und und kanderändert. Am Kalturenmarlt ersesezg gseziete bei einigen Umsätzen letzte Preise, wäbrend elsässische Werte bei harierer Nachtage Atrtg 1, Vetogzieranderperie bei„Mehr Dampf, Maschinen äußerste Krast voraus“ sant, kam das Schif in einer so geringen Tiese zu liegen,) Ein perberender Voltresser schlug gegen 11 Uhr an das die Rusen mit Tauchern in den Schiferumpf bin Dag üiber H 3 ein. Dieser durchschlug das Panzerdeck, eingelangten. Dort sanden sie den Geveimschühet, viger## t, im Zwischendeck die Besehlsübermitlung und einem Bleirahmen eingefaßtes Buch, das im Falle ein. gledigte Gefahr leicht versenkt werden kann. Die Russen schickten den Schlüssel sofort nach London und. Ewing konnte an die Arbeit gehen. Zu spät erst hat man während des Krieges von diesem Mißgeschick auf deutscher Seite erfahren und den deutschen Schlüssel geändert. Auf Art jedenfalls erhielt die englische Admiralität Kenntnis aus. von der deutschen Unternehmung an der Doggerbank und konnte ihre Gegenmaßnahmen treffen. Ueber den Untergang der„Blücher" berichtet der einzige überlebende Ingenieur der „Blücher“, Karl Lauerer, folgendes: Es war am 24. Januar 1915, morgens gegen 8 Uhr, als ein schriller Pfiff durch die unteren Schiffsräume gellte und gleich darauf erscholl des Bootsmannsmaats lauter Ruf„Klarschiff zum Gefecht“, der überall wiederholt wurde. Befand sich das gesamte Heizerpersonal sowieso schon im Gefechtsanzug auf Gefechtsstation, weil man ja einen Zusammenstoß mit dem Feinde erwartet hatte, so wurde auch der letzte Mann durch den Ausruf„Klarschiff zum Gefecht", der ja nur im Ernstfall erfolgen durfte, darüber aufgeklärt, daß man auf die Engländer gestoßen war. Gleich darauf kam der Befehl: Maschinen äußerste Kraft voraus.“ Fieberhaft werden die Feuer sämtlicher Kessel bearbeitet. Bleiche und durch Kohlengrus geschwäkzte Gestalten, nur mit Hemd und Hose bekleidet, öffnen eine Feuertür nach der anderen, um frisches Material aufzuschütten, die Ventilatoren über den Kesseln machen erhöhte Touren, um möglichst viele vom Oberdeck angesaugte Luft in die Heizräume zu jagen, die Reserveleute schaffen unermüdlich Kohle aus den unteren Gebrauchsbunkern vor die einzelnen Kesselfeuerungen. Die Umdrehungen der drei Hauptmaschinen steigen, der Dampfdruck sinkt. kommt der neue Befehl: Shne Besehlbaberinung und Beleachlung Reserven und zerstörte viele Sprachrohre. Plötzlich versagte imganzen Schiff die elektrische Beleuchtung, weil anscheinend die Leitungen beschädigt waren. Auch Heizräume und Zwischendeck waren ohne Strom. Die große elektrische Leckpumpe in H 5 fällt In H 3 selbst schwerer Kesseltreffer und große Dampfgefahr; die Kesselspeiseleitung ist teilweise zerstört, auch scheint der Doppelboden ein Leck erhalten zu haben. Ein Teil der Mannschaft in H 3 fällt aus. Der dritte Heizraum muß wegen Dampf= und Wassergefahr verlassen werden. Von oben, von den beschädigten Dampfrohren, aus füllt sich der Raum rasch mit Dampf, von unten dringt Wasser schnell über Flurplatten und Feuerrost, da es durch die noch wirksamen kleinen Dampflenzpumpen nicht mehr bewältigt werden kann. Alle vier Kessel im dritten Heizraum, darunter die beiden guten Hohlrostkessel fallen aus. Dadurch sinkt aber die Fahrtmöglichkeit von 24 Seemeilen auf 18 Seemeilen herab. Meldewesen und Befehlsübermittlung für Maschinen= und Heizräume, wird von jetzt an sehr mangelhaft. So kamen Befehle für die beiden Seitenmaschinen durch die Kesselräume und überlasteten das Heizpersonal, das, abgesehen von dem angestrengten Bearbeiten der Kessel, auch für die Instandhaltung der infolge der Erschütterungen von Zeit zu Zeit ausgehenden Notbeleuchtung, Oel= und Kerzenlicht zu sorgen hatte. wurden. Am Freiverkehrsmartt. septer„ulegggperperfegest erößeren Umsätzen ihre Kurssteigerzugtent wieder Humpoldezent fort. Stärkerer Nachfrage begegneten wieder#. Deutz=Motoren, welche 2½ Prozent gewannen.(Mitgeteilt vom Bankgeschäft Wilhelm Schwarz in Bochum.) Berliner Börse Anleihen freundlich— Aktien im Verlauf erholt. „Das Geschäft an der Börse war weiter recht sill. ManKäufe aus dem Publikum veranlaßten die Spekuwird sogar Schon über die Hauptmaschine nach den Heizräumen. Noch fieberhafter werden die Feuer bearbeitet, der Dampfdruck stebethafter werden die Feuer Gefahr in den Kesselräumen Gegen 12 Uhr erhielt„Blücher“ wiederum einen Treffer, diesmal im vierten Heizraum. Der Backbord 7 Kessel wurde an den Siederohren beschädigt, aus den ebenfalls zerstörten Feuerlöschleitungen strömt Wasser in den Heizraum. H 4 füllt sich mit Dampf und muß daher verlassen werden; der havarierte Kessel wird abgestellt. Durch Oeffnen der Feuertüren und erhöhte Ventilation wird der heiße Dampf allmählich aus lation hier und da zu leichten Glattstellungen. wieder über eiwas besseres Geschäft als am Vortag berichVon den variablen Märkten waren Altbesitz eiwas fester, aber ohne nennenswerte Umsätze. Teilweise waren auch die variablen Industrieobligationen etwas abgeschwächt. Länderanleihen ebenfalls leicht abgeschwächt. Pfandbriefe und Kommunalobligationen meist unverändert, bei licher Grundtendenz. Die Aktienmärkte waren vorwiegend tei. Aus dei Acisnngerff.... vom Kreisamtsleiter Pg. Deuschle in sein dem Heizraum durch den Schornstein abgedrückt. Die Geschwindigkeit des Schiffes geht auf 14 Seemeilen zurück. Um 12.15 Uhr dringt ein Volltreffer nach dem fünften Heizraum: große Dampf= und Wassergefahr, weshalb auch dieser Raum verlassen werden muß. Die Schiffsgeschwindigkeit sinkt auf zwölf Seemeilen, H 4 wird nach Ausfall einer Viertelstunde ohne den beschädigten Backbord==Kessel wieder in Betrieb genommen. In der Folgezeit vernahm man das Aufschlagen von mehreren schweren Geschossen, die immer wieder das Schiff, und zwar immer stärker, erbeben ließen sowie das Trommelfell der Mannschaft arg in Mitleidenschaft zog. Gegen 12.45 Uhr kam ein Treffer nach dem ersten Heizraum: Steuerbord=2= Kessel wurde beschädigt und abgestellt; die übrigen drei Kessel in H 1 werden weiter bedient. Die tödlichen Torpedotreffer Um 12.55 Minuten waren von den 18 Kesseln der „Blücher", nur mehr sechs in Betrieb. Das hereinflutende Wasser war in H 1 20 Zentimeter über den Flurplatten und in H 2 und H 3 bis Mitte Kessel gestiegen, die Kesselbedienung war wegen Ausfalls vieler Leute sehr mangelhaft geworden, und der Dampfdruck konnte wegen vielfacher Beschädigung der Dampfrohrleitungen nur mehr auf vier Atmosphären gehalten werden, auch waren die Hauptmaschinen und die Rudermaschine durch Geschoßwirkung teilweise zerstört. Zu dieser Zeit bewirkten zwei Torpedotreffer an der Backbordseite ein langsames Kentern der„Blücher". Ein großer Teil des technischen Personals war teils den Geschossen, teils der Gas=, Dampf= oder Wassergefahr, teils der übergroßen Hitze, die vielfach mehr als 60 Grad Celsius betragen hat, zum Opfer gefallen. Bis zuletzt wurde mit den noch verfügbaren Geschützen gefeuert. An ein Ergeben oder Niederholen der deutschen Kriegsflagge, die zerfetzt am Maste hing, war nicht zu denken, weshalb die Besatzung auch bis zum Kentern von den, englischen Granaten dezimiert wurde. Das Ruder versagte. Die Uhr zeigte kurz vor 13 Uhr, als auf beiden Seiten das Feuer eingestellt wurde.„Blücher“ hatte starke Schlagseite nach backbord. Da gellten alle Glocken durch das Schiff, der letzte Befehl: „Alle Mann an Deck!“ Ortsgruppe Hamme. Versammlung der Amt eingelübort, n B/8., So uber Periorgungsangesegenbesten rieclelter., Gestichen HoFeider ud sprach die Bite aus idn in der Antslcltung legte sie bin. Sie würden sich schon einige Zeit über Mitarbeit und pünktliche Beitragszahlung zu Das bedeutete Schluß! Man brachte die Verwundeten aufs Oberdeck, wickelte sie in Hängematten und oder Schwächer Am Montanakilenmarkt gaben die Kurse Pollik gewisser überstag eilweie=saugemeinen gingen die Abschwächungen bic 112 neAbv, sprag der Sriegrnppenamgzger, der Przgsl Kelauul überstaatlicher Mächte und legte an zablesobe'Praderlschelt:“ der Parole Hitlers zunächst Löber. In, augeruguen vingen, die Abschwächungen bis 1½ Prozent. Der Verlauf war still, aber freundlich. Namentlich Montanaktien konnten sich erbolen. Terggeguß ag ziemlich fest, namentlich für Montanaktien. bis 3¾ Prozent. Der Freiverkehr lag still, aber abbröckelnd. Dollar 2,500(Vortag.498), Pfund 12,210(Vortag 12.200) Mittelkurs. Rhein=Mainische Börse in Frankfurt. Freundliche Grundstimmung. an der Abendbörse Aufträge der Kundschaft nicht vorlagen, bielt sich auch die Kulisse weiter zurück. freundliche Grundstimmung vlieb aber erhalten, und Kurse konnten sich im Vergleich zu den Berliner notierungen gut bebaupten. Der Rentenmarkt lag Die Auslandsbörsen Newyork: Stetig. Brüssel: Nachgebend. London: Freundlich. Wien: Abgeschwächt. Amsterdam: Fest. Zürich: Sehr fest. Paris: Unregelmäßig. Mailand: Freundlich. Getreidegrohmarkt zu Berlin amtl. Preise. Getreide und Delsaaten oer#000 va, sonst per 100 ko Mlichtadter Leiten Gang Plaumniagsia dier Darauf hielt Kreisamtsleiter Pg. Deuschle einen Vortrag über:„Die Kriegsopferversorgung vor und nach der Macht; übernahme Adolf Hitlers.“ Zu Begtrgur#ggg Versgiter geb er einen kurzen Rückblick auf dir vutw urzagmähschef Diktat geschaffene Lage und erinnerte an den schmäblichen Empfang, den die heimkebrenden Frontkämpfer nach Kriegsschlut in Deutschland erleben mußten. die damaligen gesclosen. Pa. Verendt beleuchiete sodann die Nahnapnen Fronierseven„Hegrizdete, Vertzndenbeit der Frontämpier der nationalsozialistischen Regierung auf gesetzgeberischem zerstört und diese den Interessen ihrer Parteien dienstbar Gebiete. zu machen gesucht. Diese Zersetzungsarbeit habe davin geführt, daß auch in der Kriegsopferbewegung eine einbeitWasser halten, wenn das Schiff sinkt. Dann würde das Schicksal des einzelnen sich entscheiden, ob er gerettet würde oder den Seemannstod erlitt. 13.13 Uhr war es, da neigte sich der„Blücher" stark. Alles Lebende war auf Deck. Da brausten noch drei starke Hurras zu unserer Flagge empor, die stolz am Maste wehte. Die drei Hurras waren noch nicht verklungen, da kenterte SMS.„Blücher" und Pa. Veremndf Bat au6 Sesualrtege Zitarbeilt am insoigedesen Die Belange der Kriegsopietr meist nach reii!