Nr. 199 9 38. Jahrgang Mittwoch, den 26. August 1931 Täglich außer Samstag 10Pf. Samstags mit illustr. Beilage 20 Pf. DE sgenheit 8100 2 chon für .20 9205 .20 20 P.20 .20 .20 .20 20 .20 .20 1205 .20 .20 040 1 .20 U/ 205 U4g 6/45 U,20 Stücke Paar Paar 10 Knl. Dtrd. .Karte .-Karte 0 Jarnitur h- und ein vont Flasche on Par er-Stück süitze Atr. 13 Paar #-#old. lang Sich. führung. m Paar nie 1 Paar hl., 3 Stch. führ. Stch in U 910 .1g 0,10 gs-Raum ck von 11—12¼ U —7 Unr de inische zikaDe UN TVPGNTTTRPTSES Bezugspreis einschl. Botenlohn.40 Mk. monatlich, oder.20 Mk. halbmonatlich: Selbstabholer.10 Mk. bzw..05 Mk. Unsere Beilage„Die Bochumer Illustrierte“ kostet monatl. 20 Pf., die Funkbeilage„Hör mit mir“ kostet monatlich 30 Pf. Allgem, Anzeigenpreis: Für 1 Millimeter Höhe in 25 Millimeter Breite 10 Pf., im Reklameteil 50 Pf.(Besondere Anzeigenpreise nach aufliegendem Tarif.) Angebote von anderen Zeitungen und Vermittlern werden nicht befördert. Bei zwangsweiser Beitreibung der Anzeigengebühren durch Klage, bei Konkursverfahren usw. wird der bewilligte Nachlaß binfällig. Für die Aufnahme von Anzeigen an bestimmten Tagen und Plätzen, auch für durch Fernsprecher aufgegebene und abbestellte, sowie undeutlich geschriebene Aufträge wird keine Gewähr übernommen.— Schluß der Anzeigenannahme 4 Uhr nachmittags. Mr. 250, Unfall=Unterstützung bei tödlichem Unfall laut besonderen Bedingungen. Generar y Anzeiger für Bochum und umliegende Industriebezirke Redaktionsleitung: Dr. Paul Dierichs. Verantwortlich für Politik: k. V. Frisz Schmidt: für Kommunalvolitik u. Nachbargebiet: Adolf Peddinghaus: für Lokales: Hans Schulte: f. Handel: Fritz Schmidt: für Sport: Hans Schulte u. Paul Wegener: für Kunst u. Unterhalt.: Dr. Christian Gehring: für Briefkasten. Beikagen und den übrigen Textteil: i V. Dr. Christian Gehring: für den Anzeigenteil: F. W. Pempe. Sprechstunden d. Red.: 16—17 Uhr(auß. Samst.)— Druck u. Verlag Bochumer Anzeiger und General Anzeiger. Laupenmühlen& Dierichs, sämtlich in Bochum. Berliner Redaktion: Michael Haupt, Berlin Sw 68. Zimmerstraße 28. Fernsprecher: Dönhoff 553 und Karlsborst 0340.— Für unverlangte Einsendungen übernimmt die Redaktion keine Hastpflicht. Zurücksendung erfolgt nur, wenn Rückporto beiliegt.— Redaktion und Geschäftsstelle: Ratbausplatz 8. Fernsprech=Anschlüsse Sammelnummer 675 51. Postscheckkonto Tortmund 1760. Ausführungen des Kanzlers in Stuttgart Lenn an der Wierschaft Hoffnungen auf eine Gesundung Deutschlands— Vorläufig keine Regierungserweiterung und Reichsreform Stuttgart, 25. August. Im Beisein des Reichskanzlers hielt heute die Zentrumsfraktion des Reichstages hier eine Tagung ab. Abends gab dann die Zentrumspartei Groß=Stuttgart zu Ehren des Kanzlers und der Reichstagsfraktion einen parlamentarischen Abend, auf dem auch Reichskanzler Dr. Brüning das Wort ergriff. Der Kanzler führte u. a. aus: Wir haben die Ueberzeugung, daß die Welt nur gesunden kann, wenn eine Reihe von Maßnahmen auf internationaler Basis in diesem Augenblick und in dieser Zeit der größten Wirtschaftsnot, die die moderne Zeit aufweist, ergriffen werden. Unsere gegenwärtige Lage als sehr schwer einzuschätzen, ist durchaus verständlich, weil die Not und die Lasten schon seit längerer Zeit immer größer werden. Wir haben durch Krieg, Inflation und Stabilisierungserscheinungen einen so komplizierten Mechanismus in unserm öffentlichen Leben, daß es sehr schwierig ist, diese Dinge zu verfolgen, so daß dadurch der gedankenleere, phrasenreiche Radikalismus alle Chancen hatte. Die Wählerschaft war nicht in der Lage, den schnellen Gang der Gesetzgebung in den letzten Wochen in seiner sollen Bedeutung zu erfassen, aber trotzdem hat sie keinen Augenblick die Nerven und das Vertrauen in die Führung verloren. Las wird trotz aller Hetze eines Tages die Geschichte us eine der großartigsten Leistungen der leutschen Politik anerkennen. Die Regierung ist sch bei all ihren Maßnahmen darüber klar gewesen, daß, veimn nicht das Vertrauen und die Disziplin des deutshen Volkes vorhanden gewesen wären, ihren Anordzungen kein Erfolg beschieden gewesen wäre. Es war der größte Erfolg im Ausland, daß es an dem Tage, wo die Banken und Sparkassen geschlossen verden mußten, in Deutschland zu keinen größeren Ausschreitungen und Tumulten gekommen ist. Die Ausländer mußten feststellen, daß das deutsche Volk noch nie so ruhig gewesen ist, wie in diesem Augenblick seiner höchsten Not. Wenn die Botschaft des Präsidenten Hoover sich bisher noch nicht voll auswirken konnte, so hat sie doch die Grundlage gelegt für eine dauernde Besserung. Viele internationale Besprechungen müssen noch folgen, wenn die Völker der Welt die Weltwirtschaftskrise überwinden wollen. Wir kennen die Grenzen unserer Möglichkeiten und wir sind uns klar, daß wir aus eigener Kraft nicht in der Lage sind, uns zu helfen. Trotzdem müssen wir aber versuchen, das deutsche Volk durch die nächsten Monate und ihre Not aus eigener #kraft hindurchzubringen. Wir sind der festen Ueberzeugung, daß, wenn das deutsche Volk diese Probe durchhalt, wie es auch die letzten schweren Monate über###anden hat. es gelingen wird, die deutsche Wirtschaft und is deutsche Sozialleben wieder gesunden zu lassen. In der Beratung der Zentrumsfraktion am Vornittag hatte Reichskanzler Dr. Brüning ebenfalls ge#rochen. Er erklärte hier u.., die Besprechungen mit den amerikanischen Staatsmännern hätten ergeben, daß die Agrarkrise in Amerika in viel stärkerem Maße als in Deutschland fühlbar sei. und daß man mit der Schilberung unserer Notverhältnisse wenig Eindruck bei ihnen hervorrufe, da diese auf ihre eigene Rot hinzuweisen in der Lage seien. Es gelte zu zei#en, daß das deutsche Volk und seine politische Füh###s die besseren Nerven haben. Weiter behan###elle der Reichskanzler die nach seiner Ansicht verfehlten Kapitalanlagen in der deutschen . Wirtschaft. ##„Nationalisierung sei viele Jahre der Notwendigkeit ###ausgeeilt. Die Anleihepolitik der Großstädte ##. der sonstigen Gemeinden ergebe rein zahlenmäßig g erschütterndes Bild. Einzelge Länder redeten, viel die Bedeutung des Föderalismus und seien selbst #en Endes doch die Totengräber dieses Systems. in sie nicht den Mut zum Sparen aufbringen. Auf De Krise der Banken eingehend betonte der Kanzler Rotwendigkeit einer Reform des AktienMlichts. Die Vielzahl der Aufsichtsrats####en in einer Hand müsse beseitigt werden. Auch ###e Direktorium und dem Generalrat der Reichs# könne und werde die Regierung nicht Halt machen. Reiter betonte der Kanzler, daß eine Ersirig un, des Kabinetts nach rechts oder nach Unis unter den gegebenen politischen Verhältbisen nicht möglich sei. Er lege nach wie vor Kert darauf, mit dem Parlament zu regieren, eeil er persönlich davon überzeugt sei, daß mit einer Diktatur auf die Dauer das deutsche Volk ccliegn, nicht regiert werden könne. erklärte der Kanzler noch, daß die Frage der ###s#reform gegenüber den anderen mehr im Wee zgrunde stehenden Fragen zurücktreten müsse. #sangine im gegenwärtigen Augenblick enhanglos gelöst werden. und erklärte, nach den bisher vorliegenden Nachrichten und Ernteschätzungen könne damit gerechnet werden, daß die diesjährige Kartoffelernte mindestens ebenso groß ausfallen werde wie im vergangenen Jahre. Für Speisezwecke würden etwa 12 bis 13 Millionen Tonnen benötigt werden. Es sei beabsichtigt, durch baldige Einführung von Handelsklassen für Kartoffeln eine geordnete Beschickung des Speisekartoffelmarktes zu erleichtern. Für die Verfütterung blieben von der diesjährigen Ernte noch etwa 20 Millionen Tonnen übrig. Schicksalsgemeinschaft Reich, Länder, Gemeinden Der Aasgleich der Haushatte Die neue Notverordnung Berlin, 25. August. Die Verordnung des Reichspräsidenten zur Sicherung der Haushalte von Ländern und Gemeinden, die bekanntlich in der Kabinettssitzung vom letzten Samstag beschlossen wurde, ist am Montag vom Reichspräsidenten unterzeichnet und heute bekannt gegeben worden. Die amtliche Mitteilung hierüber hat folgenden Wortlaut: Auf Grund des Artikels 48 Abs. 2 der Reichsverfassung wird verordnet: 1. Die Landesregierungen sind ermächtigt, alle Maßnahmen, die zum Ausgleich der Ontolopiag Paufgerinel Funf Tater einwandfrei festgestellt h Berlin, 25. August.(Eig. Drahtbet.) Wie wir vom Polizeipräsidium erfahren, ist nach Auffassung des Polizeipräsidenten der Mord an den beiden Polizeihauptleuten auf dem Bülowplatz am Tage des Volksentscheides restlos geklärt. Man versichert, daß es der Polizei gelungen ist, fünf Täter einwandfrei festzustellen und zu 99 Prozent zu überführen. Es haben sich Zeugen gemeldet, die die fünf Mordschützen des Bülowplatzes wiedererkannt haben und dies auch eidlich bezeugen werden. Die Polizei aber überläßt den ordentlichen Gerichten die Feststellung, ob diese Beweisführung, die in angestrengter Arbeit von den Polizeibehörden gemacht ist, zur strengen Bestrafung ausreicht. Die Lückenlosigkeit der Beweisführung wird von der Polizei ausdrücklich hervorgehoben. Bei der Durchsuchung des Karl=Liebknecht=Hauses ist weiter wichtiges Material beschlagnahmt worden, das den Nachweis erbringt, wie die Zersetzungsmanöper der Kommunisten unter der Polizei und ebenso bei der Reichswehr von der KPD. ausgegangen sind, die bisher alles in Abrede gestellt hat. Es ist ferner der Nachweis erbracht worden, daß die sogenannten Straßenzeitungen und Flugblätter mit den bekannten Aufforderungen zu Unruhen und Gewalttätigkeiten im Karl=Liebknecht=Haus zum großen Teil gedruckt worden sind, teilweise auch verfaßt wurden. Dagegen werden die Meldungen dementiert, wonach die polizeiliche Untersuchung zur Feststellung von Beziehungen zwischen den kommunistischen Umtrieben und der sowjetrussischen Handelsabordnung geführt habe. Weder ist von derartigen Beziehungen etwas bekannt, noch ist entsprechendes Material bei den Haussuchungen beschlagnahmt worden. Kommunistischer Ueberfall un Hanbourg Hamburg, 25. August. Hier wurde die Wohnung eines Nationalsozialisten während seiner Abwesenheit von Kommunisten gestürmt und demoliert. Als der Nationalsozialist sich später mit einigen SA=Leuten auf dem Heimwege befand, wurden sie plötzlich von Kommunisten überfallen und beschossen. Ein Nationalsozialist wurde durch einen Schuß schwer verletzt, während ein anderer durch einen Messerstich in den Kopf lebensgefährlich verletzt wurde ein SA=Mann wird noch vermißt, Wie das Blatt berichtet, liegt die Vermutung nahe, daß er in schwerverletztem Zustande in den Kanal geworfen worden sei. Konflikt um eine Waffensendung Oehten=Truischei=Aaten Unberechtigte Repressalie der Kanton=Regierung nicht zuDie diesjährige Karkosfelernte A Handels Berlin, 25. August. hrungsminister Dr. Schiele hatte heute prechung mit Vertretern der Landwirtschaft und über die Lage auf dem Kartoffelmarkt Berlin, 25. August. In Kanton(Südchina), wo eine gegen die Zentralregierung in Nanking gerichtete chinesische Aufständischen=Regierung besteht, ist, wie englische Blätter melden, seitens dieser Regierung der Boykott der deutschen Firmen im Machtbereich dieser Nebenregierung ausgesprochen worden. Die Vorgeschichte dieses Zwischenfalles ist merkwürdig genug. Die Hamburger Schiffahrtsgesellschaft Rickmers hatte einen Transport schwedischer Militärflugzeuge und 600 tschechoslowakischer Gewehre im Werte von 32 Millionen Mark nach Honkong und Makao übernommen. Trotz aller Geheimhaltung erfuhr die Zentralregierung in Nanking von diesem Transport und stellte, an die Schiffahrtsgesellschaft das Ersuchen, das Schiff nach Schanghai zu dirigieren und ihr die Waffen auszuliefern. Wohl oder übel mußte die Schiffahrtsgsselschaft, dieses Ansinnen erfüllen, umso mehr, als sich die Nankingregierung bereit erklärte, von einer Beschlagnahme des Schiffes abzusehen und die Waffen zu einem angemessenen Preis selbst zu übernehmen. Die Kantonregierung nun, die Bestellerin der Wafsen, richtete an das Deutsche Reich das Ansin= nen, daß die Hamburger Firma von staatswegen zur Erfüllung ihrer Vertragspflicht angehalten werde. Für das Reich aber besteht keine Handhabe in dieser Richtung. Immerhin ist diese Angelegenheit Anlaß der Boykottierung aller deutschen Firmen im Bereich von Kanton. Gleichzeitig ist seitens der KantonRegierung der alte Vorwurf gegen Deutschland erhoben worden, daß ehemalige deutsche Offiziere in der Nankingarmee als Berater Dienst tun und diese Armee im Kampfe deutsche Giftgase verwendet. Das Auswärtige Amt wies in seiner Antwort darauf hin, daß selbst, wenn es von dem geheimen Waffentransport Kenntnis gehabt hätte, was nicht der Fall war, es doch keine gesetzliche Handhabe hätte, den Transport aus Deutschland zu unterbinden, da lediglich die Ausfuhr von Waffen aus Deutschland, nicht aber die Durchfuhr verboten sei. Das Vorgehen Kantons ist— darüber kann kein; die ganze Tagung in schärf Zweifel bestehen— ungerechtfertigt. Es kann nur auf tur= und weltzerstörenden Bolschewismus wenden werde. der Unkenntnis europäischer Rechtsverhältnisse beruhen, wenn man in Kanton eine Regierung dafür verantwortlich machen will, daß eine Privatfirma ihren Vertrag aus irgendwelchen Gründen nicht pünktlich erfüllt. In deutschen amtlichen Kreisen erklärt man jedoch, daß die Waffentransporte nach China nicht scharf genug mißbilligt werden können, wenn auch das Gesetz, das die Waffenausfuhr nach China verbietet, seit einiger Zeit aufgehoben ist. Im Interesse der außenpolitischen Belange Deutschlands und mit Rücksicht auf den deutschen Handel in China, hätte die Hamburger Reederei jedenfalls gut daran getan, die Waffenlieferung nicht zu übernehmen, auch wenn sie formal dazu im Recht war. „Völkischer Beobachter“ erneut Serholen München, 25. August. Nach einer Mitteilung der Polizeidirektion München wurde der„Völkische Beobachter“ in seiner BayernAusgabe und seiner Reichsausgabe mit sofortiger Wirksamkeit bis 1. September einschließlich auf Grund der Notverordnung des Reichspräsidenten vom 28. März 1931 verboten. Das Verbot erfolgte wegen eines in der Nummer 235/36 vom 23. und 24. August 1931, erschienenen Artikels von Rechtsanwalt Dr. Frank II. In diesem Artikel wiederholt der Verfasser gegenüber der Polizei den Vorwurf, daß sie bei dem letzten Verbot des „Völkischen Beobachters“ nicht ihrer Amtspflicht gemäß nach sachlichen Gesichtspunkten, sondern in parteipolitischem Ungeist gehandelt habe. In dieser Feststellung hat bereits das Reichsgericht in seiner Entscheidung vom 25. Juli eine bösartige Verächtlichmachung einer Behörde erblickt. Am heutigen Mittwoch beginnt in Nürnberg die 70. Generalversammlung des katholischen Deutschlands. Wie verlautet, ist eine Reihe von programmatischen Ausführungen zu erwarten, besonders auch hat man nach den vorliegenden Informationen den Eindruck, daß sich die ganze Tagung in schärfster Form gegen den kulHaushalte von Ländern und Gemeinden(Gemeindeverbänden) erforderlich sind, im Verordnungswege vorzuschreiben. Sie können dabei von dem bestehenden Landesrecht abweichen. 2. Die Landesregierungen können vor allem bestimmen, daß und in welcher Weise die Personalausgaben und andere Ausgaben der Länder und Gemeinden(Gemeindeverbänden) herabgesetzt werden. Verpflichtungen aus Verträgen bleiben unberührt, soweit es sich nicht um Personalausgaben handelt. Hierzu schreibt uns unsere Berliner Schriftleitung: Der Inhalt der Notverordnung zur Sicherung der Haushalte von Ländern und Gemeinden entspricht dem, was bereits am Samstag amtlich verlautbar wurde. Das Reichskabinett hat hier ausdrücklich unterstrichen, daß die Länder und die Gemeinden ermächtigt sind, sich über bestehende Verträge hinsichtlich des Abbaues der Personalkosten hinwegzusetzen. Man nimmt nicht an, daß in Preußen die Beamtengehälter im Staat und in den Gemeinden abermals generell gesenkt werden, da hierdurch eine Sonderbelastung gegenüber den Reichsbeamten eintreten würde. Es wird versichert, daß man die Gehälter unangetastet lassen und die notwendigen Ersparnisse auf dem Gebiete der Sachausgaben hereinholen werde. Damit dürften auch die Gerüchte gegenstandslos werden, die von einer Sonderbelastung der preußischen Volksschullehrer wissen wollen. Preußischerseits wurde hierzu festgestellt, daß im Rahmen der Gesamtbesprechung innerhalb des Kabinetts auch die Lage erörtert worden sei, was am Kulturetat gespart werden könne. Eine Kürzung der Lehrergehälter sei jedoch nicht in Erwägung gezogen worden. Es handelt sich in Preußen um die Deckung eines Defizits von 350 Millionen Reichsmark, zu denen noch eine Summe von 250 Millionen nicht abgedeckter Fehlbeträge aus früheren Jahren kommt. Man wird also zu empfindlichen Streichungen bei den einzelnen Etats schreiten müssen. Da aber auch diese Abstriche wahrscheinlich das Gleichgewicht nicht herbeizuführen vermögen, dürfte auf dem Wege der Verwaltungsrationalisierung weitere Sparmaßnahmen eingeleitet werden. Daß es sich hierbei nicht um eine Verwaltungsreform im großen Stile handeln kann, ist selbstverständlich, da dieses wichtige Problem der preußischen Politik nicht ohne Mitarbeit des Parlamentes einer dauernden Lösung entgegengeführt werden kann. Man dürfte aber im Preußenkabinett die Zusammenlegung von Kreisen und die Neueinteilung der Kreise innerhalb der einzelnen Regierungsbezirke in Erwägung ziehen. Die einzelnen Sparmaßnahmen sind jedenfalls immer noch in der Schwebe und über das Stadium der Vorberatungen noch nicht hinaus gediehen. Zu der gestern bereits gemeldeten Unterredung der Gemeindevertreter mit dem preußischen Ministerpräsidenten erfahren wir noch, daß festgestellt worden ist, daß den Gemeinden zur Deckung ihrer Wohlfahrtsausgaben einige hundert Millionen Reichsmark fehlen. Uebereinstimmung wurde dahin erzielt, daß das finanzielle Risiko in Zukunft nicht von der einen öffentlichen Körverschaft auf die andere übertragen werden dürfe, sondern das Reich, Länder und Gemeinden heute eine finanzielle Schicksalsgemeinschaft bildeten. Man nimmt an, daß nach der Rückkehr des Kanzlers eine gemeinsame Besprechung mit Vertretern der Gemeinden stattfinden wird um ein Gesamtprogramm auszuarbeiten. Macdonalds neue Mitarbeiter Die englische Kabinettsliste London, 25. August. Die wichtigsten Posten des neuen Kabinetts sind wie folgt besetzt: Premierminister Macdonald(Arbeiterpartei), Staatssekretär des Aeußeren Lord Reading(Liberal), Staatssekretär für Indien Sir Samuel Hoare(Konservativ), Lordpräsident des Geheimen Staatsrates Baldwin(Konservativ). Schatzkanzler Snowden(Arbeiterpartei), Innenminister Sir Herbert Samuel(Liberal), Lordkanzler Sankey(Arbeiterpartei), Staatssekretär für Dominien und Kolonien JI. Thomas(Arbeiterpartei), Wohlfahrtsminister Neville Chamberlain(Konservativ), Präsident des Handelsamtes Sir Philip Cunliffe Lister(Konservativ). Folgende Persönlichkeiten gehören dem Ministerium, aber nicht dem Kabinett an: Luftfahrtminister Lord Amulree, Erster Lord der Admiralität Sir Austen Chamberlain, Sekretär für Schottland Sir Archibald Sinelair, Unterrichtsminister Sir Donald Maclean, Arbeitsminister Sir Henry Beiterton, Erster Kommissar für öffentliche Arbeiten Lord Londonderry, Kanzler des Herzogtums von Lancaster Lord Lothian. Das neue Kabinett hat zehn Mitglieder: vier Vertreter der Arbeiterpartei, vier Konsewative und zwei Liberale. Es ist seit vielen Jahren das kleinste Kabinett, abgesehen von dem Kriegskabinett von sechs bis acht Persönlichkeiten, das eine Art Kabinett innerhalb eines größeren Kabinetts von 20 bis 22 Ministern darstellte. Die normale je normale Stärke ist ungefähr 16 bis 17. Ein weiteres Merkzeichen des neuen Kabinetts ist, daß alle sogenannten„Ausgaben=Ministerien", mit Ausnahme des Wohlfahrtsministeriums, nicht in das Kabinett eingeschlossen worden sind. Krieg, Luftfahrt, Admiralität, Schottland, Unterricht, Landwirtschaft und Arbeit sind alle ausgeschlossen. Dies zeigt, daß das neue Kabinett entschlossen ist, diesen Ministerien strenge Sparsamkeit zur Pflicht zu machen. Ein Kronrat ist für Mittwoch vormittag einberufen worden, auf dem die Amtsübergabe an die neuen Minister stattfinden wird. Unnduef Einer Hionprogegeesrint Neues in Rucze Anpassung an die Bedürfnisse der Neuzeit— Arbeitsgemeinschaft von Gericht und Parteien h Berlin, 25. August.(Eig. Drahtber.) Das Reichsjustizministerium hat heute der Oeffentlichkeit den Entwurf einer Zivilprozeßreform unterbreitet.: Es handelt sich hierbei um den vorläufigen Referentenentwurf, der in jahrelanger Arbeit unter MitRundfunkrede Macdonalds Ankündigung einer zehnprozentigen Sentung der Unterstützungssätze. London, 25. August. Dienstag abend hielt Macdonald im englischen Rundfunk eine Rede, in der er seine Haltung verteidigte. Er habe eine nationale Pflicht zu erfüllen gehabt. Die Kosten der englischen Arbeitslosenunterstützung betragen jährlich 2 Milliarden Mark, und diese Tatsache hätte die ausländischen Kapitalgeber nervös gemacht. Er müsse aber mit allem Nachdruck betonen, daß eine internationalen Finanz gegen die bieserentenentwulf, der in jahrelange wirkung der sogenannten Zivilprozeß=Kommission zu stande gekommen ist. Der Entwurf ist nichts En gültiges, sondern wird vielmehr der Oeffentlichkeit zur Aussprache anheimgestellt, da das Reichsjustizminizud sterium sich darüber im Klaren war, daß im gegenwärtigen Augenblick die Reform weder im Reichstag noch Reform weder im Reichstag noch mehr entsprechen. Dagegen lehnt der Entwurf es ab, durchberatung unterbreitet werden die von verschiedenen Wirtschaftszweigen geforderte di„ chfreise ihre Wünsche und HStaderzinführung der freigemählten GerichtsErst nachdem die Fagreise ihre Wünsche und mie Abänderungsanträge zu dem Referenten„„ im Reichsrat zur kann. bestimmte Abänderungsanträge zu dem Referenter entwurf gemacht haben, wird man an die endgültige Reform herangehen können. Das Reichsjustizministerium war sich darüber klar, daß sich im Augenblick der Wirtschaftsnot ein Versagen der bisherigen Zivilprozeßordnung doppelt fühlbar machen muß. Man nimmt an, daß die öffentliche Aussprache über den Entwurf in samtprozeß mit einbezogen, so daß es ein Bestandteil des Prozesses selbst wird. Hierdurch soll eine Beschleunigung erreicht werden. Auch das Beweisverfahren soll nach dem Entwurf von den heutigen Formalitäten, die die Prozeßdauer erschweren und verlängern, befreit werden. Die Verteidigung soll künftig in das Ermessen des Richters gestellt werden; eine Forderung, die übrigens auch vom Reichstag erhoben worden ist. Die Zwangsvollstreckung soll eine generelle Umgestaltung erfahren, da die Bestimmungen der bisherigen Zivilprozeßordnung den Erfordernissen nicht Dagegen lehnt der Entwurf es ab, Der Parteivorstand der Deutschen Volkspartei trat am Montag in Berlin unter dem Vorsitz Dr. Dingeldeys zusammen und nahm Stellung zur politischen Lage. Es wurde von der Reichsregierung gefordert, daß in kürzester Frist eine Klärung über die zur Behebung der Wirtschafts= und Finanznot erforderlichen Maßnahmen herbeigeführt werden müsse. 4 Bellage zum Anzeiger u. Ge Die 5 Wiedereinfuhrung der frei gewählten Gerichtsvollzieher, wie dies vor dem Jahre 1909 der Fall war, vorzunehmen. Dagegen wird der Zersplitterung der Vollstreckungsbehörden vorgebeugt werden. Grundsätzliche Aenderungen erfahren die Bestimmungen über den Offenbarungseid. Man hat erkannt, daß die bisherigen Bestimmungen über den Offenbarungsseid nicht mehr den gegenwärtigen Verhältnissen entchen und daß bisher dem Schuldner die Möglichkeit Die Reichstagsfraktion der Deutschnationalen Volkspartei nahm am Dienstag u. a. einen Vortrag Hergts über die steuerlichen und finanziellen Notverordnungen entgegen. Hergt stellte dabei fest, daß die Regierung Brüning statt der versprochenen Steuersenkungen Steuererhöhungen in fünf Wellen seit dem 1. Januar 1930 gebracht habe. In der fortgesetzten Aussprache am Mittwoch soll Hugenberg ein großes Referat halten, Die Leitung der Strafanstalt Gollnow hat über den früheren Leutnant Scheringer, gegen den ein neues Hochverratsverfahren schwebt, ein 14tägiges Ausgangsverbot verhängt. Scheringer hatte seinen Nachmittagsurlaub, währenddessen er sich innerhalb der Stadt Gollnow frei bewegen darf, dazu mißbraucht, mit dem Motorrad nach Stettin zu fahren. einem halben Jahre so weit gediehen sein wird, daß sprechen und daß bisher dem Schuldner die Möglichkeit das Ministerinm mit der Fertigstellung des endgültigen des Ausweichens und der Hinhaltung gegeben war. Es Regierung das weininerium mit der grgzepnrungs#. gzrgtgre bes Ausweichens und der Hi sei keine Koalitionsregierung, in eine Entwurses beginnen kann. Der vorläusige Piegerenten=swerden darum Bestimnungen vorgesezen, daß solche würde er nicht eintreten. Da sich die Kosten der entwurf ist Lebensunterhaltung in England in den letzten beiden Jahren um 11½ Prozent gesenkt hätten, würde er eine Verminderung der Arbeitslosenunterstützung um 10 Prozent vorschlagen. Amerikanisches Kreditangebot an London Newyork, 25. August. Die Wallstreet ist bereit, der neuen englischen Regierung innerhalb von 24 ##redit in Höh= von 200 bis zierung innerhalb von 24 Stunden einen kurzfristigen Kredit in Höhe von 300 bis 500 Millionen Dollar zur Verfügung zu stellen, wenn dies gewünscht wird. Es ein Band von 561 Seiten Die Reform schafft nicht überall und grundsätzlich Neues, sie paßt aber die Zivilprozeßordnung den BeGehaltszahlungen schärfer als bisher erfaßt Der Oberpräsident der Provinz Niederschlesien hat die Wochenzeitung die„Schwarze Fahne“ in Liegnitz für die Dauer von drei Monaten, und zwar bis zum 23. November verboten. Im Lohnstreit der ostoberschlesischen Eisenhütten wurde ein Schiedsspruch gefällt, der die Akkordlöhne in den einzelnen Arbeiterkategorien um 10 bis 18 Prowerden können, daß zum Beispiel Ueberschreibungen von zent herabsetzt. Von der Lohnsenkung werden insGehälter auf Familienmitglieder, Ehefrauen usw. recht= gesamt 27·000 Arbeiter betroffen. dürfnissen der Neuzeit an, sucht bestehende Mißstände zu beseitigen, eine Beschleunigung der einzelnen Verfahren zu erreichen und ebenso eine Vereinfachung. Der Entwurf schließt sich an die Novelle von 1924 an, die sozusagen eine Abschlagszahlung auf den heutigen Entwurf war. Vor allem gingen die Referenten von dem Gedanken aus, der grundsätzlichen Aenderung unserer staatlichen Einstellung Rechnung zu finden bereits informatorische Besprechungen für eine tragen, wie dies auch von der Rechtsanwaltschaft mehrSyndikatsbildung statt. Eine langfristige Kreditgewäh= fach verlangt worden war. Als Grundziel hat sich die rung gilt als ausgeschlossen, da die Lage des Obliga= Reform die allgemeine Arbeitsgemeinschaft tionsmarktes zu ungünstig ist. Die Newyorker Banken wünschen bei einer etwaigen Kreditgewährung die Federal=Reservebanken möglichst auszuschalten, da sie der Ansicht seien, daß die Reservebanken schon zuviel Geld in Europa angelegt hätten. von Gericht und Parteien bei der Durchführung ner sogar Stundungsmöglschkeiten, durch der Prozesse gesetzt, dahin, daß der Richter nicht nur das Gericht vor und tragt somit bestimmten sozialen wie bisher als Vormund der streitenden Parteien fun Forderungen Rechnung. Ein weiterer Schutz liegt in giert, sondern künftig aktiv mitarbeitet. Der Entwurf der Möglichkeit eines Beschwerdeverfahrens des Schuldenthält eine Unmenge von Material, das den Fachleuten ners bis zum Reichsgericht.