O mit Botenlohn: 2,15 RM. monatlich oder.08 RM. halb#oz Selbstabholer.85 RM. monatlich oder 93 Pf. halbmonatlich. Sszihspreis für die„Bochumex, Ilustrierte“ 30 Bf. monatlich, Fun.frift„hör mit mir“ 45 Pf. monatlich bei vier Sonntagen und . bei fünf Sonntagen im Monat.— Wenn das Erscheinen der Zeitung durch höhere Gewalt oder durch Verbot oder Betriebssiörung u. dgl. verbindert wird, können keine Ersatzansprüche gestellt werden.— Geschäftsstelle geöffnet von 8 bis 13 und von 141 bis 19 Uhr, Sonntags von 11 bis 12 Uhr.— Sprechstunden der Redaktion von 16 bis 17 Uhr(außer Samstags).— Postscheckkonto Dortmund 1760 Verlag und Druck: Laupenmühlen& Dierichs in Bochum Montag 21. Januar 1931 (Hartung) 42. Jahrgang Nummer 12 Einzelpreis 10 Pf. Anzeigenpreise: Grundpreise für 1° mm Höhe in 22 mm Breite im Anzeigenteil und in 78 mm Breite 50 Pf. im Textteil, Familien= anzeigen“ und Stellengesuche 6 Pf., Vereinsanzeigen(die nicht der Wirtschaftswerbung dienen) 7 Pf., kleine einspaltige Anzeigen.(Stellenangebote, Anzeigen privater Art) 8 Pf., Anzeigen im Sportkalender im Textteil 10 Pf., Auskunft= und Ziffergebühren 25 Pf. Zur Zeit ist Preisliste Nr. 4 gültig, Nachlaßstaffel B.— Schluß der Anzeigenannahme für die sechsmal wöchentlich frühmorgens erscheinende Zeitung um 16 Uhr des Vortages. Für den richtigen Abdruck fernmündlich aufgegebener Anzeigen kann keine Gewähr übernommen werden. Hauptgeschäftsstelle: Rathausplatz 8. Anruf 67551, 52, 53 Riesen-Korruptionsskandal aufgedeckt Sturkseh in der Ofe.)...) Massenverhaftungen hoher Staatsbeamter— Bisher 20 Millionen Bestechungsgelder beschlagnahmt Bunte Tagesordnung in Genf Tarute Iincherins. Gentesehr.. Prag, 20. Januar.(Eig. Drahtber.) In der Tschechoslowalei ist eine Serie veg, mgge, tionsslandalen aufgedeckt worden, die in ihren.. Ig alles bisher Dagewesene übersteigt. Weit über ein Jahr sind in aller Stille Untersuchungen geführt worden, durch die im wesentlichen leitende Beamte zweier tschechischer Verwaltungsressorts, der Eisenbahnver waltung und des Ministeriums für öffentliche Arbeiten, schwer belastet werden. Daneben sind führende Persönlichkeiten des Wirtschufts lebens und der Bankwelt in die Untersuchung Es verging in der letzten Zeit keine Woche, in der nicht die Verhaftung hochstehender Beamten in der Oeffentlichkeit bekannt wurde, ohne daß man über die Zusammenhänge dieser zahlreichen Verhaftungen irgend Der erste Skandal, der bekannt wurde, war die Aufdeckung 6 riesiger Bestechungen bei der Lieserung von Schwellen für die Staatsbahnen Ein besonderer Ausschuß der Brünner Staatsanwaltschaft begab sich nach Karpathorußland, dem östlichen Zipfel des tschechischen Staates, und verhaftete dort eine Reihe von Holzgroßhändlern. Die Verhafteten gestanden, den Staat in engster Zusammenarbeit mit zahlreschen hohen Beamten um viele Millionen trogen zu haben. Gleichzeitig wurden in diesem Zusammenhang im Eisenbahnministerium leitende Beamte festgenommen, die Bestechungs= und Schweigegelder angenommen hatten. Im Lause der weiteren Untersuchung stellte sich heraus, daß es nicht nur bei den Schielenlieferungen, sondern auch bei allgemeinen Eisenbahnlieferungen zu Durchstechereien größten Stils gekommen ist. Zwei Prager Großfirmen sind hier besonders belastet. Direktoren und Ingenieure dieser Firmen wurden verhaftet. Außerdem wurden die Namen einer Anzahl hoher Ministerialbeamter bekannt, die von ihnen Schweigegelder und Naturalleistungen angenommen Lawinengleich wuchsen dann die Verhaftungen, als im Laufe der Untersuchung Gewißheit darüber erlangt war, daß dieselben Schiebungen auch bei den Lieferungen von Kohlen für den Staat in den letzten Jahren angewandt wurden. Weiter wurde ermittelt, daß bei dem Bau des Handelsministeriums und des Eisenbahnministeriums in Prag ebenfalls große Unregelmäßigkeiten vorgekommen sind, durch die immer neue Ministerialbeamte belastet werden. Ein anderer Korruptionsskandal, der aufgedeckt werden konnte steht in Verbindung mit der Erbauung einer großen Talsperre in Frain(Mähren). In diesem Zusammenhang erfolgte die Festnahme des Präsidenten des Brünner Landesamtes, dem die Annahme von Bestechungsgeldern in Höhe von 100 000 Mark nachgewiesen werden konnte. Im Laufe der Untersuchung fiel der Polizei auch eine vollständige Liste der an diesen letzteren Durchstechereien beteiligten Beamten in die Hände. Mehr als hundert Personen sollen belastet sein. Im Laufe der Ermittlungen sind bereits mehrere Selbstmorde erfolgt. Ein Untersuchungsrichter, der sich in dem Labyrinth des Skandals nicht mehr zurechtfinden konnte, mußte nach einem Nervenzusammenbruch in eine Heilanstalt gebracht werden. In allen größeren Städten der Tschechoslowakei arbeiten die Untersuchungsausschüsse, so daß sich heute noch nicht klar das gesamte Ausmaß dieses riesigen Korruptionsskandals übersehen läßt. Nach den bisherigen Ermittlungen steht jedoch fest, daß der Staat durch alle diese Machenschaften um viele Millionen Mark betrogen worden ist. Das Vertrauen weiter Bevölkerungskreise in die führenden Schichten ist schwer erschüttert worden. Bisher hatten es die Regierungsblätter vermieden. über diese Skandale der Oeffentlichkeit zusammenhängende Berichte zu übermitteln. Die Größe, die der Korruptionsskandal inzwischen aber angenommen hat, zwang sie jetzt doch dazu, das Publikum zu informieren. Bis jetzt wurden etwa 20 Millionen Mark Bestechungsgelder beschlagnahmt „Wir kennen nur einen ewigen Kampf Dr. Ley vor den Amtswaltern der DAF. dnb Leipzig, 20. Januar. Die Reichstagung der DAF.=Amtswalter fand am Samstag ihren Abschlizfahre.=Das ii basr Punder. Dr. Ley, der u. a. ausjührte:„Dus ist das Wundervolle unserer Lehre, daß wir keine Endstation kennen. Wir kennen nur einen ewigen Kampf. Der Arbeiter weiß, daß wir ihm nichts versprechen können, er weiß, daß alles, was wir ihm bringen, nur errungen werden kann in einem zähen Kampf. Wenn man einmal die Geschichte dieser Zeit schreiben wird dann wird man vielleicht erklären, daß der deutsche Arbeiter trotz all seiner Enttäuschungen und Niederlagen nicht hoffnungslos geworden ist. Wir tragen die letzte Hoffnung des deutschen Arbeiters in unseren Händen und den deutschen Arbeiter nicht nur für die Gemeinschaft zu erringen, sondern auch zu erhalten das ist das Kostbarste. Wir haben den Klassenkampf überwunden durch unser Blutbewußtsein, durch den Begriff Deutschland, durch den Begriff der Nation. Deutschland und immer nur Deutschland!" Der Völkerbund soll die Unterhaltskosten der Saarflüchtlinge tragen Genf, 20. Januar. Die-von dem französischen Außenminister Laval angekündigte Denkschrift über die Frage der SaarFluchtlinge wurde am Samstag dem Völkerbundssekretariat überreicht. Darin heißt es u.., daß die Stellung des Völkerbundes gegenüber den SaarFlüchtlingen eine ganz andere sei als die gegenüber früheren Flüchtlingen. Der Völkerbund habe gegenüber diesen Menschen nicht nur die allgemein menschliche, sondern eine unmittelbare Verantwortung, woraus die nötigen Folgerungen gezogen werden müßten. Die Kosten für den Unterhalt der Saar=Flüchtlinge müßten in den Haushalt des Völkerbundes aufgenommen werden. Obgleich Frankreich, so heißt es weiter, vor allem für Führerkundgebung des Handwerks Huns Werter=,euen Wandren Einführung der Handwerkerkarte in Aussicht gestellt die französischen Bürger, die an der Saar ansässig waren und jetzt nach Frankreich zurückkehren würden, sorgen müsse, habe die französische Regierung auch den Saar=Emigranten gegenüber die Grenzen nicht schließen wollen. Eine Politik der offenen Tür könne die französische Regierung jedoch nur dann betreiben, wenn ihr die Mitarbeit des Völkerbundes zugesichert werde. Da der Rat über nebensächliche Dinge, wie die Klage Finnlands auf Schadenersatz für im Kriege versenkte Schiffe, stundenlang debattierte, konnten die französischen Vorschläge in der Saar=Flüchtlingsfrage, die noch am Samstag vom Völkerbundsrat behandelt werden sollten, wegen der vorgerückten Zeit nicht einmal mehr beginnen. Die Angelegenheit soll in einer Schlußsitzung des Völkerbundsrats am Montag erörtert werden. Ein Manöver Litwinoffs In der Ostpakt=Frage ist als die vielleicht interessanteste Tatsache des Samstags eine Verlautbarung der russischen Abordnung hervorzuheben, die die Zufriedenheit Litwinoffs und seine Ueberzeugung ausdnb Berlin, 20. Januar. Die Reichsbetriebsgemeinschaft Handwerk in der DAF. und der Reichsnano des Deutschen Handwerks veranstalteten Samstag vormittag im Preußenhause eine große Führerkundgebung, an der die gesamte Führerschaft des deutschen Handwerks teilnahm. Reichshandwerksmeister Schmidt betonte, die Reichsbetriebsgemeinschaft des Handwerks habe dafür zu sorgen, daß nur der Betriebsführer sein könne der die meisterlichen Qualitäten nach allen Richtungen mitbringe, der beruflich, kaufmännisch, in der Treue zum Aufbauwerk des Führers und in der engsten Zusammenarbeit mit der Gefolgschaft zuverlässig sei. Sodann stellte der Reichshandwerksmeister die Schaffung einer allgemeinen Handwerkerkarte in Aussicht, die zur Bereinigung des Berufsstandes beitragen solle. Eine solche historische Maßnahme könne natürlich nicht von heute auf morgen geschaffen werden, sondern müsse abgestellt sein auf den Blick in die ZuDer Reichshandwerksmeister sprach weiter über die traditionelle Erscheinung des wandernden Handwerksburschen die in absehbarer Zeit wieder erstehen solle. Nur der soll Inhaber des Wanderbuches des deutschen Handwerks werden, der leistungsfähig aus der Gesellenprüfung mit„Sehr gut“ hervorgegangen sei und der sich in seinem zivilen Leben einwandfrei geführt habe und weltanschaulich zuverlässig sei. Begonnen werde mit dieser Einrichtung zunächst bei den handwerklichen Berufen des Nahrungsmittelgewerbes, den Bäckern, Fleischern und Konditoren, da bei diesen Berufen die Austauschchmöglichkeit relativ leicht sei und weil sie nicht absolut konjunkturgebunden seien. Schon auf dem nächsten Reichshandwerkertag in Frankfurt a. M. zu Pfingsten dieses Jahres werde man tausend handwerkliche Wanderer begrüßen können. Bei Betrachtung der wirtschaftlichen Lage des deutschen Handwerks hob der Redner hervor, daß sich diese seit dem Tiefstand im Jahre 1932 wieder sehr gebessert habe. Der Umsatz des deutschen Handwerks habe 1926 23,5 Milliarden betragen, er sei 1932 auf 9,5 Milliarden gesunken und betrage heute, dank des Arbeitsbeschaffungsprogramms, schon wieder 14,5 Milliarden. Weltmeister Metze siegte Das Dauerrennen in der Dortmunder Westfalenhalle endete mit einem Siege des Weltmeisters Metze(Dortmund) vor Lohmann(Bochum).— Im Fliegerkampf siegte der Deutsche Meister Merkens vor Hasselberg(Bochum). Deutscher Tennissieg Im Hallentenniskampf Schwedee— Deutsch= land siegte Deutschland mit:2 Punkten. Die Deutschen und Westdeutschen Wintersportmeisterschaften wurden in Garmisch=Partenkirchen und Willingen abgeschlossen. Westfälische Gauliga Hüsten 09— Schalke 04:1, „Westfalia“ Herne— SV. Höntrop:4, „Preußen“ Münster— DSC. Hagen:1, „Viktoria“ Recklinghausen—„Germania“ Bochum:2. Fliegerinnen lächeln dir zu TA — spricht, daß nach der Aenderung der politischen Situation durch die römischen Abmachungen vom Januar und die Rückgliederung der Saar nun noch größere Aussicht bestände, den Ostpakt abzuschließen. Dabei erwähnte Litwinoff, daß für das Zustandekommen dieses Paktes nur noch die Gegenwart Deutschlands notwendig ei. Demgegenüber wurde von polnischer Seite erklärt, daß sich in der polnischen Haltung zum Ostpakt nichts geändert habe, woraus ohne weiteres hervorgeht, daß die Aeußerungen Litwinoffs, wonach für den Abschluß des Ostpaktes nur Deutschlands Gegenwart noch notwendig sei, sich lediglich als ein taktisches Manöver herausstellen. Kein Raub von Deutsch=Südwest Auf der Tagesordnung der Samstag=Sitzung des Völkerbundsrats stand u. a. auch die Aussprache über die Berichte des Mandatsausschusses über seine 25. und 26. Tagung. Die Erörterung des letztgenannten Berichts wurde jedoch vertagt, obwohl der spanische Vertreter und der Vertreter des Mandatsausschusses dagegen Bedenken äußerten und erklärten, eine Vertagung könne den bedenklichen Eindruck hinterlassen, als ob der Völkerbundsrat an diesem wichtigen Aufgabengebiet seiner Tätigkeit sich immer weitgehender uninteressiert 8e76e„.umen geh fahenn ei. Der italienische Vertreter gab sooann eine Erklärung zu der Frage der Vereinigung Südwestafrikas mit der Südafrikanischen Union ab. Er betonte nachdrücklich, daß die italienische Regierung eine Verschmelzung dieser Art mit dem Geist des Mandatswesens für unvereinbar halte. Der spanische Vertreter äußerte gleichfalls Bedenken angesichts der fortschreitenden Neigung der an Mandatsgebiete grenzenden Kolonien, sich die Mandatsgebiete anzugliedern. Eine feierliche Geste Saar=Ausschuß nimmt den Akt der Uebergabe der Regierungsgewalt vor Genf, 20. Januar. Die Uebergabe der Regierungsgewalt am 1. März an Deutschland wird nicht durch die Saar=Regierung erfolgen. Der Völkerbundsrat wird vielmehr den Saar=Ausschuß selbst nach Saarbrücken entsenden. Dadurch soll der Augenblick der Rückgliederung auch vom Völkerbund aus zu einer besonders feierlichen Geste gestaltet werden. Baron Aloisi wird als Vorsitzender des Saar=Ausschusses den Akt der Uebergabe der Regierungsgewalt vornehmen und habei von der 19 izei der eindoch Seite 2 Nr. 17„ Bochumer Anzeiger„ Montag, 21. Januar 1935 beiden anderen Mitgliedern des Ausschusses, Cantilo (Argentinien) und Lopez Olivan(Spanien), begleitet sein. Der Abzug der Truppen Obwohl eine Nachricht, daß ein Beschluß des Dreierausschusses über den Abzug der internationalen Truppen zum 1. Februar gefaßt worden sei, dementiert worden ist, wird in Völkerbundskreisen allgemein angenommen, daß die Truppen im Laufe des Februar aus dem Saargebiet zurückgezogen werden, wenn auch genaue Termine zunächst nicht genannt werden können. Es sei sehr gut möglich, daß schon Anfang Februar gewisse Rückbeförderungen beginnen. Siegesfeier der Saarkumpels Endr=Srparuufte..=Vrrtrn Mells!...... Unverschämter Schritt von Matz Braun und Konsorten in Genf dnb Saarbrücken, 20. Januar. Immer wieder hat man in den Wochen vor der Saarabstimmung darauf verwiesen, daß das Schicksal des Landes an der Saar zu einem erheblichen Teile in die Hände des Bergarbeiters gegeben sei, der seit Väter Tagen im Boden der Heimat wurzelte und die Last des Ueberganges der Gruben in die französische Verwaltung seit Kriegsende zu tragen hatte. Eine Art Siegesfeier in ganz besonderem Sinne war die Kundgebung, die der Gewerkverein Christlicher Bergarbeiter an der Saar am Sonntag vormittag in Saarbrücken veranstaltete und an der auch, herzlich begrüßt, der Landesleiter der Deutschen Front, Pirro, teilnahm. Ihre Führer, die zu ihnen sprachen, sind viel genannt worden im Kampfe um die Saar: Peter Kiefer, Alois Lenhart, Karl Hillenbrand. Ein Name ist nie ausgesprochen worden, der früher stets in Verbindung mit diesen genannt wurde. Nur Peter Kiefer erwähnte, daß die Tochter des Abtrünnigen weinend zu ihm gekommen sei und daß er sie zum Verbleiben in der Heimat aufgefordert habe, denn die Kinder trügen schwer genug an der Schuld des Vaters. Der Geschäftsführer des Saarvereins, Lenhart, sagte u.., nun wolle der Saarbergmann mit dem deutschen Volke und seinem Führer kämpfen um die Gleichberechtigung des deutschen Volkes unter den Völkern der Welt. Peter Kiefer, der Führer des Gewerkvereins, sagte u.., der Weg sei frei zur Versöhnung. Das habe der Saarbevollmächtigte des Führers zum Ausdruck gebracht, als er ihm aufgetragen habe: Grüßen Sie die treuen Kumpels von mir. Der Tag wird kommen, an dem der Führer und ich an der Saar sein werden, um diesem braven Volke zu sagen: Ihr habt Deutschlands Ansehen in der Welt einen Riesendienst erwiesen. Ihr habt der Welt bewiesen, daß alle Greuelmärchen falsch sind. Kiefer betonte auch, daß es dem Saarbergmann fernliege, nun mit einem großen Wunschzettel aufzuwarten. Er trage das Bewußtsein in sich, daß das neue Deutschland ihn achte und ehre. Hell klangen die Stimmen, als zum Schluß das Deutschland=, das HorstWessel= und das Saarlied angestimmt wurden. Spontan wurde aus der Mitte der Versammlung das Sieg=Heil auf den Führer ausgebracht. Genf, 20. Januar. Matz Braun, Hoffmann und Hector die bekannten separatistischen Drahtzieher, haben dem Völkerbundsrat eine Beschwerdeschrift überreicht. Es wird darin behauptet, die Ereignisse der letzten Zeit hätten gezeigt, daß die von Deutschland am 4. Juni für den Schutz der Minderheit übernommenen Verpflichtungen nicht ausreichend seien. Die Vertreter der hitlerfeindlichen Minderheit bitten daher den Völkerbund, zu bestimmen, an welchen Ort sie sich begeben sollen, um dort geschützt zu sein. Es sei ihnen durch das Abkommen vom Dezember auch der Schutz und die Mitnahme ihres Eigentums zugesichert worden, ebenso wie die Zahlung von Renten, Pensionen usw. Zum Schluß verlangen die drei Separatistenführer, daß der Völkerbund einen Hilfsausschuß bilde, dem Geldmittel zur Verfügung gestellt werden müßten. Dieser Ausschuß müßte die Aufgabe haben, den Flüchtlingen einen Lebensunterhalt und Arbeitsplätze zu verschaffen. Matz Braun, der die von ihm verführten Statusquo=Anhänger so eilig im Stich gelassen hat, hält es nunmehr noch für nötig, sich auch in Genf lächerlich zu machen. Deshalb hat er sich verzweifelt bemüht, einigen internationalen Journalisten Entschuldigungen für die katastrophale Niederlage seiner Politik und für seine falschen Auskünfte und Schätzungen vorzubringen. Natürlich gipfelt alles in der Behauptung, die Abstimmung sei unter fürchterlichem Terror vorgenommen worden. SpD. in Neunkirchen löst sich auf Neunkirchen, 20. Januar. Die Auflösung der Ortsgruppe der SPD. kirchen wurde nach zweitägigen Verhandlungen mit Wethestunre des Rhsshausereunte. Die deutschen Frontsoldaten hinter den Friedenszielen des Führers dnb Berlin, 20. Januar. Der deutsche Reichskriegerbund„Kyffhäuser" veranstaltete am Sonntag mittag seine, traditionelle „Deutsche Weihestunde“ anläßlich der 64. Wiederkehr des Reichsgründungstages. Wie immer bei dieser Reichsgründungsfeier, war der Sportpalast bis auf den letzten Platz gefüllt. Der Führer und Oberbefehlshaber der Wehrmacht hatte mit seiner Vertretung den Vizeadmiral von HeusingerWaldege beaustragt. B 246 Unter den Ehrengästen sah man u. a. Reichsaußenminister Freiherrn von Neurath, die Staatssekretäre Dr. Lammers und Meißner, die Generale der Landespolizei Daluege, Wecke und von Zeppelin, Oberbürgermeister Dr. Sahm, den Beauftragten für Abrüstungsfragen von Ribbentrop. Als Vertreter des Reichswehrministeriums war Generalleutnant Knochenhauer an der Spitze zahlreicher hoher Reichswehroffiziere erschienen. Die SS. wurde durch Reichsführer Himmler vertreten, die SA. durch Obergruppenführer Krüger und Gruppenführer Uhland, das RSKK. durch Korpsführer 5 ühn v. Dehmaneimmarsch bei dam di.##.# Nach dem Fahneneinmarsch, bei dem die 14 Traditionsfahnen der Kyffhäuserverbände des Landesverbandes Saargebiet besonders herzlich begrüßt wurden, leiteten feierliche Musik aus„LohenWies neugesratter Reichsminister Rust erläßt eine Studienordnung dnb Berlin, 20. Januar. grin“ und Lieder aus den Befreiungskriegen über zu der Ansprache des Bundesführers des deutschen Reichskriegerbundes Kyffhäuser, Oberst a. D. Reinhgrd. Der Redner übermittelte dem Führer und Oberbefeyrshaber der Wehrmacht die Treugrüße seiner Kriegskameraden und der Kämpfer von 1870/71, überbrachte selbst herzliche Grüße des preußischen Ministerpräsidenten, Generals der Infanterie Göring, und begrüßte dann vor allem die von der befreiten Saar gekommenen Kameraden und eine große Zahl von Altveteranen. Dabei machte er die Mitteilung, daß er in diesem Jubiläumsjahr, in dem die jüngsten Teilnehmer an den Einigungskriegen das 80. Lebensjahr überschritten, eine besonders sachgemäße Betreuung durch den Bund angeordnet habe, um den alten Kameraden den Daseinskampf zu erleichtern. Oberst Reinhard führte dann u. a. weiter aus, daß die Männer des Kyffhäuserbundes, die den Krieg kennen, unablässig daran arbeiteten, daß der Leitgedanke unseres ehemaligen Frontkameraden und heutigen Führers Adolf Hitler Erfüllung finde:„Kein Deutscher für einen neuen Krieg, aber für die Verteidigung des Vaterlandes das ganze Volk.“ Ewig sei, so sagte Reinhard weiter, auch unser Dank an den großen Feldherrn, der die Tat Bismarcks einte mit der Tat Hitlers, an den unvergeßlichen Schirmherrn unseres Kyffhäuserbundes, unseren Hindenburg. Die Fahnen senkten sich und unter dumpfem Trommelwirbel ertönte dann leise das Lied vom guten Kameraden. dem Beauftragten der Deutschen Front, Baurat Keller, jetzt herbeigeführt. Die Auflösung erfolgte vollkommen freiwillig. Das Vermögen wurde vom Winterhilfswerk übernommen. Die Stadtverordneten der SPD haben ihre Mandate niedergelegt. Auch die Volkshaus=GmbH. Neunkirchen hat ihre Liquidation beschlossen. Das Gebäude wird als„Haus der schen Arbeit“ der Deutschen Arbeitsfront zur Verfügung gestellt. Die marristische„Freie Turnerschaft". Neunkirchen ist geschlossen zur„Deutschen Turnerschaft“ übergegangen. Der Chef des Stabes Lutze: Das Fundament unserer Arbeit bleibt die Weltanschauung dnb Kiel, 20. Januar. Der Chef des Stabes, Lutze, weilte am Freitag, wie berichtet in Kiel. Vor etwa 200 SA.=Führern umriß er die künftigen Ziele und Aufgaben der Se., die nicht, wie so viele Neunmalklugen meinten, überflüssig geworden sei.„Wir haben“, so betonte Lutze,„uns im vergangenen Jahre von einer Entwicklung abwenden müssen, die uns und dem ganzen Volke zum nis zu werden drohte. Es ist an der Zeit, daß wir wieder das werden, was wir einst waren: Glaubensträger und Glaubensbringer mit soldatischem Geist. Wir wollen wieder unsere Pflicht tun als weltanschauliche Truppe. Das Fundament unseres Kampfes und unserer Arbeit ist und bleibt die Weltanschauung, damit das Reich, wie wir es wollen, erhalten bleibt.“ Am Samstag fuhr der Chef nach Dagebüll und von dort mit einem Dampfer nach dem Insel Föhr, wo er eine Besichtigung der InselSA. und des früheren Posterholungsheims vornahm. In Flensburg marschierten am Spätnachmittag 4000 SA.=Männer vor dem Chef des Stabes auf. darunter mehrere hundert zu Pferde. Nach einer. kurzen Ansprache setzte der Chef des Stabes die Weiterfahrt über Husum nach Lundern fort, wo er an einem Kameradschaftsabend der Standarte 85 teilnahm. Am Sonntag morgen waren auf dem Marktplatz in Heide 5000 SA.=Männer zu einem Appell angetreten. In Albersdorf legte später der Chef des Stabes an den Gräbern zweier SA.=Männer je einen großen Kranz nieder. Den Abschluß der Besichtigungsreise durch die Nordmark bildete ein Besuch im SA.=Hilfswerk=Lager „Lockstedter Lager“, wo arbeitslose SA.