Nr. 80 J 40. Jahrgang Montag, 3. April 1933 Täglich außer Samstags 10Pf. KA ur 2chn ler Ptd..00 Dier Ptd..12 . P4d..72 Pa .. Ptd..00 5% Ptd..10 Pid. nur 0, 90 Frühstucksvon.66 an Bier un rdstr. 52, ung (im Ritter) rt E CK Den jegen Dienstag u 10-12 u. 91.— I, Hermannshöh o6 bruch sroße und Hleinsn welle nach Vorrat au tten. Grobe Voria# g. Gmbf., Bochung Telephon 49310 Achtung: ohne Gläle liche Bohnerwachs. ir noch dieses ideale 6 9631 Osnabrück üßbodenpflegemittel :., Schepanek. Straße 30. und Roluen tion, in Leihfäss. v. 35-40 ück),pro Liter zu 70 p. est. Weingut Gebr. h eim(Pheinptel l. Handleseberatung ener Str. Nr 41.6 Baumann 1 und—8 Uhr. meiner vornehmt ich hiermit bekang, ell und vertrauens zum Erfolg durc, 21053 Hüppe chneiderei, elbert-Straße 24, nOMäntel Stoffen zu äußers Preisen. 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Me. 250.— Unfall=Unterstützung bei tödlichem Unfall nach besonderen Bei durch höhere Gewalt(auch Betriebsstörung, Streik, Verbot und dergleichen) sie verdoppelt sich beim Mitbezug der„Bochumer Illustrierten“ oder der„Wochk S0“ veranlatzten Störungen am Erscheinen der Zeitung können Ersatzansprüche aus Mi. 300.— nicht geltend gemacht werden. au| Auf Dierichs. Verantwortlich: Politik: Rudolg und Nachbargebiet: Adolf Beddingbaus Handel: Fritz Schmidi Sport: Hans unterhaltung:„Dr. Emil Strodtbof!„GeFlegel, Anzeigen: Kurt Scholz, sämtlich ##stunden der Redaktion: 16 bis 17 uhr(außer Verlag: Bochumer Anzeiger und General An&a. Dierichs, Bochum.— Berliner Redaktion: In Sw 68. Zimmerstraße 98 11. Fernsprecher Jäges ###.— Für unverlangte Einsendungen übernimme Thilicht. Zurücksendung erfolgt nur, wenn Rückporte Vn und Geschäftssteile: Rathausplas& 551, 52, 53.— Postscheckkonto Dortmund 1760. geaiinet von 8 bis 1 und 14 dis 18e 10r. Marine Ehlrinag in Kongennne nuc?. Indienststellung des Panzerschiffes„Deutschland“— Stapellauf von„Admiral Scheer“. Damen tadellos auf neueste Form.% umgenäht RM. Hutmacher Hof, Werkstalt OGELO Lltmetalle, älle und Akten I, Telephon 89133 einfaches ttel rn kostenlos mittelle, mter Garantie en beftele Prinzregentenstr. Aufbewahren! 311.— Bolanee P wird man iont solange die Ku## .ise auco von diesc Wilhelmshaven, 1. April. Von unserem nach Wilhelmshaven entsandten Redaktionsmitglied R. F. 21. März, 23. März, 1. April— drei denkwürdige Tage unseres kaum begonnenen diesjährigen Frühlings. Am 21. März vermählte sich an geweihter Stätte in Potsdam neudeutscher Geist mit den besten Kräften preußischer Geschichte, am 23. März vollzog sich, deutlich sichtbar durch die Annahme des Ermächtigungsgesetzes mit mehr als Dreiviertelmehrheit im Reichstage, eine starke Wendung des deutschen Volkes zur Einheit, und heute, am 1. April, erleben wir mit freudigem die Erneuerung und Verjüngung unserer kleinen Reichsmarine durch die Indienststellung des Panzerschiffes„Deutschland“ und den gleichzeitigen Stapellauf des Panzerkreuzers B(Ersatz Lothringen). Im gleichen Augenblick aber schwillt uns die Zornesader: die Größe der beiden Ersatzkriegsschiffe erinnert uns an unsere Stellung minderen Rechts, wie sie uns in dem schändlichen Versailler Vertrag aufgezwungen wurde. Daß uns in dem Versailler Tiktat ein 100 000=Mann=Heer ohne Lschwere Artillerie, ohne Tanks, ohne Flugzeuge, ohne chemische und ohne Gaswaffe aufgezwungen wurde, das sitzt uns allen brennend im Gedächtnis; daß man uns aber von unserer einst achtunggebietenden und selbst von der ersten Seemacht England gefürchteten Kriegsflotte nur sechs Linienschiffe, sechs kleine Kreuzer, 12 Torpedoboote und 12 Zerstörer ließ, zu denen noch je zwei Linienschiffe und Kreuzer sowie je vier Torpeboboote und Zerstörer als Reserve kommen, das ist nicht allen geläufig. Ebensowenig, daß der Ersatz dieser Schiffe und Fahrzeuge nach dem Friedensvertrage zulässig ist nach frühestens 20 Jahren bei den Linienschiffen und Kreuzern und nach 15 Jahren bei den Torpedobooten und Zerstörern. Während in der Kreuzer= und Zerstörerklasse die Erneuerung Schritt für Schritt vor sich gegangen ist, wurde bis zum Jahre 1929 bei den Linienschiffen alles versäumt, obwohl die uns von unsern früheren Feinden gelassenen Schiffe schon bei Friedensschluß veraltet waren. Und auch 1929 bedurfte es noch allerlei parlamentarischen Kuhhandels, bis der Reichstag am 18. Juni 1929 den vorgelegten Schiffbauersatzplan für die vier ältesten Linienschiffe genehmigte. Wilhelmshaven im Festschmuck Nun ist es so weit, daß der erste Ersatzbau in Dienst gestellt werden und der zweite vom Stapel laufen kann. Ein Ereignis ersten Ranges für die Reichsmarine, das ganze deutsche Volk und besonders für Wilhelmshaven mit dem Reichsmarinekriegshafen der Nordsee. Die„Grüne Stadt am Meer“, wie sich Wilhelmshaven auf seinen Prospekten bezeichnet, durchflutet heute ein Meer von Fahnen. Vor herrschen die schwarzweißroten und die Hakenkreuzfahnen. Seit einer Woche waren sämtliche Hotels ausverkauft. Der Zustrom von Fremden setzte bereits Freitag nachmittag ein. Reichswehrminister von Blomberg traf Freitag nachmittag 3 Uhr im Flugzeug ein. Ueberall, wo mau hinhörte, sprach man von dem bevorstehenden Stapellauf des Panzerkreuzers B und der Indienststellung des Panzerschiffes„Deutschland“. Zapfenstreich der Garnison und Fackelzug der nationalen Verbände gaben am Freitag abend den feierlichen Auftakt. Sternenklar war die Nacht, doch trüb und regnerisch brach der Morgen des denkwürdi1. April an. Der Feststimmung tat das Wetter jedoch keinen Abbruch. In den Augen der Kleinen wie der Großen, die frühzeitig schon die Stadt belebten, lag ein Widerschein der inneren Anteilnahme an dem freudigen Ereignis unserer kleinen, aber wohldisziplinierten Reichsmarine. Die Indienststellung der„Deutschland“ Im Ausrüstungshafen der Marinewerft liegt neben Hisf s kr Denst gestehterg„Emden“ das fregatte)„Deutschland“ erstand nach der Reichsgründung 1871 durch Bismarck. In ihre Dienstzeit fiel die Erwerbung der deutschen Kolonien. Sie fuhr ebenso wie die dritte„Deutschland"(Linienschiff) unter schwarzweißroter Flagge. Ihre Erbauung fiel mit dem Aufbau der großen kaiserlichen Flotte zusammen, ihr Ende mit den ersten Zersetzungserscheinungen in der Flotte gegen Ende des Weltkrieges. Pflicht der vierten, heute in Dienst gestellten„Deutschland“ sei es, so betonte Kapitän z. S. von Fischel, die Ehre ihres Namens und damit unseres Vaterlandes hochzuhalten. Freudig und kräftig stimmen Mannschaft und Zudant auf Reichspräsident, Volk und Vaterland ausbringt. „Oberdeck stillgestanden! Heißt Flagge und Wimpel! ertönt das Kommando. Der Präsentiermarsch der Marine erklingt. Am Ausguckturm steigt neben dem sechs Meter langen weißen Wimpel majestätisch die schwarzweißrote Kriegsflagge mit dem Eisernen Kreuz auf, am Heck wird gleichfalls die Kriegsflagge gehißt, während am Bug die Gösch gesetzt wird. Brausend schallt das Deutschlandlied über den Ausrüstungshafen dahin. Das neue Panzerschiff ist schauer in die drei Hurras ein, die der Komman=soffiziell von der Reichsmarine übernommen. Der Stapellauf des Panzerschiffes B Scheer“ ist sein Name der vorläu Kaneggicguft„Deutschlaud“. Der 181 Meter lange und nur 20 Meter breite Rumpf mit seinen beiden DrilLingstürmen, dem hohen Ausguckturm und dem niedSchornstein macht in seiner Schlankheit gegenüber den viel breiteren, mit vielen Aufbauten versehenen alten Linienschiffen einen fast eleganten Eindruck. Droben am Oberdeck steht, in zwei Linien angetreten, die Mannschaft, deren Kern der„Emden"=Mann= schaft entnommen ist. Der neue Kommandant Kapitän zur See von Fischel, nimmt die Meldung entgegen und mustert die Mannschaft. Unter dem Kreuzfeuer der Photosraphen hält er, nachdem inzwischen die Mannschaft auf dem Achterdeck angetreten war, eine Ansprache die Mannschaft. Er unterstreicht, daß die Indienst#sr-Leutschland“ eine besondere Weihe durch 557, heutigen Jahrestag von Bismarcks Geburtstag erumreißt die Geschichte der drei Schiffe, die früher hon den stolzen Namen„Deutschland“ getragen haben, Schicksal, das Schicksal des deutschen Volkes ##derspiegelt. Die erste(Segelfregatte)„Deutschland“ 1848 bis 1852 mit der schwarzrotgoldenen und dem schwarzen Adler, die zweite(PanzerKurz darauf erschallen Marschweisen. Der Aufmarsch zum feierlichen Stapellauf des Panzerschiffes B beginnt. Ein Menschenstrom ergießt sich nach dem Bauhafen der Werft, wo das Schiff, mit grünen Girlanden bekränzt, im Schmucke zahlloser Flaggen über den Toppen auf der Hellige liegt, bereit, in das nasse Element hinabzugleiten, Ehrengäste, Schulen, Truppenteile, Verbände— SA. und SS. sowie der Stahlhelm mit zahlreichen Fahnen und Standarten—, Militärvereine, Arbeiterabordnungen und ein unzähliges Publikum füllen, Kopf an Kopf, das weite Werftgelände und die mit Fahnentuch umrankten Tribünen. Von tannengrünumwickelten Fahnenmasten wimpeln zahlreiche Flaggen dem Schiff„Glückhafte Fahrt“ zu. Der Regen, der schon während des Aufmarsches einsetzte, nimmt langsam an Stärke zu, ohne indes die erwartungsfrohe Stimmung der gewaltigen Menschenmenge beeinträchtigen zu können. Mit klingendem Spiel zieht die Ehrenwache auf. 11.15 Uhr: Kommandos erschallen. Die Ehrenkompagnie präsentiert unter den Klängen des Präsentiermarsches. Reichswehrminister von Blomberg erscheint, begleitet vom Chef der Marineleitung Dr. h. c. Raeder, dem Chef der Nordseestation Vizeadmiral Foerster, dem Chef der Marinestation der Ostsee Vizeadmiral Albrecht und weiteren hohen Marineoffizieren. Er nimmt die Meldung entgegen und schreitet die Front der Ehrenwache und der nationalen Verbände ab. Die Taufrede des Chefs der Marinsekeitung Punkt 12 Uhr besteigt der Chef der Marineleitung Dr. h. c. Raeder die Taufkanzel und hält die Taufrede. Der Admiral erinnert zunächst an die besondere Bedeutung des feierlichen Tages des Geburtstages des Fürsten Bismarck, an dem zugleich die Indienststellung der„Deutschland“ und der Stapellauf des neuen Panzerschiffes B erfolgt. Das soeben in Dienst gestellte Panzerschiff ist eine stille, bitterernste Mahnung für das deutsche Volk, sagt der Admiral. Es ist gebaut unter den Beschränkungen der Versailler Vertrags, und dieses Diktat lastet auch heute noch in voller Schwere auf Deutschland und seinem friedliebenden Volk, das auf wehrpolitischem Gebiet nichts anderes erstrebt, als für seine Grenzen zu Lande und zur See die gleiche Sicherheit wiederzugewinnen, wie sie jedes ehrliebende, souveräne Volk für sich als selbstverständlich beansprucht. Admiral Raeder zeichnet dann ein eindrucksvolles Bild von der vorwärtsdrängenden, kraftvollen Persönlichkeit des Admirals von Scheer, der in der Schlacht bei Skagerrak in kühner Entschlossenheit der größten Flotte der Welt den Siegeslorbeer entwand. So soll denn dieses stolze Schiff, das vor uns steht als ein Zeuge trefflichen deutschen Ersinnens und Könnens und als beredter Zeuge ungebrochenen deutschen Lebenswillens, das Panzerschiff„Ersatz Lothringen“, auf Befehl des Herrn Reichspräsidenten den Namen des Siegers vom Stagerrak tragen. So gleite auch Du in Dein Element, als Träger eines hehren und verpflichtenden Namens. Wahre in Treue das Vermächtnis, das dieser Name für die Reichsa von Sohne sagt sie. Die Sektflasche zerschellt am Bug des Schiffes, das Namensschild erscheint. Die letzten Bremsklötze werden gelöst, der Präsentiermarsch ertönt, und planmäßig, nicht vorzeitig wie die„Deutschland“ am 19. Mai 1931, gleitet das Schiff in sein Element. Mit dem Deutschlandlied endet die erhebende Feier, die allen, die sie miterleben durften, unvergeßlich bleiben wird. Die Reichswehr hatte ebenfalls Vertreter entsandt, darunter auch den Befehlshaber im Wehrkreis VI Münster, Generalleutnant Fleck. An Bord der„Deutschland“. Am Nachmittag hatten die Pressevertreter Gelegenheit, das neue Panzerschiff„Deutschland" unter sachkundiger Führung von Offizieren zu besichtigen. Die Besichtigung zwingt dem Besucher die Erkenntnis auf, daß dieses Schiff ein Produkt des Versailler Diktats ist, bedingt durch die uns vorgeschriebene Größe von 10000 Tonnen. Wenn dieses Schiff bei den Mächten des Washingtoner Abkommens(Amerika, England, Frankreich, Italien, Japan) ein gewisses Alpdrücken hervorgerufen hat, dann hat das seinen Grund in folgendem: Deutscher Erfindergeist und deutsche Technik haben in der Größe eines 10 000=Tonnen=Schiffes ein Meisterwerk vollbracht, das dem 10000=Tonnen=Kreuzertyp der Washington= Mächte artilleristisch überlegen ist. Wie hat man dieses Kunststück fertiggebracht? Indem man Teile der Panzerung konstruktiv dem Schiffskörper so eingefügt hat, daß sie auch als tragende Verbände ausgenutzt werden, indem man die Nietung in weitem Umfang durch Schweißung ersetzt, besonders leichten Baustahl und bei den Einrichtungen Leichtmetall verwandt hat. Auf diese Weise konnten insgesamt 550 Tonnen(11 000 Zentner) an Gewicht eingespart werden. Die Panzerung umfaßt einen über die ganze Länge ausgedehnten Seitenschutz, zwei gepanzerte Decks und starke innere Längsschotten. Gänzlich neu im Kriegsschiffbau der ganzen Welt ist der Antrieb eines so großen Schiffes mit Dieselmotoren Die Motoren der beiden Maschinensätze, von der Maschinenfabrik Augsburg=Nürnberg gebaut, leisten etwa 50 000 PS. Sie sind ein Wunderwerk deutscher Maschinenbaukunst an sich. Gelang es doch, das Eigengewicht der Motoren— hauptsächlich durch Verbesserung der Werkstoffeigenschaften— von 50 Kilogramm in der Vorkriegszeit auf 8 Kilogramm je Pferdestärke zu senken. Die Bewaffnung besteht aus sechs 28=Zentimeter=Geschützen in zwei Drillingtürmen als schwere, acht 15=Zentimeter=Geschütze in Einzellafetten als mittlere, mehreren Flugzeugabwehrkanonen als leichte Artillerie und sechs Ueberwasser=Torpedoausstoßrohren in Drillingsaufstellung. Die Geschoßwirkung ist gegen die älteren Geschütze gleichen Kalibers beträchtlich gesteigert. Das Unterwasserschiff ist verhältnismäßig flach, aber schlank. Der geringe Tiefgang ist mit Rücksicht auf die besonderen Verhältnisse in unsern Küstengewässern gewählt worden, um diese unter Umständen auch taktisch ausnutzen zu können. Wenn die hochgerüsteten Seemächte, in erster Linie Frankreich, es so hinstellen, als bedeute das„Westentaschenpanzerschiff",„Deutschland“ eine Aufrüstung, die Frankreich mit dem Bau eines fast dreimal so großen Schlachtschiffes(Dunkerque, 26 500 Tonnen) beantworten müsse, so heißt das die Tatsachen auf den Kopfstellen. Deutschland fühlt sich mit dem Bau seiner 10 000=Tonnen=Panzerschiffe als Schrittmacher der Abrüstung Hat es doch in Genf wiederholt vorgeschlagen, unsern Panzerschifftyp als Standardtyp des Schlachtschiffes überhaupt zu wählen, was aber von den hochgerüsteten Flottenmächten abgelehnt wurde, die sich ihren Schlachtschifftyp von 35 000 Tonnen und einer schweren Artillerie von 38 Zentimeter nicht nehmen lassen wollen. Diesen schwimmenden riesigen Festungen gegenüber kann sich unsere„Deutschland“ nur durch ihre überlegene Fahrtgeschwindigkeit entziehen, die 26 Seemeilen in der Stunde beträgt. Als durchschnittliche Marschgeschwindigkeit gelten 20 Seemeilen pro Stunde. Bei dieser Geschwindigkeit kann das neue Panzerschiff mit den an Bord mitgeführten Brennstoffen eine Gesamtstrecke von 10000 Seemeilen zurücklegen. Aber auch auf das Wohl der Besatzung ist durch Verbesserung der Aufenthaltsräume im Rahmen des Möglichen Bedacht genommen worden. Rundfunk ist an Bord, Lautsprecher sind in allen Mannschaftsräumen. Wie sehr die Mannschaft über diese Neuerung erfreut ist, bewies sie durch Schallplattenmusik, die uns begleitete, bis wir von dem Schiff Abschied nehmen mußten. Wir schieden mit der Gewißheit, daß deutscher Technikergeist sich nicht hat durch den Versailler Vertrag in Fesseln schlagen lassen, und daß dieser Geist, auf das ganze Volk übertragen, die Ketten von Versailles einst abstreifen wird. Es lebe Deutschland! verlaufen Der Tag des Boykotts Wahrscheinlich keine Wiederaufnahme Berlin, 2. April. sauf Veranlassung des Staatskommissars Dr. Klein Der Tag des nationalen Boykotts gegen die jüdi= in Berlin sämtliche jüdischen Wohlfahrtsschen Geschäfte als Antwort auf die maßlose Greuel=särzte aus ihrem Dienst aus. 72 nationalsozialistische propaganda gegen Deutschland ist in bewundernswerter Aerzte übernahmen die ehrenamtliche Betreuung dieser Disziplin sowohl in der Reichshauptstadt, als Aufgaben,##. auch im ganzen Reichsgebiet durchgeführt wor= In allen Städten des Reiches fanden am den. Alles hat sich programmäßig abgewickelt. Punkt nachmittag Kundgebungen statt, bei 10 Uhr vormittags setzte die Aktion ein. Vor allen Ansprachen die Bedeutung des Boykotts jüdischen Geschäften und vor den Häusern, in denen wurde. In Berlin hielt jüdische Rechtsanwälte und Aerzte wohnen, hatten SA.= und SS.=Leute mit Plakaten Aufstellung genommen, die das Publikum vor dem Besuch dieser Geschäfte bzw. vor der Konsultierung der Rechtsanwälte und Aerzte warnten. Verschiedentlich wurden Käufer mit PfuiIn„zahlreichen in Sturm und Wetter fel, gezeit,„ene, Toteinhreghalt haupt geschlosen. Lediglich i- Kiel kam es zu einem in Not und Gefahr, sei steis bereit, alle Kraft einzusetzen für das Vaterland, für seine Geltung zur See! Und wohin Dich immer Dein Kurs führen wird, in der Heimat oder draußen auf fernem Meere, immer sei eingedenk der Ehre Deiner Flagge und des Vermächtnisses aller derer, denen es beschieden war, im Glauben an die deutsche Zukunft ihr Leben dahinzugeben für unser über alles geliebtes deutsches Vaterland! Dann tritt eine Tochter des Admirals Scheer, Frau Kapitänleutnant Besserer, vor: Im Namen des Reichspräsidenten taufe ich Dich auf den Namen„Admiral Scheer“ haupt geschlossen. Lediglich in Kiel kam es zu einem bedauerlichen Zwischenfall, über den wir auf Seite 2 berichten. J 14914 In Berlin wurden einige jüdische Geschäftsleute, mehrere Kommunisten, Sozialdemokraten und andere Gegner des Boykotts, die sich durch provozierendes Verhalten unliebsam bemerkbar gemacht hatten, festgenommen. Etwa fünfzig Personen, darunter eine Anzahl Radaubrüder, die die von der SA.= und SS. befestigten Boykottplakate abzureißen versuchten,„wurden zwangsgestellt. Zur Stunde des ten, wurden z,wangsgestellt. Zur Stunde, des eingggangan sesen sei au Tmarter das Boykottbeginnes, also um 10 Uhr vormittags, schieden eingegangen seien, sei zu erwarten, das Samstag denen in erläutert am Samstag nachmittag nach einem Riesen aufmarsch der NSB C. im Lustgarten Reichsminister Dr. Goebbels eine längere Rede. Die Regierung werde, so sagte der Minister am Schluß, mit den Juden fertig werden, wie sie mit allem fertig geworden sei. Ein ganzes Volk stehe hinter ihr. Die Regierung kämpfe für die Arbeit, für das tägliche Brot der Arbeitenden, sie sei die Regierung der deut: schen Ehre, der Arbeit und der Wiedergeburt. In München erklärte am Samstag abend gegenüber einem Vertreter der Nationalsozialistischen Parteikorrenspondenz der Leiter des Zentralausschusses zur Abwehr der jüdischen Greuel= und Boykotthetze, Julius Streicher, als das erfreulichste Kennzeichen der Altion könne festgestellt werden, daß sie vom ganzen Volke getragen war. Auf die Frage, ob er glaube, daß eine Wiederaufnahme der Aktion am nächsten Mittwoch notwendig sein werde, erklärte Julius Streicher, nach den Meldungen, die aus dem Auslande bisher eins Wieder auf nahme vermieden werden könne. Sollte aber das internationale Judentum den Kampf fortgeführt haben wollen, so sei die NSDAP. zu diesem Kampfe gerüstet. Aber auch wenn diese Abwehrbewegung mit dem Samstag ihren Abschluß finde, so werde doch ein bedeutsames Ergelnis festzustellen 1. Das internationale Judentum sehe, daß das neue Deutschland nicht mit sich Schindluder treiben lasse; 2. daß nicht nur das deutsche Volk, sondern die ganze Welt durch den von uns von den Juden selbst aufgezwungenen Abwehrkampf auf die Judenfrage hingewiesen worden sei, die nicht nur eine Frage des deutschen Volkes, sondern eine Frage der Menschheit sei. Entfernung der Boykottplakate Anordnung des Boykottzentralausschusses. München, 2. April. Der Zentralausschuß zur Abwehr der jüdischen Greuel= und Boykotthetze erläßt eine Anordnung, die 1. Durch Anordnung der Reichsparteileitung und des Zentralausschusses wurde der Boykott gegen jüdische Geschäfte, Aerzte, Rechtsanwälte usw. bis Mittwoch, 5. April 1933, vormittags 10 Uhr, ausgesetzt. Damit ist der frühere Zustand wiederhergestellt. Plakate, Anklebezettel usw., die mit dem Boykott zusammenhängen, sind zu entfernen. 2. Der Boykott ist erst dann wieder aufzunehmen, wenn vom Zentralausschuß die Weisung hierzu an die örtlichen Aktionsausschüssen ergeht. 3. Dessen ungeachtet haben die Aktionsausschüsse die Vorbereitungen so zu treffen, daß auf Weisung der Boykott zur festgesetzten Zeit aufgenommen und planmäßig durchgeführt werden kann. 4. Um eine Einheitlichkeit der Abwehraktion herbeizuführen, wurde für den Fall der Wiederaufnahme des Boykotts bestimmt, daß an jüdischen Geschäften Plakate anzubringen sind, mit der Aufschrift:„Jude“, an deutschen Geschäften mit der Aufschrift:„Deutsches Geschäft“. Minister Dr. Goebbels würdigt den großen Deutschen Kuntonme=Werdandeehten=Wiemata Eindrucksvolle Kundgebung auf den Müggelbergen bei Berlin k. Beilage zum 2 Anzeiger u. Gen. Berlin, 2. April. Trotz der unfreundlichen Witterung, mit der sich der Monat April einführte, war die Bismarck=Warte auf den Müggelbergen, auf der Samstag abend die Feier zum Geburtstag Bismarcks stattfand, das Ziel vieler Tausender. Der Bismarck=Turm bot inmitten des dunklen märkischen Waldes ein phantastisches Bild. Von Scheinwerfern bestrahlt, hob er sich plastisch gegen den dunklen Abendhimmel ab. Gegen die achte Abendstunde setzten sich die verschiedenen Abteilungen, aus allen Richtungen kommend, mit dem Ziel BismarckWarte in Bewegung. Neben den Vertretungen der Deutschen Studentenschaft marschierten SS., SA. und Stahlhelm=Mann= schaften sowie Gruppen der Polizei und der Hitlerund Bismarck=Jugend, des Kampfbundes junger Deutschnationaler, des Bundes deutscher Mädchen und Vertretungen anderer Jugendbünde herau. des späteren Reiches bestimmten. Die Erben die nach Bismarck kamen, waren seines Erbes nicht würdig. Sie ließen jene starke innere Einheit, die Bismarck geformt hatte, wieder in sich zerfallen. Aber Bismarcks Erbe war so groß, daß es Deutschland noch die Kraft gab, vier Jahre des großen Krieges zu überdauern. Aber dann verfiel dieses ausgeblutete und seiner wahren Mission beraubte Volk wieder in die innere Zerspaltung. 14 Jahre lang haben wir mit zitterndem Herzen und brennenden Augen diesem inneren Zerfall zugeschaut. Nach dem Zusammenbruch die Wiedergeburt Die lodernden Fackeln Anverständliche neue Auslandshetze Berlin, 2. April. Von unserer Berliner Schriftleitung. Nachdem die Boykottbewegung von Samstag 10 Uhr vormittags bis 12 Uhr abends, mit Ausnahme des bedauerlichen Vorfalls in Kiel, in ausgezeichneter Disziplin verlaufen ist, mimmt es um so. mehr wunder, daß an verschiedenen ausländischen Plätzen erneut eine Bewegung gegen Deutschland sich bemerkbar macht. Sowohl Protestversammlungen jüdischer Organisationen in Paris, Newyork und in Santiago de Chile und Ausschreitungen in Kattowitz, wo politische Studenten gegen Deutschland demonstrierten und ganze Zentner von Zeitungen verbrannten, sind nicht dazu angetan, die sich seit Sonntag früh anbahnende Entspannung zu begünstigen. Es ist bedauerlich, daß die verschiedenen ausländischen Verbände aus den Hunderten von Telegrammen und Erklärungen deutscher Organisationen nichts gelernt haben, sondern jetzt mit ihrer Gegenbewegung die Entspannung zu untergraben versuchen. Wie wir hören, widmen die deutschen diplomatischen Vertreter im Auslande den Vorgängen schärfstes Augenmerk, und es ist zu erwarten, daß bei den in Frage kommenden Regierungen energischer Protest gegen die neuen Verunglimpfungen sowie gegen den Boykott deutscher Waren erhoben wird. Nachdem die Reichsregierung zusammen mit der Parteileitung der NSDAP. alles aufgeboten hat, um den kurzen, schlagfertigen Boykott in vorbildlicher Disziplin durchzuführen, wobei immer wieder darauf hingewiesen werden muß, daß diese Boykottbewegung als Gegenwehr gegen die Greuelhetze gedacht ist, muß nunmehr auch von den fremden Regierungen, in deren Länder sich neue deutschfeindliche Bewegungen breitmachen, erwartet werden, daß sie von sich aus geeignete Maßnahmen ergreifen, um der neuen Hetze einen Riegel vorzuschieben. Man kann die Regierungen zwar nicht für die Handlungen einzelner Verbände verantwortlich machen, aber es scheint doch jetzt der Augenblick gekommen, wo die ausländischen Regierungen von sich aus Gegenmaßnahmen gegen die privaten deutschfeindlichen Bewegungen ergreifen müssen, um zu verhindern, daß diese von Einzelkreisen ausgehende deutschfeindliche Propaganda zu einer allgemeinen internationalen Spannung führt, da, wohlgemerkt, die Boykottbewegung mit dem Samstag nur ausgesetzt hat, und mit derselben Schärfe wieder einsetzen kann, falls sich die antideutsche Bewegungen im Auslande fortsetzen. Ein besonderes Kapitel sind die Vorfälle in Kat: towitz, die keinesfalls mit der Boykottbewegung in Zusammenhang gebracht werden können, sondern aus der steigenden deutschfeindlichen Einstellung Polens nur zu erklären sind. Gerade in diesem Falle darf man erwarten, daß der deutsche Gesandte in Warschau mit allem Nachdruck gegen die Verletzung reichsdeutscher Rechte protestiert. Ueber die einzelnen Schritte ist an zzuständiger Stelle noch nichts bekannt. Dagegen sind die diplomatischen Vertreter angewiesen, über die Vorgänge dauernd Bericht zu erstatten und die notwendigen Gegenaktionen zu unternehmen. die die einzelnen Verbände mit sich führten, bestrahlten die im Abendwind flatternden Fahnen. Deutsche Menschen, die Verkörperung des nationalen Wollens, marschierten heran, den Altreichskanzler zu ehren. Alle Verbände waren in ihren Uniformen erschienen. Vor Beginn des Aufmarsches erklangen auf dem Festplatz an der Bismarckwarte Musikdarbietungen. Gegen ½10 Uhr fuhr das Auto des Ministers Dr. Goebbels heran, der von der Menge begeistert begrüßt wurde. Das Lied O Deutschland hoch in Ehren“ klang auf, abgelöst von flotten Marschweisen. Das Innere der Kuppel des Bismarckturms war rot beleuchtet und erhöhte den Glanz dieser Weihestunde. Dann begann Reichsminister Dr. Goebbels auf der ersten Plattform, auf der die einzelnen Abordnungen Aufstellung genommen hatten, seine Rede. Bismarcks Tat Aber in den Jahren des Zerfalls wuchs auch schon der Widerstand, wuchs die Selbstbesinnung, und aus den Sorgen, Irrungen und Wirrungen, aus den seelischen Nöten, die wir jungen Deutschen in uns trugen, brach dann ganz spontan und explosiv wieder der Gedanke des Reiches hervor, stieg eine Wiedergeburt der Nation empor, wie sie heute als historisches Wunder sich vor unseren Augen vollund dem greisen Generalfeldmarschall. Zum Schluß sagte dann Goebbels: Wir erheben die Hände und rufen: Das Reich, seine Macht und seine Stärke, das Volk, seine Größe und seine Einheit, der Feldmarschall, der über uns seine segnende Hand hält, Adolf Hitler, der uns führt, Heil, Heil, Heil! Nachdem sich der stürmische Beifall nach der Rede des Ministers gelegt hatte, wurden von den einzelnen Vertretungen der teilnehmenden Verbände die Feuersprüche gesprochen. Die Feierstunde endete mit dem gemeinsamen Gesang des Liedes„Flamme empor!“, das weit über den nächtlichen Wald fortschallte. Spontan sang die Menge das Horst=Wessel=Lied. Die studentischen Vertreter kreuzten die Klingen. Hell loderten die Flammen der zusammengeworfenen Fackeln auf, und lange noch tönten die Marschweisen der abziehender Abordnungen herauf. Als im Jahre 1848 in der Paulskirche zu Frankfurt die Professoren zusammentraten, um das Reich zu erreden, da stand schon in Preußen ein Mann, der in sich die Ueberzeugung trug, daß das Reich nicht am grünen Tisch erhandelt werden konnte, sondern daß das Reich aus Blut und Eisen erstehen würde. Dieser Mann zerbrach die alten Formen überalterter Tradition, und fest fußend im alten Preußentum, schuf er die Grundlagen, die Form und Inhalt Praunsch weiger Giahihenndert braufgeheren ** Dauflikt shüringisches Inneministerium— St=hI. Mitgliedersperre für ein Jahr— Konftier ihuringisches Innennnisterium— Glahl= helmgauleitung— Stahlhelm appelliert an die Reichsregierung Braunschweig, 2. April. Der Minister des Innern Klagges hat der Vereinbarung mit dem Ersten Bundesführer des Stahlhelms, Seldte, gemäß das Verbot des Stahlhelms und aller seiner Nebenorganisationen mit sofortiger Wirkung aufgehoben. Aus Gründen der Staatsicherheit dürfen aber nur solche Leute als Mitglieder von neuem aufgenommen werden, die in dem Stahlhelm und seinen Nebenorganisationen als Mitglieder bis zum 5. März einschließlich ausgenommen waren. Die Aufnahme anderer Leute in den Stahlhelm als Mitglieder ist bis zum 31. März 1934 einschließlich verboten. Der bisherige Landesführer des Stahlhelms, Schrader, ist aus der Haft entlassen worden, da, wie es in einer amtlichen Mitteilung heißt, durch die vorläufige Vernehmung der Sachverhalt festgestellt worden sei und Fluchtverdacht nicht angenommen werde. Auch alle übrigen in Haft befindlichen Stahlhelmführer sind inzwischen aus der Haft entlassen worden. Meimur 5 Whrit Weimar, 2. April. Die Pressestelle des Staatsministeriums teilt mit:„Der thüringische Innenminister SS.=Mann niedergeschossen Käter gelgoncht Ein Zwischenfall in Kiel. Kiel, 2. April. Die Regierung in Schleswig gibt be kannt:„Der jüdische Rechtsanwalt und Notar Schumm in Kiel schoß am Samstag vormittag gegen 11.30 Uhr den SS.=Mann Wilhelm Asthalter in der Kehdenstraße durch einen Schuß nieder. Der SS.= Mann wurde lebensgefährlich verletzt. Eine erregte Menschenmenge sammelte sich vor dem Polizeigefängnis, in das der Rechtsanwalt gebracht worden war, ehe der vom Polizeipräsidenten angeordnete Abtransport erfolgen konnte. Die Menschenmenge drang in das Gefängnis ein, wo der Rechtsanwalt Schumm durch Revolverschüsse getötet wurde. Der Vorfall spielte sich so schnell ab, daß er von der Polizei nicht mehr verhindert werden konnte. Die Menschenmenge drang auch in das Geschäft des Vaters des Rechtsanwalts Schumm ein und zertrümmerte dort das Innere.“ Eine weitere amtliche Meldung besagt:„Infolge einer irrtümlichen Meldung nachgeordneter Stelle wird die Pressenotiz betreffend Rechtsanwalt Schumm dahin berichtigt, daß der SS.=Mann Asthalter nicht verstorben ist, sondern in sehr ernstem Zustande in der Klinik daniederliegt. Er hat einen Bruststeckschuß erhalten.“ Wie amtlich gemeldet wird ist Professor Bargheer (Dortmund) an Stelle des Ministerialdirektors Has vom preußischen Kultusminister Rust in die Pädago= gische Akademie berufen worden. Kultusminister Rust hat weiter den Landtagsabgeordneten Sunkel zum Kommissar z. b. V. im preußischen Kultusministerium ergannt. zieht. Ist es nicht ein wunderbares Zeichen deutscher Wiederbesinnung, so führte Dr. Goebbels weiter aus, daß sich die Jugend der Reichshauptstadt, von der man einmal sagte, daß sie rot sei und rot ebleiben werde, um dieses Ehrenmal eines großen Toten versammelt, um ihm und seinem historischen Vermächtnis ihre Huldigung zu Füßen zu legen? 14 Jahre unendlicher Demütigung und Verfolgung liegen hinter uns, 14 Jahre, in denen in Deutschland die Anarchie die geistige Auflösung des Marxismus und die bolschewistische Dämmerung regierten. Bismarck und sein Erbe schien vertan, die Einheit des Reiches, so meinte man, müsse zerbrechen, und die Einheit des Volkes hatte sich aufgelöst in Dutzenden von Parteien, Organisationen, Interessengruppen und Klassenverbänden. Bismarck einte die Länder und gab dem Reich die Form. Wir einten die Klassen und gaben der Nation einen neuen Inhalt. Und heute steht nun die deutsche Jugend um dieses deutsche Werk versammelt, eine Jugend, bereit und entschlossen, in den Staat hineinzuwachsen, den Staat zu gewinnen und ihn sich zu eigen zu machen. In Hindenburg und Hitler hat das Reich wieder seine Grundfesten erhalten, denn wir, die Jugend, wir schlagen die Brücke zwischen dem jungen Volkskanzler Hindenburg und Hitler Ehrenburger der Reichshauptstädtg Sauckel hat der Gauleitung der Gaues SaaleThüringen des Stahlhelms, Rechtsanwalt Schönheit in Rudolstadt, einen Brief geschrieben, worin er auf den Ton hinweist, in dem sich die Stahlhelm=Gauleitung gegen Maßnahmen des Ministeriums des Innern gewandt habe und der vom Ministerium unter keinen Umständen geduldet werden könne. Das Ministerium bricht deshalb jeden Verkehr mit der Gauleitung bis auf weiteres ab und hat auch die Kreisämter Ostthüringens angehalten, das gleiche zu tun.