Nr. 305 2 38. Jahrgang Donnerstag, den 31. Dezember 1931 Täglich außer Samstag 10 Pf. Samstags mit illustr. Beiloge 20 Pf. Bezugspreis ab 1. Januar 1932 einschließlich Botenlohn.15 Mark monatlich oder.08 Mark halbmonatlich: Selbstabholer.85 Mark oder W Pfennig. Unsere Beilage„Bochumer Illustrierte" kostet monatlich 30 Pfennig, die Funkbeilage„Hör mit mir“ kostet monatlich 30 Pfennig.— Allgemeiner Anzeigenpreis: Für 1 Millimeter Höhe in 25 Millimeter Breite 10 Pfennig, im Reklameteil 50 Pfennig.(Besondere Anzeigenpreise nach aufliegendem Tarif.) Angebote von anderen Zeitungen und Vermittlern werden nicht besördert. Bei zwangsweiser Beitreibung der Anzeigengebühren durch Klage, bei Konkursverfahren usw. wird der bewilligte Nachlaß hinfällig. Für die Aufnahme von Anzeigen an bestimmten Tagen und Plätzen, auch für durch Fernsprecher aufgegebene und abbestellte, sowie undeutlich geschriebene Aufträge wird keine Gewähr übernommen.— Schluß der Anzeigenannahme 4 Uhr nachmittags. 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Zurücksendung erfolgt nur, wenn Rückporto beiliegt.— Redaktion und Geschäftsstelle: Rathausplatz, Fernsprech=Anschlüsse Sammelnummer 67551—, Postscheckkonto Dortmund 1760. Die Gemungtn Posigrran!.. Fernbrief 12, Fernpostkarte 6 Pfennig— Paketgebühr für 5 Rilo in der ersten Jone 30, in der zweiten 40, in der dritten bis fünften Jone 60 Pfennig— Gebühren für Telegramme, Fernsprecher, Drucksachen und Wurfsendungen werden nicht ermäßigt Berlin, 30. Dezember. Der Verwaltungsrat der Deutschen Reichspost hat am Mittwoch den Beschluß gefaßt, eine Reihe wichtiger Postgebühren, den allgemeinen Preissenkungsabsichten des Reichskabinetts entsprechend, herabzusetzen. Danach werden gesenkt: Die Gebühren für Fernbriefe bis 20 Gramm von 15 auf 12 Pfennig, für Fernbriefe von 20 bis 250 Gramm von 30 auf 25 Pfennig, die Gebühren für Briefe über 250 Gramm bleiben unverändert. Die Fernpostkarte kostet künftig statt 8 nur 6 Pfeunig. Die Postkarte mit Antwort statt 16 nur 12 Pfennig. Bei den Paketen werden in Zukunft vom Absender lediglich die Beförderungsgebühren und nur im Falle der Zustellung vom Empfänger die Zustellgebühr von 15 Pfennig für jedes Paket erhoben. Die Beförderungsgebühren betragen künftig bis zu 5 Kilggramm in der ersten Zone 30 Pfennig, in der zweiten Zone 40 Pfennig und in der dritten bis fünften Zone 60 Pfennig. Ueber 5 Kilogramm werden die Gebühren in der ersten Zone für jedes Kilo mit 5, in der zweiten mit in der dritten mit 20, in der vierten mit 30 und Millionen RM. befürchten muß, stand für die Gebühin der fünften Zone mit 40 Pfennig gestaffelt. Bei rensenkung nur ein Gesamtbetrag von etwa 125 MilPaketen über 10 Kilo beträgt diese Staffelung in der lionen RM. zur Verfügung, die sich aus den Gehaltsersten Zone 10, in der zweiten 15, in der dritten 20, einsparungen der letzten Notverordnung und aus den in der vierten 25 und in der fünften Zone 30 Pfennig. Einsparungen der Reichspost seibst berechnen. Auch der 10, in Pareien über 10 Kild veilugl ersen Zone 10, in der zweiten 15, in der vierten 25 und in der fünften Zone 30 Pfe Außerdem wird der Freimachungszwang für Pakete aufgehoben. Die Senkungen werden mit größter Beschleunigung durchgeführt, jedoch erfordert die Herstellung neuer Postwertzeichen zu 6 und 12 Pfennig und die technische Durchführung der neuen Regelung des Paketverkehrs einen gewissen Zeitraum, so daß die neuen Gebühren voraussichtlich wohl erst Mitte Januar in Kraft treten werden. Die nötigen Vorbereitungsmaßnahmen sind vom Reichspostministerium bereits in Angriff genommen worden. Die Reichspost bemerkt dazu: Angesichts der finanziellen Lage der Reichspost, die im laufenden Rechnungsjahr, von den Gebührensenkungsbeträgen abgesehen, einen Einnahme=Ausfall von mindestens 150 Verwaltungsrat stellte fest, daß diese Gesamtsumme nicht wesentlich überschritten werden dürfe. Eine schematische Verteilung der Summe auf alle Post= und Fernmeldegebühren verbot sich, weil dann bei allen Tarifpositionen nur eine ganz geringfügige, und dabei praktisch unwirksame Senkung hätte stattfinden können. Deshalb bestand beim Verwaltungsrat und bei der Deutschen Reichspost selbst von Anfang an die Absicht, die Senkungen auf wichtige Gebühren zu beschränken und sie da so wirksam und so eindrucksvoll wie möglich zu gestalten. Die hohen Selbstkosten im Fernmeldewesen gestatten eine den Erwartungen der Oeffentlichkeit entsprechende Gebührensenkung nicht. Der Verwaltungsrat hat sich deshalb entschlossen, die Senkungen auf besonders wichtige Postgebühren zu beschränken. Wrie u Gilrirfung niaht iegt zaewärten Die englische Regierung stimmt einer zeitweiligen Regelung zu— Tributkonferenz in Lausanne gierung schließlich unter dem politischen und finanziellen Dru=ck Frankreichs einer Herabsetzung der MoratoBerlin, 30. Dezember. (Von unserer Berliner Schriftleitung.) Nach den uns von unterrichteter Seite zugegangenen Mitteilungen steht es nun so gut wie fest, daß die große politische Konferenz, die für den Januar vorgesehen ist, nicht, wie geplant, im Haag, sondern in Lausanne stattfinden wird. Die Regierungen der beteiligten Länder haben sich auf diesen Konferenzort geeinigt, da die Möglichkeit einer Ueberschneidung der am 25. Januar in Genf stattfindenden Völkerbundsratssitzung und der Reparationskonferenz gegeben wäre, zumal auch am 2. Februar die Abrüstungskonferenz in Genf zusammentreten soll. Die Reichsregierung hatte als Konferenzort später noch die Städte Zürich oder Bern in Vorschlag gebracht, aber auch dieser Plan ist fallen gelassen worden, da Lausanne von Genf aus am schnellsten erreichbar sei. Der Zusammentritt der Konferenz wird heute nicht mehr für den 18. Januar, sondern für den 20. Januar angenommen. In Berliner Kreisen scheint man gegenüber den sich zwischen Frankreich und England entspinnenden Annäherungsversuchen eine durchaus abwartende Stellung einzunehmen, wenngleich man sich der Auffassung nicht verschließt, daß nach Lage der Dinge eine endgültige Lösung der Reparationsfrage auf der kommenden Reparationskonferenz kaum noch zu erwarten ist. Jedoch versichert man, daß sich die Lage für die deutsche Regierung nicht verschlechtert habe, eine Auffassung, der man je nach der politischen Einstellung widersprechen oder zustimmen kann. Mit besonderem Interesse verfolgt man die von der französischen Presse in die WeltFfentlichkeit lancierten französischen Lösungsversuche, wobei man durchaus unterstreichen muß, daß es sich hierbei einstweilen nur um Versuchsballone gegenüber England und Amerika handelt. So hat der Londoner Korrespondent des„Echo de Paris“ folgende Vorschläge für die Reparationsregelung gemacht: 1. Deutschland würde ein dreijähriges provisorisches Moratorium für den geschützten Teil der Zahlungen zugebilligt erhalten. 2 Deutschland hätte in den drei Moratoriumsjahren den ungeschützten Teil der Young=Annuitäten zu entrichten, den Frankreich aber, wie bei dem Hoover=Moratorium, unverzüglich der Reichsbahn wieder leihweise zur Verfügung stellen würde. 3. Deutschland würde Frankreich, Rumänien und Südslawien weiterhin ein Mindestmaß von Sachleistungen zugestehen. 4. Nach Ablauf der dreijährigen Moratoriumsfrist würde die Zahlungsfähigkeit Deutsch= lands aufs neue abgeschätzt werden. 5. Deutschland würde mit den amerikanischen, englischen, französischen und neutralen Banken ein Abkommen über die allmähliche Zurückzahlung der eingefrorenen kurzfeißigen Kredite abschließen. 6. Die alliierten Regierungen würden als Gläubiger Deutschlands die Washingtoner Regierung zu überzeugen versuchen, daß, nachdem sie den wirtschaftlichen Wiederaufbau Deutschlands begünstigt hätten, ihre Opfer eine entsprechen de Herabsetzung ihrer Schulden bei Amerika nstwendig machten. So weit der französische Tastversuch nach England hin. Bekanntlich haben die britischen Vertreter bereits auf der Baseler Konferenz ein allgemeines Moratorium von fünf Jahren gefordert, aber man wird sich mit der Möglichkeit abfinden müssen, daß sich die englische ReDruc Frankreichs einer Gerabsehzung der Moratoriumsfrist nicht widersetzen wird hat sie doch schon in der grundlegenden Frage der Endlösung nachgegeben. Das britische Außenministerium hat die Londoner Presse heute dahin unterrichtet, daß eine endgültige Regelung der Tributfrage auf der bevorstehenden Regierungskonferenz wegen der Haltung des amerikanischen Kongresses nicht mehr in Frage komme. Die Verhandlungen würden sich nur noch auf eine provisorische Lösung erstrecken. Eine Einigung zwischen Frankreich und England über die Dauer einer Verlängerung des gegenwärtigen Schuldenmoratoriums sei bisher noch nicht erzielt worden. Die Hauptschwierigkeit liege nicht so sehr in der Frage, wie lange das Moratorium ausgedehnt werden solle, sondern bei den Nebenfragen, wie zum Beispiel der Behandlung der ungeschützten Zahlungen. So besteht wieder einmal die Möglichkeit, daß eine englisch=französische Einigung über das gemeinsame Vorgehen gegenüber Amerika auf dem Buckel Deutschlands ausgetragen wird. Diese Gefahr abzuwenden, wird die außenpolitische Aufgabe des Reichskanzlers sein, der es immer noch in der Hand hat, eine zwischen den Reparationsgläubigern vorher ausgemachte Einigung abzulehnen. Diese Ablehnung muß in jenem Falle erfolgen, falls Frankreich und Großbritannien ihre Zugeständnisse an Deutschland nur von einem vorherigen Zugeständnis der Vereinigten Staaten an seine Kriegsschuldner abhängig machen sollten. Die Annahme eines Reparationsprovisoriums ist unmöglich. Das haben auch die finanziellen und wirtschaftlichen Gutachter so gut wie eingesehen, als sie die Beseitigung des Weltmißtrauens als Vorbedingung für eine Wiederbereinigung der Weltwirtschaft bezeichneten. Durch ein Provisorium aber würde kein Mißtrauen beseitigt, sondern der wallende Argwohn würde nur noch schlimmere Formen annehmen. Man erwartet von den Verantwortlichen der Reichsregierung, daß sie sich ganz entschieden jeder Teil= oder Augenblickslösung schroff widersetzen. Sie würden die Volksmehrheit in diesem Fall hinter sich haben. Die Zeit der Reparationskompromisse ist ein für allemal vorbei. Neujahrskundgebungen der Führer der RSDAP., der DRVP. und der Zentrumspartei Berlin, 30. Dezember. Führer mehrerer politischer Parteien haben Neujahrskundgebungen erlassen. In dem Aufruf Adolf Hitlers an alle Nationalsozialisten heißt u..:„Im Jahre 1931 ist unsere Bewegung zur größten Partei Deutschlands geworden. Deutschland ist im Begriff, in rapider Schnelligkeit nationalsozialistisch zu werden. Am 14. September 1930 zählte unsere Partei 293000 Mitglieder. Heute hat sie die 800000 weit überschritten. Am 1. Januar 1931 haben sich rund 100000 Mann in unserer SA.= und SS.=Organisation befunden, heute weit über 300000. Die Zahl unserer Anhänger beträgt schon jetzt mehr als 15 Millionen. Nicht nur die Sammlung des Arbeiters in der Stadt hat in erhöhtem Umfange eingesetzt, sondern auch die Gewinnung des Bauern. Wir gehen nunmehr in das neue Jahr hinein in der Ueberzeugung, daß es das schwerste unserer Bewegung sein wird. Ich wiederhole, was ich letztes Jahr von euch forderte: Ich verlange von euch nichts Ungesetzliches, fordere nichts, was euer Gewissen in Konflikt mit dem Gesetz bringt, verlange aber, daß ihr mir auf dem Weg, den das Gesetz gewährleistet und den mir mein Gewissen und meine Ansicht vorschreibt, in Treue folgt und euer Schicksal mit dem meinen verbindet. Wenn wir einst die Kühnheit hatten, an unser gigantisches Ziel und seine Verwirklichung zu glauben, dann wollen wir heute den Mut besitzen, wie ein Ritter ohne Furcht und Tadel durch Hölle, Tod und Teufel hindurch den Weg zum Sieg und zur Freiheit zu wählen. Wir wollen als Kämpfer in dieses neue Jahr hineinziehen und hoffen, daß wir es als Sieger verlassen.“. In dem Aufruf des deutschnationalen Parteiführers Hugenberg heißt es u..:„Der Kampf geht um Preußen, wo in diesem Jahre die Machtentscheidung fällt, sofern die Verfassang überhaupt noch etwas gilt. Voraussetzung für einen neuen Aufbau des Staates ist die Ausschaltung des staatsfeindlichen Sozialismus. Ueber Preußen muß das Reich erobert werden. Der Kampf geht vor allem auch um die Freiheit nach außen. Wir können und wir wollen keine Tribute mehr zahlen. Der Widerruf der Kriegsschuldlüge ist die Grundlage des Kampfes um die Revision des Versailler Diktats. Die Ungleichheit der Rüstungen, die eine Gefahr für Deutschland und Europa ist, muß verschwinden. Wir wollen eine Regierung, die den Mut hat, den klaren Willen des Volkes in die Tat umzusetzen.“ In einer Neujahrsbetrachtung„Jahr der Not— Jahr der Sammlung“ schreibt Prälat Kaas, der Vorsitzende der Zentrumspartei, u..:„Wer es gut mit unserem Volke meint, kann nur wünschen, daß die Stunde bald schlagen möge, wo das, was an aufbau.fähigen und aufbaubereiten Kräften sich in das Lager der Extremen verirrt hat, sich zurückfindet zu einer sachlicheren Betrachtung der nationalen und internationalen Wirklichkeit. Der Wille zur Freiheit ist nicht Monopol einer politischen Partei oder Richtung, er lebt in allen Lagern, die den Namen einer deutschen Partei verdienen. Was uns trennt und was uns vielfach zu Unrecht trennt, ist nicht verschiedene Einstellung zum Freiheitsziele, sondern die Wahl der Methoden im Dienste dieses Zieles. Mit einer Deklassierung Deutschlands und einer Stellung minderen Rechis kann sich ein Millionenvolk niemals abfinden. Das Ringen zwischen Vernunft und politischer Interessiertheit hat soeben in Basel mit einem bedauerlichen, aber vielleicht gerade darum mit einem aufrüttelnden„Unentschieden“ geendet. Der Ausgang des entscheidenden Ringens. vor dem wir stehen, wird deutsches Schicksal sein auf lange Zeit. In solcher Lage ist Sammlung das Gebet der Stunde und nicht Trennung und Entzweiung.“ Gespräche um Mitternacht Silvester 1931. Es ist gut, im Silvestertaumel plötzlich nachdenklich zu werden. So gegen Mitternacht, auf der Wegscheide zwischen gestern und heute, kehrt sich das Auge nach innen, unbehindert von Licht und Tagestorheit. Der Mensch holt aus der dunklen Truhe der Erinnerungen sein liebstes Kleid, mit dem er sich gern zu mitternächtiger Stunde umgibt. Dieses Gewand heißt„Es war einmal...“ Und der Pessimist fragt dann an der Scheidestunde des Jahres, weil Hasten und Drängen des Alltages ihm zum Nachdenklichwerden nicht Raum und Zeit gibt: War es wirklich einmal?... Der Laue, stets bereit, alles schicksalgegeben hinzunehmen, weiß in dieser Stunde nur, daß er noch lebt und weiterleben wird. Der Optimist aber feiert sein Silvester. Im Grunde genommen ist in jedem Menschen zu dieser Stunde ein wenig Optimismus. Er braucht sich nicht in lautem, fröhlichem Singen, in Narrenkappe und Knallbonbons zu äußern. Ohne daß man den Teufel beschwört, wird der Alltag des anbrechenden Jahres schon von sich aus die Narrenpritsche des Schicksals reichlich gebrauchen. Nur wer sich in dieser Stunde den Narren engverwandt fühlt, wird an den König unter der Schellenkappe glauben. Wir aber, die nachdenklichen Optimisten, halten in dieser mitternächtigen Stunde den Alltag selbst für närrisch genug, das Schicksal für launisch und diese Jahresmitternacht für die große Stunde der Selbsterkenntnis. Zurückschauend wird man klug. * Schwer ist Selbsterkenntnis für den einzelnen. Noch schwerer für ein ganzes Volk. Aber schon der Versuch adelt... Wenn man jenseits von Partei und begrenzter Weltanschauung diesen schweren Versuch auf sich nimmt, so müssen wir alle, ob links, ob rechts oder in der Mitte, wenn auch nicht auf offener Straße, so doch im stillen Kämmerlein eingestehen: Wir alle sind zu eigene Wege gegangen. Sie führten uns auch in diesem letzten Jahre wie in allen vorhergehenden immer weiter auseinander. Das aber konnte der Sinn unserer gegenwärtigen Geschichte und der uns auferlegten wirtschaftlichen und seelischen Not nicht sein. Parteihader und Dünkel hat Mauern zwischen uns errichtet. Große Volksteile können darum kaum die andern sehen und verstehen. Verständnis für Größe und Schwäche des Volksnächsten ist unter Parteireden und Leitartikeln begraben. Knapp gesteht noch einer dem anderen die nationäse Gesinnung zu. Soll das die Frucht eines Leidensweges von mehr als fünfzehn Jahren sein?... Nein!"... Der Optimist sagt nein!... Selbst aus diesem inneren Hader, der übrigens kein deutsches Erbteil, sondern nur eine politische Unerzogenheit ist, darf man noch das Vertrauen schöpfen, daß sich aus ihm einmal die große nationale Syuthese ergibt, wenn der Parteienhader unter einem zwingenden außenpolitischen Ziele schließlich verdampft und jener zusammenfassende Geist die Oberhand gewinnt, wie er Deutschland einmal zur Nation einte, wie er im Unheilsjahre 1918 und den darauffolgenden Geschichtsabschnitten das Deutsche Reich vor dem Auseinanderbersten bewahrte. * Nicht immer sind wir gläubig gewesen, so daß wir in diesem, wenn auch reformbedürftigen Reiche unsere Schicksalgemeinschaft sahen. Nur das Volk, das seinen Staat erlebt und nicht zufällige Minister als die Inkarnation der Staatsidee betrachtet, wird aus dem internationalen Wirbel der Nationen herausfinden und Beglückung im eigenen Staatsheim suchend finden. Was sehen wir gen Italien oder Rußland und träumen von Ideen, die auf italienischem Boden gewachsen! Man kann diese Ideen eindeutschen, aber nicht plagieren!... Immer noch ist das deutsche Volk in der staatspolitischen Entwicklung eigene Wege gegangen. Immer noch hat es seine großen politischen Maßnahmen und Umstellungen aus eigener Kraft ohne Nachahmung fremder politischer Grundsätze vollzogen. Deutschland ist zu eigenwillig und eigenartig. als daß ein fremdes Vorbild der inneren deutschen Gestaltung auf die Dauer als Ideal oder Idol vorschweben könnte. Allein schon die eigenartige Wirtschaftsstruktur, das geistige Eigenleben unseres Volkes und schließlich seine in deutscher Wesensart wurzelnde Religiösität kann fremder Schablone keinen Dauereinfluß auf die Volks= und Staatsgestaltung gestatten. Diese Eigenart hat uns schon vor dem Kriege im Auslande verhaßt gemacht. Aber Haß ist ein hohes Lob unter den Völkern. Man soll uns nicht fürchten. Aber man soll von dieser Nation eines Goethe und eines Kant auch in Zukunft den tiefen Eindruck gewinnen, daß es seine Lebensberechtigung aus dem Gefühl seiner Eigenart und dem kategorischen Imperativ gegenüber der Weltkultur und Weltpolitik herleitet. Um das aber zu erzwingen, dazu bedarf es einer tiefen Gläubigkeit an unser Recht und unsere Pflicht. Zu fünfzehn Leidensjahren versank ein sechzehntes in politischer Enttäuschung. Wenn je ein Volk den bitteren Kelch nationaler und wirtschaftlicher Erniedrigung schlürfen mußte, gleichwenn es sich gegen den Essigtrank wehrte, war es das deutsche. Der Silberstreifen. von dem ein großer Staatsmann einmal träumte, ist am deutschen Horizont längst verschwunden. Man kann die Bitterenttäuschten in ihrem Unmut und Aufbegehren gut verstehen. Man selbst ballt die Faust in der Tasche. Man sah Völkerbund und internationale Freundschaftsgespräche in eitel Dunst zerflattern. Man ahnt das wachsende soziale Elend, selbst wenn man es vielleicht nicht mit eigenen Augen sieht. Man knirscht mit den Zähnen, möchte aufbegehren. Doch die Zeit ist noch nicht reif. Nur geeinte Völker können ihrem Herzen Luft machen. Zerrissene müssen sich hüten, die Narrenkappe der Voreiligkeit sich auf den Kopf zu stülpen. Noch müssen wir stillhalten und uns unter den Pritschenschlägen der Weltnarretei beugen. Doch Geduld!... * Nur Narren gebrauchen die Pritsche und oft trifft der Hieb den, der schlug. Ja, auch in diesem Punkte, sind wir Opitimisten. Wir sehen am Neujahrshimmer noch nicht den Silberstreifen, ja wir wissen, wie bodenlos schwer auch dieses neue Jahr sich anlassen wird. Aber wir wollen klug sein! Auch die Hoffnung ist eine Klugheit. Gerade in der großen Politik. Nur wer nicht hoffen und harren, wer nicht klug sein kann, wird genarrt. Auch zu dieser Hoffnung gehört Volksenergie. So halten wir in dieser mitternächtigen Stunde, jenseits von Straßen= und Gesellschaftslärm eine stille Andacht von Selbstbesinnung. Das alte Jahr, das sich als überreife Frucht von Erkenntnissen und Enttäuschungen vom ewigen Baum der Zeit löste, kann nicht ein Schlußstein für unser Volksleben gewesen sein. Nur eine tiefe, schmerzliche Kerbe, ein Merkmal für unsere Nation, nicht nachzulassen in dem Glauben an Recht, im Widerstreit gegen innere Zwietracht und in Erkenntnis unserer eigenen Schwächen sowie der guten Seiten unserer Volksnächsten. Wir wollen innerpolitisch bescheiden sein. Außenpolitisch aber fordern. gegner glaubten einst, die Niederwerfung Deutschlands könne der Welt einen Silvestertaumel der Weltgeschichte bringen. Der Rausch ist bald verslogen. Eine unheimliche Katerstimmung hat sich in der Welt breit gemacht. Auch die Staatsmänner anderer Länder haben heute heiße Köpfe. So wollen wir in das neue Jahr nüchtern und kühl hineingehen. Voreiligkeit ist eine schwankende Brücke. Und Trübsinn täuscht oft mehr als trotzender Optimismus. Das Weltschicksal zieht allzuleicht dem die Narrenkappe über die Ohren, der da glaubt, die Umwelt sei nur ein Spiegel, in dem er seiner eigenen Machteitelkeit frönen kann. Wir wollen still und nachdenklich ins neue Jahr hinüberschreiten. Auch Schweigen klagt er. W Mienael Haupt. Peeisschag in der Schotbladen Inbasteir aufJehr. Preisgestaltung zum Teil den Ländern übertragen 2. Der Reichskommissar für Preisüberwachung, hat diejenigen Gegenstände und Leistungen zu. Ecse## Berlin, 30. Dezember. Amtlich wird mitgeteilt: 1. Der Reichskommissar für Preisüberwachung verhandelte heute mit dem Verband deutscher Schokoladenfabriken und den Verbänden des Schokoladenhandels über die Preissenlung. Der Verband der Schokoladefabrikanten erklärte, daß die Schokoladenindustrie keine Preissenkung vornehmen könne, da bereits im ersten Halbjahr 1931 in stärkerem Umfange eine Verbilligung durchgeführt sei. Mit diesem Entschluß fällt ab 1. Januar 1932 der Preisschutz für die Markenartikel in der Schokoladenbranche fort. Die Preisbindung hört auf, und Industrie wie Handel treten für diese Waren in freien Wettbewerb. Die Preisentwicklung wird vom Reichskommissar beobachtet werden. für diejenigen Gegenstände und Leistungen zu. Ece#digung des täglichen Bedarfs, deren Preisgestattung zentral kaum beeinflußt werden kann, die ihm zustehenden Befugnisse auf die obersten Landesvehörden übertragen. Die Uebertragung erfolgt einstweilen nur für alle landwirtschaftlichen Erzeugnisse, die im kleinen Marktverkehr feilgehalten werden, wie Kartoffeln, Gemüse, Obst, Eier(ausgenommen Milch, Butter und Schmalz), Geflügel aller Art, Fisch mit Ausnahme der Seefische, Leistungen des Sattler= und Tischlerhandwerks, alle Markenartikel, soweit die Reichsregierung ihre Befugnisse aus der Notverordnung den obersten Landesbehörden übertragen hat oder übertragen wird. Die Befugnisse über die Schließung von Betrieben und Geschäftsräumen hat sich der Reichskommissar auch für diese Waren selbst vorbehalten. Berlin, 30. Dezember. der Reichskommissar für Preisüberwachung haben sich u. a. folgende Städte bereits zu Straßenbar u. a. folgende Städte bereits ihrer Straßenbahntarife wie folgt entKerzie und Kruntenlaffen Einheitliche Neuregelung des Verhältnisses für das ganze Reich 40 Kommunisten festgenommen Hochverräterisches Material beschlagnahmt. Eine Geheimsitzung in Bochum=Werne ausgehoben. Bochum, 30. Dezember. Die Pressestelle des Polizeipräsidiums in Bochum Her kommunistische Erwerbslosen=Ausschuß hatte zum 30. Dezember wiederum durch Propaganda von Mund zu Mund die Erwerbslosen zu sogenannten Blitzdemonstrationen im hiesigen Polizeibezirk aufgefordert. Diese Parole wurde selbst von den kommunistischen Anhängern nicht befolgt. Lediglich in der Innenstadt und im Polizei=Amtsbezirk Herne versuchten einige Personen, durch Rufe die Aufmerksamkeit auf sich zu lenken. Beim Herannahen der Polizei zerstreuten sich die Teilnehmer. Ein Einschreiten der Polizei war nirgends erforderlich. n M, 6, In Bochum=Werne wurve eine Geheimsitzung von Funktionären verschiedener kommunistischer Organisationen ausgehoben, die sich mit dem von der R. G. O. zum 2. Januar 1932 geplanten Generalstreik der Ruhrarbeiter und mit den Vorbereitungen zur Streikreifmachung der Zeche„Robert Müser“ in BochumWerne befaßte. 40 Teilnehmer— es handelt sich in der Mehrzahl um ortsfremde Erwerbslose— wurden festgenommen und der Abteilung la zugeführt. Eine Menge schriftlichen Materials, zum Teil hochverräterischen Inhalts, dessen sich die Teilnehmer durch Fortwerfen zu entledigen versuchten, wurde beschlagnahmt. Die Teilnehmer werden sich wegen Verstoßes gegen die Notverordnungen des Reichspräsidenten zu verantworten haben. Wie die Dortmunder Polizei mitteilt, wurden an der Zeche Westhausen mehrere kommunistische Flugblattverteiler verhaftet. Aus der Menge heraus versuchten Kommunisten, die Festgenommenen zu befreien. Dabei wurden die Beamten ernstlich bedroht, so daß sie von der Schußwaffe Gebrauch machen mußten. Verletzte sind hierbei nicht zu beklagen. Bei den Festgenommenen vorgenommene Haussuchungen förderten zahlreiche Flugblätter und illegale Druckschriften zutage, die beschlagnahmt wurden. Die Festgenommenen wurden der politischen Polizei in Dortmund zugeführt. Der dritte Wanne-Eickeler Raubmörder verhaftet Dortmund, 30. Dezember. Der dritte an dem Wanne=Eickeler Bankraub beteiligte Verbrecher Heinrich Kothe hat sich am Mittwoch nachmittag freiwillig der Polizei in Dortmund=Lütgendortmund gestellt. Er ist inzwischen nach Bochum übergeführt worden.„„ Am Mittwoch mittag gegen 13 Uhr wurde im Hause Huckarder Straße 11 der schon mehrfach vorbestrafte und vor einiger Zeit ausgebrochene Räuber Walter Augustin aus Köln bei dem Versuch, ihn festzunehmen, von Kriminalbeamten erschossen. Krisenfürsorge und Winkerhilfe Einmalige oder vorübergehende Zuwendungen sind nicht als Einnahmen anzurechnen. Berlin, 30. Dezember. Reichsarbeitsminister Dr. Stegerwald hat verfügt, daß einmalige oder vorübergehende Zuwendungen an Arbeitslose, im besonderen Spenden im Rahmen der Winterhilfe, bei der Bemessung der Krisenunterstützung nicht als Einnahmen anzurechnen sind. Angesichts der gegenwärtigen außerordentlichen Notzeit habe er keine Bedenken, daß solche Zuwendungen unberücksichtigt bleiben. Die Arbeitsämter sollen entsprechend unterrichtet werden. Curt von Francois 1 Berlin, 24 Dezember. Am Montag starb im Alter von 79 Jahren in Königswusterhausen bei Berlin der frühere Landeshauptmann von Teutsch=Südwestafrika, Major a. D. Curt v. Francois, einer der hervorragenosten deutschen Kolonialpioniere. Er war der zweite Sohn des 1870 beim Sturm auf die Spicherner Höhen gefallenen Generals v. Francois und ein Bruder des bekannten deutschen Heerführers im Weltkriege, General der Infanterie Hermann v. Francois. Auf dem Schlachtfeld von Spichern trat er als Fahnenjunker in die Armee ein und erwarb sich als Cefreiter das Eiserne Kreuz. Von 1882 bis 1885 nahm er als Geograph an der zur Erforschung des Kongogebietes entsandten Wißmann=Expedition teil. In der Heimat wurde er dann in den Großen Generalstab und in das Auswärtige Amt kommandiert. 