“ Flad duer aleahoste Ker dic wie voe die ubdedbrhchio, eigsisgen Saoei die Visenie Bgugei, Si.eit Treue zum Füprer.—, Veriorgungs, erkannt werde. Der Fübrer babe die Kriggzohter, zu EhrenIn einer Aussprache über verschiebengn#gr# ein, bürgern der Nation erklärt und ibnen dadug eine bevorMans e wisih Für die Kriedsoter set is egg Ffzsi giz, se cher de Versammlühg bon Trigibbenceter Sewandes w /19/ Treue sbre Bropizgngedz, I3z. Pgeiecit ssich“ Roggenm..997 A. 21.65 21.65 Vktoriaerbsen 34.0 35. 5 34.0 35.5 Speiseerbsen Futtererbsen..—.— Weizen märk. Roggen mäck. Industriegerste Hater märk... Weizenm. Auszm. 40.820 Asche) 26.65 * Berliner Elektrolytkupfernotierung vom 23. Januar: 29.50 Reichsmark für 100 Kilogramm. angelegen die Versammlung von Ortsgruppenle Ortsgruppe Felsenburg. Kamterad) o e. Le. Burde der Neie Trusgrupbenlelter Pa. wurde die Versammnlung sisgasez. Auselegendelten schaffen. orbildliche Presewidern.“e gogans“ gag) PLeziscgle Aeloder zirzen Engländer nicht, das ernsthaft anzugreifen. Aufklärungsn auch mit dem schweren Verkust des„Blücher". Alle anderen Schiffe kamen wohlbehalten heim, und die Engländer zogen sich ebensalls mit schweren Verlusten zurück. Nicht weniger als fünf Schlachtkreuzer, sieben kleine Kreuzer und 35 moderne Torpedobootszerstörer, die auch manche Verluste durch unsere Geschütze zu verzeichnen hatten, waren an der Vernichtung des„Blücher“, der insgesamt ungefähe 40 Geschoßtreffer und sieben Torpedotreffer erhalten Seite 11 Nr. 20; Bochumer Anzeiger7 Donnerstag, 24. Januar 1933 Bus Goslehe aosHdUrOsr von Digo Cepyright by Verlag Presse-Tagesdienst, Berlin W 35. Heinz Sand, ein deutscher Journalist, ist in Belgrad aus dem Bett heraus verhaftet worden. Man beschuldigt ihn, Spionage getrieben zu haben und sperrt ihn ins Polizeigefängnis. Da man ihm nichts nachweisen kann, wird er entlassen und über die Grenze abgeschoben. In Budapest entdeckt er Intrigen gegen sich und die Witwe seines Kameraden, Margot Wollenweber. Auf ihrem Gut bei Kronstadt gesteht ihm Frau Margot, daß sie sich verfolgt fühle. Wechselschulden sind ihr über den Kopf gewachsen. Ein Kaufmann Droschinski wirbt in aufdringlicher Weise um Frau Wollenweber, derselbe Mann, den Sand in Belgrad zu erkennen glaubte und den er für den Erlebnisse eines deutschen Journalisten zwischen Schmugger, Pflicht und Liebe Polen Prilewski hielt. Heinz Sand wirbt um Frau Margot und erhält ihr Jawort. „Heinz“, unterbrach ihn Margot in seinem Besinnen,„seien Sie nicht traurig... ich weiß, daß ich die Ursache bin, aber ich beiße mich schon durch!“ Sie legte ihre Hand leicht auf seinen Arm und sah ihn mit großen traurigen Augen an. „Es gefällt Ihnen doch hier, Heinz?“ Heinz schwieg weiter. Er beugte sich vor, legte den Kopf in die aufgestützten Arme, sah ins Land hinaus, als sähe er in die Zukunft. Aber er sah nur Margot. Margot, die neben ihm saß, deren Sorgen die seinen geworden waren, die sich nun um ihn Kummer machte. Sie war groß und blond und schön. Er sah ihr Gesicht, ihren Mund, der in einem Tag und in einer Nacht so oft gelacht und geweint hatte, ihre schlanken, verarbeiteten Hände. Die Erlebnisse in Belgrad waren so vergessen, wie Viola Self. der Einbruch in seiner Berliner Wohnung, und die Wechselaufkäufe hatten sich in einer anderen Welt ereignet.... Heinz Sand war erfüllt von einem ganz großen Glücksgefühl. Er, der sich jahrelang in aller Welt herumgetrieben hatte, der sich abgestumpft wähnte gegen Frauenschönheit und Liebe, spürte seit langer. langer Zeit zum erstenmal wieder, daß er noch eine Sehnsucht in sich trug, die für ihn das Leben bedeutete. Langsam wandte er seinen Kopf Frau Margot zu, Alls sie errötete und zu Boden sah, wußte Heinz Sand, daß Margot seine Gedanken gelesen hatte, daß sie seine Zuneigung erwiderte. Da faßte er Mut. Er getraute sich zwar nicht, Frau Margot dabei anzusehen, sprach über Wiesen und Wälder hinaus in den Herbstwind, aber seine Worte waren klar und fest:„ pisen dat ia F. nie.k. „Margot... Sie wissen, daß ich Sie lieb habe. —— Ich bin ein armer Wanderer und kann Ihnen nichts bieten. Aber wenn wir den Kampf hier siegreich hinter uns haben, dann... dann... vielleicht ist es Ihnen recht, wenn ich mich dann in diesen grünen Ber* Als einzige Antwort unfaßte Margot Heinz Arm mit beiden Händen, und als er ihre Hände küßte und sie dann glücklich und bittend ansah, da blickte Heinz in zwei große. blaue Augen, die naß waren von Tränen, aber wie Sterne leuchteten. 20 000 RM. aus der Lust Als Heinz und Margot wieder auf der Farm anlangten, hielt Lajosch mit dem Gespann bereits vor dem Wohnhaus. Fünf Minuten vor vier hielt er vor der Filiale der Rumänischen Nationalbank in Kronstadt. Frau Wollenweber sprang zuerst aus dem Wagen, hieß Lajosch in der Nähe der Bank warten und ging mit Sand gleich in den oberen Stock. Eine dunkelhäutige Ordonnanz, die in verschmutzter Livree über den Gang schlicht, mußte sie und Sand bei Direktor Lopeseu melden: „Sagen Sie Herrn Lopescu, ich komme mit einem Bekannten... und als Sand heftig nickte, ergänzte sie...„Herrn Sand aus Berlin.“ Die Ordonnanz verschwand gleich in der nächsten Tür. Obwohl sie gestolpert war, hörten Heinz und Margot aus dem Zimmer des Direktors heftige Stimmen, dann ging die Tür wieder auf, und an der Ordonnanz vorbei schoß ein kleiner, wohlbeleibter Herr unter wilden Verbeugungen auf sie zu. „Wie ich sehe... Sie sind heute nicht allein!... Herr Sand?... Gnädige Frau stehen mit Herrn Sand in Geschäftsverbindung? Sehr angenehm!... Durch Zufall... ich wußte, daß Herr Sand zu Besuch bei Ihnen eingetroffen ist... wie gesagt, ein Zufall!“ Sand hätte blind sein müssen, um den falschen, schielenden Blick nicht zu bemerken, mit dem Lopescu ihn dabei streifte. Der Provinzdirektor aber war nicht nur eitel, sondern auch dumm und bildete sich tatsächlich anscheinend ein, Sand habe noch keine Ahnung von dem Spiel, das hier gespielt werden sollte. Sand aber war außer Zweifel darüber, daß Droschinski bestimmt benachrichtigt worden sei. Er würde, wenn er nicht bereits im Bankhause war, in den nächsten Minuten kommen. Außer von Lopescu war er wahrscheinlich noch von Viola Self und dem schwarzhaarigen Kerl unterrichtet worden, den Sand im Zuge nach Siebenbürgen beobachtet hatte. Der„Zufälle", durch die Lopeseu über Sands Besuch in Sonnenheim informiert war, gab es mehr als einen!. 16.11, Während Sand und Lopeseu sich gegenseitig mit Blicken durchdrangen, erklärte Margot, Lopescu brauche vor Sand nichts geheim zu halten, er wisse in der ganzen Wechselangelegenheit vollkommen Bescheid. Zu Sand gewendet bemerkte sie dann nebenbei: „Herr Sand, Sie wissen ja von meinen Wechseln in Wien... die ein Herr Singalski aufgekauft hat. Ich hatte Herrn Lopescu und seine Bank gebeten, diesen Herrn Singalski ausfindig zu machen.“ Sand nickte würdevoll. Im Augenblick, als er sich Lopescu gegenübergesetzt hatte, war schon ein Plan in ihm entstanden. Er brauchte nur noch ein paar Minuten zum Ueberlegen. So stellte er zunächst einige formale Fragen, die dem Bankmann ziemlich überflüssig vorkamen, deren Beantwortung ihn aber Zeit gewinnen ließ. Je ärgerlicher Lopescu wurde, um so ruhiger wurde Sand. Sein Plan hatte schnell feste Formen gewonnen. Sreins Jana aberrunpelkseirnen Sehner 34.* wire sie wit ihm ihre eenzep Verven zusammen heherrschte sich munder Was er vorhatte, hätte Margot, wäre sie mit ihm allein gewesen, vielleicht Widerspruch hervorgerufen. Er mußte diesen Lopescu und seine Hintermänner aber jetzt einfach überrumpeln und verblüffen. „Hören Sie, Herr Lopescu, die Sache ist ganz einfach die: Frau Wollenwebers Situation ist völlig klar, wenn auch völlig verändert. Vor wenigen Tagen konnte sie in Wien 20 000 Reichsmark freibekommen, die dort angelegt waren, und mit diesem Gelde möchte sie nun ihre Wechsel zurückkaufen, beziehungsweise einlösen... Ich lege persönlich größten Wert darauf, daß die Rumänische Nationalbank die Sache besorgt, oder... kann sie das vielleicht nicht?“ Direktor Lopescu war über Sands Worte so erstaunt, daß er kein Wort hervorbrachte. Sand mußte seine letzte Frage wiederholen, da nickte jener endlich heftig Zustimmung. 1 „Jawohl, bitte särr——— wird uns Ehre sein!“ Darauf hatte Sand gewartet, um fortzufahren: „Der Betrag von 20 000 RM. wird hier in Kronstadt bei einem Notar deponiert und steht dann jederzeit zur Abrechnung zur Verfügung. Der verbleibende Rest ist Frau Wollenwebers Konto gutzuschreiben. Den Namen des Notars werden Sie morgen oder übermorgen erfahren... ich erwarte diesbezüglich noch eine Auskunft der deutschen Gesandtschaft in Bukarest... . ist das klark“„ 4 Eein Nach diesen überraschenden Eröffnungen von Heinz Sand entstand eine längere Pause. Der Rumäne stammelte unter mehreren Verbeugungen wieder: „Jawohl, bitte särr... selbstverständlich, natürlchl“.. Gechans.Dann gingen alle drei ihren eigenen Gedanken nach. Lopescu kochte innerlich. Da die Wechsel nicht seiner Bank gehörten, hätte es ihm mindestens gleichgültig sein können, ob sie eingelöst wurden oder nicht. Daß seine Kundin wieder flüssiges Geld hatte, hätte ihm geradezu angenehm sein müssen. Statt dessen war er erfüllt von stiller Wut, die er so schlecht zu verbergen vermochte, daß Sand den Grund nur zu klar sah: Lopescu verlor nicht nur die Entschädigung, die Margots Erpresser ihm für seine Hilfsdienste geboten hatten—— er mußte, um des Rufes seiner Bank willen, auch noch selbst dazu beitragen, daß Frau Wollenweber ihre Wechsel zurückbekam. Lopescu verfluchte diesen Deutschen, der ihm das bequeme Geschäft verdorben hatte. 6799 Merhm Ei. Frau Wollenweber war ganz blaß geworden. Einen Augenblick hatte sie sich selbst überzeugt, daß Heinz irgendeinen Plan mit dem Bluff verfolgte. Sie nahm ihre ganzen Nerven zusammen, beherrschte sich wunderbar. KSNMCTEENME Vom 24. bis 26. Januar 1933° Gleichbleibende Tageseinteilung: .00 Morgenruf und Frühkonzert .45 Leibesübungen Msuttge 9. .00 Wiederholung des Morgenrufs. Zeit. Wetter, Nachrichten .15 Morgenkonzert .15 Zeit, Wetter, Wasserstandsmeldungen .20 Frauenturnen 10.00 Zeit. Wetter, Nachrichten 13.00 Mittagsmeldungen! 