Ne. 189, 38. Jahrgang Freitag, den 14. Augusi 1931 Täglich außer Samstag 10Pf. Samstags mit illustr. Beilage 20 Pf. und— nezugspreis einschl. Botenlohn.40 Mk. monatlich, oder.20 Mk. halbmonatlich: Selbstabholer.10 Mk. bzw..05 Mk. Unsere Beilage„Die Bochumer Illustrierte“ tostet monatl. 20 Pf., die Funkbeilage„Hör mit mir“ kostet monatlich 30 Pf. Eülgem Anzeigenpreis: Für 1 Millimeter Höbe in 25 Millimeter Breite 10 Pf., im Reklameteil 50 Pf.(Besondere Anzeigenpreise nach aufliegendem Tarif.) Angebote von anderen Zeitungen und Vermittlern werden nicht befördert. Bei zwangsweiser Beitreibung der Anzeigengebühren durch Klage, bei Konkursverfahren usw. wird der bewilligte Nachlaß binfällig. Für die Aufnahme von Anzeigen an bestimmten Tagen und Plätzen, auch für durch Fernsprecher aufgegebene und abbestellte, sowie undeutlich geschriebene Aufträge wird keine Gewähr übernommen.— Schluß der Anzeigenannahme 4 Uhr nachmittags. .250, Unfall=Unterstützung bei tödlichem Unsall laut besonderen Bedingungen. Generurcyrigee für Bochum und umliegende Industriebezirke Redaktionsleitung: Dr. Paul Dierichs. Verantwortlich für Politik: i. V. Fritz Schmidt: für Kommunalpolitik u. Nachbargebiet: Adolf Peddinghaus: für Lokales: Hans Schulte: f. Handel: Fritz Schmidt: für Sport: Hans Schulte u. Paul Wegener: für Kunst u. Unterhalt.: Dr. Christian Gebring: für Briefkasten, Beilagen und den übrigen Textteil: B. Dr. Christlan Gehring: für den Anzeigenteil: F. W. Pempe. Sprechstunden d. Red.: 16—17 Uhr(auß. Samst.)— Druck u. Verlag Bochumer Anzeiger und General Anzeiger. Laupenmühlen& Dierichs, sämtlich in Bochum Berliner Redaktion: Michael Haupt, Berlin Si. 68, Zimmerstraße 28, Fernsprecher: Dönhoff 553 und Karlsborst 0340.— Für unverlangte Einsendungen übernimmt die Redaktion keine Haftpflicht. Zurücksendung ersolgt nur, wenn Rückporto beiliegt.— Redaktion und Geschattsstelle: Rathausplatz 8. Fernsprech=Anschlüsse Sammelnummer 645 51. Postscheckkonto Tortmund 1760. gen chen Nr. 24 BOCHUN rauchter schranz. gesugft. Gbteis a. a be t. d. Ste. w. Kleizu kauten Ung. m. Vr. SaarlandI Gig. 1. Klausner. Bochum, Brückstraße 54, Tel. 63835, kauft, hoge Preise Zahlenc, getragene Kleider und Schuhe. 1 Schlung! en Quelle + 10 Stück nur.60 peleler, 1# Stück nur.00 Stück nur.35 Pfund nur.28 die gestrige Sitzung der Reichsratsausschüsse Landerpeoient gegen Eine Keichsresden Der Reichskanzler sprach— Das Wirtschaftsprogramm des Kabinetts h Berlin, 13. August(Eig. Drahtber). Reichskanzler Dr. Brüning hat heute vor den zum Reich gelöst werde. Eine Gesamtlösung sei aber nur auf dem Wege gütlicher Verständigung möglich. Der Artikel des bayrischen Blattes ist aufschlußreich deutlich, wie stark der partikularistische Geist vereinigten Ausschüssen des Reichsrates gesprochen. Die und zeigt Eitung wurde für streng vertraulich erklärt, auch noch heute jenseits der historischen Mainlinie Platz Auch ein amtlicher Bericht wurde nicht herausgegehen. gegriffe ist um so bedauerlicher als es sich bei der Reichs= gegriffen hat. kanzlerrede um programmatische Erklärungen über das Regierungserweiterung und Reichsresorm Herbstprogramm des Kabinetts und um den Auftakt zur Reichsreform handelte. Die Sitzung glich einer Länderkonferenz, da viele Ministerpräsidenten der Länder persönlich vertreten waren, so u. a. der bayrische Ministerpräsident Dr. Held, der die Notlage der Länder ausführlich schilderte. Ueber die Sitzung erfahren wir: Reichskanzler Dr. Brüning ging in seiner Rede ausführlich auf die Geldkrise und ihre Ursachen ein. Er schilderte weiter die Stützungsmaßnahmen der Reichsregierung. In seinen Ausführungen hob er die Bedeutung der Kredite für den Mittelstand hervor und betonte, daß die Banken nicht immer die volkswirtschaftlichen Notberg geht, dann erweitert er die Basis nicht, sondern verengert sie. Er bringt auch nicht das Zentrum in die Ausnahmelage, nach Bedarf Mehrheitsbildungen nach rechts und links vorzunehmen, sondern er optiert für rechts und er wird sich aller Konsequenzen eines solchen Beschlusses bewußt sein müssen. Das muß mit Deutlichkeit ausgesprochen werden, in einem Augenblick, wo noch keine Entscheidung getroffen ist, wo aber doch offenbar Kräfte am Werke sind, die Brüning in eine sehr bedenkliche Politik hineintreiben wollen. Wir würden uns freuen, wenn unsere Befürchtungen grundlos wären, aber um sie zu zerstreuen, bedarf es einer einwandfreien Klarstellung des Sachverhalts und wir wiederholen noch einmal, die Sozialdemokratie hat ein Recht auf sie.“ Eine ganz besondere Bedeutung erhalten alle diese Kabinettsgespräche im Zusammenhang mit den vorliegenden Plänen über eine Reichsreform und eine Ver= Notverordnungen abl waltungszusammenlegung zwischen Reich kreisen das Gefühl und Preußen. Diese Zusammenlegung auf Grundlschafft. eines Staatsvertrages würde der Auftakt für die Reichsreform sein. Aber es ist kaum anzunehmen, daß die preußische Regierung, in der ja bisher immer noch der sozialdemokratische Einfluß vorherrschend ist, in einen solchen Staatsvertrag einwilligen würde, somit also ihre starke Position in Preußen aufgeben würde, ohne daß sie einen entsprechenden Einfluß im Reich gewinnen würde. Allein diese Betrachtungen müßten vielleicht den Kanzler schon von jeder Kabinettsumbildung im Augenblick abhalten. Wir sind mit einem größeren Teil der Parteien der Ansicht, daß im Augenblick weniger eine Kabinettsumbildung in der oder jener Form zur Debatte steht oder nur sogar dringlich erscheint, sondern daß es sich für das Kabinett nun darum handelt, schnellstens ein positives Programm aufzustellen, das die negative Seite der bisherigen Regierungspolitik durch Notverordnungen ablöst und in breiten Bevölkerungslef#ih', der Stabilität und Sicherheit h Berlin, 13. August.(Eig. Drahtber.) An die gestrige Zentrumssitzung, die mit dem amtlichen Bericht schloß, in dem sich das Zentrum Handlungsfreiheit vorbehielt, werden von den politischen Kreisen heute die verschiedensten Kommentare geknüpft. Eine bedeutsame Rolle spielt hierbei die auch von uns bereits mehrfach erwähnte kommende Aussprache zwischen dem Reichskanzler Dr. Brüning und dem Führer der Deutschnationalen Dr. Hugenberg. Man spricht davon, daß Hugenberg in seinem Gespräch mit dem Reichspräsidenten diesem eine Volksgemeinschaft vorgeschlagen habe. Das könnte zutreffen; denn auch die vendigkeiten erkannt hätten. In seinen allgemeinen Tage mit einer derartigen innerpolitischen und gropagierte den Gedanken eines Burgfriedens. politischen Ausführungen über die künftigen Maßnahmen forderte der Kanzler äußerste Sparsamkeit gegen uns sel und Klarheit vorgebrachten mit weiteren Einsparungen in großem Ausmaße gerechnet werden muß. Dr. Dietrich ergänzte die Ausführungen des Kanzlers. Er wies darauf hin, daß das Reich allein in 14 Tagen 230 Millionen Reichsmark an Steuern eingebüßt habe und daß diese Einbuße heute vielleicht eine Milliarde betragen würde; wenn nicht rechtzeitig gehandelt worden wäre. Infolge der von der Regierung getroffenen Naßnahmen sei es gelungen, die Zahlungsmittelkrise bis zum 7. August zu beseitigen. In der anschließenden Aussprache wurde namentlich die Finanzkrise der Länder und Gemeinden erörtert. Für die Länder sprach neben dem Vertreter Bayerns auch der Vertreter von Mecklenburg. Die Kommunalkrise behandelte Oberbürgermeister Dr. Menge(Hannover). Weiter wurde in der Aussprache das Problem der Bankaufsicht bebandelt. Dr. Brüning schloß die Beratungen mit einem Schlußwort. Genaue Einzelheiten über das Herbstprogramm wurden in der Sitzung der Reichsratsausschüsse anscheinend nicht mitgeteilt. Das war schon aus dem Grunde nicht möglich, weil das Kabinett überhaupt noch nicht endgültig dazu Stellung genommen hat. Eines der Hauptprobleme ist nach wie vor die Beseitigung der Hauszinssteuer Die Schwierigkeit besteht darin, eine entsprechende Quelle zu erschließen. Eine Erhöhung der Volk und Staat Immer zahlreicher und lauter werden die Stimmen derseuigen, die einen Weg suchen aus unserer bitteren Not. Es ist Pflicht jeder unvoreingenommenen Zeitung (im Rahmen der technischen Möglichkeiten) allen Rufern als Lautsprecher zu dienen, die mit sittlichem Ernst und ebrlichem Bemüben ihre Stimme erbeben, sei es als Kritiker der Gegenwart bzw. als Wegsucher oder Führer in eine schönere Zukunft. Bedeutungslos ist es dabei und nicht der Erwähnung wert, ob solche Ausführungen im ganzen oder einzelnen mit unserer Meinung übereinstimmen. Die nachsolgenden Ausführungen gingen uns schon vor etwa einer Woche zu. Die Redaktion. Burgfriedens.]. Der ständige Niedergang der deutschen„Wirtschaft Zentrum hat sich in seiner Mittwochsitzung über in den letzten Jahren, der in jüngster Zeit zu einer mit Hugenberg die Linge zu klären. An eine Einde. des Mi ktrauens burchziebt das deusche Volt. ziehung der Deutschnationalen in das Kabinett denkt Die erregten Proteste aus allen Kreisen des Volkes auch der Kanzler in diesem Augenhlick nicht, da jede gegen die neueren Maßnahmen edr Regierung zeigen, Strukturänderung des Kabinetts Schwierigkei= daß der gesunde Instinkt des Lebenwollegs, das, Frten von links hervorrufen würde. kennen der gegenwärtigen Lage, vergroßern hilft. Schon heute wendet sich der Führer der Sozial= Trotzdem hält die Regierung unbeirrt an einer eigendemokratischen Reichstagsfraktion Dr. Breitscheid tümlichen Kompromißpolitik fest, die i- einem„Vorwärts“=Arkikel zum Wort, nachdem keuchtet einen interessanten Einblick in Verhältnisse nur die Möglichkeit einer Rechtserweiterung der Regierung aufgetaucht ist. Am Schluß seiner Ausführungen sagt Dr. Breitscheid nicht ohne eine bestimmte Drohung gegen das Kabinett:„Wir können an sich den Wunsch Dr. Brünings, seine Regierungsbasis zu erweitern, begreifen. Aber wenn er den Weg zu Hugengibt, die eine Neuorientierung beziehungsweise Wiederbelebung der deutschen Wirtschaft nach gesundem Menschenverstand unterband. Die wilden Spekulationsjahre der Inflationszeit halfen dem deutschen Volke scheinbar über das Erkennen der Lage hinweg. Nach Beendigung der InflaEin großee Exnißren Vorschläge des Deutschen Städtelages zur Sanierung der Gemeinden Berlin, 13. August. Der Präsident des Deutschen Städtetages, Dr. Mulert, gab heute in einer Pressebesprechung einen Ueberblick über das vom Deutschen Städtetag vorgeschlagene Sanierungsprogramm. Dr. Mulert führte dabei u. a. aus, daß sich die Wirtschaftskrise durch ein Unsatzsteuer würde dieselben Schwierigkeiten erbringen, immer schnelleres Ansteigen der Fürsorgelasten und ein ba der Unsatz nicht so stark belastet werden kann, daß gzetziaf. Opellerges„Aniteigen, der. Fürforgelasten und badurch der Ausfall der Hauszinssteuer in Höhe von 1,3 Milliarden Reichsmark wettgemacht wird. Wie wir weiter hören, ist von den süddeutschen Ländern in der Aussprache gegen jede Aenderung der Reichsstruktur protestiert worden. Es soll von dieser Seite sogar mit der Möglichkeit gedroht worden sein, daß der Reichstag einberufen werden nüsse, falls die von der Reichsregierung geplante Reform durchgeführt werden sollte. Es handelt sich in der Hauptsache um Notmaßnahmen auf finanziellem Gebiet in der Verwaltung. Daß scharfe Proteste seitens der Länderregierungen erfolgt sind, geht wohl schon daraus hervor, daß Reichskanzler Dr. Brüning sich in seinem Schlußwort mit diesen Protesten auseinandersetzte. Die Reichsratsung hat also hochpolitische Bedeutung gehabt, woran such der Umstand nichts ändert, daß die Sitzung von den zuständigen Stellen sozusagen bagatellisiert wurde. Auf welch starken Widerstand schon die ersten Melbungen von einer bevorstehenden Reichsreform im südbeutschen Lager gestoßen sind, beweist ein Artikel des Bayrischen Kuriers“, der gegen einen Verwaltungsbisammenschluß zwischen Reich und Preußen scharf Stellung nimmt. Das Blatt sagt, die Herstellung einer olchen Verwaltungsgemeinschaft bedeute den Anfang der Siederherstellung jener Union zwischen Preußen und Reich, die durch die Weimarer Verfassung bewußt und in klarer Erkenntnis der Tragweite vollkommen end ausnahmlos durchgeschnitten worden sei. Das sei en Grundpfeiler der in Weimar getroffenen Verständigewesen. Ohne Verfassungsänderung Verwaltungsgemeinschaft nicht durchge#### werden. Die Angelegenheit gehe aber nicht nur #erbat. und das Reich an, sondern treffe das Gesamtswisch.n aller Länder zum Reich. Eine Regelung ### Preußen und dem Reich sei nur möglich, wenn breicher Zeit auch das Gesamtverhältnis der Länder Absinken der Einnahmen ausgewirkt habe. Die Gemeinden hätten in immer stärkerem Maße Einsparungen vorgenommen. Diese Einsparungen hätten im Jahre 1930 gegenüber dem Vorjahre etwa 400 Millionen Reichsmark, im Jahre 1931 gegenüber 1930 weiterhin rund 450 Millionen gebracht. Gleichwohl sei im Jahre 1930 ein restlicher Fehlbetrag von 420 Millionen Reichsmark verblieben. Für das laufende Jahr müsse der Fehlbetrag auf 800 Millionen Reichsmark beziffert werden. Der Fehlbetrag sei allein auf den Mehraufwand für die Wohlfahrtserwerbslosenfürsorge zurückzuführen. Die Notwendigkeit, den Fehlbetrag unter allen Umständen zu beseitigen, sei um so zwingender, als für den Rest des Haushaltsjahres eine weitere Verschlechterung der wirtschaftlichen Verhältnisse zu befürchten sei. Es sei unmöglich, die Fehlbeträge auch nur für einige Monate mit kurzfristigen Krediten zu überbrücken. Ein Aufgabenabbau wäre aber nur dann erträglich, wenn er nach einem wohlüberlegten Plan erfolge, so daß die Lebensnotwendigkeiten des Volkes nicht gefährdet würden. Voraussetzung hierfür bleibe ein einheitliches und von gleichen Gesichtspunkten getragenes Vorgehen auch in Reich und Ländern. Was Schule und Bildung anbetreffe, müsse das Ziel in der Volksschule eine vorübergehende weitere Erhöhung der Klassen=Frequenzen sein. Auch bei den übrigen Schularten seien entsprechende Maßnahmen notwendig. Auch in der Bauwirtschaft werde ein stärkerer Abbau folgen. Die Ueberweisung öffentlicher Mittel für den Wohnungsbau im bisherigen Ausmaß könne nicht mehr verantwortet werden. Was das Wohlfahrtswesen anbetreffe, ließe sich die Sonderstellung einzelner Fürsorgegruppen nicht mehr aufrecht erhalten; auch müßte alles Einkommen bei der Bemessung der Unterstützung berücksichtigt werden. Auf dem Gebiete des Gesundheitswesens müsse versucht werden, schwere Schädigungen bei dem Abbau zu vermeiden. Trotzdem werde man nicht ohne einschneidende Eingriffe auskommen können. Auch auf allen sonstigen Gebieten des Kommunalwesens würden die Gemeinden mit dem gleichen Abbauwillen vorgehen. Selbstverständlich müsse auch der allgemeine Verwaltungsaufwand„möglichst verringert werden. Diese Maßnahmen müßten aber zugleich auf einer Verwaltungreform basieren und könnten nur in Zusammenarbeit mit Reich und Ländern durchgeführt werden. Das finanzielle Ergebnis der Abbaumaßnahmen errechne der Vorstand des Deutschen Städtetages für den Rest des Haushaltsjahres 1931/32 für alle Gemeinden und Gemeindeverbände auf 250 bis 300 Millionen Mark. Da dieses Ergebnis aber zur Ausgleichung des Fehlbetrages nicht ausreiche, seien weitere Maßnahmen, vor allem des Reichs, erforderlich. Was die Frage eines weiteren Abbaues der Gehälter und Löhne anbetreffe, dürfe den Beamten kein weiteres Sonderopfer zugemutet werden; vielmehr müßten alle Gehalts= und Lohnempfänger durch Beiträge die Möglichkeit geben, die erwerbslos gewordenen Volksgenossen in Versicherung und Fürsorge zu erhalten. Gleichzeitig müsse eine starke Senkung des Niveaus der Lebenshaltungskosten gefordert werden. Reich und Länder müßten sich weiter an den Kosten der Arbeitslosigkeit beteiligen. Eine Reichshilfe von 80 bis 100 Millionen Mark sei erforderlich, um für den laufenden Monat die notwendigen Zahlungen, besonders die Unterstützungen für die nächsten Wochen, sicherzustellen. Besonders wichtig sei in diesem Zusammenhang die Behandlung der kurzfristigen Kredite der Gemeinden. Lohnkampf in den Gemeindebetrieben Berlin, 13. August. Der Reichsverband kommunaler und anderer öffentlicher Arbeitgeber=Verbände gibt in einer Erklärung sein Bedauern über das Scheitern der Verhandlungen mit den Gewerkschaften zwecks Verständigung über die Notverordnung vom 5. Juni(Entlohnung der Gemeindearbeiter) zum Ausdruck. Den Arbeitgeberverbänden, in denen die Gemeinden organisiert sind, heißt es in der Erklärung, ist deshalb im Interesse der Aufrechterhaltung der öffentlichen Finanzwirtschaft die Notwendigkeit aufgezwungen, die Angleichung der Löhne der Gemeindearbeiter an die der Reichsarbeiter gemäß der Notverordnung durch einseitige Maßnahmensicherzustellen.— Auch der Gesamtverband der kommunalen Arbeitnehmer Deutschlands stellt in einer Erklärung das Scheitern der Verhandlungen über die Gemeindearbeiterlöhne fest und macht auf die ernsten Folgen aufmerksam, die ein Lohnkampf in den Gemeindebetrieben hervorrufen könnte. tionszeit setzte eine gewaltige Hochkonjunktur in allen Wirtschaftszweigen ein, deren mannigfaltige Aufgaben unser Volk in einen besinnungslosen Schaffensrausch versinken ließ. Was war geschehen? Wie ließ sich dieser augenscheinliche Aufschwung der deutschen Wirtschaft, der einem Siegerstaate Ehre gemacht hätte, mit unserer Armut und großen Schuldenlast in Einklang bringen? Das zu verstehen, heißt das Bild einer jungen, an sich gesunden Staatsidee entwerfen, deren Verwirklichung in einem Nachkriegsdeutschland nur auf Kosten des deutschen Volksvermögens durchgesetzt werden konnte. Es waren nicht die schlechtesten Kräfte, die sich 1919 für den Wiederaufbau des Staates zur Verfügung stellten. Gläubig und hoffnungsvoll blickte die Mehrzahl des deutschen Volkes auf die junge Staatsleitung und— hier beginnt die Tragödie— der Staat verstand das deutsche Volk falsch. Er sah seine Mission in der Erfüllung hauptsächlich materieller Bedürfnisse ohne genügende Berücksichtigung des geistigen beziehungsweise des kulturellen Moments, daß ihr wie allem Neuen, ein Gradmesser überholter Zustände schien. Eine Sozialpolitik in diesem. Sinne, mußte mit ihren finanziellen Verpflichtungen zu einer Ueberspannung des Kreditwesens führen. Die einseitige Auslegung der marxistischen Idee, die Vernachlässigung ihres moralischen Plus', wurde dadurch zu einer Klassenidee verzerrt, deren trauriger Abklatsch eine Fürsorge der stofflichen Befriedigung wurde. „Die gewaltigen Summen der Beitragsgelder des arbeitenden Volkes, die in die sozialen Versicherungskassen flossen, wurden nicht etwa zu einer gesunden Kapitalsbildung verwandt, wie sie einem vermögenslosen Volke, um es widerstandsfähig zu machen, zukam, sondern man verzinste sie mit toten Bausteinen, d. h. man baute lustig drauflos. Wie Pilze schossen riesige Verwaltungsgebäude aus der Erde. Die Regierungen des Staates. der Länder und die kommunalen Verwaltungen überboten sich in großzügigen Anlagen von Musterschauen aller Art. Große Siedlungen entstanden, von einer Experimentierpolitik unterstützt, die einem vernünftigen Bauen nach gesunden, erprobten Ueberlieferungen Hohn sprachen und in ihrem Kunstbolschewismus nicht nur eine Gefahr für die heimatständige Baukunst wurde, sondern auch die Gelder der vom Volke aufgebrachten Hauszinssteuer in unverantwortlicher Weise verschwendete. Man berauschte sich an den neuen Aufgaben und eine immer kühnere Plantätigkeit der staatlichen Baustellen setzte ein und führte zu ihrer Realisierung. Ein gewaltiges Beamtenheer mußte für die Bewältigung neuer Aufgaben verpflichtet werden. Eine Gleichgewichtsverschiebung der arbeitenden Masse zu Gunsten des Staates war die Folge. Der Staat wuchs zur mächtigsten Wirtschaftsarganlatien, des Landes envor, der einen unübersehbaren Beamtenapparat Brot gab, weil er ihn brauchte?! Zunächst! Das Volk schien wohlhabend. Der unerhörte Aufschwung aller Wirtschaftszweige war aber auf Kosten der Substanz, in der Hauptsache des kleinen Mannes und des Arbeiters erfolgt. Die gewaltigen Tributabgaben an das Ausland, die Verzinsung der unvernünftigen Kapitalinvestierungen in den Sozialversicherungen, die Unterhaltungskosten eines überorganisierten Verwaltungsmonstrums, trieben den Staat in eine verhängnisvolle Kreditpolitik. Es ging dem Staate wie dem Manne, der sich ein Haus wünschte und es mit zu wenig Eigenkapital baute. Er wurde ein Opfer der Kapitalverzinsung. Der Staat mußte zu Hypotheken Zuflucht nehmen, die er sich zwangsläufig vom Ausland besorgte. Eine schwächliche Außenpolitik mußte die Folge sein. Ein gesunder nationalbewußter Geist mit Rücksicht auf die lieben Nachbarn unterbunden werden. Eine Steuerinflation wurde die ständige Begleiterin einer wachsenden Zinsknechtschaft, und richtete eine arme, aber durchaus gesunde Privatwirtschaft, ein tüchtiges Arbeitsvolk, unauffällig aber desto sicherer zu Grunde. Die riesigen Verpflichtungen zwangen zu Einschränkungen. Eine rücksichtslos durchgeführte Reform des aufgeblähten Verwaltungsapparates hätte die Privatwirtschaft noch retten können. Statt dessen erfolgte eine rigorose Arbeitseinschränkung, die sie weiter belastete und die Betriebe der öffentlichen Hand fast gänzlich zum Leerlauf verurteilte, da die Bearbeitung weiterer sozialer Aufgaben sich biologisch nicht mehr begründen ließ. Als die Erkenntnis von dem Mißverhältnis zwischen dem produktivarbeitenden Volke und dem des Staates endlich durchdrang, war es mit einem gründlichen Abbau bereits zu spät. Das Riesenheer der behördlichen Angestellten war durch seine Organisation eine Macht geworden, die parlamentarisch bewertet, sich gegen den Willen der Regierung zur Reform der VerPaltung erfeigerig en. 26 waltung erfolgreich durchzusetzen vermochte. Erst die jetzige Regierung kam reichlich spät auf den Gedanken, das Parlament auszuschalten. Die Ungerechtigkeiten der neuen Notverordnungen, die sinnlose Garantieübernahmen verkrachter Betriebe durch das Reich, die unentwegte Weiterführung der Verständigungs(Zugabe)-Politik, die mehr als kränklichen SelbsthilfeAktionen haben aber bewiesen, daß der Einfluß der öffentlichen Hand weiter reicht. Die Regierungen sind Sklaven ihrer Verwaltungskörper geworden, welche sich polypenartig der Arbeitsgebiete der Privatwirtschaft, zur Nutzung seiner Apparate bemächtigen. Der ursprünglich staatliche Aufgabenkreis, Ordner und Hüter der Belange einer Volksgemeinschaft zu sein, ist verzerrt. Der Staat ist ein Konkurrenzunternehmen der Privatwirtschaft geworden, der die Trümpfe der Macht in Händen hat, der aber in der Unpersönlichkeit seines Wollens jenem nicht gewachsen ist. Die Bilanzen mit ihren dauernden Zuschüssen beweisen es. Die Privatwirtschaft hilft sie erarbeiten. Die einseitige Belastung durch die zwangsläufigen Steuerveranlagungen mußten auch den letzten Funken Initiativgeist in unserm Unternehmertum ersticken. Das Vertrauen des Volkes zur Staatsleistung war erschüttert. Es fühlte instinktiv die Ungesetzlichkeit der gesetzlichen Maßnahmen. Wenn ein gewaltsames Auflehnen des Volkes gegen den Staat bisher unterblieb, so ist es darauf zuruckzuführen daß eine übertriebene soziale Fürsorge, das Persönlichkeitsgefühl des Einzelindividiums und dadurch auch seinen Verantwortungssinn dermaßen unterminiert hat, daß er zu einer gesunden Aktion nicht mehr die Kraft beziehungsweise den Gemeinschaftssinn aufbringen kann. Seine vielgepriesene Duldung ist Impotenz. Auch ein Moratorium wird seinen Zweck verfehlen, wenn es zur Sanierung eines durch und durch kranken Verwaltungssystems mißbraucht wird. Eine gründliche Selbsthilfe kann nur durch eine rücksichtslos Die Sondnal der Spaltassen Eine Darstellung des Instituts für Konjunkturforschung durchgeführte Reform des staatlichen Systems erfolgen. An Stelle des muffigen Ichgeistes der deutschen Amtsstuben muß der lebendige Gemeinschaftsgeist glanzvoller Epochen der deutschen Geschichte treten, der eines wirklichen Opfersinnes zum Gedeihen des Vaterlandes fähig ist. Sonst entsteht der Riß im Volk, der zum Bürgerkrieg und damit ins Chaos führt. In den bisherigen Handlungen der Regierungen, die eine Verständigungspolitik bis zur Selbstzerfleischung trieben, spiegelt sich wohl ein kümmerlicher Bereitschaftsgeist für die Erhaltung des Staatsapparates, nicht aber der sittliche Geist, der das Gesamtwohl des Staates mit seinen Untertanen erstrebt. Immer klarer schälen sich gegenwärtig aus dem sinnlosen Parteigeschwätz zwei Geistesstromungen heraus. Eine die den Staat bejaht und dafür von ihm unterhalten wird und eine die ihn verneint und die ihn deshalb unterhalten muß. Hie Volk, hie Staat. Nur eine neue Geisteswelle, die das deutsche Volk in ihrer Gesamtheit erfaßt, kann es aus dem Chaos retten, und zu einem Reformakt führen, der sich der wirklichen Zapfstellen Deutschlands bedient und dadurch eine Gesundung der inneren Verhältnisse auf eine, dem arbeitenden Volke weniger fühlbaren Art, erzwingen kann. Dieser Reformakt wird sich leichter durchführen lassen, als es die Theorie feststellen kann. Das deutsche Volk läßt sich gerne lenken, wenn es fühlt, daß hinter seiner Führung ein echt deutscher, d. h. sittlicher Ethos steht. Walter Reich(Bochum). Berlin, 13. August. Im Juni 1931 ist zum ersten Male seit der Stabilisierung der Einlagebestand bei den deutschen Sparkassen absolut zurückgegangen. Die Spareinlagen sanken um 152,2 Millionen RM. auf 11073,6 Millionen RM. Der kassenmäßige Ueberschuß der Auszahlungen über die Einzahlungen betrug sogar 166,8 Millionen RM. Die Einleger hoben um 228,6 Millionen RM. oder etwa die Hälfte mehr als im Juni 1930 bei den Sparkassen ab. Der Rückgang der Spareinlagen war im allgemeinen in den Großstädten und in den Industriegegenden bedeutend größer als in den vorwiegend landwirtschaftlichen Gebieten. Den größten Verlust an Einlagen hatte die Sparkasse der Stadt Berlin, ihr Bestand hat sich im Juni um 2,82 Prozent vermindert. Die Zahlungsstockung bei den Sparkassen ist, wie im Wochenbericht des Instituts für Konjunkturforschung ausgeführt wird, allein durch die ungenügende Zahlungsmittelversorgung der Wirtschaft und durch die Illiquidität der Kreditbanken, im besonderen der Girozentralen, herbeigeführt worden. Wäre die Versorgung mit baren Zahlungsmitteln nicht ins Stocken geraten und hätten die Kreditbanken nicht vorübergehend ihre Zahlungen einstellen müssen, so hätten allein der Kassenbestand und die innerhalb sieben Tagen fälligen Bankguthaben der Sparkassen ausgereicht, um rund 550 Millionen RM. Einlagen sofort zurückzuzahlen. Nach einiger Zeit hätten darüber hinaus die Sparkassen noch weitere 1260 Millionen RM. befristeter Bankguthaben flüssig machen können, ohne gaß es notwendig gewesen wäre, einen einzigen Kredit zu kündigen oder Wertpapiere zu verkaufen oder zu lombardieren. Durch Rediskontierung ihrer Effektenbestände zu nur 60 Prozent des Bilanzwertes hätten sich die Sparkassen sogar noch weitere 1,5 Milliarden RM. bare Mittel beschaffen können. 5. sofortige Liquidierung aller nicht aus einem Allgemeinbedürfnis unbedingt erforderlichen Betriebe der öffentlichen Hand, 6. Teilnahme der Fachorganisationen des selbständigen Mittelstandes an allen vorbereitenden Beratungen der für den Wiederaufbau unserer Wirtschaft und Finanzen erforderlichen Maßnahmen und dem von uns geforderten Wirtschaftsprogramm. Bülowplatz-Schießerei fordert ein drittes Opfer Weitere Kommunistenverhaftungen. „R. W..“ auf 14 Tage verbosen Essen, 13. August. Die„Rheinisch-Westfälische Zeitung“ ist durch Ba# fügung des Oberpräsidenten der Rheinprovinz für Tage, und zwar vom 12. bis 26. August, wegen em### Wahlinserates zum Volksentscherd,## boten worden. Der Verlag der„Rheinisch=Westfälische Zeitung" hat beim Reichsgericht Beschwerde geg## dieses Verbot eingelegt unter der Begründung,## von der Gegenseite viel schärfere Aufrufe und Stellung, nahmen verbreitet worden seien, ohne zu Zeitungsp## boten geführt zu Neue Verordnung über den Leoisenderiehe Forderungen des Mittelstandes Der Reichspräsident in Dietramszell Anerkennung für Brüning Berlin, 13. August. Das Reichskartell des selbständigen Mittelstandes veranstaltete heute im ehemaligen Herrenhaus eine stark besuchte Kundgebung zur gegenwärtigen Wirtschaftskrisis. Stadtrat Kockel(Magdeburg), Mitglied des Reichsrats, betonte, es müsse anerkannt werden, daß Reichskanzler Dr. Brüning und seine Regierung den energischen Versuch unternehmen, die Fehler einer früheren verfehlten Wirtschaftspolitik wieder gutzumachen. Nach den mit großem Beifall ausgenommenen Vorträgen wurde einstimmig eine Entschließung angenommen, in der von der Regierung gefordert wird: 1. dem Reichstag ein Ausführungsgesetz zum Artikel 164 der Reichsverfassung unverzüglich vorzulegen, 2. die Reichs= und Verwaltungsreform sofort durchzuführen, 3. Ablehnung aller Zwangs= und staatlichen wirtschaftsbestrebungen, 4. Förderung der Bankinstitute, die ihr Kreditkapital vornehmlich in Klein= und Mittelbetrieben anlegen, Berlin, 13. August. An den Folgen der Schußverletzungen, die er bei den Unruhen am vergangenen Sonntag am Bülowplatz davongetragen hatte, ist heute im Hedwigskrankenhaus der 55 Jahre alte Kaufmann Max Stern aus der Prenzlauer Straße gestorben. Die gerichtliche Obduktion der beiden bei den Unruhen am Sonntag auf dem Bülowplatz erschossenen Polizeioffiziere hat ergeben, daß beide von hinten erschossen worden sind. Hauptmann Anlauf hat zwei Schüsse erhalten, den einen in den Kopf links oberhalb des linken Ohres, den zweiten in die rechte Gesäßhälfte. Hauptmann Lenk hat einen Schuß in das rechte Schulterblatt erhalten. Die Kugel hat die Lunge zerrissen, die Luftröhre durchbohrt und ist links dicht neben der Achsel ausgetreten. Die Ermittlungen der politischen Polizei haben dazu geführt, daß weitere sieben Kommunisten, die Mitglieder des Kampfbundes gegen den Faschismus sind und im Verdacht stehen, an den in Berlin=Weißensee öffentlich zum Ausdruck gebrachten Bedrohungen gegen den Oberleutnant Becker, den Reviervorsteher des zuständigen Reviers, beteiligt zu sein, festgenommen und der Abteilung 1 A übergeben wurden. Berlin, 13. August. Eine Anzahl von Kommunisten, die am 9. August, anläßlich der Demonstration am Bülow=Platz festgenommen worden waren, wurden heute vom Schnellrichter im Berliner Polizeipräsidium zu Gefängnisstrafen bis zu drei Monaten verurteilt. Berlin, 18. August. Eine am 12. August erlassene Durchführungsverord. nung zur Verordnung über die Devisenbewirtschaftung 1 trifft folgende Regelung: § 1. Ueber Forderungen, die auf Reichsmark ode### Goldmark lauten und im Ausland oder im Saargeb## ansässigen Personen zustehen, darf ohne die in§## Nr. 3 der Verordnung über die Devisenbewirtschaftu### vorgeschriebene schriftliche Genehmigung auch dann### verfügt werden, wenn die Forderungen in### Zeit vom 16. Juli bis 3. August 1931 entstanden sind. § 2. Ueber die Vorschriften des§ 6 der über die Devisenbeschaffung hinaus bedarf de### schriftlichen Genehmigung der Stelle für#.# visenbewirtschaftung auch eine im Inland ansässige Pr# son, wenn sie Reichsmarkbeträge auf ein im Inland ge### führtes Konto einer im Ausland oder im Saargebiet ansässigen Person durch Bareinzahlungen, Ueberweisungen oder in sonstiger Weise gutschreiben lassen will.§nn der Verordnung über die Devisenbewirtschaftung git entsprechend. § 3. Die Vorschrift des§ 7 der Verordnung über die Devisenbewirtschaftung gilt auch für Edelmetalle im Sinne des§ 8 Absatz 4 der Verordnung. Eine Anordnung der Reichsregierung nach§ 15 der Verordnung über die Devisenbewirtschaftung kann sich auch auf Edelmetalle erstrecken. § 4. Die Nichtigkeiteines Geschäfts(812 der Verordnung über die Devisenbewirtschaftung) kann nicht zum Nachteil von Personen geltend gemacht werden, die im Ausland ansässig sind, oder die den die Nichtigkeit begründenden Sachverhalt beim Abschluß des Geschafts nicht kannten. S 5. Bis Satz 2 der Verordnung über die Devisenbewirtschaftung genannten Fällen die Reichsbank oder die von ihr ermächtigten Kreditinstitute. Die Umsturzvorbereitungen der KPO. 42 Kommunisten zur Anzeige gebracht Erfurt, 13. August. In der Jugendherberge Finsterbergen (Thuringen) wurde in diesen Tagen von der KPD.= Bezirksleitung Groß=Thüringen ein Kursus zur Ausbildung von Funktionären abgehalten. Da der Verdacht nahelag, daß die entfaltete Tätigkeit den Strafgesetzen zuwiderlaufe, wurde von einem größeren Polizeikommando eine Durchsuchung des Gebäudes und der darin betroffenen Personen vorgenommen, die wesentliches Material zutage förderte. Der Lehrer und die Teilnehmer, insgesamt 42 Personen, wurden wegen dringenden Verdachtes der Vorbereitung zum Hochverrat zur Anzeige gebracht. Auch wurde die Fortsetzung der Schulung untersagt. Neues i. Kurze Dietramszell, 13. August. Der Reichspräsident traf um 10.15 Uhr in Dietramszell ein. Zur Begrüßung hatten sich neben der Familie von Schilcher Vertreter des Bezirksamtes Wolfratshausen und der Gemeinden Schönegg und Dietramszell, der katholischen und evangelischen Geistlichkeit, der Guts= und Forstbeamten sowie die Schuljugend von Dietramszell eingefunden. Eine große Menschenmenge begrüßte den Reichspräsidenten mit lebhaften Hochrufen. Das Deutschlandlied wurde angestimmt, während die sechs Flugzeuge des Leichtflugzeugklubs München über dem Schloß kreisten und die Huldigungsadressen abwarfen. Nach der Begrüßung durch Frau von Schilcher erschien der Reichspräsident an einem Fenster des ersten Stockwerkes und sprach folgende Worte zu der Menge:„Ich danke Ihnen von ganzem Herzen für den Empfang. In dieser schweren Zeit tut mir das besonders wohl. Nochmals tausend Dank.