vooiters! mee— glicht. miet, ge# u. R. C r 38. Tahrgang Dienstag, den 27. Oktober 1931 Täglich außer Samstag 10 Pf. Samstags mit illustr. Beilage 20 Pf. große immer n.(4363 gen In#. Eiche, enr Vruchang 59—63. 945 m breit, tändehalannehmzu verl f.—8. tekeaul dellImmer sschlitf). v. twas bejed. anIs abzug öbelhaus be 2 instraße Badew. egel mit dill. z. vl. haltene in und kinsen Preis (291 elder aus, 2. Ecraße. man mmer 2 m br., tet. erstModell der aus perstr. 2 mstraße arz vol. ter u verk. in der (45692 zerbren38 m. mit 1 f. 28 Ut erh., su ver(45649 part — ert aus aradies (08471 #. Niegendorf a. Rh., lagen lippbar. rehbar, WaaSteinKerTeleph. (a8715 „ RerrrrrT Verantwortlich für Politil (Besondere Any= Verimtilern“werden nicht befördert. sene pag Bi. 250. Unfall=ünterstützung bel tödlichem Unsall laut besonderen Bedingungen. Geschäftsstelle geöffnet von—13 und 14½—18½ Uhr. Generar uu Anzt. dbargebiet: Wy1 Adtn Avolf Peooung= ritz Schmidt, für ul Wegener, für Kunsi u. Unterbaltung: für Gerichtsdienst und Brieskastep: Pgr für Bochum und umliegende Industriebezirke Redakion: Drlchs=,atzshorzt göh.1. Far muderlanate Einsendungen Vberadi De Pedehn.Hetes uis eeschllselgiehle hesl Fernsprech=Anschlüsse Sammelnummer#001— Postscheckkonto Dorimund 1760. endwo ger als schäf 15 lerung 0 sie To. ohieg bisten, str. 30. Lieseegt.) #0 seueste sen. alt od. Vorbindl. en m. N. Gesch. Das Ergebnis des Grandi-Besuches in Berlin Vengen Die Auffassung der Reichsregierung über die Washingkouer Besprechungen 26. Oktober. vor, so daß dieser Punkt nur ganz allgemein in die Berlin, 26. Oktober. Von unserer Berliner Schriftleitung. Der italienische Staatsbesuch hat heute abend mit einem Diner in der italienischen Botschaft seinen Abschluß gefunden. Außenminister Grandi wird sich sprechungen zwischen Grandi und der Reichsregierung ist in folgendem gemeinsam vereinbarten amtlichen Be„Anläßlich der Anwesenheit des italienischen Außenministers Grandi in Berlin haben zwischen ihm und dem Reichskanzler eingehende Polikische Besprechungen stattgesunden. Anknüpfend an den freimütigen Gedankenaustausch, den der Reichskanzler bei seinem Besuch in Rom mit dem Chef der italienischen Regierung vornehmen konnte, wurden in diesen Besprechungen gle,— großen politischen und wirtschaftlichen Prooteie internationaler Art einer Erörterung unterzogen, deren Lösung von Tag zu Tag dringlicher wird. Bei der Aussprache, die mit vollster Offenheit und ergab sich weitgehende Uebereinstim mung in der Beurteilung der Lage und der Notwendigkeiten, die sich aus ihr ergeben. Im besonderen kam auf beiden Seiten die Ueberzeugung Ausdruck, daß die wirksame Bekämpfung einer Krise, wie sie heute die Welt erschitegeiz, ahae eine planvolle Zusammenarbeit der derrngnen Nationen nicht mehr moglich ist, und daß diese Zuammenarbeit, wenn sie zum Erfolge führeg, fol, auf gegenseitigem Vertrauen und gegen####per Achtung gegründet sein muß.“ Der heutige politisch bedeutsame Tag begann um 10 Uhr vormittags mit einem Presse=Empfang in der Von diesem Empfang aus begab sich der italienische Außenminister zur Audienz beim Reichspräsidenten v. hindeneuig Vor dem Reichspräsidentenpalais hatte lediglich eine kleinere Abteilung Schutzpolizei Aufstellung genommen. Der Außenminister befand sich in Begleitung des italie nischen Botschafters Orsini Baroni und des deutschen Legationsrats Thomsen. Nach einer halbstündigen Unterredung, der Staatssekretär Dr. Meißner bezwohnte, begaben sich die Herren, von Staatssekretär„... an den Wagen begleitet, um ½12 Uhr wieder in das Hotel. Bei der Abfahrt grüßte die Menge den italienischen Außenminister mit dem Faschistengruß. Um 12 Uhr fand eine Ausfahrt nach Pots dam und Sanssouet statt. Zesegte, Borztet eingenommenen Frühstücks wurden die lecten Vordereitungen für die Verhandlungen des Nachmittags, getrof: fen, die in größerem Kreise in der Reichskanzte, stnttfanden. Der Zweck dieser Besprechugen bestand nicht darin, über irgendwelche Postionen des Hozierisger, trages oder andere Einzelheiten der deutsch- g uggurggh Beziehungen zu sprechen. Der Rahmen der Ausspruche war einerseits viel weiter gesteckt, anderseits aber infolgedessen allgemeiner gehalten. Die Aussprache, die, wie der ganze Besuch des italienischen Außenministers. außerordentlich freundschaftlich und harmonisch verlief, und durch die frische, offene Natur wvurde, erstreckte sich auf alle schwebernpenz fzüiffschagf hoißzen und politischen Probleme und die granofageichen moglichkeiten, sie zu einer Lösung zu bringen. Es wurde namentlich ein grundsätzlicher Gedankenaustausch über die Möglichkeiten eines gemeinamen anßenpolitischer ZHhregrgeze ergepe, berbeigeführt, das sich in abfehoute. Zeil ergeven konnte. Man hat über den Stand der Weltwirtschaftskrise und über die aus ihr drohenden Gefahren sowie über die Mittel ihrer Bekämpfung gesprochen. Man hat sich weiter über die Entwicklung des Pfundes und die Frage des Goldstandards unterhalten und dabei auch die englischen Wahlen gestreift. Man hat die Probleme Stillhalte=Abkommens und der internatioWie wird das neue englische Unterhaus aussehen? Oeo**. Eindrücke vom englischen Wahlkampf vor, so daß dieser Punkt nur ganz allgemein in die Aussprache gezogen werden konnte. Wenn auch irgendwelche praktischen Lösungen nicht in Aussicht genommen worden sind, was auch nicht der Zweck der Besprechungen war, so sind doch das Ziel und die Absichten des Besuches des italienischen Außenministers in Berlin völlig Es bedarf keiner Frage, daß die deutsch=italienischen Besprechungen in Berlin im Schatten der Washingtoner Verhandlungen Lavals gestanden haben. Der Kanzler und Grandi dürften sich von dem Ergebnis der Besprechungen Lavals zwar nicht beeinflussen lassen, werden aber doch die sich daraus ergebenden Konsequenzen mit in Berücksichtigung gezogen haben. An sich beurteilt man in der Wilhelmstraße den in Washington veröffentlichten amtlichen Bericht durchaus ruhig. Man hält aber offensichtlich mit dem letzten Urteil noch zurück, bis ein ausführlicher Bericht der deutschen Botschaft in Washington hier vorliegt. Immerhin betont man bereits, daß wohl kaum von einem Mißerfolg gesprochen werden könne. Man dürfe die Dinge nicht immer so betrachten, als ob es sich lediglich um deutsche Angelegenheiten und deutsche Interessen handele. Vielmehr seien in Washington Fragen internationaler Art besprochen worden die immerhin einer gewissen Klärung entgegengeführt seien. Man nimmt auch im Auswärtigen Amt nicht an, daß die Stelle des amtlichen Berichts, die davon spricht, die Initiative müsse baldigst von den europäischen Mächten ergriffen werden, bedeuten solle, daß Deutschland allein die Initiative zu ergreifen habe. Man faßt diesen Passus des amtlichen Berichtes in Berlin so auf, daß Gläubiger und Schuldner zusammen das nächste London, 26. Oktober. Am 27. Oktober wählt das englische Volk das neue Unterhaus. Es entscheidet damit über die zukünftige Leitung seiner Geschicke und beeinflußt durch die Wahl auch die künftige Gestaltung der Politik in der Welt. Der Wahlkampf hat jetzt seinen Höhepunkt erreicht. Ein Wahlkampf in England ist nicht nur eine ernste, sondern auch eine=fröhliche Angelegenheit, selbst dann, wenn er in so ernsten Zeiten stattfindet wie in diesen. Ueberall gibt es in diesen Tagen etwas zu sehen, etwas zu hören. Jeden Abend hält ein anderer großer Staatsmann nach der Dinerstunde eine unterhaltende RavioRede. An allen Straßenecken werden lärmende Versammlungen abgehalten. In Whitechapel kandidiert Londons populärster Boxer Kid Lewis und hält, statt zu boxen, im Ring schwungvolle Reden. Zu Sir wald Mosleys Versammlungen ist der Andrang so stark, daß er 3 Shilling(2,50.) Eintrittsgeld(ohne Vergnügungssteuer!) erhebt und prompt gezahlt erhält. Täglich teilen die Blätter über die Wahlkandidaten „allerhand Lustiges“ mit: von den 1200 Kandidaten ist Mr. L. Gluckstein(Nottingham) mit 6,7 Fuß der größte von Wuchs, Mr. R. Turton(Malton) der dickste von allen und Mr. A. Ellis(Bradford) hat den komischsten Vornamen:„Alonza“. An allen Häusern kleben schreiende Wahlplakate. Die konservativen Flugblätter stellen in anschaulichen Bildern das Dumping Englands durch ausländische Waren dar. Man sieht(auf diesen Bildern) die Arbeitslosen zu Tausenden müßig herumstehen, während zu ihren Füßen sich haushoch Kisten und Ballen mit ausländischen Waren türmen, solche mit der noch immer wirksamen daniederliegenden britischen Welthandels" wird. verkündet biger und Schuldner zusammen dos näöchte)„., poran solche mit ver auag, igatet Witagten Interesse daran haben, dieie drage so rosch wie wögtich Schauerauscheift„MNade in Germaur“. Und von Zeit zu kläten und daß sie zusammen die Initiative ergreifen zu, Zeit rattern durch die Straßen, ganz wie die Wagen müßten. Man glaubt aber nicht, daß Ameritcg die Abd= eine wandernden Zirkustruppe, große Lastautonobile, „Der Nein ist ins konen= gebracht Washingions Ausichl über die besprechungen mit Laval des deutschen nalen Verschuldung erörtert und ist schließlich auf die Abrüstungsfrage eingegangen. In fast allen Punkten, nicht zuletzt in der Frage der Abrüstung, konnte eine weitgehende Uebereinstimmung der Ansichten der beiden Regierungen festgestellt werden. Wo eine solche Uehereinstimmung nicht zu erkennen war, lag es lediglich daran, daß der eine oder andere Staat an dem betreffenden Problem nicht interessiert war. Es ist jedenfalls Richt ineinem einzigen Punktirgendein Gegensatz zwischen der deutschen und der italienischen Auffassung zutage getreten. Ueber das Ergebkis der Besprechungen des französischen Ministerpräsidenten Laval in Washington lagen außer den Pressemeldungen noch keine diplomatischen Berichte Washington, 26. Oktober. Zur Frage der Bedeutung des über die Washingtoner Besprechungen herausgegebenen amtlichen Berichts wurde dem Vertreter des WTB. gegenüber an maßgebender Stelle betont, daß hier tatsächlich keine Absicht bestehe, sich von derinternationalen Schulden frage zu isolieren. Im Gegenteil, der wichtigste Punkt der Unterredung mit Laval sei die Beratung von Mitteln und Wegen gewesen, wieman Deutschland helsen könne. Nach reiflicher Erwägung des Für und Wider haßgreiz, lich auch am praktischsten herausgestellt, das Problen durch die im Boung=Plan vorgesehene gesghae rie ansassen zu lassen. Jeeher das b.# desto besser sei es. Bekanntlich sei auf Sauze verständigen=Konserenzen, wie sie unter dem Young=Plan wahrscheinlich einberusen stets Amerika vertreten, und wenn die ersc Er regung über den amtlichen Bericht, der notwendigerweise mit Rücksicht auf die innerpolitischen Situationen in Frankreich sowohl wie „gewisse Worte gebrauche, um gewisse Gedanken zu verbergen“, vorbei sei, werde man auch in der deutschen öffentlichen Meinung den Standpunkt einnehmen, daß der Stein nunmehr ins Rollen gebracht sei und Deutschlun= hieraus in erster Linie Nutzen ziehe. Berliner Pressestimmen Berlin, 26. Oktober. Die Ansicht der Berliner Presse über das Ergebnis der französisch=amerikanischen Besprechungen in Washington ist einheitlich. Der sozialderrstgatische„Abenbetont, daß durch das negative Ergebnis der Reise Lavals nach Washington die Notwendigkeit der deutschunterstrichen werde. Die demokratische„Be###sche Zeitung" betont, theoretisch bedeute das Washingtoner Ergebnis ausnahmslos eine Verschlechterung für Deutschland. Praktisch werde sich, jedoch kaum viel ändern. Bei der Finanzlage Deutschlanos sei es ausgeschlossen, daß das Reich nach Ablauf des Schuldenfeierjahres effektive Zahlungen auf das konto leiste. Die„Germania“(Zentrum) meint, die eigentlich politischen Fragen seien zurückgestellt worden. Hinsichtlich des Reparations= und Schulder problems enthalte die Washingtoner Verlautbaxung Feststellungen, deren Tragweite sich infolge der augemeinheit der Formulierung nicht übersehen lasse. Die rechtsgerichtete„Deutsche Allgemeine Zeitung" weist darauf hin, daß in der Verlautbarung die von der Havas=Agentur angekündigte Stelle, es werde beim Young=Plan bleiben, fehle. Der deutschnationale„Lokalanzeiger“ sieht es als einen Ernationale„Lokalanzeiger“ sieht es als einet folg Lavals an, daß es ihm gelungen sei, selost ven Anschein der geringsten Verpflichtung in den entscheidenden Fragen der Reparationen, der Schulden und des Korridors zu vermeiden. Anderseits habe er eine Ablehnung seines Planes für einen französisch=amerikanischen Sicherheitspakt annehmen müssen. Paris ist befriedigt Paris, 26. Oktober. Das Ergebnis der Amerikareise Lavals wird allgemein als befriedigend angesehen. Man begrüßt besonders die Tatsache, daß sich der amerikanische Staatspräsident verpflichtet hat, das Moratorium von sich aus nicht zu verlängern, und daß in der Frage der Abrüstung praktisch nichts geschehen ist. Nur die äußerste Rechts= und Linkspresse zeigt sich, jede auf ihre sehr uazufrieden. Der sozialistische„Populaire“ spricht von einem Mißerfolg. Die einzige Feststellung, die man machen könne, sei die, daß in den Hauptfragen, wie Neuregelung der Schulden und Reparationen und in der Abrüstungsfrage, nichts geschehen sei. Man müsse sich überhaupt fragen, weshalb Laval nach Washington gegangen sei. Um immer nein zu sagen, hätte es auch genügt, wenn er seinen Botschafter vamit beauftragt hätte. Das„Journal“ ist im Gegensatz, dan mit dem Ergebnis der Besprechungen äußerst,„ Man könne sagen, daß der Standpunkt Frankreny# sich in allen Teilen durchgesetzt habe. Die Londoner Presse sagt: Diplomatischer Dieg Frantreichs London, 26. Oktober. Die Berichte der englischen Presse zu, den LavalHoover=Besprechungen gipfeln in der Feststellung, daß Frankreich, um die Worte des liberalen„News Chronicle" zu gebrauchen, einen entscheidenden diplomatischen Sieg über Hoover davongetragen habe, und daß das geringe Maß einer Einigung auf Kosten Deutschlands erzielt wurde. Die Washingtoner amtliche Mitteilung verschleiere nur, daß Hoover den Beweisgründen Lavals in der Frage der Reparationen nachgegeben habe. Laval habe die Unverletzlichkeit des Youngschen Plaus, sichergestellt. Die amerikanische Geschäftswelt, so verichter die„Morning Post“, sehe in der amtlichen Verlautbarung die Erklärung, daß Deutschland bankrott gehen müsse, ehe Hilfe kommen werde. Die Zusammenkunft habe das Vertrauen eher geschwächt als gestärkt. Laval aus Washington abgereist 1 Uhr nachte(7.),., pi. 8.ch um Witernacht“9 Pewvort odo.„.„es, de Franee“ nach FrankDie hauptsächlichsten Losungen Das starke Vorherrschen von Werbeplakaten mit handelspolitischem Inhalt zeigt schon rein äußerlich, unter welchen Losungen dieser Wahlkampf in der Hauptsache vor sich geht. Immer deutlicher unterscheidet man auf der einen Seite Losungen, wie:„Nationale Einigung!",„Schutzzölle für Industrie und Landwirtschaft", „Wiederherstellung der britischen Geldmacht", auf der anderen:„Sozialismus— die einzige Lösung!",„Freihandel um jeden Preis",„Nationalisierung der Banken, der Bergwerke und des Grund und Bodens". Die Konservativen rufen nach Schutzzöllen, weil sie hiermit dem britischen Handel wieder auf die Beine zu helfen hoffen. Die Sozialisten meinen, daß der Verzicht auf den Goldstandard genügt, und daß die Verbilligung des Pfundes dem Handel, auch ohne Einführung von Schutzzöllen, den ersehnten Antrieb geben werde. Ramsey Macdonald hat, ohne es zu wollen, den beiden großen Parteien ein Schnippchen geschlagen: Konservative und Sozialisten hatten bereits im Sommer große Mengen von Wahlliteratur vorbereitet, auf den konservativen Flugblättern stand zu lesen: „Fort mit Macdonald, dem Vernichter der britischen nationalen Macht!“, während die sozialistischen Plakate gelautet, hatten:„Wählt Ramsay Macdonald: Macht den Labourführer zum nationalen Führer: Nun aber hat sich das Blatt der Geschichte gewandt und beide Parteien haben ihre ursprüngliche Wahlliteratur vernichten müssen. Doch viel verärgerter als die Konservativen sind die Sozialisten: ihr Prophetie hat sich, zu ihrer peinlichsten Ueberraschung, in eine sehr reale Wirklichkeit verwandelt... Macdonald ist, nach wie vor die große Zentralfigur dieses merkwürdigsten Wahlkampfes in der Geschichte Englands. Vor allem hat die erstaunliche Courage, die er bewiesen hat, als er, trotz aller Anfeindungenvon seiten seiner ehemaligen Freunde, sich wieder in seinem alten Wahlbezirk Seaham aufstellen ließ, in ganz England den größten und nachhaltigsten Eindruck ausgeübt und selbst im Feindeslager imponiert. Seaham, das kleine nordische Hafennest, ist hierdurch zum Schauplatz des interessantesten Einzelkampfes der gesamten Wahlkampagne geworden. Dem großen Macdonald, dem Staatsmann von Weltruf, haben die Leute von Seaham einen kleinen Schulmeister entgegengestellt, dessen Namen bisher niemand gekannt hatte. Doch dieses und der kühle Empfang, der ihm zuerst bereitet wurde, bekümmerte Macdonald nur wenig. Er begibt sich täglich zu all diesen armen, unscheinbaren Bergarbeitern und deren Frauen, berichtet ihnen die intimsten Dinge aus seinem vielbewegten Leben, erzählt ihnen von den entsetzlichen Eindrücken, die er während der Inflationszeit im Ruhrgebiet erlebt hatte, und überzeugt sie von der Richtigkeit der staatspolitischen Entschlüsse, die er im Interesse der Nation, blutenden Herzens, gefaßt hat. Dazu wird von ihm wie von den anderen hinter der nationalen Regierung stehenden Parteien in den letzten Tagen stark unterstrichen, daß die englischen Wähler bei diesen Wahlen über Verelendung oder Wohlstand, über Sein oder Nichtsein der britischen Weltmacht zu entscheiden haben. Die kleinen, schlichten Leute von Seaham haben Macdonald zuerst schweigend zugehört, dann halb beifällig zugestimmt und schließlich stürmisch Beifall geklatscht, vor allem, als er ihnen zum Schluß immer und immer wieder einen einzigen Satz, sein neues Glaubensbekenntnis, eingehämmert hatte:„Ich sage Euch— wir brauchen nationale Einigkeit, wir brauchen Einigkeit, unter allen Umständen Einigkeit...“ Wahlwetten an der Londoner Börse Die Wahlquotierung der Londoner Börse steht zur Zeit auf 150 bis 200 Stimmen Mehrheit für die vereinten Parteien der Nationalen Regierung: laut diesem Kurse“ werden sogenannte„Wahlaktien“ zu je einem Pfund Sterling ausgegeben; ist die wirkliche Mehrheit nach Wahlausgang größer als die Tagesquotierung, so erhält der Käufer soundsoviel Pfunde zugezahlt; ist die Mehrheit geringer, so muß der Käufer soundsoviel Pfunde nachzahlen. Der Kurs ändert sich täglich, je nach den politischen Ereignissen und je nach den Rede=Erfolgen der Wahlkandidaten. Es werden täglich Hunderttausende von Pfund Sterling umgesetzt. Zum Hazardieren ermuntern übrigens auch die großen Londoner Blätter. Die meisten von ihnen veröffentlichen Preisausschreiben auf richtiges Voraussagen des Wahlergebnisses. Das Parteiblatt der Sozialisten setzt einen Preis von 20 000 Reichsmark demjenigen seiner ständigen Leser aus, der möglichst genau voraussagen kann, wieviel Stimmen bei den Wahlen insgesamt abgegeben werden; bei den letzten Wahlen wurden insgesamt 22639 297 Stimmen(bei einer Wählerschaft von etwa 29 Millionen) abgegeben; in diesem Jahre beträgt die Gesamtzahl der Wählerschaft rund 30 Millionen und man rechnet mit einer weit stärkeren Wahlbeteiligung. Das Preisausschreiben eines großen konservativen Blattes ist noch verlockender, es setzt einen Preis von 100000 Reichsmark aus; dafür ist es aber auch viel komplizierter; das konservative Blatt teilt die am Wahlkampf beteiligten Parteien in fünf Hauptgruppen ein: 1. Nationale. 2. Antinationale, 3. Lloyd=Georgedgereist. Dr wurs, sa,„om muternagt in Liberale, 4. Str=Ot so, herte seige, Besergufen, ro# Kemyork an vord der„Ovte v. Bvu.,—., O mit wiepief Rögegrbnete jede Partei nach Westminster Pressevertreiern a. lehnte jehe unt kem wichtigere und den höheren Preis wohl wert. Doch wer in der ganzen Welt vermag richtig vorauszusagen, wie das nächste britische Parlament zusammengesetzt kein wird? Der Wahlakt selbst dauert von 8 Uhr morgens bis 8 und 9 Uhr abends. Die ersten Wahlergebnisse werden Dienstag gegen 10 Uhr abends erwartet. Mittwoch gegen 2 Uhr früh dürften bereits so viele Ergebnisse vorliegen, daß die ungefähre Richtung der Entscheidung erkannt wird. Man rechnet damit, daß gegen Morgen 200 Ergebnisse bekannt sind. Das endgültige Ergebnis aller Abstimmungen dürfte erst Donnerstag früh gemeldet werden können. Neue Sprengstoff-Funde Berlin, 26. Oktober. Im Keller der Wohnlaube des kommunistischen Funktionärs Ueberbrück ist heute bei einer nochmaligen genauen Durchsuchung aller Räumlichkeiten ein weiterer Sprengstoff=Fund, gemacht worden, wenn es sich auch nicht um so große Mengen handelte, wie sie zunächst in der Wohnung selbst beschlagnahmt worden waren. Im übrigen werden jetzt weitere Einzelheiten bekannt. Man fand bei Ueberbrück einen Ausweis der K PD. in Gestalt eines Briefes der Parteileitung mit offiziellem Briefkopf und Stempel. In diesem Schreiben wurde„Genosse Otto“, wie der Deckname für Ueberbrück in der letzten Zeit lautete, an die kommunistische Bezirksorganisation in Breslau empfohlen, weil er besondere Aufträge habe. Tatsächlich kam Ueberbrück in der vorigen Woche von Breslau, von wo er bereits durch die dortige Kriminalpolizei in Berlin avisiert worden war. Hier wurde beobachtet, wie er mit zwei Koffern am Schlesischen Bahnhof ausstieg und von hier aus die Ringbahn bis zum Bahnhof Papestraße benutzte, wo er die Koffer zur Aufbewahrung abgab, um sich zunächst ohne Gepäck nach seiner Wohnung zu begeben. Auf diesem Wege griffen die ihn verfolgenden Beamten zu und nahmen Ueberbrück fest. Bei dem gegestern gemeldeten Sprengstoff=Fund soll es sich um zwei Zentner Dynamit handeln. Niesky(Oberlausitz), 26. Oktober. In der Umgebung von Petershain bei Niesky wurden bei erneutem Suchen nach etwa verborgenem Sprengstoff zwei Munitionslager und ein weiteres Waffenlager gefunden. Beim abermaligen Durchsuchen der Barthelschen Wiese und des angrenzenden Waldgeländes fanden die Kriminalbeamten an den Abhängen des Dammes, der die Wiese des Barthel begrenzt, zwei große Milchkannen mit Infanteriemunition, Pulver, einem Fernglas usw. tief eingegraben vor. In dem unweit der Wiese liegenden Wald war eine Kiste eingegraben, in der man Infanteriegewehre, Karabiner und Jagdgewehre fand. Die bereits festgenommenen Gebrüder Barthel in Petershain scheinen mit den Waffenfunden in engem Zusammenhang zu stehen. Vermutlich rühren die gestohlenen Jagdgewehre aus dem im vorigen Jahre in Petershain verübten Schloßeinbruch her. Beamte und usdAp Eine Entscheidung des anhaltischen Disziplinargerichts Die denisch nanenische Hasummenurden Grandis Rede vor der Presse Berlin, 26. Oktober. Der italienische Außenminister Grandi empfing am Montag vormittag die Vertreter der Presse. Er bat zunächst, dem deutschen Volke seinen tiefempfundenen Dank für den überaus herzlichen Empfang zu übermitteln, der ihm in Berlin zuteil geworden sei. Dann führte er aus:„Es ist für mich eine große Freude, nach Berlin gekommen zu sein. Dieser Besuch fügt sich in den Rahmen der Besprechungen und Ideenaustausche zwischen Staatsmännern ein, die zuerst in diesem Jahre ihren Anfang genommen haben, in Europa und außerhalb Europas fortgesetzt werden und die bereits viele beachtliche Erfolge gezeitigt haben und noch größere erwarten lassen. Die Romreise des Reichskanzlers und des Außenministers in diesem Sommer hat bei der italienischen Regierung und beim italienischen Volk den wärmsten Eindruck hinterlassen, und die Herzlichkeit der dabei geführten Unterredungen ist und bleibt ein Pfand für eine immer herzlichere Zusammenarbeit zwischen Italien und Deutschland. Diese Zusammenarbeit ist ein unerläßliches, wichtiges und glückliches Element für die Zusammenarbeit aller Staaten und Völker, nicht allein Europas sondern der ganzen Welt. Die wirtschaftliche, politische und ökonomische Lage verlangt die ernsteste Aufmerksamkeit, die größte Bereitwilligkeit zur Ueberwindung der allgemeinen Krise, für die Wiederherstellung des Vertrauens zwischen den Völkern und des Vertrauens der Völker in sich selbst. Der Chef der italienischen Regierung hat wiederholt diese Auffassung bestätigt und mehrmals gesagt, daß der Wiederaufbau Deutschlands als eines der wichtigsten Elemente für den Wiederaufbau Europas angesehen werden muß. Diese klaren Richtlinien der italienischen Politik rühren nicht von heute her, da seit vielen Jahren der Chef der italienischen Regierung auf die Notwendigkeit für die Völker gedrungen hat, daß sie den aus dem Weltkonflikt herrührenden Seelenzustand überwinden und sich alle auf eine intimere und vertrauensvollere Zusammenarbeit vorbereiten. In keinem Augenblick wie in dem heutigen universaler Schwierigkeiten war diese Notwendigkeit dringender. In der Tat kann nichts den Einzelnen so wirksam dazu treiben, die Partikularismen zu überwinden— in der Erkenntnis, daß sich das Wohlergehen aller erreichen läßt—, als gemeinsame Entbehrungen und Gefahren. Gestern hatte ich das Vergnügen, mich lange mit dem Reichskanzler Dr. Brüning zu unterhalten, und zu meiner Freude habe ich wieder unsere Uebereinstimmung über diese allgemeine Zusammenarbeit feststellen können. Bei meinen Begegnungen mit dem hervorragenden Reichskanzler in Paris, London und dann in Rom konnte ich mich ebenso wie gestern von den staatsmännischen Eigenschaften des Herrn Brüning überzeugen und von der Selbstlosigkeit, mit der er alle seine Kräfte hergibt, um die schweren Prohleme der Gegenwart zu überwinden. Alles, was Deutschland in diesen letzten Monaten dazu getan hat, um in sich selbst die notwendigen Kräfte zu finden, um die Krise zu überwinden, ist ein Beweis seiner Lebensfähigkeit und der moralischen Kräfte des deutschen Volkes das mit ruhigem Optimismus seiner Zukunft entgegensehen darf und kann. Die kurze Zeit, die ich hier verbracht habe, genügte, um mir zu beweisen, daß das Vertrauen, das die Welt in die Arbeitsamkeit, Disziplin und den Patriotismus dieses„großen Volkes setzt, vollauf berechtigt ist und ebenso das Interesse, das alle haben, diese Anstrengungen zu unterstützen. Das jetzt kommende Jahr steht nicht vor weniger weitgehenden und schwierigen Aufgaben, deren Lösung die ganze Welt gespannt erwartet und die wir alle die Pflicht haben, auf die beste Weise zu verwirklichen. Das Problem der Rüstungen und die Lösungen, die ihm in der nächsten allgemeinen Abrüstungskonferenz gegeben werden können, sind der dringendste Punkt der Anstrengung, die unsere Zivilisation leisten muß, um sich selbst zu retten und unseren Kindern eine Zukunft des Gedeihens und des Friedens vorzubereiten. In diesem Problem sowie in dem anderen nicht weniger wichtigen und dringenden der finanziellen Verpflichtungen die sich aus dem Kriege ergeben haben, ist der Gedanke der italienischen Regierung zu bekannt, um ihn noch einmal zu wiederholen. Ich begebe mich jetzt zu Seiner Exzellenz, dem Feldmarschall von Hindenburg, dem deutschen Reichspräsidenten, um ihm den Gruß der Regierung Seiner Majestät des Königs von Italien und meine persönliche Huldigung zu überbringen. Die Hochachtung und Ehrerbietung, die seine hervorragende historische Persönlichkeit der ganzen Welt abfordert, machen mir als Soldaten und Frontkämpfer diese Gelegenheit, in ihm auch das tapfere deutsche Volk begrüßen zu dürfen, dessen Gast ich zu sein die Ehre habe, besonders schätzbar.