Nr. 272 2 39. Jahrgang Samstag, 19. November 1932. Samstagnummer 13 Pf. mit„Bochumer Illustrierte“ 20 Hf. ber 1932 astik, die muastik zusorbereitung I die Ausund Beanndern und Abgerundet zinball das leichtball und und lenken ng ab, was zerordentlich sind ideale sthletik. Leistungs= daß er sich llkohol und aining ohne gemäßen Fällen verining wirkt astik, Ausche Lebenskt die sportgkeit irpen). ibesübungen ür die wahre ertrauen und das Leben. en das zur d S i e g. E s in einmal in enden Kräfte messen. Die s zeigen sich des Spielens, Miteinander inander, das ernimmt die lebendiger zu Dem Sinne gst da. Nur nz allmählich besamtstruktur Kampftriebe h die BetätiJede MöglichIm frühen u gebrauchen, e Kennzeichen Das Merkmal Kräfte zu gechen die Beeinem Tasten, worden. Der en. Und das igten, geregelel zur natür1 Entwicklung n Kräfte. 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Botenlohn 2,15 Mark monatl. oder 1,08 Mark halbmonatl.: Selbstabholer 1,85 Mark oder 93 Pf.:„Bochumer Illustrierte“ monatl. 30 Pf.; Funkbeilage„Hör mit mir“ monatl. 30 Pf.; Wochenschau 40 Pf.— Anzeigenpreis: Für 1 Millimeter Höhe in 25 Millimeter Breite 10 Pf.. im Reklameteil 50 Pf., Familiennachrichten und Stellengesuche bei Rechnung 7 Pf.(Besondere Anzeigenpreise nach aufliegendem, Zarif.) sahren usen Dettreibung der Anzeigeneginfälsig. Für die Kufnahme von Aneigen an bestimmten Tagen und Plätzen auch für durch Fernsprecher ausgegebene und abbestellte sowie undeutlich geschriebene Aufträge wird keine Gewähr 20 übernommen. Schluß der Anzeigenannahme 4 Uhr nachm. Bei durch höhere Ge= g, (auch Betriebsstörung, Streik, Verbot u. dergl.) veranlaßten Störungen am sie Erscheinen der Zeitung können Ersatzansprüche nicht geltend gemacht werden. Redaktionsleitung: Dr. Paul Dierichs. Verantwortlich: Politik: Rudolk Foest, Kommunalpolitik u. Nachbargebiet: Ad. Peddinghaus, Lokales u. 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Die Parteiführerbesprechungen beim Reichspräsidenten haben heute begonnen. Amtlich wird darüber folgendes mitgeteilt: „Der Herr Reichspräsident empfing heute vormittag den Führer der Deutschnationalen Volkspartei, Geheimrat Hugenberg, und heute nachmittag den Führer der Zentrumspartei, Prälat Kaas, sowie den Führer der Deutschen Volkspartei, Dingeldey, zu Einzelbesprechungen über die politische Lage.“ Ueber diesen amtlichen Bericht hinaus wird an den zuständigen Stellen keinerlei Mitteilung gemacht. Auch die Parteiführer sind gebeten worden, die Besprechungen strengvertraulich zu behandeln. Wie wir gestern bereits mitteilten, haben die Empfänge von heute und morgen nur den Zweck, daß sich der Reichspräsident über die Auffassungen der in Frage kommenden Parteien unterrichtet. Die Auffassung der Deutsch= nationalen ist bekannt. Das Zentrum hat seine Ansicht in den Aufzeichnungen zusammengesaßt, die Prälat Kaas dem Reichskanzler am Bußtag übergeben hat. Danach kommt es dem Zentrum in erster Linie darauf an, daß eine Regierung geschaffen wird, die die Gewähr dafür bietet, daß keinerlei Verfassungsexperimente gemacht werden. Im Mittelpunkt der Auffassung der Deutschen Volkspartei steht das Wirtschaftsprogramm, dessen wesentliche Teile nach dieser Ansicht im Interesse einer baldigen Gesundung der deutschen Wirtschaft aufrechterhalten werden müssen. Ebenso ist bekannt geworden, daß die Volkspartei großen Wert darauf legt, daß die Reichsreform mit Preußen weiter durchgeführt wird. Man kann wohl vermuten, daß die Abgeordneten Kaas und Dingeldey auch den Reichspräsidenten über diese Gedankengänge unterrichtet haben. Besonderes Interesse wird der morgigen Besprechung zwischen dem Reichspräsidenten und Adolf Hitler entgegengebracht. Hitler hat die Einladung angenommen und ist heute in Begleitung der Herren seines engeren Stabes sowie Gregor Straßers und Dr. Fricks mit einem Sonderflugzeug in Berlin eingetroffen. Auch der Reichstagspräsident Göring traf mit einem Flugzeug von Rom ein. Seine schnelle Rückkehr gilt vor allem den Besprechungen zwischen Zentrum und Nationalsozialisten. Auch die morgige Besprechung Hindenburgs mit Hitler trägt nur informatorischen Charakter, so daß also eine Entscheidung nicht zu erwarten ist. Diese wird erst Mitte nächster Woche fallen. Aber schon heute hört man in allen politischen Kreisen die Ansicht, daß von der Haltung Hitlers in erster Linie das Zustandekommen einer wirklichen nationalen Konzentration abhängt. Hier handelt es sich um die Klärung der Frage, ob Hitler auf dem bisher erhobenen Standpunkt verharrt, daß ihm der Kanzlerposten übertragen werden müsse. Wenn auch nationalsozialistische Blätter noch immer die Betrauung Adolf Hitlers mit der Regierungsbildung verlangen, so sollen, wie man hört, anderseits doch auch Kräfte in der NSDAP. vorhanden sein, die eine Beauftragung Gregor Straßers befürworten. Die Zurückhaltung der offiziellen Parteikreise der NSDAP. in der ganzen Frage der Regierungsbildung ist zum mindesten bemerkenswert. Nach Hitler wird der Reichspräsident am Samstag Dr. Schäffer von der Bayrischen Volkspartei empfangen. Anzunehmen ist, daß der Reichspräsident den Parteien eine Frist zur Verfügung stellt, um ein gemeinsames Regierungs= und Wirtschaftsprogramm aufzustellen. Auch heute werden in gewissen Kreisen Namen von Männern genannt, die für die Führung des neuen Kabinetts in Frage kommen sollen. Zu den gestern von uns schon mitgeteilten Namen sind heute die von Gregor Straßer, Dr. Gereke und Schnee hinzugekommen. Auch heute gilt, was wir gestern schon sagten: Die Nennung von Kandidaten für das Kanzleramt ist noch verfrüht. Die Entscheidung liegt in dieser Frage allein beim Reichspräsidenten, der sie nicht vor Mitte nächster Woche treffen wird. Forderungen der Christlich-Sozialen Die Reichsführung des Christlich=Sozialen Volksdienstes hat zur politischen Lage eine Entschließung gefaßt, die unter Ablehnung eines überspitzten Parlamentarismus eine starke, im Vertrauen des Volkes verwurzelte Staatsführung fordert. Außenpolitisch müsse der Kampf um die Gleichberechtigung Deutschlands bis zum endgültigen Erfolg durchgeführt werden; innerpolitisch sei die vordringlichste Aufgabe die Inangriffnahme eines umfassenden Arbeitsbeschaffungsprogramms. Die Entschließung fordert ferner die Beseitigung der sozial unerträglichen Härten der Verordnungen und den gerechten Ausgleich der hohen Gehälter in staatlich subventionierten Betrieben. Der Christlich=Soziale Volksdienst stehe geschlossen hinter dem Reichspräsidenten. Stahlhelm für autoritäre Staatsführung Die Reichspressestelle des Stahlhelms teilt mit: „Die beiden Bundesführer des Stahlhelms, Bund der Frontsoldaten, haben am frühen Freitag nachmittag an den Rleichspräsidenten, Generalfeldmarschall von Hindenburg, folgendes Telegramm gerichtet: „Im Namen des Stahlhelms, Bund der Frontsoldaten, der sich dabei eins weiß mit der Mehrheit der arbeitswilligen und aufbaubereiten Deutschen, bitten wir Eure Exzellenz inständig, die von den Parteien unabhängige autoritäre Form der Staatsführung zu erhalten. Die Unmöglichkeit einer am 6. November erneut festgestellt worden. Das deutsche Volk will keine irgendwie geartete Parteiherrschaft mehr. Es will eine starke, von den Parteien wirklich unabhängige Staatsführung, um endlich die friedliche Aufbauarbeit beginnen zu können.“ Balhstieden dis D. Hanauterrlangert Eine neue Verordnung des Reichspräsidenten Berlin, 18. November. Die Geltungsdauer der Verordnung des Reichspräsidenten zur Sicherung des inneren Friedens vom 2. November dieses Jahres, die bis zum 19. November befristet war, ist durch eine Verordnung des Reichspräsidenten vom heutigen Tage bis zum Ablauf des 2. Januar 1933 verlängert worden. Gleichzeirig ist auch die in der ergänzenden Verordnung vom 3. November dieses Jahres enthaltene Ermächtigung verlängert worden, wonach Ausnahmen für Wahlversammlungen zugelassen werden, sofern diese Wahlen bis zum 15. Januar 1933 einschließlich stattfinden. Landtagsdebatte über Leipziger Urteit nachste Woche Berlin, 18. November. Die Tagesordnung für die nächste Sitzung des preußischen Landtages, die auf Donnerstag, 24. November, 15 Uhr, anberaumt ist, ist jetzt endgültig festgesetzt worden. Es soll eine große politische Aussprache stattfinden über vier Abschnitte. Der erste Abschnitt unter dem Leitmotiv„Regierung der Reichskommissare in Preußen“ wird die Aussprache über die vom Ministerpräsidenten Braun dem Parlament zugeleitete Entscheidung des Staatsgerichtshofs im Verfassungskonflikt Preußen gegen das Reich sowie über die Denkschrift Brauns über die Vorgänge des 20. Juli bringen, weiter im Zusammenhang damit die Erörterung von Anträgen über die Ungültigkeit von Verordnungen usw. des Reichskommissars, über die Pläne zur Verfassungs= und Reichsrform, über den Rücktritt der Reichskommissare und über die von den Sozialdemokraten verlangten Untersuchungsausschüsse wegen der Vorgeschichte der Einsetzung des Reichskommissars und wegen der Personalpolitik des Reichskommissars. Der zweite Abschnitt„Finanznot der Gemeinden“ soll die Behandlung von Ausschußberichten und=anträgen über die Hilfsaktion für die Gemeinden bringen, während der dritte Abschnitt Ausschußbeschlüsse und=anträge zum Kapitel„Arbeitslosen= und Wohlfahrtsunterstützungen“ vorsieht. Schließlich wird im vierten Abschnitt der allgemeinen politischen Aussprache ein kommunistischer Antrag über die Strafverfahren behandelt werden, die anläßlich des Berliner Verkehrsstreiks in Gang gekommen hind. ,7416., Sitzumgsahschnitt I. Einstweilen ist ein zweitägiger Sitzungsabschnitt in der nächsten Woche vorgesehen. Es verlautet, daß inzwischen die Koalitionsverhandlungen zwischen Nationalsozialisten und Zentrum wiederaufgenommen werden. Sollten diese Verhandlungen schon bis zur nächsten Woche zu einem Erfolge führen, dann könnte man mit einer Umänderung der Tagesordnung und mit der Wahl des Ministerpräsidenten rechnen. Reichsratskritik an den Maßslähiten in Preußpen Der preußische Vertreter verlangt erneut Aufhebung aller Sondermaßnahmen Berlin, 18. November. Der Reichsrat stimmte in einer am Freitag abgehaltenen Vollsitzung der von seinem Verfassungsausschuß am 12. November gefaßten Entschließung zur Frage des grundsätzlichen Verhältnisses zwischen Reich und Ländern zu. Die Billigung der Entschließung erfolgte mit 54 gegen 7 Stimmen der preußischen Provinzen sowie Berlins bei Stimmenthaltung von Mecklenburg=Schwerin,„Isenbigg, Braunschweig, Anhalt und Mecklenburg=Strelitz. Die Entschließung vertrat bekanntlich die Auffassung, daß die Maßnahmen des Reiches vom 29. und 30. Oktober dieses Jahres über die Einsetzung von Reichsministern ohne Geschäftsbereich weit hinausgingen über diejenigen Maßnahmen, die auf Grund der Notverordnung vom 20. Juli getroffen worden seien. „Ohne bei diesem Anlaß“, so heißt es in der Entschließung,„die Frage der Rechtsbeständigkeit dieser Anordnungen weiter zu berühren, stellt der Reichsrat fest, daß durch diese Maßnahmen eine grundlegende und tiefgreifende Veränderung im bisherigen verfassungsmäßig festgelegten Kräfteverhältnis zwischen dem Reich und Preußen, dem Reich und den Ländern und den Ländern untereinander herbeigeführt worden ist. Der Reichsrat erwartet, daß die Reichsregierung so rasch wie möglich die zur Behebung der eingetretenen Gleichgewichtsveränderung erforderlichen Maßnahmen trifft.“ Einmütige Zustimmung ohne besondere Abstimmung fand derjenige Teil der Entschließung des Verfassungsausschusses, der angesichts der großen Bedeutung der Reichsreform an die Reichsregierung das dringende Ersuchen richtete, unter Vermeidung überstürzter Maßnahmen und einer übereilten Behandlung die Länder bei der Gestaltung der Entwürfe rechtzeitig maßgebend zu beteiligen. Vor der Abstimmung hatte Reichsinnenminister Freiherr von Gayl, der den Vorsitz führte, noch einmal erklärt, daß die Reichsregierung bereit sei, dem im zweiten Teil der Entschließung vorgebrachten Verlangen stattzugeben und im übrigen auch mit den Vertretern der preußischen Provinzen in dieser Angelegenheit in Fühlung zu treten und zu bleiben. Der preußische Ministerialdirektor Dr. Brecht gab der Erwartung der preußischen Staatsregierung Ausdruck, daß an Stelle ungesunder und gewaltsamer Experimente, wie sie zur Zeit in Preußen angestellt würden, eine organische Form des Verhältnisses von Reich und Ländern auf dem ordentlichen verfassungsmäßigen Wege erfolge. Preußen habe sich an den Vorarbeiten zu einer solchen Reform stark beteiligt und auch Auregungen gegeben. Da durch die unbegreifliche Unterlassung der gegenwärtigen Reichsregierung trotz des Vorstoßes vom 20. Juli den Ländern noch immer kein Entwurf vorliege, verlange die preußische Staatsregierung auch aus diesem Grunde die sofortige Aufhebung aller Sondermaßnahmen in Preußen. Sie halte es übrigens mit geordneten Zuständen nicht für vereinbar, daß eine mit der Reichsverfassung in vielen Punkten in Widerspruch stehende Verordnung, wie die vom 20. Juli trotz der Entscheidung des Staatsgerichtshofes noch immer unverändert im„Reichsgesetzblatt“ stehen bliebe.„Die heute ergangene neue Verordnung“, so schloß Brecht, „wird nach Ansicht der preußischen Staatsregierung der Entscheidung des Staatsgerichtshofes nicht gerecht und schafft eine weitere Erschwerung der Lage.“ Der Reichsrat erledigte dann noch einige kleinere Vorlagen. Hauseinsturz in Palermo Hieben Todesopfer Rom, 18. November. In einer Vorstadt von Palermo ist infolge Nachgebens der Grundmauern ein zweistöckiges Haus eingestürzt. Sieben Personen wurden verschüttet. Sie konnten nur als Leichen geborgen werden. Mehrere Verletzte wurden ins Krankenhaus geschafft. Die Hagener Sprengstoff-Funde Schwere Zuchthausstrafen für drei Kommunisten Leipzig, 18. November. Das Reichsgericht verurteilte wegen Vorbereitung zum Hochverrat und wegen Verbrechens gegen das Sprengstoffgesetz den Schreiner Wilhelm Strack zu sechs Jahren Zuchthaus, Robert Strack und den 28jährigen Bauarbeiter Storcksdieck zu je drei Jahren Zuchthaus. Alle drei sind Kommunisten; sie hatten auf einem Grundstück in Hagen in Westfalen ein umfangreiches Sprengstofflager angelegt, das im Januar dieses Jahres entdeckt worden war. Totensonntag— Advent Wir halten mit unseren Toten stille Zwiesprache. Ihre Gräber schmücken wir mit letzten Blumen, die der Herbst uns ließ. In dieser Andacht wissen wir, daß umsonst nur der gelebt hat, der gänzlich vergessen wurde... Totensonntag. Stille Einkehr zur Vergangenheit. Aber unmittelbar darauf feiern wir Advent, Freudenzeit, Hoffnung auf jenen Glauben an den Sieg des Lichts über die Not der Finsternis. So liegt ein tiefes Symbol der menschlichen Zuversicht darin, daß dem Totensonntag diese Adventszeit auf dem Fuße folgt, daß hinter Gräbern eine ewige Helligkeit wohnt. Ohne diesen Glauben wäre das Diesseits schon ein Grab, und alles menschliche Sinnen und Trachten, alles. Werken und Wirken, Geben und Opfern wäre zur Sinn= und Zwecklosigkeit verdammt, wenn in ihm Sterben läge. Urzweck dieses Lebens ist die Pflicht, zu leben und mit diesem Leben fertig zu werden. Die Pflicht verschönt das Leben und nimmt auch dem Tod den Schrecken. Unsere Väter hatten es leicht, diese Pflicht zu erfüllen; denn sie war eine Selbstverständlichkeit. Sie war klein im Verhältnis zu der Pflichtbürde, die auf unserer Generation ruht. Das Gemeinwesen unserer Väter war reich, gesichert und sogar zumeist geruhsam. Dieser Staat wurde arm, ruhelos und unsicher. Um schwerer fällt diese Pflichterfüllung uns, den Söhnen, um so notwendiger aber blieb sie. Die Pflicht am Ganzen, in der sozialen und nationalen Gemeinschaft ist eine Last, die schwer auf uns liegt, die aber den Kampf um das Endziel verschönt. Wenn unsere Väter das Licht und die Stärke in Deutschland in Reden und Gesängen priesen, so lieben wir das arme und schwache Vaterland um so inniger und werktätiger. In dieser Liebe zur Nation, diesem schlichten Wort, das Berge versetzen kann, das die ganze Einigkeit deutscher Empfindung in diesem kleinen Wörtchen widerspiegelt, liegt der deutsche Advent. Im innerpolitischen Leben der Nation mag die Finsternis schier undurchdringlich geworden sein. Auswege aus den Verwirrungen der letzten Jahre zeigen sich nur schwer. Aber wie nach altem Gesetz die Sonnentage dieser späten Jahreszeit immer mehr verkümmern und die längste Nacht bevorsteht, so regt sich mit der Adventszeit schon im stillen, daß mit der Wintersonnenwende auch das Licht wieder zunimmt. Geht Deutschland dieser Sonnenwende, seinem Advent entgegen?... Wer gläubig ist und an die vaterländische Wiedergeburt glaubt, wird trotz Totensonntag und trüber Tage unterbewußt die starken Frühlingskräfte pulsen fühlen, die das Volk in allen seinen Schichten durchströmen. Es ist die Kraft unserer Toten, aus der die Generation von heute Mut und Pflicht zum Leben nimmt. Es ist das Testament der Toten des Weltkrieges, die das eigene Leben und die Zukunft für die Idee des Ganzen hingaben. Fern zu flandrischem Sand, zu den granatenzerpflückten Gipfeln der Vogesen, nach den Karpathenpässen und der eisigen Ewigkeit der Alpen gehen heute stille Gedanken. Der Tränenstrom von Millionen Augen die ihr Liebstes opferten, rieselt in der Totensonntagsfeierstille auf vergessene Gräber. Hunderttausende, denen niemals Kunde vom Verbleib ihrer Krieger wurde, stellen wie der Dichter Detlev von Liliencron die bange Frage:„Wer weiß wo?“... Deutschland trauert mit. Doch unter diesem Weh von zwei Jahrzehnten baut sich das Volk auf diese große Generation des Weltkrieges auf. Heute wissen wir: ihr Tod war nicht zwecklos. Sie haben das Reich erhalten mit ihren toten Leibern eine Mauer errichtet. Wer sich für die Gemeinschaft opfert, hat nicht umsonst gelebt. Es war ein Golgathaweg, den unsere Jugend beschritt. Unsere Pflicht bleibt es, ihr Vermächtnis nicht in parteipolitischem Hader der Gegenwart verelenden und vergessen zu lassen. Das Gedächtnis an Deutschlands Jugend kann und muß wach bleiben. Keine Stunde ist geeigneter, der inneren Zersplitterung und dem Haß abzuschwören als dieser Augenblick, wo das Gedächtnis großer Opferbereitschaft, wenn auch blutiger Zeiten, aus den Gräbern 1fremder Länder auf uns zutritt und ans Herz greift. Auch das ist Symbol, daß in demselben Augenblick die für Deutschlands Zukunft bestimmende Entscheidung fällt; ob die große nationale Einigung noch möglich ist oder ob der parteiische Streit verewigt werden soll. Die Führer der Parteien verhandeln zur Stunde mit dem Reichspäsidenten, nicht mehr um materialistische Wirtschaftsziele wie in früheren Jahren. Sie verhandeln über die gesamte Zukunft des Reiches. Diese Stunde muß große Männer finden, die fordern, aber auch verzichten können. Die würdige Reckengestalt des Feldmarschalls von Hindenburg, der dem Hoheitswillen der Volksmehrheit Rechnung zu tragen und mit einer neuen Regierung ein neues Deutschland im Herzen der Nation zu verankern bestrebt ist, muß aus jeglichem Streit, wie er auch immer bei dieser kommenden großen Auseinandersetzung entbrennen kann, herausgehalten werden. Das hungernde Deutschland hat noch ein Kleinod: Hindenburg. Der Name muß siegen. Er führte Deutschlands Armee, er wurzelt als Fels von Bronze in der Weltgeschichte, er ist der Damm, an dem die Sturmflut der Parteienkämpfe zerschellen wird. Im Zeichen Hindenburgs kann jede Partei zur Selbstbesinnung einkehren. Sich selbst überwinden ist auch in der großen Politik ein großes Gebot. Nur so wird im deutschen Volke, trotz der grauen Nebel des Totensonntags, der Glaube an einen deutschen Advent wach bleiben. Deutscher Advent: Glaube an Freiheit und Reich. Hoffnungsfrohes Licht nach einer Zeit dunkelster Erniedrigung und dichter Finsternis:... Deutscher Advent: Inbegriff alles dessen, was Menschen und Parteien in Deutschland eint Erfüllung des großen Testaments das Deutschlands Kriegshelden der Nachwelt zur Vollstreckung übergaben. M. II. 1. Bellage z Anzeiger u. Die Gewuntenienung in Preupen Erlaß des Reichspräsidenten Freiten der Wilischaft, Broi dem dedischen Ardener! Eine Rede des Reichswirtschaftsministers Dr. Warmbold Berlin, 18. November. Mit Rücksicht darauf, daß die Verhandlungen über die praktische Durchfuhrung der im Urteil des Staatsgerichtshofs zum Ausdruck gebrachten Gewaltenteilung in Preußen nicht zum Ziele geführt haben und unter diesen Umständen die Verwaltung und staatliche Ordnung Preußens in Frage gestellt sei, hat der Reichspräsident zur Behebung der aus dieser Lage entstandenen Schwierigkeiten auf Grund des Artikels 48 Absatz 2 (erhebliche Gefährdung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung) einen Erlaß an den Reichskanzler als Reichskommissar für Preußen gerichtet, in dem zehn besonders strittige Punkte geregelt werden. Der Reichspräsident hat angeordnet: 1. Um Mißverständnisse im amtlichen Verkehr auszuschließen, haben die Kommissare des Reichs innerhalb des ihnen zugewiesenen Geschäftsbereichs, die mit dem Kopf„Der preußische Ministerpräsident..“„Der preußische Minister...“ zu versehenden Schreiben zu zeichnen: „Der Kommissar des Reichs.“ Die zur abschließenden Zeichnung durch die Kommissare des Reichs in den Ministerien ermächtigten Beamten haben zu zeichnen: „Der Kommissar des Reichs: i..: bzw. i..:“ Beschlüsse und Verordnungen die die Kommissare des Reichs gemeinsam fassen oder erlassen, sind zu zeichnen: „Das preußische Staatsministerium: Die Kommissare des Reichs.“ 2. Verordnungen deren Erlaß nach Reichsrecht oder preußischem Recht der preußischen Landesregierung, dem preußischen Staatsministerium oder einzelnen preußischen Staatsministern zusteht, haben ausschließlich die Kommissare des Reichs oder der nach seinem Geschäftsbereich zuständige Kommissar des Reichs zu erlassen. 3. Die Zustimmung zu Haushaltsüberschreitungen und außerplanmäßigen Ausgaben gemäß Artikel 67 Abs. 2 der preußischen Verfassung steht dem für den Geschäftsbereich des Finanzministers bestellten Kommissar des Reichs zu. 4. Die Beschaffung von Geldmitteln im Wege des Kredits steht dem für den Geschäftsbereich des Finanzministers bestellten Kommissar des Reichs zu, soweit eine Ermächtigung zur Kreditaufnahme in einem Gesetz oder einer Verordnung mit Gesetzeskraft vorliegt. Das gleiche gilt für die Uebernahme einer Sicherheitsleistung(Garantien und Bürgschaften) 5. Die Kommissare sind zur Durchführung ihrer Aufgaben befugt, mit den Reichsbehörden in Verhandlungen zu treten und an den von diesen einberufenen Sitzungen und Besprechungen teilzunehmen. 6. Das Recht der Begnadigung gemäß Artikel 54 der preußischen Verfassung haben die Kommissare des Reichs auszuüben. 7. Zur Ausübung der dem Ministerpräsidenten und den Staatsministern auf Grund des Urteils des Staatsgerichtshofes zustehenden Befugnisse werden die aus der Anlage ersichtlichen Amtsräume im Hause des preußischen Ministeriums fur Volkswohlfahrt bereitgestellt. Soweit zwischen den einzelnen Staatsministern und den Kommissaren des Reichs bereits eine Einigung über die Bereitstellung anderer Amtsräume erzielt ist, behält es dabei sein Bewenden. Im übrigen stehen die Amtsgebäude des preußischen Staatsministeriums und der preußischen Ministerien mit allem Zubehör ausschließlich zur Verfügung der Kommissare des Reichs. Dem Ministerpräsidenten und den Staatsministern stehen die Ministerialdirektoren Dr Badt, Dr. Brecht und Coßmann als stellvertretende Bevollmächtigte zum Reichsrat im Hauptamt ständig zur Verfügung; sie erhalten im Hause des preußischen Ministeriums für Volkswohlfahrt Amtsräume zugewiesen. Geschäftsbedürfnisse und das erforderliche Hilfspersonal sind zur Verfügung zu stellen. 8. Die im Haushaltsplan für die preußischen Staatsminister vorgesehenen Dienstwohnungen stehen, soweit sie von ihnen bisher Gebrauch gemacht haben, auch weiter zu ihrer Verfügung. 9. Die Kommissare des Reichs nehmen in dieser Eigenschaft an den Sitzungen des Reichstages, des Reichsrates, des Landtages und Staatsrates sowie ihrer Ausschüsse nicht teil. Sie leiten diesen Körperschaften keine Vorlagen zu. Soweit im Staatsrat förmliche Anfragen, im Landtag große oder kleine Anfragen an das Staatsministerium gerichtet werden die sich auf zeitlich und rechtlich in den Aufgabenkreis der Kommissare des Reiches fallende Angelegenheiten beziehen, wird der Reichskanzler als Reichskommissar für das Land Preußen dem Ministerpräsidenten oder der nach seinem Geschäftsbereich zuständige Kommissar des Reichs dem zuständigen Staatsministerium die erforderlichen Unterlagen, die sie zur Abgabe einer Erklärung oder Antwort in der in Frage kommenden Körperschaft instand setzen, zur Verfügung stellen. 10. Dem Ministerpräsidenten und den Staatsministern sind zur Bearbeitung der ihnen verbliebenen Aufgaben der Vertretung Preußens im Reichstag, im Reichsrat oder sonst gegenüber dem Reich oder gegenüber dem Landtag, dem Staatsrat oder gegenüber anderen Ländern a) die mit der vorbereitenden Bearbeitung dieser Aufgaben betrauten Beamten der Ministerien, denen die Bearbeitung der Angelegenheiten übertragen ist, die mit bevorstehenden Beratungen des Reichstags, des Reichsrats, des Landtags oder des Staatsrats oder ihrer Ausschüsse im Zusammenhang stehen oder sich auf den Abschluß von Verträgen mit anderen Ländern oder dem Reich beziehen, zum Vortrag zur Verfügung zu stellen; b) die Akten, die sich auf die genannten Aufgaben beziehen, auf Verlangen vorzulegen. Zur Aufrechterhaltung des geordneten Dienstbetriebes in den Ministerien erfolgen die Anforderungen zu a) und b) durch Vermittlung des zuständigen Staatssekretärs(im Ministerium für Handel und Gewerbe bis zur Ernennung eines Staatssekretärs durch den zuständigen Kommissar des Reichs). Mit der Ausführung dieser Maßnahmen beauftragt der Reichspräsident den Reichskanzler in seiner Eigenschaft als Reichskommissar für das Land Preußen. Schreiben Hindenburgs an Braun Dieser Erlaß ist auch dem preußischen Ministerpräsidenten Braun gleichzeitig mit einem Schreiben des Reichspräsidenten zugegangen, in dem dieser darauf hinweist, daß das Interesse des Reiches und Preußens ein verträgliches Zusammenarbeiten zwischen den Kommissaren des Reichs und den preußischen Staatsministern im Geiste des Leipziger Urteils verlange. Dieses Zusammenarbeiten zu ermöglichen, bezwecke der Erlaß, zu dem der Reichspräsident genötigt gewesen sei, weil die bisherigen Verhandlungen bedauerlicherweise nicht zur Einigung geführt hätten. Einer förmlichen Wiedereinsetzung des preußischen Ministerpräsidenten und der Staatsminister in ihre Aemter bedürfe es nicht. Braun erblickt in dem Erlaß eine Verschärfung der Lage Berlin, 18. November. Das Kabinett Braun wird sich morgen in einer Kabinettssitzung mit dem Erlaß des Reichspräsidenten über die Auswirkungen des Leipziger Urteils beschäftigen. In Kreisen der Regierung Braun wird erklärt, daß die neue Notverordnung eine Verschärfung der Lage bedeute. Es wird hervorgehoben, daß die Haltung des Reichskanzlers von Papen, der als verantwortlich für die Notverordnung zu betrachten sei, deshalb um so unverständlicher erscheine, weil der Reichskanzler in seiner gestrigen Unterhaltung mit dem Ministerpräsidenten Braun kein Wort über diese neue Notverordnung gesagt habe, obwohl zur Zeit dieser Unterhaltung die Verordnung vermutlich schon fertiggestellt gewesen sei. Der deutsche Botschafter in Paris, Köster, stattete gestern Ministerpräsident Herriot seinen Antrittsbesuch ab. Im Anschluß daran wurden verschiedene Deutschland und Frankreich gemeinsam interessierende Fragen besprochen. Eine Vertretertagung der Wahlkreise Düsseldorf= Ost und=West sowie Westfalen=Nord und=Süd der Wirtschaftspartei beschloß, die rheinisch=westfälischen Wahlkreise zu einer Arbeitsgemeinschaft zusammenzufassen, um den Neuaufbau der Partei vorzunehmen, und rechtzeitig die Vorbereitungen zu kommenden Kommunalwahlen zu treffen. Am Donnerstag wurde in London die dritte englisch=indische Konferenz eröffnet, in der alle noch strittigen Fragen der indischen Verwaltungsreform geregelt werden sollen. Berlin, 18. November. Reichswirtschaftsminister Dr. Warmbold hielt am Freitag abend in der Deutschen weltwirtschaftlichen Gesellschaft einen Vortrag über die gegenwärtige Lage der deutschen Volkswirtschaft, wobei er sich besonders über den Charakter der gegenwärtigen Weltkrise und über Abhilfsmaßnahmen äußerte. Er führte nach einem Ueberblick über die historische Entwicklung der Weltwirtschaft in der letzten Zeit u. a. aus: „Für Deutschland entsteht die Frage, ob wir ohne Schäden für den Lebensstandard des Volkes uns aus der Weltwirtschaft herauslösen können. Dagegen spricht unsere Rohstoffarmut. Weiterhin können die mit der Herstellung und dem Absatz von Ausfuhrgütern beschäftigten Menschen nur zu einem verschwindend kleinen Teil anderweitige Beschäftigungsmöglichkeiten in Deutschland finden. Als berechtigter Kern des sogenannten Autarkiebestrebens bleibt die Forderung übrig, daß wir die natürlichen Kräfteunseres heimischen Bodens voll ausnützen. Der Anteil der inländischen landwirtschaftlichen Erzeugung an der Gesamtversorgung ist von 85 v. H. im Durchschnitt der Jahre 1925 bis 1928 auf über 90 v. H. im Jahre 1931 gestiegen. Ernährungsnöte drohen uns daher heute nicht. Im Interesse der Rentabilität der Landwirtschaft muß vor allen Dingen Kostensenkung erstrebt werden. Es muß erreicht werden, die Spanne gegenüber dem niedrigeren Weltmarktpreis ohne Schaden für die Landwirtschaft zu verringern. Wenn nämlich die Produktion erst einmal den eigenen Bedarf erreicht oder übersteigt, verlieren Zölle und Absperrungsmaßnahmen ihre Wirkung auf das Preisniveau für landwirtschaftliche Produkte. Das Preisniveau wird dann lediglich durch die Aufnahmefähigkeit der inländischen Abnehmer für landwirtschaftliche Erzeugnisse bestimmt, d. h. ausschließlich durch die Kaufkraft der städtischen Bevölkerung. Daher muß man sich heute schon kritisch verhalten gegen alle Bestrebungen auf VergrößeBerlin, 18. November. Zum Rücktritt des Kabinetts von Papen schreibt das Zentrumsblatt„Germania“, für taktische Bewegungen, halbe Entschlüsse und primitive Rücksichten des Prestiges sei kein Raum, wo große, das Schicksal des Landes bestimmende Entscheidungen getroffen werden müßten. Nun sei die NSDAP. vor aller Oeffentlichkeit und im Lichte des hellsten Tages vor die Entscheidung gestellt, ob und unter welchen Bedingungen sie sich in den Staat einschalten und an seinen Aufgaben mitwirken wolle. Der Tag, an dem ihr diese Frage von der höchsten Autorität des Reiches vorgelegt werde, entscheide über mehr als nur über die Möglichkeit der vom Reichspräsidenten angestrebten politischen Kräftekonzentration. Die demokratische„Vossische Zeitung" hebt hervor, daß es sich diesmal nicht nur um einen Personenwechsel, um eine Option für rechts oder links oder die Mitte handele, sondern um eine Entscheidung, durch die das deutsche Schicksal auf lange Zeit gestaltet werde. Dieser ungewöhnlichen Bedeutung entspreche auch das ungewöhnliche Verfahren, das der Reichspräsident gewählt habe. Der deutschnationale„Lokal=Anzeiger“ meint, die Tatsache, daß überhaupt Verhandlungen stattfinden, bedeute die Gefahr der Verschleppung einer Krise, für die eigentlich kein Grund gewesen sei und die eine von den Parteien künstlich gemachte Krisis sei. Der sozialdemokratische„Vorwärts“ schreibt, die Haltung der Sozialdemokratie zu einer Papen ähnlichen Regierung werde genau dieselbe sein wie zu der Regierung Papen selbst; denn sie fordere nicht den Rücktritt dieser oder jener Person, sondern das Verschwinden eines Systems, des Systems des Klassenkampfes von oben. Die volksparteiliche„Kölnische Zeitung“ sagt, für die Parteien gäbe es jetzt keine billigen Ausflüchte mehr. Nun sei es Zeit, die Nationalsozialisten beim Wort zu nehmen. Einzig und allein um ihre Bereitschaft zur Mitarbeit gehe es heute, wie schon vorher am rung des Produktionsvolumens der Landwirtschaft bei Erhöhung der Kosten. Bei den Kostensenkungen wäre auch die Kredit= und Steuerpolitik sowie die Rationalisierung einzusetzen. Während die Landwirtschaft ihre Produktion vermehrt hat, hat sich die Produktion industrieller Werte von 1928 bis 1931 um rund 40. v. vermindert. Da die Landwirtschaft nur etwa 20 v. H. der industriellen Nettoproduktion abnimmt, die übrigen 80 v. H. an die städtische Wirtschaft und das Ausland gehen, so ist der industrielle Absatz durch Stärkung der landwirtschaftlichen Kaufkraft nicht wesentlich zu verbessern. Für die Entwicklung des Binnenmarktes ist bedeutsam eine liberale Kreditgewährung. Wir sind berechtigt und verpflichtet, unsere Kreditpolitik im Innern so einzurichten, daß jede Arbeitsmöglichkeit durch Banken und Notenbanken finanziert wird, natürlich nur bis zu der Grenze, die mit den Erfordernissen einer stabilen Währung vereinbar ist. In der Abwehr ausfuhrdrosselnder Maßnahmen des Auslandes ist Deutschland gezwungen, das Gleichgewicht seiner Zahlungs= und Handelsbilanz zu sichern. Im Interesse der deutschen Industrie und Landwirtschaft wird Deutschland mit allen Mitteln bestrebt sein, den Binnenmarkt zu stärken und alles zu vermeiden, was ihn weiter einengen könnte. Daraus ergibt sich, daß eine Politik allgemeiner Preis= und Lohnsenkungen bei der jetzigen Konjunkturlage verfehlt wäre. Daraus ergibt sich ferner, daß zweckmäßig angesetzte, d. h. der Rentabilität und der Produktion Rechnung tragende Arbeitsbeschaffungen in den Grenzen, die durch die Devisenlage gezogen sind, gefördert werden sollen.“ Dr. Warmbold schloß mit dem Satz:„Freiheit der Wirtschaft, vor allem aber Beschäftigung und Brot dem deutschen Arbeiter.“ 1. Juni und am 13. August. Die Verhandlungen mit den anderen Parteien stünden erst in zweiter Linie. Der nationalsozialistische„Völkische Beobachter“ schreibt, eine Regierung, hinter der kein Volk stehe, sei den schweren Aufgaben, die in den Schicksalsstunden des Deutschen Reiches gelöst werden müßten, nicht mehr gewachsen. An dieser Unmöglichkeit sei Herr von Papen gescheitert. Es sei wahrlich nicht zuviel verlangt, wenn endlich au an verantwortlicher Stelle dem Willen und der Meinung des Volkes Rechnung getragen werde. Diese Meinung gehe dahin, daß nunmehr die Stunde gekommen sei, in der ohne Zwischenlösungen Adolf Hitler zum Kanzler ernannt werden müsse. Der Rücktritt der Reichsregierung wird in der Pariser Presse eingehend besprochen. Das„Journal“ sagt, ein neues Kabinett werde lediglich versuchen, von Frankreich neue Zugeständnisse durchzudrücken. Das schlimmste wäre, wenn sich die neue Regierung nach Genf begeben würde, um dort Verhandlungen über die Einzelheiten des Planes des englischen Außenministers zu führen. Der „Petit Parisien" betont, für Hitler habe die Stunde geschlagen, seine Worte in die Tat umzusetzen. Das„Oeuvre“ glaubt, daß durch den Regierungswechsel die bisherige außenpolitische Haltung nicht geändert werde. Der sozialistische„Populaire“ sieht in dem Rücktritt des Reichskabinetts nur ein Manöver des Reichswehrministers, das darauf hinausgehe die Unmöglichkeit der Bildung einer nationalen Einheitsregierung zu beweisen, um dann mit um so größerem Nachdruck die bisherige Regierungsform, wenn auch ohne Papen, fortzusetzen. Die Londoner Blätter begnügen sich im allgemeinen mit der Wiedergabe der Berichte ihrer Berliner Korrespondenten, wobei eine gewisse Anerkennung für Papen zum Ausdruck kommt. Das Echo des Kadinens=Raalins Weitere deutsche Blätterstimmen Gerhart Kauptmann:„Florian Geuer“ Tur mordigen Erstaufführung im Stadttheater „So waren die furchtbaren Bewegungen schnell wieder gedämpft, welche die ganze Verfassung Deutschlands umstürzen konnten, wenn die aufgeregten Kräfte von großen Männern geleitet worden wären.“ Mit diesem Urteil schließt der Historiker Kohlrausch seine Schilderung des Bauernkrieges, der in den Jahren 1524 und 1525 den Beginn eines neuen Weltalters hatte heraufzwingen wollen, aber in kläglicher Weise zusammengebrochen war. Der Grund für die furchtbare Katastrophe war die verhängnisvolle Uneinigkeit unter den Aufständischen. Und sie war es, die größer und gefährlicher war als die Macht der bedeutenden Männer, die sich jener Umwälzung verschrieben hatten,— die also doch vorhanden waren. Der Kampf ihrer Revolution nach außen nahm zu viel Kräfte in Anspruch, um sie auch noch in die Lage zu setzen, ihre Mittel gegen die Zwietracht in den eigenen Reihen aufwenden zu können. Und hier liegt ihre Tragik, die den schöpferischen Geist, den Dichter, reizen mußte. Hier auch setzt Gerhart Hauptmanns großausladendes dramatisches Werk an. Er wählt unter jenen Führern eine der edelsten Gestalten, den Ritter Florian Geyer, der von den Rechten der Bauern glühend überzeugt, zu diesen übergegangen ist. Florian Geyer steht im Mittelpunkt jenes Teiles der revolutionären Vorgänge, die sich in Franken und Schwaben abspielten. In Hauptmanns Dichtung entwickeln sich die Begebenheiten, die von der Belagerung der bischöflichen Feste Marienburg bei Würzburg handeln, die zum Zusammenbruch der bäuerischen Wehrmacht und zum Untergang Geyers führen. Bis nach Würzburg sind die aufständischen Haufen gedrungen„und ehe sie an die Bestürmung von„Unserer Frauen Berg“ gehen, wollen sie einen Führer wählen. Die Zwietracht unter sich aber bringl sie zu keiner Entscheidung. und Geyer selbst lehnt seine Einsetzung durch einen Gewaltstreich seiner Getreuen ab,— schlägt vielmehr die Wahl eines bestimmenden Kriegsrates vor. Man beschließt, die Unternehmung auf den bischöflichen Bergsitz zurückzuhalten, bis Geyer von Rothenburg Geschütze erwirkt habe. Aber während seiner Abwesenheit treiben ihm bösgesinnte Elemente unter den eigenen Leuten zu dem Angriff und werden dabei unter furchtbaren Verlusten zurückgeschlagen. Gleichzeitig rückt das Heer des Schwäbischen Bündes, das Adel und Klerus aufgebracht haben, heran. Die Nachricht seines erfolgreichen Vordringens kommt auf den Landtag, den die Bäuerischen zu Schweinfurt einberufen haben, und nimmt den verzweifelnden Aufständischen, die sich, statt Taten zu tun, in gegenseitigen Vorwurfen zerfleischen, auch die letzte Hoffnung. Es geschieht, wie es kommen mußte: Die furchtbare Niederlage der Bauern bei Königshofen, die Geyers getreuer Tellermann ihm sterbend berichtet, läßt diesen sich auf das Letzte bereiten. In dem allgemeinen Untergang gerät er auf die Burg des Ritters von Grumbach, einer unerfreulichen Persönlichkeit innerhalb der ganzen Vorgänge, die es gesinnungslos immer halb mit den Fürsten und halb mit den Bauern zu halten wußte. Und hier ereilt den todwunden Kämpfer sein Geschick; aus dem Hinterhalt wird er von einer Kreatur, die er ehedem gerechterweise züchtigte, erschossen. Die Tragödie des Bauernkrieges hat sich vollendet. Diese hochgemute Bewegung ist an ihrer eigenen Uneinigkeit zusammengebrochen. So wird sie— und das ist es wohl, was Hauptmann vor allem mit Bitterkeit zeigen will— zu dem traurigen Sinnbild jeder großen Unternehmung, die der Deutsche beginnt. Im Gesamtwerk Gerhart Hauptmanns steht der „Florian Geyer“ in jenen reichen 90er Jahren und nimmt jenen Versuch wieder auf, eine neue Aesthetik, eine neue Gesetzmäßigkeit für das Drama zu finden, wie sie mit den Webern" begonnen. Nicht mehr der Einzelmensch soll der Held des Dramas sein, sondern eine Gesamtheit. Dort waren es die unterdrückten und nun aufbegehrenden Weber— hier sind es die gepeinigten und sich aufbäumenden Bauern. War die neue Forderung in den Webern" fast rundweg und in höchstgelungener Weise durchgeführt, so ist sie im„Florian Geyer“ nicht in dem Maße zu ihrem Recht gekommen. Hauptmann kam diesmal nicht ganz ohne den Einzelhelden aus. Das ist vor allem deutlich in der Fassung des Werkes von 1894, war aber auch in der Neubearbeitung von 1904 nicht abzuändern, weil die Funktion der Figur des Florian Geyer zu stark im Organismus der Dichtung verwurzelt war. Es hat übrigens lange gedauert, bis dieses Werk in seiner Eigentümlichkeit und Größe erkannt und anerkannt wurde. Und wenn wir es heute anläßlich der Gerhart=Hauptmann=Ehrung auf vielen Spielplänen der deutschen Bühnen finden, so darf das mit einer gewissen Genugtuung festgestellt werden im Gedenken der Tatsache, daß das große Werk bei seiner Uraufführung einen völligen Mißerfolg erlebte. Aber ihm ging es so, wie es seinem Helden erging, auf dessen Schwert, das seine Mörder der toten Hand entwanden, zu lesen stand: nulla crux, nulla corona— kein Kreuz, keine Krone. Dr. Heinz Wildhagen. Kans Carolla in der Literartichen Gelellschaft Der Dichter Hans Carossa spricht am Montag abend 8 Uhr(Parkhaus) in der Veranstaltung der Literarischen Gesellschaft aus eigenen Werken. Wer seine abseits des Tages stehenden, beglückenden Bücher kennt, wird sich die Gelegenheit, ihn selbst kennenzulernen, gewiß nicht entgehen lassen. Aleutel und Kunnt in den Radtsarltäuten Die Spielpläne der kommenden Woche Dortmund: Stadttheater: Samstag 20 Uhr: Der Mann im gelben Mantel. Sonntag 20 Uhr: Cavalleria rusticana: Der Bajazzo. Montag 20 Uhr: Die schalkhafte Witwe. Dienstag 20 Uhr: Gastspiel der Folkwangschule: Der grüne Tisch. Mittwoch 20 Uhr: Neuinszenierung: Königskinder. Donnerstag und Freitag 20 Uhr: Menschen am Schienenstrang. Samstag 20 Uhr: Königskinder. Sonntag 15.30 Uhr: Menschen am Schienenstrang: 20 Uhr: Das Dreimäderlhaus. Essen: Overnhaus: Samstag 20 Uhr: Turandot. Sonntag 15 Uhr: Der grüne Tisch: 19.30 Uhr: Die Zauberflöte. Montag 20 Uhr: Turandot. Mittwoch 20 Uhr: Tiefland. Donnerstag 20 Uhr: Der Barbier von Sevilla. Freitag 20 Uhr: Turandot. Gamstag 19 Uhr: Die Walküre. Sonntag 15 Uhr: Der grüne Tisch: 20 Uhr: Wenn die kleinen Veilchen blühn. Schauspielhaus: Samstag 20 Uhr und Sonntag 19.30 Uhr: Das Käthchen von Heilbronn. Montag 20 Uhr: Der Biberpelz. Dienstag 20 Uhr: Das Käthchen von Heilbronn. Donnerstag 20 Uhr: Wetter veränderlich. Freitag 20 Uhr: Morian Gever(Gastspiel Heinrich George). Conntag 15.30 Uhr: Robinson soll nicht sterben: 19.30 Uhr: Florian Geper (Gastspiel Heinrich George). Konzerte: Städtischer Saalbau: Dienstag, 22. November, 20 Uhr; 4. Orchesterkonzert. Leitung: Max Fiedler. Solist: M Milstein. 1. S. v. Hausegger:„Aufklänge“, sinsonisch: Variationen über ein Kinderlied. 2. A. Dvorak: Konzert für Violine und Orchester. 3. R. Paganini: Capricen für Violine solo. 4. C. M. v. Weber: Freischütz=Ouvertüre. Dutsburg: Stadttheater: Samstag 19.45 Uhr: Casanova. Sonntag 19 Uhr: Tannhäuser. Dienstag 19.30 Uhr: Der Postillon von Lonjumeau. Mittwoch 20 Uhr: Robinson sol nicht sterben. Donnerstag 20 Uhr: Der Postillon von Lonjumeau. Freitag 19.45 Uhr: Gräfin Mariza. Samstag 19.45 Uhr: Triptvchon. Sonntag 20 Uhr: Rose Bernd. Gelsenkirchen: Konzerte: Hans=Sachs=Haus: Sonntag, 20. November, 20 Uhr: Konzert des Kammerchores und Kammerorchesters. Leitung: Musikdirektor Paul Becker. Solisten: Grete Buchenthal(Alt): Dr. Otto Trieloff(Bartion): Wilhelm Stollenwerk(Orgel). 1. Orgeleinleitung. 2. C. N. v. Reznicek: „In Memoriam“ für Alt= und Baritonsolo, gemischten Chor, Orgel und Streichorchester. Düsseldorf: Großes Haus: Samstag 19 Uhr: Carmen. Sonntag 20.15 Uhr: Hoffmanns Erzahlungen. Montag 20 Uhr: Die Blume von Hawai. Dienstag 20 Uhr: Julius Cäsar. Mittwoch 20 Uhr: Gastspiel der Folkwangschule: Der grüne Tisch. Freitag 20 Uhr: Die Weber(in Anwesenheit von Gerhart Hauptmann). Samstag 20 Uhr: Die Fledermaus. Sonntag 16 Uhr: Die Blume von Hawai: 20 Uhr: Carmen. Kleines Haus: Samstag 20 Uhr: Hulla di Bulla. Montag 20 Uhr: Die Entführung aus dem Seratl Dienstag 21 Uhr: Scherz, Satire, Ironie und tiefere Bedeutung. Mittwoch 20 Uhr: Die Entführung aus dem Serail. Donnerstag 20 Uhr: Der Obersteiger. Freitag 20 Uhr: Die Entführung aus dem Serail. Samstag und Sonntag 20 Uhr: Hulla di Bulla. Schauspielhaus: Samstag und Sonntag 20 Uhr: Vor Connenuntergang. Montag 20 Uhr: Elisabetb von England. Mittwoch und Donnerstag 20 Uhr: Gastspiel des Deutschen Theaters Berlin mit Paula Wesselv: Rosé Bernd. Freitag 20 Uhr: Elisabeth von England. Samstag: Neuinszenterung: Der General und das Gold. Sonntag 20 Uhr: Der General und das Gold. Dem Gedi Winterh Der letzte 2 ken der Toten Flur und Hais Melancholie ers trübe, die Son um uns herun schen. Kein a danken hinwez uns so an die, wie der Noven manen. Toten die Menschen z ben ruhen, schn liche Leben er ersten Nachtrei Gewinde. 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Sonntag 1g 20 Uhr: Die 5 Cafar. Eisg, Der grüng it von Gerhart maus. Sonntag larmen. Hulla di Bulla. Serail, Dienstag ere Bedeutung. u. Seratl. DonUhr: Die Entonntag 20 Uhr: onntag 20 Uhr: sabetb. von EngGastspigl des iv: Rose Bernd. Samstag: Veu: onntag 20 Uhr: 4. Bellage zum Bochumer Anzeiger u. Gen. Anzeiger Erchunesrruchrechern. Nr. 272 39. Jahrgang Samstag, 19. November 1932 Dem Gedächtnis der Toten.— Denkt an die Winterhilfe.— Der kommende Freitag. Der letzte Monat des Kirchenjahres ist dem Andenken der Toten geweiht. Erloschen ist das Leben in Flur und Hain, die Wälder haben sich entlaubt, tiefe Melancholie erfüllt die Natur. Der Himmel ist meist trübe, die Sonne entzieht sich unserem Anblick. Alles um uns herum predigt die Vergänglichkeit des Irdischen. Kein anderer Monat lenkt daher so unsere Gedanken hinwez von der Zeit auf die Ewigkeit, erinnert uns so an die, die uns im Tode voraufgegangen sind, wie der November, der graue„Nebelung“ der Altgermanen. Totensonntag... Ernst, gedankentief wallen die Menschen zu den Totenhainen, auf denen ihre Lieben ruhen, schmücken die Gräber, auf denen das pflanzliche Leben erstarrt ist unter dem eisigen Hauch des ersten Nachtreifs, mit frischen Blumen, immergrünem Gewinde. Und wir denken daran, was sie uns im Leben waren, die nun in kühler Erde gebettet sind, denken ihrer in Wehmut und Trauer, danken ihnen, was wir von ihnen Gutes empfangen haben und richten alle unsere Hoffnung auf ein Wiedersehen im Licht, wo Erdennot und Erdenpein überwunden sind, hinter uns in wesenlosem Scheine all das liegt, was uns hier das Dasein unwert macht. Ein Mahner ist ein Grab: Denk nicht, o Mensch, du weiltest ewig auf der Erde, hänge dein Herz nicht allein an Güter, die vergänglich sind; trachte vielmehr nach dem, was unvergänglich ist. Das Höchste doch, was sich der Mensch auf dieser Erd' erwirbt, das ist ein Grab, betraut von Liebestränen. So mahnt uns der Gottesacker, unser Leben so zu führen, daß wir Liebe säen, Gutes tun. Ein Mahner ist das Grab, aber auch ein Tröster. Scheinbar ist alles Leben in der Natur abgestorben. Aber sehen wir genau zu, so finden wir überall schon wieder unter zarter Hülle knospendes, keimendes Leben. Dem Ew'gen uns're Lieder, Was auch das Herz bewegt, Vertraut, vertraut ihr Brüder Dem, der die Welten trägt. Er läßt wohl Blätter sterben Und Sonnen sich verglühn, Doch keins läßt er verderben, Neu soll es auferblühn. So tröstet ein Dichter, und ein altes Kirchenlied versichert:„Unsterbliches Leben wird, der dich schuf, dir geben.“ In dieser Hoffnung gehen wir von der Gruft wieder zurück ins Leben da drunten in der Stadt, wir wissen: Was wir bergen in den Särgen Trägt der Erde Kleid. Was wir lieben, ist geblieben, Bleibt in Ewigkeit. Unsere Gedanken verweilen bei den teuren Toten, die hier auf unseren Friedhöfen ruhen, die an anderen Stätten gebettet sind— im Geiste sind wir verbunden mit ihnen und halten stille Zwiesprache mit ihnen. Unsere Erinnerungen schweifen hin zu den unzähligen Schlachtfeldern, auf denen zwei Millionen der besten Deutschen sich aufopferten für Heimat und Vaterland, hin zu fernen Meeren, in denen deutsche Seehelden ihr nasses Grab fanden. Ihrer gedenken wir gerade am Feste der Toten mit besonderer Liebe. Sie waren ein leuchtendes Vorbild der Hingabe, der Opferbereitschaft, der echten Volksgemeinschaft, der Kameradschaft im Leben und im Sterben. Wenn ihre Tugenden Allgemeingut in unserem Volke würden, dann erfüllten wir erst das Vermächtnis, das sie uns hinterlassen haben. Der Totensonntag soll uns gemahnen an unsere Pflichten, soll uns erinnern an unsere höchste Aufgabe: „Wahrheit suchen, Tugend üben—. Gott und Menschen herzlich lieben.