Nr. 2832 38. Jahrgang Donnerstag, den 3. Dezember 1931 Täglich außer Samstag 10 Pf. Samstags mit illustr. Beilage 20 Pf. — und G Bezugspreis einichl Botenlohn.40 Mk. monatlich, oder.20 Mk. dalbmonatlich; Selbstabboler.10 Mi bzw..05 Mk. Unsere Beilage„Die Bochumer Illustrierte“ kostet monatl. 20 Pf., die Funkbeilage„Hör mit mir“ kostet monatlich 30 Pf. Ab em Anzeigenpreis: Für 1 Millimeter Höhe in 25 Millimeter Breite 10 Pf., iu Rerklametel. 30 V.(Belondere Aute=Zermlstlern Perden, Fichd= Peskrsel. Anlteigen an beslimmien Tagen und Bläden, auch für burch, Fernsprecher acgebene und abbestellte, somse undeutlich geschriebene Aufträge wird keine Gewähr übernommen— Schluß der Anzeigenannahme 4 Uhr nachmittags. Mk. 250. Unfall=Unterstützung bei tödlichem Unfall laut besonderen Bedingungen. Geschäftsstelle geöffnet von—13 und 14½—18½ Uhr. Generar im für Bochum und umliegende Industriebezirke Redaktionsleitung: Dr. Paul Dierichs. Verantwortlich für Poutik: Nue dolf. Foest, für Kommunalpolitik u. Nachbargebiet: Adols Peddinabaus. für Lokales: Hans Schulte, für Handel: Fritz Schmidt, für Sport: Hans Schulte und Paul Wegener, für Kunst u. Unterhaltung: „ asttan Gebring für Gerichtsdienst und Prieskasten: Ma: Flegel, für den Anzeigentell: F. W. Bempe. Sprechstunden der Red: Seaschlci eschschesie, Rschite ehece e ie : Sammelnummer 67591—. Bostscheckonto Torimund Lkch. Das große Rätselraten um die Kabinettsbeschlüsse Konlag 180oO h Berlin, 2. Dezember.(Eig. Drahtber.) In politischen Kreisen bringt man heute das größte Interesse der Konferenz der Ministerpräsidenten und der Finanzminister der Länder entgegen, die am Donnerstag vormittag in Berlin beginnt. Die Konferenz wird der einen Seite die Fragen erwägen, die für die Sanierung der Haushalte von Ländern und Gemeinden für dieses und für nächstes Jahr in Betracht kommen, auf der anderen Seite die Norverordnung in ihren Grundzügen besprechen. Bei den Erörterungen wird naturgemäß auch eine Rolle spielen, ob eine weitere Senkung der Personalausgaben zu umbeschließt der Haushaltsausschuß des Reichstags rlongen wenig Reigung verspören, in en Das Reichskabinett, das sozusagen in Permanenz tagt, ist auch am Mittwoch nachmittag wieder zu einer Sitzung zusammengetreten, um die Endarbeiten an der großen Winternotverordnung vorzunehmen. Wenn man auch mit der Fertigstellung der Notverordnung, wie gemeldet, bis zum Samstag rechnet, so dürfte die Veröffentlichung doch erst am Montag erfolgen. Auch anzuständiger Stelle kann man Festumrissenes über den wirklichen Inhalt der Notverordnung nicht erhalten. Doch wird darauf hingewiesen, daß sich die Reichsregierung die Preissenkung zur obersten Aufgabe gemacht hat. * Lohn= und Preissenkung dürften demnach, wie man an halbamtlicher Stelle erfährt, in der kommenden Notverordnung so erfaßt sein, daß man beide gesetzlich verankert, indem man die Lohn= und Gehaltssenkung von einer zum mindesten gleichlaufenden Preissenkung abhängig macht. Aus diesem Grunde können auch die früheren Mitteilungen über eine allgemeine Senkung der Beamtengehälter für den 1. Januar nicht mit der früheren Bestimmtheit wiederholt werden. Man spricht, wie bereits gestern gemeldet, von der Einsetzung eines Reichskommissars für die Preissenkung, # der vielleicht sogar diktatorische Vollmachten erhalten soll derart, daß dem Kommissar eine Frist von 1½ Monaten für die Preissenkung gestellt wird, um dann nach der Senkung der Preise in eine allgemeine Gehalts# und Lohnsenlung enztreten. Von einzeluen) Blättern wurde als Kandidat für dieses Reichskommissariat der bekannte Politiker Batocki(früher Oberpräsident von Ostpreußen und 1916/17 Präsident des Kriegsernährungsamtes) genannt. Wie wir hören, soll dies .65.80 1 jedoch nicht zutreffen, sondern das Kommissariat soll mit *“# enem in der Virtschaft führenden Mann .9 5.U .9 19.50 o, hen Schulden belastet sei. Unseres Erachtens kann dieser Hinweis nicht stichhaltig sein, zumal die Reichsbahn seit Beginn des Hoover=Jahres von den politischen Verpflichtungen befreit gewesen ist. Man spricht davon, daß ungefähr 300 Gütertarife niedriger werden sollen. So gut wie fest steht hingegen, daß die Umsatzsteuer zur Sanierung des Reichshaushalts um 2 Prozent erhöht wird. Schon jetzt begegnet man in verschiedenen Parteilagern den neuen Absichten und Entscheidungen der Regierung mit ganz bestimmten Zweifeln. Auch im Lager der Sozialdemokraten haben sich starke Bedenken geltend gemacht, und wenn es zutrifft, daß der Reichskanzler dem sozialdemokratischen Abgeordneten Dr. Hertz eine Absage hat zuteil werden lassen, als dieser vom Kanzler eine Einschaltung der Sozialdemokraten in die neuen Kabinettsverhandlungen forderte, so dürfte dieses Moment zur Entspannung der politischen Lage und der Stellung des Labinetts Brüning in keiner Weise heigetragen haben. Labinetts Brüning in keiner Weise heigetragen, haben. Die Sozialdemokratische Partei hat sich ihre Entscheidung bis zur Veröffentlichung der neuen Notverordnung vorbehalten. Wie stark die beiden Teile der Sozialdemokratie sind, die auf der einen Seite für eine Duldung des Kabinetts Brüning eintreten, auf der anderen diese ablehnen, läßt sich nicht feststellen, jedoch wird auch hier die letzte Konsequenz, eine Absage an den Kanzler, wohl erwogen, die in einem Sturz des Kabinetts und in Neuwahlen nach erfolgter Auflösung liegen müßte. U. .9 ken,„.50 .1 Por 48) stseide, mit Paar.45 Paar.75 Berlin, 2. Dezember. Dem Haushaltsausschuß des Reichstages lag am Mittwoch ein Schreiben des Reichsinnenministeriums über den Ausbau des Museums Alexander König in Bonn vor. Die Mehrheit des Ausschusses erklärte sich damit einverstanden, daß die im Jahre 1929 vertraglich zugesicherte Fertigstellung des Museums in einer Weise durchgeführt wird, die bei den gegenwärtigen Wirtschaftsverhältnissen für das Reich am vorteilhaftesten ist. Der Ausschuß setzte dann die Beratung des Pensionskürzungsgesetzes bei den Bestimmungen über die Höchstpensionen fort. Ein Vertreter des Reichsfinanzministeriums nahnggegen die Festsetzung einer starren Grenze von 12000 Mark Stellung. Es spächen dagegen staats= und beamtenpolitische Gründe. Bei einer solchen Höchstgrenze würde es schwer sein, für die leitenden Stellen, besonders politischer Art, erste Kräfte zu erhalten, weil diesen ja auch heute noch die Möglichkeit gegeben sei, der freien Wirtschaft oder in freien Berufen ganz andere Gehälter zu verdienen. Beamtenpolitisch sei die angestrebte Gleichmachung nicht erträglich, besonders dann nicht, wenn die Grenze so tief liege, daß die Beamten den Anspruch auf die Höchstpensionen bereits mitbrächten. Sie würden, wenn sich die Gelegenheit böte, eine gut bezahlte Stellung in der Wirtschaft zu Generalvollmacht für Hugenberg beschließt die Parteivertretung der DNVP. erlangen, wenig Neigung verspüren, in dem dornenvollen Staatsamt zu verbleiben. Nach längerer Aussprache wurde ein kommunistischer Antrag, das Höchstruhegeld auf 5000 Mark im Jahr festzusetzen und alle darüber hinausgehenden Mehrbeträge einzubehalten, abgelehnt. Dagegen nahm der Ausschuß einen sozialdemokratischen Antrag an, wonach, wenn sich bei der Berechnung des Ruhegeldes ein Jahresbetrag von mehr als 12 000 Mark ergibt, der Mehrbetrag nicht zur Auszahlung Auch die übrigen Bestimmungen des Pensionskürzungsgesetzentwurfes fanden ohne wesentliche Aenderungen Annahme. Unverändert angenommen wurde auch§ 29, der das Inkrafttreten des Gesetzes mit dem ersten des auf die Verkündung folgenden Kalendermonats bestimmt und der alle diesem Gesetz entgegenstehenden Vorschriften über Kürzung und Wiedergewährung von Ruhegeld außer Kraft setzt, soweit sie nicht weitergehende Kürzungsvorschriften und niedrigere Ruhegeldhöchstbeträge der Länder und Gemeinden betreffen. Dagegen wurde die im Entwurf vorgesehene Bestimmung gestrichen, daß für die bei Verkündung des Gesetzes bereits vorhandenen Ruhegeldempfänger die Grenze des Höchstruhegeldes erst ein halbes Jahr später in Kraft tritt. Man wollte ursprünglich dadurch den von der Beschränkung Betrofsenen den Uebergang erleichtern. genzpurf