“ Dei zdene Kutsatstent unnn Prrzen Dessau, 26. Oktober. Das anhaltische Disziplinargericht verhandelte heute unter dem Vorsitz von Staatsminister Dr. Weber gegen den Kunstgewerbeoberlehrer Wiesel wegen seiner Zugehörigkeit zur NSDAP. Der Oberstaatsanwalt suchte den Nachweis zu führen, daß die Partei verfassungsfeindlich eingestellt sei, billigte jedoch dem Angeklagten den guten Glauben zu. Nach zweistündiger Beratung erkannte das Gericht auf Freispruch. In der Begründung wird dagegen ausgeführt, daß Hitler zwar unter Eid erklärt habe, seine Partei erstrebe eine Umwandlung auf legalem Wege. Dem Gericht sei aber auch bekannt, daß eine Aenderung der Verfassung angestrebt werde. Zum mindesten hielten Teile Partei hierbei auch die Anwendung von Gewalt für zulässig. In diesem Sinne sei die NSDAP. als staatsfeindlich zu werten, und es müsse zum mindesten auch mit einer gewaltsamen Aenderung der jetzigen Zustände gerechnet werden. Deshalb dürften nach Ansicht des Gerichts die anhaltischen Beamten nicht mehr Mitglieder der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei sein. Gewerberat Rose erhielt wegen seiner Zugehörigkeit zur NSDA P. einen Verweis, während die Verhandlung gegen Magistratsobersekretär Wiese vertagt wurde. Neue Unruhen auf Cypern London, 26. Oktober. Am Montag kam es in Kyrenia(Cypern) zu neuen Unruhen, als eine Volksmenge unter Führung des dortigen Bischofs das Gebäude des britischen Kommissars angriff, die britische Flagge herunterriß und die griechischen Farben hißte. Die Ordnung konnte bald wiederhergestellt werden. Der Bischof wurde verhaftet. Er wird verbannt werden. Meldungen aus dem Innern der Insel berichten über weitere Zusammenstöße, in deren Verlauf eine Brücke und Telephonleitungen nach der Hauptstadt zerstört wurden. Berlin, 26. Oktober. Unter starkem Andrang des Publikums begann heute vor dem Schöffengericht Charlottenburg der zweite Prozeß, der die Unruhen auf dem Kurfürstendamm am jüdischen Neujahrsfeiertag zum Gegenstand hat. Den Vorsitz des Gerichts führt als geschäftsordnungsmäßiger Vertreter des abgelehnten Landgerichtsdirektors Schmitz der Landgerichtsdirektor Brennhaußen. Angeklagt sind der oberste SA.=Führer für Berlin und die Mark Brandenburg, Wolf Heinrich Graf von Helldorf, sein Stabschef Karl Ernst, der JungstahlhelmFührer,„Diplomingenieur Wilhelm Brandt, und der Sturmfuhrer Kurt Schultz wegen Rädelsführerschaft beim schweren Landfriedensbruch und Aufreizung zum Klassenkampf. Vier weitere Nationalsozialisten, die nachträglich unter Anklage gestellt worden sind, haben sich wegen einfachen Landfriedensbruchs zu verantworten. Zunächst wurde der Angeklagte Graf Helldorf vernommen. Er sagte aus, von dem jüdischen Neujahrsfest habe er keine Kenntnis gehabt. Als er mit Ernst seine übliche Kontrollfahrt gemacht habe, habe er in verschiedenen Lokalen der SA. erfahren, daß sich die SA.=Leute zu einem Gang nach dem Kurfürstendamm verabredet hätten. Daraufhin seien auch sie zum Kurfürstendamm gefahren, um die Leute aufzufordern, nach Hause zu gehen. Unterwegs habe er eine heftige Auseinandersetzung mit dem Polizeimajor Wecke gehabt, der ihn wegen der Demonstration der SA.=Leute„angepfiffen" habe. Auf Veranlassung der Insassen eines anderen Autos sei er schließlich vön einem Polizeibeamten festgestellt und zur Polizeiwache gebracht worden. Der Angeklagte bestritt entschieden, daß die Aufforderung zu der Demonstration von ihm des Kurfürstendamms gefahren sein, um ein Glas Bier zu trinken. Am Dienstag soll die Zeugenvernehmung beginnen. Der Franzose Perez Velmesser imn Zlegengenig Paris, 26. Oktober. Bei dem Vorkampf um die Weltmeisterschaft im gengewicht hat heute abend in Paris der französisch Meisterboxer Per; den Titelinhaber den A der franzößs Reislerboger Perez den Tilelenyader, den Amerikang Bei dem Boxkampf um die Weltmeisterschaft im### Erfolge der Linksparteien bei den feanzosischen Generairalswahlen Paris, 26. Oktober. Das französische Innenministerium veröffentlichte an Montag eine genaue Uebersicht über den Ausgang der Gemeinde= und Generalratswahlen am 18. und 25..### tober. Von den 1517 frei gewordenen Sitzen wurde### 1516 neu besetzt. Nur in einer Gemeinde in Korsikau### die Wahl für ungültig erklärt worden. Danach hat di### äußerste Rechte einen Verlust von 25 Sitzen zu# verzeichnen. Die Marin=Gruppe weist einen### Verlust von 15 Sitzen auf. Die Linksrepublikang## haben sich behauptet. Die Sozialrepublikaner gewinnen 10, die Radikalen 28, die Sozialisten 12 Sitze Die Kommunisten verlieren einen Sitz. In Straßburg## und in Kolmar siegten in der Stichwahl die Autono=# misten. Wenn auch die Gemeinde= und Generalratzwahlen nicht von unmittelbarer politischer Bedeutungg sind, so gelten sie doch als Vorschau für die Parlamentswahlen im kommenden Jahr und deuten auf einen Ruck nach links hin. Der neue Schweizer Nationalrat Bern, 26. Oktober. Nach heftiger Propaganda der Parteien fande## Samstag und Sonntag die Wahlen für die Gesam# erneuerung des Schweizer Nationalrates statt. Der Nationalrat ist die Kammer des Parlaments, die durch direkte Volkswahl bestellt wird. Er zählte bisher 198## Mitglieder, nunmehr jedoch durch Erhöhung der Wahlziffer nur noch 187. Die zweite Kammer, der Ständerat, zählt 44 Mitglieder als Vertreter der Kantone. Das vorläufige Gesamtergebnis der Nationalratswahlen lautet wie folgt: Es erhielten die Sozialdemokraten 41(bisher 50 Sitze, die Freisinnigen 52(58), die Katholisch=Konservativen 44(46), die Bauern=, Bürger= und Gewerbepartei 30(31) Sitze, die liberalen Demokraten 4 Sitze, die Sozialpolitiker 2, die Kommunisten 3 und die Evangelische Volkspartei einen Sitz. Das Verhältnis zwischen bürgerlichen und sozialdemokratischen sowie kommunistischen Abgeordneten hat sich etwas zugunsten der letzteren verschoben. 72,2 Prozent Bürgerlichen stehen 27,8 Prozent Sozialdemokraten und Kommunisten gegenüber(bisher 73,8 Prozent zu 26,7 Prozent). Der japanisch=chinesische Konflikt Die Schlichtungsverhandlungen bei der Reichsbuhn „ Berlin, 26. Oktober. Die Schlichtungsveryandlungen im Lohnstreit bei der Reichsbahn haben am Montag mittag unter dem Vorsitz des Sonderschlichters Dr. Jötten begonnen. Sie wurden am Abend auf Dienstag mittag vertagt. Auf Einladung der Reichsregierung fanden am Montag vormittag in der Reichskanzlei Besprechungen der zuständigen Stellen mit den Vertretern der Eisender Demonsttatton von ihm oder von anderen leitenden Stellen der SA. ausgegangen sek. Die Aussagen des Angeklagten Ernst deckten sich im wesentlichen mit denen Helldorfs. Angeklagter Brandt sagte, er sei nur zu dem Kurfürstendamm gefahren, um sich die Sache anzusehen. Eine Rädelsführerschaft stellte auch er entschieden in Abrede. Der Angeklagte Schultz behauptet, nur deshalb nach dem Kurfürstendamm gefahren zu sein, weil er seine angeblich an einer Schlägerei beteiligten Leute habe zurückhalten wollen. Die Angeklagten Hell, Hagemeister und Samerski wollen lediglich in die Gegend bahnergewerkschaften statt. Die Vertreter der Eisenbahner schilderten die Notlage der Eisenbahner. Sie erklärten, daß ein weiterer Lohnabbau im Reichsbahnbetrieb unerträglich sei. Ein großer Teil der Eisenbahner habe bereits seit längerer Zeit Lohneinbußen von mehr als 20 bis über 33 v. H. durch Lohnabbau und Feierschichten. Die Gewerkschaftsvertreter wiesen ferner auf die Gefahren hin, die sich aus den Verzweiflungsausbrüchen der Eisenbahner bei weiterem Lohnabbau naturnotwendig ergeben müßten. 22.4 Millionen preußische Staatsbeihlfen an die Gemeinden Berlin, 26. Oktober.(Eig. Drahtber.) Das preußische Staatsministerium hat auf Verlangen des Staatsrates jetzt bekanntgegeben, welche Beihilfen aus Staatsmitteln in der Zeit vom 1. April bis 30. September 1931 an notleidende Gemeinden und Landkreise gegeben worden sind. Insgesamt haben die Gemeinden 18 002 202,80 Reichsmark Beihilsen aus Staatsmitteln erhalten, die Landkreise 4 432 500,00 Reichsmark. Die Gesamtsumme der vom Staate gewährten Beihilfen an Gemeinden und Gemeindeverbände in der Zeit vom 1. April bis 30. September dieses Jahres wird mit 22 434 702,80 Reichsmark angegeben. Genf, 26. Oktober. Der chinesische Völkerbundsvertreter hat am Montag Briand eine Note übersandt, in der er mitteilt, daß die chinesische Regierung bereit sei, mit Japan einen Schiedsgerichtsvertrag abzuschließen, wie sie bereits zwischen mehreren Mitgliedern des Völkerbundes bestehen oder nach dem Muster der Verträge, wie sie zwischen den Vereinigten Staaten und verschiedenen anderen Staaten, z. B. mit China, abgeschlossen worden sind. Tokio, 26. Oktober. Wie aus amtlichen Kreisen verlautet, wird es wahrscheinlich nötig sein, die Zahl der in der Mandschurei stehenden Truppenteile zu vermehren. Es sei zwar nicht beabsichtigt, die durch die Verträge zugelassenen Effektivbestände zu überschreiten, jedoch müsse man den Truppen, die bis jetzt infolge der Tätigkeit der Räuberbanden stets stark in Anspruch genommen worden seien, die Ruhe gönnen, die sie wegen ihrer kleinen Zahl entbehren müßten. Neues in Kürze Von der Beitragspflicht zur Arbeitslosenversicherung bis zum 30. November befreit wurden jetzt auch die Untertagearbeiter und ihre Arbeitgeber im oberschlesischen Steinkohlenbergbau(ab 8. Oktober) und im bayrischen Pechkohlenbergbau(ab 1. Oktober). Die Führer des Reichsbanners Schwarz=Rot=Gold veröffentlichen eine scharfe Erklärung, die sich gegen den Besuch Hitlers beim Reichspräsidenten und gegen die Tagung der Nationalsozialisten in Braunschweig wendet Der amerikanische Schiedsrichter in dem gemischten deutsch=amerikanischen Ausschuß, der über die amerikanischen Ansprüche gegen Deutschland zu entscheiden hatte, Roland Boyden, ist plötzlich an einem Herzschlage gestorben. Das amerikanische Ackerbauministerium verhandel mit Vertretern der französischen Regierung über eir# internationalen Kredit zum Kauf von amerikanische.! Getreide und amerikanischer Baumwolle. 4. Beilage zum Anzeiger u. Gen 4 O helf Ueber zwei Me zum ersten Male ir ren Aktion gegen wurde. Endlich,? einer Notgemeinsch den aufgenommen, gensatz zu den Org schen Städten lieg in der Hand der T ten Wohlfahrtsund das städtische sich ihre Fürsorg Gesichtspunkten du Sicherheit sagen, o teilhaft ist oder ol zine straffere hen gewesen wäre. Ein bedauerli schon fühlbar. Wi Verteilung von Wäschestücken gen. Die Samm #a Tagen, da der M der Hauptsache s# Frostnächte sind bereits die Ver Wirklichkeit sindn Gewiß haben die stehenden Wohlfal mit der Bitte um sachen). Darauf Kleidersammlunge Stillen erfolgte 2 haben, den eine Werbung zu würde. Am 29. Augu denen privaten§ Ehrenma 99 Soethe und Deutschland 66 Geh. Rat Irof. Dr. Fühnemann in der Literarischen Gesellschaft Das Goethe=Erinnerungsjahr 1932 steht vor der de Tür. Hundert Jahre sind Lahingegangen, seit Deutschlands großer Genius das Zeitliche segnete. Inzwischen haben die Jahre und Jahrzehnte mit harter Hand in das Weltgeschehen eingegriffen. Vieles hat sich gewandelt, schwere Schicksalsschläge suchten das deutsche Volk heim, schöne und dunkle Tage zogen über Deutschland. Alles ist anders geworden. Aber inmitten der Not der blieb, Zeit blieb, was das Schaffen unserer Großen uns ehedem gab. Dieses Kulturgut, in dem die gesunde Hintergrundigkeit für unser Ringen um Leben und Wahrheit wächst, zu wahren und neu zu gewinnen, soll die Erinnerung an Goethes Lebenswerk fruchtbar in unsere Zeit stellen. Die Vortragsfolge der Literarischen Gesellschaft hätte eine Lücke gehabt, wäre dem Gedächtnis Goethes nicht ein Abend vorbehalten geblieben, an dem seine Größe vor uns hintrat. Der zweite Vortrag, den die Literarische Gesellschaft in diesem Winterhalbjahr gab, war daher dem ehrenden Gedenken Goethes gewidmet. In einleitenden Worten gab der Vorsitzende der Gesellschaft, Justizrat Dr. Mummenhoff, seiner Freude Ausdruck, daß es dem Bemühen seiner Vereinigung gelungen sei, für die Goethe=Feier einen der berufensten Kenner der Goetbeschen Welt, Geheimrat Prof. Dr. Kühnemann, zu gewinnen. Dies sei um so höher zu bewerten, als Dr. Kühnemann seinen Bochumer Abend noch kurz vor seiner Amerika=Reise halte, die er auf Einladung der Karl=Schurz=Gesellschaft in Kürze unternehme. Der Redner, der seine Ausführungen unter dem Thema„Goethe und Deutschland“ zusammenfaßte, ging zunächst auf die Frage ein, ob die Goethe=Feiern, die in diesem Jahre überall abgehalten würden, überhaupt Sinn und Berechtigung hätten. In Ansehung des Mittleramtes solcher Gedenkfeiern müsse man diese Frage bejahen. Im folgenden ging der Vortragende auf breitester Grundlage den volksmäßigen Entwicklungsgesetzen nach, die die Erscheinung Goethes in ihrer zusammenfassenden Kulturgröße bedingten. Das Gesichtsbild der deutschen Seele, die große tragische Geschichte des Deutschtums haben, so führte Dr. Kühnemann aus, ihre letzten Voraussetzungen in Namen wie Hermann dem Cherusker, Flavus, dem römischen Reich, dem Deutschen Ritterorden, Luther, dem 30jährigen Krieg, Friedrich dem Großen, Klopstock, Lessing, Winckelmann, Herder. Diese Großen der Entwicklung deutschen Werkes und deutschen Geistes seien die einzelnen Marksteine, die schließlich zu den heiligen Bezirken eines Goethe führten, der wie kein Mensch das Ganze der Welt in solcher Tiefe erblickt habe. Dieser Aufriß durch die deutsche Geistes= und Schaffensgeschichte nahm den einführenden Teil des der Blie ül Vortrages ein. Und so anregend per##a über diese Vorgeschichte im einzelnen auch sein mochte, in der großen Linie muteten die genannten Beispiele doch da und dort etwas gezwungen, eine Kleinigkeit zu beschleunigt an. Dieses Eindruckes konnte man sich nicht erwehren, wenn die angeführten Zeiten und ihre Ereignisse im Vergleich zu der Kluft von Tat= und Geistesgeschehen ins Bewußtsein rückten. Diese Bedenken vergaß man aber gern, wenn man den Redner im eigentlichen Thema wußte, wo er sich mit Goethe und seinem Ringen um Glück und Sehnsucht auseinandersetzte. Hier war Kühnemann ganz in seinem Bereich. Hier stand ihm alles zu Gebote, um Goethes einmalige Erscheinung in ihren tiefsten Tiefen, in ihrem höchsten Heimweh zu beschwören. Seine literar=historische Sicherheit gab ihm die glücklichsten Möglichkeiten, das menschlich=geistige Werden Goethes zu entwickeln. Den inneren Lebensgang legte er mit„Urfaust“, Weimar, Italien, Schiller,„Dichtung und Wahrheit", Marianne,„Wilhelm Meister“ Byron fest. Die Behandlung des Faustproblems brachte das Auf und Ab, das unablässige Ringen und Kämpfen dieses nimmermüden Geistes besonders nahe. Zum Schluß gab der Redner noch kurze Andeutungen über die Entwicklung des Goetheschen Werkes nach der staatspolitischen Seite der neuesten Zeit. Der kleine Saal im Parkhaus war zu klein, um alle Besucher zu fassen. Viele mußten dem Vortrag stehend folgen. Der Beifall war begeistert. Im Interesse der heranwachsenden Jugend der höheren Schulen dürfte ein Hinweis, den die Schulleitungen jeweils vor solchen Veranstaltungen geben könnten, am Platze sein Tuccinis„Manon Lescaut“ in Dortmund 66 Puccinis„Boheme“ nach Murgers Roman ist so wenig eine Oper in dramatischem Sinne wie„Manon Lescaut" nach Prevosts oft bühnenmäßig bearbeitetem Werk. Das allein entscheidet also den Erfolg nicht. „Boheme“ verschwindet anscheinend nie wieder vom Theater, um„Manon“ bemüht man sich immer erneut mit geringer Aussicht. Sie wäre vielleicht lang vergessen, wenn nicht der Welterfolg der einige Jahre später erschienenen„Boheme" und Toska“ die Aufmerksamkeit auf das frühere Schaffen Puccinis gelenkt hätte. Aber was wir in den vollendeten Werken des erfahrenen Veristen bewundern, die aufrauschende Glut und lyrische Süße der melodischen Linie, die meisterliche Instrumentation, ist in der„Manon“ erst in zaghaften Ansätzen, in Einzelheiten vorhanden. schön und blühend bereits solche Partien sind, so musikalisch wertvoller und künstlerisch ursprünglicher manches ist, das Gesamtbild ist doch zu matt, um auch nur annähernd die mitreißende Publikums=Wirkung der späteren Puccini zu erreichen. Man könnte sich auch von der„Manon“ einen starken Eindruck versprechen, wenn ganz große Künstler, ausgezeichnete Darsteller und hervorragende Stimmen Ersatz für die schwache Wirkung der Oper an sich bieten. Das zu geben, langt aber das Dortmunder Ensemble nicht entfernt. Man war im Gegenteil von den gesanglichen Leistungen nur wenig erfreut. Am ehesten wurde noch den Anforderungen des Puccinischen Melos der von Essen gekommene Otto Stadel: maier gerecht, obgleich auch dieser Tenor auffallend ungleich sich gibt und in der Höhe mehr befriedigt als in der flachen Mittellage. Erna Wiggers Sopran hat sich seit ihrer Tätigkeit am hiesigen Operettentheater zwar erfreulich entwickelt, aber für Puccini hal sie nicht das Format und im Spiel gab sie eher ein zartbesaitete Mimi als eine Dame von Welt. Armin Weltner und der sehr stimmspröde Hans Schanzara ergänzten das Ensemble gleichfalls nicht nach der günstigen Seite. Da die Bühnenbilder von Walter Giskes auf eigene Note keinen Anspruch machen konnten und die Spielleitung Curt Becker=Huerts sich nirgends über Konvention und Durchschnittsniveau erhob blieb lediglich die von Felir Wolfes lebendig und stilvoll geleitete musikalische Deutung als ein bemerkenswerter Faktor der Aufführung bestehen. Dr. 8e6l. T . — Anläßlichi Freie Fleischer im Weltkriege Standort auf, funden. Die 2 Es wurde da .B..“ beri# nach der Kran engewich 6. Oktober. rschaft im zt französich den Amerikam rschaft im Fla bei den swahlen 26. Oktober. röffentlichte Ausgang de. und 25. 0 Sitzen wurdin Korsika Danach hat die 25 Sitzen weist„eine nksrepublikane gner gewinisten 12 Sitze In Straßburg Il die Autono ) G e n e r a l r a t s her Bedgntung ür die Par uten auf eine ionalrat 6. Oktober. rteien fandr die Gesames statt. 2# ents, die durch te bisher 19 ung der Wadsr, der Ständeder Kantone. tionalratswah1(bisher 50) katholisch=Konrger= und Ge m Demokraten anisten, 3. u Das Verhältsokratischen sosich etwas zurozent Bürgeriten und Komzent zu 26.7 Konflikt 26. Oktober. at am Montag itteilt, daß die ei, mit Jaag abzuschlielitgliedern des uster der VerStaaten und t China, abge26. Oktober. wird es wahrr Mandschurei : Es sei zwar ge zugelassenen nüsse man den it der Räuberworden seien, inen Zahl entze 4. Beilage zum Bochumer Anzeiger u. Gen. Anzeiger Nr. 252 38. Jahrgang Dienstag, 27. Oktober 1931 senversicherung st auch die Unoberschlesischen im bayrischen warz=Rot=Gold sich gegen den und gegen die schweig wendet dem gemischten die amerikaniitscheiden hatte, Herzschlage geum verhandell ung über eire amerikanische.! t einige Jahre ska“ die AufPuccinis geendeten Werken aufrauschent, sen Linie, die „Manon“ erst orbanden. So sind, so musiünglicher manum auch nut =Wirkung dei on“ einen starroße Künstler, ende Stimmen der an sich bie Am einischen adelsallen? 91 l Sopran serettenini hal her eine Armin char; ht nach Walter machen uerts Sniveau ebendig ein de Kampf gegen die Kälte!— Kein Mensch soll frieren! Diese Momentbilder aus Berlin Helft Arme kleiden! Bochum, 26. Oktober. Ueber zwei Monate ist es her, als an dieser Stelle zum ersten Male in Bochum öffentlich zu einer besonderen Aktion gegen die kommende Winternot aufgerufen wurde. Endlich, Mitte September, kam die Bildung einer Notgemeinschaft zustande. Die Vorarbeiten wurden aufgenommen, die Sammlungen begannen. Im gensatz zu den Organisationen in fast allen anderen deutsen Städten liegt in Bochum die Arbeit vornehmlich in der Hand der Träger der Notgemeinschaft: die privaten Wohlfahrts= und einige Wirtschaftsorganisatienen und das städtische Wohlfahrtsamt führen je#fur sich ihre Fürsorgetätigkeit unter gewissen einheitlichen Gesichtspunkten durch. Heute können wir noch nicht mi Sicherheit sagen, ob diese aufgelockerte Organisation Hore teilhaft ist oder ob nicht im Interesse der Gesamtarbeit eine straffere Zusammenfassung vorzuziehen gewesen wäre. Ein bedauerlicher Mangel macht sich aber heute schon fühlbar. Wir denken dabei an die Sammlung und Verteilung von gebrauchten Kleidungs= und Wäschestücken, von Schuhzeug und anderen Dingen. Die Sammlung solcher Sachen müßte in diesen Tagen, da der Winter seinen Einzug gehalten hat, in der Hauptsache schon abgeschlossen sein. Die ersten Frostnächte sind vorbei, da müßte in großem Umfange bereits die Verteilung durchgeführt werden. In Wirklichkeit sind wir aber in Bochum noch nicht so weit. Gewiß haben die meisten Familien von einer ihr nahestehenden Wohlfahrtsorganssation einen Aufruf erhalten mit der Bitte um Angabe ihrer Spenden(Geld und Altsachen). Darauf darf sich aber die Werbetätigkeit für Kleidersammlungen nicht beschränken,„Diese so sehr im Stillen erfolgte Arbeit kann unmöglich den Erfolg haben, den eine die ganze Oeffentlichkeit aufrüttelnde Werbung zur Brockensammlung haben Am 29. August schrieben wir hier:„.. Die vorhandenen privaten Hilfsvereine haben jeder für sich nicht Ehcenmat der Freischer=Innung So wird in Deutschland jetzt für die Kleidersammlungen geworben Duisburg wiederholen sich gegenwärtig in fast allen Städten. Bochum ist eine der wenigen und bedauerlichen Ausnahmen #### nalwenbiglin as sittliche Rflicht=mnfindet. die Aktionsbasis, die in diesem Jahre notwendig ist, um jeden, aber auch jeden überflüssigen Pfennig zum Besten unserer Armen mobil zu machen, um alle nicht mehr verwerteten Kleidungsstücke, die in Schränken und Truhen unbenutzt liegen, heraus zu kramen, damit frierenden Mitbürgern geholfen werden kann.“ Wir schlugen weiter vor:„Ein besonderes Kapitel ist die Sammlung von alten Kleidern, Wäsche, Schuhen usw. Sammlungen von Haus zu Haus müssen durchgeführt werden... Wir glauben, daß nur durch eine großzügige Gesamtaktion, die jede Kräftezersplitterung vermeidet, allen notleidenden Mitbürgern am ehesten und besten im kommenden Winter geholfen werden kann. Die Zeit drängt! Es muß rasch gehandelt werden!" Wie richtig unsere Vorschläge damals waren, beweisen uns täglich die Nachrichten, die aus allen Städten des Reiches eingehen. Wie wird es an anderen Orten gemacht! Unter Leitung der Stadtverwaltungen haben die örtlichen Notgemeinschaften Brockensammlungen eingerichtet. Von Aufrufen und durch Werbeartikel in den Zeitungen unterstützt, ziehen überall Wagen durch die Straßen. nopfen freiwinige Sammler an alle Türen. um nicht benutzte Altkleider abzuholen. Wir haben es vor zwei Monaten betont und müssen es heute wieder unterstreichen, daß nur auf diese Weise die Kleidersammlungen den Erfolg haben können, der notwendig ist, um allen frierenden Mitbürgern zu helfen. Wohin man hört, überall ist dasselbe Bild. Die Stadtverwaltungen haben alle Kräfte für diesen Dienst gewinnen können. Reichswehr, Rotes Kreuz, Freiwillige Sanitätskolonnen, Schüler und Schülerinnen und andere ehrenamtliche Helfer— sie alle haben jetzt nur eine Aufgabe, zu werben und zu sammeln für diejenigen, die nachbarliche Hilfe brauchen. Von alledem merkt man in Bochum so gut wie garnichts. Was hier geschieht, wir erwähnten es schon, genügt nicht, kann nicht genügen In Zbishersamister. dem schwersten seit hundert Jahren: Rtrtemte gen, soweit sie bisher in Bochum durchgeführt werden, sind noch in jedem Jahre veranstaltet worden. Wir merken noch nichts von der besonderen Arbeit, die dieser Notwinter erfordert. Es ist erfreulich und dankenswert, daß die privaten Wohlfahrtsorganisationen auch in diesem Winter die Kleidersammlungen zu einer ihrer Hauptaufgaben gemacht haben. Diese Arbeiten verdienen besondere Anlerkennung. Es muß aber bedauert werden, daß die Bochumer Notgemeinschaft als Spitzenorganisation nicht die Arbeiten zentral übernommen hat, wie es in allen anderen Städten der Fall ist. Die Rot ist groß und die Zes, drängt, Feztlk,se mag noch so berechtigt sein, hilft allein nicht. Jeder, der Die aufgezehrten Rücklagen Bemerkungen zum Jahresabschluß der Stadtkasse belastete Schuldsumme Anläßlich ihres 50jährigen Bestehens errichtete die Freie Fleischerinnung Bochum ein Ehrenmal für die im Weltkriege gefallenen Berufsgenossen. Es hat seinen Standort auf dem Binnenhof des Schlachthofes gefunden. Die Weihe fand am Sonntag nachmittag statt. Es wurde darüber in der gestrigen Nummer des B..“ berichtet. Unser Bild zeigt das Denkmal nach der Kranzniederlegung. Der Jahresabschluß für 1930, in Nr. 248 des„B. A“ in den Hauptdaten mitgeteilt, zeigt den ganzen Ernst der Stadtfinanzen. Denn trotz aller Einsparungen verbleibt ein ungedeckter Fehlbetrag von 1377215,57 RM., der auf 1931 vorgetragen werden muß. Das ist um so betrübender, als auch Rücklagen aufgezehrt worden sind. Mehr=Einnahmen und Mehr=Ausgaben Bei der laufenden Verwaltung ergibt sich nach dem Haushaltsvoranschlag für 1930 eine Einnahme von 50 433300 RM., eine Ausgabe von 51 000 000 RM.; nach dem Jahresabschluß betrug die Einnahme aber 49 873 863,13 RM., die Ausgab 51 230 206.47 RM. Bei den einzelnen Haushaltspositionen ergibt sich zwischen Haushaltsplan und Jahresrechnung folgender Unterschied: Bauwesen: Zuschuß nach dem Haushaltsplan 3 718 750 RM., nach der Jahresrechnung 3 220 361.53 RM., es ist also eine Ersparnis von 498 388,47 RM. eingetreten. Betriebsverwaltungen: Zuschuß nach dem Haushaltsplan 941 100 RM., nach dem Jahresabschluß 938 043,96 RM., die Ersparnis ist gering. Bei der Schwimm= und Badeanstalt erhöhte sich jedoch der Zuschuß von 22 500 auf 39 444 RM. Polizei und Verkehr: Der Zuschuß erhöhte sich von 1080.000 RM. auf 1 151 659,14, Ra. Schulwesen: Nach dem Etat sollte der Zuschuß 8 250 900 RM. betragen; er beziffert sich aber in Wirklichkeit auf 7421 633,30 RM., so daß hier also eine Ersparnis von 829 266,70 RM. eingetreten ist. Wohlfahrtspflege: Statt des vorgesehenen Zuschusses von 9 809 500 RM. ist ein solcher von 10 831 782.29 RM. erforderlich geworden, also von 102228229 RM. mehr.„„ 444 46a#t 8 Gemeindegerichte: Der Zuschuß erhöhte sich von 40 400 RM. auf 42 615,13 RM. Kunst und Wissenschaft: Im Haushaltsplan vorgesehen waren 1 420 000 RM., das wirkliche Ausgaben=Soll beträgt 1 444 572.95 RM.: die Mehrausgabe von 24 572,95 RM, entstand beim Stadttheater und beim Orchester... Pach m 8 Allgemeine Verwaltung: Nach dem Haushaltsvoranschlag war ein Zuschuß von 2 272 300 RM. vorgesehen; er verringerte sich auf 1 952 659,58 RM.; es ist also eine Ersparnis von 319640,42 RM. eingetreten.