“ Begehen wir ihn in diesem Geiste, dann ist er ein Tag, der unserer Seele neue Stärkung gibt. Nicht das Aeußerliche tut es, sondern es kommt allein darauf an, wie wir im rechten Geiste handeln. Dann können wir mit dem Dichter der Hoffnung gewiß sein:„Ueber den Sternen, da wird es einst tagen.“ Dem Totensonntag folgt der erste Advent. Das alte Kirchenjahr ist vergangen, ein neues hebt an. Auch das soll ein Symbol sein. Aus den trüben Novembertagen mit Kälteschauern und fröstelndem Unbehagen wird hingedeutet auf die frohe Weihnachtszeit, wo am Christbaum die Lichter strahlen als Künder neuen Lebens. Wir leben in einer harten Zeit. Da muß Weihnachtsliebe erst recht die Herzen warm und lindiglich machen, der großen Not zu steuern. Wie groß sie ist, wie unter ihr viele Menschen fast zusammenzubrechen drohen, das wissen längst nicht alle. Wenn in der Fürsorge amtlich und ehrenamtlich tätige Personen erzählen würden, wie elend so viele, viele ihre trüben Tage, ihre kummervollen Nächte verbringen müssen, wie so manchen fast alles fehlt— ich bin gewiß, es würde zur Winterhilfe noch freudiger gegeben werden! Die Stadtverwaltung kann nur das Allerdringendste und das nicht immer in ausreichendem Maße geben; die freiwillige Hilfe all derer, die noch in der Lage sind, ewas tun zu können, muß hinzukommen. An Kleidung, an Lebensmitteln, an Geld— es fehlt an allem. Doppelt gibt, wer schnell gibt! Nun, wo der Winter hereinbricht, tritt die Not schärfer in Erscheinung. Darum sei auch an dieser Stelle, sei auch am Totenfeste hingewiesen auf die Pflicht, die wir den Lebenden gegenüber haben. Menschenliebe, Nächstenliebe sei das Licht, das die Adventszeit erhellt! Ein Ereignis seltener Art steht am kommenden Freitag den Bochumern bevor: Stadtverordnetensitzung! Früher allmonatlich abgehalten, findet sie jetzt nur noch halbjährlich statt. Bochum stellt damit einen Rekord nach unten unter allen westdeutschen Städten auf. Seit April hat in der Stadt des Jobses keine Stadtverordnetensitzung mehr getagt. Die Deputationen und Ausschüsse scheinen auch in der Versenkung verschwunden zu sein, denn von etwaigen Beschlüssen hat man hier— was in anderen Städten doch der Fall ist— nichts gehört. Die Bochumer sind wahre Musterknaben, sonst würde doch nicht alles wie von selbst am Schnürchen gehen. In der Hauptsache wird sich die Sitzung im Goldsaale des Rathauses mit dem Haushaltsplan beschäftigen— das heißt, was man so„beraten“ nennt. Man wird ein paar Reden hören, einige „Wenns" und„Abers“, wird einige Anträge gar nicht erst zur Aussprache stellen, wozu die Verordnung vom 2. November die Handhabe bietet, wird bei Deckungsvorschlägen die Schultern zucken und auf„Zwangsläufigkeiten“ hinweisen und dann zu guter Letzt den Etat verabschieden. Ansonsten er eben„höheren Orts“ festgesetzt würde. Im Grunde heutigentags kein großer Unterschied. Mit Interesse sieht man der Wahl eines Stadtrats an Stelle des verstorbenen Direktors der städtischen Beleuchtungs= und Wasserwerke entgegen— in engeren Kreisen weiß man schon, wer in den Magistrat als besoldetes Mitglied einziehen soll. So dicht sind ja die Türen der Fraktionszimmer nicht. Die anderen Wahlen, die noch auf der Tagesordnung stehen, sind weniger von Belang. Ein„großer Tag“ wird der kommende Freitag kaum werden. Schlaf, Bochumer, schlaf, Sei immer treu und brav, Denk nur nicht über alles nach, Sonst wirst du davon schließlich wach, Schlaf, Bochumer, schlaf! Schlaf auch du, Stadtparlament, bis im Lenz die Veilchen blüh'n. Eher wird man dich wohl kaum aus deiner Ruhe stören. Man munkelt wenigstens, daß eine Absicht, dich öfter als in diesem Jahre zum Rathause zu laden, nicht bestehe. Man will an„Beleuchtung" sparen. Mir machts keinen Kummer! Gottlieb vom Tippelsberg. Sicherstellung geordneter Finanzgebarung in den Gemeinden Von Ministerialdirektor Dr. Suren im Preußischen Ministerium Im„Heimatdienst“ wird von einem hervorragenden Sachkenner die Bedeutung der neuen Verordnungen über die Haushaltsführung der Gemeinden erörtert. Angesichts der geplanten Kommunalumschuldung gewinnen diese Verordnungen besondere Bedeutung. Aus den uns zur Verfügung gestellten Ausführungen geben wir folgendes wieder: Die Sicherstellung einer geordneten und Finanzgebarung ist eine Forderung, die unabhängig von der Frage einer Beteiligung an Reichs= oder Staatsdotationen gegenüber allen Gemeinden erhoben werden muß. In dieser Erkenntnis hat die preußische Staatsregierung unter dem 2. November 1932 zwei für alle preußischen Gemeinden und Gemeindeverbände geltende Verordnungen erlassen, nämlich die Verordnung über die Haushaltsführung der Gemeinden und Gemeindeverbände(Gemeindefinanzordnung) und die Verordnung über die Aufstellung von Stellenplänen in Gemeinden. Wie ein roter Faden zieht sich durch die Gemeindefinanzverordnung die Tendenz, zu erreichen, daß die für ein geardnetes Haushalts= Kassen= und Rechdie für ein gebroneles. Haushalls=, Kussennungswesen erforderlichen Beschlüsse unter klarer Herausstellung der Verantwortung von den Gemeindeorganen selbst gefaßt und dadurch die in den letzten Jahren so oft notwendig gewordenen unmittelbaren oder mittelbaren Eingriffe der Aufsichtsbehörden auf die Fälle beschränkt werden können, in denen die Selbstverwaltung in allen ihren Instanzen versagt. Nunmehr sind die Vertretungskörperschaften wieder an die erste Stelle gesetzt. Die Verwaltungsorgane dürfen an Stelle der Vertretungskörperschaft erst beschließen, wenn diese einen zur Sicherung einer geordneten und sparsamen Haushaltsführung notwendigen Beschluß nicht innerhalb der von dem Gemeindevorstande zu stellenden Frist faßt. Die Gemeindevertretung wird also in jedem einzelnen Falle vor die Frage gestellt, ob sie wahre Selbstverwaltung durch Uebernahme der Selbstverantwortung betätigen oder sich um sie drücken will. Die Aufstellung des Entwurfs zum Haushaltsplan erfolgt durch den Gemeindevorstand(Kreisausschuß, Provinzialausschuß). Er darf nur solche Ausgaben aufnehmen, die für die Aufrechterhaltung der Verwaltung sowie zur Erfüllung der rechtlichen Verpflichtungen und der Aufgaben der Gemeinde notwendig sind. Gegen die Erhöhung von Ausgabeansätze und Einnahmeschätzungen sowie die Einstellung neuer Ausgaben durch die Vertretungskörperschaft kann der Gemeindevorstand Widerspruch erheben; macht er von diesem Rechte keinen Gebrauch, dann geht das Recht auf den Vorsitzenden des Gemeindevorstandes über, so des Innern. daß auch hier ein Eingreifen der Aufsichtsbehörde in die letzte Linie gestellt ist. Größere Sparsamkeit wird auch dadurch sichergestellt, daß überplanmäßige und außerplanmäßige Ausgaben sowie Haushaltsvorgriffe grundsätzlich der vorherigen Zustimmung der Vertretungskörperschaft bedürfen. Die Beamten der Gemeinde sind für diese Vorschriften außer acht lassende Zahlungsanweisungen und Maßnahmen schadenersatzpflichtig. Wenn sich im Laufe des Rechnungsjahres zeigt, daß der im Haushaltsplan vorgesehene Ausgleich in erheblichem Umfang nicht verwirklicht werden kann, dann darf nicht planlos weitergewirtschaftet werden, sondern sind unverzüglich die erforderlichen Maßnahmen zur Sicherung des Haushalts (in erster Linie durch etwa noch mögliche Ausgabensenkung und nötigenfalls durch die Aufstellung eines formalen Nachtragsetats) zu ergreifen. Die Kassen der Gemeinden müssen monatlich mindestens einmal ordentlich und jährlich mindestens zweimal unvermutet geprüft werden. Gemeinden und Gemeindeverbände von mehr als 25000 Einwohnern müssen zur Vornahme der örtlichen Rechnungsprüfung ein unabhängiges Rechnungsprüfungsamt einrichten. Die überörtliche Prüfung ist eine Ordnungsprüfung(regelmäßige Prüfung des Haushalts=, Kassen= und Rechnungswesens) und eine Wirtschaftsprüfung(Prüfung der Verwaltung, der Unternehmungen und Betriebe auf ihre Wirtschaftlichkeit und auf die Zweckmäßigkeit der Organisation). Die formalen Vorschriften über das Haushalts=, Kassen= und Rechnungswesen in den einzelnen Gemeinden sollen in jeder Gemeinde durch eine Finanzordnung geregelt werden, In Gemeinden, in denen hauptamtlich besoldete Beamte und Angestellte angestellt sind, ist von dem Gemeindevorstand ein Stellenplan zu entwerfen, nach dessen tatsächlichem Bedarf die Besoldungsmittel in den Haushaltsplan einzusetzen sind. Diesen Stellenplan darf die Vertretungskörperschaft nicht ändern, so daß bessere Gewähr gegen eine Ueberbesetzung des gemeindlichen Beamtenapparats aus rein parteipolitischen Erwägungen gegeben ist. Um auch diesbezüglich die Aufwendungen auf das Unerläßlichste zu beschränken, kann die Aufsichtsbehörde in den Fällen, in denen im Stellenplan eine hinreichende Verminderung der Stellenzahl nicht vorgesehen ist, weitere Stellen als künftig wegfallend bezeichnen: diese Stellen dürfen dann im Falle des Freiwerdens nicht wieder besetzt werden. 5. in der Amtmann=Falke=Schule in BochumDahlhausen,. Prtm fü, ben 1 bi. 3. Erstmaliger Vertauf der Karten fur den 1. bis Dezember(gleich 0,45 Mark je Eßmarke) findet am Freitag, 25. November, vormittags von 10 bis 12 Uhr, im Kosthause, Baarestraße 1, statt. Die zweite Ausgabe der Karten für die Wochentage vom 5. bis 10. Dezember einschließlich(gleich 0,90 Mark je Eßmarke) erfolgt am Donnerstag, 1. Dezember. Die Ausgabestellen in den Außenbezirken Hamme, Werne, Linden, Dahlhausen werden durch Aushang in den Ausgabestellen bekanntgeben, wann der Verkauf der Karten stattfindet. Rechtsanwalt Dahm verhaftet Schwere Verfehlungen eines Notars Der Bochumer Rechtsanwalt, über dessen Verhaftung und nachfolgende Haftentlassung wir berichteten, ist erneut in Untersuchungshaft genommen worden. Es handelt sich um den Rechtsanwalt und Notar Dahm.— Wie wir hierzu hören, wird Tahm beschuldigt, daß er sich in seiner Eigenschaft als Notar allerlei Verfehlungen sowohl der Klientel wie dem Fiskus gegenüber habe zuschulden kommen lassen. Der ganze Umfang der Verfehlungen ist noch nicht untersucht worden. Telegraphenamt an Postamt angegliedert Das Telegraphenamt in Bochum wird vom 1. Dezember ab dem Postamt Bochum als besondere Abteilung angegliedert. Dadurch werden nur verwaltungsmäßige Interessenpunkte berührt, während Technik und Betrieb des Telegraphenamtes unverändert bleiben. Für die Fernsprechteilnehmer und die sonstigen Benutzer der fernmeldetechnischen Einrichtungen tritt also eine sachliche Aenderung nicht ein. Zu beachten ist nur, daß der Geschäftsverkehr vom 1. Dezember ab unter der Bezeichnung„Postamt“ geführt wird und daß Schreiben und Anträge künftig nicht mehr an das Telegraphenamt, sondern an das Postamt Bochum zu richten sind. Aus der katholischen Gemeinde. Am Montag ist das Fest Mariä Opferung, das früher in Verbindung mit dem Buß= und Bettag begangen wurde.— Am Dienstag ist das Fest der hl. Cäcilia, der Patronin der Kirchenmusik. Die Kirchenchöre begehen aus diesem Anlaß am Sonntag ihr Patronats= und Titularfest.— Für die Frauen und Mütter der nna=Gemeinde war am Donnerstag nachmittag im Saale Holler aus Anlaß des Elisabethfestes eine Feierstunde, die einen ungewöhnlich starken Besuch aufwies. In seiner Begrüßungs= und Festansprache sprach Pfarrvirkar Schech über die heilige Elisabeth als Vorbild katholischen Frauentums, dabei die karitative Hilfe der Frau in der jetzigen Notzeit in den Vorderarund stellend. Von Kindern der Marien= und Gablenschenschule wurden anmutige Reigen und kleine Bühnenstückchen zur Aufführung gebracht, die allgemein geffelen. Zwischendurch fehlte auch ein gemütliches Kaffeetrinken nicht. Ein Bübnenstückchen, von Mitgliedern des Elisabethvereins aufgeführt, beendete die in allen Teilen gut verlaufene Feier. Durch eine zugunsten der pfarrgemeindlichen Winterhilfe abgehaltene Sammlung wurde ein hübsches Sümmchen erzielt. Iin Kunpse gegen die Winterhilfe der Vereinigten Kaufmannschaft e. V. Bochum Von der Vereinigten Kaufmannschaft wird uns geschrieben: Die Vereinigte Kaufmannschaft e.., Bochum, die im vorigen Jahr durch ihre„Notgemeinschaft“ einen Betrag von rund 45000 Reichsmark für die Unterstützungsbedürftigen teils in Waren=Gutscheinen, teils in bar aufgebracht hat, wird sich auch in diesem Jahre am Winterhilfswerk beteiligen. Bisher sind von Mitgliedern rund 25000 Reichsmark für diesen Zweck gezeichnet. Daß der vorjährige Betrag wieder erreicht wird, ist bei der großen Not in den eigenen Reihen der Kaufleute natürlich ausgeschlossen. Entfallen doch von der vorjährigen Summe über 10000 Reichsmark auf solche Firmen, die inzwischen der Wirtschaftskrise zum Opfer gefallen sind; ein beredtes Zeugnis für den Opferwillen unserer Kaufleute. Viele Firmen, die im vorigen Jahr noch gespendet haben, sind heute selbst unterstützungsbedürftig. Infolgedessen ist die Zahl der am Winterhilfswerk der Vereinigten Kaufmannschaft beteiligten Firmen in diesem Jahr ganz wesentlich geringer. Viele Firmen werden sich wohl auch deshalb nicht beteiligen, weil sie im vorigen Jahr trotz der erheblichen an die Vereinigte Kaufmannschaft abgeführten Mittel von Wohlfahrtsorganisationen in Anspruch genommen worden sind. Ueber den Druck, der in dieser Hinsicht auf manche Kaufleute ausgeübt worden ist, und über die organisatorischen Mängel, die man leider auch in diesem Jahr nicht behoben hat, sind manche berechtigte Klagen laut geworden. Die Vereinigte Kaufmannschaft hat deshalb auch lange gezögert, ob sie in diesem Winter wieder ein solches, auch mit vielen Mühen verbundenes Hilfswerk aufziehen sollte. Der Gedanke, Plan und Ziel in die Wohlfahrtspflege zu bringen und auf diese Weise mit dafür zu sorgen, daß bei der ungeheuren Not jede Gabe in die richtige Hand komme, hat aber schließlich dech gesiegt. Nun richtet die Vereinigte Kaufmannschaft an alle Beteiligten die Bitte, diejenigen Firmen von weiteren Sammlungen zu verschonen, die sich an dem Winterhilfswerk des Verbandes beteiligen und die durch ein Schild mit der Aufschrift:„Mitglied der Winterhilfe der Vereinigten Kaufmannschaft e.., Bochum“, gekennzeichnet sind. Rotspeisungen Der Vaterländische Frauenverein vom Roten Kreuz Bochum=Altstadt ist auch in diesem Jahre wieder durch Mittel, die durch die Vereinigung von Arbeitgeberverbänden in Bochum zur Verfügung gestellt werden, in die Lage versetzt worden, ab 1. Dezember wochentäglich mittags von 11—12½ Uhr Notspeisungen einzurichten. Diese Speisungen sind bestimmt für alleinstehende Erwerbslose und kinderreiche Erwerbslose. Der Preis jeder=Liter=Portion beträgt 15 Pfennig. Gegen Vorzeigung der Erwerbslosenausweise werden Eßmarken ausgegeben, die stets für sechs Wochentage Gültigkeit haben. Diese Eßmarken sind jeweils am Donnerstag für die darauffolgende Woche zum Preise von 0,90 Mark je Person im Kosthause, Baarestraße 1, in der Zeit von 10 bis 12 Uhr, zu lösen. Das Esser kann im Kosthause, Baarestraße 1, eingenommen werden. Es sollen je nach Bedarf noch weitere Ausgabestellen innerhalb des Stadtgebietes eingerichtet werden, und zwar ist beabsichtigt, bei genügender Beteiligung das Essen zunächst auszugeben: 1. in der Krankenküche, Sedanstraße 6, 2. im evangelischen Gemeindehaus in Hamme, 3. in Hölterhofs Hof am Markt in Bochum=Werne, 4. in der Hohenzollernschule in Bochum=Linden, Am Ehrenmal Dort unten im steinernen Grabe, Da ruht ein toter Soldat; Jedwedem wird feucht das Auge, Der ihm sich in Andacht naht. Seine Hände zusammengefaltet, Umfangen das, treue Gewehr; Den Leib, den müden, bedecken Viel Kränze, von Liebe schwer. Und fragst du, welchen Namen Der steinerne Tote hat: An den Wänden prangen viel tausend Aus einer einzigen Stadt. Und wer von dem Volke der Deutschen An der Bahre ergriffen steht, Der spricht zu dem toten Soldaten Ein stilles heißes Gebet: Schlaft wohl, ihr tapferen Streiter Im Kampfe für Haus und Herd! Es ward für die Treu' bis zum Tode Der Sieg euch nicht beschert. Wir wollen ihn nun erkämpfen, Wir wollen mit Herz und Hand Erwecken zu neuem Leben Das blutende Vaterland!— So stärkt die trauernden Herzen, So ruft zu befreiender Tat Aus seinem steinernen Grabe Uns auf der tote Soldat. Bochum Albert Mummenhoff. Voleirunze und Giadbiamen K FAT 7# # 5 Groß-Bochumer Bezirksverband ka holischer Jungfrauenvereine A Am Buß= und Bettag hielt der Groß=Bochumer Bezirksverband katholischer Jungfrauenvereine im Ortsteil elltenbochum seine Herbstdelegiertentagung ab. Den Auftakt bildete eine Gemeinschaftsmesse um 8 Uhr in der St.=Liebfrauen=Kirche, die vom Bezirkspräses Vikar Funke(Propstei Altstadt) zelebriert wurde. Die Gemeinschaftskommunion sowie die von der Singeschar zum Vortrag gebrachten mehrstimmigen Chorgesange liturgischer Prägung gaben der gottesdienstlichen Feier einen festlichen Rahmen. Nach einem gemeinsamen Kaffeetrinken im großen Saale des katholischen Vereinshauses begann dort die Tagung, die vom Bezirkspräses Vitar Funke mit einem herzlichen Grußwort eröffnet wurde. Die Beratungen standen unter dem Leitsatz: „Die katholische Frau in der Politik. Referentin war die Jugendführerin Fräulein Sinemus. In ihrem Einleitungsvortrag behandelte sie die Grundsatzhaltung der katholischen Frau zu staats=, wirtschafts-, kultur= und sozialpolitischen Zeitfragen. Der zweite Vortrag behandelte das Thema:„Katholisches Frauen= und Jungmädchentum in der Abwehr gegen den Bolschewismus. Nach dem Mittagessen wurde die Vortragsreihe abgeschlossen mit einem Referat über die Stellung der katholischen Frau zum Nationalsozialismus. An diese Ausführungen schloß sich eine rege und fruchtbringende Aussprache an, in deren Mittelpunkt die Organisierung und Ausgestaltung der winterlichen Bezirksbundesarbeit stand. Eingehend befaßte man sich weiter mit der karitativen sowie erziehlich=pädagogischen Betreuung des Jungmädchens während der Erwerbslosigkeit. Die Frage der Heimarbeit und der Weiterbildung durch Haushalts= und Handarbeitskurse fand in diesem Zusammenhange größte Beachtung. Der tief beeindruckende Ausklang der Tagung war eine Gemeinschaftsandacht um 5 Uhr in der Altenbochumer Pfarrkirche. Vikar Wiemann(St. Liebfrauen Altenbochum) hielt die Schlußansprache. Die feierliche Erneuerung der Bundesgelübde, sowie der sakramentale Segen waren schönster Abschluß. Trauerfeier für die Gefallenen Am Buß= und Bettaa versammelten sich die Mitglieder der hiesigen Ortsgruppe des Reichsverbandes deutscher Kriegsopfer e.., Berlin, Gau Westfalen=Süd, in den Räumen der Bürgergesellschaft zu einer Trauerfeier für die Gefallenen des Weltkrieges. Der durch eine Trauerdekoration würdig ausgeschmückte Saal war bis auf den letzten Platz gefüllt, so daß einzelne sich mit einem Stehplatz begnügen mußten. Das 25 Mann starke Jugendorchester eröffnete die Trauerfeier mit der meisterhaft vorgetragenen Ouvertüre„Tempelweihe von Kela Bela. In liebenswürdiger Weise hatte sich auch das hiesige Doppelquartett„Lyra“ in den Dienst der guten Sache gestellt und trug durch die Darbietung von einigen passenden Chören zur Ausgestaltung bei. Die Weiherede hielt der Gaugeschäftsführer. In tiefempfundenen Worten führte er die Zuhörer zurück in die Zeiten des Weltkrieges. Er schilderte die Begeisterung der Truppen, er schilderte aber auch die Not und die Trauer der Hinterbliebenen. Seine Ansprache klang aus in Worten des Dankes an die Gefallenen und in einer Mahnung an die Mitbürger, der Gefallenen zu gedenken und dabei aber auch der Witwen, der Waisen und der Kriegereltern nicht zu vergessen. Mit einigen, dem Ernst der Veranstaltung angepaßten Musikvorträgen schloß die würdige Feier. Einbrechergilde an der Arbeit 90 RM. und Zigaretten gestohlen. Am 17 November, zwischen 12 und 14 Uhr, wurde in ein Lebensmittelgeschäft in der Schürbankstraße in Bochum=Gerthe eingebrochen. Der Täter entwendete aus der Ladenkasse einen Geldbetrag von 90 Reichsmark und 15 Päckchen Club=Zigaretten. Beschreibung des Täters: 1,72—1,75 Meter groß, etwa 26 Jahre alt, rundes, volles Gesicht, trägt Sportanzug mit KnickerKarl dergLssinn KIE bockerhose(beigefarbig), gleichfarbige Schlägermütze, unter der Jacke einen Pullover mit Stelltragen. Er führte ein fast neues Fahrrad mit gelben Felgen mit sich. Angaben bezüglich der Täterschaft nehmen sämtliche Polizei= und Landjägereidienststellen entgegen. Schaukasteneinbruch. Aus einem verschlossenen Schaukasten eines Geschäftshauses in der Kortumstraße wurde in der Nacht zum 16. November ein bunter Kleiderstoff mit Längsstreifen Rasierklingendiebstahl. Aus einem unverschlossenen Lagerraum in der Kreftenscheerstraße wurden in der Nacht zum 16. November 500 Stück Rasierklingen, Marke„Edelstahl“, und 100 Stück Rasierklingen, Marke„Rheinkrone", sowie einige Flaschen Kopfschmerzmittel entwendet. Schwere Diebstähle. Diebe brachen in der Nacht zum 17. November in einen verschlossenen Stall eines Hauses der Riemker Straße ein und entwendeten daraus vier Hühner.— In den Abendstunden des 17. November drangen Diebe in eine Wohnung in der Goldhammer Straße ein. Die Täter durchwühlten die ganze Wohnung und stahlen einen Geldbetrag von.— RM.— Aus dem Korridor eines Hauses der Herner Straße wurde am 15. November, zwischen 13 und 15 Uhr ein Paletot mit Kleiderbugel gestohlen. Es handelt sich um einen grau blauen, fast stahlblauen Paletot mit großen schwarzen Karos und Rückengurt. Verscheuchte Einbrecher Eine Einbrechergesellschaft versuchte am Donnerstag abend in eine Villa an der Friederikastraße einzubrechen. Die Diebe hatten bereits das Schloß einer Seitentür des Hauses ausgerissen und den Beleuchtungskörper, der dort angebracht war, abgenommen. Sie wurden aber verscheucht. Ein Riesenkohlrabi. Einen Kohlrabi, an dem eine große Familie sich sättigen kann, zog der Gartenbesitzer Heinrich Claus, Hunscheidtstraße 118, in seinem Garten. Die wohlgeratene Riesenfrucht wiegt nicht weniger als 7½ Pfund. Neue Platzanlage im Ehrenfeld. Das bisher brachliegende, tiefe Wiesengelände an der Ecke Hunscheidtstraße und Waldring wird zur Grünanlage ausgestaltet. Schwierig sind die Abtragungen zum Waldring zu. Man will bis zum Frühjahr nächsten Jahres die Hauptarbeiten fertiggestellt haben. Anschließend an diese neue Anlage ist man emsig mit der Herstellung eines Geländes für Kleingärten tätig. Ein Angeklagter versucht sich die Pulsader zu öffnen „Za, mag den Dag nicht aberieben! Bilder aus den Bochumer Gerichtssälen Vor dem Einzelrichter stand am Freitag morgen der Elektriker W. unter der Anklage des schweren Diebstahls im Rückfalle. Der Angeklagte war ein hagerer Mann in den dreißiger Jahren. Sein Antlitz ist krankhaft blaß eine tiefe innere Erregtheit tobt sichtbar in ihm. Man merkt das an seinem Benehmen vor Gericht. Er unterbricht den Richter wie Zeugen, und muß schließlich während der Vernehmung des Belastungszeugen aus dem Saal geführt werden. * In der Nacht zum 29. September hatte W. bis zum„Ladenschluß“ in einer Wirtschaft gesessen und war auf dem Wege nach Hause ins Ehrenfeld. Ziemlich zu gleicher Zeit kehrte der Techniker Spr., der an der Kronenstraße wohnt, heim und hörte hinter sich plötzlich ein Klirren, als ob eine Schaufensterscheibe eingeschlagen wurde. Er kehrte sofort um, um zu sehen was los war, und traf in Höhe des Sporthauses Koch auf der um diese Nachtzeit menschenleeren Straße auf., den er mit festem Griff festhielt, wobei dieser eine Kiste Zigarren unter dem Mantel verlor und andere Sachen wegzuwerfen versuchte. Es ergab sich, daß an dem Tabakgeschäft Jäger an der Unterführung eine Scheibe eingeschlagen war. W. wurde als der Dieb festgenommen. Er bestreitet den Diebstahl. Er habe die Kiste auf der Erde liegen sehen und wollte sie gerade aufheben, als Spr. hinzukam und ihn packte. Auf der Wache habe er nachts bei ausgelöschtem Lichte noch so viel Schläge bezogen, daß er später aus Verzweiflung und Scham einen Selbstmordversuch durch Oeffnen der Pulsadern verübte. * Die Einwendungen des W. klangen dem Gericht so wenig wahrscheinlich, daß es mit dem Oberamtsanwalt zu der Ueberzeugung kam, niemand anders als W. habe bei Jäger den Einbruch verübt; denn es war auch sonst niemand auf der Straße und Spr. habe den Dieb sozusagen auf frischer Tat ertappt. Der Antrag des Anklägers lautete auf 1½ Jahre Gefängnis unter nochmaliger Zubilligung mildernder Umstände, denn sonst wären 2 Jahre Zuchthaus die Mindeststrafe gewesen. Der Richter verkundete den Schuldspruch mit einem Jahre und zwei Monaten. Dieses Urteil versetzte den Angeklagten wiederum in eine derartige Erregung, daß er laut schreiend blitzschnell vor dem Gericht sich mit einem spitzen Gegenstande die Pulsadern erneut aufzuschneiden versuchte. Der Wachtmeister hatte Mühe, den Mann zu bändigen, der fortgesetzt schrie,„er möge den Tag nicht überleben, er wolle sterben, er sei unschuldig und nur wieder aufgrund seiner Vorstrafen verurteilt. Er werde noch in der kommenden Nacht seinem Leben ein Ende machen“.. g., i. 81. Gelamns. Benutzt hatte er zu seinem Schnilt in die Gelenke eine kleine spitze Glasscherbe. Hätte er ein Messer gehabt, so wäre ihm sein Vorhaben wahrscheinlich geglückt. Es ergibt sich die Notwendigkeit, den Gerichtssaal unbedingt durch eine elektrische Klingel mit dem Wachtmeisterzimmer zu verbinden, damit bei solchen Zwischenfällen schnell und nachgiebig Hilfe herangerufen werden kann. Hier hätte in der Zwischenzeit der Mann vielleicht verbluten können, wenn der Schnitt die Adern wirklich geöffnet hätte. Da die Glasscherbe jedoch nicht genügend scharf war, konnte sich der Mann nur eine ungefährliche Verletzung beibringen. Die Tat mag verübt sein aus Verzweiflung über ein verpfuschtes Leben, aus welchem dem Angeklagten eine Erlösung, ein Aufstieg kaum wieder möglich erscheint. Sprüche des Sondergerichts Gefährliche Trunkenheit Zwei erwerbslose junge Arbeiter Pl. und Rg. in Wattenscheid hatten sich eines Mittags ganz gehörig einen gekümmelt. Der eine hatte so sechzehn Große und Kleine(!) getrunken, bei dem andern war der Krakeelzustand schon früher eingetreten; er kann überhaupt nicht sehr viel vertragen. Sie wurden in der Wirtschaft L. sehr lästig und drohten, die Brocken zu zerschlagen, so daß der Wirt die Polizei herbeirief. Als die Beamten erschienen, leisteten die beiden Burschen ihnen Widerstand und gingen tätlich gegen sie vor. Das ist unter der Geltung der Notverordnung eine Ausschreitung, die heute mit Zuchthaus geahndet werden kann, wie es der Staatsanwalt auch beantragte. Die Frage. ob der Rausch so groß war, daß sie ihrer Sinne nicht mehr mächtig waren, konnte nicht bejaht werden. Das teil lautete auf je sieben Monate wegen gemeinsamen Widerstandes unter der Annahme, daß sie sich des tät. ichen Angriffs auf die Beamten gar nicht mehr bewußt geworden sind. Sie waren sonst ganz harmlose Gesellen. Der eine war am Vormittag in die Stadt gegangen, um Vogelfutter zu kaufen, dabei traf er auf seinen Freund und so gingen Vormittag, Geld und Fröhlichkeit in„Feuchtigkeit", Lärm, Krakeel und jetzt in tausend Aengsten unter, denn die beiden Trinkgenossen streiften mit dem Aermel das Zuchthaus, müssen die „hetrunkene Geschichte“ mit empfindlicher Gefängnisstrafe auch noch hart genug büßen, zur Warnung für alle, die nach Alkoholgenuß zu Ausschreitungen neigen. Politische Schlägereien. Mit mehreren politischen Schlägereien, wobei die Kommunisten die Angreifer waren, hatte sich das Sondergericht zu befassen. Es verurteilte den Bergmann T. aus Herten zu drei Monaten und zwei Wochen Gefängnis, den Steinträger Sz. aus Herne zu acht Monaten, den Schlosser Kr. zu sechs, den Bergmann Th. zu vier und den Arbeiter Kl. zu drei Monaten Gefängnis. In dem letzteren Falle war der Schreinermeister Brinkmann in Herne nur deshalb überfallen und übel zugerichtet worden, weil er das nationalsozjallstische Abzeichen trug. Parteifreunde wollten dem Manne zu Hilfe kommen, trafen Br. aber nicht mehr an. Auf dem Heimwege vergriff sich Kl. an einem Kommunisten. Der Einwand der Notwehr schlug nicht durch, so daß Kl. neben den Kommunisten auf der Anklagebank saß und mit ihnen bestraft wurde. (Weitere Lokalnachrichten siehe Seite 7 und 15.) Vereinskalender Krieger= und Landwehrverein Bochum=Hamme. Antreten der Vereine der Gemeinde Hamme zu der gemeinsamen Heldenehrung am Totensonntag, dem 20. November 1932, nachm. 3 Uhr, auf dem Amtsplatz. Ausstellung„Arbeiter=Esperantismus“. Samstag bis Montag im Gewerkschaftshaus, Viktoriastraße. Verein Schlesier=Landsleute Bochum. Sonntag, den 20. November, nachmittags 5 Uhr: Monatsversammlung im Vereinslokal, Restaurant Gußstahl, Alleestr. 27, Wohin gehen wir siche auch Anzeigentell Stadttheater: Samstag geschlossen: Sonntag 11.15 Uhr: Vortrag über Gerhart Hauptmann: 19.30 Uhr: Florian Geber. Jann und 19121 Stäotische Gemäldegalerie: Sonn= und feierlags dei freiem Eintritt von 10 bis 13 Uhr, werktags von 10 bis 16 Uhr. Heimalmuseum Haus Rechen. Königsallee 17: Sonn= und feiertags von 10 bis 13 Uhr, werktags von 10 bis 16 Uhr. Geschichtliches Bergbaumuseum, Vödestraße: Wochentags, mit Ausnahme Mittwochs, von 9 bis 13 und 15 bis 18 Uhr, Mittwochs(Eintritt frei) von 15 bis 18.30 Uhr. Sonnund feiertags von 9 bis 13 Uhr. Theaterverein„Bunte Bühne": Vereinshaus: Sonntag 20 Uhr: Die Liebe höret nimmer auf. Operettentheater: 20.15 Uhr: Fräulein Venus. Plaza: Varieté. Lichtburg: ab 15.15 Uhr: Die Galavorstellung der Fratellinis. Lichtspielhaus: ab 15.15 Uhr: Brand in der Oper. Odcon: ab 16 Uhr: Spionin X 27. Skala=Lichtspiele: ab 17 Uhr: Berge in Flammen. Tonhalle: ab 15.15 Uhr: Wolkenstürmer. 2# Weltlichtspiele: ab 15.15 Uhr: Schade, daß Liebe ein Märchen ist. Alhambra: ab 18.30 Uhr: Die Fledermaus. Apollotheater: ab 15.15 Uhr: Die andere Seite. Capitol: ab 15.30 Uhr: Der Mann, den sein Gewissen tried. Unterhaltungs= und Gaststätten Hordeler Saalbau Café Industrie Zum Jägerhof Restaurant Zum Ritter Sievers Weln= u. Bierstuben Restaurant Schäfer Stadt=Café Konzerthaus Strauch Zentral=Café 4) Stiepel sieht der kleinen Pinasse nach, dann wendet er sich zu Karl:„Hast du gehört... dieser Colleani ist mit großer Mehrheit gewählt worden! Muß doch ein verdammter Kerl sein!" Karl blickt den alten Seebären lächelnd an, dann atmet er tief auf..2712 „Jawohl, Kapitän... ein ganz verdammter Kerl!“ Da tönt die Schiffssirene. Kapitän Stiepel tritt auf die Kommandobrücke und gibt seine Befehle. Ein Schlepper zieht den Frachtdampfer aus dem Hafen. An der Reling aber stehen zwei junge Menschen und schauen noch einmal zurück auf Montevideo, die schöne Stadt, die in ihren Erinnerungen einen breiten Raum einnehmen wird. Auch an Angelica denkt Karl, und Tränen treten in seine Augen. „Schlaf wohl, du reine Blume!“ 6. Karl von Große sitzt in seinem Büro und rechnet. Er hat schwere Sorgen. Der Betrieb muß verkleinert werden, denn es war nicht möglich, die Militärlieferungen zu erhalten. Was hat er alles getan, von Pontius zu Pilatus ist er gelaufen! Nichts hat es geWohl ist es gelungen, in zahlreichen Militärkantinen Abnehmer zu finden, aber das war kein Ausgleich. Ein Unglück kommt selten allein. Die Großbank, bei der Karls Betriebskapital und Gretes Privatvermögen deponiert war, hatte falliert. Was von den hunderfünfundvierzigtausend Mark Betriebskapital und den achtzigtausend Mark Gretes herauskommen würde, war unbestimmbar. Bei der letzten Lohnzahlung hatte er Mühe, das dazu nötige Geld zusammenzubringen. Von seinem Vater konnte er nichts erhalten, der war als Aufsichtsrat der betreffenden Bank selber in Mitleidenschaft gezogen. Es bestand sogar die Gefahr, daß er mit seinem Vermögensteil, der bei anderen Banken lag, herangezogen wurde. Aber Große war trotzdem nicht verzagt. Er hatte schon schon schlimmere Situationen überNur eine Freude hatte er in den der letzten Zeit gehabt.„„„ Seine Mannschaft hatte die Berliner Meisterschaft gemacht und stand jetzt vielverheißend in der Vorrunde. Und nun kam noch eine Freude dazu: Schwiegervaters Telegramm, das besagte, daß er mit Karl und Thomas in Blanca wohlbehalten gelandet sei und sich auf der Rückreise befinde. Also würde man sie recht bald wiedersehen! Grete und Minna hatten geweint. Luise, der Fratz, aber gelacht, als das Telegramm eintraf. Und nun warteten sie alle voll Sehnsucht auf die Ausreißer. Minna war am aufgeregtesten von allen. Am 15. August traf August Bolle ein... allein. „Wo ist Karl? lautete die erste Frage. „Karlchen?“ sagte Bolle bedeppert.„Der Schlingel kam nicht mit. Der wollte sich erst noch en bißchen die Welt ansehen. Die beiden Jungens sind von Blanca aus über die Anden nach Valparaiso und von dort möchten sie nach Australien und dann nach Japan." Die Familie sieht sich entgeistert an. „Ja, aber... haben sie denn Geld?“ „Karlchen hatte noch an die zehn Mille, als wir Abschied nahmen. Er hat in Montevideo nich ville verbraucht. Und dann habe ich ihm noch fünftausend Mark dagelasen...1...4 Graße Lamm v. „Das ist ja nett!“ seufzi Große, bann lacht er: „Verflixte Bengels! Die haben mehr Unternehmungsgeist als ich!:.., Gari, wachen Gink„Ihr mußt euch man tene Sorje machen, Kinval Die Jungens... knorke... ihr wißt doch, det.. nee, det könnt ihr ja nich wissen... Karlchen hat zwee Polizeiers in Montevideo niederjeboxt, und da hat man ihn ausgewiesen.“„at her nach zu: temn wichl„Nee, der Junge! War der noch anrichten wird!“ jammert die Großmama. 4. win 1125 „Wat denn, Minneken, der weeß wat er winl. Und een Respekt habe se vor dem! Der Stiepel, wie een Prinzen behandelt der ihn. Jawoll! Herrjott, am liebsten wäre ick mit die Jungens weiter durch die Welt jezogen.. aba ick hatte Sehnsucht nach eene Schmalzstulle von dich, Minneken!" Die ist ganz gerührt. „Mein juter Aujust!" „Wir haben hier auch allerhand erlebt!" seufzt Große. Du hast doch gehört, daß unsere Bank pleite ist!“ „Ja, leider, det habe ich jehört!“ seufzt Bolle.„Da seht's wohl jetzt een bißken harte her, wat? Haste denn die Militärlieferungen wieda?“ „Nein, nichts zu machen! Was ich auch angestellt habe. Nichts zu wollen.“ „Morjen gehe ick zum Minista! Der hat's mich doch vasprochen. „Das Kabinett ist aber neu gebildet worden. Wir haben jetzt einen anderen Minister für die Wehrmacht.“ „Wer is denn det?“.. 8 „Der frühere Wohlfahrtsminister kalo!“ „Det is böse! Da is nischt zu machen!“ Bolle überlegt.„Weeste, Karl, denn werde ick Manfred rüberkabeln, det er die Hunderttausend locker macht, die er damals durchjebracht hat. Det kann er doch! „Das wäre ein Gedanke. Vater!“ sagt Karl erleichtert.„Wir müssen Betriebskapital haben. Die hohen Bankzinsen kann ja kein Mensch bezahlen.“ 38 sut, ick kablel“. 8 ge.; eu,.ersl. Nach zwei Tagen war das Geio bei einer Berliner Großbank angewiesen. Karl von Große atmete auf. Und wo waren die Jungens? Die lagen um die Zeit im hohen Grase der Pampas und ihre Pferde weideten in ihrer Nähe. Sie ruhten unter einem Sternenhimmel von noch nie geschauter Pracht, der ihnen schier die Augen blendete. Karl sagte verträumt:„Was ist das ganze Treiben der Menschen gegen diesen Wunderanblick. Ach... es ist ja alles nicht so wichtig!“ Sie zogen von Hazienda zu Hazienda, von Ranch zu Ranch. Waren hier und da Gäste, oft aber war der Himmel ihr Dach. Sie lernten die Reitkunststücke der Gauchos wurden Meister im Lassowerfen, schrien den Jubel ihres Lebens, ihrer Jugend hinaus in die Weite. Sie vergaßen, was hinter ihnen lag, sie waren nur jung und genossen die köstliche Freiheit in vollen Zügen. Sie schwitzten, sie froren, sie hungerten auch mal, denn oft ritten sie tagelang, ohne einen Menschen zu sehen, geschweige denn eine Ansiedlung. Valparaiso gefiel ihnen wunderbar. Mit der ganzen Begeisterungsfähigkeit der Jugend nahmen sie das viele Neue und Interessante, das sich ihnen bot, auf. Von Valparaiso reisten sie nach Hawai. Dort verlebten sie eine paradiesisch schöne Zeit. Unter der Anleitung der eingeborenen Schwimmer, die in die Brandung schwammen, wurden sie schnell Meister im Schwimmen. Die tollsten Wasserkunststücke machten sie mit. Bald waren sie überall beliebt. Aber Hawai war ein teurer Strand. Das spürten sie nach kurzer Zeit. Obwohl sie alle unnützen Ausgaben vermieden, war ihr gemeinsames Vermögen doch rasch auf neuntausend Mark zusammengeschmolzen. Karl überlegte nicht lange, sondern beschloß, einen Dampfer nach Japan zu benutzen... Die Freunde unterhielten sich mit einem Schiffsoffizier vom Dampfer„Hollywood“, der von San Franzisko kam und drei Tage Aufenthalt hatte. Als er ihnen den Ueberfahrtpreis nannte, schüttelte Karl den Kopf. Da blieb herzlich wenig übrig von ihrem Gelde. Am Nachmittag kommt der Rektor des Gymnasiums, der seinerzeit warm für Karl eingetreten war und beglückwünschte Vater und Großvater. „Was für ein Prachtkerl ist Ihr Sohn! Wissen Sie, heute bin ich nicht mehr böse, daß er von der Schule ausgeschlossen wurde. Das mußte ja förmlich so sein. Meinen Sie nicht? Geht da schnurstracks hinaus ins Leben, und was anderen in mühevollem Streben in Jahrzehnten nicht gelingt, das schafft er mit einem Satze. Auch der Thomas! Was glauben Sie, was heute für eine Begeisterung herrschte, als die Nachricht bekannt wurde. Sie hatte ihn ja alle gerne.“ „Det hatten se jewiß, Herr Rektor!“ sagt Bolle dankbar.„6 „Manchmal ist's mir vorgerommen, als müßte Karl schon weit über die Zwanzig sein. Nur die Augen, die legten Zeugnis ab von seiner Jugend. Sie werden noch viel Freude an ihm erleben!" Als der Rektor sich wieder verabschiedet hatte, meldeten sich Reporter der verschiedensten Tageszeitungen und baten um Bilder von Karl. „Finden Sie nicht", fragte Priestewitz von der Mittagspost Karl von Große,„daß Ihr Herr Sohn eine große Aehnlichkeit mit dem plötzlich verschwundenen Präsidentschaftskandidaten von Uruguay hat? „Meinen Sies“„„ „Ja, schauen Sie mal das Bild genau an. Und Fußballspieler war dieser Colleani auch, sogar ein ganz hervorragender. Herr von Große, ich ahne „Aber ich bitte Sie, mein Herr! Machen Sie sich und mich nicht lächerlich! Am Ende meinen Sie wirklich, daß mein achtzehnjähriger Junge identisch ist mit dem Präsidentschaftskandidaten?“ „Allerdings. achtzehn Jahre... das ist dann freilich schwer möglich! Jener Colleaui hatte verblüffende Umsicht und Sicherheit in seinen Arbeiten bewiesen... nein, das kann ein Achtzehnjähriger nicht, und wenn er ein Genie ist!" „Das kann er nicht!" pflichtete ihm Karl von Große bei, aber in dem Augenblick war er seiner Meinung nicht mehr ganz sicher. Weihnachten! Im Hause Bolle ist es sehr still. Sieben Monate ist der Junge nun schon in der Fremde. Karl weiß, wie seine Frau sich um den Jungen sorgt. Sie ist vor Sehnsucht schmäler geworden. Und Vater Bolle ist oft recht schweigsam., g, gan aaz. K. 9. Die letzte Nachricht haven sie von Karl aus Inoten erhalten. Er teilt darin mit, daß er Gast Gandhis gewesen sei. Das nächste Ziel hieß Afrika. Still vergehen die Weihnachten. Luise ist die einzige, die noch etwas Stimmung in das Haus bringt. Der schlaksige Backfisch hat Bolles trockenen Humor, und wenn man sich um Karlchen sorgt, dann betont sie, daß sie ihn nur beneide. Aber auch in einem anderen Hause feiert man ein stilles Weihnachtsfest. Das ist bei Haterton in Newyork. Grit ist seit den Geschehnissen in Montevideo und dem Abschied von ihren Freunden ein ganz anderer Mensch geworden. Ernster, stiller, aber auch etwas melancholisch. Der Bankier Haterton, der sein einziges Kind innig liebt, tut alles, um Grit aufzuheitern. Den schönsten Weihnachtstisch hat er aufgebaut. Aber sie schaut ihn kaum an. Am ersten Feiertag fragt Grit plötzlich:„Pa, fährst du im nächsten Jahre wieder nach Berlin?" „Das ist noch nicht bestimmt. Du hast wohl wieder Lust?“ „Ach ja! Sage mal Papa... von Alfredo Colleani hat man noch keine Nachricht?“ „Nein! Er ist wie vom Erdboden verschwunden. Den Namen Colleani hatte er sich ja nur zugelegt. Der alte Colleani hat es mir bestätigt. Ich glaube, er weiß auch, wer sich unter dem Namen verborgen hat, aber er sagt es nur nicht.“ „Auch Donna Collenhouge weiß es, Papa! Aber auch sie will mir nicht verraten, wer mein Freund gewesen, ist.“ „Du möchtest ihn wohl gern wiedersehen? „Ja, Papa! Das möchte ich!“ Grits Augen leuchten bei den Worten auf.„Er war mir ein so lieber Freund, daß ich ihn nie vergessen werde!" „War er dir nicht mehr, Grit?“ Das Mädchen senkt den Blick, dann schüttelt es den Kopf.„„ 6 „Nein, Papa... nur Freunde sino wir gewesen: „Hast du nicht gewünscht, daß er dir einmal mehr sein möchte?“..... gu=hckm: 85 wliß Gepreßt antwortet das Maochen:„Ich... weiß nicht, Pa... ich... ich... muß ihn erst wiedersehen, dann weiß ich alles gewiß! Hat er dir gefallen, Pak“, „Sehr gut, mein Kind! Mein Interesse für diesen genialen Kopf, der sich so bewährt hat, ist so groß wie das deine. Er hat mir imponiert. Wir sind gunstigenfalls Herrscher von Geldes Gnaden, herrschen durch das Geld über das Geld. Dieser junge Mensch hat aber über Herzen triumphiert, und... was sein schönstei Triumph war... er hat über sich selbst geherrscht. Wie leuchten die Augen des schonen Mädchens bei den Worten des Vaters! „Geld hat über ihn keine Macht!“ spricht sie. „Nein, das hat es nicht! Und wenn der sich eine Frau nimmt, dann muß sein Herz sprechen.“ Grit denkt über diese Worte nach, und ihr Herz schlägt unruhig. Denn sie sehnt sich sehr nach Karl. Colleani und Amy Collenhouge haben dem Rate Karls Folge geleistet und drei Monate nach Angelicas Tod den Bund fürs Leben geschlossen. Amy ist ihrem Manne nach Newyork gefolgt. Sie führt jetzt als Colleanis Frau den Haushalt, und der einst verbitterte, finstere Mann ist ganz verwandelt. Zwar liegt tiefer Ernst nach wie vor auf setz nen Zügen, aber seine Augen sind weich und von Ueber Amy Collenhouge aber ist das Alter mit Macht gekommen. Silberweiß ist nun ihr Haar, und still in sich versenkt sind die Augen. *(Fortsetzung folgt.) wie er Sender nach Sender bringt, aus ganz Europa. Der TELEFUNKEN 231 kostet einschl. Röhren nur RM 189,-(f. Gleichstrom RM 199,-). Aber er nimmt es mit dem größten auf! 2. Bellage zum Bochumer Anzeiger u. Gen. Anzeiger Unterhaltun Nr. 272 39. Jahrgang Samstag, 19.November.— e Ein Zeutogzes Maler und Künstlerleben Zen#r Te.Jobertag am To. llobember Vor 25 Jahren, am 20. November 1907, starb Paula Becker=Modersohn. Ihr Leben endete tragisch. Es erlosch achtzehn Tage nach der Geburt ihres ersten Kindes. Gerade war sie aufgestanden, zum ersten Male und überglücklich in dem Gefühl ihrer jungen Mutterschaft. Da ging es ganz plötzlich zu Ende. „Wie schade,“ waren ihre letzten Worte. Paula Becker=Modersohn war Malerin und das Werk, das sie uns hinterlassen hat, sichert ihr Anspruch auf Unsterblichkeit. Obwohl Paula nur 31 Jahre alt geworden ist, wirkt ihr Schaffen vollendet. Wir Heutigen sind erstaunt über seine Fülle und innere Geschlossenheit, die sich vor allem in ihren Bildern und Zeichnungen offenbart. Die Tagebücher und Briefe, die ihre Entwicklung zur Höhe begleiten, sind aber nicht nur Dokumente für ihren künstlerischen Weg, sondern sie geben auch Zeugnis ab für die Größe des Menschen Paula Becker=Modersohn. Die Tragik ihres Todes zeichnet schon ihr Leben. Sie teilt dieses Schicksal mit anderen ihresgleichen, Sie sollte unbekannt sterben, sollte nichts von ihrem späteren Ruhm rleben, nicht einmal seinen Anbeginn. Solange Paula lebte, blieb ihr der äußere Erfolg versagt, ja die Kritik überbot sich im Spott über ihre Kunst. Paula hat dennoch an ihre Zukunft geglaubt. Wir wissen es aus ihren Tagebüchern, die voll Zweifel sind, aber auch voll Sehnsucht und Zielsicherheit. Ihre Kunst reifte in dieser Ueberzeugung zur Vollendung. Ich kann von Paula Becker=Modersohn nicht schreiben ohne an Worpswede zu denken, an die farberfüllte Landschaft dort oben bei Bremen, an Moor und Heide, an die Moorbauern selbst, an diesen schwerfälligen, harten und dennoch so liebenswerten Menschenschlag, an ihre moosbewachsenen Katen, an die dunklen Segel ihrer Torfboote, die sich in der Unendlichkeit der Landschaft verlieren. Paulas Kunst, dort oben gewachsen, ist ein Beweis dafür, wie fruchtbar die Kräfte werden können, die dem Menschen aus seiner Verbundenheit mit dem Boden, mit der Erdscholle, entgegenstrahlen, welch erweckende Wirkung ihnen innewohnen kann. Denn Paula, die mit ihrer Kunst so tief in Norddeutschland wie wenige andere verankert ist, stammt gar nicht aus Niedersachsen, sondern ist aus Dresden erst dorthin gekommen. In Dresden ist Paula Becker=Modersohn am 8. Februar 1876 geboren. Welch deutlicher Gegensatz wird später zwischen diesen beiden Landschaften und ihren Menschen offenbar. Die niederdeutsche Landschaft, an der sich Paulas Kunst entzündete, ist immer die einzige für Paula geblieben, wenngleich der Umfang ihrer schöpferischen Entfaltung auch nicht ohne den anregenden Austausch mit der Welt denkbar wäre, besonders mit ihrem künstlerischen Zentrum, das um die Jahrhundertwende Paris und nur Paris gewesen ist. Paula Becker=Modersohns Leben ist von ihrer Kunst nicht zu trennen. Bewegte es sich anfangs in der elterlichen Familie, so fand es später über die Erfahrung von Ehe und Freundschaft den Ruhepunkt in sich und im Schaffen. Der Weg dorthin ist ein unablässiger Kampf gewesen, der um so schwerer wiegt, weil das berrschende Vorurteil ihrer Zeit gegen die schaffende Frau ihn für keinen Augenblick beiseite schob. Schon bei ihrer Berufswahl— Paula wollte gleich zu Anfang Malerin werden— hatte sie den Willen des Vaters gegen sich und erst auf dem Umwege über das Lehrerinnen=Examen eroberte sie sich mit einem glänzend bestandenen Examen die Erlaubnis, in Berlin malen und zeichnen zu lernen. Trotzdem blieb für Paula ihre Bindung zur Familie innerlich und echt, bei ihrer Mutter beruhte sie auf Gegenseitigkeit. Blut ist wohl das stärkste Band. Es schlägt Brücken über die weitesten Abgründe.„Man muß den Schöpfer preisen, der diese gleichen Säfte geschaffen hat,“ schrieb Paula ihrer Mutter wenige Wochen vor ihrem eigenen Tode, als sie selbst ein Kind unter dem Herzen trug. „Sorge dich nicht um mich, meine Liebe, ich habe so den festen Willen und Wunsch, etwas aus mir zu machen, was das Sonnenlicht nicht zu scheuen braucht und selbst ein wenig strahlen soll. Ich bin noch jung und fühle Kraft in mir. Wartet nur ein Weilchen. Es muß alles gut werden." Das schrieb sie ihrer Mutter aus Worpswede, dorthin war Paula im Sommer 1897 von Bremen her, dort wohnten ihre Eltern, zum ersten Male gekommen. Und von diesem Sprung ins Land. nichtssagend nah, erhalten ihr Leben und ihre Kunst die entscheidende schöpferische Bestimmung. Schwärmerisch sind die Worte, die Paula von diesem Wunderland und Götterland in ihr Tagebuch schreibt, schwärmerisch ist auch ihre Verehrung für alle, die das Wunder entdeckt haben, für Mackensen, Vogeler, Overbeck, Hans am Ende, Otto Modersohn. Besonders Otto Modersohn hat es ihr angetan. Bei ihrem zweiten Aufenthalt in Worpswede dringen ihre Eindrücke schon tiefer:„Hier in der Einsamkeit reduziert sich der Wunsch auf sich selbst. In mir fühle ich es wie ein leises Weh, ein Vibrieren, ein Flügelschlagen, ein zitterndes Ausruhen, ein Atemanhalten, wenn ich einst malen kann, werde ich so malen.“ Die Begegnung mit Otto Modersohn wird erneuert, die beiden Menschen treffen sich häufiger und langsam wächst diese Freundschaft über sich selbst hinaus ins Schicksal.„Otto Modersohn hat mir riesig gefallen. Er ist mir schon so lieb,“ beichtet sie ihrem Vater. Aber zur Ehe kann es nicht kommen. Otto Modersohn ist verheiratet. Paula wird eingeladen, die künstlerische Ausbeute ihres zweiten Worpsweder Sommers mit früheren Werken in einer Worpsweder Kollektions=Ausstellung in der Kunsthalle in Bremen zu zeigen. Gern nimmt sie an, denn sie braucht einen Erfolg in aller Oeffentlichkeit, besonders auch der Familie gegenüber. Sie erlebt aber eine furchtbare Enttäuschung, die Kritik donnert alles in Grund und Boden. Eine lakonische kurze Notiz in ihrem Tagebuch— das ist alles. Sie läßt ahnen, wie sehr Paula verwundet war. Aber die Kraft ihrer Jugend siegt, bald hat sie ihre alte Energie zurückgewonnen und beginnt ihren Weg von neuem. In Paris! Neujahr 1900 kommt sie dort an. Ihre Worpsweder Freundin Clara Westhoff, die spätere Gattin Rainer Maria Rilkes. nimmt sie in ihre Obhut.