“ Berlin, 2. April. Wie die Reichspressestelle des Stahlhelms mitteilt, beabsichtigt die Bundesführung des Stahlhelms, über das Verhältnis der thüringischen Regierung zum Stahlhelm eine Entscheidung der Reichsregierung herbeizuführen. Die von der thüringischen Regierung verfügten, den Stahlhelm betreffenden Anordnungen träfen eine Reglung, die nicht Sache der einzelnen Landesregierungen sein könne, da der Stahlhelm sich über ganz Deutschland erstrecke. Berlin, 2. April. Die am 12. März neugewählte Berliner Stadtverordnetenversammlung hielt am Samstag ihre erste Sitzung ab. Die Stadtverordneten stimmten unter großem Jubel der Verleihung des Berliner Ehrenbürgerrechts an den Reichspräsidenten von Hindenburg und an den Reichskanzler Adolf Hitler zu. Oberbürgermeister Sahm wird die Ehrenbürgerbriefe dem Reichspräsidenten und dem Reichskanzler persönlich überbringen. Sichtvermerk für deusche Auslandsreisentel erlin, 2. April. Der Reichsminister des Innern wird eine Bekanntmachung erlassen, wonach Reichsangehörige zum Grenzübertritt bei der Ausreise aus dem Reichsgebiet eines Sichtvermerkes bei dürfen. Die Sichtvermerke werden, wie alli Sichtvermerke, von den Sichtvermerksbehörden erteilt. „Stunde der Nation“ des Deuschlandsender Berlin, 2. April. Der kommissarische Intendant des Deutschlandsenders teilt mit: Ab heute(1. April) findet in der Zeit von 19 bis 20 Uhr im gesamten deutschen Rundfunk täglich mit Ausnahme der Sonn= und Feiertage die Stunde der Nation“ statt, deren Programm unter Mitwirkung aller deutschen Sendegesellschaften vom Deutschlandsender zusammengestellt wird. Zulassung jüdischer Rechtsanwälte Kerrl behält sich Einzelentscheidung vor Teressnase turch Eihungen nuli Ausnahnesanen Die Voraussetzungen für die Hinrichtung des Reichstagsbrandstifters geschaffen Berlin, 2. April. Das Reichsgesetzblatt vom 31. März enthält nunmehr das von der Reichsregierung angekündigte Gesetz über die Verhängung und den Vollzug der Todesstrafe. Das Gesetz, das in zwei Paragraphen gegliedert ist, sieht vor, daß der§ 5 der Verordnung des Reichspräsidenten zum Schutz von Volk und Staat vom 28. Februar auch für die Taten gilt, die zwischen dem 31. Januar und dem 28. Februar begangen sind. Weiter kann die Regierung des Reiches oder Landes anordnen, daß die Vollstreckung eines wegen Verbrechens gegen die öffentliche Sicherheit ergangenen Urteils durch Erhängen erfolgt. Damit ist auch die gesetzliche Grundlage, den Reichstagsbrandstifter van der Lubbe durch Erhängen hinzurichten, geschaffen. Berlin, 2. April. Wie der amtliche preußische Pressedienst mitteilt, hat der Reichskommissar für das preußische JustizIm Zusammenhang mit dem verabschiedeten Gesetz über die Vollstreckung der Todesstrafe durch Erhängen wird dem Nachrichtenbüro des V. D. Z. in unterrichteten Kreisen erklärt, daß der Ton des Gesetzes darauf liege, daß das Erhängen eine Kann=Vorschrift sei. Es werde also auch in Zukunft nicht so sein müssen, daß jeder zum Tode Verurteilte aufgeknüpft wird, sondern vielmehr so, daß die Vollstreckungsbehörden darüber zu entscheiden haben, ob das Verbrechen des Verurteilten als ein besonders fluchwürdiges zu betrachten und deshalb durch Erhängen zu ahnden sei. Im wesentlichen wird es, das habe ja der Reichskanzler schon angedeutet, eine Lex Lubbe sein. Der ReichstagsBrandstifter van der Lubbe dürfte, sobald das Reichsgericht das Todesurteil ausgesprochen hat, sein Leben am Strang endigen. Im übrigen bestehen in Deutschland weiterhin die Vollstreckungsmethoden für die Todesstrafe, die nach den Bestimmungen der Landesrechte in Wirksamkeit sind, nämlich Vollstreckung durch das Handbeil, durch das Fallbeil und durch das Schwert. Dagegen dürften durch Erhängen besonders die schweren Verbrechen geahndet werden, die durch die Verordnung zum Schutze von Volk und Staat mit der Todesstrafe bedroht sind, vor allem also mörderische Anschläge auf leitende Persönlichkeiten des nationalen Regimes. Der Vollständigkeit halber sei noch erwähnt, daß nach dem Kriegsrecht in Deutschland die Vollstreckung der Todesstrafe auch durch Erschießen möglich ist; das Kriegsrecht und das Militär= strafrecht betreffen jedoch in der Regel nur aktive Personen des Militärstandes. Da die praktische Durchführung der Justiz in Deutschland gegenwärtig noch Landessache ist, wird, abgesehen von den Hochverratsangelegenheiten, soweit sie vom Reichsgericht abgeurteilt werden, die zuständige Landesbehörde bei erkannter Todesstrafe über die Vollstreckungsart zu entscheiden haben. In diesem Zusammenhang wird dem Nachrichtenbüro des V. D. Z. in unterrichteten preußischen Kreisen erklärt, daß in Preußen seit dem 31. Januar, dem Stichtag für das rückwirkende Inkrafttreten des Reichsgesetzes über die Vollstreckungsart des Erhängens, bereits einige Todesurteile verkündet wurden, allerdings bisher lediglich für kriminelle Verbrechen. Es dauere aber immer ungefähr zwei Monate, ehe die zuständigen Instanzen über ein etwaiges Gnadengesuch auf Umwandlung des Todesurteils entschieden haben. Danach muß man annehmen, daß sich bereits in einigen Wochen in der Praxis erweisen wird, in welchem Umfange die Vollstreckungsart des Erhängens angewandt wird. Neue Autosteuer rückwirkend klärt, daß es sich dabei um Dinge handele, die## vollkommen in der Schwebe seien. Der„Völkische Beobachter“ meldet, daß der frühere Ordenskanzler des Jungdeutschen Ordens, Otto Bornemann, sowie der Pressewart des Ordens, August Abel, ihren Eintritt in die RSDAP. mitgeteilt haben. Der preußische Kultusminister Rust hat die sogenannte Akademie der Arbeit an der Universität Frankfurt am Main geschlossen. Gegen Die Abwehr=Mita Beteiligu Als der„B..“ ufforderte, ihm mitz Entideutsche Greuelhet on Adressen Verwan En die dann zur Au Seschickt werden sollten Oen, bis schon die erst Sintrafen. Und dan Stöße von Adressen. ministerium, Kerrl, im Hinblick auf die von jüdischen Kreisen im Ausland gegen das nationale Deutschland betriebene Hetze sich veranlaßt gesehen, unter Widerruf der den Oberlandesgerichtspräsidenten erteilten Ermächtigung sich bis auf weiteres die Entscheidung über Anträge auf Zulassung zur Rechtsanwaltschaft vorzubehalten, und zwar auch für die Fälle, in denen ein bereits zugelassener Rechtsanwalt seine Simultanzulassung oder die sonstige Zu lassung zugleich bei einem anderen Gericht nachsucht Nach einer Mitteilung der Berliner Anwaltskammer dürften ungefähr 35 Rechtsanwältt jüdischer Abstammung an den Berliner Gerichten mi Einschluß des Kammergerichts zugelassen werden. 30. März 31. März 1. April 2. April insges In jedem Einzel er neuesten Ausgabe Den schweren Kampf Die Schmähung des d Diese Weise wirksamz ##eiter. Auch heute ##B..“ wieder über n Auslande zu zeug utschen Vaterlande! In Ruh pollzog sich in Boch Bo Der von der Na heiter=Partei zur Abt ntideutschen Greuelh eschältshäuter, Redk Samstag auch in B Stunde, morgens 10 idischen Geschäften chen Wehrformatione Sit der Aufforderung #eln. Plakate wurd nze Aktion vollzog Prianweilunggn., in b Sendwelche Zwischenf Prönungsdienst nicht Eine Reihe jüdischer Sachlage die Pforten Den gleichen Ver Bonkottbewegung au attenscheid, Wanne ##enden Meldungen al Weitens ist die Boy Tisziplin durchgefüh n zuständigen Pol Ausschreitungen gekor Die Boykottbewe Ablauf des Samstag usgesetzt und soll er esetzt werden, wenn er Greuelhetze nicht Intideutsche Propaga Den Brud Ein lebensgesä Auf der Riem! Bochum=Herne entstat ung des Arbeiters Familie ist, ein folge Dieses Streites wurd Der niedergeschossen Seib so schwer verletzt eführt werden mußt Besahe Gesetz über die Erteilung bon Krebitermächsigunge Berlin, 2. April. Im Reichsgesetzblatt Nr. 28 vom 31. März wird jetzt das Gesetz über Erteilung von Kreditermächtigungen veröffentlicht. Danach wird der Finanzminister er# mächtigt, zur Finanzierung des voraussichtlichen Fehl betrages des Rechnungsjahres 1932 bis zu 850 Millionen Reichsmark im Kreditwege zu beschaffen. Die Ermächtigung, zur Aufrechterhaltung des Betriebes der Reichshauptkasse bis zu 600000 Reichsmark im Wege des Kredites flüssig zu machen, gilt weiter. Das Gesetz über Schuldentilgung wird dahin geändert, daß in den Haushaltsplan für das Rechnungsjahr 1933 100 Millionen Reichsmark zur Tilgung der schwebenden Schuld des Reiches einzu setzen sind. Fast 90 purden in der Nots Fram #.#i, dem 31. M heiteränhis des Waterlandischen Fra um=Altstadt durchg #oadr Zeit vom #.sze sind insgesam wolgt worden. Das herabfolgt. Berkin, 2. April. Von zuständiger Stelle wird bestätigt, daß die Neu# regelung der Automobilsteuer, die wahrscheinlich##### zum 1. Mai vom Kabinett verabschiedet werden wirh, rückwirkende Kraft ab 1. April erhalten soll Nach Pressemitteilungen werden bei den Kabinett Imm komm 05 Der Und mand die doch Eine sen und Wagenhaltern, die zwei Wagen besitzen,## das zweite Auto Steuerfreiheit zu gewar ren. Hierzu wird allerdings von zuständiger Stelle### der Bess nebi 95 der man Hausse an der.„ t 24654 Verier Samstagsveiig Berlin, 2. April. An der Berliner Börse von Samstag setzte gleich zu Beginn eine allgemeine Haussebewegung ein. ersten Aktienkurse waren durchschnittlich um 4 b 6 Prozent befestigt. Einzelne Spezialpapiere zielten sogar Kurssteigerungen bis zu 10 Pr. zent. Bei den Banken lagen umfangreiche#### aufträge des Publikums und der Provinz vor. die Spekulation schritt zu Rückkäufen. Weitere politische Nachrichten auf Seite 10. Nr. 80 40 Jahrgang Montag, 3. April 1933 Zum Schluz Die Abwehr=Mitarbeit dez.„S..: indet rege Beteiligung der Bevvuerung Als der„B..“ am Donnerstag seine Leser Das Reich, Volk, seine arschall, der Adolf Hitufforderte, ihm mitzuhelfen bei dem Kampf gegen die Antideutsche Greuelhetze im Ausland durch Einreichung ### Adressen Verwandter und Bekannter im Ausland, n die dann zur Aufklärung Ausgaben des„B..“ nach der Rede###schickt werden sollten, da dauerte es nur wenige Stuni den einzelnen#en, bis schon die ersten Zuschriften aus dem Leserkreis de die Feuer=intrafen. Und dann brachte jede Postsendung neue endete mit den öße von Adressen. Es gingen ein am imme empor!“ tschallte. Spon# Die studen ied. Die stuvendell loderten die ickeln auf, und der abziehenden nien unter groer Ehrenbürger= indenburg tler zu. Oberürgerbriefe dem izler persönlich 30. März 31. März 1. April 2. April .. 839 Adressen, .. 651„ . 3 4 4 rund 220„ insgesamt also 2054 Adressen. In jedem Einzelfalle wurde sofort die Zustellung er neuesten Ausgabe des„B..“ vorgenommen, um ben schweren Kampf der deutschen Oeffentlichkeit gegen Die Schmähung des deutschen Namens im Ausland auf Diese Weise wirksam zu unterstützen. Dieser Kampf geht weiter. Auch heute werden die neuesten Ausgaben des stler haupestab , 2. April. liner Stadtverstag ihre erste##B..“ wieder über die deutschen Grenzen gehen, um nten nuter“. An Auslande zu zeugen für die Ruhe und Ordnung im ##eutschen Vaterlande! dsreisende 1, 2. April. wird eine Besichsangehörige r Ausreise aus merkes bei en, wie all merksbehörden indsenders in, 2. April. Deutschlandsenndet in der Zeit en deutschen der Sonn= und tatt, deren Prohen Sendegesellmengestellt wird. stsanwälte idung vor 2. April. In Ruhe und Ordnung ollzog sich in Bochum, wie im ganzen Westen, die Boykottbewegung. Der von der Nationalsozialistischen Deutschen Areiter=Partei zur Abwehr der im Auslande betriebenen Ontideutschen Greuelhetze organisierte Boykott jüdischer Peschäftshäuser, Rechtsanwälte und Aerzte setzte am Eamstag auch in Bochum pünktlich zur festgesetzten ##tunde, morgens 10 Uhr, ein. Ueberall sah man vor büdischen Geschäften Angehörige der nationalsozialisti#hen Wehrformationen. Schaufenster trugen Plakate ##it der Aufforderung, im Sinne des Boykotts zu han#eln. Plakate wurden in der Stadt gezeigt. Die nze Aktion vollzog sich, entsprechend den stritten Par#ianweisungen, in vollster Ruhe und Ordnung. Ir##ndwelche Zwischenfälle wurden, was bei dem starken rönungsdienst nicht zu verwundern ist, nicht bekannt. ine Reihe jüdischer Geschäfte hatte angesichts der Sachlage die Pforten geschlossen. Den gleichen Verlauf, wie in Bochum, nahm die sonkottbewegung auch in den Nachbarstädten, so in Pattenscheid, Wanne=Eickel usw.— Nach den vorliesenden Meldungen aus den verschiedensten Städten des Westens ist die Boykottbewegung in aller Ruhe und Disziplin durchgeführt worden. Nach Auskunft bei n zuständigen Polizeidirektionen ist es nirgends zu lusschreitungen gekommen. Die Boykottbewegung wurde gleichzeitig mit dem Ablauf des Samstags eingestellt. Sie wird ab heute Ausgesetzt und soll erst dann am Mittwoch wieder fortsesetzt werden, wenn es sich zeigt, daß das Nachlassen er Greuelhetze nicht anhält, beziehungsweise wenn die ssedienst mitteilt, entideutsche Propaganda fortdauert. reußische JustizBioiaralurmis bente bas Zeder Das nationale Bochum feierte den Geburtstag des Altreichskanzlers 20000 vaterlandsliebende Frauen und Männer bei der Feststunde die von jüdischen nale Deutschland unter Widerrichtspräsiing sich bis auf je auf Zulassung und zwar auch gelassener Rechts die sonstige Zu Bericht nachsucht ter Anwalts echtsanwält: er Gerichten mit sen werden. g schtigungen lin, 2. April. 31. März wird Preditermächtigunfinanzminister erissichtlichen Fehl is zu 850 Miltwege zu beAufrechterhaltung bis zu 600 000 lüssig zu machen, ldentilgung wird altsplan für das Reichsmark zur s Reiches einzu twirkend rlin, 2. April. igt, daß die Neuwahrscheinlich edet werden wir), riI erhalten soll. i den Kabinett Pläne erörtert,# zen bis zw Den Bruder niedergeschossen Ein lebensgefährlich Verletzter bei einem Familienstreit. Auf der Riemker Straße an der Stadtgrenze Bochum=Herne entstand am Samstag abend in der Woh#ung des Arbeiters., der Vater einer mehrköpfigen Familie ist, ein folgenschwerer Streit. Im Verlaufe Dieses Streites wurde der Hausherr von seinem Bruwer niedergeschossen und durch Schüsse in den Unterseib so schwer verletzt, daß er in ein Krankenhaus übereführt werden mußte. Der Verletzte schwebt in Lebensefahr Fast 90000 portionen Essen ppurden in der Notspeisung durch den Vaterländischen Frauenverein verabfolgt. * Mit dem 31. März fand die Notspeisung, die mit atersäitzuus des Arbeitgeberverbandes durch den Shum olnnachen Frauenverein vom Roten Kreuz Bogom=altstaot durchgeführt werden konnte, ihr Ende. Iin der Zeit vom 1. Dezember 1932 bis 31. März 933 sind insgesamt 89 782 Portionen Essen verabFolgt worden. Das Essen wurde nur an Wochentagen verabfolgt. Unter anderen Vorzeichen als in den schweren Jahren der Nachkriegszeit bis 1932 konnte diesmal die Arbeitsgemeinschaft der vaterländischen Verbände und Vereine Bochums zu der großen Feierstunde des Bismarck=Geburtstages oben zum Bismarckturm im Stadtpark aufrufen. Im national geeinten neuen Deutschland wuchs diese Feier zu einem neuen großen nationalen Bekenntnis Bochums empor. Nicht nur die Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft, auch die Formationen der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei, der Stahlhelm, der Deutschnationale Kampfring, die Deutsche Arbeitsgemeinschaft mit Vertretern der Hütten, Knappen in Tracht und dem Freiwilligen Arbeitsdienst in seiner grauen Uniform, Mitglieder der Deutschen Turnerschaft und anderer nationaler Verbände und Vereine marschierten diesmal im regenschweren Samstagabend auf, um das Andenken an Deutschlands Altreichskanzler zu ehren. Von der sechsten Abendstunde an hallten durch die fahnengeschmückten Straßen der Stadt die Trommelwirbel und die Marschweisen der Militärmusik. Aus allen Richtungen setzten sich die Züge zum Stadtpark in Bewegung, und je näher die achte Stunde des Abends rückte, um so größer wurde der Zug der Massen oben im Stadtpark. Der Festakt am Bismarckturm sah unübersehbare Massen vaterlandsliebender Frauen und Männer am Fuße des Bismarckturmes und auf den anliegenden Wegen und Plätzen des Stadtparks versammelt. Im strömenden Regen knisterten Hunderte von Pechfackeln über der geduldig harrenden Riesenmenge. Oben auf dem Sockel nahmen einig nebeneinander die vielen Fahnen der nationalen Vereine und Verbände, die alte, ruhmreiche Fahne Schwarz=Weiß=Rot, das Hakenkreuzbanner der nationalen Revolution und die Kriegsflaggen des Stahlhelms Aufstellung. Die Freitreppe flankierten 24 Chargierte des Deutschen Waffenrings Bochum in vollem Wichs mit blitzenden Schlägern. Die Musikkapellen= und Trommlerkorps traten an. Aus deutschen Männerkehlen scholl wuchtig der Chor„Deutsche Völker allesamt“, zu dem sich die Sänger des MGV.„Schlägel und Eisen“ unter Bundeschormeister Rudolf Hoffmann einten. Und dann schallten aus dem Lautsprecher über die feierlich gestimmte Menge die Begrüßungsworte des Vorsitzenden der Arbeitsgemeinschaft der vaterländischen Verbände und Vereine Bochums, Bergassessors Vollmar. Er dankte den ungezählten Tausenden, die trotz des schlechten Wetters herbeigeeilt waren, um des Geburtstages des deutschen Altreichskanzlers mitzugedenken, begrüßte besonders den Redner des Abends der Feierstunde, Reichstagsabgeordneten Dr. Ende(Wattenscheid), und die erstmalig als Gäste zur alljährlichen Bismarckseier im Stadtpark herbeigekommenen Verbände der NS2AP. und der Deutschnationalen Volkspartei. Er gedachte weiter zu Beginn der Feier der Männer, die Deutschland vom Marxismus befreiten, des Reichskanzlers Adolf Hitler und seiner getreuen Minister und Mitarbeiter. Seine Worte klangen aus in dem Wunsche, daß Gott den Männern des neuen Deutschlands Kraft zur Vollendung des in die Hand genommenen Werkes geben möge. Wieder erklang deutscher Männergesang; unter Begleitung der Schutzpolizeikapelle brachten die Sänger unter Bundeschormeister Hoffmann das große Werk vom Schmied im deutschen Walde. Dann ergriff der Redner der Feierstunde, Dr. Ende(Wattenscheid), MdR., das Wort. Er erinnerte daran, daß in der deutschen Geschichte Ruhm und Elend, Aufstieg und Niedergang nebeneinander verzeichnet seien. Immer aber seien dem deutschen Volke verantwortungsbewußte Staatsmänner beschieden gewesen, die die nationale Gesinnung mit Zähigkeit festgehalten und im Volke lebendig gemacht hätten gerade in den Zeiten dek Not. Mit vaterländischem Empfinden hätte die Nation niemals zugrunde zu gehen brauchen, denn aus dieser Kraft sei immer der Weg zu äußerer Freiheit und innerer Wohlfahrt erwachsen. Es charakterisiere das verflossene System, daß es gerade die Pflege des vaterländischen Geistes mißachtet habe. Vergeblich habe dieses System dem deutschen Volke den 11. August, den Tag der wesens= und gesinnungsfremden Verfassung von Weimar, als nationalen Feiertag nahebringen wollen. Die nationalen Deutschen hätten diesen Tag innerlich immer abgelehnt. Das Gedenken an Deutschlands große Vergangenheit, an den Altreichskanzler, hätten sich die Nationalgesinnten nicht nehmen lassen. Jedes Jahr hätten sie den Tag der Reichsgründung im Spiegelsaal von Versailles, den 18. Januar, das Gedenken an Fürst Otto von Bismarck gefeiert. Sie hätten gedacht des Fundamentes, das die Millionen gefallener deutscher Helden geschaffen hätten. Und doch hätten alle immer wieder am Geburtstag des Altreichskanzlers am 1. April eine innere Schuld mit sich getragen. Heute könnten wir Deutschen erstmalig an diesem Tage wieder frei und offen hervortreten, da der Schandfleck der 14 Nachkriegsjahre und der Novemberrevolution von 1918 weggewischt und beseitigt sei. Beseitigt durch die nationale Revolution, die aus dem Volke auch endgültig die pazifistischinternatonalen Irrungen ausgeschieden hätte. Dank müßte Deutschland erfüllen gegenüber den Schöpfern der nationalen Revolution, die nun die Geschicke gestalten wollen. Das Werk werde nicht leicht sein. So wie die innere Befreiung über ein Jahrzehnt erfordert habe, soviel schwerer noch werde die äußere Befreiung werden. Und erfüllt sei das Werk erst dann, wenn die Zwingburg des Versailler Vertrages gebrochen sei. Aber Deutschland werde kämpfen, auch wenn sich das feindliche Ausland, wie jetzt schon, gegen uns stellt. Die Fahne Schwarz=Weiß=Rot und das Hakenkreuzbanner als die Symbole der stolzen Vergangenheit und der neugestalteten Zukunft wehten über Deutschland zur Vollendung der kommenden schweren Aufgaben. Mit Hochachtung und Verehrung blicke das nationale Deutschland auf Reichskanzler Adolf Hitler und die die ihm zur Seite stehen. Ihr Werk werde nicht leicht sein, aber man wisse von ihnen, daß sie Männer seien, denen ihr Deutschland, und nur ihr Deutschland, über allem stünde. Und wenn sich das nationale Bochum im nächsten Jahre wieder am Bismarckturm zusammenfände, dann werde sicher schon von neuem Aufstieg des deutschen Vaterlandes zu künden sein. Begeistert feierten die Tausende nach der Rede die Führer Deutschlands und begeistert sangen sie im dunklen, regenschweren Abend das Deutschlandlied und das HorstWessel=Lied, während oben vom höchsten Rand des Bismarckturmes die Flammen loderten. Die Bekanntgabe, daß an den Generalfeldmarschall und Reichspräsidenten des deutschen Volkes als den berufenen Hüter Bismarckischen Erbes im Namen von 20 000 zur Bismarck=Kundkebung gekommenen Bochumern ein Huldigungstelegramm abgesandt worden war, löste spontane Zeichen der Anteilnahme aus. Nach dem großen Zapfenstreich fand die Feier, die zu einer der stärksten Kundgebungen des nationalen Empfindens unserer Heimatstadt wurde, ihren Abschluß. Durch alle Tore des Parkes zogen die Formationen und die Menschenmassen in geordneten Zügen wieder der Stadt zu, von einer Stunde, die getragen war vom Vertrauen in die Zukunft unseres deutschen Vaterlandes. Bismarck=Kommers des Allgemeinen Deutschen Waffenringes Bochum. Unter starker Beteiligung veranstalteten die im Allgemeinen Deutschen Waffenring Bochum zusammengeschlossenen studentischen Verbände, am Samstag, 1. April, ihren diesjährigen BismarckKommers. Die Teilnehmer, die vorher auch der Bismarck=Feier der Vaterländischen Verbände am Bismarckturm beigewohnt hatten, fanden den Parkhaussaal mit schwarzweißroten Fahnen, dem Hakenkreuzbanner und der alten Reichskriegsflagge festlich geschmückt. Vor Beginn des Kommerses gedachte Pfarrer Lic. Dr. Siebold(V. D. St.), der im Weltkriege Gefallenen. Er stellte in den Mittelpunkt seiner Ausführungen den Gedanken des Fronterlebnisses und der Erhaltung unserer akademischen Jugend im Geiste des Heldischen. Der Leiter des Kommerses, Rechtsanwalt Dr. Bartels(V. D. St.), betonte in seiner Begrüßungsansprache, wenn die waffenstudentischen Verbände gerade in diesen Tagen der nationalen Erhebung ihren Kommers feierten, so hätten sie damit zum Ausdruck bringen wollen, daß auch sie zu ihrem Teile an dem Aufbau eines neuen Deutschlands mitarbeiten würden. Die Bismarck=Rede hielt sodann Diplom=Ingenieur Dreyer(R. S..) Wie alljährlich, hätten sich auch in diesem Jahre alte und junge Waffenstudenten in ernster Feierstunde zusammengefunden, um dessen zu gedenken, der vor mehr als einem halben Jahrhundert das Deutsche Reich zusammenschweißte. Der Redner gab dann ein lebendiges Bild von Bismarcks Leben und Charakter und wies besonders auf die Drei=Einheit des Bismarkischen Wappenschildes hin: In Trinitate Robur. Wir sollten nie vergessen, was Deutschland vermag, wenn es von der politischen Erbsünde der Germanen, der Zwietracht, sich loslöste. Am 21. März, dem Frühlingsanfang, hätte der greise Generalfeldmarschall des großen Krieges zusammen mit Adolf Hitler, dem Führer der jungen deutschen Nation, an dem schlichten Sarge des großen Preußenkönigs in stillem Gedenken verharrt, als in Deutschland zur selben Stunde Millionen und aber Millionen in feierlichem Ernst ihre Blicke nach Potsdam richteten. Hunderte seien gestorben, um mit ihrem Blut die Schande des 9. November 1918 abzuwaschen, damit auf Weimar ein Potsdam folgen konnte. Aber Millionen Deutsche seien bereit, sich mit ihrer ganzen Person dafür einzusetzen, daß auf den Trümmern des Deutschlands von 1918 ein Neubau errichtet werde, der größer und gewaltiger werde, als es jemals ein Deutschland gegeben habe. Wir wollten sein, wie Bismarck war, furchtlos und treu, echt deutsch bis ins Mark, und den Glauben wecken und wach erhalten an die deutsche Zukunft. Der Redner schloß seine Ausführungen mit dem begeistert aufgenommenen Hoch auf das deutsche Vaterland und dem Deutschlandlied. Nachdem dann noch ein Huldigungstelegramm an den Reichspräsidenten von Hindenburg und ein Telegramm an den Reichskanzler Adolf Hitler abgesandt waren, nahm der Kommers in alter studentischer Weise seinen Fortgang. und Baliel sul die urme Beodilerung Die Durchführung der Regierungsaktion im Bochumer Gebiet April, April! uerfrei zu a agen besitzen, fur #ett##, ändiger Steue### handele, die no zatggsbot Immer, wenn es wird April, kommt der alte Brauch, daß man wen verulken will. Der„B..“ tat's auch. Und so konnt' am Samstag man manche Dinge lesen, die sich glaubhaft hörten an, doch nicht wahr gewesen. Eine Ladenstraße ließ Phantasie erstehen. Reingefallen war der fies, der sie lief zu sehen. Besser war's nicht mit dem Hund nebst Giraffenhals. Schwindel war das Pfahlbaudorf, oas in Harpen, als der Kohlleppels Teich verschwand, man angeblich fand. Hordel setzte Häuser um. Wien sah nach Berlin man mit Tschingtrara und Bum nebst dem Prater ziehn. Und im Stadtpark, ei der Daus, wuchs der Tiere Reihe, weil man dort probierte aus Futtermittel, neue. Der auch, der am Wasser=Ski zeigte viel Gefallen, der war gründlich, wie noch nie, diesmal reingefallen! Doch für dies Jahr ist's vorbei. Was nun kommt, ist wahr ohne jede Schelmerei zum nächsten Jahr! Die Stadtverwaltung Bochum teilt mit: Um die Lage der hilfsbedürftigen Bevölkerung in den von der Wirtschaftskrise besonders betroffenen Industriegebieten zu erleichtern, soll den Erwerbslosen und sonstigen Unterstützungsempfängern in diesen Gebieten für einige Wochen der verbilligte Bezug von Brot ermöglicht werden. Außerdem soll einmalig Butter ausgegeben werden. Zu diesem Zweck stellt die Reichsregierung unentgeltlich Roggen und Butter zur Verfügung. Bezugsberechtigt sind: a) die Hauptunterstützungsempfänger der Arbeitslosenversicherung, b) die Hauptunterstützungsempfänger der Krisenfürsorge, c) die von der öffentlichen Fürsorge(Wohlfahrtsamt) laufend als Hauptunterstützungsempfänger unterstützten Personen(zu a bis c, soweit Familienzuschläge gezahlt werden), d) Empfänger von Zusatzrente nach dem Reichsversorgungsgesetz, soweit sie ausschließlich auf Rente und Zusatz=1 rente nach dem Reichsversorgungsgesetz angewiesen sind und mit mindestens einem Zuschlags= oder Zusatzrentenempfänger im gemeinsamen Haushalt leben. Alleinstehen de Personen werden also nicht berücksichtigt. Die Verteilung der zur Verfügung gestellten Mengen Brot wird wie folgt geregelt: Hauptunterstützte mit einem und zwei Zuschlagsempfängern erhalten 1 Bezugschein über 1½ Kilogramm Brot je Woche, mit drei und vier Zuschlagsempfängern 2 Bezugscheine über je 1½ Kilogramm Brot je Woche, mit fünf und sechs Zuschlagsempfängern 3 Bezugscheine über je 1½ Kilogramm Brot je Woche, mit sieben und mehr Zuschlagsempfängern 4 Bezugscheine über je 1½ Kilogramm Brot je Woche. Die Verteilung der zur Verfügung stehenden Buttermengen geschieht wie folgt: Alle Hauptunterstützungsempfänger der vorbezeichneten Art(außer den Alleinstehenden) erhalten für sich und ihre Zuschlagsempfänger einen Bezugschein über je ein halbes Pfund Butter. Die Ausgabe der Brot= und Butterbezugscheine durch das Arbeitsamt und das Wohlfahrtsamt erfolgt vom 4. bis 8. April. In den Außenbezirken erfolgt die Ausgabe durch die Nebenstellen des Arbeitsamtes und die Verwaltungsstellen der Stadtverwaltung. Die Wohlfahrtserwerbslosen der Innenstadt erhalten die Bezugscheine bei der Unterstützungszahlung. In den Fürsorgebezirken der Innenstadt werden die Bezugscheine von den Fürsorgepflegern ausgehändigt. Gültig für die Woche vom 24. bis 29. April 1933 Reichshilfe Berlin Bezugsschein(went 24 Kpfg.) für 1290 Stumm Rückfette beachten So sehen die Berliner Bezugsscheine aus. Der Brotbezugschein enthält vier Abschnitte, gültig für je eine Woche, beginnend mit dem 2. April 1933. Das Brot kann nur bei Bochumer Bäckereien gegen Bezahlung von 15 Rpf. Backlohn für je 1½ Kilogramm Bret durch den Empfänger entnommen werden. Die Bäckerei hat die Abschnitte des Bezugscheins, getrennt nach den einzelnen Wochen, auf Bogen aufzukleben. Die Aufklebebogen werden vom Wohlfahrtsamt geliefert. Gegen Ablieferung der Bezugscheine erhält die Bäckerei von dem Mehllieferanten für je ein Kilogramm geliefertes Brot 0,75 Kilogramm Roggenmehl frei Bäckerei. Der Mehllieferant oder die Väckerei, die unmittelbar von der Mühle bezieht, hat die aufgeklebten Brotbezugscheinabschnitte der Mühle einzureichen, die dafür zu 70 Prozent ausgemahlenes Roggenmehl liefert. Die Mühle liefert die Bezugscheine beim Wohlfahrtsamt ab. Zur Mehllieferung sind folgende Mühlen berechtigt: Mühlenwerke Gottlieb Birschel in Hattingen, Rosiny=Mühlen .=G. in Duisburg, Dortmunder Mühlenwerke AG. in Dortmund. Die Hilfsmaßnahme soll nach der getroffenen Vereinbarung in det Weise durchgeführt werden, daß die Bäckereien mit dem Brot und die Mehlhändler und Mühlen mit dem Mehl in Vorlage treten und daß ein Ersatz der vorgelegten Mengen auf Grund der eingereichten Brotbezugscheine erfolgt. Die Butter wird den Bezugsberechtigten durch die Bochumer Milchhändler verabfolgt. Der Butterbezugschein zerfällt in zwei Teile, und zwar in den Anforderungsschein und Abschnitt 8 Süitig nur für 25.— 27. April 1933 Reichshilfe Berlin Behageschein für Kgfane Butter gegen Zahlung von S Rpfg. Namen oder Stempes des Butter geschäfts, bei dem bis 19. 1. 199 Anmeldung erfolgt i: 22— Reichohilfe Berlin Butter in den Bezugschein. Der Anforderungsschein ist von dem Bezugschein zu trennen und zuerst an den Milchhändler abzugeben, von dem der einzelne Unterstützungsempfänger beliefert werden will. Dieser empfängt beim Milchhof auf Grund der vorgelegten Anferderungsscheine und gegen Zahlung des hierfür vereinbarten Betrages die benötigte Menge Butter. Die Butter wird dem Bezugsberechtigten gegen Abgabe der Bezugscheine und gegen Zahlung von 8 Rpf. je Pfund geliefert. Die 8 Rpf. sind zur Deckung der entstehenden Unkosten(Umformung, Transport und Abgabe von Butter) bestimmt. Die Milchhändler haben die Anforderungs= und Bezugscheine für Butter, auf Bogen aufgeklebt, beim Milchhof abzugeben. Die Aufklebebogen werden vom Milchhof gcliefert. Andere Waren als Roggenbrot und Butter aus der Reichshilfe dürfen auf die Bezugscheine nicht verabfolgt werden. Prerstrecham Vi. Frohling und Dilar= Hunte nahmen Abschied von der Propsteigemeinde Sa Zu einer großen Dankeskundgebung an den scheibenden Ehrendomherrn Propstdechanten Dr. Dr. Fröhling gestaltete sich die Abschiedsfeier der Propsteizemeinde Altstadt, die Sonntag nachmittag im großen Saale der Bürgergesellschaft stattfand. Stürmischer Beifall des vollbesetzten Hauses begrüßte den hochverdienten Geistlichen, als er in Begleitung des Vikars Funke und der übrigen Pfarrgeistlichkeit den Festraum betrat. Mit dem Gruße„Gelobt sei Jesus Christus“ wurde die Feierstunde von dem Vorsitzenden des Kirchenvorstandes, Kaufmann Moritz Steffen eröffnet, der besonders herzlich gehaltene Worte der Begrüßung an die überaus zahlreich erschienenen Ehrengäste richtete. Die Festklänge des Krönungsmarsches aus„Die Folkunger““von Kretschmer, dargeboten von dem Kolpingsorchester unter der Leitung seines Dirigenten Lem berg, schufen eine Weihestimmung, der der Kirchenchor Propstei(Leitung: Konrektor Winkelmann) mit dem ausdrucksbeseelten Vortrage des Chorliedes„Zu Gott erhebt sich meine Seel““ Ausdruck gab. Sodann sprach Ehrendomherr Propstdechant Dr. Dr. Fröhling Worte des Abschieds an Vikar Funke. Er würdigte dessen selbstlose und reichgesegnete Arbeit als Seelsorger und Priester und überbrachte ihm die Glückwünsche der Pfarrgemeinde zu seiner ehrenvollen Berufung als Rektor an das Marienhospital in Gelsenkirchen. Den Dank der Pfarrgeistlichkeit und der Gemeinde für verdienstvolles Wirken im Dienste von Kirche, Elternhaus und Schule faßte er zusammen in einem dreifachen Hoch auf den Scheidenden. Die Jungfrauenkongregation entbot ihrem seit acht Jahren amtierenden Präses die letzten Abschiedsgrüße durch die Liedhymne „Hebe Deine Augen auf". Vikar Funke erwiderte den Dank mit dem Treuversprechen, der Propsteigemeinde. in der er die schönsten Jahre seines Priesterlebens verbracht habe, immer gedenken zu wollen. Mozarts Festouvertüre und der Chorgesang„Gott ist mein Hirte“ bildeten den erhebenden Auftakt der Ehrenstunde für den Ehrendomherru Propstdechanten Dr. Dr. Fröhling. Den Reigen der Dankenden eröffnete die Ansprache des Vikars Rölle, der zunächst Vikar Funke die Dankesgrüße und Glückwünsche der Pfarrgeistlichkeit übermittelte. Aufrichtigen Dank wußte er sodann der 27jährigen Hirten= und Führerarbeit des Priesterjubilars in der Großstadtseelsorge. Ehrendomherr Propstdechant Dr. Dr. Fröhling habe sich als ein Mann der Wissenschaft und des Lebens die Achtung der gesamten Bürgerschaft Groß=Bochums erworben. Die Pfarrgeistlichkeit danke ihm für seine Führung. Sie danke ihm für seine vorbildlich vornehme, tolerante und doch grundsatzfeste Haltung. Er habe immer dem Frieden gedient. Sein Schlußwort gipfelte in dem Wunsche, daß Gott ihn in ungebrochener Geisteskraft und körperlicher Frische noch für lange Jahre erhalten möge. Für die Frauen und Jungfrauen der Propsteigemeinde sprach Frau Dr. Goerdt während Kaufmann Wirtz die Dankeswünsche des St.