Nr. 294 38. Jahrgang den 16. Dezember 1931 Tüglich außer Samstag 10 Pf. Samstags mit illustr. Beilage 20 Pf. nkt! Rat Naage L□0 Kaffeemit NickelS.90 Futterlartosseln Zu. .50; Steckrüben Zir. .50: Industrie Zu. .— bis.30: Sala Kartoffeln Ztr..5 frei Haus. Bentlage, Vereinsstraße 34, Telephon 68132. Ein fast neues Rennspiel billig. zu, verkaufen Friederikastr. 125. Schaukeloferd u. Wochenendwagen preiswert. abzugeh. Volmestraße 10. Die schönsten Piase een Billige Preise. Rosenthal, Brückstraße 18. Mod.„Dam.=Mantl zwineu)..50, DagStrickll. r. Wolle, 525; D Sp.=Schuhe(hr. .50 abzug. An der Kaiseraue 14, van2 fast neue Nähmaschinen b. abzug. Herm. Stippel, Jägerstr. 6, 2. Gl. Herren=Fahrad hanen-Fahrg) gebr., billig abzue Kurze Rottstr. 25, 1. Etag., Fast neues KnabenFahrrgd billig.5 verkauf. Heemann, Juliusstr. 8. 3. Eig. 0* Kort% e7 9165 ale Holhumr=., D.* Maf.-Ar Spm 7 17 Bezugspreis einschl. Botenlohn.40 Ml. monatlich, oder.20 Mk. dalbmonatlich; stabboler.10 Mk. bzw..05 Mk. 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Sprechstunden der Red.: 16—17 Uhr(außer Samstags).— Druck und Verlag: Bochumer Anzeiger und General Anzeiger. Laupenmühlen 3 Dierichs. sämtlich in Bochum. Berliner Redaktion: Michael Haupt Berlin SW 68. Zimmerstraße 68, Fernsprecher: Tönhoff 4320 und Karlsborst 0340.— Für unverlangte Einsendungen übernimmt die Redaktion keine Haftpflicht. Zurücksendung erfolgt nur, wenn Rückporto beiliegt.— Redaktion und Geschäftsstelle: Ratbausplatz,8. Fernsprech=Anschlüsse Sammelnummer 67551— Postscheckkonto Dortmund 1760. Die Nachi aus dei Golduchrung Das Echo der Aufhebung der Goldwährung in Japan— Deutschland bleibt beim Goldstandard h Berlin, 15. Dezember(Eig. Drahtber.) In Berlin haben heute englische Nachrichten besondere Besorgnis ausgelöst, wonach Holland in Erwägung ziehe, seine Währung vom Goldstandard abzuhängen. Englische Blätter meldeten, daß die Abkehr der japanischen Währung vom Goldstandard nicht ohne Rückwirkungen auf Holland bleiben würde. An amtlicher Berliner Stelle gab man, wie uns unsere Berliner Schriftleitung meldet, auf Erkundigungen hin den Aufschluß, daß es sich wahrscheinlich hierbei höchstens um den holländisch: indischen Gulden handeln könne, der in keinem Zusammenhang mit dem holländischen Gulden an und für sich stehe. Diese Entwicklung für den indischen Gulden wäre auch durch die Tatsache bedingt, daß die holländisch=indische Währung durch die Abhebung des japanischen Yen vom Goldstandard stark betroffen wird. Die Aufhebung des Goldstandards in Japan beschäftigt auch weiter die internationale Finanz= und Handelswelt. In Amerika scheint inzwischen eine starke Beunruhigung Platz gegriffen zu haben, denn man sieht in dem japanischen Schritt eine Auflehnung gegen die Deflationswirkungen, die sich der Aufrechterhaltung des Goldstandards unter den heutigen Verhältnissen ergeben. Außerdem befürchtet man in Newyork, daß Kanada in Kürze dem japanischen Beispiel folgen wird, was natürlich mancherlei Rückwirkungen auf Nordamerika haben müßte. In Londoner politischen Kreisen begrüßt man es dagegen, daß wieder ein wichtiges Land dem Beispiel Englands gefolgt sei, dessen Forderung nach einem intexnationalen Währungsabkommen hiermit weitere Unterstützung erhalte. Ganz entgegengesetzter Meinung ist man allerdings in Londoner Handelskreisen. Tort befürchtet man eine starke Verschlechterung des Außenhandels, da Japan jetzt z. B. auf dem Baumwollmarkt als scharfer Konkurrent auftreten werde. Aehnliche Besorgnisse werden aus Indien gemeldet. Gleiche dungen, und zwar hinsichtlich des Wollgeschäfts, treffen aus Südafrika und aus Australien ein. Die Schweiz scheint dagegen— nach neuerlichen Erklärungen des Bundesrates— ebenso wie Deutschland am Goldstandard festhalten zu wollen. Auch in Paris wartet man die Entwicklung mit Ruhe ab, obwohl hier die Entwicklung der Handelsbilanz, die einen zunehmenden Schrumpfungsprozeß aufweist, der Rückgang des französischen Fremdenverkehrs und der Rückgang der Verzinsung der französischen Auslandsanlagen die Möglichkeit in die Nähe rücken, daß auch schließlich Frankreich gezwungen sein wird, Gold abzugeben oder seine bestehenden Devisenforderungen in Gold geltend zu machen. Gegenüber dieser Entwicklung ist die Mark an allen Auslandsmärkten fest geblieben. Sie erfuhr sogar eine Befestigung. Aber die Unruhe an den Geldmärkten der Welt und nicht zuletzt die vollkommen zerfahrenen Handelsbeziehungen zwischen den einzelnen Ländern könnten auch hier den Augenblick näherrücken, wo sich die Verhältnisse für die deutsche Mark verschlechtern und wo sich durch die Weigerung des Auslandes, deutsche Waren hereinzunehmen, auch die Devisenlage der Reichsbank sehr trübe gestalten muß. Trotz der erschreckenden Wirtschaftslage haben die deutsche Reichsbank und die privaten Geldinstitute seit dem Herbst vergangenen Jahres rund 5 Milliarden Reichsmark an Krediten an das Ausland zurückgezahlt, eine Leistung, die einzigartig dasteht. Diese Leistungsfähigkeit aber ist begrenzt, wenn sich das Ausland durch Verlassen des Goldstandards oder durch wirtschaftspolitische Maßnahmen der Abnahme deutscher Waren verschließt. en die Deflationswirkungen, die sich aus die einen zu Die pleupise,: 9 Verwaltungsreform— Herabsetzung der Altersgrenze Persenkbare Singer Nähmaschine u. sch. Schlafzimmer, am, Velourteppich, mal 3½, umzugsbb. billig zu verkaufen. Unterer Spitzberg Mehrere gebraucht Kleinlieterwagen wegen Räumung billigst zu verkaufen. Auto=Vertriebsgesellschaft, Hattingek Straße 174. Heu billig abzugeb. Querenburg, N. d. Hustadt 12. 9 Feliasch Gacht Allertiebst. schwar Pechaicheh in nur gute 52274 an d. Geschkh Berlin, 15. Dezember. [Von unserer Berliner Schriftleitung.) Als eine der ersten deutschen Tageszeitungen hat der„B..“ bereits vor einigen Tagen über eine bevorstehende preußische Notverordnung berichtet, die besondere Einsparungen für den aus den Gleisen geratenen Preußenhaushalt bringen sollte. Diesen Meldungen wurde zwar, wie üblich, von Seite widersprochen. Doch heute muß man sich zu der Erklärung bequemen, daß diese neue preußische Sparnotverordnung, die durch die letzte Reichsnotverordnung bedingt ist, noch am Ende der Woche veröffentlicht werden soll. Wieder einmal hat die amtliche Dementiermaschine einen Defekt erlitten, und es muß der preußischen Regierung um so peinlicher sein, alles das zugestehen zu müssen, was man borher als erörterte Pläne in Abrede gestellt hatte. Neben der preußischen Notverordnung werden auch die übrigen Länder mit den entsprechenden Verordnungen herauskommen. Das preußische Kabinett hat sich am Montag bis in die frühen Morgenstunden des Dienstags mit den verschiedenen Plänen der Notverordnung beschäftigt. Es handelt sich darum, den Preußenhaushalt, dessen Fehlbetrag neuerlich auf 500 Millionen Mark geschätzt wird. zu decken, und zwar soll das durch die Bereitstellung von 350 Millionen Mark aus der erhöhten Umsatzsteuer und weiter durch 80 Millionen der nen Schlachtsteuer sowie durch 70 Millionen Mark Einsparungen auf dem Gebiete der Verwaltungsreform geschehen. Entsprechend den Bestimmungen der letzten Notverordnung werden die personellen Ausgaben durch den Gehaltsabbau schon gekürzt. Sie sollen weiter durch eine Herabsetzung der Altersgrenze von 65 auf 62 oder 63 Jahre erreicht werden, die bei den Beamten im allgemeinen gelten soll, bei Lehrern aber auf 60 Jahre herabgesetzt wird, um dadurch den Junglehrern die Möglichkeit von Anstellungen zu verschaffen. In der Verwaltung sollen im Gegensatz zum Lehrpersonal die Stellen der Pensionierten nicht neubesetzt werden. Bei dem Plan einer vorzeitigen Pensionierung der Lehrer stehen noch schwere juristische Bedenken im Vordergrund der Beratungen des Ministeriums, da das Reichsgericht in früheren Urteilen entschieden hat, daß eine Herabsetzung des Pensionsalters verfassung gändernden Shargiter trägt. Die sachlichen Ausgaben sollen nach Vorschlag des Preußenkabinetts auf dem Verwaltungsgebiet gekürzt werden. Man denkt hierbei an die Zusammenlegung von 50 bis 60 Amtsgerichtsbezirken und Landkreisen, an die Reform der Gestütverwaltung, an die Aufhebung von 60 Kulturbauämtern, an den Abbau von 40 Oberförstern, an die Schließung sämtlicher Staatstheater bis auf das Opernhaus und das Schauspielhaus in Berlin an die Schließung sämtlicher pädagogischen Akademien bis auf sechs. Obwohl es sich hierbei einstweilen noch um Pläne handelt— wieweit sie schon positive Gestalt angenommen haben, läßt sich trotz des Dementis der Preußenregierung nicht sagen—, so haben heute schon die bekroffenen Landgemeindeverbände gegen die Verwaltungsreform im kleinen energischen Protest erhoben, weil nach ihrer Ansicht durch die Reform keine fiskalischen Einsparungen auf die Dauer erlangt werden. Wenn man auch die Bedenken der Landgemeinden an zuständiger Stelle prüfen wird, so sei heute doch schon festgestellt, daß jedesmal beim Auftauchen eines Planes für die Verwaltungszusammenlegung Wünsche sich gelkend machen, die sich gegen die Verwirklichung der Vereinfachung wenden. An diesem Punkte darf die Verwaltungsreform, auch wenn sie einstweilen bescheiden aussieht, nicht scheitern. Wie man hört, soll sich die Zusammenlegung der Landkreise vor allem auf die Provinz Hannover, vielleicht auch auf Niederschlesien, beziehen. Ob die Zusammenlegung der rheinischen Kreise um Köln ebenfalls erfolgt, bleibt abzuwarten, da von Zentrumsseite gegen diesen Plan lebhafte Bedenken geliend gemacht werden. Man spricht auch davon, daß die Notverordnung Bestim, mungen enthalten soll, wonach das Amt eines Regierungspräsidenten auch vom jeweiligen Oberpräsidenten übernommen werden kann. Jedenfalls steht fest, daß die preußische Notverordnung noch vor Weihnachten veröffentlicht wird, eine Maßnahme, die eng mit der Neuaufstellung des Preußenhaushalts zusammenhängt, der im Laufe des Januar dem Landtag und dem Staatsrat zur ersten Lesung unterbreitet werden soll. Die von der preußischen Regierung erwogene Schlachisteuer hat bereits zu einer deutschnationalen Anfrage im Landtag geführt, in der darauf hingewiesen wird, daß eine derartige Steuer nicht nur den Fleischverbrauch, sondern in entsprechendem Umfange auch die Landwirtschaft treffen würde. Man spricht bereits heute von der Herausnahme der Schlachtsteuer aus der Notverordnung. Andere Kreise behaupten, daß die Steuer verordnet werden wird. Auf jeden Fall hat hier der Preisüberwachungskommissar ein ernstes Wort auch mit den preußischen Machthabern zu reden, die sich in der gestrigen Entschließung der Sozialdemokratischen Partei zwar auf den Erfolg oder Mißerfolg des Preisüberwachungskommissars berufen, in Preußen jedoch dieser Tätigkeit zur Preissenkung mit der Verordnung einer Schlachtsteuer Knüppel zwischen die Füße werfen. Radontenauseahe in kunttag Das Außenministerium gestürmt und in Brand gesetzt Heftige Kämpfe mit der Polizei Nanking, 15. Dezember. 600 Studenten, die aus Peking kamen, gaben heute ihrer Unzufriedenheit mit der Haltung der chinesischen Vertreter in den Verhandlungen über die mandschurische Frage dadurch Ausdruck, daß sie das hiesige Außenministerium stürmten und alles kurz und klein schlugen. Bei ihrem Zerstörungswerk setzten sie auch Teile des Außenministeriums in Brand. Vier Beamte erlitten schwere Verletzungen. Sie wandten sich hierauf zum Sitze der Parteizentrale, wo sie die Fensterscheiben einschlugen. Die zum Schutze herbeieilende Polizei wurde von ihnen entwaffnet. Danach gingen sie zu einem Angriff gegen den Präsidenten der Provinzialregierung von Kwantung, Tschenmingshu, der provisorisch die Geschäfte Tschiangkaischeks führt, über und belaB gerten das Regierungsgebäude, in dem auch die Führer der Partei versammelt waren. Tschenmingshu wurde leicht verletzt. Die Studenten hatten sich bemüht, bei Tschiangkaischek vorzusprechen, allein Tschenmingshu erklärte ihnen, Tschiangkaischek sei mit wichtigen Besprechungen beschäftigt. Zwischen den Studenten und der Polizei kam es zu einem heftigen Kampf, bei dem auf beiden Seiten Schüsse gewechselt wurden. Die Angreifer waren die Studenten. Die Polizei nahm drei Verhaftungen vor. Nachdem heute der Zentralvollzugsausschuß und der Zentralkontrollausschuß der Kuomintang=Partei den Rücktritt Tschiangkaischeks aus seinen Aemtern angenommen hatten, wird der Präsident des gesetzgebenden Rates, Linsen, einstweiliger Präsident der chinesischen Republik. An seine Stelle tritt als Präsident des gesetzgebenden Rates Tschenmingshu. Senkung der kommunalen Karise scheiut gescher Jagesglossen Der Verlag„Das andere Deutschland“, Schlageter der unter dem gleichen Namen eine Wochenschrift herausgibt, hat kürzlich eine Broschüre„Wer war Schlageter?“ veröffentlicht. Wir sind— leider— auch mit diesem Machwerk„beglückt“ worden, das folgende Antwort über Schlageter gibt:„Eine Landsknechtsnatur, ein Abenteurer, der nach dem Kriege ins bürgerliche Leben nicht zurückfinden konnte, überall dort zu finden war, wo„was los war“: bei den Fememordorganisationen, in Litauen, als Spitzel in polnischen Diensten und dann gegen gute Bezahlung als Ruhr=Saboteur. Patriotischer Abschaum, der Geschichte machen wollte!“ Oberbürgermeister Dr. Jarres (Duisburg) hat die Zusendung der Schrift mit folgendem Schreiben an den Verlag beantwortet:„Ich erhalte die von Ihnen verbreitete Flugschrift„Wer war Schlageter?“. Da Sie an die Zuschrift Einschreibe= und Rückscheingebühr verschwenden, nehme ich an, daß Sie mir dieses neue Produkt Ihres Verlages nicht nur deshalb zuschicken, weil mein Name darin mehrfach genannt ist, sondern auch deshalb, weil Sie ein Urteil von mir wünschen. Es sei Ihnen hiermit gegeben: Das Pamphlet ist das Niederträchtigste, was jemals eine Schmierhand hingesudelt hat. Als am 26. Mai 1923 Albert Schlageter unter den Kugeln der Franzosen auf der Golzheimer Heide geendet hatte, trat der französische Offizier, welcher das Erekutionskommando befehligte, an die Leiche heran und senkte tiefergriffen den Degen vor der sterblichen Hülle des Mannes, der hunderte Male sein Leben für sein Vaterland in die Schanze geschlagen hatte und als ein Held für sein Volk gestorben war. So ehrte ritterlich der Feind den Feind. Wenn der feige Geselle, der, ohne Veranlassung und ohne seinen Namen zu nennen, heute das Andenken Schlageters zu beschmutzen versucht, ein Deutscher ist— ich kann das nicht glauben—, so hätte er verdient, daß ihm die Knochen im Leibe zerschlagen werden.“ Bravo! Für die innerpolitische Lage ist beGespräche über zeichnend, daß man sich gegenwärtig Ausnahmezustand nicht nur über die Möglichkeit einer Verschiebung der Reichspräsidentenund der Preußenwahlen den Kopf zerbricht, sondern auch jenen scharfen Passus in der Rundfunkrede des Reichskanzlers hin und her wendet, in dem die„Verhängung des Ausnahmezustandes“ angedroht wurde, wenn man ihm in den Arm fallen würde. Es ist sogar die Meinung aufgetaucht, und zwar in einer Berliner Montagszeitung, daß es in der Weimarer Verfassung einen derartigen Ausnahmezustand nicht gebe und deshalb Reichskanzler Dr. Brüning einem staatsrechtlichen Irrtum verfallen sei. Die ganze Diskussion beweist, wie kurz das historische Gedächtnis in Deutschland ist. Ein bekannter Staatsrechtslehrer teilt zu der Frage des„Ausnahmezustandes“ folgendes mit:„Einen besonderen Ausnahmezustand wie früher den Belagerungs= oder Kriegszustand gibt es in der Weimarer Verfassung nicht. Artikel 48 genügt aber vollkommen für die Anwendung außerordentlicher Notmaßnahmen. Es ist eine Täuschung, wenn man nur steuerliche und wirtschaftliche Notverordnungen auf Grund des Artikels 48 erwartet. Der Artikel 48 gestattet Maßnahmen von sehr verschiedenartiger Bedeutung. Da noch immer keine Ausführungsbestimmungen bestehen, muß man zu einer Umgrenzung auf die bisherige Ausführungspraxis zurückgreifen. Hier interessiert besonders die Notversordnung vom 26. September 1923. Damals übertrug Reichspräsident Ebert unmittelbar nach der Einstellung des passiven Widerstandes im Ruhrgebiet die vollziehende Gewaltanden Reichswehrminister. Auch die bayrische Regierung verhängte einen Ausnahmezustand und übertrug die vollziehende Gewalt dem Regierungspräsidenten v. Kahr. Die Verordnung des Reichspräsidenten war damit begründet, daß Maßnahmen zur Verhütung von neuen Umsturzbewegungen und einer Absplitterung Bayerns getroffen werden mußten. Praktisch machte dann der Reichswehrminister von seinen Befugnissen den Gebrauch, daß er die Wehrkreiskommandeure zu Trägern der vollziehenden Gewalt ernannte und ihnen im Einvernehmen mit dem Reichsinnenminister Regierungskommissare an die Seite stellte. Bei einer zukünftigen Verhängung des Ausnahmezustandes ist die Sachlage wesentlich einfacher, da Reichswehr= und Reichsinnenministerium in derselben Hand vereinigt sind. Der Verhängung des Ausnahmezustandes auf Grund des Artikels 48 stehen also außer allgemeinen politischen Rücksichten formaliuristische Bedenken nindesten nichtin Wege“ Berlin, 15. Dezember. Das Vorgehen des Kommissars für Preisüberwachung scheint auf dem Gebiete der kommunalen Tarise zu einem Erfolg geführt zu haben. Die Verhältnisse lagen * hier insofern günstig, als Dr. Goerdeler durch seine Vorstandstätigkeit im Deutschen Städtetag mit allen in Frage kommenden Persönlichteiten und Verbänden seit langem in engster Fühlung steht. Deshalb konnte er auf eine Unterstützung rechnen. Er hat Verhandlungen mit sämtlichen Spitzenverbänden, dem Deutschen Städtetag und den Spitzen der kommunalen Gas=, Wasser=, Elektrizitäts= und Verkehrsorganisationen geführt, und es ist damit zu rechnen, daß nicht nur einige, sondern alle deutschen Kommunen zu einer Senkung der kommunalen Verkehrstarife und der Tarife für Gas=, Wasser= und Elektrizität ab 1. Januar schreiten werden. Da die Verhältnisse bei den einzelnen Kommunen verschieden liegen, dürfte von einer schematischen Senkung abgesehen werden und den Kommunen selbst im einzelnen die Höhe der Verbilligung überlassen bleiben. In Berlin wird wahrscheinlich der Preis für die Einzelfahrt auf den städtischen Verkehrsmitteln von 25 Pfennig auf 20 und für die UmsteigeDer zurückgetretene chinesische Präsident Tschiangkaischek fahrt von 30 auf 25 Pfennig ermäßigt werden. zum mindesten nicht im Wege.“ Generalmajor von Hemmer 1 München, 15. Dezember. Generalmajor Hans Ritter von Hemmer, der bekannte Freund des Reichspräsidenten von Hindenburg, der seit Jahren jeden Sommer den Aufenthalt des Reichspräsidenten in Dietramszell mit ihm teilte, wurde Dienstag nachmittag auf offener Straße während eines Gespräches von einem Schlaganfall getroffen. Man brachte ihn in ein nahegelegenes Haus, wo sein Tod eintrat. Ritter von Hemmer, der 62 Jahre alt ist, war während des Krieges Chef des Generalstabes des Korps Bothmer. Er war Ritter des Militär=Max=Joseph= Ordens, des höchsten bayrischen Kriegsordens. Reichspräsident von Hindenburg wird voraussichtlich am Silvesterabend eine Rundfunkansprache an das deutsche Volk richten. * Der Deutsche Metallarbeiterverband hat der zwischen den christlichen Gewerkschaften und Arbeit Nordwest getroffenen Vereinbarung über die Arbeitszeit zugestimmt. Oin.., Ten den=Tildulei fordern Christlich=Soziale und Zentrum Berlin, 15. Dezember. Im Reichstag hielt am Dienstag vormittag die Fraktion des Christlich=Sozialen Volksdienstes und der Volkskonservativen eine Sitzung ab. Einleitend erstattet der Abgeordnete Simpfendörfer einen ausführlichen Bericht über die politische Lage, wie sie sich durch die Dezember=Notverordnung und die Anträge auf Reichstagseinberufung darstellt. In der Aussprache, in die auch Minister Treviranus eingriff, wurde die politische Lage besonders unter dem Gesichtspunkt der Außenpolitik behandelt. Ueber die Sitzung wurde ein Bericht ausgegeben, in dem es heißt: „Die zweifellos vorhandenen Mängel der Notverordnung zu beseitigen wird der Volksdienst sofort die notwendigen Schritte unternehmen. Die zukünftige Haltung des Volksdienstes wird davon abhängen, ob die Regierung in den bevorstehenden außenpolitischen Kämpfen auch weiterhin den festen Willen erkennen läßt, die endgültige Befreiung von den Tributen mit zielklarer Entschlossenheit und unbeugsamer Härte zu sichern. Solange das geschieht, kann die Regierung auf die Unterstützung des Volksdienstes rechnen. Von einer sofortigen Einberufung des Reichstags kann sich der Volksdienst nach allen bisherigen Erfahrungen eine Förderung des Freiheitskampfes nicht versprecher.,.. Auch die Zentrumsfraktion des Reichstages beschäftigte sich mit der durch die Notverordnung geschaffenen Lage. Reichskanzler Dr. Brüning leitete die Verhandlungen mit einem längeren Bericht ein, der einen Ueberblick über die gegenwärtige politische Situation gab, wobei der Kanzler vor allem auf die außenpolitischen und weltwirtschaftlichen Zusammenhänge hinwies. Reichsarbeitsminister Dr. Stegerwald gab ferner Aufklärungen über Inhalt und Zweck der sozialpolitischen Bestimmungen der Notverordnung. Die Fraktion sprach dem Kanzler— unbeschadet einer gewissen Kritik an Einzelheiten der Notverordnung— ihr Vertrauen aus. Im Laufe der Aussprache kam übereinstimmend zum Ausdruck, daß man von den kommenden internationalen Verhandlungen eine Befreiung Deutschlands von den untragbaren Reparationslasten und damit zugleich die Grundlage zur Lösung der gesamten internationalen Finanz= und Weltwirtschaftskrisis erwartet. Führung des Reichsbanners betraut ist, da Hörsing gestern einen Erholungsurlaub angetreten hat. Höltermann spielte seinerzeit bei einem Rundfunkvortrag eine bestimmte politische Rolle. Der Vorstand des eine Bestimmite porirische,Gour:„ Reichsbanners wird am Mittwoch in Magdeburg eine Sitzung abhalten, um sich über den Fall Horsing schlussig zu werden. Der Fall Hörsing ist nicht wegen der Tatsache heraufbeschworen worden, daß Hörsing vor kurzem(allerdings nur einige Tage) eine Tageszeitung unter dem Titel„Volkskurier" herausgab, sondern wegen der Geldmittel, die zur Herausgabe dieser Zeitung bereit gestellt worden waren. Es handelt sich hierbei, wie man hört, um Mittel, die der bekannte schwedische Zündholzkönig Ivar Kreuger bereit gestellt hat. Mit dieser Finanzierung konnte sich die Sozialdemokratische Partei nicht einverstanden erklären, zumal Kreuger, der vielfacher Hausbesitzer in Berlin ist, eine Mietenpolitik hier angewendet hat, die jeglichem sozialen Smpzergi Wetemmege gbim mindesten muß Vorsitzende landers annahm, um eing, heutsche, ArbeitsbeschaffungsZeitung, wie sie der„Volksturier. Horsings sein soulle, ins Leben zu rufen. Vielleicht bringen die Verhandlungen des Reichsbanners, die sicherlich mit einer Kaltstellung und späteren Ersetzung Hörsings enden werden, in diesen eigentümlichen Vorgang einigermaßen Klarheit. Dem Reichsbanner mußte es darum zu tun sein. Empfinden ins Gesicht schlägt. Zum minun es sonderbar erscheinen, oaß der bisherige de des Reichsbanners Geldmittel eines Ausannahm, um eine deutsche ArbeitsbeschaffungsGewertschaften und Berlin, 15. Dezember. Der Bundesausschuß des Allgemeinen Deutschen Gewerkschaftsbundes trat heute zusammen, um zu der neuen Notverordnung Stellung zu nehmen. Leipart eröffnete die Verhandlungen mit grundsätzlichen Ausführungen über die einschneidenden Maßnahmen, die von der Reichsregierung angeordnet worden sind, und berichtete über die Besprechungen mit der Reichsregierung. In einer Entschließung erklärt der Bundesausschuß, daß die Regierung in der Notverordnung die wiederholten ernsten Warnungen der Gewerkschaften unberücksichtigt gelassen und statt dessen den von den Arbeitgebern erhobenen Forderungen nachgegeben habe. Die schwerwiegenden Bedenken gegen einen allgemeinen Lohnabbau bestünden unvermindert fort, um so mehr, als in den Maßnahmen zum Abbau der Preise keinerlei Bürgschaft für einen auch nur annähernden Ausgleich der Kaufkraftminderung zu erblicken sei. Im besonderen müßten die Ausnahmebestimmungen gegendie Arbeiter des Kohl##. el# bergbaues und die in öffentlichen Betrieben und Körperschaften beschäftigten Arbeitnehmer entschieden bekämpft werden. Daß zu der allgemeinen Lohnsenkung auch noch eine starke Einschränkung der Leistungen der Sozialversicherung hinzutrete, zeige, daß die schwersten Opfer wiederum der Arbeiterschaft aufgebürdet werden. Weiter heißt es:„Niemand kann ein größeres Interesse am wirtschaftlichen Wiederaufstieg Deutschlands, an politischer Beruhigung und an der Erhaltung eines geordneten Staatslebens haben als die Arbeiterschaft. Es sind aber stärkste Zweifel berechtigt, ob die Notverordnung das deutsche Volk diesem Ziele näherführen wird. Da trotz aller Warnungen vor den sozialen und wirtschaftlichen Gefahren der in der Notverordnung gezeichnete Weg gegangen wird, lehnen die Gewerkschaften jede Verantwortung für die aus der Lohn= und Gehaltssenkung ohne Vorleistung einer durchgreifenden Preissenkung sich ergebenden Folgen nachdrücklichst ab.