„„„ Gelegenheit zur scharfen Diskussion geben wird. Be= An amtlicher Stelle wird erklart, daß eine Aenderung sonders wird das Güteverfahren, das bisher ein der Gerichtsverfassung in Zusammenhang mit dieser amtsgerichtliches Vorverfahren war, heute in den Ge= Reform nicht geplant ist. lich eingeschränkt werden. Nach den zukünftigen Bestimmungen kann der Schuldner sofort nach Einleitung des Verfahrens zur Vorlegung des Vermögensverzeichnisses aufgefordert oder direkt vor Gericht geladen werden. Auch die Interventionsklagen, die bisher fast sämtliche Verfahren hinauszögerten, werden ausgeschaltet derart, daß das Vollstreckungsgericht von sich aus einen Beschluß über den Besitz eines Gegenstandes herbeiführen kann. Weiter enthält der Entwurf einen bestimmten Schutz des Schuldners indem er ausdrücklich zwischen gutwilligen und böswilligen Schuldnern unterscheidet. So sieht der Entwurf für gutwillige Schuldner sogar Stundungsmöglichkeiten, durch Wien fand der 6. Deutsche Arbeiterjugendtag statt, der mit einer Kundgebung für Sozialismus und Völkerfrieden seinen Höhepunkt erreichte. Auch die KP9. für Landtagseinverafung h Berlin, 25. August.(Eig. Drahtber.) Die Möglichkeit daß sich die Kommunisten ebenso wie die Deutschnationalen und Nationalsozialisten für eine alsbaldige Landtagseinberufung einsetzen, haben wir bereits vorausgesagt. Heute hat die preußische Landtagsfraktion der Kommunisten diesen Antrag an den Landtagspräsidenten gerichtet mit der Begründung, daß die Vorgänge am Bülowplatz parlamentarisch zur Sprache gebracht werden müßten. Weiter verlangt die kommunistische Fraktion Beratung über die polizeiliche Beschlagnahme des Liebknecht=Hauses, über das Zeitungs- und Versammlungsverbot und über die Frage der Kündigung von Junglehrern in Berlin. i.88 Bereits gestern haben wir ausgeführt, daß gewisse Bestrebungen im Gange sind, die Anwendung des Artikels 17 der Geschäftsordnung, wonach ein Fünftel der Abgeordneten die Einberufung des Landtages durchsetzen kann, für den jetzigen Fall nicht in Anwendung zu bringen. Heute beschäftigt sich mit derselben Frage die ganze Presse. Endgültige Klarheit hierüber ist noch nicht geschaffen. Die Geschäftsordnung des Landtages sieht vor, daß der preußische Landtag in jedem Jahre am 2. November zusammentreten muß, und daß der Landtagspräsident das Parlament früher einberufen muß, wenn es das Staatsministerium oder ein Fünftel der Abgeordneten verlangt. Ein nächster Paragraph besagt aber gleichzeitig, daß der Landtag den Schluß der Tagung und seinen Wiederzusammentritt von sich aus bestimmt. Hieraus glaubt man also, wie gestern bereits gemeldet, schließen zu können, daß die Bestimmungen über das Antragsrecht eines Fünftels der Abgeordneten für die Einberufung des Landtages im Augenblick nicht zutrifft. Man erwartet die Entscheidung des Aeltestenrates. Beschluß des Berliner Börsenvorstandes: Am 3. Sepiemnder wieder Börse verkehrs abgeschlossen sind. Bei der Kursnotierung wird man mit großer Vorsicht zu Werke gehen. Da ja zunächst nur ein Kassaverkehr in Frage kommt, so ist genau Angebot und Nachfrage zu übersehen. Man wird hei der Notiz wahrscheinlich so verfahren, daß In der Nähe von Wilna, an der polnisch=sowjetrussischen Grenze, kam es zu einer Schießerei zwischen polnischen Grenzsoldaten und etwa 50 polnischen Arbeitslosen, die nach Sowjet=Rußland hinübergehen wollten, um dort Arbeit zu suchen. Bei dem Zusammenstoß wurden drei Personen getötet, vier verletzt. 22 Mann wurden festgenommen. Wie aus Ecuador(südamerikanische Republik) gemeldet wird, traten dort das Kabinett und der Staatspräsident zurück. Wünsche der Angestellten Berlin, 25. August. Die Vela(Vereinigung der leitenden Angestellten) hat zur Aenderung der zweiten Notverordnung vom 5. Juni 1931 der Reichsregierung folgende Forderungen übermittelt: I. Aufhebung der Staffelung der Krisensteuersätze Auf der Landsberger Chaussee in Berlin=Hohenschönhausen, wurde ein 31 Jahre alter Nationalsozialist von unbekannten Tätern angeschossen shwer bricht. Berlin, 25. August. Der Börsenvorstand, Abteilung Wertpapierbörse, beschloß in seiner heutigen Sitzung u. a. folgendes: Die Berliner Wertpapierbörse wird am 3. September für den Verkehr in Wertpapieren, in= und ausländischen Wechseln und ausländischen Zahlungsmitteln wieder eröffnet. Ein Terminhandel und ein Handel mit sortlausenden Notierungen findet der Börse eine neue Lombardstelle ins Leben nicht statt. Der Handel zu anderen als zu den gerufen werden wird, die es den Kreisen, die ihre Kursen sowie das Ausrusen abwei= Pfandbriefe nicht verkaufen wollen, ermöglichen soll, essgegreue.„enräumen sind bis auf sich hier gegen Lonbardunterlage Geld zu beschaffen. chender Kurse in den Vorsentaumen sino bis auf Man denkt an die Gründung, einer Lombardbank der wird vei der Notiz wahrscheinlich so verfahren, daß man zunächst jedenfalls die Kurse nicht unter einen gewissen Prozentsatz heruntergehen läßt, andernfalls wird man vorziehen, den Kurs ganz zu streichen, um allmählich eine Uebersicht über den Markt zu gewinnen. Außerdem verlautet, daß noch vor Wiedereröffnung in der vorgesehenen Form, besonders der unvergleichlich höheren Staffelung der Sätze in der Krisenlohnsteuer. — 2. Aufhebung der doppelten Belastung durch Krisenlohnsteuer und Krisensteuer der Veranlagten.— 3. Aufhebung der Erhebung der Krisenlohnsteuer vom Bruttoarbeitslohn.— 4. Wiedereinführung der Lohnsteuerund weiteres verboten. An den Samstagen des Monats September 1931 bleibt die Börse geDes ferneren wurde beschlossen, durch eine Anweisung an die Notierungskommissare des Börsenvorstandes gegen die Feststellung unsachgemäßer Kurse Vorsorge zu treffen. Nach dieser Anweisung wird in Fällen, in denen der festzustellende Kurs von dem letztnotierten Kurs derart abweicht, daß der Kursunterschied unter Berücksichtigung des gesamten Kursniveaus in der allgemeinen Marktlage keine Begründung findet, die Notiz gestrichen werden. In Fällen, in denen sich Angebot und Nachfrage nicht decken und ein Ausgleich durch Heranziehung weiterer Interessente, nicht erreichbar ist, sou repaxtiert werden; wird die Repartierungsquote zu klein, so wird auch hier die Notiz gestrichen Weiter wird bekannt, daß die technischen Vorberatungen für die Wiederaufnahme des BörsenHypothekenbanken mit einem Kapital von 5 Millionen Reichsmark, das von sämtlichen Hypothekenbanken übernommen werden soll. Allein die Errichtung eines derartigen Instituts würde schon beruhigend wirken und den erwarteten Verkaufsdruck am Rentenmarkt zweifellos mildern. Rückerstattung.— 5. Aufhebung der Bestimmung, daß die Bürgersteuer nach dem Einkommensabschnitt berechnet wird, der mindestens ¼ Jahr vor dem Beginn des laufenden Rechnungsjahres liegt.“ Weiter hat sich der Reichsverband der Büroangestellten und Beamten in einer sehr übersichtlichen Eingabe an das Reichskabinett zwecks Unterstellung der Behördenangestellten unter die Krisensteuer gewandt. Der Verband begründet diese Bitte insbesondere mit der Tatsache, daß sich der Behördenangestellte genau so wie jeder Privatangestellte in einem durchaus unsicheren Dienstverhältnis befindet und daher eine Gleichstellung mit den Beamten nicht in Frage kommen kann. Ernste Unruhen in Nord=Spanien Die Deutsche Fraktion hat im preußischen Landtag eine Anfrage eingebracht, die sich mit dem sogenannten Geheimbefehl des Oberpräsidenten Noske an die Polizeidienststellen beschäftigt, der die Ueberwachung des Abdrucks des Volksentscheidsaufrufes der Staatsregierung in den hannoverschen Zeitungen zum Ziele hatte. Das en nicht erreich= Staatsministerium wird gefragt, ob es das Vorgehen Repartierungs= des Oberpräsidenten Noske billige, ob es bereit sei, dem estr** Oberpräsidenten das Erforderliche zu eröffnen und was es zu tun gedenke, um eine Wiederholung derartig falscher Auslegung und Ueberschreitung einer Notverordvund zu verichen. London, 25. August. Wie aus Madrid gemeldet wird, sind ernste Unruhen in Nord=Spanien zwischen Anhängern der Regierung und den römisch=katholischen Kreisen ausgebrochen. Die Regierung sandte zwei weitere Kriegsschiffe und weitere erhebliche Truppenmassen nach den baskischen Provinzen, wo alle Garmsonen verdoppelt wurden. Die Katholiken halten überall im Lande Protestversammlungen gegen die geplante antikirchlichen Bestimmungen in der neuen Verfassung ab. In Barcelona wurden beim Verlassen einer solchen Versammlung verschiedene Katholiken angegriffen und dreizehn von ihnen verwundet. Auch in Burgos und Valencia sowie in Navarra kam es zu Zusammenstößen. Zu viel Greise— zu wenig Kinder Deutschlands künftige Bevölkerungsentwicklung Verlängerung der allgemeinen Lebensdauer nichts ändern, denn einmal müssen wir doch sterben. Im günstigsten Fall könnte man daher erwarten, daß unsere BepölIn den Mitteilungen der„Reichszentrale für Heimatdienst“ wird das nachstehende bedeutungsvolle bevölkerungspolitische Problem erörtert: „Die Entwicklung der Reichsbevölkerung zeigt schon in der Gegenwart, mehr noch aber in der Zukunft, die typischen Züge einer Ueberalterung des Volkskörpers. Während die Zahl der Kinder immer mehr abnimmt, wird die Greisenschicht, d. h. der über 65 Jahre alte Bevölkerungsteil, auf Jahrzehnte hinaus immer mehr anwachsen. Von diesen tiefgreifenden Wandlungen unserer Bevölkerungsstruktur geben die im Band 401 der„Statistik des Deutschen Reichs" veröffentlichten Vorausberechnungen des Statistischen Reichsamts über die weitere Bevölkerungsentwicklung ein überaus aufschlußreiches Bild. Greisenzahl ziemlich genau berechnen. Danach beträgt die Zahl der über 65jährigen Die Berechnungen erstrecken sich auf zwei Grenzfälle, innerhalb deren die Wahrheit mit gpgäfieggahzschgag lichkeit liegen dürfte. Die günstigste Mögrichrenr ist, daß die jährliche Geburtenzahl ständig gleichbleibt, d. h. daß alljährlich mindestens ebensoviel Kinder lebendgeboren werden wie 1927(1 160 000). In diesem Falle würde unsere Volkszahl in den nächsten Jahrzehnten noch langsam zunehmen und im Jahre 1960 mit 69¾ Millionen den höchstmöglichen Stand erreichen. Es mag dabei paradox erscheinen, daß eine Bevölkerung, die ihre Kinderzahl nicht mehr vermehrt, überhaupt noch wachsen kann. Die Lösung des Rätsels liegt ganz einfach darin, daß weniger Menschen sterben als geboren werden, so daß Jahr für Jahr in unserem Volkshaushalt noch ein Ueberschuß der Einnahmen(Geburten) über die Ausgaben(Sterbefälle) verbleibt. Dieser Ueberschuß wird aber immer geringer. Heute stehen die überaus kinderreichen Geburtsjahrgänge der Vorkriegszeit noch in der Blüte der Jahre. Je mehr sie sich aber dem Ende ihrer natürlichen Lebenszeit nähern, desto mehr wird die Zahl der Sterbefälle anschwellen und schließlich die Geburtenüberschüsse in Sterbefallüberschüsse verwandeln. An dieser Entwicklung kann auch die gegen früher eingetretene kerungszahl spätestens von 1960 ab eine rückläufige Tendenz aufweisen wird. Wahrscheinlich wird diese Bevölkerungsabnahme aber schon erheblich früher einsetzen, da der Geburtenrückgang noch keineswegs zum Stillstand gekommen ist. Auf Grund einer an sich ungünstigen, aber nach der Bevölkerungsstatistik der letzten Jahre durchaus berechtigten Annahme(weitere allmähliche Abnahme der Geburtenhäufigkeit um 25 v..) kommt das Statistische Reichsamt zu dem Ergebnis, daß bereits im Jahre 1945 der Höhepunkt unserer Volkszahl mit annähernd 68 Millionen erreicht und der heutige Bevölkerungsstand von 64 Millionen bereits gegen 1965 wieder unterschritten werden würde. Der drohende Bevölkerungsschwund würde dann nur noch— wie dies heute schon in Frankreich der Fall ist— durch Zuwanderung aus dem Auslande überdeckt werden können. In diesem Falle wird sich aber die innere Struktur unserer Bevölkerung weiterhin wesentlich verändern. Der Anteil der unter 15 Jahre alten Kinder an der Gesamtbevölkerung, der im Jahre 1910 noch ein volles Drittel der Bevölkerung umfaßte(34 v..) ist im Jahre 1925 bereits auf ein Viertel(26 v..) herabgeglitten und bewegt sich gegenwärtig und in den nächsten Jahren um etwa 24 v. H. herum. Und 1940 beträgt dieser Anteil voraussichtlich nur noch 20 bis 22 v. H. und dürfte in der Folgezeit, je nach der weiteren Entwicklung des Geburtenrückganges, noch unter diesen Satz herabsinken. Gleichzeitig schwillt die Zahl der alten Leute in ungeahntem Ausmaße an, wenn die Geburtenjahrgänge der Vorkriegszeit, die bekanntlich eine Rekordbesetzung aufweisen, allmählich in das Greisenalter aufrücken. Da man die gegenwärtige Altersgliederung und auch das ungefähre Tempo des Absterbens der heute lebenden Bevölkerung kennt läßt sich die vollekung kennt, lug. sich vie künftige Entwicklung der Jahrzehnt zu Jahrzehnt um etwa 1 Million an, bis im Jahre 1980 mit 9,5 Millionen der Höhepunkt erreicht ist. Die Zahl der alten Leute wird dann 3¼ mal so groß sein wie vor dem Kriege und 2¼ mal so groß wie heute. Demgegenüber wird der im produktiven Alter stehende Bevölkerungsteil nur noch eine verhältnismäßig geringe Zunahme erfahren. Die Folgen für unser Wirtschaftsleben lassen sich in großen Umrissen bereits deutlich erkennen. Bei gleichbleibendem Bevölkerungsnachwuchs könnte der wirtschaftliche Produktionsgang ständig ohne fremde Arbeitskräfte aufrechterhalten werden; ein weiterer starker Geburtenrückgang dagegen würde, wenn auch erst in einigen Jahrzehnten, eine ununterbrochene und starke Abnahme der produktiven Schichten des deutschen Volkes zur Folge haben. In jedem Fall wird sich die Lage des Arbeitsmarktes wesentlich verändern. Die Arbeitslosigkeit als Dauererscheinung ist bekanntlich zum Teil durch das übermäßige Anschwellen der Zahl der Erwachsenen hervorgerufen; die bevölkerungsstrukturell bedingte Arbeitslosigkeit wird voraussichtlich erst nach fünf bis 10 Jahren ihr Ende finden. Es müßte denn sein, daß schon vorher durch Verkürzung der Arbeitszeit, die zunächst auch bei gutem Geschäftsgang beizubehalten wäre, eine Aufsaugung der Dauerarbeitslosen herbeigeführt wird. Alles in allem zeigen diese Untersuchungen, in wie hohem Maße unser Wirtschafts= und Gesellschaftsleben durch die weitere Bevölkerungsentwicklung beeinflußt F W Regierungsrat Dr. K. Wagner — Friedrich Nietzsche polnischer Abstammung? kanntlich berichtet Nietzsche nicht nur in einzelnen sprächen, sondern auch in einer autobiographische Skizze aus dem Jahre 1883, daß sich seine vaterliche Familie auf polnische Edelleute Namens Nietzky zuruck führe, die etwa ein Jahrhundert vorher wegen religioser Bedrückungen ihre Heimat und ihren Adel aufgegehen hatten. Man hat diesem Bekenntnis bisher wenig Wert beigemessen und vielleicht auch nur ungern davon se sprochen, daß der große deutsche Philosoph— wenigstene väterlicherseits— polnischen Ursprunges sei. Die Polen selbst sind aber nunmehr diesen Dingen nachgegangen Und B. Skarlitt berichtet über die Zusammenb#### eingehend im„La Pologne Litteraire". Nachdem er Zusammenhang von Nietzsches Vorfahren mit der### nischen Familie Nicki festgestellt hat, versucht er du hi, weisen, daß Nietzsches„Uebermensch" nach allem weisen, daß Nietzsches„Uebermensch, nach, entscheidenden Wesenszüge deo polnischen Edelman dieses Herrenmenschen par excellence" habe.####ti sich also diesenigen,“ so schreiht Skarlitt weiter, Fi, behaupten, daß der preußische Junker das Vorbild# Nietzsches Uebermenschen sei“. Wir zitieren diesen A satz nicht, um den Philosophen Nietzsche vzzen deutsche Ahnen zu reklamieren. B0 Eine Spieluhr sch, etwas, das z Ihre einfachste For hintergrund ist die Zaturnähe zu ver Diese Spieluhre sofern sie rege einen Uhrenschlüssel den die frühen Stu zigt durch die er Logelschar. Schon um 2 11 Frühaufsteher unte Liedchen. Ihm fo das Schwarzplättch gen Langschnäbel z deren heiseres, hun sch auch schon Ble vinkeln, in denen n den Schlaf aus ih drei Uhr fliegt da hecke und Haus. 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Für die aseu beim mnstrengunge Reich ur für geg Denn wir wu'itelieni, wir große Deutsche haben, denen französisches,## sches oder polnisches Blut in den Adern rinnt.###, wenn Skarlitt seinen Artikel mit den Worten schli“ „Und was ist im Grunde genommen der von Nies verkündete Wille zur Macht anders als äußerste gesteigerte Individualismus, der„Det uu fonlendsten Charakterzug der Polen bildet?—.#uz, nief nen wir gerade an solchen Auslassungen sehen, x auf im Polentum der Wille wurzelt, immer wied in, seine„Ueberlegenheit“ gegenüber allem Deutschen sweisen. 8 227 Tonfilme in der neuen Saison. Jchern, Filmschaftsbericht der Spitzenorganisation der deutschen die industrie besagt, daß in der verflossenen ngi bis zum 1. Juni 1981 lief, 216 gestellt worden sind und daß für die kommziigr, bergebis zum 81. März 1932 227 deutsche Tonf:: Tanfinstellt werden sollen. Die Ufa wird 25 nezzzgung von herausbringen, die Parufamet, eine Vere uzime, die Paramount, Ufa und Metro=Goldwyn, 24 Toy der in Südfilm=AG. 18 Tonfilme. Ueber die Plätzannt, daSchwierigkeiten geratenen Terra ist nichts##g Amerigegen werden die deutschen Niederlassunger zit je 12# kanischen Universal sowie die Forfilm=AG. m Deutschland hergestellten Tonfilme an das herangetreten. „Früchte" est noch eefriedigende füheren Bei lspartei trat Dr. Dingellitischen Lage. rdert, daß in Behebung der Maßnahmen onalen Volksortrag Hergts tverordnungen die Regierung ungen SteuerJanuar 1930 ussprache am ferat halten. ow hat über den ein neues es Ausgangs. seinen Nachinnerhalb der u mißbraucht, en. derschlesien hat e“ in Liegnitz zwar bis zum en Eisenhütten ie Akkordlöhne 10 bis 18 Prowerden insbeiterjugendtag ozialismus und polnisch=sowjetleßerei zwischen polnischen Arübergehen wollZusammenstoß tzt. 22 Mann Republik) genett und der Allten 25. August. r leitenden g der zweiten keichsregie It: Krisensteuersätze r unvergleichlich Krisenlohnsteuer. ig durch Krisengten.— 3. Aufter vom Bruttoder Lohnsteuerbestimmung, daß sabschnitt berechdem Beginn des erband der mten in einer hskabinett zwecks inter die Krisenndet diese Bitte h der Behördengestellte in einem findet und daher nicht in Frage =Spanien 25. August. dernste Unruhen ern der Rekatholischen ung sandte zwei ebliche Truppenwo alle Garnien halten überall sen die geplante ieuen Verfassung issen einer solchen angegriffen und in Burgos und 4 Bellage zum Bochumer Anzeiger u. Gen. Anzeiger Gochaner Raceichtenl Nr. 199 38. Jahrgang Mittwoch, 26. August 1931 Spieluhr hat iuzmer, etwas„Anheimeludes. an Werr.. J fK.., 2es Gersamtes u, der haut Eine Spieluhr hat immer etwas Anheimelndes an 1c, etwas, das zum besinnlichen Verweilen einlädt. einfachste Form mit heiterem und volkstümlichem hintergrund ist die Kuckucksuhr, die Märchenpoesie und Jaturnähe zu verbinden sucht mit praktischem NützDiese Spieluhren gehen ihren Gang Tag und Nacht sofern sie regelmäßig aufgezogen werden. Ohne zinen Uhrenschlüssel aber, den Menschenhand führt, werden die frühen Stunden des Tages für jedermann angezigt durch die erwachende, ihr Morgenlied singende Logelschar. Schon um 2 Uhr früh weckt der Buchfink als erster Frühaufsteher unter der gefiederten Schar durch sein Liedchen. Ihm folgt etwa eine halbe Stunde später das Schwarzplättchen, das im Reiherhorst die gefräßizen Langschnäbel zum Aufstehen mahnt. Kaum ertönt deren heiseres, hungriges„Kriääk, kriääk“, da wischen sch auch schon Blaurage und Nebelkrähe in den Astpinkeln, in denen noch das letzte Düster der Nacht hängt, den Schlaf aus ihren pechglänzenden Augen. Gegen brei Uhr fliegt das Gartenrotschwänzchen zirpend um becke und Haus. Jetzt erwachen auch die piepsenden Grasmücken im taufrischen Geheck. Eine halbe Stunde später übt die Amsel ihre melodischen Strophen, stimmt der Specht die„Schlaginstrumente“, gurrt die Turteltaube, schreien die Wasserenten. Um vier Uhr it bereits das Frühkonzert in vollem Gange. Langsam erhebt sich dann der Laubsänger, dem der emsg rusende Wendehals folgt, der um Baumstämme und Astgabeln hüpft. Piepsend und krächzend suchen die Hülnervögel ihre Morgenmahlzeit. Endlich um fünf Uhr erhebt sich die Landschläfer, das schwatzende Volk der Haus= und Feldsperlinge. So zeigt die ewige Spieluhr der Natur ohne Pen#elschlag, Aufzug und Räderwerk in ihrer melodischen An des Frühtags Zeiten an. Der künftige Wahlkreis Bochum Vor der Staatsumwälzung umfaßte der Reichsmswahlkreis Bochum die damaligen Stadtkreise Boium, Gelsenkirchen, Witten und Herne, die Landkreise Bochum, Gelsenkirchen und den Kreis Hattingen. Der #ndtagswahlkreis Bochum=Dortmund umfaßte die ehenaligen Kreise Bochum, Dortmund und Hörde Stadt Uund Land. Nach dem neuen Entwurf eines Reichsvahlgesetzes, die dem Reichstag bei seinem Wieerzusammentritt im Herbst zugehen soll, wird der ünftige Reichstagswahlkreis Bochum(Wahlkreis 96) us den Stadtkreisen Bochum, Wattenscheid und Witin gebildet, er zählt 450000 Einwohner. Im Regieungsbezirk Arnsberg werden noch fünf weitere Wahltreise gebildet; diese bilden dann den Wahlkreisverband Leitfalen=Süd. Der Verband Westfalen=Nord umfaßt scben Wahlkreise: beide Verbände bilden, dann die Lindergruppe Westfalen.* Schutz gegen Ueberfälle bei Banken und Sparkassen Die Banküberfälle häufen sich in erschreckendem Aaße. Erst in der letzten Zeit sind in verschiedenen lten Angestellte bei Banküberfällen mehr oder minder ihwer verletzt worden, weil sie sich gegen die Räuber ur Wehr setzen wollten. Das hat die Reichsfachgruppe Lanken des DHV. veranlaßt, sich mit den Spitzenerganisationen des privaten, des öffentlich=rechtlichen und des genossenschaftlichen Bankgewerbes in Verbintung zu setzen und Schutzmaßnahmen vorzuschlagen. Es rurde dabei zunächst gefordert, daß in allen Betrieben nit den Mitteln der modernen Technik(durch schußscheres Glas, durch Ueberfall=Signalvorrichtungen u..) Versucht wird, Ueberfälle von vornherein zu erschweren. Lann wird die Frage aufgeworfen, ob nicht durch zu tarke Personaleinschränkungen erst die Ueberfälle der letzten Zeit erleichtert worden sind. Bekanntlich sind leinige der am meisten aufsehenerregenden Ueberfälle tur möglich gewesen, weil der Kassenbeamte allein im Geschäftslokal anwesend war. Außerdem fordert der 1258., daß für das im Kassendienst beschäftigte PerIhonal ausreichende Unfallversicherungen abgeschlossen verden. Reicher Tomatensegen Für die Hebung des Gemüse= und Gartenbaues in #iren beimischen Gegenden sind in den letzten Jahren ettengungen gemacht worden, die von Anfang an wcrschte.— im Sinne des Wortes— trugen und ### seitzt noch besser zu lohnen begingen. Teilweise sehr ##riedigende Erträgnisse haben die Gewachshäuser der ###heren Bergleute geliefert, die man hier in Bochum Ueber neun Jahrhunderte hat das alte Kirchlein im Dorf Stiepel den Ansprüchen genügt.„Es liegt ungefähr in der Mitte der räumlich sehr großen Kirchengemeinde Stiepel= Buchholz, die bis kurz vor Sprockhövel reicht. In den letzten Jahrzehnten hat sich die Seelenzahl verdoppelt und zugleich fand mit der Abwanderung des Bergbaues von der Ruhr eine dichtere Besiedlung des nördlichen Teiles statt. Dieser Tatsache trug man Rechnung und gründete im Jahre 1912 die zweite Pfarrstelle mit dem Pfarrbezirk Haar. Im Jahre 1924 erbaute man mit der finanziellen Unterstützung der Stadt Bochum, die mit dem Kauf des Gutes Kemnade die Patronatspflichten übernommen hatte, für diesen Bezirk ein Pfarrhaus. Dieser Fall gab die Veranlassung zur Ablösung dieses Patronates, die inzwischen erfolgt ist. Der Gottesdienst für den Pfarrbezirk fand in einem Wirtshaussaale statt. Im vorletzten Frühjahr wurde nach langen Vorbereitungen mit dem Bau eines Gemeindehauses und Betsaales neben dem neuen Pfarrhaus begonnen. Im März konnte bei einer schlichten Feier der erste Spatenstich getan werden, und im August fand die feierliche Grundsteinlegung statt. Die Leitung des Baues wurde von Regierungsbaumeister Stommel, Bochum, übernommen. Die Arbeiten wurden von Stiepeler Handwerkern und Unternehmern ausgeführt. Die Gemeindemitglieder nahmen an dem Bau regen Anteil. Hand- und Spanndienste wurden unentgeltlich geleistet. Der„Kirchbauverein“ hat durch laufende Beiträge für eine würdige Ausstattung gesorgt. Das Gebäude umfaßt mehrere Säle und Vereinsräume und im Obergeschoß Wohnungen für eine Gemeindeschwester und den Hausmeister. Die feierliche Einweihung am kommenden Sonntag wird für die Gemeinde ein hoher Freudentag werden. Man erwartet die Vertreter der kirchlichen Behörden, die früher in Stiepel tätigen Pfarrer und manchen Stiepeler, der heute auswärts seinen Wohnsitz hat. Am Vormittag findet ein Festgottesdienst und nachmittags eine Gemeindefeier im neuen Gemeindehause statt, das den Namen„Lutherhaus“ erhalten wird. n Wanderer aus Nol Zwei Millionen Menschen auf deutschen Landstraßen. Wer die deutschen Landstraßen beobachtet, dem fällt auf, daß sich jeden Tag ein riesiges Heer wandernder Burschen, Männer und Frauen, unterwegs befindet. Dieselbe Beobachtung macht man, wenn man in den Abendstunden eine große Anzahl müde gelaufener Menschen an der Polizeiunterkunft der Städte und Dörfer des deutschen Vaterlandes stehen sieht. Das sind nicht etwa Leute, die sich in guter Kleidung, mit dichtem Schuhwerk und vollem Rucksack eine Ferienerholung gönnen, sondern arme Menschen, die in ihrer Heimatstadt keine Beschäftigung und Nahrung finden konnten und um ihrer Familie nicht zur Last zu fallen, auf „Tippelei“ gegangen sind. Wanderer aus Not! Die Zahl dieser Menschen, die sich tagtäglich unterwegs „auf Walze" und auf der Suche nach Brot und Arbeit befindet, ist ungeheuerlich. Man schätzt sie auf zwei Millionen Menschen, die während der Sommermonate auf den Landstraßen wandern. Die Ursache, die diese Leute auf die Straße treibt, ist fast immer dieselbe. Vielfach sind es junge Leute, die nach beendeter Schulzeit eine Lehrzeit durchmachten und dann, wenn der Meister sie nicht halten konnte, entlassen wurden. Allein die Zahl der Jugendlichen unter 18 Jahren, die jährlich nach Berlin kommt, wird auf 40 000 von gut unterrichteter Seite geschätzt. Zehnfach so groß ist die Zahl der jungen Leute bis zu 25 Jahren auf der Landstraße. Dazu die vielen Erwachsenen gerechnet, ergeben sich Millionenziffern. Nach einer Aufstellung der Wohlfahrtsstelle des Berliner Polizeipräsidiums sind die Zahlen in diesem Jahre gegenüber dem Vorjahre ungeheuer gewachsen. Als „Ortsfremde, Obdachlose, Jugendliche, Wanderer unter 18 Jahren“ wurden in Berlin gemeldet im Jahre 1931: Januar 1056(—), Februar 1234(—), März: 1528 (—), April: 1695(1676), Mai: 2005(2066), Juni: 2105(1294). In Klammern sind die Vergleichszahlen für 1930 angegeben. Natürlich lassen sich die wenigsten Wanderer zahlenmäßig erfassen, da die meisten Scheu vor der Polizei haben und lieber auf Dachböden, in Herbergen oder in Anlagen nächtigen. „ g* g Iin Herbergen oder in Anlagen nichigen. Das Einkommen der Angehörigen Die Kreditquelle der Rotleidenden in der Krisenunterstützung Wenn der Arbeitslose 26 Wochen Arbeitslosen= unterstützung bezogen und damit seinen Anspruch an die Arbeitslosenversicherung erschöpft hat kann er einen Antrag auf Ueberführung in die Krisenfürsorge stellen, falls er 21 Jahre alt ist und nicht den Berufsgruppen der Landwirtschaft oder der häuslichen Dienste angehört. Voraussetzung für die Gewährung der Krisenfürsorge ist die Bedürftigkeit des Antragstellers. Zunächst wird die Unterstützung errechnet, die der Antragsteller beziehen würde, falls er kein eigenes Einkommen hätte. 