=Josephs=Männervereins und des Katholischen Jungmännervereins ausrichtete. Anschließend gab Rektor Kleff einen heimatkundlichen Rückblick auf 27 Jahre Propsteigeschichte unter Propst Dr. Fröhling. Die rege Anteilnahme des Vortragenden an dem Geschehen in der Propsteigemeinde als seit 20 Jahren amtierender Rektor an der Weilenbrinkschule ermöglichte es ihm, aus dem reichen Schatz seiner Erfahrungen ein umfassendes Lebensbild des Priesters zu zeichnen. Seine Darlegungen zeigten den aus dem Amte Scheidenden als Seelsorger der Propsteigemeinde, als Führer des katholischen Groß=Bochums, als Freund der Karitas, als Förderer der Volksschule. Dieses Festwort fand reiche Anerkennung, wie es der stürmische Beifall zu erkennen gab. Abschiedsworte des Dekanatsklerus und des Gesamtverbandes Groß=Bochum sprach Pfarrer Heimhardt von St. Marien. In tiefbewegten Worten gab Ehrendomherr Propstdechant Dr. Dr. Fröhling seinen Dankesgefühlen für die ihm erwiesenen Ehrungen Ausdruck. Seinen Worten legte er das Psalmwort zugrunde:„Die Barmherzigkeit Gottes will ich preisen in Ewigkeit.“ Er wolle, so führte er aus, seinen Lebensabend verbringen in Treue und Dankbarkeit zu dem Klerus des Dekanats Groß=Bochum, zu seinen geistlichen Mitarbeitern in der Pfarrgemeinde, zu der katholischen Lehrerschaft und zu allen Gemeindeangehörigen. Seine Wünsche um Gottes reichsten Segen für die Propsteigemeinde, für das Dekanat und für die gesamte Stadt Bochum ließ er ausklingen in ein dreifaches Hoch. Der Chorgesang„Ein Danklied sei dem Herrn“(Wöß) schloß die erhebend verlaufene, denkwürdige Feierstunde des Priesterabschieds, die in den Blättern der Propsteigeschichte bleibender Erinnerung geweiht sein wird. Zei nuß auch dei Osien sen! Die Eröffnung der großen Ostpreußen=Ausstellung in Bochum die große Gästeschar willDer große Hörsaal mit der Empore in der Verwaltungsakademie vermochte am Sonntag vormittag die Menge der zur Eröffnung der Ausstellung„Ostpreußen — was es leidet, was es leistet“ erschienenen Gäste nicht zu fassen. Von den Wänden des Saales grüßten die Wappen der ostpreußischen Städte, und vom Podium leuchtete zwischen der Reichs= und der Hakenkreuzfahne der Spruch: Frei der Westen, frei der Rhein— doch frei muß auch der Osten sein! Fort mit dem Korridor! Besonders eindrucksvoll gestaltete sich zu den Klängen des Präsentiermarsches der Einzug der 14 Fahnen der Vereine heimattreuer Ost= und Westpreußen von GroßBochum in den Saal. Die Banner nahmen hinter dem Podium Aufstellung. Die Musikkapelle der Vereinigung Bochum intonierte zu Beginn der Feier unter der Leitung von Kapellmeister Grzywatz die„Freischütz"= Ouvertüre. Eine Schülerin sagte einen Vorspruch„Ostland" auf. Nach der Darbietung eines Gesangsvortrags „Ostpreußens Not“ durch den Männerchor des Ostpreußenvereins ergriff Stadtrat Stumpf das Wort zur Begrüßungsansprache. Er führte u. a. aus, daß das Motto der Ausstellung: „Lstpreußen, was es leidet, was es leistet", hier im Industriebezirk und gerade in Vochum besonders warm ans Ohr klinge; denn aus eigenem Leid habe man Verständnis fur das Leid anderer, aus eigenem Leistungswillen heraus wisse man die Leistungen anderer zu schätzen, und dann seien gerade hier so viele Landsleute aus Ostpreußen tätig, daß schon dadurch Interesse für die Ausstellung wachgerufen wird.„Gen Ostland wollen wir ryden“, so hieß es in alter Zeit gerade auch hier in Westfalen. Diesem Rufe seien viele tapfere Söhne starker Geschlechter gefolgt. Das ragende, stolze Werk der Marienburg gebe Zeugnis von der Bedeutung des Deutschen Ordens im Mittelalter. Und heute sei das Denkmal der Schlacht von Tannenberg ein Wahrzeichen, daß deutsche Kraft nicht untergegangen sei. In schwacher Stunde sei Ostpreußen durch den widersinnigen### Jenderny, Er führte aus: preußen, kommen. Er, jühlie aus. Die Begrüßungsansprache hielt der Vorsitzende des Vereins heimattreuer Ost= und Westpreußen in Bochum, Jenderny. Er begrüßte die Vertreter der verschiedensten Behörden, der Wirtschaft und der Presse, der Organisationen und Vereine und dankte allen, die sich in den Dienst der Sache gestellt und geholfen haben, diese Ausstellung hier in Bochum aufzubauen, insbesondere aber der Verwaltung der Stadt Bochum. Die Ausstellung habe im Januar dieses Jahres in Berlin und vom 19. bis 25. März in Hagen einen vollen Erfolg gehabt. Nunmehr solle sie hier in Bochum und danach in Essen Dortmund, Recklinghausen und Gelsenkirchen vorgeführt werden. Gerade hier im Westen des deutschen Vaterlandes, unter der Bevölkerung des rheinisch=westfälischen Industriegebietes, sollte die anschauliche Darstellung von der Sonderlage Ostpreußens Verständnis dafür ergeben. Sie will einerseits vor Augen führen, wodurch die Leiden Ostpreußens hervorgerufen sind, sie will aber auch anderseits künden von seinen Leistungen, von seinem zähen Willen, sich zu behaupten und seine große geschichtliche Aufgabe standhaft und treu zu erfüllen: ein zuverlässiger Wächter und Schützer zu sein des deutschen Vorfeldes im Osten, ein Bewahrer und Mehrer deutschen Kulturund Volksgutes. Der Redner schloß: Helft Ostpreußen! Wir wollen ihm nicht nur moralisch durch treue geistige Verbundenheit, sondern auch durch die Tat helfen, indem wir seine vorhandene und noch stark steigerungsfähige Leistungsfähigkeit, namentlich auch auf wirtschaftlichem Gebiete, viel mehr noch als bisher wirklich in Anspruch nehmen, indem wir uns ferner darauf besinnen, daß Ostpreußen auch landschaftlich ein Gebiet von eigener, ja einzigartiger Schönheit und ein reich lohnendes Reiseziel ist. Ein Erlebnis für alle Zuhörer war die Festansprache von Studienrat Grabowsky(Hagen). „Leiden wir hier im Westen Deutschlands nicht gerade genug— was soll uns noch das Leiden der Menschen im Osten?" Leider trifft man hier in Westdeutschland nur zu oft diese Meinung an. Aber alle, die so denken, tun den Menschen der Ostmark bitteres Unrecht. Deutschland hört nicht hinter Berlin auf! Die Ostmark ist uraltes deutsches Kulturland, niemals war es slawisches Kulturland, wie die Polen gern wahr haben möchten. vol= Die Burgen der deutschen Ritter im Ostlande sind das nischen Korridor von uns getrennt und zu einer Insel Wahrzeichen der alten deutschen Kultur. Aber nicht deutschen Lebens im Osten geworden. Aber wir dürften nur deutsche Ritter hatten dort im Osten ihre Heimat, hoffen, daß die nationale Erhebung und Erneuerung, sondern auch viele Bauern und Handwerker aus Niederdie wir gerade jetzt durchleben, die Kraft gebe, die sachsen. Viele Bauernsöhne aus Westfalen siedelten sich He., wir gerabe seyt Fesseln zu durchbrechen. Nach einer weiteren Musikdarbietung hieß der erste Vorsitzende der Vereinigung Bochum im Rheinisch=Westfälischen Hauptverband heimattreuer Ost= und Westin der Ostmark an. Ost und West haben mehrere Male im Laufe der Geschichte ihre Kräfte ausgetauscht. In den Jahren 1900 bis 1910 nahm das rheinisch=westfälische Industriegebiet über eine halbe Million Ostmärker auf, 26) „Die werden jetzt toll vor Hunger. Kürzlich sind sie bis an unser Haus gekommen. Die ganze Nacht lang haben uns die Hunde nicht schlafen lassen,“ sagte William. „Nikolaj Petrowitsch, vielleicht sollten wir eine Wolfsjagd machen? „Warum nicht? Ich bin bereit, wann Sie wollen!“ „Wir können sie mit einem jungen Hund anlocken. Ich glaube nicht, daß wir ihn verlieren werden. Wenn Sie wollen, kann ich zwei Mann vom Schiff mitnehmen.“ Bei den letzten Worten errötete Wera. Williams Blick wurde schwer und dunkel. Der Kapitän hatte diesen Vorschlag ganz unbedacht gemacht. Er besann sich und wollte seinen Fehler wieder gutmachen:„Uebrigens ist es wohl besser zu zweit. Weniger Gedränge. Unsere Gewehre sind verläßlich.“ „Ja, es geht!“ stimmte der Hausherr wieder zu. „Wir werden einmal gehen.“ Aber in seiner Antwort war nicht mehr die frühere Lust, und Stjepan Jegoritsch wollte nicht mehr darauf bestehen. Einige Tage später gingen sie doch auf die Jagd, aber nicht auf Wölfe. Sie wollten einfach umherstreifen. Vielleicht würde es ihnen gelingen, ein paar Füchse zu erlegen. Die Sonne, die eben hinter dem blauen Schneekamm hervorgeschwebt hatte, hing jetzt über der See und verlor mit jeder Minute mehr ihre rosige Morgenfrische. Auf dem Schnee lagen noch die tiefen Schatten der breiten Hügel und der kleinen Bodenwellen. Hinter den beiden Männern jagten zwei blaue, durchsichtige Menschen her, die so lang waren, daß man aus jedem von ihnen fünf wirkliche Menschen hätte machen können. Sie ließen sich nicht abschütteln und fuchtelten mit ihren blauen, durchsichtigen Luftarmen. Der Kapitän schritt flott und leicht und blieb nicht hinter William zurück. Perseus und Welle, die beiden Hunde, schnupperten an den verwickelten Tierspuren auf den Wiesen, liefen vor und zurück und schlugen große Kreise, um die Fährten zu entwirren. Es waren alte Spuren. Einmal fand Welle einen Fuchsbau, bellte lange und scharrte wütend den Schnee fort bis der Kapitän den Hund zurückrief:„Welle! Welle! Komm her!" Sie stiegen zum Fluß hinab. Er holte William ein. „Nikolaj Petrowitsch, Sie leben immer in dieser Einsamkeit. Von ihrer Frau will ich gar nicht sprechen. Sie ist eine Frau, also...“ Er hielt inne und suchte einen passenden Ausdruck. „Nunk“ fragte William ungeduldig. „Also ist sie Ihnen doch fern.“ „Was wollen Sie damit sagen?“ In Williams Stimme klang eine befremdete Note. Sie gingen langsam. Durch die frostige Stille klang das weiche Scharren von zwei Paaren Skiern und das leichte Knistern des Schnees. „Ich will sagen, daß Sie ein sehr einsames Leben haben, trotz der Familie, die Sie umgibt... Sie dürfen nicht meinen, daß ich daraus etwa irgendwelche Schlüsse ziehe“, fügte er hastig hinzu, um sich zu rechtfertigen.„Ich weiß das aus eigener Erfahrung. Ich urteile da nach mir selbst.“ William hob den Kopf. „Ich fühle mich nicht einsam, habe Einsamkeit nie gefühlt. Einen solchen Zustand kenne ich nicht", antwortete er trocken. „Das ist sehr gut! Obgleich ich es nicht verstehe, glaube ich Ihnen.“ „Danke!" warf William mit kalter Ironie hin und ging gleichmäßig langsam weiter. „Ich habe einmal eine schrecklich einsame Zeit erlebt“, fuhr der Kapitän fort. Er bemühte sich, den unfreundlichen Ton nicht zu beachten.„Ich war damals noch jung, lebte in einer Großstadt, bei meinen Eltern und Schwestern. Und da hat mich plötzlich— ich weiß nicht, weshalb— diese Welle überflutet. In manchen Stunden hatte ich eine so wahnsinnige Sehnsucht, daß ich mich am liebsten aufgehängt hätte. Aber zum Glück habe ich Bauernblut— ich kroch nicht in die Schlinge, sondern warf mich nur aufs Bett und biß in meine Kissen. Manchmal lief ich ziel= und planlos durch die Straßen. Ich ging stundenlang umher, sah nichts und dachte vielleicht nicht einmal an etwas. Müde, mit schmerzendem Kopf, kam ich nach Hause, legte mich hin und schlief ein, ohne mich auch nur ausgezogen zu haben. Des Morgens war alles vorüber. Und dann, einige Tage später, kam alles wieder.. William lächelte. „Sie waren wahrscheinlich hoffnungslos verliebt?" „Nein! Ich war es nicht.“ „Sie waren nicht verliebt?“ Statt einer Antwort wiederholte der Kapitän leise und nachdenklich:„Ich war es nie, und ich glaube, daß ich es nie sein werde.“ „Dann war es also eine Pubertätserscheinung. Ihre Sehnsucht war ohne Objekt. Sie suchten sich selbst und fanden sich nicht. Ihre Umgebung befriedigte Sie nicht.“ Der Kapitän schüttelte den Kopf. „Nein, das war es nicht... Das hat sich auch später wiederholt, viele Jahre später, als ich schon erwachsen war.“ „Sie müssen heiraten!“ sagte derb und zynisch William. „Ich bin verheiratet“ antwortete der Kapitän mit verlegenem Lächeln.„Ich habe ein Kind, das ich sehr liebe, und meine Frau ist mein bester Freund.“ William blieb stehen und betrachtete aufmerksam und unbekümmert seinen Begleiter, als ob er ihn zum ersten Male sähe. „Wissen Sie, das ist eine Krankheit. Eine sehr bösartige Krankheit. Sie müssen sich behandeln lassen. Unbedingt zum Arzt gehen...“ Na, genug davon. Wir müssen in diese Richtung gehen.“ Er glitt den Abhang hinab und ging mit kurzen, unsicheren Schritten über das spiegelglatte Eis. Stiepan Jegoritsch band die Seehundstreisen unter die Skier. Er richtete sich auf und ging ein wenig weiter oben über den Schnee, dort, wo es nicht so glatt war. Er ging und dachte an sich, an seinen Geföhrten, über den er sich bis jetzt durchaus nicht hatte klar werden können, und an die Frau dort im Hause, die ihnen beiden nahestand. Sie war doch sehr anziehend! Je näher seine Abfahrt kam, desto stärker zog es Stjepan Jegoritsch in dieses Haus. Hatte da etwa schon die Liebe begonnen? Er erschrak. Oder war es nur Gewohnheit? Was immer es war, der Abschied würde ihm schwerfallen. Der Kapitän kam in die Mitte des Flusses. In Gedanken versunken bemerkte er nicht, wie das lockere Eis unter dem Schnee sich senkte und Wasser an die Oberfläche durchsickerte. Plötzlich krachte es dumpf. Schwer versank die Schneemasse. Unter ihr strömten von allen Seiten Wasserschwälle hervor und überfluteten rasch die Umgebung. Der Kapitän schrie schneidend, tierisch und bemühte sich verzweifelt, sich von den Skiern zu befreien. Als William sich auf den Schrei hin umwandte, steckte sein Gefährte schon bis zum Gürtel im Wasser. Die Hunde liefen unruhig bellend um das Wasser herum. „Schwimmen Sie zurück! Dort ist es seichter! Das Ufer ist dort näher!“ rief William und deutete mit der Hand. Der Kapitän beachtete das nicht, schlug weiter auf der Stelle um sich und sank immer tiefer. William dachte plötzlich:„Wenn ich ihm nicht helfe, kommt er nicht heraus... Vielleicht soll ich das so lassen? Vielleicht ist es für mich und meine Familie so besser?“ Er stand einige Augenblicke lang still und beobachtete gleichmütig die Bewegungen des Ertrinkenden. Er hatte weder Mitleid noch Schadenfreude und versuchte nicht, eine Antwort zu finden. Als ob es auf einer Filmleinwand wäre. Wieder rief er ihm gleichgültig zu und machte eine Handbewegung:„Noch ein wenig! Noch! Ein bißchen höher!“ Dem Kapitän gelang es, die Skier abzuwerfen. Er schob sich rasch an eine Eisscholle und klammerte sich mit steisen Fingern an sie. Plötzlich tauchte er unter. Er kam wieder herauf. Seine Hände tasteten hilflos die nassen Schollen ab. Die Angst in seinen Augen erlosch. Die letzten Kräfte verließen ihn. William warf Gewehr und Mütze von sich und stürzte ins Wasser. Die eisige Flut verbrannte Gesicht und Hände und floß in stechender Kälte hinter den Kragen über den ganzen Körper. Mit zwei Stößen erreichte er den Ertrinkenden, packte ihn und schleppte ihn ans Ufer. Der Kapitän konnte nicht mehr ohne Hilfe gehen. Wenn er ihn auf die Skier setzte und zöge, könnte er erfrieren. Er faßte ihn unter. Gehen wir! Sie müssen unbedingt selbst gehen, sonst erfrieren Sie! Schneller! Schneller, damit Sie warm werden.“ Stiepan Jegoritsch setzte mühselig einen Fuß vor den anderen. Beide versanken im Schnee, stürzten und gingen weiter. Die Kleidung gefror und störte beim Gehen. Es riß sie in den Beinen, der Körper war wie zerbrochen. Aber das Haus war schon nahe. Wera holte eilig Spiritus und warme Wäsche. Dann machte sie starken Tee mit Rum. „Wir sind an eine halbgetaute Stelle gekommen. Hatten das nicht bemerkt. Wahrscheinlich hat die Strömung das Eis ausgehöhlt“, sagte William unwillig auf die Frage seiner Frau und langte nach seiner Pfeife. Der Kapitän rieb sich im Nebenzimmer mit Spiritus ein. Er hörte diese Antwort, mischte sich aber nicht ins Gespräch. Und Wera fragte nicht weiter... Wenn nur die beiden nicht krank werden! * und abermals findet in der Gegenwart eine Rückwande##.1, rung von tausenden Menschen aus Westdeutschland###2. Heilage zum dem Heimatlande im Osten statt. Ueberall leidet Deutsal land an seinen durch den unseligen Vertrag von Va### sailles zerrissenen Grenzen, aber nirgends so bitter un so tief wie im Osten, durch die Zerschneidung Deutsche lands durch den sogenannten Korridor, der Ostpreußen und litauische zu einer Insel, die fanatischer polnischer: Haß umlodert, werden ließ. Die Gefahr für Ostpreußen ist viel. gen hung ein vel, viel größer, als die meisten Menschen im übr Deutschland ahnen. Polen möchte in seinem Mach iaer seine Grenzen bis an die Elbe ausdehnen. Welg Kulturland der deutsche Osten ist, wie wir uns gegen seitig helfen können und welch ein schönes Land Oi# preußen ist, das führt die Ausstellung lebendig von Augen. Die Worte, die auf dem Sockel des Abstinmungsdenkmales vor der stolzen und schönen Marienburg eingegraben sind:„Dies Land bleibt deutsch sollen immer Gültigkeit haben. Jedermann kann nat seinen Kräften dazu beitragen, daß das schöne Cst preußen mit seinen Wäldern und Seen in seinem schweren Kampf um seine Existenz unterstützt wird. Besuche ein jeder die Ausstellung, und er wird Ostpreußen besser verstehen und lieben lernen! Mit einem Hoch auf das deutsche Vaterland, auf das schöne Ostpreußen und mit dem gemeinsam gesungenen## Deutschlandlied klang die erhebende Feierstunde aus. Die in allen Teilen sehenswerte Ausstellung ist bis zur 9. April täglich von 10 bis 22 Uhr. geöffnet. Auch de zum geöffnet. Auch der mehrere Male am Tage zur Vorführung gelangende## Film„Die Insel Ostpreußen" verdient besondere Be achtung. Die politische Wende führte zu Neuordnungen im Bochumer Anwaltverein e. V. Der Bochumer Anwaltverein e. V. teilt mit: „Die politische Wende in Deutschland nahm der bisherige Vorstand des Bochumer Anwaltvereins zu Anlaß, eine außerordentliche Mitgliederversammlu auf Donnerstag, 30. März, einzuberufen und unter Zurverfügungstellung seiner Aemter eine Neuwahl herbeizuführen. Die kurze Aussprache ergab weitgehende Einmütigkeit. Durch die Neuwahl des Vorstandes wurde unter anderem der Rücktritt des jüdischen Kollegen bestätigt und antragsgemäß der derzeitige Leiter des hiesigen nationalsozialistischen Juristenbundes zum zweiten Voxsitzenden des Anwaltvereins bestellt.“ Die täglichen Verkehrsunfälle Am 31. März, gegen 16.20 Uhr, fielen von einen Güterzug des Bochumer Vereins, der die Alleestraße an der Kanonenwerkstatt überquerte, mehrere Eisenstäbe herunter. Ein Eisenstab fiel einem Arbeiter au den Fuß. Er erlitt dadurch eine leichte Verletzung und konnte nach Anlegung eines Notverbandes seine Wohnung aufsuchen.— Der 16jährige Radfahrer L. wurd am 31. März, gegen 13.50 Uhr, auf der Ecke Hattinge und Yorkstraße von einem Personenkraftwagen ange fahren und zu Boden geworfen. Verletzt wurde nie mand. Das Fahrrad und der Personenkraftwage wurden leicht beschädigt. (Weitere Lokalnachrichten siehe Seite 11 und 13.) Anzeiger u. Ge Wohin gehen wir heute slche auch Anzeigentell Stadttheater: Geschloser, u..sens 139 un Mes: Skala=Lichtspiele: ab 17 Uhr: Solang noch ein Walzer von Strauß erklingt. Weltlichtspiele: ab 15.15 Uhr: Das Lied der schwarzen Berge Bilderschau: ab 20 Uhr: Marschall Vorwärts. Gloria=Palast: ab 15.15 Uhr:„“. Lichtburg: ab 15.15 Uhr: Sprung in den Abgrund. Lichtspielhaus: ab 15 Uhr: Traum von Schönbrunn. Odcon: ab 16 Uhr: Liebe im Walzertakt. Da saßen wir Großen Freiheit. keller. Aber der un Der Maschinenmei bekam auch keinen die Miete einzusan schnell nach oden Schädel bekommen Oben in der die an einem Ei schwarzes Loch er Fuß nach der erst daß man sich nich brach; denn da fe serem Logis kam unter Kohlenstaub „Fenster“ war ger in den Ecken erken den schimmligen Well. Da haust perjan. Mit dem i auf dem Buckel ur Auf allen sieben 2 und Pidgin kaum Fetzen Fleisch ve glänzte bläuliche wie mit Leder übvertrocknete Mumi dem Salzwasser. Pit— der n Messer zusammen, pelt hatte. „Go on, Jan, Schipperjan sch der letzten Zeit Pennte überhaupt nicht mehr der al allein. In der Finker sprossen und roter er sich in der Ecke tisch. War eine so daß keiner in die „Nachricht da Marly? Hatte Hallo—— Der Pockennar „Komm selber! Blieb nichts a der Jack. Aber I der„Moonlight“. bei Barbados glo Tisch. Am Morge „Hallo, old Je Der Rothaarig ihm die braune F zuckte es in den sprang hoch, als Jahre. Bloß die Bluse packte. — Minsch— Marly stand wohin mit den K die Kiste und spes William war schon nahe der Grenze, jenseits welcher unbedingt ein Entschluß gefaßt werden mußke. Die Erlebnisse der letzten Zeit waren besonders schwer und quälend gewesen. Gewiß, er könnte sehr einfach handeln: er brauchte dem Kapitän nur unter irgendeinem Vorwand zu verstehen zu geben, er möge sich nicht mehr sehen lassen, und könnte dann Wera eine entsprechende Aufklärung geben. Sehr viele hätten woll# die Frage so gelöst. Aber William meinte, daß dies keine Heilung der chronisch gewordenen Krankheitz. dern eher eine Verschlimmerung bringen würoe. Unter# den gegebenen Verhältnissen taugte diese Maßrege# nicht. Er brauchte eine andere, wirksamere. Und a fand sie. William bemerkte oft, wenn er mit dem Kapitä sprach oder Schach spielte, daß Wera sie beide aufmerk sam betrachtete. Er fühlte, daß sie beide abschätzte, Vergleiche zog. Das war ihm sehr unangenehm und machte ihn so wutend, daß er sich kaum zurückhalten konnte. Also war er in den Augen seiner Frau so sehr gesunken, daß sie einen anderen neben ihn stellte und den anderen bevorzugte! Es gab nur einen Ausweg: er mußte sein verlorenes Ansehen zurückgewinnen. „Na was, das werde ich ihr zeigen. Das ist gar schwer Es ist sogar angenehm, seine Kräfte nicht so schwer.er„„18u: Wn,. g mit jemand zu messen: dachte Wiuiam und lächelte selbstbewußt. Er sah das Ergebnis voraus. Von diesem Tage an hatten sich die Unterhaltungen mit dem Kapitän vollkommen verändert. William, der sonst zu Hause düster und wortkarg war, war wie ausgewechselt. Er erzählte jetzt viel von seinen Erlebnissen und Abenteuern, schwefelte viel zusammen und bemühte sich, die Aufmerksamkeit der beiden zu erobern. Seine Bezeichnungen und Schlußfolgerungen waren immer unerwartet und scharfsinnig und riefen oft bei Wera ein entzücktes Lächeln hervor. Eben dieses Lächelns wegen entwickelte er seine großen Naturkenntnisse, machte tiefe Analysen der Erscheinungen und streute zwischendurch kleine geistreiche Bosheiten. William kam durch den Wettkampf mit dem Nebenbuhler im Beisein der Frau, die er zurückerobern wollte, in einen freudigen Rausch. Kampf entflammte, berauschte ihn immer. Aber dieser, bei dem das eigene Schicksal, der Wohlstand und das Glück seiner Familie der Einsatz waren, versetzte ihn in eine ganz ungewöhnlich Stimmung. Er fühlte seine Ueberlegenheit und ließ sich immer mehr und mehr hinreißen. Und es schien ihm, daß er wie ein improvisierender Musiker jeden Ton hervorrufen konnte, den er wollte... Um Mittag saßen sie beim Tee und plauderten wi gewöhnlich. In der vergangenen Nacht hatte ein geendet, der das Eis auf weite Strecken aufgebrochen und die Küstenzone gereinigt hatte. Vom Meer hei tönte jetzt dumpfes, erlöschendes Rauschen. Mitja kam ins Zimmer gelaufen und erzählte atemlos:„Papa! Nicht weit von unserer Bucht liegt auf einer Scholle ein Walroß!" „Ein Walroß?“ fragte zweifelnd der Vater.„Das, mein Freundchen, hast du wohl geträumt. Wird woy ein Seehund sein!“ „Wirklich, Papa! Ich habe durchs Fernglas e# schaut. William stand auf und zog schnell seine Jacke an „Da muß ich doch mal nachsehen. Vielleicht ist e wirklich ein Walroß. Im Frühling schwimmen manchmal sehr weit mit dem Eis. Stzepan Jegorist kommen Sie, schauen wir nach!“ (Fortsetzung folgt.) tsetzung folgt.) et eine Rückwande estdeutschland un# rall leidet Deutsch Vertrag von Var ends so bitter un chneidung, Deuti r. der Lstpreußen her und litauischen ihr für Ostpreußel Nenschen im übr in seinem Mach ausdehnen. Welg vie wir uns gegen schönes Land Li# ung lebendig## sockel des Abstin## schönen Mariend bleibt„deutschl## ermann, kann na## das, schöne,„Cia n in seinem schweützt wird. BesuchOstpreußen bessen Laterland, auf das insam gesungenen feierstunde aus. zellung ist bis zun geöffnet. 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Tchdubrung. nze, jenseits welwerden mußle. besonders schwer nnte sehr einfach fur unter irgenden, er möge sich dann Wera eine viele hätten wohl meinte, daß dies n Krankheit, songen würde. Unter diese Maßregel rksamere. Und er Gpoprg, hreiheit. In Hamburg,eiht S5. viele Kohl. keller. Aber der unsere war bestimmt einer der übelsten. Der Maschinenmeister, der Boß von dem alten Loch, bekam auch keinen Cent zu sehen. Mitunter startete er, die Miete einzusammeln, aber dann suchte er möglichst schnell nach oben zu entern, wenn er kein Loch in den Schädel bekommen wollte. Oben in der Diele war eine Falltür. Wenn man die an einem Eisenring hievie, gähnte einem ein schwarzes Loch entgegen, und man mußte mit dem Fuß nach der ersten Leitersprosse tasten und aufpassen. daß man sich nicht beim dritten Schritt das Genick brach; denn da fehlte eine Leiste. Das Licht in unserem Logis kam durch eine kleine Luke, in der oben unter Kohlenstaub ein paar Glasscherben steckten. Dies „Fenster“ war gerade so hell, daß man die Spinnweben in den Ecken erkennen konnte und die Kakerlaken, die an den schimmligen Wänden herumkrochen. Well. Da hausten wir. Und Jan Spratt, der Schipperjan. Mit dem ist das so eine Sache. Hatte 50 Jahre auf dem Buckel und 35 davon vor dem Mast gefahren. Auf allen sieben Meeren und konnte vor lauter Slang und Pidgin kaum noch Deutsch. Ueberall hatte er einen Fetzen Fleisch verloren, und wo keine Narbe war, glänzte bläulich eine Tätowierung. Der Schädel war wie mit Leder überzogen, mit tiefen Furchen, wie eine vertrocknete Mumie. Das kommt von der Sonne und dem Salzwasser. — der mit dem einen Auge— klappte das Messer zusammen, mit dem er an den Nägeln geschnippelt hatte. „Go on, Jan, in die Finkenbude!" Schipperjan schlief schon, drehte und wälzte sich. In der letzten Zeit hatte er einen unruhigen Schlaf. Pennte überhaupt viel und döste vor sich hin. Er war nicht mehr der alte— no, Sir. So gingen wir halt allein. In der Finkenbude war ein Neuer, mit Sommersprossen und rotem Haar. Wie wir reinkamen räkelte er sich in der Ecke hoch und schwankte an den Tombaktisch. War eine schöne, breite Theke, zwei Meter breit, daß keiner in die Kasse langen konnte. „Nachricht da für Jack Marly?" Marly? Hatte den Namen doch schon gehört! „Hallo—— come along, old boy!“ Der Pockennarbige drehte den Kopf. „Komm selber!" Blieb nichts anderes übrig. War etwas ungehobelt, der Jack. Aber lange mit Jan zusammen gesailt auf der„Moonlight". Ist schon lange versackt, der Eimer, bei Barbados glaube ich. Jack soff mich unter den Tisch. Am Morgen kam er mit in den Keller. „Hallo, old Jan—'d morning!“ Der Rothaarige blieb breit vor ihm stehen und hielt ihm die braune Flosse hin. Jan sah langsam auf. Dann zuckte es in den Lederfalten seines Gesichts, und er sprang hoch, als wäre er Schiffsjunge und nicht 50 Jahre. Bloß die Hand zitterte, mit der er Jack an der Bluse packte. Minsch— Jack!“ Marly stand da wie festgetäut und wußte nicht wohin mit den Knochen. Und dann setzten sie sich auf die Kiste und speakten. Daß Jack abgeheuert hätte von seit vier Jahren an der Beach lag und nicht zum Heuerbas gehen konnte, weil er die Papiere verkauft hatte. Und spannen noch zwei Stunden lang, die beiden. Und dann ging Jack Marly, und Jan schaute ihm nach mit unruhigen Augen. Und lief in dem Bunker auf und ab, auf und ab und setzte die Füße, als ob er auf See wäre. Bis er uns fragte, ob wir genug Kies hätten und ihm was geben könnten. Versteht sich, daß wir ihm gaben. So an zehn Eier. Waren bloß neugierig weshalb, weil er nie mehr nachts wegging. Von dan an gaben wir ihm jeden Tag, und Jan wurde immer lebhafter, eigentlich mehr aufgeregt. Er war wie unter Alkohol, und wir glaubten, daß er von dem Geld trank. Und eines Abends kam er mit einer neuen Schipvermütze auf dem Kopf mit einer roten Quaste. Wir lachten und fragten, ob er in See gehen wollte. Er sah uns aber nur ganz eigen an und legte sich hin. Ja— und dann fand ich den Beutel. Da war mir meine Piepe zwischen die Matratze und die Wand gefallen, und wie ich sie rausfischen will, kriege ich einen Beutel zu fassen mit'n Haufen Geld drin, ungefähr acht Pfund. Ich legte alles wieder so hin, wie es gewesen war. Am nächsten Tag stieg ich hinter Jan Schipper her, zum Hafen runter. Da blieb er vor einem Geschäft für Seemannsausrüstungen stehen und starrte mindestens eine halbe Stunde in das Fenster. Ging zum nächsten Laden und verglich die Preise. Zuletzt steuerte er zum Freihafen und sah sich die Kähne an, die vor Anker lagen. Stakte überall rum, breitbeinig, mit den Händen im Sack und die Mütze mit der roten Quaste im Genick. Und immer hatte er ein Lächeln im Gesicht, wie so'n Vater, der seinem Kind eine Puppe kaufte. Den andern Tag kommt er zu mir und kiekt sich um, als ob noch jemand im Keller ist. „Ave— die„Empreß of New Zealand' ist ein guter Kasten!“ Ich sah ihn verwundert an. „Ja— old Jan— willst du anheuern? Ohne Papiere— ohne Seefahrtsbuch?" Er hob den Finger und zog die Augenbrauen hoch. „Still— ich nehme die„Empreß'— hat 12000 tons!“ Ich setzte mich hin. Jan— Jan Schipper war müd, war verrückt.„Empreß of New Zealand“— die brauchte keine Sailer. Höchstens Deckarbeiter und Kohlenzieher und dann keine mit 50 auf dem Ast. Und wo er damals seine ganzen Papiere dem Norweger verkauft hatte. Aber Jan steuerte zum Heuerbas und wollte sich anheuern lassen. Und konnte kein einziges Papier beibringen. Kein Seefahrtsbuch und nichts. Keiner entsann sich mehr— Jan Schipper war tot. Mitleidig jahen sie ihn an und durften nicht glauben, daß er geboren war. Jan tappte aus dem Büro, ganz stakelig. Und war so gerade hineingegangen und hatte gelacht. Und im Keller hatte er seinen Seemannssack liegen mit Oelmänteln und Stiefeln und Unterzeug. Das hatte er uns vorher alles gezeigt und jedes Stück mit der Hand glattgestrichen und wieder verstaut. Jan kriegte das sicher gar nicht klar. Hockte wieder auf der Matratze und schnippelte an einem Stück Holz. Jetzt sah man auch die grauen, gebleichten Haare auf seinem Schädel. Waren schon ziemlich viel. Jan Schipper wurde immer matter. War ganz teilnahmslos. Das kam von innen heraus. War nichts mehr in ihm— er hatte auch keine Kraft mehr. Vielleicht hatte ihn das Aufflackern zwischendurch seine ganze Kraft gekostet. Er saß auch wieder den ganzen Tag im Bunker und wurde immer bleicher. Manchmal sah er sich um, als müßte er fliehen und hätte Ketten an den Beinen. Jan wollte auch kein Geld mehr. Schnippelte bloß und döste. Bloß zuweilen stand er auf, stierte die vier Wände an und ließ den Kopf hängen. Das Gesicht verknitterte immer mehr, bloß die Augen waren weit und so durchsichtig hell. Man wurde ganz hintersinnig, wenn man hineinsah. Eines Morgens war er nicht da. Pit Cocknow meinte, Jan hätte einen gekümmelt und stöberte im Logis herum, fand aber man bloß die Quaste von Jans Schippermütze. Nun war das kein großer Fund, bestimmt nicht— kam mir aber komisch vor, daß er die rote Quaste abgeschnitten hatte. Als er abends noch nicht da war, ging ich zum Hafen runter. Törnte am Verladekai zwischen Fässern und Kisten, bis zum Freihafen. Da stand Jan, die Hände über eine Rampe gelegt, und kiekte starr ins Wasser. Hob auch nur müde den Kopf und sah durch mich als ob ich gar nicht vor ihm gestanden hätte. Von da an war Jan jeden Tag unten am Hafen. Ist aber nicht mehr breitbeinig gelaufen wie ein alter Sailer— ist getapert wie ein Büromensch. In den Knochen war kein Saft und kein Schwung. Hat auch mit niemand gesnackt— nur immer nach den UeberseeEimern rübergesehen. Ja— und einen Tag— erinnere mich noch wie heute. Gemeines Wetter— feucht und diesig. Die „Möwe“, ging gerade vor Anker, und ich stöberte in dem Menschenhaufen herum. Traf aber nur Hannes Pückel, den Jollenführer. Der bewegte die Arme wie ein Signalgast: „Minsch— haben mir die Hunde doch heute nacht mine Jolle geklaut. Ist einfach weg!" Kommt ja oft vor daß im Hafen ein Boot achtern geht. War aber doch seltsam— das mit der Jolle. Schipperjan kam in der Nacht nicht heim und in der nächsten auch nicht. War nicht am Verladekran und nicht am Kai V und nicht an der Rampe. Wie ich so rumstökerte und fror, kam Hannes Pückel wieder ran und ruderte noch mehr mit den Armen. „Hallo— Tod! Mine Jolle ist retörnd— Feuerschiff II hat sie gefischt— kieloben ist sie rumgeschippert!