“ Wiederzusammemni des Tandlager Das neue Disziplinarrecht für preußische Beamte Berlin, 15. Dezember. Der preußische Landtag begann am Dienstag seinen letzten Plenarsitzungsabschnitt vor der Weihnachtspause, der bis Freitag, den 18. Dezember, dauern soll. Präsident Wittmaack gedachte bei Sitzungsbeginn des unter so tragischen Umständen verstorbenen Abgeordneten Leonhardt(Staatspartei), der, wie berichtet, auf der Fahrt von Schneidemühl nach Berlin aus dem=Zug Den Hauptverhandlungsgegenstand der Dienstagssitzung bildete die zweite Beratung der vom Beamtenausschuß im Einvernehmen mit der Staatsregierung ausschuß im Einvernehmen g Lat8re ausgearbeiteten Novelle zum DisziptinarEssen, 15. Dezember. In der Sitzung des Hauptvorstandes des Gewerkvereins christlicher Bergarbeiter wurde eine Entschließung zur Notverordnung einstimmig angenommen, in der gegen die dauernde einseitige Mehrbelastung der Bergarbeiter chärfstens protestiert und schnellste Beseitigung dieser Bestimmungen der Notverordnung gefordert wird. SichMPk UAffr....... gesetz für die nichtrichterlichen preußischen Beamten. Der Entwurf führt die Oeffentlichkeit des Verfahrens ein sowie die Möglichkeit eines Wiederaufnahmeverfahrens; er beseitigt das Staatsministerium als Berufungsinstanz, als welche vielmehr der Dienststrafhof fungieren soll, und spricht aus, daß die Disziplinargerichte nicht an die Entscheidungen der Strafgerichte gebunden sein sollen. Die Novelle soll am 1. April 1932 in Kraft treten und einer späteren endgültigen reichsrechtlichen Neuregelung dieser Materie nicht hinderlich sein.„usgut.„„ In der Aussprache erwahnte Dr. von Kries (DNVP.), daß der dem Entwurf zugrunde liegende deutschnationale Antrag bereits seit drei Jahren vorliege. Abgeordneter Simon(Soz.) feierte den Entwurf als Ausdruck des fortschrittlichen Aufbauwillens nicht nur dieses Landtages, sondern auch der Regierung Braun=Severing. Dr. Ausländer(Komm.) glaubte den absolutistischen Geist der Novelle nachweisen zu können und lehnte sie ab. Abgeordneter Meyer (Herford, DBP.) hielt die Novelle für geeignet, die notwendige Disziplin der Beamten in besserer Form aufrecht zu erhalten und Fehlurteile wieder gutzumachen. Abgeordneter Barteld(Staatspartei) begrüßte die Novelle mit der Bemerkung, daß man auf eine reichsrechtliche Regelung nicht länger warten könne. Der Gesetzentwurf wurde in zweiter Lesung angenommen und dürfte in der dritten Lesung von einer großen Mehrheit des Hauses am Donnerstag verabschiedet werden... Lann nach.ine ParlDas Haus erledigte vann noch kleine Vortagen. Dabei wurde ein Ausschußantrag angenommen, der durchgreifende Hilfe für die notleidende Kleinschiffahrt verlangt. Die Geschäftsberichte der drei preußischen Bergwerks=Aktiengesellschaften wurden für erledigt erklärt. Es kam hierbei zu einer Auseinandersetzung zwischen dem Abgeordneten Sobottka(Komm.) und dem Oberberghauptmann Fleming, wobei der letztere die Behauptung des kommunistischen Redners zurückwies, daß der staatliche Bergbau„an der Spitze der Unternehmerreaktion" stehe. Am Mittwoch steht vor allem der deutschnationale Mißtrauensantrag gegen Finanzminister Dr. Klepper zur Beratung, über den am Freitag abgestimmt werden soll. Karheindeeg deohl inn Aevoluiion Littalur des Heimatschutzes in Oesterreich: Reichswehrminister Groener über Abrüstungsfragen Berlin, 15. Dezember. Reichswehrminister Dr. Groener gewährte einem Vertreter eines amerikanischen Korrespondenzbüros eine Unterredung, in der er sich mit den Fragen der Abrüstung befaßte. Der Minister bezeichnete die Behauptung von einem militärischen Wert der sogenannten Wehrverbände als Legende. Deutschland kenne keine militärische Jugenoausbildung wie die Nachbarstaaten. Die sportliche Betätigung der deutschen Wehrverbände hat mit militärischer Ausbildung nichts zu tun. Den deutschen Wehrverbänden fehle es außerdem an Waffen jeder Art. Die Reichswehr verfüge nur über eine Garnitur von Waffen, so daß eine Bewaffnung der Verbände aus Reichswehrbeständen unmöglich sei. Ebenso unmöglich sei die Mobilisierung der privaten Organisationen zu innerpolitischen Zwecken, um sie etwa als Reserve der Polizei und Wohrmacht einzusetzen Er bekämpfe rücksichtslos und Wehrmacht einzusetzen! Er berümpfe rücksichtstos jed harteivolitische Beeinflussung der Reichswehr, die zu irgendeinem Wehrverband jede parteipolitische keine Beziehungen zu unterhalte. Auf die Frage nach dem militärischen Wert der deutschen Zivilflugzeuge verwies der Minister auf das Urteil des Präsidenten der französischen Luftfahrtkommission, Oberst Brocard, der umgebauten Handelsflugzeugen so gut wie keinen militärischen Wert beimesse. Der Kampf eines so umgebauten Flugzeuges würde sein wie ein Kampf zwischen einem bewaffneten Handelsdampfer und einem modernen Kreuzer. Aber selbst, wenn ein solcher Umbau theoretisch möglich wäre, was bedeute die geringe Anzahl derartiger umgebauter deutscher Flugzeuge gegen die französischen Militärluftflotte, die nach den Worten des französischen Luftfahrtministers über 2800 Flugzeuge ohne Reservebestände umfasse. Die von Deutschland heantragte gänzliche A der neuzeitlichsten Kriegswaffe zu brechen und die Bevölkerung vor den Gefahren des Luftkrieges zu schützen. Eine Völkerbundsstreitmacht, die lediglich ein Vollzugsorgan der militärisch stärksten Staaten darstelle, würde dem Grundsatz der Gleichberechtigung ins Gesicht schlagen und die kleinen Staaten wehrlos der Machtpolitik der hochgerüsteten Staaten ausliefern. Das Gebot der Stunde heiße: Abrüstung und nicht: Sabotage der Abrüstung durch Aufwerfen von Problemen, deren Lösung entweder undurchführbar oder erst in ferner Zukunft möglich sei. Deutschlands Unsicherheit ergebe sich aus dem gewaltigen Unterschied zwischen den Rüstungen der Nachbarstaaten und der eigenen Entwaffnung. Aus diesem Unterschied an Recht und Macht und aus den feierlichen Verpflichtungen der Siegermächte, dem deutschen Beispiel in der Abrüstung zu folgen, ergäben sich die Grundsätze der deutschen Abrüstungspolitik, die zusammengefaßt lauteten: Gleichberechtigung, Gleichheit in den Methoden der Abrüstung und gleiche Sicherheit für alle Völkerbundsmitglieder.„Sicherheit durch Abrüstung" und nicht„erst Sicherheit, dann Abrüstung" heiße die Parole für die Abrüstungskonferenz von 1932 und für die Gesundung der Welt in wirtschaftlicher, politischer und moralischer Hinsicht. Wien, 15. Dezember. Im Rahmen der von der Heimwehrleitung angekündigten großen Aktion fand gestern hier eine von mehreren tausend Personen besuchte Versammlung des Heimatschutzes statt, die einen vollkommen ruhigen Verlauf nahm. Nachdem der Führer der Wiener Heimwehr und der Tiroler Landesführer gesprochen hatten, erklärte Bundesführer Starhemberg:„Wir stehen jetzt auf dem Standpunkt, daß der Heimatschutz Revolution machen soll, die notwendig ist: denn wir wollen beseitigen, was an der Rettung des Volkes hindert. Wir sind fest entschlossen, das ganze System restlos zu beseitigen. An die Stelle der Pseudodemokratie soll die Diktatur des Heimatschutzes treten. Die Heimwehr wird sich bei dem entscheidenden Schlag von niemand stören lassen, im besonderen nicht von den Nationalsozialisten, die uns hindern wollen, indem sie eine Lösung im heutigen Oesterreich für unmöglich erklären. Wir können aber nicht warten, bis in Deutschland eine nationale Regierung kommt. Dazu haben wir keine Zeit.“ Großfeuer auf dem Umbau der Bank von England London, 15. Dezember. Auf dem Umbau der Bank von England entstand kurz vor Schluß der Arbeitszeit ein Großfeuer. das sofort das ganze Gerüst, das für den Umbau aufgestellt ist, ergriff. Das Gerüst stand kurz darauf lichterloh in Flammen. Brennende Balken und Gerüstteile stürzten herunter, so daß zeitweilig große Gefahr für ein Uebergreifen des Brandes auf das Bankgebäude, in dem die Bankgeschäfte gegenwärtig abgewickelt werden, bestand. Nachdem die Feuerwehr viele Tonnen von Wasser in die Flammen gespritzt hatte, gelang es ihr endlich, den Brand einzudämmen. SRg„ land beanttagn Fünzricht, abschaffung der Militärluftfahrt und das Verbot des Bombenabwurfs aus Flugzeugen aller Art für alle Mächte wären die wirksamsten Mittel, um die Offensivkraft Wechsel in der Führung des Reichsbaullers h Berlin, 15. Dezember.(Eig. Trahtber.) Zu den Meldungen, die von einem Rücktritt des bisherigen Führers des Reichsbanners, Hörsing, wissen wollen, erfahren wir, daß der Rücktritt Hörsings jetzt doch eine beschlossene Sache ist, obwohl Hörsing heute noch eine gegenteilige Erklarung abgegeben hat. Zu seinem Nachfolger wird wahrscheinlich der Abgeordnete Höltermann ausersehen werden, der schon jetzt mit der vorläufigen Die Gehaltsverhandlungen im Bankgewerbe sind gescheitert. Der Reichsarbeitsminister soll gebeten werden, einen Schlichter zu benennen. Der Gemeindeausschuß des preußischen Landtages lehnte den vom„B..“ vor einiger Zeit mitgeteilten Urantrag auf Vorlegung eines Entwurfes zur Abänderung des Eingemeindungsgesetzes für den rheinischwestfälischen Industriebezirk vom Jahre 1929 ab. In Berlin trat gestern der erste Unterausschuß des deutsch=französischen Wirtschaftsausschusses zusammen, der sich mit den Fragen der Handelsbeziehungen und der privaten Industrievereinbarungen zwischen den beiden Ländern zu befassen hat. Anschläge gegen Geschäftsleute und wohlhabende Bürger Torgaus geplant waren. Das kommunistische Volksbegehren zur Auflösung des sächsischen Landtags war erfolgreich. Es wurde auch von den Deutschnationalen und den Nationalsozialisten unterstützt. Erhebliche Bestände an Waffen und Munition wurden in Torgau(Provinz Sachsen) bei einer Reihe Kommunisten beschlagnahmt, bei denen die Polizei Haussuchungen vornahm. Sieben Kommunisten wurden verhaftet. Der Polizei war bekannt geworden, daß Der Sonderausschuß der BJZ. in Basel vertagte sich gestern nach einem Bericht über die Lage der Deutschen Reichsbahn bis auf weiteres, um den Unterausschüssen Zeit für ihre Arbeiten zu geben. Das Räthichen von Keilbronn Jur morgigen Aufführung im Stadttheater Es ist wie ein Rätsel daß der innerlich Einsamste und rettungslos in sich Abgeschlossene unter den großen deutschen Genien gleichzeitig der vollkommenste Vertreter des deutschen Tragikers ist— also jene Kunst in ihrer letztmöglichen Ausdeutung vermittelt, die im Grunde nur einen aufs stärkste ausgebildeten Gemeinschaftsgefühl entstammen kann. Kleists Werk aber ist ohne den ihm auferlegten Fluch, ein Rufer ins Leere, ein Genie für sein Volk ohne die Bindungen an dieses Volk sein zu müssen, nicht denkbar. Er steht völlig vereinzelt und für sich da. Und so stößt jeder Versuch, ihn den geistigen Bewegungen seiner Zeit einzugliedern, auf unüberwindliche Widerstände. Er ist weder Romantiker noch Klasssiker. Er ist weder der Nachtreter einer shakespearisierenden damals modernen Richtung noch auch ein Vorläufer des späteren Naturalismus. Er ist ganz er selbst mit seinen zerquälenden inneren Einsamkeiten und den ihnen entsteigenden brennenden Visionen. Er ist der erste der großen tragischen Einsamen des 19. Jahrhunderts, nur mit dem Unterschiede, daß er das ihm verhängte Schicksal noch nicht erkannte, wie es ein Hölderlin, ein Nietzsche, ein Ludwig II. taten. Ihm ist auch noch der Schmeichel unbekannt, mit dem die Romantiker die neue Entdeckung, daß der Mensch brückenlos in sich eingekerkert sei, genossen. Vielmehr wehrt er sich mit der ganzen Kraft seiner Seele gegen die Tatsache dieses Verhängnisses: verlangt es ihn— dem es nie gelingen sollte!— in die menschliche Gemeinschaft einzugehen. Schließlich zerbricht er in dem Kampf gegen das Unüberwindliche. Aus dieser eigentümlichen Lagerung seiner Wesensmächte nun mag man eine Lösung des Rätsels seiner Berufung zum Dramatiker höchsten Grades entnehmen. Aus jenen ungeheuerlichen Spannungen, unter denen Kleists Leben stand und die sich zwischen den Polen des Grauens vor seiner schicksalhaften Isolierung und der heißen Sehnsucht, sich in die Welt zu verströmen, sie in sich aufzunehmen, ein Teil in ihr sein zu dürfen, aufladen mußten, entlud sich jedesmal wie ein erlösendes Gewitter ihr befreiender Niederschlag: das dramatische Kunstwerk,— jene stärkste Aeußerung konflikterfüllten Erlebnisses. Will man Kleists heißes Bemühen um die Schlichtung dieser Zerrissenheit aus seinem Werk erkennen, so geht man am besten von seinen Dramen„Robert Guiskard",„Amphitryon“,„Penthesilea" und„Das Käthchen von Heilbronn“ aus. Der„Guiskard“ stellt den geradezu verzweifelten Versuch dar, den Dramatiker kurz und bündig wieder zur Stimme der Gesamtheit erheben, also die große aus kultischen Bewegungen getragene Tragödie, wie sie die Griechen hatten, erzwingen zu wollen. Wenn man um Kleists Wesen weiß: entweder eine Tat aus höchster Not oder ein Irrtum. Kleist büßte sein schier unermeßliches Ringen um solche Leistung mit einem grauenvollen Zusammenbruch und der Nichtvollendung des gigantisch angelegten Werkes. Die anderen drei der genannten Dramen wurden möglich, weil sie die ihnen innewohnenden Spannungen aus denen, die Kleist selbst zu durchleben hatte, erhalten. Er erfaßt sie als höchste Sehnsucht des Gottes, einmal in den warmen Geschöpfen der Erde aufaehen zu dürfen, im„Amphitryon“; er entlädt sie aus sich als wilde Liebesraserei, die das Begehrte in übermenschlichem Kampf vor ihre Füße zwingen möchte, in der„Penthesilea“, und er schmelzt sie schließlich dahin in dem beharrlichen, demütigen Liebesdienen zu dem außerhalb des Ich Liegenden, zu dem anderen: dem Du, in seinem „Käthchen von Heilbronn". Kleists Größe hat niemals das erlangt, was man Volkstümlichkeit nennt. Außer vielleicht mit einem einzigen Werk, eben dem„Käthchen von Heilbronn“. Und damit hat es eine besondere Bewandtnis. Dieses liebliche Mädchen entstand in der kurzen glücklichsten Zeit seines sonst düsteren Lebens. Für einen Augenblick schien es, als wollte er anerkannt werden, als würde sich ein Kreis von Verstehenden um ihn sammeln, als möchten die zermürbenden Alltagssorgen sich in einer freundlichen Zukunft zerstreuen. Mit offenen Armen eilte er einem ihm lächelnden Leben entgegen, zerfloß er in der Allgemeinheit, zu der er endlich den Zutritt gefunden hatte. Sein Lied an die Freude ist das„Käth= chen von Heilbronn“. Wer es sieht, möchte denken, daß es auf eine wirklich vorhandene Sage zurückginge. Aber wenn Kleist auch in einzelnen Zügen vorhandene Motive benutzt, so stammt die Erfindung im Ganzen von ihm(genau wie es beim„Michael Kohlhaas“ der Fall ist, der ebenfalls den Eindruck macht, als ginge er auf eine tatsächliche oder vor Kleist schon erdichtete Begebenheit zurück). Kleist wählte für sein„Käthchen von Heilbronn“ eine geschichtliche Epoche Deutschlands, die eben in der Literatur sehr beliebt war: das deutsche Mittelalter, wie es die Romantiker wieder hervorgeholt hatten. Hierin ist denn auch einer der Gründe zu suchen, warum man bemüht war, Kleist der Romantischen Schule einzugliedern. Aber solche Beziehungen des Dichters zu den geistigen Bewegungen seiner Zeit sind mehr oder weniger äußerlicher Natur und geben im Grunde erst recht den Maßstab dafür an, wie weit er von allem, was seinen Zeitraum erfüllte, abseits stand. Er nimmt das damals moderne Thema des großen Ritterschau4. Bellage zu Anzeiger u. E. Im Prozeß gegen die österreichischen Heimwehr= putschisten wurde gestern die Vernehmung der Angeklagten zu Ende geführt. Bemerkenswert ist lediglich der Ausruf Pfrimers:„Wir haben wiederholt erklärt, daß diese Verfassung für uns ein Fetzen Papier ist". Bei Tsitsikar in der Mandschurei kam es zu neuen japanisch=chinesischen Kämpfen, in denen die Chinesen zurückgeworfen wurden. Gesch Eine juristische Seit jeher ist nach den Weihna Waren am größ wandte und Ang Freude zu bereite Beschenkten einig nicht zusagten od gewählte Maß z man also andere Umtauschgesuche Grund, daß die noch in weitesten weit in solchen Umtausch geht u tauschrecht nicht Es gibt eine lich einen Umta statten. Andere Kassenzetteln, ob Umtausch gestatt sie eben nur der ganz große Genius zu verströmen hat. Dr. Heinz Wildhagen. dem Verkäufer tauscht werden! liche Lage einw der Käufer bein sich um ein Gvon Geschenken Verkäufers al anderseits hat tausches sofort der Beschenkte Ist also das kann noch nicht zurückgezahlt wi tauscht werden, Lager hat. Ist zuzahlen. Ist die Preisdiffere nen jedoch verl lung gegeben dauer eines G Käufers ungült Anders lie fehlerhafter Wi gen unterliegt“ tauscht, weil sie nen. Der Feh den sein, denn er vorher schon Fällen das Resondern man k antragen oder ein entfernt n kinde, das er 1 ehrt und diese so besteht eben kommen die e Betracht. Am richtig ist es aber, sie will, und vor Freude macht. verluste und v Tachgun an Provinzia Die Prov für das ganz dert erhöh 1931 einschlie zahlenden Be richten, und 10 März 19 RM.: Dor 357 943,97, 2 senkirche scheid mit der Ennep beteiligt. Kein Die Kra spiels, wie es seit Goethes„Götz“ in Schwang gekommen war, und von Epigonen wie Törring und Babo für die Gründlinge zurechtgemacht wurde, auf und verwendet es in seiner Weise. Märchenhaft ist der Hintergrund, vor dem sich die Handlung abspielt. Märchenhaft die zarte und rührende Liebesgeschichte. Märchenhaft der Traum, dessen Auswirkung sie ist. Märchenhaft schließlich eine solche Gestalt wie die der bösen Kunigunde von Thurneck. Es ist vielleicht nicht ganz gerechtfertigt, wenn man gerade dem„Käthchen von Heilbronn“ den Märchencharakter absprechen will, wie der feinsinnige Kleistdeuter Gundolf es tat, und alles, bis auf das echt Kleistische Liebesspiel als Effekt und Kulissenbedürfnis ansieht. Der Märchenton ist in der Tat ein anderer als bei Shakespeare, den Gundolf zum Vergleich heranzieht, und gründet sich in einem Maße auf die Vorstellungswelt des deutschen Volksmärchens wie sie dem großen Engländer fremd sein mußte. Vielleicht kommt in diesem Punkt ein anderer Kenner Kleists, Witkop, dem Grund für die immer wieder so große Wirkung dieses Stückes näher, wenn er Stoff und Empfindungsweise in Vergleich stellt mit dem deutschen Märchen von der falschen und der echten Braut. Daß der Erfolg des„Käthchens von Heilbronn“ durch die lange Zeit, die wir das Werk nun schon besitzen, ungeschwächt weitergeht, mag wohl ein Zeichen dafür sein, daß der, der sich seinem Genuß hingibt, alle die geliebten Erinnerungen, wie sie aus der Tiefe der Volksphantasie hervorgerufen werden, noch einmal durchlebt. Aber nicht nur das ist es: auch das, was der Kleistische Geist gelöst und befreit in einer Zeit des Glückes auf dieser Welt hervordeutete— seine Sehnsucht, Vom 1. Notverordnun rung grundsd schränkt. Lei werden hierdi lauf des Ve weiterzugewäl Krankenversich kengeld für das Hausgel trages für E geldbezuges höhung des Leistungen al Krankenkassen Leistungen sicherungsam nur erteilt Kasse erhebt, lohnes beträ 1 5 vom Hun vorläufig M nicht mehr ihre Beiträg diesem Auge erneut außer die Ersatzkas bruar 1932 leistungen i des Reichsv tragserhöhn Ende 1932 Rücklagen zu Zeche E im Betrieb mehr wiede nen Kohlen. schäftigten in Arbeit. Glückes auf dieser Welt hervordeuter.„ine seine Hingabe und sein Verlangen, sich glanoig in sein Schicksal zu fügen, nimmt mit der Kraft gefangen, wie nokratische erklären, zumal Berlin ist, eine die jeglichem t. Zum minß der bisherige tel eines Ausitsbeschaffungssings sein sollte, n die Verhandlich mit einer hörsings enden rgang einigerlüßte es darum 1 e 5 der Regierung Komm.) glaubte nachweisen zu neter Meyer ir geeignet, die besserer Form der gutzumachen. i) begrüßte die auf eine reichsn könne. r Lesung angeesung von einer nnerstag verabkleine Vorlagen. igenommen, der e Kleinschiffahrt drei preußischen für erledigt erseinandersetzung a(Komm.) und wobei der letztere Redners zurückder Spitze der deutschnationale ter Dr. Klepper gestimmt werden d eine nationale eine Zeit.“ nbau der 5. Dezember. ingland entstand Großfeuer, den Umbau aufd kurz darauf lken und Gerüstg große Gefahr is Bankgebäude, abgewickelt werr viele Tonnen hatte, gelang es 4. Bellage zum Bochumer Anzeiger u. Gen. Anzeiger Nr. 294 38. Jahrgang 16. Dezember 1931 dohlhabende Bürn zur Auflösung eich. Es wurde d den Nationalin Basel vertagte ie Lage der Deutm den Unteraus1ei! ischen Heimwehr= mung der Angeert ist lediglich der rholt erklärt, daß apier ist". kam es zu neuen nen die Chinesen Geschenk und Umtausch Eine juristische Betrachtung zum Weihnachtsfest Seit jeher ist die Beobachtung gemacht worden, daß nach den Weihnachtsfeiertagen der Umtausch gekaufter Waren am größten ist. Freunde, Bekannte, Verwandte und Angehörige haben vorher eingekauft, um Freude zu bereiten; aber sehr oft trifft es such, 9g5.., Beschenkten einige Stücke doppelt bekamen, gu vicht Aulegtag zur Rteiß, besonders bei Pizisurgtag sal Grund, doß bie vossen Ansenntnis Harüber, inpieUmtausch geht und inwieweit der Verkäufer ein Umtauschrecht nicht zuzubilligen gezwungen ist. Es gibt eine Anzahl von Geschäften, die grundsätzlich einen Umtausch noch nicht gebrauchter Sachen getatten. Andere haben Vermerke auf den Kauf= oder Kassenzetteln, ob, wann und in welchem Zeitraum ein Umtausch gestattet ist. Ferner kann Verkäufer vereinbaren, daß eine Sache umgescht werden kann. In solchen Fällen ist die rechtiche Lage einwandfrei klar. Es genügt sogarzeg der Käufer beim Kauf dem Verkäufer erklart,##.1# sich um ein Geschenk handle, und da der Umtausch von Geschenken„üblich“.!) ist, gilt Stillschweigen des Verkäufers als Zubilligung des Umt anderseits hat er auf die Unmöglichkeit des Ur ausches sofort hinzuweisen. Ob der Schensezehgiger der Beschenkte eine Sache umtauscht, ist gleich####tig! Ist also das Recht des Umtausches gegeben, dann kann noch nicht gefordert werden, zurückgezahlt wird! Es muß eine solche Ware eingetauscht werden, die der Verkäufer zum Lager hat. Ist die neue Ware teurer, muß der Käufer zuzahlen. Ist die neue Ware billiger, hat er kein Recht, die Preisdifferenz in bar zu fordern. Gutscheine können jedoch verlangt werden, die dann später. in, Zahlung gegeben werden können. Läuft die Gunngren dauer eines Gutscheines ab, wird die Forderung de Anders liegen die Rechtsverhältnisse im Falle fehlerhafter Ware und solcher, die„leicht Veranverungen unterliegt". Einzelne Sachen werden nicht umgetauscht, weil sie durch den Transport schon leiden können. Der Fehler kann durch den Transposezentsitane den sein, denn es wird sich nicht nachweisen gassen, daß er vorher schon da war. An sich besteht nicht regguen Fällen das Recht auf Umtausch bei fehlerhaßter sondern man kann Rückgängigmachung des Kaufes beantragen oder Herabsetzung des Kaufpreises. Wenn ein entfernt wohnender Verwandter seinem Patenkinde, das er noch nie sah, einen Kinderkorbstuhl verehrt und dieses Patenkind schon zwei Zentner wiegt, so besteht ebenfalls keine Fehlerhaftigkeit, sondern es kommen die eingangs erwähnten Umtauschregeln ir Am richtigsten und für alle Beteiligten am besten ist es aber, sich vorher zu überlegen, was man kaufen will, und vorher zu erforschen, was den Beschenkten Freude macht. Dann nämlich vermeidet man Zeitverluste und vielleicht auch manchen Aerger. Hännzia Erkiumpe Slhthi.... Schlicht und einfach, ganz im Sinne des Verstorbenen, wurde in der Fruhe des Dienstagmorgen die sterbliche Hülle des Justizrats Sigismund Diekamp zur letzten Ruhestätte geleitet. Vorher fand in der Marienkirche ein feierliches Seelenamt statt, das Pfarrer Heimhardt, der langjährige Seelsorger und Freund des Heimgegangenen, zelebrierte. Das große Gotteshaus war dicht gefüllt von Bekannten, Freunden und Verehrern des Verstorbenen. Nach der kirchlichen Totenfeier sammelten sich die Leidtragenden in der Diekampstraße. Dem Leichenwagen worauf schritten die Abordnungen des studentischen K. V. mit ihren Dienste geleistet. Was er für die Katholiken Bochums gearbeitet, auch erduldet, errungen und durchgesetzt habe, das werde in den Herzen der Katholiken niemals vergessen werden. Stets möge sich die katholische Jugend dieses Mannes erinnern. Aus seiner katholischen Grundanschauung heraus habe Diekamp in allem Tun und Wirken, in Familie, Beruf und öffentlichem Leben dem Reiche Gottes dienen wollen. Und nicht das Geringste sei es gewesen, daß er jeden Dienstagabend in den Vinzenzkonferenzen den Armen seinen Dienst gewidmet habe. Auf seinen Grabstein solle man für ihn, den Mann nach dem Herzen Gottes, setzen das Wort Propheten:„Ich freue mich in dem Herrn und gestanden hatte. Dem Sarge folgten die Angehörigen, hardt schloß seine Ansprache mit Gebet und die Geistlichkeit, Mitglieder des Magistrats, zu denen sich auch der frühere Bürgermeister und jetzige