253 38. Jahrgang Mittwoch, den 28. Oktober 1931 Tüglich außer Samstag 10Pf. Samstags mit illustr. Beilage 20 Pf. Gmen s schshtese lce ce. 55 Bi:(Besondere Auzeigenpreise nach auflegendem Tarli.) Migebete von anderen Zeltungen, Zuk, Veszauzisern, Buecd slade ber Sontofrs. A S1de ud beibeenthentie. Aehbie Aandelich dschlobede Kaladds Bbad Leie Bee, Alderdommen.— Schlud der Puteigenannadme. Ahr Nachmitiags. M-250, Unlal-ernterliger gurshe, Havgen eialt aut beionderen Zedingungen. Geschäftsstelle geöffnet von—13=und 14½—18½ Uhr. ###E S rechfilm: 1110127 nlichem Ausischlichste Film ela Parola geschminkte Brutalität v. Schletton ht das Bild der nationalen Pubannt auf die das aufregende Im Cancan, der schlanker erlesenes General für Bochum und umliegende Industriebezirke alf Poest ii Rommnalpotik u. Biggrgasheift, eil..a. c e. Porio bellegt,— Redaltson und Geschäftsstelle:. Ra. Bcnchs kes. Feruprc Ansgtase Saninenumner.531— Vollaickonte Toninand Lkeh. Boreist ToufscheiOrep... Jagesglossen Was wird nach Washington? Die Reichsregierung wartet zunächst ab , dessen schieht. Um die Reparationsfrage wieder ins Roll Die Enttäuschung von Washington. 5 F—.15 Uhr „Es kreißten die Berge und geboren ward ein Mäuslein.“ Kein anderes Wort kann nach unserer Meinung den Amerikabesuch des fräanzösischen Ministerpräsidenten, und das kärgliche Ergebnis der Washingioner Zesprechungen in dieser Vertado i gischen Finanz, und Wir= Pring, Heten VerPeog, eitzturege Aondzeraoveschus Ln.Kot, Zie Hier sKepHoiastet, posbenl“ Weich groise Perindptung mit der eunovosigen Binouy, un, zenhger einmgev, antragen, daß der beratende Songerauescgus Annadne in die Velt, posgaunt pordenl Wezz, Gl0 aber doch vorerst eine Einigung zwischen den der B..3. zusammentit, um sich mit der Wirtschafts= Erwartungen waren, in allen Ländern an die. Aus; Peper-162. 91., zezishfe### zant Kasehand in Nanstrian elien, uad densate slad vuic ichähistz, K ais Leistischleseslle enstand lebhaf= vat her Kowend:.) T4yfrescheiner Weise üiber dies per B. 3. Z. zur, Folge, haten würde. Schlieflich be wenn man sich bean au ud u auaaa e e e bene ht in sich, lemndern doh die Gichuiger und der Schntzstezuhguser sonsereuze verbreitet, die Ende Novender oder Ansang Freibest, des, Enschlusez bei alen künfigen, Moz“ die Reichsreaterung kunz u. vrgide uewensiger,Schehe, zu ergesen boteg, Wben, Prienger in Paris Kautfinden sol.„ szahnen für die Verlanzungspariner auchrüclich der eings dar man herbei nicht veriennen, bot Proauterich) v=Auscheinend ist der Gedanle einer Reparationsion=siähtigt, und den Interessenten an einer, Neuregelung inmer noch am längeren Heve= Arm hie Avd bop) des serenz zwischen den beteiligten Staaten auch diesmal internationaler finanzieller De wird heimgegeben, ihre Belange selbst wahrzunehmen. Das Pläne für ist, mit wenigen Worten, der sachliche Inhalt der Berlin, 27. Oktober. Von useter Vellaer Schestetung. Berliner politischen Kreisen ist das Ergebis des Besuches des französischen Ministerpräsidenten Laval in Washington Gegenstand lebhafester Erörterungen. Es entsteht die große Frage, Revaratio vie die Entwicklung der Reparationsfrage und des gseisen. stehen die an der Reparation=srags,beteitizeze Spgre ge der Bezargn vor der Notwendigkeit, sich in ixgendeiner Weise über die der B. J. Z. Ba#rationen auszusprechen. In Berliner Regierungs= steht die Reparationen aus nationalen Schuldenproblems weitergehe sel. Die Reichsregierung selbst ist sich, vie wir von unterrichteter Seite hören, noch nicht klar darüber geworden, welche Wege sie nunmehr einschlagen will. Wenn sich auch Amerika keineswegs aus der eurotäischen Politik zurückziehen will, wie man nach den ersten Meldungen aus Washington über das Ergebnis Besprechungen zwischen Laval und Hoover annahm, grüber zustandekommt, was nach Hoover=Feierjahres am 1. Juli 1932 dem Entwicklung abwarten, ehe sie sich in irgendeiner Weise 2 ge festlegt. scit bics der en oste, bervungen uzischen Laval und Hoover annahm, leine Einigung dariß se ist doch das Schwergewicht in der Reparationsfrage Ablauf des HooverDei Rump, um Tohne und Preise Was geplant ist— Lohntarif bei der Reichsbahn vorläufig verlängert Agrarpolitilsteht die begründete Annahme, daß sie, den verbateen tenden Staatsmänner der beiden die d. Er. Ratemu Frontämpferbund im gebeinen sorigzietz, hapen. berrschenden Ländef, dienen sele.ine e. bei dem Rädelsführer] Der politische Mißerfolg ist begründet in der di azugehörige Munition, aus negativen Einstellung jedes der beiden Verh Sesng 2, oer, berisiurt werden. Der nächilsegende Bedz. u einr Er Poe, Krontdaupervigz in getenuez vorigiezt, Bgeee herzchensegz, Länzg, dienen Jelier. ice ie ie Gurche n dd e a ge e e in ie. Meshgen Benger, Bed u, hesgshe Banen, K racinr Categ e., Peag. e ige acheshech de slcehteshee eten he e sc e greiten. Es wird seinz, Veratzugen,oreg, oty, seh., Vertindung, danit Vt. der weitere Plezxeisgsgeag“, Iu ginest Zavallersesäbel und bei einem dritten, Beteligten spolitische, Sitzation Euxopos und, damit, den„Vel: 3is Lahiuet erirterte Iu. seue, beuschaftsniniser sünz denielben Vertältuts bos gcsoutg ezung Hes Preiz einen Schaldäupier zu Tage. Bei den größeren Teil frieden bedrosen, setzte Laval die lategorsche Weigeangehend die von dem Vsziezigrtgtgentächten Pogps/20 Prozent zu senken.„Eine solche Sentung ver Pver dex Mgrtafteten sand man kommunistische Zersetzungs und den anderen beteiligten Reuorts ,geuggg;##### niveaus kann selbstverständlich nicht von heute auf mor ger Verhafteten jand man kommunistische Zersetzu nung, dah Wosbhingteon den Ansot internationalen Konferenz geben werde, auf der alle schwebenden und die Weltlage politisch und wirtscha lich belastenden Probleme in großem Wurf angegrifsen und einer vernünftigen Neuregelung zugeführe werden könnten. Daß die Weltkrisis von der politischen Seite her keine Entlastung erfahren wird, wenn nicht die europäischen Staaten untereinander mit ehrlichem Wollen eine Verständigung suchen und mit vertrauensvoller Entschlossenheit die notwendigen Schritte tun, ist die eine Lehre von Washington., Die andere ist die, daß auch finanzpolitisch der krisenhafte und gefährliche Zustand weiter bestehen bleibt, dessen UeberStunde die Begegnung der leider beiden die Weltfinanz bewindung in zwölfter verbotenen tenden Staatsmänner Ischläge für ein Wirtschaftsprogramm, das die Grundlage für die Verhandlungen des Wirtschaftsbeirates bilden soll, Das Ziel dieses, Wirtschaftsprogramms ist die Anpassung des Preisund Lohnniveaus in Deutschland an die gesunkenen Weltmarktpreise und die Entvertung des Pfundes. Gegenüber verschiedenen nehr oder weniger tendenziösen Meldungen muß festgestellt werden, daß die Reichsregierung auf keinen Fall anirgendwelcheinflatorische Maßnahmen denkt. Die Reichsregierung ist entschlossen, die Deflationspolitik auf jeden„Zol, fortzuführen. Die Frage der künftigen Gestaltung des Lohnniveaus steht in engem Zusammenhang mit dex Frage des Tarifrechts und des Schlichtungswesens. Die Gewerkschaften und die hinter ihnen stehenden Kreise haben einen sehr lebhaften Widerstand dagegen angekündigt, daß auf dem Umwege über den Wirtschaftsbeirat eine allgemeine Auflockerung des Tarifwesens erfolgt. Die Spitzenverbände der Gewerkschaften sind bereits gestern beim Kanzler in dieser Richtung vorstellig geworden. Der akute Anlaß dieses Schrittes gen stattfinden, sondern Zeitraum verteilen. muß sich auf einen längeren aschriften, bei dem Führer außerdem Material für die Ausbildung mit Waffen und ein Notizbuch, in dem die Mitglieder des Roten Frontkämpferbundes verzeichnet waren. Die bisherigen Feststellungen ergaben u.., daß der Führer die Mitglieder der verbotenen Vereinigung in seiner Wohnung hinter verschlossenen Türen im Gebrauch des Karabiners und der Handgranate unterwies. Demnächst sollte ein Scharfschießen unter Verwendung des Schalldämpfers erfolgen. Von einer Anzahl der festgenommenen Personen steht fest, daß sie früher dem Roten Frontkämpferbund angehörten, wenn sie auch zum Teil diese Mitgliedschaft bestreiten. 19 Kommunisten in Gleiwitz verhassel Gleiwitz, 27. Oktober. Die Polizeipressestelle teilt mit:„In der Zeit vom Oktober bis zum 27. Oktober wurden in Gleiwitz Kommunisten wegen des dringenden Verdachhochverräterischer Bestrebung verhaftet. Es beDie Ersten Englischen Wahlergeonisse Bisher 231 Regierungsanhänger und 22 Oppositionelle gewählt Die Gewinn= und Verlustliste ist folgende: Die Konsiben gewinnen 8d und uerin ie 997,:: Big.24fur rung entgegen, über eine Revision der sogenannten Friedensverträge zu sprechen. Dem frapze, gez Verlangen nach einer Garantierung der Seeut. seit Frankreichs begegnete der amerikanische Präsioent mit dem Hinweis auf die grundsätzliche Unvereinbark einer bindenden Einmischung der in außeramerikanische politische Verhältnisse. Me hat gesehen, wie sich die Haltung Hoovers in diesen Fragen gegenüber seiner ursprünglichen Bereitwilligrikeit, sie anzugreifen, während der Anwesenheit Lavals plötzlich versteifte, und man weiß, daß dabei der Einfluß des Senators Borah eine erhebliche Rolle spiel Auch die Auseinandersetzungen zwischen Borah und Laval selbst sind nicht ohne Reiz und Spannung. Hat doch Borah unerschrocken den Finger in die blutende leuropäische Wunde gelegt und Herrn Laval mit eindeutig dürren Worten gezeigt, was not notwendig ist, um befrieden. Einen Am Wahltag herrschte in London, 27 London Oktober. dichter Nebel, der Ghepgkschasen beimn Re, zser war glerdlags der der den Vertchr iun der, ZAgrpitzzszuden gez eeser. der Geverschat g.=eh., Peschetoan= Gagen, die vog dersordentlich behinderte.„Gegen,Mittag poaren die Sicgbesonu be. de, Ves her Paverorbung geforderte ben iu so ieies Tuniek gehilt, daßzgar Die Rieser. BiIAsesungheit, heiststen Widerspruch erhoben. sstigen Veiteruerhaftnuisse waren auch die De neichsbahnarbeiter heftigsten Wiogryptug# erbahez..###stigen Weiterverhältn sen mußten. Lurch bige gcagt waren auch die WahlkraftDie Lohnverhanolungen vei der Rrch's; wagen, die Schlevverdienste leisten sollten, stark behindert, wagen, die Schlepperzhürgg herezg mizgsp#r, Hsstggng Der Führer der Arbeiterpartei, Arthur He bahn sind heute durch einen überraschenden Spruch so daß in den Parteibüros bereits mit eitem„##### int in Burnley unterlegen. Ferner wurden folgende des Schlichters zunächst vertagt worden. Der Schlichterl der Wahlbesezr'igepe zustrome;, pex Hghsgasen“ Fer“ Minister der Arbeiterpartei nicht wiedergewählt: hat einen Schiedsspruch gefällt, der ausdrücklich als Srich entlim der Otet lachlichal ter, artur Hell in erschüternes. tragisches chicksal! Beiorooramm 8 K. 5, i5 Mr. aus Liebdaberel auf Zusammen#en, lic unsegen Peslsch en erbeten untes hästsst dies. Zis hat einen Schiedsspruch gefällt, der ausdrücklich„a Zwischenlösung bezeichnet wird und eine vorläufige Verlängerung des Tarifvertrages vorsieht. Die Verhandlungen sollen wieder aufgenommen werden, sobald die Entscheidung in dem noch schweben; den Lohnstreit zwischen dem Reich und den Gemeindearbeitern vorliegt. Die Reichsbahn hat allerdings diesen Schiedsspruch, der für verbindlich erklärt werden dürfte, abgelehnt. Der Lohnkampf der Gemeinde=Arbeiter ist sehr ernster Natur, weil die Gemeinde=Arbeiter entschlossen sein sollen, einen Streif zu versuchen, wenn nicht am Donnerstag in einer letzten Besprechung eine Einigung zwischen den Arbeitgebern der kommunalen Betriebe, die eine Lohnkürzung verlangen, und den Gemeinde=Arbeitern, die jede Lohnlürzung ablehnen, zustande kommt. Am 31. Oktober tritt dann weiter eine starke Bewegung in dem gesamten Lohnwesen in Deutschland ein, da mit diesem Tage etwa zwei Drittel aller bestehenden Lohntarife in Deutschland ablaufen. Die deitaus größte Mehrzahl dieser Tarifverhandlungen liegt jedoch bei den gesetzmäßigen Schlichtungsinstanzen, so daß im allgemeinen schwere Lohnkämpfe zunächst nicht zu erwarten sind. Da sich jedoch die ganze innerwirtschaftliche Entwicklung in Fluß befindet, so ist bereits der Gedanke aufgetaucht, alle Lohntarife, die am 31. Oktober fällig werden, zunächst zu verlängern, bis eine neue wirtschafts= und lohnpolitische Linie durch die Verhandlungen des Wirtschaftsbeirates geschaffen ik. Ob sich dieser Gedanke in der Praxis verwirklichen läßt. muß allerdings abgewartet werden. Im Rahmen der Aussprache über das Wirtschaftswird der Beirat auch die Frage eines Abdaues der Selbstkosten der Wirtschaft und einer Her#bsetzung der Zinslasten erörtern. Hierbei P Europa und die Welt wirklich zu Erfolg hat er nicht zu verzeichner,zungen der miggläg. Was aber nun? Die Auswirkungen der mißglückten Washingtoner Verhandlungen lassen sich heute noch gar nicht übersehen. Sicher ist nur das eine: daß sich serrativen gewinnen 89 und verlieren 0, die Liberalen die europäischen Mächte abernals zusammensetzen gewinnen 13 und verlieren 2, die Arbeiterpartei ge= müssen, wenn das Zahlungsmoratorium des Ho winnt 0 und verliert winnen 1. 7. Von den 256 gewählten Abgeordneten bekennen sich land kann am 1. Juli nächsten Jahres ebensor 231 für die Regierung und 22 gegen die Regierung. zahlen wie heute. Deutschland ist also erneut auf den geSenderson fährlichen Weg verwiesen worden, sich mit dem mächdenderson, tigen Frankreich allein auseinanderzusetzen. Die deutsche Regierung will zunächst die weitere Entwicklung inzu griegsminister T der Wohfahrts= abwarten, aber sie darf nicht, ze. osiggeihozpennben#2 der ruh, Gxeenwpeggherinier,angphrzminise* aus die notwendigen Entschtüng zu satsen, wenn die Re“ r a t i a n s f r a g e, v o n d e n e u r o p a t s c h e n M a c h t e n n i c h t g e meinsam vorwärts getrieben werden kann. “ Der Besuch des italienischen Grandi in Berlin. Außenministers in Berlin ge: winnt gerade in dem Augenblick das Tigsko der iranzösisch=ameri13 und perlieren 2. die Arbeiterpartei ge= misssen, wenn das Zahlungsmoratorium des H und nerliert 96, die Nationalen Sozialisten ge= Jahres über den 1. Juli 1932 hinaus verlängert wer1, die Unabhängigen gewinnen 2 und verlieren den soll. Und es muß verlängert werden; denn Deutschden 256 gewählten Abgeordneten bekennen sich land kann am 1. Juli nächsten„Jahres ebensowenig stärktge sich aber der Zastrom zu den Wahlosgem, Istens der frühere Kriegsminister, Tomshaw, der Wopra einzelnen, Teilen Londons, besgners, aus deg,###, minister Ereenwood, der Transportminister Morrison, parationsfrage von werden Rekordbeitz iungegezhnsich goshe Joßl.“ Auch in Ben Turner, der Erste Lord der Admiralität in der Ar. paratso für England ungewößnlich hobe.83ch., guden#e# beiterregierung, Alexander, und der frühere Innenminiewozsutriegenengen ster Clynes. In allen Wahlkreisen haben die Konservatiren stark an Stimmenzahl gewonnen. So konnten sie in Wallasey ihre letzte Mehrheit von 7829 auf 32 449 Stimmen steigern. eine für England ungewöhnlich hohe Zahl. Glasgow und in anderen Industriegegenden des Nordens war die Beteiligung sehr gut. Allgemein nimmt man an, daß die Wahlbeteiligung, die sich im Jahre 1929 auf 78 v. H. stellte, diesmal mindestens ebenso hoch sein wird. Die Wahlwetten bei Lloyds stiegen peiter zugunsteg der Nationalxegigung,„Es wurde Wiedergewählt sind, von den Konservativen eine Mehrheit von 210 zugunsten der Regigrung notiert. führende Personen: Austen und Neville Chamberlain, der Auch onst wird durchweg mit einegniederlage Stagtssekretäx für Indien, Hoare, der Opposition gerechnet. Die Ansichten der Wahlsachverständigen über die Größe der Mehrheit gehen jedoch stark auseinander. Macdonald hat von alten Freunden aus der Arbeiterpartei zahlreiche Briefe erhalten, die ihm vollen Erfolg wünschen. Ihm standen in seinem Wahlkreis hundert Kraftwagen für Schlepperdienste zur Verfügung. Ein Wahlagent in Chapham, wo der Nebel besonders dicht war, kaum auf den guten Gedanken, Leute mit Glocken zur Führung der Wähler auf die Straße zu senden.„Folgt der Glocke“, riefen die Männer und führten die Wahllustigen zur Urne Irgendwelche Ruhestörungen sind bis zum Wahlschluß, um 9 Uhr abends, nicht vorgekommen. In den Straßen vor den Zeitungsgebäuden, in den Lichtspielhäusern und in den Gaststätten erwarteten viele Tausende die Wahlergebnisse bis weit nach Mitternacht. Um 3 Uhr morgens deutscher Zeit waren 256 Einzelergebnisse bekannt. Danach waren gewählt: Konservative 195 Liberale 35 Arbeiterpartei 22 Nationale Sozialisten 1 Unaphängige 3. Wiedergewählt sind, von den Konservativen folgende nde Bersonen: Austen und Neville Chamberlain, der kretär für Indien, Hoare, der Staatssekretär des Innern, Herbert Samuel, Ladn Astor, Locker Lampson. Der Gründer der Neuen Partei. Oswald Mosley. große Bedeutung, da das Fiasko, der französisch=amerikanischen Besprechungen in Washington durch nichts mehr zu verheimlichen ist. Das Schwergewicht der Weltpolitik verlagert sich nach der Amerikareise Lapals wieder nach Europa, Die und Deutschlands wird in den ihre Tragfähigkeit zu erweisen Zusammenarbeit Italiens nächsten Wochen schon haben. Daß gemeinsor. Der Grlader der Neuen Parcz, Cingash Meset, spre Tragsitzialeit zu erweisgelgensghtand ulionnenist duurchgefallen. Auch der liberale Schriftsteller Edgar same Interessen Italien und Deutschlauszänschrmenführen, kann wohl heute kein vernünfiiger Mensch mehr bestreiten. Vor ein paar Tagen noch schien die Deutschlandreise des italienischen Außenministers nur eine Fortsetzung der im Sommer eingeleiteten Wochenendbesuche zu sein. Ein Akt internationaler Höflichkeit und nichts weiter. Heute weiß man, daß in den Besprechungen zwischen Brüning und Grandi Dinge erörtert worden sind, die über den üblichen Problemkreis hinausgehen. Der kalte Wasserstrahl aus Washington scheint zu der Fruchtbarkeit der deutsch=italienischen Aussprache einiges beigetragen zu haben. Wird doch von dem ergepnislosen Ausgang der Washingtoner Besprechungen nicht nur Deutschland, sondern auch Italien betroffen. Man braucht nur an das Wort Abrüstung und die letzte Rede Mussolinis in Neapel zu ind noch 10 Mil=(erinnern, um zu zeigen, daß auch die italienische Nußen: lionen Reichsmark Zeichnungen hinzugekommen, roi zi die wenn alle anderen Staaten im gleichen Maße abrüsten. Washington hat alle Hoffnungen auf Wallace ist nicht gewählt worden. 212 Millionen Reichsbahnanleihe bis 27. Ottober gezeichnet Berlin, 27. Oktober. Bis zum 26. Oktober, dem Tage des Ablauses der verlängerten Steueramnestiefrist, beträgt das sestgestellte vorläusige Zeichnungsergebnis auf die neue Reichsbahnanleihe rund 202 Millionen Reichsmark. Am 27. Oktober sind noch 10 Millionen Reichemart Zeichnungen zize gelanntsicg zu spiren belommt. Mosolu st voe Die allgemeine Zeichnungsfrist läust ver...—, Abrüstung bereit, wenn olle anderen Stagten im ale bis zum 31. Dezember 1931. 1 eine tatsächlich fühlbare Beschränkung der Rüstungen genommen; denn da Frankreich nicht den gewünschten Sicherheitsvertrag in Amerika erhalten hat, ist es heute noch weniger wie vordem zur Abrüstung bereit. Deutschland hat als abgerüstetes Land im Kreise rüstungstrotzender Nachbarn das größte Interesse daran, daß die anderen Mächte ihr im Versailler Vertrag feierlich gegebenes Versprechen endlich einlösen und ebenfalls ihre Kriegsmaschine abbauen. Hier wie auch in der Frage der Revisionsbedürftigkeit der Friedensverträge ergibt sich zwischen Deutschland und Italien das gleiche Ziel. Hier kann zusammengearbeitet werden. Allerdings darf man die Unterstützung Italiens nicht überschätzen; denn dem mächtigen Frankreich ist Italien weder militärisch noch finanz= und wirtschaftspolitisch gewachsen. Deswegen darf sich Deutschland keinesfalls auf einen Weg des Bündnisses mit Italien begeben. Das würde uns nur einen stärkeren Druck von Frankreich eintragen. Deutschland kann in seiner Lage nicht zugunsten eines Landes optieren, sondern muß sich alle Möglichkeiten mit allen Ländern offenhalten. Das braucht natürlich nicht zu verhindern, daß man mit einer Macht eine bestimmte Wegstrecke zusammen zurücklegt. Der Besuch Grandis in Berlin hat über die in der nächsten Zeit einzuschlagende Politik nach dem amtlichen Bericht weitgehende Uebereinstimmung ergeben. Deutschland und Italien können also die nächste Etappe gemeinsam beschreiten. Ein Meilenstein auf dieser Etappe kann der in 14 Tagen erfolgende Besuch Grandis bei Hoover werden; denn der italienische Außenminister kann dem Präsidenten Hoover neben der italienischen Beurteilung auch die deutsche Lage und Auffassung nach der ergebnislosen Washingtoner Konferenz aus eigener Erkenntnis und Fühlungnahme übermitteln. Ladat aus Nate.. urgeil.. Das weitere Echo der Washingioner Besprechungen Grandi von Berlin abgereist Berlin, 27. Oktober. Der italienische Außenminister Grandi stattete in Begleitung des italienischen Botschafters Orsini Baroni und des italienischen Botschaftsrates Cicco= nardi dem Pergamon=Museum und dem KaiserFriedrich=Museum einen Besuch ab. Dann begaben sich die italienischen Gäste durch den Tiergarten nach dem Schloß Charlottenburg, wo sie nach einem Spaziergang durch den Park das Königin=Luise=Mausoleum aufsuchten, in dem die Königin Luise, König Friedrich Wilhelm III., Kaiser Wilhelm I. und Kaiserin Augusta liegen. Am Nachmittag besichtigte Grandi den Flughafen, am Abend wohnte er der Aufführung„Der Kongreß tanzt", im Ufapalast am Zoo bei. Um 10.01 Uhr erfolgte die Rückfahrt über München nach Rom. Die preußische Rotverordnung am Donnerstag vor dem Staatsrat Berlin, 27. Oktober. Der preußische Staatsrat, der am Dienstag zu einem breitägigen Sitzungsabschnitt zusammengetreten ist, beschloß, die Aussprache über die preußische Notverordnung am Donnerstag stattfinden zu lassen. Der preußische Innenminister, der Kultusminister und der stellvertretende Finanzminister sollen aufgefordert werden, an der Beratung teilzunehmen, mit der auch die Erörterung der Verordnung über die staatliche Sicherheitsleistung zugunsten der Landesbank der Rheinprovinz verbunden wird. Die nächste Sitzung des Staatsrates findet am Mittwoch nachmittag statt. Zur Beratung steht u. a. die Vorlage über die beabsichtigte Verkleinerung des Staatsrates, die nach dem Vorschlag des Verfassungsausschusses abgelehnt werden soll. Newyork, 27. Oktober. Der französische Ministerpräsident Laval ist kurz nach Mitternacht(nach 6 Uhr früh mitteleuropäischer Zeit) mit der„Isle de France“ aus Newyork nach Frankreich abgereist. An Bord der„Isle de France“ gab Laval kurz vor seiner Abreise einem amerikanischen Pressevertreter folgende Erklärung ab: „Ich werde im Parlament über alles Rechenschaft ablegen. Ich werde sodann meine Ministerkollegen um ihre Ansicht bezüglich eines Planes der Konzentrierung der Bemühungen für eine vollständige deutschfranzösische Annäherung befragen. Das Allernotwendigste ist, das Vertrauen wiederherzustellen, das nur auf der Basis einer wirtschaftlichen Verständigung beruhen kann. Ich habe dem Präsidenten Hoover und dem Senator Borah erklärt und ich glaube sie davon überzeugt zu haben—, daß Frankreich, wenn es sich selbst überlassen bleibt, die erwartete Annäherung zustande bringen kann. Ich habe Hoover und Borah eingeladen, nach Frankreich zu kommen. Aber diese wußten noch nicht, ob sie die Cinladung annehmen konnten, obgleich sie sie günstig aufgenommen haben.