— Paula wird wieder Schülerin, die zeichnet und malt, und bleibt dabei ihrem Ziele treu. Von den großen Impressionisten scheint sie nichts zu bemerken. Es ist sehr eigenartig und für Paulas künstlerische Entwicklung wichtig, daß sie Manet, Monet, Renoir, Cesanne und van Gogh nicht bei ihrem ersten Pariser Aufenthalt begegnet, sondern die künstlerische Auseinandersetzung mit den wichtigsten Malern ihrer Zeit erst viel später bei ihrem letzten Besuch und kurz vor ihrem Tode erfolgt. 1900 bewundert Pauli die Maler Lucien Simon und besonders Cottet und sein Triptydion au pays de lamer, das sie, vielleicht eine Erklärung für ihre Hinneigung an Mackensen und Vinnen, kurz an Worpswede erinnert. Ueberraschen muß auch Paulas Urteil über Paris in ihren Tagebüchern und Briefen. Es zeigt deutlich, wie wenig sie von der Totalität des Lebens eigentlich ahnt, wie sehr sie in der einseitigen Bejahung des Hellen verwurzelt ist, die dunklen Mächte der Welt, ihre Wirksamkeit im Gegensätzlichen sind ihr kaum bewußt geworden. Wen kann es verwundern, daß sie sich in Paris trotz ihrer reiferen Freundin einsam fühlt, daß sie von Heimweh nach Worpswede ergriffen wird und daß sie kurz entschlossen dorthin zurückkehrt, als Otto Modersohn sie darum bittet. Frau Modersohn war im Frühjahr gestorben. Die Freundschaft der beiden Menschen war tief genug gegründet, um eine stärkere Probe zu bestehen. Im Herbst verlobten sich Otto Modersohn und Paula Becker, am 25. Mai folgte die Ehe blieb nicht glücklich, Paula war ihr mit Voraussetzungen entgegengegangen, die niemand hätte erfüllen können, an dieser Realität des Lebens mußte Paula scheitern..kam mänkst uin i. Der Zwiespalt in ihrem Leben mündet ein in ihre Kunst. Die Reife der Erfahrung teilt sich ihrem Schaffen mit, läutert und wandelt ihr Wesen von Grund auf. In Paris Begonnenes rundet sich endlich zum Kreise. Paula, die einst die Natur nachschöpfend genoß, beginnt nun aus jener Fülle des eigenen Erlebens und eigener innerer Geschichte heraus zu gestalten. „Dieses unentwegte Brausen dem Ziele zu, das ist das Schönste im Leben. Dem kommt nichts anderes gleich. Es ist eine Konzentration meiner Kräfte auf das Eine. Ich lege meinen Kopf in deinen Schoß, aus welchem ich hervorgegangen bin und danke dir für mein Leben.“ Diese Demut und Dankbarkeit gilt ihrer Mutter. Wir begegnen ihr auch in der dunklen Ahnung ihres frühen Todes.„Ich weiß, ich werde nicht mehr lange leben. Aber ist denn das traurig? Ist ein Fest schöner, weil es länger währt“..„ IE. Schaffan in Marel Dreimal unterbricht Paula ihr Schaffen in Worpswede und verlagert die Kraft ihres Werkes nach Paris, sucht dort seine Itensität zu steigern. Das letzte Mal wurde es eine Flucht aus ihrer Ehe. Es war nicht nur ein menschlicher Konflikt mit ihrem Manne, er wurde unüberbrückbar durch den tiefen künstlerischen Gegensatz. Die innere Not suchte Ausgang aus ihrem Herzen über ihre Kunst hinaus im Widerspiel der Welt. Ihre Einsamkeit war vollkommen; dies aber erlöste sie erst aus ihrer Enge. Sie lernte begreisen, was ihr vor Jahren bei ihrem ersten Besuch von Paris verschlossen blieb, den unendlichen Reichtum des Lebens, alle seine Höhen, alle seine Tiefen und die schillernden Nuancen tausendfättiger Uebergänge. Als Pa ihrem letzten Aufenthalt in Paris dem Bildhauer Bernhard Hoetger begegnete, diesem Wahlverwandten ihre Kunst, konnte er nur das erlösende Wort sprechen. Bernhard Hoetger stand damals im Zenith seines äußeren Ruhmes. Sein Urteil wog mehr als das der Kunstkrit.. Mra uis. „Es war Reichtum und Eigenart, was sie gab. Ihre Worte lösten immer mehr eine erwartende Spannung in mir aus. Sie dachte einfach und tief. Nach Wochen regen Gedankenaustausches entschlüpfte ihr einmal das Wort:„Ja, das hätte ich bestimmt anders gemalt.“„Was, Sie malen?“ und dann ein bescheidenes „Ja“. Ich stand auf und drängte neugierig zum ersten Male in ihr Atelier. Dort erlebte ich still und ergriffen ein Wunder. Sie hing an meinen Lippen. Ich,konnte ihr nur sagen:„Es sind alles große Werke. Bleiben Sie sich selbst treu. Geben Sie den Besuch der Schule auf.“ Der war ihr geraten worden, weil man in Worpswede immer noch glaubte, sie müsse zeichnen lernen. Sie war glücklich erlöst.“ Paula erkämpfte sich ihre innere Unabhängigkeit endgültig. Sie fühlte sich frei und blieb es auch, als ihre Freunde sie wieder mit ihrem Manne vereinigten. Sie wollte Mutter werden. Auch ihre Kunst kreiste um diese Sehnsucht. Sie erfüllte die Bestimmung des Weibes, sie erfüllte sie im Künstlerischen, indem sie Ureigenstes allen Widerständen zum Trotz in seiner ganzen Totalität entfaltete, sie krönte sie, als sie Mutter geworden, Lebensträger des Unvergänglich=Ewigen an ihrem Kinde, so plötzlich starb. In Worpswede, auf dem Friedhof an der Dorfkirche, dort, wo sie zu wünschte, liegt Paula Becker=Modersohn begraben. Ein Denkmal ihres Freundes Bernhard Hoetger erhebt sich über ihrem Grab, Symbol für die verlöschende Kraft ihres Lebens. Eine junge Mutter, den Blick gen Himmel gerichtet, ihr Kind auf ihrem Schoß.— Von ihrem Werk wird das Beste im Paula=BeckerModersohn=Haus verwahrt, das Ludwig Roselius und Bernhard Hoetger in der Böttcherstraße zu Bremen erbouten: 9 Lm IAV.- Trans aanganh Zum Zeichen edler Fraue zeugend Werk, das siegend steht, wenn tapfrer Männer Heldenruhm verweht. Gedächtnisfeier für Paula Becker=Modersohn. Anläßlich des 25. Todestages dieser berühmten Malerin wird im Paula=Becker=Modersohn=Haus am Totensonntag, 20. November(dem Todestag von Paula Becker=Modersohn), eine Gedächtnisfeier veranstaltet. bei der Generalkonsul Dr. h. c. Ludwig Roselius spricht und Professor Dr. Georg Biermann, der Biograph der Künstlerin, die Gedächtnisrede hält. Außerdem sendet der Norddeutsche Rundfunk 15 und 16 Uhr ein Hörspiel über Paula Becker=Modersohn, das auf verschiedene deutsche Sender übertragen wird. Kauptmann-Woche im Stadttheater Bochum Heute, Samstag, findet keine Vorstellung statt. Die kommende Woche steht vor allem unter dem Eindruck, der sich dem Spielplan durch die Veranstaltungen zur Ehrung des siebzigjährigen Hauptmann ausprägt. Da ist zunächst die Morgenfeier des Sonntags zu nennen, die, um 11.15 Uhr beginnend, den Vortrag Professor Dr. Witkops über Gerhart Hauptmann bringt. Der bekannte Freiburger Literarhistoriker wird über„Hauptmanns Größe und Grenzen“ sprechen, sich also, bei aller Dankbarkeit, die dem Dichter gebührt, kritisch mit ihm auseinandersetzen, zumal mit den Werken, die sich nicht mehr auf die schlesische Landschaft und den schlesischen Menschen berufen können. Karten stehen noch zur Verfügung, da die Veranstaltung außerhalb jeder Vormiete angesetzt wurde. Für den Grünen Ring, desgleichen in weitgehendem Maße für die freie Besucherschaft gelangt am Sonntag abend, 19.30 Uhr, der „Florian Geyer“ in seiner neuen Einstudierung zur Darstellung.„Die Weber“=Aufführung ist für Dienstag angesetzt(der Vorverkauf dazu hat eingesetzt); das jüngste Bühnenwerk des Dichters, sein Schauspiel„Vor Sonnenuntergang“, am Donnerstag: dann am Samstag die„Rose Bernd“ als Gastspiel des Deutschen Theaters, Berlin, mit Paula Wessely in der Titelrolle, einer jungen Schaufpielerin, die gerade in der Darstellung dieser Frauengestalt ungewöhnlich starkes Aufsehen erregte. Den Abschluß bildet die für den 29. November. angekündigte Auffühjrung von Hauptmanns Drama„Gabriel Schillings Flucht“, die ihre besondere Note durch die Anwesenheit des Dichters erhält. Alte Bäuerin Paula Modersohn. Unserer heutigen Nummer liegt ein Prospekt asoes der Fa. W. Schmitz& Co., G. m. b.., Bochum, bei Vertrugen Fie. die. Vorfuhrung, dos Celefunken. 231 und hören Sie selbst, wie er klingt, wie er trennt, Günstige Aussagen für den Angeklagten im Bullerjahn=Prozeß OinPeikngrune Teuinam Best Erregte Auseinandersetzungen zwischen Bullerjahn und von Gontard Leipzig, 18. November. den Versailler Vertrag. Wir haben auch keinen maIm weiteren Verlauf des Bullerjahn=Prozesses teriellen Schaden gehabt.“„„ wurde als erster Zeuge Rechtsanwalt Dr. Cohn ver= Die Tatsache, daß er bei der Mitteilung über den nommen, der im Wiederaufnahmeverfahren ansangs die Verrat an Bullerjahn gedacht habe, motivierte, Verteidigung des Angeklagten übernommen hatte. Er Zeuge damit, daß Bullerjahn die Kriegswaffenlager erklärte, er könne sich erinnern, daß Bullerjahn ihm im unter sich hatte. Februar 1929, wahrscheinlich bei der Erörterung über Rechtsanwalt Dr. Rosenfeld machte darauf au den Besuch am Horstweg, gesagt habe, er habe in der merksam, daß gerade das Kriegsmateriallager nicht BulTat beabsichtigt, den Leutnant Jost aufzusuchen. lerjahn, sondern Groß verwaltete. Als Zweck hat er angegeben, er habe gefühlt, daß sich An Hand von Werksplänen wurde dann Bullerjahns in dem Werk eine ungünstige Atmosphäre gegen ihn zu= Zuständigkeit erörtert. Zwischen von Gentard und Bulsammenballe und er wolle diese Atmosphäre durchbrechen, lerjahn kommt es dann zu einer erregten Auseinanderindem er von Leutnant Jost eine schriftliche Erklärung setzung, ob Bullerjahn von von Gontard Spitzelzu erlangen versuchte, daß Beziehungen zwischen ihm erhalten hat. Von Gontard bestreitet, Bulund der interalliierten Militärkommission nicht vorhanden seien,. 4.6.— K. ramDer Zeuge sagt, daß er im Dezember 1929 eine Unterredung im französischen Auswärtigen Amt mit dem Leiter der deutschen Abteilung darüber hatte, ob Bullerjahn zu den Agenten der französischen Regierung gehört habe. Im französischen Auswärtigen Amt war man nicht unbedingt ablehnend. Mri, Kat, 55 d. 9. Auf dem Rückwege von Paris hatte sich der Zeuge mit Leutnant Jost getroffen. Jost sagte ihm, er stehe zwar in keinem Dienstverhältnis mehr zu General Nollet, dem damaligen Vorsitzenden der Interalliierten Militär= kontrollkommission. Er sei ihm aber dienstlich verbunden ich französischem Recht lerjahn solche Aufträge gegeben zu haben. Einen breiten Raum nahmen in der Vormittagsverhandlung die Erörterungen über die Entschädigung der Werke für nicht ausgeführte Aufträge ein. Hierzu wurden als Zeugen Generaldirektor von Gontard und Prokurist Demmer vernommen. Erstes Todesopfer der Kälte Stendal, 18. November. In der Nähe von Osterburg(Altmark) wurde die Leiche eines Mannes gefunden, der nach dem ärztlichen Befund erfroren ist. Der Tote war gut gekleidet und ungefähr 50 Jahre alt. Seine Personalien sind noch unbekannt. Was wonlest du inn dem Bolche, speich! Aufregender Vorfall in der Wilhelmstraße Eine Frau wollte Dapen zur Aenderung seiner Politik Berlin, 18. November. Mi, sich erst heute vor dem Schnellrichter im Polizeipräsidium herausstellte, hat sich am Dienstag ein aufregender Vorfall in der Reichskanzlei abgespielt. Als gegen 2 Uhr der Portier gerade die Pförtnerloge Wie „zwingen“. den letzten Jahren sehr überreizt. Er erzählte, sie habe ihn einmal gefragt, ob er bereit sei, die Regierung zu stürzen. Er habe aber diese Frage nicht weiter ernst genommen. Der Staatsanwalt beantragte schließlich gegen die Angeklagte unter Zubilligung mildernder Umstände wegen ihrer bisherigen Unbestraftheit und wegen ihrer und möchte, obwoh er nach französischem Recht eine Als gegen 2 Uhr der Portier geade, dig, Pfhrtgerlgge formelle Aussagegenehmigung nicht brauche, doch nicht verlassen hatte, um dem Staatsserrerar Planck bei der ohne die Zustimmung des Generals Nollet in dieser Ausfahrt behilflich zu sein, stürmte plötzlich eine Sue eushenen, Dor hauep bene Cpschung pv.,), Der Bizrne eie ise uach usd soante se Pollichen Leidenichaest drei Nouate Gzizgslst., im zweiten Stockwerk festhalten. Als die Frau von Frau Buddo bat selbst in ihrem Schiußwort um dem Portier und einem Kriminalbeamten durchsucht mildernde Umstände und erklärte, daß sie„nur im wurde, fand man bei ihr Interesse der Allgemeinheit in die Reichskanzlei einge28 Zentimeter langen Dolch, drungen sei.“ sich nun wegen unbefugten. Watfentragens., vor dem kannte gegen sie auf drei Monate Gefängnis Köpenickiade in Köslin Geisteskranker früherer Kriminalbeam. ter versucht, den Regierungspräsiden. ten zu verhaften. Köslin, 18. November. Der geisteskranke frühere Kriminalbeamte Jendresky versuchte am Donnerstag abend den Regierungspräsidenten Cronau zu verhaften. Er ließ sich in der Privatwohnung des Regierungspräsidenten melden, erklärte, er sei der Vizepräsident und drang in das Zimmer Cronaus ein. Dort erklärte er dem Regierungspräsidenten, der am Kaffeetisch saß:„Ich habe den Auftrag, Sie zu verhaften.“ Er behauptete, der Regierungspräsident habe Spritschmuggeleien begangen.„„.. 4.sisumasuran Als Jendresky merkte, daß der Regierungspräsident inzwischen einen Beamten herangerufen hatte, ergriff er plötzlich die Flucht und versuchte, über die Dächer zu entkommen. Er wurde jedoch schon auf dem Boden des Hauses festgenommen. Jendresky war früher Kriminalbeamter in Köslin, später Schutzpolizeibeamter in Oberschlesien und hatte wegen Unkorrektheiten aus dem Dienst scheiden müssen. An den Spritschmuggeleien ist selbstverständlich kein wahres Wort. Hieben Jahre Zuchthaus süe Gallenmord Neiße, 18. November. Das Schwurgericht verurteilte die Arbeiterfrau mit den Worten: „Gewiß, wenn ich nach Deutschland kommen könnte, könnte ich Bullerjahn sehr viel nützen.“ Vorsitzender: Welchen Schluß haben Sie aus dieser Aeußerung gezogenz.„ 4,.6 m. Kersaß. Zeuge: Daß er erklären könnte, daß Bullerjahn niemals mit ihm etwas zu tun gehabt hatte. Hierauf berichtete der Zeuge über Besprechungen des Reichstagsabgeordneten Dr. Levi mit dem Schweizer Staatsangehörigen Bientz(Basel), der schon einmal wegen des Verrats militärischer Geheimnisse zu Zuchthaus verurteilt worden war. Er hat Levi erzählt, er sei im Zuchthaus mit Bullerjahn zusammengetroffen und habe diesen gefragt, ob er„der" Bullerjahn sei. Auf das Ja Bullerjahns habe er ihm dann erklärt: „Sie sitzen zu Unrecht, die Sache ist ja längst bekannt gewesen.“ Bientz wolle bereits 1923 die Berlin=Karlsruher Industriewerke ausspioniert und festgestellt haben, daß er nicht einmal der erste gewesen sei, der das Waffenlager verraten habe. Bullerjahn erklärte. sei selbst mit der Tat in Verbindung zu bringen, er niemals gekommen. Er habe sich nur über seine genauen Kenntnisse der Werke gewundert. Zeuge von Gontard, der zur Freitag=Verhandlung wieder erschienen war, erklärte auf Befragen des Vorsitzenden, er habe nicht den geringsten Anlaß gehabt, gegen Bullerjahn, den er ja nur oberflächlich kannte, aufgebracht zu sein. Dem Verrat habe er kein großes Gewicht beigelegt:„Wir hatten kein fertiges Kriegsmaterial; nach meiner Auffassung fielen die vorhandenen Rohmaterialien und Halbfabrikate nicht unter Schnellrichter zu verantworten. Die Angerlagte, die ver= wegen verbotenen Waffentragens. des Vorsitzenden nach dem Motiv ihres eigenarigen Selbsimordversuch Salabans Eindringens in die Reichskanzlei, sie wollte unbedingt ge„. zum Reichskanzler von Papen, um ihn zur Aenderung seiner Politik zu zwingen, grguchten Ei, Lenm 2k. Vorsitzender:„Wozu brauchten Sie denn aber Angeklagte:„Entweder solle mir der Reichsnaler erklären, daß er seine Politik jetzt ändern würde, Berlin, 18. November. Der Falschmünzer Dr. Salaban hat im Untersuchungsgefängnis Berlin=Moabit einen Selbstmordversuch unternommen. Salaban hatte schon einmal einen solchen Versuch gemacht und dem Leiter des Unterkanzler erklären, daß er seine Politik jetzt ändern ,würdg, suchungsgefängnisses dann aber sein Ehrenwart oderich hätte irgend etwas mit dem polch gegeben, daß er von geiteren Selhienggrgegezer#n angestells:“ stand nehmen werde. Diese ehrenwörtiche, Ptts###ung Trotz eindringlicher Fragen des Staatsanwalts und hat er kürzlich zurückgenommen. Trotz scharfer des Vorsitzenden, was sie mit dieser dunklen Andeu= Bewachung ist es ihm auch gelungen, sich in den Besitz tung eigentlich meine, weigerte sich Frau Buddo, nähere einer größeren Dosis eines Schlafmittels zu Angaben zu machen. Durch die Vernehmung des Por= setzen. Sein Befinden hat sich inzwischen bereits wieder so gebessert, daß er wieder in das Untersuchungsgefängnis gebracht worden ist. Nach Zustellung des Urteils des Reichsgerichts. das die Revision gegen die fünfjährige Zuchthausstrafe zurückgewiesen hat, wird Salaban ins Zuchthaus übergeführt werden. Breitbart im Konfektionsladen Berlin, 18. November. Ein Berliner Konfektionshaus wurde von Einbrechern besucht. Für 50000 Mark Waren befanden sich im Lager, etwa 2000 Damenkleider und viele Ballen seidene und wollene Stoffe. Alles wurde mitgenommen, das ganze Lager ausgeräumt. Zur Fortschaffung der Beute müssen mehrere Lastkraftwagen notwendig gewesen sein. Unter den Einbrechern muß ein besonders starker Mann gewesen sein, der nach dem Muster des Eisenkönigs Breitbart die Tür vollständig zertrümmerte und Eisenstangen zu Spiralen drehte. tung eigemtich meine, Wrinrn,##g. O1; ug# te gewesen sei, der das Waffen= ungaben zu Nunzel, Burch die Vernehmung des, Portiers der Reichskanzlei als Zeugen ergab sich übrigens, lärzz, guf, den Gedanken, Bientz daß die Angeklagte bereits einmal vor fünf Wochen zu in Verbindung zu bringen, wäre dem Reichskanzler wollte, daß sie aber damal Er habe sich nur über seine ge=gewiesen und auf den schriftlichen Weg verwiesen worden sei. Da der Verdacht nahelag, daß sich geklagte über die räumlichen Verhältnisse in der Reichskanzlei erkundigt hatte und direkt in das Arbeitszimmer des Kanzlers stürmen wollte, wurde der Zeuge auch befragt, ob sich Frau Buddo denn auf dem richtigen Weg zu den Räumen des Kanzlers befunden hätte, was dieser aber verneinte. Der gleichfalls als Zeuge vernommene Ehemann der Angeklagten, der Postiuspektor Paul Buddo, sagte, seine Frau sei in Anheinlicher Fund auf den Bähiihes von Keuper Ein zerstückelter Leichnam in zwei Koffern entdeckt aufmerksam gemacht hatte, ausfindig zu Mailand, 18. November. Eine furchtbare Entdeckung, die auf die Spur eines Frauenmordes führte, wurde im Fundbüro des Hauptbahnhofs von Neapel gemacht. Am Vormittag waren dort zwei Koffer abseliefert worden, die im Zuge, der von Turin kommt, von einem Reisenden zurückgelassen worden waren. Die Bahnbeamten waren von einem anderen Reisenden darauf aufmerksam gemacht worden, daß die Koffer einem Mann gehört hatten, der in Pisa den Zug verlassen hatte. Als nun die beiden Koffer nachmittags in einen Schrank eingeschlossen werden sollten, ging der eine von ihnen auf. und der diensttuende Beamte sah darin den Rumpf eines weiblichen Körpers und von diesem abgetrennt einen Kopf, dessen Gesicht surch Beilhiebe vollkommen unkenntlich gemacht worden war. Die Haare waren abgeschnitten. Darauf wurde auch der andere Koffer geöffnet, in dem sich Teile der Gliedmaßen befanden. Es fehlten Unterarme und Hände. Die gerichtliche Untersuchung ergab, daß der Mord nicht länger als zwei Tage zurückliegen kann, und daß es sich um eine Frau handelt, die etwa 30 Jahre alt war. In dem Koffer befanden sich noch zwei ältere italienische und Teile von englischen Zeitungen. Die Koffer waren neu, hatten aber kein Firmenschild. Man nimmt an, daß es sich um einen Racheakt handelt, und versucht jetzt, den Reisenden, der die Schaffner auf die Koffer machen. Hamburger Paddlerin aus Seenot gereitet Hamburg, 18. November. Nach einer Meldung des„Hamburger Fremdenblattes“ ist die junge Hamburger Sportlerin Müller, die vor etwa einer Woche den Versuch unternahm, den Aermelkanal in einem Faltboot zu durchqueren und die seit ihrer Abfahrt von Calais vermißt wurde, durch den in Dünkirchen stationierten Schleppdampfer„Fairplay“ aus schwerer Seenot gerettet und nach Dünkirchen gebracht worden. Ein Gutsbesitzer ermordet Dresden, 18. November. Der Gutsbesitzer Artur Müller aus Doberzeit wurde in der Nacht zum Freitag mit zertrümmertem Schädel tot aufgefunden. Der Tat verdächtig ist ein Mann, mit dem Müller heimlich Geschäfte machte, nachdem er sein Gut verkauft hatte. Der Rekordflieger smih verschollen London, 18. November. Der 19jährige südafrikanische Flieger Victor Smith, der einen Rekordflug von Kapstadt nach London ausführen wollte, ist seit seinem Abflug von Duala(Kamerun) nach Gao am Montag abend ver6sn. Zwei ausländische Polizeizefangene enlwichen Berlin, 18. November. Aus dem Polizeigewahrsam in Charlottenburg entwichen gestern abend zwei Ausländer, die sich wegen ihrer eventuellen Ausweisung bereits seit dem 2. November in Polizeihaft befanden. Es handelt sich um den 23jährigen Florian Gminski und den 27jährigen Paul Kuffel, die sich auf dem Wege aus dem tagsüber bewohnten Gemeinschaftsraum in ihre Einzelzellen von den Mitgefangenen absonderten und in den Keller des Hauses eindrangen, wo sie an einem Fenster zwei Stäbe eines Schutzgitters auseinanderbogen und hindurchschlüpften. Nachdem sie den Hof überquert und eine Mauer überklettert hatten, gelangten sie durch den Hausweg ins Freie. Die sofort aufgenommenen Fahndungen nach den beiden Entwichenen blieben ohne Erfolg. Europareise als blinder Passagier Berlin, 18. November. Daß eine Europareise nicht immer mit großen Geldausgaben verbunden sein muß, hat ein in NeuBentschen festgenommener polnischer Staatsangehöriger bewiesen. Er hatte sich in Danzig auf ein Schiff geschmuggelt, das ihn in zeinem sicheren Versteck nach Rotterdam brachte. Von hier führte ihn sein Weg als blinder Passagier mit der Bahn nach Spanien, wo er sich vier Wochen aufhielt. Dann ging es wieder unter einem Eisenbahnwagen über Paris nach Lille. Dort ließ er sich vom zuständigen Konsulat einen polnischen Paß ausstellen, reiste„blind“„nach Brüssel, wo er sich mit dem Luxuszug Paris=Warschau wieder über die belgische Grenze schmuggelte. In NeuBentschen, also kurz vor den Toren seines polnischen Roteslanbes ereite in aber das Stucklock. Das Schwurgericht verurteilte die Arbeiterfran Steckel aus Turok=Machenitz wegen Gattenmordes zu sieben Jahren Zuchthaus und fünf Jahren Ehrverlust. Die Angeklagte hatte am 3. September dieses Jahres im Falkenberger Wald ihren Mann mit Ueberlegung erschossen. Als Grund der Tat gab die Frau die ständige Bedrohung an, in der sie sich befunden habe. Karl Steckel, Kassierer bei der KPD., war in die Tatbestände des Kommunistenprozesses vor dem Oppelner Sondergericht nicht unerheblich verwikkelt und fürchtete einen Verrat seiner Frau, die seine politische Gesinnung nicht teilte. Autobanditen rauben 10000 Mark Hamburg, 18. November. Am Freitag kurz nach Mittag wurde in der Repsoldstraße ein außerordentlich frecher Raubüberfall auf einen Geschäftsboten wobei den Tätern über 10 000 Mark in die Hände fielen, die der 50jährige Bote zur Bank bringen wollte. Er trug das Geld in einer Aktentasche bei sich. Plötzlich fuhr eine Limousine bis an den heran; dem Wagen entstieg ein maskierter Mann, der sofort auf den Boten zusprang und ihm unter Bedrohung mit einem Revolver die Aktentasche mit dem Geld entriß. Der Räuber sprang dann wieder in den Wagen, der darauf in schnellster Fahrt davonfuhr. Der Räuber trug eine grauschwarze Halbmaske. Die Täter konnten bisher noch nicht ermittelt werden. Mord und Selbstmord Breslau, 18. November. Am Donnerstag wurden bei Weidenhof im Kreise Breslau in einem Gestrüpp an der Weidebrücke die Leichen eines Mannes und einer Frau aufgefunden. Beide Leichen weisen je einen rechten Schläfenschuß auf. Die bei der Tat benutzte Waffe hielt der Mann noch in der Hand. Es liegt daher die Vermutung nahe, daß er zunächst die Frau und dann sich selb getötet hat. Es handelt sich anscheinend um eir Shedagr. tt Schweres Straßenbahnunglück in Metz. In Mez entgleiste eine Straßenbahn, wobei zwei Tote und dreißig Verletzte zu verzeichnen waren. * Schweres Einsturzunglück lermo ereignete sich ein schweres Unglück. Ein altes Haus stürzte teilweise ein und begrub die Bewohner unter den Trümmern. Fünf Personen wurden getötet und fünf verletzt.„ 6 tt Amy Johnson in Kapstadt. Die Fliegerin Amy Johnson ist in Kapstadt(Südafrika) gelandet. in miesorklun Gitt X G. m. b. H. Anfragen ohne Namen und Adressenangabe können im Briefkasten nicht beantwortet werden. W. Kl. Die Forderung besteht noch, sie ist gegen die Erben des verstorbenen Bruders geltend zu machen. Da sie 1919 entstanden ist, ist sie eine Papiermarkforderung und muß aufgewertet werden. Im April 1919 waren 200 Mark= 68.20 Mark. Dieser Betrag ist aufzuwerten. Wenn Sie sich über die Höhe der Aufwertung nicht mit den Erben einigen konnen, dann verbleibt Ihnen eine Klage auf Aufwertung. 2. Sofern der Betrag im Grundbuch eingetragen steht, wird die Forderung gesetzlich 25 Prozent von 68,20 Mark= 17.05 Mark aufgewertet, ist die eingetragen, dann kann der Prozeßrichter nach freiem Ermessen unter Würdigung der wirtschaftlichen Verhältnisse der Beteiligten den Aufwertungsbetrag und die Zinsen festsetzen. Achtung on Wörisholener Kräuterhaus Inh.: Re.nhold Marnach Jetzt nur Kortumstraße 51 Nähe Wilhelmsplatz, neben dem Capitol-Kino Licht- und Kraft-Aktiensesellscheft Kunwu.! Ingenieur-Büro Essen, Selmestraße 23. 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Was sich hier abspielt, vollzieht sich zwar im Rahmen der bunten Artistenwelt, hat aber im eigentlichen Kern mit diesem Milieu nichts zu tun. Nach dem Titel ahnt man nicht, daß es sich um eine ganz raffinierte Spionageaffäre handelt, die mit stets neuen Rätseln, den Zuschauer immer auf eine neue Fährte lockend, den Film durchzieht. Damit wäre an sich genügend Stoff, und ein wirklich spannender, gegeben, aber man bemühte sich noch dazu, die Umwelt möglichst interessant und abwechselungsreich zu gestalten, und man begnügt sich nicht allein mit Ausschnitten aus der VarieteeWelt, sondern zieht auch Leben und Treiben im.J. W76u.8# Rundfunk mit in die Handlung ein. Alfred Braun ist als Reporter mit seinem Mikrophon überall dabei und ist unter allen Detektiven der erfolgreichste Kriminalist. Olga Tschechowa ist die elegante Spionin, Alfred Abel ihr Gegenspieler. Die drei Fratellinis zeigen zwar nicht ihr umfassendes, wirkungsvolles ProTonfilm aus dem Artistenleben in der Lichtburg Die drei Fratellinis. gramm, aber mit den Ausschnitten ihrer Folge, die man zu sehen bekommt, wird der Film sicher um eine fesselnde und höchst amusante Note bereichert. In diesem Film gibt es eben vieles zu schauen und zu hören. Daher sein Erfolg, der seine stärkste Ursache in der erheblichen Spannung der kriminalistischen Vorgänge hat. der Guten Stuben sowie in einem Teil des Cafés großer Gesellschaftsvall statt. In der Bar und in der Diele wird die bekannte Tanz= und Barkapelle, das Heidetrio, zum Tanz spielen und für frohe Stimmung sorgen. Geistliche Abendmusik— Melanchthonkirche. Totensonntag, abends 6 Uhr, veranstaltet Musikdirektor Willy Mehrmann wieder eine„Geistliche Abendmusik". Mitwirkende sind Grete Hardt(Gesang) und Alvert Waimann(Violine). Das Programm enthält Orgelwerke von Bach, Brahms und Liszt, Gesänge von Bach und ein Adagio für Violine und Orgel des im vergangenen Jahre verstorbenen Waldemar von Baußnern. Der Eintritt ist frei. Kirchenchor der Christuskirche(gegr. 1877). Am Sonntag, 27. November, nachmittags 5 Uhr, veranstaltet der Chor anläßlich seines 55jährigen Bestehens in der Christuskirche ein Konzert, das dem Gedenken Joseph Haydns gewidmet ist. Zur Aufführung gelangt das bekannte Oratorium„Die Schöpfung", von dem die beiden Hauptteile, in denen das eigentliche große Schöpfungswerk besungen wird, dargeboten werden. Kein zweites Werk hat den Namen Haydus so bekannt gemacht wie seine„Schöpfung", kein anderes bringt aber auch den inneren Reichtum des Meisters, die Größe seiner Kunst so voll, so stark und scharf zum Ausdruck. Der übersinnliche und gebeimnisvolle Charakter der Schöpfung tritt in seiner Auffassung zurück vor der freudigen Tankbarkeit gegen den Schöpfer. Die Musik entfaltet hier eine durch Anschaulichkeit und Frische unübertreffliche Erfindungskraft. Groß ist die Fülle der Erscheinungen, die in diesem Oratorium an uns vorüberziehen; wirksam, übersichtlich, leicht faßlich und eindringlich sind sie vom Meister zusammengefügt. Mit welcher Meisterschaft werden dem Chaos und der Flucht der Höllengeister der Glanz des aufgebenden Lichts und die sich ordnende Gotteswelt, dem Aufruhr der Natur die Idvlle am Bach entgegengestellt! Das sind Vorzüge der„Schöpfung", die unvergleichlich schön und unvergänglich sind. Freiheit und Schönheit ihres Stils werden, solange es eine Kunst gibt, als Muster dienen können. Der Christuskirchenchor hat unter seinem bewährten Dirigenten H. Haarmann fleißig gearbeitet, um eine würdige Aufführung des Werkes zustande zu bringen. Die Solopartien liegen in den Händen von Elisabeth Butschkus, Essen(Sopran), Fritz Poebel, Bochum(Tenor). Kurt Finkgarden, Tortmund(Baß) und Hermann Schneck, Bochum(Cembalo). Außerdem wirkt ein 40 Mann starkes Orchester mit. Buchausstellung und Lichtbildervortrag. Buchausstellung der Büchergilde Gutenberg, verbunden mit Lichtbildervortrag „Das neue Weltbild im Spiegel unserer Literatur“(Verfasser Erich Knauf, Berlin, Lektor der Büchergilde Gutenverg), Samstag, 19. November, von abends 7 Uhr an, sowie Sonntag 20. November von vormittags 11 Uhr an, im Lokal Karl Schulze, Bochum, Ferdinandstraße 36. Die Büchergilde Gutenberg, Sitz Berlin, ist als ein gemeinnütziges Kulturunternehmen dem Bildungsverband der Deutschen Buchdrucker angeschlossen. Als Kulturgemeinschaft hat sie gegenwärtig einen Mitgliederbestand von rund über 85 000. Eintritt frei. Gemäldeausstellung eines heimischen Künstlers. In der Kunsthandlung Michaelsen, Kortumstraße 115, veranstaltet zur Zeit ein Bochumer, der bekannte Kunstmaler Franz Schrudde, eine Ausstellung seiner Arbeiten, die besonders den Freunden westfälischer Landschaft manches zu sagen hat. Franz Schrubde, ein Schüler der Professoren Seufert(Köln) und Dietl(München), hat in seinen Wanderjahren, die ihn durch Norddeutschland, die Schweiz, Italien und Frankreich führten, seinen Blick für die wechselnden Eindrücke und Stimmungen landschaftlichen Schauens und Erlebens geschärft. Aus seinem Aufenthalt im Süden hat er manch wertvolles Skizzengut mit heimgebracht. Seine innerste Neigung aber gehört der westfälischen Heimat, in erster Linie dem Sauerland, dem er sich mit ganzem Herzen verschrieben hat. In kleiner, gutgewählter Auslese gibt uns davon die Ausstellung bei Michaelsen Kunde. Schrudde hat einen unbestechlichen Blick für das Wesentliche. Das ist im besten Sinne bestimmend für Art und Charakter seiner Kunst. Seine Gemälde tragen den Stempel der Sachlichkeit und Naturwahrheit, ohne daß der Künstler dabei in den oft begangenen Fehler photographischen Abklatsches verfällt. Schrudde steht in die Tiefe der Landschaft und weiß uns ihre seineren Klänge bei aller gewollten Schlichtheit der Darstellung eindringlich und überzeugend zu vermitteln. Franz Schrudde ist in seiner Art kein Nachtreter und Nachbeter. Er steht mit beiden Füßen fest auf der heimatlichen Scholle, deren starke Eindrücke er uns mit klarer Pinselführung blutwarm zu deuten weiß. Volksbühne Bochum. Die Mitglieder des Vereins werden auf die morgen 11.15 Uhr im Stadttbeater stattfindende Gerbart=Hauptmann=Feier besonders aufmerksam gemacht. Eintrittskarten an der Theaterkasse. Bühnenvolksbund. Für die Pflichtvorstellung der Serie A am 25. November(Freitag)„Kanzler in Not“ hat der Vorverkauf begonnen. Heute beginnt der Vorverkauf für„Die Weber“ am 22. November(Dienstag). Am 23. November (Mittwoch) wird als Wahlvorstellung„Gräfin Mariza“ geboten. Der Vorverkauf hierzu beginnt am Montag. Plaza Varieté. Acht Weltstadt=Attraktionen, die jede einzelne für sich bundertprozentiges Qualitäts=Varieté bedeuten, werden bei vollkommen freiem Eintritt geboten. Der Erfolg dieser neuen Einführung hat sich bereits durch Massenbesuch bemerkbar gemacht. Am Samstag und Sonntag(Totensonntag) finden je zwei Vorstellungen, und zwar.30 Uhr und.30 Uhr, statt. Tischbestellungen werden unter Telephonnummer 63872 den ganzen Tag entgegengenommen. „Der Mann, den sein Gewissen trieb“ in den Capitol=Lichtspielen. Manch einen hat das Gewissen getrieben, als er nach vierjährigem Völkermorden heimkehrte in das veränderte Zuhause. Manch einer konnte nicht mit seinem Kriegserlebnis fertig werden, mit dem wider die Natur gehenden Muß, auf Menschen zu schießen, zu morden, wider das fünfte Gebot zu handeln. Manch einer krankt heute noch an der Wunde, die der Krieg seiner vielleicht empfindsameren Seele schlug. Und ganz besonders der Mensch, der einem sterbenden Soldaten, und sei es auch ein feindlicher, in das vergebende Auge geschaut hat. Das Bewußtsein: Du hast einer Mutter den Sohn genommen, einer liebenden Mutter, der ihr Sohn gewiß ebenso am Herzen lag, wie du selbst deiner Mutter lieb bist, dies Bewußtsein griff manchem schmerzend ins Gewissen. Und hier der Mann, den sein Gewissen trieb, ging hin und reiste zu der Mutter, dem Vater, der Braut, denen er einen lieben Menschen genommen hatte. Nur sie können ihn seiner Schuld entbinden. Er will ihnen alles gestehen und sie um einfache menschliche Absolution bitten. Und wunderbar, wo er hinkommt, verwandelt sich Haß und Trauer in Liebe und treues Gedenken. Man nimmt ihn auf, denn er weiß von dem Toten, kann von ihm das Letzte, Heldenhafte erzählen. Er wollte sein Bekenntnis bringen, und gab Liebe. Brücken schlagen sich zwischen Menschen, die man— roh besehen— für„ärgste Feinde halten mußte. Und in wehem Erinnern an einen gemeinsamen Toten schließen seine Braut und sein Feind einen neuen Bund, mehr symbolhaft als schicksalhaft. Ein Weg hinüber scheint gefunden, Maurice Rostand hat ihn in seinem Schauspiel gewiesen, Ernst Lubitsch zeichnete ihn im Film. In tiefer. feiner Weise hat er diesem eine Form gegeben voll Takt und Monschlichkeit, ergreifend, oft schmerzend traurig(das Leben kann auch traurig sein) und dazu alltagsverwachsen: Große starke Menschen mit einer weichen empfindsamen Seele auf ihrem„Weg zurück". Kamera und Menschen sind wahrlich meisterhaft geführt. Ein ergreifender Film zum Totensonntag! Dazu ein beachtlicher Gesellschaftsfilm um die Erbschaft zweier Brüder. Im Beiprogramm ein idyllischer Heiddorffilm, ein gezeichneter Film und die Wochenschau. hg. „Schade, daß Liebe ein Märchen ist.. (Melodie der Liebe) in den Weltlichtspielen. Zum neuen Programm schreibt das Büro der Weltlichtspiele: Wieder einmal hat man Gelegenheit, die herrliche Stimme Richard Taubers zu bewundern und zwar in dem Tonfilm„Schade, daß Liebe ein Märchen ist“(Melodie der Liebe). Die Handlung führt in das bewegte Dasein eines großen Künstlers, in ein Leben des Scheins. Die Wirklichkeit aber ist rauh und trifft den Künstler mit doppelter Härte. So schreitet ein großer Tenor von einer zur anderen Enttäuschung im Leben und in der Liebe. Eine dankbare Rolle für Richard Tauber. Dankbar namentlich darum, weil die gesanglich=strahlenden Qualitäten seiner Stimme hier vollauf zur Geltung gebracht werden. Seine entzückende Gegenspielerin ist Lien Deyers und in der Rolle der verführerischen Frau gefällt Alice Treff. Weiter wirken mit: Szöke Szakall, Ida Wüst, Karl Ettlinger, Grete Natzler und als Filmtöchterchen Taubers die kleine Petra Unkel. Die entzückenden Lieder, wie„Ein Lied aus meiner Heimat" und andere, sind längst in aller Mund. Außerdem ist aus dem reichhaltigen Beiprogramm noch das entzückende Tonfilm=Lustspiel„Die Liebe ist ein Feuer" erwähnenswert. Gewerkschaftsbund der Angestellten, Geschäftsstelle Bochum. Im Rahmen einer Festveranstaltung der„Jungen Front im GDu.“, Gruppe Bochum, der Kampforganisation der freiheitlich=nationalen Jungangesteuten, sprach am vergangenen Freitag der Reichsfuyrer der„Jungen Front im GTA.“, Walter Dach(Beruin), über„100 Jahre sozialer Kampf“. Walter Dach schilderte in fesselnder Weise den sozialen Kampf der deutschen Arbeiinehmerschaft im vergangenen Jahrhundert bis zum heutigen Tage. Wirtlich große Staaismanner hätten das natürliche Recht der arbeitenden Menschen auf soziale Freiheit anertannt und seien dem entgegengerommen. Ueber die Steinsche Befreiungstat zum Bismaraschen Sozialversicherungsvau und weiter vorwarts in der Geschichte bis zum heutigen sozialen Ringen um Freiheit und mitbestimmung in Staat und Wirtschaft ging der Gedantenflug des Redners. Reicher Beifau lohnte seine Ausführungen. Die Veranstaltung fand ihren wurdigen Rahmen durch Vorträge des GDA.=Orchesters und Rezitationen sozialer Dichtung. Theaterverein„Harmonie" e. V. Bochum. Der Verein spielte Buß= und Bettag im Ev. Vereinshaus Mühlenstraße vor ausverkauftem Hause das Drama„Wenn du noch eine Mutter hast“ von Thilo Schmidt. Zuschauern mit grogem Beifall nachsten Jahres wird der Verein wieder mit einer Operette an die Oeffentlichkeit treten. Theater=Verein„Bunte Bühne“ Bochum. Am 13. November hielt der Verein im Vereinsheim Krengel, Molttemartt, seine letzte Monatsversammtung ab, die gut besucht war. Nach kurzem Gedenten an das verstorvene Mitglied Elfriede Nieemann wurde die Versammlung geschlossen. Oesterreichisch=Deutscher Heimatbund, Zirkel Bochum. Der Oestererschisch=Deutsche Heimatbund hiel uin seinem Vereinslokal einen unschlußabend av zum Gedenken an die österreichische Verfassung, die am 12. Lktover ihr 14jahriges Besteyen hatte. Zu Beginn des Abends wurde das Anschluß„Die andere Seite“ im Apollotheater. Die Leitung des Avollotheaters teilt über ihren laufenden Spielplan mit: Von allen Werken, die den Krieg mit allen seinen Schrecken, aber auch mit seinem höchsten Wert, der Kameradschaft, behandeln, wird eins der besten jetzt in filmischer Bearbeitung in den Apollo=Lichtspielen gezeigt: Der Tonfilm„Die andere Seite" nach des Engländers Sheriffs gleichnamigem Bühnenstück. Ein Werk, das ungekünstelt und ungeschminkt, ohne nach links oder rechts zu schauen, ohne nach dieser oder jener Seite winken zu wollen, nichts ist als ein geistiges und bildhaftes Gemälde des aufwühlenden Geschehens „Krieg". Ergreifend Konrad Veidt als Stanhope und Theodor Loos als Osborne.— Ein ungewöhnliches Erlebnis bietet der Tonfilm„Der Rächer des Tong". Edward G. Robinsons Wong=LowGet spielt den Rächer der als willenloses Werkzeug des Tong, eines jener chinesischen Geheimbünde, handeln muß, selbst wenn er persönlichste Bande zerreißen muß. Bezaubernd Loretta Young als Toya San. Bis zum Schluß weiß der Regisseur mit der Spannung zu walten, bis zu einem Schluß, der zwar grausam, aber organisch wirkt. Dazu ein Beiprogramm von Qualität. Lichtspielhaus„Brand in der Oper“ Das Lichtspielhaus teilt zu seinem neuen Programm mit: Ein Drama aus dem Theaterleben,„Brand in der Oper“, heißt der große Tonfilm mit Alexa Engström und Gustav Fröhlich in den Hauptrollen. Die schönen und unvergeßlichen Melodien von Offenbach und Richard Wagner hört man. Da der Film hauptsächlich inr Theater spielt, verflechten sick, iäzhg. slusschnitte aus wurds Has Programm von zerotogen, Lannhäuser" und„Hoffmanns Erzählungen Orhauttsch vietungen der weunkgruppe. Der Aven mit der Handlung. Man hort den Schluß des Sänger; aufnahmen für Volkstanz=, Theater= u krieges und die Proben zu Offenbachs Oper, und dabei erreicht die Regie ihren Höhepunkt. Es wirken weiter mit Sänger aus der Staatsoper Berlin das Orchester der Städtischen Oper Berlin, und der Berliner Domchor. — Dazu läuft der erste Tom=Mix=Tonfilm„Tom rechnet ab“, ein großer Sensationsfilm. Im Beiprogramm eine Bärenjagd in den Karpathen und„Riesen des Urwaldes", Elefanten im Kampf ums Dasein. Odeon: Marlene Dietrich in„X. 27“ Wie das Odeon schreibt, ist„X 27“ ein SpionageTonfilm, der zu den stärksten dieser Art gehört. Marlene Dietrich stellt darin eine Frau dar, die nichts mehr zu verlieren hat und sich im gigantischen Ringen des Weltkrieges in die Arme der österreichischen Geheimpolizei wirft. So kommt sie in der Maske einer Dorfschönen nach Rußland und wird hier im russischen Hauptquartier entlarbt. Doch noch einmal entkommt sie und jetzt aber liebt sie den Feind, der danach in Feindeshand fallend, durch die schöne Spionin gerettet wird. Diesen Landesverrat muß sie mit ihrem Leben bezahlen.— Des weiteren wird der große SeiltänzerFilm:„Katharina Knie" nach Karl Zuckmayer gezeigt. Ein buntes Programm beendet die Spielfolge. Skala:„Berge in Flammen“ „Die Skala=Lichtspiele schreiben zu ihrem neuen Spielplan: Ein gewaltiges, erschütterndes Erlebnis ist der dramatische wuchtige Kriegstonfilm„Berge in Flammen“ mit Louis Trenker und Lissi Arna. Den wechselvollen Lebensweg zweier junger Menschen durch Glück und Leid zeigt das zweite Tonfilmwerk„Das Liebeslied" mit Renate Müller und Gustav Fröhlich. Ein großes, nur tönendes Beiprogramm wird überdies gezeigt. Sonntag 2 Uhr große Kindervorstellung. Ven=Bochuntel=Parieien und Bereinen Infanterie=Regiments Nr. 16. Kamerad Kobold überreichte den Damen, die sich an der Sammlung für die Kriegergräberfürsorge im Ausland beteiligt batten, eine kunstvoll gebaltene Karte mit einem Dank des Volksbundes Deutsche Kriegergräberfürsorge: Kamerad Ries erhielt ebenfalls als Dank ein Kunstblatt eines Kriegergräberfriedvofes in Frankreich. Aufgenommen in den Verein wurden drei Kameraden. Verein ehemaliger 15er, Bochum und Umgegend. Die letzte Monatsversammlung vor dem Stiftungsfeste und die erste im neuen Vereinsbeim Schütte eröffnete der erste Vorsitzende, Kamerad Henneking. Der 83jährige Kamerad Berg, der von 1871 bis 1874 seiner Militärpflicht beim stolzen Regiment 15 genügte, erzählte in launiger Weise einige Begebenheiten aus längst„vergangenen Tagen. Der größte Teil der Tagesordnung beyandelte das 25jährige Stiftungsfest. Alle Einzelheiten wurden eingebend durchgesprochen, und es wurde beschlossen, das in der letzten Versammlung festgelegte Programm beizubebalten und durchzuführen. Nach Schluß der Versammlung blieben die Kameraden noch lange gemütlich beisammen. Kürassier=Verbandsfest. Am Samstag, 29., und Sonntag, ###30. Mai 1933, feiert der Kürassier=Verband„Bergisch Land“ as Stuck wurde benl den in Wermelskirchen sein erstes Verbandssest. Da noch niemals ausgenommen.