“ Der Reichspräsident wird über drei Wochen in Dietramszell bleiben. Professor Krieck von der Pädagogischen Akademie in Frankfurt wurde an die Pädagogische Akademie in Dortmund versetzt. Der Parteitag des Deutschen Landvolks wählte gestern an Stelle des verstorbenen Führers Höfer das bisherige Vorstandsmitglied von Hauenschild=Tscheidt einstimmig zum Parteiführer. v. Hauenschild nahm die Wahl an. Der neue Parteiführer erklärte, das Landvolk sönne nicht einer Reichsregierung folgen, die sich in Abhängigkeit von der jetzigen Preußenpolitik befinde. Die Regierung von Oberfranken hat die in Koburg erscheinende nationalsozialistische„National=Zeitung mit sofortiger Wirkung auf vierzehn Tage verboten. Das Verbot erfolgte wegen eines Artikels, in dem die Regierung eine Verächtlichmachung des Stadtkommissars erblickte und wegen dessen auch schon die Beschlagnahme der Ausgabe des Blattes erfolgte. erscheinende Wochenschrift„Der pommersche Landbund“ mit sofortiger Wirkung bis zum 28. August einschließlich verboten. Der Vorstand des deutschen Städtetages wählte in seiner Sitzung am Donnerstag Bürgermeister Dr. Weber (Königsberg) zum geschäftsführenden Vorstandsmitglied. Dr. Weber hat die Wahl angenommen. Er wird in der Geschäftsstelle des Deutschen Städtetages gleichzeitig das Finanzdezernat verwalten. Ganohi gehl nicht nach Lonvon Heute Entscheidung über den Besuchstermin Lavals h Berlin, 13. August.(Eig. Drahtber.) Wie wir hören, wird die Entscheidung darüber, ob der geplante Besuch des französischen Ministerpräsidenten Laval und des Außenministers Briand noch in den letzten Tagen dieses Monats stattfinden wird, erst morgen fallen. Die französische Presse spricht heute doch wieder von einem Besuch im August, und zwar am 27. und 28. August. Allerdings meinen die Pariser Blätter, daß Finanzminister Flandin nicht nach Berlin kommen werde, da im Augenblic finanzpolitische Erörterungen nicht zur Debatte ständen. Ausschreitungen in Irland London, 13. August. Im irischen Freistaat, wo bereits seit einiger Zeit die politischen Leidenschaften wieder stärker geworden sind, erfolgte eine Reihe von schweren Ausschreitungen, die sich gegen die sogenannten Ulsterleute in der Grafschaft Cavan an der Grenze zwischen dem irischen Freistaat und Nordirland richten. Nachdem die Bevölkerung durch Plakate aufgehetzt worden war, zogen in der Nacht zum Mittwoch etwa 800 Männer in„beschlagnahmten“ Lastautos in die Grafschaft Cavan. Die Polizei versuchte vergeblich, diese Fahrt zu verhindern. Bäume wurden gefällt, um die Straßen unbefahrbar zu machen; Gräben wurden ausgehoben und die Eisenbahnschienen an zwei Stellen aufgerissen. Früh morgens waren sämtliche telephon schen und telegraphischen Leitungen zerstört. Nach bisher unbestätigten Nachrichten soll auch eine Eisenbahnbrücke gesprengt worden sein. Die Bewegung geht von den sogenannten Republikanern aus, die sich in irre gulären Verbänden zusammengeschlossen haben und in der letzten Zeit eine rege politische Tätigkeit entfalten Der Oberpräsident der Provinz Pommern hat auf Grund der Verordnung des Reichspräsidenten zur Bekämpfung politischer Ausschreitungen die in Stettin Bombay, 13. August. Gandhi wird nicht nach London reisen. Die Erklärung des Vollzugsausschusses des allindischen Kongresses, in der gesagt wird, daß Gandhi die Reise aufgegeben habe, weil die Antwort des Vizekönigs auf die indischen Forderungen für Genugtuung wegen der von den Indern behaupteten Verletzungen der Abmachung zwischen Gandhi und Irwin unbefriedigend sei, hat hier das größte Aufsehen erregt. Im ganzen sind 460 Personen an Bord gewesen. Die neuen Jatzungen der Akademie der Künste Neue Aufgaben, neue Mitglieder Zum diesjährigen Verfassungstage hat Kultusminister Grimme namens des preußischen Staatsministeriums die neue Satzung der Akademie der Künste in Berlin genehmigt. Die Satzung ist im Benehmen mit einer Kommission, der führende Mitglieder der Akademie angehören, ausgearbeitet worden. Die 1696 gegründete Akademie der Künste ist nach der neuen Satzung eine Gemeinschaft von hervorragenden deutschen und ausländischen bildenden Künstlern, Musikern und Dichtern, die zur Ehrung und Anerkennung ihrer künstlerischen Leistungen in freier Wahl durch die Mitglieder der Akademie berufen werden. Die neue Satzung befreit die Akademie von bürokratischen Fesseln, die dem letzten, aus dem Jahre 1882 stammenden Statut anhafteten und weist ihr erweiterte Aufgaben im Rahmen der staatlichen Kunstverwaltung zu. Ein neues Wirkungsfeld wird der Akademie unter anderem auf dem Gebiete des Theaters erschlossen, da sie in Zukunft auch hier zu gutachtlicher Tätigkeit herangezogen werden soll. Eine enge Verbindung zwischen Akademie und staatlicher Theaterverwaltung wird dadurch hergestellt, daß der Generalintendant der Staatstheater und der Leiter der staatlichen Schauspielschule künftig an den Beratungen der Akademie teilnehmen. Um eine stärkere Heranziehung der Akademie zu den Verwaltungsaufgaben auf dem Gebiete des Kunstlebens zu ermöglichen, verlegt die neue Satzung das Schwergewicht der Arbeit in den Senat, der den Arbeitsausschuß der Akademie darstellt. Außer der Mitwirkung bei wichtigen Aufgaben der staatlichen Kunstverwaltung soll die Akademie durch eigene Veranstaltungen, besonders durch Ausstellungen, Konzerte und Vorträge künstserische Leistungen jeder Art und Richtung der Oeffentlichkeit vorführen, wobei neben den anerkannten Leistungen der Mitglieder besonders das Schaffen der aufstrebenden jungen Künstler berücksichtigt werden soll. Der Ausstellungsausschuß hat das Recht, auch von Mitgliedern eingesandte Werke nicht aufzunehmen. Da sofortige Neuwahlen für die Akademie— zumal während der jetzigen Akademieferien— nicht möglich sind, hat Minister Grimme als Uebergangsmaßnahme das bisherige Präsidium und den bisherigen Senat für ein Jahr mit der weiteren Führung der Geschäfte beauftragt. Um auch die mit der Reform beabsichtigte personelle Ergänzung der Akademie in die Wege zu leiten, hat der Minister gemäß den Vorschlägen der Reformkommission eine Reihe von bildenden Künstlern in die Akademie berufen, und zwar die Maler Nolde, Schmidt=Rottluff, Dix und Kirchner, die Bildhauer Belling, Scharf, Gies und Renée Sintenis und die Architekten Erich Mendelsohn, Mewes, Mies van der Rohe, Wagner und Bruno Taut. In einem Begleitschreiben an den Präsidenten der Akademie, Professor Max Liebermann, hat Minister Grimme die Hoffnung ausgesprochen, daß die neue Satzung eine geeignete Grundlage für eine gedeihliche Entwicklung der Akademie bieten und insbesondere eine reiche Entfaltung der künstlerischen Kräfte unseres Volkes im Rahmen der Akademie ermöglichen wird. Eine neue staatliche Gemäldegalerie in Dresden Die altberühmte Dresdner Gemäldegalerie leidet schon seit Jahrzehnten an unerträglichem Platzmangel. Zahlreiche wertvolle Gemälde können der Oeffentlichkeit deshalb nicht gezeigt werden. Da der vor dem Kriege geplante Neubau einer zweiten Staatlichen Galerie 1914 ins Stocken geriet, so hat man sich, nach einem untauglichen Notbehelf, jetzt dazu entschlossen, auf der weltbekannten Brühlschen Terrasse durch Herrichtung des ehemaligen Bibliotheksgebäudes des einstigen sächsischen Premierministers Grafen Brühl neue Räume zu erschließen, und das Unternehmen ist hevorragend gelungen. Nicht allein die ideale, geradezu klassische Lage der neuen Galerie über dem Elbstrom und der anziehenden Elblandschaft, sondern auch die intimen Raumwirkungen des Rokokobaues selbst lassen die hier neu ans Licht gehobenen Schätze zur erhabensten WirVornehmlich sind die Dresd kung gelangen. Vorneymich sind die Diesdener Rotiker berücksichtigt: C. 1 mantiker beruasichtigr. C. B. Friedrich, Carus, ferner die Nazarener Schnorr von Carolsfeld, L. Richter, von Olivier. Ebenso sind in sehenswerten Gruppen Rayski, Marées, Klinger, Böcklin, Feuerbach, Puvis de Chavannes, Corinth, Slevogt, Courbet, Manet, Degas, Renoir, Leibl, Liebermann, Kühl und Uhde zu finden. Die Kunststadt Dresden erhält durch die neue, gleichsam spezialisierte, intime Galerie eine neue bemerkenswerte Sehenswürdigkeit. Ein besonderer Vorzug der Lage des Institutus gerade auf der Brühlschen Terrasse ist es, daß nun in der vorbildlichsten Weise eine selten zu erreichende Konzentration des Dresdener Museumsviertels erreicht worden ist. Vom Zwinger bis zur Skulpturensammlung am Ende der Brühlschen Terrasse folgt ein staatliches Museum dem anderen in ununterbrochenem Zuge. Die künstlerisch sinnvolle Anordnung der neuen Stücke ist das Verdienst des Dresdener Galeriedirektors Dr. Posse. Ein neues Jtück von Marim Gorki stenlen sogh, so, gie Gork sie heute st Die Handrung des„Jegor Balytschew und die deren“ spielt sich am Vorabend und in den Tagen Februarrevolution 1917 im Hause eines wohlDas Moskauer Wachtangow=Theater wird in der kommenden Saison ein neues Stück von Maxim Gorki „Jegor Balytschew und die Anderen“ aufführen. Das Stück bildet den ersten Teil einer Tetralogie, die einen Querschnitt der russischen Entwicklung von 1916 bis zur Gegenwart darstellen soll, so, wie Gorki sie heute siehl. Die 16 Anderen der habenden Kaufmannes in einer nordrussischen Provinzstadt ab. Die Sowjetpresse weiß zu berichten, daß Gorkis Stück die moralische und die Familientradition des Vorkriegsbürgertums zu diskreditieren suche und in weitestem Ausmaße insbesondere antireligiöse Tendenzeffekte anstrebe, indem es Mönche, Priester, Volksheilige usw. travestiere. Auch gegen die liberale Intelligenz vom Schlage der Kadetten richte sich diese dramatische Satire. Kurzum, das Stück scheint inhaltlich dem Schema zu entsprechen, das in Rußland auch sonst geboten wird und dem sich Gorki in seiner Stellung als eine Art Haupt= und Staatspoet der USSR. bekanntlich längst eingeordnet hat. Kunst und Wissen aberreicht. Bei vem Grschent an den Kanzler, b es sich um die Photographie einer aus dem 15. Jahl' Zeilage zum Anzeiger u. Gen. 452 Personen gingen mit der „St. Philiber!“ in die Tieset Paris, 13. August. Die Anzahl der bei der Katastrophe der„St. Phi libert“ in der Loire=Mündung ums Leben Gekommenen konnte nunmehr endgültig festgestellt werden. Es sind 452 Personen, von denen 400 geborgen worden sind. 300 Leichen konnten identifiziert werder = Uebertragungs=Rekord für Bayreuth. Als kürzlich eine Salzburger Festspiel=Aufführung von 139 eure paischen und amerikanischen Sendern übertragen wurde, glaubte man schon, die Rekordzahl sei für lange Zen erreicht. Schon am 18. August wird diese Zahl wei übertroffen werden, da die„Tristan"=Aufführung au Bayreuth unter Furtwängler von 190 Sendern über nommen wird. Die Zahl der Sender verteilt sich gefähr zu gleichen Teilen über Europa und Ameriz Diese Uebertragung ist um so bedeutender, als si bereits um 4 Uhr nachmittags nach unserer Zeit ginnt und bis 10 Uhr abends dauert. In den Zwischen pausen werden Vorträge über die Wagnerstadt. um das Historische an der Tristan=Sage in deutscher, ftan zösischer und englischer Sprache gehalten. Die K0 Beanstandur Wir haben kürzl cberbürgernieister b Regierung„nicht best hoch bewilligt word fall bekannt. Die burg haben vor ku pählt, deren Gesamtb laufen hatten.„Die haltsfestsetzung dea der Wahl vorläufig vrordnetenversamm vorgenommen hat. Mit der Festsetzu auch die im Septe Bochumer Ste hoben. Die Auts nann und Bra Von der sozialdemol schüssen der Antrag besoldeten„Stadtrat zusetzen. Dafür spr aus. Von anderer( der Stelle des Stad wiederwahl aber A seinem jetzigen Geh spricht, also nicht den seine Fraktion wissen will. Ober für die Wiederwahl chen. Stadtrat K 1589 Mark mona städtischen Beleucht: derwahl darf als = Mussolinis Geschenke. Mussolini hat dem Reichskanzler Brüning vor der Abreise eine Reproduktion de Mediceer=Kodex, dem Außenminister Curtius e Prachtexemplar von Majuris„La villa dei#e überreicht. Bei dem Geschenk an den Kanzler# hundert stammenden, in der Biblioteca Medicea U renziana in Florenz aufbewahrten Virgitecpigenl ah eine der kostbaren Reproduktionen, die im vor#h. zur Zweitausendjahrfeier des römischen Dichter# virigilischen Codices hergestellt worden sind. Außenminister geschenkte Werk stammt von dem tor des Nationalmuseums in Neapel, dem erfolgren Leiter der letzten Ausgrabungen in Pompesi Apstersen kulaum, und betrifft die sogenannte Villa der in Pompeji. = Goethe=Bühne erwerbsloser Schauspielet rheinisch= westfälischen Industriebezirk. Aus Fren, erwerbsloser Schauspieler des rheinischwestfägisch in dustriegebiets heraus wurde eine„Goetheg#g, Goethe=Jahr 1932“ gegründet, die sich die Aufs###gingeWerke von Goethe zunachst vor Arbeitern undinisg, stellten industrieller, Betriebe des gesamten#rselwestfälischen Industriebezirks in geschlossenen lungen aufzuführen. Der vorläufige Spielplan „Götz von Berlichingen“, Iphigenie auf Tauris“,## vigo,„Stella",„Die Mitschuldigen" und„Laun z Verliebten" vor. Fur den Fall, daß das Werksleitungen, Angestelltenverbänden und Gewerk'ssich ten erwartete Interesse für die Veranstaltung bestätigt, soll die Darstellung anderer klassisc. der Weltliteratur vorgenommen werden. Nacha Nachdem die B worden sind, sieht n der Amtseingesessen eine generelle. Nach des Amtes Bilst stufung in den ne 1927 und vor alle alters vorzunehmen auf das Gehalt des meister Graefen zuvorgekommen, de zent seines Gehzur Verfügung ge mitgeteilt haben, Friedrich auf von 18600 RM. Wuppertal. Alse war, verzichtete er als Aufsichtsratsm beim VEW. zufloss Essen), Dr. JaKöln), haben bek einen Teil ihres sichtet. Oberbür führt aue Aufsicht Die 1 Der Plan des Vierpfennigmünze Wirtschaftsverban unterbreitet word schaftskreise dazu Das Reichsfinanz einer neuen Vier billigungsa Sinn des Kauferkeit einzustellen. erreicht werden, d Pfennig durch die Gegnerschaft des Einzelhandel daß der Einzelhe scharf auf den Pf wohnheit, nach ok stehe. Im Obstden Pfennigpreis Münze allerding trifft das auch fi betrieben zu, wo und es üblich ist der Spitze einfafür die Reichspo liche Vereinfachu von kleinen Mar Eis Am Donners Uhr am Rathau ren von Neugier gebäude in der delle Flammen. den Brand, aber schon so von den bernichtet wurde Die Brandursach Man vermutet Brand im Aus verboseg 13. August. ist durch provinz für ust, wegen en## P etichn chwero # Zeilage zum Bochumer Anzeiger u. Gen. Anzeiger Gochumee Nachercher!. Nr. 189 38. Jahrgang Freitag, 14. August 1931 egründung, je und Stellung. zu Zeitungs er den „ 13. August. „führung mubewirtschaftung Reichsmark oder r im Saargeben hne die in§# mubewirtschaftun ig auch dan berungen in de# ntstanden sind. der Verordnung bedarf, dern r Stelle für Dend ansässige Vern im Inland gen Saargebiet ann, Ueberweistn lassen will.§11 zirtschaftung gi ordnung über de Edelmetalle rdnung. ig nach§ 15 d: aftung kann sich eschäfts(s12 kann nd gemacht weroder die den die eim Abschluß des in den in§ A enbewirtschaftung die von ihr erng avals g. Drahtber.) ung darüber,## MinisterpräsidenBriand noch stattfinden wird, che Presse spricht im August, und lerdings meinen ister Fland# a im Augenbiie Debatte ständen. Feiuns n. 13. August. seit einiger Zeit stärker geworden Ausschreitungen. rleute in der chen dem irischen lachdem die Beorden war, zogen Männer in„bechaft Cavan. Die rt zu verhindern. en unbefahrgehoben und die Stellen ausgeche telephon schen rt. Nach bisher eine Eisenbahn= wegung geht von die sich in irre en haben und in ätigkeit entfalten in die Tiese 8, 13. August. he der„St. Phi. Leben Gekomme: tellt werden. Es eborgen woritifiziert werden ord gewesen. 1 euth. Als kürzlich 1 von 139 euroibertragen wurde, i für lange Zeit diese Zahl weit =Aufführung aus 0 Sendern über : v e r t e i l t s i c h u n va und Amerika. eutender, als sie unserer Zeit beIn den ZwischenWagnerstadt und n deutscher, fran ten. Die Kommunalgehälter Beanstandung der Stadtratsgehälter. haben kürzlich berichtet, daß der neugewählte erbürgermeister von Görlitz von der rzeußischen zierung nicht bestätigt wurde, weil sein Gehatt zu soch bewilligt worden war. Jetzt wird ein zweiter Fall bekannt. Die Stadtverordneten in Magdeurg haben vor kurzer Zeit drei neue Stadträte ge-hlt, deren Gesamtbezüge sich auf je 15 500 Mark belaufen hatten. Die Staatsregierung hat diese. Gehaitsfestsetzung beanstandet und die Bestatigung der Wahl vorläufig hinausgeschoben, bis die Stadtvrordgetenversammtung eine andere Gruppierung der Festsetzung der Stadtratsgehälter wird sich auch die im September stattfindende Sitzung des Bochumer Stadtparlaments zu befassen haben. Die Amtsperiode der Stadträte Krüs. u n d B r a u n s i s t b e k a n n t l i c h a b g e l a u f e n. Von der sozialdemokratischen Fraktion ist in den Austei seten. Dafüir spricht sich auch die Wirtschaftsparne aus. Von anderer Seite wunscht man die Einsparung Stelle des Stadtrats Brauns, der bei einer Nicht wiederwahl aber Anrecht hätte auf eine Pension, die jetzigen Gehalt von 1284 Mark monatlich entspricht, also nicht unter dem Satz verbleiben wuroe, den seine Fraktion jetzt für Stadtratsgehälter festgesetzt vissen will. Oberburgermeister Dr. Ruer hat sich für die Wiederwahl des Stadtrats Brauns ausgesprochen. Stadtrat Krüsmann, der ein Gehalt von 1589 Mark monatlich bezieht, ist der Leiter der städtischen Beleuchtungs= und Wasserwerke; seine Wiederwahl darf als gesichert angesehen werden. * Nachahmenswerte Beispiele Nachdem die Beamtengehälter schon zweimal gesenkt worden sind, sieht man sich dem Verlangen weiter Kreise der Amtseingesessenen entsprechend veranlaßt, nochmals eine generelle Nachprüfung der Gehälter der Beamten des Amtes Bilstein hinsichtlich der früheren Einstufung in den neuen staatlichen Besoldungsplan von 1927 und vor allem hinsichtlich des Besoldungsdienstalters vorzunehmen. Diese Nachprüfung soll sich auch auf das Gehalt des Bürgermeisters ausdehnen. Bürgermeister Graefenstein ist dem dadurch entgegen= oder zuvorgekommen, daß er ab 1. sent seines Gehalts zugunsten des Wohlfahrtsetats zur Verfügung gestellt hat.— Wie wir schon gestern mnitgeteilt haben, verzichtet Obgrhiggerzgeiteg. Dhr. Friedrich auf 25 Prozent seines oipherigen Gehalts von 18600 RM. als Oberbürgermeister der Großstadt Wuppertal. Als er noch Landrat des Kreises Hattingen war, verzichtete er freiwillig auf alle Tantiemen, die ihm als Aufsichtsratsmitglied beim Verbandswasserwerk und beim VEW. zuflossen. Die Oberbürgermeister Dr. Bracht Essen) Dr. Jarres(Duisburg) und Dr. Adenauer Köln) haben bekanntlich ,or.; Ger cheniegs, Zeit auf einen Teil ihres allerdings verrachtlichen Geyalts verzichtet. Oberbürgermeister Dr. Eichoff(Dortmund) führt alle Aufsichtsratsbezüge an die Stadt ab. Die Vierpfennig-Stücke Ehret den Pfennig! Der Plan des Reichsfinanzministeriums, eine neue Vierpfennigmünze zu prägen, ist den verschiedenen Wirtschaftsverbänden zu einer schleunigen unterbreitet worden. Wie sich die einzelnen Wirtschaftskreise dazu stellen werden, ist noch nicht sicher. Das Reichsfinanzministerium sieht in der Herausgabe einer neuen Vierpfennigmünze ein Mittel, die Ver billigungsaktion zu unterstützen und auch den Sinn des Käufers und Verkäufers mehr auf Sparsamkeit einzustellen. Es soll vor allen Dingen dadurch erreicht werden, daß die Abrundung auf fünf oder zehn Pfennig durch die neue Münze in Wegfall kommt. Gegnerschaft gegen diesen Plan besteht in Kreisen des Einzelhandels. Man ist hier der Ueberzeugung, daß der Einzelhandel schon seit langem seine Preise scharf auf den Pfennig kalkuliert hat, und daß die Gewohnheit, nach oben abzurunden, längst nicht mehr bestehe. Im Obst= und Gemüsehandel, wo fast alles auf den Pfennigpreis ausgerechnet ist, könnte die neue Münze allerdings sehr vorteilhaft, sein. Nicht zuletzt trifft das auch für eine große Reihe von Wirtschaftsbetrieben zu wo mit kleinen Preisen gerechnet wird “ und es üblich ist, daß bei kleinen Pfennigbeträgen in der Spitze einfach nach oben abgerundet wird. Auch für die Reichspost würde die neue Münze eine wesentliche Vereinfachung bedeuten, besonders beim Einkauf von kleinen Marken zu vier und acht Pfennigen. Ein Auto in Flammen vom Flugzeug aus gesehen keisen sonderlich repräsentativen Eindruck, und fast genau so ist es mit den anderen auf dem Bilde schtbaren Straßen. Einen besonders imposanten Eindruck macht dagegen die Kommunalbank, deren Dach— Zukunftsmusik— fast für Flugzeuglandungen geeignet erscheint. Aber an ein wenig schönes Kapitel Bochumer Städtebaufragen, das der„B.“ vor kurzem schon anschnitt, wird man durch dieses Bild auch gleichzeitig wieder erinnert: an die öde, unschöne Ecke zwischen Harmoniestraße, Synagoge und Kommunalbank. An vieser Stelle sollte die Stadt bald, und wenn es nur eine vorläufige Lösung wäre, etwas tun. Es läßt sich so, vieles auch pit geringen Mitteln erreichen. Wie man solche freien Ecken zweckmäßig und nettgtegpezher,gg##ag zeigt Der neue Kinderspielplatz in Bochum=Hamme an der Ecke Vollbruch= und Richardstraße ist bestimmt nicht fehl am Platze. Daß er ein Bedürfnis war und jetzt auch fleißig benutzt wird, zeigt unser Bild. unser nebenstehendes Bildchen von dem neuen Kinderspielplatz in Hamme. Auch in dieser Gegend, wo gerade der Verkehr für die Kinder gefährlich genug ist, gibt es viele Kinder, denen zugleich mit ihren Eltern durch einen solchen Platz ausgezeichnet gedient wäre. Raum wäre genug da, Bäume als Verschönerung gibt es auch rings um die Synagoge, und jeder Vorübergehende wird sich über die fröhlichen Kinderspiele bestimmt mehr freuen, als über die Bretterzäune, die man sich in äußeren, teilweise noch unbebauten Stadtvierteln gefallen läßt, in der innersten Stadt aber weder erwartet, noch ohne Mißbehagen betrachten kann. Vielleicht geschieht doch bald einmal etwas an diesem„Schandfleck" Bochums. fahrtsamt bereitet eine große Notstandsaktion vor, zu der ich die gesamte Bürgerschaft bitte, nach Kräften beizusteuern. Der bisherige Weg der kommunalen Umschuldung durch den Einlagezuwachs der Sparkasse ist auf absehbare Zeit verschlossen. Die Gemeinden müssen für ihre kurzfristigen Schulden dasselbe Entgegenkommen beanspruchen, wie es die Privatbanken ihren Gläubigern gegenüber ebenfalls beanspruchen. Wird für den Ausgleich des laufenden Haushaltsplanes gesorgt und Vorsorge für die Tilgung der kurzfristigen Schulden getroffen, so dürfte trotz aller Not der Zeit die Wiedergesundung der Gemeinden in einem zwar mühevollen, aber doch sicheren Aufbau erreicht werden. Die Wartezeit der Arbeitslosen Zur Beachtung. Beschäftigte, die zur Entlassung gelangen und eine Anwartschaft auf Arbeitslosenunterstützung während der Beschäftigung erworben haben, können erst nach Zurücklegung der Wartezeit Arbeitslosenunterstützung beziehen. Die gesetzlich vorgeschriebene Wartezeit ist in allen Fällen zwingend und kann weder vom Arbeitsamt, noch von den Spruchinstanzen gekürzt oder erhöht werden. bst-äat Nach der zweiten Notveroronung beträgt die Wartezeit für Arbeitslose, die zu ihrer Hauptunterstützung keinen Familienzuschlag erhalten, 21 Tage. Es kommen also hierbei nicht nur die Ledigen in Frage, sondern alle Unterstützungsempfänger, die nur die Hauptunterstützung erhalten. Arbeitslose mit einem, zwei oder drei zuschlagsberechtigten Angehörigen haben eine Wartezeit von 14 Tagen; für Arbeitslose mit vier und mehr zuschlagsberechtigten Angehörigen beträgt die Wartezeit sieben Tage. Diese Wartezeiten verkürzen sich, wenn die Arbeitslosmeldung im unmittelbaren Anschluß, also sofort, an Kurzarbeit von mindestens vierwöchiger Dauer, wenn auch gleichzeitig hierdurch das Arbeitsentgelt um mindestens ein Drittel gekürzt war, Arbeitsunfähigkeit von mindestens vierwöchiger Dauer oder behördlich angeordnete Verwahrung von mindestens vierwöchiger Dauer in einer Anstalt erfolgt. In diesen Fällen verkürzt sich die Wartezeit von 21 Tagen auf sieben Tage, von 14 Tagen auf drei Tage, die Wartezeit, die sonst sieben Tage beträgt, fällt ganz fort. Hat die letzte Beschäftigung des Arbeitslosen vor der Arbeitslosenmeldung weniger als sechs zusammenhängende Wochen gedauert, so verkürzt sich die Wartezeit um so viel Wartetage, wie der Arbeitslose seit der ersten Arbeitslosmeldung, die auf den Erwerb der Anwartschaft folgte, bereits zurückgelegt hat. Nach dieser Bestimmung sind also kurzfristige Beschäftigungen, die weniger als sechs Wochen dauern, geeignet, die Arbeitslosenunterstützung wieder zu beziehen, ohne daß eine Wartezeit zurückgelegt zu werden braucht. Dauert aber die Beschäftigung sechs Wochen und länger, so ist in jedem Fall eine neue Wartezeit zurückzulegen. Weil grundsätzlich jede Anwartschaft einen besonderen Unterstützungsfall darstellt, muß, wenn mit einer kurzfristigen Beschäftigung, gleichviel wie lange sie gedauert hat, eine Anwartschaft erfüllt ist, eine neue Wartezeit zurückgelegt werden. Jeder Unterstützungsfall, der durch eine neue Anwartschaft erzeugt ist, wird also durch eine Wartezeit eingeleitet.„„ 8 Die Wartezeit beginni nicht mit dem Tag der Entlassung, sondern mit dem Tag der Arbeitslosmeldung und verlängert sich um die Tage, an denen der Arbeitslose der Kontrolle ohne ausreichende Entschuldigung fernbleibt. Abermals ein SOS=Ruf! Am Donnerstag vormittag ereignete sich gegen 10 Uhr am Rathausvorplatz ein Vorfall, der große Schaken von Neugierigen anlockte. Neben dem Hauptpostgebäude in der Viktoriastraße geriet ein Kleinauto in delle Flammen. Die herbeigerufene Feuerwehr löschte den Brand, aber das Auto war bei ihrem Erscheinen schon so von den Flammen ergriffen, daß es fast völlig Lrnichtet wurde. Der Ueberrest wurde abgeschleppt. Lie Brandursache konnte noch nicht festgestellt werden. Nan vermutet als Ursache eine Fehlzündung und Lrand im Auspuffrohr. * Die täglichen Verkehrsunfälle. Am 12. August, segen.30 Uhr, stieß auf der Humboldtstraße ein Peronenkraftwagen mit einem Radfahrer Zusammen. Der Radfahrer wurde leicht verletzt. Die Schulofrage in noch nicht geklärt.— Am Mittwoch abend, gegen Uhr, stieß an der Bergstraße, Ecke Kanalstraße, ein Notorradfahrer mit einem Radfahrer mit solcher Wucht asammen, daß der Radfahrer vom Rade geschleudert burde. Der Radfahrer trug ernste Verletzungen davon. Rücktrausport der Kinder aus Ostpreußen. Die sückreise der Kinder aus Ostpreußen ist für den 7. dder 8. September vorgesehen. Die Anmeldung zu besem Transport findet am 17. und 18. August, vornnttags von 10 bis 11.30 Uhr, im Evangelischen Verenshaus, Bochum, Mühlenstraße, statt. Das Reisegeld „sofort bei der Anmeldung zu bezahlen, und zwar für Kinder unter 10 beziehungsweise über 10 Jahre aus den Gebieten hinter dem polnischen Korridor 11 Biehungsweise 15,50 Reichsmark, vor dem Korridor 1 beziehungsweise 14 Reichsmark, aus Berlin 8 ReichsFark und aus Schlesien 12,50 beziehungsweise 18 eichsmark. Spätere Anmeldungen zu diesem Transdert können auf keinen Fall mehr berücksichtigt werden. Sprechtag für Ostsiedler. Am kommenden Samstag eetmittag von—12 Uhr wird für die Siedlungs*verber des hiesigen Gebietes der Westdeutsche SiedEeerband in Münster(Westf.) einen Sprechtag abund## Gasthof Katthöfer in Bochum, Ecke ClemensWestfälische Straße. Rißglückter Einbruchsdiebstahl im Bahnhof Nord. ei der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag, gegen 2 Uhr, Fhuchten drei Männer in die Güterabfertigung des buas's Bochum=Nord einzubrechen. Sie wurden das Dienstpersonal verscheucht. Die Gemeinden dol dei Ralästirpfe Oberbürgermeister Dr. Lehr, Düsseldorf, mahnt in letzter Stunde Die Industriestädte im Westen sind samt und sonders nicht auf Rosen gebettet. Sie leiden alle unter der Wirtschaftskrise, unter den Stillegungen und unter der furchtbaren Arbeitslosigkeit, die an den Wohlfahrtsetat nie geahnte Anforderungen stellen. Dieser Tage erst gaben wir die ernsten Worte wieder, die Duisburgs Oberbürgermeister an die Staatsregierung richtete. Nun hat auch sein Düsseldorfer Kollege auf die steigende Not der Industriestädte hingewiesen und schleunige Hilfe von Reich und Staat gefordert, ehe es zu spät sei. Oberbürgermeister Dr. Lehr äußerte sich einem Pressevertreter gegenüber:.,.. Ler4s gem Gemeinder k. Die Lage, in der sich die deutschen Gemeinden befinden, verschlechtert sich mit unheimlicher Geschwindigkeit, und die Tatsache, daß durch Notverordnung bereits die Ermächtigung gegeben werden mußte, am 1. August nur noch die Hälfte der Gehälter zu zahlen und daß darüber hinaus in einer Reihe von Großstaoten die Zahlungen am 1. August auf ein Drittel verkürzt werden mußten, gibt auch den Fernstehenden einen Einblick in die Finanznot und Kassenschwierigkeiten. Für die Städte des Westens muß mit aller Deutlichkeit gesagt werden, daß die nächsten Wochen zu katastrophaler Verschärfung der Krise führen müssen, wenn nicht endlich in der richtigen Weise eingegriffen wird. Es ist dabei ganz gleichgültig, ob die eine oder andere Stadt einige Tage früher oder später ihrer Bedrängnis erliegt. Für alle besteht die gleiche Gefahr der Zahlungseinstellung. Im Vordergrund steht die Sorge für die Aufbringung der Kosten der Wohlfahrtspflege, insbesondere der für die Erwerbslosen, und die Sorge für Löhne und Gehälter. Alle anderen Aufgaben treten dahinter zurück. Man hat bisher im Reich das ganze Augenmerk auf die Gesundung der Reichsfinanzen gerichtet und dabei übersehen, daß man in der Dreiheit von Reich, Ländern und Gemeinden unmöglich die Gemeinden in ihrer Not unberücksichtigt lassen kann, und ihnen dabei noch in überwiegendem die Lasten der Wirtschaftskrise dadurch aufzubürden, daß sich das Reich im wesentlichen auf die kurzfristige Arbeitslosenversicherung und eine gewisse Krisenfürsorge beschränkt, dagegen die dauernde Erwerbslosigkeit in einem nie geahnten Millionenumfang von Unterstützungen den Gemeinden allein überläßt. Ohne gesunde Gemeindefinanzen gibt es keine gesunden Reichsfinanzen! Da die Hauptbelastung der Gemeindefinanzen ausgeht von Gehältern, Löhnen und Unterstützungen, so muß hier zunächst der Hebel angesetzt werden. Ich weiß, daß diese Forderung mit keinem Parteiprogramm zu vereinbaren ist. Aber in dieser Stunde der Not muß das Notwendige klar ausgesprochen werden. Bei allen drei Ausgabenarten muß eine Herabsetzung erfolgen. Was nützt der kommunalen Beamtenschaft ein auf dem Papier stehendes Einkommen, wenn es am Fälligkeitstage nur noch zur Hälfte oder zu einem Drittel ausgezahlt wird? Man soll aber diese Regelung nicht dem Zufall der Entscheidungen einzelner Gemeindevertretungen überlassen, sondern ein einheitliches, klares Recht für alle schaffen, und das ohne langes Zögern. Werden die Zeiten besser, so können auch eventuell Härten wieder ausgemerzt werden. Nur darf man wegen der Schwierigkeit der Materie nicht die Stunde des Handelns versäumen. Bezüglich der Wohlfahrtsfürsorge ist in erster Linie die Forderung zu wiederholen, die ich bereits auf dem Städtetag in Dresden mit aller Dringlichkeit voranstellte: Es ist ausgeschlossen, in dieser Weltwirtschaftskrise fünf oder gar, wie jetzt geschätzt wird, acht Millionen Erwerbslosen ausreichenden Versicherungsschutz zu gewähren. Das Wollen scheitert einfach an den Mitteln. Es bleibt nichts anderes übrig, als mit aller Beschleunigung Gegen die Nachtarbeit im Bäckergewerbe Eine Protestversammlung in Bochum. Am Dienstag, 11. August, fand im Westfalenhaus in Bochum eine vom Bund der Bäcker= und KonditorGesellen Deutschlands, Ortsgruppe Bochum, einberufene, von Meister und Gesellen stark besuchte Protestversammlung statt. Nach Begrüßung durch den Vorsitzenden, F. Lämmerhirt, sprach Bundessekretär F. Bobe(Bochum) über das Thema:„Unser Kampf für Erhaltung der Tagesarbeit und die Notverordnung vom 5. Juni 1931“. Ausgehend von der Nachtarbeit wie sie vor dem Kriege im Bäckerhandwerk bestand, sei festzu stellen, daß ein großer Teil Handwerksgesellen krank gewesen sei, weil jahraus jahrein ein jeder des nachts arbeiten mußte. Die Nachtarbeit sei eine Kulturschande gewesen. Nach Einführung der Tagesarbeit habe sich der Gesundheitszustand im Handwerk über 30 Prozent gebessert. Die Forderung der Großbetriebe nach einer 3. Schicht(Nachtarbeit) müsse mit aller Entschiedenheit abgelehnt werden. Wenn von dieser Seite behauptet würde, daß durch die Einführung der Nachtarbeit dem deutschen Volk ein billigeres Brot geliefert werden könnte, sei nicht richtig. Es würde im Gegenteil eine Brotverteuerung eintreten, da bei der Nachtarbeit sich erhöhte Ausgaben an Licht, Löhne usw. ergeben würden. Auch würde die Nachtarbeit keinen Mehrverbrauch an Roggenbrot herbeiführen, durch den der Landwirtschaft geholfen würde. Wenn nun die Reichsregierung in der Notverordnung vom 5. Juni den Großbetrieben und Konsumgenossenschaften in Großstädten über 100000 Einwohnern das Dreischichtensystem zugestehe, so sei das eine Vergewaltigung des Kleinhandwerkes. In der Reichsverfassung stehe der Paragraph 164, nach dem alle Deutschen vor dem Gesetz gleich seien. Jetzt verlange das deutsche Bäckerhandwerk, daß man den Großbetrieben und Konsumanstalten keine bevorzugte Stellung einräume. Mit dem Appell:„Nie wieder Nachtarbeit“ schloß der Redner seine mit großem Beifall ausgenommene Rede. In der Aussprache nahm als erster Obermeister Thiele(Bochum) das Wort. Er erklärte, daß er die Ausführungen des Redners voll und ganz unterstütze. Das Bäckerhandwerk wolle keine Nachtarbeit. Gerade das weitfchherr,achsigegegnbren zur individuellen Fürsorge nach dem Maßstab der Bedürftigkeit überzugehen. Für die Beteiligung des Reiches und der Länder wird es leicht sein, einen gerechten Verteilungsschlüssel zu finden nach Maßgabe der Erwerbslosigkeit und der Höhe der Aufwendungen. Die ungerechte Beteiligung mit einem Fünftel an der Krisenfürsorge, die jetzt sogar in dieser Zeit äußerster Finanznot von den Gemeinden vorschußweise geleistet werden muß, muß ganz verschwinden. Endlich verweise ich auf die wiederholt vom Städtetag geforderte Zusammenlegung von Krisenfürsorge und Wohlfahrtsfürsorge. Bei der Bemessung der Fürsorgeleistungen im einzelnen kann man an der Tatsache nicht vorbeigehen, daß der Lebensinder vom Jahre 1929 mit 154 RM. im Jahre 1931 auf 137,8 RM zurückgegangen ist. Auf der anderen Seite hat die Erwerbslosigkeit zu lange gedauert, so daß Zusatzleistungen dringend notwendig sind. Es ist eines jeden Aufgabe, der noch etwas hat, das Seinige beizutragen, um die große Rot zu lindern und die Gemeinden in den Stand zu setzen, zunächst in Fäuen besonderer Not etwas Besonderes zu tun. Das Wohlder Vorsitzende der Fachabteilung des sellenvereins, und der Bezirksvorsitzende des Bundes, Indenbirken(Herne). Ein stimmig wurde eine Entschließung angenommen, in der gegen die in der Notverordnung vom 5. Juni vorgesehene Einführung einer 3. Schicht in Konsumgenossenschaften und Großbetriebe in Städten mit über 100000 Einwohnern protestiert wird, da keine Notwendigkeit dafür vorliege, das mittelständische Gewerbe dadurch benachteiligt werde, keine Verbilligung des Brotes und kein Mehrverbrauch von Roggen dadurch erzielt würde. Dagegen würden durch die Einführung tausende von Existenzen aufs Spiel, gesetzt und tausende von Gesellen würden brotlos. Gefordert wird in dieser Entschließung, daß die entsprechende Bestimmung der Notverordnung zurückgezogen wird und daß weitere Versuche, das Nachtbackverbot aufzuheben, unterbleiben. Eigentümer eines Koffergrammophons gesucht. Bei der Kriminalpolizei in Bochum ist ein Koffergrammophon mit 20 Platten sichergestellt. Der Apparat wurde vor einigen Tagen von einem jungen Mann in einem Geschäft in der Hellwegstraße in Bochum abgestellt, mit dem Bemerken, daß er von einem Freund noch im Laufe des Tages abgeholt würde. Da dieses nicht geschehen ist, wird angenommen, daß der Apparat aus einem Diebstahl herrührt. Umformung der Sustezusuhr. 