wask. Im Gegensatz zum Regierungsr##on#f wurde auch eine Befristung der Vorschriften über Kürzung der Ruhegelder beim Bezuge eines Anrechnungseinkommens sowie über die Höchstruhegeldbeträge auf drei Jahre nicht beschlossen. Tamit war die erste Lesung des Pensionskürzungsgesetzes abgeschlossen. Die zweite Lesung wird voraussichtlich erst Anfang des nächsten Jahres stattfinden. Kunstseide 9295..75 gestricht, babsche Farben, sche u. 9 äckt ligkeit tunee besetzt werden. Die Senkung der gebundenen Preise denkt man sich ungefähr folgendermaßen: Die Kartelle werden angewiesen, bis zu einem bestimmten Zeitpunkt eine durchgeführte Preissenkung beim zuständigen Reichswirtschaftsministerium zu melden, und alle die kartelle, die eine solche Meldung bis zu diesem Zeitpunkt # nicht abgegeben haben, sollen sich als aufgelöst betrachten. Wie gesagt, sind das wenn auch interessante, so doch intweilen nur Gesprächz, gra v. gzeit baß Hi. 9. Es besteht durchaus die Möglichkeit, daß die Lohnund Gehaltssenkung bereits in der Notverordnung enthalten sein wird, daß sie aber von der Preissenkung abhängig gemacht wird. Wenig Klarheit scheint einstweilen über das Tarifrecht * g e s c h a f f t z u s e i n. H i e r r e c h n e t m a n d a m i t, d a ß d e r Kanzler an der Unabdingbarkeit des Tarifs festhält, daß nan aber eine größere Beweglichkeit der Tarife dadurch zu schaffen gedenkt, indem man die kommenden Tarife auf eine kürzere Frist festsetzt. Aus Gewerkschaftskreisen hingegen verlautet, daß die Notverordnung die geltenden Tarife zu einem bestimmten Zeitpunkt aufheben und betimmen wird, daß neue Tarife auf einer niedrigeren Basis abzuschließen sind, während gleichzeitig auch in das Tarifwesen eingegriffen wird. Eine Bestätigung dieser Erörterungen konnten wir jedoch nicht erhalten. Wie vor der Veröffentlichung aller Notverordnungen, zeht auch der kommenden Notverordnung ein großes kätselraten voraus. Besondere Schwierigkeiten beritet die Senkung der Mieten. Am Dienstag hat Reichsarbeitsminister Dr. Stegerwald dem Kabinett einen Vorschlag unterbreitet, wonach die Rieten für Neubauwohnungen gesenkt werden blen. Eine Senkung der Mieten für Altwohnungen slaubt der Minister nicht verantworten zu können, da hierdurch dem Reich ein gewaltiger Ausfall an notwendigen Hauszinssteuermitteln erwachsen würde. Nach dem Stegerwaldschen Plan sollen Länder und bemeinden aufdle Berzinug#n##l. Uung der Hauszinssteuerhy###he##en verlichten. Weiter sollen 150 Millionen aus der Hausinssteuer bereitgestellt werden, von denen 100 Millionen as Zinszuschüsse für besonders schwergelagerte Fälle und 50 Millionen Mark als Mietzuschüsse ###ndet werden sollen, wo es sich um arbeitslose Rieter in Neubauwohnungen handelt. Ein weiteres wichtiges Moment für die Preissenkung A# die Inlung der mitteren Gülertarise der Reichsbahn, i der sich die Reichsbahn bereit erklärt hat. Die proentuale Senkung der Tarife wird bei den einzelnen Litern verschieden sein. Man rechnet auch mit der g#######enkung der Kohlentarife, was auf der ander Nroe. u IIn Seite auch eine Senkung des Kohlenpreises zur ##liss haben, müß.e. Aluch das sind Erwägungen. Aus zichsbahnkreisen verlautet jedoch, daß man an eine Loemeine Senkung der Güter= und Personentgrife nicht kantreten könne, weil die Reichsbahn durch die politilanosind und von Saheraschte Plasee Schlafzimmer. ndlung edelund lolzes nicht zum mme getunger. und der Bodenstung ergeten gefertigt wurde tellt ist, mei erBerlin, 2. Dezember. Am Mittwoch begannen die Verhandlungen der Parteivertretung der Deutschnationalen Volkspartei im Festsaal des Preußischen Landtags. Nach Erledigung ordentlicher Fragen hielt der Parteiführer Pr,.4; genberg eine große Rede über die gesamte politische Lage. In Rahmen dieser Rede wandg,gs,.), du; nächst gegen den Vorwurf, daß die DRPrs. einen „sozialreaktionären Charakter“ habe. Er führte dabei a. aus:„Wir sind die Erben des gesunden Geistes der nun 50 Jahre alten kaiserlichen Botschaft über deutsche Sozialgesetzgebung. Aber wir sind anderseits die schärfsten Kritiker der Unmöglichkeiten, die von der Sozialdemokratie in diese Gesetzgebung hineingetragen sind. Die Grundlage unseres ganzen neuen Denkens ist sozial auf die Gemeinschaft der Menschen gegründet. Wir gehen vom Menschen aus, von der Familie, von Staate und wollen eine zerrüttete Welt von Grund auf neu gestalten. Der deutsche Arbeiter und die deutsche Arbeiterfrau sind heute an der Schwelle des Uebertritts von der sozialistisch=marxistischen in die nationale Gedankenwelt. Der Arbeiter will Menschentum und Kameradschaft. Er sucht im Betriebe— über alle Organisationen hinweg— die ausgestreckte Hand des Unternehmers. Er steht einfach vor der inneren Frage, ob er glauben und vertrauen darf und soll. An den Sozialismus und seine alten Führer glaubt er längst nicht. Geblieben sind Solidaritätsgefühl und Mißtrauen gegen ein Bürgertum, das in der Tat politisch auf der ganzen Linie elend versagt hat. Sie hedenteten heide daß wir aus empörter Seele heraus mit dieser falschen Bürgerart brechen, daß wir sie in Stücke schlagen wollten. Sie liegt heute in Stücken vor uns. Diese falsche Bürgerart ist in Deutschland ebenso eine überwundene Sache wie der Sozialismus mit seinem Klassenkampf. ondp. und usdup. Wenn irgend jemand, so dürfte ich vor der Beschuldigung sicher sein, die Harzburger Front zersetzen zu wollen. Denn ich habe immer wieder die Zusammenarbeit der nationalen Kräfte betrieben. Ich habe zur Bildung der Harzburger Front gedrängt. Wenn gera jetzt von führender Stelle Worte ins Land hinausgehen wie das: Es werde in Deutschland erst Friede sein, wenn der Nationalsozialismus den andern Parteien den letzten Mann entrissen habe— oder wie das: Wenn das gegnerische System zu Sturze käme. so werde dies ausschließlich das Verdienst der Nationalsozialisten sein, so möchte ich hierzu nur eine Randbemerkung machen: Repräsentant des heutigen Systems ist doch wohl in vorderster Linie das Zentrum. Warum bezeichnet das Zentrum gerade mich als den einzigen Gegenspieler? Aus dem Lande kommen Hunderte von Anfragen an mich. Die einen sagen:„Im Wahlkampfe 1930 hast du gesagt: Macht mir den rechten Flügel stark! Das haben viele Tausende dahin verstanden, daß sie für den Nationalsozialisten stimmen sollten: denn er bilde doch heute den rechten Flügel.“ Dazu ein kurzes Wort. Den rechten Flügel bilden noch heute wir Deutschnationalen.“ Im Geiste der nationalen Erweckung übertrifft uns niemand. Den Kampf mus und Bundesgenossen hat niemand mit solcher Klarheit geführt. In allen Wirtschafts= und sonstigen Fragen liegen die Grundzüge unserer Aufbaupläne für jedermann offen und klar. Wir brauchen in DeutschLande kümmern. Ihr müßt mit den Wafsen kämpfen, mit denen ihr bekämpft werdet. Und wenn es irgendwo einmal zu schlimm werden sollte, so, wird, hoffentlich der gemeinsame Blick auf die Sache die Möglichkeit eröffnen, daß Herr Hitler und ich noch rechtzeitig Ordnung Zeine nationale Partei darf etwas anderes sein als ein Werkzeug des Vaterlandes. Ich glaube bewiesen zu haben, daß ich die Sache über die Partei stelle, indem ich zugunsten der nationalen Opposition als Gesamtheit im Juli 1930 die eigene Partei aufs Spiel gesetzt habe. Aber ich bin der Meinung, daß die Deutschnationale Volkspaxtei niemals nötiger gewesen wäre als heute. Wir und uns besonders bewußt, daß wir den Kampf in Deutschland nur zum Siege führen können, wenn wir in dem Kampf um Preußen siegen. Der Kampfum Preußen ist zugleich ein Geisteskampf gegen den heutigen Staatz, der von wahrem Preußentum nichts weiß und nichts wissen Im weiteren Verlaufe der Parteivertretertagung fand im Beisein von Frau Staatsminister Helfferich die feierliche Uebergabe des Helfferich=Preises an stud. jur. Gauger von der Universität Berlin statt. Die darauf folgende satzungsmäßig bedingte Neuwahl des Parteivorsitzenden gestaltete sich zu einer einzigartigen, langanhaltenden Kundgebung für Hugenberg. Dr. von Winterfeldt stellte fest, daß die Wahlhandlung durch diese Kundgebung erfolgt sei. Mit der gleichen Zustimmung wurden dem Parteivorsitzenden die vom Parteivorstande vorgeschlagenen außerordentlichen Vollmachten für die Weiterführung der Partei uvertragen, wonach Hugenberg in Abweichung von den Satzungen, soweit es im Interesse der Partei und ihrer Ziele erforderlich erscheint, Anordnungentreffen kann, die für alle Organe der Partei verbindlich sind. Dr. Hugenberg bestimmte im Sinne seiner Volldes nächsten Jahres Krach wegen Kürzung der MinisterSchäler in Thükrlager Landag land nationale Erhebung der Geister und des Willens. Aber wir brauchen auch Rüchternheit und Klarheit. Wer sie will, muß unsere Hausmacht stark machen. Andere Freunde im Lande sagen mir:„Die Nationalsozialisten unseres Bezirkes kämpfen trotz der gemeinsamen Front auf das schärfste gegen uns.