“ Anfang ein Kürassier=Verbandsfest gefeiert worden ist, soll dieses Fest zu einer machtvollen Kundgebung für die alte, ehrwürdige Kürassierwaffe gestaltet werden. Edmund Müller, Wermelskirchen, Königstraße 43, erteilt nähere Auskunft. Kameradschaftlicher Kriegerverein Bochum=Engelsburg. In der gut besuchten Novemberversammlung wurde beschlossen, am Totensonntag eine Gedächtnisfeier zu Ehren der gefallenen Kameraden auf dem evangelischen Friedhof zu Bochum=West ab zuhalten. Sie findet morgens nach dem Kirchgang statt. Auch beabsichtigt der Verein in diesem Jahre eine Weihnachtsfeier mit Kinderbescherung zu veranstalten. Neu ausgenommen wurde ein Kamerad. Kameradschaftlicher Kriegerverein Bochum=Hamme, Bezirk marschlied 1952 des Vereins zu Gehör gebracht. Der erste Wegescheid. Der Verein hielt am vergangenen Sonntag seine Vorsttzende hielt darauf den Vortrag des Avends. Umrahmt gut besuchte Monatsversammlung ab, die vom zweiten VorBorgs hag bielit Dorami von Leroiogen Gedichten und Lar= sitpenden, Kameragen Verens, geleitet wurde. Die Versamm. end brachte einige Neu=lung eyrte das Andenten des verstorbenen Kameraden und Musikgruppe. Jobann Napirski. An der gemeinsamen Gedächtnisfeier und Kriegerehrung der im Weltkriege verstorbenen Kameraden am Reichsbund der Körperbehinderten(RBK.) c. V. Am Totensonntag auf dem Hammer Friedhofe nimmt der Verein 15. Novemver fand die Monaisversammtung im Lokal Voß= geschlossen teil. Ein neues Mitglid wurde aufgenommen. Es wintel statt. Nachdem der erste Vorsitzende die neuen Sta= wurde beschlossen, eine schlichte Weihnachtsfeier mit Kindertuten verlesen halte, erfolgte eine turze Aussprache üver die bescherung abzuhalten. Ziele und Neuwerbungen. Die neue Ortsgruppe ist eifrig bemüht, eine weitere Tatigkeit zu entfalten. Ferner wu zug Hexpigistiezgugd, Orzgnzzgg Zec#m. dem ersten Werveabend bei Neu= Versammlung statt, die vom Führer Berger eröffnet wurde. Alleestraße, konnte nunmehr einstimmig heichlossen Beschlossenzpörigene, eine=Moventsfeier zu veranstalten; von oder Weihnachtsfeier wird Abstand geIm Vereinsheim besuchte November72, da ein großer Teil in Linden ansassig 14. Novemver eine Versammlung abhaus, werde zu Hattinger Straße ist, wo auch am gehalten wurde. Brieftaubenzüchter=Reisevereinigung BochumSüd und =Mitte. Am Buß= und Bettag hielt die Brieftauven=Reisevereinigung von Bochum=Süd und=Mitte im Saale Rumberg in Stiepel ihre Herbstversammlung ab. Der erste Vorsitzende Kaprolat eröffnete die Versammlung. Von 84 Vereinen waren 81 vertreten. Herr Behnke verlas die Niederschrift der letzten Herbstversammtung. Zum Kassenbericht sprach Herr Leufgen. Darauf wurde dem Vorstand Entlastung erteilt. Die Wahl des neuen Vorstandes ergab folgendes Bild: 1. Vorstzender Kaprolat(wiedergewählt), 2. Vorsitzender Wilh. Becker, Geschäftsführer und Kassierer Behnke und Rosenkranz: Beisiber:#midt, Gaske, CechamterKorraustunng... Stadttheater Bochum. Es sei noch kurz darauf hingewiesen, daß zu der am Montag stattfindenden Wiederholung von Fforsters Stück„Robinson soll nicht sterben“ keine Karten mehr zur Ausgabe gelangen, da die Veranstaltung, die für Schüler anberaumt wurde, bereits ausverkauft ist. Morgen setzt der Vorverkauf ein zu der am Mittwoch im Rahmen der Vormiete A gebotenen Operettenaufführung, die Kalmans„Gräfin Mariza“ verspricht. Operettentheater in der Rottstraße. Die Schwankoperette FFräulein Venus“ bleibt für die nächsten Tage auf dem Spielplan der Operettenbühne. In allen Vorstellungen wielt die beliebte Soubrette Lilly Flohr die Hauptrolle. Für die Lachmuskeln sorgen Hans Heino Wendenhöfer und ein vorzüglich eingespieltes Ensemble. Die musikalische Leitung hat Musikdirektor Leo Schottlaender persönlich. Alle Karten haben täglich Gültigkeit. Casé. 5jähr. Künstlerjubiläum Kurt Georg Treumers im Stadt6 Mittwoch, 23. Nov., abends wird der bekannte deutsche Vortragsmeister Kurt Georg Treumer sein 25jähriges Künstlerjubiläum im Stadt=Café setern. Bis heute ist die Mitwirkung folgender prominenter Künstler gesichert: Josef Voß, Ansager und Vortragskünstler vom Stadttbeater Essen, Eva May, Koloratursängerin vom Kölner Opernbaus, Hans Theilacker, der bekannte Heldenbariton, Doris Martin=Weyen, die bekannte Konzertsängerin aus Düsseldorf, ferner das neunjährige Geigenwunder Amati. Ferner wird eine Reihe anderer Künstler vom Theater und der Kleinkunst an diesem Jubiläum teilnehmen. Kapellmeister Greinke wird mit verstärktem Orchester die Feier musikalisch umrahmen und eine neue musikalische berden, ein gemeinsames Weihnachtssest am 28. Dezember#### Aggg##e veranstalten, und zwar in Linden im Gastbok., Wutzagug nommen. Kameraden deutscher Kolonialtruppen E. V. Infolge der letzten Reichstagswahl mußte der übliche monatliche Kolonial= appell im Vereinsbeim Giller alle auf den 12. November verlegt werden. Nach langer Abwesenheit konnte der erste Vorsitzende Kamerad Hüning an diesem Abend wieder eine Schar treuer Freunde im Kameradenkreise zur Mitarbeit herzlich begrüßen. An der traditioneuen Totengedächtnisseier zu Ehren der in den Kriegen gefallenen Helden am Totensonntag nimmt der Verein mit Fahne geschlossen teil. Eine lebhafte Aussprache verursachte die Weihnachtsfeier. Da diese Einrichtung seit der Gründung des Vereins besteht, soll auch in diesem Jahre eine Weihnachtsbescherung unter besonderer BerücksichWg;#ngung der Kinder der erwerbslosen Kameraden am Sonntag Beisitzer: Schmidt Gaske Senst, vor Weihnachten im Vereinslokal veranstaltet werden. Am Feldmann, Bischbof, Heitfeld, Lutzenburger, Lackmann, Walter, 3. Dezember findet für die Kameraden eine Besichtigung des Nölle, Steinert, Wolters und Bergmann. Das Zeutrallokal Haupttelegraphenamtes statt. Kamerad Knoop wird dann Hahnefeld wurde beibehalten. Zum Uhrmacher wurde Klei= einen Bericht über die Vorarbeiten für den im Januar gemann und zum Obmann Diemel ernannt. Nach der Wahl planten kameradschaftlichen Deutschen Abend geben, der aus wurde der Beschluß gefaßt, daß jede vierte Taube preis= Anlaß der 30jährigen Rückkehr der Truppen aus China berechtigt sei. Die Aufnahmegebühren wurden nicht ermäßigt,(Boxeraufstand) und der 25jährigen Heimreise der Kameraden da sonst eine Statutenänderung vorgenommen werden müßte. aus Afrita(Hereroaufstand) stattfinden soll. Da diese WiederDer Reiseplan wurde festgesetzt. Zum Schluß richtete noch sevensfeier über den Rahmen des Vereins hinausgebt, soll sie der Präsidialvertreter Versammelten. Schmiedeknecht einige Worte an die Traditionsecke Verein der Kameraden des ehemaligen Reserve=InfanterieRegiments Nr. 16, Bochum. Der Verein hielt im Vereinsheim Hasselkuß seine außerordentlich gut besuchte Novemberversammlung ab, gelegentlich der eine Zusammenkunft mit auf breiter Basis aufgebaut werden, wozu sämtliche fernstehenden Kolonialkrieger ohne Entgelt eingeführt werden können. Die Kameraden Georg und Euler haben für das Kolonialmuseum einen Führer herausgebracht, der viel Arheit und Mühe verursacht hat. Zum Schluß gab Kamerad Hüning einen kurzen Bericht über die vom 14. bis 16. Oktober in Berlin abgehaltene Kolonial=Reichstagung. Da die dort gesaßten Beschlüsse von weittragender Bedeutung sind, sollen sie zunächst auf der nächstfährigen Frühjahrstagung ehematiger Offiziere des Regiments des Bezirks Rheinland=Westsalen durchberaten und dann erst erste Vorsitzende, Kamerad Kovold, im Verein weiter bebandelt werden. In den Dezember 1932 dem Kameradenbund hieß die Kameraden berzlich wilkommen. Zu Beginn der sällt der Tag der 25jährigen Wiederkehr des Gründungshatte Kamerad Kobold die Ehre ein vom tages. Eine besondere Feier dafür soll nicht stattfinden. Versamptlung, vatte, Ranrzas Rovold dir Ehte, ein vom Kameraden Paul Schulz beziehungsweise dessen Frau gestiftets Tischbanner für den Verein zu weiben. Kamerad Bartels(Hagen), Vorsitzender des Offiziersvundes, dankte für die kameredschaftliche Begrüßung und erwähnte, daß die ehemaligen Regimentskommandeure General von Kavser, Generalmajor Siegener und Oberst von hindert seien zu erscheinen, daß sie aber die besten Wünsche und kameradschaftliche Grüße übermitteln ließen. Er erwähnte ferner, daß man den Plan einer Regimentsgeschichte beziehungsweise eines Regimentsbilderbuches der hoben Kosten wegen habe fallen lassen, daß man aber statt dessen die Herausgabe eines Gefechtskalenders ins Auge gefaßt habe, in dem der Geschichte die Daten des Regiments erhalten Die Jubilarebrung wird in der Jahreshauptversammlung vorgenommen werden. Ihr Kartarrh dauert zu lange— nehmen Sie Or. Hillers Eucalyptus-Menthol-Drops Achten Sie aber auf die Marke„Dr HILLERG“, Nescd cempder, Nach Cenpden Obfesier oder loser ruderwas Sie auch wählen, AFader biefet besondere Feinheit. vorbilsliche Güfe und Reinheit. OSER PUDER RA 160 Bochumer Anzeiger u. Gen. Anz. Handel- Gewerbe- Indultrie Samstag, 19. November 1932 deis WirAchaferarOhrerer Bochum, 18. November. Das.Vertrauen auf eine Gesundung der deutschen Wirtschaft hält auch trotz der innerpolitisch ungeklärten Verhältnisse an. Die soliden Kräfte der Wirtschaft sind jedenfalls weiter davon überzeugt, daß die Aufwärtsentwieklung auch den Winter über andauern wird. Man mag dem Optimismus des alten Montankümpen Peter Klöckner in den vergangenen Jahren nicht immer gefolgt sein, aber wenn Klöckner seine Zuversicht jetzt auch zahlenmäßig mit der Feststellung hat belegen können, daß der Absatz im Steigen begriffen ist, die Feierschichten abnehmen und die Wiedereinstellung von Arbeitern zunimmt. so muß man diesen Aeußerungen schon einiges Gewicht beilegen. Neben dieser bemerkenswerten Aeußerung aus der Schwerindustrie stehen auch solche von führenden Vertretern des deutschen chemnischen Gewerbes. Gerade dieses ist durch seine weitgehende internationale Verflechtung imstande, die weltwirtschaftliche Situation genau zu übersehen. Deshalb gewinnen auch die auf einen durchaus optimistischen Ton abgestellten Erklärungen Professor Warmbolde und Professor Boschs eine erhöhte Bedeutung. Professor Warmbold sprach zwar jetzt nicht als Vertreter der I. G. Farbenindustrie, wenn er für das Frühjahr eine günstige Entwicklung voraussagt, aber es ist sicher, daß die Deutungen des Konjunkturverlaufs, die er als Reichswirtschaftsminister auf der Tagung des Einzelhandels fand, auch in seiner Eigenschaft als langjähriges Vorstandsmitglied der I. G. Farbenindustrie nicht anders hätten ausfallen können. Fügen wir noch hinzu, daß der deutsche Außenhandel im Oktober eine bemerkenswerte Absatzsteigerung in halbfertigen und fertigen Waren brachte, obwohl gerade der Fertigwarenexport infolge der handelspolitischen Reibereien gewissen Hemmungen unterlag, so erhält das Bild der allgemeinen Lage, wie es die oben erwähnten deutschen Sachkenner geben, einen Hintergrund, der es nur noch heller werden lassen kann. * Es ist keine Frage, das sich diese Entwicklung im Frühjahr verbreitern muß. Denn das Herbstgeschäft ist für die meisten Industrien saisonmäßig niemals besonders günstig, und zwar gerade für diejenigen nicht, deren Tätigkeit, volks- und weltwirtschaftlich gesehen, von größtem Gewicht ist. Man darf daher hoffen, daß schon im Frühjahr 1933 mit dem Wiedereinsetzen der nächstjährigen Bausaison der konjunkturelle Auftrieb noch eine wesentliche Verstärkung saisonmäßiger Art erhalten wird. Wie kann sich diese auswirken! Zunächst steht zu erwarten, daß die Preise der meisten schwerindustriellen Produkte anziehen. Hand in Hand damit müßté dann auch eine neue Preissteigerung für Metalle, Holz usw. erfolgen. Man findet jetzt schon bei wichtigen Rohstoffen, deren Märkte im Herbst unter saisonmäßigem Druck zu stehen, im Frühjahr aber eine saisonmäßige Belebung zu erfahren pflegen, trotz der Ungunst der Jahreszeit einen Preisanstieg. Schon an diesem Beispiel allein läßt sich nachweisen, daß für das kommende Frühjahr mit einer weiteren Aufwärtsbewegung des Konjunkturverlaufes zu rechnen ist. Die neue psychologische Einstellung der Wirtschaft, die in einer Ueberwindung des Pessimismus zum Ausdruck kommt, setzt sich mehr und mehr durch. Sie ist der wichtigste Faktor. in dem Kampf gegen die Weltkrise und hat jetzt noch eine psychologische Untermauerung durch den Sieg Roosevelts erfahren, der sicherlich im Frühjahr eine erhöhte Aktivität zur Ueberwindung der Krise in USA, unternehmen dürfte. * Bedauerlich bleibt, daß auch jetzt noch berufsmäßige Miesmacher am Werke sind, die die Anzeichen einer Besserung der wirtschaftlichen Lage nicht sehen wollen, weil sie ihre ganzen Berechnungen und egoistischen Hoffnungen über den Haufen werfen würde. Es ist bedauerlich, aber wahr, daß es Kreise gibt, die nur an einem kranken Deutschland sich gesund machen zu können glauben. Da haben wir jahrelang ein Unheil nach dem anderen gehabt, und endlich merkt man mal einige, wenn auch noch bescheidene. Anzeichen für einen Umschwung. Anstatt daß sich jeder darüber freuen würde, gibt es Leute, denen die Besserung gar nicht behagt. Die Miesmacher schädigen den Arbeiter, weil sie die Unternehmungslust und die Erteilung von Aufträgen hemmen, sie schädigen den Angestellten, weil sie schon rein psychologisch den seelischen Druck drohender Entlassung verstärken. Sie schädigen aber auch das Handwerk,weil die Erteilung auch von notwendigen Aufträgen hinausgeschoben wird, und in gleicher Weise auch die Geschäftsleute, weil die Kauflust systematisch unterdrückt wird. Niemand kann behaupten, daß es dem deutschen Volke schon wieder gut geht, niemand kann mit den jetzigen Verhältnissen zufrieden sein. Erst wenn es gelungen sein wird, jedem Deutschen wieder Arbeit zu verschaffen, ist eine wichtige Erfolgsetappe zurückgelegt. Es ist aber notwendig, daß man sich freut, wenigstens einige Besserungsanzeichen in der deutschen Wirtschaft feststellen zu können. Neue Kombinationen über den Flotow-Bericht Aus dem seit einigen Tagen fertig gewordenen Gutachten über den Stand der Ver. Stahlwerke glaubt der DHD. folgendes mitteilen zu können: Die Lage der Vereinigten Stahlwerke sei nach Ansicht des Gutachters viel günstiger, als im allgemeinenangenommen werde. Von einer Unrentabilität und Ueberkapazität könne keine Rede sein. Die Lage sei lediglich bestimmt durch die Beschäftigungsquote. Wenn die Beschäftigung einigermaßen gesichert sei. spiele die Zinsbelastung im Vergleich zu den Selbstkosten keine große Rolle mehr. Besonders das Werk Hamborn sei in so vorzüglicher Verfassung, daß es mit anderen Werken nicht verglichen werden könne. Die Selbstkosten bei diesem Werk seien außerordentlich niedrig. Abschreibungen seien in solchem Ausmaß vorgenommen worden, daß sich dies bei Besserbeschäftigung sehr vorteilhaft auswirken werde. Die Unkosten könnten zwar noch um einige Millionen Reichsmark gesenkt werden. Das hier Erreichbare stehe aber in keinem Verhältnis zu den durch die derzeitige mangelhafte Beschäftigung bedingten Selbstkosten. Die Beschäftigung sei eben so stark gesunken, daß das Werk nicht mehr rentabel hätte arbeiten können. Wenn sich die Beschäftigung wieder einigermaßen hebe, so werde auch eine Rentabilität wieder eintreten. Danach scheint Herr von Flotow eine Kapitalherabsetzung nicht vorschlagen zu wollen, zumal da sie neue Ersparnisse nicht mit sich bringen würde. Um das Verhältnis zwischen dem Reich und den Vereinigten Stahlwerken zu klären, dürfte Herr von Flotow den Vorschlag machen, daß das Reich sich durch die Uebernahme der Essener Steinkohlenwerke bezahlt mache. Der Betrieb der Essener Steinkohlenwerke könne erfahrungsgemäß von der öffentlichen Hand betrieben werden. Auf diese Weise würde das Reich seine Beteiligung an Gelsenkirchen durch die Uebernahme der Essener Steinkohlenwerke austauschen. Wie WTB.-Handelsdienst hört, ist die von dem Deutschen Handelsdienst gebrachte Meldung, daß der Bericht des Herrn von Flotow über die Ver. Stahlwerke AG. bereits seit einigen Tagen fertiggestellt sei, unzutreffend. Die über seinen angeblichen Inhalt gemachten Angaben beruhen daher auf Vermutungen, die zum großen Teil unrichtig sind. Schlegel-Scharpenicel-Brauerei AG., Bochum Die Gesellschaft hat in der Inflationszeit in Giersleben(Saalkreis) eine Mälzerei erworben und diese später auf eine Leistungsfähigkeit von 50 000 Zentner ausgebaut. Der Gesamtbedarf der Brauerei ist dagegen viel höher. Da die Handels-Mälzereien einen erheblichen Leerlauf zu verzeichnen haben, unterbreitete die Mälzerei-Aktien-Gesellschaft vorm. Albert Wrede, Köthen-Anhalt, mit der die Brauerei seit Jahrzehnten in Geschäftsverbindung steht, dieser verschiedene Vorschläge, die 50000 Zentner in Köthen verarbeiten zu lassen. Nach längeren Verhandlungen ist nun ein Abkommen zustande gekommen, wonach die Mälzerei-Aktien-Gesellschaft vorm. Albert Wrede die Mälzerei der Brauerei in Giersleben gepachtet hat. Zugleich wurde zwischen der Mälzerei-Gesellschaft und der Brauerei ein Werkvertrag abgeschlossen, durch den beide Telle erhebliche Ersparnisse erzielen werden. Die Brauerei hat dabei die Möglichkeit, eine noch bessere Gerstenauswahl zu treffen, um stets Spitzenleistungen an Malz erzielen zu können. Eine NSDAP.-Forderung Aufhebung aller Truste und Konzerne. Die nationalsozialistische Fraktion hat im bayrischen Landtag einen Antrag eingebracht, wonach bei der Reichsregierung darauf hingewirkt werden soll, im Reichstage alsbald einen Gesetzentwurf vorzulegen, der die Auflösung aller Truste, Konzerne und Syndikate zu Gunsten der freien Wirtschaft und Preisbildung vorsicht. Bei der Zeitzer Eisengießerei und Maschinenbau AG. In Zeitz verbleibt nach Vornahme der Abschreibungen(im Vorjahre 103 551 Reichsmark) ein Verlust von 478 000 Reichsmark aus, der sich durch den Gewinnvortrag aus den Vorjahren um 64000 Reichsmark auf 414000 Reichsmark vermindert(der Vorjahrsgewinn von 4860 Reichsmark ging zuzüglich des Vortrages auf neue Rechnung). Der Generalversammlung wird vorgeschlagen, diesen Betrag vorzutragen. ten betrugen ¼ bis ¾ Prozent, wobel jedoch die Besserungen überwogen. Einige Werte konnten 1 bis 2 Prozent anziehen. Später machte die Aufwärtsbewegung weitere Fortschritte. Zum Schluß ergaben sich vielfach kleine Abbröckelungen. Nichtsdestoweniger lagen die Schlußnotlerungen im allgemeinen bis zu 1 Prozent über Anfang. Der Kassamarkt tendierte nicht einheitlich und überwiegend schwächer. Die Rückgänge betrugen bis 4¼ Prozent. Im Gegensatz zum Aktienmarkt war die Stimmung am Rentenmarkt als schwächer zu bezeichnen, Reichsschuldbuchforderungen wiesen Rückgänge um ein halbes Prozent auf. Schutzgebiete waren sehr schwach, auch Industrieobligationen und Pfandbriefe lagen im Angebot. Am Geldmarkt machte sich die Erleichterung nach dem Medio erst heute bemerkbar. Tagesgeld stellte sich an der unteren Grenze auf 4% Prozent, vereinzelt war es auch schon mit 4¼ und 4½ Prozent erhältlich. Monatsgeld blieb unverändert. Düffeldorf: Freundlicher Der Kuxenmarkt zeigte eine freundlichere Haltung, doch hielt sich das Geschäft wieder in engen Grenzen. Von Kohlenkuxen wurden Constantin und Deutschland besser bezahlt. Diergardt dagegen billiger abgegeben. Von Kohlenaktien waren Lothringen etwas niedriger im Verkehr. Kalikuxe ohne Geschäft. Von Kaliaktien waren kleine Posten Hallesche zu nachgebenden Preisen im Handel. Von Braunkohlenwerten wurden Zukunft billiger abgegeben. Fortlaufend notierte Werte waren im Einklang mit Berlin gebessert. Von Montanwerten wurden Gelsenberg mit 2 Prozent höher bezahlt. Auch Mannesmann war höher im Verkehr. Wintershall bei mittlerem Geschäft unter Schwankungen leicht anziehend. Der Schluß war fest. Rheinische Braunkohle 2 Prozent höher. Frankfurt: Abendverkehr freundlich Der Schwebezustand in der innerpolitischen Situation ließ an der Abendbörse zwar kein nennenswertes Geschäft aufkommen, doch war die Grundstimmung eher etwas freundlicher, wenngleich eine gewisse Nervosität nicht abzuleugnen war. Die wenigen Umsätze, die stattfanden, kamen auf das Konto der Spekulation. Gegen den Berliner Schluß traten jedoch Erhöhungen bis zu einem halben Prozent ein. U. a. notierten: Klöckner-Werke 36½, Phönix-Bergbau 27½. Rheinstahl 67½, Stahlverein 24¾/8. A. E. G. 31½, Bekula 105, Bemberg 60. In Berlin notierten: Was gisre under Bolle. Berlin, 18. November. Wieder einmal hatten die deutschen Börsen eine starke Belastungsprobe auszuhalten, und wieder haben sie sich— mitunter in auffallendem Gegensatze zu der Nervosität der Auslandsbörsen— als bemerkenswert widerstandsfähig erwiesen. Gegenüber allen Verstimmungsfaktoren hielt die Börse aber an der Auffassung fest, daß das Wirtschaftsprogramm unter allen Umständen konsequent weitergeführt werden wird. Auf dieser Zuversicht beruht, wie auf einem„rocher de bronce“, die Gefaßtheit der Börse. Sehr bemerkenswert war dabei die Antwort der Börse beim akuten Ausbruch der Kabinettskrisis. Diese Antwort lautete: Aktien fest, Renten matt. Die interessantesten Vorgänge spielten sich am Montanmarkte ab. Hier führten die Erklärungen Klöckners, wonach bei seinem Konzern eine Sanierung nicht zur Diskussion stehe, zu einer kräftigen Aufwärtsbewegung der Klöckner-Aktien. Anderseits vertielen Braunkohle- und Brikett-AG.(Bubiag) einer scharfen Verflauung. Die Gründe für diesen Vorgang wurden erst klar, als man den Verkäufer näher kennenlernte. Es handelt sich um Ausländer, die in den letzten Wochen größere Posten aus dem Markt genommen hatten, um den Erlös aus den Dividendenscheinen transferieren zu können. Nachdem der Coupon abgetrennt ist, kam das Material wieder zum Vorschein und drückte auf den Kurs. Die übrigen Montanpapiere bewahrten große Wigerstands: kraft. Unter den Elektropapieren hatten Siemens& Halske zunächst einen stärkeren Kursdruck auszuhalten, da Schweizer Abgaben drückten. Schließlich trat aber wieder eine Erholung ein, als die zum Konzern gehörenden Elektrisch Licht und Kraft, Anl..., Berlin, wieder 6 Prozent Dividende auf das 30 Millionen Reichsmark betragende Aktienkapital vorschlugen. In der Renten-Hausse trat eine gesunde Reaktion ein, die manche Uebertreibungen wieder glättete. Besonders schwach lagen die Städte-Anleihen mit Rücksicht auf die prekäre Lage der meisten Kommunen. Namentlich Berliner Verkehrsanleihe sowie die anderen Berliner Werte mußten mehrprozentige Verluste in Kauf nehmen. Die Reichs- und Länderanleihen erwiesen sich als widerstandsfähiger, wenn auch die besonders exponierten Papiere, wie die Alt- und Neubesitzanleihe des Reiches, Einbuchtungen erfuhren. Pfandbriefe waren etwa 1 Prozent schwächer. Ebenso büßten Industrieobligationen durchschnittlich 1 Prozent ein, lediglich Daimler waren schärfer gedrückt. Börlen vom 18. Nov. Berlin: Unter Schwankungen feiter Der offizielle Börsenbeginn zeigte eine gut behauptete Haltung. Vom Publikum lagen kaum Orders vor. Bei der Spekulation herrschte Deckungsneigung. Die Kursveränderungen nach beiden SeiDie Auslandsbörfen Newyork, Anfang: Freundlich. London: Lustlos und meist abbröckelnd. Amsterdam: Freundlich und stetig. Paris: Im Verlaufe erholt. Brüssel: Ruhig und widerstandsfähig. Mailand: Meist rückgängig. Wien: Wenig verändert. Zürich: Schwach. * Berliner Elektrolytkupfer-Notierung vom 18. November. Elektrolytkupfer(Wirebars) prompt cif Hamburg. Bremen oder Rotterdam: 52.25 Reichsmark für 100 Kilogramm. Hansa Silberberg Heimboldhausen Hohenfels Hope Hugo Mariaglück Marie Marie Luise Max Neusollstedt.. Ransbach.... Reichsland Siegtried Siegfried-Giessen Volkenroda Wintershall Kallaktien Adler..... 59.0062.00 Bankf. landw. Aktien—. 50.00 49.00 Rheinmetall Rh.-Westf. Boden Schieß-Defries Vagg, Lerdinzen 4llg. Hochbau AIsberg Wasch. Kranbau Rhein, Linoleum Hallesche Kall Hannover Kall 82-997•: Kallw. Burbach alte 17.0017.75 Burbach neue. 17.02/185 Kali chem....—. 1/72 0 Wintershall. 73.2573.50 verschiedene Aktien Duisb. Bankverein 55.00 Kabel Rheydt. 92.50 Köln: Versicherungsaktien 58411 4 1200. Feue 4sch.-Mönch.Feuer l800 0 S800.0 Aachen Rückvers. 125.0 125 0 Allianz Leben 172 0170.0 Agripp. See Fl. 1200.0 200 0 Allian- u. Stuttg. V. 119.0 172.0 Zolonia Feuer kl. 101 0101.0 Col. Rückversich[200 0/200 0 9120 62.00 42.00 1100 Westf. Dinnendahl 48.00 52.00 hr earsichtie gerechnet— die Verfehlungen sei Bohrungen auf Erdöl Minden, 18. Nov. Bei Stadthagen bohrt man zur Zeit auf westfälischem und lippischem Boden nach Erdöl. Die Bemühungen und Versuche stehen unter Leitung des Bergamts Oberkirchen, mit dem vor kurzer Zeit die Gewerkschaft„Elisabeth“ in Rinteln Erdölmutungsverträge abgeschlossen hat. Die jetzt im nordöstlichen Westfalen ermittelten Erdölvorkommen scheinen ein abgezweigter-Ausläufer der niedersächsischen Erdöllager zu sein. Teilgeständnis von Theißen und Pätzold Duisburg, 18. November. Das Ergebnis der bisherigen Vernehmungen war das Geständnis der Verbrecher, Raubüberfälle ausgeführt zu haben, und zwar den Raubüberfall auf einen Düsseldorfer Viehhändler, bei dem 1100 Mark erbeutet wurden, den versuchten Raubüberfall auf das Geldtransportauto des Düsseldorfer Schlachthofes, bei dem fünf Personen durch Schüsse verletzt wurden, den Raubüberfall auf den Kruppschen Kassenboten in Essen und den am 4. d. M. ausgeführten Ueberfall auf die Konsumfiliale der Selbsthülfe in Duisburg. Außer Theißen, Pätzold, Lump und Schumacher sind noch weitere fünf Personen festgenommen worden. Die Räuberbande wurde am Donnerstag abend von der Essener Kriminalpolizei von Duisburg abgeholt und ins Essener Polizeigefängnis eingeliefert. Millionen-Unterschlagungen in Düsseldorf Düsseldorf, 18. Nov. Die Verfehlungen des seit 14 Tagen flüchtigen Bankdirektors Wilhelm Schaefer wachsen sich immer mehr zu einem großen Skandal aus. Man nimmt an, daß Schaefer längst im Auslande sitzt, zumal er über sehr gute ausländische Beziehungen verfügen soll. Die Leitung der Düsseldorfer Niederlassung der Dedi=Bank beziffert schon jetzt jladb. reuer— (ölner Hagel 60 0 600 Kölner Lloyd 105 0/105 0 Kölner Rückvers. große 261 0/266.0 Kölner Röckvers kleine 259.|160 0 VIktoria Allgem.—.—. Berliner Eflekten-Börse Reichsbankdiskont 4% Lombardzinstuß 5% Industriewerte 918.11 17.11 — sehr vorsichtig rrecchttt— die Berschlungen und Umbuchungen mit 7 bis 8 Millionen. Doch glaubt man, daß man sich auf rund gerechnet 10 Millionen gefaßt machen muß.. Schaefer hat verschiedene Separatkonten auf den Namen bekannter westdeutscher Firmen legt, über die er seine Effektengeschäfte laufen ließ. Die Ermittlungen der Kriminalpolizei haben ergeben, daß Schaefer in Düsseldorf und auswärts verschiedene erhältnisse“, hatte, die ihm höhere Summen gekostet haben sollen, auch die Führung seines Düsseldorfer Haushalts soll sehr kostspielig gewesen sein und im Jahr 100000 RM. verschlungen haben.(Hoffentlich kriegt man den Burschen und sendet ihn auf Jahre ins Zuchthaus!) Börsenmatler als Devisenschieber Düsseldorf, 18. Nov. Auf Grund des seit mehreren Monaten von der Zollfahndungsstelle geführten Ermittlungsverfahrens ist jetzt gegen den Börsenmakler Schröder von der Staatsanwaltschaft die Voruntersuchung wegen Devisenschiebung eingeleitet worden. Schröder soll den Verkauf von mehreren Mill. RM. Wertpapiere aus ausländischem Besitz vermittelt haben. Der Erlös der Wertpapierverkäufe ist wieder in das Ausland geschafft worden. Seit Einleitung des Ermittungsverfahrens war Schröder nicht mehr als Makler an den Börsen zu Düsseldorf und Essen tätig. Die Devisenschiebungen des Sch., der früher Direktor beim Barmer Bankverein war, sollen sich auf über 4½ Millionen Reichsmark belaufen. Zwei kleine Kinder vom Auto getötet. In Gladsind zwei kleine Kinder das Opfer des verbotenen Spielens auf dem Fahrdamm geworden: Ursula Hagedorn und Friedhelm Jarburg. Beide Kinder wurden von Autos überfahren und getötet. Professor Schoop f. Im Alter von 74 Jahren starb in Düren der bekannte rheinische Geschichtsschreiber Professor August Schoop, der durch zahlreiche Werke weithin bekannt geworden ist. n denvistone Aku a. E. 6. Aschaftb. Zeilst. Augsb.-N. Masch. Racke Maschin. wöaroper Walzw. Basalt Bayr. Motoren J. P. Bemberg Jul. Berger Bergmannn El. Berl. Gub. Hutt. " Karlsr. ind. " Kr. u. Licht " Maschinen Bösperd. Walzw. Buderus Chen. Wasser Chem. Gelsenk. Chem. Heyden Cont.-Gummi gegier Bo er Otsch. Atlant. Otsch. Contt Gas " Erdö " Kabel " Linoleum " Schachtb. " Steinzeug " Tel. u. K. " Ton u. Stein " Eisenh. Oittm. Neuhaus Otmd. Akt.-Brau. " Ritt.-Brau. " Union-Brau. Dürener Metall Düsseld. Diet. Br. " Höf. Br. Oynamit Nodel ggestorft Salzw. “Eisenb. Verkm. Elektr. Lieferg. " Licht v. Kr. Engelh. Brauerei Enzinger Erlang. Baumw. Eschw. Bergw. Fagg s i. s. Feldm. Papler Felten& uill Gegenk. Berow. Gerresh. Glas Ges. f. el. Untern. Gildemeist,& Co. Girmes& Co. Gladb. Wolliad. 54.8 31.5 28.7 36.2 —. 0 16.2 57.2 59.7 58.2 12/138.|139 0 20.7 20.7 96.7 98.8 46.2 46.5 105.0105 30 0 29 19.0/19.5 —. 38.6 74.2 73.0 45 1 45.0 104.0103.7 Glasm. Schalke Glückauf Gelsk. Gebr. Goedh. Dös. Th. Goldschmidt Grün& Bilfinger Gruschw. Textil Guano-Werke ackethal Draht Hageda Hamb. El. Werke Hammersen Harpener Bergbau Milpert Masch. Hindrichs-Auff. kursch-Kupfer Hoch-Tiefbau Hoesch.Neuess. Hoffmanns Stärk. Hohenlohe Werke Ph. Holzmann Hotelbetriebsges. se Bergbeu IIse Genuß Isenbeck Brau Junghans Gebr. 17.7 18.4 95.6 95.1 92.1 92.0 73.4 12.7 28.5 28. 42.6 42.0 .7 44.7 19.7 172.5 44.0 43.7 19.0 1250 170 44.5 46.2 46.1 35.5 81.5 68.5 94.5 95.0 79.0 56.0 93.2 58.0 53.0 38.0 43.1 71.4 43 8 .0 35. 81.0 68.1 94.5 79. 58.0 94.0 58.6 53.2 87.0 43.2 70.1 44 01 .7 Rh.-Westf-Kalk Riebeck Roddergr. Br.-K. Rütgerswerke 745 36.0 36.0 58.6 99.5 2. 32.5 43.5 11.5 61.5 67.7 36.7 36.1 69.0 69.0 wallwerke Asch. I Klöcknerwerke C. H. Knorr .0 Köln Gas u. E. 7Hönig Wilhelm W. Krettt Kromschröder Kronprinz Metall Küppersb.& Co. 19.7 52.0 95.5 20.0 52.0 41.7 126.0 95.5 15.7 15. 6/101.50 36.0 100.0 35.4 ahmeyer& Co. Laurahütte Lindes Eismasch. Lorenz 43.5 58 0—. 1011090 0— 71.0 0 38.5 .2—. 24— 38.5 achsenwerk Salzdetfurth Sarott Schering chem. Schlegel Brauerei Schles. B. u. Z. B. Beuth. „ E. u. 6as A. Schub.& Salzer Schuckert& Co. Schultheis-Patz. Schwaben-Bräu Siegersdorf Wk. Siemens Glasind. Siemens& Halske Stett. Chamotte Stolberg. Zink Gebr. Stolwerk 7 38 0 163.5 65.0 5 0 5 8 10168.0 150 70 1 59.7 fack& Co. Thön's V. Oelfd. Thür. Gas Leipz. Tietz Leonhard Transradio Tuchfabr. Auch garzin. Papiert. VVer. Otsch. Nick. " Glanzst. Elb. " Stahlwerke Ver. St. 2yp. u. W. " Ultramarin Vogel Telegr Voigt Gptlaeftner C 0 8 0 47.7 119.5 0 30.1 41.0 5 39.0 162.0 67.0 84.5 166.0 70.1 59.5 45.0 119.4 14.6 415 71 7 99.5 43.1 18.1 60.1 23.8 94.0 71.1 91.0 43.8 133.2 710 19.0 60.1 63.0 33.5 26.2 28.7 Bankaktion 24.215 Berl. Hyp. B. 10 100 716 Nord d. Grundk. 3 ato. Oto.4 8 Pr. Ctr. B. G. Pf. 5 Rogg..Pf0.-3 Concord. Bergb. Cont. Gummi Daimler Benz Hann. Masch. Eg. Hossch Eisen Klöckner Werke Fr. Krupp A. 8. Mont Cenis Siem.& Halske Ver. Stahl RM. Anl. Zheinstahl RM. A. A. E. 6. Gold 1896 Bergmann 1909,11 5 Westf. Ld. Bk. 25 * 3 26 Kom..-3 70.2 .1 43.1 38.7 99.5 16.1 27.0 26.0 17. 89.6 120.0 53.5 75.0 61.7 53 126.2 58.2 Festverzinel. Werte Ablösgesch. alte dto. neue Ot. Wertbst. Anl. 23 3% O. W. A. 23 f. 35 Ot.1 bis 5 Dollar Reichsanl. 1927 Reichssch. Kom 3% Pr. Ctr. St.-4 Farbenbonds 54.6 .3 15 75.0 75.2 72.5 95.5 54.8 .3 92.0 135.51 74.2 73.0 96.0 78.2 65.5 78.0 79.5 92.0 58.0 78.0 72.5 53.0 88.5 55.5 76.2 65 5 78 5 79.5 70.0 91.7 58.6 #0 73.5 88.5 63.2 89.2 56.0 6 3 Goldpfobr. R. 3 Pfdbr. Hausgr. "„Goldpf. Pr. Ldpf br..19 .21 "„-..20 Pr. Z. G. Pf. 22 3 Pr. z. 6. Pf. 23 3 Pr. z. G. Pf. 24 3 Pr. dto. 25 27 3 Pr. z. 6. Pf. 28 Boch. Stadtanl. Steuergutscheine tällig ab 1. 4. 1934 90% 90½ 1. 4. 1935 85.0 85.0 1..1936 80.0 80.0 1. 4. 1937 75¼ 75¼ 1. 4. 1938 71.0 71.0 975 65 0 61.0 70.7 78 7 76 7 77.0 63.0 73.5 99.0 76.0 72°0 59.0 70.0 5 66.7 78.7 775 71.0 68.0 74.0 90.0 76.0 725 Ajagdeb. Berg MIMannesm.Werk MIMannesm.Werk Mansfeld. Bergb. Masch.-.Untern Maximil. Hütts Miag Mimose.-G. Minimar Mix& Genest Mülhelm Bergw. Möser Bräu nberschl..-B. Oberschl. Koke Orenst.& Koppel phönix Bergbau Polyphonwerke arsigte Kan Rhein. Braunk. Rhein. Elektr.Vorz. Saisse " Stahlwerke Rh.-Westt.-El.-W. Fortlaufende Notierungen 52.1 20.5 38.0 23.0 10.0 38.8 34.0 26.8 40.3 87.2 177.6 41.0 66.6 70.1 1740 Deutsche Reichsbahn Abg. Amerika-Paket Norddeutscher Lioyd Aku Allgemeine Elektrizität Bayrische Motoren J. P. Bemberg Berliner Maschinen Conti-Gummi Daimier Deutsche Contl-Ges. " E r d s s Linoleum Elektr. Licht u. Kraft Farbenindustrie Feldmöhle Papier Felten& Guilleaume Geisenkirch. Bergwerk Ges. f. eiektr. Untern. Th. Goldschmidt Harpener Hoesch Stahl 135 36.0 53.0 17.11. 13 Schluß 52.0 955 101.5 35.5 52.0 38.0 37.0 26.7 49.5 0 178.2 1126.0 67.1 69.8 38.7 70.5 119.7 24.2 103.5 43.2 66.7 70.2 39.0 162.5 166.0 70.4 133 23.4 108.0 42.5 SONNTAG, 20. NOVEMBER 1932— WOCHENENDBEILAGE DES„BOCHUMER ANZEIGER“ Die Frau des Toten Die großäugige Krankenschwester kam ins Zimmer „leste eine räumen:„Drüben, im Saal 14, und sagte unterm Wir hörten sofort mit unserem Dominospiel auf und „Ein Landwehrmann aus Köln.“ Hat er Familiekt..„ „Ja, eine Frau und vier Kinder.“ „Um Himmels willen, wer wird für die armen Iu diesem Augenblick schlug es auf dem Gang zwölf. Ich mußte zum Badewärter vor, um mein Wäschebündel zu holen. Außerdem hatte ich auf der Schreibstube Löhnung und Lazarettschein zu fassen; denn heute war mein Entlassungstag. So hörte ich nicht mehr, was die Schwester den Kameraden antIm Korridor standen die Leichtkranken in Haufen beisammen und besprachen den neuen Todesfall nach Soldatenart: Heute dir, morgen mir,'s geht mal jedem Eine dunkelgekleidete Frau kam die Portaltreppe herauf und sah sich suchend um. Sie fragte mich stockend Ich sagte:„Ich bin gerade auf dem Wege dorthin. Bitte, kommen Sie, gai!“ Dann ging ich die,zweg Stiz; gen in den ersten Stock voraus und klopfte. Der ber rief„Herein!“ Ich stellte mich in Positur und meldete:„Eine Frau möchte den Herrn Lazarettinspekt. sprechen!“ Der saß breit hinterm Tisch, einen Berg voll Listen vor sich. Er legte die Feder weg und winkte mit breiten Geste:„Soll mal reinkommen!“ Die Frau nestelte an ihrem vertragenen, schwarzen Handtäschchen und zog mit zittrigen Fingern ein Blatt Papier heraus, das sie auseinanderfaltete: „Ich habe das Telegramm bekommen, daß mein Mann hier im Festungslazarett 10 liege und daß er mich sprechen wolle. Ich habe mir gesagt, wenn der Staat telegraphiert, muß es schlimm um meinen stehen; denn wegen nichts und wieder nichts gebe Hohen ihr Geld nicht aus für'n Telegramm!“ Der Inspektor suchte krampfhaft nach Worten. Endlich kam die Frage heraus: „Ah. Sie sind die Frau Rohner?“ „Ja, die bin ich. Wie geht's meinem Mann? Ist's schon besser mit ihm? Kann ich gleich zu ihm? Der Herr Lazarettinspektor sah angelegentlich auf seinen Listenberg, spielte verlegen und nervös mit der Feder und sagte, nachdem er sich mit einem tiefen atmen gleichsam Mut gemacht hatte: „Ja, wissen Sie, liebe Frau Rohner, die Sache ist schlimmer ausgegangen, als wir anfänglich dachten!" Die Frau erschrak. Sie schien die vage Rede des Inspektors zu begreifen. Ich schob ihr schnell einen Stuhl hin; denn ich meinte, sie würde jeden Augenblick hinfallen, so bleich war sie, kaum einen Strich vor der Sie setzte sich, strich langsam die Rockfalten über ihren Knien zurück und fragte mit halbem Atem, als ob sie am Ersticken sei: „Ist er tot?“ Der Inspektor nickte. Es gab eine lange Stille. Der Beamte hatte das Herz nicht, aufzusehen. Der magere Schreiber hörte mitten im Wort auf, weil die Feder auf dem trockenen Aktenpapier zu viel Nich faßte ein Unbekanntes mit kalten Fingern gi, die wunderlich weh taten. Ich spürte: Hier steht leibhaftige Schicksal im Zimmer! Die fremde Frau aber saß so schön und so tot, wie ein Bildnis im Museum. Es fehlte nur der abschließende goldgeschnitzte Rahmen darum. Mit Augen, die so mit Leid gefüllt waren, daß sie nichts Lebendiges mehr hatten, sah sie durchs Fenster in die Landschaft hinaus.. Me. Dort fuhr ein Zug nach dem andern den Fronten, diesen gefräßigen Ungehenern, zu. Lacherhez Hteeg en daten saßen in den Wagen. Ihre frohen Gesichter harten so warme Töne wie die aufsgehen. ze grisz zphrsg be. blumen, und ihre Lieder klangen„„##reit.un freit, als gäb's keinen Tod in der Welt und keinerlei Ich betrachtete die Frau des Toten, die in ihren dunklen Kleidern selber wie tot aussahg genager,„izn0 da sah isz, daß nichts Totes, nitzis Starge, nichez Schweigendes an ihr war, sondern daß alles, jeder### ihres Körpers, jede Falte ihres Gesichtes, Stimme yatte und redete. Semeint Die Augen sagten: Wir haben schon zuviel geweint, darum sind wir so trocken und so erloschen! Die Stirne sagte: Ich habe von klein auf viel sorgen müssen, darum bin ich so faltig und so zerfallen!. Die Haare sagten: Wir haben nie viel Zeit gehabt, uns zu pflegen, zu locken, zu kräuseln. Die Not unser Strähl, des Lebens Widrigkeit unser Kopfwasser. Darum sind wir vor der Zeit reizlos und grau geDie Wangen sagten: Wir haben nie Ueberfluß gehabt, darum sind wir so schmal! Der Mund sagte: Der Schmerz hat mich stumm . D i e H ä n d e s a g t e n: W i r s i n d r a u h u n d r i s s i g. E i n e häßliche Röte sitzt in unseren Poren. Schwarze Schrunden verunstalten uns. Wir haben uns nie schöntun kön nen. Wir haben uns nie schonen können. Wir mußten unser Leben lang arbeiten!„.Gaxgghru#t#am 1. Der Rücken sagte: Ich bin niedergedrückt vom UnDer Leib und die Brüste sagten: Wir haben vier Litöeb genährt und gezogen; darum verwelkte unse So beredt war die Stummheit dieser Leidensgestalt. Und die Stimmen aller vereinigten sich zu einer lauteren Stimme, die eindringlich sprach: Ist das Leben gerecht? Warum geht mein Fuß von Anfang an auf der Schattenseite, ferne dem goldenen Licht? Warum? Warum!„„ gig wie in Wir drei Männer im Saale waren stIu, Pgii, einer Kirche so still, und ich, der ich sonst so schnell mit Von Oskar Wöhrle dem Wort war, wußte auf all diese Fragen, die so laut in meinen Ohren brausten, nicht zu antworten. Da kam die Oberschwester zur Tür herein. Die brauchte kein langes Hin und Her, um zu wissen, wer da so trostverlassen saß. Die faßte die fremde Frau bei der Hand, als wäre sie ihre leibliche Mutter oder Schwester, und die beiden Frauen sanken einander an die Brust, und der wortlose Jammer der einen löste sich in den heiligen Tränen der andern zur leis überIch ging leise hinaus. Der Herr Inspektor und sein als ich am Treppengsländer stand und auf den Unteroffizier vom Dienst wartete, der mich abholen und wieder in die Batterie bringen sollte, sah ich die Frau des Toten noch einmal. Sie erkannte mich auf der Stelle, trat hastig auf mich zu, als ob sie mich schon lange gesucht hätte, und sagte:„Ich hatte meinem Manne etwas zum Rauchen mitgebracht. Aber der ist ja tot. Wenn Sie vielleicht die Um die Frau nicht zu kränken, nahm ich das kleine Paket an und bedankte mich. Erst nachher erfuhr ich Saalschwester, die Frau sei so bitterarm, daß sie sich das Reisegeld hierher von den Nachbarinnen habe zusammenleihen müssen, Sie habe auch ihren goldenen Trauring zur Pfandleihe getragen und den Erlös daran gewandt, ihrem Manne beim Wiedersehggeine Freude zu machen: sie kaufte ihm die Sorte Zigacren, von der sie wußte, daß er sie am liebsten rauche... Auf dem Heimweg kamen der Unteroffizier und ich den Graben, wo das ich stehen und besann mich, ob ich die garren doch nicht lieber da hinunter werfen sollte. Von Rechts wegen gehörten sie ja nicht mir, sondern dem Toten, und Toten soll man nichts nehmen. Aber der Unteroffizier sagte:„Mensch, Wöhrle, nicht verrückt, mach keine Faxen!“ Ich hab dann in der Baracke nach dem ersten grüßungsgeschrei die Gabe an meine Stubenkamerade Abends, nach der Putzstunde, saßen die lustigen Burschen um den Ofen herum und rauchten das edle Der bläuliche Rauch stieg zur Decke, Und auf einmal sah ich aus dem Rauch die Fr des Toten hervorkommen, wie sie mir gütig zuläche und in den Wirbeln wieder verschwand. # Von A. Rolf LSuesfalser Und sahst du fäglich auch an deiner Schmrelle Den Fuß des Todes dir vorüberschreiten, Marich blühend Leben aus des Daseins Helle Ins Tal der enigen Schaffen niedergleiten.— Und hörfest fäglich du den Freuderchören Fernher sich mischen auch das Lied der Klagen Du wolltest achtlos nicht ihr Mahnen hören Und hießest schmeigen deiner Seele Fragen! Doch schriff der Gast durch deine eißne Pforte, Und riss hinmeg, was teuer dir gemesen Des Todesrätsels erzig dunkle Worte, Du starrst sie an und wagst nicht, sie zu lesen. Du fühlst dein eigen Herz mit bangen Stöhnen Durchzittern numn die alte Menschheitsklage, Und immer, immer mieder hörst du fönen, Die eine enzrig antmorflose Fragel Totenehrung junger Kinder von Fritz Kaiser(Ulmenau) Zwei kleine Erlebnisse Bin ich da einmal Zeuge eines ergreifenden Bildes geworden, als ich um die Abendstunde auf dem Gottesacker der kleinen Stadt versonnen die schön gepflegten Wege entlang gehe. Kommt da ein Zug zwölfbis dreizehnjähriger Mädchen geschritten, hübsch ordnungsgemäß zu zweien hintereinander, mit roten Mützen auf dem blonden Haar und die jungen Leiber gekleidet in festlich weiße Gewänder. Eine, die um halbe Haupteslänge die andern überragt, schreitet voran mit inem Marschallstab, wie er hierzulande bei Kinderfesten getragen wird: bunte, lange Bänder, gehäuft um den langen Stab und oben geschmückt mit wippenden, farbenfrohen Federn zu einem ganzen Busch. Eine breite Schärpe in den Farben der Schule schlingt sich über die Brust der Trägerin, genau wie bei den Schlankwüchsigen, die rechts und links ihre Begleiterinnen sind. Stolz, aufgereckt tragen alle drei den schönen jungen Wuchs, genau wie die Gefolgschaft der priesterlich anmutenden Mädchen, auf deren freien Stirnen die Abendsonne wie ein köstlicher Heiligenschein liegt. Ein grünes Kränzchen am Marschallstab, durchflochten mit zarten Blüten, spielt beim Schreiten leise hin und her. Weihe tritt mich an mit dem ffestlichen Mädchenzug in dem stillen, grünen Hain. Bei mir ist kein Zweifel, wer sie sind, die hier stumm und ernst dem hoch erhobenen Stab wie einer Fahne folgen. Schülerinnen des städtischen Lyzeums. Das große Kinderfest, das alljährlich nach altem Brauch in der kleinen Stadt gefeiert wird, ist gerade wieder einmal zu Ende gegangen, und nach dem Schlußchoral„Nun danket alle Gott...“ ist der kleine Trupp die steile Straße über den alten Markt heraufmarschiert zum Garten der Toten. Ein Jubeltag ist es gewesen, der verklungen— ein Jubeltag für alle Schulen und jedes einzelne junge Menschenkind, das daran teilgenommen, auch für die, die in feierlicher Andacht zwischen den Gräbern hiee schreiten. Aber auch wie tief ihr freudvolles Erleben; sie haben ihre Kameradin darüber nicht vergessen, die ein hartes Schicksal jäh aus ihrer jungen Mitte gerissen hat. Sie tragen die glückliche Ernte des seligen Tages an den jungen Hügel, um zum Reichtum seiner Blüten ihn auch damit noch zu überschütten. äußeren Zeichen knüpft eine das Kränzchen vom gesenkten Marschallstab und schmiegt es auf das Grab wie auf einen blonden Mädchenkopf." Die Kinder in den weißen Kleidern stehen bleich da, und um ihre Lippen zuckt ein Ahnen von des Lebens großem Leid. Sie falten die Hände, eine spricht das Gebet, und alle Blicke liegen auf dem kleinen Kranze, der vom Gottesdienst am Morgen bis zum abendlichen Reigen bei schluchzender Geige Schritt um Schritt mit durch den ganzen Tag gegangen ist. Ich stehe abseits, ungesehen, im Herzen eine tiefe Ehrfurcht vor dieser Totenfeier junger Kinder. Es ist, als ob weiße Engel um das Grab ständen. Die Stimme der Sprechenden verklingt, zart wie das Vogellied oben in den Zweigen. Dann schweben gleichsam die jungen Gestalten wieder von dannen, so leicht ist ihr Gang, so fein der Duft ihrer Gewänder. * Ein andermal habe ich gesehen, wie Kinderhändchen ein Muttergrab pflegten. Das kleine in seinem duftigen weißen Kleidchen um den blühenden Hügel wie ein Engelchen. Man hätte an eine Vision glauben können, so fein und so zart und so war der Eindruck. Heller Sonnenschein schien Kleidchen und Körperchen zu durchleuchten, und um das Köpfchen lag das blonde Haar wie eine goldene Haube. Die Kinderaugen waren groß und blau und fromm, und ihre göttliche Einfalt verband sich mit der der Blumen auf dem Hügel, die still und ruhig waren, gar nichts Auffälliges hatten, sondern wie in Ehrfurcht standen, wie Kinderchen, wenn sie beten. Die kleinen, zarten Finger hoben winziges Unkraut aus dem Boden und strichen die Erde wieder glatt. Das war gerade, als ob die Händchen das Muttergrab streichelten. Die Tote muß vor Freude da wohl geweint und ihr Herz geklungen haben. Ich hätte am liebsten das Ohr an den Hügel legen mögen, in der Meinung, daß ein seines Klingen von ihm in mich eingehen müßte. hätte das Kind in seiner Andacht nicht gestört, denn es lief gerade mit seinem bunt bemalten Gießkännchen trippelnd davon, um Wasser an dem Brunnen zu holen. Als es zurückkam, da waren seine Aermchen offenbar müde geworden. Denn es stellte das Kännchen nieder und beugte sich darüber— lächelnd; es sah sein Spiegelbild wohl im klaren Wasser, es wippte wiederholt mit seinem Köpfchen, und seine Freude belebte sich zunehmend, bis ein paarmal ein feines Lachen aufklang — silberrein. Und dieses silberreine Lachen tauchte unter in dem Wasser und weihte es. Und mit diesem Weihwasser goß nachher das Kindchen die kleinen, durstigen Blumen auf dem Hügel. Als ich die Wasserperlen, die noch auf den kleinen Blüten lagen, später betrachtete, als das Seelchen gegangen war, da hatte ich den seltsamen Eindruck, daß mich aus jedem einzelnen dieser Tautropfen ein ganz, ganz winziges Kindergesichtchen anlächelte. Ich ging davon wie einer, dem ein Himmelswunder begegnet ist, dessen Blick sich immer und immer wieder nach innen kehrt, und der gar nicht fertig werden kann mit dem Erleben, weil unsere irdischen Begriffe zu winzig sind, das Große, Göttliche zu fassen. Vlenelechs-benieeg.„* Die Toten von der Gohettoköke, von Reims und Zouaumont wenden ausgegiaßen- GeßensgerählEiche Anbeit auf den von Gi#tgas und Blindgängenn gesadenen Feldenn- Rundenttausende weiden dock ewig verschoseen, Gleißen.- Die Cetzte Rukestätte bekannten. Deutscker Die Eindde So sieht in phantastischen Filmen die Mondlandschaft aus: Tot und erstarrt liegt das Land. Tiefe Krater durchfurchen das Gelände, kein Baum, kein Lebewesen, kein Laut belebt die unheimliche Stille. Da nähert sich ein merkwürdig aussehendes Wesen. Der Körper steckt in einem dichtanliegenden Schutzanzug, die Hände in starken Gummihandschuhen. Mit einer langen Röhre sticht das Wesen bei jedem Schritt vorsichtig in den Boden und untersucht das Ende aufmerksam nach dem Herausziehen. Die„#ote kone“ Wir stehen in der„roten Zone". Dort, wo der Krieg am heftigsten wütete, an der Lorettohöhe, bei Reims und Douaumont— dort liegt die Gegend heute, 14 Jahre nach Kriegsende, noch genau so da, wie die kämpfenden Truppen sie verlassen haben. Teilweise wächst dichtes Unterholz heran, jedes Durchkommen unmöglich machend, teilweise aber liegt der Boden seit 14 Jahren nackt und kahl. Denn heute noch vergiften Gase den Boden derart, daß keine Pflanze, kein Grün die Wunden des zerrissenen Erdreichs zu verdecken vermag. Am Straßenrand warnen große mehrsprachige Taseln vor einem Verlassen der gebahnten Wege. Mancher, der sich persönlich eine Erinnerung an den Krieg verschaffen wollte, hat diesen Leichtsinn mit dem Leben bezahlen müssen. Berührung des vergifteten Bodens erzeugte unheilbare, schreckliche Brandwunden, und das Anstoßen an einen der zahllos noch im Boden steckenden Blindgänger bringt diesen leicht zur Explosion. Im vorigen Sommer kochte eine Gruppe von Wandervögeln auf einem Felde ihr Essen ab. Plötzlich eine furchtbare Detonation: Sie hatten das Lagerfeuer gerade auf einem Blindgänger angezündet. Einige wurden getötet, keiner blieb unverletzt. Zu dem furchtbarsten Anziehungspunkte in jener Gegend des Schreckens gehörte bis vor kurzem der sogenannte„Bajonettgraben“ bei Verdun. Ein französischer Schützengraben war= gerade, als seine Besatzung mit aufgepflanztem Bajonett sturmbereit stand, von mörderischem Trommelfeuer überschüttet worden, so daß er vollkommen eingeebnet wurde. Als man später die Stelle suchte, zeigte nur eine Fülle aus dem Erdboden ragender Bajonette an, wo die Kompagnie ihren Tod gefunden hatte. Ein Schauer überlief jeden, wenn er zu seinen Füßen den Wald von Bajonetten erblickte. Gerade dieser Ort schien für Fremde eine gruselige Anziehungskraft zu besitzen. Jedenfalls merkten die Behörden nach einiger Zeit, daß die Bajonette immer mehr verschwanden. Sie fielen den berüchtigten Schlachtfeld=Andenkenjägern zum Opfer. Seit dieser Zeit steckte man von Zeit zu Zeit neue Bajonette fest in die Erde — und siehe da, auch sie waren ebenso schnell entwendet. Fnankreick käumt auf. Vor einiger Zeit entschloß sich die französische Regierung zur endgültigen Liquidation der roten Zone. Man begann, das Gebiet nach Blindgängern abzusuchen — und nach Leichen. Denn noch immer ruhen dort viele Tausende von Toten, die jetzt die letzte Ruhe auf einem Friedhof finden sollen. Nun ziehen tagtäglich die Männer in Schutzanzügen— zur Isolierung gegen den vergifteten Boden— hinaus ins öde Land. Meist sind es tschechische und polnische Arbeiter, die ein hoher Lohn vergessen läßt, daß sie ihr Leben riskieren. Denn nicht selten wird so ein Sucher von einem explodierenden Blindgänger zerrissen. Vorsichtig sticht der Arbeiter bei jedem Schritt die Sonde in den Boden. Aufmerksam untersucht er die heraufgeholte Erde. Plötzlich stutzt er. Zwischen braunen Erdkrumen hängt ein grauer Fetzen— ein Stück deutschen Uniformtuches. Er beginnt vorsichtig zu graben. Ein größerer Uniformrest und schließlich ein Knochen kommen ans Tageslicht. Jetzt stellt er die Arbeit ein und verständigt den zuständigen Gräberoffizier, dem jeweils ein größeres Gebiet unterstellt ist. In dessen Anwesenheit wird die Grabung fortgesetzt und der Tote freigelegt. Viel ist es nicht, was von einem Menschen in 14 Jahren übrig bleibt. Die leichteren Knochen verschwinden schnell. Gefunden werden nur noch Schädel, Oberarme und Oberschenkel. An Ort und Stelle bemüht man sich, die Persönlichkeit des Toten festzustellen. Findet sich noch die Erkennungsmarke vor— die sich bei deutschen Heeresangehörigen, wo sie aus Aluminium bestand, gut erhalten hat— dann ist das leicht. Sonst muß an Hand von Achselstücken und Dokumenten eine Identifizierung versucht werden. Nicht selten unterlaufen den französischen Beamten aus Unkenntnis der deutschen Sprache dabei Irrtümer, und in den Totenlisten tauchen Namen auf wie: Paul Gefreiter oder Richard Fähnrich. Ueber den ganzen Fund nimmt der Gräberoffizier ein Protokoll auf. Dann werden die Ueberreste in eine einfache Kiste gelegt und an einem der nächsten Tage ohne jede Feier Gatten, Eltern, Kinder, Geschwister, die bisher die Todesstätte ihrer Angehörigen nicht erfahren haben, werden auch jetzt nicht verständigt. Schon weil ihre Feststellung zu mühevoll wäre. Oft sind sie gar nicht mehr zu ermitteln, zuweilen schon verstorben. Und dann: Man würde nur längstvernarbte Wunden wieder aufreißen. Wer aber seinerseits die letzte Ruhestätte eines Gefallenen erfahren will, kann sich an den Volksbund in Berlin W. 15 wenden. Dort erhält er genaue Angaben — sofern der Tote in den Listen steht. Wo. sie Cegen Noch immer gibt es 225 000 Tote, deren letzte Ruhestätte unbekannt ist. Aber wöchentlich werden jetzt ungefähr 200 Leichen gefunden, darunter viele Deutsche. Ein Viertel davon kann noch identifiziert werden. Man glaubt. auf diese Weise noch einige Tausend in der roten Zone finden zu können. Der Rest ist.. Schweigen! Granaten und Schrapnells zerrissen manche in Atome— von ihnen wird man nie mehr etwas hören. In 43 Ländern, verstreut über die ganze Erde, auf allen Kontinenten gibt es deutsche Kriegerfriedhöfe. In Frankreichs Boden allein ruhen 947000 deutsche Soldaten in 200 Friedhöfen. Der kleinste von ihnen, bei Vitry, birgt nur drei, der größte— Maison Blanche, drei Kilometer von der Lorettohöhe entfernt— 40 000 Soldaten. In der Nähe der Lorettohöhe ist auch das größte deutsche Massengrab. Es umschließt 21000 Tote. Pietätvoll gepflegt liegen die unermeßlichen Gottesäcker mit ihren Tausenden von Kreuzen in fremdem Lande, stumm den Besuchern sagend, was das Denkmal auf der Kriegsgräberstätte Montdidier nach einem alten lateinischen Spruch auf weithinragendem Block zum Ausdruck bringt: Wanderer, verweile in Andacht und künde zu Hause, Wie wir als Männer gefallen in Treue zur Heimat. Der erste deutsche Tote des Weltkrieges ruht in Illfurth im Oberelsaß: Leutnant Albert Mayer von den Jägern zu Pferd; er wurde am 3. August 1914 auf einem Patrouillenritt von einer französischen Patrouille erschossen. Der Dichter Hermann Löns hatte einst in einem seiner Gedichte den Wunsch ausgesprochen, niemand möge seine Grabstätte kennen. Seine Sehnsucht wurde erfüllt. Er starb den Heldentod und wurde auf dem Kriegerfriedhof Louxembourg bei Cauroy begraben. Nach dem Kriege löste man diesen Friedhof auf, die Toten wurden nach Loivre umgebettek. Die Ueberreste des Dichters kamen in ein Sammelgrab. Und heute kennt niemand mehr die Stelle, wo er ruht. Walter Fler, der Wanderer zwischen zwei Welten“ liegt auf der Insel Oesel(Estland) begraben. Und auf einer einsamen, unbewohnten Schäre ruht Gorch Fock(Autor von„Seefahrt ist not“ mit anderen Skagerrak=Opfern. Das Meer singt ihnen das ewige Schlummerlied. Dra Brwin. Otto Weddigen: „JLoLz wekt die FLagge Schworz-weit-Rot tto Weddigen! Wie ein Fanal hob sich sein Name helleuchtend aus der Masse von Kämpfern hervor, gerade In einem Augenblick, als sich— ohne daß wir es wußten— in der zweiten Septemberhältte 1914 das deutsche Schicksal an der Marne umschattete. Die Leistungen eines Weddigen gaben der Schwungkraft deutschen Vorwärtsdrängens neuen Antrieb. Aber nur ein halbes Jahr war diesem Wirken Weddigens gegönnt. # Pionien der.Boct-Wapée So steigt aus unser aller Erinnerung der Name des =Boot=Kommandanten Weddigen empor. Wie so viele unserer Seeoffiziere, die im Kriege sich besonders hervortaten, stammt er aus dem Binnenlande, war also ursprünglich eine Landratte. Nur 34 Jahre ist er alt, als ihm seine westfälische Heimatstadt Herford das Ehrenbürgerrecht verleiht und eine dies verkündende Tafel an seinem Geburtshaus anschlägt. Als jüngstes von elf Kindern tritt er— der Kaufmannssohn— mit der Primareife 1901 in die Marine ein. Der Zwang des Schulbetriebes hatte ihm nicht sehr gelegen, so mußte er sogar zwei Klassen wiederholen. Kein Wunder, daß ihm, der in jungen Jahren begeistert jeden Sport getrieben hatte, das Leben an Bord erheblich mehr zusagte. Seine Ausbildung verläuft unter den üblichen Kommandierungen auf verschiedene Arten von Schiffen mit herrlichen Reisen über See, so nach Westindien und Ostasien, durchaus normal. Dennoch sind zwei Ereignisse zu melden, die charakteristisch für Weddingen sind. Als er 1904 auf der „Wittelsbach“ ist, geht ein Bootsmanns=Maat bei Manövern vor Helgoland über Bord. Ohne sich zu besinnen, springt Weddigen ihm nach, und es gelingt ihm unter größten Anstrengungen, den Matrosen aus den stürmischen Fluten herauszuholen. Die Rettungsmedaille am Band wird ihm dafür verliehen. Ebenso bezeichnend ist für seine Energie und vor allem für seine Selbstüberwindung ein anderer Vorgang. An Bord ist Turnbesichtigung durch einen hohen Vorgesetzten, den bekannten Admiral von Baudissin. Infolge eines unglücklichen Zufalls stürzt Weddigen vom Gerät. Nach Beendigung des Vorturnens bemerkt der Admiral das bleiche Aussehen des jungen Leutnants. Auf seine teilnehmende Frage antwortet Weddigen:„Zu Befehl, Exzellenz, ich habe mir nur den Arm gebrochen.