14.00 Mittagsmeldungen II 15.80 Wirtschaftsmeldungen 18.40 Vom Tage 18.50 Wirtschaftsmeldungen und Sportvorbericht 20.00 Erste Abendmeldungen 22.00 Zeit. Wetter. Nachrichten WA .00 bis 13.00 Sendepause(wegen Arbeiten am Langenberger Sender) 13.15 Musik am Mittag. Das Westdeutsche Kammerorchester(Hermann Hagestedt). 1. Vorspiel zu Couer=As(Künneke). 2. Schwert und Leier, Wal: zer(Jos. Strauß). 3. Melodien aus„Die Geisha“ (Jones). 4. Vorspiel zu„Boccaccio"(Suppé). 5. Grubenlichter, Walzer(Zeller). 6. a) Ein lieber Schatz, Polkg, b) Rasch wie der Blitz, Galopp (Millöcker). 7. a) Komm wir geh'n dem Schein des Mondes nach, b) Du sollst der Kaiser meiner Seele sein(Stolz). 8. Radetzky=Marsch(Strauß) 15.00 Mutter und Kind. Von Hasen und Fröschen(Käte Martin).— Vom großen und kleinen Bär(Illen Remagen) 16.00 Nachmittagskonzert(Von München). Es spielt das Kleine Funkorchester(Erich Kloß). 1. Das eherne Pferd, Huverture(Auber). 2. Anime Alla Deriva (Bottacchiari). 8. Karneval=Miniaturen(Kaskel). 4. Fantasie aus„Fedora"(Giordano). 5. Frauenblätter, Walzer(Strauß). 6. San Remo. Serenade(Hummel). 7. Naila=Walzer(Delibes). 8. Miniatur=Suite(Cogtes) 17.30 Der König. Zum Geburtstag Friedrichs des Großen am 24. Januar(Friedrich Banse) 18.00 Ludwig van Beethoven. Karl Maria Schwamber= ger(Cello), Erich Rummel(Klavier). 1. Sieben Variationen über das Duett-Bei Männern, welche Leute fühlen“, aus der Oper„Die Zauberflöte".(Mozart). 2. Sonate=Dur, Werk 102/2, für Cello und Klavier 18.30 Los vom demokratischen Gleichheitswahn(Wolf Sluytermann von Langeweyde) 19.00 HJ. singt und musiziert. Auf, auf zum fröhlichen Jagen. Schöne Jägerlieder und=weisen 19.30 Jungbann=Fahnen in der Marienburg(Von Königsberg, Reichssenduyg)## Wann der eine 20.10 Bilder aus dem Volksleven. Der Mann, der eine Botschaft nicht bestellen konnte. Pferd kämpft gegen Lokomotive. Zwei Szenen von Wilhelm Schmidtbonn. Spielleitung: Josef Kandner 20.45 Soldatenmusik, gesungen und geblasen.(Uebertragung aus der Volksgartenhalle zu Wzladbegt eir Verbindung mit der RS.=Gemeinschuga durch Freude und des Reichsverbandes Deutscher Rundfunkhörer.) Zusammenstellung und Gustav Kneip. Ausführende: Hubert Kirsch(Bariton), Willy Schneider(Baß=Bariton), Willi Jansen(Akkorion), die verstärkte SA.=Standartenkapelle(Leo Ensoldt), mehrere SA.=Chöre. Sprecher: Hermann Probst, Rudolf Rauher, Wilh. Wahl 22.20 Worüber man in Amerika spricht(Aus Washing= ton)(Kurt G. Sell) 22.30 Wochenvorschau..64 22.35 Nachtmusik(Aus dem„Café Europa“ in Bielefeld). Kapelle Hans Kagerl Deutschlandsender: 19.30: Reichssendung: JungbannFahnenweihe in der Marienburg. 20.15: Perlen deutscher Vollslieder, gtigggen, Be.x9 gaei Kohlhaas". Hörspiel. 23.00: Nachtkonzert. Das Rundfunkorchester(R. Merten) K (wegen Arbeiten am Langenberger .00 Sendepause Sender„— 13.15 Tonfilmkünstler singen! 14.15 Polen und seine Lieder. Eine bunte Hörfolge mit Schallplatten(Wilhelm Ziesemer) 15.00 Jungmädelstunde. Allerlei Lustiges um Hans 15.45 Geh' zum Fachmann, wenn's auch Kleinigkeiten sind(Bill Ehmer)... M2., Dos Kleit 16.00 Nachmittagskonzert. Nordische Orchester(Leo Eysoldt). 1. Im Herbst, KonzertVorspiel(Grieg=Mausz), 2. Aus„Erotiken": a) Kassandra, b) Die Zauberin, c) Eros(Jensen). 3. Finlandia, sinfonisches Gedicht(Sibelius). 4. a) Sand selbst war äußerlich ganz ruhig, obgleich sich in seinem Kopf alles wie ein Mühlrad drehte. Er besaß weder Wertpapiere noch Wertgegenstände, weder Haus noch Gut und noch sonst irgend etwas, was auch nur annähernd einen Wert von 20000 RM. ergeben hätte. Auf der Sparkasse hatte er nicht ganz 3000 RM. Die Hoffnung, die Sand so zuversichtlich auftreten ließ, waren seine Freunde, vermögende Freunde, die ihn in dringenden Fällen noch nie im Stich gelassen hatten. Im Geist formulierte er jetzt den Wortlaut der Telegramme, die er gleich nachher nach Berlin, Wien und Budapest absenden mußte. Lopescu räusperte sich. Er schien in seiner Würde schuldig, endlich von sich aus das Gespräch wieder aufzunehmen. Er mußte Haltung bewahren, mußte versuchen, aus dem Zusammenbruch von Droschinskis schmutzigen Plänen wenigstens seine Person zu retten. Ganz Kavalier, mit gewichtiger Miene, erhob er sich, drehte sich zu Frau Wollenweber: „Das ist ja die heste Lösung, die denkbar war gnädige Frau! Ich kann Ihnen nur gratulieren... ich freue mich, daß die Angelegenheit so glatt geht. Ich meine... wir, das heißt die Bank wäre ja schließlich auch noch dagewesen. Eine Formalität, gnädige Frau, und Sie hätten für Ihre Musterfarm leicht eine Hypothek bekommen können.“ Herr Direktor Lopescu zog sich ganz leidlich aus der Geschichte. Das mußte man ihm lassen. Aber Sand wollte ihn noch weiter festlegen,„ „Sie wissen, Herr Lopescu“, sagte er nachdrücklich, „daß Frau Wollenweber Witwe ist, daß sie das Gastrecht, das Rumänien ihr gewährt hat, durch mustergültige Arbeitsleistung dankte. Es ist mir nicht schwer gefallen, soeben Frau Wollenweber der rumänischen Regierung besonders zu empfehlen. Als wehr= und schutzlose Frau möchte ich sie aber hiermit auch Ihnen besonders empfehlen. Sie leben in ihrer Nähe, können ihr jederzeit durch Rat und Tat beistehen. Zum Beispiel auch durch recht sachliche Auskünfte.“ Lopescu stand hinter der Lehne seines gewaltigen Sessels, hörte beflissen zu. Jetzt stutzte er. Ein schiefer Blick traf Sand. „Hochverehrte gnädige Frau.. geht alles in bester Ordnung. Solange ich, Direktor Lopescu, hier in Kronstadt bin, haben Sie in mir den besten Freund.“ Sand und Frau Wollenweber standen auf. Lopescu geleitete sie unter beinahe orientalischen Bücklingen zur Tür. Irmelin Rose(Peterson=Bevger), b) Wiegenlied (Järnefeld), 5. Fest=Poloaäse(Svendsen). 6. a) Liebe, b) Die alte Mutter(Grief=Mausz). 7. In Norwegens Fjorden, Folge(Frederiksen). 8. a) Frühlingslied(Kierulf, b) Solveigs Lied(Grieg). 9. Grotesker Marsch(Sinding) 17.30 Der Student spricht. Kampferlebnis als Forderung und fortwirkende Kraft(Gaustudentenbundführer Manfred Garben, Köln) 17.45 Kinderlieder und Klaviermusik. Mitwirkende: Käte Krausen(Sopran), Walter Beißel— Hubert Mengelbier(Begleitung). 1. a) Hans und die Spatzen, b) Der kleine Optimist(Reinecke). 2. Kinderstücke für Klavier(Eidens). 3. a Des Kindes Engel, b) Die kleinen goldenen Sterne(Reinecke). 4. „Bilder aus dem Osten, für Klavier zu vier Händen(Schumann).4. Paxtaffaskan umter a. 18.15 Zur Erzeugungsschlacht. Kartoffelbau unter Berücksichtigung der rheinischen Verhältnisse(Dipl.= Landwirt Barrenbrügge) 18.30 Englische Unterhaltung 19.00„Die goldenen Sieben“(Vom Deutschlandsender). Unsere virtuosen Tanzmusiker 19.50 Momentaufnahme„.s n 20.15 Stunde der Nation(Reichssendung). Liebesszene aus der Oper„Warpune"(Hans Bullerian). Dichtung von Hans Martin Cremer. Ausführende: Cläre Hansen(Sopran), Walter Ludwig(Tenor), das Große Orchester(Dr. Wilhelm Buschkötter) 21.00 Rheinisches Schilda. Alte rheinische Spottgeschichten. Für den Rundfunk neu bearbeitet von Willi Schäferdiek. Musik von Gustav Kneip. Spielleitung: Josef Kandner 22.20 Filmecke 23.00 Nachtmusik. Willy Schneider(Baß=Bariton), das singende Rheintrio, Willi Jansen— Willy Meyer (Akkordeon) die Funkschrammeln. 1. Servus, meine Herrn, Marsch(Lorenz). 2. Das Herzklopfen, Polka(Kremser). 3. Das singende Rheintrio. 4. Außer Rand und Band, Marsch(Kutschera). 5. Münchner Kindl. Walzer(Komzak). 6. Am Tegernsee, Ländler(Mayer). 7. Das singende Rheintrio. 8. Fünf Minuten von hier, Lied (Föderl). 9. Die Unzertrennlichen, AkkordeonDuett(Meyer). 10. Du Guater Himmelsvater, Lied(Krakauer). 11. Das singende Rheintrio. 12. Schatzwalzer(Strauß). 13. Tiroler Holzhacker= Buabn, Marsch(Wagner) „Was ich noch sagen wollte“, stotterte er, Droschiunsti läßt sich der ensesger ziere se. p or##.#aher legen er wollte heute selbst gier sein, mußte aber vI, amn bewies Margot ein und Gewandtheit, das Heinz Sand ihr hätte. Liebenswürdig lächelnd wandte sie sich an „Ach ja, Herr Droschinski vielen Dank... wissen Sie was, Herr Lopescu? Wollen Sie, falls Herr Droschinski morgen zurück ist, nicht mit auskommen? Zum Mittagessen?... Herr Sand ist dann auch noch bei mir.“.. se uamackt. Und ehe Lopescu eine Antwort zu geben vermochte, fügte sie harmlos fragend hinzu:„nefen, 14 „Sagen Sie übrigens, Herr Lopescu,—... was ist Herr Droschinski eigentlich für ein Landsmann? Rumäne?... Oder ist er Serbe oder Pole?“ Der Direktor fühlte sich wie vor den Kopf geschchlagen. Der quecksilbrige Mann befand sich plötzlich in einer fatalen Zwangslage, die ihn stillstehen ließ. Er wandte sich, strich sich besinnend über die fettglänzende Stirn, 9 Ich weiß es im Augenblick wirklich nicht, gnädige Frau. Er wird wohl Rumäne... oder nein, sollte er doch Serbe sein?... Soll ich schnell in der Buchhaltung nachfragen?... er ist jedenfalls sehr reich... Frau Wollenweber verzichtete auf eine genaue Auskunft, dankte, wandte sich mit Heinz zum Gehen. Sie standen beide einige Minuten auf dem Gang. Margot suchte etwas in ihrem Täschchen. Da ging ganz leise die Tür des Direktionszimmers nochmals auf. Mit einem Ruck beugte sich Sand vor. Blitzschnell wurde die Tür wieder zugezogen. Aber der Augenblick hatte Sand genügt, das Galgenvogelgesicht zu erkennen, das ihn seit Tagen verfolgte. Es gab für Sand keinen Zweifel—— das war das Gesicht von Droschinski gewesen...“ Und von Prilewski! Die beiden waren identisch! Da hatte der Gauner also im Nebenzimmer gesessen und alles mitangehört. Na, das konnte ja nicht schaden, im Gegenteil! Aber Lopescu sollte Sand sofort für seine Heuchelei büßen. Margot hatte von alledem nichts gemerkt. Sand beherrschte mit Mühe die Wut, die er in sich fühlte, redete Margot leise zu:„„ „Du... ich muß Lopescu schnell noch etwas fragen. Bitte, warte hier eine Minute.“ Mit zwei großen Schritten war Sand an der Polstertür, riß sie überraschend auf. Es war aber eine Doppeltür, und die innere Tür war versperrt. Aha! Sand klopfte laut, und als er drinnen Lopescus Stimme hörte, rief er laut: „Herr Lopescu... Verzeihung! Sand! Ich muß Sie noch einen Augenblick sprechen. Habe etwas verSand hörte im Zimmer flüstern. Eine Tür ging leise zu. Dann kamen Schritte. Lopescu öffnete halb, sah fragend auf Sand. Er hatte sichtlich keine Lust, ihn nochmals ins Zimmer zu lassen. Doch Sand ging harmlos am Direktor vorbei, auf dessen Schreibtisch zu, bat wie nebenbei: „Herr Lopescu, sagen Sie mir bitte noch den Tageskurs der rumänischen Leis in deutschen Papiermark!