“ Und zog eine blaue Mütze aus der Tasche. „Schau her— war an Dollbord eingeklemmt—“ War die Mütze von Schipperjan, habe sie gleich wiedererkannt. Wo doch oben die Quaste abgeschnitten war. Daheim liegt sie bei mir in der Truhe, bei meinem Oelzeug. Habe sie Hannes abgekauft und gesagt, ich könnte sie für die Woche noch gut gebrauchen. War ein guter Freund, der Jan Schipper und ein smarter Kumpel. Aber ein alter Sailer stirbt nicht im Kohlenkeller. Das Wunder „Könntest du mir wohl hundert Reichsmark pumpen?“ „Aber gewiß doch, mein lieber Neunauge, kannst du haben. Hier bitte!“ Neunauge ließ den Hundertmarkschein verschwinden und meinte vorsichtig:„Ich möchte dir doch empfehlen, bei Gelegenheit einen Nervenarzt aufzusuchen!" Gsiatische ftöflichkeit Scharfrichter und Delinquent lächeln sich an. In Ostasien ist der Krieg mehr Sport als Krieg. Man wohnt jetzt dem riesigen Boxkampf zweier Völker, dem Boxkampf zwischen China und Japan bei. Das Spiel erfolgt nach allen Regeln der Kunst. Es ist sogar ein Schiedsrichter vorhanden, der hin und herläuft, alles beobachtet und darüber wacht, daß keine Tiefschläge vorgenommen werden. Die Zuschauer bildet ein gut diszipliniertes Publikum. Niemand hat sich bisher hinreißen lassen, in den Ring zu steigen und mitzumachen. Der Kampf findet regelrecht nach verschiedenen Runden statt, bei denen jedesmal der Sieger ausgerufen wird. Nach jeder Runde trocknen sich die Gegner den Schweiß von der Stirn und lächeln sich an. Es herrscht die größte Höflichkeit im ostasiatischen Ring. Asien ist in allem das Land des Lächelns. Die Chinesen zeichnen sich in dieser Tugend besonders aus. Der gelbe Mann meint, Höflichkeit sei eine Referenz, die an die ganze Welt gerichtet ist. Diese Tatsache ist der Beweis für die Hilflosigkeit des chinesischen Volkes gegenüber den brutalen Tagesereignissen. Wenn ein Chinese hingerichtet werden soll und den Kopf auf den Block legt, lächelt er den Scharfrichter an und beginnt mit ihm folgende Unterhaltung: „Freut mich, Ihre werte Bekanntschaft zu machen. Leider muß ich es bedauern, Sie nicht mehr wiedersehen zu können.. Und der Scharfrichter erwidert, während er das Beil wetzt, ebenso höflich: „Sie sind mir der sympathischste arme Sünder, den ich je in meiner Laufbahn kennengelernt habe... Was haben Sie nur für einen fein modellierten Kopf! Es ist wirklich schade, ihn abzuhacken... Bitte, seien Sie so gut, Ihr edles Profil noch ein wenig zu neigen— das erleichtert mir meine Aufgabe... So— danke schön...“ Und der Kopf fliegt in den Sand. Aber Höflichkeit— sie gehört eben dazu. Ohne Höflichkeit kann der Chinese nichts tun. Keine Kriege führen. Und ohne Höflichkeit kann er auch nicht sterben. B. M. V. Wälderwärts Wir wollen wälderwärts ziehen Wieder mit Lobgesang, Feld weiß unseren Mühen Goldenen Dank! Wir wollen nie mehr säen Fruchtlos den Leib auf Stein. Jeder soll Ernten mähen Einsam und rein! Wir wollen alle werden Wieder wie Bauer und Brot: Wurzeln in eigenen Erden, Essen von eigenen Herden, Eigenes Leben, Eigenen Tod! Eberhard Clemen. Dei Eag der Frerke in Wieneemsaden der Vater.„D0g äumt. Wird chs Fernglas### I seine Jacke an . Vielleicht ist# ., schwimmen## Stiepan Jegoritsch mit dem Kapitä sie beide aufmerde abschätzte, Verenehm und machte rückhalten konnte. au so sehr gesunstellte und den anAusweg: er mußte ten. gen. Das ist gar ehm, seine Kräfte liam und lächelte voraus. ie Unterhaltungen ert. William, der dar, war wie ausseinen Erlebnissen rsammen und beseiden zu erobern. lgerungen waren ind riefen oft bei r. Eben dieses roßen Naturkenntrscheinungen und Bosheiten. Wildem Nebenbuhler erobern wollte, in ammte, berauschte eigene Schicksal, Familie der Eininz ungewöhnliche genheit und ließ Und es schien ihm. usiker jeden Ton nd vlauderten m hatte ein Stur## ecken aufgebrocken Vom Meer heit uschen. en und ersähls# iserer Bucht liet Am 1. April fand in Wilhelmshaven der Stapellauf des deutschen Panzerschiffes B.„Admiral Scheer“, das zu Ehren des verstorbenen Siegers von Skagerrak so getauft wurde, statt. Ebenfalls wurde das Panzerschiff„Deutschland“ an diesem Tage in Wilhelmshaven in Dienst gestellt. Unser Bild links zeigt das Panzerschiff„Admiral Scheer“ zu Beginn des Stapellaufs. Unser Bild rechts hält den Augenblick fest, in dem die Kriegsflagge auf dem außer Dienst gestellten Kreuzer„Emden“ niedergeholt wird(im Hintergrunde die„Deutschland“). Der Bildausschnitt ganz rechts zeigt das Panzerschiff„Deutschland“, auf dem die Kriegsflagge gehißt wird. TESE T FEEÖ g FSS Großer Korruptions=Skandal Geli Klankenrassenverdund Acht Vorstandsmitglieder verhaftet— Millionenwerte konnten sichergestellt werden So kam es denn, daß ein fingierter Trauerfall vier trauernde Hinterbliebene hinterließ, einmal die drei betrogenen Familien und anderseits Elfriede., die vom Berliner Schöffengericht zu sechs Monaten Gefängnis verurteilt wurde. Berlin, 2. April. Vor einer Woche wurde dem preußischen Ministerium des Innern umfangreiches Material zugeleitet, das das Vorliegen großer Unregelmäßigkeiten beim Verband der Krankenkassen im Bezirk des Oberversicherungsamtes Berlin betraf. Eine Durchsuchung im Hause des Krankenkassenverbandes und in den Geschäftsräumen des Hauptverbandes der Krankenkassen Deutschlands förderte außerordentlich belastendes Material zutage. Auf Grund dieses Materials wurden acht Mitglieder der Geschäftsführung des Krankenkassenverbandes in Haft genommen, darunter Direktor Lehmann vom Hauptverband der Krankenkassen, Direktor Bendig, Direktor Schulz, der bisherige sozialdemokratische Stadtrat Ahrens und einige Geschäftsführer. Die bisherige Untersuchung hat bereits zahlreiche Fälle von Untreue und Betrug ergeben. Schiebungen sind besonders in der Weise vorgenommen worden, daß die Vorstandsmitglieder des Krankenkassenverbandes für eine Reihe von Sonderausgaben besondere Gesellschaften gründeten, bei denen sie ebenfalls Vorstandsmitglieder waren und gleichfalls Gehälter bezogen. Die Bezüge der einzelnen Krankenkassendirektoren überstiegen auf diese Weise Ministergehälter. Die einzelnen Stellungen schoben sich die Direktoren gegenseitig zu. Durch den Zugriff der Kriminalpolizei konnten Millionenwerte sichergestellt und den Mitgliedern der Krankenkassen erhalten werden. Muttchen im Rheinland sei gestorben, sie müsse unbedingt zur Beerdigung fahren. Sie habe jedoch nicht einmal das Geld, sich einen Trauerhut und einen Schleier zu kaufen, auch einen Kranz könne sie nicht erstehen. Die mitleidige Familie suchte einen Trauerhut heraus, ein Schleier fand sich ebenfalls, sogar ein Ring wurde der Hinterbliebenen gegeben. Etwas getröstet in ihrem großen Schmerz ging Elfriede R. zu der nächststen Bekannten und klagte ihr Herzeleid, daß ihre Mutter — diesmal in Ostpreußen— gestorben sei. Sie zeigte sogar die Traueranzeige, die sie vorher selbst geschrieben adre und an sich selbst adressiert, hatte. Sie mußte wiederum zur Beerdigung und hatte kein Reisegeld. Auch hier erhielt sie einen Geldbetrag. Noch bei einer dritten Familie gelang es ihr, auf den Todesfall ihrer— in Normale Arbeit bei den Berliner Gerichten Berlin, 2. April. An den Berliner Gerichten wurden am Samstag die Arbeiten wieder aufgenommen, nachdem am Freitag mehrere Gerichte geschlossen worden waren. Vor den Eingängen zu den Gerichten waren große Plakate angebracht, auf denen die Bevölkerung aufgefordert wurde, jüdische Richter abzulehnen und die Hilse jüdischer Rechtsanwälte nicht in Anspruch zu nehmen. Posten— meist in SA.= oder SS.=Uniform— führten eine Kontrolle der Besucher durch. Zu Störungen ist es nicht gekommen, da jüdische Richter, Staatsanwälte pläne Dr. Eckeners und Rechtsanwälte nicht in den Gerichtsgebäuden tätig waren. Lediglich zwei medizinische Sachverständige, die in Verhandlungen ihr Gutachten über den Geisteszustand zweier Angeklagter abgeben sollten, mußten das Kriminalgerichtsgebäude Berlin=Moabit wieder verlasWirklichkeit quicklebendigen— Mutter hin, Geld zussen. Da an sich schon gewöhnlich an Samstagen nicht Mit der erwarhenen Ge'bern-'chwand sie sehr viel Verhandlu erhalten. Mit den erworbenen Geldern verschwand sie gyr viele Verhanolungen stattfinden, dazu aber viele dann spurlos. Im Zusammenhang mit einer anderen Prozesse nicht durchgeführt werden konnten, weil ProStraftat wurde sie festgenommen und die Polizei zeßbeteiligte nicht zur Stelle waren, war der Betrieb klärte die Betrügereien auf. lim Kriminalgerichtsgebäude sehr ruhig und still. Friedrichshafen, 2. April. Ueber die Pläne des kürzlich aus Amsterdam##### rückgekehrten Dr. Eckener erfährt die Telegraphen=Uni# vom Luftschiffbau Zeppelin folgendes: Bei den Besp#### chungen, die Dr. Eckener in Amsterdam mit dortig### Schiffahrtskreisen führte, wurden die Möglichkeiten wogen, im Zusammenhang mit dem geplanten Dienst vosEuropa nach Niederländisch=Indien gleichzeitig auseinen solchen zwischen Europa und Nordamerika einz# richten, derart, daß die Luftschiffe die Strecke## Newyork über Barcelona und Kairo nach Batavia un zurück bedienen würden. Verhandlungen mit der### stehenden amerikanischen Gruppe sind bereits eingeleit### Holland tritt der Verwirklichung des Planes, ein Luftverbindung zwischen Europa und Ostindie# zu schaffen, näher. Es werden nun gleichzeitig Veishandlungen zur Schaffung des Nordamerika=Diensteit die seinerzeit wegen der allgemeinen Wirtschaftskrise aus geschoben werden mußten, wieder gepflogen. Neben#### bereits bestehenden Nordsüdlinie(Europa—Südamerika# sollte also eine zweite, nämlich eine Westostlinie. g. schaffen werden(Newyork—Atlantik—Holland—Sp## nien—Aegypten—Niederländisch=Indien). Die Nordsüc# positives Ergebnis konnte bis jetzt nicht erreicht werde### und Westostlinie würden sich in Spanien kreuzen. E# doch werden die Verhandlungen fortgesetzt. s. Bellage zu Anzeiger u. C Die del Die Kette der Korruptionsskandale reißt nicht ab. Immer neue Affären werden aufgedeckt, eine reiht sich an die andere. Das geht nun schon seit Jahren so. Der Reigen begann vor drei Jahren mit der SklarekAffäre, und seitdem ist kaum eine längere Zeit gewesen, in der sich die Oeffentlichkeit Deutschlands nicht mit irgendeiner Korruptions= und Schmutzaffäre hätte beschäftigen müssen. Erst waren es die Sklareks, dann der Sumpf im Grundstücksdezernat der Stadt Berlin, dann Skandale bei Beamtenverbänden, die Grundbesitzerbank usw. usw., und jetzt der Krankenkassenverband. Motiv und Methoden des Betrugs sind immer die gleichen, nur die Summen schwanken. In den Motiven und Methoden gleicht eine Affäre haargenau der anderen, denn immer handelt es sich darum, daß Personen, die auf Grund der politischen Verhältnisse in Vertrauensstellungen hineingeschoben wurden, sich dieses Vertrauens unwürdig erwiesen und zu Verbrechern wurden, weil sie das Glück, das ihnen in den Schoß gefallen war, nicht vertragen konnten. Der Skandal beim Verband der Krankenkassen im Bezirk des Oberversicherungsamtes ist noch nicht in seinem ganzen Umfang aufgeklärt. In den Büros sind umfangreiche Durchsuchungen und Beschlagnahmungen von Akten vorgenommen, ebenso wurden in den Villen der verhafteten Geschäftsführer und Direktoren Briesschaften beschlagnahmt, die noch nachgeprüft werden müssen. In verschiedenen Fällen sind einzelne Direktoren und Geschäftsführer bereits der Untreue und des Betruges überführt. Da sich die Untersuchungskommission, die ihre Arbeitsräume in den Büros des Krankenkassenverbandes aufgeschlagen hat, durch einen ganzen Berg von Akten, Belegen und Geschäftsbüchern hindurcharbeiten muß, wird die Untersuchung lange Zeit in Anspruch nehmen. Insgesamt befinden sich zur Zeit zehn Personen in Haft. Soweit bisher feststeht, sind über zwei Millionen Reichsmark auf unrechtmäßige Weise beiseitegebracht worden. Man muß aber damit rechnen, daß sich diese Summe noch bedeutend erhöht, und daß auch noch mehr Personen in die Affäre verwickelt sind; denn je weiter die Untersuchung fortschreitet, um so mehr Verstöße gegen die Gesetze werden aufgedeckt. Es muß also mit weiteren Verhaftungen gerechnet werden. Die Herren vom Krankenkassenverband begnügten sich nicht mit der guten Stellung, die sie bekleideten, sondern gründeten neue Verbände als Unterverbände. die von dem Hauptverband finanziert wurden, als Vorstandsmitglieder und Geschäftsführer der Unterverbände fungierten aber die Leiter des Hauptverbandes, die auf diese Weise ihr Einkommen vervielfachten. Es wurde ein Konto über 7000 Reichsmark beschlagnahmt, das zur Zeit von keinem der Verhafteten verantwortlich verwaltet wird. Daraus geht hervor, wie die Unterverbände auch dazu dienen sollten, Gelder des Hauptverbandes beiseitezuschaffen. Dei Dos dei Tampentonigin Ivar Kreugers„morganatische Gattin— Das Ende eines bewegten Lebens London, 2. April. Seltsame Wege des Schicksals: vor einem Jahr machte der Zündholzkönig Ivar Kreuger, einer der genialsten Scharlatane des modernen Wirtschaftslebens, seinem Dasein freiwillig ein Ende. Das stolze, scheinbar unerschütterliche Gebäude seines Riesenkonzerns ist in Schutt und Trümmer zusammengebrochen, Tausende von Existenzen wurden mit ins Verderben gerissen. Und während die letzten Nachwehen der Kreuger=Tragödie noch immer die Welt erschüttern, hat sich das Schicksal einer Frau erfüllt, die im Leben des Zündholzkönigs eine entscheidende Rolle gespielt hat, von vielen ihrer Gefährtinnen bewundert und beneidet... Still, unbekannt und bettelarm ist dieser Tage in London die 61jährige Frau Alice W. Ormrode gestorben. Nur die ältesten Bekannten dieser abgehärmten, halb verhungerten Frau wußten, welch wechselvolles Schicksal ihr beschieden war und welch tiefen Sturz sie von den Höhen eines Lebens, das voller Glanz, Reichtum und Schönheit war, erlitten hatte. Es war eine reichlich abenteuerliche Karriere, die Alice W. Ormrode hinter sich hatte. Als blutjunges Mädchen heiratete sie einen Bühnenregisseur, aber die Ehe gestaltete sich so wenig harmonisch, daß es schon nach kurzer Zeit zur Scheidung kam. Kurze Zeit später machte Alice Ormrode diee Bekanntschaft eines reichen Engländers, der ihre kostspieligen Passionen bald satt hatte und sie mit einer großen Summe abfertigte. Die junge Frau eröffnete von diesem Gelde einen— Massagesalon und hier lernte sie Ivar Kreuger kennen. Kreuger, damals noch ein aufg.hender Stern am Kreuge schwedischen Industriehimmel, aber bereits ein reicher Mann, verliebte sich in die blendend schöne junge Engländerin und bewog sie, sich vollständig in seinen Schutz zu begeben. bewegtes Vorleben störte ihn nicht im geringsten. Alice Ormrode begleitete ihn ständig auf seinen zahlreichen Reisen und wich jahrelang nicht von seiner Seite. In Stockholm hatte sie eine luxuriöse Villa und alle Annehmlichkeiten, die ihr der Reichtum ihres Freundes bot, zur Verfügung. Ihr Einfluß auf Ivar Kreuger war so stark, daß dieser sie ausgab. In so manchem Luxushotel des Auslandes figurierte die ehemalige Schauspielerin im Gästebuch als Mrs. Freda Kreuger... Dieser Liebesroman dauerte so lange, bis Ingeborg Eberth, die blonde, nordische Schönheit, auf den Plan trat. Ingeborgs Rolle im Leben des Zündholzkönigs ist bekannt, sie hat ja auch selbst ein Buch über sich und den Zündholzkönig veröffentlicht. Ihrer starken, zielbewußten Intelligenz war die temperamentvolle, aber mehr triebhafte Rivalin nicht gewachsen. Sie mußte Ingeborg Eberth den Platz räumen. Die schöne Ingeborg war nicht nur jünger als die abgesetzte„Zündholzkönigin“, sondern anscheinend auch eine aufrichtigere und treuere Gefährtin. Sie blieb es auch bis zum Tode Kreugers, der ja in puncto Weiblichkeit alles eher als ein Puritaner war, aber für Ingeborg immer eine Art stiller Verehrung hegte. Mit Alice Ormrode ging es aber von nun an ständig bergab. Sie wandte sich wieder der Bühnenlaufbahn zu, schlug sich, solange sie noch einigermaßen hübsch blieb, recht und schlecht durch. Dann begann sie zu kränkeln, wurde alt und häßlich. Die Verehrer ließen sie einer nach dem anderen im Stich. Alice wurde Trinkerin, trieb sich eine Zeitlang in den Vorstädten herum und landete schließlich in einem Massenquartier. In den letzten Jahren verdiente sie sich ihren Unterhalt mit Lumpensammeln. Nun hat der Tod den Schlußpunkt unter das bewegte Leben der Lumpenkönigin gesetzt... Der Tornado im Süden der ASA. 60 Tote, Hunderte von Verletzten. Newyork, 2. April. Mindestens 60 Personen sind durch den Wirbelsturm, der über den Süden der Vereinigten Staaten dahinbrauste, ums Leben gekommen. Die meisten Todesfälle werden im Staate Mississippi beklagt. Den langsam aus den betroffenen Gebieten durchsickernden Meldungen zufolge geht die Zahl der in den zerstörten DörAlbert Einstein am pranger Eine Erklärung der Preußischen Akademie— Einstei Berliner Guthaben beschlagnahmt Berlin, 2. April. Von zuständiger Stelle wird mitgeteilt, daß di Preußische Akademie der Wissenschaften gegen Alber Einstein wegen dessen Beteiligung an der Greues#hetze in Amerika und Frankreich entschieden Stellunggenommen habe. Sie habe von Einstein Rechenschaftüber sein Verhalten verlangt. Albert Einstein hat jetz# seinen Austritt aus der Akademie vollzogen und zu Begründung angegeben, er wolle dem preußischen Staat## nicht mehr dienen. Einstein ist Schweizer Bürger un erhielt 1913 lediglich deshalb die preußische Staats angehörigkeit, weil er in die Akademie als ordentliche## hauptamtliches Mitglied aufgenommen worden war### der Austrittserklärung Einsteins teilt der ständige Sekre# tär der Preußischen Akademie, Professor Dr. Heymann mit, daß angesichts des Verhaltens Einstein im Auslande und im Hinblick auf die strenge Zurück haltung in politischen Fragen, die die Akademie stei betont habe, sie keinen Anlaß hätte, den Austritt Ein## steins zu bedauern. Am Samstag wurde bei einer Be### liner Großbank ein 300000 Mark umfassendes Gu# haben Einsteins beschlagnahmt. Die neuen Leiter des deutschen Rundfund Berlin, 2. April. Nach der vor kurzer Zeit erfolgten Eingliederung des Rundfunks in das Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda, sind jetzt endgültig die Personalfragen geklärt worden. Als Reichsrundfunk kommissar wird weiterhin Dr. Krukenberg amtie ren. Zum 1. Referenten und Stellvertreter des Reichsrundfunkkomissars des Reichsministers für Volksaufklärung und Propaganda wurde Horst DresserAndreß, der Leiter der Hauptabteilung Rundfun in der Reichsleitung der NSDAP., berufen; als per sönlicher Referent wurde ihm Hans Joachim Weinbrenner, sein bisheriger Mitarbeiter, beigegeben. Zum 2. Referenten der Abteilung Rundfunk im Propagandaministerium wurde Baron Dr. von der Dazur bestellt, der auch die persönlichen Belange des Reichsrundfunkkommissars wahrnehmen wird. sogar eine Zeitlang als seine legitime Gattinlfern Verwundeten in die Hunderte. Fliegerbegegnung in Südafrika Karl Schwabe Gast bei Lord Carberry Biide in die Hitler übernimmt eine SA=patenschaft Randerath(Rheinland), 2. April. Bei der Geburt des achten Kindes eines SA.= Mannes aus Randerath im Rheinland hat Reichskanzler Adolf Hitler die Patenschaft übernommen. Die Eröffnung des Heiligen Jahres Drandfiftung im Walde, von Maria=Laach In den großen Waldungen der Benediktiner=Abtei „Oeffnet mir die Tore der Gerechtigkeit.“ Rom, 3. April. Das Heilige Jahr ist am Samstag mittag vom Papst feierlich eröffnet worden. Schon zwei Stunden vor Beginn der Zeremonie sammelte sich auf dem Petersplatz eine gewaltige Menschenmenge. Aber die polizeiliche Sperre darf nur passieren, wer eine Eintrittskarte besitzt. Ueber 30 000 Karten wurden ausgegeben. In der zu einem großen Festsaal umgewandelten, mit kostbaren Teppichen und Tüchern ausgelegten Vorhalle spielt sich die symbolische Handlung der Oeffnung der Heiligen Pforte ab. Ferner Gesang wird vernehmbar, wird stärker und mächtiger und erfüllt schließlich mit seinen Tönen die weite, große Vorhalle, während der Heilige Vater auf dem golddurchwirkten roten Sessel in der Vorhalle erscheint und sich zu dem neben der Porta Santa aufgestellten Thron tragen läßt. Der heilige Gesang verstummt. Schwer und feierlich erheben die Glocken der Peterskirche ihre eherne Stimme, und in ganz Rom läuten alle Glocken, während Pius XI. langsam zur Heiligen Pforte schreitet, dreimal mit seinem goldenen Hammer gegen die Tür pocht und die ritualen Worte ruft: Aperite mihi portas Justitiae(Oeffnet mir die Tore der Gerechtigkeit). Das Heilige Tor tut sich lautlos auf. Unter Gebeten wird die Schwelle mit geweihtem Wasser gewaschen. Betend durchschreitet der Papst allein und als erster die Heilige Pforte. In Begleitung der gesamten. Geistlichkeit hält dann der Fapst seinen feierlichen Einzug in St. Peter, wo er der gewaltigen Menge seinen väterlichen Apostolischen Segen erteilt und dann das Heilige Jahr eröffnet. Ein lukrativer„Sterbefall“ Elfriede weint Krokodilstränen. Berlin 2. April. Elfriede R. führt in Berlin ein geruhsames gleich6örmiges Leben. Plötzlich erschien sie aber bei Bekannten und berichtete unter bitteren Tränen, ihr liebes Maria=Laach im Rheinland wurden kürzlich Brandherde entdeckt, die mehrere hundert Meter voneinander entfernt lagen. Die Polizei unternahm eine gründliche Razzia durch die Waldbestände. Dabei wurde ein Arbeitsloser gefaßt, als er gerade einen weiteren Brandherd anlegen wollte. Unter großen Anstrengungen gelang es noch rechtzeitig, die Feuer zu löschen und unübersehbaren Schaden zu verhüten. Der Täter gab bei seiner Vernehmung an, von kommunistischer Seite zur Brandstiftung gezwungen worden zu sein. von zusammengeknoteten Bettlaken herunter. Dabei stürzte einer der Angestellten ab und erlitt— ebenso wie ein Hotelgast, der aus dem ersten Stock auf den Hof gesprungen war— schwere Verletzungen. Die übrigen Bewohner des Hotels wurden von der Feuerwehr mit Leitern geborgen. Ein Versuch der Feuerwehr, an die brennende Westseite des Hotels heranzukommen, mißlang, so daß es nicht glückte, die 26 Jahre alte Wirtschafterin Klara Wolff aus Danzig. die aus ihrem Zimmer gellende Hilferufe ertönen ließ, zu retten. Sie ist ein Opfer der Flammen geworden. Zugunfall im Tunnel Zwei Bauarbeiter verunglückt. Ludwigshafen, 2. April. Die Reichsbahndirektion Ludwigshafen teilt mit: Am Freitag abend, etwa um 19.15 Uhr, ist im Tunnel zwischen Pirmasens und Biebermühle, wo zurzeit schadhafte Gewölbestrecken umgebaut werden. eine drei Meter lange Umbauzone eingestürzt. Etwa 200 Kubikmeter Masse versperren den Tunnel. Ein von Pirmasens kommender Güterzug fuhr auf den Schutthaufen auf. Dadurch wurden zwei hinter der Lokomotive lausende Packwagen ineinander geschoben. Der Zuaführer und ein Schaffner wurden leicht verletzt. Der Verkehr zwischen Pirmasens und Biebermühle dürfte voraussichtlich einige Tage unterbrochen sein. Bei dem Einsturz sind zwei Bauarbeiter, die im Gewölbe arbeiteten. verunglückt. Sie konnten bis zum heutigen Morgen noch nicht aus den Schuttmassen geborgen werden. Die Ursache des Einsturzes ist noch nicht geklärt. Großer Hotelbrand bei Danzig Eine Tote, zwei Schwerverletzte. Danzig, 2. April. In der Nacht zum Samstag brannte das bekannte Hotel Albin Sagert in Tiegenhof vollkommen nieder. Die schlafenden Gäste und das Personal wurden von dem Feuer vollkommen überrascht. Drei im Dachgeschoß wohnende Angestellte ließen sich mit Hilfe Verbesserungen im deutschen und internationalen Luftverkehr Berlin, 2. April. Wie die Deutsche Lufthansa mitteilt, bringt der April wesentliche Verbesserungen im deutschen und internationalen Luftverkehr. Die Strecken Berlin—Halle= Leipzig,„Stuttgart und Zürich—München—Wien mit Bedarfslandungen in Salzburg wurden am 1. April wieder eröffnet. Diese verkehrswirtschaftlich sehr bedeutenden Fluglinien mußten während des Winters stillgelegt werden, und ihre Wiederaufnahme war ursprünglich erst für den 1. Mai vorgesehen. Der Flugdienst nach Spanien wird dadurch verstärkt, daß die Linie Stuttgart, Genf—Marseille—Barcelona nunmehr wochentäglich und nicht wie bisher nur dreimal in der Woche durchgeführt wird. Der Luftverkehr zwischen Dortmund und Hannover wird zu den im Frühjahrsflugplan der Lufthansa vorgesehenen Zeiten aufgenommen. Der Sonntagsdienst auf der Strecke Berlin— Stettin—Danzig—Königsberg wird entgegen den Angaben im Frühjahrsflugplan auch im April aufrecht erhalten. Linksradikale setzen Hotel in Brand Fünf Schwerverletzte. Madrid, 2. April. In der Stadt Reinosa in der Provinz Santander wurde eine in einem Hotel stattfindende Wahlversammlung der Rechtsparteien von linksradikalen Elementen überfallen. Die Versammelten wurden mit Steinen beworfen und beschossen. Mehrere hundert Schuß wurden abgegeben. Schließlich zündeten die Linksradikalen das Hotelgebäude an, das völlig niederbrannte. Bei den Zusammenstößen wurden fünf Personen schwer verletzt. Der sozialistische Bürgermeister hatte die erbetene Polizeihilfe verweigert, da der Zwischenfall unbedeutend wäre. Nairobi, 2. April. Karl Schwabe(Partenkirchen), der allein mitt seinem kleinen Klemm=Sportflugzeug einen Flug nach Kapstadt unternimmt, hat den Aequator überquert. Nach den letzten Meldungen war er in Kampala. Sein Flugweg führte dann weiter nach Inia am Viktoriasee, übr diesen hinweg nach Kisumu, der Stadt, die unmittelbauf dem Aequator liegt. Von dort aus ging es übe Nakuru nach Nairobi, wo sich auch Ernst Udet ba seinem Afrikaflug aufgehalten hat. Der SportfliegeLord Carberry der an den Europaflügen 1920 teilnahm und auch 1932 am Start war, hat den deut schen Fliegern gute Kameradschaft bewahrt. Er erschien kurz nach der Landung Schwabes auf dem Flugplatz, um ihm zu erklären, daß er ihn gern als Gast bei sich aufnehme, solange er sich in Nairobi aufhalte. Schwabe will nur kurze Zeit bleiben, um seinen Flug dann nach Mosji und Tanga fortzusetzen, wo er die Küste des Indischen Ozeans erreicht. Der Besuch zweiten Tage b ehr interessante zen schon zur 8 mittag, gab ese riten. Einen Do durch Schmed war und überraß wurde. Bedeutend m der Zwischenrun gegen Rothenbur erfolgreich bleiber bowski(Boch einen schönen P blieb im Leichtge reich. Der Ober vorit, wird aber brg Die Vorschlu teurboxmeisterscha reiche Interessent gelockt, die auch In den meisten allem flotte und auch nicht an 1 der drei westden erwartungsgemäß der Westen sechs fen, die am Mor Spannagel (Düsseldorf), im mund) im Leicht tergewicht, Kyfi ##und endlich Vo den am Samstag überraschenderwei teilnehmer Kartz, der off entfernt ist, Ersatzu Kartz hatte auch rundenkämpfen nu (Kassel) unterlag nik des Düsseldo der letzte Westden Jakubowski furter O Der Bonner Mi kämpfen gut gefa vorragenden Tite seinen Besieger. schen Voosen westdeutsche Paai runde Badstübner Der Vorschlußrur lers Franz über blikum nur wenig ner in allen drei trotzdem den Sie Entscheidungen 3 it Textilarbeiterstreik in Lodz. Der Lodzer Textilarbeiterstreik dauert an, weil die Arbeiterschaft verlangt, daß das neue Kollektivabkommen auch auf die in den kleineren Betrieben Beschäftigten ausgedehn wird. In Lodz kam es zu Zusammenstößen Unter dem Einfluß von kommunistischen Agitatoren griffen Demonstranten die Polizei an, die hierauf von der Schußwaffe Gebrauch machte. Eine Person wurde getötet, zehn schwer verletzt. + 20 Güterwagen abgestürzt. Unweit von Avil## in Spanien entgleiste ein Güterzug infolge Bruches einer Kuppelung, während der Zug über eine Brücke fuhr. 20 Güterwagen stürzten etwa 30 Meter in die Tiefe. Der Zugführer und zwei Angestelle fanden den Tod. Unter den Trümmern der Wagen konnten zwei Mann des Begleitpersonals verletzt geborgen werden. * Errichtung eines Zeppelin=Ankermastes bei Barck lona. Auf Grund von Verhandlungen zwischen der Re gierung in Katalonien, dem Gemeinderat von Barch## lona und Dr. Eckener hat, wie Havas aus Barce## lona berichtet, die katalonische Regierung die Err#c# tung eines Ankermastes für Zeppelin=Luftschiffe### Barcelona beschlossen, jedoch vorläufig die Frage rückgestellt, ob auch ein Flughafen geschaffen werden soll. Die Kosten für den Bau eines Ankermastes sollen sich auf 600000 Peseten belaufen. Pa. 5 geicher #altung Deutsch wohl ##dem R Bierung veis Viertlich Rot am gram .5000 ians Pe „Eine interessante Denkaufgabg“; Der„heutig Auflage liegt eine Beilage bei. Diese beschäftig. mit der Preußischen Staatslotterie, deren Ziehung au 21. April d. J. beginnt. Es soll die Frage beautwert### werden:„Was machen die Leute mit dem Geld?“ Le 1. Preis beträgt 5000 Mark. Letzter Einsendungsterg# 10. April. Nicht irgendein Feftaufstrich, sondern nur die liefenwirkung der Creme Fieusen Bewhkreinhung und verjungung facler und unteiner kauft s. Bellage zum Bochumer snscher u. Gen. Ageger ners shafen, 2. Aprll. aus Austerdam 1 Telegraphen=Uni# es: Bei den Besy.# erdam mit dortig# sie Möglichkeiten geplanten Dienst vo# in gleichzeitig au# Nordamerika, einz se die Strecke# nach Batavia lungen mit der### d bereits eingeleith 1g des Blanes, ei und Ostindse## un gleichzeitia Be# ordamerikg= Diensien Wirtschaftskrise au pflogen.„Neben rropa—Südamerike ne Westostlinie, #, 5 land„S dien). Die, Nordsüt licht erreicht werde### anien kreuzen. E# gesetzt. pranger ademie— Einstei lagnahmt Berlin, 2. April. mitgeteilt, daß sten gegen Alber ing an der Greues entschieden Stellung kinstein Rechenschaft ri Einstein hat jetz vollzogen und zus preußischen Staat## sweizer Bürger und preußische Staats mie als ordentliche en worden war..## t der ständige Seirnrofessor Dr. HeyZerhaltens Einstein# die strenge Zurück die Akademie steit den Austritt Ein# zurde bei einer Bes# umfassendes Gu chen Rundfund Berlin, 2. April. lgten Eingliederung isterium für Vollsjetzt endgültig die lls Reichsrundfunk ukenberg amtie ertreter des Reichs ers für Volksaus Horst Dresserabteilung Rundfun „ berufen; als per Joachim Weinbeiter, beigegeben. Rundfunk im Promn Dr., von der nlichen Belange des nen wird. Südafrika rd Carberry airobi, 2. April. ), der allein mit g einen Flug nag kor überquert. Nac mpalg.„Sein Flur im Viktoriasee, übr adt, die unmittelbaus ging es üb Ernst Udet be Der Sportfliege Europaflügen 1920 war, hat den deuewahrt. Er erschien auf dem Flugplatz rn als Gast bei sih aufhalte. Schwabe ien Flug dann nach er die Küste des Lodzer Textil eiterschaft ver auch auf dien ausgedehn menstößen schen Agi# olizei an, del machte. 