400.*.„„„“ in die Eigener.. Umformung der Säftezufuhr. Seit Jahren kranken auch in unserer Stadt die so gerne als Straßennbäume angepflanzten Ulmen. Alte prächtige Bäume weist der Friedhof am Lohberg auf, doch auch dort mußte mancher Baum gefällt werden, ebenso auf dem Wiemelhauser Friedhof und an manchen Straßen. Während manche Gartenbaukundige der Ansicht sind, gegen das Absterben der Ulmen sei kein Kraut gewachsen, preist ein Fachmann in einem Hamburger Blatt doch ein Mittel an, wie dem Uebel beizukommen ist. Er schreibt: Meines Erachtens wäre die Möglichkeit gegeben, wenn den Schmarotzern ihre Lebensbedingung verleidet würde. Diese ist natürlich mit den aufbauenden Kräften der Ulme selbst verbunden, also mit der Zuführung der Säfte. Impfversuche, die anscheinend mit Erfolg oder sichtbarer Veränderung des Wachstums unternommen wurden, geben einen brauchbaren Hinweis auf die Möglichkeit, der Sache beizukommen. Ich habe mich vor kurzem mit der Umformung der Säftezufuhr beschäftigt und im Hammer Park Versuche angestellt. Auch hier treten sichtbare Beweise eines stärkeren Wachstums zutage. Hier handelt es sich darum, den Baum zum stärkeren Wachstum zu zwingen, ein Verfahren, das ich in meiner Obstplantage vor Jahren mit außerordentlichem Erfolg. bei allen Kernobstarten unternommen habe. Je kräftiger sich ein Baum oder auch jede andere Pflanze entwickelt, desto widerstandsfähiger benimmt er sich gegen jeden Eindringling. Ich unterbinde ein Zurücksluten und halte die von der Wurzel zugeführten Säfte in der Krone fest. Hierdurch bleibt der Pilz(Graphium ulmi) in seiner Entwicklung zurück und der Baum verbraucht seine Säfte zur eigenen Entwicklung. Auch im Hammer Park war schon in 5 bis 6 Wochen in den vorerst behandelten Zweigen ein stärkerer Anhub in Trieb und Blatt sichtbar. Für vollkommen verfehlt halte ich die Stutzung der befallenen Bäume und das Bestreichen der Schnittflächen mit Teer oder Karbolineum. Ich bezweifle nicht, daß selbst schon blattlos gewordene Bäume zum Wachstum zu zwingen sind, nur braucht es eben seine Zeit. Ueberdies wird bei Ueberwindung der Ulmenkrankheit der bis jetzt bewiesene Selbsterhaltungstrieb der Ulmen auch weiterhin zulassen, daß praktische Versuche, ihnen zu helfen, ausgeführt werden können. Der Ulmenbestand stellt ein nicht zu unterschätzender Besitz dar, und es würde sich doch wohl lohnen, wenn der Staat zur Erhaltung seines Besitzes auch mal seinerseits Mittel zur Verfügung stellen würde, um die praktischen Bemühungen zu unterstützen. Nicht immer kann die Wissenschaft allein zum Ziele führen, zumal in der Erfahrung des Praktikers oft Erfolge siegen, aus der die Wissenschaft den Nutzen zieht. Der Regierungspräsident in Münster ist dagegen der Ansicht, daß neben der Züchtung immuner Sorten die schleunigste Beseitigung kranker Bäume das beste Mittel ist, da sonst die Gefahr besteht, daß der Pilz durch den Ulmenschintkäfer weiterverbreitet wird. Da der Käfer auch gesunde Bäume befällt und im übrigen sehr beweglich und flugtüchtig ist, wird die Krankheit durch ihn in kurzer Zeit oft über weite Strecken verbreitet. Eine sofortige Beseitigung aller erkrankten Bäume und Baumteile wird daher das wichtigste Mittel sein, um die Verbreitung der Krankheit zu hemmen. Daher hat der Regierungspräsident in Münster eine dahingehende Verordnung zur Bekämpfung der Ulmenkrankheit erlassen. Bilder aus Bochumer Gerichtssälen Es war eine äußerst ehrenrührige Geschichte für einen Wohlfahrtspfleger, die den Bergmann S. aus Bochum auf die Anklagebant des Erweiterten Schöffengerichtes brachte. Er hatte in den letzten Jahren die Stelle eines stellvertretenden Bezirkswohlfahrtspflegers inne und damit die Aermsten der Armen in einem der Bochumer Stadtteile zu betreuen. Sämtliche Svenden des Wohlfahrtsamtes gelangten durch ihn an die bedürftigen Invaliden und Witwen zur Auszahlung, beziehungsweise sollten durch ihn verteilt werden. Daran haperte es jedoch oft, so daß Beschwerden bei der Stadt einliefen. Als danach eine Prüfung seiner Bücher vorgenommen wurde, mußte man feststellen, daß für einen Betrag von 333 Mark, der S. überwiesen worden war, Quittungen der Unterstützten fehlten. Aber weiter wurde bekannt, daß selbst da, wo die Quittungen vorhanden waren, die Unterstützten, wenn überhaupt das Geld ausbezahlt worden war, denn S. hatte auch einige Unterschriften gefälscht, nur geringere Beträge erhalten hatten. Der Wohlfahrtspfleger hatte es verstanden, die geschäftsungewandten Frauen zur Hergabe ihrer Unterschriften zu bewegen. Wenn auch die einzelnen Beträge, um die die Unterstützten betrogen wurden, nicht allzuhoch waren, so war die Handlungsweise doch doppelt verwerflich, weil nur solche Leute betroffen wurden, die mit jedem Groschen rechnen müssen. S. war aber auch als Vormund über einen jungen Mann eingesetzt, für den regelmäßig Gelder einliefen. Im Laufe der Zeit beliefen sich diese Gelder auf etwa 480 Mark. Auch davon ist nicht ein Pfennig mehr vorhanden. Die Ausreden des Angeklagten wurden vom Gericht als sehr zweifelhaft entgegengenommen. Unter Würdigung aller Umstände versagte das Gericht dem Angeklagten jede Milde. Es ging sogax, noch über den Antrag des Staatsanwaltes, der auf fünf Monate Gefängnis gelautet hatte, hinaus und verurteilte den ungetreuen Wohlfahrtspfleger zu acht Monaten Gefängnis. Auch der Bitte des Angeklagten um Bewährungsfrist wurde nicht nachgekommen. Es bleibt bei dem Urteil im Anonymen Brief-Prozeß Das Berufungsverfahren in dem Prozeß gegen den früheren Angestellten B. der Konsumanstalten, das am Montag unterbrochen wurde, fand am Donnerstag mit der weiteren Beweisaufnahme vor der Ferienberufungskammer seine Fortsetzung. Der Angeklagte B. blieb dabei, daß die bei ihm beschlagnahmten Kopien der anonymen Briefe und Geschäftspapiere der Konsumverwaltung der Vereinigten Stahlwerke ihm in den Bücherschrank in seiner Wohnung von gewisser Seite eingeschmuggelt sein müßten, um den Verdacht auf ihn zu bringen. Der jetzige erste Geschäftsführer der Konsumverwaltung, Sch., wurde von der Düsseldorfer Zentrale als Revisor nach Bochum entsandt, um nachzuprüfen, ob die in den bis dahin eingelaufenen anonymen Briefen gegen mehrere Angestellte, vor allem gegen den Geschäftsführer Kl., aufgestellten ehrenrührigen Behauptungen der Wahrheit entsprächen. Der„berühmt" gewordene anonyme Brief vom 15. Januar 1930 sei von dem Anonymus in 30 Exemplaren zum Versand an alle leitenden Direktoren und Beamten der Vereinigten Stahlwerke gelangt, so auch an Vögler und Thyssen. Auf Grund genauester Nachforschung und Nachprüfung über den Befund der Waren im Keller des Geschäftsführers Kl. könne er nur sagen, daß die Sache nach seiner Ansicht in Ordnung gewesen sei. Gewiß, eigenmächtig handelnd, habe Kl. unverkäuflich gewordene Waren teils geschenkweise, teils zu geringen Preisen an alle Angestellten der Konsumverwaltung und auch an Wohltätigkeitsanstalten abgegeben. Für dieses eigenmächtige Handeln sei ihm ein strenger Verweis zuteil geworden. Bezüglich des umfangreichen Versandes des anonymen Schreibens vom 15. Januar 1930 habe man nach seiner Ansicht von gewisser Seite einen durchschlagenden Erfolg gegen Kl. erzielen wollen. Auch die gegen den Geschäftsführer H. erhobene Verdächtigung, als wenn dieser seinerzeit den Erlös großer Schinkenverkäufe der Konsumverwaltungskasse vorenthalten habe, habe sich als völlig grundlos erwiesen. Die betreffenden Gelder seien in vollem Umfange sofort nach dem Verkauf an die Konsumverwaltungskasse Hamborn gelangt. Diese Sache sei von dem Geschäftsführer., der vor einigen Monaten aus den Diensten der Konsumverwaltung Bochum entlassen ist, zur Kenntnis der Düsseldorfer Generaldirektion gebracht worden. Damals standen N. und Kl. noch auf freundschaftlichem Fuß. Später habe B. zu N. gehalten und dieser gegen Kl. Nach dem Fund der anonymen Briefe in der Wohnung des Angeklagten sei dieser am 19. Januar 1930 fristlos entlassen worden. Zeuge Geschäftsführer N. erklärte auf das Bestimmteste, daß er den Angeklagten B. nicht mit der Abfassung von anonymen Briefen beauftragt habe, auch nicht zu dem anonymen Schreiben vom 15. Januar 1930 veranlaßt habe, das soviel Staub aufwirbelte. Zwischen ihm und dem Zeugen St. kommt es zu scharfen gegenseitigen Erklärungen über Aeußerungen, die im Verlauf der Affäre von N. gemacht worden seien. Damit schließt die Beweisaufnahme. Es wurden dann die Gutachter gehört. Schriftsachverständiger Müscher kommt auf Grund eingehender Schriftvergleiche zu der Ansicht, daß mit ziemlicher Sicherheit der Angeklagte. B. als Anonymus für eine ganze Reihe der bewußten Schreiben in Frage komme. Der Verteidiger des Angeklagten, Rechtsanwalt Frank 1 (Dortmund), ergeht sich in scharfen Angriffen gegen die Schriftvergleichungskunde, die er in ihren Exgebnissen als außerordentlich zweifelhaft bewertet. Schließlich beantragte er abermals die Beauftragung eines zweiten autoritativen Schriftsachverständigen. Der StaatsanSchriftfachverstanpigeg, walt ersuchte das Gericht, diesen Antrag abzulehnen. Die Schriftvergleichung sei lediglich als Indiz mit herangezogen worden, um die sonstigen reichlich vorhandenen Indizienbeweise, die für eine Schuld des Angeklagten sprächen, noch zu vervollkommnen. Diesem Antrag schloß sich der Vertreter der Nebenkläger, Rechtsanwalt Dr. Dörpinghaus, an. Das Gericht beschließt, die Anträge bezüglich der Vereidigung des Zeugen N. und der Ladung eines zweiten Schriftsachverständigen am Nachmittage zu beraten. Darauf tritt eine Mittagspause ein. der Angeklagte., die Zeugen St., Polizeioberleutwan H. und N. teilgenommen haben, und auf die Tatsachdaß einige Tage später der anonyme Brief mit all des Bestandteilen dieser Besprechung bei der Generaldire tion in Düsseldorf eingelaufen sei. Die Besprechunhabe der Frage der Anzeige gegen Kl. gegolten mit Endzweck, diesen unmöglich zu machen. Der Schreibz dieses anonymen Briefes sei daher nur in diesem Kreise zu suchen. Polizeioberleutnant H. scheide hien eres aus, auch der Zeuge St., der einen solchohne weiteres aus, auch der Zeuge St., der einen solchen Brief, dazu noch mit Schreibmaschine, abzufassen nicht imstande sei. N. habe ihn auch nicht geschrieben habe er andere Leute besessen. Der Staatsanwalt häl für nachgewiesen, daß der Angeklagte B. als Schreiber der anonymen Briefe in Frage komme. Sein Vorgehen verdiene eine erhebliche Strafe. Strafmildernd sei zu erwägen, daß er nicht allein die treibende Kraft in die, ser häßlichen Briefaffäre gewesen sei, ferner sein, schwere Kriegsbeschädigung und eine gewisse Unzufrie, denheit, die bei ihm bestanden habe, mit den Verhält, nissen in der Konsumverwaltung. Mit einer Geldstrafe könne der Fall nicht abgetan werden; denn in ihm liegeine große Gemeinheit, aus einem Hinterhalt in so gehässiger Art über Leute herzufallen. Er beantragte zwei Monate Gefängnis.— Darauf ergreifen das Wort der Verteidiger Rechtsanwalt Frank und der Vertreter der Nebenkläger, Rechtsanwalt Dr. Dörpinghaus. Das Gericht kam nach längerer Beratung zur Verwerfun, der Berufung sowohl des Angeklagten, wie auch des Staatsanwaltes. In der Urteilsbegründung wurde ausgeführt, daß die anonymen Briefe schwere Belei, digungen gegen mehrere Geschäftsführer der Konsumverwaltung der Vereinigten Stahlwerke enthielten. Wenn auch sonst derartige Beleidigungen in anonym gehaltenen Briefen eine erheblichere Bestrafung seitenz der Gerichte erfahren, so habe das Berufungsgericht mit dem ersten Gerichte strafmildernd erwogen, daß die Handlungsweise des Angeklagten aus seiner schweren Kriegsbeschädigung eine gewisse Veranlassung gefunden habe. Das Gericht war überzeugt, daß der Angeklagte als Schreiber der in Betracht kommenden anonymen Briefe durch den mehrtägigen Prozeß überführt worden sei. (Weitere Lokalnachrichten auf Seite 7 und 13.) Nach Wiedereröffnung der Sitzung wurde der Antrag der Verteidigung auf Bestellung eines zweiten Schriftsachverständigen abgelehnt und weiter der Beschluß verkündet, daß die Zeugen, Geschäftsführer N. und Arbeiter St., unbeeidigt bleiben wegen Verdachts der Teilnahme. Darauf nimmt der Vertreter der Anklagebehörde, Staatsanwaltschaftsrat Schulte=Limbeck, das Wort zur Anklagerede. Er führte aus daß durch die Vernehmung des Zeugen Geschäftsführer Sch. die Affäre in diesem Prozeß erheblich geklärt worden sei. Der Staatsanwalt nimmt an, daß die anonymen Briefe aus einer einheitlichen Quelle stammen, wenigstens die Briefe vom 24. Oktober 1930 und vom 15. Januar 1931. Nach dem Staatsanwalt besteht gegen den Zeugen N. der durch die Feststellungen des Prozesses begründete Verdacht, daß er in irgend einer Weise an dieser Affäre beteiligt ist. Die Behauptung des Angeklagten, daß ihm die Durchschläge anonymer Briefe in seine Wohnung eingeschmuggelt seien, halte er für abwegig. Den Fund der Durchschläge der anonymen Briefe in dem Bücherschrank des Angeklagten sehe er als das schwerwiegendste Moment dieses Prozesses an. Der Staatsanwalt geht dann des näheren auf die vom 12. Januar 1930 in der Wohnung des N. abgehaltene Besprechung ein, an der Vereinskalender Bochumer Krieger= und Landwehrverein, Bezirk II. Am Sonntag vormittag dem 16. d..: Uebungsschießen auf dem Stand Thiemannshof. Vollzähliges Erscheinen erwünscht.(2B19 Ehemal. Angehörige des 2. Garderegiments z. F. Am Sonntag, dem 16. August: Familienausflge, zum Kameraden Fernholz, Weitmar. Treffpunkt,.45 Uhr am Stadttheater.— Freunde und Gönner sind herzlich mit eingeladen. Der Vorstand.(a6768 Wohin gehen wir heute Stadtpark: 16, 20 Uhr: Städtisches Orchester. Skala=Operettentheater: 20.15 Uhr: Schwindelmeier & Co. Capitol: 16 Uhr: Die Frau— Die Nachtigall Lichtburg: 15.20, 18, 20.05 Uhr: Drei Tage Liebe. Lichtspielhaus: 4, 6, 8 Uhr: Stürme über dem Mont Odeon: 17 Uhr: Dally macht Karriere. Skala=Lichtspiele: 17, 20 Uhr: Tänzerinnen für SüdAmerika gesucht. Ufatheater: 16, 18, 20 Uhr: Liebeslied. Apollotheater: 15.50, 18.30, 21.30 Uhr: Die blonde Nachtigall. YEULK R HAF 7) EINEREPORTAGEAUS DER WIRKLICHKEIT /VON KARL EY (Copyright 1931 by Presse-Verlag Dr. R. Dammert, Berlin SW 68.) Und in dem geschlossenen Auto sah ich zwei Frauen sitzen. Eine weißhaarige Dame, die jetzt mit dem Schirm ans Fenster klopfte, um dem Chauffeur einen Auftrag zu geben, und ein junges großes, blondes Madchen, das interessiert und lächelnd auf die bunte Menge blickte. Das Mädchen war Irmgard Beßler. Mit einem lauten Aufschrei wollte ich mich an den Wagen stürzen, als ich plötzlich schwer zu Boden fiel. Irgend jemand hatte mir ein Bein gestellt. Im Fallen sah ich noch, daß Irmgard mich anblickte, aber kein Zeichen des Erkennens in ihren vormeinte ich das grinsende Augen aufleuchtete. Darauf vermeinte ich das grinsende Lächeln Salaadras zu sehen. Betäubende Schläge trafen meinen Kopf. Und dann hatte ich die Besinnung verloren.. Verloren... niedergeschlagen... Als ich aus meiner schweren Betäubung erwachte, war mein erstes Gefühl das eines würgenden Ekels, der mir wie ein Kloß in der Kehle saß. Bald aber konnte ich feststellen, daß dieser Kloß nicht nur in meiner Einbildung bestand, denn das pfeifende Geräusch, das ich wahrnahm, war nichts anderes als der Wind aus meinen Lungen, der sich durch die zusammengeschnürte Luftröhre seinen angstvollen Weg bahnte. Vor meinen geschlossenen Augen übersprudelten sich leuchtende Sternschnuppen, grellrote und giftgrüne Raketen zu einem Feuerwerk, das sich auf meiner Gehirnhaut mit ätzendem Kopfschmerz widerspiegelte. Vorsichtig versuchte ich, die Augen zu öffnen. Es gelang mir nur mit dem rechten, das linke saß mir verquollen und stramm wie ein Gummiball im Kopf. Durch den schmalen Spalt des geöffneten Auges sah ich eine unerhört grelle Sonne, die mich zwang, die Lider sofort wieder zu schließen. Nach vielem Blinzeln konnte ich endlich meine Umgebung wahrnehmen. Die grelle Sonne war eine trübe Oellampe, die von einer niedrigen Decke herabhing und leise pendelte. Ihr trübes Licht fiel auf eine hölzerne Tischplatte, an welcher zwei Männer in blauen Schiffermützen und schwarzen Sweatern saßen und Karten spielten. An den beiden Seiten des engen Raumes, die ich von meiner Lage aus übersehen konnte, befanden sich Schlafkojen. Ich versuchte, die beiden Männer anzurufen, aber meine geschwollene Zunge versagte mir den Dienst. Immerhin aber mußten die beiden Kartenspieler das gurgelnde Geräusch gehört haben, denn der eine wandte sich um und sagte: „Na, Kamerad, den Schönheitsschlaf beendet? Teuf man ein Momentchen, der Onkel Doktor kommt gleich." Er warf seine Karten auf den Tisch und verschwand dann in der Dunkelheit einer Treppe, die nach oben zu führen schien. Ohne mich zu bewegen, erwartete ich mein Schicksal, denn jeder Versuch, Arme oder Beine zu rühren, war mit einem stechenden Schmerz begleitet. Zu denken war mir ebenfalls unmöglich. Erst allmählich wurde mir klar, daß ich vor den„Sieben Sünden“ überfallen worden war, gerade als ich Irmgard Beßler in dem Auto erblickte und sie anrufen wollte. Der Raum, in welchem ich mich jetzt befand, verriet mir zwar, daß ich mich an Bord eines Schiffes befinden mußte, ob dieses im Hafen lag oder auf schwamm, ob diese Leute meine Freunde oder Komplizen des Salaadra waren, das konnte ich nicht erkennen. Rauhes Gepolter auf der Treppe wollte meinen Kopf zum Bersten bringen, als zwei Männer an meiner Koje auftauchten. Der eine war der Kartenspieler, der andere ein großer Kerl mit rotem Schopf und einem Goldstreifen an den Aermeln seiner blauen Jacke. „Raus aus der Koje, Faultier,“ brüllte mich der Rothaarige an,„sich an Land besaufen, und dann den Dienst verweigern, das könnte euch wohl so passen.“ Ich wollte irgendeinen Protest einlegen, aber die geschwollene Zunge zuckte mir wie ein fremder Gegenstand im Munde. Der Mann mit den Goldstreifen stieß einen lästerlichen Fluch aus. „Ich werde dir eine Ermunterungsmedizin geben, Bursche," höhnte er. Dann hob er einen Eimer Wasser hoch und goß mir den Inhalt über den Kopf. Blitzschnell erfolgte nun die weitere„Ermunterung". Beide Männer rissen mich aus der Koje, schüttelten mich wie eine Strohpuppe und warfen mich auf die Bank an dem Tisch. Diese Gewaltprozedur hatte mich aber tatsächlich restlos zur Besinnung gebracht. Mit einem befreienden Gefühl wurde ich gewahr, daß ich keine zerbrochenen Knochen haben konnte. „Wasser...“, gurgelte ich hervor, und wieder wurde ein Eimer schmutzigen Wassers über mich geleert. „Trinken Der Kartenspieler stellte sich mit einem unwillig=drohenden Geknurr vor den Mann mit dem Goldstreifen hin, als dieser Miene machte, mit geballten Fäusten auf mich loszugehen. „Halt, stop,“ rief er dem Rasenden zu.„Jetzt ist's genug. Der Mann kann uns ja unter den Händen krepieren, und dann haben wir die schönste Bescherung mit dem Seeamt.“ Er reichte mir einen Blechbecher an die verquollenen Lippen, und gierig schluckte ich das abgestandene, fadschmeckende Trinkwasser. „Der Mann kann heute nicht arbeiten,“ setzte er dann hinzu,„er gehört in die Koje zurück.“ Mit einem Fluch verließ der Rothaarige den Schiffsraum und kletterte polternd die steile Treppe empor. „Shanghait?“ „Menschenskind, du bist in die schönste Patsche geraten,“ redete mich dann mein Gönner nicht unfreundlich an,„wie konntest du dich nur auf diesem Kasten anmustern lassen? Der Suff natürlich, eh? Du hattest ja einen bildschönen Schießer, als sie dich brachten. Und die Keilerei, als sie dich brachten, scheint auch nicht von schlechten Eltern gewesen zu sein.“ „Ich habe doch nicht angemustert,“ warf ich mit schwerer Zunge ein,„man hat mich in der Senegalstraße überfallen und wahrscheinlich dann nach hier verschleppt.“ „Daß sie dich angeschleppt haben, will ich dir abnehmen,“ sagte der Matrose.„Drei Leute von Salaadra bugsierten dich an Bord, wie einen nassen Sack. Wie Salaadra heuert, das wissen wir alle. Aber daß du irgendwo deinen Namen unter ein Papier gehauen hast, ist auch ziemlich klar, denn der„Dago“ arbeitet sauber und ist nicht so leicht zu fassen. Hahaha, der handelt nicht nur in Seemannsknochen, sondern auch in zarteren Bissen, wo du nicht dran tippen kannst. Wenn du hinten in die Eisluke gucken könntest, mein Sohn, würdest du sogar herausfinden, daß er seinen Profit von den Lebendigen und von den Toten nimmt. Ja, ja, Maat, starr' mich nicht so an— von... den.. Toten...“ „Wie heißt denn dieser Kasten?“ fragte ich. „Dies ist die Prinzipessa Inez,“ ein Motorsegler von 800 Tonnen und zwölf Mann Besatzung, wenn sich Dumme dazu finden. Du scheinst noch kein seebefahrener Mann zu sein, sonst müßtest du wissen, daß es zwischen Kap Horn und Hammerfest keine schlimmere segelnde Knochenmühle gibt... Kapitän ist Pereira Salaadra, der liebliche Bruder des Hafenhais. Natürlich fährt die „Prinzipessa“ unter brasilianischer Flagge. Minutenlang blieb ich in einer dumpfen Erstarrung sitzen. Es machte mir Mühe, die Mitteilungen des Matrosen zu verarbeiten, denn noch immer hämmerte die Dorfschmiede und stachen die Dolche in meinem Schädel herum. Das eine war mir aber doch klar, daß ich allem Anschein nach„shanghait“— willenlos an Bord geschleppt und zwangsweise angeheuert worden war. Was aber bezweckte Salaadra mit meiner Verschleppung?" Sein erstes Ziel schien das zu sein, mich festzuhalten, bis der Brasildampfer mit der„Frau Doktor“ und ihren Mädchen, worunter sich— davor war ich jetzt ganz fest überzeugt— auch Irmgard Beßler befinden würde— den Hamburger Hafen verlassen und einige hundert Seemeilen hinter sich gebracht hatte. Was aber dann? Wollte mich Salaadra oder sein Bruder, der Kapitän dieses Motorseglers, wirklich zwangsweise an Bord behalten? Hofften sie einen unverdächtigen„Unfall“ inszenieren zu können, um meinen Mund endgültig zum Schweigen zu bringen? Ich brauchte nicht lange auf Aufklärung zu warten, denn der zweite Kartenspieler, der sich bisher im Hintergrund gehalten hatte und vor einigen Minuten lautlos aus dem Quartier gegangen war, kam in diesem Moment auf unhörbaren Sohlen die Treppe herunter. Im trüben Lich der Lampe erkannte ich jetzt, daß es ein älterer Chinese war. Er stellte eine Blechschüssel mit Reis und kleingeschnittenen Fleischstücken vor mir auf den Tisch und sagte dann mit dem typischen Dialekt der Chinesen, die kein„r“ aussprechen können: „Cully und Leis(Curry und Reis) essen Maat, del Kapitän, el kommen gleich.“ Eine Schlange wird höflich... Trotz der Schmerzen in meiner Kehle würgte ich die Speise gierig hinunter. Jeder Schluck war eine Qual und ein Genuß, und während ich schlang, kam es mir blitzartig zum Bewußtsein, daß seit dem Ueberfall in der Senegalstraße schon eine geraume Zeit verstrichen sein mußte, da ich sonst nicht diesen Wolfshunger haben konnte. Kauend fragte ich den Matrosen: „Wie lange habe ich denn gelegen?“ „Seit gestern nacht, Maat. Jetzt ist es sieben Uhr abends.“ Eine weitere Frage wurde mir durch den Eintritt eines schwarzhaarigen Mannes in Kapitänsuniform abgeschnitten, in welchem ich den Begleiter Salaadras wiedererkannte, den ich durch das Lokalfenster gesehen hatte, als ich mit dem„Generalkonsul“ zusammensaß. Kapitän Salaadra hielt den Matrosen und den Chinesen zurück, als diese das Quartier verlassen wollten. „Bleibt hier“, sagte er englisch,„was ich diesem Manne zu sagen habe, muß vielleicht beschworen werden.“ Nachdem er sich erkundigt hatte, ob ich englisch verstehe, fuhr er fort: „In ihrem Falle liegt ein sehr bedauerlicher tum vor, mein Herr. Ich will nicht leugnen, daß Sie einen Teil der Schuld selbst tragen, denn als sie gestern abend in jener Schlägerei den kürzeren zogen, murmelten Sie Salaadra, so daß einige meiner Freunde dachten, Sie seien ein Mitglied meiner Besatzung. Daß man Sie daraufhin an Bord dieses Schiffes brachte, war erklärlich. Auch mein erster Offizier, Herr Petersen, der vorhin etwas unsanft mit Ihnen umging, war in dem Glauben, daß Sie angemustert hatten und wegen Trunkenheit den Dienst vernachlässigten. Ich bin jetzt aber darüber im klaren, daß alles nur ein sehr bedauerliches Mißverständnis ist. Es interessiert mich nicht, weshalb Sie Seemannskleider tragen und offenbar niemals gefahren haben. Es interessiert mich auch nicht, aus welchem Grunde Sie in die Schlägerei, die ja im Hamburger Hafen und in jedem Hafen der Welt etwas ganz Alltägliches ist, verwickelt wurden. Meine Pflicht als Kapitän ist es aber, da Sie einmal an Bord meines Schiffes, wenn auch ohne Ihr Zutun, gekommen sind, als christlicher Seefahrer Sie vor weiterer Gefahr zu schützen. Sie sind übel zugerichtet und werden deshalb an Bord dieses Schiffes, und zwar in diesem Quartier, einige Tage bleiben, bis Sie ganz wieder hergestellt sind. Ich werde Sie verpflegen lassen, wie es meine Pflicht ist.“ „Martens“, wandte er sich dann an den Matrosen, sorgen Sie dafür, daß dieser Herr seine Pflege erhält. Sorgen Sie aber auch dafür, daß er dieses Quartier nicht verläßt, solange Sie an Bord sind. Um neun Uhr kommt Fonseca zum Dienst, der die näheren Instruktionen kennt.“ „Ich wollte einen Einwand machen, aber der Bruder Salaadras schien nicht zu hören: Er reichte mir sogar seine Hand, murmelte noch einige höfliche bedauernde Worte und ging dann schnell, fast fluchtartig, die Treppe wieder hinauf. Ich hörte noch, daß er die Türe, die vom Mannschaftsquartier an Deck führte, verschloß. Der Matrose Martens pfiff durch seine Zahnlücken, als der Kapitän fortgegangen war. „So also läuft der Hase“, flüsterte er mir zu.„Hast du was bemerkt. Kamerad? Diese Tanzsaalhöflichkeit, diese rührende Nächstenliebe von Salaadra, der vor Madeira einen spanischen Schiffsjungen mit eigenet Hand erdrosselte, nur, weil er— doch genug. Hast### was bemerkt? Kapitän Salaadra sichert sich. Er win dich hier gefangen halten, und wenn du später Krach schlägst, denn ich und der Chink sind Zeugen, daß er dich nur hier behielt, weil er dachte, du bedürftest der Pflege. Höre wohl zu, Maat, wenn du Krach schlägst. Es könnte doch sein. Ich glaube aber kaum, daß du noch muckst, wenn du auf Eis liegst. Aber es könnte doch sein. Verflucht, der Kapitän hat den Dreh heraus. In den Worten des Matrosen klang fast etwas wie Hochachtung vor dem Manne mit, aber noch mehr sprach aus ihnen ehrliche Verachtung. Die Würfel des Schicksals. Der Matrose Martens hielt sich die Ohren zu, ich ihm erklären wollte, weshalb ich von Salaabte überfallen und an Bord geschleppt war. „Ich will von dir nichts wissen, Mensch, kein. Par will ich hören. Ich muß ein klares Gewissen haben, wenn ich einmal vor dem Seeamt drei Finger h0# halten soll.“ „Dann können Sie mir aber vielleicht etwas übee dieses Schiff sagen?“ 667 lFortsetzung folgt. a Belage zum 2 Inzeiger u. Gen. Mür Xein Oklob Wahrhaftig, es i Male nicht, o Schau auf der um ersten Male se (ffrebeg. Rünchen, elenbesan uge lichen Ruhepunkt de allen Kummer ertr Armut einen leichte und Behagen a aos Otiobersest Münchener weiß, n München und auf wacklig und unsiche konnte seine Pforte die Darmstadter B stellen, das Bier! war traurig genug, auf dieser erbärml daß die eisenfeste brochen werden kön ins Wanken gerat unmöglich, gehalten Dem Kenner so den bisher stets a mütigkeit vertreten bekannt werden lie auf der„Wiesene und die Paulaner tröstete sich mit de brauereien. Aber lend geworden, teil Wirtschaftslage, tei Bierkonsums. We paläste nicht da si chener das ganze Eristenzbexechtigu. sonstigen Schauste Zeit an Geld und siehen, so hat ma begonnen, das ga Noch ist dieses endgültig. Noch sunken, und der um Teil einfluß noch mit sich zu scheidende Wort s1 nur ein Rumme Zeichen von Leber schwierigsten. Zeit schen, daß die gut mit ihnen der Bi werden, aber alle Oktoberfest muß fährt man: Die fest wird abgehal Warum auch nerplatz=Theater Lore wieder iro dem neuen Pacht die aber in letzt Ausgleich gemäß heruntergeschrauk der schlechten Zei lern, Angestellter gänzlichen Stelle gesehen davon, da dühne für Münc und Unheilsunke weisheitsschwerei unter der früher schon voraussage ist niemals nütz Schwätzer. Als krisenvollen Tag ihr Geld abhebei da waren unter steig Anstehende Werk, die die g mehr ängstigten seit ihrer Ents gewesen. Das! Klugen horchen leihen dem Gesc auf der Welt le sind in der Me Seiten 141 Steuer izeioberleutnam uf die Tatsache rief mit all den er Generaldiret. die Besprechung egggen, mit den Der. Schreiber n oiesem kleinen H. scheide hier der, einen solchen abzufassen nicht zeschrieben, dazu aatsanwalt häu 8, als Schreiber Sein Vorgehen mildernd sei de Kraft in die. ,„ferner seine wisse Unzufrie. it den Verhälteiner Geldstrafe enn in ihm liege exhaltz in so geEr beantragte reifen das Wort d der Vertreter örpinghaus. zatung zur Verklagten, wie auch jründung wurde schwere Beleier der Konsumirke enthielten. gen in anonym strafung seitens Berufungsgericht erwogen, daß is seiner schweeranlassung gezeugt, daß der icht kommenden n Prozeß über7 und 13.) er Bezirk II. Am Uebungsschießen sollzähliges Er(LB19 ents z. F. Am enausflug zum fpunkt.45 Uhr inner sind herz(a6768 Am leute rchester. Schwindelmeier Nachtigall Tage Liebe. ber dem Mont nnen für Südr: Die blonde ob ich englisch muerlicher Irrugnen, daß Sie denn als sie kürzeren zogen, meiner Freunde Besatzung. Daß Schiffes brachte, er, Herr Petern umging, war itten und wegen . Ich bin jetzt n sehr bedauerert mich nicht, id offenbar niesich auch nicht, gerei, die ja im der Welt etwas Meine Pflicht in Bord meines gekommen sind, erer Gefahr zu werden deshalb iesem Quartier, ieder hergestellt wie es meine den Matrosen, Pflege erhält. dieses Quartier Um neun Uhr äheren Instrukaber der BruEr reichte mir ge höfliche befast fluchtartig, och, daß er die i Deck führte, ine Zahnlücken, e mir zu.„Hast izsaalhöflichkeit, adra, der vor n mit eigener genug. Hast du sich. Er u später Krach Zeugen, daß er bedürftest. der Krach schlagst. kaum, daß du Aber es könnte Dreh heraus. fast etwas wie Beilage zum Bochumer Anzeiger u. Gen. Anzeiger Nr. 189 38. Jahrgang Freitag, 14. August 1931 Müncken.... Xein Okloberselt in dielem Jahre? Pohrhaftig, es ist so: Die Münchener wissen zum ien Male nicht, ob das Oktoberfest abgehalten wird. rten—: Male seit. 120 Jahren ist die große fröhauf der Theresienwiese in Frage gestellt, 9p.