“ Lopeseu fingerte zwischen Papieren und Zetteln herum, nannte kleinlaut den gewünschten Kurs, hoffte, den nachgerade unerwünschten Besucher nun endgültig loszuwerden. „Danke vielmals“, sagte Sand kühl. Dann nahm er aus der großen Aschenschale eine angezündete Zigarette und hielt sie dem Zigarre rauchenden Rumänen unter die Nase: „Wie interessant, Herr Lopeseu!... Sie rauchen also gleichzeitig eine Zigarre und eine Zigarette. habe ich noch nie gesehen. Hoffentlich bekommt Ihnen das eut!.(Fortsetzung folgt.) Kalt. gegen spröde Haut K .00— 13.00 14.15 15.00 15.45 16.00 13.00 Sendepause(wegen Arbeiten am LangenEröffnung der Grünen Woche 1935, aus der Ausstellungshalle am Kaiserdamm, (Reichssendung von Berlin). Begrüßung Oberbürgermeister, Dr. Sahm. Ansprachen des Preußischen„Ninisterpräsidentein„Herm. Göring und des Reichsernährungsministers und des Reichsbauernführers, Halter Darrs Wochenendkonzert auf Schallplatten Eine lustige Geschichte. Die Meerfahrt zu Wien Die neue Lohnsteuerverordnung(2)(SteuerinspekDer frohe Samstagnachmittag(Gustez, Kgeie). Ausführende: Kläre Hansen(Sopran), Ren KorfWocher grsgpran), Friedr. Eugen Engels(Tenor), 18.00 18.20 18.30 19.00 esce eise eie eces eh e Im größten Binnenhafen der Welt. Beim Kohlenmischer in Duisburg= Ruhrort. Sprecher: Dr. Maus Kleine Musik(Schalplatten) D B5.kumrt, Wanderungen auf Brettern. Der Nürburgring als Winterwander= und Rennstrecke und andere Eifeler Stigebiete(Dr. Dr. Konrad Pfennig), Musik unserer Zeit. Das Große Orchester(Otto Julius Kühn) Solisten: Gerda Schüler=Rehm Deutschlandsender: 19.00: Zur morgigen Eröffnung d. „Grünen Woche“:„Nieke v. d. Kaktusfarm Geschichte„der alten Großmagd v. Hofe Braak. 20.15: Stunde der Nation. Liebesszene.aus „Warpune“. 21.00: Hier irren die Komponisten. Lust. Beisp. m. Schallpl. 23.30: Tanzmusik(E. Boerschel) Gamba=Solo und Kammerorchester. Werk 84 (Graener). 2. Orchesterlieder(O. Volkmann): Am Scheidewege— Nachglanz. 8. Capricietto für vier Pauken=Solo und Streichorchester(Gerster) Nomentaufnahme„„pengfgnhung Aes WusEt geit loß! Große Karnevalssitzung des„Ausschuß Kölner Karneval im Kölner Verkehrsverein e. V.— Uebertragung aus der großen Messehalle Köln=Deutz. Es präsidiert: Fritz Maaß, Präsident der Großen Kölner Karnevalsgesellschaft von 1882, unter Mitwirkung der Kölner Karnevals=Gesellschaften und Corvs. Kapelle: Fritz Hannemann Hinter den Kulissen des Sports Tanzmusik der Funkkapelle(Fred Ilgner).(Von Breslau) Deutschlandsender: 16.00: Zur„Grünen Woche“. Aus d. Ausstellungsballen am Kgiserdamm: Unterhaltungsmusik d. Kapelle F. Kauffmann. 18.40: Die„Grüne Woche“ in der Erzeugungsschlacht 1935(F. Reichardt). 18.50: Funkbrettl(Schallpl.) 20.10:„Der., Opernball“, Operette v. R. Heuberger 22.30: Wintersport=Echo aus„GarmischPartenkirchen. 23.00: Tanzmusik(F. Ilgner) 19.50 20.10 22.15 22.35 12 Nr. 20 7 Bochumer Anzeiger“7 Donnerstag, 24. Januar 1933 Kleine Meirungen aus den=Siadnenen des Stadtteil Altenbochum Aus der Altenbochumer Liebfrauengemeinde. Für die Marianische Jungfrauenkongregation gestaltete sich der letztvergangene Sonntag zu einem besonderen festlichen Ereignis. Im Rahmen der am Nachmittag stattgefundenen Festandacht erhielt das neue Marienbauner, das von den Mitgliedern selbst angefertigt worden ist, seine kirchliche Weihe. Der Präses der Kongregation, Vikar Kessels, wies in seiner Feieransprache auf die symbolische Bedeutung des Marienbanners hin. Mit dem sakramentalen Segen und dem Bundesliede schloß die marianische Feststunde. Anschließend versammelten sich die Kongreganistinnen zu ihrer Jahreshauptversammlung in den Räumen des Katholischen Vereinshauses. Vikar Kessels hielt die Jahresrückschau. Die Kongregation zählt mit den Jugendgruppen augenblicklich rund 250 Mitglieder. Prafektin blieb Fräulein Böckmann. Zur Schatzmeisterin wurde Fraulein Voß ernannt, die auch gleichzeitig die Leitung der Jungmädchengruppen übernimmt. Größere Gemeinschaftsabende sollen veranstaltet werden, um die Gemeinde mit dem marianischen Jugendgedanken vertraut zu machen. Ein gemütliches Beisammensein mit Kaffeetrinken beschloß die Jahrestagung. Verein heimattreuer Ost= und Westpreußen Altenbochum. Die Ortsgruppe 300 hielt am Sonntag ihre Hauptversammlung ab. Nach Begrüßung durch den Leiter Karl Jaworski, Frielinghausstraße, 14, wurden die verstorbenen Landsleute des letzten Jahres durch Erheben von den Plätzen geehrt. Nachdem der Schriftwart einen Rückblick über das verflossene Jahr und der Kassenwart den Kassenbericht gegeben hatte, wurde dem Kassenwart Entlastung erteilt und dem gesamten Vorstand Dank ausgesprochen für die geleistete Arbeit. Der gesamte Vorstand wie auch das Vereinslokal wurden beibehalten. Wie der Leiter mitteilte, sollen die Instrumente des Trommlerkorps durch den Vorsitzenden verkauft werden. Stadtteil Laer Oeffentliche Kundgebung der NSDAP. Im Saale Pg. Langbein fand am Dienstag abend eine Kundgebung der NSDAp., Ortsgruppe Laer, statt. Nach einleitenden Grußworten von Ortsgruppenleiter Büscher sprach Oberbürgermeister Vetter(Hagen), über„Volk und Staat". Der Redner rechnete scharf mit den Miesmachern und Kritikastern ab, die heute noch immer im nationalsozialistischen Staat zu finden seien. Mit treffenden Worten wußte der Redner die Aufgaben des nationalsozialistischen Staates klarzulegen. Es würde die Zeit kommen, wo es in Deutschland keinen Arbeitslosen mehr gebe. Der Führer und Reichskanzler Adolf Hitler wurde seine Ziele, die er sich gesteckt habe, restlos durchsetzen, und das Ausland würde wieder Achtung und Respekt vor dem deutschen Volke bekommen. Pg. Vetter erläuterte verschiedene außenpolitische Maßnahmen des Führers und wies insbesondere auf die bevölkerungspolitische Aufklärung als wichtigste Aufgabe hin. Schulungsleiter van Wiekern unterstrich die beifällig ausgenommenen Ausführungen des Redners. Reichsluftschutzbund. Für die Hauswarte der Untergruppe II fand am Dienstag der erste Schulungsabend statt, der vom Schulungsleiter Lehrer Seewald eroffnet und geleitet wurde. Stellvertretender Schulungsleiter Werner hielt einen gut verständlichen Vortrag über: „Luftbedrohung bzw. Luftgefahr. Die nächsten Vorträge sind: für die Untergruppe II(Beckmann) am Freitag, um 16 und um 19 Uhr, in der Friedrichschule, und für die Untergruppe II(Werner) am 29. Januar, um dieselbe Zeit in der Schillerschule. Aus den Vereinen. Der Vorstand des SGV., Abteilung Laer, ladet seine Mitglieder für Samstag, um 20 Uhr, in das Vereinslokal Witwe Möller zu der Jahreshauptversammlung ein.— Die Hauptversammlung des Bürgerschutzenvereins, erste Kompagnie(Laerheide), findet am Sonntag, um 16 Uhr, mit sehr wichtiger Tagesordnung beim Kameraden Wilhelm Hartmann, Eulenbaumstraße, statt. Unter anderem wird die Hundertjahr feier besprochen, die im Monat Juli stattfinden soll. Gartenbau= und Kleintierzuchtverein Bochum=Laer. Am Sonntag fand die stark besuchte diesjährige Generalversammlung statt. Nach Eröffnung durch den ersten Vereinsleiter Schäfer erstattete GeschäftsfühBönnemann den Jahres= und Kassenbericht. if die Einführung der Werbedie der erste Vorsitzende mit Schriftwort, Gebet und einer kurzen Ansprache eröffnete. Der Schriftführer gab einen ausführlichen Jahresbericht und gleichzeitig für den verhinderten Kassierer den Kassenbericht. Nach der vom Vorsitzenden gewährten Entlastung wurden in einer Aussprache die Aufgaben der Schulgemeinde für die nächste Zeit besprochen. Vortragsabende, an denen auch Filmstreifen vorgeführt werden, sollen für das Wirken der evangelischen Schulgemeinde werben. Marineverein. Im Vereinsheim Wollenweber hielt der Marineverein eine gut besuchte Jahreshauptversammlung ab. Vereinsführer Backer gedachte zunächst der verstorbenen Kameraden. Schriftführer Wagner erstattete den aufschlußreichen Jahresbericht, Kamerad Nietmann den Kassenbericht, der recht gut abschloß. Einstimmig wurde Entlastung erteilt. Der Vereinsführer legte seinen Posten nieder, für ihn tritt Kamerad Wagner ein, der zugleich die Geschäfte der SA.=R. II führf. Er stattete dem bisherigen Führer des Vereins in der anschließenden Vorstandswahl trat in der biszerigen Vereinsführung kein Wechsel ein. Chorleiter oil jun. wurde auf ein weiteres Jahr verpflichtet. im Sommer wird der Verein mit mehreren großen Musikveranstaltungen an die Oeffentlichkeit treten. An den offiziellen Teil schloß sich ein gemutliches BeisamIm Saale wie auserlesenes führr. Er stttete dem visheritzen, Führer des Vereins *““ zehnjährige Arbeit ab. Stellvertretenseinen Dank für zehnjatrige urbett ab. S. der Vereinsführer wurde Kamerad Wiegand. Man beschloß, zugunsten des Marineehrenmals in Laboe einen Lichtbildervortrag zu veranstalten. MGV.„Glocke". Der Männergesangverein„Glocke“ hielt eine gut besuchte Jahreshauptversammlung bei Ackermann ab, die nach den Begrüßungsworten des Vereinsführers Karl Benetze den Jahresbericht des Schriftführers Oppermann entgegennahm. Dem Kassierer Marre wurde einstimmig Entlastung erteilt. mensein der Mitglieder. Fahrbeamtenverein Langendreer=Witten. I. Lindemann veranstaltete der Fahrveamtenverein in jedem Jahre ein großes Winterfest. Ein unserle Programm unterhielt die in stattlicher Anzahl erschienenen Mitglieder mit Angehörigen auf das beste. Vereinsführer Weiland richtete herzliche Begrüßungsworte an alle und forderte zu intensiver Mitarbeit im neuen Jahre auf. Eine, Verlosung manche frohe Ueberraschung. Deutscher Tanz beschloß den Abend. Verschüttet und gerettet. Auf der Zeche„Neu=Iserlohn I“ ging in der Nachtschicht zum Samstag ein Streb zu Bruch. Von den abstürzenden Erd= und Gesteinsmassen wurden die Bergleute Jung, Kleine und Wischeck verschüttet. Dank der sofort einsetzenden Rettungsarbeiten konnten die Verschütteten samtlich lebend geborgen werden. Während Jung eine schwere Brustquetschung erlitten hatte, waren die beiden anderen mit leichteren Verletzungen davongekommen.