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Einen Dortmunder Sieg gab es im Leichtgewicht durch Schmedes, der in ausgezeichneter Verfassung war und überraschend sicher mit Kloos(Dresden) fertig wurde Bedeutend mehr Interesse beanspruchten die Kämpfe der Zwischenrunde. Ziglarski(München) konnte auch gegen Rothenburger(Stuttgart) sicher nach Punkten ersolgreich bleiben. Im Federgewicht schaltete Jakubowski(Bochum) den Kölner Krämer durch einen schönen Punktsieg aus. Kartz(Oberhausen) blieb im Leichtgewicht über Lukat(Hildesheim) erfolgreich. Der Oberhausener gilt in seiner Klasse als vorit, wird aber gegen Schmedes keinen leichten Stand haben. Die Vorschlußrundenkämpfe zu den deutschen Amateurboxmeisterschaften hatten am Samstag abend zahlreiche Interessenten zu den Germania=Sälen in Berlin gelockt, die auch auf ihre Kosten gekommen sein dürften. In den meisten Fällen gab es technisch gute und vor allem flotte und harte Kämpfe zu sehen, bei denen es auch nicht an Ueberraschungen fehlte. Die Vertreter der drei westdeutschen Verbände haben sich durchweg erwartungsgemäß behaupten können. Insgesamt stellt der Westen sechs der 16 Teilnehmer an den Endkämpsen, die am Montag abend stattfinden. Es sind dies Spannagel(Barmen) im Fliegengewicht, Beck (Düsseldorf) im Bantamgewicht, Schmedes(Dortmund) im Leichtgewicht, Franz(Duisburg) im Weltergewicht, Kyfuß(Gevelsberg) im Halbschwergewicht und endlich Voosen(Köln) im Schwergewicht. Zu den am Samstag ausgeschiedenen Westdeutschen gehörte überraschenderweise auch der Oberhausener Olympiateilnehmer Kartz, der offenbar von seiner besten Form weit entfernt ist, denn er hatte gegen den Berliner Ersatzmann Leopold keine Chance. Kartz hatte auch in seinen Vorrunden= und Zwischenrundenkämpfen nur schwache Leistungen gezeigt. Stasch (Kassel) unterlag im Bantamgewicht der besseren Technik des Düsseldorfers Beck, während im Federgewicht der letzte Westdeutsche, Jakubowski(Bochum), von dem schnelleren Erfurter O. Kästner ausgeschaltet wurde. Der Bonner Mittelgewichtler Stein, der in den Vorkämpfen gut gefallen hatte, fand in dem technisch hervorragenden Titelverteidiger Bernlöhr(Stuttgart) seinen Besieger. Im Schwergewicht endlich gab es zwischen Voosen(Köln) und Klein(Solingen) eine rein westdeutsche Paarung, in der Klein, der in der Vorrunde Badstübner(Leipzig) geschlagen hatte unterlag. Der Vorschlußrundensieg des Duisburger Weltergewichtlers Franz über Rosner(Iserlohn) fand beim Publikum nur wenig Gegenliebe: Franz war seinem Gegner in allen drei Runden nicht gewachsen und erhielt trotzdem den Sieg zugesprochen. Sonst waren aber die Entscheidungen des Kampfgerichts einwandfrei. Besonders hervorgehoben zu werden verdient noch der Sieg von Kyfuß(Gevelsberg), der im Halbschwergewicht den vorjährigen Meister Schiller(München) dank seiner genaueren Arbeit verdient schlagen konnte. Von den vorjährigen Meistern haben sich für die Finalkämpfe nur Bernlöhr(Stuttgart) und Voosen(Köln) qualifizieren können. Die Paarungen der Schlußrunden am Montag abend lauten: Fliegengewicht: Spannagel(Barmen)— Weinhold (Berlin); Bantamgewicht: Ziglarski(München)— Beck(Düsseldorf): Federgewicht: O. Kästner(Erfurt)— Tröblinger (Speyer); Leichtgewicht: Schmedes(Dortmund)— Leopold(Berlin); Weltergewicht: Franz(Duisburg)— Mahn(Breslau): Mittelgewicht: Bernlöhr(Stuttgart)— Hornemann (Berlin); Halbschwergewicht: Pietsch(Leipzig)— Kyfuß(Gevelsberg); Schwergewicht: Voosen(Köln)— Holz(Berlin). Sieg Heulers über Ebbetts Newyork, 2. April. Im Newyorker Madison Square Garden, fanden internationale Berufsboxkämpfe statt, die einen außerordentlich guten Besuch aufwiesen. Das Hauptinteresse fand die erneute Begegnung des Bonner Halbschwergewichtlers Adolf Heuser mit dem Amerikaner Harry Ebbetts. Die Revanche gelang dem Amerikaner nicht, denn wie schon vor einigen Wochen, so zeigte sich der deutsche Europameister auch diesmal Ebbetts klar überligen. Ueber zehn Runden gab es ein interessantes Gefecht, in dem Heuser größtenteils in Front lag. Er hatte allein sieben Runden ganz für sich. Die dritte Runde war ausgeglichken und nur zwei Runden fielen knapp an den Amerikaner, da Heuser gegen Schluß im sicheren Gefühl des Sieges etwas nachließ. Ebbetts war mehrfach stark angeschlagen, doch zum.=o. reichte es für Heuser nicht. Scifried ohne Gegner Keine Mittelgewichtsmeisterschaft in Berlin. Zu den Berufsboxkämpfen im Berliner Boxring „Neue Welt“ fanden sich zahlreiche Zuschauer ein, die jedoch eine große Enttäuschung erlebten. Die deutsche Mittelgewichtsmeisterschaft zwischen dem Titelverteidiger Erich Seelig(Berlin) und seinem anerkannten Herausforderer Hans Seifried(Bochum) fiel aus, der Kampf war auf Grund der Regierungsmaßnahmen vom Programm abgesetzt worden. Die Borsportbehörde Deutschlands und der Verband Deutscher Faustkämpfer hatten Seelig untersagt, im Ring zu erscheinen, um unliebsame Zwischenfälle zu vermeiden. So mußte Seifried mit dem Hannoveraner Heinrich Trollmann als Gegner vorliebnehmen, natürlich war dieses Gefecht kein Meisterschaftskampf. Ueber acht Runden kam es zu einem interessanten Treffen, in dem zunächst der Westdeutsche die Oberhand hatte. Von der Mitte der Distanz an holte jedoch Trollmann mächtig auf. Das gegebene Unentschieden wird beiden Boxern gerecht. (Darmstadt), 1. Lorenz(Chemnitz), 2. Kiebs(Breslau), Gangel(Berlin), 2. Greye(Leipzig), 1. Rosenlöcher (Dresden), 2. Walter(Leipzig). Die beiden letzteren gehören der Nationalmannschaft nur als Ersatzleute an. Siebelhoff vor Ebeling Straßenrennen Köln—Schuld—Köln Der Gau Köln(BDR) leitete mit dem bekannten Straßenrennen Köln—Schuld—Münstereifel—Köln seine diesjährige Rennzeit recht vielversprechend ein. In der A= und=Klasse, die gemeinsam gewertet wurden, fanden sich allein 130 Fahrer zu dem 120 Kilometer langen Rennen ein Trotz mehrerer Sprengungsversuche blieb eine 20 Mann starke Gruppe bis zum Ziel zusammen: hier konnte der Dortmunder Siebelhoff den Aachener Ebeling, der seine Abschiedsvorstellung als Amateur gab, knapp schlagen. Die Ergebnisse: 1. H. Siebelhoff(Dortmund).34.02 Std., 2. A. Ebeling (Aachen) 2 Lg., 3. Arentz(Köln), 4. Figay(Dortmund), 5. Neumann(Dortmund)(1.=Fahrer). Auszeichnung Elli Beinhorns Die Fliegerin erhält den Hindenburg=Pokal Berlin, 2. April. Der Hindenburg=Pokal, der zur Förderung von sportlichen Leistungen mit leichten Motorsportgeräten ausgesetzt ist, wurde für 1932 der Fliegerin Elli Beinhorn zugesprochen. Elli Beinhorn erhielt den Pokal für ihre Flugleistungen in den beiden vergangenen Jahren. Besonderes Aufsehen erregte seiner Zeik ihr Flug über Indien nach Australien. Der entsprechende Pokal für besondere Leistungen im Segelflugwesen wurde bekanntlich vor kurzem Wolf Hirtb verliehen. Vor 130000 Zuschauern schlug Schottland England:1 Das Ereignis im britischen Fußball war das letz Spiel um die Meisterschaft der vier Landesverbände, das Schottland und England im Glasgower Hampden Park als Gegner sah. England hätte im Siegfalle noch den ersten Platz vor Wales erreichen können. Das Interesse der schottischen Fußballgemeinde war unbeschreiblich. Weit über 130000 Zuschauer besetzten die Ränge des riesigen Stadions und sie erlebten einen Fußballkampf, der von der ersten bis zur letzten Minute durch ein famoses Tempo begeisterte. Es wurde sehr hart, aber immer fair gekämpft, und unter tosendem Jubel der Zuschauer konnten die Schotten mit:1 siegreich bleiben. Knapper Sieg Brandenburgs Norddeutschland im Silberschild-Finale mit:2 unterlegen Hamburg, 2. April. Das Endspiel um den Silberschild des Deutschen Hockeyverbandes, das zum vierzehnten Male ausgetragen wurde, fand am Sonntag zwischen den Verbandsmannschaften von Norddeutschland und Brandenburg in Hamburg statt. Das Treffen übte starke Anziehungskraft aus, nicht zuletzt trug aber auch das vorzügliche Wetter dazu bei daß sich rund 3000 Zuschauer einfanden. Die Platzverhältnisse waren ideal also alle Vorbedingungen für einen großen Kampf restlos erfüllt. Es kam zu einem jederzeit offenen Kampf zweier durchaus gleichwertiger Gegner, den Brandenburg schließlich knapp mit:2(:1) gewann, somit den Silberschild ein weiteres Mal erfolgreich verteidigend. Die bessere Gesamtleistung der Berliner gab schließlich den Ausschlag. Wenn der Sieg auch nicht unverdient ist, so muß er doch als glücklich bezeichnet werden. Ganz vorzüglich war die Läuferreihe. gleich gut in der Abwehr wie im Aufbau. Auch die Stürmer stellten restlos zufrieden, sie waren den norddeutschen Angriffsleuten vor allem in der Schnelligkeit überlegen. Zander spielte in der Verteidigung recht gut, er fiel aber durch mehrfach unsportliches Verhalten unangenehm auf. Sein Partner zeigte große Schwächen, ebenso war Linke im Tor ziemlich schwach. Die Norddeutschen hatten in dem rechten Läufer David einen Spieler mit ganz großem Können, der seine Nebenleute glatt ausstach. Die Brandenburger begannen recht gut, sie spielten in der ersten Viertelstunde ganz überlegen, und mehrmals sah es sehr bedrohlich aus für den Norden. Da jedoch die Kombination übertrieben wurde, blieben Torerfolge vorerst aus. Zu Beginn der zweiten Hälfte lag Berlin in Front, aber immer wieder rettete die sehr aufmerksame Verteidigung der Gastgeber. Die Berliner Läuferreihe, in der sich besonders Kleingeist hervortat. fütterte den Sturm mit Bällen, doch erst in der 16. Minute glückse Brandenburg erneut die Führung. Holz kam gut durch und Richter verwandelte die Vorlage zur:=Führung. Eine Strafecke, von Zander verschuldet, wurde von Lockemann unhaltbar verwandelt, doch fand das Tor unerklärlicherweise keine Anerkennung. Berlin war glücklicher, denn durch einen Schlenzball von Weiß wurde der Vorsprung auf:1 erhöht. Der Norden kam gegen Schluß wieder stork auf und durch den Halblinken wurde noch ein zweites Tor erzielt aber der Ausgleich gelang nicht mehr. Mit:2 blieb Brandenburg siegreich. Cambridge vor Oxford Zuschauer-Rekord beim englischen Ruderereignis Jonath und Sievert liegen Gute Leiltungen beim Hallenlportfeit in Stuttgart Das uen ur: vaaa.tusgtuttgart, 2. April. von etwa 5000 Interessenten besuchte Stuttgar55 PhochiutereskantegP am Samstag abend einen sport#lic, hochinteressanten Verlauf. In Anwesenheit zahlAreicher Behördenvertreter hielt zu Beginn der VeranVhltung Dr. Ritter von Halt, der Vorsitzende der Deutschen Sportbehörde, eine Ansprache, in der er sogob' dem Reichspräsidenten von Hindenburg als auch dem Reichskanzler Adolf Hitler für die zugesagte Förberung des deutschen Sports dankte Mit einem Hinweis auf die Olympischen Spiele 1936, bei denen hoffentlich recht oft die deutschen Farben Schwarz=WeißJot am Siegesmast wehen würden, schloß von Halt seine Ansprache, der sich das von den Zuschauern begeistert gesungene Deutschlandlied anschloß. Das sportliche Proließ sich recht gut an, denn Syring fand im 3902=Meter=Laufen in dem jungen Ulmer NachwuchsNathleten Schwarz 2 einen erbitterten Rivalen. Der unge Süddeutsche konnte dem Wittenberger als einlange Zeit folgen und erst im Endkampf blieb er hallerdings glatt, geschlagen. Einen äußerst spannenden Mampf gab es über 1000 Meter, wo Dr. Otto WVeltzer den ständig führenden Paul(Stuttgart) Hochumer Endkampf knapp schlagen konnte. Der Arthur Jonath setzte sich im Sprinter=Zweikampf erwartungsgemäß leicht durch, Kagegen kam Welscher(Frankfurt) im Hürden=Zweinicht in Schwung, er blieb beidemale von Sie### geschlagen. Der erfolgreichste Athlet Pas Zugese dert, der neben den Hürdenlaufen noch 521 Flstoßen mit der ausgezeichneten Leistung von Vem gerster vor Eberle und auch den Dreikampf vor Berliner gewann. Die Ergebnisse waren: win.90Peter=Staffel: 1. Stuttgarter Kickers.06.8 Wart. 300ZLittenberg.07.4 Min., 3. BfB. Stutt58.6 Ji. Lauf: 1. Syring(Wittenberg) Helber 5“ 2. Schwarz 2(Ulm 94).01.8 Min., ampf: 7 8(Stuttgart) 9,18 Min— Hürden=ZweiF. Haag(Xauf: 1. Sievert(Eimsbüttel) 8,5 Sek., Stuttgart 8# Doppiggeg,.6 Sek., 3. Scheck(Kickers 8 8g7).7 Sek., 4. Welscher(Eintracht Frankfurt) her 8 5 a, 2. Lauf: 1. Sievert 8/4 Sel., 2. WelSien 3. Scheck 8,.8 Sek.— Gesamtergebnis: hrc i3., 6 Punlie, 2. Velicher 12 Punste. 3. Kauf:.:npunkte, 4. Haag 8 Punkte.— 1000.MeterStuttgarter.;#er(Siettin).40,2 Min., 2. Paul nberg) 2 10 8 4e 8) 2,40,4 Min., 3. Boeticher(WitPrgenl.80 ar Nin.„ Hochsprung: 1. Haag(GöpMeter, 2. Flister(Stuttgarter Kickers) Sseptef7„3. Brodbeck(Hellbronn).78 Meiter, rt 1,75 Meter.— Sprinterzweikompf: 1. Lauf 150 Meter: 1. Jonath(Bochum).9 Sek., 2. Scheck 6 Sek. 3. Begoihn(Stuttgart) 6,1 Sek— 2. Lauf 60 Meter: 1. Jonath.9 Sek., 2. Scheck 6 Sek., 3. Begoihn.— Gesamtergebnis: 1. Jonath 16., 2. Scheck 14., 3. Begoihn 11 P.— Kugelstoßen: 1. Sievert 15,21 Meter, 2. Eberle(Berlin) 14,16 Meter. Vor nur 1500 Zuschauern Sae Sclche Köln, 2. April. Wie schon in der ganzen Wintersaison 1932/33, so hatte die Kölner Rheinlandhalle auch mit ihrer Abschlußveranstaltung in der Nacht zum Sonntag kein Glück. Kaum 1500 Zuschauer fanden sich zu dem großen internationalen Mannschaftsrennen, betitelt„Die Nacht“ ein, das über neun Stunden nach Sackstageart durchgeführt wurde. Die sportliche Ausbeute war recht gering, schon bald setzte die Rundenspielerei ein und erst in der Schlußrunde wurde ein flotteres Tempo gefahren. Das Ergebnis war: 1. Schön=Buschenhagen 122 P. 356,160 Kilometer; zwei Runden zurück: 2. Kilian=Vopel 92.: 3. Resiger=Zims 57.: drei Runden zurück: 4. Tietz=Braspening 43.; 5. Smeets=Hagelsteen 28.; fünf Runden zuxück: 6. Dumm=Ippen 56.: 7. Elignet=Kisters 29.: sechs Runden zurück: 8. Goebel=Vluggen 66 P. Schindler und Merkens Die Nationalmannschaft in Leipzig. Bei mäßigem Wetter wurde am Sonntag in Leipzig vor 4000 Zuschauern die neue Radrennsaison eingeleitet. Der Hauptteil des Programms war den Amateuren vorbehalten. In zahlreichen Fliegerläufen wurde die neue Nationalmannschaft ermittelt. Als bester Mann erwies sich der Kölner Merkens, der im Endlauf der Ersten Ungethüm sicher schlug und mit 13,2 Sekunden gleichzeitig die beste Zeit für die letzten 200 Meter fuhr. Im Gesamtergebnis der Dauerrennen siegte Schindler, der zwei Läufe gewonnen hatte, vor Hille und Schäfer. Der Dortmunder Metze war indisponiert und nach dem zweiten Lauf wurde ihm der weitere Start vom Bahnarzt untersagt. Gesamtergebnis: 1. Schindler 99,925 Kilometer, 2. Hille 99.760 Kilometer, 3. Schäser 98,755 Kilometer, 4. Dederichs 96,760 Kilometer, 5. Berger 93.010 Kilometer. Endläufe der Nationalmannschaft: 1. Merkens(Köln), 2. Ungethüm(Dortmund). 1. Marklewitz(Berlin), 2. Grothues(Münster), 1. Arndt(Krefeld), 2. Klein London, 1. April. Zum 85. Male gehört der klassische Achterkampf zwischen den britischen Universitäten von Oxford und Cambridge der Vergangenheit an. Es ist alljährlich interessant, das große Interesse der Engländer an diesem Ruderereignis festzustellen. Am Samstag war das Wetter alles andere als günstig. Ein heftiger, kalter Wind lag über dem englischen Inselreich. Graue, regendrohende Wolken bedecklen den Himmel, aber die englischen Interessenten störte das nicht. Man hatte den Start wegen der wenig günstigen Wasserverhältnisse recht spät angesetzt, aber schon in den Mittagsstunden zogen Tausende und wieder Tausende von Zuschauern zur 6850 Meter langen Strecke an der Themse zwischen Putney und Mortlake. Auf dem Wasser herrschte reges Leben und Treiben. Tausende von Booten der englischen Wassersportvereine suchten einen günstigen Lagerplatz, Passagierdampfer boten den besonders Interessierten Gelegenheit, einen Teil des Rennens aus nächster Nähe zu verfolgen. Es fehlte sogar nicht an Sportbegeisterten, die sich die ganze Sache hatten etwas Besonderes kosten lassen und den Verlauf des Rennens aus dem Flugzeug verfolgten. Etwa 30 Privat= und Sportflugzeuge überflogen die Strecke. Als man kurz vor Beginn des Rennens noch einmal die ganze Strecke passierte, war festzustellen, daß der Besuch bei diesem 85. Zusammentreffen der berühmten englischen Universitäts=Achter größer denn je war. Orford— Cambridge hatte einen neuen Zuschauerrekord. Wieder hat Cambridge das große Rennen gewonnen. Damit ist es den Hellblauen“ endlich geglückt, den großen Rekord von Orford, der in zweimal neun Siegen in ununterbrochener Reihenfolge bisher einzig dastand, zu brechen. Zum ersten Male gewann auch Cambridge neun Rennen hintereinander. Mit 44 Gesamtsiegen ist der Vorsprung gegenüber 40 Siegen von Orford beträchtlich gewachsen. Der Start erfolgte erst um 16.57 Uhr(nach deutscher Zeit). Schon bei der Auslosung hatte Cambridge Glück und wählte die windgeschützte SurreySeite, ein Vorteil, der sich besonders auf dem letzten Abschnitt auswirkte. Das Rennen begann sofort sehr scharf. Beide Mannschaften gingen mit 36er Schlag an. Oxford ging leicht in Front und führte bis zurersten Melle. Unter großer Begeisterung der Zuschauer kam Cambridge bei Crabtrre auf. Es gab einen erbitterten Kampf, in dem Cambridge mit 30er Schlag aufholte und in einem herrlichen Zwischenspurt mit einer halben Länge an die Spitze ging. Die „Hellblauen“ gaben die Führung nicht mehr ab. Orford machte verzweifelte Anstrengungen, aber die„Dunkelblauen“ hatten auch unter dem starken Wind zu leiden und lagen am Zweimeilenpfosten schon% Längen zurück. Der Schiebewind kam Cambridge sichtlich zustatten. Der Vorsprung wurde im dritten Meilenabschnitt auf 1% Längen ausgedehnt. Die„Hellblauen“ hatten an der Barnes=Bridge sogar zwei Längen Vorsprung. Noch einmal rüstete Orford zu einem großen Angriff, die Dunkelblauen kämpfen verzweifelt und kamen etwas heran, aber einem neuen Schlußspurt von Cambridge war Oxford nicht gewachsen. Cambridge siegte in 20.57 Minuten mit 2½4 Längen Vorsprung vor Orford, das 21,06 Minuten benötigte. Futzball im Reich Jugendopfertag im Welten Man sollte eigentlich annehmen, daß dieser Jugendopfertag, der einmal im Jahre alle Vereine zwingt, zugunsten der heranwachsenden Jugend des westdeutschen Verbandsgebietes zu spielen, ein besonderes Ereignis wäre und von allen Vereinen entstrechend gewürdigt wird. Wie die Sache in Wirklichkeit aussieht, zeigen verschiedene Beispiele. Im Niederrhein=Bezirk hatte man an Stelle der Auswahlspiele vorwiegend Vereinstreffen angesetzt. Das Ergebnis: die meisten MDannschaften spielten mit halber Reserve und die Zuschauer wurden so enttäuscht, daß sie im nächsten Jahre vielleicht ganz fortbleiben werden. In BergMärk. Bezirk hatte man ein Städtespiel Wuppertal-Düsseldorf angesetzt. Aus dem Schlager wurde nicht viel: denn Düsseldorf hatte von der wirklich ersten Garnitur nur Hohmann, Bornefeld und Kobiersti in der Mannschaft. Auch an anderen Stellen klagt man über Ersatz. Wo soll da der Erfolg bleiben? Jugendopfertagsspiele: Städtespiel Wuppertal— Düsseldorf:1. Stadtelf Neuß— Düsseldorf 99 Eller 04:2. BfR. Ohligs— Stadtelf Solingen:2. Spog. Oberhausen— VfB. Bottrop:0. VfB. Speldorf— Duisburg 08:1. SV. Düssern—. BfB. Ruhrort:1. Meiderich 06— Duisburg 99,:3. Duisburger SV.— Meiidericher SV.:1. Städtespiel Uerdingen— Krefeld:1. Preußen Wanne=Eickel — SV. Höntrop:3. Städtespiel Düren— Köln:3. Godesberg— Tura Bonn:4. Spp. Milspe 1911— Hüsten 09:5. Hessen Hersfeld— Borussia Fulda:5. Berlin Brandenburgische Endspiele: Viktoria 89 Berlin— Stettiner SC.:1. Hertha BSC.— Berliner S B 922:.— Weitere Spiele: Post SV.— Union Oberschöneweide:1. Norden Nordwest— Tennis Borussia :5. Wedding— Spandauer BC.:4. Berolina LSC.— Minerva 93:5. BfB. Pankow— BlauWeiß:2. Spandauer SV.— Tennis Borussia (Samst.):4. Süddeutschland Abteilung 1: SV. Waldhof— Bayern München:0. Spog. Fürth— Phönir Ludwigshafen:0. 1860 München— 1 FC. Nürnberg:1. FC. Kaiserslautern— FK. Pirmasens:3. Abteilung 2: Phönix Karlsruhe— Karlsruher FV. :1. FSV. Frankfurt— Mainz 05:0. Wormatig Worms— Eintracht Frankfurt:1. Union Böckingen — Kickers Stuttgart:0. Pokalspiele: BfR. Bürstadt— Union Niederrad:3. Kickers Offenbach— Sportfreunde Frankfurt:2. RotWeiß Frankfurt— SV. Wiesbaden:3, BfL. NeuIsenburg— Fog. Mombach:0. Fog. Kastel— Germania Bieber:3. Spog. Mundenheim— Borussia Neunkirchen:1. Sportfreunde Saarbrücken— Amieitia Biernheim.:2, Freiburger FC.— BfB. Karlsruhe:1. BfB. Stutigart— SC. Freiburg 310 SSV. Ulm— Teutonia München Augsburg— BfR. Fürth:2. :4. Schwaben:2. Mitteldeutichland Vorschlußrunde: Polizei Chemnitz— Wacker Leipzig:3. Fortuna Magdeburg— Dresdner SC.:6. — Weitere Spiele: GutsMuths Dresden— Wacker Preußen Schweidnitz— STC. Görlitz:11. Gelb=Weiß Görlitz— Waldenburg 09:2. Deutsche Turnerschaft Halle(Samst.):3. Brandenburg— SV. 06 Dresden:4. Dresdensia— VfB. 03 Dresden:4. Markranstädt— Sportfreunde Leipzig:2. Spog. Leipzig— Ring Greiling Dresden:1. Pgeußen Merseburg— Halle 98:0. Favorit Halle— burg 99:5. Halle 96— Borussia Halle:0. Weitfalia Bochum überrascht angenehm Norddeutschland Runde der Meister: Hamburger SV.— Arminia Hannover:2.— Ausscheidungsspiel: Eimsbüttel Altona 93:1.— Weitere Spiele: Werder Bremen Holstein Kiel:2. Union Bremen— Delmenhorst 1900 :3. Hannover=Linden 07— Leu Braunschweig:4. Phönix Lübeck— Viktoria Hamburg:0. Südoltdeutschland Breslau 06— Breslau 08:3. Beuthen 09 Vorwärts Rasensport Gleiwitz:1. Spog. Hoyerswerda— Kottbus 98:1. VfB. Liegnitz— SC. Jauer Krefeld=Oppum Rheinlandmeister— Tv. Kettwig mit :2 geschlagen Im Kampf um die rheinische Handballmeisterschaft standen sich in Krefeld der mehrfache Kreismeister und D.=Meister 1931, Tv. Krefeld=Oppum, und der Titelverteidiger Tv. Kettwig gegenüber. Die Krefelder Vorstädter errangen einen zwar knappen, aber verdienten:=Sieg, nachdem der Kampf bis zehn Minuten vor Schluß:2 gestanden hatte. Handball im Emscher-Ruhrgau Tamde. Bochum— Turnklub Bochum Ev. Ges.=V. Bochum— Reichsb. Recklinghausen:5 Sportvg. Laer 87— Tv. Bochum 48 Ev. Gesellenverein Bochum— Reichsbahn Reckling= hausen:5. Zum fälligen Rückspiel weilte der Tus. Reichsbahn Recklinghausen am Sonntag beim Ev. Gesellenverein. Wie schon beim ersten Spiel, so mußten die Gesellen auch jetzt wieder eine Niederlage die in erster Linie auf das Versagen des Sturms der Bochumer zurückzuführen ist. Prart, des Gaues Bochum in Bochum-Querenburg und Witren-Ruhr Beim herrlichen Frühlingswetter konnte der Gau Bochum seine ersten Pflichtveranstaltungen in Querenburg und Witten(Ruhr) unter Dach und Fach bringen. Es klappte alles wie am Schnürchen. Man hatte zum erstenmal die Startnummern nicht angeheftet, sondern den Läufern in die Hand gegeben. Langwierige Berechnungen fielen weg. Die Teilnahme der einzelnen Vereine war diesmal nicht so groß wie in den letzten Jahren. Es fehlten namhafte Vereine, die noch immer nicht den Zweck dieser Veranstaltungen begriffen haben. Dennoch muß anerkannt werden, daß„Germania 06“,„Ver. Preußen“, VfTB. Henrichshütte, SpVg. Welper, MBV. Linden, SC. Dahlhausen, Witten 92, Herbede und Witten 07 trotzdem stark vertreten waren. In der Jugendklasse starteten insgesamt 300 0 S Vorteil. Nur ihrem e das Halbzeiterge ersten Halbzeit der li ##und die Vorderstaffel Finden Erst nachden kalten Verletzung aus ##und somit eine Man Nlief die Elf zur voll Spinkt an hatten die Aguten Momenten, zeigten in der ersten kaber in der zweiten Opfer. Gut waren Ader Linksaußen, wi in der letzten Spiell Phöl Jugendopferspiel BV.„Westfalia“—„Germanla 06“. Links: Ein Germanenstürmer wird abgedrängt. Rechts: Germanias Torwächter kommt einem Westfalen-Stürmer zuvor. Dahlhausen), 3. Behrenbeck(Hattinger 1. Mannschaftssieger EC. Dahlhausen 7 Punkte. Jugend 15/16(Fußballklasse 2,8 Kilometer): 1. fert(SV. Ehrenfeld), 2. Hake(SC. Altenbochum), 8. Larosch(„Germania 06“). 1. Mannschaftssiege SV.„Germania 06“ 14 Punkte.,", Samte., Jugend 17/18(Leichtathletikklasse 2,4 Kilomerer): 1. Pawlisiak(Sé. Dahlhausen) 6,58 Min., 2. Hartliel (Tu S. Bochum) 10 Meter zurück. Leichtathletikklasse(5 Kilometer): 1. Nennstiel(Reichsbahn Bochum) 15,35 Min., 2. Kirchhoff 15.48 Min., 8. Merx(SC. Dahlhausen). chaftssieger SC. Tahlhausen 14 Punkte, 2. Reichsbahn Bochum 17 Punkte, 3. Polizei=SV. Bochum 22 Punkte. Die Favörlienerleigrereh Die Jugendopferspiele der Bochumer Mannschaften Der Geländelauf in Bochum-Querenburg Der Jugendopfertag des WSV. sah eine Reihe Bochumer Mannschaften im Kampf. Zum Teil hatten die Veranstaltungen einen guten Besuch, so daß der Zweck der Spiele sicher erreicht worden ist. Die Bochumer Germanen erzielten gegen„Westfalia“ nur ein Unentschieden. Der STV. Werne schlug eine kombinierte Elf aus Lütgendortmund sicher, ebenso die TuS.=Mannscha ft eine Stadtelf aus Steele. Die Märker aus Linden stellten ihr hohes Können gegen die beiden Hattinger Mannschaften Pers,zunh Welper eindeutig unter Beweis. Die Preußen konnten sich gegen eine Elf der Gerther Mannschaften nicht behaupten und verloren recht hoch. Im übrigen waren die Ergebnisse wie folgt: „Germania 06“ Bochum—„Westfalia“ Bochum:1 STV. Werne— Lütgendortmund„Urania“ BövingHattinger SV.(Welper— MBV. Linden:8 Stadtmannschaft Steele— Tus. Bochum:5 SpSp. Gerthe BfB. Gerthe Harpen— Ver. Preußen Phönix Rasensport— Teutonia Riemke BC. Hordel :1 SC. Altenbochum— 2FC. Loer..1 gegrensel,.1 Concordia Reichsbahn=TuS.— SV. SC. Dahlhausen— VfB. Henrichshütte BfL. WinzBaal:! 6. u, Tsienel.i, Germania QuerenburgSpex. Snepel— Weirmar 09 333 Pangenhugr. 94. Langendreer 07 VfB. Werne— Lungenoicer u4/ Wilsichere Sieg erzielt werden. Vielmehr gab es ein knappe. :=Ergebnis, das, den gezeigten Leistungen entsprechend, noch als überaus glücklich angesehen werden muß. Zwai versuchten die Spieler der ersten Mannschaft, durch Einzelleistungen den spielerischen Gesamteindruck zu heben, aber das fehlende Können sowie die auch wohl verständliche mangelnde Spielerfahrung der zahlreichen Ersatzleute waren trotzdem unverkennbar und schließlich für die nicht gerade erhebende Gesamtkritik maßgebend. Die Mannschaft der Kombination ReichsbahnTuS.„Concordia“ war recht gut zusammengestell. Elf Spieler mit gutem Willen machten ihrem Gegner recht viel zu schaffen. Sie hatten auf Grund ihrer aufopfernden Spielweise bestimmt ein unentschiedeneErgebnis verdient. Allerdings waren Zu= und Abspiel oft recht ungenau. Diese taktischen Fehler wurden aber durch Eifer und Schnelligkeit restlos aufgehoben.— Da einzige Torerfolg wurde zehn Minuten nach der Pausch durch den Ehrenfelder Halblinken erzielt, nachdem de Gegner in der ersten Spielhälfte einen gegebenen El meterball nicht erfolgreich hat verwerten können. siegte über Ten In diesem Tref den Vorstädtern klat telstunde vor Schluß die Bochumer bis ausgelassen hatten u nisch feinen Leistun mochte man wohl a dann endlich schoß fällige Siegtor. Ei rechte, der nicht zög Vorsprung zu verw nötigerweise Riemke telstürmers passiere Einheimischen zeigte teidiger) als sehr gebührt ein Sonder während die übrige Bei dem Gegner gut. Der Sturm gute Unterstützung erfreulicherweise äußerst faire: Triun helmshöh:: FC. Witten 92/SpSp. Witten 07— schaft Dortmund:4 Stadtmann0 Jugendklasse. Rechts: Der Sieger der Leichtathletikklasse: Nennbinks: Start der Alters- und.. 4161(Reichsbahn-Tus), im Ziel. Läufer. Bei den Alten Herren siegte wiederum Voß (SpVg. Welper), während in der Leichtathletikklasse Rennstiel(Reichsbahn Bochum) seinen Sieg wiederholen konnte. Es verdient festgestellt zu werden, daß der SC Altenbochum in seinem Verein Läuferder Se. Attenbegum Vergiug material stecken hat, das sich bei der Jugend Hesondgrs auszeichnet. Das gleiche trifft auch für„Germania 06" zu. Die Ergebnisse waren: Jugend 17/18(Fußballklasse 2,4 Kilometer): 1. Schmidt(SC. Altenbochum), 2. Hollmann(Henrichshütte), 3. Niederheide(Henrichshutte). 1. Mannschaftssieger SC. Altenbochum 14 Punkte, 2. Henrichshütte 16 Punkte.., Ihgmsches(Ensp. Gerthe Jugend 19 und jünger: 1. Abamschel(#pSp. Gerthe 11) 3,26 Min., 2. Ibing(SpSp. Gerthe 11), 3. Lauert („Germania 06“). 1. Mannschaftssieger„Germania 06“ 16 Punkte. Jugend 15/0 Fußballklasse(5 Kilometer): 1. Schürmann(Hattin; der SV. 04) 16,06 Min., 2. Brinkmann(Spep. Stepel 99 Lep bg, Nannschaftssieger, Hatinger er Hattinger Funkte, 3. BV. 6(Leichtathletikklasse 2,/8 Kilometer): 1. Berster(Se. Dahlhausen) 8,08 Min., 2. Stoa(SC. 16.14—ery, Buni SB.04 19, Pachurn 3, Sszuristehutte 46 4. A tersklasse(2 8 Kilometer): 1. Boß(SpVg. Welper) ieger Polizei=SV. Bochum 12 Punkte. schaftssieger Prigerer. Dochum 12 Punkke. Der Laut in Witten Senioren(4,2 Kilometer): 1. Wohlfahrt(Herbede) 14,30 Min., 2. Templin(Herbede) 15,20 Min. 1. Mannschaftssieger Witten 92 14 Pgzktgzigmeter): Voßkuhl(Herbede) 10.29 Min., 2. Leiendecker(Witten 925 10,42 Min. 1. Mannschaftssieger Sportverein Herbede 11 Punkte. Dedliche Jagenal Geaner Miege.1 Im Dor Frühjahrs-Geländelauf der Deutschen Jugendkraft. Gestern veranstaltete die Deutsche Jugendkraft den alljährlichen Frühjahrsgeländelauf, der um 11 Uhr am Bülowplatz zur Abwicklung kam. Trotz des launischen Aprilwetters hatten sich zahlreiche Teilnehmer und auch die Zuschauer eingefunden. Gestartet wurde in sieben Klassen. Bei den Senioren war es vor allem Labenta aus Witten, der durch seinen großen Vorsprung die Aufmerksamkeit aller auf sich zog. Auch in den anderen Klassen wurden teilweise, gute Resultate erzielt. Nach dem Lauf fand auf dem Schulhof der Drusenbergschule die Siegerehrung statt. Der Bezirksleiter und Gauschwimmwart der Deutschen Jugendkraft, Duchéne, betonte in seiner kleinen Ansprache vor allem, daß die Deutsche Jugendkraft vorbildlich in der Liebe zu unserm Vaterlande sein wolle. Nach einem Hoch auf das deutsche Vaterland wurde mit Begeisterung das Deutschlandlied gesungen. Die Siegerliste: Senioren: 1. Labenta(Ruhrtal Witten), 18,53,4 Minuten; 2. Spellerberg(Wanderglück); 3. Marwitz Junioren: 1. Scharlach(Wanderglück), 12,34 Minuten; 2. Strücken(Hamme). Alte Herren: 1. Stumpf(Ruhrtal Witten); 2. Hohmann(Wanderglück). Jugend I: 1. Auffenbach(Castrop), 5,49,6 Minuten. Jugend II: 1. Mangels(Wanderglück), 2,36,2 MiSchüler: 1. Markhoff(Hordel),.20,4; 2. Steeger Mannschaftslauf: 1. AfB. 06, 11,34; 2. Markania Bochum. seinen Gegner Wiegen AfBer Wilhems=Diedrich schlagen. :1. ihre Im Doppel konnten die Gegner ohne Satzverlust Weltfalie überraicht „Germania“ Bochum—„Westfalia“. Bochum:1(:0) Das Spiel beginnt mit brenzligen Momenten vor Germanias Tor. Zwei Flanken werden vorbeigejagt. Ein Ball knallt gegen die Latte. Das Fehlen des Westfalia=Sturmführers und des Linksaußen machte sich bemerkbar. Die Verteidigung Germanias war in der ersten Halbzeit oft recht unsicher. Wahrscheinlich deshalb, weil man überrascht war von den schnellen Angriffen des Westfalensturmes. Langsam macht sich Germania frei, und Angriff auf Angriff läuft auf das Westfalentor, in dem Czezorra vorerst sicher alles meistert. Die Verteidigung Westfalias, in der Faßbender noch immer fehlt, tat sicher und aufmerksam ihre Pflicht. Sehr stark in der Läuferreihe war Czezorra, bei dem fast jeder Germanenangriff zum Stehen kam. Als Läufer war er wohl der beste Mann auf dem Felde. Ein schönes Durchspiel des Germanensturmes kurz vor der Pause stellt das Halbzeitergebnis her. Nach der Pause wechselte Germania einen Verteidiger aus. Trawny sprang ein. Aber auch er kann nicht verhindern, daß nach schöner Vorlage des Rechtsaußen der Ball von der Mitte aufgenommen, nach halblinks verlängert und von dort zum Ausgleich eingesandt wird. Germania spielt jetzt sehr stark, kann aber bei der aufmerksamen Hintermannschaft Westfalias nichts erreichen. Wi tenius, der dem Spiel ein sehr korekter Leiter war, griff von vornherein durch, so daß kaum Härten auftraten. Trotz des trüben Wetters hatten sich mehrere tausend Zuschauer eingefunden, die mit den gebotenen Leistungen vollauf zufrieden waren. Die Märker klar in Front Hattinger SV. /Welper komb.— MBV. Linden 2·5 Das Jugendopferspiel auf dem Platze am Hattinger Wasserwerk wurde bei annehmbarer Zuschauermenge von den Märkern recht klar gewonnen. Die Lindener spielten ohne den Halblinken Mertes. Sie hatten eine Umstellung vorgenommen, die sich nicht ganz bewährte, d der Ersatz=Mittelstürmer vor dem Tore versagte. In der ersten Halbzeit hatten die Lindener sofort vom Anstoß aus das Kommando übernommen und zeigten ein sehr gutes Zusammenspiel, so daß die Hattinger Hinter mannschaft harte Arbeit zu verrichten hatte. Die Mär ker konnten eine Minute vor dem Wechsel durch Erdmann die:=Führung erzwingen. In der Halbzeit demonstrierten die Lindener dann schulmäßigen Fußball und zeigten Leistungen, die bei den Zuschauern Anklang fanden, zumal auch der Angriff nicht nur ein gutes Zusammenspiel, sondern auch eine gesunde Schußkraft zeigte. Nach zehn Minuten stellte Patt das Er gebnis auf:1 und schon fünf Minuten später Mann den vierten Treffer. In regelmäßigen Abständen kanterten die Märker dann den Gegner nieder, zuma sie nur noch auf wenig Gegenwehr stießen, da die Gast geber das Rennen in aussichtsloser Position aufgaber und meist in der Abwehr beschäftigt waren. Preußen Wanne, Die Gäste verst sonderen Stempel #der diese Einheit Deswegen zeigte de was das Repertoi nischer Schulung Höntroper Führun # dem Wechsel aus e geschickt aufgenom: ##trockenem Schuß v führten die energis Ausgleich, den d erzielte. In der #stark defensiv eing gewohnte Meisters verblüffte durch di wehr, während de sicherheit verriet. alsdann der Hönt erwuchsen aus g Sturmes, die der Altenb Sieg der größeren Einheit Wie erwartet, höheren Gegner e in den letzten Mi # konnten. Technis überlegen, dieses einen Rieseneifer ten in der schlag stütze, während schwache Moment rechte vollkommen bis auf die beide # sonders die LäufNach anfängl der Kampf alln Der Gau Bochum tagte Der Gau Bochum hielt am Samstag abend s frei von Lleiul., Gauporsand und Verständuis eutgegenbrachte, das sie verdienten. Gauobmann Zynda eröffuete Dte HoguzZaprez-Ver,parent zer Zereine mit 232 Stinimen anwesend. Aus den umfangreichen Bewir folgendes: Das verfiossene Geschäfissahr brachte eine üverreihe Puve an drve gie 63) Füle Parbeitet. Tezaissf, Balis u best besonders atg gelagersen Fälen mi scarten Gewpesen, isich BeHerelne der Bestristsga-verenne Es hätte auch anders kommen können Reichsbahn=TuS.