=Männer durch fachliche Kräfte umgeschult oder in ihrem Beruf weitergebildet werden. Blaugefrorene Nasen— in Rom Verschärfung der Kälte in Mittelitalien Rom, 20. Januar. In Mittelitalien hat sich die ungewöhnliche Kälte noch verschärft. In der Nacht zum Sonntag wurden u. a. in Perugia und Rom 7 Grad unter Nul festgestellt. Der strenge Frost hielt— eine Seltenheit— Für das Studium der Rechtswissenschaften hat der Reichsminister Rust jetzt die neue Studienordnung verkündet, deren Grundgedanke die Heranbildung eines volksnahe und umfassend gebildeten Rechtswahrerstandes ist. Zum ersten Male wird hier nationalsozialistisches Gedankengut in das Universitätsstudium eingeführt. Dieser neuen grundlegenden Reform des juristischen Studiums entnehmen wir: Für den Studienplan gilt ein Mindeststudium von sechs Semestern, jedoch ist eine ausreichende Durchdrindringung des Stoffes kaum ohne Zugabe weiterer Semester möglich. Daher wird dringlichst empfohlen, dem Rechtsstudium sieben oder acht Semester zu widmen. Die beiden ersten Studiensemester sollen dazu dienen, dem Studenten die völkischen Crundlagen der Wissenschaft nahezubringen. Sie werden vor allem ausgefüllt sein von Vorlesungen über Rasse und Sippe, Volkskunde und Vorschichte und über die politische Entwicklung des deutschen Volkes. Das dritte, vierte und fünfte Semester sind dem Fachstudium gewidmet, während das sechste schon im Zeichen der bevorstehenden Abschlußprüfung steht. Uebungen für Vorgerückte, Klausurenkurse, Konversatorien und Seminare treten hierbei in den VorderEs gibt keine Pflichtvorlesungen mehr, und jeder Belegungszwang unterbleibt. Die Hauptvorlesungen werden durch einen oder, wenn sie besonders wichtig sind, durch zwei Sterne hervorgehoben. Aber auch der Besuch der so gekennzeichneten Vorlesungen ist absolut frei. Für die Hauptvorlesungen gilt ein fester Studienplan, der sie einem bestimmten Semester zuweist. Früheres Belegen der Vorlesungen ist unstatthaft, späteres insbesondere wiederholtes, erlaubt. Jede Hauptvorlesung wird nur einmal im Jahr gehalten. Wer sein Studium ordnungsgemäß mit dem Wintersemester beginnt und nach dem Studienplan ausrichtet, hat die Gewähr, daß er die planmäßig vorgesehenen Vorlesungen zur rechten Zeit an jeder deutschen Universität vorfindet. Hierdurch ist die volle Freizügigkeit der Studenneue Plan, den Reichsminister Rust verkündet hat, unterscheidet sich von allen früheren Reformen durch seinen grundsätzlichen Charakter. Hier geht es um mehr als bloße Verschiebungen in der Reihenfolge oder Stundenzahl der Vorlesungen. Das Studium der Rechtswissenschaften ist vielmehr von Grund auf geändert. Die undeutsche Unterscheidung von öffentlichem und privatem Recht wird durchgreifend beseitigt. tmeraden.„„ teuggeun, En menge Etef g. Dann nahm Oberst Reinhard; nochmals das in Rom sogar den ganzen Seprtag phgerun, vermag Wort. Er erklärte, daß die alten kampferprobten Sol= gerte sich noch gegen Arruri###### uge. Sas Verbundenheit mit des Reiches sich dieser ungewöhnlichen Kälte kaum zu erwehren. Auf daten in altüberlieferter##roundenheit mit des Reiches Wehrmacht den vom Führer vorgezeichneten Weg vorwärtsschreiten wollten— dem einen hohen Ziel zu: Ein neues und gleichberechtigtes Deutschland! Als Kameraden wollten wir uns die Hand über die Grenzen reichen, um gemeinsam zu ringen gegen jeden neuen Krieg. Nicht als Pazifisten, sondern als Männer, die zu ihrer Nation stehen— als Männer, die wissen, daß nicht Haß und Waffen, sondern die Ehre und die Freiheit der Schutz des Friedens sind. Der Kyffhäuser=Landesführer des Saargebiets, Hoos, gab abschließend seiner Freude darüber Ausdruck, im Namen der Frontkameraden des Saargebiets sprechen zu dürfen. Er schloß mit den Worten:„Die Saar ist frei! Die Saar ist treu! Heil Hitler!“ Unter der Führung der Herren Auge=Larite und Achard ist eine Abordnung französischer Bauern in Berlin eingetroffen, die mit dem Stellvertreter des Reichsbauernführers, Reichsobmann Meinberg, längere Unterredungen hatten. gerte sich noch gegen Abend. Die Vevstirtungu. gag sich dieser ungewöhnlichen Kalle taum zu erwehren. Auf den öffentlichen Unfallstationen meldeten sich im Laufe des Sonntags zahlreiche Spaziergänger mit Frosterscheinungen. Als Ausdruck der besonderen Verbundenheit der Provinz Brandenburg mit der Saar hat der Oberpräsident der Provinz Brandenburg, Gauleiter Kube, für die Unterbringung von erholungsbedrüftigen SaarFrauen und Saar=Kindern in der Provinz Brandenburg den Betrag von 10000 RM. gestiftet. Der Norddeutsche Lloyd hat eine Reihe von Saarländern zu einer Fahrt ins Mittelmeer an Bord des Patenschiffes der Stadt Saarbrücken, des Ostseedampfers „Saarbrücken", eingeladen. Wie Kownoer Blätter melden, soll der MemelländerProzeß am 21. Januar bestimmt fortgesetzt werden, da der Gerichtsvorsitzende und alle Angeklagten von ihrer Grippe genesen sind. Bemexkenswert für die weitere Behandlung des Prozesses in der litauischen Presse ist, daß die These von dem bewaffneten Aufstand der Memelländer nicht mehr erwähnt wird. Zurück zum Eine neue„Jledermaus“-Inssenierung Es klingt ein scheinbarer Widerspruch auf, wenn man die Aufführung eines Repertoirestückes von Grund auf erneuern will— und dabei auf die älteste, die ursprüngliche Form des Werkes zurück greift. Sigurd Baller, der sich unserer„Fledermaus"— man erinnert sich kaum noch der bisherigen Inszenierung— annahm, glaubt mit einer gründlichen Bereinigung der im Laufe der Jahrzehnte arg verfälschten Originalfassung der Operette und ihrer Wiedergabe abgewinnen zu können.. I, Ma s# Man sollte Versuche, die ihre künstlerische Berechtigung in sich tragen, nicht ihrer ungewohnten Wirkung wegen geringschätzen und den unverdienten Verdacht, es ginge lediglich darum,„mal was anderes" zu bringen, fallen lassen. Es kommt lediglich darauf an, wie das Experiment und ob es folgerichtig bis zur letzten Konsequenz durchgeführt wird. Halbheiten im Zeitkostüm, in der Ausstattung und in der Dekoration ergeben Kompromisse und ein Stilgemisch, das dem Versuch seine Begründung entzieht. Und wie Baller im Dekorativen— vielleicht aus finanzieller Rücksicht— sich mit nur teilweiser Angleichung an das Milieu jener Tage begnügt, läßt er auch in dem auf den Originaltext zurückgeführten Dialog entgegen seiner Absicht so manches Extempore aus jüngerer Zeit du..46.6an 16. Sr..e.. Vom Publikum her gesehen, ist gegen solche Zutat nichts einzuwenden, man kann sogar der Meinung sein, daß, wie so manches Werk, auch die„Fledermaus“ einer gewissen Modernisierung bedarf, wenn sie uns so recht schmackhaft sein soll. Auch eine Meisteroperette, und gerade diese soll in der heitersten und am stärksten zündenden Form serviert werden. Die aber ist an die Zeit des jeweiligen Publikums gebunden, und man sollte, auch nicht um der Originalfassung willen, in der leichten Muse keinen Anflug von Langweiligkeit aufkommen lassen.„„„ Das Pech, das uns bei Operetten=Premieren zu verfolgen scheint, ist freilich gicht schuldlos an dem nicht ganz befriedigenden Eindruck des Abends. Ein Gast in einer ihm nicht geläufigen Fassung wirkt trotz allex sonstigen Qualitäten hemmend. So manche„Löcher" im Dialog und Uneinigkeiten im Musikalischen mußte man als unvermeidlich hinnehmen. Ob unser neuer Kapellmeister Verthold Lehmann sich von der Regie dazu bestimmen ließ oder aus eigenem künstlerischen Empfinden sich zu einem mehr lyrischen als schmissigen Musizieren bewogen fühlte, steht dahin. Tatsache ist, daß die fast overnhaft gediegene Behandlung durch verlangsamte Temponahme in bestimmten Partien eine fühlbare Temperamentlosigkeit der Bühne unterstrich. Dennoch danken wir dem Dirigenten für seine ganz ungewohnt forgfältige, kultivierte und überraschend delikate Arbeit und wollen nicht vergessen, welche Klangwärme und Tonschönheit er dem Orchester entlockte. Für sich betrachtet, eine ausgezeichnete Leistung, als deren Auftakt die herrlich musizierte Ouvertüre spontanen, lang anhaltenden Applaus weckte. Für die erkrankte Rosalinde mußte die hier gleich bei ihrem ersten Gastspiel begeistert ausgenommene Operettensängerin der neuen Spielzeit Loti Kaundinva wieder einspringen, kam in letzter Minute und versöhnte mit ihrer begreiflichen darstellerischen Nervosität durch die Eleganz ihrer Erscheinung und diesmal auch durch überzeugendes, bestes, gesangliches Können. Namentlich entzückte die prächtig geformte, edle Höhe. Ihr Partner Gustav Weitenhiller fügt sich als Eisenstein so lebendig wie möglich in den Operettenstil ein, den Karl=Heinz Niessen so famos beherrscht. Und neben diesen ist die frische Käthe Guß stets Gegenstand besonderer Zustimmung des Publikums. Alle Sänger aber schlägt„Frosch“. Er ist Mittelpunkt der Komik, seine Wirkung garantiert. Heinrich Löffler brachte ihn uns in einer gutmütigen, deftigen Type köstlicher Maske und handfesten Humors. Eine wirkungsvolle Studie ohne Ueberladungen.„Sehr gut Müllers Gefängnisdirektor und Hänses Notar. Der männliche Orlosski von Krings sehr sympathisch. Erfreulich der kleine Chor, ganz entzückend die prachtvolle Schnellpolka der Tanzgruppe. Ernst Presbers Kunst schuf ein apartes Bühnenbild im Festakt. Ein volles Haus— es war ja Overette, wenn aus die„Fledermaus“, die schon mehrere Dutzend Male über unsere Bühne flatterte. Und nun erwarten wir auch mal eine moderne Gesellschaftsoperette. Schwermann. Der Große Kurfürst Westdeutsche Erstaufführung im Kölner Schauspielhaus Der ganzen Größe dieses von politisch=dichterischer Leidenschaft erfüllten„und auf die hohe dramatische Form ausgerichteten Werkes von Hans Rehberg wird man sich bewußt, wenn die Erinnerung an Wildenbruchs Hohenzollerndramen auftaucht. Die von Untertanen=Gesichtspunkten bestimmte Geschichtsklitterung idealisierenden Charakters ist über Bord geworfen. Der Dichter naht sich dem gewaltigen Stoff der preußischen Geschichte nicht in der demütigen Haltung des beflissenen Lobpreisers, der Geburtsakt des friderizianischen Staates ist weder von musizierenden Engeln begleitet, noch vom schwülstigen Weihrauch patriotischer Deklamationen umwölkt. Durch alle diese Schleier, die, bewußt oder unbewußt gesponnen, den geschichtlichen und menschlichtragischen Werdegang des zu höchsten staatsbildenden Anstrengungen berufenen Fürstengeschlechts in der Wiege verfälschen, stößt Rehberg hindurch, indem er nicht Geschichte malt, sondern Geschichte nach dem Gesetz des Lebens sich entwickeln läßt. Nur ein von preußischem Geist(der, bevor er zu strahlender Klarheit ausreift, den Höllengrund mörderischer Kämpfe durchqueren muß) völlig besessener Dramatiker konnte ein so einmaliges Sch cksal wie das des Großen Kurfürsten und seines Hauses aus dem glutenden Kern heraus meistern. Die Genialität des Werkes beruht auf der nahezu restlosen Verschmelzung alles dessen, was an staatspolitischer Idee, staatspolitischer Aktion und menschlich tragender Substanz wie ein aus vielen Quellen gesättigter Strom der Handlung zufließt. Und Rehbergs Sprache ist nicht die farblose Kanzlistensprache, auf die sich so manche Totengräber der Geschichte aus Gründen des preußischen„Stils“ glaubten berufen zu müssen, weil sie über dem Götzendienst der erstarrten Form vergaßen, daß aller Form ein Aufruhr, ein Kampf, ein Schicksal und— je größer und untadeliger die Form— ein um so größeres und heldischeres Opfer vorausgeht. Diesem Aufruhr gibt Rehberg den im fließenden Spiel kräftiger und zarter Linien einheitlich ausgerichteten dramaturgischen Aufbau, diesem Aufruhr leiht er eine Sprache, adlig, dämmertief, sturmisch und reif, aus unvergeßlichen Gründen des romantischen Herzens heraufgoldend. Wir haben das Schauspiel anläßlich der Berliner Uraufführung im Staatstheater bereits gewürdigt und können nur ergänzend feststellen, daß Rehberg einer der stärksten Aktivposten unseres zeitgenössischen dramatischen Schaffens ist.„„g un Die Aufführung im Kölner Schauspielhaus unter der Leitung von Richard Dornseiff wurde in ihrer reifen dramaturgischen und dichterischen Anlage und Durchführung voll und ganz den Ansprüchen gerecht, die einem solchen Werke zu stellen erlaubt sind, Von überlegener Haltung, groß, ernst und gedämpft, im sicher durchgezeichneten Spiel, Adolf Manz als Großer Kurfürst, dem in René Deltgen(Kurprinz Friedrich) ein überaus interessanter, auf elementare und zwiespältige Weise verschatteter Charakterdarsteller gegenüberstand. Leider versagte als Kurfürstin Cornelia Gebühr, die der Fürstin alles schuldig blieb und über die Linie der Kammerfrau nicht hinausgelangte. Von außerordentlichem jugendlichen Zauber Wilhelm Borchert(Markgraf Ludwig) und Eise Petersen (Luise Radziwill), endlich der Narr Fritz Schöners eine eindringliche Studie mit gespenstischen Untertönen. Der Aufführung in den werkgerechten Bühnenbildern Erich Metzolds ging eine Saarkundgebung voraus, auf der Wilhelm Borchert einen von Dr. L. Mathar verfaßten Prolog zum Vortrag brachte. Der große Beifall des Hauses galt der vortrefflichen Ensembleleistung und dem Dichter, der persönlich der Aufführung seines Werkes beiwohnte. Dr. Stk. Trosellor Ludwig Bernhard# Der ordentliche Professor der Nationalökonomie an der Universität Berlin, Ludwig Bernhard, ist am Donnerstag vormittag im Alter von 60 Jahren gestorben. Von seinen Werken fanden besondere Beachtung: Die Polenfrage(1907). Sozialpolitik(1912), Das System Mussolini(1925), Der Hugenberg=Konzern (1928) und Akademische Selbstverwaltung(1930). Wieder Musiklehrerprüfungen in Münster und Dortmund. Die Abteilung für höheres Schulwesen beim Oberpräsidium in Münster gibt bekannt, daß am 16. März in Münster und am 30. März in Dortmund Privatlehrerprüfungen beginnen. Anmeldungen dazu müssen sechs Wochen vor Beginn dieser Prüfungen unter Beifügung der notwendigen Papiere dem Oberpräsidenten(Abteilung für höheres Schulwesen) zugegangen sein. Hauptschriftleiter: Dr. Paul Dierichs., Stellvertreter: Hans Schulte Verantwortlich für Polzik: Rudolf Foest, Kommunalpolitik und Stadtteile: Adolf Peddinghaus, Lokales: Hans Schulte, Kulturpolitik und Unterhaltung: Dr. Josef Schwermann, Feuilleton; Dr. Emil Strodiboff, Wirtschaft: Fritz Schmidt, Sport: Hans Horn berg, Gerichtsdienst und Briefkasten: Max Flegel, Provinz: Kurt Dörnemann, Anzeigen: Kurt Scholz, sämtlich in Bochum. Berliner Redaktion: Michael Haupt, Berlin SW 68. Wilbelmstr. 98, Anruf: Jäger 4115 u. Karlsborft 0340. Berliner Anzeigenvertretung:, F. W. Pempe, Berlin=Charlottenburg, Uhlandstr. 194, Anruf C 1 Steinvl. 6813. Verlag und Druck: Laupenmüblen., Tiericht, in„Bochum. Ruf 67551, 52, 53.— DA. XII. 34: 24 450. Sprechstunden der Redaktion 16—17 Für unverlangte Einsendrugeg, Feing, Haswflicht Rückendun, Rucvorto Die heutige Nummer umfaßt 12 Seiten Seite 3 Nr. 17 7 Bochumer Anzeiger" Montag, 21. Januar 1935 „In den Mond geguckt“ Eigentlich müßte es ja heißen:„Nach dem Mond geguckt, aber es ist auch so richtig. Denn alle, die am Samstag nachmittag den Himmel absuchten, um die Mondfinsternis zu beobachten,„guckten in den Mond“, d. h. sie sahen nichts. Das Firmament war grau in grau, und wo der Trabant der Erde nun eigentlich steckte, brachte auch kein Fernglas heraus. Der finstere Mond verbarg sich hinter noch finstereren Wolken; er rächte sich dafür, daß ihm die Astronomen genau vorgerechnet hatten, wann er mit der Finsternis zu beginnen und zu enden habe. ,. m Sanntag shermat: Diea. Gefoppt wurden wir am Sonntag üvermals. Diesmal von Frau Holle. Bei milder Temperatur— tagsüber 1 Grad über Null, nachts 1 Grad unter Null— schüttelte sie ein wenig ihre Flaumkissen und ließ es am Sonntag nachmittag ein kleines, kleines bißchen schneien. Aber die Flocken schmolzen in den Straßen der Stadt bald dahin. Draußen soll es aber wirklich einige kleine weiße Flecken gegeben haben. Da das Barometer auf beständig steht, kann es immerhin sein, daß wir auch hier im Lande der Schornsteine noch in dieser Woche so einen schwachen Abglanz von Winterherrlich= keit bekommen. Oder soll es auch damit„Zappen duster" sein wie bei der nicht wahrnehmbaren Mondfinsternis? Gemeinschaftsempfang vom Reichsbetriebsappell der RBG. Handel. Geschäftsschluß von—9 Uhr morgens Wie bereits mitgeteilt, hat der Gau Groß=Berlin der Reichsbetriebsgemeinschaft Handel im Einvernehmen mit der Gauwaltung der DAF. und dem Presse= und Propagandaamt anläßlich des Reichsbetriebsappells der Reichsbetriebsgemeinschaft Handel in der Deutschen Arbeitsfront, bei welchem Pg. Dr. Ley sprechen wird, einen Gemeinschaftsempfang aller handeltreibenden Betriebe angeordnet. g6 Der Appell wird durch munofunr auf alle deutschen Sender übertragen. Der Leiter der Reichsbetriebsgemeinschaft Handel, Pg. Lehmann, wird, da alle der Reichsbetriebsgemeinschaft Handel angeschlossenen Betriebe mit ihren Gefolgschaften zu gleicher Zeit am Lautsprecher versammelt sind, dem Reichsorganisationsleiter Dr. Ley eine nach Hunderttausenden zählende Menge von Betrieben mit Millionen von Volksgenossen als zum Appell angetreten melden können. Zum ersten Male seit Einführung der Betriebsappelle durch die DAF. tritt der gesamte deutsche Handel mit einem derartigen, allgemeinen Appell vor die Oeffentlichkeit, um damit seine politische und weltanschauliche Geschlossenheit und seinen Willen, weiter an dem Aufbau des nationalsozialistischen Staates mitzuarbeiten, zu bekunden. Auch die mittleren und großen Betriebe des Haus= und Grundstückswesens führen wie andere Fachgruppen der Reichsbetriebsgemeinschaft Handel einen Gemeinschaftsempfang durch. Die örtlichen Dienststellen der DAF. haben es übernommen, die notwendigen örtlichen organisatorischen Vorbereitungen zu treffen. Das nennt man„Schwein“ Ein Bürger aus Bochum=Gerthe kaufte am Samstag in einem hiesigen Lokal einem der grauen Glücksmänner mehrere Lose ab. Er hatte fabelhaftes Glück, denn außer Gewinnen von 5 und 3 Mark zog er ein Glückslos von 100 Reichsmark. Freude hatte aber auch der Losverkäufer, der von dem glücklichen Gewinner 30 Reichsmark mit abbekam und zudem eine Woche zum Frei=Mittags= oder Abendtisch erscheinen darf. Bravo!— Gestern abend zog auf dem Wilhelmsplatz der Enkel Klaus des ihn begleitenden Großvaters nach einem Freilos ein Glückslos von 100 Reichsmark. Auch hier war die Freude sehr groß. Aerztliche Fortbildungsgemeinschaft Bochum. Die Vortragsreihe des Wintersemesters 1934/35 beginnt am Mittwoch, 23. d.., 20 Uhr, in der Verwaltungsakademie Bochum, Wittener Straße 61, mit dem Vortrag des Professors Dr. Schilling(Münster i..), über„Blutkrankheiten. Diagnose nach dem Blutbefund". Teilnehmerkarten sind noch vor Beginn des Vortrages in der Verwaltungsakademie zu haben. Zeitweilige Außerbetriebsetzung des Großrundfunksenders Langenberg. Der Großrundfunksender Langenberg(Rhld.) wird wegen wichtiger Antennenarbeiten in der Zeit vom 21. bis 26. Januar zwischen 9 und 13 Uhr außer Betrieb gesetzt. Auftuf an alle Bauern des Arbeitsamtsbezirkes Bochum Die Ernährungsfreiheit des deutschen Volkes gehört zu den großen Zielen des nationalsozialistischen Staates und nimmt unter den Fragen der Selbstversorgung die erste Stelle ein. Die ungeheure Verantwortung, die die Erreichung dieses Zieles dem Bauernstand auferlegt, fordert gebieterisch von dem Träger der Ernährungsgrundlage, dem deutschen Bauern, den Cinsatz seiner gesamten Kräfte. Die Ernährungsfreiheit als wichtiger Lebensfaktor für die Zukunft der deutschen Nation kann durch die Erzeugungsschlacht nur dann gewährleistet werden, wenn nicht lediglich die bisher gewohnheitsmäßig bebaute Fläche wenn zum Zwecke äußerster Erzeugungssteigerung jeder Zoll brachliegenden Bodens für landwirtschaftliche Nutzung erschlossen wird für die Sicherstellung der Selbstversorgung des deutschen Volles. 6, Die Verpflichtung jedes einzelnen deutschen Bauern, alle erdenklichen Moglicetzen#### Hinsicht zu erschöpfen, ist um so größer, als der Mangel an eigenen Geldmittelz, vigtzgg#ng Grund für die Unterlassung von Bodenverbesserungen gelten kann, da feritzie.gezgämter bi, für Arbeitsvermittlung und Arbeitslosenversicherung auf dem Wege über dieg tzge Kosten durch eine entsprechende Förderung weitgehend gedeckt werden können, dir entstehen durch Regulierung von Wasserläufen, Einebnungen, Rodungen, Entwässerungen, Auffüllungen, dwen, Ar heitsamt Bochum erteil auf Zimmer 20 in der Zeit von 9 bis 12 Uhr und von 15 bis 17 Uhr jede gewünschte Auskunft über die einschlägigen Frage sreisbauernschasft Bochum,..2., an., Arbeilsamtssitrelter. (gez.) Hautkapp, Kreisobmann.(gez.) Kampmann, des Gaues„Industriegebiet“ und des Gaues „Hellweg“ im Bochumer Parkhaus Zusammenlegung beider Gaue zum die Untergau= Ring= als eine unerläßliche Arbeit am deutschen Volke zu beKurz, aber um so begäge,#rrg und Resche ece e. ece e e Haltung und Kameradschaft zu dienen. Mächtig durchbrauste das Sieg=Heil auf den Führer den Saal, worauf das Deutschland= und das HorstLied der Hiler=Zugend beschloß die ereignisreiche Tagung. genossen zugänglich zu machen, ist zwischen der Kreirundfunkstelle Bochum und der hiesigen Rundfunkhändlerschaft ein Handinhandarbeiten vereinbart worden, das sich fruchtbringend auswirken dürfte. In einer Besprechung, die am Freitag abend stattfand, wurden Wt- und Mittel erortert, wie das Ziel zu erreichen ist: Wege und Mittel erörtert. wi „Jedermann am Rundfunk.“ der vom 16. 4. Am Sonntag morgen traten die und Gruppenfuhrerinnen des B2M. im Gau„Industriegebiet" und„Hellweg“ zum ersten Male zu einer außerordentlichen Tagung im Bochumer Parthaus zusammen, die sich zu einer ergreifenden Dankstunde für die abschiednehmende Gauführerin des Gaues„Industriegebiet“, Ruth Encke, gestaltete. Mit der Fahnenhymne wurde die Tagung feierlich eröffnet. Wuchtig zum Vortrag gebrachte Sprechchöre und ausdrucksstarke Vaterlandsgesänge einer Jungmädelspielschar schufen einen stimmungsvollen Einklang zu der Begrüßungsansprache der Gauführerin Ruth Encke, die zum letzten Male vor ihre Gefolgschaft trat, um sie für die großen Aufbauziele nationalsozialistischer Jungmädchenarbeit zu begeistern. Sie dankte allen für die treue Mitarbeit und Kameradschaft in guten wie in bösen Tagen und gab der Hoffnung Ausdruck, daß das ihr bewiesene Vertrauen auch ihrer Nachfolgerin stets zur Seite stehen möge, damit jede mit Stolz von sich sagen könne, auch sie habe ihren Teil dazu beigetragen, daß Deutschland, das ewige Reich von gestern, von heute und von morgen, groß wurde. 6 Anschließend sprach die Obergaufuyrerin Juliane Zokolowsky(Münster). Auch sie hatte begeisternde Worte für die Größe der nationalsozialistischen Aufbauarbeit, die, wie sie betonte, die ganze Kraft und die ganze Einsatzbereitschaft fordere für den Dienst an dem 14 g.— Führer, an Volk und Vaterland. Der BDM. habe in 22. 6.— den Jahren des Kampfes den Beweis seiner Existenz= 1. 7, berechtigung erbracht. Im gleichen Geiste wie bisher gelte es weiterzuarbeiten und weiterzustreben, damit Deutschland ein Reich und ein Volk werde. Nach diesen Ausführungen machte sie einige Mitteilungen über die im Zuge der organisatorischen Weiterentwicklung getroffenen Neuänderungen im Obergaugebiet Westfalen. Aus politischen Gründen erfolgt eine Zusammenlegung der Gaue„Industriegebiet" und„Hellweg“. Mit der Führung wurde die bisherige Gauführerin des Gaues„Hellweg“, Annemarie Hagedorn, beauftragt. Die Jungmädelarbeit in Ravensberg übernimmt Grete Kötter. Jungmädelführerin des Gaues„Industriegebiet“ wurde Else Hohoff. Den Untergau Bochum führt Elfriede Pinkernagel an Stelle der ausgeschiedenen Unteraauführerin Mazetggn#u he. Zum Schluß dankte Obergauführerin Zokolows#y per aus dem Amte geschiedenen Gaufuhrerin Ruth Encke, die auch die Dankesgrüße der Reichsjugendführung und der Reichsjugendreferentin Trude Mohr für ihre vorbildlich geleistete Erziehungsarbeit an der deutschen Jungmädchenjugend entgegennehmen konnte. Die Wichtigkeit der Jungmadetarbeit wurde von der Jungmädelreferentin des Obergaues, Angelika Ahrends, besonders stark in einer bemerkenswerten Ansprache unterstrichen, wobei sie sich besonders an ihre neuernannten Mitarbeiterinnen wandte und sie aufforderte, ihre Arbeit Die Arlaubersonderzüge für Land= und Seefahrten NS.