20 Prozent dieses Betrages darf er an eigenem Einkommen haben, ohne daß ihm etwas in Anrechnung gebracht wird. Was er darüber hinaus an eigenem Einkommen hat, wird ihm auf die Unterstützung angerechnet. Auch das Einkommen der Angehörigen(Eltern, Voreltern, Abkömmlinge, soweit sie mit dem Arbeitslosen im gleichen Haushalt leben) wird bei der Bedürftigkeitsprüfung in Betracht gezogen. Von dem Einkommen des Angehörigen sind 20 Mark wöchentlich anrechnungsfrei. Hat der Angehörige noch Personen auf Grund familienrechtlicher Unterhaltspflicht(z. B. Eltern oder Kinder) ganz oder überwiegend zu unterhalten, so erhöht sich die Freigrenze von 20 Mark um weitere 10 Mark für jede Person. Wenn also z. B. der Vater des Arbeitslosen außer dem Arbeitslosen noch die Mutter und zwei weitere Kinder unterhält und ein Einkommen von 70 Mark wöchentlich hat, so sind 60 Mark anrechnungsfrei, während 10 Mark auf die Unterstützung angerechnet werden. Das Arbeitsamt prüft deshalb die Einkommensverhältnisse der Krisenunterstützungsempfänger laufend nach, damit keine Ueberzahlungen von Krisenunterstützungen stattfinden in den Fällen, in denen das Einkommen der Arbeitslosen oder ihrer Angehörigen sich geändert hat. Umgekehrt ist es Sache der Unterstützungsempfänger, eine Verringerung des Einkommens sofort beim Arbeitsamt geltend zu machen. Wie oft kommt es vor, daß die Krisenunterstützung mangels Bedürftigkeit abgelehnt oder auf einen geringeren Teilbetrag festgesetzt wird und dann früher oder später in dieser Zeit der sinkenden Einkommen das bei der Bedürftigkeitsprüfung zugrunde gelegte Einkommen der Angehörigen sich infolge Lohnabbaus. Krankheit, Kurzarbeit, Feierschichten und dergleichen sich so verringert, daß der auf die Unterstützung anzurechnende Betrag niedriger geworden ist oder sogar die Freigrenze überhaupt nicht mehr überschritten wird. Wer seinen Anspruch wahren will, zeigt das sofort dem Arbeitsamt an. Dasselbe tun die Krisenunterstützungsempfänger mit eigenem Einkommen, also z. B. die Rentner, deren Rente gekürzt wird, oder der Hauseigentümer, dessen Einkommen aus der Miete sich aus irgend einem Grunde verringert. Der Spruchsenat für die Arbeitslosenversicherung hat in seiner Entscheidung vom 12. Juni d. J. festgelegt, daß die Verringerung des Einkommens von dem Tage an zu berücksichtigen ist, an dem die Verringerung eingetreten ist, und daß gegebenenfalls von diesem Tage an die Unterstützung neu zu berechnen und nachzuzahlen ist. Für Empfänger von Arbeitslosenunterstützung gilt das oben Gesagte ebenfalls, sofern es sich um Jugendliche unter 21 Jahren oder um verheiratete Frauen handelt. Für diese beiden Kategorien ist ja der Bezug von Arbeitslosenunterstützung an die Voraussetzung der Bedürftigkeit nach den Grundsätzen der Krisenfürsorge gebunden. Stärkere Zunahme der Wohlfahrtserwerbslosen in Preußen Wie der amtliche preußische Pressedienst mitteilt, sind nach der Erhebung des preußischen Statistischen Landesamtes vom 31. Juli in Preußen 752974 vom Arbeitsamt anerkannte Wohlfahrtserwerbslose bei den Bezirksfürsorgeverbänden gezählt worden gegenüber 718 065 am Ende des Vormonats so daß sich eine Zunahme um 34 909 anerkannte Wohlfahrtserwerbslose oder 4,9 vom Hundert ergibt, die den Juni=Zuwachs (10 396) wieder erheblich übersteigt. Demnach entfallen auf 1000 Einwohner im Staatsdurchschnitt 19,7 Wohlfahrtserwerbslose. Seit September 1930 hat sich die Wohlfahrtserwerbslosenzahl jetzt um 305 771 oder 68,4 vom Hundert erhöht. Berücksichtigt man auch die 14 143 unterstützten Wohlfahrtserwerbslosen deren Anerkennung durch das Arbeitsamt nur am Stichtage noch nicht ausgesprochen gewesen list, sowie die 3564 strittigen Fälle, so ist die Gesamtzahl der von den preußischen Bezirksfürsorgeverbänden oder Gemeinden laufend unterstützten Wohlfahrtserwerbslosen von rund 732000 Ende Juni auf 770 000 Ende Juli angewachsen. Von den Wohlfahrtserwerbslosen befanden sich 70 422 in Arbeitsfürsorge, 5019 in Notstandsarbeit. Im Gegensatz zu den Vormonaten ist im Juli auch in den Landkreisen wieder ein Zugang an Wohlfahrtserwerbslosen um 5,7 vom Hundert festzustellen, der verhältnismäßig sogar etwas größer ist als die bei den kreisfreien Städten im Berichtsmonat sich ergebende Steigerung um.5 vom Hundert. Bildel aus Bochumlei=Gerichissaten Etiepes lich auf dem Gebiet der früheren Gemeinden diesem ad Linden=Dahlhausen vorfindet. Schon in #täher.20re waren unsere Ruhrgurken und Tomaten ländis“ dem heimischen Markt, als die gleichen ausdie Tden und auswärtigen Erzeugnisse, und besonders ien Dazt“s, haben sich in diesem Jahre gut angelasdichshaus Leigt auch unser Bild, das aus einem Gekammt bei der Kosterbrücke unten an der Ruhr #ren.2 chwere Frucht hängt an der Tomatenstaude, kant und Pphisse, vor dem Kriege noch weniger be# 1a“0 beliebt, heute schon zu einem Genußmittel ganze Volk geworden sind. Strafherabsetzung für den Brieftaubenerpresser Der sensationelle Erpressungsversuch des 23jährigen erwerbslosen Bergmanns Withelm R. aus Bochum=Laer dürfte noch in aller Erinnerung sein. Bekanntlich hatte R. den Erpressungsversuch an der Hofbesitzerin Laue in Bochum=Altenbochum unternommen, die er unter der Androhung, den Hof in Flammen aufgehen zu lassen, zwingen wollte, ihm 200 Mark zu übermitteln. Die Ueberbringerin des Geldes sollte eine Taube sein, die, eine Streichholzschachtel um den Hals, in einem Kasten saß, den R. in der Nacht zum 15. Juli an der Türklinke des Besitztums seines vermeintlichen Opfers befestigt hatte. Fräulein Laue aber ging zur Kriminalpolizei, die einige Tage später, um den Erpresser ausfindig zu machen, die Taube fliegen und diese dann durch zwei vom Luftfahrtverein Bochum zur Verfügung gestellte Flugzeuge verfolgen ließ mit dem Ergebnis, daß der Taubenschlag ausfindig gemacht und, nachdem noch einmal eine Probe aufs Exempel gemacht wurde, R. selbst sich zur Täterschaft bekannte. So schnell wie die Aufklärung des Verbrechens war auch die Sühne. Genau acht Tage später, am 21. Juli, stand R. bereits vor dem Schöffengericht, das ihn wegen versuchter Erpressung zu sechs Monaten Zuchthaus, die in neun Monate Gefängnis umgewandelt wurden, verurteilte. Seine Berufung gegen das Urteil hatte zur Folge, daß sich R. am Dienstag vor der Großen Ferienstrafkammer zu verantworten hatte. Er war in vollem Umfange geständig und aab rückhaltlos seine Tat zu. Er schilderte, in welcher Not er sich befunden habe, daß er unbedingt hätte Geld haben müssen, um sich einen neuen Anzug zu kaufen und geglaubt hatte, auf diese billige Weise sich hätte helfen können. Er bat das Gericht, noch einmal Gnade vor Recht ergehen zu lassen und ihm eine Strafe aufzuerlegen, die seiner damaligen großen Dummheit gerecht würde. Seine Reue hatte auch den Erfolg, daß das Berufungsgericht das erste Urteil aufhob und den Angeklagten mit sechs Monaten Gefängnis davonkommen ließ. „Rotfrout"-Prozesse in zweiter Instanz In einer Kette endloser„Rotfront"=Prozesse, die nun folgen wird, weil gegen die ergangenen Urteile die Angeklagten sämtlich Berufung eingelegt haben, machte den Anfang eine Gruppe Kommunisten aus Scherlebeck, die am Dienstag vor den Berufungsrichtern standen. Allen vier Angeklagten war auf Grund vorgefundenen Beweismaterials und ihren früheren Geständnissen bei der Kriminalpolizei nachgewiesen, daß sie nach dem Verbot des „Rotfrontkämpferbundes“, das am 3. Mai 1929 auf Grund der Paragraphen 177/78 des Friedensvertrages erfolgte, den nachfolgenden Organisationen„Ruhrwacht" und„Afo“, die eine Fortsetzung des„RFB.“ sind, angehört haben. Obendrein stand auch fest, daß zwei Angeklagte, R. und., führende Rollen in der„Ruhrwacht" hatten und aus diesem Grunde zu der Mindeststrafe von drei Monaten Gefängnis verurteilt worden sind, während die beiden Mitangeklagten B. und H. für ihre Mitgliedschaft mit je 50 Mark Geldstrafe bestraft wurden. Das Berufungsgericht sah sich nicht in der Lage, das erste Urteil irgendwie abzuändern, weshalb die Berufungen verworfen wurden. Ein Rundfunk-Schwarzhörer verurteilt Der Schuhmacher M. von Bochum war vom Schöffengericht wegen Schwarzhörens am Rundfunk zu acht Tagen Gefängnis verurteilt worden. Die dagegen von ihm eingelegte Berufung wurde von der Kleinen Strafkammer des Landgerichtes verworfen. Mit Rücksicht auf seine Vorstrafen ließ die Berufungsinstanz die Strafe bestehen. Der Angeklagte erklärte vor Gericht, daß er vor Antritt einer Gefängnisstrafe die Höranlage für seine Frau hergestellt habe, damit diese in seiner Abwesenheit etwas Unterhaltung habe. Das Gericht sah diesen Einwand nicht als stichhaltig an. Das städtische Leihamt im Spiegel der schlechten Wirtschaftslage. Wohl niemand tritt den Weg zum städtischen Leihamt freiwillig an, und doch hat sich das Leihamt für manchen, der keinen Ausweg mehr aus seiner Not wußte, als Helfer erwiesen. Im neuen Rathaus war für das Leihamt als städtische Dienststelle kein Platz mehr und nach wie vor versehen die Beamten des Leihamtes in den Gebäuden an der Trankgasse ihre Arbeit. Abseits vom lauten Verkehr sind die Beamten dort täglich Zeuge von der bittersten Not der Menschen und an manchem Gegenstand, der auf dem Leihamt zur Beleihung angeboten wird, hängen Tränen. Die Frau, die ihren Trauring versetzen muß, trug den schmalen goldenen Reifen, wie sie sagt, fast vierzig Jahre lang. Die von den Beamten genannte Abschätzungssumme für den Ring vermag die drückendste Not für kurze Zeit bannen und man kann fast mit Gewißheit voraussagen, daß dieser Trauring bald wieder eingelöst wird. Es gibt fast keinen Gegenstand, der nicht zur Beleihung angeboten wird. Ausschlaggebend für die Beleihung ist immer die Beschaffenheit der Gegenstände und ihre Verkaufsmöglichkeit im Falle der Nichteinlösung, denn stets bleibt ein hoher Prozentsatz der beliehenen Sachen uneingelöst. Durchschnittlich einmal im Monat wird die Versteigerung für die nicht eingelösten Pfänder abgehalten. Am Versteigerungstage ruht jeder Leihverkehr. Immer herrscht an solchen Tagen ein starker Verkekt von Kauflustigen, jedoch nur selten übersteigt ein Angebot den vom Leihamt festgesetzten Mindestverkaufspreis erheblich. Nach den in Bochum gemachten Beobachtungen wird in der Zurückstellung von nicht pünktlich eingelösten Pfandgegenständen jede erdenkliche Nachsicht geübt. Ist jedoch die Wiedereinlösung aussichtslos, dann muß der Gegenstand der Versteigerung überwiesen werden. Der monatliche Zugang an Pfändern beträgt beim Bochumer Leihamt etwa 4000 bis 6000 Stück und für die dafür gewährten Darlehen schwanken zwischen 40 000 und 70000 Reichsmark. Im ganzen befinden sich beim Leihamt stets etwa 17·000 bis 18 000 Pfänder mit einer Beleihungssumme von etwa 200 000 bis 280 000 Reichsmark Die Durchschnittssumme für jedes beliehene Pfand beläuft sich auf etwa 12 bis 13 Reichsmark. Bei den Versteigerungen werden etwa monatlich 500 bis 900 Pfänder angeboten. Die dafür einkommenden Summen schwanken zwischen 4000 und 11000 Reichsmark. Die Zahl der im Laufe eines Monats wieder eingelösten Pfänder beträgt etwa 4000 bis 5000 Stück mit einer Darlehnssumme von 45 000 bis 50.000 Reichsmark. Im September Beginn des Franziskaner=KlosterBaues. Die Vorbereitungen für den Bau des Franziskaner=Klosters am Milchhof stehen endgültig vor dem Abschluß. Die Pläne für den Bau der Christ=KönigKirche, die im Auftrage der Franziskaner von einem Düsseldorfer Architekten entworfen sind, liegen, nachdem sie entsprechend den Wünschen der Behörden geändert sind, nunmehr dem Bauamt zur Genehmigung vor. Die neue Kirche wird im romanischen Stile erbaut. Die Front der Kirche wird nach dem freien Platz an dem Schnittpunkt des Steinrings, der Oskar=Hoffmann= und der Düppelstraße liegen. Das Kloster wird an der Düppelstraße liegen, während auf dem anschließenden Gelände am Steinring ein Vereinsheim Platz finden wird. Es ist bestimmt damit zu rechnen, daß die Ausschreibungen für die Arbeiten anfangs September erfolgen werden. Beseitigung eines Uebelstandes. Längs der Blumenstraße ziehen sich an dem Bahnhofsgelände Bochum=Nord zahlreiche Gartenanlagen hin, die durch die übelriechenden Abwässer von höher gelegenen Stellen in ihrem Wachstum sehr behindert werden. An regnerischen Tagen schwellen diese Abwässer zu einem reißenden Bach an, der die tiefergelegenen Ländereien vollständig überschwemmt und großen Schaden an den Feldfrüchten anrichtet. Die berechtigten Klagen haben die zuständigen Stellen veranlaßt, dem Uebelstande insofern abzuhelfen, als der Abfluß der Wassermassen durch eine Kanalisationsanlage geregelt werden soll. Die vorbereitenden Erdbewegungsarbeiten sind schon seit Anfang dieser Woche rüstig im Gange.— Im Zuge der kurvenreichen Harpener Straße nimmt augenblicklich die Stadtverwaltung aus Gründen der Verkehrssicherheit eine teilweise Abholzung des Baumbestandes vor, der die Straße auf beiden Seiten einfaßt. Dadurch wird insbesondere die Gabelung der Blumen= und Harpener Straße, die bei Tage einen sehr starken Durchgangsverkehr zu verzeichnen hat und überdies noch von dem Anschlußgeleise der Zechen= und Hüttenbahn überquert wird, bedeutend an Uebersichtlichkeit gewinnen.„„ m Festnahme von Spitzbuben. Zwei hier wohnhafte Müller, die seit einiger Zeit fortgesetzt Einbruchsdiebstähle zum Nachteile einer Konsumgenossenschaft ausgeführt haben, wurden am 24. August festgenommen.— Ein Schlosser wurde am Montag wegen Fahrraddiebstahls bezw. Hehlerei festgenommen. Bei der Durchsuchung seiner Wohnung wurde verschiedenes Diebesgut vorgefunden. „Dienst am kleinsten Kunden“. Eigentlich hat es in Amerika angefangen, daß man in Geschäften verschiedenster Art aus werbetechnischen Gründen den Kunden in der verschiedensten Weise Annehmlichkeiten und Freuden zukommen zu lassen versuchte, die über die eigentlich verlangte und bezahlte Leistung hinaus gingen. Da gab es Räume mit Kinderpflegerinnen, wo man seine Babys abstellen konnte, Hundezwinger, wo die vierbeinigen Lieblinge aufbewahrt wurden, bis die Herrin sich genügend betätigt hatte, und ähnliche Geschichten. Schließlich fand man ganze Veranstaltungen in besonderem Rahmen in Kaufhäusern und Modehäusern vor. Modevorführungen„Zu Tanz und Tee".„Das schöne Brautkleid"(wozu leider allerdings nicht direkt auch die Bräutigämer von den Geschäften gestellt wurden) und alle möglichen anderen Geschichten. Fraglos am dankbarsten und wertvollsten haben sich unter allen diesen werbenden Veranstaltungen die gezeigt, die auf den„Dienst am kleinsten Kunden“ gerichtet waren. Kinder haben immer Zeit und Kinder können so schon und vor allem so ausdauernd und hartnäckig bitten und betteln. Und wenn es etwas Besonderes für sie gibt, kann sich die Mutter sträuben, wie sie will. Sie muß einfach! Augenblicklich müssen die Bochumer Mütter! Und zwar müssen sie zu dem großen Kindervergnügungspark im Warenhause Gebr. Alsberg. Das saust und wimmelt auf der Rolltreppe von dem kleinen Gelichter, das allein oder mit den Händchen vertrauensvoll in der Hand der Mutter erwartungsvoll durch die bunte Pforte oben im dritten Stock zappelt, hinter der dieses Kinderparadies sein lustiges Leben entfaltet. Micky=Mäuschen=Tanzpaare wetzen zu moderner Musik über die glitzernde Tanzfläche der Micky=Maus=Tanzdiele. Aeffchen mit allen schikanösen Eigenschaften ihrer frechen Rasse rupfen den kleinen menschlichen Freunden alles Eßbare aus den Händen. Ponys und Eselchen tragen fröhliche kleine Reiter und Reiterinnen. Vom Karussell her dudeln die Klänge der Drehorgel vermischt mit Jauchzen und das Spiel des Kasperletheaters wird mit einer Hingebung verfolgt, die an die Nerven der erwachsenen Begleiter stramme Forderungen stellt. Fällt der Vorhang, dann geht's auf die Rutschbahn und Wippen, an die Stände, mit all den Leckereien, die wir aus Kindertagen noch von der Kirmes her im liebenden Gedächtnis bewahren. Wirklich ein Dienst am kleinen Kunden, den man sich gefallen lassen kann. Besonders in diesen durch das schlechte Wetter für Kinder ohnehin nicht allzu„ertragreichen Ferientagen. Die täglichen Verkehrsunfälle Zu dem gestern gemeldeten Autounfall an der Ecke der Herner= und Verbandsstraße erfahren wir noch, daß die Insassen, der Abteilungsleiter Dietrich Zimmermann, dessen Ehefrau und 4½jähriges Kind, sowie die Ehefrau Schwandt, sämtlich aus Recklinghausen, zum Teil schwere Verletzungen erlitten. Wie berichtet, kam der Chauffeur mit leichteren Verletzungen davon. Er erlitt Schnittwunden an den Händen.— Am Montag, gegen 12.25 Uhr, wurde auf der Hattinger Straße, Ecke Yorkstraße, ein Radfahrer von einem Personenkraftwagen angefahren und verletzt. Das Fahrrad wurde stark beschädigt.— Als am Montag abend ein Motorradfahrer beim Westfalenplatz einem Passanten ausweichen wollte, rutschte der Fahrer aus und kam derart schwer zu Fall, daß er unter die Maschine zu liegen kam. Schnell eilten Passanten hinzu und befreiten den Fahrer aus seiner unglücklichen Lage. Er hatte eine gefährliche Kopfwunde sowie Verletzung des Schienenbeines erlitten und mußte zum Arzt gebracht werden. Das Rad wies starke Beschädigungen auf.— An einer Straßenkreuzung an der Humboldtstraße ereignete sich ein Zusammenstoß zwischen einem Fuhrwerk. und einem Lastkraftwagen. Das Pferd stürzte zu Boden und erlitt einige Schrammwunden. Der Lastwagenführer hatte die Gefahr erkannt und im letzten Augenblick mit aller Gewalt die Fußbremse in Tätigkeit gesetzt, sonst wäre das Unglück noch größer gewesen. Die Frau stürzte vom Bock und erlitt Verletzungen.— Am Montag abend sprang in der Nähe der Brückstraße, kurz vor Kortländer, ein Mann von einem in der Richtung Herne fahrenden Straßenbahnwagen. Er kam so unglücklich zu Fall, daß er sich die Stirn aufschlug und einen Bruch des rechten Armes davontrug. Der Verletzte wurde sofort zum nächsten Arzt gebracht, der einen Notverband anlegte. Ueberfallen und mißhandelt. Der Polizeibericht meldet:„Am Montag abend, gegen 7¼ Uhr, wurde der Radfahrer Fritz W. auf der Essener Straße von sechs Angehörigen der NSDAP. belästigt und von seinem Rade heruntergerissen. Er wurde dann von den Tätern mit einer Luftpumpe und einem Schlüssel geschlagen und verletzt. Beim Erscheinen der Polizei ergriffen die Täter die Flucht. Einer der Beteiligten konnte jedoch ermittelt werden. Der verletzte Reichsbannermann trug an seinem Rade einen schwarz=rot=goldenen Wimvel: er war den Nationalsozialisten als Funktionär des ReichsHinweise (=) Skala=Operettentheater. Es finden.nur noch einige Aufführungen des lustigen Schwankes„Wenn der Vater mit dem Sohne“ mit dem beliebten Komiker Rolf Enger in der Hauptrolle statt. Die noch im Umlauf befindlichen Karten werden zu den zur Zeit gultigen Sätzen eingelöst. (=) Heute(Mittwoch) Nachmittagskonzert im Stadtpark. Unter Leitung von Konzertmeister Curt Hofmann veranstaltet das Städtische Orchester heute(Mittwoch), 26. August, bei günstiger Witterung auf der Terrasse im Stadtpark nachmittags ein Konzert. Berichte Aus der Zentrumspartei. Im Lokale Ising hielt der Windhorstbund der St. Josefspfarrei unter Vorsitz von Menke eine Versammlung ab, die einen Vortrag über den Bolschewismus entgegennahm und sich sodann mit internen Parteiangelegenheiten befaßte. (h) Katholischer Arbeiterverein St. Antonius. Der Arbeiterverein der St. Antoniuspfarrei hatte seine Mitglieder letzten Sonntag zu seiner Monatsversammlung in den Antoniussaal einberufen. Gewerbeoberlehrer Dettmer behandelte in einem fesselnden Vortrage die Notverordnungspolitik des Reichskanzlers Brüning, deren Notwendigkeit für die Sanierung des Reichshaushaltes als des Ausgangspunktes einer erfolgreichen deutschen Innen= und Außenpolitik er eingehend begründete. Seinen Ausführungen schloß sich eine sehr rege Aussprache an. (=) Katholische Vereinigung„Eichsfeldia“. Am Sonntag unternahm die katholische Vereinigung„Eichsfeldia“ ihren traditionellen Wallfahrtsgang zum Stiepeler Gnadenkirchlein. Gegen.30 Uhr sammelten sich die mit ihren Angehörigen zahlreich erschienenen Mitglieder am Stadttheater, von wo aus geschlossen der Auszug erfolgte unter Leitung des Pfarrvikars Kohl von Harpen. (=) Aus dem Kreuzbund. Im Jugendheim von St. Meinolphus hatten sich am Sonntag die Kreuzbündler und der Jungkreuzbund eingesunden. Präses Vikar Dr. Schlütz eröffnete mit dem Grußwort die Versammlung. Dann folate ein eingehender Vortrag über die Sagen und Erzählungen um den heiligen Gral, seine Entstehung und wie die Dichter ihn ausgenommen haben. Einige Lesungen und frohe Lieder füllten den Abend aus. banners bekannt. Die Täter sind zur Anzeige geEinbruchsdiebstähle. Eine Garage auf der Wittener Straße wurde in der Nacht zum 23. August erbrochen. Entwendet wurden Lebensmittel im Werte von 70 RM.— In der gleichen Nacht sind einem Malermeister auf der Rottstraße durch Einbruch Kurzwaren entwendet worden.— Aus einer Wohnung in der Johanniterstraße wurde in der gleichen Nacht durch Einbruch ein Anzug gestohlen.— In der Nacht zum 24. August wurde die Trinkhalle an der Ecke Drusenberg= und Marschnerstraße von unbekannten Tätern erbrochen. Entwendet wurden Zigarren, Zigaretten und Bonbons. In der Zeit vom 15. bis 16. August wurden einem Anwohner der Oskar=Hoffmann=Straße aus dem Taubenschlag 12 Tauben(Kröpferart, verschiedenfarbig) entwendet.— Am 20. August wurde von einem Rollfuhrwerk in der Gegend der Brück= oder Mühlenstraße ein Paket mit Schuhleisten entwendet. Die Leisten befanden sich in einem braunen Karton. (=) Wanderpreisschießen des Bochumer Bürgerschützenvereins. Dritte Kompagnie Gewinnerin des Pokals. Wie nicht anders zu erwarten war, war auch am vergangenen Sonntag die Schießbeteiligung um den Ehrenwanderpreis des Bataillons auf den Wiesmannschen Schießständen an der Castroper Straße eine recht rege.— Nachdem sich am Vorsonntag die erste mit der fünften Kompagnie gemessen hatte, mußten sich die zweite mit der vierten Kompagnie unter Hauptmann Biermann und Hauptmann Patt vergleichen. Die zweite Kompagnie wäre infolge ihrer erzielten guten Durchschnittsziffer vielleicht in der Lage gewesen, der dritten Kompagnie als Verteidigerin des Wanderpreises, den Pokal in diesem Jahre strittig zu machen, wenn die zum Schießen verpflichteten 75 Schützen der zweiten Kompagnie vollzählig zur Stelle gewesen wären. Der Schützenkönig, Dr. Hünnebeck II, und die Schützenkönigin, Frau Direktor Dr. Moskopp, wie auch der Schützenoberst Cornelius und sonstige Offiziere des Bataillons bekundeten durch ihre Anwesenheit und aktive Teilnahme während des Schießens ihr ganz besonderes Interesse. Schützenmajor Sauerbier leitete es umsichtig und sachgemäß. Die dritte Kompagnie unter Hauptmann Hutmacher konnte den Bataillons=Ehrenwanderpreis mit der am Vorsonntag erzielten sehr guten Durchschnitts=Ringzahl auch in diesem Jahre wieder an sich bringen und ist somit endgültige Besitzerin des Pokals geworden, der mit ehrenden Worten von der Schützenkönigin überreicht wurde. Auch der Schützenkönig fand in seinen anschließenden Ausführungen warme Worte für die edle Schützensache. Von dem Schützenoberst Cornelius konnten die drei besten Schützen einer jeden Kompagnie dekoriert werden, und zwar Hauptmann Döhmann jun., Feldwebel Möller, Oberleutnant Krusenbaum von der ersten Kompagnie, Oberleutnant Schwarz, Schütze Kupsch, Schütze Maß von der zweiten Kompagnie, Hauptmann Hutmacher, Gardeschütze F. Coers, Schutze D. Wahl von der dritten Kompagnie, Schützenkönig Dr. Hünnebeck II. Schütze Langhoff, Feldwebel Klarholt von der vierten Kompagnie. Unteroffizier Pilz von der zweiten Kompagnie wurde auf Grund seiner guten Leistungen und großen Verdienste im Interesse der Kompagnie zum Vizefeldwebel befördert. Mit Dankesworten des Ehrenpreisträgers Hauptmann Hutmacher fand der schöne Schützensonntag seinen Abschluß. Die Schützenkönigin hat in dankenswerter Weise einen neuen Wanderpokal gestiftet, der im nächsten Jahre ausgeschossen wird. Bei gemütlichem Beisammensein wurde das Zusammengehörigkeitsgefühl der Schützen noch durch viele launige Reden gefördert.— Am Sonntag, dem 20. Oktober d.., findet das Wanderpreisschießen um den von der Schützenkönigin gestifteten Wanderpreis unter denjenigen Schützenvereinen Groß=Bochu statt, die im Jahre 1929 an der 100jährigen Jubelfeier des Bochumer Schützenvereins teilgenommen haben. Jeder Verein hat die 20 besten Schützen zu entsenden. se# Bürgerschützenverein Gerthe hat als vorjähriger Gewinner des Wanderpreises den Pokal zu verteidigen. Traditionsecke ∆ 1. Bezirk des Krieger= und Landwehrvereins. Eine gut besuchte Mitgliederversammlung fand am Sonntag, 23. August, vormittags, bei Fritz Velten, Brückstraße, statt. Nach der Eröffnung und Begrüßung betonte der 1. Vorsitzende, daß auch die Vereine nur bei äußerster Sparsamkeit die schwere Zeit überstehen könnten. Er machte den Erlaß des Deutschen Reichskriegerbundes„Kuffhäuser" bekannt, nach dem in rücksichtigung der Notlage des Vaterlandes festliche Veranstaltungen zurückgestellt werden mussen. Die Versammlung ehrte das Andenken des verstorbenen Kameraden Bönker. Die Glückwünsche der Versammlung wurden ausgesprochen dem Ehrenmitglied Kameraden v. Oepen zum 70jährigen Geburtstag, den Kameraden Eisermann und Fürstenau zu ihrer 20jährigen Mitgliedschaft im Vorstand und den Kameraden Schütte und Holz zum Kriegervereins=Ehrenkreuz 2. Klasse. Sodann gedachte der 1. Vorsitzende des vor 100 Jahren am 24. August 1831 gestorbenen Helden der Befreiungskriege Neidhardt v. Gneisenau. Die nächste Bezirksversammlung soll voraussichtlich im Oktober im Rabmen eines Familienabends abgehalten werden. Eine Generalversammlung des Gesamtvereins findet Ende September statt. Hingewiesen wurde ferner auf die Kuffhäuser=Jugendwettkämpfe am 30. August und 6. September 1931 und auf die Totenfeier des KreisKriegerverbandes am 1. November. Der 2. Vorsitzende, Kamerad Leutnant a. D Klemmer teilte mit, daß im September ein Preisschießen und im Oktober ein Uebungsschießen stattfindet. Der Wanderpokal des Gesamtvereins wird im Oktober ausgeschossen. Den Wanderpokal des Bezirks erhält derjenige Kamerad, der mindestens viermal in diesem Jahre an einem Bezirksübungsschießen teilgenommen und die höchste Gesamtringzahl erreicht hat. Dann hielt der 1. Vorsitzende einen Vortrag über das Thema„Wesen, Zweck und Ziele des Kuffhäuserbundes" und im Rahmen des Propaganda=Feldzuges des Kyffhäuserbundes zur Internationalen Abrüstungskonferenz im Februar 1932 über „Deutschlands Recht auf Sicherheit und Gleichberechtigung". In diesem Propaganda=Feldzug muß alles aufgeboten werden, weitesten Kreisen des Volkes das Verständnis für die Bedeutung der Abrüstungskonferenz beizubringen. Jeder Mann muß wissen, daß wir ein unumstößliches, vertragliches Recht haben, die Abrüstung der anderen zu fordern. (Weitere Lokalnachrichten auf Seite 11.) Wohin gehen wir heute siehe auch Anzeigentell Stadtpark: 16 bis 18 Uhr: Städt. Orchester. Skala=Operettentheater: 20.15 Uhr: Wenn der Vater mit dem Sohne. Skala=Lichtspiele: ab 17 Uhr: Die Gardediva. Ufatheater: ab 15.30 Uhr: Nie wieder Liebe. Apollotheater: ab 16.50 Uhr: Moritz macht sein Glück. Capitol: ab 16 Uhr: Schachmatt. Lichtburg: ab 15.20 Uhr: Kopfüber ins Glück. Odeon: ab 17 Uhr: Zapfenstreich am Rhein. Waldbühne Höntrop: 19.45 Uhr: Festvorstellung. Der Dornenweg. Parkhotel Haus Rechen: Konzert. Wittelsbacher Hof: Ehrenabend. Bochumer Veranstaltungen„ Vereine 2 Vergnügungen 2) Statt ihrer war eines Tages auf dem unpersönlichen Wege durch die Zeitung eine Nachricht gekommen, die ihn ganz niedergeworfen: die Nachricht von Ludwig Lehmbrucks Tode. Da war es denn mit der Hoffnung, der Erwartung, dem Fieber jählings zu Ende gewesen. Nun würde nie mehr dieser Mund sich öffnen, um das ersehnte Wort zu sprechen. Fortan mußte man allein seinen Weg gehen; und am Arbeitstische, wenn er die Feder eintauchte, saß er nur einem Schatten gegenüber.., 8 K6ar 75 Sonderbare Stunde, damals: Sonderbar schwere Stunde! Es war wie ein Schlag vor den Kopf gewesen — und doch auch zugleich so, als ob eine Kette klirrend zerspränge. Alles Gefühl des Sklaven hatte sich auflodernd empört, und in die Trauer und den Schmerz war zischend der Haß gebrochen, wie die glühende Schlacke in den See: hochgerissen hatte ihn der Gedanke, daß er Jahre und Jahre verloren unter diesem Alp! Er war aufgesprungen, hatte die auf vielen Bogen und Zetteln zusammengeschriebene Handschrift seines Romans in den Ofen geworfen, jedes Papierchen, jeden Fetzen, hatte mit einem irren Grinsen im Gesicht vor dem kleinen Loch gehockt und zugesehen, wie alles in Flammen aufging, sich krümmte, glühend ward, schwarz ward, verkohlte und weggewirbelt wurde vom scharfen Zuge des Wintersturmes, der über die Stadt hinbrauste. Frei sein, ganz frei sein, hatte er mit heißen Lippen geflüstert. Nun war nichts mehr übrig von dem Werk, dem letzten, das er Ludwig Lehmbruck zum Opfer gebracht— nichts, außer den beiden auf der alten, klapprigen Maschine in bangen Nachtstunden hergestellten Abschriften, deren eine immer, wenn er sie zu einem neuen Verleger sandte, rasch, wie jene Wurfkeule der Südseevölker, auf seinen Schreibtisch zurückflog, von deren anderer er nun nie mehr etwas hören würde— nie mehr das Wort hören würde,= das ihn beglückt... und ihm, dachte er bitter verbissen, auch noch diese harte Stunde heilsamer Selbsterkenntnis geraubt hätte. Längst stand er ganz allein vor dem Schaufenster, die anderen waren weitergegangen, untergetaucht im Strom der Menschen. Unablässig starrte er auf das Porträt, von Erinnerungen bestürmt. Er sah, wie ein Mann aus dem Innern des Ladens über die Bücherwand langte und ein neues Buch ins Fenster legte, ein dickes Buch, das auf dem Schutzumschlag das wohlvertraute Bild trug— gerade zu Füßen des großen Porträts wurde es niedergelegt, er las den Titel„Schacht Liebe!