“ Dazu muß ich bemerken: Ich kann mich nicht um jeden Stunk im machten den Reichstagsabgeordneten Schmidt(Hannover). den neuernannten Reichsjugendführer von Bismarck(Pommern) und Assessor Forschbach(Dortmund) zu seiner persönlichen Unterstützung für notwendige organisatorische Eingriffe. Strafantrag Dr. Bests gegen Schäfer wegen unbefugter Titelführung Darmstadt, 2. Dezember, Dr. Best hat bei der hessischen Stagtsanwaltschaft in Darmstadt gegen Schäfer(Offenbach) Anzeige wegen unbefugter Führung des Doktortitels erstatet, Auf Befragen habe„Schäfer„angegeben, er„Pozangien Jahre 1922 in Frankfurt die Doktorprüfung bestanden und den Titel erworben. Nachforschungen hätten jedoch ergeben, daß diese Angaben unwahr seien. Es bestehe der dringende Verdacht, daß Schäfer den Doktortitel zu Unrechtführe. Die Pressestelle der Gauleitung Hessen der RSDAP. nimmt in einer längeren Erklärung mit der Ueberschrift„Die Polizei hat Schäfer gedegt“ Stellung zu der Frage, wie es komme, daß der„Gewährsmann des Herrn Severing“, Hermann Schäfer, in der RSTAP. eine Rolle spielen konnte. Die Gauleitung habe von Schäfer ein Leumundszeugnis verlangt. Darin habe die Polizei dem„Dr. K. Wilhelm Schäfer" bescheinigt, daß er nicht vorbestraft sei. Zu Vorwürfen, die gegen Dr. Wagner in seiner schaft als Bächter des Voxheimer Hofeszgghebenz, Pig den, erklärt die Gauleitung, daß Dr. jeder Weise tadelsfrei benommen habe. Es sei nicht zutreffend, daß kleine Geschäftsleute und mittelständische Gewerbetreibende„durch die Mißwirtschaft“ auf der Domäne Boxheimer Hof geschädigt worden seien. Weimar, 3, Dezember. Der thüringische Landtag behandelte am Mittwoch noch einmal die Frage der Notverordnungen. Bei der Aussprache spielte der Abbau der Ministergehälter eine große Rolle. Die Nationalsozialisten hatten bei den letzten Haushaltsberatungen beantragt, die Gehälter der Minister auf 12000 Reichsmark zu senken. Der thüringische Ministerpräsident Baum erklärte hierzu, daß die Kürzung der Ministerbezüge durch Reichsnotverordnung geregelt sei. In die Rechte der Minister und Staatsbeamten könne daher durch Landesrecht nur in dem Maße eingegriffen werden, wie das durch Reichsverordnungen zugelassen werde. Dem Ansehen eines Ministers würde es abträglich sein, wenn seine Bezüge niedriger bemessen würden als die der nachfolgenden Staatsbeamten. Im übrigen stehe eine weitere zwölfprozentige Kürzung der Gehälter in Aussicht, so daß die Bezüge der Minister sowieso auf annähernd 12000 Reichsmark gesenkt würden. Er(Baum) habe auf 2000 Reichsmark seines Gehaltes bereits freiwillig verzichtet, was er auch nach der weiteren Kürzung um 12 v. H. tun werde. Wie stehe es aber in dem Musterländle der Nationalsozialisten, in Braunschweig? Thüringen zahle jährlich 28 000 Reichsmark für seine Minister, während Braunschweig, das um zwei Drittel kleiner sei als Thüringen, 24.000 Reichsmark ausgebe. Die Nationalsozialisten könnten da mit gutem Beispiel vorangehen. Baum wies dann darauf hin, daß der frühere Minister Dr. Frick seit seinem Sturz bis zum Jahresende 10 378 Reichsmark Uebergangsgeld bezogen habe, ohne irgendwelche Gegenleistung. Als der dann auf den Pensionssondervertrag für Dr. Frick hinwies, entstand großer Lärm. Zwischen dem Sozialdemokraten Gründler und dem Vizepräsidenten des Landtages, Machler(RS DAP.) kam es dabei zu einem heftigen Zusammenstoß, da Machler seinen Gegner Spitzbuben und Schwindler nannte. Machler wurde darauf vom Landtagspräsidenten aus dem Saal gewiesen. Minister Baum erklärte im übrigen, daß er die Anträge der Parteien dem thüringischen Kabinett vorlegen werde. Das Uniformverbot bleibt Protest der Asdup. Berlin, 2. Dezember. Wie der amtliche preußische Pressedienst mitteilt, hat der preußische Minister des Innern am 1. Dezember 1931 folgenden Erlaß an sämtliche Ober= und Regierungspräsidenten und den Polizeipräsidenten in Nach Pressemeldungen hat der dritte Strassenat des Reichsgerichts in einem Urteil vom 30. November 1931 die auf Grund meines Erlasses vom 31. März 1931 ergangene Anordnung des Oberpräsidenten der Rheinprovinz betreffend das Verbot des Tragens der Parteiuniformen der NSDAP. für ungültig erklärt. Ich ersuche, ungeachtet dieses Urteils, das offenbar im Widerspruch zu den Beschlüssen des vierten Strafsenats des Reichsgerichts vom 7. August und vom 29. September 1931 steht, das Tragen nationalsozialistischer Uniformen entsprechend den auf Grund des oben erwähnten Erlasses ergangenen Anordnungen der Oberpräsidenten und des Polizeipräsidenten in Berlin nach wie vor polizeilich Rechtsanwalt Dr Frank II hat heute namens ders Reichsleitung der RSDAP. an den Reichsinnenministen und den Reichspräsidenten ein Telegramm abgesandt, in dem die NSDAP. schärfsten Protest gegen die Aufrechterhaltung des Uniformverbotes in Preußen erhebt und um reichsaufsichtliches Einschreiten bittet. Reichsverband der Deutschen Industrie gegen Neuererhögaugen Berlin, 2. Dezember. Zu den Gerüchten, daß die Reichsregierung beabsichtige, den Fehlbetrag des Reichshaushalts für 1931 u. a. auch durch Steuererhöhungen auszugleichen, berband der Deutschen Invuscrie daß merkt der Reichsverband dei Denischen Indastric, daß Steuererhöhungen zu einem neuen Schrumpfungsprozeß in der Volkswirtschaft führen müßten, dem automatisch neue Fehlbeträge im Reichshaushalt folgen würden. Besonders von der geplanten Erhöhung der Umsatzsteuer befürchteten weite Kreise der Industrie eine starke Gefährdung der Senkung des Preisniveaus oder eine weitere Einschränkung der Verdienstmöglichkeiten in der Produktion. Besonders abwegig sei die geplante Wiedereinführung der Kapitalertragssteuer auf Zinsen von festverzinslichen Werten, die beabsichtigte Erhöhung des Steuersatzes sowie die in Aussicht genommene Beseitigung ihrer Anrechnung auf die Einkommensteuer. Eine derartige Maßnahme würde die Kapitalbildung aufs schwerste gefährden und das Vertrauen der Sparer beeinträchtigen. Nordwest-Verhandlungen erneut verlagt Dortmund, 2. Dezembe.r Die auf Donnerstag, 3. Dezember, angesetzten Verhandlungen im Lohn= und Arbeitszeitstreit in der Metallindustrie in der nordwestlichen Gruppe sind auf Montag, 14. Dezember, vertagt worden. Die neuerliche Vertagung der Nordwest=Verhandlungen dürfte darauf zurückzuführen sein, daß man nächst die Notverordnung der Reichsregierung abwarten will. Versorgung der Kriegsbeschädigten Berlin, 2. Dezember. Der Kriegsbeschädigtenausschuß des Reichstags beendete am Mittwoch die Aussprache ißer, die durch war die Annahme einer Entschließung, in der zum Ausdruck kommt, daß die Notverordnungen vom sozialpolitischen Standpunkt aus schwer vertretbare Verndpunkt aus schwer vertretba.; Ve änderungen des drechtszustandes auf dem Geviet der Kriegsopferversorgung gebracht hätten. Obwohl es der d der Reichsfinanzen in Verbindung mit Keutegelulig dei bedischen Aablandrschäirrn Autounfall Dr. Schachts Rundfunkvortrag des Geheimrats Dr. Schmitz Berlin, 2. Dezember. Das Vorstandsmitglied der J. G. Farben, Geheimrat Dr. Schmitz, hielt heute abend einen Rundfunkvortrag über„Vorgeschichte und Sinn der Stillhalteverhandlungen“, der über den Deutschlandsender verbreitet und nach den Vereinigten Staaten übertragen wurde. Dr. Schmitz führte u. a. aus, daß die Wurzel des internationalen Mißtrauens in der doppelten Belastung Deutschlands mit politischen und privaten