-46 Finanzwesen: Der Zuschuß ermäßigte sich von 2135 100 RM. auf 2 120752,27 RM., also um 14 347,76 RM. Inanspruchnahme der Rücklagen Zur Entlastung von Sonderplänen der laufenden Verwaltung wurden im Betrage von über 2½ Millionen RM. die Rücklagen für den Ankauf der Straßenbahnen des Bochumer Konzerns mit 522 806,01 RM. auf die dem Sonderplane„Straßenbahnen“ zur Verzinsung und Tilgung belastete Schuldsumme von 629000 Ro., K des Bauerneuerungsstocks der Betriebsanlagen der Ziegeleien mit 99 440,71 RM. auf die dem Sonderplan von 137 280,35 es als sittliche Pflicht empfindet, in dieser Notzeit nach besten Kräften mitzuwirken an dem großen Dienst der Nächstenliebe, muß jetzt von sich aus einspringen, um zu helfen, so gut es eben möglich It. Ppzeigrg wich.shefh uen Der„Bochumer Anzeiger“ wird deshalb von sich aus die Werbetrommel rühren. Wir können keine öffentliche Kleidersammlung veranstalten, wollen auch nicht den privaten Fürsorgeeinrichtungen, die freiwillig und arbeitsbereit ihre Organisation diesem schönen Werk zur Verfügung gestellt haben, entgegenarbeiten. Das Wichtigste ist ja im Augenblick, zu werben, aufzuklären und alle diejenigen aufzurütteln, die sich heute noch in geordneten Verhältnissen befinden Es muß dahin kommen, daß jeder Bochumer, noch mehr jede Bochumer Hausfrau, systematisch darangeht, ihre ganze Wohnung durchzusuchen und alles das an Kleidungsstücken aller Art bereitzulegen, was nicht mehr von eigenen Angehörigen dringend benötigt wird. Da alle privaten Wohlfahrtsorganisationen Kleidersammelstellen eingerichtet haben, so genügt eine schriftliche oder mündliche Mitteilung an eine der auf dieser Seite angebenen Stellen(mit Ausnahme des städtischen Wohlfahrtsamtes), um das Abholen der Sachen zu veranlassen. Wir glauben, daß unser Appell nicht vergeblich sein wird: Alle müssen die Kleidersammlungen der Organisationen unterstützen! Räumt Winkel und Ecken aus, seht nach in Schränken, Kommoden, Truhen, Kisten und Kasten, auf Böden und Kammern, was an entbehrlichen Kleidungs= und Wäschestücken abgegeben werden kann. Ob in diesem Winter jemand in Bochum frieren muß, hängt allein von der Opferfreudigkeit aller Bochumer Bürger ab. Darum gebt alle und gebt reichlich! die Milchhofrücklage mit 53.057,78 RM. auf die dem Sonderplan der Grundbesitzverwaltung belastete Schuldsumme und des Stadtleihamtes mit 25942,92 RM. auf die Kontokorrentschuld des Stadtleihamtes von rund 62 000 RM. verrechnet. Insgesamt sind also 838 527.77 RM. aus Rücklagen für die Zwecke der laufenden Verwaltung herangezogen worden. Für außerordentliche Ausgaben, die aus Anleihemitteln gedeckt werden sollten, aber mangels der Schwierigkeit, Anleihen zu bekommen, aus der Rücklage bestritten werden mußten, sind 2 665 74 aufgewendet worden. Davon entfallen auf den Rathausneubau als Nachbewilligung vom 1. August 1930 750000 RM., auf den Ostfriedhof in Altenbochum 458 140,20 RM., auf allgemeine Grundstückskäufe 365 812,09 RM., auf den Ankauf der Besitzung Obere Marktstraße 14(jetzt Bongardstraße 38) 224 584,70 RM., auf den Ankauf der Besitzung Bahnhofstraße 7, 9, 9 I und Neustraße 2 165 000 RM., auf den Ankauf der Pfarrhäuser an der Albertstraße 155 000 RM., der Rest entfällt auf Straßen= und Wegebauten. Eine vorausschauende Grundstückspolitik liegt im Interesse der Stadt und ihrer künftigen baulichen Entwicklung. Natürlich ist den gegebenen wirtschaftlichen Verhältnissen Rechnung zu tragen. ap Ein Vierteljahrhundert Trinkerfürsorge in Bochum Die amtliche Fürsorgestelle für Alkoholkranke in Bochum blickt auf ein 25jähriges Bestehen zurück. Bis zum Jahre 1906 befand sich die Trinkerfürsorge allein in den Händen der verschiedenen Abstinenzvereine. Das Zusammengehen der Abstinenzvereine mit der Stadtverwaltung führte aber dann zur Einrichtung der amtlichen Fürsorgestelle. In den verflossenen 25 Jahren ist vielen tausend Alkoholkranken durch die Fürsorgestelle Rat und Hilfe zuteil geworden. Die Fürsorgestelle hat die Aufgabe, Alkoholkranke auf die Folgen eines übermäßigen Alkoholgenusses hinzuweisen. Dem Trinker und seinen Angehörigen soll mit Rat und Tat beigesprungen werden. Trunksüchtige Personen werden der Fürsorgestelle durch die Angehörigen, durch die Polizei= oder Ermittlungsbeamten namhaft gemacht. Da in vielen Fällen ein amtliches Vorgehen gegen Alkoholkranke nicht immer angängig erscheint, vielmehr die private Fürsorge einen besseren Erfolg verspricht, findet ein enges Zusammenarbeiten und ein reger Meinungsaustausch mit den Enthaltsamkeitsvereinen statt. Heute stehen in Bochum weit über 2000 Personen in Fürsorgeberatung und Pflege der Trinkerfürsorge. Daß der Alkoholmißbrauch auch dem Stadtsäckel schadet, erhellt die Tatsache, daß im Haushaltsplan der Stadt Bochum für das Jahr 1931 nicht weniger als 12 000 WINTER 957 Spenden nehmen entgegen: Städtisches Wohlfahrtsamt Hilfsfonds bei der Stadtkasse Nr. Ea 1 VIII: Evangelisch=kirchliches Jugendund Wohlfahrts amt (Ortsverband für Innere Mission) Grabenstr. 11, Postscheckkonto Dortmund Nr. 32678 Katholischer Karitasverband für Bochume. V. Kirchstraße 7, Städt. Sparkasse Konto Nr. 896 Vaterländischer Frauenverein vom Roten Kreuz Sedanstr. 6, Postscheckkonto Dortmund Nr. 32377 Arbeiter=Wohlfahrt, Viktoriastraße 46, Bank der Arbeiter, Angestellten und Beamten Konto Nr. 6197 shristliche Arbeiterhilfe e. V. Ortsausschuß Bochum, Hellweg 25 Israelitischer Frauenverein, Bergstraße 81, Postscheckkonto Rabbiner Dr. David, Dortmund Nr. 8865. Das Unglück auf„Mont Cenis“ Das offizielle Organ des Deutschen Bergarbeiterverbandes, die„Bergbau=Industrie", veroffentlicht Ausführungen über die Ursache der Schlagwetterexplosion auf Mont Cenis, in denen es heißt: „Auf der Zeche Mont Cenis war das Gesteinsstaubverfahren den Vorschriften entsprechend durchgeführt. Diese Zeche hat auch noch keinen Antrag auf Entlastung von den Wandersperren an das Oberbergamt gestellt. Man hatte es aber auch nicht nötig, weil dort sehr wenig Wandersperren eingerichtet sind. Das erreicht man dadurch, daß man die Abstände zwischen den Abbaustößen unter 15 Meter hält. Die Explosion nun wurde hauptsächlich genährt durch den Kohlenstaub des westlichen Abbaustoßes zwischen der Sohlenstrecke, der Teilsohle und dem Ort 2. Auf den beiden Ortsbetrieben werden Schlagwetter hinzugekommen sein. Ueberhaupt ist der Ausgang der Explosion auf einem der beiden Ortsbetriebe zu suchen. Die Sohlenstrecke war nur etwa 10 Meter vorgetrieben und mit einer Sonderbewetterung versehen. Am unteren Stoß wurde eine Luttentour mitgeführt, die an sick ord nungsmäßig eingerichtet war. Die Wetterbewegung in der Lutte erfolgte durch Preßluftdüse. Am oberen Stoß entlang wurden gemeinsam mit dem Streckenvortrieb einige Meter Kohle mit abgebaut und dort dem Abhaustoß vorangehend Holzpfeiler gesetzt. Ueber den Holzpfeilern bzw. zwischen diesen und dem Kohlenstoß wurde noch eine Hilfs=Sonderbewetterung mitgeführt, bestehend aus zwei Lutten. Auch dort wurde eine Düse zum Wetterantrieb benutzt. Diese den Umständen nach unbedingt notwendige Hilfswetterlutte hat vor der Explosion etwa vier Meter rückwärts gehangen. Da Sauglutten bekanntlich nur die unmittelbar vor der Luttenmündung befindlichen Wetter ansaugen, bestand in der Firste vor dem Vortriebsstoß eine mangelhafte Bewetterung. Dort mußten sich bei einer einigermaßen starken Entgasung Schlagwetter ansammeln. Das Flöz gehört zur gefährlichen Fettkohlenpartie. Der Streckenvortrieb auf Ort 2 stand nur etwa vier oder fünf Meter gegen den unteren Abbaustoß vor. Auch dort befand sich eine Sonderbewetterung mit einem Ventilator. Solche Streckenvortriebe mitsamt den Sonderbewetterungen sind immer eine erhöhte Gefahr im Bergbau. Der für die Explosion auf Mont Cenis in Frage komdende Abbaustoß ist nur etwa 50 Meter hoch. Und dabei zählte man sofort schon neun Tote und 26 Verletzte, wovon acht weitere gestorben sind. Es gibt im Ruhrbergbau Abbaustöße, die noch einmal so hoch und noch höher sind und von denen mehrere übereinander liegen, ohne gegeneinander mit Sperren geschützt zu sein. Wenn man an eine Sicherung in den Abbaustößen nicht herangehen will— geht die technische Entwicklung weiter, dann wird man sich auch dazu bequemen müssen—, dann müssen wir zum Schutze der Bergarbeiter verlangen, daß zuverlässige Sicherungen zwischen den Abbaustößen grundsätzlich durchgeführt werden. Ueber die Entzündungsursache des Unglücks besteht zurzeit keine Klarheit. Die Merkmale bei der Leiche des Steigers Schneider lassen erkennen, daß die Explosion im Abbaustoß sowohl von unten nach oben wie auch von oben nach unten geschlagen ist. Deshalb läßt sich auch der Ausgangspunkt nicht bestimmen. Bezirkskonferenz des Gewerkvereins christlicher Bergarbeiter Eine machtvolle Vertrauenskundgebung für den Gewerkverein christlicher Bergarbeiter bedeutete die am Sonntag im christlichen Gewerkschaftshause abgehaltene Konferenz des Bezirks Bochum für das dritte Quartal 1931. Bezirksleiter Närdemann gab in seiner Begrußungsansprache seiner Freude Ausdruck, daß auch der„alte Karl Kühme" erschienen war. Als Referent begrüßte er den Zentraljugendleiter Budtke(Essen). Einleitend gedachte er des Grubenunglücks in Herne. Unter den geschäftlichen Mitteilungen gab er bekannt, daß am Mittwoch, 4. November, abends 7½ Uhr, im christlichen Gewerkschaftshause, Hellweg 25, für das Bezirkskartell der christlichen Gewerkschaften, Bochum, ein Unterrichtskursus beginnt. Die Funktionäre und Mitglieder des Gewerkvereins sind zu diesem Kursus eingeladen. Sodann wies er auf das am Sonntag, 6. Tezember, im Parkhaus stattfindende Wohltätigkeitskonzert der christlichen Arbeiterhilfe hin. Der Reinertrag ist für die bedürftigen Mitglieder bestimmt. Der erstattete Quartalsbericht ließ erkennen, daß trotz der gewaltigen Entlassungen und Feierschichten im Bezirk Bochum die Entwicklung als günstig bezeichnet werden muß. Nach dem Quartalsbericht erhielt der Referent das Wort zu seinem Vortrag. Gegenwärtig werde ein erbitterter Kampf geführt, der dem Einzelnen nicht immer zum vollen Bewußtsein kommen könne. Hierauf bauten weite Kreise ihre Hoffnungen, die die Zeit für gekommen erachteten, die Rechte der Arbeiter vollständig aus der Fassung zu nehmen. Das gesamte Arbeitsrecht und die sozialen Einrichtungen sollten niedergerissen und hemmungslos solle der einzelne Arbeiter dem Arbeitgeber ausgeliefert werden. Erstens will man den Arbeiter degradieren und zweitens wolle man die Gewerkschaften zertrümmern. Gewisse intellektuelle Kreise spielen bei diesem Kampfe eine recht unrühmliche Rolle. Die Arbeiterschaft wolle Anerkennung für ihre Arbeit. Dieser Kampf der Arbeiterschaft sei ein Kulturkampf. Die politischen Wirren der letzten Jahre hätten Giftvflanzen erzeugt, mit denen im Augenblick am schwersten und erbittertsten zu kämpfen sei, weil dahinter das Kapital stehe. Die Arbeiterschaft hat in der Vergangenheit bewiesen, daß sie befähigt sei, mitzugestalten und mitzuschaffen. Wer ihr dieses Recht streitig machen wolle, werde sie in geschlossener Kampffront finden. In zahlreichen Bergarbeiterversammlungen wurde Stellung genommen zum Unglück auf Mont Cenis und gegen Lohnverschlechterung und Abbau in der Knapp= schaftspension. Es wurde nachdrücklich auf den Ernst der Lage hingewiesen. Mit Rücksicht auf Kinderreiche Mietsermäßigung in den Bergmannssiedlungen. Die Treuhandstelle Essen hat eine weitere Erleichterung in den Mietszahlungen in den Bergmannssiedlungen im Bereich der Treuhandstelle Essen beschlossen, die rückwirkend ab 1. Juli 1931 in Kraft tritt. Die am 25. Juni 1931 beschlossene Mietsermäßigung in besonders bedürftigen Fällen besagt unter anderem:„Eine Mietsermäßigung nach Maßgabe der nachfolgenden Bestimmung soll auf besonderen schriftlichen Antrag allen denjenigen Mietern gewährt werden, deren Einkommen zuzüglich des Einkommens der in der Wohnung mitlebenden Familienang=hörigen gewisse Beträge nicht übersteigt.“ Die Mietsermäßigung beträgt 10 Prozent der Friedens= beziehungsweise der Grundmiete bei einer Friedensmiete von 20 bis 24 Mark und 20 Prozent bei einer Friedensmiete von 24 Mark an und mehr. Für die ab 1. November 1930 bezogenen Neubauwohnungen — ganz gleich, in welchen Orten sie errichtet sind— kommen die Mieten für Orte mit über 100000 Einwohnern in Frage. Die Abänderung des Beschlusses vom 25. Juni 1931 ist erfolgt mit Rücksicht auf die kinderreichen Mieterfamilien. „Ein Raubzug mit Kruppschen Konsum=Rabatt= marken.“ Zu dem in unserer Ausgabe vom 26. Oktober unter der gleichen Ueberschrift veröffentlichten Gerichtsbericht teilen wir mit, daß die darin erwähnte Druckerei M. nicht mit der Firma„Druck=Menne“, Inhaber Alfred Menne, Bochum, identisch ist. Internationale Taschendiebin in Bochum gefaßt. In einem Bochumer Kaufhaus wurde eine als internationale Taschendiebin bekannte Ehefrau W. aus Herten i. W. auf frischer Tat gefaßt. Sie versuchte, die Handtasche einer Einkäufe machenden Frau unbemerkt zu öffnen, um sie zu berauben. Die Diebin, die dem Untersuchungsrichter zugeführt wurde, der Haftbefehl erließ, ist verschiedentlich einschlägig vorbestraft. Im dritten Vierteljahr 1931 Raugung dei Berrehrsunsatte 13 Tote und 501 Verletzte als Opfer des Verkehrs im Polizeipräsidialbezirk Bochum Die Statistik der Verkehrsunfälle für das dritte Viertel des Jahres 1931 zeigt keine nennenswerte Minderung der Verkehrsunfallziffern. Die nachsteyenden Zahlen umfassen sämtliche beim Polizeipräsidium Bochum gemeldeten Verkehrsunfälle, die sich in den Stadtbezirken Bochum, Wattenscheid, Herne, WanneEickel, Castrop=Rauxel und Witten ereignet haben. Die eingeklammerten Zahlen beziehen sich auf das gleiche Vierteljahr des Vorjahres. Insgesamt ereigneten sich 652(702) Unfälle, bei denen 13(20) Personen getötet und 501(526) verletzt und 567(608) Fahrzeuge beschädigt wurden. Unter den ums Leben Gekommenen waren 5(4) Kinder unter 14 Jahren, 6(16) Männer und 2 Frauen. Unter den Toten befanden sich 10 Fußgänger und 3 Fahrzeugbenutzer. Bei 501 verletzten Personen handelt es sich um 93(97) Kinder und 408(429) Erwachsene, 170 Fußgänger und 331 Fahrzeugbenutzer. An den Verkehrsunfällen waren 637 Kraftfahrzeuge, 52 Straßenbahnen, 1 Eisenbahn, 149 Radfahrer, 57 bespannte Wagen, 14 Handwagen und 174 Fußgänger beteiligt. Auf die einzelnen Städte verteilen sich die Unfallziffern wie folgt: Bochum 383(353) Unfälle, 5(6) Tote 309(244) Verletzte, 298(286) Sachschäden; Wattenscheid 45(59) Unfälle, 2(3) Tote, 39(44) Verletzte, 31(51) Sachschäden; Herne 67(110) Unfälle, 1(2) Tote, 49(86) Verletzte, 77(92) Sachschäden; Wanne=Eickel 43(51) Unfälle, 2(2) Tote, 26(35) Verletzte, 42(53) Sachschäden; Castrop=Rauxel 46(46) Unfälle, 2(2) Tote, 83(47) Verletzte, 40(54) Sachschäden; Witten 68(83) Unfälle, 1(5) Tote, 45(70) Verletzte, 79(72) Sachschäden. Bei den vorgenommenen Kontrollen mußten 62 Lastkraftwagen, 39 Anhänger, 23 Personenkraftwagen und 120 Krafträder, insgesamt 244 Kraftfahrzeuge wegen Verkehrsunsicherheit polizeilich sichergestellt werden. Die täglichen Verkehrsunfälle Am 25. Oktober, gegen 13.50 Uhr, wurde auf der Dortmunder Straße ein Bergmann von einem Motorrad angefahren und leicht verletzt.— Ein Beamter wurde am Montag fruh auf der Viktoriastraße von einem Personenkraftwagen erfaßt und überfahren; er trug schwere Kopf= und Gesichtsverletzungen davon. Auf der Bleichstraße kam es am Montag nachmittag zu einem Zusammenstoß zwischen einem Motorradfahrer und einem Fuhrwerk. Der Führer des Rades erlitt einen komplizierten Oberarmbruch und eine stark blutende Wunde am Hinterkopf.— An der Ecke Bismarckund Wittener Straße wurde gestern vormittag kurz vor 10 Uhr eine Radfahrerin von einem Auto angefahren. Sie kam glimpflich davon, während das Rad arg beschädigt wurde. *9 17) . und wer zuletzt Lackt... 44 R O MANVON HANS LEHR Ronald trinkt ein Glas, lehnt aber dann dankend ab. Ruhy jedoch sprüht vor Laune. Knapp hinter einander fließt der Inhalt mehrerer Gläser ihre Kehle hinab; im Nu hat sie einen leichten Schwips. Kaum haben die Herren gehört, daß die Findlinge nicht miteinander verheiratet sind, da umringen sie auch schon Ruby in der Tiefe mehrerer Glieder. Ruby gerät vor Vergnügen ganz aus der Fassung; sie fragt, lacht, scherzt, jubelt und quittiert auch faustdicke Komplimente mit blitzenden Blicken. Ronald fühlt sich sehr überflüssig. Teils ist es ihm recht, teils aber auch kann er den Aerger nicht ganz verwinden; es ist wirklich nicht schwer zu erkennen, daß die Männer am liebsten Ruby allein aus dem Wasser gefischt hätten. Ruby scheint ihn vergessen zu haben. Der Kapitän geleitet sie nach einer rasch frei gemachten Kabine. Es stellt sich heraus, daß General del Gado der Ueberlasser ist; mit feuriger Liebenswürdigkeit wehrt er jeden Dank ab. Der General ist nicht mehr jung: fünfzig Jahre oder mehr muß er schon haben. Seine Gestalt ist gedrungen. Der runde, gut gearbeitete Kopf sitzt auf einem kurzen, festen Hals; von der Behaarung sind nur noch Spuren zu erkennen. Die dunklen Augen leuchten unruhig und verwegen. Der schwarze kurze Schnurrbart und der lebendige Mund erhöhen den Eindruck der Jugendlichkeit. Er küßt Rubys Hand in gewandter Galanterie: er gehört zu jenen Männern, die es für ihre Pflicht halten jedem schönen weiblichen Wesen zu jeder Zeit den Hof zu machen. Endlich sucht Rubys Blick Ronald, aber nur um festzustellen, ob er sich über ihr Flirten auch gebührend ärgert. Sie kennt ihn ja so gut und sieht sofort, daß ihre Vermutung zutrifft, wenn er sich auch alle Mühe gibt, es nicht merken zu lassen. Kapitän Zapplatt weiß seine Offiziere anderweitig zu beschäftigen; er fühlt sich ganz als Gastgeber. Häuzuckt seine muskulöse Hand nach der Schildmütze. Diese ist nicht gespannt, da der Draht aus ihr entfernt ist: sie sitzt verwegen auf dem kleinen Kopf mit dem verwitterten Seemannsgesicht. Der breite Mund und die zahllosen Fältchen um die Augen und die Nase gefallen Ronald nicht, aber ein anderer Kapitän als dieser hatte sein Patent bei diesem Abenteuer wohl nicht riskieren wollen. Ruby ist über die Maßen entzückt von ihrem Spiel. Sie schiebt den General in den Hintergrund und lockt den Kapitän näher heran; dann drängt sie den Kapitän wieder ab und zeichnet den General aus; plötzlich scheint sie beide nicht zu sehen und ihre Freude an den Komplimenten der Offiziere zu haben. Ronald scheint für sie nicht mehr zu existieren; kaum, daß sie ihm einen Blick gönnt, als der Kapitän ihn dem Ersten Offizier zuschiebt und dieser ihn nach einer Kabine bugsiert, die weit genug abliegt, um ihn zu (solieren, und klein und unbequem genug ist, um ihn in neue Erbitterung auf die Welt und sich selbst zu ver„Ich hoffe, daß Sie sich hier sehr wohl fühlen werden, Miß Godfrey!“ hat der Offizier vor wenigen Minuten noch zu Ruby gesagt. Nun betrachtet er Ronald in einer Mischung von Mitgefühl und Spott. „Ein mangelhaftes Dach überm Kopf ist besser als kein Dach, Mister Maloney!" Ronald nickt und bemüht sich, den Gesichtsausdruck des Offiziers zu kopieren. „Sie hat Krallen, Herr Kapitän, die holde Meermaid— und sie weiß sie zu gebrauchen! Sagen Sie es meinetwegen ruhig weiter!" Der Offizier blickt verdutzt. Ronald nickt lebhaft in ernster Bestätigung. Als er allein ist, kraut er sich gewohnheitsmäßig das Haar. Das ist die größte Dummheit seines Lebens, dies Abenteuer. In Zukunft wird er sich den Rücken freihalten und darauf achten, daß es die letzte bleibt, wenigstens die letzte selbst ausgeheckte Torheit. Gerettet wären sie ja nun, sowohl Ruby wie auch er, aber Gott allein weiß, wohin der Weg noch führen soll, den dies tolle Unternehmen ihn zwingen wird zu beschreiten. Der General und der Kapitän machen ganz den Eindruck, als seien sie imstande, Ruby und ihn mit auf den venezuelanischen Kriegsschauplatz zu nehmen; er muß schnellstens mit den beiden über das sprechen, was weiterhin geschehen soll. XXV. Wäre Ronald nicht im Bilde gewesen, so hätte er sich wie Ruby über die eigenartigen Verhältnisse auf dem Schiff wundern müssen. Es scheint vom Kiel bis zum obersten Deck mit Männern besetzt zu sein. Die Laderäume werden mit peinlicher Sorgfalt verschlossen gehalten. Die Männer verstummen in ihren Gesprächen, wenn er sich nähert; Ronald hat das Gefühl, als würde er auf Schritt und Tritt bewacht. Auf der Suche nach der Kabine des Kapitäns hört er aus einem Raum heraus laute Stimmen; er klopft an, um sich orientieren zu lassen, da ertönt hinter ihm eine scharfe Stimme: „Hallo Mister?!— Sie stehen vor einer Türe, vor der Sie nichts verloren und daher auch nichts zu suchen haben!" Ronald ist nicht in der Laune, in diesem Tone mit sich umspringen zu lassen. „Sachte, sachte, Mister! Ich weiß noch keinen Bescheid hier, und da Wegweiser nicht vorhanden sind, bleibt mir nichts anderes übrig, als mich nach der Lage der Kabine des Kapitäns zu erkundigen!" Der andere zweifelt noch, ob er einen Lauscher erwischt hat oder nicht, aber er hebt nun doch beschwichtigend die Hand; Ronald erkennt in ihm einen der Männer aus der Umgebung des Generals del Gado. „Mag sein Mister, mag sein, daß Sie sich nichts dabei gedacht haben, doch lassen Sie sich raten: Meiden Sie auch den Schein des Spionierenwollens; wir sind empfindlich in diesem Punkte. Kommen Sie mit!" Ronald weiß ja Bescheid über das, was los ist, besser sogar als der Mißtrauische, aber es ist ihm doch etwas unbehaglich zu Mute. Ob die Trennung von Ruby nicht doch tiefere Gründe hatte als die Bosheit der Männer untereinander, wenn eine Frau im Spiele ist?— Ueberall sietzen die Abenteurer herum, verwegene Kerle in allen möglichen Kleidungen; sie spielen Karten, würfeln und fluchen nicht selten grauenerregend; an Alkohol ist offenbar kein Mangel. Der Kapitän ist nicht in der Kabine; der Offizier führt Ronald an Deck. Als sie um einen Segeltuchaufbau herumkommen, öffnet ein Matrose gerade einen türartigen Verschluß; zwei Geschütze werden sichtbar. Fast gleichzeitig ertönen die Flüche des Aufsichtsführenden, doch an der Tatsache, daß Ronald die Geschütze gesehen hat, ist nichts mehr zu ändern. Der Führer blickt Ronald kaltblütig in die Augen. „Tut mir leid um Sie, Mister! Wenn Sie bisher freiwillig zum Kapitän wollten, so ist aus Ihrer Absicht nun ein Muß geworden!" „Schon gut!“ brummt Ronald. Die Angelegenheit spitzt sich ja gleich derartig zu, daß er besser daran wäre, wenn er sich zu erkennen geben würde, aber das darf er nicht tun, selbst dann, wenn sie ihn einsperren sollten; die Bloßstellung des Vaters und der Firma in der ganzen Welt wäre niemals wieder gutzumachen. Der Offizier flüstert eine Weile mit General del Gado. Der General ist wütend und mit seinen Worten der Unzufriedenheit wenig wählerisch. Endlich wendet er sich an Ronald. Unter schallendem Lachen schlägt er ihm auf die Schulter; er möge entschuldigen. Den Führer habe der Satan der Wichtigtuerei angefallen. Es sei alles Unsinn, was der Mann geredet habe; vielleicht sei die Hitze an seinem tadelbedürftigen Zustand schuld, wahrscheinigicher aber noch sei der Alkohol die Ursache Er könne sich natürlich frei auf dem ganzen Schiffe bewegen; um die Waffen und das vielleicht etwas sonderbare Benehmen der Mannschaft und der Besatzung möge er sich nicht kümmern. Es handle sich um die Filmung der Okkupation eines südamerikanischen Landes durch eine feindliche Macht von der See aus. Ihm selbst, als früherem Kommandierendem General eines Armeekorps, sei das Amt des Regisseurs übertragen worden; er habe die Sache mit den Leuten schon so oft geprobt, daß sie sich völlig in ihre Rollen hineingelebt hätten und er fast fürchte, daß sie in der Stunde der Aufführung zu realistisch spielen würden. Ronald muß fast lachen über die leidenschaftliche Art des Vortrages der durchsichtigen Beruhigung; er hütet sich natürlich davor, es zu tun, und heuchelt Glauben und Interesse. Für sich ist er jedoch nach wie vor entschlossen, eine Klärung der Lage zu erzwingen. „Welche Position haben wir, Kapitän?“ fragt er. Achtundsechzig Grad westlicher Länge und fünfundzwanzig Grad nördlicher Breite!" erwidert der Kapitän zögernd. Ronald ist sehr überrascht. „So weit sind wir nach Osten abgetrieben wordenst“— „Das ist leicht verständlich, da Sie mit dem Golfstrom schwammen!" „Danke, Kapitän! Können Sie mir so viel Betriebsstoff zur Verfügung stellen, daß wir Habana erreichen können?— Meine Begleiterin und ich könnten dann sofort aufsteigen!“ „Aber nein, aber nein, auf keinen Fall!“— Der General und der Kapitän wehren sich eifrig mit Worten und Gebärden„Sie dürfen uns nicht verlassen, Mister Maloney! Wir können die Verantwortung dafür nicht auf uns nehmen, Sie auf dem offenen Meere abfliegen und womöglich in einen Sturm geraten zu lassen!“ Die Kulturentwicklung des Menschen zur Uacheiszsel In der Geologischen Gesellschaft wurde die Reihe da## wissenschaftlichen Veranstaltungen mit einem Vortra### des Privatdozenten Dr. Andree(Münster) eröffnee### Der Redner sprach über„Kulturentwicklung ing der frühen Nacheiszeit". Der Vortragende be## richtete an Hand von Lichtbildern zunächst über seine letzten Ausgrabungen im Hohlen Stein hein Callenhardt(Kreis Lippstadt), wo sich zahlreiche## Reste mittelsteinzeitlicher Kulturüberreste gefunden haben, wie sie bisher aus keiner Hohle Westfalens bekannt waren. Neben einfachen Feuersteinklingen. Schabern, Kratzern usw. fanden sich zahlreiche geräte, besonders sehr fein gearbeitete gestielte Pfeil spitzen, eine kleine Pfeife aus einem Zehenglied von Reh und Anhängeschmuck in Form eines durchlochten Wildschweinzahnes. Die Knochengeräte(Pfrieme. Knochenspitzen) enthielten auch einen kleinen Röhrenknochen als Schaft für die kleinen, feinen Klingen und Messerchen dieser Kultur(die älteste, bisher überhaupt bekannte Schäftung). Mit diesen Kulturüberresten i eine sehr eigentümliche Fauna vergesellschaftet, die außer den gewöhnlichen Raubtieren(Fuchs, Marder, Wildkatze) und anderen klimatisch indifferenten Tieren auch Renntier, Eisfuchs, Schneehuhn, Höhlenbär und Elch aufwies. Eine solche Fauna kann nur in der frü. hesten Nacheiszeit bei uns gelebt haben, da in den jüngsten eiszeitlichen Höhlenablagerungen West.