=Gemeinschaft„Kraft durch Freude", Gau Westfalen=Süd. Zeitpunkt der Fahrt Ziel der Fahrt Fahrpreis bis 27. 5. 16. 24. 6. 13. 28. 28. 15. 12. 12. 20. 24. 26. 26. 27. 2. 16. 16. 18. 24. 2. 30. 6. 9. 12. 22. 27. 4. 5. 5. 5. 6. 6. 6. 6. 7. 7. 7. 7. 7. 7. 7. 7. 8. 8. 8. 8. 8. 8. 9. 8. 9. 9. 9. 9. 9. —.10. Bayr. Allgäu Oberbayern Thüringen Schwarzwald Bayr. Allgäu Saßnitz=Rugen Juist Vorkum Sylt Bayr. Allgäu Bayr. Allgäu Vorkum„„„. Seefahrt Monte Olivia Amrum Oberbayern Bayr. Allgäu Oberbayern Bayr. Allgäu Bayr. Allgäu Büsum Schwarzwald Vuist„.Ru, Schute#gen Schwarzwald Oberbayern Seefahrt(Ocear Thüringen Oberbayern Mosel Oberbayern 35.— RM. 38.— 30.50„ 30.—„ 53.50„ 42.—„ 56.—„ 33.—„ 62.—„ 35.—„ 35.—„ 33.—— 49.—„ 40.—„ 37,50„ 35.—„ 37.—„ 53.50„ 53.50„ 31.50„ 37,50„ 33.—„ 66.—„ 32.—„ 37.—„ 49.—„ 29.—„ 38.—„ 30.—„ 36.50„ Jedermann am Rundfunk Wer ein Rundfunkgerät besitzt, möchte es gewiß nicht mehr missen. Und wer noch keins besitzt— teils dieserhalb, teils außerdem— beneidet die Besitzer eines Radios. Um den Rundfunk auch den letzten VolksHamsun=Feier des Stadttheaters Bochum Die vom Stadttheater Bochum für den morgigen Dienstag vorbereitete Hamsun=Feier, die den berühmten norwegischen Epiker mit seinem wesentlichsten Bühnenwerk, dem„Munken Vendt", zu Worte kommen läßt, findet naturgemäß weitesten Widerhall. So liegen bereits die Anmeldungen des norwegischen, des chwedischen und des dänischen Konsulates unseres Bezirkes vor; gleicherweise bezeigen die Gauleitung der NSDAP. und die Ortsgruppe der Nordischen Gesellschaft ihr besonderes Interesse an dem Abend, der nordische Art und nordisches Lebensgefühl in einem der Größten feiert... Maxsten, Otto Brües(Köln) wird vor der Vorstellung am Dienstag eine Einführung in das tiefschürfende Werk geben. Die Leitung der Inszenierung liegt in den Händen von Herbert Wahlen. Die Bühnenbilder stammen von der Hand Johannes Schröders, während die technische Einrichtung von Ernst Presber besorgt wird. Beitragspflicht der Angestelltenschäft Die Deutsche Arbeitsfront meldet: Mitglieder der Deutschen Angestelltenschaft. Seit dem 1. Januar 1935 werden die in der Deutschen Angestelltenschaft zusammengefaßten Mitglieder von den Dienststellen der Deutschen Arbeitsfront kassiert. Die Beitragssätze der DAF. finden ab 1. Januar 1935 Anwendung. Wo werden in Zukunft die Beiträge gezahlt? DA.=Mitglieder, die in Betrieben tätig sind, in denen seitens der DAF. bereits generell die Betriebskassierung durchgeführt worden ist, melden sich umgehend zwecks Erfassung bei den zuständigen Betriebswaltern oder bei den mit der Beitragskassierung beauftragten Parteigenossen in solchen Betrieben. Die Beiträge fließen dann der Verwaltungsdienststelle zu, in deren Bereich der Betrieb liegt. Bei dieser Verwaltungsdienstieue hat das Mitglied auch eventuell Unterstützungsansprüche Mitglieder, die nicht durch Betriebskassierung erfaßt werden, zahlen die laufenden Beiträge an den Hauskassierer gegen Aushändigung einer entsprechenden Da die Mitgliedsausweise der DA. keine Beitragsfelder aufweisen, werden zum Kleben der Marken Einlageblätter für die Mitgliedsausweise bei den Dienststellen oder durch die Hauskassierer ausgegeben. Betrifft Beitragsrückstände. Die rückständigen Beiträge bis einschließlich Dezember 1934 sind von allen Mitgliedern nach den Beitragssätzen der DA. ebenfalls im Betrieb oder an den Hauskassierer gegen Aushändigung entsprechender Wertmarken zu zahlen. Da die früheren Beiträge der DA. nicht den heutigen Beitragswerten der DAF. entsprechen, werden die Spitzenbetrage, da es sich hier nur um einzelne Pfennige handelt, den Mitgliedern erlassen. Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, daß ein Erlaß von rückständigen Beiträgen von der DAF. nicht gewahrt werden kann Gaulassenwaltung der DAg. Gau Essen. Verkebrsunfälle Von einem Auto erfaßt und überfahren wurde gestern vormittag der 16jährige Lehrling Ewald., Alsenstraße, der sich mit dem Fahrrad auf der Fahrt Herne befand. An der Herner Straße, unweit der Zeche „Constantin 1/2“, geriet er beim Ausweichen vor Kraftwagen ins Schleudern. Er erlitt schwere Verletzungen und mußte ins Krankenhaus gebracht werden. Am 18. Januar lief auf der Wiemelhauser Straße ein Mann beim Ueberqueren des Fahrdammes gegen einen Omnibus. Er kam zu Fall und erlitt Hautabschürfungen im Gesicht. Der hinzugezogene Arzt ordnete die Ueberführung in das Elisabethkrankenhaus an. Am Freitag abend gegen 8 Uhr machten mehrere Radfahrer in der Präsidentstraße auf der Heimfahrt allerlei Kapriolen mit ihren Rädern. Das Endergebnis war, daß sie durch Unachtsamkeit plötzlich zusammenkamen und alle sturzten. Hierbei erlitt der Arbeiter Hans Kl. von der Johanntterstraße erhebliche Fleischwunden. Die beiden anderen Fahrer trugen auch Verletzungen davon. Alle drei mußten ihre Räder auf Schusters Rappen nach Hause bringen. „An Abene in Weritart.. bei der Bochumer NS.=Gemeinschaft „Kraft durch Freude“. Die NS.=Gemeinschaft„Kraft durch Freude" ist auf dem besten Wege, deutsches Volksgut zu werden. Das bewies wieder einmal so recht der am Samstag im Schützenhofsaale von der Bochumer NS.=Gemeinschaft „Kraft durch Freude" veranstaltete„Abend in Oberbayern“. Wie viele Bochumer Volksgenossen hatten sich auf diesen„Feierabend“ gefreut und mußten zu ihrem größten Bedauern wieder umkehren, da sämtliche Plätze ausverkauft waren. Sie waren gar nicht z1 Denen aber, die im Saale saßen oder mit Mühe und Not einen Stehplatz ergattert hatten, wurden die Stunden zu einem köstlichen Genuß. Man fühlte sich ganz wie in Oberbayern, wenn dortzulande„Kirchweih“ gefeiert wird. Da stand auf der Empore ein schmuckes, starke bahrische Trachtenkavelle keck und fidel musiger“ den verdiag, Vien d. Aldaur iunr Audenugen u.., aaut ur ulis der Sisehe für die nunmehr beginnende lustige und äußerst abwechslungsreiche Vortragsfolge. Hauptakteure waren die Mitglieder der Bochumer Trachtengruppe d' Isarfehlte nicht, die schönste„Augenweide für Kietterkünstler, da die in luftiger Höhe sich wiegende Tannenkrone mit ihren leckeren Bockwürstchen die schönsten kulinarischen Genüsse verhieß. Allerdings hieß es noch etwas mit Geduld sich wappnex,„Nachderz, die Trachtenkapelle mit einem schneidigen Tusch bur uelplerfest eröffnet hatte, begrüßte Kreiswart Breidenbach die festlich gestimmte Feierabendgemeinde auf das herzlichste. iu begeiternden Bonen edete er sic den Zurch die platler„Da Lugegaugzt aue. tatkräftige Unterstützung der Rs.=Gemeinschaft„Kraft so bezauberte, daß der Veifau rein Ende durch Freude" im vollgültigen Sinne unseres Führers handelten, da sie sich in den Dierze,#, Boltstum und Heimat stellten. Seinem Wunsche, tun der Ne.=Gemennschaft„Kraft durch Frende auch in diesem Jahre der niedliches Sommerhäuschen, dovor und fidef mtz, Mann gleiche Erfolg, beschieden sein möge, schloß sich Gauführer wreil(wagen) ao. taler. Was sie boten, war Volkskunst im wahrsten Sinne des Wortes, war so lebendiges und unverfälschtes Volkstum, daß alle gefesselt waren und aus dem Staunen nicht herauskamen. Was ist schon der Foxtrott oder der Tango gegen den urwüchsigen SchuhHaushamer“, dessen Originalität das Oberbayrische Gaudi und Jungen gemacht haben, die zum großen Gaudium des Publikums es den Isartalern nachmachen wollten. Na ja, sie hatten, wenn auch nicht den Erfolg, so doch wenigstens die Lacher auf ihrer Seite. Zu dem Schönsten des Abends gehörten die Darbietungen des Jodlertrios. War das ein Singen und Tirilieren! Schöner und besser kann es die Lerche nicht. Manche Zugabe Und erst der„Bandeltanz“, ein Figurentanz, in dem förmlich die Seele des Volkes lebt und der seit Jahrhunderten in den bayrischen Bergen heimisch ist! Da blieb einem— mit Verlaub zu sagen— die Puste weg. Es ist halt nicht so einfach, bayrisch zu tanzen. Diese Erfahrungen werden auch wohl die Bochumer Mädel mußte gegeben werden, um das wie rasend sich gebärdende Publikum zu beschwichtigen, das auch die schmissig musizierende Musikantengilde mit Ovationen überhäufte. Die Plünderung des„Kahlbaumes" ließ das Stimmungsbarometer noch höher steigen. Eine Lachsalve folgte der anderen. Den fröhlichen Abschluß des Feierabends bildete deutscher Tanz, nachdem die Menge ihrem Danke gegenüber dem Künder der deutschen Freude, dem Volkskanzler Adolf Hitler, in dem Gesang den deutschen Hymnen jubelnden Ausdruck gegeben hatte. Seite 4 Nr. 12„ Bochumer Anzeiger# Montag, 21. Januar 1933 Die devonische Pflanzenwelt als Vorläufer unserei Tiemme kienstera der Geologischen Gesellschaft für den rheinisch= professor Dr. Wehlamd(Wupvertal=Esberfeld) über die„Pflanzenwelt des Devons und ihre Bedeutung für Wenn von der Flora früherer Erdverioden die Rede so denkt man meistens an die Waldsumpfmoore der Karbonzeit, die vielfach bildlich dargestellt worden sind und aus deren rgscgige, Phanzenmaterial jeshochtflar, Steinkohlenflöge gebiggg, haven., Es st„1, daß diese mannigfache Pflanzenwelt nicht protztich schlagartig auftrat, sondern sich allmählich aus ven pximtivsten Anfangsformen heraus entwickeln Pepgnzez,##e kannt gewonden. Es handelt sich um jeße, oezmitp, sich von den noch wiesersennal einr.Gefäßihsten“ auftrilt. zenresten aus mitteldevonischen Schichten bei Elberfeld bachals bei Stechdum die Velslser geir sechesliäher beitenischer Lesiguagen die Getesendeil un der 95s. viele Jahrmillionen später, unsere Kohle verdanken. allen Pfarreien des Dekanats Bochum in der Zeit vom 31. März bis 14. April abgehalten wird, haben in der Meinolphuskirche auswärtige Redemptoristenpatres die Predigten übernommen. Die Leitung der Mission ir St. Meinolphus hat Pater Franz Zimmermann, der früher lange Jahre im hiesigen Redemptoristenkloster tätig war und auch die Religiöse Woche anläßlich des Silberjubiläums der Meinolphuspfarrei gehalten hat. Geringe Abnahme der Zahl der Wohlfahrtserwerbslosen in Bochum Stichtag 1 Hauptunterstützungsempfänger 31. Dez. 1934 30. Nov. 1934 11 592 Ehegatten 7635 7768 Kinder vater Schäfer aus Dortmund verpflichtet, der in gedankentiefen Ausführungen das Thema behandelte„Der Gott unseres Blutes". Er beantwortete die Frage nach dem Wesen des Blutes und seinen Beziehungen zum Göttlichen. Die nordische Rasse und das nordische Blut seien gekennzeichnet durch das Streben nach dem Unendlichen. Gott sei die Forderung des deutschen Menschen und des deutschen Blutes, wie sie ergreifend zum Aus: druck gebracht werde in den Schöpfungen unserer Dichter und Denker. Reicher Beifall dankte dem Vortragenden. Der Kommandeur der Eucharistischen Ehrengarde, Kaufmann Albert Wirtz, schloß die Schulungsstunde mit einem Gedenken für den zur Zeit schwerkrank daniederliegenden Pfarrer Simon von St. Antonius. Progerie„Zur Altstakt. J. seine Drogerie nach gegenüher, Große,„Beckstraße 10, Ecke Untere Marktstraße. Gleichzeitig kann der Inhaber in diesen Tagen auf ein zehnjähriges Bestehen seines Unternehmens zurückblicken. Zusammen Spalte—4 11085 11181 30.295 30541 Bodenlose Niedertracht Einem Kriegsbeschädigten drei Herrenanzüge abgeschwindelt. bad holle ebensale Kregsieschadcher seint. Fu Kause Wohnung und übergab ihm eine Hose und eine Weite zum Venzges, dieser Gelegenbeit Angaber, eFottet, erg 7. KKriminalkommissariat in Wattenscheio, Junhaupstraße 3. Aus der Meinolphuspfarrei. Die Religiöse Arbeits: nolpbus halt Mitwach abend.15 Uhr im Verei Vortragsabend ab. Zur Behan,gegir# gesehen.— In der großen Stadtmission, die in „Der Gott unseres Blutes“ Ein Vortrag in der Eucharistischen Ehrengarde von Groß=Bochum Die Eucharistische Ehrengarde St Georg von GroßBochum hatte am Sonntag die Mitglieder sämtlicher Pfarrgruppen zu einem Schulungsnachmittag in die Bürgergesellschaft geladen. Ortsgruppenleiter von [Ameln gab in seinen begrußenden Worten einen kurzen Rückblick über die Tätigkeit der nunmehr zwei Jahre bestehenden Ehrengarde, die rund 500 aktive Mitglieder Als Schulungsredner hatte man den JesuitenSossen M Dure ger- Bro---.-niernehmens zurückblicken. Wer ist um ein Priszenglas betrogen worden: ei mit einem Lederetui sichergestellt. Polizeipräsidium in Bochum, Uhlandstraße 35, Zimmer Nr. 80, in den Dienststunden vorzusprechen. bruch trug sie schwere, ingers, Verletzungen davon und mußte ins Krankenhaus uvergefuhrt werden. Beim Abnehmen von Kugeln vom verunglückt. Am Samstag vormittag war die Ehefrau des Angestellten., Wittener Straße, mit dem Abnehen der Kugeln vom Christbaum beschäftigt. Das vierährige Töchterchen war der Mutter bei dieser Arbeit behilflich. Die Kleine war auf einen Stuhl gestiegen, plötzlich aber kippte der Stuhl um. Das Kind stürzte derart unglücklich zu Boden, daß es sich einen mehrfachen Bruch des linken Armes und eine Kopfverletzung zuzog. Aerztliche Hilfe war schnell zur Stelle. verletzt worden war. Er war viel zu schnell gefahren, hatte zur spät geläutet und überhaupt diejenige Vorsicht vermissen lassen, die ein Radfahrer nach der Verkehrsordnung unbedingt beachten muß, sonst hätte das unglück auf der gänzlich menschenleeren Straße, auf der sich zur Zeit auch gar keine anderen Gefährte befanden, nicht geschehen können. Die Zeugen bekundeten mehrfach, daß der Frau keinerlei Schuld an dem Unfall beizumessen war. Die Große Strafkammer sah sich nicht veranlaßt, dem Antrage des Angeklagten, die Strafe von sechs Monaten Gefängnis zu mildern, zu entsprechen. Sie bestätigte vielmehr das Urteil in vollem Umfange. Dem Messer noch einmal entschlüpft Gegen einen Angeklagten aus Recklinghausen war vor einem halben Jahre auf Entmannung erkannt worden. Er hatte zweimal sich schwer vergangen und zuerst ein Jahr, dann zwei Jahre Gefängnis wegen unerhörter Handlungen an weiblicher und männlicher Jugend verbüßen müssen. Jetzt sollte ihn nachträglich die letzte Sicherungsmaßnahme treffen. Infolge eines Formfehlers hatte sein Revisionsbegehren in Leipzig Erfolg. Der Fall wurde erneut durch die Strafkammer aufgerollt, und jetzt bat der Gefährdete unter den Anzeichen bitterster Reue und Selbstanklage und unter den heiligsten Versprechen, noch einmal so dringend um Gnade, daß das Gericht schließlich Glauben faßte, zumal auch Umstände vorliegen, die den„ersten„Fast“, wenn auch nicht verzeihlich, so doch menschlich erllarlich machten. Seine Ehe wird jetzt geschieden, sie gehört zu denjenigen Verbindungen, die aus psysischen sowohl wie aus psychologischen Gründen überhaupt nicht hätte geschlossen werden sollen. Man kann sich denken, wie glücklich der Mann war, als er hörte, daß die furchtbare Drohung von ihn genommen ist. Der Teufel wir ihn aber sicher noch holen, wenn er auch nur noch ein einziges Mal rückfällig werden sollte. Diese Gewißheit wurde ihm als beste Mahnung mit auf den Weg gegeben. Lausendmal wars gut gegangen... Min dem Fanstla.„ Bilder aus den Bochumer Gerichtssälen Die Liboriusstraße im Stadtteil Grumme hat ein starkes Gefälle. Wie aus einer Gerichtsverhandlung vor der Großen Strafkammer erneut zu entnehmen war, sind es besonders die Radfahrer, die diese steile Straße in einem ganz unverant wortlichem Tempo befahren. Es macht manchem dieser Leute offenbar ein Vergnügen, sie mit Renngeschwindigkeit zu durchsausen, so daß den Anliegern, die Zeuge solcher„Sportfreuden“ sind, schon beim bloßen Zuschauen die Luft weg bleibt. Tausendmal geht das wilde Fahren gut. Dann plötzlich geschieht ein schweres Unheil. Menschenleben werden vernichtet, Schuldige bestraft. Die Leute sagen dann:„Das haben wir lange kommen sehen!"„Aber ein paar Tage später ist alles vergessen. Man saust wieder wie früher die Straße hinab. Drum möge man sich lieber warnen lassen durch den traurigen Fall, der dieser Gerichtsverhandlung zugrunde lag. Da war ein junger Geselle, der einen Kundenkorb an der Lenkstange seines Rades mitführte, auch wieder diese Straße in schnellem Tempo hinabgefahren. Nun wollte ein älteres Paar, die Eheleute Wichmann, aus einem Feldwege kommend, die Liboriusstraße überqueren. Di Radfahrer gab erst 8— 10 Meter vor der Frau Signale. Die Frau stutzte erschreckt einen Augenblick, suchte aber dann noch über die Straße zu kommen. Ja, sie stand bereits mit dem einen Fuße auf dem jenseitigen Bürger steig, als sie von dem Rade erfaßt und zwei Meter weit fortgeschleudert wurde: Sie flog dabei rückwärts mit solcher,„Wucht gegen die Bordkante, daß die Frau einen Schädelbruch davontrug und trotz sofortiger Einlieferung im Krankenhaus starb, ohne erst wieder zur Besinnung Der Radfahrer wurde unter Anklage gestellt, aus Fahrlässigkeit den Tod der Frau Wichmann verschilhet zu haben. Es half ihm nichts, daß er selbst##enfalls Bochumer Veranstaltungen um.30 Ubr und für Herren um 9 Uhr abends. (Weitere Lokalnachrichten auf der Seite 10.) (Vereins-ntender) Kleinrentner Bochum. Donnerstag, 24. Jan., nachm. 4 Uhr, Versammlung(Karte) Burgergesellschaft. I Wohin gehen wir heute Tonhallen=Bariets: Täglich ab 20 Uhr: Das große FestSkala=Lichtspiele: ab 17 Uhr: Die Blume von Hawat. Welitlichtspiele: ab 15.15 Uhr: Aufforderung zum Tanz. Capitol: ab 15.15 Uor:““ Masserade. Gloria Peschigse, 15.30 Uhr: Zie. Prwvatsereikrin beiratet. Lichtburg: ab 15.15 Uhr: Heldentum und Todeskampf unserer Sbeon: ab 17 Uhr: Die Blume von Hawar. „Die Pflegerin, fa! Ich will ja auch endlich einmal gesund werden. Nein, nicht als Krankenschwester möchte ich Sie hierbehalten. Ich will Ihnen eine ganz andere Stellung bieten. Ich brauche eine Hausdame, die meinem Haushalt mit Geschick und Umsicht vorsteht. Es muß ein Mensch sein, mit dem mich zugleich eine aufrichtige Sympathie verbindet. Halten Sie einen solchen Posten nicht auch für wert, voll und ganz ausgefüllt zu werden?" Schwester Margarete konnte vor Erregung nur stumm nicken. Dann sah sie ihn offen an... M „Herr von Rapp, ich danke Ihnen für vas Vertrauen, das Sie mir schenken, aber ich weiß nicht, ob dieser neue Aufgabenkreis der richtige für mich wäre!“ „Ich verstehe Ihre Bedenken, Schwester! Sie haben bisher Ihre Hilfsbereitschaft, die Ihr Beruf von Ihnen fordert, vielen Menschen, der Allgemeinheit zukommen lassen, haben ungezählten Kranken und damit dem Volksganzen gedient. Jetzt sollen Sie nur einem Menschen dienen. Ich kann verstehen, daß Ihnen das zu wenig erscheint. Vielleicht ist es auch zu wenig. Abern möchte Sie doch bitten, es einmal zu verzucher. sprechen Sie mir, daß Sie wenigstens ein Jahr bei mir bleiben werden. Es bedeutet viel für mich! Wenn ich heute wieder auf dem Wege zur Gesundung vin, so verdanke ich es nur Ihnen.“ „Gott hat eingegriffen, indem er, die kleine Mönke zu mir sandte“, wandte Margarete bescheiven ein. „Ja, Schwester! Doch daran will ich jetzt nicht denken. Vielmehr an das andere. Sie wissen ja gar nicht, wie weit ich seelisch fertig war. Ich habe geschafft und wußte nicht warum, ich war freudlos, und das ganze Leben erschien mir nicht mehr wert, gelebt zu werden. Doch seit Sie an meiner Seite sind, ist mir zumute, als sei mit einem Male Sonne in mein Leben gekommen, und ich habe solche Angst, daß diese Sonne wieder weggehen könnte. Ich bin ein Einsamer. Aber achtzehnhunder. Menschen arbeiten und schaffen in meinen Kontoren, auf meinen Schiffen, auf meinen Werften. Und diesen achtzehnhundert Menschen wird es doch ebenfalls zum Besten dienen, wenn der Mann der das Kommando gibt es frohgemut tut. Meinen Sie nicht auch, Schwester? Es wäre also doch ein Dienst an vielen.“ Schwester Margarete lächelte und dem Manne wurde freier ums Herz. „Sagen Sie„ja!“ bat er. „Her von Rapp, ich möchte es gern...“ „Ich weiß nicht, ob ich der Aufgabe gewachsen bin.“ „Sie sind es!“ „Wie wollen Sie das behaupten?“ „Ihr Beruf gab Ihnen die Ruhe und Ueberlegenheit in der Behandlung von Menschen. Trotz Ihrer Jugend verfügen Sie über ein Maß von Selbstbeherrschung, ja Abgeklärtheit, um das Sie mancher beneiden könnte. Gescheit sind Sie auch, haben Takt und Liebenswürdigkeit, dazu die notwendige Energie, die Sie brauchen werden. Was fehlt sonst noch?“ „Da Sie mich nun restlos überzeugt haben, daß ich ein wahrer Ausbund von Tüchtigkeit bin, kann ich wohl kaum noch ablehnen.“ „Ja! Wir wollen es einmal zusammen versuchen, „Ich danke Ihnen, gnädiges Fräulein!“ lachte einen gesellschaftlichen Ton anschlagend. jetzt haben Sie die Güte und sagen Sie mir auch einmal Ihren Familiennamen# „Ach so, den kennen Sie ja noch gar nicht!“ „Nein! Denn bisher hießen Sie eben nur Schwester Margarete. Das klingt übrigens wunderschön. Am liebsten würde ich keine andere Anrede gebrauchen, aber es geht wohl nicht gut.“., Iu „Ich heiße Margarete Lange.“ „Also, Fräulein Lange, ich werde von Ihrem Namen nur Gebrauch machen, wenn ich Sie vorstellen oder in Gesellschaft anreden muß, sonst bleibt es bei der Schwester Margarete, ja?“ „Gern einverstanden!“ Margarete erhob sich. „Wollen Sie mich schon allein lassen?“ fragte Rapp. „Ja! Ich möchte jetzt meine neuen Pflichten über„Am Ende wollen Sie gar der kleinen Mönke kochen e „Warum auch nicht? Aber ich will jetzt das frühere zuverlässige Personal, das von Frau Berching rzeit entlassen wurde, wieder aufnehmen. munteres Ding von zwanzig Jahren, das einen ganz besonderen Groll auf Frau Breching gehabt hatte. Richter saß zu Hause bei seiner Familie. Er hatte sich die Zeit über umsonst nach Agoght ogegeger, und Arbeitslosigkeit in Hamburg war voch noch glog, und so blickte er ein wenig verzagt in die Zukunft. Als plötzlich Margarete zu Besuch kam, war das für die ganze Familie keine geringe Ueberraschung. Die Kinder saßen mucksmäuschenstill und machten große Augen, und die Erwachsenen hatten verlegene Gesichter. „Sie waren bis vor kurzem bez, Herrn von Rapp beschäftigt?“ leitete Margarete ihre Absicht ein. Ja, stimmt, Fräulein, aber... seit da die.... die Stiefschwester ins Haus kam, da war’s aus. Die hat mich und alle'rausgedrängelt!“ „Deswegen komme ich zu Ihnen. Ich habe nämlich heute die Haushaltführung des Herrn von Rapp übernommen, ich bin seine Hausdame.“ „Und die.. die Szolas?“ Sind alle aus dem Hause!“. g gi, M Wie befreit lachte Richter auf.„Js. vie Bagage wirklich weg? Entschuldigen Sie, daß ich so rede, aber die haben's uns besorgt! Wie ich übrigens von Kollegen gehört habe, hat der neue Chauffeur des gnödigen Herrn den schönen Wagen kaputtgefahren.“ „Ja! Darum ist der Mann auch entlassen worden. Herr von Rapp hat einen neuen großen Achtzylinder gekauft. Er steht bei Herrmann& Sohn zur Abholung bereit. Würden Sie mit mir kommen und den Wagen holen?“„„ 81544, „Natürlich, aber gern: michter war ganz ausgeregt.