Schulden zu erblicken sei. Hatte die deutsche Wirtschaft vor dem Kriege Auslandsguthaben von 20 Milliarden Reichsmark, Ende 1923 von 3 Milliarden Reichsmark aufzuweisen, so seien für Ende Juli 1931 langfristige Auslands verpflichtungen in Höhe von 11½ Milliarden Reichsmark und kurzfristige Bankschulden in Höhe von 7½ Milliarden Reichsmark zu neunen. Dazu kämen noch ausländische Beteiligungen in Deutschland in Höhe von 4½ bis 5½ Milliarden Reichsmark. Die Aufnahme dieser Schulden sei unvermeidbar gewesen für den wirtschaftlichen Wiederaufbau und die jährlichen Reparationszahlungen sowie für die Begleichung des Einfuhrüberschusses und die notwendige Auffüllung des Gold= und Devisenbestandes der Reichsbank. Um diese ausländischen Kredite zurückzuzahlen, sei Deutschland genötigt gewesen, den Einfuhrüberschuß von 3 Milliarden Reichsmark im Jahre 1927 in einen Ausfuhrüberschuß zu verwandeln, der 1930 1,5 Milliarden Reichsmark und allein in den ersten zehn Monaten des Jahres 1931 2,3 Milliarden Reichsmark betragen habe. Diese Anstrengungen Deutschlands seien aber vom Auslande durch die plötzliche Zurückziehung der Kredite und durch Erschwerung der Einfuhr deutscher Waren durchkreuzt worden. Seit Ende Dezember 1930 habe sich die deutsche Auslandsverschuldung um Milliardenbeträge verringert. Da diese Rückzahlungen aber nur durch Rückgriff auf die Deckungsreserven der Reichsbank möglich geworden seien, so sei eine Rückzahlung in dem bisher geübten Tempo mit Rücksicht auf die Stabilhaltung der deutschen Währung unmöglich. Die ganze Lage mache die Konsolidierung unserer kurzfristigen Auslandsverpflichtungen erforderlich, über die sich demnächst der Stillhalte=Ausschuß schlüssig werden müsse. Welchen Weg er auch vorschlage, die innige finanzielle Verkettung, die zwischen Deutschland und seinen heutigen Gläubigerstaaten in einem Zeitraum von acht Jahren entstanden sei, sei nicht plötzlich zu lösen. Das Krümpersystem h Berlin, 2. Dezember.(Eig. Drahtber.) In der Zeitschrift„Weltwirtschaft“ ergreift Reichsarbeitsminister Dr. Stegerwald in einem längeren Artikel zur Arbeitslosenfrage das Wort. Der Minister hält den Vorschlag nur für beschränkt durchführbar, wonach man den Arbeitslosen statt Unterstützung nur Arbeit geben soll. Dagegen hält er die Frage der Arbeitszeitkürzung für höchst aktuell. Dr. Stegerwald führt dann folgendes aus: „Um möglichst viel Arbeitslose in den Produktions= prozeß einzugliedern, muß auch der Gedanke einer planmäßigen Auswechslung einzelner Belegschaftsmitglieder mit Arbeitslosen(sogenanntes Krümpersystem) mehr als bisher in die Praxis übergeführt werden. Die letzte Notverordnung hat die Grundlage hierfür geschaffen. Auch hier ist jedes überstürzte Vorgehen abzulehnen. Vielmehr muß von Fall zu Fall eingehend geprüft werden, ob die Art des Betriebes eine Auswechslung zuläßt, ohne daß die Qualität der Arbeit darunter leidet und ohne daß die Selbstkosten wesentlich erhöht werden. Die Notverordnung vom 6. Oktober erleichtert den Unternehmern und den Arbeitgebern dahingehende Vereinbarungen, indem sie ermöglicht, daß die vorübergehend Ausscheidenden beim Vorliegen der obigen Voraussetzungen auch dann Arbeitslosenunterstützung beziehen können, wenn sie nach den allgemeinen Vorschriften nicht als Arbeitslose anzusehen wären. Waren(Mecklenburg), 2. Dezember. Wie wir auf Seite 6 der vorliegenden Numm..# berichten, hat der frühere Reichsbankpräsident#### Schacht einen Autounfall gehabt. Ueber das#.## finden des Verunglückten gibt das Krankenhaus s# Waren bekannt, daß ihm zwei Rippen gebrochen sind Sonst liegen keine inneren Verletzungen vor. Das., finden ist nach wie vor zufriedenstellend. Zugzusammen stoß in Belgien Brüssel, 2. Dezember. Auf der Strecke Antwerpen— Mecheln stießen zwei Personenzüge zusammen. Bisher sind fünf Toi und zahlreiche Verletzte gemeldet worden. Der preußische Staatshaushalt h Berlin, 2. Dezember.(Eig. Drahtber.) In den preußischen Ministerien ist man gegenwärtig mit den Arbeiten für den neuen Staatshaushalt beschaf.# tigt. Der Haushalt soll bekanntlich im Januar des konmenden Jahres dem Landtag vorgelegt werden.### den einzelnen Ministerien herrscht gegenwärtig betrieb, weil die neuen Einsparungen nur schwer heraus, zurechnen sind und eine eingehende Prüfung der Posten vorgenommen werden muß, die überhaupt noch ein Kürzung bei der gegenwärtigen Lage vertragen. Kürzung der personellen und Sachausgaben soll, wie man hört, mindestens 50 Millionen Reichsmark ergeben „Verfassungsbrüche in Polen zur Gewohnheit geworden“ Soc.g. sofortiger Wirkung ruckgängig zu machen, so sei es doch Pflicht, der Reichsregierung gegenüber auszusprechen, daß eine allmähliche Rückbildung der Versorgung auf den alten Rechtszustand unerläßlich erscheine und gleichzeitig mit einer etwa eintretenden Verbesserung der finanziellen und wirtschaftlichen Verhältnisse in Angriff genommen werden müsse. Romreise Hitlers? München, 2. Dezember. Auf Anfrage der TU. wird vom Braunen Haus erklärt, daß die Gerüchte über eine noch bevorstehende Romreise Hitlers unzutreffend seien. Doch sei es nicht ausgeschlossen, daß Hitler, sobald dies ihm erforderlich erscheine, sich ebenso wie nach anderen Hauptstädten auch nach Rom begeben werde. Konflikt Hörsing—5P9. Sozialdemokratischer Parteiausschuß gegen Hörsings Zeitungsgründung Berlin, 2. Dezember. Unter der Ueberschrift„Eine unglückliche Gründung" berichtet der„Vorwärts“, daß sich der sozialdemokratische Parteiausschuß in seiner gestrigen Sitzung auch mit dem„Deutschen Volkscourier“, der neuen Tageszeitung Hörsings, beschäftigt habe, deren Herausgabe allgemein lebhaft verurteilt worden sei. Man habe festgestellt, daß die Herausgabe nicht mit Zustimmung der Bundesleitung des Reichsbanners erfolge. Der Parteiausschuß erwarte, daß der Parteivorstand die Geschlossenheit der Partei auch gegen Hörsings Vorhaben mit derselben Entschiedenheit verteidigen werde, wie es gegen die SAP. geschehen sei. Die Industrie= und Handelskammer zu Berlin erklärt in einer Eingabe an den Reichskanzler, daß alle Bestrebungen, die Osthilfe durch eine Westhilfe zu ergänzen, nur dazu beitragen würden, die Kreditgewährung zu erschweren und zu einer Vertrauenslähmung zu führen. Der Aeltestenrat des Reichstages ist am Freitag des Kampfes für den Staat in seinen Regierungsmaßnahmen erkennen zu lassen. Warschau, 2. Dezember. Gestern wurde in dem großen politischen Prozeß von Brest=Litowsk der ehemalige Präsident des Obersten Gerichts, Moglnicki, als Zeuge vernommen. Er erklärte, daß in Polen die Verfassungsbrüche zur Gewohnheit geworden seien und zählte dann eine ganze Reihe solcher Verfassungsbrüche auf, wie offene Wahlen, Eröffnen und Schließen der Seimtagungen, die Dekrete über die Selbstverwaltungsfrage, das Abschließen von Handelsverträgen ohne Parlament, die Ernennung von Ministern, denen der Seim das Mißtrauen ausgesprochen habe, und so fort. Der frühere Vizeminister, Präsdent Thugutt, machte während seiner Aussagen die sensationelle Mitteilung, daß der Obmann des Regierungsblockes und frühere Ministerpräsident Slawe! den Gedanken erwogen habe, in Polen die Monarchie einzuführen, nicht deshalb, wei er dieser Regierungsform besonders anhänge, sondern weil er sie als Mittel ansehe, die Opposition niederzuhalten. Vor dem Schöffengericht Oranienburg hatten sich 55 Nationalsozialisten wegen Landfriedensbruchs zu verantworten. 