Oberbürgermeister i. R. Dr. Falk gesellte, der Stadtverordnetenversammlung, die Richter, Staatsanwälte und Rechtsanwälte des hiesigen Land= und Amtsgehardt schloß seine Ansprache mit Gebet und Vaterunser. Nach der kirchlichen Einsegnung trat zuerst Propstdechant Ehrendomherr Dr. Fröhling an die offene Gruft, um dem langjährigen Freunde einen Segensgruß nachzurufen. Dann legte Bürgermeister Dr. Geyer einen Kranz im Auftrage der dankbaren nach An der Gruft. Schwang gekomörring und Babo irde, auf und vervor dem sich die arte und rührende aum, dessen Ausch eine solche Gevon Thurneck. Es wenn man gerade Märchencharakter Kleistdeuter Gunscht Kleistische Lierfnis ansieht. Der ter als bei Shakeh heranzieht, und e Vorstellungswelt dem großen Engkommt in diesem Litkop, dem Grund ung dieses Stückes ungsweise in Veren von der falschen von Heilbronn“ Lerk nun schon bewohl ein Zeicher m Genuß hinei., sie aus der Tiese erden, noch einmal auch das, was der in einer Zeit des — seine Sehnsucht, sich gläubig in sein kraft gefangen, wie zu verströmen hat. Wildhagen. Bochum soll 619410.76 um. zahlen an Provinzialumlage gegenüber 520000 RM. dem Haushaltsplan. Die Provinzialumlage für Westfalen ist bekanntlich für das ganze Rechnungsjahr 1931 um 5,1 vom Hundert erhöht worden. Die hiernach für das Jahr 1931 einschließlich dieser Nachtragsumlage noch zu zahlenden Beträge sind in drei Teilzahlungen zu entrichten, und zwar am 10. Januar, 10. Februar und 10 März 1932. Bochum ist daran mit 619410,76 RM.; Dortmund mit 1149791,20. Hagen mit 357 943,97, Wanne=Eickel mit 147575,29; Gel senkirchen=Buer mit 572885,18, Watten scheid mit 100 573,97, Witten der Ennepe-Ruhr=Kreis mit 368 328,69 RM. beteiligt. Keine Mehrleistungen mehr Die Krankenversicherung ab 1. Januar 1932 Vom 1. Januar 1932 an werden nach der neuen Rotverordnung die Leistungen aus der Krankenyersiche: rung grundsätzlich auf die Regelleistungen beschrankt. Leistungen aus laufenden Versicherungsfällen werden hierdurch nicht berührt. Sie sind bis zum Ablauf des Versicherungsfalles in der bisherigen Höhe weiterzugewähren. Zu den Mehrleistungen, Gg Krankenversicherung gehören die Zuschläge auf oas Krankengeld für Familienangehörige, die Zuschläge auf das Hausgeld, die Erhöhung des einmaligen Kostenbeitrages für Entbindungen, die Erweiterung des Stillgeldbezuges und der Familienkrankenpflege, die Erhöhung des Sterbegeldes usw. Die Herabsetzung der Leistungen auf die Regelleistungen umfaßt zunächst alle Krankenkassen. Die Kassen sind jedoch berechtigt, die Leistungen wieder einzuführen, wenn das Oberversicherungsamt zustimmt. Diese Zustimmung darf aber 1 nur erteilt werden, wenn der höchste Beitrag, den die Kasse erhebt, nicht mehr als 5 vom Hundert des Grundlohnes beträgt. So lange also Kassen Beiträge über 5 vom Hundert des Grundlohnes erheben, können sie vorläufig Mehrleistungen ihren Versicherten überhaupt nicht mehr gewähren. Sollte eine Kasse späterhin erst ihre Beiträge über 5 vom Hundert erhöhen, so treten mit diesem Augenblick die wiedereingeführten Mehrleistungen erneut außer Kraft. Diese Bestimmung gilt auch für die Ersatzkassen, allerdings tritt sie für sie erst am 1. Februar 1932 in Kraft. Die Wiedereinführung von Mehrleistungen ist bei den Ersatzkassen an die Zustimmung des Reichsversicherungsamts gebunden. Um eine Beitragserhöhung abzuwenden, sind die Krankenkassen bis Ende 1932 berechtigt, einen angemessenen Teil ihrer Rücklagen zu verwenden. richts, die Vertreter der Zentrumspartei, der christlichen Vereine und Gewerkschaften und viele, viele aus der Bürgerschaft. Unter den Klängen der Trauermusik bewegte sich der Leichenzug durch die Altstadt zum Friedhof an der Blumenstraße; überall bildete eine ernste schweigende Menge auf den Bürgersteigen An der Nordseite des Friedhofs, neben der Gruft seiner ihm im Tode voraufgegangenen Gattin, bettete man Diekamp zur letzten Ruhe. Pfarrer Heimhardt nahm die kirchliche Handlung vor. Dann gedachte er in einer ergreifenden Ansprache des Lebens und Wirkens des Justizrats Diekamp. Wohl habe man geahnt, daß der alte Herr nach dem Tode seiner Gattin nicht lange mehr unter uns weilen werde, dennoch sei sein Tod überraschend gekommen. Tief ergriffen stehe man nun an der Gruft eines Mannes, der wohl der Besten und Edelsten einer gewesen sei. Er habe, nicht trachtend nach Ruhm und Ehre, seinem Leben einen Inhalt gegeben wie wohl kaum ein Zweiter, ob Priester oder Laie. Ein vorbildlicher Familienvater, ein hervorragender Jurist, ein edler Mensch— so werde sein Vorbild fortleben. Vor allem wollte er dem Volke dienen. Mit klugem, wohldurchdachten Rate, beseelt von unbeugsamem Gerechtigkeitssinne, habe er mehr als vier Jahrzehnte unserer Vaterstadt wertvolle Stadt Bochum nieder, um dann namens der Alten Herren des Philisterzirkels dem Führer des Kartellverbandes einen herzlichen Nachruf zu widmen, erfüllt von Trauer um den Verlust dieses goldenen Herzens, dieses uneigennützigen Mannes, der allen Hilfsbedürftigen beistand, der aber insbesondere für die Verbindungsbrüder stets mit Rat und Tat sorgte. Der Freund und Führer werde unvergessen bleiben. Namens des Verbandsrates widmete ein Aktiver„Vater Diekamp“ die letzten Abschiedsworte; er erinnerte daran, daß der Verstorbene noch vor acht Tagen mit ihnen beraten habe. Unter seiner Führung hatten sich Aktive und Philister zusammengeschlossen zu gemeinsamer Arbeit. Zum Abschied senkten sich dann die Fahnen der Verbindungen über der sterblichen Hülle Diekamps, gedämpft klangen die Weisen des Liedes vom guten Kameraden durch den nebelverhangenen, düstern Morgen. Für die Bochumer Stadtverordnetenversammlung, zugleich auch für die Zentrumspartei und die Zentrumsfraktion widmete Stadtverordnetenvorsteher Dr. Laarmann dem Heimgegangenen Worte, die seine Verdienste um die Stadt und um die Partei würdigten. Noch mancher trat an die Gruft, um dem Verstorbenen die letzten Ehren zu erweisen. stimmung über das vereinfachte Verfahren für die Allgemeinverbindlichkeitserklärung gilt aber nur für Aenderungen solcher Tarifverträge, die schon bisher allgemeinverbindlich waren. Ferner muß der Antrag auf vereinfachte Allgemeinverbindlichkeitserklärung bis zum 15. Januar 1932 einschließlich beim Reichsarbeitsminister eingegangen sein. Nur wenn die Festsetzung des Schlichters nach dem 8. Januar 1930 erfolgt ist, genügt der Eingang innerhalb einer Woche nach der Festsetzung. Bei Anträgen, die nach dem 15. Januar 1932 beim Reichsarbeitsminister eingehen, kann ein späterer Zeitpunkt als der 1. Januar 1932 für den Beginn der Allgemeinverbindlichkeit festgesetzt werden. Lehrerschaft und Schulabbau Der Bezirks=Lehrerrat Arnsberg tagte Der Bezirks=Lehrerrat Arnsberg hielt in Hagen eine Vollsitzung ab um sich mit den wichtigen schulpolitischen Fragen der Gegenwart eingehend zu beschäftigen. Der Vorsitzende. Rektor Gathmann(Arnsberg), konnte als Vertreter der Regierung die Regierungsdirektoren Peuler und Elsholz sowie den Regierungsrat Fürsich begrüßen. Der Schulabbau war das Thema eines ausführlichen Referates des Vorsitzenden, der scharf betonte, daß der Schulabbau eine schwere Belastung der Schule und der Lehrer sei. Von den insgesamt 5826 Abbaustellen(4206 an evangelischen, 1473 an katholischen und 150 an Sammelschulen) entfielen nicht weniger als 430 auf evangelische und 280 auf katholische Schulen im Bezirk Arnsberg. Nach Entlassung sämtlicher Schulamtsbewerber und Versetzung innerhalb des Bezirks müßten noch 370 Lehrer in andere Bezirke versetzt werden. Anknüpfend daran erklärte Rektor Brinkmann(Dortmund) den hie und da erhobenen Vorwurf der Imparität für unberechtigt. Dann aber wandte er sich gegen den viel zu hohen Abbau im Bezirk Arnsberg und forderte mit allem Nachdruck daß auch Berlin in den Abbau einbezogen werde. Regierungsdirektor Peuler führte aus, daß die Regierung in Arnsberg sich bei ihren Abbaumaßnahmen von hohem sittlichem Ernst leiten lasse. Es wurde ein Telegramm an das Ministerium abgesandt, in dem nochmals die Wünsche der Lehrerschaft in der Abbaufrage dargelegt und besonders als Termin des Abschlusses der 30. September erbeten wurde.— Lehrer Gostaut zeichnete in einem Vortrag anschaulich die Wirkungen des Abbaues auf die Junglehrerschaft, die im Hinblick auf die Unsicherheit ihrer Zukunft in unermeßlich seelische Not gerate. Als Mittel zur Abhilfe bezeichnete er Zwangspensionierung und Arbeitsstreckung. Als Dezernent für die Junglehrerschaft gab Regierungsrat Fürsich umfassende Aufklärung über die die Junglehrer betreffenden Pragen. In der Geologischen Gesellschaft sprach Dipl.=Bergingenieur Kuntz(Berlin) über Abessinien In der Geologischen Gesellschaft sprach Dipl.=Bergingenieur Kuntz(Berlin) auf Grund eigener Erfahrungen und unterstützt durch wirkungsvolle Lichtbilder über„Geograyhisches und Geologisches aus Abessinien". Die Lohn= und Gehaltssenkung nach der neuen Notverordnung vom 8. Dezember 1931 Zeche Engelsburg. Die seit längerer Zeit wieder im Betrieb befindliche Zeche„Engelsburg“ hat nunmehr wieder eine tägliche Förderung von 1400 Tonnen Kohlen. Von der vor dem Ersaufen der Zeche beschäftigten Belegschaft befinden sich wieder 1000 Mann in Arbeit. Bochumer Kinder kehren vom Kuraufenthalt heim. Die zur Zeit im Kinderheim der Stadt Bochum in Bad Rothenfelde zur Kur weilenden Kinder haben am Samslag, 19 Dezember, ihre Kur beendet und treffen an diesem Tage um 13.04 Uhr in Bochum=Langendreer und um 13.14 Uhr in Bochum=Hauptbahnhof ein. „B..“=Jugend=Preisausschreiben. Die Vorstellung des Märchens„Aschenbrödel“ für das„B..“=JugendPreisausschreiben findet am kommenden Dienstag, 22. Dezember, nicht um 16 Uhr, sondern bereits um 14.30 Uhr der 1. Allgemeines. Die arbeitsrechtlichen Vorschriften der neuen Notverordnung vom 8. Dezember 1931(6. Teil) enthalten im Kapitel 1 die Bestimmungen über die Senkung der Löhne und Gehälter der Arbeiter und Angestellten. Die Notverordnung ordnet eine Senkung nur in den Fällen an, in denen eine tarifvertragliche Regelung besteht. Da, wo dies nicht der Fall ist, bleibt es also Einzelvereinbarungen überlassen, eine Senkung der Löhne und Gehälter herbeizuführen. Hierbei müssen natürlich die vereinbarten oder gesetzlich vorgeschriebenen Kündigungsvorschriften eingehalten werden. 2. Gemeinsamer Ablauf aller Tarifverträge. Nach der Notverordnung laufen alle am 8. Dezember 1931 laufenden Tarifverträge grundsätzlich mit dem 30. April 1932 ab. Eine längere Laufdauer gilt nur für die Verträge, die auf einen längeren Zeitraum abgeschlossen sind. Ferner gilt eine andere Laufdauer, wenn eine solche nach dem 8. Dezember zwischen den Parteien vereinbart ist. 3. Umfang der Lohn= und Gehaltssenkung. Maßgebend für die Lohn= und Gehaltssenkung ist der Stand der Löhne oder Gehälter der einzelnen Tarifverträge am 10. Januar 1927. Sind die laufenden Lohn= oder Gehaltssätze eines Tarifvertrages höher, als sie in dem gleichen Tarifvertrag am 10. Januar 1927 waren, so gelten ohne weiteres mit Wirkung vom 1. Januar 1932 an die niedrigeren Lohnoder Gehaltssätze des 10. Januar 1927 als in den laufenden Tarif aufgenommen. Eine besondere Vereinbarung hierzu ist nicht nötig. Die Anpassung an die am 10. Januar 1927 gültigen Löhne ist allerdings insofern beschränkt, als eine Kürzung der augenblicklich gültigen Lohn= oder Gehaltssätze um mehr als 10 Prozent nicht zulässig ist; es sei denn, daß es sich um Lohn= oder Gehaltssätze handelt, die seit dem 1. Juli 1931 nicht tarifvertraglich herabgesetzt worden sind. In diesen Fällen ist eine Herabsetzung bis zu 15 Prozent gestattet. 4. Durchführung der Lohnkürzung. Die Tarifparteien haben bis zum 19. Dezember 1931 die neuen Lohn= oder Gehaltssätze in einem Nachtrag zum Tarifvertrag schriftlich festzulegen. Entstehen hierbei Meinungsverschiedenheiten oder erfolgt sonst keine Festlegung, so wird die Festlegung auf Anruf der Tarifvertragsparteien durch den örtlich zuständigen Schlichter oder bei Tarifen, die sich über einen größeren Bezirk erstrecken, durch einen vom Reichs zwischen nicht geeinigt haben, die neuen Lohnsätze bindend fest. er hat sich hierbei an die Vorschriften der Notverordnung zu halten, kann aber Aenderungen des Lohn= oder Gehaltssystems, die in dem betreffenden Tarifvertrag seit dem 10. Januar 1927 eingetreten sind, angemessen berücksichtigen. Der Schlichter kann auch die Bestimmungen der Tarifverträge, die nach seiner freien Ueberzeugung mit der Lohn= oder Gehaltsregelung im Zusammenhang stehen, wenn er zum Eingreifen gezwungen ist, ebenso wie die Parteien selber abändern. Er kann auch bestimmen, daß Tarifverträge länger gelten als bis zum 30. April 1932. Ueber den 30. September 1932 hinaus darf der Schlichter aber keinen Tarifvertrag verlängern. 5. Regelung, wenn am 10. Januar 1927 kein Tarifvertrag bestand. Bestand am 10. Januar 1927 kein Tarifvertrag, ist aber inzwischen ein Tarifvertrag abgeschlossen worden, so soll die Senkung grundsätzlich ebenfalls 10 beziehungsweise 15 Prozent betragen. Es ist also auch hier grundsätzlich von den am 10. Januar 1927 in der betreffenden Branche gezahlten Löhnen oder Gehältern auszugehen. Es wird allerdings in Einzelfällen auf Schwierigkeiten stoßen, festzustellen, welcher Lohn damals allgemein gezahlt wurde. Keine Schwierigkeiten bestehen dort, wo es sich um einen inzwischen abgeschlossenen Werkstarif handelt, bei dem ohne weiteres ein Vergleich mit den am 10. Januar 1927 gezahlten Löhnen möglich sein dürfte. Entstehen Streitigkeiten in Fällen, in denen am 10. Januar 1927 ein Tarifvertrag nicht bestand, so entscheidet ebenfalls der Schlichter. Er braucht sich in diesem Falle nicht an die in der Notverordnung genannten Prozentsätze für die Lohnsenkung von 10 beziehungsweise 15 Prozent zu halten. Er kann vielmehr auch eine andere Regelung treffen, wenn ihm das, wie es in der Notverordnung heißt,„mit Rücksicht auf den allgemeinen Stand der Löhne und Gehälter am 10. Januar 1927 wirtschaftlich und sozial unumgänglich erscheint". 6. Allgemeinverbindlichkeitserklärung. Die auf Grund der neuen Bestimmungen in einem Nachtrag festgelegten oder durch den Schlichter bindend festgesetzten Aenderungen von allgemeinverbindlichen Lohn= und Gehaltsvereinbarungen sind vom Reichsarbeitsminister mit Wirkung vom 1. Januar 1932 durch verkürztes Verfahren für allgemeinverbindlich erttären. Die Allgemeinverbindlichkeitserklärung kann also ohne die sonst vorgeschriebene Bekanntmachung im Reichsarbeitsblatt erfolgen. Dies gilt auch für Aenderungen von Tarifverträgen, die mit einer Aenderung der Lohn= oder Gehaltssätze zusammenhängen. Die BeDer„Vergräphischg, und Ghebiogfags aus, abessinten“. Der Vortragende führte aus, daß Abessinien eins der interessantesten Länder der Erde ist, nicht nur völkerkundlich als Gebiet eines Zusammenlebenz und der Vermischung verschiedener afrikanischer und asiatischer Rassen und Kulturen, oder politisch als einziger bisher und seit fast 6 Jahrtausenden unabhängig gebliebener Teil afrikanischen Bodens, sondern auch in geographischer und geologischer Beziehung. Die geographische Lage des alten Aethioviens an der afrikanischen Nordostküste und von Arabien nur durch das Rote Meer getrennt, ergab von jeher eine rege kolonial=kulturelle Verbindung mit den höher gearteten semitischen Völkern des südwestlichen Asiens und dementsprechend eine schnellere Entwicklung als in anderen von Afrikanern gebildeten Reichen. Das jetzige Abessinien hat im Vergleich zu dem alten Aethiopien im Norden und an der Küste an Gebiet eingebüßt, im Süden dagegen solches gewonnen. Dementsprechend hat sich der Schwerpunkt des Reiches von der alten Hauptstadt Arum über Gondar und Ankober nach der jetzigen Hauptstadt Addis Abeba(80000 Einwohner) verschoben. Das ganze Land hat 10 bis 12 Millionen Menschen, im Norden meist Amhara oder eigentliche Abessinier, dem koptischen Zweia der griechisch=ortbodorischen Kirche angehörig. im Süden hauptsächlich Galla. die teils Christen, teils Mohammedaner, teils noch Heiden sind. Der östliche Teil des Landes wird von hamatischen Stämmen mit arabischem Einschlag und mohammedanischen Glaubens bewohnt, und ebenso bilden in der westlichen Provinz, Beni Schangul. Araber=Mischlinge die herrschende Rasse. 8 464 Geologisch bildel Aveinmen die nordliche Fortsetzung des durch Hochländer, Bruchstufen und Grabenbrüche gekennzeichneten mittleren Ost=Afrikas. Das eigentliche abessinische Hochland(1500—3000 Meter), erreicht in seinen von jungeruptiven Gesteinen gebildeten Massenseinen von jungeruptiven Gesteinen gebilde.##nn. gebirgen Höhen von 4600 Meter. Das tief eingeschnittene Erosionstal des Blauen Nils, der aus dem natürlichen Staubecken des Tanasees fließt, scheidet das Hochland in einen nördlichen und südlichen Teil. Was den geologischen. Aufhan, des Landes betrifft, so besteht der Sockel aus kristallischen Schiefern und alten aranatischen Gesteinen, auf welchen im Osten triassische Gesteine auf diesen jurassische und kretazische Schichten aufgelagert sind. Eine besonders große Verbreitung haben die jungeruptiven Ergußgesteine(Basalte, Trachyte. Phonolithe usw.), die den größten Teil des Hochlandes bedecken. Im Westen liegen sie unmittelbar auf der Urschieferbasis. Wo sie fehlen, finden sich in den meist nordsüdlich streichenden Schiefern die goldhaltigen Quarzgänge, während die Platinvorkommen an ultrabasische Gesteine der Gabbrogruppe gebunden sind. Geologisch=bergmännisch ist das Land noch wenig erforscht. Schmierkolonnen an der Arbeit Das Polizeipräsidium Bochum teilt uns mit: Auch während der letzten Tage gab die Tätigkeit radikaler Elemente der Polizei wiederholt Veranlassung zum Einschreiten. In Bochum=Werne wurden in der Nacht zum 13. Dezember drei Kommunisten beim Beschmieren einer Häuserfront betroffen. Gegen die Täter ist ein Strafverfahren eingeleitet. In derselben Nacht wurden im Stadtteil Langendreer ehenfalls Häuser und Mauern durch Inschriften besudelt. Die Täter konnten trotz Abgabe von Schreckschüssen seitens der Polizeibeamten unerkannt entkommen. In den Abendstunden des 13. Dezember wurden in Castrop=Rauxel von mehreren Radfahrern drei Schaufensterscheiben einer Verkaufsstelle der Klöcknerwerke eingeworfen. Die Ermittlungen nach den Tätern sind noch nicht abgeschlossen. Am 14. Dezember wurden zwei Beamte einer Polizeistreife in der Nähe des Kaiserstegs in Langendreer von einer Rotte von etwa 20 Personen mit Steinen beworfen. Die Beamten mußten sich durch Abgabe von Schreckschüssen ihrer Angreifer erwehren. Verletzungen sind nicht vorgekommen. In der Nacht zum 15. wurden wiederum in Bochum, Wattenscheid und Witten Häuser und Mauern von kommunistischen Schmierkolonnen besudelt. In einem Falle gelang die Festnahme von drei Personen, die dem Schnellgericht zur Aburteilung vorgeführt werden. Jns: uharen Stcht. Im Interesse der Erhaltung eines sauveren Staolbildes wird die Bevölkerung ersucht, die Polizei in der Bekämpfung der Schmierereien zu unterstützen. Bei sachdienlichen Wahrnehmungen genügt fernmündlicher Anruf der zuständigen Polizei=Reviere. Moptomame uis Zoige eines Käuscher? Welche eigenartigen Veränderungen der Alkoholnuß im Verstandes= und Gefühlslehen mancher###engab eine Verhandlung vor der Strafkammer einen klassischen Beweis. Kleinen Staaftammer einen aaffschen B1## stand ein Mann unter Anklage des gemeinen Die stahls. Dr. Bombach war als Sachverständiger geladen; denn der Beschuldigte verlangte für sich den Schutz des§ 51, weil er die Tat im Zustande sinnloser Trunkenheit begangen hätte. Der Diebstahl nachts verübt zum Schaden der Logiswirtin des Angeklagten. Es ergab sich folgendes Bild: Der Mo hatte sich abends tuchtig die Nase begossen und war gegen 1 Uhr nachts so vol, daß man ihn in dieser Stunde vielleicht als sinnlos betrunken ansehen konnte. Er brach am Wilhelmsplatz in sich zusammen und Freunde schleiften ihn in seine Wohnung. muß er wohl wieder zur Besinnung gekormen Bilder aus Bochumer Gerichtssälen und erhielt Gutscheine, zuerst über fünf, dann über drei und zuletzt über eine Reichsmark. Das ging so etwa ein ganzes Jahr lang unter falschem Namen. Daneben holte sich die gleiche Frau auch von ihrem eigenen Pfarrer in Dahlhausen noch eine Unterstützung. Die Sache wäre vielleicht gar nicht herausgekommen, wenn die Frau nicht den Gutschein auf eine Reichsmark auf zehn und traf allerhand Anstalten, um sich ein avenoorot mehr retten. Das Gericht bezeichnete ein solches Vorgehen doch als außerordentlich häßlich und gemein und verhängte wegen schwerer Urkundenfälschung und fortgesetzten Betruges eine Gefängnisstrafe von zwei Monaten gegen die Schuldige deren Tränen in diesem Falle vor dem Gerichte keinen Eindruck machen konnten. Ob sie etwa Strafaussetzung erlangen kann, soll später geprüft werden. Robert Heupts teilt uns zu der gestrigen Notiz it, daß kein Freispruch erfolgt, sondern das Versonde Aus den Bochumer Parteien und Vereinen zu bereiten. Dabei kam er in die Küche, fand dort die Handtasche der Frau mit Geld, wurde zum Dieb und legte sich dann ins Bett. Er hatte auch noch soviel Verstand, das Geld Auzegrtägsen und geroierpgerze por zu entlleiden. Der Diebstahr war aver bemert worden. Polizeiveamte holten ihn am Morgen aus dem Bette heraus. Er aber wollte von gar nichts mehr wissen und niemals je die Absicht gehabt haber, Ddie Wirtin zu bestehlen. Eine Anzahl geisch'ge ga### aus der Tasche lag offen auf seinem Tisch, s# baß an der Taterschaft kein Zweifel blieb. Vor dem Schöffengerichte hatte er für den grobe Bektraurneefug, f Monate Gefängnis erha halten, Vertrauensbruch sechs wobei man das lange Vorstrafenregister in Betracht zog; denn sonst wäre er, da der Wert der gestohlenen 25, Eenn spist wute et, vx vet Att der gestohleneg Sachen im ganzen nur gering war(es fehlt nur noch ein Zehnmarkschein, dessen Verbleib nicht erforscht werden konnte), billiger davongekommen. Der Verurteilte Der evangelische Beamtenverein für Bochum und Umgegend tagte am 9. Dezember im evangelischen einshaus. Unter dem Glanz der Adventskerzen fand zunächst eine würdige Adventsfeier statt, u Musikvorträgen der Musikabteilung des Vereins. Ol studiendirektor Petry ging in seiner Ansprache zurück auf die Ankündigung des Adventskönigs in grauer Vorzeit. Gerade in der jetzigen Notzeit könne er den geistig und wirtschaftlich Armen Glauben und Hoffnung bringen, denjenigen, welche den Glauben an ein Jenseits noch nicht verloren haben. Der Adventskönig opferte sein himmlisches Reich und wurde ein armes Kind und Kreuzträger. Wer wirklich Besserung wolle, müsse ihn ergreifen, dem dürfe es nicht genug sein, daß es ihm gut gehe. Namens der Versammlung dankte der Vorsitzende Weber dem Sprecher für seine erhebenden Worte. Zur eigentlichen Versammlung überverlas zunächst der Schriftführer die Nieder2. Bellage zun Anzeiger u. Ge Ceon sowohl wie der Staatsanwalt fochten das Urteil an. Den Anspruch auf den§ 51 lehnte Dr. Bombach ab. Ein sinnloser oder ein pathologischer Rausch habe noch nicht vorgelegen. Für den Arzt sei allerdings jeder Alkobolrausch eine Störung der Verstaphrgg ung der. Alkoholgenuß„verändere, das Empfindu## und Gefühlsleben und lähme gewisse Nerventätigg#. besonders auch das Denkvermögen. Bis zur Strchausschließung jedoch sei der Rausch bei dem Angeklagten jedenfalls nicht gegangen. Er war zur Zeit ver„ noch imstande, vernunftgemäße, Handlungen zu vollziehen, ja sogar noch das gestohlene Geld zu verstecken, um es den Nachforschungen zu entziehen. Während der Staatsanwalt eine Straferhöhung auf zehn Monate beantragte, ließ das Gericht noch einmal Milde walten, da der Angeklagte hoch und heilig versprach, nie wieder rückfällig zu werden. Er stehe vor der Schließung einer Ehe und wolle durchaus ehrlich werden. Also setzte man dem weinenden und reumütigen Sünder die Strafe auf vier Monate herab, obgleich der Angeklagte durch mancherlei Fürwitzigkeit gegen die Zeugen nicht den besten Eindruck vor Gericht machte. gehend, vegzas zunschst der Schrifführer schrift der letzten Versammlung. Dann gab der Vorsitzende Auskunft über die Fortsetzung der Sterbegeldversicherung im Falle einer Versetzung usw. Auch brachte er einige statistische Zahlen. Die Sterbekasse arbeitete mit einem guten Ueberschuß. Sterbefälle wurden im Jahre 1930 3000 Reichsmark Sterbegeld gezahlt. Zu Rechnungsprüfern dieser Kasse wurden die Kollegen Middendorf und Eickhoff gewählt. 14 Neuaufnahmen konnte der Verein buchen.