„Concordia“ komb.— SV. Ehrenfeld STV. Werne—„Urania Lütgendortmund 06 Bövine hausen:0. Auf der Kampfbahn Amalia trafen sich diese beide Mannschaften, die sich einen verteilten Kampf liefert Die Kombination wies eine sehr glückliche Zusammer stellung aus den drei Vereinen auf, die aber mit de Länge des Kampfes wesentlich an Zusammenhang lor. Eine ausgeprägte Flügelbedienung der Stürmerlinie schaffte vor allem in der zweitegn### gefährliche Angriffe vor dem Tore der Kosang,„## Aber wiederum zögerten die Stürmer allzu lang., dem Torschuß. Sie hatten außerdem in der Verteidigung ein starkes Bollwerk zu überwinden, durch Einsatz restloser Körperkraft manchen Angri zurückschlug. Sie fand in ihrem Schlußmann Krawzt nur in der ersten Hälfte ausgezeichnete Unterstützung Er zeigte einige sehr schöne Leistungen, hielt einen Werner Elfmeter, in der ersten Spielhälfte, wurde abe dann zeitweise sehr unsicher. Die Mannschaftegen Kombinierten litt darunter, daß der Angriff zu sy los eingesetzt und daß der Linksaußen der„Uranen“ der ersten Halbzeit nicht voll zur Form auflief. Toren entstehen WEE! GROSZE 8 STABEN 0: 1 Anläßlich des Jugendopfertages im Bereich des Westdeutschen Spielverbandes hatte der SV. Ehrenfeld Pflichtspiel gegen die Kombination meichsbahnc Westdeutschen Spielverbandes hatte der St., ein Pflichtspier gegen die Kombination ReichsbahnTuS.„Concordia“ auszutragen. Der SV. Ehrenfeld Sueneighte, Wg. an:“ trat nur mit fünf Spielern seiner Stamm=Mannschaft an. Durch die hierdurch bedingte zahlreiche Ersatzeinstellung konnte denn auch nicht der allseits erwartete Die Vereinigten geschlagen VfB./SuS. Gerthe und Harpen komb.— Ver. Preußen 07 Bochum:2. Einige hundert Zuschauer erlebten auf dem Sp#### und Sportplatz einen überraschend hohen, aber durche## verdienten Sieg der kombinierten Im ersten Spielabschnitt sah es für die Kombinierten nichitrosig aus, denn die Preußen waren trotz Gegenwind in# Sonne Leletlchs, Am Veigzerlstelszlsiekeriece hiftgg S ggerise false und 7Peseälsche s; Saulzelse 2583 Kösi ten sich 119 Jugendmannschgften, Sehr gut wer das Zusammenarbeiten mit dem#an 1. Rennen: 1. Mülbens Winkelried(W. Höllein); 2. I. Rennen: I. Roimanns Obersteiger.(Ghiebelt I11): 2. Elmar; 3. Silberfee; 4. Meerjunge. Toio: S. 165; Pl. 3. Rennen:., Schräplers jen sico 119 Jugendmannschg1e amt fur Jugenopflege mi# bem„icheg Arbeitsvensum beund Leivesuvungen. Ein umsangreiute##venspensum wältigte die Schledsrichterve## S# DIK.-Tischtennis AfB. 06— Schwarz=Gelb Langendreer:4. In der Vorwoche trafen sich obige Mannschaften zu einem Freundschaftskampf. Die AfBer mußten mit zwei Ersatzl schaftskampf. Die Af Ber nng###n un zuri#####usleuten antreten und waren daher etwas gehandikapt, aber trotzdem wurden schöne und spannende Kämpfe geboten. Spiel der Ranglistenersten schlug Wilmes(AfB.) besepzt werden. Der Handballsport dat im Gau nicht den gewünschten Aufschwung genommen. Odne Debatte wurden uuns, Verlchte an gepernapen. Wülgt“, Germania 65. bau der Pauschalgebübren Vom Turf Dortmund, 2. April Drostei(J. Riesterer); 3. Fantasia. Toto: für Fino S. Pl. 13: für Drostei S. 124, Pl. 24: für Fantasia Pl., 21. 4 Rennen: 1. Hülsemgrggs, 2# r g.(S. Pzing): 2. Gll. B. Rennen: 1. Blbeg; Sze H 9 3., Lyg9e); 2. Selim; ae Verserigimisel“, Keleie. Toos ar 39: J. 1. tator; 3, Prachimad#r, 2. Jurnm. Toto: S. 37; Pl. 17, z. gennen: 1. Somip, Haafglac. und Dauers Fayrewohl(Riesterer): 3. Gassenfunge, Tato: für Haarssocke S. 115, Dopvelweite: Coras— Seekadet 625: 10. Longchamp, 2. April pette; 3. La Bégum. Toto: S. 60: Pl. 20 15.„ G 5. Rennen: 1. Boussaes Govescas(Elliott); 2. Perle: 3. Ronslon. Toto: S. 19: Pl. 12, 16, 19.„ gon 6. Rennen: 1. Aumonts Minestrone(Lynch);=. mandeur: 3. Fory. Toto: S. 37: Pl. 21, 25gr,up). 7. Rennen: 1. Joulds Robertleo(Valt=1 10# Nanaia; 3. Monsieur Bergeret. Toto: S. 87: Pl. 26. Hond: 1Vertel □lolnon (letztes Losung: 4. Pl. 43; für Dresden, 2. April 1. Rennen: 1. Cotzmanns Campo Santo(Varga); Bervl: 3. Altona. Toto: S. 49: Pl. 20, 60, 26.„ 2. Rennen: 1. Scholz' Vasall(M. Schmidt): 2. kirsche; 3. Sintflut. Toto: S. 19; Pl. 11, 12. 3. Rennen: 1. Stohsls Rosella(P. Ludwig); 2. flieder: 3. Mascotte. Toto: S. 82; Pl. 31, 30, 35. 4. Rennen: 1. F. Helferts und W. Sandners“ig### webel(Reibl); 2. Bittsteller; 3. Groll. Toto: S. P. 26, 19. I. 26. 19."#): 9 82% 5. Rennen: 1. von Opels Irländer(K. Narr):,2, Gloria II 1: 3. Madame Laffitte. Toto: S. 40: Pl. 17, 1. Rennen: 1. Wengers Ombre Ardente Te'stennen: G. Dorn. p. de Astugs 9 aus dem Arbeltersport grundsaolich abgslebat. 2. Rennen. 1“1 3. Dinad II, TAugg Bon... Pratz); 2, La Montbazon: 3. Cau de Roses. Toto: G. 320; 3. Rennen: 1. Rotoschilds Bleu Hgrtzeg, 2 Dorando; 3. Le Flamboyant. Toto: C. 49: Pl. “ 4. Rennen: 1. Rothschilds Vareuse(Bouillon): 2. Arvenne zipland““ Poig: 68. Jul. 17. S. P81 Zundus: 3. ubigng,##g v. o2: wr. 17, 19, 13. 7. Rennen: 1. Frau Ramms Honeska(Ludwgg) Dounerkiel: 3. Porczus,, Toto: S. 98: Pl, 30, 32, 1o: Doppelwette: Felvwevel— Irländer 324:10. Unsere Vorauslagen Saint=Clond, 3. April. 1. Rennen: Soudanaise— Siamoise; 2. Rennen: — Cyaillot; 3. Rennen: Cora Pearl— Abondance: u nen: Chivs— Janihine: 5. Rennen: Folg, Priss, dello: 6. Rennen: Belle Epine— Staagote: 7. Dupleise— Ridotto. Reu Zwei Dinge samkeit des S nämlich der ra mels einerseit Jupiter an Mars, freilich digkeit nach reck Löwen; von do nähernden Jup pährend des saber wenn wir rrsleichen, so ##gesentlich hellet galuch der Jupi moch jeden and zeren Wande vorgendämmer ##t halber erwi Um so mel oingt die en zur sommerlich ###erden wir da * rmanenstürmer mer zuvor. Nur ihrem überragenden Torwart verdanken das Halbzeitergebnis. Sehr unsicher war in der Halbzeit der linke Verteidiger, auch die Halbreihe ##nd die Vorderstaffel konnten sich zunächst nicht zurechtFinden. Erst nachdem der rechte Verteidiger wegen einer alten Verletzung ausschied, und dafür Ersatz eingestellt ##und somit eine Mannschaftsumstellung erforderlich war, lief die Elf zur vollen Form auf. Von diesem Zeit##punkt an hatten die Bochumer, abgesehen von einigen lauten Momenten, nicht mehr viel zu bestellen. Diese zeigten in der ersten Halbzeit gute Leistungen, fielen iber in der zweiten Hälfte ihrem eigenen Tempo zum Opfer. Gut waren bei ihnen die rechte Sturmseite und der Linksaußen, während der übrige Mannschaftsteil in der letzten Spielhälfte unter Durchschnitt spielte. Phönix-Ralensport siegte über Teutonia Riemke/SV. Hordel:1 In diesem Treffen erwiesen sich die Einheimischen den Vorstädtern klar überlegen. Freilich— eine Vier##telstunde vor Schluß stand die Partie noch:1. Und da die Bochumer bis dahin drei bis vier Großchancen ##ausgelassen hatten und ihr Sturm— trotz mancher tech##nisch feinen Leistung— weiterhin zögernd operierte, # m o c h t e m a n w o h l a n i h r e m E n d e r f o l g z w e i f e l n. A b e r Adann endlich schoß der famose Mittelstürmer das längst fällige Siegtor. Eine Minute später war es der Halbleche, der nicht zögerte, eine Flank, pe72 Ciz, Stjez in: Vorsprung zu verwandeln. Kurz vor Schlaß nötigerweise Riemkes Hüter einen hohen B ##istürmers passieren, so das:1 schaffend. entschlossenes Eingreisen der Torhüter zu keinem Erfolg führen. Torlos werden die Seiten gewechselt. In der zweiten Hälfte sind die Gäste durchweg leicht überlegen. Jedoch verhindert die Hintermannschaft der Platzleute vorerst jede Erfolgsmöglichkeit. In der 55. Minute verläßt Hack, nach einem Zusammenprall mit dem Altenbochumer Halbrechten, verletzt das Feld. Die Platzleute können nun leicht drängen, ohne aber erfolgreich zu sein. Erst im Endspurt kann der Laersche Mittelstürmer den Siegestreffer erzielen. Geteilte Freude „Germania“ Querenburg SpSp. Stiepel— Weitmar 09:3. Ein interessantes und spannendes Spiel lieferten die beiden kombinierten Gauvekeine Querenburg und Stiepel den Weitmarer Westfalen. Bei etwas mehr Glück hätten die Kombinierten sogar einen Sieg herausholen können. Indessen verschoß ihr Sturm zahlreiche gute Torgelegenheiiten. Die Weitmarer hatten den Vörzug des besseren Zusammenspiels, scheiterten aber mit ihren schön vorgetragenen Angriffen immer wieder an der Abwehr der Platzmannschaft. Der preußische Landgemeindetag West hinter der Reichs= und Staatsregierung. Der Preußische Landgemeindetag West, die Spitzenorganisation der Landgemeinden in den beiden preußischen Westprovinzen, stellt sich in einer Kundgebung hinter die Reichs= und Staatsregierung, um in enger Verbundenheit mit der Reichs= und Staatsverwaltung für den Ausbau der Selbstverwaltung im Sinne eines Freiherrn vom Stein tatkräftig mitzuwirken. In Gleichschaltung an die durch die Gemeindewahlen gegebenen neuen Verhältnisse hat das Präsidium des Preußischen Landgemeindetages West in seiner Sitzung am Samstag sein Amt geschlossen zur Verfügung gestellt. Dienststrafverfahren gegen Hansmann gesichert Dortmund, 2. April. Die durch das Verhalten des früheren preußischen Landtags verhinderte Eröffnung des Dienststrafverfahrens gegen den Landrat a. W. ab es ein knappe.] ngen entsprechend, erden muß. Zwai Rannschaft, durch samteindruck sie die auch wohl g der zahlreichen ar und schließlich tkritik maßgebend. tion Reichsbahnzusammengestellt. ten ihrem Gegner auf Grund ihrer n unentschiedenes Zu= und Abspiell ehler wurden aber ufgehoben.— Ta n nach der Paust zielt, nachdem de en gegebenen Ei ten können. süter einen hohen Bau des Mittelstutme 1 gs6 bub 111 schuffgng.— Bei den Einheimischen zeigte sich das Schlußdreieck(rechter Ver###eidiger) als sehr stark. Dem fleißigen Mittelstürmer gebührt ein Sonderlob. Gut war auch die Läuferreihe, während die übrigen Spieler beachtliches Können boten. Bei dem Gegner war ebenfalls der rechte Verteidiger gut. Der Sturm versagte, obwohl er stellenweise eine gute Unterstützung durch die Halbreihe erfuhr. erfreulicherweise große Zuschauermenge sah äußerst'airen, gut geleiteten Kampf zu. Trotzdem die Gäste aus Weitmar in der ersten Halb Hansmann ist nunmehr endlich formell in Gang gesetzt mit Wind spielten, langte es nur zu einem Tor,„i, rinnerlich hatte der frühere Landrat Eine dem Triumph der Technik Preußen Wanne, TB. Eickel— SV. Höntrop:3. Die Gäste verstanden es sofort, ihrem Spiele den besonderen Stempel Höntroper Meisterklasse aufzuprägen, der diese Einheit so groß und vorbildlich gemacht hat. Deswegen zeigte der Kampf in der ersten Halbzeit alles, das Repertoire der Gegner barg an Tempo, technischer Schulung und taktischer Auffassungsgabe. Der Höntroper Führungtreffer ergab sich zehn Minuten vor #dem Wechsel aus einem Strafstoß, der von Timpert2 geschickt aufgenommen und von Strezlewski mit ##trockenem Schuß verwandelt wurde. Kurze Zeit darauf führten die energischen Wanne=Eickeler Gegenbesuche zum Ausgleich, den der Linksaußen Czepan im Nachschuß Verzielte. In der zweiten Halbzeit erschien Höntrop sehr 88. Linden##stark defensiv eingestellt, ließ aber auch in dieser Rolle latze am Hattinger gewohnte Meisterschaft erkennen; namentlich J. Timpert suschauermenge bel# verblüffte durch die unerschöpfliche Variation seiner Abzeit unt Wino spritrn, nzgte es nur zu, einem Tor, das die Platzleute aber bald aufholten. Mit:1 wurden die Seiten gewechselt. Der Kampf blieb weiterhin verteilt und sah bis zum Schlußpfiff noch beide Mannschaften zweimal erfolgreich. Ein schöner Kampf BV. Langendreer 07/BfB. Werne— Langendreer 04 Wilhelmshöh:5. Dieses Treffen der Auswahlmannschaften der Ortsripalen hatte auf dem Sportplatz„Alter Bahnhof“ eine große Zuschauerzahl zusammengeführt. Technisch erreichte die Kombination der 04er und der Leute von der Wilhelmshöh weit besseres Können. Sie zeigte vor allem auch die größere Entschlußkraft vor dem gegnerischen Tore. Da die Kombination der Gäste auch die bessere Abwehr stellte, hatte die gegnerische Mannschaft einen schweren Angriffskampf zu führen. Sie scheiterte vor allem an der großen Leistung des linren Verteidigers Steinmeier, der aber zeitweise sehr schlecht unterstützt wurde. Außerdem zeigte auch der Schlußmann nicht sein bestes Können, sonst wäre die gegnerische Elf nicht so leicht zu vier Erfolgen gekommen. Front BV. Linden 2 Die Lindener spielie hatten eine Umganz bewährte, da Lore versagte. ter sofort vom Anen und zeigten ein Hattinger Hinter hatte. Die Mär Lechsel durch ErdIn der zweiten dann schulmäßigen bei den Zuschauern griff nicht nur ein eine gesunde Schuß) ellte Patt das Ernuten später bucht mäßigen Abständen gner nieder, zuma tießen, da die Gast Position aufgaber waren. Einheit rtmund 06, Bövine wehr, während der Ersatztormann verschiedentlich Unsicherheit verriet. In einem kraftvollen Endspurt wurde alsdann der Höntroper Sieg festgelegt. Beide Treffer erwuchsen aus geschlossenen Angriffen des gesamten Sturmes, die der Linksaußen überlegt und sicher krönte. Altenbochum— LFC. Laer:1. Wie erwartet, lieferten die Platzleute dem klassenhöheren Gegner einen großen Kampf, den die Gäste erst ihren Gr Radlport Erwin Hoffmann siegt. Unter reger Beteiligung veranstaltete der RV.„Westfalia 1895“ am 2. April 1933 sein zweites diesjähriges Vereins=Straßen=Rennen. Start und Ziel war die Bochumer Radrennbahn. Die=Klasse fuhr bis Neviges, die=Klasse bis Hattingen. In beiden Klassen gab es harte Kämpfe um den Sieg. Nachstehend die Ergebgisse: =Klasse: 1. Hoffmann; 2. Populo; 3. Thoms; 4. pelmeyer(Defekt); 5. Hartmann. Molenda hatte großes Pech, da er durch Defekt im Endspurt aus dem Rennen geworfen wurde.—=Klasse: 1. Clement; 2. Steinhoff; 3. Haase; 4. Stahl; 5. Tennthoff. Aus den Turn- und Sportvereinen Der Verein für Hundefreunde Solingen eröffnete am vergangenen Sonntag mit einer großen nalen Hundeausstellung die Saison 1933. Die Ausstellung war mit mehreren hundert Hunden sehr gut beschickt. Interessant ist, daß der Bochumer Rüde„Pettigo=Peter“(Drahthaarfoxterrier), Besitzer: Fischer (Bochum), auf dieser Ausstellung unter allergrößter Konkurrenz die höchste Auszeichnung(„Vorzüglich") erhalten hat. Dieser Rüde wurde von seinem Besitzer vor kurzem aus England importiert. der 298. Spgeztrzrgge, 17 Röhworden. Wie erinnerlich, hatte der frühere Landrat Hansmann seiner Zeit in einer Versammlung die deutschen Frontsoldaten in schwerster Weise beschimpft und u. a. behauptet, sie seien„wie besoffene Schweine auf die französischen Gräben getorkelt". Obwohl durch zahllose eidesstattliche Erklärungen von Versammlungsteilnehmern die Richtigkeit der Aeußerungen des Landrats einwandfrei-festgestellt war, hatte der frühere preußische Minister Severing es seinerzeit unter dem Vorwand der Immunität des Abgeordneten Hansmann abgelehnt, einzuschreiten. Nach der Auflösung des Landtags hat Reichsminister Göring nunmehr die sofortige formelle Einleitung des Dienststrafverfahrens gegen Hansmann verfügt. Wieder größere Waffenfunde Recklinghausen, 2. April. Die politische Polizei Recklinghausen hat aufs neue einen erfolgreichen Schlag gegen die Kommunisten geführt. An verschiedenen Stellen in Marl wurden größere Mengen Handgranaten und andere Munition gefunden und beschlagnahmt. Bei dem technischen Leiter des verbotenen Roten Frontkämpferbundes, dem kommunistischen Funktionär Johann Cichowski in Marl, wurden 26 scharfe Handgranaten und 10 Sprengkapseln beschlagnahmt. Weiter wurden am Bahndamm in der Ortschaft Lippe vergraben vorgefunden: 68 Handgranaten, davon 47 scharfe, neun Bomben mit Zündschnur und Sprengkapseln, fünf halbfertige Handgranaten mit Sprengkapseln, drei Karabiner, zwei Seitengewehre, ein Hirschfänger und 3000 Stück Infanteriemunition. Ferner wurden an einer anderen Stelle an der Lippe 45 scharfe Handaranaten ausgegraben und beschlagnahmt. Im Verlaufe der noch nicht abgeschlossenen Untersuchung wurden 15 kommunistische Funktionäre festgenommen. Max Cahn aus Dülmen erschossen aufgesunden. Je eine Kugel in den Kopf und in das Herz hatten den Tod verursacht. Da Wertgegenstände und Geld bei der Leiche gefunden wurden, liegt unzweifelhaft Selbstmord vor. Zuvor hatte Cahn, der zweimal im Kriege verschüttet und infolgedessen unter geistigen Verwirrungen litt, noch einige Worte des Abschieds an Frau und Kinder in sein Notizbuch geschrieben. Untersuchung bei der Ländlichen Zentralkasse Münster, 2. April. Der Oberpräsident von Westfalen hat auf Vorstellungen, die bei ihm wegen der Finanzgebarung der Ländlichen Zentralkasse erhoben worden sind, die Einsetzung eines Untersuchungsausschusses und die Sicherstellung der einschlägigen Akten bei der Ländlichen Zentralkasse angeordnet. Die Bestellung eines Staatskommissars hat er sich vorbehalten. Der laufende Geschäftsgang der Zentralkasse, insbesondere deren Kassengeschäfte, bleiben von diesen Maßnahmen unberührt. Hervorgehoben sei, daß sich die Arbeit des Untersuchungsausschusses auf bestimmte Einzelvorgänge (Zahlung von Sondervergütungen bezieht und daß die Finanzlage der Ländlichen Zentralkasse durchaus gesund ist. SA=Leute schwer verunglückt Ein Toter.— Ein Schwerverletzter. Bielefeld, 2. April. In Milse, Landkreis Bielefeld, ereignete sich am Freitag ein schwerer Unfall. Ein Personenkraftwagen stieß mit einem auf der Straße stehenden Lastzug zusammen. Der nationalsozialistische Standartenführer Pantföder aus Herford wurde auf der Stelle getötet. Einer der ihn begleitenden drei SA.=Leute, Brue aus Obernbeck, erlitt schwere Kopfund innere Verletzungen. Die beiden anderen SALeute kamen glimpflicher davon. 200000 Mark unterschlagen! Essener Lotterieeinehmer geflüchtet. Essen, 2. April. Nach Unterschlagung von 200 000 Mark ist der in Essen geborene Lotterieeinnehmer Wilhelm Schönwald flüchtig geworden. Schönwald fuhr am 28. März angeblich nach Berlin zur Generaldirektion und ist seit diesem Zeitpunkt nicht mehr gesehen worden. Staatskommissar für Düsseldorf Düsseldorf, 2. April. Oberbürgermeister Dr. Lehr hatte den kommissarischen Leiter des preußischen Innenministeriums zur Prüfung gegen ihn erhobener Beschuldigungen um Einsetzung eines Kommissars gebeten. Dieser Bitte wurde stattgegeben und der Gauleiter der NSDAP., Reichstagsabgeordneter Florian, zum Kommissar ernannt. Viehhändler im Wald erschossen Kommissar für den Ruhrverband. Auf Anordnung Haltern, 2. April. In den Gräflich von Westerholt= des Regierungspräsidenten wurde Bergassessor Tengelschen Waldungen bei Sythen wurde der Viehhändler mann zum Kommissar des Ruhrverbandes bestimmt. Aas Bein Nachbargertel ten in der schlagsicheren Hintermannschaft ihre H stütze, während die Läuferreihe neben guten, auch schwache Momente hatte. Im Sturm fiel der Halbrechte vollkommen aus. Die Laersche Mannschaft konnte bis au die beiden Ersatzmänner sehr gut gefauen, be sübrer Went fonders die Läuferreihe war unermudtich. e, wirh leiter“Heidkamp Steülvertreter Hupe, Fuszbalobmann neutzNach anfänglicher Ueberlegenheit der Laere:, wird#eiter* Handballobmann Wevmann sen. der Kampf allmählich ausgeglichener. Vor beiden Schlosser, Bagenberg. Vereinslokal bleibt Wirtschaft BierToren entstehen brenzlige Situationen, die aber durch mann. Erwähnung. Mitgliedexhenzegung und sufriedenstehend,„Bezirzggeschäftssührer Waumever leitete die u Vorgandswadt. Der Zaserete Pcgloger 2 Kasierer Gader, e eihrer Wovmo zuglamb,;.r Turnwart Kurvis, Abtellugos, fen sich diese beide ten Kampf liefertei lückliche Zusammer# f, die aber mit da### Zusammenhang. ggr enung der ST## der zweiten Hälft der Kombination mer allzu lange mit n in der gegnerischen# zu überwinden, das manchen Angriß Schlußmann Krawzä chnete Unterstützung ungen, hielt einen ielhälfte, wurde abei Die Mannschaftegen r Angriff zu zen der„Uranen form auflief. eschlagen zn komb.— Ver. im:2. bten auf dem Spielhohen, aber durchaus Gerther Mannschalt. die Kombinierten nich n trotz Gegenwind in Der Gretnennimmnee mErptit STERNBN DER: CROSTE B1DE-X STABEN Sterne: Kleine Buchziaden * C Mo G a 8(ekiot): 2. Go o ne(Shnch); 2. Cop. 21, 25. tico(Vaixelfis)): : S. 87: Pl. 26. zz. 1# April o Santo(Barga); 20, 60, 26. (M. Schmidt): 2. Pl. 11, 12. (P. Ludwig): 2. Pl. 31, 30, 35. W. Sandners Fe Groll. Toto: S. 6 der(K. Narr): 2. P o: S. 10; P,ahgeh. aus(E. Haynes): Pl. 17, 19, 13. oneska(Ludwig). 98: Pl., 30, 32, 18. inder 324: 10. slagen April. oise: Sanne Mond: DiVertel )olmond (letztes Viertel * 7 Derne spich Der die 24 Stundenzahten von Mitternacht bis Mitternacht eines Tages enthaltende Kreis und die dick punktierte Linie, der sogenannte Herizont, sind seststehend zu denken. Der Sternhimmel dreht sich samt dem auf Mitternacht zeigenden %#. □ geraden Pseil— gereissermaßsen dem Zei##. 133 ger der Himmelzuhr— in 23 Liunden und 56 Minuten im Sinne des gebogenen Pseils einmal um seinen Mittelpunkt. Der eingezeichnete Hortzont umrahm: die zu der Stunde, auf die der gerade Pseil zeigt, um die Monatsmitte sichtboren Sterne. Unsere Korte zeigt alse den Zustand um Mitternacht der Monatsmitte. Will man zu einer anderen Stunde beobachten, se denke man sich den Sternhimmel samt dem geraden Pseil so gedreht, daß dieser auf die Beobachtungsstunde zeigt: dadurch werden die zu dieser Zeit sichtbaren Sterne in den nicht mitzudrehenden Horizont hineingedreht. Für je 5 Tage vor der Monatsmitte ist der gerade Pseil Vs Stunde Jangfall:(rüher, für je 5 Tage nach der Monats: Vernas mitte ½# Stunde später zu stellen. Man vergleiche die nächste Monatskarte. Der Mond nimmt die geseichneten StellunStadttreis Wattenscheid „Silbernes Dienstjubiläum. Die Bürobeamten Aug. Böhlmeier, Barenholtstraße 112, und Wilhelm Wittkämper, Weststraße, blickten am 1. April auf eine 25jährige Tätigkeit bei den Rheinischen Stahlwerken, Zeche„Centrum=Morgensonne, zurück. Neuer Schulrat für die katholischen Volksschulen Wattenscheid. Dr. Ronsdorf, der die Schulaufsichtsbehörde der katholischen Volksschulen Wanne=Eickel und Wattenscheid innehatte, wird ab heute die Bezirke Wanne=Eickel und Castrop=Rauxel übernehmen. An seine Wattenscheider Stelle tritt Schulrat Kortländer(Bochum), dem früher schon einmal der katholische Schulaufsichtsbezirk Wattenscheid unterstand. Weitere Kündigungen bei der Stadtverwaltung. Die von der Stadtverwaltung am vergangenen Samstag, 1. April, auf Veranlassung der Prüfungskommission ausgesprochenen Kündigungen sind nach einer Mitteilung der NSDAP. lediglich vorsorglicher Natur. Maßgebend für diese Kundigungen war die nationalnicht schematischer Art, also für jede buchhalterische oder Stadttreis Wanne=Eickel überhaupt handschriftliche Arbeit, im Laufe der Zeit Alte Röhlinghauserin. wieder männliche Kräfte eingespannt werden sollen. Das Ziel dieser Einstellung des Nationalsozialismus ist, daß den jungen Leuten wieder die Möglichkeit gegeben werdie auf der Prüfung dieser Unterlagen hätte beruhen müssen, nicht gegeben. Unter diesen Umständen hat die Untersuchungskommission vorläufig auf richterliche Entscheidung verzichtet. Von Rechtsanwalt Dr Röttgen ist eine schriftliche Erklärung folgenden Wortlauts abgegeben worden: Hierdurch gebe ich folgende Erklärung ab:„Ich verpflichte mich für die Dauer des Monats April 1933 weder in Wattenscheid mich aufzuhalten noch die anwaltliche Praxis dort auszuüben. Für meine Praxis werde ich einen Vertreter bestellen. dem gegen mich eingeleiteten Verfahren werde ich mich zu jeder Untersuchungshandlung zur Verfügung stellen. Bochum, 31. März 1933 gez. Dr. Röttgen.“— Der Aufenthalt des Beschuldigten ist dem Vertrauensmann der Kommission bekannt. Brutaler Messerstecher. Ein Bergmann hat am 31. März, gegen 17 Uhr, nach voraufgegangenem Wortwechsel einen anderen Bergmann, der im selben Hause wohnt, mit einem feststehenden Messer in die Brust und dessen 17jährigen Sohn in die rechte Bauchseite gestochen. Der Sohn kam in ein Krankenhaus. Lebensgefahr besteht nicht. Der Täter wurde festgenommen. Ex ars — Abondance: 1: Folle Brisc Stargote: Sch 7. Rennag Zwei Dinge werden in diesem Monat die Aufmerkssamkeit des Sternfreundes besonders auf sich ziehen, snämlich der rasche Fortschritt des Fixsternhimimels einerseits, die beiden Wandelsterne Mars und Hupiter andererseits. Bis zum 13. wandert der Mars, freilich mit immer mehr abnehmender Geschwinbigkeit nach rechts und nähert sich dabei dem Regulus im Lowen; von dort an wandert er nach links, dem sich ihm nahernden Jupiter entgegen. Zwar bleibt der Mars lwahrend des ganzen Monats heller als der Regulus, sader wenn wir ihn etwa mit der Wega oder dem Arctur wergleichen, so erscheint er uns am Anfang des Monats wesentlich heller, am Schluß nur ebenso hell wie diese. auch der Jupiter nimmt merklich ab, überstrahlt aber noch jeden anderen Stern des Himmels. Daß von den Elorgenzse de sternen der Satuen kurze Zeit in der s2%tendämmerung zu sehen ist, sei nur der Vollständigu halber erwähnt. um so mehr ist am Fixsternhimmel zu beobachten: eei dingt die entscheidende Wendung von der winterlichen Dur sommerlichen Jahreszeit. Zu Beginn des Monats reiden wir das vornehmste der Wintersternbilder, den Jupiter gen ein, wenn er die angedautete LichtOöobog getel Orion, noch vollständig zu sehen bekommen. Aber bald sehen wir nur noch seinen oberen Teil, vom Gürtel aufwärts, und mit erschreckender Schnelligkeit wird das sichtbare Stück immer kleiner und kleiner, bis es ganz vom Himmel verschwunden ist. Das Hochkommen der Sommersterne läßt sich vielleicht am bester, Fom, Hroßen Bären aus verfolgen, der in den späten Abendstuuren schon in die Nähe des Scheitelpunrtes gerar. Wie bekannt zieht er den„Bärenführer“ Arctur mit in die Höhe, und dieser kann nicht höher steigen, ohne daß die links von ihm stehende Wega sowie der dann folgende Schwan ihm nachfolgen. Aber sehen wir uns doch den Großen Bären etwas näher an, wenn dies auch überflüssig erscheinen mag, weil er ja das bekannteste aller Sternbilder ist. In Wirklichkeit sind aber nur die sieben den Himmelswagen bildenden Sterne bekannt, die schon dem naturliebenden Werther die liebsten aller Gestirne waren. Aber hinter den Hinterrädern stehen noch einige Sterne, die zwar nicht zum Wagen gerechnet werdenn, wohl aber zum Großen Bären gehören. Unter ihnen steht das Sternbild des Luchses, und in der Richtung auf die=förmige Cassiopeia zu das der Giraffe. Küster den soll, an die Gründung einer Familie zu denken. Nicht die Tätigkeit einer Frau oder eines Mädchens kann die Grundlage für eine Familie bilden, sondern nur die Berufstätigkeit des Mannes. Härten, die sich bei den Kündigungsmaßnahmen herausstellen, werden unbedingt dadurch vermieden, daß häusliche, sozial schwierige Verhältnisse zu einer Weiterbeschäftigung von Fall zu Fall führen sollen. Soweit allerdings an weibliche Krafte unverhältnismäßig hohe Gehälter gezahlt werden, ist mit einem Abbau bei Weiterbeschäftigung zu rechnen. Die unter allen Umständen durchzuführenden Sparmaßnahmen lassen es keinesfalls zu, daß die SPD.= Zugehörigkeit der Eltern oder persönliche Begünstigung für die Anstellung und für die Festsetzung der Gehälter von ausschlaggebender Bedeutung waren. Stadtverordnetensitzung am 3. April. Die erste Stadtverordnetensitzung wird ein feierliches Gepräge erhalten. Die 14 Stadtverordneten der NSDAP. treten um 8 Uhr in dem Verkehrslokal der Nationalsozialisten, Bohnenkamp, an und marschieren geschlossen unter Vorantritt einer Musikkapelle und mit Begleitung einer SA.= und SS.=Abteilung zum Rathause. Die Sitzung wird, wie schon bereits berichtet, von Bergwerksdirektor Bergassessor a. D. Willberg als Beigeordnetem eröffnet. Die Führer der Fraktionen der NSDAP., der DNPP. und des Zentrums halten programmatische Eröffnungsreden. Nationale Revolutionsfeier und Fahnenweihe der NSBO. Im Saalbau Marxmeier veranstaltete die Nationalsozialistische Betriebs=Zellen=Organisation des Kreises Wattenscheid eine Nationale Revolutionsfeier verbunden mit einer Fahnenweihe. Kreisbetriebszellenleiter Gräwert begrüßte die Anwesenden, u. a. auch den Gaubetriebszellenleiter Stein(Bochum). Frl. van Möllen sang das Lied:„Das Banner, mein Panier". Unter den Klängen des Koburger Marsches wurde die verhüllte Fahne der NSBO. mit der Sturmfahne des SA.=Sturmes 7/17 Wattenscheid zur Bühne gebracht. Im Mittelpunkt der Feier stand die Weihe der NSBO.= Fahne. Die Weihe= und Festrede hielt Gaubetriebszellenleiter Stein(Bochum). Dieser überreichte dann dem Kreisbetriebssehgie Harn Heir gahnen Heute begeht Frau Katharina Knierim, Hofsteder Straße 15, in großer Frische ihren 75. Geburtstag. Razzia auf wilde Buchmacher. Am 30. März, gegen 4 Uhr, führte die Polizei unerwartet und übereine Razzia auf wilde Buchmacher und deren raschend eine Gindellllauf ünibe Eauhmmücher und deren Anhänger in den Bahnhofsvorräumen und in der Bahnhofsumgebung, sowie in einem in der Nähe gelegenen Lokal durch. Es konnten dabei insgesamt sechs Personen gestellt und vorläufig festgenommen werden, die schon längere Zeit als wilde Buchmacher verdächtig waren. Von einer weiteren Anzahl von Personen wurden die Personalien festgestellt. Bochumer Veranstaltungen Stadttheater Bochum. Für beute ist keine Veranst angesetzt. Shakespeares Trauerspiel„Othello" wird in morgigen ersten Wiederbolung der Vormiete A, dem Bübnenvolksbund(Serie B) und für freie Besucher geboten. Verdis Große Oper„Aida“, die am Mittwoch aufs neue im Spielplan erscheint, wird unter Mitwirkung der Damen FortnerHalbaerth und Dröll=Psaff, der Herren Trautner, Hesse, Müller und Löffler geboten, die in Hauptpartien beschäftigt sind. Für das Ende der Woche wird ein neues heiteres Werk mit seiner Premiere angekündigt. Von Viktor Ablers vorbereitet, gelangt am Samstag die dreiaktige Komödie von Rudolf Eger„13 bei Tisch“ zu ihrer ersten Darbietung. Liederabend im Ernst=Moritz=Arndt=Haus. Am Dienstag, 4. April, abends 8 Uhr, veranstalten Elisabeth Butschkus (Sopran) und Fritz Poebel(Tenor) ihren ersten Liederabend. Die Veranstalter sind aus Konzerten der größeren Cböre unserer Stadt bekannt. Das Programm weist Perten der deutschen Liedkunst auf. Eine Bereicherung der Vortragsfolge sind die Klaviersoli, die der bekannte Pianist Otto Enke spielen wird, der auch die Begleitung der Lieder übernommen hat. der Sternbild mann. Musikstücken zeigte der Bund deutscher tänze. Zu der Verhaftung des Rechtsanwalts Dr. Röttgen. Die gegen den Rechtsanwalt und Notar Dr. Felix Röttgen erhobenen Beschuldigungn haben— wie bereits mitgeteilt— zur Einlieferung des Beschuldigten in das Gerichtsgefängnis in Bochum geführt. Da die wesentlichsten urkundlichen Unterlagen für die Beschuldigungen sich im Justizministerium in Berlin befinden, war die Möglichkeit einer richterlichen Entscheidung, Das innere Gleichgewicht sich zu erhalten, ist in unserer stürmischen Zeit das erst Gebot aller Lebensweisheit. Die seeli nie ist aber durchaus abhängig vom körperlichen Wohlbefinden(Appetit, Verdauung, Stoffwechsel, Drüsenfunktionen) und von einem zuverlässigen Nervensystem (ausgeglichene Stimmung, Ruhe, Schlaf, Energie). Darum bedeutet es eine köstliche Gabe für den geplagten Zeitgenossen, daß man jetzt aus zwei Naturreichen, dem Pflanzen= und dem Mineralreich, in sorgsamer Auslese ein Stoffgemisch gewonnen hat, das mit natürlichen Kraften(vermenten) fördernd in die Lebensvorgänge des menschlichen Organismus eingreift. Man hat dieses Gemisch lebenskraft=fördernder Substanzen„Heidequell“ genannt, und es häufen sich mehr und mehr die Stimmen derer, die„Heidequell" begeistert als etwas ganz Einzigartiges preisen. Jeder kann dieses Urteil an sich ohne Kosten nachprüfen; denn die Firma Heidequell=Gesellschaft mit beschränkter Haftung in Naumburg=Saale. F. 155, die Herstellerin von „Heidequell", versendet ausreichende Gratisproben an jeden Interessenten. 