21 wurden freigesprochen und 34 zu Gefängnisstrafen von drei Monaten bis zu einem Jahr verurteilt. Allen Angeklagten wurden mildernde Umdieser Woche 17 Uhr, einberufen worden. Er wird stände zugebilligt, zum Teil wurden auch Bewährungsistischen Antrag auf Einberufung des fristen ausgesprochen. Der Anklage lagen politische Zusammenstöße zugrunde. zu dem kommunistischent, Anttug uuf Einrrrnfung des Reichstages Stellung nehmen. Der preußische Staatsrat stimmte gestern einer Verordnung zu, wonach bis zum 1. Oktober 1934 eine Erlaubnis zum Betrieb neu zu errichtender Schänkwirtschaften grundsätzlich nicht erteilt wird. Ausnahmen sind nur mit Genehmigung des Regierungspräsidenten zulässig. Die Kommunisten haben in Oldenburg ein Volksbegehren auf Auflösung des oldenburgischen Landtags eingeleitet. Die erste Sitzung des neuen hessischen Landtages findet am 8. Dezember statt. In dieser Sitzung sollen nur das Landtagspräsidium gebildet, die Geschäftsordnung festgestellt und die Aeltestenrats= und Ausschußmitglieder bestimmt werden. Nach einer deutsch=polnischen Vereinbarung soll das deutsch=polnische gemischte Schiedsgericht am 31. nuar 1932 aufgehoben werden. Die Kündigungsfrist des deutsch=schweizer Handelsvertrages ist um weitere zwei Wochen verkürzt worden. Die drei faschistienfeindlichen italienischen Flieger, die über Italien faschistenfeindliche Flugblätter abwerfen wollten, in Konstanz eine Zwischenlandung vornahmen und dort verhaftet wurden, sind jetzt ausgewiesen worden. Wegen Lohnstreitigkeiten brach in der holländischen Textilindustrie ein Teilstreik aus. Die Gewerkschaften wollen, falls bis dahin keine Einigung erzielt wird, zum 14. Dezember den allgemeinen Ausstand proklamieren. In Posen wurde der Schütze Klamke vom polnischen Infanterieregiment Nr. 68 wegen angeblicher Spionage zugunsten Deutschlands zum Tode verurteilt und erschossen. Die spanische Nationalversammlung beschloß mit 131 gegen 127 Stimmen das uneingeschränkte Frauenstimmrecht in Spanien. Die amerikanische Meldung, daß„Präsident Hoover Die amerikanische Meldung, daß Präsident gebeten werden son, die Prasidentschaft über die nächste Im Berliner Sportpalast fand gestern abend eine Massenkundgebung des Reichsbanners gegen den Nationalsozialismus statt, auf der auch der Zentrumsmann Schulrat Kellermann sprach. Er richtete an den Reichskanzler den ausdrücklichen Appell, den Gedanken gebeten werden sou, die Prasidentschaft über die nächst Tributronferenz zu übernehmen, wird von der BJZ. als falsch bezeichnet. Mit 715 078 Stimmen wurde General Justo zum Präsidenten von Argentinien gewählt. Sein Gegenkandidat erhielt 423 142 Stimmen. Der japanisch-chinesische Konflikt Paris, 2. Dezember. Heute sind in den Verhandlungen des Völkerbundrats zur Beilegung des japanisch=chinesischen Konflikts neue Schwierigkeiten aufgetreten. Die paner erklären, daß sie wohl grundsätzlich für die Schaffung einer neutralen Zone seien, sich jedoch das Recht vorbehielten, falls unvorhergesehene besondere Ereignisse eintreten, ohne weiteres in die neutrale Zone und sogar darüber hinaus vorzurücken, und zwar ohne vorherige Befragung oder Heranziehung neutraler Beobachter. Sie erklären sich jedoch bereit, sofort nach durchgeführter Aktion den Völkerbundrat in Kenn# nis zu setzen. Die Chinesen bestehen unbedingt au einer Garantie des Völkerbunds für die neutrale Zone. Die Indienpolitik im englischen Unterhaus London, 2. Dezember. Am Mittwoch wurde im Unterhaus die Aussprache über die Indienpolitik eröffnet. Macdonald betonte, daß die politischen Fähigkeiten des indischen Volkes sich in den letzten Jahren stark entwickelt hatten. England habe fruher gewisse Andeutungen gemacht, Indien die Selbstregierung zu gewähren, wenn es fähig sei, die Verantwortlichkeit selbst zu übernehAndeutungen, die allerdings keine Bürgschaften i, sondern vorläufig nur Pläne seien. zur Weiterentwicklung der Verfassung, men, oder Versprechen, sondern vorläufig nur Pläne jeien Der Ausschuß zur Wpenetentwintung ver Verfassg besonders des Wahlrechts, werde im Januar nach Indien fahren. Wenn er, der Ministerpräsident, die kre tischen politischen Fragen, denen die englische Regie rung im August und September gegenüberstand, schon zu Beginn des Jahres hätte voraussehen können, wurdett der Einberufung der englisch=indischen Konferenz u diesem Jahre seine Zustimmung nicht gegeben haben. Macdonald stellte dann hinsichtlich seiner Indienpoltik die Vertrauensfrage. Jaul Gechter Berliner Iheaterbrief Bis zum Ablauf der vorigen Spielzeit ging das Berliner Theatergeschäft trotz aller schlechten so gut, daß von einem Theater nicht nur Besitzer und Pächter, sondern mindestens noch ein oder zwei Unterund Zwischenpächter behaglich leben konnten. Vom Besitzer hatte ein Pächter das Haus gemietet. Der verpachtete es weiter— der nächste tat das gleiche: dann erst kam der Mann, der wirklich Theater spielte. Das Publikum fütterte zwei oder drei, wenn es sein Billett kaufte. In dieser Spielzeit endlich scheint das nicht mehr zu gehen. Die Zeiten sind schlecht; die Leute gehen infolgedessen gern ins Theater— aber sie können nur noch weniger zahlen und damit weniger Zwischengenießer ernähren. Der Gesundungsprozeß schreitet fort: die Zwischengewinne fallen aus— der Abstand zwischen Hausbesitzer und wirklich Theater spielendem Direktor wird wieder auf das normale Maß verkürzt. Deutlich sichtbar wurde dieser Vorgang jetzt im Theater in der Stresemannstraße. Barnowsky hat es aufgegeben; dafür kehrten Meinhard und Bernauer, von denen er das Haus vor ein paar Jahren gepachtet hatte, wieder selbst aktiv zurück: sie spielten nicht mehr Zwischenpächter, sondern wieder selbst Theater, wie es sich gehört. Die Zeit repariert alles. Zur Eröffnung des Hauses hatten die beiden ein amerikanisches Stück gewählt— ein dreiaktiges Lustspiel von Paul Osborne:„Ich weiß etwas, was Du nicht weißt.“ Der Titel ist falsch, obwohl man zugeben muß, daß es nicht ganz leicht ist, den richtigen zu finden. Er deckt nur eine Episode; das Wort, das den Gesamtinhalt faßt, ist schwer zu treffen. wünschen erst Erfahrungen mit anderen zu machen. Die Maid greift nach dem ehemaligen entfernten Bekannten der Mutter, der Jüngling nach der Schwester der Diese selbst bekommt einen Rückfall in ihre Die Komödie gibt nämlich im wesentlichen Parallelen. In das Haus eines älteren Ehepaares kommt erstens ein illegitimes Paar: sie Schwester der Hausfrau, er ein ehemaliger entfernter Bekannter von ihr. Zweitens erscheint die Tochter des Hauses— mit einem jungen Studenten, den sie ebenfalls liebt. Die jungen Leute sind, wie das so in der vorigen Generation üblich war, mißtrauisch gegen ihre ersten großen Gefühle, Hausfrau. Diese, selost berommt einen Kuafan in ihle verschollenen Gefühle zu dem ehemaligen Bekannten ihrer Jugend, weil sie ihn in ihrer Schußligkeit mit einem andern, der ähnlich heißt, verwechselt. Wirrwarr, Parallelen, beinahe Komplikationen— am Ende löst sich alles vernünftig und sinngemäß: die Jungen ziehen vereint von dannen— die älteren bleiben vernunftig zusammen. Das zieht primitiv, manchmal ganz ulkig, manchmal töricht und ein bißchen grob vorüber. Für die beiden ersten Akte trug das Spiel von Frau Valetti, die die Mutter machte, die Geschichte: dann versackte sie ein bißchen. Fräulein Vihrog, die die Maid, und Herr von Biel, der den Jüngling spielte, taten ihr Bestes, ebenso Herr Stahl=Nachbaur und Frau Bahn als das befreundete Paar: den Abfall des letzten Akts vermochten sie auch nicht aufzuhalten. Valentin Katajews Lustspiel„Der letzte Equipagew“ gehört wenigstens zu den unterhaltsamen seiner Stücke, nicht zu den lehrhaft=langweiligen. Er ist anspruchslos wie fast alles aus der russischen Literatur, was heute zu uns kommt, Volksliteratur im billigen, nicht im guten Sinne. Zugleich ist es leider ein bißchen gewöhnlich— nämlich Hohn über den überwundenen Feind.