“ und den Namen„Ludwig Lehmbruck“, er las auf der farbigen Bauchbinde den Text:„Dies nachgelassene Werk zeigt den Dichter noch einmal auf der Höhe seiner Kraft“— und sein Herz zitterte.„Schacht Liebe“... er brauchte von hier, von Höhlenrauchs Buchhandlung aus, nur zehn Minuten zu gehen, um über„Liebe 1“ den hohen schwarzen Förderturm mit seinem Tag und Nacht laufenden Rade zu sehen. So war Ludwig Lehmbruck, dachte er bei sich, der Greis, noch einmal zurückgekehrt in die Gegend, die er einst in frühen, geliebten Büchern verherrlicht! Verfolge ihn, wurden seine Gedanken sogleich wieder bitter, bis hierher der Dämon, der ihn so lange unterjocht? War es nicht wie ein höhnischfratzenhaftes Sinnbild, daß, während er, Ernst Lobedanz, hier, wo man das Knirschen der Fördertürme IESENNN CAT M AN VON HANS VON HULSEN hörte, das Schicksal des kleinen Bergarbeitermädels aus „Liebe I“ erzählte, drüben, im fernen Berlin, in seiner Grunewaldvilla, der andere saß und seine Gedanken um dieselbe oberschlesische Landschaft kreisten? War es nicht, als ob das Schicksal ihm einen Denkzettel für immer erteilte, indem es auf sein mühsam zusammengetragenes Werk den breiten Schatten fallen ließ, mit dem das reife Werk eines großen Künstlers sein unsicher tastendes Produkt zudecken mußte? Die Hand steckte in den dicken Band ein gelbes dreieckiges Preistäfelchen, auf dem stand:„Acht Mark“. Acht Mark? Soviel hatte der Volksschullehrer Ernst Lobedanz nicht übrig— jetzt drei Tage vor Monatsende, gewiß nicht. Er mußte warten, mußte seinen Gedenkartikel schreiben, ohne dies nachgelassene Werk zu kennen. Entsagungsvoll senkte er den Kopf, trat zurück und ließ sich von dem Menschenstrom durch die Straßen treiben. Aber in seinem Herzen lebte die Erinnerung an jenen Abend, da er hier, schüchtern und wortkarg, an der Seite Ludwig Lehmbrucks geschritten war— damals, vor vier Jahren, als der berühmte Mann im großen Saale des„Kaiserhofes“ seine Vorlesung gehalten und er selber ihm nachher wie ein enthusiastischer Schulbub vor der Tür aufgelauert hatte. Er schämte sich und begann schneller zu laufen, dem ärmlichen Vorstadthause zu, in dem er wohnte. Kein Schäferstündchen. Die schwarze Vilma war heute sehr ungnädig gestimmt. Das„Direktorchen“ strich wie ein gurrender Tauber um sie herum, aber sie schien es nicht zu bemerken. Dann und wann faßter Werner Lehmbruck nach ihrer kleinen manikürten Hand, doch sie entzog sie ihm. Offenbar war sie gekränkt. Sie saß ihm am Teetisch gegenüber und wippte mit dem kleinen Fuß, aß einen Sandwich nach dem andern und tat, als ob er gar nicht da wäre. Zum Donnerwetter, was hatte sie! Es war heute unbehaglich hier in dieser eleganten Wohnung, die er ihr eingerichtet und die ihn monatlich ein hübsches Geld kostete! Hätter er das vorausgewußt, daß sie ihm so die kalte Schulter zeigen würde, er wäre in seinem Büro geblieben, wo die Arbeit bergehoch lag. Langneese hatte sowieso gebrummt, als er ihn, unter dem Vorwand einer dringenden Besprechung in der Stadt, wegschickte. Er sah in Vilmas rosiges, kunstvoll zurechtgemachtes Gesicht: darin saß der Schmollteufel. Er kannte das, die Weiber waren alle so, und die Stars besonders, er nahm es gewiß nicht tragisch; aber ärgerlich blieb es doch, weil ja die Uhr nicht stillstand und er versprochen hatte, pünktlich um sechs Uhr bei Gunhilde zu sein.— Die dumme kleine Person verdarb also einfach die ganze Stimmung!— „Noch Tee, mein Lieber?“ fragte Vilma Barany und schenkte ihm ein. Als sie die silberne Kanne niedersetzte, erhaschte er ihre Hand. „Was haben wir denn? Warum sind wir so kalt gegen unsern ergebensten. Diener?" „Ach was, Ergebenheit“, schmollte sie.„Das sind Phrasen und Redensarten, mein Lieber, darauf falle ich nicht mehr herein. Worte, Worte, Worte. Es wäre Zeit, nun endlich einmal Taten sehen zu lassen.“ Sie riß unwirsch ihre Hand zurück und lehnte sich in den Sessel. „Du mußt schon deutlicher sein“, sagte er, indem er aus der chinesischen Dose eine Zigarette nahm und sie mit seinem kleinen Westentaschenfeuerzeug in Brand setzte. „Deutlicher?“ kam ihre Stimme zurück.„Hat man plötzlich kein Zartgefühl mehr? Erinnert man sich gar nicht mehr an die schönen Versprechungen, die man mir gemacht? Nette Dinge muß ich da in der Zeitung lesen!“ Er begriff, aber er fand es klug, sich dumm zu stellen. „Keine Ahnung", zuckte er die Achseln. Sie stand auf, holte vom kleinen Sekretär ein Zeitungsblatt, in dem sie mit Bleistift etwas heftig angestrichen hatte, und warf es ihm auf den Tisch. Gelangweilt überflog er die Notiz, die sie offensichtlich in diese ärgerliche Stimmung versetzt hatte. „Na also. Was ist darauf zu geben? Gerede! Die Notiz stammt nicht von uns, das schwöre ich dir, vielleicht von der Lambersky selber. Ein Versuchsballon— das könntest du dir doch selbst sagen.“ „Kein Wort glaube ich dir, kein Wort, mein Lieber. Du hast mir klipp und klar versprochen: die nächste große Rolle bekomme ich. Inzwischen habt ihr den „Schrecken von Montmartre“ gemacht, und nun macht ihr„Schacht Liebe 1“— und immer die Lambersky. Bitte, ich gönne es ihr ja, laß sie ihre Talentlosigkeit nur recht gründlich produzieren. Aber glaubst du, es macht mir Spaß, hier herumzusitzen und immer nur zu warten, daß der Herr Generaldirektor kommt und bei mir Tee trinkt? Nee, mein Freund, da biste schief gewickelt. „Du regst dich ganz unnötig auf. Mit dem„Schrekken von Montmartre“, war das eine andere Sache. Erstens lagen da alte Verträge vor— und dann hättest du für die Rolle gar nicht gepaßt.“ „So? findest du? Na, so gut wie die alte Ziege tausendmal!" „Nein. Wir haben das sorgfältig erwogen, auch Langneese war durchaus meiner Meinung.“ „Ach, der! Der hat es immer mit der Lambersky gehalten, Gott weiß, was die eigentlich miteinander haben. Der ist überhaupt mein geschworener Feind. Und das sage ich dir, wenn du dem gegenüber nicht meine Partei nimmst—“ „Aber, was redest du? Ich sage dir klipp und klar: es ist über den neuen Film noch absolut nichts entschieden. Die Lambersky rennt mir die Bude ein, aber ich habe ihr nicht die geringsten Hoffnungen gemacht. Die ist doch nicht glücklich, wenn nicht alle Tage was über sie in der Presse steht...“ „Schön reden hast du immer gekonnt. Aber wie gesagt: Taten, Taten! Ich habe das Buch deines Vaters gelesen, und ich sage dir: die Rolle ist mir direkt auf den Leib geschrieben! Direkt auf den Leib! Ich habe alles, was dafür nötig ist: Figur, Stimme, Temperament. Man muß so blind sein wie ein Generaldirektor, um das nicht zu sehen.— Und außerdem hast du es mir versprochen.“ „Nicht daß ich wüßte.“ „Bitte! Die nächste große Rolle, hast du gesagt, nicht einmal, sondern hundertmal. Es wird endlich mal Zeit, daß du dein Wort einlöst. Meinst du, ich habe Lust, hier immer wie ein Veilchen im Verborgenen zu blühen? Zwei Monate bin ich unbeschäftigt — es ist zum An=die=Wände=Hochgehen! Also, bitte, rundheraus gesagt: kriege ich die Rolle oder nicht?“ Er zerdrückte die Zigarette im Aschenbecher. „Kind“, sagte er„was soll das?“ Du weißt gan; genau, daß ich die Rollen nicht allein verteile, daß da andere Leute mitzureden haben. Sieh dir doch mal erst das Drehbuch an, wenn Langneese es fertig hat, du weißt ja gar nicht, ob es dir dann gefällt, er macht natürlich ganz was anderes daraus, so ist es ja gar nicht zu gebrauchen Unter uns gesagt, ich würde an den Film gar nicht gehen, wenn da nicht dieser kolossale Bucherfolg wäre, ich glaube gar nicht an den Film, ich möchte dich am liebsten für ein aussichtsreicheres Sujet aufsparen. Dir liegen die großen Damen, aber ob dir gerade dies Mädchen aus dem Volke liegt— ich weiß gar nicht. Komm, sei lieb, verlange nichts Unmögliches. Wir vertun unsere Zeit, ich muß gleich wieder weg, ich habe den Wagen warten lassen.“ „Dann geh“, sagte sie kalt und böse.„Aber du kannst überzeugt sein, wenn ich die Rolle nicht kriege, löse ich meinen Vertrag mit der Lux. Und wir sind dann auch geschiedene Leute. Glaube mir“, fügte sie hinzu, da sie ein Lächeln in seinem dicklichen Gesicht sah,„es ist mir blutiger Ernst. Ich habe es satt!“ Er stand auf und legte ihr den Arm und den Hals. „Sei lieb", flüsterte er,„habe Geduld. Es ist ja noch nichts entschieden. Du weißt, daß ich alles für dich tue. Aber du kannst doch nicht wollen, daß ich dir eine Rolle aufhalse, die dir nichts nützt. Ich habe doch deine Zukunft im Auge, Kind. Was hast du davon, wenn die Pressemenschen nachher dich verreißen?. Du hast Spott und wir haben den Schaden...“ „Du liebst mich nicht—“ flüsterte sie, den zen Lockenkopf an seiner Brust. Er beugte sich über sie und küßte sie: Schäfchen, was redest du?“ Aber sie machte sich los und ging zum Fenster., „Euch macht alle die Gewohnheit tot“, sagte sie kalt. „Wenn ich dir früher so etwas gesagt hätte— was wärst du da für ein feuriger Liebhaber gewesen. Jeht weißt du nichts anderes als:„Schäfchen'. Es ist Elend mit euch Männern! Erst versprecht ihr uns 5 Blaue vom Himmel herunter und dann... Gut: schrie sie plötzlich und zitterte am ganzen Leibe:„Gu, gib der Lambersky die Rolle! Aber dann kannst deine freie Zeit auch mit ihr verbringen:.. „Nun, das wäre noch nicht das Schlechteste, lat er zynisch.—„Was du so redest, Kind!“ fuhr er „Es ist zum Heulen komisch, du mußt einem gleich die Pistole auf die Brust setzen. Ich kam hierer, um friedlich ein Stündchen mit dir zusammenzusitzen und du machst solche Szene."..6 Marte Er ging rasch auf sie zu und zog sie an sich. doch ab. Du weißt gar nicht, wieviel Eisen ich für 500 im Feuer habe. Ich denke doch immerfort nur an an meine kleine schwarze Vilma, aus der ich eine“ großen Star machen werde. Habe nur Vertrauen,“ werden über die Sache noch weiter sprechen. Steg, den warum willst du dich auf diesen Film einlassen, ich, wie gesagt, gar nicht recht glaube? Du haft Profit von dem Bucherfolg schon in der Talrsgenachte wir nicht davon die Reise in die Schweiz, sind die Habe ich dir nicht diese Wohnung eingerichte zuzem er Perlen... Teufel, ich muß fort“, rief er, wandte den Deckel seiner Uhr aufspringen ließ, un„anz sich ärgerlich ab.„Da haben wir richtig die# schöne Zeit mit diesem Quatsch verbracht! Sie verabschiedete ihn kalt, es war klar, Worte keinen Eindruck auf sie gemacht hatten, niez. Mädchen mit der weißen Rüsche im Haar, Lahrstut liche kleine Kammerkatze, holte ihm den# veran....... Ehauffeur zp inden „Schillstraße 31, rief er dem Chaufteg.## Woer seinen umfänglichen Körper durch die Tul gens wängte.(Forisetzung Sonntag, dem preisschießen um ten Wanderpreis oß=Bochn rigen Jubelfeier umen haben. Jeuentsenden. Der vorjähriger Gezu verteidigen. Landwehrvereins. llung fand am ei Fritz Velten, und Begrüßung die Vereine nur Zeit überstehen deutschen Reichslach dem in des festliche Verssen. Die Verstorbenen Kamer Versammlung zlied Kameraden den Kameraden 20jährigen Mitiden Schütte und Klasse. Sodann der Johren an der Befreiungsnächste BezirksOktober im Rahi werden. Eine ins findet Ende ferner auf die August und 6. feier des Kreiser 2. Vorsitzende, ilte mit, daß im im Oktober ein derpokal des Gessen. Den Wanamerad, der mineinem Bezirkshöchste Gesamter, 1. Vorsitzende Zweck und Ziele men des Provazur Internatiozuar 1932 über id Gleichberechtia muß alles aufVolkes das Verüstungskonferenz sen, daß wir ein n, die Abrüstung Seite 11.) heute 1 rchester. Wenn der Vater ardediva. er Liebe. macht sein Glück. is Glück. Rhein. tvorstellung. Der eh dir doch mal ese es fertig hat, gefällt, er macht so ist es ja gar gesagt, ich würde da nicht dieser gar nicht an den ir ein aussichtsdie großen Dan aus dem Volke sei lieb, verlange re Zeit, ich muß n warten lassen.“ böse.„Aber du kolle nicht kriege, Und wir sind e mir“, fügte sie dicklichen Gesicht abe es satt!“ m und den Hals. duld. Es ist je ich alles für dich daß ich dir eine h habe doch deine davon, wenn die n? Du hast den ; s i e, d e n s c h w a r e sie: Schäfchen, 2. Bell age zum Bochumer Anzeiger u. Gen. Anzeiger dr,feih Tebeit Mittwoch, 26. August 193 Selten wird man bei einem Dichter so völligen Zusammenklang zwischen Werk und Persönlichkeit finden wie bei Ludwig Thoma. Die ganze Hartnäckigkeit und Insichgeschlossenheit des Altbayern lebt und wirkt in ihm in besonders großer und typischer Ausprägung. Vielleicht lernt man ihn zunächst am besten kennen in seinen „Erinnerungen“(die der Verlag Albert Langen soeben in einer Gedenkausgabe herausgibt) oder auch in seinen prachtvollen Briefen. Eine Künstlernatur durch und durch, ein ganzer Mensch aber auch, edel und schlicht, stolz und herzlich zugleich, zeugt hier für sich selbst. Im eigenen Bekenntnisse bestätigt der Dichter das, was man aus allen seinen Darbietungen zwischen den Zeilen lesen kann: er schützte sich durch seine oft betonte Derbheit vor dem Selbstverrat weicher Herzensregungen, die das Bezeichnende für sein Wesen waren. Die Dichtung aber, die am eindringlichsten Thomas Herz und die schöne, volkhafte Schlichtheit seines Denkens verrät, ist ohne Zweifel die Weihnachtslegende„Heilige Nacht“, ein altbayrisches Krippenspiel, das— in Holz geboren— einen Riemenschneider zum Meister haben könnte. Wer es nicht kennt, wird überrascht sein: auch das Ludwig Thoma? Nein: das ist der eigentliche Ludwig Thoma. Es kann einem in der Seele weh tun, wenn man immer wieder Menschen trifft, denen Thoma nur als Dichter der„Lausbubengeschichten" oder allenfalls auch noch der berühmten„Briefe eines bayrischen Landtagsabgeordneten“ bekannt ist. Das ist so, als ob man von Goethe nur ein Schäferspiel oder einige verliebte Gedichte kennen würde. Mit seinen großen, monumentalen Bauernromanen „Andreas Vöst“ oder„Der Ruepp“, vor allem aber mit dem Wittiber": mit ihnen hat Thoma sein Ewiges geschrieben, Ewiges, das in seiner Größe und in seiner deutenden Verklärung des eigenen Volkes nur mit einem Dostojewski oder Gogol in einem Atem genannt werden kann. Sein unerschütterlicher Glaube an die Wurzelkraft der Heimat, zusammen mit seinem großen, unbedingten Freiheitsgefühl zwang ihn trotz aller Kritik an den herrschenden Mächten der Vorkriegszeit in eine so völlig positive Teilnahme an den Kriegsereignissen, daß sie ihm vielfach übel angekreidet worden ist. Sehr zu Unrecht, denn künstlerische Mentalität, vor allem nicht die eines Thoma, läßt sich nicht in die spanischen Stiefel eines Parteiprogramms zwängen. Nicht auf die tönende Phrase kommt es an, sondern auf die unbeirrbare Sicherheit einer unabhängigen, gesunden Lebensanschauung. Nach dem schmerzlichen Zusammenbruch erhoffte Thoma die Wiedergeburt aus seiner bäuerlichen Heimaterde, der er sich gläubig wieder anvertraute. Und es ist uns, als spürten wir schon den Hauch eines neuen, frischen Lebens, wenn wir nur irgend eines der Bücher Thomas zur Hand nehmen. Im Folgenden bringen wir eine der lustigsten Szenen, die je aus der Feder Ludwig Thomas geflossen sind. Diese Geschichte, die im 21. Jahrgang des„Simplizissimus" veröffentlicht wurde und damals schon dank der typisch bayrischen Auffassung Aufsehen erregte, zeigt so recht den trefflichen Beobachter, den hellhörigen Poeten und zeiterfüllten Menschen Ludwig Thoma, dem nichts entgeht und der immer mit Herz und Güte ins Leben schaut und zu Herzen spricht. I Schrift Die ehemals gefeierte Schönheit Theresita Benzoni merkt, daß der Funke der Leidenschaft in ihrem Gemahle erloschen ist... Söllhuber(ruft vor) Xari! Hierlinger Wos? Söllhuber Der dei aa? Hierlinger Ja— ja—! Net zweni! Stimmen Ruhä! Was is denn das für eine Auffierung? Andere Stimmen De broatletschatn Hauspascha! Söllhuber Wia hoaß i? Stimmen Ssssssssssssst! Schrift Sie beschließt, noch einmal mit der Macht ihrer Töne das Herz des geliebten Mannes zu rühren wie früher. Bild Eine Dame, mit aufgelösten Haaren, einem Doppelkinn und anderen sinnlichen Reizen, im Morgenrocke sitzt am Klavier, hebt und senkt mit schöner Rundung die Hände und streicht die Tasten. UraT Er steht am Fenster, mit dem Rücken gegen sie. Die Töne wirken. Man sieht es an den Händen, die er auf den Rücken hält. Die Töne wirken stärker. Die Hände vibrieren. Er dreht sich um, sie schießt einen Blick auf ihn. Er kommt einen Schritt näher, zwei Schritte, bleibt stehen. Sie klaviert noch weiter. Da kommt er ganz nahe und kniet neben ihr nieder. Xaver Hierlinger, Melber Sophie Hierlinger, seine Frau Sopherl, die Tochter Andere Münchner Andere Münchnerinnen. 1. Vor dem Kino Hierlinger Herrgottzaggerament— zaggera! I hab's ja zerscht gsagt. Frau Hierlingen Was hast gsagt? Hierlinger Mit enkern Schmarren hab i gsagt.... Dös waar sa a wahres Unglück gwen, wenn i heut zu mein Tertl ganga waar! Na! Weil's a so a fada Sunntag is, muaß i mit da Familli in da Schtadt umanand ziehagen! Frau Hierlinger No woaßt, a bisserl galant derfst scho aa no sei! Hockst a so de ganz Wocha im Kaffeehaus und kimmerst di net um ins! Hierlinger Unta da Woch wer i mi aa no um enk kimmern! Da hast recht! Sopher! Babbi, geh ma ins Kino! Da steht's, was gebn werd. Hierlinger Da werd scho was gebn wern! Sopherl(liest) Am ge—bro—chenen Härzen— Erschitterndes Drama— Hierlinger Am ge—brochenen Härzen— dös mog i. Am... Ding.. hätt i bald gsagt. Frau Hierlinger Geh, tua di net gar a so äußern! Hierlinger ... Also, geht ma eini! II. Im Kino. Dunkel Hierlinger Herrgottzaggerament— zaggera! Diener Stufä! Hierlinger Ja, Stu—fä! Zerscht laßt er oan abirumpeln! glaabn denn Sie? Eine solchene Gehirnerschidderung! Si Ein Münchner im Dunkel Gar so vui werd si net erschiddern— Hierlinger Wos werd net? Wer redt denn da überhaupts? o a Zigeuna! Bsst! Ruhä! Stimmen Hierlinger a Pfundhammi, so a unappetitlicha! Der Münchner im Dunkel „. Geh, tua di schleicha und schaug, daßd dein Gipsipf aus da Plattn außi bringst, sonst werd's ma unDu auftriebna Wassasüchtling! 95 g—" Hierlinger Ahl Ahl Da... Frau Hierlinger ruhig, Xaver! Gib dich doch mit einem soichen brdanären Gsindel nicht ab.... #5 Der Münchner im Dunkel Heubad##Lsindel! Sie möcht aa was sagn, de gscheerte Heuvoonspinna! Also Frau Hierlinger so was Gmeines...! Stimmen Ruhä! Sätzen! zum 2i,Jamilie Hierlinger setzt sich. Ein Landschaftsweiche au, abgehaspelt. Schwedische Wasserfälle, dazu wieder u zermelodien. Hierlinger schaut sich immer eer nach seinem Feinde um, der im Dunkeln sitzt.) „ Hierlinger hat mi aufgwarmt, der unghobelte Laggl, der! Frau Hierlinger Ich bitt dich, Xaver! Du mußt dich beruhingen, Xaver! (Es wird hell. Hierlinger dreht sich wieder um und schaut drohend hin, der Feind schaut drohend her, da verklärt ein Lächeln das Gesicht eines jeden.) Der Münchner Jetzt is recht! Da Hierlinga! Hierlinger Da Söllhuaba Beni! Söllhuber Hätt ma ins beinah hart gredt.... Hierlinger Im Dunkeln is guat munkeln, und was sich liebt, das neckt sich.... Söllhuber Aba bei deina Frau Gemahlin muaß i mi scho no eigens entschuldingen.... Frau Hierlinger Ja— Sie! Söllhuber Bitte halt vuimals— net wahr, gnä Frau! Wissens scho, wia's geht, wenn ma sie anand net kennt.... Da gibt's oft de schlimmstn Vawechslunga..... Frau Hierlinger Ja— Sie! Hierlinger(lacht) Du hast di scho a wengl weit außa lassn mit deini tiafn Tön, mei Liaba Stimmen Bsst! Ruhä! (Es wird dunkel. Nun kommt der Film:„Am gebrochenen Herzen.") Sie streicht ihm mit der Hand über die Haare. Er schaut sie an, sie schaut ihn an. Lange, innig, tief. Schrift Einen Augenblick ist Carlo Benzoni dem alten Zauber, der einst so mächtig auf ihn eingewirkt hatte, verfallen. Schon aber steigt ein anderes Bild vor seinem geistigen Auge auf— Graziella— und—— Bild Er liegt noch auf den Knien vor ihr und blickt zu ihr auf. Da nehmen seine Augen etwas Starres an, dringen ins Leere. Aus dem Leeren drängt sich das Bild eines Frauenzimmers hervor. Mit hochgeschnürtem Busen, kecken Augen, verführerischem Lächeln.... Er steht auf, streckt die Hände sehnend aus nach dem Bilde, seine Augen treten hervor, das Bild verschwindet, er kommt zu sich, schaut seine Gemahlin kalt an, und sie läßt ihren Kopf sinken, mit einem Ruck, noch einem Ruck, und einem Ruck, streckt die Arme aufs Klavier, den Kopf auf die Tasten und ist in Schmerz aufgelöst. Sie rinnt unterm Morgenrock auseinander. Verwandlung. Ein Auto fährt vor. Benzoni! Fährt durch mehrere Straßen. Ein anderes Auto folgt im schnellsten Tempo. Theresita! Das erste Auto hält vor einer Gartenvilla. Benzoni! Aus dem anderen Auto steigt eine Frau und schaut ihm mit brennenden Blicken nach. Theresita! Ein Mann steigt über die Treppe. Benzoni. Verwandlung. In einem üppigen Boudoir liegt auf der Chaiselongue ein üppiges Weib. Graziella! Lithographie von Karl Bauer, veröffentlicht In A. Soergel.„Dichtung und Dichter der Zeit“. Verlag R. Voigtländer, Leipzig. Sie horcht. Ihre Augen vergrößern sich. Ein Mann tritt ein. Benzoni! Man küßt sich Verwandlung Eine Frau wankt am Gitter entlang. Theresita! Wankt durch eine Straße, wankt durch noch eine Straße, wankt über eine Brücke, wankt in eine Gartenanlage, fällt um, fällt gegen einen eisernen Pfahl. Ist ohnmächtig. Verwandlung Ein schneeweißes Bett in einem Spital. Eine RoteKreuz=Schwester nickt tieftraurig mit dem Kopf. Ein Arzt mit einem schwarzen Bart nickt tieftraurig mit dem Kopf. Eine Patientin liegt da. Auf dem weißen Bett erscheint der Schatten einer riesigen Hutschleife und stört die tiefe Traurigkeit. Hierlinger Sie! Sie! Teans Eanern Huat owa!... An Huat owa sag... Frau Hierlinger(ihre Tränen trocknend) Eine solchane Unvaschämtheit! Mit an solchan Trumm Schloafa. Hierlinger Owa— sag... Frau Hierlinger Was de Deanstbotn für Hüat auf hamm... Hierlinger Sie da vorn! Teans Eanern Huat owa! Stimmen Ssssssst! Ruhä!... Sssst! (Der Film geht weiter. Die Kranke schlägt die Augen auf. Wo— bin— ich? Der Arzt lächelt human. Die Rote=Kreuz=Schwester lächelt human. Der Schatten der riesigen Hutschleife zittert in heftiger Bewegung. Der Schatten eines gebogenen Handgriffes eines Spazierstockes angelt nach dem Schatten der Hutschleife. Die Hutbesitzerin(greift nach ihrer bedrohten Kopfbedeckung) Hören S' auf! Führen S' Ihnen net so ungebüldet auf! Hierlinger(angelt weiter) Je! De ander mit da Buidung! Setz'n S' koan solchan Datschi auf! Frau Hierlinger Dös'hört sie net für Deanstbot'n! Die Hutbesitzerin Hören S' auf! Hören S' auf, Sie Lümmel, Sie roher! Hierlinger Eana Kindabadwanna tean S' oba, Sie Bauernsocka, Sie gräuslicha! Stimme Werd heut gar koa Ruah? Andere Stimmen Sssssssssst! Ru—hä! Hierlinger An Huat owa! Diener Es muß absolute Ruhä härrschen... (Die Hutbesitzerin nimmt ihre Kopfbedeckung mit zornigen, ruckartigen Bewegungen ab.) Der Film geht weiter. Der Arzt fühlt den Puls und schüttelt schwermütig das Haupt. Die Aermste wird von uns genommen werden. Das Harmonium setzt ein. Die Kranke lächelt und bewegt die Finger, als wenn sie Klavier spielte. Ihre letzten Gedanken gehören ihm und dem Klavier. Verwandlung. An der Schwelle des Krankenhauses sitzt ein Mann und starrt mit furchtbaren Blicken ins Leere. Benzoni. Die Reue nagt an ihm. Immer stärker. Noch stärker. Die Töne des Harmonius schwellen an. Verwandlung. Der Arzt beugt sich über eine Tote. Sie ist dahin, und das Schicksal erfüllt sich. Zur Türe herein wankt Benzoni, wankt an das Bett, fällt über das Bett. Schluß. Es wird hell. Frau Hierlinger trocknet ihre rinnenden Tränen. Hierlinger sitzt betäubt und schnupft auf. Ueber seine dicken Backen rollen ebenfalls Tränen.) Frau Hierlinger(seufzt tief) Ah... so was! Sopherl Mammi... was'schieht jetzt? Frau Hierlinger Sopherl Was tuat jetza der Mann von dera arma Frau? Frau Hierlinger Heiratn tuat a wieda. An anderne. Sopherl Woaß ma dös? Frau Hierlinger O ja! Dös woaß ma. Sopherl Er is aba do so trauri gwen! Frau Hierlinger O mei! Die Mäh... na! In an Vierteljahr speanzelt a scho lang mit einer andern... Hierlinger Dös kennst net, daß dös lauta Schmarrn is? Frau Hierlinger Dös is aus'n Leb'n gschöpft... Hierlinger Ja! Am... gebrochenen... Härzen, sag'... Geh' ma, sunst schöpfst da noch was aus'n Lebn...