„Und... und... haben Sie schon einen neuen Chaufsurk“ „Eben angenommen: Sie werden bei Herrn von Rapp die Gärtnerwohnung wieder beziehen, und in Ihre alte Stellung einrücken. Das heißt, wenn Sie vollen!., Sem uin e. „Und ob ich will!“ lachte der Mann unter Tränen. Wieder Arbeitl Wieder bei Herrn von Rapp#.„E; wischte sich über die Augen.„Sofort bin 1..: Und... und verdanke ich das Ihnen, Fräulein?“ „Das ist ja gleichgültig, Herr Richter! Sie sind Ihren Pflichten immer voll und ganz wie Herr von Rapp mir sagte, und ich sehe nicht ein, warum man eine bewährte Kraft nicht,wieder einstellen soll. Also wenn es Ihnen recht ist, hoten wir jetzt den Wlggen. „Schmit Köchin von Beruf und zwei Zeniner here zuverlässige Persogal,„das. von, Frau seinerzerr entlassen warde, wieder aufslehmen. „Das ist schön von Ihnen, Schwester Margarete. Hoffentlich haben Sie Glück!“ Nach festem Händedruck verließ sie Herrn von Rapp. * Margarete hatte sich die Adressen von den entlassenen vier Dienstboten beschafft. Da waren der Gärtner, namens Richter, verheiratet, Vater zweier Kinder, der zugleich das Auto Rapps gefahren hatte, dann die unverehelichte Köchin Rosine Schmitz, der alte treue Diener Jakob und das Dienstmädchen Lotte Reißmann, ein Eine Stunde später Rosine Schullg, Kochin„von Beruf und zwei„Helner schwer. Aber da sie groß war wie ein Gardekurasster, Margarete machte auch ihr den Vorschlag, in die „Ich soll wieder zu Herrn von Ropp'. Ausgeschlof: sen! In das Haus gehe ich nicht mehr. erklarte FrauRosine kurzerhand.„Ich habe zwar noch keine Stellung, aber mit dieser Frau Berching, nein, nein, mit der möchte ich mich nicht wieder rumzanken. Ich „Frau Berching ist nicht mehr im baupt niemand von den Szerfgnz, Zagegen rgener aten Familie Richter dort wiederfinden, ebenso von alten „Den Jakob“ Das ist aber fein! Und daß die Lust rein is— herrlich! Und... und wie steht's dann mit meiner Freundin Lotte?“ Ganz aufgeregt war die gute Seele. „Zu Fräulein Lotte Reißmann will ich auch. Hoffentlich ist sie noch frei.“ „Und ob sie frei ist!“ nickte die Köchin lächelnd. „Lotte!“ rief sie ins Nebenzimmer.„Komm doch mal Und Lotte Reißmann, die augenscheinlich bei Fräulein Rosine Schmitz zu Besuch war, erschien. Sie war ein hübsches, munteres Mädchen und freute sich ebenso wie die Köchin Rosine, wieder in das Rappsche Haus wohl jetzt den Haushalt?“ erwn, 5as, Here von Rapp hat nich als genommen. Ich hoffe, mit den bewährten alten Kräften Auf uns könn Sie sich verlassn, gnädiges Fräuleinl“ schwor die Köchin. 114.— gi. Juk. „Lassen wir das„gnädige“ weg, sagen Sie einfach Fräulein Margarete zu mir.“ „O ja, gern, wenn Sie es wünschen!“ * Nach etwa drei Stunden kehrte Margarete von ihrem erfolgreichen Ausgang zurück. Georg von Rapp kam ihr schon im Vorzimmer entgegen. Margarete schalt ihn aus. „Aber Sie sollen doch noch nicht aufstehen!“ „Es geht schon recht gut! Ich bin bereits über zwei Geborsam nahm Rapp wieder in seinem Kranken„Nun, haben alle zugesagts“ fragte er interessiert. „Das freut mich! Doch die kleine Mönke behalten „Aber natürlichl Die will sovieso bald heiraten. Das halbe Jahr kann sie getrost noch bleiben.“ „Ich bin bereit, die Hochzeit der kleinen Mönke aus„Da tun Sie recht daran! Bis dahin werden Sie ganz gesund sein und dann stünde einer Autofahrt in das Holsteiner Land nichts im Wege.“ „Ein guter Gedanke! Ich will überhaupt öfter mit Ihnen ausfahren, Schwester Margarete. Ich steuere selbst sehr gern den Wagen. Sie müssen es auch lernen. Ich will mehr unter die Menschen kommen, ich habe zu einsam gelebt all die Jahre.“ „Unter junge Menschen müssen Sie gehen, Herr von Rapp. Ich bin auch nicht mehr die allerjüngste, aber ich fühle mich glücklich, wenn ich einmal mit meinen Sportfreunden zusammen sein kann.".. „Was für einen Sport treiben Sie denn?“ „Schwimmen und paddeln!“ Der Blick des Mannes glitt über die schöne, schlanke Gestalt des Mädchens. Er stellte sich im garete im Paddelboot und im Wasgr,vor, und alte schöne Bilder aus der vergangenen Zen wurden wach. Er erinnerte sich, wie er damals in der Südsee auf Hawai zusammen mit Jane im Wasser getollt hatte und nichts anderes gewesen war, als ein glücklicher Mensch. Er hatte plötzlich den heißen Wunsch, wieder einmal dieses ungeheure Gefühl des Glückes zu erfahren, noch einmal sung zu sein mit den Butgzer guch: Herr von „Rudern und schwimmen Sie auch,### von Rappk“, unterbrach Margarete seinen Gedantengang. „Ich habe beides lang nicht mehr getrieben.“ „Wenn Sie wieder ganz gesund sind, dann müssen Sie einmal mit mir auf der Astereniegn, Uind meine Sportkameraden sind frohe junge Menschen. Raopp sah das Mödchen borichgrsezung folgt, ren, sicht hrsUnTURN- UND SPORTBEILAGE DES„BOCHUMER ANZEIGER“ D MONTAG, 21. JANUAR 1933 ihrte indedem sah die milIrteil war worzuunerJuch die eines g Ermmer Anr den um e, zuFall“, lärlich ört zu hl wie te ge, wie htbare wird h. nur Diese uf den u din= orprobe Damen Westfälische Fußball-Gauliga: Fr nachm. saft. — de Fest1 anz. beiratet. unserer ol. lächelnd. och mal ei FräuSie war h ebenso he Haus ilt?“ erame aufKräften s Fräule einfach trete von nmer enten!" über zwei etzt ruhen Krankennteressiert. behalten heiraten. .“ könke auserden Sie tofahrt in öfter mit Ich steuere uch lernen. , i c h h a b e Herr von ie, aber ich nen Sport** auf Herr von dankengang. ieben.“ sann müssen Und meine Oelialn“ Gchafiolrspahemaurweider Hüsten kann keine Sensation melden— Schalke gewann:0 Germania Bochums wertvoller:-Sieg über Viktoria Recklinghausen Der SV. Höntrop muß das Dankschreiben, das an die Adresse des„Schalke=Schrecks“ Hüsten 09 gerichtet war, zerreißen. Schalke ließ sich ein drittes Mal nicht durch Hüsten 09 überraschen und siegte— ein Beweis dafür, daß mit der Möglichkeit eines Punktverlustes des Meisters in Hüsten durchaus zu rechnen war— mit dem knappsten aller Ergebnisse. Dadurch ist nach Herten ein zweiter bisher zur Spitzengruppe gehörender Verein zurückgefallen. Schalke und Höntrop allein auf weiter Flur. Gelingt es den Höntropern, die zwei Punkte betragende Differenz zwischen sich und dem Meister bis zum Meisterschaftsspiel in Höntrop halten, wird das Spiel Höntrop— Schalke der Kampf des Jahres in der westfälischen Gauliga. Die„SOS"=Funksprüche an„Germania" Bochum sind nicht ungehört verhallt. Die Bochumer zeigten nach ihren zwei Niederlagen gegen„Union“ Recklinghausen und Hüsten gegen den bekanntlich nicht im Vorbeigehen zu besiegenden Tabellenletzten„Viktoria" Recklinghausen wieder bessere Leistungen und landeten einen Sieg, der weniger durch das:1= Ergebnis als durch das Eckenverhältnis von 13:3 die klare Ueberlegenheit erkennen läßt. Dadurch hat sich Bochum den fünften Tabellenplatz erkämpft, was allerdings bei dem„Bäumchen, Bäumchen, verwechselt euch" in der zweiten Gruppe der Tabelle nicht viel zu besagen hat. „Preußen“ Münster holte mit allergrößter Anstrengung gegen den DSC. Hagen ein:1 heraus und teilt nun mit„Union“ Recklinghausen den vorletzten Tabellenplatz. Die Frage nach dem zweiten Abstiegskandidaten bleibt also weiterhin ungeklärt. Die Spiele: Westfatia Herne— SV. Höntrop:4(:0) Hüsten 09— Schalke 04:1(:0) Preußen Münster Viktoria Recklingha (:). Schalte 04 SV. Höntrop Küsten 00 D SC. Hagen Germania Bochum ##Vg. Herten Westfalia Herne Union Recklinghausen Preußen Münster Viktoria Recklinghausen 13 Knapp, aber verdient Viktoria Recklinghaufen— Germania Bochum:2(:0) V. Recklinghausen, 20. Januar. Die Kampfbahn auf der vestischen Höhe hatte mit 600 Zuschauern einen recht mageren Besuch zu verzeichnen, unter dem die Bochumer Schlachtenbummler noch sehr zahlreich vertreten waren. Der Recklinghäuser Anbang scheint seinem Verein, der bisher zu keinem Siege kommen konnte, den Rücken zu kehren. Und doch hätten sie diesmal Gelegenheit gehabt, die„Viktorianer“ in guter Form anzutreffen. Obschon sie sich des sicheren Abstieges bewußt sind, kämpfen sie gerade in den letzten Spielen mit einer bewundernswerten Energie, um mit fliegenden Fahnen aus der Gauliga zu scheiden. So hatten es die Bochumer„Germanen“ durchaus nicht leicht, die Siegpunkte nach Bochum zu entführen. Die Recklinghäuser„Viktorianer“ hatten für die verletzten Spieler Kroll und Menze auf Ersatzeinstellungen zurückgreifen müssen, die aber geradezu eine Verstärkung bedeuteten. Der neue Torwart zeigte eine verblüffende Sicherheit und rettete, oft mit viel Glück, in mancher brenzligen Situation. Die Bochumer„Germanen“ hatten gleichfalls eine kleine Umstellung vorgenommen So war diesmal als Mittelläufer Lasar tätig, der besonders durch sein glänzendes Kopfballspiel in der Abwehr und durch brauchbare Vorlagen angenehm überraschte. Kölling als rechter Läufer geriet in alter Gewohnheit zeitweilig zu weit ins Mittelfeld, während Pawlowski als linker Läufer sich wieder in bester Verfassung zeigte. Der„Germanen"=Sturm sah' wieder Imheuser als Rechtsaußen. Sein Nebenmann Kalinka pflegt ein vorzügliches Aufbauspiel und ist lediglich in entscheidenden Momenten vor dem Tore noch etwas zu unentschlossen. Philipp als Mittelstürmer zeigte endlich einmal wieder sein Können, wie auch der linke Flügel Grigutsch Bieda diesmal merkbar besser im Schwung war. Fischer und Trawny in der Verteidigung und Lasarski ll im Tor machten ganze Arbeit. Der Schiedsrichter Pötting(Bielefeld) zeigte sich als ein umsichtiger Leiter, der das Spiel jederzeit in der Hand behielt.—1 Ei 1m 1. Der Anstoß der Bochumer ging sofort bis zum gegnerischen Tore, wo der Torwart im letzten Augenblick noch rettend eingreifen konnte. Schon bald machte sich eine Feldüberlegenheit der„Germanen" bemerkbar, die sie aber infolge zu großer, Nervcsität nicht zahleumaßig telstunde des Spiels wegen einer Verletzung ausscheiden mußte. Nach der Pause war zwar der verletzte Schulte wieder dabei, ohne aber mehr als eine Statistenrolle zu spielen. Hüstens Torwart wurde wiederum stark beschäftigt, bis schließlich Pörtgen aus einem Gedränge heraus den Ball erwischte und das einzige Tor des Tages erzielen konnte. Die Platzbesitzer gaben den Kampf aber nicht verloren, sondern stürmten mit einem Tempexament immer wieder nach vorn, daß die Schalker Hintermannschaft ihre liebe Not hatte. Die Knappen taten allerdings das einzig Richtige und verteidigten mit verstärkter Hintermannschaft. Selbst Kuzorra half bis zum Schluß hinten aus. Der Sieg war in Anbetracht der Ueberlegenheit Hüstens in der Schlußphase des Spiels recht glücklich. Münfters Teilerfolg Preußen Münster— DSC. Hagen:1(:0) Vom ersten Augenblick an merkte man, daß die Münsteraner sich etwas vorgenommen hatten. Hagen wurde zeitweise völlig in die Defensive gedrängt, und Engel im Tor hatte Gelegenheit, sein hervorrggendes Können unter Beweis zu stellen. Seine Einzelleistung war zweifellos die beste des ganzen Feldes. Trotz der Ueberlegenheit Münsters wollten sich Erfolge nicht einstellen. Erst eine Viertelstunde nach dem Seitenwechsel brachte ein Elfmeter die Preußen in Front, doch hatte der DSC. Gelegenheit, im Anschluß an einen Strafstoß durch den Mittelstürmer gleichzuziehen. Die letzten zehn Minuten des Spiels wurden außerordentlich hart durchgeführt und Hagens Linksaußen mußte auf Geheiß des Schiedsrichters den Platz verlassen. Münsters eifrige Mannschaft hätte zweifellos einen knappen Sieg verdient gehabt, aber dafür mangelte es besonders dem Innensturm doch an Schußvermögen. Welttalens Elf gegen Brandenburg Zum Zwischenrundenkampf um den DFB.=Pokal mit Brandenburg hat der Gau Westfalen bereits seine Mannschaft aufgestellt. Am 3. Februar werden in Verlin spielen: Stein(SV. Höntrop); Timpert(SV. Höntrop), Zajons(Schalke 04); Tibulski(Schalke 04), Przetak (SV. Höntrop), Valentin(Schalke 04); Timpert II (Höntrop), Gellesch, Pörtgen, Kuzorra, Urban(alle Schalke 04). Fritz Szepan wieder in Gellenkirchen Samstag nachmittag ist mit dem=Zug Warschau Paris der Schalker Mittelläufer Fritz Szepan wie: d e r i n G e l s e n k i r c h e n, v o m E r h o l u n g s s p o r t h e i m H o h e n lychen kommend, eingetroffen. Auf dem Gelsenkirchener ! B a h n s t e i g w u r d e S z e p a n v o m S c h a l k e r V o r s t a n d i n Empfang genommen. Obwohl die Ankunft geheimgehalten worden war, hatten sich zahlreiche Sportfreunde am Bahnhof eingefunden, die„ihren“ Fritz herzlich begrüßten. Der Schalker war frohen Mutes, obwohl ihm das Gehen durch die Operation noch etwas schwer fiel. sie aber infolge zu großer Nervcsität nicht zuhlenmaßig auszuwerten verstanden. Nach zwanzig Minuten gelang dem Gastgeber der Führungstreffer. Der Halblinke gab einen scharfen Schuß aufs Tor. Kölling versuchte mit dem Kopf abzuwehren, jedoch schlug der Ball ins eigene Gehäuse. Die„Germanen“ waren zunächst etwas verdutzt, zogen aber bald mit neuen gefährlichen Angriffen vor das gegnerische Tor. Das Ergebnis änderte sich jedoch bis zum Pausenpfiff nicht mehr. Die zweite Halbzeit begann mit stark einsetzendem Schneegeitöber und sah die Bochumer sofort wieder im Vorteil. Nach zehn Minuten etwa bedrängte Imheuser den gegnerischen Hüter, wobei er von Breukmann l mit grober Rücksichtslösigkeit gehindert wurde. Der verhängte Strafelfer wurde von Kölling mit wuchtigem Schuß und genau placiert zum Ausgleichstor verwandelt. Wenige Minuten später ging Grigutsch durch, Ballabgabe an Bieda und Philipp, der unhaltbar das zweite Tor erzielte. Die Ueberlegenheit der Bochumer dauerte an. Das Recklinghäuser Tor stand unter einem Belagerungszustand, aber Erfolge gab es nicht mehr. So endete das Spiel mit einem Eckenverhältnis von 13:3 für die„Germanen“, das in etwa die Ueberlegenheit kennzeichnet.„„ „Germania“ hat“ sich durch diesen Sieg aus dem engeren Kreis der vom Abstieg bedrohten Vereine herausgeschält und einen wesentlich günstigeren Tabellenplatz eingenommen. Aber noch darf man sich nicht in „Sicherheit wiegen. Die Spieler haben gezeigt, daß sie sich ausnahmslos restlos einsetzen können, wenn es erforderlich ist. Man darf also wohl erwarten, daß sich die „Germanen“ auch in den kommenden Spielen ganz einsetzen und dem eigenen Ruf alle Ehre machen Deulielle ArbellsiremrHrreif Deutsche Arbeitsfront— SA.-Sturm 20 R 17:1(:0) Dieses Fußballspiel, das zugunsten der RSV. Ehrenfeld Sonntag vormittag ausgetragen wurde, hatte einen nur schwachen Besuch zu verzeichnen. Das Spiel zeigte recht gute Leistungen. Die Leute der Arbeitsfront erwiesen sich als die besseren. Auch die SA.=Männer vermochten den Siegeslauf der Arbeitsfront nicht zu stoppen, sondern mußten sich dem Spielverlauf nach verdient schlagen lassen. Ohne Zweifel zeigten die Männer der Reichsbetriebsgemeinschaft Bergbau, daß sie einen großen Teil ihrer Freizeit dazu benutzen, um ihren Körper sportlich zu schulen. Von dem Führer der Reichsbetriebsgemeinschaft Stein als Sturmführer angefangen bis zum Tormann bleibt festzustellen, daß die Spieler doch etwas vom Fußball „weghatten". Dagegen standen die SA.=Männer auf verlorenem Posten. Aller Eifer nutzte ihnen nichts, um dem Gegner beizukommen. Begnügten sich die Leute der DAF. in der ersten Halbzeit mit drei Toren, so war aber ihr Torhunger neu entfacht, als der Gegner nach der Pause ein Gegentor vorlegte. Jetzt legten die Leute der Arbeitsfront energisch los, und sechsmal mußte der gegnerische Torwart den Ball aus dem Gehäuse bolen. Homop gewinm-KaurhamtpfF270.0) folgt) Weltfalia Herne war Haben die Höntroper verdient gewonnen“„Wir heantworten diese Frage mit einem klaren Ja! Der war der Lohn für restlose Hingabe im Spiel, größere Schnelligkeit und größere Routine. Allein, dieser Vorteil genügte nicht; denn in den ersten 45 Minuten verpufften diese hervorragenden Eigenschaften, weil die Mannschaft ohne große Ueberlegung, fast systemlos, spielte und weil Herne tatsächlich ein Gegner war, der sich so leicht nicht bezwingen lassen wollte. Erst als die Schnelligkeit der Stürmer taktisch richtig ausgenützt wurde, d. h. als die Mannschaft wieder zu ihrem erfolgreichen Flügelspiel überging, kam die Wendung. Zur Hingabe, zur Schnelligkeit gesellte sich die Taktik. Die weiten Vorlagen an die Außenstürmer brachten Verwirrung in die Hinterreihen der gewiß nicht schlechten Herner, bei denen sich Stellungsfehler häuften. Die Spieler im einzelnen: Stein im Tor zuverlässig, die Verteidiger wie immer schnelle Zerstörer, Timpert I dabei sicherer im Abschlag und im Erfassen der Situationen. Die Läuferreihe kämpfte sehr aufopfernd und leistete gute Zerstörungsarbeit, konnte allerdings in der ersten Halbzeit nicht zuviel zum Aufbau der Angriffe beitragen. Später, nach Seitenwechsel, jedoch brachte vor allem Przetak seine Flügel bedeutend wirkungsvoller ins Gefecht. Die Höntroper Angriffslinie vermochte zu Anfang keineswegs zu ihrer sonstigen Form aufzulaufen. Um so mehr klappte es nach der Pause. Der ersolgreichste Stürmer war einmal mehr Timpert II, der trotz schärfster Bewachung durch den vorzüglichen Wischnewski mehrfach auf und davon ging. Der Mittelstürmer Strzelewski stand ihm wenig nach. Er war es auch, der mit großer Ueberlegenheit arbeitete und am meisten für den Einsatz der Flügel sorgte. Der Halblinke Sylla, Eckert und Segelhoff kamen erst später auf volle Touren. Die Herner gefielen durch ihren Kampfgeist. Hier wurde nichts geschenkt. Es war ein Kampf auf Biegen und Brechen, der die 4000 Zuschauer erwärmen konnte. Die treibende Kraft war unzweifelhaft Josviak; mit seinen gefährlichen Schüssen hatte er oftmals Pech. Mittelstürmer Krause wirkte eine Stunde lang infolge Verletzung als Statist. Gewiß ein Handikap für die Platzbesitzer. Hylla als Rechtsaußen sehr brauchbar, ein ernfthafter Gegner [Niederdräing viel zu wenig beschäftigt. Klein I als Mittelläufer geriet gegen Schluß, als Höntrop aufdrehte, ein wenig ins„Schwimmen“. Der beste Mann in der Verteidigung war van Haaren. Zum Spielverlauf ist zu sagen, daß Höntrop schneller ins Treffen kam. Nach zehn Minuten wurde der Kampf ausgeglichener, und beide Tore gerieten in schwere Bedrängnis. Auf beiden Seiten sah man verschiedene Lattenschüsse und solide Arbeit beider Verteidigungen. Auch im Feldspiel waren die Gegner sich ebenbürtig, vor den Toren jeweils zu unentschlossen. Timpert I und Happel unterbanden alle Angriffe der Herner ungemein sicher oder lockten in Abseitsfallen. Nach der Pause zeigte Höntrop das bessere Zusammenspiel und konnte als Haupteigenschaft einen außerordentlichen Eifer in die Waagschale werfen. Die Herner wehrten sich mächtig. Auch als Timpert II einen schweren Deckungsfehler zum Führungstor ausnutzte, wurde das Spieltempo nicht lascher. Nach zwanzig Minuten glückte es Josviak, den Einstand zu erzwingen. Zwei gute Tormöglichkeiten wurden durch Höntrop prompt ausgewertet. Noch einmal erzielte Josviak ein:3, aber durch das starke Tempo litt der Mittelläufer der Herner, Klein I, an„Luftmangel". Dagegen waren die Gäste glücklicher. Bei einem Angriff der Rot=Weißen kollidierten Torwart und linker Verteidiger, und das Selbsttor war fällig. H. P. Glücklicher Schalker Sieg SuS. Hüsten 09— FC. Schalke 04:1(:0) Auf dem hart gefrorenen Hüstener Boden nahmen die Schalker noch immer ohne Szepan und mit Ersatzeinstellung für Zajons, für den Schweißfurth aus der Jungliga mitwirkte, von vornherein den für sie wichtigen Kampf mit dem nötigen Eifer auf. Vorerst war jedoch Schneider im Hüstener Tor nicht zu schlagen. Es gab aber auch gefährliche Situationen im Schalker Strafraum, bei denen die Knappen reichlich viel Glück hatten. Einmal hatte Mellage bereits sein Heiligtum verlassen, aber Valentin stoppte den Ball noch auf der Torlinie. Bis zur Halbzeit waren die Besucher zwar leicht überlegen, ohne daß jedoch ein Treffer erzielt wurde. Die Platzelf wurde noch dadurch stark benachteiligt, daß ihr Halbrechter schon nach einer VierRe sch Angriff des Arbeitsfront=Sturmes: Rechts im Hintergrund Reichsleiter Pg. Stein Weitfälische Handball-Gauliga: Hindchburg Miinden-Mar in-Fahrung Preußen Münlter verliert gegen Hagen— Polizei Dortmund wehrt lich tapfer— Polizei Bielefeld traf nicht an Bezirksklaffe(Gruppe Bochum) MBV. Linden In der westfälischen Handball=Gauliga scheint am Sonntag die Entscheidung zugunsten von Hindenburg Minden gefallen zu sein. Die Weserleute schlugen selbst die Dortmunder Polizei mit:3, aber noch wichtiger war für sie der:=Sieg, den die Hagener =Cer über die Münstersche Polizeielf erstritten. Damit haben die Münsteraner schon acht Verlustpunkte, und an ein Aufholen der Mindener wird nicht mehr zu denken sein. Wenn auch die Mindener im DSC. Hagen und Schalke 04 noch schwierige Gegner vor sich haben, so sollte sich doch ihre hervorragende Form, die sie gestern wieder in Dortmund bewiesen, entscheidend durchsetzen. Die Ergebnisse: Polizei Dortmund— Hindenburg Minden:9(:6) Tus Hagen=Eilpe— Schalke 04:5(:4) Preußen Paderborn— BfL. Hagen 12:6(:3) Polizei Münster— DSC. Hagen:7(:). erholt sich.— Sppg. Röhlinghausen verliert einen Punkt. „In der Bezirksklasse scheint es langsam zu dämmern. TB. Eickel steuert unaufhaltsam auf die Gruppenmeisterschaft zu. Das:1 gegen die gewiß nicht schwachen Friesen deutet darauf bin.— Spog. Röhlinghausen gibt gegen Tklb. Wanne durch ein :3 einen wertvollen Punkt ab.— Der MBV. Linden scheint wieder da zu sein. Nach dem:2 bei Halbzeit gegen SV. Herne=Sodingen lief er zu großer Form auf und schickte den Gegner mit:3 nach Hause. — Die Gesellen konnten an ihre gegen WB. Eickel gezeigten Leistungen nicht anknüpfen und durch schwaches Stürmerspiel gegen Westfalia 04 Herne nur ein:2 herausholen. Die Spiele: XV. Eickel— Tv. Friesen Bochum:1(:1) Sppg. Röhlinghausen— Tklb. Wanne:3(:2, ½ ∆ Seite 6 Nr. 17/ Bochumer Anzeiger 7 Montag, 21. Januar 1933 Meilterschaftsprogramm für den 27. Januar Gauliga: Union Recklinghausen— Spog. Herten DSC. Hagen— SV. Höntrop Schalke 04— Westfalia Herne. Bezirksliga: Westfalia Bochum— STV. Werne. MBV. Linden— SV. Herne=Sodingen:3(:2) Ev. Gesellenverein Bochum— Westfalia 04 Herne :2(:). 1. Kreisklaffe(Gruppe Bochum) Dag wichtigste Spiel dsgar Seurge egtschg,##li. Langendreer mit:4 Für,g, ceg 11 gegen Tu e mit:4 die Oberhand zu Tv. 48 gegen Germania 06 mußte ausfallen, weil Tv. 48 beim Anpfiff keinen Ball zur Stelle hatte.(1) fiel aus, weil Preußen 07 seine Mannschaft gesogen hat. Die Spiele: Langendreer 04/13— Polizei Bochum:10 Westfalia 11 Bochum— Tus Bochum:4(:4 Tv. 48— Germania 06 ausgefalleg.,.##. Preußen 07— TG. Ehrenfeld(Pr. 07 zurückgezogen). Westfalia 11— TuS Bochum:4(:). Klscheiche Kelie sde Gesale ani ine Les Kich aus. Schade, daß der Boden etwas schwer war und dadurch das Spiel beeinträchtigt wurde. 1. Kreisklalfe(Gruppe HerneWanne-.-Wallenich ließ Tebelenveränderung in der bezrune.„„„„ DreikanfprPin, Tach, Wellandt #BV. Linden Schlug V gierzthe in z rgzier Behrznen gut dem Preußzen=Plat2 Pol au, befbrdern.=Wenn tros der durch den glatten Eine ungeheure Spannung lagerte seit Tagen über, Bochums Bezirksliga=Anhängerschaft. Die beiden Ortstreffen zwischen dem Devu,, Ie.n####tten eine falia, den Preußen und dem T u gegrachzt ehie ansehnliche Zuschauerzahl in Linden noch um etwa anderthalb Tausend stärker Unsvortlichseit eines Preußenspielers derursacht wurde, der sein Temperament nicht zu zügeln verstand und den Schiedsrichter zu Boden schlug. Der ZArztzgr Paf, ein Einzelfall bleibt. 