(Oder sollte er doch immer noch nicht überwunden sein, also daß man ihn doch noch verhöhnen muß?). Der letzte Equipagew, der dem Stück den Titel gab, ist ein Bourgeois, ein Intelligenzler— wenigstens wird er so genannt. In Wirklichkeit ist er ein Nachkomme Oblomows, ein fauler, unwissender Schmarotzer, eine Bürgerkarikatur, wie sie in der Literatur des heutigen Rußlands obligatorisch ist. Ihm steht schneeweiß und tugendhaft und in der üblichen penetranten Tüchtigkeit die sozialistische russische Welt Engel und liehe### seiner Töchter, von denen die eine den schrecklich braven Jungkommunisten Gulasch mit den ebenso braven Eltern heiratet, die andere einen Bürgerlichen, der natürlich nichts taugt und am Ende mit Recht hinausgeworfen wird. Der Sohn ist auch widerlich tüchtig und schlicht und seine brave Straßenbahnerin Schura desgleichen: Die sozialistische Welt dieses Stückes begeht das schlimmste theatralische Verbrechen, das man ben ka gehen kann: sie ist— langweilig. Die Aufführung im Lessingtheater war zum Teil ganz nett, zum Teil so primitiv, wie man jetzt überall anfängt, in Berlin Theater zu spielen. Herr Homolka machte den alten Equipagew, der eigentlich eine Pallenbergrolle ist, ganz amüsant, ebenso Fräulein Ullrich die Schaffnerin Schura; die übrigen kamen über Umrisse und Andeutungen nicht hinaus. Freundlicher Beifall,— von der Claque laut unterstützt. gegenüber, lauter Cngrr und tiebe Teule und von einer grauenhaften Langeweite. An Equipagew, dem alten Schwätzer, ist auch nichts dran: Er ist trotzdem noch der Unterhaltsamste gegenüber der jüngeren Generation Das Deutsche Theater brachte nach der diesjährigen Kleistpreisverteilung den einen der beiden Preisträger, Carl Zuckmayers: den deutsch dichtenden Ungarn Oedon von Horvath mit seinem Volksstück„Geschichten aus dem Wiener Wald“ Man könnte mit einer Variante eines alten Witzwortes sagen: Der hübscheste Zug an dem Ungarn Horvath ist die Tatsache, daß er wenigstens nicht in seiner Muttersprache dichtet, sondern dazu ein fremdes Idiom mißbraucht. Leider ist das Idiom unsere geliebte deutsche Muttersprache— und es ist kein hübscher Zug von Carl Zuckmayer, daß er ihn durch Kleistpreise in diesem rohen Beginnen unterstützt. Das hat Deutschland nicht um ihn verdient. Im Ernst: Diese Komödie von Horvath ist so ziemlich das Dümmste von allem, was bisher den Kleistpreis bekommen hat. Der Verfasser hat ein„Volksstück" geschrieben, ohne eine Ahnung von Volk zu haben.— Seine Unkenntnis ersetzt er durch Roheit, eine sicher treffende Taktlosigkeit; die dünne Blutlosigkeit der Gestalten versucht er durch lauter peinliche Einzelheiten, Ohrfeigen, Schimpfen, Grobheiten zu ersetzen, ohne daß etwas anderes entsteht als eine Komödie, über die man lacht, wo man ernst sein soll, und traurig wird, wo man lachen soll. Der Kleistpreis hat hier ein Tiefenniveau erreicht wie nie zuvor. menmarkt seit, der Vorkriegszeit Kassenstück— noe, der alten Hutsenschee. Hnsgrnckrung.#ht hui Ganzen eine neue Einstudierung unter Leopold Die Aufführung war in vieler Beziehung gegeben. Die Aufsühtung wur in interessant, weil sie zeigte, wie viel an Beziehung dem Werk dieser Zeit inzwischen verlorengeganger Der Inhalt der Komödie ist schwer wiederzugeben, weil er aus lauter kleinen kurzen Szenen ohne Atem sich mit zun Anzeiger u. EKamerad Drei Kn Ein Beispiel v T eilalge ge nit Kohlengewini rach aus der Fir sohle herein und der Weg nach obe Peg im Streb nac Bömelburg hatten senutzen, sie wollt Stich lassen, der n sestgeklemmt war u ich mit ihren Rü und erreichten dad se sich befanden, n Bis zu de geht nach dem Verlobungsfest im Wiener Wald einem anderen durch, bekommt ein Kind, es geht i sehr schlecht, sie sinkt bis zu Aktszenen im Varleie.— Dann kommt die große Versöhnung, und sie nimstz zumal das Kind gestorben ist, ihren Fleischer und wi glücklich. Die ganze Sache hat die dünne Literatut wirklichkeit der undichterischen Menschen. Es stimm nichts zu der Realität, die dargestellt wird,— es gen nichts vor, es wird nur kindlich und ungeschickt anen andergebaut, also daß man zuletzt sich nur noch schüttel vor Lachen und sich sagt, daß einer selbst ganz braug bare Stücke schreiben kann und doch nicht das mindest von Stücken anderer zu verstehen braucht... Wie wenig das Deutsche Theater an das### glaubte, zeigt die Tatsache, daß man für diese führung einen Haufen großer Schauspieler einges hatte. Trotzdem kam der richtige Eindruck so gut? aus, daß am Schluß heftig gepfiffen wurde. Peer Gynt ist im Schauspielhaus am Gen menmarkt seit der Vorkriegszeit Kassenstück— alten Hülsenschen Inszenierung Jetzt hat man den hielten sie vier Stu Aurch die immer ihre Kräfte immer ungsmangschaft:: sucht worden, die Gegen 10 Uhr al s daß die Festsit hielten. Sie warei betriebsführer Se der nachstürzenden Leffnung von 50 er bei ihnen n Betriebsführer Skohlen zurück. In sermann, Fal und Wegge in Ausbaumaterial n den konnte. Auf Leute, auch Peln velche Verletzunge gen. Sie sind am Der Kameradse wie in keinem ar fraven Knappen! Strenge Kälte en kündigen eine Eis, aber wenig gropheten haben Speisung der ländischen F Bochum in Verb geführten Speisur haus Stahlhausen Sedanstraße 6, un straße 61, insgesa gegeben. Winterhilfe Knappschaftsbeam von etwa 700 9 Beitrag für die A BelegschaftsveNachdem im Mi 64 Mann vermeh 98 Arbeiter von zum Feiern gezt können. Man rei nehr Leute wiede Vassereinbruch be zur Zeit stehen et Man könnte so sagen: am meisten Beziehung 5½%# Stimmung der Dichtung hatte der Bühnenmaler, i, par Neher, der ein paar ausgezeichnete Bühnene geschaffen hatte.. g gl.mwelt bes Früsck Herrn Jessner liegt die Prootem.:::„„in geales, Ibsen offenbar ziemlich fern: Er trifft eistizliche überließ aber schließlich die Sorge für das Unwi der Musik Griegs und hält sich an der zweitegthsen des Stückes schadlos. Sobald das begriffliche Pr die Diskussion zu dem„Sei ganz Du selbst“ Dir selbst genug“ sichtbar einsetzt, fühlte sein Reale mus sich wohler— während der Schluß wiefgtgrg, sank.— Den Peer Gynt spielte wieder Herr.; gam. der die Rolle schon in der Volksbühne gebrach zoc Mit dem jungen Peer Gynt ist es nichts mehr, den alten Peer Gynt machte er ausgezeichnet.sga# war das junge Fräulein Berta Drews. Mutter machte sehr schön Frau Elsa Wagner. Herbofg#g gut Frau Koppenhoefer als die Tochter des Alten, wie denn überhaupt die Troll=Szene Mit g traumhast grünlicher. Toder Peszakt wae seche feralst hachts ), 2. Dezember. liegeniden Numme sbankpräsident v. . Ueber das Be. Krankenhaus in pen gebrochen gen vor. Das Beend. 4464 Belgien I, 2. Dezember. Mecheln stießen her sind fünf Tote orden. .Bellage zum Bochumer anzeiger u. Gen. Anzeiger Bothumer Nachrichten Nr. 283 38. Jahrgang Donnerstag, 3. Dezember 1931 Kameradentreue in der Grube Drei Knappen dem Tode entrissen. Ein Beispiel von großem Opfermut und Kameradshaftssinn gaben, wie wir schon in Nr. 275 kurz mittilten, Belegschaftsmitglieder der Zeche„Dannenbaum“. in Freitag, 20. November, in der Mittagschicht waren sie Hauer Breil, Bömelburg und Pelmer it Kohlengewinnungsarbeiten beschäftigt. Plötzlich srach aus der Firste über den arbeitenden Leuten die shalt## gohle herein und drohte, die Arbeiter zu verschütten. Shaushun de Weg nach oben war abgeschnitten, es blieb nur der .#####eg im Streb nach der unteren Strecke frei, Breil und #imelburg hatten die Möglichkeit, diesen Fluchtweg zu sie wollten jedoch ihren Kameraden nicht im lassen, der mit einem Bein an einem Holzstempel sestgeklemmt war und nicht flüchten konnte. Sie stemmten ic mit ihren Rücken gegen die hereinbrechende Kohle erreichten dadurch, daß der geringe Raum, in dem #se sich befanden, nicht gänzlich zugeschüttet wurde. Bis zu den Hüften in Kohlen stehend, sie vier Stunden lang dem Druck der Kohle stand. durch die immer schlechter werdende Luft erlahmten hhre Kräfte immer mehr. Inzwischen war von den Retungsmannschafte.: von der unteren Strecke aus versucht worden, die Kohlen aus dem Streb abzuziehen. begen 10 Uhr abends hatte diese Maßnahme Erfolg, s daß die Festsitzenden wieder etwas frische Luft ersielten. Sie waren jedoch am Ende ihrer Kräfte, als Betriebsführer Schnadt zur Unfallstelle kam und trotz der nachstürzenden Kohle in den Streb durch eine enge Leffnung von 50 Zentimeter zu den Leuten kletterte. As er bei ihnen war, brachen erneut Kohlen herein und Betriebsführer Schnadt hielt mit seinem Rücken die sohlen zurück. Inzwischen waren der Obersteiger Wesermann, Fahrsteiger Bock, Steiger Pappert und Wegge in dem Streb hochgeklettert und brachten Ausbaumaterial mit, mit dem die Kohle gehalten werden konnte. Auf diese Weise wurden die festsitzenden Leute, auch Pelmer, aus ihrer Lage befreit. Irgend welche Verletzungen haben sich die Leute nicht zugezogen. Sie sind am anderen Tage wieder angefahren. Der Kameradschaftssinn, der gerade unter Bergleuten wie in keinem anderen Beruf vorhanden ist, hat drei fraven Knappen das Leben gerettet. (Eig. Drahtber.) st man gegenwärtig atshaushalt beschöf. m Januar des konelegt werden. In gegenwärtig nur schwer herausPrüfung der Posten berhaupt noch eine ge vertragen. ausgaben soll, wie Reichsmark ergeben. Volen geworder u, 2. Dezember. politischen Prozeß räsident des OberZeuge vernommen. Verfassungseworden, seien glcher Verfallige öffnen und Schlee über die Selbstvon Handelsverinnung von Min. auen ausgesprocher izeminister, Präseiner Aussagen die Obmann des Regie dräsident Slawe### 55. in Volen b# nicht deshalb, weil s anhänge, sonder Opposition niederche Konflikt Knappschaftskrankenhaus Bochum-Langendreer in neuer Gestalt 8772 FIT W K Strenge Kälte im Dezember? Die Wettergelehren kündigen einen strengen Dezember mit Kälte und Eis, aber wenig Schnee an.