„Gegene über einigen Austritten betonte der Vorsitzende nochmals die unbedingte parteipolitische Neutralität des Vereins und Verbandes. Die Mitgliederbewegung bei der evangelischen Lehrerschaft, welche durch die Imparität des Lehrerabbaues schwer getroffen sei, verspricht guten Erfolg. Auch auf die kulturelle Rückwirkung des Lehrerabbaues wird hingewiesen. Im kommenden Jahr wird wieder allmonatlich eine Versammlung stattfinden. In den Ausschuß zur Vorbereitung der Vorstandswahl werden aus der Versammlung die Mitglieder Niddendorf, Schulz, Stückroth und Rossow gewähtt. Bei vem Punkt „Nothilfe“ wird die Weihnachtsfeier fallen gelassen. Dafür soll am 16. Januar zugunsten der Kinderhilfe (=) Aus den Vinzenzvereinen. Am Sonntag fand Weißen Saale der Bürgergesellschaft die Generalversammlung der im hiesigen Verwaltungsbezirk vereinigten Vinzenzkonferenzen statt. Recht zahlreich waren die Mitglieder der einzelnen Ausschüsse erschienen. Eröffnet und geleitet wurde die Versammlung vom Präsidenten, Frater Schäfer. Für den verstorbenen Justizrat Diekamp fand eine kurze Trauerkundgebung statt. Nach Erledigung des geschaftlichen Teiles nahm Pater Justinus(Höntrop) das Wort. Er sprach von der Karitas. Die Aussprache war sehr lebhaft. Propstdechant Dr. Fröhling erteilte dem Ausschuß sein Lob. Vikar Dieckmann von St. Joseph zeigte zahlreiche Beispiele, wie man Jungfrauen, Jünglinge und Jungmänner zur Vinzenzarbeit heranAus der katholischen Jugend. In Gemeinschaft mit der Bildungszentrale des Gauverbandes der Windthorstbunde„Mark" veranstaltete der Führerring der katholischen Jugend im Lokale Winkelmann einen Ausspracheabend über das Friedensproblem. Der Sekretär des Friedensbundes deutscher Katholiken, Paulus, Lenz (Frankfurt) hielt einen Vortrag über das Thema lizismus und europäische Einigung". Seine Ausführungen wurden ergänzt durch Vikar,gghgfße der im Hinblick auf die im nächsten Jahr stattfindende Abrustungskonferenz die Forderungen der katholischen Jugend in der Friedensfrage umriß. Eine Aussprache 4 ein Wohltätigkeitskonzert stattfinden, außer dem Vereinsorchester werden mitwirken: din Zitherorchester, Gesangssolist und ein Quartett. Der EintrittsGrsgen Wie Pfarrer betrogen werden In der heutigen Zeit der Heimsuchung, da in jedem Hause die Bittsteller zu Dutzenden erscheinen, werden ganz besonders aber die Pfarrhäuser heimgesucht. Daß man aber mit Lug und Trug vorgeht, ist eine sehr unerfreuliche Sache. Da kam zum Pfarrer W. in Linden eine Frau, gab sich als eins seiner Pfarrkinder aus, nannte einen falschen Namen, klagte Stein und Bein preis wurde auf 80 Pfennig festgelegt. Zu Ehren der in letzter Zeit verstorbenen Mitglieder Dringenberg, Werner und Tiemann erhob man sich von den Sitzen. Aber auch freudiger Ereignisse der Wite opr eu„Juhi. läen usw.— ist gedacht worden.„Die####u# der Bibliothek wurde nochmals empfohlen. Dem Wehrschatz des Reichsverbandes werden 100 Reichsmark üverwiesen. Die Regelung des Reformationstages als kirchlichen Feiertags ist auf dem besten Wege. Der Vorsitzende dankte zum Schluß für den regen Besuch. Einige Weisen der Musikabteilung bildeten den Schluß Evangelische Frauenhilfe Bochum=Engelsburg. Mit der letzten Jahresversammlung ist ein Wechsel in den Bezirksfrauenämtern eingetreten. Die Bezirke werden in Zukunft wie folgt betreut: Bezirk Kohlenstraße von Frau Janzik: Bezirk Heusnerstraße von Frau Radecke: Bezirk Essener Straße links von Frau Reinert; Bezirk Essener Straße rechts von Frau Feusner; Bezirk Eugenstraße von Frau Baum. schloß sich an. 482 7464# Zentralverband Deutscher Wirtschaftspachter, Ortsgruppe Bochum. Am 10. Dezember fand im Lokale Jurga, Hellweg, die Monatsversammlung der Wirtschaftspächter von Bochum und Umgegend statt. Der erste Vorsitzende W. Dobermann eröffnete die gut suchte Versammlung und wies besonders auf die Möglichkeiten der neuesten Notverordnung hin. Rechtsanwalt Kassel aus Essen sprach über die neueste Rechtsprechung und streifte verschiedene Entscheidungen der letzten Monate. Rechtsanwalt Dr. Karlsfeld(Bochum) machte verschiedene Bochumer Urteile bekannt. Dipl.=Kaufmann Werntgen sprach über die in letzter Zeit akut gewordenen Steuerfragen und wies besonders auf die Wichtigkeit einer geordneten Buchführung hin. Es wurden neun neue Mitglieder ausgenommen. (=) Adventsfeier des Jungkreuzbundes, Bezirksverband Bochum. Einen stimmungsvollen Verlauf nahm die Adventsfeier im großen Clemenssaal neben der Klosterkirche. Bis auf den letzten Platz war der geräumige Saal von Mitgliedern, Eltern und Freunden der Bewegung besetzt. Durch ein Musikstück, vorgetragen von Mitgliedern der Gruppe, wurde die Feier eröffnet. Franz Sanke trat mit seiner Singschar anf. Der Sprechchor machte seine Sache ganz vorzüglich. Mittelpunkt de- Feier war das Krivrenspiel von Clemer's Neumann. (=) Vogel=Schutz= und Liebhaberverein„Wiedör“. Der Verein veranstaltete im Vereinslokal Rosellen, Dorstener Straße, seine diesjährige Weihnachtsfeier mit Kinderbescherung. St. Nikolaus mit seinem Knecht Ruprecht hatte für alle Kinder eine kleine Gabe mitgebracht. Die Feier wurde verschönt durch einige beitere Vorträge. Gestern traf ic gesagt, das ist der telligente Fragen schon lange nicht nach unserer Hoc er fragte, als er immer noch verhei Meine Frau hat nicht mehr beacht Ja, und gester schon von der ne So etwas fra der ich eine gan Notverordnung studiert! Meine Bett:„Aloys, hö Und dabei hatte war mein Kopf, Studium. Krach hab ich In der Straßer rausgeschmissen, weißen Zähnen wollte. Das alles nu Und da komr „ob ich auch scho hätte. gibt, wie bereits mitgeteilt, am 17. Dezember vor seinen“ daß mix“zwei“ Wegzug nach Berlin sein Abschiedskonzert in Bochum Schlag mit der Obermusikmeister W. Baarz, ehem. Garde=Alexander, Weitere Lokalnachrichten auf Seite 11. Wohin gehen wir heute siehe auch Anzeigentell Stadttheater: 20 Uhr: Der fidele Bauer. Bergbaumuseum und Geologisches Museum der West fälischen Berggewerkschaftskasse, Herner Str. 45 Geöffnet am Mittwoch jeder Woche von 15.30 bis 18 Uhr. Operettentheater: 20 Uhr: Die geschiedene Frau. Plaza:(Tonhalle): 20.15 Uhr: Varieté. Apollotheater: ab 16 Uhr: Der Weg nach Rio. Capitol: ab 16 Uhr: Der Raub der Mona Lisa. Lichtburg: ab 15.10 Uhr: Gloria. Lichtspielbühne: ab 16 Uhr: Zapfenstreich am Rhein Odeon: ab 17 Uhr: Die Maske fällt.„„ Skala=Lichtspiele: ab 17 Uhr: Ein Tango für Dich Usatheater: ab 15.30 Uhr: Die Schlacht von Bades faßten Abschnit münde. Eine Razzia in Paris. Weltlichtspiele: ab 15.10 Uhr: Keine Feier ohne Meyer. Lockruf der sehen. Das war „Mensch!“ sa für einen Sene oder für einen ordnung wenig „Junge“, sag Ich habe mein Notverordnungs arbeiten ordentl Da hat er g zählt, wie das dem Straßenba Pfennig gegeber gesenkt werden hab ich's ihm verordnung: „Gebunde veränderte 2 um mindest Stande vom Als er dara Lo####f der Berge. Konzerthaus Schlüter: Neue Kapelle. Bierstall Wattenscheid: Stimmungskonzert. Wittelsbacher Hof: Stimmungskonzert. VON ANTON SCHWAS „Nach Straßburg!“ sagte Peter und Mühlenschulte Sie landeten auf deutschem Gebiet. Strasbourg war französische Festung, und es war verboten, im Festungsbereiche zu landen. Sie fuhren mit dem Kraftwagen über Kehl nach Strasbourg und erreichten es abends gegen 9 Uhr. Es war zu spät, noch die Vorstellung im Kapitol Sie liefen durch die Straßen und sahen die Pla24)„Copyright by K.& H. Greiser. Rastatt“ „Gott sei Dank, ein Weg... ein Weg! Herzlichen Dank, Herr van Hevel! Ich fahre noch diesen Vormittag mit Mühlenschulte nach Paris. Varieté„Cinéma“ in Paris war geschlossen, als es Peter mit Mühlenschulte aufsuchte. Renovierungsarbeiten fanden statt. Es gelang ihnen aber, den artistischen Leiter des Unternehmens, Monsieur Thieumont, einen jungen liebenswürdigen Mann, zu sprechen. „Der Magier Good?“ sagte der Franzose und überlegte.„Ich habe davon erzählen hören! Vor 10 oder 8 Jahren trat er hier einmal mit großem Erfolge auf. Er ist eine ganz große Nummer.“ Ju 1a6t und „Sie haben keine Ahnung, wo man iyn jeyr finden kann?" „Nein!“ bedauerte der Franzose lebhaft.„Aber fragen Sie doch einmal bei dem alten Girard nach. Der weiß es, wenn es überhaupt einer weiß, ganz genau!“ Sie bedankten sich und fuhren unverzüglich zu dem alten Agenten, Monsieur Henry Girard. Der alte, liebenswürdige Herr mit dem weißen Spitzbart hieß sie herzlich willkommen und dankte für die Grüße, die sie von den Berliner Kollegen mitbrachten. „Wir brauchen Ihren Rat, Monsieur Girard" besann Peter,g....45 ftahe au, Gersüuune „Bitte, Messieurs..., ich stehe zur Verfugung. „Kennen Sie den Magier Good?“ alte Herr nickte bedeutsam.„Ob ich den kenne? Das ist eine ganz große Nummer! Schwer zu bekommen! Er ist gerissener als der gerissenste Manager. Wollen Sie ihn engagieren?“ „Nein, wir wollen nur eine Auskunft von ihm. Wissen Sie, wo er steckt?“ „Ja! Er arbeitet gegenwärtig im Capitol in Straßburg". Peter atmete erleichtert auf. „Sagen Sie, Monsieur Girard, ist der Magier Good ein Neger““„.. 67 Tichtf Wenn ich mich ucht „Neger? Rein, wohl nicht! Wenn ich mich recht entsinne. ein Abessinier! Schlanker, hübscher Mensch, der das Französische perfekt spricht." Peter und Karl wechselten einen Blick. Jetzt wußten sie, daß sie auf dem rechten Wege waren. Es war Abejidas Spur. „Magier Good ist doch ein Pfeudonym?“ „Möglich, ich weiß es nicht! Wir titulierten ihn Monsieur Good. Aber durchaus wahrscheinlich ist Ihre Meinung.„„„ 41 8 m. G „Sagen Sie, Mr. Giraro, arbeitei der wlagier Good allein*“„ 92 KE „Ja, wenigstens hat er das immer geran. Ich habe ihn in Paris, Toulouse und auch in Lille bewundert. Er ist wohl der beste Hypnotiseur, den ich kennen gelernt habe Er hypnotisiert ein ganzes Publikum! Was der Mann schafft, ist allerhand. Aber man muß Nerven haben. Sie unterhielten sich noch eine kurze Weile, sprachen über Wetter= und Wirtschaftsverhältnisse, und dann zog man sich dankend zurück. kate an. I kart 8. Das Plakat des Kapitols fiel soforr auf. Mit mächtigen Lettern fiel jedem sofort„Der Magier Good“ ins Auge. Er war auch abgebilhet. Ein dunkelhäutiger Mann, der eine Aehnlichkeit mit dem gesuchten Abejida zweifellos hatte. Was sie aber in stärkerem Maße aufregte, war, daß neben ihm eine Dame in dunklem Pagenkopf abgebildet war. Arbeitete er jetzt mit einer Dame zusammen? Unwillkürlich mußte Peter an Gina denken und sein Blick fraß sich förmlich in das Plakat hinein. Nein, diese Dame war bestimmt nicht Gina. Sie suchten ein Hotel auf, nahmen sich zwei Zimmer und blieben in dem Gastzimmer, um zu Abend zu essen. Der Wirt, ein Deutscher, begrüßte sie freundlich und unterhielt sich mit ihnen. Sie kamen auch auf den Magier Good zu sprechen. „Er muß ein fabelhafter Mensch sein!“ gestand der Hotelier.„Die Leute strömen nur so zu seinen Vorstellungen und alles andere erblaßt neben ihm. Gewagte Kunststücke macht er. Sein Willen dirigiert seine Partnerin, die wahrscheinlich kein leichtes Leben hat. Die Behörde wollte schon einmal einschreiten, weil seine Sachen zu sehr auf die Nerven gehen. Aber bei uns— bei uns— in Frankreich, da ist man etwas laxer! Ich glaube nicht, daß man die Aufführungen in Deutschland überhaupt gestatten würde.“ Die beiden Fremden hörten interessiert zu. „Ein Abessinier, wie ich hörte?“ „Da kenne ich mich nicht so aus, das Gesicht hat eine Mischung zwischen einem Neger, einem Juden und noch etwas dazu. Der Mann hat ungemein grausame Augen. Wenn er auftritt, hat man das Gefühl, als spiele er mit dem Publikum wie die Schlange mit einem Kaninchen.“„„ „Ist der Besuch für aue erlaubt, oder...!“ „Ursprünglich wollte man den Besuch für Frauen verbieten, aber da ist das weibliche Strasbourg ganz wild geworden und darum unterblieb es! Wollen Sie sich seine Produktionen ansehen?“ „Ja, wir haben die Absicht: Am nächsten Morgen kaufte Peter zwei Proszeniumslogenplätze. Die anderen Plätze waren zum größten Teil schon ausverkauft. Gespannt warteten sie den Abend ab und atmeten erleichtert auf, als sie endlich auf ihren Plätzen saßen. Der Saal war dicht gefüllt. Peter hatte sich in den Hintergrund der Loge zurückgezogen, denn er wollte nicht, daß ihn Abejida gleich erkenne...Nm 9. Er war etwas unruhig. Ein veklemmendes Gefuhl lag ihm auf der Brust, als wenn ein Unglück bevor% gp 2... hend ein Ein keuei# rsch Die Musik setzte rauschend ein. Ein feuriger Marsch dröhnte durch den Saal. Dann Gong! Dunkelheit lag über dem Saal. Die erste Nummer war ein humoristischer Radfahrerakt, der gleich für gute Stimmung sorgte. Peter hatte wenig Interesse dafür. All sein Interesse konzentrierte sich auf das Auftreten des Magiers Good. Eine Nummer nach der anderen ging vorüber. Die Spannung im Saale wuchs. Eben war das Girl mit der Nummer 7 über die Rampe gegangen. Totenstille im Saale. Dumpfer Gongschlag.„.—6 Ju Kunk.ikänt, Der Vorhang hob sich, uno ein ounrethautiger Mann, schlank gewachsen, stand auf der Bühne. Peter zuckte zusammen und zog den Kopf weiter in das Dunkel der Loge zurück. Es war Abejida! Mit einem Blick hatte er ihn erMit vollendetem Anstand verneigte sich der Magier. Er hielt eine liebenswürdige Ansprache in reinstem Französisch und dann begann er zu arbeiten. Erst allein. Das Publikum war sein Gegenspieler. Er hypnotisierte einzelne Personen, ließ sie nach Wunsch und Willen lachen und weinen, Kunststücke machen. Ganz harmlos, mehr humorvoll waren im Anfang seine Darbietungen. Dann ließ er drei Herren und drei Damen auf die Bühne kommen, die er bat, sich für ein Experiment zur Verfügung zu stellen. Und jetzt begann der nervenaufpeitschende Teil der Aufführung. Abejida suggerierte den sechs Personen, daß sie auf einem Dampfer sind, der untergeht und daß sie sich mühsam in einem Boote retten. Das Publikum hielt den Atem an: denn der Magier peitschte die sechs Personen fünf Minuten lang durch alle Abgründe der Angst. Ihr hysterisches Aufschreien zerrte an den Nerven des Publikums. Ein dicker, starker Mann wischte sich den Angstschweiß von der Stirn, zwei Frauen fielen in Ohnmacht und mußten aus dem Saale gebracht werden. Mühlenschute saß leichenblaß in der Loge. Nur Peter war scheinbar unberührt. Er fand das alles so sinnlos lächerlich, auf ihn machte das alles so keinen Eindruck, zu ihm liefen die Willensströme des Magiers nicht. Er saß völlig unberührt. Plötzlich klatschte der Magier auf der Bühne in die Hände. Der Bann war gebrochen, die Menschen auf der Bühne sahen sich an wie Menschen, die aus dem Schlafe erwachen. In unordentlichen, zerzausten Haaren, in derangierten Toiletten standen sie da. Ein Theaterdiener geleitete die sechs hinter die Bühne in ein Garderobezimmer, wo sie sich wieder in Ordnung brachten. Keiner von ihnen ging in den Zuschauerraum zurück. Alle begaben sich nach Hause. Sie wußten nicht, was sie erlebt hatten, welches Entsetzen sie fünf Minuten lang bewegt, sie wußten nur, daß sie etwas grauenhaftes hinter sich hatten. Der Magier aber war zu einem anderen Experiment übergeschritten. Er stand unbeweglich auf der Bühne und starrte nach einer der großen Säulen. Er begann„Die große Sache“. Plötzlich rief er hinter die Kulisse:„Herr Direktor!“ Der Direktor des Kapitol trat hervor. „Monsieur Good!" „Bitte, Herr Direktor, sagen Sie mir, wann ist das Kapitol gebaut worden?" „Hm! Das ist nun schon 11 Jahre her, Monsieur Good!“ apten Abschnit „Als geb tung die schlusse der ordnung des zieller, wirt 26. Juli 19. Art für den tet haben.“ Nun wußte sind, und da n als der Kontr nachzahlen. I bis der Kontr. den Wagen ha Da hab ich ge und dann hab Und mit n ihn auf der S 50 Mark Miet mir begreiflich jetziger Miete ist er aber an darf er mich daß die 10 P würden. Ich lange Frieden er mich groß Kusbrug aus 's nic mein zu mir in's Zinssenkung ten schimpfte; Pfandbrief Schimpfen, di Ansicht nach verordnungs# sehen und sein Ich habe ihn oder nur jetz „Ich finde, der Baumeister hat es sehr schlecht ge baut! Passen Sie auf, daß Ihnen das Haus nicht ein mal über dem Kopf zusammenbricht.“ „Wie meinen Sie das, Monsieur Good?“ fragtz der Direktor unruhig. 7. 8, „Schauen Sie dort nach der Saule! Sehen Sie es! Sie hat einen Riß! Sie bildet schon einen Knick! Wai wird geschehen, wenn sie zusammenbricht?“ Alle Augen des Publikums richteten sich auf die Säule. Dann brach ein Angstschrei durch die Menge. „Ja!“ schrie der Magier.„Ich verstehe Ihre Angst Die Säule ist geborsten! Das ganze Haus kann zusam menbrechen.„.„„FIzm mmurde immer Rark. Die Unruhe im Publitum wurde immer starter. Der Magier markierte Angst. Immer stärker suggerierte er dem Publikum, daß die Zusammenbruchsgefahr bestünde. Ja, er zwang sie, zu glauben, daß sich die Säule neige. Die Menschen im Saale brachen in wahnsinnige Ausdruck Raserei aus, sie erhoben sich und drängten zur Türeg weiß ich's „Sie ist ja geschlossen, Herrschaften! Sie können Und n nicht hinaus!“„„ Und richtig, die Menschen brachten die Tür nicht auf. Alle standen im Banne Abejidas. Selbst Mühlenschulte packte Peter am Arm und sah ihn mit angst vollem Blick an. Nur Peter saß unberührt. Er stand nicht unter Abejidas Willen. Aber er erkannte die große Gefahr einer Panik. Wenn der Magier dieses gewagte Experiment nicht bald unterbrach, dann konnte Schlimmes geschehen. Abejida erkannte das auch und im Höhepunkte der Angst, als die Menschen vor Angst brüllten, schrien und rasten, da brach er den Bann. Wie mit einem Schlage verstummte alles. Die Menschen sahen sich entsetzt an. Was war mit ihnen geschehen? Sie bemerkten, daß einer wie der andere unter dem Banne gestanden hatte und sie fürchteten sich. Es gab in dem Augenblick so manchen, der am liebsten den Saal verlassen hätte, aber es war ihnen, als binde sie eine Macht auf ihrem Platz fest. Die Vorführung ging weiter. Eine Dame, ganz in Schwarz gekleidet, mit todblassem Gesicht und schwarzem Pagenkopf, trat wie ein Automat, mit glanzlosen Augen aus den Kulissen. Der Magier machte eine kurze Verbeugung vor ihr. „Ich stelle Ihnen mein Medium vor, Madame Jesine Brugnon. Madame steht zu jeder Aufgabe zu; Verfügung und wird sie kraft meines Willens lösen.“ Das Medium verbeugte sich automatenhaft. Peter fühlte, wie sein Herz schneller ging. Sein Auge saugte sich an der Frau fest. War... konnte das Gina Lundby sein. Nein... nein... und doch... vielleicht! Haar war schwarz, man hätte es färben können, das blasse, weißgepuderte Gesicht, die Linien... se sie hatte eine Aehnlichkeit mit Oda. Er wußte, an der Augen würde er sie erkennen, wenn sie ihm nur einmal die Augen böte, frei, nicht unter fremdem Willen stehend. Die Augen würden ihm Klarheit geben. Er sitzt da und wartet der Dinge, die da kommer sollten. Madame Jesine produziert sich als Gedankenleserin, sie findet jeden versteckten Gegenstand und sagt vorher, was es ist. Er läßt ihren Körper erstarren und er muß#### allerlei artistischen Vorführungen dienen. .(Fortsetzung folgt.) die Hypotheke rausgegangen Doch das nicht zu inter 2. Bellage zum Bochumer Anzeiger u. Gen. Anzeiger Nr. 294 38. Jahrgang Mittwoch, 16. Dezbr. 1931 Cleous Gimstein und die Netveroiänung von ihm secést 13, zember vor seinem nzert in Bochum Seite 11. heute useum der West Herner Str. 45. he von 15.30 bis edene Frau. iach Rio. Mona Lisa. reich am Rhein Lango für Dich lacht von Badeeier ohne Meyer Inzert. sehr schlecht ge Haus nicht ein Good?“ fragt Sehen Sie es! nen Knick! Wai en sich auf die die Menge. ehe Ihre Angst! ius kann zusam nmer stärker. Publikum, daß 1, er zwang sie, in wahnsinnige igten zur Türe. 1! Sie können die Tür Selbst Mühlenihn mit angstGestern traf ich meinen Freund Gustav. Unter uns gesagt, das ist der Mann, der sich durch besonders intelligente Fragen auszeichnet. Meine Frau guckt ihn schon lange nicht mehr an, seitdem er den ersten Besuch nach unserer Hochzeit gemacht hat. Wissen Sie, was er fragte, als er in die Wohnung trat?„Seid Ihr immer noch verheiratet?“ Stellen Sie sich so etwas vor! Meine Frau hat schon recht, wenn sie ihn überhaupt Ja, und gestern, da fragte er mich:„Hast du auch schon von der neuen Notverordnung gehört?“ So etwas fragt der Mensch mich, ausgerechnet mich, der ich eine ganze Nacht und einen ganzen Tag die Notverordnung studiert habe. Und wie hab, igre studiert„Meine Frau rief nachts um 2 Uhr aus ihrem Bett:„Aloys, höre doch endlich mit den Zigarren auf! Und dabei hatte ich keine einzige Zigarre geraucht. Das war mein Kopf, der so rauchte von dem anstrengenden Krach hab ich schon gehabt mit meinem Hauswirt, In der Straßenbahn hätte mich der Schaffner oald rausgeschmissen, und mein Nachbar mit den schönen weißen Zähnen tut, als ob ich ihm sein Gebiß klauen Das alles nur wegen der Notverordnung! Und da kommt nun dieser Gustav und fragt mich, „ob ich auch schon von der neuen Notverordnung gehört Ich hab ihn gefragt,„ob er auch schon“ gehört hätte, daß mir zwei Flaschen Cognak lieber wären als ein Schlag mit der Wichsbürste. Da hat er mich groß angesehen. Das war ihm zu hoch.......## „Mensch!“ sag ich,„Gustav!: Hältst du mich denn für einen Senegalneger, oder für einen Hottentotten, oder für einen Multimillionär, den die ganze Notverordnung wenig aus seinem Gleichgewicht bringt? „Junge“, sag ich,„was ich schon alles geleistet habe. Ich habe meinen Haushaltsplan bereits der vierten Notverordnungs-Beamten=Gehaltssenkung angepaßt. So arbeiten ordentliche Beamte."..... 4 Da hat er gestaunt. Und da hab zählt, wie das mit der Straßenbahn war.: Ich hatte dem Straßenbahnschaffner statt 20 Pfennig nur 18 Pfennig gegeben, weil doch alle Preise um 10 gesenkt werden sollen. Erst wollte er nicht, aber hab ich's ihm schwarz auf weiß gezeigt,§ 1 der NotGebundene Preise sind zur Anpassung an die veränderte Wirtschaftslage bis zum 1. Januar 1932 um mindestens 10 vom Hundert gegenüber dem Stande vom 30. Juni 1931 zu senken.“ Als er darauf wissen wollte, was gebundene Preise sind, da hab ich ihm den so überaus volkstümlich gefaßten Abschnitt 2 vorgelesen: „Als gebunden gelten Preise, zu deren Einhaltung die Beteiligten sich durch Verträge oder Beschlusse der im§ 1 des Fünften Abschnittes der Verordnung des Reichspräsidenten zur Behebung finan* zieller, wirtschaftlicher und sozialer Notstände vom 26. Juli 1930(Reichsgesetzbl. 1 S. 311) bezeichneten Art für den inländischen Geschäftsverkehr verpflichebe. eenr u i o Nun wußte er ganz genau, was geoundene Freise sind, und da war er mit 18 Pfennig zufrieden,##ver als der Kontrolleur kam, da sollte ich die 2 Pfennig nachzahlen. Ich hab mich natürlich geweigert, sotange, bis der Kontrolleur zum Schaffner sagte:„Lassen den Wagen halten und schmeißen Sie den Kerl raus.“ Da hab ich gefragt, ob das Dienst am Kunden wäre, und dann hab ich die 2 Pfennig nachgezahlt. Und mit meinem Hauswirt das war so: Ich traf ihn auf der Straße und sagte ihm, daß ich am 1. statt 50 Mark Miete nur 45 Mark zahlen würde. Er wollte mir begreiflich machen, daß 10 Prozent von 50 Mark jetziger Miete weniger, als 5 Mark ausmachten. Da ist er aber an den falschen gekommen. Für so dumm darf er mich nicht halten. Er redete dauernd davon, daß die 10 Prozent von der Friedensmiete abgezogen würden. Ich hab ihm gesagt, wir hätten doch schon lange Frieden, oder ob ich Kriegsmiete zahle. Da sah er mich groß an, und ich glaube, er hat irgend einen Ausdruck aus der Zoologie gebraucht. Aber genau Uind Nachbar? Der kam in dem Angenblick zu mir in's Zimmer, als ich den Abschnitt über die Zinssenkung gelesen hatte und nun darüber nach oräften schimpfte; denn meine Frau hatte kürzlich einen Pfandbrief geerbt. Mein Nachbar sagte auf mein Schimpfen, die Sache mit der Zinssenkung wäre seiner dann die Preise gewiß billiger sind, wollte er wissen. nichts fuhr fort:„Etwas sehr Wesentliches sind bedoch endlich, wie du es fertig gebracht hast, deinen Haushaltsplan ins Gleichgewicht zu bringen bei dem abermaligen Gehaltsabbau. Ich weiß, du bist immer eine besondere Blüte gewesen. Ich spendiere dir eine Tasse Abwehr=Abwehr=Kaffee, wenn du mir einige RatFür eine Tasse Kaffe bin ich gewesen, genau so wie früher für eine Milchkaramelle. Dafür hab ich Vater und Mutter stehen lassen. Und so gingen wir denn ins Café, tranken eine Tasse Kaffee, und dann holte ich aus zu meinen Ratschlägen. „Gustav“, sagte ich,„das Fundament eines sparsamen Haushaltes ist ein zweckmäßiger Einrauf. Ich habe ein System gefunden, das alles bisher, Dagewesene in den Schatten stellt, und zwar nennt sich oas System: Auf Raten kaufen. Ich weiß schon, du willst sagen, auf Raten kaufen gab’s immer. Aber mein System unterscheidet sich ganz wesentlich von dem bisherigen. Das Besondere liegt darin daß der Kaufmann„raten“ soll, wann er sein Geld kriegt. Das heißt, auf„Raten“ Gustav war entzückt. Er war begeistert, er war direkt hingeschmissen von barkeit bestellte er eine weitere Tasse Abwehr=Abwehr= Da wir nun gerade beim Einkauf sind, lieber Gustav“, fuhr ich fort, will ich dir auch sagen, wie wir heute billiger an unseren Brotbelag kommen. Wir haben festgestellt, daß beim Schweizer Käse, unserem Lieblingskase, die Löcher immer mitgewogen werden. Dagegen haben wir feierlichst protestiert. Und nun werden uns die Löcher ausgewogen. Dadurch sparen wir viel Geld, und ferner auch dadurch, daß meine Frau einen Kursus mitgemacht hat, in dem gelehrt wurde, die Margarine mit senkrecht geführtem Messer auf's Brot zu schmieren. Seit der Zeit kommen wir mit einem Pfund Margarine zwei Wochen aus. Das sind doch ziemlich bedeutende Erspanisse, die sich besonders auf die Dauer bemerkbar machen, zumal wir das Frühstück vollständig abgeschafft haben. Morgens nach dem Aufstehen wird gemeinschaftlich,„gegymnastikt“ nach einer eigens für den Zweck ausgerlugelten Methode. Dabei sind mir besonders die Erfahrungen aus der Kriegszeit, den Hunger durch stramme Haltung zu Gustav staunte. Soviel Erfindungsgabe hatte er mir nicht zugetraut. Aber von meinem Vorschlag, den Weihnachtsbaum erst nach dem Fest zu kaufen, weil die Kosten für die Sohlen auf die Hälfte reduziert werden— durch Selbsthilfe. Ich brauchte sonst z.