(sie stehen auf). Die Hutbesitzerin Da hört si alls auf! Der grobe Laggl, der unkultifierte, möcht mir an Huat abi stöß’n, und sei Schmieslmadam hat selba den größtn Bletschari auf! Hierlinger(im Abgehen) Teans Eahna halt'n, Sie! Sunst wer i ungalant, Sie Mistamsel, Sie abscheilige!... Hutbesitzerin Ah! Ah... Frau Hierlinger Geh zu, Xaver! Mit keiner solchenen Sunntagsbagaschi streit man doch nicht!... (Die Familie Hierlinger geht ab. Es wird dunkel.) Diener Es muß ab—solu—te Ruhä härrschen.... Nächster Film. Schennntsse der Garman=Enmharene.. Junkers und Farman holten Rat bei Piccard— Konstruktionsratsel auf allen Seiten issabon dem Ausgengspunkt des gepla Gut gemacht, Jimmy! Köln, 25. August. Aus besonderer Quelle erfahren wir einiges über die wichtigsten Geheimnisse des Farman=Stratosphären=Flugzeuges, das gleichzeitig mit dem JunkersStratosphären=Aeroplan konstruiert wird und im Bau bereits sehr weit fortgeschritten ist. Es handelt sich in beiden Fällen um Flugzeuge, die in der Lage sein sollen, in der Stratosphäre Geschwindigkeiten von 900 bis 1500 Kilometer zurückzulegen. Infolge der Tatsache, daß in beiden Ländern, d. h. in Frankreich und in Deutschland, an einem solchen Flugzeug gebaut wird, hat sich ein regelrechter Wettbewerb entwickelt, wer zuerst unter den besten Umständen starivereit ist. In beiden Fällen wahrt man mit der größten Sorgfalt alle Konstruktionsgeheimnisse, die sich auf die Maschinerien im Innern zur Erzeugung des entsprechenden Drucks und weiter zur Erreichung der notwendigen Geschwindigkeiten beziehen. In der Farman=Fabrik, ein wenig außerhalb von Paris, liegt daher der fast fertiggestellte, nach Stromlinienform konstruierte Rumpf in einer Halle, die nur von ganz wenigen vertrauten Mechanikern betreten werden darf. Nach einer Information, die von Henri Farman persönlich stammt, kann bereits in den nächsten Tagen an die Zusammenstellung des Stratosphären=Flugzeuges herangegangen werden, während die Junkers angeblich ein wenig in das Hintertreffen geraten sind. In einem aber berühren sich die junkersschen und die farmanschen Arbeiten. Je ein Chefkonstrukteur von Junkers und von Farman persönlich haben ganz kurze Zeit nacheinander in Brüssel den StratosphärenBallonisten Piccard interviewt und ihn über seine hesten Konstruktzonzmöglichteit. ggg Stratosphären=Flugzeug sollen Turbinen=Kompressoren Verwendung finden, um den Luftdruck im Innern der Kabinen auf dem ungefähren Normal zu halten. Man rechnet nicht damit, daß der Ausbau des Apparates auf Schwierigkeiten stößt. Farman hat bereits einen der besten und ältesten Piloten der Farman=Linien, Coupet, beauftragt, den ersten Flug auszuführen. eine Aufgabe, die der Pilot anzunehmen sich bereit erklärte. Vor dem Ostl—West=Ozeanflug Die Flieger Rody und Johannsen in Lissabon. Lissabon, 25. August. Die deutschen Flieger Rody und Johannsen. die gemeinsam mit einem Portugiesen in ihrer Junkersmaschine einen Ozeanflug nach Amerika durchführen wollen, sind nach einer Meldung des„Lokalanzeigers“ in Lissabon, dem Ausgangspunkt des geplanten Atlantikfluges eingetroffen und glatt gelandet. Das Arktislichtbild eine Fehlbelichtung Leipzig, 25. August. Wie berichtet, hatte Professor Weickmann auf einem Lichtbild, das Professor, Moltschanow bei der Arktisfahrt des„Graf Zeppelin" über Nowaja Semlja gemacht hatte, ein Flugzeug entdeckt. Zeitweilig glaubte man sogar, daß es sich dabei um Amundsens Maschine handle. Jetzt erklärt sich die Angelegenheit so: Protessor Weickmann hat von dem Züricher Phgtographen bar im Gedächtnis., Ob, aber auch„dise. Prager, sich Boßhard, dem er einen Abzug überlassen hatte. die Jimmys Spruch hinter dem Spiegel stecken werden ist bog, enz,. I, eung ,ugtgzc um zu. Fehibelich= nicht so gewiß. Prag ist eine schöne Stadt. Man Photographen Boßhard, dem er einen Abzug überlassen hatte. die Mitteilung erhalten, es handle sich um eine Fehlbelichtung, bei der ein Bild des bei der Funkstation Dickson im Hafen liegenden russischen Flugzeugs NS. mit einer der von Professor Moltschanow gemachten Aufnahmen in Berührung gekommen sein müsse. Der Bürgermeister von Newyork an den Bürgermeister von Prag Jimmy Walker, der Oberbürgermeister von Newvork, ist ein charmanter Junge. Er läßt nicht leicht eine Gelegenheit unbenutzt, sich beliebt und populär zu machen. Wo etwas los ist in seiner Stadt, da ist er dabei. Und wenn er, wie jetzt, Europa besucht, so weiß er immer etwas Artiges und beinahe Unartiges zu sagen oder zu tun, was dann die Boulevardblätter mit liebenswürdigen Ueberschriften den erfreuten Lesern servieren. In Berlin flaxt er die Journalisten und Pressephotographen an oder sagt dem Oberbürgermeister Sahm, die Berliner Frauen seien— nach den Newyorkerinnen— die schönsten und charmantesten Frauen der Welt. Sowas hört man immer gerne und behält es dankim Gedächtnis. Ob aber auch die Prager sich Ein Pilgerzag engerest 30 Personen auf der Fahrt nach Lourdes verunglückt nicht so gewiß. Prag ist eine schöne Stadt. Man kann sagen: eine der schönsten deutschen Städte. Denn obwohl die Bevölkerung zum weitaus größten Teile tschechisch ist, so ist doch die Stadt kulturlandschaftlich vollkommen deutsch. Und gexade das Beste, die herrsind deutsche We lichen Bauten, sino deutsche Werke. Bürgermeister dieser Stadt ist der Herr Dr. Baxa, tschechischer Nationalist vom Scheitel bis zur kleinen Paris, 25. August. Ein schweres Eisenbahnunglück, bei dem 30 Personen mehr oder weniger schwer verletzt wurden, ereignete sich am Montag abend in der Nähe von Lucon auf der Strecke von Rennes nach Lourdes. Ein Sonderzug, in dem mehrere hundert Pilger Platz genommen hatten, die sich nach Lourdes begeben wollten, entgleiste aus bisher unbekannten Gründen. Während die unverletzt gebliebenen Reisenden damit beschäftigt waren, einem französischen Senator verbracht hatten, stürzte eine mehrere Meter hohe Böschung hinab, überschlug sich mehrere Male und ging dabei in Trümmer. 24 Insassen wurden mit zum Teil schweren Verletzungen in ein Krankenhaus überführt. Englisch-russischer Zwischenfall Meinung nach der besten Konstruktionsmögli Meiter Höhe eine geronautische Glanzle, hat den Verletzten Hilfe zu bringen, nahte ein zweiter bereitwilligst seine Erfahrungen mitgeteilt, aber dabei immer betant, daß er nur vom Standvunkt des Balimmer betont, daß er nur vom Standpunkt des Ballonpiloten sprechen könne..8 6, bi, Der Rumpf des farmanschen Flugzeuges, fur die Stratosphäre soll rund neun Meter lang sein. Die Wandungen werden doppelt und teilweise sogar dreifach gebaut, um dem größten Druck— nicht von außen. sondern von innen heraus Widerstand zu leisten, da ja in den zu erreichenden Höhen der Außendruck minimal ist. Man sieht sich sogar gezwungen, spezielle Sicherungen anzubringen, um ein Auseinanderspringen des Rumpfes bei dem stark verminderten Außendruck zu verhindern. Zu diesem Zweck wurden ganz schmale Bänder aus einer besonderen Metallegierung perwandt, die nach dem Urteil von Fachleuten eine außerordentliche Sicherung gegen ein Auseinanderreißen bieten. Personenzug, der die letzte Station nur wenige Minuten später verlassen hatte. Es gelang dem Lokomotivführer nicht mehr, den Zug rechtzeitig zum Stehen zu bringen, so daß er auf den vor ihm entgleisten Zug auffuhr. Die Lokomotive und die ersten drei Wagen stürzten dabei ebenfalls um. Von Rennes ging sofort ein Hilfszug ab, doch versichert man, daß die Verletzungen größtenteils leichterer Natur seien. Vom Sturm überrascht Eine französische Fischerflottille verliert acht Mann Paris, 25. August. Eine französische Fischerflottille, die am Sonntag mit etwa 300 größeren undd kleineren Fischkuttern ausAalse Sanangeiger erangunsetange Moskau, 25. August. Ein englischer Staatsangehöriger, namens William Stevenson, der Obermechaniker auf dem im Leningrader Hafen liegenden Dampfer„Kingswood", wurde vor einigen Tagen von einer Schildwache vor dem Leningrader Militärmagazin erschossen. Die Telegraphenagentur der SowjetUnion gibt folgende Schilderung dieses Vorfalls: Stevenson war in das Gebiet des Leningrader Militär= magazin eingedrungen und hatte auf Anruf und Schreckschuß des Postens nicht reagiert, sondern versucht, den Lauf des Gewehres zu packen. Es gelang dem Posten nicht, sich des Eindringlings anders zu erwehren als durch einen Schuß, der den Tod Stevensons auf der Stelle herbeiführte. Diese Angelegenheit wird ihre endgültige Regelung in einer öffentlichen Gerichtsverhandlung in den nächsten Tagen finden. ein tschechischer Nationalist Zehe, ein Mann vom Schnitte jenes Herrn Kramarsch, der der tschechischen Nation über den peinlichen Mangel an großen Leuten und großen Taten dadurch hinweg hilft, daß er beweist, überhaupt alle großen Männer der Weltgeschichte seien im Grunde genommen Tschechen gewesen und alle großen Taten der Erde letztlich von Tschechen ausgeführt. Der Herr Dr. Baxa hatte am Samstag seinen Kollegen aus Newyork zu Gaste. Jimmy Walker machte auf der Reise von Karlsbad nach Budapest in Prag Station. Das übliche Frühstück mit Reden. Dr. Baxa konnte es sich bei seinen Worten nicht verkneifen, den bösen Deutschen eins auszuwischen. Er sagte, als er von seiner Stadt sprach, unter den Deutschen und Habsburgern sei Prag immer als Aschenbrödel behandelt worden, die deutschen Gebiete seien immer der guten Stadt Prag vorgezogen worden. Wenn heute Prag sich so aufgeschwungen habe, so sei das allein die Frucht dreizehnjähriger tschechischer Arbeit. Vor allem das Leben und Treiben in den Straßen, der Verkehr und der Großstadtrhythmus seien hundertprozentig tschechische Schöpfung. Und Jimmy Walker, der nicht nur ein charmanter Junge ist, sondern auch eine Menge Schlagfertigkeit besitzt und anscheinend auch etwas von Geschichte versteht, hat ihm geantwortet. Er hat viel Nettes über die herrliche Stadt Prag gesagt und zum Schluß betont, zwei Dinge seien ihm vor allem aufgefallen: die erquickende Ruhe in den Straßen und die Tatsache, daß man auf Schritt und Tritt den Zeugen einer glänzenden Vergangenheit begegne!!! Gut gemacht, Jimmy! So Jap Urei Eue Stemlundeis bieten.„ mit etwa 30 größeren ugee Geaigeren, ogerge a Fu Kuß üdel das Grenlandeis die gröbte Hensation des neuen Ztugzenges sith pon eineg heifigen Starm überrascht und saß sich J Jup Die Erlebnisse der norwegischen Studenten auf den Grönlandgletschern kehren. Die immer höher perdende Sse Wellen über die leichten Schiffe und riß acht Mann der Besatzungen mit sich in die Flut. An eine Rettung Kopenhagen, 25. August. „Berlingske Tidende" veröffentlicht jetzt einen ersten Ssfeäht se erecälssei. Ge lcenr hast 94 er die sh, ehitge, Shatae holanezu Ze, Aasshzraig be Aziazungen mit sch in die Blut, Iu Leszenea„Verlgst= Tritgzbes, Perzscglscht. ses sot, usgen h pgr loange. bis das Strate, par bei dem hestigen„Sturm nicht zu venten, in ausführlsichen Verscht, der beiden, norwegischen, Stusphären=Flugzeng sich wieder dem Erdboden nähert, Montag abend waren sämtliche Schiffe wieder in ihre denten Mehren und Höngard, die, wie bereits kurz seadt eir. Sandritsiantgoeteinnis das naturgenss Hasen gurischgelehrt, Von den acht, Toten getbdren üz genelbdet, einen Marsch üiber dais grinländsche Ioland= einem Schiff an dessen einziger Ueberlebender nach# nan Mesten nach Osten durchgeführt haben. Ir der Hier liegt ein Konstruktionsgeheimnis, das naturgemäß sehr streng gewahrt wird.„„ugen wird das Nach den Mitteilungen eines Augenzeugen wird das einem Schiff an, dessen einziger Ueberlebender nach Farman=Flugzeng mit rund 600 bis 1000 PS werden. Auch für den Aufstieg und den Abstieg hat man etwas ganz Neues gefunden. Hierbei verdient es Erwähnung, daß die Idee von Professor Piccard ausging, der gewissermaßen ein Ei des Kolumbus gefunden boben loy.„ I Jehr stars üherbelastet Parde Der Motor soll sehr stark überbelastet werden, damit er nachher in der Stratosphäre in der Lage ist, zu arbeiten. In dem deutschen und in dem französischen ES hetrieben einem furchtvaren Kampf mit den Wellen schließlich .###“ wohlbehalten im Hafen von Douarnenez eintraf. —— Westen nach Osten durchgeführt haben. In der 24 Verletzte bei einem Autobusunglück Paris, 25. August. Ein schweres Automobilunglück ereignete sich, wie, erst jetzt bekannt wird, am Sonntag abend in der Nähe von Nantes. Ein Autobus mit etwa 30 ehemaligen Kriegsteilnehmern, die den Tag als Gäste bei Die größte Seeschieuse in Gremnerhaden 25000 Pfähle wurden eingerammt— 6000 Güterzüge brachten Material heran— Die schwerste Drehbrücke der Welt Die Nordschleuse in Bremerhaven ist vor kurzem feierlich eröffnet worden. Der überseische, Pallgoisermer, kehr hat auch an die Häfen in den letzten Jahren immer gesteigertere Ansprüche gestellt. Die europäischen Häfen haben nach dem Kriege große Erweiterungsbauten vornehmen müssen. In Le Havre, in Cherbourg, in Southampton, überall hat man neue Anlagen geschaffen zur Erleichterung des Passagierverkehrs. Auch in Deutschland hat man diesen Forderungen Rechnung getragen. Bremerhaven ist heute einer der modernsten Passagierhäfen, dank einer vorausschauenden Aufbau= und Frweiterungsarbeit. In diesem Monat ist nun die NordErweiterungsarbeit,. In diesem Monat ist nun schleuse, das gewaltigste Bauwerk deutscher Seehäfen, in Betrieb genommen worden. Mehrere Jahre lang haben die Arbeiten an dieser Schleuse gedauert. Tausende von Arbeitern haben mit den modernsten Geräten der Tiefbautechnik dies gewaltige Werk geschaffen. Von der Größe der Nordschleuse macht man sich vielleicht am ehesten eine Vorstellung, wenn man erfährt, daß sie die berühmten Schleusen des Panamakanals und die Londoner Tilburydocks an Ausdehnung übertrifft. Die Kammer der Nordschleuse zeigt eine Länge von 372 Meter und eine Breite von 60 Meter. Die Nordschleuse besitzt die größte Kammer der Welt. Lediglich auch die erst kürzlich vollendete Schleuse bei Amuiden am Nordsecausgang des Seekanals von Amsterdam übertrifft in der Kammerlänge die Nordschleuse. Der Boden für den Bau der Nordschleuse mußte erst dem Meere abgerungen den beiden Enden der Schleusenkammer kanal führt eine 112 Meter lange, ungleicharmige Drehbrücke für den Eisenbahn=, Fuhrwerk= und Fußgängerverkehr. Auch diese Drehbrücke ist ein Wunder der Technik. Sie gilt heute als die schwerste Drehbrücke der Schilderung heißt es u..: „Alles ist gut verlaufen. Nach einem Marsch von 200 Kilometer mußten wir einen Schlitten ausgeben. Der hohe Rücken des Plateaus befand sich überraschenderweise weit nach Osten; etwa 550 Kilometer von der Westküste erreichten wir die größte Höhe. Am 15. August sahen wir die Felslandschaft der Ostküste und schlugen am gleichen Abend ein Lager in der Nähe des Nunatak(den auch Wegener besucht hat.— Die Red) auf, einer Felsspitze, die durch das Gletschereis hindurchragt. Später stießen wir auf breite, zum Teil mit Schnee bedeckte Spalten. Unser zweiter Schlitten fiel in eine derartige Spalte hinein, und wir befanden uns nun in einer sehr gefahrvollen Situation auf dem Gletscher. Der Abstieg nach der Ostküste war mit Nadeleis, zahlreichen Gletscherbächen und Seen bedeckt. Die Pfoten der Hunde bluteten, und wir kamen nur langsam vorwärts obwohl wir nach und nach unser Gepäck immer mehr verminderten und alles, was wir nicht unbedingt brauchten, von uns warfen. Schließlich mußten wir das Schlittenfahren völlig aufgeben. Fünf Hunde wurden getötet. Als wir weiterzogen, hatten wir nur noch Proviant für fünf Tage.„ Wir besaßen auch nur noch einen Schlafsack und einen Eispickel, aber keine Schildchen mit der Auszeichnung 5,50 Mark muß später eingeklebt worden sein, da die Großhandlung keine Preisbezeichnung an ihren Waren anbringt. * Drei Schwerverletzte bei einem Verkehrsunfall. Ein schwerer Zusammenstoß ereignete sich Dienstag früh in der Potsdamerstraße in Berlin, zwischen einem Privatkraftwagen und einem Autobus. Die drei Insassen des Privatwagens, der 29jährige Flieger Karl Böme aus Leipzig, der 28jährige Physiker Erwin Romeike und dessen 26jährige Schwester Erna, beide aus Spandau erlitten derart schwere Verletzungen, daß sie dem Elisabethkrankenhaus zugeführt werden mußten. tt Erdheben in Belutschistan. Aus Quetta(Britisch Belutschistan) ist eine Meldung über ein heftiges Erdbeben eingelaufen, bei dem vier Häuser beschädigt worden sind. 5. Klasse 37. Preußisch-Südd. Staats-Lotterie 13. Ziehungstag. Vormittagsziehung. 24. August. Welt. Die neue Nordschleuse ist so groß, daß sie den Skier. Beim Abstieg benutzten wir nicht den Waltersgrößten Schiffen der Welthandelsflotte die Einfahrt in hausengletscher, um von dem Inlandeise herunterzuwerden, Vn derzg, vegen, vnvv.: Zwischen diesen nordschleswigschen Landes und seiuer Menschez. in vorwurden riesige Torhäupter errichtet. Torhäuptern bewegen sich die Schiebetore. Ungeheure Massen von Beton mußten in das eiserne Gerüstwerk geleitet werden, damit diese Torhäupter dem gewaltigen Druck der Wassermassen standhalten konnten. Mehr als ein Jahr lang dauerte die Arbeit, die notwendig wer, um diesen Betonmassen ein Fundament in dem nachgiebigen Schlick zu schaffen. 25 000 Pfähle wurden eingerammt, von denen jeder eine Länge von 26 Meter besaß. Erst nachdem man auf diese Weise eine tragfähige Basis geschaffen hatte, konnte man daran gehen, die Torkammern und Schleusenwände aus Beton zu errichten. Nach außen hin wird die Schleuse durch das sogenannte Außenhaupt vom Meere abgeschlossen, während das Binnenhaupt die Schleusenkammer mit den Binnenhäsen verbindet. Um sich eine Vorstellung von der Arbeitsleistung zu machen, muß man sich vergewärtigen, daß 5 788 Güterzüge notwendig waren, um das notwendige Baumaterial herbei zu schaffen. Vor der eigentlichen Schleusenkammer liegt ein Vorhafen von 350 Meter Länge und 150 Meter Breite, or die Binnenhäfen ermöglicht. Gleichzeitig mit dem Bau der Nordschleuse ist auch das Dock 2 auf eine Länge von 335 Meter erweitert worden. Die Erweiterung des Docks war notwendig für die neuen großen Passagierdampfer von der Größenklasse der„Europa“ und„Bremen“. Das erweiterte Dock reicht künftig auch für Schiffe mit noch größeren Ausmaßen. Schiffe bis zu 75000 Bruttoregistertonnen werden hier gedockt werden können. Mit der Vollendung der Nordschleuse hat Bremerhaven den Rang des modernsten deutschen Seehafens erobert. Paul Mithak. nordschleswig-Fahrt Hamburger und Kieler Turnerschafter Im Anschluß an das Sommersemester unternahmen die Hamburger und Kieler V. C. Turnerschaften gemeinsam eine mehrtägige Grenzlandfahrt durch das Gebiet des abgetretenen Nordschleswig. Die Wanderung führte die Teilnehmer von Tondern über Hoyer nach Lügunkloster, zum Kniosberg, über Apenrade nach, Sonderburg. Durch berufene Führer, wie Pastor Schmidt(Wodder). Professor Scheel(Kiel). Professor Tonnessen(Altona) und A. E. Günther, also durch einige der besten Kenner kommen. Wir erreichten die Küste am 18. August um 16 Uhr, und zwar die norwegische und die dänische Station. Unten sahen wir das Grönlandschiff„Polarbjörn“ im Fiord liegen. Wir gaben Rauchsignale, damit man uns an Bord bemerkte, aber zunächst ohne Erfolg. Die wissenschaftlichen Ergebnisse des Marsches sind befriedigend. Die niedrigste Temperatur war minus 19,6 Grad. Die größte zurückgelegte Tagesstrecke betrug 60 Kilometer.“ Ein Retter der Nobile-Expedition erschosen sowie ein 450 Meter langes und 240 Meter breites her eigens dazu durchgeführten Schulungswochen wohl vorbereitet, traten die jungen Turnerschafter diese Grenzlandfahrt an. Sahen und erlebten überall, in Stadt und Land den Kampf, den die ehemals reichsdeutschen Volksgenossen dort oben um die Erhaltung ihrer Wesensart, ihres Deutschtums zu führen haben und gewannen so einen unvergeßlich tiefen Eindruck von deutscher Grenzlandnot und weiter von der wirtschaftlichen und ethischen Bedeutung des nordschleswigschen Landes für unser Vaterland. Und diese Eindrücke waren es, die die V..= Grenzlandfahrer dazu veranlaßten, bei ihrem zum Abschluß der Fahrt vorgenommenen Besuch der dänischen Hauptstadt Kopenhagen, zu der dort ansässigen Verbindung Schleswiger Studenten freundschaftliche Beziehungen anzuknüpfen, die im Interesse der Erhaltung des Deutschtums in dem abgetretenen Nordschleswig in den kommenden Semestern weitestgehend ausgebaut und gefestigt werden sollen. 2 Gewinne zu 25000 M. 163628 Sepian, g. 5500 M. 9560 74359 134616 179675 3000 M. 151306 194812 235925 268690 321204 326262 363320 68 Lepinne in 2000 N. 6772 16634 74041 74799 9077 83185 100812 121670 746676 155030 160129 197397 201431 213087 214883 21960 228462 243614 347746 2624s8 288278 325594 339079 350892 357663 369660 370042 374883 116 Oevinne m 1000 N. 10371 15330 20695 22005 22240 23802 29807 39214 39463 41135 49490 55033 67749 78483 79831 80380 86644 9685S 99588 104575 198161 123950 124100 134997 149741 157819 159575 163100 170632 188076 89060 184105 197912 20260s 233383 234566 2 45732 24529s 3563|3 287696 2649s4 273923 274379 278832 295955 315943 321116 321553 334075 345649 352892 353661 359678 361504 363270 370989 376966 377869 158 Lewinne zu 500 amn. 8992 14578 15667 18039 23203 29187 31211 38166 89002 40747 41301 42188 46247 49213 50536 55829 77533 111444 113172 114270 127726 128885 130591 136409 36813 155902 157543 158328 181125 165858 166061 171244 178531 178931 179888 181521 188028 189257 191338 200511 201872 29905 213093 215080 220478 222115 223934 224117 227294 239979 244980 257529 263004 294845 301422 307518 308829 312111 315023 315663 326144 332061 335513 337104 338443 342963 345495 355676 360817 362487 363126 364083 367803 369502 373415 379170 39379] 394076 397235 Wendebecken. Ueber den 45 Meter breiten Verbindungs Newyork aufgestiegen. * Weiterflug der„Do X“ nach Newyork. Das deutsche Flughoot„Do X“ ist am Dienstag um 13.17 Uhr(ME3. in Miami(Florida) zum Weiterflug nach Berlin, 25. August. Nach einem Privattelegramm aus Reval soll kürzlich der Kapitän des russischen Eisbrechers„Krassin“, der Estländer Eggi. erschossen worden sein. Eggi hatte bekanntlich im Jahre 1928 das Kommando über den „Krassin“ und war der eigentliche Leiter der zur Rettung von Nobile und seiner Gefährten ausgerüsteten Expedition. Ihm glückte es damals auch tatsächlich, einen Teil der verunglückten Nobile=Flieger zu retten. Nunmehr soll Eggi wegen gegenrevolutionärer Umtriebe und wegen Verübung von Sabotageakten abgeurteilt und ohne öffentliche Verkündigung des Urteils erschossen worden sein.„ 16. 8152es Bereits vor einigen Monaten war über Helsingfors gemeldet worden, daß Eggi von den Sowjets abgeurteilt und in Archangelsk erschossen sei. Dies wurde damals dementiert, doch ist jetzt zu befürchten, daß die obige Meldung diesmal den Tatsachen entspricht. Der hut des Reichsbankräubers Berlin, 25. August. Zu dem Ueberfall auf die Reichsbankfiliale in der Innsbrucker Straße erfahren wir, daß die Herkunft des von einem Räuber zurückgelassenen Hutes jetzt festgestellt ist. Er stammt aus der Hutgroßhandlung von Silbermann& Co. in der neuen Friedrichstraße Diese Firma beliefert zahlreiche kleinere Geschäfte. Es: handelt sich bei dem Hut um ein Massenfabrikat mit dem Kennzeichen„Six“. Das Geschäft, an das er geliefert worden ist, ist noch nicht ermittelt. Mit Hilfe der Großhandlung hofft man den Abnehmer jetzt feststellen zu können. Das im Schweißleder befestigte Nachmittagsziehung. 2 Gewinne zu 75000 M. 168299 2 Oewinne zu 10000 M. 356363„gggg bugg#e 10 Gewinne zu 5000 M. 227254 302235 309825 363327 372796— gag gunger 1861 14 Gewinne zu 3000 M. 47033 122262 156131 272673 280870 383496 372207 34 Gewinne zu 2000 M. 80327 105167 108168 120171 133799 17146 183920 M07502 3832 255204 256272 265055 270313 330646 337903 348076 380754„„ gaggn uuggt 91700 88 Gewinne zu 1000 M. 782 16042 19021 21720 23413 32640 48908 Bas6a 67436 6663s 72868 80848 81472 90432 91553 115143 124615 133083 133115 139530 147168 162284 166086 1667; 185352 167649 185688 200345 230344 252185 259768 36631s 255658 23860s 289261 297564 338234 367647 359926 360383 363513 369850 766 Lepinmne zu 800 Nu. 954 2246 8023 9028 10875 12759 17264 18611 18649 29802 34287 36436 3443 41660 46693 46232 22593 S07s4 54560 8619s 62030 63047 64ß3s 69662 74404 02416 103aoe obe6a.4524“ 114810 113396 18556 123070 127500 131495 134992 403g3 13293 138832 131899 131832 136333 183733 18911s 193188 200063 201148 20505S 336 228782 242324 243422 256067 258117 333366 233633 333434 333333 358933 355063 280406 299179 290243 292668 339012 333228 33333 336680 341592 347037 371371 378425 381739 S6ch 9e556e steuen zu können. Wöhlen Sie für Ihr Kind ch eccte dann Mühe, Sorge, Tochumer Anzei Neu der Devile Anpassung der bewirtschaftung Der Reichswirt inen für die Dev Wien Landestinanzä ###eutschen Reichsa ##e treten am 26. A #chtligien, bezwec #evirtschaf-H Durd darin fesiges ##tändig für alle Witezsgungen ist, d ierhindlichkeiten. LE L O # teröndlichkeiten Mlandestinanz #er Stillhaltung.e ###er., neue„h ##ichtag 15. Juli) ###rden. Im weiter ##lungen zwischer #### hier in erster #udung mit dem ###e bisherigen allg ngescgate., im #gust 1931 außer Neue Auffi In den wirtscha #resierung ist, wie ## Aufsichtsrats Vrorden. Genannt bernburg, Bank ud das Vorstandst Mchat Ritscher, ##rischen Dresdner ührigen besteht di bresdner, Bank zu Wiezsammlugg, am ###ärsanwaite ein ###chten sich haupts #rs Millionen Re ##ien aus eigenen Mieselschaft in die # glaubt hierbei ## den Versiche #ien, effektiv ve ## Modalitäten für ##cht endgültig fes Der Rückg Koh Die Kohlenförde # betrug nahezt illionen, To# ## dessen Zifferr #eg. Der, gerhältr i den wichtigsten Neuer Not Kur Als Ergebnis ei Wier mehrere Beht ##rte teilnahmer ####ell an die Reg Dess gerichtet, um #i und Hüttenb##ug zu bewahr # Arheiter besc ##er kupfer und Si Wrsten, daß eine St renieden werden ###reisen ergibt sich läuglin Ein schlech „idiotische #der tsched ü zund eines ü gndes ein auszahlut ##landlungen gung es dem Ad der Ner. #en anrückt #lung au zugehört Be der Kamp) u vialt, stilp verkündet „Der Kläg # kind, wird die 100 Stunden ##. Scütrlich Vormund „Säug Wride. Aber Gericht ein aumt erhie # irteil des ur hsührbar ##ens der St P der 100 e schwindel-K Zochumer Anzeiger u. Gen. Handel- Gewerbe-Indultrie Mittwoch, 26. Augusi 1931 Neue Regelung der Devilenbewirtschaftung Anpassung der Vorschriften über die Devisenbewirtschaftung an das Stillhalte-Abkommen. per Reichswirtschaftsminister hat neue Richtunien für die Devisenbewirtschaftung erlassen, die Landesfinanzämtern zugegangen sind und im neutschen Reichsanzeiger bekannt gemacht werden. s# treten am 26. August 1931 in Kraft. Diese neuen zichtlinien bezwecken die Anpassung der Devisenbewirtschaftung an das Stillhalte-Abkommen. Es Jeird darin festgestellt, daß die Reichsbank allein mständig für alle Entscheidungen über Devisenbewegungen ist, die sich aus solchen kurzfristigen verbindlichkeiten ergeben, die Gegenstand der Still###te-Vereinbarungen sind. Für andere kurzfristige verbindlichkeiten liegt die Entscheidung bei den Jandesfinanzämtern, wobei der Gedanke ie stillhaltung entsprechende Anwendung findet. seber neue Währungsguthaben von Ausländern Istichtag 15. Juli) kann ohne Genehmigung verfügt gerden. Im weiteren wird der Verkehr der Valuta„hlungen zwischen Inländern geregelt. Es handelt sch hier in erster Linie um Transaktionen in Vertindung mit dem Seeschiffahrtsverkehr. nie bisherigen allgemeinen Genchmigungen für De#sengeschäfte im Inlandsverkehr treten am 28. August 1931 außer Kraft. Neue Auflichtsräte der Dresdner Bank In den wirtschaftlichen Beratungen der Reichsregierung ist, wie verlautet, auch eine Ergänzung Ales Aufsichtsrats der Dresduer Bank beschlossen #orden. Genannt werden Reichsminister a. D. pernburg, Bankdirektor Pferdmenges(Köln) und das Vorstandsmitglied der Reichs-Kredit-Gesellschaft Ritscher, der schon bisher die Verbindung wwischen Dresdner Bank und Reich unterhält. Im hbrigen besteht die Absicht, den Aufsichtsrat der Dresdner Bank zu verkleinern. Für die GeneralVersammlung am Sonnabend bereiten einige Aktionärsanwälte eine Opposition vor. Die Einwände #richten sich hauptsächlich gegen den Uebergang der ns Millionen Reichsmark Dresdner-Bank-Stamm#tien aus eigenem Besitz über die Reichs-Kredit6esellschaft in die Hände des Reiches. Die Opposi#on glaubt hierbei an ein Scheingeschäft, während ####ch den Versicherungen der Dresdner Bank die iktien effektiv verkauft sind. Allerdings scheinen #ie Modalitäten für den Verkauf im einzelnen noch ###icht endgültig festzustehen. Der Rückgang der englischen Kohienforderung Die Kohlenförderung Großbritanniens im Jahre # betrug nahezu 244 Millionen Tonnen oder 14 Millionen Tonnen weniger als im Jahre #, dessen Ziffern über dem letzten Durchschnitt agen. Der verhältnismäßig größte Rückgang wurde #n den wichtigsten Exportbezirken verzeichnet. Neuer Notruf des Mansfelder Kupferbergbaus Als Ergebnis einer Kundgebung in Eisleben, an #er mehrere Behördenvertreter des betreffenden Weiirks teilnahmen, wurde ein neuer dringender Appell an die Regierungen des Reiches und Preu#s gerichtet, um die Mansfeld AG. für BergIln und Hüttenbetrieb vor der gänzlichen StillAlgung zu bewahren. Das Unternehmen, das etwa 300 Arbeiter beschäftigt, ist durch den Preissturz von Kupfer und Silber in so starke Bedrängnis ge#aten, daß eine Stillegung des Werkes kaum noch vernieden werden kann. Bei den heutigen Metallpreisen ergibt sich ein monatlicher Verlust von über Diskonffrage wieder akuf Der leue Reiensbankausweis Währungslage weiter gebelfert Der Ausweis der Reichsbank vom 22. August zeigt eine weitere Entspannung, die allerdings etwas hinter den Erwartungen zurückbleibt. Wechsel und Schecks haben sich um 152 Millionen Reichsmark ermäßigt. Damit ist seit dem Ultimo Juli eine Entlastung von etwa 300 Millionen Reichsmark und gegen dem 1. Augustausweis eine solche von 510 Millionen Reichsmark eingetreten. Allerdings war damals auch das Lombardkonto auf 347 Millionen Reichsmark heraufgegangen, das sich bis zum letzten Ausweis schon auf 99 Millionen Reichsmark ermäßigt hatte. Eine weitere Ermäßigung ist allerdings in der dritten Augustwoche nicht eingetreten. Bei den sonstigen Aktiven wirken sich offenbar Rückzahlungen von Betriebskrediten für öffentliche Kassen aus. Auch bei den Giroguthaben sind die Einlagen der öffentlichen Kassen stärker vermehrt. Dagegen haben die Guthaben von Privaten auch diesmal wieder abgenommen.