1888 hat er im Hinterland von Togo in allen größeren Negersiedlungen die deutsche Flagge gehißt. Im folgenden Jahr wurde er der erste Kommandeur der neugebildeten Schutztruppe in Deutsch=Südwest= afrika und im Jahre 1891 Landeshauptmann dortselbst, wo er die langwierigen Kriege gegen den Hottentottenhäuptling Hendrik Witboi fuhrte. 1895 nahm er seinen Abschied und lebte seitdem auf dem Gut Zernsdorf bei Königswusterhausen. Er hat sich einen Namen auch in der Kolonialliteratur gemacht und Hervorragendes in der Kartographie Togos und Deutsch=Südwestafrikas geleistet. Berlin, 30. Dezember. Der„Reichsanzeiger“ vom 30. Dezember enthält in 76 Paragraphen die Ausführungs= und Ueberleitungsbestimmungen über das kassenärztliche Verhältnis, die der Reichsarbeitsminister auf Grund der 4. Notverordnung an Stelle des Reichsausschusses für Aerzte und Krankenkassen erlassen hat. Diese Verordnung regelt das Verhältnis zwischen Aerzten und Krankenkassen für das ganze Reich einheitlich neu. Im November fand bekanntlich bereits eine Tagung statt, die zu einer einheitlichen Vereinbarung zwischen Krankenkassen und Aerzten führen sollte, jedoch ergebnislos verlief, weil die Innungs= und Betriebskassen die Verhandlungen eorließen. Infolgedessen hat nunmehr der Reichsarbeitsminister auf Grund der Notverordnung die Neuregelung von sich aus vorgenommen. Die umfangreiche Verordnung verfolgt im besonderen den Zweck, die Arztkosten auf ein vernünftiges Maß herabzusetzen und iderseits die Zurassungsmöglichkeiten für anderseits die Zulassungsmöglichkeite die Aerzte zu erleichtern. Die Zulassung von Krankenkassenärzten richtete sich bisher nach dem Bedarf. In der neuen Verordnung wird festgestellt, daß auf je 600 Kassenmitglieder ein Kassenarzt zugelassen etwa 3000 Jungärzte zur Kassenpraxis zugelassen werden können. Differenzen über den Lohnschiedsspruch bei Arbeit Nordwest Bochum, 30. Dezember. Wie wir erfahren, sind bei der Durchführung des Lohnschiedsspruchs für die Metallindustrie Nordwest Differenzen zwischen den tarifbeteiligten Parteien übe die Frage des Lohnausgleichs entstanden. Der Deutsche Metallarbeiterverba####d vertritt die Auffassung, daß der Lohnausgleich der im Dezember 1927 und später gewährt worden ist, durch den neuen Schiedsspruch nicht beigit It„pgerden kann, da dieser Schiedsspruch nicht auf Erunr der vierten Notverordnung, sondern in einem ordnungsmäßigen Schlichtungsverfahren mit vachfeggerr, ge. bindlichleitserkihrung geik-hzeser Aufasung dem ArMetallarbeiterverband, hat diese Aulss#####en Arbeitgeberverband nordwest mitgeteilt und wird, falls nicht auf dem Wege einer Aussprache eine Bereinigung der Differenzen erfolgen kann, seine Mitglieder veranWie mitteilt, h einer Senkung schlossen: Hamburg: Kurzstreckentarise von 20 auf 18 zum Teil auf 15 Pfennig, bei Wochenkarten von 17,5 auf 15,8 Pfennig, Monatskarten von 20 auf 18 Mark; Essen: Kurzstreckentarife von 20 auf 15 Pfennig, Zeitkarten von 12 auf 10 Mark; Karlsruhe: von 20 auf 15 Psennig, Fahrscheinhefte von 14,2 auf 13 Pfennig; Krefeld: von 20 auf 15 Pfennig; Nürnberg: von 20 auf 18 Pfennig, Zeitkarten um rund 9 v..; Solingen: die Langstreckentarife werden zum Teil bis zu 37 v. H. und die Zeitkartentarife um 16 bis 40 v. H. ermäßigt; Stettin: Sammelkarten von 18,2 auf 16,6 Pfennig; Hildesheim: Sammelkarten von 14,28 auf 12,5 Pfennig; Bielefeld: Einzelkarten von 15 auf 14 Pfennig; Leipzig: Einzelfahrscheine von 25 auf 20 Pfennig, Monatskartenpreise von 14 auf 12,50 Reichsmark; Bremen: Monatskarten von 20 auf 17 Reichsmark; Hagen: rund zehnprozentige Kürzung; Düsseldorf hat ebenfalls eine Senkung in Aussicht genommen. Die Verhandlungen zur Senkung der Bierpreise werden voraussichtlich bald nach Neujahr zum Abschluß kommen. Es ist nach Ansicht des Preiskommissars bestimmt mit einer Senkung der Bierpreise zu rechnen, die sich auch im Ausschank auswirken soll. Preissenkung für Autotreibstoffe Berlin, 30. Dezember. Eine neue Bekanntmachung des Reichswirtschaftsministers auf Grund der Notverordnung bestimmt, daß die örtlichen Zapfstellenpreise für Autotreibstoffe bis zum 1. Januar 1932 in den Zonen VII, VIII, VIIla, IX und den Ausnahmeplätzen dieser Zonen um mindestens 2,5 Pfennig je Liter, in allen übrigen Gebieten um mindestens 2 Pfennig je Liter gegenüber dem Stand vom 30. Juni 1931 zu senken sind. ui se 600 Kasenmitglieder, ein Kasserohierburg lassen, den Klageweg zu beschreiten. werden soll. Es ist zu hoffen, daß hierdurch lassen, den Klageweg zu beschreiten. Neufassung der Teotsenödescheisten Berlin, 30. Dezember. Im Deutschen Reichsanzeiger vom 30. Dezember werden die Richtlinien für die Devisenbewirtschaftung, die in den letzten Monaten mehrfach durch Anweisungen des Reichswirtschaftsministers an die Devisenbewirtschaftungsstellen ergänzt worden waren, in neuer Fassung bekannt gemacht. Die Richtlinien vom•4. August und ihre erste Ergänzung vom 2. Oktober treten damit außer Kraft. Neu ist in den Richtlinien vor allem die Bestimmung, daß Anträge, die ein Gläubiger auf Erteilung der zur Leistung seines Schuldners erforderlichen Genehmigung stellt, an die für den Schuldner zuständige Devisenbewirtschaftungsstelle zu richten sind, und daß für Anträge von Ausländern, die sich auf ein bei einem inländischen Kreditinstitut geführtes Konto beziehen, die Devisenbewirtschaftungsstelle zuständig ist, in deren Bezirk das Kreditinstitut liegt. Ferner ist die Devisenzuteilung für Leistungen von Versicherungsnehmern auf Fremdwährungsverpflichtungen eingeschränkt worden, um Mißbräuchen zu begegnen, die auf diesem Gebiet zutage getreten sind. Die Genehmigung zur Verwendung von Devisen wird allgemein versagt für Versicherungsprämien, die über eine tarifmäßig laufende Jahresprämie hinaus entrichtet werden sollen, sowie— mit Ausnahme der aussichtsfreien Versicherungszweige— für Leistungen an ausländische, in Deutsch= land nicht zugelassene Versicherungsunternehmungen. Bei Personenversicherungen wird die Genehmigung außerdem versagt, wenn bei einem nach dem 15. Juli 1931 abgeschlossenen Vertrag die vereinbarte Prämienzahlungsdauer weniger als zwölf Jahre beträgt, oder wenn es sich um eine nach dem 20. Dezember 1931 abgeschlossene oder auf Fremdwährung ausgestellte Versicherung handelt. Schließlich wird, um die Kapitalflucht durch Begebung von Reichsmarkschecks ins Ausland zu verhindern, angeordnet, daß künftig Schecks ins Ausland oder ins Saargebiet nur noch versandt oder überbracht werden dürfen, wenn der Genehmigungsbescheid der Devisenbewirtschaftungsstelle dem Scheck beigefügt ist. Erfolgt die Versendung auf Grund einer allgemeinen Genehmigung, wie sie Handelsfirmen, Versicherungsunternehmungen usw. für ihre Zahlungsgeschäfte mit dem Ausland erteilt wird, so hat der Inhaber der Genehmigung selbst dem Scheck einen entsprechenden Vermerk unter Angabe des betreffenden Landesfinanzamtes und der Nummer des Genehmigungsbescheides beizufügen. Die Vorschrift gilt auch für Schecks, die auf einen Betrag unter 200 Reichsmark lauten. Vom 10. Januar an dürfen Kreditinstitute, denen Reichsmarkschecks aus dem Ausland oder dem Saargebiet zum Inkasso zugehen, diese einem Ausländer oder Saarländer nicht mehr auf seinem Konto gutbringen, wenn die Genehmigung zur Versendung der Schecks nicht in der dargelegten Weise aus dem Scheck selbst ersichtlich ist. Für die Zeit bis zum 10. Januar 1932 sind die bezogenen inländischen Banken verpflichtet, von Schecks über größere Beträge die aus dem Ausland zum Inkasso eingehen, der zuständigen Devisenbewirtschaftungsstelle Mitteilung zu machen. Die„Eiserne Fronl“ Berlin, 30. Dezember. Schon vor Weihnachten wurden in einem Teil der Presse Meldungen gebracht, die von der Bildung einer sogenannten„Eisernen Front“ zu berichten wußten, die sich„gegen den Faschismus“ richten soll. Diese Front steht aber noch keineswegs fertig da, wennschon man eifrig bemüht ist, sie so schnell wie möglich zu errichten. Der Gedanke ist vom Reichsbanner ausgegangen und wird von der Sozialdemokratischen Partei lebhaft unterstützt. In der„Eisernen Front“ sollen sich nach dem Willen ihrer Väter und Förderer alle republikanisch Gesinnten(Gewerkschaften, Verbände, Vereine und Bünde) zusammenfinden,„um die Republik gegen den Faschismus zu verteidigen". Das Ziel ist, ein wirksames Gegengewicht gegen die nationale Opposition zu schaffen. Dieses Gegengewicht soll sich sowohl bei den kommenden Wahlen(Reichspräsidenten= und preußische Landtagswahl) wie auch sonst in den innerpolitischen Kämpfen bemerkbar machen. Wie bekannt wird, soll Reichstagspräsident Löbe versönlich die Absicht haben, zum 20. Januar eine Konferenz einzuberufen, zu der auch Vertreter des Reichs und der Länder eingeladen werden. Die Konferenz soll sich besonders mit der Frage befassen, wie die deutsche Republik gestärkt und Armee, Polizei und Justiz gegen Terror und Bürgerkrieg wirksam eingesetzt werden können.„. gI, Meinen g.. 1 Nach der„Deutschen Augemeinen Zeitung ist in diesen Tagen in Berlin ein Ausschuß und eine GeNeues i Rutz. Reichskanzler Dr. Brüning weilt zur Zeit als Gast des Reichstagsabgeordneten Prälat Dr. Kaas in Trier. Er wird nach Süddeutschland weiterreisen, aber am Er wird nach Subbentschrand Wezlerteisen, kommenden Sonntag wieder in Berlin sein. Die Verhandlungen des Bankenkommissars mit den Spitzenorganisationen der Banken und Sparkassen dauern noch von 4 vorgeschio Nach Meldungen aus Dresden und Bremen wollen auch die sächsische Regierung und der bremische Senat der Vorlage über die Verreichlichung der Wasserstraßenverwaltung Widerstand entgegensetzen. Königsberg ist wieder freigelassen dacht hat sich nicht bestätigt. ntuugg, Fer Sumen und Spaflaßeg n noch an. Fu. Opareinlagen, wurde ein Zinssag Prozent, für seundigungsgelder von 5 Prozent schlagen. worden. Der VerDer estnische Dampfer„Liro“ mit zwanzig Personen an Bord wird seit dem 11. Dezember vermißt. Man nimmt an, daß der Dampfer mit Mann und Maus während eines heftigen Sturmes in der Nordsee untergegangen ist. * Das englische Landwirtschaftsministerium hat eine Zollverordnung herausgegeben, wonach vom 5. Januar an gewisse frische Früchte, frische Gemüse und neue Kartoffeln sowie Blumen mit einem recht hohen Zoll belegt werden, der in den einzelnen Positionen verschieden ist. Das internationale Komitee der Bergarbeiter beruft für Ende März 1932 einen internationalen Kongreß der Bergarbeiter der europäischen Länder ein. Der Kongreß soll sich u. a. mit der Lage im Bergbau und mit der Einführung der Siebenstundenschicht beschäftigen. Als Tagungsort ist Aachen oder Saarbrücken in Aussicht genommen. Der nationalsozialistische Mannheimer Stadtrat Dr. Orth wurde seines Amtes enthoben, weil er fortgesetzt Verstöße gegen die Gemeindeordnung begangen und die Pflichten eines Gemeinderatsmitgliedes gröblich verletzt hat. Ein Großfener in Breslau äscherte den im Zentrum der Stadt gelegenen alten Schlachthof, der aber nur noch als Lagerplatz diente, zum größten Teil ein. Der Schaden ist durch Versicherung gedeckt. * Der unter dem Verdacht der Spionage von den In der Nähe der Bank von England in London explodierten mehrere unterirdische Gasleitungen. Das Pflaster wurde an vielen Stellen aufgerissen und in die Luft geschleudert. Mehrere meterhohe Flammen schossen aus den Löchern hervor. Unter den zahlreichen Passanten entstand eine Panik, jedoch wurde niemand verletzt. * Die Neuwahlen zur französischen Kammer finden wahrscheinlich am 17. April, die Stichwahlen am 24. April 1932 statt. * Die rumänische und die russische Regierung sind miteinander in Fühlung getreten, um die Möglichkeiten der Aufnahme von Verhandlungen über den Abschluß eines russisch=rumänischen Nichtangriffspaktes zu erörtern. lle der„Eisernen Front“ gebildet worden. Front soll nach dem genannten Blatte in fünf Staffeln gegliedert werden: 1. Reichsbanner, 2. Republikanische Gewerkschaften und Beamtenbünde, 3. Arbeiter=Sportverbände, 4. Reichsbund der Kriegsbeschädigten und 5. eine ganze Reihe von Verbänden, u. a. Republikanischer Reichsbund, Bund Republikanischer Beamter, Bund Republikanischer Polizeibeamter, Deutscher Alpen=Verein E.., Deutsche Liga für Menschenrechte, Deutscher Reichs=Auto=Klub, Deutscher Studentenverband, Deutscher Wassersportverband, Republikanischer Studentenbund, Republikanischer Richter=Bund und Sturmvogel. Vorläufig muß man es noch als zweifelhaft bezeichnen, ob alle diese Verbände und Vereine samt und sonders auf diesen Ruf hören werden. Jedenfalls dürfte dies für alle unter der Spitzmarke„Republikanische Gewerkschaften“ zusammengefaßten Arbeiterorganisationen unter keinen Umständen der Fall sein, und aus Kreisen der christlichen Gewerkschaften ist auch bereits der SPD. eine ziemlich unverblümte Absage erteilt worden. Rotfronkkämpfer-Organisation in Vberschiesten aufgeveul Gleiwitz, 30. Dezember. Das Polizeipräsidium teilt mit: In den letzten Tagen sind in Beuthen, Rokittnitz und Hindenburg 12 Personen wegen dringenden Verdachts hochverräterischer Bestrebungen von der Polizei festgenommen worden. Die voraufgegangene Durchsuchung hat eine Menge Material zu Tage gefördert, aus dem klar hervorgeht, daß sämtliche Personen dem verbotenen Rotfrontkämpferbund angehören und sich für ihn betätigen. Aus den beschlagnahmten Schriftstücken ist auch ersichtlich, daß eine genaue Gliederung des verbotenen Rotfrontkämpferbundes für Oberschlesien bestanden hat. ten Der Gemeinderat der Stadt Steyr, der zweitgrößStadt Oberösterreichs, hat beschlossen, die ZahPolen im Korridorzug verhaftete Erich Bonson aus lungsunfähigkeit der Stadt zu erklären. Keine chinesischen Truppen mehr in der Manoschuret Peking, 30. Dezember. Tschanghsueliang befahl den chinesischen Truppen in Kintschau und Umgebung, sich hinter die Große Mauer zurückzuziehen, um so„den Japanern jeden Vorwand zu nehmen, den Krieg nach Nordchina auszudehnen.“ Die Räumung ist heute schon im wesentlichen beendet. Vor der Räumung wurden sämtliche Munitionslager vernichtet. Der amerikanische Gesandte in Peking hat dem amerikanischen Staatsdepartement telegraphisch mitgeteilt, daß mit der Zurückziehung der chinesischen Truppen aus dem Gebiet von Kintschau die Mandschurei von allen regulären chinesischen Soldaten gerkumt worden ist. WT C. 4½ 1 NR. 305— 38. UAHRGANG □ Ccoh. ∆ An 17e 2 DONNERSTAG, 31. DEZEMBER 1931 Hurra, das neue Jahr steigt auf! Beendet ist des alten Lauf, von dem wir besser wollen schweigen. Viel Gutes war ihm nicht zu eigen drum sei es möglichst schnell vergessen. Wir aber wollen uns mit kessem und frohem Mut ins neue stürzen, das Leben mit Humor uns würzen, und freudig steige auf der Toast: Dem neuen Jahr ein kräft'ges Prost! Liebe Bochumer Freundinnen und Freunde! Darüber sind wir uns ja einig: das alte Jahr war keinen Schuß Pulver wert und verdient erst recht auch für heute abend keinen Erinnerungsschluck. Seien wir großzügig. Streichen wir das alte Ekel aus unserem Lebenskalender..„ mäxst, Ich habe mich bereits zwecks würdiger Begrüßung des neuen Jahres mit meinem Freunde Klix in Verbindung gesetzt, aber dieser verflixte Klix wollte zunächst noch nicht einmal an der Begrüßung teilnehmen. Seine Gründe waren zum Teil auch stichhaltig. Denn erstens hatte er sein ganzes Geld bis auf schäbige Reste Weihnachten vertan, zweitens hatte er noch nicht einmal das Geld für das bisher notverordnungsgesenkte Neujahrskartenporto zusammen und drittens drückten ihm seine Schulden, weil Herr Brüning vergessen hat, zugleich mit den Einkommen auch die Verpflichtungen zu senken. Ganz abgesehen davon, daß ihn seine Frau wegen der Polizeistundenlosigkeit der Silvesternacht auch nicht beurlauben wollte. Es gelang mir unschwer, alle diese Einwände zu entkräften. Am schwersten war es noch bei Frau Klixen, die sich aber schließlich meiner Bitte, mir ihren Mann doch als moralische Stütze auszuleihen, nicht entziehen konnte. Geld für etwas Bier konnte ich selbst noch aufweisen, und die Postkarten zu Neujahr nahm ich Klix mit dem Versprechen ab, für ihre Beförderung zu sorgen. Er nimmt natürlich an, ich würde das fehlende Porto vorlegen, in Wirklichkeit habe ich aber die finstere Absicht, einige liebe Verwandte und überflüssige Bekannte Klixens zum neuen Jahre direkt mit Strafporto zu erfreuen. Schließlich blieb noch die moralische Aufrichtung des ob seiner Schulden zerknitterten Klix zu tun. Ich ließ mir zu diesem Zwecke eine Liste seiner Gläubiger überreichen. Dann fragte ich Klix, wieviel Geld er 1932 zur Amortisierung seiner Schulden verwenden könnte. Klix meinte, 250 Reichsmark abzüglich zwölfmal 25 Reichsmark für Brünings neuesten Gehaltsabbau laut vierter Notverordnung, erklärte sich aber bereit, 100 Reichsmark daraufzulegen, als ich ihm zeigte, daß man mit minus 50 Reichsmark ja unmöglich Schulden bezahlen könnte. Immerhin war die Situation nach diesem ersten Entschluß noch nicht geeignet, Klixen freundlich zu stimmen. Ich klärte Klix deshalb über das neue Auslosungssystem auf, nach dem man am Jahresschluß vermittels einer vorher leergetrunkenen Punschterrine und kleiner Zettelchen unter allen seinen Gläubigern, die im Laufe des verflossenen Jahres nicht gemahnt haben, denjenigen auslost, der im neuen Jahre bezahlt werden sol..„„„ gfI. 6. In diesem Augenbria sprang Klix begeistert vom Sofa, raste zur Tür hinaus und kam nach kurzer Zeit, freudig einen 20=Reichsmarkschein schwenkend, zurück. Ich dachte mir den Zusammenhang schon, ließ mir aber der Sicherheit halber noch bestätigen, daß nur ein einziger Gläubiger Klixens, der abgezählt 30 Reichsmark bekam, 1931 nicht gemahnt hatte, so daß Klix aus seinem Haushaltsplan 1932 20 Märkelcher für Silvester= und Neujahrsfeier rausnehmen konnte. Diese 20 Reichsmark hatte er sich in der Zwischenzeit schnell von einem Bekannten gepumpt, dem er vorsichtigerweise aber erst beim Weggehen zwischen Tür und Angel seine eigene neue Kenntnis von dem neuen Auslosungssystem mitteilte. Ich beschloß in meinem schwarzen Inneren, trotzdem die Neujahrskarten unfrankiert abzusenden und verabredete mich mit Klix für heute nachmittag, sobald es dunkelt, auf dem Alten Markt. Von da aus werden wir unsere Feier beginnen, die wir nach meinen guten Erfahrungen an den Weihnachtstagen auch auf Besuche bei guten Bekannten ausdehnen werden. Ich werde nach Silvester alles von dieser Feierreise erzählen, was das Licht der Oeffentlichkeit nicht zu scheuen braucht und meinem Ansehen nicht schadet. Bis dahin wünsche ich allen Bochumern und umliegenden Eingeborenen Vergnügten Rutsch in ein besseres 1932! Flax. der Verkehrsgemeinschaft GroßTechum 1ST Daten aus Leben und Geschichte unserer Stadt und engeren Heimat Januar: 7. Frau Oberbürgermeister Graffy; 13. Generaldirektor Harrer in den Ruhestand; 26. Bochums Stadtverordnete lehnen Biersteuererhöhung und Getränkesteuer ab; Dr. Laarmann(Zentrum) zum Stadtverordnetenvorsteher gewählt. Februar: 1. erhöhten BierGeneral= 8. 27. 26. 29. 31. Zwangsweise Einführung der steuer und der Getränkesteuer; Einführung des neuen westfälischen superintendenten Weirich; 25 Jahre Kirchenchor„Cäcilia“ der Antoniuspfarrei; Großfeuer auf dem Bochumer Verein(die Modellschreinerei niedergebrannt); JuniDie Höntroper und Sevinghauser Gänsereiter Junl: feiern ihre historischen Feste; Direktor Windhaus(Bochumer Verein) nach 60jähriger Dienstzeit in den Ruhestand. März: 13. Wassereinbruch auf Zeche„Engelsburg“(1800 Bergleute müssen feiern); Bochums Stadtverordnete nehmen den Nothaushaltsplan 1931 an; Einweihung des Heldengedächtnisraumes in der Christuskirche; Einweihung des Erweiterungsbaues der St.= Johannes=Kirche Wiemelhausen; Brand des Knappschaftskrankenhauses in Bochum=Langendreer. April: 8. Veröffentlichung des Bochumer Haushaltsplanes 1932 mit einem ungedeckten Fehlbetrag von 9,5 Millionen; Verdreifachung der Bürgersteuer gefordert; 17. Etatsschlacht im Bochumer Stadtparlament; 19. Zeitungsverleger Max 28. Zweite Etatsschlacht lament; 30. Dritte Etatsschlacht; Etat 1932 scheitert an der Bürgersteuer(im Hintergrunde der Staatskommissar); 30. 543. Maiabendfest; ferner im April: Fertigstellung des 3. Post=Neubauabschnittes; Krisenzeichen bei der Westfälischen Straßenbahn. Mai: .—19. Bezug des neuen Rathauses; 17. Grundsteinlegung zur katholischen Kirche in Eppendorf; ferner im Mai: Bochums Bäcker= und Konditoren weihen ihr Genossenschaftshaus in Wanne=Eickel; Die ersten Nachrichten von Unterschlagungen auf Chemisch=Lothringen. chürmann 1; im Bochumer Stadtpar= 6. 25. Eröffnung der neuen Bochumer Radrennbahn; 25 Jahre Vaterländischer Frauenverein vom Roten Kreuz Bochum=Werne; Bochums Stadtbücherer erhält endlich im früheren Landratsamt ein würdiges Heim; Prozeß Ostwald; Erste Stadtverordnetensitzung im neuen Rathaus; Der Schienenzeppelin in Bochum. Erweiterung des Amtsgerichtsbezirkes Bochum durch Hinzukommen von Linden=Dahlhausen und des nördlichen Teiles der früheren Gemeinde Winz; Ein ungewöhnlich starker Gewittersturm richtet in Bochum Verheerungen an; 10 Jahre Städtische Gemäldegalerie; Direktor Heiermann(Gewerkschaft Lothrin= gen)!; Prozeß Nientimp; ferner im Juli: 50 Jahre Katholischer Bürgerverein BochumLangendreeg; 50 Jahre MGV.„Westfalia“ Altenbochum; 50 Jahre MGV.„Liederfreund“ Brenschede; Aufdeckung von Betrügereien am Städtischen Gas= und Wasserwerk. August: 7. Gründung Bochum; 30. Einweihung des Luther=Hauses in StiepelHaar; ferner im August: Ende August Fertigstellung der 3. Halle des Bochumer Bergbaumuseums; September: 18. Wiederwahl der Stadträte Brauns und Krüsmann durch die Bochumer Stadtverordneten; 20. Einweihung des Kriegerehrenmals in Gerthe; 28. Weihbischof Dr. Hillebrand(Paderborn) f; ferner im September: 25 Jahre Antoniuspfarrei; 25 Jahre evangelische Gemeinde Gerthe. 50 Jahre MGV.„Einigkeit“ Gerthe; Oktober: 1. Bergschuldirektor Prof. Dr.=Ing. Fritz Heise in den Ruhestand; Polizeioberst Heym in den Ruhestand; Erster Staatsanwalt Hartmann in den Ruhestand; Landgerichtsdirektor Ohme in den Ruhestand; 4. 10 Jahre Wallfahrt nach Stiepel; 15. Beginn des Freiwilligen Arbeitsdienstes des Evangelischen Hilfswerkes für jugendliche Erwerbslose; 18. Weihe des Kriegerehrenmals in Altenbochum; 19. Großes, Explosionsgrubenunglück auf Zeche „Mont Cenis“ in Herne; 25. 50 Jahre Freie Fleischerinnung Bochum und Einweihung des Innungsehrenmals auf dem Schlachthof; 30. Stadtverordnetensitzung und Erhöhung der Bürgersteuer auf 350 Prozent; 31. 75. Jahrestag der Konstituierung der Industrie= und Handelskammer zu Bochum(1856); ferner im Oktober: 50 Jahre St. Marien Langendreer: 25 Jahre Landgerichtsgebäude in Bochum; 25 Jahre Landesfrauenklinik in Bochum; Ende Oktober Fertigstellung der 4. Halle Bochumer Bergbaumuseums. November: des 1. 50jähriges Priester= und 25jähriges Ortsjubiläum von Propstdechant Ehrendomherr Geistlicher Rat Dr. Fröhling; Weihe der neuen Kapelle im evangelischen Krankenhause Bochum=Linden; Weihe der katholischen Kirche in Eppendorf; Bochums Fehlbetrag für das erste Halbjahr 1931 wird mit 9356000 Reichsmark bekanntgegeben; Generaldirektor Bergmeister Dr. Albert Hoppstaedteri; Prozeß Ostwald in zweiter Instanz; Weihe des umgesetzten Kriegerehrenmals BoSechun nn Weipen=Kinteriteld Plötzlicher Schneefall brachte uns am vorletzten Tage des alten Jahres in Bochum prächtige Winterbilder. Doppelt erfreulich nach all dem schlechten Wetter und dem Matsch der Weihnachtszeit. Im Stadtpark, aus dem unsere Aufnahmen stammen, entstanden unter der weißen Pracht schöne Bilder, wie das der großen Tanne(links), aber auch so groteske Ansichten, wie die von dem einen Brunnen in der Anlage am großen Teiche(rechts). Draußen jauchzte die bis jetzt durch Regen und Sturm in die Stuben eingepferchte Jugend, baute Schneemänner und drehte Schneebälle, und selbst die kleinen und großen Rodler konnten schon auf blarken Kufen von Hügeln und Bergen heruntersausen. Der plötzliche Umschlag in winterliches Wetter brachte aber auch Nachteile, besonders für alle Verkehrsmittel. Trotz aller Mühen konnten nicht alle Züge pünktlich den Fahrplan einhalten. Auch die Straßenbahnen hatten durch den in den Schienen festgepreßten Schnee vorzugsweise in den äußeren Stadtteilen Schwierigkeiten, die aber durch Salz= und Sandstreuen behoben werden konnten. Das Balancieren auf den Straßen ist das Straßenpublikum zwar schon von vor Weihnachten her gewöhnt, aber es gab doch auch am Mittwoch wieder eine ganze Reihe glücklicherweise unbedeutenderer Passantenunfälle. Wenn sich das Winterwetter hält, wenn Schnee und Eis nicht zu schnell wieder wegtauen, kann sich am Neujahrstage der Großstädter endlich einmal draußen an der Schönheit winterlicher Natur ergötzen, die ihm das verpfuschte Weihnachtswetter vorenthielt. #. er 45 E. * 17.8 — 18. 11. 12. 17. chum=Weitmar=Mark; Jahre Doppelquartett„Excelsior"; Grundsteinlegung zur Christ=Königs=Kirche; ferner im November: Beginn der öffentlichen Winterhilfesammlungen. Dezember: Iu der setien Bachuner Siadborgezzeten sitzung 1931 wird die Höhe der stabtischen Wohlfahrtslasten mit 20 Millionen bekannt; Justizrat Sigismund Diekampf; Prozeß„Stegmann und Genossen"; ferner im Dezember: Das Projekt Bochum=Herbeder Stausee wird wegen der Notzeit auf unbestimmte Zeit verRenovierungsbau des Knappschaftskrankenhauses Bochum=Langendreer nach dem Brande vollMitte Dezember Fertigstellung der 5. Halle des Bochumer Bergbaumuseums.„„ Westfälische Straßenbahn geht in Konkurs; Lohnfestsetzung für die Straßenbahner spruch für die Straßenbahnen Rheinlands 4 Pfennig. in 65 gam 68. andeuv„ovn, Zahe mi ber=Darhelung der seht sch die Däesiglg gend eisel Ball. sie Sosace, Ser eacdhcnte Nüir ade Pas asece aue ue, ee, Geaet aun ue äischenr neten Besetzung eine wertvolle Ereggurge=Topzr alis Sietfiase cher Sals-chiän sie eld e der Orzginalfassung von Paul„Abraham, der auch dieser Tonfilmoperette die musikalische Leitung übernommen hat. Die Tezikhnoverette brißighigg not bekannten Schlager: er. Orzginalfassung,von Paul Abraham, de Hlmtg ing Mäder, Parzgp, Madam; geVise,gurszevur aus ovow als Tonfilmoverette einen großen Erfolg erBochum ringen. Kompagnie.“ Die Weitlichtspiele:„Der Itolz der 3. u. Jagreg; eitrcZjäaßr exist= Hembr Program, Milsitartonfilmschwank a 46 vo Pfenyig, Opzppe„, 90. bis 21. Jaor ux Ugw. 63. Lebenz1ggr 64 bow. v., über 23 Jahre 78 bzw. 78 22. bie 29. Zabr. 14 bow, Arbeiter 8 Prozent wenig, nach der gleichnamigen, biele tausendmal auf deutschen Bühnen gespielten Burleske von Wilhelm Hartstein gedreht. Zum erstenmal wird hier in einem Militärfilm konsequent der Stil der Vorkriegszeit in der Ausstattung, in den jstosechtegr Misieit der Vorkriegszeit und einen selten grosompgansespietz=Frizt, Kampers, beck, Ilse Korseck, Christl Mardayn und Adolf Wohlbrück, er-her all Bent. 4. asie egeage. malig mit einmonatiger Frist zum 31. kündigt werden. Dienstag fanden iunter Bozig Kommunaltarif. Persönlichkeit in Preußens Schicksalsstunde korpert durch Werner Krauß, einen der großten venllschen Schauspieler. Durch Krauß steht man ganz im Banne eines erbitterten Ringens um Sein oder Nichtsen Preußens und wird zum ergriffenen Zeugen Aufükrungszeiten. P 35 und Sonntags 3,.30 und 8 Uhr. Wochentags bis 5 Uhr ermäßigte Preise. Ein interessantes Beiprogramm vervollstandigt den Spielplan. Capitol=Lichtspiele:„Liebeskommando.