14.20 Wiererhersirkung des Verassbeanntenlans Ein Reichsgesetz in Vorbereitung Berlin, 2. April. Wie das Nachrichtenbüro des V2Z. meldet, sind die maßgebenden Stellen der Reichsregierung gegenwärtig u. a. mit den Vorarbeiten zu einem sehr bedeutsamen Gesetzentwurf beschäftigt, dessen Ziel es sein soll, pen gesamten Beamtenkörper der öffentlichen Hand im deutschen Reichsgebiet von unerwünschten Amtsträgern zu befreien. Der Gesetzentwurf dürfte zugleich Bestimmungen über die zahlreichen zunächst beurlaubten oder auch zur Disposition gestellten Beamten hinsichtlich ihrer materiellen Versorgungsbefrechtigungen enthalten. Weiter ist anzunehmen, daß der Entwurf die Möglichkeit schafft, in den Gemeinden in Deutschland, soweit in ihnen Bürgermeister mit langfristigen Verträgen noch amtieren, die von ganz anders zusammengesetzten Stadtparlamenten gewählt wurden, die Neuwahl der Bürgermeister durchzuführen. Im Zusammenhang hiermit ist naturgemäß eine Regelung der Frage der Gehalts=, bzw. Ruhensbezüge für die vor Vertragsablauf aus dem Amte gewählten Bürgermeister zu erwarten. Endgültiges über den Inhalt des neuen Entwurfs kann zur Stunde noch nicht gesagt werden; es steht daher auch noch nicht fest, ob der Entwurf durch eine unbedingte generelle Vorschrift bestimmen wird, daß Anhänger bestimmter Parteirichtungen überhaupt vom Berufsbeamtentum ausgeschaltet werden. Man kann annehmen, daß der Entwurf so rechtzeitig verabschiedet wird, daß am 1. Mai in den Kommunen die neue Rechtsbasis für die Wahl von Bürgermeistern vorliegt. Das Gesetz soll, nach den bisherigen Dispositionen, den Titel„Reichsgesetz zur Wiederherstellung der Berufsbeamtentums“ tragen. Runderlaß heißt es, daß sich auch im Reichsdienst leider die Fälle mehrten, in denen Beamte Beschwerden über ihre Vorgesetzten oder Anzeigen gegen sie unmittelbar beim Minister anbringen, mitunter sogar andere Stellen der Reichsregierung zur Einwirkung auf ihr Ministerium ersuchen. Dr. Frick erklärt, daß er in dieser Hinsicht den Standpunkt teile, den Reichskommissar Göring für seinen Geschäftsbereich in Preußen bekanntgegeben habe. Wie Göring, mißbillige er auch ein solches Verfahren aufs schärfste. In der gegenwärtigen schweren Notzeit habe sich der Beamte durch verstärkten Diensteifer und eiserne Disziplin auszuzeichnen und nicht seine Aufgabe darin zu sehen, seine Vorgesetzten zu kritisieren und ihre Autorität zu untergraben und zu erschüttern. Die Mitgliedschaft bei nationalen Verbänden gebe den Beamten nicht mehr Rechte, sondern höhere Pflichten. Wer den Befehlen und Anordnungen der bestellten oder im Amt gelassenen Vorgesetzten nicht in jeder Hinsicht gehorche, verweigere damit auch dem Minister gegenüber den Gehorsam. Dr. Frick weist darauf hin, daß er bisher derartige Mitteilungen unbeachtet gelassen habe. In Zukunft werde er aber Beamte, die entgegen diesem Hinweis erneut mit Beschwerden und Anzeigen sich an ihn wenden oder der gebotenen Gehorsamspflicht nicht nachkommen, zur Verantwortung ziehen. Bomeendischlage in Hamduig Minister Frick über Berufsbeamtentum Berlin, 2. April. Nach Beendigung einer Fahnenweihe auf dem Tempelhoferfeld(siehe diese an anderer Stelle) zogen die nationalen Beamtenfachschaften geschlossen durch die Stadt, vorbei an den Gebäuden der Reichs= und Staatsbehörden. Vor dem Gebäude des Reichsinnenministeriums am Königsplatz, das die schwarzweißrote und die Hakenkreuzfahne aufgezogen hatte, sammelten sich die einzelnen Züge. Vom Balkon des Gebäudes hielt Reichsinnenminister Dr. Frick eine Ansprache, in der er eingangs auf die weltgeschichtliche Umwälzung in Deutschland und den Sieg der nationalen Revolution, der jetzt vollendet sei, hinwies. Die Beamtenschaft sei durch das System der letzten vierzehn Jahre schwer in Mitleidenschaft gezogen. Das Parteibeamtenbuch sei das Unglück geworden für die ganze öffentliche Verwaltung Deutschlands. Fremdrassige und Fremdstämmige seien in großer Zahl in das deutsche Berufsbeamtentum aufgenommen worden. Das System der letzten vierzehn Jahre müsse endgültig ausgeräumt werden. Der Minister kündigte dann das in der vorstehenden Meldung inhaltlich skizzierte Gesetz an, das vorsehe, daß nur deutschblütige Beamte Staatsautorität in Deutschland verkörpern könnten. Disziplinerlaß des Reichsinnenministers Berlin, 2. April. Reichsinnenminister Dr. Frick hat einen Runderlaß über die Wahrung der Disziplin an die Dienststellen seines Amtes gerichtet, der den übrigen obersten Reichsbehörden mit der Bitte zugeht, entsprechende Anordnungen zu erlassen. In dem Hamburg, 2. April. In ein Verkehrslokal der S A. im Stadtteil Barmbeck wurde Samstag abend eine Bombe geworfen, die erheblichen Sachschaden anrichtete. Personen sind nicht verletzt worden. Bei der Durchsuchung des Lokals wurde noch eine zweite Bombe auf der Veranda gefunden, die aber wahrscheinlich wegen eines Zündungsfehlers nicht explodiert war. In der Nähe des Tatortes wurden Haussuchungen vorgenommen. Von den Tätern wurde jedoch keine Spur gefunden. Wie der Polizeibericht meldet, wurden Samstag früh an der Umfassungsmauer des Bismarckdenkmals am Hamburger Hafen zwei etwa faustgroße Bomben gefunden, die mit Zündschnüren verbunden waren. Eine Zündschnur war in Brand gesteckt. Die Polizeipressestelle veröffentlicht am Sonntag eine Mitteilung, in der es u. a. heißt: Das Attentat auf das SA.=Lokal in Hamburg=Barmbeck ist von kommunistischer Seite vorbereitet worden. In der Nacht vom 1. zum 2. April nahm die Polizei elf Personen fest alles Angehörige der KPD. Die Festgenommenen stehen mit dem Attentat in Verbindung. Der Zusammenhang zwischen dem Anschlag auf das Bismarckdenkmal und demjenigen auf das SA.=Lokal ist erwiesen. Neue kommunistische Terrorpläne die„auf Befehl Moskaus“ in der Nacht zum 5. März erschossen werden sollten. Ferner sollten unter anderem das Rathaus, das Postamt, die Schule und die Kirche durch Brandstiftung vernichtet werden. NSDAp.=Vertreter im Reichsrval in der Nummer 29 des Reichsgesetzblattes I vom 2. Ahrn veröffentlicht. Das Gesetz tritt also nach der Bestim mung des Ermächtigungsgesetzes am 3. April in Krasts Tagung des Gewerkvereins Gheistiicher Vergarbeiter verrund der Industkir wie im Kriege angenommen hätte, von den maßgebenden deutschen Regierungsstellen außerordentlich ernst genommen werden. Auch die Bergarbeiter seien an einer baldigen Beilegung dieser antideutschen Propaganda stark interessiert. Stuttgart, 2. April. Von der politischen Polizei in Württemberg konnte eine Reihe kommunistischer Zeitungen in deutscher Sprache aus Rußland, der Schweiz, dem Elsaß, dem Saargebiet und aus Oesterreich beschlagnahmt werden. Es ist weiter gelungen, Flugblätter des Roten Frontkämpferbundes, die schwerste Beschimpfungen der Reichsregierung, der SA. und des Stahlhelms enthalten und zum bewaffneten Aufstand gegen die herrschende Regierung auffordern zu beschlagnahmen, desgleichen Exemplare des in Berlin illegal weiter erscheinenden Zentralorgans der KPD.,„Die Rote Fahne“, in der in der verlogensten Weise gegen die nationale Regierung gehetzt wird. Die polizeilichen Maßnahmen haben ferner zu einer schlagnahme von rund 100 Zentnern marxistisch=bolschewistischen Materials mit hochverräterischem Inhalt geführt. Bei einem Kraftdroschkenführer wurden 1500 Schuß Infanteriemunition vorgefunden und beschlagnahmt. Dresden, 2. April. In einem Geböft in Bad Lausick wurde ein vom 4. März datierter Zettel gefunden, auf dem eine ganze Reihe von Persönlichkeiten der Stadt verzeichnet ist, Berlin, 2. April. Der„Völkische Beobachter“ veröffentlicht folgende parteioffiziöse Mitteilung der NSTAP.: Die nationale Revolution hat eine entsprechende Anpassung der industriellen Verbandspolitik erforderlich gemacht. Dr. Otto Wagner im Verbindungsstab der NSDAP. hat sich deshalb mit dem Präsidenten des Reichsverbandes der Deutschen Industrie in Verbindung gesetzt und folgende Beschlüsse erwirkt: 1. Als Vertrauensmann der NSDAP. wird Dr. Hans von Lucke, als Verbindungsmann deutschnationaler Wirtschaftskreise Herr Alfred Möllers, Mitglied des Reichstags, der Vorsitzende des Bundes für nationale Wirtschaft und Werkgemeinschaft, in die Geschäftsführung des Reichsverbandes der Deutschen Industrie ausgenommen. 2. Präsidium und Geschäftsführung des Reichsverbandes der Deutschen Industrie werden in personeller Hinsicht umgestaltet. 3. Dem Urlaubsgesuch des bisherigen geschäftsführenden Präsidialmitglieds Geheimrat Kastl wird stattgegeben. Mit dieser beginnenden Aenderung der industriellen Wirtschaftspolitik soll unserer weltanschaulischen Einstellung zur Wirtschaft Rechnung getragen werden. Die wirtschaftspolitischen Organe der NSDAP. haben in wirtschaftspolitischen Fragen aufs engste mit unserm neuen Vertrauensmann in der Geschäftsführung des Reichsverbandes der Deutschen Industrie zusammenzuarbeiten, und jedes eigenmächtige Vorgehen einzelner Gruppen hat zu unterbleiben. In dringenden und wichtigen Fällen sind die bisherigen Wirtschaftsbeauftragten der NSTAP. zur Herbeiführung einer vorläufigen Entscheidung befugt. Sie halten dauernd Verbindung mit unserm Vertrauensmann im Reichsverband der Deutschen Industrie. Unstenung dei den Anbensumttein Zahlreiche Vorsitzende beurlaubt oder gekündigt Berlin, 2. April. Der Reichsarbeitsminister hat auf Grund der Verordnung des Reichspräsidenten vom 18. März den Präsidenten der Reichsanstalt für Arbeitslosenversicherung und Arbeitsvermittlung ermächtigt, Maßnahmen in Personalangelegenheiten ohne die Mitwirkung der Organe der Reichsanstalt zu ergreifen. Damit ist sichergestellt, daß die notwendigen Entscheidungen über die Besetzung der Dienststellen der Reichsanstalt von zentraler Seite aus und mit größter Beschleunigung getroffen werden können. Im Auftrage des Reichsarbeitsministers hat der Präsident der Reichsanstalt drei Vorsitzende und vier stellvertretende Vorsitzende der Landesarbeitsämter bis auf weiteres beurlaubt. Bei den Arbeitsämtern sind 85 Vorsitzende und 106 stellvertretende Vorsitzende ebenfalls beurlaubt worden. Soweit es nach den Anstellungsverträgen möglich war, sind in zahlreichen Fällen gleichzeitig die Kündigungen ausgesprochen worden. Trotz dieser weitgehenden Eingriffe, bei den 360 Arbeitsämtern ist durch behelfsmäßige Verteilung des Personals der Reichsanstalt der Dienst sichergestellt. in der Schulverwaltung personalveränderungen Berlin, 2. April. Bei den preußischen Oberpräsidien sind zum 1. April 11 Oberschulräte und Oberschulrätinnen und zwei Studienräte beurlaubt worden. Die freien Stellen werden bis auf weiteres kommissarisch verwaltet. Auch bei den berufspädagogischen Instituten sind eine Reihe von Veränderungen erfolgt. Insgesamt 26 Professoren, Dozenten und Dozentinnen sind im Zusammenhang mit der Umgestaltung an den berufspädagogischen Instituten in den einstweiligen Ruhestand versetzt worden. Je acht entfallen auf die Institute Berlin und Frankfurt a.., neun auf das Institut in Köln, während in Königsberg eine Dozentin in den einstweiligen Ruhestand versetzt wurde. Auf Antrag des Oberbürgermeisters der Stadt Berlin hat Reichskommissar Rust angeordnet, daß das zum Bestand der bisherigen Karl=Marx=Schule" in Berlin=Neukölln gehörende Reform=Realgymnasium in Zukunft wieder den alten Namen„Kaiser=Friedrich= Realgymnasium“ führt. politische Gefangene in Deutschland und in Kußland Ein zum„Tode verurteilt worden und hat zwei Jahre in #ragefängnissen zubringen müssen. Die unmenschliche Grausamkeit der Behandlung der„politischen“ Gefangenen in den sowjetrussischen„Totenhäusern“, die Grausamkeit der Verhöre und Methoden zur Erpressung eines„Geständnisses" stehen in krassem Gegensatz zur Haft der Kommunistenführer im nationalen Deutschland. Beide Redner, die Gelegenheit hatten, sich von dem Befinden der deutschen politischen Gefangenen zu überzeugen, wiesen in ihren Ausführungen nachdrücklichst auf die gute Behandlung der in Haft befindlichen Kommunisten hin. Sie würden als Schutzhäftlinge angesehen und überhaupt nicht verhört. Bisher aber hätten Demagogen, die man aus der Haft entlassen habe, zum Dank im Auslande die Greuelhetze unterstützt. Als Beispiel solchen Verhaltens wies A. Berndt auf den „Rasenden Reporter“ Egon Erwin Kisch hin. Eingehend schilderte Dr. Kindermann seine schrecklichen Erfahrungen in den russischen Gefängnissen, deren Räumlichkeiten— voller Ungeziefer— den einfachsten Forderungen der Hygiene Hohn sprächen. Schreckensszenen von Erschießungen und Drohungen gehörten zur Regel. Die Aufklärung über diese Zustände habe die demokratische Presse in Deutschland geflissentlich unterdrückt. Dagegen habe die sowjetrussische Presse sich in der Greuelhetze gegen das nationale Deutschland besonders hervorgetan. Das Zwiegespräch brachte eindringlich zum Ausdruck, wie man in vielen Einzelheiten um das Schicksal der deutschen Schutzgefangenen bedacht sei. Wenn auch die früheren Machthaber, wie Grzesinski und Zörgiebel, durch niederträchtige Haßmaßnahmen Nationalsozialisten um ihr Brot gebracht hätten, so gedenke man derartige Methoden keineswegs nachzuahmen. Fortführung der Krankenkassenreform Berlin, 2. Der Reichsarbeitsminister hat führung seiner Maßnahmen zur Neuordnung April. in Fortder Krankenversicherung Reichskommissare für die Allgemeinen Ortskrankenkassen Quedlinburg=Stadt, Dresden und Königsberg(Preußen) bestellt. Die Kommissare für Dresden und Königsberg nehmen auch die Aufgaben der Kassenorgane wahr. Ferner hat der Reichsarbeitsminister durch Rundfragen vom 31. März die Landesregierungen aufgefordert, eine sofortige Prüfung der Wirtschaftlichkeit und Zweckmäßigkeit der Eigenbetriebe der Krankenkassen vorzunehmen. beschließt Anterstützung der nationaten Regierung Berlin, 2. April. Der Parteivorstand und der Reichsausschuß der Deutschen Volkspartei hielten am Freitag und Samstag eingehende Beratungen über die politische Lage ab. Das Ergebnis der Verhandlungen wurde in folgender einmütig angenommenen Entschließung niedergelegt: „Der Kampf gegen Weimar als einer der Quellen deutschen Niederganges wurde von der Deutschen Volkspartei länger als ein Jahrzehnt unter großen Opfern geführt. Jetzt ist es einer gewaltigen nationalen Volksbewegung gelungen, dieses Hindernis deutscher Wiedergenesung hinwegzuräumen. Die Deutsche Volkspartei steht in den Reihen der unter Hindenburgs Führung wirkenden nationalen Front. Die nationale Regierung unter ihrem Reichskanzler Adolf Hitler bei ihren schweren Aufgaben zu unterstützen, ist selbstverständliche Pflicht der Deutschen Volkspartei. Die alten bürgerlichen Parteiformen sind erschüttert, Ein neuer Geist fordert neue Formen. Die Deutsche Volkspartei wird sich gern und ohne parteipolitische oder persönliche Eigensucht in den Dienst neuer und größerer Zusammenfassung der nationalen bürgerlichen Kräfte stellen und ihrerseits alle Bemühungen darauf richten, diese herbeizuführen. Für die Gegenwart ist die Geschlossenheit allee derer notwendig, denen in einem starken deutschen Vaierlande die Werte der nationalen Pflichterfüllung, der sittlichen Persönlichkeit, der Gewissenhaftigkeit und verantwortlichen Menschentums unverzichtbare Jedale sind. Die die gewaltigen Aufgaben des neuen deutschen Lebens stehen uns erst noch bevor. Darum gilt für heute das Gebot des Zusammenstehens und des kräftigen Zeugnisablegens. Wir sind und bleiben zusammen in der Gesinnungsgemeinschaft und Organisation der Deutschen. Volkspartei.“ Gleichschaltungsgesetz am 3. April in Klaft Vorläufig keine Rückkehr des ehemaligen Kutsels Bad Homburg, 2. April. Berlin, 2. April. Das„Vorläufige Gesetz zur Gleichschaltung der Länder mit dem Reich“(Gleichschaltungsgesetz) wurde Die Generalverwaltung des vormals regierenden preußischen Königshauses hat an den Magistrat der Stadt Homburg im Auftrage Kaiser Wilhelms ein Schreiben gerichtet, in dem zunächst der Stadt Homburg für den Beschluß, den ehemaligen Kaiser zu bitten, die Stadt Homburg als künftige Residenz auszuwählen, gedankt wird. Aus schwerwiegenden grundsätzlichen Erwägungen habe der ehemalige Kaiser jedoch vorläufig nicht die Absicht in die Heima zurückzukehren. Sollte sich, so schließt das Schrei ben der Generalverwaltung, eine Rückkehr aber derein verwirklichen, so werde, dessen könnte es versichert sein Bad Homburg v. d. H. nicht vergessen werden. Rufze Nachrichten Festnahme dreier Ausländer Sie standen mit in dem Reichstagsbrandstifter Verbindung Berlin, 2. April. Wie aus einer Mitteilung des Untersuchungsrichters des Reichsgerichts hervorgeht, wurden am 9. März in einer Sache wegen Hochverrats die bulgarischen Staatsangehörigen Georgi Dimitrow, Wassil Konstantinow Tanew und Blagoi Siminow Popow festgenommen. Sie haben sich seit längerer Zeit in Deutschland besonders in Berlin, unangemeldet aufgehalten und sich in linksradikalen Kreisen politisch betätigt. Sie standen auch mit dem Reichstagsbrandstifter in Verbindung. Rundfunkzwiegespräch zwischen Dr. Kindermann und Alfred=Ingemar Berndt Berlin, 2. April. Einen aufschlußreichen Vergleich zwischen der Behandlung der politischen Gefangenen in Deutschland mit derjenigen in Rußland bot ein Rundfunkzwiegespräch des Chefs vom Dienst Alfred=Ingemar Berndt mit Dr. Kindermann. In dem bekannten Moskauer Studentenprozeß war Dr. Karl Kindermann seiner Beschäftigung in der Landwirtschaft nimmi zu Der Reichspräsident hat den Präsidenten des Reichsbankdirektoriums a. D. Dr. Luther zum Botschafter in Washington ernannt. * Der Reichskanzler empfing am Samstag den Leiter der nationalsozialistischen Beamtenabteilung, Sprenger, und dessen Organiationsleiter Neef. Die Fragen des Berufsbeamtentums, besonders die der Standesorganisationen der Beamtenschaft, wurden eingehend besprochen. Unter Beteiligung von 23000 Mann der Fachmannschaften der nationalsozialistischen Beamtenabteilungen fand am Samstag auf dem Tempelhofer Feld eine Fahnenweihe statt. Die Weiherede hielt der Abteilungsleiter der Beamtenorganisation Groß=Berlins, Reichstagsabgeordneter Dr. Fabricius. derte Waffen zu Tage, und zwar Schlagwaffen gefähr lichster Art, Schußwaffen, die geladen waren, sowie Eierhandgranaten. Das Gewerkschaftshaus wurde daraufhin polizeilich geschlossen und sämtliche Räume wurden verriegelt. Ferner wurden Hilfspolizeiwachen vor dem Gebäude postiert. Die Braunschweiger Staatsregierung hat durch ein Verordnung sämtliche linksgerichtete Organisationen für den Staat Braunschweig verboten. Die Berliner Hitlerjugend veranstaltete am Samstag im Berliner Lustgarten eine Bismarckfeier, in deren Mittelpunkt eine Ansprache des Reichsministers Dr. Goebbels stand. Anschließend marschierte die HitlerJugend durch die Linden zum Bismarckdenkmal vor dem Reichstagsgebäude, wo ein Kranz niedergelegt wurde. Das sächsische Ministerium des Innern hat die Polizeibehörden angewiesen, die periodischen Druckschriften der Sozialdemokratischen Partei in Sachsen einheitlich bis zunächst 22. April dieses Jahres zu verbieten. Soweit Verbote bereits über diese Zeit hinaus ausgesprochen sind, bewendet es dabei. Das Frankfurter Sondergericht verurteilte Hausierhändler Loewenstein wegen Verbreitung Greuelmärchen zu einem Jahr Gefängnis. Berlin, 2. April. In der Landwirtschaft macht sich die Wirkung der planvollen Agrarpolitik der Reichsregierung bereits deutlich bemerkbar. Die Zahl der Neueinstellungen betrug in der ersten Märzhälfte 7852 Köpfe, während im Vorjahr in der gleichen Zeit nur 1191 neu eingestellt wurden. Das Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda nahm den Geschäftsbetrieb am 1. April auf. Das Reichsministerium bittet die Oeffentlichkeit, daß bei allen Besuchen und Zuschriften zunächst sorgsam geprüft wird, ob diese auch in den Arbeitsbereich des Ministeriums fallen, damit eine unnötige Ueberlastung der Arbeit des Ministeriums vermieden wird. * Geheimer Hofrat Professor Gerhard Anschütz, der bekannte Staatsrechtslehrer an der Universität Heidelberg, hat beim Badischen Staatsministerium um seine Enthebung vom Amt und Versetzung in den Rubestand nachgesucht. Geheimrat Anschütz, der jetzt 66 Jahre alt ist und seit 1916 in Heidelberg lehrt, ist der bekannte Kommentator der preußischen Verfassung und Weimarer Reichsverfassung. * Veranlaßt durch Schüsse, die am Samstag vormittag aus dem sozialdemokratischen Gewerkschaftshaus in Hannover gefallen sind, wurde, wie die Polizeidirektion mitteilt, eine Durchsuchung des Gewerkschaftsgebäudes angeordnet und vorgenommen. Die Haussuchung förVon den 38 Kandidaten der SPD. für die Stadtverordnetenversammlung in Brannschweig sind jetzt noch neun übrig geblieben, nachdem inzwischen drei weitere Listennachfolger auf die Ausübung ihrer Mandate verzichtet haben.— In der Sitzung der Dresdener Stadtverordneten teilten drei Sozialdemokraten, darunter der langjährige Vorsteher Dölitzsch, ihren Austritt aus der SPD. mit. Auf Anordnung des kommissarischn Innenministers für Bayern wurde die Stelle eines politischen kommandeurs für Bayern geschaffen und mit diesem Amt der Reichsführer der SS. und kommissarische Polizeipräsident von Nürnberg und München, Heinrich Himmler betraut. Der Deutsche Ostbund und der Deutsche Ostmarkenverein haben sich in dem Bestreben, der notwendigen Zusammenfassung der ostpreußischen Kräfte zu dienen, vorläufig zu einer Arbeitsgemeinschaft in Form eines „Deutschen Ostmarkenbundes“ zusammengeschlossen. Mit der Nationalsozialistischen Deutschen Ostfront arbeitet det Deutsche Ostmarkenbund in engster Fühlung. Ein Reihe weiterer Ostorganisationen hat ihren Beitritt zum Deutschen Ostmarkenbund erklärt. Wei Essen, 2. April. Am Samstag fand in Essen eine Konferenz des Gewerkvereins christlicher Bergarbeiter Deutschland### unter dem Vorsitz von Heinrich Imbusch statt, dies von Vertretern aus dem Ruhrgebiet, dem Wurmrevier. dem Siegerland und dem rheinischen Braunkohlenrevier# beschickt war. Das Ergebnis der Betriebsrätewahlen## im Ruhrbergbau wurde, soweit es bisher vorliegt, einer# eingehenden Würdigung unterzogen und festgestellt, de der christlich=nationale Gewerkschaftsgedanke in den betreffenden Bergbaugebieten keine Schwächung erlitten## habe. Die Aenderung der politischen Verhältnisse in Deutschland sei im Auslande stellenweise mit einer planmäßig betriebenen Hetze gegen alles Deutsche beantwortet worden. Die Versammelten hielten es für richtig. daß die Auswirkungen dieser Hetze, die ähnliche Formen### hät □ Soweit besol und Arbeiter nicht ments sein dürfen germeister, Beigeo der usw. aus den haben, falls sie a waren, bleiben die ser Vertretungskör Pflichten, bis ül Ausnahme— auf Verbleib in der den sind— entsch solcher Ausnahr denten an den prei Aber nur unte A 1.„Wenn Ersatz mehr in genu nach Aussche fehlenden Si 2. oder wenn fü unentbehrlich körperschaft setzung ist en Eine Prüfung nur dann vorgen den Fraktions gebildet ist, durch schlages zur Verla träge unzulässigs licher Vertretungs schriften des Para ben sie bis zum Vertretungskörpers ten, es sei denn, Ersatzmann nachge Sind inzwischen Ausschußwah usw. vorgenommen die an sich aussch mitzuwirken befugt diese Wahlen un daß bei ihrer Mitn ergeben hätte. D wiederholen. die Wiederholung ein anderes Wahl die Vertretungskör sichtsbehörde. Zu den besoldet ten und Arbeitern glied des Gemein! Schöffe usw. mehr des Gemeindeparl gehören Wohl aber gehöre mitgeteilt wird, ir fassungen der pre der überwiegenden Literatur, die ha rer an den gen und hauswirt wenn diese von ei Nie 44 kr zegen in danbt Bergas Wanne-Eickel, 2. Z. Bochum, Land Heut eines Sch der kath. Fral im 83. L den von Bach Die von der W der Propste Wir bi es I vom 2. Adr nach der Bestin April in Kraft vereins deitel sen, 2. April. e Konferenz dee er Deutschlands busch stall, vie Wei undg aus den Siadipariamen.? aus An. Nr. Durchführungsbestimmungen zur Antikorruptionsverordnung husch statt, d. Soweit besoldete gemeindliche Beamte, Angestellte dem Wurmrepier und Arbeiter nicht mehr Mitglied des Gemeindeparlaa 2,##:ments sein dürfen und soweit Oberbürgermeister, Bürdkaumohtenrebier## germeister, Beigeordnete, Schöffen, Magistratsmitglieser vorliegt, einer d festgestellt, daß danke in den bewächung erlitten Verhältnisse in se mit einer planeutsche beantworn es für richtig, ähnliche Formen n den maßgebendentlich ernst gebeiter seien an ser antideut. ressiert. itzung Argleiung lin, 2. April. chsausschuß der itag und Samszlitische Lage ab. irde in folgender ntschließung ner der Quellen Deutschen Volksr großen Opfern lationalen Volksdeutscher Wiedertsche Volkspartei nburgs Führung tionale ReAdolf Hitunterstutzen, ist ir Deutschen sind erschüttert. Formen. Die ind ohne parteiin den Dienst der nationalen seits alle Bemüführen. chlossenheit aller en deutschen Vaichterfüllung, der iftigkeit und verbare Jedale sind. deutschen Lebens lt für heute das cäftigen Zeugnisimen in der Gen der Deutschen. en Kaisers urg, 2. April. ials regierenden n Magistrat der : W i l h e l m s e i n Stadt Homburg ser zu bitten, die auszuwählen, geundsätzlichen Err jedoch vor: die Heima ließt das Schrei ehr aber derein is versichert sein werden. agwaffen gefähr. i waren, sowie haus wurde dariche Räume wursolizeiwachen vor na hat durch ein rganisationen für hat die Poruckschriften n einheitlich rbieten. Soausgesproverurteilte Verbreitung zuis. ). für die Stadteig sind jetzt noch chen drei weitere rer Mandate verDresdener Stadtten, darunter der Austritt aus der n Innenminister. olitischen Polizeiund mit diesem nd kommissarische Künchen, Heinrich utsche Ostmarken= der notwendigen Kräfte zu dienen, t in Form eines engeschlossen. Mit tfront arbeitet der Fühlung. E hren Beitritt zum usw. der habei waren, ser Vertretungskörperst Pflichten, bis über die Genehmigung einer Ausnahme— d. h. über die Anträge, die von ihnen auf Verbleib in den Gemeindeparlamenten gestellt worsind— entschieden ist. Anträge auf Bewilligung solcher Ausnahmen sind über den Regierungspräsidenten an den preußischen Innenminister zu richten. Aber nur unter zwei Voraussetzungen werden Ausnahmen bewilligt: ! 1.„Wenn Ersatzmänner auf dem Wahlvorschlag nicht mehr in genügend großer Zahl vorhanden sind, um nach Ausscheiden der betreffenden Beamten die fehlenden Sitze zu besetzen, 2 oder wenn für die Führung der Fraktionsgeschäfte unentbehrliche Personen aus der Vertretungskörperschaft ausscheiden wurden. Diese Voraussetzung ist eng auszulegen.“ Eine Prüfung der gestellten Anträge wird überhaupt ##nur dann vorgenommen, wenn diese Anträge durch denFraktionsvorstand oder, wo ein solcher nicht gebildet ist, durch den Vertrauensmann des Wahlvorschlages zur Verlage gelangen. Soweit Ausnahme=An##träge unzulässig sind oder soweit Mitglieder gemeind##licher Vertretungskörperschaften nach den übrigen Vorschriften des Paragraphen 4 auszuscheiden haben, blei# ben sie bis zum 15. April 1933 Mitglied der Vertretungskörperschaft mit allen Rechten und Pflichten, es sei denn, daß sie vorher ausscheiden und ein Ersatzmann nachgerückt ist. Sind inzwischen schon von den Gemeindeparlamenten Ausschußwahlen, Beigeordnetenwahlen usw. vorgenommen worden, bei denen Stadtverordnete. die an sich ausscheiden müßten, aber einstweilig noch mitzuwirken befugt sind, nicht mitgewählt haben, so sind diese Wahlen unwirksam, wenn anzunehmen ist, daß bei ihrer Mitwirkung ein anderes Wahlergebnis sich ergeben hätte. Die Wahlen sind in diesem Falle zu wiederholen. Darüber, ob die Voraussetzungen für die Wiederholung der Wahlen vorliegen, d. h. also. ob Vein anderes Wahlergebnis eingetreten wäre, beschließt die Vertretungskörperschaft und im Streitfalle die Aufsichtsbehörde. Zu den besoldeten gemeindlichen Beamten, Angestell##ten und Arbeitern, die in ihrer Gemeinde nicht Mitglied des Gemeindevorstandes oder nicht Beigeordnete, Schöffe usw. mehr sein dürfen und auch nicht Mitglied des Gemeindeparlaments bleiben dürfen, gehören nicht die Volksschullehrer. Wohl aber gehören dazu, wie von maßgebender Stelle mitgeteilt wird, im Gegensatz zu den bisherigen Auffassungen der preußischen Unterrichtsverwaltung und der überwiegenden Meinung in der Rechtsprechung und Literatur, die hauptamtlich besoldeten Lehrer an den gewerblichen, kaufmannischen und hauswirtschaftlichen Berufsschulen, wenn diese von einer Gemeinde bzw. einem Gemeindeverband errichtet wurden. Diese Letzteren müssen also ausscheiden, sofern keine Ausnahmen bewilligt werden. Als Kommunalbeamte gelten auch, wie von maßgebender Stelle mitgeteilt wird, die Lehrer an den kommunalen höheren Lehranstalten. Auch Sozialdemokraten dürfen nicht Ehrenbeamte sein Sozialdemokraten und nicht nur Kommunisten dürfen nach einem Funkspruch des Preußischen Innenministers zu den Ausschüssen und Deputationen nicht gewählt werden, soweit diese Ausschüsse behördlichen Charakter haben, deren Mitglieder also als Ehrenbeamte zu betrachten sind. Wohl dürfen sozialdemokratische Mitglieder zu den Ausschüssen gewählt werden, die als reine Ausschüsse der Stadtverordnetenversammlungen oder der Gemeindevertretung zu betrachten sind und keinen behördlichen Charakter haben. Das sind vor allem diejenigen Ausschüsse, die Beschlüsse der Stadtverordnetenversammlung und Gemeindevertretung bzw. Kreistages vorzuberaten haben. Sind Sozialdemotraten bereits zu den Deputationen und Ausschüssen mit behördlichem Charakter gewählt, so sind diese Mitglieder zu beurlauben, wenn eine Zusammenarbeit mit ihnen nicht möglich ist. Sollten dadurch Deputationen und Ausschüsse beschlußunfähig werden, so findet keine Ergänzungswahl statt, sondern es sind Kommissare zu ernennen. Nach einem Funkspruch des Innenministeriums werden in nächster Zeit neue Grundsätze für die Bestätigung der leitenden Kommunalbeamten aufgestellt werden. Aus diesem Grunde ist vom Innenminister untersagt worden, eine Bestätigung der nach dem 12. März von den neugewählten Gemeindeparlamenten vorgenommenen Wahlen von unbesoldeten leitenden Gemeindebeamten zu erteilen. Soweit nach Auffassung der zuständigen Bestätigungsbehörde aber eine Bestatigung voraussichtlich unbedenklich ist, können die Gewählten einstweilen als Kommissare bestellt werden. Aan Ven Stadtteil Weitmar Frühjahrsschießen des Bürgerschützenvereins WeitmarBärendorf. Die Eröffnung der diesjährigen Schießsaison sah die Mitglieder des Bürgerschutzenvereins Weitmar=Bärendorf am Sonntag auf dem Schießstand Clewinghaus an der Eppendorfer Straße. Trotz der langen Winterpause erzielten die Beteiligten gute Resultate. Bester Schütze war Hauptmann Hermann Brod mit 55 Ringen. Ihm folgten Fahnenoffizier Fritz Budde mit 51 Ringen, Mitglied Sundermann mit 47 Ringen. Die Ringzahl der übrigen Schützen schwankte zwischen 45 und 30. Nach dem Schießen fand im Lokal Clewinghaus die fällige, vom 1. Vorsitzenden Niedereich= bolz geleitete Monatsversammlung statt. Die wichtige Tagesordnung begann mit der Aufnahme neuer Mitglieder und der Verlesung der Niederschrift. Einen breiten Raum in der Tagesordnung nahmen die Besprechung einer Werbeaktion und die Einrichtung einer Sterbekasse sowie die Vorbereitung der im kommenden Jahre zu begehenden Feier des 90jährigen Bestehens ein. Die Angliederung einer Jugendgruppe zum Zweck der Nachwuchserziehung fand ebenfalls allgemeine Zustimmung, ebenso der Plan, zur Pflege des Kleinkaliberschießens im Vereinslokal einen Kleinkaliberschießstand zu errichten. Stadtteil Linden=Dahlhausen Hohes Alter. Eine der ältesten Einwohnerinnen des Stadtteils Linden=Dahlhausen, Frau Witwe Albertine Eggemann geb. Holtkamp, Dr.=.=Otto=Straße. konnte in verhältnismäßig guter geistiger und körperlicher Frische ihr 92. Lebensjahr vollenden. Bestandene Prüfung. Vor dem Prüfungsausschuß des Klempner= und Installationshandwerks bestand mit gutem Erfolge der Lehrling Willi Buschmann von hier seine Gesellenprüfung. Morgen ergriff. Die Lehrerin der betreffenden Klasse rief die Bochumer Berufswehr herbei, die den Brand löschte. Auch vor dem Betreten der Schonungen sei dringend gewarnt, da die Brütezeit der Vögel begonnen hat. Traurig sehen die ihrer Weidenkätzchen beraubten Sträucher aus. Immer wieder führen die Anlieger Klage darüber, daß die Spaziergänger die Wege verlassen und Felder und Wiesen betreten. Es wurden mehrfach Personen zur Anzeige gebracht. Stiepel Stadtteil Gertbe Schont und schützt den Henkenberg! Vor einigen Tagen rastete eine Schulklasse am Abhange des Henkenberges. Sie trug dann ihr Butterbrotpapier zusammen und zündete ees an. Dadurch entstand ein Waldbrand, der rasch eine Fläche von etwa einem Prüfung bei der Bäcker= und Konditoren=Innung. Unter dem Vorsitz des Bäckerobermeisters Fritz Röhken, Harpen, fand in der Berufsschule in Gerthe die diesjährige Gesellenprüfung statt. Folgende Prüflinge bestanden mit„Gut": W. Berner(bei Gustav Schuth), H. Bloch(bei Fr. Cremer), H. Bahsek(bei Fr. Röhten), K. Galda(bei I. Ekl) mit„Fast gut". Verein für Handel und Gewerbe e. V. BochumGerthe. In der Jahreshauptversammlung meldeten sich drei Mitglieder zur Neuaufnahme. Jahres= und Kassenbericht wurden genehmigt. Die satzungsgemäß ausscheidenden Vorstandsmitglieder wurden wiedergewählt. Im weiteren Versammlungsverlauf wurde der Beschluß gefaßt, in Anbetracht der wirtschaftlichen Lage von einer Erhebung der Beiträge in diesem Jahre Abstand zu nehmen. Zum Schluß hielt Syndikus Nr. Grunewald(Bochum), einen Vortrag über wichtige Wirtschafts= und Steuerfragen. Friseurzwangsinnung Bochum, Ortsgruppe Gerthe. In der Versammlung am Dienstag im Lokal Korte wurde der Anschluß an den Kampfbund des gewerblichen Mittelstandes beschlossen. Alle Anwesenden erklärten den Beitritt. Als Amtswalter dieser Fachgruppe wurde O. Schulte einstimmig gewählt. Verein Niederschlesischer Landsleute. Wie alljährlich, so fahren auch in diesem Jahre wieder Autobusse nach der Heimat. Die Fahrt führt über die Städte Görlitz, Liegnitz, Königszelt bis zur Endstation Dittesbach. Der Fahrpreis hierfur betragt einschließlich der Unkosten 18,80 RM. Der erste Wagen fährt bereits am Dienstag, 11. April. Weitere Wagen fahren alle acht Tage später. Rückfahrten erfolgen jeden Donnerstag. Auskünfte erteilt kostenlos Reinhold Patsch, Bochum=Gerthe, Castrover Hellweg 462..