“ Insgesamt verzeichnet das Konto einen Zuwachs von 7 Millionen Reichsmark. Im übrigen wirkt sich die Entlastung in einem Rückgang des Notenumlaufs um 187 Millionen auf.05 Milliarden Reichsmark aus. Damit ist der Notenumlauf um 150 Millionen Reichsmark niedriger als in der dritten Juliwoche. Allerdings bleibt er noch rund 300 Millionen Reichsmark höher als zum gleichen Juniausweis. Insgesamt betrug der Rückfluß an Reichsbanknoten und Rentenbankscheinen zusammen 193 Millionen Reichsmark. Auf Rentenscheine entfallen davon.5 Millionen Reichsmark, so daß sich deren Umlauf auf 397.8 Millionen verringert hat. Unter Berücksichtigung der getilgten Rentenbankscheine haben sich die Bestände der Reichsbank an solchen auf 29.8 Millionen Reichsmark erhöht. Die rückläufige Bewegung in den Münzbeständen hat sich fortgesetzt. Auch diesmal sind wieder 30 Millionen zurückgeflossen, so daß sich das Konto auf 119 Millionen Reichsmark erhöht hat. Etwas auffällig ist die Bewegung der deckungsfähigen Devisen, die. nachdem sie in den letzten vier Ausweisen nach den Notverordnungen eine mehr oder minder starke Zunahme erfahren hatten, zum erstenmal wieder eine Einbuße von.3 Millionen Reichsmark zeigen. Allerdings wird dazu betont, daß sich die Bestände der Reichsbank an Auslandwechseln gleichzeitig um 15,1 Millionen Reichsmark erhöht haben. Die Deckung der Noten durch Gold und deckungsfähige Devisen ist wieder leicht erhöht: sie beträgt 41,5 Prozent gegen 39,7 Prozent in der Vorwoche. Einer Diskontsenkung steht also nach dem Reichsbankausweis theoretisch nichts mehr im Wege. Es ist jedoch nach Berliner Meldungen nicht damit zu rechnen, daß eine Senkung vor dem 1. September erfolgt. Man hält es in Berliner Bank- und Börsenkreisen für zweckmäßig, ehe man mit einer Senkung des Diskontsatzes vorgeht, den Ultimotermin abzuwarten bzw. die zu diesem Zeitpunkt hervorgetretenen Ansprüche, zumal es sich seit längerer Zeit zum ersten Male wieder um einen Ultimo ohne Kreditkontingentierung der Reichsbank handelt. Man nimmt allerdings allgemein an, daß sich die Ansprüche der Wirtschaft in ziemlich engen Grenzen halten, und in der Tat ist der Geldbedarf der Industrie und auch des Großhandels bisher erheblich geringer als in den letzten Jahren. Man wird voraussichtlich die Inanspruchnahme der Reichsbank in den letzten Monatstagen abwarten und dann— etwa ab 1. September— zu einer Lockerung der Diskontschraube schreiten. Dieser Termin erscheint deswegen sehr zweckmäßig, weil eine Diskontermäßigung zu diesem Zeitpunkt noch gerade zur rechten Zeit käme, um eine günstigere Situation zur Eröffnung der Börse zu schaffen. Ein weiterer Grund dafür, daß man mit einer Diskontermäßigung im Augenblick noch nicht vorgehen will, liegt auch darin, daß durch das Abkommen über die Rückzahlung der Markguthaben eine Diskontermäßigung Im Augenblick vielfach noch nicht als zweckmäßig empfunden wird. Quer durch die Wirtschaft Die Zementfabrik Porta Westfalles an der Weser, die seit Mai den Betrieb wieder aufgenommen hatte und 200 Arbeiter beschäftigte, ist jetzt wegen Absatzmangels wieder stillgelegt worden. Die gesamte Belegschaft wurde entlassen. Eine dauernde Schließung soll nach Mittellung der Direktion(Wicking-Konzern) nicht beabsichtigt sein. * Die Darmstädter Volksbank GmbH. in Darmstadt, die im bessischen Wirtschaftsleben eine große Rolle spielt, hat ihre Zahlungen eingestellt. Ein Status liegt noch nicht vor. * Die spanische Reglerung hat im Hinblick auf die Bedeutung, die der Leipziger Messe für den internationalen Güteraustausch zukommt, beschlossen, sich an der diesjährigen Leipziger Herbstmesse vom 30. August bis 3. September zum erstenmal mit einer Kollektivausstellung im Ring-Meßhaus zu beteiligen. Die Ausstellung wird von rund 50 Firmen aus allen Teilen des Landes in sehr reichhaltiger Weise beschickt werden.— In gleicher Weise wie Spanien wird auch Itallen zum erstenmal auf der Herbstmesse mit einer Kollektivausstellung vertreten sein. * Geheimrat Williger ist von seinem Posten als Generaldirektor der Kattowitzer AG. zurückgetreten. An seine Stelle tritt sein bisheriger Vertreter. Direktor Dr. Thomalla. Die technische Leitung der Grube der Kattowitzer AG. übernimmt der Generaldirektor der Königs- und Laurahütte. Sznapka. Außerdem wurde Geheimrat Williger zum stellvertretenden Vorsitzenden der beiden Aufsichtsräte gewählt. Altenessener Schweinemarkt vom 25. August. Auftrieb; 1237. Es kosten im Großhandel:(Ferkel Durchschnittspreis)—8 Wochen alte 5 bis 9 Reichsmark,—12 Wochen alte 9 bis 14 Reichsmark. Läuferschweine:—1 Monate alte 14 bis 20 Reichsmark.—6 Monate alte 20 bis 40 Reichsmark(größere entsprechend höher). Marktverlauf: langsam, Ueberstand: voraussichtlich. Ausländische Börfen Newyork: Anfang: Fest. London: Zuversichtliche Grundstimmung. Paris: Freundlich. Amsterdam: Ruhig, teils befestigt. Brüssel: Gehalten. Wien: Wenig verändert. Zürich: Weiter nachgebend. Mailand: Befestigt. Berliner Produktenbericht Berlin, 25. Auouet 1931 einer halben Million Reichsmark, die das Unternehmen aus eigenen Mitteln nicht decken kann. Eine Stillegung des Werkes würde eine Katastrophe für das ganze Mansfelder Gebiet und für seine Bevölkerung von 70 000 bis 80000 Personen bedeuten und die öffentlichen Finanzen mit hohen Unterstützungskosten belasten. Ein Prunkffück der deutschen Industrie auf dem Schutthaufen Die größte ostdeutsche Landmaschinen-Fabrik, die Th. Flöther.-G. in Gassen, sieht sich gezwungen, das gerichtliche Vergleichsverfahren zu beantragen und ein Moratorium bei ihren Gläubigern nachzusuchen. Gleichzeitig mußte das Schwesterunternehmen(die H. F. Eckert in Berlin-Lichtenberg) das Vergleichsverfahren beantragen. Was diesen„Fall“ besonders bemerkenswert macht, ist die Tatsache, daß es sich hier nicht nur um ein Unternehmen handelt, das auf ein fast 80jähriges Bestehen zurückblickt, sondern um ein Werk, welches fabrikatorisch als eines der modernstender Welt angesprochen werden kann. Die Investitionen, die Flöther bisher vorgenommen hat, um das Unternehmen auf der Höhe der Leistungsfähigkeit zu halten, überschreitet in ihrer Gesamtheit wohl den Senischs Lonr SOini in läugling zu Krrest verurteilt Ein schlechthin unfaßbares und mit Verlaub zu igen, idiotisches Urteil fällte unlängst ein Bezirksrichter der tschechischen Gemeinde Oberleutensdorf. Der kormund eines 13 Monate alten Kindes hatte im Namen 6 Kindes einen Arzt auf Anerkennung der Vaterschaft n Auszahlung von Alimenten verklagt. Nach langen kthandlungen und langwierigen Zeugenvernehmungen dang es dem Arzt, seine Unschuld nachzuweisen, obohl der Vormund des Säuglings mit immer neuen sugen anrückte. War nun dem Bezirksrichter die Vermndlung zu langweilig geworden, hatte er nicht mehr chl zugehört oder den Wortlaut des Paragraphen, um in der Kampf ging, nur noch ungenau im Gedächtnis, venfalls stülpte er sein Barett zum Richterspruch auf nd verkündete feierlich: „Der Kläger, also in diesem Falle das 13 Monate Ue Kind, wird zu einer Geldstrafe von 100 Kronen, oder die 100 Kronen nicht einzubringen sind, zu Stunden Arrest verurteilt.“ Natürlich großes Erstaunen im ganzen Gerichtssaal. ei Vormund protestierte und rief, daß er gegen eine „Säuglingshinrichtung“, Beschwerde einlegen burde. Aber er erreichte nur, daß er wegen Ungebühr er Gericht eine Orgnungsstrafe von 100 Kronen aufFrtummt erhielt. Erst in der Berufungsinstanz wurde Urteil des Bezirksrichters als unmöglich und uneuchfihrbar bezeichnet und aufgehoben. So blieb wediens der Säugling davor bewahrt, wegen Nichtbezahder 100 Kronen 24 Stunden eingesperrt zu werden. Die Schwindel-Kinder Die aus Schweidnitz berichtet wird, hat dort ein . ester einen neuen„Dreh“ herausgefunden, Woe auf möglichst einfache Art zu hamstern. Er ##% hintereinander in drei Orten„Neugeborene" an # leß sich dafür die entsprechenden Unterstützungs# 338zahlen. Nachdem er am 30. Juli in Grädde Geburt eines Kindes angezeigt hatte, erschien #scha am 5. August auf dem Standesamt in #ndart und— hatte schon wieder ein Kind! In ###de wiasschließlich ereilte ihn das Schicksal, als er wieder„glücklicher Vater“ geworden war. Wber hat, kann auch zahlen! Gagarepäischen Kunstwelt ist im Zeichen des Starme 4bbaues wieder eine neue„Sensation" be##uderischen Jeuer geliebte zauberische Tenor dessen # ist var, Namen man schon nicht mehr aussprechen ##chen M, leinem Sommeraufenthalt aus einem tsche##chrt 93° gesund und stimmgewaltig wieder heimRheuug:.icht nur eine Mandelentzündung ###piere losasmat sondern auch etwelche künstlerischen genem Leiß seworden ist, hat er sich nobel gezeigt und ## zur Belohzugu.473t„lächelnd“, wie geschrieben 8. Mit leichtz 19 10 000 Dollar ausgezahlt. ###o geschätzte ½ gengrimmen liest man das Lob, das #enten%te Doktor seinem noch mehr geschätzten pendet. Nein, der arme Tauberer! Auf einer Tournee in Deutschland hat er sich erkältet, er bekam eine Mandel= und danach eine schwere Gelenkentzündung. Viele Monate hindurch mußte er das Bett hüten. Aber, o Gott, er war nicht nur körperlich krank, sondern auch seelisch zusammengebrochen.„Das letztere vor allem hat mir Sorgen gemacht," erzählt der Arzt. „Ich habe zwar sofort erkannt, daß der Sänger sehr bald wieder gesund werden würde. Aber um ihn von seinen Minderwertigkeitskomplexen zu heilen, verpflichtete ich mich, eine Strafe von 10 000 Dollar zu zahlen, wenn ich ihn nicht gesund bekäme.“ Dieser Heroismus begeisterte Herrn Zauberer so, daß er schon nach drei Tagen aus dem Bett war und— nun seinerseits selbstverständlich die 10 000 Dollar bezahlte. Sorgen haben die Menschen....! Jo fängt man Diebe! In Halle bekam ein Sportklub auf originelle Weise den Urheber mehrerer Diebstähle im Klubgebäude heraus. Nachdem man längere Zeit hindurch vergeblich Untersuchungen angestellt hatte, wer wohl das unangebrachte Interesse an fremden Sportgeräten und Wertgegenständen unter den Klubmitgliedern zeige, kamen einige besonders Schlaue auf den Gedanken, die Chemie zu Hilfe zu rufen. In der Handtasche einer Dame, die besonders viel bestohlen worden war, wurde ein farbloses Pülverchen eingestreut, das erst mit Feuchtigkeit in Verbindung gebracht, eine starke Farbwirkung zeigt. Als man schwitzend von den Sportplätzen in das Klubgebäude kam, stellte man fest, daß eine der Damen das Gesicht, die Oberarme, kurz alles„markiert“ hatte, was man gerade so in der Unterhaltung zu berühren pflegt. Die Entlarvung war einwandfrei gelungen! Eine Stadt wird gepfändet! Die Stadt Sagan ist, wie der Bürgermeister der Stadtverordnetenversammlung mitgeteilt hat, auf Antrag der katholischen Kirchengemeinde gepfändet worden. Ueber die Frage der Beschaffung eines neuen Geläutes der Pfarrkirche, das einen Ersatz für zwei im Kriege abgelieferte Glocken darstellen sollte, war zwischen der Gemeinde und der Stadt ein Streit ausgebrochen. Dabei berief sich die katholische Gemeinde auf einen Vertrag aus dem Jahre 1340. Die Stadt erklärte den Vertrag jedoch als nicht mehr gültig und weigerte sich auch dann noch die Glocken zu bezahlen, als das Oberlandesgericht als letzte Instanz die Stadt zur Anschaffung der Glocken verurteilt hatte. Darauf erfolgte die Pfändung durch die katholische Gemeinde. Man darf nun gespannt sein, wie die Stadt Sagan sich ihres Kuckucks zu entledigen versuchen wird. Ein Zigeunerstreich Bei einem Kaufmann in Harzgerode erschien in diesen Tagen eine Zigeunerin und verlangte ein Pfund Kaffee. Der Händler, der aus Erfahrung wußte, daß die Zigenner für dieses Genußmittel immer Geld haben, wog den Kaffee ab. Als er ihn in eine Tüte schütten wollte, meinte die Zigeunerin er könne sich die Tüte sparen und solle den Kaffee gleich in die Kanne schütBetrag von 20 Millionen Reichsmark. Dabei blieb das Aktienkapital auf.7 Millionen Reichsmark beschränkt. Aber selbst die jetzige Schuldenlast von 3 bis 4 Millionen Reichsmark hätte— auch unter Berücksichtigung der deutschen Kapitalnot— das Unternehmen niemals auf den Schutthaufen werfen dürfen, zumal den an sich nicht allzugroßen Verpflichtungen Außenstände im Betrage von 2 bis 2½ Millionen Reichsmark und Lagervorräte in Höhe von 1½ Millionen Reichsmark gegenüberstehen. Freilich ist Flöther Großgläubiger bei Eckert und dort drohen Verluste. Der Devisenbelfand der Reichsbank Der Gold- und Devisenbestand der Reichsbank hat sich vom 15. Juli bis 21. August um 200 Millionen Reichsmark erhöht. Wie weit dieser Zugang durch die Anforderungen auf Grund der Devisenverordnung bedingt ist, läßt sich nicht ermitteln. Zur Ablieferung angefordert sind seitens der Reichsbank 432 Millionen Reichsmark. Außer der Vermehrung des Deckungsbestandes um die genannten 200 Millionen Reichsmark sind noch 100 Millionen Reichsmark nichtdeckungsfähige Devisen zugeflossen. Neben den von der Reichsbank selbst angeforderten Beträgen sind auch noch von den Privatbanken Devisen zur Ablieferung angefordert. Die Höhe dieses Betrages steht noch nicht fest. ten, die sie ihm mit der Schürze hinhielt. Als es ans Zahlen gehen sollte, erklärte die Käuferin, sie habe das Geld im Wohnwagen liegen lassen, sie wolle schnell zurückgehen und es holen. Aber soviel Vertrauen hatte der Kaufmann nicht zu der Käuferin. Er ersuchte sie, die Kanne mit dem Kaffee stehen zu lassen. Der Kaufmann wartete vergebens auf die Rückkehr der Zigeunerin und hatte sich schließlich damit abgefunden, daß er den Kaffee wieder zurückschütten mußte. Aber als er die Kanne aufnahm, bekam er keinen geringen Schreck. Von Kaffee keine Spur: das Gefäß hatte nämlich keinen Boden. Die listige Zigeunerin hatte den Kaffee gleich in ihre Schürze gleiten lassen und die wertlose Kanne dagelassen. Sliedmaßen gefällig? Not auf der einen und der moderne Schönheitsfimmel auf der anderen Seite führen zu den seltsamsten Angeboten. Als eine englische Zeitung vor kurzem eine Anzeige veröffentlichte, in der„100 Pfund für einen schön geformten Finger einer gesunden Frau nicht über 45 Jahre zu Ueberpflanzungszwecken“ geboten wurden, fanden sich bereits am ersten Tage 27 Frauen, die für 100 Pfund sofort einen Finger hergeben wollten. In den Schönheitssalons von Newyork und Los Angeles werden sogar noch weit höhere Preise gezahlt. Ein schönes Ohr kostet im Durchschnitt 1000 Dollar und für ein Stück Haut, das überpflanzt werden soll, zahlt man etwa 40 Dollar für den Quadrat= zentimeter. Für diese Preise lassen sich arme, hungernde Menschen quälen und zerschneiden, nur damit irgendeine idiotische Filmdiva oder ein wildgewordenes Millionärküken damit seine eigene Häßlichkeit bemänteln kann! Es ist wirklich eine Schande... Freundliche Einladung zu Eierkämpfen Der notleidenden Landwirtschaft kann auf vielerlei Arten geholfen werden. Eine sonderbare„Agrarhilfe" haben neuerdings die tüchtigen Amerikaner entdeckt, die es ja gewohnt sind, bei allen Dingen den Vogel abzuschießen. In den Spalten des amerikanischen Blattes „The American Mercury“ las man kürzlich folgenden hübschen Bericht: „Die Mitglieder des Rotary= und des Börsenklubs von Turlock, Kalifornien, werden am kommenden Freitag Eierkämpfe veranstalten, um den Ueberschuß an Farmprodukten, der augenblicklich dort herrscht, zu reduzieren und der Geflügelzucht wieder auf die Beine zu helfen. Die Klubmitglieder werden Ritterrüstungen anlegen, sich mit Körben voll Eiern bewaffnen und einander bombardieren, bis ungefähr hundert Kisten geleert sind. Die Siegerpartei wird befreundete Klubmannschaften aus Modesto, Merced und anderen Städten zum Kampf herausfordern. Das sportliche Ereignis steht unter dem Protektorat der Handelskammer." Allerdings eine sehr merkwürdige Methode, den Ueberschuß an Farmeiern zu beseitigen. Der ahnungslose Europäer wird natürlich sich die Frage erlauben, ob es denn in Amerika gar keine mittellosen Leute gibt, denen die überschüssigen Eier gratis hätten verabfolgt werden können. Die landwirtschaftlichen Produkte sind ja schließlich nicht dazu da, um durch eine sinnlose Spielerei vernichtet zu werden. Von dieser Art„Agrarhilfe“ dürfte das Volk— auch in Amerika— wenig halten. Anlich tergssihnig brige, Hetrsde und hstsusten zer 18 ogreng. sonst per 100 Klogramm Berliner Metallnotierungen Bettr. den u5 Luosst 1s1 (Oie Preise verstcehen sch ab Lager in Deutschland für vrompte Lieferung und Bezahlung für je 100 Klogramm) Wesei e e e. Standard-Bleiper............. Originalhüttenaluminium 98—99%, in Blöcken desgl. in Walz oder Drahtbarren...... Banka-, Straits, Australzinn in Verkäuferswahl Hüttenzieg, mindestens 99% Reinnickel, 98-99% Antimon-Regulus Silber, 1 Kilogramm, ca. 1000 Feinheit... Gold. 10 Gramm............. Altplatin per Gramm(Abfälle) Circapreis. Techn, reines Platin per Gramm, detailpreis Der gelperrte scheck Die Berliner Theater haben sich, als das Bargeld knapp wurde, sofort bereitgefunden, auch Schecks in Zahlung zu nehmen, und die Besucher haben davon weitgehend Gebrauch gemacht. Die Schecks sollen, wie berichtet wird, sämtlich Deckung gehabt haben; handelte es sich ja meist um Beträge zwischen 10 und 30 Reichsmark. Aber einer hat den Scheck nach der Vorstellung sperren lassen und dem Theater mitgeteilt, ihm habe die Sache nicht gefallen und er fühle sich daher durch die Reklame angelockt, jedoch für sein Geld nicht befriedigt. Diese Handlungsweise— man mag zu ihr stehen, wie man will— hat mit einem Schlage das eigenartige Verhältnis zwischen Publikum und Theater beleuchtet. Wer eine Schreibmaschine oder ein Pfund Pflaumen kauft, der sieht, was er bekommt, und hat später kein Recht mehr, sich zu beschweren. Wer aber ein Theater besucht, der weiß nur den Titel des Stückes, das ihm vorgesetzt wird, kennt manchmal auch den Inhalt; aber ob ihm die Sache gefallen wird, das weiß er erst, nachdem er schon bezahlt und sich die Sache angesehen hat. Der oben erwähnte Spreeathener glaubte sich durch die schlechte Aufführung und die mäßigen Kräfte benachteiligt und sperrte einfach den bereits ausgeschriebenen Scheck. Dieses Verfahren ist natürlich unmöglich. Solche Geschäfte wünscht niemand zu machen. Wer eine Schreibmaschine oder ein Pfund Pflaumen ersteht und nachher feststellt, daß ihm die Ware nicht gefällt, der kann zur Not den Gegenwert wieder zurückgeben und gegen sein Geld eintauschen. Er könnte es wenigstens tun, wenn der Kaufmann darauf einginge, aber der Besucher eines Theaters kann den Gegenwert nicht zurückerstatten, weil er in dem mehr oder minder großen Genuß eines erlebten Theaterabends besteht. Wohin sollten wir kommen, wenn jeder seine Waren mit einem Scheck bezahlen und diesen später sperren lassen wollte, falls ihm die Sache leid wird? Man sieht aber, zu welch eigenartigen Auswüchsen diese Zeiten führen und daß fehlendes Bargeld die Menschen auf die verrücktesten Ideen bringt. Fünk Minuten elektrischer Jtuhl Der Neger Joe Thomas aus Cincinnati ist der einzige Mensch im Staate Ohio der schon einmal festgeschnallt auf dem elektrischen Stuhl saß und doch mit dem Leben davon kam. Thomas stand kürzlich wegen schwerer Körperverletzung vor Richter Ryan. Der fällte ein eigenartiges Urteil. Er schickte Thomas auf ein Jahr ins Gefängnis und bestimmte außerdem, der Messerheld solle fünf Minuten lang wie ein Mörder auf den elektrischen Stuhl gespannt werden. „Denn“, so sagte der Richter in der Begründung des Urteils,„Ihr Messer hat das Herz Ihres Gegners nur um einen Viertel Zoll verfehlt. Sie wären um ein Haar zum Mörder geworden. Nun sollen Sie am eigenen Leibe erfahren wie nahe Sie in dem Augenblick vor Ihrer Hinrichtung standen.“ Thomas nahm das Urteil schweigend an, und kürzlich wurde dessen erster Teil an ihm vollstreckt. Ueber seine Eindrücke äußerte er sich später nicht. Sie werden aber kaum so tief gewesen sein: denn er wußte ja, daß niemand den Schalthebel berühren würde. Möller und Sawall in der Entscheidung der Steherweltmeisterschaft. Kopenhagen, 25. August. Die Ereignisse der Weltmeisterschaftgggehr sgggg: meier=Vorläusen zur Stehermeisterschaft ihre, Forfüh5000 en vorgesehenen drei Vorläufe auf zwei zu reschaden mußten Georges Paillard und der Holländer 1. Vorlauf: Der erlte Deutiche Kiebielllager Eur. Die europäische Schwimmerelite in Paris Paris, 25. August. Unter den denkbar ungünstigsten äußeren Bedingungen wurden die Kämpfe um die Segaperzhteregagftizn Paris fortgesetzt. Kalte Regenschauer und eine der Basertenperatur verzaugstzeisges sen Weibeverd bei ktung entfalten zu können. Die Kämpe brachten den Beweis, boß..„ Deutschland im Kunstspringen in der alten Welt noch immer fuhrend ist, denn Riebschläger(Zeitz) verteidigtg, seigen Titel mit Erfolg und auhgau, boigte der gerztighen, ster, Neumann(Spandau 04), mit geringem Ab(Tschechoslowakei) und Guillini(Belgien) für die Entscheidung qualifizieren konnte. Dn Erger, Vonaux,waten, Die Ergebnisse der Vorläufe waren:„9 1. Vorlauf: 4. Getreuer(Tschechoslowakei) 9,25,8, 2. Deiters(Deutschland) 5,32,6, 3. Soensson (Schweden),.43, 4. Roig(Frankreich),.44,2,„„ chwpeden) 543, 4. Ross, Pranf,rankreich).10, 2. Vorlauf: 1. Jean Taris(Flaneg, I, Baldo(Italien) 5,21,6, 3. Guillini(Belgien) 5,24,2, 4. Nihalysy(Ungarn) 5,25,8, 5. Schrader(Deutsch3. Vorlauf: 1. Costoli(Italien) 5,15/4, 2. Dr. Barany(Ungarn) 5,25,4, 3. Tilikainen(Finnland) pvonne Gobard 100=Meter=Kraul=Meisterin. Vorher wurde der Endlauf der Damexnesstezschgft über 100 Meter Kraul entschiebden. zi, mit ihrer Zeit die Französin Yvonne Godard, vie mit I. Möller 1,36,54, 2. Lacquehay 50 Meter, 3. Manera 150 Meter, 4. Thollembeek 345 Meter zurück, Blekemolen aufgegeben. 2. Vorlauf: 1. Linart 1,35,00 2. Sawal1#0 Meter, 3. Gay 100 Meter, 4. Gilgen 160 Meter zurück, Paillard aufgegeben. Rudersportliches Ereignis Die 8. Herbst=Ruderregatta des Rudervereins Bochum. Am 5. und 6. September veranstaltet der Ruderverein Bochum gemeinsam mit dem Ruder klub Witten die 8. Herbst=Ruderregatta auf der ein rudersportliches iv eesteigertem, Vo,Siegesgalme dort hinschicken. Sie Wettämpse um b gertptre gatt und Westfalens für die Mannschaften der Kampfplatz geworden, wo der Maßstab für die Stärkeverhältnisse der einzelnen Vereine für das nächste Jahr festgestellt wird. Aber nicht nur in sportlicher Beziehung Herer Lelchslhelt, Konden in wesen Anigelse. scoie on de schidoen Tage der Regolten dergngener Zähe lich, Ereignisse waren. Das fchlte noch! Das Bankguthaben der DsB. gefährdet Von einem erheblichen Verlust wurde die Deutsche Sportbehörde für Leichtathletik bei dem Zusammenbruch des Münchener Bankhauses Rüderer& Lang betroffen. Wie der Geschäftsführer der DSB., Haßler, in der Gläubigerversammlung am Montag erfuhr, ist mit einer Aufrechnung des gesamten Bankguthabens von höchstens 56 Prozent zu rechnen. Haßler vertrat bei der Bank, in der der Vorsitzende der DSB. F. P. Lang, Teilhaber ist, insgesamt elf Konten im Betrage von 160 000 Reichsmark als deren haber neben der DSB. einige Landesverbände und Vereine und Haßler selbst in Betracht kommen. Das Guthaben der DSB. setzt sich aus den Beiträgen der Kopfsteuer, den eingegangenen Startgeldern und dem Betrag für den neugegründeten Olympiasond zusammen. Nach dem von dem Gläubigerausschuß festgestellten Status müssen die„Sportkunden“ der Bank mit einem Verlust von etwa der Hälfte ihres Vermögens, also insgesamt 80 000 Reichsmark, rechnen. In welcher Höhe die DSB. allein beteiligt ist, konnte noch nicht festgestellt werden. ., Hermant Sie aus den z1 klagen. nachdem Einigung zustar niedergelegt ist, enthielt als den diese doch ruhig Zormsache. Ha gung. Wenn k klärter Tarif Tarif kaum klag mit einer Frage Organisation, di H. Robertstre gesetzliche Miete heitsreparaturen das nicht gesche Erfüllung dieser H. L. In de für Licht auf da aber auch das he pro Monat nat Abmachung an. W. B. 1. schädigung heru stützung nicht an sorge betragt Woche. Hiervon Berücksichtigung, .88 RM. pro 1 Es ist eigentlich müßig zu betonen, daß dieser Schlag die deutsche Leichtathletik, die augenblicklich illenthalben für Los Angeles rüstet, doppelt schwer trifft, denn es ist sattsam bekannt, welches Kopfzerbrechen die Frage ausgelöst hat, wie wir unsere Expedition zur Olympiade finanzieren sollen. Mitten in die Schwierigkeiten, das Geld für die Ueberfahrt und den Aufenthalt zu beschaffen, platzt nun diese Hiobsbotschaft hinein; wie sie die DSB. überwinden wird, muß abgewartet werden. Das Stadion zu Tourelles ist dicht beletzt Vom Turf Baden-Baden, 25. Auguft 1. Rennen: 1. Nexo(Rastenherogr), 2. Theseus, 2. Renden 1. Oriog Geiz, Shndt), 2. Gbel. 9 Volumnius 3. Vichy. Toto: S. 24, Pl. 37, stand hinter dem Franzosen Lepage einen guten dritten Platz. Die Punktdifferenz zwischen den ersten drei Preisträgern ist recht minimal und läßt erkennen, daß ihre Leistungen sich so ziemlich auf dem gleichen Niveau hielten. Als Vierter zleziggte sich mit Pgassagezein weiterer Vertreter Frantreichs, dem die beiven Lesterreicher Staudinger und Steiner mit kleinem Abstand auf den nächsten Plätzen folgten. Die Europameister im Kunstspringen 1931: Ewald Riebschläger(Zeitz) 136,22 Punkte, 2. Lepage (Frankreich) 135.22 Punkte, 3. Neumajgr, Fg dau 04) 134.38 Punkte, 4. Poussard, 19764 128,80 Punkte, 5. Staudinger(Oesterreich) 121,64 Punkte, 6. Steiner(Oesterreich) 126,98 Punkte. von 1,10 einen neuen Landesrekord aufstellte und für Frankreich die erste Europameisterschaft überhaupt erwarb. perscildh, 9. dand Beson., Lalo, H. v, Peshohtng, Deiters in der 400=.Kraul=Entscheidung d. Rernen; 1. Teutione(V. Prinen), z. Jug=, Die Känpse am Na g,Pizzeg gwpor Zie. Gnschel. dung im Kunstspringen gestartet.