210 lag der zarnzs Pamsttfichele shader Tüs den weiten Westfalia in der bpgies Gaiste bis zur Bause mit.0 Punkt Vorsprung vor dem Tus an der Spitze, an ter Stelle Westfalia, relativ mit dem Tus punktegleich. Nach der hohen Riederlage vom bgezere gegnntgg, wacht Dahl hausen wurde mit.50 glatt überfahren und scheidet dadurch aus dem engeren Wettbewerb aus. Auch der STV. Werne kam zu einem glatten Siege über seinen Gast Witten 07 und schiebt sich mächtig in den Vordergrund. Auch hier soll es nicht so ganz zahm hergegangen sein. Gewaltanstrengungen macht der auf ehenen Biatz anen Boxtähgehehgr= Peierite 77 und BfB. Gertbe behaupten konnte. Die beiden Tabellenletzten, stritten, sich Hiagz, um Deitspe bbterphuircg Zieseze Herlustspie der an das Tabellenende geraten ist, sondern so ziemlich als Abstiegskandidat feststeht. Die Ergebnisse: Milspe 11— BfB. Gerthe.;1, STV. Werne— Witten 07:0 Witten 92— Sportring Gevelsberg:1 Preußen 07 Bochum— Tus Bochum:2 abgebr. FC. Schwelm— SC. Dahlhausen:0 Mezg. Linden— Westfalia Bochum:1. Die Tabelle: im die Punkte. über den- VfB. spiel nicht nur wieMBV. Linden MBV. Linden Tus Bochum Westfalia Bochum FC. Schwelm STV. Werne Witten 92 Preußen 07 Bochum SC. Dahlhausen Witten 07 Sportr. Gevelsberg Milspe 11 VfB. Gerthe 15 15 14 15 14 15 15 14 15 15 15 14 10 9 8 8 7 7 7 4 4 2 3 2 2 2 2 3 3 7 4 4 2 2 4 4 4 5 4 5 6 3 7 9 10 10 52:28 40:30 38:25 44:30 35:36 34:33 31:32 25:22 28:32 27:38 32:46 22:56 linghausen und Herner Tklb. trennten sich Die Spiele: Germania 09 Herne— Tv. 01 Wattenscheid:1(:0) P CH=hslslesheansen— Kerses Tlc. B3/3.3: 640 Röhringhausen— Herner Tklb.:5 II. Kreisklalfe(Gruppe Herne— Wanne-E. - Wattenscheid) Der voraussichtliche Meister Union Günnigfeld fertigte seinen schärfsten Rivalen TB. 88 H Union Günnigfeld— WW. 88 Herne:8(:). Handball im Reich 35 sheih Honastel Vria. Sosteise dae 81. Milheimer SV, TB. Niederpleis.6: TB. MilheimKoblenz.— BfR. Köln 10:8; TV. Gummersbach— AS B. Köln.3. ruhban im Reich Veu Sbtpreuben, Hindenburg. Polizei Danzig— BuEV Danzig:3: Allenstein— Rastenburger SV.:4;„Masovia“ SV. Insterburg:1. Gau Pommern: Köslin Sieg der Einldcher Fahmk MBV. Linden- Welttalia Bochum:1(:1) Das Trostsprüchlein der Westfalen, aus dem sowohl die Abe=Schützen der Feldsieper Schule als auch die Westfalia=Veteranen ihren Optimismus schöpfen: Westfalia nach einer Niederlage antrifft, hat nichts zu lachen", erwies sich diesmal als trügerisch. Wie schon beim vorjährigenEntscheidungsspiel auf dem Westfalenplatz, das in seinem Verlauf gewissermaßen ein Zwillingsbruder dieser wichtigen Vorentscheidung war, feierte Lindens kluge Zermürbungstatik in der zweiten Halbzeit einen verdienten Sieg, der die am Vorsonntag pflos von Westfalia ihernommege Tchelserfihrge Möglichkeit,„ daß ,eipesfallg den Vorsprpg, hglen Gefage gin Linie(Ausfall von Distelratb Zieazer ungliclsraße, weiter zu beforoern. Wenn.## der durch den glat und schweren Boden gegebenen Voraussetzungen es nicht zu Entgleisungen der Spieler kam,„eng,„ab gesehen von einigen„Rumplern“, die sich Pristulla leistete, für die er genügend Ermahnungen vom Schiedsrichter erhielt, die Spieler beider Parteien sich eines anständigen Spieles befleißigten, so ist das nicht hoch " Der Tus. hatte die bessere Seite gewählt. Daz gilt natürlich nur insoweit, als seine Angriffg guf das Preußentor auf der trockenen Seite des Frrr vorgetragen werden konnten. Leicht lag der TuS. während der ganzen ersten Hälfte in Front, aber die Preußen deckten den Tus.=Sturm so,gut, ab, dgß, izr nicht zum Schuß kam. Mense versuchte, sich in schüssen, die aber eine sichere Beute des famosen [Schnitter im Preußentor wurden. In der zehnten Minute kann Kuskowitz im Verein mit Hannemann einen gefährlichen Durchbruch der Preußen nichts einbrinetz, Pgnsk: wipor###me####ur opfernd und sicher arbeizenden„Verteidigung###a — Papenhoff ab. Als Pristula einige geschttig aussehende Sachen nicht gelingen, versucht erzurg## 12½8 Unsportlichkeiten, die er bei seinem Können, durchaus :22 nicht nötig hat. Preußens Gegenangriffe bleiben buch:22 stäblich im Schlamm stecken, wobei Oskar Sze:22spanek sich am wenigsten mit dem schweren Boden abfinden kann. Das Verhängnis für die Preußen scheint zu nahen, als Menski endlich in einem unbewachten Augenblick durchbrennt, kurz vor dem Tor aber von Papenhoff gestoppt wird, der ihn allzu hart angeht: Elfmeter. Pristulla schießt scharf und genau, aber Schnitter wehrt im Fallen ab, und als der heranstürmggde Pristulla ,Zagrt gchschuß ansetzt, Pi Wese. Gefahr aingench einmal voriber Fa6 Feäg, Fäaiten eiste et ist au„wvigen, als Anapia Zen Pack mit der Hans albstürmer dieser Schneidemühl. Lauenburg:1;„Viktoria“ Stolp—„Preußen“ :0:„Hubertus“ Kolberg—„Germania“ Stolp:0. — nerva 93“:0; 1. FC. Guben— BfB. Pankow:8. Gau Schlesien: KP 06 Breslau—„Vorwärts“ Breslau:3; Außenseiterchance sei dabei nicht verkannt— wird nun vom MBV, relativ gerechnet, mitzzirep, Pga#t porr sprung angeführt. Wer wird im Ziei ven sropf vorn Es ist schon lange kein Geheimnis mehr, daß die Bezirksliga durch ihre dem Geschmack des gerecht werdenden Ortstreffen der Gauliga hinsichtlich der Zuschauerzahlen den Rang abgelaufen hat. Zum Großkampf MBV.— Westfalia quetschten sich nicht gangspforten des MBV.=Platzes. nationsspiel Verwirrung in die Reihen Leg eigenen Mannschaft trug, von Schönwetter(:=Führung in der 15. Mimute) auf den GsereZahzurg, daß ersteise strich diesen Stimmungswechser pavurch, daß er just e mutzte, ein Wiessale hate eine grobe Gbersen, Haichel den und Abspiel), um 63— Beuthen witz—„Preußen“ Hi burg— Breslau 02:0. Gau Sachsen: uts Druth)9 Dresdner, Sgx P1t; gisch=-Peißzig 23 E c Planis:1:„Wocher geunöefo Presden Stzis 133 SuBC. Plauen—„Sportfreunde Dresven:3. Voun Piste:„6 Steifnach.0; „CricketViktorja“.—„Viktoria 96“ Magdeburg:1; VfL. Bitterfeld— Spielvg. Erfurt:2. Gau Nordmark: Res e- echeie Pece. e 5. Gan Riedersachsen: Rh i bmacher Sed. Smnacher 8. Benrath(Ges.=Sp.):8. Gau Nordhessen: „Borussia“ Fulda—„Kurhessen“ Kassel:1: SpVg. Langensebold—„Hessen“ bersigst,### F. Saggg gewinnen, Hir, Bastgehandty, er erstr.z, Abspel) spielkulturen,„#usgeguung, Zu= und Abspiel), Weniges, taktisch(Spielsystem) aber sven geg F zinen scharfen Antritt so deuteverzguz, Hirieber Durw einen Iou,haß man den Vorstove, Zinterreffen zu bringen, dap, man ggi Bgr. Schwächung Sandkuh ges, uberiftig wirfenden S ze:scharf und genau geschosene Ball landet in der beo“ in der Läufereihe zeitweilige Vervirung soberen Ecke, ngch ehe, Scmitzer,Jo recht zim Bilde“ st. in dem sonst sicheren Schlußdriech weitaus burven,) vb= Fach der pause weiß der Lus, soesgxrt aus hen autz reicher und gerisener.(gewühlten Boden sein=Aue Wann an Bec; die Tatti Wenn es in der ersten Halbzeit wenig Aufregghers wax richtig und erbrachte schon nach wenigen Minuten gab, so lag das einestelg an demn Lant demt Spiel aus den zweiten Txeffer. Sei es nur, daß Fer gich durch Sandtschiegentlich an griff er zur Flöte, wobei eriche Sandliste on Zentnter wur der Auslate, Ktant ader Feis hodach beichzeisgt, oigzte.h5 blicke später versebt der Wesfalenangrif, desen man= bränetepgist, Aust zeine Heiulskam kein un hasten. Bei gelndes Kopfspiel auffiel, durch energisches Nachseben eineme solchen Angriff, der eine veillose Verwirrung eine zweite gute Gelegenheit. Strafraum des Tus anrichtete, liegen plötzlich mehrere oc der Pouse,-Gefsechfe vioy ,var rcht schrel, bricht beisgn, Fierrerr. vs Kombt, aobper., ein guage prnt erogr, legt Es gelingt nicht, den kürner. en Flanb= zu naße zum Tor,eat, Po Pehmg, u. g, L5, telanigen— aufgeregte Bede und Gegenrede, von Vorsprung zu vergrößern. Westfalias schwache Vierter- beiden Seiten— und nun entscheidet der Schiedsrichter e r st.(3 etwa in der 15. Mimute, der von nicht mehr Elfmeter, für Preußen, wie im Augenblick v„o, deckte Erdmann eine Flanke von(zuvor, sondern Strafstoß für den Tus. Dieser kommt on y Zust unhaltbar einsendet, Linden, das nicht zur Durchfzbrung, denn, ein Schlge, des rechten Wokf,aus der Lus sche hege gbne.. kommt Verteidigers der Preupen nregt ihn zu Boden, von wo instinkticher die Schwache des Gegyerz,e 7eny;,, sich nicht ohne fremoe Hitfe erheben, kann. Unter immer beser ins Spiel, in seiner Arbeit durch die bis Hiesen umständen war es naturtig, ugmogtlz, das Spiel dahin gute, nun aber recht kopflos arbeitende Deckung weiter zu leiten, und beide Spielführer erklärten sich der Westfalen unterstützt. Westfalid läßt mutlos die mit dem Spielabbruch einverstanden. Flügel hängen(warum eigentlich?), als kurze Zeit später! Es soll nicht unerwähnt bleiben, daß das Publikum e sich gleich dem bis dahin glänzend arbei= von diesem so jähen Abbruch wohl überrascht war, sich boscho, e Histelrath II eipe Verletzung zugezogen aber vollkommen einwandfrei verhalten, hat, abgesehen tenden Läufer, Vistetraty... Luirchkommt von einigen, Heißspornen, die auf das Spielfeld drangen, hatte, einen Ball verpaßt, Srdm.a. 20 Me. von den Platzordnern aber schnell wieder hinter die und aus volem Lauf einschiebt, Der au; ehaltbar, se. Abspverrung befördert wurden. J4. B. um Längen überVerug, burch Versch durch de zmu.s2 Elatorfäherng nicht schwachen Spiel des Mittelstürmers Distelrath, des Westfalenangriffs verkörpert, und an dem von Linden weitaus besser folgreicher angewandten Deckungssystem; Außenläufer De fseche en eie aicg ecder durch den Asengzgeg — BC.„Sport“ Kassel:0; Spog. Kassel Kasel 019. Gan Südwest: Wormatia“ Worms—„Phönix“ Ludwigshafen#### sehese Re schce e e Gau Baden:„„ gg. S. Karlsruher FV.—„Phönix“ Karlsruhe:0; Freiburger FC.— Waldhof Mannheim•1:„Germania“ Karlsdorf— VfB. Mühlburg:0; VfL. Necarau— VfR. Mannheim:3. Gan Bürtemberz:.. urignHam rtr„unnheim(Ges.=Sy.)=1. gen— Mannherm(Ges.=Sp.]:1. Gau Bayern: „Wacker“ München.— SpPg. Fürth:6: 1. FC. Nürnberg— Bayern“ München:3; „Jahn" Regensburg— BE. Augsburg:2:„Schwahen“ Augsburg— ASV. Nürnberg:1; 1. FC. Schweinfurt — SC. Erfurt:1. Mittwoch Trainingslpiel der Ländermannichaft Am kommenden Mittwoch wird die deutsche Fußball=Nationalelf in Stuttgart in einem Trainingsspiel gegen eine Auswahlmangschaft, von Wärttemberg ihren letzten Schliff für das Länderspiel gegen die Schweiz erhalten. Sschf stshsene hisi hihähtslscheribe kaumnocheureten Bakt war angeschosen, die Enischeldung also recht umz Milsze 11— Biv. Geribe 441(.) stritten— vom Schiedsrichter verhängten Elfmeter, den Man war sich wohl von vornherein darüber klar, Antek sicher verwandelte. Ein viertes MBB.=Tor konnte haß es in Milspe zwischen den beiden vom Abstieg wegen klarer Abseitsstellung keine Anerkennunsgnfütef: bedrohten Vereinen, zu denen sich noch Gevelsherg geRecht überflüssig war es, daß sich der Westfateng zzneg sellt, zu einem scharfen Kampf kommen würde. waß die läufer Zilasko noch kurz vor Schluß wegen„latz, Milsper auf eigenem Gelände stets einen gefährlichen „Meinungsstreites“ mit dem Schiedsrichter einen Piuo- Gegner abgeben, haben schon mehrere Vereine erfahren verweis zuziehen mußte.„ müssen. Milspe gewann das Spiel, ohne aber übere zeugen zu können. Gute Arbeit leistete in der Mannschaft lediglich das Schlußdreieck und der Linksaußen, der schon bald nach Spielbeginn durch zwei Ueberraschungsvorstöße seiner Mannschaft einen Vorsprung von zwei Toren sicherte. Die Gerther fanden sich jetzt ttecheng eEa, de ug dehag m der Teieheae Bachum— Tus. Bochum:2(:1) abgebr. vorbeikommt, daß sich auch diesmal wieder einige Spiensbu ae e e un u Mpaagen, e Aer ie der Aüiten uch ur der Baise lanch ien gelden Spieldauer, einjetzte, Her in dem Augenblick, als er so daß dieser außerstande ist das Spiel weiter zu leiten. Chernechener-Ruchung des Lonniosielee aber es bleibt habei vu berigtgziesgrichter nicht, der ther führten, noch vor der Pause burch den Hal unfehibar it, alse aug., beneidenswerte„Aktive“ Schmidtke zum ersten und einzigen bsed o. vu., ir Gad der Schsedertzter, ich alg ein Auch ech den Seitenwesisg, krisigteszaise Feiz Kine nach Anficht des Spielers auch eine aber Milspes Hintermannschaft tieß einen#eis reine reffen, ihn dafür mit einem TSogrt; Erfolge zu, während aussichtsreiche Vorstöße durch eines Spieles ist. Mag mal irren, mag er blentschesdung, treffen. Begentore. Gäste stark, esce Wasserstrabe gepitghnen; aber ihre Erwartungen Ortsgegner, beizuwognen, aber ihrr Ispartungen, Porden enttäuscht. Einmal war es der Platz, der auf einen Hälfte mit einer zähen und klebrigen Lehmschicht überzogen war. Man mühte sich recht und schlecht, den er ducd Sttchoh. Kiarer Werher Erloig STV. Werne— Sus. Witten 07:0(:0) der immer stärker werdenden Deckung der Gäste bis zur Pause keinen Erfolg mehr aufzuweisen hatten. Als die zweite Hälfte begann, wurde es immer deutlicher, daß die Werner den Sieg über die Gäste würden. Anscheinend hatten die Wittener ihre Kräfte in der ersten Hälfte völlig verausgabt, denn sie wurEs stand bereits vor Beginn dieses Kampfes fest, es hart hergehen würde in diesem entscheidenden Teit log bite zu Keime zu ersticken verstand. Es war beit der Gastgeber, die sich nur während der ersten heit der Gastgeber, die sich nigg. während ne r, sgeiten Minuten aurügpangen lieben. Die Leite der Wittener honite sch nicht enschebdend durchiezerz, wadte Werzer Länge des Spieles schälte sich eine unverkennhare Ueberlegenheit der Platzbesitzer heraus, die aber infolge Eine lattige Packung FC. Schwelm 06— SC. Dahlhausen 4·0 hausen gesterp eine, eune Vereine, bepfahren E# z zur berags gxgelt, Frend der, Halbsriechte das Ergebnis auf hert, um dem Lokallampf der beiden ten Treffer wayreno ver Haverzte ous Ergepnie auf :1 schrauben konnte. 20 Minuten vor Schluß hatte Gerthe noch das Mißgeschick, daß der Mittelstürmer Bonner vom Platz gesetzt wurde. Trotzdem lag Gerthe immer noch im Angriff, aber die Milsper wußten ihren Vorsprung sicher zu verteidigen. machten kurz bintereinander zwei sicherg, Foxgelge heiten der SxVer durch Handspiel unschädlich, Zwrei Elfmeter waren die Folge, die durch den Werner außen Karcz II glatt verwandelt wurden und das Spiel entschieden. Wenige Minuten vor dem Abpfiff fiel dann noch das dritte Werner Tor. SC. Dahlhausen:0(:0) der SC. DahlEr mußte heimischen Vereinen erfahren, daß der ßballklub Schwelm zu Hause stark ist und selbst nach einem hoch verlorengegangenen Spielgsiz heimischen. Puhlikum, das sich auf 1800 bezifferte, Rüchg, perd Anerkennung vor allem deshalb, weil die Dahlba zwar unter ungünstigen Voraussetzungen in den Kampf gingen, aber trotzdem nicht schlecht waren. Infolge der plötzlichen Erkrankung ihres Halblinken Walodtka war eine Umstellung der Mannschaft erforderlich, die sich bewährte. Metz wurde aus der Verteidigung in den Sturm gestellt und leistete hier wertvolle Dienste. Der erstmalig wieder spielende Mittelstürmer Gräwe Seite 9 Nr. 12„ Bochumer Anzeiger" Montag, 21. Januar 1933 Antterhanuug Meter glatten es nicht n. abstulla Schiedsh. eines cht hoch t. Das iffe auf Feldes S. wähder die daß er in Weitfamosen zehnten annePreußen sen aber ch glänki., Nur öfteren ehr aufdoring gefährlich r es mit durchaus ben buchSie“ n Boden Preußen inem undem Tor illzu hart id genau, als der etzt, wirft letzt. Die Minuten enhoff, der Hand in Mense er rechten Bilde ist. dem aufAlles wird die Taktik Minuten an sich in er daß die en, um in en. Jedena und beecht warm älfte sogar der zweiten Bei den öte, wobei ugesprochen de, daß die s sah nicht e Preußen hatte alle halten. Bei virrung im ich mehrere sters unterseine Linke PreußenuS.=Spieler von Augenblick ieser kommt des rechten sen, von wo ann. Unter h, das Spiel rklärten sich s Publikum cht war, sich t, abgesehen eld drangen, hinter, die M. B. retten über klar, m Abstieg Alsberg gee. Daß die gefährlichen ne erfahren aber überder Manninksaußen, wei UeberVorsprung en sich jetzt itsache nicht inige Spiese der GerHalblinken Gegentore. Gäste stark, Teils keine töße durch seitsstellung n den dritrgebnis auf schluß hatte Rittelstürmer rotzdem lag ilsper wußK ung Der Warner 7 Von Franz Friedticks „Mach Platz, Junge!“ sagt einer von den Straßenarbeitern zu Rank und schob ihn vom Schanktisch fort. „Setz dich in eine Ecke und sieh zu!;....... „Geh mir aus dem Weg, Rankl, sonst tret; ich oir auf die Füße!" rief ein anderer und tanzte an ihm Und die Kellnerinnen rempelten ihn an, und der schob ihn und der andere stieß ihn, und Rank gehorchte. Die Musik spielte in dem kleinen Gasthaus und es ging lärmend zu. Rank setzte sich still in eine Ecke. Derselbe Arbeiter Rank, der so tüchtig war, sein Werk wie selten einer tat, getreu und ordnungsvoll. Es dauerte lange, ehe er sich ein Glas bestellte und noch länger, ehe er es bekam. Rank sagte nichts. Die Schwester Brakels kam; sie hieß Fanny. Brakel war beim Straßenbau der„Warner“, der die Fuhrwerke und die Passanten aufhielt, wenn gesprengt wurde. Fanny setzte sich zu Rank, sah ihn an, lachte, daß die weißen Zähne blitzten und sagte:„Bist ein starker Bursch', Rank, und bist mir sympathisch, aber ich mag keine dämlichen Lappen! Warum läßt du dir das alles gefallen? Jag sie fort, gib ihnen einen Stoß, wehr dich! So ein Roß von einem Mann!... Mann?“ Sie lachte wieder. Rank wurde rot. Wehr dich, bist ein Roß von einem Mann... Mann? Rank verlor die Fassung, wie so oft. Aus den Glashüttenwerken flog er, bei den Holzarbeitern flog er, und er schuftete dabei, daß es eine Pracht war. Fanny sah ihn nachdenklich an. Dann klopfte sie ihm auf den Arm:„Du“, sagte sie,„du fängst es nicht richtig an. Bei dir fehlt der Blitz!" „Was ist der Blitz?“ fragte er langsam. „Der Blitz, wenn es kracht, dämlicher du.. Schad' um dich! Wart, da kommt der Brücker, der Vorarbeiter, vielleicht kann ich dir helfen!“ Sie stand auf, schob die Tanzenden zur Seite, und drängte weiter. Rank sah, wie er, der Brücker, grüßte, und die Fanny ihm die runden Arme um die Schultern legte und sich zu drehen anfing. Nach diesem Tanz entschied sich das Schicksal des dämlichen, schlappen, kräftigen Rank. Dieses Schicksal war nichts anderes als ein Wechsel am Arbeitsplatz. Rank wurde„Warner“ auf der anderen Straßenseite. Dazu wird er wohl noch taugen, da man ihm alles in den Weg schiebt, hatte Brücker gesagt, weil die Fanny ein Wort eingelegt hatte. Man liebte keine weichen, laxen Männer in der Kolonne. Und deshalb stolperte Rank immer. Aber nun war er Warner, er hielt eine kleine Fahne in der Hand und hielt Wagen und Menschen auf. Und das tat ihm gut. Er fühlte etwas, wie Autorität, seine Stimme bekam Gehalt, sein Blick wurde härter. Er bekam ein Kommando. Jawohl, es wurde etwas geweckt in ihm, eine Lust. Er straffte sich, alles erwachte in ihm, wenn einer nicht horchte auf der Straße. Und daran war nur dieser rote Fetzen schuld. Den er am kurzen Stil hob und wieder fallen ließ. Und eine kleine Signalpfeife. Sonst nichts. Sonst nichts? Wirklich nichts? Es war ihm, als würde etwas geweckt, er konnte es nicht mit genauen * Worten sagen. Das braucht Zeit, das da geweckt wurde. Das dauerte Tage, Wochen. Die Arbeit ging weiter, Rank bekam eine immer härtere Stimme und eines Abends im Wirtshaus, da bemerkte er, wie rasch sein Glas Bier kam. Wie durch ein Wunder. Lag das in der Stimme? Oder in seinen Bewegungen? Und eines Tages,— die neue Autostraße mußte Platz haben zwischen einigen Schluchten— da wurde wieder mächtig gesprengt. Und Rank stand wieder auf seiner Seite und hob den roten Fetzen und hielt die Wagen auf. Drüben, irgendwo war Markt oder Kirmes, oder sonst etwas, weil so viele Autos kamen und Pferdefuhrwerke. Eine Kutsche war dabei mit unruhigen Schimmeln, und in der Kutsche saß dieser noble Herr, der Generaldirektor der Glashüttenwerke und neben ihm saß die junge Frau, der jetzt allein die Werke gehörten. Der Direktor Borch spitzte wohl auf sie. Er kam just zuUeber das Meer recht, als Rank die Flagge hob. Aber er beachtete es eiter. Er nicht. Er wollte weilet. Er hatte Eile. „Stehen bleiben!“ rief Rank. Hab Eile, mach Platz du!“ Er erkannte ihn. Rank lächelte. „Sie werden stehen bleiben, wenn ich es will. Verstehen Sie mich? Ganz wurscht, wer Sie sind. Halten Sie, zum Teufel! Halten Sie, verrückter Kerl!" brüllte Rank, als Borch die Zügel locker ließ. In den nächsten Sekunden krachte es im Fels, die Schimmel scheuten, rasten dahin, Rank warf die Fahne dem Nebenmann zu, sprang auf und faßte nach den Zügeln der Pferde. In einem lockeren, weichen Graben brachte er die scheuen Tiere zum Stehen. Borch war aus der Kutsche geworfen, die junge Frau hing noch im Wagen. Rank stützte sie, hob sie heraus. „Ich danke Ihnen!“ sagte sie noch heftig erschrocken und gab ihm die Hand.„Ich wünsche, daß Sie mich heute oder morgen abend besuchen!“ sagte die Frau. „Heute abend. Schön. Um halb acht!“ knurrte Rank. Dann beugte er sich nieder zu Borch, ergriff ihn mit wenig sanften Händen.„Stehen Sie auf“, fuhr er ihn an, Sie sind schuld daran, bringen das Leben der anderen Menschen in Gefahr! Tun Sie nicht so, Feigling. Verschwinden Sie, aber schleunigst! Verstanden?!" Mehr sagte Rank nicht. Dann führte er die wieder auf die Straße, gab die Zügel der jungen Frau in die Hand.„Kutschieren Sie bitte selber. Ueberlassen Sie Ihr Leben nicht dem Herrn, bitte! Guten Tag!“ Damit wandte er sich um und ging wieder auf seinen Standplatz. Die anderen Arbeiter waren Beobachter. „Fein gemacht, Rank! Nobel!“ „Mund halten, weitermachen!“ kommandierte Rank. Und fing wieder mit seiner Arbeit an. Es war ein Augenblick, ein großer Augenblick. Der größte in seinem Leben. Jetzt erst wußte er um das Geheimnis. Es war ihm, als wäre er neu geboren. Er badete in diesem herrlichen Gefühl. Er ging an diesem Abend groß, stark und unbeugsam vom Arbeitsplatz, grüßte, dankte, war kurz und hart, und trat in das Gasthaus, schob dieselben Arbeiter, die ihn so oft vom Tisch zur Seite gedrängt hatten, mit einer kurzen Armbewegung zurück:„Eine Halbe, Zenz, aber sofort, hab' keine Zeit!“ Trank sie aus, ging nach Hause, zog sich um, ging wieder fort und nahm den Weg zu Fanny. „So mächtig vornehm heute, Rank?“ lachte sie. Er gab ihr das Lachen zurück.„Für die feine Dame?“ setzte sie fort. Er lachte laut.„„ „Auf einem Umweg über dich, Fanny. Du gestattest, Bruder!“ sagte er zu Brakel,„ich kann nicht anders!“ Damit packte er Fannys mollige Arme, drückte sie an sich, küßte sie einmal hart und gesund auf die Lippen. „Ich hab' das Leben gefunden, die Gemeinschaft, Fanny. Durch dich; hast mich geweckt. Fühl es, es geht jetzt hinauf, mit dir, was? Was sagst du? Nichts! Natürlicht,.„ Le, Mann.. „Doch, lachte zranny,„per wann, ein Mann!