„ Kr7.441 8. Verschönerungsarbeiten. Die beiderseitigen Baulücken an der Ecke Castroper Hellweg und Heinrichstraße sind nunmehr durch angelegte Grunflächen verschwunden. Fachkundige Gärtner und Pflichtarbeiter haben um die Bauplätze herum Liguster= und Rotbuchenhecken angepflanzt. Die Innenflachen werden mit Rasen besät. Bergen Bessere Beleuchtung! Es wird im Stadtteil Bergen allgemein Klage über die nicht ordnungsmäßige Beleuchtung der unteren Bergener und der Ludwig=Schröder= Straße geführt. Während hier die Gaslampen schon am Spätnachmittag, also noch mindestens 1½ Stunden vor Anbruch der Dunkelheit, bereits brennen(was doch vollständig überflüssig ist), erlöschen sie dagegen schon des Abends gegen 11 Uhr. Gerade um diese Zeit kommen die Bergleute von der Schicht und müssen dann im Dunkeln ihren Weg nach Hause gehen. Man erwartet allgemein, daß eine neue Regelung getroffer. wird. Stadtteil Harpen Winterhilfe. Aus dem Erlös der beiden Elternabende der Heenesschule im Städtischen Saalbau konnte eine größere Anzahl von Schulkindern mit Schuhen bedacht werden. Moorbad„Dellenstraße". Bereits vor Jahren hat die damalige Gemeindevertretung Harven die dringende Notwendigkeit des Ausbaues der Dellenstraße anerkannt. Sobald nasses Wetter einsetzt, ist dieses Schlammloch überhaupt nicht ohne Wasserstiefel zu begehen. Die Hausbesitzer hatten sich schon damals bereit erklärt, den fur den Ausbau erforderlichen Grund und Boden unentgeltlich zur Verfügung zu stellen. Die mit dem früheren Amt Gerthe gepflogenen Verhandlungen sind aber im Sande verlaufen. Es ist dringend notwendig, eine gründliche Instandsetzung des Weges vorzunehmen. Die Straße„Im Prattort“ teilt dasselbe Schicksal. Die Hausbesitzer müssen Entwässerungsgebühren zahlen, wissen aber bis heute nicht wofür. Frecher Diebstahl. Dem Milchhändler Noskowiak. Zum Rosenberg, wurden aus seinem am Hause gelegenen Garten 14 hochstämmige Stachel= und Johannisbeerstöcke ausgegraben und entwendet. Stadtteil Langendreer Abbruch auf Zeche„Constanze“. Die Abbrucharbeiten auf der Zeche„Constanze" machen große Fortschritte. Die große Mauer auf der Ostseite ist mittlerweile verschwunden. Der Verbindungsweg zwischen dem Rest der Häuser muß hergestellt werden. Das freigelegte Gelande wird gegenwartig planiert und von Pflichtarbeitern zu Gartenland hergerichtet. Von dem beseitigten Eisenbahnanschluß hat man große Baumaterialien gewonnen, die zum Straßenausbau verwandt werden. Grünanlagen. Die Stadtverwaltung hat in den letzten Tagen dafür Sorge getragen, daß die Grünanlagen neu hergerichtet wurden. Vorbildlich sind jetzt die Anlagen an der Kaiserstraße geworden. Stadtteil Werne Rücksichtslose Zerstörung. Der Ortsteil Kreta hat an den Neubauten gegenüber dem Harpener Hellweg durch die fleißige Arbeit seiner Bewohner eine vorbildliche Sportplatzanlage erhalten, die sich mit jedem anderen Sportplatz unbedingt messen kann. Die Anlage wurde durch eine große Rasenmauer eingefaßt. Aber in der Zwischenzeit haben zerstörungswütige Elemente an verschiedenen Stellen die starke Mauer durchbrochen, so daß die Anlage dadurch wesentlich an Ansehen verloren hat. Den Burschen sollte man auf die Finger klopfent § Statt Karten! 8% Die glückliche Geburt eines kräftigen Jungen zeigen in dankbarer Freude an Bergassessor Lüthgen und Frau Margret geb. Haarmann 0: samilien. Nachrichten Geboren: Knaben: Franz Stiewe(Liesel Vetter), Padervorn. Herbert Mohr (Gerda Brands). Duisburg. Gestorden: Wilhelm Pott, Schildesche Elisabeth Beste 70 Jahre, Wickede=Asseln. Gottfried Verdong. 58., Essen. Heinrich Oebels, 30 Jahre, Bredenen. Frau Maria Eck#off. 71., Hamm. Strompreise nach eigener Wahl! Welcher Gewerbetreibende und Industrielle hätte nicht schon einmal diesen Wunsch gehabt, seine Stromkosten mit seinem Nutzen in Einklang zu bringen? Es gibt eine Möglichkeit, sich von der Taritpolitik der Stromlieferanten frei zu machen. Wir beraten Sie gern kostenlos und unverbindlich. Fragen Sie schriftlich unter L. J. 52 bei der Geschäftsstelle dieser Zeitung Die Beleidig. gegen Zu einer Sitzung der Herrn Erich Brede= Stadtverordnetenversammlung mann, Harpen, Wo= am Freitag, dem 7. April 1933. nachm. danstr. 4, nehme ich 5 Uhr, im Stadtverordnetensitzungssaal bierm. zurück. Ewald des Rathauses, Eingang D, Brunnenhof Schön, Boch. Harpen. links, 1. Obergeschoß, Tellenstr. 25.(20130 mit folgender Tagesordnung wird hierdurch eingeladen: 1. Einführung und Verpflichtung der Stadtverordneten. 2. Wahl des Stadtverordnetenvorstehers und der Stellvertreter. 3. Wabl der Stadtverordnetenausschüsse (Finanz=, Verwaltungs= u. Sozialer Ausschuß). Bochum, den 1. April 1933. Der Magistrat. Dr. Gever. FremdenTehionat gebürtig, Bochumer, wünscht Briefverkehr. Angeb. u. Legionär Z. F. 2375 an die Gesch. d. Ztg. Wanten, Schwaben, Nakerlaken, Flöhe u. sonstiges Ungeziefer wird mübelos radikal durch meine spezialmittel beseitigt. Garantierter Erfolg bei einfachst. Anwendung. 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Dieses Vorge er vorgesetzten L# dieses Jahres fol Mitteilungen erkennen, daß an Alufnahme neuer Vvorsichtig sind, in Sehmen, die noch ###erbänden angehö Das gibt mit ##nit Nachdruck da uns geübte Grun sältiger Prüfung scharf beachtet w einen Reihen M unktur=Rücksichte #nden den Ar güchen. Ich verbiete such die probewe marxistischen Org dem Roten Fron ingehört haben. Der Deutschn sätzlich Kommuni scher Verbände n Der Kan Mierichverkatnung Herzleidende! Nie geahnte Erfolge brachte mir ein einfaches, auch ärztlich verordnetes Mittel. Dankerfüllt teile ich Leidenden Näheres kostenlos mit.(193 Regierungsrat i. R. Wiggers, Dömitz(Mecklvg.) 33. lage Der Freiwillige #er, der„Deu beging Weitmar seine ysomes Abend. „##- Ingenieur er Deutschen Arb ####ssondere auc erünglich vom chene Arbeitsd blligerssemei Flumen Arbeitsdil Geschichtstafel 25 B gged. 1838 3. April un Elisabeth von England gest.(p. Johannes Orayms in komponist 1833) (ged. 1533). raoms in Wien gest. zuftangriff auf London. Personal=Nachrichten Knappschaftssekretär Adolf Müller, Bochum, Frolmannstraße 8, blickt am 8. April auf sein 25jähAuf eine 25jährige ununterbrochene Tätigkeit als ehrerin an der katholischen Volksschule an der Gahlenin Straße(früher Mauritiusschule) konnte am #pril Fräulein Hedwig Große=Bley zurückSicken. Die Jubilarin erfreut sich allgemeiner Achtung ##d Wertschätzung. Ihr wurden verdiente Ehrungen Die Eheleute Schneidermeister Heinrich Schmitt und Frau aus Battenberg feierten ihre goldene Hochzeit. e sind rüstig und gesund und machten anläßlich ihrer #ldenen Hochzeit eine Reise in ihre Heimatstadt Bochum, # der sie noch Kinder und Verwandte haben. Amtsanwalt Lackner vom hiesigen Amtsgericht ist gleicher Eigenschaft an das Amtsgericht Bonn verPeri worden. Aus der evangelischen Kirche. Die philosophischen Zassionsvorträge von Professor Dr. Ehrenberg im krnst=Moritz=Arndt=Haus schließen Dienstag mit dem Lortrag: Leiden und Ehre. Der zweite Vortrag ber„Teutschland im Schmelzofen“ hatte gezeigt, wie Für den, der vom christlichen Glauben Erfahrung Im Leiden und Verständnis für das Leiden besitzt, das heutsche Geschick aus seiner Sinnlosigkeit heraustritt. VVollkommen neue Gesichtspunkte und Deutungen von Vergangenheit und Gegenwart Deutschlands wurden #ergetragen und wiesen den Weg, wie die Guten des Volkes zu einer wahrhaftigen und fruchtbaren Erkenntbis des deutschen Wesens, der deutschen Sendung und Beschichte gelangen können. Aus der Antoniuspfarrei. Im Vereinshause der antoniuspfarrei findet heute(Montag) abend eine Pfarrkonferenz der kirchlichen Vereine und Organisationen der Antoniuspfarrei statt. Der Landessekretär des Volksvereins für das katholische Deutschland, Flür, pricht zu dem Thema„Der Katholizismus zu den Geschehnissen der Zeit.“ Schule an der Adolfstraße. Im Anschluß an die Intlassungsfeier der Konfirmanden der Schule an der ldolfstraße fand eine Abschiedsfeier für den durch Erkeichung der Altersgrenze aus dem Kollegium ausscheisenden Konrektor, R. Wiczkowski, statt, der 42 fahre erfolgreich in der Erziehungsarbeit tätig war. lls den Polen der Korridor zugesprochen wurde, vernieß Konrektor W um seines Deutschtums willen seine Heimat an der Weichsel und kam als Flüchtlingslehrer nach Bochum, wo er eine zweite Heimat fand. In seiner Abschiedsrede zeichnete Rektor Lenkenhoff den scheidenden als tüchtigen Lehrer und aufrechten DeutEchen Die Staatsbehörde ließ durch den Schulleiter in Dankschreiben für die treue und gewissenhafte Lehrertätigekit überreichen. Die Reihen sollen rein bleiben! heute 55 Mann. In absehbarer Zeit würde eine ganze Reihe neuer, junger und begeisterter Kräfte hinzukommen. In Langendreer werden augenblicklich durch die Jungen des Arbeitsdienstes alte Zechenhalden abgetragen und eine alte Ziegelei abgebrochen. Die Steine finden wieder Verwendung, und auf dem gewonnenen Platz werden Schrebergärten und andere Gartenanlagen hergerichtet. Auf diese Weise kann auch hier im Ruhrgebiet ungenutztes Land wieder zum Wohle der Allgemeinheit nutzbar gemacht werden. Beim Freiwilligen Arbeitsdienst stehe das Wort Dienen und nicht Verdienen an erster Stelle. Auf diese Weise nützen die Jungen ihrem Volk und Vaterland. Wenn die Arbeitsdienstpflicht käme, würden die aus dem Freiwilligen Arbeitsdienst hervorgegangenen Jungen die stärkste Kraft für den Ausbau des Werkes darstellen. Lagerleiter Irrgang begrüßte die Festgemeinde namens seiner Kameraden. Ein stolzes Vorbild werde immer die deutsche Jugend von Langemarck bleiben. Opfersinn und Opferwille sei immer das Höchste für Volk und Heimat. Weiter richtete der Hauptvorsitzende der Deutschen Arbeitsgemeinschaft, Elias, Worte des Willkomms an die Besucher. Nach dem von den Jungen gesungenen Liede„Wilde Gesellen" hielt Arbeitsamtsdirektor Dr. Kuhlo die Weiherede. Ernst sei stets die Stunde, in der einer Gemeinschaft ein Banner übergeben werde. Freude wohne in allen Herzen, daß die deutsche Zwietracht endlich überwunden sei. Nun gelte es aber nicht zu schlafen, sondern auf der Hut zu sein, damit das Errungene auch erhalten bleibe. Das den Jungen gewidmete Banner wehe für den tiefen Sinn der wahren Volksgemeinschaft. Unter dem Banner wollten alle Jungen Kameraden mit soldatischen Tugenden sein. Es gehe darum daß der Lebensraum des deutschen Volkes wieder größer werde. Die Arbeit und die Arbeitsleistung sollen Deutschland wieder hochbringen, und der Wehrwille musse wieder lebendig werden wie einst. Mit den Worten„Der deutschen Zwietracht mitten ins Herz" übergab Dr. Kuhlo das Banner der Jungenschar, die es von Hand zu Hand weitergehen ließ, um es zuletzt dem Führer Irrgang zu überreichen. Nach der feierlichen Wimpelübergabe sang die Versammlung gemeinsam das Deutschlandlied. Von dem nachfolgenden unterhaltenden Teile der Vortragsfolge wußte das von den Jungen aufgeführte pie#gmulf“* symholisch von Deutsching übernehmen werden. Mit den denn, die es ehrlich meinen", und Schausptel„Beowulf, das symbolisg von Deutschlands Wiederaufrichtung kundet, zu packen und zu begeistern. Von Kameradschaft und Frobsinn im Arbeitsdienstlager zeugten die Szenen„Lagerleben". Fröhliches Lachen gab es bei der Aufführung eines Militärschwanks. die Mitverantwortung Worten:„Frisch auf denn, die es ehrlich meinen", und der Hoffnung, daß die Regierung den Standpunkt der Kinderreichen verstehen werde, schloß der Redner seine Ausführungen, die mit starkem Beifall ausgenommen wurden. Folgende Entschließung wurde einstimmig angenommen:, Die kinderreiche Familie erwartet in dem Anbruch der neuen Zeit eine Besserung ihrer bedrängten Lage. Nach Erklärung der neuen Regierung ist sie überzeugt, daß diese Erwartung sicher erfüllt wird. Den Anfang der Besserung ihrer Lage sieht sie darin, daß die kinderreiche Familie bei der Einschaltung der Erwerbslosen in die Arbeit, bei der Wohnungsbeschaffung und Siedlung bevorzugt berücksichtigt werde." Frau Lehrer Schannath erfreute die Erschienenen noch einmal mit einigen Rezitationen. Vorsitzender Gappa dankte allen Teilnehmern für den harmonischen Verlauf der Kundgebung. Mit dem gemeinsam gesungenen Liede„Ich hab' mich ergeben“ wurde die eindrucksvolle Kundgebung geschlossen. Kundgebung der christlich=nationalen Arbeitsinvaliden Die Ortsgruppe Bochum des„Bundes christlicher Arbeitsinvaliden, Witwen und Waisen Deutschlands e. V.(Sitz München)“ hatte für Samstag nachmittag eine öffentliche Kundgebung in den Saal des Gewerkschaftshauses einberufen, die einen guten Besuch aufzuweisen hatte. Vorstandsmitglied Wollscheidt (Bochum) begrüßte und leitete die Versammlung. Ueber die Notlage der Arbeitsinvaliden, Witwen und Waisen in Deutschland hielt der Bezirksleiter und Vorsitzende Heupts ein längeres Referat. Man hoffe, daß sich in absehbarer Zeit Mittel und Wege finden ließen, um der Not der Arbeitsinvaliden und ihrer Familien zu steuern. In vergangenen Jahren seien von früheren Regierungen 164 Millionen RM. aus der Reichsversicherung herausgenommen und in Schatzanweisungen umgewandelt worden. Dieses Geld müsse unbedingt wieder zur Reichsversicherung zurück. Eine gerechte Forderung sei die Vereinfachung des Verwaltungsapparates zur Bestätigung der Invalidität eines nicht mehr arheitsfähigen Arbeiters. Das deutsche Volk schöpfe seine Kraft aus den Kindern. Die Kinderzuschüsse seien jedoch nicht ausreichend. Die christlich=nationale Arbeiterschaft begrüße es, daß der Verschleuderung von öffentlichen Geldern von der neuen nationalen RegieGundgehnn= im Reichshund der Kinderreichen kung endlich ein Damm entgegengesetzt wurde. Die Kundgebung inntleichsbund dei Kinverreichen Erstattungspflicht bei den in der öffentlichen Fürsorge c“ Oatsgruppe Bochum des Reichsbundes den, daß die Grundlagen der deutschen Sozialpolitik jetzt nicht mehr gefährdet sind. 1. Wir fordern daher, das vom Bundestag in Mannheim am 14. und 15. August 1932 aufgestellte SofortProgramm mit seinen berechtigten Forderungen durchzuführen. 121 Ur 8 2. Wir fordern, gestutzt auf Artikel 151 der Reichsverfassung, unverzüglich die Beseitigung der Härten der letzten Notverordnung. 8. Wir fordern weiter, gestützt auf Artikel 161 der Reichsverfassung, die Mitarbeit bei Neugestaltung der Sozialversicherung durch Heranziehung von Vertretery unseres Bundes." Ehrenfelder Männergesangverein Wenn es sich um Tarbietungen eines Männerchores handelt, finden auch die Frühkonzerte an den Sonntagen lebhaften Besuch. Das Interesse ist nun einmal groß für den Männergesang und der Kreis der Freunde solcher Kunst nicht klein. So sah auch das Frühkonzert, das vom Ehrenfelder Männergesangverein in der Panzergrotte veranstaltet wurde, ein zahlreiches Publikum. Zum Programm des Konzertes ist lobend zu bemerken, daß man sich einsichtig in den Grenzen des Erreichbaren hielt und Chöre wählte, die künstlerisch annehmbar, klanglich wirksam, aber technisch nicht zu schwierig waren. Einige Unklarheiten in Kremsers Zigeunerlied sprechen nicht für das Gegenteil. Eine Folge von Mollakkorden singt sich immer nicht leicht. Im ganzen hielt sich der Verein unter seinem nach gefühlsmäßiger Auslegung strebenden, beweglichen und temperamentvollen Dirigenten Karl Schnadt erfreulich sicher und ziemlich tonrein. Die Bässe des Chores sind befriedigend, in den Tenören sind nicht alle Stimmen klanglich so angenehm und im Charakter so edel, daß man ein Hervortreten gerade dieser Stimmen gutheißen könnte. Hier Ausgleich zu schaffen, wird die erste Aufgabe des Vereins sein müssen, dann wird mit dem vorhandenen Material bei dem sichtbaren guten Willen der Sänger eine zufriedenstellende Wirkung zu erzielen sein. Am harten Klang ist freilich das akustisch beengende Podium nicht ganz schuldlos. Zur Mitwirkung hatte man das Dovvel=Quartett„Schubert“ gewonnen, das in stimmlich günstiger und gruppenmäßig ebenbürtiger Zusammenstellung von einem alten Praktiker wie Paul Heesen zu fein ausgewogenem, geschmackvoll ausgealichenem und tonschönem Singen angebalten wird. Neben einem gut geformten piano spricht auch sehr für die Qualität der Vereinigung der Umstand, daß auch bei voller Stimmentfaltung sich kaum irgendwelche Schärfen und Unschönheiten einschlichen. Man erhielt wirklich erfreuliche Eindrücke von diesem Quartett. Die Zuhörer nahmen alle Darbietungen des vorbildlich kurzen Programms dankbar auf und hielten mit anerkennendem Beifall nicht zurück. Sch. Stellungnahme des Deutschnationalen Kampfrings zur vinzialverbandes Westfalen, Dr. Dr. h. Aufnahme von Kommunisten und Angehörigen marxisti=(Münster), scher Verbände. Die Kampfgemeinschaft Bochum im Deutschnationalen Kampfring Westsalen=Süd teilt mit: stadttheater Bochum kontag, 3. April: Geschlossen enstag, 4. April, 20—23 Uhr 24 und Bühnenlksbund Serie B: Othello Trauerspiel von V. Shatespeare. heit des deutschen Volkes und erklärte, wie nach schwe„Es ist von seiten des Kamyfrings mit den schärf ren Schicksalsschlägen, von denen hauptsächlich die Famiseiten des Kampftinge mit##,####%/ lien betroffen wurden, immer ein Aufstieg zu verzeichsei Aus der Heimatscholle wachse für die rndt-Haus 9 den 4. April. Uhr. singen: utschkus ebegleitet ..-Abenckass: GELO metalle. e und Akten elephon 68193 ssen0 e 278. Tel. 63718 riastraße 211 Tel. ger Str. 826(81823 schtsauskunft. führt en Erfolgen. sichert griff der Gläub ger e Verträge so, daß Größte Erfolge bei raleichen, Intervennsachen. ErtolgMätzige Gebühren ken Maßnahmen dagegen angegangen worden, oaß sich fühere Angehörige der KPD. und Organisationen der 8PD. in unsere Reihen einschlichen. Es ist eine Selbstverständlichkeit, daß es sich nicht vermeiden ließ, daß sicht nur im Kampfring, sondern auch in anderen hationalen Verbänden letztens sich Leute zur Aufnahme meldeten, die für nationale Arbeit nicht geeignet sind. Ich habe daher für die Kampfgemeinschaft Bochum bereits vor längerer Zeit eine Sperre für die Aufnahen eingeführt, und eine gründliche Kontrolle über alle g d e r l e h t e n Z e i t a u s g e n o m m e n e n M i t g l i e d e r a n g e ordnet. Dieses Vorgehen entspricht auch den Befehlen unseker vorgesetzten Landesbehörde, die unter dem 28. März dieses Jahres folgendes verfügt hat: Mitteilungen von der heutigen Morgenpresse lassen erkennen, daß andere nationale Organisationen bei der Aufnahme neuer Mitglieder in bedenklicher Weise unvorsichtig sind, indem sie in großer Zahl Personen aufsehmen, die noch vor kurzem den marxistischen Kampfverbänden angehört haben. Das gibt mir Veranlassung, alle Kampfringführer mit Nachdruck darauf hinzuweisen, daß der immer von bns geübte Grundsatz, neue Mitglieder erst nach sorgkaltiger Prüfung aufzunehmen, gerade jetzt besonders scharf beachtet werden muß. Der Kampfring kann in seinen Reihen Mitglieder nicht gebrauchen, die aus Kon###stur-Rücksichten oder gar aus noch schlimmeren #lunven den Anschluß an die nationale Bewegung uchen Ich verbiete daher bis auf weiteres die Aufnahme, #ruch die probeweise Aufnahme von Personen, die früher enarxistischen Organisationen, insbesondere der KPD., em Roten Frontkämpferbund, dem Reichsbanner usw., ingehört haben. .,„Der Deutschnationale Kampfring nimmt also grundlaßlich Kommunisten und bisherige Angehörige marxisticher Verbände nicht auf.“ Der Kampfgemeinschaftsführer: gez. Mohr. packt an— ran! 1e Erfolge brachte ärztlich verordlt teile ich Lei's mit,(193 . R. Wiggers, ecklvg.) 33. Bimpelweihe und Deutscher Abend des Arbeitsdienstlagers Bochum=Langendreer Arbeitsdienst, Lager Bochum=Langender.„Deutschen Arbeitsgemeinschaft gz.! beging am Sonntag abend im Saale Sigger Deutschan seine Wimpelweihe, verbunden mit einem Diplam=3. Abend. Nach einem Eingangsmarsch hieß ## gcenngenieur Ruhfuß die Gasteschar namens #geutschen Arbeitsgemeinschaft Bochum willkommen, ##rurs dere auch die zahlreichen Ehrengäste. Das Serutei 2 810 vom Evangelischen Hilfswerk ins Leben schen Akatrhis dienstlager werde heute von der DeutPilligen#### einschaft getragen. Das Lager des FreiArveitsdienstes in Bochum=Langendreer zähle Die Orts der Kinderreichen zum Schutze der Familie hatte am Sonntag vormittag ihre Mitglieder zu einer Kundgebung in die Verwaltungsakademie eingeladen. Die Begrüßungsansprache hielt der erste Vorsitzende der Ortsgruppe Bochum des Reichsbundes, Gappa, der die Vertreter der Behörden, Parteien, Vereine und der Geistlichkeit willkommen hieß. Er wies darauf hin, daß nun eine neue Zeit angebrochen sei, in der man die kinderreichen und kinderfrohen Familien in ihren Zielen und Wünschen zum Wohle des deutschen Volkes unterstützen werde. So, wie der Reichskanzler Hitler erklärt habe,„der Mensch muß nur den Mut haben, das zu tun, was für die Zukunft richtig ist", werde auch der Reichsbund bestrebt sein, das Richtige zu tun. Es folgten einige Rezitationen, die das Leben und Treiben der Kinder und der Familie in erfreulicher Weise widerspiegelten, vorgetragen von Frau Lehrer Schannath. Dann sprach der Vorsitzende des Proc. Sperlich über: „Die Familie im Volke und im Staate.“ Redner erinnerte an die geschichtliche VergangenDer nen gewesen gei. aus der Heimatscholl Familie die Urkraft, vorwärtszukommen und sich zu behaupten. Bis 1870 sei es die Scholle gewesen, die die Familie erstarken ließ, später habe die Industria= lisierung den Menschen der Scholle entrissen. Ueber die Sorgen der letzten Jahre hinweg werde man jetzt wieder der kinderreichen Familien gedenken. Wenn sich in wirtschaftlicher und politischer Richtung die Zeiten besseen, seien es wesentlich mit die kinderreichen Familien. welche die Zukunft des Volkes mitgestalten und auch gewährten Unterstützungen dürfe keine Härten aufweisen. Vor allen Dingen aber fordere man die Aufhebung der durch die Notverordnungen im vergangenen Jahre vorgenommenen Kürzungen der Bezüge der Arbeitsinvaliden. Witwen und Waisen. Der Bund erstrebe die wahre Volksgemeinschaft im Sinne der nationalen Regierung. Das Wort, das der verstorbene Graf Posadowsky am 2. Dezember 1898 im Reichstage gesprochen habe, werde seine Gültigkeit niemals verlieren:„Ein Kulturstaat kann die soziale Gesetzgebung aar nicht zum Stillstand bringen— ein Stillstand der sozialen Gesetzgebung wäre ein Stillstand der fortschreitenden Gesittung des Deutschen Reiches überhaupt.“ Die Versammlung nahm einstimmig eine Entschließung an, in der es u. a. heißt: „Die am 1. April tagende, stark besuchte öffentliche Versammlung der christlich=nationalen Renten= und Fürsorgeempfänger des Bundes christlicher Arbeitsinvaliden e.., Sitz München, Bezirksleitung Bochum, nimmt mit freudiger Genugtuung von der Erklärung des Reichsarbeitsministers Seldte Kenntnis. Der Reichsarbeitsminister hat auf dem Presseempfang des Stahlhelms folgendes erklärt:„Die heutige deutsche Sozialpolitik, namentlich vom nationalen Standpunkt aus, muß und wird weiter greifen. Sie muß den Arbeiter— manche sagen Proletarier— aus der Unsicherheit seiner Existenz herausführen und ihm einen festen und gleichberechtigten Standort im Staate zuweisen. Nicht aus der Stellung des Reichsarbeitsministers heraus, sondern aus meiner ganzen Lebenseinstellung heraus unterstreiche ich von dieser Stelle noch einmal ein Bekenntnis zu dem gewordenen sozialen Recht des Arbeitnehmers.“ Nach der oben mitgeteilten Erklärung des neuen Reichsarbeitsministers darf mit Recht angenommen werDie Beiufeschale in neuen Siaal Eine Arbeitstagung der westfälischen Berufsschullehrerschaft Am 1. und 2 April fand sich die westfälische Berufsschullehrerschaft in Bochum zu einer Arbeitstagung zusammen. Nach einer Sitzung des Hauptausschusses im Hotel„Kaiserhof“ folgte am Sonntag die Vollyer: sammlung im Bunten Saal des Parkhauses. Di den Besucher waren erstaunt und entzückt über die schöne, im erwachenden Frühling prangende Parkanlage und den schönen Raum, der für ihre Tagung zur Verfügung stand. Es kam das in den Gruß= und Einleitungsworten zum Ausdruck, mit denen der Vorsitzende Gaue(Dortmund) die 18. Hauptversammlung des Zweigvereins Westfalen der deutschen Berufsschullehrerschaft eröffnete und eine stattliche Zahl männlicher und weiblicher Abgesandter der Einzelgruppen wiurommen heißen durfte. So mancherlei Angriffe auf das Berufsschulwesen in letzter Zeit haben die Gewissen aufgerüttelt und zur Abwehr falscher Vorstellungen herausgefordert. Daher schließen sich die Reihen stark und fest. Als Vertreter der Regierung in Arnsberg wohnte Regierungsrat Böhlefeld der Tagung bei. Die Regierung verfolge aufmerksam die Frage der Berufsschulen gerade auch jetzt, da in der Zeit der nationalen Erhebung und Umformung die Berufsschulen an der Erziehung und an der Ertüchtigung der deutschen Knaben und Mädchen im Sinne bewußter Aufbauarbeit am Vaterlande und im Geiste der Heranbildung starker und guter Charaktere mitziwirken haben. Der sitzende bezeichnete die Stadt Bochum als eine Stadt der Schulen, in der auch das Berufsschulwesen stets hohes Verständnis und starke Förderung fand. Stadtrat Stumpf, der die Tagung im Namen der Stadtbehörde begrüßte, dankte für die Anerkennung Bochums in schulischer Hinsicht. Die Berufsschulen müßten erhalten werden, unberechtigte Angriffe müßten zurückgewiesen werden. Die Notwendigkeit der Erfassung der Jugend ergebe sich schon aus dem Umstande, daß ohne Berufsschulen die Jugend zwischen 15 und 18 Jahren vollständig der Verwahrlosung ausgeliefert sein würde; das wäre gerade in einer Zeit, wie wir sie in den letzten Jahren durchlebt haben, verhängnisvoll gewesen. Namens der Ortsgruppe Bochum begrüßte Gewerbelehrer Duden die Tagung und wies auch hin auf die von der Mädchenberufsschule veranstaltete Ausstellung von Arbeiten, die zu dieser Tagung in lebendiger Beziehung stehe. Die Tagung beschäftigte sich im großen und ganzen fast ausschließlich mit inneren Fragen des ständischen Zusammenschlusses und der Verbandsorganisation. Die Oeffentlichkeit ist ausschließlich interessiert an der Behandlung des Themas: „Ziele und Wege der Berufsschule im neuen Staat.“ Der Redner, Gewerbelehrer Teßmer(WanneEickel), umriß ganz kurz die Dinge, nachdem der Vorsitzende seitens des Vorstandes erklärt hatte, daß er von sich aus schon beschlossen habe, angesichts der Neugestaltung der Dinge seine Aemter der Versammlung zur Verfügung zu stellen, damit der Neuordnung der Dinge frei und genügend nach dem Wunsche der Versammlung Rechnung getragen werden könne. Der Redner aber führte aus: Der neue Staat habe neue Schulziele. In seinem Kulturprogramm, das er demnächst herausgeben werde, würden diese Ziele näher dargelegt werden. Es sei hier noch nicht die Zeit und der Ort, Einzelheiten zu erörtern. Nur folgende Richtlinien seien festzustellen: 1. Der Einbau der Berufsschulen in das deutsche Bildungswesen müsse vollzogen werden sowohl im Anschluß nach unten an die Volksschulen, wie nach oben an die Fachschulen.„6zxhgst Lur m. 2. Der Bildungs= und Erziehungsinmant der Berufsschulen müsse neu aufgerollt werden. Er umfasse auch eine Volks= und Bürgerkunde im Sinne der völkischen und nationalen Bestrebungen. 8. Die rechtliche Stellung und Verankerung der Berufsschule ist neu zu regeln. 4. Ein Reichsberufsschulgesetz sei zu erstreben. Die Versammlung beschloß, die kurzen Darlegungen des Redners zum Gegenstand einer besonderen Vorstands= und Ausschußsitzung zu machen, zu der mehrere Damen und Herren, Kreis= bzw. Gaufachberater der NSDAP. herangezogen werden. Dieser Ausschuß würde der Versammlung eine kurze Entschlietzung im Sinne des Vortrags vorschlagen, da die Angelegenheit zu einer Erörterung in der Vollsitzung noch nicht ausgereift sei. □ Ausstellung des Naturheilvereins Das Ernst=Moritz=Arndt=Haus beherbergte am Samstag und Sonntag die Ausstellung„Sport und Gesundheitspflege“, die von dem Naturheilverein E. V: Groß=Bochum veranstaltet wurde. Den zahlreichen Besuchern gab diese Schau wertvollen Anschauungsunterricht über die natürlichen Mittel und Wege einer gesundheitsfördernden Lebenshaltung. Die erste Abteilung, ausgestellt von der Frauengruppe, zeigte unter der fachmännischen Leitung von Frau Nockemann die Zubereitung von Rohkostgerichten auf kaltem Wege. Ein besonderer Raum war der Körper= und Gesundheitspflege vorbehalten. Bemerkenswert waren weiter die Abteilungen für Edelobstzucht und Hygiene im Haushalt. Der Sonntagnachmittag vereinte die Vereinsmitglieder sowie zahlreiche Gäste zu einer schlichten Feier im großen Saale des Ausstellungshauses. Marschklänge eines Streichorchesters unter Konzertmeister Becker und ein Festprolog aus Kindermund bildeten den Auftakt zu der Begrüßungs= und Festansprache des Vorsitzenden Kirberg. Seine mit starkem Beifall ausgenommenen Ausführungen über die Bedeutung der Naturheilbewegung ließ er ausklingen in den beherzigenswerten Mahnruf:„Gesundheit kauft man nicht im Handel. sie liegt im rechten Lebenswandel.“ Es folgten rhythmische Tanz= und Spielübungen der Jugend- und Frauengruppe, während die Männerriege durch Expanderziehen die Pflege der Körpermuskulatur demonstrierte. Theatralische Darbietungen heiteren Charakters sicherten der Veranstaltung einen stimmungsvollen Abschluß. Festnahmen, Sprengstoffunde Polizeiaktionen im Präsidialbezirk Bochum. Das Polizeipräsidium Bochum meldet: Am 31. März wurden in Bochum=Langendreer vier Kommunisten, die an einem Bretterzaun eine illegale Anschrift angebracht hatten, festgenommen.— Am 31. März wurden bei der Durchsuchung eines Steinbruchs in Linden=Dahlhausen 13 Sprengpatronen vorgefunden. Die Nachforschungen sind noch im Gange.— Am 31. März wurden an verschiedenen Stellen der Stadt von bisher unbekannten Personen verbotene kommunistische Flugblätter verteilt. Die Ermittlungen nach den Herstellern, Druckern und Verbreitern sind im Gange. Haussuchungen in Wanne=Eickel. Am 31. März und am 1. April wurden bei Angehörigen der SPD. und der KPD. in Wanne=Eickel mehrere Durchsuchungen vorgenommen. Beschlagnahmt wurden neben verschiedenen Druckschriften ein Vervielfältigungsapparat. Schüsse auf einen Jugendlichen. In Castrop=Rauxel wurde am 31. März. gegen 22 Uhr, auf einem Schulhofe an der Hermannstraße ein Angehöriger der Hitler=Jugend von einem unbekannten Manne, der sich hinter der Schulmauer versteckt hatte, beschossen. Verletzt wurde niemand. Die Ermittlungen sind ausgenommen. Festnahmen in Hattingen. Dem Amtsgericht in Hattingen wurden am 1. April ölf Kommunisten vorgeführt die überführt sind mit zwolKommugsten Bogesngtt, die überjühlt, sind, mit den Sprengstoff= und Waffenfunden in Verbindung zu stehen. Nicht identisch. Bei der gemeldeten Verhaftung des Rechtsanwalts und Notars Röttgen handelt es sich nicht S 91 J imner Rochtsanwalt und Vatar Hermann um den Bochumer Rechtsanwal Röttgen, sondern um einen Anwalt. und Notar Hermann Wattenscheider Einer der getreuen Beamten Friedrich des Großen war auch Paul Mouson, geboren am 29. 8. 1734; gestorben am 16. 2. 1808. Der Sohn dieses kerndeutschen Mannes hat 1798 in Frankfurt am Main die bekannte Firma I. G. Mouson& Co. gegründet. 135 Jahre rastloser Arbeit haben die Firma zu einer der bedeutendsten deutschen Feinseifen= und Parfümeriefabriken werden lassen. Mouson=Seifen, die bekannten Igemo=Toiletteartikel und insbesondere das berühmte Hautpflegemittel Creme Mouson sind in jedem deutschen Haus zu finden! Die heutige Uummer umfaßt 14 Seiten Liis Zu#e S O Zur Herstellung der herrlich erfrischend schmeckenden Chlorodont-Zahnpaste werden nur die anerkannt besten Rohstoffe verarbeitet. 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