„Das Wasser war noch empfindlich kalt und auch der Regen erwies sich als von Dauer. Trotzdem war ein recht ansehnliches Beerschaft über 400 Kölner Deiters neben, den„Italienern Costoli und Baldo, dem Franzosen Taris, Getreuer Ordinaria. Toto: S. 138, Pl. 35, 16, 41. Lilieux, 25. Auguft 1. Ven zgatilse: Totg! Ssr. 4527811.22,.Libette 1II, 2. Ninou, 3. be=Rennen: 1. Backhd ger, 66gt, 2. Ge Wöss, 5. Rennen: 1. Rehenz(Juc), 2. Zombi, 3. Paroisienne. Toto: S. 17, Pr. 11, 15. Die füchtigen Ungarn Die Spiele im Wafferball Das Wasserballturnier um die Europameisterschaft im Schwimmstadion Tourelles zu Paris wurde Dienstag mit drei Kämpfen fortgesetzt, jedoch trat die deutsche Mannschaft in keinem der Spiele in Aktion. Das markanteste Ergebnis des Tages war wiederum der haushohe Sieg der Ungarn die sich bislang noch niemals unter einem Dutzend Treffer beschieden und diesmal Schweden mit 12:1 schlugen. Es war eine Ueberraschung, daß die Skandinavier schon gleich zu Beginn ihren einzigen Treffer durch Sandström buchten. Dann waren aber die Magyaren nicht mehr zu halten und durch Tore vor Keserü I und Keserü II(je zwei) sowie Vertess führten sie schon bei der Pause mit:1. Nach dem Wechsel schossen die torhungrigen Ungarn noch sieben Die Tschechoslowakei schlug etwas unerwartet Belgien mit:3(:). Frankreich besiegte nach wenig aufregendem Kampfe Oesterreich mit:2. Beide Maunschasten leserten boh, Her sehurtr, k 6e B/B. Bielefeld— Tus. Bochum 33. Daß da TuS. gegen den Westfalenmeister abermals ein Unentschieden herausholen würde, hatte wohl keiner nach den merkt, daß der Tus. für Muth Ersatz,Zgrro),rig 04, Altenessen) nicht wiederzuerkennen. Hätte das Spiel unter Leitung eines wirklich Unparteiischen gestanden, dann wäre VfB. Bielefeld an einer Niederlage kaum vorbeigekommen.„.9 Sem big BV.„Westfalia“— LFC. Laer:2. Den spielfreien Sonntag hatte„Westfalia“ benutzt, seinen alten Rivalen aus den Meisterschaftsspielen einzuladen. Nachdem beide Meisterschaftsspiele für„Westfalia“ ausgefallen waren, drehte der Gast hier einmal den Spieß um. Schon nach Anstoß entwickelte sich ein flottes worin sich beide Mannschaften ebenburtig zeigten. etwa 20 Minuten kommt Laer zum ersten und kurz der Pause zum zweiten Erfolg, während die„Westfale in der ersten Hälfte leer ausgehen. Nach Halbzeit drück Halblinken sind seine Bemühungen durch ein Tor des mit Erfolg belohnt, doch reicht es nicht mehr bis zum Ausgleich. Freier Deutscher Turnerbund Sport der Heimat Termine der Ruhrbezirkslige August sind falgende Spiele für K Für Sonntag, 30. August, sino folgende die Bezirksliga angesetzt worden: Gruppe Bochum=Dortmund: Mengede—„Germania", Bochum:„SportDortmund— Tus. Bochum; MBV. LinK freunde Vorrmuno— Tu den—„Preußen 07“ Gruppe Essen: t—„Rot=Weiß"; Altenessen—„Schwarz= Weiß"; Essen 81— Essen 99; Werden 08—„Sportreunde? Gruppe Gelsenkiechen: Gelsenkirchen 07—„Westfalia“ Herpez,,Germania“ Herne— Castrop 02;„Union"— Schalie 96; Rotthausen— Höntrop. Die Gegner der 3. Pokalrunde Rbes e. ceie ereice ceh Weitmar 99— Hochum= Whese, Riemke— Polizei.SV.(Platz„Phoenix“), Freilos: Reichsbahn=TuS. Am übernächsten Sonntag werden dann die beiden Vereine ermittelt, die mit in der Runde der erstklassigen Vereine teilnehmen. Siegestreude Bei dem leichtathletischen Frauenwettkampf Deutschland—England, der am vergangenen Sonntag in Hannover zum Austrag kam, konnte Fräulein Grieme mit 5,91 Metern einen neuen deutschen Rekord aufstellen. Unser Bild zeigt die Rekordlerin Armen ihrer Kolleginnen Frau Radtke(links) und Fräulein Ellen Braumüller. Gerther Kampfbahn-Wanderpreis Harpen—„Sportfreunde 07“(D3K.):3! Dieser Spielausgang bedeutet eine große Abrechnung, hatte man doch allgemein die Harpener als Sieger erwartet. Diese begingen den großen Fehler, den Gegnei zu leicht zu nehmen. Erst als man mit drei Toren im Hintertreffen lag. setzte man zum verspäteten Endspurt an. Die Mannschaft der„Sportfreunde“ war von seltenem Siegeswillen beseelt und zeigte einen riesigen Eifer, der für den Sieg schließlich ausschlaggebend war. „Spiel und Sport“. Gerthe— Spp. Sodingen:2. Beide Mannschaften traten ersatzgeschwächt an und lieferten sich einen ebenbürtigen Kampf, den die Gäste nicht unverdient für sich entschieden. Bei dem Gastgeber versagte die rechte Ersatzsturmseite. Die Sodinger hatten ihre Stärke in dem schnellen wendigen Sturm. Bei leichter Ueberlegenheit der Sodinger führen diese bis zur Seitenwahl mit:0. In der zweiten Halbzeit taut der Gastgeber etwas auf, vermag aber bis zum Schlußpfiff nur ein Tor aufzuholen. BV. Marl— VfB. Holthausen:2. Holthausen konnte sich für die im Hinspiel erlittene Niederlage nicht revanchieren und mußte sich mit obigem Resultat geschlagen bekennen. Schuld daran mag der schwere Sandboden haben, mit dem sich Holthausen nicht abfinden konnte. Außerdem war der Sturm nicht auf ge wohnter Höhe. In der ersten Hälfte legen die Gäste ein Tor vor, doch sichert sich Marl bis zum Abpfiff die Führung. In der 10. Minute nach der Pause fällt durch Halblinks der Ausgleichstreffer. Eine schlechte Abwehr verhielft dem Gastgeber zum 3. und kurz vor Spielende zum 4. Erfolg. Herten=Disteln—. BV. Gerthe=Hiltrop:1. Mit demselben Resultat als im Hinspiel mußten sich auch diesmal die Hiltroper dem Gegner beugen. Zudem hatten sie das Pech, einen Schiedsrichter anzutreffen, der mit den Regeln nicht ganz vertraut war und die unmöglichsten Entscheidungen traf. Spielerisch waren sich die Mannschaften gleichwertig, jedoch war der Sturm des Platzvereins entschlossener als beim Gegner. Reichsbahn=TuS.— Wilhelmshöh:1. Dieses spiel konnte der Reichsbahn=Tus. verdient gewinnen. fiel der Vusaleich und in Abständen drei weitere Erder ausmeich, und in Abständen drei weitere Erfolge. Die Mannschaft des Reichsbahn uc, führte ein technisch gutes Spiel vor. Sie war dem Sp. u. Sp. Wilhelmshöh klar überlegen. „Fortuna“. Bochum— TuS. Kornharpen:1.„Fortung“ hat Anstoß, der Ball wandert vorerst hin und her, nach ungefähr 25 Minuten konnte Kornharpen durch seinen Linksaußen in Führung gehen. Zehn nuten später stellte der Halbrechte durch Alleingang den Ausgleich wieder her. Kurz vor Halbzeit bekamen die „Fortunen“ einen Elfmeter zugesprochen, den sie aber verschosen, Jeg lb=ga,ezz In der zweiten Sgl'gg gen die„Fortunen, paurino überlegen, aber erst 20 nuten vor Schluß konnten sie eine Ecke zum Siegtor vernanden. Kriminal und Polizei gegen zerkesportler. Im Rahmen der Werbewoche der Deutschen Jugendkraft Herne trafen sich am Sonnabend die Seniormannschafder Kriminal= und Verwaltungspolizei Bochum und der Firma Schüchtermann, Cremer& Baum in Herne zu einem Fußballspiel. Der Sieg der PolizeiDie Turnvereinigung Eppendorf 1885 sich am Sonntag an dem Sonderfest des Turnvere## Altendorf. Die Ringer und Turner holten sich### ter starker Konkurrenz folgende Preise: Walter Hein# 1. Preis im Ringen 3. Klasse, Heinrich Mix 2. im Ringen 2. Klasse, Fritz Kamphausen 1. 3/½ im Ringen 1. Klasse. Der Turner Karl Jahn auf den 3. Platz am Barren(Kraft). Degg. der Eppendorfer gefiel durch seine gefalt# rungen außerordentlich gut und errang mir n bietungen die Merterschaft. 1809 Si. P Turnerbund„Gut Heil“ Bochum 1892. Die Tu des Turnerbundes„Gut Heil“. Bochum konnten# dem Wettstreit in Altendorf folgende Siege grrg 1. Sieger am Barren(1. Klasse) K. Rook am Reck(1. Klasse) K. Rooke. 2. am Pagig# Klasse) Fr. Leschner. 3. am Barren(2. Klg, Jeyers. 1. Sieger am Barren(3. Klasse) 9 am Barren(3. Klasse) Theo Hartw,,# Musterriegen=Turnen 1. Sieger. Im Pegenger u# gung die Mannschat den 1. Sget.— She neugegründete Zweigabteilung des L. Tage „Gut Heil“. Bochum weilte an demselben dem Turner=Wettstreit in Herne=Horsthau und errang folgende Siege: Sieger am..„ Sieger am Pferd Fritz Lodwig, Sieger bolinspringen sowie im Ringen Anton u Die Festzugs=Mannschaft konnte den 3. Preis erlist desgleichen die Reigen=Mannschaft, den 3. gon## Pyramidenaufbau(Klasse B) errang der Verein„ falls den Sieg. Mogendorf wiederum Sieger Der vom Bochumer Kegler=Verband Aorzg führung gebrachte 100=Kugelkampf um die Ver####, plakette brachte auch in diesem Jahre eine gueg ligung. Die erzielten Leistungen blieben aber gemeinen hinter den sonst gezeigten Feeig, gampin was wohl in der Hauptsache auf zurückzuführen ist. Die stärksten bargen naturgemäß die Starts der Spitzen denen vor allem Einzelmeister Mogendof,## einen guten Eindruck hinterließ, während zu# Busch. Bremer mehr oder wenige.„zgichuueg Besonders zu erwähnen ist noch das gute..## des jungen und talentierten Keglers Ro, Taggs mit 692 Holz die zweitbeste Leistung des zielte. Insgesamt konnten nur 12 Startgr, g,# Bedingung(650 Holz) erfüllen. Nach#mes## Ergebnisse: Mogendorf 705, 22, 6elz Niggemeyer 689, Lücking 687, Klöpper 67 iggemeyer 689, Lücking Schwimmen der Arbeiterlpo: In Gladbeck kamen am vergangenuen Husne Schwimmwettkämpfe der Arbeitersportler ge, Bog Im 100-Meter=Rückenschwimmen konnteggren Bensch in 1,24,2 Minuten siegen, augzrchen in der 4X50=Meter=Lagenstaffel mit Gelse ter wurde. Gott in sein tag na meinen treusor, Onkel E. im Alt Jenseit seinen Um blieben Bocl Die mittags statt. Trau Aller zuging. Heut langem, Vater, P vater. d V F( Bad Beerd Gott seinem fallen. 7 Uhr. herzens Schwief Schwag nach 1 duld von f. durch mente nehmer Bgei 24. Auf Die woch, d vom St Seelena 8 Uhr, lugust 1931 h! gefährdet st wurde die hletik bei dem inkhauses Rürversammlung Aufrechnung höchstens 56 ertrat bei der DSB. F. P. elf Konten im als deren andesverbände Betracht komtzt sich aus den eingegangenen den neugegrünten. Nach dem stellten Status sank mit einem fte ihres Vereichsmark, rechallein beteiligt erden. nen, daß dieser die saugenblicklich t, doppelt schwer welches Kopfzerwir unsere Expeen. Mitten in die eberfahrt und den iese Hiobsbotschaft wird, muß ab Stärkeverhältnis. nen äußerst fairen r Sturm, bei den der beste Mannm:3. Daß der ermals ein Unentohl keiner nach den Es sei gleich bersatz(Zappa) einnd bewährte. Auch Vorspiele(Schalke n. Hätte das Spiel eteiischen gestanden, r Niederlage kaum :2. Den spielsenutzt, seinen alten n einzuladen. Nach„Westfalia“ ausgeeinmal den Spieß ich ein flottes bürtig zeigten. Nach# ersten und kurz vor## send die„Westfalen“ Nach Halbzeit druckt das Ergebnis gunNinuten vor Schlus Tor des Halblinke## nicht mehr bis zun 2— Tin Nietoieten Kusranft: Mündliche Auskunft nur Nachmittags (außer Samstags) von 4 bis 5 Uhr in unserer Redaktion. ., Hermannshöhe. Nach unserer Ansicht können Sie aus den zurückliegenden Forderungen nicht mehr slagen. nachdem zwischen Ihnen und der Firma eine Einigung zustande gekommen ist, die sogar schriftlich niedergelegt ist, wenn die Quittung also nichts anderes enthielt als den Inhalt der Abmachung, konnten Sie diese doch ruhig unterschreiben. Sie war doch nur noch zormsache. Hauptsache war die schriftliche Verständigung. Wenn kein allgemein verbindlich erzlärter Tarifvertrag vorliegt, können Sie aus dem Tarif kaum klagen. Sie wenden sich daher am besten mit einer Frage an die für Sie in Betracht kommende Organisation, die Ihre Belange auch schützen wird. H. Robertstraße. Nach den Bestimmungen über die gesetzliche Miete hat der Mieter die Pflicht, für Schönheitsreparaturen vier Prozent aufzuwenden. Wenn das nicht geschehen sein sollte, kann der Hauswirt die Erfüllung dieser Verpflichtung betreiben. H. L. In den meisten Fällen wird die Aufwendung für Licht auf das ganze Jahr umgerechnet. Man kann aber auch das halbe Jahr nehmen, dann ist die Summe pro Monat natürlich hoher. Hier kommt es auf die Abmachung ar.„ W. B. 1. Renten, die auf einer Kriegsdienstbeschädigung beruhen, dürfen auf die Arbeitslosenunterstützung nicht angerechnet werden. 2. In der Krisenfürsorge betragt Ihre Unterstützung 24.40 RM. pro Poche. Hiervon wird die Kriegsbeschädigtenrente unter Berücksichtigung eines anrechnungsfreien Betrages von 188 RM. pro Woche in Abzug gebracht. 8. Die Krisenunterstützung wird für über 40 Jahre alte Personen auf die Dauer von z. Zt. 45 Wochen gewährt. Dann erfolgt Ueberweisung an das Wohlfahrtsamt. Hier wird an Unterstützung gezahlt: Für das Ehepaar 70 RM., an Mietszuschuß 9 RM., pro Kind 14 RM. im Monat. Die Kriegsbeschädigtenrente wird voll angerechnet. P. Sch. Nach dem 1. April ist eine Berufung auf die gesetzliche Miete nicht mehr ohne weiteres möglich. 2. Es ist fraglich, ob der Mieter mit einem solchen Einwande noch jetzt durchkommt. Es wird Verstandigung empfohlen. 3. Wenn Wohnung und Laden ein Vertrag sind, so kann für das ganze Objekt der Begriff der gesetzlichen Miete gesetzt sein. 4. Ein Vertrag muß stets gleiche Rechte fur die beiden Teile festsetzen, sonst ist er anfechtbar. 5. Eine Neufestsetzung erfolgt durch das Mietseinigungsamt auf Antrag, wenn die Begründung für eine Erhöhung durchschlagt. 6. Die Bestimmungen sind seit dem 1. April verschärft worden. Sie erfahren Naheres in unserer Sprechstunde. W. N. 1. Die Flurbeleuchtung liegt nach dem Gesetze dem Hausbesitzer ob. Durch Mietsvertrag kann diese Pflicht an die Mieter abgetragen werden. Wenn das nach Ihrem Mietsvertrage der Fall ist, würde eine Einigung mit dem Hauswirt im Sinne der Abgeltung der Ihnen sonst obliegenden Pflicht zu empfehlen sein. 2. Fur Gartenland kann eine Pacht genommen werden in Höhe von 50 Pfennig je 2. Rute. Es muß dann aber der Mietspreis um 25 Pfennig je Rute gesenkt werden. 3. Ueber zu viel gezahltes Geld kann jederzeit eine Verständigung erfolgen. Um Ratschläge zu geben, müßte man den Fall genauer kennen. Kommen Sie in unsere Sprechstunde(taglich von—5 Uhr nachmittags). Fr. Pr. Nach Einsichtnahme der Gutachten können wir Ihnen keine Hoffnung geben, daß Sie mit einer Berufung oder Revision etwas in Ihrer Rentensache bei der Berufsgenossenschaft erreichen werden. Vielleicht stellen Sie aber durch Ihren Aeltesten bei der Ruhrknappschaft einen Antrag auf Invalidenpension und Reichsrente. Dieser Antrag dürfte nach unserer Ansicht wohl Erfolg haben. K. L. Es kommt§ 616, Absatz 2, der Reichsversiche rungsordnung in Frage, der lautet: Beträgt im übrigen die Rente eines Verletzten nicht mehr als ¼ der Vollrente, so kann ihn die Gesellschaft mit seiner Zustimmung durch Gewahrung eines dem Werte seiner Jahresrente entsprechenden Kapitals abfinden. Außerdem kommt es noch darauf an, wie alt Sie sind und wie lange der betr. Unfall zurückliegt. Fr. L. Der Briefkastenonkel kann Ihnen doch schlecht einen Rat geben, ob Sie ausziehen sollen oder nicht. Er kann Sie nur auf die alte Erfahrung verweisen, daß man bei einer friedlichen Verständigung in der Regel besser fährt als bei jedem Prozeß. Ob Sie zum Ausziehen gezwungen werden können, laßt sich nicht sagen, dazu sind Ihre Mitteilungen zu dürftig. Wenn Sie aber gezwungen werden, können Sie bei Gericht angesichts der drohenden Verschlechterung nach unserer Ansicht ebenfalls Umzugskosten usw. fordern. Freilich hätte darüber aber erst der Richter zu entscheiden. L. K. Jede Sünde kann verziehen werden. Ein junges Ding fehlt doch meist nur in Torheit und nicht in Schlechtigkeit. Was früher einmal war, muß vergessen sein, sonst könnte ja gar kein Mensch mehr glücklich werden. Wir sind allzumal Sünder und mangeln des Ruhms..19766, J. F. 1. Anspruch auf Arbeitslosenunterstützung haben Sie gemäß§ 87 und 88 AVAVG. nur, wenn Sie arbeitsfähig find. 2. Nach Wiederherstellung Ihrer Arbeitsfähigkeit können Sie Ihren Anspruch auf Arbeitslosenunterstutzung geltend machen. 3. Bei 4½. jähriger Fabriktatigkeit kommt nicht die Sonderfürsorge, sondern die Arbeitslosenunterstützung in Frage. A. H. Für Untermietverträge gilt nur die gegenseitige Abmachung. Eine Forderung auf Rückzahlung würde u. E. leider wohl auf dem Klagewege nicht durchzusetzen sein. Stundung der Hauszinssteuer kann nur der Hauptmieter beantragen. Wenden Sie sich aber einmal mit einem solchen Antrage an das Wohlfahrtsamt. Die Frage, ob Mietwucher vorliegt, läßt sich ohne Kenntnis der naberen Verhaltnisse nicht ohne weiteres sagen. Bringen Sie den Fall zunächst vor das Wohlfahrtsamt, wo man Sie weiterberaten wird. Geschäftliches Billige Sonderfahrt nach Den Haag—Scheveningen! Am Sonntag, dem 6. September 1931, verkehrt der letzte der diesjahrigen billigen Hollandzüge. Der Zug verläßt Bochum=Hbf. um.32 Uhr und trifft 11.58 Uhr in Den Haag ein. Hier ist ein Aufenthalt von 9 Stunden vorgesehen. Der um 50 Prozent ermäßigte Fahrpreis betragt ab Bochum=Hbf. II. Klasse RM. 17,60 und III. Klasse RM. 12,50. In Den Haag ist gleich nach Ankunft des Zuges eine Stadtrundfahrt vorgesehen und ckuch Gelegenheit zu einem Bad im Meer gegeben. Anmeldungen für diese Fahrt nehmen alle Reisebüros und Verkehrsvereine des Bezirks entgegen.(a7110 Bescheiden war dein Leben, Du dachtest nie an dich. Nur für die Deinen streben War deine höchste Pflicht. Gott dem Allmächtigen über Leben und Tod hat es in seinem unerforschlichen Ratschlusse gefallen, Montag nachmittag 4½ Uhr. plötzlich und unerwartet, meinen lieben, guten, unvergeßlichen Mann, unseren treusorgenden, herzensguten Vater. Bruder, Schwager, Onkel und Vetter, den wohlachtbaren Reichsbahn-Stellwerksmeister Pielmier Werner sich in ein besseres festen Glauben an im Alter von 50½ Jahren, zu Jenseits abzurufen. Er starb im seinen Erlöser. Um stille bliebenen: Teilnahme bitten die trauernden HinterFrau Heinrich Werner Elisabeth geb. Achermann Erna und Heini Bochum. Gerterode, den 24. August 1931 Die Beerdigung findet Donnerstag, den 27. August, nach mittags 4¼ Uhr, vom Trauerhause, Schmechtingstraße 3, aus statt. Trauerfeier ¼ Stunde vorher. Allen, denen aus Versehen keine besondere Nachricht zuging, diene diese als solche Wir erfüllen hiermit die traurige Pflicht, von dem am 24. August 1931 plötzlich unerwarteten Tod unseres passiven Mitgliedes Heinrich Werner Kenntnis zu geben. Trauernd stehen wir an der Bahre dieses edlen Menschen, dessen ganzes Streben und Wirken unserem Chore galt. Wir verlieren in ihm’einen lieben Freund, einen stets hilfsbereiten Berater und Förderer unserer Sache. Sein Name wird bei uns unvergeßlich bleiben(37124 Der Posaunenchor der ev.-luth. Kreuzgemeinde Bochum-Hamme Warne jeden, meiner Frau etwas zu borgen, da ich für nichts aufkomme.(36943 Herm. Serreck, Gußstahlstraße 46b. Heute morgen verschied sanft nach langem, schwerem Leiden unser lieber Vater, Bruder, Schwager und Schwiegervater, der Verwaltungsinspektor i R. au. Khieinsel im eben vollendeten 56. Lebensjahre. In tiefer Trauer: Fritz Rhenisch und Angehörige Bad Meinberg(Lippe), 23. Aug. 1931 Beerdigung Donnerstag um 3 Uhr(a7113 Statt besonderer Anzeige Gott dem Allmächtigen hat es in seinem unerforschlichen Ratschlusse gefallen, Samstag, den 22. August, abends 7 Uhr. meinen lieben Mann, unseren herzensguten, treusorgenden Vater, Schwiegervater, Großvater, Bruder, Schwager und Onkel, den wohlachtbaren Herrn Schneidermeister Ssc, Racfee nach langer, schwerer, mit großer Geduld ertragener Krankheit, im Alter von fast 67 Jahren, wohlvorbereitet durch den Empfang der hl. Sterbesakramente zu sich in die Ewigkeit zu nehmen. Um stille Teilnahme bitten: Die trauernden Hinterbliebenen Bochum, Gladbeck, Unkel a. Rh. den 24. August 1931 Die Beerdigung findet statt am Mittvoch, dem 26. August. nachmittags 3 Uhr. vom Sterbehause, Jägerstraße 5, aus. Das Seelenamt ist am gleichen Tage, morgens Uhr, in der St. Meinolphuskirche(37137 Familien= Nachrichten Verlobte: Lydia Bergmann mit Wilhelm Boge, Gelsenkirchen. Milli Neide mit Wilhelm Münkemüller, Feckum und Bremen. Vermählte: Gottfried Unverzagt mit Maria von Cleff, Bottrop und Gangelt. Dr. Bernbard Lucas mit Magdalena Gastreich, Castrop-Raurel. Gestorben: Anton #Halsmann, WanneEickel. Emil Kruppa, 36., Hattingen. Frau Bertha Müller, 57., Oberbausen." Otto Freitag, 57 Eving. Frau Carl Secle, 31., Hagen. Wilhelm Schneider, 75., Essen.„Heinrich John, 58., Hüls. Wilhelm Lehmkubl, 43., Haltern. Bielefeld. Witwe, 65., m. Eigent. u. g. Rente, wünscht ein. Herrn gleich. Alters kenn. zu lern. u. bei sich aufzunehmen, welcher auch Rente bezieht und die Leitung des Hauses üvernimmt. Angeb. unter L. B. 2 an d. Geschäftsst. d. Zig. Am 24. August 1931 verschied plötzlich und unerwartet aus unseren Reihen der Der Entschlafene gehörte seit Gründung unserer Gemeinde dem Vorstande an und war stets ein treuer, gerechtdenkender Berater, dem auch keine Arbeit zuviel war. Sein Andenken werden wir in Ehren halten. Der Vorstand der ev.-luth. Kreuzgemeinde Bochum-Hamme Leige! STEIGEN SIE EINE TREPPE, Sie sparen Geld Keine hohe Laden. miete aber niedrige Preise Offszanka betzt. Kortumstr. 71 1 Treppe Beachten Sie stets die Pelz-Passage S PARKHOTEL *PRIAOS REUNTEN Sroibes Dier-Reslaurant Konzert Mäßige Preise, Säle für Versammlungen und Festlichkeiten Fernruf 67051 Knabeninstitut Spielwigge bei Lüdenscheid. Gegründet 1842. Walderziehungsheim. Lehrpl. Sexta=Untersek. Schnelle u. sich. Vorbereitung, gewissenhafte Beaussichtigung, beste körperliche Pflege. Prospekt frei. Welcher edeldenkende Bochumer Bürger hilft an der Ausrüstung der 4 Bochumer Jungen auf der Weltreise mit. Es fehlt an Auflegematratzen, Bett= und Leibwäsche usw. Für alle Gaben danken wir im voraus herzlichst. Gefl. Ang. unt. 5 W. 31814 an d. Geschäftsstelle d. billiger 3ögte: 0 rein deutsches 2 * Naturhaar von 9— 0 mk..50 an. 2) Letzter diesjähriger Allergrößte„Sonderzug billigste 8 nach Den Haag Scheveningen Sonntag, den 6. September 1931. 50 Prozent Ermäßigung. Fahrvreis für Hin= und Rückfahrt? Kl. RM 17.60, 3 Kl. RM. 12.50. Abfahrt ab BochumHbf..32 Uhr(ohne Paß). Anmeld, ersorderlich beim Verkehrsverein.(a7110 Preise End hesel B OCHUM 53 9Kortum.52 Straße UU neben Capitol Stautisches Orchester Bochum Heute, Mittwoch, 26. August 1931 nachmittags von—6 Uhr Konzert im Stadtpark Leitung: Honzertmeister Curt Hofmann Wittelsbacher Hof Bes: Fritz Lewald2 But 68994 neute Ehrenabend der beliebten Kapelle unter Mitwirkung der Bochumer Vortragsvereinigung. Am lase abwechselnd: Fred Blom, Konrad Rohden, Leo Sander u. a. m. Stimmung! Humor! Zurück Dr. Boeddicker Facharzt für Haut- und Harnleiden Bochum, Kortumstraße 62 Zurück! A. 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Jonas führte ein sehr flottes Leben und hatte betrachtliche Schulden gemacht. nistische Gemeindearbeiter in den Streik. Die Arbeitswilligen wurden unter Bedrobung,rhefte,„ic von der Arbeit zurückgehalten., Do, is,. 11r Ha. ggefährt unter ausreichendem polizeuichen„Schuz aure.. werden können, wurden von der Fuhrparkverwaltung sämtliche Arbeiten vorläufig eingesteut. Mullabfuhr und Straßenreinigung finden heute nicht statt. Si weit bis jetzt feststeht, sind von den wilden Streiks nur die Städte Tuisburg und Essen betroffen worven. Todesopfer des Duisburger Eisenbahnunglücks □ Duisburg=Hamborn, 25. Aug. Der bei gestern gemeldeten Eisenbahnunglück im Hauptbahnhof schwer verletzte Postschaffner Kan aus Köln=Merheim ist heute morgen gegen 3 Uhr im Krankenhause seinen Verletzungen erlegen. Zu dem Eisenbahnunglück teilt die Reichsbahndirektion Esse mit, daß die Schuldfrage noch nicht geklärt ist. Sämtliche Reisenden haben ihre Fahrt fortgesetzt. Die ärztliche Untersuchung der 14 Reisenden, die sich als leicht: verletzt gemeldet hatten, ergab, daß es sich im ursentlichen um Schreckeinwirkungen handelt. Aushebung einer nationalsozialistischen Unterkunft Wuppertal, 25. August. Die Pressestelle des präsidiums teilt mit:„In den letzten Tagen liefen hier mehrere Klagen und Beschwerden darüber ein, daß sich in einem Hausgrundstück in der Kniestraße in Unterbarmen eine starke Gruppe von Nationalsozialisten aufhalte, alle Vorübergehenden terrorisiere und auf der Straße vielfach auch in verbotenen Uniformen sich zeige. Am Abend des 22. August wurden Teiluskug, des kommunistischen Kulturtages von den Nationalsozlansten Sieg Blücher Körner fällt Sieg der Der Eroberung vo Der Politiker Kniebus erme Der Dichter (geb. 1867). Jonas und seiner Genossen kommen. Festgenommenen fanden die Kriminalbeamten## Motorrad, das aus einem Diebstahl in Lei###### rührte. Die Ermittlungsarbeit der Kriminalpolizei wurde mit allem Nachdruck durchgeführt und hat bisher ergeben, daß die Festgenommenen für die nachstegen### aufgeführten Straftaten in Frage kommen. Der Festgenommene H. kommt als Tater bzw. Mittäter für den Tiebstahl eines Autos in der 1. Kampstraße, für den Diebstahl eines weiteren Autos in der Kuhstraße und fur einen Motorraddiebstahl in Leipzig sowie einen Autodiebstahl in Dortmund in Frage. Der Fengenommene Pl. war bei den meisten der angegebenen Diebstähle beteiligt. Ferner hat Pl. einen Einbruch in eine Tankstelle zwischen Werdohl und Plettenberg und in ein Tabakgeschäft in Altena ausgeführt. Auch den Brüdern Werner und Paul St. konnten bisher neun Straftaten nachgewiesen werden. Die Diebe haben lediglich Opelwagen gestohlen, weil einer von ihnen im Besitze eines Steckschlüssels für Anlasser war. Es ist mit Bestimmtheit anzunehmen, daß die Festgenompienen noch weitere Autodiebstähle und haben. Die Ermittlungen nach dieser Richtung werden fortgesetzt. Holzarbeiterjugendtreffen in Westfalen * Arnsberg, 25. August. Der Zentralverband christlicher Holzarbeiter, Gau Bochum, hatte am letzten Sonntag seine Jugendaruppen aus ganz Westfalen zu seinem 4. Gaujugendtreffen zum Möhnesee im schönen Sauerland geladen. Die Gruppen waren in großer Zahl erschienen. Die Tagung war durch herrliches Wetter begünstigt. In Soest traf sich bereits eine Anzahl Jungmannen beider Konfessionen, um vorher dem Gottes: Die evangelische Elternschaft Wanne=Eickels konnte auch in diesem Jahre ermöglichen, daß etwa 200 evangelische Schulkinder ihre Ferien in schönen Gegenden verleben konnten. Die Hälfte der Kinder weilte in der Vestischen Jugendherberge in Oer bei Recklinghausen=Sinsen, von der unser Bild Kunde gibt, während der andere Teil in den Lüdenscheider Wäldern und Bergen Aufenthalt genommen hat. Die Jugend fühlt sich hier wie zu Hause, streift den Tag über in Wälder und Felder einher und unternimmt, soweit es die launische Witterung dieses absonderlichen Hochsommers eben zuläßt, schöne Wanderungen in die benachbarten Gebiete. Aus der katholisch kommenden So Gemeinde in Bochum fahrt nach Stiepel. Conntagvormittag ist nesse, 8 Uhr Hochar Fereine mit ihren Wallfahrtsprozes Eniepeler Kirche. 11 ten ein Hochamt m Pallfahrt geht es ur Heimatgemeinde sodet um 6 Uhr der sadtteil Weitma Gegen den Teleg Etraße, die in ihren kbrt, fuhr Montag #erionen besetztes einen Telegraphenn Der Wagen wurde nußte von der Lan verden. Wie nacht ümerin des Wage Gruppen zum„Westfälischen Hof“, Körbeke am see. Hier fand ein kurzer Festakt statt, umrahmt von gemeinschaftlichen Liedern, Begrüßungs= und Festansprachen und Musikstücken der Kapelle der Jugendgruppe Dortmund. Gauleiter Kutscheidt(Bochum) begrüßte die Erschienenen und den auch anwesenden Reichsjugendleiter Schick(Köln), der am 1. August sein 25jähriges Dienstjubiläum beim Verband feiern konnte. Reichsjugendleiter Schick dankte für die Glückwünsche und wies hin auf die großen und schweren Aufgaben, die gerade in der jetzigen Zeit zu erfüllen sind. Der Jugendleiter von Bochum, Göckeln, gab im der gesamten Jugend das Versprechen ab zur treuen Mitarbeit im Verbande. Dann legte die Jugend stehend ein Treuegelöbnis für den Verband ab. Neu gestärkt marschierten dann die Gruppen um 15 Uhr mit Sang und Klang geschlossen unter Vorantritt der Dortmunder Jugendkapelle zu den Schiffsbooten, um zu dem großen Kraftwerk zu fahren. Unter fachmännischer Leitung wurde die Jugend in mehreren Gruppen durch das ganze Werk mit seinen maschinellen Anlagen geführt. Nach einem kurzen Rundgang zogen die Gruppen dann über die Sperrmauer wieder zu ihren Booten, die sie## Körbeke zurückbrachten, um von da aus wieder in die Heimat zurückzukehren. Wilde Teilstreiks von Gemeindearbeitern * Essen, 25. Aug. Am 22. August kam bekanntlich in dem Lohnstreit der Gemeindearbeiter eine Vereinbarung zustande. Gegen die dabei gusges Lohnkürzung wurde von radikaler Seue durch An schläge protestiert, und gleichzeitig forderte man die Arbeiter zum Streik auf. Dieser Streuparole wurde in Essen nur im Gas= und Wasserwerk Folge geleistet, wo von 500 Arbeitern 300 die Arbeit niederlegten. Die Streikenden, unter denen sich fünf Betriebsratsmitglieder befinden, sind von der Stadtverwaltung fristlos entlassen worden.