— Abwarten, Wettergropheten haben sich schon oft geirrt! 8, 2. Dezember. Speisung der Notleidenden. Bei den vom Vateren des Völkerbund=##ändischen Frauenverein vom Roten Kreuz hinesischen Konfli##### Bochum in Verbindung mit Bochumer Firmen durchhinesischen Konflits getreten. Die Joundsätzlich für die en Zone seien, sich Is unvorhergesehene weiteres in die neuus vorzurücken, und r Heranziehung neujedoch bereit, sofort erbundrat in Kenntehen unbedingt auf rbunds für die englischen on, 2. Dezember. aus die Aussprache Macdonald beeiten des indischen stark entwickelt hätse Andeutungen gezu gewähren, wenn t selbst zu übernehkeine Bürgschaften g nur Pläne, ern. ing der Verfassung, m Januar nach Interpräsident, die kridie englische Regregenüberstand, schon ehen können, würdeet ischen Konferenz in nicht gegeben haben. seiner Indienpolgeführten Speisungen wurden im Novemher im Kost#aus Stahlhausen, Baarestraße 1, in der Krankenküche, Sedanstraße 6, und in der Riemker Ziegelei, Meesmannstraße 61, insgesamt 19 352 Portionen Mittagessen ausgegeben. Winterhilfe der Knappschaftsbeamten. Auch die Knappschaftsbeamten haben sich in einer Versammlung von etwa 700 Beamten entschlossen, monatlich einen beitrag für die Winterhilfe zu opfern. Belegschaftsvermehrung auf der Zeche„Engelsburg". Nachdem im Monat November die Belegschaft um 64 Mann vermehrt werden konnte, haben jetzt weitere 98 Arbeiter von den durch den Wassereinbruch im März zum Feiern gezwungenen Knappen eingestellt werden können. Man rechnet damit, daß in diesem Monat noch nehr Leute wieder angelegt werden können. Vor dem Vassereinbruch beschäftigte die Zeche rund 1900 Mann; zur Zeit stehen etwa 1050 wieder in Arbeit. Im Osten Langendreers, in der Nähe größeren Waldbestandes, liegt in schöner, gesunder Lage das Knappschaftskrankenhaus Bochum=Langendreer; mit ihm verbunden ist das Mutterhaus der westfälischen Schwesternschaft vom Roten Kreuz. Sowohl das Krankenhaus wie das Mutterhaus wurden im Jahre 1909 auf einem 48 Morgen großen Gelände errichtet, von dem Gelände sind 11½ Morgen Wald. Das Krankenhaus ging im Jahre 1919 aus dem Besitz der Gemeinde in den der Ruhrknappschaft über. Im Laufe der Zeit wurde es vergrößert und ausgebaut. Unter der Leitung des Sanitätsrats Dr. Friedemann erlangte es einen Ruf weithin über die Grenzen der engeren Heimat. Ein schwerer Schlag traf die Anstalt, als am 31. Mai 1931 ein verheerender Brand das Dachgeschoß des Hauptgebäudes zerstörte und in den übrigen Stockwerken großen Schaden anrichtete. Die Aufräumungsarbeiten gestalteten sich sehr schwierig. Der Wiederaufbau wurde gleichzeitig zum Anlaß umfangreicher Neuerungen und Verbesserungen. Nach den Plänen des Knappschafts=Baubüros, unter Leitung des Magistratsbaurats Uhlig, erhielt das Hauptgebäude dadurch, daß man das Dachgeschoß nicht wieder in der alten Art aufbaute, eine moderne Linie. In seiner horizontalen Gliederung mit den hervortretenden Seitenflügeln und dem Portalbau als Dominante bewahrt es den Eindruck der Geschlossenheit und der Betonung des Zweckmäßigen. Auch die Anfahrt wurde verbessert. Im Innern ist alles einfach, aber gediegen ausgestattet. Das Knappschaftskrankenhaus verfügt über rund 400 Betten, davon 100 in dem als Innere Station dienenden früheren Lungenkrankenhaus mit zwei Isolierstationen, während 300 auf das Hauptgebäude entfallen, das die chirurgischen Abteilungen enthält. Im 2. Obergeschoß ist die chirurgischgynäkologische Frauen= und Entbindungsstation, daneben in einem der Flügel die Privatstation. Im 1. Obergeschoß befindet sich die Magenstation und die Station für chirurgisch kranke Männer; im Erdgeschoß die septische Station und die Abteilung für leichtkranke Männer. Neben dem Haupteingang liegen die Verwaltungsräume. Im Kellergeschoß ist die Wäscherei, Büglerei, die Heizung, die Bäderabteilung untergebracht. Diese wurde erweitert durch die medizinischen Spezialbäder(elektrisches Bad, Heißluftbad usw.), angegliedert ist die Turnhalle mit orthopädischen Zwecken dienenden Geräten. Da das Krankenhaus auch der Ausbildung von Schwestern des Mutterhauses dient, befindet sich im Hauptgebäude ein großer Vortragssaal, der auch zu Gottesdiensten benutzt wird. An der einen Seite schließt sich an den Vortragssaal die alte Bibliothek und der Raum mit dem Projektionsapparat. Nach Norden gliedern sich an das Büro des Chefarztes, dessen Zimmer, das Untersuchungszimmer und die Röntgenstation. Diese ist mit drei Röntgenapparaten modernster Art, Höhensonne und Diathermieapparaten ausgestattet; die in Kemper=Lorey=Steinen aufgeführten Wände zwischen Strahlen=(Höhen= und Tiefenflächen=)Therapieraum und Bedienungsraum bewahren das bedienende Personal vor etwaigen Schäden. In dem Raum für Diagnostik werden täglich 40 bis 50 Personen untersucht. Ein besonderes Zimmer dient für Magen= und Darmschleimhaut=Reliefaufnahmen. Die Filme werden ein Jahr in feuersicherem Eisenschrank aufbewahrt und dann in einem abseits gelegenen Gebäude aufgehoben. Apotheke, Laboratorien für verschiedene Zwecke reihen sich an. Die Operationssäle sind ganz neu hergerichtet, mit Zeißlampe und modernem Operationstisch versehen. Ein Raum für Bespiegelungen schließt sich an. Der Weihnachtsbaum ist da ald mit zeht ir iets.— nimmt, nd wird iteratur stimmt es gehi aneinschüttell Stück Aufgeseh den landes den Fichten= und Tannenwäldern des Sauerebirgegd Harzes, des Erzgebirges und des Fichtel5's, des Riesengebirges und des Böhmerwaldes, ##r warzwald und in Südbayern klingt die Axt. zachif: Pferdegespanne rollen die grüne, weihSchienans„Last aus stillen Waldgegenden zu den trr strangen der Eisenbahn. Auf hohen Waggons zunen sich Tausende und aber Tausende von Tannen 0 Fichten, um den Weg in waldarme Gegenden, in boge und kleine Städte zu nehmen. shesten Weihnachtsbaum ist eine der schönsten, urdeutrf Sitten, wenn auch in seiner heutigen Form tudzind,u enigen Jahrhunderten im deutschen Volkswurzelnd. Erst aus dem 17. Jahrhundert in feinge dürgte Nachrichten über den Weihnachtsbaum sia ngr heutigen Form vor, während der Brauch an auf die alte indogermanische Sitte zurückgeführt hgen" den Hauptfesttagen des Jahres das Haus am“ außen mit grünen, mit blühenden oder ge##cten Bäumen, Zweigen und Kränzen zu Stucken. Wer kann sich vorstellen, kann abschätzen, auf wie vielen Weihnachtsbäumen am Heiligen Abend in deutschen Landen die Kerzen aufflammen werden? Der November ist kaum beendet, der Dezember kaum begonnen und schon treffen die vielen Waggons und Lastautomobile mit dem Baum des Weihnachtsfestes ein. Auch in Bochum hat seit einigen Tagen die Anfuhr begonnen. In kurzer Zeit werden auf dem Wilhelmsplatze, auf dem Alten Markt und an vielen anderen Stellen der Stadt die Stände mit Christbäumen erstehen. Werden Mütter und Väter mit Liebe und Sorgfalt ihr Bäumchen aussuchen. Werden, wie üblich, kleine Bochumer Jungens diensteifrig zur Stelle sein, um die Bäumchen nach Hause zu tragen und so selbst ein paar Groschen zu verdienen, um vielleicht selbst einen Weihnachtsbaum dafür zu kaufen. Und wenn das Bäumchen noch so klein ist: das deutsche Heim sehnt sich nach dem Weihnachtsbaum, um den sich die Familie am Heiligen Abend zu stimmungsvoller Feier versammelt. Die Krankenzimmer liegen alle nach Süden. Nach allen Seiten sind Balkone, Veranden und Terrassen vorgebaut. Neben großen Sälen sind viele kleinere Zimmer für Schwerkranke eingerichtet. Helle Tagesräume bieten angenehmen Aufenthalt. Die Zimmer für Aerzte und Schwestern sind nett und wohnlich ausgestattet. So stellt sich das Knappschaftskrankenhaus in seiner neuen Gestalt als eine mit allen Errungenschaften der Neuzeit versehene Heilanstalt dar. An der Anstalt wirken zwölf Aerzte: drei für die innere Abteilung, zwei für die Röntgenabteilung, sieben für die chirurgische Abteilung. Etwa 40 Schwestern stehen ihnen zur Seite. Bis Weihnachten sollen alle Arbeiten beendet sein, die Frauenstation soll schon in zwei Wochen ihrer Bestimmung übergeben werden. Die die Anstalt umgebenden großen Gartenanlagen werden instandgesetzt. Die Bauausführung liegt in Händen der Firma Fr. Müller.