— Der 28jährige Gesteinshauer Bernhard Wa., Kaiserstraße Nr. 179, war auf der Zeche„Mansfeld“ in einem Ortsbruch mit Verbauungen beschäftigt, als plötzlich Gesteinsbruch eintrat und der Aermste darunter geriet. Er wurde geborgen, hatte aber solche Verletzungen erlitten, daß er dem Krankenhause zugeführt werden mußte. eigener Kraft— selbst geschafft Geschichtstafel 24. Januar: wurde der Philosoph Christian Wolff(geadelt 1740) in Breslau geboren. Seine Bedeutung liegt wesentlich darin, daß er die Philosophie als Inbegriff der Wissenschaft methodisch und enzyklopädisch, vor allen Dingen aber in der bisher vernachlässigten deutschen wurde Friedrich II. der größte preußische König welcher als einer der größten Herrscher überhaupt im dächtnis der Völker weiterlebt, als Sohn Friedrich Wilhelms I. und Urentel des Großen Kurfürsten gewurde der Dichter E. T. A.(eigentlich Wilbelm) Hoffmann in Königsberg i. Pr. geboren. Schor als Student hatte er sich in allen Kunsten, auch der Malerei, besonders aber der Musik und Dichtung geübt, für die er dämonische Stoffe bevorzugte. Seine phantastischen Erzählungen, namentlich Nachtstücke, wie„Elixiere des Teufels"“, haben neven reizvollen Märchen wie„Der goldene Topf“ größte Vervreitung gefunden, auch Nachahmer, von denen Meyrink und der Amerikaner Allan Poe wohl die bekanntesten wurden. Als Komponist hatte er mit Chören, dramatischen, satirischen und lyrischen Vertonungen von Dichtungen Goethes, Brentanos, Calderons usw. nicht so nachhaltige Erfolge, bis auf seine Oper„Undine“ deren Klavierauszug Hans Pfitzner 1906 veröffentlichte. 1712 1776 Der Schießstand des Bürger=Schützenvereins Altenbochum. kanzler Adolf Hitler unbedingte Treue entgegenzubrinAnschließend wies er auf die Einführung, der Werbekasse hin, in welche auch die Strafgeider für Versammlungsbesuchversäumnisse und Nichtabholen der Deckscheine in der Versammlung fließen. Schäfer legte sein Amt als erster Vereinsleiter wegen Ueberlastung nieder. An seine Stelle wurde Frank jun. einstimmig gewählt. Für den ausscheidenden Kassenrevisor Hetnöcker wurde Büscher ernannt. Alsdann folgte ein Bericht der beiden letzten Kreisfachsitzungen. In diesem Jahre soll eine Kreis=Verbandsziegenschau stattfinden. Jeder Verein ist gehalten, mindestens zehn Tiere auszustellen. Gefolgschaftsversammlung. Am Sonntag, 27. Januar, 10 Uhr vormittags, findet in der„Römerhaue eine Gefolgschaftsversammlung der Zeche„Dannenbaum" statt. Ausgabe der Reichsverbilligungsscheine für Speisefette der Monate Februar und März. Die Ausgabe erfolgt für den Stadtbezirk Bochum=Laer ab Freitag, 25. d.., vormittags von.30 bis 12.30 Uhr, und für den Stadtbezirk Bochum=Querenburg ab Freitag, 25. d.., nachmittags von 15.15 bis 18.80 Uhr, in den örtlichen Verwaltungsstellen. Familienbuch, polizeiliche Anmeldung, Rentenpapiere und Lohnnachweise über den Nettoverdienst der Familienmitglieder in den letzten beiden Monaten sind mitzubringen. Verschwundene Halden. Die letzten Reste der einst riesigen Kohlenhalden der Zeche„Dannenbaum I“ sind nun verladen worden. Seit der Machtergreifung Adolf Hitlers hat sich der Absatz der Zeche gebessert. So wurde 1933 die Brikettfabrik wieder eröffnet und im letzten Sommer die dritte Batterie der Kokerei. Seit einiger Zeit wird nun mit drei Schichten auf der Kokerei gearbeitet. Die Lagerbestände an Nuß= und Stückkohlen sind geräumt. Straßenausbesserung. In letzter Zeit sind mehrere Straßen des Ortsteils gründlich ausgebessert worden. Nun ist auch die arg zerfahrene Dannenbaumstraße zwischen der Hemke= und der Eulenbaumstraße mit einer neuen Decke versehen worden. Stadtteil Langendreer Totenglocke. In Münster verschied Samstag morgen im Alter von 75 Jahren Reichsbahnoberinspektor a. D. Rechnungsrat Josef Engels, der über 25 Jahre Chef der hiesigen Güterabfertigung war. Evangelisch=kirchlicher Männerdienst. Die Hauptversammlung fand am Sonntag im Gemeindehaus statt. Rektor Hosch hielt einen Vortrag:„400 Jahre deutsche Bibel.“ Der Jahresbericht des Geschäftsführers gab einen Einblick in die umfangreiche Arbeit des Jahres 1934. Sodann gedachte man der fünf verstorbenen Mitglieder des Vereins. Die augenblickliche Mitgliederzahl beträgt 117. Als Kassenführer wurde Hugo Isken eingesetzt. Außerdem gehört der Leitung des Mitglied Richter und als Stellvertreter Richardt an. Beisitzer wurden die Mitglieder Hake, Boch, Pfarrer Lichtenthäler und Louis Unterkötter. Nach den neuen Verbandssatzungen führt der Verein jetzt den Namen„Evangelisch=kirchlicher Männerdienst, Ortsgruppe Langendreer". Evangelische Schulgemeinde Langendreer=West. Die Er kann sich sehen lassen, der vor der Vollendung stehende Schießstand des Bürger=Schützenvereins Altenbochum! 200 Meter lang ist er; mustergültig aufgebaut nach den Plänen und Zeichnungen des Architekten Durth, der sich unentgeltlich in den Dienst der#ache gestellt hat, wie auch seine Mitarbeiter an dem Werke. Echter Kameradschaftsgeist betatigte sich in vorbildlicher Weise. Der Schießstand liegt auf einem von der Zechenverwaltung zur Verfügung gestellten Platz am Fuße der großen, mit Birken bepflanzten Halde, also recht romantisch. In einem alten Schachtgebäude sind die Aufenthaltsraume eingerichtet. Das Mauerwerk soll im Frühjahr mit wildem Wein und Kletterranken umkleidet werden. Die Einweihung dieses Schießstandes soll im April stattfinden. Stadtteil Weitmar Transportunfall. Der Arbeiter Heinrich., der auf einem hiesigen Fabrikgelände mit dem Fortschaffen von schweren Eisenbahnmaterialien beschäftigt war, geriet mit dem Fuß unter einen ganze Gemeinde zu einem besonderen Dankgottesdienst für die Rückkehr der Saar zum Reich. Eine große Gemeinde füllte das Gotteshaus, auch Angehörige der beiden SA.=Stürme, der HJ., des BDM., der NF.-Frauenschaft waren erschienen. Pfarrer Strümpfel legte seiner Predigt das Wort Lukas 8 39 zugrunde: Gehe wieder heim und sage, wie große Dinge dir Gott getan hat. Der Dankgottesdienst wurde nach besonderer Liturgie gehalten. Auch der Frauenchor half die Feier verschönen.— Nun sind die Glocken wieder verklungen und die Kirchenfahnen wieder eingezogen, die da einluden zum Gerther Missionsfest. Alle Teilnehmer werden bestätigen, es waren gesegnete Stunden. Den Auftakt bildete eine von Gerther und Harpener Missions= und Bekenntnisfreunden gut besuchte Abendversammlung am Samstag, 19. Januar, in Haus Lobetal. Missionar Pönninghaus aus Bielefeld(seit 1933 aus Südchina zurück) hielt eine herzandrinende Missionansprache über Johannes 3, 16. Am Sonntag morgen hielt Missionar Diehl aus Barmen(früher in Neuguinea) die Festpredigt über den Ruf der Not und den Weg des Heils im Heidenland. Er brachte erschütternde Beispiele für die Wirklichkeit des Heidentums in der Welt, von dem ja manche unwissende oder antichristliche Europäer behaupten, daß es die heidnischen Kultur= und Naturvölker glücklich mache! Draußen vor den Kirchentüren wartete schon eine vielhundertfache Kinderschar auf das Ende des recht gut besuchten, vom Frauenchor wieder festlich gestalteten Gottesdienstes. 525 Kinder lauschten gespannt im Kindergottesdienst den interessanten Erzählungen der beiden Missionare über Chinesen und Papuas. Besondere Freude erregten die gezeigten Sachen aus China. Auch am Nachmittag war wieder eine stattliche Zahl Erwachsener und Kinder im Gotteshaus. Und jeder, der diese zwei Sonntagnachmittagsstunden miterlebte und jetzt noch einmal die von feinem Humor durchzogenen und doch tiefernsten der beiden erfahrenen Missionare an sich vorüberziehen läßt, wird die anschaulichen Beschreibungen von Land und Leuten, von unsagbaren Mühseligkeiten für Leib und Seele der Sendboten des Evangeliums nicht wieder los. Jedem wurde auch klar, welch große Bedeutung gerade die deutsch=evangelische Missionsarbeit für die Weltgeltung Deutschlands unter den Völkern hat.„Sie ist es ja gerade, die frei von imperialistischen Gelunten der Eigenart jedes Volkes gerecht zu werden versucht und um ihres gewissenhaften und selbstlosen Dienstes willen das Vertrauen der Eingeborenen erringt. Den Barmer Brüdern konnten für die Rheinische Mission aus Dankopferbüchsen und als Ertrag der Kollekten 192 Mark mitgegeben werden. riet mit dem Fuß unter einen Eisenstapel, der umkippte. Er evlitt neben einem Mittelfußbruch arge Quetschverletzungen, die seine Krankenhauseinlieferung notwendig machten. Stadtteil Brenschede Im Silberkranz. Am heutigen Tage kann der Bäkkermeister Robert Düppe mit seiner Frau, Auguste geb. Clevinghaus, das Fest der Silberhochzeit im Kreise seiner Kinder verleben. Der Jubilar ist der Sohn des früheren langjährigen Fürsorge=Bezirksvorstehers und Stadtverordneten August Düppe. Luftschutz in der Schule. In der katholischen Schule an der Brenscheder Straße sind unter Leitung des Zeichenlehrers Schormann von der Oberklasse angefertigte Zeichnungen und Aquarelle ausgestellt, die sich alle auf den Luftschutz beziehen und recht beachtenswert sind. Brenscheder Schützenverein. Am letzten Sonntag hatten die einzelnen Kompagnien des Schützenvereins Brenschede in ihren Stammlokalen ihre Hauptversammlungen, um Stellung zu Anträgen für die am kommenden Sonntag stattfindende Hauptversammlung des Bataillons zu nehmen. Der Hauptmann der 3. Kompagnie und der Schriftführer der Stammkompagnie sind aus Gesundheitsrücksichten zurückgetreten. In beiden Fällen wurde noch keine endgultige Regelung für die Nachfolge getroffen. Die Durchschnitts=Schießresultate zeigen, einen günstigen Fortgang gegen die vergangenen Jahre. Es kommen darum auch in der Bataillons=Hauptversammlung unter den Auszeichnungen mehrere goldene Medaillen zur Verteilung. Für das Winterhilfswerk bringt das Bataillon einen besonderen Opfertag. Stadtteil Linden=Dahlhausen Dichterabend. Der Borromäusverein der Liebfrauengen. Bürgerschützenverein 03 e. V. Dahlhausen. In der beim Vereinswirt J. Henke abgehaltenen Generalversammlung der zweiten Kompagnie gedachte Hauptmann Nöcker zunächst der verstorbenen Jahresbericht zeugte von erfolgreicher Vereinsarbeit, auch der Kassenbericht befriedigte. Die Vorstandswahl ergab: Führer der Kompagnie Hauptmann Heinrich Nöcker, Stellvertreter Oberleutnant Schmidt; erster Schriftführer Leutnant Wilh. Westermann, zweiter