*“ 190 Jahren fehlt dem bier= und zum ersten Male seit 120 Jahren ist die große(röhMünchener beglückende, nerven= und selenbesänftigende Aussicht auf den großen, erfreusichen Ruhepunkt des Jahres, der alle Sorgen leichter, allen Kummer erträglicher machte, der selbst für die Armut einen leichten Duft und Schimmer von WohligOktoberfest ist in Frage gestellt! Nur der Münchener weiß, was das heißt, aues Sonstige in Rünchen und auf der übrigen Welt konnte man für und unsicher halten; das Gärtnerplatz=Theater wacklig und unsicher halten; das Gärtnerplatz=Thee konnte seine Pforten schließen und zu spielen aufhoren, je Darmstädter Bank konnte ihre Zahlungen einBier konnte teurer werden— das alles var traurig genug, aber nicht unmöglich.„Bos Höre i dieser erhärmlichen Welt noch unmöglich: Aber eisenfeste Tradition des Oktoberfestes durchbrochen werden könnte, daß die Bräuche der Ahnen so ins Wanken geraten könnten— das hätte man für Dem Kenner schwante schon nichts Gutes, als von den bisher stets auf dem Oktoberfest in treuer Einnütigkeit vertretenen sechs großen Brauereien zwei bekannt werden ließen, daß sie heuer keine Bierhallen auf der„Wies'n“ errichten würden: die Löwenbrauerei und die Paulanerbrauerei(Winzerer Fähndl). tröstete sich mit den vier noch übrigbleibenden Großbrauereien. Aber nun sind auch diese teilweise schwanlend geworden, teils wegen der allgemeinen miserablen Wirtschaftslage, teils wegen des starken Rückgangs des Bierkonsums. Wenn aber die großen, hölzernen Bierpaläste nicht da sind, dann hat für die meisten Münchener das ganze Oktoberfest keinen Reiz und keine Existenzberechtigung. Und da es auch bei vielen der sonstigen Schausteller im Hinblick auf die unsichere Zeit an Geld und Mut fehlt, die Oktoberwiese zu besiehen, so hat man von verschiedenen Seiten bereits begonnen, das ganze Oktoberfest abzublasen. Noch ist dieses für München trübselige Faktum nicht endgültig. Noch sind die Hoffnungen nicht ganz geunken, und der Stadtrat wird, wie die zahlreichen, zum Teil einflußreichen Oktoberfestfreunde erwarten, noch mit sich zu Rate gehen, bevor er das letzte entscheidende Wort spricht. Das Oktoberfest war ja nicht nur ein Rummel, sondern immer auch ein schönes Zeichen von Lebensmut und Lebenskraft, selbst in den schwierigsten Zeiten. Um deswillen muß man wünschen, daß die gute Sache siegt. Die Bierpaläste und mit ihnen der Bierkonsum mögen ruhig wieder kleiner werden, aber allen schlechten Zeiten, zum Trutz: das Lktoberfest muß her!—(In allerietzter Stunde erfährt man: Die Tugend hat gesiegt— das Oktober= fest wird abgehalten!) Warum auch nicht? Oeffnet doch sogar das Gärtnerplatz=Theater nach monatelangem Stilliegen seine Tore wieder, trotz der feuerpolizeilichen Auflagen, die dem neuen Pächter 150000 Mark extra gekostet hätten, die aber in letzter Stunde durch einen vernünftigen Ausgleich gemäßigt und vorläufig auf das Mögliche heruntergeschraubt wurden; und trotz der gerade wegen der schlechten Zeiten, denn eine große Zahl von Künstlern, Angestellten und Arbeitern ist dadurch vor der gänzlichen Stellenlosigkeit und Not gerettet, ganz abgesehen davon, daß die hübsche und historische Operettendühne für München erhalten bleibt. Die Miesmacher und Unheilsunken schütteln zwar auch hier wieder ihre weisheitsschweren Köpfe, und wollen die Pleite wi unter der früheren, so auch der neuen Direktion jetzt schon voraussagen. Aber auf die Miesmacher zu hören, ist niemals nützlich gewesen. So wenig wie auf die Schwätzer. Als die Städtische Sparkasse in den ersten krisenvollen Tagen von den angstvollen Sparern, die ihr Geld abheben und„retten“ wollten, belagert wurde, da waren unter den dichten Reihen der auf dem Gehsteig Anstehenden auch die Hetzer und Schwätzer am Werk, die die geängstigten, aufgeregten Gemüter noch mehr ängstigten und aufstachelten, denn die seit ihrer Entstehung schon immer voller Geschwätz gewesen. Das könnte ungefährlich erscheinen, denn die Klugen horchen nicht darauf und nur die Dummen leihen dem Geschwätz ihr Ohr. Aber die Klugen sind auf der Welt leider in der Minderzahl, die Dummen sind in der Mehrzahl. Das ist das Betrübliche! Max Cervus. Seiten und Steuern ändern dich Steuerkuriosa aus der Vergangenheit. Einst besteuerte man in Oesterreich— es ist noch gar nicht so lange her— die Fenster, die zur Straßenfront hinausgingen. Daher baute man damals Häuser mit fensterlosen Mauern, die traurig anzusehen waren. Die Fenster gingen alle in den Garten oder nach hinten in die Höfe. Im 18. Jahrhundert gab es nicht nür eine Hundesteuer, sondern auch eine doppelte auf Papageien, Katzen und Singvögel. Damals kam auch die Perückensteuer auf, die höher war als alle anderen, aber ohne eine Perücke konnte man nicht leben—, damals! Wer sich einen Diener hielt, zahlte dafur keine Steuer. Hatte der Diener aber eine Livree, dann mußte sezahlt werden. Doch was ist das gegen die Bartsteuer des 13. Jahrhunderts? Ein Mann ohne Bart wäre damals auf der Straße ausgelacht oder eingesperrt worden. Also mußte sich jeder einen Bart stehen lassen und zahlen. Oesterreichs Kaiser erfanden damals die Balkonsteuer, die sie Luftbausteuer nannten, weil jeder, der gewissermaßen„in die Luft hineinbaute“, eine Steuer zahlen sollte. Hierzu gehörten auch Türmchen und Erker an den Häusern, aber jedes Haus hatte Lurme und Erkerchen, ja, die Polizei verlangte solche in bestimmten Straßen.#.—8 0 bigenf.. Die Junggesellensteuer, die bei uns Levigenfteuer heißt, weil es im Gegensatz zu früher nicht nur männJunggesellen gibt, ist eine uralte Einrichtung, erfunden von dem Finanzminister des ewig geldbedürftigen Sudwig XIII., der diese Steuer aber noch ausdehnte. Nicht nur hatte jeder junge Mann von seinem 20. Leeensjahre an bis zum Tage seiner Hochzeit jährlich eine sogabe zu entrichten, sondern auch die Eltern unverehetschter Mädchen mußten zahlen, so lange die Mädchen nach ihrem 16. Lebensjahre nicht verheiratet waren. üder auch nach der Hochzeit hörte die Steuerzahlerei auf, denn wenn ein Ehepaar fünf Jahre verheirager und noch keine vier Kinder besaß, mußte es für ### fehlende Kind so lange zahlen, bis es auf die Welt E5. Unter Umständen lebenslänglich. Die berüchtigte Be###er Ludwig XIV. hat dann bekanntlich mit zur eeiuioen geführt..44 uu. Las Master. und Laß Kaiser Justinian nicht nur das Wasser und Brot, sondern zuletzt auch die Luft besteuern wollte, ist bekannt. Er starb dann aber, bevor der Entwurf Gesetz werden konnte, an Asthma, bekam also selber keine Luft mehr. Die deutsche Schornsteinsteuer, die jeden sichtbaren Schlot besteuerte, ist übrigens erst im Jahre 1848 aufgehoben worden. Wenn auch diese eigenartigen und zum Teil unberechtigten Steuern längst weggefallen sind, so haben wir doch auch heute noch Steuern genug zu bezahlen. Es sei nur an die Einkommen=, Umsatz=, Gewerbe=, Auto=, Lustbarkeits=, Erbschafts-, Luxus=, Hunde=, Kapital=, Grunderwerb=, Kirchen=, Gebäude=, Börsen=, Stempel=, Transport= und Wechselsteuer erinnert. Das scheint aber manchen Leuten noch nicht genug zu sein, vielmehr laufen täglich dutzende von Briefen beim Reichsfinanzministerium ein, worin darauf aufmerksam gemacht wird, daß man auf diese oder jene Weise noch Steuern eintreiben könne. Der eine möchte die Bubiköpfe, die andere die langen Haare, einer die Rasiermesser, der andere die Bärte, besteuert haben. Zu große Wohnungen, zu breite Fenster, zu hohe Schornsteine, zu lange Fingernägel, Puder und Saminke, Samt und Seide, Alkohol und Bäume, die mehr als sieben Zentner Obst tragen, sollen einer Extraabgabe unterworfen werden. Und so weiter und so weiter. Steuern wird es immer geben und muß es geben, wenn sich auch die Ansichten, was man besteuern müsse und was nicht, im Laufe der Jahrzehnte immer ändern werden. Der alte Regensckirm/ Skigze von M. ttenmanns Der kleine Rentner Mergenthin war eine bekannte sich das Vermögen des Onkels belief, aber dieser war Persönlichkeit der Kreisstadt. Jeden Morgen trippelte verschlossen wie ein Banktresor. “ k u r z e n e i l i g e n S c h r i t t e n v o n s e i n e r v o r d e m„ W e i ß t d u. O n k e l, d u k i Das dürkte Sie interessieren! Ein Alderman ist ein Mitglied des Stadtrats in England und in den Vereinigten Staaten. * Eine ungeheure Apfeltorte wurde kürzlich in Birmingham gebacken; sie reichte für 3000 Personen. er mit tarzen, engeg Schritnn eon scmt, vor dem Osttore gelegenen Villa her durch die Straßen, holte sich von der Post die für ihn eingelaufenen Zeitungen und Postsachen, trug sie zum„Braunen Hirschen", wo er sie bei einem Schoppen Rheinwein behaglich durchlas. Das war an sich nichts Besonderes, aber daß er Sommer und Winter, bei Sonnenschein oder Regenschauern stets den unförmlichen Regenschirm aus grauer Baumwolle bei sich führte, das war doch absonderlich. Die Jahre kamen und gingen, wie der Kalender es vorschrieb. Ruhig und besonnen verlebte der Rentner Ambrosius Mergenthin seine Tage. Hin und wieder erhielt er Besuch von seinen drei Neffen. Zuerst kam gewöhnlich Alfred Mergenthin. Er war Prokurist einer Großbankfiliale in Dortmund, bezog ein auskömmliches Gehalt, führte überall das große Wort und den Titel„Direktor“. Auf den Titel legte er besonderen Wert und unterließ es nie, seine Umgebung in gebührender Weise davon in Kenntnis zu setzen. Also Alfred Mergenthin, der Bankdirektor, kam im Sommer zu Beginn seines Urlaubes zum Onkel, brachte ein Geschenk mit, das nach sehr viel aussah und recht wenig gekostet hatte und mit dem der alte Mergenthin meistens nichts anzufangen wußte. Im Grunde machte sich der Herr Bankdirektor ja nichts aus dem verdrehten Kauz, wie er seinen Onkel im stillen nannte, aber immerhin besaß dieser eine Villa, wahrscheinlich auch ein ganz handliches Vermögen, man konnte also nicht wissen... Drei Tage blieb der Neffe Alfred gewöhnlich dort. Zu gern hätte er gewußt, wie hoch Speißt du. Onkel, du könntest mir mal deine Papiere zur Durchsicht geben. Vielleicht lassen sich einige davon in besser verzinsliche umtauschen“, sagte Alfred. Er sprach stets in einem etwas geschwollenen Kehlke Pathos über den Kehlkopf weg., Mergenthin der Aeltere schmunzelte leicht:„Nee, laß nur: Ich habe genug zum Leben, kann ohne Sorin Schoppen trinten. Also was soll ich mit iken. ven Pgheg Wenn Alfred abgereist war, kam sein Bruder Paul, der Rechtsanwalt aus Berlin, ebenso vornehm wie der Bankdirektor. Aber er blieb nur zwei Tage, sprach von Kriminalrat Gennat, der Leiter der Berliner Mordkommillion R Ein MKelsrer der Vöekkeumeienkent Zimmie Walker, der„Jazzmayoi“ von Newyoik, auf Gesuck in der Reichskauptstact „Willst mich im Dezember lieben, wie du jetzt mich liebst im Mai? Wirst du mich auch dann noch lieben, wenn der Jugendrausch vorbei?" f666 Diese schönen Verse sang vor einem Vierteljahrhundert ein junger Newyorker Mensch namens James I. Walker. Seine Verse wurden vertont, und man hörte sie den Jazz ist Herrn Walker bis auf den heutigen Tag geblieben. Er hat längst die Sängerin Janet Allen, die seine Jazzlieder zum ersten Male vor dem Newyorker Publikum vortrug, geheiratet. Die Newyorker Bürger nennen Mr. Walker immer noch „Jimmie", obwohl er seit dem Winter 1925 als Bürgermeister die Verwaltung der größten Stadt der Welt mit anerkennenswertem Geschick leitet. Kurze Zeit, nachdem Jimmie Walker als Jazzdichter in Newyork populär wurde, trat er in Verbindung mit amerikanischen Politikern. Er schloß sich der demokratischen Partei an und gelangte mit Unterstützung von Tammany Hall, der großen politischen Gesellschaft Newyorks, zu Amt und Würden. Bei den amerikanischen Demokraten tat sich Jimmie Walker bald so hervor, daß man ihm wichtige politische Posten in Aussicht stellte. Im Herbst 1925 endlich war es so weit. Obwohl die Hearstpresse den Altbürgermeister John. F. Hylan nach Kräften unterstützte, errang Jimmie Walker bei der Oberbürgermeisterwahl einen überraschenden Sieg. Jimmie Walkers Volkstümlichkeit ist so groß, daß ihn im Herbst 1929 die Newyorker Bürger zum Bürgermeister wiederwählten. Jimmie Walker, der Jazzmayor von Newyork(wie er allgemein genannt wird), ist jetzt zu kurzem Besuche in der Reichshauptstadt eingetroffen. Er hat sich offizielle Empfänge in Berlin verbeten. Daß er selbstverständlich den Berliner Oberbürgermeister Dr. Sahm seine Aufwartung machte, versteht sich. Es war belustigend, Jimmie Walker, der wohl den Ruhm für sich in Anspruch nehmen darf, der kleinste Burgermeister der Welt zu sein, im Gespräch mit dem außerordentlich„großen“ Berliner Oberbürgermeister zu sehen. Aeußerlich gleicht Jimmie Walker in keiner Weise einem Bürgermeister. In seinem hochmodernen Sommermantel und in seinem gepflegten Anzug sieht Walker eher einem gutbezahlten Schauspieler ahnlich als einem hohen Kommunalbeamten. Ungewöhnlich war auch der Empfang, der dem Newyorker Oberbürgermeister in der Reichshauptstadt bereitet wurde. Nicht nur, daß Max Schmeling als „Freund Walkers“ mit ihm Shake hands austauschte und der bekannte Hotelbesitzer Louis Adlon höchstpersönlich am Bahnsteig erschien. In der Vorhalle des Adlon=Hotels hatten sich auch die dort wohnenden amerikanischen Gäste zu einer eigenartigen EmpfangsZeremonie aufgestellt. Als Jimmie Walker nämlich das vornehme Hotel betrat, sangen die Amerikaner inbrünstig einen der bekannten Schlager des„Jgzz= mayors. Es ist nicht bekannt, was Jimmie Walter alsbald in den Musikhalls und in den zu diesem sonderbaren Empfang in Berlin gesagt hat. die größte Popularität genießt. Oberbürgermeister und Jazzdichter zugleich— ja das kommt nicht alle Tage vor. Am Mittwoch stattete Walker dem Oberbürgermeister Dr. Sahm einen kurzen Privatbesuch im Berliner Rathaus ab. Stadtmedizinalrat Professor v. Drigalski holte Walker und seinen Begleiter Dr. Schroeder vom Hotel Adlon im Auto ab. Am Hauptportal des Rathauses empfing dann Stadtbaurat Dr. Adler die Amerikaner und geleitete sie in das Amtszimmer des Oberbürgermeisters. Dr. Sahm hieß Walker mit kurzen Worten in der Reichshauptstadt willkommen, worauf der Gast für die freundliche Aufnahme dankte. Die Herren unterhielten sich dann noch einige Zeit über die verschiedensten Berliner Einrichtungen, die Walker besichtigen will. Danach verabschiedeten sich die Gäste und fuhren ins Haus der Deutschen Presse. Dr. Sahm fuhr wenige Minuten später ebenfalls zu diesem Empfang, auf dem er die Begrüßungsansprache vet.„„.. 0 Jahre 41 Nachmittags besuchte Walter die 70 Juhle alte Mutter des Freiherrn v. Hünefeld. Jimmie Walker erklärte, daß es ihm eine Ehrenpflicht sei, der alten Dame, der Mutter seines verstorbenen guten Freundes seine Aufwartung zu machen. Auch dem Bürgermeister a. D. Böß stattete Walker einen Besuch ab. zur Zeit die Ermittlung nach den Tätern des Eisenbahnanschlages bei Jüterbog leitet. „Das ilt nicht mein Babu“ Ein für Walker bezeichnender Zwischenfall ereignete sich bei der Abfahrt vor dem Hotel Adlon. Als Jimmie Walker sein Auto besteigen wollte, kam gerade ein Kindermädchen mit einem Kinderwagen vorbeigefahren. Die Photographen bestürmten nun den immer liebenswürdigen Jimmie Walker, sich doch mit dem Kinderwagen photographieren zu lassen. Er tat es, gab dem kleinen Kind dabei die Hand, rief aber den Umherstehenden zu:„Das ist nicht mein Baby.“ Diese lustige Szene zeigt das Bild rechts, während man links den großen und kleinen Bürgermeister auf dem Balkon des Amtszimmers im Berliner Rathaus sieht. beruflicher Ueberlastung, dringenden Terminsachen und fuhr in die Schweiz und an die Riviera. Mit dem Spätsommer erschien dann der dritte Neffe, Hans Gutland. Er war der Sohn der einzigen Schwester des alten Mergenthin, lebte recht und schlecht als Lehrer in einer kleinen Stadt Westfalens, züchtete Kakteen, schrieb Beiträge für kleinere Zeitungen, verfaßte Gedichte und trieb sonstige, nach der Ansicht seiner vor: nehmen Vettern brotlose Künste. Gleich nach Begian der großen Ferien erschien Hans, brachte dem Onkel einige literarische Neuerscheinungen, Ableger besonders schöner Kakteen und einen ganzen Rucksack voll Humor mit. Volle vier Wochen blieb der Lehrer in der Kreisstadt. Auf diese vier Wochen freute sich Ambrosius Mergenthin das ganze Jahr. Und mit ihm freute sich der Stammtisch im„Braunen Hirschen". Hans Gutland besaß einen unverwüstlichen Humor, echten Mutterwitz, wußte angenehm zu plaudern und brachte stets neues Leben in die etwas verräucherte Bude. Eines Tages starb der alte Mergenthin sanft und schmerzlos, wie er auch in seinem Leben nie viel Aufhebens von sich gemacht hatte.— Die drei Neffen saßen nach der Bestattung in dem verwaisten Arbeitszimmer der Villa. Der Notar erbrach das Siegel der letztwilligen Verfügung:„. sollen sich in der Meise .. genannte drei Neffen souen sich in der Weise meinen Nachlaß teilen, daß einer mein Barvermögen von dreißigtausend Mark erhält, ein anderer wird Besitzer der Villa mit dem dazugehörigen Grundstück, und der dritte bekommt meinen Regenschirm, der mir ein teures Erinnerungsstück war. Ich hoffe, daß meine Neffen sich um die Verteilung des Nachlasses verständigen werden; sollte das nicht der Fall sein, so entscheidet das Los in Gegenwart des Testamentsvollstreckers. Da Alfred und Paul Mergenthin in glänzenden wirtschaftlichen Verhältnissen leben und kinderlos sind, so hoffe ich, daß sie dem minderbegüterten Hans entweder das Barvermögen oder das Hausgrundstück freiwillig überlassen werden.“ „Daß ich ein Na1 tarr wäre!“ murmelte der Bank„Ich denke gar nicht daran“, flüsterte Paul. „Nun?“ Der Notar blickte die Erben an.„Dann wollen wir das Los sprechen lassen,„ sch protestiere“, polterte Alfreo,„oa konnte ich ja den Schirm gewinnen. Tanke. Ich schlage vor, wir veräußern den Besitz und teilen den Erlos mit dem Barkapital zu gleichen Teilen.“ „Bedaure", wehrte der Notar ab,„das widerspricht dem Willen des Erblassers.“„ „Dann werden wir das Testament anfechten", rief Paul, und sein Bruder nickte zustimmend. Hans wurde rot vor Zorn, die Ader sprang ihm in die Stirn. „Schämt euch. Ekelhaft, dieser Streit, nachdem der Onkel kaum im Grabe ruht."..„ 9 „Denkst du, ich wollte mich von den schrulligen Launen eines wunderlichen Narren tyrannisieren lassen?“ schrie der Bankdirektor. „Herr Notar“, wandte sich Hans an den Testamentsvollstrecker,„ich verzichte und nehme den Regenschirm als Andenken an meinen Onkel.“ „Sind die Herren damit einverstanden?" Die Brüder nickten mit höhnischem Blick.„So, dann habe ich dem Besitzer des Schirmes noch diesen Brief, der dem Testament beilag, auszuhändigen Hans Gutland öffnete, ervleichte und las laut vor: „Mein lieber Hans! Da ich den Charakter Deiner Vettern kenne, weiß ich, daß Du Besitzer meines treuen Begleiters wirst. Schraube den Handgriff ab, was Du darin findest, gehört Dir. Dein Onkel Ambrosius Mergenthin. Seine Hande zutterten leicht, als er den Griff lockerte und ein vergilbtes Blatt aus der Höhlung zog, das er dem Notar hinreichte. „Ein Depotschein über im Jahre 1908 hinterlegte siebzigtausend Franken auf die Schweizer Nationalbank. Na, das wird mit Zinsen und Zinseszinsen ein hübsches Kapital geworden sein. Ich begluckwunsche Sie, Herr Gutland.“..., kinem Grocher 1ns Der Bankdirektor schov sich mir seinem Bruder aus der Tür.„So'n Erbschleicher!“ zischelte er, Die Sensation der Deutschen Grönland=Expedition KI0U Men Elboide gemessen Grönland eine eisgefüllte Schale— Alfred Wegeners Vermutung in glänzender Weise bestätigt Worldcopyright 1931 by„Akademia“ Berlin. Copyright 1931 für USA. by„New York Times“. Nachdruck, auch auszugsweise, verboten. Von der Deutschen Grönlandexpedition traf soeben folgendes Telegramm ein, dessen Inhalt eine Sensation für die Geologen und Geographen der ganzen Welt bedeutet: „Weststation, 8. August, Godhavn radio. Dr. Sorge und seine Kameraden maßen in Station „Eismitte“(400 Kilometer von Ost= und Westküste Grönlands auf dem 72. Breitengrad) in 3000 Meter Seehöhe mit 25 Einzelmessungen in zwölftägiger Arbeit aus der Reflexion von künstlichen Erdbebenwellen, die durch Sprengungen am Eisuntergrund erzeugt wurden, eine Eisdicke von 2700 Meter. Die stärkste Sprengung wurde mit 74 Kilogramm Sprengstoff ausgeführt, insgesamt wurden 180 Kilogramm verwendet. Dr. Brockamp und Herdemerten maßen in der Randzone in 1800 Meter Seehöhe Eisdicken von 700 bis 900 Meter bei 62 Kilometer Küstenentfernung. Insgesamt wurden im Nordsüdprofil bei 62 Kilometer vrandabstand 54 Sprengungen ausgeführt.“ Grönland ist also, wie der unglückliche Alfred Wegener immer vermutet hat, geformt wie eine eisgefüllte Schale. Riesige Randgebirge bis zu 2000 Meter Höhe umsäumen es. Dann fällt aber der Untergrund rasch nach innen zu ab, bis er in der Mitte nur noch etwa 300 Meter beträgt. Darüber wölbt sich die ungeheure Eiskappe, in 1000 Meter Höhe beginnend und bis zu 3000 Meter ansteigend. Einige Millionen KubikKilometer Eis lagern auf dem felsigen Grund. Nach Alfred Wegeners Theorie haben diese riesigen Eismassen durch ihre Last im Laufe der Jahrmillionen das Innere der Insel nach unten gedrückt. Wenn die grönländische Eiskappe im Schmelzen begriffen ist, was nach den Feststellungen der Deutschen Expedition gleichfalls der Fall zu sein scheint, so müßte gleichzeitig das Innere Grönlands wieder aus dem Sial, der zähflüssigen Zwischenschicht, auf der nach Wegeners und anderer Geologen Ansicht die feste Kruste der Erdoberfläche schwimmt— allmählich wieder auftauchen.— Ein ähnliches Beispiel solchen Wiederauftauchens bietet übrigens die skandinavische Halbinsel, die sich noch jetzt jährlich um einen meßbaren Betrag hebt und die seit Abtauen der ungeheuren Eiszeitgletscher um mehrere hundert Meter sich gehoben hat. Es ist ein tragisches Geschick, daß wenige Wochen nach dem Tode des großen Forschers seine letzten Prophezeiungen sich in so glänzender Weise erfüllt haben. Die Eisdickenmessungen wurden übrigens nach einer besonderen. vom Geophysikalischen Institut Göttingen in mehrjähriger Arbeit ausgebildeten Methode durchgeführt, die auf der Messung der Laufzeit künstlich durch Sprengungen erzeugter Erdbebenwellen beruht. Solche Wellen breiten sich nach allen Seiten aus. Am felsigen Untergrund werden sie jedoch gebrochen und zurückgeworfen. Aus der Zeit, die sie bis zur Rückkehr brauchen, berechnet sich dann die Eisdicke. Die Erpedition nahm zu diesem Zweck einige Tausend Kilogramm Dynamit nach Grönland mit. Drei Kilomeker dickes Eis Dazu schreibt Dr. L. Abegg über seine letzte Begegnung mit Alfred Wegener und dessen geniale Prophezeiungen: In geradezu erschütternder Weise wird durch diese Meldung die Voraussage von Professor Alfred Wegener bestätigt. Als ich die Meldung las, mußte ich unwillkürlich an den letzten Tag vor der Abreise Wegeners denken. Er hatte vorher schon von den Forschungen gesprochen, die die Expedition in Grönland durchführen sollte, aber jetzt sprach er zum erstenmal offen aus, was diese Expedition gerade für ihn bedeutet. Ich hatte ihn gefragt, auf welche Weise und zu welchem Zweck eigentlich die Eisdickenmessungen unternommen werden sollten, und warum gerade diese Messungen— wie ich aus den Bemerkungen der Expevitionsteilnehmer entnahm— so große Bedeutung haben sollten. Wegener schien nur ungern darüber zu sprechen, aber schließlich noch beim Abschiedsessen zeichnete er impulsiv das Profil Grönlands auf die Speisekarte, erklärte die Messungen und, was das wichtigste war, deren Zusammenhang mit seiner genialen und immer noch umstrittenen Theorie der Verschiebung der Kontinente. Die Art, wie in Grönland die Eisdicke gemessen wird beruht auf Arbeiten, die mit Hilfe der Notgemeinschaft der Deutschen Wissenschaft von Dr. H. Mothes im Geophysikalischen Institut der Universität Göttingen durchgeführt wurden. Man kann diese Methode, Eisdicken mit einem seismographischen und künstlichen Erdbeben zu messen, vielleicht am besten mit der Echolotung zur Feststellung der Meerestiefen vergleichen. Die Messungen beruhen auf der Feststellung der Laufzeit von Erschütterungswellen. In einiger Entfernung vom Seismographen wird Dynamit im Eise zur Explosion gebracht. Den Seismographen erreichen nun zuerst die Wellen auf der Oberfläche des Eises. Die Wellen, die durch das Eis hindurchgehen, werden von dem darunter liegenden Felsenuntergrund zurückgeworfen und erreichen auf diesem Wege ebenfalls den Seismographen. Aus der Zeit, die diese Wellen brauchen, um den Weg zurückzulegen, läßt sich dann der Abstand der Explosionsstelle vom Erdboden, also die Eisdicke, messen. Wegener erklärte mit großer Bestimmtheit, daß seiner Meinung nach die Dicke der Eisdecke im Innern Grönlands zwischen 2500 und 3000 Meter liegen müsse, sa, es sei sogar möglich, daß der Erdboden im Innern noch unter dem Meeresspiegel läge. Als ich ihn fragte: Woher wissen Sie das, Herr Professor?“, sagte er: „Ja, das wollen wir doch gerade beweisen!" Er ergriff wieder den Bleistift und zeichnete eine Art Schale die mit einer nach dem Rande abfallenden Masse gefüllt war.„So sieht Grönland im Profil aus!“ Und zwar bedeuteten die Ränder der Schale die hohen steilen Küstenberge und die Masse, das war nichts anderes als das ungeheure Grönlandeis.„Die Eismassen,“ sagte er ganz schlicht,„haben das Land im Innern eben eingedrückt.“ Hier war also der Punkt, an dem die Dicke des Grönlandeises für seine große erdgeschichtliche Theorie der feste Untergrund von den Eismassen in die elastische „Sial“=Schicht heruntergedrückt sei, mag zwar zunächst einfach und einleuchtend klingen, führt aber in das dunkelste Gebiet der Geophysik. Noch vor wenigen Jahrzehnten neigte die Wissenschaft zu der Annahme, daß die Erdkruste fest und unbeweglich ist. Unter dieser Voraussetzung ist eine erhebliche Senkung des Erdbodens, wie es nach Wegeners Meinung in Grönland der Fall war, nur sehr schwer vorstellbar. Für Wegener gab es diese Schwierigkeit nicht. Er war von der Sial=Theorie von Airy ausgegangen, daß die Kruste der Erde nicht vollkommen fest ist und daß sich unter der äußersten harten Kruste eine nachgiebige Masse befinde. Die Kontinente unserer Erde haben ursprünglich ein einziges zusammenhängendes Festland gebildet, spalteten sich dann ab und sind noch jetzt in dauernder Bewegung begriffen. Es ist bekanntlich eine wichtige Stütze für Wegeners Theorie, daß der Abstand zwischen dem amerikanischen Kontinent einerseits und EuropaAfrika andererseits immer größer wird. Von besonderer Bedeutung ist auch die Tatsache, daß nach dänischen Feststellungen Grönland jährlich 36 Meter nach Westen wandert! Die in historischer Zeit festgestellte Uebung der skandinavischen Halbinsel läßt sich nach Wegeners Theorie dadurch erklären, daß dieses Land zur Eiszeit durch ungeheure Gletschermassen niedergedrückt war und sich später, befreit von den Lasten, allmählich wieder gehoben hat, ein Prozeß, der auch heute noch fortdauert. Bis zum heutigen Tage gab es keinen Beweis dafür, daß Wegeners Zeichnung auf der Speisekarte richtig war. Es ist noch garnicht so lange her, daß ernsthafte Forscher annahmen, im Innern Grönlands mutung der Schalenform gekommen. Meteorologische und glaziologische Forschungen spielten hierbei die Hauptrolle. Ein wichtiger Schritt vorwärts war es, als er im Jahre 1929 auf einer kleineren Expedition im Randgebiet des Inlandeises in einer Höhe von 1500 Meter eine Eisdicke von bereits 1200 Meter messen konnte. Aber wer konnte wissen, daß der Felsuntergrund auch im Innern so niedrig blieb? Jetzt ist es den Expeditionskameraden Alfred Wegeners gelungen, die in seinem Sinne weitergeführten Forschungsarbeiten zu einem glänzenden Abschluß zu bringen. Der Beweis, ja vielleicht der letzte Baustein, einer kühnen Idee und eines Lebenswerkes— acht Monate nach dem Forschertod ihres Trägers und ihres Vorkämpfers. Um und durch das Grönlandeis Mit Motorboot, Kajak und Hundeschlitten. Kopenhagen, 13. August. Die englische Watkins=Expedition verfolgt, wie aus Angmagsalik auf Ostgrönland gemeldet wird, neue Pläne. H. G. Watkins ist in Begleitung von Lemon und Courtauld zu einer Fahrt an der Küste entlang, um Cap Farvel herum, zur Westküste und Julianehaab aufgebrochen. Die Fahrt wird in einem Motorboot zurückgelegt, als Reserve dienen drei Kajaks. Es ist die gleiche Strecke, die auch der dänische Grönlandforscher Dr. Knud Rasmussen demnächst durchfahren will. Ferner haben die beiden Expeditionsmitglieder Rynull und Hampton eine Hundeschlitten=Expedition quer durch Grönland nach Holstensborg an der Westküste angetreten, mit der Aufgabe, die Höhe des Inlandeises auf einer Strecke von 330 Meilen zu messen. Diese Gruppe hat auf ihren beiden Hundeschlitten gleichfalls müsse es grüne Täler geben! Erst die berühmten Durch= Kajaks zum Befahren der westgrönländischen Fjorde querungen von Nansen, Peary, Quervain und Wegener mitgenommen. In der letzten Zeit haben die Engländer selbst haben gezeigt, daß sich die Eiswüste über die mehrere Forschungsflüge unternommen. Mancherlei ganze Insel hinzieht. Wegener war durch die Kom- Fehler auf den alten Karten sind nach den Luftphotobination verschiedener Beobachtungen zu seiner Ver= graphien berichtigt worden. Ilide in die Französische Festspielgäste verunglückt Bayreuth, 13. August. Am Mittwoch nachmittag ereignete sich zwischen Pegnitz und Schnabelweid ein schwerer Kraftwagenunfall. Ein französisches Automobil mit Festspielgästen fuhr im 20=Kilometer=Tempo einem Lastkraftwagen entgegen. Da dieser auf der Mitte der Straße fuhr, mußte der Privatkraftwagen soweit nach rechts ausbiegen, daß er auf den Sommerweg kam und ins Schleudern geriet. Dabei prallte er mit dem Lastwagen zusammen, so daß er vollständig zertrümmert wurde. Die vier Insassen wurden auf die Straße geschleudert. Eine Dame erlitt lebensgefährliche Verletzungen, während die anderen drei Personen ebenfalls schwer, jedoch nicht lebensgefährlich verletzt wurden. Auch der Lastkraftwagen wurde schwer beschädigt, doch kam der Führer mit dem Schrecken davon. Bei den Verunglückten handelt es sich um eine Familie Pierre aus Paris und zwar um Mutter, Sohn und Tochter, sowie eine Gesellschafterin. Eine der Damen hat einen Schädelbruch erlitten. Das Automobil war von dem Sohn gesteuert worden. Kraftwagen vom Zuge überfahren Hersfeld, 13. August. In der Nacht zum Donnerstag wurde an einem Bahnübergang kurz vor dem Bahnhof Hersfeld ein Personenkraftwagen von einem Güterzug überfahren. Von den Insassen war eine Frau sofort tot. Ein Mann wurde mit schweren Verletzungen in das Krankenhaus gebracht. Er ist noch nicht vernehmungsfähig. Die Ursache des Unglücks ist nach Ansicht der Reichsbahn darin zu sehen, daß der Schrankenwärter die Schranke zu spät geschlossen hatte. Die Getötete ist eine Frau Maria Schmidt aus Berlin=Wilmersdorf. Zone von Metz verboten ist wurde das Flugzeug beschlagnahmt. Die Flieger bleiben bis zur Klärung der Angelegenheit in Metz. Der britische Geschäftsträger in Honduras tot aufgefunden Tegucigalpa, 13. August. Der hiesige britische Geschäftsträger Wilton wurde gestern früh in der britischen Gesandtschaft tot aufgefunden. Ein Revolver lag an seiner Seite; auf einem Tisch im Zimmer wurden ein Brief aus England, den Wilton anscheinend gerade gelesen hatte, sein Diplomatendegen, einige Photographien und ein an seine Frau in London gerichtetes Schreiben vorgefunden. Wilton war erst vor kurzem aus Rotterdam, wo er stellvertretender britischer Generalkonsul gewesen war, nach Tegucigalpa versetzt worden. Im Jahre 1923 war Wilton als Vizekonsul in Wien tätig. Schwedische Vorwürfe gegen hohe ungarische Regierungsbeamte Vater ermordet vier Kinder Berlin, 13. August. Der Wirtschaftspächter Moser in Afritz hatte, nach einer Meldung Berliner Blätter aus Villach, Anzeige erstattet, daß sein 17jähriger Sohn Karl verschwunden sei. Daraufhin wurden im Gebirge Nachforschungen angestellt, an denen sich Moser selbst beteiligte. An einer schwer zugänglichen Felsenstelle fand man Karl Moser tot auf. Die Gendarmerie bezichtigte den Vater an Ort und Stelle des Mordes, da schon früher Verdachtsmomente vorlagen. Moser gestand schließlich, daß er nicht nur diesen Sohn, sondern auch seinen Sohn Andreas und zwei neugeborene Kinder ermordet und im Wald vergraben habe. Raubmord in Hamburg Hamburg, 13. August. Am Mittwoch abend wurde der im Jahre 1894 in Teltow in der Mark geborene Kaufmann Ernst Karl Nitze in seinem am Steindamm gelegenen Kontor ermordet aufgefunden. Der Kopf des Ermordeten weist starke Verletzungen auf, die anscheinend von einem Beil herrühren. Nach den bisherigen Feststellungen wurden eine goldene Herrenuhr, ein grauer Mantel, ferner 12 bis 15 Mark in barem Geld sowie die Kontor=, Geldschrank= und Lagerschlüssel geraubt. Stockholm, 13. August. Unter der aufsehenerregenden Ueberschrift auf der ersten Seite„Monovolchef in Ungarn Schmuggelkönig auf der Ostsee?— Das ungarische Konsulat in Danzig Zentrale.— Das ungarische Handelsministerium verwickelt.