# falens noch Mammut und wollhaariges Nashorn vorhanden sind. Der Vortragende erläuterte dann die Frage nach der Herkunft der Kultur aus dem Hohlen Stein und ihren Uebergang in die jüngeren Kulturen. Während der letzten Vereisung Deutschlands müssen zwei Kulturkreise nebeneinander aufgetreten sein, einmal Klingenkulturen, die in der Nacheiszeit über die Kultur vom Hohlen Stein zu den Kleingerätekulturen des sogenannten Tardenoisiens führen, zweitens grobgerätige eiszeitliche Kulturen(Balver Stufe, Schaalsee=Kultur), die in grobgerätige Kulturen der Nacheiszeit(Funde vom Teutoburger Wald, Sylt=Stufe) übergehen. In der Nacheiszeit kommt es zu einer Mischung der beiden Kulturkreise. Solche Misstkulturen sind die Funde von Duvensee, Fienerode bei Genthin, Calbe a. d. Milde, Ellerbeck bei Kiel, Ertebölle in Dänemark usw. Diese Mischkulturen gehen etwa um 3000 v. Chr. in die Kulturen der jüngeren Steinzeit über.— Reicher Beifall lohnte die aufschlußreichen Auzführungen des Vortragenden. Unregelmäßigkeiten einer Kassiererin. In einem Bochumer Kaufhaus wurde vor einigen Tagen in der Kasse einer Kassiererin ein größerer Fehlbetrag festgestellt. Bei der Untersuchung durch die Kriminalpolizei entstand der Verdacht der Unterschlagung. Die Kassiererin wurde festgenommen und dem Amtsgericht zugeführt. Nach den angestellten Ermittlungen haben die Unregelmäßigkeiten bereits im Jahre 1928 ihren Anfang genommen. Da die Untersuchung noch im Gange ist, können Einzelheiten zurzeit noch nicht mitgeteilt werden. (Weitere Lokalnachrichten auf Seite 11.) Wohin gehen wir heute siehe auch Anzeigentell Stadttheater geschlossen. Operettentheater: 20 Uhr: Viktoria und ihr Husar. Plaza=Tonhalle: 20 Uhr: Varieté. Odeon: O Mädchen, mein Mädchen. Skala=Lichtspiele: Die blonde Nachtigall. Ufatheater: Um eine Nasenlänge. Weltlichtspiele: Reserve hat Ruh. Apollotheater: Tingel=Tangel. Capitol: Mitternachtsliebe. Lichtburg: Die große Attraktion. 2. Bellage zum Anzeiger u. Gen Der 3e Die Kassen Augu etwas hat koster polnische Königskrot volle, im glänzender chen, Residenzschlöss Dresden haben Un die endlosen Feste, Maskeraden einer Hofgesellschaft.„Un mit dem Schweden König weiß nicht ter, streikende H Fürsten: alle verla nehmen? Doch potztausent hause neben dem G koch in Gewahrsam Frandis 8 Der italienische Ar früh in Berlin ei Rom vom August Bilde sieht man Ankunft auf dem ihm R „Sie befürchten, ich könnte das Gesehene ausplaudern!“ antwortet Ronald trocken. Für Sekunden senken die Lider der Männer sich zu drohender Reserve, dann aber lachen sie wieder in gut gespielter Harmlosigkeit. „Sie sehen Gespenster, Mister Maloney! Eine harmlosere Fahrt als diese hat es wohl selten gegeben; sicher sind Ihre Nerven von dem aufregenden Flug im Nebel und dem Treiben auf dem Ozean etwas mitgenommen worden. Die Ruhe und die gute Luft der Seereise werden Ihnen bestimmt sehr wohl tun!“ Nun auch noch Spott?— Ronald befindet sich in der rosigsten Laune; am liebsten würde er grob werden, aber er bezwingt sich. „Erlauben Sie wenigstens, daß wir unsern Angehörigen Nachricht über unsere Rettung geben?" „Selbstverständlich können Sie funken, Mister Maloney, selbstverständlich! Wir haben nur die Bitte, daß Sie uns das Radiogramm zur Beförderung übergeben; das ist nur eine Formsache, eine Notwendigkeit für uns, die an sich natürlich gar nichts zu bedeuten hat, deren Durchführung aber unerläßlich ist!" In dem Brief mit der Aufschrift:„Bei Abwesenheit von länger als einem Tage zu öffnen!“, den Ronald vor Wochen schon dem Vater gegeben und den dieser inzwischen bestimmt gelesen hat, hat er den Plan der„Reise“ mit Ruby bekanntgegeben. Sicher hat der Vater bei Rubys Eltern schon öfter angefragt, ob Nachrichten eingetroffen sind. Der eigene Name muß aus dem Spiele bleiben, und so richtet er das Radiogramm an Rubys Eltern. Es enthält nichts als die kurze Mitteilung:„Wir befinden uns wohl! Ruby, Ronald.“ Ruby ist von der Aussicht, die„Filmexpedition“ mitmachen zu müssen, weder entsetzt noch unangenehm berührt. Ganz im Gegenteil: sie jubelt, teils aus Vergnügen und Unternehmungslust und teils, um Ronald zu ärgern; sie erklärt kategorisch: „Man hat so selten Gelegenheit, eine Filmexpedition mitzumachen, daß man sie unbedingt ausnutzen muß, wenn sie geboten wird; meine Freundinnen werden Mühe haben, vor Neid nicht zu zerspringen, wenn ich ihnen über meine Erlebnisse berichten werde!" Sofort verschanzt Ruby sich hinter einem Wall von Offizieren. Sie springt mit den Männern genau so um, wie mit Ronald, doch sie weiß ihre Koketterie so geschickt spielen zu lassen, daß jeder der Männer glaubt, gerade er sei besonders bevorzugt; Ronald bekommt als einzigen Beweis dafür, daß sie von seiner Anwesenheit noch Kenntnis nimmt, hier und da einen spöttischen und triumphierenden Blick zugeworfen. Ronald muß sich sehr anstrengen, um seine Erbitterung nicht erkennen zu lassen. Jetzt ist Ruby oben. Aber: Alles fließt! General del Gado und Kapitän Zapplatt scheinen eine Revulution in Venezuela für eine Bagatelle zu halten; sie freuen sich königlich über Rubys Begeisterung für die„Filmexpedition und machen nicht den geringsten Versuch, ihre Unternehmunslust zu dämpfen. Vor der Einfahrt in den Hafen von Kan Juan auf Puerto Rico verschwinden die meisten Männer in den Logis und Laderäumen Der General und der Kapitän empfangen die Hafenbehörden. Das Logbuch wird geprüft; ein Verdacht kommt nicht auf, denn aus den Papieren geht hervor, daß der„Falke“ ein amerikanischer Passagierdmampfer ist, der von einer Filmgesellschaft für eine Filmexpedition gechartert worden ist. (vortsetzung folgt.) der ihm immer w eingieren, sobald habe. Lange genu mußte mehr als nun endlich seine unter dem Drucke König auf, von Ki halter in Sachsen in dem Briefe, de nen einem Monat, den Adepten Bött Als der Fürst erhält, weilt er, Laboratorium. E seinen vertrauten Graf Ehrenfried nicht zu stillender Rätsel des Gold Salomonis, zu lö trachtet er das ihm der Goldkoch er, mit dem Köni nächtliche Ruhe semals rein und wie es die strengheimes Werk hei Himmel, jedesmal wie dem auch sei, mal muß es doch historische Bewei den Brief des Kö über seine scharf schon recht, wenn sicherem Gefühl digen Burschen auf des anderen auf. Und dem und Wächter des licher Weise dem empfohlen und d diesem Schmeichl ges die besondere gönnt er es gleic Kreuze kriechen n Aeußerste Bes Bomzdorf ins„ hans Friedrich, hart auf des A Mit uns beiden berger. Eine T Gast Hast berichtet er nschen die Reihe der inem Vortra### ister) eröffnet bicklung in ortragende behst über seine Stein der sich zahlreiche ste gesunden Bestzulens be. ersteinklingen, slreiche Kleingestielte Pfeilehenglied vom s durchlochten te(Pfrieme, einen RöhrenKlingen und her überhaupt rüherresten i Uschaftet. die uchs, Marder, renten Tieren enbär und Elch in der frü. haben, da in rungen West. Nashorn vore Frage nach en Stein und en. Während zwei Kul sein, einmal iszeit über die gerätekulturen weitens grobBalver Stufe, Kulturen der d. Sylt=Stufe) es au einer lche Misstkulrode bei GenErtebölle in hen etwa um ren Steinzeit ßreichen AusIn einem Tagen in der ehlbetrag festrimigalpolizei g. Die Kasmtsgericht zu. nen haben die 28 ihren Anoch im Gange icht mitgeteilt 11.) esute ihr Husar. jene ausplauMänner sich sie wieder in ! Eine harmten gegeben; den Flug im etwas mitgeite Luft der hl tun!" findet sich in grob werden, unsern Angeeben?“ Mister Maie Bitte, daß ng übergeben; gkeit für uns, en hat, deren Bei Abwesen!“, den Round den dieer den Plan sicher hat der ngefragt, ob e Name muß r das Radiosichts als die vohl! Ruby, lmexpedition“ unangenehm ils aus Ver, u m R o n a l d Filmexpedition snutzen muß, nnen werden sen, wenn ich de!“ em Wall von genau so um, etterie so geänner glaubt, bekommt als : A n w e s e n h e i t en spöttischen seine ErbitteRuby oben. platt scheinen gatelle zu halBegeisterung den geringdämpfen. an Juan auf änner in den der Kapitän uch wird geaus den Paamerikanischer ilmgesellschaft ist. ng folgt.) 2. Bellage zum Bochumer Anzeiger u. Gen. Anzeiger Keenteehaltautgr eerhsen, Zebert Nr. 252 38. Jahrgang Dienstag, 27. Oktober 1931 Der Jotdkoch###torische Skizze von Wieey Hüntkar Die Kassen Augusts des Starken von Sachsen, der es sich etwas hat kosten lassen, zu seinem Kurhut noch die holnische Königskrone zu gewinnen, sind leer. Prunkim glänzenden Stil von Versailles erbaute Kirchen, Residenzschlösser und Theater seiner Hauptstadt Dresden haben Unsummen verschlungen. Nicht minder die endlosen Feste, Turniere, Komödien, Opern und Maskeraden einer lebensüberschäumenden, verwöhnten Hofgesellschaft. Und endlich hat der unglückliche Krieg mit dem Schweden das Land völlig verschuldet. Der König weiß nicht aus noch ein. Meuternde Regimenter, streikende Hoflieferanten, grollende, polnische Fürsten; alle verlangen Geld von ihm. Woher aber Doch potztausend! Wozu hält er daheim im Goldhause neben dem Georgenschlosse seit Jahren den Goldkoch in Gewahrsam, den rätselhaften Monsieur Böttger, Frandis Unkunst in Gerein Der italienische Außenminister Grandi traf am Sonntag früh in Berlin ein, um den deutschen Staatsbesuch in Rom vom August d. J. zu erwidern. Auf unserem Bilde sieht man Außenminister Dino Grandi bei der Ankunft auf dem Anhalter Bahnhof in Berlin, neben ihm Reichskanzler Dr. Brüning. der ihm immer wieder gelobt, Blei in reines Gold zu tingieren, sobald er nur das rechte Arkanum gefunden habe. Lange genug hat er experimentiert. Die Hofkasse mußte mehr als 40000 Taler herausrücken. Mag er nun endlich seine Kunst beweisen! Widerwillig, nur unter dem Drucke der schwersten Geldnot, rafft sich der König auf, von Krakau aus höchstselbst an seinen Statthalter in Sachsen zu schreiben. Kategorisch verlangt er in dem Briefe, daß Fürst Egon von Fürstenberg binnen einem Monat, bis zum Peter= und Paul=Tag, durch den Adepten Böttger 300000 Taler beschafft. Als der Fürstenberger die Botschaft seines Herrn erhält, weilt er, wie gar oft, in seinem Dresdner Laboratorium. Eingeweiht in die dunklen Künste durch seinen vertrauten Freund, den berühmten Naturforscher Graf Ehrenfried auf Tschirnhaus, versucht er es in nicht zu stillender Geldgier zum hundertsten Male, das Rätsel des Goldmachens, das unerforschte Sigillum Salomonis, zu lösen. Kopfschüttelnd und seufzend betrachtet er das Fläschchen der kostbaren Tinktur, das ihm der Goldkoch einst übergeben. Wie aft schon hat er, mit dem König zusammen am Glühfeuer sitzend, die nächtliche Ruhe geopfert! Freilich, ist der Landesherr semals rein und sündlos zum Schmelztigel getreten, wie es die strenge Vorschrift für solch schwieriges, geheimes Werk heischt? Wohl kaum! Denn, weiß der Himmel, jedesmal mißriet die Tingierung. Und doch, wie dem auch sei, er verliert nicht den Glauben. Einmal muß es doch gelingen. Hat man nicht archivalische, historische Beweise? Stirnrunzelnd liest Fürst Egon den Brief des Königs. Ein böses Lächeln huscht dabei über seine scharf geschnittenen Züge. Ha, ihm ist es schon recht, wenn man endlich dem Böttger, den er mit sicherem Gefühl stets für einen Scharlatan und windigen Burschen gehalten, scharf aufs Leder kniet. Neid auf des anderen Wissen, scheele Mißgunst steigen in ihm auf. Und dem hochmütigen Bomsdorf, dem Häscher und Wächter des„Goldvogels", der in unverantwortlicher Weise dem Kurfürsten begeistert dies Subjekt empfohlen und deshalb auch für dessen Erfolg haftet, diesem Schmeichler und Heuchler, der ob seines Fanges die besondere Gunst des Landesherrn genießt, ihm gönnt er es gleichermaßen, wenn er nun erbärmlich zu Kreuze kriechen muß. Aeußerste Bestürzung in der Miene, tritt Major von Bomsdorf ins„grüne Zimmer" des Goldhauses.„Johann Friedrich“, flüstert er erregt und legt die Hand hart auf des Adepten Schulter,„jetzt wird's Ernst. Mit uns beiden ist's aus. Komme eben vom Fürstenberger. Eine Teufelsbotschaft.“ Bleich, in fliegender Hast berichtet er den Inhalt des verwünschten Königsbriefes. Doch Böttger, der ergiebig dem Weine zugesprochen— einem Zubehör seines reichen täglichen Traktements— bleibt kühl, läßt sich nicht aus der Fassung bringen.„Erstens", erwidert er Bomsdorf gelassen,„ist's bis dahin noch ein voller Monat, da kann sich manches ändern, und dann“, fügt er spöttisch hinzu,„sie sollen mir erst die zur Tinktur gehörige rotbraune, geheime Erde beschaffen, die allein den goldenen Mantel erzeugt. Aber haha— das ist ein Kunststück. Das gelingt ihnen nicht.“ Als jedoch wider Erwarten der Statthalter die Ankunft der gewünschten Terra sigillata meldet und triumphierenden Blickes eine Probe dieser Meißener Sendung vorzeigt, ist Monsieur Böttger mit all' seiner List und Verzögerungskunst jämmerlich in die Enge getrieben. Jetzt, wahrhaftig, rettet vor schmachvoller Entlarvung, vor Stockhaus und Galgen nur schleunigste Flucht. Doch der Teufel scheint seine Hand im Spiele zu haben. Die durch den Major gewissenhaft vorbereitete Flucht über den„schwarzen Gang" des Festungswalles wird durch den mißtrauischen Statthalter vereitelt. Er stellt an dem Abend besondere Wachen aus. Bomsdorf ist ganz verzweifelt. Der energische Böttger indessen faßt einen abenteuerlichen, tollkühnen Plan, der in seiner verwegenen Raffiniertheit den zagen Kumpan geradezu erschaudern läßt.„Ich werde eine Tinktion vornehmen", erklärt geheimnisvoll der Arkanist, „bei der mich der Teufel holt, wenigstens soll der Fürstenberger das glauben.“ Er erklärt. Sie werden beide eine Puppe in Böttgers Kleider stecken und im Laboratorium ans Glühfeuer setzen. Der Statthalter mit seinen schwachen Augen muß, durch das winzige Schiebefenster der Vorstube den Rücken der leblosen Gestalt sehend, der Meinung sein, er habe leibhaftig den Goldkoch vor sich. Während sodann ein Pulversack in der Tasche des Butzemannes durch die Zündschnur explodiert und den vermeintlichen Adepten zur Hölle befördert, sind sie beide längst in Sicherheit und brauchen Verfolgung nicht zu gewärtigen. Nur eins ist nötig: Bomsdorf muß Sorge tragen, daß die Wachen eingezogen sind. Der Adept erklärt dem Statthalter seine Bereitschaft. In der Nacht will er das schwere Werk unternehmen. Mit ungewohntem Ernst trifft er seine Vorbereitungen, experimentiert schon tags vorher mit höchstem Eifer im Goldhause. Niemand darf ihn stören. Der Abend bricht herein. Alles geschieht wie vorgesehen. Dem Goldkoch gelingt es, rechtzeitig zu entwischen. Auch der Major entkommt, nachdem er zur Täuschung des Statthalters noch die Glühfeuer geschürt. Vor seiner Flucht aber macht er im„grünen Zimmer“ eine überraschende Entdeckung. Unbeachtet steht da der Tiegel mit dem Böttger tagsüber praktiziert. Er hebt ihn zufällig hoch. Da, was ist das? Eine glänzende, glasartige Masse blinkt auf dem Grunde. Ist das Gold? Nein, Gott im Himmel, er erkennt es. Braunes, gediegenes Porzellan, wie es nur die Kunstfertigkeit der Chinesen zustande bringt, nicht pures Gold, wohl aber Goldeswert, hat sich da unter der tastenden Hand des Adepten geformt. Und welch Verhängnis! Der ahnungslose Erfinder flieht vor seinem Glück. Wie ein Blitz durchzuckt Bomsdorf der Gedanke: Hier liegt die Rettung. Er muß Böttger zurückholen. Diese überragende Erfindung deckt ihren Betrug und sichert ihnen aufs neue die Gunst des Herrschers. Die Wirkungen der Explosion auf den Statthalter sind schrecklich. Ohnmächtig am Boden liegend, unkenntlich durch Pulverschwärze, finden ihn seine Diener. Am nächsten Morgen zieht der König in die Residenz ein: geschlagen, der Artillerie, der Kriegskasse, des Tafelsilbers beraubt. Mißmutig, finster blickt er drein. Seine einzige, ihn völlig beherrschende Hoffist der Gold liefernde Adept. Es trifft ihn wie det, daß der Teufel unter furchtbarem Getöse den Goldkoch geholt. Wütend stampft der König auf, überhäuft den Unglücklichen mit Vorwürfen. Da tut sich zum höchsten Erstaunen aller die Tür auf: der Totgeglaubte und sein Wächter treten herein. Rasch tritt Böttger Kniet nieder. Mit vor Freude bebender Stimme vor. schluchzt er:„Gnädiger König, erlaubt, daß ich untertänigst Euch ein Geschenk von Goldeswert zu Füßen lege. Ich habe die Kunst gemeistert. Porzellan zu schaffen. Das soll Eurer Majestät Kassen füllen." Des Königs zornumwölkte Stirn glättet sich. Alle stehen im Bann der bedeutsamen Erfindung. Girke im fterbst Weiße Birke, goldumflossen, weichstem Windeshauch geschmiegt, sonnenselig übergossen, wipfelrieselnd hingewiegt, über dir im Wunderblauen schwebt ein blasser Wolkenduft, löst sich langsam in der lauen letzten leichten Sommerluft. Richard v. Schaukal, Ein kteizogtum zu verkaufen Das schlesische Herzogtum Sagan, eine riesige Herrschaft mit prächtigem Schloß und reichen Kunstschätzen, ist für die Kleinigkeit von 35 Millionen Reichsmark zu verkaufen. Es ist ein Lehnsgut der Krone Preußens und gehört einem Franzosen, einem Nachkommen des berühmten Fürsten Talleyrand, dem in Paris lebenden Bozon de Talleyrand=Perigord, preußischer Herzog zu Sagan, französischer Duc de Valencay. Unser Bild zeigt Schloß Sagan(Vorderansicht). Dei gerandente=keretziener Von Einst Rader nung ein Semmelmann fuhr über die Grenze. In seinem Abteil saß noch ein Herr, der aber seinem vornehmen Aussehen nach durchaus nicht in die Holzklasse paßte. Fabelhaft feiner Mensch. Wunderbar angezogen. Und außerordentlich leutselig: er hatte nicht nur Semmelmann eine Zigarette angeboten, sondern auch ein Gespräch mit ihm begonnen und sich von Semmelmanns Frau und Kindern erzählen lassen. Mit großer Anteilnahme. Als der Zug schon in den Grenzbahnhof einfuhr, sagte der vornehme Herr:„Hören Sie mal, Sie könnten mir einen großen Gefallen erweisen!“ „Bitte!“ sagte Semmelmann. „Also: ich habe mein Gepäck im Gepäckwagen. Sie wissen ja, wie die Zollbeamten sind, nicht wahr— immer viel zu neugierig, besonders unsereinem gegenüber. Wenn ich so, wie ich bin, hinausgehe, halten sie mich bestimmt für einen Millionär, und ich muß ihnen alle meine Koffer aufmachen. Ich möchte Sie darum bitten, mir Ihren Ueberzieher zu leihen. Wir haben ungefähr die gleiche Statur, und Ihr Paletot ist, wie ich Die Jzeiserzung=Erlenai Senniczeeis sehe, schon ein wenig abgetragen. Das erweckt Vertrauen bei den Zollbeamten, Sie verstehen!" Semmelmann verstand durchaus. Es schmeichelte ihm, daß er mit dem vornehmen Herrn die gleiche Statur hatte. „Bitte, nehmen Sie ihn nur!“ sagte er, mit dem Daumen auf seinen Ueberzieher deutend. Der vornehme Herr nahm also Semmelmanns schäbigen Ueberzieher und schlüpfte hinein. Er paßte mäßig. „Ich lasse Ihnen natürlich inzwischen den meinen hier!“ sagte der vornehme Herr.„Auf Wiedersehen!" und verschwand. Semmelmann hatte nichts zu verzollen. Er blieb ruhig in seinem Abteil sitzen und wartete auf die Rückkehr des vornehmen Herrn. Aber er wartete umsonst; der Zug setzte sich in Bewegung, aber der vornehme Herr erschien nicht. Merkwürdig! Sollte er den Zug versäumt haben? Oder war etwas mit seinem Gepäck nicht in Ordnung gewesen? Semmelmann war es unbehaglich. Zwei Stationen später kamen zwei unangenehme Herren in das Abteil. Sie musterten den Ueberzieher des vornehmen Herrn sehr eingehend, tauschten ein paar halblaute Bemerkungen, und dann sagte der eine von ihnen:„Sie sind der Hochstapler Felix Günther, nicht wahrs: „Ich bin der Buchhalter Fritz Semmelmann“, sagte Semmelmann gekränkt. Aber die Beiden glaubten ihm nicht, und in der nächsten Station mußte er heraus, wurde im geschlossenen Wagen zur Polizei gebracht und einem eingehenden Verhör unterzogen. Da stellte es sich denn heraus, daß Semmelmann wirklich Semmelmann war, und daß der Hochstapler Felir Günther in Semmelmanns Ueberzieher die Sperre passieren konnte, an der schon ein paar Polizisten auf den vornehmen Herrn in dem herrlichen Ueberzieher warteten. Mit dem nächsten Zug durfte Semmelmann nach Hause fahren. Er war aber keineswegs böse auf den vornehmen Herrn, der ihn mit dem Ueberziehertausch hineingelegt hatte, denn Semmelmann sieht in dem neuen Ueberzieher fabelhaft aus, er bedauert nur, daß der vornehme Herr nicht auch den Anzug mit ihm getauscht hat. Am 23. Oktober fand in Wien in denkbar schlichter Weise, so wie er sich gewünscht hatte, die Beisetzung des Dichters Arthur Schnitzler statt. Außer seiner Frau und seinem Sohn Heinrich waren unter vielen anderen noch anwesend Franz Werfel, Karl Schönherr, Richard Beer=Hoffmann und Felix Salten. Unser Bild zeigt Frau Schnitzler und Heinrich Schnitzler am Grabe. kteitere Ecke Die Werbung. Ein junger Mann kam zu einem reichen Bankier. Der Finanzgewaltige, der es immer eilig hatte, fragte sofort:„Also, Sie brauchen Geld, nicht wahr?" „Nein“, antwortete der Jüngling errötend.„Ich bitte um die Hand Ihrer Tochter...“ „Na, also, was hab' ich gesagr“, bemerkte der Bankier unwirsch.„Sie brauchen also doch Geld...“ Darum so fruchtlos. Erster Spitzbube:„Fürchtest du dich nicht, daß es dir an den Kragen gehen wird?“ Zweiter Spitzbube:„Nee, ick trage ja keenen!" Sie sparen bei der Zahnpflege, wenn Sie die Chlorodont= Zahnpaste verwenden, denn eine kleine Menge genügt. Hüten Sie sich vor billigen, minderwertigen Nachahmungen. M W W WN I M Dle neue Losmona S 010 Auch ohne Mundstück, rund und dick Konzernfrei München in tiefem Schnee Nedei Aintereintrad in Sabbrutschiant Schneehöhen bis 20 Zentimeter— Erhebliche Verkehrsstockungen Meuterei auf deutschen Schissen in Bbessa London, 26. Oktober. Der Times=Korrespondent in Konstantinopel meldet Der deutsche Frachtdampfer„Askania“ und die## den deutschen Tankschiffe„Biskaya" und„Ju. Bochumer AnzeiFreiburg, 26. Oktober. Das Ende der abgelaufenen Woche hat auf dem Schwarzwald und in den Tälern einen starken Witterungsumschwung gebracht. Föhnwetter hatte die Temperaturen in den Tälern bis auf 18 Grad und auf den Höhen bis 12 Grad über Null ansteigen lassen. In der Nacht zum Sonntag sank die Temperatur plötzlich unter den Nullpunkt. Der starke Regen ging in dieser Nacht in Eisregen über, um bei weiter sinkenden Temperaturen sich in Schnee zu verwandeln, so daß für diese Jahreszeit abnorme Schneehöhen von 15 Zentimeter für die Hochlage und 10 Zentimeter für die tieferen Lagen erreicht wurden. München, 26. Oktober. In München ist am Sonntag ein starker Temperaturrückgang eingetreten. Die ganze Nacht über hat es geschneit. Am Montag morgen war die Stadt in Schnee geschneit. Am Montag morgen war die Stadt in Schnee gehüllt. Der starke Schneefall hat bereits erhebliche Verkehrsstockungen hervorgerufen. Obwohl Salzwagen und Schneepflüge eingesetzt wurden, konnten die Straßenbahnen einen fahrplanmäßigen Verkehr in den Margenstunden nicht durchföhren. Vielsach ste den Morgenstunden nicht burchfuhren. Vielfach stauten sich die Wagen der verschiedenen Linien dicht hintereinander. Im Fuhrverkehr traten ebenfalls Stockungen ein und die Milchanlieferung in die Stadt verzögerte sich erheblich. Der gegenwärtige schwere Wintereinsall ist der dritte und zugleich stärkste in diesem Herbst. Der Schneefall hat ganz Südbayern vom Gebirge bis hinunter zum bayrischen Wald erfaßt. Auch im Alpenvorland ist starker Schneefall eingetreten. Kempten und Umgebung meldet eine Schneehöhe von bereits zwanzig Zentimeter. In Füßen fällt der Schnee seit Mitternacht ununterbrochen in dichten Flocken. Im Flachlande liegt der Schnee gegenwärtig etwa 8 Zentimeter hoch. Auch aus dem bayrischen Wald liegen Meldungen über starken Schneefall vor. Ueberall dauern die Schneefälle an. zum Schaden der Stadt einräumten. Hierin wird dem Bürgermeister Kohl der Vorwurf der Untreue zum Schaden der Stadt gemacht. Bürgermeister Kohl bestreitet, sich schuldig gemacht zu haben. Leo Sklarek meint hierzu, daß er von Kieburg betrogen worden sei. Im weiteren Verlaufe der Verhandlung erklärte sodann Buchhalter Lehmann die Angabe von Leo und Willi Sklarek, daß Max Sklarek allein das Geschäftliche erledigt habe, für falsch. Als der Buchhalter Tuch dann seinerseits die Angaben Lehmanns als nicht den Tatsachen entsprechend bezeichnet, stellt sich auf Befragen des Vorsitzenden heraus, daß Tuch in den letzten Tagen mehrmals im Hotel Continental mit den Brüdern Leo und Willi Sklarek zusammengetroffen ist, die er über den Stand des Konkursverfahrens unterrichten sollte. Die Verhandlung wird dann auf Dienstag vertagt. lius Schindler“ sind hier auf der Heimfahrt ei# getroffen. Während die„Askania“ im Hafen vo## Odessa Ladung einnahm, meuterten sieben M„ n. dar Rosatzzuug und suchten die Ahrigen Seaig Berliner Mann der Besatzung und suchten die übrigen Seeleun unter Bedrohung mit Revolvern zur Teilnahme zu veranlassen. Der Kapitän wurde, als er einzu greifen suchte, durch vier Revolverschüsse verwun det. Bei ihrer Abfahrt ließen die drei Schifsi 34 Meuterer in Rußland zurück. Untat in Gelsenkirchen Ein Schapolamn=Temördel Zehn Kommunisten und zwei Polizisten im Kampfe Schneefall auch in England London, 26. Oktober. Im Kanal fiel der erste Schnee, der mit einem eisigen Nordwind und starken Seegang verbunden war, so daß die Schiffahrt große Verspätungen erlitt. Auch aus verschiedenen höher gelegenen Teilen aus England und Schottland trafen die ersten Meldungen über erhebliche Schneefälle ein. Gegenseitige Belastungen imn Slarel=Proseß Berlin, 26. Oktober. Bei Beginn der dritten Verhandlungswoche im Sklarek=Prozeß ordnet zunächst der Vorsitzende für Dienstag das Erscheinen sämtlicher Angeklagten an, um irgendeinen Revisionsgrund zu vermeiden. Obermagistratsrat Dropmann sagt aus, daß damals bei der Berliner Magistratsverwaltung eine sehr lasche Praxis zum Durchbruch gekommen sei. Es kommen dann nochmals die zwei Verträge zur Erörterung. die den Brüdern Sklareks bei der Uebernahme der K. V. G. weitere Rechte und noch weit größere Vergünstigungen Gelsenkirchen, 26. Oktober. Am Montag früh gegen.35 Uhr stießen Polizeioberwachtmeister Niederwerfer und ein anderer Schutzpolizeibeamter auf einem Streifengang in der Grenzstraße auf eine Gruppe von zehn Männern, die kommunistische Lieder sangen. Die Leute kamen aus der Richtung des kommunistischen Volkshauses und gingen in Richtung Kaiserstraße. Die Polizeibeamten ermahnten die Skandalierenden in ruhigem Tone zur Ruhe. Diese Aufforderung wurde nicht beachtet, sondern die Leute riefen: „Ihr blauen Hunde habt uns nichts zu sagen.