Nr. 197 2 38. Jahrgang Montag, den 24. August 1931 Täglich außer Samstag 10Pf. Samstags mit illustr. Beilage 20 Pf. allen Breiten. 1 m Aussuchen 10• reit it.. 105 eiß, rot und rbigem Rand 10 105 10. m. Kleinen eitstehlern . 1, 6 5 445. 1. Sonntag.30: intagsschule. Done.— Gemeindesaal nerstraße 17. Sonn11 Fonntagsschale. elstunde.— m Born 4. Sonn. e: 11: Sonntagr Dienstag.15:#einde, Rottstr. 344. besprechstundez uitz Predigt,„Minagg ung des Gung, unerstag 8: Gerthe, Gerther ): P r e d i g t. D i e n s 8: Jugendggrge apostollsche Sichen dwehr 11. Nachm. dienst mit Predigt. ottesdienst mit PreBezugspreis einschl. Botenlohn.40 Mk. monatlich, oder.20 Mk. halbmonatlich: Selbstabholer.10 Mk. bzw..05 Mk. Unsere Beilage„Die Bochumer Illustrierte“ kostet monatl. 20 Pf., die Funkbeilage„Hör mit mir“ kostet monatlich 30 Pf. Allgem. 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V. t: Adolf PedFritz Schmidt: unst u. Unterhalt.: eu übrigen Textteil: l: F. W. Pempe. u. Verlag Bochumer Dierichs, sämtlich Berlin SW 68, ZimFrst 0340.— Für unverhaftpflicht. Zurücksendung in und GeschäftsSammelnummer 675 51. 10 ation to# verordnung zur„Sicherung der Haushalte“ Aur,,....„„ Beeekual.g Neues Finanzprogramm der Reichsregierung angefaßt werden, wenn vom Berlin, 23. August. Amtlich wird mitgeteilt: Die Sicherung der Haushalte von Reich, Ländern und Gemeinden ist das dringendste Gebot des Augenblicks. Die Reichsregierung wird darüber demnächst ein umfassendes Gesamtprogramm veröffentlichen. Inzwischen gilt es, die Landesregierungen schon jetzt in den Stand zu setzen, einschneidende Sparmaßnahmen für sich und die Gemeinden durchzuführen, ohne dabei durch bestehendes Landesrecht etwa in wesentlichen Punkten behindert zu werden. Das Reichskabinett hat daher beschlossen, dem Reichspräsidenten den Erlaß einer Verordnung„zur Sicherung der Haushalte vorzuschlagen, durch welche die Landesregierungen ermächtigt werden, alle Maßnahmen, die zum Ausgleich der Haushalte von Ländern und Gemeinden erforderlich sind, im Verordnungswege vorzuschreiben und an der Wurzel.-###gt wighen, wrun vom Reiche her eine neue gerechte Verteilung von Lasten und Ausgaben und gleichzeitig eine Neuordnung der für den finanziellen Aufwand notwendigen Quellen erfolgt. Der neue Weg des Reichskabinetts schließt hierfür schon nicht zu verkennende Gefahren in sich. 1U Mael Perrkenttng Jesnn.... Ab Mittwoch keine Ausreisegebühr mehr Berlin, 23. August. Amtlich wird mitgeteilt: Das Reichskabinett hat in seiner Sitzung am Samstag beschlossen, die Verordnung über die Erhebung einer Gebühr für Auslandsreisen vom 18. Juli 1931 mit Wirkung vom Mittwoch, dem 26. August 1931, ab aufzuheben. Für Grenzübertritte, die nach Dienstag, dem 25. August, erfolgen, Der englische König unterbricht seinen Urlaub Teischufz Anrist i Eilgiant Positive Forderungen der Konservativen— Die Oppositionsfuhrer beim Konig eieec Sonntag abend keine Entscheidung eingetredabei von dem bestehenden Lanventen, obwohl die Lage im Laufe des Samstag eine abzuweichen. Die Landesregierungen können vor allem bestimmen, daß und in welcher Weise die Personalausgaben und anderen Ausgaben der Länder und Gemeinden herabgesetzt werden, wobei Verpflichtungen aus Verträgen unberührt bleiben, soweit es sich nicht um Personalausgaben handelt. Damit ist zunächst den Landesregierungen die Möglichkeit gegeben, auf schnellstem Wege das von ihrer Seite aus Erforderliche zu einem Etatsausgleich für sich und ihre Gemeinden zu tun. Das Reich wird die zu seiner Zuständigkeit gehörenden Programmpunkte ehestens folgen lassen. Damit wird gewährleistet, daß das ganze Sanierungsprogramm spätestens am 1. Oktober 1931 in Lauf gesetzt werden kann. Hierzu schreibt uns unsere Berliner Schriftleitung: In der ersten Hälfte dieser Woche wird eine Notverordnung über die Finanzpolitik der Länder und Gemeinden erscheinen. Der Hauptinhalt der vorstehenden Verlautbarung muß dahin gedeutet werden, daß sich das Reich mit Rücksicht auf seinen Verwaltungsapparat außerstande sieht, von sich aus die kommende Finanzreform in Ländern und Gemeinden nach dem Prinzip der unbedingten Sparsamkeit durchzuführen und deshalb von der dem Kabinett bisher zustehenden Allmacht der Notverordnung auf Grund des Artikels 48 der Reichsverfassung diese den Ländern überträgt. Man hat erkannt, daß das bestehende System der Selbstverwaltung von Ländern und Gemeinden einschneidende Sparbefehle von Seiten des Reiches unmöglich macht und daß die Regelung der Gemeindefinanzen den einzelnen Länderregierungen verfassungsrechtlich übertragen werden muß. Die entsprechende Notverordnung ist bisher noch nicht vom Reichspräsibenten unterzeichnet, dessen Unterschrift als gesichert gilt. Man ist sich in den Beratungen der letzten Wochen über den Inhalt vollkommen klar geworden. Es hanbelt sich darum, in den Gemeindehaushalten die notwendige Drosselung in den Ausgaben vorzunehmen, und zwar auf dem Verordnungswege, selbst mit Mitteln, die von dem bestehenden Landesrecht abweichen. Diese Verordnung stellt einen schweren Schlag gegen die Selbstverwaltung da. Man kann wohl sagen, daß mit ihr die Selbstverwaltung auf finanziellem Gebiet auf ein Mindestmaß herabgemindert wird. Die Gründe, die zu solchen Maßnahmen führten, Ner einzeln anzugeben, erübrigt sich. Auf beiden Sei6„„sowohl beim Reich wie bei den #i# einden, besteht eine gewisse Schuld. Beim „ech, daß es, wie wir kürzlich bereits ausführten, Gesetze guthieß, ihre Ausführung den Gemeinden mschanzte, dagegen keine entsprechenden Möglichkeiten für die finanzielle Deckung schuf. Bei den Gemeinden, daß man mit der notwendigen rigorosen Sparpolitik so lange hinter dem Berge zuruckhielt. Gewiß, auch in den Gemeinden ist eine errsonelle Sparpolitik bereits getrieben worden. Dadegen hat es in vielen Kreisen berechtigte Kritik hervorFerufen, daß man in den Kommunen die kleineren und hältze“ Gehälter abbaute, dagegen die großen Gesicht fest unverändert bestehen ließ. In dieser Hinburfte die kommende Notverordnung besondere Naßnahmen vorsehen. Darüber hinaus soll die Notverschial die Länderregierungen ermächtigen, die =eschiedenen Ausgaben der Länder und Gemeinden zusetzen, wobei Verpflichtungen aus Verträgen unberührt bleiben. (7.“i kommende Notverordnung wird nur un eine Notmaßnahme angesehen werden könenders Dauerregelung kann sie nicht darstellen, wenn nicht das gesamte Selbstverwaltungsprinzip über Häusen gerannt werden soll. Das Uebel wird nur London, 23. August. In der englischen Regierungskrise ist auch bis 9 desrecht Sonntag Tunder:--##ten, obwohl die Lage im Laufe ziemliche Verscharfung erfuhr. Eine Sitzung des englischen Kabinetts am Sonntag abend ging allem Anschein nach ergebnislos aus. Jedenfalls führte sie nicht zu dem von der englischen Sonntagspresse erwarteten Rücktritt der Regierung Macdonalds. Die Entscheidung ist nun auf den Montag verschoben worden. Ueber die Entwicklung der Lage am Samstag und Sonntag ist folgendes zu berichten: Während die Arbeiterpartei am Samstag an ihren bekannten Forderungen festhielt, stellten die Konservativen ganz positive Forderungen, die dahin gehen, daß die zur Ausbalancierung des Etats notwendigen Mittel zum mindesten 75 Prozent aus Ersparnissen und nur zu 25 Prozent aus neuen Steuern stammen dürfen. Der vom Kabinett ausgearbeitete Plan sieht im Gegensatz hierzu 50 Prozent neue Steuern und 50 Prozent Sparmaßregeln vor. positiven Forderungen der Konservativen am Samstag bedeuteten unzweifellos eine Verschärfung der Lage. Das Kabinett trat daher am Samstag nachmittag zu einer neuerlichen Sitzung zusammen. Als Ergebnis dieser Sitzung wurde bekannt gegeben, daß die Regierung ein neues Programm fertiggestellt habe, das ihrer Ansicht nach der Lage gerecht werde. In den späten Abendstunden des Samstag wurde dann bekannt, daß der König der erst am Freitag früh einen Erholungsurlaub außerhalb Londons angetreten hatte, am Sonntag morgen nach London zurückkehren würde, um selbst eine Vermittlung in der Regierungskrise in die Hand zu nehmen. Der König traf dann am Sonntag morgen wieder in London ein. Vormittags erstattete ihm Macdonald Bericht über die Lage. Auf Vorschlag Macdonalds ließ dann gegen Mittag der König die Führer der Opposition zu sich rufen, um aus ihrem eigenen Munde zu hören, welche Haltung die hinter ihnen stehenden Parteien zu den Vorschlägen der gegenwärtigen Regierung einnähmen. Der Empfang des Führers der Liberalen, Sir Herbert Samuel, fand um 12.30 Uhr heim König statt. Anschließend empfing der König den Führer der Konservativen, Baldwin. Die offizielle Mitteilung über diese Empfänge wies ausdrücklich darauf hin, daß die Unterredungen des Königs mit den Oppositionsführern nicht etwa so ausgelegt werden dürften, als ob das gegenwärtige Kabinett praktisch bereit zurückgetreten sei. Am Statngchmittag des Sonntag empfing dann der König Macdonald von neuem und gegen abend trat nochmals das Kabinett zu einer Sitzung zusammen. Ueber das Ergebnis dieser Kabinettssitzung wurde lediglich bekannt, daß eine Entscheidung noch nicht gefallen sei. Man rechnet daher in politischen Kreisen damit, daß eine Klärung der Lage frühestens für Montag zu erwarten sei. Ueber die Absichten der Regierung gehen in politischen Kreisen die Meinungen vollkommen auseinander. Die Haltung der englischen Gewerkschaften ist nach wie vor ablehnend. Ueber ihre endgültige Haltung soll bekanntlich erst am 7. September der Gewerkschaftskongreß entscheiden. Nichtsdestoweniger glaubt man, daß Macdonald entschlossen ist, im Amte zu bleiben. Damit ist aber die Krise noch nicht gelöst. Für den Fall der Einführung eines Zolltarifs würden vier der jetzigen Minister zurücktreten, nämlich Schatzkanzler Snowden, Marineminister Alexander, Handelsminister Graham und Unterrichtsminister Lees=Smith. Für den Fall, daß an der Arbeitslosenversicherung Ersparnisse gemacht würden, würden ebenfalls vier Minister zurücktreten, nämlich der Arbeitsminister Miß Bondsfield, der Gesundheitsminister und der Lordsiegelbewahrer. Am Sonntag abend kann jedenfalls festgestellt werden, daß die Lage vollkommen unklar ist und daß die Krisenspannung aufs äußerste gestiegen ist. kommt daher die Ausreisegebühr nicht mehr in Frage. Eine Erstattung bereits entrichteter Ausreisegebühren kommt nur für die Fälle in Betracht, in denen der Grenzübertritt nach Dienstag, dem 25. August 1931, erfolgt ist. * Hierzu schreibt uns unsere Berliner Schriftleitung: Endlich hat sich das Reichskabinett dazu entschlossen, jenes Monstrum von Notverordnung, die am 18. Juli die 100=Mark=Gebühr für Auslandsreisen in Kraft setzte, wieder aufzuheben. Es hat lange gedauert, bis man sich hierzu entschloß, obwohl sich in der breiten Oeffentlichkeit eine selten geschlossene Front gegen diese bürokratische Entgleisung gebildet hatte. Ebenso wie die Presse waren die verschiedenen Wirtschaftsorganisationen von Anfang an gegen die Verordnung aufgetreten, die Reichsminister Treviranus, der Ansager des Reichskabinetts, am 16. Juli etwas allzu plötzlich in einer Rundfunkrede ankündigte. Was aber hat diese Verordnung während ihres fünfwöchigen Bestehens genützt? Ueber die Gebühreneinnahme für das Reich, die von den Fachleuten gleich Null geschätzt wird, dürfte man genaue Zahlen nicht erfahren. Aber die Feststellung der Paßstelle beim Berliner Polizeipräsidium dürfte schon einen gewissen Ueberblick hieten, wonach in der Zeit vom 21. Juli bis 8. August 890 Auslandsreisende die 100=Mark=Gebühr entrichteten, in der gleichen Zeit aber ungefähr 5000 andere Auslandsreisende von dieser Gebühr befreit wurden. Erschwerend ins Gewicht fällt, daß man die Verordnung in die Reisezeit legte, so daß sie die Feriendispositionen vieler durchkreuzte und so allgemeines Aergernis schuf, wogegen der finanzielle Erfolg vollkommen ausblieb. Vielmehr sind die Schäden politischer und wirtschaftlicher Art vom ersten Tage an so deutlich in Erscheinung getreten, daß man sich wundern muß, wie lange das Kabinett mit der Aufhebung dieser Notverordnung gezögert hat. Grozgeandbesigenteignung in Spanten Neue Zuspitzung der Lage— Attentat auf den Innenminister geplant Madrid, 23. August. Die Lage in Spanien nimmt immer bedrohlichere Formen an. Die Polizei deckte ein Komplott dreier Arbeiter, eines Syndikalisten, eines Anarchisten und eines Kommunisten auf, die ein gemeinsames Attentat auf den Innenminister Maura vorbereitet hatten, den sie auf die gleiche Weise ermorden wollten, wie seinerzeit den spanischen Minister Dato. Die Verhaftung der Attentäter ist bisher noch nicht gelungen. Im weiteren Verlauf ihres Kampfes gegen die Geistlichkeit hat die Regierung offiziell den Kardinalprimas Segura und den Bischof von Vitoria ihrer Stellungen und weltlichen Vorrechte, soweit sie nicht rein geistlich sind, entkleidet. Beide sind nach dem Ausland verbannt worden. Ferner wird bekannt, daß der spanische Ministerrat die Durchführung der Agrarreform beschlossen hat, was die Enteignung des Großgrundbesitzes zur Folge hat. Die Entschädigung für den enteigneten Besitz soll sich nach dem Ursprung und der Bearbeitung richten. Große Flamenkundgebung in Dixmaiden Brüssel, 23. August. Unter Teilnahme von etwa 200 000 Flamen fand am Sonntag in Dirmuiden eine große Flamenkundgebung zum Gedächtnis der im Weltkriege gefallenen flämischen Soldaten statt. Bemerkenswert war, daß unter den tausenden von Fahnen keine in den belgischen Nationalfarben zu sehen war. An den Denkmälern für die flämischen Kriegsopfer wurden u. a. auch Kränze niedergelegt von deutschen Frontkämpfervereinigungen. Alle Redner sprachen sich für eine vollständige Befreiung Flandern aus. Dann wurde ein Denkmal für den flämischen Nationalheros, den im Kriege gefallenen Priester de Rudder eingeweiht. Die Kundgebung verlief ohne jeden Zwischenfall. Belgische Polizei war in Diz sehen. ##gmuiden nicht zu Kundgedung Spi. Penigei war in Englands Rüstungszahlen Genf, 23. August. Die vom Völkerbundssekretariat veröffentlichte englische Note zur Abrüstungsfrage, die vierte der auf dem Fragebogen eingegangenen Antworten, enthält auf mehr als fünfzig Druckseiten ungefähr sämtliche Tabellen des Konventionsentwurfs mit den entsprechenden Ziffern für die englischen Streitkräfte zu Lande, zur See und in der Luft. Die hauptsächlichsten Ziffern sind: für die englische Landarmee 144000 Mann und 9393 Offiziere, für die Flotte 96000 Mann und 8390 Offiziere, für die Luftflotte 30 000 Mann. Die englische Marine umfaßt insgesamt 1 250 000 Tonnen. Die Ausgaben betragen für Landstreitkräfte 39374 000 Pfund Sterling, für die Marine 49 902000 Pfund Sterling und für die Luftstreitkräfte 19 277,000 Pfund Sterling, insgesamt 108 553000 Pfund Sterling. (1 Pfund Sterling= 20 Mark.) Der Berliner Gesandte Chinas, Tsiang Tso Ping, der im Frühjahr für sechs Monate auf Heimaturlaub ging, wird nicht mehr auf seinen Berliner Posten zurückkehren. Seine Regierung hat ihn zum Gesandten in Tokio ausersehen. Die schweizer und die österreichischen Proteste sind bekannt, aber selbst, wenn man über diese Erregung des Auslandes zur Tagesordnung übergehen würde, so bleiben doch die Rückwirkungen, die der deutsche Export auf sich nehmen mußte. Jedenfalls hat die übereilte Verordnung, die übrigens in Abwesenheit des Kanzlers zustandekam, gezeigt, daß man sich auch in diesem Kabinett nicht ganz vom bürokratischen Zopf befreien konnte. Einigung im Lohnionstitt Senkung der Gemeindearbeiterlöhne um 4 Prozent. Berlin, 23. August. Die Verhandlungen im Reichsarbeitsministerium über die Lohnkürzung für die Gemeindearbeiter haben zu einer Vereinbarung zwischen den Parteien geführt, die als Teillösung anzusehen ist und erneute Verhandlungen im Oktober erforderlich macht. Nach dieser Teillösung werden für den Bereich des Reichsverbandes kommunaler und anderer öffentlicher Arbeitgeberverbände ab Donnerstag, den 27. August, die Löhne für die Gemeindearbeiter bis 4 vom Hundert gekürzt. Gleichzeitig fällt die Frauenzulage fort. Diese Regelung gilt bis zum 31. Oktober. Dieratenweise Auszahlung der Beamtengehälter Berlin, 23. August. Der preußische Finanzminister hat durch einen Erlaß bestimmt, daß die erste Rate der Dienst= und Versorgungsbezüge für den Monat September, soweit sie in bar zu leisten ist, am 31. August ausgezahlt wird. Ueberweisungen an den Empfänger dürfen nicht vor dem 29. August erfolgen. Wegen der Auszahlung der zweiten Septemberrate wird ein besonderer Erlaß ergehen. held gegen die Reichsreform München, 23. August. Auf der alljährlichen Bauernkundgebung in Tuntenhausen hielt der bayrische Ministerpräsident Dr. Held eine Rede, in der er sich in schärfster Form gegen die preußischen Pläne auf eine Reichsreform wandte. Durch die angestrebte Reform werde die Grundlage des Reiches zerstört. Eine Volksbefragung in Deutschland lehne Bayern ab. Es lasse nicht außerbayrische Stämme über sein Schicksal abstimmen. Der Ministerpräsident schloß mit der Hoffnung, daß wenigstens die süddeutschen Staaten eine Einheitsfront gegen die unitarischen Pläne bilden werden, denn es komme alles darauf an, einen entsprechenden Gegendruck gegen die Unitaristen aufzubringen. Wie den Gemeinden geholfen werden soll Zudustele und Einzeihandel un Beuning Die Vorschläge des Städtetages Berlin, 23. August. Der bekannte Vorschlag des Städtetages für die Aufbesserung der Gemeindefinanzen liegt jetzt in einer Denkschrift vor. Aus ihr ersieht man, daß die eigenen Abbaumaßnahmen der Gemeinden, zu denen auch die Kürzungen der Wohlfahrtserwerbslosenfürsorge gehören sollen, in den kommenden sieben Monaten eine Ersparnis von insgesamt 325 Millionen Reichsmark bringen sollen. Der Zuschuß der Gemeinden zur Krisenfürsorge soll entfallen, da das Reich, wenn es den Vorschlägen des Städtetages für die Arbeitslosenversicherung und die Krisenfürsorge folgt, 85 Millionen Reichsmark ersparen würde. Etwa 400 Millionen Reichsmark für den Teil der Wohlfahrts=Erwerbslosenfürsorge den die Gemeinden selber nicht tragen zu können erklären, sollen durch eine Erwerbslosenabgabe aller Gehalts= und Lohnempfänger die bisher keine Beiträge zur Arbeitslosenversicherung zu leisten haben, aufgebracht werden. Am Schluß der Denkschrift wird erklärt, daß für diese Maßnahme eine allgemeine Senkung der Lebenshaltungskosten eine unbedingte Voraussetzung wäre. Starke Zunahme der Wohlfahrtserwerbslosen Berlin, 23. August. Nach der Erhebung des preußischen Statistischen Landesamts vom 31. Juli sind in Preußen 752974 vom Arbeitsamt anerkannte Wohlfahrtserwerbslose bei den Bezirksfürsorgeverbänden gezählt worden gegenüber 718065 am Ende des Vormonats, so daß sich ein= Zunahme um 34909 anerkannte WohlfahrtsOrganischer Abbau der Selbstkosten— Senkung der öffentlichen Lasten billigere Kredite eine erwerbslose oder 4,9 v. H. ergibt, die den Junizuwachs (10 396) wieder erheblich übersteigt. Berlin, 23. August. Der Reichsverband der deutschen Industrie hat dem Reichskanzler eine Denkschrift überreicht, deren Inhalt geheim gehalten wird. In einem Rundschreiben, das der Reichsverband an seine Mitglieder verschickt, ist jedoch der Inhalt der Denkschrift erkennbar. Es heißt in dem Rundschreiben u..: Angesichts der außerordentlich bedrohlichen Lage in der Industrie wie in den anderen Wirtschaftszweigen haben wir nunmehr noch einmal unsere wichtigsten Forderungen und Vorschläge zusammengestellt und sie in der Form einer Aufzeichnung über die Stellungnahme des Reichsverbandes der Deutschen Industrie zu der gegenwärtigen Finanz= und Wirtschaftslage dem Reichskanzler schriftlich übermittelt. Wir haben die Aufzeichnung ebenfalls den in Frage kommenden Ministerien sowie dem Reichsbankpräsidenten zur Kenntnis gegeben. Der Ausgangspunkt der ganzen Darstellung ist der zwingende Gedanke, daß Deutschland auf den Weg der Selbsthilfe angewiesen ist. Im Mittelpunkt des Selbsthilfeprogramms muß die organische Umgestaltung der Selbstkosten im Sinne einer möglichst weitgehenden Herabdrückung der Selbstkosten stehen. In der Aufzeichnung ist im einzelnen dargestellt, wie dieser Grundsatz auf unsere vier Hauptgebiete angewandt werden 1. Steuern und Abgaben an die öffentliche Hand; 2. soziale Belastungen; 3. Löhne und Gehalter;„ 4. Verkehrstarife und Tarise der kommunaten Versorgungsbetriebe. Ein weiterer besonderer Abschnitt befaßt sich mit den„Aufgaben einer richtigen und einwandfreien KreDie Frage der Großpensionäre Die Reichsregierung wehrt sich Berlin, 23. August. Amtlich wird gemeldet: In der letzten Zeit mehren sich die Pressestimmen, die der Reichsregierung den Vorwurf machen, sie habe in der Frage der Herabsetzung der hohen Pensionen und der Anrechnung von Nebeneinkünften auf die Pensionsbezüge nicht das Erforderliche getan. Hierzu ist folgendes zu bemerken: Zunächst wurde durch das Reichsministergesetz vom ditpolitik“, besonders in der öffentlichen Hand, um eine Senkung der Kreditkosten zu erreichen.— Ein anderer positiver Vorschlag erstreckt sich auf die Schaffung einer Möglichkeit für vermehrte Aufträge an die Wirtschaft. Schließlich enthält die Eingabe auch die nachdrückliche Forderung, alle Reste der Zwangswirtschaft, insbesondere auch die Zwangswirtschaft im Wohnungswesen, endgültig zu beetgen. Berlin, 23. August. Die Hauptgemeinschaft des deutschen Einzelhandels hat dem Reichskanzler beim Empfang ihres geschäftsführenden Vorstandsmitgliedes Dr. Tiburtius eine Denkschrift überreicht, in dem die Wünsche des Einzelhandels zu den aktuellen Fragen der Wirtschaftspolitik entwickelt werden. Das Schreiben nimmt scharf Stellung gegen alle Gedankengänge, die den deutschen Außenhandel schwächen und damit den Arbeitsmarkt und das inländische Preisniveau gefährden könnten. Zur Ueberwindung der Wirtschaftskrise wird ein stärkeres Eingreifen des Staates gefordert, daß die auf der Wirtschaft und den Verbrauchern liegenden öffentlichen und privatwirtschaftlichen Lasten senken helfen solle. Für die Neuordnung der Kreditwirtschaft wird unter Hinweis auf die Erfahrungen in der letzten Zeit stärkere Einschaltung der Erfahrungen des Einzelhandels gefordert, um die Kreditversorgung, besonders mittlerer und kleinerer Betriebe, zweckmäßiger und billiger zu gestalten. Neues in Kurze Die württembergische Zentrumspartei veranstaltete aus Anlaß des zehnjährigen Todestages Erzbergers am Sonntag in Biberach eine Gedächtnisfeier. 27. März 1930 bestimmt, daß der Reichskanzler und die Reichsminister keine Ministerpensionen, sondern nur mehr ein Uebergangsgeld erhalten sollen. Sooann hat der Reichsfinanzminister mit Zustimmung der Reichsregierung am 31. August 1930 dem Reichsrat den Entwurf eines Gesetzes über Kürzung von Versorgungsbezügen(Pensionskürzungsgesetz) vorgelegt. Dieser Entwurf sieht eine Herabsetzung der hohen Pensionen und eine Anrechnung von Nebeneinkommen auf die Pensionen vor. Nach Annahme im Reichsrat ist der Entwurf am 2. Dezember 1930 dem Reichstag zugegangen, der ihn am 9. und 10. Dezember in erster Lesung beraten und dem Haushaltsausschuß überwiesen hat. Zu einer Beratung im Haushaltsausschuß ist es nicht mehr gekommen. Hiernach kann keinesfalls behauptet werden, daß die Reichsregierung die Reglung dieser Frage verzögert hat, vielmehr ist ihr Entwurf im Reichstag stecken geblieben. Angesichts der Schwierigkeiten, die in dieser Sache insofern liegen, als ein Eingriff in verfassungsmäßig geschützte Rechte in Frage kommt, hält die Reichsregierung eine Erledigung durch den Reichstag für zweckmäßig. Die Gedenkrede hielt Reichspostminister a. D. Giesberts. Giesberts erklärte, aus einer seinerzeit ihm vom Papst gewährten Privataudienz habe er den erschütternden Eindruck und die Erkenntnis erhalten, daß Deutschland im Jahre 1917 den Frieden hätte haben können, wenn es ihn hätte haben wollen. Der Redner stellte ausdrücklich fest, daß er dies zum ersten Male in der Oeffentlichkeit ausspreche. Der deutsche Volksbund für Oberschlesien hat an lkerbund eine kleine Zuschrift gerichtet, in der Klage darüber geführt wird, daß Polen seine auf der letzten Ratstagung hinsichtlich der loyalen Behandlung in Polnischder Deutschen in Pornisch=Oberschlesien gegebenen Zusagen noch immer nicht voll und ganz erfunt habe. führte am Freitag und Samstag, wie die„Deutsche Allgemeine Zeitung" berichtet, eine Reihe von organisationspolitischen Besprechungen, die offenbar durch gewisse Vorgänge innerhalb des Gaues Berlin bedingt worden waren. Politische Besprechungen führte Hitler, dessen Anwesenheit in Berlin geheim gehalten wurde, nicht. Karolyis neues Kabinett Wien, 23. August. Aus Budapest wird gemeldet: Nachdem Graf Karolyi Samstag nachmittag seine Mission zur Regierungsbildung niedergelegt hatte, wurde er neuerdings mit der Regierungsbildung betraut. Nun gelang es ihm am Sonntag, in wenigen Stunden das Kabinett zustande zu bringen. Ministerpräsident und Außenminister ist Graf Julius Karolyi, gleichzeitig Finanz= minister. Kriegsminister ist Julius Gömbös geblieben. Hausbesitz und Hauszinssteuer Ein Vorschlag von Stadtrat Humar(München) Berlin, 23. August. Wie der„B..“ in seiner Samstagausgabe meidete, hatte der Präsident des Zentralverbandes den## scher Haus= und Grundbesitzervereine, Stadtrat Humar(München), mit dem Reichskanzler Dr. Brüning am Freitag eine Aussprache über das Problem des Althausbesitzes. Nunmehr übergibt Stadtrat Humar seine bereits vor einigen Wochen angekündigte Denkschrift zur Frage der Hauszinssteuer offiziell der Oeffentlichkeit. Stadtrat Humar schlägt vor, die Hauszinssteuer mit Wirkung von 1. Januar 1932 ab durch eine Rentenschuld ohne Kapitallast abzulösen. Diese Rentenschuld soll in gleicher Weise behandelt werden, wie die Rentenschuld der Landwirtschaft bei der Rentenmark. Ganz besonderen Wert legt Humar darauf, daß die Hauszinssteuer nicht kapitalisiert wird. Die Rentenschuld soll in das Grundbuch nicht eingetragen werden. Die Rente soll 5 Prozent des dreifachen Betrages der bisher veranlagten Hauszinssteuer betragen. Da die Hauszinssteuer mit zwei Milliarden Mark veranlagt ist, hat der Hausbesitz also insgesamt eine jährliche Rente von 300 Millionen Mark aufzubringen. Auf Wunsch des Hauseigentumers soll die Rente über 5 Prozent hinaus erhöht und auch durch eine einmalige Zahlung des zehnfachen Grundbetrages unter Berücksichtigung etwaiger Tilgung abgelöst werden können. Um nicht nur einzelnen Hauseigentümern, sondern dem Hausbesitz allgemein die Möglichkeit der Rentenablösung zu gewähren und damit dem Reich flüssige Mittel zu verschaffen, soll die Rente als Deckung neuer Schuldverschreibungen der Realkreditinstitute verwendet werden. Die Hypothekenbanken haben sich schon bereit erklärt, dem Reiche gegen Ueberlassung der Rente siebenprozentige Goldpfandbriefe in Höhe des einmaligen Ablösungsbetrages zu geben. Die Rente soll vom Hausbesitzer getragen werden und kann nicht auf die Miete umgelegt werden. Das gleiche gilt von den Mehrzinsen, die infolge der Zinserhöhung für Aufwertungshypotheken ab 1. Januar 1932 zu zahlen sind. Dadurch erwächst dem Hausbesitz etwa eine zusätzliche Belastung von 500 Millionen Mark, so daß der Hausbesitz nach dem Plane von Stadtrat Humar etwa 800 Millionen Mark jährlich aufzubringen hat. Die Verwirklichung des ganzen Planes soll aber die unveränderte Beibehaltung der derzeitigen gesetzlichen Miete zur unbedingten Voraussetzung haben. Zur Durchführung seines Vorschlages macht Stadtrat Humar weiter die Bedingung, daß die Wohnungszwangswirtschaft restlos beseitigt wird und daß die mietrechtlichen Bestimmungen des burgerlichen Gesetzes unverändert wieder in Kraft gesetzt werden. Schließlich wird auch die Nichteinführung einer Wohnraumsteuer oder einer anderen neuen steuerlichen Belastung des Hausbesitzes auf dem Wege über Länder und Gemeinden gefordert. Oberleutnant Wendt aus Gollnow verschwunden Stettin, 23. August. Der im Leipziger Reichswehrprozeß verurteilte Oberleutnant Wendt, der die ihm auferlegte Festungsstrafe in Gollnow verbüßt, ist Samstag nachmittag von einem ihm gewährten Stadturlaub nicht in die Anstalt zurückgekehrt. Ihm war für die Zeit von 12 bis 17 Uhr Stadturlaub bewilligt worden. Die polizeilichen Ermittlungen, die sofort in Gollnow und im weiteren Umkreise geführt wurden, führten bisher zu keinem Ergebnis. Man nimmt an, daß Wendt von politischen Freunden im Auto abgeholt wurde, das sich bei dem zum Wochenende einsetzenden starken Kraftwagendurchgangsverkehr unbeachtet der Strafanstalt hatte nähern können. Der kommunistische Reichstagsabgeordnete und Mitglied des Staatsrates, Lehrer Schneller, wurde in Breslau wegen Beleidigung des Papstes an Stelle von 10 Tagen Gefängnis zu 200 Mark Geldstrafe verurteilt. Wegen Beteiligung an einer politischen Schägerei in der Neujahrsnacht 1930/31 zu Berlin verurteilte das Berliner Schwurgericht beim Landgericht 3 nach zehntägiger Verhandlung 5 Mitglieder der Nationalsozialistischen Partei zu Gefängnis von 4 bis 1 Jahr. Wegen verbotenen Waffenbesitzes wurden sechs Personen, bei denen am Volksentscheid=Sonntag, und zwar im Anschluß an die Schießerei auf dem Bülowplatz in Berlin, Waffen gefunden wurden, vom Berliner Schnellrichter zu Gefängnis bis zu sieben Wochen verurteilt. Vor dem Celler Erweiterten Schöffengericht standen unter der Anklage des Landfriedensbruchs zehn Angehörige der KPD. Es handelte sich um Ausschreitungen anläßlich des Stahlhelmtages am 12. Juli. Das Urteil lautete auf Freiheitsstrafen von drei Monaten bis zu einem Jahr Gefängnis. Die Mitglieder der deutschnationalen Fraktion des Mecklenburg=Strelitzer Landtages haben ein Schreiben an den Präsidenten des Landtages gerichtet, in dem die Einberufung des Landtages gefordert wird. Dem einzuberufenden Parlament soll ein Urantrag auf Auflösung des Landtages vorgelegt werden. Weltrüstungsekal: Fast 17 Millarden Mark Paris, 23. August. Das Gewerkschaftsblatt„Le Peuple“ gibt eine für die französische Presse zusammengestellte Statistik der „Newyork Times“ wieder, in der die Rüstungsausgaben der verschiedenen Länder aufgeführt werden. Danach beläuft sich der gesamte Rüstungsaufwand der Welt auf etwa 17 Milliarden Mark. An der Spitze marschieren die Vereinigten Staaten, es folgt Sowjetrußland, alsdann kommt Frankreich, hierauf England und Italien. Es folgen Japan und Indien und dann erst Deutschland. Anschließend Spanien Polen. und Hiller in Berlin Berlin, 23. August. Der nationalsozialistische Parteiführer Adolf Hit ler, der Donnerstag nacht in Berlin eingetroffen war, Im Staubecken verunglückt Drei Tote. Stockholm, 23. August. Ein entsetzliches Unglück, das drei Menschenleben forderte, ereignete sich heute in einem Staubecken des Elektrizitätswerks Karsefors bei Laholm in Südschweden. Ein Herr war mit zwei Damen zusammen in das seit einiger Zeit trocken gelegte Becken hinabgestiegen, um die Anlagen zu photographieren, als plötzlich die Schleuse geöffnet wurde und eine gewaltige Wassermenge die drei Menschen mit sich riß. Alle drei kamen in den Fluten um. Staatsanwalt und Oberreichsanwall greifen ein Die Berliner Polizistenmorde Berlin, 23. August. Die Staatsanwaltschaft I hat gegen fünf Personen, die in der Nacht vor der Erschießung der beiden Polizeioffiziere Anlauf und Lenck auf dem Bülowplatz die Inschrift:„Für einen erschossenen Arbeiter fallen zwei Schupooffiziere, Rotfront, Rache, RFB. lebt!