“ „Gut. Schön. Begleite mich! Komm!" Undreas ftoßer 7 Von Rosert stoktsaum Ich sehe ihn noch vor mir, den riesigen Mann mit dem langen schwarzen, später schwarzgefärbten Barte, in der für einen Schlesier mehr als absonderlichen Tracht, rotbraunem Janker, grünen Hosenträgern mit gesticktem „Grüaß Goot" und— das war für uns das Merkwürdigste— nackten Knien und Stutzen, kurz, es war eine Tracht, die ins Passeiertal, aber nicht in die Altvaterberge gehörte. Wir Lausbuben rannten hinter ihm her und schrien seinen Spottnamen„Andras Hofer“, was ihn aber nicht ansocht, er ging aufrecht weiter, unserer Rufe nicht achtend, denn für ihn war der Name ein ehrenvolles Beiwort und kein Schimpf. Wie er dazu gekommen war, darüber bestanden zwei Fassungen des Berichtes. Die erste, ehrenvollere, wußte zu sagen, daß er einst in grauer Vorzeit bei der Vorführung eines Andreas=Hofer=Stückes im katholischen Gesellenverein die Hauptrolle gemimt und vergessen habe, auf den dröhnenden Schuß hin umzufallen, eine andere, daß er als Zuschauer auf der Galerie eingeschlafen und vom plötzlichen Schuß erweckt, heruntergefallen sei. Daran sollte in der Hauptsache eine Flasche Schuld getragen haben, die er noch in unseren Tagen mit sich trug, rauhe Wurzeln ragten heraus und markierten verschämt den Begriff Kräuterlikör, im übrigen war sie mit reinem Spiritus gefüllt. Er jedoch betonte stets, daß sei die Lieblingsmarke des Sandwirts von Passeier gewesen, ohne die er die Schlacht am Iselberg nicht geschlagen hätte, und es sei nur recht und billig, daß er, die Inkarnation— dieses hochtrabende Wort gebrauche natürlich nur ich, der verbildete Nachkomme—, daß er sein Pietätsgefühl bis auf diese Einzelheiten erstrecke. Der gute Mann war früher, Vernehmen nach, ein ruhiger, friedlicher Zeitgenosse gewesen, aber mit dem Namen und der damit verbundenen neuen Würde hatte sich seiner ein stolzer Freiheitsdrang bemächtigt, der ihn nicht zur Ruhe kommen ließ. Wo immer ein Krakehl im Gange war, wo immer er Verdacht hegte, die Freiheit werde unterdrückt, mischte er sich hinein, störte sogar Amtshandlungen der Polizei und wurde des öfteren gefangen gesetzt, was mit seiner Heldenwürde ganz gut ubereinstimmte, denn Andreas Hofer hatte ja auch zu Mantua in Banden geschmachtet. Wenn man durch das düstere„enge Gassel“ ging, das die dichtvergitterten Fenster des Stadtgefängnisses flankierte, konnte man aus dem Unsichtbaren gar oft einen geheimnisvoll gegröhlten Gesang hören, der sich besonders Kundigen als das Andreas=Hofer=Lied entschleierte und ich erinnere mich, daß mich in solchen Augenblicken die ganze Geisterhaftigkeit einer verklungenen Schauerzeit anwehte, und ich mir gelobte, nie mehr dem Andreas Hofer nachzuspotten, ein Schwur, den ich am hellen Tage allerdings wieder leichthin brach.„ Ich entwuchs sowohl den Schauern als den Lausbübereien, und als ich, nach jahrelanger Abwesenheit, wieder einmal die Heimat besuchte und mich nach dem Schicksal meines seltsamen Freundes erkundigte, erfuhr ich, er sei daran, im Greisenasyl ein unrühmliches Ende zu nehmen.... I,(gralgse 8 11. Und dann versant die alte, sbeglose Zeil, und eine andere stieg auf, jener fernen viel näher, die uns als Kindern ein fernes Märchen gedünkt hatte. Fremde feindliche Soldaten marschierten durch die Gassen meiner kleinen Heimatstadt wie einst durch die Dörfer Tirols. Kein Andreas Hofer erstand, keine Schlacht am Berge Isel wurde geschlagen, kein furchtbares Gefecht an der Ponzlatzer Brücke, nur einmal versammelten sich alle. die an Deutschland hingen, Männer, Frauen, Kinder auf dem Markte, um Zeugnis für ihre Verbundenheit mit dem großen Vaterlande abzulegen, friedliches, in den Rahmen des Gesetzes gebettetes Zeugnis. Der Alte im Greisenasyl hatte eine unruhige Nacht verbracht und war von der Pflegerin des öfteren verwarnt worden. Im grauen Morgen erhob er sich, trat ans Fenster und lauschte. Eine Ahnung hatte ihn befallen, daß da draußen sich etwas vorbereitete, das mit seinem früheren Leben, mit der Rolle, die er unfreiwillig und freiwillig gespielt, in irgendeinem Zusammenhang stehe. Kein Zureden, kein Drohen half, unbewegt hielt er am Fenster und lauschte, bis der anhebende Lärm der Menge, die sich von allen Seiten nach dem Marktplatze wälzte, auch in die Stille des Asyls drang. Da straffte sich noch einmal die gebückte Gestalt, sein wankender Gang wurde aufrecht, die schlurfenden Füße faßten festen Tritt, das verschwommene Auge erspähte den Augenblick, da die Pflegerin nach dem Frühstück ging, die zitternde Hand öffnete zielbewußt den zog daraus das vergilbte Gewand, die braunrote Jacke, den grünen Hosenträger mit der„Grüaß=Goot"=Inschrift, die Lederhose, Stutzen und grobgenagelten Passeierschuhe, und legte, von den Gefährten stumpf beglotzt, Stück um Stück an. Dann ging er, mit dem Instinkt des witternden Tieres begabt, in einem unbewachten Augenblick aus dem Tor, tappte die Gasse lang, bis er in die Menschenflut tauchte und mit ihr dahinfloß. Die Vorgänge sind bekannt. Das fremde Militär schoß in die friedlichen Waffenlosen, in Männer, Frauen, Kinder. Bald lag der Markt leer, nur die Toten deckten die Erde. Unter ihnen war auch ein Greis in seltsamer Kleidung, in rotbrauner Jacke und Lederhose, aus der die dürren Knie stachen, nur das„Grüaß Goot“ des grünen Brusthalters war nicht mehr zu entziffern, das Blut hatte es verwaschen. Ehe man die Toten forträumte, stand ich noch lange an der Leiche des Greises und las aus den entrückten Zügen die seltsam ernste Erfüllung und Verklärung eines lächerlich wirren Lebenstraums. Lustige Unekdoten Zu spät. Der Generalpostmeister Stephan zog es vor, unerwarteterweise auf Reisen zu gehen und die ämter zu revidieren. Seine Revisionen waren aus diesem Grunde wenig beliebt, und die Postämter gaben nicht selten einander ein Zeichen, wenn er irgendwo erschienen war. So sandte auch einmal ein Postamt, nachdem es revidiert war, an ein anderes folgendes Telegramm ob:. ftecht seins uat. „Stephan unterwegs, stopp, ftear seine nase in alles.“„„„e 9fUnangeneym berührt war man, als vom empfangenden Postamt dieses Telegramm zurückkam: „nachricht zu spät, habe die nase schon drin, stephan.“ Ein kurioser Prozeß. In diesen Tagen kam in Paris ein seltsamer Prozeß zur Entscheidung. Ein Rechtsanwalt hatte auf einem Pariser Bahnhof einen Zahnstocher als Handgepäck aufgegeben und mit einer Summe von 1000 Franken versichern lassen. Natürlich kam der Zahnstocher— wie das auch nicht anders zu erwarten war — bei der Beförderung fort. Der Rechtsanwalt verklagte nun die Versicherungsgesellschaft auf Auszahlung der Summe. Das Gericht hat entschieden, daß die Gesellschaft— wenn sie eine so merkwürdige Versicherung einginge— die Entschädigungssumme zu zahlen hat, wenn auch das Objekt in keinem Verhältnis zu der Versicherungssumme stehe. S Müller& Co. hatten ihren Kunden F. gemahnt— erst freundlich, dann streng, dann väterlich ermahnend, dann grob. F. rührte sich nicht. Schließlich fuhr Herr Müller selbst einmal hin. Die Aufnahme war freundlich, und Herr F. erklärte, er hätte den fälligen Betrag längst bereit.„Na, und warum haben Sie da nicht längst schon bezahlt?“ erwiderte Herr Müller wütend. „Sehen Sie, Herr Müller, das hat nämlich seinen Grund. Ich habe Ihre Briefe einfach abgeschrieben und an meine Kunden versandt. Nun sind aber ein paar hartnäckige darunter. Und für die wollte ich Ihren letzten Brief noch abwarten.“ ROMAN VON RUDOLF HERZOC :0) Dahlmußte aß der d selbst in dem zifferte, diesem ing und age der sondere hihauser Kampf olge der odtka lich, die gung in Dienste. Bräwe P9) „Kurz, du hießest und wirst an der kolumbianischen Küste seißen: das vollendetste weibliche Wesen an Wuchs und Ungesicht. Kinder', sagte der Kapitän,„meine ganze Cartagena=Fracht ist nicht einen Pfifferling so viel wert, als der kleinste Finger dieses wunderüberwunderschönen Fräuleins von Rolandsberg. Und dabei ist es tur die eine Hälfte. Die andere ist in La Guayra für Larácas an Land gegangen.“ Kara von Rolandsberg meinte aus ihrem Sessel heraus:„Es war wohl schon zu später Stunde?“ 4 Die Antwort blieb aus. Das Mädchen wandte den Zopf dem Besucher zu, um den Grund zu erforschen. War st in seinem Sessel eingeschlafen? Nach der ausschweiunden Nacht? Nein, das waren die Augen, die sie annte, die das Strahlen verstanden und das Leuchten, Is sei die Freude an irgend etwas nicht totzukriegen. Du gehörst zu den Mädchenhoheiten“, sagte der Beicher endlich,„mit denen man ruhig ein Wort über örperlichkeiten sprechen kann. Die dies nicht gleich für men Einbruch in behütete Geheimnisse halten. Ehrlich, sase, ihr behütet schon so viel, daß ein Bräutigam ein antgeheures Vertrauen zu eurer Ehrlichkeit haben muß.“ E!„Lieber Vetter, es würde den Bräutigams nichts Fitzen, wenn ich dir die Berechtigung deiner Klage zugsstände. Bleib statt dessen beim Tatsächlichen.“ V#„Die Tatsache ergibt“, fuhr Joachim Iltitz ruhig Htt, daß der Kapitän ein armer Stammler ist. Die Bacht ist vorbei, und keine alkoholische Anfeuerung läßt Sis in jedem Weibe Helena sehen. Ich aber sehe das Fkäulein Kara von Rolandsberg und begreife vollkomZin, wie um ihrer Schönheit willen ein Mensch den Heren totzuschießen trachtete. g] Kara von Rolandsberg legte die verschränkten Hände die Knie. Sie schloß die Augen, als spärte sie einen licperlichen Schmerz. Der andere gewahrte es. im ber „Ich wollte nicht unzart werden, Kara. Verzeih. hörte, daß dein Sportgeist nur immer stärkere wingen regt. Daß du eine Bergfahrt in die Schneesen planst... Mädchen, sei nicht böse, aber ich vernicht, weshalb der glückliche Verlobte, der doch er ein rühmlich bekannter Bergsteiger und Skiläufer nicht Fuß an Fuß an deiner Seite bleibt?“ Und Kara von Rolandsberg erwiderte mit festgemabssenen Augen:„Lebte er noch, so ließe er sicher nicht von Fuß. Er ist tot. Er ist abgestürzt. Die Freude, W ich zu ihm kommen wollte, hat ihn ums Leben gebezcht.“ oachim von Iltitz hatte bogtest zu ihm kommen?“ sich leise erhoben.„Du Kara von Rolandsberg starrte ihn an. Fand der Mann da vor ihr nicht ein einziges Wort der Anteilnahme am Elendstod des Freundes? Auch sie hatte sich erhoben. Sie sah ihm in die Augen. Jetzt wurde ihr der Sinn seiner Frage offenbar. „Ja, Joachim. Ich wollte zu ihm. Ich wollte ihn heiraten, da er es nicht zum Heiraten brachte. Vom Fleck weg. Damit nicht auch er sich dem Trunke ergäbe.“ Der Flieger riß seine ganze Willenskraft zusammen. „Hat das schon einer getan?“ fragte er.„Es wäre bedauerlich.“ Er hält sich gut, dachte Kara von Rolandsberg. Nun sieht er auch wieder wie ein Hüne aus. Aber der Schuß zwischen den Rippen macht ihm immer noch zu schaffen. „Willst du schon gehen, weil du dich erhoben hast? „Ich wußte nicht, ob du auf mein Bleiben Wert legtest. Ich bleibe natürlich gern. Auch wenn du mich nur aus Höflichkeit hier behältst.“ Sie überhörte den Nachsatz. Sie fragte:„Wie lange bleibst du in Cartagena? Hast du Urlaub oder was ist mit dir?“ „Urlaub? Als oberster Häuptling der schwarzen Adler? Und nach unserer Vorstadt Cartagena? Und solange die„H. C. Horn' im Hafen liegt und deutsches Bier löscht vom Zapfen in den Mund? Vergessenheit trinken, nannten es die alten Griechen an den Fluten des Lethestroms. Was an Deutschen an diesen Küsten lebt, scheint aus alten Griechen zu bestehen.“ „Weshalb bist du herübergegangen?“ „Würdest du die Freundlichkeit haben, mir zu sagen, weshalb ich hätte in Deutschland bleiben sollen? Um die dicken Bäuche der Ehrendoktoren von Berlin zur Frankfurter Börse zu fliegen, von der Frankfurter Börse zur Münchner Nuntiatur und, wenn es hoch kam, zu einem kühnen Nordseebad mit Badewannegelegenheit? Militärflieger gibt's nicht mehr in deutschem Vaterland. Also Lufthansa. Um in der Uebung zu bleiben. Vorausgesetzt, daß es sich lohnt.“ „Es lohnte nicht mehr?“ „Der Umstand, daß ich über See ging, beantwortet die Frage. „Und der Grund?“ „Uninteressant für dich. Ich nahm mich immer gern ein wenig wichtig. Als ich erst dahintergekommen war, um wieviel leichter sich das Leben ohne den Ballast der Wichtignehmerei lebt habe ich gründlich verzichtet.“ Kara von Rolandsberg sagte:„Ich gebe es zu, daß es sich auf diese Weise leichter lebt. Aber— schöner? Alles Schöne im Leben hat seinen Preis.“ Sie lagen mit geschlossenen Augen in ihre Sessel gestreckt und hörten die heiße Sonnenluft an ihren Ohren singen. Sie suchten einen neuen Gesprächsstoff. Sie horchten nach außen und nach innen. Von draußen drang wie ein steigender und fallender Springquellgesang, wie grell gefärbte, fern verhauchende Tonleitern das Stimmgewirr der Menschen, das Gewieher der Pferde, die Schreie der Maultiere zu ihrem Altan hinauf. Von drinnen erhorchten sie ein Geflüster, das zu Ende war, bevor es Worte gefunden hatte. „Ich habe dir Grüße deines Vaters zu überbringen, Joachim.“ „Meines Vaters? Wie kommst du an meinen alten Herrn in der Wildnis?“ „Es ist doch gar nicht so weit bis Trinidad. Das Karibische Meer erscheint euch Küstenmenschen doch nur wie ein großer Teich? Für Sohnesliebe doch nur ein Sprung. „Für Sohnesliebe“, wiederholte Joachim von Iltitz. „Das laß ich gelten. Und für Vaterliebe? Da lag nämlich ein kleiner Vorwurf in deinen Worten, Kara. Mei Vater würde sich strahlend die Hände reiben und sagen:„Ah, da bist du ja. Und nach dem Abendessen würde er sich wieder die Hände reiben und bedauernd fragen:„Also morgen reisest du wieder ab? Jedenfalls schön von dir, daß du deinen alten Vater nicht vergaßest. Und dabei habe ich keinen Laut von Abreisen von mir gegeben. Keinen Laut. Aber der alte Herr hat vollkommen genug von mir und wünscht, in seinem Sonnenleben nicht weiter behelligt zu werden.“ „Du bist wohl viel allein, Joachim?“ „Es ist Auffassungssache. Bierschiffe kommen alle vierzehn Tage, und in der Zwischenzeit finden sich immer noch ein paar Stumpssinnskandidaten.“ Kara von Rolandsberg sagte kühl:„Ich hatte von so viel Bescheidenheit gar keine Ahnung.“ Der Mann rührte sich nicht. Selbst sein Atem ging leiser.„Ich danke dir für die gute Meinung. Ich habe dich schamlos belogen. Es gibt noch ein paar höhere Dinge. Es gibt noch die Fliegerei. Weißt du, wenn der Motor zu brummeln anfängt, wenn der Propeller loswirbelt und braust, wenn links und rechts von deinen Ohren die Luft vorübersingt wie zwei Geigenstriche und du auf einmal an der Götterruhe in dir und um dich her spürst, daß du allein bist zwischen Himmel und Erde, mit deinem Flugzeug eins, der Adlermensch im einsamen Weltall— ach, du, was kann das Volk auf den Bierbänken dir da noch viel sagen.“ Er schwieg. Als besinne er sich, daß er schon zu viel Worte gemacht hätte. Kara von Rolandsberg saß hintenübergelehnt, schlug die Augen auf und sah ihn an. Eine Weile lang. Und sagte, als führe sie nur die Unterhaltung weiter: „Ich freue mich auf meine Bergfahrt, auf die Schneeköpfe. Es sind unberührte Gipfel. Ich will sie als erste bezwingen. Mein Vetter— du weißt: der Gesandte in Carácas— hat mir Empfehlungen geschrieben, so daß ich auf die besten der eingeborenen Bergführer rechnen kann.“ „Dein Vetter, der Gesandte in Carácas, hätte sich die Tinte sparen können.“ Kara sprach weiter. Sie hatte den Einwurf überhört. „Mein Plan geht folgenden Weg: Erst das Gipfelgebiet im Flugzeug überfliegen. Gesteinslagerungen, Eis= und Schneeverhältnisse von oben einsehen. Die Gipfel umkreisen. Die Angriffsmöglichkeiten feststellen. Um nicht von den eingeborenen Führern abhängig zu sein. bin der Herr.“ Prave „Mein Vetter schrieb mir Empfehlungen an die kolumbianische Luftfahrtgesellschaft.“ „Sagte ich nicht schon, daß sich dein Vetter...“ „Was hast du gegen ihn?" „Nichts. Rein gar nichts. Nur daß er augenblicklich auf der Welt ist, habe ich allerhöchstens gegen ihn. Weil er mich mit seinen„Empfehlungen“ grenzenlos langweilt.“ „Grund?“ „Liebe Base, ich bin zwar kein Gesandter, aber ich fliege ihm ja auch nicht in seine venezolanischen Angelegenheiten hinein. Wir befinden uns hier auf Grund und Boden der Republik Kolumbien. Und zuletzt dürfte es dem edlen Grafen bekannt sein, daß sich hierorts ein Fliegermajor des Namens Joachim von Iltitz befindet.“ „Gerade an den hat er mir eine Empfehlung mitgegeben. Die Luft sang wie ein feines Glas. Die grellen Tonleiter der Straße schrillten hinein. Der Besucher murmelte:„Ein ausgezeichneter Mann, dieser Gesandte", und erhob sich.„Laß die schriftliche Empfehlung stecken, Kara. Du hast dich mir genügend empfohlen. Jawohl, seit deiner Jungmädchenzeit. Also ich werde die Angelegenheit in meine bewährten Hände nehmen. Wann soll das Flugzeug startbereit sein? In drei Tagen? Warten war nie deine starke Seite. Also in drei Tagen. Kara von Rolandsberg geleitete ihn zur Tür.„Wirst du das Nachtmahl mit mir nehmen? Oder bist du versagt“ „Ich komme morgen wieder, wenn ich dir über den Fortgang deiner Angelegenheit Bericht erstatten kann. Für heute hätten wir uns doch wohl nichts Sonderliches mehr mitzuteilen.“ Er ging. Und als er über die Straße schritt und einen schlafenden Maultierreiter durch einen aufschreckenden Aufschrei auf die Seite scheuchte, dachte er nur das eine, von dem er nicht loskommen konnte: Wie kann sich nur ein Mensch das Genick brechen, wenn eine Kara auf dem Weg zu ihm ist. Wie kann ein Mensch nur lärmend vor anderen Menschen seine Freude zeigen, die nur einer Kara gehört. Weshalb hast du Keri mir denn eine Kugel zwischen die Rippen gesetzt? Trotzdem— schlaf wohl, Kamerad. Und Kara von Rolandsberg dachte, während sie die Vorhänge der Altane beiseite schob, um ihm nachzufello, schauen: Der Joachim ist zweife##os auf der absteigen Linie. Das gemeinsame Abendessen schlägt er aus, in seinem Bordabend nicht gestört zu werden. Aber Joachim Iltitz ist dennoch in ihm. Wie er auf den Grafen losging... Am späten Abend fühlte sie sich plötzlich allein. Sie schickte einen Läufer mit einem kurzen Brief an den Schiffsarzt Doktor Abendrot an Bord der„H. C. Horn“. Nach kaum einer halben Stunde stand der Doktor vor ihr. (Fortsetzung folgt.) Seite 10 Nr. 17/ Bochumer Anzeiger# Montag, 21. Januar 1935 Nachrichten aus Seite 11 Nr. Geindintrs:.r. anläßlich der Pfarrereinführung in St.=Elisabeth Bochum=Gerthe wart E. Fünnenberg, Beisitzer Anton Dudtlewiak und H. Stelbring. Am 23. Februar soll ein 9 Am vergangenen Donnerstag fand, wie der„B. A. in der Freitagsausgabe ausführlich berichtete, die feierliche kirchliche Einführung des Pfarrers Normann die Herzen der Gemeinde entgegenschlagen. In diesem Sinne rief er zur Mitarbeit auf zum Wohle der ganzen Kirchengemeinde. in St. Elisabeth zu Bochum=Gerthe statt Der gestrige* 1162 u5.— Sonntag stand nun für die katholische Pfarrgemeinde Unfall. Dem Krankenhaus, zugefuher wurde am im Zeichen einer großen weltlichen Gemeindefeier. Die Samstag nachmittag der 30jährige Adolf., Castrover Hellweg, der auf seiner Arbeitsstelle einen schweren Unfall erlitten hatte. Feier wurde eingeleitet am Nachmittag mit einer Festandacht in der Pfarrkirche. Tannenduft vom rechten Seitenaltar strömte durchs Gotteshaus, umhüllte die Weihnachtskrippe. Eröffnet wurde die Festandacht mit einem Orgelvortrag. Dann brachte die Gesangabteilung des Jungfrauenvereins unter Leitung von Frl. Goebel Darbietungen zu Gehör. Im weiteren Verlauf bot die Jungschar unter den Klängen von Lauten und Violinen ebenfalls Darbietungen gesanglicher Art. Alsdann bestieg Pfarrer Normann die Kanzel, um sich als neuer Pfarrer seiner Gemeinde vorzustellen und dann von der Kraft der Gnade und der Autorität des Priestertums zu sprechen. Hierauf begab sich Pfarrer Normann, begleitet von Studienrat Heer, Vikar Looschelders und Vikar Mühling, zum geschmückten Hochaltar, um eine kurze Andacht für das Wohl der Seelsorger und der ganzen Gemeinde zu halten. Die feierliche Festandacht schloß mit dem von der Gesangabteilung des Jungfrauenvereins begeistert gesungenen„Tantum ergo“ und dem von Pfarrer Normann erteilten sakramentalen Segen.— Anschließend begaben sich alle Pfarrangehörigen zum Katholischen Vereinshaus, woselbst im großen Saale ein Pfarrfamilienabend veranstaltet wurde. Leider konnte der große Saal nicht alle Erschienenen aufnehmen. Gegen 18 Uhr kündeten Fanfarenblasen und Trommelwirbel der Jungschar die Eröffnung der Feierstunde an. Weißgekleidete Mädchen begrußten den neuen Pfarrer mit einigen Prologen unter Ueberreichung weißer und roter Rosen. Hierauf sprach Vikar Looschelders im Namen der Pfarrgeistlichkeit und der ganzen Gemeinde und hielt zugleich Rückschau über die Amtsvorgänger. Namens der gesamten Pfarrjugend sprach der Senior des Gesellenvereins, Küster Weißbrod. Es folgte Rektor Kloke, der die Wunsche der katholischen Eltern= und Lehrerschaft überbrachte. Namens der katholischen Vereine und Organisationen sprach Stadtinspektor Deppe. Dann führte die Theaterabteilung der Jungfrauenkongregation ein feinsinniges Weihespiel über die Bedeutung der Kirche auf Erden auf. Im weiteren Verlauf der Feierstunde folgten Reigentänze der Jungfrauen und sonstige beifällig aufgenommene Gesang= und Musikdarbietungen der Jugendvereine. Zugleich wurde das Bekenntnis zur Kirche erneuert, indem die ganze Gemeinde stehend das Lied sang:„Fest soll mein Taufbund immer stehn.“ Zuletzt nahm Pfarrer Normann das Wort und dankte berzlich für die würdige Vorborzchere,#isfer Gepschh, sie Stadtteil Harpen Sterbe=Auflage. Bei der Revision der Sterbe=Auflage der Gemeinde Harpen ergab sich folgendes: Der Verein zählt 336 zahlende Mitglieder, außer den zahlenden Mitgliedern sind noch 225 mitversicherte Frauen und 166 Kinder unter 18 Jahren vorhanden, im ganzen 727 versicherte Personen. An Beitragen, Eintrittsgeld und Zinsen gingen ein 2124,84 Mark, dem steht eine Ausgabe gegenüber von 1070,95 Mark, Ueberschuß 1053,89 Mark. Das zinsbar angelegte Gesamtvermögen der Kasse beträgt 6875,79 Mark. Ferner wurde beschlossen, daß Personen unter 30 Jahren in Zukunft unentgeltlich ausgenommen werden. Zahltermin ist an jedem zweiten Sonntag, nachmittags 5 Uhr, im Lokal Fleitmann., Swchmiree 9 Rawrsane 9. Krieger= und Lanoweyrverein, 2. Kompagnie. In der Jahreshauptversammlung bei Ruwe gedachte Kompagnieführer Kamerad Homborg vor Eintritt in die Tagesordnung des verstorbenen Kameraden Eduard Mogilowski. Sodann verlas er die Neujahrskundgebung des Bundesführers des Kyffhäuserbundes. Schriftwart Timmermann erstattete den Jahresbericht, Kassenprüfer Schotte gab den Kassenbericht, worauf dem Kassenwart Ruwe Entlastung erteilt wurde. Der engere Führerrat bleibt; er besteht aus den Kameraden Otto Homborg, Kompagnieführer, Wilhelm Timmermann, Schriftwart und Gustav Ruwe. Kassenwart; Vereinsbote bleibt Wroberger. Das Vereinslokal Ruwe wurde einstimmig beibehalten. Folgende Jubilare wurden festgestellt: Kameraden Heinr. Kohlleppel 50 Jahre, Heinrich Degener 40 Jahre, Otto Homborg, Johann Gründer, Friedrich Stute, Emil Funke, Bataillonsführer 20 Jahre. Zur Teilnahme für den am 12. Mai stattfindenden Westdeutschen Kriegertag in Kassel soll eine Reisekasse eingerichtet werden. Fur gute Erfolge bei dem Verbandsschießen erhielt die Kompagnie vom Landesverband eine Kleinkaliberbüchse. Bei dem Stechen um den Bataillons=Wanderpreis erzielte die Kompagnie 469 Ringe(1. Kompagnie 458) und erhielt damit den Wanderpreis. gemütlicher Abend veranstaltet werden. Ausflug des Kirchenchors. Der Kirchenchox der LiebBochum=Linden weilte in Dortmundfrauenpfarrei Lochugreenben, weilte in Huckarde, um dem in hiesiger Gemeinde tatig gewesenen Pfarrvikar Maashänser einen Besuch abzustatten. Schwerer Berufsunfall. Auf seiner Arbeitsstelle erlitt am Samstag der 49jährige Ludwig Schm., Hattinger Straße wohnhaft, einen schweren Unfall. Der Verletzte wurde ins Krankenhaus gebracht. 