Schütze Lorenz; erster Kassierer Oberleutnant Fr. Pilschak, zweiter Unteroffizier W. Range; erster Schießmeister Fr. Meier, zweiter Bernh. Becker, dritter Aug. Schäfer. Nach Aufnahme einiger neuer Mitglieder wurde„Mitteilung über das Winterschießen gemacht, das im Marz endet. Jahrestagung des Männergesangvereins„Reichsbahn“, Bochum=Dahlhausen. Der Männergesangverein „Reichsbahn" Bochum=Dahlhausen hielt in seinem Vereinsheim unter reger Teilnahme der Mitglieder seine diesjährige Jahreshauptversammlung ab. Nachdem der Kassen= und Geschäftsbericht gegeben und für gut befunden war, wurde als Vereinsführer Sangesbruder Kechel berufen, der zu seinen Mitarbeitern folgende Sangesbrüder ernannte: Kassierer Imhof, Schriftwart Struck. Die Wiederwahl des bisherigen Dirigenten Großjung aus Steele zeigte erneut die harmonische Zusammenarbeit zwischen Chorleitung und Chor. Wirtschaftseinbruch in Bochum=Linden. In der Nacht zum 22. Januar wurde in eine Wirtschaft im Hause Hattinger Straße 800 eingebrochen. Die bisher noch unbekannten Tater entwendeten einen Radioapparat (vier Röhren) mit der angeblichen Bezeichnung„Berliner Telephonfabrik“, zwei Korbflaschen mit Schnaps (etwa—8 Liter Inhalt), eine Flasche Kirsch mit num, eine Flasche Wacholder, eine Flasche Underberg und eine Flasche Schnaps. Angaben erbittet das 5. Kriminalkommissariat, Nebenstelle Bochum=Linden=Dahlhausen, eigenen Werken. Gardeverein Linden=Dahlhausen. Die FrauenSterbekasse des Gardevereins tagte am 18. Januar bei Nüllma. i. Die Vorsitzende, Frau Vollmer, richtete herzliche Grußworte an die Erschienenen. Der Ehrenvorsitzende des Gardevereins gedachte in warmen Worten der fünfzehn im Weltkriege gefallenen Mitglieder. Wie aus dem Geschäftsbericht heworging, stieg die Mitgliederzahl von 110 auf 113, das Vermögen vermehrte sich um 370,65 RM. auf 3083,80 RM. Das Sterbegeld wurde von 90 auf 100 RM. erhöht. Artillerieverein Linden=Dahlhausen. In der Ver=...„„ sammlung im Vereinsheim Scheidtmann nahm nach der Stadttei Gerthe Begrüßungsansprache des Vereinsführers H. Schulte Polizeihauptmann Hohendahl im Auftrage des Volizeipräsidenten die Verleihung der Ehrenkreuze vor. Der Vereinsführer legte allen Kameraden ans Herz, Stadtteil Stievel Bäuerinnenversammlung. Heute nachmittag 4 Uhr findet bei Gathmann, Heerstraße, eine Versammlung der Bäuerinnen und Jungbäuerinnen statt, in der die Kreisleiterin Frau Sudhoff einen Vortrag über den Staat als biolegische Einheit halten wird. Militärverein Bochum=Stienel. Am Sonntag fand im Saalbau Rumberg die Jahreshauptversammlung statt. Trotz des schlechten Wetters war der Besuch sehr gut. An Stelle des erkrankten ersten Vereinsführers Kamerad Rost leitete der zweite Vereinsführer Kamerad Krüpe die Versammlung. Nach der Begrüßung wurden die üblichen Punkte der Tagesordnung erledigt. Fechtleiter Kamerad Beckmann wies in geschickter Weise auf die Bedeutung des Fechtwesens hin. Drei Kameraden erhielten für gutes Schießen die Bronzenadel. Kamerad Krüve erstattete dann den Jahresbericht. Er gedachte zunächst des im Jahre 1934 verstorbenen Kameraden Pevpmöller und der im Jahre 1934 verstorbenen Heerführer; sodann erinnerte er an die vor zwei Jahren erfolgte Machtübernahme der Regierung durch Adolf Hitler und die bisher geleistete Aufbauarbeit, gab der Freude Ausdruck über die Saarabstimmung und gedachte ehrend der Treue der Saarbevölkerung. Stehend wurden alle fünf Strovhen des Saarliedes gesungen. Die Versammlung schloß mit einem dreifachen SiegHeil auf Vaterland und Führer und dem Deutschlandund Horst=Wessel=Lied. Hierauf begann der gemütliche Teil. der durch Marschmusik des Trommlerkorvs, humoristische und gesangliche Vorträge einiger Kameraden ausgefüllt wurde. Stadtteil Harpen In hohem Alter. Witwe Lina Schweinsberg, geb. Schlottmann, Harpener Hellweg 183, begeht heute ihren 70. Geburtstag in Gesundheit und Rüstigkeit im Kreise ihrer Angehorigen. Stadtteil Hiltrop Katholischer Jungfrauenverein Hiltrop=Bergen. Im Kindergarten fand am Sonntag die Jahreshauptversammlung statt. Pfarrvikar Butterwegge begrüßte die Erschienenen und gab einen Rückblick auf die ersprießliche Vereinstätigkeit im vergangenen Jahre. Dem Gesamtvorstand wurde Entlastung erteilt. Die nachfolgende Vorstandswahl hatte folgendes Ergebnis: Prafektin Bernhardine Schindler, Kassiererin Helene Krelaus, Schriftführerin Hilde Tigges. Abschlußfeier. Zu einer kameradschaftlichen Abschlußfeier hatten sich im Saale des Kalingg,#gr, Gewerischaft „Constantin der Große an der Wiescherstragt 10 Lehrhauer der Constantinschachte nach beendetem Lehrkursus eingefunden. Bergassessor Husemann richtete herzliche Dankesworte an sie und wies hin auf die Bedeutung und Verantwortlichkeit des Bergmannsberufes. Musikdarbietungen belebten die Stunden froher Unterhaltung.— Im Saale Feierabend in Bergen fand ein Kameradschaftsabend der Schachtanlage 10 statt. Nach Grußworten des Belegschaftsmitgliedes Veuhoff hielt Direktor Dr. Müller eine kernige Ansprache. Dann wurde ein Vortrag über Kokerei und Nebengewinnung gehalten. Die Werkskapelle und der Humorist Leo Sander sorgten für angenehme Unterhaltung. Das Jungvolk bot Fanfarenmärsche. Stadtteil Grumme=Böde Deutsche Arbeitsfront. In der gut besuchten Versammlung in der Kaiseraue sprach nach einem Grußwort des Ortsgruppenwalters Sieberger der Kreiswalter der DAF., Pg. Meinert, über Wesen und Art der DAF. Musikvorträge der Kapelle der Eisenund Hüttenwerke rahmten die Vorträge ein. Aus der ASDAp. (Nach Bekanntmachungen der Partei.) Donnerstag, 24. Januar: NS.=Frauenschaft Ehrenfeld. 20 Uhr: Zusammenkunft im Ernst=Moxit=Agndt Haus. Die nächsten Montah statt. NS.=Frauenschaft Grumme. Evangelische Gemeinde Bochum=Gerthe. Nachdem schon im Abendgottesdienst am vorigen Dienstag des wunderbaren Erfolges bei der Saarabstimmung gedacht worden war, versammelte sich am Freitag abend die Die Verpflichtung findet erst am 20 Uhr: Pflichtabend in der RSDAP. Hiltrop=Bergen. Der Schulungsabend bei HubRe. Frauenschaft Harpen. 20 Uhr: Zusammenkunft im n zec. Frauenschaft Langendreer=Oberdorf. 20 Uhr: ZuNS DAB, Stiepel. 20 Uhr: Außerordentliche Mitgliederversammlung beim Pg. Rumberg, Kemnader Straße. Erscheinen eines jeden Pg. ist Pflicht. RSG.„Kraft durch Freude“ Abteilung RS.=Kulturgemeinde Zu der Pflichtorstellung der Serie A „Götz von Berlichtngen“ am Montag, 28. Januar, hat der Vorverkauf bereits begonnen. Für das 3. Meisterkonzert am Donnerstag, 24. Januar, sind Karten zu ermäßigten Preisen in der Geschäftsstelle zu haben. Die NS.=Kulturgemeinde veranstaltet am 31. Januar, abends 8 Uhr, im Ernst=Moritz=Arndt=Haus an der Königsallee einen Vortragsabend, in dem die Gräfin Wilamowitz= Moellendorf, die Schwester Karin Görings, über das Thema: „Karin Göring als Vorkämpferin des National= sozialismus und Kulturmittlerin“ spricht. Karten sind zum Preise von 0,30 RM. in der Geschäftsstelle, Brückstraße 40, zu haben. Seite 13 Nr. 20 7 Bochumer Anzeiger 7 Donnerstag, 24. Januar 1935 Leben Bochums Feuerwehr im Ausbau Die Satzungen des Kreisseuerwehrverbandes Bochum,...., genehmigt. Durch das Feuerlöschgesetz vom 15. Dezember 1933 verfielen, wie früher bereits berichtet, die bestehenden Vereine der Freiwilligen Feuerwehren der Auflösung. An Stelle der in Bochum bei Inkrafttreten des Gesetzes bestehenden 23 einzelnen Wehren, die jede für sich vereinsmäßig selbständig waren, ist für das Gebiet der Großstadt Bochum der Kreisseuerwehrverband Bochum gebildet. Dieser bildet auf Grund des obigen Gesetzes eine Körperschaft des öffentlichen Rechts. Die Satzungen sind nunmehr und zwar unterm 12. Januar 1935, von der Regierung genehmigt; dem endgültigen Ausbau der Organisation steht daher jetzt nichts mehr im Wege. Wiederinbetriebsetzung der Schachtanlage„Constantin der Große“. Es ist erfreulich, daß die Gewerkschaft„Ver. Constantin d. Gr.“, nachdem im vorigen Jahre die Schachtanlage 1/2 die Förderung wiederaufnehmen konnte nun daran denken kann, auch die Schachtanlage 10 in Bochum=Hiltrop in der nächsten Zeit wieder in Betrieb zu nehmen. Die Vorrichtungs= bzw. Ausbauarbeiten sind im Gange. Der genaue Termin der Betriebsaufnahme ist noch nicht bekannt. In erster Linie sollen die früheren Belegschaftsmitglieder nach Bedarf eingestellt werden. Schacht 10 ist über und unter Tage modern eingerichtet und verfügt über ein reiches Kohlenvorkommen. Den Stadtteilen Hiltrop und Bergen kommt die Wiederingangsetzung der Schachtanlage besonders zugute. Wie kann man auch? Beim Versuch, auf ein fahrendes Auto zu springen, verunglückt. Ein junger Mann versuchte am Mittwoch mittag auf der Wittener Straße auf einen in Fahrt befindlichen Lastkraftwagen zu springen. Er stürzte aber dabei und wurde nur dadurch vor größerem Schaden bewahrt, daß der Wagen sofort anhielt. Der junge Mann trug durch den Sturz einen Handgelenkbruch und andere Verletzungen davon. Gegen wildes Rollschuhlaufen Die Polizei wird in Zukunft die Straßen=Fahrdämme freihalten— Ermahnt die Kinder! Der Polizeipräsident in Bochum teilt mit: Das Rollschuhlaufen der Kinder auf den StraßenFahrdämmen der Städte des Polizeipräsidialbezirkes Bochum hat einen derartigen Umfang angenommen, daß es eine große Gefahr für die übrigen Wegebenutzer, insbesondere die Führer der Kraftfahrzeuge, geworden ist. Die Beamten der Schutzpolizei sind deshalb angewiesen, in Zukunft gegen dieses Straßenspiel auf dem Fahrdamm einzuschreiten, indem sie den Kindern die Rollschuhe abnehmen und bis zum folgenden Tag auf dem Polizeirevier verwahren. Die Rollschuhe können dann von den Eltern oder sonstigen Erziehungsberechtigten im Revier wieder abgeholt Der Polizeipräsident hofft, daß durch diese Erziehungsmaßnahme der Verkehr auf dem Fahrdamm, nicht zuletzt im Interesse der Kinder selbst, wieder sicher und gefahrlos wird und bittet in diesem Bestreben um Unterstützung durch Eltern, Erzieher und Lehrer. Die Gewerberaumnutzer tagten In der im Hotel Monopol abgehaltenen gut besuchken Mitgliederversammlung, die von Ph. Nimphius geleitet wurde, erstattete der Geschäftsführer, Rechtsanwalt Dr. Haas, Bericht über das abgelgufenge## schäftsjahr und die Rucksprache im Reichs=wirtschaftsund Arbeitsministerium. Die interessanten Ausführungen wurden von der Versammlung mit aufgenommen, insbesondere auch wurde mit großer, Befriedigung davon Kenntnis genommen, daß das Wirtschafts= und Arbeitsministerium den Bestrebungen der Organisation größtes Interesse entgegenbringen. wurde beschlossen, noch im Januar eine Werbeversammlung einzuberufen, zu der alle Gewerbetreibenden, die ihr Gewerbe in fremden Räumen ausüben, eingeladen werden. Die Technik des Haarbleichens Ueber dieses Thema sprach auf dem vierten Schulungsabend der Bochumer Friseur=Pflichtinnung ein Fachlehrer mit Unterstützung von Lichtbildern. So viel natürliches Hellblond, als man auf den Köpfen der Damen sieht, gibt es ja nicht. Da schafft die Kunst des Friseurs das Gewünschte.