“ angebracht haben, Antrag auf Voruntersuchung gestellt unter der Anschuldigung, durch öffentlichen Anschlag von Schriften zum Mord an zwei Offizieren der Schutzpolizei aufgefordert zu haben, wobei die Aufforderung die strafbare Handlung zur Folge hatte. Ferner lautet die Beschuldigung auf Aufforderung und Anstiftung zu einer Gewalttat gegen bestimmte Personen. Weiter wird bekannt, daß in Berlin und zwar hauptsächlich im Berliner Norden weitere 13 Personen festgenommen wurden, die im Verdacht stehen, mit den politischen Bluttaten der letzten Zeit in Verbindung zu stehen. Der Oberreichsanwal# hat inzwischen das gesamte Material bei der politischen Abteilung der Polizei angefordert, so daß mit der Erhebung der Anklage wegen Hochverrats bzw. Vorbereitung des Hochverrats gerechnet werden kann. In Königsberg in Preußen fand am Sonntag die feierliche Eröffnung der 19. deutschen Ostmesse statt. An der Feier nahmen u. a. auch Vertreter Rußlands und Chinas teil. Unter Führung französischer Banken wurde Ungarn eine Anleihe in Höhe von 100 Millionen Mark willigt. Die Verzinsung er-- zu 6½ Prozent. Vitterungsrekorde 335 Jage Reten im Jahr— 214 Jage Gewitter— Das Wolkenkukuksheim am Nord- und Südpol— Der külteste und der wärmste Urt in Mittelgrönland haben in diesem Winter die deutschen Forscher Dr. Georgi, Sorge und Loewe mehrfach— 65 Grad C. gemessen. Während wir also wohl Orte angeben können, die Wenn wir unter der Julihitze stöhnen, dann haben wir wenigstens den einen Trost, daß es an anderen Orten der Erde noch heißer ist. Dabei pflegen wir gewöhnlich an den Aequator zu denken, wo die Sonnenstrahlen fast senkrecht auf die Erde prallen und die Neger schwarz„vor Hitze“ herumlaufen. Mit dieser Annahme befinden wir uns aber in einem Irrtum. Als heißester Ort der Erde gilt das Todestal, das an der Grenze zwischen Kalifornien und Nevada liegt. Dort wurde am 10. Juli 1913 eine Temperatur von 56,6 Grad C. gemessen. Man muß aber dabei bedenken, daß die Bodentemperatur weit höher ist, 70 Grad und mehr. Diesem Hitzerekord kommen Teile in Neusüdwales nahe. Dort konnte man am 21. Januar 1845 55 Grad C. messen. Die nächsten Bewerber um den Hitzerekord finden sich in den Wüsten von Arizona, Kalifornien und Neumeriko. Würde ein Mensch von diesen heißesten Orten der Erde an ihre kältesten Punkte gebracht, dann würde er über den Temperaturunterschied nicht wenig erstannt sein, vorausgesetzt, daß sein Organismus überhaupt imstande wäre, sich sofort den veränderten Bedingungen anzupassen; der Temperaturunterschied beträgt etwas über 120 Grad C. Allerdings würde dieser Mensch nicht vom Todestal an den Nord= oder Südpol reisen müssen, sondern er müßte Gegenden in Nordostsibirien aufsuchen. Bei Werchojensk und Oemekon in Sibirien befindet sich der sogenannte Kältepol, d. h. dort wurden die tiefsten Temperaturen gemessen. Die tiefsten auf der Erde überhaupt festgestellten Temperaturen waren dort im Januar 1885— 68 Grad und im Januar 1892 — 67,8 Grad. Bereits Ende November fand der russische Forscher Obrutschew in diesen Gegenden schon Fröste von— 60 Grad vor und die meteorologische Station von Werchojensk hat ein Monatsmittel für die beiden kältesten Monate von unter— 48 Grad berechnet, für das Mittel der tiefsten Jahrestemperatur— 62,2 Grad. In den Polargegenden liegen dagegen die tiefsten bisher gemessenen Temperaturen bei—59,9 Grad. Lediglich an durchschnittlich 214 Tagen im Jahr gewittert es hier. Der Sturm ist im Südpolarland heimisch. Dort hat der Leiter der australischen Südpolexpedition, Douglas Dawson, Windstöße mit Geschwindigkeiten von 90 Metersekunden gemessen. Das Wolkenkukuksheim befindet sich schließlich, nicht wie die allgemeine Anschauung will, im siebenten Himmel, sondern in den Polargegenden. Die Polarmeere am Süd= und Nordpol sind nämlich aller Wahrscheinlichkeit nach die bewölktesten Gegenden der Erde. Dr. A. G. als Konzertdirigent an die Kaiserliche Musikakapgg#e in Tokio berufen worden. Pringsheim ist ein Schwage Wbonos Bonyo,„stellung in Leibailg. Im den Rekord in Hitze und Kälte einwandfrei halten, steht es heute fest, daß keine Gegend auf der Erde vollkommen regenlos ist. Früher allerdings nahm man an, daß die Küsten von Chile und Peru, Teile des ehemaligen Deutsch=Ostafrikas und besonders die Gegend um Assuan in Oberägypten gänzlich ohne Regen seien. Schuld an dieser Vorstellung haben die„ältesten Einwohner“ dieser Gegenden, in deren Erinnerung, wie sie lebhaft versicherten, sich nichts, was einem Regen ähnlich sei, vorfand. Nachdem man überall in der Welt meteorologische Stationen errichtet hat und nun auf dieses Gedächtnis verzichten kann, zeigt es sich, daß auch diese „völlig trockenen“ Orte von Zeit zu Zeit Regen erhalten, wenn es auch dort erstaunlich lange Trockenperioden gibt. In dieser Beziehung dürfte die Gegend oberhalb und unterhalb Assuans am Rande der Wüste, der trockenste Ort der Erde sein. Bei Wadi Halfa fiel z. B. in den Jahren 1891 bis 1900 überhaupt kein meßbarer Niederschlag, während in der gleichen Zeit in der angrenzenden Wuste schwere Regenstürme tobten. Die Wüste muß also nicht immer trocken sein. * Während Wadi Halfa fast zehn Jahre lang auf Regen warten muß, fällt in Cherapunji in Indien jedes Jahr durchschnittlich 11000 bis 12000 Millimeter Regen; würde das Wasser nicht abfließen oder versickern, dann wäre Cherapunji schon in einem Jahr in einem 12 Meter tiefen See versunken. Hier ist der feuchteste Ort der Erde, an dem es durchschnittlich 162 Tage im Jahre regnet. Wenn auch nicht an Niederschlagsmenge, so wird doch Cherapunji an Häufigkeit der Regentage übertroffen von der Insel Jaluit in der Gruppe der Marschall=Inseln. Auf der Insel Jaluit regnet es ca. 335 Tage im Jahr.„itz.3grhg Laun 85 Eines majestätischen Witterungsretorvo rann sich Abessinien rühmen; dort donnert und blitzt es am meisten, Kunst und Wissen = Josef Melnik f. Der Schriftsteller Josef. Melnik, ein gebürtiger Russe, aber seit langem in Deutschland geistig eingebürgert, ist in Berlin an den Folgen eines leidens gestorben.— Melnik, der im 50. Lebensjahre stand, hat im politischen und wirtschaftlichen Leben der Vorkriegszeit eine Rolle gespielt. Er war der Vertraute des russischen Ministers Witte, später wurde er von Albert Ballin zum Berliner Pressechef seiner Schifffahrtsgesellschaft berufen. Durch ausgezeichnete Kenntnis der russischen Geschichte und Literatur und durch seine literarischen Beziehungen zu den skandinavischen Ländern vermochte Melnik erfolgreiche Mittiertätigkeit zu entfalten. Er war auch mit Georg Brandes eng befreundet, und konnte ferner durch Vermittlung dänischen Freunde persönliche Beziehungen zu Knut Hamsun aufnehmen. Hermann Bang war ihm als Dichter und Mensch bestens bekannt. Melniks literaturkritische Arbeiten. seine Uebersetzungen fanden überall die größte Wertschätzung. = Waldemar v. Baußznern 7. In Berlin starb der Komponist und Lehrer an der Akademie für Kirchenund Schulmusik, Professor Waldemar v. Baußnern im 65. Lebensjahr. Er begann 1891 als Dirigent des Mannheimer Musikvereins und Lehrergesangvereins, leitete in Dresden die Liedertafel und den Chorverein. 1903 wirkte er in Köln, fünf Jahre später wurde er Direktor der Weimarer Dzusikschulge,„19 16,Zeiter des = Goethe=Buchaussteuung in Leipzig. Im G Gedenkjahr 1932 soll in Leipzig eine Ausstellung werden, die sich mit der modernen illustratigen tattet werdegijschen Gestaltung von Marken der Goeue und typographischen Gestaltung von Werken der Literatur beschäftigt. = 18000 in Bayreuth. Die Bayreuther Festsprg hatten, wie jetzt bei„ihrem Abschluß festgestellt### 18000 Besucher aus über 40 verschiedenen Staaten. Schlußbeifall nach der Auffuhrung von„Tristan Isolde" dauerte— auch ein kleiner Rekord— volle Ds Luzern kauft bas„Wagner=Haus“. Das Lanohaus in Triebschen, wo der Komponist,ig hois, pist ren 1866—1872 den„Siegfried“ schuf, Wird, erfahren, von der Stadt Luzern käuflich erworben Erfolgreiche Japan=Tourneg Professor Kreuzgg, Der bekannte Pianist Professor Leon#h, Iieuy gerin, rer an der Staatlichen Hochschuig fur in gazpan zurücist kürzlich von einer längeren Reisgongerte, gekehrt, während der er zahlreiche Kungerte. In gehr, allein vier, gegeben und auch eine umfangrei######## tätigkeit ausgeübt hat. Angesichts des großen hen schiedes, der in der Auffassung der Musik Zuohschferung, Fernen Osten und Euxopa herrscht, ist die Beg###n zu. mit der Kreutzer in Japan aufgenommen worr, eutbesonders bemerkenswert. Kreutzer hat als erster, e scher Musiklehrer vom Kaiser in Japan ein aus silbernen Schalen bestehendes Ehrengeschenk e# Die japanische Musikpresse hat ihm begeisterte gewidmet.„.„.. in Krefeld 36 Eine Drehbühne, die nichrs Poyerzethgte sich macht erfinderisch: Das Krefelder Stadttheuze: eine tadellose Drehbühne gebaut, die nichts kostetzigentbesteht aus über 100 Einzelteilen, wird auf diguinuten liche Bühne aufgelegt und kann innerhalb 10— exeits zusammengesetzt werden. Seit einigen Jahrergnschafwurden die Einzelteile angeschafft und deren## zi fuingskosten aus dem Fundus entnommen, so 9e Hochicgen Konservatoriums Franrurt, 1023 begezu kungetozet, Verget, Ghueshühne die Stadtverwatug, er in Vertin seine Lehrtätigkeit als Kirchenmusiker.„In nunmehr vollendere#ro#tne die Sttt, Epfindung ** □chaffen dominier“, das vokale und das kirchliche seinem Schaffen vommmerte das vokale und das kirchliche Element. Am bekanntesten wurde sein„Hohes Lied vom Leben und vom Sterben“ und die 5. Sinfonie auf das Lied„Es ist ein Schnitter, der heißt Tod". Deutscher Pusitker nach Javag bezzfige, Klaus 54. Rädern gaus, Bulsgezschikgepische Beteräigsf 6. Zen der verlinegx Kompopik, Drigent, und wovon 40 Zentner auf Eisenkonstruktion entfauen. Pringsheim, der Perliner Komponist, Birigent und Musikschriftsteuer, ist als Professor für Kompontion und 4. Beilage zum Anzeiger u. Gen Besser Was denn? Nun Das letzte The langsam seinen S Samstag von seinen schiedet. Und eigentli am Montag wieder am Montag wieder diesem Jahre am A über das Wochenend Besser als erwartet Eigentlich sah er und es hörte sich in Sturm über Bochun pfannen herabriß, a an. Und die Hofft nicht größer, an den par die Ueberraschu schein da. Und alle die in den letzten konnten, erlebten gl dabei: Es ist tatsät merklich herbstlich auch noch Sommer Laub auf den Allee Schon ist vom Blu wenig zu sehen. D Hände in die Jacke sem großen Stadtp rudert vergnügt n Enten und Schwäne Karpfen rum. Son nicht an der kleine nach Brotstückchen Und im Sonne schlecht das Wetter im Stadtpark ist so und Regen in dies leicht entschädigt ur dem Herbst durchs des sogenannten S Sommergeschichte 1 nen: Nicht so schle Parlame gegen die Einge Die Deutsche Fl einen Antrag eing ersucht, eine Vorla gemeinden, die geg Landtages zwangs durch eine außero gezwungen sind, ar den können. Der Antrag wi Eingemeindungen gebiet sind die Gri früheren Landgeme der Stadtverwaltur gung dieser Lasten und zwangsweise z dung betroffenen führen muß. In der letzten Jahre in Gegenteil eine laben, zeigt folgen Gut Hausen in H der Eingemeindut meindesteuern und Nark zu zahlen. N Landwirt an die zahlen. Zahlreiche Rotprogr hilfsaktionen Der Deutsche Anstalten, Heime Plätzen und rund umfaßt, hat für stehenden überaus programm ausgeal halb des Verban führung praktische sammenfassen will. Im Vordergr Erwe Noch mehr al sucht werden müsse mitteln, Kleidung derlichen Mittel öffentlichen Arbeit stuben und Lesel staltungen und Erwerbslosen und Linderfürsorge wi mussen, wie sie ir kriegsjahren zur darf die örtliche sehr starken weiten sondere Kinderspe nüssen. Auch das und Heilstätten Unterernährung u welt, besonders roscher Zunah 94 hu für die ges Die Müttererholu der außerordentlic mürbten Familien gebaut. Den Ve anenfürsorge wi „mnübersehbare durch rege Mitar Jugend erwartet keinen Pfennig kostet. Die Drehbuhne, eine einen des technischen Oberleiters Otto Junkercäfinie de Durchmesser von 11 Meter bei einem alten Bühne von 14:14 Meter. Die Schsazchezsentränt 54 Rädern aus Vulkaufiber, die auf. Vg.#5 Zenuaufgesetzt sind. Das Gesamtgemicht betragt 70 ssteuer (München) 3. August. zausgabe melrbandes deu ne, Stadtrat skanzler Dr. se über das ehr übergibt nigen Wochen hauszinssteuer Zumar schlägt Lirkung vom schuld ohne Rentenschuld wie die Renzenmark. Ganz daß die Hausrd. Die Renigetragen werichen Betrages betragen. Da. en Mark veramt eine jähraufzubringen. die Rente über eine einmalige unter Berückt werden könentümern, sonöglichkeit der tit dem Reich ie Rente als reibungen verden. Die it erklärt, dem iebenprozentige en Ablösungs= m Hausbesitzer auf., die eiche gilt von Zinserhöhung iuar 1932 zu ausbesitzggtwe illionen Mark, von Stadtrat rk jährlich des ganzen Beibehalchen Miete " Z u r D u r c h adtrat Humar Wohnungsseitigt wird sen des bürgern K r a f t g e s e t z t Lichteinführung inderen neuen auf dem Wege chsanwall ge 23. August. fünf Personen, beiden PolizeiBülowplatz die iter fallen zwei 8. lebt!“ angsuchung, gestel. lichen Anschlog Offizieren rt zu haben, Handlung zur igung auf Aufoalttat gegen erlin und zwar tere 13 Perie im Verdacht r letzten Zeit in ichsanwalt bei der politirdert, so daß sochverrats bzw. et werden kann. im Sonntag die Ostmesse statt. treter Rußlands wurde Ungarn inen Mark be8 Prozent. 4. Beilage zum Bochumer Anzeiger u. Gen. Anzeiger K Nr. 197, 38. Jahrgang Montag, 24. Augusit 1931 Besser, als erwartet! Pas denn? Nun natürlich das Wetter am Wochende. Das letzte Thema, wenn man sich am Freitag so langsam seinen Sonntagsplan zurechtlegt und am samstag von seinen Kollegen oder Kolleginnen verabUnd eigentlich das erste Thema, wenn man sich am Montag wieder sieht. Für gewöhnlich haben wir in diesem Jahre am Wochenanfang allen Grund gehabt, per das Wochenendwetter zu schimpfen. Aber diesmal: Eigentlich sah es ja nicht danach aus am Freitag 1 es hörte sich in der Nacht zum Samstag, als der Sturm über Bochum brauste, Blätter, Aeste und Dachpfannen herabriß, auch wirklich nicht nach Gutwetter „ Und die Hoffnungen wurden auch am Samstag icht größer, an dem es noch sehr mieß aussah. Dafür par die Ueberraschung am Sonntag mit hellem Sonnenschein da. Und alle die vielen Spaziergänger Bochums, die in den letzten schlechten Wochen so wenig heraus onnten, erlebten gleich eine zweite Ueberraschung mit dabei: Es ist tatsächlich schon langsam und ganz unmerklich herbstlich geworden! Wenn es kalendermäßig auch noch Sommer sein müßte. Schon liegt braunes Laub auf den Alleen und den Wegen des Stadtparkes. Schon ist vom Blumenschmuck des Sommers nur noch ig zu sehen. Der Eiswagenmann steckt schon die Hände in die Jackentasche. Nur das junge Volk auf großen Stadtparkteich schert sich nicht daran und rudert vergnügt mit den Aeppelkähnen zwischen den Enten und Schwänen und den teilweise erfreulich dicken Karpfen rum. Soweit sich dieses geschätzte Viehzeug nicht an der kleinen Brücke des Teiches aufhält, um nach Brotstückchen zu schnappen. Und im Sonnenschein sieht man dann auch, wie schlecht das Wetter gewirkt hat. Selbst das Vogelhaus im Stadtpark ist schon ganz verrostet vor lauter Nässe und Regen in diesem mißvergnügten Sommer. Vielentschädigt uns der Spätsommer gemeinsam mit dem Herbst durch schöne Tage. Damit wir am Schluß des sogenannten Sommerhalbjahres unter die ganze Sommergeschichte 1931 wenigstens noch schreiben können: Nicht so schlecht, wie erwartet! Parlamentarischer Vorstoß gegen die Eingemeindungen im Industriegebiet Die Deutsche Fraktion hat im Preußischen Landtag einen Antrag eingebracht, der das Staatsministerium ersucht, eine Vorlage einzubringen, nach der die Landgemeinden, die gegen ihren Willen durch Beschluß des Landtages zwangsweise eingemeindet wurden und dadurch eine außerordentliche Mehrbelastung zu tragen gezwungen sind, auf Antrag wieder ausgemeindet werDer Antrag wird wie folgt begründet: Durch die * Eingemeindungen im rheinisch=westfälischen Industriegebiet sind die Grundeigentümer und Steuerzahler der früheren Landgemeinden durch steuerliche Maßnahmen der Stadtverwaltung derart belastet, daß eine Aufbringung dieser Lasten auf die Dauer unmöglich sein wird und zwangsweise zum Ruin dieser von der Eingemeindung betroffenen Grundeigentümer und Steuerzahler führen muß. In welchem Maße die Eingemeindungen der letzten Jahre keine steuerliche Entlastung, sondern in Gegenteil eine sehr viel stärkere Belastung gebracht haben, zeigt folgendes Beispiel: Der Landwirt de Myn, Gut Hausen in Hagen=Vorhalle, Westfalen, hatte vor der Eingemeindung in die Stadt Hagen an Geneindesteuern und sonstigen Lasten jährlich 2744,8 Nark zu zahlen. Nach der Eingemeindung muß derselbe Landwirt an die Stadt Hagen jährlich 6660,01 Mark zahlen. Zahlreiche ähnliche Fälle liegen vor. Rotprogramm für den Winter hilfsaktionen des Deutschen Karitasverbandes Der Deutsche Caritasverband, der mehr als 7000 Anstalten, Heime usw. mit über 700000 Betten und Plätzen und rund 25000 sonstige Hilfseinrichtungen umfaßt, hat für die nächsten Monate und den bevorstehenden überaus schweren Winter ein caritatives Notprogramm ausgearbeitet, das die gesamte Arbeit innerhalb des Verbandes in erster Linie auf die Durchführung praktischer Hilfsmaßnahmen einstellen und zusammenfassen will. Im Vordergrunde der Hilfsaktionen wird die Erwerbslosenfürsorge stehen. Noch mehr als im letzten Winter wird alles versucht werden müssen, um durch Sammlung von Lebensmitteln, Kleidung und Wäsche und von Geld die erfor“ d e r l i c h e n M i t t e l a u f z u b r i n g e n, u m i n E r g ä n z u n g d e r offentlichen Arbeitslosenhilfe durch Speisungen, Wärmestuben und Lesehallen, Kurse und geeignete Veranstaltungen und Förderung der Selbsthilfe das Los der Erwerbslosen und ihrer Angehörigen zu lindern. Die Kinderfürsorge wird teilweise wieder Formen müssen, wie sie in den schlimmsten Kriegs= und Nachkriegsjahren zur Durchführung kamen. Vor allem bedarf die örtliche Erholungsfürsorge für Kinder einer sehr starken weiteren Ausgestaltung; ebenso werden beondere Kinderspeisungen noch weit zahlreicher werden müssen. Auch das Ferienkinderhilfswerk und die Landund Heilstätten erheischen erhöhte Beachtung, da die Unterernährung und Erkrankung innerhalb der Kindervelt, besonders in den Familien der Erwerbslosen, i rascher Zunahme begriffen sind und bedenkliche Geschren für die gesamte Volksgesundheit mit sich bringen. Die Müttererholung und die sonstige Hilfe für die von der außerordentlichen Schwere des Existenzkampfes zernürbten Familienmütter wird gegenwärtig weiter ausKhaut, Den Vereinigungen für Familienhilfe und emenfursorge werden auf den verschiedensten Gebieten ast unübersehbare Aufgaben erwachsen, deren Erfüllung burch rege Mitarbeit vor allem aus den Kreisen der Jugend erwartet wird. in Reparaturarbeiten am Stadttheater. Seit etwa Lagen ist man am Stadttheater mit Reparaturedeiten beschäftigt. Ein hohes Baugerüst ist an der konigsallee aufgestellt. Nach dem jetzt die Maurerebeiten beendet sind, ist man jetzt mit der Anbringung iner neuen Abflußleitung und Dachrinne beschäftigt. „inderrückkehr. Die gut., Heil im Stabtischen nins Leim in Westherbede weilenden Kinder haben ihre Eine Sehinaschin? sal Masirneien Die wertvolle Erfindung eines Bochumers ** Bartholomäustag Notensetzmaschine. Gießapparat. Mit der Setzmaschine gesetzte Notenzeile des Liedes„Deutschland, Deutschland über alles.“ Seit mehr als vier Jahre arbeitet der Buchdruckermeister Theodor Faß, Uhlandstraße 11, an dem blem, Musiknoten für den Buchdruck maschinell herzustellen. Nach den Angaben des Erfinders wurden in der hiesigen Berufsschule unter Leitung des Werkmeisters und Fachlehrers Heinrich Küpper Versuche unternommen mit einer daselbst gebauten Modellmaschine. Die Ergebnisse der Versuche sind gut ausgefallen, so daß nunmehr mit der fabrikmäßigen Herstellung der Maschine begonnen werden kann. Der Bau der Maschine wird von der Maschinenfabrik Jahnel übernommen. Die Herstellung von Musiknotensatz ist eine der schwierigsten graphischen Arbeiten. Ursprünglich wurde diese Arbeit vom Notenstecher hergestellt. Dieses Verfahren ist sehr teuer und erfordert viel Zeit. Es konnte daher nur von wenigen Spezialfirmen ausgeübt werden. Heute wird nun ein großer Teil Noten im Handsatz hergestellt. Aber auch dieses Verfahren ist sehr zeitraubend und teuer. Dazu sind besonders ausgebildete Notensetzer erforderlich, so daß auch dieses Verfahren nur auf wenige Druckereien beschränkt bleibt. Die neue Musiknoten=Setzmaschine ermöglicht es, Notensatz in viel kürzerer Zeit, ebenso exakt, wie die Arbeit des Notenstechers herzustellen. Die Maschine hat einen sehr einfachen Mechanismus und ist leicht zu bedienen. Die Anschaffung der Maschine verursacht nur geringe Kosten, so daß sich die Einrichtung für viele Druckereien verlohnt. So können Zeitungsdruckereien durch diese Maschine Musikbeilagen herausbringen, was bisher durch die hohen Kosten und die lange Herstellungszeit nicht vorteilhaft war. In der Abbildung bringen wir die Notensetzmaschine mit besonderem Gießinstrument sowie einen Probesatz. Die Erfindung wird auch für Komponisten von großem Interesse sein, da die verbilligte Herstellung es ihnen erleichtert, ihre Kompositionen drucken zu lassen. Und die Roten-Schreibmaschine Eine weitere wichtige Erfindung auf dem Gebiete der Noten=Vervielfältigung. Gleichzeitig mit der Erfindung des Bochumer Buchdruckermeisters Faß wird jetzt die Erfindung einer Schreibmaschine für Noten durch den Frankfurter Konstrukteur Gustav Rundstatler und dessen technischen Mitarbeiter Ludwig Stork bekannt. Nach langer Arbeit und fünfjährigen Auseinandersetzungen mit dem Patentamt ist es Rundstatler gelungen, eine brauchbare Noten=Schreibmaschine fertigzustellen. Die Maschine ähnelt den üblichen Schreibmaschinen, weicht aber insofern davon ab, als eine Spezialtastatur verwendet wird und als der Wagen nach jedem Anschlag solange feststeht, bis das Notenbild mit sämtlichen dazu gehörigen Zeichen fertig ist. Durch Einschieben anderer Typensätze kann das Notenbild, je nach der Anzahl der auf einer Seite unterzubringenden Stimmen, größenmäßig verändert werden. Der Hauptvorteil gegenüber dem handschriftlichen Kopieren ist die Möglichkeit der Verwendung von Wachsmatrizen zur Vervielfältigung der Noten. Die Erfindung wird hauptsächlich jungen Komponisten und ihren Verlegern und ferner Musikvereinen von Nutzen werden. Zum 24. August. Dieser Tag ist der erste nach den Hundstagen, daher auch der Spruch:„Der Bartholomäus läutet die Hundstage aus“. Zwar ist es um diese Zeit manchmal noch recht heiß, jedoch stellen sich schon häufig die ersten Nebel ein, in der Nacht fällt bereits kalter Tau. In einem ländlichen Spruch heißt es daher auch:„Bartholomäus bringt den ersten kalten Tau“, und die Förster sagen:„Die ersten Nebel schickt dir, Sankt Barthel in das Waldrevier". Nun kann bestimmt nicht mehr gezweifelt werden, daß es im Jahreslauf rasch abwärts geht. Nicht mit Unrecht sagen daher auch die Landleute in Gebirgsgegenden, wo kältere Nächte und Tage schon früher kommen:„Den Sommer bringt uns Sankt Urban(25. Mai), der Herbst hebt zu Bartholomäus an.“ Oben auf den Almen wird entweder das Vieh bereits eingetrieben, oder es bleibt doch wenigstens nicht mehr während der Nacht auf der Weide. In den meisten Bezirken Deutschlands ist nun die Getreideernte beendet, nur in wenigen Gegenden ist man wegen klimatisch besonders ungünstigen Lagen damit noch etwas im Rückstand. Bartholomäus gilt in manchen Gegenden geradezu als der Schutzheilige der Ernte. Ihm zu Ehren wurde früher am Bartholomäustage stets ein Bock geschlachtet, der Bartholomäus=Bock. Mit dem Eintritt des Bartholomäustages soll nach den ländlichen Regeln mancher deutscher Gegenden nicht mehr in offenen Gewässern gebadet werden. Besonders in manchen süddeutschen Bezirken hält man darauf, daß die„Sichelhenke“ oder das Erntefest noch mit dem Bartholomäustag zusammenfällt. Daß nun die Getreideernte in der Hauptsache vorbei ist, kommt in den Sprüchen zum Ausdruck:„Zieht der Bartholomäus ein, steckt der Bauer die Sichel ein" und:„Der Bartholomäus kommt daher, Bauer, mach' die Tenne leer" Um diese Zeit beginnt auch die Grummeternte, der zweite Schnitt auf den Wiesen. So sagt man auch: „Der Barthel geht nach dem Grummet“. Wenn es in einem ländlichen Spruch heißt:„Am Tage Bartholomäus schüttle Aepfel und Birnen ab, so kann aber nur Sommerobst gemeint sein, denn das richtige Herbstobst ist im letzten Drittel des August noch nicht zum Abnehmen reif. In den ländlichen Gegenden ist jetzt die Zeit, da die Kirchweihen gefeiert werden. Vielfach wird der Vogelzug um den Bartholomäustag und das Wetter an diesem Tage mit dem Wetter der künftigen Monate in Verbindung gebracht. Der 24. August ist überhaupt nach den ländlichen Wetterregeln der bedeutsamste Tag in der Zeit zwischen Sommer und Herbst. Ueber die Vögel heißt es in alten, noch jetzt häufig gebrachten Sprüchen:„Bleiben die Störche noch nach Bartholomäus, so kommt ein Winter, der tut nicht weh“, und weiter:„Am Tage Sankt Bartholomä, ich alle Schwalben scheiden seh". Regen am 24. August wird sowohl von den Ackerbauern wie von den Winzern als ein schlechtes Zeichen angesehen. Bei den Winzern am Rhein und an der Mosel heißt ein Spruch: „Regen am Sankt Bartholomä, der tut den Rehen weh“, andere Sprüche sind:„Blitz und=Regen am Bartholomä, die bringen uns bald Eis und Schnee", oder auch:„Gewitter und Regen am Bartholomä bringen wenig Nutzen, Schaden mehr“. Allgemein ist der Wetterspruch:„Wie der Bartholomä sich hält, so ist der ganze Herbst bestellt". Schließlich wird noch der Spruch oft gebraucht:„Das wird am Tage Sankt Bartholomä geschehen", das heißt dann stets so viel wie: Es wird nie geschehen. Zeigen dei iehlen Arist Neues Absinken der Beschäftigungsziffern auf dem westfälisch=lippischen Arbeitsmarkt Kur Die zur Zeit im Städtischen Kincheim in Westherbede weilenden Kinder haben ihre 1 beendet und treffen am Dienstag, 25. August, .44 Uhr auf dem Hauptbahnhof in Bochum ein. Kinderlähmung. In den östlichen und südlichen Kreides Regierungsbezirkes Arnsberg ist in den letzten Lochen eine größere Zahl von Erkrankungen an KinFrshnung vorgekommen. Die Regierung macht die darauf aufmerksam, daß die Krankheit anzeigeMotorrad überfahren. Auf der Wittener kurz vor der Verwaltungsakademie, wurde am mittag ein etwa sechs Jahre altes Mädchen 3 einem Motorradfahrer überfahren und verletzt. Das Landesarbeitsamt Westfalen berichtet über die Lage auf dem westfälisch=lippischen Arbeitsmarkt für die Zeit vom 1. bis 15. August; In der ersten Hälfte des Monats August stieg die Zahl der Hauptunterstutzungsempfänger in der Arbeitslosenversicherung und Krisenfürsorge im Landesarbeitsamtsbezirk Westfalen um 1028 auf 214 675. Davon entfallen 108 660 auf die Arbeitslosenversicherung(Zugang 336) und 106015 auf die Krisenfürsorge(Zugang 692). Eine weit stärkere Zunahme erfuhr die Zahl der Arbeitsuchenden, die sich seit Ende Juli um 13 162 auf 3 erhöhte. Aus der Entwicklung der Zahl der Arbeitsuchenden kann geschlossen werden, daß trotz der inzwischen eingetretenen Beruhigung die arbeitsmarktliche Auswirkung der Finanz= und Wirtschaftskrise erheblich zunimmt. Vom 1. bis 15. August gingen allein 115 Stillegungsanzeigen ein gegenüber 83 in der zweiten, Julihälfte. Von diesen entfallen 67 auf die Metallindustrie(4500 bis 5000 Arbeitnehmer), 22 auf die Textilindustrie(2700 Arbeitnehmer), 9 auf die Industrie der Steine und Erden und 7 auf das Nahrungs= und Genußmittelgewerbe. Die allgemeine Unsicherheit über die kommende Entwicklung, die Erschwerungen für Einfuhr und Ausfuhr von Seiten des Geldmarktes, die Ungewißheit über die plötzlich sistierten, bereits in Abwicklung befindlichen Reparationsaufträge und die allgemeine Zurückhaltung in der Erteilung von Aufträgen überhaupt sind die Gründe dieser anschwellenden Flut von Stillegungsanzeigen, durch die sich die Firmen für den äußersten Fall sichern wollen. Wird auch der vorsorgliche Charakter der Anzeigen zum Teil betont, so dürften nach den Berichten der Arbeitsämter über den Verlauf der Stillegungsverhandlungen doch eine erhebliche Anzahl dieser Maßnahmen zeitweise durchgeführt werden.— Schwerer als das eigentliche Ruhrgebiet scheinen der Bezirk der märkischen Kleineisen= und Metallwarenindustrie und der münsterländische Textilbezirk betroffen zu sein, in denen die mittleren Betriebe und Personalunternehmungen weitaus überwiegen. Im Zuge dieser Entwicklung hat auch der allgemeine Wechsel und die Kurzarbeit erheblich zugenommen. Die Belegschaft des rheinisch=westfälischen Ruhrkohlenbergbaues wies Ende Juli einen Tiefstand von rund 248000 Mann auf(Januar 1930: 384 000). Im Juli wurden also wieder rund 3500 Bergarbeiter abgebaut. Nach den bereits ausgesprochenen Kündigungen ist auch für den August mit Entlassungen in demselben Umfange zu rechnen. Die Feierschichten sind trotzdem noch beträchtlich hoch. Der Rückgang der Belegschaft ist stärker als der der Produktion, da im Verlaufe der Depression eine nicht unerhebliche Leistungssteigerung pro Kopf der Belegschaft stattgefunden hat. In der Hütten= und Walzwerksindustrie Städte in Zahlen Juni 1931 Stadt Gemeldete### r 5 • /0 S 5 5 S 5 8 5S8 5 S 88 liegt die Produktion von Roheisen, Rohstahl und Walzwerkserzeugnissen auf dem seit Anfang des Jahres beobachteten Tiefstand, ohne sich jedoch wesentlich verschlechtert zu haben(50 bis 55 Prozent der Produktion von Mitte 1929). Trotzdem sinkt die Belegschaft seit Anfang des Jahres langsam weiter, so daß die im Vorjahr beobachtete, arbeitsmarktlich günstige Spanne zwischen Rückgang der Belegschaft und Rückgang der Produktion allmählich verschwindet. Der Belegschaftsindex der rheinisch=westfälischen Großeisenindustrie betrug im Juli 65 gegenüber 71 im Januar 1931(Juni 1929— 100), was einem Abbau von rund 15000 Mann entspricht. Die relativ stärksten Entlassungen erfolgten in Gelsenkirchen und Herne. Mit Ausnahme der saisonmäßig belebten Konservenindustrie zeigen alle Zweige der besonders in Ostwestfalen vertretenen Konsumgüterindustrien einen starken Beschäftigungsrückgang. Das gilt besonders für das Tabakgewerbe. Der Arbeitsmarkt des Bau= und Baustoffgewerbes war weiter stark rückläufig. Durch die Fertigstellung von Rohbanten, die Stillegung begonnener Bauten und die Zurückstellung geplanter Bauvorhaben erfolgten stärkere Zugänge von Baufach= und Hilfsarbeitern. Die Rückwirkung war bereits im Ziegeleigewerbe und in der Zementindustrie, die weitere Betriebseinschränkungen vornahmen, spürbar. Die Beschäftigung der Steinbrüche leidet unter der Einschränkung der Straßenbauten durch die Kommunalbehörden. Uebersicht über die Zahl der Wohlfahrtserwerbslosen im Stadtbezirk Bochum. Stichtag 1 15 Aug. 1931 31. Juli 1931 Hauptunterstützungsempfänger 8998 8731 Ehegatten 3 5288 5141 Kinder Zusammen Spalte—4 8274 8017 22560 21889 Brand in einem Kolonialwarengeschäft. In der vergangenen Nacht, gegen 2 Uhr, war in dem im Hause Brenscheder Straße 56 befindlichen Kolonialwarengeschaft ein Brand ausgebrochen, der in kurzer Zeit von der Feuerwehr gelöscht werden konnte. Es ist nur Sachschaden entstanden. Die Untersuchung über die Entstehungsursache ist noch nicht abgeschossen. Welche Orte sind teuer? Baden hat jetzt eine neue Dienstreiseverordnung für Beamte herausgebracht, die die Reisediäten für badische Beamte auf neuer Grundlage regelt. Dabei werden eine Reihe von Städten namhaft gemacht, in denen Reisen und Uebernachten nach besonderen Sätzen entschädigt werden. Es ist nun interessant, welche deutschen Städte diese Badische Verordnung als teuer bezeichnet. Nach§ 7 dieser Verordnung sind als teure Orte anzusehen: Aachen, Altona, Augsburg, Berlin, Bochum, Braunschweig, Bremen, Breslau, Chemnitz, Curhaven, Dortmund, Dresden, Duisburg, Düsseldorf, Emden, Erfurt, Essen, Flensburg, Frankenthal, Frankfurt a.., Fürth, Gelsenkirchen, Hagen, Halle, Hamburg, Hannover, Kaiserslautern, Karlsruhe, Kassel, Kiel, Koblenz, Köln, Königsberg, Konstanz, Krefeld, Landau, Leipzig, Lübeck, Ludwigshafen, Magdeburg, Mainz, Mannheim, Mülheim a. d. Ruhr, München, .=Gladbach, Münster, Neustadt a.., Nürnberg, Oberhausen, Offenbach, Pirmasens, Plauen, Rhendt, Saarbrücken, Speyer, Stettin, Stuttgart, Trier, Wandsbeck, Wiesbaden, Wilhelmshaven=Rüstringen, Wuppertal und Zweibrücken. Die Mutter nach 20 Jahren wiedergefunden Der in Hohne bei Lengerich wohnende Tischler Ludwig Blank hat jetzt nach 20 Jahren seine Mutter und seine vier Schwestern bei bester Gesundheit wiedergetroffen. Der Vater war mittlerweile gestorben. Mutter und Schwestern wohnen jetzt in Münster. Ludwig Blank wurde 1909 in Bochum geboren und kam von der Fürsorge aus die ersten zwei Jahre nach Münster. Durch allerhand Umstände konnte die Mutter aber keinerlei Anhaltspunkte über den Verbleib ihres Kindes in Erfahrung bringen. Der inzwischen ausgebrochene Krieg machte jede weitere Nochforschung unmöglich. So lebte der jetzt 22jährige ganz in der Nähe seiner Eltern. Er selbst war bei dem Landwirt Kröner in Ladbergen untergebracht worden, wo er 13½ Jahre lang in Pflege war. Von da kam er zum Tischlermeister Sommer in Hohne in die Lehre. Durch die wieder energisch aufgenommenen Nochforschungen konnte ihm dann von den Einwohnermeldeämtern in Bochum und Münster der Aufenthalt seiner Angehörigen mitgeteilt werden. a Bieer, Pansiistel und Pr Hehtei Bilder aus Bochumer Gerichtssälen Mangelhafte Erziehung und schlechter Umgang haben den 21jährigen Arbeiter Lorenz K. aus Bochum kriminell werden lassen. In frühester Jugend mußte er, dessen Familie in äußerst dürftigen Verhältnissen lebte, erfahren, was es heißt, den schweren Kampf mit dem Leben aufzunehmen. Daß er dabei auch manchmal mit den Gesetzen in Konflikt kam, ist erklärlich, wenn man erfährt, daß der junge Mensch ohne jeden Halt aufwuchs, und der, eben schulentlassen, sehen mußte, wie er seinen Weg machte. Der Anfang alles dessen, was nun folgte, war, daß er schon mit 17 Jahren in die Fürsorgeanstalt, kam. Dort hielt er es aber nicht lange aus. Er flüchtete eines Tages und fand bei seinem Onkel, dem ebenfalls wegen Einbruchsdiebstahls oft vorbestraften Theodor P. Unterschlupf. In diese Zeit fielen auch mehrere Einbruchsdiebstähle, die K. mit mehreren Monaten Gefängnis und Zwangsaufenthaltes in der Fürsorgeanstalt in Klausheide büßte. Als er aus dieser Anstalt zum zeiten Male ausgebrochen war, war es sein Verderben, daß ihn wiederum der Onkel aufnahm. Dieser war aber bald den unnützen Brotesser leid, so daß er dem Jungen sagte, wenn er nichts auschaffe, flöge er. Unter dem Zwange dieser Drohungen führte er eines Tages in Herne einen Mansardeneinbruch aus und als er die Beute, etwas Bargeld und Wäsche, seinem Onkel brachte, war die einzige Antwort dieses,„er solle nur keine „Lampen" machen, daß er auch noch mit auffiele". Nun ging es immer so weiter, Einbruch auf Einbruch in allen Gegenden Bochums folgten, und seltsamerweise waren es fast durchweg Mansardeneinbruche, bei denen die Geschädigten selbst arme Dienstmädchen und sonstige Hausangestellte waren. Der Dietrich, den ihm der Onkel zugesteckt hatte öffnete ihm alle Türen. Mit der Hartnäckigkeit eines Schwerverbrechers ließ er nicht eher nach, bis ihm der Einbruch gelang, wenn er auch des öfteren in ein und demselben Hause, das er regelmäßig mit der Frage, ob man Holz gebrauchen könne, betrat, unverrichteter Dinge abziehen mußte. Mittlerweile hatte sich K. von seinem Onkel getrennt und sich eine Braut angeschafft, bei deren Eltern er auch wohnte. Die erst 15jährige und ihre Eltern beschenkte er reichgingen straffrei aus, alle anderen erhielten wegen Hehlerei Gefängnisstrafen bis zu zwei Monaten. SämtAusnahme von K. und P. wird lichen Verurteilten mit die Strafe ausgesetzt. Diebe auf dem Motorrad Ein paar ganz freche Gesellen sind die beiden Einbrecher M. und G. aus Dortmund, die anfangs Juni in Zeit von einer Stunde bereits drei Geschäftshäuser im Zentrum der Stadt heimgesucht hatten. Sie kamen mit ihrem Motorrad nach Bochum und hatten bereits die Beute von zwei Einbrüchen in ihrem Sack, als sie beim dritten Versuch an der Ecke Hellwegstraße von einer Gastwirtin beobachtet wurden. Eine vorbeikommende Polizeistreife nahm sich gleich des einen an und entdeckte im Weilenbrink den Freund, der auf das Motorrad aufpaßte. Auf die Frage der Beamten antworteten die beiden Burschen frech, sie wollten nur Kaninchenfutter holen. Das ständige Leugnen half ihnen nichts. M. bekam neun Monate und G. ein ganzes Jahr Gefängnis zudiktiert. * Zeichen der Zeit. Vor dem Amtsgericht Bochum standen jetzt an einem Tage nicht weniger als 100 Termine in Offenbarungseidsachen an, von denen die Hälfte erledigt wurden. Die Tatsache beleuchtet schlaglichtartig die außerordentlich trübe Wirtschaftslage. Stadtmission tagt am., 15. und 29. September. Die Hofsteder Frauen haben am 25. August und 22. Sey. tember, nachmittags 3½ Uhr, Versammlung.