“ Die Capiin dem Tonfilm„Liebeskommanyg,: lüech Bolvary hat mit diesem Film einen##utign„wurf getan. Dazu kommt die einschmeicheinde Musir von Robert Stolz. Der Film hat überall sehr regen Beifall gefunden. Auf der Bühne gastiert das große Ausstattungs=Empire-Zallett von### Ferliner Oper mit dem Solotanger A. Glmd; grarg um Gihe. Apollotheater Alleestraße:„Trara um Liebe.“ Wer eine Stunde herzshaft lachen, Ziep, Alageipherggg kommt bier verjüngt und modernisiert als Tonfilm zu neuen Erfosg. Die Darstellerg„Bje ze g. n der Spibe Felir Breffart gse,hertrotzeiltger Major in jeder Situation auf seinem posten. Er kann herrlich blöde sein, der gute Felix, man glaubt ihm, daß er es selbst nicht merkt. Dann Georg Alexander als Schwerenöter, Ernst Verebes und Senta Söneland holen sich einen Sonderapplaus. Das Beiprogramm interessiert durch den interessanten Film„Die Flucht aus der Fremdenlegion“ mit Hans Stüwe. Dazu kommt„Micky spielt auf“ Malchen Beden antgzist zagen Longen don Beiz erkennung für alles Dargebotene. Traditionsecke ∆. Bund ehemaliger 256er, Ortsgruppe Bochum. zahlreicher Beteiligung fand im Vereinsbeim„Sportzentrale“ die Weihnachtsfeier mit BescheSuchen der Großmutter mach ihren verlorenen Enkelkindern. Des Reichsprähsident Dank Dem Vorstand des Bochurmer Krieger= und Landwehrvereins ging folgendes Schreiben des Reichspräsidenten zu: Sehr geehrte Herren! Für das freundliche Meingadenken anläßlich Ihrer Weihnachtsseier sage#., Jezger, Höhsondere den Altveteranen, meinen gamergzschafts“: Ich erwide Ihre Grüße in alter (Weitere Lokalnachrichten auf Seite 6 und 15.) Wohin gehen wir heute siche auch Anzelgentell „Ufa=Tonwoche" büsseldorf„Tachgerkopolu geichsarbeitsminigsrats Heitmann vom viezusarbesegizir, verlängert. Da die Vorstellungen im Ufa=Theater tagden Bochumer Parteien und Vereinen 905 erFgeosge stellenseile erfsahren, durchblicken, daß mit einer Verbindlichkeitserklärung nicht zu rechnen sei. Es mußte Zustand Grind des Schedsbruches von 16 Tezenber eine sechs Prozent gckürzt werden. Es ist ein Errechnungsmodus gefunden der es ermöglicht, Härten gegenüber dem ersten Schiedsspruch in etwa auszugleichen. Spitbuben können alles gebraugreegenzginer eign chumer Virtschaft wurde aus einen.„antel hat einen Tahafstaren uv, Pzrkbsust einem Naschüisel boten ve. Fas Lager einer Eiergroßhandlung an. der er gprf tere. Straße gerrgacht bensmittelbaniden Hep#r Hoffteder. D. zzn der nagl ben d Aaden end grsezich aulsgersiunt, Füe (=) Deutsche Volkspartei, Bezirk Griesenbruch. Ortsgruppe und Jugendgruppe begingen im Lokal im mel Würdigen Gestaltung des Ahends bei wourbigen Genattung des Abends Vei. Deutsche Volkspartei, Ortsgruppe Brenschede. I Vereinsheim Bergmann fand die erste Versammlung dacht. Im Anschluß an die Bescherung wurden drei Neuaufnahmen getätigt. (=) Beamteninvaliden und Witwen der Reichsknappschaft. Die im Vereinslokal Hasselkuß, Alleestraße, abgehaltene stark besuchte Versammlung der Beamteninvalide vereinigung nete Das Gescgle ite habar die Lanofinger mitgehen heißen. die Frauen wurden mit einem kleinen Gegenstand beArtikeln gaven die Langfinger die Frauen wurden mit einem invaliden und Witwen der Reichsknappschaft, Besizks: vereinigung Groß=Bochum, nahm einen lebhaften Verlauf. In einer Entschließung protestierte man gegen die Verschlechterung der Sozialversicherung mit einschneidenden Maßnahmen auf die Rentenbezuge in der gen den Wegfall der Waisenrente und des Kindergelduschusses über das 15. Lebensjahr hinaus und gegen die Aufrechnung der Unfallrenten bis zu einem kleinen Bruchteil auf die Knappschaftsrentenz zumal durch eie erste und zweite Notverordnung.g 28 vom Hundert GGeieet wors um 20 bie 22 Pflicht, mit ausreichender Hilfe auch fernerhin (ied Schlesterverein Bocham, geor. 192. Im Anschlut Iin der Vegrühungsansborache, bentiger schzäfelschpers B. Kricke sen, wurde Zoftes hingewiesen. Nach einem Stadtheater: 19.30 Uhr: Earamhz. Parkhaus: Neujahr 16 Uhr: Städrisches Orchester. " Operettentheater: Neujahr 20 Uhr: Der Vogelhänvter. Plaza: 16.30 und 20.15 Uhr: Varietts. Heimatmuseum Haus Rechen, Königsallee 17: Sonnund feiertags von 10 bis 13 Uhr, alltags 10 bis 16. Städtische Gemäldegalerie: Neujahrstag von 10—13 Glockenspiel auf dem Rathausplatz: Täglich von 7 bis 20 Uhr jede Stunde.„ 9148 Apollotheater: ab 15 Uhr: Trara um Niebe. Capitol: ab 16 Uhr: Liebeskommando, große BühnenLichtburg: ab 15.10 Uhr: Victoria und ihr Husar. Odeon: ab 16 Uhr: Zweierlei Moral, Don Quichote. Skala=Lichtspiele: 17 Uhr: Ihre Majestät die Liebe. Weltlichtspiele: ab 15.10 Uhr: Der Stolz der dritten Kompagnie. Silvesterfeiern: Bahnhofshotel, Hotel Bochumer Hof, Haus Brenschede, Ehrenfelder Bierhaus, Fürstenhof. Zum Grunewald, Rest. Gottschalk, Parkhotel Haus Rechen, Kasino Henrichshütte, Hordeler Saalbau Cafs Högarngug, Café Industrie, Wirtschaft Jöllenbeck, Hotel Rest. Löwenhof, Hotel Monopol, Wilhelm Parkhaus, Parkschlößchen, Sievers Weinstuben, Schlüter, Rest. Schütte, mrest. Tattersall, Union Palast, Rest. Otto Wegener, Hotel Westfälischer. Hof, W.#lenhaus Hotel Wittelsbacher Hof, n Scack esungun tg### Westfalenhaug. Hotel Wittelsbacher„Hof,„Zat“, Zum Ritter, Zum Sudvol, Zum Wiesentar, Zur Waldesruh. Eva dreht sich um, die Gäule bleiben schon allein ein breiteuund pohin wollen Sie denn Schutzwehr gebreitet: — ich habe in Mitau zu tun: Der scharfe unwillkürliche Ruck an den Bizgeg# Eva hat einige Mühe, sie wieder in Trab fallen zu lassen— dann kann sie weiterreden: „Nach Mitau, wohin ich auch will? Ein donnerndes Niesen enthebt ihn längerer Ausführungen, während Eva lacht und gleichzeitig bis zu .55 in alen Wliber, ein. Hebake Nar Kaden unter General, Masenboc— Fseiben wir einen Tag, an ein den werde ich besuchen— yier bieiven wir einen Tag, ich nehme neue Pferde— dann können wir in pier Tagen schon hinter Memel sein— einverstanden: Eva faßt ihn an beiden Händen— breiten, harten Bauernhänden mit kantigen Nägeln und Schwielen am oberen Rand der Lsahr hanfgr, sehr, sehr dankbar— „Ich bin Ihnen sehr Sanour, sint, sche Sanbal Sie kennen mich doch gar nicht richtig?“ „Doch, doch, ich kenne Sie sehr gut, wenn man so Roman von Herbert vorläufig dem Berliner geht zum Spieltisch, g, er ist im Verlust; * den eine Woche allein mit jemandem reist, dann lernt man den Kerl— nein, verzeihen Sie, das gnädige Fräulein gut kennen— Sie haben mir gleich gefallen, gucte ich und vertraulicher, vorgebengt, mit ernster, eindeing. „Sse solen bald bei Pork sein— vielleicht kommt der junge Herr, der holländische Kapitän, auch demGda st roit geworden und foh, doßz huit vgheser Augenblick eine Magd kommt, um ihr das mit dem riesigen, hochgetürmten Bauernbett zu In der Nacht heult der Wind ums Haus, Wind, der weit vom Osten her kommt, aus les gesehen hat und nur weinen kann— Stzeperz, Herng; ßen, endlose Züge hungernder Menschen, schwärm... Reiter auf kleinen Pferden, einen Mann im Schlitten, den Zweispitz tief in die Stirn gedrückt, den Mund fest zusammengepreßt. Die Große Armee vor dem Feinde unbesiegt, erliegt im Feld dem Winter, dem Sturm, der jetzt in Neidenburg nur noch als Nachtwind heulen kann: und dem eisigen Schneetreiben, das hier lustiges Gestöber über das südliche Ostpreußen hintange. * Seine Majestät, Friedrich Wilhelm, der Dritte seines Namens, König von Preußen, unterschreibt mit dem feingeschnittenen Gänseklel mit vielen anderen Ernennungen, Verordnungen, Anweisungen ein Patent, das den bestens empfohlenen bisher holländischen Stabskapitän Friedrich Hardekom unter Belassung seiner schtls eehese lange gelbe, bayrische, preußische Offiziere. Es ist einer Tage, an denen General Yoci nach Stalgen kam; Macdonabd muß al seine weZenteraf nicht zu bissigen VeDer Gneral sit mächig da, den Vork veit beidens,tmänichezmal an feüßer zurück— er verliert, denkt eg birgwrt## gezg den Rand des Abgrundes spielen tausend grimmige Falten um die scharfen gen, die Tabakspfeffe qualmt wie ein,igerhgfzeer alen schmunzeln und wie ein riesiger, Agerhaftet Ruter Sonerdor geng“r, Sesg, ber sehen, Gesecht er, neut beviesen pied Pork st ein schehteg, S Piel r. 65 spielen— das ist ein Menschenalter, Befag Zäppt gang er aus einem anderen Grund, den er serose tuum ahnt. Seydlitz versucht, Marschall Macdonald, den er wie alle als Mensch und Persönlichkeit hochschätzt, darSeydlitz zuckt die Achseln, ge Da sitzt der General, unruhig,#### ist Zum Henker, nicht mal hier Ruhe!— Was ist? „Meldung von Oberst Röder— der Amtmann von Reidenburg. en Vork starrt schon wieder auf die Karten, während unerschüttert fortfährt:„„ „Und eine junge Dame, die Euer Exzeuenz sofort sprechen will.“ York kneift das rechte Auge zu, blitzt mit dem weit offenen linken seinen Adjutanten an, der fortfährt: Verrückt, Sendlik Atch. Eine Sekunde lang lehnt sich der General zurück, schließt die Augen— wer win iyn da erinnern— kann das jetzt nicht brauchen— gerade in diesem Augenblick wünscht er keine Erinnerungen mmer gaux warten „Blödsinn— das Frauenzimmer kunn warten. Gehen zum Teufel, Seydlitz, Sie storen mich hier!“ „Weggetreten!— Verzeihen Sie die Unterbrechung, Messieurs, das Spiel geht weiter!" Seydlitz tritt ab, schickt den Husaren mit dem Bescheid fort, daß der General keine Zeit habe— der Mann wagt nicht, den Masor ziser gignierseihen„ralt auf den Hacken kehrt, die Tür fäue gme inm gu: Der Marschall, der die Szene beovachtet hat, winkt Sendlitz nimmt Platz, bleibt schweigsam und sieht ein paarmal verstohlen zu York hin, der besinnungslos spielt. Der Marschall ist verwundert, begreift nicht, wie der eiserne, trockene, ehern disziplinierte General sich beim Spiel so verändern kann: Etem Friedeich Ein Mann aus der Schule des Alteung gegg muß!" Seydlitz nickt und bemerkt leichthin: „Nicht unrichtig, Erzellenz— General York ist ei Vulkan, der sich ab und zu entladen muß.“ „Er spielt nicht wie ein preußischer Gneral, sondern wie ein Abenteurer— der Herr verhüte, daß ich sonst Die Amgebung des Marschals nickt, ale kennen die unerwiderte Zuneigung Macdonalds, zu, dem eisige York. Seydlitz sieht dem Marschall in dir Augen „General York ist ein Abenteurer, Herr Marschall — aber ein Abenteurer, der sein Blut bändigt und festhält und stark macht für ein Ziel— ein Abenteurer, serterlsch it. Joß er immer mur Wegregstrigz, erzgie, reißung! Dieser York könnte ebenso gut Führer einer Kaperflottille sein, Seeräuber, Freischärler, könnte drüben in dem neuen Lande Amerika sich an der Indianern herumschlagen, selbst ein hal werden— alles könnte er, alles steckt in ihm, jedes Danken wir Gott, Herr Marschall, daß er sich nur beim Spiel gehen läßt!“ Macdonald ist ernst geworden, hört die Worte Seydu. bch.. udg u. Galh „Sie haben recht, Herr Mayor.. bitte die Herren um Verzeihung, daß ich über das Spiel des General York schlecht sprach!“ Das Geld auf dem Spieltisch ist hin und her gewandert, York hat gewonnen, verloren, wieder gewonnen, geht im Sturm vor, weicht zurück, wird geschlagen und wirft sich mit hoffnungslosen Karten von neuem nach vorn, blufft, treibt das Spiel hoch, als er gerade im Gewinn ist, die Karten hin: „Ich danke den Herren— ich bin mude.“ Ein Dutzend erstaunte Augen spähen durch den Rauch; der General sieht sich um: „Ich habe noch mehr als zwei Meilen Ritt vor mir.“ Er steht schwerfällig auf, dehnt den breiten Brust korb, knöpft die Uniform zu: „Seydlitz!“ Der Major ist im Augenblick vor ihm. „Lassen Sie die Pferde vorführen." Kurzer Abschied von Macdonald, Aufsitzen, die Burschen schwingen sich hinter York und Seydlitz ihre Gäule, das Gatter klingt in den Angeln, die Reiter traben nach Norden zu. Die Nacht it mondbel.,Vor ganach die Pestnetze, der beben Der Gereral iv, Geisgiel Herpanseil, vuis jedem Haken, den er an er ruhiger, verhaltener, unnahbarer. Er winkt Seydlitz zu, neben ihn zu kommen: „Der Russe hat mir geschrieben.“ Das Sattelzeug der Gäule knirscht, die Degen kl Charge in den preußischen Wienst übernimmt und ihn sprechen.“ anderen als Mensch und Versönlichkeit An der Tür des Saales entsteht ein kleiner Auflauf. Die Diener Macdonalds versuchen, einen Soldaten aufzuhalten, einen preußischen Husaren, der sich bemüht, gleichzeitig stramm zu salutieren und sich in den Raum Seydlitz, der den Mann bemerkt, eilt auf ihn zu, die Ordonnanz reißt sich in Haltung zusammen: „Meldung vom Stabsquartier Mitau, Herr Major! Seydlitz, der an die Russen denkt, wirft einen Blick auf York, wendet sich wieder an den Mann: Was gibter Russen““. Mntimmer i9 8 Nein, Herr Major— ein Frauenzimmer ist da. Der Adjutant starrt den Husaren an, als sei der Mann nicht recht bei Verstand: „Was? Eine Frau— wo— warum? „Ein Fräulein— mit dem Amtmann von Neiden= burg— aus Südafrika ist sie. 8 Der Husar grinst, Seydlitz schuttert den Kopf: tterzeug der ren leicht an der Seite.. g4. Je der „Essen in Riga glaubt an die Ralustrophe# Er zieht das zusammengelegte Schreiben des russischen Gouverneurs aus der Tasche, reicht es Seydlitz den General Vork sestemte=Zznig, demt“- Verbünheten Frankreichs, abzufallen und zu i. „Interesant, Erelenz“ die Sporen so daß der Gaul in Galopp Fontz, Sezehit dieser#ust— wunderbar, wie dieGewalt= und Glutmensch es fertigbringt, geln, zu warten, zu gehorchen! hinterder— de Ve) Posutanlen in gröiheren Absand. Man ist allein der General nimmt „Sinz„verfluchte, hundsföttisch verzwickte Der Schner stiebt unter den Husen Erag, Peide, neben den Reitern wippen im englischen Tead ven Schaten.(Zorsezung felgt.) Ech Tchzutd tuuch 4" Geicth? 55 .* G Die K Peansussranmhurgsiungunwrunm Vorbei, vorbei, das Jahr ist rum! Herein, verehrtes Publikum! Es läuft der Film vom alten Jahr, der erste Akt heißt: Januar! Nachdem ganz Deutschland mit viel Hoffen Silvester seinen Punsch gesoffen, ward es uns bald schon wieder flau, denn Einunddreißig fing sehr mau gleich an. Herrn Curtius sah die Polen in Genf man fürchterlich versohlen. In Frankreich gab's Regierungskrise, doch Herr Laval, der löste diese als neuer Chef und Würdenträger. Zum erstenmal zog ein ein Neger, dabei regierend weiße Lande. In Not, in Zwietracht und in Schande stieg Deutschlands 50=Jahresfeier. In Bochum wollt' man neue Steuer auf Biere und Getränke legen. Obwohl die Bürgerschaft dagegen, kam, weil die Stadt der Mittel bar, der„Segen“ doch im Februar! Der Monat brachte zwar den Winter, den längst ersehnten alle Kinder, doch war er drum nicht wen'ger mies. Herr Brüning, der bemerkte dies sofort, als man nach läng'rer Pause zusammentrat im Reichstagshause und er energisch fordern mußte, daß selbst auch hier sich die bewußte Anständigkeit sollt' stets bewähren. Der Stahlhelm blies zum Volksbegehren. Der Feuerschein vom großen Brande auf dem B. V. färbt Bochums Lande. In Spanien wackelt Alfons' Thrönchen, dieweil ein Hohenzollernsöhnchen in Glienicke— o Zeitenwende!— gab altes Gut in fremde Hände. Am Schluß klopft manches Schülers Herz vor dem Matur. Doch nun zum März! Zunächst erfreuten Zoll=Unionen und auch die vielen Millionen aus Sowjetland, man hofft, sie gäben der deutschen Arbeit neues Leben. Man sah auch gern noch Winterszeiten, doch danach ward es sehr bescheiden: Auf„Engelsburg" brach ein das Wasser, des braven Kumpels schlimmster Hasser. In Indien floß das Blut in Strömen, weil Gandhi wollt“ sich nicht bequemen, vorm Englishman das Knie zu beugen. Den Polack sah man zornig äugen nach Oberschlesien, weil man dorten beging den Tag, wo seine Horden vor nun zehn Jahren man verscheuchte. Herrn Hindenburg es nötig deuchte, dem Volk zu bieten inn'ren Frieden. ne Notverordnung ward beschieden uns gegen den Terror. Gefühl des Glücks durchströmte im April die Schüler, die in höh're Klassen zu Ostern man hineingelassen. Indessen war die Freud' bald dünn. Denn brachte uns April Gewinn? Mitnichten! Steter Krach ging weiter auf uns'rer Lebenshühnerleiter. Dem Bürger Bochums ward es übel: Dreifache Steuer? Hol's der Dübel! Auch Alfons hat es langsam dicke und Spanien wurde Republike. Das Schlechte wurde immer dichter. Des Kürtens Urteil sprach der Richter. Paris und Moskau spionierten in Deutschland. Bochums Männer führten im Rathaus um den Haushalt Schlachten. Die deutschen Zeppeliner machten ne Fahrt zu Sphinx und Pyramiden. Zum Schlusse wurde uns beschieden durch uns'rer Schützen stete Treu das alte Abendfest des mai! Er, als der Freund der Liebespaare, ward uns zum schönsten Mond im Jahre mit Wärme und mit Sonnenschein. Das Badeleben setzte ein. Das Rathaus Bochums ward bezogen nach städt'schen Plänen, wohlerwogen. Herr Plecard kam zu Ruhm und Ehre durch seinen Flug zur Stratosphäre. Der Panzer„Deutschland“ lief vom Stapel eh' noch zu Ende das Gebabbel, mit dem man ihn so gern wollt“ taufen. Herrn Briand sah man eiligst laufen nach Genf, um dort herum zu wüten, man sollt' vor Zollunion sich hüten. Schon munkelt man von krummen Dingen auf Gerthes Chemisch=Lotharingen. War Mai noch gut, so kam der Krach im Monat Juni doppelt nach.. Durch Sparen und durch neue Steuern will man den Reichshaushalt erneuern, Herr Brüning und Herr Curtius die sind in London. Nautilus beginnt die=Boot=Nordpolreise auf USA.'s verspleente Weise. Das deutsche Volk, in Notzeitkrämpfen, fängt an, aufs neue zu bekämpfen den Plan von Young. Viel deutsche Banken beginnen plötzlich sehr zu wanken. Die Kassen krachen, bersten, knittern. Die Mark beginnt im Mark zu zittern. Wer Geld hat, kann es sich nicht holen. Am Horizonte naht verstohlen Herr Hoover, und er will uns stunden die„Schuld“ des Kriegs, damit gesunden das deutsche Volk aufs neue solle. In Bochum kriegt sich in die Wolle das Parlament zum ersten Male im Parnaß=bunten Rathaussaale. Der Schienenzepp fährt noch zum Schluß durch Bochum. Dann kommt Julius! Der Sommermonat ohne Wärme setzt in Bewegung alle Scherme mit stets erneutem Regenguß. Max Schmeling machte schnell zu Mus den Stribbling und blieb Boxweltmeister. In Bochum ging sehr viel koppheister im Wittern, Sturm und Regenfluten. Den Dr. Luther, diesen Guten, sah man zum Seine=Babel reisen, um bare Münze loszueisen. Nach Bochums Internationalen „erfreuen“. VEW.=Skandalen. Das Reich muß Danat=Banken stützen, um viele vor Bankrott zu schützen. Auch Brüning fuhr zu den Franzosen. Mit Cutaway und Streifenhosen erscheinen in Berlin die Misters, aus England mehrere Ministers. Herr Nientimp kommt vor seinen Richter, wovon am besten schweigt der Dichter. Schon naht die Sommerferienzeit, August tritt auf im Erntekleid! Nachdem im Radio er erschienen, reist Brüning hin zu Mussolinen. Es zahlen wieder alle Kassen. Die Reichsregierung kann's nicht lassen, die Pressefreiheit zu beschneiden. Es scheitert dann das Volksentscheiden. Die Börse weiter bleibt geschlossen. In Lissabon da wird geschossen. Herr Gandhi kommt zu uns herüber, dem Zepp, dem ist Brasilien lieber. Bei Jüterbog ein Attentäter legt Bomben unter=Zugräder. Die Ruhrtheater wackeln wieder. In China geht ein Taifun nieder. In Basel will man„Stillehalten", und Genf verzapft den Schmus, den alten, von Paneuropas Zollunion, Inzwischen ist’s September In Oesterreich fängt es an zu putschen. In England sieht das Pfund man rutschen, die Flotte meutert auf dem Meere. Bei uns geht weiter die Misere. Die Zollunion ist längst schon pleite. Dem Preußen macht das Sparen“ Freude. Die Chinamänner und die Japsen beginnen heftig sich zu klapsen. Matuschka sprengt indessen weiter in Ungarn. Frohgestimmt und heiter Laval und Briand uns besuchen, was als Aktivum nicht zu buchen. Die Ferienzeit, die ist beendet. Britannia sich vom Gold abwendet. Und während die Theater werben für's neue Jahr, beginnt das Sterben in der Natur, in Wald und Feldern. Schon fängt man an, den Wein zu keltern. Auf's Stoppelfeld fährt man den Mist, weil es bereits Oktober ist! Auf dritte Notverordnung freuen sich alle Deutschen schon inzwischen. Herr Höpker=Aschoff geht entwischen vom Stuhl der preußischen Finanzen. Berlin sieht jetzt die Sklareks tanzen vor dem Gericht und furchtbar klagen. Der Wirtschaftsbeirat fängt zu tagen nun an. In Hernes schwarze Mauern bringt Mont=Cenis das Todesschauern, die ganze Welt erfaßt ein Beben, doch mitleidslos geht fort das Leben. Im Lübecker Calmette=Prozesse gibt es sofort Zusammenstöße. Ob neuer Steuern seufzt der Bürger, die Not, die steigt und wird zum Würger. Das ganze Volk sucht Trost und Rat, dieweil schon der November Zunächst mit Pauken und Trompeten ging Curtius als Minister flöten. Die Reichsregierung trat zurück. vah. Man sucht in Truhen und in Schränken, um arme Leute zu beschenken. Die Winterhilfe geht durchs Land und wirbt für eine off'ne Hand! Nach Preußen kommt mit Riesenschritten Minister Klepper angeritten, den man für die Finanzen wählte. Inzwischen steigen Not und Kälte. Ei, ei, wer tömmt da denn gezogen? Es ist Herr Katzenellenbogen, doch bleibt er leider nicht alleine, es folgte bald darauf schon eine Affäre Potsdam Bauamt=Schwindel. Die ganze Welt scheint voll Gesindel. In Basels BJZ.=Ausschusse beginnt inzwischen man mit Muße die deutsche Lage zu ergründen. Im Lande der Chinesen hinten ruft Japan einen Kaiser aus.# Dezember wird's mit Sturmgebraus, die Wetterlage ist vom Uebel, die Nässe dringt durch alle Stiebel. Schon sind die Tage des Advents. Herr Brüning kann sich letzten End's nicht anders helfen, als hinieden zu künden Weihnachtsburgenfrieden. Schon sieht voll Grausen man entgegen dem neuen Notverordnungssegen, und eiligst naht sich„Brünings Vierte", die ihren Herrn und Meister zierte. Man hört nichts mehr als„Senken, Senken“ Fast jeden muß das Schicksal kränken und der Verordnungsnot Erscheinen begrüßt das Christkind leis mit Weinen. Die„Vierte“ droht das Weihnachtshandeln im ganzen Lande zu verschandeln, und ist uns eine bitt're Pille. Doch ruhig,'s ist Regierungswille! Den Bürger faßt ein dumpfes Ahnen, als die Westfäl'schen Straßenbahnen nun doch noch zum Konkurse kommen, denn ihm wird dieses niemals frommen. Jetzt steht Herr Stegmann vor dem Richter, auch das ist garnichts für den Dichter. Erst spät beginnt das Vorbereiten in diesem Jahr auf Weihnachtsfreuden. Kaum ist das Fest vorbeigegangen da hört man schon mit stillem Bangen: „In Preußen wird verordnet Sparen!" Man rauft sich traurig in den Haaren. Als Schlußeffekt folgt noch der Brand des alten Schloß' im Schwabenland! Vorbei, vorbei, der Film ist rum! Ach, vielgeliebtes Publikum, Enteile mir nicht gleich nach Haus! Halt noch ein kleines Weilchen aus! Wenn dir der Film auch nicht gefällt, bedenke, daß ich auch kein Geld von dir vorhin als Eintritt nahm. Wieso ich zu dem Filme kam? Ich will's dir gern zum Schlusse sagen. Ich kam dazu, weil alles Klagen nichts nützt. Weil wir mit starkem Mute uns suchen müssen heut das Gute aus dieser Zeit voll Aergernissen. Weil unser Volk, so sehr zerrissen, sich trotz= und alledem muß einen. Mit Zwietracht, Neiden, Streiten, Weinen, gelang es niemals einem Lande, zu sprengen seiner Nöte Bande Erkennt den Unwert vieler Dinge aus diesem Film, den ich Euch bringe! Wer sich von Kleinem nur läßt rühren, wird niemals jenen Geist verspüren, der hin ihn führt zu den Regionen, wo Friede, Glück und Eintracht wohnen, wo alle Nöte dieser Erden, von höh'rem Stand betrachtet werden. Drum nimm den Film symbolisch hin, Denn nur durch inneren Gewinn erstarken dir gestählt die Hände CCTCEEE MONT-CENIS VER„ruch K Siadttreis Wattenscheid Die Stadt gibt keine besonderen Beihilfen mehr. Da sich in letzter Zeit die Falle miehreg, in denen Wohl, fahrtsunterstützungsgmpfanggr,„Sodigle. und rtgitgrget ner. Kriegs= und Arbeitslosenunterstutzungsempfanger einmalige Beihilfen für Kleidung, Schuhe, Bargeldzuwendungen und dergleichen schriftlich und mündlich beim Wohlfahrtsamte beantragen, sieht sich die Wattenscheider Stadtverwaltung gezwungen, sämtliche derartigen Anträge abzulehnen. Bestanden. Die Referendarprüfung bestand vor dem Oferlandesgericht in Hamm der Rechtskandidat Karl Führkötter von Wattenscheid. Tagung der Haus= und Grundbesitzer. Die Tagung im Lokale Funkenburg wurde vom Bauunternehmer August Ricken geleitet. Es wurden mehrere neue Mitglieder aufgenommen. Der Vorsitzende nahm Stellung zu den Bestimmungen der neuen Notverordnung. Es schloß sich eine lebhafte Aussprache an, in der besonders die Kosten der städtischen Kanalgebühren beanstandet wurden. Der Vorstand wurde mit der Ausarbeitung einer Entschließung beauftragt, die der Stadtverwaltung zugestellt werden soll, in der eine Senkung der hohen Abgaben gefordert werden soll. Weihnachtsfeiern in den Wattenscheider Kriegervereinen. Eine sinnige Weihnachtsfeier veranstaltete am Vierhalle. Die Kavelle unter der Leitung des Lehrers Brenke fülltzg, den musikalischen Teil mit schöngn,r#z. nachtlichen Weisen aus. Die Festansprache me#r oer Vorsitzende Walter. Frl. Urban sprach den Weihnachtsprolog. Schattenspiele und ein Theaterstück Aus dem Nachbar sowie den Verbandsvorsitzenden, Konrektor M kowski aus Lünen, der die Festrede hielt. Alle Hührigse P üt steter z tünig folgender Mitglieder: Mar= Alle Vortand v“ Tuspeich P er und geleier Weihnachtsgeschenk überreichte die Bundesleitung mehStadttreis Witten Tödlicher Unfall. Am 24. Dezember, gegen 11½ Uhr fiel der 68jährige Invalide Franz., Oberstraße 17, infolge des Glatteises auf der Oberstraße so unglücklich, daß er wegen der erlittenen Verletzungen am Montag dem Marienhospital zugeführt werden mußte, woselbst er inzwischen gestorben ist. etwa zwei Zentner Wurstwaren, verschiedenex.„Seeten, Wein, 245 Zigarren und etwa 400 Zigaretten. Stadttreis Gelsenkirchen 5000 Mark unterschlagen und dafür, Pegriihe ßieiger worben. In gagz raffinierter Weise har es ein, hiesiger kaufmännischer Angestellter verstanden, 5000 Mark zu unterschlagen und sich dafür=Rayspppirden. Auch eine ihm natürlich immer unentbehrlicher Menge ärztlicher Instrumente besorgte sich dieser krankhaft veranlagte Mann. Wattenscheid am Jahresschluß sol oder zu einem Um- oder Erwei Wenn schon das Jahr 1930 ein täuscht. Ein Drittel der Bevölterunggmzite, infelge großer Arbeitslosigkeit aus öffentiichen, stüßt. Die Stadt hat nur noch obne Bexklgtlagtzignng Schlub fztattie gv zweiten Weibnach Sechetitcr dunr adb Kisenr der 943. meraden start.— Am zweiten Weihnachtstag feierte der Kriegerverein Kriegerbund im Vereinslokal. Der Vorsitzende, Steiger Häusgen, eröffnete die Feier. Ein reichhaltiges Programm fücte, ann„Albend, aus. Karl Mextes las aus eigenen,#ten vor. Ehrenmitglied Pfarrer Prior hielt die Weihnachtsrede. Die von den Kindern ersehnte Weihnachtsbescherung fiel gut aus.