“ Starkes Aufsehen erregte in den Kreisen der Newvorker Hochfinanz, daß der Mitinhaber des Hauses Morgan, Thomas Lamont, am Montag eine längere Unterredung mit dem französischen Ministerpräsidenten Laval hatte. Die amerikanischen Zeitungen. deren Washingtoner Vertreter gestern abend im Staatsdepartement empfangen wurden, bezeichnen durchweg die Hoover=Laval=Konferenz als erfolgreich nur in der Frage der Reparationen, da Amerika sich mit Frankreich schriftlich darüber geeinigt habe, daß baldigst eine Neuprüfung der deutschen Zahlungsfähigkeit erfolgen müsse. Hoover habe die seit zehn Jahren starr festgehaltene Politik aufgegeben und die Verbundenheit der Reparationen und der alliierten Kriegsschulden offiziell anerkannt. In allen übrigen Fragen ist nach der Ansicht der Zeitungen nichts erreicht worden, und selbst im Staatsdepartement wurde zugegeben, daß man mit dem Ergebnis zufrieden ist, soweit die finanziellen Probleme in Frage kommen“. Hiermit sind die internationalen Schulden sowie die Versicherung Lavals gemeint, daß Frankreich keinen Angriff auf den Dollar plane, und daß sich die künftigen Abhebungen von Gold durch die Pariser Banken innerhalb der normalen Grenzen halten würden. Weder in der Frage des Sicherheitspaktes, noch in der der Abrüstung konnte eine Einigung erzielt werden. Wegen der politischen Probleme Europas wurde nach Mitteilung von informierten Stellen Laval dahin bedeutet, daß Frankreich am besten in der Lage sei, Schritte zur Bereinigung der Differenzen zwischen den einzelnen Staaten zu unternehmen. Am bezeichnendsten sind die Ausführungen der republikanischen„Herald Tribune". Das Blatt geht davon aus, daß Hoover gewillt sei, während der Zeit der Wirtschaftskrise die Zahlungsfähigkeit der Schuldnernationen einer möglichen Neuregelung der Kriegsschuldenfrage zu Grunde zu legen. Frankreich würde wahrscheinlich der Hauptverlierer bei einer Neuregelung der Reparationszahlungen sein und anderseits angesichts seiner wirtschaftlich starken Position, mit anderen Worten seiner Zahlungsfähigkeit, von Schuldenkürzung, die durch den amerikanischen Kriegsschuldenausschuß empfohlen werden könnte, den geringsten Nutzen haben. Hoover habe vermeiden wollen, daß Deutschland amtlich seinen Bankerott erkläre, deshalb habe er die Bestimmungen des Young=Planes als Grundlage für die weitere Behandlung der Reparationsfrage anerkannt. Washington erwarte, daß Deutschland baldigst die notwendigen Schritte unternehme, um eine Aenderung in den Reparationszahlungen anzubahnen. Was die Londoner Presse sagt London, 27. Oktober. Die„Times“ bringt in einem Leitartikel die Enttäuschung über die Washingtoner Besprechungen des Präsidenten Hoover mit dem französischen.inisterpräsidenten Laval zum Ausdruck. Zu den Aeußerungen Borahs über die Veränderung der Verträge sagt das Blatt, daß weder die amerikanische, noch die englische Regierung eine Politik mit dem Ziel der AendeDie Beweisaufnahme in Helbdors=Proget Berlin, 27. Oktober. In der heutigen Nachmittagsverhandlung des La#### friedensbruchprozesses Helldorf wurden zunächst Polig# major Wecke und Polizeilentnant Böhme als Je# gen vernommen. Böhme hat persönlich den Eind#### gehabt, daß die Krawalle am Kurfürstendamm woh organisiert waren. Weitere Polizeibeamte sagen au ihnen sei aufgefallen, daß gewisse Leute immer an die Beamten herangetreten seien und um Auskünfoder Feststellungen gebeten hätten, anscheinend, um von der Verfolgung der Demonstranten abzuhalten.## einer dieser Leute sei ein Major a. D. Schmidt zwanggestellt worden. Die Verhandlung wurde auf Donnerstag vertagt Der braunschweigische Minister Klagges in Essen Essen, 27. Oktober. In der gestrigen Propagandakundgebung de# RSDAP. im Saalbau, der wegen Ueberfüllung polize lich gesperrt werden mußte, sprach auch der nationalsozialistische braunschweigische Minister Klagges. Ekam dabei auch auf die Tagung der nationalen Oppostion in Harzburg zu sprechen. Viele NSDAP.=Anhän ger seien wegen der Koalitionsgenossen kopfscheu geworden. Es habe sich dabei aber nur um eine reine Zweckgemeinschaft gehandelt. Der Kampf des Nationalsozialismus gelte der Vernichtung der heutigen Systems. Um das zu erreichen, würde sich die Bewegung nicht scheuen, ein Bündnis selbst mit dem Teufel einzugehen. . Bellage zum Be VAnzeiger u. Gen. 2 rungder Friedensverträge verfolge, da diese augenblicklich nicht durch führbar sei. Immerhin seien die Aeußerungen Borahs wertvoll, da seine Ansichten auf weite Sicht hinaus nicht unberücksichtigt bleiben könnten. Nach der„Morningpost“ haben sich Frankreich und Amerika über den Kopf Englands hinweg auf eine Finanzpolitik geeinigt, durch die England nichts gewinnen könne. Hoover, so sagt die „News Chronicle“, habe die Führung, die er im Juli übernommen hätte, wieder abgegeben. Er habe Frankreich für die Regelung der politischen Fragen als zuständig anerkannt. Das Ergebnis der Zusammenkunft sei ein französischer Triumph. Nach der Sicherung des Dollars habe Hoover sich bereit erklärt, künftig den Gewaltsame Entführung auf Geheiß Polischer Behorden Danzig, Oktober. Im Prozeß wegen der gewaltsamen Entführung des# aru Youngplan zu beachten. Wenn Deutschland wieder unter das Joch dieses Planes käme, so würde Hitlers Sache gefördert.„Financial News“ sagt, in Bankkreisen sei man um Deutschland besorgt, das unter der Unsicherheit über die Zukunft der Reparationszahlungen am meisten leiden werde. Die Hoffnung auf eine Ausdehnung des Hoover=Zahlungsaufschubs sei fast völlig geschwunden.„Financial Times“ bezeichnet als Hauptergebnis der Washingtoner Besprechungen die Anerkennung einer unmittelbaren Verbundenheit zwischen den interalliierten Kriegsschulden und den Reparationszahlungen. polnischen Studenten Balsam von Danziger au polnisches Staatsgebiet durch polnische Staatsangehörige wurde am Dienstag nachmittag das Urteil verkündet. Der Marineschüler Stefan Wochna wurde wegen schwerer Freiheitsberaubung in Tateinheit mit meinschaftlicher schwerer Körperverletzung, Amtsanma=# ßung, intellektueller Urkundenfälschung und Paßvergehens zu einem Jahr zwei Monaten Ge# fängnis verurteilt. Der Mitangeklagte Wohlfahrt erhielt 150 Gulden Geldstrafe bzw. 15 Tage Die Bilanz der anhaltischen Wahlen „,„ e n e. H l e i s c h e n f u n Borah sagt dem polnischen Gesandten in Washingion die Wahrheit Gefängnis. Der dritte Angeklagte, Radziejowski, ist bekanntlich vor dem Prozeß auf polnisches Gebiet geflüchtet. In der Urteilsbegründung wird ausgeführt, die Beweisaufnahme habe klar ergeben, daß Balsam auf Veranlassung und mit Zustimmung polnischer Behörden entführt worden sei. Radziejowski habe eingestanden, eine Belohnung von 50 Zloty für die Beteiligung an der Entführung erhalten zu haben. Der Haftbefehl gegen beide Angeklagten wurde aufrechterhalten. Die Untersuchungshaft wurde wegen hartnäckigen Leugnens nicht angerechnet. Als strafverschärfend wurde in Betracht gezogen, daß durch die Entführung des Balsam die Sicherheit und Ordnung Danzigs bedroht worden und die ganze Tat als ein schwerer Rechtsbruch anzusehen sei. Dessau, 27. Oktober. Das endgültige Ergebnis der Wahlen zu den anhaltischen Gemeinde= und Kreisvertretungen weist folgende Gewinne und Verluste gegenüber der letzten Gemeindewahl im Jahre 1927 und der Reichstagswahl 1930 auf: Die Sozialdemokraten verlieren gegenüber 1927 9000, gegenüber 1930 17 500, die Staatspartei verliert gegenüber 1927 7847 Stimmen und gewinnt gegenüber 1930 1100 Stimmen. Die Kommunisten gewinnen gegenüber 1927 14048, gegenüber 1930 5648 Stimmen, die rechtsbürgerlichen Parteien(Volkspartei und Deutschnationale) verlieren gegenüber 1927 47 032, gegenüber 1930 28 243 Stimmen. Die Nationalsozialisten, die 1927 noch nicht gezählt wurden, gewinnen gegenüber 1930 32 785 Stimmen. haussuchungen bei KPo=Abgeordneten Berlin, 27. Oktober. Im Verfolg der weiteren Untersuchung im Zusammenhang mit den Sprengstoff=Funden bei dem kommunitischen Funktionär Ueberbrück wurden u. a. bei vier ommunistischen Abgeordneten Hausuchungen abgehalten, und zwar beim Landtagstbgeordneten H. Rau im Grunewald in der Charlotten= runner Straße und bei den Reichstagsabgeordneten O. Geschke in der Kleinen Alexanderstraße, August Creutzburg in der Triftstraße in Mahlsdorf und Emil Schneller in der Berliner Straße in Niederschöneweide. Belastendes Material wurde, wie wir erfahren, nicht gefunden. Washington, 27. Oktober. Die politische Sensation in Washington ist ein scharfer Zusammenstoß zwischen dem hiesigen polnischen Gesandten Filipowicz und dem Vorsitzenden des Auswärtigen Ausschusses des Senates, Borah. Borah hatte mit dem polnischen Gesandten bei dem Abschiedsempfang für Laval am Sonntag abend in den Räumen der französischen Botschaft eine Aussprache über seine Aeußerungen über den Weichsel=Korridor. Diese Unterhaltung trug einen rein privaten und vertraulichen Charakter. Der polnische Gesandte hielt es jedoch für nötig, entgegen den Abmachungen eine offizielle Verlautbarung über die Unterhaltung herauszugeben, in der gesagt wird, daß Borahs Kenntnisse der mitteleuropäischen Zustände durchaus „mangelhaft“ seien. Senator Borah war über diesen unerwarteten Ausfall des polnischen Diplomaten höchst überrascht, da der Gesandte die Vertraulichkeit gebrochen hatte. Er sah sich infolgedessen veranlaßt, den Angriff des polnischen Gesandten in einer öffentlichen Erklärung zu beantworten. Borah sagt in seiner Verlautbarung, er habe erwartet, daß die Unterhaltung privater Natur bleiben würde. Er sei daher überrascht gewesen, als Journalisten ihn von der amtlichen Verlautbarung der polnischen Gesandtschaft unterrichteten. Er, Borah, habe keinerlei Absicht gehabt, über die Unterhaltung mit Herrn Filipowicz etwas zu sagen. Er bedauere,„daß das Gedächtnis des Gesandten hinsichtlich dieser Unterhaltung fehlerhaft zu sein scheine". Zeugen der Besprechung Borahs mit Filipowicz erzählen, der polnische Gesandte habe in der Unterhaltung behauptet, daß das Gebiet des Korridors zu 80 v. H. von Polen bewohnt sei. Borah habe dem polnischen Gesandten darauf erwidert, daß der Korridor in absehbarer Zeit zu 100 v. H. von Polen bewohnt sein würde, wenn die polnische Regierung ihre gegenwärtige Entdeutschungspolitik weiter verfolge. Der Zwischenfall zwischen Borah und Filipowicz erregt in Washingtoner politischen Kreisen das größte Aufsehen, da bisher noch kein diplomatischer Vertreter des Auslandes dem Vorsitzenden des Senatsausschusses für Auswärtige Angelegenheiten„mangelhafte Kenntnisse“ der politischen Verhältnisse vorgeworfen hat. Einen neuen Beweis für die von Borah gebrandmarkte polnische Entdeutschungspolitik im Korridor liefert die folgende Meldung: Dirschau, 27. Oktober. In dem letzten Tätigkeitsbericht des polnischen Unterrichtsministeriums über die Schulverhältnisse im Weichselkorridor wird u. a. erklärt, daß überall, wo 18 deutsche Kinder vorhanden waren, ihnen der Unterricht in deutscher Sprache als Fach gesichert war. In Orten mit mehr als 40 deutschen Kindern beständen deutsche Klassen und deutsche Minderheitenschulen. Im Gegensatz hierzu hat der Deutsche Schulverein in Polen festgestellt, daß 66 v. H. der deutschen Kinder im Weichselkorridor ohne deutschen Unterricht sind. Weiter macht der Deutsche Schulverein 75 polnische Schulen namhaft, die sämtlich von über 18 deutschen Kindern besucht werden, in denen seit 1920 aber niemals deutscher Unterricht erteilt worden ist. Japan gibt nicht nach Der Verfassungsausschuß des bayrischen Landtages lehnte gestern die Anträge der Nationalsozialisten, der Deurschnarinaten und der Kommunisten auf Aufhebung Neues in Kürze Deutschnationalen und der Kommunisten auf der bayrischen Notverordnung vom 26. August mit 10 gegen 9 Stimmen ab. Gegen die Anträge stimmte nur die bayrische Volkspartei. Die Vertreter der D BP. und der SPD. enthielten sich der Stimme. Die Fahrt des Jauchbootes M B 116 Tur Erstaufführung des Schauspiels„-Boot 116“ von Jorester-Lerbs im Stadttheater Das Tauchboot„U B 116“, geführt vom Kapitänleutnant Emsmann, ist, obzwar Sinnbild, keine Erfindung: Es fuhr zu Beginn der Revolution gegen die Engländer, und es ging unter. Diese Vorgänge, deren Motive und Zusammenhänge alles hergeben, was zur Gestaltung eines dramatischen Werkes reizen konnte, fesselten— und das ist das Eigenartige bei der im Grunde doch volksmäßigen Bindung des Stoffes— einen ausländischen Autor, und zwar, was für diesen Fall viel besagen will, einen Engländer. Der sehr geschätzte und schätzbare Schriftsteller C. S. Forester griff den Vorfall auf und machte daraus ein viel gespieltes Theaterstück—„U 97“. Es bleibt erfreulich, daß aus England ein so nachdrücklich um Unparteilichkeit und menschliche Erfassung bemuhtes Seekriegsstück kam— gerecht und„gentlemanlike". Bestes englisches fair play wie der Dramatiker die deutschen Tauchbootleute schildert, die mit einer schlichten und geraden Heldenhaftigkeit in den Tod gehen, weil ihre Verzweiflung über den Zusammenbruch keinen anderen Ausweg sieht und ihr Ehrgefühl sich der Unterwerfung unter die Friedensbedingungen entziehen will. Sie bezahlen diese Verwirklichung einer Idee mit dem Tode— wollen sie mit dem Tode bezahlen, um durch diese letzte Folgerung zu beweisen, was ein klar erkannter und einheitlich gewollter Gemeinschaftsgedanke vermag. Ausländer eine deutsche Begebenheit zum Beispiel. Wenn wir dies Merkwürdige verstehen, kann uns ein solches Stück wie das dieses Engländers Hinweis sein für das, was die Zeitläufte gerade heute an Not uns auflasten. Daß Forester in seinem Stück bei der Schilderung des„Milieus“ zu etlichen Malen danebengriff entschuldigt sich selbst mit Unkenntnis. Die Berichtigung offensichtlicher Schilderungsfehler verstand sich für den deutschen Bearbeiter von selbst. Das Stück wirbt mit aufrichtiger Absicht um rechtes Verständnis. Es ist niemandem zuliebe und niemandem zuleide geschrieben; es bestrebt sich, unverzerrt und mit dem Einfühlungsvermögen blutnahen Begreifens die Menschen von damals in ihrer Bedingtheit und Unbedingtheit zu schildern. Der Einzelfall, durch seine besondere Artung eindrucksvoll aufwachsend aus der Fülle heldischer Leistungen, soll dem Gedanken dienen: Tatbereite Volksgemeinschaft im Ringen mit dem Schicksal. Der Fall, daß ein Ausländer sich bemüht, die Art des deutschen Volkes unter dem Gesichtspunkt der Gerechtigkeit zu erkennen und zu schildern, ist nun an sich nichts Neues. Man denkt unwillkürlich an Rollands Johann=Christoph=Roman, an Sherriffs„Andere Seite“, an Maurice Rostands„Mann, den sein Gewissen trieb". Aber es hat etwas Erfreuliches, Zuwachs zu entdecken unter den Arbeiten dieser Einstellung. Um zu zeigen, wie höchste Not nicht für die äußeren Lebensumstände, sondern für die Seele das glücklicheren Verhältnissen nicht gegönnte Wunder vollbringt und die große Gemeinschaft wirkt, wählt ein Das Deutsch-italienische Institul in Köln eröffnet Anläßlich der Eröffnung des Deutsch=italienischen Zentralinstituts im Petrarca=Haus zu Köln, das sein Gegenstück in dem Italienisch=deutschen Institut, im Goethe=Haus zu Rom hat, fand am Montag mittag im Muschelsaal des Kölner Rathauses eine Feier statt, an der die Spitzen der Reichs=, Staats= und städtischen Behörden, Vertreter von Kunst, Wissenschaft und Wirtschaft. sowie hervorragende Persönlichkeiten des italienischen Geisteslebens teilnahmen. Nach einem einleitenden Quartett von Verdi begrüßte Oberbürgermeister Dr. Adenauer die Erschienenen, insbesondere die italienischen Gäste, voran den Vertreter der italienischen Regierung, Exzellenz Professor Dr. Gentile, und den Präsidenten des Deutsch=italienischen Instituts, Professor Dr. Farninelli. Ueber Ziel und Zweck des Instituts sagte Dr. Adenauer: Die Grundlage der Beziehungen der Völker zueinander bilde das Vertrauen. Dieses Vertrauen könne nur erwachsen aus dem gegenseitigen Sichkennenlernen und Verstehen. Das Institut, das die kulturellen Beziehungen zwischen Deutschland und Italien pflegen solle, diene diesem Verstehen. Möge das Deutsch=italienische Institut im Petrarca=Haus zu Köln und das Italienisch=deutsche Institut im GoetheTokio, 27. Oktober. Das japanische Außenministerium veröffentlichte am Montag eine Erklärung zu den Beschlüssen des Völkerbundsrats. Danach sei die japanische Regierung der Ansicht, daß die Feststellungen des Völkerbundes in chinesisch=japanischen Streit nicht den Tatsachen entsprächen, und daß die Beschlüsse die Verträge zwischen China und Japan verletzt hätten. Der Streitfall könne durch chinesisch=japanische Verhandlungen geregelt werden. Da China nicht an Verhandlungen denke, müßten die japanischen Truppen selbstverständlich in der Mandschurei bleiben. Die Annahme der fünf Punkte, die die japanische Regierung am 9. Oktober mitgeteilt habe, sei die Vorbedingung für die Räumung. Moskau, 27. Oktober. Nach einer Meldung aus Mulden wurde in der Nähe von Taonan eine japanische Schutztruppe von Chinesen überfallen. Drei japanische Soldaten wurden getötet, 8 Chinesen, die gefangengenommen wurden, sind vom Kriegsgericht zum Tode verurteilt und erschossen worden. Noch grüßen uns d lassen uns denken, der Noch stehen wir mehr ms liegenden Sommer In einer Zeit, in der tagsnöte konzentriert, des Morgen nicht ver Lot am eigenen Leibe darf sich nicht den Opf langt werden. Der W harten Kampf um sein seine Familie zu erhe hausfrau als Auf kreises? Auch sie muß und sich darauf einstell indem sie entbehrliche erschafft. Darum, Hausfre Gerade jetzt empfi Gerade jetzt kann daf frieren muß. Wer diese mit Kleidungsstücken; Zeit geschah, und daß Keine Hausfrau d gegnung finden, sie w Unnützes herumliege. die übrigen Sachen h lich keine antworten. leiten in einem Haus Da liegen noch alt teils gestopft, die nu werden. Stoffreste mterst in einer große lenen Strümpfen un dung warten. Es ka werden oder mithelfe bessern. Zur Zeit des Schuhwerk so di Ecke steht noch ein? oder zerrissenem Led wollte. Aber warun einem gern etwas„ wieder anziehe, so lassen, die ein Paar bringen. Die Hand wenn es gilt, für 2 muß vielleicht morger er heute selbst noch Befriedigung hat er eingesprungen, solan Aber vor allemn Hausfrau wenden, die dank der trügeri menden Winter noc lleidung haben, wen ser kurzen Spanne, mag die Hausfrau zum Keller durch machen; es könnte Hausrat oder Wä ist, Freude zu mach Also laßt uns als gelte es, eine und das gilt es ja schon eine verlassene Rumpelkammer steh birgt, selbst in der eine Schürze gefun gessener Schrank,d digere Bestimmung zu werden. Uebera Der Handelsvertrag zwischen Deutschland und Chile, der am 24. Oktober abgelausen war, ist vorläufig bis zum Ende dieses Jahres verlängert worden. „Laut„Völkischem Beobachter“ sind eine Anzahl von SA.=Leuten, die in Braunschweig waren, noch als vermißt gemeldet. Man nimmt an, daß die Leute von politischen Gegnern irgendwo verborgen gehalten werden. Jare Eine Entsch Eine Devisenkonferenz der B. J. Z. soll am 3. November in Prag stattfinden. Dort sollen die Devisensachverständigen der interessierten Zentralbanken die von verschiedenen Ländern eingeführte Devisenkontrolle besprechen. 5 Haus zu Rom dazu beitragen, daß die geistige Erneuerung Europas fortschreite, so schloß Dr. Adenauer.— Darauf ergriff Exz. Professor Dr. Gentile das Wort, um die Grüße der italienischen Regierung zu überbringen und Ur Adenauer für dessen Initiative zur gen und Dr. Abentauer für bessen IIntllaride zur Schaft jung des Instituts zu danken. Auch er betonte den Wert der wechselseitigen kulturellen Beziehungen für das Leben der Völker. Am Montag sammlung des In war, unter dem statt. Die Versa keitsbericht der Ge entnehmen war, de in allen Zweige wirtschaft ist. Trotz der E bisher möglich g werks intakt und Syndikus Dr. sammlung ein Re politische Tagesfr. Berücksichtigung Im Anschluß an wurde der Versan Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand ein Vortrag des Leiters des Deutsch=italienischen Instituts, Erz. Professor Dr. Farinelli, über Petrarca und Deutschland in der dämmernden Renaissance. Der Vortragende schilderte fesselnd, wie Petrarca im Jahre 1333, von Avignon kommend, in den ihm unbekannten Norden vorstieß, Paris, Gent und Lüttich besuchte, um schließlich an den Rhein zu gelangen, wo er voll ungläubigen Staunens herrliche, von strahlender Sonne beschieneue Städte, die sich im Rhein badeten, statt finsterer mürrischer Barbaren, Menschen von heiterem, offenem Wesen vorfand. Es sollte ein Vierteljahrhundert vergehen, bevor Petrarca den fernen Norden wieder erreichte, um als Gast am Hofe des Deutschen Kaiser Karl IV. zu verweilen. Zwischen Kaiser und Dichtel entwickelte sich ein anhaltender, rührender Freundschaftsbund.— Reicher Beifall lohnte die temperamentvollen und interessanten Ausführungen des Vortragenden.— Ein Quartett von Beethoven schloß die schlichte Feier. folgenden Inhalt: „In den letzt Kreisen des Hai stiegen. Große 2 träge und Rückla entgegen. Hohe einen, zunehmend senkung der Prei mer neue Betriel wendet sich die schusses an die 2 oringenden Bitte. teilung von Auft der Auffassung: Präsidium und Direktionsrat des Deutsch=italient schen Institutes sandten Begrüßungstelegramme an Mussolini, an den Reichskanzler, den deutschen Botschafter in Rom und die italienische Botschaft in Berlin. daß die A durchgefüh Uebereinsti trägen dur für die B tätigkeit während muß; daß bei rungen### Anbietend Nr. 253 38. Jahrgang Mittwoch, 28 Oktober 1931 Bellage zum Bochumer nzeiger u. Gen. Anzeiger 7. Oktober ung des## nächst Pol# me als den Eind# damm### le sagen au immer wiedn um Auskünf einend, um bzuhalten. 2 midt zwang rstag vertagt WINTER 1931 1932 auch mehr geschehen, und das soll es auch. Wer dazu in der Lage ist, darf in diesem Winter nicht vergessen, daß er Opfer zu bringen hat. Es ist so leicht, Gutes zu tun. Wer einmal geben gelernt hat, wird seine Freude und seine innere Befriedigung daran finden. Wir haben Jahre hinter uns, wo das Bewußtsein der Not des Nächsten nicht an unsere Tore klopfte. Nun ist die große Not da. Nun darf niemand Feiertag halten und sich der großen Volksfront der Hilfsbereiten entziehen. Helsen müssen wir alle. Aber Führer, Wegweiser, Erfinder in diesen Notzeiten wird und muß die deutsche Hausfrau sein! ein Kleid, ein Mantel, Kleidchen der Kleinsten den. Wenn man sich sten neu herrichten läßt. Fast es selbst noch wieder zu verfreude Triumphe, wenn staunend ein Paar Kinderschuhe, Mützen, Mühe gibt, wird alles aus Kleidern und Resten neu der feriwoiligen Fürsorgeorguist Kars anr de wird es sachgemäß verwandelt und tomme vunn an die Stelle, wo es Freude erweckt und wohltut und das Gefühl des in der Not Alleinseins mildert.— So geht das Suchen, Entdecken und Plänemachen weiter, erweckt Genugtuung und bringt das Bewußtsein, Gutes zu tun und dem Volke zu nützen. Es rann aber 27. Oktober Noch grüßen uns die Strahlen der Herbstsonne und anter dem Eindruck des, Hinter 5 bunug boiy, D voch, zenden Sommers als des kommenden winers. besen, V Zeit, in der sich ales auf gegenwärtge. 21. I Geheißl viem sie entbehrliche Kleidungstücke anderen Armen Darum, Haussranen, beift Arme fleiden! Gerade jetzt empfindet jeder die kälterg, Tophiepägitz Gerade jetzt kann dafür gesorgt werden, daß nieman frieren muß. Wer diesen Zeitpunkt dazu benutzt, anderen mit Kleidungsstücken zu helfen, weiß, daß es zur rechten Zeit geschah, und daß er Krankheit und Not verhindert Keine Hausfrau darf auf diese Bitte etwa die Entfinden, sie wisse, daß in ihrem Haushalt nichts Unnützes herumliege. Jeder Fetzen sei verwertet und die übrigen Sachen habe sie verschenkt. So wird sicherlich keine antworten. Es gibt ja noch so viele Möglichleiten in einem Haushalt, an die man gar nicht dentr. Da liegen noch alte Kleider, teilweise zerrissen, teils gestopft, die nur darauf warten, ausgegraben zu werden. Stoffreste fristen ein trauriges Dasein zumierst in einer großen Truhe, wo sie unter alten wollenen Strümpfen und Wäschestücken auf neue Verwendung warten. Es kann jedes Stück wieder ein Ganzes verden oder mithelfen, ein zerrissenes Stück auszuZur Zett des unbeständigen Herbstwetters ist Schuhwerk so dringend nötig. Irgendwo in einer Ecke steht noch ein Paar mit schiefgelaufenen, Absätzen oder zerrissenem Le wollte. Aber wart einem gern etwas wieder anziehe, se lassen, die ein Pac bringen. Die Hai wenn es gilt, für Spenden nehmen entgegen: Städtisches Wohlfahrtsamt Hilfsfonds bei der Stadtkasse Nr. Ea 1 VIII# Evangelisch=kirchliches Jugendund Wohlfahrtsamt (Ortsverband für Innere Mission) Grabenstr. 11, Postscheckkonto Dortmund Nr. 32678 Katholischer Karitasverband für Bochume. V. Kirchstraße 7, Städt. Sparkasse Konto Nr. Vaterländischer Frauenvere. vom Roten Kreuz Sedanstr. 6, Postscheckkonto Dortmund Nr. 32377 Arbeiter=Wohlfahrt, Viktoriastraße 46, Bank der Arbeiter, Angestellten und Beamten Konto Nr. 6197 Christliche Arbeiterhilfee. V. Ortsausschuß Bochum, Hellweg 25 Israelitischer Frauenverein, Bergstraße 81, Postscheckkonto Rabbiner Dr. David, Dortmund Nr. 8865. Die Weihe der Meinolphuskirche Die Provinz spart 7. Oktober. ntführung des Danziger auf Staatsangeas Urteil verna wurde weinheit mit ge„ Amtsanma= und Paßvernaten Gegte A zw. 15 Tage jowski, ist beis Gebiet gewird ausgeergeben, daß d mit Zui entführt n, eine Belohn der Entfühgen beide AnIntersuchungss nicht angeBetracht geBalsam die t worden und sbruch anzuwirtschaftsschädlichen Sparmaßnahmen Einnahmenminderung zwingt Westfalen zu Die Folge: weniger Arbeit Die Finanzgebarung der Provinz Westfalen zeichnete sich beim Abschluß des vergangenen Etatjahrez. durch die bemerkenswerte Tatsache aus, daß die Westfalen ohne einen Fehlbetrag in das Haushaltsjahr 1931/32 hineingehen konnte. Durch eine weitere stark zurückhaltende Ausgabenwirtschaft, die schon gleich in den ersten Monaten des laufenden Haushaltsjahres zu einschneidenden Sparmaßnahmen griff, wurde in vorsichtiger Abwägung der weiteren Entwicklung der allgemeinen Finanzlage alles getan, um nach Kräften vorzusorgen, daß auch in diesem Jahre ein Fehlbetrag im Provinzialhaushalt unter allen Umständen vermieden werde. Ueber die auf Vorschlag des Landeshauptmanns vom Provizschlaukingen purde im nen früheren scharfen Ausgabenbeschlg.