„ Der„Pappschachtel-Artist“. Ein Zirkusdrama vor dem Arbeitsrichter Tas den Stabtienen lich mit den gestohlenen Sachen, wie er auch die übrigen Gegenstände. massenhaft viele Uhren, Ringe, Damenwäsche, Kleider, Bettwäsche usw. bei den Verwandten „sum. mieie,, Peillnschhe, usw. der den. der Braut und seines Onkels unterzubringen mußte. Erst, als der Kriminalpolizei eine vertrauliche Mitteilung zuging, zie auf K. als den mutmaßlichen Täter der erschreckend zunehmenden Manfardeneinbrüche hinwies, konnte dem ein Ende gemacht und K. in der Wohnung seiner Geliebten festgenommen werden. Jetzt zeigte sich K. aber als ein Wahrheitsfanatiker. Alle seine Sünden beichtete er rückhaltslos und gab auch alle die Hehler an, die ihm die Sachen abgekauft hatten. Das hatte zur Folge, daß gegen alle ein Strafverfahren anhängig gemacht wurde, über das am Samstag das Schöffengericht zu entscheiden hatte. K. als Mansardendieb mit seinem„zukünftigen Schwager“, mit dem er zweimal das Warenhaus Reichenberg um die Weihnachtszeit heimgesucht und vier Roller und einen Motor gestohlen hatte, B. als Anstifter zu den Diebereien und 14 Hehler und Hehlerinnen saßen auf den Anklagebänken. Auch jetzt blieb K. bei der Wahrheit und deckte alles auf, während alle übrigen mit Ausnahme des Mittäters bei den Rollerdiebstählen sich aufs Leugnen verlegten. Während K. bei einigen Mitangeklagten die Möglichkeit nicht abstritt, daß er diese in dem Glauben an einen ehrlichen Kauf gelassen habe, belastete er jedoch Wege seinen Onkel und die übrigen Angeklagten derart, daß das Gericht, das seinen Angaben vollen Glauben schenkte. zu einer Verurteilung kam. Unter weitgehendster Berücksichtigung aller Milderungsgründe bestrafte es K. wegen 19 schwerer, vier einfacher und zwei versuchter Einbruchsdiebstähle zu einem Jahr sechs Monate Gefängnis, den Mittäter zu vier Monaten und den Anstifter zu sechs Monaten Gefängnis. Sieben Angeklagte Stadtteil Weitmar Weitmarer Schmerzenskinder. Zwischen Hattingerund Weitmarer Straße, gegenüber der FeuerbachStraße, befindet sich eine freiliegende Baulücke, die von zahlreichen Passanten als Durchgangsweg zur Kohlenstraße benutzt wird. Dieser Platz befindet sich gegenwärtig in einem Zustand, der eigentlich jeder Beschreibung spottet.— In der Verlängerung der Brantroper Straße ist eine etwa 75 Meter lange Eisenbahnunterführung zu passieren, die zur Nachtzeit ohne jede Beleuchtung bleibt. Dieser Umstand hat zur Folge, daß an dieser Stelle lichtscheue Elemente ungestört ihr Unwesen treiben können.— Die Besucher des evangelischen Gemeinde friedhofs an der Melanchthon=Straße beklagen sich darüber, daß der Haupteingang zu den Hauptbesuchszeiten regelmäßig geschlossen bleibt. Aelteren Leuten bereitet der Weg zum zweiten Eingang Mühe, warum eine Oeffnung des ersten unbedingt erforderlich ist. Neue Schrebergartenbaupläne. Zwischen der Pestalozzi=Schule und dem Schrebergarten„Engelsburg" befindet sich ein vier Morgen großer Geländestreifen, dessen Eigentümer der Bochumer Verein ist, auf dem aber gegenwärtig eine Pachtgärtnerei betrieben wird. Da der Pachtvertrag im kommenden Herbst abläuft, beabsichtigt der Bochumer Verein das Grundstück seinen Werksangestellten zur Anlage eines Schrebergartens zur Verfügung zu stellen. Die Verwirklichung dieser Absicht würde einen weiteren Schritt zur Verschönerung des naturarmen Stadtteils Weitmar=Nord bedeuten. i Kaninchenplage. Um das große Weitmarer Holz vor dem Absterben zu retten, wurde es vor einigen Jahren eingefriedigt. Wald und Tiere wurden nun geschont und konnten sich zur Freude aller Natur= und Tierfreunde prächtig entwickeln. Aber für die Anwohner des Waldes im Westen hat die Sache doch einen gewaltigen Haken. Die wilden Kaninchen, die sich in den Schonjahren sehr stark vermehrt haben, dringen aus dem Walde in die umliegenden Gärten und richten dort allerlei Schaden an, der die Gartenbesitzer empfindlich trifft. n gung hinweg genommen habe, wie das auch die anderen getan hätten. Auf Anraten des Richters zog B. aber die Beschwerde zurück. Er muß berappen. a Stadtteil Linden-Dahlhausen Elektrische Versorgung. Die Umarbeitungen im Lichtleitungsnetz im Stadtteil Linden auf 220 Volt haben begonnen. An der Hattinger Straße in der Nähe der Wirtschaft Lomberg, am Weitmarer Holz, hat man bereits mit dem Einsetzen neuer Masten begonnen. Hoffentlich verschwinden nunmehr die alten eisernen Lichtmasten, die hart am Bürgersteige stehen und für den Verkehr hinderlich sind, bald von der Bildfläche. n Kirmes in Linden. Die Kirmesleute hatten Glück. Nach einer Woche ungemütlichster Regenwitterung brachte der Sonntag Trockenheit und zeitweise sogar heiteren Sonnenschein, der den Kirmes=Jubel und =Trubel in allen Ecken und Enden voll zur Entfaltung gelangen ließ. Die Lindener Kirmes ist seit altersher ein Volksfest im wahrsten Sinne des Wortes. Das konnte auch am Sonntag wieder einmal festgestellt werden. Aus der nahen und weiteren Nachbarschaft strömten die Menschenmassen herbei, um die auf dem und rund um den Marktplatz aufgebauten Kirmesherrlich= keiten nach Gebühr zu bewundern. Daneben wurden die einzelnen Attraktionen natürlich auch, soweit der Geldbeutel es zuließ, besucht, und mancher Groschen wanderte in die Kassen der Schausteller. In Anbetracht der schlechten Wirtschaftslage kann der Umsatz und die Einnahme als verhältnismäßig zufriedenstellend bezeichnet werden. Artisten, die einem Wanderzirkus angehören, müssen ihr Brot sauer verdienen. Man sieht in der Manege wohl das Gefunkel der mit Silber= und Goldflitter bestickten Kleider, aber nicht, den leeren Magen, mit dem der Artist sehr oft auftreten muß. Wie es in Wirklich, keit hinter den Kulissen eines Wanderzirkus aussieht zeigte kürzlich eine Verhandlung vor dem Bochumer Arbeitsrichter. Ein„Universalkünstler“ war mit voller Pension bei einem Wanderzirkus engagiert. Bei den Tellersammlungen während der Schaustellungen kam oft nur sehr wenig heraus. Als der„Univerjalkünstler" eines Tages nach seinem Auftreten in der Küche eine Tasse Kaffee verlangte, kam es zu einer heftigen Auseinandersetzung zwischen dem Artisten und dem Direktor des Unternehmens. Der Artist packte seine Sachen und löste den Dienstvertrag auf der Stelle. Als Entschädigung behielt der Zirkusdirektor die Instrumente des ben Oh Shach, Naer baitcl. Khelie ieike Silae he 5 Artisten ein unerschwingliches Vermögen. Nun sollte der Arbeitsrichter helfen. Die Klage lautete auf Zuruckgabe der Instrumente. Die fristlose Lösung des Dienstvertrages begründete der Kläger mit der Angabe, daß er niemals satt zu essen bekommen habe. Der beklagte Zirkusdirektor machte vor Gericht auch nicht gerade den Eindruck eines wohlhabenden Menschen. Der Beklagte betonte, daß man bei einem Wanderzirkus nicht in einem Schlaraffenlande lebe. Der Kläger, dieser„Pappschachtelartist“, habe ihn ruiniert. Auf keinen Fall bekomme er die Instrumente zurück, eher schlage ich sie Nayyschachtolartisten" wollte jedach der kaputt. Den„Pappschachlelarlisten wollte jedoch der Kläger nicht auf sich sitzen lassen. Er übe seinen Beruf schon seit zehn Jahren aus. Eine ganze Reihe Zeugnisse und Referenzen bewiesen, daß er seine Sache gut verstünde. Das Arbeitsgericht hätte die Sache gern auf gütlichem Wege aus der Welt geschafft. Die Richter machten den Beklagten darauf aufmersam, daß die Instrumente, die zum Broterwerb des Klägers dienen, unpfändbare Gegenstände seien. Wenn er Ansprüche auf Entschädigung gegen den Kläger habe, so müsse er gegen diesen eine Schadensersatzklage anstrengen. Da Stadtteil hordel sich der Beklagte auf keinen Fall mit dem Klager auf gütlichem Wege einigen wollte, verurteilte das Gericht den Zirkusdirektor, die zurückbehaltenen Instrumente dem Kläger umgehend auszuhändigen. 2 Silberhochzeiten. Das Fest der silbernen Hochzeit feierten die Eheleute Wolf, Am Lakenbruch 35, und die Eheleute Dreckmeier, Berthastraße 25. ur Evangelischer Arbeiterverein Hordel. In der im Saalbau abgehaltenen außerordentlichen Generalversammlung wurde beschlossen, beim Tode von Mitgliederfrauen einen Beitrag von 80 Pfennig, beim Tode eines Mitgliedes 1 RM. zu erheben. Das auszuzahlende Gtadttoil Hiionel Sterbegeld bleibt in der bisherigen Höhe bestehen. Unter Schonen aucre. Weihen#.,„Verschiedenes wurde das Winterprogramm festgelegt. Nicht durch eingefriedigte Weiven laufen: Strand= Im Oktober und November spricht Pastor Abendroth bad und Badeanstalt ziehen an Sonn= und arbeitsfreien über das Thema„Die Sektierer", im Dezember Pastor Verktagen einen starken Verkehr in die Ruhrwiesen. Höfter über die„Gottlosenbewegung", im Januar Prodie Leute oft verbotener Weise durch die fessor Dr. Böhm(Bochum) über„Deutsch=Südwestafrika mit der Zeit Einbruchsdiebstähle. In der vergangenen Nacht sind einem in der Josefinenstraße wohnenden Metzgermeister durch Einbruch aus seinem Geschäft Fleisch= und Wurstwaren entwendet worden.— Eine auf der Eibergstraße im Stadtteil Linden=Dahlhausen befindliche Trinkhalle wurde in der vergangenen Nacht von unbekannten Tä. ern erbrochen. Es sind Zigarren und Zigaretten ent wendet worden. (Weitere Lokalnachrichten auf Seite 13.) Dabei laufen Ruhrwiesen. Einfriedigungen werden nicht beachtet. So sind entstanden, für die das Publikum die von ihm selbst geschaffene Wegegerechtsame glaubt in Anspruch nehmen zu können. Manchmal wird ein Frevler ertappt, und dann gibts ein Strafmandat. Der junge H. B. hatte auch ein solches, auf 3 Mark lautend, erhalten, und im irrtümlichen Rechtsempfinden gerichtliche Entscheidung beantragt. So kam er vor den Einzelrichter, dem er gestehen mußte, daß er zur Abkürzung des Weges zur Ruhrbadeanstalt den Weg über die Einfrieditfeln und die Bedeutung der Kolonien", im Februar Lehrer vekretene Schöning(Bochum) über„Evangelische Elternvereinigungen und Schulgemeinden", im März Pastor Blindow Ueckendorf) über„Evangelischer Männerdienst" und im April oder Mai Generalsekretär Jakobi(Gelsenkirchen). Stadtmission. Kolonie Dahlhausen hat Mittwoch 6¼ Uhr Versammlung im evangelischen Kindergarten. — Die Frauenstunde für Kolonie Dahlhausen findet am Donnerstag um 4 Uhr bei Familie J. Berge auf Kolonie Dahlhausen statt.— Der Frauenverein der Wohin gehen wir heute siehe auch Anzeigentell Skala=Operettentheater: 20.15 Uhr: Wenn der Vater mit dem Sohne. Apollotheater: ab 16.50 Uhr: Moritz macht sein Glück. Capitol: ab 16 Uhr: Schachmatt. Lichtburg: ab 15.20 Uhr: Kopfüber ins Glück. Lichtspielhaus: ab 16 Uhr: Leutnant warst du einst bei den Husaren. Odeon: ab 17 Uhr: Zapfenstreich am Rhein. Skala=Lichtspiele: ab 17 Uhr: Zapfenstreich am Rhein. Ufatheater: ab 15.30 Uhr: Nie wieder Liebe. FIANBURGER HAF EINEREPORTAGEAUS DER WIRKLICHKEIT /VON KARLEY 13)(Copyright 1931 by Presse-Verlag Dr. R. Dammert, Berlin SW 68.) Milly hatte es sich nicht nehmen lassen, an den Pier zu gehen, als die„Montezuma“ abfuhr. Salaadra und die Frau Doktor gingen an Bord. Aber allein. Sie hatte sich erkundigt und im Büro der Brasil=Linie gehört, daß die Passagen für fünf junge Mädchen, die mit der Frau Doktor fahren sollten, noch am Freitag abend abbestellt worden seien. Von der„Prinzipessa Inez“ habe ich nie wieder etwas gehört. Auch das Geheimnis der drei Leichen ist meines Wissens nicht aufgeklärt worden. Vielleicht segelt das Schiff heute unter anderem Namen und Flagge seine finsteren Wege. Martens, der vielleicht etwas ahnte, war in dieser Sache verschlossen wie eine Auster. Als ich abends Martens' Wohnung verließ, freute ich mich, Milly sagen zu können, daß sie bald nach dem Süden fahren sollte, wo es immer warm und sonnig sei, und vielleicht nach drei Monaten zurückkehren könne ohne ihren Husten, um dann die Hochzeit von Dr. Crusius und Frieda mitzufeiern. Aber noch mehr freute es mich, daß ich die Mittel hatte, um Milly den Aufenthalt in einem Sanatorium zu ermöglichen. „Und wenn ich dann wiederkomme“, meinte Milly, „dann haben Sie aus unseren Erlebnissen eine schöne Geschichte gemacht, die ich dann lesen kann „Das Ende gefällt mir handelt sich um den brasilianischen Staatsbürger Erico Salaadra und die deutsche Staatsangehörige Franziska Hasselhorst, die Witwe eines Schiffsarztes und frühere Inhaberin eines anrüchigen Hauses in Pernambuco. Die beiden Personen versuchten durch Inserate junge Mädchen zu einem Engagement als Erzieherinnen nach Rio de Janeiro zu verleiten. Mehrere Mädchen aus guten Familien sind bereits von der Hasselhorst nach Rio gebracht worden, um dort in öffentlichen Häusern zu verschwinden. Durch den Brief eines Mädchens, das fliehen konnte, erhielt Scotland Yard Nachricht von dem Treiben der beiden Personen, die in Haft genommen wurden und nun einer strengen, langjährigen Zuchthausstrafe entgegensehen.“ Der Brief Irmgard Beßlers, der mich einige Tage nach unserem Erlebnis in den„Sieben Sünden“ erreichte, war kurz und vielverratend: und Doktor Crusius zur Hochzeit im März erhalten. Dann bin ich ja bestimmt zurück. Ich freue mich schon so, daß Sie sich das kleine Haus in Blankenese mieten wollen und ich Ihnen dann den Haushalt führen soll. Dann kann ich doch auch für Sie etwas tun, und Sie nicht immer nur für mich. Ich lege Ihnen ein Veilchen bei, das ich hier gepflückt habe, und bleibe immer Ihre dankbare Milly Köster.“ Dieser Brief trug den Stempel Arosa und die Marken hatten das Schweizer Kreuz. Er war mit einer ungelenken Kinderhand geschrieben, mit vielen Fehlern und einem großen Klecks. das Ende gesaut air nur nicht so recht", warf Frieda Martens dazwischen—„eigentlich hätten Sie doch die Studentin heiraten müssen. Dann wäre jeder zufrieden gewesen. „Außer der Studentin“, lachte ich,„aber im Ernst, Fräulein Martens, es geht wirklich nicht an, daß ich am Schluß immer jemand heirate. Dann würde ich mich außer schon begangener Verbrechen auch noch der Massenbigamie schuldig machen, denn ich habe die Absicht, noch viele wahre Erlebnisse zu schreiben...“ Nachschrift. Andere Ereignisse haben die Erinnerung an meine Abenteuer im Hamburger Hafen ebenso verblassen lassen, wie meine Tätowierung nach und nach verblaßt und schließlich ganz verschwunden ist. Nur der kleine blaue Fleck, wo damals bei ihrem Hustenanfall in der„Königin von Tahiti“ der kleinen Milly die Nadel ausrutschte und die Tusche gerade bei den blauen Sternchen des Yankeebanners in das Blut drang, ist geblieben und wird auch immer auf meinem rechten Handrücken bleiben, ebenso lange, wie die Erinnerung an die furchtbare halbe Stunde auf der„Prinzipessa“ in meinem Herzen unvergessen sein wird Drei Sachen, eine Zeitungsnotiz und zwei Briefe, die zu meinen Hafenerlebnissen gehören, seien hier noch wiedergegeben: „Hamburger Beobachter“(16. November.) „Aufgedeckter Mädchenhandel? Aus London wird uns berichtet: Dieser Tage gelang es, in dem Vorort Soho zwei Personen festzunehmen, mit deren Verhaftung man die Häupter einer Mädchenhändlerbande, die auch ihre dunklen Geschäfte in Hamburg betrieben haben soll, unschädlich gemacht zu haben glaubt. Es „Lieber Karl. In demselben Maß, wie die hübsche Schwellung auf meiner Oberlippe nachläßt, legt sich auch mein Groll gegen den von Dir beliebten Umgang mit jungen Damen. Am Ellbogen habe ich aber immer noch einen Fleck, der jetzt fast lila leuchtet und den Du einmal ansehen müßtest. Du scheinst Nietzsche gelesen und nicht verstanden zu haben, nach Deiner Anschauung zu urteilen. Ich kann Dir nur versichern, daß ich nicht von Kopf bis zum Fuß auf— Hiebe eingestellt bin. Doch Schwamm darüber. Zweck dieses Briefes ist folgender: Assessor Malten hat mir einen pompösen Nelken= und Rosenstrauß geschickt(jetzt, Ende Oktober!] und ich möchte mich ein bißchen revanchieren. Sei so gut und verschaffe mir für Freitag abend zwei Karten für das Stadttheater, aber gute Logenplätze. Wenn sich Muttchens Wut gelegt hat, will ich Dir auch einen Tip geben. Dann kommst Du doch einmal Sonntags wieder zu uns, nicht? Ich habe eigentlich früher Assessor Malten nie recht leiden können, aber ich glaube. Erich würde niemals roh gegen Damen werden können. Und sollte ihm das einmal einfallen, dann käme er auch bei mir an die richtige Adresse. Irmgard.“ Der dritte Brief kam etwa zwei Monate später, als die Alster zugefroren war und die Elbe Eisgang hatte. Es war ein Gruß aus dem sonnigen Süden: Lieber Herr Ey, wie ich mich zu Ihrem Brief gefreut habe, das glauben Sie gar nicht. Ich habe es hier so wunderschön und alle sind riesig nett zu mir. Immer„Fräulein hier und Fräulein da“. Der Arzt sagt, daß ich in einem Monat zurückfahren kann, dann ist das mit der Lunge verheilt. Tuberkulosis ist doch schlimmer als ich dachte, und wenn man nicht aufpaßt, kann man sich ganz weghusten. Jetzt huste ich aber gar nicht mehr und bin bald wieder ganz gesund. Die viele Sonne ist so schön, aber auch ein bißchen langweilig. So einen richtigen Nebel kennt man hier gar nicht. Ich habe eine gedruckte Einladung von Fraul. Frieda Martens Ein sentimentaler Schluß ist nicht jedermanns Sache. Um aber bei der Wahrheit zu bleiben, muß ich hier erwähnen, daß es mir beim Lesen der Worte “... d a n n k a n n i c h a u c h e t w a s f ü r S i e t u n u n d S i e nicht immer für mich...“ warm über das Herz rieselte, daß wieder der Abend auf der„Prinzipessa“ vor mir auftauchte, als Milly wahrscheinlich mein Leben rettete daß ich fast liehevall den kleinen hlauen Tätoreitele, daß ich füst kiebevoll den kleinen blauen Tatowierfleck streichelte und wie der alte sentimentale Esel, der ich bin, leise vor mich hinflüsterte: „Arme kleine Milly... liebe... Milly Ende. Ein Kampf um Liebe und geistige Wertel Das ist Im Großen der Inhalt unseres am Dienstag beginnenden neuen Romans. Eines Werkes des Schriftstellers Hans von Hülsen, der mit Eindringlichkeit und Wahrhaftigkeit Menschen und ihre Seelenkämpfe so lebensecht zeichnet, daß man mitgerissen sich eins fühlen kann mit den Menschen seines Werkes Rberich nese Mnfar Zeilage zum 2 Anzeiger u. Gen. Dieser Ruf„Aber ich liebe ihn jal“ ist das erschütternde Won eines Volksschullehrers, der in hartem Dienst und hartem Leben welt draußen in der Östlichen Provinz zum Künstler heranten und durch tragische Verwicklung Im Kampf um sein geistiges Eigentum in Konflikte des Lebens gerissen wird, die Ihn zwischen seiner Liebe und Verehrung zu einem großen Schriftsteller und denn Kampf um sein geistiges und materielles Recht hin und her treiben lassen, wie einen Schiffbrüchigen Im Toben der Wellen. Der Kontrast der Personen des Romans, deren Charaktere zwischen 80 oberflächlich und böse schwanken, der Kontrast zwischen Provinnest und Weltstadt, zwischen Kleinstadt- und Filmmilleu, zwische einfachem Rechtsempfinden und den Wegen moderner J5U. die tiefe Art des Sicheinfühlens In die Seelen anderer, l8sse nur ein Urtell über v. Hülsens Werk zu: Eln lterarisch wertvoller Roman voller Spannung, dessen Lektüfe 19. jeden Leser nicht nur Unterhaltung, sondern seelischer Gewinn!2“ „Sailors Home“, 390l. Schon seit. Pände seines Rauch sten Geschichten aus neten gewgsen, und e nis Sid Fitzgerulds Engländer nicht bei ienes Muster uner Er zählte 28 Job der„Springflower“, jene Reise antrat, Klub so ungeheuerli bevor er die A er in Stambul gehei Moderne Rochze Prinz Anton von Prinzessin Ileana vr Flugzeug, das sie al auf ihrer Hochzeitsr Bild zeigt das jur männin, Lizzie europäischen Hot dame beschäftigt Sid hatte Gl die ja eigentlich daher keine Pass sield, ließ mit seines neuen köchin mit. Auf der Fahr dortrefflich an. 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Anzeiger der dee Nr. 197 38. Jahrgang Montag, 24. August 1931 Wertel beginnenden von Hülsen, schen und mitgerissen kes Sid Fitzgeialds Deppeleke Erzählung von Fank stelmeirding Lektüre 107 Gewinn ist „Sailors Home“ hieß ein Seemannsklub in Liverwol. Schon seit Jahr und Tag waren die vier Kände seines Rauchzimmers Zeugen der unglaublichsien Geschichten aus allen Breitegraden unseres, Planeten gewesen, und es verlohnte sich nicht, das Erievnis Sid Fitzgeralds weiter zu geben, wäre dieser junge Engländer nicht bei allen seinen Freunden als ein selzenes Muster unerschütterlicher Wahrheitslieve beEr zählte 28 Jahre und war Maschinenmeister auf der„Springflower“, als er von Konstantinopel aus iine Reise antrat, die nach seinen Mitteilungen im klub so ungeheuerliche Folgen für ihn haben sollte. kurz bevor er die Wasser des Bosporus verließ, hatte er in Stambul geheiratet. Eine zwanzigjährige LandsModerne Rochzeitsreile eines Trinzenpaares □ * Prinz Anton von Habsburg und seine junge Gattin, Prinzessin Ileana von Rumänien, sind mit einem eigenen Flugzeug, das sie als Hochzeitsgeschenk bekommen haben, auf ihrer Hochzeitsreise in London eingetroffen. Unser Bild zeigt das junge Paar vor seinem Flugapparat. ohne daß an Bord das Fieber zum Ausbruch gekomven ver. Wglich Und das Schicksal hatte dieses mal ein Einsehen. Der Mulatte blieb der einzige Kranke auf der„Santa Cruz“. Sid Fitzgerald selber lieferte ihn im Auftrag seines Kapitäns im Krankenhause in Valparaiso ein und kam auf diese Weise dort mit dem Doktor Jose Gonzaga ins Gespräch. Während nun das Schiff auf der Reede Valparaisos vor Anker lag, erschien Sid zu wiederholten Malen in dem Spital, um sich nach dem Befinden des Mulatten zu erkundigen, und erzählte gelegentlich eines solchen Besuches dem Doktor seine Geschichte. Als er damit geendet hatte, meinte Gonzaga:„Das ist doch ganz seltsam! In unserem Spital befindet sich nämlich schon seit einigen Jahren eine jetzt als Krankenpflegerin ausgebildete junge Frau englischer Herkunft, die aus einem Schiffbruch gerettet und von einem norwegischen Dampfer ausgenommen worden ist. Diese Frau hat infolge des ausgestandenen Schrekkens und der Todesangst jegliche Erinnerung an alle Ereignisse, die vor dem Schiffbruch liegen, verloren. Das ist eine Form geistiger Erkrankung, die uns Medizinern nicht unbekannt ist. Die merkwürdige Synomie der Ereignisse brachte mich, als ich ihren Bericht anhörte, auf diese Frau.“ Daß Sid Fitzgerald unter den gegebenen Umständen den Doktor bat, ihm diese Engländerin vorzustellen, ist nur selbstverständlich. Gonzaga ging, und Sid wartete in dem Empfangsraum des Krankenhauses sein Wiedereintreten ab. Etwa fünf Minuten verrannen. Da ertönte aus Sids Munde der Schrei„Lizzie!“ Die Sonne fiel durch das hohe Fenster mit dem gotischen Spitzbogen. Grell und scharf beleuchtete ihr Schein Gestalt und Züge der jungen, blonden Frau, die soeben in der Tracht der Anstaltsschwester an Gonzagas Seite eingetreten war. Die Freude des armen Menschen angesichts der Wiedergefundenen war schier unbeschreiblich. Beide Arme breitete er nach ihr aus und schrie:„Du bist es, ja, Du bist es! Meine Frau!“ „Ich heiße Kitty, nicht Lizzie, und ich bin nicht Ihre Frau,“ tönte es ihm da entgegen. Gonzaga wechselte mit ihm einen vielsagenden Blick. „Das ist eben die Krankheit", sollte dieser Blick bedeuten, und der arme Sid verstand. Es kostete Sid und Gonzaga alle Künste der Ueberredung, um die Wiedergefundene zu veranlassen, wenn auch nicht als Frau, so doch als Gast Fitzgeralds die Reise auf der„Santa Cruz“, von Valparaiso nach New Orleans anzutreten, denn der Arzt war der Meinung(es sollte von dort direkt nach England zurückgehen), das Wiedersehen mit der alten Heimat könne das entschwundene Gedächtnis am allerersten wieder zurückrufen. Und nach vielen, vielen Wochen kamen die beiden endlich in Liverpool an. Das kleine Häuschen in dem Mistreß Fitzgerald hier wohnte, lag in der Albert Street. Sid hatt keinerlei Nachricht gegeben. So kam er denn nach Jahr und Tag, sozusagen als Fremdling in der Mittagsstunde, von keinem mehr erwartet, in der Heimat an. 468 91 Aber, auch noch in den Tagen des Alters sieht das Auge einer Mutter, die auf den Sohn gewartet hat, scharf.„Sid, mein Sid!“ „Mutter, Mutter!“ So lagen sie sich beide schluchzend in den Armen. Nur die Wiedergefundene stand zur Seite... verständnislos.„... g„ Da endlich wandte sich Mistreß Fitzgeralo an die junge Frau.„Aber Lizzie, warum hast du mir denn nicht gesagt, daß Sid heute zurückkommt? Das wußtest du doch, als du vor einer Stunde fortgingst! Und wie kommst du denn zu dem anderen Kleid?" „Ich heiße Kitty und bin nicht seine Frau!“ Der unglückliche Sid dachte an Selbstmord. Gräßlich! Auch die alte Mutter, nicht nur Lizzie, hatte um seinetwillen den Verstand verloren! Wäre er doch nie und nimmer auf den Gedanken gekommen, hierher zurückzukehren. Eben wandte er sich nach der Tür, um hinauszustürmen und seinen namenlosen Schmerz irgendwohin in die Einsamkeit zu tragen, als ihm ein Schrei des Jubels entgegentönte:„Sid, Sid, Sid!“ Er wäre zusammengesunken, hätten ihn nicht in diesem Augenblicke zwei volle und weiche Arme leidenschaftlich umfaßt. Und das schier Unbegreifliche stand leibhaftig da vor seinen Augen. Zwei Frauen, einander ähnlich, wie ein Ei dem andern! Aeffung seiner Sinne oder aber romantisch Spielwerk der Natur! Auch Frau Fitzgerald zitterte an allen Gliedern. Es dauerte Tage, bis man hier wieder glücklich in das Gleise kam und das Gehirn dieser armen Menschen das Wunderbare erfaßte. Tage, bis die wahre Lizzie Fitzgerald ihre Odyssee erzählt hatte. Zusammen mit noch anderen Schiffbrüchigen der „Springflower“ war sie in jener Schreckensnacht von einem großen Dampfer aufgefischt worden, der nach Australien und Neuseeland fuhr. Unzählige Briefe hatte sie von der letztgenannten englischen Kolonie aus an ihren Sid geschrieben, aber keiner dieser Briefe hatte ihn erreicht. Schließlich hatte sie aller Mittel und jeder Hoffnung beraubt, eine Stellung als Zofe bei einer reichen englischen Dame angenommen und war mit dieser erst vor kurzem nach England zurückgekehrt. Einen vierwöchigen Urlaub, den man ihr bewilligt, benützte sie jetzt zu einem Besuche in Liverpool bei Sids Mutter, in der Hoffnung, ihre Nachforschungen von hier aus fortsetzen zu können. Die waren nun endlich von Erfolg gekrönt. Sckatten im Sommer Von Gertrud Aulich. Zu denken, daß dies Glühn und Blühn Verlöschen wird, verwehn, versprühn, Dies Lodern und dies Prangen! Zu denken: Ueber eine Zeit Ist alle Sommerherrlichkeit Gestorben und vergangen! Wie klein doch uns're Wünsche sind! Sie halten Sonne nicht, noch Wind, Nicht Vogellied noch Lachen. Ach, unser Herz ist müd’ und matt. Wir werden wieder in der Stadt Zum Werkeltag erwachen. O Schlaf in traumhaft schöner Welt, O Morgenwald, o Abendfeld, O Märchen, herbstverhangen! Mit allen Sinnen treibt mein Ich, Dich, Sommer, eh' dein Glanz verblich, Noch einmal einzufangen! Die Frau, die 12 Jahre als Mann lebte Eine Mainzer Fabrik hatte einen sehr tüchtigen Nachtwächter angestellt, als sich zur Ueberraschung aller kürzlich herausstellte, daß dieser Nachtwächter— eine Frau ist.„Frau" Joseph Einsmann lebte seit zwölf fahren von ihrem Mann getrennt und hatte sich seine nännin Lizzie Lighninghill mit Namen, die in einem europäischen Hotel der türkischen Hauptstadt als Bardone beichäftigt geweien wor... Sprinessamern Sid hatte Glück. Der Kapitän der„Springflower“, die ja eigentlich nur ein kleines Warenschiff war und daher keine Passagiere an Bord nahm, Mister Gouldsield, ließ mit sich reden und nahm die junge Frau seines neuen Maschinenmeisters als Mannschaftssichin mit.„„.„ g.. siH 27.8 Auf der Fahrt durch das Mittelmeer ließ sich alles vortrefflich an. Das Wetter war unbeschreiblich schön. Lizzie verstand es, sich beliebt zu machen. Sie kochte ganz ausgezeichnet, und wenn ihr von goldblondem Lockenhaar umwalltes Puppengesichtchen mit den Veraißmeinnichtaugen in Sicht kam, zogen alle, von Mister Gouldfield angefangen bis zu dem jüngsten Schiffsjungen hinab, die Mützen. Sid Fitzgerald war unbändig stolz auf seine junge Frau und aus den Flitterwochen noch lange nicht herausgekommen, als das Schiff eines schönen Morgens die Straße von Gibraltar passiert hatte und in den Atlantik trat. Hier änderte sich das Bild mit einem Schlage. Das Wetter verschlechterte sich von Stunde zu Stunde, se weiter man nach Norden vordrang. Gar bald hatte man stürmische See. Zwei Tagesreisen von der englischen Küste entfernt war auch nicht mehr die Hand vor den Augen zu sehen. Die„Springflower“ tastete sich durch das unheimliche Silbergrau. Und wirklich! Der französische Hilfskreuzer„La Cigale“ hatte die kleine„Springflower“ überrannt. Der Maschinenmeister kam erst wieder zu sich selber, als er mit verbundener Stirn in einem improvisierten Krankenbett des Kriegsschiffes lag. Seine erste Frage galt Lizzie! Nein! eine Frau befand sich unter den Geretteten der„Springflower“, soweit sie von der„Cigale“ aufgefischt worden waren, nicht. Bei dieser Eröffnung var der arme Sid drauf und dran, sich das Leben zu nehmen. Aber dem Arzte und der mit seiner Pflege betrauten Rotenkreuzschwester Fernanda Lacombe gelang es, ihn von diesem Schritt der Verzweiflung abzubringen. Ein halbes Jahr später steckte er in der Rekrutenschule in Brighton zur Vorbereitung für den Dienst. Die Werbungen Lord Kitcheners hatten zu geringen Erfolg gehabt, durch die Conscription Bill war auch in England für die Dauer des Krieges die allgemeine Vehrpflicht eingeführt worden, und Sid Fitzgerald burde bald darauf Gemeiner auf dem Dreadnought „King James“. Der Polizeidienst warf den King James" und ait diesem den armen Sid bald hierin, bald dorthin. Er hatte weder Zeit, sich seinem Schmerz um die für immer verloren geglaubte Lizzie zu überlassen, noch nuch Gelegenheit, Briefe in die Heimat zu schreiben. Seine alte Mutter in Liverpool grämte sich, nach Pochen und Wochen kamen ihre Sendungen immer bieder als unbestellbar zurück. „Aber auch dieser ewige Krieg ging schließlich zu .2: Als die letzten Depeschen zwischen der deutschen Leierung und dem Präsidenten Wilson gewechselt SiXen, lag der„King James“ vor New Orleans. 