“, bringt„Swenska Dagbladed“ Einzelheiten über die Beschlagnahme des Ende voriger Woche in schwedischem Hoheitsgebiet mit 75000 Litern Alkohol aufgebrachten ungarischen Dampfers„Ilona“. Danach habe auf Anerbieten des ungarischen Handelsministeriums der erst 26 Jahre alte Kapitän Lajos Milassin das Kommando auf dem jetzt beschlagnahmten Dampfer übernommen. Er habe die Anweisung erhalten, sich auf dem ungarischen Konsulat in Danzig zu melden, wo ihm— nach der Aussage des Kapitäns beim gerichtlichen Verhör— der Spritexport übertragen wurde.„Ilona“ sei mit nicht weniger als 105000 Liter Schmuggelsprit in See gegangen und habe bereits 35000 Liter abgesetzt, als die Zollbehörden das Schiff aufbrachten. Der Kapitän habe erklärt, der Ansicht gewesen zu sein, daß er sich außerhalb des schwedischen Hoheitsgebietes befinde. Jedenfalls habe man ihm auf dem ungarischen Konsulat in Danzig den Weg, den er einschlug, als internationales Gewässer bezeichnet. Auch das im Mai aufgebrachte große ungarische Schmuggelschiff„Tabor“ habe zu dem gleichen Unternehmen gehört.„Swenska Dagbladed“ zufolge haben sich im gerichtlichen Verhör Anhaltspunkte dafstr ergeben, daß der Reeder des Schmuggelschiffes, der Ungar Stephani Darany, wahrscheinlich der Direktor des ungarischen Alkoholmonopols sei. Deutschlands jüngste Talsperre mit dem Auto in den Abgrund Paris, 13. August. Ein schweres Automobilunglück ereignete sich am Mittwoch nachmittag in der Nähe von Oran. Ein französischer Großgrundbesitzer, seine Frau und zwei junge Damen wollten sich im eigenen Automobil an den Strand begeben, als der Wagen an einer scharfen Kurve plötzlich ins Schleudern kam und einen steilen 80 Meter hohen Abhang hinunterstürzte. Die vier Insassen wurden bis zur Unkenntlichkeit verstümmelt aus den Trümmern des Automobils gezogen. Rotlandung eines Flugzeuges im Festungsbezirk von Metz Paris, 13. August. Ein hier eingetroffenes Telegramm aus Nancy berichtet, daß ein von dem Deutschen Heinrich Stale aus Rastatt gesteuertes Flugzeug, das einem Holländer namens Friedrich Rasker gehört, auf dem Militärflugplatz von Frescaty bei Metz gelandet ist. Die Flieger, die auf dem Wege nach Groningen waren, gaben an, sich infolge des schlechten Wetters verirrt Die Söse=Talsperre bei Osterode im Harz ist vollendet. Am 15. September wird die Eröffnung dieser größten deutschen Trinkwassersperre stattfinden. Das Bauwerk ist von den Harzwasserwerken der Provinz Hannover in dreijähriger Arbeit hergestellt worden. Die Hauptsperre hat bei einer Länge von über drei Kilometer und einer Breite von 600 Meter einen Inhalt von mehr als 24 Millionen Kubikmeter. Vorsperreund Unterwasserbecken enthalten 0,75 bzw. 0,25 Millionen Kubikmeter Wasser. Trinkwasserversorgung, Hochwasserschutz, Aufhöhung von Niedrigwasser und Gewinnung elektrischen Stromes ist der Aufgabenkreis der neuen Söse=Talsperre. Die riesenhafte Anlage, bei deren Schöpfung neueste Errungenschaften von Wissenschaft und Technik angewandt sind, ist nur noch durch ein Kraftwerk zu ergänzen, das im Laufe der nächsten Monate unweit des Unterwasserbeckens ersteht. Das Gelände der Sperre, das sich vier Kilometer von Osterode in einer Ausdehnung von 500 Morgen erstreckt, ist in den schönsten Teil des Südwestharzes eingebettet. Zwischen Bergen und Tälern durch Zauberhand drei übereinander gesind hier wie lagerte Seen entstanden, die den Reiz dieser Harzlandschaft noch erhöhen. Lufthansa und Siudenten Berlin, 13. August. Das starke Interesse, das gerade in der jüngeren Generation für flugtechnische Fragen vorhanden ist, erfährt jetzt durch die Lufthansa eine Förderung, die warm zu begrüßen ist. Bei den meisten regelmäßigen Passa38. Interesse hat, muß ein Formular ausfüllen, das beiss## Lusthansa oder in seiner Universität erhältlich ist. 5 gibt darauf den Tag an, an dem er fliegen möchte vi gleichen die Flugstrecke. Bleibt ein Platz frei, so hi# er telephonisch benachrichtigt. Er braucht dann für# Flug nur denselben Preis zu zahlen wie für eine## bahnfahrkarte dritter Klasse. Auch bei eventuellem u. steigen ist ihm der Weiterflug in dem Anschlußfl steigen ist iym, der Weiterflug in dem Anschlußflugze# garantiert. Hoffentlich können viele, Studenten diesem Angebot der Lufthansa Gebrauch machen!## leicht ließe sich sogar der Kreis auf Schüter höh Klassen ausdehnen. Doch ein Todesopfer des Jüterboger Eisenbahn-Attentats? Berlin, 13. August. „In. Verlaufe der Untersuchung des Jüterbag. Eisenbahnattentats meldete sich bei der Untersuchunge, kommission ein Kriminalassistent Karl Kraft aus Ber, lin. Kraft erwartete den Besuch seines Onkels Tizig Flaty aus Winterthur in der Schweiz, der am Samz, tag abend mit dem verunglückten Baseler Schnellzeintreffen sollte. Wie von dem Leiter der Aufräzmungsarbeiten an der Unfallstelle mitgeteilt wird, in es nicht ausgeschlossen, daß sich unter einem der nos nicht gehobenen Wagen eine Leiche befindet. Bisher wurden fünf Eisenbahnwagen wieder aufgestellt. Nach Eintreffen des zweiten 60=Tonnen=Krans werden die übrigen drei Wagen wahrscheinlich im Laufe des morgigen Tages aufgerichtet werden. Es verlautet, sich sämtliche Opfer des Unfalls auf dem Wege Besserung befinden. Wildwi . Dortmund, 18. uhr, hielt ein tein der von Bedeutung wurde K; Annahme Wegeners, das und nicht gewußt zu haben, daß sie lich in der fran= gierflügen bleiben Pläte rei, die bieber unter der Bag, von Bedeutung wurde. Die Annahme Wegeneis, vaß zösischen Luftzone befanden. wa das Ueberfliegen der vergeben oder überhaupt nicht benutzt wurden. Diese! * Deutscher an der Riviera beim Baden vern## glückt. In Nervi ereignete sich ein schwerer Unfal. dem ein junger Deutscher zum Opfer fiel. Der 18jährige Johannes Marx, der mit seinen Eltern in einen Hotel in Nervi abgestiegen war, wollte beim Baden von einem Felsen aus einen Kopfsprung ausführen. Durch falsche Berechnung der Entfernung schlug er mit dem Kopf heftig auf die Steine auf und war sofort tot. * Eröffnung des Konkursverfahrens bei der Devrheim und Deuzag. Ueber das Vermögen der Devaheim und der Deuzag ist am Donnerstag vom Amtsgericht Berlin=Mitte das Konkursverfahren eröffnet worden. Zum Konkursverwalter ist der Kaufmann Noetzel ernannt worden. Die Gläubigerversammlung für die Devaheim=Gläubiger findet am 11. September, 9 Uhr vormittags, und für die Gläubiger der Deuzag am 12. September, 9 Uhr vormittags, in der Ausstellungshalle III am Kaiserdamm statt. * Ueberfall auf den italienischen Vizekonsul. der Nacht zum Donnerstag wurde der italienische Vizekonsul Zuretti auf dem Heimwege von mehreren Unbekannten überfallen, schwer mißhandelt und ver wundet. Die Täter sind unerkannt entkommen. * Absturz eines polnischen Marineflugzeuges. Ein Wasserflugzeug der polnischen Kriegsmarine stürzte kurz nach dem Aufstieg zu einem Uebungsplatz ir Putzig aus zehn Meter Höhe ab. Von den vier Insassen wurde ein Fliegerwachtmeister auf der Stellgetötet * Jack Diamond der Verletzung des Prohibitionsgesetzes überführt. Jack Diamond ist überführt wor den, eine verbotene Branntweinbrennerei unterhalten und sich mit anderen zum Zwecke der Verletzung dei Prohibitionsgesetzes zusammengetan zu haben. * Petroleumvorkommen in Feuerland entdeckt Havas berichtet aus Buenos Aires, daß der Gouverneur von Feuerland mitgeteilt habe, daß in Uschnain Petroleumvorkommen entdeckt worden seien. 5. Klasse 37. Preußisch-Südd. Staats-Lolterie 3. Ziehungstag. Vormittagsziehung. 12. August, 2 Gewinne zu 10000 M. 217037 18 Gewinne zu 5000 M. 26491 66872 133790 169063 185626 222725 231533 12 Gewinne zu 3000 M. 29152 66402 320745 325329 356240 62 Gewinne zu 2000 a. 922 5069 6979 42077 60308 55919 67333 76031 76312 90276 101522 108125 113886 118816 134291 159580 169878 181505 191994 224658 264865 285589 294012 328411 358559 359022 120 Gewinne zu 1000 M. 794 2491 18249 36040 44213 47472 49585 52749 71385 89216 91912 105644 116805 126848 130861 140028 159888 168679 169469 195184 197185 205864 206685 207767 209040 215731 220359 223787 228032 231440 239729 240316 240359 260702 264002 268633 269177 270324 273399 274628 294849 302171 325454 333971 341960 346578 351818 360241 375570 385035 200 Gewinne zu 500 M. 9043 9702 9771 14910 15820 18687 32014 40346 44349 49840 51784 54169 55466 55511 56277 65493 65717 73104 73293 74088 75760 77308 86782 87762 89417 94693 105385 120359 131366 131609 132339 132656 142169 146427 148714 148810 155854 161941 162173 163291 176201 182529 200428 204254 205176 205954 2102s2 212093 212753 226714 229014 232217 241947 243843 244423 251758 267278 263983 272162 278181 280026 288426 291892 293446 30609] 307593 311581 316151 318897 319155 321913 325524 339293 330933 335344 366098 367600 372354 372419 374261 379626 381910 385912 392330 Nachmittagsziehung. 121059 309577 283174 40476 83874 133230 93712 328569 27537 777 139952 96613 211757 237440 266109 284619 345750 398733 13034 44897 62866 76509 117724 138344 158602 97529 21131 235750 262230 290760 314327 326358 370505 38385 2 Gewinne zu 10000 M. 124901 6 Gewinne iu 5000 M. 10399 66508 94567 „33 Lepinne zu 3000 N. 669] 16762 37929 94144 157959 184312 212416 280938 283334 317429 356666 368857 372794 388577 393736 .44 Gewinne zu 2000 M. 67052 58983 87592 88452 96925 103549 110250 114233 119361 121009 124320 179603 183292 204245 219866 249510 249552 287919 313640 322993 327963 391216 140 Gewinne zu 1000 D. 7418 12648 20772 23593 27942 29705 30945 42096 44295 49772 51699 57591 86198 91586 94851 95029 99098 106552 116120 118949 125823 130172 132702 133266 134613 136290 142451 154585 154813 181750 182722 190340 245786 249489 250569 251856 252100 252738 261597 268749 290313 297336 303692 303783 314493 315271 316579 318858 319365 324175 337525 339346 34097] 342808 346410 346842 347215 348823 355950 360590 369676 373322 374253 383460 385395 388946 391380 391415 391568 397835 210 Gewinne zu 500 M. 4618 11129 12728 12939 21668 22818 27675 34057 34239 37331 37678 42604 48657 49277 50370 52414 62751 7555 76705 78816 79720 80799 84868 85511 88300 90267 95095 103571 106759 108789 110916 15346 124439 126327 127318 129395 133257 41238 146355 146824 151162 161514 162899 167860 168267 169913 183313 185441 190069 193773 198266 205107 212910 214127 218949 234981 236667 257772 258505 259823 262100 264808 265676 266398 269115 269226 269990 273906 282720 292520 296982 310267 310607 314731 317378 320644 324106 324621 325877 326761 329530 336307 339778 341536 342813 343663 345044 346343 351475 362903 354722 354757 356437 359375 961967 364593 366123 370684 377883 379824 383369 388466 390877 397792 399905 Gegen üblen Mundgeruch „3ch nicht ver schumen, Ihnen Mitteilung zu machen, daß ich seit dem Gebrauch Isac Zahnpaste„Chlorodont“ nicht nur reine, weiße Zähne besitze. dern auch den bei mir sonst üblichen Mundgeruch verloren habeIch werde Ihr Chlorodont aufs beste empfehlen.“ gez. E.., Man verlange nur die echte Chlorodont=Jahnpaste, Tude 54 P und 90 Pf., und weise jeden Ersatz dafür zurück. Priächrige Dienstmädch Witigt.„Die Frau Miuunterlgugenen St Prgen. geoeckt, Di # Tritte und Segg Dr bas e. Peit ###adchen das Nase unerlaubt eine E wrelsch maßte es die preven, sassen, so da ### Merere ## die Vorfalle seh, ####er dieses brutale bet es eine Demonst Die Tragik m Wulfen, 13. ##ann, 69 Jahre al ##ersgrenze den Ab # Amtsvertretung Feldhege aus He ahl leitete, war na er einen Schl Wihnung gebracht. in ##n aus seinem lang ##icht überwinden. Straßenb d Essen, 13. Au #onden Tssterenzen # Straßenbahn un Beilegung steher #vischen Verwaltung ebereinlomm ###eierrat, der bekanr Muages anstatt eit meerdert hatte, hat ##heit an den Ne ##31 seine Forder## ####l anheimgestellt, #rehr ausgelegten L Sohn □ Oberhausen, Prdete sich auf de ###r 22jährige Gär #entstraße mit der #nsbährigen### der elterlichen reit erschossen ###le geeilte Poli bestätigt. Sei ###rkstatt mit eine ###ter, der vorläu ##in seinem Vater in zu sein, bevor Schüler plant 2 #* Wuppertal, ##bahndirektion Wu gegen.40 Uhr wo ##seldorf auf de ###eindorf in der un ium vorgeze: Die Art des Sp. mnägsich erschein # schnanlagen genl #ernehmung durc ##rahn und einer v die gleichen„Patri ###ie zur Herstellun #gestand dann auch mittellt, für# Stadent, der kag Ffüllen, das bei erhältlich r. 6 liegen möchte,## Platz frei, so vi nucht dann für b uch machen!### f Schüler höher. . 189 38. Jahrgang 3. Beilage zum Bochumer Anzeiger und General Anzeiger Freitag, 14. August 1931 Aus Westsalen und Rheinprovinz bondet! gloino Praninz-Rundschal Wildwest in Dortmund 1. Hortmund, 13. Aug. Gestern mittag kurz nach pe st ein kleiner grauer Opelwagen mit Notwy, einer Drogerie in der Missundestraße. # diz vier Männer, die diesem Auto entstiegen, # d Scheibe des Eckschausensters zin und raube„ße Anzahl Fotoappartzzg Ltitzschnell be###n ihrer Beute wieder das auto und fuhren #en sie mit iger, Heute, wieder das Auto und fuhren Eine Megäre ## Beckum, 13. Aug. Bei der Familie A. war das jährige Dienstmädchen H. seit einem Vierteljahr be#äitigt. Die Frau hat sich dem Mädchen gegenüber #einer Weise aufgeführt, wie es brutaler nich e: ist. Das ärztliche Attest gibt erschurternde Hielele: lin, 13. August des Jüterboge er Untersuchungs. Kraft aus es Onkels Titim soige“ Thestt# iner Weise aufgeführt, wie es brutale ester Schrele Nr 116h gg., Lor uizche Atgs, gibt grschitergoe ster der Ausfti, Wihricht, Danach ist, der ganze Korper mir Ppuez titgeteilt wird,#terlaufenen Stellen, blauen und gelben Schweler einem der noc befindet. Bisher aufgestellt. Nach krans werden die m Laufe des morEs verlautet, das if dem Wege der im Baden verurschwerer Unfal, fiel. Der 18jähEltern in einen ollte beim Baden prung ausführen ernung schlug er auf und war so# ens bei der Devemögen der Devarstag vom Amtserfahren eröffnet st der Kaufmanz bigervexsammlung m 11. September, biger der Deuzas igs, in der Ausatt. Vizekonsul. e der italienische ege von mehreren handelt und ver entkommen. neflugzeuges. Eit igsmarine stürzte Uebungsplatz, in Von den vier Inr auf der Stell des Prohibitionsst überführt wornerei unterhalten r Verletzung dei u haben. uerland entdeckt. daß der Gouverdaß in Uschnain n seien. taats-Lolterie g. 12. August. 66872 121059 231533 309577 66402 283174 9 6979 40476 76312 83874 18816 132230 91994 193712 328411 328569 18249 71385 13086 95184 209040 231440 264002 274628 341960 385035 K 89071 44349 56277 75760 105385 32656 55854 82529 10212 32217 257278 88426 31158 325524 367500 81910 27537 1717 139952 96613 211757 237440 266109 284619 345750 398733 13034 44897 62866 76509 117724 138344 58602 97529 211311 235750 262230 290760 314327 326358 370505 38385 08.94567 2 37929 94144 80938 283334 88577 393736 33.87592 88452 19361 121009 19866 249510 27963 391216 8 20772 23593 49772 51699 99098 106552 32702 133266 54813 181750 50569 251856 90313 297336 16579 318858 40971 342808 55950 360590 85395 388946 12728 12939 37331 37678 62751 7555 85511 88300 8789 110916 29395 133257 81514 162899 35441 190069 4127 218949 59823 262100 59226 269990 0267 310607 24621 325877 1536 342813 2903 354722 4593 366123 8466 390877 vtntertu.#; Bersatzunge°, Pven Kuriert #ungen bedeckt. Die Verleßzungen sind taut„Kurler Tritte und Schläge, Beißen, Kratzen und Kneifen #rückzuführen. Mit din Stocheisen wurde dem das Nasenbein eingeschlagen, weil unerlaubt eine Erdbeere genommen hatte. Fast ####lich mußte es die rohesten Mißhandlungen über sich riechen lassen, so daß es nachts vor Schmerzen oft #c schlafen konnte. Die Beckumer Bevolkerung ist die Vorfälle sehr empört und hat ihrer Meinung dieses brutale Weib dadurch Ausdruck verliehen, es eine Demonstration vor dem Hause abhielt. Die Tragik einer Bürgermeisterwahl m Wulfen, 13. August. Bürgermeister Kuckelgann, 69 Jahre alt, mußte wegen Ueberschreitung der ###ersgrenze den Abschied nehmen. Für ihn wurde von de Amtsvertretung des Amtes Hervest=Dorsten Dr. Feldhege aus Herten gewählt. Kuckelmann, der die #ahl leitete, war nach dem Akt innerlich so erschüttert, #ß er einen Schlaganfall erlitt und in seine hnung gebracht werden mußte. Er konnte das Scheion aus seinem langjährigen, ihm liebgewordenen Amt bicht überwinden. Straßenbahnerkonflikt beigelegt b Essen, 13. Aug. Die seit einigen Wochen herr##henden Differenzen zwischen der Verwaltung der Esseer Straßenbahn und dem Fahrpersonal können als vor e Beilegung stehend angesehen werden dadurch, daß ##vischen Verwaltung und Arbeiterrat ein vorläufiges Uebereinkommen erzielt worden ist. McgurFeiterrat, der bekanntlich die Einführung des Achtstunentages anstatt einer dritten monatlichen Feierschicht efordert hatte, hat nunmehr in Anbetracht der Gebun#enheit an den Neunstundentarif bis zum 31. März 1931 seine Forderung fallen lassen und dem Fahrperso####l anheimgestellt, sich in die von der Verwaltung nun#nehr ausgelegten Listen einzutragen. Sohn erschießt seinen Vater ∆ O Oberhausen, 13. August. Gestern nachmittag #neldete sich auf der Polizeistation in Sterkrade=Nord 22jährige Gärtner Anton Janssen aus der wbentstraße mit der Selbstbezichtigung, kurz vorher sei##nn 52jährigen Vater, den Schreiner Johann Janssen, ## der elterlichen Wohnung nach voraufgegangenem reit erschossen zu haben. Die sofort an Ort und ###elle geeilte Polizei fand die Behauptung des Jansbestätigt. Sein Vater wurde in der Schreiner###rkstatt mit einem Halsschuß tot aufgefunden. Der ###er, der vorläufig festgenommen wurde, behauptet, ###n seinem Vater mit einem Brotmesser bedroht worin zu sein, bevor er selbst die Waffe gezogen habe. Schüler plant Anschlag auf einen Eisenbahnzug ** Wuppertal, 13. Aug. Die Pressestelle der Reichs##bahndirektion Wuppertal teilt mit: Am 12. August ###eeen.40 Uhr wollte ein Schüler in dem Gleis Köln##iseldorf auf der Wupperbrücke bei der Blockstelle #heindorf in der Nähe des Bahnhofs Küppersteg den ###n ihm vorgezeigten Sprengkörper gefunden haben. die Art des Sprengkörpers ließ es von vornherein #unmöglich erscheinen, daß ein Anschlag gegen die Eisen##ehnanlagen geplant war. Nach langer eingehender ##Vernehmung durch den Fahndungsdienst der ReichsA bahn und einer vorgenommenen Haussuchung, bei der #die gleichen Patronen und Flaschen gefunden wurden, die zur Herstellung des Sprengkörpers gedient hatten, #estand dann auch der Schuler ein, daß er selbst den Sprengkörper auf das Gleis gelegt habe. Es hunden sich um einen Sekundaner. Vor einer Senkung der Brotpreise O Wuppertal, 13. August. Der Vorstand der BäckerInnung Wuppertal=Barmen hat sich mit der Lage auf dem Getreide= und Mehlmarkt aus der neuen Ernte und im Zusammenhang damit auch mit der Brotpreisfrage beschäftigt. Er glaubt jetzt schon die Büraschaft darauf aufmerksam machen zu können, daß bei der Mehlbelieserung aus der neuen Ernte, welche in der zweiten Hälfte im Monat August durchgeführt sein wird, mit einer maßgeblichen Senkung der Brotpreise zu rechnen ist. Der Mörder des Stahlhelmführers Heister * Köln, 13. Aug. Als der Mörder des Gaugeschäftsführers des Stahlhelm, Albert Heister, der in der Nacht zum Sonntag in seiner Wohnung von Kommunisten überfallen und dabei erschossen wurde, kann jetzt wohl mit Bestimmtheit, ein gewisser Dichanz angesehen werden. Heister wurde am Donnerstag nachmittag berdigt. An dem Thargringe nahmen Stahlhelmer in Uniform und von Nationalsozialisten ohne Uniform mit vier Fahnen teil. Kleine Proding=Kundschau ihren Mann wegen dauernder Streitigkeiten verlassen und war zu ihren Eltern zurückgekehrt. Der Mann folgte jedoch der Frau in ihren Heimatsort und erschoß sie. □ Selhstmordversuch durch Sprung vom Felsen. Ein junges Mädchen aus Essen stürzte sich von den Felsmauern einer Burg im Hunsrück in die Tiefe und blieb in hoffnungslosem Zustand liegerz ag- Gepen g miherzer Zeit schon der fünfte Fall, daß Levensmude sich auf diese eigenartige Weise zu Tode stürzen wollten bzw. dabei den Tod fanden. [ Der Tod unter den Rädern. Donnerstag morgen wurde auf dem Bahnkörver der Strecke, Patenberg.— Geilenkirchen eine Leiche gefunden,####rur Kopf vom Rumpf getrennt war. Der Tote wurde als der 24jährige erwerbslose Bergmann Masser aus Essen identifiziert. Die Eltern wurden benachrichtigt. Es liegt Selbstmord vor. I Für etwa 10000 Mark Wertsachen gestohlen. In Gevelsberg entwendeten in der Nacht zu Donnerstag Einbrecher aus dem Geschäft des Juweliers Backhaus in der Mittelstraße goldene Uhren, Brillantringe, goldene Broschen usw. im Werte von 10000 Mark. Auto stürzt in einen Hafenkanal Fuchtbares Anglück in Duisburg— Vier Tote— Die Leichen geborgen „ 9 der fräten Margen=] Zu dem Unglück teilt die Polizei mit: Am * Duisburg, 13. Aug. In den fruhen Morgenstunden des Donnerstag ereignete sich hier ein furchtbares Kraftwagenunglück. Ein mit vier Personen besetztes Auto passierte in rasender Fahrt die über den Hafenkanal führende Karl=Lehr-Brücke, die augenblicklich ausgebessert wird, so daß die Klappbrücke hoch gezogen ist. Die entstandene Lücke im Brückengeländer war mit Balken versperrt und durch zwei rote Signallampen kenntlich gemacht. Der Wagen durchbrach die Schranke und stürzte in die Tiefe. Alle vier Pexionen fanden den Tod in den Fluten. Der Feuerwehr, lang es nach kurzer Zeit die Leichen zu bergen. Der vollständig zertrümmerte Wagen konnte mit Hilfe eines Kranes gehoben werden. Zu dem Unglück teilt die Polizei mit: Am Donnerstag morgen gegen 3,30 Uhr fuhr ein Personenkraftwagen mit vier Insassen von Ruhrort kommend in außergewöhnlich schneller Fahrt über die Karl=Lehr=Brücke und durchbrach die mit roten Signallaternen versehene Sperrvorrichtung vor dem in Reparatur befindlichen hochgeklappten Teil über den Hafenkanal und stürzte in den Hafen, wobei die Insassen ertranken. Die Toten und das Fahrzeug konnten nach einigen Stunden geborgen werden. Die Namen der Toten sind: Anton Wieczorek, Führer des Wagens, Heerstraße 178, Wilhelm Gerardi, Buchhalter, Friedensstraße 45, Paul Missing, Kaufmann, Scharnhorststraße 10, Wilhelm Biesemann, Friseur, Friedensstraße 6, wohnhaft. Nel Au# Die Sinne sind die eigentlichen Freudenspender des Menschen, jeder Sinn auf seine Art in den verschiedenen Lebensaltern. Nicht die körperliche Not zermurbt die Leidenden, sei sie durch Mißbildungen im Gehörgang, durch Mittelohreiterungen nach Infektionskrankheiten, die zur Durchtöcherung des Trommelfells und, chronzschen Mittelohrentzündung führen können, rufen, oder die innere Schwerhörigkeit, angeboren oder erworben, nein, die seelische Not ist es, die nie häufig etont werden kann. Die Presse hat schon vor hundert Jahren sich der Blinden und Taubstummen angenommen, den Schwerhörigen hat keiner bis vor dreißig Jahren in seiner Not erkannt. Da war es Margarete von Witzleben, die die Schwerhörigen in Berlin zusammenrief und die Oeffentlichkeit aufmerksam machte. Aber ihr Ruf ist heute noch nicht zu vielen Ohren gedrungen, sonst könnte man das Lächeln über Leidensgenossen, die sich gegenseitig in die Ohren schreien, nicht verstehen. Menschlich zu erklären ist dieses Unverständnis nur dadurch, daß jeder Schwerhörige sein Geheimnis möglichst zu wahren und durch allerlei Mittel Ersatz zu schaffen sucht. Auch wenn er kein Wort verstanden hat, er nickt; denn er darf nicht fragen, weil er sonst entlarvt werden könnte. Direktor Schlechtweg(Erfurt), Leiter der dortigen Schwerhörigenanstalt, erzählt folgendes charakteristische Beispiel:# eine Lehrerin. Sie hat durch den Obrenarzt die Feststellung gemacht, daß sie auf einem Ohr völlig taub ist. Sie ist aber noch jung. Sie möchte gern weiter unterrichten, nicht nur des Geldes wegen, sondern aus Liebe zum Beruf. Und nun steht sie da als Halbhörige. Sie hofft, die andere Hälfte durch Ablesen ergänzen zu können. Und das geschieht auch. Draußen weiß man nichts davon, und glücklicherweise— ich muß es sagen— gilt sie durch ihre tüchtige Arbeit in ihrem Arbeitskreis noch als Hörende. Tann ist die Not da! Denke man nur daran, daß ein Leiden anfangs leicht, mit fortschreitender Zeit immer stärker wird, damit aber diametral die Verständigungsmöglichkeit abnimmt. Was hängt aber davon ab! Nicht alle Menschen sind Riesen im Erdulden. Viele und seien es die Ehegatten, wenden sich ab von dem„Gebrechlichen". Die Familie schließt sich ab. Und er? Verbittert— verlassen— einsam. i. Eeken.2 Da höre ich den Einwurf: Ja, aber wir haven doch heute im Fortschritt der Technik so vollkommene Hörapparate. Und dann das Absehen! Ohne Zweifel, beides gute Hilfsmittel. Aber man darf nie vergessen, um das Absehen vorwegzunehmen, daß es eine geistige strengung erfordert, der in den seltensten Fälle ein Mensch auf die Dauer gewachsen ist. Zudem bin ich als Schwerhöriger in meinem Auffassungsvermögen an ein Paar Lippen gebunden. Sind beide, Apparat und Absehen, dazu in der Lage, das Ohr zu ersetzen? Unmöglich wird jemand diese Frage bejahen wollen und können. Kennzeichnenderweise lasse ich Direktor Schlechtweg wieder sprechen:„Trotz der Apparate und trotz des Ablesens bleiben wir Schwerhörige doch zurück und bleiben doch isoliert! Das muß fest und klar ausgesprochen werden! Und dieses Isoliertsein, das ist es, was die Leidenden so sehr bedrückt. Schon die ersten Erfahrungen, daß man nicht mehr so ganz verstanden wird, dann die Erfahrung, daß die Angehörigen sagen: Du sprichst ja jetzt undeutlicher— oder sagen: Du, schrei doch nicht so laut! Alle diese Urteile fallen auf das Herz wie ein Felsblock. Ich habe so viele Tränen darüber schon gesehen, und besonders von Frauen die Klagen aussprechen hören: „Mein Mann hat gar keine Zeit mehr für mich. Unsere Verständigung wird immer schwerer.“ Die Leidensgenossen haben mir das gesagt im Verein und haben mir die Hand gedrückt und gesprochen: „Gott sei Dank, daß ich den Schwerhörigen=Verein habe. Da ist meine Zuflucht. Zu Hause, da geht es nur schwer, und ich komme immermehr in ein Alleinsein. ist die Not! Gott sei Tank gehen nicht alle Partner Den toten Kameraden Ehrenmal der Pioniere Rheinlands und Westfalens in Mülheim=Ruhr. An bevorzugter Stelle, der Schleuseninsel, mitten in der Ruhr, soll in der ehemaligen Garnisonstadt MülKalch Gchaes Absies ele entstammt einem engeren Wettbewerb; er wird im nächsten Jahre voraussichtlich zur Ausführung kommen. Die Gesamthöhe des Denkmals mit Unterbau beträgt 17 Meter. Die Figur des in ruhiger Abwehrstellung befindlichen Pionier, sowie die Relief sind in Bronze gedacht, während als Material für den Aufbau fränkischer Muschelkalkstein vorgesehen ist. Die Säule wird von dem Wahrzeichen der Pioniere, einem mächtigen Anker, gekrönt. Ehefrau des Professors Treitschke angegeben. Sie war ihrem tauben Mann nicht nur eine treue, liebe#. gefährtin, sondern sie suchte ihm als Gelehrten zu helfen und ihn zu ergänzen. Einen Trost dürfen die Schwer: hörigen und Erkrankten immer wieder hinnehmen: Es gibt noch Guthörende, die ihre Kraft leihen, um zu hel fen. Darum hinein in den Schwerhörigen=Verein! Dort strebt man an: Dir Freude und Lebensmut zu geben, seine soziale Gleichstellung mit anderen Erwerbsbeschränkten und Deine Erwerbsgemindertheit durch Abseh=Kurse möglichst zu heben. Sie wollen Dir, Ferner Aufklärung durch Vorträge und Lichtbild verschaffen über Deinen Leidensbefund und über Hörapparate, damit Du vor Schwindlern und skrupellosen Elementen bewahrt bleibst. Komm und sieh! Dann wirst auch Du in den drei schwarzen Punkten auf gelbem Grunde kein „Schandmal" mehr sehen, sondern das Symbol für glauben, lieben, hoffen. W. Korfmann. dea“ schwer, und, ich tymme###mrnene 14“ in der Ede denielben Regl Ale bestes Beipet wier de:“ Bei Kinderwundsein, KS 4 Wundlaufen v. Hautjucken 8)#I Alft Penaten-Creme In allen Apoth.u. Drog. 60 u..20 Vom 14. bis 24. 8. 85 le sollen die gutenTackschuhe kauten können! 45 45 s. S 7 Hübsche Trotteurschuhe rehbroun mit Kombinat. Schwarz.65 Lock.85 Solide Herrenschuhe schwarz. braun In Lack.. und .45 Unsere Filialen im Industriegebiet Bochum, Dortmund, Dören(Rhid.] Düsseldort, elberfeld, Essen a. d. R. Gelsenkirchen, Hagen I.., Herne I.., Krefeld, Köln a. Rh., Mülheim c. d. Ruhr, .-Gladbach, Oberhausen Osnabrück Ruhrort F M Verkeufastelle Conrod Toch& Co. C. m. b. H. Bochum, Kortumstraße 69 Fernsprecher 62.509 Bochumer Anzeiger u. Gen. Anz. Gaeielt Epter und Feiag, 14. Augu186. Deutschland-Rundflug Das Ende der technischen Wettbewerbe Berlin, 13. August. Der erste Teil des Deutschland=Rundfluges ist mit den technischen Wettbewerben, die am Donnerstag die Abroll= und Auslaufstrecken=Prüfung brachten, zu Ende gegangen. Keiner der Teilnehmer konnte die zu erreichende Höchstpunktzahl 10 annähernd erreichen. Die Höchstpunktzahl, die erreicht wurde, war 3. In der Spitzengruppe hat sich nicht verändert. Lediglich Liesel Bach konnte den sechsten mit dem fünften Platz vertauschen. Nach Abschluß der Prüfung führt Poß mit 61 Punkten von Dinort mit 55 Punkten, Hirth 51 Punkte, Junghans 50 Punkte und Liesel Bach 48 Punkte. Freitag früh ist der Start zu dem Rundflug, der durch Deutschland und Oesterreich führt. Die Teilnehmer starten im Abstand. Die in den technischen Wettbewerben erzielten Punkte werden in Minuten umgerechnet. Wer also die meisten Punkte erreicht hat, startet zuerst und hat somit einen nicht unbedeuteten Vorsprung. Wer zuerst wieder Berlin erreicht, ist der Sieger des Deutschland=Rundfluges, der zum ersten Male als Luftrennen ausgetragen wird. Luftraferei Auch Frankreich beim Schneider=Pokal. Die Beteiligung Frankreichs an dem am 12. Sepkember stattfindenden Wasserflugzeugrennen um den Schneiderpokal, mit dem auch diesmal wieder der Kampf um die Höchstgeschwindigkeit aller Maschinen verbunden sein wird, ist nunmehr gesichert. Allerdings haben die Franzosen kaum große Chancen gegen die Engländer und Italiener. Ihre 1000 PS starken Maschinen zeigten zwar im Training eine für normale Begriffe phantastische Geschwindigkeit von etwa Stundenkilometer, aber diese Schnelligkeit, die man noch vor wenigen Jahren als unwahrscheinlich bezeichnet hätte, ist heute schon zu langsam, denn die Apparate der Gegner erreichen Schnelligkeiten von 600 Stundenkilometer und darüber. Man will nun noch versuchen, wenigstens eine 1500=PS=Maschine rechtzeitig fertig machen zu können, um wenigstens mit einigen Aussichten in dieses schwere Rennen gehen zu können. Das Japaner-Gaftspiel Berlin, 13. August. Das Gastspiel der japanischen Davispokalspieler, dem am Vortage Wind und Regen sehr hinderlich waren, wurde am Donnerstag in der Reichshauptstadt unter wesentlich günstigeren Witterungsbedingungen fortgesetzt. H. Satoh bot gegen Hartz nicht seine gewohnte Leistung, enttäuschte ziemlich, spielte reichlich unsicher und hatte bereits beim zweiten Satz verloren. Hartz siegte :6,:5,:3. Wenig Mühe hatte dagegen Kawachi, um mit Schwenker in zwei glatten Sätzen:2,:2 fertig zu werden. Im abschließenden Doppelspiel des zweiten Tages siegten die Berliner Lorenz Hartz über die Japaner Satoh Kawachi in fünf Sätzen:6,:6,:3, :6,:2. Deutsche Turnerschaft Vereinsmeisterschaft in Bochum=Querenburg. Auf dem städtischen Sportplatz in Bochum=Querenburg stehen sich am kommenden Sonntag die VolksturnMannschaften der Turngemeinde Bochum, des Tv. Brenschede, der Lehrlings=Sportabteilung des Bochumer Vereins und des Tv.„Jahn“ Querenburg erstmalig in einem Vereinswettkampf gegenüber. Zur Durchführung kommen Einzelkämpfe im 100= und 400=Meter=Lauf, Hochsprung, Weitsprung, Kugelstoßen, Steinstoßen und Diskuswerfen; ferner Mannschaftskämpfe im Kugelstoßen, 4X100=, 4X400- und 3X1000Meter=Staffel. Zu den Einzelkämpfen stellt jeder Verein drei Turner, während die Mannschaftskämpfe von zwei Mannschaften eines jeden Vereins bestritten werden. Einen besonderen Genuß werden die abschließenden Sondervorführungen bringen, wobei u. a. die bekannte Kunstturnriege der Turngemeinde Bochum mit einem Kürturnen am hohen Reck aufwarten wird. Drer deufiche Nahlihenalfen Mit Jonath und Borchmeyer gegen England und Frankreich Iserlohn westdeutscher DT.=Wasserballmeister. Dem westfälischen Turner=Wasserballmeister, Schwimmverein Iserlohn=Schloddenhofen, gelang es, in Darmstadt die westdeutsche Wasserballmeisterschaft zu erringen. Die Iserlohner fertigten den Tv. Essen 59 mit:2 ab, die Tamde. Darmstadt siegte gegen denselben Verein mit:1. Im Entscheidungsspiel um die Westdeutsche Meisterschaft siegte der Iserlohn=Schleddenhofer Schwimmverein gegen die Tamde. Darmstadt mit:1. Die Iserlohner haben nun am 23. August in Halberstadt zum Kampf um die DT.=Wasserballmeisterschaft anzutreten. Die deutsche Leichtathletik steht vor ihrem letzten Höhepunkt des Jahres, das sind die drei Länderkämpfe gegen England, Frankreich und die Schweiz. Nach den Ergebnissen der Saison, insbesondere nach den großen Meisterschaften in Berlin hat jetzt die Deutsche Sportbehörde ihre Auswahl getroffen und alle drei Vertretungen bereits zusammengestellt. Man kann gegen die Zusammenstellungen der einzelnen Mannschaften nichts einwenden. Gegen England am 30. August in Köln und gegen Frankreich am 6. September in Paris stellen wir unsere besten Athleten ins Feld, und nur gegen die Schweiz am 29. August in Bern wird eine sogenannte zweite Garnitur antreten, mit einer Ausnahme(Sievert=Hamburg) eine süddeutsche Mannschaft. Das Programm der einzelnen Länderkämpfe hat gegenüber der letzten Begegnungen keine Aenderung erfahren, wobei gegen England in den Läufen wiederum ausschließlich in Staffeln angetreten wird. Hier erfolgt die Wertung mit einem Punkt für den Sieg, während der Unterlegene leer ausgeht. Gegen die Schweiz wird mit 4, 3, 2 und 1 Punkten für die Einzelkämpfe und:1 Punkten für die Staffeln, gegen Frankreich 5, 3, 2 und 1 Punkten bzw.:1 Punkten gewertet. Im einzelnen haben die deutschen Mannschaften folgende Zusammenstellung erfahren: Gegen England 4X100 Meter: Körnig(Berlin), Hendrix(Aachen), Borchmeyer und Jonath(Bochum). 