— Im burger Fuhrpark traten heute morgen 40 kommuKaffeeverteilung in der Jugendherberge Vom Dache gestü ter Kohlenstraße ha I Hausdach bestieg vieder in Ordnung ####d fiel auf ein et Ler Unfolgsame er nstauchungen un geegeben werden. Der Weitmarer am 30. und 31. Aus freien Platz an der Berswordt=Wall reck zur Verfügung ##roch, nachmittags 2 ### die Platzvertei gm unverzüglich b Radtteil Stiepel Jubilarfeier in #einigkeit, der De Bestehen zurück #emmerfest am 6. ###ung der Jubila men des„B..“ Schwerer Verkeh Vereignete sich ein so ## seines Motorr ###re von hier mi ##ndert und bliel ##neren Schädelver ##eführt werden. Wsladttell Linden * Durch Br. Anilien obda 11 Uhr, brach ein Brand aus. feuer reiche Na Aganze Dachstuhl Lohnungen des Thädigt, daß die ###amilien andet nußten. Die frei Ahausen war zur ünur Sachschad #ersicherung gel Obeststellungen kot in Frage. Zwei # nommen worden uiche Aecigeshel be aiese Geslcke d. beliebtesten waren Schmit=pietrich zunch=Precheisen: Ge. Geld, Kleidungsstücke, Lederwaren, Juwelen usw. berhaften. In einem nabezu krankkaften umfangreiche Fabrikräume der früheren Fi Scheulen.“ Brand in einer Siedlung O Düsseldorf, 25. Aug. In einer Siedlung Posener Straße geriet gestern nachmittag eine in Brand. Das Feuer entstand in der Wa als ein Bewohner Karbolineum kochte, um de teeren. Das Karbolineum kochte über einem Schlage brannte der gesamte Raum Feuer griff über das Dach nach dem seitwi schließenden Wohnbaracken über Die Löschun ten nahmen mehrere Stunden in Anspruch. milien wurden obdachlos. Personen kamen ab zu Schaden. □ Einbruch in eine Kirche. In Wipperfeld land) statteten Einbrecher in der vorletzten A Pfarrkirche einen Besuch ab. Sie versuchten, de nakel zu öffnen, was ihnen aber mißlang# iahmen sie ein altes, geschichtlich wertvolles iakel mit, das in der Sakristei stand und das geblich an Ort und Stelle zu öffnen versucht Kirchengängern wurde es gestern morgen Steinbruch erbrochen aufgefunden. Außerdem Dieben eine wertvolle Reliquie und ein Gefäß weihtem Oel in die Hände. wegen Vergehens gegen die Notverordnung vom 28. März 1931 verantworten. Er erbrachte jedoch den Nachweis, daß dieser Auflauf keine Demonstration im rechtlichen Sinne war. Wegen Widerstandes und gemeinschaftlicher Körperverletzung erhielt R. zwei Monate und zwei Wochen Gefängnis, der Mitangeklagte Z. bekam 80 Mark Geldstrafe. 250 Bandendiebstähle werden abgeurteilt Am Donnerstag Beginn des Prozesses Kitta und Genossen. * Dortmund, 25. Aug. Am Donnerstag, 27. August, beginnt vor dem erweiterten Schöffengericht Dortmund gegen den erst 28 Jahre alten Friseur Franz Kitta und 13 Mitangeklagten wegen 255 schwerex, Einbrüche, Diehstähle und versuchter schwerer Diebflähle und gewerbe## mäßiger Hehlerei ein Prozeß, der voraussichtlich mehrere Tage in Anspruch nehmen wird. Räuberhauptmann Kitta, der einer Bande von 18 Mitgliedern vorstand, wird neben drei gewerbsmäßigen Hehlern nur mit zehn seiner Komplizen auf der Anklagebank sitzen, denn es gelang der Polizei bis zur Stunde noch nicht, jene drei Kölner Banditen zu fassen, mit denen er Polizeiwachtmeister Jonas leugnet hartnäckig Banditentätigkeit rücksichtslos auf digen Beamten mit größter werde nichts beschönigen, s# polizeilichen Ermittlungen der Oefsen kommener Rücksichtslosigkeit mitteilen. Die Kölner Polizei deckt seine ug. In einer Pressekonferenz nahm ertretende Polizeipräsident, Oberikler, zu der Verhaftung des PoliPeter Jonas Stellung. Winkler das Tiefste erschüttert sei über gen des verhafteten Beamten, die große Polizeikreisen hervorgerufen hätten. Es aber vollkommen verfehlt, von diesem Einzelfall eine Erschütterung der Disziplin der Kölner schupo zu schließen. Strenge einschreiten. Man sondern das Ergebnis der effentlichkeit mit vollsigkeit mitteilen. Bis jetzt allerdings sei das Ergepnis der untersuchung recht durftig. Weder habe der beschuldigte Beamte sich zu einem Geständnis bequemt, noch sei er der ihm zur Last gelegten Verbrechen überführt worden. Jonas habe lediglich eingeräumt, daß er an der Autofahrt nach Koblenz teilgenommen habe, wo, wie bereits berichtet, ein schwerer Einbruch in ein Tabakwarengeschäft verül wurde. Man hat damals die gestohlenen Waren in Kr Köln, 25. heute der stell regierungsrat W zeiwachtmeisters. erklärte, daß er auf die Verfehlungen## Empörung in###g wäre auf dauerlichen Einzelfall. Man werde gegen den schulBetriebsratswal C. findet am Frstebsratswahl sta ftege zu werden. Das neue Polizeipräsidium in Duisburg=Hamborn wurde vor kurzem, wie der„B..“ bereits berichtete, B0., gre. edenbau Preußens, seiner Bestimmung übergeben. Die ausfug###n erk. Jeder unnötige Aufwand wurde vermieden; dafür war man alle modernen technischen Erfahrungen anzuwenden. Der apostolische Nuntius A. Vasallo di Torregrossa, Erzbischof von Emesa, zelebriert die Pontifikalmesse Der Bamberger Erzbischof Dr. Jakobus v. Hauck, der die Festpredigt halten wird. SR geht weiter unter dem mmen woraft mangels ihn eingeJahren im ein als zuReviervorsolches Verführte ein he Schulden Elternschaft je auch in diehen, daß etwa hulkinder ihre Gegenden verHälfte der der Vestischen Oer bei Reckvon der unser während der Lüdenscheider gen Aufenthalt Jugend fühlt use, streift den er und Felder nimmt, soweit itterung dieses hsommers eben anderungen in Gebiete. Volam I 91 5 15 1 1913 1914 1915 1 Gedenktafel 26. August. Sieg Blüchers an der Katzbach und Theodor Körner fällt bei Gadebusch. Sieg der Deutschen bei Verdun. Eroberung von Brest=Litowsk. Der Politiker Matthias Erzberger auf dem Kniebus ermordet.„ g 122.6 1001 Der Dichter Ludwig Thoma in Rottach gest. “:(geb. 1867). der katholischen Kirchengemeinde Bochum=West. #n kommenden„Songtag unternimmt die St.=Annain Bochum=West ihre erste selbständige Wallfehrt nach Stiepel. Die Aenderung der Messen am sonntagvormittag ist daher folgende: 6½ Uhr stille 8 Uhr Hochamt, 9 Uhr letzte Messe, an der die Freine mit ihren Fahnen teilnehmen. Tanach zieht de Wallfahrtsprozession in geschlossener Ordnung zur gnepeler Kirche. Um 11½ Uhr ist dort unter den Bu#n ein Hochamt mit Predigt. Nach Beendigung der Fallfahrt geht es abend in geschlossener Prozession Heimatgemeinde zurück. In der St.=Anna=Kirche *#### um 6 Uhr der Schlußgottesdienst statt.— Infolge k Opferbereitschaft der Gemeinde hat die Inneneinettung der St.=Anna=Kirche in den letzten Wochen eine kevollständigung erfahren. Die der Architektur der siche angepaßten Kirchenbänke und Stühle reichten beber nur bis zur Mitte des Kirchenschiffes. Nun sind die restlichen Bänke fertiggestellt worden. Auch die Seitenkapelle mit dem Herz=Jesu=Altar ist mit dem entsprechenden Gestühl versehen worden. Als nächste Aufeine würdige Ausstattung der Taufkapelle vor#. s, stahlen auch , u n d s t a t t e t e n r. Besuche ab. stand, benutzten igsmittel.„Am , doch arbeitete Brecheisen. Gemarke bis zum ike, Federvieh, velen usw. 0, trieb die n, chen Führer zu ften Geltungsnplizen und gab te. Man nahm auf und führte den Hergang der hon einmal von doch blieben für ierhin 255 Fälle hprüfung standnoch mancherlei Kitta selbst seine überführt. ung zum Mord ner Erweiterten r Anstreicher und narbeiters wegen 1. Die Frau lebte 1, der sie ständig Anstreicher, der rungsarheiten zu entwickelte sich n dessen Verlauf den durch ihren Mißhandlungen en Mann eriraten. Der Aner, den er nachts blug diesem vorEhemann zu bechein darauf ein, rstattete, nachdem egt war, Anzeige ten, die geständ., ative zuzuschieb.; en Gefängnis mit sadteil Weitmar Gegen den Telegraphenmast. Auf der Blankensteiner Enaße, die in ihrem oberen Teil durch Baak=Sundern ##rt, fuhr Montag abend gegen 10 Uhr ein mit vier ###ionen besetztes Personenauto aus Bochum gegen Amen„Telegraphenmast und wurde, schwer, beschädigt. #hr Wagen wurde von den Jusassen verlassen und ##rßte von der Landjägerei, in Gewahrsam genommen ###en. Wie nachträglich festgestellt wurde, ist Eigen#umerin des Wagens eine Bochumer Auto=Vermie###. er * Vom Dache gestürzt. Ein zwölfjähriger Junge aus ### kohlenstraße hatte gegen den Willen seines Vaters Hausdach bestiegen, um die zerrissene Radioantenne ##der in Ordnung zu bringen. Dabei stürzte er ab fiel auf ein etwas tiefer liegendes Stallgebäude. # Unfolgsame erlitt eine Gehirnerschütterung, und auchungen und mußte in Krankenhausbehandlung uen werden. 1 Der Weitmarer Kirmes entgegen. Die Kirmes findet A# 30. und 31. August und am 1. September auf dem #en Platz an der Blankensteiner Straße statt, der von ### Verswordt=Wallrabeschen Gutsverwaltung für diesen rt zur, Verfüguge, gestellt wurde. Am heutigen Mitt##ry, nachmittags 2 Uhr, erfolgt an Ort und Stelle beAms die Platzverteilung, so daß der Aufbau der Buden###at unverzüglich beginnen kann. 1 stadtteil Stiepel Jubilarfeier in Stiepel. Der Männergesangverein Einigkeit“, der in diesem Jahre auf sein 35jähriBestehen zurückblicken kann, verbindet mit seinem Eemmerfest am 6. September im Saale Frische eine enung der Jubilare.(Näheres soll noch im Anzei#ei des„B..“ mitgeteilt werden.) Schwerer Verkehrsunfall. Auf der Varenholtstraße lereignete sich ein schwerer Verkehrsunfall. Infolge Delteits seines Motorrades wurde der 21 Jahre alte Emil ##re von hier mit dem Kopfe gegen einen Mast geAschleudert und blieb besinnungslos liegen. Mit einer #neren Schädelverletzung mußte T. dem Krankenhause zugeführt werden. 5 Stadtteil Linden-Dahlhausen Durch Brandstiftung sieben FaJnilien obdachlos. Montag abend, gegen 11 Uhr, brach an dem Hause Steinhalde 17 b Vein Brand aus. In dem Fachwerkbau sand das feuer reiche Nahrung; in kurzer Zeit war der ##anze Dachstuhl niedergebrannt. Fast sämtliche Lohnungen des Hauses wurden so; stark bechädigt, daß die bisher dort wohnhaften sieben camilien anderweitig untergebracht werden ##ußten. Die freiwillige Feuerwehr Linden=Dahl###ausen war zur Stelle und löschte das Feuer. Es Aunur Sachschaden entstanden, der zum Teil durch ###ersicherung gedeckt ist. Nach den getroffenen Areststellungen kommt wahrscheinlich Brandstiftung An Frage. Zwei Personen sind vorläufig festge##kommen worden. Die Untersuchung ist noch im sange. #. Betriebsratswahl. Bei der Firma Dr. C. Otto.& n d e t a m F r e i t a g d i e s e r W o c h e e i n e e r n e u t e B e ###bsratswahl statt. Die Wahlbeteiligung verspricht e zu werden. Stadtteil Baak sterbekassenverein„Gute Hoffnung". Der Sterbeecenverein„Gute Hoffnung" Winz=Baak hat für seine länglieder im Ortsteil Bochum=Sundern und Umgegend Zahlstelle eingerichtet. Zahlstellenführer ist Heinr. #nder, Obernbaakstraße 50; ex, ist. berechtigt, Auf#inen zu machen und Beiträge einzuziehen und er## askunft. Das Sterbegeld beträgt für Mitglieder Nark und für Kinder der Mitglieder 125 Mark 0 Alter, bei einem monatlichen Beitrag von.50 Es ist vorgesehen, das Sterbegeld in der Japmnug au und Mark iu ertisben, Ietaich be. darf es dazu der Genehmigung der Regierung in Arnsberg. Stadtteil Altenbochum Bürger=Schützenverein. Die erste Kompagnie des Bürger=Schützenvereins unseres Stadtteils beging am Sonntag in den Gartenanlagen und in dem Saale des Wirts Stracke, Papenholz, ein Familienfest, das einen äußerst schönen und harmonischen Verlauf nahm. Die Beteiligung war stark. Die mit großer Sorgfalt aufgestellte Festfolge sorgte vor allem für gute Unterhaltung der Damen und Kinder. Recht interessant verlief das Damenpreisschießen und das Preisscharfschießen. Das Ergebnis war befriedigend. Die besten Schützen erhielten wertvolle Preise. Mit dem Einbruch der Dunkelheit gab der Kinderfackelzug ein farbenfrohes Bild. Zum Schluß kam auch das Tanzbein zu seinem Recht. k Obstliebhaber. Einem Anwohner der Eulenbaumstraße wurde nachts etwa ein Zentner Birnen vom Baume gestohlen. Stadtteil Laer Autounfall. In der Nacht von Samstag auf Sonntag erlitt der Autobesitzer S. von hier einen Autounfall. Als er nach Hause zurückfahren wollte, fuhr ihm in der Nähe des Oelbachs in Uemmingen ein aus Bochum kommender Personenwagen in die Flanke und legte seinen Wagen auf die Seite. Während sein Auto schwerbeschädigt abgeschleppt werden mußte, erlitt S. zum Glück nur geringe Verletzungen. Die Hauptschuld an dem Unfall dürfte wohl der in jener Nacht herrschende Nebel tragen. Stadtteil Werne Die Verwaltung der Zeche„Robert Müser“ zentralisiert. Die seit Beginn des Jahres geplante Zusammenlegung sämtlicher kaufmännischen Büros und technischen Verwaltungsstellen der Harpener Bergbau=AG. in der Verwaltungsdirektion„Robert Müser" erforderte den Um= und Erweiterungsbau des früheren Wohnhauses von Bergassessor Schultze=Vellinghausen. Diese Arbeiten sollten zum 15. Juni bereits beendet sein, zogen sich aber bis jetzt hin, so daß erst im Laufe dieser Woche der vollständige Umzug der einzelnen Abteilungen von den Schachtanlagen„Heinrich=Gustav",„Amalia",„NeuIserlohn I/IV“,„Siebenplaneten“ und„Karoline" erfolgen konnte. er Stadtteil Langendreer Wichtig für die heimischen Bausparer. Seit Wochen und Monaten reisen durch unsere Stadtzigite, Lungen; dreer und. Werne eine große„Anzahl#####ter von Bausparkassen für Eigenheime vzw. für Ablösung von Hypotheken. So verlockend diese Bausparkassen an und für sich sind, hatten sie bis heute immer noch den Vorteil, steuerfrei arbeiten zu können. Gemäß einer Entscheidung des Reichsfinanzministers ist diese Steuerfreiheit mit dem 1. Oktober aufgehoben. Von diesem Tage ab werden sämtliche Spareinzahlungen der Bausparer mit zwei Prozent Versicherungssteuer belegt. Gerade unsere kleinen und mittleren hiesigen zahlreichen Bausparer werden durch diese Maßnahmen empfindlich belastet. Der Steuerpflicht unterliegen jedoch nur die eigentlichen Bausparbeträge, nicht aber diejenigen Beträge, die zur Tilgung bestimmt sind, d.., wenn einer von der Sparkasse das Kapital erhalten hat und er zahlt einen ermäßigten monatlichen Beitrag als Zins= und Tilgungsabschlag, so ist dieser Reichsbahn=Sportplatz. Der am 26. April gegründete„Reichsbahn=Turn= und Sportverein“ hat von dem Landwirt Oberwestermann das auf der Dördel= und Kaiserstraße gelegene Gelände zu einem annehmbaren Preis gemietet und will hier für seine Mitglieder eine schöne Kampfbahn schaffen. Es soll freiwillig so gearbeitet werden, daß man im Oktober die Fuß= und Handballspielfläche bereits in Benutzung nehmen kann. Die Laufbahn soll.5 Meter breit werden doch denkt man mit der Anlage erst im kommenden Frühjahr zu beginnen. Um die Rentabilität des Platzes nicht in Frage zu stellen, wird zur Dördelstraße ein Zaun errichtet, während die anderen Seiten, die durch Häuser gegen Sicht gedeckt sind, mit einem Stacheldrahtzann eingefaßt werden. Die Svielfläche wird ein Ausmaß von 75X95 Meter erreichen. Die Spieltore sind bereits aufgestellt. er Stadtteil Gerthe Ein Todesopfer des Verkehrs. Die 86 Jahre alte Witwe Karoline Witwer, Otto=Gehres=Straße 44, wurde, wie der„B..“ seinerzeit berichtete, am 16. August, mittags gegen 1 Uhr, beim Ueberschreiten der Otto=Gehres=Straße von dem Motorradfahrer Peter S. aus Herne angefahren. Frau W. zog sich einen Beinund Armbruch zu und erlitt außerdem erhebliche Kopfverletzungen. Sie wurde dem hiesigen katholischen Krankenhause zugeführt. Hier ist die bedauernswerte alte Frau nunmehr ihren schweren Verletzungen erlegen. Schaufenstereinbruch. In der Nacht zum wurde abermals die Schaufensterscheibe des Zigarrengeschäfts M. auf der Lothringer Straße von bisher noch unbekannter Seite mit einem Ziegelstein eingeworfen und einen Teil der Rauchwaren, die dort zur Auslage standen, entwendet. ko Stadttell Harpen Der zweitälteste Veteran von Harpen. Am Mittwoch, 26. August, feiert der Altveteran Hermann Aretz, Rosenberg, seinen 83. Geburtstag in voller Rüstigkeit und Gesundheit. Seiner aktiven Militärzeit hat er bei dem Infanterie=Regiment Nr. 17 Jahrgang 1867/1870, in Celle bei Hannover genügt. Er hat den Krieg von 1870/71 mitgemacht.„„„„ Jubilarehrung. Der Turnverein„Jahn“ 1892 beschloß in der letzten Vereinsversammlung, die diesjährige Jubilarehrung am Sonntag, 27. September, vorzunehmen.— Bei dem Freundschaftsspiel im Handball Harpen gegen Crone=Witten am letzten Sonntag siegte Harpen mit:1. ae Bürger=Schützenverein e.., Harpen. Am vergangenen Sonntag fand im Vereinsheim eine Bataillonsversammlung statt. Die Tagesordnung befaßte sich im wesentlichen mit dem am 6. September stattfindenden Kinderfest in den Gartenanlagen und im Saale des Wirtes R. Schulz. Weiter wurde beschlossen, das diesjährige Bataillonsschießen um die Wanderkette am 27. September auf dem Schießstande des Wirtes Ruwe abzuhalten. ae Stadtteil Riemke Vom Bahnhof Bochum=Riemke. Seit einigen Tagen ist man damit beschäftigt, im südlichen Teil des Bahr hofs beim Stellwerk„St.“ eine neue Fahrstraße einzubauen. Nachdem die Gleise auf der Ueberführung der Dorstener Straße wieder in Ordnung gebracht und die Lager der Brücke gehoben und ausgebessert sind, ist am Sonntag die gesamte Weichenstraße vollständig erneuert und bedeutend verbessert worden. Mehrere Oberbaukolonnen der Bahnmeisterei Riemke und des Betriebsamtes 4 aus Essen waren zusammengezogen, um die schwierigen Arbeiten durchzufuhren. Die Vorarbeiten waren schon einige Tage vorher durchgeführt. Der Betrieb im Bahnhof wurde während dieser Zeit eingleisig weitergeführt. Die neuen Gleise lagen am Sonntag abend schon betriebsfertig. Mehrere Weichen sind in Wegfall gekommen und die gesamte Fahrstraße nach dem Stellwerk St. verschoben. Beim Fußballsviel verunglückt. Beim Fußballspiel erlitt der jugendlichen Paul H. einen Beinbruch. Da Komplikationen eintraten, mußte er dem Krankenhause zugeführt werden. ur wurde ihm wieder abgenommen. Der Festgenommene stammt aus Wanne=Eickel.— In der Nacht zum Sonntag wurden aus dem Stall eines Bergmanns durch Einbruch ein schwarzes und ein graues Kaninchen(belgische Riesen) sowie ein graues Huhn gestohlen. Kakteenliebhaber. Ein=Spezialist für Kakteendiebstähle konnte in dem 20jährigen Willi H. entlarvt werden. Aus dem Treibhause einer Gärtnerei an der Langekampstraße entwendete der Kakteenliebhaber über 100 Kakteen, ferner Tulpenzwiebeln und Gärtnergeräte und stellte eine schöne Kakteenschau zusammen, zu deren Besichtigung er seine Nachbarn öfter einlud. Bei letzten Raubzug hatte der Täter einen Kaktus im Hau flur verloren, wodurch die Polizei auf die richtige Spur kam. Außer H. soll noch eine Reihe weiterer Beteiligter verhaftet sein. Beim Fahrraddiebstahl ertappt. Am 24. August. gegen 13.15 Uhr, wurde einem Manne ein vor einem Geschäft in der Wilhelmstraße stehendes Fahrrad entwendet. Der Geschäftsinhaber bemerkte den Diebstahl und verfolgte den Dieb. Von einer hinzukommenden Streife der Schutzpolizei konnte der Täter gestellt und vorläufig festgenommen werden. Bei. dem Festgenom menen handelt es sich um einen 30jahrigen, gewerbsmäßigen Fahrraddieb aus Gelsenkirchen. Ennepe=Ruhrkreis Was bringt die nächste Kreistagssitzung? Wie schon berichtet, wird am 8. September der Kreistag des Ennepe=Ruhr=Kreises erstmalig unter dem neuen Landrat Dr. Neugebauer tagen. Neben der Beratung des Kreishaushaltsplanes und Festsetzung der Besteuerung für 1931/32 werden noch einige neue Kreistagsabgeordnete eingeführt und zwölf Vertreter für die Generalversammlung der AG. für wirtschaftliche Unternehmungen des Ennepe=Ruhr=Kreises, die in Gevelsberg stattfindet, gewählt. K..s. h. Der Ruhrbrückenbau in Herbede. Die Fertigstellung des gesamten Projekts der neuen Ruhrbrücke hat durch die allgemeine schwierige Finanzlage, eine erhebliche Verzögerung erfahren. Die eigentliche Ruhrbrücke ist bereits seit Monaten fertig und wird von der Straßenbahn bereits benutzt, die ihre Endstelle neben dem Haus Herbede hat. Die Brücke muß aber noch über die Strecke der Ruhrtalbahn geführt werden. Diese wird in einer Eisenkonstruktion ausgeführt. Der südliche Brükkenkopf ist bereits in Beton aufgeführt. Zurzeit beschränken sich die Arbeiten auf der Herstellung des nördlichen Brückenkopfes. Auf Diebesfahrt. Zwei unternehmungslustige Wanne=Eickeler Diebe waren auf ihrer Fahrt nach Hattingen gekommen, wo sie am Sonntag nachmittag bei einem Wohnungseinbruch erwischt wurden, als sie bereits zahlreiche Schränke und Behälter nach Beutestücken durchwühlt hatten. Mit einem Paar erbeuteter Handschuhe ergriffen sie die Flucht, wurden jedoch von einem Polizeiwachtmeister nach längerer Verfolgung, bei der von dem Beamten mehrere Schüsse abgegeben wurden, gestellt. Einer der Täter ergab sich, während der andere noch im letzten Augenblick entwischte. dk Stadttreis Gelsenkirchen Kommunistische Kundgebung. Die KPD. hatte zu einem sogenannten„Kulturtag" in Gelsenkirchen aufgerufen, an dem fast sämtliche linksradikalen Verbände des Rheinlandes und Westfalens teilnahmen. Die Kundgebung, an der sich mehrere tausend Personen beteiligten, verlief dank der Umsicht der Polizei ohne nennenswerte Zwischenfälle. Einige anstößige Plakate, mehrere verbotene Abzeichen, vier mit Stahlspitzen versehene Fahnenstangen. sowie ein beanstandeter Wimpel mußten aus dem Zuge entfernt werden. rw Bein Nrachbarberkel Stadtkreis Wattenscheid Hochbetagt. Wwe. Johann Pier, Bismarckstr. 26, vollendete gestern ihr 84. Lebensjahr. Ihr gingen viele Glückwünsche zu. „Lehrermangel an den evangelischen Schulen in Wattenscheid". In einer Kleinen Anfrage eines Landtagsabgeordneten war auf ein Schreiben der evangelischen Elternschaft der Stadt Wattenscheid an den preußischen Kultusminister hingewiesen worden, in dem Klage darüber geführt wurde, daß an ihren evangelischen Schulen ein empfindlicher Lehrermangel herrsche. Danach sollen die evangelischen Schulen Wattenscheids mit 93 Klassen nur 83 angestellte Lehrkräfte zählen, während die katholischen Schulen der Stadt bei insgesamt 108 Klassen auch 108 angestellte Lehrer zur Verfügung haben. Wie der amtliche preußische Pressedienst mitteilt, hat der preußische Minister für Wissenschaft, Kunst und Volksbildung auf die Kleine Anfrage folgende Antwort erteilt:„Nach Beendigung des Krieges sind viele katholische Familien aus dem rheinisch=westfälischen Industriebezirk abgewandert. Dadurch ist in vielen Schulverbänden die Durchschnittsziffer in den katholischen Volksschulen geringer geworden als in den evangelischen. An dem erforderlichen Ausgleich wird, wie überall, so auch in Wattenscheid gearbeitet. Am 1. Apri., ,hl euher; stieg die Zahl, der auf eine Schulstelle, enn evangelischen Kinder die gleiche Zahl katholischer Kinder um 3,4 Kinder. Das Verhältnis hatte sich bis zum 1. April 1930 auf 1,5 gemindert, ist aber durch die große Zahl der evangelischen Schulanfänger am 1. April 1931 wieder auf 2,4 gestiegen, obgleich in derselben Zeit 23 katholische, aber nur 12 evangelische Stellen eingezogen oder zum Ruhen gebracht wurden. Eine schnellere Verminderung der katholischen Lehrerstellen läßt sich schwer erzielen, weil katholische Stellen aus dem oben angeführten Grund im stellenreichen Industriebezirk in großer Zahl zum Erliegen kommen, Versetzungen also kaum möglich sind. Vorhanden sind nicht 83, sondern 87 evangelische Stellen, von denen vier auftragsweise verwaltet werden." Stadttreis Wanne-Eicke! Gänzliche Stillegung von„Unser Fritz“. Auf der seit 1928 stillgelegten Zeche„Unser Fritz“ soll jetzt der Betrieb ganz eingestellt werden. Am 1. September ist kein Mann mehr unterirdisch beschäftigt. Der Abbau erfolgt dann durch„Graf Bismarck". Es bleiben zur Aufsicht drei Angestellte.„„ ur Aus der Laurentiuspfarrei. Im St.=Antonius=Knap= pen= und Arbeiterverein der St.=Laurentiuspfarrei gab der Vorsitzende Volkmann eine eingehende Schilderung seiner Romreise. Weiter gab er bekannt, daß der neue Präses, Pfarrer Baumeister, der Mitte September feierlich in sein neues Amt als Pfarrer der St.= Laurentius=Pfarrei eingeführt werden soll, sich bereits am 4. Oktober bei den Mitglieder des St.=AntoniusKnappen= und Arbeitervereins zu einer Begrüßungsfeier einfinden wird. Am 6. September werden alle katholischen Arbeitervereine des Bezirks an der 25jährigen Jubelfeier des katholischen Arbeitervereins Herne=Horsthausen(St. Joseph) geschlossen teilnehmen. ak Gerettet. In Lebensgefahr schwebten gestern mittag zwei im Bett liegende kleine Kinder der Familie P. in der Friedgrasstraße, als im Zimmer ein Brand entstand und bereits die Bettwäsche ergriff, als herbeieilende Hausbewohner das Feuer löschten. df Konzert des Volkschores. In der„Flora“ gab der hiesige Volkschor unter Chormeister Stucke(Essen) ein Gartenkonzert, bei dem auch die Chöre von Röhling= hausen, Hordel und Erkenschwick mitwirkten. Das gemeinsam gesungene„Morgenrot“ von Otto de Nobel bildete den Abschluß der gelungenen Veranstaltung. Den instrumentalen Teil bestritt die Zimmersche Kapelle aus Herne. 167 Von der Langfingerzunft. Am 22. August, in der Zeit zwischen 17 und 24 Uhr, wurden aus der Wohnung eines Zahnarztes durch Einbruch ein brauner, zweireihiger Wintermantel mit Gürtel, ein heller Sommeranzug, ein blauer, zweireihiger Herrenanzug, eine Smokinghose, zwei Herren=Oberhemden, ein brauner Handkoffer und eine goldene Halskette mit einem Perlengehänge in Tropfenform sowie ein Geldbetrag von 200 RM. gestohlen. In der Nacht zum Sonntag wurden durch Einbruch aus einem Flur der Wirtschaft„Zum Volksgarten“ in der Reichsstraße mehrere Tenniskleider und Tennisschuhe für Damen und Herren und zwei Kellner=Fracks gestohlen.— Am 23. August, gegen.20 Uhr, bemerkte eine Streife der Schutzpolizei des 13. Polizeireviers, wie ein Mann von einem Felde an der Bochumer= und Reichsstraße Runkelrüben entwendete. Der Täter wurde gestellt und vorläufig festgenommen. Ein Sack mit etwa 40 Pfund Rüben Kühl und regnerisch Wetterbericht der Essener Wetterwarte vom 25. August. Der Tiefdruckwirbel, der gestern am Westübergang bringt bei ihrem Aufgleiten an kühleren Luftmassen Westeuropa starke Regenfalle, die in der Nacht stellenweise bis zu vierzig Liter pro Quadratmeter betrugen. Im Bereiche der Kaltluft, die auf der Rückseite des Tiefdruckwirbels nach Süden strömt, steigt der Luftdruck sehr kräftig an und veranlaßt ohne weiteres Auffüllen und Abdrängen des Tiefs nach Osten. Die Winde werden dabei, da unser Dienstbezirk auf der Nordseite des Wirbels verbleibt, über Norden auf Nordwesten drehen und dabei ziemlich stark auffrischen. Die Temperaturen bleiben weiterhin für die Jahreszeit zu kühl. Vorhersage für Mittwoch: Lebhafte nördliche bis nordwestliche Winde, wechselnd, meist stark bewölktes Wetter mit Regenschauern, sehr kühl. Wahrscheinliche Weiterentwicklung: Weiterhin unfreundlich, zeitweise stärkere Aufheiterung und etwas wärmer. Barometer 7 Uhr 746.0 24 Dienstag. 25 August 754,0 Thermometer 13 Uh+10C 24„+100 Wetterhäuschen im Stadtpark 117 m über dem Meeresspiegel ( Aufg..31, Unterg. 19.23: J Aufg. 19.32, Unterg..05 1— Ort Essen..... Aachen.... Frankfurt. Kabler Asten. Brocken.. Borkum Hamburg Rügenwalde Berlin Königsberg München... Zugspitze Zürich Gen Lugano Die heutige Nummer umfaßt 12 Seiten ** .... und doch kauft man vorteilhafter bei * e T„ am Nathaus Bolise äheli en Möbel— Geppiche— Dekorationen Otfene Stehlen Zum 1 Sept. in d. Hellweg 38, 2. Etg., #Nahe der Miemter sreundl. mbl. Zimm. eirche ahgeschlossenelen weh sol. K Nr. 200 Nähe der Riemker freundl. mbl. 8 Kirche abgeschlossene an ruh., sol. Herrn 3 Zimmer=Wohnung sod. Dame zu verm. mit Speise Zu verkaufen Keine Originalzeugnisse einsenden! Männlich mit Speisekamm. u. Badezimm. zu verm. Angeb. unt. V. W. 7117 an die Geschst. 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