###„##utde im Juni und Juli bereits berichtet. In der türzlich in Münster abgehaltenen Provinzialausschuß=Sitzung hat der Landeshauptmann die von ihm in den ten durchgeführten beziehungsweise die in Aussicht genommenen weiteren großen Sparmaßnahmen, die tief in den für 1931 aufgestellten Haushaltsplan eingreifen, dem Provinzialausschuß unterbreitet. Daß auch die Provinzen, entgegen einer vielfach verbreiteten Ansicht, wonach sie von der allgemeinen Wirtschaftsnot kaum betroffen würden, sehr unter der Wirtschaftskrise zu leiden haben, geht aus den vom * Landeshauptmann bekanntgegebenen Zahlen deutlich hervor. So benötigt allein Westfalen für die infolge * der großen Verschlechterung der allgemeinen Wirtschaftslage stark gestiegene Zahl der Landeshilfsbedürftigen, die der Provinz zur Last fallen, einen Mehrbetrag von 1500000 RM. Eine weitere Mehrausgabe ist durch die 8 deutsche Finanzkrise aus der starken Erhöhung der Zinss belastung entstanden, die sich um mindestens 600 000 ckp Reichsmark steigert. Diesen vergleichsmäßig die niedrigste Provinzialumlage von allen preußischen Provinzen. Eine starke Beengung der Kassenlage der Provinz entsteht daraus, daß eine Reihe von Stadt= und Landkreisen, im besonderen des Industriegebietes, infolge ihrer bekannten, durch die Erwerbslosenlasten verursachten Finanznöte mit der Entrichtung der Provinzialumlage und der Pflegegelder für ihre in den Provinzialanstalten untergebrachten Kranken und Pfleglinge stark im Rückstand sind. Auch daraus ist zu ersehen, wie stark die Rückwirkungen der allgemeinen Krisis auf die Finanzund Kassenverhältnisse der Provinz sind, und das um so mehr, als der Flüssigmachung der Reserven die bekannten Schwierigkeiten entgegenstehen. Anläßlich der vom preußischen Innenministerium vor einigen Tagen verfügten Sonder=Provinzialumlage haben die Provinzen bekanntlich bei ihren gegen die Sonderumlage erhobenen Bedenken auf diese Rückstände und Ausfälle, die schon bei der bisherigen, verhältnismäßig niedrigen Provinzialumlage zu verzeichnen sind, besonders hingewiesen. Diese Rückstände sind darauf zurückzuführen, daß die Gemeinden und Kreise infolge der drückenden Erwerbslosenlasten ihre Zahlungen an die Provinz und die Rückzahlungen ihrer Darlehen an die Landesbank nicht aufbringen können. Alles in allem rechnet die Provinzialverwaltung nach dem jetzigen Stande der Dinge damit, daß der Ausfall an Steuerüberweisungen und an Provinzialumlage und der Mehrbedarf für die Landeshilfsbedürftigen und erhöhte Zinsbelastung einen Gesamtzier gg. Ge geznsphregen sich auch Schuster, finden Der 27. Oktober war ein Festtag für die Meinolphuspfarrei. Der Kirchplatz war prächtig geschmückt. Die Häuser in der Nähe der Kirche waren mit Fahnen geziert, Girlanden überspannten die Straße und zogen sich am Jugendheim entlang. Der Tag wurde am Montag abend durch die Glocken der Pfarrkirche feierlich eingeläutet. Um 9 Zeserlichzeiterr mit Freimals morgen die Einweihungsfeierlichte### ar btemmult gem Umgang des Herrn Erzvischofs Dr. Caspar Klein um die Kirche. Katholische Jungmänner und Jungfrauen, Männer, Frauen und Kinder hatten sich schon lange vor Beginn der Feierlichkeit vor der Kirche eingefunden. Nachdem die Religuien von der Kapelle des Mauritiusstiftes im feierlichen Zuge vom Herrn Erzbischof in die Kirche getragen und im Hochaltar heigesetzt worden waren, begann der Weiheakt, der uer eine Stunde dauerte. Die Vikare Dr. Schlutz und Schröder assistierten bei der Handlung. Priester der Pfarrei waren im bestorngt, anwesegh. Nach der Konsekration wurde das Gottes#aus wieder geöffnet. Die Gemeinde füllte die Kirche bis auf den allerletzten Stehplatz. Pfarrer Heimhardt von der Marienpfarrei hielt das Levitenhochamt„unter Assistenz der Herren Vikare Schröder und Lohoff. Die Feier wurde durch die Gesänge des Kirchenchores unter der Stableitung von Studienrat Hoischen gerschönt. Die Orgel meisterte Organist Taae.„Nach dem Levitenhochamt bestieg der Erzbischof im Ornat die Kanzel und richtete herzandringende Worte an die Gemeinde. Er gab seiner Freude Ausdruck, daß er " der Gemeinde gelungen sei, diesen Tag zu begehen. Großen Dank zollte er allen Helfern, die mit an dem * Bau des großen Gotteshauses gewirkt hätten. Am . Oktober. iffentlichte an n des VölkerRegierung der lkerbundes im Tatsachen entträge zwischen treitfall könne geregelt werdenke, müßselbstverleiben. Die che Regierung Vorbedingung 7. Oktober. se in der Nähe utztruppe apanische Soligengenommen verurteilt und zu werden. Ueberall feiert die jetzt erwachte EntdeckerZul=Sieuerung dei Kol des Handwens ind und Chile, vorläufig bis sen. Eine Entschließung der Vollversammlut Am Montag fand die diesjährige Herbstvollver; sammlung des Innungs=Ausschusses, die start vesucht war, unter dem Vorsitz von Malermeister Köllermann statt. Die Versammlung nahm einen kurzen Tätigkeitsbericht der Geschäftsführung entgegen, aus dem zu entnehmen war, daß in allen Zweigen des Handwerks die gegenwärtige wirtschaftliche Lage äußerst ungünstig ist. Trotz der Schwierigkeiten der Zeit ist es jedoch bisher möglich gewesen, die Organisation des Handwerks intakt und auch finanziell in Ordnung zu halten. Syndikus Dr. Grünewald erstattete in der Versammlung ein Referat über„Wirtschafts= und sozialpolitische Tagesfragen des Handwerks unter besonderer Berücksichtigung der gegenwärtigen Wirtschaftslage". Im Anschluß an die Ausführungen des Referenten ne Anzahl von noch als verdie Leute von halten werden. zll am 3. Non die Devisensanken die von enkontrolle beistige ErneueAdenauer.— le das Wort, zu überbrinive zur Schafbetonte den ungen für das Feier. and ein Vorden Instituts, Petrarca und ce. Der Vorn Jahre 1333. innten Norden le, um schließvoll ungläubiSonne beschiestatt finsterer erem, offenem hrhundert veren wieder ertschen Kaiser! r und Dichter nder Freundtemperamentes Vortragenoß die schlichte Bilder aus Bochumer Gerichtssälen „Schuld war der Schiener verantwortlich zu machen. spruch, da zu einem Sch ausreichte. sich auf der Straße„„„ wagen" durch den Industriebezirk hindurch sauste, gabs nicht nur überall ein großes Gedränge, sondern es gab auch Püffe und Quetschungen und manch einer kam unsanft unter die Räder, wenn er sich auf der Straße nicht genügend schutzte. In Bochum=Langendreer, wo das Propeller=Fahrzeug gleichfalls durch den Bahnhof sauste wie der Wind, war natürlich alles auf den Beinen, ob sie nun schnell oder langsam laufen konnten. So war eine ältere Frau ein Opfer des aufregenden Tages geworden. Sie hatte das technische Wunderwerk„erleben“ wollen und war dabei in der Nähe der Buhnhofsgeländes von einem Auto angefahren worden. Schwere Verletzungen waren jedoch nicht eingetreten. Der Chauffeur hatte der Frau dann auch noch geholfen, einen Platz zu ersteigen, von dem aus sie in den Bahnhof blicken konnte. Viel hatte die Frau aber nicht davon gehabt:„Husch husch, war schon alles vorbei!“ Beginn der Schwurgerichtsperiode Am Landgericht Bochum begann am Dienstag eine kurze Schwurgerichtsperiode unter dem Vorsitz von Landgerichtsdirektor Homert. Der erste Tag wurde ausgefüllt durch die Meineidsklage gegen einen jungen Burschen, der in einem Vaterschaftsprozesse als Entlastungszeuge zu ungunsten der Kindesmutter falsch geschworen haben und dieses Verbrechens auch gestandig gewesen sein soll. Obgleich der Staatsanwalt das Schuldig beantragte und anderthalb Jahre Zuchthaus vorschlug, weil das Mädchen wie das Kind in die allerschwierigste Lage gebracht werden können durch einen solch bösen Eid, endete die Sache doch mit einem Freie leutsch=italieniegramme an schen Botschafin Berlin. solch bösen Eid, endete die Sache doch mit einem Freispruch. Der Fau wurde dadurch aufregend, daß der Vorsitzende von der Vereidigung einer Zeugin deshalb absehen mußte, weil diesem Menschenkinde offenbar keine rechte Vorstellung von der Wichtigkeit und der Heiligkeit des Eides beigebracht werden konnte. Die Zeugin hätte sich aus Dummheit oder Leichtfertigkeit glatt ins Zuchthaus hinein geschworen. Aus den Bochumer Parteien und Vereinen Die Frau in der Anwaltsrobe Die Frau dringt jetzt auch stärker in den Justizdienst ein. Schon hin und wieder sah man junge Rechtsstudentinnen hinterm Richtertisch, um sich das nötige Rüstzeug zunächst als Hörerinnen zu holen für den Dienst in Justitias ernsten Hallen. Bisher waren diese Dinge ausschließlich Männersache. Dieses Vorrecht hat nun auch in Bochum eine Durchlöcherung erfahren. Man wird der Frau in der Amtsrobe jetzt vielleicht öfters begegnen. Vor dem Amtsgerichte sah man heute eine junge Anwältin in der schwarzen Robe des Verteidigers. Sie stellte sich schützend vor eine junge ungewandte Angeklagte, gegen die der Vorwurf der Beihilfe zu einem Betrug erhoben wurde. Sie war von einem Manne, mit dem sie unterdes das Verlöbnis gelöst hatte, zu einer Bürgschaftsleistung verführt worden, die sie nicht erfüllen konnte. Jetzt sollte das Mädchen für den robusten Gesellen, dem es weniger auf ihre Liebe als offenbar auf ihr Geld angekommen war, den Kopf mit ins Loch stecken. Und „Fräulein Anwalt“ versuchte mit Achtungserfolg ihre sehr erschreckte tränenreiche Mandatin wacker herauszupanken. Das erste Auftreten in der schwarzen Robe! Man hörte am Tisch der Schöffen gespannt auf und der Zuhörerraum machte bei diesem ihm neuen „Erlebnis der Frau im Gerichtssaal“ große Augen und spitze Ohren... (e) 40 Jahre katholischer Bergmannsverein Hamme. In kleinem, aber würdigem Raymen beging der im Jahre 1891 ins Leben gerufene katholische Bergmannsverein Bochum=Hamme am Sonntag das Fest seines 40jährigen Bestehens. Seinen kirchlichen Untergrund erhielt das Fest durch eine Messe für die lebenden und abgestorbenen Mitglieder des Vereins, in der sich die Mitglieder zahlreich an der Gemeinschaftskommunion beteiligten. Zu der Festfeier am Nachmittag im Jugendheimssaale hatten sich außer den Mitgliedern auch deren Angehörige sehr zahlreich eingefunden. Ein herzliches Grußwort richtete der Präses, Vikar ten Hompel, an die Erschienenen. Im Mittelpunkt der Feier stand die Auszeichnung der Jubilare, die 25 Jahre dem Verein die Treue bewahrt haben. Es waren dies die Mitglieder Stadtverordneter Anton Albers, Johann Heidgen und Franz Fischer. Vikar ten Hompel sprach den Jubilaren im Namen des Vereins für die langjährige Arbeit Dank und Anerkennung aus und überreichte ihnen ein sinniges Angebinde. Pfarrer Arens forderte in einer Ansprache zu gegenseitiger Hilfeleistung in dieser schweren Notzeit auf. Im gut zusammengestellten Rahmenprogramm gab es viel abwechslungsrieche Darbietungen. Einige nette Volkstänze und ein exakt aufgeführtes Keulenschwingen gefielen sehr. Einige launige Buhnenstücke brachten angenehme Heiterkeit. Ein flottes Tänzchen beschloß die in allen Teilen gut verlaufene Feier. (:) Deutsche Arbeitsgemeinschaft. Am vergangenen Sonntag wurde im Lokale Bergmann, Markstraße, die Deutsche Arbeitsgemeinschaft. Vereinigung nationaler Arbeitnehmer, für die Schachtanlagen„Prinz Regent“ Arheits gegründet. Der vorsivenoe der Deutschen Arbeitsgemeinschaft beim Bochumer Verein, Elias sprach über das Thema:„Warum nationale Arbeitnehmerbewegung?“ Eine lebhafte Aussprache schloß sich an. Mehrere Arbeiter traten der Bewegung bei. Der Einberufer Kilfitt sagte den alten Verbänden Kampf an; er trat ein für Beseitigung des starren Tarifwesens, Einführung des Leistungs= und Verantwortungslohnes, Beseitigung des staatlichen Schlichtungswesens. Traditionsecke ∆. Kriegerverein 16. AK.„Graf von Haeseler“. Bochum. Der Verein hielt am Sonntag seine Monatsversammlung ab. An der Gedächtnisfeier(Allerheiligen) zu Ehren der gefallenen Helden nimmt der Verein geschlossen teil. Antreten 14 Uhr, Vereinslokal. Kamerad Behrens berichtete über die Tagung des HaeselerBundes in Gevelsberg. Im Anschluß an die Versammlung fand eine Feier statt zu Ehren der Kameraden, die 25 Jahre Mitglieder sind. Nach einem Prolog begrüßte der Vorsitzende Soddemann die Erschienenen. Er gab einen Rückblick über die 26jährige Vereinstätigkeit. Den Jubilaren Lange,, Kauvs, Schiller, Tewes, Wilms, Weber wurden vom Vorsitzenden im Namen des Preußischen Landes=Kriegerverbandes das Jubiläumsabzeichen überreicht. Nach Beendigung des offiziellen Teils folgte ein fröhliches Beisammensein. L. Bund ehemaliger 256er, Ortsgruppe Bochum. Die erste Monatsversammlung wurde diesmal im neuen Vereinsheim, Sport=Zentrale, abgehalten. Der Vorsitzende begrüßte die Erschienenen. Er machte dann bekannt, daß im November ein Schießabend stattfinden soll, zu dem die Ortsgruppen Dortmund und Gelsenkirchen eingeladen werden. Arbeitsgemeinschaft der Bochumep= geslage zum 2 Bürgerschützenvereine Wägzeiger u. Gen.! Königin=Wanderpokal Werne gewann den Am Sonntag fand, wie wir in der Montagsnumn### schon mitgeteilt, das sich jedes Jahr wiederholende## derpreisschießen um den Königin=Ehrenwander statt. Der Pokal wurde bekanntlich von der Kön##### des Bochumer Bürgerschützenvereins, Frau Diretun Dr. Moslopp, gestiftet nud im vergangenen Jahre### erste Mal ausgeschossen. An diesem Wettkampfe be### ligten sich die Schutzenvereine Groß=Bochums, die## Zorast korder der Sotet Jahre 1929 an der 100jährigen Jubelfeier des Bochungg Bürgerschützenvereins teiggenommen haben. Jeder### ein hatte die 20 besten Schützen nach sorgfältiger Au wahl ins Treffen zu schicken. Der Bürgerschützenver Gerthe, als vorjähriger Gewinner des Potals, mun denselben in diesem Jahre verteidigen.(Der Pokalm### dreimal hintereinander gewonnen sein, um endgün in den Besitz eines Vereins überzugehen.) Burge### Schüsse auf einen flüchtigen Dieb Am 27 Oktober, gegen.15 Uhr, wurde von einem Polizeibeamten an der Unterführung auf der Kohlenstraße ein Mann wahrgenommen, der in verdächtiger Weise einen Korb mit sich trug. Als der Mann den Polizeibeamten erkannte, ergriff er unter Zurücklassung des Korbes die Flucht. Der Beamte gab nach mehrAus den=Siadilen=Wenmal Evangelische Schulgemeinde Weitmar=Eppendorf. Mitglieder und Eltern der evangelischen Schulgemeinde maligem erfolglosen Anruf drei Schüsse auf den Flüchtenden ab. Er entkam jedoch in der Dunkelheit. Der zurückgelassene Korb enthielt etwa 30 Pfund Wurst. Es handelte sich um Diebesgut, das einem Metzgermeister an der Hattinger Straße aus dem Kühlraum gestohlen wurde. Der von dem Polizeibeamten verfolgte Mann wird zweifellos auch als Täter in Frage kommen. Er trug einen grauen Mantel und eine Schlägermütze. Bei der Flucht ist er in Richtung Weitmar=Nord davongelaufen. Die täglichen Verkehrsunfälle. Am 26. Oktoher, gegen 12.10 Uhr, wurde auf der Ecke Herner und Vierhausstraße eine Radfahrerin von einem Personentraftwagen angefahren und am Kopf erheblich verletzt. Die Verletzte wurde von dem Führer des Personenkraftwagens in das Augusta=Krankenhaus eingeliefert. Lebensgefahr besteht nicht. Beide Fahrzeuge wurden beschädigt.— Am Dienstag vormittag fuhr ein Personenauto die Alleestraße hinunter, dem zwei Radfahrer folgten. Als das Auto plötzlich stoppte, fuhr einer der Radfahrer mit voller Wucht dagegen; er erlitt einen schweren Armbruch. des Kirchenbezirks Weitmar=Eppendorf vereinigten sich am Sonntag nachmitag in stattlicher Zahl zu einer Versammlung im evangelischen Kindergarten an der Holzstraße. Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand ein mit großer Aufmerksamkeit angehörter interessanter Vortrag des Vorsitzenden der Kreisverbindung Groß=Bochum der evangelischen Schulgemeinde, Lehrer Schumacher(Bochum=Riemke), über das Thema: Praktische Schulgemeindearbeit. 1 Herbstkonzert des Männergesangvereins„Nachtigall“. Am vergangenen Sonntag wartete die„Nachtigall im festlich geschmückten Saale der Wirtschaft Georg Glahn mit einem Herbstkonzert auf, das dem Verein abermals einen vollen Erfolg brachte. Chorleiter Kölling bot unter Mitwirkung des bekannten Solisten A. Aßmuth(Vaß) und des Männergesangvereins„Einigkeit" Gelsenkirchen=Ueckendorf, ein auserwähltes Programm. ein Dreifamilienhaus errichten. Der Bau steht bereits kurz vor der Fertigstellung.— Weil die vom Verbandswasserwerk zur Anbringung von Leitungserkennungsschildern verwendeten Holzpfähle in letzter Zeit häufig von ihren Standorten entwendet wurden, hat man dieselben durch verankerte Eisenstäbe ersetzt. a4 schützenverein Werne blieb mit der außergewöhnten guten Schießleistung von 593 Ringen Singer. Königspaar, wie auch Stadtrat Stumpf und„Schütze oberst Cornelius und sonstige Offiziere des Bataillon### bezeugten ihr großes Interesse durch rege Anteilnahm## Die Ergebnisse des Schießens sind folgende: Bürgen# schützenverein Werne 593 Ringe, Bochum 584 Weitmar 550, Gerthe 545, Hoffl Hamme 560, stede 541, Harven 535, Altenbochum 516 uns Brenschede 516. Stadtrat Stumpf begrüßte un der anschließenden Preisverteilung die wackere Schutzen.# schar und beglückwünschte die Sieger des Tages auf dasherzlichste.„Frau, Direktor Dr. Moskopp überreich mit freundlichen Worten und unter großem Beifall de## Potal dem siegenden Verein. Der Vorsitzende###n Werner Vereins dankte der Königin für die Stiftung des Pokals und bat der ersten männlichen Tat,##### zweite folgen zu lassen: den Zusammenschlu aller Burgerschützenvereine Groß=Bo## chums zu einer Arbeitsgemeinschat. Stadtrat Stumpf erwiderte dem Vorredner, daß dieser Vor# schlag gerne akzepiert würde und legte als ersten##### sprechungstermin aller Vereinsvorstände den 17. No## vember bei Karl Schulze fest.„ Der Vorsitzende des Gerther Schützenvereins bei Stadtteil Querenburg a„ Der Chor eröffnete mit„Frisch gesungen von Silcher Ziel und„Es muß was Wunderbares sein" von Pielken den Feierabendgemeinde Querenburg. Am Samstag, 31. Oktober, beginnt die diesjährige Vortragsreihe der Feierabendgemeinde Querenburg mit dem Experimentalvortrag des Okkultismusforschers Wilhelm Gubisch über„Geheimnisvolle, unsichtbare Mächte: Hellsehen, Telepathie, Gedankenlesen, Prophetie, Wunderkuren, Geisterspuk, Suggetion und dergleichen werden im Lichte wissenschaftlicher Kritik und an Hand überzeugender praktischer Vorführungen untersucht. Eine größere Anzahl Freikarten steht für Arbeitslose und Jugendliche zur Verfügung. Näheres wird noch am Freitag im Vereinskalender dieser Zeitung bekanntgegeben werden. mn dauerte, in diesem Jahre nicht so günstig wie im Vor jahre abgeschnitten zu haben, aber der Verein hätte## Kleine Tageschronik. Die Straßenbauabteilung ist augenblicklich eifrig mit dem Ausbau der Straßen im Ehren= und Hunscheidsfeld beschäftigt. Nachdem die Drusenbergstraße sowie die Wasserstraße von der Königsallee bis zur Drusenbergstraße ausgebessert worden ist, sind jetzt weitere Straßen in Angriff genommen. — Bei einer blutigen Auseinandersetzung am Montag abend auf der oberen Pieverstraße erhielt ein Beteiligter einen Hieb. über den Kopf, der ihn zu Boden streckte, ein anderer erlitt eine Kieferverletzung. Reigen seiner Tarbietungen. Herr Aßmuth konnte in seinen beiden Sololiedern,„Der König in Thule“ von Zelter und„Landgraf Ludwig“ von Loewe, sehr gut gefallen und erntete lebhaften Tank. Den ersten Teil der Liederdarbietungen beschloß der Chor mit„Walpurga“ von Hegar, das in seiner wundervollen Tonsprache recht ausdrucksvoll zur Wiedergabe gelangte und als Glanzleistung des Abends angesprochen werden muß. Der Chor brachte im zweiten Programmteil einige schön vorgetragene Volkslieder. Weitmarer Tageschronik. Ein hiesiger Architekt plant die Errichtung einer neuzeitlichen Siedilung an der Blankensteiner Straße hinter dem großen Weitmarer Holz. Das großzügige Projekt, das bis in alle Einzelheiten durchgearbeitet ist, wird allerdings vor fühlbarer Besserung der Wirtschaftslage nicht zur Ausführung gelangen können.— An der Ecke Wasser= und Franziskusstraße läßt der Kaufmann Wehmer von hier Stadtteil Linden-Dahlhausen der vergangenen Woche zwei seiner besten Schützenbrüder durch Unglücksfall verloren. Amtmann Fa mann vom Weitmarer Bürgerschützenverein begrüßn# ebenfalls den angeregten Zusammenschluß aller Schun zenvereine zu einer Arbeitsgemeinschaft und gedachte no#### insbesondere in innigen und warmen Worten der heu# tigen Notzeit des deutschen Volkes und Vaterlandes, und bat alle, nach besten Kräften zur Linderung der Not hilf. reich mit einzuspringen. Er schloß seine Ausführungen mit einem Hoch auf das Bochumer Königspaar. Stadt=# rat Stumpf und Oberst Cornelius als Veranstalter de## Ganzen. Bei dem gemütlichen Beisammensein wur### das Zusammengehörigkeitsgefühl der Schützen noch durch viele launige Reden gesördert. (Weitere Lokalnachrichten auf den Seiten 7 und 11.) Winterhilfe. Aus dem Kreise Warburg sind dem Vikar Grundmann 400 Zentner Kartof= feln und andere Lebensmittel zur Verteilung an Bedurftige der hiesigen Gemeinde zur Verfügung gestellt werden. Verbandsfeier und Jubilarehrung. Die vereinigten Zahlstellen Linden, Hohwege und Ostholz des Bergbauindustriearbeiterverbandes begingen am Samstag im Lutz'schen Saale unter reger Beteiligung eine Verbandsfeier, in deren Vordergrund die Ehrung von Jubilaren stand. Vor der eigentlichen Feier waren die Frauen der Mitglieder zu einem gemütlichen Kaffeekranzchen zusammengekommen. Nach der Begrüßungsansprache des Festleiters wurde die Jubilarehrung vorgenommen und den Jubilaren für die seit 25 und noch längeren Jahren gehaltenen Treue der Dank ausgesprochen. h Wohin gehen wir heute siehe auch Anzeigentell Stadttheater: 19.30 Uhr: Carmen. Operettentheater: 20 Uhr: Viktoria und ihr Husar. Plaza=Tonhalle: 20 Uhr: Varieté. Lichtburg: Die große Attraktion. Odeon: O Mädchen, mein Mädchen. Skala=Lichtspiele: Die blonde Nachtigall. Ufatheater: Um eine Nasenlänge. Weltlichtspiele: Reserve hat Ruh. Apollotheater: Tingel=Tangel. Capitol: Mitternachtsliebe. Café Industrie: Fünfuhrtee. 18) R O MANVON HANSLEHR Die Wasser=, Lebensmittel= und Kohlenvorräte werden ergänzt. Unterdessen begeben sich der General und einige seiner Offiziere an Land; nach der Rückkehr lächeln sie sich auf der Kommandobrücke vergnügt zu. Die Motorjacht„Manuela Fé“, die bald darauf in See sticht scheint sie besonders zu interessieren; sie beobachten sie, bis sie den Hafen verlassen hat. Schon knarren und ächzen die Ankerketten hoch, da kommt in letzter Minute ein Motorboot angejagt und legt am Fallreep des„Falken" an. Kapitän Zapplatt flucht wütend. Was ist los?— Was soll das?!— Kommen da im letzten Augenblick noch Scherereien?— Aber nur ein Mann kommt heraufgeklettert, ein Zivilist— Malcolm Grenfell. Energisch schiebt er den empfangenden wachthabenden Offizier zur Seite und eilt auf den Kapitän zu. „Sie sind der Kapitän?“— „Jawohl! Sie wünschen?— Beeilen Sie sich; ich habe keine Zeit!“ „Sie fahren unter dem Sternenbanner?"— „Sie sehen es doch! Wozu die Frage?“— „Sie müssen mich mit nach La Guayra nehmen!“ „Tut mir leid, Mister, aber mein Schiff ist bis auf den letzten Platz besetzt!" Auf diese Antwort ist Grenfell gefaßt gewesen. Er blickt dem Kapitän mit verhaltener Drohung ins Gesicht. „Ich bin USA.=Konsul und in geheimer Mission von Paris her auf dem Wege nach Caracas. Als loyaler Führer eines Dampfers der Union können Sie nichts anderes tun als mich mitnehmen! Ich würde Sie nicht belästigen, aber angesichts der schwierigen politischen Verhältnisse ist es mir zur unbedingten Pflicht gemacht worden, mich so schnell wie möglich nach Venezuela zu begeben. Sie haben es sicher gehört und sehen es auch selbst, daß der Dampfer„Queen Viktoria“ infolge Maschinendefekts liegen bleiben muß, bis Ersatzteile aus Havanna eingetroffen sind!“ Mein Name ist Roger Templeton Whitney; hier ist meine Legitimation!“ Im geheimen wünscht Kapitän Zapplatt den ungebetenen Gast zu allen Teufeln. Vor Aerger verläßt ihn seine Geistesgegenwart: er findet keine Ausrede, mit der er ihn loswerden könnte. Auch General del Gado ist von der Anwesenheit des neuen Reisegesellschafters wenig entzückt. Das kann die Revolution aufs schwerste kompromittieren wenn bekannt wird, daß ein amerikanischer Konsul an Bord war. Die persönlichen Folgen wird der Mann selbst auf sich nehmen müssen, wenn er sich aufdrängt. Kapitän Zapplatt überwindet seinen Aerger. „Eine Kabine kann ich Ihnen nicht zur Verfügung stellen, Herr Konsul! Ich kann Ihnen nicht einmal sagen, wo und wie Sie unterkommen könnten. Wir aven Filme aufzunehmen. Ich habe ein Dutzend Statisten und umfangreiches Material an Bord. Sehen Sie die Motorjacht dort drüben?— Sie bringt mir weitere vierhundert Mann. Die Leute werden sich in allen möglichen Räumen, an Deck, auf den Treppen und in den Booten aufhalten müssen. Versuchen Sie Ihr Glück, und sehen Sie zu, wo Sie unterkommen, ehe ich den Zuwachs überneyme. Vielleicht finden Sie noch einen freien Winkel!" Grenfell lächelt verbindlich. „Herzlichen Dank, Herr Kapitän! Sie sehen, daß ich nicht viel Gepäck habe. Wie ich mein Reiseziel erreiche, das ist Nebensache; die Hauptsache ist, daß ich nicht neben dem Dampfer herschwimmen mußte, bis Sie mich wohl oder übel hätten aufnehmen müssen!" Der General und der Kapitän lachen. Der Mann hat Humor. Also in Gottes Namen; mag er zusehen, wo er unterkommt. Den Fahrpreis muß er natürlich voll bezahlen. Außerhalb des Sichtbereiches des Hafens dreht die Motorjacht„Manuela Fé“ bei. Die See ist fast spiegelglatt. Die Jacht kann längsseits des„Falken“ kommen und die Leute abgeben. „Mir ist beinahe unheimlich zumute!“ wendet Ruby sich an General del Gado.„Was sollen die denn alle?