“ Als die Beamten zur Feststellung der Personalien schreiten wollten, ging Niederwerfer zu diesem Zweck mit einem Ruhestörer zu einer etwas abseits stehenden Laterne, um besser sehen zu können. Dort sprang der Mann plotzlich etwas zurück und gab unter dem Ruf: „Heil Moskau!", mehrere Schüsse auf Niederwerfer ab. Auch die anderen Burschen stimmten in diesen Ruf ein und auch„Rot Front“ wurde gerufen. Gleichzeitig wurde Niederwerfer auch von den anderen Leuten hinterrücks beschossen. Ein Schuß durchbohrte die Wirbelsäule und Niederwerfer sank zusammen. Er rief den Kameraden um Hilse, dieser wurde jedoch von seinen Gegnern ebenfalls mit Schüssen hart bedrängt, aber nicht getroffen. Der Beamte gab zu seiner Verteidigung ebenfalls mehrere Schüsse ab. Ohne Rücksicht auf den am Boden liegenden Schwerverletzten feuerten die Angreifer weiter. Ob von den Kommunisten jemand getroffen wurde, konnte bis jetzt noch nicht festgestellt werden. Niederwerfer, der fünf #üsse, und zwar zwei Bauchschüsse, einen Brustschuß, einen Schuß in die Wirbelsäule und einen Schuß in den Oberarm erhielt, wurde ins evangelische Krankenhaus in Gelsenkirchen gebracht, wo er gegen 8 Uhr vormittags starb. Niederwerfer, ein Mann von 48 Jahren, war in der Bevölkerung und bei seinen Kollegen wegen seiner Ruhe sehr beliebt. Die Polizei ist mit der Aufklärung des Mordes beschäftigt. Der Regierungspräsident in Münster hat einen Betrag von 3000 Mark zur Verfügung gestellt, der ausschließlich für die Mitarbeit des Publikums bestimmt ist. Im Laufe der Nacht wurde eine große polizeiliche Aktion gegen das kommunistische Volkshaus, die Versammlungsstätte der Kommunisten in Gelsenkirchen, unternommen. Hier wurden 26 Mann angetroffen, die allem“ Anschein als Kommando für Ueberfälle bestimmt waren. Es wurden mehrere Waffen, ein Dolch und eine Menge illegaler Schriften beschlagnahmt. Das Volkshaus wurde polizeilich geschlossen und besetzt.„Es wurden bis jetzt 40 Personen festgenommen. Die polizeiliche Ermittlungsaktion geht weiter. Lewbeisausnlahme in Sulinene Prozen Die Ladung Professor Calmettes und der bulgarischen Aerzte abgelehnt Lübeck, 26. Oktober. Zu Beginn der heutigen Montagsverhandlung im Calmette=Prozeß verkündete das Gericht die Entscheidungen über eine ganze Reihe von Beweisanträgen. Die Vernehmung der bulgarischen Aerzte Dr. Sliwinski und Dr. Tooschkow=Petroff aus Sofia über das Calmette=Unglück in Bulgarien sowie die Vorladung von Professor Dr. Calmette(Paris) wurden abgelehnt. Das Gericht will als wahr unterstellen, daß der Ausschuß des Völkerbundes, zu dem auch ein deutscher Vertreter gehörte, und der Calmette=Ausschuß der Pariser Akademie von der völligen Unschädlichkeit des C. G. überzeugt gewesen sind. Sodann wurde in die Beweisaufnahme eingetreten. Zunächst wird Senator Mehrlein eingehend über die Einführung des Calmette=Verfahrens in Lübeck vernommen. Die Warnung oder Empfehlung des Reichsgesundheitsamtes sei in einem Schriftstück von zwanzig Seiten nur auf kleinem Raum erfolgt. Dr. Altstaedt habe ihm das B. C..=Verfahren zur Bekämpfung der Tuberkulose geschildert. Er gab dann weiter über den Bezug einer Kultur aus Paris und über die Besprechungen mit Dr. Deycke Bericht. Senator Mehrlein erklärte weiter, Dr. Altstaedt habe ihm bestätigt, daß Tierversuche in Lübeck gemacht worden seien. Erst nach der Aufdeckung des Unglücks habe Dr. Altstaedt später zugeben müssen, daß er in dieser Hinsicht irrtümlicher Anschauung gewesen sei. Vor Einführung des Verfahrens hätte er, Mehrlein, die Stellungnahme des Gesundheitsrates des Aerztevereins und die Unterrichtung der Oeffentlichkeit gefordert. Die entscheidende Sitzung des Gesundheitsrates sei ohne seine Anwesenheit zu der Ueberzeugung gekommen, daß es zweckmäßig sei, das Mittel einzuführen. Rechtsanwalt Dr. Wittern stellte die Frage, ob Mehrlein auch seine Zustimmung zur Einführung des Verfahrens gegeben hätte, wenn ihm die gegnerischen Stimmen, vor allem die in der Eberdingschen Zeitschrift angeführten Aeußerungen von Pirquet und anderen bekannt gewesen wären. Da gegen diese Fragestellung Bedenken auftauchten, faßte Dr. Frey die Frage folgendermaßen:„Ist Herr Senator Mehrlein damals genau und richtig informiert worden und hatte er diese Ueberzeugung?" Das Gericht verkündete nach längerer Beratung den Beschluß, die Frage Dr. Witterns nicht zuzulassen, mir die Verhältnisse im Laboratorium von Professor Calmette und die gesamte Organisation an Ort und Stelle angesehen. Selbstverständlich haben wir auch vorher eine Reihe von Tierversuchen gemacht, die sämtlich negativ verlaufen sind.“ Der nächste Zeuge, Geheimrat Bielefeldt, früherer Präsident der Landesversicherungsanstalt der Hansestädte, sagt aus, er habe Professor Calmette 1902 persönlich kennen gelernt und sei mit ihm in schriftlicher Verbindung geblieben. Bei einem Aufenthalt an der Riviera habe er im Funk von großen Erfolgen des B. C. G. in Frankreich gehört. Er habe die Anregung gegeben, das Verfahren zu prüfen und unter Umständen in Lübeck einzuführen. An eine Aeußerung Dr. Hamels, der Weg für die Einführung des CalmetteVerfahrens sei jetzt frei, kann der Zeuge sich nicht erinnern. Die Sitzung wurde dann auf Dienstag vertagt. Vor der Vertagung wurde noch Dr. Hansen, der Vorsitzende des Aerztevereins, über die Sitzung dieses Vereins am 10. Januar 1929, die sich mit der Einführung des Calmette=Verfahrens beschäftigte, vernommen. Bekanntlich hatte Senator Mehrlein betont, er habe die Einführung des Verfahrens in Lübeck von der Zusage der Aerzteschaft in dieser Sitzung abhängig gemacht. Dr. Hansen bemerkt, es habe sich in der Sitzung eine fast einmütige Stellungnahme für das Calmette=Verfahren ergeben. Es wird jedoch festgestellt, daß von den 120 in Lübeck wohnenden Aerzten da ihr Inhalt sich auf einen Zeitpunkt beziehe, der nicht zum Gegenstand des Eröffnungsbeschlusses gemacht worden sei. Dagegen ließ das Gericht„die Frage des Rechtsanwalts Dr. Frey zu, die Senator Mehrlein sodann wie folgt beantwortete:„Ja, ich hielt mich für ausreichend informiert.“ In der Nachmittagsverhandlung wurde Professor Dr. Uhlenhuth über Fütterungen mit B. C. G. in Dr. Uhlenhuth über Fütterungen mit B. C. Breslau durch Professor Prausnitz vernommen. Er verlas aus einem Protokoll des Reichsgesundheitsamtes vom September 1930 folgende Erklärung des Dr. Prausnitz: Wir haben vor mehreren Jahren in Breslau mit der Verfütterung von B. C. G. begonnen, nachdem wir uns vorher mit Professor Calmette in Verbindung gesetzt hatten. Ich bin nach Paris gefahren und habe nur 35 an dieser Sitzung teilgenommen haben und daß die Einladung zu dieser Sitzung nicht erkennen ließ, daß es sich um eine entscheidende Stellungnahme der Aerzteschaft für oder gegen das CalmetteVerfahren handele. Verteidiger Dr. Frey behält sich vor, sämtliche Aerzte, die an dieser Sitzung teilgenommen haben, als Zeugen zu laden, da seiner Meinung nach eine große Anzahl nicht gewußt habe, daß Senator Mehrlein seine Einwilligung zur Einführung des Calmette=Verfahrens von dieser Versammlung Aerztevereins abhängig gemacht habe. des Die Verwechslungen die Ursache. sagt Professor Calmette. München, 26. Oktober. Die„Münchener Neuesten Nachrichten“ veröffentlichen am Montag einen Brief von Professor Calmette (Paris), der darin erklärt, nach den Aussagen von Dr. Altstaedt, Professor Deycke und seiner Assistentin Anna Schütze seien offenbar in dem Laboratorium des Lübecker Krankenhauses keinerlei Vorsichtsmaßnahmen getroffen worden, um eine Vermengung der Kulturen des B. C. G. und der virulenten menschlichen Bazillen zu verhindern. So sei es verhängnisvollerweise zu Verwechslungen und damit zu der einzigen Ursache der Unglücksfälle gekommen. Es sei außerordentlich bedauerlich, daß Professor Deycke und seine Freunde, um sich von diesem schweren Fehler rein zu waschen, erklärt hätten, sie glaubten, das B. C. G. hätte wieder zur Bösartigkeit zurückschlagen können, während sowohl sie wie die ganze Welt wüßten, daß das B. C. G. vollkommen unschädlich sei. Der„strahlende“ Direktor Lindner Ein Ausschnitt aus dem Javag-Prozeß Frankfurt a.., 26. Oktober. In der heutigen Sitzung des Favag=Prozesses gab die Verteidigung des Angeklagten Sauerbrey folgenden Vorgang zur Kenntnis des Gerichts: Der Angeklagte Lindner hat in zwei Schreiben an einen Teil der Presse Darstellungen über seine Person und seine Handlungen als Vorstandsmitglied der Favag gegeben, in denen er sich als schuldlos darstellt und die anderen Angeklagten auf das schwerste belastet. Die Darstellungen enthalten außerdem Zahlenaufstellungen, die objektiv falsch sind. Ein Frankfurter Blatt hat den Inhalt dieser Schreiben in einem Artikel verwandt. Diese Handlungsweise stellt eine einseitige Begünstigung eines Angeklagten dar und ist geeignet, in der Oeffentlichkeit die Objektivität der Berichterstattung zugunsten eines Angeklagten zu beeinträchtigen. Die Verteidigung ist sich bewußt, daß das Gericht keine Handhabe besitzt, derartige Vorgänge zu verhindern; sie hält es dagegen für ihre Pflicht, daß sie, falls sich die Vorgänge wiederholen sollten, schonungslos vorgeht. Das letzte Schreiben Lindners schließt mit dem Zitat:„Es liebt die Welt, das Strahlende zu schwärzen und das Erhabene in den Staub zu ziehen.“ Der Vorsitzende erwiderte, daß er Vorgänge dieser Art nicht verhindern könne daß aber der Angeklagte bei künftig vorkommenden Fällen mit Gegenmaßnahmen rechnen müsse. Im weiteren Verlauf kam die Art, wie die Beteiligung der Favag an der Düsseldorfer Rückversicherungs=A G. erworben wurde, zur Sprache. Diese sehr verwickelte Transaktion endigte mit einem Gewinn von 150 000 Reichsmark, der unter die vier Direktoren Dumcke, Becker, Schumacher und Lindner zu gleichen Teilen verteilt wurde. Nach einer Pause wurden die damit im Zusammenhang stehenden Buchungen erörtert. Buchsachverständiger Dr. Gutberlet legte dar, daß die gesamte Geschäftsabwicklung mit der Düsseldorfer Rückversicherungs=AG. nur teilweise und unvollständig verbucht wurde. Zudem hat man eine Reihe von Konten eingeschoben, um die wahren Vorgänge zu verschleiern. Die vier Direktoren träten überhaupt nicht in Erscheinung. Der lussichtsratsvorsitzende Hoff gibt an, daß bei der Helios=AG., der die gesamte Transaktion übertragen wurde, keine sachliche Bücherrevision durch den Aufsichtsrat vorgenommen worden sei. Die Verhandlung wurde auf morgen vertagt. Meuterei in einer Hamburger Strafanstalt am Hamburg, 26. Oktober. In der Hamburger Strafanstalt Glasmoor iste# Sonntag infolge Entzug des sonntäglichen Mittagessens für gemaßregelte Gefangene zu einer Meuterei gekommen, in deren Verlauf die Zelle der aufsässigen Gefangenen, die sich verbarrikadiert hatten, von den Beamten mit der Waffe in der Hand gestürmt werden mußte. Die Belagerten hatten schließlich ihre Matratzen in Brand gesteckt. Fünf Hauptbeteiligte sind in die Anstalt Fuhlsbüttel übergeführt worden und sehen ihrer Bestrafung entgegen. Vom eigenen Antennendraht geköpf Ein Fehltritt auf dem Dach kostet einem Junglehrer den Kopf Königsberg, 26. Oktober. In, Königshegg ereignetze sich ein furchthares Un In Königsberg ereignete sich ein furchtbares Unglück, dem ein 29jähriger Junglehrer zum Opfer fiel. Der Lehrer wollte eine Radio=Antenne auf dem Dache des vierstöckigen Hauses, in dem er wohnt, reparieren. Dabei unterlief ihm ein Fehltritt: er stürzte in die Tiefe, verfing sich aber mit seinem Kopf in der Antenne, die er während der Arbeit um seinen Kopf geschlungen hatte, um die Hände frei zu haben. Durch die Wucht des Absturzes wurde der Draht mit solcher Kraft zugezogen, daß er dem Lehrer buchstäblich den Kopf vom Rumpf abriß. Die Leiche sauste gegen eine Hauswand und prallte von dort auf einen scharfen eisernen Gartenzaun. Man fand im Garten die schrecklich zugerichtete Leiche. Telephonzggkehr u toner Ergebnisses Die unerwünschten Dienstmädchen Auf den Spuren der Aktienfälscher Berlin, 26. Oktober. Die große Aktiensälschung, die, wie bereits berichtet, in Berlin aufgedeckt wurde, greist immer weiter um sich. Der Druckereibesitzer Nayaus der Kurfürstenstraße hat noch am Sonnabend ein umfassendes Geständnis abgelegt. Er erklärt, daß er von dem Rittmeister a. D. Wolff aus Potsdam die Aufträge bekommen habe. Die zum Druck der Aktien erforderlichen Platten habe er später diesem wieder zurückgegeben. Wolff hat auch bei einer Berliner Bank 191 Aktien mit 12 000 Reichsmark beleihen lassen. Bei seiner Vernehmung behauptete er, man habe ihn nur als Strohmann vorgeschickt. Bei den Aktien handelt es sich um eine spanisch=amerikanische Elektrizitätsgesellschaft, die die Anteilscheine in Barcelona auflegte. Berlin, 26. Oktober. England ist bekanntlich im Begriff. sich durch hohe Zollmauern von der Außenwelt abzukapseln. Wie aus englischen Zeitungsmeldungen hervorgeht, beabsichtigt man in der Regierung nicht nur Zollmauern gegen ausländische Produkte aller Art aufzurichten, sondern man will in Zukunft durch wirksame Schutzbestimmun gen auch die ausländischen Arbeiter, vor allem weibliche Arbeitskräfte, von England fernhalten Es ist keine Frage, daß sich diese Vorkehrungen vor allem gegen die Dienstmädchen richten, die aus Deutschland. Rußland und der Schweiz hinüberkamen. Die weiblichen Arbeitskräfte haben sich durch ihre geringen Lohnforderungen bei den heimischen Arbeitskräften sehr unbeliebt gemacht. Es entspricht daher durchaus der herrschenden Volksstimmung, daß man die Konkurrenz fremder, billiger Arbeitskräfte ausschalten will. Der englische Arbeitsmarkt für Dienstmädchen, der bisher aus Deutschland reichlich beschickt worden war, wird also in kurzer Zeit von den Engländerinnen wieder vollkommen in Anspruch genommen werden. Aus ähnlichen Gründen werden übrigens auch ausländische Kellner in England keine Arbeit mehr finden. Der Traum manches jungen deutschen Arbeiters, im reichen England Brot und Arbeit zu finden, scheint endgültig ausgeträumt zu sein. Feuersbrunst mit Wein gelöscht it Ein junges Mädchen ermordet. wurde I eu Madchen ermordet. Am Sonntag de in einem Bach in der Nähe des Feldweges von Lauban(Schlesien) nach Löbenslust die 17jährige Tochter Hildegard des Sattlermeisters Schulze aus Lauban ermordet aufgefunden. Das junge Mädchen ist durch einen aus nächster Nähe in den Rücken abgegebenen Schuß und durch weitere Schüsse in den Kopf getötet worden. Die Leiche wies außerdem mehrere Stichverletzungen am Hals und Kopf auf. Nach dem Befunde am Tatort hat ein erbitterter Kampf des Opfers mit dem Mörder stattgefunden. Die Ungarn können es noch besser Ihre Ozeauflieger wollen sich duellieren tt Feuer in einem rumänischen Lichtspieltheater. In einem Lichtspieltheater in Jassy(Rumänien) brach während der Vorstellung infolge Entzündung eines Filmstreifens Feuer aus. Der Zuschauer bemächtigte sich eine furchtbare Panik. Mehrere Kinder und Frauen wurden schwer verletzt. Der Vorführer konnte trotz aller Bemühungen nicht mehr gerettet werden. Lediglich seine verbrannte Leiche wurde geborgen. tt Die George=Washington=Gedächtnis=Brücke in Newyork eingeweiht. Die George=Washington=GedächtnisBrücke über den Hudson=Fluß, die die Stadt Newyork mit New Jersy verbindet, wurde feierlich eingeweiht. Die Brücke hat eine Gesamtlänge von etwa 1450 Meter; die Bauzeit betrug 4½ Jahre, und die Baukosten belaufen sich auf 60 Millionen Dollar. Der mmaarische Daeguf. udopest, 26. Oktober. Der ungarische Ozeanflieger Endres hat seinen Begleiter beim Ozeanflug, Magyar, zum Duell gefordert. Der Termin für den Zweikampf ist noch nicht festgesetzt, doch soll er sehr bald stattfinden. Diese Forderung folgt einer langen Kampagne, die beide gegeneinander geführt haben und in der mit Beleidigungen nicht gespart wurde. Auch diese Ozeanflieger=Kamerad= schaft ist über Geldstreitigkeiten in die Brüche gegangen. Endres und Magyar waren die besten Freunde, als sie im Juli mit dem Flugzeug„Gerechtigkeit für Ungarn“ in Budapest ankamen. Dann aber kamen die leidigen Geldfragen, die damit begannen, daß der amerikanische Finanzier des Fluges das Flugzeug verkaufen wollte, um seine Ausgaben zu decken. Den etwaigen Ueberschuß wollte er zu gleichen Teilen an Endres und Magyar geben. Magyar war damit einverstanden, aber Endres verlangte das ganze Geld #r##ch. Der Streit führte zu einer persönlichen Feindschaft, in der die beiden sich weidlich bemühten, den Gegner herabzusetzen. Nun wollen sie sich gar noch schießen. 9 auls Kathrerner und. In, fR guts nuur ge..„ Gerade diese Auschung schment denr erüichenberhirnen Ssosechgetn kafn Leicheund sehe wischen—es lohnt wirklich! Im heutigen drückte sich die F #triedigenden Ausge zgiechen Laral un aus. Man steht nu lich skeptisch gege #keinen Begriff dav Ablauf des Feleris aussehen wird. Ar der Newyorker En urteilt, da man im ziellen Besuche ir Außerdem stand di im Vordergrund d besonders unangen Arbeitsaufnahme Reinhart von der talls in diese Affä erfreulicheres Mor war der heutige R anderer Stelle). Auf den einzeln Kursrückgänge ab von 1 bis 2 Prozen Stimmung kam tung vom Geschäft Auch der Markt heute sehr ruhig. Schwankungen bei Verlaufe hielten niveau, die Umsat ßeren Formen an. Am Geldmai notiz wieder auf 8 erfuhren keine V Am Deviser Einklang mit int 16.51 3 Pfennig üb Schwäche der De gegen letzte Notiz An den interne englische Pfund fester, gegen den # dann auf.93¾ h .93 abzuschwäche der Dollar heutee Die Reichsmark 6⅞ gut behaupt In Amsterdam wi sich an dem letz eine Neuregelung Reichsmark. Im der Hoover-Laval Devisenmärkte oh Am rh N war die Tendenz al werten des Bezirk zu rückgängigen Kaliwerte bestan Aschersleben-Gruf zu ebenfalls rück lestverzinsliche haupteter Kursg. Dollarbonds, dere über den Newyol Budapest, 26. Oktober. Daß Wein nicht nur zum Durstlöschen dienlich ist. erwies sich in der Gemeinde Soejtoer im Komitat Zala. Dort brach während des Marktes Großfeuer aus, das, durch heftigen Wind angefacht, gefährliche Ausdehnung annahm. Da es an Wasser mangelte, leitete man die Schläuche in drei Weinkeller, mit deren Vorrat, hundert Hektoliter Wein, die Feuersbrunst erfolgreich bezwungen werden konnte. Amtli Auszahlungen Suenos Aires London Newwyork Rio de Janeiro Ensterdam Srssel Budapest Danzig heleingfors Italien Jugoslawien (openhagen oslo Paris.. Prag Schweiz Soanien Stockholm Wien Pao 87 00 910 100 100 100 100 100 100 100 100 100 100 100 100 100 100 100 S Reichsbank Stromunt Wegen dringen! standsetzungsarbeite rung im Stadtteil Kaiserstraße, zwis Hauptstraße Dienstag, den! den 28 für die Zeit von brochen werden. Bochum, den 2 Städt. Beleuch Bekann Ueber das Vi handelsgesellsd und deren Inha und Heinrich Mar ist heute, 11 U öffnet. Konkur Rechtsanwalt N Offener Arres und Anmeldefrist ber 1931. Erste Gläubi 28. November 10.30 Uhr, im Viktoriastraße 1 Prüfungster 1931, vormittag“ Bochum, den Das Swangsvl Am Mittwoch, vormtttags 11 Ubl 19 Stücke Dame 230 Meter, meisti steigern.— Der 9 stati.— Sammelp schaft Morjan. Al Bochum, den 26 „Jok., Obergerich Gadelsbergerstraß Schissen 26. Oktober. ntinopel meldet## a“ und die#### * und„uc Heimfahrt ei# im Hafen#### ten sjeben Abrigen Seeleute r Teilnahme zu als er einzun üsse verwun# drei Schifsit 14. afanstalt 26. Oktober. Smoor ist en iglichen Mittager Meuterei geder aufsässigen n, von den Beestürmt werßlich ihre MaHauptbeteiligte hrt worden und ihl geköpff inem Jung26. Oktober. urchtbares Unsum Opfer fiel. auf dem Dache hnt, reparieren. zte in die Tiefe, Antenne, die er schlungen hatte, die Wucht des kraft zugezogen, n K o p f v o m gen eine Hauscharfen eisernen schrecklich zugemädchen 6. Oktober. sich durch hohe seln. Wie aus „heabsichtigl umauern gegen sichten, sondern chutzbestimmun allem weib. ind fernhalten kehrungen vor chten, die aus hinüberkamen. durch ihre gezischen Arbeitsstspricht daher g, daß man die te ausschalten nstmädchen, der t worden war, inderinnen wiewerden. Aus ch ausländische hr finden. Der ers, im reichen heint endgültig gelöscht 6. Oktober. sen dienlich ist. Komitat Zala. euer aus, das, je. Ausdehnung leitete man die Vorrat, hundert greich bezwunAm Sonntag Feldweges von 7jährige Tochje aus Lauban dchen ist durch abgegebenen Kopf, getötel hrere Stichverdem Befunde es Opfers mit ichtspieltheater. imänien) brach ündung eines er bemächtigte er und Frauen nnte trotz aller den. Lediglich nis=Brücke in naton=Gedächtdie die Stadt de feierlich eininge von etwa sahre, und die in Dollar. schmeckt ders gut no jabit Bochumer Anzeiger u. Gen. Anz. Handel-Gewerbe- Indultrie Dienstag, 27 Oklober 1931 Berliner BörlenlituationsBericht Telephonverkehr unter dem Elndruck des Washing. toner Ergebnisses zurückhaltend und eher schwächer. Berlin, 26. Oktober. in heutigen Freiverkehr zum Wochenbeginn #drückte sich die Enttäuschung über den wenig be##triedigenden Ausgang der Newyorker Besprechungen ##zwischen Laval und Hoover in schwächeren Kursen aus. Man steht nunmehr der nächsten Zukunft ziemlich skeptisch gegenüber; denn man kann sich noch ## keinen Begriff davon machen, wie die Regelung nach # Ablauf des Felerjahres für Deutschland besonders aussehen wird. Auch der Besuch Grandis wird nach ## der Newyorker Enttäuschung ebenfalls reserviert beurteilt, da man immer mehr einsicht, daß solche offiziellen Besuche im Grunde recht fruchtlos sind. Außerdem stand die Schultheiß-Angelegenheit weiter im Vordergrund der Diskussion, und es wurde als besonders unangenehm empfunden, daß jetzt vor der Arbeitsaufnahme des Wirtschaftsbeirates Direktor Reinhart von der Commerz- und Privatbank ebenfalls in diese Affäre hineingezogen wird. Ein etwas erfreulicheres Moment, aber ziemlich eindruckslos, war der heutige Reichsbankausweis(siehe diesen an anderer Stelle). Auf den einzelnen Marktgebieten hielten sich die Kursrückgänge aber ziemlich einheitlich im Rahmen von 1 bis 2 Prozent. Die vorherrschende schwächere Stimmung kam jedenfalls mehr in der Zurückhaltung vom Geschäft als in den Kursen zum Ausdruck. Auch der Markt der festverzinslichen Werte lag heute sehr ruhig, zeigte jedoch unter leichten Schwankungen behauptete Tendenz. Im weiteren Verlaufe hielten sich die Kurse auf Vormittagsniveau, die Umsatztätigkeit nahm dabei keine größeren Formen an. Am Geldmarkt stellte sich die Privatdiskontnotiz wieder auf 8 Prozent. Auch die übrigen Sätze erfuhren keine Veränderung. Am Devisenmarkt notierte das Pfund im Einklang mit international höheren Meldungen mit 16,51 3 Pfennig über Sonnabend. Auffallend war die Schwäche der Devise Stockholm, die 75 Pfennig gegen letzte Notiz verlor. An den internationalen Devisenmärkten war das englische Pfund unter Schwankungen heute etwas lester, gegen den Dollar eröffnete es mit.91¼. ging dann auf 3,93¾ herauf, um sich später wieder auf .93 abzuschwächen, doch ist zu berücksichtigen, daß der Dollar heute eine Kleinigkeit schwächer tendiert. Die Reichsmark war gegen das englische Pfund mit * 16% gut behauptet, eher sogar etwas höher; auch in Amsterdam war sie mit 57.45 befestigt, es zeigte sich an dem letzteren Platz in der Hoffnung auf eine Neuregelung der Schulden Nachfrage für Reichsmark. Im großen ganzen blieb das Ergebnis der Hoover-Laval-Konferenz auf die internationalen Devisenmärkte ohne größeren Einfluß. Am rheinisch-weftfälischen Wertpapiermarkt war die Tendenz am Montag schwächer. Von Montanwerten des Bezirks wurden Rheinstahl und Harpener zu rückgängigen Kursen gehandelt. Am Markt der Kaliwerte bestand Nachfrage nach den Werten der Aschersleben-Gruppe. Sonst wurden noch Burbach zu ebenfalls rückläufigen Kursen angesetzt. Für festverzinsliche Werte zeigte sich auf ungefähr behaupteter Kursgrundlage Nachfrage, besonders für Dollarbonds, deren Kurs seit einigen Tagen schon über den Newyorker Stand gestiegen ist. Keine Verlufte Wellfälliehe Landesbalik Verteldigrhne Kreunpelkm Aus Anlaß der vom preußischen Innenministerium angeordneten Sonderprovinzialumlage sind verschiedentlich Vorwürfe gegen die Landesbank erhoben worden, als wenn diese durch eine übertriebene Kreditgewährung die gegenwärtigen Schwierigkeiten selbst verschuldet hätte. Diesen Vorwürfen muß, wie in Münster von zuständiger Stelle mitgeteilt wird, mit allem Nachdruck entgegengetreten werden. Der Aufgabe der Kreditgewährung hat sich die Landesbank ihren Satzungen gemäß unterzogen, nach denen sie In erster Linie Kommunalkreditinstitut ist. Die Umwandlung der von den Kommunen aufgenommenen kurzfristigen Kredite in langfristige Anleihen gestaltete sich in dem Maße immer schwieriger, als sich die Möglichkeit der Unterbringung von Kommunalobligationen auf dem Geldmarkte infolge der Zuspitzung der Lage der kommunalen Finanzen im allgemeinen mehr und mehr verschlechterte. Auf der anderen Seite trat auch bei der Landesbank der auch bei den anderen Banken sich bemerkbar machende Rückgang der Einlagen ein, der zum Teil durch Kreditabkommen mit der Reichsbank aufgefangen wurde. Die Schuldnergemeinden der Landesbank waren bis heute durch die bekannten drückenden Lasten aus der Arbeitslosenfürsorge nicht in der Lage, Rückzahlungen der Kredite vorzunehmen. Darüber hinaus war es aus demselben Grunde einem großen Teil der Schuldnergemeinden sogar nicht möglich, die aufgenommenen Kassenkredite und die fälligen Zinsen zu zahlen: die hierfür ursprünglich in ihrem Haushalt vorgesehenen Mittel mußten vielfach infolge der Verschärfung der Krise für die Erwerbslosenfürsorge verwendet werden. Wenn das Reich den Gemeinden rechtzeitig zu Hilfe gekommen wäre und ihnen die Wohlfahrtserwerbslosenlasten, die Reichssache sein müßten, abgenommen oder doch im größeren Umfang, erleichtert hätte, dann wären diese Schwierigkeiten bei den Landesbanken nicht eingetreten. Denn dann hätten die Gemeinden ihre Schulden bei der Landesbank entweder nicht zu machen brauchen oder aber die aufgenommenen Schulden abdecken können. Oberbürgermeister Kiwit(Wanne) hat in einem Aufsatz diese Zusammenhänge sehr treffend dargelegt und eingehend erläutert, daß die Schwierigkeiten bei den Landesbanken eingetreten seien, weil sie (die Landesbanken) die Aufgabe erfüllt hätten, die eigentlich Reich und Staat in unserem Bezirk hätte erfüllen müssen. Wenn also jetzt infolge des bekannten Erlasses die Bürgersteuer erhöht werden muß, so wird damit nicht etwa eine Mißwirtschaft der Landesbank gedeckt, die nicht vorhanden ist, sondern es werden Verpflichtungen der Kommunen an die Landesbank erfüllt, die die Kommunen nicht erfüllen konnten, weil sie von Reich und Staat nicht genügend entlastet worden sind. Man kann daher dem westfälischen Provinzialausschuß nur beitreten, wenn er betont, daß in erster Linie die Schuldnergemeinden der Landesbank instand gesetzt werden müssen, ihre Schulden zu bezahlen. Es kann nicht nachdrücklich genug hervorgehoben werden, daß bei der Landesbank Verluste nicht entstanden sind. Ferner muß mit besonderer Betonung dem Vorwurf entgegengetreten werden, daß die Westfälische Landesbank die Stadtkreise der Provinz bei der Kreditgewährung besonders bevorzugt hätte. Auf Grund eingehender statistischer Untersuchungen steht fest, daß die Gruppe der Stadtkreise im Durchschnitt nicht mehr Kredit in Anspruch genommen hat als die Gruppe der Landkreise einschließlich der kreisangehörigen Städte und Landgemeinden. Entlpannter Reichsbankausweis Nach dem Ausweis der Reichsbank vom 23. Oktober 1931 hat sich in der dritten Oktoberwoche die gesamte Kapitalanlage der Bank in Wechseln und Schecks. Lombards und Effekten um 232.3 Millionen auf 3 903.2 Millionen Reichsmark verringert. Im einzelnen haben die Bestände an Handelswechseln und Schecks um 159.8 Millionen auf 3 666.9 Millionen Reichsmark, die Lombardbestände um 69.6 Millionen auf 133.3 Millionen Reichsmark und die Reichsschatzwechsel um.9 Millionen auf 90 000 Reichsmark abgenommen. An Reichsbanknoten und Rentenbankscheinen zusammen sind 159.1 Millionen Reichsmark zurückgeflossen, und zwar hat sich der Uml auf an Reichsbanknoten um 153.9 auf 4 372.8 Millionen Reichsmark, derjenige an Rentenbankscheinen um.2 Millionen auf 410.6 Millionen Reichsmark verringert. Dementsprechend haben sich die Bestände der Reichsbank an Rentenbankscheinen auf 16.8 Millionen Reichsmark erhöht. Die fremden Gelder zeigen mit 484,6 Millionen eine Abnahme um 66.9 Millionen Reichsmark. Die Bestände an Gold und deckungsfählgen Devisen haben sich um.6 Millionen auf 1 287.5 Millionen Reichsmark vermindert. Im einzelnen haben die Goldbestände um 11.4 Millionen Reichsmark auf 1 144.6 Millionen Reichsmark abgenommen und die Bestände, an deckungsfähigen Devisen um.8 Millionen auf 142.9 Millionen Reichsmark zugenommen. Die Deckung der Noten durch Gold und deckungsfähige Devisen beträgt 29.4 v. H. gegen 28.6 v. H. in der Vorwoche. Rheinisch-Wefffälische Vichmärkte vom 26. Oktober 1931. Amlliche Oerieeniaurge Berlin, den 26. Oktober 1931 Für drahtlose Auszahlungen Suenos Aires ondon Newyork Rio de Janeiro Amsterdam Brüssel Budapest Danzig Helsingfors Italien Jugoslawien Kopenhagen osio Paris Prag Schweiz Spanien Stockholm Wien... Reichsbank-Diskont%, Lombardsatz 100 Die Auslandsbörfen Newyork: abgeschwächt Newyork, 26. Oktober. Die Grundstimmung Wallstreets zu Beginn der neuen Woche war schwach zu nennen. Im allgemeinen kommentierte man das Resultat der Konferenzen zwischen Laval und Hoover durchaus nicht ungünstig. Zu Beginn der Börse betrugen die Kursabschläge 1 bis 4 Dollar. In der Hauptsache waren es Industrie- und Handelswerte— in letzteren waren Gewinnmitnahmen zu beobachten—. die stärker in Mitleidenschaft gezogen wurden. In den Mittagsstunden trat zeitweilig eine gewisse Widerstandsfähigkeit hervor, doch nahm späterhin die Abwärtsbewegung ihren Fortgang. Die Börse schloß in recht schwacher Haltung. Schwach lagen auch am Bondsmarkt Young- und Dawes-Anleihe. Hier wirkte sich das Ergebnis der Washingtoner Besprechungen aus. Deutsche Industrieobligationen und Anleihen in Newyork .122. Oktbr. 