“— Als die neue Waffe des-Bootes bei der Marine mehr und mehr eingeführt wurde, war Weddigen einer der Ersten, der sie— dieses komplizierte Wunder der Technik— gründlich kennenlernen sollte. Auf den ersten =Booten war er als Wachoffizier tätig, als Oberleutnant wurde er Kommandant des„U“, dann des „U“, bis er Oktober 1911 den Befehl über das später durch ihn berühmt gewordene„U 9“ erhielt, auf dem er auch im April 1912 seine Beförderung zum Kapitänleutnant erlebte. Im gleichen Jahre erhielt er für seine Pionierarbeit bei dieser Waffe den Roten Adlerorden, eine immerhin ungewöhnliche Auszeichnung. Des Ernstes seiner Aufgabe in einem Kriege war er sich schon im Frieden bewußt. Bei Flottenmanövern vor Swinemünde besichtigen Kurgäste sein Schiff. Weddigen erklärt ihnen unermüdlich manch interessante kechnische Einzelheit. Eine junge Dame fragt nach der Bedeutung des Telephonballons(der bei einem Unfall zur Wasseroberfläche emporsteigt und dadurch die Stelle bezeichnet, wo das havarierte Boot liegt).„Das, mein gnädiges Fräulein,“ antwortet Weddigen,„ist unser Leichenstein. Ja, meine Damen, was habe ich Ihnen gesagt, wir sind hier so komplett und so sehr mit allem Komfort eingerichtet, daß wir sogar unseren Leichenstein gleich bei uns haben.“... nur gesucht werden wird, deren große Hoffnung und Sehnsucht hier die endgültige Ruhestätte erhalten hat. Eiste der Ausgesundenen Kann man aber nie erfahren, wer in den letzten Monaten gefunden worden ist? Doch. In Spandau bei Berlin befindet sich das„Zentralnachweisamt für Kriegsverlust und Kriegsgräber“. Hier ist in einigen Sälen fast die gesamte deutsche Armee versammelt. Denn hier liegen die Stammrollen der Regimenter. Jeder Soldat, der in ihnen diente, vom Rekruten bis zum General, ist verzeichnet. Und wenn Sie etwas vom Gefreiten N. N. vom 3. Infanterieregiment wissen wollen, hier finden Sie ihn mit allen Personaldaten. Hierher gelangt jetzt auch das Protokoll über die Auffindung des Toten, hier wird dann die letzte Notiz über ihn eingetragen. Das Zentralnachweisamt seinerseits verständigt noch den„Volksbund deutscher Kriegsgräberfürsorge". Auch bier wird der Neugesundene aufgenommen im düsteren Totentanz der Kameraden. Dann endlich schließen sich die Akten über ihn. Privatpersonen werden von der AufLindung der Leiche nicht benachrichtigt. auf dem nächsten Kriegsfriedhof beigesetzt. Ein einfaches„.8 fce##en 3404.# Kreuz, wie Millionen schon stehen, bezeichnet das Grab„.y“= den Iennarzen darttons — das vielleicht niemals von denen gefunden oder auch Sofort bei Beginn des Krieges erhält Weddigen den wichtigen Auftrag, zur Aufklärung bis zu den Shetland=Inseln an der Nordspitze der britischen Inselgruppe vorzustoßen. Es gelingt ihm, und damit zugleich der Beweis, daß die Herrschaft zur See, zum mindesten was das Gebiet der Nordsee anlangte, nicht unumschränkt in Englands Händen war. Einen kurzen Aufenthalt in der Heimat zwecks Ueberholung seines Bootes benutzt Weddiger geer Prl#astrauung. Vorahrend wählt dVorahrend wählt der den Tod, so Weddigen zur Kriegstrauung. Geistliche, das Wort:„Sei getreu bis in den Tod, 19 will ich dir die Krone des Lebens geben.“ Ein Bild von diesem Tage zeigt Weddigen mit seiner jungen Frau nicht, wie man erwarten sollte, in stolzer Uniform mit den ihm schon bis dahin verliehenen Auszeichnungen, sondern in schlichtem Zivil. Als ob er damit bekunden wollte, daß diese kurzen Stunden ihm allein und seinem Glück gehören sollten. Doch schon den nächsten Tag geht es wieder binaus in Not und Gefahr. Nun kam Weddigens große Stunde, und es zeigte sich, daß er ihr restlos gewachsen war. Größere Truppentransporte waren von England nach der belgischen Küste unterwegs, es galt sie zu stören, um so dem an der durch das Sehrohr bestätigte. Erst nach drei Stunden Westfront schwer ringenden deutschen Landheer Erleich= waren die Zerstörer abgeschüttelt.“ 20. September 1914 geht Das Erscheinen des„U 9“ und anderer deutscher „U 9“ in See, und zu gleicher Zeit verläßt ein Ge=Boote, die ihm gefolgt waren, führte wieder zu einer schwader von drei engkischen Panzerkreuzern zur Siche= ungeheuren Aufregung in der englischen Flottenleitung. rung des Truppentransports seinen Heimathafen. Es ist schlechtestes Wetter, Sturm und hoher Seegang, die dem kleinen=Boot das Navigieren stark erschweren. Am 22. morgens sichtet Weddigen die drei Kreuzer. Sofort entschließt er sich zum Angriff. Um 7 Uhr 20 Minuten trifft der erste Torpedo den Panzerkreuzer„Aboukir“, der sinkt. 25 Minuten später ereilt durch zwei Torpedoschüsse den Kreuzer„Hogue“ das gleiche Schicksal; noch ist keine Stunde seit der ersten Attacke vergangen, so verschwindet auch der dritte Gegner, die„Cresy“, zu Tode getroffen, in den Fluten!— In dem vom Marine=Archiv herausgegebenen Werk „Der Krieg zur See“ heißt es über diese Leistung Weddigens:„Eine weltbewegende Tat war geschehen, aber sie war, wie Weddigen in großer Bescheidenheit ausdrücklich betont, durch das Verhalten des Gegners erheblich begünstigt worden....“ Die Wirkung der Großtat Weddigens war in allen, auch den neutralen Ländern gewaltig. Die Ueberlegenheit der deutschen Armee über ihre Feinde war nach den großen Siegen bei Kriegsbeginn im In= und Auslande bereits zu einer ruhmvollen Selbstverständlichkeit geworden, aber ebenso unangreifbar schien die Ueberlegenheit der britischen Flotte. Mit der deutschen Heldentat zur See am 22. September schien nun auch diese zu wanken. Was man bisher nicht für möglich gehalten hätte, schien durch „U 9“ bewiesen. Auch die deutsche Flotte war imstande, dem an Zahl so unverhältnismäßig überlegenen Feind empfindliche Schläge zu versetzen.... Wenn die deutsche Flotte nicht zum Kampf herauskommt, wird man genötigt sein, sie auszugraben, wie eine Ratte aus dem Loch“. Diese noch kurz zuvor von dem englischen Marineminister Churchill in Liverpool stolz und selbstbewußt gesprochenen Worte wurden in der neutralen Presse angeführt, um auf die ihnen folgende Tat von „U 9“ als prompte und unheimliche Antwort hinzuweisen.“ Die Vernichtung der drei Panzerkreuzer war nur möglich durch die ruhige Entschlußkraft des Kommandanten von„U 9“ und der glänzenden Zusammenarbeit der Mannschaft des=Bootes, die sich— wie auf allen Schiffen dieser Waffengattung— nur aus Freiwilligen zusammensetzte. Einen Tag später kehrte„U 9“ in seinen Heimathafen zurück, umjubelt von den Mannschaften der Schiffe, an denen es vorüberfuhr. Bei der Landung traf die Nachricht ein, daß Otto Weddigen das Eiserne Kreuz 1. und 2. Klasse, der gesamten Besatzung das E. K. 2 verliehen worden war. Glückwünsche über Glückwünsche häuften sich nicht nur bei dem Kommandanten, sondern auch bei der Marineleitung und dem Großen Hauptquartier. Herford ernannte Weddigen, wie schon zu Anfang erzählt, zum Ehrenbürger, und die Stadt Hamburg schickte seiner jungen Gattin ein Blumenangebinde. Einen denr süngsten Zitten des Pour da milite. Weddigen, gefeiert in der gesamten deutschen und neutralen Presse, gefeiert überhaupt in der deutschen Oeffentlichkeit wie kaum einer in dem kurzen Verlauf des Krieges, ruhte nicht auf seinen Lorbeeren aus. Im Oktober schon geht es wieder hinaus. Diesmal sucht er sich feindliche Verbände aus, die den Schiffsverkehr nach und von Skandinavien kontrollieren sollten. Am 14. Oktober greift er sich den Kreuzer„Hawke“ zum Angriff heraus. Gerade hatte dieses Schiff mit dem Kreuzer „Endymion“ Post ausgetauscht, als der tödliche Torvedo von„U 9“ es traf. Nur ein einziges Boot mit 3 Offizieren und 40 Mann kam rechtzeitig von dem sinkenden Schif. frei. 544 Mann fanden den Tod.„U 9“ begnügte sich nicht mit dem Erfolg der Vernichtung eines weiteren englischen Kreuzers, sondern dampfte in Richtung auf Scapa Flow, dem Hauptstützpunkt der englischen Flotte. Auf dem Wege dorthin griff Weddigen wieder einen Zerstörer in einer Gruppe mehrerer Kriegsschiffe an, doch wich dieser im letzten Augenblick dem bereits abgeschossenen Torpedo aus.„U 9“ mußte mit allen Mitteln und größter Schnelligkeit tauchen, um selbst nicht überrannt zu werden.„Kaum war das Sehrohr eingefahren“, schreibt Weddigen in seinem Bericht, „und das Boot auf 13 Meter Tiefe angekommen, als auch schon der Zerstörer über„U 9“ hinwegbrauste mit einem Geräusch, wie wenn das ganze Ankergeschirr auf das Boot geworfen würde.... Mehrfaches lautes Schraubengeräusch ließ auf ein wildes Durcheinanderfahren der Zerstörer schließen, was die erste Umschau durch das Sehrohr bestätigte. Erst nach drei Stunden Andere Stützpunkte wurden daraufhin ausgewählt; der ganze Plan der regelmäßigen Ueberwachung der Nordsee war über den Hausen geworfen. Man beschränkte sich fortan auf gelegentliche Vorstöße in diesem Gebiet. Weddigen kehrte wohlbehalten in die Heimat zurück. Sein neuer Sieg wurde durch die Verleihung des Pour le merite anerkannt. Er war der erste der jungen -Boot=Kommandanten, der diese hohe Auszeichnung erhielt. Ueberall sah man sein Bild— in Zeitungen, auf Ansichtskarten, und zu einem Kunstsalon in Berlin, Unter den Linden, wo ein Porträt von ihm hing, pilgerten ganze Scharen. Admiral Scheer kennzeichnet in seinem Erinnerungswerk Deutschlands Hochseeflotte im Weltkrieg“ Weddigens Wirken mit folgenden Worten:„Weddigens Name war in aller Mund, besonders für die Marine war seine Tat eine Erlösung aus dem bedrückenden Gefühl, in diesem Kriege noch so wenig geleistet zu haben im Vergleich mit den Heldentaten des Heeres. Eines solchen Erfolges hatte es noch bedurft, um den Wert des-Boots für unsere Kriegführung voll zu würdigen, nachdem es schon so unerwartete Proben von seiner Seeausdauer abgelegt hatte.“ Weddigen selbst lehnte jedes Lob für seine Person ab:„Das ist nur Kriegsglück gewesen, jeder andere hätte das auch gemacht, und, wartet's nur ab, die anderen machen das genau so, wenn sie nur Gelegenheit haben.“ Jetzt erhält er seinen ersten längeren Urlaub, den er mit seiner Frau im winterlichen Harz still und einsam verbringt. Hier sammelt er innerlich und äußerlich die Kraft für die weitere Ausübung eines Berufes, der durch die verstärkten Abwehrmaßnahmen des Gegners von Tag zu Tag schwerer wurde. ZittodLicke Kampfesweise Im Februar 1915 sah sich die deutsche Regierung in Abwehr der englischen Blockade gezwungen,„die Gewässer rings um Großbritannien und Irland einschließlich des gesamten englischen Kanals als Kriegsgebiet zu erklären".„Auch neutrale Schiffe“, so hieß es in der Bekanntmachung des Admiralstabes der Marine,„laufen im Kriegsgebiet Gefahr, da angesichts des von der Britischen Regierung am 31. Januar angeordneten Mißbrauchs neutraler Flaggen und der Zufälligkeiten des Seekriegs nicht immer vermieden werden kann, daß die auf seindliche Schiffe berechneten Angriffe auch auf neutrale Schiffe treffen.“ Das stellte nun die deutschen -Boote vor neue schwierige Aufgaben. Weddigen hatte das Kommando über ein größeres Boot, über„U 29“, erhalten. Es hatte bereits in den letzten Monaten des vergangenen Jahres an der flandrischen Küste und dem Kanal tüchtige Arbeit geleistet. Am 10. März war Weddigen mit dem neuen Boot von Ostende ausgelaufen. Bereits wenige Tage später hatte er fünf Schiffe, ein französisches und vier englische, versenkt! Bei diesem Vorgehen gegen Handelsdampfer, die nach England unterwegs waren, zeigte sich Weddigen von der besten Seite. Er gab sich die größte Mühe, Menschenleben zu schonen, und sogar die„Times“ vom 15. März, die ihrem Erstaunen Ausdruck gab, daß ein deutsches Unterseeboot ungestört ein englisches Schiff nach dem anderen angesichts der britischen Westküste versenken konnte, stellte fest:„Es sind keine Menschenleben verloren.“ Im„Svenska Dagbladet" berichtet ein Kapitän des von Weddigen torpedierten englischen Dampfers „Andalusian“ über sein Zusammentreffen mit Weddigen. Dieser Kapitän war beim Einsteigen in das Rettungsboot verletzt worden, er wurde von den deutschen Matrosen auf„U 29“ gebracht, um dort verbunden zu werden. Als er wieder sein Rettungsboot besteigt, sagt ihm Weddigen zum Abschied:„Wir tun unsere Pflicht, bemühen uns aber, Zivilpersonen nicht zu töten. Schiffe, nicht Menschen wollen wir vernichten.“ Einem anderen Kapitän, der ihn bittet, sein Schiff nicht in die Tiefe zu schicken, ruft er zu:„Krieg ist Krieg, ich habe Ihr Schiff zu versenken. Es tut mir sehr, sehr leid, daß ich es tun muß.“ Als bei dem Uebersteigen ein englischer Matrose ins Wasser fällt und wieder herausgezogen wird, läßt Weddigen für diesen Mann einen trockenen Anzug herunterwerfen. Dann schleppt er die Rettungsboote, bis er sie einem norwegischen Dampfer übergeben kann, der sie sicher an Land bringt. Als neue Folge des erfolgreichen I. Pour ie MerttoBuches„Plieger„im Feuer“ von.xicags Hagle dat die Anion, Deutsche, Herlagsgelelschaft„von dem Atürmer F; zum0 Saulichen, Psilte der Stürmer von Douqumont Panzerfeste Baux. den Kämpfern vom Isonzo en unvergleichlichen Führern unserer=Boote do:. Die Union. Deutsche Verlagsgesellschaft Geichen Versasser das Buch.„Siüritek in Grau und Blau“ derausgebracht, Dies graue Fronikämpferbuch allte dem Flassischen Geiste der Stad und der und den und Hiliskreuzer. Mit Genebmigung, des Verlages brachten wir aus dem Buche vorstehenden Auszug: SRONGt uc Srerte WOCHEN-BEILAGE DES„BOCHUMER ANZEIGER“ 2. BLANT 43. WOCHE Gocaterdaut Die Goldschmiedin Ellsabeth Treskom, ein Bochumer Hind, haf seit einigen Jahren ihre Nerkstal in Essen aufgeschlagen. Ihre Arbeiten sind weit über die Grenzen ihrer Valerst hinaus bekannt geworden, sie mird heute in allerersten Kreisen als eine durch die Eige fhrer Entwürte bekannte Kunstgewerblerin geschätzt. Unser Redaltionsmitglied, das die Künstlerin in ihrer Werkstaft besuchte, erzählt folgendes: eugnissen und der aus rein pfinden geborenen handwerklichen Goldschmiedearbeit, also zwischen dem Massenerzeugnis und dem individuellen Schmuck.“ Ein Blick ins Atelier! Klein, aber fein! Zierliche Kästchen stehen da, Kassetten mit edelstem Gestein. Es gleißt und glitzert in allen Farben. Glanz aus aller Welt spiegelt sich. Brillanten funkeln, Sternsaphire leuchten auf, indische Katzenaugen glühen in geheimnisvoller Großartigkeit, schwarze Opate, Rubine, Feueropale! Das ist die illustre Gesellschafft unserer Kunntlerin! Die Augen weiten sich! Man versteht, wenn ein Frauenherz bei solchem Anblic noch höher schlägt, In fertigen Ringen, Armbändern, Anhängern, Halstelten klingt aber die Pracht in ihrer erlesenen Folie erst recht auf. An der Wand steht ein schmuckes„Käsichen aus Silber mit Mondsteinen besetzt, aufgeschlossen int es ein Klappaltärchen, dessen goldenes Rankenwerk von Elisabeth Treskow stammt. Eine ungewöhnlich feinsinnige und subtile Arbeit.„Aber was ist das für eine kitzlige Angelegenheit?“—„Eine Spezialarbeit von mir! Hier werden nach all=etruskischem Vorbild winzig kleine Goldkügelchen auf Goldplatten gelegt und(ohne Lot als Bindemittel) lediglich ourch einen Schmelzvorgang mit dem Goldgrund verbunden.“ Der besondere Reiz dieser Granulationsarbeit liegt in dem seltsamen Oberflächenbild von Glanz und Matt, von Ruhe und Bewegtheit. Schnell geht die Zeit dahin wenn man in Schatzkammern eilt, man füllt sich selbst mit Glanz auf und freut sich an den leuchtenden Eindrücken, die mitgehen. Und mit Freude hört man, daß unsere Zeit den Sinn für Schmuck noch nicht verloren hat, im Gegenteil, der Weihnachtsmann hat ordentlich bestellt, und unsere Künstlerin muß fleißig arbeiten, um mit dem Christbaum da zu sein! Wird auch Sie, gnädige Frau, ein Strahl aus ihrem Funkelkabinett treffen? Ich wünsche es Ihnen! C. Gg. Die praktische Hausfrau Kartoffelkroketten. In Salzwasser abgekochte Kartoffeln werden durch ein Sieb oder die Kartoffelpresse gedrückt. Nun verrührt man sie auf dem Feuer mit zwei Löffel frischer Butter, zwei Eigelben, ein wenig Salz und Pfeffer, vielleicht auch etwas Muskatnuß. Nach Geschmack kann man gewiegte Petersilie daruntergeben. Diese Masse rollt man nun zwischen den mehligen Händen in daumengroße Würstchen, die man in der Pfanne braunkrustig bäckt. Die unmoralische Laekbekannschast Ich will gleich vorausschicken, daß ich selbst allerdings das Glück habe, in einer ausgezeichneten Ehe zu leben. So daß ich also von der Möglichkeit des Vorhandenseins einer solchen überzeugt sein sollte. Aber man neigt ja nun einmal leicht dazu, sich selbst, beziehungsweise seine Ehe, für einen Sonderfall zu halten. Ich kam zum erstenmal in die Wohnung einer „Parkbekanntschaft", um mir ein Buch von ihr zu leihen. Parkbekanntschaften sind wir Mütter, die ihre Kinder täglich selbst mit Fanatismus spazieren führen, und die dadurch eine tiefe Verbundenheit empfinden. Also ich klingelte an der Wohnungstür, die Dame öffnete mir selbst und bat mich, mit hineinzukommen. Ich stand an der Schwelle zu einem modernen, doch warm gehaltenen Erkerzimmer. Die herbstliche Nachmittagsdämmerung hüllte weich alle Gegenstände ein. Und in einer traulichen Ecke ein Blickfang: Auf einem zierlich gedeckten Tischchen eine matt brennende Stehlampe, und mit geblümtem Porzellan war reizend für zwei Personen zum Kaffee gedeckt. Eine gemütliche Kaffeekanne, ein koketter Sahnengießer, ein silbernes Körbchen mit Backwerk. Der eine Sessel war zurückgeschoben, die Dame des Hauses mußte darin gesessen haben; aus dem anderen erhob sich ein Herr, als wir das Zimmer betraten. Eine auffallend große, elegante Erscheinung, die Szenerie hätte ein Ausschnitt aus einem Gesellschaftsfilm sein können. „O— Sie haben Besuch, da will ich lieber nicht stören“, sagte ich zu meiner Bekannten und wollte mich schon zurückziehen. Da lachte sie und stellte ihn mir vor. Auf die einfachste Lösung war ich wieder mal nicht gekommen: Es war ihr Mann. Ein schreckliches Argument für die Demoralisiertheit (o schauderhaftes Wort) unseres Jahrhunderts. So weit sind wir also schon, daß wir, ohne auch nur im entferntesten Zweifel zu hegen, einen einigermaßen gut aussehenden Mann, der mit einer Frau ein bissel nett den Kaffee nimmt, nicht als den Hausherrn identifizieren, sondern ihn, ohne mit der Wimper zu zucken, für ihren Hausfreund halten!! Lotte Baumann— Schönhefm. Elisabeth Treskom Dort, wo der Lärm, die hastende und aufgeregte Geschäftigkeit der Großstadt Essen sich verliert, wo eine beruhigende und sichere Stille anhebt, liegt die Künstlerkolonie„Margarethenhöhe“. Hier gibt es keine Hochhäuser, hier hört man nicht mehr die stampfenden Hämmer und zischenden Feuer, nicht mehr das Knarren ewig gehetzter Drahtseile, das Aechzen glühenden Eisens unter wuchtigen Schlägen, hier atmet eine seltsame Ruhe. Ein beinahe ländlicher Friede weht über diese Höhe, die den Lärm des Alltags unter sich ließ. Stille Straßen ziehen sich durch gepflegte Häuserreihen, vor denen kleine Gärten liegen. Dann nehmen in schlichter Sachlichkeit breithingelagerte Häuserfronten ganze Straßenzüge ein. Die Wershäuser, Die Ateliers der Essener Künstlergemeinde! Wir zinven Namen bekannten Klanges, Erinnerungen an große Ausstellungen werden wach. Wir stehen inmitten eines jener großen Kunstbezirke, die unserer Zeit Farbe und Glanz, Feier und Beschaulichkeit geben. Maler, BildMargarethenhöhe über. Ausstellungen machen ihren Namen und ihre Art bekannt. Aufträge kommen von nah und fern. Der Kreis ihrer Wirkung reicht bald bis ins Ausland. Auf keiner namhaften Ausstellung fehlen ihre Arbeiten: Leipzig fordert sie zur Ausstellung„Europäisches Kunstgewerbe“ auf, Stuttgart zur Schau„Schmuck im Wandel der Jahrhunderte“, Hamburg, München Paris folgen. Die führenden Zeitschriften beschäftigen sich mit der Neuartigkeit ihrer Auffassung. Elisabeth Treskow hat sich durchgesetzt und wird in der ersten Reihe ihrer Kunstgattung ge„Die Arbeiten der Goldschmiedin Elisabeth Treskow(Essen),“ schreibt Professor Segmiller,„sind ein treffliches Beispiel fur handwerkliche Goldschmiedekunst. Auf verschiedenen Ausstellungen sowohl des Inwie auch des Auslandes ist sie in bemerkenswerter Weise hervorgetreten, und viele Kunstkenner zäl heute zu ihren Kunden. Es ist interessant, wie diese Das will dir vorläufig nicht recht einleuchten. Der Kampf ums tägliche Brot. vermürbt die Nerven,-Lebegsfrende, bisgp““ leb wit wenig-di, göiig### Wintergarde. Lust übrig a noch so lange bis dahin: Zuerst einmal das Wichtige, Drängendet Groschen übrig bleiben. einmal so gehen. Mehr als für die Meinen mich plagen, kann ich nicht!“ Wie oft, nicht wahr, hast du diese Gedanken schon gehabt! Und doch, wenn du In die erwartenden Augen deines Kindes schaust, wenn du hörst, wie es jetzt langsam anfängt, vom Christ kind zu erzählen, wenn du siehst, wie es voller Spannung vor den erleuchteten Schaufenstern steht und seine heimlichsten Wünsche ausplaudert, so fühlst du, wie U du tust, wenn du nicht versuchst, dich von peinigenden Alltagssorgen loszumachen und ein bißschen Festfreude hervorzuzaubern, außen und innen! Aber wief“ wird manche Mutter fragen.„Ich möchte ja so gern, aber ich kann nicht, weiß beim besten Willen nicht, woher das Geld für Weihnachtsgeschenke Denn jeder soll doch erfreut werden, und all die vielen Kleinigkeiten machen sammen eine große Menge Geld.“ Nein— liebe Hausfrau und Mutter— das viele Geld ist gar nicht immer nötig! Mit Erfindungsgeist, gutem Willen und etwas Geduld läßt sich so manches Kastereh de Wersecheies eie berschechesie. ie heili, diesem Jahre ein Halskefte aus den Werkstätten Elisabeth Treskoms Frau aus rein weiblichem Empfinden heraus zu ihren künstlerischen Lösungen kommt. Ihre Schmuckergebnisse werden nicht allein aus einer künstlerischen Idee gehören, sondern, fast wie ein Architekt entwirft, bis zum kleinsten Rest durchgezeichnet. Die Künstlerin sieht den Schmuck zum Kleid. Das Kunststück wird ihr zum Erlebnis und ist ihr ernsteste und anstrengendste Qualitätsarbeit. Ihr Sinn steht nicht nur im Modischen, obwohl ihre Kunst durchaus aus dem Zeitgedansen berazch, gener gi. atg ogdern sie will Edelschmieorurg hauer, Goldschmiede, Kunst und Kunstgewerbe haben sich hier zusammengefunden. Unter ihnen begegnen wir auch einer Bochumerin. Elisabeth Treskow! In ihrer Vaterstadt längst bekannt und geschätzt, kennt sie der Fremde zunächst aus den großen westfälischen Kunstausstellungen, wo ihre Arbeiten stets im Vordergrund der Goldschmiedekunst stehen. Wie so oft führte auch sie ein Zufall zu ihrem Beruf. Ein Bochumer Arzt, der sie übrigeng ein Stick Erhgat von der Muter de oe,) v, Zolument gewertet neges.2 dort eingerschtet, sing sie an. Mi 15 Jahren! Dann haben. Elisabeth Treskow will nicht nur Stücke schaffen, die verblüffen, sie läßt sich nicht von momentanen Eindrücken bestimmen, sondern sie wendet ihr vielseitiges technisches Können dort an wo es sich darum dreht, wahre Schmuckarbeit zu leisten. Die subtilen Goldauflötungen der Reifen verlangen Hingabe und Sinn für Technik; trotzdem erscheint dieser nur als Mittel für die künstlerische Aufgabe. Ebenso vornehm geht sie bei der Steinverwertung vor. Sie sieht die Juwelenfassung nur als Dienerin des edlen Materials. Daß man ihr Gelegenheit gab, diese Kunst am schönsten Material zu zeigen, ist hoch erfreulich. Elisabeth Treskows Arbeiten verdeutlichen trefflich den Gegensatz die Fachschule in Schwäbisch=Gmünd, wo sie sich technisch sehr vervollkommnen konnte.+917.—12 lernte sie dann bei Professor Rothmüller in wunster den Vorteil der Werkstatt kennen, die im Gegensatz zur Schule dem eigenen Schaffen Freiheit und Möglichkeit gibt. Das Zeichentalent der jungen Künstlerin bricht sich zum eigenen Entwurf durch, und Ende 1919 kehrt Elisabeth Treskow, mit trefflichem Rüstzeug, ausgestattet, von dem jugendlichen Schwung runstierischer Eigenwilligkeit beseelt, in das Haus ihrer Eltern nach Bochum zurück, wo sie in eifriger Arbeit ihre Eigenart pflegt und fördert. Im Mai 1923 siedelt sie nach der unter der Devise: die besten Ideen für billige Weihnachtsgeschenke prämiieren will. Da kann jede Hausfrau ihre Phantasie, ihre Erflndungsgabe und Ihre praktische Erfahrung in reichstem Maße anwenden! Der„B..“ setzt diesmal keine Grenzen. Es kommt lediglichdarauf an, wirklich gute Einfälle zu haben. Manche Anregung läßt sich geben. Vielleicht könnte man für die Kleinen etwas zurechtzimmern, an dem alle ihre Freude hätten und womit gemeinsam gesplelt werden kann, etwa ein Kaufladen, eine Puppenstube oder so etwas. Das Material zu allen Arbeiten ist ja heute so billig, aus Wollresten und Seidenlappen lassen sich die schönsten Dinge herstellen! Wir kennen eine Mutter, die aus alten Papierkörben Indianertrommeln, handarbeiten, oder gags, andgxe Mutter weis, box Püten bggonggeg un verraten, denn schmuck selbst herstent.— Wir wollen uns aber huten, zu viel zu verraten, denn unsere Leserinnen sollen ja selbst ans Werk! Nur heraus mit den guten Vorschlägen! Wir bitten, alle Angaben möglichst genau zu machen, eventuell die Größen. Farben ode Stiche bei Handarbeiten anzugeben. Die besten Einsendungen werden mit 5 RM. prämiiert und noch vor Weihnachten an dieser Stelle veröffentlicht. Bedingungen: Der letzte Einsendungstermin ist Samstag, 3. Dezember. Alle Einsendungen dürfen nur einseitig beschrieben werden. Rücksendung der Manuskripte ertolst niceht. Worug gusdchenbernt schule), Fran II. Weber(Voraltzen ,o g age jog Bophng## pr## Bochum), Fräulein M. Thlemaan(Reuskeion pochumer Anzeiger). IES,LACUUSR Auch ein Ankurbelungsversuch. Ein Automobilbesitzer steht vor Gericht. Man verliest seine Vorstrafen, und der Richter hält ihm vor, daß er allein in einem Monat fünf Zusammenstöße gehabt habe. Der Angeklagte wird aufgefordert, sich dazu zu äußern. Er erhebt sich und sagt:„Hoher Gerichtshof, Herr Richter! Ich bin stolz darauf, in einem einzigen Monat soviel Unfälle gehabt zu haben. Wenn jeder so arbeiten würde wie ich, wenn jeder den Reparaturwerkstätten soviel Arbeitsmöglichkeiten verschaffen würde, wäre die schreckliche Wirtschaftskrise bald überwunden.“ Die Neugierige. „Ihr Mann spricht im Schlaf? Dem Uebel werden wir bald abgeholfen haben!" „Nein, Herr Doktor.— Können Sie nicht etwas dafür tun, damit er deutlicher spricht?“ Wie du mir... Der Vogelhändler:„Ach, es gibt wirklich nur noch Betrüger auf der Welt!" „Wieso, was ist denn geschehen?“ fragt seine Frau. „Da habe ich einen halben Tag damit zugebracht, einen Sperling wie einen Kanarienvogel anzumalen, und wie ich ihn nun verkaufe, zahlt mir der Halunke einen falschen Dollar dafür." Das ist Pech. „Gott sei Dank, daß ich Sie hier gerade vor der Tür eines Arztes überfahren habe.“ „Ja, eben der bin ich nämlich selber!“ Eine glaubwürdige Ausrede. Ein gewerbsmäßiger Einbrecher wird von einem Schutzmann gerade dabei gefaßt, wie er die Fensterscheibe eines Warenhauses vermittels einer Bleikugel einschlägt, die er an einem Bindfaden befestigt hat. Der Schutzmann packt ihn am Kragen, um ihn abzuführen, aber der Einbrecher protestiert entrüstet:„Was wollen Sie von mir, Herr Wachtmeister? Sie sehen doch, daß ich hier in aller Ruhe Jo=Jo spiele. Kann ich denn dafür, daß mir die Kugel ausgeglitten ist?“ Zuerst Entgegenkommen. „Also Lottchen, ich habe deinen Wunsch erfüllt und Herrn Obermüller eingeladen. Ich habe ihm geschrieben, er könne ganz ohne Umstände im Arbeitsanzug kommen.“ „Um Gottes willen, Vater, er ist doch Schwimmlehrer.“ Er beschwert sich. „Haben Sie denn an dieser Wurst etwas auszusetzen, mein Herr?" „Ja, mit den Zipfeln bin ich nicht einverstanden!" „Wie bitte, zwei Zipfel hat doch jede Wurst!" „Gewiß— aber die sind mir zu nahe beieinander!" Schlagfertig. „Sehen Sie da drüben den Schornsteinseger, der ist doch mindestens 80 Jahre!“ „Na ja— Rauchfleisch hält sich lange!“ Etwas hat er doch behalten. Fritzchen kommt in einen Laden und verlangt:„Ich möchte ein Pfund vergnügtes Fett.“ „Du meinst wohl ausgelassenes Fett?“ fragt der Verkäufex.„..... ugt. 8och „Ja,“ sagt Fritzchen,„ich wußle voch, daß es so was Lustiges ist.“ „Kassee“. „Sie müssen jeden Morgen ein Glas warmes Wasser trinken!" sagte der Arzt zu dem Patienten. „Das tue ich bereits, Herr Doktor, aber bei meiner Wirtin wird das Kaffee genannt.“ Der Name. Leo geht in den Louvre. Läuft kreuz und quer. Vor einer Büste bleibt er stehen. Liest im Marmor:„MDCCXXXII“. Grunzt:„Komischer Name. Sicher ein Ausländer!" Die zerstreute Käuferin. Frau Marx ist zum billigen Resteverkauf ins Warenhaus gegangen. Mutig stürzt sie sich ins Gewühl, rauft mit anderen Damen um einen Gelegenheitskauf, wühlt mehrere Stunden in den aufgestapelten Waren. Erhitzt und ermattet verläßt sie schließlich gegen Abend das Haus. Aber plötzlich fällt ihr etwas ein. Aufgeregt stürzt sie zu der Dame, die als Auskunft über dem Trubel thront und ruft:„Ach, Fräulein Auskunft, wissen Sie vielleicht, ob ich einen kleinen Jungen bei mir hatte, ats ich kam?" Noch schlimmer. „Bei meiner Frau muß ich immer alles herunterschlucken, was ich eigentlich sagen will!“ „Pech! Aber mir geht es noch schlimmer, ich muß alles herunterschlucken, was sie gekocht hat!“ Künstler„unter sich“. Schwind kam eines Tages in eine Ausstellung neuerer Maler und blieb vor einem Bilde„Sintflut" betitelt, stehen. „Großartig, ausgezeichnet!“ Der Maler des Bildes kam gerannt. „Heißen Dank, Meister. Wie freue ich mich über Ihr Urteil!“ „Ja, wissen Sie,“ antwortete da Schwind,„ich freu mich halt so, daß diese ganze unmögliche Welt da oben versaufen muß!" Ausweg. „Da hab ich doch schon wieder ein falsches Dreimarkstück in der Kasse. Eine abgrundtiefe Gemeinheit von so einem Menschen. Fritz, komm mal her.“ „Ja, Vater!“ „Hier, nimm die drei Mark, geh rüber zum Zigarrenfritzen und hole mir eine Brasil for'n Groschen.“ Der ganz Artige. Lehrer:„Wer von euch, Kinder, möchte in den Himmel kommen?" Alle Kinder heben die Hände, ausgenommen der kleine Boui,,„... g 24ct in dm 6i. „Nun, Pauichen, mochlest ou nicht in den Himmel kommen“..,(fart uax#., Schul„Mutter hat mir befohlen, sofort nach der Schule heimzukommen!“ Die vier Zemperamente Bavaria-Verlag Radlerung von Otto Quante. Falsch verstanden. Ein Schotte hatte einen Freund in London besucht und verstand es, seinen Besuch immer mehr in die Länge zu ziehen. Der Gastgeber dachte, daß ein kleiner Wink angebracht sei. K6e.. „Glaubst du nicht, sagt er eines Tages,„daß beine Frau und deine Kinder sich nach dir sehnen werden?“ „Eduard," rief der Schotte aus,„du hast recht! Ich werde sofort schreiben, daß sie nachkommen sollen!“ Bei der Kartenlegerin. Frau Ellen hatte sich nach langem Schwanken entschlossen, eine Kartenlegerin aufzusuchen. Mit Herzklopfen steigt sie die vielen Treppen hinauf. Sie wird von einer uralten Frau empfangen, die sie gleich in ihr sogenanntes„Sprechzimmer“ führt Nachdem sie ein schmieriges Kartenspiel hervorgeholt hat, murmelt die Wahrsagerin zunächst unverständliche Worte, bis sie endlich äußert:„Sie werden überaus glücklich werden. Ihr Mann wird nicht nur reich und hübsch, sondern auch treu und liebevoll sein.“ Frau Ellens Augen glänzen bei dieser Prophezeiung. Aufgeregt rückt sie auf ihrem Stuhl hin und her und sagt:„Herrlich! Nun sagen Sie mir nur noch, liebe Frau, wie ich denn meinen jetzigen Mann los werde" Doppeldentig. Der Chef:„Mr. Smith, das steht nun einmal fest: wenn ich nicht da bin, sind Sie der faulste Kerl im ganzen Betrieb.“ Poesie und Prosa. Fridolin fütterte die Enten im Parksee. „Sie lieben Tiere wohl sehr?" fragt ein Zuschauer. Sagt Fridolin unwillig:„Sicher. Aber glauben Sie, daß eins dieser Viecher mal in greifbare Nähe kommt?“ Auch ein Grund. Rossini wurde eines Tages von einem Komponisten zu der Premiere seiner neuen Oper eingeladen und saß, nach italienischer Sitte mit dem Zylinder auf dem Kopf. neben ihm in der Loge. Bei jeder neuen Arie zog Rossini den Hut und schwenkte ihn mit Grandezza „Was machen Sie denn da?“ fragte der Komponist nei grüße meine alten Bekannten,“ erwiderte lustig lächelnd der Meister. Bei Schottens zu Besuch. Tante:„Komm, zeig dich deiner alten Tante... Ach, ach,— die Augen ganz von der Mutter. auch Nase und Mund........: eam Rigter= Schotten junior:„Und die Hosen gunz vom Vater.“ Im Wechsel der Generationen. Junge:„Mutter, du sagst doch immer, die alte Vase im Eßzimmer sei seit Generationen in der Familie? Mutter:„Ganz recht." Junge:„Denke mal, Mutter, die jungste Generation hat die Vase zerbrochen.“ Teilung. „Zwanzig Mark her oder das Leben!“ „Sagen wir zehn; ich bin schon halb tot vor Schreck!“ Kinder von heute. Der Lehrer sucht den Kindern begreiflich zu machen, daß man Bedürftigen von seinem Ueberfluß abgeben müsse. „Also, Fritz,“ sagte er,„steule dir vor, du hast eine große Tüte Bonbons. Was machst du damit?“ „Die eß ick uff!“ „Schön.“ Denke dir aber, daß neben dir ein armer Junge steht, und daß die Tüte so groß; ist— unmöglich, sie allein zu zwingen.“ „Doch, die schaff ick!“ „Fritz, du hast nun alle— bis auf drei Bonbons — gegessen, und dein Bauch tut dir schon weh. Was machst du dann?“ „Denn quäl' ick Silbenrätsel Schon Shakespeare wußte es! a— al— bus— däm— de— di— d1— e—* er— er— 11— furt— ga— gel— gem— gi heu— 1— 1— im— laub— le— le— me— mo— mor— ne— neis— ni— n0— 0— ra— re—rung— sau— 88— se— ser— stanz— te— tel— ten tet— ur— us. Aus diesen 46 Silben sind 17 Wörter zu bilden, heren erste und dritte Buchstaben, beides von oben nach unten gelesen, ein Shakespeare-Wort wiedergeben. Bedeutung der einzelnen Wörter: Papierstreifen zum Anbrennen der Pfeise welblicher Vorname Wstange Antilopenart biblische Männergestalt Lohn der Schiffsmannschaft. Erpolungszel. Name eines berühmten Wasserfalls Helligkeit nach Sonnenuntergang und vor Sonnenaufgang Stadt in der Provinz Sachsen Papstname Vorbild(Fremdwort) schlesische Stadt Abstand(Fremdwort). mehrstimmiger kirchlicher Gesang ein schwer anzufassendes Tier landwirtschaftliches Gebäude Kranz=Rätsel. Edelweiß, Enzian, Erika, Georgine, Narzisse, Nelke, Rose, Schneeglöckchen. Stiefmütterchen, Usambaravellchen, Verbene. Wenn man die vorstehenden Blumen zu einem Kranze windet, ergeben diese in ihren Anfangsbuchstaben, was wir am Grabe unserer heimgegangenen Lieben am Totensonntag ausrufen. Geschäfte? „Und nun, mein Herr, was wünschen Sie?“ „Das tut mir aber furchtbar leid; Wielang ist zur Bezahlung Zeit?“ Kreuzworträtsel Waagerecht: 1 australischer Vogel, 2 würziges Getränk, 6 Tabakerzeugnis, 11 rühmende Anerkennung, 12 Bezirk, 13 beliebte Weißweine, 15 Himmelskörper, 16 weiblicher Vorname, 17 Rechtsstreit, 20 starkes Getränk, 21 Wiesenprodukt. Senkrecht: 1 Mineral, 3 Bund, 4 nordamerikanische Halbinsel, 5 Sagen, meist kirchlichen Inhalts, 7 Reiterabteilung im altgriechischen und makedonischen Heere, 8 portugiesische Besitzung in Vorderindien, 9 große Völkerfamilie im östlichen Asien, 10 englisches Flüssigkeitsmaß und wertvolles Nutzholz eines südasiatischen und australischen Baumes, 13 Sohn Noahs, 14 weiblicher Vorname nach einer alttestamentlichen Frauengestalt, 18 Flächenmaß, 19 Zeitmaß. Auflösungen aus der vorigen Nummer Silbenrätsel Werther, Arena, Sonde, Bismarck, Ruine, Isehia, Nahrung, Gewalt, Treue, Zähre, Uhrmacher, Edenkoben, Hundertschaft— Was bringt zu Ehren?— Sich wehren! Telegrammrätsel Wunder, Seite, Zeit, Licht, Erna, Gewicht, Daus, Leib, Ente, Sinn, Dieb, Zwirn, Dein, Rauch, Dasein, Kleben, Gewinn, Sonne, Hans, Wein. Und setzet ihr nicht das Leben ein, Nie wird euch das Leben gewonnen sein. Versrätsel: Bach, Eschen, Eschenbach. Kreuzworträtsel Senkrecht: 1 Gold, 2 Rosinante, 3 Bild, 4 Jran, 5 Holzessig, 6 Moor, 10 Eisen, 12 Ego, 15 Aha, 18 Mode, 19 Lido, 20 Unke 22 Ulan. Waagerecht: 1 Ger, 3 Bal, 5 Ham, 7 Obi, 8 Rio, 9 Lea, 11 Di, 13 Din, 14 Zar, 16 Gnu, 17 Reh, 18 Moa, 19 Leu, 21 Sau, 23 Inn, 24 Tod, 25 Kai, 26 Ehe, 27 Ode, 28 Gin. Wettkampf Eliskases— Spielmann Linz fand vom 12.—24. Sertember ein Wettkampf zwischen dem Innsbrucker Jungmeister Erich Eliskases und Großmeister Spielmann statt. Zu gemeiner Ueberraschung siegte der zwanzigjährige Innsbrucker über den gewaltigen, erprobten Recken. Eliskases gewann drei, Spielmann zwei Partien, während fünf unentschieden endeten. Um unsere Leser näher mit diesem Schachringen bekannt zu machen, bringen wir nachstehend zwei Stellungen aus verschiedenen Partien des Wettkampfes. Partiestellung Nr. 1 Spielmann wurde überspielt. Aus der zweiten Wettkamp partie. Eliskases hatte einen stürmischen Angriff seines Gegners abgewehrt und war nun selbst am Ruder Spielmann. Schwarz wurde nun wie folgt erdrückt: 1. 15. Lds 2. T64+, KhS 3. Ddz. Dt8 4, 16 T0 ö. LX96. 1X86 6. Se4. Sch 7. Sdb. cXd4 8. TX441, SXd4 9. DXd4. Let 10. Te7. aufgegeben, denn gegen Te7 nebst es—e6 ist nichts zu machen. partiestellung Nr. 2 Spielmanns genialer Angriff wurde erstickt. Aus der siebten Wettkampfpartie. Spielmann machte eine große Kombination, gewann die Dame und glaubte zu siegen, als er plötzlich durch eine taktische Finesse ins Hintertreffen geriet. Gerade in diesem Augenblick, wo Weiß auf der Höhe seines Triumphes zu stehen schien, da die feindiche Dame gefangen war, setzt ein vernichtender Gegeuturm ein: 1... Taes 2. Dt3, TXe2!(Um auf UX 27. LX44- nebst LXcs zu spielen). 3. SXa6. Tel+ K Spielmann 4. K12. Thes 5. Scö. Lcß 6. b4, Kg8 7. Lb2. Tles 8. Ddl, c31 9. Lei. c2 10. DXc2. Te2- 11. DXez, LX 44- 12. Les, TXe3! 13. Dfl, Ta34- aufgegeben. Problem Nr. 32 von Heinz Lies(Bochum). Urdruck. Großmeister Bogoljubow gewidmet. — Mait in 2 Zügen Bearbeitet von dem Westfälischen Schachmeister Hans Herrmann, Bochum. # S 0% S Die örsindung des Fahrradreisens Hauter, der Löwenjäger aus eeina Es war gewiß gut gemeint von Matakombe, daß er den beiden neuen Ankömmlingen von dem kranken Löwenjäger sprach, der in der Hütte lag. Denn er hielt jeden Weißen für einen großen Arzt und Zauberer und glaubte, die Fremden würden einem Manne ihrer Farbe gerne helfen wollen. Trotzdem war Hayter sehr wenig erbaut, als die Gestalten der beiden Männer an seinem Schmerzenslager auftauchten. Schon der erste Blick verriet dem in der Wildnis geschulten Verwundeten daß er Buschklepper der niedrigsten Sorte vor sich hatte. Es war kein angenehmer Gedanke, hilflos dazuliegen, wenn so zweifelhafte Burschen in der Nähe waren. Natürlich machte Hayter gute Miene zum bösen Spiel und tat, als hege er nicht den geringsten Argwohn. Mit schwacher Stimme gab er den beiden, die äußerst besorgt taten, Auskunft über sein Schicksal. Berichtete, wie ihn auf der Jagd eine angeschossene Löwin angenommen hatte, wie es ihm gelungen war, ihrer mit dem Messer Herr zu werden, er dann aber, schwerverletzt, unfähig sich zu rühren, liegen geblieben sei. Einige Neger aus Matakombes Dorf hatten ihn gefunden und auf ihren Speeren mit heimgenommen. Diese Erzählung war von großen Pausen der Erschöpfung unterbrochen, in denen Hayter sich immer wieder zurücklegte und die Augen schloß. Trotz dieser vorsichtigen Schonung hatte er sich aber offenbar mit dem Bericht seines unglücklichen Jagdabenteuers zuviel zugemutet, denn er war noch nicht ganz zu Ende, als sein Kopf mit einem Stöhnen zur Seite fiel und er in eine tiefe Ohnmacht versank.., gi, Kaidem Gusch, Es verriet den bösen Geist, welcher die beiden Buschklepper beherrschte, daß sie sich nur oberflächlich um den Bewußtlosen bemühten, wobei sie sich gegenseitig bedeutungsvoll ansahen. Als sie sich darüber klar wurden, daß die Sinne den Kranken verlassen hatten, richtete sich der eine von ihnen auf und begann mit raschen Blicken die Ausrüstung des Jägers zu mustern, welche in der Hütte lag. Sein Kumpan sah ihm mit sichtlicher Verwunderung zu. Ohne seine Tätigkeit einzustellen, flüsterte der Suchende rasch: „Dies ist Hayter, der Löwenjäger.“ „Nun, was bedeutet das?“ „Es heißt, er habe eine der Schatzgruben der Königin von Saba entdeckt und er muß irgendwo eine Aufzeichnung haben, wo die Stelle zu suchen ist. Doch zwischen den Sachen kann ich sie nicht finden.“ „Es ist doch klar, daß er sie an seinem Körper trägt, wenn es so etwas gibt.;. Im Ziumaf Gi. S. „Du hast recht, drehen wir iym einmal die Taschen „.: aest Sont 891 Doch der Strolch kam nicht bazu, seine menschenfreundliche Absicht auszuführen, denn in diesem Augenblick wurde die Matte, welche den Eingang der Hütte verschloß, zurückgeschlagen und Matakombe trat ein. Der schwarze Häuptling warf einen prüfenden Blick auf den Bewußtlosen und sah die beiden Weißen dann fragend an. Diese beeilten sich zu sprechen: „Unser Landsmann ist sehr krank“, sagte der eine in betrübtem Ton,„er sprach uns von seinen Gefahren und dabei verließ ihn sein Geist vor Schwäche. Wir werden ihn sehr sorgfältig pflegen müssen, wenn er gesund werden soll.“ Matakombe nickte zustimmend und wollte sich abwenden, den Zauberdoktor des Stammes herbeizurufen, als eine Bewegung des Kranken verriet, daß seine Sinne zurückkehrten. Da setzte sich der Neger neben das Lager, hielt dem Aechzenden die gefüllte Kürbisschale an die Lippen und netzte ihm auch die Stirn und die Lippen mit dem kühlenden Naß. Den beiden Buschkleppern blieb nichts anderes übrig, als fürs erste von ihrem Vorhaben abzustehen und eine günstigere Gelegenheit zu erwarten.— Eines Nachts, wieder hatte Hayter einen schrecklichen Anfall überstanden, winkte er einen von ihnen zu sich heran und flüsterte dem sich Herabbeugenden heiser zu: „Mann, Ihr habt euch als zuverlässiger Pfleger erwiesen und ich glaube, daß Ihr ehrlich seid. Auf meiner Brust ist ein Papier. Sollte ich hier mein Leben beschließen, so nehmt es und bringt es in die alte Heimat, wo ich Geschwister habe, die vielleicht Not leiden. Ihre Adresse findet Ihr in meinem Notizbuch. Sagt Ihnen, auf dem Plan sei der Fundort eines Schatzlagers aufgezeichnet. Sie sollen es mit eurem Beistand suchen und ehrlich teilen. Aber bei dem Papier ist ein Geheimnis. Die Linien, die darauf zu sehen sind, sind nicht die rechten. Sucht auf dem Weg zur Küste eine Tewepalme und zapft sie an. Wenn Ihr mit dem Saft den Plan LE PDIE + 4 00% bestreicht, werden die richtigen Linien und Zahlen zum Vorschein kommen.“ Völlig erschöpft sank der Sprecher zurück. Der triumphierende Blick, den der Strolch seinem Spießgesellen zuwarf, entging ihm. Ohne Bedenken vollendeten sie ihren niederträchtigen Plan. Hayter lag in wirren Fieberphantasien, bald murmelte er stöhnend unverständliche Worte, bald lachte er grell und sinnlos vor sich hin, als der Strolch ihm die Kleidung auf der Brust öffnete und das wertvolle Dokument hervorzog. Dann verschwanden die beiden Gesellen unverzüglich aus dem Dorf. Hinter ihnen her klang das Gelächter des Kranken, als höhne er seines eigenen Unglücks. Viele Tage lang flüchteten die Spitzbuben durch den Busch, stets der Verfolgung durch Matakombes Krieger gewärtig, ehe sie sich in Ruhe mit der gestohlenen Zeichnung zu beschäftigen wagten. Endlich konnten sie sicher sein, ihre Spur verwischt zu haben und machten unter einer Tewepalme halt. Belustigt betrachteten sie das Gewirr graugrüner Linien, mit dem das Papier bedeckt war. Hätte der Jäger nicht selbst ihnen das Geheimnis der Karte verraten, sie hätten sich wohl jetzt nach der Erbeutung bemüht, dieses schwierige Durcheinander von Strichen und Zahlen zu enträtseln. So aber machten sie sich kein Kopfzerbrechen über die irreführenden Angaben, sondern gingen sogleich daran, mit dem Saft des Tewe das eigentliche Bild auf dem Dokument hervorzurufen. Als ein Tuch ganz mit der hellen Flüssigkeit durchtränkt war, strichen sie mit ihm einige Male kräftig über die Zeichnung. Der Erfolg ließ nicht lange auf sich warten. Es dauerte nur wenige Sekunden, dann war die mühevolle graugrüne Kartenskizze auf dem Papier verschwunden! Noch eine ganze Weile warteten die Diebe, es möchte darunter etwas anderes zum Vorschein kommen. Zu spät erkannten sie, daß sie von dem Löwenjäger genarrt worden waren. Die Bewußtlosigkeit bei ihrer Ankunft war Verstellung gewesen. Hayter hatte erkannt, daß er in seiner Lage das Geheimnis vor den Strolchen nicht würde schützen können, und in der richtigen Voraussicht, daß sie den Plan nicht beachten würden, wenn sie ihn für falsch hielten, ihnen das Mittel genannt, das ein für allemal den Lageplan des Schatzes vernichten mußte. Ueber den Buschkleppern schrie ein Spottvogel. Es klang wie das höhnische Gelächter des Fiebernden in Matakombes Hütte. König Ahmec und seine Jöhne Eine Parabel. König Ahmed hatte zwei wißbegierige Söhne. Sie hießen Behmed und Cehmed. Der König schenkte seinem Erstgeborenen, Behmed, tausend gute Bücher und seinem Zweitgeborenen, Cehmed, ein gutes Buch. Und die wißbegierigen Söhne lasen in einem fort. Cehmed wurde sehr weise. Aber sein Bruder Behmed wurde dumm. Herr Dunlop fragt:„Was gibt's, hallo?“ „Ach Gott mein Hochrad stuckert so Beim Fahren auf den harten Steinen!" „So, so, hm hm, hör auf zu weinen!“ Da naht der Gärtner, sorgenschwer: „Herr Dunlop, schaun Sie einmal her: Der Gummischlauch hat eine Ritze Und ist zum Sprengen nicht mehr nütze!“ „Ja, so, der Schlauch hat einen Ritz!?“ Dunlop durchzuckt ein Geistesblitz: Er flicht den Gummischlauch aufs Rad, Das immer so gestuckert hat. Weich fährt das Rad jetzt seine Bahn; Dunlop ward ein berühmter Mann, War sein Gedanke auch nur klein—; Er fiel bloß keinem andern ein! haftet,.„„. hineinlauschen. Die Fülle der Kränze und Blumen Schulz und der Werkführer kamen, die Autos hätte den Sarg und die Halle in ein Blütenmeer verir Die Mädchen luden die Kränze ein.„Wir wandeln müssen. Nun aber saßen diese wenigen Mench einen Kranz für dich besorgt, Klaus,“ sagte schen hier. Vielleicht wäre Stefan Rambin nur mit „Schwöre mir, daß diese Frau von Tweel nichts mit dem Mord zu tun hat. Kannst du mir das schwören?“ Er antwortete nicht. Die Stille lag erstickend um sie.„Kannst du mir das schwören?“ fragte sie noch einmal. „Es ist alles anders, als du denkst,“ wich er aus. Ihre Arme ließen seinen Hals frei und sanken zurück. „Glaube mir, Monika! Ich tue schon alles, was nötig ist!“ „Sie also hat ihn erschossen. Aus Eifersucht oder aus einem solchen Grunde. Was soll ich tun, Klaus?