“ — Der General lacht. „Sie werden staunen, Miß Godfrey, was für ein Gefecht ich als Regisseur in Szene setzen werde; man hat mich als Fachmann engagiert, da ein Zivilregisseur nie und nimmer die Echtheit der Handlung erzielen könnte, die ein Heerführer hervorzuzaubern imstande seing muß! Ruby ist gar nicht besorgt; sie tut ja nur so. Sie amüsiert sich königlich und ist bereits dabei, einen neuen Plan auszuhecken, dessen Kosten Ronald zahlen soll. Er tut, als sei die Freundschaft auseinandergebrochen und als hätte er sie nie geliebt. Freilich ist sie mitschuldig an diesem Zustand: sie hat ihn durch ihr ständiges Kokettieren mit den vielen Männern sehr gereizt. Aber wie kann er in dieser Weise reagieren?— Wie darf er das?!— Er hat eifersüchtig zu sein; er muß empört sein und sich recht viele Blößen geben, damit sie ihn von neuem necken und ducken kann. Er muß wieder klein werden vor ihr, zanz klein! XXVII. Malcolm Grenfell arbeitet sich zwischen Kisten, Tauen, Sparren, Segeltuchballen, Aufbauten und zahllosen Männern durch. Er zeigt sich jeder Situation spielend gewachsen. Fluchen die Männer über die unbeabsichtigten Stöße, die er ihnen versetzen muß, so flucht er noch schrecklicher; reagieren sie höflich, so ist er noch liebenswürdiger als sie, und scherzen sie, so erwidert er mit verblüssender Schlagfertigkeit in solch humorvoller und drastischer Weise, daß ihm meistens brüllendes Gelächter antwortet. Endlich hat er ein Plätzchen im Heck eines Rettungsbootes erobert. Er macht es sich bequem mit einer Selbstverständlichkeit, als gäbe es gar keine anderen Reisemöglichkeiten. Er legt die Jacke ab, rollt die Hemdsärmel boch und steckt sich eine Pfeise an. Die andern Bootsinsassen halten ihn für einen beliebten Kameraden und legen sich ihm gegenüber nicht den geringsten Zwang auf; schon nach der ersten Stunde kann er sich ein Bild von der Lage machen, in die er geraten ist. Kaltes Unbehagen überfällt ihn nach der Freude über die Entdeckung. Was würde man wohl mit ihm machen, wenn zufällig festgestellt würde, wer er ist?— Hängen oder erschießen würde man ihn einstweilen sicher nicht, aber den Kielraum als Behausung angewiesen zu bekommen und vielleicht vergessen zu werden, das ist auch keine angenehme Aussicht; er wird auf der Hut sein und seine Rolle gut weiterspielen müssen. Grenfell ist nicht wenig verblüfft, als Ruby vor ihm auftaucht. Sie stellt sich vor, berichtet kurz über die eigenartigen Umstände, die zu ihrer Anwesenheit geführt haben und geht danach sogleich auf den Zweck ihres Besuches über. „Mister Whitney! Ihr Amt als Konsul verleiht Ihnen das Recht— oder legt Ihnen vielmehr die Pflicht auf, Trauungen vorzunehmen, wenn solche von Bürgern der U. S. A. gewünscht werden?" Blitzartig schnell bildet sich in Grenfells Magen ein Ball, der zum Halse hinaufdrängt. „Allerdings, Miß Godfrey!“ würgt er hervor. „Gut also, Mister Whitney! Haben Sie die Güte, meinen Bräutigam und mich zusammenzugeben; bitte, kommen Sie mit!“ Grenfell hat ein Leben der Selbstdisziplin und Routine hinter sich; in diesen Augenblicken jedoch ist er innerlich fassungslos. Hilf, Himmel, aus dieser Situation heraus! Er versucht auszuweichen. „Ich kann unter den gegebenen Umständen unmöglich eine Trauung vollziehen, so gern ich Ihren Wunsch auch erfüllen würde, Miß Godfrey!“ „Umstände?!— Was heißt hier„Umstände', Mister Whitney?!“— Sie sind da, mein Bräutigam ist anwesend und ich auch; das genügt doch! Und wenn besondere Umstände besondere Maßnahmen verlangen, dann in unserem Falle. Auf Aeußerlichkeiten und Feierlichkeiten verzichten wir mit Wonne. Gehen wir!" Die Hitze ist nicht allein daran schuld, daß Grenfell der Schweiß auf die Haut tritt. Die Papiere sind gut gefälscht, aber an die Eindeckung mit Amtsinsignien, Formularen und Stempeln hat er natürlich nicht gedacht; wer in aller Welt hätte auch eine derartige Entwicklung ahnen können?— „Es geht nicht, Miß Godfrey!“ versucht er nochmals abzuwehren.„Es geht beim besten Willen nicht! Das hier ist mein ganzes Gepäck!“— Er deutet auf die Aktentasche.„Ich habe meine Siegel nicht dabei. Leute, die absolut heiraten wollen, soll man nicht davon abhalten, und ich persönlich bin Menschenfreund und gönne jedem jungen Paare das Glück des Vereinigtseins von ganzem Herzen— aber Sie müssen einsehen: ich kann Sie nicht trauen; es geht nicht!" „Das Gesetz schreibt, wie bekannt, vor, daß der Beamte zur Vornahme der Trauung bereit zu sein hat; ich jedoch bin nicht bereit, da ich weder Amtspapier noch Siegel bei mir habe!" Grensell atmet etwas leichter; er glaubt schon gewonnen zu haben, aber er kennt eben Ruby noch nicht. Sie hat es sich nun einmal in den Kopf gesetzt, Ronald noch an diesem Tage zu heiraten, und folglich muß es geschehen. Sie schmeichelt in gewinnender und unwiderstehlicher Liebenswürdigkeit: „Lieber Herr Konsul! Das sind ja doch alles Bagatellen, die Ihnen offenbar nur infolge Ihrer übergroßen Gewissenhaftigkeit so wichtig erscheinen. Sie nehmen zur Ausfertigung der Urkunde ein beliebiges Stück Pavier, und das Fehlen des Siegels begründen Sie mit einem Vermerk über die besonderen Umstände. Die endgültige Ausstellung des Trauscheines können wir ja Senator Borah, de auswärtige Angelege Verhandlungen zwisc ton einen unerwarte Grenzziehung im der allge Deutscke Der Irrtum 1 beim nächsten Konsulat nachholen lassen. Die Hauptsache ist doch unser Wille zur Eheschließung, nicht wahr?— Sie können ja gar nicht anders als„ja' sagen!“ Grenfell bemüht sich mit letzter Grensen vemühr sich mit kehter Anstrengung, noch einen, auch Ruby überzeugenden Ablehnungsgrund zu finden, doch es will ihm kein Einfall mehr kommen. Unhöflich oder gar schroff darf er nicht sein, wenn er kein Aufsehen und keinen Verdacht erregen will, denn die Unterredung ist von allen Bootsinsassen mitangehört worden. Die Männer haben einen Heidenspaß an Rubys Energie und lassen sie spontan hochleben. Rubys erwartungsvoll glücklicher Gesichtsausdruck erleichtert ihm den letzten Schritt. Er seufzt im geheimen. In Gottes Namen also! Er wäscht seine Hände in Unschuld, und wenn die Schlacht geschlagen ist, wird er mit Ronald Maloney von Mann zu Mann ein offenes Wort reden und ihn veranlassen, die endgültige Trauung nachholen zu lassen. Vor den mehr als tausend Männern des Rebellenschiffes hat er keine Angst, aber wenn er das bildhübsche Mädchen neben sich betrachtet und sich seine Energie vergegenwärtigt, dann überläuft es ihn heiß und kalt. Wenn Ruby Godfrey später erfahren wird, daß sie durch sein Mitverschulden in wilder Ehe gelebt hat, dann wird sie ihm die Augen auskratzen. XXVIII. Ronald läßt sich, der Not gehorchend, nicht dem eigenen Triebe, auf den Wogen des Abenteuers treiben. Der kernige Ton der Männer, ihre saft= und kraftstrotzende Lebensweise, üben einen starken Zauber auf ihn aus. Zwischen Leben und Leben gibt es doch gewaltige Unterschiede. Als Neuyorker Millionär ist man gewiß nicht eingeengt, Langeweile drängt sich selten auf, aber dies Abenteuer schlägt an Saiten seines Wesens, die ihm bishet nie ins Bewußtsein gekommen sind. Erschüttert läßt er sich auf eine Kiste sinken, als Ruby mit Konsul Whitney bei ihm erscheint und mit großem Triumph und leiser Bosheit erklärt: „Du bist dir klar darüber, Ronald, wie ein Gentleman sich zu verhalten hat, der ein junges Mädchen von makellosem Rufe entführt hat?!"— Es dauert eine ganze Weile, bis Ronald die Fassung zurückgewonnen hat. Grenfell hofft schon, er würde Nein sagen, damit er der Vornahme der peinlichen Handlung enthoben wäre, aber Ronald antwortet entrüstet: Immer wieder rreführenden Vergl Vereinigten Staater zwischen diesen bei Unterschied. Sehen einigten Staaten an. lionen Quadratkilon Deutschland muß de 16½mal so groß al Fünftel des Raumes die Vereinigten Staweiter im Süden al Ihre Nordgrenzen liegt; die Grenze t Roms, die südlicher Florida, liegen von der nördliche Teil d der Breite von Nec Kairo. Noch größe Süd ist die vom Sti uns klar, wenn San Francisco vor weit entfernt liegt grade zwischen Ne anderen Worten: 1 morgens in ihr Bü Franciscos noch im erst.15 Uhr mor mann in Newyork u dann ißt man in ist es in diesem Ar In diesem gro Menschen, also 15 kleinen Gebiet in 2 lionen oder 138( ausgedrückt: in 2 durchschnittlich 725 ein Quadrat mit Amerikaner dagege eine quadratische 258 Meter hat. 1 Durchschnitt. Es Gebiete— das stens—, und es g Staaten des Nor denen die Dichte! trichen nicht zurü oustrie, die in no Arbeitern beschäft wie wir, unter eir ist somit auch in lichkeiten" nicht all „Gestatte mal, Ruby! Erstens steht fest, daß du mit der„Entführung' einverstanden warst, und zweitens steht genau so fest, daß ich mir über die Notwendigkeit und übrigens auch über die angenehme Aussicht auf die Heirat klar war, bevor wir den Flug antraten; wozu also diese Ueberrumpelung?“— Ruby wendet sich mit einem Lachen an den Konsul“. „Genügt Ihnen diese Erklärung, Mister Whitney?“ „Vollkommen, Miß Godfrey!“ „Gehen wir also zur Trauung in meine Kabine!“ „Wa———4s——*:“— In maßloser Verblüffung und grenzenloser Freude ergreift Ronald Rubys Hände, doch sie wehrt ab; aus ihren Augen blitzt der Schalt. „Du bist also bereit, Ronald, mich zu rehabilitieren?“ Ronald blickt sie in ratloser Betroffenheit an. „Zum Donnerwetter! Was heißt denn das schon wieder:„Rehabilitieren'?— Wir haben doch— leider, leider— gar nichts angestellt, auf Grund dessen du rehabilitiert werden müßtest! Was hat denn das mit unserer Liebe zu tun?!"— Ruby lacht nur. (Fortsetzung folgt.) Bochume ne iderpokal ontagsnumna rholende# cenwandernenn n der gon4 Frau, Preie nen Jahre ttkampfe chums, die# des. Zochun# n. Jeder eafältiger Au ersch süitzenver Pokals, II1 Ler Pokalm um endaule hen.) Bsirg Bergewöhgle Singer un ch . 4astaslon e Anteilnahm gende: Bürger# Lochum. 5 be 545, Hof hum 516 un f begrüßte cexe, Schüte. Tages auf de## p v Shegesche az. Beifall n# Lorsitzende## r die Stiftung lichen Tat,## amenschu Groß:se te. 81, Stad## aß dieser Ver## als ersten### den 17. Na senvereins be# g wie im Vor# Verein bätte. esten Schützen. ntmann Fa### verein begrüßn iß aller Schut nd gedachte### sorten der heu# aterlandes, und 10 der Not bi Ausführungen igspagr.,„Stadt. eranstalter## mensein„wurde ützen noch durch F mn 7 und 11.) leute d ihr Husar. Beflage zum Bochumer Anzeiger u. Gen. Anzeiger Unterhaltung, Wissen, Leben Nr. 253 38. Jahrgang 28. Oktober 1931 Zorast korcert Revision Die Tasckendiebin SEizze von 9. Madkkon Pros det Ootgrenze Deutschtande„„li, soh sle gercb: ucch im Gmätl hes Haufbeusesz maten in ein kpartanisch mäbliertes Zimmer zu Il. Die Hauptsache nicht wahr?— sagen!“ strengung, noch nungsgrund zu ir kommen. Unn, wenn er kein will, denn die en mitangehört spaß an Rubys Rubys erwai erleichtert ihm ien. In Gottes Unschuld, und er mit Ronald ies Wort reden nung nachholen ännern des Renn er das bildund sich seine ft es ihn heiß ihren wird, daß Ehe gelebt hat, nicht dem eigeiteuers treiben. aft= und kraften Zauber auf es doch gewaljär ist man gesich selten auf, seines Wesens, ommen sind. iste sinken, als scheint und mit lärt: wie ein Gentles Mädchen von onald die Fasschon, er würde der peinlichen antwortet entfest, daß du mit und zweitens e Notwendigkeit Aussicht auf die antraten; wozu den„Konsul“, ister Whitney?“ meine Kabine!“ ßloser VerblüfRonald Rubys lugen blitzt der nheit an. denn das schon doch— leider, id dessen du redenn das mit Senator Borah, der Vorsitzende des Ausschusses für auswärtige Angelegenheiten, unternahm anlaßlich der Verhandlungen zwischen Laval und Hoover in Washington einen unerwarteten Vorstoß gegen die widersinnige Grenzziehung im deutschen Osten und zu Gunsten einer allgemeinen Abrüstung. Deutsckkand— Umerika Der Irrtum mit den Vereinigten Staaten. Immer wieder begegnen wir bei Bekannten dem rreführenden Vergleich zwischen Deutschland und den Vereinigten Staaten von Amerika. Und doch besteht zwischen diesen beiden Ländern ein ganz gewaltiger Unterschied. Sehen wir uns zunächst die Größe der Ver# einigten Staaten an. Sie haben ein Areal von 7,8 Millionen Quadratkilometer. Ein jeder Vergleich mit Deutschland muß da hinken, denn dieses Riesenland ist 16½mal so groß als unser Mutterland; es nimmt drei Fünftel des Raumes von Europa ein. Außerdem liegen die Vereinigten Staaten— im ganzen genommen— viel weiter im Süden als die meisten europäischen Staaten. Ihre Nordgrenzen sind etwa da, wo bei uns München #liegt; die Grenze im Nordosten entspricht der Lage Roms, die südlichen Teile, zum Beispiel die Halbinsel Florida liegen vom Aequator nicht weiter entfernt als der nördliche Teil der Wüste Sahara. Newyork liegt in der Breite von Neapel, Neworleans in der Breite von Kairo. Noch größer als die Ausdehnung von Nord und Süd ist die vom Stillen Ozean zum Atlantik. Dies wird uns klar, wenn wir auf dem Globus sehen, daß San Francisco von der Nordostspitze der Union ebenso weit entfernt liegt wie London. Es liegen 48 Längengrade zwischen Newyork und San Francisco— mit anderen Worten: Wenn die Newyorker um.30 Uhr morgens in ihr Büro gehen, liegen die Einwohner San Franciscos noch im tiefsten Schlummer, denn dort ist es erst.15 Uhr morgens. Macht dagegen der Geschäftsmann in Newyork um.30 Uhr nachmittags Feierabend, dann ißt man in San Francisco zu Mittag, denn dort ist es in diesem Augenblick erst.15 Uhr. In diesem großen Gebiet wohnen 120 Millionen Menschen, also 15 auf dem Quadratkilometer; auf dem kleinen Gebiet in Deutschland dagegen wohnen 65 Millionen oder 138 auf dem Quadratkilometer. Anders ausgedrückt: in Deutschland stehen einem Bewohner durchschnittlich 7250 Quadratmeter zur Verfügung, also ein Quadrat mit einer Seitenlänge von 85 Meter, dem Amerikaner dagegen 66 600 Quadratmeter, somit also eine quadratische Landfläche, die eine Seitenlänge von 258 Meter hat. Natürlich ist dies nur ein allgemeiner Durchschnitt. Es gibt in Amerika sehr dünn besiedelte Gebiete— das sind besonders die Wüsten des Westens—, und es gibt auch dicht bevölkerte, das sind die Staaten des Nordostens. Hier gibt es Gegenden, in denen die Dichte der Besiedlung hinter deutschen Landstrichen nicht zurücksteht. Es sind die Gebiete der Industrie, die in normalen Zeiten ein großes Heer von Arbeitern beschäftigt, Gebiete, die gegenwärtig, genau wie wir, unter einer hohen Arbeitslosigkeit leiden. Es ist somit auch in diesem„Lande der unbegrenzten Möglichkeiten“ nicht alles Gold, was glänzt. Dr. J. W. Blix sah sie gerade noch im Gewühl des Kaufhauses verschwinden. Er stürzte nach, zu spät! So pflanzte er sich vor dem Haupteingang auf, und seine Geduld wurde belohnt: Sie kam, elegant, graziös, schön. Er folgte. Ob die beiden Herren wohl zu ihr gehörten? Sie sahen eigentlich nicht so aus, sprachen auch kein Wort, hielten sich aber dicht zu ihr. Nun bogen sie in einen Torweg ein. Es war ein Polizeirevier. Blix wartete. Es dauerte lange.„Was kann mir passieren?" dachte er und ging auch hinein. Von der Dame keine Spur. Blix erkundigte sich höflich bei dem Beamten nach ihr.,„ mardu „Sind Sie etwa auch von ihr bestohlen worden? Sie wird nebenan gerade vernommen.“ „Ausgeschlossen,“ sagte Blix,„ein Irrtum.“ Er beschrieb die Dame aufs neue.“„ t, g, is, „Kein Irrtum,“ schnarrte der Beamte,„sie ist im Kaufhause verhaftet worden, hat einem Herrn die Brieftasche herausgeschnitten. Die war übrigens schon weg, an einen Helfershelfer weitergegeben. Durchtriebene Person! Na, und was haben Sie zu melden?" „Ich? Ach nichts. Verzeihung, ich kann es gar nicht fassen, dieses engelschöne Geschöpf soll eine Diebin sein?“ Blix war noch recht jung. „Ein hübsches Frauenzimmer ist sie ja,“ gab der Beamte schmunzelnd zu,„deshalb kann sie doch eine schlimme Gaunerin sein. Aber nun, mein Herr...“ Blix verstand, murmelte eine Entschuldigung und schlich betrübt davon.„.Kmab b, Aber es ließ ihm keine Ruye, obwohl er herausbekommen hatte, daß sie schon sechsmal vorbestraft war. Am Tage ihrer Entlassung stand er vor dem Gefängnis. Sie stieg schnell in ein Auto. Er folgte ihr, erst nach einem Schönheitssalon, dann verschwand sie in einem Hause der Kleiststraße. Ihren Namen wußte er: Sylvia Vanheste. Also schrieb er Briefe über Briefe, beschwor sie um eine Zusammenkunft. Endlich bekam er einige Zeilen in Maschinenschrift als Antwort:„Montag 20 Uhr Ausgang Untergrund Hermannsplatz, Erkennungszeichen weiße Kamelie.“ Er wartete, erst hoffnungsvoll, dann ungeduldig. Wurde bei einer Rauferei angerempelt, ein altes Weib klammerte sich an ihn. Das war zu viel. Mißmutig ging er heim. In seiner Rocktasche fand er einen Zettel: „Ihre Uhr können Sie beim Portier der Paradiesbar abholen, liegt unter Ihrem Namen. Dies als Warnung. Sylvia wünscht in Ruhe gelassen zu werden.“ Seine Hand fuhr an die Weste, richtig, die Uhr fehlte! Und er bekam sie wieder, genau so wie angegeben. Nun sollte sich der junge Blix diese gejährliche Sylvia wohl wirklich aus dem Sinn geschlagen haben. Aber so weise war er nicht. Im Gegenteil, er hatte seinen Mordsspaß an der Geschichte und war mehr als je darauf erpicht, dieses Satansweib kennen zu lernen. Eines Tages sah er Sylvia ein Haus der Sybelstraße betreten. Vorsichtig schlich er nach. Dritter Stock, mehrere Namen an der Tür, darunter auch eine Karte: Eugenia Schmidt, Hellseherin. Er klingelte. Ein sehr ländlich aussehendes Mädchen führte ihn nach fünf Minuten in ein spartanisch möbliertes Zimmer zu Frau Schmidt. Eine alte Dame mit grauem Scheitel, grauem Gesicht, blauer Brille und einem schwarzen Kleid von tmodischem Schnitt empfing ihn. Und sie So spie aurmoolschen Schnitt empfing ihn. Und sie trug graue Zwirnhandschuye: So spießig und nüchtern halle er sich eine Hellseherin nicht vorgestentzuagig##mrtm#. „Wenn Sie hier Wunder und Mystik erwarten," begann sie sachlich,„sind Sie am falschen Ort. Hier wird kein Humbug verzapft. Ich sage einfach, was ich sehe.“ Sie blickte starr in die Kristallkugel, mehrere Minuten lang, dann sprach sie:„Ihre äußere Forschheit trügt, im Grunde sind Sie romantisch. Sie suchen Abenteuer wahrscheinlich sind Sie Künstler. Eine gefährliche Frau beschäftigt Ihre Gedanken. Nichts Gutes kann von ihr kommen, sie ist eine Verbrecherin. Suchen Sie nicht in ihre Nähe zu kommen, nur Unheil kann daraus entstehen.“ „Für die Dame oder für mich?“ wollte Blix wissen. „Hauptsächlich für Sie. Die Betreffende geht ihren Weg, wie sie muß, Sie können sie nicht daran hindern und ihr nie etwas bedeuten. Also hüten Sie sich!“ „Vielen Dank, Frau Schmidt! Jetzt möchte ich Sie um etwas bitten.“ Damit legte er einen größeren Geldschein auf den Tisch.„Die Dame, von der Sie sprechen, hat einige Minuten vor mir diese Wohnung betreten. Ich möchte sie sehr gern sehen. Können Sie das vermitteln? Ich führe nichts Böses im Schilde.“ Das graue Gesicht blieb regungslos.„Ich bedaure. Ich vermittle nie zwischen meinen Klienten, und in diesem Falle lehne ich es erst recht ab. Beherzigen Sie lieber meine Warnung!“ Damit war er entlassen. Aber nun ließ er nicht locker, und nach einigen vergeblichen Versuchen wurde er eines Tages wieder vorgelassen. Diesmal in ein behaglich möbliertes Zimmer, und herein trat— Sylvia! „Sie sind ja noch hartnäckiger als die anderen,“ begann sie streng.„Zweimal habe ich Sie gewarnt, bin Ihnen sogar als Eugenia Schmidt erschienen. Jetzt habe ich's satt.“ „Wie?“ staunte Blix,„Sie waren Eugenia Schmidt? Eine fabelhafte Maske!" „Ja, und sehr wirkungsvoll. Wer so unsagbar spießig aussieht, dem glaubt man auf's Wort. Uebrigens Ich schon Dutzende von Malen erlebt, kenne es auswendig!“,„„.. 4494 „Ich suche kein flüchtiges Abenteuer," verteidigte sich Blix.„Bei mir ist es wirklich rein menschliche Teilnahme an einem schönen, begabten Geschöpf, das leider..“ „Auf Abwege geraten ist usw. Also, das kenne ich auch! Es ist mir sogar noch viel lästiger, als wenn man mir nur als Frau nachstellt. Sie wollen mich also „retten“, nicht wahr? Wie viele, glauben Sie, haben das schon gewollt?“ „Sie spotten, und doch müßte es für eine Frau wie Sie möglich sein, auf andere Weise Karriere zu machen. Wenn ich dabei helfen könnte, wäre ich sehr glücklich.“ „Sehr verbunden! Aber genug, dapon.„Ich, will Ihnen jetzt die unausgesprochenen Fragen auf einmal beantworten. Also, warum ich Diebin geworden bin? Einfach, weil meine Eltern es auch waren. Kein Bedauern, bitte, ich führe genau das Leben, das meiner Veranlagung entspricht: Spannung und Abenteuer. Freilich manchmal hat man Pech und muß sich dann auf eine Weile zurückziehen, das sind eben die Härten des „Schrecklich! Sie könnten doch wenigstens den Ver such machen, anders zu leben." „Leider tat ich das einmal, und es ist das Einzige, was ich bereue. Einmal habe ich mich in einen netten Jungen aus guter Familie verliebt. Er wollte auch Ozeanflieger woleen dich duellieren spießig aussieht, dem glaubt man auf's Wort. Uebrigen: treibe ich die Hellseherei nur so nebenbei. Doch zu Sache! Ich weiß natürlich, was Sie zu mir führt. Id habe das alles schon Dutzende von Malen erlebt, kenn Gienentransport im Eine Ozeanflieger=Kameradschaft ist erneut in die Brüche gegangen. Der ungarische Ozeanflieger Endres hat seinen Begleiter beim Ozeanflug, Magyar, zum Duell gefordert. Diese Forderung folgte einem langen Streit, in dem mit Beleidigungen nicht gespart wurde. Unser Bild zeigt Endres und Magyar vor ihrem Apparat„Gerechtigkeit für Ungarn“ als sie noch Freunde waren. mein„Retter“ sein. Wir heirateten, und ich begann das berühmte„neue Leben“. Anfangs ging es gut. Aber dann kamen die Erpresser, die mein Vorleben kannten. Man hat uns denunziert, gehetzt, frühere Komplicen verlangten unter Drohungen meine Mithilfe. Das Geld wurde knapp, und so kam das Unvermeidliche: Nicht nur ich wurde hineingerissen, sondern auch mein Mann. Er ist heute dasselbe wie ich. Er konnte mich nicht emporheben, sondern ich habe ihn herabgezogen. Er hat alles verloren, Familie, Vermögen, Ehre. Manchmal leidet er darunter. Und ich auch, denn ich habe ihn noch lieb. So, nun werden Sie begreifen, daß ich keinen„Retter“ Blir kam sich plötzlich merkwürdig unreif vor. Schüchtern haschte er nach der feinen, so verhängnisvoll geschickten Hand und führte sie zart an die Lippen. „Wenn Sie nach Hause kommen, junger Freund, werden Sie kuriert sein und mich nicht mehr mit einem falschen Nimbus umgeben,“ sagte Sylvia lächelnd zum Still und traurig ging Blix seines Weges. Dann merkte er, daß ihm seine Uhr fehlte, diesmal war er sie endgültig los... Er erstattete keine Anzeige, das hatte die schlaue Sylvia gewußt. Und recht behielt sie auch: Nun war er kuriert für immer! Rotmannsthal telegraphiert Schnitzler hatte mit seinem Freunde Hugo von Hofmannsthal einmal verabredet, daß dieser, der einige Tage vor den Festspielen nach Salzburg fuhr, dort für Logis und Theatersitze Sorge tragen sollte. Hofmannsthal führte den Auftrag auch gewissenhaft durch und telegraphierte seinem Freund: „Sitze besorgt Europäischer Hof Salzburg. HofUnd Schnitler, der vollständig die Abmachung vergessen hatte, depeschierte zurück; „Lieber Hugo, warum sietzest du besorgt Europäischer schof Solchung Schotle: Der Duft, von dem jede Frau träumt... Von allem, was Frauenanmut schmückt, wird ein edles Parfum zum stärksten Ausdruck der Persönlichkeit. Doch nur dann, wenn es rein und einheitlich bleibt, denn ein Nebeneinander verschiedener Wohlgerüche stört die Harmonie. Damen von zewähltem Geschmack entscheiden eich deshalb besondere zern für die köstlichen 3711“ Tosca-Kleinodien. Favag=Direkioren steckten ein: 5o Mnnoilen=Malt=Revenderbieiste Frankfurt a.., 27. Oktober. Jetzt wird im Favag=Prozeß auch einiges über die Nebenbezüge der Angeklagten bekannt. Einer von ihnen hat die Liste der Bezüge vorgelegt. Danach wurden insgesamt 2,9 Millionen Reichsmark verteilt. Direktor Becker war daran mit 919000 Reichsmark, Dumcke mit 750000, Sauerbrey mit 525000 und Mädje mit 417000 Reichsmark beteiligt. Wohl gemerkt, richts hof zur Urteilsberatung zurückzog. Draußen lockte die goldene Oktobersonne. Die muffige Luft im Gerichtsraum war zum Ersticken. Wer will es dem braven Justizwachtmeister übelnehmen, daß er zum Fenster ging, es umständlich öffnete und in die bunte Oktoberpracht hinausschaute. Der Kriminalbeamte, müde und von den Verhandlungen etwas abgespannt, blickte gleichfalls dösend zum Fenster hinaus. Der Angeklagte, der einer mehrmonatigen Gefängnisstrafe entgegensah, hielt unter den günstigen Verhältnissen den Augenblick für gekommen, sich wortlos aus dem Staus zu machen. Als zwei Minuten später der Gerichtshof zur Urteilsverkündung wieder eintrat, waren zwar die beiden Beamten im Saale anwesend; der Angeklagte aber war heimlich, still und leise durch die Tür und über die Korridore des Gerichts entwischt. Aergerlich machten sich die beiden„Pflichtvergessenen“ an die Verfolgung des Entwichenen, erreichten ihn aber nicht mehr. Wahrlich, die Köpenicker sind darauf bedacht, den Ruhm ihrer Vaterstadt zu mehren. handelt es sich um Summen, die die Herren ne