80 Fitzgerald wurde sofort entlassen. Aber, die Sehnsicht nach England, nach Liverpool und der alten MutT schien ihm vergangen zu sein. Seit Lizzies VerUwinden wußte er in der Tat nicht, was ihn an die siine Heimat hätte fesseln können, und so nahm er entschlossen eine ihm angebotene Stellung als schi Steuermann auf dem spanischen Kauffartei„Santa Cruz“ an. ###*„Santa Cruz“ hatte Petroleum geladen und durch den Panama nach Valparaiso. Auf hoher Tkrankte einer der Mulatten, die den Oelosen ## Santa Cruz“ zu bedienen hatten, unter sehr ver„ligen Symptomen. Der spanische Doktor wollte #* Sprache nicht recht heraus, aber allgemein man das Gefühl, daß man von Glück reden wenn man den chilenischen Hafen erreichte, Der unbezwingscre#timalaja Tum Unglück der deutscken itimalaja-Expedition Wir haben in unserer letzten Ausgabe berichtet, daß zwei Mitglieder der Deutschen Himalaja=Expedition, der Münchener Schaller und ein eingeborener Träger, tödlich verunglückt sind. Die Gesellschaft für Erdkunde zu Berlin teilt uns hierzu folgende interessante Einzelheiten mit: Die Verunglückten sind an einer Stelle abgestürzt, die Dr. Bauer, der Leiter der Himalaja=Expedition, im Jahre 1929, mit einer anderen Expedition bereits einmal passiert hat. Damals hat Dr. Bauer mit seinen Kameraden auf dem Kangchendzönga, der jetzt wieder bezwungen werden soll, bereits eine Höhe von 7400 Meter erreicht. Ein plötzlicher Wettersturz hatte ihn dann zur sofortigen Rückkehr gezwungen. Der Kangchendzönga, ein östlicher Bruder des Mont Everest, liegt genau an der Grenze von Tibet, Nepal und dem unabhängigen indischen Fürstentum Sikkim. Die Reise war zunächst programmäßig verlaufen und am 8. Juli 1931 erreichte die Expedition den ZemuGletscher, der zu dem Nordost=Grad, über den die Besteigung erfolgen sollte, führt. Dr. Bauer fand alle Lager von seiner früheren Besteigung wieder. Kurz vor dem Lager VIII das das letzte Mal ohne Schwierigkeiten erreicht worden war, ereignete sich das Unglück. Während dem Klettern auf einem äußerst steilen Eisgrat riß ein Seil, und der Münchener Schaller und der Träger Pasang stürzten in die Tiefe. Der Weg über den Zemu=Gletscher und den Nordgrad war gewählt worden, weil alle übrigen Aufstiege auf den ungewöhnlich steilen Kangchendzönga wegen der Papiere angeeignet, um eine gute Stellung zu bekommen. Sie füllte die ihr aufgetragenen Arbeiten gut aus, und war allmählich Nachtwächter bei einer Fäbrik geworden. In der Zwischenzeit war sie mit einer Frau, die zwei Kinder hatte, standesamtlich getraut worden und galt allgemein als ein guter„Familienvater". Ihr wahres Geschlecht war dadurch aufgeklärt worden, daß den Behörden die doppelten Steuerkarten auf denselben Namen auffielen. Die Fabrik hat erklärt, daß Frau Joseph Einsmann weiter in ihrer Stellung bleiben kann, wenn sie als Frau arbeitet. Eislawinengefahr beinahe unmöglich sind. Diese aus Eis— nicht etwa aus Schnee— zusammengeballten Lawinen sind das gefährlichste Hindernis, das allen Himalaja=Bergsteigern begegnet. Die Eisbildung ist in jenen Höhen von 7= bis 8000 Meter viel stärker und gefahrdrohender als in unseren Alpengletschern. So„„ mie Tueurallg un3 Dochhnspfon war z. B. das Lager VI auf dem Zemu=Gletscher aus vernempfang nilt Barnrotte und Kockknopfen dem Jahre 1929, das Dr. Bauer jetzt wiederfand, in= g iniger Deit veranstaltste'. Deutsche Wallzwischen auf dem Rücken des Gletschers über 50 Meter zu Tale geschwommen. Die deutsche Himalaja=Expedition, die von dem Deutsch=Oesterreichischen Alpenverein unterstützt wird ist eine sportliche und bergsteigerische Leistung ersten Ranges. Nur die erfahrensten und besten Bergsteiger aus München sind an ihr beteiligt; man könnte sie fast eine Münchener Expedition nennen. Da ist zunächst Dr. Wien, der vor kurzem im Auftrage der Notgemeinschaft Deutscher Wissenschaft die große Alai=Pamir=Expedition mitgemacht hat. Da sind ferner die bekannten Münchener Bergsteiger Aufschraiter, Dr. Allwein, Fendt, Pircher, Hartmann, Dr. Brenner und Leutpold. Von den Engländern und der Regierung in Indien ist Dr. Bauer und seinen Kameraden von Anfang an jegliche Unterstützung zuteil geworden. Von Darjiling wurde die Expedition vom Maharadscha von Sikkim versönlich nach Gangtok, der Landeshauptstadt, eingeladen. Dort wurde vor allem auch dafür gesorgt, daß die Expedition geeignete Träger mitbekam. Mansver mit Regensckirm Die englischen Manöver wurden diesmal fast in Kriegsstärke abgehalten, mußten aber wegen des außerordentlich schlechten Wetters vorzeitig abgebrochen werden. Früher sagte man, der Krieg findet wegen Regens im Saale statt, wenn man aber die schießende Patrouille unter dem Regenschirm auf unserem Bilde sieht, rückt dieses Witzwort in bedenkliche Lebenswahrheit. Vor einiger Zeit veranstaltere die Deutsche Welle einen Jugendbastelkursus, dem technische Arbeiten zugrunde lagen: es sollte ein Detektor=Apparat gebaut werden. Es war nicht beabsichtigt, hochwertige RadioApparate herzustellen, sondern es galt in erster Linie, mit den allereinfachsten Mitteln ein Gerät zusammenzubauen, mit dem tatsächlich praktische Erfolge erzielt werden können. Infolgedessen wurden als Materialien die einfachsten Dinge verwertet, die in jedem Haushalt aufzufinden sind. So diente als äußerer Kasten eine alte stabile Zigarrenkiste, der Hauptspulenkörper wurde einfach aus Packpapier und Leim hergestellt und als Drehknöpfe Scheiben von großen Garnrollen benutzt. Selbst der Detektor wurde aus Blech, Schrauben und Holzknöpfen hergestellt; nur der Kristall und Draht mußte gekauft werden, und selbst das nicht einmal: ein Bastler teilte der Rundfunkgesellschaft mit, daß er eine alte Klingelleitung mit gutem Erfolg benutzt habe. Mancher junge Bastler hatte beim Fehlen einiger Materialien recht eigenartige Auswege gefunden. Bei einem Gerät waren als Buchsen leere Patronenhülsen verwendet worden, der Drehknopf war ein großer Hornknopf von einem alten Jägerrock und die Fassung für den Kristall bestand sogar nur aus einer alten Strumpfhalterklammer. Trotz der ganz einfachen Stoffe, die beim Bau verwendet wurden wurde teilweise ausgezeichneter Empfang erzielt. So bestätigt ein Bastelschüler, daß es ihm sogar gelungen ist, verschiedentlich die Sendungen ausländischer Stationen aufzunehmen. Besonders interessant war festzustellen, daß sich an dem Kursus auch Erwachsene beteiligt haben, die sich bisher in keiner Weise mit Rundfunkempfang oder etechnik befaßt hatten. Ein Teil der Arbeiten werden übrigens auf der Großen Deutschen Funkausstellung 1931, die gegenwärtig in Berlin stattfindet, im Rahmen der Bastelschau der Reichs=Rundfunk=Gesellschaft gezeigt. Wissen Sie schon? Durch Versuche ist festgestellt worden, daß leise Grammophonmusik eine gute Hilfe beim Rechnen ist, das unter dem Einfluß der Musik schneller vonstatten geht. * Der Wiener Automobilklub gibt Abzeichen für das Knopfloch und Medaillen, die an den Autos befestigt werden, an solche Autofahrer aus, die seit fünf, zehn oder fünfzehn Jahren ohne Unfall oder Geldstrafe gefahren sind. * In den Vereinigten Staaten gehen in jedem Jahre 200 000 Arbeitstage durch Krankheiten verloren, die auf Sonnenbrand zurückzuführen sind. GEIEIE besonders milde im Geschmack und sehr bekömmlich. Milft sofort gegen Sodbrennen, Magensäure. Machen Sie bitte einen Versuch und verlangen Sie ausdrücklich KalserNatron. Höchste Reinheit gerantiert. Nur In grüner Oeiginel- Peckung, niemele lose, in den meisten Geschäften. Blutiges Familiendrama Zwei Söhne vom Vater niedergeschossen Hof, 23. August. Gestern früh schoß der 48jährige Fabrikweber Leber auf seine zwei Söhne und brachte sich hierauf selbst Schußverletzungen bei. Der Vater war mit dem Lebenswandel seiner Söhne, einem 17jährigen Kaufmannslehrling und einem 19jährigen arbeitslosen Schlosser unzufrieden. Da die Mutter zu den beiden hielt, kam es wiederholt zu Auseinandersetzungen zwischen den Eheleuten. Am Sonnabend morgen entspann sich abermals ein reger Wortwechsel zwischen Mann und Frau, in dessen Verlauf Leber plötzlich einen Revolver zog und auf seine Frau anlegte. Sie konnte sich jedoch in Sicherheit bringen und begab sich zur Polizei. Als sich die Frau aus dem Zimmer entfernt hatte, legte der Vater auf seinen älteren Sohn an und traf ihn in den Kopf. Den auf den Lärm herbeieilenden jüngeren Sohn traf Leber in den Leib. Hierauf brachte er sich selbst Schußwunden am Kopfe bei. Der Zustand der beiden Söhne ist hoffnungslos. Der Vater ist nur leichter verletzt. 50 Anitonen=Kenschen in Aot Die Opfer der Ueberschwemmungen in China Raubüberfall auf eine Altonaer Bank 6000 Reichsmark erbeutet. Altona, 23. August. Auf die Filiale der Westholsteinischen Bank in Altona=Stellingen wurde gestern vormittag ein Raubüberfall verübt. In einem Auto fuhren drei Männer vor, die schwarze Masken trugen und sofort in das Bankgebäude eindrangen. Den Bankvorsteher hielten sie mit vorgehaltener Waffe in Schach. Die Räuber erbeuteten, soweit bisher bekannt geworden ist, etwa 6000 Mark und flüchteten dann mit dem Auto in Richtung Eimsbüttel—Hamburg. Ein Klempnermeister versuchte, die Verbrecher auf seinem Motorrad zu verfolgen, mußte jedoch bald davon Abstand nehmen, da er von den Räubern mit der Waffe bedroht wurde. So sind die Täter zunächst entkommen. Schanghai, 23. August. Nach den Berichten des Nationalen Hilfskomitees in China ist die furchtbare Juli=Ueberschwemmung die verheerendste Katastrophe, von der China jemals heimgesucht wurde. Sechzehn Provinzen sind betroffen: Hunan, Hupeh, Anhwei, Honan, Kiangsu, Tschekiang, Kwangtung, Fukuien, Szetschuan, Hopei, Schantung, Kirin, Liaoning, Heilungkiang, Kiangsi und Jehol. Nicht weniger als 50 Millionen Menschen, also ein Achtel der gesamten Bevölkerung Chinas, sollen von der Katastrophe betroffen sein. Zehntausende sind in den Fluten ertrunken, zahlreiche Eisenbahnlinien sind zerstört, Tausende von Häusern sind weggespült. Die ganze Innenstadt von Hankau stand tagelang meterhoch unter Wasser, und während einer ganzen Woche konnte man nur in Booten darin verkehren. In Nanking stürzten tausend Häuser im Armenviertel ein und wurden weggespült, wobei Hunderte von Personen umkamen. Die Deiche des Jangtse sind an mehreren Stellen gebrochen und haben auf Hunderte von Meilen die Reisfelder in Binnenseen verwandelt. Der Große Kanal überflutete die Ufer, ebenso der Gelbe Fluß, Chinas„Schmerzenskind“; aus dem Jangtse wurde eine endlose Fläche wogenden Wassers. Körper von Ertrunkenen schwimmen in allen Binnenkanälen und Flüssen, oft sogar in den Hauptstraßen der Städte. Allein der Schaden an der Peking—Hankauer Eisenbahn wird auf 10 Millionen Dollar geschätzt. Im östlichen Anhwei zwischen Tschutschow und Kiangpu sind die Reisfelder, die eine durchschnittliche Jahres3 Millionen Vikuls(gleich 8 Milliarden felder vernichtet. Die Fluten nehmen einen Tribut an Leben und Eigentum, wie er noch bei keiner anderen Katastrophe in China bezahlt werden mußte. Das Nationale Hilfskomitee von China hat einen erschütternden Appell an das Finanzministerium der Nankinger Regierung gerichtet. Es verlangt für die Betroffenen eine neue innere Anleihe von 10 Millionen Dollar als Hilfsfonds, die durch die Tabaksteuer oder die Reserven der Boxerschuld zu decken seien, oder, falls das nicht möglich, verlangt es die Auflegung einer Sondersteuer. Wenn auch das als undurchführbar erklärt werden sollte, bittet das Komitee um 10 bis 20 Millionen Dollar aus der letzten inneren Anleihe, die am 1. August in Höhe von 80 Millionen aufgelegt worden ist. Diese innere Anleihe war bestimmt, den Bürgerkrieg im Norden zu finanzieren. Sollte aber selbst ein Wunder geschehen und der ganze Betrag von 80 Millionen Dollars für diese Hilfsmaßnahmen verwendet werden, so würde dennoch selbst diese Summe nicht genügen, um den 50 Millionen Menschen, die Opfer der Fluten geworden sind, zu helfen. Der letzte dringende Aufruf des Nationalen Hilfskomitees, der in der Presse am 1. August veröffentlicht wurde fleht darum, wenigstens eine Million Dollars aufzubringen. Das würde bedeuten, daß jeder der unmittelbar Betroffenen ungefähr— 20 Pfennig bekommen würde! brände einen bedre sich immer mehr Weingärten wie Oliven! großer Zahl zum Opfer. Kohlichen Umfang an. Sie näher den bewohnten Gegenden. Sowoh Sternhaine fallen den Flammen in Die Suche nach den Jüterboger Ehsenbahnverbrechern Berlin, 23. August. Der Polizeipräsident von Berlin wendet sich erneu mit einer längeren Erklärung an die Oeffentlichkeit in der das Publikum aufgefordert wird, an der Ermittlung der Eisenbahnverbrecher von Jüterbog mitzu. wirken. Darin wird u. a. festgestellt, daß sich das Verbrechen durch rein kriminalistische Tätigkeit zur Zeit noch nicht aufklären lasse. Es seien aber derart viele Anhaltspunkte vorhanden, daß eine sachgemäße Mitwirkung des Publikums zum Erfolg führen dürfte. Die Erklärung enthält eine nochmalige ausführliche Zusammenstellung der bisherigen polizeilichen Erminlungen über den Plan der Tat, die Auswahl des Ortes und des Zeitpunktes, die technische Apparatur des Sprengkörpers usw. Zum Schluß wird erneut darauf hingewiesen, daß auch die Personen aus dem Publikum. deren Angaben zur Ermittlung des Materialienkaufers führen, Anspruch auf einen entsprechenden Anteil der Gesamtbelohnung von 100000 Mark haben. Zum Ozeauflug gestartet ernte von 3 Minionen Pirul=„(gleng, 8 Milllarden Mark) ergeben, vollstandig zerstört. An der Grenze zwischen der Provinz Kirin und Sibirien ist das Ackerland 50000 Morgen weit verwüstet; im Umkreis der Stadt Wuhn bei Nanking sind 200000 Morgen Reis* Cholera in Hankau ausgebrochen. Nach einer Meldung der Telegraphen=Agentur der Sowjet=Union aus Schanghai ist in Hankau die Cholera ausgebrochen. Die Choleraepidemie hat innerhalb der letzten 24 Stunden stark zugenommen und soll bereits 56 Opfer gefordert haben. Berlin, 23. August. Die Junkersmaschine, die Levine auf seinen Ozeanflug geflogen hat und die von einem gewissen Willy Rody aufgekauft war und inzwischen eingehend überholt wurde, ist am Samstag morgen auf dem Tempelhofer Feld um.03 Uhr zum Ostwest=Atlantikflug aufgestiegen. Sie hat Kurs auf Lissabon über Lyon=Marseille. Der Flugzeugführer ist Christian Johannsen, außerdem fliegen der Flugzeughalter Wiän Rody und ein Portugiese mit. Blitzschlag in eine Schutzhütte 17 Personen verletzt. Berlin, 23. August. Wie der„Berliner Lokalanzeiger“ aus Wien meldet, wurden nach einem Blitzschlag in das Schutzhaus auf der Koralpe in Kärnten 17 Personen verletzt. Vier von ihnen schwer. Der Blitz fuhr durch alle Räume des stark besuchten Schutzhauses, riß Türen und Fensterfüllungen heraus und hinterließ auf dem Fußboden und an den Wänden breite Brandspuren. Einer Dame schmolz die Metallkette, die sie um den Hals trug, vollständig zusammen, ohne daß die Dame selbst irgendwie Verletzungen davon trug. Das Flagzeug Gehennms in der Kenns * Die Schöneberger Bankräuber verhaftet? Die Kriminalpolizei verhaftete am Samstag im Zusammenhang mit dem Bankraub in der Innsbrucker Straße in der Balmstraße in Schöneberg vier Männer, die im dringenden Verdacht stehen, an dem Bankraub beteiligt zu sein. Unter ihnen soll sich auch ein der Polizei seit langem bekannter Bankräuber befinden. Wahrscheinlich ein Dornier Wal— Auf keinen Fall Amundsens Rettungsflugzeug Jugoslawische Flugzeuge über Budapest Szegedin, 23. August. Ein dreisitziges jugoslawisches Bombenflugzeug von 520 PS. landete gestern nachmittag auf dem hiesigen Flugplatz. Die jugoslawischen Flieger bemerkten erst nach ihrer Landung, daß sie sich auf ungarischem Gebiet befanden und eilten zu ihrem Apparat zurück, um wieder aufzusteigen. Sie wurden jedoch hieran von den Angestellten des Flugplatzes verhindert, die das Flugzeug in Gewahrsam nahmen und die Maschine in die Flugzeughalle brachten. Das Verhör hat ergeben, daß am St. Stephanstag drei jugoslawische Bombenflugzeuge über der ungarischen Hauptstadt manövrierten. Das in Szegedin niedergegangene Flugzeug hatte unterwegs die Verbindung mit der Gruppe verloren und sich verirrt. Heute mittag erschienen zwei jugoslawische Militärflugzeuge über der Stadt, die nach der verschwundenen Maschine zu forschen schienen. Nach einigem Kreuzen über dem Flugplatz entfernten sie sich wieder in Richtung Horgos. Bei einem erneuten Verhör gab der Pilot an, daß er von Agram nach Ujvidek fliegen wollte, aber die Route verloren hatte. Nach stundenlangem Kreuzen wäre er dann in der Nähe von Szolnok am Bahndamm gelandet, um den Namen der Station zu sehen, und wären dann, dem Lauf der Theis folgend, weitergeflogen. Die Behörden von Szegedin haben den gestrigen und den heutigen Grenzverletzungsfall als Verstoß gegen das internationale Recht den ungarischen Behörden angezeigt. Das Zeppelin=Arktisphoto des Professors Moltschanoff, auf dem man so sensationell ein Flugzeug entdeckt hat, hat in Berlin neben anderen Luftschiffsachverständigen auch den Technikern der Deutschen Versuchsanstalt für Luftfahrt sowie einem Vertreter der Dornier=Werke vorgelegen, und man ist übereinstimmend zu der Ansicht gekommen, daß es sich bei dem auf dem Photo sichtbaren Flugzeug um ein Dornier=Wal Flugboot handelt. Der Riß des Flugzeuges stimmt vollkommen mit der Type Dornier=Wal überein. Vor allen Dingen sind die Tragflächen unverkennbar von der Dornier=Bauweise. Wahrscheinlich handelt es sich bei diesem Flugboot um eines der beiden Dornier, die in die Karasee im Auftrage der russischen Regierung interne und wenig bekanntgewordene Erkundungsflüge gemacht haben und von denen eins wohl auf Nowaja Semlja zurückgelassen sein muß. Ein Dornier=Flugboot wurde nämlich von den Teilnehmern der Arktis=Expedition des„Graf Zeppelin“ auf der Insel Dickson gesichtet und dieses Flugboot gehörte zur karischen Expedition der Sowjetregierung. Sicher ist, daß es sich auf keinen Fall um Amundsens Rettungsflugzeug für Nobile handelt, da dieses Flugzeug ein französischer„Latham"=Eindecker auf Schwimmern gewesen ist, das nur mit einem Motor ausgerüstet war. Die Photographie zeigt aber deutlich die für Dornier charakteristische Tandam=Anordnung. Ausgeschlossen ist es auch, daß es sich um das von Amundsen in der Nähe des Pols anläßlich seiner ersten Volarexpedition zurückgelassene Flugboot handelt. Diese Maschine kann, wie auch Riiser=Larsen glaubt, niemals auf die Gebirgszüge von Nowaja Semlja getrieben worden sein. „Rautilus“ in schwerem Wetter Kopenhagen, 23. August. Vom„Nautilus“ ist folgende Meldung eingetroffen, aufgegeben Donnerstag nacht: Es stürmt heftig von Nordosten und starke Trift des Eises macht die Bedingungen für Tauchen sehr ungünstig.„Nautilus“ trieb ein ziemliches Stück von dem Punkte weg, wo wir gestern abend 18 Uhr das dicke Packeis erreichten. Um 7 Uhr morgens befinden wir uns auf dem 80. Grad, 30 Minuten nördlicher Breite, 12 Grad östlicher Länge. Die Temperatur ist auf dem Gefrierpunkt. Schnee sticht wie Nadeln. Das Treibeis ist unsere größte Gefahr und wir sind heute in Lagen gewesen, die schwieriger waren, als wir sie uns jemals gedacht haben. Der Steven und die Ruder haben furchtbare Stöße bekommen. Wir gehen sehr langsam und vorsichtig vorwärts. Wir warten auf günstige Bedingungen, um unser erstes Tauchen vornehmen zu können und sind damit beschäftigt, unsere übrigen wissenschaftlichen Apparate zu untersuchen und Messungen zu machen. „Do.“ in Miami In der unter Staatsaufsicht stehenden Gemeinde Schloßberg hat der 45jährige Schuhmacher Karl Jung monatelang eine Faschgeldfabrik betrieben. J. und ein mitschuldiger Mechaniker wurden verhaftet. Sie haben schlecht nachgemachte Fünfzigpfennigstucke in großen Mengen abgesetzt. Der 18jährige Deutsche Paul Wohlschmidt aus Jena, der von Ostende aus im Faltboot den Kanal überqueren wollte, wurde unterwegs vom Sturm überrascht. Ein Dampfer nahm W. in völlig erschöpftem Zustand auf und brachte ihn nach Boulogna. Auf einem Bahnübergang bei Trinitapoli(Provinz Apulien) wurde ein mit fünf Bauern besetztes Gefährt vom Zuge erfaßt und zertrümmert. Ein Bauer wurde getötet, die anderen erlitten schwere Verletzungen. In Stadshagen bei Stockholm wurde bei einem Fußballspiel ein gewisser Gustav Roslin vom Ball so scharf am Kopf getroffen, daß er bewußtlos zusammenbrach und noch auf dem Wege ins Hospital verstarb. Auf dem Kirchhof bei Randers(Dänemark) wurde eine 66jährige Frau vom Blitz erschlagen, als sie das Grab einer Familienangehörigen in Ordnung brachte. Der Totengräber, der neben ihr stand, wurde gelähmt. Miami(Florida), 23. August. Das deutsche Flugschiff„Do X“ hat die Vereinigten Staaten erreicht. Das Flugboot ging nach direktem Flug von Kuba um 11.06 Uhr ostamerikanischer Sommerzeit(16.06 Uhr MEZ.) auf der Reede des bekannten Millionärbades Miami zu Wasser. Seit zehn Tagen wird der Börsenmakler Charles Rosendal aus St. Lawrence(Long Island) vermißt. Seine Familie erhielt einen Drohbrief, nach dem Ro sendal von Banditen entführt worden ist und nur gegen 100 000 Dollar Lösegeld freigegeben werden würde. Das Ehepaar Lindbergh, das sich bekanntlich auf einem Fluge von Amerika nach Tokio befindet, mußte schon wieder notlanden, und zwar auf der KurilenInsel. Dichter Nebel zwang Lindbergh, niederzugehen Bilde in die Wen 5. Klasse 37. Preußisch-Südd. Staats-Lotterie 11. Ziehungstag. Vormittagsziehung. 21. August it Eröffnung der„Mophila“. In Hamburg wurde auf dem Gelände des früheren Zoologischen Gartens eine internationale Ausstellung moderner Briefmarkensammlungen eröffnet. An der außerordentlich sehenswerten Ausstellung, der„Mophila“, sind 28 Nationen beteiligt, darunter der auf der vorjährigen Berliner Ausstellung mit dem Hindenburg=Ehrenpreis ausgezeichnete Engländer Seymour. Er rangiert mit dem Postmuseum des Fürstentums Lichtenstein an erster Stelle des 300 verschiedene Sammlungen enthaltenen Ka#t Der Leiter des Offenbacher Arbeitsamtes festgenommen. Der Leiter der Landgemeindeabteilung beim Arbeitsamt Offenbach, Dr. Graf, wurde am Samstag mittag in einem Wettbüro von der Kriminalpolizei verhaftet. Dr. Graf soll sich Unterschlagungen im Amt zuschulden haben kommen lassen. Er hat ferner in den letzten Tagen Wechselverpflichtungen in erheblicher Höhe nicht erfüllt. * Mord an einem Gutsnachtwächter. Im Park des Gutes Schlemmin überfiel heute früh ein vor einiger Zeit auf dem Gute beschäftigt gewesener jugendlicher Landarbeiter den 60jährigen Nachtwächter des Gutes, Murack. Er schlug dem Alten mit einer Wagenrunge den Schädel ein und verletzte ihn so schwer, daß Murack kurz darauf verstarb. Der Täter flüchtete, konnte jedoch von Landjägern festgenommen werden. Die Gründe sind noch unbekannt. tt Polizeikämpfe mit Banditen in Newyork. Am Freitag kam es im oberen Stadtteil Newyorks zwischen Polizei und Verbrecherbanden wiederholt zu Schießereien, in deren Verlauf zwei Polizisten und drei Banditen getötet wurden. 12 harmlose Spaziergänger, darunter Frauen und Kinder, wurden von verirrten Kugeln getroffen und teilweise schwer verletzt. tt Zwei Streckenarbeiter getötet. Am Freitag nachmittag wurden auf der Strecke Trier=Ehrang zwei Streckenarbeiter, die mit Stopfmaschinen auf dem Bahnkörper beschäftigt waren, überfahren und getötet. Durch das Geräusch der Maschinen hatten sie das Herannahen eines Güterzuges überhört. * Ein Urenkel des Feldmarschalls Blücher gestorden. Fürst Blücher, ein Urenkel des berühmten Feldmarschalls, ist in Boscombe im Alter von 65 Jahren gestorben. Der Fürst, der mit einer Engländerin verheiratet war, hat den größten Teil seines Lebens in England verbracht. Bei Ausbruch des Krieges begab er sich mit seiner Gattin nach Deutschland, kehrte aber später wieder nach England zurück. Vor zwei Jahren hatte er eine Operation durchgemacht und war seither leidend. Eine ganze Familie ertrunken Konstanz, 23. August. Ein eigenartiger Unfall ereignete sich in der FreitagNacht auf dem Untersee ereignet. Auf der Insel Reichenau war am Donnerstag nachmittag in Begleitung seiner Frau und seines acht Jahre alten Sohnes der Geschäftsführer der Seifen=Siederei Gebrüder Harr in Nagold(Württemberg), Erich Treffahn, eingetroffen. Am Abend machte die Familie Treffahn eine Kahnfahrt auf dem Untersee, von der sie nicht zurückkehrte. Das gemietete Boot wurde am Freitag am anderen Seeufer treibend aufgefunden. Darin befanden sich eine Damenhandtasche, ein Damenmantel und einige Kleinigkeiten. Es muß angenommen werden, daß die Familie Treffahn den Tod im See gefunden hat. Dieser Vorfall hat eine große Aehnlichkeit mit dem Schicksal der Familie Hamann aus Donaueschingen, die erst vor einigen Tagen unter ähnlichen Umständen im oberen See ums Leben gekommen ist. Jahre in der Belegschaft als sicher gegolten. Eine Wiederaufnahme des Betriebes ist vor zwei Monaten kaum möglich. Kreditschwindeleien eines Gemeindesekretärs Frankfurt a.., 23. August. Am Freitag wurde in Kriftel im Taunus der Gemeindesekretär Bardenheier wegen umfangreicher Kreditschwindeleien verhaftet. Bardenheier war in finanzielle Schwierigkeiten geraten. Um von den Banken Geld zu bekommen, fälschte er amtliche Schriftstücke mit der Unterschrift des Bürgermeisters und dem Gemeindestempel und gab sich auf diesen Schriftstücken selbst günstige Auskunfte über seine Kreditfähigkeit. Die auf diese Weise von den Banken erschwindelten Summen belaufen sich nach den bisherigen Feststellungen auf etwa 30.000 Mark. * Veräußerungsverbot für Kirchengut in Spanien. Der spanische Justizminister hat eine Verordnung erlassen, durch die der Verkauf und jede hypothekarische Belastung der im Besitz der Kirchen und der Orden befindlichen Grundstücke und Gebäude untersagt wird. Sechs Schlote zerstört Hochwasserschäden in Bayern München, 23. August. Das Hochwasser in Bayern hat bereits verschiedentlich schwere Rückschläge verursacht. In der Nacht zum Freitag ist der Inn um das Doppelte gestiegen. Durch die über den Damm flutenden Wassermengen wurde die Straße nach Frasdorf überschwemmt und der Verkehr unterbrochen. Noch stärker ist der Mangfall gestiegen. Aus Tegernsee wird eine Niederschlagsmenge von 56,5 Millimeter gemeldet. In Trostberg hat das Hochwasser die Alzwehr bei den Bayrischen Stickstoffwerken durchbrochen und die Wasserzufuhr der Werke unterbunden, so daß sie stillgelegt sind. Wie von zuständiger Stelle aus Trostberg mitgeteilt wird, konnte eine Betriebsstillegung der durch das Hochwasser der Alz geschädigten Bayrischen Stickstoffwerke in Trostberg vermieden werden. Man schätzt den entstandenen Hochwasserschaden auf etwa 100000 Mark. Das Wasser ist inzwischen wieder gefallen, so daß eine Gefahr nicht zu bestehen scheint. 2 Gewinne zu 25000 M. 382191 2 Gewinne zu 10000 M. 108471 6 Gewinne zu 5000 M. 109704 220696 263909 6 Gewinne zu 3000 M. 78317 130822 180889 54 Gewinne zu 2000 M. 29261 33728 37508 38654 62765 63440 81038 95314 113948 135634 145956 165162 173102 200250 223424 236239 247680 285753 293138 307671 313932 329597 335637 338451 350297 391513 397663 86 Gewinne zu 1000 M. 26407 43289 56783 62064 63808 63892 67366 86428 93168 104235 136357 147088 148234 153305 154122 158714 169720 174136 191614 217728 228038 247465 251048 254945 258183 258940 260131 269392 279052 282780 292544 306749 309172 319344 324918 336403 340461 362197 365626 368006 371740 396041 399704 n 194 Gewinne zu 500 G. 11088 14621 18191 19157 22638 26368 31350 39275 42381 44722 51931 52738 61329 62008 65972 79356 79832 84789 85289 89945 94810 95397 104503 113854 124019 124444 124757 125144 125811 128148 143422 160155 160492 159185 159614 160300 161493 162944 181454 186431 194727 195833 198139 201480 201928 202335 205147 208316 211910 213347 217817 219071 222157 227204 239077 240116 244545 244637 249003 261389 265507 270418 271143 271321 273771 278380 280111 294243 296545 300195 300634 304810 306764 310219 312366 312377 313923 321874 324970 326020 326723 329271 329928 336384 336526 336756 336939 344706 346690 358105 364679 369678 376313 377363 392360 398096 399644 Seminarlehrer als Wilddieb Nachmittagsziehung. Explosion in einer Brikettfabrik. Zschipkau, 23. August. In der Brikettfabrik 2 der Lausitzer Kohlenwerke Grube„Anna“ in Zschipkau ereignete sich heute früh eine schwere Kohlenstaubexplosion, die ein Todesopfer sowie zwei Schwer= und mehrere Leichtverletzte forderte. Der Gebäudeschaden ist ungeheuer groß. Der Ort der Explosion weist ein wüstes Durcheinander von Mauersteinen und Glasscherben auf. Kurz nach.30 Uhr früh brach im Ofenhaus des Werkes und zwar am neunten Ofen ein Feuer aus. Die Flammen griffen auf die benachbarten Oefen über und führten in wenigen Minuten zu gewaltigen Detonationen. Sechs Schlote explodierten, die zugleich mit der Wellblechbedachung des Gebäudes vollständig auseinandergerissen und in die Luft geschleudert wurden. Die im Jahre 1878 errichtete Fabrik hatte noch kein derartiges Unglück zu verzeichnen. Sie hat daher im Laufe der Schwerin, 23. August. Seit längerer Zeit stand der Seminarlehrer Tiede in Schwerin=Schelfwerder in dringendem Verdacht der Wilddieberei. Er richtete seinen Schäferhund zum Wildern ab. Des öfteren schon hatte der Förster von Hunden gerissenes Wild im Schelfwerder Revier gefunden, ohne daß es ihm gelungen war, den Frevler zu überführen. Gegen Tiede wurde damals bereits eine Anzeige beim Schweriner Tierschutzverein erstattet, die der Lehrer mit einer Privatklage wegen Beleidigung beantwortete. Die Klage wurde aber vom Gericht abgewiesen. Am Freitag gelang es nun dem zuständigen Förster in dem Jagdrevier im Heideusee Tiede auf frischer Tat zu ertappen. Der Seminarlehrer wurde wegen Wilddieberei zur Anzeige gebracht. Riesiger Waldbrand in Südfrankreich Paris, 23. August. tlon wird das Devar Nach Meldungen aus Toulon wirv vus Oepartement Var an der Küste des Mittelmeeres fortgesetzt von Waldbränden heimgesucht. Fast stündlich treffen neue Feuermeldungen aus den verschiedenen Forstbezirken ein. Unter der Einwirkung des MistralSturmes schreiten die Flammen auf einer Front von 50 Kilometern mit der Schnelligkeit eines Expreßzuges fort und greifen nach allen Richtungen um sich. Alle Gegenmaßnahmen sind bisher erfolglos geblieben. Wenn der Sturm anhält, befürchtet man eine Katastrophe. Auch auf der Insel Korsika nehmen die Wald4 Gewinne zu 10000 M. 256404 274163 6 Gewinne zu 6000 M. 109256 388452 398513 28 Gewinne zu 3000 M. 10178 13605 46384 71956 84141 117161 220619 221330 249068 263644 314285 359369 362989 371441 48 Gewinne zu 2000 M. 3541 28108 35971 59535 61308 64053 72783 74882 84572 98149 161042 173612 218978 238456 243081 271572 279056 283474 310387 320401 321800 348680 389456 395457 82 Gewinne zu 1000 M. 4318 5678 16333 27293 32008 38573 39148 54371 69048 70271 107605 107798 116481 118485 124468 129535 132172 162225 185021 185931 196971 204866 225806 226267 227659 228012 246859 261923 264189 271662 274081 296416 304363 334326 336877 841078 343227 359031 364507 398395 399948 152 Gewinne zu 500 M. 360 395 1276 1887 3884 6635 26296 27242 31002 45611 47431 48595 49281 60108 51099 61544 60569 70143 70539 70962 89738 90004 90785 108254 121680 128946 151282 153241 156217 169542 170394 175550 182296" 182926 185835 191135 192301 193536 199073 199838 200669 204018 206865 206230 208111 208124 211126 211762 219020 223064 247631 251617 257684 260731 261161 276060 279652 281456 286234 303009 314664 316270 319497 321975 332686 343769 347383 350073 382877 383929 386074 385644 385911 39012! 394184 399752 Zur Gesichts-Bräunun aber auch zur Bräunung des ganzen Körpers bei Sonnendabet verwende man die reizmildernde und kühlende Leodor=Fett-Tgoz Tube 60 Pf. und 1 Mk. Wirksam unterstützt durch Leodor“ leite Stück 50 Pf. Zu haben in allen Uhlorodont=Verkaufsstellee s. Beilage zum Anzeiger u. Gen. 9 Wettb nur 2 V Das beste Stüc körpert sich in diesen schon zum achten M benachbarte Holland Namen der Westdeu athleten sind mit d. Kämpfe in Duisbu Dortmund und wie wähnt seien nur H Läufer, die am me eine Ausnahme, in Westdeutschen diese Aber gestern kam meisten es sich getr siegte zwar nach doch waren die Kä länder belegten di Wertung erfolgten zweite Platz 3, de Der Sieg in der Punkte. Die Abwivonstatten und auc man zufrieden sein Im Willkon ster hieß es u. 6 weltgeschichtlichen von Münster möger erneut geloben, zu glücklichen Aufwär der freundna beider Länder mit, Nach dem Ein stätte folgte das schaften. Dann git 1500 Meter: grünweißen Farbe gehosen. Anfangs Führung zu übern und Tempo in d mäßigen Zeit vor der Holländer Do 400 Meter: Bochumer Borchm Borchmeyer Auße verleiten, in dem zu gehen., er war Bergmann die E chumer, der seine entschlossen an ur ab und behielt o hand in der gu Borchmeyer auch strecke beherrschen sein Sieg bewies vogefühl erfaßth 100 Meter: hatten Innenbah Westdeutschen die rasten die vier di noch 20 Meter g Jonath, trotz stimmung überwi in der Zeit von Meter Vorsprung drix passierte e 50 Meter einen Rennen nicht me des Arztes dürft dieses Jahr zu für die kommend Frankreich. 800 Meter: 1 er wollte in der hier belegten di Platz, während ständig ausgepu reichte. Bedauer stellte Bochumer nen. Der zweite verloren gegang Punkteverhältnis Diskuswerfe sem Jahre eine die internationa Diese Leistung Zeit für die k warfen etwa 8 110 Meter keine Wertung, konnten, wer d war Wienecke Hochsprung vier Hochspring 1,73 Meter er Holländer Rohinter seinen ü Stabhochspt Zee erreichte Leistung und# Der Bochn Hi Seine Leistung Bochumer Sch so daß er viell verbessert. 5000 Mete Sieger natürl lange nicht de Zeit von 15,4 schnitt. Sehr der ungefähr einen fabelhaf dieses Rennen der ganzen Li „.Rach ach 42:38 für We Weitsprun in schlech belegte. gen dem Hol Der engsische Sie nähem den. Sowohi Flammen ger ). August. get sich erneut Oeffentlichkeit, an der Eriterbog mitzu. daß sich das Lätigkeit zur n aber derart ie sachgemäße führen dürfte. ausführliche lichen Ermittahl des Ortes sparatur des erneut darauf em Publikum, aterialienkauhenden Anteil k haben. 3. August. auf seinem nem gewissen chen eingehend rgen auf den twest=AtlantikLissahen, über ist„eprätion 1ghalter Wiäy erhaftet? Die g im Zusambrucker Straße Männer, die Bankraub beauch ein der der befinden. iden Gemeinde her Karl Jung n. J, und ein tet. Sie haben cke in großen hlschmidt aus oot, den Kanal Sturm überlig erschöpftem logna. nitapoli(Proauern besetztes ert. Ein Bauer e Verletzungen. irde bei einem n vom Ball so tlos zusammenspital verstarb. inemark) wurde en, als sie das rdnung brachte. wurde gelähmt. makler Charles sland) vermißt. nach dem und nur gegen rden würde. bekanntlich auf befindet, mußte if der Kurilen, niederzugehen als-Lotterie 21. August. 696 263909 822. 180889 37508. 38654 5534 145958 1239 247680 597 335637 56783 62064 4235 136357 714 169720 466 251048 392 279052 344 324918 3006 331740 18191 19157 14722 5193 79832 84789 3854 124019 148 143422 300 161493 5833 198139 8316 211910 7204 289077 1389 265507 8380 280111 4810 306764 1874 324970 6384 336526 8105 364679 8096 399644 63 8452. 398513 46384. 71956 990 2856 Locitoulf Enter eeeWF? Nr. 197 38. Jahrgang Montag, 24. Augusi 1931 s. Beilage zum Bochumer Anzeiger u. Gen. Anzeiger „ 1 4 J o n a t h ü b e r 1 0 0, Der Velten meider Borchmeyer über 400m in rroni 9 Wettbewerbe von Weltdeutschland nur 2 von tioiland gewonnen Sieg Ein neuer Ertolg der weltdeutschen Leichtathlefik gegen Holland— 56:46 Punkte Das beste Stück westdeutscher Leichtathletik verlörpert sich in diesem Länderkampf, den der WSV. nun s um achten Male gegen das stammverwandte und benachbarte Holland zum Austrag brachte. Die besten Seschl se lcke eich. ce dach waren die Kämpse duberst pitiler, Phabe Wie linder belegten durchgeg„die mitngren Prgpe, der schieden. Wertung erfolgte nach Punkten, jeder Sieg zählte 4, zweite Platz 3, der dritte 2 und der vierte 1„Punkz, Der Sieg in der Staffel zählte 2, der zweite Platz 0 Punkte. Die Abwicklung der Kämpfe ging reibungslos vonstatten und auch mit den Bahnverhältnissen konnte Im Willkommengruß der Stadt Münster hieß es u. a.„Unter dem starken Eindruck. der weltgeschichtlichen Bedeutung des alten Friedenssaales von Münster mögen alle Wettkämpfer hüben und drüben erneut geloben, zu ihrem Teil an der friedlichen und glücklichen Aufwärtsentwicklung und an der Vertiefung der freundnachbarlichen Beziehungen beider Länder mitzuwirten, Nach dem Einmarsch der Kämpfer in die Kampfkätte folgte das übliche Begrüßen der beöler, Monnschaften, Dann ging es zum eigentlichen Wettkampf. 1500 Meter: Kilp und Reesen vertraten die grünweißen Farben, Dopp und Seegers die der Oranschosen. Anfangs scheuten sich die Kontraßerniten, ie Führung zu übernehmen bis endlich Kilp sich freimachte und Tempo in den Lauf brachte. Kilp siegte in der mäßigen Zeit von 4,15,08 Minuten. Zweiter wurde der Holländer Dobb den Dreesen nicht halten konnte. 400 Meter: Man war auf das Abschneiden des Bochumer Borchmeyer nicht wenig gespannt. Trotzdert Borchmeyer Außenbahn gelost hatte, ließ er sich verleiten, in dem üblichen Höllentempo an die Spitze zu gehen., er wartete taktisch richtig seine Zeit ab, bis Bergmann die Spitze nehmen wollte. Aber der Bochumer, der seine Kräfte geschont hatte, trat erst dann entschlossen an und wies den Angriff von Bergmann ab und behielt ohne viele Mühe das Rennen in der band in der auten Zeit von 50.2 Sekunden.„Das Pertreter der Grünweißen, Kring, war auch 5000 Wetg,) 1. 15, 64Pigien,)##. Siegerggg Sperpersen: De beiden Müinkeraner Hoffmei= 18,Z ji0g hlete, Sasele 1. Plauschland 423 ter und Vögeln behielen zum Glück de se wetrger hen I8 Holland 428 Sectunden. digen Bunkt, in den de die beiben, Volhwors vr perrpersen: 1: Hoffneiser(.) 57.83 Meter 2. 4X100 Meter: Die westdeutsche Maunschaft stand Vögelin(),3678 Psgisz 3,.Ziser(.) 51.0 Möle, Bergmann, Vorchmeyer, Jonaty, während, dester,„Heisprung, 1. Mölle(.) 7,115 Meter, 2. van Hrangchosen sich auf be. Aptzg, von Wehsenes, u“ holite Welsenes(.).06 Meter. 3. de Boer(.) 705 MePene ud benge, Auv, Boy,., Staurglager, ür. 4. Krig(B) 623, Meist. u. ue Mune au. in biendendem, Lo hiefy ez,peter begen benzite Pechsek“ Gesamtergebnis: Westdeutschland 56 Punre, vorDiesen Vorsprung hielt Bergmann. Der zweite Wecsel Gesamtergebnis: Westt klappte nicht sonderlich. Aber Jonath als Schlußmann land 46 Punkte. set wiederum ein Riendendes Rennen gegen einen) tee seus. e 44s. Vidersacher Verger, machte noch zwei Meier gut. Die(zeneralprope, zur Köln der beiße Kampf knapp aber sicher mit 47:55 ent= Englands Leichtathleten Schlagen Italien Die Ergebniffe: 1500 Meter: 1. Kilp(.) 