“ „Ich weiß nicht was du tun sollst, Monika. Ich habe getan, was ich tun konnte. Ich glaube, daß Ursula von Tweed ein wundervoller Mensch ist und daß sie nichts mit dem Mord zu tun hat.“ „Du kennst sie also doch?“ „Ja, ich kenne sie.“ Dann hast du mich also damals belogen. Und vielleicht ist sie gar kein wundervoller Mensch, wie du sagst, sondern böse und hat ihn an sich gelockt und umgebracht aus Angst oder aus Eifersucht. Klaus, weißt du denn, wie diese Frau ist?“ Er konnte ihr nicht antworten. Vielleicht wußte er wirklich nicht, wie Ursula von Tweel war.„Glaube mir doch, Monika! Kannst du mir nicht vertrauen, daß ich das richtige tue?“ „Sie werden dich einsperren und verurteilen, Klaus. Ich habe es gemerkt: dieser Kommissar glaubt, daß du der Mörder bist. Gestern, als ich mit ihm telephonierte, wurde es mir ganz klar. Weißt du nicht, daß ich schon gestern rasende Angst um dich hatte? Diese Frau hat es getan, und du wirst es büßen müssen, weil du sie retten willst. Sag mir doch ein Wort: ist es so? Er fühlte, wie sie vor Angst um ihn zitterte.„Ich kann dir nichts sagen, Monika. Ich glaube, oder ich hoffe, daß es nicht so ist. Vertraue mir noch einige Tage, dann werden wir alles wissen. Komm schlafen, Monika. Der morgige Tag wird schwer sein für uns beide.“ Er machte die Tür auf und führte sie hinein. Sie gzing willenlos wie ein Kind neben ihm. Weshalb habe ich Monika nicht leiden können? dachte er und spürte die Wärme ihres Körpers. Es war eigentlich wundervoll, sie neben sich zu fühlen. Vor wenigen Stunden hatte jene andere Frau vor ihm geweint. Aber das war anders gewesen, ganz anders. Von ihr wußte er noch immer nichts. Monika aber lag mit allen ihren Rgungen offen vor ihm. Zum ersten Mal seit vielen Wochen kam etwas wie Ruhe und Gelöstheit über ihn, und er spürte, daß es von diesem Mädchen ausging. Anders und stärker als von der stahlharten Ellen mit ihren kühlen Augen, anders und stärker als von Ursula von Tweel. Das Treppenhaus lag schweigend und dunkel. Sie gingen die Treppe hinauf.„Ach, wenn du doch nur das Testament genommen hättest!“ sagte sie oben.„Ich hoffe ganz stark, daß es nur das gewesen ist.“ „Dann hätte ich dich doch bestohlen und betrogen, Monika.“ „Ach, nur mich!“ sagte sie.„Gute Nacht, Klaus. Ich will dir vertrauen.“ Sie standen einige Augenblicke Hand in Hand.„Du bist nicht mein Feind?“ fragte sie mit leiser Stimme. K. Lein Seind“ „Nein, Monika, ich bin nicht bein Feino. Er stieg die zweite Treppe hinauf. Dabei mußte er an die vergangene Nacht denken. Hier hatte sie ihn gehört, wie er die knarrenden Stufen hinuntergegangen war. Weshalb tat ich das? Weil ich sie liebe, die andre: Ursula von Tweel. Er stellte sich ans Fenster und starrte in die milchige Nacht hinaus. XIX. Als Klaus erwachte, lag das Schrillen der Säge wieder in der Luft. Die Männer auf dem Holzhof riefen ihr„hoi=hupp!“. Das Sägewerk Stefan Rambins lebte. Vom Stall her gackerten die Hühner. Die beiden Gespanne schleppten Stämme. Nichts hatte sich geändert. Genau so war es vor fünfzehn Jahren gewesen und vor fünf Jahren und vor einer Woche. Als er herunterkam standen Bandlers auf der Veranda. Sie waren alle zu schwarzen Gestalten geworden. Der Nacken des Geheimnisses schob sich über den ungewohn hohen Kragen zu Wülsten zusammen, und der blonde Bart sträubte sich über der schwarzen Krawatte. Tante Bandler mußte bei der steigenden Hitze ihr Gesicht immer wieder pudern. Außer Ellen war noch Käthe, die dritte Schwester, mit ihrem Mann, dem Privatdozenten, gekommen. Sie begrüßten sich in den gequälten Redensarten, die die Stunde verlangte. In der Diele lagen die Kränze herum. Das Stubenmädchen rannte in dem schwarzen Servierkleid durch die Zimmer. Sie mußte fertig werden, da sie zum Begräbnis mitsollte. „Ich bin oben bei meiner Schwester gewesen,“ sagte der Geheimrat zu Klaus.„Es ist vernünftig, daß sie nicht zu der Totenfeier kommt. Die arme Agathe ist völlig gebrochen. Was wird nun werden?" Sie standen betreten herum und warteten. Monika telephonierte im Herrenzimmer. Es mußte noch ein Auto bestellt werden. Auf einmal schien das Haus den Bandlers zu gehören. Selbst Klaus verstärkte ihre Partei. Monika war wie verirrt unter ihnen, die sie kaum kannte und deren Nähe sie abgewehrt hatte. Jetzt waren sie alle gekommen. In dem schwarzen Kleid sah sie wie ein schüchternes Kind aus. Ihr Blondhaar rebellierte gegen die Totenfarbe, aber ihre Augen waren vom Weinen gerötet. Klaus trat zu ihr.„Guten Morgen, Monika!“ Sie tat ihm leid. Stefan Rambin hatte sie unter den Stimme erhob, saß noch kein Dutzend Menschen über fremden Menschen zurückgelassen und nicht mit einem zwei Reihen der gelben Bänke verstreut und sah auf Federstrich für sie gesorgt. Wie die Verwalterin in den Pfarrer, der mit gefalteten Händen dastand, und einem fremden Haus war sie jetzt, worin ihr nichts ge= unter diesen wenigen war es vielleicht einzig und allein hörte. Klaus strich ihr das Haar aus der Stirn. Ellen Monika, die den Toten geliebt hatte. Zwischen ihm schaute mit ihren scharfen Augen herüber. In diesem und den Bandlers hatte es in den letzten Jahren eine Augenblick haßte er sie, da ihm ihre Worte über Mo= gewisse Spannung gegeben, und nun saßen gerade sie nika einfielen. Aber Ellen stand die schwarze Farbe vor dem Fußende seines Sarges. Von allen Menschen gut. Ihr helles Gesicht hob sich schmal und edel aus gerade sie. Es war durchaus nicht in Stefan Rambins dem klaren Stoff. Du hast alles verschuldet, dachte er. Sinne, der keine Menschen leiden konnte, die ihn nicht Du hast Tweel Ursulas Freundschaft mit Stefan Ram= liebten. Eigentlich hätten Abordnungen und Vereine bin verraten! Du hast Herrn von Steinhammer von der mit Fahnen und Trauerfloren dabeistehen müssen, der Verabredung im Walde erzählt! Vielleicht war Ursula lange Zug der Arbeiter müßte draußen warten und schon verhoktef..6##r marse.. 4J. 86.1 hineinlauschen. Die Fülle„der Kränze, und Blumen Herr Schulz fuhren vor. haben auch einen Kranz ,. gr“ zeigen aber den zerknittarten Gesichtern des Herrn Schul= und## Frau Bandler. Sie wollte ihm den Kranz zeigen, aver den zertnitterten Gesichtern des Herrn Schulz und des der war schon fort. Klaus brachte im Augenblick kein Werkführers einverstanden gewesen. Die beiden waren dankendes Wort heraus Die Brücke zu Bandlers war ihm ergeben, und außer ihnen noch Elm, sein Vertraueingesunken. Er sah Monika nach, die noch einmal zu ter in allen geschäftlichen Angelegenheiten. Elms GeTante Agathe hinaufging. Als sie zurückkam, stand sie sicht sah heute gar nicht rosig aus, und das höfliche verwirrt unter den fragenden Blicken.„Mutti kann Lächeln um seinen Mund war seltsam eingefroren und doch nicht mit,“ sagte sie.„Ich wollte bei ihr bleiben, festgekniffen. aber sie will es nicht.“ Es klang merkwürdig, daß sie Der Pfarrer wußte nicht, wie es in denen aussah, „Mutti“ sagte, während ihre eigene Mutter vor ihr die zu seinen Füßen saßen. Er sprach auch nicht zu stand. Alle fühlten das Seltsame ihrer Stellung. ihnen, sondern zu den vielen Hunderten, die hier hätten Sie verteilten sich auf die Wagen. Klaus vermied versammelt sein müssen. Er sprach für Michaelsbrück. Ellens Nähe und setzte sich neben Monika. Sie nahmen Von dem trefflichen Menschen und Familienvater ging noch den Werkführer hinein. Zwei Totenkränze mit er zwar aus, dem Gott eigene Kinder versagt und der großen weißen Blumen bauschten sich zwischen ihnen. den Ausgleich dafür in dem angenommenen Töchterchen Die drei Autos kamen hintereinander langsam in Be= und in der väterlichen Fürsorge für den Neffen gefunwegung, bogen von der Chaussee in den Ort ab. Einige den hatte. Dann aber zog er den Kreis weiter und Menschen blieben stehen und sahen dem Wagenzug nach, stellte den Wirtschaftsführer, das Mitglied der HanNiemand hatte von Stefan Rambins Tod gehört. Nur delskammer gegen den Himmel der großen Welt. Er am Eingang des Kirchhofs hatten sich einige Neugierige zeichnete das Sägewerk und das Baugeschäft mit seinen eingefunden, die ein Begrähnis witterten. zweihundert Arbeitern und Angestellten, von denen Sie sammelten sich vor der Leichenhalle und gingen Michaelsbrück lebte, den schöpferischen Kopf, der alle hinein. Da stand der Sara Stefan Rambins zwischen Räder trieb, den genialen Menschen, der aus diesem einden brennenden Kerzen. Derselbe Sarg, in den er am samen Erdenwinkel in den Schnittpunkt der Kraftlinien Tage vorher im Wald gelegt worden mar. Kein prunk= hineinstrebte. voller Sarg, wie es sich für Stefan Rambin geschickt Herr Schulz und der Werkführer hingen an den hätte. Die Kriminalpolizei hatte ihn besorgen müssen. Lippen des Pfarrers, der in großen und verschwimSie legten die Kränze herum. Die aber verdeckten das menden Umrissen den Stefan Rambin malte, den sie billige Fichtenholz nur ungenügend. Die wenigen Men= kannten. Das war der Stefan Rambin von Michaelsschen verschwanden fast zwischen den langen Bankreihen. brück, der Stefan Rambin der Legende, die sich um ihn Bandlers hatten Monika in ihre Mitte genommen. gebildet hatte. Elms Augen wanderten die Balken der Plötzlich standen Klaus und Ellen nun doch zusammen. Decke und der Empore ab, über deren Brüstung die Köpfe des Kirchengesangvereins ragten. Klaus suchte in Elms Gesicht. Elm hatte ihn doch am besten gekannt, aber aus seinem Gesicht war nichts zu entnehmen. Klaus blickte zu Monika hinüber, die nicht an dem Erfolg Stefan Rambins glaubte. Für sie war er der GeZwoligh nungen glaus und eeuen nun bisch zusammen. Arme kleine Monika! dachte Klaus, da er sie mit zuckenden Lipven vor dem Sara stehen sah. Plötzlich kam noch jemand durch die Tür. Herbert Elm drückte ihnen stumm und hastig die Hand. Auch sein Gesicht sah über der schwarzen Krawatte verändert aus. Klaus wollte eine Frage an ihn richten. Elm hetzte und Gejagte gewesen. Aber Monika hatte die Auwürde wissen, was in Berlin geschehen war. Aber in gen geschlossen. Eigentlich ist sie hübscher als Ellen, dem Augenblick trat der Pfarrer ein. Sie setzten sich dachte er: weicher, blühender. Er zwang sich, den Worin die Bänke Auf dem Vadium intanierte der Kirchen=„ ge falgen der das Gericht über den in die Banke. Auf dem Pobium inloniette der Kirchengesangverein, den Choral. Wie merkwürdig waren sie hier um den Sarg Stefan Rambins versammelt. Alle Michaelsbrücker kannten des Pfarrers zu folgen, der das Gericht über den ruchlosen Mörder herabflehte. Es hätte sich jetzt bereits in dem Ort herumgesproten ihn und waren auf ihn ein wenig stolz. Er hatte chen haben müssen, daß der ermordete Stefan Rambin eilen saben Der Wirtschafts= oder von den Angehörigen Aktenmappe zum Bahnhof eiten fanen. Der Wirtschafteausschuß der Partei in Berlin hörte auf seine Stimme. In manchen Sitzungen des Aufsichtsrats der Gewerbeoder von den Dienstboten der Villa oder den Chauffeuren. Wenn sich nun die Tür der Leichenhalle öffnete Vereinsbank hatte er präsidiert. Wenn er in den poli= und der Sarg herausgetragen wurde, dann hätten sie tischen Versammlungen aufs Podium trat und mit Stortitzig gete, Seis Hundeite von Mericket. de Sietan Kanin li. ten und bewunderten, waren nicht an seinem Sarg versammelt. Während das kleine Harmonium seine dünne Stefan Rambin gekauft hatte, die Hausbesitzer deren Vorsitzender er war. Aber als der Küster die schweren (Fortsetzung nächste Seite). Der Jugendfreund des B. A. Die Alugkeit der biere Wenn die Dögel in Jekaren ziehen... Liebe Kinder! Das vorige Mal haben wir uns über den Zug der Vögel unterhalten; ein Junge hatte sogar ein hübsches Bild dazu eingeschickt, wie die Schwalben auf dem Telegraphendrahte sitzen und die bevorstehende Reise besprechen. Ja, wer da so zuhören könnte und die Sprache verstände! Wie auf einer Perlenschnur aufgereiht sitzen sie da. Nur selten wagt einmal eine von ihnen einen privaten Ausflug von kürzester Dauer. Aber auf einmal erhebt sich der ganze Schwarm gleichzeitig, obwohl man kein Kommando gehört hat, und alle scheinen das Ziel zu kennen, denn sie fliegen einmütig und schnurgerade auf dasselbe Ziel zu. Habt ihr das schon einmal beobachtet und darüber nachgedacht? Auf der Wiese darunter marschieren Soldaten. Auch hier eine mustergültige Uebereinstimmung. Aber— weithin hallen Befehle. Wie aber verständigen sich die Tiere? Wer kommandiert und wie? Oder bedarf es vielleicht gar keiner Befehle? ee 8m übernommen haben, kennen besondere Zeichen, die zum Umschwenken, Stürzen oder Aufrucken auffordern. Niemals noch hat ein Mensch solche Verständigungszeichen bei Vögeln entdecken können. Eine verdrehte Seschichte Von F. Döll. Stern, ein höherer Meerabt der Baschkiren, saß auf dem Denar seines Bettes, zog erst den linken, dann den rechten Flentonapf aus, legte sich nieder und war bald in einem tiefen Flachsunkenvers. Ein süßer Matur empfing ihn gerade, als ihn plötzlich ein kratzendes Geräusch emporschreckte. Er richtete sich auf, wie von einer Torte gebissen, und da— Stern barst beinahe vor Furcht— sah er zwei Glasetten vor seinem Erfnest sich auf= und abbewegen. Da er sie für Reicherben hielt, lief er, wie gesagt, fast in Achtmohn; doch ermannte er sich bald, griff nach der Eilpost, die wie immer auf seinem Tanschicht lag, und schlich sich dem Erfnest zu. Stehbaum zog er die Eingard beiseite, und was erblickte er da? Einen Kreta und eine Tezka, die auf dem Onkalb vor dem Erfnest hin und her schuhten. Lächelnd gab sich Stern wieder dem In der vorstehenden Geschichte sind bei einigen Worten die Buchstaben durcheinandergepurzelt. Wer bringt sie wieder in Ordnung? M uhie Wtinng an slig uut W W M unn untg u Das Dögelehen Heut' morgen ging ich hinaus, erblickte auf einem Strauch ein Vögelein, so lieblich und so fein. Das Köpfchen ließ es hängen, es hatte vielleicht was zu denken. Ich klatschte in die Hände und schnell machte es eine Wende. Am anderen Tage sah ich's wieder, es putzte gerade sein Gefieder. Dann flog es auf eine Fensterbank und tat gar nicht mehr so krank. Ich holte es herein und spielte mit ihm fein. Doch bald wollte es fort zu einem anderen Ort. Es sagte zu mir weich: Ich will nach Oesterreich, Dort, wo die anderen sind. Und raus flog es geschwind. Günter Ebert, 9 Jahre. Die Jehulzeugnisse Die Kreuze auf den Gräbern Der„Aufmarschplan“ der Wildgänse ermöglicht es dem Führertrupp mit den anderen Gruppen zu wechseln und schließlich wieder an die Spitze zu gelangen. Ein anderes Beispiel: bewundernswert sind die „Aufmarschpläne“ oder vielmehr Flugpläne der Wildgänse. Ihre einzelnen Trupps inmitten des Schwarms sind so angeordnet, daß die Führergruppe A mühelos mit einer anderen wechseln kann, um schließlich nach einer entsprechenden Ruhepause von der„Nachhut"“ über einen Seitentrupp wieder zur„Führergruppe“ mit ihrer Verantwortung aufzurücken. Diese vielfachen Wechsel vollziehen sich ganz von selbst und reibungslos während des Fluges. Wer gibt die Zeichen zum gleichzeitigen Stellungswechsel? Unsere modernen Flugzeugtrupps, die neben der Flugtechnik auch diese Aufmarschpläne in ihrer prakkischen und technischen Vollendung zum großen Teil Marmorweiß leuchten die Kreuze von den Gräbern. Eine Reihe reiht sich an die andere, von dunklen Zypressen beschattet. kreuze, Kreuze und wieder Kreuze, das Zeichen Todes und des Leides. Wir beten für unsere lieben Verstorbenen, die soviel erlitten und erduldet haben. Aber groß und stark emporragend, steht in der Mitte des Friedhofs das große Kreuz, als Zeichen unserer Erlösung. Friede verheißt es allen, die hier schlafen, Friede ewiges Leben. Nein, tot sind unsere Lieben nicht, was in den Gräbern ruht, ist nur der Leib. Sie sehen uns und sind um uns. Welch tröstliche Gewißheit. Noch einen letzten Blick werfen wir auf die aus der Dunkelheit schimmernden Kreuze. Es ist, als gäben sie uns die Mahnung: Bedenke, was dir zum Frieden dient, kein Mensch weiß, wenn er stirbt. Ingeborg Klüner, 11 Jahre. Heinz Körschgen, 13 Jahre. Jugendfreund-Brieskasten Günter B. Ja lieber Junge, auch der„Jugendfreund“ wird vom Druckfehlerteufel heimgesucht. Durch Satzverheben wird so mancher Irrtum angerichtet. Nun, hier ist der Schaden nicht so groß; nicht wahr? Herm. H. Wir wollen mal sehen, ob mit der Windmühlenlandschaft aus dem Kreise Bentheim gelegentlich etwas zu machen ist. Warum hast Du Dich nicht am Ferienwettbewerb beteiligt? Ed. B. Das Indianerbild kam in die Mappe da das Thema erst vor einigen Wochen in Bild und Wort aus Knabenhand behandelt wurde. Günter., Hedwig St., Jenny K. Sehr nett, was ihr dem„Jugendfreund“ da an eigenen Sachen sendet. Das eine oder andere soll verwendet werden. H. K. Das Bild: Der Tod reitet über die Landstraße, nach Art der mittelalterlichen Stiche ist sehr gut, ja künstlerisch gedacht und gut ausgeführt. Aber für die Jugendseite nicht besonders geeignet. Willst du es Dir wieder abholen? Friedel H. Liebe Friedel! In Westfalen wird der Martinstag nicht gefeiert, wohl aber in Düsseldorf und im ganzen Rheinland; dort hast du die schönen Umzüge gesehen. Martinstag war der 11. November. Zu Ehren des heiligen Martinus, der einst einem Bettler die Hälfte seines eigenen Mantels geschenkt hat, wurden früher frohe Lieder gesungen. Am Martinstag begann für unsere Vorfahren der eigentliche Winter. Zugleich feierte man an diesem Tage das glückliche Ende der Erntezeit. Als Festbraten schmeckte eine schöne knusprige Gans besonders gut. Daher der Name Martinsgans. Flügel zurückschob und die Leichenträger eintraten und die Gurte unter den Sarg schoben, stand niemand draußen. Die Julisonne brannte auf die Büsche, der Himmel blaute unendlich fern. Es waren immer nur noch die wenigen Menschen, die verlegen umherstanden und sich hinter dem Sarg zu einem Zuge ordneten. In diesem Augenblick setzte das Geläut der Glocken ein. Jetzt würde Agathe wissen, daß der Sarg zu Grabe getragen wurde, dieser einfache Fichtensarg mit der dürftigen Pracht der fünf Kränze. Sie gingen hinter den Trägern her. Frau Bandler schob sie in die richtige Ordnung. Klaus und Monika nahmen den Pfarrer zwischen sich. Das Rambinsche Erbbegräbnis lag ganz hinten an der großen Mauer. Sie gingen minutenlang durch die Straße der Gräberstadt. Dann lag die ausgeschaufelte Erde gelb um das tiefe Loch herum. An der Mauer hatte sich der Kirchenchor aufgestellt und sang von neuem. Klaus suchte zu begreifen, daß Stefan Rambin in jenem Sarg lag. Aber trotz der Rede des Pfarrers blieb es unwirklich und nicht zu fassen. Gerade eine Woche war er jetzt tot, aber eigentlich weilte er noch mitten unter ihnen. Ihm war, als müßte der Tote plötzlich zu ihnen treten und sich gegen die Vorwürfe des Geheimrats verteidigen. Monika müßte ihn anstrahlen, wie sie es immer getan hatte, und er und Ellen müßten sich ein wenig mokante Blicke zuwerfen. Aber da sprach der Pfarrer das Gebet. Die Zylinderhüte senkten sich und hoben sich wieder. Der Sarg sank in die Tiefe. Sie traten einzeln an das Grab und warfen Erde hinein, und dann polterten die Schollen gegen die Planken. Der Pfarrer drückte ihnen die Hand. Klaus erwartete, daß Monika in Tränen ausbrechen würde, aber sie stand ruhig zwischen ihren Eltern, und nur um ihren Mund zuckte es. Frau Bandler hatte ihre Hand ergriffen. Bandlers werden Monika zurücknehmen wollen, dachte Klaus, aber sie wird nicht wollen Vielleicht verglich sie im Innern den jugendlich gestrafften Stefan Rambin mit dem schwerfälligen Ge„Ich muß dich nachher sprechen“, hörte er Stimme neben sich. Sie gingen zwischen den Gräbern dem Ausgang zu. Ellens graue Augen glitten sachlich über die Kreuze und Grabtafeln. Sie zeigte auf ihre Eltern, zwischen denen Monika ging.„Meine Eltern versöhnen sich mit ihr“, sagte sie in ihrer airt, die immer ein wenig spöttisch klang.„Jetzt könnten sie eine Tochter brauchen.“ doben doch bich?... Gge „Nicht mehr lange. Ich werde bald von Hause fortsein.“ „Ich weiß, du wirst Herrn von Steinhammer heiSie sah ihn erstaunt an.„Wer hat dir das gesagts“ Er zuckte die Achseln.„Das ist doch das neue Leben das du beginnst mit Geld und Ruhm und großen Be„Ja, das ist das neue Leben. Du hättest es verhindern können, Klaus.“ „Danke, es verlangte mich nicht danach.“.... „Sei nicht gehässig. Ich war offen und anstandig zu dir. Ehe ich Steinhammer mein Wort gab, habe ich mit dir gesprochen. Hast du übrigens Ephraim Frisch gesehen? Er kam in die Leichenhalle hinein. Nachher war er auf einmal fort.“„.„Sgfg, michereraunt k. „Ob er dich vom Scharmußelsee wiebererkannt hat?“ „Natürlich. Weshalb nicht? Also wir sprechen uns nachher. Es ist nötig. Wegen Ursula.“ „Wegen Ursula!“ rief er aus.„Du bist es doch gewesen, die zwischen Frau von Tweel urd ihrem Mann intrigiert hat. Du hast ihm von Ursulas Freundschaft mit Stefan Rambin erzählt. Du hast nun auch Herrn von Steinhammer alles berichtet. Jetzt ist mir alles klar geworden. Du mußtest den Vater und die Tochter auseinanderbringen, um dich in das warme Nest zu setzen.“ „Ich wußte, daß du das denken würdest,“ sagte sie. „Ursula wird dafür gesorgt haben. Wir wollen uns nachher darüber aussprechen. Aber sei still. Elm geht binter uns. g...„ Har Lu, Rirchhafats. Elm trat zu ihnen. Sie standen vor der Kirchhofs#tur und ließen Herrn Schulz und den Werkführer an sich vorbeigehen.„Es sind merkwürdige Dinge herausgekommen,“ sagte Elm mit hastiger Stimme,„Ich muß sofort nach Berlin zurück.“.5 gslem.5 i. „Ursula!" durchfuhr es Klaus. Auch Euen sah ihn erschrocken an. Auf der Straße warteten die Herren mit dem letzten Wagen auf sie...„ 8474 8. „Es handelt sich um Geldsachen, sprudelte Elm heraus.„Haben Sie auch geglaubt, daß der Tote sehr reich ist, Rambin? Ich will Ihnen sagen, er war gar nicht reich, im Gegenteil. Ich fürchte, das Sägewerk ist bankrott!“ Damit drehte er sich um und eilte die Straße hinunter..„„=chuf. Sie warfen sich entsetzte Blile zu. Herr Schulz hielt den Wagenschlag offen. Sie stiegen ein. XX. Das Sägewerk war bankrott! Klaus und Ellen kamen von dem Gedanken nicht los. Es war wie ein Feuer, das zwischen ihnen brannte. Niemand von den andern ahnte etwas., s. 4766 gn 128 Tasth, Die Bandlers gingen durch die großen und kostbar ausgestatteten Räume und bewunderten die Bilder, Bücher, Teppiche. Der Marmor der Goethebüste schimmerte ernst aus der dämmrigen Ecke des Herrenzimmers. Das war das Haus des reichen Stefan Rambin. Das alles hatte er zusammengetragen. Die kleinen, kostbaren Bronzen, die hinter dem Glas der Vitrine standen, die Mappen voller Radierungen und Stiche, die schimmernden Porzellanfiguren. Herr Schulz und der Werkführer hielten sich abseits am Fenster. Sie waren auf Monikas Wunsch dageblieben. Ihre Anwesenheit sollte familiäre Erörterungen verhindern. Monika war zu Agathe hinaufgegangen. In dem Eßzimmer klapperte das Stubenmädchen mit Geschirr. Immer wieder suchten Klaus und Ellen sich mit den Augen. Elms Worte rumorten in ihnen. Das Haus Stefan Rambins sollte am Zusammenbrechen sein. Klaus dachte an Monikas Worte. Sie hatte doch recht gehabt: Stefan Rambin war nicht von Erfolg zu Erfolg geschritten, das Schicksal hetzte hinter ihm her. Er hatte halten wollen, was zu halten war, und nun nach seinem Tod stürzte doch alles zusammen. „Wir müssen uns im Garten treffen," flüsterte Ellen ihm zu.„Ich gehe voran, und du folgst mir.“ Er nickte. Der Geheimrat winkte Klaus heran. Er stand vor dem Sofa, auf dem seine Frau saß. Klaus wußte, daß es ein Gespräch über das nicht vorhandene Testament geben würde. Aber worüber hätte Stefan Rambin verfügen sollen? Er würde seine Lage klar übersehen haben. Der Geheimrat redete auf Klaus ein. Soll ich es ihm sagen? dachte Klaus, aber dann würden endlose Erörterungen folgen. Er mußte Ellen sprechen. Ellen war schon hinausgegangen....„„ Endlich konnte er sich freimachen. Er ging ins Eßzimmer. Dort war die lange Tafel gedeckt. In früheren Jahren war der Tisch fast täglich so groß gewesen. Jetzt begriff Klaus, weshalb in diesem Sommer keine Gäste eingeladen waren. Nicht einmal mehr dazu hatte Stefan Rambin Geld gehabt. An der Seite des getäfelten Zimmers führte eine Tür in den Garten. Klaus ging hinaus, den schmalen Weg zu dem Tennisplatz hinunter. Hinter dem Tennisplatz lief der Buchengang zum See. Er suchte nach Ellens schwarzem Kleid. Auf der Bank hinter der Hecke sah er sie sitzen. Sie hatten über Ursula sprechen wollen, aber jetzt hatte Elms Mitteilung alles umgeworfen.„Was sagst du?“ rief sie ihm entgegen. „Ob das wahr ist, was Elm gesagt hat?“ mit ihm besprochen. Vielleicht ist das Werk noch zu reiten.„ Mistrant mi. Vok. „Ich habe Onkel Stefan immer mißtraut. Wir haben uns ja oft darüber unterhalten, daß er im Grunde kein Geschäftsmann war.„ Meng g. i5. „Ja, aber es ist furchtbar. Protzlich fiei ihm auf, daß der Holzplatz tot und schweigend dalag. Keine von den großen Sägen ratterte. Es war Mittagspause, aber dieses Schweigen war von einer furchtbaren Eindringlichkeit. So war es gestern abend gewesen, als er am See herumstrich. Wie eine Vision war es, daß nun alles erstorben war. Und jetzt schlief vielleicht wirklich alles hier ein. Michaelsbrück war nicht mehr, das Sägewerk und der Se. 64. fns gen „Du hast mir Vorwürfe gemachr“, sing Ellen an. „Hat sich Ursula beklagt, daß ich sie verraten habe?“ „Nein, sie hat diesen Gedanken sogar zurückgewiesen. Sie sagte, daß du ihre Freundin wärest.“ „Ja, ich bin ihre Freundin gewesen. Ich habe sie wirklich gern gehabt. Aber in diesen Tagen ist es mir klar geworden, was für ein Mensch sie ist: kalt und berechnend. Oh, wie Stefan Rambin sie geliebt hat!“ rief sie plötzlich lebhaft.„Er ist ein ganz anderer Mensch geworden. Du hättest ihn in diesen Wochen sehen müssen. Die beiden haben sich ja durch mich kennengelernt. Alles, was an ihm früher Pose war, das wurde auf einmal echt und wahr.“ „Hast du es denn gewußt, wie es mit den beiden stand? Frau von Tweel sagte mir, daß du es nur für eine konventionelle Freundschaft genommen hast.“ „Das mußte man sehen! Du hast die beiden doch auch einmal beobachtet, wie sie zusammen waren.“ „Ich habe sie in einer Weinstube sitzen gesehen, aber ich hatte eher den Eindruck, als ob Ursula von Tweel gefangen wäre und sich aus diesem Gefängnis heraussehnte.„„„„„ gm „Das ist ursulal rief Euen.„Ein Mann kam an den Tisch und schon machte sie verängstigte Augen. Ursula im Gefängnis! Jetzt aber wird sie wirklich ins Gefängnis kommen.“ „Ins Gefängnis! Glaubst du...“ Ellen sah ihm scharf in die Augen.„Ja, ich glaube, daß sie Stefan Rambin erschossen hat!“ Klaus fühlte selbst, wie er erblaßte.„Aber wie denn? Und der Scheck?“ „Sie muß einen Vertrauten gehabt haben. Sicher hat sie sogar noch das Geld zurückbekommen und den Scheck dazu benutzt, um den Verdacht auf diesen armen Inspektor Arndt zu lenken.“ „Das ist alles nicht „Dar ist, unes nlag„möglich“, stammelt er und wußte doch, daß es möglich war, und daß auch der Kommissar schon diesen Gedanken gefaßt hatte. „Aber sie hat ihn doch geliebt!“ rief er. „Ursula weiß nicht, was Liebe ist“, sagte Ellen scharf.„Ich habe auch das jetzt erst verstehen gelernt. t Männern zu spielen. Erst „Dann werde ich es dir sagen: Sie brauchte dich, um irgendetwas zu vertuschen. Das ist mir nachher alles klargeworden. Sie wollte dich über die Tätigkeit der Polizei oder über Einzelheiten aus Stefan Rambins Leben aushorchen. Sie hatte Angst. Sie zitterte ja fast vor Angst, als sie damals zu mir kam.“ „Das ist alles Wahnsinn, Ellen! Sie bat mich um etwas ganz Bestimmtes, um eine Auskunft über Stefan Rambin, die ihr wertvoll war. Das und nichts anderes wollte sie von mir. Es ist nicht möglich, daß sie ihn ermordet hat. Nein, das ist nicht möglich!“ „Aber sie hat ihn erschossen! Aus Angst vor dem Skandal hat sie ihn erschossen. In dem Augenblick, als sie erfuhr, daß ihre Beziehungen zu Stefan Rambin bekannt geworden waren, hat sie den Plan gefaßt, ihn umzubringen. Das konnte sie ja auch ganz gefahrlos. Niemand würde vermuten, daß sie sich mit ihrem Liebhaber in jenem Walde traf. Dort hat sie ihn hinbestellt, und dann geschah es.“. 88 16 vic. „Nein, nein!“ rief er nochmats.„es ist nicht wögtich!“.,.. icht berans: Taste B. 9. „Vielleicht kommt es nicht heraus“, sagie sie.„Nur wir und Steinhammer ahnen, daß es so gewesen ist. Weiß dieser Kommissar schon etwas von Ursula?“ Er zuckte die Achseln.„Wer es Tweel und deinem Herrn von Steinhammer mitgeteilt hat, wird es wohl auch der Kriminalpolizei mitteilen.“ Sie überhörte seine Worte.„Man hat doch die Spuren ihres Pferdes entdeckt. Als der Kommissar sie zeigte, wußte Steinhammer sofort, daß Ursula dort geritten war. Er wußte doch auch von den Beziehungen zwischen ihr und Onkel Stefan.“ „Wer hat ihm etwas davon gesagt? Wer hat Herrn von Tweel Stefan Rambins Namen genannt? Das bist du gewesen! Und du wirst es jetzt wohl auch der Polizei anzeigen!“ „Nein, Klaus, ich schwöre dir, daß ich es nicht gewesen bin. Ich weiß, du hältst auch mich für kalt und berechnend, und ich bin es auch. Aber auf eine gewisse Anständigkeit meines Verhaltens lege ich Wert. Ich habe weder zu Herrn von Tweel, noch zu Herrn von Steinhammer auch nur einmal den Namen Stefan Rambins genannt, und ich war selbst ganz erstaunt darüber, daß Tweel etwas von der Geschichte wußte." „Auch zu Herrn von Steinhammer hast du nicht gesprochen? Wenn du ihn heiraten willst, dann muß er dir doch nahestehen. Es ist doch nur natürlich, daß du mit ihm über Ursula gesprochen hast.“ „Ich habe mit ihm selbstverständlich auch über Ursula gesprochen, aber niemals über ihre Beziehungen zu Onkel Stefan.„., I, mi. Jumer..6 ih. Aat„Frau von Tweei sagte mir einmal, daß ihr Vater sie verstoßen würde, wenn sie nicht völlig makellos aus dem Scheidungsprozeß hervorginge."..i „Welch eine Lüge!“ rief Ellen entrüster. SreinhamEs ist ihr ein Bedürfnis, mit Männern zu spielen. Erst hat sie mit ihrem Mann gespielt. Tweel ist kein Musterbild, wahrhaftig nicht. Aber wie er geworden ist, das hat sie auf dem Gewissen. Dann kam Stefan Rambin, und er mußte fort, weil der reiche Graf Koska auftauchte. Das und nichts anderes ist der Grund, weshalb sie sich von Onkel Stefan lösen wollte.“ „Das ist doch alles ganz anders gewesen, Ellen. Ich habe mit ihr lange über Onkel Stefan gesprochen.“ „Ich aber weiß es aus tausend Anzeichen. Man vernimmt ein Wort und hört darüber hinweg, und dann sieht man nach Wochen etwas und dann wieder etwas, und auf einmal ist einem alles klar. Ach Klaus, ich habe Ursula noch gern gehabt, als sie vor einigen Tagen zu mir gestürzt kam, um mich zu bitten, sie mit dir Do bas wugt i, teun Eim bejag:„.:...„ zusammenzubringen, Damals habe ich ihr noch alles „Das wäre furchtbar! Elm muß doch seine Lage geglaubt. Was wollte sie denn von dir: kennen. Onkel Stefan hat seit Jahren alles Geschäftliche„Das kann ich dir nicht sagen.“ nicht die Angst vor ihrem Vater. Sie fürchtete den Skandal wegen des Grafen Koska. Denn ihn will sie nach ihrer Scheidung heiraten. Er ist reich und gutmütig. Vielleicht hätte sie auch Stefan Rambin geheiratet, wenn Koska nicht aufgetaucht wäre. Da aber mußte Onkel Stefan fort"..„„ Er wehrte entrüstet ab.„So ist ursula von Tweel nicht. Ich glaube nicht, daß sie in kalter Berechnung Männer an sich herangezogen hat, um sie wieder fallen zu lassen.„g.2 f, Sem. Aber es in wog io gewezen!? „Es ist anders gewesen. Sie ist zu schon. Glaubst du, daß es einen Mann geben kann, der sich nicht in sie verliebt?“ „Ah, also du auch!“ sagte sie spöttisch. (Fortsetzung folgt) Die Komme tal zu diefer Verdummten=Sekattung! Intsiehung und Bekämpfung von Erkältungskrankkeiten 7 Von Dr. 10. Schweiskeimer klärlich die Wirkung dieser homöopathischen Gabe ist, ein ganz vorzügliches Mittel zur Ausheilung eben beginnender Erkältungen. Längeres Nehmen des Jodtropfens ist zwecklos und für den Körper nicht gleichgültig. Sehr wirkungsvoll ist die Ableitung auf den Darm: ein Abführmittel oder ein Darmeinlauf Leit dar Achartriahanmz, hastarialagschen Weun man mit Ersäftzungskegpken ausammen ina. vermag beginnenden Erkältungskrankheiten oft über er Zeit der übertriebenen bakteriologischen Wenn man mit Erkältungskranken zusammen war, ist raschend Einhalt zu tun. Im übrigen ist Wärme das erklärung stammt die Auffassung, auch bei Waschen der Hände und„Mundspülen und Gurgeln mit Hauptmittel bei Erkältungen all Montag oder an Tagen nach Erkältungskrankheiten sei die desinfizierenden Flüssigkeiten höchst zweckmäßig; die innen als Tee, Glühwein, Tee mit Zitrone oder KogUebertragung von Keimen üblichen alkohelhaltigeßt„anuppansgng#üseg„diesen nak usw., Wärme von außen als, heises Bad. Dampfer Heizkissen. Die Deutung statistischer Feststellungen ist nicht leicht. Es läßt sich zeigen, daß die meisten Erkältungen am Feiertagen auftreten. Aber woher kommt das? Was Aus der Krausheitserklägung hat das mit dem vorhergegangenem Felertag zu tunk das Wichtigste. Das ist zum Teil zweifellos richtig: Fahletten sund zergehen lassen, andere glauben sich bad; vorgewärmtes Ein amerkanischer Arzt ist der Ansicht, daß die durch Anniesen und Anhusten, durch Lie, dabel.,#e: durch Rauchen vor Ansteckung mit irgendwelchen Keimen Schwelßtreibende Mittel können Unterst sprühten und eingeatmeten Träpschen werden Schnupfen schützen zu können. und Husten sicher übertragen, Gegen eine solche verderb Der g Menschen am Sonntag zu gut und zu reichlich essen. Der übermäßige Eiweißgehalt der Sonntagsnahrung setzt die Widerstandsfähigkeit des Körpers Erkältungsreize, die sonst nichts ausmachen würden, Aber es ist doch auffallend, daß so wenig positive Erstoßen auf verminderten Widerstand, und so kommt die gebnisse bei der eifrigen Suche nach bestimmten Bafherab; Keine Vesgrunzts, llt es auch,aisch, Selbterziehung und zinktur in Wasser gezunken, nötgenfals am nächsen zu widmen, denn dadurch lat herab: kleine Belehrung Unwissender, egergisch, Front zu machen, Tag noch einmal 1 Tropsen Jodtinktur) ist, so uner= Krankheit auf leichte Art verhind Es ist sehr wohl der Mühe wert, eine beginnende ErBiersche Jodtropfen(1¾ Tropfen Jod= kältung richtig zu behandeln, ihr Zeit zum Ausheilen Palst., asunken mäügenfasg aup nächsten zu widen, dern dadurch läßt sich mance schwere Erkältungskrankheit zustande. Eine solche Theorie läßt sich schwer beweisen. Freilich ist richtig, daß eine Bereitschaft des Körpers, eine Disposition für das Auftreten einer Erkältung oft entscheidend ist. Die erhöhte Disposition kann sich auf den Gesamtzustand des Körpers beziehen oder nur ein Organ beterien bei Erkältungskrankheiten sich herausgestellt haben. Wo Eiterungen vorhanden sind, etwa bei einem eitrigen Schnupfen, sind natürlich zweifelsfrei Eiterkeime vorhanden, aber möglicherweise sind sie erst nachträglich, dazu gekommen. Andere Erkältungsfolgen, wie beispielsweise Neuralgien haben mit Keimen jedenfalls nicht das Geringste zu tun. Tag noch einmal 1 Tropsen Jodkinktur) ist, so uner= Krankheit auf leichte Art verhindern. Die Arebsforschung an einem Wendepunkt Wichtige Versuche des Verjüngungssorschers Vornhoff 7 Von Walter Finkler Um den Der Polarforscher Nansen und seine Gefährten litten noch in aller Mund. Namen Voronoff, vor wenigen Jahren Einpflanzungsstelle, mit Slasstaub, gereizt,„damit Mund, ist es still, geworden. Die berühmten der gezwungenen Krebsgeschwulst weniger Widersta damit sie iderstand nicht an Erkältungen, selbst wenn treffen. Vielleicht hat wirklich übermäßiges Essen die hindurch in nassen Schlafsäcken log Widerstandskraft vermindert. Oder eine Uebermüdung wird zur Erkältungsursache. Die Menschen, die abends ermüdet und kraftlos von langer Arbeit## mit der Straßenhahn rag, Kar'g. fcherr, Hagd,rüitgteh handen Aind, absichlich, Srkältunge, den Kampf gegen die Gifte geschwächt, ein, Erkältungsreiz trifft sie in einem schwachen Augenblick. '; emeite Art## chtapaktigr Eetritt einzelne Schteimhauten festgesteut hatte. Die zweite Art der Disposition betrifft einzelne nicht! Organe. Für die Erkältung ist ja gerade charakte= gneit, ristisch, daß durch Fernleitung entlegene Organe ersie die ganze Nacht Versuche des Parser Profesors, der in Affendrüsen leistet. lagen, die morgens den Vorn ewiger Jugend gefunden zu haben glaubte, Auf Auf, diese Weise gelang es Professox, Dr. Sergius steif gefroren waren. Man machte den Mangel an konnten der kritischen Nachprüfung kaum standhalten, Voronoff und seinem Mitarbeiter Dr. G. Alexandresse Krankheitskeimen in jenen menschenleeren Gegenden und so meinte man schon, daß sich Voronoff enttäuscht im Laboratorium für experimentelle Chirurgie am dafür verantwortlich. Aber ein anderer Forscher hatte von der wissenschaftlichen Forschung zurückgezogen habe. Gollege de France zum ersten Male, menschliche Krebseime überall stets vor Nein, er hat seitdem im Stillen weitergearbeitet und geschwülste in Affen zur Einheilung und zum WeiterWit, der Straßenbahr. noch, Hause fahren, sgd,rögteh handen Iind, absichtlich Erkältungen ausgesetzt, hatte in Hefffascht. setzt Zie Welt mit einer wissenschaftlschen wachsen zu bringen. Rscht.fgeniger. als zweiundsiebzig Zugluft mehr gefährdet als die frischen, ausgeruhten kaltem Quellwasser gebadet und sich dann eine Stunde Leistung ersten Ranges. Galt früher das Werk Voro= Affen, Halbaffen und Straßenbahnfahrer des Morgens. Oder es besteht eine lang unbekleidet bei offenem Fenster und Türe einem noffs dem Kampf gegen das Altern, so hat er sich leben nun im Institut Voronoffs, mit einem MenschenDarmstörung, die unausgeschiedenen Gifte sam= Luftzug von 4° G ausgesetzt, ohne zu erkranken. Man neuerdings dem Krebsproblem zugewendet und wartet krebs im Leibe. Die neuen Erverimente des berühmten meln sich im Darm an, dringen ins Blut und mit ihm hat ihm später vorgeworfen, es seien damals keine sogleich mit einem Experiment von unabsehbarer Trag Verjüngungsforschers versprechen von umwälzender zu allen Körperstellen; die Gewebe sind dann durch Krankheitskeime auf seinen Schleimhäuten gewesen. Er weite auf. Es ist ihm nämlich gelungen, menschliche Bedeutung zu werden. Wie oft mußten die Krebsforein Erkältungs= führte mit 63 Jahren die Versuche noch einmal viel Krebsgeschwülste auf Affen zu übertragen. scher den Vorwurf zu, hören bekommen, daß ihre kostschärfer durch, nachdem vorher bakteriologische Unter: Schon seit langem blieb es ein zwar heiß erstreb= spielig eingerichteten Institute und Loboratorien, ihre suchung die Anwesenheit von Keimen auf seinen tes, aber unerreichtes Ziel der Krebsforschung, an ins Gigantische angewachsenen Experimente, deren BeSchleimbönten festgestellt hatte. Wieder erkrankte er Menschenaffen eine vom Menschen entnommene Krebs= schrelbung bibliothekenfüllende Archive beanspruchen, geschwulst zur Einheilung zu bringen. Es wollte nicht doch in keinem Verhältnis zu praktisch in, der KrebsWeitgehende Untegsuchungen in Amerika haben feste Fudspihnen derselbe Art oft be= gchpiersgteiten, behgndlung pexgertharen,„Eroegnisseigz, gefährt, beßen. gestellz,„daß jeder, Mensch im Jahr durchschnittlich V orftzz,;;#pe#ung vom#genschen auf Assen.: Nun, das hat, vor allem einen Grund: die„ Verkranten. Bel der Erfrigarg wird die Hand=Hätzer 3,7 Erkältungen durchmachte. Gleichartige Beobach Fie erß die Uiebertragung vom wienjgenzaug ussen, suche mußien Lchz. bleher, guf. giedere Tiexe wise, Mäuse. oder der Arm, die der Kält, ausgesetzt waren. Bel der tungen über Zeit der größten Häufung ergaben seine Vorgzuk, Wie die Sache,rgxgeg, anvers an als Ratten und Hühner beschranen, und die Geschwutte oder der Arm, die der Kälte ausgesetzt, wparen, Bei der Erkältung dagegen kann Kältereiz auf den Arm eine zünd.. eire Darmstärung in(efolge Januar, Februar, Oktober und, Frühsahrsbeginn. Wenn den Driüsensterprlgr If#rtgugegggger bei dieser Tiere unterscheiden sich in pielen, Hinsichten Halsentzündung oder eine Darmsorung im Gesoitze die Atmungsorgane in Mitleidenschaft, gezogen waren, Verzänaitrassressenuu sen auz, Menschen, ze wesentlich, vom menschlichen, Krebs. Was die anders betrug die durchschnittliche Erkrankungsdauer 6½ Tage, recht gut zgssstaften(Sien en kamen ihm davet geartete Geschwulst eines Huhnes oder einer Maus Außer dem direkten Einfluß des schlechten Wetters,“t“t: su ezig“: nethodischen„Kunstgriffe sind zum Verschwinden bringt, ist leider noch lange nicht von Sturm. Regen und Schnee, ließ sich auch der hier und dort die gleichen, Hauptbeoingung, daß die imstande, auch den Krebs beim Menschen zu B9TStuxmw, Ffesten, un, Erner=unz“7,##c guich der Operation an Mensch und upe, möglichst. gleichzgitis Jetzt aber rantwortlich horgenorhmert gird. Wie bei der Vorggeffschen„Ver= praktisch h. haben. deder Vienich deut seine sohwochen Stee. Ju, Sturm, Regen, und Schne, ließ sch guch der dier 1ssd dort Wiersch und Aise möglicht gteice dise imstande, Laizeper(Beße, P8r. Feflchen zu hellen. 9f der der eine trig, bgschue der' gen., Schu zer Wechsel der Kleidung(waxme, und leichte Kleidung) gaxeration an Vig'gpbuh, he, WPorogozrschen)=Piets Jeßt abex, gröfnetz sch der Kreizforschung zine, neue, Felenk, der, andere an den Nerven der,äreshgag, der für das Auftreten von Erkältungen verantwortlich zürgtingsmethoße: Wie Det der ders giffeg Pen„Ver= praktisch hoffnungsvogg, hzigppe. Jetzt wird es ihr erst dritte am Ischlasnerp, So ist es zu erkläxen, daß ein machen. 8rrattungen veranur-rr zungungsmetgove, wo ein Chirurg, dem Affen die,Drüse möglsch, an echtem Menschenkreds zu erperimentieren Damit zeigt sich schon ein Hauptpunkt zur B, verausschneiber und ein anderer Operateur gleichzelig und dabet Versuchstsere zu verwenden, die dem Menom d und ge### an Fxrzftungskrank; dem Greis die nog, letzenengrme, frische Drüls, eiz, schen biologisch am nächsten stehen. wahrugg und Heilung von Errältungskrank= setzt, so auch bei der Krebsüberpplanzung. Während schen bielogisch am nächsten ste heiten. Die Kleidung muß sich dem Wetter an= dem krebskranken Menschen die Geschwulst von dem passen Wer zu. Erkältungen, neigt, wird um guten Wärme Chirurgen herausgenommen wurde, war schon nehenan dritte am Ischiasnerv. So ist es zu Mann jedesmal eine Mandelentzündung bekommt, wenn er nasse Füße und Schuhe in Schnee oder Regen ertragen mußte. Ein anderer leidet sofort an Ohrenschmerzen, einem Mittelohrkatarrh, sobald er in luft stehen mußte. In einem Eisenbahnabteil ist es instehen mußte, In einem Eisenbahnabtell ist es in= passen Wer zz. Erkältupgen, nelgt, Pireg, um guuen. Wargg: Chirurgen herausgenomgen wurde, war schon nehenan Die Sesunanen folge unvernünftiger Heizung zu heiß, die Fenster schutz, um Ueberschuhe usw. nicht herumkommen. Die der Affe narkotisiert und zur Einpflanzung des Men= Der Gesundheitszustand der einzelnen Völker ist recht werden geöffnet— und von den sechs Insassen hat der kleine Mühe, tagsüher bei Umschlag der Wittzrung sich schenkrebses bereitgemacht. Und wieder wie die zur verschieden. Welches ist nun das kränkste und welches das vielleicht am nächsten Tag einen Schnupfen, also entsprechend anzuziehen, wird sich reich bezahlt, machen;, Uebertragung bestimmten Affendrüsen werden auch die gesündeste Land Europas* Man erhält ziemlich sichere erste einen Nasenkatarrh, der zweite einen Husten, also einen zieherheizung der Zimmer ½# rast„gefahrlicher als menschlichen Krebsgeschwülste erst in dünne Streifen geZuftröhrenkataxrh, der dritte Nervenschmerzen am zersgftühlung, Viele Menschen, können sich am besten vor schnitten und nach der gleichen Methode eingenäht. scopf(Trigeminusneuralgie), der vierte heftige, Kolik= Exrraltungen schutzen,„wenn sie sich in einem ziemiig Noch eine Reihe von sinnreigen Funstgriffen: Der Op zen im Darm der fünfte reumathische Armbe= kühlen Zimmer aufhalten und sich lieber„peim ration geht, eine besondere Vorbehandlung vo Suerdsen V.=st, er hus ,ssen loid berise, Munsited ap Scherstisch eine 2. 96. gar nicht, wie verzärtelt und anfällig die anderen Rei= legen. Nachts sollte man immer im ungeheizten Zimmer schlafen. Aufschlüsse darüber, wenn man die Einwohnerzahl sein schützen wen sie sich in einem ziemlich Hautten und nach, der gleichen„Methade.. eingegäht. nes Lanhes mit der Zahl der antierenden Aerzte perSas attc e,#e ie#, ergieg##peig Noch eine Reihe von sinnreichen„Kunstgriffen: Der Ope= gleicht. Von dieser Warte aus gesehen, ist Englgno das sondere Vorbehanolung voraus, um kränkste Land Europas, denn von den 200 000 Aerzten, der aberpsänzten Krebs. in Lirayg urgftls schwerden, der sechite ist gesund geblieben und versteht Rumsitzen am Schreibtisch eine Decke über die Beine die Affen für, das Angeyen der überpflanzten Kreys= die in Euxopa prarrizieren, entfallen allein 50 000 auf wie verzärtelt und anfällig die anderen Rei= legen. geschwultg gus disponieren; die Wachstumsrraft, per Ge= England, Das gesündeste Land scheint Spanlen zu seln, schwulst selbst wird durch Beimengung eines Ertraktes denn es verfügt nur über 8000 Aerzte, Deutschland hält aus Embryonen mächtig gefördert; zudem wird die mit rund 26 000 Aerzten ungefähr die mittlere Linie. senden sind: er war aber gerade in jener Ecke gesessen, die die an die die kalte Luft nicht hingelangen konnte. 0 CIET DEEENTNENTECGLSCCESLEEESEEEEA Gleichblelbende Tageseintellung: — .45 Leibesübungen .00 Frühvorhersage, Konzert .00 Wiederholung s. o..00 10.00 Erste Meldungen und Zeitangabe 10.15 Mensch und Welt, Gemeinschaftsempfang für Arbeitslose 12.00 Konzert(außer Sonntag) 12.50 Wetterbericht und erste Mittagsmeldungen 14.00 Zweite Mittagsmeldungen u. Wetterbericht 15 80 Wirtschaftsmeldungen und Zeitangabe 18.45 Wetterbericht, Zeitangabe. Wirtschaftsmeldungen und Sportvorbericht 19.15 Vom Tage(außer Sonntags, Dienstags, Erste Aben 19.55 Erste Abendmeldungen Nicht vor 22.00: Letzte Meldungen, Bericht über das geistige Leben, Sportbericht GCLTTDOENE .00 Choral: Wenn ich einmal soll scheiden, Kirchenchor von St. Georgen. Berlin(Arnold Breyer) .03 Hamburger Hafenkonzert auf dem Dampfer Usambara“ der Deutschen Lostafrika=Linie .15 Landwirtschaftliche Rundschau .00 Uebertragung des Geläutes aus der Trinitatiskirche. Köln .05 Evangelische Morgenfeier. Leitung u. Ansprache: Pfarrer Meyer, Langenberg, Evangel. Kirchenchor Langenberg(Gustav Mombaur). Solisten: Paula Alvermann(Alt), Das Solo=Frauenquartett der evangel. Gemeinde Langenberg. 1. Präludium über: Befiehl du deine Wege(Raphael). 2. Chor: Gib dich zufrieden und sei stille(Bach 1685—1750). 8. Liturgie: Matth. ö. 4. — Pf. 126,—6, 4. Altsolo und Chor: Ehre sei dem Vater(Pfalz Neuburg 1557). 5. Liturgie: Pf. 39,—8, 6. Solo=Frauenquartett: Kyrie eleison(Nicolai 1810—1849). 7. Liturgie: Pf. 84,—8, 5 8. Altsolo und Frauenquartett: Ehre sei Gott in der Höhe(nach Joh. Spangenberg, 1545), 9. Liturgie: Ebr. 18, 14.— 1. Kor. 15, 51—57. 10. Chor: Halleluia(Grell 1800—1880). 1. Liturgie: Unser Glaube mit Worten Heiliger Schrift. 12. Chor: Amen(preuß. Agende 1822). 13. Altsolo: Komm, süßer Tod(Bach). 14. Ansprache über 1. Joh. 2, 25. 15. Altsolo: So wünsch' ich mir zu guter Letzt (Pach). 16. Liturgie: Segenswunsch(1. Ptr. 5, 10—11). 17. Chor: Ach, Herr, laß dein lieb Engelein, a. d.„Johannes=Passion"(Bach). 10.15 Besuch am Krankenbett 11.00 Lebende Dichter. Der Tod und der Schachmeister (Martin Beheim=Schwarzbach) 11.20 Musik der Woche(Hans Ebert) 11.30 Reichssendung: Bach=Kantate, Kantate zum Totensonntag„Wachet auf, ruft uns die Stimme“, von Johann Sebastian Vach. Das Stadt= und Gewandhausorchester zu Leipzig, Der Themanerchor, Solisten: Amglie Merz=Tunner(Sopran), Wilhelm Ulbricht(Tenor), Alfred Paulus(Baß), Professor Günther Ramin(Orgel). Friedbert Sammler(Cembalo), Professor Edgar Wollgandt(Violine), Herbert Karger(Oboe).(Thomaskantor D. Dr. Karl Straube) 12.00 Die Welt auf der Schallplatte. Ausflug zum wontierrat.(Wilhelm Ziesemer) 12.30 Gedächtnisfeier für die Toten des Weltkrieges, veranstaltet vom Reichsbund der Kriegobeschädigten, Kriegsteilnehmer und Kriegerhinterbliebenen(Uebertragung aus dem Pleuarsitzungssaal des Reichstags). 1. Cavatige aus dem Streichquartett ov. 130)(Beethoven), Steiner=Quartett. 2. Gedenkworte(Bundesvorsitzender Christoph Pfändner). 3.„Komm, süßer Tod“(Vach). Secliner Zerztechor(Dr. Kurt Singer). 