ben dem regulären Gehalt und neben den Tantiemen erhielten. Gegenstand der heutigen Verhandlung bildete wiederum eine Sondervergütung, die an Dumcke, Becker und Mädje aus einer Summe verteilt wurde, die ursprüngWedtel Eulene=Kuttaten gudes: lich einem ganz anderen Zweck dienen sollte. Die Favag übernahm seinerzeit die Berlin=Frankfurter Allgemeine Versicherungs=AG., da sich deren Geschäfte ungünstig entwickelten, und zwar sollte die Favag das Transportversicherungsgeschäft der Berlin=Frankfurter übernehmen. Zu diesem Zwecke wurde einem gewissen Esser von der Favag zusammen eine Summe von 110000 Reichsmark zur Verfügung gestellt. Tatsächlich wurden 110 000 Reichsmark nicht benötigt, und Mädje brachte später diesen Betrag, 105000 Reichsmark in Aktien und den Rest in bar, nach Frankfurt zurück. Mädje bekam hiervon sofort eine Vergütung von rund 30000 Reichsmark. Was mit dem übrigen Gelde geschehen ist, weiß Mädje nicht anzugeben. Mädje erklärte, daß es ihm unbedingt berechtigt erschien, eine Sondervergütung zu erhalten. Von der Verteidigung wurde darauf hingewiesen, daß kein Anlaß dafür bestand, etwas zurückzugeben, wenn sich erwiesen habe, daß ein Geschäft besser verlaufen sei, als man ursprünglich angenommen habe. Der Rückkauf von nominal 400000 RM. Aktien der Vereinigte Berlinische Lebensversicherung aus dem Besitz der Röchling=Bank und die damit verbundene Abfindung der Direktoren Dumcke, Becker, Lindner und Schumacher mit Aktien von 160000 Mark nominal gegen zweijährige Stundung des Kaufpreises bildet den Gegenstand der weiteren Verhandlung. Die Anklage sieht in dieser Transaktion eine Handlung zum Nachteil der eigenen Gesellschaft Lindner will wie in den bereits zur Sprache gekommenen Fällen auch hier nicht gewußt haben, daß seine Handlungsweise gegen das Gesetz verstoßen könnte. Lindner hat übrigens einige Tage vor dem Zusammenbruch der Favag den Kaufpreis überraschend bezahlt. Er wollte, wie er sagte, vor der Gesellschaft schuldlos dastehen. In die Verhandlung wurde darauf eine Pause eingelegt. Sondervergütungen im Versicherungsgewerbe nicht üblich Berlin, 27. Oktober Generaldirektor Schmitt von der Allianz= und Stuttgarter Verein Versicherungs=AG., Berlin, wendet sich gegen die Erklärung des Zeugen Walther im Favag=Prozeß, im Versicherungsgewerbe sei die Gewährun von Sondervergütungen an Vorstandsmitglieder üblich. Mit anderen maßgebenden Kreisen der deutschen Privatversicherung bestreitet der Generaldirektor der Allianz auf das allerentschiedenste die Behauptungen Walthers. Es sei im deutschen Versicherungsgewerbe keineswegs üblich, daß die Vorstandsmitglieder außer ihren vertraglichen Bezügen für irgendwelche Sonderleistungen Sondervergütungen empfangen. Fortgang der Beweisaufnahme in Lübeck— Dr. Frey stellt Beweisantrag Lübeck, 27. Oktober. Im Verlauf der Dienstagsitzung werden mehrere Beweisanträge gestellt. Das Gericht stellte die Entscheidung über die Beweisanträge vorläufig zurück. Sodann wird der Präsident der Landesversicherungsanstalt der Hansestädte, Helms, als Zeuge vernommen, der sich zu den Beratungen des vom Gesundheitsrat eingesetzten Untersuchungsausschusses vom 17. Dezember 1929 äußerte. Dr. Deycke habe ihm erklärt, der B. C. G. sei auf alle Fälle vollkommen unschädlich. Dann stellte der Vorsitzende noch einige Fragen an Senator Mehrlein. Senator Mehrlein erwiderte im Aerztlichen Verein zum Ausdruck gebracht. Das Röhrchen mit humanen Bazillen, das er im Aerztlichen Verein benutzte, und das nachher wieder in das Laboratorium zurückgegeben wurde, sei besonders mit Leukoplast verschlossen gewesen und nicht geöffnet worden. Dann wurde in die Mittagspause eingetreten. In der Nachmittagssitzung stellt Dr. Frey den Beweisantrag, Professor Calmette kommissarisch darüber zu vernehmen, daß er das Präparat abgab, ohne daß in Lübeck die besondere Herstellung bekannt war. Weiter soll Calmette darüber vernommen werden, daß er von der besonderen Herstellung durch Professor Dr. Deycke vor dem Lübecker Unglück nichts erfahren habe, und daß u.., ihm habe die Mitteilung Dr. Altstaedts genügt, er für ein Laboratorium wie das Lübecker niemals sein daß sich in der Aerzteversammlung kein Widerspruch gegen die Einführung des B. C. G. geltend gemacht habe. Als nächster Zeuge wird der Oberarzt des Lübecker Allgemeinen Krankenhauses, Dr. Jannasch, vernommen, der an den Vorbereitungen zur Einführung des Verfahrens in Lübeck hervorragend beteiligt war. Er erklärte, daß die Tuberkulose=Sterblichkeit in Lübeck seit Jahren unverändert geblieben sei, so daß man durchaus erwägen konnte, ob nicht ein weiteres Mittel zur Bekämpfung dieser Volksseuche angewandt werden könne. Er sei von der Unschädlichkeit des B. C. G. fest überzeugt gewesen und habe diese Ansicht auch bei seinem Vortrag Einverständnis zur Herstellung erteilt hätte. Sodann äußerte sich Oberarzt Dr. Welcker vom Allgemeinen Krankenhaus über die Zustände im Lübecker Laboratorium, während die Schwester Else Schmidt über ihre Arbeit im Laboratorium vernommen wird. Eine Unstimmigkeit ergibt sich in der Frage der Anzahl der Kulturen insofern, als die Schwester Schütze stets von drei Kulturen des Kieler Stammes, die Schwester Schmidt von zwei Kulturen und Professor Lange von nur einer Kultur sprechen. Nach der Vernehmung von Dr. Vortahl wird dann die Verhandlung auf Mittwoch zur Besichtigung des Laboratoriums vertagt. Aufklärung des Sprengstoffraubes in Geseke Ein großer Teil des geraubten Dolorits wieder herbeigeschafft Hamm, 27. Oktober. Es gelang den Nachforschungen der politischen Polizei, in Bockum=Hövel bei Hamm ein umfangreiches Sprengstofflager aufzufinden. Es stellte sich heraus, daß es sich um Sprengstoffe handelte, Köpenickiade an Ort und Stelle Berlin, 27. Oktober. Seitdem vor 25 Jahren der ehrsame Schuhmachergeselle, Wilhelm Voigt seinen zwerchsellerschütternden Streich im Rathaus zu Köpenick ausführte, ist die schöne Stadt an der oberen Spree mit einem stillen Glorienschein behaftet. Die Köpenickiade hat inzwischen in der ganzen Welt viele unwürdige Nachahmer gesunden. Daß aber eine Köpenickiade abermals der guten Stadt Köpenick passieren muß, ist sehr peinlich. Der 28jährige Reisende, der sich vor dem Schöffengericht Köpenick wegen Diebstahls zu verantworten hatte, hatte offensichtlich den Streich des Schuhmachergesellen im Sinne, als er vor den Schranken des hohen Gerichts erscheinen mußte. Ein Kriminalbeamter und ein Justizwachtmeister musterten den Angeklagten mit argwöhnischen Blicken. Ihre Aufmerksamkeit ließ jedoch nach, als sich der Gedie durch Einbruchsdiebstahl in Geseke i. entwendet worden sind. Schon in den Tagen des letzten wilden Streiks der RGO. im Ruhrbergbau wurden einige Personen, insgesamt etwa 12, festgenommen, die Sprengbomben bei sich trugen, deren Herstellung erkennen ließ, daß das in Geseke gestohlene Sprengmaterial verwendet worden war. Die eigentlichen Urheber des Sprengstoffraubes, denen 1½ Zentner des hochexplosiblen Dolorits, über 400 Sprengkapseln und eine beträchtliche Menge Zündschnur in die Hände gefallen waren, blieben trotz aller Nachforschungen im Dunkeln. Als jetzt in Hövel drei Erwerbslose, Mitglieder des antifaschistischen Kampfbundes, gegen die sich der Verdacht richtete, daß sie an der Organisierung kommunistischer Terrorgruppen starken Anteil hatten, von der politischen Polizei festgenommen wurden, gaben sie nach anfänglichem Leugnen zu, Sprengstoff in Besitz gehabt und versteckt zu haben. Sie erklären jedoch, nicht zu wissen, woher der Sprengstoff stamme und wer ihn ihnen übergeben habe. Eine Beteiligung an dem Raub bestreiten sie auf das entschiedenste. Zusammen mit dem Sprengstoff wurden auch Sprengkapseln und Zündschnur gefunden. Die Nachforschungen der Polizei werden inzwischen fortgesetzt. Man glaubt, daß es möglich sein wird, den Haupturhebern der systematisch im ganzen Revier verübten kommunistischen Terrorakte durch die Verhaftungen der letzten Tage auf die Spur zu kommen. Die einheitliche Leitung der Untersuchung liegt in den Händen der politischen Abteilung der Landeskriminalpolizeistelle Dortmund. Blutige Zusammenstöße Duisburg=Hamborn, 27 Okt. In der Gemeinde Camp=Lintfort veranstaltete am Sonntag der Kampfbund gegen den Faschismus eine große Kundgebung. Die Hodzen del Nichie des englischen Eine sehr moderne Braut— Sie läßt die„Gehorsamsformel“ aus London, 27. Oktober. In der alten Kirche des Dörfchens Balcombe (Sunese) fand wie angekündigt, eine königliche Hochzeit statt, die Trauung der Nichte des Königs von England, Lady May Cambridge, mit dem reichen aber „bürgerlichen“, Gardehauptmann Henry Abel Smith. Die 25jährige Lady Cambridge ist die einzige Tochter des Schwagers des Königs, Carl of Athlone. 500 Ehrengäste, darunter Königin Mary von England, die Tante der Braut, füllten das kleine, aus dem 16. Jahrhundert stammende Gotteshaus. Die Einsegnung des Paares wurde von dem 82jährigen Erzbischof Carter, einem persönlichen Freund der Familie, vollzogen. Eine vieltausendköpfige Menge drängte sich außerhalb der Kirche, die hinter Bäumen and Hecken romantisch versteckt liegt. Die Braut trug ein prunktvolles Hochzeitskleid aus elfenbeinfarbenem Satin mit einem kostbaren Spitzenschal, den sie von der Königin Mary empfangen hatte und der gekrönt wurde von einem Kopfschmuck aus Organgenblüten. Hauptmann Smith hatte die Galauniform der königlichen Garde zu Pferde angelegt. Die 12 Brautjungfern trugen zartblaue Samtkleider, die jüngeren von ihnen im Schnitt der viktorianischen Aera. Alle Brautjunpfern hatten zu ihren Kleidern passende Samtstirnbänder und silberne Schuhe. Unter den Brautjungfern befanden sich Prinzessin Ingrid von Schweden, Prinzessin Elisabelh von England und Prinzessin Sibylle von Sachsen=Koburg=Gotha. Nach der Trauung fuhren die Gäste zu der 1½ Kilometer entfernten Residenz des Earl of Athlone zum offiziellen Empfang. Das Paar wird seine Flitterwochen in England verbringen. Die Hochzeitsreise wird das Paar im Automobil durch England führen, da man es für unpatriotisch halten würde, unter den kritischen Umständen, in denen sich England gegenwärtig befindet, ins Ausland zu reisen. Das Brautpaar wurde mit Geschenken förmlich überschüttet, darunter mit kostbaren Geschenken vom König, von der Königin und von den anderen Mitgliedern der königlichen Familie. Lady Cambridge ließ zur allgemeinen Ueberraschung bei ihrer vorgeschriebenen Trauungsformel in der Kirche das Versprechen des Gehorsams ihrem Gatten gegenüber aus, augenscheinlich nach vorhergehender Uebereinkunft mit ihrem Gatten und dem Prediger. Dieses noch nicht dagewesene Bekenntnis eines Mitgliedes des königlichen Hauses zum demokratischen Prinzip der Gleichberechtigung der Frau erregte großes Aufsehen. Lady Cambridge hat sich auch sonst als sehr modern erwiesen. Sie ließ sich nicht durch Geschenke überraschen, sondern sie suchte sich ihre Geschenke auf die Art aus, daß sie sich in einem Londoner Kaufhaus ein„Brautbuch“ ausstellen ließ, in dem sie den Spendern ihre Wünsche öffentlich bekanntgab. Starke Abteilungen aus dem Kreis Mörs nahmen an einem Umzug teil. Während der etwa 4000 zählende Demonstrationszug ohne Störung verlief, kam es in den Nachtstunden verschiedentlich zu schweren Zusammenstößen zwischen politisch Andersdenkenden einerseits und der Polizei andererseits. In dem Saal des Gasthauses Gabel feierte der Arbeiter=Turnund Sportverein„Fichte“ sein Stiftungsfest. Die Kommunisten drangen in den Saal ein und im Handumdrehen war eine schwere Schlägerei im Gange. Der Invalide Hermann Bahr wurde durch einen Messerstich in den Leib so schwer verletzt, daß die Eingeweide aus dem Unterleib hervortraten. In hoffnungslosem Zustande wurde Bahr ins Krankenhaus gebracht. Die alarmierte Polizei konnte nur mit Mühe den Saal räumen. Auf der Straße gingen die Kommunisten mit Zaunlatten bewaffnet gegen die Beamten vor, und es wurden auch einige Schüsse abgefeuert. Als die Polizei das Feuer erwiderte, ergriffen die Angreifer die Flucht. Ein Demonstrant wurde durch einen Beckenschuß schwer verletzt und wurde von seinen Kameraden in Sicherheit gebracht. Die Polizei verhaftete drei Personen, bei denen jedoch keine Waffen gefunden wurden. hebung der Flotte Napoleous vor Abulir! Jerusalem, 27. Oktober. Die archäologische Leidenschaft läßt sich offenbar auch durch die herrschende Wirtschaftskrise nicht hemmen, die in allen übrigen Weltteilen das Interesse des Durchschnittsmenschen so ziemlich ganz in Anspruch nimmt. Jedenfalls ist ein neuer Plan zur Bloßlegung vergangener Herrlichkeit aufgetaucht. Ein Europäer, dessen Name noch nicht genannt wird, hat die ägyptische Regierung um die Erlaubnis ersucht, die Flotte Napoleons zu heben, die vor 133 Jahren von Nelson vor Abukir vernichtet wurde. Das Gesuch wurde dem Kriegsministerium vorgelegt, das antwortete, es habe nichts dagegen, da die einzige Gefahr, die Explosion der Pulvervoräte, durch das lange Lagern im Wasser beseitigt ist. Die Hebung soll nur wissenschaftlichen Zwecken dienen. Neues in Rurze tt Raubüberfall im Berliner Osten. In der Nacht zum Dienstag wurde im Berliner Nordosten ein Kaufmann von drei jungen Burschen überfallen und ausgeraubt. Einer Polizeistreife gelang es, zwei der Räuber festzunehmen. Dem Ueberfallenen konnte das geraubte Geld zurückerstattet werden. it Schiffsuntergang an der Torgauer Elbbrücke. Auf der Talfahrt nach Hamburg begriffen, fuhr kurz vor Dienstag mittag der der Hamburger Reederei Behncke& Mewes gehörige Kahn Nr. 24 gegen einen Pfeiler der Torgauer Brücke, brach durch und sank. Das mit 33 Tonnen vermessene Fahrzeug führte eine Ladung tschechoslowakischer Stückgüter für die neue deutsch=böhmische Elbschiffahrt. Durch diesen Unfall ist die Fahrstraße für den Verkehr vollständig gesperrt. Die Beseitigung des Hindernisses dürfte einige Tage in Anspruch nehmen. tt Vollbesetzter Autobus umgeschlagen. In der Nähe von Constanza(Rumänien) ereignete sich ein schweres Autobusunglück. Ein vollbesetzter Autobus schlug in einer Kurve um und begrub seine Insassen unter sich, wobei eine Person getötet und dreizehn schwer verletzt wurden. * Kaugummi offizielle Ration für die amerikanische Marine. Das amerikanische Marineamt hat einen Erlaß herausgegeben, nach dem Kaugummi als offizielle Ration der Beköstigung der Matrosen beigefügt wird. Jeder Mann der Besatzung einschließlich Unteroffizier hat in der Woche einen Anspruch auf 100 Gramm Kaugummi. Ueber die Verwendung des Gummis hat das Amt sogar ein Reglement mit mehreren Paragraphen herausgegeben. Von Molten zerfressene Anzüge Bflareks beschweren sich über die Stadtverwaltum# Berlig, 27. Oktober. Im Verlauf der Vormittagssitzung im Sklarek=P. zet kommt man wieder unvermittelt auf den Bürg. meister Scholz zu sprechen. Leo Sklarek macht## Bürgermeister Vorwürfe, daß er in Abwesenheit Oberbürgermeisters Böß die Gelegenheit benutzt 5klareks auszuholen. um zum Schlage gegen die Sklareks Der Oberstaatsanwalt erklärt hierzu, daß Bürge meister Scholz diese Behauptungen als Zeuge wider legen werde. Leo Sklarek meint noch, daß die Stadt Berlin nia## mals in den Schmutz gezogen worden wäre, wenn madie Brüder Sklarek nicht verhaftet hätte. Durch persoliche Fühlungnahme hätte alles im Guten#### regeltwerden können.„ Nach dieser Pause kommt das Gericht nochma #stlagers der K30 ülter auf, den Verkauf des Restlagers der KV## zu sprechen. Unterstützt vom Buchhalter Tuch beschwe# ren sich die Gebrüder Sklarek von neuem über### Minderwertigkeit des Lagers, da die übernommene# Waren fast unverkäuflich gewesen seien. In definstersten Provinz habe man für die Anzüge höchstens ack Mark erhalten können. In dem Restlager hätten sic blaue Konfirmationsanzüge befunden, die fast grün und von Motten zerfressen gewesen seien.## Vorsitzende bemerkt; dazu:„Dann sind also die## brüder Sklarek bei der Uebernahme des Restlagers ein geseift worden.“ Bei Erörterung der Frage warum Stadtrat Sok# lowski als Liquidator der KVG. nicht auf pünktlicher Zahlung von seiten der Sklareks bestanden habe, sag Leo Sklarek:„Wenn die Sklareks der Stadt ein## gebot machten, dann schwanden bei sämtlichen 24 Magistratsmitgliedern alle politischen Gegensätze. Son# wurde groß diskutiert, wenn aber ein Sklarek=Angebo### kam, wurde es einstimmig angenommen. Es wird dann noch festgestellt, daß bei der Liqu## dation der KVG. ein großer Posten von Stoffen und Anzügen spurlos verschwunden sei. Die Verhandlung wird dann auf Donnersta#### vertagt. Launen der Natur Frost in Deutschland— Wärmewelle in Rumänier Berlin, 27. Oktober. Die Temperaturen in der vergangenen Nacht lagen in ganz Nordwestdeutschland, und zwar in dem Gebiet westlich der Unterelbe bis nach der holländischen Grenze, bei etwa 7 Grad unter Null. In Bre men verzeichnete die Landeswetterwarte eine Bodentemperatur von 10 Grad unter Null. In zwei Meter Höhe über dem Erdboden wurden 7 Grad gemessen. Einzelne Teile Pommerns und Mecklenburgs melden 6 Grad Kälte. Berlin verzeichnete in der Innenstadt minus 2, in den Außenbezirken minus 3 Grad. In Süddeutschland liegen die Temperaturen durch schnittlich bei minus 1 bis 2 Grad. Der Schnecfal hörte in der Nacht zum Dienstag auf. München bietet weiter ein tiefwinterliches Bild. Besondert schlimm hat sich der Wintereinbruch im Allgäu aus. gewirkt. Infolge der am Montag ununterbrochen audauernden Schneefälle blieben viele Fahrzeuge auf der Straßen stecken. Dienstag morgen betrug in Kempten im Allgäu im Tal die Schneehöhe dreißig Der aus den Bergen tobende Schneesturm hat die Schneemassen teilweise meterhoch aufgeschich. tet. In Füßen lag heute früh der Schnee Tal 10 bis 14 Zentimeter hoch, auf den Bergen 50 bis 70 Zentimeter. Infolge der gewaltigen Schneemassen ist in den Forsten schwerer Schaden angerichtet worden. Während also in fast ganz Deutschland der Winter vorzeitig seinen Einzug gehalten hat, wird aus Rumänien Sommerwetter gemeldet. Ganz Rumänien steht gegenwärtig im Bereich einer Wärmewelle. Bukarest verzeichnete am Montag Grad Wärme. 31 Starkes Hochwasser in den Karpathen Wählen Sie für Ihr Kind Hufeke u. Frische Miich! S dann Mühe, Sorge. Geld. hahumer Angeige im 50 Berliner Telephonverkehr we scher Freiverkehr ni Trauerfeier für die ködlich verunglauten=Auapaltflieger Die heutigen Ve dem Eindruck der Newyorker Börsenve Nachrichten im wes störte aber im. heut ringe Umsatztätigke teros. Abbröck schwach lagen Desse letzten Tagen unter Baukwerten bestand einiges Interesse. 1 1 Prozent unter g geschäft hat weiter auf diesem Marktg gut behaupten. Es Ansicht, daß das C schwierigerw telephonischen Frei annimmt. Auch h vereidigte Makler H sandt, in denen sie phonhändler f vertretenen„Werte In den Mittagsst die Kurse, bröc Man will Jetzt Börsenwiedereröffn nachdem zwischen, rungsstellen neue seien. Am Geldmar steifung ein. D noch unverändert. Am Devisenmarl Pfennig, nach, Demark. Madrid und Am internations Schwäche des Pfur das Pfund auf.87 ders die Schwächt ist. In Amsterdan und ging bei lebh Niederländische B London selbst war noch stärker befes auf 19.86½ zurück. land auf 75%. Die größere Umsätze 2 tester, s0 zog sie dam auf 57.77½. 1 auf 16.57½ und in tierte sie unverän Auf dem W herrschte auf all Der Kursstand ga wurden Burbach zirks waren kaum Kuxen blieben Kl erhone Auch larvonds bestand Die Newyork Prag, 27. Oktober. Infolge starker Regengüsse in den beiden letzten Tagen und der in den Bergen eingetretenen Schneeschmelze sind die Flüsse und Gewässer in dem jetzt zut Tschechoslowakei gehörenden Gebiet der Karpathenausläufer aus den Ufern getreten. In Ungvar stieg der Wasserstand auf 300 Zentimeter über den normalen Stand. Am Ufer des Flusses Ung mußte die halbe Gemeinde Stavna ausquartiert werden. In dieser Gemeinde wurde vom Wasserstrom ein Wohnhaus glatt fortgerissen. Auch die Gendarmeriestation mußte geräumt werden. In einer anderen Gemeinde ist ein 14jähriger Knabe ertrunken, weiter wurde dort die Leiche eines zweiten Kindes angeschwemmt. Das Wasser der Theiß erreichte in der Gemeinde Vylok einen Stand von 380 Zentimeter über normal. Stellenweise setzte die Theiß alle niedrig gelegenen Felder und Wiesen unter Wasser, wodurch großer Schaden angerichtet wurde. Tekosvo an der Theiß meldete 300, Tiacevo 580 Zentimeter über normal. Auch die Zuflüsse der Theiß sind stark angeschwollen. Zahlreiche Brücken im Hochwassergebiet sind eingestürzt oder von den Fluten weggerissen worden. An der Effek schluß der französ weniger überrast Grundstimmung heitlicher Kursg terhin wirkten je gen Dividendener rechnet in Börse schäft zunächst: ben die Kurse b Dollar nach. Au der Weizenmärk leichte Erholung ten jedoch neue schloß mit Verli gegen den Vort Deutsche Industrit Sommeribenk 1660 P Deutsche Bank und Di. ½% Hepag 1940... P% Nordd. Llovo 18g Gelisenkirchen 1934 Pl Rheinelbe Union ohne #% Rhein.-Westf. Flektr. Pl Rhein.-Westf. Elektr Plo Rhein.-Westf. mit Opt Ple Hugo Stinges 1948 Leonhard Tietz A G. Po Ver. Elettr.-Werte Wie 2% Rhein.-Westf. Wasser ½½% Ver. Stahl Serie A. %% Karstadt 1943.. Ruhrgas 1953.. Pie Oeutsche Reparation: Preuß. Staatsanlei Deutsche Reichsan Bremerhaven, 27. Oktober. Am heutigen Dienstag traf hier der Dampfer „Dresden“ des Norddeutschen Lloyd mit der Leiche des mit dem Schleuderflugzeug der„Bremen“„Neuyork" verunglückten Fliegers Simon ein. Eine große Menschenmenge hatte sich am Columbuspier eingefunden. An Bord der„Dresden" begab sich eine Trauerabordnung unter Führung von Präsident Heinecken. Das Reichsverkehrsministerium, der bremische Senat und die Stadt Bremerhaven hatten Vertreter entsandt. Präsident Dr. h. c. Heinecken, Direktor Milch als Vertreter der Deutschen Lufthansa, und die übrigen beamteten Persönlichkeiten hielten Ansprachen, in denen das tragische Geschick der beiden tödlich verunglückten Flieger — die Leiche des Funkers Wagenknecht konnte noch nicht geborgen werden— hervorgehoben und ihr Andenken geehrt wurde. Die Leiche des Simon wird in seine Heimat übergeführt. Amt Für drahtlose Auszahlungen Suenos Alres London.. Newyork Rio de Janeiro Amsterdam Brösse Budapest Danzig Helsingfors Italien Jugoslawien Kopenhagen KOsio Pars Prag Schweiz Spanien stockholm Wien Reichaba Vollständig DAG Lieiel (Dreirad) Otverwaltun 7. Oktober. den Bürgrek macht s. dwesenheit## bsgutzt hat zuholen. daß Bürgeeuge wider dt Berlin nie ire, wenn mat Durch persor## Guten ge. sicht nochmal s der Tuch beschwe. euem über die übernommenen seien. In der höchstens ach ser hätten sic e fast grün sen seien. Der also die GeRestlagers einStadtrat Sok# uf pünktlicher den habe, sar Stadt ein 9# ichen 24 Mo## nsätze. So## klarek=Angebe bei der Liquivon Stoferschwunonnerstat in Rumänier 7. Oktober. n Nacht lagen und zwar in ich der hollänill. In Bre eine Boden Il. In zwei 1 7 Grad ge Mecklenburgs ete in der In ninus 3 Grad. raturen durch. Der Schnecfal München 9. Besondert Ilgäu aus. terbrochen an zeuge auf den g in Kempten ig Zentimeter. irm hat die ufgeschich. r Schnee in en Bergen 50 en Schneemasu angerichtet id der Winter ird aus RuGanz Ruer WärmeMontag 31 irpathen Oktober. beiden letzten tenen Schneedem jetzt zu: er Karpaten. In Ungneter über den s Ung mußte werden. In ein Wohnhaus estation mußte meinde ist ein urde dort die . Das Wasser Vylok einen Stellenweise er und Wiesen n angerichtet 300, Tiacevo Zuflüsse der e Brücken im n den Fluten ultflieger 7. Oktober. der Dampfer der Leiche des „Neuyork" veroße Menschengefunden. An iuerabordnung ecken. Das Senat und die sandt. Präsials Vertreter gen beamteten enen das traückten Flieger )t konnte noch soben und ihr imon wird in Bochumer Anzeiger u. Gen. Anz. Handel- Gewerbe- Indultrie Mittwoch, 28. Oktober 1931 e Mlich! I. Geld Berliner BörfenlituationsBericht elephonverkehr weiter abgeschwächt.— Telephonlscher Freiverkehr nimmt Immer größeren Umlang an. Berlin, 27. Oktober. standen unter des gestrigen ungünstige Vor allem Die heutigen Vormittagsstunden Eindruck der matten Haltung Newyorker Börsenverkehrs. Sonst lagen Nechrichten im wesentlichen nicht vor. ##te aber im heutigen Freiverkehr wieder die geriage Umsatstätigkeit: denn eie bewirkte Giezgnjet, ukwerten bestang für Berliner, Handelsgeselgchaft ures Intere Die übrigen Märkte lagen bis zu Fiicer u ter nachselassegz, och konaten sich zuf diesem Marktgebiete die letzten Kurse relativ behaupten, daß Kreditkrife und Pfundbailse Die Honjahktul-Air-Mausmiopsofe! 