4,15.4 Minuten. 2. Dreesen(.).16,4 Minuten, 3. Dopp(.) 4,16,6 Minuten. 4. Effern(.) weit zuriczgg,.gunden„ 400 Meter: 1. Borchmeyer(.), 50,2 Sekunden, 2. Schierhus(.), 50,6 Sekunden, 3. Bergmann(.) 51 Sekunden, 4. Kok(.) weit zurück. 100 Meter: 1. Jonath(.) 10,6 Sekunden, 2. Berger(.) 10,7 Sekunden, 3. van den Berghe(.) 11,1 Sekunden, 4. Hendrix(.) verletzt. 800 Meter: 1. Lefeber(.) 1,57,6 Minuten, Sieflärder.(.)=012 wimnten, 3. Riewland(.) 2,01,8 Minuten, 4. Glagowski.) Diskuswerfen: 1. Hoffmeister(.) 47,26 Meter. 2. Eysler(.) 39,91 Meter, 3. de Bruine(.) 39,30 Meter, 4. Vögelin(.) 34.24 Meter. 6) gessen Hochsprung: 1. Roers(.), Hoffmann (.)(alle.73 Meier), 4. Lamboy(.) 1,60 Meter. Stabhochsprung: 1 van der Zee(.) 3,/84 Meter, 2. Born(.) 3,(4 Meter, 3. Oorschot(.) 3,60 Meter, 4. Bünte(.).20 Meter. mit 83½:62½ Punkten London, 23. August. Die englische Leichtathletik=Mannschaft, die am kommenden Sonntag in Köln gegen Deutschland antritt, trug am Samstag in Stamford Bridge mit dem Ländertreffen gegen Italien gewissermaßen die Generalprobe zu dem Kölner Kampf aus. Diese Prüfung fiel in jeder Hinsicht zur Zufriedenheit der Engländer aus, die von den vierzehn ausgetragenen Konkurrenzen allein Punkten erfolgreingh hlschenr, Verketer zu guter Form, so 201.2 Minuten, 3. Niewland(.) daß Deutschland iu einer Woche auch auf eigener, Baoden begegnung ir,„Starzford.„Pridge„iuteresge eHu, haupte sächlich die beiden Hürdenläufe über 120 Pards und 440 Yards, wo Facelli mit Lord Burghley zusammentraf. Nachdem der englische Lord die kürzere, Distanz zu seinen Gunsten entschieden hatte, siegte der Italiener auf seiner Spezialstrecke, dem längeren Lauf, bei dem er auch mit 53.8 Sekunden die von ihm selbst gehaltene englische Bestleistung erreichte. Deutschland-England 47:53 Frauen-Leichtathletik-Länderkampf verloren— Neuer Weitlprungrekord Hannover, 23. August.Vorsprung, als sie auf den letzten Metern zu Fall kam. nalands und Deuschlands im Hindenburg=Stadion zu Weltekordzest ereichte während der zweite Blatz an 48100=Meter=Stafel die, wie alle Lauswetibewerde asten, Bloszgg 180, Frülei, Walster, Frau gang in der guten Zeit„von 50,7. strecke beherrschen wird, ist nun nicht mehr, SpeiePbort, vadt en Sere r,S hetiinen Zewonnen wi ein Siea denie, daß er auch mitterweite bos—eu= Galg der Veranstaltung dagegen war unverkennber. 100 Meter: Der Clou des Tages! Die Holländer Rund 10.000 Zuschauer wohnten den bei Sonnenböden Leodor=Feit=Crgu durch Leohesih Anb-Veriantobele Bestdeutschen die mittleren Bahnen. Ohne Fehlstart rasten die vier die hundert Meter herunter, aber schon noch 20 Meter gab es nur einen Sieger und das war Jonath, trotzdem er eben eine ziemliche Magenverstimmung überwunden hatte, siegte der Bochumer glatt in der Zeit von 10,6 Sekunden mit mindestens zwei Meter Vorsprung. Dem sympathischen Aachener Hendrir passierte ein arges Mißgeschick in dem er sich bei 50 Meter einen schweren Muskelriß zuzog und das Rennen nicht mehr beenden konnte. Nach den Aussagen des Arztes dürfte das Laufen des kleinen Nacheners für dieses Jahr zu Ende sein, das ist schweres Handikap für die kommenden Länderkämpfe gegen England und Frankreich.. 209 g g—5 800 Meter: Die 800 Meter gewann Lefeber wie er wollte in der guten Zeit von 1,57,06 Minuten. Auch hier belegten die Holländer den zweiten und dritten Platz, während der Dortmunder Glagowski vollständig ausgepumpt mit Mühe und Not das Ziel erreichte. Bedauerlicherweise konnte der Anfangs aufgestellte Bochumer Cornelius dienstlich nicht abkomnen. Der zweite Platz wäre sonst den Grünweißen nicht verloren gegangen. Nach vier Wettkämpfen war das Punkteverhältnis 23:17 für Westdeutschland. Diskuswerfen: Zum ersten Male gelang es in diesem Jahre einem Deutschen, nämlich Hoffmeister, die internationale Weite von 47.26 Meter zu erreichen. Diese Leistungssteigerung kommt gerade zur rechten Zeit für die kommenden Länderkämpfe. Die Nächsten warfen etwa 8 Meter weniger. 110 Meter Hürdenlauf: In dieser Disziplin erfolgte leine Wertung, da sich die beiden Gegner nicht einigen konnten, wer die Hürden geworfen hatte. Immerhin war Wienecke Brustbreite vor dem Holländer Kaan. Hochsprung: Mit mäßigen Leistungen warteten die vier Hochspringer auf, von denen die drei Besten nur .73 Meter erreichten. Die beste Technik verriet der Holländer Roelofs. Elsen blieb überraschender Weise hinter seinen üblichen Leistungen zurück. Stabhochsprung: Der holländische Meister van der Zee erreichte mit.84 Meter eine ganz respektable Leistung und wurde Sieger dieses Wettkampfes. Der Bochumer Born verbesserte die westdeutsche Höchstleistung auf 3,74 Meter. Seine Leistung fand lauten Beifall. Die Technik des Bochumer Schupomannes hat sich wesentlich verbessert, so daß er vielleicht noch in diesem Jahre seine Leistung verbessert. 5000 Meter: Mit Schaumbürg im Rennen war der Sieger natürlich gegeben, obgleich der Oberhausener lange nicht den flüssigen Lauf wie sonst zeigte. Seine Zeit von 15,43,04 Minuten war kaum guter Durchschnitt. Sehr gut hielt sich der Holländer Zeegersder ungefähr 30 Meter hinter dem Sieger endete und fabelhaften Spurt zum besten gab. Der dritte dieses Rennens, der Eschweiler Siegers, enttäuschte auf Pr onen Line.,. g. A s Nach acht Kämpfen war die Punktdifferenz 42.38 für Westdeutschland. Weitsprung: Die Sprungbahn für diese Disziplin ir in schlechter Verfassung trotzdem. Mölle den ersten Platz belegte. Er sprang.11.5 Meter, scharf gefolgt Xu oem Holländex van Welsenes, der 7,06 erreichte. guten Läufermaterial und auch etwas dem Glück zu verdanken. Im Weitsprung stellte Fräulein Grieme(Bremen) mit.91 Metern einen neuen deutschen Rekord auf, während im 800=Meter=Lauf die Siegerin Fräulein Lunn(England) mit 2,18.9 Minuten eine neue englische Landesbestleistung schuf. Nach dem Aufmarsch der beiden Mannschaften, der Ueberreichung eines Wimpels an die Gäste durch die deutsche Mannschaftsführerin und dem Abspielen der Nationalhymnen, begann der Länderkampf mit dem 200=Meter=Lauf. Die Engländerinnen„Hatstead, uund Johnson sicherten sich die beiden ersten Plätze mit 25.2 bzw. 25.3 Sekunden. Auch Fräulein Krauß lief 25,3 Sekunden, wurde aber auf den dritten Platz gesetzt. Das Kugelstoßen brachte den Punktausgleich, da beide Engländerinnen hier nicht über 10 Meter kamen, während die Weltrekordinhaberin Fräulein Heublein 13.25 und die für Fräulein Fleischer startende Fräulein Ellen Braumüller 11,82 erreichten. Im Hochsprung siegte wie erwartet England durch Fräulein Seary mit nur 152 Meter, alle übrigen sprangen nur 1,50 Meter. Der Meter=Hürdenlauf sah nach einem sicheren deutschen Siege aus. Fräulein Pirch, die deutsche Meisterin, ging sofort in Führung und holte sich einen deutlichen holle sich England auch iber 10 Meter de ersten, Plätze,„durch, Fräzseig, Paller in 12/8, Fraulein Halstead in 12,6 Sekunden, Frau, enttäuschte hier arg, da sie nur den letzten Platz belegen konnte. Das Speerwerfen brachte abermals den Punktausgleich, da die Engländerinnen hier nicht über 30 Meter hinauskamen. Siegerin wurde Ellen Braumüller mit 40,22 Metern vor Fräulein Fleischer, 39.92 Meter. Im 800=Meter=Lauf setzte sich Frau RadtkeBatschauer direkt an die Spitze. Bereits 200 Meter vor dem Ziel ging sie zum Endspurt über und verausgabte sich so vorzeitig. Fräulein Lunn bewies das größere Stehvermöggn(die Engländerin ist, Weltrekordinhaberin über 1000 Meter) und siegte in neuer englischer Bestzeit von 2,18,9 Minuten. Dafür gelang den deutschen Damen ein Sieg im Weitsprung durch Fräulein Grieme, die mit 5,91 Metern eine neue deutsche Bestleistung schuf. Da Deutschland im Diskuswerfen durch Fräulein Heublein(39 Meter) und Fräulein Fleischer(37.10 Meter) bis auf zwei Punkte an die führenden englischen Damen herangekommen war, lag die Entscheidung in der abschließenden 4X100=Meter=Staffel. Die deutsche Staffel in der Besetzung Thymm. Kraus, Lorenz und Haux lief zwar ausgezeichnet, wechselte aber zweimal schlecht, so daß auch hier der Sieg in der mosen Zeit von 48.5 Sekunden, die nur um eine Zehntelsekunde hinter der Weltbestleistung Kauadas liegt. an England fiel, während die deutschen Damen 48,8 Sekunden gebrauchten. Somit hat England einen weiteren Sieg mit 53:47 Punkten exrungen. Den Beschluß bildete ein Handballwettspiel Berlin —Hannover, das von den Reichshauptstädtern nur knapp mit:6(:5) gewonnen wurde. 100 Meter in 10.32 Der schwarze Tolan erreicht neue Weltrekordzeit. lewyork, 23. August. Bei einem Leichtathletik=Meeting in Vancouver erreichte der auch in Deutschland gut bekannte farbige amerikanische Sprinter Eddie Tolan, der 1929 beim TuS.=Internationalen von Lammers über 100 und von Eldracher, üiher 200 Meter geschlagen wurde, über 100 Merer die neue Weltrekordzeit von 10,3 Sekunden. Man muß natürlich abwarten ob bei diesem Lajuf auch die Bedingungen erfüllt wurden, sonst kann von einer offiziellen Anerkennung keine Rede sein. Wichmann schlägt Krause Breslau, 23. August. Bei prächtigem Wetter und vor 3000 Zuschauern gab es am Sonntag beim nationalen Sportfest des „Schlesien“, Breslau ausgezeichneten Sport. Das Hauptinteresse des Tages beanspruchte die Revapche aus der Meisterschaft über 1500 Meter zwischen I. deutschen Meister Krause„Teutonia“ Berlin und dem knappen Zweiten, Wichmann SCC. Beide lieferten sich einen erbitterten Kampf, den schließlich in 4,04,7 vor Krause in 4,05,1 und dem tschechischen Meister Strniste zu seinen Gunsten entschied. Schwere Stürzebeimn Schielger Dreschrennen Schleiz, 23. August. Das Schleizer Dreiecksrennen fand am Sonntag seine achte Wiederholung. Dieses neunte Rennen auf der 7,77 Kilometer langen Dreiecksstrecke ging vor sehr gutem Besuch vor sich, waren doch über 10 000 Zuschauer erschienen. Das Wetter war anfänglich sehr schön, später setzte jedoch starker Regen ein, wodurch die Strecke aufgeweicht und glatt wurde. Außer zwei schar fen Kurven gab es auf dem 202 Kilometer langen. Weg auch eine Haarnadelkurve, so daß die Fahrt keineswegs leicht war. Das Rennen brachte durch den Regen zahlreiche Stürze, wodurch auch die besten Fahrer des Feldes, Bauhofer(München) und der Engländer Bullus, zum Ausscheiden gezwungen Todesiturz Das Rielengebirgsrennen— von Brauchitich schwer verletzt 90 W grohen nan=auchitsch verwachte noch in dem Holänder von Der englische Meister kam nur auf 7,05 Meter. eichte. Der Oberschreiberau, 23. August. Anläßlich des Riesengebirgsrennen bei Schreiberau am Sonntag, ereigneten sich zwei schwere Unfälle, von denen der eine ein Todesopfer sorderte. Beim Training am Sonnabend auf der 5 Kilometer langen, sehr kurvenreichen Rennstrecke fuhr der Motorradrennfahrer Linus Stelzer aus Ullersdorf=Liebenthal(Schlesien) gegen einen Baum und zog sich sehr schwere Verletzungen zu, denen er am Sonntag erlag. Im Rennen selbst startete als letzter in der schweren Sportwagenklasse der bekannte Mercedes=BenzFahrer Manfred von Brauchitsch auf dem =Liter=Mercedes=Benz=Kompressor. Am Ausgang der sogenannten Königstein=Kurve, einer Haarnadelkurve, schnitt von Brauchitsch die Kurve zu scharf, so daß er im letzten Augenblick den Wagen nach außen reißen mußte. Der Wagen schlug nach der Außenseite und kam mit dem rechten Vorderrad auf einen Sandberg, der ihn hochwarf und schließlich seitlich zum Umschlagen brachte. Der Wagen landet mit den Rädern nach oben im Straßengraven. von Brauchitsch vermochte noch unter dem Chassis hervorzukriechen, brach dann aber zusammen. Er blutete stark aus dem Mund. Er hatte innere Verletzungen und Brustquetschungen erlitten, dadurch, daß das Steuerrad Brust und Leib eindrückte. von Brauchitsch wurde in das Hotel„Lindenhof“ gebracht. Sein Zustand besorgniserregend. Die Ergebnilfe der Rennen Motorräder bis 250 ccm: 1. Seidl=Kratzau(Ariel) .18 Minuten: bis 350 ccm: 1. Brudes=Breslau (..).599: bis 500 cem: 1. Brudes=Breslau (Spezial).58,1: bis 750 ccm: 1. Hoffmann=Breslau S22,=40; bis 1000 com: 1. Bendes=Breslau (ppras.) 3,339,„Minuten. u—.; Sahl. Sport= und Tourenwagen: bis 750 ccm: 1. Kohlrausch=Eisennach(BMW.), 3,31,2, 2. v. Delius=Plauen (BMW.) 3,55.7: bis 1100 gcm: 1. Schmidt,=Jägerndorf(Amilcar) 3,12,8; bis 1500 com: 1. L. (Bugatti) 3,05: bis 2000 ccm: 1. ga).38.9: bis 5000 ccm: 1. Frve= Düsseldorf,(Buggtts) S 13.2; über 500 com: 1. Lehmann=Guben(MercedesBenzs..4 Binnien.. 1 Wacher Perin 9gm Rennwagen bis 750 ccm: 1. Macher=Perlin(DKW.) .185; bis 1500 com: 1. Rothmann=Dresden(Bugatti).57.2: bis 2000 cem: 1. von Morgen=Berlin (Bugatti).39,5(schnellste Zeit des Tages), 2. StuckUntertürkheim(Mercedes=Benz) 2,45,7 Minuten. wurden. Der Sieg fiel an Rüttchen(Erkelenz) auf? der trotz der erheblichen Schwierigkeiten mit 2,09,54,8 Stunden die Zeit des vorjährigen Siegers von 2,14,12 Stunden ganz beträchtlich unterbot. Im nach diesem Rennen, das den vierten und letzten Lauf zur deutschen Motorrad=Straßenmeisterschaft bildete, neue Titelträger in Rose(Düsseldorf), Hut(Breslau) und Loof(Godesberg) ermittelt. Der Meister in der kleinsten Kategorie steht allerdings noch nicht fest, denn Geis (Pforzheim) und Kahrmann(Fulda) sind auf Punktzahl gekommen. Der Münchener DKW.=Fahrer Bauhofer hatte einen sehr guten Start, wurde aber schon in der zweiten Runde von Bullus eingeholt. In der folgenden Runde kam er dann zu Fall und mußte aufgeben, hatte jedoch nur Hautabschürfungen, davongetrg: gen. Das gleiche Schicksal ereilte schließlich auch Bullus, der in der vierzehnten Runde zum Ausscheiden gezwungen wurde. Der Engländer verlor in der Kurve die Gewalt über sein Rad und fuhr in einem Tempo von 105 bis 108 Stundenkilometer eine Zuschauerin an, die mit einem Beinbruch ins Krankenhaus geschafft werden mußte. Auch Bullus kam mit Hautabschürfungen davon Rüttchen, der ebenfalls stürzte, aber sofort die Weiterfahrt aufnehmen konnte, erlangte die Führung, die er auch bis zum Schluß nicht mehr abgab. In ganz überlegener Weise fuhr der Erkelenzer sein Rennen nach Hause. Als anschließend die Klassen=Sieger zur Ehrenrunde Aufstellung nahmen, gab es einen weiteren Ausfall. Henne(Rehau) kam angebraust, konnte infolge Versagens der Bremse nicht abstoppen und fuhr die vier Klassensieger über den Haufen, ohne indessen größeren Schaden hervorzurufen. Die genauen Ergehuiseix, 2# Siamete Lis 9n—.. Ausweisfahrer(54,39 Kilometer): bis 350 com: 1. Koenitzer auf Triumph 36.48.1(88/6, Stupdenksometeg; ds. 300 gom; 1 Termehr(Königlterz,zgeogeze Fagegebie 13511 Stundenkilometex), schnellste 1000 ccm: 1. Köhler(Gera) auf BMW. 35,22,6(92.2 Stundenkilonszer).,(gizenssahrer): vis a20—: 1. Meisterschaftslauf(Lizenzfahrer): bis 250 ccm: 1. Geiß(Pforzheim) auf DKW. 2,19,0,/8(86,6 Stundenkilometer), 2. Kahrmann(Fulda) auf Herkules=Jap .23.20,8(84.4 Stundenkilometer),(6 gestartet, 2 am Ziel); bis 350 cem: 1. Loof(Godesberg) auf Imperia .11.15,2(923 Stundenkilometer), 2. Vertholet(Köln) auf Rudge.16,34,2(88,7 Stundenkilometer)(neun gestartet): bis 500 ccm 1 Hiller(Feuerbach auf, Montgomern=Jap 2,21,18,8(85.8 Stundenkilometer), 2. Oettinger(Neckarsulm) auf NSü. 2,23,32,4(844 Stundenkilomieter)(15 gestartet, 2 am Ziel); bis 1000 ccm: 1. Rüttchen EErkelenz) auf Rell. 2/00 548(933 Stundenkilo= meter), schnellitg, Zeit der Lizenzfahrer, 2. Brütsch(Inngingen) auf BMW. 2,12,19.6(91.7 Stundenkilometer), Röse(Düsseldorf) auf BMW..16,55,6. Deutsche Motorradstraßenmeister für 1931 wurden: Klasse bis 250 cem: Geiß(Pforzheim) auf TKW. und Kahrmann(Fulda) auf Herkules,Jap je 14 Bunkte; bis 350 ccm: Loof(Godesberg) auf Imveria 12 Punkte; bis 500) ccm: Huth(Breslau) auf„Rsell10 Punkte; bis 1000 ccm: Röse(Düsseldorf) auf BMW. 11 Punkte. Eine halbe Million Zuschauer bei Englands Tourist Trophy der Autos. London, 23. August. Annähernd eine halbe Million Menschen umlagerte die Arde=Rundstrecke bei Belfast, auf der am Samstag das Automobilrennen um die englische Tourist Trophy zum Austrag gelangte. Sieger blieb der mit einer Zeitvorgabe von fast einer Stunde bedachte Engländer Normann Black(Midget), der die 659,69 Kilometer lange Distanz des Rennens mit einer Durchschnitts geschwindigkeit von 107,77 Kilometer zurücklegte und die Vorgabe eingerechnet, eine Fahrzeit von 5,13,51 erreichte. Der vom Mal gestartete Italiener Borzacchini(Alfa Romeo) konnte trotz eines Stundenmittels von 127,19 Kilometer die großen Vorgaben nicht ganz aufholen und blieb mit einer Zeit von 5,17,03 um nicht ganz vier Minuten geschlagen. Mit einem Stun denmittel von 130.78 Kilometer fuhr Borzacchini auch die schnellste Runde. Den dritten Platz belegte in 5,17,08 der ebenfalls mit reichlichen Vorgaben bedachte Engländer Crabtree(Midget). Weltmeilterschaftstage in Kopenhagen 1Mit Radlportelite der Welt im Kampf— Harder(Dänemark) Amateur-Fliegerweltmeister Die Ringer berieten Punktekampfbeginn am 4. Oktober Bochum, 23. August. Die in Bochum abgehaltene Tagung der Ligavereine im Kreis 3 des D. A. S. V. von 1891 beschäftigte sich in der Hauptsache mit der Neugestaltung der Austragungsart der Meisterschaftskämpfe im Ringen. Es wurden für die Kämpfe der kommenden Saison wesentliche Veränderungen getroffen. So werden Vorund Rückkämpfe nicht mehr hintereinander ausgetragen, sondern jeder Verein ist einmal Veranstalter. Durch diese Maßnahme werden die sonst sich bis zu fünf Stunden ausdehnenden Veranstaltungen auf die halbe Zeit reduziert, was von Zuschauerseite nur zu begrüßen ist und auch den Kontrahenten zugute kommt, da ihnen jetzt Gelegenheit gegeben ist, sich immer auf einen Kampf zu konzentrieren. Tann wurden die zwölf Vereine in zwei Gruppen ausgelost. Die beiden Gruppenmeister ermitteln am Ende der Serie den Kreis=Mannschaftsmeister. Die Auslosung ergab folgendes Bild: Gruppe A: Hörde 04, Kirchlinde, Dortmund 08, Essen 91, Rüttenscheid und Hohenlimburg. Gruppe B: Heros 94, Dortmund, Witten 07, Essen=West 03, Duisburg=Hochfeld, Brambauer und Herne 20. Die Terminliste für die am 4. Oktober beginnenden Kämpfe wird demnächst erscheinen. Mitte Februar 1932 soll der neue Meister feststehen. Zu einer Kürzung der Ringzeit für die einzelnen Kämpfe kam es nicht, obwohl auch hierfür Anträge vorlagen, doch dürfte sich die Trennung von Vor= und Rückkampf schon sehr zum Guten auswirken. Bochumer Arbeiter-Olympialieger Am grünen Tisch Der 54. UCl.-Kongreß Kopenhagen, 23. August. Die Kopenhagener Weltmeisterschaftswoche wurde am Samstag mit dem 54. Kongreß des internationalen Radsportverbandes(UCI) eingeleitet, zu dem sich insgesamt 60 Vertreter aus zehn verschiedenen Ländern eingefunden hatten. Nach der Eröffnungsrede des UCI.= Präsidenten Leon Breton und der Erledigung der üblichen Formalitäten konnte in die Tagesordnung eingetreten werden. Zunächst wurde das Schiedsgericht für die Weltmeisterschaftskämpfe festgesetzt. Dann gab es einen kleinen Zwischenfall, der durch einen Einspruch Italiens gegen die Amateureigen* s c h a f t d e s d e u t s c h e n V e r t r e t e r s F r a c h( B r e s l a u) hervorgerufen wurde. Der Breslauer ist bekanntlich ; für einige Zeit Berufsfahrer gewesen, dann aber wieder ordnungsgemäß requalifiziert worden. Die Einwände der Italiener wurden von dem Vorsitzenden des Sportausschusses im BDR. und Vizepräsidenten der UCJ., Franz Eggert(Berlin), ganz energisch zurückgewiesen. Schließlich zogen die Italiener ihren Antrag zurück. Die nächstjährigen Weltmeisterschaften finden in der ersten Septemberwoche in Rom statt. Zum Schluß der Tagung befaßte man sich auch noch mit diversen Einzelheiten der diesjährigen Titelkämpfe. Die für Dienstag angesetzten Vorkämpfe um die SteherWeltmeisterschaft werden in drei Vorläufen ausgetragen. Infolgedessen werden am Endlauf nur vier Fahrer teilnehmen, und zwar die drei Sieger und der schnellste Zweitplazierte. Auch die Startfolge der Straßenfahrer, die ihre Meister am Mittwoch ermitteln, wurde ausgelost. Die 19 Berufsfahrer beginnen um 7,38 Uhr mit dem Start, und zwar wird in Abständen von je zwei Minuten gestartet. Metze(Dortmund) startet bereits als Zweiter Thierbach als 11. und Geyer als 17. Fahrer, während der Titelverteidiger Alfredo Binda den Beschluß bildet. Die Amateure starten von 8,30 Uhr bis 9,56 Uhr. graben. Im Vorlauf wurde er von dem schnellen Dänen Meyer=Andersen geschlagen und im Hoffnungslauf blieb er hinter Walter(Schweiz) und Evensen(Norwegen) nur Dritter. Die beiden übrigen deutschen Bewerber, Meister Dasch(Berlin) und Frach(Breslau) schnitten günstig ab. Hans Dasch gewann seinen Vorlauf gegen Sandtorp (Norwegen) und Frach ließ den Franzosen Ulrich hinter sich. In den Achtelfinals war die Konkurrenz schon beträchtlich größer. Gleich im ersten der acht Läufe, die ebenso wie die Vorläufe über zwei Bahnrunden= 740 Meter gingen, trat der deutsche Meister Dasch in Aktion, der aber dem Dänen Meyer=Andersen den Vortritt überlassen mußte. Im sechsten Lauf konnte sich dagegen Willi Frach sicher gegen den Engländer Horn durchsetzen. Die Ergebnisse der Achtelfinals waren: 1. Lauf: 1. Meyer=Andersen(Dänemark), letzte 200 Meter in 13.3; 2. Hans Dasch(Deutschland). 2. Lauf: 1. Charles Rampelberg(Frankreich) 13, 2. Werner Walter(Schweiz); 3. Lauf: 1. Nino Mozzo(Italien) 12,6, 2. Richard Kundsen(Dänemark): 4. Lauf: 1. Helge Harder(Dänemark) 12,1, 2. E. W. Higgins(England); 5. Lauf: 1. Godefroid(Belgien) 12,5, 2. Maurice Perrin (Frankreich); 6. Lauf: 1. Willi Frach(Deutschland) 13,5, 2. D. S. Horn(England); 7. Lauf: 1. Willy Gervin (Dänemark) 13.2, 2. B. Pellizzari(Italien); 8. Lauf: 1. Sidney Cozens(England) 12,3, 2. Bernt Evensen (Norwegen). zeigten in der Heimat ihr großes Können. Bochum, 23. August. Anläßlich des 25jährigen Bestehens des ArbeiterAthleten=Bundes hatte die Freie Sportvereinigung zu einem Abend ins Parkhaus geladen, mit dem gleichzeitig eine Ehrung der Jonglier=Riege, die bekanntlich auf der Arbeiter=Olympiade in Wien Sieger wurde, verbunden war. In der Begrüßungsansprache wurde betont, daß man dem Ernst der Zeit auch die Feier angepaßt habe. Geschickt war das Programm zusammengestellt. Die Olympia=Freiübungen der Turnerinnen fanden lebhaften Anklang. Maschinenmäßig, exakt, führte die Erpanderriege ihre Uebungen aus. Die Barrenriege des 12. Bezirks erfreute die Zuschauer durch gute, flüssige Arbeit. Die Wiener Tänze wurden von einer Gruppe gut geschulter Turnerinnen vorgeführt. Den Höhepunkt des Abends bildete das Auftreten der Meister=Jonglier=Riege unter Führung ihres Leiters Franz Wilde. Nachdem dieser erst einige Solo=Uebungen vorgeführt hatte, die glanzend gelangen, wurden die Uebungen gezeigt, mit denen in Wien der Sieg errungen wurde. Alles klappte ausgezeichnet. Sogar die schwierigen Standübungen gelangen fehlerfrei. Umrahmt wurden alle Vorführungen durch Musikvorträge eines Blasorchesters. Die ersten Kämpfe In den späten Nachmittagsstunden des Samstags nahmen die sportlichen Wettbewerbe der Kopenhagener Weltmeisterschaftswoche mit den Vorkämpfen der Amateurflieger auf der Ordrupbahn ihren Anfang. Trotz des trüben, aber trockenen Wetters hatten sich rund 4000 * Interessenten eingefunden, denen spannender Sport geboten wurde. Entgegen den verschiedenen Meldungen an den letzten Tagen, daß der Dortmunder Vopel wegen körperlicher Indisposition auf einen Start in Kopenhagen verzichten wolle, war der Westdeutsche doch am Ablauf. Er vermochte sich allerdings nicht durchzusetzen und mußte seine Hoffnungen schon am ersten Tage beEin Titel bereits vergeben Der zweite Tag der sich über eine Woche hinziehenden Weltmeisterschaften war von bestem Wetter begleitet, und die radsportfreudigen Dänen zogen schon in den Mittagsstunden in hellen Scharen nach der flaggengeschmückten Ordrup=Bahn hinaus, wo die Entscheidungen der Amateurflieger fielen. Zu Beginn der Kämpfe umsäumten etwa 12000 Zuschauer das Oval, unter ihnen befand sich auch Prinz Harald, der Bruder des dänischen Königs. In den einzelnen Läufen zeigte sich die Ueberlegenheit der mit der Bahn bestens vertrauten Dänen, die drei Teilnehmer für die engere Entscheidung stellten, während der deutsche Vertreter Frach(Breslau) nach seinem Siege im Viertelfinale über den Belgier Godefroid doch noch ausschied. Der Breslauer fuhr nicht nur unter seiner sonstigen Form, sondern auch taktisch unklug, so daß er von Fahrern geschlagen wurde, denen er sich auf der gleichen Bahn bereits klar überlegen erwiesen hatte. Für die Vorentscheidung plazierten sich neben Frach auch die drei Dänen Harder, Gerwin und Mayer=Andersen. Frach traf in seinem Lauf auf den dänischen Meister Gerwin, der auf den letzten 200 Meter den Deutschen nach schönem Kampf niederrang. Harder war im zweiten Lauf über Andersen erfolgreich geblieben. In beiden Endläufen um die Weltmeisterschaft triumphierte dann Harder über seinen Landsmann Gerwin und errang damit zum ersten Male den Weltmeistertitel. Kampf um den dritten und vierten Platz behielt dersan rsten 9. Ff-ber Srach die Oberhand dersen im ersten Lauf über Frach die Oberhand, der sich dann den zweiten Lauf von der Spitze holte. sich dann den zweiten Lauf von der Spitze holte. Im entscheidenden dritten Lauf mußte der Deutsche durch falsche Taktik Andersen den Vortritt lassen und konnte nur den vierten Platz belegen. In einigen Rahmenwettbewerben gngen die deutschen Fahrer an den Start. Aber auch hier reichte es nur z Plätzen. Im 1500=Meter=Malfahren siegte in der Entscheidung der österreichische Meister Schäfer(Wien) vor dem Holländer van Egmond und dem Dortmunder Vopel, während sich Hans Dasch nicht zur Geltung bringen konnte. Im 800=Meter=Vorgabefahren blieb der mit 40 Meter Vorgabe bedachte Däne Axel Lund vor den Malleuten Dasch und Rampelberger erfolgreich. Am Sonntag abend wurde noch die Auslosung für die am Mittwoch stattfindende Straßenweltmeisterschaft vorgenommen. Bremer hafte Pech Ein schönes Rennen des Bochumer: in Münfter Münster, 23. August. Der Besuch bei den am Sonntag auf der Bahn am Schiffahrerdamm zu Münster ausgetragenen Radrennen blieb hinter den Erwartungen zurück. Eine Enttäuschung war, daß der angesagte Dortmunder Fahrer Goebel nicht am Start erschienen war. Für ihn sprang der Bochumer Bremer ein. Im ersten Lauf des über 10 Kilometer führenden Dauerrennens siegte der Ungar Istenes vor dem Münsteraner Schild. Der zweite Lauf brachte dann einen Zweikampf zwischen Istenes und Bremer, den der Bochumer mit 20 Meter Vorsprung für sich entscheiden konnte. Im letzten Lauf über 30 Kilometer erlitt der Bochumer Raddefekt und Istenes kam so leicht zum Siege, Eine Weltmeilterschaftsvorprobe Michard in Paris in Front. Paris, 23. August. Auf der Pariser Bufalobahn wurde am Sonntag der Große Preis des Französischen Radsportverbandes ausgefahren, zu dem sich die besten Berufsflieger Europas am Start einfanden. Es war das letzte Zusammentreffen der Elite vor den Kopenhagener Weltmeisterschaften. Der französische Weltmeister Lucien Michard zeigte sich in hervorragender Form und blieb in den Endläufen jedesmal vor seinen Landsleuten Faucheux und Gerardin sicher siegreich, mußte allerdings einmal Faucheux den Vortritt lassen. Der deutsche Meister Peter Steffes vermochte sich nicht durchzusetzen und belegte im Vorlauf hinter Michard und dem Schweizer Kaufmann nur den dritten Platz. Im Hoffnungslauf schied er gegen den Dänen Falck=Hansen aus. Rennen zu Berlin-Hoppegarten Samstag, 22. August. 1. Rennen: 1. Trinum(E. Böhlke), 2. Perlmuschel. 3. Bittsteller. Toto: S. 21, Pl. 13, 25, 16. 2. Rennen: 1. Reichsmark(H. Zehmisch, 2. Mellitus, 3. Putz. Toto: S. 32, Pl. 31, 15. 3. Rennen: 1. Ghazi(B. Hamann), 2. Pati, 3. Ramses. Toto: S. 339, Pl. 74, 25, 68. 4. Rennen: 1. Adrienne(H. Zehmisch), 2. Kavallerist, 3. Silberstreif. Toto: S. 24, Pl. 14, 19. 5. Rennen: 1. Horos(M. Schmidt), 2. Wilderich, 3. Abneigung. Toto: S. 31, Pl. 15, 16. 6. Rennen: 1. Tarnschild(M. Schmidt), 2 Takle, 3. Heroine. Toto: S. 26, Pl. 11, 12, 13. 7. Rennen: 1. Nomes(E. Böhlke), 2. Steinfeld, 3. Spinelly. Toto: S. 136, Pl. 30, 20, 27. (). Rennen zu Mülheim-Duisburg Sonntag, 23. August. 1. Rennen: 1. Odilon(H. Leber), 2. Babette, 3. Seiltrommel. Toto: S. 39, Pl. 17, 14, 26. 2. Rennen: 1. G. N.(H. Wenzel), 2. Haselmaus, 3. Liebgard. Toto: S. 15, Pl. 12, 14, 44. 3. Rennen: 1. Teufelsjunge(A. Neumann), 2. Dictator, 3. Hermine. Toto: S. 59, Pl. 12, 12, 12. 4. Rennen: 1. Chevalier(Klotz), 2. Utamaro, 3. Mohawk. Toto: S. 17, Pl. 13, 17, 24. 5. Rennen: 1. Curator(I. Pinter), 2. Orchilla, 3. Gaukelei. Toto: S. 34, Pl. 18, 19, 21. 6. Rennen: 1. Rhenus(Mäßig), 2. Lotteken, 3. Pechvoael, 4. Fähnrich. Toto: S. 43, Pl. 17 24, 17, 34. 7. Rennen: 1. Holyca(G. Dolff), 2. Prachtmädel, 3. Schutzherr. Toto: S. 62, Pl. 21, 17, 29. Paris criebte den Auffakt der WT Haas im 100 Meter-Kraul-Endlauf 7 Deutscher Sieg im Walferball Paris, 23. August. Nach dem am Samstag morgen abgehaltenen Kongreß der Fina bildete ein offizieller Empfang aller Teilnehmer im Pariser Rathaus am Samstag abend den offiziellen Auftakt zu den diesjährigen Europameister= schaften im Schwimmen, die während einer Woche im Pariser Tourelles=Schwimmstadion stattfinden. Der Beginn der sportlichen Wettkämpfe war am Sonntag von herrlichstem Sommerwetter begünstigt, so daß das Tourelles=Stadion einen großen Tag hatte. Obwohl sämtliche Plätze schon bald nach Beginn der Wettbewerbe ausverkauft waren, hielt der Zustrom der interessierten Zuschauer immer noch an. Nach einem schon am Vormittag ausgetragenen Wasserballspiel zwischen Oesterreich und Schweden leitete am Nachmittag der festliche Einmarsch aller Mannschaften der beteiligten Länder, die von Graf de Castellane begrüßt wurden, die Wettkampffolge ein. Das Programm des ersten Tages brachte die Vorkämpfe der Herren und Damen über 100 Meter Kraul, sowie drei Wasserballspiele, so daß also reichlich für Abwechslung gesorgt war. Während bei der Damenkonkurrenz Deutschland nicht vertreten war, gingen in den 100=Meter=Vorläufen der Herren die beiden Deutschen Schubert(Breslau) und Haas(Köln) an den Start, von denen sich der Erstere allerdings eine böse Ueberraschung leistete. Im ersten Vorlauf war der französische Meister= und Rekordmann Jean Taris nicht am Start, wahrscheinlich wollte der Franzose hier ein Zusammentreffen mit dem ungarischen Rekordschwimmer Dr. Barany vermeiden. Den ersten Vorlauf konnte so der Ungar Szekely sicher in 1,01 Minuten gewinnen. Im dritten Vorlauf bereitete der Meister Schubert (Breslau) den Deutschen eine unangenehme Ueberraschung. Obwohl er hier als Favorit ins Rennen gegangen war, ließ er sich von dem in.03,8 Minuten siegenden Italiener Castoli und dem Schweden Lundahl abhängen. Durch seinen dritten Platz ist er ausgeschieden. Besser schnitt dagegen der junge Kölner Haas ab, der in seinem Vorlauf zwar gegen den ungarischen Meisterschwimmer Dr. Barany nichts zu bestellen hatte, aber in 1,03,6 Minuten vor dem Polen Bochenski und dem Belgier Guiilini einen guten zweiten Platz belegte und sich Neue Belllehrunger bei den DT.-Schwimmeilter schaften 1931 in Halberstadt Rennen zu Berlin-Karlshorft Sonntag, 23. August. 1. Rennen: 1. Sergeant(W. Wolff), 2. Fugger, 8. Aria. Toto: S. 32, Pl. 15, 15. 2. Rennen: 1. Rößling(Dr. Liebrecht III), 2. Le Reveur(nur zwei Pferde durchs Ziel). Toto: S. 36, Pl. 27, 44. 3. Rennen: 1. Passy(M. Schreier III), 2. Tarnkappe, 3. Fragola. Toto: S. 15, Pl. 13, 13, 24. 4. Rennen: 1. Eilhard(H. Zehmisch), 2. Ostermädel, 3. Grenzwall. Toto: S. 26, Pl. 15, 18, 25. 5. Rennen: 1. Spitzweg(R. Andrle), 2. Hetman, 3. Gradiva. Toto: S. 47, Pl. 24, 39. 6. Rennen: 1. Fascist(Lt. v. Madeyski III), 2. Roxana, 3. Frohwolt. Toto: S. 37, Pl. 16, 19, 32. 7. Rennen: 1. Carlchen(B. Ahr I11), 2. Lieblos, 3. Kriegsspiel. Toto: S. 106, Pl. 31, 107, 35. Rennen zu Baden-Baden Sonntag, 23. August. 1. Rennen: 1. Groll(O. Schmidt), 2. Herodias, 3. Chamberlin.(Nur drei Pferde liefen.) Toto: S. 15. 2. Rennen: Halbblutrennen. 3. Rennen: 1. Aka(O. Schmidt), 2. Osram, 3. Nonne. Toto: S. 32, Pl. 13, 15. 4. Rennen: k. Erika(H. Kreuz), 2. Filmenau, 3. Orion. Toto: S. 53, Pl. 27, 26. 5. Rennen: 1. Lgoise(E. Haynes), 2. Georgette, 3. Theseus. Toto: S. 54, Pl. 20, 38, 21. 6. Rennen: 1. Aquilon II1(J. Eperjessy), 2. Campana, 3. Le Boudeur. Toto: S. 51, Pl. 25, 19. Rennen zu Deauville Sonntag, 23. August. 1. Rennen: 1. Massinette(W. Sibbritt), 2. Jee Cream II, 3. Jago. Toto: S. 51, Pl.: 17, 20, 19. 2. Rennen: 1. Papillon Rose(Rabbe), 2. Ultra Violett. 3. Dameret. Toto: S. 27, Pl. 11, 12, 15. 3. Rennen: 1. Célérina(G. Vatard), 2. Confidence, 3. Bruledur. Toto: S. 178, Pl. 35, 18, 15. 4. Rennen: 1. Darya Awurd(Pecqueux), 2. Fifth(Wheel, 3. Masked Bandit. Toto: S. 19, Pl. 13, 16. 5. Rennen: 1. Kirko(E. Durand), 2. Faidherbe, 8. Paltoquette. Toto: S: 52, Pl. 18, 26, 21. Halberstadt, 23. August. Den am Samstag in Halberstadt begonnenen Schwimm=Meisterschaften der Deutschen Turnerschaft war leider recht schlechtes Wetter beschieden, so daß nur wenige Zuschauer die Kampfbahn umsäumten. Umso erfreulicher war die sportliche Ausbeute des ersten Tages, denn trotz dieser widrigen Umstände wurden durchweg gute Leistungen erzielt und von den Turnerinnen sogar zwei neue DT.=Staffelbestleistungen aufgestellt. Die äußerst zahlreiche Beteiligung erforderte viele Vorkämpfe. In den meisten Entscheidungen konnten sich die vorjährigen Meister wieder erfolgreich durchsetzen und auch die beiden Staffel=Rekorde wurden von den Rekordhaltern und Meistern aufgestellt. In der 4X100=Meter=Brust= staffel für Turnerinnen verbesserte der Turnerbund 1862 Hamburg seine eigene Bestleistung von 6,39,2 auf 6,16,5 Minuten und in der 4X100-Meter=Kraulstaffel für Turnerinnen lautet die neue Höchstleistung 6,16,5, die bisher auf 6,21 Minuten stand. Die Ergebnisse des ersten Tages waren: Turner: Hauptspringen: 1. Storck(TV. 1860 Frankfurt) 129,1 Punkte, 2. Wisbar(Bertiner Turnerschaft) 127,80 Punkte: Springen für ältere Klasse: 1. Baber(TV. St. Pauli Hamburg) 53,90 Punkte; Streckentauchen für Aeltere: 1. Eraemer(Kreuznach) 25.6 Sek.; 50=MeterStreckentauchen: 1. Spitz(SC. 06 Köln) 38,2 Sek., Armbrust(XB. Cannstatt) 39,8 Sek.; 1000 Meter Kraul: 1. Müller(SV. Kiel) 15,33.9 Min., 2. W. Bähre(TCl. Hannover) 16,54,5 Min.; 200 Meter Rücken: 1. Wanner (XB. Cannstatt).00,7 Min, 2. Schultz(TuS. Essen) .11,1 Min.; 100 Meter Brust: 1. Beckmann(„Neptun“ Dortmund) 1,23.2 Min., 2. Hagedorn(TG. Offenbach) 1,23,7 Min.: 100. Meter Seite: 1. Viertler(„Eintracht“ Leipzig) 1,17,4, Min., 2. Jörger(XB. Cannstatt) 1,18,8 Minuten; 100 Meter Kraul für Aeltere: 1 Sprung (AXV. Breslau) 1,20,5 Min.; 4X100=Meter=Lagenstafsel: 1. TuS.