— Am abends, findet in der Bürgergesellschaft die Vierteljahrsversammlung der Gesamt=Pflichtinnung der Friseure der Kreishandwerkerschaft Bochum **..*„...* AePRET im ersten Jahre des Dritten Reiches Die Grundgedanken des nationalsozialistischen Staates wirkten sich im Preußischen Landes=Männerverein des Deutschen Roten Kreuzes während des vom 1. April 1933 bis 31. März 1934 reichenden letzten Geschäftsjahres in tiefgehendem Maße aus: Die Umstellung des gesamten Vereinsnetzes auf den Führergedanken, die Vereinheitlichung und Neuordnung der Vereine und Sanitätskolonnen, die Rückverlegung des Schwergewichts der Rotkreuzarbeit auf die Erfüllung der Ursprungsaufgaben brachten naturgemäß starke Veränderungen in der Organisation wie in der Zusammensetzung der Vorstände mit sich. An die Stelle des seiner hohen Verdienste wegen zum Ehrenpräsidenten des Deutschen Roten Kreuzes ernannten früheren Vorsitzenden des Landes=Männervereins Dr. med. h. c. Landesdirektor a. D. von WinterfeldtMenkin traten— in Personalunion die gleichen Aemter beim Deutschen Roten Kreuz wahrnehmend— als Präsident der Herzog von Sachsen= Coburg und=Gotha, als stellvertretender Präsident der Generaloberstabsarzt a. D. Dr. Hocheisen. In den Provinzial=Männervereinen ging der Vorsitz zumeist auf die neuernannten Oberpräsidenten über. Die zum größten Teil bereits unter dieser neuen Leitung geleistete Jahresarbeit aller Untervereinigungen verdient um so stärkere Beachtung, als sie trotz mannigfacher naturgegebener anfänglicher Hemmnisse den Umfang der vorjährigen Arbeit wiederum um ein bedeutendes übertrifft. der Leiter des Bezirksverbandes, Vikar Rölle, einige einführende Worte über die grundsätzliche Bedeutung der katholischen Dichtung für die heutige Gegenwart. In Franz Johannes Weinrich lernte man einen Dichter der Frontgeneration kennen, der mit zu den bedeutendsten Vertretern des Expressionismus gehört und Bahnbrecher für eine katholische Erzählform geworden ist, in der die wirtschaftliche Problematik aus christlichem Liebesgeist bewältigt wird. Einen tiefen Einblick in die Werkstatt des Dichters gewährt die von ihm zum Vortrag gebrachte Erzählung„Das Gespräch mit dem Tode“. In diesem Werk zeigt sich Weinrich als der Visionär des Wortes. Er ist nicht nur ein Seher und Schauer, sondern ein Wissender um die tiefsten Geheimnisse des menschlichen Lebens. Ihm geht es um das Letzte, um die Sinnbeziehung zwischen Gott, Mensch und Schöpfung. Als solcher durfte er es auch wagen, die„Leidensgeschichte Jesu", wie er sein neuestes Werk bezeichnet, in dichterischer Freiheit ohne Bindung an den Wortlaut der Bibel zu gestalten. Er stellt das größte Drama der Menschheitsgeschichte in die Sicht, aus der wir jetzt fragen und Antwort heischen. Die hymnenartige Sprache charakterisiert ihn. Der langanhaltende Beifall bewies, daß allen Hörern ein seltener Genuß zuteil geworden war. Weitere Dichterabende sind, wie Bezirkspräses Vikar Rölle in seiner Schlußansprache hervorhob, für die allernächste Zukunft vorgesehen. U. a. werden Frank Timmermanns, Peter Dörfler und Gertrud von le Fort aus eigenen Werken lesen. Die von den Mitgliedern der Sanitätskolonnen im Straßen=Rettungsdienst, auf Unfallstationen, im Wasser=, Gebirgs=, Gruben=Rettungsdienst, bei Fabrikunfällen, Bränden, Seuchen, Giftgasschäden, Ueberschwemmungen, Sturmkatastrophen usw. geleisteten Hilfen belaufen sich auf nicht weniger als 1217236(das sind mehr als 141 000 mehr als im Vorjahr). Diese Leistung wurde ermöglicht durch Unterhaltung von 2465 Rettungswachen usw., 882 zumeist eigenen Krankenwagen, annähernd 19000 zum Teil fahrbaren Krankentragen, etwa 14000 Verbandschränken und=kasten, 55 Rettungsbooten, 172 Desinfektionsgeräten. Ständig vermehrtes Gasschutzgerät vervollständigt die Ausrüstung der preußischen Kolonnenmänner im Kampfe gegen die Gasgefahren und im Dienste des Luftschutzes. Die gesamten Hilfseinrichtungen und Geräte wurden rund 480 000mal in Anspruch genommen. In der praktischen Arbeit hat sich das kameradschaftliche Zusammenwirken der Rotkreuzorganisationen mit denen der NSDAP., SA., SS., NSV. usw., mit Reichsbahn, Feuerwehr und Technischer Nothilfe sehr zum Nutzen der Allgemeinheit ausgewirkt. Im Bestande der Kreis= und Orts=Männervereine ist ein zum Teil durch Zusammenlegungen bedingter Rückgang eingetreten(auf rund 250 mit rund 50000 Mitgliedern); dagegen vermehrte sich die Zahl der Sanitätskolonnen um rund 120 auf fast 2200, die ihrer Mitglieder um rund 12000 auf 132 432. Franz Johannes Weinrich las aus eigenen Werten Eine Veranstaltung des Bezirksverbandes der Borromäusvereine Groß=Bochum. Der Bezirksverband der Borromäusvereine GroßBochum hatte in Gemeinschaft mit den katholischen Jugendverbänden den aus Hannover gebürtigen Dichter Franz Johannes Weinrich zu einem Vortragsabend verpflichtet, der am Mittwoch im überfüllten Jugendsaale der Bürgergesellschaft stattfand. Zu Beginn sprach Richard Wagners Weltanschauung und die Aufgabe des germanischen Geistes. Ein öffentlicher Vortrag der Anthroposophischen Arbeitsgemeinschaften, der am Mittwoch abend im Hotel„Kaiserhof" stattfand, hatte nur eine kleine, aber tief erfaßte Hörerschaft. Der Redner, Sigismund von Gleich aus Stuttgart, führte mit kuhner Hand die Hörer mitten hinein in die tiefen Geheimnisse göttlicher Offenbarung im Menschen durch den schöpferischen Musiker, der, wie Beethoven und Wagner, schier die kosmischen Sphärenklänge aus dem Weltganzen erlebt und hört und der zu höchster Vollendung schon in diesem Leben geführt wird. Der philosophische Vortrag wandte sich auch hin zur Gottesoffenbarung im Geiste und ging in einer Linie von Buddha zu Christus, um bei der„Parsifal"=Schöpfung Richard Wagners zu enden. Wie Goethe im griechischen Gedankenreich zu leben verstand, so sei Wagner vom germanisch=keltischen Mythos erfaßt worden. Das Leid und seine Ueberwindung führten den Redner über Wagner zu einem Neuerleben des wahren Erlösergeistes aus deutscher Gedanken= und Musikwelt. Auf dem Wege dahin führe eine Brücke, die Rudolf Steiner mit seinen Geisteswissenschaften erbaut habe, er knüpfe an Goethe und Wagner in glücklichster Weise an.— Der gedankentiefe und bilderreiche Vortrag fand starken Beifall. Verlängerung der Meldefrist im„Ambulanten Gewerbe“. Berufsangehörige der Wirtschaftsgruppe„Ambulan= tes Gewerbe“, die ihre Meldepflicht aus irgendwelchen Gründen versäumt haben, haben jetzt noch die Möglichkeit sich vor Strafen zu schützen und ihre Anmeldung bis einschließlich 31. Januar 1935 vorzunehmen. Es kommen in Frage:„Veranstalter von Schaustellungen aller Art, Musikaufführungen und dergl.(mit Ausnahme von solchen, die eine Konzession gemäß§ 33a der Gewerbeordnung besitzen), Fahrgeschäftsinhaber, Ausspielungsunternehmer, Inhaber von Verkaufsgeschäften auf Vergnügungsplätzen, Volksfesten, Jahrmärkten und Wochenmärkten, Meß= und Marktlieferanten, Hausierer, Neuheitenverkäufer(Spezialisten), Straßenhändler". Wer sich den Anordnungen des Reichswirtschaftsministers widersetzt und damit versucht das Gesetz zur Durchführung des organischen Aufbaues der gewerblichen Wirtschaft zu sabotieren, kann mit hoher Geldstrafe bzw. mit Gefängnisstrafe bis zu einem Jahr belegt werden.— Die Hauptmeldestelle für den Gau Westfalen=Süd der Wirtschaftsgruppe„Ambulantes Gewerbe“ ist die Gaugeschäftsstelle in Herne, Mont=CenisStraße 6. professor Wilhelm Kempff spien in Bochum Wilhelm Kempff ist aus Südamerika heimgekehrt, wo er als Interpret deutscher Musik begeistert gefeiert wurde. Besonders in Buenos Aires gestaltete sich das Auftreten Kempffs zu einem„Triumph für die deutsche Kunst". Die argentinische und auch die gesamte ausländische Presse bezeichnete seinen Klavierzyklus in zehn Abenden als einen„Markstein im Konzertleben der letzten Jahrzehnte". Die deutschen sandten in Buenos Aires, Montevideo und Rio de Janeiro veranstalteten zu Ehren des Künstlers Empfänge, an denen die Regierungsvertreter und sonstigen hervorragenden Persönlichkeiten der Länder Argentinien, Uruguay und Brasilien teilnahmen. Kempff, der noch vor seiner Abreise aus Südamerika sogleich für eine weitere großangelegte Tournee durch die sudamerikanischen Länder verpflichtet wurde, begibt sich nach einigen Konzerten in Deutschland nach Rumänien, Bulgarien und Griechenland, wo er wiederum wie im Vorjahr im Odéon zu Athen gastieren wird. Der Künstler wird in Bochum in dem 3. Meisterkonzert das Städtischen Orchesters am Donnerstag, 24. Januar, abends 8 Uhr, im Stadttheater das Klavierkonzert Nr. 1 in=dur von Beethoven, zwei Klavierstücke„Aus meinem Tagebuch“ As=dur und-moll von Max Reger und Präludium und Fuge für Klavier von Hans Albert Silberberg spielen. Professor Kempff gehört zweifellos zu den ungewöhnlichsten Musikerpersönlichkeiten unserer Zeit. Das Werk von Silberberg wurde im Oktober 1934 in Berlin(Stunde der Musik) von Wilhelm Kempff uraufgeführt und hatte einen solchen Erfolg, daß er das Werk wiederDas Programm des Meister=Konzertes sieht am Anfang das Konzert für Orchester op. 61 von Hermann Unger vor; den Beschluß macht„Till Eulenspiegel“, op. 28, von Richard Strauß. Die Werke von Unger, Beethoven und Silberberg werden zum ersten Male in den städtischen Veranstaltungen aufgeführt. Dirigent: Städtischer Kapellmeister Professor Leopold Reichwein. Westfalen und Rheinprovinz statt. Börse der Hausfrau Der Mittwochmarkt auf dem Wilhelmsplatz brachte ein reichliches Angebot an Gemüse und Obst. Entgegen der Vorwoche waren die Fischpreise stark angezogen. An den Blumenständen wurden farbenprächtige Tulpen, Hyazinthen und leuchtend gelbe Mimosen feilgeboten. Es notterten die Preise am 16. Januar Möhren Schwarzwurzeln Rüben Steckrüben.. Spinat Kopssalat Endiviensalat Feldsalat Zwiebeln Blumenkohl Wirsing Rotkobl Koblrabi Rosenfohl Pfd.