— Der Gardeverein hatte von einer größeren Feier Abstand genommen und ließ nur eine Kinderbescherung im„Jägerhof" vonstatten gehen. Erster Vorsitzender Büsselberg, zweiter Stein, Geschäftsz= führer Waterstrat, Kassierer Fritz Haußner, vertsniesing find Vorie lurd Tongstzpitz. Iuodpenvereinigung sind Köhler und Tomastowis. Eigenartiger Unfall. Am 29. Dezember, gegen 11.45 eshicte ie Kersche ehlcsehe se beth=Hospital in Wattenlcbgid., Letackezgessen. suchende Arzt konnte keine Verletzung feststellen. den Schubladen der einzelnen städtischen st. Die Verwoltung der dasz Bestehende eben erhält. Manriche wiK alc. 88 5 sich Stadtver gintzgerichts sicherzustellen! Und heute daß die Steuerschraube gelockert werden durch die große Arheitslosigkeit verminderte Jahr wird bestimmt nicht der Post zu einem Neubau wenden! durch die große Arbeitslosigtt. hat den Umsatz natürlich kleiner gestaltet. Die Erhöhung des Wasserpreises paßt zur Preissenkungsaktion wie die Faust aufs Auge. Erfreulich ist, daß die Stadt die Müllabfuhr und Kanalanschlüsse vom 1. Januar ab um 10 Prozent herabsetzen will. schon die Berufsschule im Jahre 1930 darüber klagte, daß das Handwerk keine Lehrlinge mehr ausbilde, so wird im neuen Jahre diese Tatsache denklichere Form annehmen. In Wattenscheid ein großer Teil Handwerker von der Wohlfahrt. Es ist eben nichts mehr zu tun, und Lehrlinge brauchen „Wie bekannt, ist die Auflösung des Wattenscheider Bergreviers geplant. Wattenscheid, ohnehin arm an Behörden, wird das Bergrevier verlieren. So is der Rückblick über das vergangene Jahr wahrlich nicht erfreulich. Wattenscheids Bürgerschaft und Stadtverwaltung wird alle Kräfte anspannen müssen, um uoer die schwierigen Verhältnisse hinwegzukommen und um Wattenscheid das bescheidene Plätzchen an der Sonne zu erhalten. Aber mit Mut und Selbstvertrauen wollen wir trotzdem ins neue Jahr hineingehen, einig und treu! Es muß sich doch einmal zum Besseren niedergeschlagen. Zu den Wilddiebbanden gehören stens Erwerbslose im Alter von 15 bis 24 Jahren. Ein Gärtner sleckte seine Besitzung an Herford, 30. Dez. Die Gärtnerei Hartwig im benachbarten Babbenhausen wurde ein Raub der Flammen. Die Landeskriminalpolizei nahm sofort die Er mittlungen auf und nahm unter dem dringenden Verdachte der Brandstiftung den Besitzer fest. Nach längerem Leugnen hat Hartwig vor der Polizei ein Geständnis dahingehend abgelegt, daß er selbst den Brand angelegt hat. Wo sind die 250 000 um. geblieben? Düsseldorf, 30. Dez. Vor einiger Zeit wurden drei Geschäftsführer der Notgemeinschaft für Berufstätige unter der Beschuldigung des Betruggs, verhaftet. Von den eingezahlten Beiträgen der###g der der Notgemeinschaft im Betrage von zirka 300000 Mark sind 250000 Mark auf noch ungeklärte Weise verschwunden, während 50000 Mark den Geschädigten zurückerstattet werden konnten. Vom Gericht wurde angeordnet, daß der Betrieb der Notgemeinschaft einzustellen ist. Das Büro darf nur offen gehalten werden, um die laufenden Geschäfte abzuwickeln und dadurch den entstandenen Schaden eventuell zu vermindern. Jeuerüberfall auf Polizeibeamte Köln, 30. Dezember. Zwei Polizeibeamte, die sich mit Fahrrädern auf einer Streife befanden, wurden am Mittwoch früh auf der Xantener Straße, in der Nähe der Köln=Riehler Kabelfabrik, von fünf jüngeren Männern aus dem Hinterhalt mit Pistoz,#e schossen. Glücklicherweise gingen die Schüsse fen.. Die Polizeibeamten nahmen sofort die Verfolgung auf, di jedoch ergebnislos verlief, da die Angreifer in den nachbarten Schrebergärten entkamen. Kein Raubmordversuch in Roisdorf Sie brachte sich die Verletzung selbst bei. Roisdorf bei Bonn, 30. Dez. Wie gemeldet, soll sich an den Weihnachtstagen in Roisdorf ein mordversuch zugetragen haben, dem die Frau eines hiesigen Konditors zum Opfer gefallen war. Die polizeilichen Ermittlungen haben nunmehr ergeben, daß die Annahme des versuchten Raubmordes nicht zutrifft, vielmehr hat die Frau, wie einwandfrei festgestellt wurde, einen Selbstmordversuch unternommen. Das Befinden der Verletzten ist noch ernst, jedoch nicht lebensgefährlich. wurden aus einem Metzgerladen Günnigfeld drei Schinken entwendet. Stadtkreis Wanne-Eicke! Das Notjahr 1931. Die größten Sorgen hat der Pohrfahrisetat bereitet. Die 3ahres Ausgaben .-ein ie ei Kesien ch e sen! Die sonstigen Ausgaben des Wohlfahrtsamtes für übrigen Unterstützungsempfänger. Beiträge Krisenfürsorge, die rund weitere 3 Millionen Reichsmark den alle Ausgaben füfpergastung mit sämtlichen Löhnen Wanne=Eickeler Rückblick am Jahresende schaft eine wesentliche Bereicherung erfahren. Se uuerfreulich so unerftenlich ringt es auch b ise orteny, uindrschlechten Geschäftsgang. haben. Der Ruf Wanne und hie Eickel“ ist verschneller ans Werk ha ten nicht ausgeführt werden Der Baumarkt lag daArbeiter, sowie fämtliche Ausgarhen Fin wiese naech üser bekanntlich in den nächsten 4 Million Reichsmark Ausgaben für die Wokls bauten mian ausgesuget verden. Der Baumarkt lag sersdtergteet en en hihen bie de uech ticher, Mit Austanne ghiger Verichr uch itheslt fahrtsverwalung fehlen! Winterhilfe der evangelischen Gemeinde Eickel. Den bedürftigen Gemeindegliedern ist die Möglichkeit geboten, für 20 Pfennig sich im Krankenhaus ein gutes Mittagessen zu holen. Das Essen kann um 12 Uhr in Empfang genommen werden gegen Vorzeigen einer Karte, die am vorhergehenden Tag bis 16 Uhr in Pförtnerstube zu haben ist. Ein Ausweis ist mitzuWeihnachtsgabe. Ein Weihnachtsgeschenk der Zeche „Shamrock 1/2“ wurde auch in diesem Jahre wieder den Invaliden und Witwen überreicht, die in diesem Jahre je sechs Mark und für jedes Kind unter 14 Jahren zwei Mark empfingen. Nahezu tausend Personen erhielten diese Gabe. Keine Schließung des Eickeler Krankenhauses. Der Krankenhausvorstand des evangelischen Krankenhauses in Eickel hatte gemäß der preußischen Notverordnung den Angestellten vorsorglich zum 1. Jaxtgrug Spar, kündigt. Aus dieser Maßnahme, die lediguich—. samkeitsrücksichten erfolgt ist, hat man, den Schluß gezogen, das Krantenhaus werde am 1. Januar 1952 geschlossen. Das ist natürlich ein Irrtum und entspricht nicht den Tatsachen. Der Krankenhausvorstand bittet, diesen falschen Gerüchten entgegenzutreten. Ortslöhne und Neufestsetzung des Wertes der den v Angestellten und Arbeitern im Bergbau gedautien vicht ausgeu„ Pripatbauten ist fast endeten Häuser sind fertiagestellt worden. In Röhlinghausen hat die Ecke der Bochumer, iind, Westkalenstraße durch die Wohnhäuser der evangelischen Baugenossenschaft eine wesentziche Bereicherung erfahren. Mehrere Siedtungshäuser sehen an der Eickeler Straße ihrer Vollendung entgegen. An der Bochumer Stxaße, wirh gegenwärtig die häßliche Baulücke neben der Wittschaft Henkel zugebaut. Die Grünanlagen sind auch im letzten Jahre bedeutend vergrößert worden. Die Volksaplagen in Röhlinghausen werden jetzt viel besucht uno bilden einen der schönsten Parks der Stadt. Auch die Bahnhofsanlagen wurden weiter ausgebaut. Nicht verstummt sind allerdings die mannigfachen Klagen über schlechten Straßen. Wohl wurden an einigen Stellen belanglose Ausbesserungen vorgenommen, im großen und ganzen hat aber die Stadtverwaltung auf diesem Gebiet doch manches unterlassen. Das neue Jahr wird hoffentlich in dieser Hinsicht die Erfüllung unerfüllter Wünsche bringen. Nicht gebessert haben sich auch die Verkehrsverbindungen mit unserer Nachbarstadt Bochum, trotzdem eine Annäherung in beiderseitigem Interesse läge. Die Bürger sind noch immer auf die zeitraubende fahrt angewiesen. Die Eisenbahn kommt als Verkehrsverbindung kaum in Frage. Das neue Jahr bringt jedenfalls auch für WanneEickel eine Reihe von Wünschen. AOont dar Gtädto an preußischer zuständiger Stelle erfahren, hat esce eschechece auch für Wanne=Eickel zu. Galgenhumor. Ein ulkiger Anliegerprotest wurde eschafenbeit mwie, er 3he. Deutscher Ostbund Wanne=Eigze,„chort, Berge e. B. veranstaltete am Sonntag im Weihnachtsfeier der Mitglieder Kaufmann B Die Zinszahlungen der Städte Dortmund, 30. Dez. Die Frage der Zinszahlungen der Städte ist bei einer kürzlich in Tortmund abgehaltenen Besprechung erörtert worden. Man ist dabei sterein gekommen, zukr z1c Leste der Rotver=rönnen, stützungen gesichert sein sollen. Dortmund hat zunächst die vorsorgliche Maßnahme getroffen, einen Teil seiner Gläubiger von der Stundung der Zinsen in Kenntnis die Mittel der Stadt Dortmund nur aus, ein Sechstel gen eintreffen können, um über diesen zugehen. Dazu teilt uns unsere Berliner Schriftleitung mit: Die Meldung, wonach die Stadt Dortmund mitgeteilt hat, daß die Stadtkasse nicht in der Lage sei, die Zahlungen für die Verzinsung und Tilgung der Hypothekenforderungen pünktlick MHaamten Andenentei und Poloy'2, Hurz, Anbringen eines Schildes mir gez. 9, st:, Peoden rgegegn p. dv.,A plign. eu, agenl Kereter., a ien und Kahegehaltenrfängen aus che e gen. Leue ur au geamen. Angeselen und Rotseseshalbenrtigen *“= einstweilen nur ein Sechstel ihrer Bezuge gu#he## lettie können hat in der Oeffentlichkeit starr überrascht, wennvov Ponv Gat, Sharste bund e. V. einstwelen nu,ein. Sechste, hrer. Bezige Czi).,u meitens em puno. Die Wilddiebe an preußischer zuständiger Stelle erfahren, hat man eventuelle Hilfsmaßnahmen für die Stadt Dortmund noch nicht in Erwägung gezogen. Man scheint abwarten zu wollen, daß die Kommune Dortmund von sich aus Maßnahmen ergreift, um selbst der mißlichen finanziellen Lage Herr zu werden. Ungetreuer Zollbeamter Tortmund, 30. Dez. Beim hiesigen Zollamt sind im letzten Jahre Unterschlagungen vorgekommen, die vor kurzem aufgedeckt werden konnten. Der Oberzollinspektor Johann B. hat sich ungefähr ein Jahr tang Unterschlagungen zu Schulden kommen lassen. er wurde sofort vom Tienst suspendiert. Wildererunwesen Herten, 30. Dez. Die hiesigen Jagdkreise,flagen lebhaft über das immer mehr zunehmende Wilbererunwesen in den Wäldern der hiesigen Umgebung. Die Wilderer üben nicht nur einzeln die Jagd aus, sondern planmäßig in Banden von sechs bis zwölf Mann. Die Wilderer sind vielfach mit Schußwaffen, Wurfknütteln von einem Meter Länge und anderen Waffen ausgerüstet. Auch befindet sich in Begleitung dieser Banden Per zuind Die Wilddiebe magen ,regetrechte en Waldungen. Alles, was wird niedergeschossen oder Kleine Provinz-Kundschau dar Stade Gladbeck, Oberbürgermeister Dr. Joph, im der Stadt Gladbeck, Oberbürgermeister Dr. Jovy, im Fresedienst der: Pummastik und daß die im Untergeschoß Einrichtungen werden nach wie vor an Vereine weiter Tödlicher Unfall in der Kaserne. In der Wachtstube der Kraftfahrerkaserne in Münster wurde am Khosen ausgerfenden, Zerzseisiegpi= der Giefele se Hantieren mit der Waffe einem Unglücksfall zum Opfer Faschnünzerwerhant Hasisel eise Peschmäinzeiperl. sches eachscecei. eiche echsche beschlagnahmt. Aus dem Gerichtssaal Hanrath strafrechtlich verantwortlich s Düsseldorf, 30. Dez. Der Drogist Hanrath, der im August seine Geschäftsnachfolgerin Frau Braunsdorf ermordet hatte und in der Heil anstalt Bedburg=Hau auf seinen Geisteszustand untersucht worden war, ist nunmehr wieder in das Düsseldorfer Untersuchungsgefänguis zerggrechfig, Berder. nachdem, die Psychiater, seine strafrechtliche Verant wortlichkeit festgestellt haben. Briefe an den Bochumer Anzeiger Die Ruhrknappschaft hat bereits seizugegneter gäße shlse schchsceh. s ea. Erscheinen verpflichtet, eine Ausweiskarte mit sich zu i, geht m. E. zu weit. Die Ausweiskarte bei versönlichem Erscheinen dürfte überflüssig sein. Bei dem Zahlbeamten sitzen im Zahllokal in der wenigstens aber eine durch die Knappschaft amtlich bestätigte Person, und zwar Knappschaftsälteste. iese kennen jeden einzelnen Rentenempfänger und der B zugsberechtigte wird, als in Person bekannt, duxch den Aeltesten dem Zahlbeamten legitimiert. Nach lung dieser Formalitäten bei persönlichem Erscheinen ist das Möglichste getan, jeden Irrtum auszuschalten, und dieses Verfahren dürfte auch die Knappschaft vor jeder Ersatzpflicht schützen. Wozu also noch zu allem Ueberfluß die Ausweiskarte, deren Fehlen in jedem einzelnen Falle bei persönlichem Erscheinen wegen allzu peinlicher Bestimmungen nur zu zwecklosen, überflüssigen Unstimmigkeiten führen wird. B. Steiger u. 9. TOSto mnsiwer Toiher#####nen Pos#roku#wöer. Miter 15 G. w Win neiinseun villne###ienne Kün##n##s Seeu##n win####lichus Nushjorher Silvesier=Beilage des„Bochumer Anzeiger“ Neues Jakr, kriscke Tat In des Jahres ernster Scheidestunde Von Teliz Dankworih In des Jahres ernster Scheidestunde Heben wir die Herzen himmelan: [Dann wohl heilt die tiese, deutsche[Dunde, Cwiger Gott, o wann? Diese[Dunde, die seit grauen Jahren Immer, Immer wieder blutend rinnt: Was wir auch an Lust und Leld erfahren, Cod zu sän beginnt— Allo, daß mit neidersälltem Kreischen Und mit elsersüchtiger, wilcker Gler Brüder sich einander selbst zerfleischen— Deutsche Brüdker, Ihr! Neujahtsglocken von Cleveisulzeack Eine Stunde aus Sduard Mörikes Dickterleben In dieser Sylvesternacht hatte der Pfarrer Eduard daß er an diesem Morgen seltenerweise als allererster Mörike, dessen Schlaf ohnehin seiner ständigen Kränk= auf den Beinen war. Im Zimmer der Mutter und lichkeit wegen oft genug gekürzt wurde, nur wenige Schwester, die ihm im einsamen Cleversulzbach orn Stunden schlummern können, denn mit dem zwölften. Haushalt betreuten, war noch alles still, und selbst im Glockenschlag setzte auf der Dorfstraße das Peitschen= Tachstüblein der jungen Magd rührte sich nichts. knallen und Böllerschießen der jungen Burschen in der So ging er denn leise und fröstelnd über den dunkschon nft erlehten Heftigkeit ein Stundenlang dröhnte len Flur. tastete vorsichtig die Treppe hinunter und die Tür zum Arbeitszimmer. Noch strömte Ofen, den man am gestrigen Abend vorsorglich mit schmerzend in seine dunkle Kammer hinein. Endlich Holzscheiten gefüllt hatte, eine wohlige Wärme aus. aber schienen sich Levenslust und Uebermut ausgetobt Der Pfarrer zundere die Lampe an, und das erste, was zu haben. Das Sternengefunkel der Winternacht leuch= ihn im wachsenden Lichtschein willkommen hieß, war tete still über den Bergen des schwäbischen unterlandes. Nichts ist so natürlich, nichts so menschlich, als daß die meisten von uns die zwölf schweren Glockentöne der letzten Stunde des alten Jahres als dröhnendes Pochen eines ungewissen, eines vielleicht sehr düsteren Schicksals an den Toren des neuen Jahres empfinden. Viele möchten sich abwenden, viele möchten mit geschlossenen Augen: durch die lange Reihe der unbekannten Tage des neuen Jahres schreiten und sich ganz einfach von der Zeit, die keinen Stillstand kennt, dahintreiben lassen. Wer aber vorwärts gehen muß, der muß wohl auch die Augen gehörig aufreißen und auf den Weg schauen, wenn er nicht stürzen will. Wir Menschen sind Geschöpfe von sehr verschiedenartigem Temperament. Die einen werden angesichts des neuen Jahres vermutlich bedenkenreich mit Schillers Don Carlos ausrufen:„Wer weiß, was in der Zeiten Hintergrunde schlummert"; die anderen rufen wahrscheinlich leichtherziger mit dem gleichen,„Schiller: „Lieben Freunde, es gab schön're Zeiten, als die unsern, das ist nicht zu streiten". Für alle aber findet zum dritten Male Schiller das richtige Wort in seinen Lied „An die Freude“:„Duldet mutig, Millionen! Duldet für die bess’re Welt!“ Das ist das Wort, an dem wir uns in dieser Silvesternacht aufrichten können; denn wenn entschlossener Mut uns auf unserem Wege durch die 366 Tage des neuen Jahres begleitet, dann tragen wir jede Last leichter und nehmen jedes Hindernis frischer. Und in den einen Punkte ist das neue Jahr gewiß nicht dunkel. Ein recht tiefer Blick in die Zukunft ist uns gestattet, einer, der uns die Kehle zusammenschnürt, wenn wir,hershaft berausrufen möchten: Ein frohes Neujahr,, Mi. sen, daß dieser schönste Wunsch nur dann strahlende Erfüllung, leuchtende Fahrheit werden kann, wenn sich für den Einzelnen und für die Gesamtheit eine Fülle kühnster Hoffnungen als Treffer erweisen sollten, Hoffnungen, die wir alle hegen, die uns alle beschwingen müßten und die in Wirklichkeit wieder eigentlich noch die Lasten reichen und biteren Entläuschugen des letzten Jahres nicht mehr überzeugt hoyz,. agen bezesetzten Pahres das Gleichgewicht sich in die ewige Nacht, Wie knallen und Böllerschießen der jungen Burschen in der Gesiogegicgz uund bu,gztarmnzeiten züngsten Vergan, zuon gir erteoten zrsuigten ein. Stundenlgg, dröhnte len Flur, mancher lieH I Fraftlos finken und büßte deshalb auch oas, Krachen, das, von dem vielstimmigen Lachen und öffnete die genheit die Arme kraftos sinten und bup„..d mas Kreischen der Mädchen unterbrochen, wuroe,„schier der Oien, das wenige noch ein, was ihm geblieben wr,—, schmerzend in seine dunkle Kammer hinein. Endlich Holzsche:“: er hätte festhalten können! Wie viele löschten mit ihrer Bitterkeit, ihrer Verzweiflung auch noch die flackernden Lichter der Kampslust und des Widerstandsgeites in je, zig üher den Bergen de ihrer nächsten Umgebung. mit einem Als Mörike erwachte, umgab ihn zwar noch immer Wir dürfen aber in das neue Jahr nicht mit einen der schwarze Samt der Dunkelheit, aber von seinem Trauermarsch um das alte eintreten. Insofern liegt—. Studierzimmer her schlug die Wanduhr siebenmal, und widerspruchsvol, aber wahr— ein tiefer Ernst, eine das war eine deutliche Mahnung, bald aufzustehen und hohe Weisheit in der Lustigkeit und in dem Närrisch= die Predigt noch einmal zu überdenken. So kam es, tun der Silvesternacht. Verlorene Jahre sind keine verlorenen Schlachten, denen man Tränen nachweinen dürfte; denn der Ruf Neujahr! ist nichts anderes als ein Ruf zum Eintritt in eine neue Schlacht, die gewonnen werden soll.„Gott spricht durch seine Welt, der Mensch durch seine Tat“, sagt einer unserer Denker, und jener König Philipp von Spanien würde auch den Beifall von uns Heutigen wohl verdient haben, wenn er Urheber des selbstbewußten geflügelten Wortes sein sollte:„Die Zeit und ich nehmen es mit zwei anderen auf.“ Das allein ist der rechte Geist für den Einzug in das neue Jahr, wenn unsere durstigen und hungrigen Seelen in ihm trotz allem köstliche Labung finden sollen. Solange sich der Mensch zu rühren weiß, solange hat er noch gar nichts verloren, was immer sich ereignet haben mag. Ueber dem Tor eines neuen Jahres steht niemals das Wort Dantes über der Hölle: „Laßt, die ihr eingeht, alle Hoffnung schwinden!" Neues Jahr ist keine Hölle, neues Jahr ist neue Hoffnung. Lassen wir uns auf dem wahrlich hindernisbesäten Wege durch das neue Jahr nicht beunruhigen durch den allbekannten Spruch„Hoffen und Harren macht manchen zum Narren“. Er ist, obwohl man ihn bei uns so oft zu hören bekommt, das platte Geisteserzeugnis eines zwar witzigen, aber leichtfertigen Menschen, des Lateiners Ovid, der wahrlich nichts in seinem Wesen hat, woran die Welt genesen könnte, und der gerade uns Deutschen so wesensfremd ist, daß die Kritischen und Aufrichtigen unter uns jene philisterhafte Verneinung der Hoffnung stets als lästigen und schädlichen Fremdkörper empfunden haben. Ein uraltes schwäbisches Volkslied sagt mit gesundem, frohem Sinn:„Wenn die Hoffnung nicht wär', so lebt ich nicht mehr; denn die Hoffnung allein kann lindern die Pein.“ Das die Zeinde tückisch auch ersinnen, Eins erkennen sie mit höchster Lust. Deutsches Oolk, dein Codseind wohnt dir innen In der eigenen Brust! Herr der[Delt, so heben wir die Hände: Steh in diesem schwersten Kampf uns bei, Daß dem deutschen Bruderhaß ein Ende Und dem Hader jel Daß die alte Sitte wiederbehre, Edler Odter osterprobter Brauch. Schlichthelt, Sreue, Einigkelt und Ehre Und die Ehrsurcht auch— Daß, wenn hell die Glocke rust, die fromme, Hoch vom Curm ins Eand, die IIAiternacht, UIns der Frethelt große Stunde komme Und der Tag erwacht! Daul arncke letztenmal überprüfend begann er zu lesen. Friedlich und still wie diese Morgenstunde, so war auch der Inhalt. Mörike, der bei stetig schwankender Gesundheit selber des Trostes und der Aufmunterung bedurfte, gedachte nachher seinen Bauern für das begonnene neue Jahr ebenfalls Mut und Vertrauen zuzusprechen. Indes er so las, merkte er gar nicht, wie der Uhrzeiger immer weiter rückte und der kommende Tag ins Zimmer schimmerte. Ein rötlicher Lichtstrahl fiel durch eine Spalte des Fensterbehanges. Der Pfarrer stand auf und zog den Vorhang hinweg. Da war es ihm, als sei er plötzlich in eine andere Welt versetzt. Die ersten Sonnenstrahlen trafen die weißen Berglehnen und färbten sie rosenrot. Und wie hatten sich das alte Cleversulzbach verändert! Es war Neuschnee gefallen. Eine wunderfeine, weiße Decke hüllte Häuser, Bäume und Gärten ein und verlieh allem einen köstlichen Märchenschimmer. Auf der Dorfgasse war noch kein Mensch zu erblicken, der Schnee lag unberührt in seiner Reinheit— da schlugen auf einmal die Glocken an. Mörike öffnete das Fenster. Die Cleversulzbacher hatten wirklich allen Grund, stolz auf ihr dreifaches Geläute zu sein! Aber heute lag noch etwas Besonderes in den Klängen. Nie war des Dichters Herz so von ihnen ergriffen worden. Himmelstrost, Glück und Freude überströmten es in nie geahnten Wonnen. In der Stunde bescherte die Muse ihm das Lied: Zum ihn im wachsenden Lichtschein willkommen hieß, war wie immer, der alte, ehrwürdige Turmhahn dort auf dem Kachelofen, der hier, nachdem er von der Kirche er schwarze Samt der Dunkelheit, aber von seinem heruntergeholt worden war, beschaulich im Ruhestand studierzimmer her schlug die Wanduhr siebenmal, und ryronte. 8 war eine deutliche Wahnung bald aufaustehen und Wie heimlicherweise Ein Engelein leise Mit rosigen Füßen Die Erde betritt, So nahte der Morgen. Jauchzt ihm, ihr Frommen, Ein heilig Willkommen, Ein heilig Willkommen! Herz, jauchze du mit! In ihm sei's begonnen, Der Monde und Sonnen An blauen Gezelten Des Himmels bewegt! Du, Vater, du rate! Lenke du und wende! Herr, dir in die Hände Sei Anfang und Ende Sei alles gelegt! Wer ein wenig hinhorchen kann, wird bei der letzten Strophe ganz deutlich das Geläute von Clevesulzbach heraushören. Mit dumpfem Tone beginnt die große Glocke, väterlich freundlich schließt sich die mittlere an, bis sehr bald die kleine helle den jubelnden Dreiklang vollendet, der nun in herrlicher Harmonie dahinbraust. Fritz Kempf. Ermeidete fteiterkeit Ein Silvelter-Eriednis von Erich Käliner In der Silvesternacht zogen wir, vier Mann hoch („Mann“ stimmte freilich nur in zwei Fällen), durch Auf dem Tische am Fenster lagen mehrere eng be= Berlin und sangen schöne, wunderschöne Lieder. Einer schriebene Bogen: seine Predigt. Sie nunmehr zum d.— g int rg. H. Pztac Art die Sontte. Das ist deutsch, und das ist stark. Die offnung— allerdings nicht eine„harrende“, sondern eine selbstbewußte, vertrauensvolle und vor allem tätige— wird sich als trostreicher und mutspendender Begleiter auch in dem schweren Jahre erweisen, das vor uns liegt. Je lebendigere Kraft wir unter seinem treuen Schutze entfalten, desto aufrechter und sicherer kommen wir auch durch die Schwierigkeiten des neuen Jahres. Schauen wir ihnen trotzig ins Gesicht, rücken wir mutig darauf zu, mit dem festen Willen, sie zu meistern. Dann gelingt es uns trotz alledem, den schönen Wunsch in die Wirklichkeit umzusetzen: Frohes Neujahrl Hitemacht im Stlvestertal— Die braust der schallende Chorl Wie steigt aus der Glocken Ofeltausendsahl Die rhuhmische Zlut empor. ie strahlt das Gläck, wie schmerzt der Oerluß! Die brennt einer Neue Rest! [Die hält die Liebe so vollbewußt, Das sie lieb hat, ans Ferz gepretzt, Phot. Albert Steiner, St. Morits. Wenn der IIZut sich hebt, wenn der Arm sich strafst Im Gelste, der Kraft verleiht, Wie tönt da auf einmal sauberhaft Die Botschaft besserer Zet, Die Wege des Autstlegs zelchnen sich schmal, Und die Sterne scheinen so schön.— Um Mttternacht aus dem Stlvestertal Steigt die Hoffnung auf zu den Höhn. Irlda Schanz von uns hatte eine Ukulele mit; das ist so eine kleine Negergitarre, die in jede Westentasche paßt und mit der man hübsche zirpende Begleitmusik herstellen kann. Wir waren guter Laune, weniger aus Neigung, sondern mehr aus kalendermäßiger Ueberzeugung; aber das merkte uns kein Mensch an. Wir schmetterten, wundervoll vierstimmig, das Beste was uns nur irgend einfiel, in die Neujahrsluft. Beispielsweise das Autogrammlied: Wir ham zusamm ein Tauber=Autogramm Zwar ist es nicht persönlich, doch ist die Schrift sehr ähnlich! Wir ham zusamm ein Tauber=Autogramm. Und es wäre alles in schönster Ordnung gewesen, wenn die anderen Menschen außer uns Vieren nicht so schrecklich vornehm ausgesehen hätten. Sie schauten uns an, als wollten sie sagen:„Ach die armen Irren!" Es war, als stünden wir alle in einem luftleeren Raum, und die anderen wären entgeistert darüber, daß vier von ihnen atmen könnten. Am schlimmsten wurde es am Untergrundbahnhof Nollendorfplatz. Wir marschierten unter dem Absingen des Liedes von„Herrn Jansen seinem Sohne“ in die Halle. Hundert Menschen etwa standen auf dem Bahnsteig. Aber es ging so ein eisiges Schweigen von ihnen aus, daß wir nur noch ganz schüchtern weitersangen. Endlich drückte uns das Schweigen der anderen völlig die eigenen Schnäbel zu. Und Stefan trat drei Schritte vor, zog den Hut und sagte:„Verzeihung, wir wollten nicht stören!“ Dann gingen wir rasch wieder fort. Diesmal auf den Zehenspitzen. Es ist sehr schwer— aber jeder sollte es lernen— wenigstens den anderen die Heiterkeit nicht zu duchlöchern, wenn er schon selber nicht lustig sein mag! Fröhlichkeit ist so selten geworden. Und wenn man schon einmal ein Zipfelchen von ihr erwischt, sollten die anderen nicht dreinschauen, als wollten sie das Gelächter und den Gesang mit Strichnin vergiften! Das ist ganz einfach— es muß gesagt werden— unmoralisch. Ein Jahr, das soi... Was ist ein Jahr? Ein wilder Schrei. Ein füßer Klang, zu schnell vorbei. Dem einen wird's zum Glücke, Den andern bricht's in Stücke. Ich wünsche dir ein Jahr, das sei Von schöner, sanfter Melodei! U. B. O O Der Iilvesteikapken ktumoreske von Gessy Ret man die Zukunft für das neue Jahr zu lesen sucht. Er= Geschenke erfordert viel Sorgfalt, will man es nicht erscheinen die Aussichten günstig— und nach einer guten, leben, daß der Bedachte die Gaben als seinem Rang nicht reichlichen Mahlseit pflegt man alles im rosigen Lichte entsprechend zurücksendet, wobei die Gründe der Abzu sehen—. so legt man sich befriedigt ins Bett.„ lehnung in blumenreichen, höflichen Worten ausführlich Dreißig Tage— so lange dauert das am 25 Ja= dargelegt werden. Er versprach delikat zu werden. Drei Pfun er, ein mächtiger Bursche, würdig genug, zu einem Verlobungskarpfen befördert zu werden. Frau Konsul Langhammer seufzte, wenn sie an diese Beförderung dachte. Wenn Anneliese nur nicht so eigensinnig wäre! Was hatte sie bloß alles an dem staatlichen Herrn Sauerbrey auszusetzen. Täglich fand sie etwas anderes heraus. Mal war er ihr zu dick, mal zu breit, Drei Pfund wog es bliebe ihm heute abend eine Karpfengräte im Halse tecter,— Ju. Gl.341:-Ren Mina eek „So hm— eine Gräte!“ Doktor Bing sah eindringlich auf Annelieses gesenkten Kopf, aber sie hob sehen—. so legt man sich befriedigt ins Bett." lehnung in blumenreichen, höfliche ruht setzt ale Tätigkeit Richt einmal die Polizel darf dann ein algemeines Vollsest, das ae st ses elst esh en ule Shasch el sichich els heien in elc e eilt mit dem Versenden der meist bunt bemalten Glück= Jeder wetteifert mit dem andergn in der Aubringuung u den vesgaf ge, er„wveigerlch ein Kleiner Krabe mäiglicht selsaner und kostbagrer beseuchtugtgorper, ur kinden die denn zuweilen auch märchenhafte Preise gezahlt ihn nicht, auf ihrer Maschine.—— 86 —.—.