40 Prozent Produktionsschrumpfung— Verminderung der Umlatztätigkeit Juli-Vertrauenskrife unterbrach Konlondierungsprozetz d„„Hongsiffern gum Teil arhehlich gesunker Die Verwaltung der A. E. G. in Berlin tellt ent anderslautenden Gerüchten mit, das Veziinge,beuer#### rialkonto nicht entstanden seien. Der ertege ge#en#ber, Effekten ständen ausreichende Reserven gege Kapitalzusammenlegung werde nicht erwogen. Bei den Ver. Kugellagerfabriken AG. In Berlin erfolgt eine Bilanzbereinigung, indem das Kapital von 40 auf 30 Millionen durch Die Abteilung Westen(Essen) des Instituts für Konjunkturforschung in Berlin übergibt der Oeffentlichkeit einen neuen Bericht über die wirtschaftliche Gesamtlage im rheinisch-westfälischen IndustrieDie der unter gestern. eschäft nat weiter nachgelassen; Marktgepiete die letzten Kurse ut hehaupten. Es bestätigt sich immer mehr die suvimwt, Mfakle, Raundschreiben an die Banken verVertretenen Werte tätig sind. den mitasestunden Vileb das bröckelten meist leicht ab. daß hinsichtlich einer Aussichten In den Mittagsstunden blieb das Geschäft ruhig. eingeleitet worden und Rahmen beden Abzug der Secddem Wpseben. rungsstellen neue Besprechungen Geldmarkt trat heute eine kleine Ver-, Ea steifung ein. Die Sätze blieben allerdings immer dm Devisenmarkt gab das Pfund erneut um Manpig nach Devise Stockholm verlor 1 Reichswer. u Galdmarkt fiel die weitere berücksichtigen stark angeboten auf.62 zurück, die Pfennig, nach, Devis ark. Madrid und Oslo je dreißig Am internationalen Geldmar. zane)oflge das Pfund auf.87% zurück, wobel aber noch besons. In Ametejephartem Gmsatz auund ging bei lechartem Cjasge; auf kondon selbst war der holländische Gulden mit.59 auf 19863 zurück Paris auf 9663, gegen land auf 75%. Die Reichsmark, in der ebenfalls fester, 30 zog sie in Zürich auf 11940 an, in Amsterdam anf S7.7P, in Stockholm eu 41 /, Parig on auf 16.57½ und in Newyork auf 25,44. In Paris notierte sie unverändert mit 590. Auf dem rheinilch-weltfallichen Wertpapiermark herrschte auf allen Gebieten große Zurückhaltung. Der Kursstand gab allgemein nach. Von Kaliwerten wurden Burbach gehandelt. Montanpapiere des Bezirks waren kaum verändert und ohne Geschäft. Von Kuxen blieben Konstantin und Langenbrahm weiter gefragt. Auch für festverzinsliche Werte und Dollarbonds bestand weiteres Interesse. Die Auslandsborten Newyork: Unter Schwankungen weiter schwach Newyork, 27. Oktober. gegen den Vortagsschluß. Deutsche Industrieobligationen und Hnleihen In Newyork V½% Commerzberh!7 8% Deutsche Bank und Diskonto-Ges. 1932 6½% Hooag 1940...:: P Nordd. Llovo 1947......... 9% Gelsenkirchen 1934 7% Rheinelbe Union ohne Opt. 1948 9% Rhein.-Westf. Elektr.-Werke 1953... P% Rhein.-Westf. Elektr.-Werke 1950.. Po Rhein.-Westf. mit Option 1953.... P% Hugo Stinnes 1948...... /% Leonhard Tietz A. G. ohne Opt. 1948 P% Ver. Elektr.-Werke Westf. 1953.... %% Rhein.-Westf. Wasserwerke 1953.. 6½% Ver. Stahl Serie A. o. Opt. 1951.. 6% Karstadt 1943 Ruhrgas 1953 P% Deutsche Reparat gebiet. Im Mittelpunkt der Betrachtungen diesmal die Auswirkungen der deutschen Kreditkrise sowie die Rückwirkungen der Pfundbaisse auf das Wirtschaftsleben im industriellen deutschen Westen. In einer besonderen Untersuchung über die finanzielle Struktur der rheinisch-westfälischen Wirtschaft wird zunächst festgestellt, daß die kurzfristigen Verpflichtungen der industrielIen Unternehmungen nach den Bilanzstatistiken im Durchschnitt fast zwei Drittel des Betriebsvermögens(flüssige Mittel und Vorräte) ausmachen und daß das Betriebsvermögen selbst fast die Hälfte Gesamtvermögens umfaßt— eine im ganzen nicht ungünstige Situation. Darauf war es mit zurückzuführen, so heißt es u.., daß sich die unmittelbaren Auswirkungen der Kreditverknappung Kreditverteuerung zunächst in engerem wegten. Immerhin hat sich durch achg#nge## Auslandsgelder und die später hinzukommende Loslösung des englischen Pfundes und anderer Währungen vom Goldstandard die Liquidität des Kreditsystems erheblich verschlechtert. verbleibt ein vermehrter Zwang zur Abtragung der kurzfristigen Schulden, die nur zum Teil durch die vorhandenen flüssigen Mittel gewährleistet ist. zum Teil sich aber auf andere Maßnahmen, besonders auf den Abbau der Läger, stützen muß. Daraus ergibt sich ein Druck auf die Preise sowie auf die Produktion und somit als mittelbare Auswirkung der Kreditkrise eine weitere Schrumpfung der gemeinen Wirtschaftstätigkeit.##g##n u. Diese Ereignisse haben maßgeblich dazu beigetragen, daß auch auf der Güterseite der rheinisch-westfälischen Wirtschaft ein erneute Rückschlag eingetreten ist. Das gilt vor allem Produktionsmittelindustrien, deren Produkder Eine Einziehung von unentgeltlich zur des zu erwartenden Verlustes. tionsziffern zum Teil erheblich gesunken sind. Großeisenindustrie und besonders Ruhrkohlenbergbau stehen unter einem starken finanziellen Druck, der vor allem von den hohen Lagerbes’ unden ausgeht. Dazu kommen die besonderen Schwierigkeiten, die sich für diese Industriezweige infolge der starken Bindung ihrer Ausfuhr an die Pfundwährung aus der englischen## rungsverschlechterung ergeben und die sich in Form von Wahrungsverlusten und erschwerten Konkurrenzmöglichkeiten am Weltmarkt äußern. Aehnli: ches gilt auch für Teile der eisenverarbeitengen Industrien. Entsprechend der Produktionsschrumpfung, die gegenüber dem letzten konjunkturellen punkt nunmehr rund 40 v. H. beträgt. die allgemeine Umsatztätigkeit Der Wiederanstleg der Arbeitslosigkeit vollzog sich auf einem gegenüber dem Vorjahr um 85 v. H. erhöhten Niveau. Mitte September sich die Zahl der Arbeitsuchenden im rheinisch fälischen Industriebezirk auf 859 500 gegen 545 000 zur gleichen Zeit des Vorjahres. Zusammenfassend wird dann festgestellt, daß die im ersten Halbjahr 1931 sich anbahnende Auflösung der konjunkturellen Abwärtsbewegung in zum Teil aufwärtsstrebende branchenmäßige Einzelbewegungen und der sich darin andeutende Konsolidierungsprozeß durch die im Juli ausgebrochene Vertrauenskrise jäh unterbrochen worden sei. Die letzten Ereignisse auf wirtschaftlichem und politischem Gebiet hätten gezeigt, daß die Ueberwindung der Wirtschaftskrisis ohne internationale VerstänIdigung nicht möglich sei. Ihre Lösung hänge ent Ischeidend davon ab, daß der internationale Kapitalausgleich von den ihm zur Zeit entgegenstehenden Hemmungen befreit werde— solle anders nicht der radikale Weg eines Forttreibens der Deflation mit all ihren schwerwiegenden Folgen auch für das Ausland fortgesetzt werden. Ueber das Vermögein dgofhen getr## Komm, Ges. 2. Ar. hrgn#“., Amtagericht Köln, eröffnes Versleichs gert-h rg###m Aplung 2# Kgvember Einer Gläunigerversammlung am 20. November Vergleichsvorschlag unterbreitet werden. Bank.-G. infolge der Wirtschafts1 lungen Höhehat sich auch vermindert. belief sch-westKomr liche worden. soll ein ser. hischece Bei ruhiger Abwickiung dürften die friedigt werden. Personalunion verbundenen Bankfirmen und Theodor Müller& Co.(Frankfurt WTB. Hzudegedlen zf. gehchfe bemi# 2 gschaftlichen Verhältnisse bedingten* guidität geSchalter zu schließen. Nach Firmen sind die Passiven seh bi e Gläubiger voll beDie beiden in Jacob Wolff& Co. —.„un An., weil sie sieh, infolse der duren, wirtschartliegen gerhültnisse„bedingten zwungen gesehen haben, ihre Erklärung der beiden einer durch die Aktiven in voller„Höhe gedeckt. Die Wiener Börse wurde Pnch,hr wieder geöfrnet. mehrwöchiger Bung gestern für den freien Verk Der Präsident der Bethlehem gab auf der Halbjahrestagung und Stahlinstituts eine Erklärung ab. in optimistisch über die Weiterentwicklung schen Stahlindustrie aussprach. Die Kr vinden gerseh. Berliner Produktenbericht SchlieSteel Corporation Schwab des amerikanischen Elsenab. in der er sich recht g der amerikaniaussprach. Die Krise werde überLee a1 fttcher 1651 Amtlichfestgesetzte Preise. Getreide und Oelsaaten per 1000 Klogramm sonst ver 100 Klogramm Weizen märk. Roggen märk. Neue Winterger Die übrigen Auslandsbörfen London: Freundlich. Amsterdam: Lustlos und eher schwächer. Paris: Unsicher und schwankend. Brüssel: Nach schwächerem Mailand: Eher schwächer. Zürich: Rückgängig. Wien: Nicht einheitlich. Anfang erholt. Banken halten Itill Auswirkungen in den Zwischenbilanzen Der Kreditorenrückgang bei den Großbanken hat an sich Quer durch die Wirtschaft 193° sind nunmehr von der 13.-13 4/13.-13.6 .10-.20.—.10 Abim September angehalten, wie die jetzt vorgelegten Zwischenbilanzen vom 30. September erkenmark abgenommen. Allerdings erklärt sich dieser Rückgang ausschließlich aus der Abnahme der von den Banken bei Dritten in Anspruch genommenen Kredite, also genüber dem Auslaud um„gtan des Stillhalte. Dieser Rückgang.. Gentamber hindurch schon Englans- vom Gold. Die Sterling-Kredite, sind freizurückgezahlt Für das Rechnungsjahr 1932 sind nunmehr von Reichsbahn an die als Lieferwerke in Betracht kommenden Lokomotivfabriken 87 Schnellzugs- und Tenderlokomotlven In Auftrag gegeben worden. * Ueber das Vermögen der Gebrüder Elbers.-G. in Hagen ist das gerichtliche Vergleichsverfahren eröffnet worden. Vergleichstermin steht am 2. Dezember an. * Der Abschluß der Düsseldorfer Elsenhüttengesellschaft In Ratingen für das Geschäftsjahr 1930/31 weist nahme von 178 751(im Vorjahre 212 020) Reichsmark.4 schreibungen unter Einbezichung des aus dem Vorjahr übernommenen Gewinnvortrags von 69292(im 43 310) Reichsmark einen Gewinn von 3149 aus, der auf neue Rechnung vorgetragen nach VorReichsmark Abn.Vorjahr Vorjahre Reichsmark werden soll. neute1 vorige 216—219214—217 188 190/185 187 Neuewintergerste 164- 173/164-173 nater mrk., 140-148138—147 Weizenmehl 127.-32.2127.-32.2 Roggenmen 70% 26.-29.0 26.-28.7 Weizenkleie 102-10519.-10.4 Roggenkleie..25.75.25-.75 VIktoriaerbsen 120.-27.020.-27.0 Kleine Erbsen—.—.—.—. * Altenessener Schweinemarkt vom., Ptg Auftrieb: 977 Stück. Es kosteten Im Gronnandel: Ferkel(Durchschnittsgewichte): 6 bis 8 Wochen alte 4 bis 8 Reichsmark, 8 bis 12 Wochen alte 8 bis 12 Reichsmark: Läuferschweine: 3 bis 4 Monate alte 12 bis 20 Reichsmark, 4 bis 6 Monate alte 20 bis 35 Reichsmark(größere entsprechend höher). Marktverlauf: langsam. Berliner Metallnotierungen Berlin, den 27. Oktober 1931 haute 1 Lange Futtererbsen Peluschken Ackerbohnen Wicken.... Blaue Lupinen Gelbe Luoinen Seradella neu Raoskuchen.. Leinkuchen Trocken-Schnitzei Kartoffelflocken— 27. Oktober. vom Postor Sochonstertten.. und Bezahlung för je 100 Klogramm) e wogrscge gsperationg-Anleihe(Dawes-Anl.) 1949 6½% Preuß. Staatsanleihe 1851.... Ws ceteche techensens un Amtliche der sogenannten Rembours-Kredite geAusland um 242 Millionen, Reichsmark. fällt ganz zu Lasten vertrages, der den ganzen Septemt wirksam war. und auch zu Laste Berieksichtigt man den Rüeksang dex nechnung Kredite, s0 hat in Wirkligz-giizionen Reichsmark stattgefunden, die zum überwiegenden Teil auf die Einlagen deutscher Bankfirmen entfallen. längerung der ausländischen Ende Februar durch den Stillhalteyertrag hat es Die Rekonstraktien dig Perptcßt Porien. s6 d35 anf der en Seite das Aktienkapital und auf der Seite der Effektenbestand(Staatsanleihen) Bank und damit auch sämtlicher 300 Millionen Reichsmark Die Farbwerke Franz Rasquin AG. bleiben für das Geschäftsjahr 1930 /31 Vorjahre 4 Prozent). Nach den ergibt sich ein Verlust von 12 jahre 144 497 Reichsmark Gewinn). In Köln-Mülheim dividendenlos(im üblichen Abschreibungen 583 Reichsmark(im VorElektrolytkupter(wrebars) prompt, cit Hamourg. Bremen oder Rotteraam Standard-Blei per. Originalhüttenalumimium 98—99%, in Blöcken gesgl. in Walz- oder Drantbarren Banka-, Straits- Australzinn in Verkäuferswahl Hüttenzinn, mindestens 32% Reinnickel. 98-99%.... Antimon-Regulus...5 Silber, 1 Klogramm, ca. 1000 Feinheit.... Gold. 10 Gramm Altolatin per Gramm(Abfälle) Circapreis.. Techn. reines Platin per Gramm. Datallpreis 27. Otcaber 70.25 170.00 174.03 350.90 47.00—19. 26. Aricber 70.25 170.00 174.00 350.00 47.00—49.00 41.25—45.50 42.00—45.25 Bochamereerrunstallung??. * Die VerDevisenkredite bis Stillhaltevertrag hat Ring und der 19.30 Uhr und dauert bis gegen nerstag wurde die von Dr. Burbaum besorgte udierzug erztmalig vorgeseben. Die a1“, vost greLeros erstmang vorgesehrn. Die Bochumer, Das Hoffmannsch bei freiem Eintritt heute, Donnerstag, nachmittag von seinen zweiten öffentlichen Vortrag=abeno Die Aufführung von 1( De= Haffmannsche Konservatorium veranstaltet (=) Stadttheater Bochum. bese derne Lolsbachte gaebdoen, Pihz, Begir Pou e. bih 7 Uh.,; Nachzumer Hose 23 Uhr. Ful Ton=;im Saale des Bochumer Hofes. Tteuen“!(„1) Plaza=Barieté. Heute, Mittwoch, nachmittag.30 und taglich abends.10 Uhr das Programm der des Parietés. Sämtliche Attraktionen Dr. Burhaum besorgte Neugzg:(.) Plaza=Barieté.8 iels:„„#rg#gt 116 von gpo- Uhr und taglich abende ve#;,##e ochumerung Spitzenleistungen des B die westdeutsche Erstauffuhruge und die 12 Bue=Jazs=4 ird für die Vormiete Bag ster tag, 30. Ottober. Am E Programm, über das w Großerhöht ist. anderen der Dresdner banken um je Die Schultheiß-Angelegenheit ziehen rester-Verbs geichzeitg g miere wird chg# des Stückes sein. Sie wird ben der 10jährigen Gemeinschaft der Thegter BochumDuisburg, dessen zuerst durch die große Inszenierung Wallenstein=Trilogie gedacht wurde, wird am Fi die andere Premiere auch von Seiten des der Oper begangen. Wagners„Tann der zu dieser Gelegenheit ausgewählt Dr. S. Schmitt vollig neu einstudiert Paul Drach hat die musikalische LeiBühnenbilder stammen von Johannes und sind von Ernst Presber für die Szene Die Besetzung der Hauptpartien, wird am emiere folgende sein: Tannhauser( stemann), Landgraf(von der tag durch Ensembles häuser", wurde, ist von und eingerichtet. tung. Die Bill Schröder singerichtet„Die übend oer Premi hoff), Elisabeth =Ladies gastieren nur bis Samskonntag ist ein vollständig neues wir noch näher berichten werden. Die letzten Tage dieses schönen Programms versprechen einige frohe Stunden in dem Plaza=Varieté. Filmschau „Mitternachtsliebe“ Tonfilm im Capitol Daß dieser Film spannend und packend in Devisenkurse Berlin, den 27. Oktober 1931 London Newyork Rio de Janeiro Amsterdam Brössel Bodapest Danzig Helsingfors Italien Jugoslawien Kopenhagen Oso Paris Prag Schweiz Spanien Stockholm Wien bld Dollar Milreis 100 Gulden 100 Belge 100 Pengö 100 Gulden 100 f. M. 100 Lire 100 Dina: 100 Kronen 100 Kronen 100 Franken 100 Kronen 100 Franken 100 Pes. 100 Kronen 100 Schilling 16.43 16.47 .209.217 .259.261 170.73 171.07 58.84 58.9 73.28 73.42 83.22 83.38 .59.61 21.83 21.81 .473.487 92.91 93.09 92.31 92.49 16.60 16.64 12.47 12.49 82.52 82.68 37.33 37.44 96.15 96.35 58.94 59.06 16.49 .209 .255 170.78 58.91 73.28 83.22 .59 21.83 .473 93.01 92.61 16.61 12.47 82.52 37.66 97.15 58.94 16.53 .217 .257 171.12 59.05 73.42 83.38 .61 21.87 .487 93.19 92.79 16.65 12.43 82.68 37.74 97.35 59.06 .198 .36 168.74 58.30 73.47 81.72 10.57 22.09 81.00 112.50 112.50 16.44 85.00 81.00 81.00 112.00 53.83 Reichsbank-Diskont%, Lombardsatz 10% Die Vorgänge im Schultheiß, Konzern,#e anwaltschaft Ermittelungen statt, ob ein strafgetäuscht worden seien und inwieweit Verstöße vorlieren. Das Präsidium des Aufsichtsrats wird in vorliegen. Das. Wolfram von Eschenbach (Urias), Venus(von Dobay). ber, ist eine Wiederholung vorgesehen. Schon jetzt sei daß für nächsten Sonntag lers„Don Carlos“ Bohnder Linde), Buschmann), Biterolf Für Samstag, 31. Oktoder Wallenstein=Trilogie darauf aufmerksam gemacht, als Werbevorstellung Schilgeplazst, ist. erfolgreiche Operegre ßpflichtig nachdem den nächsten Tagen elbelte., goll fnzwischen durch eine Kommission aus dem Generalchrehusgetreten ist, nunmehr auch Stallvartretender Vorsitzender des Aufsichtsrats der stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats der für Glasindustrie vorm. Friedrich Siemens(Dres(“) Operettentheater Bomum. Die erfolgreiche rette„Viktoria und ihr Husar" wird täglich abends wiederholt. Da das Interesse für diese Operette besonders lebhaft ist, so empfiehlt es sich, die Karten im bestellen. Sie erhalten im Vorverkauf voraus noch eine Erden Vorstellungen von Montag bis einschließlich Freuag,nur halbe#eise. Morgen, Donnerstag, Kammerronzert in.## Nochmals wird auf die morgen, Donnerstag, mäßigung. Erwerbslose sahliger, zu, den film spannend und packend in seiner knapp gefaßzten und ungeheuer gestrafften Handlung ist, bedeuter gewiß nicht seinen Hauptwert, sg,wigzig diese Eigenschaft für die Publikumswirtung ist. Em mina#sum nicht alltäglicher Art, mehr eine stark bewegte und in großer Linie gefuhrte Lebensgeschichte. Aber der Inhalt tritt zurück vor der ganz ausgezeichneten Regi und Aufnahmetechnik. Soviel hervorragende Milieuschilderung und Genialität im Detail hat man lange nicht mehr gesehen. Man kann diese unerhorten Fezue heiten der Aufnahme, diese ungeheure Sacherheit des Regisseurs nicht aufzählen, aber es gibt Einzelheiten zu sud., die emne meisertuge, Hand in diesen Zuzen Genia hat schon einmal Jeinen als vortrefflicher Regisseur erwiesen. Und vier, Pariser Milieuschilderung fand er wieder eine Dutzenden, verraten. Augusto Namen in der haus. Das Wünsche, AG. niedergelegt. Auch sein Aufsichtsratsmandat * z u m L ö w e n b r ä u, M ü n c h e n, den) bei der Aktienbrauerei hat er niedergelegt. Oktober, abends, im Parkhaus stattfindende Kammermusik aufmerksam Hezzchler, WOswpasße Mür voch, den 28. Oktober, eine Gesamnt=Chorprobe in deg, Pgeicer Oberrealschule an der Goethestraße stattfindet, und für Damen und Herren um 8 Uhr abends beginnt. Bühnenvolksbund. Am Samstag, 31. geht als Wahlvorstellung für alle Serien der„Wallenstein“ in Szene. Auf diese Veranstaltung wird ganz besonders hingewiesen, da es sich um eine anerkannt hervorragende Inszenierung handelt. Vorverkauf ab heute. er Vollendung, die den Begriff der Echtheit nicht täuscht, sondern ihn durch die Selbstverständlicher Bewegung unbedingt gibt. Solche NatürlichAufgabe, die seiner Begabung würdig war. Er löste sie 29. mit einer Voll ende: Acbe keit jeder Aewegung, unbedingt, gibt., Soiche Nati und überzeugende Einfachheit ist nicht megr. zu übertreffen. Es geht niemals um den Effekt, Lunner nur um die glaubhafte Wirkung. Wenige Schauspie er nur in den Hauptrollen, aber diese alle sind ausgezeichnet am Platz. Eine wundervolle Ueberraschung die blonde Daniele Parola, eine zweite Marlene Dietrich, wenn man so will, und doch ein ganz anderer Typ von Weiblichkeit, ungemein ausdrucksvoll im Mimischen, bezaubernd in der Melodik der Sprache, erwärmend wie wenige Dgpafhertingeg., Secpfer, dp, Sobseine starte. Fiaur des Spiels. Dieser Film wird jeden interessieren, entweder durch die Handlung oder seine hervorragende Ausgestaltung. Vollständig überholter DARNT. MoterWugug H. Hüning. Kriminal=Wachtmeister a. D. Bochum. Wittener Berbachtungen an eigene Straße 36. Ermittluggen,„# nungenn allen Bläven, der, Weli. Langläbrige praktische Erfahrungen. Beste Streng vertraulich u. diskret Kauf Gesuche Referenzen Tel 66224 (Dreixad), Tragfäble sehr billig abzugegn it—10 Zentner.(98745 Fragragtbee). Aibertstraße 16. — Mlmuns Kotten, ev. a. 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Bochum, das über eine ansehnliche Zahl von Tennis=Clubs und Spielern verfügt, würde bei der Verwirklichung dieses begrüßenswerten Planes, dessen Träger das Stadtamt für Jugendpflege und Leibesübungen ist, einen Vorsprung einholen, den die Mehrzahl der westdeutschen Großstädte vor ihm hat. Die Kosten für eine Hallentennisanlage sind zudem nicht erheblich, da— man muß sagen: leider— genügend dafür geeignete, leerstehende Hallen, die früher industriellen Zwecken dienten, vorhanden sind. Man kann deshalb annehmen, daß Bochum zu dieser Tennishalle kommt. Vorausgesetzt natürlich, daß sich aus den Reihen der Clubs von vornherein genügend feste Interessenten für die Benutzung der Halle finden. Daß die Tennisbewegung in Bochum an sich genügend groß ist, um eine derartige Halle zu erhalten, zeigt das Interesse an den Veranstaltungen der letzten Jahre, das nicht nur in jedem Sommer verstärkt, sondern auch im Winter wachgehalten wird. So wird, wie in der Dienstag=Ausgabe schon angezeigt, die Tennis=Abteilung des Tus. Bochum am Freitag, 30. Oktober, abends mit ihrer 1. Abendveranstaltung 193132 im Parkhotel Haus Rechen vor die Oeffentlichkeit treten, in der der Tilden=Lehrfilm und ein Film über das diesjährige Mannschafts=Pokalspiel von TuS. Bochum gezeigt werden. Frankie Gennaro enffhront Der langjährige Weltmeister im Fliegengewicht, Frankie Gennaro wurde in Paris von Young Perez in der zweiten Runde.o. geschlagen. Der Kampf ging um den Titel. Kommt Leinberger nach Schalke? Wie wir erfahren, wird der Fußballrepräsentative Leinberger demnächst aktives Mitglied des Fußballklubs Schalke 04 werden. Er hat Beschäftigung gefunden als Trainer bei VfB. Bottrop und Alemannia Dortmund. Neue Weltrekorde Dreisprung: 15,58 Meter. Weitsprung: 7,98 Meter. Hervorragende Leistungen, darunter zwei neue Weltrekorde, gab es bei den in Tokio ausgetragenen Leichtathletikmeisterschaften von Japan. Im Dreisprung erzielte der Amsterdamer Olympiasieger Miki Oda mit 15,58 Meter eine neue Weltbestleistung und übertraf damit den alten Rekord, den der Australier Winter bei den Olympischen Spielen in Paris am 12. Juli 1924 mit 15,52½ Meter aufgestellt hatte, um 5½ Zentimeter.— Den zweiten Weltrekord stellte der Japaner Chuei Nambu im Weitsprung mit 798 Meter auf und übertraf damit die bisherige Bestleistung des Haitianers Cator mit 7,93 Meter vom 9. September 1928 in Paris um 5 Zentimeter. Vom Turf Berlin-Strausberg, 27. Oktober 1. Rennen: 1. Flotte Fahrt(E. Biessey), 2. Tauperle, 3. Exusu. Toto: S. 30:10, Pl. 12, 12, 12:10 Rennen: 1. Mika(I. Unterholzner), 2. Carl= chen, 3. Eiland. Toto: S. 24:10, Pl. 15, 27, 28:10. 3. Rennen: 1. Putz(E. Huguenin), 2. Osterfreude, 3. Elsaß. Toto: S. 58:10 Pl. 12, 13, 10:10. 4. Rennen: 1. Wotan(M. Schreier), 2. Prinzessin, 3. Tana, 4. Reichenbach. Toto: S. 167:10, Pl. 44, 18, 20,20:10. 5. Rennen: 1. Barfuß(E. Buschke), 2. Schäferburg, Rote Nelke. Toto: S. 42:10, Pl. 19, 34, 19:10. 6. Rennen: 1. Fahrt(G. Röhl), 2. Habicht II, 3. Auch einer. Toto: S. 41:10, Pl. 14, 13, 20:10. 7. Rennen: 1. Novalis(O. Wenzel), 2. Jambus, 8. Golo, 4. Hellseherin. Toto: S. 178:10. Pl. 39, 27, 19,16:10. Handball Tus Linden=Dahlhausen— TV. Hattingen 07. Die Linden=Dahlhauser Tusleute wurden von dem vorjährigen Kreismeister glatt niedergehalten. Die Hattinger Angriffsreihe war vor dem gegnerischen Tore entschlossener und ging bereits nach 5 Minuten in Führung. Durch zwei weitere Treffer erhöhten die Hattinger auf •0. Nach der Pause erzwangen die Linden=Dahlhauser zunächst ausgeglichenes Feldspiel, aber der rasante Endspurt brachte den Hattingern in der letzten Viertelstunde noch vier weitere Treffer. Die Rangilkenernen Wer sicht im deutschen Tennis an der Spitze? In aller Stille hat diesmal die aus den Herren Grauhan(Köln), Dr. Fuchs(Karlsruhe), Dr. Rau(Berlin), Dr. W. Schomburgk(Leipzig) und Dr. Simon(Pforzheim) bestehende Ranglisten=Kommission des Deutschen Tennis=Bundes ihre schwierige Aufgabe, den deutschen Spielern und Spielerinnen für ihre in der abgelaufenen Saison gezeigten Leistungen in Form der Rangliste Zensur zu erteilen, erledigt. Die Ausgeglichenheit in der Spielstärke und der durch die Not der Zeit bedingte Ausfall zahlreicher wichtiger Turniere haben die Arbeit der Ranglisten=Kommission erheblich erschwert. Sehr wesentliche Veränderungen weist die Liste der Herren gegenüber dem Vorjahre auf, dagegen ist bei den Damen die Spitzengruppe unverändert geblieben. An erster Stelle in der Damenliste steht natürlich Cilly Außem, die dreifache Meisterin von Frankreich, Wimbledon und Deutschland, vor der zweitbesten deutschen Spielerin Hilde Krahwinkel. In den 3. bis 5. Platz teilen sich Frau Friedleben, Frl. Hammer und Frl. Rost. Zu dieser Gruppe gehörte im Vorjahre noch Frau Schomburgk(Leipzig), die diesmal einige Plätze zurückgesetzt worden ist. Bei den Herren sind wie im Vorjahre zwei Spieler an die Spitze gestellt worden: der junge Gottfried v. Cramm und Daniel Prenn. In der Rangliste 1930 teilte Prenn, dessen sportliche Betätigung in der abgelaufenen Saison durch seine Disqualifikation stark eingeschränkt war, den ersten Platz mit Dr. Landmann, der diesmal ebenso wie auch Altmeister Froitzheim, Dr. H. Kleinschroth, Oppenheimer, Klopfer, Keller und C. Bergmann mangels hinreichender Vergleichsmöglichkeiten unberücksichtigt blieb. G. v. Cramm hat einen gewaltigen Sprung nach vorn getan, denn im Vorjahre rangierte er noch unter der Gruppe 12—17. Ebenso rapid ist der Aufstieg des bekannten Eishockeyspielers Gustav Jaenecke(1930 unter Nr. 22—28), der wohl in erster Linie auf Grund seiner ausgezeichneten Leistungen bei den Hamburger Meisterschaften zusammen mit Kuhlmann und Nourney auf den 3. bis 5. Platz gesetzt worden ist. Das gleiche wie für v. Cramm und Jaenecke gilt auch für den Dresdener Haensch, der auf den 7. Platz hinter Dr. Dessart vorgerückt ist. Die genaue Rangfolge lautet im einzelnen: Herren: .—2. v. Cramm und Prenn;.—5 Jaenecke, Kuhlmann, Nourney; 6. Dr. Dessart; 7. Haensch;.—9. Dr. Buß und F. Henkel; 10.—11. Schwenker und Zander; 12.—15. Bräuer, Franz, W. Menzel, Wetzel; 16. Hartz; 17. Heydenreich; 18.—23. Dr. Fuchs, Gosewich, Heine, Lorenz, Remmert, Weihe: 21.—28. Daller, Pietzner, Rahe, Tübben, Tüscher; 29.—35. Eichner, Erwen, von Gustke, Lindenstaedt, Meffert, Pohlhausen, Statz; 36.