„Eintracht", Leipzig 5,17,7 Min., 2. AxV. Breslau 5,31.3 Min.: 4X100 Meter Kraul: 1. SC. 06 Köln 4,47,9 Min., 2.„Eintracht" Leipzig 4,56,7 Min. Turnerinnen: 200 Meter Brust: 1. G. Stender(TB. 62 Hamburg) :328,Min., 2. Wißmann(Hagen) 3,36/6 Minuten: 100 Meter Kraul: 1. Breitung(TV. Offenbach) 1,24,6 Minuten; 100 Meter Rücken: 1. Stender(Hamburg) 1,36,2 Min.; 4X100 Meter Brust: 1. TV. 62 Hamburg 6,16,5(Bestleistung); 4X100 Meter Kraul: 1. TB. 62 Hamburg 6,16,5 Min.(Bestleistung); Wasserball(Vorrunde): TSV. Halle— SV. Iserlohn:3(:); TKl. Hannover— SV. Iserlohn:1(:). Der zweite Tag Vor überaus gutem Besuch fand am Sonntag der zweite Teil der Meisterschaften statt. Die Ausbeute waren, wie am Vortage, zwei neue Bestleistungen. Im 200=Meter=Lagenschwimmen der Turnerinnen verbesserte Frl. Wiesmann(Essen) die bisherige Leistung auf .32,2, und im 100=Meter=Seiteschwimmen ebenfalls für Turnerinnen schwamm Frl. Weynell(Breslau) in 1,31,1 Minuten eine neue Bestzeit heraus. Im Entscheidungskampf um die Meisterschaft im Wasserball behielt der Turnklub Hannover durch seinen:2(:)=Sieg über den TusV. Halle den Titel auf ein weiteres Jahr. Die Ergebnisse des zweiten Tages: Turner: 100 Meter Kraul: 1. Bahnsen(Berlin) 1,06,2, 2. Müller(Kiel) 1,09,1. 100 Meter Rücken: 1. Prüfern (Jena) 1,16,2, 2. Wanner(Cannstatt) 1,18,1. 400 Meter Kraul: 1. Müller(Kiel) 5,50,5, 2. Marx(Köln) 5,59,9. 200 Meter Brust: 1. Alexa(Hindenburg) 3,05.9, 2. Löwe Hamburg 62.54,2, 2. Turn= und Sport Leipzig=Lin= denau 5,54,8. 10X100 Meter Kraul: I. Kreis Thüringen 12,12,4, 2. Kreis Rheinland 12,29,7. Turnerinnen: 40=Meter=Streckentauchen: 1. Neynell(Breslau). 34,.6 Sekunden, 2. Theurich(Hamburg) 37,2 Sek. 100 Meter Brust: 1. Stender(Hamburg).31,9, 2. Nüdsam(Fürth) 1,38,9. 200 Meter Lagen: 1. Wiesmann(Essen) 3,32.2 (neue Bestleistung), 2. Breitung(Offenbach) 3,39. 100 Meter Seite: 1. Wexnell(Breslau) 1,31,4(neue Bestleistung), 2. Stendern(Hamburg) 1,31,6. 4X100 Meter Lagen: 1. Hamburg 42 6,27,8, 2. MrV. Stuttgart 6,39,9. 10X50 Meter Kraul: 1. Kreis Mittelrhein 6,57,6, 2. Kreis Norden 7,16,6. Kunstspringen: 1. Kapp(Frankfurt a..) 106,35 Punkte, 2. J. Hardekopf(Hamburg) 102.55. damit für die Entscheidung qualifizierte. Dr. Barany hatte mit 59,8 Sekunden die weitaus beste Zeit aller Vorläufe herausgeholt. Den Entscheidungslauf am Montag bestreiten insgesamt sechs Schwimmer, nämlich Szekely, Steiner, Dr. Barany, Haas, Costoli und Lundahl. Für die 100=Meter=Kraul=Strecke der Damen waren zwei Vorläufe erforderlich. Den ersten gewann die Französin Yvonne Godard erwartungsgemäß in 1,10,4 Minuten vor der Engländerin Cooper und der Holländerin Braun, während sich im zweiten die Ungarin Lenkai in.11,6 Minuten gegen den Quden(Holland) und Dowall(England) erfolgreich behaupten konnte. Die genannten sechs Schwimmerinnen bestreiten Dienstag den Endlauf. Im Wasserballturnier hatte bereits am Vormittag der Kampf Oesterreich=Schweden:2(:1) die Einleitung gebildet. Den harten und durchweg ausgeglichenen Kampf hat Oesterreich zwar verdient, aber etwas glücklich gewonnen. Deutschlands erster Gegner war die Tschechoslowakei, die mit:1(:1) sicher geschlagen wurde. Das Resultat wird dem Kampfverlauf allerdings nicht ganz gerecht, da die Deutschen ihren Gegner vor allem in technischer Hinsicht klar überlegen waren. Die Tschechen waren aber mit einem Rieseneifer bei der Sache und beunruhigten durch ihre blitzschnellen Vorstöße mehr als einmal das deutsche Tor, wo ihnen aber in Rademacher ein unüberwindliches Bollwerk gegenüberstand. Schon nach fünf Minuten Spielzeit ging Deutschland durch Schulze in Führung, aber bald erzwangen die Tschechen den Ausgleich. Nach einer Reihe unausgesetzter Chancen folgte eine halbe Minute vor der Pause durch den Berliner Schirrmeister der abermalige Führungstreffer, dem die Sicherstellung des Sieges durch das dritte Tor von Schumburg erst kurz vor Schluß folgte. Der Titelverteidiger Ungarn machte mit den Fran zosen nicht viel Federlesens; obwohl die Franzosen absolut nicht schlecht waren, wurden sie mit dem Bombenresultat von 12:1(:0) Toren glatt überfahren. Rademachers Schwimmtalente Königsberg, 23. August. In Königsberg kamen die deutschen Strommeisterschaften zum Austrag, die folgenden Ausgang nahmen: Meisterschaft für Herren: 1. Joachim Rademacher („Hellas“ Magdeburg) 1,02,.35; 2. Reglin(Spandau 01) 1,04.00; 3. Warnitz(„Poseidon“ Berlin) 1,04,30 Std. Meisterschaft für Damen: 1. Frl. Mehlitz(„Germa; nia“ Weißensee) 1,08,34; 2. Ruth Runtzler(„Friesen Berlinl,.09.53 Stunden. 82 Meisterschaft für Heeresangehörige: 1. Schütze,i (6. Komp. Pr. Inf.=Reg. Potsdam) 1,06.20; 2. Roeher(7. Komp. 11. Sächs. Inf.=Reg. Leipzig).06/42. Werbeschwimmen in Werne Der Schwimmverein„Wasserfreunde" Werne veranstaltete am Sonntag nachmittag im stadttschen Schwimmbad sein diesjähriges Schwimmfest unter Mitwirkung mehrere auswärtiger Vereine. D# Fest war als Werbeschwimmen gedacht und in Hauptsache der Jugend vorbehalten. Das brachte eine Fülle von guten Darbietungen. Tros Ungunst der Witterung hatten sich sehr viele Wai sportfreunde zu dieser Veranstaltung eingefunden, durch Beifall die Leistungen des Tages anerkannten. Der 1. Vorsitzende, Lehrer Perlick, sprach das Begin“ ßungswort. Die Erschienenen wurden in der Pau# erfreut. Aus der umfangreichen Programmfolge sind allem noch die Sprünge vom Turm zu erwähnen, b“ beachtliches Können der Werner Schwimmer Perklein Alles in allem hatten die„Wasserfreunde" mit bie Tage wiederum einen vollen Erfolg zu verzeichn Ve Nach der Bekan Freundschaftsspiel in der neuen Spielze Der Westen erschien selsohne dem Besten der Norden mit ein einigen anderen Hi außen Martens von sterschaft von Holst stierte, nicht zur Ve damit die Möglicht bilden, hatten sie soliden und erprob stellen. In beiden ständig.„Wenn de für den Westen aus zurückzuführen, daß sichtlich Reserve ar außen Albrecht un letzungen verlor. Graffmann(Meider es kam doch nicht arbeit der ersten Hi Die Elf des 9 Ballbehandlung in Angriff sog Der Sturm spielte sußball. Die best Kuzorra und Czep sammenspiel übertr gesagt sein, daß K In der Läuferrei Münzenberg spielt war ausgezeichnet, operierte. Ueber zu verlieren. 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Schütze 55 0; 2. Schütze zipzig).06442. Fhlrezepall undKazerra in Hamburg Vor 20000 Zuschauern ein großer Sieg der weltdeutschen Fußballelf Hamburg, 23. August. Nach der Bekanntgabe der Mannschaften zum ersten Freundschaftsspiel zwischen Nord= und Westdeutschland in der neuen Spielzeit stand der Ausgang so gut wie fest. Der Westen erschien mit sechs Internationalen und zweiselsohne dem Besten, was er zur Zeit zu stellen vermag, der Norden mit einer Kombination aus dem HSV. und einigen anderen Hamburger Vereinen mit dem Linksaußen Martens von Bremen. Da die norddeutsche Meisterschaft von Holstein=Kiel, die in Westdeutschland gastierte, nicht zur Verfügung stand und den Norddeutschen damit die Möglichkeit genommmen war, eine Einheit zu bilden, hatten sie sich darauf beschränkt, neben einer soliden und erprobten Läuferreihe Einzelkönner aufzustellen. In beiden Fällen mißglückte der Versuch vollständig. Wenn das Gesamtergebnis nicht noch höher für den Westen ausgefallen ist, dann ist das nur darauf zurückzuführen, daß die Mannschaft sich nach dem Wechsel sichtlich Reserve auferlegte und außerdem den Rechtsaußen Albrecht und den Verteidiger Weber durch Verletzungen verlor. Die Ersatzleute Weck(Ohligs) und Graffmann(Meiderich) fügten sich nicht schlecht ein, aber es kam doch nicht mehr die reibungslose Zusammenarbeit der ersten Hälfte zustande. Die Elf des Westens war in Spielauffassung, Ballbehandlung und Spielaufbau um eine Klasse, in Angriff sogar um mehrere Klassen überlegen. Der Sturm spielte einen schnellen und modernen Flachfußball. Die besten Leute waren die beiden Schalker Kuzorra und Czepan, die nur hin und wieder das Zusammenspiel übertrieben, und Albrecht. Damit soll nicht gesagt sein, daß Köhler und Kobierski enttäuscht hätten. In der Läuferreihe herrschte ebenfalls bester Kontakt. Münzenberg spielte ein großes Spiel und auch Franken war ausgezeichnet, während Janes mitunter etwas hastig operierte. Ueber die Hintermannschaft sind keine Worte zu verlieren. Buchloh verließ allerdings das Tor mitunter reichlich vorzeitig. Die vom Westen angekündigte starke Mannschaft hatte ihre Anziehungskraft nicht verfehlt. Bei gutem Wetter hatten sich auf dem Viktoriaplatz in Hoheluft etwa 20000 Zuschauer eingefunden. Beide Mannschaften von freundlichem Beifall empfangen, der auch dem Unparteiischen Birlem(Berlin) gezollt wurde. Norddeutschlands Anstoß wird von den westdeutschen Läufern abgefangen. Nach kurzem Feldspiel leitet Albrecht einen Vorstoß ein, der durch einen Strafstoß unterbunden wird. Der Gegenangriff der Norddeutschen führt bereits zur ersten Ecke für den Norden, die aber nichts einbringt. Meist ist der rechte Flügel im Angriff, den Münzenberg stark bevorzugt. Die erste Ecke für den Westen schießt Albrecht dahinter. Der Westen behält aber die Offensive bei und in der 10. Minute bereits kann Czepan aus einem Gewühl heraus das erste Tor für Westdeutschland erzielen. In der 20. Minute setzt Czepan einen schönen Schuß knapp daneben. Unmittelbar darauf aber nimmt Albrech, eine weite Vorlage auf, steuert direkt aufs Tor und schießt aus 15 Meter Entfernung mit Vehemenz in den Kasten.:0 für West. In der 31. Minute läuft Kath, der Norddeutschen Torwart, heraus, aber Kuzorra schiebt den Ball an ihm vorbei ins Netz. West führt mit:0. Nachdem Buchloh einen schönen Schuß Horns mit Glück abgewehrt hat, muß er in der 35. Minute doch einen Schuß Noacks passieren lassen. Nord hat sein Ehrentor erreicht. Kurz vor der Pause stellt Czepan nach feiner Zusammenarbeit mit Kuzorra das Ergebnis auf :1. Unmittelbar darauf verschuldet Timm in der Bedrängnis einen Elfmeter, den Kuzorra zum Pausenstand von:1 verwandelt. Nach Wiederbeginn ist die Abwehrarbeit des Nordens zwar besser geworden, aber der Westen bleibt tonangebend. Die ersten stürmischen Angriffe der Norddeutschen werden kaltblütig abgeschlagen. Der Westen spielt sichtlich verhalten. Nach 5 Minuten scheidet Albrecht durch Verletzung aus, für den Weck einspringt und wenig später auch Weber verletzt, den Graffmann ersetzt. Das Spiel verliert allmählich an Tempo und als in der 25. Minute Mahlmann ein Selbsttor verschuldet, ist es auch mit der Spiellaune der Norddeutschen endgültig vorbei. Sie versuchen in einem kurzen Endspurt noch einmal das Ergebnis zu verbessern, dabei übersieht Birlem einen Handelfmeter, dann flaut der im Beginn so schöne Kampf mehr und mehr ab. Der Westen hat den erwarteten Erfolg davongetragen. Der MBV. ist wieder Ruhr-Bezirksliga im Kampf um die Punkte Nachdem am vorigen Sonntag nur ein einziges, noch dazu vorverlegtes Meisterschaftsspiel in der RuhrBezirksliga zwischen Schwarz=Weiß Essen und HorstEmscher abgewickelt worden war, trafen sich am Sonntag die Vereine schon auf breiterer Basis im Kampf um die Punkte. In der Gruppe Bochum=Dortmund fand allerdings erst ein Meisterschaftsspiel statt. Dieser Kampf in Dortmund brachte dem MBV. Bochum=Linden mit:1 gegen„Alemannia“ Dortmund einen ausgezeichneten Erfolg, der als verheißungsvoller Start der„Ruyrhusaren“ in die Meisterschaftssaison zu betrachten ist. Neben dem erwarteten glatten Siege von Schalke 04 gab es in der Gruppe Gelsenkirchen mit den Niederlagen von„Westfalia“ Herne und„Union“ Gelsenkirchen zwei große Ueberraschungen. In der Gruppe Essen erlitt Essen 99 durch den Neuling aus Gladbeck eine unerwartete Abfuhr.„Viktoria“ Dortmund siegte im Aufstiegspiel über Castrop 1911 und muß nun mit Hörde kämpfen. Die Ergebnisse waren: Gruppe Bochum, Dortmund „Alemannia“ Dortmund— MBV. Linden:5 Gruppe Gellenkirchen Schalke 04— Gelsenkirchen 07:0 „Westfalia“ Herne— Schalke 96:5 Castrop 02—„Union“ Gelsenkirchen:0 Gruppe Elfen Horst=Emscher—„Sportfreunde“ Essen:3 „Rot=Weiß" Essen— Essen=West 81:3 „Schwarz=Gelb“ Gladbeck— Essen 99:1. Um den Aufstieg zur Sonderklasse: Castrop 11—„Viktoria“ Dortmund:2. Attacke der Ruhrhufaren „Alemannia“ Dortmund— MBV. Linden:5 Mit viel Pech bestritten die Alemannen auf eigenem Platz ihr erstes Spiel. Schon in der ersten Minute kamen die Märker durch einen Fehler der Dortmunder Verteidigung zum ersten Erfolg. Dadurch wurden die Dortmunder zwar etwas aufgeweckt, so daß es auch ihnen gelang,, durch den Rechtsaußen zum Erfolg zu kommen. Aber dann war es mit dem Kampfgeist auch wieder vorbei. Nach der Pause gingen die Lindener zum Angriff über, Halblinks und Mittelstürmer teilen sich die beiden Erfolge. Nachdem ein Abseitstor der MBVer keine Anerkennung fand, verhelfen die Dortmunder wieder einmal ihre Gegner zum Erfolge. Diesmal war der Torhüter der Alemannen der Schuldige. Unmittelbar vor Schluß des Spiels beschließen die Gäste den Torreigen mit einem fünften Treffer. In der Alemannenmannschaft war die Verteidigung der beste Mannschaftsteil. Sturm und Mittelläufer konnten dagegen nur mäßig gefallen. Poldi Steinbach kämpft Der Europameister tritt gegen Hein Domgörgen an. Bei den Wiener Freiluft=Berufsboxkämpfen am Freitag abend zeigte sich der österreichische MittelgewichtsEuropameister Poldi Steinbach dem Engländer George Brown klar überlegen. Nach ausgeglichenen vier ersten Runden setzte sich Steinbach erfolgreich durch und siegte schließlich in der siebenten Runde entscheidend. Das gleiche Resultat zeitigte der Kampf im Weltergewicht zugunsten des österreichischen Meisters Peter Hana gegen den Belgier Braecke. Steinbach hat erklärt, daß er nun am 30. August im Berliner Poststadion zum Titelkampf gegen Hein Domgörgen antreten werde. Damit erfüllt er seine Vertragsverpflichtung, so daß diese Angelegenheit nun endgültig erledigt sein dürfte. Gerüchte um Daniel Prenn Die Tilden=Europatournee. In Verbindung mit der Ende Oktober beginnenden Europareise der„Tilden=Tennis=Compagnie“ tauchen eine Reihe wilder Gerüchte auf, die von einem Uebertritt des deutschen Spitzenspielers Daniel Prenn zum Professionalismus und einer Teilnahme des Berliners an den Tennisspielen der„Tilden=Compagnie“ wissen wollen. Dem deutschen Meisterspieler sollen von Tilden für die Berliner Spiele 50000 Mark Gage angeboten worden sein. Wie uns aber von zuverlässiger Seite beteuert wird, fehlt diesen Gerüchten jede Unterlage. Der frühere Weltmeister Tilden ist mit einem derartigen Ansinnen an Prenn noch nicht herangetreten. Für die Berliner Spiele sind als Teilnehmer lediglich die bekannten Tennislehrer Roman Najuch und Nüßllein in Aussicht genommen worden. Erfolge der Bochumer Vereine in den Fußball-Gesellschaftsspielen des Wochenendes Das Programm der Gesellschaftsspiele war sehr reichhaltig. Im Vordergrund stand das Jubiläumsspiel der Bochumer„Germanen“ die die Barmer Schwarz=Weißen mit:0 abfertigten. Die Vereinigten Preußen bestätigten erneut ihre gute Form. Am Samstag erzielten sie gegen BfB. Remscheid ein beachtliches Unentschieden und sie schlugen am Sonntag den SV. Höntrop.„Tus“ Bochum spielte am Samstag in Bielefeld Unentschieden und konnte am Sonntag einen Sieg über„Viktoria" Recklinghausen melden. Die Ergebnisse waren: Samstag Preußen 07“— VfR. Remscheid:4 Witten 92— Sp. Vg. Welper:2 SC. Altenbochum—„Tus“ Kornharpen.0 Sp. Sp. Gerthe— Sodingen 12:2 VfL. Bielefeld—„Tus“ Bochum:3 „Tura“ Eppendorf— SV. Höntrop:7. Sonntag „Germania 06“— Schwarz=Weiß" Barmen:0 SV. Höntrop—„Preußen 07“:3 „Viktoria" Recklinghausen—„Tus“ Bochum:5 „Westfalia" Bochum— LFC. Laer:2 „Phönix“.— SC. Altenbochum:1 Querenburg— Borussia:4 Witten 07— VfL. Annen:1 Byfang— SC. Dahlhausen:5. SV. Höntrop—„„Preußen“ 07 Bochum:3 Die Bochumer„Preußen" bestätigten am Sonntag im Freundschaftsspiel gegen SV. Höntrop erneut ihre gute spielerische Form. Die„Preußen"=Mannschaft siegte verdient über den nicht schlechten Gegner, obwohl die Bochumer durch die Entscheidungen des VereinsSchiedsrichter der Höntroper stark benachteiligt wurden. Beide Mannschaften traten mit Ersatzleuten an. der Bochumer Mannschaft gefiel vor allem das gute Zusammenspiel des Sturmes, der besonders in dem Rechtsaußen einen sehr guten Ersatzmann hatte. Die Läuferreihe arbeitete wieder unermüdlich, zeigte aber zu Beginn der zweiten Spielhälfte eine Schwächeperiode, während der die Mannschaft des Gastgebers sehr gefährlich wurde. Gut war das Schlußdreieck. Bei Höntrop waren die Verteidigung und der Torwart die Stützen der Mannschaft. Gut gefallen konnte auch der Mittelläufer, der durch das scharfe Tempo der Bochumer stark beschäftigt wurde. Der Sturm konnte sich in der ersten Halbzeit nicht finden und kam nur selten zur Entfaltung. Gute Leistungen zeigte die Fünferreihe nach der Halbuene Seisen) Ladenlokal Männlich Wer hat nachweisv. Damenkundschaft? Fabrik lief. an ehrl. u. zuverläss. Leute kunstseid. Wäsche in Kommission. Angeb. unt. L..„392 an Rudolf Mosse, Cbemnitz.(AM5 Händlerfinnen! elsenlelnh Vertreier welche Privatkund.. Ladengeschäfte und Büros besuchen, an allen Orten gesucht. Lober„Verdienst u. Dauerkundschaft geboten. Verlang. Sie Ausk, kostenl. durch W. Porep, Bad Meinberg (Lippe). mit großem Schaufenster in bester Geschäftslage (Nähe Hauptpostamt, Rathaus) sofort zu vermieten. Näheres Kontor, Wilhelmstraße6 In meinem Hause Grabenstr. 37 ist ein Ladenlokal nebst drei Räumen passend für Büro oder Wohnzwecke, per sofört zu vermieten. Interessenten wollen sich melden beim Hausmstr. E. 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Fast dreißig Minuten lagen sie im Vorteil, konnten aber nur durch einen Elfmeter zum einzigen Gegentreffer kommen. In den letzten zehn Minuten lagen die„Preußen“ wieder im Angriff. Sie erzwangen hintereinander vier Ecken, von der die letzte zum dritten Treffer eingesandt wurde. „Preußen 07“— VtB. Remscheid:4 Mit der Verpflichtung der Remscheider Mannschaft hatten die Bochumer einen guten Griff getan, die Gäste boten gute Leistungen. Da auch die„Preußen“ ein gutes Spiel vorführten, war die Voraussetzung für einen spannenden Kampf gegeben und die 500 Zuschauer kamen voll auf ihre Kosten. Die Spielweise der Gäste war reifer als die des Gastgebers. Der Sturm zeigte ein flüssiges, schnelles Zusammenspiel. Die Läuferreihe war in der Aufbauarbeit prächtig. Im Schlußdreieck überragte der Torwart. Die Bochumer waren in bester Form. Die Stütze der Elf ist die Hintermannschaft. Ein schnelleres Ballabspielen des Sturmes beim Angriff würde zweifelsohne zu mehr Erfolgen führen. Zeigt die Preußenmannschaft in den kommenden Spielen den selben Kampfgeist, so ist stark mit ihr zu rechnen. Nahelber, und Golrig Die Bochumer Stadtmeister 1931 Um den Aufftieg „Viktoria“ Dortmund— Castrop 11:1. In Langendreer fand dieser Kampf um den Aufstieg das größte Interesse. Vor gutem Besuch lieferten sich diese Partner ein erbittertes Treffen, das die Dortmunder verdient zu ihren Gunsten entscheiden konnten. Auf beiden Seiten wurden in der ersten Halbzeit nur mäßige Leistungen gezeigt, die in einer hohen und ungenauen Ballbehandlung ihren Ausdruck fanden. Sabllau. Germania 06— Schwarz-Weitz barmen:0 Vor etwa 1000 Zuschauern konnten die Bochumer Germanen ihr zweites Jubiläumsspiel mit einem eindrucksvollen Sieg abschließen. Man merkte es im Spielverlauf, daß die Mehrzahl der Leute aus Barmen am Samstag an dem Städtespiel Wuppertal gegen Haag mitgewirkt hatten. Die Mannschaft, die wohl ein gutes Einzelspiel zeigte, konnte sich zu keiner einheitlichen Mannschaftsleistung aufraffen. Sie fielen im Laufe des Spieles immer mehr ab. Anders dagegen die Bochumer, die in stärkster Aufstellung antraten. Den Sturm führte Imhäuser, der in diesem Spiel seine Sturmführereigenschaft bestens bewies. Er arbeitete glänzende Torgelegenheiten für seine Nebenleute Kölling und Eichhorst heraus. Drei genaue Vorlagen an Eichhorst schloß dieser mit prächtigem, unhaltbarem Torschuß ab und Imheuser stellte mit einem vierten Tor das Halbzeitergebnis fest. Nach Seitenwechsel erhöhte Imheuser das Ergebnis auf:0. Wäh„GerKölrend die Barmer immer mehr abfielen, liefen die manen" zu einer großen spielerischen Form auf. ling besorgte den Rest mit drei weiteren Toren. Die Leistung des Germanensturmes war insgesamt ausgezeichnet. Die Läuferreihe stand den Leistungen des Sturmes in nichts nach und auch das Schlußdreieck konnte gefallen. Die Barmer zeigten wohl gute Einzelleistungen, indessen brachten sie keine geschlossene Mannschaftsleistung auf, wodurch sie verdient verloren. Dem Fußball gingen Boxkämpfe voraus. Im Federgewicht trennten sich Jestedt(19) und Ostkamp („Astoria“) mit einem Unentschieden. Den Leichtgewichtskampf bestritten Jakubowski(Pol.) und Erbsner(19), den der Polizeimann verdient nach Punkten gewann. Ein Unentschieden gab es wieder im Mittelgewicht zwischen Pfannkuchen(19) und Kampmann(„Astoria"). Den Halbschwergewichtskampf bestritten Piotrowski(Pol.) und Vienhoven(19). Pio siegte hoch nach Punkten. Das in letzter Zeit so unbeständige Wetter mag mit dazu beigetragen haben, daß die ersten Bochumer Stadtmeisterschaften über 1 und 10 Kilometer, nur einen mäßigen Besuch aufzuweisen hatten. Immerhin umsäumten über 500 Interessenten die Zementbahn. Für die übliche Ueberraschung sorgte diesmal Göhring, der in dem 10=Kilometer=Rennen durch eine Ueberrumpelung einen ganz großen Sieg nach Hause fahren konnte. Ebenso überzeugend und leicht gewann Hasselberg die kurze Strecke. Mit Schmidt als Partner gewann er noch das 50=Runden=Mannschaftsrennen. Aus vier Vorläufen schälten sich in den Zwischenlauf Hasselberg und Lux, Molenda und Kinold, Ilse und Möller sowie Heil und Sonntag heraus. Zwei Zwischenläufe ermittelten die Endlaufteilnehmer Hasselberg, Ilse, Molenda und Möller. Keiner entschloß sich zur Verfolgung. Erst bei der Glocke traten sie in die Pedalen. In der letzten Kurve gingen sie an dem erschöpften Möller vorbei. Sieger und Stadtmeister wurde ziemlich leicht Hasselberg vor Ilse, der noch Molenda auf den dritten Platz verweisen konnte. Fast alle Wettfahrer, mit Ausnahme von Hasselberg, nahmen an der Meisterschaft über 10 Kilometer teil. Alle sechs Runden gab es eine Wertung. Die erste gewann Haefs vor Kinold und Molenda. Ilse, der sich viel hinten herumtrieb, und nur zum vierten Platz auflaufen konnte. In der zweiten Wertung aber war er wachsamer. Diese gewann er vor Geil, Haefs und Widding. Während die Fahrer noch von dem Spurt verschnaufen, löste sich plötzlich ganz unbemerkt Göhring vom Felde. Von Runde zu Runde vergrößerte er seinen Vorsprung. Keiner, des bis auf sieben Mann zusammengeschrumptten Feldes, entschloß sich zur Verfolgung. Das Tempo wurde kaum verschärft. Bei der dritten Wertung lag Göhring mit einer halben Runde schon im Vorsprung. Um die Plätze stritten sich Ilse, Molenda und Geil, die auch in dieser Reihenfolge das Ziel durchfuhren. Dasselbe Bild gab es bei der vierten Wertung. nun annahm, daß Göhring nachlassen würde, sah gat fuhr e Runde um Rund Wer sich enttäuscht. Unentwegr führ er Runde um Runge herunter. Als es zu spät war, setzten Molenda und Ilse nach, erreichten aber nur, daß sie nicht überrundet wurden. Im prächtigen Endspurt in der Schlußrunde nahm er dem Felde, dem nur Ilse und Molenda enteilt waren, eine Runde ab. Auf den Plätzen landeten Ilse, Haefs und Geil. Starker Applaus begleitete den Sieger auf der Endrunde. Das Mannschaftsrennen war eine offene Sache. Groß fuhren Schmidt und Hasselberg. Hasselberg gewann allein drei Wertungen. Sehr stark fuhren wieder Göhring mit Ilse als Partner. Fürs Tempo sorgten Molenda— Kinold, und Haefs, der mit Sonntag gepaart war. Nach drei Wertungen standen die beiden ersten punktgleich. Einige Vorstöße waren kaum ernstlich gemeint: Die Ergebnisse waren: 3. Ilse, 1 Kilometer: Stadtmeister Hasselberg, 2. Molenda, 4. Möller. 10 Kilometer: Stadtmeister Göhring 15 Punkte, Ilse 12 Punkte, 3. Haefs 10 Punkte, 4. Geil Punkte. 3. 50=Runden=Mannschaftsfahren: 1. Hasselberg Schmidt 21 Punkte, 2. Ilse—Göhring 16 Punkte, Molenda—Kinold 8 Punkte. 99 Märker“ verloren Die Punktckämpfe der Handballer .o für„Ralemport Meilterschaftslpiele der 1. Bezirksklaffe Gruppe Bochum-Wanne Vier Meisterschaftsspiele trugen Vereine der 1. Bezirksklasse in der Wanne aus. Den grodien####16 am Sonntag die Gruppe Bochumaus. Den größten Erfolg erzielte„Rasensport" Bochum mit einem:=Sieg über Kray 04. Einen großen Kampf lieferte der SV Ehrenfeld dem Favoriten der Gruppe„Preußen“ Wanne, dem er in Wanne ehrenvoll nur mit:1 Toren unterlag. Die ErgebWattenscheid 09— Wattenscheid 19.0 SV. Hüllen—„Union“ Günnigfeld:5 „Preußen" Wanne—. SV. Ehrenfeld:1 Kray 04—„Rasensport“ Bochum:4. auf Vorlage des Rechtsaußen den Ausgleich zu erzielen. In der erforderlichen Verlängerung war der Gastgeber glücklicher und brachte den Siegestreffer an. Der Torschuß fehlte „Preußen“, Wanne— SV. Ehrenfeld:1. Der Meisterschaftsbeginn führte auf dem Wanner „Preußenplatz“ zwei Mannschaften gegeneinander, die nach ihren Leistungen in der vorigen Saison als die stärksten der neuen Gruppe bezeichnet werden dürfen. Das Spiel bestätigte diese Ansicht in vollem Umfange. Es war ein typischer Punktekampf, dessen Ausgang die vollkommene Gleichwertigkeit der Ehrenfelder nicht unbedingt bestätigt. Die Bochumer beherrschten in der ersten Halbzeit fast ohne Unterbrechungen das Feld mit ihrem raumgreifenden Flügelspiel, dem Bodang mit seinem steilen Paß eine markante Note aufprägte. Wenn gerade in dieser Periode eindeutiger Ueberlegenheit den Gästen zählbare Erfolge versagt blieben, so war das ausschließlich eine Folge der katgstrophalen Schußunsicherheit ihrer Stürmer. Auf der Gegenseile entfaltete der Wanner Sturm, der sich von seiner allzuweichen Technik nur selten freimachen konnte, erst vor dem Tor seine ganze Kraft. Zwei schöne Tore waren bis zur Halbzeit die Früchte dieser klugen Taktik. In der zweiten Hälfte war das Spiel ziemlich ausgeDie füchtige Bochumer Polizei Auchen, 23. August. Auf dem ersten rheinisch=westfälischen Polizei=Reitturnier in Aachen konnte in der Dressurprüfung Polizeiwachtmeister Krause(Bochum) auf„Ovid“ den ersten Platz belegen. Polizeioberleutnant Fischer wurde im Jagdspringen auf„Patron“. Zweiter mit 0 Punkten und nur einer Sekunde schlechter als der Sieger. Der Start schaften brachte mannschaft. der Bochumer Bezirkshandballmanneinige Ueberraschungen. Die Tusspielte gegen Henrichshütte nur unentschieden. Witten 92 hatte viel Mühe, den Gast aus Herbede knapp zu schlagen. Eine Ueberraschung bildet die Niederlage des STV. Werne gegen den Hattinger SV. In der Dortmunder Gruppe führte sich der Neuling Langendreer 04 mit einem beachtlichen Sieg über„Alemannia“ Dortmund gut ein. Die beiden Spitzenmannschaften des Gaues Bochum Polizei und MBV. Linden weilten auswärts. Während die Polizei gegen„Tura“ Barmen nur knapp verlor, mußte der Ruhrbezirksmeister in Mülheim eine hohe Niederlage hinnehmen. Die Ergebnisse waren: Meisterschaftsspiele: Gruppe Bochum: TuS. Bochum— Henrichshütte:2 Witten 92— SV. Herbede:1 STV. Werne—. SpV. Hattingen:3 Gruppe Dortmund: „Alemannia“— Langendreer 04:3 Polizei SV.—„Viktoria“ 11:2 DAK.— DSC. 95— :3 InPienterichafiskampf Die Punkte- und Freundschaftsspiele im Welten Programm mit einer großen Fülle von und zahlreichen interessanten Freundschaftsspielen wickelten am Wochenende die westdeutschen Fußballvereine ab. Die Meisterschaftsspiele stecken noch Ein großes Meisterschaftszu sehr im Anfangsstadium, um aus den Ergebnissen weiteren Angriffe zerschellten Wanner Deckung. Neue Termine Die kommenden Punktekämpfe in der 1. Klasse. Für den 30. August hat der Fußballsachbearbeiter des Ruhrbezirks in den sechs Gruppen der ersten Klasse Meisterschaftskämpfe anberaumt, die für die Bochumer Vereine folgende Termine vorsehen: Gruppe 2:„Rasensport“ Herne— Gerthe 11, Laer—„Fortuna" Dortmund,„Arminia“ Marten — SV. Sodingen, Langendrer 04— SV. Dorstfeld. Gruppe 3: Steele 09— SV. Welper, SV. Byfang— SV. Hattingen, Witten 92— Dahlhausen, SV. Sprockhövel—„Preußen“ Steele, VfB. Henrichshütte— Kupferdreh. Gruppe 4: SV. Röhlinghausen—„Preußen“ Wanne,„Union“ Günnigfeld— TB. Eickel, SV. Ehrenfeld— Hüllen 07,„Rasensport“ Bochum— Wattenscheid 09, Kray 04—„Westfalia“ Bochum. Um den WSV.-Pokal Die zweite Runde im Gau Bochum=Hattin= gen um den WSV.=Pokal brachte harte Kämpfe. Langendreer 07 mußte erst nach Verlängerung dem Gast aus Bochum den Sieg überlassen. Auch BochumWest konnte erst nach Verlängerung seinen Gegner VfB. Werne aus dem weiteren Wettbewerb ausschalten. Die Reichsbahner melden einen sicheren Sieg über Wilhelmshöhe. Die übrigen Spiele sahen erwartungsgemäß die Platzvereine klar in Front. Die Ergebnisse waren:..g sgum gage.1. Reichsbahn Tus.— Withelmshohe:1, SV. Herbede—„Union“ Heven:0, „Concordia“— Winz=Baak:1, Langendreer 07—„Teutonia“ Riemke:2 u. Weitmar 09— BC. Hordel:2, Bochum=West—. VfB. Werne:1 u. Verl. schon Rückschlüsse auf die Stellung der Mannschaften zuzulassen. Aufschlußreicher waren schon die Gesellschaftsspiele, besonders das Spiel„Fortuna" Düsseldorf— Holstein Kiel, das:2 unentschieden endete. nachdem die Kieler sam vergangenen Sonntag dem Exmeister Schalke 04 noch:2 unterlegen wichtigsten Ergebnisse aus dem Westen :1 Sportfreunde":1 „Borussia":4 Gruppe Herne: „Preußen“ Wanne— TB. Eickel „Germania“— VfB. Herne:2 Castrop 02— Castrop 11:1 Gruppe Essen—Gelsenkirchen: Schalke 04—„Union“ Gelsenkirchen Schalke 96— Wattenscheid 09:3 „Sparta“, Essen— Recklinghausen 08:2 Werden 08— Polizei SV. Essen:10 Gelsenkirchen 07— Erle 08•2 Hervest=Dorsten— Buer 07 12:2 Gesellschaftsspiele: „Tura“ Barmen— Polizei SV. Bochum:6 Sprockhövel— SC. Dahlhausen:6 „Rasensport“ Mülheim—. MBV. Linden 10:4 westdeutschen waren. Die waren: Weltdeutschland Rheinbezirk. Köln—„Grün=Weiß" Viersen:1:„Rhenania“ Köln— Baesweiler:1; Düren 03— Waldhausen 10:2; SC. Gladbach— Wickrath:2; Köln 99— Troisdorf:4;„Viktoria“ Rheydt— Bonner FV.:1; VfB. Aachen—„Jugend“ Bergheim:2;„Tura“ Bonn— Rheydter SV.:4; Berg.=Gladbach—„Rhenania" Würselen:1; Odenkirchen 05— SV. Düren:1; Siegburg — Vingst 05:1. Niederrhein. „Sportfreunde“ Krefeld— Kaldenkirchen:1; Hamborn 07—„Union“ Krefeld:1; VfvB. Ruhrort— Meiderich 06:0; Sterkrade— Duisburg 08:0; Düssern — VfL. Krefeld:1: Osterfeld 06—„Rasensport“ Oberhausen:1;„Preußen“ Krefeld—„Union“ Hamborn :1, Homberger SV.— Duisburg 88:0. Westfalenbezirk. Unna 08— Bielefeld 06/07:1; Paderborn 08— SpVg. Gütersloh falia Ahlen:2; :1;„Arminia“ Bielefeld—„WestMitteldeutschland die Niederlagen der führenden Vereine VfB. Leipzig und Chemnitzer BC. Daneben gab es natürlich auch einige klare Favoritensiege der Mannschaften, die zu Deutschlands beständigster Klasse gehören. Die wichtigsten Ergebnisse: Berlin Spandauer SV.—„Wacker“ 04.:0;„Blau=Weiß" — Wedding:0:„Meteor"— 1. Fe. Neukölln:2; „Südstern"—„Preußen":2; Adlershofer BC.— PfB. Pankow:0; BV. Luckenwalde—„Union“ Potsdam :0:„Viktoria“ 89— Berliner SV 92:1:„Tennis Borussia"— Polizei:2. Süddeutschland PfR. Fürth—. ASV. Nürnberg:2; Spielvg. Fürth— apC. Schweinfurt:0; 1. FC. Nürnberg— Bayern Hof :0: Spog. Weiden— FV. Würzburg:1; Würzburger Kickers— FC. Bayreuth:0:„Wacker"—„Teutonia“ München:1; 1860 Munchen— SSV. Ulm:0; „Bayern“ München— FC. Straubing:1:„Schwaben“ Augsburg—. DSV. Munchen:5;„Jahn" Regensburg— VfB. Ingolstadt Ringsee:1; FC. Pforzheim— FC. Birkenfeld:3: SV. Feuerbach—„Sportfreunde“, Eßlingen:2:„Union", Böckingen Heilbronn:0;„Germania Brötzingen— Stuttgarter Kickers:0: VfB. Stuttgart— FV. Zuffenhausen:1; FC. Mühlburg—. VfB. Karlsruhe:4: SC. Freiburg — FV. Rastatt:0; Karlsruher FV.— Spog. berg:0: FC. Villingen— FC. Freiburg:3;„Pönix“ Karlsruhe— FC. Rheinfelden:2;„Eintracht"—„RotWeiß" Frankfurt:1: Offenbacher Kickers—„Germania“ Bieber:0; Spog. Griesheim 02—„Union“ Niederrad:4; PfL. Isenburg— 1. FC. Hanau 93 :0;„Germania 94“ Frankfurt— FSV. Heusenstamm :0: Tus. Bochum—Henrichshülfe 2: 2 Die Bochumer, die ihr erstes Punktespiel mit mehreren Ersatzleuten bestreiten mußten, enttäuschten stark. Ihre Leistungen im Stellungsspiel und in der Fangtechnik waren sehr mäßig. Vor allem der Sturm war schwach. Die Gäste hatten zwar im Feldspiel ein Plus, boten aber ebenfalls keine überzeugenden Leistungen. Henrichshütte drängte in der ersten Spielzeit stark, buchte aber bis zur Pause nur einen Erfolg. Als dann die Gäste in der zweiten Spielhälfte ein zweites Tor erzielten, kamen die TuS.=Leute stark auf. Der Mittelläufer Voges holte vier Minuten vor Schluß ein Tor auf, um kurz vor dem Schlußpfiff noch den Ausgleichtreffer zu erzwingen. Froitzheim Seniorenmeister Bei dem in Kassel ausgetragenen deutschen SeniorenTennismeisterschaften schlug Altmeister Froitzheim im Finale den Berliner Uhl:1,:6, der in der Vorschlußrunde Hammer(Wiesbaden):4,:2 ausgeschaltet hatte Uhl hatte vorher bereits den Titelverteidiger Dr. Reuter (München) geschlagen. Meisterringer „Sparta“ Nordhorn—„Borussia" Recklinghausen—„Preußen“ MünVerl. Rheine:3; ster:1. Hessen[Hannover. „Borussia" Fulda— VfB. Gießen:1;„Germania“ Marburg—„Hessen 09“ Kassel:4; FC. Grone— Spielverein Kassel:1;„Hessen“ Hersfeld— SpVg. Göttingen:1; Einbeck 05—„Sport“ Kassel:3; Großalmerode— Göttingen 05:2; Su S. Northeim— „Tura“ Kassel:0. Gesellschaftsspiele. „Fortuna" Düsseldorf—„Holstein“ Kiel:2; PfL. Osnabrück—„Holstein“ Kiel:5; Städtespiel Wuppertal— Haag:1;„Schwarz=Weiß" Düsseldorf— Haag „Schwarz=Weiß" Essen— FsV. Frankfurt:1; „Tura" Düsseldorf men—„Borussia" Meidericher SV. 1: SSV. Oberkassel:1; SSV. BarGladbach:3; Duisburger SV.