— Der Karpfen war delikat, und Anneliese sah in ihrem Hellgrünen bezaubernd aus. Das fand auf Anneliesez gesenkten Kovi, aber hr, bob wunschkarten, auf denen unweigeruch ein kleiner sondern eröffnete ein wahres Trommelseuer„I. Mandarin und ein Schwan sich abgehildet mal zu alt, mal zu bequem, neuerdings sollte es die nicht nur Herr Sauerbrey, sondern auch Doktor Bing, Speckfalte in seinem Nacken sein, die es ihr„geradezu der in dem Augenblick bei Langhammers klingelte, als unmöglich“ mache, den Mann zu heiraten. der Karpfen aufgetragen wurde. Er entschuldigte sich „Du lieher Himmel, ein bißchen Fett!. Wer schaut unter wiederholten Versicherungen seines tiefsten, Deschon dahin!“ Die Frau Konsul seufzte noch einmal, dauerns, aber eine wichtige Akte aus Fräulein Langboen dabin!“. Die. Srou, Kopfyt, Herx Sauerbren für hammers Aktenschrank, die er morgen am Neujahrstage wunschkarten, auf denen unweigertich ein kleiner Knabe, möglichst seltsamer und kostbarer Beleuchtzggescöt ein Mandarin, und ein Schegergähen#hgebibet g— age sehet Sie bedeuten die drei größten Gaben, die der Himmel werden. Erst nach Ablauf dieser drei Tage setzt der einem Chinesen schenken kann: einen Stammhalter, ein wirkliche„Monat der Ruhe“ ein, um dann in den neuen Staatsamt und langes Leben. Auch die Auswahl der Abschnitt der Arbeit und des Schaffens überzugehen. Jeltsames Neujahrsgespräck Zkizze von§. 90. Deininger Das ist ja immer so. daß die Menschen zum Jahres= and. ende einen moralischen Kater bekommen. Da denken sie standen. über ihre Sünden in den vergangenen zwölf Monaten lsichkeit Annellese saß inzwischen an der Schreibmaschine Anelise aing, un den Schlüsel zu holen, während war einundzponisgh Jahre all, groß, blond und bid, wourden. Schließlich, alsz Angeliese hübsch. Das fand besonders Doktor Bing, der junge kam, forderte die Frau Konsul den unerwarteten BeSozius des Justizratzs, Er kam täglich unter alen sucher auf, an dem Pregererzea.=Ziunellese gegeräßer unz möglichen Vorwänden ein paarmal in das Schreibzimmer, um seine Ansicht über Annelieses blonde Schönheit zu befestigen. Heute— beim siebenten Mal— war es ein Bleistift, den er im Schreibzimmer vergessen haben ubie.. ar Ger SAc e e. Er suchte sehr lange und sehr gründlich, ohne ihn zu was nicht verwunderlich war, da er ihn in der daß Ihnen keine Gräte..“ aber da faßte sie sich endlich einmal mit ihrem Leben als Junggesel Brustasche fenen hate Annelese wutte das. Aber schon an den Hals zud schluckte.„3ch— ich olaube, suden. Da war doch einsach nichts Rgegen.3 hischs, siers icH so sorgernfel lebte pie Sie, z fele. Fensgz. warum sollte sie ihn auf seine Zerstreutheit aufmerksam ich habe eine„Frzzlein Langbammer ein ardentliches So blieb man eben ledig und freute sich seines Daseins, liches Heim hätte, wäre ic, der glucklichste Mensch. evn ob side Hurchaus nicht Anar. igerlgze„Vrot esen, Friulezu Langgamnger, eim orvernzgrz, so gut es ging.„„. Seien Sie vog einmal ehelich, Sie, hoden scher vorispie mit großem Eiser. Stück Brots“ Loktor Bing,war aufgesprungen.„Darf,“ Schön gesagtl Aber diesen Vorsatz einzuhalten war hin darüber nachgedacht, daß sie auch in diesem Jahr hinaus in die Kische. Er besleite Anntlise shwieriger..3, besgzagt machr sich noch irtend einas Bing schließlich, um seiner Forschungsreise in das„Kartofseln hätten's Schreibzimmer einen gewissen Abschluß zu geben. und nahm die dritte Pe Ach, nichts Besonderes. Ich will mich nur ver= sind immer gleich so aufgereg“ loben.“ Er hatte recht, die zung. „Ver..———!“ Der Bleistift rutschte aus geregt zu sein. Es Doktor Bings Tasche. Der Assessor bückte sich danach, stunde, eher sie wieder in einer reichlich eigenartigen Lage gegenüberIn unbewußter und gewohnheitsmäßiger Höfat Irmaard dem sonderbaren Gast einen Stuhl. Selbstverständliches: sich ganz aus dem Zeblarigen?“— —„Auch nicht dann nur das langweilig hätte keine anderen Sorgen. Fräulein, ich beneide Sie geradezu. Wenn ich so sorgenfrei lebte wie Sie und ein so gemütHeim hätte wäre ich der glücklichste Mensch und daher kam es wohl, daß sein Gesicht rot war. „Darf man fragen, wer— wer der Glückliche...?“ Anneliese tippte eine sinnlose Anzahl von Fragezeichen. Man darf. Es ist Herr Sauerbrey. Besitzer einer Werst, einer Kachelfabrik und eines Holzhofes, Ein nicht zu schlagender Nebenbuhler.„Ach—..!“ Anneliese sah von ihrer Maschine auf, blickte in das fassungslose Männergesicht, und nun war sie es, die rot wurde. Rasch bückte sie sich über ihr Stenogrammheft. „Meine Mutter wünscht es.“ „Nun.— und Sie, Fräulein Anneliese?“ Das Mädchen hämmerte eine Zeile dicker Ausrufungszeichen, daß es förmlich knallte.„Ich wünschte, ch...““. Er begleitete Anneliese schwieriger. Und heute am Silbesterabend hatte Irm= noch keinen Mann fanden, und das hat Sie zusammen che.. gard überhaupt keine Lust mehr, sich noch irgend etwas mit der üblichen Silvesterkaterstimmung lebensuberdrusng tten's auch getan,“ sagte Sauerbrey für das kommende Jahr vorzunehmen. Das kam viel= gemacht.“ dritte Portion, Karpfen,„junge Leute leicht daher, weil keiner von ihren Bekannten daran ge= Irmgard konnte dem eigentlich nicht widersprechen. c 1° Sugereei######en sehr auf, dacht hatte, sie wenigstens für diesen einen Abend der Als echte Frau tat sie es aber doch. Das belebte die echt, die jungen Teute schleugn sent uug: Langeweile ihrer Jungfernstube zu entreißen. Sie war Unterhaltung wesentlich, und das Hin und Wider über Es dauerte mindestenz eine Viertel= von niemand, eingeladen worden, und sie kam sich un Vorzüge und Nachteile des Lebens zog sich, schließlich wieder hereinkamen, und ihre Gesichter endlich überflüssig vor. Sie hielt ein Selbstgesprach: bei einer Tasse Tee, die Irmgard ihrem Besuch höfwaren heiß und rot. „Na,— haben Sie sie?“ rief Sauerbrey und berechnete mit einem prüfenden Blick auf den Karpfen, daß noch eine Portion auf ihn kommen könne. „Ich habe sie,“ sagte Doktor Bing,„und Sie dürfen uns als erster Glück wünschen.“ „Na, so wichtig, um Glück zu wünschen, ist eine Gräte...“ Sauerbrey blickte auf, sah in zwei strahlende Gesichter und faßte sich an den Hals. „Hans, Hans!“ schrie Anneliese und häufte Herrn Sauerbrey einen Berg Kartoffeln auf seinen Teller. „Er hat wirklich eine Gräte, während ich doch nur so— tat.“ kam sich un Vorzüge und Nachteile des endlich überflüssig vor. Sie hielt ein Selbstgesprach: bei einer Tasse Tee, die Irmgard ihrem Besuch hof„Wozu lebe ich überhaupt noch? Ich habe keinen Mann licherweise vorsetzte, so lange hin, bis die Glocken das gefunden, der mir mehr als eine Stunde lang seine Auf= neue Jahr einläuteten. merksamkeit schenkt. Einen Hund darf ich mir nicht Da fuhr der Einbrecher erschrocken hoch:„Jetzt wird halten weil der Hauswirt dagegen ist. Am linken Auge es höchste Zeit, daß ich anderswo an die Arbeit gehe stellt sich schon ein Krähenfuß ein, und hier gibt es ein Also, ein gutes neues Jahr, und Sie machen keine paar graue Haare. Wozu sollich das und meine Ueber: Dummheiten!“. gg. einug#e S e flüssigkeit noch weiter durchs Leben schleppen? Also Er verschwand zur Tür hinaus, ehe Irmgard seinen wen mit allem!"„. Glückwunsch erwidern oder ihn zurückhalten konnte. Sie Hätte Irmgard sich von den fünf Mark und hätte ihm so gern gesagt:„Kommen Sie im nächsten 47 Pfennig, die sie noch von ihrem Dezembergehalt in Jahr wieder, damit ich dann Ihnen eine Standpauke der Tasche hatte, eine Flasche Sekt gekauft, so wäre sie halten kann.“: sicher nicht auf solch verzweifelte Einfälle geraten. So So aber mußte sie sich damit begnügen, daß sie den aber ging sie sofort daran, ihren neuen Vorsatz zur Gasschlauch wieder in Ordnung brachte und sich zu Bett Ausführung zu bringen,. glgtsfauch binsagree, leote. Sie hatte zum Selbstmord wirklich keine Lust Irmgard hatte gerade den Gasschlauch kunstgerecht mehr. in ihr Zimmer geleitet, das Licht ausgedreht und sich zum Sterben bereit gemacht, als sie ein Geräusch an der Tür hörte. Es klang so. als arbeitete jemand am Schloß. Im nächsten Augenblick sprang die Tür auf, ein Lichtschein fiel ins Zimmer, traf die erschrocken aufstarrende Irmgard, und eine erstaunte Männerstimme sagte: „Donnerwetter! Habe, gar nicht gewußt, daß jemand hier war. Hände hoch!“ Wäre Irmgard ein Mann gewesen, so würden jetzt ihre Arme nicht hoch geflogen sein, sondern sie hätte sich ruhig erschießen lassen und sich auf diese Weise die Mühe erspart, sich selbst das Leben zu nehmen. Aber als unRopf kock! Von Hans Bethge Glückauf zum neuen Jahre, Verlange nicht zu viel; Bekränze deine Haare, Greif' in dein Saitenspiel! Und werden's düstre Lieder, Neig' nicht zu tief das Haupt: Die Gärten glänzen wieder, Noch ehe du's geglaubt! Du breihant tasiert man sieh nicht! Neujahrsbräuche aus aller Welt— In China bezahlt man seine Schulden 9052 Rändedrücke in vier Junden Vielleicht ist der Umstand, daß Neujahr dem eben gatten einander feierlich beglückwünscht haben, erhält das erst festlich begangenen Weihnachtsfeste so bald folgt, der kleine Volk seine Geschenke. Zu dessen größtem Be Grund dafür, wenn es in der abendländischen Welt nicht gnügen schreitet der Hausherr mit dem riesigen Fabesonders gefeiert wird. Zwar beglückwünschen wir milienschwert durch alle Räume, um die bösen Geister zu uns noch zum Jahreswechsel, der Franzose fügt dem verjagen. und dann geht alles hinaus ins Freie, um nach seine„Strannes“, die Neujahrsgeschenke, hinzu,„der altem Brauch sich am Drachensteigen zu erfreuen. Tau= erspart, sich selbst das Leben zu nehmen. Russe küßt alle Bekannten, denen er begegnet, herzhaft sende bunter, häufig grotesker Papiervögel in jeder logische Frau gehorchte Irmgard sofort, ab, und der Präsident der Vereinigten Staaten drückt denkbaren Gestalt erheben sich in die Lüfte, manche, um Da fragte der Einbrecher:„Wo ist das Gelds“ Es jsedem, der Wert darauf legt und ihn beim Neusahrs= nie zurückzukehren, wenn nämlich ein guter Freuuh, die war sicher die beste Art und Weise, um in dieser etwas„„„ empfang im Weißen Hause aufsucht, die bieders Schnur mit einem, Glasscherben durchsuchitten hat„Eine sonderbaren Lags die Unterhaltung anzuknüpfen. Irm= 42dcus#tto Haher#####r aet Reche— wobel Rosenel es bimnest vier Standen auf seleame Releret it die unermeibliche Helge, fall es gard gung auch sosort darauf en: Ja h. efz l9.55. Das Jaße sinat winderichen an 8052 Siacdsbrück aetact hoben bea u. in dirten elag, dent ücbeliter u oseo.. 26., Jus gosf ind 4i1 Vienia und ie Vielohnt sich den., Am Keushtuige azen der üise tachntage shen sede der eioentüiche Nerichetan ohne geibteren Trabet Von nicht gerinaerer Bedentug,it der Bohrv, sach der Elubrach sscht rcht. ale Enischädigung biete Herr Sag ind Frau Saaz bei Kasse und StreiselSau anders heit ies danit imn Morenlaudte, de gebeaiden Jahos WPlalt eie Plezsäander ontescheibdel, verten siaben. As enzigen Gegendlent erisile 15 m— Se ie eine friehliche Simnung und u— der Be Gers 8, Fele Mnnt. Gur Audschue machen alter de auch barag, deh er on Lage dor Ratsahe seve— Nszeiah, Hiezuistz uit enemn zut gezielen Shiah us Hunter gaike, Keseisuiter Schastaseter eie Sin dnoz die den Sham eugesPpeude, astage die den Tag Schulbden bechll Zezus kommt non burczeig fröb, VeriHer Eshreche, puste wosl vor Erstaunen zuerst.„Weder hat ein neues Jahr angelangen, sagt Her nuie Weiligen und ausedchnten Faten„eten:. Di liche Slbeseriter böcsen noch lister in de Vod,„ichs zu sagen Lam suchie er nach den Schalti, um Saz.,. u. uaet binaem wicher kast dr den Stratzen vonr, Teheran d. B. gerzignt mau ggeslchts Der Lenohner des Reiches der Biur, b/st, ber, Vreng sich diesen merkwpürdigen Menschen ein wenig beser an.„.„Wag es uns wont bringen wiedt“ ftagt Feau scheinbaren Verzweiflungsausbrüche den Eindruck, darauf, daß er am letzten Tage des Jahres bei seinen Husz,heislen Bazlgsch sammgrschen ein, wenig best. gann Sagz, mancherlei Freuden, aber auch mancher Rein nein Frialein, den Gesalen ann iHh Ihnen nicht It Sos=Gergen Bumnen vie veriagern. erweisen.„ Erstens bin ich kein„Mörder, und zweitens„Die Sorgen können wir verringern.“ t meine Bistole nicht geladen. Und dann stybe 19, 5oh Ra nodem pie uns inmer häbsich vertragen und uns von bch og: Leven vishn Frmgars,=Sie wärden mir gegenseltig das Leben nicht noch schwerer mache den Straßen von Teheran 3. B. gewinnt man angesichts Der Bewohner des Reiches der Mitte hält aber stre der scheinbaren„Verzweiflungsausbrüche den Eindruck, darauf, daß er am letzten Tage des Jahres bei seinen daß ein großes Unglück das Land betroffen haben müsse; Lieferanten keinen Pfennig Schulden hat, was seinen alles trägt schwarze oder violette Trauerkleider. und der ehrbaren Ruf aufs stärkste beeinträchtigen würde. NaAnblick wird dadurch nicht erfreulicher, daß alle türlich machen dabei die Geldleiher und Wucherer glänMänner— unrasiert herumlaufen. zende Geschäfte, Zinsen von 50 bis 60 v. Ganz im Gegensatz dazu steht die Neusahrsfeiler der beinahe als die Regel. Sind, grlgtzen,d ie#erezu, cgz, Hindus. In aler Frühe reinigt die Frau gründlich den bezahlt, so setzt man, Vch Eithegi, hontg pit gun gen, das ganze Haus,„ Fein Stäubchen darf aus dem,„ Eiteg poissern,en ber sgos.“) Geße dem Unglücklichen, dem dabe .=hu zim eben angebrochenen Jahr uinakzick kreifen, Biszenblick an aa.112r., Hrset ga#er,. bedzentungspollse und achte selbst.„ 4....., Sanu3, Jahres nie zu danlen.„ Fläfti wird Wsgtet,picht zegn, Sieden kommen will. Veltirmt besiuns.„um Dann entzändet der Hausberr ziu Feuer So war das Eie pisslich gebrocen, und die beiden Die anderen aber gehen unter dem Freudenruf„Pan= aus Zypressenzweigen, aus dessen Funken und Flammen Menschen wunderten sich gar nicht mehr, daß sie eindul!“(Der Reis hat gekocht!) von Haus zu Haus, um allen Nachbarn auf Feigenblättern von den glückbringenden Körnern anzubieten. Der Hausherr indes begibt sich in den— Kuhstall, dessen Insassen am Neujahrsfest die höchste Ehre genießen. Die Hindus knien vor ihnen nieder und bieten ihnen Blumen an, da man den Tieren geheimnisvolle, das Unglück abwehrende Kräfte zuschreibt. Am Abend des dritten Tages findet das Fest dann seinen Abschluß mit dem Diwali, wobei man auf allen Wasserläufen kleine, auf Schwimmkörpern befestigte Lichter treiben läßt, was bei dem fast stets ruhigen Weiter einen phantastischen Anblick gewährt. Obgleich Japan in so mancher Hinsicht europäisiert ist, hängt es doch noch an der alten Sitte der Neujahrsfeiern. Man beschenkt sich gegenseitig, und in besser gestellten Häusern haben die Diener mit dem Austragen der verschiedenen Gaben reichlich zu tun. Einander auf der Straße Begegnende wünschen sich unter vielen Verbeugungen und Zeremonien ein glückliches neues Jahr. Später, am fünften oder sechsten Tag des eben angebrochenen Jahres, finden dann die eigentlichen Neujahrsbesuche statt, bei denen der Besuchskarte eine wichtige Rolle zukommt. Aus 20 verschiedenen Arten und Größen sucht der gebildete Japaner die heraus, die für den zu Besuchenden gerade in Frage kommt: ein Mißgriff kann hier sehr unangenehme Folgen haben. Im übrigen ist Neujahr ein Familienfest. Nachdem die Ehe— ganzen Jahres nie zu zanken.“ zu zanken verspreche es dir, Otto.“ „Isch verspreche es dir, Luise.“ Sie reichen sich die Hände. „Au!“ sagt Luise.„Drück doch nicht so kräftig!“ „Ich will dir nur bestätigen, daß ich es ernst meine mit meinem Bozov, 1 a..2 niche gleich en drück„Deswegen brauchst du doch nicht gleich zu drücken. daß meine Hand wie Feuer brennt!“ „Sei doch nicht so empfindlich!“ „Ich— empfindlich“ Ich denke ja gar nicht daran, empfindlich zu sein! Ich brauche mir aber auch nicht jede Brutalität gefallen zu lassen!" „Brutalität! Du fängst ja schon wieder mit deinen Uebertreibungen an. Du willst schon wieder hysterisch werden— was?“ Hysterisch! Haha! Ich möchte wirklich wissen, wer in unserer Ehe husterischer ist: du oder ich. Du nervöser Zappelphilippl Wackeliger Hampelmann, dul“ „Luise, halt den Rand!“ „Nun fang, auch noch zu schimpfen an, du ausgeob Schensalt, Widerlicher Abschauml Schwarten Tappergreis! Riesenrhinozeros Ulel Glück zum neuen Jahr! kopf!“ Alter Dämelack! Schweinehund!“ Und so weiter. Und so weiter. Das neue Jahr fängt wunderschön an. Kurt Miethke. mit Rudolf Forster und Grete Mosheim, Hans Renmann, Friedrich Racul Aslan, Theodos Loos. Der Geschichte frei nachgestaltet von Hans Müller. Produktion: Ernst H. Corell hegie: Custav Ueicky zeigen ab morgen den neuesten und gleichzeitig den ulkigsten Heinz Rühmann -Au Der amüsanteste u. charmanteste aller Militär-Tonfilme mit der entzückenden Dolly Haas und dem tamosen, eleganten Gustav Fröhlich, ferner: Tibor von Halmag„ Anton Pointner## Yvette Rodin u. a. m. Schmissige, prickeinde, einschmeicheinde Musik von Robert Stolz Die entzückenden Schlager: ich möchte einmal wieder verllebt seinl Eine kleine Freundschaft mit dir... werden sehr hald an der Spitze der populären Tontilm- Schlager stehen.(Film-Echo) Dieser neue Tonfilm wirkt so ausgezeichnet, hat so viel Laune und Liebenswürdigkeit, verfügt über eine solche Fülle von Tempo, daß man ihn mit zu den allerbesten Erzeugnissen der letzten Zeit rechnen muß! Eine weitere Ueberraschung: Auf der Bühne Das große AusstattungsEmpire-Ballett von der Berliner Oper mit dem Solosänger Achim de Ward. Dieses ausgewählte Fest- Programm mit Tonfilm u. gr. Bühnenschau ab 1. Januar1932 Anfang: 4 Uhr O Letzte Vorstellung:.15 Uhr Mit Fritz Kampers, Paul Henkeis, Walter Steinbeck, Trude Berliner, IIse Korseck, Viktor de Kowa. Das ist der stllechteste und komischste aller Milltär-Tontilme, mit dem die Weitlichtspiele Ihren großen Erfolg Hllen ein glückliches, neues Jahr! Die Direktion W F OZ von„Reserve hat Ruh“ im Jahre 1932 fortseizen werden° Ganz Bochum wird lachen und schreien über Heinz Rühmann der mit der Darstellung seines falschen Leutnants alles überbietet, was man an köstlichen Militär-Humoresken bisher etiebt nat 0 Einirilspreise von d0 Pl. an Wir wünschen all' unseren Freunden und Gästen herzlichst ein glückliches neues Jahr 1932 Ein Restposten Ueberzieher m Samikragen, auch für diche tierren, trüherer Preis bis 85 Pik jetzt 2 Aussuchen ab 12.- Mk. Nur solange Vorrat Bschum Korlumstr. 191 I. Etage, bei Eco, im Hause Rest.„Ritter“ Draht. Drahlgewebe und Drahtgeflechte aller Art am Lager Rösler& önne Drahtwerk Bochum, Redemptoristenstraße 2830 (trüh Unt. d. Lind.) Wattenscheid Gertrudisstr 38/62 Se Ihr Stoff f. Anzug od. Mantel wird gut und billig verarbettet bei Franz Sperbel, Schneidermeister, Wittener Straße 4. Aus Ihrem Steff Anzug 22,50 Mantel 18.50 M mit Zutaten Prima Sitz! Kortumstraße 118. 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J. 9899 an die Im Skla leide. gab, de handlur trage Nubb tungen. seine 2 entspre der St hielt d lebhaft teidigen bankdir bezeicht reichte, Spar amer fest, de kassenn von de ein Bi Da keits gesetzt. festgest im von ½ Stadtl davon wechse und g Buchy Sklars ziehun mit, den S d Die 1 men tor H ein g vorg direkt Entrü noch, gewese in O den 9 ren 3 visore zum sionen Kaffe seien Leo wäre, D ehrlic Trag stischOber Reich ten, 1917 jener anst Prof rekla ohne fährt Eige Krie inap Trag 105 aber 5 A4 Iul AEio Mnnnlonen=Matt Sesungirne u fe,s.. Die doppelte Buchführung der Sklareks nun die menschliche Leistung des Mannes Nr. 44170 meinschaft geworden ist. Das empfindet man auch in in die Waagschale und zwingt dem gesunden Menschen=. Italien außerordentlich stark, und die öffentliche Meiverstand das Urteil auf, daß jene Entscheidung des nung setzt sich mit Heftigkeit dafür ein, in diesem beiBerlin, 30. Dezember. Im Sklarek=Prozeß teilte am Mittwoch Leo Sklarek mit, daß er an Kopf= und Leibschmerzen leide. Eine Untersuchung durch den Gerichtsarzt ergab, daß es sich um einen Diätfehler handele. Verhandlungsunfähigkeit liegt jedoch nicht vor. Im Auftrage des Direktors Brolat gab Rechtsanwalt Nübbel eine Erklärung ab, wonach die Behauptungen des Stadtbankdirektors Hoffmann über seine Beziehungen zu den Sklareks nicht den Tatsachen entsprächen. Er sei auch nicht bei der Einweihung der Sklarekschen Villa zugegen gewesen. Hoffmann hielt demgegenüber seine Behauptungen aufrecht. Zu lebhaften Auseinandersetzungen kam es, als der Verteidiger Hoffmanns, Rechtsanwalt Bahn, den Stadtbankdirektor als mustergültigen preußischen Beamten bezeichnete, und dem Gericht einige Artikel überreichte, die Hoffmann in einer Fachzeitung über das Sparkassenwesen der Indianer Nordamerikas geschrieben hat. Der Vorsitzende stellte fest, daß das Gericht kein Interesse habe, das Sparkassenwesen der Indianer kennen zu lernen und sich von den geistigen Fähigkeiten des Angeklagten auch so ein Bild machen könne. Das Gericht kommt dann auf die Gefälligkeitswechsel, die von den Sklareks in Umlauf gesetzt wurden, zu sprechen. Dabei wird vom Gericht festgestellt, daß im Laufe der Jahre Gefälligkeitswechsel in Höhe von 17½ Millionen Mark ausgestellt worden sind. 15½ Millionen Mark dieser Wechsel hat allein die Stadtbank diskontiert. Leo Sklarek bestreitet, etwas davon gewußt zu haben, daß es sich um Gefälligkeitswechsel gehandelt habe. Das habe nur Max gewußt und genau so der Stadtbankdirektor Hoffmann. Der Buchhalter Tuch erklärte dazu, daß zwischen Max Sklarek und den Stadtbankdirektoren sehr enge Beziehungen bestanden hätten. Buchhalter Lehmann teilt mit, daß, soweit er unterrichtet sei, die Stadtbank den Sklareks das Geld für die Wechsel stets ohne Prüfung ausgezahlt habe. Die Prüfung sei stets nach der Auszahlung vorgenommen worden. Leo Sklarek behauptet dann, daß Direktor Hoffmann sogar einmal verlangt habe, man solle ein großes Ausfuhrgeschäft mit der Tschechovorgetäuscht. Es wurden Kopien von Aufträgen direktor Hoffmann ganz energisch und mit großer Entrüstung bestritten. Der Buchhalter Tuch meint noch, er selbst habe gewußt, daß es Gefälligkeitswechsel gewesen seien. Denn wenn tatsächlich die Bücher nicht in Ordnung gewesen wären, hätten die Sklareks zu den Revisoren gesagt, sie möchten zu einem späteren Zeitpunkt wiederkommen, und dann seien die Revisoren auch wieder fortgegangen. Wären sie dann zum zweiten Male gekommen, dann hätten die Revisionen fünf Minuten gedauert und darauf sei gleich Kaffee getrunken worden. Willi und Leo Sklarek seien immer dabei gewesen. Willi bestreitet das und Leo meint, es könne schon sein, daß er dabei gewesen wäre, aber das sei belanglos. Er habe ja von der Buchführung nichts verstanden. Dann wird vom Gericht die„doppelte Buchführung“ der Sklareks erörtert. Die zwei verschiedenen Buchführungen hatten den Zweck, den Kontrollbeamten falsche Bucher zu zeigen, auf der anderen Seite aber zur eigenen Unterrichtung genau Bescheid zu wissen. Buchhalter Lehmann behauptet, daß er die Anordnung, doppelte Bücher zu führen, von Willi erhalten habe. Willi Sklarek meint, das sei auch ausgeschlossen, höchstens habe Max den Auftrag gegeben. Um Unterlagen für die Gefälligkeitswechsei herbeizuschaffen, wurde von den Sklareks ein umfangreicher Warenverkehr vorg etäuscht. Es wurden Kopien von Aufträgen für Waren gefälscht, obgleich derartige Aufträge niemals bestanden. Diese Fälschungen wurden von dem Buchhalter Tuch auf das Sorgfältigste hergestellt, der derartige Aufträge„zusammendichten“ mußte. Wenn die Sklareks einen größeren Posten Gefälligkeitswechsel an die Stadtbank gegeben hatten, mußte Buchhalter Tuch in die Bücher Aufträge in gleicher Höhe der Gefälligkeitswechsel zusammenreimen. rstand das Urteil auf, daß Obersten Gerichtshofes in Rom sinnlos und wahnwitzig ist. Wer er auch gewesen sein mag, dieser Mensch Nr. 44170— fest steht, daß er seit dem Tage, wo Frau Professor Canella ihn in unerschüttertem Empfinden in ihre Arme schloß, ein untadliger Bürger, ein liebevoller Gatte und Vater seiner Kinder, ein ehrlich geschätzter Freund der Freunde des Hauses Canella, ein vollgültiges Glied seiner bürgerlichen GeCalmette-Prozeß spiellosen Falle doch wenigstens einmal die starren Paragraphenschranken, anstatt das Schicksal einer ganzen Familie zu zerbrechen. Allein die Richter zögern, denn„Piat justitia pereat mundus!