—38. Denker, Heitmann, Walch. Damen: 1. Cilly Außem; 2. H. Krahwinkel;.—5. J. Friedleben, Hammer, Rost; 6. Peitz; 7. v. Reznicek; .—11. Horn, Kallmeyer, Neppach, Schomburgk; 12. v Ende=Pflügner; 13.—14. Kohnert, Stephanus; 15. Weihe; 16. Sander. getragen, da der Schiedsrichter ausblieb. Die beide Mannschaften lieferten sich einen sehr interessante# Freundschaftskampf, der jederzeit verteilt war. Kurze Sportschau Bochühfer Seilwimmerner SC. Sparte Bochum- WSV. Herringen 10:6 Die Bochumer Spartaner weilten Sonntag in Herringen und trugen gegen den dortigen Wassersportverein in der prächtigen Schwimmhalle der Jahnschule einen Clubkampf aus, den die Bochumer trotz Einstellung von Ersatzschwimmern gewinnen konnten. Herringen konnte von den Staffelkämpfen nur die beiden Bruststaffeln gewinnen und mußte in den übrigen Staffeln die Ueberlegenheit der Spartaner anerkennen. Ein Bombenrennen lieferten sich beide Mannschaften in der großen Kraulstaffel. Herringen konnte gegen die Ersatzleute der Bochumer in Führung geben, mußte diese jedoch gegen die Staffelschwimmer der Bochumer wieder abgeben und konnte nicht verhindern, daß„Sparta“ mit etwa 18 Meter Vorsprung die Staffel gewann. Das Wasserballspiel ging erwartungsgemäß für Bochum verloren, da der Schwimm=Club„Sparta“ keine Uebungsgelegenheit besitzt und somit ohne Vorbereitung zum Spiel antrat. Aus dem gleichen Grunde ging auch das als Einlage=Wettkampf ausgetragene Wasserballspiel der 2. Mannschaft verloren. Die Ergebnisse waren: 10X2 Bahnen Kraulstaffel: 1.„Sparta“ Bochum 4,11,7, 2. Wassersportverein.21. 3X2 Bahnen Knabenlagenstaffel: 1.„Sparta", Bochum.28.8, 2. Wassersportverein 1,32,2. 6X2 Bahnen Rückenstaffel: 1.„Sparta“. Bochum .07.2, 2. Wassersportverein 3,10,6. 3X4 Bahnen Jugendlagenstaffel: 1.„Sparta" Bochum 3,11,2, 2. Herringen.16.8. 5X2 Bahnen Knabenbruststaffel: 1. Wassersportverein.27, 2.„Sparta“ Bochum 2,52. 3X4 Bahnen Herrenlagenstaffel: 1.„Sparta“, Bochum.06.4, 2. Wassersportverein 3,16,4. 10X2 Bahnen Bruststaffel: 1. Wassersportverein.25, 2.„Sparta" Bochum 5,27. Wasserballspiel, 5er=Mannschaft::1 für Wassersportverein Herringen. Gesamtergebnis: 10:6 Punkte für„Sparta" Bochum. Fechten in der DT. Die Fechtabteilung des TV. 48 Bochum ermittelte an ihren letzten Uebungsabenden ihre diesjährigen Vereinsbesten in Florett und Säbel. Gefochten wurde in je einer Runde Jeder mit Jedem auf 5 Treffer. Wie zu erwarten, konnte der Nachwuchs den bewährten Kräften den Sieg nicht entreißen, doch sah man an Klingenführung und Kampfgeist guten Erfolg zielbewußter Arbeit. Im Herrenflorett siegte W. Höhle überlegen mit 6 Einzelsiegen und 15 erhaltenen Treffern, nur W. Hermannes gelang es, ihm eine:=Niederlage beizubringen. 2. wurde A. Klein mit:22; 3. A. Keidel mit:23; er erringt damit die Teilnahmeberechtigung bei den bevorstehenden Mannschaftskämpfen; 4. K. Hahn mit:28; 5. F. Borchert mit:26; 6. W. Hermannes:28; 7. E. Wösthoff:28. Im Säbel siegte Hermannes im Stichkampf mit Höhle:5, da beide mit 5 Einzelsiegen die Spitze halten, bei einem Trefferverhältnis 11:20 für Höhle; 3. wurde Klein :18; 4. Wösthoff:19; 5. Borchert:25. Im Damenflorett sah man die Kreismeisterin Cl. Möbes mit Frau Keidel und E. Glowienka mit je 8 Einzelsiegen und 17, 20 und 21 erhaltenen Treffern an der Spitze. Ein Stichkampf unter den Dreien ergab folgende Rangfolge: 1. M. Keidel; 2. Cl. Möbes; 3. E. Glowienka; 4. wurde H. Karpowski mit :30; 5. Cl. Moritz:35; 6. A. Cramer:34; 7. Frau Westhoff:40. Tabellen der 2. Bezirksklaffe Gruppe 1: Sprungschanze im Sauerland. In Brilon geh neue Sprungschanze ihrer Vollendung entgefahrer Teutonia Riemke— Bochum=West:0. Die beiden Pokalteilnehmer der unteren Klassen standen sich in Riemke in einem Freundschaftsspiel gegenüber. Es wurde auf beiden Seiten technisch gut gespielt. In der ersten Halbzeit war das Spiel verteilt, während nach dem Seitenwechsel eine kleine Ueberlegenheit der Platzleute bemerkbar war. Concordia Bochum— Post SV. Bochum:1. Die Concorden hatten am Sonntag den Post SV. Bochum zu Gast und mußten sich von dem klasseniedrigeren Verein eine knappe, aber verdiente Niederlage gefallen lassen(nicht, wie gemeldet, einen Sieg). Die Postsportler zeigten ein eifriges Spiel, konnten sich aber bei dem guten Schlußdreieck der Concorden nur einmal in der ersten Halbzeit durchsetzen. TuS. Kornharpen— SuS. Wilhelmshöh:3. Dieser Punktekampf wurde nur als Gesellschaftsspiel ausNeue jeßt eine neue Sprungschanse gen. Die Schanze, die die Skifahrer sicherlich begrüßen werden, ist auf dem Poppenberg angelegt. Sie besitzt einen 35 Meter hohen Anlaufturm, der als Aus sichtsturm ausgebaut werden soll. Nach der Willinge Mühlenkopfschanze ist er die größte Sprunganlage West deutschlands. Für die Arbeiten zeichnet der bekannte Springer Erich Recknagel verantwortlich. Vor dem Ziel zusammengebrochen. Den Abschlus der diesjährigen Rennsaison in Longchamps bil dete der Prix Gladiateur. Das über 6200 Mete führende längste Flachrennen der Welt nahm eine dramatischen Ausgang. Der Favorit Monsieu Le Maréchal zog in der Geraden überlegen u Front und hatte das Rennen bereits in der Tasche als er kurz vor dem Ziel vor Erschöpfung zusammen brach und seinen Reiter verlor. Es hat sich also erneu gezeigt, daß derartige lange Rennen auf der Flachen überflüssig sind. Neue DT.=Schwimmhöchstleistung. Der 1. Reichen bacher Schwimmverein veranstaltete am Sonntag sein drittes kreisoffenes Hallenschwimmfest, an dem sich rund 100 schlesische Turnerschwimmer beteiligten Dabei gab es auch eine neue DT=Höchstleistung, und zwar in der 4X50=Meter=Kraulstaffel wo der Alte Turnverein Breslau mit der Mannschaft Galle, Morawe, Schmähl und Wolf ein Zeit von 2,01,4 Minuten herausholte und damit die bisherige Bestzeit von 2,01,8 Minuten, die die Dresdner Bank Berlin hielt, um vier zehntel Sekunden verbesserte. Polizeihundeprüfung Der Polizei= und Schutzhundeverein„Westfalen“, Sitz Bochum, veranstaltete am Sonntag seine in terne Wanderpreisprüfung und somit die Abschlußprüfung für das Jahr 1931, verbunden mit dem zehnjährigen Stiftungsfest. Die Prüfungsleitung lag in den Händen von Hans Godzewski. Das Richteramt hatte Polizeihauptwachtmeister Zipfel, Niederwenigern, übernommen. Die Suchübungen fanden vormittags in den Ruhrweiden an der Kosterbrücke statt, während die Gehorsamsübungen und Mannarbeit auf dem Vereinsdressurgelände an der Querenburger Straße vorgenommen wurden. An den hervorragenden Leistungen der Hunde konnte man feststellen, daß im Polizeihundeverein Bochum zielbewußte Arbeit geleistet wird. Eindrucksvoll war das Verlorensuchen fremder Spuren Einen Beweis ihrer Klugheit und guten Dressur brachten die Tiere bei den Gehorsamsübungen. Bei der genannten Mannarbeit, beim Stellen des Fliehenden beim Standlautgeben und der Wurf=, Hieb= und Schußfestigkeit zeigten sie ihren Wert als Beschützer des Menschen. Wie erstklassig die Leistungen der Tiere waren läßt sich daran feststellen, daß es vier Hunden gelungen ist, das Prädikat„vorzüglich“ zu erringen. Nachstehend die vier besten Hunde: 1.„Cäsar von der Drachenecke“(Besitzer Bergrat Fuldner, Führer Paul Lukowski) 293 Punkte, vorzüglich; 2.„Fels vom Borbachtal“(Besitzer und Führer Karl Lienenlücke), 292 Punkte, vorzüglich; 3.„Curt vom Mittelstand“ (Besitzer Wilhelm Weck, Führer Karl Weck), 283 Punkte vorzüglich; 4.„Alex vom Wiesengrund“(Besitzer und Führer Ludwig Mertes), 281 Punkte, vorzüglich. Abends fand das zehnjährige Stiftungsfest statt Der langjährige 1. Vorsitzende Karl Lienenlücke wurde in Anerkennung seiner Verdienste um den Verein unter Ueberreichung einer Ehrenurkunde zum Ehrenmitglied ernannt. Als besondere Ehrengabe wurde ihm das Bildnis seines Hundes Fels vom Borbachtal, in Oel gemalt überreicht. Aus den Turn- und Sportvereinen Der Turnverein„Frisch auf“ hielt seine 23 Generalversammlung ab. Vorsitzender Hermann Striso hieß die zahlreich erschienenen Turner herzlich willkommen. Dann gedachte Ehrenvorsitzender Gustav Ramann der verstorbenen Mitglieder Schage, Schinski und Backwinkel und der im Weltkriege gefallenen Turngenossen. Alle Mitglieder erhoben sich von ihren Plätzen. um die Toten zu ehren. Anschließend wurden Vorstand und Kassierer entlastet, so daß man an die Neuwahl gehen konnte. Die Wahl ergab: 1. Vorsitzender H Striso, 1. Schriftführer: E. Murach, 1. Kassierer P. Malicke, 1. Turnwart O. Neumann. Außerdem konnten sieben Neuaufnahmen verzeichnet werden. Stadttreis Wanne-Eicke! Pfarrer Luft zum Dechanten ernannt. Der Erzbischof hat Pfarrer Luft von der Josephspfarrei Wanne=Süd zum Dechanten an Stelle des nach Menden versetzten Stadttreis Wattenscheid Sülberne Hochzeit. Heute feiern die Eheleute Kaufmann Emil Stoffer und Frau Wilhelmine geb. Sonnenschein, Eppendorf,, Schützenstraße 87, das Fest der silbernen Hochzeit. „Deutsche Woche" in Wattenscheid. Unter Führung des Vereins selbständiger Gewerbetreibender e. V. Wattenscheid veranstalteten die nachstehend aufgeführten Organisationen, und zwar der Königin=Luise=Bund, der Katholische Frauenbund, der Mütterverein, die Evangelische Frauenhilfe. die Frauengruppe der Deutschen Volkspartei, der Vaterländische Frauenverein, die Deutschnationale Frauengruppe, der Evangelische Volksdienst, die Israelitische Frauenvereinigung, die Arbeiterwohlfahrt, Frauenverein, der Verkehrsverein, der Innungsausschuß und der Wirteverein in der Zeit vom 4. bis 11. November 1931 im Saalbau Recke eine sogenannte„Deutsche Woche“ mit dem Zweck der Behrung der Hausfrauen, statt, Auslandswaren nur deutsche Erzeugnisse im Haushalte zu verwenden. Zu dieser Veranstattung, zu der das Musikverein=Orchester Wattenscheid, die Schützenkapelle, die vereinigten Männerchöre der Stadt Wattenscheid und prominente Wirtschaftsredner verschiedener Richtungen ihre Mithilfe zugesagt, haben, werden außer diesen Veranstaltungen noch Horträge gehalten werden, Filme belehrender Art zur Aufführung kommen und durch eine umfangreiche Ausfrauer9 Gelegenbeit, geben werden sich Jausfrauen Gelegenheit gegeben werden, sich mit den Neuerungen auf wirtschaftlichem Gebiete vertraut zu machen. Damenschneiderinnen=Tagung. Zu der Quartals= sitzung hatte sich die Damenschneiderinnen=Innung vollzählig eingefunden. Den Bericht des Innungsausschusses erstattete der Geschäftsführer. Als Vertreter der Handwerkskammer Dortmund hielt Jorns einen interessanten Vortrag über„Das Lehrlingswesen und seine Auswirkung". Die Neuwahl der Arbeitgeber= und Arbeitnehmerbeisitzer für den Ausschuß für Lehrlingsstreitigkeiten wurde zurückgestellt, ebenso die Wahl des Pruungsausschusses. 84 Schaufenster zerschlagen— Mantel gestohlen. In der Nacht zum 27. Oktober wurde die Schaufensterscheibe eines Kaufhauses in Wattenscheid durch einen Steinwurf zertrümmert. Von der Auslage wurde ein Herzenmantel im Werte von 75 RM. gestohlen. 1 zzm ewgueg un Stelle des nach, Menden versetzten Pfarrers Funke ernannt. Pfarrer Luft ist schon mehrere Jahrzehnte hier am Orte katholischer Geistlicher und kennt die Wanne=Eickeler Verhältnisse sehr gut. Es wird gesammelt! Die ersten Gaben für die„Notgemeinschaft" sind bereits gestern aus der Tätigkeit der Sammler, die noch einige Tage harter Arbeit haben werden, bis ihre Tätigkeit im Stadtbezirk vorläufig beendet ist, zusammengetragen worden. Es handelt sich vornehmlich um Kleider, Lebensmittel und Bedarfsgegenstände aller Art, die im Keller des Wanner Rathauses und in den hierfür im Eickeler Rathaus freigemachten Räumen untergebracht werden. df Jahresfest im evangelischen Jünglingsverein Röhlinghausen. Das Jahresfest, das am Sonntag mit einem Festgottesdienst eingeleitet wurde, nahm im Gemeindehaus einen schönen Verlauf. Posaunenvortrag und Prolog schlossen sich die Begrüßungsworte von Pfarrer Krahn an. Die Festrede hielt Pfarrer Bechthold(Höntrop), der auf die Ziele und das Wirken der christlichen Jungmännervereine einging. Die Theaterabteilung bot die Aufführung„Gottes Wort und Luthers Lehre.“ Nach der Kaffeevause folgten verschiedene Darbietungen, die dem Fest das rechte Gepräge gaben.„„„„„„ ur Feiern. Der katholische Gesellenverein Eickel feierte am Sonntag im städtischen Saalbau am Eickeler Markt sein diesjähriges Stiftungsfest unter riesiger Beteiligung aus allen Kreisen der Bürgerschaft, besonders des Stadtteils Eickel.— Das 30. Stiftungsfest konnte Sonntag der Jünglings= und Jungmänner= verein, sowie die DI. der St.=Barbara=Pfarrei Röhlinghausen in schlichtem Rahmen würdig begehen. dk 47 Jahre Turnverein Eickel. Zu einer Feier, die anläßlich seines 47jährigen Bestehenz der Turnverein 1884 Eickel im Saale Feldhege veranstaltet hatte, war eine beträchtliche Zahl von Brudervereinen des Stadtverbandes geladen. In kurzen Begrüßungsworten hieß der Erste Vorsitzende Bierbaum willkommen. Die turnerischen Vorführungen fanden verdienten Beifoll. Dem Jubilar Metzgermeister Oliewer der 25 Jahre lang dem Turnverein zur Seite stand, überreichte der Vorsitzende eine Plakette mit Ehrenurkunde. Für den heiteren Teil sorgten Turnbrüder des Vereins. fk Mieterschutzverein Röhlinghausen. Der Mieterschutzverein Röhlinghausen faßte in seiner Versammlung am Sonntag folgende Entschließung:„Die Mieter erwarten von dem Minister für Volkswohlfahrt im Geiste ausgleichender Gerechtigkeit Maßnahmen zur Einleitung der Mietzinssenkung von Alt= und Neubauwohnungen einen Index. der dem verminderten Einkommen und dem stark gesenkten Lebenshaltungsindex entspricht. Die Mietzinssenkung hat auf demselben Verordnungswege, auf dem seiner Zeit die Steigerung der gesetzlichen Miete vorgenommen wurde, zu erfolgen. h Bezirksverbandstag des Bezirksverbandes Essen der Reichsbahnkurzschriftvereine. Die Reichsbahnstenographen aus dem ganzen Direktionsbezirk Essen weilten Samstag zum Verbandstag in Wanne=Eickel. Vormittags 10 Uhr fand im Kurhaus eine Vertretertagung statt. Um 2 Uhr nachmittags begann ein Preiswettschreiben von 80 Silben an aufwärts sowie ein Wettlesen. An dem Wettschreiben und=lesen beteiligten sich etwa 150 Personen. Abends fand dann eine gemütliche Feier statt. Im Mittelpunpte des Abends stand ein Vortrag des Reichsbahnoberrates Krabbe:„Zweck und Ziele der deutschen Kurzschrift unter besonderer Berücksichtigung der Verhältnisse bei der Deutschen Reichsbahn=Gesellschaft. Die Preisverteilung wurde dadurch interessant, daß den Siegern wertvolle Preise ausgehändigt wurden. Musik und Unterhaltung hielt die auswärtigen Gäste mit den Wanne=Eickeler Stenographen in schönstem Verein zusammen. n Die Zahlung der Wohlfahrtsunterstützungen an die Unterstützungsempfänger der allgemeinen Fürsorge und an die Wohlfahrtserwerbslosen findet am Freitag 30. Oktober, vormittags, in den bekannten Zahllokalen statt. 9 ta dttreis Witten Ohne Kolonien Volk in Not, Kolonialbesitz Freiheit und Brot! Dieses Motto bildete gewissermaßen den Grundton aller Ausführungen, die im Laufe der Herbsttagung der Delegierten des Bundes der Kolonialkrieger und Kolonialdeutschen aus Rheinland und Westfalen am 25. Oktober im Hotel Monopol zu Witten gehalten wurden. An dieser Tanahmen Delegierte aus Bochum, Bielefeld, Buer, sitzende des Gaues, Hüning(Bochum), seiner Freude über den starken Besuch Ausdruck. Er berichtete über die Jahreshauptversammlung in Essen. Es sei Sache jedes einzelnen in seiner Partei, für die Kolonialsache zu wirken. Zur Frage der Kolonial=Jugendgruppen machte Sellwiß(Wattenscheid) Ausführungen über die Wichtigkeit dieser Gruppen. Nachdem eine Reihe interner oder organisatorischer Fragen behandelt worden waren, kamen verschiedene Anträge zur Beratung darunter ein solcher der Ortsgruppe Elberfeld, der vom Bunde Schritte verlangt, um die Erstattung rückständiger Löhnungen der Kolonial= krieger vom Reiche zu erlangen. Dazu führte der Vorsitzende aus, daß ein derartiger Prozeß bereits bis zum Reichsgericht getrieben worden sei. Die Entscheidung habe aber dahin gelautet, daß wohl ein moralischer, aber kein juristischer Anspruch der Krieger bestehe und die Klage deshalb abzuweisen sei. Der Reichsregierung wurde eine Entschließung übermittelt, die erneut die Reichsregierung ersucht, sich mit aller Schärfe für die Rückgewinnung der Kolonien einzusetzen. — Gladbeck wurde als Ort für die Frühjahrstagung gewählt. gb Ennepe=Ruhr-Kreis Amtsverordneter Dr. Schulte=Diefhaus+ Im Alter von 72 Jahren verstarb in der Gemeinde Winz der Amtsverordnete Dr. phil. Robert Schulte=Diefhaus. Der Verstorbene war 22 Jahre lang Gemeindevorsteher und nach Bildung der Großgemeinde Ortsvorsteher, weitere 22 Jahre Amtsverordneter und Beigeordneter des Amtsverbandes Hattingen und bekleidete zahlreiche Ehrenämter. h Stadttreis Gelsenkirchen Ueberfall auf das Gelsenkirchener Parteihaus der NSDAP. Seit einiger Zeit besitzt die NSDAP. in Gelsenkirchen an der Hochstraße ein Parteihaus. In der Nacht zum Montag, gegen 12.30 Uhr, hörten Nachbarn vor diesem Gebäude ein lautes Kommando, in dessen Gefolge unter lebhaftem Getöse mehrere Fensterscheiben zertrümmert wurden. Wie sich herausstellte, waren gegen die vier großen Auslagefenster, die durch Rolläden geschützt waren, Steine geworfen worden, wodurch die Fenster sämtlich zertrümmert wurden. Zu gleicher Zeit wurden mehrere Schüsse abgegeben, die in das obere Stockwerk des Parteihauses drangen und dort gleichfalls Fensterscheiben zertrümmerten. Die Polizei nahm sofort die Ermittlungen auf, konnte jedoch der Täter noch nicht habhaft werden. Riesige Mengen BettdenPrauetuch MalsiehleilP Nanatdchel in Baumwolle, Halbleinen und Reinleinen Asehtücher und Sewietten7 Wischtücher zu außergewöhnlich billigen Preisen! Es handelt sich hler nur um hochwertige Erzeugnisse! KormesserKests unsere bekannten guten Qualitäten ... Meter 20.3 Maffetdeh Keste gute Qualitäten Meter 20.3 Radetden Reste 150 cm breit, nur erstklassige Fabrikate . M e t e r 6 0• 3 Mengenabgabe vorbehalten! Weiße angestaubte Bantehl-.ider Wasche Weit unter reis Ich hebe meine Augen auf zu den Bergen, von welchen mir Hilfe kommt. Plötzlich und unerwartet entschlief sanft nach einem arbeitsreichen Leben unser lieber Vater. Schwiegervater. Großvater. Urgroßvater. Schwager und Onkel, der wohlachtbare Werl Junds-Pererramn Veteran von 1870/71 im Alter von fast 83 Jahren. Um stille Tellnahme bitten: Die trauernden Hinterbliebenen Bochum-Laer,.-Langendreer,.-Werne u. Dortmund. den 28. Oktober 1931. Die Beerdigung findet statt am Donnerstag, 29. Oktober, nachmittags 4 Uhr. vom Trauerhause, Bochum-Laer, Laerfeldstraße 29. aus. Trauerfeier ½ Stunde vorher. Allen, denen aus Versehen keine besondere Nachricht zuging, diene diese als solche Nach Gottes heiligem Willen verschied heute nacht ½1 Uhr mein lieber Mann, unser guter Vater, Bruder, Schwager und Onkel, der Gastwirt LudWig Stau Er starb nach langem, schwerem Leiden, versehen mit den hl. Sterbesakramenten, Im Alter von 46 Jahren. Um etille Teilnahme bitten: Die trauernden Hinterbliebenen Bochum, Langen-Holthausen. Mengede, Bad Oeynhausen, Madfeld, Lütgendortmund, Werne, Langendreer, Herne, den 27. Oktober 1931. Das feierliche Seelenamt ist vor der Beerdigung u 9 Uhr in der St. Josephekirche. Von Beileidsbesuchen wolle man bitte abstand nehmen. Gott dem Allmächtigen hat es in seinem unerforschlichen Ratschlusse gefallen, heute morgen 2½ Uhr unsere liebe Mutter. Schwiegermutter. Großmutter, Urgroßmutter und Tante, die WWe.„erumTEinde Amalle geb. Schölling nach langem, schwerem, geduldig ertragenem Leiden, wohlvorbereitet durch einen frommen, christlichen Lebenswandel, im hohen Alter von 82 Jahren, zu sich in die Ewigkeit zu nehmen. In tiefer Trauer: Bernhard Emde Helene Niggemann geb. Emde Wilhelm Hagedorn u. Frau Amalie seb Emde Ferdinand Hagedorn u. Frau Anna teb. Emde Fritz Hagedorn u. Frau Maria geb. Emde Lina Osthoff geb. Emde Fritz Kannengießer u. Frau Johanna geb. Emde Johann Emde u. Frau Anna geb. Karre 20 Enkelkinder und 16 Urenkel Bochum. Gevelsberg. Recklinghausen, Leithe b. Essen, Hagen. Dortmund, Herne, Berlin und Hamburg, den 25. Oktober 1931. Die Beerdigung findet statt am Mittwoch, dem 28. Oktober. nachmittags 3% Uhr, vom Sterbehause, Lohbergstraße 15, aus Sonntag abend entschlief nach langem, schwerem, mit großer Geduld ertragenem Leiden, unsere treusorgende Mutter. Schwiegermutter. Großmutter. Schwester, Schwägerin. Tante und Kusine, die wohlachtbare Frau W Verrfarta Winng geb. Höh im Alter von 56 Jahren. Dieses zeigen tiefbetrübt an: Die trauernden Hinterbliebenen Bochum, Essen, Linden-Dahlhausen, Dortmund, Bayern, Kreuznach, Jägersburg, den 26. Oktober 1931 Nehme meine ärztliche Tätigkeit wieder auf Dr. med. Haerter Bochum-Weilmar Zwangsversteigerung 14 K 55/31 Gemarkung Grumme Grundbuch von Grumme, Band 4, Blatt 237 Flur 18, Parzelle Nr. 418/101, beb. Hofraum, Vierhausstr. 84, groß 1,82 ar Flur 18, Parzelle Nr. 427/101 Straße, Vierhausstr. 84, groß .47 ar Flur 18, Parzelle Nr. 419/102, beb. Hofraum, Vierhausstr. 84, groß 5,44 ar Flur 18, Parzelle Nr. 426/102, Straße, Vierhausstraße 84, groß 0,46 ar Flur 18, Parzelle Nr. 420/103, beb Hofraum, Vierhausstraße 86, groß 6,39 ar Flur 18, Parzelle Nr. 425/103, Straße, Vierhausstraße 86, groß .46 ar Flur 18, Parzelle Nr. 421/104 Hausgarten, Vierhausstraße 86, groß 8,67 ar Flur 18, Parzelle Nr. 424/104, Straße, Vierhausstraße 86, groß .50 ar Flur 18, Parzelle Nr. 422/107, Acker, Vierhausstr. 86, groß 1,77 ar Flur 18, Parzelle Nr. 423/107, Straße, Vierhausstr. 86, groß 0,34 ar Gebäudesteuerrolle 190/191 Gebäudesteuernutzungswert 955 Eigentümer: Architekt Hermann Platt in Bochum Versteigerungstermin: am 11. November 1931, vormittags 10 Uhr, an der Gerichtsstelle, Viktoriastraße 14, Zimmer 45(LA12 Bochum, den 11. September 1931 Das Zwangsversteigerung 14 K 25/31 Gemarkung Hofstede Grundbuch von Hofstede, Band 4, Blatt 230 Flur 4, Parzelle Nr. 90•2,)d) beb. Hofraum mit Hausgarten, Hofsteder Str. 324, groß 4,17 ar Flur 4, Parzelle Nr. 91/2, Hofraum, groß 0,33 ar Flur 4, Parzelle Nr. 511/1, bebauter Hofraum, Hofsteder Straße 324, groß 0,84 ar Flur 4 Parzelle Nr. 512/1, bebauter Hofraum, Hofsteder Straße 324, groß 2,22 ar Grundsteuermutterrolle 63 Gebäudesteuerrolle 69 Gebäudesteuernutzungswert 1512 Eigentümer: Eheleute Robert Mikeska und Hedwig geb. Losert in Gladbeck, Kibitzheide 5 als Miteigentümer je zur ideellen Hälfte Versteigerungstermin: am 11. November 1931, vorm. 10½ Uhr, an der Gerichtsstelle, Viktoriastraße 14, Zimmer 45 Bochum, den 11. September 1931 Das Amtsgericht In Zeitungsolättern steht die Welt dich an, aib auch du der Zeitung, was du der Welt zu sagen hast. Nach längerer, schwerer Krankheit verstarb am Sonntag früh unser Vertreter Herr Heinrich Könecke Wir stehen trauernd an der Bahre eines Mannes, der immer die Interessen unseres Geschaftes mit großem Fleiß und Arbeitsfreudigkeit wahrgenommen hat. Wir bedauern den Heimgang des Verstorbenen tief und werden ihm ein herzliches und getreues Gedenken bewahren. H. Hülsmann G. m. b. H. Ein treues Mutterherz hat aufgehört zu schlagen. Die Beerdigung findet statt am Donnerstag, 29. Oktober. nachmittags 3 Uhr. vom Sterbehause, Castroper Straße 51, aus. Trauerfeier ½ Stunde vorher. Allen, denen aus Versehen keine besondere Nachricht zuging. diene diese als solche Für die vielen Beweise aufrichtiger Tellnahme beim Heimgange meines lieben Mannes, meines unvergeßlichen Sohnes, sprechen wir allen, besonders Herrn Pfarrer Bockamp für die trostreichen Worte am Grabe unseren herzlichen Dank A B E N8 Bochum, den 21. Ostober 1931(20662 Wwe. Albert Möller und Mutter Familien= Nachrichten Geboren ein Knabe: Dr. Baum(Henny Döllken), Essen. Verlobte: Liddi Zigler mit Hermann Karl, Gelsenkirchen. Erna Modrewskt mit Nicolaus Krämer, Dortmund. Heta Habicht mit Adolf Fischer, Hamm. Vermählte: Fritz Baccker mit Edith Schmeck, Dellwig u. Sao Paulo. Gestorben: Johang Große=Brockhoff. Jahre, Osterfeld. Frau Johanna Weller, 39 Jahre, Altenessen. Frau Anna Weidenbörner. 65 Jabre, Gelsenkirchen. Fräul. Wilbelmine Pieper, Recklinghausen. Frau Elise Ebbinghaus. 78 Jahre, Haltern, Frau Frieda Krollmann, Altenbögge. Herbert Hannes, Hamm. Simon Kann, 58., Dutsburg. Frau Margarethe van Stockum, 71 Jahre, Ruhrort. Franzose oder Französin zur Konversation gesucht Ang. u. A. K. 8747 an die Gesch, d. Ztg. Die Beleidigung, die ich geg. Herrn Julius Gieser, Juliusstr. 8, ausgespr. habe, nehme ich hiermit a. unwahr zurück Heinr. Adams jun., Malteserstraße 27. nur Qualitäten. Beslecke verchromen billigst. Spezialgeschäft G. Gran. Kortumstraße 98. Kassec Döhmann gegenüber. Junge Rate zu verschenken. Waldring 88. Mittwoch, den 28. Oktober, nachmittags 3 Uhr, wird im hiesigen Ladegleis 1 Waggon Aepfel 5700 Kilogramm, meistbietend gegen bar versteigert. Güterabfertigung Bochum=Nord. Heirats-Gesuche 2 Freunde, 30 u. 28 Jahre, such. 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Oktober 1931, vormittags 11 Uhr, werde ich in Bochum folgende Gegenstände:.—3. einen Posten neue Damen= und Kinderschuhe(hohe und halbe), Markenschuhe.— 4. 15 Enten, 12 Hühner, 1 Hahn,— 5. ein Kunstledersosa,— 6. 