—8+ Pid 20 J Vsd. 8 3 Nid 5 Pfd 10 J Stck 10—15 Pfd. 15 J Pfd. 30—40 S Pfd. 10 J Nfd. 35 J Psd. 10 J Pfd. 12 J Stück 10 3 Pid. 15 J Rosentobl.........—25 b. 1 2 Kartosfein.......... 20— Repten............ Bsz Birnen 615— Weintrauben Apseisinen.......... Sich. 6 Mandarinen......... gacch.-10. Feigen P g6 Wainasse........... Suck 10.5 Eier.. g;.. St Deutsche Molkereibutter Deutsche Landbutter Quarikäse Rindfleisch Schweinefleisch Kalbfleisch Hammelfleisch Schellfisch Roivarsch Schollen Kabelsau Geelachs Fischfilet Barsch Piöve Zander ....: Stück 10—13 S PIb..604 Pfd..42 Psd. 25 J Pfd. 65—70 Ptd. 60 J Pid. 70 J Pfd. 80 J Pid. 25—50 S Pld. 25 J Pfb. 25 S Pid. 35 J Pid. 25# Pid. 40 S Pfd.— Psd. 25 S P/9.—* 23. Januar * 8• „ 20 J 8 5 5 5 *„ 10 " 1 0— 1 5 5 " 1 0— 1 5 U 40 J . 10 J 35 J 10 J 12 J 10 J 20 J 20—25 Pfd. 14 * 29 J " 13—40 5 " 20—35 J Stück—10 ." 1• —10 45 J 4 Stück 10 J Stück 10—13 3 .60 .42 4 25 8 66—70 80 S 70 S 80 S 35- 60 S 30 S 40 S 35 5 25 5 40—30 S —* Zahneung nach den Saftrop=Rauzenri=Pestraurern '4=nserandent, 1 Kriwinalvolizei und Fahndungskommando sin Dortmund, 23. Januar. Der mir außerorbentlicher Dreistigkeit ausgeführte Ueberfall auf den Personenzug 261 kurz hinter der Bahnstation Rauxel beschäftigt noch alle Gemüter. Ueber die nächste Umgebung Castrop=Rauxels hinaus hat der Postraub Aufsehen erregt, so daß die beste Gewähr für eine weitgehende Unterstützung der Aufklärung des Falles durch die Oeffentlichkeit gegeben ist. Auch die von der Reichspostdirektion in Höhe von 1000 Mark und 10 Prozent des geraubten Gutes ausgesetzte Belohnung dürfte aufmerksame Beobachtungen aller Kreise mit sich bringen. Feriminarpolizer und Fahnbungslommande sino fieberhaft mit der Aufklärung des Verbrechens beschäftigt. Auf Grund verschiedener Zeugenaussagen verfolgt man bereits bestimmte Spuren, deren Veröffentlichung jedoch im Augenblick noch nicht im Interesse der Untersuchung liegt. Ein Fingerzeig liegt in der Ausführung der Tat selbst, deren Handhabung auf Berufsverbrecher schließen läßt. Man beobachtet auch bereits verschiedene stark verdächtige Personen. Die Polizei richtet den Aufruf an alle, Wahrnehmungen auch der geringsten Art zur Zeit des Ueberfalles in dem betreffenden Waldstück sofort dem nächsten Polizeirevier mitzuteilen. Anolezlegeß 20 Jähle nach der Tal Sohn unter der Anklage, seine Eltern erschossen zu haben Minden, 23. Januar. Am 30. Januar 1925 wurde das Ehepaar Siebeking in Hille Minden erschossen in der Jauchegrube seiner Besitzung aufgefunden. Im Juni 1934 wurde nun unter dem dringenden Verdacht der Tat der Sohnder getöteten Eheleute, der jetzt die Besitzung verwaltet, in Haft genommen. Er legte vor der Kriminalpolizei ein Geständnis ab, das er vor dem Untersuchungsrichter bestätigte, später aber widerrief. Bereits in der Voruntersuchung wurden in umfangreicher Be nahme nahezu 30 Zeugen gehört. Durch die Staatsanwaltschaft ist jetzt gegen den 31 Jahre alten Heinrich Siebeking Anklage erhoben worden, am 29. Januar 1925 seine Eltern vorsätzlich, jedoch ohne Ueberlegung, getötet zu haben. Der Prozeß dürfte Mitte Februar vor dem Landgericht Bielefeld stattfinden. Ein gewissenloser Vater Dortmund, 23. Januar. Der 38 Jahre alte Johann Mlynarek, der seine Wohlfahrtsunterstützung in Wettbüros anlegte, so daß seine Frau und zwei Kinder darben mußten, schlug im Zustand der Trunkenheit, sein sechs Wochen altes Kind derart an den Kopf, daß es von der Frau im Bett: get, gusgertughen wurde. Nach der Tat begab er sich in selbstmolberischer Absicht in das Hafengebiet, öffnete sich die Pulsadern und stürzte sich ins Wasser, kroch aber später wieder heraus, wo er infolge Blutverlustes zusammenbrach und am andern Morgen ins Krankenhaus geschafft wurde. Das Urteil des Schwurgerichts lautete wegen Totschlags auf die vom Staatsanwalt beantragte Strafe von sechs Jahren Zuchthaus und Aberkennung der Ehrenrechte auf zehn Jahre. In der Urteilsbegründung wurde ausgeführt, daß die Tat nahezu an Mord grenze. Zuchthausstrafen für Autobanditen Köln, 23. Januar. Das Kölner Schöffengericht verurteilte am Dienstag den 28jährigen Peter Giesen und den 24 Jahre alten Hubert Thamm, beide aus Köln, wegen zahlreicher schwerer Einbruchsdiebstähle im Rückfalle und wegen einer Reihe von Betrugsfällen im Rückfalle: Giesen zu sieben Jahren Zuchthaus, Thamm zu fünf Jahren Zuchthaus und erkannte gegen beide außerdem auf je fünf Jahre Ehrverlust, Stellung unter Polizeiaufsicht und Anordnung der Sicherungsverwahrung. Damit sind zwei gefährliche Autobanditen unschädlich gemacht, die erst im Sommer vorigen Jahres aus den Strafanstalten entlassen wurden. Münsters Rosenmontagszug gesichert Münster, 22. Januar. Der Rosenmontagszug 1935 ist für Münster gesichert. Wie im vorigen Jahre sind auch jetzt wieder die eigentlichen Träger der Wirteverein, der Verein der Kaufmannschaft und die Innungen. Ein Plakatwettbewerb wird ausgeschrieben, auch die münsterische Karnevalszeitung„Der Potthast" wird wieder herausgegeben werden. Schon jetzt kann man 20 Wagen und 20 Fußoruppen als gesichert ansehen. Neue Kraft der Duisburger Oper Operndirektor Rudolf Scheel hat die Sopranistin der Städtischen Bühnen Wuppertal, Else Fieberg, mit Beginn der neuen Spielzeit als Zwischenfachsäng rin an die Duisburger Oper verpflichtet. Die junge, erst 26jährige Künstlerin— aus Moers gebürtig—, die vor ihrem Engagement in Wuppertal der Rostocke Oper angehörte, hat damit einen ungewöhnlich Weg gemacht. Ihr Gastspiel in der Partie der Leonore in Verdis„Troubadoux“ erwies die außerordentlich reiche Beanlagung ihres oramatisch großen Soprans. der für die Duisburger Bühnen einen Gewinn bedeuten dürfte. Else Fieberg wird in der kommenden Spielzeit mit Olga Schnau die Aufgaben des Zwischenfachs tellen. Karten vergriffen für das Fest der Schutzpolizei Die Karten für das Fest der Schutzpolizei menden Samstag, 26. Januar, sind bereits restlos vergriffen. Vom Polizeipräsidium wird darauf aufmerksam gemacht, daß aus diesem Grunde Nachfragen bei den Revieren und den übrigen Vorverkaufsstellen zweckle## sind. Westfalens Jungbannfahnen kehren nach der Weihe in Marienburg am 26. Januar in die Heimat zurück. Der 24. Januar wird für das Deutsche Jungvolk ein feierlicher Tag sein, der Tag der Weihe seiner Fahnen in Marienburg und seiner ganzen Gemeinschaft. Wenn diese geweihten Fahnen in ihre Heimatorte kommen, so werden sie festlich empfangen, denn die Ehre der Fahne ist die Ehre aller. Immer wird die Fahne das Höchste sein, deshalb ist sie uns heilig......, Die Jungbannfahnen Westfaiens werden in Dortmund empfangen, und schon jetzt wird eifrig gerüstet, um diesen Empfang würdig zu gestalten. Um .46 Uhr morgens am 26. Januar treffen die Jungbannführer mit den geweihten Fahnen ein. Auf dem Bahnsteig erfolgt die Begrüßung durch den Vertreter des Oberbürgermeisters. Um 6 Uhr geht der Marsch zur Reinoldikirche, wo die Fahnen vor der Ehrenhalle aufgestellt und von einer Ehrenwache der Feldjäger und Pimpfe bewacht werden. Um 15 Uhr findet dann im Sängerheim am Ostwall der Empfang der westfälischen Presse statt mit Ansprachen des Gebiets=Jungvolkführers, des Abteilungsleiters P und des Oberbürgermeisters. Um 17.45 Uhr Empfang der Ehrengäste im Sängerheim, von wo nach Beendigung die Jungbannführer und Jungbannfahnenträger um 19 Uhr zur Reinoldikirche marschieren.......znen dur 69 Der große Marsch mit Eyrenformationen der HJ. und des Jungvolks geht dann um 19.30 Uhr durch die Straßen der Stadt. Auf dem Hansaplatz große Kundgebung, die gegen 20.30 Uhr schließen wird. Ein großer Fackelzug zieht dann ab 20.45 Uhr mit Vorbeimarsch am Stadttheater durch die Straßen. Bochumer Verbände und Vereine terberein Det Meinolbb=Zhsek 1. 867Bähf. am nächsten Sonntag in größerem. Rahmen eine Gevenrfeier zu Ehren des großen Mainzer Bischofs Emanuel von Ketteler. Die Mitglieder geben morgens geschlossen vom Vereinsbaus zum Hochumt in der Pfarrkirche, in dei Gemeinschaftskommunion geoatten wird. Abends 8 Uhr im Vereinsbaus eine Gedächinisfeierstunde mit Ansprache und dem Charakter der Feier angepaßten Darbietungen.— Der Jungkreuzbund der Liboriuspfarrei hatte am Sonntag zu einem Lichtbilderabend in bospital eingeladen. Den Erschienenen wurden in Wort und Bild eindrucksvolle Einblicke in die geschichtliche Vergangenheit Roms und des Heiligen Landes vermittelt. „Vereinigte Schlesier.“ Die Ortsgruppe Bochum bielt am Sonntag, 20. Januar, bei Irrgang ihre diesjährige, gut besuchte Jahreshauptversammlung ab. Ortsgruppenleiter Kühner: gedachte in seiner Begrüßung des herrlichen Sieges an der Saar, der nur unter der Fübrung unseres Reichskanzlers Adolf Hitler erkämpft werden konnte. Nachdem der verstorbenen Mitglieder gedacht worden war, erstattete der Schrift= und Kassenführer den Jahres= und Kassenbericht. Auf Antrag des Kassenprüfers wurde dem Vorstand Entlastung erteilt. Der Verein hat eine Zunahme von 18 Mitgliedorn erfahren. Die vom Reichsbund neu aufgestellten Satzungen wurden verlesen und entsprechende Erläuterungen hierzu gegeben. Der Ortsgruppenleiter gedachte dann des Ehrenmitgliedes Paul Pierzik, das am 23. Januar seinen, 82. Geburtstag feierte. Bochamer=Veranstänungen Stadttheater Bochum. Eine Vorstellung findet heute nicht statt. Det Donnerstag ist als Vorverkaufsbeginn für die Sonntagabendveranstaltung zu merken, die zum letzten Male die ländliche Komödie„Wenn der Hahn Freitag: Thomas“„Mignon". Auch der nichtvormietenden Besucherschaft ist weitgebende Möglichkeit zur Teilnahme gegeben(Vormiete). Hamsuns Bühnendichtung„Munken Vendt" wird Gamstag wiederholt(Weißer Ring). Statt Karten Ihre Vermählung geben bekannt Stadtrechtsrat Dr. jur. Heinz Vogelsang Hanna Vogelsang geb. Paßmann Bochum, Parkhaus, den 24. 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