“ — wenn auch die Welt dabei zerbricht: Recht muß doch Recht bleiben—; sie beruhigen sich dabei, dem Buchstaben gerecht geworden zu sein, der vielleicht der Frau Bruneri ein Recht verschafft, auf das sie einen Anspruch hat, mit dem sie aber nichts mehr wird anfangen können. Schiones Ende eines Aftkästager Dr. Schulte läßt Dr. Simmers Flugzeug in Wien beschlagnahmen Lübeck, 30. Tezember. Zu Beginn der Mittwochverhandlung bemerkte Professor Kleinschmidt, daß die Verantwortung im Kinderhospital nicht Dr. Wiener, sondern Professor Klotz trage. Rechtsanwalt Frey stellte darauf fest, daß die Anklage in diesem Fall auch auf Professor Klotz ausgedehnt werden müsse. Der Oberstaatsanwalt behielt sich dies vor. Professor Bruno Lange vom Robert=Koch=Institut erstattete dann sein Gutachten. Den Aerzten könne daraus, daß sie nicht schon damals die Erkrankung des Kindes Griese als Fütterungstuberkulose erkannt hätten kein Vorwurf gemacht werden. Man hätte sich aber bei der Diagnose auf kongenitale Tuberkulose nicht beruhigen dürfen. Für Professor Klotz und Dr. Jannasch sei die Möglichkeit einer Aufklärung des Krankheitsfalles nicht gegeben gewesen. Dagegen hätte Professor Deycke, der mit der Technik der Impfstoffherstellung vertraut gewesen sei, als verantwortlicher Leiter des Laboratoriums die Impfung einstellen müssen, als er von der Erkrankung des Kindes Griese erfuhr. Am Schluß der Verhandlung am Mittwoch kommt es noch einmal zu einer Erörterung der Krankengeschichte des Kindes Neuner. Dr. Wiener erklärt, daß er beim Kinde Neuner, das am 19. April eingeliefert wurde, nach der Leichenöffnung am 22. April den Verdacht eines Zusammenhanges mit der Futterung hatte. Er hat deshalb diese Diagnose in die Krankengeschichte eingetragen. Die Verhandlung wurde darauf auf Donnerstag vormittag vertagt. * Für 40000 Mark Schmucksachen gestohlen. In Harburg suchten Einbrecher in der vergangenen Nacht ein Juwelengeschäft heim. Den Tätern fielen Schmucksachen im Werte von etwa 40000 Mark in die Hände. Sie hatten sich durch eine Luftklappe Einlaß in die Reparaturwerkstatt verschafft und suchten dann im Laden die wertvollsten Ringe, Steine usw. zusammen. Die polizeilichen Ermittlungen sind sofort ausgenommen worden. Berlin, 30. Dezember. Der Oesterreicher Dr. Simmer, der ursprünglich mit dem Deutschen Dr Schulte einen gemeinsamen Forschungsflug nach Afrika unternehmen wollte, aber am Montag früh ohne diesen und nur in Begleitung eines Monteurs zum Fluge nach Wien gestartet war, ist gestern nachmittag mit der planmäßigen Verkehrsmaschine der Deutschen Lufthansa aus Wien wieder in Berlin eingetroffen. Sein Flugzeug, eine„Motte“, die den Namen„Austria" führt, ist nämlich am Montag nach der Landung im Wiener Flughafen Aspern von der österreichischen Luftpolizei auf telegraphische Weisung des Dr. Schulte beschlagnahmt worden, womit sich die Annahme, daß zwischen den beiden Forschern ein Zerwürfnis eingetreten sei, bestätigen dürfte. Nach Dr. Simmers Darstellung, für deren Richtigkeit ihm die Verantwortung überlassen werden muß, soll von ihm der Gedanke dieser ganzen Flugexpedition stammen, deren Kosten auf 10000 Mark berechnet worden seien. Er habe einen Teilhaber gesucht, der die Hälfte dieser Kosten tragen sollte, worauf sich Dr. Schulte bei ihm gemeldet habe. Dieser habe es übernommen, die notwendigen Vorbereitungen für die Expedition in Deutschland durchzuführen, zu welchem Zweck auch die österreichische Zulassung der Maschine, die angeblich Dr. Simmer gehören soll, in eine deutsche umgeändert und das Flugzeug auf den Namen Dr. Schultes eingetragen worden sei. Dr. Simmer behauptet nun, daß er einen Chartervertrag über die„Motte“ abgeschlossen habe, den er aber versehentlich nicht mit auf die Reise genommen hätte und der in Berlin beim Reichsverkehrsministerium liegen solle. Zu diesem Zweck sei er von Wien zurückgekehrt, um die Angelegenheit schleunigst zu regeln. Er habe den Flug ohne Dr. Schulte angetreten, weil dieser seine Zusagen nicht eingehalten habe. Ob dies alles so zutrifft, wie der Oesterreicher behauptet, läßt sich im Augenblick noch nicht nachprüfen, um so mehr als Dr. Schulte, der gestern während der Landung Dr. Simmers auch im Flughafen Tempelhof weilte, nähere Auskünfte zunächst ablehnte und lediglich von der Notwendigkeit einer Auseinandersetzung zwischen ihm und dem Oesterreicher sprach. Was unter diesen Umständen aus dem ganzen Unternehmen wird, muß zunächst noch abgewartet werden, um so mehr als ja die„Motte“ vorläufig noch in Wien festgehalten wird. Windstärke 37 bis 38 Meter Schwerer Sturm an der norwegischen Küste. Oslo, 30. Dezember. Vor der Küste von Stavanger hat ein Unwetter, wie man es in den dortigen Gegenden seit Menschengedenken nicht erlebt hat, großes Unheil angerichtet. Stellenweise wurden Windstärken von 37 bis 38 Meter in der Sekunde festgestellt. Bei Rosenberg wurde ein norwegischer 1000=Tonnen=Dampfer vom Kai losgerissen und in den Fjord hineingetrieben, wo er strandete. Auf dem Lande sind die Telegraphenund Telephonlinien weithin umgerissen worden. Alle Verbindungen zwischen Stavanger und den umliegenden Inseln sind unterbrochen worden. Die Lokomotiven fuhren in der Dunkelheit gegen umgerissene Telegraphenstangen und wurden dabei mehr oder webeschädigt, so daß die Züge auf offener niger schwer bes Strecke halten mußten. nicht zu beklagen sein. Dienschenleben soulen bisher Dei Meisch Runnmter=WrIIO Ende oder Anfang einer Tragödie? Rom, 30. Dezember. Die seit mehr als sechs Jahren immer wieder alle ehrlich empfindenden Menschen in aller Welt bewegende Tragödie Bruneri=Canella ist nun— in juristisch=formalem Sinne wenigstens— erledigt; der Oberste Kassationshof in Rom, entsprechend dem Reichsgericht in Leipzig, hat wie wir bereits berichteten, gesprochen und entschieden, daß jener im Jahre 1917 auf einem Turiner Friedhof angehaltene Irre, jener als Nr. 44 170 registrierte Insasse der Irrenanstalt von Collegno, der dann von der Frau Professor Canella in Verona als ihr vermißter Gatte reklamiert und heimgeführt wurde, daß dieser Mensch ohne Vergangenheit, der seiner wiedergefundenen Gefährtin inzwischen drei Kinder geschenkt hatte, der wegen Eigentumsdelikte mehrfach vorbestrafte ebenfalls im Krieg verschollene Buchdrucker Mario Bruneri sei. Das oberste Gericht hat gesprochen; die Sache ist inappellabel; die glückliche Lösung, die die eine der Tragödien zweier Frauen gefunden hatte, ist wieder zerstört— die juristische Verwirrung ist zwar beseitigt, aber Ein Gestialschei Talet Eine Siebzehnjährige zehn Jahre im Käfig gefangen gehalten Wien, 30. Dezember. Durch einen Zufall wurde in dem kleinen Dorf Bergau im Waldviertel eine Kaspar=Hauser=Tranun erst dürfte die eigentliche Tragödie im menschlichen Sinne beginnen. Es scheint fast symbolisch, daß das Schicksal sich noch den grausamen Scherz leistete, der Frau Professor Julia Canella das ihr eben wieder aufgebautes Leben zerstörende Urteil unter den Weihnachtsbaum zu legen. Dabei kann man, wenn man einmal versucht, die Angelegenheit vom ganz nüchternen juristischen Standpunkt zu betrachten, das Urteil nicht als ein Fehlurteil schelten. Zwar hat das Gericht ein so gewichtiges Beweismittel, wie die Blutprobe, abgelehnt, hat auch auf die Heranziehung aller möglichen neuen Zeugnisse und Beweisdokumente verzichtet, allein es ist— immer juristisch gesehen— kaum möglich, sich unbedingt dafür zu entscheiden, daß dieser so verzweifelt umkämpfte Mensch Nr. 44170 wirklich der Professor Canella sei. Ein viel größerer Wahrscheinlichkeitskoeffizient spricht dafür, daß der Mann, in dem Frau Professor Canella ihren Mann und der Schwager seinen Bruder wiederzuerkennen glaubte, in Wirklichkeit der Buchdrucker Bruneri gewesen ist.... gewesen ist, denn hier wirft sich gödie enthüllt, die wohl zu den erschütterndsten kriminellen Entdeckungen der letzten Jahre zählt. Es handelt sich um das Schicksal eines 17jährigen Mädchens das seit zehn Jahren von seinem eigenen Vater, dem Vizebürgermeister des Ortes, gefangen gehalten wurde und durch die furchtbaren Entbehrungen fast völlig vertiert ist. Vor einiger Zeit wurde der Vizebürgermeister ein Landwirt namens Franz Loicht, von einem Gendarmen beim Wildern ertappt. Der Gendarm nahm ihm das Gewehr ab und hinterlegte es in der Gemeindekanzlei. Wenige Tage darauf verschwand die Waffe und es bestand der begründete Verdacht, daß Loicht sie wieder fortgenommen habe. Da er leugnete, das Gewehr in seinem Besitze zu haben, wurde bei ihm eine Haussuchung vorgenommen. Bei dieser Gelegenheit entdeckte man das furchtbare Geheimnis des Wilderers. In der Nähe des Stalles vernahm der Beamte plötzlich ein merkwürdiges Wimmern, das weder von einem Menschen noch von einem Tier zu stammen schien. Der Beamte ging der Stimme nach und stieß auf einen engen Bretterver schlag, der nach außen hin vollkommen abgeschlossen war. Der Gendarm riß den Verschlag auf und blieb vor Entsetzen erstarrt stehen. Auf einer Handvoll Stroh lag ein erwachsenes Mädchen, dessen Aussehen kaum mehr menschenähnlich war. Gesicht und Kopf glichen einem Totenschädel. Die halbverfautten Kleider hingen ihr nur noch in dürftigen Fetzen vom Leibe. Das Mädchen konnte weder sprechen, noch aufrecht gehen, sie war durch die langjährige Gefangenschaft im hölzernen Käfig zu einem halben Tier geworden. Der famose Vizebürgermeister gestand nun, daß das gefangene Mädchen seine eigene Tochter sei, die er vor zehn Jahren als tot gemeldet hatte und die seither auch als verstorben galt. Nach seiner Behauptung soll sie ein schwachsinniges Kind gewesen sein. Der Bauer wurde verhaftet; die Gendarmerie ist noch bemüht, die wahren Hintergründe des Verschwindens und der zehnjährigen Gefangenschaft der lebendig Toten von Bergau aufzuhellen. Raubüberfall auf Postbeamte Halle, 30. Dezember. In Könnern an der Saale wurden heute morgen zwei Postbeamte, die Postbeukel vom Bahnhof zur Post schafften, von drei maskierten Männern mit vorgehaltenen Revolvern überfallen. Drei Postbeutel mit einem Geldbrief geringen Inhalts wurden geraubt. Die Täter sind unerkannt entkommen. Elf käuber erschossen Kampf gegen das Räuberunwesen in Brasilien London, 30. Dezember. Die brasilianische Regierung hat einen großangelegten Vernichtungsfeldzug gegen den brasilianischen Räuberhauptmann„Lampeao"(Laternenpfahl) und seine Bande eröffnet. Bei einem Gefecht zwischen den Räubern und der Polizei wurden erstere nach vierstündigem Kampf in die Flucht geschlagen. Elf Räuber sind erschossen worden. Auf Seiten der Polizei wurden zwei Mann getötet und sechs verwundet. Schweres Autounglück Berlin, 30. Dezember. Ein Lastkraftwagen, der mit 44 Wohlfahrtsarbeitern der Stadt Berlin besetzt war, geriet heute morgen auf der Chaussee nach Mittenwalde, kurz hinter dem Ort Klein=Ziethen, ins Schleudern und prallte gegen einen Baum. Wie die „BZ.“ meldet, wurden drei Arbeiter schwer und elf leicht verletzt. Sie wurden ins Rudower Krankenhaus gebracht. Madaur Te t. un e #: dein-Lorlerie Los 3 4 1096 aus verschied. Tausend ainachl. 15. Porto .K u. 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Glück und Segen Boll.s 1331 bringt uns zum neuenJahre wünscht all. Kunden Freu M. Wiegand Kolonlalwaren Emscherstr. 9 Viel Glück zum neuen Jahre Karl Haaf Lebensmitlel Bochum Redemptoristenstr. 59 Herzlichen Glückwunsch zum neuen Jahr wünscht allen werten Kunden und Gästen ja wohl alles: Wohnung und Arbeit dem kleinen Mann, damit auch Er mal leben kann Tegethoffs Spezialilälen: Eis, Hühn.-Boullion, und Wurstbröichen[Joseph Thiele 4llen Neidern und Feinbäckerei und Kondliorel Willelsbacherstr. 7 Fr. Schwiening Prosli Neujahr! Paul Rip Bochumer Elerhalle Brückstraße 23 Allen Neidern und Gönnern als Gratulatiönchen Prosit Nenjahr 1932 Anion Tegethoff Bochum. Schulstraße 8 Ein Prosit Neujahr wünschen ihren werten Gästen und Bekannten L. Timpe und Frau Keglerheim„Panzergrotte Hattinger Str. 80 Silvester-Feler Restaurant „Zur Sportzentrale“ Rellnerdtr. S flch Fredsich burge Meinen hochverehrten alten und neuen Stammgästen, Insbesondere meinen vielen Vereinen für ihre Unterstützung enlblete ich zum neuen Jahre die herzlichsten Glückund Segenswünsche Friedrich Jurga Glück und Segen zum neuen Jahre wünscht allen seinen Kunden und Bekannten Hotel„Zur Krone“ und Weinhandel Gerh. Günnewig und Frau Unseren werten Gästen u. Kegelbrüdern ein glückliches Neujahr Friiz Lewold und Frau Wittelsbacher Hof, Telephon 65994 Silvester-Feler Viel Glück und gesegneten Appelll im neuen Jahr wünscht Speisegaststälte Ewald Hartkopf u. Frau Mühlenstroße 44 Unsern verehrten Freunden und Stammgästen ein srohes neues Jahr Restaurant Löwenhof losef Nordhaus und Frau Allen meinen werten Gästen und Bekannten ein glückliches Neujahr Peler Schepp und Frau Hellweger Hof Silveslerfeier Allen unseren Gästen, Freunden und Bekannten ein fröhliches neues Jahr! Paul Elbracht und Frau Silvester, sowie am Neujahrstag Künstler-Konzert Zum Jahreswechsel meinen werten Kunden die besten Glückwünsche Ferdinand Mirsewa Feinkost Düppelstraße Herzlichen Glückwunsch zum neuen Jahre wünsch! allen Kunden und Bekannten Friedrich Kersting Hedwigstraße 22 Kolonlalw.-Gesch. Allen meinen werten Kunden ein frohes neues Jahr Wilhelm Dieckhoff Metzgerei Willener Straße Prosit Neujahr Recht herzliche Glückwünsche zur Jahreswende Bäckerei Wilh. Kleine Wwe. Gr. Beckstr. 21 Viel mehr Siege und noch mehr jer wünscht allen Geflügelreunden Im neuen Jahre die Ovalor-Fabrik niederlage Trankgasse 3 allen Kunden, Freunden und Bekannten Metzgerei Oskar Heylen Robertstraße 28 Unserer geehrten Kundschaft sowie allen Freunden und Bekannten zum Jahreswechsel die herzlichsten Glüchwünsche HERFORDER MOBELHAUS GEBRUDER LIMPINSEL Marienstr. 29 Bochum Telephon 63222 Feiue vonen Kundachat ein glückliches neues Jahr! Speditionsgeschäft Frans Iimmer vorm X. Timmer Wwe., Spichernstra de Meinen werten Kunden, Freunden und Bekannten ein glückliches Neujahr! Frau Käthe Stöhr Hotsteder Strabe 25 Meiner werten Kundschaft ein glücklichesneues Jahr! Anion Willberg Obsl- und Gemüsegeschäft Große Beckstr. 24 Zum Jahreswechsel melnen werten Kunden, Freunden und Bekannten die besten Glückwünsche Bernhard Menne Fleunuen u. Bchuuns-, Feinbäckerei zum Jahreswechsel und Konditorei die herzlichsten! Oskar-HoffmannViel Glück zum Jahreswechsel wünscht seinen werten Lesern, Freunden und Bekannten Kurt Jackel Leihbücherei Bochum, Rosenstr. 5 Peiner verehrten Kundschaft zum Jahreswechsel die herzlichsten Glückwünsche Möbel-Abe Willener Straße 30 Unsern werten Kunden und Bekannten ein glückliches Neujahr! Goltschalk& Co. Bochum, Wilhelmstr. 38 u. 5 Fernruf 63865 Unsern werten Kunden. Freunden u. Bekannten Ein gutes neues Jahr wünscht seinen Kunden und Bekannten Musikhaus Vielh Könlgstroße 24 All meinen Freunden und werten Kunden zum Jahreswechsel die herzlichsten Glückwünsche Möbelhaus Georg Beerwald Unserer werten Kundschaft ein glückliches neues Jahr! Michael Brücken.-G. Bochum: Viktoriastr. 1. Dibergstr. 2, Paralleistr. 22, Alsenstr. 59; BochumWeitmar: Hattinger Strabe 186 Glückwünsche Carl Kozeinik und Frau Metzgerei Rdoltotraße Ein gesundes neues Jahr wünscht Bäckerei Fritz Kappert Redemotoristenstrit Straße 30 u. 98 Vorkstraße 45 Unserer verehrten Kundschaft ein frohes neues Jahr Spanischer Garten G. u. A. Amenqual Kortumstr. 101 und 60. Hattinger Strabe 5 Ein glückliches Neujahr wünscht allen seinen Kunden Fr. Bocksiedi, Friseur, Emscherstr. 3 Unseren werten Gästen, Freunden und Bekannten ein glückliches neues Neujahr Fritz Voss und Frau Heus Düppe, Mühlenstr. Meinen verehrten Gästen, Freunden und Bekannten ein glückliches neues Jahr! Wesermünder Seefischrestaurant Emil Backwinkel, Gußstohlstr. 7 Telephon 661 10 Zum ahreswechsel unsern werten Kunden, Freunden und Bekannten herzliche Glück- u. Segenswünsche MICHAEL IACOBS& SOHNE Fleisch-u Wurstwaren-Fabrik, Fernr. 61372 Wittener Straße 126. Castroper Straße 183 Wittener Straße 216. Dorstener Straße 103 Allen meinen werten Kunden ein frohes neues Jahr Willy Schweiss Schneidermeister Ab I. Ianuar 1932 Wiemelhauser Str. 14. I. Etage Prosit Neujahr! Peler Knopp Feine Herr.-Moden Korlumstraße 121 Glücklichere Zeiten im neuen Jahre wünscht allen seinen Kunden und Bekonnten Willi Küper Radio-Geschäft Rollstraße 26 Ein frohes Neujahr und ein besseres 1932 wünscht Möbelhaus Joh. Sebastian Herner Straße-8 Ein gesundes neues Jahr wünsch! M. Lück Castroper Str. 209 Ein gesundes neues Jahr wünscht seinen werten Kunden Ernst Witt, Metzgerei Kronprinzenstraße 17 Ein recht frohes neues Jahr wünscht allen seinen Kunden, Freunden und Gönnern Wilh. Trapmann Rind- und Schweinemetzgerei Oskar-Hoffmann-Str. 86 Dab Zwangswirtschaft und Wohnungsnot verschwinde: jeder eine schöne billige Wohnung finde: Daß aufhört die Arbeitslosigkeit und alles sich lohnender Arbeit ertreut; Daß die Steuern die Leute schont. damit sich Regsamkeit auch lohnt: Daß die Reichen den Armen was gönnen, damit diese besser leben können. Und in allem ein besseres neues jahr. so ungefähr, wie es trüher war: Solches wünscht allen zum Wohlgetallen Wilh.Schrudde Möbelfachgeschäft Bochum, Roonstraße 37 Nähe Marienkirche Herzlichen Glückwunsch zum neuen Jahre wünscht allen Ihren Gästen Frau Wwe. Anton Wenke Große Beckstraße Herzlichen Glückwunsch zum neuen Jahr wünscht all. Kunden Franz Mischek Willener Straße 36 Trinkhalle Ein frohes, besseres neues Jahr allen Kunden und Bekannten Wwe. Johannes Lässer Alleestraße 136 Herzl. Glückwunsch zum neuen Jahre wünscht allen Gästen und Bekannten Kerl Döhmann und Frau Speisehaus„Zur Stadtküche“, am Hauptbht. Allen werten Gästen. Freunden und Gönnern zum jahreswechsel die herzlichsl. Glückwünsche Johenn Allmann und Frau Hotel„Märkischer Hof“ Silvesterteier mit Liedervorträgen des Doppelquartetts„LYRA“ Wärmstens wünscht ihnen ein besseres 1932 Meiner verehrten Kundschaft ein fröhliches neues Jahr! Salon Horstkamp Rotstraße 44 Meiner werten Kundschaft zum Jahreswechsel die herzlichsten Glückwünsche Albert Hilbert, Malermeister Allen meinen Kunden u. Bekannten viel Glück . Im neuen Jahr Pelz-Moden-Salon Käfe Beßmann Clemensstr. 10 Meinen werten Kunden. Freunden und Bekannten ein glückliches Neujahr! Franz lacke Damen- und Herren-Friseur, Viktoriastr. 38 Meiner werten Kundschaft ein fröhliches neues Jahr HEINRICH STRAUCH Friseur, Emscherstraße 17 Meiner werten Kundschaft die herzlichsten Glückwünsche zum jahreswechsel Auto-Fahrbeirieb Heinz Hermann Augustastraße 1 Telephon 67772 Meiner werten Kundschaft herzliche Gllickwünsche zum neuen Jahre! Huber! Fey, Autofahrbeirieb Bochum, Friedhotstraße 2 Meiner verehrten Kundschaft ein fröhliches neues Jahr! RadioKirsch Ab i. Jonuor 1932 Hormoniesir. 2 Im Hause der Harmonie Herzl. Glückwünsche zum neuen Jahr Farbenmüller Humboldistraße 48 Wünsche meiner werten Kundschatt ein Ruf: 64000- 65000- 66000 Meiner werten Kundschaft wünsche ich ein glückliches neues jähr Färberei Otto Jork Bochum Allen meinen werten Kunden. Bekannten und Freunden ein„Glück-Auf“ zum ahreswechsel CUSTAV TASCHE Autobereitungen und Zubehör Reitenreparaturen! Neugummierung. BatterteLade- und Reparatur-Werkstatt 7 AutoLicht und-Zündung Bochum, Humboldtstr. 46. Fernspr. 61521 X8 1 an2 Uhe Rohlenhandlung Oskar-Hoffmann-Str. 46, Ruf 666 13 Meinen werten Kunden und Gönnern wünsche ich ein glückliches neues Jahr! Bedeulend ermäßigte Kohlenpreise! Steht fest auf Eueren Füßen, zum neuen Jahr wir grüßen Schuhhaus Hildebrandt frohes neues Jahr Orohnbscherete Nauchene Wult Brüderstr. 30, Tel. 61693 0 All meinnen werten Vereinen und lieben Gästen ein frohes neues Jehr wünsch Wirt Richard Burrack und Freu Die beslen Wünsche zum Jahreswechsel! Hermann Meyer Häusermakler R. D., Bongardstrabe 9. Rut 65036/37 Meiner werten Kundschaft wünsche ich ein glückliches neues Jahr Johann Holzgreve, Elektro-Geschäft, Luisenstraße 15 Ein gemütliches Heim und ein frohes neues Jahr wünscht allen seinen Kunden, Freunden und Bekannten Ehrenfelder Möbelhaus Inhaber Bernherd Lempel Ein kräfliges Prosit Neujahr wünscht seiner Kundschaft Wilh. Hoamann Lachierer meister Herner Strabe 75 Streng reelle Bedienung mit nur Ia Matertal. Mod Spritzanlagen Standard-Benzin, BssoMotor-Oel Meinen werten Kunden und Gönnern wünsche ich ein gutes neues Jahr! Beleuchkungcheu Ollo Krändler Nacht. Elebiro-Anlegen ggcheu Ollo KT Jetzi: Ecke Clemens- und Hallinger Straße— Fernruf 69909 EingluickDr!„ neues Jaln wünsche ich meiner verehrten Kundschaft, meinen Geschäftsfreunden und Bekannten Wilhelm Borgmann Alleininhaber der Firme Möbelhaus Wilh. Borgmann Bochum, Brückstraße 59/63 * Harpen=Werne Auf nach Jöllenbeck Querenburg. Overbergstraße Große Sllvesterieler Uümeren Scen ein frohes Neujahr Sllvester, Neujahr u. Sonnlag Tanz. Es ledet freundlichst ein Wilhelm Haarmann, Stiepel Zeche Korl-Friedrich Naum uunen Kunden Frunden und Schaanfen ein glückliches Neujohr! Hollandle, Lebensmittelgeschäft Glack und Jegen um ueunn sehre wünscht allen seinen Kunden und Behannten Sebach ttogender Joden-Kars Meinen werten Kunden. Preunden und Behannten ein glückliches Neujohr! Ollo Pulvermacker, Bochum-Werne Calé Höltermann,.-Sllepel Endstelle der Straßenbahn Linie B Große Silvesterteier Bunter Abend Stimmungskapelle Auf zum Grunewald! Bochum-Weitmar, Markstr. 139 Am 31. 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Januar 1962(Neujahr): KonzerraTanz mit der beliebten Kapelle The Jazz Kings Eintritt frei! rür Jagdgesellschaften empfehlen wir unsere bequemen, geheizten sellschafts-Omnlbusse% Auto-Scharpey, BOCHUM 0 TEL. 67719 ssohrendes Unterschmen am Platae. Stimmungs KonzertWiIII Maeder vom Hotel„Alt-Heldelberg“ Den Haag(Holland) Restaurantollo wegener Ponachatichett.-Tehn Prasaahurnscth Heute, Donnerstag, SIlvester-Foler Allen Gästen und Bekannten wünscht ein fröhliches neues Jahr H. 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STEVLSTER M HOTEL MÖNUFÖL Parkschlößchen Allen meinen werten Gästen, Freund# und Bekannten ein frohes neues Jahr Fritz Hollenberg Cirresfer-reier Tischbestellungen erbeten—— Ruf 68879 Am Neulahrstag. von 11 Uhr ab: Sänger-Frühschoppen des Quartett-Vereins„Phllomele“. Silvestergedeck RM. 5,— und RM. 7, Kein Gedeckzwang Zentral-Kaffee Vorsstaue Große Vorso-Teestuhr TALD So Stehblerhäffs Mäßige Preisel GTET KONZERT, TANZ TISCHBESTELLUNGEN FRUHZEITIG ERBETEN TELEPHON 66741/42 Die schönste Silvesterfeier ist wie immer im Café Industrie Bochum Stimmung— Konzert— Tanz Sonnabend, den 2. Jan., abends 8¼ Uhr. im Ernst-Moritz-ArndtHaus(Königsallee): 1. Emil Peeters:„Weihnachtliche Intrade“. für Chor. 2 Solostimmen, Orchester, Lauten— Uraufführung! (Soli: Trude Rösler, Karl Kromberg). Lautengruppe Eugen Hey Umhetgebart Kammerspiel z. Singen, Pgrstellen, u. Tanzen von Ludw. Weser. Mitwirk.: Dörlemann-Chor Bochum Laienspielgruppe, Tanzgruppe Schräder. Kammerorchester Regie: Dr. Hans Költzsch. 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Anfang 5 Uhr: Großer Neujahrs-Ball ARKHAUS · STRK Freitag, den 1. 1. 32 4 Uhr-Tanz-Tee Veschstedt ung u Sonntag. den.1. 32 GEDECK einschl. Steuer u. Bedienung.40 MK. Leitung: H. Wawiowahi, Lehre;#g. Segellschafts-Tan: se Gng— Tanz- Orchester Lehnen Ballon mit Attentanz Zu beiden Veranstaltungen Eintritt frei Aueshidester un..., ... ein Schlegel so goldig wie du Auch in Flaschen und Helbstschenkern überall zu haben! Hotel Kalserher Bocham K Am Silvesterabend und Neujahrstage spielt wieder die beliebte Kapelle Braune Zugleich allen Gönnern und Freunden herzi. Glückwünsche zum neuen Jahr Unsern sehr verehrten Gästen, Freunden und Bekannten ein recht frones.gluckliches neues Jahr! Hotel Fürstenhof A. Siebert Silvesterfeier mit Tanz und Ueberraschungen Hôfel Böchumer Hol Schlesel-Bräu-Gaststätten und Brauslaberl Inh. W. Bechstein wünscht allen Gästen, Freunden und Bekannten ein frönes neues Jan. 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Abendkonzert Tischbestellungen erbeten allen meinen Gästen ein trohes Jahrl Versäumen Sie nicht genug Siphons zu bestellen. Rut 68310 SUTCSSEEEESE Hestaurant Lowennot □ Bochums lustigste Feler 9 Ein Programm von Fülle, Humor. Komik Dialekt-Komiker Paul Städler sorgt für Stimmung u. Unterhaltung Allerlei Uberraschungen MAIA verschenkt werden-mk.-Stücke welche an Ort und Stelle verzehrt werden müssen Gleichzeitig Abschicdsabend der 3 Song Boys Ab 1. Januar 1932 täglich: Die Attraktionekapelle— Konzert, Stimmung und Tanz— Heinrich Wietell mit der Angerin CHeille Megar, Hamburg Vorzügl. Tanz-und Stimmungskapelle 55 Zum„Wiesental Drusenberg= und Wasserstraßen=Ecs. Jeden Sonntag nachmittag ab 4 Uhr: · TANZ 4 Ia Bundes=Kegelbahn.— Bauernstuten mit Kallgr.— astwirtschalt„Zum Suupo! Wiemelhauser Str. 46 Gemütliche Silvester-Feie. Farsnvester! Weygander Kornbranntwein 32% R M. 2,70 pro Liter ohne Glas och pf..20 pro Liter ohne Glas Dov Popf. 34o pro Liter ohne Glas alls Biligst Sutdre H. 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Crone Georg Schneider Eva Schneider Die Einäscherung findet am Sonnabend, dem 2. Januar 1932, im Krematorium Dortmund. Haupttriedhof, um 12 Uhr statt. Bitte keine Beileidsbesuche. Die erkannte Pers., d. a. 2. Weihnachts tag, im Restaur. z. Grunewald meinen Mantel vertauscht bat, wird ausgef., dens. dortselbst abzugeb. Andernsalls unzeige erfolgt. Familien= Nachrichten Gevoren: Mädchen: Rudolf Randebrock (Mararet Hoberg), Recktinghausen. Verlovte: Hildegard Schwenken mit franz Brügger, Essen und Spandau. Jobanna Honsel m. Josef Tewes, RbedaJungern u. Hamm. Vermählte: Heinr. Stocks mit Else Enternbrink, Duisburg. .=Ing. Erich Söhnchen mit Hildegard riedrichs, Aachen u. Hagen. Hermann v. Braunmühl mit bildegard Uhlenruck, Oberhausen. Dr. med. Eugen Disichs mit Maria Beien, Recklinghausen und Düsseldorf. ritz Kleinenberg m. Klara Lohmann, Hattingen und Herdecke. K Statt besonderer Anzeige. Gott dem Allmächtigen hat es in seinem unerforschlichen Ratschlusse gefallen, heute morgen.20 Uhr meinen innigstgeliebten Gatten, unseren treusorgenden, unvergeßlichen Vater, Schwiegervater, Großvater. Urgroßvater. Schwager und Onkel, den wohlachtbaren Herrn Jakob Jakobi Justizoberwachtmeister 1. R. zu sich in die Ewigkeit zu nehmen. Er starb nach kurzer Krankheit infolge Altersschwäche, wohlvorbereitet durch einen echt christlichen Lebenswandel, gestärkt durch den öfteren Empfang der hl. Sakramente, im gottbegnadeten Alter von 80 Jahren. Um stille Teilnahme bitten auch im Namen der Anverwandten in tiefem Schmerz: Frau Jakob Jakobl geb. Schramm Anton Deh u. Frau Margarete geb. Jakobi Hugo Rohling u. Frau Angela geb. Jakobi Joseph Jakobi u. Frau Emma geb. Hänsdicke Martin Grutzpalk u. Frau Maria geb. Jakobi Witwe Gerhard Jakobl geb. Hofer Karl Rosendahl 9 Enkeikinder und 3 Urenkel. Bonn,.-Altenbochum, Essen, Mayen, Frankfurt a. ., den 30. Dezember 1931. Die Ueberführung von Bonn nach.-Altenbochum findet in aller Stille am Donnerstag, dem 31. Dezember 1931, statt. Das feierliche Levitenseelenamt ist am 2. Januar morgens.30 Uhr in der Pfarrkirche in.-Altenbochum, anschließend.30 Uhr die Beerdigung vom Tranerhause, Wittener Straße 220, zum Friedhof in Altenbochum. Verzogen von Kortumstraße 13 nach Kortumstraße 19 Felke-Praxis H. Grotefeld, Bochum Homöopathie Naturheilweise sich auf Wohnung nach Ihrem los elnlich bedie Rauwohnt u. Ihnen Sie treuen Ihre neue die Sie la Geschmack fehlerrichten und glückwohnen wollen. Aber me sind noch ungedarum stellen wir gerne unseren Wohnberater völllg kostenlos zu Ihrer Verfügung. Dann wohnen Sie In Ihrem neuen Heim auch wirklich helmelig. 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Ernst), die Mädchenmittelschule(Studiendirektorin Heinsverger), die Mädchenrektoratschule in BochumLangendreer(Rektor Tiers), die Höhere Mädchenschule in BochumLinden=Dahlhausen(Schulvorsteherin Krupb). Nr.?.4. In#c die Höbere Maochenschute in DochumGerthe(Rektor Kloke) nehmen schriftliche Anmeldungen für die Sexta zu jeder Zeit entgegen. Mündliche Anmeldungen können in der Zeit vom 18 bis 23. Januar 1932 bei den Anstaltsleitern und=letterinnen von 11 bis 13 Uhr erfolgen. Schluß der mündlichen und schriftlichen Anmeldung am 23. Januar 1932. Die in den eingemeindeten Bezirken wohnhaften Eltern werden gebeten, ihre Kinder den in den eingemeindeten Bezirken liegenden höheren Schulen zuzuführen, da erfahrungsgemäß die Anmeldungen für die höheren Schulen der Altstadt die Zahl der dort verfügbaren Plätze übersteigen und daher mit der Möglichkeit einer Zurückweisung gerechnet werden muß. In die Untertertia der Realgymnastalen Studienanstalt treten die Schülerinnen, welche die Quarta eines Lyzeums mit Erfolg durchgemacht haben, ohne Prüfung ein. Bei der Anmeldung sind Geburtsschein Impfschein und Zeugnisbeft der Grundschule vorzulegen. Bochum, den 28. Dezember 1931. Die städt. Schulverwaltung. Zwangsversteigerung 14 K 102/31 Gemarkung Bochum Grundbuch von Bochum, Band 15, Artikel Nr. 24 Flur 11, Parzelle Nr. 620/39 Kortumstr. 105, a) Wohn= und Geschäftshaus mit Hofraum, d) Wohnungsanbau mit Lager und Werkstatt, c) Werkstatt rechts auf dem Hofe, d) Zwischenbau zwischen a) und), groß 4,89 Ar Flur 11, Parzelle Nr. 621/39, Kortumstraße 105, groß 1,33 Ar Flur 11, Parzelle Nr. 810°39, Kortumstraße 105, groß 0,12 Ar Flur 11, Parzelle Nr. 811/39, Kortumstraße 105, groß 0,36 Ar Grundsteuermutterrolle 1998 Gebäudesteuerrolle 3495 Gebäudesteuernutzungswert 5580 M. Eigentümer: 1. Kaufmann Johann genannt Jean Wicharz in Bochum, 2. Kaufmann Karl Cronenberg in Bochum, zu je ½ Anteil Versteigerungstermin: am 13. Januar 1932, vormittags 10 Uhr, an der Gerichtsstelle, Viktoriastraße 14, Zimmer 45(LM12 Bochum, den 12. Oktober 1931. Das Amtsgericht Zwangsversteigerung 14 K 104/31. Gemarkung Linden Grundbuch von Linden, Band 6, Blatt Nr. 150 Flur 10, Parzelle Nr. 185/35, a) Wohnhaus mit Hofraum und Hausgarten, b) Stall mit Abort, c) Nebenhaus Am Poter Nr. 12. groß 2,22 Ar, Flur 10 Parzelle Nr. 186/36, groß 1,34 Ar, Flur 10, Parzelle Nr. 187/36, groß 4,18 Ar, Flur 10, Parzelle Nr. 270/35, groß .74 Nr. Flur 10, Parzelle Nr. 268/40, groß 1,10 Ar, Flur 10, Parzelle Nr. 269/41, groß 1,48 Ar, Grundsteuermutterrolle 92 Gebäudesteuerrolle 140, a, b, e Gebäudesteuernutzungswert 670 Mk. Eigentümer: Die Witwe Betriebsfüher Hugo Portmann. Berta geb. Hohoff, in Linden, in fortgesetzter westfälischer Gütergemeinschaft mit ihren Kindern Erna, Walter und Hugo. Versteigerungstermin: Am 13. Januar 1932, 10.30 Uhr, an der Gerichtsstelle, Viktoriastraße 14, Zimmer 39. Bochum, den 17. Oktober 1931. Das Amtsgericht Terrier entlauf., drabthaar., weiß. Rüde, Belohn. 