1 gebrauchte Waschmaschine,— 7. 1 heller u. 1 dunkler Anzug,— 8, 1 Reigungsgewichtswaage (Espera), 1 Anschreibekasse(Komet) und anderes mehr,— 9. u. 10. 1 Wäscheschrank, 1 Waschkommode, 1 Ausziehtisch, 1 Vertiko u. a..,— 11. 1 Radio=Netzanschluß, 1 Ladentheke u. a.., — 12. 1 Flügel(Spannagel), 2 AnkerRegistrierkassen, 1 Standuhr u. a..,— 13. 3 Doppelpulte, 1 Rollaktenschrank,— 14. 2 Personen Autos(..., Kabriolett..35 10/15 PS), 3 Schreibmaschinen (Stoewer=Record) u. a. m. öffentlich meistbietend gegen bar versteigern. Der Verkauf zu Nr.—5 findet bestimmt statt.— Sammelpunkt für Käufer: Wirtschaft Morjan, Alleestraße 54. Bochum, den 27. Oktober 1931 Wolf, Obergerichtsvollzieher in Bochum, Alleestraße 26a. Fernruf 68318. Ohne Diät bin ich in kurz. 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Personal-Nachrichten Vor der Prüfungskommission in Münster bestand käulein Wilma In der Au, Tochter des Oberingeeurs W. In der Au, Bochum, Stensstraße 2, ihr Examen als Musiklehrerin mit dem Praat„Gut“. Ummeldungsbescheinigung der Zeche nachweisen. Deu oben unter 3b aufgeführten Mitgliedern bitten wir, eine Bescheinigung dahin zu erteilen, daß sich das zu benennende Mitglied von dem für seine Wohnung zustandigen Knappschaftsarzte Dr. zu dem Knappschaftsarzt Dr..... umgemeldet hat. Diese Ummeldungsbescheinigung des ältesten gilt bis zum nachsten Ummeldetermin und ist für das Arbeitsamt oder die Zeche bei der Ausstellung Kur= oder Krankenscheinen maßgebend, wenn das betreffende Mitglied später zur Arbeitslosenfürsorge übergeht oder auf einer Zeche wieder in Arbei kitt. Aus Venl Westsalen und Ahemnpesong Gräber in Ordnung halten. Auf Zzuzjänße) hererzt große Anzahl Graber in einem#,##### Lis iehen der Friedböse benträchtigt, Muuflsenzungen. rwaltung ist ständig bemüht, durch Au,#####e errichtung der Wege usw. den Friedhöfen ein besser### ssehen zu geben, es darf auch deshalb erwartet wern, daß die Angehörigen der Verstorbenen die Grabhgel in Ordnung halten. Die Friedhofsverwaltung auf Grund der Friedhofsordnung berechtigt, rabhügel, die nicht gepflegt werden, einzuebnen. Reichsbahn ermäßigt Fahrpreis zum Besuch von heater= und Orchesterveranstaltungen. Vor nicht aller Zeit sind die Reichsbahndirektionen ermachtigt orden, versuchsweise die aufliegenden Sonntagsrückahrkarten Mittwochs mit einer Geltungsdauer von 24 Uhr an Besucher von Theater= und Orchestereranstaltungen auszugeben. Die Vergunstigung, die n Trittel des Fahrpreises beträgt, sollte zunächst auf n Besuch solcher Theaterunternehmungen und Orcheervereinigungen beschränkt werden, die wecke verfolgen, durch, das„Reich oder die Länd B T EN nterhalten oder wesennlich unerstutzt werden und von en Landesbehörden anerkannt sind. Diese Begrenzung sich als zu eng erwiesen. Die Reichsbahndirektionen ind deshalb neuerdings ermächtigt worden, versuchseise die Fahrpreisermäßigung in gleichem Umfange ich den Besuchern anderer gleichartiger Theateruntersehmungen(Schauspiel=, Opern= und Operettenbühnen, sicht aber Varietétheater, Lichtspielhäuser, MaStadtteil Gerlbe Katholischer Arbeiterverein Gerthe. Einen recht schönen Erfolg hatte der katholische Arbeiterverein der St.=Elisabeth=Pfarrei mit dem am Sonntag abend im großen Vereinshaussaale zur Aufführung gebrachte Theaterstück„Das Walzermädel von Wien. Kurz vor Beginn der Vorstellung hielt Vikar Looschelders eine kurze Begrüßungsansprache. Das treffliche Spiel fand den vollen Beifall der zahlreichen Besucher. ko Kulturfilm=Vorführungen. Die gute Aufnahme, die im vergangenen Winter die Aufführung lehrreicher Kulturfilme in allen Kreisen der Eizmohnerschaft gefunden, mag Veranlassung sein, auch in diesem Führe eine Serie sehr guter und inhaltreicher Filme zu zeigen. So hat der Ortsausschuß für Jugendpflege beschlossen, heute Mittwoch abend 8 Uhr mit der Vorführung zu beginnen. Die Veranstaltungen finden in der Aula der hiesigen oberrealschule stat.. fäe Geriher und Verletzt aufgefunden. An veracht zum 25 OttoBrandenhuschstraße wurde in der Aacht Gersetzt, ber ein Bergmann verletzt aufgefunden. Der—etzte hatte eine Schnittverletzung, über deren Ursprung er widersprechende Angaben macht. Angeblich will er von unbekannten Personen mit einem Messer gestochen worden sein. Die Ermittelungen wurden sofort eingeleitet. Lebensgefahr besteht nicht. Stadtell hlltop„. Ge Gedenkfeier. Sonntag, 1. November(auerheiigen), nachmittags 4½. Uhr, veranstaltet der Männergesangverein Hiltrop auf dem Friedhof in Hiltrop eine Gedenkfeier zu Ehren der Verstorbenen und Gefallenen. Probealarm. Einen Probealarm hatten die HilRepee und Eiigl Feuerwehr auf der Werksanlage der Leche Lothringen, Schacht., am verflossenen Zehn Jahre Volkschor Bochum=Hordel. Der erst 16jährige Folkwangschüler Erich Wilk kann das Verdienst für sich in Anspruch nehmen, sehr wesentlich zum Gelingen des Festkonzerts beigetragen zu haben, das der Volkschor Hordel aus Anlaß seines zehnjährigen Bestehens am Sonntag im Saalbau gab. Der junge Mann, der seit einem Jahre den Hordeler Chor leitet, stellte mit zwei Geigensoli, dem„Lied ohne Worte" von Tschaikowsky und„Ballade und Polonaise" von Vieuxtemps, sein hervorragendes Können erneut unter Beweis. Der erste Teil der ausgesuchten Vortragsfolge brachte Lieder alter Meister des Volkschores Hordel. Die Darbietungen der„Freien Sängervereinigung" Röhlinghausen und des Volkschores WanneEickel wurden beifällig ausgenommen. Im zweiten Teil bot der aus den obengenannten Chören zusammengesetzte Massenchor Lieder der Freiheit. Hier zeigte sich Erich Wilk als sicherer, feinfühliger Birigent. ur Borromäusbücherei. Am Sonntag wurde die Bibliothek wieder eröffnet. Ein neuer Katalog erscheint mit 850 neuen Büchern. Es wurden innerhalb eines res 500 neue Bücher eingestellt. Zur Werbung neuer Mitglieder findet vom 25. Oktober bis 1. November eine Werbewoche statt. fk usw.) zugänglich zu machen. Es steht ebden beone haß de Reichsbahndrektien gFsieet Initande Rechunng traggrädtischen Erchesters in PoHerne, Watenscheid, Wanne=Eickel, Essen=Steele, Dahlhausen=Ruhr, hattingen, Gelsenkirchen, Recklinghausen usw. aus besot werden. ispiele ligkeit und Velour immee gefütten 44,00 mit Naturhlenkragen Versuchstätigkeit der Landwirtschaftsschule Versuchsring Bochum Neben der Unterrichtserteilung und der Fachberatung sort zu dem Aufgabenkreis der Landwirtschaftsschule Durchführung von Feldversuchen. Die Auswertung zu angelegter Versuche bedeutet eine wichtige Selbstisemaßnahme für die Landbautechnik und den Gartenau. Seit Bestehen der Lehranstalt ist diesem Gebiete sie größte Beachtung gewidmet und#gegigteg#., burde in Erkennung dieses wichtigen Arbeilegevuns der Versuchsring Bochum ins Leben gerufen. Der VersuchsBochum hat seit Bestehen eine große Anzahl SorUng#nbrüfungen von Getreide, Gemüse, Rüben, Kartoffe#n ind Futterpflanzen vorgenommen. Hierbei sind ertragsund marktgängige Sorten herausgefunden, die such den hiesigen Boden= und Klimaverhaltnissen angeaßt sind. Wichtige Ergebnisse wurden der praktischen andwirtschaft bekanntgegeben und konntgze gen janderr ertet werden. Richt nur Zerziche angelegt, um Ertroper und Bergener der Zeche Frthrligtn, Schach., am verflossenen Freitag nachmittag um 16.40 Uhr. Wehr unter Leitung des Brandmeisters Reckinger und die Bergener Wehr unter Leitung des Brandmeisters Feierabend bewiesen unter den kritischen Augen des Branddirektors Schulte wie des Werksvertreters Betriebsführer Schlinkert ihre außerordentliche Tüchtigkeit. kg Stadtteil Harpen Evangelischer Arbeiterverein Harpen. In der MoNachmittags um 4 Uhr findet eine Nachfeier im Saale des Vereinsheims statt. Elternbeirat. Am Mittwoch, 28. Attover, abenos 8 Uhr, findet in der Bockholtschule eine Sitzung des Elternbeirats statt, in der wichtige Schulangelegenheiten besprochen werden sollen. Stadtteil Altenbochum Santslack findet in der ehangelischen Girsie sen a shel. lische Arbeiterverein geschlossen am Festgottesdienst. statt, bei der Pfarrer Kuhl mann, die evangelischen Kirchenchöre Bochum=Werne, sonntag finden auf beiden Friedhöfen andachten statt. Aushebung einer Riesenschwarzbrennerei Ganze Eisenbahnzüge unversteuerten Branntweins Köln, 27. Oktober. Eine Schwarzbrennerei, wie sie bisher wohl im Rheinland kaum bestanden hat, ist, wie das„Kölner Tageblatt“ berichtet, soeben von der Zollverwaltung des Mittelrheins in Leutesdorf [(Kreis Neuwied) entdeckt und ausgehoben worden. Welchen Umfang der gesamte Betrieb hatte, geht aus der Tatsache hervor, daß er sich über zwei Straßen erstreckte und als weitaus größte Brennerei im ganzen Bezirk galt. Man rechnet damit, daß im Laufe der letzten fünf Jahre einige tausend Fuder schwarz gebrannt worden sind. Da ein Eisenbahnwaggon etwa sechs Fuder faßt, so ist anzunehmen, daß aus dieser Schwarzbrennerei ganze Eisenbahnzüge unversteuerten Branntweins hervorgegangen sind. Zwei Tote bei einem Autounglück Personenkraftwagen vom Zuge überfahren Düren, 27. Oktober. In vorletzter Nacht gegen 23 Uhr durchbrach der Kraftwagen einer Hamburger Firma zwischen den Bahnhöfen Düren und Langerwehe die geschlossene und beleuchtete Eisenbahnschranke in voller Fahrt. Das Auto wurde von einem heranbrausenden Zug erfaßt und mehrere Meter weit mitgeschleift und vollständig zertrümmert. Der Lenker des Autos, ein Mann aus Düren, wurde so schwer verletzt, daß er bald nach dem Unfall starb. Begleiter, der 60 Jahre alte Vater, war sofort ron Postagentur Friedrichsfeld beraubt Ein etwa sechs Zentner schwerer Geldschrank in die Heide geschleppt Friedrichsfeld, 27. Oktober. In der vergangenen Nacht brachen Diebe in die Postagentur ein. Sie verschafften sich mit schweren Einbrecherwerkzeugen vom Hofraum her Eingang in die Posträume, wo sie alle Behälter durchwühlten und mehrere Postpakete öffneten, ohne aber Nennenswertes zu stehlen. Den etwa 6 Zentner schweren Geldschrank schafften die Einbrecher mit Hilfe eines auf dem Hofe stehenden Handwagens fort. Die Radspuren uhrten in die Heide, wo man fort. Die Radspuren führten in die..., wo man heute morgen den Geldschrank unter Heiderraut und Ginster versteckt vorfand. Der Schrank wies starke Spuren von Versuchen gewaltsamer Oeffnung auf, jedoch hielt er den Oeffnungsversuchen stand. Den Handwagen fand man ebenfalls in der Heide. Die Diebe konnten noch nicht ermittelt werden. such in Rusgärten, wurdep, zäpptung und 39“, um E sebnisse in der Schadlingsverampfung und in der AusSOyre Ottomane, mel-Schalc gefütten 19180. in allen .0C und VeEinsätzen OFTe u. Maroc, ****** Jjre Sadtell Rlemte gunt. Eie Frau 9 an. Aus der Straßenbahn gesturzt...10 T. aus der Bochumer Straße in Herne kehrte in den Abendstunden von einem Besuch aus Bochum mit der Straßenbahn zurück. Als sie beim Umsteigen Riemker Ausweiche ihre Handtasche vermißte, machte sie einen Fehltritt, stürzte und erlitt so schwere Verletzungen, daß sie am Montag das Krankenhaus aufsuchen mußte. kr kebnisse in der Schädlin.: Gar, wahl anbauwurdiger, trebefester gelbfleischiger Kuroffelsorten zu sammeln. Es ist selbstverständlich, daß e allen Versuchen auch Fragen rationeller Bodenbearbeitung und Düngung berücksichtigt werden. Alljährlich findet seitens der Versuchsansteller eine hehmern den Stand der Feldfrüchte vor Augen. Die böh SspP r schtigungsfahrt gewonnenen Ein sprochen. Nach Aberntung sämtlicher Versuche werden die Ergebnisse sowohl den Versuchsanstellern wie auch der allgemeinen Landwirtschaft bekanntgegeben. Interesse der Landwirte, der Gemüseanbauer und der ade in der heutigen OeGemusefarten, bei den Schädder Versuchsring einen geeigneten Wegweiser und dient. vom volkswirtschaftlichen Gesichtspunkt aus betrachtet, auch der Allgemeinheit. Stadtteil Hordel Goldene Hochzeit. In großer Rüstigkeit feiern die Eheleute August Lindenbrugge das Fest der goldenen Hochzeit. Der Jubilar ist Mitbegründer des evangelischen Arbeitervereins Hordel. Sadtell Werne Hinter Kerkermauern.“ Zur Eron#nung des Winterprogramms der evangelisch=kirchlichen meinschaft sprach am Sonntgztgeßeiße der Sekretär Gemeindehause, an der Talgehenr der Se## Graspietsch(Celle) über das Gefangniswesen. christliche Gefangenenhilfe hat, um eine allgemeine Aufklärung über das Gefangenenwesen zu schaffen, einen anschaulichen Bilderdienst aus der Geschichte des Strafvollzuges vom Altertum bis zur Gegenwart zuammenaestelt. Allgemeine Volksbildungsvereinigung„Feierabens e.., Bochum=Werne und Bochum=Langesozergg, die Allgemeine Volksbildungsvereinigung„Feierabend eröffnet ihre Vortragsreihe mit einem ExperimenNächte“ über Hellsehen, Televatbie, Gedankenlesen, Provhetie und Suggestion im Lichte Pässgzzschgftlicher Kritik. Der Vortrag findet für Werne Lonn####ium 29. Oktober, 20 Uhr, im Restaurant„Deutsche Flotte, und für Langendreer Freitag, 30. Oktober, 20 Uhr, Restaurant„Zur Post“ statt. Schrebergartenverein„Familienwohl“. In betracht der Wirtschaftslage sind die Mitglieder dazu Aushebung der Kellerräume hat der Verein eine in Essen abgebrochene frühere Lazaretthalle auf dem Gelände der Spielwiese gegenüber dem Musikpavillon aufgebaut. In diesem Gebäude sollen die Vereinsveranstaltungen sowie Versammlungen abgehalten werden. Aas dem Gerichtssaut Vem=Siadnen LungeneiLei rn. 71c. K 7 1urd. s Evangelisch=Kirchliches. Am vergangenen Sonntag veranstaltete die Knabenjungschar ihren ersten Elternabend. Der große Saal des Lutherhauses war bis auf Aerztewahl bei der Knappschaft ““ eiben an die Knanyschafts= un In einem Rundschreiben un die Knderschaft= und Obengestelltenältesten gibt die Ummelduizis zu einenzgerscherieckreße iern und vor dem Ummeldetermin aus wirkt werden konnte. Wir bemerken, daß in diesen Fällen an die Stelle der Zeche der Aelteste tritt. Dieser hat die Ummeldung entgegenzunehmen. Wir verlängern hierfür die Frist noch bis zum 31. Oktober d. J. Für die Entgegennahme von Ummeldungen sind die Zechen für die krankfeiernden oder nicht krankfeiernden im Lohnarbeitsverhältnis zur Zeche stehenden Krankenkassenmitglieder, 2. die Zweig= und Zahlstellen für die krankfeiernden oder nicht krankfeiernden, in der Arbeitslosenfürsorge stehenden Krankenkassenmitglieder, a) für die Knappschaftsinvaliden, die Rubegeldempfänger und die der Familienversicherung der Pensionskasse angehörenden Witwen, d) für krankfeiernde Mitglieder, bei denen während der Krankfeierzeit, und zwar vor dem Ummeldetermin das Lohnarbeitsverhältnis gelöst wurde und die infolgedessen auf der Zeche die Ummeldung nicht mehr tätigen konnten. Die vor dem Ummeldetermin, aber nicht während einer über den Ummeldetermin hinaus dauernden Krankfeierzeit aus dem Lohnarbeitsverhältnis zur Zeche ausgeschiedenen Personen sind nicht ummeldechekechtigt weil sie an dem Ummeldetermin keine Ritglieder mehr sind. Erkranken diese Personen währeno der Treiwochenfrist des§ 214 RVO., so hat bekanntlich der Aelteste den Kranken= oder Kurschein auszusteuen. als zuständiger Arzt gilt alsdann der Knappschaftsder unmittelbar vor dem Ausscheiden aus der Vergarbeit im Krankheitsfalle die ärztliche Behandlung durchzuführen hatte. Behauptet also in diesem Falle der als Erwerbsloser Erkrankte, daß er sich auf der Zeche bei dem letzten Ummeldetermin vor serner Abkehr von dem für seine Wohnung zuständigen arzt zu einem anderen Knappschaftsarzte umgemeldet für den als Erwerbsloser Erkrankten dieser lte Arzt der guständige Arzt. Der als ErwerbsErkrankte muß aber die Ummeldung durch eine den letzten Platz besetzt. Nach einem flott gespielten Marsch und gemeinsam gesungenem Liede„Du, meine Seele, singe...“ hielt der Jungscharleiter##anug eine Begrüßungsansprache. Elternhaus, Kie### Schule konnten sich fruher ruhmen, die einzigen Träger und Führer der Erziehung zu sein. Jene Zeit der vorbei; heute geht der Kampf schon um die Seele des Kindes. Unsere zwölf, bis Vieroctiugre gerrizeug unseres weltanschnulichen und kulturellen Lebens. Dabehandete Zugendarbeit zeu— Von der algemeinen Weltlage, 2. von der Lage der Jugend. 3. von der Lage sprache klang aus in einem Aufruf an Jugend und Eltern. Die Jungschar erfreute dann mit einem Schargesang„Und wenn wir marschieren.... kam das Jungscharspiel„Acht Tage im Ferienheim" zu Aufführung. Von der Gemeinde wurde das Jungschar spiel unter großem Beifall ausgenommen. Das Schlußwart sprach Stadtsekretäär Löchelt; er dankte nach eersammlung für die bisherzlichen Worten an die Fesversammtnng Aumger# her geleistete Arbeit namens des Presbyteriams. Vor alem galt dgr. derer guch Frager der Jugendarbeit. k ermüdlichen Fordeter und Traßer der Gagenrnrreit. k Evangelischer Männerchor Langendreer=West. Zu einem gemütlichen Beisammensein war der evangelische Männerchor der Lutherkirchengemeinde am Freitag abend, im„ Lurberg=Feier ginge der Vorsitzende Georg Bei dieser schlichten Feler###ng err Vn sende. Georg Weile in einer kurzen unsprache auf das Zier und den Zweck dieses Beisammenseins näher ein. In dem anschließenden Film, Glaube und Heimat“ wurde den Anwesenden ein fesselndes Bild aus gestellt. Mit weiteren Darbietungen fand dieses Zu sammensein ihren Abschluß. Kreissitzung der Deutschen Volkspartei. Die Deutsche Volkspartei hatte für Montag abend die Mitglieder des Kreisverbandes Witten mit den Vereinen Langendreer, Werne, Somborn und Witten nach Lindemann zu einer Kreistagung eingeladen. Geschäftsführer Wienkopp legte die Gründe der Umstellung der politischen Parteiichtung der Partei klar. In der anschließenden Aussprache wurde der Rücktritt der bei der Abstimmung versagenden Reichstagsabgeordneten gefordert. er Einweihung des Stahlhelmheims. Stark 1000 Stahlhelmmitglieder aus dem Gau Bochum fanden sich am Sonntag nachmittag auf dem Getände der EmscherGenossenschaft ein, um das von den Mitgliedern errichtete Stahlhelmheim und den damit verbundenen Schießstand einzuweihen. Der Ortsgruppenführer SchulteSomborn sprach am Platze die einleitenden Vegrüßungsworte. Die Weiherede hielt der Landesfuhrer Mahnken(Hagen), der das Heim auf den Namen „Westmark" taufte. Ein Umzug durch die anliegenden Ortsteile führte die Teilnehmer zum Saal Höcker zurück, wo die Feier mit dem geselligen Teil ihren AbVerein ehemaliger 53er. Die Versammlung imn Saale Merkel am Samstag abend unter der Leitung des Vorsitzenden Odenthal wies einen sehr starken Besuch auf. Der geschaftlicht. Teit wurde schnell exledigt, worauf das gemütliche Beisammensein mit den Tamen abgewickelt wurde. Bei dieser Gelegenheit schilderten vier Mitglieder des Vereins ihre Eindrücke und Erlebnisse zur Hundertjahrfeier des Kaiser=Friedrich=Regimentes. Auch in diesem Jahre wird die Weihnachts feier abgehalten. er Deutschnationale Arbeitnehmer. In der Generalversammlung des Verbandes der nationalen Arbeite sprach Quient(Essen) in seiner Eigenschaft als Verbandsvorsitzender über„Aufgaben der nationalen Arbeitnehmer: Er vermittelte den Zuhörern seine Eindrücke von der Harzburger Tagung. Es wurde beschlossen, die auf der Zeche„Bruchstraße beschäftigten deutschen Arbeiter anzuhalten, an einem Tage, an welchem die Zeche wegen Absatzmangels feiern läßt, eine Arbeitsschicht unter Verzicht auf Entlohnung zu verfahren und die an dem Tage geförderten Kohlen unentgeltlich an alle ehemaligen Zechenangehörigen gelangen zu lassen, die seit dem 1. Januar 1930 aus der Belegschaft ausgeschieden sind.— Nachmittags um 5 Uhr fand im Lokale Wollenweber eine Bezirkskonferenz statt, an der sämtliche Ortsgruppenführer teilnehmen. Anschließend daran wurde das runfjahrine Jubiläum der Ortsgruppe Langendreer begangen. Die Jubilare Jellisch und Hörster wurden besonders geehrt. Reziationen, Musikvorträge und ein Theaterstück, beschlossen den Abend. Hessenverein. Der Generalversammiung am Sonntag im Lokale Kozicke unter der Leitung des Vorsitzenden Pforr ging vormittags im Lokale Ewald(Werne) eine Bezirksgruppensitzung vorauf. In der Generalversammlung wurde nach Erledigung des geschäftlichen Teils der Bericht über die Vormittagssitzung bekanntgegeben. Die alte Höhe des Sterbegeldes soll beibehalten werden; die Umlage wird auf 11 Pfennig für jedes Mitglied erhöht. Der Verband zahlt zur Zeit 1875 Mitglieder. Ein gemütliches Beisammensein beschloß diese Generalversammlung in der der Vorstand in der alten Zusammensetzung beibehalten wurde. Das sonst stbliche Winterzusammenkommen fällt in diesem Jahre der Ungunst der Zeit zum Opfer. er 46 Jahre Dramatischer Verein„Deutsche Bühne“. Zus i. Sigme Tauntgt im.Pereius„DeutUeber 7 Millionen Mark Geldstrafen für Großschmuggler § Köln, 27. Okt. In fünftägiger Verhandlung befaßte sich das Große Kölner Schoffengericht mit einen Anklage wegen Bandenschmuggels von 3 Millionen Zigaretten aus Belgien und Zollhinterziehung, die gegen zehn Personen erhoben worden war. Das Urteil lautete auf über 7 Millionen Mark Geldstrafen, an deren Stelle im Nichtbeitreibungsfalle Gefängnisstrafen treten. Weiter erkannte das Gericht auf zusätzliche Geldstrafen, so daß die Hauptbeteiligten Gefängnisstrafen von je 20 Monaten zu verbüßen haben. Die übrigen Angeklagten erhielten geringere Gefängnisstrafen. Ein Schmuggler versuchte sich während des Plädoyers des Staatsanwalts die Pulsader zu durchschneiden. Mit einer stark blutenden Wunde wurde en aus dem Gerichtssaal gebracht. Der Dünnwalder Brandstifter auch wegen Raubes verurteilt 8 Köln, 27. Oktober. Der kürzlich wegen Brandstiftung verurteilte Dünnwalder Brandstifter Robert Itienne wurde gestern wegen Raubes vom Großen Schöffengericht in Köln zu einer Gefängnisstrafe von zwei Jahren verurteilt, die mit Rücksicht auf das Urteil im Brandstifterprozeß zu 16 Monaten Zuchthaus umgewandelt wurden. Der 22jährige arbeitslose Angeklagte war geständig, sich an dem Raubüberfall auf die Dünnwalder Sparkasse beteiligt zu haben. Etienne erklärte, er habe von den bei dem Kassenraub erbeuteten 600 Mark 130 Mark erhalten. Heiter und wärmer Wetterbericht der Essener Wetterwarte vom 27. Oktober. Der Kern des gestrigen Hochdruckgebietes über England ist unter Verflachung plötzlich gewandert, und liegt jetzt über der Ostsee. Ganz Deutschland steht unter dem Einfluß absinkender Luftmassen, bis auf Randstörungen des Genuatiefs, die Oberbayern Schneeschauern brachten. Durch die nächtliche Ausstrahlung sind die Temperaturen bis sechs Grad unter Null gesunken, während die Küsten meist frostfrei blieben. England und Dänemark weisen strichweise Aufgleitregen beziehungsweise leichte Schauern als Ausläufer des Tiefdruckkerns der skandinavischen Westküste auf. Der Essener Dienstbezirk bleibt zunachst im Einschlußbereich des Hochdruckgebietes. Vorhersage für Mittwoch: Bei schwachen bis mäßigen um Süd drehenden Winden meist heiter. Später Bewölkungszunahme und ansteigende Temperaturen, jedoch noch Nachtfrost. Wahrscheinliche Weiterentwicklung: Ausgeglichenere Temperaturen zwischen Tag und Nacht. Fwrisch-. Unb Nr. Barometer Dienstag, 27. Oktbr. Thermometer 7 Uhr 7620—. 13Uhr+ 40 24„ 7590 Varan, 24—10 Wetterbäuschen im Siadtpark 117 m über dem Meeresspiegel Wetternotizen gemessen um 8 Uhr vormittags Ort Das 46. Stiftungsfest des Dramatischen sche Bühne fand am Sonmatim Tolale Grollmann statt. Vom Ehrenvorsitzenden Esser, der 30 Jahre lang dem Verein als Vorsitzenden vorstand, wurde ein* S r# u n d s c h a f t s f e s t e s e i n R u c k h l i c k a u f d i e v e r lang dem Verein als Vorsitzendeng##ut die ver. gangs des Frennesthigklenee ein muckuim auf die vergangene Zeit gehalten. Von den teilnehmenden Vereinen „Edelweiß Langendreer,„Thalia“ Witten,„Sanssonci“ Hombruch,„Saussouci“ Witten,„Waldesrose" Papenholz=Langendreer, Spielgemeinschaft Stockum=Düren, „Deutsche Bühne" Langendreerholz sowie dem festgebenden Verein wurden in diesem Freundschaftstreffen zunächst Couplets und weiterhin Theaterdarbietungen gegeben. Die im überfüllten Saale versammelten Festteilnehmer waren mit den dargebotenen Aufführungen, die recht natürlich von den Spielern wiedergegeben wurden, sehr zufrieden. er An den Folgen eines Sturzes gestorben. Die am 21. Oktober von der Treppe ihrer Wohnung gestürzte Witwe Sch. aus Bochum=Langendreer ist an den Folgen der erlittenen Verletzungen gestorben. Essen Nachen Frankfurt Kabler Asten Brocken Borkum Hamburg Rügenwalde Berlin Königsberg München Jugspitze Zürich Gent Lugano Zeiten für Die heutige Nummer umfaßt 12 Seiten Geuter Bochum Ra ut he ecbm ue. 1che Täglich 20.13 Uhr Mittwoch, Sonnabend u. Sonntag 16.30 Uhr: Spitzenleistungen des varletes die autsehenerregende Sensation: könig Breitbart Ferner: L..31 Selinskys Blue-Jazz-Ladles und e weitera (eltattraktionen Mittwoch. 28. Okt., 19.30 bis 23 Uhr. Weißer Ring 2 und Volksbühme, Seriel, Nr. 601 bis 1000: Oper mit Ballett in 4 Akten von G. Bizet. Donnerstag, 29.Okt., 20 bis 22 Uhr. Westdeutsche Erstaufführung! Schauspiel in 3 Akten nach dem Stück „U. 97“ von C. S. Forster, von Karl Lerbs. Cheri-Tanz Bar: kveiyne Raye u. 1 Flügel Zillertal: Ernö Graefes Tanz- und Stimmungs Orchester v. d. 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