#. für den Weg zum Büro 30 Minuten. Jeßt I Zapans neue Regierung ihn in 15 Minuten. Es dürfte auch dem weniger Inteligenten, einlenggen, doß bguch-Gastav. Und da er spart wird.„Das meinte auch Gustab. Und da. von meinem Vorschlag so begeistert war, gab ich iym auch gleich einen Wink in Bezug auf Das ist ja auch so ein Kapitel, Ziese, Päsche, Das muß anders werden. Tarüber sino sich zu alle einsichtigen Leute klar. Hier können noch beorurende Seciche eschen dan alihe Lak is eit schmutzig ist? Dann wechselt man eben die Seite. Erst trägt man das Hemd links, und dann wechselt man mit rechts. Allerdings hab ich meinem Freund Gustav geraten das Wort„wechseln“ nicht zu oft zu gebrauchen, sonst erfährt der Finanzminister davon, und dann wird eine besondere„Wechselsteuer" erhoben. Eine gibt's Gustav hat gestaunt über soviele Möglichkeiten, und ich habe wieder mal erfahren, daß der Mensch außerordentlich erfinderisch wird, wenn die Not antritt.„Mensch“, sagte Gustav, vich Bg5grgg, sere, Wofür brauchen wir zu Hause noch (Zur Erläuterung sei bemerkt, daß Gustav verheiratet ist und drei Kinder hat.) Solch eine Verschwendung muß aufhören! Eine Zahnbürste tut's auch. Die vier andern laß ich versteigern. Und da nach der Notverordnung 70 Prozent des Wertes erzielt werden müssen, werde ich mit dem Erlös zufrieden sein könAn solch ein Mittel hatte ich allerdings noch nicht gedacht. Aber ich war noch nicht ganz fertig mit meinen Ratschlägen. Ein Hauptschlag fehlte noch. Der Vorschlag wegen des Mittagessens. Und solch ein Mittagessen ist doch immer eine sehr kostspielige Sache. Bei mir wird es jetzt so gemacht. Einmal in der Woche gibt's Fleisch. An den anderen Tagen wird ein Fleischgericht aus dem Kochbuch vorgelesen. Aber nicht aus solch einem modernen vegetarischen ode royköstlerischen, nein, aus einem soliden gutbürgerl#chen aus der guten alten Zeit, da es noch Gänsebraten gab und dergleichen. Von dieser Einrichtung verspreche, ichz, mir eine Belebung des gesamten Geschmackspergenpstens, und in der Haupsache eine erhebliche Entastung der Als Gustav das Wort„Kasse“ hörte, da fuhr er aus tiefem Nachdenken auf, so, als wenn eben ein Der Führer der bisherigen oppositionellen SeiyukaiPartei(Konservativ), Tsuyoshi Inukai, ist zum Pre mierminister ernannt worden. Die Vereidigung Sameras n. Aber er erWenn der Maald unterbrach, Höhepunkte der rüllten, schrien alles. Dder nur sehsc nlachsen ön burch die Hypothekenzinsen gesenkt worden wären. Da ist er Doch das alles schien meinen Freund Gustav gar nicht zu interessieren.„Aloys“, sagte er,„nun sag mir schöner Traum verflogen wäre. Aloys“ sagte er, ipie stehts mit der Kasse, wenn sie leer ist? Wusmust du dann machen?" Dabei sah er mich an wie früher mein Lehrer, wenn er mich ertappt hatte und von meiner Zukunft sprach, die er mit„Straßenkehrer" oder „Landstreicher“ voraussagte. Aber ich wäre ein schlechter Denker, wenn ich mit diesem Punkt nicht gerechner hätte, und ich hätte alle Leute blamiert, die von mir sagen, gegen mich als Denker wäre Kant ein Waisenknabe. Selbstverständlich hatte ich auch daran gedacht, die Familienkasse„aufzufüllen, natürlich, durch eine Steuer. Andere Wege gibt's ja in solchen Fuuen nicht. Ich habe zu Hause die Steuer bereits eingeführt, die sogenannte„Seufzersteuer". Jeder, der einen Seufzer ausstößt, muß 5 Pfennig Steuer zahlen. Von dem Erlös wird Weihnachten ein Braten gemacht. Gustav wäre mir bald um den Hals gefallen ob dieser Idee, und nun ist er überzeugt, daß er genügend Mittel und Wege hat, seinen Haushaltsplan der Notverordnung anzupassen. Ich hab ihm natürlich nicht alles gesagt. Man muß doch auch Reserven haben, auf die man in der allergrößten Not zurückgreift. Tritt die große Not ein, dann werde ich hausieren mit sogenannten„Notverordnungs=Beamten=Stehkragen“. Das sind acht Zentimeter hohe Kragen, die genau bis an die Kinnbacken gehen. An solchen Kragen wird demnächst wohl sicher Bedarf sein, wenn die Leute vor lauter Not ihren Kopf nicht mehr aufrecht halten können. Das Denkmal für Finn Malmaren Vor kurzem wurde in Upsala das Denkmal Finn Malmgrens, rregitzagifch, zerigekommenen Teilnehmers Robile der Nobile=#pe#men, feierlich enthüllt. Der Rektor der Universität, Professor T. Unden, zeichnete in seiner Rede das Bild des jungen Polarhelden, der zusammen mit den Italienern Mariano und Zappi vom Zeltlager Nobiles aufbrach und die Wanderung übers Eis antrat. Aber Malmgrens Konstitution war den Strapazen nicht gewachsen, und als er seine Kräfte schwinden fühlte, bat er die Kameraden, den Marsch fortzusetzen und ihn allein zurückzulassen. Malmgren starb in der Einsamkeit der eisigen Polarnacht— die Italiener wurden durch einen Zufall und in äußerster Erschopfung vor dem Untergang gerettet.„Malmareng hat bo Der stille Heroismus Finn waimgrens hut das schwedische Volk aufs tiefste ergriffen. Zur Sammlung für das Denkmal haben über 10 000 Personen beigetragen. So kam eine größere Summe zustande, als die Kosten des Denkmals erforderten. Aus dem Ueberschuß wurde ein„Finn=Malmgren=Gedenkfond“, gebildet, dessen Zinsen zur Unterstützung der arktischen Forschung verwandt werden sollen. Zur Denkmalsenthüllung kam auch Kommandant Mariano auf einem Flugzeug in dem Augenblick, als die Feier begann. Er legte im Namen der beiden Kameraden, die Malmgren auf seiner letzten Wanderung begleitet hatten, einen Kranz an dem Sockel des Denkmals nieder. an. Was war mit iß einer, wie der ansatte und sie fürchteso manchen, der am aber es war ihnen, Platz fest. gekleidet, mit todsagenkopf, trat wie in aus den Kulissen. Verbeugung vor ihr. n vor, Madame 1 jeder Aufgabe zu; ines Willens lösen.“ tomatenhaft. chneller ging. Sein indby sein. ... vielleicht! Das färben können, das die Linien... is a. Er wußte, an den n sie ihm nur einmal er fremdem Willen Klarheit geben. inge, die da kommer als Gedankenleserin, and und sagt vorher, und er muß#### dienen. ortsetzung folgt.) Enisels Wolmiache., ferSio bei.— Mark Einkauf statt der doppelten Marken mit Untertasse aus feinem Bavaria-Porzellan. Beim Vchnschtsrekame am Dienstageabeng. Senheinutt.. Hellwer 1: Hettinger Straße Pochum: Bongurdstaße 14 Te. Ab9), ortum,; g. Lopgongeer; Haolgesltege sor 2. Gerihe: Lochiager Werne: Hellweg 533 O Dahlhausen: Dr.-.-Otto-Straße 123 O Hattingen: Gr. Weilstrat SA Der Calmette=Prozeß AVTfT]"•„**P PRRN9, Die Originalkulturen des BCG. wurden in Lübeck an Tierversuchen nachgeprüft Lübeck, 15. Dezember. In der heutigen Verhandlung des TuberkuloseProzesses wurden den Sachverständigen neue Fragen darüber vorgelegt, ob es möglich sei, daß BCG. wieder zur Virulenz kommen kann. Zunächst äußert sich Professor Dr. Deycke über seine eigenen Forschungen. In einem längeren Vortrag behandelt er allgemeine Gesichtspunkte und das, was im Prozeß erörtert worden ist. Er betont noch einmal, er habe bei der Einführung des Calmette=Verfahrens in Lübeck die Ueberzeugung gehabt, BCG. sei ein virus fix, mit anderen Worten, eine Fixierung der Bazillen sei in der Art erfolgt, daß sie durch banale Veränderungen in ihrer Umgebung nicht betroffen werden können. Auch äußerte sich Professor Dr. Deycke über das Laboratorium in Lübeck. Er sagte, das Laboratorium sei nach seiner Meinung wohl geeignet gewesen, die Herstellung der BCG.= Kulturen zu gewährleisten. Mit der Schwester Anna Schütze habe eine vertrauensvolle Zusammenarbeit seit Jahren bestanden, und er sei der Meinung, daß man auch der Assistentin eine gewisse Selbständigkeit einzuräumen habe. Mit besonderer Betonung erklärte Professor Dr. Deycke, daß die Originalkulturen, die von Paris bezogen seien, im Tierversuch nachgeprüft wurden und sich als rein erwiesen haben. Bald nach dem Unglück hätten ihn zwei englische Forscher, Dr. Breyer und Dr. Douglas, in Lübeck besucht. Sie hätten gleich erklärt, es läge keine Verwechslung oder Verunreinigung vor, sondern der BCG. sei zur Virulenz umgeschlagen. Sie hätten die Katastrophe erwartet. Eine Verunreinigung im Laboratorium hält Dr. Deycke für ausgeschlossen, denn in diesem Falle hätte sich die Katastrophe noch anders ausgewirkt. Er glaubt auch nicht, daß das Unglück mit der Verwendung der Eiernährböden zusammenhänge. Er habe gerade diese Nährböden gewählt, um einer Verletzung vorzubeugen. Er habe durch eigene Untersuchungen die Forschungen Petroffs geprüft und sie bestätigt gefunden. Petroff sei im August 1930 zu ihm gekommen. Er habe eine Platte mitgebracht und nachgewiesen, daß ihm die Spaltung der BCG.=Kulturen in sogenannte abe selbst Trennungsversuche mit verschieweitergezüchteten BCG.=Stämmen vorR= und=Kulturen gelungen sei. Es sei nun darauf angekommen, festzustellen, ob die verschiedenen Kulturen auch eine verschiedene Virulenz hätten. Er habe denen genommen, aber sich nicht an die Petroffsche Methode gehalten, sondern den Weg der Verdünnung gewählt, um möglichst natürliche Verhältnisse zu schaffen. Er müsse eingestehen, daß er zunächst keinen Erfolg hatte, dann aber sei es ihm gelungen, in allen drei zur Verfügung stehenden Stämmen die Trennung der Bazillen in R= und=Stämme vorzunehmen. Im Tierversuch seien zwei rein gewachsene Kulturen—=Kulturen— auf Meerschweinchen weitergeimpft worden. Von den Tieren seien bei dem einen Stamm 62,5, bei dem anderen 50 Prozent an Tuberkulose erkrankt. Es gebe auch=Kulturen, die nicht pirulent seien. Man müsse also wohl sagen, daß nach den Versuchen Petroffs der BCG. einzelne virulente Individuen enthalte, die unter Umständen in den Vordergrund treten können. Man könne es aber nicht als Tatsache ansehen, daß die virulenten Bazillen in allen Fällen gerade in den=Kulturen enthalten sind. Persönlich sei er der Meinung, daß der BCG. Gefahren in sich berge. Die möglichen Ursachen des Unglücks Nach der Mittagspause äußerte sich Professor Dr. Deycke über die möglichen Ursachen des Unglücks in Lübeck. Er neigt zu der Annahme, daß eine spontane virulente Steigerung die Ursache war. In langen Ausführungen erörterte er die Untersuchungsergebnisse deutscher und ausländischer Forscher und kommt zu dem Ergebnis, daß über zwanzig Wissenschaftler durch Tierversuche Schädigungen nach dem BCG.= Verfahren festgestellt haben. Mehrere Wissenschaftler hätten die Ergebnisse Petroffs bestätigt. Professor Deycke betonte noch einmal, daß er seiner Zeit mit einer Virulenzsteigerung des BCG. nicht gerechnet habe. Er habe die Emulsion nach dem Unglück nicht vernichtet, um sich zu schützen, sondern um weiteres Unglück zu verhüten. Er habe sich von Herz und Gefühl leiten lassen, nicht vom Verstand. Wenn er andere Züchtungsmethoden angewandt habe als Professor Calmette, so möchte er betonen, daß er Trockenkulturen nach seiner Methode einfacher, reiner und besser herstelle. Er sei technisch durchaus in der Lage gewesen, eine einwandfreie Emulsion herzustellen. Dr. Deycke äußerte sich dann über den Unterschied zwischen humanen und bovinen Kulturen und sagte, zwischen beiden ständen Uebergangsformen, die man weder der einen noch der anderen Art zuteilen könne. Diese Mißformen ließen sich nicht ohne weiteres präzisieren. Die Frage des Gerichtshofes, ob der BCG.=Bazillus, wenn er mit einem humanen Bazillus zusammentreffe, den humanen Bazillus so überwuchere, daß schließlich nur der BCG.= kan Bazillus übrigbleibe, beantwortete Professor Dr. Deycke dahin, daß dies nach seiner Meinung nicht der Fall sei. Nach dem Lübecker Unglück habe man in Lübeck Meerschweinchen mit einer Mißkultur von humanen Tuberkulosebazillen und BCG. geimpft. Die Meerschweinchen seien an Tuberkulose gestorben. Hierauf sprach Dr. Poll(Hamburg) über den Virus Fix. Er erklärte, die Lehre vom Virus Fix sei unmittelbar, und deshalb könne man auch beim BCG. nicht von einem Virus Fix sprechen. Hierauf wurde die Verhandlung auf Mittwoch vertagt. Absichtliche Sprengung? Helmstedt, 15. Dezember. Die Untersuchung der Sprengstoffexplosion bei Helmstedt war mittags noch nicht abgeschlossen. Die Tatsache, daß keinerlei aufschlußgebende Spuren in der mittelbaren Nähe des Sprengortes gefunden wurden, hat die Polizei auf die Vermutung gebracht, daß die Sprengung absichtlich herbeigeführt worden ist. Die Sprengstelle liegt im Marienthaler Hola Klage gegen Professor Dr. Bergius Schwedischer Hauptmann macht dem Nobelpreisträger Schwierigkeiten Stockholm, 15. Dezember. Der schwedische Hauptmann Björklund hat bei einem hiesigen Gericht einen Arrestbefehl gegen den soeben mit dem Nobelpreis für Chemie ausgezeichneten deutschen Gelehrten Dr. Friedrich Bergius aus Heidelberg beantragt mit dem Ersuchen, Bergius bis auf weiteres in Schweden festzuhalten. Björklund behauptet, Bergius schulde ihm 28000 Kronen auf Grund eines sogenannten„trockenen“ Wechsels. Der Antrag erregt hier großes Aufsehen, weil der deutsche Gelehrte überall größtes Ansehen genießt. Generaldirektor Professor Dr. Bergius hat am Montag früh die schwedische Grenze überschritten und ist auf der Durchreise nach Heidelberg abends in Berlin eingetroffen. Sein Rechtsbeistand, der in Stockholm ansässige deutsche Advokat Dr. Jansen, gab eine Darstellung des aufsehenerregenden Rechtsfalles, aus dem folgendes wiedergegeben sei: Dr. Bergius hatte für einen wissenschaftlichen Zweck 00 000 Mark gestiftet, über die er drei Wechunterlassen, die Studentenschaft darüber aufzuklären, daß für die Entscheidung über die Bestrafung Stojanoffs ein Gutachten des juristischen Beraters der Hochschule maßgebend gewesen sei. Aus den Akten gehe klar hervor, daß der Verweis sich nur auf die beleidigende Aeußerung über eine deutsche Studentin bezog und daß die Klage, wonach Stojanoff den Ausdruck„Boche" gebraucht habe, als nicht hinreichend bewiesen fallen gelassen worden sei. sel ausfertigte. Der Berliner Rechtsanwalt Neumond, der sich später das Leben nahm, hat diese drei Wechsel unterschlagen. Einer davon, über 28000 Kroien lautend, ist durch Zwischenhände in den Besitz des Hauptmanns a. D. Biörklund gekommen. Die ser hatte vor einem deutschen Gericht den Wechsel eingeklagt, doch wurde die Klage abgewiesen. Björklund hat nun jetzt vor einem Stockholmer Gericht Wechselklage erhoben. verlangte die Hinterlegung des Betrages oder die Verhängung des persönlichen Arrestes gegen Dr. Bergius. Diesen Antrag hat das Gericht aber abgelehnt und die Verhandlung auf den 31. Dezember vertagt. Björklund hat ferner beim Oberstadthalter von Stockholm ein Reiseverbot gegen Dr. Bergius beantragt, das aber ebenfalls abgelehnt wurde. Björklund dürfte den Wechsel nicht in gutem Glauben erstanden haben, da er nur einen geringen Berag dafür bezahlt hat. Seine Forderung hat er auch mehr und mehr herabgesetzt, so daß das Ganze als ein Erpressungsversuch anzusehen ist, der in Schweden peinliches Aufsehen erregt. Hochschulstreik Die Braunschweiger Studenten fordern Entfernung eines bulgarischen Studenten. Braunschweig, 15. Dezember. Kürzlich hatte der bulgarische Student Stojanoff die deutschen Studentinnen beleidigt und im gang der Dinge einen Zusammenstoß mit dem Vorsitzenden der Studentenschaft an der Technischen Hochschule gehabt, der ihn wegen seines ungebührlichen Aufretens zur Rede stellte und den er dann einen„Sauboche“ nannte. Da der Rektor der Forderung der Studentenschaft, den bulgarischen Studenten von der Hochschule zu entfernen, nicht nachgekommen ist, ist nunmehr die Braunschweiger Studentenschaft in den Proteststreik getreten. In einem Schreiben an den Vorstand der Studentenschaft mißbilligt der Rektor der Technischen Hochschule das Vorgehen der Studentenschaft im Falle Stojanoff. Der Vorstand habe es trotz genauer Kenntnis der Akten Eine tolle Wette Furchtbarer Tod eines Benzintrinkers. Warschau, 15. Dezember. In der Ortschaft Balczew bei Lodz ging ein Dorfbursche namens Pieczarek mit einem Chauffeur eine Wette ein, daß er ½ Liter Benzin austrinke und dazu noch eine Zigarre rauchen werde. Da man um Schnaps gewettet hatte, ging man in eine Dorfschenke, wo Pieczarek vor den versammelten Gästen tatsächlich 1/# Liter Benzin austrank. als er unmittelbar darauf eine Zigarre anzündete, erbrach er plötzlich das Benzin. Der Brennstoff entzündete sich im Augenblick. Der Unglückliche stand sofort in hellen Flammen, die durch das aus dem Munde auslaufende Benzin immer mehr genährt wurden. Unter fürchterlichen Schmerzen verstarb der junge Mann. Dem Chauffeur gelang es, ungesehen zu entkommen. sichtlich herbeigeführt, worden ist. Die Sprengstelle liegt im Marienthaler Holz. Der Sprengtrichter hat eine Tiefe von 60 Zentimeter und einen Durchmesser von drei Metern. Von den Tätern, die, wie man annimmt, aus kommunistischen Kreisen stammen, fehlt noch jede Spur. * Zwei Todesurteile in Dresden. Das hiesige Schwurgericht verurteilte gestern den Kaufmann Stefan und den Installateur Gulbin, beide aus Dresden, wegen gemeinschaftlich vollendeten Mordes zum Tode und zum dauernden Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte. Sie hatten am 12. September dieses Jahres ihren Freund, den 28jährigen Gärtnergehilfen Hecht, gemeinschaftlich ermordet, nachdem sie bereits einige Tage vorher einen Giftmordversuch an ihm unternommen hatten. Ein Riesenbrand 2000 Personen der siamesischen Hauptstadt obdachlos. Bangkok, 15. Dezember. Die Stadt Bangkok ist heute von einem Brand heimgesucht worden, der der folgenschwerste ihrer ganzen bisherigen Geschichte ist. In dem chine. sischen Geschäftsviertel sind 500 feste Häuser, darunter das Gebäude der Bank von Kanton, zerstört worden. 2000 Personen sind obdachlos. Der Materialschaden wird auf zehn Millionen Reichsmark geschätzt. Vergleich im Kardorff-Prozeß Berlin, 15. Dezember. In der Privatbeleidigungsklage des Justizrates Schultz(Hagen), des Rechtsbeistandes der Kinder zweiter Ehe der Frau Katharina v. Kardorff gegen diese kam es nach achtstündiger Verhandlung vor dem Einzelrichter beim Amtsgericht Berlin=Mitte zu einem Vergleich, in dem Frau v. Kardorff erklärte, daß sie nach dem gegenwärtigen Stande des Verfahrens die in ihrem Schriftsatz vom 8. Juni 1931 gegen Justizrat Schultz erhobenen Beleidigungen, daß dieser pflichtwidrig und betrügerisch gehandelt habe, nicht aufrechterhalten könne. Justizrat Schultz seinerseits erklärte, daß es ihm ferngelegen habe Frau v. Kardorff durch die gegen sie von ihren Kindern erhobenen Vorwürfe des Betruges und der Erpressung zu beleidigen. Die gesetzlichen Kosten des Verfahrens trägt mit Ausnahme der Reisekosten des Justizrates Schultz Frau v. Kardorff. Damit ist die Beleidigungsklage erledigt, nicht aber der Zivilprozeß vor dem Landgericht Hildesheim, in dem die beiden Kinder zweiter Ehe, Heinz v. Kardorff— Albert und Elisabeth Ackermann geborene v. Kardorff— Albert von ihrer Mutter einen Betrag von 600 000 Mark aus dem Erbe ihrer Großmutter fordern. Autozusammenstoß im Uebel Vier Schwerverletzte. Detmold, 15. Dezember. Auf der vereisten Straße unmittelbar hinter dem Kreuzkrug in Kohlstedt ereignete sich im Nebel ein schwerer Zusammenstoß zwischen zwei Personenautos. Als der eine Wagenführer trotz der Glätte und Unsichtigkeit die Kurve schneiden wollte, prallte der Wagen mit solcher Wucht auf ein ihm entgegenkommendes Auto auf, daß beide Wagen vollständig zertrümmert wurden. Die vier Autoinsassen erlitten so schwere Verletzungen, daß sie sofort in ein Krankenhaus gebracht werden mußten. tt Zug tötet zwei Eisenbahnarbeiter. Am Dienstagvormittag wurden in der Nähe des Ostbahnhofs Nürnberg der Rottenführer Winterstein und der Hilfsrottenführer Aichenmüller beim Entladen eines Arbeitszuges von einem einfahrenden Personenzug überfahren und sofort getötet. Die Bootstragödie von Juist Arteil des Seeamis Emden, 15. Dezember. In mehr als vierstündiger Sitzung beschäftigte sich heute das Emder Seeamt mit der Juister Bootskatastrophe. Auf der Rückfahrt von einem Turnfest auf der Insel Juist strandete am Abend des 21. September das Motorboot„Annemarie“, wobei von den neunzehn Insassen fünfzehn ums Leben kamen, darunter der Borkumer Badedirektor, Zeitungsverleger Specht, der der Besitzer des Boo Die Angeklagten leugnen Der Ludwigshafener Werksspionage=Prozeß. Ludwigshafen, 15. Dezember. Vor dem Erweiterten Schöffengericht Ludwigshafen begann am Dienstag der Werksspionageprozeß gegen den Leiter der Chemieabteilung der RGO., Erich Steffen und mehrere andere Personen, die sich u. a. auch wegen Beihilfe zur Werksspionage zu verantworten haben. Steffen und der Mitangeklagte Dienstbach sollen in Ludwigshafen und Mannheim den Angeklagten Schmid, einen Angestellten der I. G. Farben, veranlaßt haben, Berichte über chemische Geheimverfahren auszuliefern. Die Berichte sollten nach Rußland weitergeleitet werden, um dort Bootes war und es für das Turnfest zur Verfügung gestellt hatte. Im Mittelpunkt der heutigen Verhandlung standen die Aussagen der vier Ueberlebenden, die ein Bild jener Schreckensnacht gaben. Zwei von ihnen sind noch heute leidend durch den Unfall. Als einer der Geretteten Einzelheiten aus den Stunden der Not erzählt, wird er so von den Schrecknissen dieser Nacht gepackt, daß er in Tränen ausbricht. In dem Spruch des Seeamts heißt es: Anscheinend ist der für die Fahrt als verantwortlicher Schiffsführer angenommene Schiffer Christian Harms aus Borkum, der den Tod in den Wellen fand, infolge Alkoholgenusses den Anforderungen der Fahrt nicht gewachsen gewesen. In dem Spruch wird ferner auf die Tat des Rettungsschwimmers Heinz Barker lobend hingewiesen, der sich unter den Schiffbrüchigen befand und durch den noch drei Bootsinsassen gerettet werden konnten. bei der Durchführung des Fünfjahresplanes Verwendung zu finden. Auch der Angeklagte Herbst soll auf Schmid in diesem Sinne eingewirkt haben. Weiter sollen die Angeklagten Oehlenschläger und Frau Berichte über geheimzuhaltende„Verfahren der inneren Betriebsvorgänge der I. G. Farben von Schmid erhalten haben. Als Steffen versuchte, von einem bei der Firma Dr. Raschig als Schlosser beschäftigten ARR Kraft Pläne über Svezialverfahren zu erhalten, erstattete dieser bei seiner Firma Anzeige. Schließlich hat Steffen versucht, von Angestellten hat Steffen versuch der Firma ertsuu von Angestellten der„Firma Stotz=Kontakt in Mannheim Pläne über die Herstellung ng. der automatischen Schalter zu erhalten. Alle Angeklagten leugnen, sich einer strafbaren Handlung schuldig gemacht zu haben. Besenders vgien Laltenue EntbbRtange P, Per,äirnge hmunte sonders wollen sie keine Entlohnungen von einer russischen Steue erhalten haben. Nach der Vernehmung der Angeklagten stellte das Gericht die ungefähre Zeit der Zusammenkünfte fest. dert. Die Schiffahrt ist stark behindert. Nur große Dampfer können in See gehen. Aus der Provinz Tunis werden starke Ueberschwemmungen gemeldet. Wieder ein Versicherungsskandal? Gerüchte um den Iduna=Konzern. Berlin, 15. Dezember. Das Reichsaufsichtsamt für Privatversicherungen befaßt sich zur Zeit mit dem Iduna=Germania=Konzern. sohl die RSturm im Mitteimeer Rom, 15. Dezember. Von der ganzen Mittelmeerküste werden schwere Stürme gemeldet. Der Sturm hat in zahlreichen Ortschaften beträchtlichen Schaden angerichtet. In Sarno wurden 20 Personen von heruntergewehten Ziegelsteinen zum Teil schwer verletzt. Der Telephon= und Telegraphenverkehr ist größtenteils unterbrochen. In Massa wurden das Krankenhaus und das Regierungsgebäude durch den Sturm schwer beschädigt. Auch aus dem Innern des Landes kommen Meldungen über große Sturmschäden. In der berühmten Kathedrale Santa Maria del Fiore in Florenz hat der Sturm mehrere Fenster in der Kuppel zerbrochen. In einer Ortschaft in Toskanien wurde der Glockenturm einer Kirche umgeworfen. Der Sachschaden auf den Feldern ist ebenfalls beträchtlich. Paris, 15. Dezember. Von der Besatzung des an der nordafrikanischen Küste im Sturm untergegangenen französischen Wachtschiffes sind vier Mann lebend geborgen worden. Es besteht keine Hoffnung mehr, die übrigen neun Mann zu retten. Der schwere Sturm und der sintflutartige Regen haben in ganz Nordafrika zahlreiche Menschenleben geforObwohl die Revision noch nicht abgeschlossen ist, will eine Berliner Zeitung bereits von Teilergebnissen, die „durchgesickert“ seien, wissen. In vier bis fünf Verschachtelungs=Transaktionen seien etwa zwölf Millionen Reichsmark Versicherungsgelder, davon 5 Millionen gegen wertlose Wechsel, angelegt worden in einer Form, die man mindestens als„höchst illiquide" bezeichnen müsse.