1804 Stadtteil Langendreer Ein Opfer seines Berufes. Am Samstag nachmittag verunglückte der aus der Weststraße 1 stammende Reichsbahnoberschaffner Hermann Frees tödlich. Beim Rangieren eines Güterzuges in Herbede geriet der Unglückliche zwischen die Puffer der Wagen und zog sich dabei eine Beckenquetschung sowie einen Bruch des Rückgrates zu. Er wurde sofort ins Diakonissenhaus nach Witten befördert, wo er seinen schweren Verletzungen erlag. Geschäftsjubiläum. In diesen Tagen kann Herr Ludwig Grabe, Kaiserstraße. auf ein 25jähriges Bestehen seiner Buchdruckerei zurückblicken. Realgymnasium. Die Schulleitung macht auf die Anmeldungen für die Sexta aufmerksam. Der Direktor der Anstalt ist von heute bis Samstag, 26. Januar, täglich von 11 bis 18 Uhr, in seinem Amtszimmer zu sprechen. rungsfeier. Er nehme sie als Zeichen bafur, vaß iom Stadtteil Bergen NSDAP. In der gut besuchten Versammlung bei sich Gauorganisationsleiter Hein Shr über nationalsozialistische, Weltanschauung und Volksgemeinschaft. Der fesselnde Vortrag begegnete allseitigem Verständnis. Diebl über narit; Eme Zelersiunde der Kleingariel in Wiemethäusen Stadtteil Werne Hochbetagt. Gestern vollendete der Berginvalide Ignaz Michalski, Vollmondstraße 48, in Rüstigkeit und Frische sein 70. Lebensjahr. Er war mehr als 40 Jahre als Knappe unter Tage tätig. Zehn Kinder und zehn Enkelkinder überbrachten ihm ihre Segenswünsche. Stadtteil Riemke Aus der Franziskuspfarrei. Nach zweijähriger Tätigkeit hat Vikar Becker unsere Gemeinde verlassen, um sich in seine Heimat zu begeben. Für ihn hat Vikar Stoecker sein Amt wieder übernommen. Wütender Hund fällt spielende Kinder an. Von noch unbekannten Händen wurde am Samstag nachmittag ein Hofhund, der sich im Zwinger des Schrebergartengeländes befand, aus dem Gartenzwinger befreit. Das Tier fiel das sechsjährige Söhnchen der Eheleute K an und brachte ihm schwere Verletzungen der rechten Nierenseite und andere Bißwunden bei Nur mit großer Mühe konnte der wütende Hund wieder eingefangen werden, während das verletzte Kind zum Arzt geschafft wurde. Stadtteil Hofftede=Marmelshagen NS.=Volkswohlfahrt Hofstede=Riemke. Heute wird mit der Ausgabe der Kohlenscheine begonnen, und zwar: Montag Buchstabe A bis F. Dienstag G bis I. Mittwoch K bis M, Donnerstag N bis S, Freitag T bis 8. Stadtteil Hamme Zu der Jahreshauptversammlung in Verbindung mit einem Unterhaltungsabend des Kleingärtnervereins „Friederika" am Samstag im Jugendsaal der Bürgergesellschaft hatte sich eine stattliche Anzahl Freunde und Gönner der Kleingartenbewegung eingefunden. Kassen*,'d erstattete den günstig lautenden Kasse wart Kovold erstartele den gunth Wgigalen bericht, Schriftführer Schmidt den Geschaftsbericht. Dann eröffnete Vereinsführer Breier den Unterhalhrer Breier früßungsansprache. hästen des Abends, Dann eröffnete tungsabend mit einer Bea sonderer Gruß galt den Gästen des Arenor.u.#ei: dem Provinzgruppenführer der Kleingartner und Kleinsiedler von Westfalen und Lippestaaten, Müller, Sein bedarunter Jahreshauptversammlung und Unterhaltungsabend im Kleingärtnerverein„Friederika". der Klage geführt zu werden braucht. Der Tag der Einholung der gespendeten Gaben wird noch bekannt gegeben. Stadtteil Wiemelhausen Arbeitsunfall. Am Samstag nachmittag wurde der jugendliche Arbeiter Walter., Wohfahrtstraße 162, auf seiner Arbeitsstelle so schwer verletzt, daß seine Ueberführung ins Krankenhaus erforderlich wurde. Er erlitt neben einem Unterschenkelbruch schwere Fußquetschungen. Stadtteil Weitmar Versammlung der DAF. Die Ortsgruppe Weitmar der DAF. hielt am Freitag im Saale des Wirtes Rotermund eine Versammlung ab. Ortsgruppenwalter Theis eröffnete und leitete diese. Nachdem einige Fragen über die Leistungen der DAF. geklärt waren, sprach Kreisschulungsleiter Behrens(Bochum) über Zweck und Ziel der DAF. Der Redner fand für seine etwa anderthalbstündigen Ausführungen aufmerksame Zuhörer. Nach Schluß der Ausführungen wurden das Deutschland= und das Horst=Wessel=Lied gesungen. Eine „Knüppelmusik“ spielte vor und nach dem Referat flotte Weisen. Ein unglücklicher Fall. In der Samstagnachmittagsschicht wurde auf seine Arbeitsstelle der 34jährige Werksarbeiter Jakob Kl., Weitmarer Straße 30c, beim Abtransport von Eisenmaterialien dadurch schwer verletzt, daß er auf den Gleisen ausalitt und zwischen einige Wagen und die aufstoßende Maschine geriet. Der Bedauernswerte mußte ins Krankenhaus gebracht werden. Stadtteil Baak=Sundern Jahresschlußversammlung der Evangelischen Frauenhilfe. Die Evangelische Frauenhilfe Winz=Baat hielt am Dienstag im Lokal Dellmann im Rauendahl ihre Jahreshauptversammlung ab. Pastor Hag(Winz) sprach über den Verlauf des Jahres. Den Geschäfts= und Kassenbericht gab die Vorsitzende Frau Dellmann. Die Gefolgschaftsfuhrung wurde den bisherigen Trägern auch für das kommende Jahr überlassen. Gesangvorträge des Frauenchors verschönten den Abend. Stadtteil Linden=Dahlhausen Jahresappell der NSDAP., Ortsgruppe Linden In der Generalmitgliederversammlung der Ortsgruppe Bochum=Linden am Samstag abend im Lokale Schwager gab Propagandawart Pork nach der Begrüßung einen Bericht über Bekanntmachungen und neue Verordnungen der NSDAP. Anschlief erläuterte Ortsgruppenleiter Burggräf eingeh die Beitragsordnung der NSDAP. ab 1. Januar 1935. Auf Grund der Tatsache, daß die NSDAP. grundsätzlich aus den Mitgliedsbeiträgen bisher finanziert wurde und weiter unter strikter Wahrung der Unabhängigkeit aus sich selbst heraus, also aus den Mitgliedsbeitragen, finanziert werden muß, ist diese neue Beitragsordnung geschaffen worden. Nach einem Hinweis auf die zum größten Teil ehrenamtlich tätigen Politischen Leiter heißt es dann zum Schluß:„Es hat nicht jedes Mitglied der NSDAP. das Glück, Tag und Nacht als Politischer Leiter heute am Aufbau des Staates mitzuarbeiten. Es kann aber jedes Mitglied die gesamte Arbeit und den Aufbau unseres Staates mehr fördern, wenn es über den wirklich niedrig gehaltenen Beitragssatz der Staffelung aus sich selbst heraus einen höheren auch dieses mit dem Vermerk Geschichtstafel 21. Januar wurde der Maler Mox######on Moritz von Schwind in Wien geboren und zunächst Schuler von Schnorr, dann von Cornelius in München, an dessen Ausschmückung der Bauten Ludwigs I. er mitwirkte. In München war er bis zu seinem Tode am 8. Februar 1871 Vertreter der romantischen Malerei und neben Ludwig Richter derjenige deutsche Künstler, dessen poesieerfülltes Schafsen, wie in den Märchenbildern„Sieben Raben“, „Schöne Melusine" und namentlich den WartburgFresken, am meisten zum deutschen Gemüt spricht. 1867 ist der bayrische Dichter Ludwig Thoma in OberIn seinen Beiträgen zum„Simammergau geboren. In heinen Beltzugrn, zum„Simplizissimus“, seinen realistischen Lustspielen und Erzählungen, wie„Altaich",„Lausbubengeschichten“" usw., entfaltete er einen köstlichen, oft satirischen Humor, der ihm gleich Reuter weit über die Grenzen seiner engeren Heimat hinaus, auch als volkstreuem dichter, großen Anhang gewann. Personalnachrichten Neuer Landgerichtsdirektor am Landgericht Bochum. Nach Mitteilung der Justizpressestelle in Dortmund ist der Landgerichtsdirektor Holterdorf bei dem Landgericht in Bochum zum 1. Februar 1935 als Landgerichtsdirektor an das Landgericht in Hagen versetzt worden. Der Landgerichtsdirektor und Amtsgerichtsrat Dr. Mager in Hagen ist zum 1. Februar 1935 als Landgerichtsdirektor an das Landgericht in Bochum und als Amtsgerichtsrat an das Amtsgericht in Bochum versetzt worden. Die Eheleute Anton Grewing und Frau, geb. Enting, Dorstener Straße 82c, begingen am Freitag im Kreise ihrer Angehörigen das Fest der silbernen 8 66588. K ens Ee Am heutigen Montag kann die Witwe Sophie Klein, geb. Hartmann, 2. Parallelstraße 16, in verhältnismäßig guter körperlicher und geistiger Frische ihren 90 Geburtstag begehen. Die Hochbetagte wurde am 22. Januar 1845 zu Haarbrück i. W. geboren und kam schon in verhältnismäßig jungen Jahren nach Bochum. Ein großer Verwandtenkreis wird die He betagte zu ihrem Ehrentage beglückwünschen. Möge noch ein froher Lebensabend beschieden sein! In der Nachtschicht verunglückt. Auf seiner Arbeitsstelle kam in der Nacht zum Sonntag der Dorstener Straße derart zu Schaden, daß seine Ueberführung ins Krankenhaus notwendig wurde. Stadtteil Hordel Gartenlaube in Brand gesteckt In der Nacht zum Sonntag geriet auf dem Grundstück Lakenbruch 28 eine Gartenlaube in städtische Brandwache hatte fast Die Laube ist Stunde mit dem Löschen zu tun. nichtet. Man vermutet Brandstiftung. Die eine verBei der Arbeit verunglückt. Am Samstag erlitt auf seiner Arbeitsstelle der 36jährige Gustav Pi., Hannoverstraße, durch einen Unfall schwere Kopfvexletzungen und einen Schulterbruch. Man schaffte den Verletzten ins Reichsbund der Kinderreichen. In der gut besuchten einen,###m„„Zhrige Minl“., Günnigfelder Mitgliederversammlung bei Huae hielt nach einleiten= Krankenhaus.— Der 1ayr#.#cchr##tz#guf zeiner den Worten des Ortsgruppenleiters Loxenz Kultur, Straße 36, wurde am Samstag nachmit#— den Worten,des Ortsgruppenleiters Loxenz Kultur Straße, 36, wurde am. Sginfass zchowper ipeafe gt. Ge ers: wart Schikaneder einen Vortrag über den Ader#rbeitsstelle durch einen Unsau#### der Arbeit. Kreisleiter Gappa sprach dann über die litt schwere Quetschungen und mußte nach Bochut Siedlungsfrage. Krankenhaus gebracht werden. Stadtgruppenführer der Kleingärtner. Hornburg, und Provinzialschulungsleiter Hobinder. Des Kleingärtners Glück sei sein Schrebergarten, wo er Erholung finde und sich körperlich ertüchtigen könne. Der Aufbau des Vaterlandes beginne im kleinen in der Familie. Bei dem Kleingärtner fänden die Worte:„Jeder an seinem Platz und jeder mit seiner ganzen Kraft" die rechte Erfüllung. Selbstverständliche Pflicht jedes Gartenfreundes sei es, seine Erfahrungen anderen zugänglich zu machen. Ziel der Kleingartenbewegung sei es, einen Teil der Großstadtbewohner gewissermaßen wieder bodenständig zu machen, denn aus der Scholle sprießt die Frucht und der Segen. Nach einem Hinweis auf die Bedeutung der Saarabstimmung schloß der Vereinsführer seine Ausführungen mit einem dreifachen SiegHeil auf die Saar, Volk, Führer und Vaterland. Anschließend sprach Provinzgruppenführer Müller über Aufgaben und Ziele der Kleingärtner, wobei er die noch zu leistende Arbeit der Kleingartenvereine hervorhob und die Bedeutung der Bodenständigkeit des Großstädters betonte. Anerkennend sprach er sich über die Anlage des Kleingartenvereins„Friederika" aus, die sich in der kurzen Zeit ihres Bestehens zu einer der schönsten von Bochum entwickelt habe. Unter der Leitung von Gartenfreund Kobold wickelte sich dann ein schönes Unterhaltungsprogramm ab. Musikalische Darbietungen einer ausgezeichneten Kapelle, sowie die Vorführung einiger alter humoristischer Filme verschönten den Abend. Eine Verlosung, bei der man nützliche Sachen für die Hauswirtschaft und den Garten gewinnen konnte, bereitete viel Freude. Stadttell Altenbochum Ehrung von Kriegereltern. Am Freitag wurden auf dem 8. Polizeirevier, Wittener Straße 138, einer Anzahl Kriegereltern aus Altenbochum und Laer durch den Polizei=Oberleutnant Donnerstag die vom verstorbenen Reichspräsidenten gestifteten Ehrenkreuze feierlich überreicht. Stadtteil Laer Reichsbetriebsgemeinschaft 17(Handel). Heute findet von 8 bis.30 Uhr früh im Parteilokal„Römerhalle“ ein Gemeinschaftsempfang der DAF. statt. Dankgottesdienst. Der aus Anlaß der Saarbefreiung abgehaltene Dankgottesdienst in der evangelischen Kirche erfreute sich eines guten Besuches. Pfarrer Kuhlmann legte seiner alle Herzen packenden Festpredigt das Schriftwort Psalm 126:„Wenn der Herr die Gefangenen Zions erlösen wird, so werden wir sein wie die Träumenden", zu Grunde. Der Frauenchor der Frauenhilfe des zweiten Pfarrbezirks brachte unter Leitung der Diakonisse Emilie Weber drei passende Lieder klangvoll zu Gehör. Mit dem gemeinsam gesungenen Liede„Großer Gott, wir loben Dich“ sowie Gebet und Segen erreichte der feierliche Dankgottesdienst sein Ende. Unter falscher Ueberschrift. Durch ein Versehen ist der Aufsatz in der Samstagsnummer mit falscher Ueberschrift erschienen. Der Kommunalfriedhof an der Stiftstraße befindet sich in Langendreer. In der Gemeinde Laer gibt es nur konfessionelle Friedhöfe, und zwar einen katholischen Friedhof an der Wittener Straße(beim Gemeindepark), einen evangelischen Friedhof an der Schattbachstraße und den alten evangelischen Friedhof in Uemmingen. Vem Nachburgr.... Deutschtum im Ausland zu e laden, in der der Gauführer des VDA., Dr. Frobere Stadt Wattenscheid Ausgabe von Kohlengutscheinen durch das Winterhilfswerk Die 2. Ausgabe der Kohlengutscheine geschieht in folgender Weise: am Montag, 21. Januar, vormittags von—12 Uhr an Wohlfahrtserwerbslose, nachmittags von—5 Uhr an Alu= und Kru=Empfänger; am Dienstag, 22. Januar, vormittags von—12 Uhr an Sozial= und Kleinrentner, nachmittags von—6 an Wohlfahrtspfleglinge. Die Ausgabe erfolgt jeweils in der Ausgabestelle des Winterhilfswerkes in der früheren Swidbertschule, Swidbertstraße. Die amtliche Unterstützungskarte und die grüne Ausweiskarte sind in jedem Falle mitzubringen. Die Ausgabe der Kohlengutscheine an Hilfsbedürftige, die nicht in amtlicher Fürsorge stehen(Fürsorgearbeiter, Invalidenrentner usw.) geschieht im Laufe der nächsten Woche durch die Beauftragten der einzelnen Ortsgruppen der NS.=Volkswohlfahrt. Hohes Alter. Am Mittwoch, 23. Januar, begeht Witwe Helene Neumann, geb. Dukowski, Wattenscheid=Höntrop, Im Wittkamp 19, ihren 84. Geburtstag. Ihren Lebensabend verbringt sie bei ihrem Schwiegersohn Paul Günzel. 2000 Kameraden geleiteten den SA.=Scharführer Hans Klatt zur letzten Ruhe. Am Sonntag nachmittag wurde der an einer Blutvergiftung verstorbene SA.= Scharführer Hans Klatt, einer der ältesten und bekanntesten SA.=Männer von Wattenscheid, zur letzten Ruhe geleitet. Am evangelischen Krankenhaus in der Voedestraße war der Sarg aufgebahrt, flankiert von SA.= Führern. Dann marschierten seine Kameraden vor dem Sarge vorbei, während die Standartenkapelle 441 Trauerweisen spielte. Eine Abordnung der Feldjägerbereitschaft eröffnete den Vorbeimarsch, dann folgten der SA.=Sturmbann I/441, die Motor SA. Marine SA., die Segelflieger, der NSFB., Ss., HJ., Jungvolk, die Kreisleitung und die Ortsgruppenleitungen, und seine Arbeitskameraden. Anschließend bewegte sich der riesige Trauerzug nach dem Gunnigfelder Friedhof. Versammlung der Höntroper NSDAP. In einer außerordentlichen Versammlung der Ortsgruppe Höntrop der NSDAP., die vom Ortsgruppenwalter Hoffmann eröffnet wurde, machte der Kassenwart mit den neuen Beitragsbestimmungen bekannt, und zwar soweit sie durch den Gau festgesetzt worden sind. Gänsereiterversammlung in Höntrop. Die Arbeiten zur Ausgestaltung des alten Höntroper Brauches häufen sich, je näher das Fest selbst kommt. Die Versammlung am Samstag abend befaßte sich hauptsächlich mit der Wahl des Festlokals, als welches für dieses Jahr der Saalbau Knappmann bestimmt wurde. Der Wagenbau wird mit allen Mitteln gefördert werden. Eine verspätete Weihnachtsüberraschung für die (Bochum), über die Aufgaben des VDA. sprach. Anschließend an die beachtlichen Ausführungen des Gauführers fand eine lehrreiche Aussprache statt. Stadt Wanne=Eicke! Gemeinschaftsapvell des Syr-=Witglieder der tag um.45 Uhr finden sich alle Bin####### der Kreisbetriebsgemeinschaft 17(Handel) in der Siaothalle ein, um die Uebertragung mit der Rede von Dr. Ley aus Berlin zu hören. Alle Geschäfte öffnen wegen dieses Appells erst um 9 Uhr. Betrug durch Mindergewicht. Auf dem Wanner Markt wurde schon oft über unlautere Machenschaften einzelner Händler Klage geführt. So konnte man zwei Händler dabei erwischen, als sie Weintrauben mit 20 Pfennig pro Pfund weit unter Preis verkauften, sich aber durch Mindergewichte entschädigten. Dieser, Betrug brachte den beiden Händlern je drei Wochen GefangHausmusikabend im Dienste der RSs. Die musikliebende Jugend Wanne=Eickels mit Unterstützung des Kolonialen Frauenbundes wartete Freitag abend in der Aula des Oberlyzeums mit einem in allen Teilen gelungenen Hausmusikabend auf. Das unter Leitung vr Frl. Potthoff stehende Orchester wartete mit sehr netten Leistungen auf. Das Programm leitete E. wahn mit einem Vorspruch von Frau Hahn wirkungsvoll ein. Schubert, Weber, Mozart, Haydn usw. kamen Die Künstlerschar legte einen bewundernswerten Eifer an den Tag. W. Landwehr bewährte sich mit Liedern zur Laute. Dem Winterhilfswerk wurde ein ansehnliches Sümmchen zur Verfügung gestellt. „Kampf um deutsches Volkstum.“ Die Ortsgruppe Wanne=Eickel des Hilfsbundes der DeutschOesterreicher hatte Sonntag vormittag zu einer Kundgebung ins Kurhaus aufgerufen, ugtriche pgeß leiter Strad!s ßegrage, konnte eine stotzertreter der Stadtteil Querenburg NS.=Volkswohlfahrt Bochum=Querenburg. Man schreibt uns:„Im Laufe der kommenden Woche wird in unserer Gemeinde die Pfund= und Brockensammlung für den Monat Januar 1935 durchgeführt. Wenn sie ein ebenso erfreuliches Ergebnis wie im Monat Dezember 1934 bringen wird, so können die hilfsbedürftigen Volksgenossen wenigstens in kleinem Umfange unterstützt werden. Trotzdem muß immer wieder die betrübende Feststellung gemacht werden daß gerade die Spenden einiger besser gestellten Volksgenossen nicht so ausfallen, daß es für sie als ein fühlbares Anordr Anoronungen Beitrag, seschnet„und auch dieses mit d. „freiwillig" versieht. Es wäre für die Gauleitung eine Wattenscheider Volksgenossen in den Arbeitslagern. In wirklich dankbare„Mitarbezie;„Zeeittellung, wenn daß aller Stille hatte die RSV. im Verein mit der StadtWort, sondern die Tat sprechen ließe. Im weiteren verwaltung eine große Weihnachtsüberraschung vorbeVerlauf des Abends wurden noch einige über die Grußpflicht behandelt. Haus= und Grundbesitzerverein Linden=Dahlhausen. Im Lokale des Wirtes Ernst Wolf in Bochum=Linden hielt der Haus= und Grundbesitzerverein Linden=Dahlhausen eine außerordentliche Versammlung ab. Vorsitzender Rudolf Steinbank gab einen Rückblick über das verflossene Jahr 1934. Weiter wurden noch wichtige Mitteilungen über Mieten und die Sterbekasse gemacht. Damit fand die offizielle Versammlung mit einem Vortrag von Rechtsanwalt Vogelbruch über das Thema„Hypothekenrecht“ ihren Abschluß. Generalversammlung des Brieftaubenzüchtervereins „Blitz“, Oberdahlhausen. Der Brieftaubenzüchterverein Oberdahlhausen hielt im Lokale Kaldeweyer seine diesjährige Generalversammlung ab. Die Neuwahl des Vorstandes zeigte folgendes Bild; 1. Vorsitzender Wilh. bares Opfer angesehen werden könnte. Es wird erwar Vorstandes zeigte folgendes Bild: 1. Vorsitzender Wilh. tet, daß bei der nächsten Sammlung hierüber nicht wie Schuster, 1. Schriftführer v. Kaldeweyer, Korbreitet, die, wenn auch verspätet, jedoch großen anklang fand. Abteilungswalter der NSV. fuhren mit einem vollbepackten Omnibus nach den Arbeitslagern und übergaben jedem der dort Arbeitenden ein Paket mit gutem Unterzeug. Besucht wurden die Lager Lüdinghausen, Altenberge(Lager: Geucker, Bolling und Wißmann), Ochtrup, Wettringen, Neuenkirchen, Uffeln und Brochterbeck. Reichsverband deutscher Kaninchenzüchter. Der Reichsverband deutscher Kaninchenzüchter des Kreises Wattenscheid veranstaltete eine Kinderspeisung für die Kinder der hiesigen Waisenhauser und die Kinder der bedürftigen Mitglieder. Ueber 100 Kinder erlebten einige schöne Stunden und wurden dabei ansehnlich bewirtet. Auch die Kinder des Eickeler Waisenhauses nahmen an dieser Veranstaltung teil. Volksbund für das Deutschtum im Ausland. Standortführer Studienrat Irle hatte die von den Schulleitern ernannten Leiter der Schulgruppen für das von Landsleuten begrußen und., g. als Vertreter NSDAP. den Kreisamtsleiter Matern willtommen heißen. In einem spannenden Vortrag behandelte der Vertreter der Landesleitung, der frühere Grazer Bürgermeister Mally, das ganze deutsch=österreichische Problem. Ortsgruppenleiter Stradischnegg unterstrich die temperamentvollen Ausführungen des Redners. Herne Tödlicher Rangierunfall. Am Freitag nachmittag glitt der 28jährige Rangierer Fritz Weusberg, Jean=Vogel=Straße 5, beim Kohlenwagenrangieren aus und geriet unter die Räder. Dabei wurde ihm das rechte Bein abgequetscht und der linke Unterschenkel angefahren. Der Unglückliche wurde ins Krankenhaus gebracht, woselbst eine Operation vorgenommen wurde. Doch noch in der Nacht zum Samstag starb der Verunglückte. Er hinterläßt eine Witwe mit einem vierwöchigen Kind. Aus der AS DAp. (Nach Bekanntmachungen der Partei.) Montag, 21. Januar RS.=Frauenschaft Stiepel=Haar. 15.30 Uhr: Zusammenkunft im Lutherhaus. Erscheinen ist Pflicht. RSDAP. Weitmar. 20 Uhr: Schulung der politischen Letter, Amtswalter und unterführer der Gliet sönlicher Bericht eines Saarländers. lieberungen. Per* 0 5 Der Polizei Freitag den gem burg unternah bekanntlich 10 00 Der eine der dem Bahnhof 2 reisenden ware tuenden Polizeil Hamburger=; einem Koffer vie gelang es noch fahrenden Zug Nauheim verha räuber. Beim konnte der eine auf den bereits einen Bahnbean bracht werden. Flüchtige a Der andere Lo geben. Bei ihl Hamburger, der Einen Teil des dazu benutzt, ur harmonika, ein Aktentasche zu nommen. Der aus der dann im Laufe tels in Echze meriebeamten bei seiner Verh Fahndung nach nahme des Rät gabe einer Na Aufmerksamkeit Garerpie Ein Selbsti Gasexplosion, derart in Mitl mußte. Die Unglück verurso Tochter au nungslos geboi sie kurz nach starben. Di stunde, als die Küche geöffnet. Explosion, das offenen Herdsel weckten Nachbe Trümmern. T Frau in der 9 ebenfalls ins§ Gebäude weist besteht. 31 15 Berglei Auf der# in der Nacht unglück. 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Januar 1933 Aus aller Welt in Wien dann von ückung der inchen war 1 Vertreter vig Richter ltes Schafn Raben“. Wartburg= iüt spricht. in Oberzum„Simn und Erhten usw., en Humor, nzen seiner em DialektVerhaftung im-Jug Kaftrgene? Verbrecherzagt nund ist der ndgericht in ktor an das andgerichtsgen ist zum Landgericht itsgericht in Frau, geb. m Freitag silbernen de Sophie 16, in verzer Frische igte wurde eboren und n nach Bodie HochMöge ihr er Arbeitsrich B. aus daß seine burde. t sem Grundrand. Die fast eine ebe ist verlitt auf nnoverzen und ten ins ggfelder seiner Er ersum ins hung eingeFrobere sprach. Ann des Gautt. itag vormitder Kreisadthalle ein, r. Ley, aus egen dieses em Wanner achenschaften te man zwei trauben mit rkauften, sich dieser Betrug hen GefängDie musikestützung des abend in der n Teilen geLeitung von ete mit sehr ste E. 