5 Ml. Teviestr. 25, 2. St. Ecke Alerandri. nenstraße. Verloren Damen=Handtasche m. Inhalt in Boch. Ebrenfeld. Wiederbring. erd. Belohn. Waldring 95. bei einmal., guter Abfind. als eigen an. Gute Familie. Berlin N. 39, Postlagerkarte 191. Die Lihjenen Brauf-Aussteuern jind das Bctehurde Nacheise. miit kulfriertemn Geschmack W so biing Bekanntmachung Wegen des Jahresabschlusses bleiben unsere Hauptstelle im Rathaus und S Sonnabend, dem 2. Jan.1932 für den Verkehr mit dem Publikum geschlossen Städtische Sparkasse Bochum Tanr Lschchker Die Bilanz des Notjahres 1931— Die Erfolge der Bochumer Sportler Drei Deutsche Mleifterschaften sind der Erfolg mühseliger Arbeit Wien erzielen. Die schwerathletische Jonglierziege ehrte als Olympiasieger in die Heimat zurück. Auch Bochum, 31. Dezember. Trotz aller Notzeit hat das Bochumer Sportleben im vergangenem Jahre viel Erfolge zu verzeichnen gehabt. Die Führer unserer Vereine haben nicht müßig und verzweifelt die Hände in den Schoß, gelegt,„Sie haben sich unsäglich viel freiwillige Mühen auferlegt, um der Schar ihrer Schutzbefohlenen über die seelischen Nöte der schweren Zeit hinweg zu helfen. Sie haben gearbeitet um die heimische Jugend zu ertüchtigen, um sie kampfkräftig und lebensfreudig durch eine Zeit zu führen, die nichts als Sorgen bereitete und große Opfer von den einzelnen forderte. Jenen Männern, die sich selbstlos für die Sache der Leibesübung eingesetzt, ungeachtet ihrer eigenen Sorgen um das Dasein, ist die Freude am Erfolg ihrer Arbeit Lohn gewesen. Sie haben sich in den Dienst einer Sache gestellt, deren volkserzieherische Arbeit der Reichspräsident von Hindenburg als Dienst am Volk und Vaterland bezeichnete. Wenn es auch nicht der Zweck der Sportvereine ist, Rekorde und Spitzenleistungen als endgültiges Ziel zu erstreben, so zählt doch die Betätigung und Bewährung der Jugend im Wettkampf zu den wenigen Freuden, die ihr in dieser freudlosen Zeit noch geboten wird. Es ist selbstverständlich, daß der junge Mensch, der sich durch seine sportliche und turnerische Betätigung wettkampfhart gemacht hat, sein Können mit anderen messen will. Das Leben verlangt heute von jedem das Höchstmaß an Leistungskraft. Die Jugend will sich im sportlichen Wettkampf stählen, um im Kampf ums Dasein erfolgreich zu bleiben.„ Geaährer zurigengen auns Wenn die Bochumer Sportführer zurückblicken auf das vergangene Jahr, so dürfen sie mit Recht auf das stolz sein, was auf allen Gebieten der Leibesübung erreicht worden ist. Der Fußballlport hat in Bochum, wie in fast allen Gauen des Deutschen Reiches, natürlich auch den meisten Anhang. Zu großen Erfolgen hat es im vergangenem Jahr allerdings nicht gereicht. Wenn man davon absieht, daß es „Germania 06“ gelang, Gruppenmeister der höchsten Fußballklasse der Bezirksliga zu werden und mit Union“ Gelsenkirchen um die Ruhrbezirksmeisterschaft kämpfen durfte und teilnahmeberechtigt war an der..=Runde um den dritten WSV.=Vertreter für die Kämpfe um die deutsche Meisterschaft. Leider konnte sich die Mannschaft bei den Endkämpfen nicht durchsetzen, da sie für solche schweren Kämpfe naturgemäß noch zu wenig Erfahrung hatte. Immerhin muß man den Erfolg der Germanen als den größten im fußballsportlichen heimischen Geschehen der letzten Jahre bezeichnen.— Wenig Freude bereiteten die Städtespiele, die der Rasensportverband austrug. Nur ein Spiel konnten die Bochumer von den dreien, die sie austrugen, gewinnen und zwar das gegen Wuppertal :2. Gegen Herne und Oberhausen zogen sie mit:2 bzw.:6 den Kürzeren. Besser schnitten schon die Bochumer Vereine der höheren Fußbalklassen gab. „Ver. Preußen 07“ und SB. Höntrop(der zwar nicht zu Bochum gehört, aber in der Bochumer Gruppe mitkämpfte) stiegen zur Bezirksliga auf. Langendreer 04, SC. Dahlbausen wurden Grupvenmeister der zweiten Bezirksklasse und qualifizierten sich dadurch für die erste Bezirksklasse. Grupgenmeister der Gauklasse wurden Sp Vg. Harpen und„Reichsbahn Tus“. Weiter bleibt noch zu erwähnen das Osterturnier um den Pokal des„Bochumer Anzeigers“. Der Pokal, der alljährlich unter den vier Vereinen„Tus“,„Germania“ MBV. Linden und„Preußen 07“ ausgekämpft wird, wurde diesmal von dem MBV. Linden gewonnen. Eine besondere Würdigung muß auch noch das Jugendtreffen des Ruhrbezirks erfahren. In Hattingen an der Ruhr trafen sich 5000 Jungens, die einmal tüchtige Sportsleute werden wollen und die durch ihre gewaltige Kundgebung der Oeffentlichkeit zeigten, daß sie sich rüsten wollen für den Lebenskampf und für Deutschlands Zukunft. Die füchtigen Handballlpieler Sehr erfolgreich waren die Bochumer Handballspieler. MBV. Linden und der Polizei SV. konnten die Gruppenmeisterschaften erringen und den „Märkern“ gelang es sogar, im imponierenden Stil Ruhrbezirksmeister zu werden. Im Kampf um die„Westdeutsche“ scheiterte die junge Mannschaft allerdings an alten zu erfahrenen Gegnern. Auch die Turner spielten im Handball eine recht beachtliche Rolle. Auch lier gelang es zwei Bochumer Vereinen, dem Ev. Gesellenverein und Eintracht, Bochum Gruppenmeister zu werden.„Eintracht“ Bochum krönte diesen Erfolg dadurch, daß sie die Gaumeisterschaft an sich brachte. Auch dieser jungen Mannschaft war dann im Kampf die Kreismeisterschaft vorzeitig ein Ziel gesetzt. Im Hockeyspiel ist der TUS. schön nach vorn gekommen. Besonders die Damenmannschaft hat sich in allen Kämpfen großartig geschlagen, aber auch die Herren haben zweifellos große Fortschritte gemacht. Unsere Kunftturner Seit vielen Jahren genießen Bochums Kunstturner einen großen Ruf. Die bekannte Westfalenriege ist ohne Bochumer kaum denkbar. Das Hauptkontingent bewährter Turner stellt, seit langem die„Turngemeinde“, die in vielen Mannschaftsgerätekämpfen siegreich geblieben ist. Auch in diesem Jahr gelang es der „Turngemeinde" bei dem Zusammentreffen, der besten Vereine Wesssalens in Hamm den ersten Sieg davon; z u t r a g e n. E i n e n s e h r h o c h e i n z u s c h ä t z e n d e n E r f o l g e r zielte bei den deutschen Gerätemeisterschaften der hervorragend veranlagte Kunstturner Neuhaus(Turngemeinde). Er konnte aus der großen Zahl der Bewerber sich als siebtbester Kunstturner qualifizieren. Auch in den anderen Sportarten, die in der Deutschen Turnerschaft gepflegt werden, setzten sich die Bochumer zum Teil recht erfolgreich durch. Im Faustball wurden die Damen des TV. Ehrenfeld=Rechen und die Herren des gleichen Vereins sowie der Polizei SV. Bochum(Meisterklasse) Gruppenmeister. Im Fechten errang Frl. Möbius die westfälische Florettmeisterschaft. Der T V. 48 Bochum, der sich vorbildlich für das Fechten einsetzt, hat mit seinen Fechtern und Fechterinnen bei allen Mannschaftskämpfen hervorragend abschneiden können. Kurz vor Jahresschluß brachten die Fechter vom TV. 48 in Bochum ein großes Turnier zur Durchführung, an dem sich die besten aus Westsalen (Dortmund, Lippstadt, Herford, Bielefeld und Eickel) beteiligten. Die Meilterklaffe der Leichtathleten Einen sehr schönen Aufschwung hat die heimische Leichtathletik gemacht. Durch den Zuzug von Jonath und Borchmeyer haben die TuS.=Leichtathleten imzielen können Jonath vonierende Erfolge erzielen können. Jonath krönte seine sportl. Laufbahn im August d. J. mit der Doppelmeisterschaft über 100 und 200 Meter, nachdem er zuvor über diese beiden Strecken auch Westdeutscher Meister geworden war. Hervorragend waren die Erfolge der SuS.=Staffel(Mense, Schuhmacher, Borchmeyer, JoErde geschossen. Der Erfolg ist denn auch nicht ausgeblieben. So konnte z. B. „Germania 1910“ westdeutscher Mannschaftsmeister im DAsV. werden. Zwei Boxer von der erfolgreichen„Germanen= staffel“, Jorewitz und Matthäi erkämpften im Leicht= bzw. Schwergewicht mit Gölzenleuchter(29) die Kreismeisterschaft. Auch Schlicht(Werne) errang den Titel für das Jahr 1931/32. Von außerhalb kam nach Bochum=Werne der deutsche Meister im Weltergewicht Wilke(Verne 30).,„, icheperbande Die Boxer des Reichsverbandes können Bochum=Werne der deutsche Meister im Bantamgewicht Deutscher Doppelmeister Jonath nath) über 4X100 Meter. Bei den„Westdeutschen" stellten sie mit 41,8 Sekunden eine neue Verbandsbestleistung auf. Besonders Erwähnung verdient auch die Tatsache, daß in fast allen leichtathletischen Länderwettkämpfen Jonath und Borchmeyer mit von der Partie waren. Ganz hervorragend ist auch die Leistung des Polizisten Born im Stabhochsprung. Born, der im Vorjahr Deutscher Polizeimeister war, errang in diesem Jahre mit einer Leistung von.70 Meter die westdeutsche Meisterschaft. Ruhrbezirksmeister wurden Plieth(TuS.) im Hochsprung und Born(PSV.) im Kugelstoßen und Stabhochsprung. Eine der markantesten Bochumer Sportveranstaltungen war in diesem Jahr wieder der Staffellauf„Quer durch Bochum“, der mit starker Beteiligung zum siebtenmal zur Durchführung kam. Sieger der Leichtathletikklasse blieb der T U S. und bei den Turnern der Evang. Gesellenverein. Den IndustrieStädtewettkampf zwischen Bochum, Essen und Dortmund entschied in diesem Jahr Bochum zu seinen Gunsten. Ein sehr schöner Erfolg war der Bochumer Stadtmannschaft in der„Rheinstaffel" beschieden, wo es ihr gelang, Klassensieger zu werden. Das leichtathletische Ereignis war natürlich wieder das TuS.=Internationale, auf dem sich alljährlich ein großer Teil der hesten deutschen und ausländischen Leichtathleten ein Stelldichein geben. Bedauerlich war nur, daß das Wetter auch in diesem Jahr dem Veranstalter wenig gut gesinnt war. Sehr segensreich für den heimischen Sport hat sich auch die Tätigkeit des Stadtverbandes für Leibesübungen ausgewirkt. Erinnert sei an das Hallensportfest zu Anfang des Jahres, an dem sich fast alle leibesübungtreibenden Vereine mit Erfolg betätigten, und so der breiten Oeffentlichkeit einen Querschnitt durch das Bochumer Sportleben zeigten. Sehr nett war auch, daß auf allen sportlichen Gebieten die Stadtmeisterschaften ausgetragen wurden und der Verband die Anregung gab und sie in die Tat umsetzte, sich in den Dienst der Winterhilfe zu stellen. Bochums neue Radrennbahn Deutscher Meister Wilke(.=Werne) meister wurden im Bantamgewicht Koch(19), im dergewicht Jestedt(19), im Leichtgewicht JakubowskiI(PSV.) und im Schwergewicht van Bremen(PSV.), der auch die Landesmeisterschaft erringen konnte. Der erfolgreichste Bochumer Boxer war wohl Jakubowski I(PSV.), der fast jeden Start siegreich gestalten konnte, in der deutschen Ländermannschaft gegen Italien stand und seinen Gegner nach Punkten besiegte. Viel Interesse fanden auch die pielen nationalen und internationalen Kämpfe des BSK. 19 und der Polizei, die zwei Mannschaften stellen, die als Gegner sehr gesucht sind. Die Sportkegler Die Aktivität, die auf allen Gebieten des Sports in Bochum entfaltet worden ist hat sich auch auf die Kegler übertragen. Ein kegelsportliches Großereignis in Westdeutschland ist der Kampf um den„Goldenen Kegel von Bochum“. Es ist außerordentlich ersgeulich, daß das uralte deutsche Kegelspiel gerade in mit besonderem Ehrgeiz gepflegt wird. ist heute als Sport überall anerkannt. Hundert oder zweihundert Kugel nacheinander mit präziser Genauigkeit in die Gasse werfen, verlangt von dem Akteur unzweifelhaft ein zielbewußtes. Training. Der„Goldene Kegel von Bochum“ ist heute in Westdeutschland ein angesehener Wettbewerb. in dem sich die Besten aus allen Gauen einen verbissenen Kampf liesegn,„Von Jahr zu Jahr haben sich die Leistungen verbesert, Abgesehen davon, daß innerhalb der Stadt Bochum Stadtmeisterschaften in die„Vollen" und im„Abräumen“ ausgetragen werden, ist gerade der Kampf um den„Goldenen Kegel von Bochum“ einer jener unserer markanten Sportveranstaltungen, die den Ruf unserer Vaterstadt auf sportlichem Gebiet nach draußen außerordentlich verstärken. Das Stiefkind im Bochumer Sportlieben in kehrte als Olympigsieger, in die Heimat pgück.„Auch zwei norddeutsche Meistertitel wurden nach Bochum entführt. Becker und Höhner konnten den Titel im Mittel= bzw. Halbschwergewicht erringen. Glänzende Erfolge waren auch den Turnern der Freien Deutschen Turnerschaft beschieden. Viele Titel— es ist unmöglich, sie hier alle aufzuzählen— wurden nach Bochum geholt. Auch bei den Bundesmeisterschaften hat es sogar für mehrere Siege gereicht. Dem Allgemeinen Deutschen Turnerbund ist„Jahn"=Harpen angeschlossen, der mit zu den führenden Vereinen des Kreises zählt. Bei den Kreismeisterschaften des Bundes konnte sich der junge Sprinter Auf der Heide über 100 und 200 Meter den Kreismeistertitel sichern. Auch im Handball spielt „Jahn“=Harpen eine beachtliche Rollf., Etwas zurückgetreten sind in diesem Jahr(wohl hauptsächlich durch das Boxen) die Ringer (DAsV.), die sich zwar rege sportlich betätigten, aber an den Meisterschaften sich nicht beteiligten. Auch die Motorsportler haben nicht die Tätigkeit der Vorjahre entfaltet. Immerhin konnten sich die Bochumer Motorradfahrer in großen Straßenrennen Rund um die Hohensyburg glänzend behaupten. Burger konnte mit glänzender Leistung Klassensieger werden und Hackenberg und Jenau erkämpften sich achtbare Plätze. Im übrigen beschränkten die die besonders stark unter den wirtschaftlichen Verhältnissen leiden, ihre Tätigkeit auf kleinere Gesellschaftsfahrten. Der Skifport marschiert Immer größer wird der Interessentenkreis für den Skisport. Das herrliche Sauerland ist in den Wintermonaten, so wie die Schneeverhältnisse einigermaßen günstig sind, am Wochenende das Ziel vieler tausend Schneeschuhläufer.„Auch in Bochum gibt es von Jahr zu Jahr mehr Menschen, denen die„Brettegp eine Welt bedeuten. Bei den Wettkämpfen, die der Skiklub Sauerland zum Austrag brachte, gelang es auch wieder mehreren Bochumern, sich hervorragend zu placieren. Im Verbandsstaffellauf(Altersklasse 11), im Verbandsabfahrtlauf„(Altersklasse II) und im Damenlauf gelang es Mitgliedern der hiesigen Ortsgruppe, jeweils den zweiten Platz zu erkämpfen. Der Skisport, der hier auf dem besten Wege ist, Volkssport zu werden, dürfte in dieser Saison sicher wieder viel neue Freunde gewinnen, Eine sehr rege Tätigkeit entfalteten auch die Bochumer Schachlpieler Dem Schachkreis Bochum gehören so gute Spieler wie die Westfalenmeister Herrmang, Kroll Rogmann an. Die Spieler haben sich in vielen Turnieren hervorragend geschlagen. So teilten Rogmann und Herrmann beim Turnier in Hamm sich den ersten und zweiten Platz. Auch das Dortmunder Turnier brachte Herrmany, den ersten und zweiten Platz dem Fünfmeisterturnier in Bad Pyrnier brachte, Herrmann den ersten und zweiten Ple mit Seitz, Bei dem Fügfmgisterturnieg in Bad Phr: mont wurde Herrmann Zweiter hinter Bogoljubow, und Rogmann blieb Sieger in einem Fünferturnier. Der Schachklub Langendreer konnte in stärkster Konkurrenz die Kreismeisterschaft erringen. Den Titel Bochumer Meister sicherte sich Rogmann. Einen ganz großen Erfolg haben die füchtigen Billardspieler in Bochum zu verzeichnen gehabt. Hermann Stirnberg(BC. Bochum 23) war es vergönnt, ohne eine Verlustpartie die deutsche Meisterschaft der 4a=Klasse nach Bochum zu bringen. Auch dieser Erfolg, der nur durch fleißiges Training möglich war, beweist am besten die Zielstrebigkeit der Bochumer Sportler.. Die Die Radfahrer haben mit der Fertigstellung der Radrennbahn endlich Gelegenheit gefunden, auch auf diesem Sportgebiet die Bochumer Farben nach außen hin in Zukunft besser vertreten zu können. Der„Verein Radrennbahn Bochum“ hat gemeinsam mit der Stadt eine moderne Bahn geschaffen, die den Wünschen der Radsportfreunde in jeder Beziehung, genügen dürfte. Die vielen Veranstaltungen, die ausschließlich dem Nachwuchs vorbehalten waren, haben gezeigt, wie nötig diese Bahn für Bochum war. In dem jungen Fahrer Hasselberg hat die Bahn gleich ein versprechendes Talent hervorgebracht. Sehr erfolgreich war bei allen Straßenveranstaltungen, an denen er teilnahm, der Bochumer Lohmann, der zweifellos zu den besten Fahrern des ganzen Reiches gehört. Erwähnung verdient auch noch der RV.„Pfeil“ der zu wiederholtem Male Gaumeister in Mannschafts=Kunstreigen wurde. Die Ruderer streben nach vorn Auch im Rudern sind die Bochumer im vergangenen Jahre stark in den Vordergrund gerückt. Besonders der Jungmann=Vierer des R C. Bochum konnte schöne Siege auf sein Konto bringen. Bei der Verbandsregatta in Duisburg und beim Dauerrurdern in Orsoy konnten die Bochumer erste Siege erringen. Auch auf fast allen anderen Regatten, an denen sich der Jungmann=Vierer beteiligte, war er erfolgreich. Weit über die Grenzen unserer Vaterstadt sind auch die heimischen Kanufahrer bekannt. Der Kanuklub Bochum und die Kanu=Gesellschaft Linden=Dahlhausen kamen von allen Regatten, die sie beschickten, siegreich heim. Der Vierer=Kanadier des KC. Bochum konnte sich in den Besitz der westdeutschen Meisterschaft bringen. Die vielbeschäftigten Boxer Der Boxsport hat in Bochum seit langen Jahren eine Pflegestätte gefunden. Schon mehrere deutsche, murgter haben hier in Bochum den Anfang ihrer erfolgreichen Laufbahn gemacht. Erinnert sei nur an Seifried, Reppel, Neusel,Wieser und andere. In allen Stadtgebieten sind Boxsportvereine wie Pilze aus der ist und bleibt vorerst noch der Schwimmsport. Man muß ohne weiteres die zielstrebige Arbeit des Stadtamtes für Leibesübungen anerkennen, es ist aber auch ihm in der heutigen Notzeit unmöglich, die lang gehegten Wünsche der Wassersportler zu erfüllen. Es wird aber die Hoffnung der Bochumer Schwimmer sein, daß die Stadt Bochum es als erste und vornehmste Aufgabe sich im neuen Jahr macht, wenn möglich, alle jene Wünsche zu erfüllen, die nicht nur die Wettschwimmer seit langem haben. Man muß aus diesen Gründen die geradezu vorbildliche Tätigkeit und die Selbsthilfe besonders die des Schwimmvereins„BlauWeiß" bewundern. Die„Blau=Weißen“, die mit zu den ältesten Sportvereinen der Stadt Bochum überhaupt zählen, haben nichts unversucht gelassen, mit den Mitteln, die ihnen zur Verfügung stehen, die Oeffentlichkeit für ihren Sport zu interessieren. Der Nachwuchs unserer Schwimmvereine ist trotz allem stark in den Vordergrund getreten. Wenn es auch nicht dazu gereicht hat, die Tradition der Geschwister Rehborn aufrecht zu erhalten, so sind doch die Erfolge, die zum Beispiel Lu Koch Herde und Dieser unter den bestehenden Verhältnissen erzielten, besonders hoch einzuschätzen Der akademische Exweltmeister Kohlitz hat von der Schar seiner ihm anvertrauten Zöglinge sicher noch für die Zukunft viel Freude für seine Mühe zu erwarten. Auch im Tepnissport ist Bochum nicht müßig geblieben Das Mannschaftsturnier des TuS. ist in Westdeutschland eine der wenigen Veranstaltungen, die vor allen den Nachwuchs berücksichtig. Auch das große Turnier des Tennisklubs am Rechener Wald, das zwar in diesem Jahr ausgefallen ist, soll, wenn die Zeitverhältnisse wieder einigermaßen besser geworden sind, dazu beitragen, den Tennissport unserer Heimatstadt welter zu fördern. Olympielieger Einen ganz großen und stolzen Sieg konnte die Musterriege der Freien Sportvereinigung Bochum auf der zweiten Arbeiter=Olympiade Deutscher Meister Stirnberg(Bochum) Tatsache, daß Bochum in diesem Jahre drei deutsche Meister in seinen Mauern beherbergt, kennzeichnet zugleich, daß die Bemühungen und Arbeit der Bochumer Sportführer auf fruchtbaren Boden gefallen sind. Der Westfalenmeister im Billardspiel, Walter Rippelmeyer, darf für sich das Lob in Anspruch nehmen, daß er Stirnberg den letzten Schliff gegeben hat, der für die Erringung des stolzen Titels nötig war. Auch der Stadtverband der Billardspieler ist recht rührig gewesen. In diesem Verband wurde Emil Hackenberg Stadtmeister. P. W. Neujahr ilf wenig los Fußball 2FC. Laer—„Ver. Preußen 07“, TuS. Kornharpen—„Teutonia“ Riemke, SpVg. Harpen—„Borussia“. Handball „Westfalia“— SC, Dahlhausen. RVB. Linden— BB. Altenessen. in MolmersGedenktafel 31. Tezember. 1747 Der Dichter Gottfried Bürger wende am Harz geb.(gest. 1794). 1877 Der französische Maler Gustave Courvet in La Tour de Peiltz gest.(geb. 1819). 1. Januar. 1484 Der Reformator Ulrich Zwingli in Wildhaus, Schweiz, geb.(gest. 1531). 1891 Deutschland besetzt die Küste Deutsch=Ostafrikas. Personal-Nachrichten Der Rechtskandidat Bernard Vilter in Bochum bestand vor dem Oberlandesgericht in Hamm die Referendarprüfung. Betriebsassistent Hans Audehm von der Gahlenschen Straße bestand vor dem Prüfungsausschuß der Fachschule der Reichsbahndirektion in Essen die Fachprüfung mit Gut. A. erhielt für seine geleisteten Arbeiten eine besondere Auszeichnung.— Betriebsassistent Hill wurde von Dahlhausen nach Wengern versetzt; ferner Uhl von Langendreer nach Stockum; Rangiermeister Hölscher von Langendreer nach Bövinghausen; Rangierer Sievering von Dortmund nach BochumNord. Evangelische Kirchengemeinde Wiemelhausen. Der Silvestergottesdienst in der Petrikirche heute abend 8 Uhr wird durch Mitglieder aus dem Solistenkreis der Evangelischen Kurrende kirchlich=musikalisch reich ausgestaltet werden. Außer Werken für Orgel und Violine von Reger und Bach soll unter anderem. Joh. Phil. Kriegers Kantate„Wo willst du hin, weil's Abend ist, du lieber Pilgrim Jesu Christ" fur Einzelstimmen und Orgel erklingen. Aus der katholischen Gemeinde. In den katholischen Pfarrkirchen finden am heutigen Silvesterabend Jahresschlußandachten mit Predigt statt.— Mit dem morgigen Neujahrsfeste wird zugleich der Herz=Jesu=Sühne=Freitag gefeiert.— Für den Bezirksverband Bochum der katholischen Jungmännervereine findet von hezzte bis Sonntag abend ein Exerzitienkursus in Essen=Vorden statt. Vom 3. bis 9. Januar ist im Verbandsheim in Altenberg ein Führerkursus für„Jungführer unter den Arbeitslosen". Jeder Verein stellt je nach seiner Mitgliederzahl einen oder zwei Mann. Aus Anlaß des 25jährigen Bestehens des Bezirksverbandes findet Mitte Januar eine Feierstunde statt. Winterhilfssammlungen Nach den dem preußischen Staatskommissar für die Regelung der Wohlfahrtspflege zugegangenen Nachrichten mehren sich neuerdings die Fälle, in denen von unberufener Seite, namentlich von politischen Vereinigungen, öffentliche Sammlungen für Zwecke der Winterhilfe, und zwar nicht allein durch Zeitungsaufrufe, sondern auch von Haus zu Haus, ohne Verbindung mit den allgemeinen Winterhilfsausschüssen und ohne die vorgeschriebene behördliche Genehmigung veranstaltet werden. Verschiedentlich hat dies bereits zu einer fühlbaren Beeinträchtigung des von den berufenen Trägern der Wohlfahrtspflege durchgeführten allgemeinen Winterhilfswerks geführt.......9 eunst miteist Wie der amtliche preußische Presseviens mitlent, ersucht deshalb der preußische Staatskommissar für die Regelung der Wohlfahrtspflege die Oberpräsidenten und Regierungspräsidenten sowie den Polizeipräsidenten in Berlin, solchen Sonderaktionen, nötigenfalls durch Einleitung von Strafverfahren und durch Anwendung der in der Verordnung vom 15. Februar 1917(RGBl. S. 143) vorgesehenen Verwaltungsmaßnahmen, nachdrücklich entgegenzuwirken und bei jedem sich bietenden Anlaß der Oeffentlichkeit darüber aufzuklären, daß nur solche Sammler zur Annahme von Spenden für die Winterhilfe ermächtigt sind, sind einen polizeilich abgestempelten Ausweis oder einer polizeilich abgestempelte Sammelliste bei sich führen. Nur dadurch, daß jedermann die Legitimation des Sammlers prüft, ehe er eine Spende gibt, kann verhütet werden, daß sich Schwindler die Winterhilfssammlung zu Nutze machen. Markttag im Schnee Nach Festtagsbraten wieder Gemüse. Das Marktgeschäft litt am Mittwoch naturgemäß unter der Geldknappheit nach Weihnachten und zum Monatsende. Grünkohl, das Hauptgemüse in dieser Jahreszeit, war im Ueberangebot vorhanden, wurde aber auch viel gefragt. Sehr viel wurden die billigen Sorten der Apfelsinen und Aepfel angeboten. Ebenso gut war das Geschäft mit grünen Heringen. Der Verlauf des Marktgeschäftes war ruhig. am 23. Dezember: . Pfd. 8 Pf. .... Psd. 6 Pf. .... Pfd. 10 Pf. .... Pfd. 10 Pf. . Psd 29-35 Pf. .... Prd. 10 Pf. ... Pfd. 30 P Stuck 10—15 Pf. ... Pid.—7 Pf. ... Pfd. 10 Pf. .... Pid. 20 Pf. . Pfd. 10—15 Pf. .... Pid. 30 Pf. ... Pfd. 10 Pf. Pfd. 50-70 Pf. Ein neuer Schwindlertrick In letzter Zeit ist hier ein unbekannter Betrüger aufgetreten, der bei Familien, die Bezieher irgendeiner Familienzeitschrift sind, vorspricht und sie auf folgende Weise schädigt: Er gibt an, daß die von ihm angeblich vertriebene Versicherungszeitschrift mit der Zeitschrift, die von dem Geschädigten bezogen wird, verschmolzen sei. Wenn der Bezieher zehn Pfennig an Beiträgen monatlich mehr zahle, würde sich die Leistung der Zeitschrift, deren Bezug zugleich mit einer Lebensund Unfallversicherung verbunden ist, um das Doppelte erhöhen. Zur Täuschung der Geschädigten stellt der Betruger auch Polizen aus. Erst dann verlangt er zwei Mark Aufnahmegebühren. Die Versicherungspolizen hat sich der Betrüger bei Zeitschriftenvertriebsfirmen erschwindelt und versucht nun, unter Benutzung dieser Polizen, sich eine Einnahmequelle zu verschaffen. Beim Spiel verunglückt. Als sich in den Morgenstunden des gestrigen Tages Kinder auf der Dorstener Straße mit Schneeballwerfen vergnügten, glitt ein zwölfjähriger Junge aus und schlug mit dem Hinterkopf derart unglücklich auf die Steinstufen eines Treppenaufganges auf, daß er blutüberströmt und bewußtlos liegenblieb. Passanten brachten den Bedauernswerten sogleich zu einem in der Nähe wohnenden Arzt, der nach Anlegung eines Notverbandes seine sofortige Ueberführung ins Krankenhaus anordnete. 90 Jahre alt Am 1. Januar begeht die Witwe Henriette Hagelgans, Hofsteder Str. 47, ihren 90. Geburtstag. An diesem Tage können die Hochbetagte vier Kinder, 22 Enkel und acht Urenkel beglückwünschen. Selt Stadtteil Altenbochum Unglücklicher Sturz. Einen schweren Unfall erlitt eine bejahrte Kriegerwitwe aus der Laerstraße. Dieselbe war im Begriff. einem heimkehrenden Angehörigen die Haustür zu öffnen. Dabei stürzte sie eine Steintreppe hinunter und blieb besinnungslos an der untersten Stufe liegen. Ein sofort herbeigerufener Arzt stellte eine schwere Gehirnerschütterung fest, die die Ueberführung der Verunglückten in das Elisabeth= Krankenhaus notwendig machte. Eine kleine Geige möcht" ich haben. Aus einem Zimmer der katholischen Schule an der Liebfrauenstraße wurde eine Geige im Werte von 30 RM. gestohlen. notierten die Preise Rotkobl Weißkohl Wirsina Grünkobl Blumenkohl Wurzeln Schwarzwurzel Kohlrabi Kartoffeln Spinat Rosenkobl Endiviensalat Feldsalat Zwishe Weinirauden Aepfel Bananen Zutronen Avselsinen Walnüsse Halelnusse Eronüsse Reigen Datteln Eier Holl Süßrahmbutter Oldenburger Landbutter Cuppenbübner Masivübner Junge Hayuchen.. Rindfleisch Ochsenfletsch Schweinefleisch Kalbfleisch Hammelfleisch...... Schellfisch fl. Scheulfisch gr. Kabelsau Rotbarsch Flußbecht Karpfen, lebend Karpsen Ftschfilet Schollen Seelachs Grüne Heringe .. Pfd.-40 Pf. .. Pfd. 25—30 Pf. . Stück—10 Pf. .. Stück—10 Pf. .. Pid. 50—60 Pf. .. Pid. 50 60 Pf. .... Pfd. 40 Pf. ... Pid. 35 Pf. ".. Paket 80 Pf. Stück 10-12 Pf. ... Pfd..50 Mt. ... Pfd..40 Mk. ... Pfd..20 Mk. ... Pfd. 85 Pf. ..... Pid 90 Pf. .... Pfd..10 Mt. .. Pfd. 60-45 Pf. .. Pfd. 65-40 Pf. Prd. 00—80 Pf. Pfd. 0,90-.00 Mt. Pid..90—1,10 Mt. ... Pfd. 25 Pf. .... Pfo. 30 Pf. .... Psd. 40 Pf. ... d 30 Pf. ... Psd..00 Mt ... Pfd.