5½% Commerzbank 1937 6% Deutsche Bank und Diskonto Ges. 1932 6½% Hapag 1940... 6% Nordd. Lloyd 1947......... 6% Gelsenkirchen 1934 7% Rheinelbe Union ohne Opt. 1948.... 6% Rhein.-Westf. Elektr.-Werke 1955 7% Rhein.-Westf. Elektr.-Werke 1950.. 6% Rhein.-Westf. mit Option 1953.... 7% Hugo Stinnes 1948... 7½% Leonhard Tietz A. G. ohne Opt. 1948 6% Ver. Elektr.-Werke Westf. 1953.. 6% Rhein.-Westf. Wasserwerke 1953.. 6½% Ver. Stahl Serie A. o. Opt. 1951 6% Karstadt 1943....... 6½% Ruhrgas 1953..... 7% Deutsche Reparations-Anleihe(Dawes-Anl.) 1949 Preuß. Staatsanleihe 1951.. 5½% Deutsche Reichsanleihe(voung) 1965 Die übrigen Auslandsbörlen London: Nicht einheitlich bei freundlichem Grundton. Amsterdam: Lustlos und schwächer. Paris: Schwach. Brüssel: Allgemein rückgängig. Mailand: Gut behauptet. Zürich: Schwächer. Wien: Zurückhaltend und eher schwächer. Im Zeichen der Pfundentwertung Auslandskapital sucht von der englischen Wirtschaftsbelebung zu profitleren. Nach Londoner Meldungen hat man dort festgestellt, daß das Ausland in steigendem Maße das Bestreben zeige. Fabrikgrundstücke und Anlagen in England zu erwerben. Unter den Käufern englischer Werksanlagen soll sich auch schon ein deutscher Konzern für Elektrogalvanisierung befinden, der bereits einen Kontrakt zur Uebernahme eines Fabrikgeländes unterzeichnet habe. Interessant ist in diesem Zusammenhang, daß man in den letzten Tagen in großen deutschen Tageszeitungen Anzeigen findet, mit deren Hilfe englische Fabrikanlagen sowie Werksgelände zum Verkauf gebracht werden sollen. Man sucht demnach in England auf alle erdenkliche Weise aus der Pfundentwertung Kapital zu schlagen. Welcher Erfolg den englischen Bemühungen in der angeführten Richtung. vor allem was die Angebote in Deutschland anlangt, beschieden sein wird, läßt sich natürlich nicht feststellen. Man darf aber wohl mit Recht annehmen, daß deutsches Kapital in großen Summen zu industriellen Ausbeutezwecken in England kaum vorhanden sein wird. Denn nur ein kleiner Kreis in Deutschland dürfte sich dem Optimismus hingeben, daß die englische Wirtschaftsbelebung von langer Dauer sein wird. Vorläufig lauten natürlich die Nachrichten aus den verschiedenen englischen Industriegebieten, besonders aus der Textil- und Kohlenindustrie. weiter günstig. Die Nachfrage nach englischer Kohle soll zwar während der vergangenen Woche nicht ganz so lebhaft gewesen sein wie unmittelbar nach der Aufhebung des Goldstandards, doch sollen einige Kohlenexportfirmen immerhin noch sehr große Orders erhalten haben, die bis Jahresende ausgeführt sein müssen. Man meldet auch, daß inzwischen weitere Kohlenschächte in Betrieb genommen worden sind. k s. Nach dem Jahresbericht des Ostelblschen Braunkohlensyndikats ist für die Rohkohle und für Briketts ein Ausfall von 19 bis 22 Prozent gegenüber dem Vorjahr zu verDie Bank von Finnland hat mit Geltung vom 26. Oktober ab ihren Diskont von 9 auf 8 Prozent herabgesetzt. Die bedeutendste rumänische Großbank Marmorosch Blank& Co. In Bukarest ist in Zahlungsschwierigkeiten geraten und hat ihre Schalter geschlossen. Die Bank soll mit rumänischer Staatshilfe gestützt werden. Preise für 50 kg Lebendgewicht in Reichsmark — 36—38/34—36 32-3431-38 * 27-—31 *-]- 20-25 **„ d 2) 52-55|52-54|50—36 44-5045—51|12—43 35—42|32—44|30 40 —— 35-38 *„ 80 33 —- 24•26 44—4646—43 46-48/13—4646—45 45—4843 45/44-48 42-45 41—43|42-45 42 45 33—41/40-42 32—42|33-41|31—42 26-—28—[28—30 da. b[23-25s27-2925—27 vo. c 1— 23-—26|22—24 do. 6- 20-220— Köhe a)28-33 30—34/30-33 do. b /23—27s26 29s26—29 do c 15-22s22-25s22-25 do. 6 1— 18—21|16—20 Färsen a— 33—36 34—36 do. b— 30—3231—33 do c—[25—29s25-30 *) Ausgesuchte über Notiz. Bochum: Marktverlauf: langsam geräumt. Dortmund: Marktverlauf: Großvien sehr langsam, kleiner Oberstand, Kälber flau, gerdumt, Schweine langsam geräumt.####b##8. Essen: Marktverlauf: Großvieh un1 Kalber schlecht, Schafe und Schweine ruhig Getreide- und Warenbörse in Essen (Großhandel-Börsenpreise) Die Preise verstehen sich für 100 kg waggontrei Essen bei Abnahme von Waggonladungen Essen, 26. Oktober Inländ Weizen " Roggeg Pomm. Weiß-Hafer Ausländ. Weizen " R o g g e n " Hafer " Gerste Plata-Mais Pl.-Cinquant. Mais Nedte worge 1.. beite wounge Weizenmehl mit Austa schweizen[35.-35.235.-35.7 18.0 18.5/18.0 18.5/70%io rh. Roggegm. 29 0 30 5 29.-30. 0Ostd. Roggenmeh: 21.7 22.2122.-22.5Weizenkleie — 20.-21.0 Neizenbollmehl 20.-21.0s19.-20.0koggenkleie 21 5(21-21 5sfrockenschpitzel 21.7(21-21.7/Steffenszuckerschn. 30.-30.730.-30.5 .-11.5 8-10.0 10.-11.5110.-11.7 .-.7.-.0 .0.5.-5 5 .-.0.-.0 Weizenm. Grdpr. 97% 33.-33.2/33.-33.5sTendenz: beschättigt Duisburger Getreidemarkt Notierungen für 100 Kilo in Reichsmark, frei Waggon Duisburg Ootochurg. 16. Stchchter 1661 Herte Int. Weizen In Roggen 75 Ostd. Haf. neue Pomm.Hat R ein. Hater Inl. Gerste Ausl. Weizen Ausl. Roggen Aus. Hafer Ausl Gerste L# Plats--is #c gr 197-204 14. 91 vorige 21½ 324 331 351 351 30 307 287 295 —10 10-11 8- 95 Stromunterbrechung Wegen dringend erforderlicher Instandsetzungsarbeiten muß die Stromlieferung im Stadtteil Langendreer in der Kaiserstraße, zwischen Amtsplatz und Hauptstraße Dienstag, den 27.. und Mittwoch, den 28. Oktober, für die Zeit von 10 bis 13 Uhr unterbrochen werden.(LM6 Bochum, den 26. Oktober 1931. Städt. Beleuchtungs= u. Wasserwerke. Bekanntmachung Ueber das Vermögen der offenen Handesgesfelchost Soham Becter und deren Inhaber Johannes Becker und Heinrich Becker in Bochum, Marktplatz 4, ist heute, 11 Uhr, der Konkurs eröffnet. Konkursverwalter ist der Rechtsanwalt Neweling in Bochum. Offener Arrest mit Anzeigepflicht und Anmeldefrist bis zum 28. November 1931. Erste Gläubigerversammlung am 28. November 1931, vormittags 10.30 Uhr, im hiesigen Amtsgericht, Viktoriastraße 14, Zimmer 45. Prüfungstermin am 12. Dezember 1931, vormittags 10.30 Uhr, daselbst. Bochum, den 23. Oktober 1931. Das Amtsgericht Zwangsversteigerung Am Mittwoch, dem 28. Oktober 1931, vormittags 11 Uhr, werde ich in Bochum 19 Stücke Damen=Kleiderstoffe, etwa 330 Meter, meistbietend gegen par verEigern.— Der Verkauf finger bestimmt statt— Sammelpunkt für Käufer: Wirtschaft Morjan, Alleestraße. 54 Bochum, den 26. Oktober 1931. „Jost,„Obergerichtsyallzieher in Bochum, „Jost. Obergerichtsvollz Gavelsbergerstraße 12. Zwangsversteigerung 14 K 104/31. Gemarkung Linden Grundbuch von Linden, Band 6, Blatt Nr. 150 Flur 10, Parzelle Nr. 185/35, a) Wohnhaus mit Hofraum und Hausgarten, b) Stall mit Abort, c) Nebenhaus Am Poter Nr. 12. groß 2,22 Ar, Flur 10, Parzelle Nr. 186/36, groß 1,34 Flur 10, Parzelle Nr. 187/36, groß 4,18 Ar, Flur 10, Parzelle Nr. 270/35, groß 0,74 Ar, Flur 10, Parzelle Nr. 268/40, groß 1,10 Ar, Flur 10, Parzelle Nr. 269/41, groß 1,48 Ar, Grundsteuermutterrolle 92 Gebäudesteuerrolle 140, a, b,e Gebäudesteuernutzungswert 670 Mk. Eigentümer: Die Witwe Betriebsführer Hugo Weslsbach Berta geb. Hohoff, in Linden, in fortgesetzter westfälischer Gütergemeinschaft mit ihren Kindern Ernst, Walter und Hugo. Versteigerungstermin: Am 13. Januar 1932, 10.30 Uhr, an der Gerichtsstelle, Viktoriastraße 14, Zimmer 39. Bochum, den 17. Oktober 1931. Das Amtsgericht Mbnter-Katel-erstel wie Rambour, Parmänen, Reinetten usw., versendet: 1. Sortierung 12.50, 2. Sortigrung 10.—. Wirtschaftsobst.50, Birnen.— b. 10.—, Walnüsse 40.—. M. pro Ztr. netto Inhalt, inkl. Verpackung v. Nachn. Obstversand Heinz, Lohr a. M. Versteigerung Am Mittwoch, dem 28. Oktober 1931, vormittags 11 Uhr, werde ich in Bochum folgende Gegenstände: a) zwangsweise: 1. 1 Harmonium, Klavier, Standuhr, Kredenz. Büfett, 1 runden Tisch, vier Stühle mit Ledersitz, 2 Klubsessel, 1 Diplomaten=Schreibtisch, 1 Hobelmaschine, 1 Fräßmaschine u. a.., 2. 2 Ladenregale, 2 Ladentheken, 1 Wurstschneidemaschine, 1 Ausziehtisch, 1 Tischgrammophon, 1 Radio=Apparat, 3. 1 Standgrammophon, Schreibtisch, 1 Tisch. einen Teppich, 4, 1 Röhrengerät, 5. 1 Doppelschreibtisch, 1 Geldschrank, 6. 1 Ladentheke, Ladenschränke, 7. 1 kompl. Eßzimmer, 1 Wohnzimmer, Kleiderschrank, Waschkommode u. a.., 8. 1 Lampe, 1 Mignon=Schreibmaschine, 9. Küchenschrank, 1 Sofa, 10. 1 kompl. Speisezimmer, 1 Klubsessel, 11. 1 Büfett. Spiegel, 12. Sofa, Herrenrad Küchenschrank, h) im Auftrage des Konkursverwalters: Saiten und Ersatzteile für Musikinstrumente öffentlich meistbietend gegen bar versteigern. Versteigerung zu d) bestimmt. — Sammelpunkt für Käufer: Wirtschaft Morjan, Alleestraße 54. Bochum, den 26. Oktober 1931. C. Clausen, Obergerichtsvollzieher in Bochum, Freiligratbstraße 54. Zwangsversteigerung Am Mittwoch, dem 28. Oktober 1931, vormittags 11 Uhr, werde ich folgende Gegenstände meistbietend gegen bar versteigern: 1. 3 Wirtschaftstische, 2. 1 Geldschrank, 2 Schreibtische, 1 Torpedo=Schreib. maschine, 1 Ideal=Schreibmaschine, 3. acht Kühe, 4. 1 Schreibtisch, 5. 1 Bücherschrank, 6. 1 Kredenz, 1 Chaiselongue, 7. ein Billard, 1=Röhren=Radio=Apparat mit Lautsprecher(Siemens& Halske), 8. ein Klavier, 1 Spiegel mit Stufe, 1 Ledertuchsofa, 1 Vertiko, 1 Säule mit Vase, 9, 1 Parlophon, 1 Ausziehtisch, 3 Rohrstühle, 1 Büfett, 1 Kredenz. 1 Ausziehtisch und anderes mehr, 10. 1 Klubsofa, einen Klubsessel, 1 dunkeleichenen Ausziehtisch, 4 Stühle, 11. 1 amerikanischen Rollschreibtisch, 1 Standuhr. 1 Gläserschrank. 1 Dauerbrenner, 12. 1 Ausziehtisch, sechs Stühle, 1 Posten Zementsteine, 16 Tonrohre, 13. 1 Schaustellerbude an Ort und Stelle.— Sammelpunkt für„Käufer: Wirtschaft Morian. Alleestraße 54. Eckenhoff, Gerichtsvollzieher kr.., Bochum, Normannenstraße 33. Bekanntmachung Im Auftrage der Vollstreckungsbehörde der Stadtkasse Bochum— Zahlsreue Gerthe=Harpen— werde ich Mittwoch, den 28. Oktober 1931, vormittags 10 Uhr, in Bochum=Harpen. ein Klavier öffentlich meistbietend gegen bar gern. Der Verkauf findet voraussichtlich statt. Sammelpunkt für Käufer: Wirtschaft Stratmann, Bochum=Harpen. Bochum=Harpen. den 26. Oktober 1931. Rabe, Vollziebungsbeamter. Zwangsversteigerung Am 28. Oktober 1931, vormittags 11 Uhr, werde ich in Bochum folgende Gegenstände meistbietend gegen bar versteigern: J. 1 Schreibtisch, 2. 1 Nähmaschine, 3. 1 Nähmaschine, 2 Schnellwaagen, 4. verschiedene Teppiche und Läuferstoffe, 5. 1 Rechen=, 1 Adressen= u. 1 Schreibmaschine, 2 Vervielfältigungsapparate, 6. 1 Radio=Apparat(Locwe), 7. 1 Schnellwaage, 8. 1 Flügel(Ibach), 9. 1 Theke, 1 Radio=Apparat, 10. 41 Photoapparate, 11. 1 Plüschsofa, 1 Küchenschrank, 1 Vertiko, 1 Waschkommode, 1 Eisschrank, 12. J. Staubsauger, einen Zimmerofen, 13. 1 Nähmaschine, 14. Zwölf hläser mit Bonbons, 15. 1 Küchenanrichte, 1 Ledertuchsofa. 16. 1 elektr. Stehlampe, 17. 1 Bild(büßende Magdalena), 18. 4 Standgrammophone, 19. eine Weinbowle, 1 Kristall=Gebäckdose mit 1 Teller, 20. 1 Grammophon, 1 Bild, 21. 1 photograph. Vergrößerungsapparat (Ernemann), 22. 1 National=Registrier= kasse, 23. 1 Geldschrank, 1 Schreibmaschine, 3 Schreibtische u. a. m.— Sammelpunkt„für Käufer: Wirtschaft Morjan, Alleestraße 54. Bochum, den 27. Oktober 1931. Dörmann, Obergerichtsvollzieher in Bochum, Freigrafendamm 19. Leinöl la doppelt gekocht sämtl. Lacu. Farbwaren steinhart über Nackt Alleinverkaut für Bochum Bochum Kortumstraße 107 Probieren Sie meine ff. Braunschw. Wurstwaren u. Sie werden voll befriedigt sein. Ich offeriere:„frisch. Mettwurst, Brägenund Schinkenwurst, Thür. Rotwurst, Leberwurst, sein und grob, 9 Pfund zu 12 M. frei geg.Nachn. Karl Püttcher, Schlachtermeister, Sibbesse(Hann.). Elektrische Licht- u. KraftRadli- u. Groblautsorecher-Anlagen Elektrohaus w. Trummel Bochum, Viktoriastr. 55 bis Kirchstr. 9 · Fernruf 63586 Größtes Spezialgeschäft! Ausführung aller vorkommenden Reparaturen. Riesige Auswahl in Beleuchtungskörpern, Apparaten etc. acherkTänke Disech ie verdlitenen Palen Hlle und Hiellune durch Apoth Nanders UrinuaTee. Reines unschädliches Naturmittel Glänrende Hellerfolge. Pachungen zu Mk..50 und Nk..00. Kurpachung 4tach Mik 10.00. Erhältlich bestimmt in der Einhorn-Apothoke, Grobe Bechstrabe Kostenlose Probepachung mit ausführl. Aufklärungsschrißt sende: Ad. Naager, Fabrik Pharmas Präparate, Rudolstadt Tnür., Sedanplats 41 1193 Möbel gegen langes Zielevil., done Anzahlung, verkauft r. nommiert. Mövelhaus nur an solvente Kunden. Erste Rate 1. Dezember Küdren Schlafzimmer Spelsezimmer Herr.-Zimmer Einzeimöbel Polsterwaren Auf Wunsch Verireterbesuch. Angepote u S nd 4837 an den Bochumer Anzeiger. Radig Ausführungen. Hober Barrabatt#od. Zahl.=Erleicht Vorführung unverbindl. Gefl. Zuschriften m. Zeitangabe u. R. M. 45590 an die Gesch. nozahldarlienn Von Selbstgeb. Edtl. in—2 Tag. Tägl. Auszabl, Ohne Vorkosten. Vers. o. dal. Finanzbüro H. Vormann. Wittener Str. 36. Rückv, erbeten. Wer Kapital sucht als Hypothek, Baugeld. Darlehn usw., wende sich an Herrn Schlegel, Bochum, Hotel Monopol. Nur persönlich, anwesend am Mittwoch, 28. On., 10—12 Uhr. Weich. Edeldenkend. leiht Erwerbslosen 300—500 Mark geg. Dienstleistung? Ang. u. T, O 45806 an. die Gesch. d. Ztg. Aus Privathand 15000 Miak gesucht auf gute 1. Hypotber. Angeb. unt. S. F. 45799 an die Geschft. dir. Z16. 3000-4000 Mark auf 1. Hypothek auf kleinen Kotten bei Bochum gesucht. Angeb. u. L n. 8489 an die Gesch. d. Ztg. Aus Privatbagd, 2000.3000 M. gesucht. 10sache Sicherbeit vorhanden. Angeb. unter S. A. an die Gesch. 4000 Nm. auf 1. Hypothek v. Selbstgeb. ohne Zinsen zu vergeb. Gegenleistung:=Zimmer=Wohnung, mit Stal und Garten. Angeb. unt. A. R. 45747 an die Gesch. 1 MASCHINEN reparieren HOPFMANNRCL BOCHUM Viktoriastraße# (Postneubau) Bochumer Anzeiger u. Gen. Anz. Kdeiton, Optel uite Dienstag, 22. Oktober 1931 Von den Heillllichei Spielleidern Deutsche Jugendkraft Das Programm des Sonntags brachte neben den erwarteten Resultaten auch einige Ueberraschungen. Die Bochumer„Teutonen“ mußten sich von den„Antonen“ Bochum mit:0 geschlagen bekennen. Ueberraschend wurden die„Adler" Dahlhausen von„TuS“ Wiemelhausen mit:1 geschlagen. Beim Torwechsel stand die Partie schon:0. Einen unentschiedenen Kampf lieferten sich„Rasensport“ Weitmar und„Westfalen“ Langendreer. Man trennte sich mit einem:=Ergebnis. Die AfB. 06 Bochum konnte der„Arminia“ Wegescheid mit:2 die Stange halten.„Saxonia“ Grumme behielt über die Tuh.= Leute aus Hamme mit einem überzeugenden:=Sieg die Oberhand. Allein 5 der Tore fallen auf das Konto des Grummer Mittelstürmers.„Arminia" WanneEickel mußte die starke Ueberlegenheit der„Preußen“= Elf Bochum mit:3 anerkennen. Bei den Handballern sah der Sonntag nicht so viele Mannschaften im Kampf. TuS. 03 Hagen brachte seinem Ortsrivalen eine Niederlage von:3 bei. Der Kampf Mülheim Styrum gegen Altendorf 09 endete mit einem Von dem so oft gerügten engmaschigen Dreiinnenspiel war nicht mehr viel zu sehen und die schnell vorgetragenen Flügelangriffe waren stets gefährlich. Die Stürmer waren sehr wurffreudig und fast alle haben zählbaren Anteil an dem Erfolg. Bei Ehrenfeld war das Schlußdreieck gut und an der hohen Niederlage schuldlos. Der Sturm war vor dem Tore zu unentschlossen und versuchte sein Glück allzuoft in erfolglosen Weitwürfen. Eintracht erzielte in der ersten Halbzeit vier Tore, während Ehrenfeld durch eine Tv. Weitmar 1882—„Tura“ Hattingen:4. Das Spiel wäre den Weitmarern bald zum Verhängnis geworden. Man hatte anscheinend den Gegner etwas leicht genommen und nicht damit gerechnet, daß dieser den Spieß hätte leicht umdrehen können. Die Hattinger Elf konnte in ihrer Gesamtheit gut gefallen und ihre Leistungen reichten bestimmt an die der Weitmarer beran. Bis zur Halbzeit lagen die Gäste mit:3 in Führung, mußten sich dann aber nach dem Wechsel den 82ern beugen. Die Niederlage der Hattinger ist recht ehrenvoll, der Sieg Weitmars dagegen recht glücklich. „Westfalia" Welper verlor wieder, und zwar gegen die DIK. Stoppenberg mit:3. In der Handballgauklasse gab es nur ein Spiel:„Unitas“ Wanne=Eickel gegen Spielverein Hillen, das die Wanner mit einem:1 gewannen. Immer wieder Sieg BSV. Wattenscheid 31— BSV. Werne 30:11. Die Werner weilten am Samstag abend mit einer ersatzgeschwächten Staffel in Wattenscheid, vermochten aber dennoch den dortigen aufstrebenden Verein sicher niederzuhalten. Bei sehr gutem Besuch nahmen die Kämpfe folgenden Ausgang: Papiergewicht: Lücke(Wa.) mußte in der zweiten Runde gegen Galewski(We.) aufgeben. Fliegengewicht: Kruppa (Wa.) gab ebenfalls in der ersten Runde gegen Kajewski(We.) auf. Bantamgewicht: Breuglingaus(Wa.) holte gegen Weißnicht(We.) ein Unentschieden. Federgewicht: Bergemann(Wa.) blieb über Konigonski(We.) Punktsieger. Leichtgewicht: Reichel(Wa.) schlug Engels II(We.) nach Punkten. Weltergewicht: Riethoff(Wa.) mußte in der zweiten Runde gegen Kreuger(We.) bis 10 zu Boden. Mittelgewicht: Stochiwiak(Wa.) trat kampflos gegen Kontmann(We.) Sieg und ab. Halbschwergewicht: Reichenberg II(Wa. iten Rund= gegen Schlicht Die Tabellen der Bezirkslige Gruppe Essen: Vereine Spiele gew. un verl. Tore Punkte Schwarz=Weiß Essen VfL. Sportfreunde Essen BV. Altenessen Schwarz=Gelb Gladbeck Essen=West 81 Essen 99 Rot=Weiß Essen Horst=Emscher Werden 08 Gruppe Union Gelsenkirchen SV. Höntrop 1= Schalke 04 z= SV. Rotthausen Westfalia Herne Gelsenkirchen 07 Germania Herne Castrop 02 Schalke 96 Castrop 11 4 2 0 Gelsenkirchen: 25:7 21:13 24:9 16:10 13:13 :16 20:21 17•22 :39 20:5 17:7 19:5 16:16 13:17 24:23 10:18 11:16 17:25 :21 14:2 12:4 11:5 10:6 :8 •9 :11 :11 :16 den Halbrechten erfolgreich. Man glaubte schon allgemein an einen Sieg der Bochumer, da sie diesen Vorsprung bis wenige Minuten vor Schluß halten konnten. Als dann die Wattenscheider den Ausgleich erzielten, waren die Rasensportler durch diesen Erfolg des Gegners deprimiert. Der Gegner hingegen wurde angespornt und kam im Endspurt in kurzen Abständen zu zwei weiteren Erfolgen. „Robert Müser“ Werne—„Berussia“. Bochum:4. Der kleine Platz hinderte die Borussen sehr an der vollen Entfaltung ihres Könnens, zudem zeigte sich auch der Schiedsrichter nicht immer als korrekter Leiter! Erst kurz vor Schluß der ersten Halbzeit gelingt dem Borussenhalbrechten der Führungstreffer, nachdem vorher trotz großer Feldüberlegenheit der Borussen nichts Zählbares erreicht worden war. Nach der Halbzeit drängten die Borussen stark auf Verbesserung des Ergebnisses, das ihnen auch gelang. Der Sieg der Borussen war durch den famosen Endspurt durchaus verdient. Die Tabelle der 2. Gauklasse: Verein Spiele gew. un. verl. Tore Punkte Borussia Bochum Bochumer Verein Teutonia Stiepel 5 4 4 Steinkuhl..„ 4 Schlägel u. Eisen Ladr. 4 Robert Müser Werne 5 16:6 11:8 :7 :6 :11 :23 gab in der zweiten Munde gegen Schlicht(We.) auf. Triumph der Tus.-Hockeylpielerinnen Das westfälische Damen=Hockey=Turnier in Bielefeld Das 1. offizielle Westfalen=Turnier der Hockeyspielerinnen in Bielefeld stand ganz im Zeichen der Bochumer Spielerinnen des TuS., die sich mit zwei klaren Siegen über spielstarke Spitzenmannschaften von Nordwestfalen als die beste Elf erwiesen. Dieser Triumph des Bochumer Hockey hat seinen Grund vornehmlich in dem Eifer und in der technischen Schulung des Bochumer Sturmes, der jede Schußgelegenheit wahrnahm. Zum deutlichen Beweis des großen Könnens der Bochumer Spielerinnen wurde insbesondere ihr Kampf gegen Gelb=Weiß Bielefeld. Die Bielefelder hatten im Spiel zuvor die münsterischen Preußen besiegt und hatten die besseren Chancen. Trotzdem wurden sie überlegen von den TuS.=Spielerinnen geschlagen. Die Nervosität in der Gelb=Weiß=Mannschaft nutzten die Bochumer geschickt aus, so daß sie nach zwanzig Minuten schon:0 führten. In der zweiten Halbzeit kamen die Bielefelderinnen besser auf, konnten aber die stocksichere Hintermannschaft des TuS. nicht überwinden.— Schon eine Stunde später(!!) traten die Bochumer zum zweiten Kampf gegen Blau=Weiß Bad Oeynhausen an. Da ist es verständlich, daß sich die Bochumer in der ersten Halbzeit nur wenig anstrengten und nur für gute Deckung des eigenen Tores sorgten. Dennoch gelang ihnen ein:=Halbzeitvorsprung. Der Rest des Spieles sah die Bochumer ganz überlegen. Als Krönung des einseitigen Spieles fielen den Bochumer Stürmerinnen noch drei Tore und damit ein:=Sieg zu. Von den übrigen Mannschaften hinterließ„Eintracht" Dortmund den besten Eindruck; ihnen unterlag HC. Rheine mit:0 und TC. Hannover mit:0. Allerdings hatten die Hannoveranerinnen im letzten Spiel viel Pech. DT.-Handball Tkb. Wanne— Tus. Riemke:0. Mit einem Bombensieg wartete wieder der Turnklub Wanne auf. Die Riemker haben die hohe Niederlage nicht verdient. In der ersten Halbzeit waren sie im Feldspiel ebenbürtig. Erst als die Mannschaft sah, daß ihre Vorstöße an der sicheren Hintermannschaft der Wanner scheiterten, spielte sie resigniert. „Eintracht“, Bochum— Ehrenfeld=Rechen:2. „Eintracht“ scheint von den beiden letzten Spielen, die ihnen wichtige Punkte kosteten, gelernt zu haben. Man tat das einzig Richtige und probierte eine Umstellung des Sturmes aus, und der Erfolg war überraschend. Polizei SV.— Langendreerholz:4. Ein spannender Kampf wurde auf dem Sportplatz der Polizeiunterkunft ausgetragen. Langendreerholz konnte einen knappen, vom Glück begünstigten Sieg erkämpfen. Nach wechselvollem Verlauf stand das Spiel fünf Minuten vor Schluß:3, als es den Gästen gelang, das Siegestor zu erzielen. Wattenscheid 19—„Rasensport“ Bochum:1. Nach den bisher gezeigten Leistungen der Rasensportler konnte man nicht annehmen, daß sie sich von den Wattenscheidern schlagen lassen würden. Die Bochumer waren auch bis kurz vor Ende des Spiels in guter Form, aber Pech und Schußunsicherheit der Stürmer ließen sie zu keinem Erfolge kommen. So blieb es bis zur Halbzeit:0. In der zweiten Hälfte war zunächst„Rasensport" durch Neue Ruhrgaumeister Sieben Titel kamen nach Bochum Der BSV. Werne 30 trug am Sonntag abend im „Ständigen Ring“ zu Werne die diesjährigen Meisterschaften des Ruhrgaues aus. Ueberraschend gut war das Ergebnis, das diese Vranstaltung aufwies. Die Konkurrenz war sehr groß, da fast 40 Kämpfer am Start waren. Nur wenige gemeldete Leute mußten in letzter Stunde absagen, so daß die große Boxsportgemeinde, die diesen spannenden Kämpfen mit größter 13•3(Anteilnahme beiwohnte, voll und ganz auf ihre Kosten kam. Auf der ganzen Linie blieb der Nachwuchs über die alten Kämpfer siegreich. Die größte Ueberraschung brachte die Begegnung im Fliegengewicht, wo Ladniak(Werne 30) gegen Birnath II(Schalke 96) im Endkampf nach hervorragenden Leistungen triumphierte. In der dritten Runde brachte er seinen Gegner durch einen rechten Kinnhaken bis 10 zu Boden. Im Bantamgewicht standen sich Bondzio (Werne 30) und Bazio(Bochum 29) gegenüber. Nach zwei offenen Runden konnte der Werner sich in der Schlußrunde einen knappen Punktvorsprung sichern, wodurch er Sieger blieb. Die beiden Klubkameraden Mancik(„Germania“ Bochum) und Tauhofer(„Germania“, Bochum) hatten sich für das Federgewicht qualifiziert. Mancik war seinem Gegner in den ersten beiden Runden vollkommen überlegen und konnte ihn in der letzten Runde k. o. schlagen. Abermals mußten im Leichtgewicht zwei Klubkameraden die Klingen kreuzen. Engels I(Werne 30) war wesentlich besser als Dierks und zwang ihn in der zweiten Runde zur Aufgabe. Lediglich im Weltergewicht kam der Titel nach auswärts, wo Birnath I(Schalke 96) gegen Damaschke(Bochum 10000 Inach-Farhier 29) durch technisch besseres Können die Begegnun nach Punkten für sich entschied. Im Mittelgewicht wurde Schneider(Bochum 29) kampflos über Kondmann(Werne 30), der sich in der Vorrunde einen Nierenschlag zuzog, Sieger. Das Halbschwergewicht sah Korzillius(Werne 30) schon in der ersten Runde gegen Scharpons(Gerthe) flegreich. da der Gerther sofort aufgab. Opfer(Werne 30 wurde am leichtesten Gaumeister, da er ohne Konkun, renz im Schwergewicht startete. Im Kampf gegen den dalbschwergewichtler Preuß(Werne 30) verlog pfer nach Punkten. 5 sterschaftsspiel BV. nghausen(:). „Westfalen“ ist gerade in zu stürzen, Der Sprung nach dem Ball Ein Kampfbild aus dem Mei „Westfalia“— SV. Röhli Der Torwart der Bochumer„—.