4X400 Meter: Büchner(Leipzig), Noeller(Köln), Bergmann(Duisburg), Metzner(Frankfurt). Olympische Staffel: 800 Meter: Dr. Peltzer(Stettin), 200 Meter: Jonath(Bochum), 200 Meter: Körnig(Berlin), 400 Meter: Metzner(Frankfurt). 4X800 Meter: Danz(Charlottenburg), Lefeber (Düsseldorf), Kaufmann(Hannover), Dahlmann(Hamburg). 4X1500 Meter: Wichmann(Berlin), Schilgen (Darmstadt), Schaumburg(Oberhausen), Krause (Berlin). 4X110=Meter=Hürdenstaffel: Welscher(Frankfurt), Pollmann(Düsseldorf), Wegner(Berlin), Beschetznik (Berlin). 5000=Meter=Mannschafts=Lauf: Petri(Hannover), Kohn(Berlin), Holthuis(Weener), Syring(Wittenberg). Weitsprung: Mölle(Köln) Köchermann(Hamburg). Hochsprung: Köpke(Stettin), Bornhöfft(Limbach). Stabhochinrung: Müller(Cannstadt), Ritter(Templin). Kugelstoßen: Hirschfeld(Allenstein), Lingnau(Dortmund). Diskuswerfen: Hoffmeister(Münster), Hirschfeld (Allenstein). Gegen die Schweiz 100 Meter: Geerling(Frankfurt), Eldracher(Frankfurt). 200 Meter: Geerling(Frankfurt), Mährlein(Frankfurt). 400 Meter: Münzinger(Stuttgart), Nehb(Rastatt). 800 Meter: Abel(Mannheim), Step(Darmstadt). 1500 Meter: Rath(Stuttgart), Fink(Stuttgart). 5000 Meter: Kapp(München), Helber I(Stuttgart). 4X100 Meter: Geerling(Frankfurt), Mährlein (Frankfurt), Münzinger(Stuttgart), Eldracher(Frankfurt). 4X400 Meter: Münzinger(Stuttgart), Nehb(Rastatt), Maertens(Frankfurt), Pöschl(München). 110 Meter Hürden: Barth(Stuttgart), Sack (Frankfurt). Weitsprung: Dürr(Stuttgart), Kiefer(Freiburg). Hochsprung: Flister(Stuttgart), Haag(Göppingen). Stabhochsprung: Reeg(Rüsselsheim), Huber(Stuttgart). Kugelstoßen: Sievert(Hamburg), Schneider(Rüsselsheim). Speerwerfen: Barth(Stuttgart), Dinkler(Heidelbergg Diskuswerfen: Buchgeister(Freiburg), Sievert (Hamburg). Gegen Frankreich 100 Meter, 200 Meter: Körnig(Berlin), Jonath (Bochum), dazu Borchmeyer(Bochum), Hendrix (Aachen) für die 4X100 Meter. " 4 0 0 M e t e r: B ü c h n e r( L e i p z i g), M e t z n e r( F r a n k furt a..). 800 Meter: Dr. Peltzer(Stettin), Danz(Berlin). 1599 Reter: Krause(Berlin), Wichmann(Berlin). 5000 Meter: Schaumburg(Oberhausen), Petri (Hannover). 4X400 Meter: Dr. Peltzer(Stettin), Büchner(Leipzig), Metzner(Frankfurt), Bergmann(Duisburg). 110 Meter Hürden: Welscher(Frankfurt), Beschetznik(Berlin). Weitsprung: Mölle(Köln), Köchermann(Hamburg). Hochsprung: Köpke(Stettin), Bornhöfft(Limbach). Stabhochsprung: Müller(Cannstadt), Reeg(Rüsselsheim). Kugelstoßen: Sievert(Hamburg), Schneider(Rüsselsheim). Diskuswerfen: Sievert(Hamburg), Hoffmeister (Münster). Speerwerfen: Mäser(Königsberg), Weimann(Leipzig). 25 Jahre„Germania 06“ Die große Jubiläumswoche erst im Her) die kleine beginnt Sonntag SV.„Germansa 06“, der in der komm.# iläumswoche aus Woche eine große Jubiruum laß seines 25jährigen Bestehens feiern wollte. wirtschaftlichen und anderen Gründen davon Auu## genommen, das Fest zu dem Termin in der ursyon lich vorgesehenen Form durchzuführen. So bedauen es ist, daß der große und starke Verein vorer## eine Feier verbunden mit einer großzügigen und Jubiläumssportwoche verzichtet, umsomehr### man die kluge Vereinsleitung bewundern, die sich diesem Entschluß durchgerungen hat. Die„Germanwerden ihr Fünfundzwanzigjähriges zunächst# durch eine Sportwoche nach außen kund tun.# Oktober oder November d. I. wird### wenn die Zeitverhältnisse größere Veranstaltungen# Feierlichkeiten nicht absolut unmöglich machen.# Verein nach außen seinem Jubiläum das würdige# präge geben. Wie der„B..“ schon berichtete,#### in einem der Herbstmonate das ursprünglich am#### August gegen den westdeutschen Altmeister vorgesehe Spiel gegen Schalke 04 austragen und außer#### noch einen der markantesten deutschen Fußballven#### (wahrscheinlich 1. FC. Nürnberg) nach hier#### pflichten, also zwei Mannschaften, die im deu#### Fußballager in spielerischer Hinsicht das größte#### sehen genießen. Vom sportlichen Standpunkt ist# Terminverschiebung nur zu begrüßen; denn zu der Saison haben die Fußballmannschaften nie##### Form, die sie im Verlauf der Meisterschaftsspiele hat## Das hat z. B. das Spiel TuS.— Schalke 04## wiesen, das Tus. absolut nicht in Form und Scha noch nicht in Meisterform sah. Am Sonntag, zu Beginn der Jubiläumswotc spielt„Germania 06“ gegen den vielfachen Aa## ster des Mittelrheinkreises Koblenz 1900 und##### übernächsten Sonntag gegen„Schwarz=Weiit Barmen(Gruppenmeister von Berg=Mark), sen Mannschaft, die am vergangenen Sonntag der famsen Elf von München 1860 nach gleichwertigen Leistu gen nur:3 unterlag. Recht erfreulich ist, daß sich die führenden Bo#c sportvereine Bochums bereit erklärt haben, an 23. August vor dem Spiel gegen Barmen auf den## Germania=Sportplatz Freiluftboxkämpfe au zutragen. Kurze Sportschau Wird lich „„„ P 4 t i c h „Amicitia“ Mannheim wieder drei Titel holen? Karlshorft, 13. Auguft 1. Rennen: 1. Meute(v. Blottnitz), 2. Surga, 3. Immortelle. Toto: S. 49. gen 2. Rennen: 1. Energos(Wolf), 2. Ferox, 8. Reusburg. Toto: S. 44, Pl. 18, 28, 23. 3. Rennen: 1. Corrida(v. Mitzlaff), 2. Machete, 8. Lohland. Toto: S. 46, Pl. 21, 18. 4. Rennen: 1. Pracht(Wolf), 2. Fugper, 3. Heidekönigin. Toto: S. 19, Pl. 13, 15. 5. Rennen: 1. Gradiva(v. Holtey), 2. Reinart, 8. Marburg. Toto: S. 22, Pl. 13, 19, 12. Die 20. Meisterschafts=Regatta des Deutschen Ruder=Verbandes steht am Sonntag vor den Grünauer Regatta=Tribünen zur Entscheidung an. Diese bedeutendste Prüfung der deutschen Ruderer erhält diesmal noch einen besonderen Wert dadurch, daß sie wertvolle Schlüsse auf die Entsendung zu den Olympischen Spielen vermitteln, vielleicht sogar ausschlaggebend dafür sein wird. Wenn auch das Meldeergebnis diesmal zahlenmäßig nicht allzu stark ausgefallen ist, so ist doch die beste Klasse vertreten. Vorrennen werden im Vierer o. St., Riemenzweier und Einer am Sonnabend abgehalten. Um eine einwandfreie Feststellung des Kräfteverhältnisses herbeizuführen, werden die Vorprüfungen nach einem bestimmten Schema ausgetragen. Das diesjährige 20. Meisterschaftsrudern ist voraussichtlich auf eine Reihe von Jahren das letzte, das in der Reichshauptstadt stattfindet, da es in Zukunft wieder jährlich wechselnd in verschiedenen Teilen des Reiches ausgefahren werden soll. Im nächsten Jahre fällt es wegen der Olympia=Beschickung wahrscheinlich ganz aus. Wie sind nun die Chancen in den sechs Meisterschaftsrennen? Für den Einer stehen sieben Skuller bereit, von denen man Roßmann(Frankfurt.) und G. Paul (Frankfurt.) ohne weiteres ausschalten kann. Ein guter Ruf geht dem Wiener O. Bachheimer voraus, auch Dohme(Guben) und Buhtz(Berliner BC.) werden eine gute Klinge schlagen, aber der gefährlichste Gegner für den Titelverteidiger Gerhard Boetzelen(Berliner RC.) sollte doch v. Düsterloh(„Amicitia“ Mannheim) sein. Das Ende dürfte dann auch zwischen beiden sehr knapp sein. Recht offen erscheint die Situation im Riemenzweier. Von dem Verteidiger„Viktoria" Berlin wurden Scheidler und Mohrstedt für die vorjährigen Sieger Einsel Urbschat gemeldet, die nur bedingte Chancen geltend machen können. Nach den diesjährigen Leistungen zu urteilen, kommen in erster Linie Koch Müller(„Sport=Borussia“ Berlin) und Happ] Stange(Bayer Leverkusen) für die Entscheidung in Betracht. Aber auch Gebr. Schröter(„Prussia“ Königsberg), Budde Petersen(Berliner RC.) und eventuell noch Dürr Kollwitz( Hansa“ Ham'“ „ Etesneuwig„„Gansa Hamburg) konnten in den Vorprüfungen eine schwere Klippe abgeben, während die übrigen drei Paare, die Düsseldorfer Rohde(Weller, die Bremer Gieseken Asendorf und die Wiener Gebr. Kopecki an Können an die Vorgenannten kaum heranreichen. Der Doppelzweier bringt nur ein Terzett an den Start, von denen die Berliner Buhtz Boetzelen die ausgesprochene Favoritenstellung einnehmen. Gegen Gebr. Arenz(WSV. Godesberg) und Blümel Habisreutinger(„Sport=Borussia“ Berlin) müßte es unbedingt zum Siege reichen. Das große Fragezeichen für die drei übrigen Meisterschaften ist„Amicitia“ Mannheim und nach den Berliner Niederlagen fällt es schwer, die Süddeutschen wieder in allen drei Rennen auf den Schild zu erheben. Im Vierer o. St. hat„Amicitia“ allerdings die ersten Chancen, da es hier vor allem auf richtiges Steuern ankommt, und diese Technik ist bei den Mannheimern bestens entwickelt. Von den übrigen drei Startern, Berliner RC.,„Sturmvogel“ Spindlersfeld und „Alemannia“ Berlin dürften sich die beiden Erstgenannten für die Entscheidung durchsetzen. Im Vierer„mit“ und im Achter heißen die beiden Hauptgegner wieder Berliner RC. und „Amicitia“ Mannheim. Diesmal sind aber die Berliner gleichwertig mit den Süddeutschen zu stellen. Ergänzt wird das Feld im Achter nur durch MainzKastel, während im Vierer noch„Sturmvogel“ SpindW1ens im Bieler noch„Sturmbeggr Spmokersfeld,„Alemannia“ Hamburg, R K. am Wannsee und„Donauhort“ Wien erst durch die Vorkämpfe kommen müssen. Am ehesten sollte dies noch RK. am Wannsee und„Sturmvogel“ gelingen. Im Rahmen der Meisterschaftsrennen hält der Ausschuß des Deutschen Ruderverbandes am Sonnabend und Sonntag Sitzungen ab, die in der Hauptsache die Olympiafrage behandeln werden sowie das schwierige Problem für die Finanzierung der deutschen Expedition nach Los Angeles. Staffelmeisterschaft über 4X1500 Meter. Ein aus gezeichnetes Meldeergebnis hat die am Sonntag im Rahmen eines nationalen Sportfestes in Braunschwein stattfindende deutsche Staffelmeisterschaft über 4X1### Meter erhalten. Neun Bewerber treten an, daruner auch der Titelverteidiger DSC. 78 Hannover. Weiter haben der SC. Charlottenburg, VfB. Leivz# „Kickers“, Stuttgart,„Preußen" Stettin,„Viktorna“ Magdeburg und„Teutonia" Berlin ihre Meldung algeben. Turner=Mannschaften sind nicht vertreten, se werden sich dafür an der am 30. August in Bitterfel### vor sich gehenden 3X1000=Meter=Staffelmeisterschaft beteiligen. stark beleinigen. Kzeidenm=Sendenner! Mündliche Auskunft nur nachmittags (außer Samstags) von 4 bis 5 Uhr in unserer Redaktion. K. G. Die Vermögenssteuer beginnt bei einem Vermögen von 20000 RM. Jedoch müssen alle darunter liegenden Summen, auch Ersparnisse, gemeldet werden, da sie bei der Einkommensteuer mit berücksichtigt werden. Lehrling. 1. Versicherungsfrei ist ein Lehrling, der nur freien Unterhalt von seinem Lehrherrn erhält. 2. Wird vom Lehrherrn ein Barbetrag vergütet, so ist der Lehrling invalidenversicherungspflichtig, wenn die Barvergütung die Hälfte des jeweiligen Ortslohnes überschreitet. 3. Erhält ein Lehrling neben freiem Unterhalt auch eine Barvergütung, so unterliegt er der Versicherungspflicht nur, wenn die Barvergütung ein Sechstel des Ortslohnes übersteigt. 4. Wird der Ortslohn herabgesetzt und würde unter Beachtung der neuen Ortslöhne eine Versicherungspflicht an sich nicht bestehen, so wird eine vorher bestandene Versicherungspflicht jedoch dadurch nicht aufgehoben.— Höhe des Ortslohnes in Bochum: Personen unter 16 Jahren: männlich 2,30, weiblich 1,70 RM., Personen von 16 bis 21 Jahren: männlich.60, weiblich 2,60 RM., Personen über 21 Jahren: männlich.— RM., weiblich 3,60 RM. Selbständiger Kaufmann oder Handlungsgehilfe? Der Umstand, daß die Vergütung des Vertreters einer Firma teilweise in festem Gehalt besteht, rechtfertigt noch nicht die Annahme eines Angestelltenverhältnisses als Handtungsgehilfe. Das ist u. a. wichtig im Falle eines Konkurses des Geschäftsherrn, da die Forderungen des Agenten nicht zu den bevorrechtigten Konkursforderungen im Sinne des§ 61 Ziffer 1 KO. gehören. Im Gegensatz zu der Zahlung von teilweise festem Gehalt stand im gegenwärtigen Falle, daß der Vertreter keiner Staatliche Gebührentaxen gelten auch für prominente Aerzte und Professoren. Das Reichsgericht verneint die Gehorsamspflicht unterworfen war, sondern Agenten und Unteragenten anstellen konnte, mithin selbständiger Kaufmann geblieben war.(II 384/30.) R. S. Ein gutes Mittel gegen Schneckenplage im Keller ist das Abflammen der Wände, besonders auch der Ritzen und Fugen, mit einer Lötflamme, damit die Brut vernichtet wird. Ein anderes Mittel zur Schneckenvertreibung ist, den Boden des Kellers mit Viehsalz zu bestreuen und die Wände mit starkem Salzwasser zu bespritzen. P. R. Das Schulgeld für die städtischen höheren Lehranstalten beträgt vom 1. April 1931 ab für einheimische Schüler(auch eingemeindete Bezirke) jährlich 240 RM., für auswärtige Schüler jährlich 300 RM. Vilanzfrisuren in Verbindung mit unlauteren Geschäftsmanövern und Sicherungsübereignungen unter Benachteiligung der Rechte anderer können den schuldhaft handelnden Gesellschafter einer GmbH. persönlich zu Schadensersatz verpflichten.(IX 482/30.) Lange Frist. Auch langfristige Verträge müssen grundsätzlich erfüllt werden. Ein Abbiegen vom Vertrage wegen„Wegfalls der Geschäftsgrundlage“ ist nur unte rbesonderen Umständen denkbar. Solche besonderen Umstände liegen nicht vor, wenn ein Lichtspielhaus, das auf Jahrzehnte hinaus verpflichtet ist, niedergespannten Wechselstrom zu beziehen, infolge eines Umbaues mit dem niedergespannten Strom nicht mehr auskommt. Der Inhaber des Lichtspielhauses bleibt weiter an den langfristigen Vertrag gebunden, auch wenn sein Vertragskontrahent den benötigten Hochspannungsstrom nicht liefern kann.(IX 53/31.). Entstehung eines Gewohnheitsrechts, nach welchem Universitätsprofessoren und Fachautoritäten an die staatliche Gebuührenordnung nicht gebunden wären.(III 330/30.) R. J. 100, Herne. Der Dienstvertrag zwischen Gastwirt und Kellner verpflichtet den Kellner, dem Gastwirt gegenüber gewalttätigen Gästen beizustehen. Ueberschreitet aber der Kellner hierbei die Grenzen der Notwehr und wird er deshalb von dem Gast in Anspruch genommen, so hat er gegenüber dem Gastwirt kein Rückgriffsrecht.(RAG. 126/31.) I. D. Bezüglich der Unterhaltsbeiträge für ein uneheliches Kind ist dem Vater nach dem Gesetze nur der notdürftige Unterhalt zu belassen. Zurzeit werden, wie wir erfahren, dem unehelichen unverheirateten Vater netto 110 RM. monatlich belassen, ohne Rücksicht auf sonstige Unterhaltsperpflichtungen. Bezüglich Gerichtskosten kann es sich wohl nur um Kosten einer einstweiligen Verfügung handeln. O. M. Unter diesen Umständen wird nichts anderes übrig bleiben, als daß Sie den Käufern mitteilen, nur an denjenigen zu zahlen, der schriftliche Vollmacht zur Annahme des Geldes vorzeigt. Hierdurch sind Sie gesichert und brauchen Zahlungen, die an einen Nichtbevollmächtigten gezahlt sind, nicht zu berücksichtigen. X W. W. 250. Aufragen ohne Adresse und Namensangabe können im Briefkasten nicht beantwortet werden. X L. M. Sie können jedes Vierteljahr, aber einstweilen mit Wirkung auf ein Jahr, kündigen. Sie müssen am 1. August soviel Miete zahlen, wie Sie nach Begleichung Ihrer sonstigen von Anfang des Monats fälligen Verbindlichkeiten bei Bestreitung des Haushalts noch verfügbar haben. In der Presse wird von Juristen folgendes Beispiel erortert: Nach Abzug der vorbezeichneten, an jedem Ersten zu leistende“ 190 RM. ausmachenden Ausgaben, bleiben ihm zun Leben monatlich 210 RM. Erhält er am 1. August 200 RM. Gehalt, so bleiben ihm, wenn er die Hälfte Miete zahlt, bis zum 10. August 70 RM. zum Lere Da er für den ganzen Monat 210 RM. regelmäßig“ verleben hat, entsprechen diese 70 RM. genau dem zeon tägigen Durchschnitt. In diesem Falle würde es also“ Gerechtigkeit entsprechen, daß er am Ersten die ern Hälfte seiner Miete und am 10. die zweite Hälfte5 zahlt.— Bei Zugrundelegung eines etwas höheren de geringeren Gehaltes wird man zu der Annahme ge#ct gen können, daß im allgemeinen bei Beamten ug.“ gestellten der mittleren Gehaltslage eine hälftige ilet zahlung am 1. August der Gerechtigkeit entspricht. Mehrere Hausbesitzer. Der Wohnungszwan### schaft unterliegen nicht mehr: Wohnungen, mit bei und mehr Reichsmark Friedensmiete(abgeschen Wohnungstausch): Wohnungen mit 1000 bis 1800 eri, Friedensmiete, doch sind hier im Gegensatz zu den ein, genannten Abbruch und Umwandlung nicht freiget##ni Wohnungen mit 600 bis 1000 RM. Friedensmiete der Einschränkung, daß, falls die Wohnungerg#hn, Reichs= und Staatsbeamten(auch Post= und Eig###. beamten) bewohnt waren, sie von der zuständig,## hörde wieder beansprucht werden können und zein neue Verträge seit dem 1. Juli 1981 abgeschlossen müssen. R. M. Segelflug. Sie wenden sich am besten“ den Verein für Luftschiffahrt, Abteilung Segel Bochum, Westfälischer Hof. Noch kei Sitzung des Beschlul Der Berliner ### seiner gestrigen Erfektenhunde börse beschäftigre, #ältige Beschlüsse Eine neue Sitzun * in den Besprecl schen Handelsmini ##vird, die Berliner nehr für eine mö #es Börsenverkehr denvertreter eher ##etzung zu sein 8 sollte, die Börse ###ffnen, wird man #rechnen können, d lloment dazwische Normale Mit der Rückke #tz hat die Reich biskontes“ wieder abrechnung der 1 iblichen Weise ve #o für die ganze ##richer können ni Alschnitte vor Al scheint die Reichs #lauf der zu 15 Pr# die Einreicher nac langen, keinen Ge zu erwarten, daß den, die Geldbesch #atz so schnell wi können. Da das G immer einen sehr ##bierzu kaum eines bedürfen. Amerikan Ein Drittel der Die geradezu ###chen Baumwollm vollfarmern den ###merik. Farmamt Baumwollstaaten Vorschlag zu ur sollen ein Drit aumpflügen Saumwolle, vernit ###pricht aafür, die nn Höhe von 3 M Juli 1932 auf den Agibt offen zu, daß fehlgeschlagen se der Lage sei. Ei I. September ist neine Katastroph A. Sackenheim beim Dresdner SC. Der internati# nale Stürmer August Sackenheim, der seit seinem Wegzug vom Niederrhein nach Sachsen bei„Guts=Mut Dresden mit bestem Erfolge wirkte, hat nunmehr seinen### Uebertritt zum Dresdner SC. vollzogen. Der einsee Spieler des Duisburger SV. wird nach dem In## krafttreten seiner Spielgenehmigung für die Staffelun Richard Hofmann und Köhler eine sehr wertvolle Verstärkung bedeuten. Neue Kraul=Rekorde von Dorle Schönemann. An Mittwoch abend unternahm die Dresdener Kraulschwinmerin Dorle Schönemann im König=FriedriaAugust=Bad in Klotzsche bei Dresden zwei erfolgreiche Rekordversuche, die unter offizieller Kontrolle vorgenonmen wurden. Bei nur 16 Grad Wassertemperatur legte die Dresdenerin die 800 Meter in 13,39,8 und die 100 Meter in 17,04 zurück, womit die beiden Bestleistunge## von Frau Reni Erkens=Küppers von 14,054 bzw. 17,47 ganz erheblich unterboten wurden. Islas.o. geschlagen. Der argentinische Negerboxe: Epifanio Islas stand in Nottingham dem englischen Schwergewichtler Reggie Meen, der vor kurzen gegen Hans Schönrath entscheidend unterlag, gegenubet und mußte sich in der vierten Runde auszahlen lassen Es gab dabei allerdings einen mächtigen Publikumsprotest, da Reggie Meen seinem Gegner noch einen Kinnhaken versetzte, als dieser schon wehrlos in den Seiten hing.— Islas kämpfte gegen Schönrath nur unen schieden. Sonderbar! Herkuleyns schwer gestürzt. Von einem schweren Sturz wurde der holländische Motorradfahrer Herkuleyns beim Bahnrekordrennen in Amsterdam am Donnerstag abend ereilt. Neben Herkuleyns war noch dei Kölner Soenius an dem Rennen beteiligt. Nach einem bis dahin recht spannenden Verlaufe kam dei Holländer mit einer Geschwindigkeit von etwa 120 Stun denkilometer in einer Kurve ins Schleudern, verlor di Herrschaft über seine Maschine und raste in die Zu schauer. Vier bis fünf Personen wurden dabei letzt; zwei von ihnen trugen schwere Gehirnerschütterun gen davon. Herkuleyns selbst wurde mit Bein“ brüchen ohne Bewußtsein ins Krankenhaus gebracht sein Zustand ist bedenklich. Nechen In viele Für Autofabrt gesuch Angel an di B. R. Der Hausherr.darf die Friedens“##### Hausherr darf die Friedensrshhgn aus eigenen Stücken erhöhen. Wenn Sie, aoseln niedrig bemessen war, kann nur das Mieteinigung eine Erhöhung vornehmen. Kir in Uind E Dil 14. Augus 193 Zochumer Anzeiger u. Gen. Anz. Handel- Gewerbe-Indultrie Freitag, 14. August 1931 ania 6 eerit im Herbch Sonntag r in der kommende mswoche aus# seiern wollte, har inden davon## min in der urs## hren. So bedauen e Verein vorers großzügigen tet, umsomehr wundern, die sio al. Die„Germauge iges.unächt# außen kund tun# 5. wird ösfahz tetungen nöglich machen. um das würdige schon berichtete, ursprünglich an Ultmeister vorgeseh### agen und außer#### schen Fußballven erg) nach hier , die im deu## icht das größte Standpunkt ist sen; denn zu Ania# annschaften nie terschaftsspiele hate## — Schalke 04# Form und S der Jubiläumswoc den vielfachen Aic enz 1900 und Schwarz=Weiin i Berg=Mark), seng Sonntag der famien eichwertigen Leistu die führenden###### erklärt haben, n n Barmen auf de### boxkämpfe au schau 10 Meter. Ein aus im. Sonntag im Ra### Braunschwein rschaft über 4X150 treten an, darunter Hannover, urg, BfB.„Jeipog Stettinzg„Vittors n ihre Meldung### nicht vertreten,## August, in Vitterse### =Staffelmeisterschaft SC. Der internati im, der seit seinen### sen bei„Guts=Mut hat nunmehr seinen## zogen. Der einige### wird nach dem In# für die Staffel un sehr wertvolle VerSchönemann. An sdener Kraulschwim= m König=Friedric en zwei erfolgreiche# Kontrolle vorgenomissertemperatur legte 13,39,8 und die 1000 beiden Bestleistung ppers von 14/5#### rboten wurden. ntinische Negerboxe: ham dem englischen n, der vor kurzem unterlag, gegenüber de auszählen lassen. ichtigen Publitkzuns; ner noch einen Kinnhrlos in den Seiten hönrath nur unentZon einem schweren rradfahrer Herln“ Amsterdam am Donleyns war noch der ten beteiligt. Nach Verlaufe kam der von etwa 120 Stunchleudern, verlor die raste in die Zun wurden dabei verGehirnerschütterunurde mit Beinrankenhaus gebracht; Noch keine Entscheidung sitzung des Börfenvorftandes ohne Beschluß auf heute vertagt Der Berliner Börsenvorstand, der sich .* gestrigen Sitzung mit der Wiederaufnahme gsfektenhandels an der Berliner Wertpapler#ässe beschäftigte, ging gegen 11.30 Uhr ohne end#itige Beschlüsse gefaßt zu haben, auselnander. Eine neue Sitzung findet am Freitag vormittag in den Besprechungen am Mittwoch im preußlschen Handelsministerium haben sich, wie bekannt * d i e B e r l i n e r B a n k e n- u n d B ö r s e n- V e r t r e t e r für eine möglichst schnelle Wiedereröffnung des Börsenverkehrs eingesetzt, während die Behörmvertreter eher für eine spätere Wiederinganguug zu sein schienen. Wenn es nicht gelingen sallte, die Börse bis Mitte nüchster Woche zu er##inen, wird man wohl vor September kaum damit rechnen können, da dann der Ultimo als störendes iloment dazwischen kommen würde. Normale Wechlelbeleihung der Rückkehr zum zehnprozentigen Diskonthat die Reichsbank das System des„Zehntageniskontes“ wieder fallen gelassen und nimmt die Abrechnung der ihr eingereichten Wechsel in der üblichen Weise vor. Sie diskontiert die Abschnitte so für die ganze Dauer der Laufzeit und die Einreicher können nicht dazu verpflichtet werden, die Abschnitte vor Ablauf zurückzukaufen. Im übrigen scheint die Reichsbank von dem Recht, einen Rückkauf der zu 15 Prozent diskontierten Wechsel durch Einreicher nach Ablauf von zehn Tagen zu verlangen, keinen Gebrauch zu machen. Es ist ohnehin zu erwarten, daß die meisten Banken froh sein werden, die Geldbeschaffung mit derartig teurem Zinsso schnell wie möglich rückgängig machen zu können. Da das Girokonto bei der Reichsbank noch immer einen sehr hohen Stand aufweist, wird es zu kaum eines Druckes seitens der Notenbanken bedürfen. Amcrikanische Baumwollnöte Ein Drittel der Ernte soll umgepflügt werden. Die geradezu katastrophale Lage des amerikanischen Baumwollmarktes, die Tausende von Baumvollfarmern den Ruin zu bringen droht, hat das smerik. Farmamt gezwungen, den Gouverneuren der 14 Baumwollstaaten telegraphisch folgenden drastischen Vorschlag zu unterbreiten: Die Baumwollfarmer sollen ein Drittel ihrer gesamten Ernte umpflügen, wodurch über 4 Millionen Ballen Baumwolle vernichtet würden. Das Farmamt verppricht dafür, die Riesenvorräte aus dem Vorjahr in Höhe von 3 Millionen Ballen nicht vor dem 31. Juli 1932 auf den Markt zu bringen. Das Farmamt gibt offen zu, daß die Stabilisierungsversuche völlig tehlgeschlagen seien und daß es nicht mehr Herr der Lage sei. Eine gemeinsame Aktion vor dem I. September ist unbedingt nötig, um eine allgeoths Hofostroche an verneiden. Nach der Biskollhelung Weiter anhaltende Flülfigkeit des Geldmarktes mit Recht darauf verwiesen, daß auf Grund der Diskontermäßigung vom 12. August die Spanne zwischen Diskont und Lombard zwar gleich geblieben ist, prozentualiter sich jedoch infolge der niedrigeren Sätze erhöht hat. Im Sinne der fortschreitenden Normalisierung der Geldmarktverhältnisse ist auch die wieder verbesserte Devisenbllanz der Reichsbank beachtlich. Die Devisenzugänge bei dem Zentralinstitut sind per Saldo je Tag auf etwa 8 bis 12 Millionen Reichsmark zu beziffern, so daß die Devisenzugänge seit dem letzten Wochenausweis etwa 60 Millionen Reichsmark betragen dürften. Die Freigabe des Devisenverkehrs für den Warenhandel hat sich bislang allerdings auf die Devisenbilanz der Reichsbank noch nicht ausgewirkt, da der Zeitraum seit dem Inkrafttreten dieser Verordnung noch zu kurztristis bst.„„Jigh, der Emerbassen nag Zum Schluß sei bezuglich der Sparkassen noch erwähnt, daß die verschiedentlich verbreiteten Schätzungen von 750 Millionen Reichsmark Abhebungen seit Juni zweifellos zu hoch sind. Soweit wir unterrichtet sind, dürfen die Abhebungen im Juli auf höchstens 500 Millionen Reichsmark bisher zu veranschlagen sein, zu denen noch 150 Millionen Reichsmark Abflüsse im Juni hinzuzurechnen wären, womit sich eine Gesamtsumme von etwa 650 Millionen Reichsmark ergeben würde. Die mit Wirkung vom 12. August vorgenommene 5prozentige Ermäßigung des amtlichen Diskontsatzes hat die Sätze des freien Geldmarktes am Mittwoch, dem 12. August, weiter etwas nach unten beeinflußt, soweit man nicht geneigt ist, die Diskontsenkung als nachträgliche Sanktionierung bereits stark erleichterter Verhältnisse am Geldmarkt aufDer Sats für Tagesgeld wurde mit 9 bis 10 Prozent genannt, während Monatsgeld mit etwa 10 Prozent bezeichnet wurde, wobei allerdings die Umsätze so gering waren, daß dieser Satz nur nominelle Bedeutung hat. Bezeichnend für die Lage ist der Satz von 9 Prozent für Warenwechsel mit Großbankgiro. Nachfrage nach Privatdiskonten ist immer noch beträchtlich, das vorhandene Material dagegen sehr geringfügig. Soweit im Kleinverkehr von Büro zu Büro Sätze für Privatdiskonten zu hören waren, betrugen diese etwa 8 bis 8½ Prozent. Die Bestrebungen, einen wenigstens halboffiziellen Privatdiskontmarkt wieder zu schaffen, haben leider noch zu keinem Erfolg Trotz der Diskontermäßigung hat die Flüssigkeit der Banken kaum nachgelassen. Auch bei der Reichsbank ist eine Verringerung der Kapitalaniagen festzustellen. Ebenso haben sich auch die Reichsschatzwechselbestände weiter ermäßigt. Die Regelung bei der Einreichung von Wechseln, die Diskontabrechnung nur auf 10 Tage vorzunehmen, ist nunmehr als endgültig aufgehoben zu betrachten. Eine fortschreitende Normalisierung der Geldmarktverhältnisse erhofft man ferner durch eine allmählich ins Auge fassende Abwicklung der Verbindlichkeiten bei der Akzept- und Zwar sind die Dinge noch nicht soweilt gediehen, um die Akzept- und Garantiebank als. überflüssig zu bezeichnen, jedoch ist es immerhin beachtenswert, daß die Berliner Privatbanken dieses Institut in den letzten Tagen kaum noch nennenswert in Anspruch genommen haben. Einige Ansprüche sind seitens der Girozentralen gestellt worden, ferner auch seitens einiger größerer Privatbankfirmen im Reich. Bei letzteren handelt es sich jedoch um Akzeptkredite von nur 25 000 bis 100000 Reichsmark Eine weitere Entlastung im Geldmarkt erhoftt man sich, aus einer neuerlichen Senkung des Diskonts und Lombardsatzes. Die amtliche Begründung zur jüngsten Diskontermäßigung hat die diesbezügliche Bereitschaft der Reichsbank ausdrücklich unterstrichen. Als wahrscheinlich wird es bezeichnet, daß vorerst der immer noch hohe Lombardsatz von 15 Prozent vielleicht auf 12 Prozent ermäßigt wird, womit eine der Voraussetzungen für die Wiederaufnahr Börsenverkehrs geschaffen würde. Im übrigen wir bahn, den Haus-Haus-Verkehr im Sinne der Reichsbahn neu zu organisieren, liegen doch detzt schon Anzeichen dafür vor, daß der Schenker-Konzern seine enge Zusammenarbeit mit der Reichsbahn in dem durchaus naheliegenden Sinne eine eigene Kundenwerbung benutzt.„„ Die Gemeinschaft deutscher Kraftwagenspediteuree. V. und der Reicheverband des Deutschen Groß- und Ueberseehandels haben in einer der Reichsregierung übergebenen Erklärung Einspruch gegen etwalge Absichten erhoben, die Gesetze und Maßnahmen zur Regelung des Wettbewerbes zwischen Eisenbahn und Kraftwagen auf dem Wege der Notverordnung zu veröffentlichen. Ausländische Börlen Newyork: Anfang: Befestigt. Amsterdam: Schwankend und allgemein schwächer. Brüssel: Abgeschwächt..g11g 7 London: Anfangs unsicher, zum Schluß fest. Paris: Ruhig und wenig verändert. Zürich: Meist schwächer. Wien: Zurückhaltend. Dortmunder Produktenmarkt Lortmund Preise per 100 ko in Reichswark, uscaanfrei Dorimund in Ladungen von 10—15000 kg. Rauhfutter per Zentner Palle Wie licht der Schenkervertrag aus? In einer Mitteilung, daß die Reichsbahn auf dem Wege der Notverordnung die schwebenden VerkehrsProbleme(Kraftfahr-Linien-Gesetz, Schenker-Vertrag) zu klären beabsichtigt, findet sich zwar die Feststellung, daß der ursprüngliche Schenker-Vertrag in wesentlichen Punkten modifiziert worden ist. Dagegen ist es in den interessierten Verbnäden und Körperschaften bisher noch nicht möglich gewesen, über Art und Umfang dieser Modifikation Auskunft zu erhalten. Auch wenn man annehmen darf, daß dem Vertrag die größten Giftzähne ausgebrochen sind, bringt die Unkenntnis über die künftige Gestalt des Schenkervertrages Ungewißheit in alle am Verkehrsgewerbe beteiligten Kreise. Am Freitag soll sich der Reichsrat mit den Vorschlägen befassen. Die Lage ist detzt die, daß der Wettbewerb der Kraftwagen gegen die Reichsbahn, der den eigentlichen Anlaß zu dem Abschluß des Schenker-Vertrages gegeben hat, mit dem Kraftfahr-Linien-Gesetz in sich bereits eine Regelung erfahren soll. Es liegt deshalb kein zwingender Grund vor, auch den Schenker-Vertrag schon in diesem Zusammenhang und mit dieser Beschleunigung zu genehmigen, sondern es würde zweifellos besser sein, den Schenker-Vertrag in dieser modifizierten Form noch einmal öffentlich zur Diskussion zu stellen. Unbeschadet der Notwendigkeit für die ReichsGonge 20 7 16.7 heute Westfällsch. Weizen 22.-22.7 " Roggen 18.-18.7 Westf. Hafer...—.—. Weiß. Haf. alte Ernte 20.0 neue"—.— Inländische Gerste 18.0-18.2/16.-17.0 Ausländisch. Weizen—.—.—.—. Roggen—.—.—.—. Hafer—.—.— Gerste 120.0 20.5 19.5 #a Plata-Mais.. /20.0 20.5 200 Cinquantino-Mais[20.-21.2] 21.0 Sickermehl... ag7.8gg88 7. 5 Weizenmehl Grundpr 36.-39.0 38.-39.0 Roggenmehl 70% 28.-28.0/3S. S- 2 8. Outh, Roggenmehl 27.0 124.52540 Tendenz: unregelmäßig waggonfrei hlesiger Stationen *) waggonfrei ost-westf. Stationen Weizenkleie. 10.-11.51 Roggenkleie.-10.0 Mixed Mais...—.—. Trockenschnitzel.2.5 Zuckerschnitzel 11.-11.51 Gebdl., Rhein, Rogg.—.—. und Weizenstroh -Gebdl. Westf. Rogg.—.— und Weizenstroh * Wiesenheu gut gesund, trocken *Kleeheu gut, gesund, trocken Södtranz. Eiller u. Luzernheu, gut gesund, trocken Konche 11.-11.5 .-10.0 62..5 11.-11.5 Berliner Metallnotierungen Berlin, den 13. August 1931 Pestur Sehchunternthe# Elektroiytkupfer(wirebars) prompt, eit Hamburg. Bremen oder Rotterdam Standard-Blei per Originalhöttenalumigur 98.-— 88%, in Blöcken desgl. in Walz oder Drahtbarren.. Banka-, Straits. Australzinn in Verkäuferswahl Hüttenzinn, mindestens 99% Reinnickel, 98-99% Antimon-Regulus Silber, 1 Kilogramm, es. 1000 Feinhelt.. Gold, 10 Gramm Altplatin per Gramm(Abfälle) Circapreis.. Techn. reines Platin per Gramm, detallpreis 8 stenden zun ust nut fte der Leben. innen für die Füße, außen für die Augen, so ##ist dieser orthopädische Spoler-Vernunft-Schuh. Wir gibt den schwachen Stellen Ihrer Füße schonend Halt ohne zu drücken, und sorgt für eine leichte, bequeme Abwicklung des Ganges.— Die Vorderpartie ist mit viel Oberieder gearbeitet,- die Zehen haben Spielraum. Die Fersenpartie ist schmal, der Schuh sitzt fest am Fuß. Die beiderseitig hochgewalkte Brandsohle gibt dem Fußgewölbe Halt und stützt es ab. Die verlängerte Hinterkappe hält die beim Gehen sehr viel beanspruchten Muskein fest an, und beugt schneller Ermüdung vor. Eine Stahlsprungfeder, im Gelenk eingelassen, verhindert das Durchtreten.