— Ml. ... Pid..00 Mt. .. Pfd. 40—60 Pf. Pfd. 40— 80 Pf. .. Pfd. 50 Pf. Pid. 15—20 Pf. am 30. Dezdr. .... 8 Pf. .... 6 Pf ..... 8 Pf. ... 1 0 P f. .. 20—35 Pf. .... 10 Pf. .. 3 0 P t. .. 10—15 Pf. ..—5 Pf ... 10 Pf. .... 20 Pf. ". 10—15 Pf. .... 40 Pf. ... 1 0 P f. . 50-70 Pf .—40 Pf. .. 25—30 Pf. •.—10 Pf. -10 Pf. .. 50-60 Pf. .. 50-60 Pf. .... 25 Pf. .... 35 Pf. .. 80 Pf . 1 0• 1 2 P f. ....50 Mk. ....40 Mk. ....20 Mk. .... 95 Pf. ... 90 Pf. ....10 Mk. .. 60- 65 Pf. .. 60—80 Pf. 90- 80 PI. .00 1,00 Mt .90—.10 Mi ... 25 Pf ... 40 Pf. 40 P .: 35-40 P **„.00 Mt. **".30 Mt. 1,00 Mt. .: 50- 60 P. 35-90 U .. 50 6 15-20 Pf. Stadtteil Laer Schlechte Bürgersteige. Trotzdem im„B..“ des öfteren über den schauderhaften Zustand der Bürgersteige an der Wittener Straße Klage geführt wurde, wird keine Ausbesserung vorgenommen. Tiefe Löcher und regelrechte Gräben lösen auf beiden Seiten der Straße einander ab. Abhilfe tut dringend not. Stadtteil Werne Zur letzten Ruhestätte. Einer der ältesten und angesehensten Bürger unseres Stadtteils, der Rentner Christian Deller, Deutsches Reich, wurde unter stärkster Anteilnahme aus den Kreisen der hiesigen Bevölkerung zu Grabe getragen. Seine treuen Vereinskameraden des Männergesangvereins„Cäcilia, des Krieger= und Landwehrvereins und des Knappenvereins gaben dem langjährigen Freunde das letzte Gele##. Umfangreiche Arbeiten bei der Reichspost. Vor einigen Wochen hat die Reichspost durch Ausschreiben die Genehmigung nachgesucht, für die überlasteten Telegraphen= und Telephonkabel auf der Strecke Dortmund—Bochum weitere Kabel einzubauen, deren Linienführung durch unseren Stadtteil über den Hellweg, die Kreyenfeld= und Wittekindstraße führt. Diese Arbeiten werden sofort nach Neujahr in Angriff genommen. Anscheinend hängt die Durchführung dieses Projektes mit der Anlage des Unteramtes für die Fernsprechteilnehmer aus Langendreer und Werne, die bisher noch zu den Aemtern Witten und Dortmund gehören, zusammen. Stadtteil Langendreer Das Knappschaftskrankenhaus wieder belegt. Nach dem Großbrande des Knappschaftskrankenhauses im März dieses Jahres wurden bei dem Wiederaufbau in sämtlichen Abteilungen große Neuerungen getroffen. Alle Krankenzimmer, die mit eigener Warm= und Kaltwasserleitung, einem besonderen Wasch= und Speibecken und einem Dopveltürverschluß versehen wurden, konnten in diesen Tagen restlos wieder in Betrieb genommen werden. Erwerbslosen=Weihnachtsfeier. Im Grollmannschen Saale bereitete der Erwerbslosenausschuß der freien Gewerkschaften den Erwerbslosen und ihren Familien eine schone Weihnachtsfeier. Gesangliche und musikaliche Darbietungen wechselten mit Gedichtvorträgen. Die Festansprache hielt Reichstagsabgeordnete Frau Schulz (Herne). Treibhausfenster gestohlen. Von dem Treibhaus einer Gärtnerei wurden in der Nacht zum 29. Dezember fünf Fenster abgedeckt und gestohlen. Es handelt sich um Fensterscheiben ohne Rahmen, Größe 1,43 mal 0,70 Meter. Stadtteil Weitmar Weihnachtsfeier des Flottenbundes deutscher Frauen. Im„Waldschlößchen“ konnte die Vorsitzende des Flottenbundes, Frau Marwiek die überaus gut besuchte Weihnachtsfeier eroffnen. Gemeinschaftliche Lieder und sonstige weihnachtliche Deklamationen unter dem brennenden Tannenbaum ließen bald die rechte Weihnachtsstimmung aufkommen. Große Freude bereiteten die Bühnenaufführungen. Nikolaus verteilte zum Schluß eine Fülle von Gaben für die artigen Kinder. Eine Verlosung brachte allerlei Ueberraschungen. Verein heimattreuer Ost= und Westpreußen, Weitmar=Nord. Die Weihnachtsfeier bei Holler war stark besucht. Nach einer Begrüßungsansprache des Vorsitzenden Jobski und dem Prolog von Frl. Jungborn, erklangen fröhliche Weihnachtslieder. Auch die Kleinen trugen durch Gedichte und das Theaterstück„Der Engel“ zur Verschönerung des Festes bei. Unter der Leitung des Landsmannes Borkowski fand das Theaterstück„Weihnachten beim Kommerzienrat“ großen Beifall. Im Verlauf der Feier konnte der erste Vorsitzende zehn Landsleute für besondere Verdienste mit der silbernen Nadel ehren. Zum Schluß kam dann noch der Nikolaus und bescherte die Kleinen. Marine=Kameradschaft. Die Kameradschaft versammelte sich am dritten Weihnachtsfeiertage mit ihren Angehörigen und Kindern im Vereinsheim Westhoff. Nach einleitenden Musikvortragen und gemeinschaftlich gesungenen Weihnachtsliedern begrüßte der 1. Vorsitzende E. Werntgen die zahlreich Erschienenen auf das herzlichste. Alle Kinder konnten mit einer großen Tüte beschert werden. Gefaßte Einbrecher. Wir berichteten kürzlich von einem Einbruch in die Molkereiproduktenhandlung Bickehoer, Hattinger Straße 248, wobei die Täter beträchtliche Mengen Fett=, Käse= und Fischwaren erbeuten und unerkannt entkommen konnten. Den eifrigen Bemühungen der Bochumer Kriminalpolizei ist es nunmehr gelungen, die Einbrecher in Gelsenkirchen zu ermitteln und hinter Schloß und Riegel zu bringen. Ein Teil der Beute konnte dem Eigentümer wieder zurückgegeben werden. Stadttell Querenburg Hohes Alter. Oma Gehring, Stiepeler Straße 191, feiert am 1. Januar im Kreise ihrer Kinder und Enke kinder ihren 80. Geburtstag. Sie ist geistig noch sehr frisch. Stadtteil Gertbe Weihnachtsfeiern in Gerthe. Zu einer Weihnachtsfeier hatte der Verein heimattreuer Ost= und Westpreußen am zweiten Feiertag im Kalthoffschen Saale eingeladen. Der Vorsitzende Gesk hielt die Begrüßungsansprache. In bunter Reihenfolge wechselten Musikstucke, Gedichtvorträge und gemeinsame Lieder ab. Besondere Freude lösten zwei Theaterstücke aus. Die Kinderbescherung zum Schluß gab der harmonisch verlaufenen Feier einen fröhlichen Ausklang.— Am Sonntag fand im Cöppenkastropschen Saale eine Weihnachts feier des evangelischen Arbeiter= und Bürgervereins statt. Vorsitzender Wassermann begrüßte die Anwesenden. Im Mittelpunkt der Feier stand die Festrede Pfarrer Ruwwes. Seine Ansprache hinterließ bei allen Zuhörern einen tiefen Eindruck. Ein von der Jungschar aufgeführtes Stück„Die sonderbaren Engel" fand ungeteilten Beifall. Auch in diesem Jahre war es dem Verein möglich, von den Mitgliedern selbst aufgebrachte Spenden zu verteilen. Durch heißes Wurstfett verbrüht. Einen bedauerlichen Unglücksfall erlitt Dienstag nachmittag der Metzgerlehrling Andreas Fl. Der junge Mann besorgte nach der Schlachtung das Wurstkochen. Beim Absetzen des Kessels wurde er von dem heraussprudelnden glübend heißen Wurstfett am rechten Oberkörper. an Beinen und Händen verbrüht. Der Bedauernswerte mußte ins Krankenhaus gebracht werden. Stadtteil Harpen Das dunkle Kornharpen. Seit dem 18. Dezember liegen die Straßen Kornharpens abends im Dunkeln. Dafür brannten an einigen Tagen die Straßenlampen in den Morgenstunden bis in den hellen Mittag hinein. Es bedarf wohl nur wie wiederbolt dieses Hinweises, um den Mißstand wieder abzustellen. Stadtteil Hiltrop Verkehrsunfall. Die Bergleute Franz D. und Oskar St. wurden, als sie auf dem Fahrrad von der Schicht heimkehrten, von einem Personenkraftwagen überfahren. Beide wurden so schwer verletzt, daß sie ins Krankenhaus gebracht werden mußten. Stadtteil Bergen Evangelische Elternvereinigung Bergen. Eine schlichte Weihnachtsfeier fand bei Feierabend statt. Die Festrede hielt Hauptlehrer Kuhl. Neben gemeinsam gesungenen Liedern und Deklamationen erfreuten die Kleinen durch wohlgelungene Theateraufführungen. Den Abschluß bildete eine Bescherung der 220 Kinder. Krieger= und Landwehrverein Bergen. Die Weihnachtsfeier am ersten Feiertag im Saale des Wirtes Feierabend nahm einen stimmungsvollen Verlauf. Der erste Vorsitzende Becker richtete herzliche Begrüßungsworte an die Erschienenen. Bühnenaufführungen leiteten über zu der Kinderbescherung. In seinem Schlußwort dankte der Vorsitzende allen Mitwirkenden. Stadtteil Riemke Heimattreue Ost= und Westpreußen, Riemke. Im Saale Others hielt der Verein am Samstag seine diesjährige Weihnachtsfeier ab. Der Vorsitzende Choynowski begrüßte die Landsleute aufs herzlichste. Mehrere lebende Bilder, ein Weihnachtsspiel Der alte Junggeselle, Musik= und Liedervortrage füllten die Stunden angenehm aus. Etwa 90 Kinder konnten erfreut werden. 2. Januar, abends.15 Uhr, im Ernst=Moritz=Arndt= Haus) sei nochmals hingewiesen. Das Spiel wird nicht, wie im Vorjahre, wiederholt, sondern nur einmalig dargeboten. Alles nähere wird aus der Anzeige in der heutigen Ausgabe ersehen. Lettow=Vorbeck spricht in Bochum. Auf Einladung des Frauenbundes der Deutschen Kolonialgesellschaft, Abteilung Bochum, spricht am 6. Januar, abends 8 Uhr, im Parkhotel Haus Rechen, der aus dem Weltkriege bekannte Verteidiger Deutsch=Ostafrikas, General a. D. Lettow=Vorbeck, über„Ostafrika und seine Aufgabe gegenüber dem Mutterlande. Anschließend geselliges Zusammensein. (=) Neujahr Parkhauskonzert. Das Städtische Orchester veranstaltet am Neujahrstage, nachmittags von 4 bis 6 Uhr, ein Konzert im Parthaus. Leitung: Konzertmeister Kurt Hofmann.(Siehe Anzeige.) (=) Bochumer Gastwirte laden zu Silvester ein. Die Not in allen Kreisen und Schichten unserer Bevölterung, nicht zuletzt auch im Kleingewerbe, das unter der drükkenden Steuerlast und der schwierigen Wirtschaftslage leidet, ist sehr groß. So versucht das Gastwirtsgewerbe zum Jahresabschluß durch Silvester=Feiern und mancherlei andere Veranstaltungen den nicht unbedeutenden Geschäftsausfall wenigstens zu einem geringen Teil wettzumachen.(Siehe den Anzeigenteil in der heutigen Nummer.) Plaza=Varieté. Am 1. Januar 1932 Première des großen Neujahrsprogramms. In diesem Programm treten zehn Weltstadt=Attraktionen auf. An erster Stelle sind zu nennen Albert Toulouse, das Balance=Wunder vom Wintergarten(Berlin), Paros, Miniatur=Zirkus und acht weitere Attraktionen. Günstige Wetteraussichten für ein kaltes Neujahr Wetterbericht der Essener Wetterwarte vom 30. Dez. Das Ostseetief hat sich schon aufgefüllt und wandert nach Rußland ab. Auf seiner Ruckseite bildete sich gestern über Dänemark ein Teilwirbel, der heute früh über der deutschen Ostseeküste zu erkennen ist. Hier herrscht auch strichweise Schneefall. Auf seiner Rückseite hat sich in Nordwestdeutschland die kalte Nordströmung mehr und mehr durchgesetzt, so daß die Temperaturen allgemeine Frostnähe angenommen haben. In unserem Bezirke werden die Temperaturen im Bereiche der kalten Polarluft noch weiter sinken. In der Nacht wird es infolge Ausstrahlung, noch begünstigt durch eine zusammenhaltende feuchte Schneedecke, zu stärkerem Frost kommen. Das herrschende Wetter bleibt zunächst erhalten. Vorhersage für Donnerstag: Nördliche bis nordöstliche Winde. Stärkeres Aufklaren, nur noch einzelne feuchte Schneeschauern. Nachts verschärfter Strahlungsfrost. Tagsüber Temperaturen noch wenig unter Null. Wahrscheinliche Weiterentwicklung: Wolkig bis heiter mit Frostzunahme. Mittwoch, 30. Dezember Barometer 24 Uhr: 328 Thermometer 2 Uhr:# Zeiten für Sonne und Mond am 31. Dezember: (2 Aufg..35, Unterg. 16.30; C Aufg.—, Unterg. 11.55 Schneebericht Stadtteil Hordel Hordeler Saalbau. Heute abend ist in dem zwei Minuten vom Bahnhof Hordel=Eickel gelegenen Hordeler Saalbau ein bunter Abend des Operettentheaters Bochum anläßlich der Silvesterfeier.(Siehe auch die heutige Anzeige und den Hinweis in der Dienstagsausgabe.) Cechumtel=Wrranstan..... Sauerland Kahler Asten Willingen Meinerzbagen Eisel Monschau Taunns Feldberg Rhön Wasserkuppe Harz Schierke Braunlage Habnenklee Thuringer Wald Overhof Inselsbera Schwarzwald Titisee Feldberg Bayrische Alpen Garm=Partenk. Berchtesgaden Oberstdorf Pulverschnee verweht Pulverschnee Pulverschnee Pulverschnee Pulverschnee Pulerschnee Pulverschnee Pulverschnee —8 351 15(Pulverschneef sehr gut 25 10 Pulverschnee —322; 10 verbarscht 25) 10(Pulverschnee gut möglich möglich Ski gut. Rod.mät. sehr gut gut gut gut gut sehr gut sehr gut Skimäß., Nod.gut sehr gut (=) Stadttheater Bochum.„Caramba...! oder Dolores und die Parallelen" steht über dem Theaterzettel der„Operette mit Hindernissen“, die heute abend als Silvesterulk zum erstenmal gegeben wird. Viel darf man eigentlich nicht wissen, wenn man sich dieses Stück ansehen will, da man sonst die Freude vorwegnimmt. Aber einiges sei dennoch im voraus verraten.„Caramba...!“ wie es als Titel über dem Stück steht, ist der bekannte spanische Kraftausdruck; es birgt sich in diesem einen Wort die spanische Volksseele, allgemein verständlich ausgedrückt. Und da die Operette in Spanien spielt— im modernen Operettenspanien!— und alle Leute, die in ihr auftreten, möglichst oft jenes erleichternde Wort gebrauchen, gab es wohl auch den bezeichnendsten Titel für das Ganze ab.„Caramba...!" möchte man aber auch noch aus einem anderen Grunde ausrufen. Weil nämlich mit der Operette alles, aber auch alles schief geht. Trotzdem kommt die Handlung von Dolores und den Parallelen doch noch zu einem guten Abschluß. So möchte denn die„Operette mit Hindernissen“ ein harmloser Silvesterulk sein, der dem Publikum ein paar Stunden lang gute Laune und viel Lachen bescheren und sein Teil zur rechten Silvester stimmung beitragen möchte. Die Erstaufführung ist außer Vormiete angesetzt. Gleich für den Neujahrsabend ist„Caramba...! oder Dolores und die Parallelen" mit der ersten Wiederholung angesetzt, ebenfalls außer Vormiete. Neujahr bringt aber auch eine Nachmittagsvorstellung, nämlich das Weihnachtsmärchen„Aschenbrodel“, so daß auch das kleine Publiküm an diesem Feiertag auf seine Kosten kommt. Zu Samstag ist eine abermalige Werbeveranstaltung angesetzt, in der der„Hauptmann von Köpenick" abermals gebracht wird. Heute beginnt der Vorverkauf für die beiden Aufführungen, die der Sonntag in Aussicht stellt. Nachmittags „Aschenbrödel", abends„Käthchen von Heilbronn“. (=) Operettentheater Bochum. Die mit großem Beifall aufgenommene Operette„Der Vogelhändler“ wird Freitag, 1. Januar, abends 8 Uhr, nochmals wiederholt. Die Eintrittskarten sind schon heute in allen Vorverkaufsstellen und an der Theaterkasse zu haben. Heute. Silvester, bleibt das Theater geschlossen. Christgeburt, Kammerspiel von Ludwig Weber. Auf die Aufführung von Webers„Christgeburt“(Samstag, Der Wintersportzug fährt Silvester Von den westdeutschen Wintersportplätzen werden günstige Schneeverhältnisse gemeldet. In Winterberg, Willingen, Usteln und Meinerzhagen herrscht leichter Schneefall. Ueberall sind die Skibahnen gut bei drei Grad unter Null. Die Reichsbahndirektion Essen teilt mit, daß am Donnerstag, 31. Dezember, der Nachmittagszug nach dem Sauerland nach folgendem Plan von Tuisburg nach Winterberg mit Abzweig nach Willingen und Usseln gefahren wird: Duisburg Hauptbahnhof ab 14.48 Uhr, Mülheim=Ruhr ab 15.00 Uhr, Essen Hauptbahnhof ab 15.21 Uhr, Bochum Hauptbahnhof ab 15.40 Uhr, Langendreer ab 15.51 Uhr, Dortmund ab 16.19 Uhr, Hörde ab 16.30 Uhr, Winterberg an 19.30 Uhr. Der Rückzug mit Anschluß von Willingen und Usseln am Freitag, 1. Januar, verkehrt über Witten. Der Zug fährt ab Winterberg 18.45 Uhr und ist in Witten 21.56, in Langendreer 22.06, Bochum 22.18, Essen Hauptbahnhof 22.38, MülheimRuhr 22.58 und in Duisburg 23.09 Uhr. Wllender Böllnen Friedel Schuster Uc Tanzschule Tiel Das führende Institut für Gesellschaftstang Eigener großer Unterrichtssaal Deustr. 3(g. Deumarkt) Rus e1#14 Beginn der neuen Kurse t. Erwachsene: Freitag, den 8. Januar. 20 Uhr 2. Zirkel für Jortgeschrittene: Dienstag, den 12. Januar, 20.30 Uhr 3. Einzelunterricht— Geschl. Birhel 4. Gumnastikhurse täglich Honorar der Zelt entsprechend Tantschafs-Gawfeuokt Hugo=Schulz=Straße 34 /1 Ruf e1c0 Neue Kurse a) für Anfänger u. Zortgeschrittene beginnen ab Yreltga, den 8. Januar 1032 b) Socstal-Hirbel für Rumba: s Ulbungsabende O Deriektlons- Sirkel; s Ulbungsabende Orwatstunden Aomelduns in der[Dohnung erbeten! Honorer der Belt entiprechend Tanz-Unterricht 0 W. Sulanke Der nächste Kursus für jugendliche Erwachsene beginnt Anlang Januar Kursusdauer: 3 Monate: Honorar zahlbar in 3 Raten Anmeldungen erbitte ich in meiner Wohnung, Hellweg 36 Ingenieurschule Elektrotechnk, Maschinen-. Auto-, Heizungspan warme-, Kalteischn. Lance. Maschin, Schwach-, Stackstrom. u. Raciotschon. Werkmeisterschule Technikum " L a g e Bauschule Arertteicter. Basungereeurwesen. Eisenbaus Eiserbefortene Tonindustrie Begeleinhenags Techrkter, Ziegelmeist. Fanzschule K. Ahrens Bergstr. 76 Bergstr. 76 Die neuen Tanzkurse beginnen im Motel Kalserhof am Montag, dem 4. Januar 1932, abends 8 Uhr. In Wiemelhausen im Lokale Clevinghaus am Mittwoch, dem 6. Januar, abends 8 Uhr. Der Zeit entsprechend Damen 12.- Mk., Herren 15.- Mk.(Raten). Privat: Einzelunter- Privatzirkel rieht Stunde.- Mk. nach Vereinbar. Anmeldungen In obigen Lokalen und meiner Wohnung erbeien Klavier-Unterricht ertellt Frau Bertha M. Scipio diplomierte Klavierlehrerin und Musikakademikerin mit staatl. Anerkennung. — Hattinger Straße 17 II— Dioliniehrer Oito Berger Sprachunterricht in Englisch, Französisch und Italienisch erteilt gepr. Sprachlehrerin mit mehrjährig. Auslandaufsenthalt. Anfrag. unt B. M. 23456 beförd die Geschst. ds. Zig. □ Gründl. KlavierSrmunider cberich Harmopieiehre Mäßiger Preis. Nusiklehrer, Organiet Rosenthal Kortumstraße 15 0 Laschalesichde w. v. Akad. schnell u. sicher f. die neue glasse vorder. Ang. u. F. 54163 a. Gesch. Nachhilse, ardl., St. 1,50 Mk. Ang. u. F. 54164 an die Gesch. Franz., Engl., Spanisch für Anfäng. monatl..—. vordem langjähr. 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Neujahr:.30: Gerichtsgesängnis. Neujahr: 8: Klose. Bochum=Altenbochum. Silvester: 8: liturg. Gottesdienst, Hevendahl. Neujahr:.45: Peitbmann. Bochum=Engelsburg. Silvester: 8: Silvestergottesdienst mit Beichte und Feier des bl. Abendmahls(Anmeldung von.45 ab), Dieckhoff(Mitwirkung des Kirchenchors). Neujahr: Neujahrs=Festgottesdienst unter Mitwirkung des Posannenchors und des Kirchenchors Kluge. Bochum Gerthe. Silvester: 8: Ruwwe, danach Beichte und Feier des hl. Abendmahls. Neutghr:, 10: Schmtdt, 2. Harpen. Suvester: abends 6: Lichterkirche mit Abendmahlsfeier, Leich:.30: Beichte. Neujahr: 10: Paulmann. Hiltrop=Bergen. Silvester: 8: Jahresschlußgottesdienst. Fortmann: anschließend Beichte und hl. Abendmabl. Neujahr: 10: Fortmann: 11.15: K6D.; 12: Hofsiede=Riemke. Silvester: abends 8: Mübge. Neujahr: 10: mit Beichte und Feier des hl. Abendmabls, Pitsch. Uemmingen. Silvester: 8: Gottesdienst zum Jahresschluß, Kublmann (Abendmahlsfeier). Neujahr:.30: Gottesdienst: 10.45: Kirchentaufen. Wiemelhausen Melanchthon. Silvester: 8: Jahresabendgottesdienst mit Abendmablsfeier, Altbüser. Weitmar. Silvester: abends 8: Jadresschlußgottesdienst, anschließend Beichte und Feier des bl Abendmahls, Pfr. Diese größte Erfolgsoperette des Jahres 1931 führt Sie ab morgen fröhlich als beste TonfilmK Komposition u. musikalische Oberleitung: Paul Abraham MIt der weiteren hervorragenden Besetzung: lvan Petrovitch- Ernst Verebes= Gretl Theimer Eise Eister, Willy Stettner, J. Falkenstein, Ernst Pittschau, Cr. W. Kayser In Bildern bezaubernder Pracht zieht die genußreiche spannende Handlung vorüber, begleitet von den berauschenden, des genialen Komponisten Paul Abraham. Eine Tonfllm-Operette, die restlos begeistert und zu einem unvergeblichen Erlebnis wird. Mit den einschmeicheinden und bekannten Schlagern: „Good night“, Reich mir zum Abschied noch einmal die Hände. Pardon Madam— ich bin verliebt Ja so ein Mädel— ungarisches Mädel. Meine Mama war aus Vokohama Täglich: Nachmittags.30, 6 und abends 8 Uhr„ Wochentags bis 5 Uhr kleine Preise Ein glückliches und frohes neues Jahr wüönschen wir allen unseren Freunden und Sosggeo Gottesdienst in der Kirche. Pastor Lohmever; 10: Gottesdienst im Lutherhause, Pastor Husemever, g. Gattssta. Hamme. Silvester: 8: Gottesdienst in der Kirche, Pastor Simon. Neujahr: 10: in der Kirche, Pastor Kraemer: 10: in der Wegescheid, Pastor Simon. Bochum=Hordel. Silvester: Abends 8: Liturg Abendaottesdienst mit Veier des bI Abendmahls(Kirchenchor), Pastor Abendrotb.(Anschreiben zum Abendmahl ½ Stunde vorber.).,..#.16. Boch.=Langendreer. Silvester: 8 Uhr abends: Gottesdienst mit auschl. Abendmahlsfeier:.30 abends: Silvesterfeier im Lutherhaus.— Neujahr: 8: Morgenwache: 10: Gottesdienst: 4: Gemeinschaftsstunde.— Kreta: Neujahr: 10: Gottesdien u Sitheftar: Wrinse 8. Bochum=Werne. Silvester: Abends 8: Jahresschlußgottesdienst mit Beichte und Feier des hl. Abendmahls: abends 10: Silvesterfeier der kirchlichen Vereine im Gemeindehaus.— Neujahr:.45: GottesAer Stmanten. E. Wattenscheid. Silvester: Friedenskirche: Silvestergottesdienst nachm. 6 Uhr, Pastor Bonne.— Neujahr: Vorm..30: Frühgottesdienst, Pastor Sixtus; vorm. 10: Hauptaottesdienst. Pastor Heuser: nachm 3: Taufen. Pastor Banne.— Alte Kirche: Neujahr: Vorm. 9! Masur. Gottesdienst, Pastor Mückelen.— Kapelle zu Höntrop: Silvester: Silvestergottesdienst nachm. 6 Uhr, P. Bechthold.— Neujahr: Vorm.30: Hauptgottesdienst, Pastor Bechtbold.— Ev. Krankenhaus: Neujahr: Vorm. 10: Hausgottesdienst. Pastor Bonne.— Gemeindehaus Leithe: Silvester:„Silpesteragttesdienst nachm. 6 Uhr. Pastor Heuser.— Neujahr: Vormittags 10: Hauptgottesdienst, P. Sixtus. Gottesdienstordnung der katholisch. Gemeinden Neujahr 1932 Propsteikirche. 6,.45: Messe. 8: Singmesse: 9: Schülermesse: 10: Hochamt: 11.15: Messe mit Predigt:.30: Andacht. Marienkirche: 6: Messe:.15,.30: Messe mit Predigt:.30: Hochamt: 11: Messe mit Prediat:.30: Andacht. Klosterkirche. 5 6: Messe: 7: Singmesse: 8: Singmesse mit Predigt:.15: Stievel. Silnester: 4: Gottesdienst in Buchholz. Pastor Lohmever: 6: Gottesdienst und Abendmahlsfeier in der Kirche, Pastor Husemever. Neujahr: 10: Philipps und Pfr. Sassenberg. Neujahr: Schülerinnenmesse: 10.30: Hochamt: 5: .45: Gottesdienst. Bfr. Gör9.„un.=Zazzuhslirche: e 90: Messe:. 7 30 K ah: Silpetter: edigt. Andacht:.30: Männerandacht. Froscpwotkrase:.30: Messe:.30,.45: Messe mit Predigt: 10: Hochami mit Prediat: 11.15: Messe mit Predigt: .30: Andacht. Antoniuskirche:.30: Messe: 8: Messe mit Predigt:.30: Hochamt mit Predigt: 11: Messe mit Predigt:.30: Andacht. Meinolphuskirche:.30: Messe:.30: Messe mit Predigt:.30: Schulmesse; .30: Hochamt mit Predigt: 10.45: Kindermesse: 11.30: Messe mit Predigt; .30: Andacht..99 8e Liboriuskirche: Ab.30: Beichtgelegenheit: 7: Messe:.30: Messe mit Predigt: 10: Hochamt mit Prediat:.30: H1 Kreuzkirche: Ab.30: Beichtgelegenheit: 7 und.30: Messe mit Prediat: 10.30: Hochamt mit Predigt:.30: Andacht Herz=Jesu=Kirche, Hamme. 7• Messe, .15: Messe m. Predigt: 10: Hochamt m. Predigt: 11.15: Messe mit Prediat:.30: Dreisaltigkeitskirche: 7: Messe: 8: Messe mit Predigt: 10: Hochamt mit Predigt:.30: Andacht. Bochum=Laer: Ab.30 Beichtgelegenheit:.30: Messe mit Predigt: 10: Hochamt mit Prediat:.30: Andacht. St.=Johanneskirche Bochum=Wiemelhausen..30..30,.45: Messen: 10: Hochamt mit Prediat:.30; Andacht. Liebfrauen=Kirche, Boch.=Altenbochum: .30,.45: Messe: 9: Kindermesse: 10: Hochamt mit Prediat:.30: Andacht. Franziskus=Kirche Bochum Riemke: .15: Messe:.15,.30: Messe mit Predigt..30: Hochamt mit Predigt: 11: Messe mit Predigt:.30: Andacht. St.=Annakirche Bochum=West. Ab .30: Frühmesse mit Hochamt t Preoigt:.30: Andacct: I: Tausen. Bochum=Harpen. Zum hl. Geist:.30: Messe: 10: Hochamt mit Predigt:.30: Andacht.#n...7. Mg 8 15. Bochum,Werne:.45: Mense:.15: Messe mit Predigt: 10.45: Hochamt mit Predigt:.30: Andacht Bochum=Linden: Ab.15: Beichigelegenheit: 7, 8. 10, 9: Messe mit Predigt: 10.30: Hochamt mit Predigt:.30: Herz=Jesu=Kirche, Boch.=Hordel:.30: Messe: 8: Messe mit Predigt: 10: Hochamt mit Prediat:.30: Andacht. Bochum=Gerihe Si. Elisabeth: 7, .30: Messe: 10: Hochamt mit Predigt: .30: Andacht. Jameg. 990.## Stiepel. 7: Fruomense:.30: Hochamt. Wattenscheid. Propsteigemeinde: 6: VI. Messe: 7: dl. Messe mit Predigt und vl. Kommunion der Jungfrauen: 8: bl. Messe mit Predigt: 9: hl. Messe, hl. Kommunion der Höheren Schulen; 10: Hochamt mit Predigt: 11.30: bl. Messe mit Predigt:.30: Adventsandacht:.15: Taufe: 4: Andacht mit Vortrag für die Jungfrauen. #.=Annakirche Bochum=West a7“ Brediat: 8. Kinde B0 1: Prevzgl, 9: ninggrnzesse: 10.15: Hoch mit Previgt:.30: Anoacht: I: Tal Sonstige Gemeinden Silvester und Neujahr Evangelisch=Lutherische Kreuzgemeinde Bochum. Kreuzkirche, Hamme. Silvester: abends.45: Beichte, Pfarrer Kerle; 8: Jahresschlußgottesdienst mit Abendmahlsseier, Pfarrer Stallmann, Neujahr: 10: Haupgottesdienst,„Pfarrer Kerle: 11.30: Kindergottesdienst. Gemeindeheim, Lutherhof. Neujahr: nachmittags 3: Jungmännerverein: 4: Jungfrauenverein. Freie evangel. Gemeinde, Rottstr. 28a. Silvester: 9: Silvesterfeier. Neujahr: 6: Predigt.„ Neuapostolische Gemeinde. Gottesdienste: Bochum, Rheinische Straße 7 Silvester nachm. 7; Neujahr vorm. 9, nachm. 5.— Langendreer,„Wallbaumweg 58: Silvester nachm. 7: Neujahr vorm. 9. nachm. 4.— Langendreer, Bömmerstraße 3: Neujahr nachm. 4.— Laer, Herner Hellweg 13: Silvester nachm. 7: Neujahr vorm. 9, nachm. 4.— Gerthe, Kirchharpenter Straße 69e: Silvester nachm. 7: Neujahr vorm. 9, nachm. 4.— Weitmar, Hattinger„Straße 312 (Saal): Silvester nachm. 7: Neujahr vorm. 9, nachm. 4.— Linden, Kestenkamp 49a: Silvester nachm. 7: Neujahr vorm. 9. nachm. 4.— Riemke, Auf dem Dahlacker 42: Silvester nachm. 7: Neujahr vorm. 9, nachm. 4.— Hordel, Fichtestraße 1: Silvester nachm. 6: Neujahr vorm. 9. nachm. 4.— Eickel, Königstraße 21: Silvester nachm. 6: Neujahr vorm 9, nachm. 4.— Röhlinghausen, Füsilier= u. Kurfürstenstr. Ecke(Saal): Silvester nachm. 6: Neujahr vorm. 9, nachm. 4. Evg.=luther(altluth.) Gemeinden in Bochum. 1 Gemeinde: Bochum, Kirche Dibergstr. 52: Neujahr: 9: Predigtgottesdieust, Sup. Ziemer.— 2. Gemeinde: Hamme, Kirche am Hindenburgplatz: Silvester, abends 8: Jahresschlußgottesdienst.— Neujahr,.30: Predigtgottesdienst, P. Greve. Altkath Gemeinde Bochum: Donnerstag, 31. Dez., abends 6: Jahresschluß= andacht mit Predigt in der Johannes= kirche, Pfarrer Vogel, Witten. Baptisten=Gemeinde: Immanuelskirche, Hermannshöhe 21: Silvesterabend 22 Uhr: Predigt, Taufe und Abendmahl. Evang. Gemeinschaft, Auferstehungskirche, Bochum, Alleestr. 48: Silvester: Abends 10: Jahresabschlußgottesdienst, Neujahr: Vorm. 10: Gottesvienn, PreSekumenisch(kath.) apostolische Kirche, Bochum, An der Landwehr 11: 1. Jan. .30: Hauptgottesdienst: nachm. 4: Liturg. Gottesdienst mit Predigt. za Untsster! Wörsichen....... ag KAlcde.. 24. Knoblauchwurst.... Gn Flelschwurst....... a# Kind-U. Schweinegehacktes) Plennis feine Knackwürstchen pu. 80 Fleisch- und wurstwaren und gut Jakobilieyer, Bochum nur Brückstraße 49 Schoenenbergers Pflanzenrohsäfte (Knoblauch, Huslattich, Rettich,„Möhre. Spinat usw.) echt im Reformhaus Bochum, Kortumstraße 14(am Hauptbahnhof) u. Wittener Straße? Boterversandhaus Karhun, Schneckenmou Post Gr. Friedrichsdorf, Ostpreußen, Kreis Niederung. Liefere lausend in Postpaketen la Tafelbutter zu solch niedrigen Preisen, wie sie noch nie dagewesen sind. Jahreswechsel Hasen, Reh, Gänse, Enten, Puter, Mast-Hühner, -Hähnchen: Lebende AndrpIO Silvester-Punsche Pin allen Preislagen Ger. elien Ruf 68873: Kortumstr. 96