„ Mr6 5, Die Verwaltung der Iduna=Germania=VersicherungsGesellschaften teilt mit: Der Prüfungsbericht des Reichsaufsichtsamtes für Privatversicherung liegt noch nicht vor. Infolgedessen sind auch alle mit diesem Bericht in Verbindung gebrachten Mitteilungen nur Kombinationen. Wir weisen ausdrücklich darauf hin daß zwischen den Iduna=Germania=VersicherungsGesellschaften und den verschiedentlich genannten Firmen, nämlich der Custodia, der Helga, der Nationale Emissie Bank und der Versicherungsdienst AG. keinerlei Beteiligungen oder Verschachtelungen bestehen. Wie bereits in der Erklärung der Verwaltung vom 25. November gesagt, sind die Verbindlichkeiten der IdunaHolding gegenüber den Iduna=Germania=Versicherungs=Gesellschaften durch vollwertige Sicherheiten gedeckt. Die Interessen der Iduna=Versicherungs=Gesellschaften und damit die Interessen ihrer Versicherten sind also in keiner Weise gefährdet, so daß irgendein Grund zur Beunruhigung für die Versicherten nicht vorhanden ist. * Karl Hans Martin verunglückt. Karl Heinz Martin, der langjährige Leiter der Berliner Volksbühne, wurde am Bahnhof Alexanderplatz von einem Auto angefahren und mitgeschleift. Er liegt mit einer schweren Gehirnerschütterung zu Hause. Sein Zustand ist ernst, aber nicht lebensgefährlich. tt 36 Tote beim Untergang der„Teseo". Das Marineministerium teilt mit: An Bord des Hochseeschleppers„Teseo“, der, wie gemeldet, vorgestern nacht in den Gewässern von Sardinien unterging, befanden sich 148 Mann, von denen 112 Personen gerettet wurden. Es sind also 36 Personen ums Leben gekommen. 1 Sionsten Röber um Aieihsten. Ueberzeugen die sich von den unerreichten Leistungen der Finma Gebrüder Schümann, Essen, Röln, Doutmundk, Bieleteld Deutschtands groptes Raus für Wonnungseinrichtungen, Seppiche und Dekonationen Bochumer Anz Berliner Telephonverk Der heutige t mäßig gegen ge aber eher freu gebiete hatten r kamen einige Un Elektrowerte kon ziehen, und von Schultheiß 1 bis Gas und Gesfür lagen. Auch de: ändert. Deutsch briefe widerstal leicht erholt, aue gefragt. 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Der heutige telephonische Freiverkehr lag kursmäßig gegen gestern abend nur wenig verändert. aber eher freundlicher. Die einzelnen Marktgebiete hatten ruhiges Geschäft. In Bankaktien kamen einige Umsätze auf gestriger Basis zustande, Elektrowerte konnten meist um zirka 1 Prozent anziehen, und von Spezialwerten nannte man Aku und Schultheiß 1 bis 2 Prozent höher, während Dessauer Gas und Gesfürel im gleichen Ausmaße niedriger lagen. Auch der Pfandbriefmarkt war wenig verändert. Deutsche Anleihen behauptet, Goldpfandbriefe widerstandsfähig, Reichsbahnvorzugsaktien leicht erholt, auch Reichsschuldbuchforderungen eher gefragt. Bei den Abgaben in der letzten Zeit soll es sich neben den Auslandsverkäufen übrigens zum Teil auch um Exekutionsware der Liquidationskasse gehandelt haben für solche Firmen, die glattstellen mußten oder glattgestellt werden wollten, um einen Teil der Garantiesumme herausbekommen zu können. Ein wieder am Farbenmarkt einsetzendes Angebot, von dem nicht genau zu unterscheiden ist, ob Ausfuhrüberichuß gcht zurück Der deutsche Außenhandel im November Das Pfund Sterling 15. bezember 1 Pfd. 14,58 Berliner Mittelkurs Montagskurs= 14.60 Die Außenhandelsergebnisse für den November 1931 lassen bereits die schwere Beeinträchtigung erkennen, die der Internationale Warenaustausch durch währungs- und handelspoIItische Maßnahmen in der letzten Zeit erfahren hat. Der deutsche Ausfuhrüberschuß ist von 383 Millionen Reichsmark im Oktober auf 256 Millionen Reichsmark im November gesunken. Unter Berücksichtigung der Tributsachlieferungen übersteigt der Wert der Ausfuhr den der Einfuhr nur noch um 267 Millionen Reichsmark gegenüber 396 Millionen Im Oktober. Die Ausfuhr ist von 866 Millionen Reichsmark Im Oktober auf 738 Millionen Reichsmark im November zurückgegangen. Dazu kommen noch die Trlbutsachlieferungen Im Werte von 11 Millionen RM. gegenüber 13 Mill. RM. Im Vormonat. Die Einfuhr hat sich wertmäßig mit 482 Mill. RM. gegenüber 483 Millionen Reichsmark Im Oktober ungefähr gehalten. Mengenmäßig ist sie um 4 v. H. gestiegen, da die Durchschnittswerte erneut zurückgegangen sind. Von dem Rückgang der Ausfuhr dürfte entsprechend der Entwicklung in den Vorjahren ein Drittel auf jahreszeitliche Elnflüsse zurückzuführen sein. Zwei Drittel der Ausfuhrabnahme sind zweifellos als die ersten Auswirkungen der Absatzerschwerungen anzusehen, die der deutschen Ausfuhr im Auslande bereitet werden. Vor allem läßt sich der die Ausfuhr hemmende Einfluß der zahlreichen Währungsentwertungen bereits deutlich erkennen. Dreilfar Wöchehlher Spiee. Zulammenkünfte ohne Abschluß von Geschäften es aus dem Auslande oder von Exekutionen herrührte, verflaute in den Mittagsstunden die gesamte Tendenz und führte abermals zu 1- bis 2prozentigen Kursrückgängen. Auch der Pfandbriefmarkt wurde hierdurch beeinflußt und hatte abbröckelnde Kurse aufzuweisen. Relativ widerstandsfähig lagen Industrieobligationen und Farbenbonds, bei letzteren beträgt die Differenz zu den Aktien nur noch zirka Prozent. Fitima M Der Geldmarkt zeigte heute zum Ultimo eher eine weitere leichte Versteifung, für Tagesgeld hörte man einen Satz von 7¾ bis 9 Prozent. In den Nachmittagsstunden erreichten Farbenaktien im Zusammenhang mit ungünstigen Dividendenschätzungen einen neuen Tiefstand. Auch Montanwerte schlossen sich der Allgemeintendenz an und waren um 1 bis 2 Prozent gedrückt. Am Devisenmarkt notierte das Pfund mit 14.58 2 Pfennig niedriger, auch die übrigen Veränderungen hielten sich in engeren Grenzen. Am rheinisch-weftfälischen Wertpapiermarkt war die Tendenz weiter abgeschwächt. I. G. Farben büßten erneut zirka 3 Prozent ein, während am Montanmarkt Mannesmann, Rheinstahl, Gelsenkirchen und Stahlverein bei kleinen Umsätzen etwa 1 bis 2 Prozent verloren. Von Kaliwerten waren Wintershall gut gehalten, Burbach dagegen weitere 3 ProP zent schwächer. Der Kuxenmarkt lag umsatzlos, die genannten Kurse waren ebenfalls niedriger. Auch festverzinsliche Werte konnten sich der schwäche* ven Tendenz nicht entziehen und gaben bei wesentlich kleineren Umsätzen als an den Vortagen meist etwas nach.— Auch im Kölner Telephonverkehr setzte sich die Abschwächung fort. Die Auslandsbörfen Newyork: treundlicher Newyork, 15. November. Die Börse verkehrte heute etwas freundlicher. Nach stetiger Eröffnung war die Tendenz zunächst unregelmäßig. Bereits in den Vormittagsstunden kündigte sich dann aber eine Erholung an. Dann wurde das zunächst ziemlich lebhafte Geschäft etwas ruhiger. Immerhin trat hier und da eine beträchtAuf Beschluß der Berliner Industrie- und Handelskammer werden die Berliner Börsenräume fortan dreimal in der Woche für die Besucher der Wertpapierbörse zwecks Abhaltung von Aussprachen ohne Abschluß von Geschäften geöffnet. Die erste sammenkunft findet am Donnerstag statt. Ueber die weiteren Tage ist noch keine Bestimmung getroffen vorden.. Ju0 tP—4 In einer Pressebesprechung der Industrie- und Handelskammer äußerte sich Staatssekretär Dr. Meyer zu dem Beschluß auf Genehmigung von Zusammenkünften ohne Abschluß von Geschäften u. a. wie folgt:„Diese Aussprachen sollen dazu dienen, gewisse Fehler des Wertpapierhandels zu korrigieren, den Wert der Papiere zu schätzen und Kursanomalien zu vermeiden. Dieser Wunsch ist vom Börsenvorstand unterstützt worden, und die Kammer hat ihm mit Rücksicht auf die Widerstände, die sich von Seiten des Reichswirtschaftsministeriums und der Reichsbank der Wiederherstellung des Börsenhandels auch jetzt entgegenstellen, entsprochen. Die verschiedenen Berufsvereinigungen der Mitglieder der Wertpapierbörse werden die Gewähr dafür übernehmen, daß Geschäfte in diesen Zusammenkünften von ihren Mitgliedern nicht abgeschlossen werden.“ An diese Erklärungen knüpfte Staatssekretär Dr. Meyer die Bitte, in Bezug auf Veröffentlichung von Kursen keine Lockerung des bisherigen Zustandes eintreten zu lassen und ferner jegliche Gerüchtbildung und Verbreitung von Gerüchten zu vermeiden. da die Industrie- und Handelskammer unnachsichtig jeglichen Verstoß dagegen zu bekämpfen entschlossen sei. Diese neugetroffenen Maßnahmen der Industrie- und Handelskammer, die in Börsenkreisen einen guten Eindruck gemacht haben, begründen die Hoffnung auf eine stufenweise Erweiterung des Börsengeschäftes. Pereiseäie lie der Seieien Bsreihectence eice Fräite Erholung. Zahlreiche Werte konnten mit Gewinnen von 1 bis 3 Dollar gegen gestern schließen. Der Schluß der Börse war fest. Amtliche Devisenkurse Berlin, den 15. Dezember 1931 14. Dezdr. 5½% Commerzbank 1937..........] 771. 30½ 1 30½ 6% Deutsche Bank und Diskonto Ges. 1932 6½% Hapag 1940 6% Nordd. Lloyo 1947........ 6% Gelsenkirchen 1934 7% Rheinelbe Union ohne Opt. 1946.. 6% Rhein.-Westf. Elektr.-Werke 1953.. 7% Rhein.-Westf. Elektr.-Werke 1950 6% Rhein.-Westf. mit Option 1953.... 7% Hugo Stinnes 1946 7½% Leonhard Tietz.6. ohne Opt. 1948 6% Ver. Elektr.-Werke Westf. 1953.... 6% Rhein.-Westf. Wasserwerke 1953... 6½% Ver. Stahl Serie A. o. Opt. 1951... 6% Karstadt 1943 T% Oeutsche Reparabons-Anleihe(Oauez-ul.) 949 6½% Preuß. Staatsanleihe 1951.... 5½% Deutsche Reichsanleihe(Toung) 1965 Die übrigen Auslandsbörfen London: Unter Schwankungen abbröckelnd. Amsterdam: Kursrückgänge bis zu 6 Prozent. Paris: Ueberwiegend schwächer. Brüssel: Schwach. Mailand: Leicht erholt. Zürich: Meist rückgängig. Wien: Schwächer. Pfundumlauf wird nicht erhöht Das englische Schatzamt hat bekanntgegeben, daß der nicht durch Gold gedeckte Teil des Notenumlaufe nicht erhöht, sondern in seiner jetzigen Höhe von 275 Millionen Pfund bis zum 31. Januar beibehalten wird. In der Londoner City wurde diese Ankündigung mit äußerster Befriedigung aufgegemmen, Ueberraschenderweise ist detzt vor Weihnachten.; Notenumlauf viel weniger gestiegen, als es zur., chen Zeit des Vorjahres der Fall war. Man nofft in London, daß es der Bank von England möglich sein wird, dieses Niveau selbst bei einer Rückzahlung der restlichen 30 Millionen Pfund des französisch-amerikanischen Kredites am 31. Januar aufrechtzuerhalten. Die Kursbefestigung des Pfundes während der letzten Tage wird zum großen Teil auf Dollarliquidationen zurückgeführt. Angesichts der Flüssigkeit des Geldmarktes hofft man jetzt wieder auf eine Diskontsenkung. Quer durch die Wirtschaft Die Preußische Landespfandbriefanstalt hat mit Wirkung vom 10. Dezember 1931 den Zinssatz für die von ihr herausgegebenen Zwischenkredite von 9 Prozent auf 7 Prozent herabgesetzt. Daneben wird, wie bisher, ein Unkostenbeitrag von ein zwölftel Prozent pro Monat erhoben. Wie die Reichsbank mitteilt, findet am Donnerstag, dem 24. Dezember(Weihnachts-Heiligenabend) keine Notierung von Devisenkursen statt. ZementverbandProvilorium Der Weltdeutsche Zementverband um einen Monat verlängert In der gestern In Bochum abgehaltenen Gesellschafterversammlung des Westdeutschen Zementverbandes wurde beschlossen, angesichts der noch nicht gelösten inneren und Außeren Schwierigkeiten den Verbandsvertrag einstwellen nur bis zum 31. Januar 1932, also um einen Monat, zu verlängern. Entsprechend ist auch die Freigabe der Abschlußtätigkeit, d. h. des Verkaufs, vom 16. Dezember auf den 17. Januar verlegt worden, d. h. wenn bis zum 17. Januar eine Verständigung über die Verlängerung des Verbandes nicht vorliegt, erhalten die Mitglieder völlige Freiheit für den Verkauf mit Wirkung vom 1. Februar 1932 an. Kohlenpreissenkung erst ab 1. Januar Die ursprünglich für gestern vorgesehene Mitgliederversammlung des Rheinlsch-Westfällschen Kohlensyndikats, in der die Preisfrage erörtert werden sollte, fand nicht statt. Wie von unterrichteter Seite erklärt wird, ist mit der zehnprozentigen Senkung der Kohlenpreise nicht vor dem in der Notverordnung vorgesehenen Zeitpunkt, also nicht vor dem 1. Januar 1932, zu rechnen, da es dem Ruhrkohlenbergbau infolge der schlechten wirtschaftlichen Lage nicht möglich sel, die Kohlenpreise zu senken, bevor die Lohn- und Frachtensen. kungen in Kraft treten. Großbankkrife in Norwegen Zahlungseinstellung zweier Banken. Zwei der größten Banken Norwegens,„den Norske Creditbank“ in Oslo und„Bergens Privatbank“ in Bergen, haben beschlossen, ihre Zahlungen einzustellen.„Bergens Privatbank“ hat große Schifffahrtsverluste erlitten.„den Norske Creditbank“ hat große eigene Verluste erlitten, man befürchtete aber, daß bei der nahen Verbindung mit„Bergens Privatbank“ ein Run auf die Bank stattfinden werde. Auf Antrag beider Banken hat das norwegische Kabinett entsprechend der einschlägigen Bestimmung des Bankgesetzes beschlossen, die sich aus den Zahlungseinstellungen ergebenden üblichen Folgen für drei Monate zu verschieben, um so den Banken die erforderliche Zeit zur Beendigung der Verhandlungen zu gewähren, die zur Reorganisation beider Banken eingeleitet worden sind. Die französische Kammer nahm in einer Nachtsitzung das Abkommen zwischen der französischen Regierung und der Bank von Frankreich au, wodurch der Bank von Frankreich die durch den Pfundsturz erlittenen Verluste in Höhe von annähernd 500 Millionen Reichsmark aus der Sadiskuch Srstat vorien. Bei der zur Ruhrstabl.-G. in Witten gehörenden Rheinisch-Westfällsche Stahl- und Walzwerke.-G. in Gelsenkirchen ergibt sich für 1930/31 ein Verlust 92 994 Reichsmark, der sich um den Verlustvortrag des Vorjahres auf 111 686 Reichsmark erhöht. Bei der Gußstahlwerke AG. In Witten, ebenfalls von der Ruhrstahl .-G. übernommen, ergibt sich ein Verlust von 68 602 Reichsmark, der sich um den Verlustvortrag des Vorjahres auf 4954 507 Reichsmark erhöht. * Die Metallwaren- und Drahtwarenfabrik Schmidt& Co., AG. in Schwelm, hat die Zahlungen eingestellt. Die Aktiven belaufen sich auf 142 000 Reichsmark, denen Gesamtverbindlichkeiten in Höhe von 305000 Reichsmark gegenüberstehen Die Waldecksche Bank in Bad Pyrmont hat ihre Schalter geschlossen, nachdem Verhandlungen über eine Stützungsaktion durch die Großbanken zu keinem Ergebnis geführt haben. Es ist die Neugründung einer Genossenschaftsbank mit Unterstützung der Dresdner Bank geplant. Die Lokomotivfabrik Henschel& Sohn.-G. In Kassel schließt auch das Geschäftsjahr 1931 mit einem erheblichen Verlust ab. so daß der Gesamtverlust seit der Umgründung in eine.-G.(1929) 5 Millionen Reichsmark übersteigen wird. Die Verwaltungsverlegung der Rudolph Karstadt.-G. von Hamburg nach Berlin ist jetzt für Anfang Januar 1932 vorgesehen. Das Aufkommen aus der Kraftfahrzeugsteuer blieb im Oktober mit 16.79 Millionen Reichsmark um fast 2 Millionen Reichsmark hinter dem gleichen Vorjahrsmonat rück. In den ersten sieben Monaten des laufenden Finanzjahres blieb das Aufkommen mit 131 Millionen Reichsmark um nahezu 4 Millionen Reichsmark unter dem Vorjahrsertrag In der außerordentlichen Generalversammlung der Stoewer-Werke AG. vormals Gebr. Stoewer In Stettin wurde Mitteilung gemäß§ 240 HGB. über den Verlust von mehr als der Hälfte des Grundkapitals gemacht. Der Aufsichtsratsvorsitzende teilte mit, daß die Aufrechterhaltung der Betriebe sichergestellt sei. Ebenso erscheine die Annahme des von dem Unternehmen gemachten Vergleichsvorschlages gesichert. Die vor einiger Zeit aufgetauchten Pläne für eine Verschmelzung des Ostoberschlesischen Berg- und Hüttenmännisehen Vereins mit dem Verband der polnischen Industrie in Warschau(Leviathan) sind von der Warschauer Zentralstelle vorläufig aufgegeben worden, da der Bergund Hüttenmännische Verein mit Rücksicht auf die besondere Lage der ostoberschlesischen Industrie eine Verschmelzung mit der Warschauer Industrie ablehnt. Krilenzeichen in Polen auf Stillegung der gesamten Lodzer Industrie einen Monat. Der Verband der Lodzer Industrie hat im Hinblick auf die schwere Wirtschaftskrise beschlossen, sämtliche Fabriken für die Dauer eines Monats (vom 15. Dezember bis zum 15. Januar), stillzulegen. Die Belegschaften erhalten für diese Zeit Arbeitslosenunterstützung. 7000 Strumpfarbeiter sind wegen Lohnstreitigkeiten am Montag in den Streik getreten. Berliner Produktenbericht Berlin, 15. Oezember 1931 Amtich tutgenetnie Prung, Hostruch. scnet ger 101 esese. Klogramm Weizen märk. Roggen märk. Neue Wintergerste Hater mark., Weizenmehl Roggenmehl 70% 60% Weizenkleie Roggenkleie Viktoriaerbsen Kleine Erbsen „Peute., voroe 211-213s210—212 189—192/188—191 151—164151—164 132—140131—139 27.-31 027.-31.0 25.-27.825.-27.8 ...5 9295 .-10.2..10.2 22.-28.5/22.-28.5 22.0 25.5/22.0 25.5 Futtererbsen Peluschken Ackerbohnen Wicken... Blaue Lupinen Gelbe Lupine Seradella neus Raoskuchen Leinkuchen Plle A 16.•18 0 16 0 18 0 16.0 18.016 0 18 0 16.018 016 0 18.0 16 0 19 016 0190 10.5 12 0105120 13 015013 0 15.0 22.0270 22.0 27.0 Leinkuchen. 12.-12.212.-12•2 Trocken-Schnitzel 6. 10-.20 6 10-.20 Kartoffelflocken[12 S 12.7112 5 12.7 * Altenessener Schweinemarkt vom 15. Dezember. Wegen des geringen Auftriebes, zusammen waren 268 Ferkel, Läuferschweine und magere Sauen aufgetrieben, erfolgten keine Notierungen. Berliner Metallnoticrungen Berlin, den 15. Dezember 1331 Ae uun eusicen euchie unterbeciechen seencteticne und Gezchlung für se 10 Klogeamm Elektrolytkupfer(wirebars) prompt, eit Hamburg. Bremen oder Rotterdam Standard-Blei por..... 4 Originalhüttenaluminium 98—83%, in Blöcken. desgl. in Walz- oder Drahtbarren Banka-, Straits-, Australzinn in Verkäuferswahl Hüttenzinn, mindestens 99% Reinnickel, 98-99% Antimon-Regulvs. a.... Silber, 1 Kilogramm, ca. 1000 Feinheit Gold, 10 Gramm...... Titplatin per Gramm(Abfälle) Circapreis Aechn. reines Platin per Gramm, Detallpreis 30000 Kubilmeler Erde für sun, Henmer Zische Ein Schildbürgerstreich am Berger See Am Berger See im Stadtteil Gelsenkirchen=Buer ist gegenwärtig ein seltsames Unternehmen im Entstehen begriffen, das in dieser Form einstweilen noch seinesgleichen suchen dürfte. Die Stadtverwaltung hat die ganzen Projekt auf. Die„Gelsenkirchener Zeitung" schreibt dagug„" Haragn., Ende:.ehem Wirk vor Jahren der Berger See ausgehoben wurde, hatte man bei der Anlage der Seesohle offensichtlich vergessen, an die Reichtiefe der Fangnetze bei den jährlichen Fischzügen zu denken. So blieb es denn nicht gus, daß es eigentlich noch nie gelungen ist, den Berger See restlos abaufischen. In diesem Jahre scheint sich das, nach Mitteilung der Abteilung Teichwirtschaft der städtischen Gartenhauptverwaltung, besonders abträglich bemerkbar gemacht zu haben. Zur Fenebung dieses Nachteilz. bo. naur, Schzildhürgerstreich zeenderung entschlossen, die eir eifelt Shnlic Ausweichen usw. insgesamt 2500 Meter mit dessen Legung man zur Zeit emsig Dazu kommt noch infolge des starken Gefälles in Terrassengarten die Anlage eines großen, handgetriebenen Haspels. Die erst im vorigen Jahre neubeschafften Ruderboote des Berger Sees werden gleichfallz in den Dienst der Sache gestellt, und zwar zum Bau einer großen Pontonbrücke. die vom Ufer, d. h. von der„Endstelle" des Feldbahngleises geschlagen werden soll. Auf dieser Pontonbrücke wird dann die Erde auf den Berger See hinausgefahren und dort ins Wasser gekippt. Danach müssen also 60000 Lorenladungen in den Berger See gekippt werden, will man die 88000 Kubikmeter Erde restlos unterbringen. Für diese höchst umfangreiche und auf den ersten Blick imponierende Arbeit werden für die Zeit von sechs Monaten 200 Arbeiter benötigt. Dabei hat man bei den Berechnungen dieses nicht in Rechnung gezogen, daß Projekts nicht, in Rechnung gegopen, daß pinterliche Witterungseinflüsse voraussichtlich die ganze Arbeit ein bis zwei Monate unmöglich machen werden. Die Dinge liegen so, daß die Stadt zu diesem Werk an den Unternehmer eine runde Summe von 15 500 Mark hinzuzahlt. Man fragt sich wirklich sehr erstaunt, wie das in einer Zeit rigorosester Sparnotwendigkeiten auf allen Verwaltungsgebieten möglich sein kann. Nach vortt man sich nun zu einer Lenderung entschlossen, die einem Schibburgerstreich verzweifelt ahnlich stem. Es ist nämlich vorgesehen, insgesamt 38 000 Kubikmeter Erde in den Berger See zu schütten. In Frage kommt dafür das zwischen dem Bergmannsheil einerseits und dem Häuserblock an der Breddestraße und der Garage Gladen anderseits gelegene erhöhte Gelände. Zu diesem Gelände gehört übrigens auch ein erst vor wenigen Wochen durch die städtische Arbeitsfürsorge hergerichteter Sportplatz, der nun auch wieder— ein kleiner Schildbürgerstreich für sich— verschwinden, mindestens aber um ein Diese 88 lhb Kobifmeter Boden, erfgrdern zum Teichpirschaft, st nicht einm, guag Mark aus Transport in den Berger See einschließlich Voppelgleis, der Sonveraufwendung von 15 500 Mark aus den versichtiger Berechnung beträgt das Mehr an Fischen, das durch die Arbeiten am See abgefangen werden kann, jährlich 5 bis 6 Zentner. In klingende Münze umgerechnet, ft im Engrosvexkauf ewa einen Mehrverdienst. vox 1Prg, Bgigge 300 Mark, ausmachen. Anders ausgedruat, die naptische Teichwirtschaft ist nicht einmal in der Lage, die Zinsen änderten Verhältnissen herauszuwirtschaften. Es ist ein höchst seltsamer Streich, daß man erst Zehntausende von Kubikmeter herausgeholt hat, um sie nachher wieder hineinzuwerfen. Wie übrigens eine andere Behörde, als das städtische Fürsorgeamt über diese Arbeiten denkt, nämlich die Reichsanstalt für Arbeitslosenvermittlung und Arbeitslosenversicherung, zeigt eine Mitteilung des Arbeitsamtes Gelsenkirchen an das städtische Fürsorgeamt Gelsenkirchen des Inhalts, daß das Arbeitsamt eine Vermittlung von Arbeitskräften zu den Arbeiten am Berger See ablehnen müsse, da es die dort vorgesehenen Arbeiten nicht für Ernst(!) halte. Wehnaten und Tihelnnrrbuhgg Mordsache Moser Dortmund, 15. Dez. Vom 4. Kriminal=Kommissariat in Recklinghausen wurde der Klavierstimmer Friedrich Stratemann aus Dortmund festgenommen, da er in der Mordsache Moser gesucht wird. Ob er mit der Sache in Zusammenhang steht, muß erst die eingehende Untersuchung der Mordkommission Dortmund, die im Gange ist, ergeben. Wer kennt die Brandstifter: Schwerte, 15. Dez. Bei den Aufklärungsarbeiten zu den Großbränden in Schwerte wurde daß in beiden Fällen Brandstiftung vorliegt. Bekanntlich wurden zwei Gehöfte ein Raub Man nimmt an, daß es sich um einen Racheakt handelt. Für die Ermittlung der Täter ist jetzt eine Belohnung von 3000 Mark ausgesetzt worden. Den Schwiegervater mit einem Beil erschlagen Der Täter erhängt sich. Lübbecke, 15. Dez. Ein Familiendrama trug sich am Sonntag in der benachbarten Gemeinde Gehlenbeck zu. Dort wurde in seiner Wohnung ein Zigarrensortierer und sein Schwiegervater tot aufgefunden. Der Schwiegervater lag mit einer klaffenden Kopfwunde in seinem Blute auf dem Fußboden, rend der Schwiegersohn sich an einem Haken aufgehängt hatte. Der alte Mann wurde von seinem Schwiegersohn mit einem Beil erschlagen. Wie es heißt, soll der Täter schon seit längerer Zeit geistesgestört gewesen sein. Eine moderne Schachtanlage mit 5000 Mann Belegschaft Gladbeck, 15. Dez. Im Gladbecker Süden ist die Zeche„Moltke“ der Vereinigten Stahlwerke unter Auswertung der modernen technischen Errungenschaften bis auf eine Belegschaftsstärke von 5000 Arbeitern erweitert worden. Für die Umstellung war eine Ueberlandleitung von 100000 Volt Spannung vom Rheinisch=Westfälischen Elektrizitätswerk erforderlich. Der auf die nötige Verbrauchsspannung formierte Strom betreibt künftig alles elektrisch. Mehrere neue elektrische Fördermaschinen besorgen in Kürze den Förderbetrieb, der sich auf„Moltke 3/4“ zentralisiert. Die neue Anlage bringt größere Betriebssicherheit und vor allen Dingen Ersparnisse. Die Inbetriebsetzung ist auf den 1. März 1932 vorgesehen. Bochumer Anzeiger u. Gen. Anz. Kaeiten=Sxiel und Sprel Mittwoch, 16. Dezember 1931 Vom Turf Enghien, 15. Dezember 1. Rennen: 1. Burman(Denton), 2. Pricard, 3. La Flambee. Toto: S. 57, Pl. 16, 16, 13. 2. Rennen: 1. Walencia(Neel), 2. Erano, 3. Gratte Ciel. Toto: S. 48, Pl. 24, 22. 3. Renen: 1. Prevoyance(Bonaventure), 2. Prince Charmant, 3. Hamelet II. Toto: S. 42, Pl. 19,39, 35. 4. Rennen: 1. Le Bougnat(Teasdale), 2. Lucky Hunter, 3. Lepy. Toto: S. 35, Pl. 19, 25. 5. Rennen: 1. Tolede(Romain), 2. Lochinvar, 3. Eleveur. Toto: S. 212, Pl. 59, 26, 33. 