4. Reqniem Gebbel), Ursula van Gaarden. 5. Die Schlacht(Schiller), Robert Müller. 6. Aus„Der Wanderer zwischen beiden Welten“(Fler), Ursula van Gaarden— Robert Müller. 7. Amen(Antwort der Toten)(Thrasolt), Robert Müller, 8. Lento assat, Lantate e tranquillo aus op. 185(Beethoven), Steiner=Quartett. 9. a)„Ich hatt“ einen Kameraden“, Volkslied(bearb von Ochs). 5) Die Ehre Gottes(Beethoven), Berliner Aerztechor 13.30 Mittagskongert. Das Streichquartett des Westdeutschen Rundfunks(Rhein, Schwartz, Ringnalda, Grote). Ernst Grote(Cello). 1. Qugrtettsatz op. Posth. (Schubert). 2. Quintett in=Dur(Schubert) 14.30 Fertigkeitsübungen füe Kurzschriftler(80, 100, 120 Silben)(Hans Molitor) 14.50 Neue Bücher für den Landwirt(Dr. Baur). Dr. J. Frost:„Die aktuellen Fragen der Agrarpolitik“— Seedorf=Hesse:„Grundriß der landwirtschaftlichen Marktlehre“— Prof. Aereboe:„Kleine landwirtschaftliche Betriebslehre“ 15.20 Die Frau des Toten. Erzählung(Oskar Wöhrle) 15.35 Männer der deutschen Geschichte. Carl von Clausewitz(Dr. Gottfried Adolf Krummacher) 16.00 Aus der Welt des Tieres. Das Leben im Wasser (Professor Dr. Bastian Schmid) 16.30 Besperkonzert(Wolf). 1. Hamlet=Ouverture (Gade). 2. Aus der Poetischen Suite(Dvorak), Pastorale — Romanze— Mennett. 8. Dem Andenken Beethovens, Fantasie(Urbach). 4.), Lyrische Vision(Mascagni), h) Serenade(Rense). 5. Melodien aus„Die Königskinder“(Humperdinck) 17.35 Paula Becker=Modersohn(zum 25. Todestag) (Albert Theile) 18.00 Elisabeth=Feier aus der St.=Elisabeth=Kirche zu Vonn. Kirchenchor St. Elisabeth, Bonn(Geheimrat Professor Eberhard Schwickerath), Karl Maaßen(Bariton), Karl Jost(Orgel), 1. Orgelvorspiel. 2. Einführende Worte. 8. Chorgesang: Die Seligpreisungen aus dem Oratorium„Christus“(Lisgt). 4.„An die heilige Elisabeth“(.)(Weinrich). 5. Ehorgesänge aus dem Jahre 1898(Verdi): a) Ave Maria(Gegrüßt seist du, Maria), für gemischten, Chor a cappella, b) Laudl alla Vergine Maria(Lobgesang an die Jungfrau Maria) aus dem letzten Gesang des„Paradiso“ von Dante für vier Frauenstimmen a cappellg. 6.„An die heilige„Elisabeth“(11)(Weinrich). 7. Chorgesänge aus dem Oratorium„Die Legende von der heiligen Elisabeth“.(Lifst). Elisabeth. die Wohltäterin— Bestattung und Verherrlichung der Heiligen. 8. Glockengeläute 19.05 Das westdeutsche Handwerk. Geschichtlicher Aufbau und Eigenart des westdeutschen Handwerks(Universitätsprofessor Dr. Kuske) 19.25 Lebende Dichter. Aus eigenen Schriften(Hans Carossa) 19.55 Sportvoebericht (Frantzen).„., Szenen aus„Das (Giordano).., Drei Tanzweisen: Polnischer Tanz, Rokoko=Tanz, Romantik=Tanz(Derksen). 8. Am Hafen von Port=Said, orientalische Sgene(Urmandola). 9. Rund um die Welt, Walzer=Fantasie 20.10 Missa solemnis(Ludwig dan Beethoven) Solisten: Käthe Heidersbach(Sopran), Ruth Kisch=Arndt (Alt), Louis van Tulder(Tenor), Gwald Kaldeweier(Baß) Funkstille EERCENCLENE .05 Morgenkonzert(Schallplatten) .45 Gymnastik für Frauen(Hilde Bremus) 11.10 Schulfunk für Schüler vom 10. bis 15. Lebensjahre. Rhythmische Gymnastik(Professor Edmund Josef Müller) 11.25 Schulfunk für Schüler vom 8. bis 11. Lebensjahre Wilhelm Matthiessen erzählt Tiergeschichten für die Kleinen 12.00 Unterhaltungskonzert(Vom Südfunk, Stuttgart) (Gustav Görlich), 13.00 Mittagskonzert(Eysoldt), Solistin: Irmgard Luft,(Sopran). Begleitung: Grave. 1. Friedensglocken, Marsch(Urbach). 2. Ouverture„Ein Walzertraum“ (Oscar Strauß)., 3. Vier Lieder: Blumen allerwegen, Am Fenster, Gald gefangen, Leise kling=klaret(Irmg. Luft). 4. Die Hydropathen, Walzer(Gungl),.„Solisten=Wettstreit.(Frantzen). 6. Stenen aus„Das Mahl der Spötter“(Giordanol. 7. Drei Xonzweisen: Pol8. A mandola), (Borcher! 14.30 Schlachtviebmarktberichte 15.50 Kinderstunde. Kinder vor dem Mikrophon(Eis Vordemberge) 16.20 Jugendfunk. 1. Von Bauplänen,„I. Wir zeichnen einen Baugrundriß.(Material: Millimeterpapier oder Papier mit quadratischen Feldern, Bleistift und Gummt(Fritz Feickert). 2 Werkarbeit für die Jugend Bunte Faltsterne(Heinz Raasch) 17.00 Besperkonzert(Schallplatten). Szenen aus der Oper„Carmen“ von Bizet. Solisten, Chor und Orch. der Mailänder Scalg(Carlo Sabaino). 1. Einleitung zum ersten Akt. 2. Chor der Straßenjungen. 3. Habanera(Ja, die Liebe). 4. Duett(Sonntag, war'). 5. Seguidilla und Duett(Draußen am Wall). 6. Zigeunerlied(Was ist Zigeuners höchste Lust). 7. Strophenlied (Euren Toast kann ich wohl erwidern). 8. Duett(Tanzen will ich zu Eurer Ehr). 9. Blumenarie(Hier an dem Herzen treu geborgen). 10. Chor und Sextett(Nur mutig die Schlucht binab). 11, Kartenlied und Terzett (Laßt sehen, was für mich übrig bliebk). 12. Arte(Isch sprach, daß ich furchtlos mich fühle). 18. Zwischen, und Chor(Nur zwei...). 14. Duett und Schlußchor(Doch all mein Hoffen und mein Lieben) 18.05 Künstlerische Frauenberufe. Die Kanstphoto. grapbin(Juliette Lukas) 18.25 Sozialhygienische Tagesfragen. Gesundbeitliche Gefahren, im Verkehr mtt der Publikum und ihre Verhütung(Stadtarzt Dr, Paetsch) 19.00 Natur und Geist., Erziehung zur Form(Universitätsprokessor D. Dr. Johannes Verweyen)„„ Mi 19.25 Weltwirtschaftliche Tagesfragen. Krisenabwehr Drei Lieder(Schubert Schumann). 8. Zeitgenössische Musik. Ansprache: Professor Dr. Hans Mersmann. Klavierstücke(Reger, Toch). Hans Erich Riebensahm, Sonatine für Sologeige und Streschquintett(Herrmann)(Gespielt von Musikliebhabern) 21.15 Worüber Völker lachen. Skandinavien und Dänemark, mit Beiträgen von Holberg, Andersen, Dahl, Wied, Strindberg, Munthe. Rung, Zetterström u., und verbindender Musik skandinavischer und dänischer Autoren. Mitglieder der Stadttheater Münster und Dortmund. Verb, Worte: Hans Meyen, Spielleitg.: Haslinde 22.20 Nachtmusik(Wolf) CUISTTSOENE .05 Morgenkonzert 10.10 Schulfunk für Livve=Dett „Peer Tod. in der französischen und englischen Industrie(Dr. Hellmuth Bauer), 19.45 Gedichte(Joseph Oberkofer) 20.00 Hausmusik(Vom Deutschlandsender Königswusterhausen). Tag der deutschen Hausmusik. 1. Alte Musik. Ansprache: Professor Max von Schillings. TrioSonate=Moll(Rosenmüller). Prof, Klingler: Richard Heber; Ernst Silberstein(Professor H. Schubert, Cembalo). Zwei Arien mit Streicherbegleitung(Krieger), Lotte Leanard, 2. Klassisch=romantische Musik Ansprache: Arnold Ebel, Streich=Teio=Dur(Hapdn. atten) Schulfunk für Schüler vom, 12. bis 15. Lebensjahre.,######erma#, eine wunderschöne, Stadt, Volkstum im östlichen Westfalen(Manustript v. Hermann Tölle) 11.20 Schallplattenkonzert. 1. Suite Nr. 1 aus Gont“(Grieg): a) Morgenstimmung, bl Aases e) Amitras Tanz, d) in der Halle des Vergkönigs. Philharmon. Orchester Berlin(Frans Schreker). 2. An der schönen, blauen Donau, Walzer(J. Strauß=Gernerth). Adele Kern(Sopran). 8. Melodien aus„Madame Butterfly“(Puccini), Mitglieder der Staatskapelle Verlin(Alois Melichar). 4. Ungarische Tänze Nr. 1 und 8 (Brahms), Philharmon. Orchester Berlin(Furtwängler). 5. Konzertwalzer(Glasunow), Mitglieder der Staatskapelle Berlin(Alois Melichar) 12.00 Unterhaltungskonzert(Walter Caspar)(Vom Südwestfunk, Frankfurt), 1. Freie Liebe, Marsch(Fall). 2. Ouverture„Ein Walzertraum“„(Oscar„Straus). 3. Ich bin ein Kind vom Rhein, aus„Der Vogelhändler“ (Zeller). 4. Jokei=Galopp(Bayer). 5. Zwischenaktmusik aus„Der fidele Bauer“(Fall). 6. Potpourri aus„Der liebe Augusting(Fall). 7. Ouverture aus„Eine Nacht in Venedig(Joh. Strauß). 8. Fesche Geister, Walzer (Ed, Strauß) 13.00 Mittagskonzert des Orchesters des Westdeutschen Rundf.(Buschkötter). Solistin: Clara Herstatt(Klavier) 1. Ouverture„Hans Heiling“(Marschner), 2. Klavierkonzert=Dur(Haydn). 8. Nußknacker=Suite(Tschaikowsky). Kleine Ouvexture— Marsch— Tanz der Fee Tragse— Russischer Tanz— Vrabischer Tans— Chinesischer Tanz— Pfeifertanz— Blumenwalzer. 4. Fräumerei(Seriabine). 5. Drei ungarische, Tänze, Nr. 1, 8 und 10(Prahms). 6. Tänze der Nacht, Konzertwalzer (Coates1, 7. Ballsgenen nach einer Violin=Etude(Mayseder=Hellmesberger) 15.50 Kinderstunde. Marta Walter erzählt Märchen 16.20 Mitteilungen aus dem Schulfunk 16.30 Kerntragen des fremdsprachlichen Unterrichte der höheren Schule. Corneille und. Racine. Die Einheit von Wort und Werk(2)(Universitätsprofessor Dr. L. Spitzer) 17.00 Volkstümliche Kammermusik, Tag der deutschen Musik. Selma Lindenberg(Mezzosopran), Eva KleinFranke(Violine), Matthigs Durben(Cello), O. Kersten Flöte), Egbert, Grave(Klavier). 1.„Jauchzet Gott, alle Lande“, für Mezgosopran, zwei Violinen, Cello und Klavier(Weiland). 2. Zwei Sätze, Bourrée und Menuett, aus der Suite für Flöte und Klavier in=Dur(Händel). aler.T Tonatine##. Aur“(Hgethoven). 4. So#45. Drei (Weber). Violine, Klaviersolo: Sonatine.Dur(Peethoven). natine für Klavier und Violine(Schubert). kleipe Stücke für Klavier zu vier Händen 6. Schottische Volkslieder, für Mezzosopran, Cello und Klavier(Handn) 18.15 Italienisch(Universitätsprofessor Dr. Heinermann) Eoerarteubdue Sllttt Alte westfälische Begräbnissitten und-gebräuche Nach dem Verscheiden eines Dorsgenosen teilen sich Schnops teinsiekung zu verhziten“. Auf einem gewöhnie Aachbor, u de verzuzsehung der Hinterbliebenen, lichen kurzen Ackerwagen(Im Sauerlande benuste man ed ung ue ute Augg, ge in. n, Sisher segeis gache un auege de Biant gefzieren ne Einladung zum Begräbnis durch die den) wird die Leiche zum Tot ge Grabmonumente leistete sich höchstens einer aus dem hunderte gleich geblieben, nachweislich von de zeit her, denn schon der alte römische Schriftsteller Taeitus schreibt:„Bei Leichenbegräbnisen zugchen sie(die darin nur eine Last kur, ay Iungsam aher Betrühnis und Tränen legen sie valo ab, tunguum über Betrübnis id Leid. Dem Weibe geziemt die Trauer, dem Manne die Erinnerung.“„Die Erde möge ihm leicht sein!“ Das war der fromme Wunsch. Besondere Zeit nahmen früher vie Bote spruch; denn eine Einnvunp, anm Seprnzme durch die Post gab es nicht;„Totenbriefe“ waren völlig unbekannt. Die Einladung zur Nachfolge geschah bei Verwandten bestimmt abgegrenzten Bezsrk, 31, dem, der Honpelt eindon#edem die einzolnen Familien wurden geladen. Leichenfeier zuoem dre enzeinen Gumten.Voppet., muit demi(sSgargf ohne segsichen vden, damit aus jedem Hause Zwei Versozrzlchder: steis strenge darauf dehalten, betrat das Haus des zu Ladenden mit den Wor= benutzt wurde, was### schwe früher sogenannte„Mistwagen“, die, blanf. geseg den) wird die Leiche gum Tee gefahren,„Inn höllernen Mantel, Hüwwelspähn hes'n Koppküssen föhrt he ne Kösters Kämpken, wao he ink Greif,öferze werzen von ellt. Sie durften des Morwie denn auch der Wagen n Schmuck blieb. Es wurde gehalten, daß der uralte Leichenweg die Pauluskirche bzw. Johanneskirche.) Geistliche, vornehme und verdiente Personen fanden ihre Grabstätte im Innern der Kirche. Ludgerus, der Missionar des Sachsenlandes und erster Bischof von Mimirgardefort(Münster), war ein entschiedener Gegner der Bestattung in den Gotteshäusern. Er bestimmte für sein Grab in Werden an der Ruhr einen Platz außerhalb der von ihm gestifteten Abteikirche. Nachher aber war diese Sitte doch allgemein üblich geworden. Mit dem Anfang des vorigen Jahrhunderts ist das Begraben in der Kirche, in den Kellern der Klöster usw. verboten, auch das Begraben um die Kirche innerhalb geschlossener Ortschaften mußte eingestellt werden, wie denn auf Anregung der französischen Regierung unter Napoleon das gesamte Begräbniswesen eine große Umwälzung erfuhr. Unter der folgenden preußischen Regierung wurden die Reformen auf diesem Gebiet bis etwa 1850 fortgesetzt und, wo dieses nötig war, mit Zwang durchgeführt. B. MarellrOsterwieck. eerrncder eiiuden sellen. Der„Laudeunschuog,. aug., zs. hngr hielt, dar biez Fealegung Bote) beitat vus Bour ve, u. Luu#,., der Wege natürlich im Laufe der Zeiten häusig einean ni=Lielk nao foalgen Gann und deanu) bi Iv..), Wechsel unterworsen war. So ist es öster vorgeiommen, eradt ert purden de üblichen Grüße gevoetselt, haß man sich einen Weg durch ein Kornfeld bahng. de wurde geio###hn mußte, daß man durch einen total verschlammten Hohlversertigten die juhr obgleich nebenan eine gute Landstraße zum u erst wurden die ütlichen.. pähalsich ug, uan Am zweiten Tage nach dem Toyt wurde geiothnt, mühle, Lug man durch einen die Leiche emgesargz, In Aterer 2Zauershösen 7— weg nuze, Lotztige, enun etur Ppzust, umteree. Nachbarn auch den Sarg. Auf den, Bauernhofen lagen Ziele führte. Der Leichenwagen durste unter keinen zewohnheitsgemäß die Bretter zu diesem Zwecke oft schon, Umständen stillstehen, riß eine Zugkette oder hakte eine eit Jahren fertig.(In Bochum=Laer gab es das noch solche aus, so mußte der Schaden im Gehen beseitigt vor einigen Jahrzehnten.) Schlimmer war es bei ärmeren werden. Sehr gefürchtet waren die„Kreuzwege“, weil Zeuten bestellt. Da brachten die Nachbarn nach Verab= an solchen Kreuzungen böse Geister hausen und allerlei jedung passende Brettstücke mit, oder sie erbaten sich Unheil stiften können. Durch hingelegte oder eingezeichsolche bei einem Bauern. Daß ein solcher Sarg ein nete Kreuze suchte man die Kraft solcher Unholde zi Kunstwerk wurde, wird niemand im Ernst behaupten hannen. e— In dem Pfarrdorfe wurde die Leiche an einem oazu In den ältesten Zeiten wurden auch hohle Bäume, bestimmten Platze abgesetzt und vom Geistliche sesonders Weiden, als Särge benutzi,zgger, man höhlte gesegnet. Einige Nachbarn hoben den Sezgte um Sals Kelicn ad Aesheschelthich elicn eui eaise, caie hescheschee un behen Gaie erihe aeun uge e. ads Ktschesten e alck eaiskescece lsclten des ceascececlschiehe Haube(Mütze); Jünglingerzuschezgsgagen wurde das den landlichen(Requiescat in pace= Er ruhe in Frieden). Gegenden zumeist auf der Tenne, auf welchem Raum der Ausdruck:„Er geht Rip'“, weil die Leute manchmal sich so viele ernste und heitere Begebenheiten im Bauern= die Bedeutung nicht verstanden. Wie der Totengräber, hause abwickeln.„Während der Sarg noch unperschlosser so wurde auch der Geistliche durch Naturalien entschädigt. dasteht, spielten sich früher wohl abergläubische Hand= Ze nach der Größe des Hofes bekam er einen Schinken lungen an der Leiche ab. Man brachte kranke Kinder oder einen„halben Schweinskopf“. geheilt werden sollten. Besonders sollten auf diese Weise Nach dem Begräbnis, sammelteg, sichz die Leidtragenvon den Händen schwinden. Ganz back), Die Hauptsache aber war immer und ist noch jetzt die Schnapsflasche. Die Bauern lieferten bei einem Sterbefall an einen Vorfvauer 22 bis 1 Scheffel,(20 bis 40 Pfund) Weizen. Es wurden daraus„Micken(kleine Absicht wögich. Weißbrote) gebagen und an die Nebenbei sol auch dem Hause allerlei Unbei. Fraheg, dem Heidentum zu überweisen; denn die Heiden stellten lange eine Leiche darin liegt, Steht beispietewenge Brot auf den frischen Grabhügel, damit der Tote in der Leiche während eines Sonn= oder Feiertages über Unterwelt den Höllenhund Cerberus damit besänftigen rden, so wird bald aus dem Hause eine weitere Person, Zöune. Nach der Rückehr aus dem Dorfe werden die 18 Zeitliche segnen. Ein recht schlim graut istlchergein Anverwandten und die nächsten Nachbarn im Trauerauden un ne Beut sagt sick de Döhren harut“, sagt hause zu Mitag und Besper bewirtet. n alter Spruch.„Die Braut hat also mit Ungemach Das schlichte, einfache Holzkreuzleis. vezeigeg, vornd unfrieden im Ehestande zu rechnen. läufig die Stelle, wo man den Loresgrenßen, gugg von Am Begräbnismorgen versammeln sech die Leid= kein Rame, Hie va unten ruht. Grusten, Erbbegräbingen Tischen Kaffee, Stuten und Schinken verabreicht, nisse kannte man früher in ländlichen Kreisen nicht. Auch 19.00 Für den Landwirt. Zweckmäßige Gestaltung des 20.55 Die Welt auf der Schallplatte. Kinder singe indlichen Haushaltes(Divlom=Landwirt Maria Müller) algz.'onzert mit Pablo Casals(Sir Henry Wood) 1920 Zehn Vinuten Suntnachtrichten Pikurd)(Von der Britst Brogdasting Corporation, London. eine Veie in die Volonte(osior, Vonu., 1. Zuerture„Verenter(Hägze., 3, Siuzitse Nr. 35 d don de Aiste du, Loufg, bep, Ebez in. 2. Dur(Haffner=giutonie(z4zats. 8.=zur=chon. So ist es auch bis vor wenigen Jahrzehnten noch in bäuerlichen Kreisen gehandhabt worden. Nach dem Grundsatz:„Die Toten soll man ruhen lassen“, wurde dem Grabe nicht die geringste Pflege zuteil. Das stalk mnete das Grad wichergfinden. Ee st, ale Aisebelknocheneiner Jchchgosaurusgelunden habe der Dichter ein solches Bild gezeichnet, als er die 12.—.—. gauhesisen am Gssseahosen Worte niederschrieb: „Einst auf mein Grab keinen Kranz, keine Blumen, die da welken, nur grünes Gras, dieses Sinnbild der Hoffnung und Auferstehung.“ In früheren Jahrhunderten(bis etwa 1810) wurden die Gläubigen um das Gotteshaus herum begraben; sie sollten im Schatten der Kirche ruhen.(In Bochum erfolgte die Beerdigung um die Propsteikirche und um Bei Ausschachtungsarbeiten um Abstieghafen in Minden wurde der versteinerte Wirbelknochen eines Ichthyosaurus gefunden, dessen Form noch vorzüglich erhalten ist. Die Rippenansätze, die Rückenmarkshöhle und die Kanäle der Nervenstränge sind in allen Einzelheiten klar zu erkennen. Dieser Wirbelknochen wurde laut„M..“ von Arbeitern im Kies gefunden und ist nun dem hiesigen Heimatmuseum zugeführt worden. Was ist das: erden. Auch die Flechten oder die Warzen sollten berührung einer Leiche von den Händen schwinden. Ganz usgestorben scheint dieser Aberglaube auch jetzt noch icht zu sein, wenngleich die betreffenden Personen in rer Absicht möglichst unbeachtet und geheim handeln gien Uff, ist das eine Kälte! Jetzt winterts aber mit aller Macht. Wer eifrig suchte, hat gewiß die ersten Eisblumen bereits entdeckt. Oder sind die hier bebilderten die ersten, die Sie in diesem Jahre sehen? Vielleicht ist es aber gelungen, das Steckbriefbild der kürzlich aus Grönland entflohenen Kältewellen hier abzudrucken. Und da nun einmal der Winter, wenigstens nach der Kälte zu schließen, seinen Einzug gehalten hat, so wollen wir uns gemütlich um den runden Tisch setzen,— bald kommt ja auch der Adventszweig oder=kranz— und wollen uns wie in früheren Jahren, ganz ungeachtet der Kälte, mit Nüsseknacken und Gesellschaftsspielen die Zeit vertreiben. Da kommen wieder die Lottobildchen hervor. Unsex. Bis ist doch wohl keins aus dem Lottotasten.:? Nachher muß einer rausgehen und die übrigen verstecken einen Gegenstand, vielleicht ein Garnknäuel, eine Walnuß, einen Papierballen oder ein geripptes Portemonnaie. Jeder der Tischrunde muß dem Suchenden auf seine Frage mit ja oder nein antworten.„Ist der Gegenstand faltig?“„Ja.“ Ist der Gegenstand aus Gebraucht man diesen Gegenstand in der Küche? Unzählige Fragen stellt der Suchende und aus den erhaltenen Antworten entsteht in ihm das Bild des Gegenstandes. Sehen Sie, solch ein Gesellschaftsspiel ist unsere Preisfrage auch! Stellen Sie eine Frage, so wird sie Ihnen vor unserm Bild beantwortet. So vergnügt sich die ganze Tischrunde mit der.=.=Preisaufgabe. Es werden Wetten mit Einsätzen von Nüssen abgeschlossen, wer wohl die richtige Lösung herausbekommen hat. Dieser Glückliche bekommt dann die meisten und dicksten, und ohen; drein winken ihm ja auch die Preise des„V..“ Drum auf zum muntern Gesellschaftsspiel! bestellen konnte. Die drei Premser: Kurt Phr- uS ELNEZICHUIENE 2 Der Mann, derzerrne ghet sgehrgacht 19.30 Kleine Reise in die 20.00 Von der Flöte zur Pauke(Hans Ebert) 20.30 Reichssendung: Baden(Vom Sudfunk, Stuttg.) Funkstille SSe CIKEE .15 Frau und Recht. Wirlungen der Ehe im einen(2)(Grete Stoffel) .45 Gymnastik für Frauen(Hilde Bremus) 11.10 Schulfunk für Schüler vom 10. bis 15. Lebensihre. Rhythmische Gymnastik(Prof. E. Josef Müller) 11.25 Musikalischer Schu funk für die Oberstufe höh. ehranstalten. Musikinstrumente erzählen von fremden ändern und Völkern(). Von den Harfen der ägypschen Sonnentempel und anderen sonderbaren Saitenistrumenten(Dr. Max Kolinsti)„„„ gem: 12.00 Unterhaltungskonzert der Kapeue Ben Berlin Vom Südfunk, Stuttg.). 1. Russische Fantasie(Grothe). Dort, wo die Wälder grün, Lied u. Csardas(Brodsky). Ist das nicht wundervoll, Foxtrot(Meis!). 4. Parairase über Themen der Operette„Die Fledermaus" Strauß). 5. Was kann so schön sein wie deine Liebe, ngiert von Ben Berlin. 6. Amerikanischer Hot#oxtrot. 7. Humoreske(Dvorak). 8. Einfach fabelhaft. otvourri(Dostal) 6facht) Seins Gokztr 13.00 Mittagskonzert(Eysolot). Heinz Hofacker(Baiion), Begleitung: Grape. 1. Ouverture„Die Regientstochter“(Donizetti). 2. Elsässische Szenen„Masseet). 3. Lieder für Bariton(Loewe), a) Tom der Reimer, zallade, b) Niemand hat's gesehn. 4. Norwegische Rhapodie Nr. 3(Svendsen). 5. Auf einer alten Bank von stein(Pesse). 6. Tanzsuite(Mrazek). 7. a) Stimmungszild(Brusso), b) Im Glockentempel, Studie aus Veking Yoshitomo). 8. Geheime Anziehungskräfte, Walzer Strauß). 9. Jung=Deutsch'and, Potpourri(Weninger) 15.50 Kinderstunde. Das Kölner Hänneschen=Theater übt eine Vorstellung.24„#.“ Wbieren(Wal16.20 Die Welt im Buch. Dichter philosopoieren(Wulter Gizewski). Otto Flake:„Bilanz“— André Gide: „Europäische Betrachtungen— Hans Grimm: Schriftsteller und die Zeit"— Paul Ernst:„Der sammenbruch des deutschen Idealismus“ 16.35 Kinder der Grenze(2)(Schiffers=Davringhausen) 17.00 Besperkonzert. Helene Guermanova(Alt), Toni Faßbender(Violine), Kammerorchester(Hermann Spitz). . Konzert in=Moll(Vivaldi). 2. Zwei Volkslieder: a) Lebensgenuß. b) Der Mai, der lustige Mai. 8. Concerto grosso in=Moll(Händel). 4. Zwei Volkslieder: a) Mein Schatz, der ist auf die Wanderschaft hin, b) Sitzt a klans Vogerl im Tannenwald. 5. Violin=Konzert in =Dur(Handn). 6. Fuge in Es=Dur(Reger) 18.15 Meister des Reiseberichts. Blick auf Sizilien 19.00 Ungedruckte Dichter. Zwei Erzählungen(Wil19.20 Vor allem Gesundheit. Der Familienkochtopf 19.35 Sozialpolitische Tagesfragen. Notwendige Gesetzesänderungen zum Schutze der Jugendlichen vor sittlichen Gefahren(Landesrat Wingender) 20.00 Leichte Musik. Das Orchester des Westdeutschen Rundfunks(Kühn). 1. Cuverture„Die schöne Galathee“ (Suppé). 2. Fantasie aus„Tosca“(Puccini). 8. Melodien aus„Die Geisha“.(Jones). 4. Was die Donau erzählt. Walzer=Potpourri(Morena). 5. Korallenuppen, Polka=Mazurka(Lehar). 6. Mutig voran, Galopp(Joh. 22.30 Tanzmusik aus dem Mayfair Hotel, London (Kapelle Ambrose)(Von der British Broadcasting Corporation. London)„7 4atung.2 22.50 Nachtmusik(uevertragung aus der Charlott Chérie, Köln). Austin Egen, Prul,'Montis, Franz Grothe: die Kapellen: Weber und Gimpel„ Zaudan 23.15 Tanzmusik aus dem Manfair Hoter,##, (Kapelle Ambrose)(Von der British Broadcasting Corporation, London) Pfaff): Bremser, giog,# 21.45 Zigennermusik aus dem Hotel Hungaria, Buda22 45 Nachtmusik und Tanz(Eysoldt) KAI SICNLENE ESEE .05 Morgenkonzert(Schallplatten) .00 Schulfunk(Von der Norag, 990, Schrisunt. 900 Schulfunk(Von der. Rorag, ugmhung,#e meinschaftsprogramm der deutschen Schu intsender, Schüler vom 12. bis 15. Lebensjahre. no ewig ungedeelt. Fahrt durch verlorenes Land(Schulrat Grondahl) 11.25 Schulfunk für die Oberstufe höherer Lehranstalten. Englische Unterhaltung Maurisken Huns 12.00 Unterhaltungskonzert(Vom Banrischen Rundfunk, München) des Scharfschen Konzert=Orchest chael Bayex), 1. Quyerture„Das eherne Pferd,(Auber). 2:„Canto Naestoso, graße Fantasie über#elovien aus Verdis Oper(Weber). 3. Rhapsodie=Moll(Hartung). 4. Dort, wo die Wälder grün, ungarisches Lied und 1300 Mittagskonzert(Wol), gainse alenpase Gachernegl. 3.— Ladgstar(Fhershinz, 4. Melodien aus,„Wenn. ich König wär“(abum;., 5. An der Weser, Lied(Pressel). 6. Variationen über das Volkslied„'s kommt ein Vogel geflogen(Ochs). 7. Ouverture zur Volksoper„Edelweiß,(Komzak). 8 Streifzug durch Johann Straußsche Operetten, Pot15.50 Kinderstunde. Eine Plauderei über Puppen(G Vordemberge) aug 16.35 Pädagogische Führer der Gegenwart(Professor 17.00 Besperfonzert des Orchesters des„Bestzentiächeg Rundfunks(Buschkötter). Dr.„Rggut von Koczalfzi (Klavier). 1. Klavierkonzert=Mou(Chopin). ##. Zauberlehrling(Dukaf). 3. Klavierkonzert=Mol 18.20 Aus Frauenbüchern und Frauenzeitschriften. Bücher für junge Mädchen(Marie Theres van den 19.00 Spinoza zum 300. Geburtstag(Privatdozent 19.30 Wirtschaftspolitische Umschau. Neuere wirtschaftliche und soziale Gesetzgebung im ausländischen Bergbau(Dr. Georg Berger)„ 20.00 Operettenmusik. Das Kleine Orchester des West.05 Morgenkonzert(Schallplatten) .45 Gymnastik für Frauen(Hilde Bremus) 10.10 Schulfunk für Schüler vom 15. bis 19. Lebensseteit bon Mitgliedern Ve.figheischese. Gerig Verin) Schulfunk für Schüler vom jahre. Rhythmische Gymnastik(Prof. Edmund Josef 11.25 Schulfunk für die Oberstufe höherer Lehranstalten. Geheimkulte bei primitiven Völkern(Professor 1200 Unterhaltungskonzert(Welte,Hgesher u n d. Ra. zurka aus„Coppelia“(Pelibes). 3. Ouverture„Der Lellins. 5. Ouverture„Waldmeister“(Sok, Ffrauß). 6 Wo die Zitronen blühscggfosbigr II. Huverture„Herz (Wolff=Ferraris. 3. Zweite Suite aus„Die Arlesierin“ (Bizet). 4. a) Zwei Gitarren, b) Erinnerung aus der 6. Ballettmusik, al raphrase über das Lied„La Paloma“(Dradier=Weninger). 8. Freundschaftsmarsch(Zeh). 15.50 Kinderstunde. Achtung, Puppenmutter! Wir schneidern zusammen mit einer Schneiderin(5) 16.20 Jugendfunk. 1. Ein Fluß wird zum Herzog ernannt. Erzählung von Günther Eich(Rektor Simon) 2. Lehrgang des Schachspiels. Vll. Wie ziehen die Springer? Der Rösselsprung(Lehrer Breuer) Besperkonzert(Erich Kloß)(Vom Bayrischen Rundfunk, München). 1. Ouverture„Die weiße Dame, (Boieldieu)., 2. Zwischenspiel, aus„Notre„Zame“ 8. Menuett aus der Cellosuite 18.20 Künstleriche Frauenberufe. Die Schriftstellerin 19.00 Der Westfälische Lebensraum. Das Jahr des Gartens(Gedichte)(Margarete Windhorft)., ig 1915 Stadt und Land. Zusegafteigeghacht— Sie, Handel, Industrie und Landwirtschagt. Sum.— Sie2000 Worüber man in Ameria spricht(Uebertra. gung aus Newyork) 21.00 Wald und Welt. Josef Eichendorff, gestaltet in seinem eigenen Werk(zum 75. Todestag am 26. No.35 Nachtmusite und Tauo(Ehsoldt) .00 Aus der Arbeit der ländlichen Fortbildungsschule im Kreise Adenau. Der Lehrplan der einzelnen Fächer unserer Fortbildungsschulen und das Untereichtsverfahren(Schulrat Grafen) Ouverture„Die Regiosteme=Orchester 3. Fantasz als„Marisar Gleten, a) Kirschblüte(Albert), b) Roter Mohn(Siede), Scala=Orchester. 7. Melodien aus„Morgen geht's uns gut“(Benatzki), Dajos Bela und sein Orchester 13.00 Mittagskonzert(Wolf). Solistin: Greze, Liglon (Jungmann). 3. Lieder für Sopran: za#t#tgg#e mir im Jugendalanze, spanisches Lies,,„ Schmetterling, Lieder('Albert): Das Mädchen und der#rt### Zur Drossel sprach der Fink. c) Wenn dich die Sorge des Lebens bedrücken, Serenade 5. Träumerei(Bieuxtemps). 8. Siegerin.(Michiels). Ländler(Lanner). 9. Melodien aus„Pariser Leben“ 1435 Wochenendkonzert(Schallplatten) 15.50 Kinderstunde. Wir spielen und singen(Els 16.10 Das Jugendbuch. Bilderbücher für die Kleinsten 16.30 Englisch(Oberstudienrat Prof. Hase) 1700 Besperkonzert des, Manzshgers= Orstieher, „Rheinperle Vonn 1919(Heinrich bcgheri. InererGesellschaftssaal des Bonner BurgerRheinverle“. Bonn 1919(Heinrich tragung, aus vem.Gexeusagggunz des Bonner verein, Popveldorfer Allees. 1. Ouverture„Frühlingszauber"(Dittmann). 2. Abendständchen(Ritter). 3. Aus Vogtlands Wäldern, Walzer(Pöhland ir.). Intermezzo: Das Lied der Völker. Hanni wurtenes (Sopran). 1. Wenn ich ein Vöglein wär'(deutsch). 2. Stanotte(italienisch). 3. Under the Greenwood Tree (englisch). 4. Canto de la Sierra de Cameros(spanisch). 5.’amour de moi(französisch). 6. Old ungarisch), 8. Bicht bersonzenz, auf Pz, Wlüsle imn Charaterstück(Eilenberg=Zolezgnig, 5 Unter der Dorflinde, Potpourri(Ritter). v. Eroumm. 13.9 Sostalboituce Gazsekrsr Hr. Bazosits) de ziehung(Professor Dr. Friedrich Schneider) 19.30 Weltpolitische Streiflichter. Gespräche im 22.50 Nachtmusik. Das Kleine Tonkünstler=Orchester, Köln(Hexmann Spitz) 24.00 Meister des Jazz OPERETTEN-THEATER Ein beisplelloser Eitolg der Uraufführung Täglich.15 Uhr u. L Fohr Hans Heino Wendenhöfer Preise 0,50—2, 50 Mk. Vorverkauf vor- u. nachmittags StadtTheater Bochum Samstag, 19. Nov.: Geschlossen Sonntag, 20. Nov., 11.15 Uhr Außer Vormiete: Vortrag Professor Dr. Witkop (Freiburg) über Gerhart Hauptmann Preise:.30..60 und.— Mk. 19.30 bis gegen 22.30 Uhr In neuer Einstudie. rung! Grüner Ring 2: Florian Geyer Tragödie von Gerhart Hauptmann, Montag, 21. Nov., 16.30—19 Uhr Schülervorstellung: Robinson soll nicht sterben (ausverkauft), Dienstag, 22. Rov., 20—22.15 Uhr C. 10: Die Weber Schauspiel von Gerhart Hauptmann. Mittwoch, 23. Nov., 19.45—23 Uhr Gräsin Mariza Operette von Emmerich Kalman Donnerstag, 24.Nov., 20—22.30 Uhr Vor Sonnenuntergang Schauspiel von Gerhart Hauptmann. Freitag, 25. Nov., 20—22.15 Uhr Aufer Vormiete u. Bühnenvolksbund Serie A: Kanzler in Not Bismarck=Drama von Karl Dankworth Samstag, 26. Nov. 20 Uhr Gastspiel des Deutschen Theaters Berlin! Außer Vormiete: Schauspiel von Gerhart Hauptmann. (Vorverkauf ab Montag, 21. Nov.) Sonntag, 27. Nov., 19.30—22.15 Uhr Außer Vormiete: Die Aungfrau von Orleans Romantische Tragödie von Friedrich von Schiller. Preise:0, 40.— 2, 40 M. Montaa. 28. Nov.: Geschlossen Dienstag, 29. Nov., 20 Uhr In Anwesenheit Gerhart Hauptmanns Zum ersten Male! A. 9: Gabriel Drama von Gerbart Hauptmann. Eterurische Montag. den 21. November. 20 Uhr. Parkhaus: Hans Saressa Aus eidenen Werken. Mitgliedskarten und Einzelkarten b Hengstenberg und an der Abendkasse Reatel Vorein„Junts Bühne Bechum Scor. 1859 Totensonntag, den 20. November 1932, im großen Saale des Evg. Vereinshauses, Mühlenstraße, Theater-Grobaufführung: Die niese Horer nimmerauf. Schausplel in 4 Ahten und einem Vorspiel von Gebh. Schttler Peratiat; Neu tür Bochum. Preise: 1. Sperreits.60/ 2 Sperraits.40 f Balhon.30 Einlaß 7 Uhr Anfang 8 Uhr. Tel. 63872(Tonhalle) Tel. 63872 Das Spitzenprogramm der 2. Novemberhälfte Samstag u. Sonntag(Totensonntag).30 u..30 Uhr OWen-Atrakkchen O Freier Eintritt Kein Gedeckzwang, die ortsüblichen Gaféhauspreise Cheri dieWunderbar Bochums Heute Ballonschlacht, Preistanzen Zillertal der große Stimmungs-Betrieb Tanz Das Ichönfte Fehgeichent tst eine Flurgarder. v. 19 Mk., Bücher schrank v. 32 Mk. an, Vitrine v. 85 Mr., Polstersess. v. 19., Chaiselongue v. 38 Mk., eich. Tisch mit 4 Polsterstühlen v. 86 Mk., Wohnzim.= büsett v. 98 Ml. an. Große Auswahl in einz. Schreibtischen Kleiderschränk,, sow in preisw. Ruchen, Schlaf= u. Wohnzim. im alten reellen Fachgeschäft von Wilh. Schrudde Bochum, Roonstr. 37 Best. über 55 Jahre. Habe ab.=Langendreer(Ladestrang) einige bundert prinia Wechnachts Woche der Hausmusik in Bochum Montan, den 21., bis Freitag, den 25. November. täglich abends 5½ Uar bis 6½ Uhr, im Kaslno, Goethestraße 2. Veranstalter: Die der Arbeitsgemeinechaft deutecher Berutsverbände zur Förderung der Muelkpflege angeschlossenen Bochumer Verbände. Ausführende: Mitglieder des R. D. T.., des St. Orchestere, Schüler der Privatmusiklehrer, der Konservatorien u. Musikschulel Die genaue Vortragstolge wird an jedem Aong### zeden Karten zum freien Eintiltt ein-gager Mheen ie Zahl erhältlich im Planohaus Marte, Prige, Logmanpsche, und in der Geschäftsstelle des R D. P., Nonmannsures Konservatorium. Kortumstraße 93 Café Industrie Heute nachmittag: TANZ-TEE Soontag: Zeitgemäße musikal. Unterhaltung der Sumphoniker- Kapelle Weißenborn Bäume abzug. Anfrag. C. Dri an Lroste,.=Salwey d. Eslohe(Sauerl.) Roparaturen an Damentaschen, Kofsern u. Mappen sowie Extra=Anfert. schnell u. preiswert. Sämtlich. Ersatzteile stets vorrätig. Chem. Lederfärberei für alle Lederartikel. Paul Köllermann, Kortumstraße 36. frühere Friedrichstr. Ruf 68010. 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Sonntat abend 6 Uhr Konvert der SollstenONder-kapolle Schulz Slobers Wenn und Biersladen Inh.: Fritz Waschul, Ecke Rott- und Kortumstr., neben Café Hackert Das vornehme, hehagliche Lokal Schlegel-Pils— Pilsener Urquell Ab 10 Uhr morgens täglich trische Hühnerbrühe Mittagessen von RM..20 an Bis 8 Uhr abends Tasse Filterkaffee„.25 Abends: Unterhaltungs-Musik a ö. Wr er Ir Weschrhte-seheamn eikunschiche. ALLIANZ UND STUTTGARTER LEBENSVERSICHERUNGSBANK AKTIENGESELLSCHAFT Im Restaurant „Lom Riterspielt am Totensonntag die beliebte Kapelle Arthur Groeschler ernste Musik Auf vielfachen Wunsch schon ab heute Die andere Seite Der erschütternde Krlegsfilm nach dem gleichnamigen Theaterstück und Roman von R. C. Sheritt mit Conrad Veidt .15 g.15 g.18 Uhr Der Rächer des Tong Der grobe Ertols .00 Uhr 0.00 Uhr Preise von 40 Pfennig an Fir Tue Die Entwicklung der Gymnastik und Ihre neutige Babagegische Nulgaue Gymnastische Vorführung, veranstaltet von den Mitgliedern des Deutschen Gymnastik-Bundes e. V. Berlin, Ortsgruppe Bochum, und der Deutschen Frauenkultur, Ortsgruppe Bochum. Vortrag: Margarete Schmidts, Essen Praktische Vorführungen: Thea Huber-Oehmen, Martha Kautmann-Gramatzky, Eima Mahr, Gertrud Paß, Gisela Schräder 0 Montag 21. Nov. 1932, 20 Uhr. im Ernst-Moritz-Arndt-Haus, Königsallee Eintrats C, 55 Mark, Schüler C, 50 Mark— Restaurant 65 „Zum Jägerhof Franz Cromer, Dorstener Straße 87 Abheute . Liter Bier 30 Pf. Warum annoncieren Sie noch nicht im B..? Und wenn Sie es schon tun, warum nicht öster? Wo andere verdienen, da können Sie es doch auch Ausstellung von Erzeugnissen aus den Werkstätten der Schule Lcheland Rhön, gr im ganst.eaelssn Montag, den 21. Nov., ab 19 Uur, im arnsi=woriia-Arndt-Haus, Mittwoch, den 23. Nov., 11-14 Uhr und 16-20 Uhr, Im LohelandUnterrichtsraum, Bürohaus, Kreunstraße 10 I Gertrud Pasa Martha Kautmann Konzerthaus Strauch Hernar Straße 83/89 tes. Konzert und Tanz tag: Honzert Wabarsent fürs Auge ist das Prinzip meines Geschäftes. 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Daneben steigen noch drei Kämpfe der Nachzügler aus der zweiten Pokalrunde und eine Reihe von freundschaftlichen Auseinandersetzungen machen die Tageskarte erst einigermaßen reichhaltig. Die Jagd nach den Punkten wird erst am letzten Novembersonntag wieder ein größeres Interesse auslösen, denn an diesem Termin ist so ziemlich alles beschäftigt. Inzwischen werden am 20. November spielen: Meisterschaftskämpfe: Gruppe A: Essen=West 81—„Germania“ Herne BV. Altenessen— Tus. Bochum Pokalspiele: BV. Stoppenberg— Essen 99 „Preußen 07“ Bochum—„Germania“. Bochum „Viktoria“ Dortmund— Dorstfelder SV. Freundschaftsspiele: Schwarz=Weiß Essen—. VfL=Sportfreunde Essen Horst=Emscher— STV. Werne „Union“ Gelsenkirchen—„Schwarz=Weiß" Barmen VfL. Hörde— MBV. Linden Westfalia Herne— SV. Rotthausen Die beiden Punktespiele sind dazu angetan, ein lebhaftes Interesse zu erwecken, denn in ihnen sind drei Einheiten tätig, die Punktgewinne bitter nötig haben. BV. Altenessen— TuS. Bochum ist das wichtigere Spiel. Altenessen hat immerhin aus sieben Spielen noch fünf Gutpunkte retten können und trägt sich mit der Hoffnung, dem drohenden Mißgeschick noch zu entrinnen. Der Haken ist nur der, daß Tus. die Punkte zumindest genau so nötig hat und sich mit aller Energie wehren wird. Obwohl Bochum in fremder Umgebung der moralische Rückhalt der Anhänger fehlen wird, sind die Gäste im Kaiserpark absolut nicht ohne Aussicht. Essen=West hat kaum noch etwas zu erhoffen. Aus der einst so spieltüchtigen Elf ist sehr rasch ein entmutigter Pechvogel geworden, der auch auf eigenem Grund und Boden gegen die Herner„Germanen“ nur eine sehr kleine Chance hat. Herne wird nur dann zu bezwingen sein, wenn man im Essener Westen zu der Form vergangener Tage zurückfindet. Die Pokalspiele werden voraussichtlich„Germania“ Bochum, den BV. Stoppenberg und die Dortmunder„Viktoria" als Sieger sehen.„Germania“ wird von den„Preußen“ nur dann zu schlagen sein, wenn sich die Elf überflüssige Schwächen gestattet. Immerhin ist gerade in solchen Lokaltreffen schon häufig die sogenannte Papierform zu guterletzt nicht maßgebend gewesen und man wird sich auf alle Fälle einen interessanten Kampf versprechen dürfen. Von den Freundschaftsspielen interessieren die Spiele von Werne und Linden, in denen die Bochumer Vereine einen schweren Stand haben werden und das Gastspiel des Meisters aus BergMark,„Schwarz=Weiß" Barmen, bei der Gelsenkirchener Union“. Große Anteilnahme wird auch die Essener Auseinandersetzung zwischen„Schwarz=Weiß" und „VfL.=Sportfreunde“ auslösen, bei der man doch zu „Schwarz=Weiß" halten möchte. In der I. Bezirksklaffe sind zwei seinerzeit ausgefallene Spiele neu angesetzt. handelt sich um zwei Treffer der Gruppe 2, und zwar um: SV. Ehrenfeld— Witten 07 SV. Sodingen—„Preußen“ Steele Trotz Formverbesserung hat Ehrenfeld noch eine gewisse Unbeständigkeit der Leistungen zu verzeichnen. Am Sonntag trifft die Elf auf einen alten Bekannten, der auch schon etwas kann. Ist Ehrenfeld ganz bei der Sache, dann sollte es zu einem Sieg langen. Sodingen ist für die Favoritenmannschaften ein heißes Pflaster, das werden auch die Steeler„Preußen" erfahren. die aber doch beide Punkte mit nach Hause bringen sollten. Die übrigen Spiele der I. Bezirksklasse bringen am Sonntag folgende Paarungen: Gruppe 1: VfR. Sölde— Hörder SC., Tortmund 95— Borussia Dortmund: Gruppe 3: Rheinland Essen— Werden 08, Tura 86 Essen— Karnap 07: Gruppe 4: Union Günnigfeld— Buer 07, Resse 08 — Hüllen 07, Preußen Gladbeck— Gelsenkirchen 06. Die II. Bezirksklaffe holt ebenfalls eine Reihe ausgefallener Spiele nach. Der Totensonntag war unsprünglich terminmäßig frei geblieben, wird aber jetzt dazu benutzt, verschobene Treffen auszutragen. Folgende neu angesetzte Spiele wurden bekannt: Gruppe 1: Sprockhövel— VfL. Winz=Baak, Reichsbahn=TuS.— Weitmar 09, Langendreer 07— Langendreerholz. SV. Herbede— VfB. Werne: Gruppe 2: Phönix— VfL. Herne, Rasensport Herne — Teutonia Riemke, SpVg. Harpen— SC. BochumWest, Hordel— VfB. Börnig. Zwei ausgeglichene Mannschaften stehen sich im ersten Treffen der Gruppe 1 gegenüber, dessen Ausgang offen ist. Im Wiederholungsspiel empfangen die Bochumer Reichsbahner die Weitmarer„Westfalen". Beide Mannschaften zeigten letzthin keine überzeugenden Leistungen. Immerhin sollte es zu einem knappen Sieg für die Gäste langen. Im Langendreerer Lokaltreffen muß man es mit dem Platzverein halten. Die Werner sind in Herbede zu Gast. Sie werden dort beweisen können, daß sie mit zu den Favoriten der Gruppenmeisterschaft zählen. In der Gruppe 2 steht Phönix vor einer schweren Aufgabe. Die Bochumer haben sich bisher recht gut gehalten, und es sollte ihnen bei Einsatz aller Kräfte gelingen, die Herner zu schlagen. Der Tabellenführer Riemke muß nach den Rasensportlern in Herne. Spielerisch sind die Gäste erheblich besser, indessen sind die Gastgeber auf eigenem Platz nicht zu unterschätzen. Die SpVg. Harpen hat den SC. BochumWest zu Gast, der in den letzten Spielen erhebliche Formverbesserung zeigte. Des Treffen in Hordel ist offen. Werks- und Firmenlport Fortsetzung des Fußball=Pokalturniers Die Pokalspiele der Verks= und Firmensportler nähern sich ihrem Ende. Fur Sonntag sind drei Paarungen vorgesehen, und zwar spielen: „Glück=Auf“—„Heico";„Gelsenberg"—„Gabo“; „Constantin"—„Bergmannsheil". Sonntag vormittag hat der Tabellenerste den Tabellenletzten zu Gast.„Heico“ ist in der ersten Spielserie über Durchschnittsleistungen nicht hinausgekommen und wird sich wohl der größeren Spielerfahrung Heute, am Samstag abend, findet die mit großer Spannung erwartete Vorrunde der diesjährigen Gaumeisterschaften statt. Da im Schützenhof schon seit langer Zeit keine Boxveranstaltung gewesen ist, werden sich angesichts der zu erwartenden vielen und ausgezeichneten Kämpfe die Boranhänger Bochums und der benachbarten Städte restlos zu dieser Veranstaltung einfinden. Wie bereits bekannt gegeben wurde, ist das Meldeergebnis mit 82 Bewerbern wohl als eine Rekordzahl anzusehen. Das dürfte ein Beweis dafür sein, daß ein gewaltiger Fortschritt innerhalb der Boxbewegung und im Können der einzelnen Kämpfer zu verzeichnen ist. Ein Beweis für die Tüchtigkeit unserer westfälischen Amateurboxer ist der, daß beim letzten Länderkampf Deutschland—Polen in Tortmund allein vier westfälische Kämpfer die deutschen Farben mit großem Erfolg vertreten haben. Wenn auch gerade bei Meisterschaftskämpfen Ueberraschungen niemals ausgeschlossen sind, so kann man doch die Aussichten für die Kämpfe wie folgt beurteilen: Im Fliegengewicht haben sich neun Anwärter gemeldet. Schon in dieser Gewichtsklasse wird es zu harten Kämpfen kommen. Als aussichtsreichster Kandidat gilt Bregenstroth(Herne 22). Von 60 Kämpfen hat er 58 gewonnen, davon 38 durch.=o. und die übrigen durch Punktwertung. Doch dürften vor allen Dingen Lehrke(PSV. Bochum) und Ruhmann(Astoria Bochum) nicht ohne Aussichten in den Ring steigen. Der Titelverteidiger Kaiser(Gladbeck) muß alle Register seines Könnens ziehen, wenn er seinen Titel behalten willz Im Bantamgewicht wird die Entscheidung 'zwischen Burger(Bottrop), Orlik(Gladbeck) und Ladniak(.=Werne) liegen. Rupietta(Bochum 19) hat. falls er es ernst nimmt, ebenfalls Aussichten. Die Federgewichtsklasse wird mit den für Bochum interessantesten Kämpfen aufwarten. Die alten erfahrenen Kämpfer Jakubowski I(PSV. Bochum), Koch (BSK. 19), Wiesberg(Herne 22) und Pannek(Bottrop), werden für harte und spannende Kämpfe sorgen. Einer der Favoriten dieser Klasse, Jakubowski II,(PSV. Bochum), muß infolge einer Operation auf die Teilnahme verzichten. Im Leichtgewicht dürfte sich Ostkamp(Astoria Bochum) auf Grund seines letzten Erfolges über den bekannten und ausgezeichneten Techniker Schmale (Hagen) durchsetzen. Doch darf man die anderen nicht unterschätzen, denn Leute wie Menne II(Bochum 19), Müller(Schalke 04) und Holl(Herne 22) verfügen über den nötigen Kampfgeist. Das Weltergewicht ist mit 13 Meldungen am stärksten vertreten. Murach(Schalke 04) ist hier der aussichtsreichste Kämpfer, da Strathmann(Herne 22). an der Meisterschaft nicht teilnimmt. Im Mittelgewicht ist der Titelverteidiger Grigo(PsV. Bochum) in seinem Klubkameraden Fritz Piotrowski der schärfste Rivale erwachsen. Ueberraschungen können Richter(Herne 22), Selitsch, Marl und Gurray(Schalke 04) schaffen. Im Halbschwergewicht haben von 11 Bewerbern, Wessoly(Schalke 04), Schlicht(.=Werne) und Ongsiek(Herne 22) die meisten Aussichten. Die Schwergewichtsklasse, die bis heute in der Teilnehmerzahl immer ein Stiefkind war, hat diesmal die Rekordzahl von 9 Anwärtern zu verzeichnen. Einen Favoriten in dieser Klasse zu benennen, ist schwer, Daß gute Amateurveranstaltungen sich immer mehr der Gunst des Publikums erfreuen, hat noch am letzten Sonntag der Boxländerkampf Deutschland—Polen bewiesen. Auch die alljährliche Veranstaltung der Bundesradler am Totensonntag in der Westfalenhalle zu Ehren der im Weltkriege gefallenen Kameraden war in jeder Hinsicht immer ein großer Erfolg für den Radsport. Der Bezirk Dortmund im Bunde deutscher Radfahrer hat auch in diesem Jahre ein Programm zusammengestellt, das sich seinen Vorgängern würdig anreiht. Nach voraufgegangener Heldenehrung tritt der Sport mit den umrahmenden Fliegerwettbewerben in seine Rechte. Im internationalen Fliegerkriterium, betitelt„Kumpmann=Gedächtnis=Rennen", trifft der Olympiasieger, der Holländer van Egmond, und der Franzose Ullrich auf die augenblicklich beste deutsche Sprinterklasse, wie Frach(Breslau), Dritter in der diesjährigen Weltmeisterschaft, Walter(Leipzig), Mitteldeutschlands erfolgreichster Flieger, und die beiden Westfalen, Gaumeister Hasselberg(Bochum), und Ungethüm(Dortmund). Das Rennen ist sehr offen. Interessante Sprinterkämpfe wird es aber auch im Malfahren mit Vor= und Zwischenläufen geben. Lorenz(Chemnitz), Giebler(Stuttgart), Hemmersbach (Köln), Niermann, Wenning und Alberty(Münster), Ilse(Bochum), Hornig(Essen), Schmidt(Herne), des Gastgebers beugen müssen.„Gabo“ trifft auf den Sportverein„Gelsenberg".„Gelsenberg“ hat sich nach schlechtem Start allmählich erholt und wird„Gabo" zur Hergabe des ganzen Könnens zwingen. Der Ausgang des Kampfes ist offen. TuS.„Constantin" erwartet „Bergmannsheil" zum fälligen Pokalspiel. Bei der Mannschaft des Platzvereins haben sich bisher die erwarteten Erfolge noch nicht eingestellt.„Bergmannsheil" stellt eine flotte Mannschaft und wird den Platzleuten den Sieg nicht leicht machen. Freier Deutscher Turnerbund Pokalturnier des Händlersportvereins Der Händlersportverein Bochum veranstaltet in der Zeit vom 21. November bis einschließlich 3. Dezember ein Pokalturnier. Folgende Paarungen sind ausgelost: 21. November:„Lohmania“ Hamme—„Jahn“ Hofstede; 22. November:„Blau=Weiß". Altstadt—„GutHeil" Bochum; 24. November:„Schwarz=Weiß" Bochum —„Sportfreunde 31“ Bochum; 25. November:„GutHeil"—„Frisch=Auf" Altenbochum. da sich das Können der Kämpfer auf gleichem Niveau bewegt. Ortsnachbarn im Kampf BSV. Werne 30— Lütgendortmund 25 Diese beiden Ortsnachbarn treffen sich am Sonntag abend im„Ständigen Ring“ der Werner zu einem Revanchekampf. In beiden Mannschaften stehen hervorragende Kämpfer, die in früheren großen Begegnungen ihre Boxkunst zur Genüge beweisen konnten. Beide Staffeln haben in ihren letzten Kämpfen ihre gute Form gezeigt. Folgende Paare werden kämpfen: Papiergewicht: Mündelein II(.)— Göbel(.); Bantamgewicht: Gajewski(.)— Gunrem(.); Federgewicht: Ladniak(.)— Linscheidt(.); Leichtgewicht: Basty(.)— Prüssing(.), Grote(.)— Koch(.); Weltergewicht: Mündelein!(.)— Konrad I(.), Höflich(.)— Konrad II(.); Mittelgewicht: Preuß(.)— Sisilski(.); Halbschwergewicht: Schlicht(.) — Münzer(.). Am Sonntag ein Boxklubkampf zwischen„Boxring 29“ Bochum und„Faustkämpfer“. Bochum=Langendreer Am morgigen Sonntag abend veranstaltet der„Boxring 29“ Bochum einen Vorklubkampf gegen„Faustkämpfer" Langendreer, die eine sehr gute Mannschaft stellen. Da auch die Bochumer mit verstärkter Mannschaft in den Ring treten, wird der Abend im Zeichen hochwertigen Sportes stehen. Die beiden Hauptkämpfe, die im Leicht= und Mittelgewicht, verdienen besondere Beachtung. Die einzelnen Paarungen sind: Beyer (Langendreer)— Korte(B. 29) im Bantamgewicht; im Federgewicht Roschoreck(Ladr.)— Geronzy(B. 29); im Leichtgewicht Groß(Ladr.)— Beckmann(B. 29); weiter im Leichtgewicht Zimmermann(Ladr.), Kreismeister 1932— Kirstein(B. 29); Schürmann(Lgdr.)— Damaschke(B. 29) im Weltergewicht; ebenfalls im Weltergewicht Rabenort(Ladr.)— Schneider I(B. 29); im Mittelgewicht Klostermann(Ladr.)— Wilimeick(B. 29); im Halbschwergewicht Dolle(Ladr.)— Labahn(B. 29). Außerdem gibt es zwei Paarungen im Jugendpapiergewicht. „Punching“ Bochum in Aachen Der Boxklub„Punching“ Bochum weilt heute in Aachen, um einen Klubkampf gegen den dortigen BSK. „Helios" auszutragen. Die erfolgreiche Bochumer Mannschaft steht vor einer sehr schweren Aufgabe. „Helios“. Aachen ist die stärkste Mannschaft des ersten Kreises im DAsV. und wird sich den Sieg so leicht nicht nehmen lassen.„Punching“ Bochum wird in stärkster Aufstellung antreten. Am Buß= und Bettag bestritten mehrere Kämpfer von„Punching“, bei einem Sportfest in Steele die Hauptkämpfe. Schmidt(.) schlug Koszowski(Steele) hoch nach Punkten; Huskotte(.) kämpfte mit Pilgrim(St.) unentschieden; Wittich(.) hatte den mehrfachen Deutschen TASV.=Meister Klöckner(Oberhausen) zum Gegner und wurde nur knapp nach Punkten geschlagen. Walter(Ickern), Knops und Arndt(Krefeld) und Clausmeier, Siebelhoff, Sagurna, Groß, Lindemann, Kretschmer, Fliegen, Schäfer, Streng und Schneider (Dortmund) erwartet man von den rund 90 gemeldeten Fahrern im Vordertreffen. Das Hauptrennen des Tages bildet jedoch neben dem Fliegerkriterium Zwei=Stunden=Mannschaftsrennen um den Heldengedenkpreis. Von den 40 gemeldeten Mannschaften sind nach reichlicher Siebung 16 erfahrene und erprobte Paare ausgesucht worden. Die Starterliste umfaßt folgende Namen: Klaver=Fliegen(HollandDortmund), Giebler=Neumann(Stuttgart=Dortmund), Alberty=Grothus(Münster), Stupp=Küster(Köln), Knops=Arndt(Krefeld), Ilse=Hornig(Bochum=Essen), Frach=Tillmann(Breslau=Dortmund), Walter=Bröcking (Leipzig=Dortmund), Niermann=Wenning(Münster), Garbe=Fiedler(Lünen), Ungethüm=Siebelhoff(Dortmund), Clausmeier=Sagurna(Dortmund), KretschmerSchmidt(Dortmund=Herne), Schneider=Figay(Dortmund), Schäfer=Thiele(Dortmund), Lindemann=Groß (Dortmund). Aus den Radsportvereinen RSC.