— Shte besuchen Sie uns! Schlupfen Sie einmal, unverbindlich nafürlich, in diesen SpeierVernunftschuh. Er wird ihnen zusagen, Ihren Füßen und Ihren Augen. in schwarz Chevreaux können Sie ihn haben. Er kostet nur... RM Auch in Lock und braun gibt es ähnlich geerbeitete Modelle. Kaufen Sie bei BAU TSTMITALET Kaufls Börseh Hans Albers In dem herrlichen Pomm Trude Berliner 30 Jeckerfosteller In vielen Städten Ab. Bochum, Horiumstraße 71 „es hat seinen GrU Für regelmäßige Nür regetund Autefahrten 2Conn.=Lieferwagen gesucht D e7 Angebote unter B. S. 35713 mittags an die Geschäftsstelle d. Ztg.] nach Gelegenheitskauf! Schöne, große Zimmer-Linde pass., j. Wintergart., Nr., 15 Mk. zu verk. Müblenstr.28b. 1.., 12—2, ab. 7 Uhr. sich am besterzn bteilung Segelflun te nicht olut#0 Uirmes bei Hanlsch, Emns Verkaufs Schöution un Bilngnelts-Konerden Draht, Drahlgewebe und Drahtgeflechte aller Art am Lager Drahtwerk Bechum, Redemptoristenstrabe 26/30 (trab. Unt. d. Lind.) Wattenecheld Gertrudtsstr 38/62 F F re LVE E Eine delikate Sache des Alltags, die durch ihre lebensechte tung jeden einzeinen angeht und darum auch für alle bestimmt ist Als Zugabe belassen wir Im Beiprogramm: Iax Sehfenige schaftskampf gegen Young Stribling über alle 15 Runden Mit dem Zeppelin zur Arktis zeigen wir als einzigste Original-Aufnahme in der berühmt.„Fox tönende Wochenschaus Aufführungszeiten: Nachm..20,.00,.05 Uhr 7 Wochentags bis 5 Uhr halbe Preise 3000 Kramolin-Neizempfünger in 4 Monaten FürS Aalse Geid Type 59 W einschließlich 3 Röhren kompl. Readio-Binder Eiliale Bochum Horfumstr. 92 Deutschlands größtes Fachgeschäft, Zentr. Dulsburg SHALA Operettentheater Nur noch einige Tage .15 Uhr der größte Lacherfolg der Saison: viertägige Schwindelmeier& Co. Rundfunt=Programm Köln(227). Langenberg(273). Zwischensender: Aachen(227) und Münster(227). Gleichbleibendes Werktags=Programm..45: Leibesübungen. 7: Konzert. o 7 u. 8: Frühvorhersage, Zeit. v 10.15: Schallplattenkonzert. o 10.30: Wasserstände.# 12.10: Mechanische Musik. o 12.50: Wetter. e 12.55: Nauener Zeit. c 13.05: Konzert. 15.30: Wasserstände, Zeit, Wirtschaftsberichte. 15.50: Kinderfunk. S 17: Vesperkonzert. o 19: Wirtschaftsmeldungen, Wetter, Sport. o 19.15: Vom Tage laußer Sa.). O 22: Meldungen, Sport. Sonntag. 16. August. .00: Hamburger Hafenkonzert. Glocken vom Großen Michel. .00: Morgenkonzert. .30: Renger=Patzsch: Architektur=Fotografie. .00: Geläut von St. Gereon. .05: Katholische Morgenfeier. 11.00: Salzburg: Strauß=Konzert der Wiener Philharmoniker. 12.20: W. Herrmans: De Oecher Uellespeisel(Aachener Mundart). 12.40: Pros. Goldschmidt: Politik und Wirtschaft in Chile. 13.00: Mittagskonzert. 14.50: Els Vordemberge: Jungmädchenstunde. 15.10: Dr. Müller: Das landwirtschaftliche Ausstellungswesen— ein Förderungsmittel der landwirtschaftlichen Technik. 15.30: Der westsälische Lebensraum. W. Bökenholt: Dichtungen von Augustin Wibbelt. 16.00: Grai Stenbock=Fermor: Spielzeugschnitzer im Erzgebirge. 16.25: Rennbahn Horst=Emscher: Zweimal Pferderennen. Originalund Schallplatten=Uebertragung. 16.35: Vesperkonzert des Musikkorps des 1. Batls. Ins.=Regts. 18, Paderborn. 18.00: Wuppertal: Westdeutsche Wasserballmeisterschaft des Arbeiter=Turn= u. Sportbundes. 18.20: Unsere Städte in Rheinland und Westfalen: Bocholt. 18.50: Dr. Rockenbach: Der europäische Roman der Nachkriegszeit: „Landstreicher“ von Knut Hamsun. 19.10: Eine Stunde Kurzweil. 19.50: Sportvorbericht. 20.00: Berlin: Tanz=Abend der Kapelle Fred Bird. Mitw.: Luigi Bernauer. anschl. Letzte Meldungen, Bericht über das geistige Leben, Sport. ca. 22.30: Deutsche Rudermeisterschaften in Berlin=Grünau. Schallplattenbericht. anschl. Nachtmusik und Tanz. Dienstag, 18. August. 16.00: Bayreuth: Tristan und Isolde. Von Richard Wagner.— In der ersten Pause: R. v. Scholtz: Die Wagnerstadt Bayreuth. — In der 2. Pause: H. W. v. Waltershausen: Tristan und „Isolde, Gestalten der Menschheitsgeschichte. 17.50: H. Ebert: Der„Tristan“ in Aeußerungen Wagners und seiner„Zeit. 18.15: Wetter. Zeit. Wirtschaftsmeldungen, Sportvorbericht. 20.10: Erste Abendmeldungen, 20.20: Ein Kapitel aus Bédiers„Tristan“. Heute aben Jahren eiden, gestär er hl. katho ebter Mann, nser lieber Br mit dem beliebten Komiker Rolf Enger in der Hauptrolle. Preise von 40 Pf. bis .50 Mk. auch Sonntags Vorverkauf ab 4 Uhr. Telephon 66810 Wenn Eise Eister Biopiende PGchugen! Inhaber des F und anderei Wir bitten, im Gebete zu Im Namen tiefer Trauer: FrauN Maria Ursula Bochum 11. August 19 Jacobikirchpl. im(255 Co Mittwoch, 19. August. .05: Rechtsanwalt Dr. Strauß: Rechtsfragen des häuslichen Alltags. bilde Bremus: Gymnastik für Frauen. Obervastor Grüner: Deutsche Hochschularbeit in Riga. 16.40: Hedwig Bloemendal: Aus der Praxis einer gemeinnützigen sozialen Beratungsstelle. 18.00: Redakteur Lehmann: Die internationalen Rundsunkverhandlungen in Kopenhagen 18.20: Univ.=Pros. Dr. Verweyen: Menschenkenntnis. 18.40: Gewerberat Hellwig: Die Arbeitsordnung. 19.30: Dr. Goerrig: Notverordnung und freiwilliger Arbeitsdienst. 19.55: Erste Abendmeldungen. 20.00: Abendkonzert des Funkorchesters.— Intermezzo: Deutsche Madrigale, Volks=, und Liebeslieder aus vier Jahrhunderten. Ausf.: Märkischer Madrigalchor Wetter=Ruhr. 21.40: Dipl.=Ing. Kraege: Die akustischen Eigenschaften der Rundfunksenderäume. anschl. Konzert a. d. Hotel zur Post, Elberfeld. Kapelle H. Elber. singt, und noch dazu Komiker wie Wilhelm Bendow und Siegfried Berisch aufmarschieren, dann müssen alle Sorgengeister das Feld räumen. Hellweg 1 und Kortumstraße 45 Autofahrten Kilometer 20 Pf. Ruf 68089 Dazu: Rose der Prärie Unterricht Die Beerdig amt finden in statt Ein Abenteurerfilm, der eine spannende Handlung mit einer romantischen Liebesgeschichte verknüpft. Engländ. a. London gibt„preiswert englischen Donnerstag, 20. August. 16.20: Französische Landschaft. Dr. Sundermeyer: Orange, Avignon und Arles. 16.40: Anna Beckmann: Aus der Praris einer gemeinnützigen Eheberatungsstelle. 18.00: Obervastor Grüner: Dorpater Studentenleben in alter und neuer Zeit. 18.20: Univ.=Prof. Dr. Verweyen: Menschenkenntnis. 18.40: Aus der Welt des Tieres: Prof. Schmid: Affen. 19.25: Dr. Voigt: Die Notlage des deutschen Handwerks und ihre Ursache in der Geschichte. 19.55: Erste Abendmeldungen. 20.00: Abend mit Robert Koppel. Funkorchester. anschl. Konzert a. d. Kaffee Regina. Kapelle Fritz Grunert. Freitag, 21. August. 10.15: Hilde Bremus: Gymnastik für Frauen. 16.20: Jugendfunk: Das tapfere Schneiderlein oder Sieben auf einen Streich. Kasperl=Komödie. 18.00: Gartenbaudirektor Jung: Die eßbaren Pilze und Schwämme — ein Volksnahrungsmittel. 18.20: Dr. Sternberg: Der Weltaußenhandel und der deutsche Außenhandel in der Krise. 18.40: Die Welt im Buch: Dr. Blume: Rasse und Nation. 19.30: H. Effelsberg: Werkmeister in der Wirtschaftskrise. 19.55: Erste Abendmeldungen. 20.00: Meister der Overette. Ein Zyklus mit Schallplatten. Overette 1931. Verbindende Worte: P. H. Gehly. 21.00: Klavier. Komödie von F. Warschauer u. Gertrud Vermeer. anschl. Nachtmusik und Tanz. Samstag. 22. August. 16.20: L. Marcuse: Die Mouche. 16.40: Wanderungen in Rheinland und Westfalen: Franziska Bram: Der Hunsrück. 18.15: Oberpostsekretär Post: Der Bahnpostschaffner. 18.40: Der westsälische Lebensraum: H. Baum: Das Legionslager Oberaden. 19.15: Zehn Minuten Bezirksfunkhilfe. 19.30: Obersteuersekretär Küppers: Von der Krisensteuer. 19.55: Erste Abendmeldungen. 20.00: Lustiger Abend.— Intermezzo: Fein gedreht. Schwankhörspiel von Johannes Müller. anschl. Tanzmusik aus aller Welt. 23.30: Meister des Jazz. 5schn Gesteif-hleie Paul Daniels, Bongardstr. 2. 2: C. Ufa-Tonwoche- Kulturfilm Für die meiner lieben Mutter erwiel unseren her Handels-Englisch (Französ.) erdl., Fik.— t. Antäng. u Fortgeschr Angeb. unt R P. 35777 Städtisches Orchester Bochum Heute, Freitag, 14. August 1931, 16 Uhn Konzert im Stadtpart 20 Uhr: Abend-Konzert im Stadtpark Eintrittspr. 30 Rpf. Zehnerheft.50 R0. Schüler 20 Rpf. Herne, im Ab heute: Die Lachbombe! Der neue 100%ige Ufa-Tontilm-Lustspiel-Schlager Dolly macht Karriere (Mein Schatz hat eine Klarinette) mit Dolly Haas. Oscar Karlweiß, Altred Abel. Kurt Sarron, Singen u. tanzen, lachen und Heben, ein alles besiegender Humor beherrscht diesen köstlichen Film der vergnügten Darsteller. Ferner: Hoot Gibson, der Meister der rauhen Reiter in 9 Der fliegende Teufel von Tenas Ein spannender Sensationsfilm mit Ruch Elder, der bekannten Ozeanfliegerin. Groteske Die neue Emeika-Tonw. Lehrfilm erweitert von der nächsten Nummer ab ihr Programm ganz erheblich. Bitte überzeugen Sie sich selbst davon. Preis ändert sich nicht. Für die Bezieher des„Bochumer Anzeiger“ kostet„hör mit mir“ nur 30 Pfg. im ganzen Monat O SKALA-LICHTSPIELEG Der große, 1esprozentige Mädchenhandels-Tonflin Tänzerinnen für Südamerika gesucht!## Hauptrollen: Dita Parlo, Harry Frank. Außerden wirkt die Schmehling-Tanztruppe mit, die erst veen kurzem durch das deutsche Konsulat in Rio Janeiro aus den Klauen einer südamerikanischen Mädebenhändlerbande, gerettet wurde Salzuslen.L. Untere Mühlenstraße 7. Volle gute Verpfl. bei ermäß. Preisen. Schattiger Garten beim Hause. Montag, 17. August. 10.15: Hilde Bremus: Gymnastik für Frauen. 16.20: Jugendfunk: Der Kirchturmhahn.— Ein Rundgang durchs Funkhaus. 18.00: Französische Landschaften: Ingeborg Hesse: Flucht nach Armorika. 18.20: Univ.=Prof. Dr. Verweyen: Menschenkenntnis. 18.40: K. Röttger: Der Erwachsene und das Kind. 19.30: Wirtschaft und Gesellschaft im Buch: Dr. Stein: Soziale Zeitströmungen. 19.55: Erste Abendmeldungen. 20.00; Scheveningen: Kur=Konzert d. Residenz=Orchesters Den Haag. Solist: Adolpho Poth(Violine). Werke von Beethoven.— Intermezzo: Das Weltgedicht. Aus Goethes: Westöstlichem Divan. 22.15: Edgar Manfred Eber: Sie hören Casablanca. 22.40: Nachtmusik und Tanz. Liebeskleeblatt unfernalfsamer Flim Dieses Programm ist für Jugendliche verhoten Sonntag 2 Uhr: Gr. Kindervorstell. m. besond. Prost. Zu verkaufen ee t tg! Welldiech-, Stahl-und Betonbauten jeder Art. Angebote u. Prospekte kostenlos Gebr. Achenbach G. m. b.., Weidenau Sieg Eisen- und Wellblechwerke. Postfach Nr. 252 Zweigbüro: Ernst Haust, Dulsburs, Elisabethstr. 22, Telephon 32033 Wer sein Geld gut und sicher anlegen will, kaufe kurz entschlossen einen Resckgerst ahnete geleg. Blose in ien. belieb. Größe, zu d. billigst. Preisen werd, vermittelt unter A. B. 6739 die Geschäftsstelle dieser Zeitung. Zurückhaltung im Kaufen erhöht die Geschäftsspesen und verteuert die Ware! Kaufen ist nicht verschwenden! Kaufen ist Arbeit spenden! Kinderwagen billig zu verkaufen. Poß, Wilhelmstraße 5. Auto-Batterien aller Systeme u. Fabrikate liefert und repariert Siunisuren huitzinte, enh.. Gröbtes Spezialgeschäft des Bezirk: Radio-Akkumulatoren Geld zu 5 Prozent für., 2. u. 3. Hypotheken bei voll. Auszahlung bis zu 80 Prozent des Taxwertes. Kauf= und Baugelder, Umbeleihungen.(35745 Hervert Sandau Bochum, Lueghaus, 3. Etage. Marisienträn das im Kloster St loseph herge stellte, altbewährte, weltbekannte Kräftigungs- und Stärkungsmittel bei Nerven- und Magenleiden, Skrophulose, Blutarmut. AppetitSchlaflosigkeit, Asthma, Gicht. Rheumatismus. Zuckerkrankheit. reinigt das Blut. fördert die VerMdauung und bildet Knochen und ## ähne. Unentbehrlich tor Kinder. #lütter, Kranke und Genesende . Aerztlich empfohlen. ##Erh. in all. Apotheken u. Drogerien 4 Bestimmt zu haben in der AStadt-DrogerIe B. Altmikus, Bongardstraße 10 Biphosphat-Werke ## Recklinghausen I. WV. Pernrul 3337 Original-Fl. Mk..20 Achtung! Rundfunkhörer! Zur Eröffnung unserer Tonfilmsaison Marken-Anode 4 100 Volt, Garantie 3 Monate.... nur####S Nicht zu vergleichen mit den minderwertigen und oft teueren Anoden. Akkuladen jede Gröse..50 Kapitalien Betriebsgelder, Akzeptkredite, Beamtendarlehen schnell u. reell durch Dicks Bochum=Langendreer. Im Krebsfeld 14. Teleph. Witten 1502. Bau= u. Kaufgelder. Hypothek., Darlehn? Auskunft kostenfrei durch H. Trusheim, Boch.=Laer. Laerfeldstraße 44. Mit Straßenbahnlinie 4 und 10 zu erreichen. R APIO- UMiIIg Kiiner Rottstraße 26 Spezialhaus Vomty Ruper Ruf 65400 Sämtliche Reparaturen werden in eigener Werkstatt ausgeführt einschl. Tilgung in 23 Jahren, für Hypotheken auf Alt= u. Neubesitz, Umbeleihung(auch für Industriegel.), Kaufu. Baugeld.(35640 Kühnholz, Bochum, Kronenstraße 8. Für den Magen! Kurfürstlicher Kombi, schmackhaft, stark kräuterhaltig, in Fl. zu.80,.60,.40,.25,.65 M. Alb. neben der Christuskirche. UND ATONE: us u benuu Ae er wirken mit: LENT RIEFENSTAHL SEPP RIST-ERNST UDET ERIEDRICM KAVSLER“ MATN. WIEMANN AUFRED BLIERLE-ERNIT PETERSEN GENI FUNRER DAUD 2066 IItiger, erschütternder und grandioser als Pald“! Ein Giptel derTonfilmkunst FürRM 10.-(ab Köln RM. 7,50) 4tag.Rheinfahrt nach Königswinter, Boppard, Rüdesheim Nächste Fahrten: Vom 18. bis 21. und 2s, bis 26. August. Abfahrt ab Ruhrort.15, ab Quisburg.45, ab Uerdingen.45, ab Dösseldort 11.15, ab Köln 15.15 Uhr. An Bord Musik u. ie Restauration Dazu das Tonfilmbeiprogramm u. Utatonwoche Auberdem: Donnerstag, den 20. und 27. August, 11#g. Hollandtahrt.achArnhelm Pas nicht etforderlich. Freitag bie einechliesl. Dienstag 4. 0 u. 8 Uhr. Jugendl. haben Zutritt. Sonntag, 11 Uhr. Frühvorstellung Einheitspreis 30 Pf. Jugendvorstellung: Mittwoch 4 Uhr e"* Keine Preiserhöhung 0 O 0 Achtung RM..26764 Prospekte beim Verkehrsverein, Reisebüro Arnold und Duisburg-Ruhrorter Hohr Je#son.-Ruhrort, Personenschiffahrt Gcur. Lüwen, Tel. 443 21 über seine Reiseer ebnisse in Aegypten, Palästina und in den Balkanstaaten. Anschließend folgte eine Lichtbildvorführung über das deutsche Volkslied. Umrahmt war das Ganze von ansprechenden musikalischen Darbietungen des Gesellenvereinsorchesters, die hin und wieder durch einen schönen Liedervortrag des Chores ergängt wurden...x Iathalische Tauf. Aus den katholischen Vereinen. Der katholische kaufmännische Verein„Constantia hielt am Mittwoch abend im Vereinsheim Uhlenbruch eine wichtige Versammlung ab, die vom Vorsitzenden Josef Calderoni eröffnet und geleitet wurde. Der Saal war bis auf den letzten Platz besetzt. Der Vorsitzende gab einige Eingange bekannt. Dem verstorbenen Mitgliede Kaufmann Dieckmann wurde ein Nachruf gewidmet. Den Höhepunkt des Abends bildete der Vortrag des Wirtschafts lehrers Dr. Kröger. Der Redner behandelte die letzten Ereignisse in der Finanzwirtschaft und kam dann näher auf die gesamte deutsche Volkswirtschaft zu sprechen. Der Redner erntete starken Beifall. Eine längere Aussprache schloß sich an.— Mittwoch abend fand in der naten inden ala=Operettentheater. Der tolle Schwank lmeier& Co.“ mit Rolf Enger gelangt nur Tage zur Aufführung. Die Preise sind beerabgesetzt und gelten auch Sonntags. se(Freitag) Konzerte im Stadrpart. Unter zu Konzertmeister Hans Treichler findet heute 14. August), abends auf der Terrasse im ein Konzert des Städtischen Orchesters statt. gs findet ein Terrassenkonzert statt. Beide werden nur bei günstiger Witterung veranbilligte Gesellschafts=Rheinreisen zum OberEine bedeutsome Neuerung an Wassermotor=Waschmaschinen haben die Mielewerke herausgebracht. Bekanntlich tritt durch die Umsteuerung bei Wassermotoren ein Rückschlag in die Wasserleitung ein, der unangenehme Erschütterungen herbeiführt. Die Mielewerke fabrizteren nun einen Stoßzdämpfer. der zwischen Wassermotor und Wasserleitung geschaltet wird und der alle Stöße auffängt. Bei Verwendung dieses Stoßzdämpfers ist in der Wasserleitung kein Rückschlag mehr wahrnehmbar, und infolgedessen kann an der Leitung auch kein Schaden mehr entstehen. Der Preis für den Miele=Stoßdämpfer ist außerordentlich niedrig, er beträgt nur RM..—. phon 6407 Ntr. Dulsburg FamilienNachrichten Geboren: Knaben: Pfarrer Fritz Brunssen(Hedel geb. Lahmann), Horbruch. Paul Bethge(Berta geb Koseck),„Elberfeld.— Mädchen: Josef Braun(Maria geb. Freihoff), Gelsenkirchen. Verlobte: Cläre Fust mit Jonny Knubben, Essen und Westerbolt. Meta Zibell mit Karl Holstein, Recklinghausen. Cläre Jörgens mit Dr. med. Billenkamp, Reckling= Freibank Dem Bormeister „Hugo Schatz für seinen Ko.-Sieg über Conr. Kwiltpemper herzliche Glückwünsche Alle ansländigen Stammgdste Rind= u. Schweinefleischverk. am Samstag, d. 15. d.., vormitt. von 7½ U. ab. Schlachthofverwaltg. verkauft direkt ab Fabrik an Private echte eich. u. polierte Schlatzimmer und Herrenzimmer Eine zwanglose Besichtigung überzeugt Sie von meiner Leistungsfähigkeit. PFabrik-Musterlager ##der Möbelfabrik Walter Kuhlmann Humboldtstraße 47 Inhaber des Eisernen Kreuzes 1. Klasse und anderer Krlegsauszeichnungen Wir bitten, des teuren Verstorbenen im Gebete zu gedenken. Im Namen aller Hinterbliebenen in tiefer Trauer: Frau Maria Bercker geb. Bauer Maria Bercker Ursula Bercker Bochum(Friedhofstraße 16), den 11. August 1931. Z. Zt. Coesfeld i.., der Spggggge Uhr. Samstag morgen.15 Uhr. Samstag abend.25 Uhr. oraeos Seute Vermählte: Heinz Dietsch mit Trude geb. Müsch, Elberfeld. Josef Bömer mit Eleonore geb. Bömer, Essen=Steele. Studienrat Georg Feil mit Josy geb. Nienhausen, Haus Löringhof bei Datteln. Dr. Wilhelm Beck mit Hedwig geb. Franke, Wattenscheid. Erich Strempel mit Ilse geb Wollenweber, -Pfd-Eimer, brutto Grün. Silber u. Gold Bochumer Blumeohalle Große Beckstrabe 22 1 Pfund 1 Pfund Ouecheln Bei Abgabe dieses Gutscheines erhalten Sie heute u. morgen 3 Doppelstücke beste Hernseite 1 Herdgrün in der Tube 1 weißen großen Autnehmer 1 Stück Kultur-Hautcremseite 1 Paket Shampoo für 95 Pf. nur bei 1 Pfund Dienstag, 4.., ab., verloren. Bitte abzugeben bei Frau Brückner, Metzstr. 8. Am Montag zwischen 17.45 u. 18.15 1 Warenh Alsberg, Bochum, 1 goldene Damenuhr verloren. Der ehrl. Finder w. gebet., s. Adr. u. L. B. 2 in der Geschst. anzug., lo. die Uhr i. Fundbüro b. Alsberg g. Belohn. abzugeben. Für die anläßlich des Hinscheidens meiner lieben Gattin und unserer guten Mutter erwiesene Teilnahme sagen wir vys8 r herzlichsten Dank Paul Nüfer und Kinder Herne, im August 1931(6774 ½ Pfund gewichke; ... ½ Pfund ter Bochum August 1931, 16 Uhn Stadtpart Im Stadtpark Zehnerheft.50 RA. Bochum, Wiemelhauser Straße 27 Ausschneiden Darm Kauf Gesuche henhandels-Tonflin ka gesucht! von 7 bis 8 Zimm., mögl. mit Gart., bei hoher Anzahlung zu kaufen gesucht.— Angeb. unter H. K. 35692 an die Geschst. y Frank. Außerden e mit, die erst ver Konsulat in Rio r siidamerikanischen rettet wurde BOCHUM mit Garten zu kauf. gesucht.— Angeb. unter S. V. 35739 an die Geschäftsst. Gebrauchter Zwangsversteigerung August 1931, beitlien. 8 zilledern Fabrik Paul Hoyer, Delitzech 16 Provinz Sachsen, Angerstraße 4 sendet ihnen nur allerbeste streng reelle Qualltäten—— Bettfedern bedeutend billiger zu Fabrikpreisen Ferner prima BEIT-INLETT Prüfen Sie selbst und verlangen Sie Preisliste ums..portofrei Am Samstag, dem 15. vormittags 11 Uhr, werde ich in Bochum folgende Gegenstände: 1. 1 Schreibtisch, 2. 1 Theke, 1 Ladenregal, 3. 1 Nähmaschine, 4. 1 Couvon Anzugstoff öffentlich meistbietend gegen bar versteigern. Der Verkauf findet bestimmt statt. Sammelpunkt für Käufer: Wirtschaft Josef Wiesmann, Castroper Straße 177. Bochum, den 13. August 1931., Jost, Obergerichtsvollzieher in Bochum, Gabelsbergerstraße 12. Wohn= oder Gesch.=] Gelbschlunk Haus, Villa, Land= zu kauf. gesucht. Angeb. m. Preis u. Sof. Angeb. an K. Geschäftsst. d. Lahmeyer, Bremen, Suche leichtes zu kaufen gesucht. zu kaufen.— Angeb Frau Preuß, Rott= unter S. F. straße 70.(35758 an die Geschäftsst. Zu kauten gesucht: gegen bar, einzeln oder zusammen: 1. Drehbank, Einzelantrieb, mögl. mit Räderkasten, Prismenbett, Spitzenhohe 250—300 mm, Drehlänge 1700—2000 mm, Hohlspindel u. Wangenkröpfg., 2. Schweißapparat, 3. Schneidwerkzeuge, verstellbare Reibahlen, 4. Drehstrommotor, 2 PS. Alle Teile im best. Zustande od. neuwert. Ang. m. äuß Preisangabe d. einz. Teile u. A. L. 35789 an die Geschst. d. Ztg. Lager 439 hl- und Betonbauten u. Prospekte kostenlos ., Weidenau Sieg fach Nr. 252 hstr. 22, Telephon 32033 Proben u. Zwangsversteigerung Am Samstag, dem 15. August 1931, vormittags 11 Uhr, werde ich verschiedene Posten Kolonialwaren wie Kassee, Linsen, Erbsen, Wurstwaren, Marmeiaoe u. a. m. meistbietend gegen bar versteigern. Sammelpunkt für Käufer: Wirtschaft Morjan, Alleestraße 54. Eckenhoff. Gerichtsvollzieher kr. A. in Bochum. Normannenstraße 33. msaison Besseres Bochum, den 13. August 1931. Schlang, Vollziehungsbeamter. Lerikon, mehrere Klassiker, 1 Wanduhr, 1 Granatschmuck usw., meistbietend gegen bar freiwillig versteigern. Die Sachen sind wenig gebraucht(fast neu) Besichtigung 1 Stunde vorher. Der Verkauf findet bestimmt statt. Albert Müller, Anktionator und Taxator Büro: Kortumstr 43. Tel. 66182. Versteigerungsaufträge werden täglich angenommen. Zwangsversteigerung Am Samstag, dem 15. August 1931, vormittags 10.30 Uhr, werde ich in Bochum folgende Gegenstände: 1. 1 Büfett, 1 Kamin, 1 Kredenz, 1 Auszichtisch. 6 Allerfeinste Oldenburger Molkereibutter TOPPTafe zum Tell Markenteppiche sowie andere prima Qualttät, moderne und Perser-Muster, tells mit kl. Schönheitsfehlern, verkaufen. Hierzu: Das anerkannt gute Beiprogramm sowie die neue Ula-Ton-Woche spottbillig zu a Cervelatwurst im Fetidarm schnittfest Hindenburgstr. 22. Nähe Schausplelhaus dioser als mkunst Wochentags: 4, 6 und 8 Uhr e Sonntag ab 3 Uhr Billige UhrenPTage Göring Brückstr. 41 onwoche Diesen Spielplan zeigen wir nur bis einse " Dienstag en Zutritt. Rottstr.-10 Rut 69586 Bochumer Anzelger u. Gen. Anz. Von Kunst und Künstlern Freitag, 14. August u Unglückliche Ehe oder Reklametrick? Ein Jenlationsprozet gegen Marlene Dietrich mit seiner Frau und seinem Töchterchen ein trautes Familienleben zu beginnen, läßt die geschiedene Frau des Filmregisseurs Josef von Sternberg vor den Gerichten in Newyork eine Schadensersatzklage gegen Marlene Dietrich los, in der sie behauptet, daß diese an dem Unglück ihrer Ehe schuldig sei, daß sie ihr den Gatten abspenstig gemacht habe. Daher verlangt sie einen Schadensersatz, den sie mit 600 000 Dollar beziffert. Konstanze von Sternberg, die eine geborene Amerikanerin ist, während ihr geschiedener Mann aus Wien stammt, behauptet in ihrer Klage ferner, ihr Gatte habe Marlene Dietrich eine elegante Wohnung eingerichtet und ihr auch Gelegenheit gegeben, auf seinen Namen Kredite zu nehmen. Die Antwort Marlene Dietrichs auf diese Vorwürfe ist noch nicht bekannt, doch kann man ihren Inhalt schon jetzt ohne Schwierigkeit erraten, daß sie es als großer Filmstar in Hollywood mit einer Riesengage wohl nicht nötig habe, die finanzielle Unterstützung ihres Regisseurs in Anspruch zu nehmen, und daß sie ferner gerade durch die Anwesenheit ihres legitimen Mannes beweisen könne, daß sie in einer glücklichen Ehe lebe. Das Ganze dürfte ein von der rührigen Propaganda aufgehetzter Reklameversuch sein, der in Amerika nur dann gefährlich werden kann, wenn sich die fast allmächtigen Frauenorganisationen für den Ehestreit interessieren sollten. Bereits im Sommer vor einem Jahr waren ähnliche Gerüchte verbreitet, und sie stellten sich dann als Erfindungen einer übertüchtigen Reklame heraus. Möglich, daß es auch diesmal so sein wird. Unser Bild zeigt Marlene Dietrich im Garten ihrer Hollywooder Villa. Ged Schon ruft das schöne Weib Triumph! Schon hör' ich— Tod und Hölle! Was hör' ich?— einen nassen Strumpf Geworfen in die Welle. Und weg ist Traum und Feerei! Prinzessin, Gott befohlen! Der Teufel soll die Dichterei Beim Hemdenwaschen holen! 14. Der Psychiater Ebing in Mannh Der Philosoph Göttingen gest. Salillerafs Schlaft, per in seiner Tichlung Kumorist Schiller der in seiner Dichtung mit heiligem Ernst ernsthaften Problemen nachgeht und wie kein anderer vor oder nach ihm, der deutschen Seele die Flügel schenkte, auf denen sie immer und immer wieder aus den Niederungen des Alltags und der Not Ich kratze mit dem Federkiel Auf den gewalkten Lumpen; Wer kann Empfindung und Gefühl Aus hohlem Herzen pumpen? schwerer Zeiten zur Höhe sich erheben konnte, war in seinem Leben Witz und Humor durchaus nicht abgeneigt. So liebte er es, sehr drollige Verse zu machen ad hezeschnend f“ 3 en Dicht und bezeichnend fur des großen Dichters humorvolle Art ist jenes kleine Poem, das ein freundliches Geschick erhalten hat und das entstanden ist, als Schiller am Don Carlos arbeitete. Er weilte damals auf der Körnerschen Besitzung in Loschwitz bei Dresden. Körners waren auf einen Tag verreist. Unten im Sommerhause wurde gebaut und um den damit verbundenen Störungen aus dem Wege zu gehen, hatte der Dichter sich oben in dem Weinberghäuschen niedergelassen. Aber er kam vom Regen in die Traufe. Denn unter seinen Fenstern rumorten die Waschfrauen und Schiller sah sich veranlaßt, seine Klagen schriftlich niederzulegen und zwar in folgender Form: Unterthänigstes Prememoria an die Consistorialrath Körnersche weibliche Waschdeputation in Loschwitz, eingereicht von einem niedergeschlagenen Trauerspieldichter. Feu'r soll ich gießen auf's Papier Mit angefrornem Finger?— O Phöbus, hassest du Geschmier, So wärm' auch deinen Jünger! Die Wäsche klatscht vor meiner Tür, Es plärrt die Küchenzofe— Und mich— mich ruft das Flügelthier Nach König Philipps Hofe. Ich steige mutig auf das Roß; In wenigen Sekunden Seh' ich Madrid— am Königsschloß Hab' ich es angebunden. Gegeben in unserm jammervollen Lager ohnweit dem Keller. F. Schiller, Haus= und Wirtschaftsdichen Oskar Fried, 60 Jahre all Fast zur selben Zeit, da Marlene Dietrichs Gatte, der Berliner Regisseur Siebert, in Hollywood eintraf, um dort, wie die zahlreichen Reklamebilder auch bezeugten, Bittschrift: Dumm ist mein Kopf und schwer wie Blei, Die. Tabaksdose ledig, Mein Magen leer— der Himmel sei Dem Trauerspiele gnädig! Ich eile durch die Galerie Und— siehe da!— belausche Die junge Fürstin Eboli In süßem Liebesrausche. ###us der katholischen ##enz=Paisenh # 7 Uhr bis Sonnte #en Anbetung statt. uholischeg,„Agrchez ##Veihgun##g ber 3 Sonnlag um 9 eschrtea e Seräie #nß an die Prozesst narienpfarne atefest. Die Marie Pges her ber 90 #ethazsen nach R. #ir früd. Wie, big ühr. Vermißt, Seit dem #o, gengeen zu Be se 19 wohnhaft, peri .e See P seang S ## Brille. Betleidut schwarzgraugestr. ulesarbige Krawater, de Angaben über den ## Polizei= und Landi Kleine Tageschronik. #derikastraße, hergui Vstindgr, barnir,# #uszuholeg und die #. Labei fiet, unali ###en Knaben im Alte Fuß, daß der Fuß #eraden machten sich Ppewerieste„Junge ##getragen. Die Ueber ##wendig.—„Eine Herr J. Kne rse 11. zu verzeichne oochetzugen Zeutsche * m u n e g e n s u c k e n. Zwerghenne, die ###i erst in diesem I Jetzt sinkt sie an des Prinzen Brust Mit wonnevollem Schauer, In ihren Augen Götterlust. Doch in den seinen Trauer. Der bekannte Komponist und Dirigent Oskar Frich wurde am 10. August 60 Jahre alt. Habe mein Plano- Geschäft nach Hellwen 40 (am Neumarkt) verlegt. Neue u. gebr. Instrumente äuß. preisw. August Reuter Wirtschaftspessimismus bewiesen durch Kaufzurückhaltung, verschärft die Arbeitslosenkrise und führt in keiner Weise zu der denkbar niedrigsten Preisbemessung der Güter des täglichen Bedarfs. W WÖ W W ESH TÖE TTET WAN WETTTÖTE TTETS W WÖ STT MR seit über 100 Jahren. Suppenfleisch, frisch erluch Ronladen, frisch.....8. W nahrhafte Roh fleisch aschech Wurstwaren in bester Qualität empfiehlt Artur Uoh. Pariser Straße 10, Ecke Schützenbahn, Sedanstraße 18, am Moltkemarkt. — Teleph. 68577.— Kindereint-iege- Nagen Sportwagen von 14.— RM. an, sehr billig abzugeb. bei wöchentlicher Abzahlung von .— RIII. Rosenthal, Brückst. 18. 50 bis 60 Stück Wirtsch.=Stühle u.—10 Tische M WSENTE gebr. und gut erh., zu kaufen gesucht. Angeb. unter A. Z. chst. 35728 an die Geschst. Reale u. Thelen sofort zu verkaufen. 35683) Rottstr. 9. Mielewerke A. G. Gütersloh Westt. Größte Waschmaschinenfebrik Deutschlands. Uber 2000 Werksan gehorige, KO es ae e Schabefleisch 5 Gehacktes, frisch . 48. Kuf Wunsch Zahlungserleichterung Ccahhtor Bochum, Bongardstraße 25 KI ommerKirmes bei Hanisch, Eine Verhaufs-Schsatien ind Binnigheis-Kuher den werden unter Carantie durch VENIIG Stücke B beseiVENUS ugt. Preis Mk.78 Seidenweichen Teint nur durch Venue GESICHTSWASSER Preie Mk..—..80,.70 Stadt-Drogerie, Bongar detr 10 Drogerte F. u. H. Knepper, Dorstener Strabe 93 und Castroper Strabe 203 Hugolerz Moderne Großsehlachterei WIttener Straße 15 Unser Riesenprogramm gotteil Allenboch Aus der Liebfrau #tische Hungmänne Ennlung im kgthelisch sußwort des Prafer. den Vortrag über die chen Jugend. Ind #ntsächlich mit den ###irkstag der katholf schums, der am 11. C Wie in den ander ##en auch in der Lie #ngen großen Anklar 10 Kinder verbrachte. Pemann einen fröh Kras een, A h. füge finden regelmäß Schlägerei. In de #m es an der Eule de zwischen mehrere Vortwechsel zu einer #riiete sich mit Zaur er der Beteiligten ##tt. Erst dem Da lang es, die Kampfh Meil Laer Zur letzten Ruhest segte sich am Mittw. im neuen Friedhof. elm", der MännerFreiwillige Feuerwe reund und Gönner, elm Bonnerma ene gehörte über 50 inge Jahre Adjuta er Vorstand des Kr rachtvollen Kranz bieder. Pfarrer Kul kert zugrunde:„Die sachte mit dankbaren wigte der Kirchenve keit ist der Bruder beide Brüder haben interlassen. Pladtteil Werne Hohes Alter. De krune von hier, in Kreise seiner Fam #hute hindurch stand wentfalischen Drahtw len Kreisen großer Eise Reval- Fee Malten- Werner Fütters in: DioPlac Biokdeluig Ein Groß-Tonfilm von unerhörter Wucht. Wunderbare Bios aus Nizza. Herrliche Aufnahmen aus dem Soc“ machen diesen Film zu einem Erlebn!“ Dazu der II. Großfilm: Fundvogel nach dem Roman von Hans Heinz Eve!“ mit Camilla Horn und Franz Lederer. Außerdem das bekannte Beiprogramm Bis 3½ Uhr kleine Preise.— Leizte Vorstellung 819 V OPAF PFOT 80c Me Gedenktafel 14. August. Der Psychiater Richard Freiherr v. KrafftEbing in Mannheim geb.(gest. 1902). Der Philosoph Göttingen gest. Joh. Friedrich (geb. 1776). Herbart in nus der katholischen Gemeinde. In ber nzenz=Waisenhauses findet vi ## 7 Uhr bis Sonntag morgen 7 Uhr, Eigen Anbetung statt.— Am nächsten E# In der Kapelle des von Samstag Sonn seier der Anbetung statt.— Am nächsten Sonntag ist in tatholischen Kirchen vor dem Hochamt die Kraularhgischen, der Josephspfarrei findet am E Zountag um 9½ Uhr, die alljährliche MariaEneljahrts=Prozession auf dem Kirchplatz statt. Im gluß an die Prozession ist ein feierliches Hochamt.— Agigrienpfarrei begeht am Sonntag ihr Pa* Die Marienkirche ist bei ihrer Weihe auf Namen„Maria Himmelfahrt“ getauft worden. der St.=Johannes=Gemeinde melhausen nach Neviges findet am kommenden statt. Der Auszug aus der Kirche ist um früh. Die die Fußprozession nicht mirmachen nen, fahren ab Bochum=Hbf..57 oder.08,.36, Igermißt. Seit dem 14. Juli wird der Arbeiter Karl geboren zu Bochum, zuletzt Bochum, PrinzenEse 19 wohnhaft, vermißt. Beschreibung: 1,70 Meter Uß mager, dunkelblondes, welliges Haar, gebräuzutes, aefallenes Gesicht, blaugraue Augen, gebogene nase, g Brille. Bekleidung: Blaue Schirmmütze, blauer , schwarzgraugestreifte, Hose, weißes Oberkeind, ##telfarbige Krawatte, sawarze Halbschuhe. Saawoienbe Angaben über den Verbleib des Vermißten nehmen Polizei= und Landjägereidienststellen entgegen. Kleine Tageschronik. Im Wiesental, kurz vor der hiederikastraße, vergnügten sich am Mittwoch mehrere ulkinder damit, Bruchsteine aus dem Steinbruch auszuholen und die hohe Böschung herunterzuwerK. Dabei fiel unglücklicherweise ein schwerer Stein em Knaben im Alter von sieben Jahren derart auf Fuß, daß der Fuß schwer verletzt wurde. Die Spielmeraden machten sich eiligst aus dem Staube. Der erverletzte Junge würde von einigen Passanten #getragen. Die Ueberführung zum Krankenhaus war Swendig.— Einen seltenen züchterischen Erfolg ## Herr J. Kneider, Bochum, Große Beck#aße 11, zu verzeichnen. Er erhielt in seinem Bestand # goldhalsigen deutschen Zwergen einen Zuwachs von # m u n t e r e n K ü c k e n. E r s t a n n l i c h i s t d a b e i a b e r, d a ß Zmerghenne, die die Tierchen ausgebrütet hat, über eine Vereinbarung getroffen, die aber noch der mit Sicherheit zu erwartenden Genehmigung der kirchlichen Behörde bedarf. Stadtteil Weitmar Vom Ertrinken gerettet. Mehrere Kinder spielten Donnerstag vormittag in dem zwischen Höntroper= und Schützenstraße gelegenen Siepen. Dabei kam die dreijährige Margarete L. dem Rande des dort fließenden Baches zu nahe und stürzte ins Wasser. Da der Bach infolge der zahlreichen Regenfälle stark angeschwollen war, geriet die Kleine in große Gefahr, zu ertrinken. Einem herbeieilenden Passanten gelang es, das Kind zu retten. 1 Stadtteil Linden-Dahlhausen Ferienheim Hedberg. Für zwei Wochen haben in dem schönen Naturfreundeheim auf dem Hedberg 40 Schulkinder aus Recklinghausen Aufenthalt genommen; sie werden von der Arbeiter=Wohlfahrt betreut. Im Fi chumer Ferier lager aufgeschlagen. Protest um den Wanderpreis des Kreis=Krieger= verbandes. Der„B..