6. Rennen: 1. Louppy(Feger), 2. Jacoby, 3. Nerbuddah. Toto: S. 69, Pl. 17, 12, 14. Ping-Pong-Stadtmeisterschaften Frl. Frank=Magath siegen im Gemischten Doppel Die Ping=Pong=Stadtmeisterschaften wurden Montag abend zu Ende geführt. Im Damen=Doppel standen, wie wir schon berichteten, Frl. Langenberg=Frl. Lenkowitz als Sieger fest. Frl. Frank- Frl. Korte (TuS.) verloren gegen das Siegerpaar knapp in drei Sätzen mit:21, 21:17, 19:21. Mit drei Punkten stehen sie vor Frl. E. Kleine= Frl. Magath TuS.), die den Siegern mit 17:21, 17:21 unterlegen waren. Im Gemischten Doppel konnte Magath mit Frl. Frank zusammen seinen zweiten Sieg feiern. In schönem flüssigem Stiel überspielten sie Frl. KorteJersch(TuS.) 16:21, 21:12, 21:15. Frl. LangenbergBaumgarten unterlagen den Siegern 12:21, 21:23. Durch eine Niederlage von 10:21, 21:8,:21 wurden sie von Frl. Korte=Jersch auf den dritten Platz verwiesen. Cilly und Irmgard auf der Heimreise. Das Befinden der in Südamerika schwer erkrankten Deutschen Tennismeisterin, Cilly Außem, hat sich überraschend schnell gebessert, so daß sie zusammen mit Irmgard Rost von Buenos=Aires aus mit dem Dampfer„Arcona“ die Rückreise nach Deutschland antreten konnte. Die Aülenver enler Schuhfaht K 8 7 „Siegfried“ Gerthe—VIL. Dortmund 7: 11 Nur knapp unterlagen die Gerther dem Westfalenmeister, der dazu noch im Weltergewicht die Punkte kampflos erhielt. Bei etwas mehr Glück im Halbschwer.) siegt nach Punkten über Evers(.). Leichtgevicht Kaczmarek(.) zwang Klinger II(.) in der ritteg Runde zur Aufgabe. Einlaggkam##hg; ser(.) siegte nach Punrren„über Putzig(Boving= Lebicht Pora(c) hericen Puliker gzisheise(3) glatt nach Punkten. Bantamgewicht:„Ueberraschend konnte Willems(.) gegen Bostewski(.) nur ein Unentschieden erzielen. Federgewicht: Fischer (.) fleut nach Punizen über eyets(Tog, Tich: eger 5 dritten zer.(.) pegte nach Punkten über Putzig hausen). Weltergewicht: Kopatz(.) verlor durch .o. in der zweiten Runde gegen Pitzner(.). Mittelgewicht: Szesni(.) siegte wegen zu großer Ueberlegenheit über Blackert(.) durch Abbruch. Halbschwergewicht: Schapons I(.) verlor gegen Auler(.) nach Punkten. SpVg. Welper— FC. Witten 92:1. Die gute Einheit der SvVg. Welper bestätigte durch diesen einwandfreien Sieg erneut ihre aufstrebende Form. Die Elf spielte ein sehr gutes Kombinationsspiel und lag bereits nach leichter Ueberlegenheit in der ersten Viertelstunde in Führung. Bis zur Pause erhöhten die Platzleute durch gute Stürmerleistungen auf:0. Auch nach dem Wechsel hatten die Welperaner immer ein Plus durch ihre technisch bessere Spielweise und siegten schließlich mit:1. BV. Langendreer 07— SuS. Wilhelmshöh:1. Bei verteiltem Spiel in der ersten Halbzeit waren die Langendreer 07er glücklicher und schossen zwei schöne Tore. Die schwache Läuferreihe der Wilhelmshöher ließ den 07er Sturm allzu leicht gefährlich werden, so daß dieser bis zum Abpfiff noch drei weitere Tore schoß, während die eigene Angriffslinie sich mit einem Treffer begnügen mußte. „Union“ Heven— BfB. Werne:3. Die BfB.er aus Werne hatten an der Ruhr reichlich Pech. Sie fanden sich auf dem schlechten Gelände, das nach und nach immer mehr aufweichte, nicht so zurecht, wie man es von ihnen gewohnt ist, zumal sie noch Ersatz hatten einstellen müssen. Bis zur Pause waren sich beide Mannschaften gleichwertig, dann wurde der Gast überlegen und schoß zwei Tore. Bis kurze Zeit vor dem Abpfiff behaupteten die Werner den Vorsprung, mußten sich dann aber drei Ueberraschungstreffer gefallen lassen. Polizei— Gerthe=Hiltrop:2. Mit einem glatten Sieg konnte die Polizei das Meisterschaftsspiel für sich entscheiden. von Gerthe=Hiltrop auf die sportliche Disziplin des Hil troper Torwarts keinen Einfluß gezeitigt. Als fünfzehn Minuten vor Spielende der Torwart des Platzes verwiesen wurde, weigerte er sich, vom Platze zu gehen, so Das sind die Mühen eines Aufstiegs, die hinterher durch die Schußfahrt belohnt werden. Im Zickzack geht es hinauf, den Berggipfel vor Augen. Noch ist es nur Anstrengung in blendender Sonne immer in der Spur des Vorläufers, doch die Begeisterung wird nicht gemindert; die verhaltene Freude bricht sich gleich nachher bei der sausenden Fahrt talwärts über die glitzernde Schneedecke Bahn. Sportsleute, von denen man spricht Einiges über Leinberger, Wittenberg und Cilly Außem und dem Ansehen des ganzen deutschen Fußballsports höchst schädliche Treiben zu dulden gedenkt. Leinberger— der 100%ige Amateur „Leinberger bei Hertha BSC.“—„Leinberger nicht bei Herthe BSC.“—„Leinberger bei Schalke 04.“— Leinberger nicht bei Schalke 04.“—„Leineinberger doch bei Hertha BSC.“—„Leinberger nach wie vor nicht bei Hertha BSC.“—„Leinberger bleibt bei Fürth.“—„Leinberger endgültig bei Hertha B. S..“—„Leinberger hier, Leinberger nicht dort" — es war ein mehr schlechtes als rechtes Spektakelstück, das in den letzten Wochen und Monaten um den Mittelläufer der deutschen Nationalelf aufgeführt wurde. Und man atmete auf, als in den amtlichen Bekanntmachungen des Süddeutschen Fußball= und Leichtathletik=Verbandes vom 24. November unter „Freigabe von Spielern an andere Landesverbände“ zu lesen war:„Leinberger, Ludwig, früher Spog. Fürth, jetzt Hertha=BSC. Berlin.“ Da hatte man es— was seit langem die Spatzen von den Dächern pfiffen, und zwar um so lauter, je öfter es dementiert wurde— endlich schwarz auf weiß und sogar amtlich, daß der deutsche Fußballmeister des deutschen Fußballinternationalen nächste Etappe sein würde. Als Spieler bei Hertha=BSC., als Trainer beim SC. Charlottenburg— der„Fall Leinberger" schien für alle Beteiligten den befriedigenden Aktschluß gefunden zu haben. Aber: Dem letzten Akt ist nun doch noch ein allerletzter gefolgt, denn Leinberger hat seinen Uebertritt zu Hertha BSC. wieder rückgängig gemacht und hat sogar inzwischen in der„Kleeblatt"=Mannschaft und zwar mit Auszeichnung, gegen den 1. FC. Nürnberg gespielt. Trotzdem Leinberger inzwischen eingetragenes Mitglied bei Hertha BSC. geworden ist und die amtliche Freigabe für den Berliner Verein bereits erfolgt ist. Ganz abgesehen davon, daß satzungsrechtliche Bedaß der Schiedsrichter gezwungen war, das Spiel abzubrechen. TuS. Kornharpen 26— Post=SV. Bochum:1. Beide Vereine lieferten sich ein Freundschaftsspiel, das Kornharpen verdient gewann. Bis zur Halbzeit konnte Kornharpens Sturm dreimal erfolgreich sein. Nach der Halbzeit erzielte der Post=SV. durch einen Elfmeterball das Ehrentor. Sperrfrist auferlegen, ist es nicht das, was uns an der Angelegenheit Leinberger interessiert. Uns ist es gänzlich gleichgültig, ob Leinberger nun Fürth, Hertha BSC., Schalke 04, oder sonst jemand mit seiner Anwesenheit und seinem spielerischen Können beglückt. Wohl aber erscheint es uns angebracht, nachdem man lange genug zu dem wahrhaftig unwürdigen Spiel gute Mine gemacht hat, den Deutschen Fußball=Bund als die zwar nicht vom lieben Gott, aber von den Fußballern selbst geschaffene Aufsichtsbehörde einmal mit Nachdruck zu fragen, wie lange nach er dieses seinem hocht schabziche Freihen 3Mbulben goen Sogar die„Leipziger Neuesten Nachrichten“, die immer mit dem deutschen Fußballbund mitgegangen .#ch..(plgt: Mir finden, daß es littenen Niederlage. Unwillkürlich erhebt sich da frage und Hoffnung, obwohl Wittenberg bei den Olympischen Spielen im kommenden Jahr für Deutschland die goldene Medaille erringen wird. Wenn man über die 200=Meter=Strecke im BrustK wurden hochertrei durch der Weltbeste war und dem Deutschland für die Mehrung seines sportlichen Ansehens im Ausland sehr viel verdankt. 1924 im April schwamm Rademacher die glänzende Zeit von 2,50,4, die er schon zwei Jahre zuvor in Duisburg geschwommen war, womit er den deutschen Rekord an sich gebracht hatte. Damals war aber der deutsche Schwimmverband noch nicht im Internationalen Verband, der„Fina“, so daß diese deutsche Rekordleistung keine Anerkennung als Weltrekordleistung fand. Zwei Jahre bestand somit der eigenartige Zustand, daß der deutsche Rekord im 200=Meter=Brustschwimmen besser war als der Weltrekord. Kurz vor den Olympischen Spielen in Amsterdam tauchte in Paris eine bis dahin gänzlich unbekannte Größe auf, der Japaner Tsuruta, der 2,47,7 schwamm. Mit 2,45 stellte er später auch noch einen neuen Weltrekord auf, den er eine ganze Zeit innehatte, bis auch dieser wieder von dem Amerikaner Leonhard Spence in Newyork auf 2,44,8 verbessert wurde. Deutschland schien auf seiner bis dahin sichersten Domäne, dem 200=Meter=Brustschwimmen, aus dem Kampf um Weltrekord und olympische Siegerehre ausgeschaltet zu sein. Zwar wurde des öfteren bei uns eine Zeit um 2,50 erreicht, aber niemand kam an Rademachers 2,48, noch weniger an die noch besseren Leistungen Spences heran. Erst dem Berliner Wittenberg ist es gelungen, dem bisherigen deutschen Rekord das Lebenslicht auszublasen. Mit 2,46,2 hat er eine Zeit geschafft, die in Europa, ja. in der Welt in diesem Jahr noch nicht geschwommen worden ist. Weder Leonhard Spence noch Tsuruta haben sie 1931 erreicht. Am nächsten ist ihr der Finne Reingoldt gekommen. Wenn nicht ganz besondere Ueberraschungen wie seinerzeit durch Tsuruta kurz vor den Amsterdamer Olympischen Spielen eintreten, dann wird die Olympische Goldmedaille in Los Angeles nur von Leonhard Spence, Tsuruta(Japan), Reingoldt(Finnland) oder, wie wir hoffen wollen, von Wittenberg(Berlin) gewonnen. Auge Dr. m Unna-Königsborn z. Z. Xv. Krankenhaus Hans und Ti INGELC Für die nahme bei sprechen w. Familit Bochum, it sind, schrieben, wie foigt: Wir finden, vaß es Sache des deutschen Fußballbundes sein müßte, derartige geschäftliche Transaktionen sich wenigstens nicht so sehr im hellen Rampenlicht vollziehen zu lassen, die Oeffentlichkeit nicht so sehr zum interessierten Zuschauer an einem regelrechten Handelsgeschäft zu machen, wie es im Falle Leinberger nun geschehen ist. Von Rademacher bis Wittenberg Erich Rademachers Nachfolger ist nun gefunden, es ist der Berliner Wittenberg vom SC. Poseidon. Seine glanzvollen Europarekorde im Brustschwimmen über 200 Meter und 100 Meter beim internationalen Schwimmfest von„Hellas“(Magdeburg) haben die ganze Welt aufhorchen lassenn, nachdem man in Wittenberg schon bei den Europa=Meisterschaften Ende August in Paris den neuen Schwimmstern erkannt hatte, trotz seiner durch den Finnen Reingoldt erDas große Verbrechen Cilly Außem und Irmgard Rost, die beiden Kölner Tennismädel, deren Südamerikareise für den deutschen Sport und für das Auslandsdeutschtum in den Abc=Staaten bestimmt nicht von Nachteil gewesen ist, haben sich den Zorn einiger Schnüffler zugezogen. Die Cilly hat nämlich in einem der in deutschen Zeitungen erschienenen Reisebriefer etwas Schreckliches„verbrodber“. „Wieder grüßt uns die Heimat Köln mit einer duftenden Gabe 4711“, hat die Cilly geschrieben. Ha, was ist das?— Jetzt hat die Meute die Jagd begonnen. Nach Ziffer soundso der internationalen Amateurbestimmungen ist es verboten, Geld oder sonstige Geldwerte und Vorteile anzunehmen für Hergabe seines Namens zu Reklamezwecken, für den Gebrauch von Waren eines Fabrikanten oder Händlers usw. Ausgerechnet mit diesem Paragraphen möchte man der Tennismeisterin an den Kragen. Der Tennisbund soll„eingreifen". Man fordert Blitztelegramme nach Südamerika. Das„große Verbrechen“, sich im Ausland über ein Zeichen der deutschen Heimat zu freuen, muß doch seine Sühne finden! Was man dazu sagen soll? Zahng VIKTORIAS! Zahnziehen mit 6: 22 kar. Goldkrone Kautschuk-Reparat Vollständiges Obe Zahnfüllungen Reparaturen innert wird garantiert! hafte Behandlung von morgens 9 1 ablosen(unsicht .50,.50 bei StadtWittener Str. 29: B Germania-Drogerie 0 Das Boot der Zukunft Seit etwa 30 Jahren gab es auf dem Gebiet des Bootsbaues kaum wesentliche Neuerungen. Jetzt ist auf diesem Gebiet eine Erfindung gemacht worden, und man hofft, den deutschen Olympiamannschaften schnellere Boote mit nach Los Angeles geben zu können. Der Ruderlehrer des Deutschen Ruderverbandes, Hugo Borrmann, hat ein Rennskiff nach neuen Grundsätzen gebaut, nur noch geleimt, den Nullspant weiter nach vorn verlegt. Das Boot ist aus mehreren Schichten leichten Holzes geklebt, enthält nicht einen einzigen Nagel, besitzt eine Cellonhaut von großer Festigkeit und eine neue Rollsitzform sowie Ausleger von Duraluminium. Eine junge Sportlerin hebt das neue 8 Meter lange Rennskiff, das nur 22 Pfund wiegt, mit einer Hand auf. be s c eine e Aas den kann Stadttreis Wattenscheid 89 Jahre alt. Am Freitag, 18. Dezember, der Reichsinvalide Heinrich Stutzmann, Bahnhofstraße 1. in geistiger und körperlicher Frische seinen 89. Geburtstag begehen. Er arbeitete 45 Jahre lang auf hiesigen Zechen als Bergmann. und nachdem er Invalide geworden war, noch 7 Jahre bei der Straßenbahn. Mit seinen 89 Jahren ist er noch außergewöhnlich rüstig: er geht jede Woche zu Fuß zweimal nach Bochum zu seiner verheirateten Tochter. An dem Jubeltage des Hochbetagten können 6 Kinder, 14 Enkel und 7 Urenkel ihre Glückwünsche darbringen. Der Jubilar wohnt seit 1867 in Wattenscheid. Die Angestellten zur Notverordnung. In der von Vorn geleiteten Mitgliederversammlung des Zentralverbandes der Angestellten(Z. d..), Ortsgruppe Wattenscheid, im Lokale Strupat sprach Heimbach(Gelsenkirchen) über Gegenwartsfragen, insbesondere aber über die neue Notverordnung. Die Wirtschaft müsse nach der neuen Notverordnung zu einer völligen Neuorientierung kommen. Man könne heute noch nicht die Frage beantworten, ob diese Notverordnung aus dem Chaos oder in das Chaos führe. Was beabsichtige die Reichsregierung mit der Notverordnung? Der Lebensmittelindex stehe auf 98.7 Prozent, der Inder für industrielle Fabrikate aber auf 134 Prozent. Demgegenüber stehe der Index in Amerika auf 70 Prozent, in Frankreich auf 64 Prozent in Italien auf 66 Prozent und in England auf 70 Prozent. Das bedeute, daß die deutsche Exportware auf dem Weltmarkt billiger verkauft werde, als im Inland. Die Ursache der Krise liege in der Ueberproduktion. Durch Lohnsenkung werde nur die Kaufkraft vermindert, was die Krise verschärfe. Bei besonderen Härten in der Lohnsenkung könne der Schlichter eingreifen. Viel schwerer aber sei der Schlag bei der Reform der Kranken= und Unfallversicherung. Hier sollten die Mehrleistungen abgebaut werden. Das sei schwerwiegender als die Kürzung der Einkommen. Die Notverordnung habe nicht nur wirtschaftliche, sondern eminent politische Bedeutung. Das Feierjahr sei 1932 zu Ende. Deshalb solle dem Ausland gezeigt werden, daß Deutschland am Ende seiner Kraft sei. Vorsitzender Born ging dann noch auf organisatorische Fragen ein. Deutscher Abend Der Deutsche Abend der NSDAP. in Wattenscheid nahm im überfüllten Saalbau Marx= meier einen guten Verlauf. Nach Eröffnung mit einigen Konzertstücken der Kapelle Scholven begrüßte der Ortsgruppenführer Kleschies die zahlreich Erschienenen. Ein Vorspruch,„Deutschlands Söhne" vom SA.=Führer Walkenhorst, leitete zu den Ausführungen des Gaukulturwartes über. Nach einigen Musikstücken behandelte Reichstagsabgeordneter Wagner in ausführlicher Form die Geschichte und Tradition des deutschen Volkes. Nach dem Prolog„10 Jahre SA.“ von Behringer gab die Hitlerjugend im Sprechchor von ihrem Wollen und Willen Ausdruck. Das von der Wattenscheider SA. aufgeführte Theaterstück„Die schwarze Schmach“ erinnerte an den Franzoseneinbruch. Bastelausstellung in Günnigfeld. Im Lokale Darenrecht veranstaltete die Jugendabteilung der katholischen Werkjugend eine Bastelausstellung. Die Ausstellung gab einen Ueberblick über die von Mitgliedern der Werkjugend gebastelten Spielsachen, die an arme Kinder als Weihnachtsgabe verschenkt werden sollen. Der Besuch der Ausstellung war stark. ur Steuerhebetermin in Eppendorf. Am Donnerstag, 17. Dezember, nachmittags von 3 bis 5 Uhr, findet im Lokale des Wirtes Niggeling in Eppendorf der allmonatliche Hebetermin für Hauszins= und Vermögenssteuer statt. Da auch die endgültige Verrechnung erfolgen kann, werden die Steuerzahler gebeten, sämtliche Stundungsschreiben für die Zeit April bis Dezember vorzulegen. Sämtliche übrigen städtischen Abgaben werden auch angenommen. Stadttreis Wanne-Eicke! Kohlenförderung der Zeche„Julia“ zur Zentralaufbereitungsanlage. Während die Kohlenförderung der Zeche„Recklinghausen" zur neuen Anlage bereits seit einiger Zeit im Gange ist, fehlte auf der Schachtanlage „Julia“ der letzte Anschluß an die Schachtförderung. Am Samstag, Sonntag und Montag wurde deshalb mit Hochbetrieb der Wagenumlauf, der die Kohlenwagen aus der Grube direkt vom Korb über Tage auf die Riesenbrücke zur neuen Aufbereitungsanlage dirigiert, fertiggestellt. Jetzt ist die gesamte Kohlenförderung auf die neue Anlage eingestellt. Es werden täglich von den beiden Sohlen der Zeche„Julia" über 3000 Wagen Kohlen gefördert..7.#mmeige### Heimattreue Oberschlesier, Wanne=Eickel. Der Geschäftsbericht der Jahrestagung unter dem Vorsitz von Kotschwara zeigte 16 Neuaufnahmen. Die Mitgliederzahl beträgt 203. Die Vorstandswahl ergab folgendes: 1 Vorsitzender Kotschwara, 2. Bornfeld, I. Schriftführer Magiera, 2. Lampka, 1. Kassierer Ostermann, 2. Frau Witosch. Als Beisitzer wurden gewählt Frau Gruschka, Frau Kaßalick und Tomalla. Die Delegiertentagung von RheinlandWestfalen und Süd=Hannover findet nächstes Jahr in Wanne=Eickel statt. Das Weihnachtsfest soll am 27. Dezember im Stadtparksaal gefeiert werden. Seinen Verletzungen erlegen. Im Bochumer Bergmannsheil erlag in der vorvergangenen Nacht der an der Shamrockstraße wohnende Reparaturhauer Lickfeld seinen Verletzungen. Der Verenglückte war mit keinen Verietungen. Der Verunglünle war mit seinem an der Dorstener Straße wohnenden Arbeitskollegen Horstkotte in einem Stapel mit Ausbesserungsarbeiten beschäftigt, als plötzlich große Gesteinsmassen hereinbrachen und beide Hauer verschütteten. Schwerverletzt wurden beide ins Bergmannsheil gebracht. Verbrechen oder Selbstmord? Seit Ende voriger Woche ist die 18jährige Tochter des Arbeiters W. aus der Wilhelmstraße spurlos verschwunden. Sie verließ morgens in üblicher Weise die Wohnung, um ihrem Tagewerk nachzugehen. Als sie nicht wieder nach Hause kam, stellte man Ermittlungen an, die aber ergebnis los verliefen. Röhlinghauser Burschen fanden am Hafenbecken des Rhein=Herne=Kanals Tasche und Mantel, so daß die Annahme besteht, daß sie den Tod in den Fluten gefunden hat. Stallbrand. Montag abend brach in dem Stalle des Wirtes G. in der Wiesenstraße ein Brand aus, der jedoch sogleich gelöscht werden konnte. Feuerwehr und Ueberfallkommando wurden alarmiert, brauchten aber nicht mehr in Tätigkeit zu treten. Wellestge Zahlungs Mäßige SINGER AKTIENC Bochum, K Stadttreis Herne Verkehrsunfall. Montag mittag.20 Uhr wurde auf der Castroper Straße ein sechsjähriger Knabe von einem Lieferkraftwagen angefahren und am linken Oberschenkel erheblich verletzt. Das Kind wurde dem evangelischen Krankenhause zugeführt. Stadttreis Gelsenkirchen Brand auf der Zeche„Dahlbusch". Durch Entzündung von Kohlenstaub entstand am Sonntag nachmittag in der Kohlensieberei der Zeche„Dahlbusch“ ein Brand, der sich auf eine Fläche von etwa 25 Meter ausdehnte. Nach dreistündiger Tätigkeit waren die Flammen erstickt und die Feuerwehr konnte wieder abrücken. Der Schaden soll ziemlich groß sein, doch erleidet der Betrieb keine Störung. LOU UUWELIER R. K Kauft IU Probieren geht über Studieren. Mehr als 6 Millionen Menschen gebrauchen täglich die herrlich etfrischende ChlorodontZahnpaste zur Erlangung schöner weißer Zähne. Tube 50 Pf. Hüten Sie sich vor minderwertigen, billigen Nachahmungen. DI Don S Statt Korlen Durch die glüchliche Geburt eines Sonntagsjungen wurden hochertreut Augenarzt Dr. med. L. Kropp und Frau lrene geb. Frege Unna-Königsborn, den 13. Dezember 1931 s. Z. Ev. Krankenhaus Unna praktische Geschenke im guten Spezial-Geselalt erhebt sich de nberg bei den ahr für Deutschpird. trecke im Brustkurrenz in dieser# ht vorübergehen viele Jahre hinutschland für die im Ausland sehr mm Rademacher er schon zwei nen war, womit h g e b r a c h t h a t t e. mmverband noch r„Fina“, so daß lnerkennung als ie bestand somit ttsche Rekord im r als der Welten Spielen in bis dahin gänzner Tsuruta, er später auch n er eine ganze von dem Amerik auf 2,44,8 verdahin sichersten nmen, aus dem sische Siegerehre des öfteren bei niemand kam an die noch besseren 1 Berliner Witen deutschen ReKit 2,46,2 hat er , i n d e r W e l t i n ten worden ist. a haben sie 1931 ne Reingoldt re Ueberraschunvor den Amster, d a n n w i r d d i e ngeles nur von Reingoldt(Finnwollen, von nnen. hen t die beiden Kölise für den deuteutschtum in den hteil gewesen ist, r zugezogen. Die utschen Zeitungen eckliches„verbroln mit einer dufgeschrieben. 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Januar 1932, 16 Uhr, vor dem hiesigen Amtsgericht, Viktoriastraße 14, Zimmer 45, anbezatumt. ] D e r A n t r a g a u f E r o f f n u n g d e s Vergleichsverfahrens nebst Anlagen und das Ergebnis der Ermittelungen VV liegt auf der Geschäftsstelle, Zimi fmer 46, zur Einsicht der Beteiligten Bochum, den 11. Dezember 1931. Das Amtsgericht * Z w a n g s v e r s t e i g e r u n g Am Donnerstag, dem 17. Dezember umer Anzeiger 1931, vormittags 11 Uhr, werde Bochum folgende Gegenstände: 1. 1 Stand uhr, 1 Büfett, 2. 1 Ausstellungsschrank, #n. 5 Neumatograuhen, 4, 3 Stahlguh — schieber, 1 Hochdruckflanschent ggpzggr# versteigerung anlage zuste.10 Blatien.“s 1 Anrichte, tag. dem 17. Dezember 7. 25 elektr. Glasschalen,§. 1 Gasherd, § 11 Uhr, werde ich in 9. 1 Personenauto(Chrysler, Motor=Nr. e Gegenstände meistbie= 52390 a, Fayrgestell=Nr. F. R. 283), versteigern: 1. 1 Plüsch= 10. 1 Plüschsofa, 1 Ausziehtisch, 1 Ver1 Waschkommode, 1 Bü- zito, 4 Lederstühle, 4 Chaiselongue, 1 Le.,— 2. 1 Pferd(Fuchs= versofa, 1 Bild, 1 Waschmaschine, 1 Nähager,— 3. 1 Eßzimmer; maschine, 1 Radiogerät, 11. 1 Schreibtisch. am Jahreswechsel, der brennende Wunsch aller. daß ihnen das neue Jahr recht viel Glück bringen möge, macht Auge und Ohr für den Neujahrsglückwunsch besonders empfänglich. Sie sollten deshalb nicht versäumen, in diesem Jahre eine Glückwunschanzeige aufzugeben. Sie ist die beste Geschälts- Empfehlung zum neuen Jahre und macht auf Ihre Kundschaft einen tielen Eindruck Inserieren Sie in unserer Danksagung Für die vielen Beweise warmer Anteilnahme beim Tode unseres lieben Vaters sprechen wir unsern herzlichen Dank aus Familien Lennig u. Scheibmeier Bochum, im Dezember 1931 Glückun: chbeilage! 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Es folgten als Festprogramm ein Reigen der Kinder, Verlosung und Musikvorträge. Im Laufe des Abends erschien dann im vollen Ornat St. Nikolaus mit Knecht Ruprecht. Er überreichte Frau Engelhardt, Frau SiF mon, Frau Siewers, Frau Barbrock und Frau Schäfer für ihre Arbeit einen Orden. Auch Frau Klocke gedachte er besonders. Bei Gesang und humorvollen Darbietungen nahm der Abend einen äußerst stimmungsvollen Verlauf. ∆. Verein ehemaliger 154er, Ruhrgebiet. Der Verein feierte sein zehnjahriges Bestehen und der erste Vorsitzende zugleich sein zehnjähriges Jubiläum als Vorsitzender. Selbst der ehemalige Regimentskommandeur, General Dr. Friedrichs(Bielefeld), hatte es sich nicht nehmen lassen, zu erscheinen. Das Fest, umrahmt von Ansprachen, Musikvorträgen, Gesang, Couplets und Verlosung, nahm einen würdigen Verlauf. L. Verein ehemaliger 5. Ulanen Bochum. In der letzten Monatsversammlung des Vereins erschien St. Nikolaus und bereitete eine kleine Ueberraschung. Reichlich verteilte er seine Gaben. Der Vorsitzende dankte im Namen aller für die Ermohnungen und Aufforderungen des hohen Herrn. ∆. Kameradschaftlicher Kriegerverein BochumHamme, Bezirk Wegescheid. Der Verein hielt am vergangenen Sonntag seine Jahreshauptversammlung unter guter Teilnahme seiner Kameraden ab. Der stellvertretende Vorsitzende In der Beek begrüßte die Anwesenden und gedachte der verstorbenen Kameraden. Den Mitgliedern Schmidt, Trümper, Gloszeit, Napierski, Bobe, Berens und Petri wurde für 25jährige treue Mitgliedschaft das Jubiläumsabzeichen überreicht. Nach dem Jahresbericht ergriff Kamerad Maier das Wort zu einer Ansprache. Dann folgte die Vorstands. Erster Vorsitzender Maier, wahl. Das Ergebnis ist zweiter Vorsitzender Berens, Schriftführer In der Beek, Kassierer Flaßkamp. ∆ Verein ehemaliger 114er Kaiser Friedrich III. In der letzten gut besuchten Versammlung bei Imberg gab Vorsitzender Rohden zunächst einen Bericht über#### Arbeit des Vereins. Zur Erinnerung an den ehemaligen## Regimentschef, dessen 100. Geburtstag vor einiger Zeu begangen wurde, hielt der Vorsitzende eine würdige Au# sprache. Nach einem gemeinsamen Essen wurde dan## mit Kleinkalibergewehren ein Preisschießen abgehaltenn An die besten Schützen wurde eine Anzahl Hasen zur Verteilung gebracht. Um den erwerbslosen Kamerad### eine kleine Weihnachtsfreude zu bereiten, wurde ein# Sammlung veranstaltet, die ein schönes Ergebnis ham## ∆. Kriegerverein Bochum=Marmelshagen. In#### letzten Monatsversammlung gab der Vorsitzende eine## kurzgefaßten Rückblick über die Tätigkeit des Verein### im verflossenen Jahre. Dann wurde auf die Wichtigtenn der Generalversammlung mit anschließender Familien== feier hingewiesen. Der Verein beschloß, einen Kamera.