— Die füchtigen Fortunen BV. Langendreer 07—„Teutonia“ Riemke:2. Die Riemker gewannen verdient durch ihr eifriges und sicheDer Lauf und die Verteidigung der Riemker res Spiel. Der konnte besonders gefallen, und ihnen sache der Sieg zuzuschreiben. ist in der HauptSV. Bochum=West— BfB. Werne:1. Ein erbittertes Ringen entspann sich im Pokalkampf zwischen diesen beiden Gegnern, die erfolgreich die Vorrunde beflunzen. Tie hindlschere standen. Die glücklichere Mannschaft behauptete hier den Sieg. Schon nach vierzehn Minuten ging der Platzverein in Führung. Bis zur Pause änderte sich an diesem Ergebnis nichts mehr. Erst acht Minuten vor Schluß der zweiten Hälfte vermochte Stalljohann(PfB.) „Fortuna", Düsseldorf—„Holstein“ Kiel:2. Das Gastspiel der Kieler„Holstein"=Mannschaft hatte am Samstag trotz des unsicheren Wetters rund 4000 Personen angelockt. In der Meistermannschaft fehlten Köhler, Janes und Trautwein. Es kam zu einem schnellen und abwechslungsreichen Spiel, bei dem die Düsseldorfer in der ersten Hälfte tonangebend waren. Sie legten auch durch Reisgen und Hochgesang zwei Tore vor, von denen Kiel bis zur Pause durch Voß aber eins wettmachte. Zehn Minuten nach dem Wechsel, wo die Gäste sich besser zurechtfanden, fiel durch Ritter der Ausgleich. Hörde 04—. Marxvorstadt=Nürnberg 18:12. Vor rund 2000 Zuschauern trafen sich in Benninghofen die beiden Meister in der Vorentscheidung um die deutsche Meisterschaft im Mannschaftsringen. Die Nürnberger traten ohne den Weltmeister Leucht an, zeigten sich aber in den Vorkämpfen den Hördern gleichwertig. Erst im zweiten Abschnitt kämpften die Hörder energievoller und schraubten das Gesamtergebnis auf 18:12. Den einzigsten Schultersieg erzielte der Nürnberger Wohlrab gegen Frische(Hörde). Alle an deren Kämpfe gingen über die Zeit von 20 Minuten Deutsche Boxer in Zürich FSV. 05 Wiesbaden :1;„Alemannia“ Worms— SV. 98 Darmstadt.#: Mainz—„Viktoria" Walldorf:2; SV. — Fvg. Kastel:2; FC. Langen—„Viktoria“ Urberach:2:„Olympia“ Lorsch—„Wormatia“ Worms:0: BfR. Mannheim— Spog. Mundenheim :1;„Phönix" Ludwigshafen— Fé. Kirchheim:1; SV. Waldhof Mannheim—„Amicitia“ Viernheim:0: VfL. Neckarau— FC. Sandhausen:0; Spog. Sandhofen— FC. Mannheim 08:1: FK. Pirmasens— BfR. Pirmasens:1; SV. 05 Saarbrücken—„Saar' Saarbrücken:0; 1. FC. Idar— FV. Saarbrücken:1; „Sportfreunde" Saarbrücken— FC. Kaiserslautern:3; „Borussia", Neunkirchen—„Westmark“ Trier:2. Norddeutschland Hamburger SV.— Altena 93:0; VfR. Harburg— Wilhelmsburg 09:2;„Eintracht" Lüneburg— SV. Harburg:5;„Viktoria“ Wilhelmsburg—„Borussia“ Harburg:4;„Wacker“ Harburg— Lüneburger SC. :2;„Leu“— VsB. Brannschweig:2; 06 Hildesheim— „Eintracht“, Braunschweig:1; SV. Hötensleben— Hannover 96:1; PfL. Schwerin— BfR. Lübeck:0; „Germania“ Wismar— Oldesloer SV.:2; Bremer SV.—„Arminia“ Hannover:3. Mitteldeutschland „Sportfreunde"— VfB. Leipzig:2:„Wacker— Eintracht" Leipzig:2; Tub Leipzig—„Fortuna" Leipzig:1:„Sportfreunde“ Markranstädt— Spielvg. Leipzia:1:„Guts Muts“—„Rasensport“ Tresden:3; Tresdener SC.— Sportges. 93 Dresden:0; SV. Werpen Go Zürich, 23. August. An den Berufsboxkämpfen in Zürich waren auch die beiden deutschen Professionals Metzner und Jakob Domgörgen beteiligt. Der Fliegengewichtsmeistet verlor gegen den Franzosen Barras nach Punkten, dagegen gelang es Domgörgen wenigstens, ein Unentschieden gegen die Engländer Edward zu erzielen. Der deutsche Fußball brachte zahlreiche Ueberraschungen Bei der schwankenden Ansangsform fast aller Mannschaften gab es am Sonntag im deutschen Fußball einige nette Ueberraschungen, wie beispielsweise resdener Sc.— Sportges. 93 Tresden 610:8 SV Meißen 08— SV. 06 Dresden:2: Brandenburg Tresden— Riesaer SV.:1: Ring Greiling— Spielv. Dresden:1;„Teutonia"—„Preußen“ Chemnitz:8; Chemnitzer BC.—„National“, Chemnitz:6; Meerane itzer BC.—„National“ Chemnitz:6; Meerane 07— SL. Niederlungwitz:1;„Sturm“ Reichenbach — Spog. Faikenstein:5; SV. 98 Halle—„Wacker“ Halle:3;„Sportfreunde“ Halle— Spog. Neumark:1; „Favorit“ Halle— VfL. Merseburg:1: Merseburg 99 — VfL. Hallc 96:0. Baltenverband Schachwoche in Pyrmont Im Fünfmeisterturnier steht noch die Partie Herk“ mann gegen Dr. Kraemer aus und außerdem die Hängepartie Krüger—Herrmann, die noch mals abgebrochen wurde, nach dem Herrmann eine Gewinnversuch unternommen hatte. Inzwischen ist Bogoljubow zum internationalen Meisterturnier nach Bleo (Iugoslavien) abgereist.„ serschaft Im Kampf um die Westfalenmern.. nube versuchte Kroll in seiner Partie gegen Seiß dingt zu gewinnen, um mit seinem Gegner gleiche Stand zu erreichen, und so kam es schließlich, daß verlor. Rogmann schlug Hilmer in einer französischen Partie. Alsen schlug LechtenbersPeppmöller und Dreyer machten Remis. 31 dem gewann Lechtenberg seine Hängepartie gegen Pept möller. Rogmann und Lechtenberg gaben reme. Stand nach der sechsten Runde: Seitz 5½, Kroll Rogmann, Alsen und Peppenmöller je 3, Lechtenders und Hilmer je 2, Dreyer 1½ Punkte. In der achten Runde des Hauptturniel, feierte der Bochumer Josteit erneut einen Er entschied die Partie schon frühzeitig durch Angt auf den König. Rubow gewann gegen RathenRupschuß gegen v. Baudissin und Kling spor gegen Leimbach. Stand: Josteit und schuß je 5½, Rathey, Puzicha und Rubow je 4, v. dissin und Leimbach je 3, Schulte 2, Klingspor 1 P In der dritten Runde gab es im HauPzun nier B zwischen Gödde gegen Hummerb“,Lungen. Bauer gegen Esser unentschiedene Entschei In der vierten Runde gewann Hummerbrung Esser und Gödde gegen Düllberg. St in VfB. Königsberg— Insterburg—„PrussiaS Spielva. Samland“ Memel:2; Königsberg Hummerbrun und Bauer ½ Punkt. Gödde 2½, Düllberg 2, Esser und Gevels! W Je mehr in die vordenen Vereini g.(Gevelsberg) hir vorrener wird das 1 ut. werden die Klär Angelegenheit nach strafrechtliche Gebiet Gemeinschaftsgedank schlag erlitten. Von mark Aktienkapital untergebracht und nark aufgekommen. der die Initiative zu schuldet noch rund 7: eingezahltem Aktien nerkenswerter Weise GmbH. zum großen ner der AG. Der allein seit Februar verlustes und Zinser gesellschaft hat ein ger als.5 Millioner 2 Millionen eigene In der Gläubiger die an sich überflü erscheine verständlic nit der„Ideal-Schal ein Darlehen von.7 das„dreieckis hältnis gegen erstellen half. Wie Verhältnissen fürc schäftsjahr eine 61 konnte, bleibt unv #schuß soll die etw Regreßansprüchen g rat eingehend prüfe Die ersten Folgen in der Zahlungseins Handelsunternehmen und Riegeln, einer mitglied der Verein in ähnlicher Weise gen wurde. Durch des an Eckart& dieses Unternehme kommen. Aus Juri Vereinigte Eisenhar klärt, daß hier, sch tener Fall u gebarens“ yorlit schiedene Beteiligte genannten Ziffern wird ein Betrag veo Seite vermutet. Falt 700 Mill Es wird detzt bei Bestellungen der Sc 1. Januar bis zum 1 nik betrug. In de die Auftragserteilu schwierigkeiten ety Aufträge konnte ir uusgegeben werden. durch hohe Zinsbe Samstag mot langem, schwerei Leiden, unsere#### Mutter. Schwieg Schwägerin, Kusi Bochum(Fe (U. S..), den 27 Die Beerdig nachmittage 4 Ul statt. Allen dener gangen ist, dien Für die bei Söhnchens und sagen wir allen ti Bochum. 4 Der weltes Blücherstr Kunststopi hselg*? An bnges.86 m. -degen, Monog! FianderFdewerde Pmauhrie Quer durch die Wirtschaft escherung. e Tempo ertung lag Vorsprung. inda und durchWertung. würde, sah um Runde a und Ilse undet wurunde nahm enteilt wadeten Ilse, e den Sieennen war und HasWertungen. als PartKinold, Nach drei ich. Einige Ergebnisse g. 2. Ilse, 15 Punkte, 4. Geil sselberg 16 Punkte, :3 :1 3 08•2 :10 schum:6 Linden 10:4 2: 2 el mit mehischten stark. der FangSturm war el ein Plus, Leistungen. stark, buchte Is dann die Tor erzielMittelläufer Tor auf, um eichtreffer zu ter en Seniorenroitzheim im r Vorschlußschaltet hatte r Dr. Reuter auch Jakob neister inkten, Unzielen. Gevelsberg-Verlufte wachlen Je mehr in die Verhältnisse der insolvent gevordenen Vereinigten Eisenhandlungen IG.(Gevelsberg) hineingeleuchtet wird, desto vergorrener wird das Bild. Soweit bis jetzt zu sehen ist, werden die Klürung und der Abschluß dieser Angelegenheit nach dem zivilrechtlichen auch das strafrechtliche Gebiet berühren. Der an sich gesunde Gemeinschaftsgedanke hat einen bedauerlichen schlag erlitten. Von den.5 Millionen Reichsmark Aktienkapital sind nominell.73 Millionen untergebracht und effektiv 0,93 Millionen Reichsnark aufgekommen. Die ursprüngliche GmbH., von der die Initiative zur Gründung der AG. ausging, schuldet noch rund 75 Prozent(.7 Millionen) an nicht eingezahltem Aktienkapital, das verloren ist. Benerkenswerter Weise sind die Gesellschaften dieser GubH. zum großen Teil gleichzeitig Warenschulder der AG. Der Betriebsverlust beträgt allein seit Februar dieses Jahres infolge Warenverlustes und Zinsen 0,2 Millionen. Die Treuhandgesellschaft hat ein Wechselobligo von nicht wenieer als.5 Millionen festgestellt, von denen allein ##2 Millionen eigene sind. In der Gläubigerversammlung wurde ausgeführt, die an sich überflüssige Beibehaltung der GmbH. erscheine verständlich, wenn man bedenke, daß diese git der„Ideal-Schaufelfabrik“ Eckart& Co., die Darlehen von.75 Millionen von der AG. erhielt, das„dreieckige“ Verrechnungsverhältnis gegenüber der Reichsbank herstellen half. Wie die Verwaltung unter diesen Verhältnissen für das vorausgegangene Rumpfgeschäftsjahr eine 6prozentige Dividende verteilen konnte, bleibt unverständlich. Der Gläubigerausschuß soll die etwa gegebenen Möglichkeiten zu Regreßansprüchen gegen Verwaltung und Aufsichtsmt eingehend prüfen. Die ersten Folgen zeigen sich im übrigen bereits in der Zahlungseinstellung der„Haga“, Hagener Handelsunternehmen in Vorhand-Möbelschlössern und Riegeln, einer Firma, die durch das Vorstandsmitglied der Vereinigten Eisenhandlungen, Lippold, in ähnlicher Weise wie die erwähnte AG. aufgezogen wurde. Durch die unvermutete Rückforderung des an Eckart& Co. gegebenen Darlehens wird dieses Unternehmen zweifellos auch zu Fall kommen. Aus Juristenkreisen, die mit dem Fall Vereinigte Eisenhandlungen befaßt sind, wird erklärt, daß hier, schonend gesagt, ein„ganz seltener Fall unkorrekten Geschäftsgebarens“ vorliegt. Außerdem äußern sich verschiedene Beteiligte sehr skeptisch zu den bisher genannten Ziffern der Wechselverpflichtungen. Es wird ein Betrag von 5 bis 6 Millionen von dieser Seite vermutet. Falt 700 Millionen Ruffenaufträge Es wird jetzt bekannt, daß die Gesamtsumme der Bestellungen der Sowjetorgane in Deutschland vom 1. Januar bis zum 14. August 684.1 Millionen Reichsnaik betrug. In der ersten Hälfte des August hat die Auftragserteilung infolge der Finanzierungsschwierigkeiten etwas nachgelassen. Ein Teil der Aufträge konnte infolgedessen zunächst nicht heruusgegeben werden. Um die russischen Bestellungen durch hohe Zinsbelastung nicht allzu sehr zu behindern, hat man einen Maximalsatz von 10 Prozent festgesetzt, über den hinaus auch bei einer eventuellen neuen Erhöhung des Diskonts, die Russenwechsel nicht verzinst zu werden brauchen. Die Gläubiger teilen lich in den Verluft Stille Liquldation bei Schweitzer& Oppler. Von der Verwaltung der Schweitzer& Oppler AG., Berlin, wird mitgeteilt: Die vor einiger Zeit festgestellten Unregelmäßigkeiten in der Bilanzierung und Finanzierung der Gesellschaft lassen sich jetzt annähernd übersehen. Im Laufe der letzten Jahre sind von Seiten des inzwischen seines Amtes enthobenen Vorstandes eine Reihe von Engagements eingegangen worden, die im Zusammenhang mit dem Preissturz am Schrottmarkt außerordentliche Verluste verursacht haben. Diese Verluste sind im wesentlichen nicht im regulären Inlands-Schrotthandel entstanden, der früher die eigentliche Grundlage der Gesellschaft bildete, sondern in erster Linie durchspekulative Geschäfte und Auslands-Engagements, die der Vorstand entgegen den ihm ausdrücklich vom Aufsichtsrat gegebenen Dienstanweisungen getätigt und in unverantwortlicher Weise mehrere Jahre hindurch zu verheimlichen und in den Jahresabschlüssen zu verschleiern gewußt hat. Den ständigen Prüfungen durch Buchsachverständige und in kurzen Zwischenräumen tagenden Ausschüssen des Aufsichtsrates gegenüber sind die Verlust-Engagements vertuscht worden. Die beteiligten in- und ausländischen Banken und die Großaktionäre nämlich die Mitteldeutsche Stahlwerke AG., die Vereinigte Oberschlesische Hüttenwerke AG., die Borsigwerke AG. und die Kattowitzer AG. haben sich bereit erklärt, aus dem Verlust 12 Millionen Reichsmark auf eigene Rechnung zu übernehmen, wobei die Banken die Belastung im Wege langfristiger Finanzierung erträglich gestalten. Weiter haben sich die Werke verpflichtet, einen Betrag von 2 Millionen Reichsmark in bar der Gesellschaft als Betriebskapital zur Verfügung zu stellen. Die Gesellschaft soll in stille Liquidation treten, und es wird angenommen, daß die fremden Gläubiger voll befriedigt werden. Da der eigentliche Kern des Unternehmens, das mittel- und ostdeutsche Schrottgeschäft, gesund geblieben ist, soll versucht werden. dies in veränderter Form weiter zu führen. Die vom Statistischen Reichsamt für den 19 August auf 110.8 berechnete Indexziffer der Großhandelspreise hat sich gegenüber der Vorwoche um.3 vom Hundert erhöht. * Die Ruhrgas AG.(Essen) veröffentlicht eine graphische Darstellung über die Entwicklung des Kokereiabsatzes von der Ruhr in den ersten sieben Monaten des Jahres 1931. Während der monatliche Absatz von Januar bis März 1931 von etwa 65 Millionen Kubikmeter auf annühernd 70 Millionen Kubikmeter gestiegen war, trat im April wieder ein leichter Rückgang ein, von Mai bis Juli erhöhte sich sodann der Monatsabsatz auf ca. 75 Millionen Kubikmeter. Für das Jahr 1930 stellte sich die Gasabgabe im Monatsdurchschnitt auf 59 Millionen Kubikmeter. * Die Konsumgenossenschaften des Reichsverbandes deutscher Konsumvereine e. V.(Köln), die im Kalenderjahr 1930 gegenüber dem Vorjahre ihren Umsatz behaupten konnten, weisen für das erste Halbjahr 1931 Durch die Gründung eines großen Industrieunternehmens soll das Gelünde der früheren Werft Vulkan in Stettin wieder nutzbar gemacht werden. Die Brückenbaufirmen 1 Gollnow& Sohn(Stettin) und Grün& Bilfinger Au.(Berlin) haben sich zu einer Tiefbau-OstenGmbH. vereinigt, die sich ein großes Arbeitsgebiet im europäischen Osten erschließen will. Die Grün& Bilfinger AG., Berlin, die Im Besitz wertvoller Tie ist, baut zurzeit eine Brücke über den efbau-Patente Kleinen Belt. Wie bekannt wird schwenen Verhandlungen zwischen der zum Konzern der Kokswerke und Chemische Fabriken AG. gehörenden Schering Kahlbaum A0.(Berlin) und den Lingner Werken AG.(Dresden) über ein engeres Zusammenwirken beider Gesellschaften. * In Los Angeles sind Fusionsverhandlungen zwischen der Standard Oll Company In New Jersey und der Standard Oil Company In Kallfornien eingeleitet. Die Zusammenlegung der beiden Gruppen würde zur Bildung der größten Gesellschaft in der Welt mit einem Gesamtkapital von 2½ Milliarden Dollar führen. Im Namen der Internationalen Küchenmeister-Ultraphon-Gesellschaft hat Rechtsanwalt Pekelharing dem Amsterdamer Gericht die Zahlungsunfühigkeit der Firma mitgetellt. Altenessener Schweinemarkt vom 22. August. Auftrieb: 3002. Es kosten im Großhandel:(Ferkel Durchschnittspreis)—8 Wochen alte 6 bis 8 his 11 Reichsmark,—12 Woeinen Umsatzrückgang gegenüber der gleichen Zeit des jchen alte 11 bis 16 Reichsmark. Läuferschweine: 3— Vorjahres von.1 Prozent auf. Der Umsatz belief sich, Monate alte 16 bis 22 Reichsmark,—6 Monate alte 22 bis in den Monaten Januar bis Juni auf 90 945 659 Reichs- 40 Reichsmark(größere entsprechend höher). Marktvermark. llauf: sehr langsam. n eielnn ausenntr: Mündliche Auskunft nur nachmittags (außer Samstags) von 4 bis 5 Uhr in unserer Redaktion. Dic amerikanische Baumwollkrife Die Konferenz der Baumwolle produzierenden Staaten Amerikas stimmte offiziell dem Antrag des Gouverneurs des Staates Texas zu, auf dem Wege der Gesetzgebung den Anbau der Baumwolle in den Südstaaten für das kommende Jahr zu verbieten. Ferner nahm die Konferenz einen Antrag des Senators Caraway an, nach dem das Landwirtschaftsamt ersucht werden acht Millionen Ballen Baumwolle zu einem dem Marktpreis liegenden Preise zu erwerben und sie zur Verfügung der Farmer zu halten. Ein Vorschlag, die Baumwollproduktion im Jahre 1932 nur um ein Drittel zu verringern, wurde mit lauten Nein-Rufen abgelehnt. U. L. Z. 1. Eine geschiedene Frau kann ihren Mädchennamen wieder annehmen.—§ 1577 BGB.— Es geta- schieht das durch öffentlich beglaubigte Erklärung gegener über dem Standesamt, vor dem die Ehe geschlossen war. Senden Sie demnach das rechtskräftige Scheidungsurteil mit Ihrer Erklärung dem Standesamt zu— bzw. wenn die Ehe hier geschlossen war, gehen Sie mit dem Urteil dorthin und geben die Erklärung persönlich ab.— 2. Die Eintragung im Standesamtsregister ist kostenfrei, die Gebühr für die nach auswärts zu sendende beglaubigte Erklärung— Unterschriftsbeglaubigung vor Notar oder Rechtspfleger— ist ganz gering.—./4. Wenn eine Ehe wegen Ehebruchs geschieden ist, kann dem schuldigen Ehegatten— nach§ 1312 BGB.— Befreiung von diesem Ehehindernis— zwecks Verheiratung mit demjenigen, mit dem die Ehe gebrochen wurde— durch den Präsidenten des Landgerichts, welches die Ehe geschieden hat, erteilt werden. Wenden Sie sich daher mit einem Antrage an diesen Landgerichtspräsidenten. R. H. 1. Teppiche dürfen nur Montags, Freitags und Samstags von 8 bis 12 Uhr vormittags geklopft werden.— 2. Eine Unterhaltungspflicht zwischen Stiefvater und Stiefsohn besteht nicht, da sie ja nicht blutsverwandt miteinander sind. Eine Unterhaltungspflicht besteht gesetzlich nur zwischen Eheleuten, den Verwandten in gerader Linie— Kindern, Eltern, Großeltern, Urgroßeltern(nicht einmal zwischen Geschwistern)— und dem Kinde gegenüber seinem unehelichen Vater. A. R. Die Kriegs= und Militärjahre werden bei der Berechnung der reichsgesetzlichen Invalidenrente angerechnet. J. H. Gemäß Paragraph 1. R. M. G. können sowohl Mieter wie Vermieter sich auf die gesetzliche Miete berufen. Die gesetzliche Miete wird errechnet nach der am 1. Juli 1914 gezahlten Friedensmiete. Im vorunter liegenden Falle ist jedoch der Mieter weiter zur Zahlung „ und der vereinbarten höheren Miete verpflichtet. Eine Berufung auf die gesetzliche Miete ohne Angabe von Gründen war nur noch bis zum Ablauf des 31. März 1931 möglich. Am 1. April 1931 sind neue Bestimmungen in Kraft getreten, die die Berufung auf die gesetzliche Miete nur noch unter gewissen Voraussetzungen s01l. zulassen. Da Ihnen die Erklärung des Mieters erst am 1. April 1931 zugegangen ist, ist sie verspätet eingegangen und hat keine Wirksamkeit mehr. Es empfiehlt sich, den Mieter hierauf aufmerksam zu machen und ihn weiter zur Zahlung der vereinbarten Miete anzuhalten. K. S. Es tritt ein Kündigungsschutz für Angestellte in Kraft nach fünfjähriger Beschäftigung.. Dann ist die Kündigung drei Monate zum Schluß eines Kalendervierteljahrs, nach 8 Jahren vier Monate, nach 10 Jahren fünf Monate, nach 12 Jahren sechs Monate. Gerechnet werden jedoch nur Dienstjahre, die nach Vollendung des 25. Lebensjahres liegen. D. M. Bestimmte Monate kommen für die Beleuchtung an sich nicht in Frage, können aber durch Hausordnung bezeichnet werden. Die Beleuchtungspflicht kann das ganze Jahr über bestehen, je nachdem der Flur dunkel ist, oder das Treppenhaus künstlichen Lichtes bedarf. Ihre dritte Frage ist nicht klar. Wenn Sie durch den Mietsvertrag zur Beleuchtung verpflichtet waren, würde es ratsam sein, der Abmachung der übrigen Bewohner mit dem Hauswirt zur Abgeltung dieser Pflicht beizutreten. E. Th., Heilkundiger. In Ihrer Angelegenheit wenden Sie sich am zweckmäßigsten an den Verband der Heilkundigen Deutschlands, Zentrale Essen, Brandstraße 11/13. K. B. Jeder der am 10. Oktober 1930 20 Jahre alt war, muß die Bürgersteuer bezahlen, ganz gleich, ob er Einkommen hat oder nicht. F. L. Anfragen ohne Namen und Adressenangabe können im Briefkasten nicht beantwortet werden. J. S. Der Lautsprecher muß um 10 Uhr abgestellt werden, falls er die Nachtruhe der anderen stört. Ihre Hühner dürfen nicht ohne weiteres über fremdes Land laufen, wenn Sie Weiterungen vermeiden wollen. G. Kl. Eine Durchfahrt ist kein Aufenthaltsraum: gewiß ist auch noch anderer Platz vorhanden. Immerhin würden wir raten, vor dem Mietseinigungsamt eine Verständigung mit dem Hauswirt nachzusuchen. Samstag morgen.45 Uhr entschliet sanft nach langem, schwerem, mit großer Geduld ertragenem Leiden, unsere liebe, herzensgute und unvergebliche Mutter, Schwiegermutter. Grobmutter, Schwester, Schwägerin, Kusine und Tante Witwe Wilhelmine wuchewith ged. Seega im Alter von 71 Jahren. Die trauernden Hinterbliebenen Bochum(Feldsieperstraße 13). Haltern, (U. S..), den 22. August 1931 Alaska Die Beerdigung findet Dienstag, den 25. d.., nachmittage 4 Uhr, auf dem Friedhof in Altenbochum stat. Allen, denen aus Versehen keine Nachricht zugegangen ist, diene diese als solche. KALA operetten-Theater Leizte Woche der Sommerspielzeit! Täglich.15 Uhr Zwangsversteigerung 14 Hunde Am Dienstag, dem 25. August 1931,(Dovermann, Schävormittags 11.30 Uhr, werde ich in Bo= ferhund, Terrier, chum folgende Gegenstände: 1. 1 Stand= Zwergpudel) zugeuhr, 1 Klubsofa aus geblümtem Plüsch, laufen u. aufgegrif1 Klubsessel aus geblümtem Stoff, 1 Aus- sen. Eigentümer soziehtisch(dunkel Eiche), 4 Stühle mit fort meld. Rathaus, Ledersitzen(dunkel Eiche), 1 Büsett, 1 Haupteingang, Kredenz, 1 Vitrine(serviertischartig), 1/zeiamt, Zimmer 1, Rauchtisch, 1 Sessel mit Ledersitz, 1 Bild, sonst Versteigerung 1 Teppich, 1 Partie Kristallsachen, Glas= der Hunde am Dienssachen, Porzellansachen, 1 Flurgarderobe, tag, dem 25. August 2 Chaiselongues, 1 Bild, 2 Sessel, 2. 40 1931, 15.45 Uhr, im ROLF ENGER verschiedene Bücher, 1 Herrenzimmer, 3. städt. Hundezwinger in dem tollen Schwank 1 AEG.=Schreibmaschine, 4, 1 Bücher= an der Rottmannstr. schrank, 1 Schreibmaschine(Stoewer Re;] Bochum, den„Wenn der Vater kord), 1 Klubsessel, 1 Schreibmaschinen=21 August 1931. mit dom Eahnos tischchen, 1 Flurgarderobe, 1 Kronleuchter Polizeiamt. sunn dem Sohne“ (Zugkrone, Iila), 1 Zugkrone(grau),.—2 1 Rundsunkapparat mit Lautsprecher, 1 elektrische Krone, 1 Schreibtischlampe, 2 kleine Oelgemälde, 6 Bände Herzogromane, 3 Bände Romane, 1 Bücherschrank, 1 Liegesosa mit Wandbehang und Decke, 1 Flurgarderobe, 1 Schreibmaschine (Unterwood), 6. 2 Friseursessel, 1 Friseurkonsölchen, 3 Höcker, 5 Wandspiegel, 1 Konsole, 2 Konsolen für Friseure, 7. 1 Klavier, 8 1 Badewanne, 1 Waschmaschine, 9. 2 Klubsessel, 1 Reisesprechappargt(Elektrola) u. a.., 10. 1 Pfaff=Nähmaschine, 11. 1 Billard (Schlummer), 1 Klavier(dunkel), 12. 1 versenkbare Nähmaschine(Pfaff), 1 Registrierfasse, 1 Schreibtisch, 1 Bücherschrank, brte Hellweg 1 und Kortumstraße 45 für.— Mark bei 13.1 Planino(schwarz), 14. 1Felbichmiebe Franz Holfkamp Sie lachen Tränen! Kleine Preise..40—.50 Vorverhaut ab 4 Uhr. Tel. 66810 Billige Uhren. lage Für die uns erwiesene Tellnahme beim Heimgang meiner lieben Frau, unserer guten Mutter sprechen nir unsern herzlichsten Dank aus Im Namen der Hinterbliebenen: Famile Eduard Püntert Bochum-Laer, im August 1991 36926 (nen), 15. 1 Standuhr, 1 Bücherschrank, 1 Sofa mit Umbau. 1 Tisch, 16. 1 Ladeneinrichtung: 1 Real mit Fächern, 1 Theke mit Glasaufsatz, 1 Korbgarnitur, 2 Sessel. 1 Tisch, 17. 1 Chaiselonaue, 18. 1 Büfett, 19. 1 Radioapparat(Lorenz) mit Netzanschluß, 20. 4 doppelte Waschtische(Feuerton), 8 Badeöfen. 21.1 Radioapparat mit Akku. 22, 1 Büfett, 23. 1 Schnellwaage(Espera) öffentlich meistbietend gegen bar versteigern. Der Verkauf findet voraussichtlich statt. Sammelpunkt für Käufer: Wirtschaft Morjan, Alleestraße 54. Göring Brückstr. 41 Moltkeplatz 4. Große Versteigerung Dienstag, den 25. August, morgens von 10 bis 1 Uhr, nachm. von 3 bis 7 Uhr. werde ich in meiner Auktionsballe Ehrenfeldstraße 10, I. 1 Motorrad.(3½ PS.), 1 nusb. Büfett, 4 Lederstühle, 2 Ausziebtische. 1 Kordessel=Garn tur, n ggcn 5. 22 August 1981 2 Sofas, 1 Küchenschrank, 1 Leinenschrank, 1 Fri„Bochum, den„„pann 1391.# stertollette, 1 kompl. Badeeinrichtung, 2 Sofas Jost II. Gerichtsvollzieber kr. A. in mit Sessel.1 Flügel. 2 Flurgarderoben, TrumeauxBochum, Hattinger Straße 118. Spiegel, Bettstellen. Oesen. Bilder. Leuchter. EinzelZwanasversteigerung mödel, dausdaltungsgegenstände, üdren usm. Am Dienstag, dem 25. August 1931, Geibsthilfe=Verkauf folgende Gegenstände: 1. 1 Baseiz, 1 für Rechnung dessen den es angebt: Fisch, 1 Chaiselongue, 1 Teppich,„2. 1/ng., Partle handwasoseise, 12 Streichztidern, Waschmaschine mit Wringer und Motor Bücher usw. Tweed in mod. Dessins ..... Meter Woll-Crêpedechine reine Wolle, in neuen Herbstfarb. Neter S5. sterscha, Seitz unbegner gleichen ißlich, daß er in einer franhtenberg Remis. Zue gegen aben remis. ½, Kroll 3, Lechtenberg urniers schönen Sieg, durch Angriff in Rathen, nd 8 lgg: eit und 4, b. S00 spor 1 Punki. H auptn““ erbrun intschetbrgeg rbrun 79. Stan); 2, Esser und Für die beim Helmgang unseres unvergeßlichen Söhnchens und Brüderchens erwiesene Tellnahme sagen wir allen unsern tiefgefühlten Dank Familie Bretz Bochum, den 22. August 1931 öffentlich meistbietend gegen bar versteigern. Sammelpunkt für Käufer: Wirtschaft Lücke in Gerthe. Bochum, 22. August 1931. Jost. Obergerichtsvollzieher in Bochum, Gabelsbergerstraße 12. ster mit Erna geb. Hau, Gelsenkirchen. Gestorben: Ida Klenke, ged. Lausitz, 64 Jahre, Wanne. Hans Fricke, 43., Essen. Emma Middelhause, geb. Krieg, 62.,.=Eppendorf. Georg Ellermann. 58., Hagen. der welteste Weg lohnt sich zur Slücherstraße 60 Nunststopfarbeiten hleig 9- Anzug chem. reinigen und bügein.- M. ab.30 M. Mantel ab.- M. Plissee, Hohlsaum, veben, Monogramme, Knopflöcher FamilienNachrichten Gevoren ein Knabe: Hans Ruckes(Margarethe geb. Altgassen), Düsseldorf.— Mädchen:" Willy Krüll(Fränze geb. Plum), Düsseldorf. Dr. Walter Schleußner(Hanna geb. Bachus), Köln. Verlobte: Paula Humpert mit Walter dose, Herne un Lübeck. Vermählte: Kurt von Hartmann mit Hermine geb. Weber, Wanne. Paul MünWarne jeden meiner Frau etwas zu borgen, da ich für nichts aufkomme.(36943 Herm. Gerreck. Gußstahlstraße 460. an4 Spezial-Arzt Dr. med. Bäumges langjährige Praxts häle Sprechstund. von-1 Uhr am Donnerstag, dem 27. Aug., in Bochum, Hotel Märkischer Hof zuricht nach Köln, Ubierring 24, Prosp geg Rücko. Dne Operation Guse Kone dondesihrung Naturgepäb g. schmerzlose Behandlung von Leistenbruch Schenkelbruch Nabelbruch usw. auch 2 Wasserbruch S Verioren straße ub. Humboldizur Blücherstr. verloren. Wiederbring. erhält Belohnung. 2. Koitstr.45, Drogerie. meistbietend gegen bar freiwillig versteigern. Die Sachen zu 1 sind gebraucht, zu I neu. Besichtigung 1 Stunde vorher. Verkauf bestimmt. Heinrich Sehr beeidigter und öffentl. angest. Auktionator und Taxator für Groß=Bochum, OskarHoffmann=Straße 29. Rut 65584 Biinden-Verein, Bochum Vertrieh von Blindenarbeiten aller Art Verkaufsstelle: Rottetraße 26/ Telephon 63513 Die Vereinsanschriften sind folgende: 1. Vorsitzender: Winkler, Bochum. Humboldtstr. 33. Nut 663 68(Bock), Klavier= stimmer: 1. Kassierer Hamblock, Bochum, Rottstr. 12: 1. Schriftführerin Frl. Hermann, Bochum, Hattinger Straße 75. Es wird gebeien, nachstebende Handwerker mit Aufträgen zu bedenken: Korbslechter: Heinr. Thubeauwille, Bochum, Roonstr. 75: Konrad Obach, Altenbochum, Zeche Karoline 32a: Alovs Fucken Altenbochum, Altenbochumer Straße 70. Telephon Nr. 65427. Stublflechter: Karl Gottschalk, Bochum, Kronpxinzenstr. 12: Paga, Bochum. Elsaßstr. 17: Hoffmann, Hattinger Straße 198a: Frl. Schulte, Bochum. Maverstr. S: Hamblock, Bochum, Rortstr. 12: Lischewstl. Bochum, Rottmannstr. 13. Handarbeiterinnen: Frl. Keller, Bochum. Babnhofstr. 11: Frl. Koch Bochum, Alleestr. 108a. MaschinenKostümstickerin G. Deis, Von=der=ReckeStraße 100a. Waschsamt bedruckt, kleine bessins..# Meter E Wollfantasie reine Wolle, für das praktische Kleid Meter E Woll-Veloutine 130 cm breit, reine Wolle, der beliebte einf. Kleiderstoff, in blau, grön u. rot, Mtr. Mantelstoff 140cmbr., Herbst. neuheit., moderne Farben Meter Täglich Neueingänge in modernen Stoffen für den Uebergang! M K Aus Westsalen und Staatsminister a. D. Hoff 80 Jahre alt wp Münster, 23. Augut. Der Leiter des preußischen Staatswesens in der schwersten Zeit unseres Staates, als es galt, die Truppen aus dem Weltkriege wieder heimzuführen und die Eisenbahn vor dem Zusammenbruch zu bewahren, Staatsminister a. D. Wilhelm Hoff, feierte gestern in voller Rüstigkeit seinen 80. Geburtstag. Im Jahre 1852 in Hirschberg(Kr. Arnsbera) geboren, besuchte er das Gymnasium zu Paderborn bis zur Primareife und wandte sich dann dem Eisenbahndienste zu, in dem seine großen Fähigkeiten voll zur Entfaltung kamen u. a. bei der großen Eisenbahn= verwaltungsreform im Jahre 1895, Schaffung der preußisch=bessischen Eisenbahngemeinschaft, Gründung des Eisenbahn=Töchterheims wie auch des Verkehrs= und Baumuseums usw. Auch auf dem Gebiete der Eisenbahnliteratur war Hoff bahnbrechend. Ein Bruder Hoffs ist in Meschede als Kaufmann und Inhaber der Sauerländischen Beerenverwertungsgesellschaft ansässig. Der Reichspräsident schickte dem verdienten Manne seine Glückwünsche in einem Handschreiben, und Generaldirektor Dorpmüller ließ die Büste Hoffs im Verkehrsund Baumuseum aufstellen. Gladbecks Haushaltsplan O Gladbeck, 23. August. In der Stadtverordnetensitzung am Donnerstag wurde der 12 Millionen Etat mit großer Mehrheit angenommen. Das Defizit des Vorjahres beläuft sich auf 1 866 000 RM., das neue auf 2360000 RM.; der Zuschußbedarf wurde auf 6 285 000 RM. festgesetzt. Zur Abdeckung des Fehlbetrages von insgesamt über 4 Millionen RM. wurde die Steuerumlage, die u. a. 2 800 Prozent Lohnsummensteuer und 100 Prozent(entgegen dem Verwaltungsantrag 200 Prozent) Zuschlag zum Landessatz der Bürgersteuer vorsieht, angenommen, so daß 1813000 RM. an Real= und Bürgersteuer vereinnahmt werden können. Zur teilweisen Deckung des Defizits sollen kurzfristige Anleihen hereingenommen werden. Kein Konkurs des Deutsch-Evangelischen Volksbundes O Mülheim=Ruhr, 23. August. Die Zeitungsmeldung, wonach im Zusammenhang mit dem Zusammenbruch des Devaheim=Konzerns der Deutsche Evangelische Volksbund für öffentliche Mission des Christentums e.., Sitz Wuppertal=Barmen, in Konkurs geraten sei, entspricht nicht den Tatsachen. In Konkurs geraten ist lediglich die zum Devaheim=Konzern gehörige Baugenossenschaft in Mülheim=Ruhr, die allerdings den Namen des Deutschen Evangelischen Volksbundes führte, im Uebrigen aber weder in rechtlicher, finanzieller und moralischer Beziehung unter dem Einfluß des Deutschen Evangelischen Volksbundes stand. Gegen den Urheber der Falschmeldung wird von seiten des Deutschen Evangelischen Volksbundes mit aller Schärfe vorgegangen werden. Rückstufung von Kommunalbeamten tt Neuß, 23. August. Die Neußer Stadtverwaltung hat beschlossen, durch einen Stadtverordnetenbeschluß eine Rückführung sämtlicher städtischer Beamtengehälter auf ein angemessenes und erträgliches Maß herbeizuführen, von dem Gesichtspunkt ausgehend, daß da, wo nichts mehr zu holen sei, schließlich auch der Beamte sein Recht verloren habe. In gleicher Weise hat sich jetzt der Kreisausschuß des Landkreises Grevenbroich=Neuß unter Vorsitz des früheren Düsseldorfer Landrats Dr. v. Chamier zu dem gleichen Schritt entschlossen. Dem Landbürgermeister billigt der Kreisausschuß ein Gehalt zwischen 4800 RM.(Anfangsgehalt) und 7000 RM.,(Höchstgehalt, erreicht nach 12 Jahren) zu, wozu dann noch ein Wohnungsgeld von 792 bzw. nach sechs Jahren von 1080 RM. in Ortsklasse B und 648 bzw. 864 RM. in Ortsklasse C sowie eine nicht pensionsfähige Dienstaufwandszulage käme. Der Gemeinderentmeister soll fortab erhalten ein Gehalt zwischen 2800 und 5000 RM.(nach 20 Jahren) mit einer nicht pensionsfähigen Zulage von 300 bis 500 RM. sowie einem Wohnungsgeld von 606 bzw. 792 RM. in Klasse B und 474 bzw. 648 RM. in Klasse C. Das gleiche Gehalt und Wohnungsgeld, jedoch ohne Zulage, bekäme der Gemeindeobersekretär. Für die Gemeindesekretäre sind vorgesehen 2000 bis 3500 RM.(nach 22 Jahren) mit 606 RM. Wohnungsgeld in Klasse B und 474 RM. in Klasse C bzw.(Gruppe 4d) ein Gehalt von 2800 bis 4200 RM. mit dem gleichen Wohnungsgeld wie der Gemeinderentmeister. Der Polizeihauptwachtmeister erhält 2000 bis 3000 RM.(nach 20 Jahren) und 606 RM. Wohnungsgeld in Ortsklasse B bzw. 474 RM. in Klasse C. Für Kinder wird ein besonderes Kindergeld von 10 RM. für das erste, 30 RM. für zwei, 55 RM. für drei, 80 RM. für vier Kinder usw. gezahlt. 12 Schwer-, 16 Leichiverletzte Schweres Kraftwagenunglück bei Bohwinkel * Wuppertal, 23. August. Ein mit einem Anhänger versehener Lastkraftwagen aus Viersen, der mit hundert Kommunisten besetzt war, die zu einem Sportund Kulturtag nach Wuppertal wollten, geriet Sonntag früh in Vohwinkel ins Schleudern. Der Anhänger stürzte um und wurde über hundert Meter weit mitgeschleift. Dabei wurden 12 Personen schwer und 16 leicht verletzt. 