—„ die Höhe gesprungen, um sich auf den Bau der die Richtung zum Tor hat. Kurze Sportschau Richli=Schön siegen in Berlin Zum Dreistunden=Mannschaftsrennen, dem üblichen Auftakt zu den Berliner„six=days", war die riesige Halle des Sportpalastes fast restlos besetzt. Am Schluß des Rennens lagen nur noch Richli=Schön und Rausch=Hürtgen in Font. Das deutsch=schweizer Paar siegte nach Punkten. Das Ergebnis war: 1. Richli=Schön 36 Punkte, 129,447 Kilometer; 2. RauschHürtgen 19 Punkte; eine Runde zurück: 3. TietzBuschenhagen 60 Punkte; 4. Kroll=Maidorn 29 Punkte; zwei Runden zurück: 5. Gebrüder Wolke 20 Punkte 6. Ehmer=Kroschel 18 Punkte; drei Runden zurück: 7. Petri=Manthey 59 Punkte; 8 Lehmann=Wissel 18 Punkte; 9. Raynaud=Dayen 6 Punkte. Lord Nelson fiegt im Austria=Preis. Der mit 39000 Schilling dotierte„Austria=Preis“, der am Sonntag in Wien=Freudenau durchgeführt wurde erbrachte einen deutschen Sieg durch den Graditzer Lord Nelson, der unter Julius Rastenberger leicht gewann und seinem Stall zu einem schönen Erfolge verhalf. Peden=Lepage fiegen in Montreal. Die letzten Stunden des Sechstagerennens in Montreal brachten kaum eine Aenderung, so daß Peden=Lepage mit 1148 Punkten zum Siege kamen. Mit zwei Runden Abstand vigen Piet van Kempen=Audy(772 Punkte) auf dem zweiten Platz vor Horace Horder=Zach(427 Punkte) und Gachin=Defillipo(400 Punkte). Drei Runden zurück: Croßley=Baggio 827 Punkte, Boogman=Rys 427 Punkte, vier Runden zurück: DempsenFielding 750 Punkte. Die Deutschen Meyer=Stübecke waren gegen Schluß immer mehr abgefallen. Um Klaffen beffer Cilly Außem und Irmgard Rost in Südamerika. Im Rahmen ihrer Südamerikareise trugen die deutschen Tennisspielerinnen in Buenos Aires einige Kämpfe aus. Erwartungsgemäß fanden sie nur wenig Widerstand und gewannen ihre Spiele leicht. Irmgard Rost besiegte die Südamerikanerin Gladys Woordrusch mühelos:1,:2 und die dreifache Deutsche Meisterin Cilly Außem gab gegen die Argentinierin Amalia Obarrio nicht einmal ein einziges Spiel ab. In dem neuen Pariser Sportpalast haben die Tenniskämpfe der Tilden und Co. eine Zuschauermenge angelockt, die für den Tennissport zu großen Seltenheiten gehört. Unser Bild zeigt eine Uebersicht von dem Hallentenniskampf im neuen Pariser Sportpalast während des Doppelspiels TildenHunter— Plaa Burke, das die Amerikaner verloren. Wichtige Sportveranstaltungen Tennisabteilung des„TusS“. 1. Abendveranstaltung Freitag, den 30. Oktober, 20.30 Uhr, im Parkhote Haus Rechen: Tilden=Lehrfilm. Eintritt 50 Pfennig Vorverkauf im Parkhotel. W im Zentrum des rheinisch-weitfälischen Industrie gebietes undberroffen. Deutsche Ausstellung verbunden mit Serienschau der Obstverwertung Hordorf Ein neuer Musterwaggon eingetroffen. Von zirka 20 Sorten die Auswahl. Ein jeder kann sehen, daß kein zu früh gepflücktes, welkes Obst, sondern baumreifes Edelobst zum Einkellern abgegeben wird. Deutsches Obst bis zur neuen Ernte Kein Pfennig mehr nötig für Auslandobst. Außerdem bieten wir an, den nach dem Dr. Schnitthenerschen Verfahren hergestellten alkobolfreien Apfelsaft. Von vielen Aerzten zu Kurzwecken verordnet. Besucht unsere Ausstellung und lernt deutsche Erzeugnisse kennen. Groß= und Kleinverkauf. Vereinigte der Magdeburger Börde Rottstraße 34 (gegenüber dem Operettentbeater). K erzielen verblüllende Erlolge, besond.: geg. Schlallosigkeit, Angst. Unruhe, Blutandrang. Reizberkeit. Schmerzen, Herzbeschwerden, Gemütsdepressionen, Schwächezuslände durch Dr. Müller’s DRAKONAL-RT· nur in Apotheken. In BOCHUA bestimmt „Alle Anolbche“, Flachtplats. treffen sich die füchtigsten Hausfrauen bei Hanisch. Der billige Dienstagist die beste Gelegenheit vorteilhaft em zukaufen. Frische Brühwurst.88.3 Blutwurst....46.5 leberwurst...48. Blernurst...76 KONSERVEN Schaltbohnen. 8 J0 Eögeschlir achte#or sellan, mit Terrine, nus 1Steilig in nur Goldrand-Eögeschirr O OE echt Porzellan, 2341g. nur U, J0 12.95 .00 50 J0 bekannte Hanisch-Wecker 4 05 hr schrittliche Garantie fur 18 8 m. frögen Fuß, optisch, 3 Stck. nur Blergläser m. Goldrd, /# Liter. 4 Stüchk nur Der 1 Jaht IZund=Oose SehugStein Kirschen schwarr, mit 1 Dose Bongardstr. 58, Ecke Schützenbahn — Abgeschlossene(In der Diekampstr. Lerne leiden, ohne zu klagen. Heute morgen 4½ Uhr entschlief sanft, nach längerem, schwerem, mit großer Geduld ertragenem Leiden. wohlvorbereitet durch den Empfang des hl. Abendmahles, mein innigstgeliebter Mann, unser unvergeßlicher, treusorgender Vater. Bruder, Schwager, Onkel und Vetter, der Reservelokomotivjührer a. D. Pemmfarköhlecte Im Alter von 48 Jahren. In tiefer Trauer: Marta Könecke geb. Grunewald Else Könecke und Anni Könecke Bochum, Essen, Niedenstein, Lohne. Eiterfeld und Hlünfeld, den 25. Oktober 1931 Beerdigung findet am Mittwoch, dem 28. Oktober. nachmittags.30 Uhr. vom Trauerhause, Hattinger Straße 52. aus statt. Trauerfeier ½ Stunde vorher. Allen, denen aus Versehen keine besondere Nachricht zuging, diene diese als solche Ihre Vermählung geben bekannt: Dr.- Ing. Erich Kuhn Margarete Kuhn geb. Ostermann Bochum, den 27. Oktober 1931 Wittener Straße 44 Offene Stellen Gott dem Allmächtigen hat es in seinem ungzterschlichen Ratschlusse veratigen fieben Mann, unsern treusorgenden Vater, Schwiegersohn, Bruder, Schwager und Onkel, den WertWEmmGelcweige alles, zu sich in die Bwickeit abzurufen. Um stille Teilnahme bitten die trauernde Gattin: Lydia Goldwelde geb. Gilllenberg nebst Kindern Bochum-Weitmar, den 28. Oktober 1931. FamilienNachrichten Geboren ein Knabe: H. Muthmann(Trude Zumpe), Oberhausen. Verlobte: Erna Frank mit Julius Rosenberg, Lünen u. Hombruch. Lieselotte Walter mit G. A. Essen. Lotte Bresser mit Paul Gerards, Duisburg. Vermählte: Dr.= Ing. Haus Theißen mit Marianne Quatram, Duisburg u. Nachen. August Ditz mit Hildegard Müller, Fürth u. Hagen. Ger.=Ass. Ernst Feuth mit Ruth Herzbruch, Bredeney. Gestorben: Dietrich Mork, 59., Dortmund. Bernh.,Tendick. 84., Gelsenkirchen. Frl. Wilma Pieper, 23., Recklingbausen, Heinrich Trockler, 52 Jahre, Datteln. Frau Pauline Henrichs, 59., Essen. Sallv Blum, 64., Essen. Frl. Margaretbe Zwaack, 46., Duisburg. Dir. Hans Scamoni, Mülbeim. Ihre Vermählung geben behannt das Zigeunerpaar Carlo und Ottikanne BOCHUM-LAER, den 28. Oktober 1931 Werner Hellweg 166 Wirtschalt„Zum kühlen Grunde“ * 19131 an vur Gesch, — Gute Eritenz.— /a11#. Uchpunal 9# einzigart. bis jett 3 /2-Limb.-Hondulng's Farierre-Raume noch nicht dagewes. sof. zu verm. Miel. für Anwalt oder pratt, Pat.=Art, für 49 Mark. Bochu Prarig zu vermiet. Herr. im Vert.=Pr. Hordel, Evastraße„. Anfrag, unt. M. B. — 2 Zimmer—.:-315 die mit Waschlüche, in Riemle, fur 25 Mt. mnnen ges. Ang.ssohne Karte) an an Neuhetten der Brautleute zu verm. trieb Gladbeck, Bis=Angeb. unt. W. E. marckstr. 2, od. pers. 45786 an die Gesch. Vorstell. für Bochum— 2 Zimmer,— u. Umgeg. Mittwoch abgeschl., Neubau, vorm. 10/—12 Uhrsgroß u. hell, Bade, Lohnender u. leichter Verdienst Hahnogs or* zum Verkauf eines in jedem Haushaltneine Originalzeugnisse einsenden Männlich 5grr., im Verl.=VGr. 1,95 Ml., werd. tüch####tige, gewandte Verk., * Z wie auch Vertr. mit Kolonnen ges. Ang. leu. Mer (45842 raum, f. 40 Mk. 3. 1. Nov. 1931 zu vermieten. Wo, sagt die Geschst.(45748 rautschleier und(LB27 Fraumhrande Grün. Silber a. Gold Bochumer Blumenballe Große Bechstrabe 22 Verloren Eristenz Gutgeh. Trinthalle preiswert zu vertf. Angeb. unt. M. R. 45801 an die Gesch. Trinchalle zu verkauf. Näh. in der Geschst.(45751 Gelegenlenskauf: Solides Azimafet mit groß., 3teil. Garderobenschrk. m. Innenspiegel, 2 Bettstellen, 2 Nachtkonsolen, 1 Waschkommode mit Spiegel, 2 Polsterstühle,„s. 385.— InR. zu verkaufen. Möbel-Borgmann Prtastr. 5t 44. Größere Posten Kleiderschränke, zweitürig, zerlegbar. RM. 75,—, 3türig. 180 cm breit, RM. 140; Schlafzimmer, kompl., RM. 300.—. Möbelhaus W. Klein Bochum=Weitmar, Markstraße 384. Ein neuer, eintürig. Kleiderschrank sehr billig zu verkf. Wiemelbauser St. 212 Sitz=Liegewagen mit Verd. bill. zu verk. Vereinsstr. 43. 3,Sick. Radio-Apparat Netzauschl., wie neu, umständehalb. billig abzugeben.(45734 Quellenweg 6, part. nender u. teichter Vervieng Bahabof, der: Tertam eines in Koem. aursgan— gebrauchten u. leicht zu verkaufenden Ar=— Existeng: tikels mehrere gewandte Damen u. Her= Wer beteiligt sich= ren(abgebaute Beamte, Osfiziere) bei mit 500, 60/, Mark] Abegimtussene bob. Berd, gesucht. Vorzust. Dienstag v. san Fabrt,zzersohner Mansard. Wot 210—12 Uhr, Jägerstraße 12, 1. Etage, gesuchter Isersohner(Zansard. Wohnung * Herr: Krlsenzmöglihtell dauernder Verdiens.s BezeFesauschase 3 gesucht zum Verrau] mit hohem verburgtg u. 45732 Aogeschl..Zimmer Wirte und Private. Jahreseinkommen! an die Gesch. d. Ztg. Woynung mit Bad Co., Alleinverkauf bedent— u. Balkon, im NeuHerr od. Dame erh. bau(Nähe StraßenAnstell., mon. Eink. vayndepot) zu ver150—200 Mk. 4000 mieten. Zu erfrag. bis 5000 Mr. müssen u der Gesch.(45808 möbl Zimmer Kauf Gesuche H. Jürgensen& Co., Alleinverkauf bedeut. Hamburg 22. Zahnpasta(Patent) ### zu verg. Kapit., VorTüchtiger Wirt, skenntn. u. besondere auch kinderl. Ebep., Räume, werd., nicht kautionsfäh., sof. z. verlangt. Großzüg. schäftst. dir. Ztg. lburg 36. an bis 5000 Mk. müssen eingez. werd Geld wird auf gut.Grund2= b.-Famil.= Haus mögl. mit Garten, zu kaufen gesucht.— Angeb. unter R. D. 45401 an die Geschst. Gut erh., 2türiger — Kleiderschrank— — und Vertiko— zu kaufen gesucht. Ang. m. Preisang. unt. H. M. 45732 an die Gesch. dies. Ztg. Weiblich Bochum=Laer, Nähe Stodt, 2 kleine Mansard.=Zimm..Herd, Bett, Kleiderschr., zu verm für 25 Mark. Angeb. unt N. B. 45753 an die Gesch. =.=Wohnung 1. Etg., sof. zu vermieten. Hellweg 11. 1 leer. Zimmer Allen, denen aus Versehen keine besondere Nachricht zudiene diese als solche. ging. Am 22. od. 23. Okt. gold Armbänden m. Med., gez.., verloren. Gegen Belohnung abzugeben Weiherstr. 54, part. Drahth.=Terrier entlaufen, Wiederbr. erhält Belohnung. Gußstahlstraße 11. ZU Am Samstag nachmittag 430 Uhr entzohtergn langem, schwerem Leiden meine innigstgelier Bercin, Schwester, Schwägerin und Tante, die wohlachtbare Enoirad-Annd Muniensteut geb. Lemke im Alter von 55 Jahren. Sie starb im Glauben an ihren Erlöser. Um stille Teilnahme bittet im Namen der trauernden Aieseckbticheven. es Familie Karl Fiühiensteut Bochum, Hattingen, Ober-Dahlhausen, Köln, Danzig, Düsseldort, Wanne, den 28. Oktober 1331 achmitags 4 Uhr, vom Trauerhause, Easener Straße 24. aus. zuging, diene diese als soiche Bess. Geschäftshaus, bochverzinsbar, im Brennpunkt Boch., bes. Umstände halb.“ spottbill. zu verrauf. Erf ca. 10.000 Mk. Näh. mit Geldausw. Blücherstr. 58, part. Verkaufe sofort 41. Morgen=(49400 Veit=Sruadst. davon 3 Morgen Wiese, Kleef.=Boden, an Chaussee, gute Lage. 3 neue Geb., gut. leb. u. tot. Invent. Anzahl. 5000 M. Preis nach Vereinbar. Jakob Nelz, Lindenau, P Rausch= ken, Kreis Ostervor, Ostpreußen. 2 Speisezimmer echt Eiche, m. Nußbaum, zu jedem annehmb Preis zu vl. Möbel=Meisert, Königstraße.— Neuzeitl. Schleifl.=ReformAauis m. 180 cm breit. Büfett m. Kühlschrank, Tisch, Stühle, für 288.— IIIk. zu verkaufen. Möbel-Borgwann Ksch. Steheult mit vielen Auszügen billig zu verkaufen. Königstraße 6. — Fleischsaß, 3 Zentner Inhalt, zu kaufen gesucht. Angeb. unter H. A. 45785 an die Gesch. ohe Preie für getrag. Kleider, Schuhe und Möbel. Fruchter, Tel. 63762, Marienstraße 31. Gebr., gut erhalt. Kreissäge zu kaufen gesucht. Angeb. unt. G G. 45736 an die Gesch. Kläusne! Brückstraße 54 zahlt sehr hohe Preise f. getr. Herr.= u. .=Kleid. u. Schuhe all. Art. Tel 63835. Gebr., aber sehr gut erh. Klavier für sof. zu kauf. gesucht. Angeb m. Angabe der Fabrikmarke,.Baujahres u. des Verkaufspr. unt. L. P. 8718 an die Geschst. 10—15, gebrauchte Eische zu kaufen gesucht. Große Beckstraße 1, Telephon 68672. Passender Beruf für Frauen und Töchter Erste Spezialfabrik in feiner Damenwäsche und Stickereien wünscht in allen Städten Verkaufsstellen zu errichten und sucht tüchtige und angesehene Personen mit netter Wohnung an guter Geschättslage. um den Verkauf gegen hohe Provision zu besorgen.— Preise und Qualität der Ware sind von keiner Konkurrenz erreichbar, daher gute Verkäufe in allen Damenkreisen jeden Standes garantiert. In vielen Städten und Plätzen bereits mit großem und dauerndem Erfolg durchgeführt. Für Bewerberinnen mit guten Referenzen sehr angenehme und lohnende Betätigung. Anmeldungen unter Chiffre M 325 an Ruden Mosse, Stuttgart zu verm. Zu erfrag. in der Gesch.(45730 Nähe Eisen= u. Hüt tenwerke 1 gr. Zimmer zu vin..=Harpen, Grüner Weg 97. Leeres Zimmer zu vermieten.(45761 Josefstr. 25, 2. Etg. 1 gr.leer Zimm. zu verm. Pr. 16 M. Verkehrsstraße 33. Ladenlokale sucht Gebraucht. Herd Gutgehendes Damen. u. HerrenFrieeur abschaft Hand aber wachsam, gesucht. Neuhaus, Allecstraße 61. Scharfer, geflügelfrommer WDachthund zu kaufen gesucht. Hanen=Fhalfrad gebr., billig abzug. Kurze Rottstr. 25, 1. Etage. Lebensmittelfilial=Großbetrieb per sofort einige tüchtige Verkäuferinnen für die Feinkostabteilung Bewerberinnen, die nur in der Feinkostbranche tätig waren und sa Zeugnisse besitzen, werden berücksichtigt. Alter nicht unter 24 Jahr. Gefl. Ang. mit Zeugnisabschrifter,seih zu richten unt. C. F. 84 an die Ladentokul bzw. Büroräume preisw. zu vermiet. 14912) Rottstr. 42. Rortumitr. 25 HI. Laden mit geschloss. Schau###kasten und Theke auf sofort zu vermieten. (Heizung.),(45713 Willeke, Kirchstr. 2. Antoniusstr. 22, part. frdl. möbl. Zimmer bill. zu verm. Das. bess. Schlafstelle frei. Brüderstr. 12, 2. Et. schön möbliertes — Frontzimmer— mit 2 Bett, an Hrn. od. Damen zu verm. Jägerstr. 2, 1. Eig. gut möbl. Frontz., auch m. vorz. Pens., preisw. zu vermiet, Kanalstr. 18a, part. sch., gut mbl. Zimm. z. 1. 11. prw. z. vmi., Kanalstr. 46, möbl. Wohn= und Schlafzimmen Tel., Zentr.=Hz., el. Licht, zu vermieten. Kanalstr. 64, 1. Etg. frdl. möbl. Zimmer „aut. Hause prsw..v. Kreuzstraße Nr. 17 frdl. mbl. Zimm. preisw. zu vermiet. Kronenstr.18, 1. Etg., eleg. und behaglich möbliertes Zimmer zu vermieten,(a8560 Malteserstraße Nr.36 einf. möbl. Zimmer zu vermieten.(45824 Neustr. 2, 1. Etage gut möbl Zimmer an bess. Herrn oder Dame prsw. zu vm. Neustraße 3, i. Einsamil.=Haus, ein gut möbliertes WohnSchlafzimmer zu vermieten.(45476 Pieperstr. 2a, 2. Et. frdl. möbl., heizbar. Zimmer bill. zu vm. Redemptoristenstr.18 frol. möbl. Zimmer sofort zu vermieten. Roonstraße 39, part. frdl. möbl., heizbares Mans.=Zimm. z. vm. Viltoriastr.61, 2, Etg. hübsch möbl. einger. Iitantardenzimmer mit od. ohne Pension preisw. zu vmi, volontärin ür Daxenfrisgg Stellen-besuche Weiblich sehr billig zu verkf. G. Paesgen, Gußstahlstraße 9. Gut erb. Dauerbrenner preisw. zu verk. Kanalstr. 64, 1. Etg. gesucht ng. u.., 8420 an die Geschst. Damenu.herten find. lauf. Verdienst Ig. Frau,perf.i. Koch. durch Adressenschrei= sucht gleich welcher Art. Ang. u. Z. G 45830 an die Gesch. d. Ztg. einer Hand, sof. zu sow. P Schunmachrt. yark Erf 3500 RM. masch, verkauft von 90 seh unt G 570/11 hi. 2 gebr. Fahrräder Kaufe am Mittwoch, sehr bill. zu verkauf. dem 28. Oktober, v. 25 Laden, 4 bis 5 Uhr, in BoNeumarkt.(45818 chum, Königstraße 9, Stu bei Lasch, jed. Post. 4 Tam.= 1123 Fer izn.versentb-Rähmasch. Kanarienhahne son 1 Schuhmacher= und helle Weibchen, derr. Sef.“ 5 Angeb. unt. G. 900 an Ann.=Exped. Genieser, Bocum. 11 bis 4. Meinert, Hattinger„Str. 59, Toreinfaort rechts. Frissur-uo mit Einrichtung sce;(ar; in verkaufen. Garagen. Kinderbettchen fahrb., verstellb., Kinder=Badewanne bill. zu verkaufen. Busch, auch weiße.(AS2 Geschke. Personen: Liefer-Auto geschlossen, leihweise gesucht, Zuschr. unt. L. J. 2 an die Geschäftsst. ds. Ztg. ben. Eilang. m. Rückporto an Alfred Schäfer, Siegen i. W. Tiergartenstr. 331. Morgenmädchen gesucht. Dortmunder Str. 5, 1. Etage. Jung. Mudchen als Heiferin gesucht. Handschriftl., Angeb. mit Bild unr. 8721 an die Gesch. Schneiderig gesucht Schäfer, Albertstr.31. Saub., tüchtiges — Mädchen— s. Küche und Haushalt gesucht. Angeb. m. Zeugn u. Lobnanspr. u. R. S. 45781 an die Gesch. d. Ztg. Jung., bess.(45838 Llaschen z. Erlern. d. Küche, des Haush. u. Büfetts sofort gesucht. Wo, sagt die Gesch. Wohnungen Frdl. möbl. Zimm. ###sep., bill. abzug. an badenlokalsgngeb, unt s“: mit od. ohne Zim=45784 an die Gesch. (mer sof. zu vermiet. Schöne, Fraum. Vreo=gutgegengetr-.18), Mg g.5 in zentraler Lage, 45821 an die Gen# Mädch. vom Lande, 19 J. alt, w. perfekt näben, auch Stärkewäsche bügeln kann, — sucht Stellung— für alle Hausarbeit. Angeb. unt. G H. 45749 an die Gesch. Persekte Knabenschweiderin empfiehlt sich i. Anfertig. von Anzügen und Mänteln aus neuen u. getragenen Stoffen zu billigsten Preisen.(45825 Frieda Hammann, Malteserstr.34, pt., II. Schneiderin, erstkl., äuß. perf., sucht, da es an Arbeit mangelt, einige Damen außer dem Hause, auch außerh. Schr. Angeb. unt. E. A. 45817 an die Gesch. (auch für Büro o. Praxis geeignet) z. 1. 1. 32 od. früher zu vermiet. Näber. Kortumstraße 13. Für pensionierte Beamte! Geräum., abgeschl. =Zimmer=Wohnung mit Badez., 1 Etg., 1 Mans. mit Abstellraum und Garten, =Fam.=Neub., ruh., ges. Lage, am Querenburger Wald, preisw. zu vermiet. Ang. u. E. H. 45750 an die Gesch. d. Ztg. illespalt. Ang..gg n Kutatet umständeb. an saub. Brückstr. 13, 2. Eig. Leute sofort zu ver- guter, reichlicher eschace Aicen Miliagusch Sonnige Ein treues Mutterherz hat aufgehört au schlagen. Sespiecteranienr, Grodimuter, Sehrügera und Taut, die wohlachtbare fIe,„ Baui Wilhelmine geb. Blau h langem, schwerem Leiden, wohlvorbereitet durch das hl. Abendmahl. im Alter von 67 Jahren, in ein besseres Jenseits abzurufen. bill. zu Ang..Preis u..E. 45810 an die Gesch. ofort au vetiutg., für sechs Prauenhaar Büro m. Schlusgsetgend. u. e. 2050 MA.stauft S. Kleindespel, Schnellangeb. unt. M. J. 45822 a. d. Gesch, Rottstraße 17. In tiefer Trauer: August Blau und Kinder Bochum, den 26. Oktober 1931 statt. Trauerfeier ½ Stunde vorhe# S W Nervös-Erschöpfte. Spezialkuranstalt Taunue bei Frankfurt a. M.— Prospekte — achtung!— Prima Anthrazit Nußkohlen 20 Ztr. 38 Mark, Fett=Nußkohlen 20 Ztr. 27 Mark, liefere„frei Haus gegen Kasse. Bestellungen unt B. V. 45853 an die Gesch. schreibt: Luhns Wasch-Extrakt Ist einzigartig u. bel jeder Wäsche zeigt es sich von Neuem, wie wirksam und vor allen Dingen sparsam Luhns Wasch-Extrakt ist. Zu vermieten Partene“, imh von 6 Räumen, mit anschließendem Lagerhaus von ca. 250 Quadratmeter Größe und Einfahrt, zu Hermannshöhe 10. Abgeschlossene -Zimmer-Wohnungen V. onst, Iuv=Höntroper Str.—8. V. Weitmo g träßenbabnbaltest. Be Weitmar gelegen, bes. billig, sofort mit Mansarde und Zubehör, im Neub., Ehrenfeld, bestens erhalten, weg. Umzuges sof. od. später zu vermieten. Miete 125 RM. Ang. unt. V. O. 8728 an die Geschäftsst. ds. Ztg. 3½-ZimmerWohnung im Neubau Hattinger Str. 150(Näbe Bergmannsh.( mit Diele, Balk. Speisekammer und einger. Bad, in der 1. Etg., z. 1. November für 75 RM, zu vermiet. Näh, Zigarrengesch. Otto Richter Nachf., Hattinger Str 22. Telephon 63411. =Zimmer=Wohnung mit Mansarde, eingericht. Badez. u. Zuvebör, Heiz., Warmwasser, im Einsam. Haus auf sofort zu verm. Hüttenstr. 2, gegenüb, d. Radrog. 2--, K- und -.-Wohnung zu vermieten.(08490 Rik. Haase, Bochum=Gerthe, Sodinger Str. 7. Miets-Gesuche Beamter in 3 Erwochene, Wghpung 5- zimmer-Lorz Miete bis M. 100 monatlich. Angeb. u. J. K. 8705 an d. Geschst. Familie zu mieten,„i Ga unt. L. M. 8536 an die Gesch. chafti. Wöhnung 6 Zimmer, mit Heizung und Komfort, Ausgesucht. Angebote d. Ztg. 3 Zimmer u. Küche nebst Bad hranfeld bevorzugt, von kl. Beamtenbeen. 22 epil. auch schon früher samtlie d. 1. 9.— Angebote unter St. L. 45834 an die Geschäftsstelle wohnungen Suche abgeschl. 3= bis -.-Altwohng., geg. 4 Zimmer, 2X2, an 1 oder 2 Familien zu tauschen.(45704 Helenenstraße 23. Tausche meine 2 Zimmer gegen gleiche. Schlack,.=Hamme, Gahlensche Str. 174. Tausche meine=.=Wohng. Stall, Land, gegen —4 Zimmer, Stall, Land. Bochum 7, Markstraße 76. Anstd., ruh. Leute suchen z. 1. Novbr. -.-Wohnung (Altwohnung). Angeb. unt. W. H. 45783 an die Gesch. Klein., trockener, verschließb. Lagerraum sof. gesucht. Burger, Kanalstraße 73. Näh. Baubüro Bödestr. 31, Fernspr. 60391 Baugenossenschaft Bochum u. Umg. e. G. m. b. H. Bochum, Friederikastraße 135. Wir haben für sofort 2 Drei=Zimmerwohnungen, 1 Vier=Zimwexwohnung, mit Manfarde 1 Vier=Birg, m—. ansard und zum 1. Junuar 1952 1 Zweieinhalb=Btrgmuengahnung, 2 Vier- Zimmerrnghnung n 1 Vier=Zimmerwöhnung mit Manf. alle einschließl. Küche und mit Baderaum,.=.=Wohnung erezrbungen sind an unsere Ge= mit Bad u. Nebenr. f. 57 RM. sof. dn kictente. zu verm. Ang. unt. Kleines Ladenlokal 0- Limm.für 48 Mark, -Zimm. Wonnung (vollständig renov.) für 100 Mark, auf der alten Kortumstraße per sofort zu vermieten.(LM2. Hermann Meyer Häusermakler, Bongardstr. 9 Ruf 65056/57 — 2 Zimmer,— Küche, Bad, im Ztr. der Stadt von kinderlos. Ebepaar per 1. 12, 1931 gesucht Angeb. unt. Z. A. 45725 an die Gesch. LUHNS SPAR-RABATT gibt die Möglichken, den Einkauf EieF LUHNS-SEIFEN noch um 2½ Plg. zu verblligen. Oesbeben digai#####me Lont KUHNS-LOMATS Zestungenun mmm eeuere Kortumstraße, sofort für. 123,o. 7. zu vermieten. Leo Mayer, mo##se Ladenlokal9 sehr geraumig, mit ar. Doppelschaufen..8723 an.Gesch. Umständebalber =Zimmer=Wohnung geg. rote Karte sof. zu vermieten. Laer, Werner Hellweg 47. Suche =Zimmer=Wohnung z. 1. 11. Rote Karte vorh. 100 Mk. Mietevorauszahl.„Augeb. u. O. Sch. 45740 an die Geschst. dfr. Zta. =.=Wohnun oder später gesucht. [orzugstarte porh. Angeb. unt. Et L. 45779 an die Gesch. Ebep. sucht großes Zimmer z..11. in Riemke. Sicherer Zahler. Angeb. unt. R. A. 45833 an die Geschäftsst, ds. Ztg. Ladenlokale möbl Zimmer Bess. Ehepaar sucht z. 1. Nov. beh. möbl. Wohnschlafzimmer mit Küchenben. in Nähe ZentralKaffee. Angeb mit Preis an Mocker, Elberfeld, Islandberg 4.(AM1 Zum 1. November möbl. Zimm. mit Kochgelegenheit gesucht, Nähe Kortumstraße. Ang. unt. C 661 an die Geschäftsst. dfr. Ztg. Jung. Ebep. sucht eeres Zimmer am ltebsten Näbe vn Hwoseche Heignet, in Manne, 2½ u. Amnngr an die Geschäftsstelle dieser Zeitung. Grimmestraße z. Ranes neu und gebraucht. Verlangen Sie vor Kauf unverbindliches Angebot direkt von Plano-Fabrik Roth& unius Hagen 118 Tellzahlung. Lieferung trei Haue Der Weg zum Käufer ist schwieriger geworden. Nicht jede Werbung führt zum gewünschten Erfolg. Je zugeknöpfter die Taschen der Käufer, umso eindringlicher, nachhaltiger muß die Werbung sein. Eindringlicher werben heißst aber systematischer werben! In wirtschaftlich guten Zeiten kommt es auf ein Experiment nicht an. Dann lassen sich schon einmal Wege gehen, von denen man nicht genau weiss, wohin sie führen. Wenn die zur Verfügung stehenden Gelder aber knapp werden, wenn auch das Konto„Werbung“, sich Abstriche gefallen lassen mußs, dann sollte man auf Experimente irgendwelcher Art grundsätzlich verzichten. Im eigenen Interesse! Jede Mark, die heute für die Kundenwerbung bereitgestellt und ausgegeben werden soll, muß Erfolge bringen. Jede Mark, in Werbemittel gesteckt, mus kaufanregend und umsatzfördernd wirken. Es gibt keinen Geschäftsmann, der sich den Luxus einer unproduktiven Werbung erlauben kann. Somit gewinnt die Frage„Welches Werbemittel verheißt den besten Erfolg bei relativ kleinsten Kosten“ eine ganz eminente Bedeutung. Es ist nicht von ungefähr, daß sich die einsichtigen, erfahrenen Kaufleute gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten fast ausnahmslos der Zeitungsanzeige zuwenden. Kein anderes Werbemittel vermag so gut auf die Menschen einzuwirken wie die Zeitungsanzeige. Die Gründe lassen sich leicht erklären. Die Zeit ist angefüllt mit politischen und wirtschaftlichen Tagesfragen! Träger der öffentlichen Meinung ist die Zeitung. Sie fesselt täglich ihre Leser aufs neue, sie ist gerade in dieser Zeit hochaktuell, stets interessant, von einer überraschenden Vielseitigkeit. Diese Besonderheit darf bei der Beurteilung der Zeitung als Mittlerin zwischen Angebot und Nachfrage nicht übersehen werden. Auf der anderen Seite aber vermag die Zeitungsanzeige einen ganz anderen Kontakt herzustellen, als dies bei irgend einem anderen Werbemittel der Fall sein könnte. Jeder Leser— vor allem jede Leserin!— hat die Möglichkeit, in aller Ruhe sich nach den günstigsten Einkaufsgelegenheiten umzusehen. Die Leser wählen in ihrem Heim, was und wo sie kaufen wollen. Unbeeinflußt von dem Lärm der Straße, von dem Hasten außerhalb des Heims vermag die Zeitungsanzeige nachhaltig und eindringlich zu wirken. Eine Werbung, die alle Vorbedingungen erfüllt, die alle Voraussetzungen schafft, um einen Erfolg zu gewährleisten, muß rationell, muß billig sein. Wer Umsatzrückgänge vermeiden will, wer sich und sein Unternehmen auch in schwierigen Zeiten behaupten will, der darf auf das beste Werbemittel nicht verzichten: Auf die Zeitungsanzeige. Gedenktafe! am Verwaltung= hireiche Zuschauer eingefunden hatten. Wehr vorzüglich is. der sich zahlreiche Zuschauet eingegunren hatten. Wehr vorzüglich ist. daß der Geist 27. Oktober. 1128 Der Forschungsreisende James Cook in Marton 4760 Der Feldmarschall Neithardt v. Gneisenau in " Schildau geb.(gest. 1831). g..ini in 6. Der Geigenkünstler Niccolo Paganmi in Genua “ geb.(gest. 1840). 1870 Kapitulation von Personal-Nachrichten Die Eheleute Heinrich Preßler, Bochum 5, lstraße 7, feierten das Fest der silbernen Hochzeit. Möller, Sohn des verstorbenen Schreinerneisters Heinrich Möller, bestand an der Landwirtschaftlichen Hochschule in Bonn=Poppelsdorf die erste Staatsrüfung für Vermessungsingenieure., “ D e r s e i t l ä n g e r e n J a h r e n v e i m H a u p t p o s t a m t Gochum tätige stellvertretende Postdirektor Hoering sst zum leitenden Postdirektor in Schwerte ernannt worden. Am Samstag abend fand im Saale des Pirtes Uhlenbruch eine Abschiedsfeier statt, welche dem Scheidenden von der Beamtenschaft des Hauptpostamtes bereitet wurde. Ein Freudentag für die Meinolphuspfarrei Der gestrige und der heutige Tag sind für die Meigoiphuspfarrei zwei wichtige Gedenktage. Am Montag morgen war der feierliche Besuch des Erzbischofes verbunden mit der Firmung.