## den mit einer Weihnachtsgabe zu bedenken. Eine Neuaufnahme konnte verzeichnet werden. Gebhard Leb in Lübeck gel Ludwig van 1827). Per Stadtinspektor 9 25jähriges Die Die Eheleute M 11, begehen hei Angestellt wurde hlhausen(Ruhr) Joswig von und, Reichsbahno #dreer nach War ier Heitman schum=Riemke, Se #itenscheid, Assist isen(Ruhr). P P OUUTT MABSUGAATTT verdanken ihren Ruf der gewissenhaften Durchführung des Qualitäts-Prinzips in der Fabrikation. Qualität und Preis stehen bei ihnen im richtigen Verhältnis. Wir lehnen den Wettlauf in der Billigkeit auf Kosten der Qualität ab. Werl hele-Erzeugnisse Kauf., hat die absolute Gewißheit, daßer fur sein Geld den hochsten Gegenwert in Ware bekommt. Gut und preiswert, das ist der Grunasatz, nac dem wir arbeiten und der jeden Käufer einer Niele-Maschine zu einem zufriedenen Kunden macht. 1 Zu haben in den einschlägigen Geschäften Jetzt wesentlich ermäßigte Preise LOR DIRTEIERIAGT Aehze KAUSE nur das gute „ Schlegel-Scharpenseel gergeWH!! e Spezialgeschäh UE K vernrut Zwecke Einführung! 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Hälfte 1931), ferner die rückständigen Schulgelder für die staatlichen höheren Lehranstalten für Dezember 1931 werden hierdurch angemahnt. Schriftliche Einzelmahnungen werden nicht mehr zugestellt. Die nach den Bestimmungen vom Ablauf des Fälligkeitstages an zu berechnenden Verzugszuschläge und Verzugszinsen sind mit zu entrichten. Nach dem 21. Dezember 1931 werden die noch vorbandenen Rückstände im Verwaltungszwangsverfahren eingezogen. Es wird darauf hingewiesen, daß gültige Zahlungen nur an empfangsberechtigte Beamte geleistet werden können. Bochum, den 16. Dezember 1931. Die Stadtkasse als Vollstreckungsbehörde. Billige Preise! Ostroper Klaren.70 Lohmanns Wacholder g. 75 Echt. Münsterländer.75 Reiner Weinbrand.10 Rum-Verschnitt 40%.00 Flasche mitbringen Enm-Trass-Naunf. 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Operettentheater Bochum Rottstraße 29. Telephon 66534. Heute abend, 8 Uhr. die große MeisterOperette Die geschiedene Prau von Leo Fall. mit Frl. Anny Lcd, vom Stadttheater Mainz, in der Titelrolle. Beachten Sie unsere neuen Werbepreise v..40 bis.80 Ml. Da die Nachfrage sehr groß ist, empieblt es sich, die Karten im Vorverkauf zu bestellen. Gebrauchte bestem Zuszagz, Te auch gegen ilig. lung, finden Eie stets im Pianohaus J. Marks Kaiser-Wilhelm Miet=Pianos 1. günst. Bedingungen Totenglocke. I pioristen=Pater #ar 1877 in Ker 1905 bis 1909 in Aachen, Trie Aus den katholi neinde in de ggerichtet, an die Ininarpriester V emelhausen ausl — In der Jos ge religiöse Woc Pfarrei statt, ##ches erfreut. nds und beha eise auf die heu pder Herz=Je Interhilfe wurden aus den Kartoffeln erw mitigen der Ger erhilfe hat H *.— Im grof ases veranstaltet ##on der Joseph #edungsstücken, ##enständen, die Imonatelanger A ##o eine große Z # s o l l e n e i n e r n ###en werden.— #neljährlich vor ###en, sind am W e. Am Zeichen der Reformre ee einen„Deut #r erste Teil de # d V o r t r ä g e, w e ##„Armin zur ier Veranstaltu tanntlich halle Kranstatlung am Notverordnung #führungen in ##halten einen Alung der Kü #gen. Es muß Juli 1931 g r Verordnung heter kann das gesetzlich oder #n nach dem 1 ####t hat. Arbeitszeit in #che. Der Reg migt, daß, am n—13 Uihr zirks Arnsberg ##aftigt werder ###stigung sind rung der betei sehmervertreter #ren. In diese bung des Fris d auf Grund d . sezember, be ###arauffolgen Sceit freizustell Arbeitsloser Enerzlichen Ve # d 1 9 U h r e i ##lienvater. Er ###antgasse seine nu dem Nachh aße, Alleestraf #uch die Crant Geld verlore #erk=Scheine. T # um Zur, P warnung. Bei den Geschäf e ve Unzeigen #erden. Der Auenthaltes vor Pertreter berufe #ung eines Nan * Lirde konne 14. Dezemb Lagerraum # und schnitte ao nahmen il Amunternehme ichts eine grö Pontag, zwische A aus Bochum Fohlen. Er I X. Banne=Eicke um einen ###en bis acht #inen vierrädrischrift:„Fi wird gewa Sadttell Que ten Bericht über g an den ehemalig tag vor einiger Ze## de eine würdige An## Essen wurde dan sschießen abgehalten Anzahl Hasen zu erbslosen Kamerad#### bereiten, wurde ein önes Ergebnis haueh melshagen. In de### er Vorsitzende eine## ätigkeit des Verein### e auf die Wichtigken ließender Familien## hloß, einen Kamera## bedenken. Eine Neug n. K edriger als neuerlichen erordentlich Zeispiele: Ab 12. 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Personal-Nachrichten Stadtinspektor Rohe, Wohlfahrtsamt, begeht heute 25jähriges Dienstjubiläum. Die Eheleute Meinolf Grewe, Kleine Roonstraße 11, begehen heute das Fest der silbernen Hochzeit. UAngestellt wurde der Reichsbahnassistent S te a. ck. in lhausen(Ruhr). Versetzt wurden Bahnhofst, Joswig von Bochum=Langendreer„nach Vollund, Reichsbahnobersekretär Rist von Bochum=Lan#dreer nach Wanne=Eickel=Hauptbahnhof, Oberbahn= #ster Heitmann von Gelsenkirchen=Bismarck nach schum=Riemke, Sekretär Lindner von Bochum nach #itenscheid, Assistent Horz von Essen nach Dahlior Sbahe). Totenglocke. In Luxemburg wurde gestern der Re##pioristen=Pater Kethers beerdigt. Am 1. Femar 1877 in Kempen(Rheinland) geboren, wirkte er 1905 bis 1909 im Kloster zu Bochum, später war in Aachen, Trier, Bonn und Luxemburg tatig. Aus den katholischen Gemeinden. An der Kreuzneinde in der Vöde ist eine neue Vikariestelle #gerichtet, an die von der erzbischöflichen Behörde der d religiöse Woche für Jünglinge und Jungmänner * Pfarrei statt, die sich eines außerordentlichen ZuSiches erfreut. Die Vorträge sind morgens und ##nds und behandeln Themata, die in besonderer tise auf die heutige Zeit zugeschnitten sind. der Herz=Jesu=Pfarrei in Hamme#. die interhilfe bis jetzt gute Ergebnisse gezeitigt; wurden aus den gesammelten Mitteln etwa 600 Zent#sartoffeln erworben, die zur Verteilung an die Beitigen der Gemeinde gelangen. Die Leitung der #uterhilfe hat Herr Lüke, Amtsstraße 17, übernom.— I m g r o ß e n S a a l e d e s k a t h o l i s c h e n W a i s e n aes veranstaltete die Marianische Jungfrauenkongreder Josephspfarrei eine Ausstellung von eidungsstücken, Wäscheteilen und sonstigen Gebrauchshenständen, die die Diaspora=Abteilung des Vereins monatelanger Arbeit geschaffen hat. eine große Zuschauerzahl. Die gefertigten Arbeisollen einer norddeutschen Diasporagemeinde überesen werden.— Die sogenannten Quatembertage, die erteljährlich vor Beginn der vier Jahreszeiten stattden, sind am Mittwoch, Freitag und Samstag dieser che. IIm Zeichen der Winterhilfe. Heute abend veranstaltet n Reformrealgymnasium an der Königssee einen„Deutschen Abend“ in der Aula der An r erste Teil des Abends bringt Chorgesänge, Musik id Vorträge, während im zweiten Teil dgs.... sick„Armin zur Aufführung gelangt. Der Reinertrag ser Veranstaltung wird der Winterhilfe überwiesen. stanntlich hatte schon vor kurzer Zeit eine ähnliche granstaltung am Reformrealgymnasium stattgefunden. Notverordnung und Wohnungswirtschaft. Unsere bführungen in der Nummer 291 vom 12. Dezember stchalten einen sinnentstellenden Fehler bei der Darklung der Kündigungsmöglichkeiten von Mietver#gen. Es muß heißen: Die Kündigung eines vor dem Juli 1931 geschlossenen Mietvertrages kann nach Verordnung zum 31. März 1932 erfolgen. #eier kann das jedoch nur dann, wenn er von einem in gesetzlich oder vertraglich zustehenden Kündigungsscht nach dem 15. Juli 1931 keinen Gebrauch geicht hat.„„ Arbeitszeit im Friseurgewerbe in der Weihnachtssche. Der Regierungsprasident in Arnsberg hat gethmigt, daß am Sonntag, 27. Dezember, in der Zeit n—13 Uhr im Friseurgewerbe des RegierungsZirks Arnsberg die Arbeitnehmer bis zu drei Stunden ##chaftigt werden dürfen. Beginn und Ende der Bebästigung sind für die einzelnen Gemeinden nach Anbrung der beteiligten Gewerbetreibenden und Arbeitsehmervertreter von den Ortspolizeibehörden festzueten. In dieser Zeit ist auch die selbständige Ausbung des Friseurgewerbes gestattet. Arbeitnehmer, s auf Grund dieser Genehmigung am Sonntag, dem Dezember, beschäftigt werden, sind in derselben oder r darauffolgenden Woche einen halben Tag von der rbeit freizustellen. * Arbeitsloser verlor seine Unterstützung. Einen #merzlichen Verlust erlitt am Montag zwischen 18 ##nd 19 Uhr ein seit 25 Monaten erwerbsloser Fa##llienvater. Er hatte auf dem Wohlfahrtsamt in der krankgasse seine halbmonatliche Unterstützung abgeholt. luf dem Nachhauseweg über die Bruderstraße, Rottsraße, Alleestraße, Stahlhausen, den Marbach entlang surch die Cranwinkelsche Unterführung muß er wohl das Geld verloren haben. Es handelt sich um drei ZehnAark=Scheine. Das Wohlfahrtsamt bittet den ehrlichen Ender um Zurückgahe.„. 7. u Warnung. Die Stadtverwaltung teiir uns mit: bei den Geschäftsleuten der Stadt versuchen zwei Verketer Anzeigen für einen Kinderhilf=Wandkalender werben. Der Erlös soll zur Förderung des LandAenthaltes von Kindern bestimmt sein. Die beiden Vertreter berufen sich dabei zu Unrecht auf die Empehlung eines Beamten der Stadtverwaltung. Die kadtverwaltung steht der Angelegenheit fern. Diebe können alles brauchen. In der Zeit vom 12. 14. Dezember drangen noch unbekannte, Täter in en Lagerraum eines Kaufmanns an der Aueestraße in und schnitten dort von dem Telephon den Hörer ab no nahmen ihn mit.— Von dem Lagerplatz eines kanunternehmers an der Castrover Straße wurde eine größere Menge Bauholz gestohlen.— Am kontag, zwischen 12 und 13 Uhr, wurde einem Händer aus Bochum ein Einspännerfuhrwerk geFöhlen. Er hatte das Gespann auf der Ebertstraße * V a n n e= E i c k e l e i n i g e Z e i t s t e h e n l a s s e n. E s h a n d e l t ec um einen dunkelbraunen Wallach im Alter von beden bis acht Jahren(rechte Hinterferse weiß) und um en vierrädrigen Flachwagen. Der Wagen trägt die #schrift:„Firma Karl Beisheim, Bochum.“ Vor An8 wurch gewarnt. Eadtell Querenburg #.Naul= und Klauenseuche. Unter dem Rindvieh###lande des Landwirts Friedrich Bernsau, Bochumglerenburg, Lennershofstraße, ist die Maul= und ncuenseuche ausgebrochen. Sperrbezirk: Lennershof#nd Overbergstraße und Auf dem Kalwes. Radtteil Weitmar 25jähriges Ehejubiläum. Die Eheleute Schlosser str. Tch, Schäfer, Bahnstraße, feiern am Sonntag nie Eilberhochzeit. Linter Kerkermauern. Die„Coristliche Gefangenen““, an deren Spitze der Präsident des StrafvollKisamts in Celle, Muntau, steht, veranstaltet am der nerstag, 17. Dezember, abends 8 Uhr, im GePindesaale neben der Kirche einen Lichtbildervortrag: #inter Kerkermauern. Der Eintritt ist frei. Die Geeneindeglieder der evangelischen Kirchengemeinde weriu diesem wichtigen Vortrage eingeladen.„. # sobruch des alten Steigerturms. Der alte Steigergn der Freiwilligen Feuerwehr Weitmar=Mitte, der Nie der alten Zeche„Flora“ an der Hattinger Straße wird nunmehr abgebrochen, da er im Laufe der Jahre baufällig geworden war. Ein hiesiger Landwirt hat ihn zu einem annehmbaren Preis von der Wehr gekauft und läßt ihn augenblicklich zur eigenen Nutzanwendung abtragen. Stadtteil Stiepel Weihnachtsfeier der kirchlichen Vereine im Bezirk Dorf. Die gemeinsame Weihnächtsfeier des Frauenvereins und der Jugendvereine des Dorfbezirkes brachte echte weihnachtliche Stimmung. Besonders gefiel die Weihnachtskantate, die der Chor der Frauen und Mädchen unter Leitung von Lehrer Schelkmann in feiner Weise zu Gehör brachte. Die Klavierbegleitung hatte Hauptlehrer Böhle. Großen Anklang fand die plattdeutsche Aufführung„Wienachten“, bei der die Spieler viel Eifer und gutes Können zeigten. Die Weihnachtsansprache hielt Pfarrer Lohmeyer. Unfall. An der Ausweiche Coster Straße ereignete sich am Sonntag abend ein schwerer Unfall. Als Frau Hause aus der von Bochum kommenden Straßenbahn stieg, wurde sie kurz danach vom entgegenkommenden Wagen angefahren und gegen einen Anhanger geschleudert. Sie erlitt einen Schädelbruch. stadtteil Linden-Dahlhausen Ein böser Schabernack. Mit Verwunderung gewahrten die Anwohner der Ruhr mitten in der Ruhr, unmittelbar vor der Dahlhauser Flußbadeanstalt, einen Heuwagen. Unbefugte Hande schafften den Wagen vom Hofe des Wirtes Voßnacke in Dumberg in die Ruhr, die ihn bis nach Dahlhausen trieb. Stadtteil Geribe Verein heimattreuer Ost= und Westpreußen. Die Bezirkstagung in Bochum und die Vertretertagung in Munster bildeten Hauptgegenstand auf der Monatsversammlung. Die Weihnachtsfeier findet am zweiten Feiertag statt. Stadtteil Hillrop Unglücklicher Sturz mit dem Fahrrad. Der Schachtmaurer Josef Wi. kam gestern früh mit seinem Fahrrad, als er zur Morgenschicht fuhr, zu Fall. Er wurde bewußtlos mit schweren Kopf=, Bein= und Brustverletzungen in ein nahes Haus geschafft. Nach Erhalt der ersten Hilfe mußte er dem Krankenhause zugeführt werden. Stadtteil hordel Ehrung der Alten. Die Kruppsche Verwaltung ehrt die alten Leute. Für den heutigen Mittwoch hat die Kruppsche Verwaltung der Zechen„Hannover" und „Hannibal“ die alten Leute über 65 Jahre aus der Gemeinde zu einer Advents= und Weihnachtsfeier ins Schwesternhaus der Kolonie Dahlhausen eingeladen. Die Feier beginnt um 16 Uhr. Den alten Leuten stehen einige genußreiche Stunden bevor.„ ur Deutsche Volkspartei. In der gut besuchten Monatsversammlung der Obmanner sprachen Schrake aus dem Bezirksverein Hordel und Elias aus dem Bezirksverein„Am Rathaus". In der lebhaften Aussprache wurden die Vorträge der Referenten eingehend erörtert. ## 44 + * schicken. Die Weihnachtsfeier findet für die Kinder am Montag, 21. Dezember, 17 Uhr, statt. Erneuter Erfo.g des Kanarienzuchtvereins„Edelroller". Nachdem durch eine Prämierung am 6. Dezember die besten Zuchtergebnisse innerhalb des Vereins ermittelt wurden, haben dieselben Stämme auf der dritten großen Verbands=Ausstellung vom Ruhrbezirk in Dortmund=Hombruch erste Preise erzielt. Der erste Preisträger der Vorschau, Kaplinowski, konnte sich auf dieser großen Verbandsschau ebenso als erster behaupten und wurde Verbandsmeister. Die Ausstellung, die Vorbildliches auf dem Gebiete der Vogelzucht und des Naturschutzes zeigte, war gut beschickt und erregte das Interesse weiter Bevölkerungskreise. Während der achttägigen Dauer der Ausstellung haben sich zahlreiche Lehrkörper zum Besuch angemeldet. BochumerVeranstänungen (=) Stadttheater Bochum. Heute abend die Operette von Leo Fall„Der fidele Bauer". Für die freien Besucher wurden außer den Plätzen, die die Vormiete C für diesen Abend reserviert bekommt, eine genügende Anzahl von Karten zur Verfügung gestellt. Für morgen, Donnerstag, steht die Erstaufführung von Kleists Schauspiel„Das Käthchen von Heilbronn“ auf dem Spielplan, die im Rahmen der Vormiete A vor sich gehen soll, zu der aber auch alle Nichtvormieter noch Karten haben können. Zu dem von Dr. Hans Burbaum inszenierten Werk schuf Heinrich Holste die Bühnenbilder, die Ernst Presber für die Bühne eingerichtet hat. Die beiden für Freitag in Aussicht stehenden Aufführungen sind geschlossen und im freien Besuch nicht zuganglich(nachmittags„Aschenbrödel“ für die Volksschulen, abends das„Käthchen von Heilbronn“ für den Bühnenvolksbund, Serien A und). Heute beginnt der Vorverkauf zu der anderen Première dieser Woche, die am Samstag stattfindet, zu Offenbachs phantastischer Oper„Hoffmanns Erzahlungen“. Zu der Inszenierung Karl Eggerts schuf Johannes Schröder die Bühnenbilder, die Ernst Presber für die Szene einrichtet. Die Erstaufführung ist für den Grünen Ring und— als Pflichtvorstellung— für die Serie 2 der Volksbühne vorgesehen. (=) Operettentheater Bochum. Der großen Nachfrage wegen bleibt Leo Falls Meisteroperette„Die geschiedene Frau“ heute und folgende Tage auf dem Spielplan. Die Titelrolle hat Frl. Anny Delp vom Stadttheater Mainz als Gast übernommen. (=) Städtischer Musikverein. Die heutige Chorprobe findet im Haus Rechen statt und beginnt für Damen um 19.30 Uhr, für Herren um 21 Uhr. (=)„Schneewittchen." Die Mädchenmittelschule entspricht einem vielfach geäußerten Wunsche und wiederholt das entzückende Märchenspiel„Schneewittchen nochmals am Donnerstag dieser Woche, nachmittags ½5 Uhr, im großen Saal des Evangelischen Vereinshauses(Mühlenstraße). Das Spiel sei wegen seines hohen künstlerischen Wertes Kindern und Erwachsenen nochmals sehr empfohlen. (=) Plaza=Varieté. Des großen Erfolges wegen und auf allgemeines Verlangen hat sich die Plaza=Direktion entschlossen, dieses erfolgreiche Programm für Mittwoch, 16., Samstag, 19. und Sonntag, 20. Dezember, zu prolongieren. An diesen drei Tagen finden je zwei Vorstellungen statt, und zwar nachmittags.30 Uhr und abends.15 Uhr. Klings Menschenaffen, die das Unerhörteste an Dressur darstellen, und Hanns van Beeck sind für diese Vorstellungen gewonnen; ebenso weitere sechs Attraktionen. WIAsT Du. milhellen. 1 verringem.? Innschau Ven Osincsen Giarkienen Gemeindehaus Stadtteil Laer Evangelischer Arbeiterverein. Am Sonntag hielt der Verein seine diesjährige gut besuchte ordentliche Generalversammlung ab. In den Vorstand wurden gewählt: Hauptlehrer Funke zweiter Vorsitzender; Kaufmann Schneider zweiter Schriftführer; Invalide Wilhelm Möller zweiter Kassierer, Beisitzer Pfarrer Kromberg und Invalide August Vedder: als Delegierte für den Kreisverband Bergmann Johann Wilk und Steiger i. R. Gustav Schulte: Kassenprüfer Invalide Ludwig Zander und Reichsbahnsekretär Wilhelm Kirchner; Fahnenkommando Ernst Brinkmann, Adolf Otter und Reinhold Liebert; für den Bezirk Uemmingen als Vertrauensmann Invalide Adolf Otter. Die Beiträge wurden, um 20 vom Hundert ermäßigt. Es zahlen Vollzahler 40, Invaliden und Witwen 20 Pfennig und den Hilchenbachbeitrag von je Mitglied 10 Pfennig. Die Wohlfahrts= und Krisenempfänger zahlen nur den Hilchenbachbeitrag. Umlagegeld für alle Mitglieder je Sterbefall 20 Pfennig. Den epileptischen Anstalten Bethel bei Bielefeld wird eine Weihnachtsspende überwiesen. Die bedürftigsten Mitglieder erhalten Gutscheine, auf denen sie von Geschaftsleuten, die dem Verein angehören, Waren holen können. Die Kreisvertreter sind beauftragt worden. dahin zu wirken, daß auch die Provinzial= und Kreisbeiträge herabgesetzt werden. Sämtliche Beschlüsse wurden einstimmig gefaßt. Die Weihnachtsfeier mit Kinderbescherung, bei der Pfarrer Kromberg die Festrede und Pfarrer Kuhlmann das Schlußwort hält, findet am Sonntag, dem 20., im Vereinslokal statt. Stadtteil Werne Evangelische Kirchengemeinde Werne. Am kommenden Freitag findet im Gemeindehause wieder ein offener Männerabend statt, der sich mit dem Thema„Was soll heute das Alte Testament?" befassen wird. Pfarrer Schloemann wird wiederum einen Einführungsvortrag halten.— Kommenden Sonntag, 20. Dezember, findet auf der Kreta um 4 Uhr nachmittags die Weihnachtsfeier des Kindergottesdienstes statt. Adventsfeier der BKller. Die Adventsfeier der MBKller und BKller fand in diesem Jahre ein großes Interesse. Beide Säle des Gememorhaufes an der Lütge Heide waren überfüllt, als mit gemeinsamem Liede die Vortragsfolge eröffnet wurde. Der Obmann fand herzliche Worte der Begrüßung, um kurz auf den Zweck dieser Veranstaltung anschließend hinzuweisen. Pfarrer Schloemann gab eine Einführung zu dem Lauffilm von der Reichstagung in Greiz im letzten Frühjahr, wo er in der Hauptsache auf das Ziel der BK.=Bewegung hinwies. Der Film wurde durch einige Lieder umrahmt. Zu Beginn des zweiten Teiles sprach der Gauwart Wilh. Siebert(Bochum) kurze Worte, die in dem Adventsgedanken widerklangen. Ein Reigen der MBKller schloß sich an. Dann nahm man die Wimpelweihe für den MBK. vor, zu der Pfarrer Schloemann passende Worte fand. Die Veranstaltung erreichte ihren Hohepunkt mit dem Laienspiel„Der verlorene Sahn!. er Freiwillige Feuerwehr. Die sehr gut besuchte Versammlung im neuen Vereinsheim„Zur Deutschen Flotte" wurde vom Oberbrandmeister Keßler geleitet. Nach den geschäftlichen Erledigungen gab er die Neuaufnahme einiger Mitglieder bekannt. Den breitesten Raum der Versammlung nahm die Besprechung über die verflossenen Uebungen ein, die die Schlagfertigkeit der heimischen Wehr erwiesen. Stadttell Langendreer Elternabend. Der Kindergarten„Krone" der evangelischen Kirchengemeinde veranstaltete im Rahmen einer Adventfeier einen wohlgelungenen Elternabend. Der Kirchenchor und die Jungschar nahmen unter Leitung des Pfarrers Dickhoff an der Feier teil und verschönten den Abend durch zahlreiche Darbietungen. Pfarrer Dickhoff wies in seiner Ansprache auf die Bedeutung der Kindergärten hin. Die Kinder der Arbeitslosen und Bedürftigen erhalten Milch und Brot zum Frühstück. Es fällt der Kirchengemeinde immer schwerer, die nicht unerheblichen Zuschüsse zu ihren drei Kindergärten zu leisten. Wenn nicht bald wirtschaftlich bessere Verhältnisse eintreten, ist zum 1. April d. J. mit einer Schliekung sämtlicher Kindergärten zu rechnen. Die Schließung des bereits seit 34 Jahren bestehenden Kindergartens„Krone" ist nur dann zu vermeiden, wenn möglichst alle Eltern ihre Kinder zum Kindergarten „Der kaub der Mona Lisa“ Kriminal=Tonfilm im Capitol. Ein ewiges Rätsel der Menschen= und Kunstgeschichte das Lächeln der Mona Lisa. Dankbarer Stoff sprachlicher und musikalischer Gestaltung, und nachdem die schöne Frau mit ihrem unergründlichen Gesichtsausdruck Eingang in die Schlagerwelt gefunden hat und in aller Mund ist, konnte es auch nicht ausbleihen, daß das berühmte Bild Gegenstand eines neuen Tonfilms wurde. Halb romantisch, halb modern ist um das sorgsam bewachte Gemälde im Pariser Louvre eine kriminelle Handlung gewoben, die aber mehr aus menschlichen Gefühlen und seelischen Motiven konstruiert ist, als aus verbrecherischen Geschehnissen. Im heutigen Paris spielt sich eine ähnliche Herzensangelegenheit ab, wie sie vom Meister Leonardo da Vinci erzählt wird. Ein einfaches Mädchen, mit einer frappanten Aehnlichkeit und dem gleichen rätselhaften Lächeln, bringt einen jungen Mann in einen Verwirrungszustand, der ihn einen sensationellen Diebstahl im Louvre ausführen läßt. In spannender Weise entwickelt sich die eigenartige wirklich=unwirkliche Handlung, und man verfolgt mit starkem Interesse den Ausgang des seltsamen Abenteuers. Die männliche Hauptrolle spielt Willy Forst in überzeugender Darstellung des im Banne des Mädchens befindlichen jungen Mannes. Trude von Molo überrascht mit einer typischen Aehnlichkeit und weiß der komplizierten Natur des Mädchens außerordentlich glaubhafte Züge zu verleihen. Unter den Gegenspielern ist noch Gustav Gründgens bemerkenswert.— Das Beiprogramm ist sehr umfangreich, unterhaltend und belustigend. * (=) Lichtspielhaus. Heute nachmittag wird das Programm„Zapfenstreich am Rhein und„Rango“ mit dem Beiprogramm als Sondervorstellung ausnahmsweise einmal zu einem niedrigen Einheitspreise auf allen Plätzen gezeigt. Abends ist keine Vorstellung mehr! Es wird wieder kälter Wetterbericht der Essener Wetterwarte vom 15. Dezember Das Tiefdruckgebiet, das sich im Laufe des Montags über Skandinavien bildete, hat sich erheblich weiter vertieft und liegt am Dienstag früh mit seinem Kern über der mittleren Ostsee. Infolge anhaltender Warmluftzufuhr wird es unter Eneriezunahme sich nach Osten weiter bewegen. Auf seiner Ruckseite dringen kältere Luftmassen über Nordwesteuropa nach Süden vor und haben am Dienstag früh schon Schottland und Mittelengland erreicht. In der Nacht von Dienstag zu Mittwoch werden die Kaltluftmassen Nordwestdeutschland erreichen und zuerst leichten Temperaturrückgang und wechselnde Bewolkerung mit Schauerniederschlägen bringen. Die Niederschläge, die zuerst als Regen fallen, werden später in Graupeln und Schnee übergehen. Im Gebirge wird wieder leichter Frost einsetzen. Vorhersage für Mittwoch: Lebhafte bis steife nordwestliche Winde. Wechselnd bewölkt und Schauerniederschläge, in der Ebene erst als Regen, später in Graupeln und Schnee übergehend. Temperaturen langsam sinkend. Wahrscheinliche Weiterentwicklung: Bei auffrischenden nordwestlichen Winden weitere Bewölkungsabnahme und Temperaturrückgang. Barometer Dienstag. 15. Dezember Thermometer 7 Uhr 757.0 13Uhr+ 5C 24„ 700.0 24"+ 3C Wetternotizen gemessen um 8 Uhr vormittags Die heutige Aummer umfaßt 12 Seiten A I Wirkliche Vertreter Hattinger Str. 226, auch als Ladenlotal geeignet, per sofort zu vermieten. Ang. unter L. F. 15 an die Geschst. dies. Z. die skeptisch geworden und Angebote grundsätzlich nicht mehr beachten, können sich überzeugen, daß auch heute noch ehrlich Geld zu verdienen ist. 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