“ berichtete über den Wettbewerb des Schießens um den Wanderpreis des KreisKriegerverbandes, der auf dem Schießplatz in Linden stattgefunden hat und bei dem der Krieger= und Landwehrverein Winz=Baak mit 196 Ringen Sieger blieb. Jetzt hat der Zweite des Wettbewerbes, der Artillerieverein Hattingen, gegen des Siegers protestiert. die Festsetzung der Ringzahl Damit wird der Pokal noch nicht vergeben, sondern erst die Entscheidung über den Protest abgewartet. h Diebe festgenommen. Am 10. August wurden einem Händler aus dem Stadtteil Linden=Tahlhausen eine Lichtmaschine und ein Boschhorn entwendet. Die Diebe wurden ermittelt und das Diebesgut bei einem händler sichergestellt. Stadtteil Hordel Totenglocke. Nach einem arbeitsreichen Leben verschied der Dachdeckermeister Johannes Bödecker. Er war ein halbes Jahrhundert tatig bei der Kruppschen Zechenverwaltung. Am katholischen nahm er eifrigen Anteil. Das Rätsel um Franz Predehl. Wir berichteten bereits von dem rätselhaften Verschwinden des früheren Polizeibeamten Franz Predehl. Vor etwa vier Wochen #### 8 Vormißte, der früher im Polizeidienst tätig Gemeindeleben werden von der ArtHgar Hahetjsohz; Go; hat sich der Vermißte, d intenepen g, T= Pohlfahrt ihr Zelt= war und dortselbst seinen Abschied nahm, von Hause enlinder der Arbeiter=anom#####entfernt. Franz Predehl hat bei den Märzunrul Predeht, hal dei den Murzuntuhen im Jahre 1923 eine ernsthafte Kopfverletzung erlitten, die zeitweilig geistige Störungen verursachte. Man hat immer noch keine Spur von ihm entdeckt. ur Gartendiebe an der Arbeit. Einem Gartenbesitzer auf der Sechs=Brüder=Straße wurde nächtlicherweile von Dieben ein Besuch abgestattet. Den Spitzbuben blieben allerlei Gartenfruchte an den Fingern hängen. ur #it erst in diesem Jahre dem Ei entschlupft ist. hadlleil Allenbochum Aus der Liebfrauen=Pfarrei Altenbochum. Der #helische Jungmännerverein hielt seine Monatsverimlung im kathalischen Vereinshause ab. Nach einem #ußwort des Präfekten Nelde hielt Jungmann Graw ###en Vortrag über die Trierer Reichstagung der katho###en Jugend. In der Aussprache befaßte man sich ##tsächlich mit den vorbereitenden Maßnahmen zum ##irkstag der katholischen Junamännervereine Großsrums, der am 11. Oktober in Altenbochum stattfindet. * Wie in den andern Pfarreien der Stadtgemeinde sben auch in der Liebfrauenpfarrei die Kinderwandeungen großen Anklang gefunden. Nicht weniger als # Kinder verbrachten unter der Leitung von Vikar Piemann einen fröhlichen Ferientag in dem schönelegenen Hautkapps Busch in Querenburg. Die Ausige finden regelmäßig jeden Montag statt. Schlägerei. In den Abendstunden des Mittwochs i es an der Eulenbaum= und Wittener Straßendde zwischen mehreren jüngeren Burschen nach einem ##rwechsel zu einer schweren Schlägerei.„Man be##ete sich mit Zaunlatten und Spazierstocken, wovei der Beteiligten eine stark blutende Kopfwunde n. Erst dem Dazwischentreten einiger Passanten ##ung es, die Kampfhähne zu trennnen. adtell Laer Zur letzten Ruhestätte. Ein langer Leichenzug beDeie sich am Mittwoch nachmittag von der Höfestraße n neuen Friedhof. Der Kriegerverein„Kaiser=WilKlm“, der Männer=Gesangverein„Wachtel“, und die Freiwillige Feuerwehr erwiesen ihrem Kameraden, Freund und Gönner, dem verstorbenen Gutsbesitzer Wilen Bonnermann, die letzte Ehre. Der Verstorne gehörte über 50 Jahre dem Kriegerverein an, war ##nge Jahre Adjutant und zuletzt Vorstandsmitglied. #r Vorstand des Kriegervereins legte am Grabe einen nrachtvollen Kranz mit einer Schleife mit Widmung bieder. Pfarrer Kuhlmann legte seiner Grabrede den #er zugrunde:„Die Liebe höret nimmer auf!" Er gesachte mit dankbaren Worten der Zeit, in der der Verwigte der Kirchenvertretung angehörte.— Vor kurzer keit ist der Bruder des Heimgegangenen, verstorben. gide brüder haben keine männliche macnommenschaft #rlasen. Padteil Werne hohes Alter. Der Magazinaufseher a. D. Ewald erüne von hier, auf dem Kiekbast, beging gestern seiner Familie seinen 70. Geburtstag. Jahrmeinte hindurch stand der Altersjubilar im Dienste der ##csschen Drahtwerfe und erfreute sich hier wie in ##len Kreisen großer Wertschätzung und Beliebtheit. er Pladtell Langendreer Verfassungsfeier. Samstag abend,.30 Uhr, fin#“ m V o l t s h a u s e e i n e V e r f a s s u n g s f e i e r s t a t t, F ü r ##e ein reichhaltiges Programm aufgestellt ist. Biederaufnahme des Verkehrs. Die wegen der NeuSiichtung der Frenkingbrücke für den Durchgangsverdeit gesperrte Vollmondstraße ist seit einigen Tagen #er dem Aertehr übergeben warden.. Die Frentingbiice überquert bekanntlich das Eisenbahnanschluß##ande der Zeche„Mansfeld". Sie war durch die starVergschäden in den Grundfesten erschuttert und ebürfte daher der vollständigen Erneuerung. Auf der Wien Prücke, die in ihrem Ausmaß erweitert und insWeehere grihere Bürgerteiganlagen erhelt, wegelt sunmehr der umfangreiche Verkehr in alten BayDie Brücke ist nach der neuesten technischen Er###cingen stärker und sicherer angelegt. Das einfach eitene Gelände hebt sich von der Umgebung besonhan darmonisch ab.— Wir erwähnten seinerzeit, daß Bernn##perrung der Hauptverbindungsstrecke vom teg da=,," weg über die Vollmondstraße zum Kaiserbenutzen möge, die Vollmondstraße von der bauen#e ab bis zur Frenkingbrücke neu auszu„ Diese Straße befindet sich nämlich in einem lange unsicheren Zustand und scheint nur provisorisch gteht zu sein. Ungefähr drei Meter nach beiden neuen Brücke hat man sehr schön aufgemacht, #dquerns#st der Straße liegt noch in seinem alten ##ernswerten Zustand.“ durs rraddiebstahl. Am 12. August, gegen 11 Uhr, en Heeigem Arbeiter vor dem Hause Overlakerstraße vendet.nfahrrad, Marke„Torpedo“ Nr. 335.060, entWeg, bis sie nach mancherlei Abenteuern zu Glück und Dollarsegen kommt. Singen, Tanzen, Humor und Liebe lassen Herz und Gemüt zu ihrem Recht kommen. Die Schlager und musikalischen Einlagen schrieb der bekannte Komponist Willi Kollo.— In dem Film„Die Rose der Prärie“ wird ein junger Mann des Mordes verdächtigt, weil alles gegen ihn zu sprechen scheint Durch Zufall bekommt man doch den wirklichen Täter. Joan Crawford spielt die weibliche Hauptrolle. Kulturfilm und Ufa=Tonwoche vervollständigen das gute ProLichtspielhaus Marienstraße 14. Nun hat auch diese seit fünf Jahren bestehende Lichtspielbühne im großen Saale des katholischen Gesellenhauses sich in ein Tonfilmtheater verwandelt. Vor einem geladenen Kreise fand gestern abend die Eröffnung statt. In Vertretung des erkrankten Präses Pieper begrüßte Geschäftsführer Messing die Gäste mit einer Ansprache, in der er auf die wirtschaftliche Bedeutung der deutschen Filmindustrie und auf die kulturelle Auswirkung des Filmes hinwies. Der christentumfeindlichen Prepaganda solle der das positive Christentum vertretende Film entgegenarbeiten. Das Lichtspielhaus wolle das Neueste und Beste bieten. Daß es der Leitung ernst damit ist, bewies das Eröffnungsprogramm. Eine prächtige Naturaufnahme aus der Schweiz, der belustigende Micky=Film „Alice macht das Rennen“ und die Ufa=Tonwoche bildeten das Vorspiel, dann folgte das Hauptstück, der Tobisfilm„Stürme über dem Montblanc“. Ein Werk, das zu dem Besten gehört, das je verfilmt und vertont wurde. Wir bangen mit den Helden der packenden Handlung um Menschenschicksale, bewundern die Majestät der Hochgebirgswelt und zittern beim Toben entfesselter Elemente. Die von der ComeniusFilmvertriebsgesellschaft eingebaute Zeiß=Akon=Apparatur erwies sich als ausgezeichnet; sauber und rein klang die Schärfe der Bilder ließ ebenfalls Ufa=Theater„Tonhalle“, Bochum:„Schön ist die Welt, wenn du mich liebst". Ab heute(Freitag) abend gelangt der Tonfilm„Schön ist die Welt, wenn du mich liebst" nach der Novelle„Liebeslied“ von Luigi Pirandello zur Erstaufführung. Als Hauptdarsteller Renate Müller, die uns aus dem Film„Die Privatserretarin“ in Erinnerung ist. Gustav Fröhlich, Fritz Alberty und Kitty Berger.— Dazu ein auserlesenes Beiprogramm und die neue Ufa=Tonwoche. Anfang; wochentags 4, 6 und 8 Uhr, Sonntags Einlaß.30 uyr. Wochentags bis 5 Uhr große Preisermäßigung. Lichtburg:„Drei Tage Liebe“. Namen wie Käthe Dorsch und Hans. Albers sind für alle Filmfreunde schon der Inbegriff für ein gutes Programm. Und diese beiden spielen die Hauptrollen in dem packenden Tonfilm„Drei Tage Liebe". Daneben wirken noch mit: Trude Berliner, Paul Samson=Körner, Hausi Arnstädt, Rudolf Platte, Ruth Jacobsen und Harry Nestor. Dieser Tonfilm muß als ein Spiel aus dem Alltag bezeichnet werden, der Freuden und Leiden verteilt. Er, darf als schauspielerische Leistung gesehen, als einer der stärksten Filme angesprochen werden, die im letzten Jahre geboten wurden. Als Zugabe im Beiprogramm bietet die Lichtburg Mar Schmelings Weltmeisterschaftskampf gegen Young Striblina über alle 15 Runden; und in der„Fox tönenden Wochenschau" die Zeppelin=Fahrt in die Arktis als einzige Tonfilmaufnahme von der Fahrt des„Zepp“ gegen Norden. Capitol=Lichtspiele:„Die Frau— Die Nachtigall“. Capitol zeigt ab heute den Tonflim„Die Frau— Die Nachtigall“. Ein Film, der den Beschauer aus dem gesellschaftlichen Leben— Paris, Nizza— bis tief in die Urwälder des Südens führt. Dazu ein zweiter Großfilm,„Fundvogel“, nach dem Roman von Heinz Evers. Außerdem das bekannt große Beiprogramm. ftur er Avollothegter, Allestraße,„Die, blonde Nachtigall“: jede, Tonwelle.„Die.„ Scarf.. 908 Zichtipielhaus Ein nettes Mädel aus dem Volk wird ein großer Star. nichts zu wünschen übrig. So darf###u beginnen Ale Hofsängerin" beginnt sie, und weiter führt ihr mit der Erwartung vollen Erfolges die Saison reginnen. schen Nationalsozialisten und Kommunisten erfolgt war, ereigneten sich Mittwoch wieder einige Zusammenstöße, die bedauerlicherweise schwerer verliefen. Die Hattinger Kommunisten hatten in den Straßen der Stadt Flugvlatter gegen die Nationalsozialisten verbreitet. Darüber kam es schon Mittwoch nachmittag auf der Bahnhofstraße zu einem Zusammenstoß, wobei von linksradikaler Seite auch eine Schaufel als Schlagmittel benutzt wurde. Bei diesem Zusammenstoß griff die Polizei ein und zerstreute die Menge. Zwei Nationalsozialisten wurden verletzt. Gegen die Verteiler des Flugblatts ist Anzeige erstattet worden. später sammelte sich eine größere Anzahl linksradikaler Elemente am Bruchtorplatz zusammen, doch griff die Polizei rechtzeitig genug ein. Weiter kam es dann abends in der Nähe der Hattinger Bahnhofsbrücke, gegenüber Birschels Mühle, zu einem erneuten Zusammenstoß, wobei auch geschossen sein soll. Dabei wurde ein junger Mann verletzt. Die Polizei beschlagnahmte bei einigen Kommunisten Totschläger, Revolver und andere gefährliche Schlagmittel. h Folgenschweres Motorradunglück. Auf der oberen Heggerstraße in Hattingen ereignete sich am Mittwoch ein schweres Motorradunglück. Aus der Roonstraße kam der Personenwagen des Herrn Dr. La. und hatte die Absicht, in die nächste Straße einzubiegen. Plötzlich aber stieß der Wagen mit dem Motorrad des Herrn Wevelsiev aus Welper, das aus entgegengesetzter Richtung kam, derort heftig zusammen, daß der Motorradfahrer und seine auf dem Soziussitz fahrende Gattin auf das Straßenpflaster geschleudert und derart erheblich verletzt wurden, daß sie sofort dem Hattinger Krankenhause zugeführt werden mußten. Wenn auch die Verletzungen des Fahrers besonders schwer sini soll Lebensgefahr nicht bestehen. Das Motorrad wurde schwer, das Auto leichter beschädigt. h Stadttreis Castrop-Kauxe! Betrüger mit Rasierklingen. Am 8. August erschien ein unbekannter Mann in einer Wohnung in der Bokkenfelderstraße und erklärte der Wohnungsinhaberin, daß er die von ihrem Manne in einem Stahlwarengeschäft bestellten Rasierklingen abliefern wolle. Er übergab der Frau 50 Rasierklingen und ließ sich dafür den Betrag von.50 RM. zahlen. Später wurde festgestellt, daß die Rasierklingen überhaupt nicht bestellt waren und daß es sich um eine ganz minderwertige Ware handelt. Vermutlich wird der Täter versuchen, auch bei anderen Personen vorzusprechen. Aus dem Gerichtssaal „Lebenslänglich“ gegen Reiners bestätigt Leipzig, 14. August. Der Feriensenat des Reichsgerichts hat das Urteil des Schwurgerichts Düsseldorf vom 11. Mai 1931 bestätigt, durch das der Autobandit Reiners zu lebenslänglicher Zuchthausstrafe verurteilt wurde. Reiners hatte in Berlin im Oktober 1930 mit einem Komplizen ein Auto gestohlen und nach Düsseldorf gebracht, wo sich Reparaturen notwendig machten. Als die beiden Verbrecher bei der Abholung des Wagens aus der Werkstatt verhaftet werden sollten, streckte Reiners den Kriminalbeamten Philipp durch zwei Schüsse nieder. Inzwischen war es dem hinzueilenden Kriminalassistenten Lemke gelungen, Reiners' Komplizen unschädlich zu machen, der sich dann durch einen Schuß in die Schläfe tötete. Um seinen Freund zu rächen und seinen Rückzug zu decken, gab der flüchtende Reiners noch mehrere Schüsse auf Lemke ab, die aber ihr Ziel verfehlten. Wegen dieses Totschlagsversuchs und einer Beteiligung an dem fünf Monate früher ausgeführten Raubüberfall auf den Kassenboten Gautier in Düsseldorf, bei dem den Verbrechern uls „Vosfangerm Leginnt sie, und Wenter führt ihr mit der Erwartung vollen Erfolges die Gein Stadttreis Wattenscheid Religiöse Kurse im Höntroper Exerzitienhause. Im St. Vinzenzhause zu Höntrop finden in diesem Monat folgende religiöse Kurse statt: vom 16. bis 20. August für Jungfrauen, vom 24. bis 28. für Herz=Jesu=Verehrerinnen, vom 31. August bis 4. September für rerinnen. Die Kurse beginnen jedesmal am erstgenannten Tage abends und endigen am letztgenannten Tage morgens. Anmeldungen sind an die Leiterin, Schwester Oberin Agnata, zu richten. Das Ererzitienhaus liegt wenige Minuten vom Bahnhof Wattenscheid=Höntrop, in ruhiger Lage. Etwa 40 Einzelzimmer stehen den Kursusteilnehmern zur Verfügung. b Ausflug. Der Männer=Gesang=Verein Günnigfeld 1880 unternimmt mit Damen am kommenden Sonntag seinen diesjährigen Ausflug, und zwar ins Bergische Land.„„„ 6 Kyffhäuserjugend. Der Kyffhauser=Kreisverband beteiligte sich am Samstag und Sonntag an den Verfassungswettkämpfen. Beim Kleinkaliberschießen wurden gute Resultate erzielt. Als bester Schütze wurde Erich Kienapfel von der Kolonialjugend ermittelt. Die Sportkämpfe der Kyffhäuser finden statt am 13., 20. und 27. September. d. Zusammenstoß. Gestern mittag, gegen 11½ Uhr, ereignete sich ein Zusammenstoß zwischen einem Personenauto des Bäckermeisters Hiesgen, Wanne=Eickel, und einem Motorwagen der Linie 8 an der Straßenkreuzung Aschenbruch und Marktstraße. Der Anprall war so heftig, daß der Straßenbahnwagen aus den Schienen gehoben wurde. Die Insassen des Autos, Frau und Sohn Hiesgen, erlitten Verletzungen; auch der Chauffeur wurde verletzt. Frau Hiesgen erlitt einen Schädelbruch und wurde sofort nach Anlegen eines Notverbandes zum Krankenhause Wanne, überführt. Das Auto wurde schwer beschädigt. Der Straßenbahnwagen blieb unbeschädigt. d Stadtkreis Wanne-Eicke! Steigende Wohlfahrtslasten. Ein starkes Ansteigen der Wohlfahrtslasten läßt sich nach der Statistik des Arbeitsamtes untrüglich voraussagen. Die Zahl der vom Arbeitsamt Unterstützten beträgt gegenwärtig(eineinen Vortrag über die Entwicklung des Bergbaues. Die interessanten Ausführungen begegneten großem Interesse. Deutsche Volkspartei. Die Frauengruppe hausen der„Deutschen Volkspartei hielt bei schließlich Personen, von h Zuschlagsempfänger) 11 236 Perso denen 4820 aus der Arbeitslosenunterstützung und 6416 aus der Krisenfürsorge unterhalten werden. dk Kampf um die städtische Schuhmacherei. Die hiesige Schuhmacherinnung führt seit geraumer Zeit einen bisstadtische Schuhhat die Innung „Selulgnich erwarb die Eii DoSadteil Stiepel chum mitet“““. Bekanntlich erwarb die Stadt Vo89 Patrong!au des Rittergutes Kemnade zugleich Diesez####t über die evangelische Kirche in Stiepel. he 28ooh Fnat kostet der Stadt viel Geld; so mußte hauses.#Park zahlen zum Bau des zweiten ParfiasreHerhaupt F. Stadt verzichtete auf das Recht, daß ihr „###ederren in der Stiepeler Kirche neben alten löste das'ch seinem Tode beisetzen lassen konnte, Schiedlich frics Latronat mit einer hohen Summe ab. ###. Bilariege wurde die Sache geregelt bis auf " Ewwohnung ebaude, in dem eine Schulklasse und eine ing untergebracht sind. Jetzt ist auch hierher ergebnislosen Kampf gegen die st macherei. In verschiedenen Eingaben he bereits früher die Aufhebung der Schuhmacherei verlangt. Die Verwaltung aber hat diesem Verlangen nicht stattgegeben und beschlossen, die Werkstatt auch weiterhin bestehen zu lassen. Man darf gespannt sein, wie dieser Streit enden wird. ur Eickeler Postsorgen. Die Wünsche der Einwohner um die Dorneburg, an dem dortigen Münzfernsprecher Postwertzeichengeber anzubringen, sind von der Post nicht berücksichtigt worden, wie verlautet, weil derartige Apparate infolge zahlreicher Beraubungen von Wertzeichengebern nur an verkehrsreichen Stellen angebracht werden sollen. Auch der öffentliche Fernsprecher am Eickeler Markt macht den Benutzern Kummer, da sich nach dem Geldeinwurf keine Verständigungsmöglichkeit mit dem Teilnehmer ergibt. Ebenso ist es mit dem Wertzeichengeber, der infolge einer Störung beim Ziehen einer Acht=Pfennig=Marke die zwei Pfennig Rückgabe in der Kasse behält, eine Unregelmäßigkeit, die sich bei diesen Apparaten auch an anderen Stellen verschiedentlich ereignete. d1 Persönliches. Sein medizinisches Staatsexamen bestand vorgestern der Sohn des Kaufmanns Mönning= hoff mit„Gut“.— Amtsgerichtsrat Dr. Wester von hier ist zum Arbeitsgericht Gelsenkirchen versetzt. n Die Entwicklung des Bergbaues. In einer Belegschaftsversammlung der Zeche„Königsgrube“, die gestern bei Schübbe stattfand, hielt Vergassessor Kost ur HolsterVolkspartei hielt bei Oelmann ihre Vierteljahresversammlung av, die mit einer Geburtstagsfeier verbunden war. Die Vorsitzende, Frau Börnke, sprach herzliche Begrüßungsworte und übermittelte den 32 Geburtstagskindern Glückwünsche der Gruppe. Daran schloß sich ein gemeinsames Kaffeetrinken. Einen Vortrag hielt der Geschäftsführer Wienkopp aus Witten. Im weiteren Verlauf des Nachmittags wurde abwechslungsreiche Unterhaltung geboten. ur St.=Barbara=Knappen= und Arbeiterverein. Reichstagsabgeordneter Imbusch spricht auf einer Verfassungsfeier, die der katholische Knappen= und Arbeiterverein„St. Barbara“, Eickel, am kommenden Sonntag um 17 Uhr veranstalten wird, im Rahmen eines Festprogramms, das durch Gesangvorträge eines Männerchores, Turnvorführungen des DIK.„Siegfried und Reigen des Jungfrauenvereins wirkungsvoll ergänzt wird. E7 25 Jahre D3K.„Teutonia". Das Silverjubiläum der 25jährigen erfolgreichen Tätigkeit an der katholischen Jugend wollen die„Teutonen" durch eine besondere Sportwoche krönen. Am kommenden Sonntag beginnt auf dem Eickelplatz eine Reihe sportlicher Veranstaltungen, an die sich am folgenden Sonntag eine Feier im Franke'schen Saalbau anschließt. Die„Teutonen“ verfügen über gute Kräfte und spielten in der Vergangenheit im„Körperertuchtigungslager“ eine beachtliche Rolle. n Störungsversuche bei einem Umzug. Der Polizeibericht meldet: In den Abendstunden des 12. August wurde ein Fackelzug der Sozialdemokratischen Partei auf der Hindenburgstraße von etwa 100 Angehörigen der Nationalsozialistischen Arbeitervartei beschimpft und bedroht. Die Störer mußten von der Polizei unter Anwendung des Polizeiknuppels zerstreut werden. Ein Angehöriger der Nationalsozialistischen Arbeiterpartei wurde zwangsgestellt. Ein roher Patron. Am 11. August, gegen 11¼ Uhr, wurde von einem Kinde ein unbekannter Mann überrascht, der durch ein offenes Fenster in eine Wohnung in der Dorstener Straße eingestiegen war. Als er sich entdeckt sah, ergriff er einen Besenstiel und schlug damit auf den sechsjährigen Knaben ein. Darauf flüchtete er und konnte leider unerkannt entkommen.“ Von der Einbrecherzunft. In der Nacht zum 12. August wurden aus einem Stall in der Grabenstraße durch Einbruch 13 Hühner gestohlen. Es handelt sich um 6 Rodeländer, um 6 weiße Leghorn und um ein anderes Tier.— In der Nacht zum 12. August wurde einem Schreinermeister durch Einbruch ein schwarzes Huhn gestohlen. In der Nacht zum 13. August versuchten unbekannte Täter in die Räume der Wirtschaft K. in der Bielefelder Straße einzudringen. Sie sind vermutlich gestört worden, denn sie haben ihr Vorhaben nicht durchführen können und mußten, ohne Beute gemacht zu haben, entfliehen. 8500 Mark in die Hände fielen, war Reiners vom Schwurgericht außerdem noch zu einer Gesamtzuchthausstrafe von acht Jahren verurteilt worden. Revision Neumann—Schulz vom Reichsgericht verworsen Leipzig, 14. August. Das Reichsgericht hat die Revision des Schwindler= paares Neumann=Schulz gegen dessen von der Bochumer Strafkammer erfolgte Verurteilung verworfen. Bekanntlich wurde der in vielen Fällen wegen gemeinsamen Betruges erheblich vorbestrafte frühere Anwaltsgehilfe Fritz Neumann von dem Bochumer Schöffengericht wegen vollendeten und versuchten Betruges einer Gesamtzuchthausferner zu 600 und zur ste. die verwitwete Ehefrau Schulz, zu einem Jahre sechs Monaten Gefängnis verurteilt. Die von beiden Angeklagten gegen dieses Urteil eingelegte Berufung war seinerzeit von der Berufungskammer des Bochumer Landgerichtes nach mehrwöchentlichem Prozesse verworfen worden. Wohl sämtliche namhafte deutsche Versandfirmen gehörten zu den Opfern dieses Schwindlerpaares, das als Spezialität Waren= und Kreditbetrügereien größten Stiles betrieb. Im Laufe der Untersuchung hat sich das Paar verheiratet. Von der Staatsanwaltschaft in Görlitz sind gegen das Paar eine Reihe weiterer Strafverfahren vorbereitet. Unsichere Wetteraussichten Wetterbericht der Essener Wetterwarte vom 13. August. Ueber dem Skagerrak hat sich eine neue Depression ausgebildet, die ostwärts weiterzieht und auf ihrer Rückseite Westdeutschland kühles, wechselnd bewölktes Wetter mit einzelnen Regenschauern bringt. Die nordostwärts vordringende maritime Warmluft bedingt bei dem Zusammentreffen mit der subpolaren Kaltluft über Irland starken Barometerfall. Auch diese Störung wird sich ostwärts bewegen. Nach Vorüberzug der Skagerrakzyklone gelangt Westdeutschland anschließend auf die Vorderseite der Regendepression. Die Winde werden nach Süd drehen, und nach kurzer Aufheiterung werden Regenschauer einsetzen. Vorhersage bis Freitag: Auf Süd drehende Winde, nach kurzer Aufheiterung Eintrübung mit Regenfällen, etwas wärmer: wahrscheinliche Weiterentwicklung: Wechselnd bewölkt, einzelne Regenschauer. Barometer Donnerstag, 13. August Thermometer 7 Uhr 754.0— 13Uh+15C 24 u 7530 Verino 24„+100 Wetterhäuschen im Stadtpark 117 m über dem Meeresspiegel ( Aufg..12, Unterg. 19.56: 0 Aufg..35, Unterg. 20.33 Stadttreis Witten Unbefugter Waffenbesitz. Das Polizeipräsidium Bochum teilt uns mit:„In der Nacht zum 13. August, gegen 2 Uhr, wurde auf der Augustastraße in der Wohnung eines Angehörigen der NSDAP., nach voraufgegangener Auseinandersetzung mit mehreren Personen bei einer Durchsuchung eine mit fünf scharfen Patronen geladene Pistole gefunden. Der Nationalsozialist, der nicht im Besitze eines Waffenscheins war, wurde festgenommen, um dem Schnellrichter vorgeführt zu werden. Die Pistole wurde polizeilich beschlagnahmt.“ Ennepe=Ruhrkreis Schwere Zusammenstöße in Hattingen. Nachdem erst am Sonntag abend ein unblutiger Zusammenstoß zwiOrt Essen..... Aachen.... Frankiurt Kabler Asten. Brocken Borkum Hamburg Rügenwalde Berlin Königsberg München Zugspitze Zürich Genf Lugano Die heutige Uummer umsaßl 14 Seiten Für ein Haus= und Küchengerätegeschäft suche ich für sofort einen ig. Mann als Polontär Angeb. m. Gehaltsansprüch. unt. P. R. 6778 an die Geschst. (enen.) Lehrmädchen gesucht f. Kondit. u. Kassee. Vorzustellen Wiemelhauser Str. Nr. 211a. Tel. 69901. Aelteres Alleinmädchen à, 1. Sept. gesucht. Amtsger.=.Kersken, Boch.=Stiepel, Henkenbergstr. 59. Ig., ehrl. Mädch. für d. Haushalt gesucht. Vorzustellen —3 Uhr. Verkaufshalle, Castrop. Hellweg Nr. 23.(35743 Sehr sauberes, tüchtiges, evangel. Kräschen nach außerhalb gesucht „Ehrenfeldstraße. 20, 1. Etage.(a6770 Hausmädchen perfekt im Kochen u. Haushalt, für sofort gesucht. Meldg. bei Frau Fritz Timmer, Wirtschaft, Castroper Str. 109. Mädchen s Hausarb. z. Ausbilse für ein. Woch. gesucht. Brückstr. 24, Bäckerei.(35775 Sauberes mädchen für alle Hausarbeit gesucht Frau Karl Selbach, .=Gickel Rich.=Wagner=Str. 2. (Sainsaun.) und 3 helle, parterre gelegene Räume, geeignet für Büro, Lager, od. Exportgeschäft, Mittelpunkt der Stadt, zu verm. Niewel Luisenstraße 17. In mittlerer Lage Wattenscheids sind noch einige Lüden durch mich zu verm. Angeb. unter J. K. 6762 an die Geschst. möbl Zimmer Kochgel., a. an Ehel. sof, bill, zu vermiet. Brückstr. 38, 1. Etg., frdl. möbl. Frontz. zu vermieten.(35735 Junges Mädchen von ausw., 21., sucht Stellung. Gut. Zeugn. vorhd. Angeb. unter U. K. 35736 an die Geschst. Suche für meine beiden Töcht. Stellg. in ruh. Priv.=Hsb. od. Wirtschaft. Fr. Mende, Eppend., Am Thie 12. Zu erfrag. von 3 bis 5 Uhr. — Müdchen— v. Lande, in Küche und Haus durchaus erfahr., sucht Stelle f. sof. od. spät. Gute Zeugn., sow. Näbk. vorb. Ang. u. R. A. 35759 an die Geschst. Perfekte Schneiderin sacht Kondschalt (preiswert). Zu exfr. in der Gesch.(35772 Brückstr. 61, 1. Etg., lks. schell., frdl. mbl. Frontzimm. zu vm. Brüderstraße 16 I. Ztr. d. Stadt bietet Priv.=Haush. a. Kosf. 200s zu mäßig. Preis. Dibergstr. 6, 1. Etg., frol. möbl. Zimmer mit elektr. Licht, ev. m. Mittagt, zu vm. Eickeler Str. 12, 4. St., Schlafstelle frei. 4 Mk. pro Woche. Kaffee und Licht. Franzstraße 9, 2.., 2 eleg. möbl. Zimm. (Herren= u. Schlafz.) in ruh. Lage, Telephon im., zu vm. Kreuzstr. 18, 1. Et., möbliertes Zimmer zu vermieten.(35335 Anzahl. 3000., in 2 Schlafftellen E Schraer frei. verkaufen.(35689 (35785" E. Schroer, ochum=Weitmar, Metzstraße 15, 1.., Hennigfeldstraße 20. Schlafstelle EEinzelzimmer) frei. Schrebergarten an der Blumenstr., Moltkemarkt 10 ., Schiulsteile stel. 27 Ruten, m. schön. ab„Zimmer Kariosfeln, wegen preiswert zu verm. Krankheit sof. f. 750 Osk.=Hoffmann=Str. Mi zu verkaufen. Nr. 25, 3.., mbl. Mühlenstr.285,.Et., Zimmer zu varmiet mittags 12—2, abds. Zimmer zu vermiet, nach 7 Uhr. Osk.=Hoffmann=Str. 38, 3.., beh. möbl. Frontzimm. zu vmi. Roonstr. 85, billige Schlastelle krei. Roonstr. 86, 3..,., sch., sonn. frdl. mbl. — Zimmer— sofort zu vermieten. Trankgasse 14, 1.., Turgandgroh gr., gut möbl., hsb. Filli gutberöben Fropitz, sev.„Eing.,(Iw, Schl.. el. Licht, zu verm. Waschkommob. Schreibtische Bitien Dielengarnitur. gut modl. Stlllm. Foior Gosso billig zu vermieten. Sbfus, Geffel Wilhelmstr.91, 1. Erg., frdl. möbl. Frontz. mit 2 Bett. zu vm. Chaiselonques Veilbsestäade Teppiche, Läufer, Gardinen. Bongardstraße 38. Wir suchen größere, für Möbel geeianete[Dolf& Strauß, rilets-Gesuche Einahcen-Naus am Stadtpark mit 7 Zimmern, Küche, Bad. Mädchenzimmer, Zentralbeizung, Garage und schöner großer Garten vorhanden, zum 1. Oktober 1931 äußerst preiswert zu vermieten. Angebote unter B. L. 35698 an die Geschäftsstelle dieser Zeitung.— Infolge Sterbefalles wird meine Waolaunuuma Weitmar, am Kuhlenkamp 15, geräum. Küche, 2 schöne ar. Zimmer m. Balkon, Vorratskammer, Mansarde u. Keller, am 1. Oktober frei. Besichtigung bei Herrn Lehrer Wilkes. Else Baumeister. -.-Wohnung abgeschl., instandgesetzt, mit Badezimmer, Speisekammer, Erker und Küchenbalkon, Hu boldtstraße 4. 2. Etage, an der Alleestraße, sof. od. sp., Gußstahlstraße 9. 1. Et., an d. Christusk., z. 1. 10. zu verm. Walther Janzen Hermannshöhe 13, Rus 66475. Ladeniskal zum 1. September zu vermieten. 7850 Rottstraße 26. Moderne -.=Wohnung part., in pr. Lage, zum 1. Okt. zu vmni. Angeb. unt. L. M. 35721 an die Geschst. 46859) C Wohnungen Herrsch.=Zimmer— Wohnung— nebst Zubehör zum 1. Oktober zu verm. Bergstraße 75, 1. E. 5 Räume 2. Etg., Stadtmitte, a. gewerbl. auszunutz., sof. zu verm. Zu erfragen in der Geschäftsst.(35707 Abgeschl. Etage renov., 5 Zimm., 1 Mans., an rubigen Miet. zu vermieten. Näberes in der Geschäftsstelle.(35429 Schöne 4räumige EtagenWohnung mit allen Bequemlk., geschlossen o. geteilt z. 1. Oktob. preiswert zu vm.(35529 P. Klein, =Eppendorf. Gartenstraße 80. =.=Wohnung an ruh. Familie zu vermiet., Nähe Hütten= u. Eisenwerke. Bochum=Harpen, Grüner Weg 97. Gr. Werkstat auch 3 Zimmer zu vermieten.(35691 Herner Str. 153. Werkstatt RM 30.— zu verm. Beckstr. 1, Tel. 68884. Große Lageriüne. auch Garagen sof. o. spät. z. vm. Stadtmitte Bochum. Angeb. unter O. S. 35761 an die Geschst. in der Nähe uns. Geschäfte Möbelhaus W. Borgmann, Brückstr. 59/63, Tel. 68382. ½ bis 2 Morgen — Land— für Gärtn, geeign., Nähe d. Stadt, für sof. zu pachten ges. Angeb. m. Preis u. Lage unter B. S. 35733 an die Geschst. (uenungen) Abgeschlossene 5- o.=Zimm.= Wohnung zum 1. Oktober ges. Angeb. unt. L. M. 6767 an die Geschst. 4 bis 5 Zimmer mit Zubeh., mögl. Näbe Beckstr., zum 1. Oktob 1931 ges. Angeb. a. J. Kneider, Gr. Beckstr. 11. Fernruf 65176. -.-Wohnung mögl. mit Gart., sofort oder später zu mieten gesucht. Angeb. unter P. 35753 an die Geschst. Beamtenwitwe u. Sohn(Beamt.) sucht eine 3= bis=Zimm.= Wohnung oder ihre große zu tauschen. Angeb. unter N. O. 6766 an die Geschst. 3 Zimmer m Mans., Altw., f. sof. ges. Kann auch =.=Mans.=Wohng. sein. Ang. mit Pr.= Ang. u. L. A. 35673 an die Geschäftsst. =.=Wohnung gesucht. Eppend., Querenburg, Laer, Stiepel bevorz. Miete imehr. Mon. im voraus Ang. u. S. S. 35773 an die Geschst. 3½=.=Wohnung von runig. Familie (3 Pers.) sofort gesucht. Miete k. f. lg. Zeit im voraus gez. w. Ang. unt. B. A. 35766 an die Geschst. Suche 2 kleine Zimmer— eventk. 1 großes.— Angeb. unter St. L. 35770 an die Geschst. Gelegenheitskauf! nachen In ein, befl. Hause 160 u. 170 cm breit, in zub. Lage ab 1. N. 32185=35, 250 u. Bongardstr. 38. 10. 31 abgeschlossene =.=Wohnung Wolf& Strauß. .Zimmer-Wohnung Schlafzimmer m. Mans.= u Badez.(Eiche) mit Innenvon ält., alleinsteh. spiegel, 495 Mk., Ehepaar zu mieten! Elfenbeinges. Ang. unt. G. F. Rüche 35447 an die Geschst, Seeretze Kinderl. Ebep. sucht sof. 1 groß. oder 2 kleine Zimmer.— Angeb. unter R K. 35685 an die Geschst. 6 vri. Mansardent. oder 2 kleine für Einzelperson Nähe Ehrenfeld, sof. gesucht. Angeb unt. D. F. 1086 an d. Gesch. eine 2. bis 3. Simm); mnitur, 100 Mi unter Preis. Spöler, I. Großmarkth. Karte Blücherstraße 46. 35 an die Geschlt Küchenbüsett und Anrichte billig zu verkaufen. Möbelhaus M. Tolcziner, Bochum, ABE=Straße 9. Speisezimm.Bülell Vitrine, Ausziehtisch, Schreibtisch, eichen, ganz billig zu verk. Alsenstr.26.Etg. r. Sch. 2tür. Kleiderschrank, 1 gut erh. Sofa, 1 Ausziehtisch, 1 prima Schreibtisch billig abzugeb. Kinderl. Ehep. sucht Hermannshöhe 32, 1 bis 2 Zimmer Laden.(a6768 (Altbau). Angeb. m. Kleiderschrk. KüPreisang. u. I.schenschrank, Vertiko 35788 an die Geschst, für 60 M. abzugeb. Brautpaar sucht Rottstr. 13, 1. Etg. leere Zimmer. Evtl. Vorauszahlg. billig zu verkaufen. Angeb. unter H A. 35371 an die Geschst. Königsallee 153. (Gun unge.) Gut mobliertes Pimmer ab sof. od. 1. Sept. von Herrn gesucht. Zentralbzg. Chaiselonque erwünscht.— Angebote m. Preisangabe unter Z. S. 35768 an die Geschst. Ebev. mit ein. Kind sucht gut möbl. Zimm. evtl. mit Kochgeleg. Ang. erb. u. H. W. 34987 an die Gesch. Einzelnummern des„Bochumer Anzeiger“ kaufen Sie in .-Wiemelhausen Wiemelhauser Str. 211, bei Zigerrengeschäft Hietbere Verkaufshalle Wicke (gegenüber Hahnefeld) Bochum-Linden bei Buchhandlung Eduard Beck, Buchhandlung Hübel und Wartehalle Nüllmann mit Matratze und Kleiderschrank billig zu verkaufen. Möbelhaus M. Tolcziner, Bochum, ABE=Straße 9. Nähmaschinen von 20 M. an mit Garant. Schuhmach. Masch. äuß. bill. abzug. Hähnel, Wittener Str. 37, 3.., I. Nähmaschinen sehr prsw. verk. v.—7. Meinert, Hattinger Str. 59, Toreinf. r. Nähmaschinen sehr gut erh., v. 20 Mk. an zu verk., a. versenkbare.(35495 W. Langohr, Kronenstraße 49, 2. Etg. =Sitzer=Opel 15=ZentnerRollfix=Wagen zu verkaufen.(35663 Dorstener Str. 97. Gebrauchtes „Elite Diamant“. Sportmod., 500 ccm, versteuert, zu verk. Zu erfragen Boch.= Werne, Rixenburgweg Nr. 47.(LSt18 Eine 35sprossige — Leiter zu verkaufen.(35738 Feldsteverstraße 49. Vollständ. Badeeinrichtung mit Nickelkrähnen zu verkauf. Angeb. unter L. M. 35718 an die Geschst. DrahthaarForterrier best Abstamma., zu verk Paul Pries, Boch., Kanalstr. 49. — Teppich— fast neu, preiswert abzugeben. Luisenstraße 15, 3. Stage. hmeangebote solen es lhneggnggsch zu decken. hogoch gosige Gaalaue....... Biber-Hemden 1 Hegttäge Were, vollos..08 bn ue hemden Herrenratte, gute Ware....... 1 48 Asachen Frau Sp##, gutes Hemden! " Hets Schürzer)-Senorg bilis.......48 120 cm brei,„ Lleter .u Damast...Meturaur A; Bett-Desggare, 160 cm..“ hochteine Makowar-. aus wollenen ggggg, Gardinen usw. ui igen Preist. zu lächerlich n! 03 K .9 Oe 119 110 Waschggigss echeblich berabsesett. aparte MantelstOlle gisch gemustert Meter Mitr..45 Meter ** .95..45 Meter .95 mitl„sen. 1199 : Jenosusen öcke.95 nl. 19r 40 Damen-Phtiige##e Sportbig, Pom„. em Arm, spotbulle SeigenDam- ohne Arm..... DisseerocnDamen-Plissee Hausss ue achdee Torm ** -erskleider Neuschesdendh. en d fer-Mäntel 450 395 3,90 Damen-Mäntel aus vur: geigenge## * 81nb AE OPAT ochum, Bongardstraße 48—50