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Von Mitreisenden war einem auf dem Bahnhof Gießen diensttuenden Polizeibeamten mitgeteilt worden, daß sich im Hamburger=Zuge zwei Personen befänden, die in einem Koffer viel Geld mit sich führten. Dem Beamten gelang es noch im letzten Augenblick, auf den bereits fahrenden Zug zu springen. Auf der Fahrt nach Bad Nauheim verhaftete der Beamte die beiden Lohngeldräuber. Beim Verlassen des Zuges in Bad Nauheim konnte der eine Täter dem Beamten entfliehen und auf den bereits wieder abfahrenden Zug springen. Durch einen Bahnbeamten konnte der=Zug zum Stehen gebracht werden. Sofort sprang jedoch der Flüchtige aus dem Zuge und suchte das Weite. Der andere Lohngeldräuber wurde der Polizei übergeben. Bei ihm handelt es sich um einen 20jährigen Hamburger, der noch 3200 Reichsmark mit sich führte. Einen Teil des bereits verausgabten Geldes hatte er dazu benutzt, um sich neu einzukleiden, sowie eine Ziehharmonika, ein Grammophon mit Platten und eine Aktentasche zu kaufen. Diese Sachen wurden ihm abgenommen. Der aus dem Zuge geflüchtete zweite Räuber wurde dann im Laufe des Samstags beim Einkauf eines Mantels in Echzell bei Bad Nauheim von einem Gendarmeriebeamten festgenommen. Der Lohngeldräuber trug bei seiner Verhaftung zwei Schußwaffen bei sich. Die Fahndung nach dem dritten Täter dauert an. Die Festnahme des Räubers in Echzell wurde durch die Durchgabe einer Nachricht im Rundfunk und durch die Aufmerksamkeit der Bewohner von Echzell ermöglicht. Gasexplosion bei einem Selbstmordversuch Zwei Todesopfer Harburg Wilhelmsburg, 20. Januar. Ein Selbstmordversuch führte hier zu einer schweren Gasexplosion, die das Gebäude, in dem sie stattfand, derart in Mitleidenschaft zog, daß es geräumt werden mußte. Die Wohnungsinhaberin, die das Unglück verursachte, wurde mit ihrer fünfjährigen Tochter aus dem zertrümmerten Mauerwerk besinnungslos geborgen; beide waren so schwer verletzt, daß sie kurz nach der Einlieferung ins Krankenhaus starben. Die Hausbewohnerin hatte in später Nachtstunde, als die Nachbarn schliefen, den Gashahn in der Küche geöffnet. Plötzlich ereignete sich eine furchtbare Explosion, das ausströmende Gas hatte sich an dem offenen Herdfeuer entzündet. Die aus dem Schlaf geweckten Nachbarn bargen Mutter und Kind aus den Trümmern. Durch eine eingedrückte Wand wurde eine Frau in der Nachbarwohnung so schwer verletzt, daß sie ebenfalls ins Krankenhaus gebracht werden mußte. Das Gebäude weist so schwere Risse auf, daß Einsturzgefahr besteht. Zwei Grubenunglücke 15 Bergleute verschüttet.— Acht bisher geborgen. Kattowitz, 20. Januar. Auf der Oheim=Grube bei Kattowitz ereignete sich in der Nacht zum Samstag ein schweres Einsturzunglück. Bei einem heftigen Gebirgsstoß ging das * Hangende auf der 590=Meter=Sohle zu Bruch. Die hier beschäftigten sechs Bergleute wurden verschüttet. Nach stundenlangen Rettungsarbeiten gelang es, drei Berg= leute lebend zu bergen. Von den weiteren drei nimmt man an, daß sie tot sind. Lüttich, 20. Januar. In der Grube Homveet bei Beynehensay er1 folgte in der Nacht zu Samstag ein Erdrutsch, durch den neun Bergarbeiter verschüttet wurden. Der Rettungsmannschaft gelang es, bis Samstag mittag fünf Bergleute ans Tageslicht zu bringen. Einer von ihnen, der einen Beckenbruch erlitten hatte, starb kurz nach seiner Rettung. Anschuldige wegen Spionage verürtenn Rehabilitierung einer französischen Familie. Paris, 20. Januar. Das Militärgericht von Paris hat am Samstag eine Familie rehabilitiert, die im Kriege wegen Spionage verurteilt worden war. Es handelt sich um einen französischen Bergmann, seine Frau und seine zwei Kinder, die im Dezember 1914 vom Kriegsgericht wegen Spionage und Einvernehmens mit dem Feind verurteilt worden waren. Der Bergmann und seine beiden Söhne waren zu je fünf Jahren Zwangs= arbeit, die Frau zu 20 Jahren verurteilt worden. Die beiden Eltern starben vor Abbüßung der Strafe. Nach längeren Verhandlungen hat sich die Schuldlosigkeit der verurteilten Familie ergeben, und das Gericht hat dies im Wiederaufnahmeverfahren ausdrücklich anerkannt. Den Nachkommen wurde ein Schadensersatz von 11 500 RM. zugebilligt. Hauptmanns Bankkonto Flemington, 20. Januar. Im Verlaufe der weiteren Vernehmungen im Hauptmann=Prozeß erklärte die Zeugin Ella Achenbach, daß sie zwei Tage nach der Entführungsnacht bei Frau Hauptmann gewesen sei. Sie haben beide auf der Hausveranda gestanden, als Hauptmann gerade herauskam. Es habe geschienen, als ob er etwas gehinkt hätte. Auf ihre diesbezügliche Frage habe ihr Frau Hauptmann sich während der Reise am Fisch an einem Pelzgeschäft beteiligt sei. Das Hauptmannsche Konto habe am Vortage der Entführung, am 1. April 1932, 203 Dollar, dagegen am Ende des gleichen Jahres 2528 Dollar betragen. Ein Beamter erklärte, daß das Höchstkonto Hauptmanns 12 500 Dollar betragen habe. Die Einlagen seien zu wiederholten Malen in größeren Kleingeldmengen erfolgt. Nach diesen Zeugenverhören wurde die Verhandlung auf Montag vertagt.— Am Dienstag dürfte die Anklagebehörde die Beweisaufnahme beenden, worauf dann von Mittwoch an etwa 50 Entlastungszeugen und vier Handschriftensachverständige vernommen werden. Newyork, 20. Januar. Nachdem vor kurzem der amerikanische Westen von einer Kältewelle heimgesucht worden war, leidet Amerika zur Zeit unter einem neuen Kälteeinbruch, der von Nordwesten kommt. Das Thermometer sank stellenweise wieder bis auf 40 Grad unter Null. Im Staate Washington mußten die Schulen geschlossen werden. Heftige Schneestürme haben weite Landstrecken unter dichten Schneemassen begraben. Aus mehreren Orten wurden wieder Todesfälle durch Erfrieren gemeldet. Die Kältewelle dehnt sich zur Zeit weiter nach Osten aus. Auch aus Neu=England werden starke Schneefälle Vergebliche Rettungsversuche Keisender in einem Gasthof Verbrannt Eberswalde, 20. Januar. Ein furchtbares Brandunglück hat sich in der Nacht Samstag in dem Dorfe Neu=Trebbin, im zu Samstag in dem Dorse Oderbruch ereignet. Dort entstand, während die Bewohner schliefen, in einem Gasthaus ein Feuer, das schnell große Ausdehnung annahm und einen Teil des Gebäudes vernichtete. Ein Reisender, der in dem Gast hof übemnachtete, konnte trotz aller Bemühungen der Feuerwehr nicht aus seinem Zimmer geborgen werden und fand den Tod in den Flammen. schloß. Nachts gegen 3 Uhr sahen plötzlich die Dorfbewohner, daß aus dem Dachstuhl des Gasthofes Rauch und Feuerschein hervordrangen. Sie weckten sofort die im Erdgeschoß schlafenden Wirtsleute und alarmierten die Feuerwehren der Umgebung. In das Zimmer des Fremden einzudringen, war über die Treppe infolge starker Rauchentwicklung unmöglich. Als die Wehrleute die Fenster des. Gastzimmers zerschlugen, um den Eingeschlossenen zu retten, schlugen ihnen riesige Stichflammen entgegen. Erst nach längerem Löschen konnte man in das Fremdenzimmer eindringen. Der Reisende, Der Reisende hatte ein Zimmer im Dachgeschoß der wahrscheinlich zunächst durch den starken Rauch das des Hauses inne, dessen Tür er abends von innen ver= Bewußtsein verloren hatte, war aber bereits tot. Westfalen und Rheinprovinz Tecnage dor dem Keichsarbengericht Dortmunder Arteil für Droste teilweise aufgehoben— Neuerliche Verhandlung über Prämien= und Gehaltsansprüche ob dem Kläger schon durch die Schreiben der Leipzig, 20. Januar. Im Prozeß des ehemaligen Bergwerksdirektors Wilhelm Droste in Bochum gegen die Vereinigten Elektrizitätswerke Westfalen AG. in Dortmund wurde gestern vor dem Reichsarbeitsgericht die von Rechtsanwalt Thaddey vertretene Revision der VEW. verhandelt. Der auch in der Revisionsinstanz von Rechtsanwalt Scholten(Essen) vertretene Direktor Droste hatte vor dem Landesarbeitsgericht Dortmund ein im wesentlichen obsiegendes Urteil erzielt: die Gehaltsbezüge wurden ihm bis 30. Juni 1934 zugebilligt. Ferner wurde festgestellt, daß der Kläger einen auf ihn entfallenden AbteufPrämienanteil von 30000 RM. zu Recht erhalten hat. Die von den VEW. in Höhe von 129000 RM. widerklagend gemachten Schadensersatzansprüche wurden abgewiesen, ebenso der Feststellungsanspruch des Direktors Droste, daß ihm noch über den 30. Juni 1934 hinaus Gehalt zu zahlen sei. Das Reichsarbeitsgericht hat das Urteil des Landesarbeitsgerichtes teilweise aufgehoben und insoweit neuerliche Verhandlung verfügt, als dem ehemaligen Bergwerksdirektor Droste vom Landesarbeitsgericht Dortmund Gehalts= und Prämienansprüche für die Zeit vom 1. 1933 bis 30. Juni 1934 zugesprochen worden sind. Unter Zurückweisung der weiter gehenden Revision der VEW. wurde in diesem Umfange neuerliche Verhandlung vor dem Landesarbeitsgericht Dortmund angeordnet, und zwar mit folgender Begründung: Die Frage, vem.g r. 1099 Mun Gewerkschaften vom 6. Juli 1933 gerundigt worden ist, hat das Reichsarbeitsgericht in Uebereinstimmung mit dem Landesarbeitsgericht Dortmund im verneinenden Sinne dahin entschieden, daß damals weder eine Kündigung noch eine vertragsmäßige Aufhebung des Dienstverhältnisses zustande gekommen ist. Gekündigt wurde frühestens im Laufe des Prozesses, und zwar im Januar 1934 mit Wirkung zum 30. Juni 1934. Die Frage aber, ob dem Kläger über den 1. Juli 1933 hinaus Gehalts= und Prämienansprüche zustehen, hängt nicht allein davon ab, ob und wann ihm gekündigt worden ist, sondern insoweit ist es von ausschlaggebender Bedeutung ob er im Hinblick auf seine Krankheit auch tatsächlich fähig war, seinen Dienst zu versehen. Ein nichtdienstfähiger Arbeitnehmer kann seine Dienste niemals wirksam anbieten und demzufolge auch einen Betr#bsführer nicht in Annahmeverzug gemäß Paragraph 324 Abs. 2 BGB. setzen. Es kommt deshalb darauf an, ob eine verhältnismäßig nicht erhebliche, vorübergehende Dienstbehinderung im Sinne des Paragraphen 616 BGB. vorliegt, oder ob der Kläger nicht etwa dadurch seiner Gehalts= und Prämienansprüche verlustig gegangen ist, daß er auf eine dem Betriebsführer nicht zumutbare Dauer keine Dienste leisten konnte. Ob die Gehaltsund Prämienansprüche des Klägers bis zu der mit dem 30. Juni 1934 unstreitig feststehenden Beendigung seines Dienstverhältnisses laufen, hängt von der Prüfung seiner Dienstfähigkeit ab. Hierzu wird das LAG. noch nähere Feststellungen treffen müssen. gemeldet. Infolge riesiger Eisstanung liegt der größte Teil der Niagarafälle trocken. Großfeuer im Londoner Hafen Deutsche Schaumapparate löschten. London, 20. Januar. Die Londoner Hafengegend wurde in der Nacht zu Samstag durch ein Großfeuer alarmiert. Der Brand zerstörte ein Lagerhaus, in dem sich riesige Mengen von Schmierfett befanden. Die gesamte Londoner Feuerwehr wurde zur Bekämpfung des Brandes herangezogen. Viele in der Nähe wohnende Familien mußten ihre Häuser räumen. Trotz der todesmutigen Arbeit der Feuerwehrleute, von denen mehrere Brandverletzungen und Rauchvergiftungen davontrugen, konnte das Gebäude nicht gerettet werden. Dank der Hilfe der neuen Schaumapparate einer deutschen Erfindung, die hier zum ersten Male in England in der Praxis angewandt wurde, konnte das Feuer schließlich abgelöscht werden. Das Haus ist zu einem Drittel ausgebrannt. Blicke in die Welt Eine Frau erhält das Frontkämpferkreuz Der Apothekersehefrau Tina Wehner in Pleinfeld in Bayern wurde das Ehrenkreuz für Frontkämpfer verliehen. Frau Wehner hat als Krankenpflegerin in verschiedenen Lazarettrupps den Weltkrieg vom September 1915 bis November 1918 mitgemacht. Für ihre Tätigkeit im Dienste der Krankenpflege wurde sie bereits mehrfach ausgezeichnet. Professor Frobenius in Afrika Der bekannte deutsche Afrikaforscher Professor benius ist zu einer neuen Expedition in das Innere der Libyschen Wüste in Kairo eingetroffen. Professor Frobenius führt die Expedition mit zehn Automobilen, die für den besonderen Zweck eingerichtet sind, durch. Das erste Ziel der Expedition sind die beiden südöstlich von der Oase Siwa gelegenen verlassenen Oasen Sitra und Areg. Berliner Gelehrter mit dem Auto verunglückt Unweit der Eberswalder Stadtgrenze ereignete sich ein Autounfall, bei dem ein Berliner Gelehrter schwer verletzt wurde. Der Dozent des Instituts für Strahlenforschung an der Technischen Hochschule Berlin, Dr. Hans Schreiber geriet mit seinem Wagen infolge der herrschenden Glätte ins Schleudern und fuhr mit großer Gewalt gegen einen Prellstein. Er trug schwere Brustquetschungen davon und mußte ins Krankenhaus gebracht werden. Vollstrecktes Todesurteil In Halberstadt wurde am Samstag der 1898 geborene Josef Mosch hingerichtet, der vom Schwuxgericht zweimal zum Tode verurteilt worden war. Der Bursche hatte in der Nähe von Friedrichsbrunn und Braunlage im Harz zwei allein wandernde Mädchen ermordet, denen er sich als ortskundiger Führer anbot. Der preußische Ministerpräsident hat von seinem Begnadigungsrecht keinen Gebrauch gemacht. Geisteskranker verletzt drei Personen In der Deutschen Grube bei Bitterfeld sollte ein geisteskranker junger Mann durch die Gendarmerie festVonshelichishef fahi schwete Ponische Winal Der Feuerüberfall auf das SA.=Heim in Essen Essen, 20. Januar. Dem RWD. wird aus Berlin berichtet: Der unmittelbar nach der Machtübernahme durch den Nationalsozialismus verübte kommunistische Feuerüberfall auf das SA.=Heim in der Frintroper Straße in Essen hat jetzt vor demndggglisertchgfägrig Berlin seine gerechte Sühne gefunben. Der 2cührige rote Mordschütze Bernhard Saager aus Essen=Borbeck hatte am 1. Februar 1933 bei diesem Feuerüberfall den SA.=Posten Fischer in die Brust geschossen und dem Ueberfallenen auch noch zwei weitere Schüsse in Oberschenkel und Fuß beigebracht, als er bereits wehrlos am Boden lag. Zum Glück waren die Verletzungen nicht tödlich. Fischer konnte nach längerer Krankenhausbehandlung wiederhergestellt werden. Saager hatte bei der Tat nicht weniger als sechs Helfer aus den Kreisen der Roten Jungfront, einer Unterorganisation des verbotenen Rotfrontkämpferbundes. Zwei von ihnen, der 23jährige Adolf Abromeit und der 20jährige Wilhelm Sonnack, hatten ihm bei der Durchführung des Feuerüberfalles zur Seite gestanden, während die übrigen bestrebt waren, die Spuren der Tat zu verwischen und die Täter dem Zugriff der Polizei zu entziehen. Der Volksgerichtshof sprach die drei Haupttäter des versuchten Mordes in Tateinheit mit„Vorbereitung zum Hochverrat, unerlaubten Schußwaffenbesitzés und der Zugehörigkeit zu einer verbotenen Vereinigung für schuldig und verurteilte Saager zu 15, Abromei zu 14 und Sonnack zu 18 Jahren Zuchthaus. Von den vier übrigen Angeklagten, die wegen Begünstigung verurteilt wurden erhielten zwei je ein Jahr Gefangnis, einer neun Monate Gefängnis und gegen den vierten wurde das Verfahren auf Grund der Amnestie eingestellt. 82000 Mark Kirchengelder veruntreut Essen, 20. Jan. Vor einiger Zeit erregten Unterschleife enormen Ausmaßes, die bei der Kirchenkasse der Urbanusgemeinde im Stadtteil Buer aufgedeckt worden waren, in der Bevölkerung lebwurden beiden Angeklagten auf die Dauer von fünf Jahren aberkannt. 12 Verletzte bei einem Wohnungsbrand Essen, 20. Januar. In einer Erdgeschoßwohnung im Blumenkamp, die zu einer Festlichkeit überreich mit leicht brennbaren Papierdekorationen ausgeschmückt war, geriet beim Abbrennen eines Blitzlichtes ein leichter Vorhang in Brand. Im selben Augenblick stand die ganze Raumdekoration in Flammen. Durch die von der Decke herabfallenden brennenden Papierteile erlitten, infolge der zum Teil leichten Kostümierung, etwa zwölf Personen mehr oder minder starke Brandwunden. Sie wurden durch die sofort zur Brandstelle gerufenen Krankenwagen den Krankenhäusern zugeführt. Bei zwei Personen sind die Brandverletzungen besonders schwer. Die Feuerwehr rückte nach mehr als einstündiger Tätigkeit wieder in ihre Wachen ab. Das Mahiliar wurde stark in Mitleidenschaft gezo örierung der Frage der Bankkonten Hauptmanns Summe von etwa 70.000 Mark nach und nach verunu. Der Angestellte einer Maklerfirma Mulligan, treut und verwettet hat. Auf das Konto des zweiten Ansagte aus, Hauptmann habe bei dieser Firma ein Konto geklagten kommen an die 15000 Mark. Holländer geunterhalten, das später auf den Mädchennamen noß als Rendant der Urbanuskirchankerst,man#### von Frau Hauptmann übertragen worden sei. Als Mul= hindurch, allgemeines, Vertrauen, und niemand ahnte, „en Frau Hauprmlln ubertlagen worden sel. Ais Wulligan das Bild Isidor Fischs vorgelegt wurde, erkannte er diesen als den Mann, der Hauptmann im Frühjahr 1933 fünf= oder sechsmal zu seiner Firma begleitet habe. Hauptmann habe ihm erklärt, daß er mit daß er fortgesetzt sich an den Kirchengeldern vergriff Das Gericht verurteilte den Angeklagten Holländer zu einer Zuchthausstrafe von drei Jahren sechs Monaten, Busch zu einer Gesamtstrafe von einem Jahr neun Monaten Zuchthaus. Die bürgerlichen Ehrenrechte Moviliar wurve stark in Mitleidenschaft gezogen. Todesopfer eines Wirtshausstreites Bottrop, 20. Jan. In einem hiesigen Restaurant erhielt im Verlauf einer Meinungsverschiedenheit ein Mann einen Schlag an den Kopf, der jedoch zunächst nicht gefährlich zu sein schien. Am anderen Tage stellten sich aber Bewußtlosigkeit und Schwäche ein. Der hinzugezogene Arzt ordnete die sofortige Ueberführung ins Krankenhaus an. Inzwischen war jedoch bereits eine Gehirnblutung eingetreten, die den baldigen Tod herbeiführte. Schwerer Autounfall des Landrats Dr. Flottmann Lippstadt, 20. Jan. Als Landrat Dr. Flottmann — früher in Hagen bei der Stadtverwaltung und bei der Justizverwaltung tätig gewesen— im Dunkeln von Erwitte nach hier zurückfuhr, wobei der Landrat den Wagen steuerte, tauchte plötzlich vor dem Wagen eine Gruppe schlindernder Kinder auf. Um die Kinder nicht zu überfahren, bremste der Landrat mit aller Gewalt; der Wagen geriet ins Schleudern, überschlug sich und landete im Graben. Dabei erlitt der Landrat einen Bruch des Schlüsselbeins und der neben ihm sitzende 35jährige Kraftwagenführer Oskar Collani außer einer Prellung der Schulterblätter eine Verrenkung der Wirbelsäule. Ehrenbreitstein, 20. Januar. Die Stadt der SaarTreuekundgebung hat aus Freude über die Rückgliederung des Saargebietes in das Deutsche Reich 50 Freiplätze für Saarländer gespendet. genommen und einer Heilanstalt zugeführt werden. Der Geisteskranke riß sich los, raste mit einem großen Messer bewaffnet durch den Ort und stach auf alle Personen, die ihm in den Weg kamen, blindlings ein. Alles flüchtete in die Häuser. Drei ältere Personen wurden von ihm durch Messerstiche schwer verletzt. Der Geisteskranke konnte später überwältigt und ins Krankenhaus gebracht werden. Vier Personen bei einem Autozusammenstoß getötet Ein mit vier Personen besetzter Kraftwagen raste bei De Terp im Wieringermeer=Polder in Holland in voller Fahrt gegen ein aus der entgegengesetzten Richtung kommendes Auto, das mit zwei Personen besetzt war. Sämtliche Insassen des einen Wagens, vier Gemeinderatsmitglieder aus Orten am Wieringermeer, wurden auf der Stelle getötet. Beim Raubmordversuch die eigene Frau erschlagen. In der Nähe der Grenze im litauischen Kreise Szyki erschlug ein Bauer bei einem Raubmordversuch an einer Frau seine eigene Ehefrau, die er mit seinem Opfer verwechselt hatte. Die fremde Frau konnte fliehen. Anamitischer Prinz tödlich verunglückt Ein 27jähriger auamitischer Prinz, Mitglied der königlichen Familie, der gegenwärtig in Paris Medizin studierte, erlitt einen tödlichen Unfall in Bourg la Reine, als er auf seinem Motorrad einen Lastkraftwagen überholen wollte. Der Prinz starb auf dem Weg ins Krankenhaus. Riesenbrand in einem japanischen Badeort Wie die japanische Telegraphen=Agentur Schimbun Rengo meldet, ist in dem Badeort Medsaki auf Hokkaido ein Brand ausgebrochen, bei dem zahlreiche Häuser ein Raub der Flammen wurden. Man befürchtet, daß auch zahlreiche Todesopfer zu beklagen sind, doch liegen hierüber noch keine Nachrichten vor. Die Zahl der vernichteten Häuser beträgt 150. Der Schaden wird auf 300 000 Yen beziffert. Die Ursache des Brandes konnte noch nicht ermittelt werden. Affe „Spielen Sie auch vierhändig, Herr Müller?“ „Ich bitt Sie, gnädiges Fräulein, ick bin doch keen Darum ist noch eine Ruhe vorhander, gegg, Polk, Gottes. Heute morgen 9 Uhr durfte mein lieber Mann. unser guter Vater. Schwiegervater und Großvater Erfist ReisewnZ Im Alter von 76 Jahren im festen Glauben an seinen Erlöser heimgehen. Im Namen der Hinterbliebenen: Dorothea Reisewitz geb. Krause Bochum, den 19. Januar 1933 Die Beerdigung findet Dienstag, den 22. Januar, nachmittage 8 Uhr. vom Trauerhause, Kronenstraße 43. aus statt. Trauerteier eine halbe Stunde vorher Offene Stellen Keine Originalzeugnisse einsenden. Auf die Rückseite von Zeuguisab. schrift., Lichtbildern usw. stets volle Anschrift des Bewerbers schreiben Wir suchen f0r Bochum und weltere Umgegend MRatbeitel haupt- oder nebenberuflich. Sämtliche Versich.-Branchen mit konkurrenzfähigen Einrichtungen, Bedingungen und Prämien. Höchste Bezüge. VATERLANDISCHE Feuer-Vers. Socletät gegr. 1828, Dortmund, Wittekindstr. 18 onwakat, Käarniseh Ongilter, heizuranfOHUsSStladentabinI a 2 Jegr. 19a3 Horst-essel-Str. 43 Tel. 83230 Weiblich Heute morgen verschied der frühere Beamte unserer Gruppenverwaltung Herf Totel Buhnebdene Der Verstorbene, der seit 40 Jahren in unseren und unserer Rechtsvorgängerin Diensten stand, hat sich während dieser Zeit als ein Beamter voll Pflichttreue gezeigt und uns in unermüdlicher Tätigkeit seine Arbeitskraft gewidmet. Am 1. Oktober 1934 ist er in den wohlverdienten Ruhestand getreten. Wir werden ihm ein treues Gedenken bewahren. Bochum, den 19. Januar 1935. Führer und Gefolgschaft der Gelsenkirchener Bergwerks-Aktien Gesellschaft Gruppe Bochum deren Fabrikate seit Jahzehnten bekannt sind, sucht tüchtige Semkoleltsrin Damen, die selbst mitarbeiten und geeignete Kräfte anlernen können, werden um Angebote unt D. K. 48760 Anzeiger gebeten Im Volksmund lebt es! Fragen Sie irgend jemand nach Köstritzer Schwarzbier, so werden Sie die Antwort erhalten:„Ach ja. Köstritzer! Das ist ja das Bier, das Schwache trinken, das Blut macht, für junge Mütter und so!“ Köstritzer Schwarzbier und Kräftigungstrunk sind eben ein Begriff geworden. Diese Tatsache beweist am besten die große Beliebtheit des„Köstritzer“, das bei Schwächezuständen, Blutarmut, nach Krankheiten, für Jung und Alt für jeden Beruf ein wirklicher Kräftespender ist. Generalvertrieb: Karl Schepp, Bochum, Mauritiusstraße 17, Fernruf 69691 Bochum a Montag, 21. 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Beschlubfassung über die Genehmitung des Jahresabschlusses und über die Verwendung des Reingewinnes. 3. Entlastung für Vorstand und Aufsichtsrat. 4. Aufsichtsratswahl. 5. Wahl des Bilanzprüfers. Berechtlgt sur Tellnahme sind nur unsere Gesellschafter sofern sle Ihre Aktienspätestens bis zum 6. Februar 1935 vor Schluß der Geschäftszeit bei unserer Kasse, der Deutschen Bank und Disconto-Gesellschaft in Berlin, deren Zweiggeschäften in Bochum, Bona, Duisburg. Düsseldorf, Dortmund, Essen, Gelsenkirchen, Herne, Recklinghausen, Soest, Witten, bei einer Effekten-Giro-Bank oder einem deutschen Notar hinterlegt oder die anderweitige rechtseitige Hinterlegung in einer dem Aufsichtsrate genügenden Weise dargetan haben. In den beiden letzten Fällen ist der Hinterlegungsschein einen Tag nach Ablauf der ebigen Frist einzureichen.... I. Gemmluns Paxttich. Wir machen besonders darauf aufmerksam, das die versummiung punktiich am 11 Uhr beginnt. Bochum, am 7. Januar 1935. 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