„Schon lange vor ankunft des Erzbischofes hatten sich hunderte Pfarrmitjlieder an dem Kirchplatz versammelt, der festlich ge schmückt war. Pünktlich um 8 Uhr fuhr das Auto vor. Pfarrer Meier, unter der Assistenz der Vikare Dr. Schlütz, Schröder und Studienrat Hoischen, begrußte den Erzbischof Dr. Caspar Klein vor der Kirche. Bald füllte sich das Gotteshaus mit GläuNach der hl. Messe spendete der Bischof 700 Firmlingen die Firmung. Die Feier schloß mit dem Lobgesang. Heute findet die feierliche Konsekration des schmucken Gotteshauses statt. Die Grundsteinlegung zum Turm der Meinolphuskirche ist bereits am Festtage Peter und Paul im Juni 1925 erfolgt. Der Erweiterungsbau ist von dem bekannten Architekten Peter ausgeführt. Der Kölner Maler Remmers hat die Kirche ausgemalt. Die Meinolphuskirche ist die gößte Bochumer Kirche. gb. zu der sich zahrreiche Juschauer eingefunden hatten Nach den Schulübungen, die recht exart ourchgeführt wurden, fand ein Sturmangriff auf den Feuerwehrturm statt, der ebenso gut klappte. Vorbildlich zeigte sich auch wieder das Zusammenwirken mit der hiesigen Freiwilligen Sanitätskolonne. Die Kapelle Stemmann spielte flotte Weisen. Am Abend fand im Vereinsheim E. Rumberg eine kleine Feier statt. Der Chef der Wehr, Bauunternehmer K. Diergardt begrüßte die zahlreich Erschienenen recht herzlich. Besonders begrüßte er den Ehrenchef der Stiepeler Wehr, Bürgermeister Thiel, Blankenstein, die„Mitglieder des Kreisvorstandes und die Vertreter der Nachbarwehren. Bürgermeister Thiel feierte den Wehrgeist als Ausfluß echt deutscher Gesinnung. Für schöne Unterhaltung sorgten der Männergesangverein„Ruhrgold", Stiepel, die Theaterabteilung der Querenburger Wehr und der außergewöhnlich befähigte, zwölfjährige Sänger Heinz Hanappel. Eine besondere Ehrung wurde dem Mitbegründer und eifrigen Förderer der Wehr, Bauunternehmer M. Behrenbeck, und dem sechzigjährigen Koppelführer August Höltermann bereitet. Für 25jährige Zugehörigkeit zur Wehr erhielten eine Auszeichnung des Verbandes G. Buderus, G. Westermann, R. Hahne, W. Behrenbeck, W. Heiermann, G. Bracht, G. Hoose, W. Hoose, H. Nettelbeck, O. Höltermann und K. Rost. Ferner erhielten 25 Mitglieder eine Anerkennung, weil sie sämtliche Uebungen regelmäßig besuchten. Die Veranstaltung verlief in schöner Unfall. Der Wirt und Bäckermeister H. Nettelheck stürzte bei einer Arbeit so unglücklich von der Trittleiter, daß er eine gefährliche Schädelverletzung davontrug. n Stadtteil Hordel Jubelfeier im Hordeler Blaukrenzverein. Die große Blaukreuzgemeinde Hordel traf sich Sonnntag nachmittag im Gemeindehaus an der Hannoverstraße, um das 35jährige Bestehen festlich zu begehen. Dem Vormittag war ein Festgottesdienst vorausgegangen, in dem Pfarrer Hardt(Bochum) die Festpredigt hielt. Ein gemeinsamer Gesang leitete die Feier am Nachmittag ein. Der Vorsitzende Hühn sprach Worte herzlicher Begrüßung. Einem von einer jungen Dame geschickvoll gesprochenen Gedicht folgte der Vortrag des Gemischten Chores Wattenscheid„Ich will singen dem Herrn". Großen Anklang fanden auch die Vorträge des gutgeschulten Gitarrenchors Hordel und Bismarck. Pfarrer Höfker hielt eine Ansprache und überbrachte Grüße der Kirchengemeinde. Herzliche Grußworte sprach auch Sekretär Siebert vom Wohlfahrts= und Jugendamt Bochum. Weiteren Gesängen und Darbietungen des Gemischten Chores Wattenscheid folgte die Festrede des Bundessekretärs Reichstein aus Barmen. Mit einem Schlußwort des Vorsitzenden und dem Gemeinschaftsgesang:„Ich bleib mit deiner Gnade“, klang die Feier aus. Aung die Feier ur samd soien Tür uns und die Lugend geltStadttreis Wattenscheid Hohes Alter. Am Montag. 2. November, begeht Frau Witwe K. Klein.=Westenfeld, Teichstraße 1, in bemerkenswerter geistiger und körperlicher Frische ihren 81. Geburtstag. Die letzte Fahrt. Am Samstag wurde der auf der Strecke Höntrop—Bochum zu Tode gekommene Eisenbahner zur letzten Ruhe geleitet. Eine selten große Anzahl Trauergaste gaben dem Verungluckten das letzte Geleit zum Wattenscheider Kommunal=Friedhof. Namentlich die Eisenbahner hatten sich überaus stark an der Von der Goethe=Oberrealschule. An der hiesigen Goethe=Oberrealschule bestanden Karl Nierhaus und Albert Waskönig die Reifeprüfung für Externe. Einbruchsdiebstahl. Einem an der Herner Straße pohnenden Ingenieur sind in der Nacht zum 25. Oksober durch Einbruch Kleidungsstücke gestohlen worden. Freiwillig aus dem Leben. Am 26. Oktober, gegen 7 Uhr, hat ein 82jähriger Invalide in seiner Wohnung durch Erhängen Selbstmord verübt. Die Tat wurde bei einem Anfall krankhafter Schwermut begangen. Böse Schlägerei. Am 24. Oktober, gegen.50 Uhr, entstand unter mehreren Gästen einer Wirtschaft der Brenscheder Straße eine Schlägerei. Drei der Beteiligten wurden dabei verletzt und mußten sich in arzrliche Behandlung begeben. Die übrigen Teilnehmer ergriffen beim Eintreffen des Ueberfallkommandos die Klucht. Stadtteil Altenbochum Herbstdelegiertentagung des Knappen= und Arbeitervereine, Groß=Bochum. Letzten rveitervereine Crob=Posherr-Betezligung seine Herbstders Stadtrat Gilsing, Parteisekretär Engel und den Vertreter des christlichen Gewerkschaftskartells, Rudolph, herzlich willkommen. Jugendsekretär Winkel beide(Recklinghausen) erstattete zunachst„eipzefigg richt über den zweiten internationalen zalhzuschen Arbeiterkongreß zu Utrecht. Die Aussprache befaßte sich in der Hauptsache mit den auf dem Kongreß aufgestellten Richtlinien für die Winterhilfe. Anschließend hielt Arbeitersekretär Elfes ein Referat über die kommende Winterarbeit in den einzelnen Vereinen. durch die Notverordnung vom 5. Juni 1931 gefaßt, die an den Reichskanzler, und den Reichsarbeitsminister weitergeleitet werden soll. Es wurde ferner beschlossen, seitens des Bezirksverbandes alljährlich einen Ausflug nach Stiepel zu unternehmen und ihn zu einer Kundgebung auszugestalten. Bezirkspräses, Pfarrvikax Eapardt schloß die anregend verlaufene Tagung mit dem Weckruf an die Anwesenden, die gefaßten Beschlüsse in den einzelnen Vereinen in die Tat umzusetzen. m Stadtteil Laer Hohes Alter. Oma Wadenbach, Bochum=Laer, Laerholzstraße 25, feierte ihren 75. Geburtstag. beteiligt. Berge von Kränzen decken nun den Hügel, wo der Ernährer seiner Familie, eine Witwe und sechs Kinder, den ewigen Schlaf schläft. Kundgebung der katholischen Wattenscheider Jugend. Die Wattenscheider katholische Jugend hatte am Sonntag aus Anlaß des Christus=Königsfestes ihre Anhänger und Freunde im Sonnenscheinschen Saale zu einer großen Kundgebung zusammengerufen. Träger der Veranstaltung war der Bezirksverband der katholischen Jungmännervereine Wattenscheids. Der Saal auf den letzten Platz besetzt. Gegen 4½ uhr richtete der Bezirksobmann, Hans Janssen(Günnigfeld), Worte der Begrüßung an die erschienenen Vereine, die Jungmänner=, die Gesellen=, die Jungfrauenvereine, an den Volksverein und an Neudeutschland. Er betonte, sie alle sollten zusammenstehen in Zeiten tiefster Not fi Beetzen(Geige) und Herbert„egizesafagg Psiest Dr. Fanie gerstenf die Reitrehe. 266 Antichristentum beherrsche heute die Wirtschaftsform, so kurchtbare Zerstörfna angerichtet. Der Boschemismus Geistes. Was die Jugend. zum Nationalsozialismus führe, sei seine heit seien aber Merkmale, die dem Christentum wese fremd seien. Fur uns und die Jugeno gel#e es, Christus wieder als Ausgangspunkt unseres ganzen Lebens zu betrachten. Die Rede fand starken„Widerhall. Musikund Gedichtvorträge beschlossen die Kunogevung. fk Stadttreis Wanne-Eicke! Evangelischer Arbeiterverein Röhlinghausen. In der vom Vorsitzenden Fischer geleiteten Monatsversammlung wurde Bericht erstattet über den Kreisdelegiertentag in Gelsenkirchen. Am Reformationssonntag ist gemeinsamer Kirchgang und nachmittags Saalfeier bei Horstmann. Die Weihnachtsfeier findet in üblicher Weise am ersten Weihnachtstag im Horstmannschen Bilige Schlammkohle für Verginvaliden. Die Bergwerksgesellschaft Hibernia gibt auf den Kopf jeder Familie 2½ Zentner zum Preise von 10 Pfennig je Zentner ab. Der Ansturm der Invaliden auf den Schlammkohlenlagerplatz der Zeche„Shamrock 3/4“ an der Kürassierstraße ist sehr groß. df Herabsetzung der Magistratsgehälter in Herne Der Magistrat hat in seiner Sitzung vom Freitag die Gehälter der Magistratsmitglieder neu festgesetzt. Danach erhält Oberbürgermeister Täger ein Grundgehalt von 15,000 Mark(bisher 18000 Mark), außerdem wie bisher eine Aufwandsentschädigung von 2000 Mark: alle sonstigen Nebenbezüge sind an die Stadtkasse abzuführen. Bürgermeister Meyerhoff erhält ein Grundgehalt von 13.000 Mark(bisher 16.000 Mark). Bürgermeister Wiethoff vom früheren Amte Sodingen erhält unter Wahrung seiner Rechte aus dem Eingemeindungsgesetz wie bisher ein Grundgehalt von 12600 Mark. Die neuen Bezüge unterliegen außerdem noch der allgemeinen Kürzung auf Grund der Notverordnungen. Zu den genannten Grundgehättern kommen noch die Wohnungsgeldzuschüsse die sich für den Oberbürgermeister auf 2160 Mark. für Bürgermeister Meyerff und Bürgermeister„Wiethoff, auf je 1728 Mark sowie der örtliche Sonderzuschlag in Höhe 80 Jahre alt Frau Witwe Lisette Kolbe, Alleestraße 106, wird heute 80 Jahre alt. Seit 1882 ist sie in Bochum ansässig, seit 1904 wohnt sie bei ihrer ältesten Tochter Frau Sauer. Ihr einziger Sohn und Ernährer ist im Weltkriege gefallen. Gestern beging Herr Ludwig Paulus, Bochum=Weitmar, Hennigfeldstraße, in aller Frische im Kreise seiner Lieben seinen 78. Geburtstag. Er ist Bezieher des „B..“ seit dessen Erscheinen. Herr Paulus kann auch auf eine 30jährige Dienstzeit bei der Feuerwehr der Rombacher Hütte zurückblicken. Dem Bärendorf=Brantroper Kriegerverein sowie auch dem BürgerSchützenverein Weitmar gehört er seit etwa 38 Jahren als eifriges Mitglied an. die Irgend. zunz.. a henschaft zum hoff und Bürgermeister Wiethoff, auf je, 1728 Max starke Aktivitat und die Le######geßgtant: belaufen, sowie der orrliche Sonverzuschtag in Höhe Une ch de und nach der Volizeiunterkunft Lührmannstraße Hochbetagte ist noch recht rüstig. Bestandenes Examen. DDer Etnbengg B en. Der Student der Medizin Geinz gunz, Sohll ves artperehigtg. täh Pacbure zus Bochum=Lger, bestand an der uniersitat„matrurg das ärztliche Vorexamen(Physikum) mit„Gut. Stadtteil Langendreer Stromunterbrechung. Wegen dringend erforderlicher Instandsetzungsarbeiten„muß die Stromlieferung im Stadtteil Langendreer in degngigerstraße, zwzgen Amtsplatz und Hauptstraße, Dienslug,##., und Mittwoch, 28. Oktober, fur die Zeit von 10 bis 18 Uhr unterbrochen werden. Kaminbrand. Am 25. Oktober, gegen 10.15 Uhr, intstand in dem Hause des Arbeiters Wilhelm., Bochum=Langendreer, Wernburger Straße, ein Kaminbrand. Der Brand wurde von der Freiwilligen Feuerwehr gelöscht. Der Sachschaden ist gering. Stadttell Stiepel nissen entspricht, brachte schon gleich im ersten Teil eine vorzügliche Festimmung hervor. Nach einleitendem Musikstück sprach der Vorsitzende der Ortsgruppe Höltermann zu den Hunderten der versammelten Mitglieder Worte der Begrüßung, wobei er zahlreiche Gäste aus der barschaft noch ganz besonders willkommen hieß. Er warf alsdann einen kurzen inhaltreichen Rückblick auf die ersten 20 Jahre. Wanderwart Fritz Kordt wies ganz besonders auf die Wanderbewegung hin. Kordt berichtete ganz Interessantes aus, der Vergangenheit. Justizoberinspektor Meyer aus Bochum ergriff auch das Wort zu einer Ansprache. Mit musikalischen Dardietungen, gemeinschaftlichen Liedern ufw. vergingen die Stunden gar zu schnell. Heitere Voxträge, fröhliche Geselligkeit und vor allem eine gute weusir taten das ibrige zur Verschönerung des Festabends. x Schlußübung der Feuerwehr. Die Stiepeler Freibillige Feuerwehr hielt am Samstag beim Steigerturm Ehrung der deutschen Gefallenen dura, die niederländer Dortmund, 26. Okt. Anläßlich des am 24. und Reichsverbe feierlicher Weise am Ehrenmal auf dem Südwestfriedhof ein Kranz niedergelegt. Schüsse auf Reichsbannerleute Dortmund, 26. Oktober. Am Sonntag abend maraf dem Königswal in Vorimund in Richtung KörDie Des wurhe er aber von der VoZeizischnern des Reihs. schossen boben veit epochen sei. Ein Reichsbannerbannerzuges, belästigt wo##.... mitglied erhielt einen Streifschuß. 50 Personen zwangsgestellt 26. Okt. Am Samstag abend 19 Uhr zogen die nach Belbert volte,purde der Trupp von Polizeibeamten gestellt. 50 Personen wurden zwangsgestellt und nach der Polizeianterranst„Bührmannstlage in Essen gebracht. Nach Feststellung der Personalien setzte man sie wieder auf freien Fuß. Auch die mitgeführten Musikinstrumente wurden sicher gestellt. Veruntreuungen bei der Firma Theodor Althoff. Beim Warenhaus Theodor Althoff in Dortmund wurden bei einer stattgefundenen Revision große Veruntreuungen aufgedeckt. Eine an der Kasse beschäftigte Angestellte hat es durch fingierte Rechnungsverschleierung der Buchführung und durch unrechtmäßige Abhebungen der Sparguthaben der Angestellten verstanden, zirka 50000 Mk. sich unrechtmäßiger Weise anzueignen. Angestellte haben sich seit Jahren von dieser Buchhalterin ohne Wissen der Zentrale Vorschußguthaben zahlen lassen, die sich auf etwa 20000 Mark belaufen, aber jetzt zum größten Teil zurückgezahlt worden sind. Aus dem Gerichtssaal Neun Monate Gefängnis für Dr. Selo s Krefeld, 26. Oktober. Der Prozeß gegen den Krefelder praktischen Arzt Dr. Selo wurde in den späten Abendstunden des Freitags nach achttägiger Verhandlung, in der gegen 100 Zeugen und eine Reihe von Sachverständigen auftraten, beendet. Das Urteil lautete auf neun Monate Gefängnis wegen gewerbsmäßiger Abtreibung in sechs Fällen. In den übrigen Fällen, die noch zur Verhandlung standen, entschied das Gericht auf Freisprechung. 25 Tage Untersuchungshaft, die Dr. Selo während der fast einjährigen Voruntersuchung erlitten hatte, wurden in Anrechnung gebracht. Das Gericht beanstandete besonders die Höhe der Honorare, die Dr. Selo selbst von Bedurftigen nahm.— Dr. Selo hat Berufung eingelegt. zu begehen. Bei Bergmann findet die Festfeier mit (•) Westfälischg, Ziturgische, Rengezz. Am Montag, 9. November, findet s. Güterston vir Jahrestagung sprechen. In einer Vorstandssitzung am 21. September Zentralverband der Angestellten, Orts chum. In einer gut des Zentralverbandes der Angestellten, Ortsgruppe Bodas Thema:„Die Bedeutung der Genossenschaften im chen Beifall. Im zweiten Teil der Versammlung b richtete Geschäftsführer Görsch über den Gautag des Z. d. A. in Essen am 10. und 11. Oktober. Die habe einen starken Beweis für die innere Geschlossenheit des Verbandes gebracht. Trotz Wirtschaftskrise und zunehmender Stellenlosigkeit der Angestellten sei die Mitgliederzahl noch bis in die letzte Zeit ständig g wachsen. 8. Filmschau Capitol=Lichtspiele:„Mitternachtsliebe". Die Capitol= Lichtspiele bringen ab heute den Toufilm„Mitternachtsliebe“ mit Daniela Parola und H..v. Schlettow. Zum ersten Male in der Geschichte des Ton#ms hat Carl Froelich, der Pionier unter Deutschlands Filmregisseuren, den geglückten Versuch unternommen, einen Tonfilm durch Neuinszenierung ins Deutsche zu übertragen. Der Versuch ist gegluckt, und die bisyerigen Aufführungen haben volles Verstandnis für diese neue Art von Internationalisierung der Kunst„Tonfilm“ geEdeog, Bochum 5:„O Mädchen, mein Mädchen“. An der Spitze des neuen Programmes steht das überaus lustige Spiel:„O Mädchen, mein Mädchen“ mit Harry Liedtke, Maria Paudler und Fritz Kampers in den Hauptrollen, das nach dem bekannten, gleichnamigen Lied hergestellt wurde. Ausgezeichnet ist auch der zweite Film:„Lady Milfords Entführung“„Wie immer laufen, in dem Beiprogramm eine Gro######, Lehrfilm und die Tonwoche. Stärkere Nachtfröste Wetterbericht der Essener Wetterwarte vom 26. Oktober. Das Tiefdruckgebiet, das am Sonntag früh über Spanien lag, ist unter Auffüllung ostwärts weitergewandert. Sein Kern liegt heute über der Po=Ebene. Der Einfluß dieses Tiefs erstreckt sich von dem Kern bis zum Westrand der Alpen. Dort werden verbreitete Schnee= und Regenfälle gemeldet. Ueber Mitteldeutschland hat sich ein Hochdruckgebiet aufgebaut, vas sich weiter kräftigen wird. Westlich von Island zieht ein Tiefdruckgebiet ostwärts weiter, wird aber Westdeutschland keine Wetterverschlechterung bringen. Vorhersage für Dienstag: Sehr schwache, um Nordwest schwankende Winde. Stärkerer Nachtfrost als bisher. In den Morgenstunden vielerorts neblig, allmähliche Aufheiterung und tagsüber langsam ansteigende Temperaturen. Wahrscheinliche Weiterentwicklung: Fortdauer der herrschenden Witterung. Barometer Montag, 26. Oktbr. Thermometer 7 Uhr 760,0 13Uhr+40 24"— 0C 24„ 763.0 Bochumer Veranstaltungen* Vereine? Vergnagungen Hinweise (e) Stadttheater Bochum. Heute, Dieigg„ rdgt eue bued bunu en eurebe as ashenr Aiangen 1000 Die Besebung beZändsing(armen), Haus Trautner (Escamillg), häuser“ in seiner völlig gueu= Fristagt gehracht wird und richtung,„der erstmalig um Freitag gebracht witb und das Gedächtnis des zehnjährigen Zusammenschlusses der Stadttheater Bochum=Luisburg nun auch ourch vie Oper begehen soll. Der Vorverkauf zu der Aufführung stellt außer den Plätzen, die für die Vormiete B reserviert sind, noch eine genügende Auswahl frei verkäuflicher Karten zur Verfügung. Ab heute setzt der Vorverkauf ein zu der Premiere der neuen Tannhäuser= Inszenierung am Freitag, die die Vormiete A ()“ Sperettentheater, Bochum. Täglich abends wird der beliebte Operettenschlager„Viktoria und ihr Husar“ aufgefühg. zuppaisch heinhest und herigen aufführungen wurden frürmisch bejnbelt und lobend anerkannt. Wir weisen nochmals darauf hin, daß die Operette in ganz neuer Dekoration und Bühnenausstattung aufgeführt wird. Die Eintrittspreise bleiben unverändert. Im Vorverkauf erhalten sie jedoch noch eine besondere Preisermäßigung. Bis einschließlich Freitag zahlen Erwerbslose auf allen Plätzen nur halbe Preise. In Vorbereitung für Anfang November„Im weißen Rößl“, Operette von Benatzky. Berichte (=) Die Ortsgruppe Bochum=Süd des Evangelischen Volksdienstes hielt am 24. Oktober im Gemeindehaus, Moltkemarkt, eine Vorstandssitzung ab, in der vor allem Organisationsfragen besprochen und die Entfaltung einer größeren Werbetätigkeit gutgeheißen wurden. Weiter beschloß man, im November eine Mitgliederversammlung stattfinden zu lassen. In dieser Versammlung wird über die politische Lage gesprochen. (ur) Evangelischer Akbeiterverein Marmelshagen. In der Monatsversammlung wurde beschlossen, das 40jährige Bestehen am Sonntag, 15. November, festlich Erstaufführung wie grrr sP li 8 89 Wetterbäuschen im Stadtpark 117 m über dem Meeresspiegel Wetternotizen gemessen um 8 Uhr vormittags auch alle bisOrt Lustdruck in mi Essen.... Aachen Frankfurt Kavler Asten Brocken Borkum Hamburg Rügenwalde Berlin Königsberg München Zugspitze Zürich Gent... Lugano 765.4 65.6 763.2 675.3 673.6 766.9 466.7 462.4 264.1 768.5 759.7 517.3 457.4 754,6 Monbricht! u. Stärke Temperaur C1 Wetter ano...1 7548.„„ Zeiten für Senne und Mond am 27. Ottober: OAufg..13, Unterg. 17.17: C Aufg. 17.12, Unterg..12 Die heutige Nummer umsaßt 12 Seiten nur durch Kleines Brot Großes Brot Kelard Tauber Marianne Winkelstern 7 Siegfried Arno ertreuen Auge, dem herrlichen Herz und Ohr In Varieté-Tontilm: Stadt. theater Bochum Dienstag, 27. Okt.: Geschlossen Mittwoch. 28. Okt., 19.30 bis 23 Uhr. Weißer Ring 2 und Volksbühne, Serie 1, Nr. 601 bis 1000: Carmen Oper mit Ballett in 4 Akten von G. Bizet. 0.ettenFhe cafere Bochum Rottstr.29, Tel. 66534 Heute abend 8 Uhr die beliebte Schlageroperette 2Viktoria und ihr Hulare In d. bekannt. Besetzung Eintrittspreise von.50 bis.50 Mk. Erwerbslose zahlen nur halbe Preise— Kauten Sie Ihre Karten nur rechtzeitig imVorverkauf. Sie erhalten dann eine besondere Ermäbigung In gespannter Erwartung! K Die Sensation von dem„falschen Rennfahrer“ Siegfried Arno hat sich inzwischen so herumgesprochen, daß mit einem weiteren Riesenandrang des Publikums gerechnet wer den muß. Die Begeisterung, wieder einmal die harten Kämpfe und Jagden auf der Rennbahn miterleben zu können, ist sehr groß. Hier heißt es: Plätze sichern! Taubers letzter Tonfilm vor seiner Amerikafahrt- seine beste Leistung, die man sehen und hören muß Vorführung: Nachmittags.30,.50 und 8 Uhr Wochentags bis 5 Uhr nachmittags kleine Preise berfihg Hellweg 1 und Kortumstraße 45 Pechsioppoler.0 me u Biestet monatl. 20 Pf., die #agem Anzeigenpreis: im Reklameteil 50 Pf. von anderen angebete zwpeiser Ga#t bei zwangswe.#eiti hren usw wird der #versatten uno, wird der zeigen an bestimmten aegebene und abbestellt # d e w ä h r ü b e r n o m m e n. ##mt. 250. Unsall=Unterstt Geschttester Autofahrten Priv.=Limousine, 4. tür., 5sitz., an Herr.= Fahrer zu vermiet. Kilometer 20 Pfg. Rut 64366. — 8/28er Ford,— blaue Limousine, gebraucht, gut erh. u. tadell. gepflegt, bill. zu verk. Reflektant. woll. schriftl. Rückfr halten u. S. F. 8717 an die Gesch. d. Ztg. =Sitzer, Opel,fahrb., verst. bis Jan., umständeb, zu verkauf. Besicht. v. 11 bis 4. Meinert, Hattinger Str. 59, Toreinf.rechts Bis einschließl. Donnerstag dauert S das lustige Sechs-Tage-Rennen mit Siegtried Arno, Ernst Verebes, Jullus Falkenstein, Fritz Alberti, Hugo Döblin— Lucle Englisch, Eiga Brink, Frieda Richard, Eise Reval— Die Sechstagerennfahrer Buschenhagen, Ehmer, Kroschel, Tietz, Wissel, Lehmann, Petri Im Städtisches Orchester Rochum Vormiete 1. Veranstaltung Donnerstag, 29. Oktober, abends 8 Uhr. Im Parkhaus: Hammer-Konzert L. van Beethoven: Trio für Klavier. Violine u. Cello, op. 70 Es-dur W. A. Mozart: Trio für Klavier. Klarinette und Bratsche R. Schumann: Streichquartett-dur, op. 31 Nr. 4 Ausführende: Das Treichler-Quartett— Arno Schütze(Klavier) — Arthur Fischer(Klarinette) Tageskarten zum Preise v..75 RM.,.- RM.,.50 RM., .— RM. sind an der Kasse im Stadttheater sowie in den Vorverkaufsstellen Verkehrsverein, Rathausplatz 8. Kaufhaus Gebr. Alsberg. Kortumstraße, zu haben. Für Mitglieder der Bühnenverbände findet der Vorverkauf in ihren Geschäftsstellen statt. Schüler erhalten an der Kasse im Stadttheater die übliche Preisermäßigung.— Für die vorgesehenen é KammerKonzerte sind noch gute Vormieteplätze zum Preise von.—,.— und.— RM. an der Kasse Im Stadttheater erhältlich. Die Vormietebeträge sind In drei Raten zahlbar(LSt2 Täglich steigender soei. Knarung zu dem tollsten Militär-Tonfilm-Schwank: Roselve Hurkan und. Wann kommen Sie? Kennen Sie Schlumpsi dieentzückende junge Dame vom Stamme der drahthaarigen Foxterriers? Sie spielt die Hauptrolle in dem Tontilm: P* Draht, Drahlgewebe und Drahtgeflechte aller Art am Lager Rösler& Lönne Drahtwerk Bochum, Redemptoristenstraße 28 30 (trüh Unt. d. Lind.) Wattenscheid Gertrudisstr. 38/62 Neute! Der gewaltige Ton- und Sprechfilm: SilberBestecke EINirlissprelse von 40 Pfennig an Anser-Tunger Außerdem wirken mit: Ernst Verebes, Fritz Kampers, Elisabeth Pinapeff Belprogramm: „Karibou echt Silber sow, mit schwerst. Silberaufl. mit St.„100“ liefert Solinger(1465 Besteckfabrik dir. an Priv. Eingeführte Markenw. m. 30jähr. Fabrikgar., zu ganz außergew. billig. Preisen. Verl. Sie kostenlos Katalog u. Preisl. Erste Reser, am Platze. H. Falch& Co., Solingen 192. mit Danlela Parola H. A. v. Schlettow Ein Indianer-Fülm nach Autzeichnungen von W. Douglas-Burde UFA- Tonwoche Kulturtiim Beginn der Vorstellungen 4,.30 und.13 Uhr Preise ab 40 Pfennig AE WEDE Zuckerkranke Fragen Sie Ihren Arzt über A. Siegers Antidiabeticum u. verlangen Sie kostenlos diesbezügliche hochinteressante Schritten durch Fr. Löw,] Stück 80 Pfg. Walldort F 39(Hiessen)„ 91018 Haufaugehate und 9a— Mehrabn, biuiger. Kanfungevore und Kaufgesuche unter! Zoologische den„Kleinen Anzeigen“ im Bochumer! Handlung Anzeiger finden immer ein dankbares] Pillartz Publikum, das sich der angebotenen Vor= Rottstraße Nr 13. teile gerne bedient. zur Wiemelhaus. Straße 96, 2 Minuten vom Straßenbahndep. N. Scherzek. Fahrräder und Motorräder, Radio, Platten, alle Ersatzteile, Reparaturwerkst. Dieser Tonfilm ist ein Erlebnis! Ausschneiden KNANAE welche bisher keine Hilfe finden konnten, sollten nicht versäumen, unbedingt einen Versuch mit dem von altersher bekannten Waaning-Tilly-Oel zu machen, welches in vielen Fällen half, wo andere Mittel versagten. Besonders bewährt gegen Gallenstein, Gient, Rneuma, Arterlenverkalkung, Magen-, Darm- und andere Beschwerden. Viele Anerkennungsschreiben Preis pro Flasche.— Mark. In Kapseln, .50 Mark, in allen Apotheken erhältlich. Bestandtelle: Ol. terebinth, sulf, comp. Gesunde hat preiswert abzugeben„(2B13 A. Barenberg, Lager Kreuzstraße. 2 Singer=Nähmaschinen, gut erh., spottb. zu verkauf. Langohr, Kronenstr. 49, 2. Et. SEEFPFOT MIECTEILSECL LII Bochum 5 wir bringen: Dienstag bis Donnerstag: Harry Liedike Maria Paudier Pritz Kampers in 0 Mädchen, mein Mädchen Ein Grob-Lustspfel in 8 Akten Die große Sensation: Lady Miltorts Entführung Eine spannende Begebenheit Groteske# Tonwoche# Lehrkim Ab Freitag: Felix Grossart „Der Schrecken der Garnison“. Rahten senhman Seltel- Nahlmatrat Blahlu. Holr OEIIGI stahlmatrate Kinderbetten, Chalselong, an jeden. Tellzahlg. Ketalog frei. Eisenmöbelfabrik sahl Cbir. EEELRSLT Täglich S und 8 Uhr abends## Der 100prozentige Tontlim der Utal Die blonde Nachtigall Hauptrollen: Eise Eister. Artur Hell afpefd! Ein erschüftern: Meilleid: Sapiekssisches □ Reichhaltiges, tönendes Beiprogramm Preise:.30,.55, 0,75 Mk. Dei Von unserer In Berliner pol is des Besuches d denten Laval in A htester Erörterungen. wie die Entwicklung nternationalen S vsoll. Die Reich gate wir von unter micht klar darül gummehr einschlage * Wenn sich auch äischen Politik zuri ersten Meldungen au der Besprechungen zu *.- doch des Schu sso ist doch das Schil Ein Tonfilm von ungewöhnlichem Aus maß— der gestraffteste, menschlichste Film Hinreißend Daniela Parola Prächtig- die ungeschminkte Robustheit und Brutalität H. A. v. Schlettou Grell— aber unheimlich echt das Bild der Hafenkneipe, mit dem internationalen Publikum— alles starrt gebannt auf die Tanzfläche— verfolgt gierig das aufregende Geriesel des Frou- Frou Im Cancan, graziös frech sich austobender schlanker Beine Dazu ein ganz auserlesenes Beiprogramm Täglich 4 Uhr— 6 Uhr—.15 Uhr Damen und Herren die aus Liebhabere Musik, pflegen und Wert auf Zusammenspiei legen, werden gebeten, sich unserem Instrumenial Masiizirkel anzuschließen. Nachrichten erbeten unter J. M. 8427 an die Geschäftsst dies. ZieVon unserer Das Reichskab Sitzung abgehalten, dende Eröffnungssitz bereiten. Es wird Kabinett erörte eingehend die von und den anderen be schläge für e das die Grundlage schaftsbeirates bilde schaftsprogramms is und Lohnnive gesunkenen W. wertung des mehr oder weniger gestellt werden, daß Fall anirgen! nahmen denkt. die Deflationspoliti Die Frage der niveaus steht in en Tarifrechts un werkschaften und d Kreise haben einen angekündigt, daß schaftsbeirat eine wesens erfolgt. Di sind bereits gester: vorstellig geworden. der Gewerkschaften Lohnkampf bei der Reichsbahn auf E Herabsetzung der Reichsbahnarbeiter Die Lohnve bahn sind heute des Schlichters zum hat einen Schiede Zwischenlösung bez Verlängerun sieht. Die Verhaf werden, sobald die den Lohnstreit zwi arbeitern vorliegt. diesen Schiedsspru dürfte, abgelehnt. meinde= Arbe Gemeinde=Arbeiter zu versuchen, wenn Besprechung eine der kommunalen langen, und den kürzung ablehnen, Am 31. Oktol wegung in dem ein, da mit diese stehenden Lohntar weitaus größte liegt jedoch bei de so daß im allgeme zu erwarten sind. schaftliche Entwich der Gedanke auf 31. Oktober fälli eine neue wirtsch die Verhandlung . Ob sich diese sugi, muß allerdi Rahmen Programm wird 1e71 baues seldst der absetzung