„Mifa“. Bochum 27. Die Fahrer des RSC. „Mifa“ trelfen sich am Sonntag, 20. November, morgens 9 Uhr, zu einer Wanderfahrt nach Bossel. Treffpunkt Vereinsheim Fr. Ranft. Weltmeilter in Bochum Das Gaftspiel der Ungarn Szabados und Bellac Mit dem Gastspiel der Ungarn Szabados und Bellac am Sonntag erlebt Bochum eine Sensation auf diesem neueren sportlichen Gebiet. Die Ungarn sind wahre Virtuosen des Tischtennis, und ihrem Spiel zuzuschauen, ist ein besonderer Genuß. Schmetterbälle meterweit hinter dem Tisch werden von diesen Tischtenniskünstlern noch erfolgreich„verarbeitet“, und die Bochumer Spieler, die im Einzel und Doppel gegen die Ungarn antreten können, werden ebenso wie alle anderen Freunde dieser Sports viel Gelegenheit zum Lernen haben. Zweifelsohne wird dieses ungarische Gastspiel am Sonntag nachmittag viele Zuschauer ins Parkhotel„Haus Rechen“ ziehen, zumal die Tischtennisweltmeister, die in Fortsetzung ihrer Reise von hier nach Schweden fahren werden, so bald für Bochum nicht wieder zu sehen sein werden. Gencralprobe der Turner zum Kunstturnen Rheinland— Westfalen Der Turnkreis Westfalen=Lippe der Deutschen Turnerschaft führt am Samstag in Münster sein letztes Probeturnen für den am 11. Dezember in Dortmund stattfindenden Kunstturnkampf Rheinland— Westfalen durch, zu dem folgende Turner antreten: Trostheim (Dortmund), Klinger(Schwerte), Grüdelbach(Klafeld), W. Platzek(Tamde. Bochum), Seidler(Dortmund), Lorsbach(Eichen), Stutte(Eichen), Eichhoff(Lüdenscheid), E. Kargol(Tamde. Bochum), Wagner (Plettenberg), A. Kargol(Tamde. Bochum), Rammelmann(Werl), Stracke(Eichen), Fink(Herford). * Keine Spiele der Turner anläßlich des Totensonntags. Am morgigen Totensonntag finden im Turnkreis Westfalen=Lippe und überhaupt in der ganzen Deutschen Turnerschaft keine Pflichtspiele statt. Der Spielbetrieb ruht am Sonntag vollständig. Mageres Programm im WSV.=Handball Das Programm im Handball=Lager ist nach Beendigung der meisten Punktespiele recht mager. Meisterschaftsspiele gibt es nur noch in der Gruppe A. Aber auch hier steht der Meister bereits fest, so daß die Punktespiele kaum irgendwelchen Einfluß haben. Am Sonntag gibt es folgende Spiele in der Meisterschaft der Gruppe A: STV. Werne— Polizei=SV. Bochum, und in einem Gesellschaftstreffen TuS. Bochum— „Union“ Gelsenkirchen. Der Polizei=SV. trägt damit sein letztes Punktespiel aus. Die Werner sind in letzter Zeit stark aufgekommen und der Gruppenmeister hat nur dann Aussicht auf Gewinn, wenn er mit stärkster Mannschaft antritt. Die Tus.=Leute haben sich einen guten Gegner aus Gelsenkirchen verpflichtet, gegen den sie kaum bestehen sollten. Bochumer Hockcy „Rot=Weiß“. Dahlhausen— Steeler Hockey=Klub Die Dahlhauser erwarten zum Rückspiel den Steeler Hockey=Klub mit der ersten Damen= und der zweiten und dritten Herrenmannschaft. Ueber den Ausgang der Spiele herrscht kaum Unklarheit. Die Steeler werden gewinnen, ob aber in derselben Höhe wie im Hinspiel, bleibt abzuwarten. Ein großer Ringerabend der Freien Sportvereinigung Bochum(Abteilung Kraftsport) Heute abend tritt nach längerer Pause die Freie Spertvereinigung Bochum(Abteilung Kraftsport) wieder mit einer großen Veranstaltung vor die Oeffentlichkeit. Das Programm weist besonders auch sportliche Artistik auf. Neben der Expanderriege, Akrobaten, Jongliertrio, Keulenriege und Iin=Jitsu=Kämpfen gibt es Ausscheidungskämpfe mit folgenden Ringern: Merchel(Bochum) gegen Wieseler I(Bochum) und Krause (Bochum) gegen Krödel(Bochum). Merchel und Krödel müßten der Form nach Sieger bleiben. Hauptereignisse des Abends sind die Herausforderungskämpfe. Im Fliegengewicht ringt Alberts(Langendreer) gegen Radzanowski(Bochum), Kreismeister 1932. Im Leichtgewicht treffen sich die beiden guten Techniker Striepen (Dorstfeld) und Mette(Bochum). Werbniek(Brambauer), Kreismeister 1931, gegen Tognino(Bochum) heißt die Paarung im Mittelgewicht. Im Schwergewicht ist Schinski(Erkenschwick), dritter Kreismeister 1932, ein gleichwertiger Gegner für Nürnberger(Bochum). Vom Turf Enghien, 18. November 1. Rennen: 1. Noli Tangere(Bonaventure), 2. Fortunio, 3. Souki. Toto: S. 65, Pl. 21, 18, 69. 2. Rennen: 1. Pricard(Lock), 2. Friponnet, 3. Le Boulanger. Toto: S. 29, Pl. 16, 39. 3. Rennen: 1. Gypsy(Bagniard), 2. Virgo, 3. La Richardaise. Toto: S. 216, Pl. 55, 29, 23. 4. Rennen: 1. Veneration(Burotti), 2. Brasier, 3. Flavignac. Toto: S. 27. Pl. 15. 20, 35. 5. Rennen: 1. Port Royal(Dubus), 2. Moisan, 3. Galvandeur. Toto: S. 28, Pl. 17, 15. 6. Rennen: 1. Le Ludion(Brierre), 2. Triplicata, 3. Zeralda. Toto: S. 56, Pl. 20, 22, 22. Unsere Vorauslagen Krefeld, 20. November 1. Rennen: Selim— Franziskus. 2. Rennen: Oh Des— Weidmannsheil. 3. Rennen: Gemse— Osterfreude. 4. Rennen: Landesfreund— Liebeszauber. 5. Rennen: Missouri— Volumnius. 6. Rennen: Hagestolz— Dachsbart. Auteuil, 20. November 1. Rennen: Jojo— Petit Luc; 2. Rennen: Halbblutrennen; 3. Rennen: Houetteville— Fol Amant; 4. Rennen: Port Said— Premier Janvier; 5. Rennen: Prophete— Gin Fizz II. wichtige Sporiachridhten Heute abend 7 Uhr im Schützenhof F Boxen O Vorrunde der Gaumeisterschaften 1932/33 des Hellweg=Emscher=Gaues im Westf.=Hessischen Boxverband. Etwa 25 Kämpfe. a 8064 VVERTMOBEPES BIESEN PAEISEN!! 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Die Delleil Böker kampfenl in der Vorrunde der Hellweg-Emscher-Gaumeisterschaften heute in Bochum Halselberg gegen Weltklaffe Auch Ilfe(Bochum) bei den großen internationalen Amateur-Radrennen in Dortmund ein Gglrdllhe beschwerden ohne äußere Merkmale sind sehr verbreitet, die Leidenden wissen nicht, daß es eine einfache sichere Hilfe gibt. Der gummilose Kompreß-Strumpf „GRAZIANA: Evangelischer ostvreußischer Gebetsver. Predigt: 10: Hochami mit Prediat:.30“ rin Bochum, Weilenbrink 12: Sonntag 2: Andacht. Versammlung im Konsirmandenzimmer. Hl. Kreuzkirche. Ab.30: BeichigeAnbäck:...uu mi Bredigl: 230! sestseter. Donnerstag.15: Bibelerklärung. Herz=Jesu Kirche Hamme..30: Messe: —Bochum=Engelsburg, Beisaal: Jeden.30: Austeilung der hl. Kommunion; Sonntag abend 8: Evangelisation. Jeden§: Messe mit Predigt:.30: Hochami mit Dienstag abend 8: Bibelbesprechung.— Predigt; 11: Messe mit Predigt;.30: Bochum=Hamme, Glückausstr. 33: Freitag Andacht. nachm. 4: Bibelstunde für jedermann. Dreisaluigkeitskirche, 7: Messe: 8: Christl. Verein junger Männer, E.., Messe mit Predigt: 10: Hochami mit Königsallee 40: Sonntag.50: Antreten Prediat:.30: Andacht. zum Gottesdienst. Donnerstag 20.15: Franziskuskirche Bochum: Riemte. Bibelstunde. Dienstag 20.15: Im Kreis.15; Messe; 7 15,.30: Messe mit Preum die Bibel. Dienstag 20.15: Bibel= vigt..30: Hochamt mit Predigt: 11: stunde für die Schülerabteilung. Mitt= Messe mit Prediat:.30: Andacht. woch 20.15: Oeffentliche Bibelstunde für Herz=Jesu=Kirche, Boch.=Hordel,.30: Männer und Frauen. Montag 20.15: Messe; 8: Messe mit Prediat: 10: HochGebetskreis. samt mit Prediat:.30: Andacht. Bochum=Altenbochum. Totensonntag St.=Anna=Kirche Bochum West. Ab 6: Frühgoitesdienst, P. Görtz;.45: Haupt= Hochamt mit Prediat:.30: Andacht agnesdtenst, V. Sassenberg: 11: A0/2.;.30,.45; Messe: 9: Kindermesse: 10: in der Kirche, P. Sassenberg, anschließend Hochamt mit Predigt:.30: Andacht. Beichte und Feier des hl. Abendmahls. Bochum=Laer. Ab.33, Beichigelegene Mittwoch 8: Bivelstunde im Kindergarten deit:.303,Ps B½g. In 4½, 10: Sochiße. Freitag 8: Bivelbesprech, amt mit Preoiar:.50: Andacht. Scartc(für jünge Männer n eppendorf. Zung= Bochum=Gerihe St. Elligcenz.7. beseitigt alle Beinbeschwerden. männer=Abteilung Weitmar=Mark: Mitt=.30: Messe: 10: Hochami mir Breviolt Piebleierne Schwere. Mücktgbeit,(Eog,päuner: Zünglingsverein Bären= Hiltrop=Bergen, 3. vI. Josepo. 730: Schwellungen usw. und macht dorf=Süd: Dienstag 8: Bibelbesprechung Messe mit Predigt: 10: Hochamt mit Beins wrcder tuno Er de“ für die Jugendabteilung. Weitmar=Mark: Br Gogz; 3. Leirhen,# un itwoch 8: Bivelstunde. g. Messe. 10: Hochami m Bochum Engelsburg. Totensggrigg.): Andache.“ 90che imeldung zum hl. Abendmah:„.:] Franziskuskirche..=Weitmar. wie Schi die Beine wieder zung. Er is leicht, porös, unsichtbar. Wer Beinschmerzen hat, machegleich einen Versuch. 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Messe mit Fredigt:, 9: Bochum Leimwezex grgengs: Bach; für die böheren„Schrlen: 10: Hochamt Heuptgotesdienst in der Sigz., veg digt: 14.30: Andacht mit Aissevzugg und Kraemer(Kirchenchor)(anschl. Feier des(gtramentalem Segen: 15.15: Taure: der Wegescheid.45: Bach(Kirchenchor): 19.30: Vortrag des Jesuttenvaters Klein. 262, in der alirche 11.30: Kraemer, Iwi.— Sonstige Hemeinden Totenfest, 20. November 1932. Evg.=Luther. Kreuzgemeinde Bochum, zkirche Hamme Gahlensche Straße Gemeindehause 11.15: Bach; Vorbereitung für den KGD.: Mittwoch 8: in der Xa Eran=Ilhe 4 a; Wegescheid, Freitag 8: i. Gemeindehause. Pranz Eile XSeung;, Totengedenkister, au# dem ** gerieooor., Zibelstuggen:„tenstgg. 8: Krenzkirche wamme, Guhlensar Struge a Manerkahlen von Zeche Engelsburz oder Männerbibelkreis. Mittwoch 8: Bibel= 146: Sonntag vorm..30 auf dem Fried1d magernunten von Zeche Morzensonne stunde an der Maarbrücke. Donnerstag 8: hof in Hamme Totengedächtnisfeier, Pf. 2 Authrasit von Zeche Langenbrahm oder Gemeindebibel= und Gebetsstunde im Ge Stallmann: 10: Hauptgottesdienst, 1a Hnintattt von Zeche Gotttried Wilhelm meindehause. Kerle: 11.30: Kindergottesdienst. Mitta Unionhrikofts auch sachweise, la Wohlfahrt- Bochum=Harpen. Totensonntag.30; woch abend 8: Christenlehre, Pf. Kerle. Ja unichotikeid und Erwerbalosenkohlen[Beichte: 10: Totengedenkfeier und hl.— Gemeindeheim, Lutherhof: Sonntag Oskar-Hoftmann-Str. 46. Rut 666 18 Abendmahl, Paulmann; anschl. Feier auf nachm. 3: Posaunenchor, Männerverein dem Friedhof:.30: Beichte und Abend= und Jungmännerverein:„Antreten zur mahlsfeier: 5: Gottesdienst, Leich. Teilnahme an der Heldengedächtnisfeier Bochum=Hiltrop Bergen. Totensonn= auf dem Friedhof in Hamme. Montag tag 10: Gotteszsenst, anschl. Beichte und abend 8: Jungmännerverein. Feier des hl. Abendmahls(Mitwirtung avend 8: Kirchenchor. Tonne Donnerstag tag 10: Pirsch:“ 8GX: Totensonn= ub Gp, Hutcher.(assusher.) Gemeinden r Ihre Wohnung, Taufstunde: 6: Liturg. Gottesdienst mit Bochum: 1. Gemeinde: Bochum. Außerstsolidege: Heic: f dmahlsfeier, Mühge, Dibergstraße 52: 10: Predigtaottesdienst, cheitet, im Kleng(geichte und Abendmgunde im Kinder= Fuperintendent Ziemer. Mittwoch 16.35: erbenten im rg Donnerstag.s: Bibelst gizch Freitag Unterricht: 17.45: Frauenvergizr.,— weich und schön, garten niemter Straße,#Telidg 2 Gemeinde: Bochund Hamme. Kirche am AI. Spielart lesch“ /8: Vorbereitung für den KOv. Jung“ Hindenburgplatz:.30: Predigtgottesmännerverein: Dienstag 8: Bibelbesprech, Hienst. P. Greve: 11: Feier auf dem Jungmädchenverein II: Donnerstag 8: Friedhofe: 3: Jungmädchenverein: 6: Bibelstunde. Putensanntag 9: Abegdmahlsgottesdienst. V. Fritze. MonDienstag 8: JungKrn Gottesdsenst, anschl. Beichte und abend 8: Jungmännerverein. Dienstag Feier des hl. Abendmahls(Mitwirkung abend 8; Kirchenchor. Donnerstag nachdes Kirchenchors). Freitag 8: Bibelstunde, mittag 3: Frauenverein. ein Schmuckstlich wrinrewondung, in Kirche die Spielart leicht und perlend. Das ist Roth a Junius- Qualität! Mit einem solchen Instrument zu mustzieren macht Freude. De üben Ihre Kinder gern und machen schnelle Fortschritte im Klavierspielen. Dabei sind Roth& Junius-Klaviere so preiswert. Roth& Junius-Kleviere sind durch PianeGeschälte nicht zu beziehen. Schreiben Sie holstraße 20. I9lelch. sbschnelden. und. einuchletten..— Senden Sie mir kostenlos und unverbindlich Ihren Kalalog nebst Preisliste, LielerurgsBochum=Uemminseg#ztg# tag 8: Mädchenchor, Hienstag 8: Vorbereitung zum Abendmahl:.30: männerverein im Turmeimmer. MittGottesdienst mit Abendmahlsfeier, Krom= woch 7: Bibelstunde: 8: Kirchenchorberg. Donnerstag 18.30: Bibelstunde in übung. Donnerstag 3: Frauenverein im Querenburg. Saal. Bochum Wwerne. Sonnt zerggtieghseust: Conntag 13 20: Sonntagsschule: 15: Predeshelb direht an die Fabrik in Hlagen. Bahu(gottesdienst: 11.15:°#2r-Piturgischer digt: 18. d“ Konnerstag 19: 12.15: Kirchentausen; 5: Liturgischer gor: 18: Elternabenv. Tonnerstag 19; Gottesdienst mit anschl. Beichte u. Feier Erbauungsstunde. des hl. Abendmahls. Neuapostolische Gemeinde. GottesKreta. Sonntag 10: Gottesdienst; dienst: Bochum, Rheinische Straße 7: 11 15: Kindergottesdienst Sonntag vorm. 9. nachm. 4, Mittwoch Bochum=Langendreer. Sonntag 7 Uhr: ghends 8 Uhr, Bochum=Langendreer. bedingungen und Konstruktions- Broschüre. Morgenwache;.45: Beichte:.30: Got= Wallbaumweg 58: Sonntag vorm 9, tesdienst(hl. Abendmabl): 11.45: Kir= nachm. 4, Mittwoch abends 7 Uhr. BoName:*** chentaufen: 12: Kindergottesdienst im chum Langendreer, Bömmerstr. 3: SonnOrt Gemeindehaus: 6: Liturg. Gottesdienst tag nachm. 4, Mittwoch abends 7 Uhr. Imit anschl. Ahendmahlsfeier.. Bochum=Laer, Werner Hellweg 13: Sonn= Straßee#oessogss““ Linden..30: P. Bäumer(Mitwir= tag vorm. 9. nachm. 4, Mittwoch abends U. e 118 kung des Kirchenchors); anschl. Beichte u. 8 Uhr. Bochum=Linden, Kesterkamp 49a: Abendmahlsfeier: 11: Kindergottesd.: Sonntag vorm 9. nachm. 4, Mittwoch .44-bienft der=garg#lischen 12: Taufen; nachm. 5: Liturg. Andacht, abends.30 Uhr. Bochum=Weitmar, KelGoltesienn der onnnndtischen P. Weber(Mitwirkung d. Kirchenchors); lermannsweg 51: Sonntag vorm. 9, Vollesvienn der Ebungeniche anschl. Beichte und Abendmahl.„ nachm. 4. Mittwoch abends 8 Uhr. BoGemeinden Dahlhausen..30: Sup Neuhaus chum=Weitmar, Wirtschaft Lohrmann, Gemeinde(Mitw. d. Kirchenchors); anschl. Beichte Hattinger Straße 312: Sonntag vorm. 9, Totenfest, 20. November 1932. und Abendmahlsfeier: 11: Kindergottes= nachm. 4. Mittwoch abends 8 Uhr. BoSammlung für die Armen unserer Ge= dienst: 12: Taufen: nachm. 5: Liturg. chum=Riemke, Auf dem Dahlacker 42: meinde. Andacht, P. Germann.„ Sonntag vorm 9. nachm. 5. Mittwoch Christuskirche:.45: Liz. Dr. Siebold Bochum=Stiepel. Sonntag(Totenfest) abends 7 Uhr. Bochum=Gerthe, Kirchbar(Christuskirchenchor), mit Vorbereitung.30; Gottesdienst und Abendmahlsfeier pener Straße 69c: Sonntag vorm..30, und Feier des hl. Abendmahls: KGD. im Lutherhause, Pastor Husemever; 10: nachm. 4, Mittwoch abends 6 Uhr. Bo11.15: Matthien;.15: Liturg. Feier= Gottesdienst und Abendmahlsteier in der chum=Hordel, Fichtestraße 1: Sonntaa stunde, mit anschl. Vorbereitung und Kirche, Pastor Lohmener; 10: Gottes= vorm 9, nachm. 4. Donnerstag abends Ehren= dienst in Buchholz. Pastor Kramm::/6 Uhr, Bochum=Kornbarpen Auf der Gottesdienstl. Feier auf dem Friedhof in Prinz 135: Sonntag vorm. 9, nachm. 4, Feier des hl. Abendmahls, Dr. berg. Friedenskirche:.30: Klose mit Vor= Stiepel, bei ungünstigem Wetter in der Tonnerstag abends 6 Uhr. Wannereitung und Feler des bl. Abendmahls, Kirche, Pastox, Husemener, Bivelstunden: Eigel, Königstr. 21: Jonntag, vorm.* bereitung und Feiex des bl. Abendmahls, Kirche, Pastex, Husemepregung: Eickel, Königstr. 21: Sonntag vorm. 9. Mitwirkung des Friedenskirchenchores; Dienstag 5 Uhr am Schrick: Tienslad nachm 4, Mittwoch abends 6. WanneK62. 11.15: Winnacker. 18.30 Uhr im Lutbergzzusg,„Junggessuhr; Röhlinghausen, Füsilier= u. Kurfüisten„Kutherkirche:.45: Matthien(Luther= Haar! Dienstag.30 Uhr. Jungmänner: 4 gpsutimachg: vorm. 9. nachm de#hendmohg.“ vereine: Dorf: Mittwoch 8 Uhr: Haar:] Kirche Jesu Christi der Heiligen der Pauilusrirche: 8: Liz. Dr. Siebold: Mittwoch 8 Uhr:„Lonnerstag Turnen. Letzten Tage. Sonntag vorm. 10: Sonn.30: Schmidt II(Pauluskirchenchor), mit Frauenchor Sggezigzggnger#tge.30 Uhr. tagsschule: abends 7: PredigtversammVorbereitung und Feier des bl. Abend=[KI'“.21 ggn#“% ensonntag:.30: M1.9, Voget Hachemer ggihshe 30. Kirchenchor#- T 4 0; lung., Fathilzuggsverein: Mittwoch 7. Bochum Hg##gen gra## 10 45: 8.: Verl.=Lokal: Bochum, Ratyausplatz 9. Gottesdienst. P. Abendroth: z ra#en Oekumenisch(kath.) apostolische Kirche, mahls. Johgun=Aticm dienst mit Vorhbl. Abendmahls, Schneider: KGD. 11.15; dienst, P. Höfter. Donnerstag 8; Pibe denrict. stunde im Kindergarten Wahthauser 8: Epangelisation, Krankenhauskapelle:.30: Winnacker, T gatten(Heh“ Friedensrirche:.30: Gottesdienst der Evangelischen Geinneskirche: 9: Masur. Gottes= 11.45: Tausen: nachm..30: Ausgglz#g: Bochum. An der Landwehr 11. Sonntag mit Vorbereitung und Feier des zum Abendmahl; 5: Abendmahlsggizer abend.30 Uhr: Liturgischer Gottesndmahls, Schneider: KGD. 11.15: dienst, P. Höfter., Donnerstag 8: Bibel; dienst mit Predigt. Donnerstag abend 5: meinschaft in Bochum und Witten BoV: chum, Auferstebungskirche, Alleestr. 48: Wbendmahbtsk. Seier des Ve grubaonesdtenst. B. Biouer“ Pigad, Sontag 815: Mänierger: 930: gosi: 930: Dlaton B. Müller: 3: Tausen,., Fer,„slie gesdienst, Pred. Haug: 11: Sonntagsacc, schule: 18: Predigt: 19.30: JugendVerschtsgesängnig; 8: Klose.„ siev.„Kayelle zu Höntrop: 11:„Rlug verein. 4edigt:“ 19.30: Jug 6. Pfarrbezirk(Gemeindeh.): Sams= Ev. Krankenhaus: 10: Hausgottesorenn. Gottesdienst der Epangelischen ja abend 8: Evangelisation. Sonntag V. Bonne. Gemeindehaus Leithe;, 19; meinschaft in Bochum und Witten. tag abend 8: Evangelisgtlon,„Sguntgs P. Bonne. Gemeindehaus Lettvr;, 1: meinschaft in Bochum und Witten, Bofrüh 8: Gebetsgemeinschaft; 11.30: KGD.; Hauntgottesdienst. V. Heuser: 11.15; chum, Auferstehungskirche, Alleestraße 48: abends 8: Evangelisation. Mittwoch:K69.— Die Amtswoche vom 20. bis Sonntag vorm,.15: Männerchor:.30: Gemeindehthalstunde[26. November hat P. Heuser. Gottesdienst, Prediger Haug: 11: SonnGattogdianst der hathalischon tagsschule: nachm. 6: TotengedächtnisGollesbienn der Ruthblischen feier: nachm..30: Jugendverein. Mittwoch 8: Bibelstunde. Donnerstag nachm. Ermeinden[.30: Frauenverein: abends 8: Gemischt. den 20. November 1932.(Chox., Freitgg abends 8: Gebetsstunde. 4: Propsteikirche..30,.45: Messejz3:: Sonintag vorm. 10: Gebetsstunde: : Krmnesatenm= Wre pign. 99.30: Aindacht. 1: güsgendbereln. Tonntersigg abende s: Gemeinbebiberstunde.„### g.#el. 10. Pfarrbezirk: Donnerstag 8: Bibelstunde. Castroper Straße 235. Bibelstunden: Mittwoch 8: Gemeindehaus am Moltkemarkt. Mittwoch 8: saal Tirgte 25. Donnerstag,8: Lebr:] Sonntag, den 20. Rovember 1932. ziui Frievenskirche: 8: Vereinsoaus; 8:„#onntag, den 20. November 1932. Kleinkinderschule, Fahrendeller Str. 14. " Bochum=Wiemelhausen, Melanchthon: Totensonntag.30: Engelbert: 10: Altbüler(Abendmabl): 11.30: keine Tausen: Christ König Kirche, 6: bl. Messe odne Pibelftunde: elr,„äatienscheis, Lismarg31.30: kein K62.:.15: Totenseier auf Pindegrieß; piz, Messe mit Pig: Hochami str. 34, bei Herrn Hardt: Jeden Diens* Friedbof in Wiemelbausen, Engelbert., mit greissgz. 1. Tesi. hi. Resse: 14.30; tag abend 8: Bibelstunde. Jugendbund für entsch. Christentum, Ziudérandach: sakramentalem Segen: Freie evangel. Gemeinde, Rottstr. 28a; Pslauchthonkirche, Sonntag 15.15: Teil= 30.“grgäzgiht mit satrunten. S6en: Sonntag 9 30: Bibelbesprechstunde: 11: Luhme u. Mitwirk. an der Totenseier auf 20: Rosentranzandacht.„Sonntagsschule: 6: EvangelisationsverErm Wiemelhauser Friedhof. Mittwoch Marienkirche. 6: Messe:.15,.30; sammlung. Montag 8: Cborprobe. Mitt20: Bibelbesprechung für Männer und Messe mit Predigt:.30: Hochamt; 11:swoch 8: Bibelstunde. Donnerstaa 8: Frauen. Meise mit Predigt:.30: Andacht. Jugendverein.— Gerthe. Gerther Straße Bochum=Wiemelhausen, Petrikirche:] Antoniuskirche. 6: Messe: 8: Messe 10: Sonntag.30; Prediat. Dienstag Totenschonntag 10: Gottesdienst, unter mit Predigt:.30: Hochamt mit Prediat:.45: Bibelstunde: 8: Jugendverein. Mitwirkung des Gemischten Chores; an-[11: Messe mit Predigt:.30: Andacht. 1. Baptisten=Gemeinde: Immannels. schl. Beichte und hl. Abendmahl, Reckert:! Meinolphuskirche..30: Messe:.30; kirche. Hermannshöhe 21: Sonntag.30: 3: Totengedächtnisfeier auf dem Friedhof Messe mit Predigt:.45: Schülermesse: Bibelstunde. Prediger Janssen: 11: Sonnin Querenburg, Niedermeter. Mittwoch.45: Hochami mit Predigt: 11: Kinder= tagsschule: 16: Predigt. Predig. Janssen: 5: Bibelstd. in Querenburg, Platenius, messe: 11.45: letzte Messe. 17.30: Gemeindestunde. Montag die Freitag 8: Vorbereitung für den KGD., Josephskirche..30: Messe:.30,.45: Freitag, jed. Abend 20: Evangelisations= Platenius. Messe mit Predigt: 10: Hochamt mit vortrag. Evangeltst Sondheimer.— GeBergmannsheil: Dienstag.30 Uhr: Predigt: 11.15: Messe mit Predigt: meindesaal Hamme Hoffteder Str 131: Sassenberg.(.30: Andacht.„„„„„„ Sonntag.30: Bibelstunde: 11: SaonnEvanaelische Jugend“. Bochum=Alt= Klosterkirche. 5. 6: vl Messe: 7: Sing= tagsschule: 19.90: Geistl. Gesangaufführ. kadt. Mühlenstr. 25: Freitag 20: Bibel= messe: 8: Sinamesse mit Prediat:.15:— Gemeindesaal Bärendarf, Galdhammer stunde. Moltkemarkt: Freitag 20: Bibel= Schülerinnenmesse:„10.30: Hochamt; 5: Straße 17: Sonntag.30: Bibelstunde: stunde. Predigt, Andacht:.20: Männerandacht 11: Sonntagsschule.— Gemeindesgaf Blaukreuzverein Bochum, Mühlenstr. mit Predigt,„„„ Wberne, Am Born 4: Sanntag.30: Donnerstag 8: Gebets= und Bibel=! Livoriuskirche Ab.30: Beichtge= Albelstunde: 11: Sonntagsschufe: 16: besprechstunde. legenheit: 7: Messe:.30: Messe mit Predigt. Dienstag 20.15: Bibelstunde. 144 10 Anden Steraussrrac Aatter Glch RelnngVorkutt. Beim Geschirraufwaschen genügt ein Teekoffel snn) für eine normale Aufwaschschüssel. So ergiebig istes! Tag für Tag nimmt sie zum Aufwaschen das, womit schon Großmutter sich behalf. Tag für Tag quält sie sich ab, fettiges Geschirr wieder blank zu kriegen. Wie gut könnte sie es haben, wüßte sie von(ii)’s Zauberkraft! Mit einem Schlage ware sie alle Reinigungssorgen los! Mit einem Schlage käme Licht und Glanz in die Wohnung. Und sie wäre um Stunden früher fertig. Denn(ivi) säubert unerhört schnell, ist immer auf dem Posten und— was die Hauptsache ist— billiger! F e Hergestellt in den Persilwerken. 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November 1932 Viriate 53 Heute vormittag 11 Uhr verschied nach kurzem, schwerem Leiden meine herzensgute Frau, unsere treusorgende Mutter, Schwiegermutter und liebe Schwester. Schwägerin und Tante Prau Wilientmertenng Im Alter von 68 Jahren. geb Nagel In tiefer Trauer im Namen aller Hinterbliebenen: Privatier Wilhelm König Friedrich Wilhelm König Emmy Vogelsang geb. König Altred Vogelsang Bochum-Gerthe, den 17. November 1932. Die Beerdigung findet am Sonntag. dem 20. November 1932 nachm. 3½ Uhr vom Trauerhause, Bochum-Gerthe, Castroper Hellweg 515. zum Friedhot Castrop statt. Trauerteler im Hause ½ Stunde vorher. Allen, denen aus Versehen keine besondere Nachricht zuging. diene diese als solche. Ich habe dich je und je geliebt, darum habe lch dich zu mir gezogen aus lauter Güte. jer. 31. 3 Im stillen Frieden und festen Glauben an ihren Erlöser starb heute morgen .40 Uhr meine gute Tochter, unsere herzliebe Schwester. Schwägerin, Tante und Nichte Eise Wiegand Im Alter von 31 Jahren. Um stille Teilnahme bitten die trau ernden Hinterbliebenen: Gustav Wiegand nebst Angehörigen Bochum, Versmold, Dutsburg, Mülheim. Essen, Herne und Kassel, den 18. November 1932 Die Beerdigung findet am Montat dem 21 No vember, nachmittags 3¼ Uhr, vom Augusta-Kranken haus aus statt Trauerteier daselbst ¼ Stunde vorher. Von Belleidsbesuchen bitte Abstand zu nehmen Allen, denen aus Versehen keine besondere Nach richt zuging, diene diese als solche Nachruf! Nach kurzem. schwerem Leiden verschied am 17. November 1932 der Abteilungsvorsteher Heit Heinrien Einsleider im Alter von 49 Jahren. Wir verlieren in dem Verstorbenen, der seit 1903 in unseren Diensten stand, einen pflichttreuen und fleißigen Beamten und Mitarbeiter, dem wir stets ein ehrendes Gedenken bewahren werden. Bochum, den 18. November 1932 Die Verwaltung und die Angestellten der Ruhr-Knappschaft Für die uns in so überaus reichem Maße erwiesene Anteilnahme beim Hinscheiden meines lieben Mannes, unseres guten Vaters, sagen wir allen, besonders Herrn Ptarrer Reckert für die trostreichen Worte, herzlichen Dank Frau Hedwiß Meng und Kinder Bochum, Im November 1932 Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme beim Hinscheiden meines lieben Mannes, meines guten Vaters sagen wir unseren innigsten Dank Familie Parzani Bochum, den 18. November 1932 Nuhergenöhnich billiges Angebot .-Ledersols u 31.00 Chalselongue" 29.00 Couch 45.00 Polstersessel" 18.50 Herrenz Ische. Eiche 29.50 Vitrinen. Eiche 29.50 Bücherschränke. Eiche.. 4 29.50 Flurgarderoben. 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November 1932. nachmittags 2¼ Uhr. tritt der Verein zur Tolengedschtnis-Feier Im Artilleriehelm Balkenhol, Klosterstraße 33, vollzählig an. Es ist Ehrenpflicht, daß jeder Kamerad zur Stelle iet. Der Vorstand Bochum, Kortum- Ecke Harmoniestr. Bochumer Krleger- und Landwehr Verein 2 Bezirk Montag, 21. Nov. 8332 Beerdigung des Kameraden Heinr. Einstelder Antreten 8¼ Uhr vormittags im Vereinslokale Märker, Ferdinandstraße. Der Verstorbene hat den Feldzug von 1914•18 mitgemacht WT Trauring in d. Innenstadt a. Donnerst. verloren E. L..P. 30. 10. 28. Wiederbr. erh. Bel. Buselohstraße Armbanduhr am 29. Okt., abends, auf der Kortumstr., Brückstr., Dorstener Str., Blücherstr. verloren. Geg. Belohn. abzugeben Blücherstraße 9, parterre. Gelinde abführend u. wassertreib, entfernen sie die Harnsäure aus dem Körper. Ganz überrasch. Erfolge werden berichtet. 1 Schachtel(ausreichend f.-2Monate) M..50. Nur in Apoth. Herst. u Vers.: Schünzenapoth„München, Sc sitzenstr. 2. 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Kundgebung des Evangelischen Beamlenvereins der am Mittwoch abgehaltenen Versammlung des Evangelischen Beamtenvereins wurde bei der Besprechung eines Artikels im„Evangelischen Beamten“: „Die Beamtenpolitik des Zentrums im Bereich des Preußischen Innenministeriums“ über die Imparität bei der Besetzung von Beamtenstellen auf dem Gebiet des Strafvollzuges in der Preußischen Justizverwaltung lebhafter Protest erhoben und in einer Entschließung an die Verbandsleitung festgelegt. Aehnliche Beschwerden bestehen auch in der Rundfunkfrage. Es wurde dann folgende Entschließung angenommen: „Die heute im Evangelischen Vereinshaus in Bochum versammelten Mitglieder des Evangelischen Beamtenvereins Bochum und Umgegend e. V. haben mit Entrüstung von den Ausführungen in der Zeitschrift Der evangelische Beamte“, über die Beamtenpolitik des Zentrums im Bereich des Preußischen Innenministeriums Kenntnis genommen. Der Evangelische Beamtenverein bedauert es aufs tiefste, daß eine derartige Benachteiligung der evangelischen Beamten innerhalb einer preußischen Verwaltung eintreten konnte. Die evangelischen Beamten verlangen nicht, daß die katholischen Beamten benachteiligt werden, müssen aber mit Entschiedenheit verlangen, daß entsprechend der konfessionellen Zusammensetzung der Bevölkerung die Belange der evangelischen Beamten wahrgenommen werden. Wir werden in dem Kampf um die evangelischen Belange nicht nachlassen und fordern deshalb die Beseitigung der in dem Artikel gerügten Zurücksetzung der evangelischen Beamten.“ Attuelle Fragen des Staates und der Wirtschaft Vortrag in der Verwaltungsakademie Bochum Mit dem Vortrag„Die Reichsverfassung im Spiegel neuzeitlicher Reformbestrebungen“ des Universitätsprofessors Dr. Neuwiem(Münster) eröffnet am Donnerstag, 24. November, die Verwaltungsakademie „Industriebezirk“, Bochum eine Vortragsreihe über aktuelle Fragen des Staates und der Wirtschaft. In dieser Vortragsreihe werden Universitätsprofessor Dr. Peters(Berlin) über„Verwaltungsreform und Kommunalverfassung" am Dienstag, 6. Dezember, und Staatssekretär a. D. Professor Dr. August Mürler(Berlin) über„Krise und Reichswirtschaftspolitik em Mittwoch, 14. Dezember, sprechen. Die Vorträge finden abends 8 Uhr im Vortragssaal der Verwaltungsakademie, Wittener Straße 61, statt. Morgen, Sonntag, kein Parkhaus=Konzert. Morgen, Totensonntag, fällt das Parkhaus=Nachmittagskonzert des Städtischen Orchesters aus. Aus der evangelischen Gemeinde. Die Evangelisation im Gemeindeheim Dibergstraße 46 schließt am Samstag und Sonntag mit den beiden Themata:„Die Not der Juden und die Not der Judenfeinde.(Samstag) und„Wann werden wir satt werden?(Totensonntag)— Der Kindergottesdienst in der Christuskirche beginnt am Totensonntag wegen der an die Hauptgottesdrenste sich anschließenden Abendmahlsfeiern erst um 11½ Uhr.— Die Totenfeier auf dem Friedhof beginnt morgen nachmittag um.45 Uhr auf dem oberen Teil des Friedhofes, eingeleitet durch Choräle des Posaunenchores.— Der Evangelische Kirchenchor I blickt in diesem Jahre auf einen 40jährigen Dienst zurück. Am Sonntag, 27. November(1. Advent), will er diesen Tag festlich begehen, nicht durch einen besonderen Festakt, sondern durch einen rechter Kirchenmusik geweihten Tag. Morgens findet ein adventlich gestalteter Festaottesdienst statt, gehalten von dem Vorsitzenden des Kirchengesangvereins von Westfalen, Superintendent Torhorst(Hamm), des Abends um 6 Uhr ein Festkonzert in der Kirche. Heldengedenkfeier auf dem Friedhof in BochumHamme. Die Vereine treten morgen nachmittag um 3 Uhr auf dem Amtsplatz an. Am Kriegerdenkmal und auf dem Friedhof werden Kränze niedergelegt. Die Gedenkrede auf dem Friedhof halt Pfarrer Greve. Vorträge der Hammer Männerchöre umrahmt sie. den Abschluß bildet der Zapfenstreich mit Gebet. Kriegsopfergedenkfeier. Der Reichsbund der Kriegsbeschädigten und Kriegerhinterbliebenen, Ortsgruppe Bochum, veranstaltet auch in diesem Jahre eine Kriegsopfergedenkfeier am Sonntag, 20. November, vormittags 10 Uhr, in der Lichtburg. Autobusverkehr zum Friedhof Blumenstraße. Am Totensonntag wird in den Nachmittagsstunden=zum Friedhof ein verstärkter Verkehr eingelegt. Die Wagen fahren 20, 40 und an vollen Stunden ab Hauptbahnhof. Haltestellen sind am Rathaus und am Schwanenmarkt eingerichtet. Im Bedarfsfalle wird auch am Vormittag der planmäßige Verkehr verstärkt. Schutz der Gas= und Wassermesser gegen Frostgefahr. In einer Bekanntmachung in dieser Nummer rat das Städtische Beleuchtungs= und Wasserwerk, die Gas= und Wassermesser vor Frost zu schützen. Vermißt. Seit dem 8. November wird die Hausangestellte Klara Singer geboren am 12. Februar 1915 in Bochum, zuletzt in Bochum, Vereinsstraße 27, vermißt. Beschreibung: 1,60 Meter groß, hellblonder Bubikopr, bleiches, rundes Gesicht, graue Augen, vollständige Zähne. Bekleidung: blauer Hut, brauner Mantel mit abgetragenem Pelz, blaues Seidentrikotkleid, braune Strümpfe, schwarze Lackschuhe. Mitteilungen über den Aufenthalt der Vermißten nehmen sämtliche Polizeiund Landjägereidienststellen entgegen. Schwere Karbidexplosion. Am Freitag abend hatte sich amAlten Markt der Arbeiter Wilhelm St. von der Mauritiusstraße seine Fahrradlampe mit Karbid nachgefüllt. Beim Anzünden explodierte der Behälter, wobei sich St. schwere Verletzungen im Gesicht und an beiden Handen zuzog. Ein Arzt leistete die erste Hilfe. Raubüberfall in Bochum-Werne 125 RM. erbeutet. Auf einen Versicherungsagenten wurde am 17. November, gegen 18.30 Uhr, auf dem Gehöft eines Landwirts an der Werner Straße von einem unbekannten Täter ein Raubüberfall verübt. Der Täter streute ihm Pfefferin die Augen, versetzte ihm einige Schläge in die Magengegend und entriß ihm die Aktentasche mit Papieren und 125 RM. Der Ueberfallene mußte sich in ärztliche Behandlung begeben. Motorrad-, Aulo- und andere Unfälle Das fünfjährige Töchterchen einer Familie von der Hedwigstraße wollte am Freitag nachmittag an der Dorstener Straße, kurz vor der Eisenbahnbrücke, den Fahrdamm überschreiten. Das Kind lief hinter der Straßenbahn noch vor einem Radfahrer her. In diesem Moment kam ein Motorradfahrer herangesaust, das Kind wurde erfaßt, etwa 5 Meter mitgeschleift und dann überfahren. Die Kleine wurde mit einem Personenkraftwagen sofort zum nächsten Arzt geschafft. Es hatte schwere äußerliche Verletzungen davongetragen. — Ein Zusammenstoß zwischen einem einspannigen Pferdefuhrwerk und einem Kleinkraftdreirad ereignete sich am 17. November, gegen.10 Uhr, auf der Kanalstraße vor dem Hause Nr. 64. Beide Fahrzeuge wurden leicht beschädigt.— Am 17. November, gegen.45 Uhr, erfolgte auf der Westfälischenstraße. Ecke Oskar=Hoffmann=Straße ein Zusammenstoß zwischen zwei Pferdefuhrwerken. Ein Pferd wurde derart verletzt, daß es mit Hilfe eines Transportwagens fortgeschafft werden mußte.— Auf der Königsallee, Ecke Oskar=Hoffmann=Straße, erfolgte am 17. November, gegen 19 Uhr, ein Zusammenstoß zwischen einem Personenkraftwagen und einem Motorrad. Der Beifahrer erlitt leichte Hautabschürfungen.— Am Freitag morgen fuhr auf der oberen Wittener Straße ein Motorradfahrer aus Essen, als er im rasenden Tempo in die OskarHoffmann=Straße einbiegen wollte auf einen dort haltenden Gemüsewagen. Der Motorradfahrer schleuderte über die Maschine hinweg und kam auf die Straße zu liegen. Er erlitt eine gefährliche Armverletzung. Sein Mitfahrer trug Fleischwunden im Gesicht davon. Ven Erabtenen Stadtteil Laer Kaninchenzuchtverein„.=Laer 1916“. Im Vereinsheim Heinrich Burkhardt, Dannenbaumstraße 52, fand die diesjährige Lokalausstellung, verbunden mit Produktenschau und Gratisverlosung, statt. Es standen 140 Tiere aus 22 verschiedenen Rassen zur Schau. Wilh. Reinmöller errang die beste Gesamtleistung und erhielt dafür ein schönes Diplom, ebenso wurde Jos. Arendt für das höchstpunktierte Tier ein schönes Diplom verliehen. Unter den ausgestellten Produkten(Mäntel, Pelze, Läufer usw.) befanden sich auch die ersten Arbeiten der Frauengruppe des K8V.„.=Laer 1916“ Einige Züchter gaben dann der Veranstaltung durch einige Gesangvorträge den würdigen Abschluß. Theaterverein„Fidele Brüder“, Bochum=Laer. Der Theaterverein„Fidele Brüder", Bochum=Laer, Mitglied des Reichsverbandes für Volkskunst, Volksbildung und Jugendpflege, eröffnete den Reigen der diesjährigen öffentlichen Winterveranstaltungen am Buß= und Bettage mit einem Theaterabend im Saalbau des Lokales Moller. Zur Aufführung gelangte das von Karl Sieber verfaßte vieraktige Volksschauspiel„Muttertränen". Die packende, wirklichkeitsgetreue Darstellung der Muttertragödie hinterließ einen tiefen, nachhaltigen Eindruck. Stadtteil Langendreer Stahlhelm, Ortsgruppe Somborn. Am 13. November fand eine gut besuchte Pflichtversammlung statt, die durch den Führer eröffnet wurde. Des sich zum 18 Male jährenden Todestages des heldenmütigen Freiwilligen=Korps von Langemark wurde durch Erheben von den Sitzen gedacht. Nachdem dann organisatorische Fragen und solche des Wehrsports behandelt waren, erteilte der Führer dem Kameraden Oberstleutnant a. D. Adriani das Wort zu einem Vortrage über„Aufbau und Wesen der Artillerie vor dem Kriege. In vortrefflicher Sachkenntnis schilderte er die Entwicklung der leichten und schweren Waffe seit dem Jahre 1850. Eine lebhafte Aussprache schloß sich an diese Ausführungen an. Verein kaufmännischer Grubenbeamten. In der letzten Versammlung sprach nach Erledigung des geschäftlichen Teiles der erste Verbandsvorsitzende Schulze (Essen) über die Knappschaftslage. Bevollmächtigte des Verbandes weilten zur weiteren Verhandlung in Berlin. Im Verlauf der Versammlung wurde vom Bezirksvereinsvorsitzenden ein Ueberblick über die Verbandslage und Tätigkeit der Hilfskasse zur Unterstützung erwerbsloser Kollegen gegeben. Auch war der Bericht über die Sterbekasse des Verbandes sehr zufriedenstellend. Katholischer Frauen= und Mütterverein St. Bonisatius. Am Donnerstag nachmittag wurde im Grollmannschen Saale ein froher Nachmittag abgehalten. Nach herzlichen Begrüßungsworten der Vorsitzenden, Frau Rektor Schüngel, sprach Pfarrer Aufenanger einige herzliche Willkommgruße. Nach abwechselnden Darbietungen und Deklamationen von Kindern der Mitglieder begann das Kaffeetrinken. Dann hielt Pfarrer Aufenanger eine Ansprache über die christliche Familie. Eine sinnvolle Deklamation„Jetzt gilt es“ leitete zur Wiedergabe kleinerer Theaterdarbietungen über, die wahre Beifallsstürme hervorriefen. Stadlteil horpen Bezirksverbandsausstellung und Pelzschau. Die Bezirksverbandsausstellung und Pelz=(Produkten=)schau im Bunde deutscher Kaninchenzüchter findet am Samstag und Sonntag im Saale des Wirts Stratmann statt. Es nehmen 12 Vereine teil. Geflügelzuchtverein„Volkswohl“ Harpen. Im Vereinslokal Loebel fand eine gut besuchte Monatsversammlung statt. Die Ausstellung soll am Samstag, 14., und Sonntag, 15. Januar 1933, im Saale des Vereinslokals als allgemeine Schau abgehalten werden. Freundschaftssingen. Der Quartettverein„Sangesgruß“ Harpen veranstaltet am Sonntag, 27. November, bei Stratmann ein Freundschaftssingen, an dem sich zehn benachbarte Vereine beteiligen. Stadtteil Gerthe Silberhochzeit. Am Montag, 21. November, begehen die Eheleute Heinrich Brust und Frau Thekla, geb. Beckmann, Schwerinstraße wohnhaft, bei bester Gesundheit das Fest der silbernen Hochzeit. In hohem Alter. Friedrich Wieskämper, Auf dem Hundell 36, kann am Montag in seltener Frische seinen 82. Geburtstag feiern..121 Elternbeiratssitzung. In der Schule an der Heinrichstraße hielt der Elternbeirat eine Sitzung ab, worin die Verteilung der Gelder der eingeleiteten Winterhilfe besprochen wurde, die einen über alles Erwarten günstigen Verlauf hatte. Der Elternbeirat der Schule wird dadurch in den Stand gesetzt, den ganzen Winter hindurch täglich 24 Kindern 1/4 Liter Milch und eine Micke zu verabfolgen. Das Lehrerkollegium und die Elternschaft haben bei diesem Werk Hand in Hand gearbeitet. Patronatsfest der katholischen Gemeinde. Am Sonntag begeht die St.=Elisabeth=Pfarrei Bochum=Gerthe zum 20. Male die Feier des Patronatsfestes der hl. Elisabeth. Um 10 Uhr findet in der Pfarrkirche ein feierliches Levitenhochamt mit Festprediat statt. Verkehrsunfall. Ein Motorradfahrer aus Castrop hielt gestern um 11 Uhr mit seinem Rade vor der Wirtschaft Pantring und war im Begriff, sein Rad zu wenden. Im gleichen Augenblick nahte ein Personenwagen aus der Richtung Bochum, der das Motorrad streifte und eine kurze Strecke mitschleifte. Der Motorradfahrer und die auf dem Sozius sitzende Dame kamen zu Fall und trugen arge Fleischwunden davon. Beide wurden dem hiesigen St.=Maria=Hilf=Hospital zugeführt, konnten jedoch nach Anlegung von Verbänden wieder entlassen werden. Stadtteil Hilirop Hochbetagt. Der Invalide Heinrich Voß, Straße 310, feiert am 25. November seinen 71. tag. 9jadlteil Horde! Hiltrover . Geburts Festfeier des Elisabethvereins Hordel. Im überfüllten Saale der Hordeler Gemeindewirtschaft Gräwe veranstaltete der Elisabethverein am Donnerstag nachmittag eine Festfeier zu Ehren seiner Patronin. Nach einleitenden Musikstucken sprach die Vorsitzende, Frau Beiske, Worte herzlicher Begrüßung. Deklamatorische und musikalische Tarbietungen leiteten über zu der Festansprache von Pfarrer Fröhlich. Er bat die Anwesenden, auch in diesem Winter mitzuhelfen, Sonnenschein in die Familien und Häuser der Armen zu bringen. Die Theaterabteilung unter der Leitung von Fräulein Trimborn, die aus Mitgliedern der Jungfrauenkongregation bestand, wartete mit mehreren Aufführungen auf, die bei den Besucherinnen vollen Anklang fanden. So nahm das mit gemeinsamem Kaffeetrinken verbundene Fest einen recht schönen Verlauf. Persönliches. Der langjährige Dirigent des evangelischen Kirchenchores, Rektor Balcke, erachtete es nach den seit kurzem bestehenden persönlichen Differenzen für zweckmäßig, von dem Chorleiterposten zurückzutreten. Stadtteil Weitmar Heldengedächtnisfeier auf dem evangelischen Friedhof Bochum=Engelsburg. Die Feier, in deren Mittelpunkt die Gedachtnisrede von Pastor Volkenborn steht, wird umrahmt von Vorträgen des Posaunenchors und des Männergesangvereins„Liedertafel". Liturgische Totenfeier in der evangelischen Parfarere kirche. In der evangelischen Pfarrkirche findet am Totensonntag, nachmittags 5 Uhr, die alljährliche liturgische Totenfeier statt, zu der die Gemeinde eingeladen ist. Die Chöre der Gemeinde haben ihre Mitwirkung zugesagt. Durch Kohlenoxydgas verunglückt. Ein Unfall, der dem Betroffenen beinahe den Tod gebracht hätte, ereignete sich am Donnerstag abend in einer an der Hattinger Straße gelegenen Wohnung. Dort hatte ein junger Mann, Josef., in seinem Zimmer den in demselben aufgestellten Ofen erstmalig wieder in Benutzung genommen und stark eingeheizt, um sich alsdann zu Bett zu legen. Als einer seiner Brüder einige Zeit später in das Zimmer kam, fand er es raucherfüllt und den jungen Mann betäubt vor. Ursache war eine Kohlenoxydgasvergiftung, deren Folgen jedoch nach kurzen Wiederbelebungsversuchen glucklicherweise beseitigt werden konnten. Stadtteil Linden-Dahlhausen Meister„Lampe“. Manche Leute behaupten:„Im Stadtteil Linden=Dahlhausen gibt es keine Hasen mehr. Das scheint aber doch anders zu sein, wie folgendes Vorkommnis beweist. Kommt da am hellichten Tage vor kurzem über die Lewacker Felder Freund Lampe gegangen. Mit großer Gemütsruhe spaziert er über die Lewacker Straße durch die Durchfahrt eines Hauses in den Garten, um sich dort am Kohl gütlich zu tun. Als ihm der Kohlbesitzer das Naschen mit dem Knüppel austreiben will, nimmt Lampe Reißaus und springt in mächtigen Sprüngen über die Feldflur nach dem nahen Wäldchen, wo er in Churs Busch im Gesträuch verschwindet. Stadtteil Stiepel Totenfestfeier. Die Totenfestfeier der evangelischen Gemeinde auf dem Friedhof in Stiepel wird nicht um 3½ Uhr, sondern um 3 Uhr beginnen. Gefallenen=Gedenkfeier. Am Gemeindehaus veranstaltet Sonntag nachmittag 5 Uhr der Reichsbund der Kriegsbeschädigten eine Heldengedenkfeier. Die Ansprache hält Godschikowski.„ Von der Wallfahrtskirche, um Montag wiro das Fest Mariä Opferung in der W..“ zet keiarlich##el. festlich begangen. Morgens amt, nachmittags 2 wird der Feiertag mit beschlossen. Aus dein Nachburgrotet Stadttreis Wanne-Eicke! Generalversammlung der Wanne=Eickeler katholischen Elisabeth= und Müttervereine. In drei eindrucksvollen Massenversammlungen hielten am Mittwoch etwa 1500 Mitglieder der St.=Elisabeth= und Müttervereine der südlichen und westlichen Stadtgebiete Rückschau auf die segensreiche karitative Arbeit des verflossenen Jahres. Im Volkshaussaal in Röhlinghausen wurde die Versammlung von Pfarrer Patrzek mit einem Mahnwort zu tatkräftigem Wirken im Dienste der Karitas eröffnet. Anschließend gab der Pfarrer den Jahresund Kassenbericht. Der Verein hatte im Laufe des verflossenen Geschaftsjahres eine Einnahme von rund 2625 RM., eine Ausgabe von 2666 RM. Seine Mitgliederzahl betrug 741.— Der Elisabethverein von St. Marien, Eickel, hielt seine Generalversammlung im Lokale Lönsmühle ab. Pfarrer Hönninger gab den Jahres= und Kassenbericht, der zugleich ein Bild der zunehmenden Not gibt. Der Rückgang der Beiträge, die nur 1815,17 RM. erbrachten, gegen 2486,25 RM. im Vorjahre, ist hierfür bezeichnend. Auch mit den geringen Mitteln wurde viel Segen gestiftet.— Am gleichen Nachmittag hatte auch der Mütter= und Elisabethverein der St.=Josephs=Pfarre, Wanne=Süd, unter Führung des Dechanten Luft seine Getreuen im Lokale Franke versammelt. Die Jahresrechnung für 1931 schließt ab mit einer Einnahme und Bestandsresten von 1480,59 RM. und einer Ausgabe von 1287,76 RM., weist also einen Ueberschuß von 192,83 RM. auf. Anschließend fand die Generalversammlung des Elisabethvereins statt. Die veröffentlichten Zahlen gaben ein erfreuliches Bild karitativer Hilfsbereitschaft. Aus dem Fenster gestürzt. Einem schweren Sturz aus dem Fenster erlitt gestern nachmittag das etwa 5jährige Söhnchen der Eheleute Heinrich S. aus der Mittelstraße, als es ein Körbchen in die Wohnung tragen wollte und am Fenster das Uebergewicht bekam. Mit schweren Verletzungen mußte das Kind dem Krankenhause zugeführt werden. Die Betten in Brand gesteckt. Am 17. November, gegen 23.15 Uhr, zündete ein Mieter einer Wohnung eines Hauses der Herzogstraße seine eigenen Betten an. nachdem er vorher mit seiner Frau eine Auseinandersetzung gehabt hatte. Das Feuer wurde von den Hausbewohnern gelöscht. Personen sind nicht verletzt worden. Es ist lediglich kleiner Sachschaden entstanden. Der Täter, der sich nach Anlegen des Feuers entfernt hatte. wurde am nächsten Morgen festgenommen. Klein=Gartenbauverein Röhlinghausen. Im vollbesetzten Vereinslokal Stücke hielt der Verein seine Jahresversammlung unter Leitung des Vorsitzenden Schreck. Der Kassenbericht wurde genehmigt. 19 KleinGartenfreunde wurden ausgenommen. Der Verein zählt über 60 aktive Mitglieder. Die Vorstandswahl ergab 1. Vorsitzender Lehrer Witke, 2. Aug. Müller, Kassierer Lüning, Schriftführer Napierski und Gartenobmann Vogt. Stadttreis Wattenscheid Büygerschützenbund Westenfeld 1893. In der Monatsversammlung erstattete der Vorsitzende Zellmann Bericht über die Vorstandssitzung. Vier Neuaufnahmen konnten getätigt werden. Beschlossen wurde, eine Sonderkasse einzurichten, damit verstorbene Mitg teder mit Musik beerdigt werden können. Ferner beschloß man, im Anschluß an die Dezemberversammlung ein Preisschießen zu veranstalten. Die Generalversammlung der Interessengemeinschaft findet am 27. November statt. Werkzeugdiebstahl. In der Nacht zum 18 November brachen Diebe in eine Schmiedewerkstatt in der PapenKirg ein. Gestohlen wurden Werkzeuge, wie; ein Schraubstock mit 150 Millimeter Backenweite, eine Stahlsäge von 35 Zentimeter Länge, eine Bohrwinde mit verstellbarer Knarre, Kugellager mit Spannkopf„Primus" u. a. m. Kraftwagen beraubt. Aus einem auf der Günnigfelder Straße stehenden Kraftwagen aus Osnabrück wurden am 17. November, gegen 18.30 Uhr, Speck und Wurstwaren gestohlen. Der Kraftwagen war abgeschlossen. milder, aber regendrohend Wetterbericht der Essener Wetterwarte vom 18. Nov. Unter dem Einfluß des mit seinem Kern über der Ostsee liegenden Hochs trat heute wieder Aufheiterung ein. Der Luftdruck fällt jetzt über ganz Nordwesteuropa. Damit wird die Kaltluftzufuhr bei nach Süden drehenden Winden zunächst abgeriegelt und die Temperaturen werden ansteigen. Doch ist zugleich Bewölkungszunahme zu erwarten. Vorhersage für Samstag: Schwache, um Süd schwankende Winde. Zunehmende Bewölkung und später vereinzelt etwas Regen. Milder. Kein Nachtfrost mehr. Wahrscheinliche Weiterentwicklung: Bei südwestlichen Winden Bewölkungszunahme und milder Regen. Das Wetter der kommenden Woche. Ueber dem Ozean liegt von Grönland her bis nach den Azoren eine breite Rinne tiefen Druckes, die sich mehr und mehr ostwarts vorarbeitet und damit später auch wetterbestimmend für das westliche Mitteleuropa wird. Wir haben somit Bewölkungszunahme und bei auf Süd bis Südwest drehenden Winden langsamen Temperaturanstieg zu erwarten. Die feuchten Ozeanluftmassen werden strichweise auch etwas Niederschlag aufkommen lassen. Der Nachtfrost wird langsam zurückgehen und dürfte in der kommenden Woche in Westdeutschland nur noch stellenweise auftreten. Im allgemeinen ist mit einer unbeständigeren, wärmeren Witterung zu rechnen. Freitag, 18. November Barometer 4 Uhr: 87 /8 Thermometer 3 Uhrit is Wetternotizen, gemessen um 8 Uhr vormittage der Wallfahrtskirche in Stiepel festgens um 10 Uhr ist feierliches Hoch Uhr liturgische Vesper, um 4 Uhr nit einer Marien= und Dankandacht Ort Kahler Asten Brocken Hamburg Berlin München Zugspitze Euhchruck 1n mm 766.2 677,3 677.7 768.5 769.7 768.2 529.4 Windricht. u. Stärke S 2 SO 5 CSO 5 OSO 3 stinl SO 2 O9O 3 Temberc= tur C. Wetter sast bedeckt Nebel woltenlos wolkenlos bedeckt Nebel wolkenlos Zeiten für Sonne und Mond am 19. November: CAufg..54, Unterg. 16.37. Cp Aufg. 21.36, Unterg 13.11 Die heutige Aummer umfaßt 24 Seiten Wicht hur die großen, söndern auch die vielen kleinen Stationen mit ihrem interessanten und schönen Progromm bringt LUMOPHON 23 krennscharf und tonrein in dem dynamischen Lautsprecher. 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