26 von den Verunglückten wurden in das Krankenhaus Wuppertal=Elberfeld eingeliefert. Kein Mord bei Köln * Köln, 23. Aug. Während zuerst die Untersuchungsbehörde im Falle Jakob Klein, der an einem Abhang zwischen Hermülheim und Frechen mit zertrümmerter Schädeldecke aufgefunden wurde, einen Mord als einwandfrei gegeben erachtete, hat die ärztliche Untersuchung der Leiche ein überraschendes gegenteiliges Ergebnis gezeitigt. Nach dem Gutachten liegt zweifellos ein Unglücksfall vor. Der Tote hatte eine außerordentlich dünne Schädeldecke, ist wahrscheinlich beim Erklettern der Böschung mit seinem Fahrrade, das er neben sich führte, gestürzt, auf den Kopf gefallen und hat sich dabei die Verletzungen am Kopfe zugezogen. Der verdächtige Nachtwächter konnte bei seiner Vernehmung ein einwandfreies Alibi erbringen. Er wurde daraufhin auf Das Soppeneden des Schapomannes Außerdienstlich Räuberspießgeselle und Banditenchef— Ein tolles Stück aus Köln * Köln, 23. August. In Köln ist am Dienstag ein Oberwachtmeister wegen des Verdachts der Beteiligung an zahlreichen Einbrüchen festgenommen worden. Schon seit nahezu einem Jahr konnten die Beamten des Kriminalkommissariats zur Aufklärung von Kraftwagenraub= und Kraftwagenberaubungsfällen nach mühevollen und umständlichen Forschungen nicht zur Festnahme gesuchter Verbrecher und zum Ausheben von Hehlernestern schreiten, weil immer im letzten Augenblick die Infragekommenden Kenntnis von den polizeilichen Maßnahmen bekommen haben mußten. Schließlich stellte man fest, daß ein schwerer Junge der Schwager des jetzt verhafteten Oberwachtmeisters ist. Ein eingeleitetes Ermittlungsverfahren brachte nichts Belastendes zu Tage. Nun wurde in der Nacht zum Sonntag in Koblenz ein Zigarrengeschäft von Einbrechern heimgesucht. Die Einbrecher waren in einem Kraftwagen vorgefahren, der unbeleuchtet war. Diese Beobachtung machte eine Dame aus einem Fenster des Nachbarhauses, und sie merkte sich zusammen mit ihrer Hausangestellten die Nummer des Wagens. Die Koblenzer Kriminalpolizei teilte der Kölner Kriminalpolizei die Nummer mit, und es stellte sich heraus, daß dieser Kraftwagen einem Kölner Verleiher gehörte. Dieser gab ohne weiteres Aufschluß, daß der in Frage kommende Oberwachtmeister diesen Wagen schon seit längerer Zeit immer wieder angeblich für wichtige berufliche Fahrten benötige, die, wie er sagte, unter das Berufsgeheimnis fallen, und über die keine Auskunft gegeben werden dürfte. Man rief daraufhin den Oberwachtmeister zum Polizeirevier, wo ihm sein Hauptmann die Beteiligung an den Bandendiebstählen auf den Kopf zusagte und ihn der Kriminalpolizei übergab. „Beweise, bitte...“ war die Antwort des Festgenommenen. Man glaubt annehmen zu dürfen, daß dieser Oberwachtmeister als Bandenchef bei Einbrüchen mitgewirkt hat, die in Köln, Bonn, Koblenz, Gräfrath, Wermelskirchen und Düsseldorf verübt worden sind. Die Art der Ausführung läßt dieselben Täter vermuten. Von diesen Verbrechern wurden auch in der Abwehr der Verfolgung Pistolen gebraucht. Nach den Hehlern und Mittätern wird gefahndet. Jetzt erklärt sich auch die Frechheit, mit der die Einbrüche in nächster Nähe des Polizeipräsidiums geschehen konnten, da der Oberwachtmeister ja genau über die Streifen unterrichtet war und die Verbrecher keine Ueberraschung zu befürchten hatten. Zwei weitere Verhaftungen * Köln, 23. August. Zu der Aufsehen erregenden Verhaftung eines Oberwachtmeisters der Kölner Schutzpolizei, der in dem dringenden Verdacht steht, Anführer einer berüchtigten Diebesbande zu sein, erfahren wir noch, daß die Polizei inzwischen zwei weitere Personen verhaftet hat, die ebenfalls zu der Diebesbande gehören. Der Oberwachtmeister hat bisher noch kein Geständnis abgelegt und bestreitet nach wie vor, mit einer Diebesbande in Verbindung zu stehen. Soweit bekannt wird, soll die Polizei aber schon ein ziemlich umfangreiches Beweismaterial gesammelt haben, und es ist nicht ausgeschlossen, daß die Aufdeckung der Straftaten der Diebesbande bemerkenswerte Enthüllungen bringen wird. freien Fuß gesetzt. Damit dürfte die anfänglich heimnisvolle Angelegenheit eine ganz natürliche gefunden haben. 89/1ng Das Rheinmuseum am Deutschen Ed tt Koblenz, 23. Aug. Wohl nur einem kleinen Tei der Bewohner unserer Provinz wird bekannt sein. dicht bei dem weltbekannten Nationaldenkmal am Deu. schen Eck in Koblenz das sehr sehenswerte Rheinmuseun liegt, das in ganz ausgezeichneter Weise die Aufggberfüllt, über Werden und Geschichte des deutschesten aller deutschen Ströme zu unterrichten. Es ist das einer privaten Vereinigung, der außer vielen Deutschen auch zahlreiche Schweizer und Holländer angehören Vorsitzender dieser Vereinigung ist der jeweilige Ober. präsident der Rheinprovinz. Von„Rheinfreundenim Juli 1912 begründet, hat dieses Museum seine Aufgabe, die Geschichte des Rheins anschaulich darzu, stellen, trotz Weltkrieg, Revolution, Inflation und Ruhr, kampf in zäher Arbeit unter der zielbewußten Leitung seines Direktors und geschäftsführenden Vorstandsmitglieder, Landgerichtsrats a. D. Dr. Wilhelm Spies erfüllt. Das geht vor allem auch daraus hervor, das die soeben erschienene Jahrhundertausgabe von Baedekers„Rheinlanden“ das Rheinmuseum mit einem Stern kennzeichnet, eine Auszeichnung, der sich in Koblen sonst nur noch das herrliche Bauwerk der St. Castorkirche rühmen kannn. Maria Laach wird wiederhergestellt 0 Koblenz, 23. August. Die im Jahre 1156 geweihte Kirche des Klosters Maria Laach weist seit längerer Zeit Spuren des Verfalls auf. Eine Untersuchung des Bauwerkes, die sich besonders auf die statischen Verhältnisse bezog, und die von Professor Dr. Rüth in Wiesbaden und dem Architekten Martin Weber in Frankfurt a. M. vorgenommen wurde, zeigte schwere bauliche Schädigungen, die auf Witterungseinflüsse zurückzuführen sind. Das alte Kupferdach wurde auf Befehl Napoleons I. abgedeckt und später unter Friedrich Wilhelm IV durch ein anderes Dach ersetzt, das aber schlecht gearbeitet war und das Wasser sowie die Feuchtigkeit des Nebels durchließ. Dadurch bildete sich am Holzwerk und an den Dachfüßen eine starke Fäulnis, die jetzt sofortige umfassende Reparatur notwendig macht. Die Auffassung vertritt auch der Bezirkskonservator und der Landeskonservator Professor Hiecke(Berlin), der Mittel der Regierung für die ziemlich umfangreichen Restaurationsarbeiten zusagte. Mit der Ausführung der Arbeiten wurde der Kirchenbauer Martin Weber in Frankfurt betraut. Die Arbeiten werden nach Maßgabe der vorhandenen Mittel etappenweist durchgeführt. Kleine Provinz-Rundschau Ausbruch des schüttet. Bartholomäus= Tötung zahlrei Der Dichter Er gest.(geb. 171 Der Poliniker münde gest.(6 Friedensschluß Bochumer un ( Stala=Operette ###herzahl spricht für geer, der mit seinen Vater mit dem E ## Gastspiel läuft # August. Im La #ne Karten zu mäs („Morgen(Dien Ans Städtische Orch abends, unter [ Die dreifache Bürgersteuer für Duisburg=Hanborn angeordnet. Der Regierungspräsident von Düsseldorf hat durch Verfügung vom 11. Juli für DuisburgHamborn zum Ausgleich des städtischen Haushaltes einen Zuschlag von 200 Prozent zu der durch die Stadtverordneten=Versammlung am 16. Mai 1931 eingeführten Bürgersteuer angeordnet. Diesen Beschluß hat der Bezirksausschuß in Düsseldorf mit Zustimmung des Oberpräsidenten der Rheinprovinz genehmigt. □ Entlassungsantrag für 400 Arbeiter bei Bemberg. Die I. P. Bemberg AG. in Wuppertal hat bei der Regierung Antrag auf Entlassung von etwa 400 Arbeitern gestellt. Die Maßnahme dürfte Anfang September zur Durchführung kommen. □ Zwei Knappen tödlich verunglückt. Auf der Schachtanlage 6 der Ver. Stahlwerke in Stoppenberg wurden am Donnerstag morgen zwei Bergleute durch herabfallende Gesteinsmassen getötet. □ Tod infolge Pilzvergiftung. Nach dem Genuß von Pilzen starb unter Vergiftungserscheinungen der Invalide Richard Rose aus der Grenzstraße in Lünen. Die Leiche wurde einstweilen polizeilich beschlagnahmt. ##. abenos, ##mann auf der grt. Die Ver sonzert. Die Veran rrng A/6. 85 Poilerung statt. ) Waldbühne ###abend anläßlich #rektors Hanns Lu aggen= und Blum iktige Schauspiel nsweg einer schwer Verstellung, beginnt ## Uhr geoffnet. De uur 10 Pfennig. 91 Penstag=Nummer. # die vierte Ferie ###rden der Jugend ##der von Görner, geider von Görner. D(.) Sängerverein #ommerkonzerte der ##ere musitalische T antwortung durch Isamen Höhepun #mr. Stute führte ###tonzerte mit vollig ##der, Chöre a cap ###eter) durch.. Dre ##eale des Stäotisch ##ch von 1400—2300. Vin„Wiener Abend endtzark, Pockum #ranstaltele, bewies ###mer noch große 2 =) Quartett=Vei An diesem Jahre an #en kann, untern ###ngliedern eine gener, der drei Abe um Lesten der.. i„Tauerländisg Am duziplinierte Ct Achrer Hans Pütz ei #chte Darbietung “ von Johann #mer ihrer vorzügl nskultur und er ##ooner Abend unter schlenrestaurant. nützt das Geld Dir in der Truhe? Köstritzer Schwarzbier kauf'. Das bringt Dir Nervenruhe Schon ein einziges Inserat im Bochumer Anzeiger kann Sie hundert Kunden kosten, wenn Sie seinen Anzeigenteil untätig Ihrer Konkurrenz überlassen. Prels-Asbad! 22karät. Goldkronen von Mk. 15,- an Mk. 15.Mk. 2,pro Brückenglied Zahn am Gebiß komplettes Ober- oder Unterstück(14zahnig) Kautschuk-Reparatur (Bruch am Gebiß) Erledigung bei rechtzeitiger Einlieferung innerhalb 4 Stunden# Gewissenhafte Ausführung v. Zahnersatz bei Verwendung nur guter Matertallen zu konkurrenzlos niedrig. Preisen. Mk. 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Die täglich steigende Beverzahl spricht für die Beliebtheit des Komiters„Rolf der mit seinem selbstverfaßten Schwank„Wenn A Later mit dem Sohne" wahre Lachstürme entfesselt. ### Gastspiel läuft noch bis einschließlich Sonntag, #. August. Im Laufe der Woche werden noch sämtKarten zu mäßigen Preisen eingelöst. V(s Morgen(Dienstag) Abendkonzert im Stadtpark. Städtische Orchester veranstaltet morgen, 25. Aumust, abends, unter Leitung von. Konzertmeisteg„ugt #imann auf der Terrasse im Stadtpart ein #zert. Die Veranstaltung findet nur bei günstiger # Waldbühne Höntrop. Am Mittwoch findet ein „zahand anläßlich des silbernen Bühneniubiläums des ##rettors Hanns Luers statt., Die Waldbuhne wird im maegen; und Blumenzschmuck prangen. Es geht das sreiaktige Schauspiel„Der Dornenweg“ oder„Der Leiiensweg einer schwer geprüften Rutter in Szene: Die Pirtellung, begingg ug e, Le zr ab # 9 Uhr geöffnet. Der Eintrittspreis beträgt wie immer uur 70 Pfennig. Alles weiteressagt die Anzeige in der venstag=Nummer. Am Donnerstag um 16.30 Uhr finbei die vierte Ferienvorstellung statt. Zwei Märchen nerden der Jugend geboten;„Die Wahrheit siegt“, dre ##der von Görner, und„Prinz und Bettlerin“, fünf #ider von Görner. Berichte (.) Sängervereinigung Bochum. Die diesjährigen #ere utiuikalische Paangerve nigung haben, was die Stadltell Gerthe Kinderfest. Der katholische Mütter= und Elisabeth= verein veranstaltete für die Kinder der Gemeinde im Vereinshausgarten ein Kinderfest, zu dem sich die Kinder mit ihren Eltern recht zahlreich eingefunden hatten. Den Abschluß des Festes bildete ein Fackelzug im abendlichen Dunkel. ko Brieftaubensport. Die Brieftaubenzüchter= und Reisevereinigung Bochum=Gerthe schickte zu dem Wettflug für Jungtiere ab Gütersloh(88 Kilometer) 2298 Brieftauben um 460 Preise. Der Auflaß erfolgte um 7 Uhr bei südwestlichem Winde. Die erste Preistaube erreichte den heimatlichen Schlag um 8,70,6 Uhr in Harpen, Guse„Laßt uns reisen". a0 Stadttell Hiltrop Im Silberkranze. Am Sonntag feierten die Eheleute Joseph Volkhausen, Hiltrop=Bergen, Bergener Straße, das Fest der silbernen Hochzeit. ko, Aus der katholischen Gemeinde Hiltrop=Bergen. Der katholische Jungmännerverein Hiltrop=Bergen hielt im Lokale Punge seine Monatsversammlung ab, in der Herr Winkelmann von der Bezirksleitung in Bochum einen Vortrag über den Verbandstag in Trier hielt.— An einer Ferienwanderung nach Heidhausen bei Werden beteiligten sich fast 200 Kinder. Eine weitere Freude der Kinder war das Fest im Wald in der Grume, das im abendlichen Dunkel mit einem imposanten Fackelzuge beim lodernden Feuer auf dem Kirchplatze beschlossen wurde. ko 87 leg im Jahr für jeden Industriegebietsbewohner Untsel=Velbraach anGemase und Deft Der Nahrungsmittelbedarf des niederrheinisch=westfälischen Industriegebiets und seine Deckung Von Landwirtschaftsrat Dr. Siemon, Diplomlandwirt, Essen, und Diplomvolkswirt Dr. Stier, Düsseldorf. In„Rhein und Ruhr“ veröffentlichen Land= beträgt etwa 10 v. H. der gesamten landwirtschaftlich wirtschaftsrat Dr. Siemon und Diplomvolkswirt genutzten Fläche einschließlich Gartenland im niederLüsseldorf) Angaben, über den Ge rheinisch=westfälischen Industriegebiet.„Bemerkenswert Zuspruch immer größer. Die Lesehalle in der Mozartstraße weist einen immer stärker werdenden Besuch auf. Insbesondere ist es die erwerbslose Jugend, die ihre Freizeit für Bildungszwecke verwendet. Unsere Zeitung liegt ebenfalls auf und wird gern gelesen. Wunschenswert wäre, wenn in den Stadtteiten Eickel, Röhlinghausen und Holsterhausen ähnliche Einrichtungen vorhanden wären, denn die Anteilnahme aus diesen genannten Stadtteilen ist groß.„„ Eine neuartige Orgel. Im Gemeindehaus WanneSüd ist man seit Wochen mit den Arbeiten für den Einbau einer neuen Orgel im Lazge. unziese Orgel wird von einer Tonkammer unsichtvar umgeher gger; den. Sie wird auf dem Dachboden üver den### zu stehen kommen und gleichzeitig von zwei Spieltischen aus von dem Haupt= und Nevensaale bedient werden. Zu dieser Umstellung wird nur ein Umstellen des Tonkanals notwendig sein. Vor einigen Wochen begann man mit den ersten Arbeiten zur Frrichtung der Tonkammer. Diese ist nun fertiggesteut. Fur einige Zeit muß sie der Austrocknung überlassen werden. Die Orgel selbst soll im Laufe des Oktobers eingebaut werden. Die Unkosten belaufen sich auf insgesamt 12000 Mark, die man aus dem Reservefond der Kirchengemeinde 9— Lebend geborgen. Der auf der Zeche„Shamrock“ verschüttete Bergmann N. konnte— entgegen der Samstagsmeldung— nach mühevoller Arbeit doch lebend gevorgen werden. Er hat verhältnismäßig nur geringe Dr., Stier(Düsseldorf) Angaben, über den Ge muse= und Obstverbrauch des Industriebezirks aus denen wir folgendes entnehmen: ist in diesem Zusammenhange die starke der Frühgemüsekultuxen in den Erwerbsgartenbaubetr Weit bedeutungsvoller als die Getreideversorgung ben. Vouständige Angaben hierüber sind zwar ni ### Industriebezirks mit Gemüse vorhanden jedoch soll nicht unermähnt bleiben. borge Verletzungen davongetragen. 16 G1gst wurd. Telephondraht gestohlen. Am 18. August gestellt, daß an der Eisenbahnstrecke, Güterstrecke, Wanne=Eickel=Kray in einer Länge von etwa 300 Meter etwa 1200 Meter Telephondraht entwendet worden war. Wann der Diebstahl ausgeführt wurde, kann nicht genau angegeben werden., 43s1, an der Wieder Einbrüche in Lebensmittelgeschafte. In der Nacht zum Tonnerstag wurden aus einem Lebensmittelgeschäft in der Hindenburgstraße durch Einbruch Jemerkenswert 9 Pfund Butter, 20 Pfund Margarine, 50 Pfund Zucker, emertenswert, Neutel Mehl;: 5 Pfund, 100 Eier,7 Pfund, Speck, Ausdehnung 3 Pfund fetten Speck, 5 Pfund Bückinge, 15 Glas rtenbaubetrie= Marmelade je 1 Pfund, 20 Stück Toilettenseife. 15 Pazwar nicht kete, Persil, 8 Pakete Mandarinen, 8 Pfund Pfirsiche, ionzerte mit völlig verschiedenen Programmen. lcher, Chöre a apellg und vier Chorwergmit Orr durch ei bongerte, fanden,#. cuen,„im galge des„Städtischen Saalbaugs, statt, hei einem Be###hvon 1400—2300.„Ein gewaltiger, Ertuug!.„Die bei##„Wiener Abende“, die die Sängervereinigung im sadtpark Bockum vor jedesmal über 1000 Besuchern #rranstaltete, bewiesen, die auch heute exfreulicherweise #mer noch große Begeisterung für den Männergesang. I(=) Quartett=Verein„Melodia“ e. V. Bochum, der diesem Jahre auf sein, 20jähriges„Bestehen zurück#en kann, unternahm bei schonstem Wetter mit seinen #gliedern eine dreitägige Sauerlandswanderung. ener der drei Ahende. purde mit einem, Sgtaltonzert am Pesten der Jugendherberge, Agiteen ausgefült. e„Sauerländische Zeitung“ schreibt hierüber:„Der ist die Belieferung des Inbustrieoezirte mit Gemuse, vorganden, jedoch soll nicht unerwähnt bleiben, daß z. 15 Tafeln Schofglgzez,4 Brote par giichi, mit der AufObst und Hülsenfrüchten. Es wurde bereits in einem B. im Regierungsbezirk Düsseldorf die Fläche der satiFergzper, pizg Repk Inhalt und 10 Pfund Weinfrüheren Aufsatz erwähnt, daß der Verbrauch dieser Elaskulturen Produkte gerade in den Großstädten eine besondere Rolle spielt. Ohne Bedenken kann auf Grund eingehender Beobachtungen gesagt werden, daß der Gemüseverbrauch in den Städten des Industriegebietes ein viel größerer ist als in anderen deutschen Großstädten. Begünstigt wird dieser Umstand durch den beachtlichen Gemüseanbau im Bezirk selbst sowie durch die Nähe des gemüseanbauenden Rheinlandes, Westfalens und der Niederlande. Bei der Untersuchung des Umfanges von Anbau und Verbrauch von Gemüse und Obst ergeben sich im Gegensatz zur Ersassung der Getreideversorgung ungeahnte Schwierigkeiten. Das Fehlen statistischer Unterlagen ist die Hauptursache dafür, daß eine genaue Erfassung der deutschen Gemüseerzeugung sich so schwierig gestaltet. Vor allem darf nicht übersehen werden, daß in den Klein= und Hausgärten, die während der letzten Jahre besonders im Industriebezirk, einen gewaltigen Umfang angenommen haben, ebenfalls beträchtliche, überhaupt nicht erfaßte von 56 000 Quadratmeter im Jahre 1926 auf 210 000 Quadratmeter im Jahre 1929 vergrößert wurde. Der Gesamtertrag, der an Gemüse und Obst im Industriegebiet selbst jährlich etwa gewonnen wird, beläuft sich unter Zugrundelegung der Ernteflächen auf folgende Höhe: Ertrag Art d. Nutz.=Fläche Ges.=Fläche vom ha im ganzen Gartenland 24176 ha 40 dz 967040 dz Feldm. Bestellung u. Erwerbsgärtnereien 3 855 ha 221 dz 851 9550 Obstanlag. a. d. Felde 641 hn 80 dz 51 280 dz trauben gestohlen. Der Wert, der gestohlenen Ware beträgt ungefähr 300 RM.— In der Nacht zum Freitag drangen bisher noch unbekannte Täter in die in der Heydstraße, Ecke Herner Straße, befindliche Trinkhalle ein und entwendeten für 8 RM. Kautabak sowie sechs angebrochene Kisten Zigarren und Zigarillos, ferner#### garetten und Zigarettenpapier. Stadtkreis Witten Ueberfall in der Abenddämmerung. Am Sonntag abend, gegen.30 Uhr, wurde auf dem Aufgang zum Hohenstein ein Ueberfall auf eine junge Dame verübt. Der die Dame begleitende Herr sprang dazwischen und fing den Schlag mit dem Arm auf. Dabei wurde ihm das Schlüsselbein zertrümmert und der Der Täter schlug dann auf den am 1. Irm ausgekugelt. Der Täter schlug dang gufede : i n s g e s a m t 1 8 7 0 2 7 5 d z B o d e n L i e g e n d e n n o c h w e i t e r e i n, o h n e d a ß s i c h d i e z a h l der Eigaperzeugung vor jährlich etwa 187 reichen Passanten darum kümmerten. Der Klubdiener Neben der Eigenerzeugung von jährlich erwa 1,84 deg Bochumer Ruderklubs sorgte später für die UeberMillionen Doppelzentner oder 187 000 Tonnen werden führung des Verletzten in das Marienhospital. Wie wir große Mengen an Obst und Gemüse mit der Bahn, Zu erfahren, handelt es sich bei dem Ueberfall um einen Schiff und auf der Landstraße herangeschafft. Als gemeinen Racheakt. Als Täter kommt ein früherer Be15., Sastersindisghe,.3stiurgn. schrzsfanie ider geife im oisziplinierte Cvor#sang unter Leitung von Musit chrer Hans Pütz eine Reihe feiner Volksweisen und als roßte Darbietung den Walzex„Rosen aus dem Süe #n“ von Johann Strauß. Die Sänger entwickelten mer ihrer vorzüglichen Leitung eine ansprechende ingskultur und ernteten starken Beifall. Es war ein icöner Abend unter dem Dach der alten Bäume vor dem schlenrestaurant. Der Besuch war recht gut.“ der Versuch gemnacht, das Ruhrgebiet angrenzenden Kreisen Mörs, Gelbern, die Gesamtproduktion an Gemüse und Obst Krefeld und München=Gladbach sowie aus Bielefeld und im Industriebezirk an Hand des amtlichen Materials Münster, während Obst vorwiegend aus den mittelrheiüber Anbauflächen und Umfang des Gartenlandes in nischen Gebieten, aus Hessen usw. angeliefert wird. Verbindung mit maßgebenden Ertragsschätzungen zu Empfangsüberschüsse von Gemüse und Obst in Tonnen. errechnen. Unter Hinzuzählung des Empfangsüber= 1013 schusses zu Schiff und Eisenbahn aus dem Inlande 1934 und zu Schiff, Eisenbahn und zur Landstraße aus dem! 1925 Auslande wird sodann der Gesamtverbrauch an Ge= 1956 müse und Obst ermittelt. Da die Landstraßenzufuhren, nach einzelnen Zollübergangsstellen getrennt, nicht verDa bei Gemüse und Obst ein lebhafter Landstraßenverkehr, im besonderen aus Holland und vom Mittelöffentlicht werden und bei der Verbindungsstelle der rhein, besteht, ist es notwendig, wenigstens die LandPreußischen Hauptlandwirtschaftskammer in Essen nur straßenzufuhren aus dem Auslande— über Landstrafür einzelne Jahre errechnet wurden, läßt sich keine ge= tenverkehr im Inlande gibt es noch keinerlei Anhaltsschlossene Entwicklungsreihe über den Empfangsüber Beszgt“.., zin aheziahen Diafe bitrugen im Jahre 1098 Radtteil Laer 25 Jahre Theater=Abteilung im Kriegerverein„Kaiser Wilhelm". Die Abteilung kann in diesem Jahre auf ühr 25jähriges Bestehen zurückblicken. Seit Bestehen gat sie jährlich mit einem größeren Stück an die Leffentlichkeit und hat dadurch den Bewohnern vom ##rtsteil Laer manchen genußreichen Abend bereitet. Lon den Gründern gehören noch 8 der Abteilung an. in Anbetracht der wirzschaftlichen Notlage nimmt die Abteilung in diesem Jahre von einer größeren Veranstaltung Abstand und verbindet ihre Jubelfeier mit der Feier des Hauptvereins am 4. Oktober. Sadtteil Werne Leben auf dem Schießstand. Der hiesige Bürgerschützenverein vereinigte am Sonntag vormittag aus allen Kompagnien seine Schützen auf dem Schießstand an der Vollmond. Die Werner Schützen veranstalten in nächsten Monat innerhalb ihrer vier Kompagnien ein großes Wanderpreisschießen, das sich in diesem Jahre zum dritten Male wiederholt. Die vierte Kompagnie it Titelverteidiger.„Beim Schießen am gestrigen Vorgittag sah man deutlich, daß alle Kompagnien in diesem Jahre mit gutem Können aufwarten werden. Konzert in den Schrebergärten. Der Schrebergareenverein„Familienwohl“ veranstaltete am Sonntag rachmittag in seinen vorbildlichen Anlagen an der Lütge beide ein Sommerkonzert, zu dem der Musikverein Hargn unter der Leitung von Mader die musikalischen Larbietungen bestritt. Die Besucherzahl kann als recht ansprechend bezeichnet werden. Die Maderschen Munier erfüllten die auf sie gesetzten Hoffnungen zu vollster Zufriedenheit. Radttell Langendreer Gewerkschaftsfest. In Langendreer und Werne wurde Samstag und Sonntag das diesjährige Gewerklegstsfest der Freien Gewerkschaften von Langendreer %% Verne der Zeit entsprechend im schlichten Rahmen eogehalten. Das Fest wurde durch den Festkommers i dem auf dem Gewerkschaftsplatz in Langenereer errichteten Zelt eingeleitet. Gegen 4 Uhr eröfflete die Fliegnersche Kapelle aus Witten die Vortrags've, die in ihrer weiteren Durchführung turnerische Larbietungen, Gesangvorträge der Vereinigten MännerEangvereine von Langendreer und Laer sowie vom genischten Chor Werne brachte. Konzertvorträge der KagE schlossen sich an und mit Tanz fand der Kommerswend seinen Ausklang. Den Höhepunkt der Veranstalung erreichte man am Sonntag mit der Kundgebung bu dem Marktplatz in Werne. Der Vorsitzende Mar18(Langendreer) hieß die auf dem Festplatz Erschieneden zu dem Fest herzlich willkommen, begründete kurz Feier dieses Tages, um dann einen Rückblick auf die und 3h9t skrise zu geben. Der gemischte Chor Werne die Vereinigten Männergesangvereine von Langenker und Laer sangen ein Lied, das zu der Festan###ache von Hermelskirchen(Essen), Mitglied „ Einheitsverbandes der Eisenbahner Deutschlands, dersuczte““: Der Redner ging auf die Notzeit ein und F# chte klar zu machen, daß das Gewerkschaftsfest seine Sichigzung in, eiger, schmeren. Zeit genau so get, wie! # derr., habe.„Nach. der Anzprace formierten lsich die 2an= und Verbände zu dem Festzug, der sich nach male zum Festzelt bewegte. Dort wurden aber##.„musikalische Darbietungen und turnerische Aufein Ende gegeben und nach frohem Tanz fand das Fest schlossene Entwicklungsreihe über den Empfangsüberschuß durch mehrere Jahre hindurch und damit über den Verbrauch in einem größeren Zeitabschnitt aufstellen, so daß man eine Zu= bzw. Abnahme des Verbrauches ausländischer Gartenbauerzeugnisse im Industriebezirk ersehen könnte. Um überhaupt ein brauchbares Ergebnis von Erzeugung und Verbrauch zu erhalten, läßt es sich nicht vermeiden, Gemüse und Obst zusammenzufassen. Die feldmäßige Bestellung von Gemüse ist im Industriegebiet im Verhältnis zur landwirtschaftlich genutzten Fläche äußerst gering. Sie konzentriert sich im wesentlichen um einige größere Städte, Daher mag eine Verminderung der Ziffer um 10 v. H. von denen Düsseldorf, Doxtmund und Lsepen m iSowogt bzw. 32000 Tonnen für eine Richtigstellung genügen. sesch ese. ec ech er echce punkte— einzuveziehen. Diese betrugen im Jahre 1928 25 973 Tonnen und im Jahre 1929 31 790 Tonnen. Die Zufuhren zur Landstraße zuzüglich der Ueberschüsse beliefen sich im Jahre 1928 auf 311 737 Tonnen 1929 auf 332 288 Tonnen im Durchschnitt 322000 Tonnen Diese Zahl stellt indessen nicht die genauen Zufuhgemeinen Racheatt. uls Tater kommt ein früherer kannter der Dame in Frage. Ennepe=Ruhrtreis 220 000=Volt=Leitung. Dem prächtigen Hattinger Stadtwald droht eine neue Gefahr. Neben der bereits durch den Wald gelegten 50000=Volt=Leitung soll in Kürze die 220 000=Volt=Leitung geleat werden, zu welchem Zwecke eine Schneise von 50 Meter Breite gelegt werden soll. Der Wald verliert dadurch an seiner Lieblichkeit. Stadttreis Castrop-Kauxe! Sittlichkeitsverbrecher festgenommen. Am 21 August, gegen. 15.30 Uhr, gelang es einem Landjägereibeamten im Stadtteil Schwerin, einen Mann auf frischer Tat festzunehmen, als er gegen den§ 176, Abs. 8 verstoßen hatte. Der Festgenommene wurde dem zuständigen Richter zugeführt. Es handelt sich um einen 60jährigen Mann aus Castrop=Rauxel. Stadttreis Herne Bedrohung mit einer Schußwaffe. Am 21. August, gegen 20 Uhr, wurden zwei Bergleute aus Herne festgenommen, als sie in einem Lokale im Verlaufe eines Streites den Wirt und die anwesenden Gäste mit der Pistole bedrohten. Die Waffe wurde beschlagnahmt. Die Täter sind zur Anzeige gebracht. Stadttreis Gelsenkirchen Familiendrama auf offener Straße. Am Samstag nachmittag spielte sich am Markt in GelObst und Gemüse dar, weil die Güterverkehrs= senkirchen vor zahlreichen Passanten ein blutiges Fain der gleichen Rubrik„Pflanzen“ miterfaßt. miciezdrama ab. Die ir der Marktstraße wohnende ren von statistik in der gleichen Rubrik de Schnteriecse Aisheircten uis gante dei Beishasl gegenüber 1924 um 10,5 v. H. und bei Kohlrüben um 42,7 v. H. In der Bodenbenutzungserhebung vom Jahre 1927 werden die Ernteflächen für die einzelnen Gemüsesorten unter der Bezeichnung„Gartengewächse in feldmäßiger Bestellung und Erwerbsgartenbaubetriebe“, erfaßt. Unter den Gemüsen sind aufgezählt: Speisebohnen, Kohlrüben, Mohrrüben als Gemüse, Weißkohl, Rotkohl, Wirsingkohl, Blumenkohl, andere Kohlarten, wie Rosenkohl usw., Salate, Gurken. grüne Erbsen, grüne Bohnen als Gemüse, Spargel, Zwiebeln, Sellerie. Tomaten, Spinat und Erdbeeren. Diese Erzeugnisse beanspruchen nach der gleichen Statistik im Industrie= bezirk 3855 Hektar. Dazu kommen 641 Hektar Obstanlagen. Außerdem wird in Haus= und Kleingärten ein überaus reger Gemüse= und Obstanbau betrieben. Die Fläche des Gartenlandes einschließlich Haus= und Kleingärten umfaßt im Industriegebiet im Durchschnitt der letzten Jahre 24176 Hektar. Dazu 3855 Hektar Feldgemüsebau und 641 Hektar Obstanlagen auf dem Felde. Rund 28600 Hektar sind also mehr oder weniger gärtnerisch genutzt. Die gärtnerisch genutzte Fläche etwa 289 800 Tonnen einen jährlichen Gesamtverbrauch an Obst und Gemüse im Industriegebiet von etwa 476 800 Tonnen, wovon 39,2 v. H. an Ort und Stelle erzeugt werden. Der Verbrauch an Gemüse und Obst beträgt nach der aufgestellten Rechnung auf den Kopf der Bevölkerung 87 Kilogramm. Allein im Bereich des Siedlungsverbandes Ruhrkohlenbezirk gibt es etwa 11 000 Hektar Kleingärten, eine Fläche, die durch die nicht zum Verband gehörigen, aber in vorliegender Arbeit mit einbezogenen, dichtbesiedelten Bezirke„DüsseldorfStadt und=Land und Wuppertal noch großer wird. Die Gesamtfläche der Kleingärten im Industriegebiet macht gegen 50 v.., also ungefähr die Hälfte des in der amtlichen landwirtschaftlichen Statistik erfaßten „Gartenlandes einschließlich Haus= und Kleingärten“ aus. Die andere Hälfte entfällt auf Hausgärten. Die errechnete Kopfverbrauchsziffer von 87 Kilogramm für Gemüse und Obst dürfte dem im allgemeinen sehr hohen Gemüsekonsum der westdeutschen Verbrauchergebiete entsprechen. mtterragt: Umiliendrama ab. Die in der Marktstraße wohnende Frau Handske, die von ihrem Mann getrennt lebt, wurde von diesem am alten Markt aufgelauert und nach kurzem Wortwechsel mit einem Dolchmesser niedergestochen. Die Frau trug schwere Verletzungen an Hals, Brust und Armen davon und wurde dem evangelischen Krankenhaus zugeführt. Sie wird kaum mit dem Leben davonkommen. Der Täter wurde von der Menge nach heftiger Gegenwehr der Polizei übergeben. Das Motiv der Tat ist in zerrütteten Familienverhältnissen zu suchen. Aus dem purhe sdiebstahl. In der Nacht zum 22. August brer„i“ ein Haus in der Kaiserstraße in Langendenmanisebrochen. Gestohlen,wurden ein grauer Da= sankgmitee ### gntel mit grauseidenem wutter, ferner drei weiße der pewahrten Leitung von ein blauer Arbeitskittel. Hovestadt. Stadtkreis Wattenscheid Bestätigte Wiederwahl. Der Schiedsmann Konrektor Hynen wurde am 21. Juli durch die hiesige Stadtversordnetenversammlung auf eine weitere dreijährige Amtsdauer, beginnend am 5. August 1931, für seinen bisherigen Bezirk(westlicher Teil der Altstadt und Wattenscheid=Leithe) wiedergewählt. Das Präsidium des Landgerichts Bochum hat die Wiederwahl bestätigt. Katholisch=Kirchliches. Wie in manchen anderen Pfarreien, so sollen auch in der Propsteikirche in Wattenscheid für das kommende Winterhalbjahr die religiös=wissenschaftlichen Konferenzvorträge eingeführt werden. Diese Vorträge werden an jedem zweiten Sonntag im Monat gehalten, und zwar durch Jesuitenpatres aus Düsseldorf. Der erste Vortrag ist am Sonntag, 13. September.— Die Kirchenvorstandswahlen sind vom Kirchenvorstand auf Mittwoch, 23. September, festgesetzt worden. Für die Hälfte der Kirchenvorstandsmitglieder ist in diesem Herbst die Wahlperiode abgelaufen.— Nach dem soeben veröffentlichten Jahresbericht der Missionsvereinigung katholischer Frauen und Jungfrauen Deutschlands über das letzte Geschäftsjahr steht die Wattenscheider Missionsgruppe innerhalb der Diözese Paderborn mit an erster Stelle. Sie konnte einen namhaften Betrag für die Diaspora= und Missionsseelsorge an das Diözesankomitee abführen. Die hiesige Ortsgruppe steht unter von Lehrerin i. R. Fräulein Mieterverein Höntrop. Geschäftsführer Paul referierte über die Westhilfe=Aktion und Ausgleich zwischen Alt= und Neubaumieten. Einstimmig wurde eine Entschließung angenommen. Anschließend gab der zweite Vorsitzende Stegemann einen Bericht von der in Günnigfeld stattgefundenen Generalversammlung, erläuterte den Geschäfts= und Kassenbericht der Geschäftsstelle, der sich im letzten Halbjahr um 285 RM. erhöht hat. et Männergesangverein 1880, Wattenscheid=Günnigfeld. Der Ausflug am vorletzten Sonntag mit 85 Teilnehmern führte ins Bergische Land zum befreundeten Männergesangverein„Bergischer Männerchor". Bei den gesanglichen Darbietungen ernteten die Wattenscheider Sänger, unter der bewährten Leitung des Chormeisters Aug. Koch, großen Beifall. 6 Stadttreis Wanne-Eicke! Mandatsniederlegung. Ein Mitglied der Zentrumsfraktion des Wanne=Eickeler Stadtparlaments, Kaufmann Adolf Störzel, hat sein Mandat niedergelegt. Ein Ersatzvorschlag ist noch nicht erfolgt. Wanne=Eickel— Stadt der Dahlien. Wohl in keinem Jahr war der Dahlienschmuck in den heimischen Stadtmauern so groß, wie 1931. Im„Sorgenfrei“ weist der Pächter V. nicht weniger als 150 Dahliensorten auf. Aehnliche Verhältnisse gibt es in der Paul=, Emscherstraße usw. Aus dem Gerichtssaal Zehn Jahre unschuldig im Zuchthaus § Münster, 23. August. Am 4. Juni 1921 wurde der Müllergeselle Lange vom Schwurgericht Paderborn zu lebenslänglicher Zuchthausstrafe verurteilt, weil nach Ansicht des Gerichtes durch Indizien hinreichend festgestellt worden war, daß Lange, der aus Lichtenau (Kr. Büren) stammt, seinen Bruder ermordet habe. Lange aber beteuerte unentwegt seine Unschuld, und er wie auch seine Schwester setzten sich unablässig für die Wiederaufnahme des Verfahrens ein. Zu einer Wiederaufnahme des Verfahrens ist es zwar bis jetzt noch nicht gekommen. Wohl aber haben laut„M..“ die Bemühungen das Ergebnis gehabt, daß das Begnadigungsgesuch der Strafanstaltsleitung auf Grund der guten Führung Langes genehmigt wurde. Freitag wurde Lange aus dem hiesigen Zuchthaus entlassen. Wie es heißt, will Lange jetzt selbst das Wiederaufnahmeverfahren seines Prozesses betreiben, damit ihm zu seiner Freiheit auch seine Ehre wieder voll und ganz hergestellt wird. Ein Bauschwindel-Prozeß s Düsseldorf, 23. Aug. Der 55jährige Rechtskonsulent Fobbe und der 49jährige, häufig vorbestrafte Maurerpolier Schüll hatten sich vor dem Schöffengericht wegen Betruges zu verantworten. Ihre Taten erstrecken sich auf das Gebiet des Bauschwindels und erinnern an den vor einem Jahre durchgeführten großen Gerresheimer Bauschwindelprozeß. Beide Angeklagten gründeten Ende 1929 ohne einen Pfennig Kapital eine Bausparkasse. Sie wollten ein riesiges Bauprojekt in Gerresheim zur Durchführung bringen. Den Architekten, Handwerkern und Baulustigen schwindelten sie vor, daß die Bausparkasse über ein Kapital von über 80000 Mark verfügte und daß das Grundstück, auf dem 180 Häuser errichtet werden sollten, so gut wie gekauft sei. Es fanden sich auch vier Architekten zur Ausarbeitung der Baupläne bereit. Sie warten aber heute noch auf ihr Honorar. Die Baulustigen sollten 4000 Mark anzahlen, während der Rest des Geldes zum Bau der Häuser durch Hypotheken aufgebracht werden sollte. Eine Reibe Baulustiger stellte auch Beträge, meist sauer ersparte Gelder, zur Verfügung. Auch diese sahen von dem Gelde nichts wieder und warten heute noch auf den Hausbau. Die Angeklagten wurden zu sieben bzw. acht Monaten Gefängnis verurteilt. Die heunge Nummer umsaßt 12 Belten ee Unser Bestreben, unsere Leistungen immer aufs Neue zu steigern, hat dazu geführt, daß wir unsere volkstümlichen Preislagen noch viel reichhaltiger gestalten können als dies sonst der Fall war. Tau-sen-de haben sich die Vorteile zunutze gemacht und sind zufrieden Sand-, Seite- u. SodaGarnitur .95 krättige CnmonSualist mit facbicher Gag: nierung...... Damenschthemd de Chiffon.90 Imit. 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