=G. in Bochum. Die Installationsarbeiten führte die Firma Döhmann& Schmidt in Bochum aus, die Dachdeckerarbeiten Gerke in Bochum, die Heizungsanlagen Gerstein in Bochum, die Stuckarbeiten Schröder, Bochum=Langendreer, die Anstreicherarbeiten Pehres, Bochum=Langendreer. So ist das Knappschaftskrankenhaus wieder auferstanden als ein Phönix aus der Asche, verjüngt, vergrößert, verbessert, für seine Aufgaben aufs beste ausgerüstet zum Segen der Kranken, die hier Heilung suchen. ap. Die Wilnlerhnse in Bochaum ardener Verteilung von Kleidungsstücken durch die Christliche Arbeiterhilfe. Der Ruf„Wir wollen helfen!“ ist in Bochum nicht ungehört verhallt. Fleißige Sammler der verschiedensten anerkannten Organisationen sind von Straße zu Straße, von Haus zu Haus gewandert, haben Gaben erbeten und bekommen, haben Kleider und Wäsche, Schuhe und Lebensmittel, auch bares Geld gesammelt. Hunderten von armen Familien ist durch diese Liebestätigkeit schon Hilfe geworden, weiteren Bedürftigen wird im Verlauf des Winters, zu Weihnachten und auch später, Hilfe in der Not kommen. Eine große Verteilung von gesammelten Kleidungsstücken führte am Mittwoch vom frühen Morgen bis zum späten Nachmittag die Christliche Arbeiterhilfe im Volkshaus am Moltkeplatz durch. Nachdem sie durch ihre Sammler in sechs Wochen der Sammeltätigkeit 5000 bis 6000 Kleidungsstücke, fast 2000 Mark bares Geld und viele Lebensmittel gesammelt hatte, waren am Mittwoch etwa 300 besonders Bedürftige eingeladen worden, um Kleidungsstücke zu empfangen. Bergeweise, auf langen Tischen lagerten Männer= und Frauenkleider, Kinderkleider Wäsche und Jäckchen und Schuhe. In Verbindung mit dem Wohlfahrtsamt, den karitativen und konfessionellen Organisationen beider Richtungen werden die Listen der Bedürftigen zusammengestellt und auch geprüft, um schnell und auch an der rechten Stelle Hilfe bringen zu können. Beschädigte Kleidungsstücke und Wäsche wurden in der Berufsschule zum Teil durch erwerbslose Näherinnen ausgebessert und instand gesetzt. Bei vielen Gaben war diese Arbeit wegen des guten Zustandes der einzelnen Stücke auch gar nicht notwendig. Bargeld kommt im Prinzip zur Verteilung. Es wird nur in äußersten Fällen zur Behebung schwierigster Notlage eingesetzt. Die Lebensmittel, soweit sie nicht in Gefahr des Verderbens kommen, werden gesammelt, denn Weihnachten gilt es, tausend Familien Liebespakete ins Haus zu schicken, deren Inhalt noch durch Zukaufen von Tabak und Kleinigkeiten für die Kinder ergänzt wird. Inzwischen wird weiter geworben und gesammelt. denn viele tausend weitere Bedürftige stehen noch auf den Listen, sollen ebenfalls noch bedacht werden. So wird die Christliche Arbeiterhilfe auch am Sonntag abend zugunsten ihres Hilfswerkes im Parkhaus ein Wohltätigkeitskonzert veranstalten, anläßlich dessen auch Minister Dr. h. c. Hirtsiefer in Bochum sprechen wird. Der beleidigte Reichsfinanzminister Wie wen gehl dus Necht eines Radiverdroneten! Eine politische Frage vor dem Erweiterlen Schöffengericht Sprung in die politische Arena Vor dem Erweiterten Schöffengericht stand am Mittwoch der Zechenbeamte., für die Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei der einzige Vertreter in der Stadtverordnetenversammlung von Wattenscheid. Er soll bei der Beratung des Haushaltsplanes in der Sitzung am 7. Mai den ehemaligen Reichsfinanzminister Dr. Hilferding beleidigt haben. Die Sache hatte folgenden Hintergrund: Oberbür= germeister Dr. Ueberhorst hatte bittere Klage darüber geführt, daß die Stadt Wattenscheid bei den Rücküberweisungen der Steuern seit langem verhältnismäßig viel schlechter weggekommen sei als benachbarte Großstädte. Das gab dem nationalsozialistischen Redner Veranlassung, einen zu tun. Eine gute Kommunalpolitik sei abhängig von einer guten Reichspolitik. Wie es aber damit aussehe, zeige das Beispiel Hilferding. Der Zigarettenfirma Reemtsma seien vom Finanzministerium unter Hilferding 29 Millionen Reichsmark Steuerbeträge(Banderolensteuer) in eine Darlehnsschuld umgewandelt worden, wofür zum Danke sich Herr Hilferding habe einen schönen einträglichen Aufsichtsratsposten geben lassen mit 120 000 Reichsmark Tantiemen. Der Stadtverordnete H. empfahl daher daß Dr. Ueberhorst in Berlin den Dingen einmal näher nachgehen möge. Die Gemeinden würden gezwungen, die kleinen Handwerker und Kaufleute mit steuerlichen Daumschrauben zu zwingen. Das Reich aber verschenke ungezählte Millionen an die großen Truste wie Reemtsma und Batschari, dagegen sei schärfster Protest am Platze. Als der Redner also von Hilferding sprach, rief ihm der sozialdemokratische Stadtverordnete Werner zu, daß diese Behauptungen Lügen seien. Er werde dem Redner Gelegenheit geben, sich deshalb vor Gericht zu verantworten. Darauf schwang der Redner ein Zeitungsblatt und erklärte ironisch, über diese Dinge sei nicht so leicht hinwegzukommen. SPD. heiße jetzt:„Sauberste Partei Deutschlands“.— Das war der Vorfall vom 7. Mai, der nachher die sozialdemokratische Gruppe in Wattenscheid veranlaßte, dem Vertreter der NSDAP. ein Strafverfahren zu bereiten. Bevor die Verhandlung begann, befragte der Verteidiger des Angeklagten die beiden Laienbeisitzer, ob einer von ihnen der SPD. angehöre, in diesem Falle würde er sie als befangen ablehnen. Da die Frage verneint wurde, konnte die Verhandlung Der Angeklagte machte geltend, daß er sich auf die Zeitungsmeldungen gestützt und sie für wahr gehalten habe. Der Angeklagte erklärte weiter, er müsse eigentlich auch die Zeugen aus dem sozialistischen und dem lager ahle'nen da sie ihm gegenüber nicht nach der Geschäftsordnung nicht geduldet habe, darauf sei der Redner auf das Steuerthema eingegangen und habe sich, ohne vorzulesen, auf die betreffende Zeitschrift bezogen. Auf besonderes Befragen des Verteidigers gibt der Oberbürgermeister zu, daß der Angeklagte bisher noch niemals gegen irgend jemand persönlich in der Stadtverordnetensitzung vorgegangen sei, der Stadtverordnete H. sei immer sachlich und ruhig, wenn auch manchmal scharf vorgegangen. Die Zeugenvernehmung ergab nichts Wesentliches. ich auch die Zeugen aus dem sozialistischen... Zentrumslager ablehnen, va sie ihm gegenuber nicht .:„):„nommenheit besäßen Er als einDer Angeklagte und sein Verteidiger beriefen sich auf die Pflicht zur Wahrung berechtigter Interessen, aus der heraus der Angeklagte freigesprochen werden müsse. Zudem sei eine beleidigende Absicht nicht erkennbar, viel weniger nachzuweisen. Während der Staatsanwalt 300 Reichsmark Geldbuße beantragte, ließ es das Gericht unter Ablehnung des§ 193 bei 200 Reichsmark Geldbuße bewenden. Es nahm an, daß der Angeklagte weniger berechtigte Interessen verfocht, als vielmehr den Ritt in die große Politik. aus dem Grunde unternahm, um den politischen Gegner persönlich zu treffen. Die Behauptungen waren nicht erweislich wahr und enthielten eine starke Herabsetzung des ehemaligen Reichsministers. die nötige Unvoreingenommenheit besagzen. Er als einziger Nationalsozialist habe im Stadtverordnetenparlament Wattenscheid einen ganz besonders schweren Stand und fühle sich von allen Seiter her angegriffen. Es wurde die Aussage Hilferdings verlesen, die der ehemalige Reichsfinanzminister in Berlin am 12. November kommissarisch gemacht hat. Es drohte die Stillegung der süddeutschen Zigarettenfabrikation, wogegen sich die badische Regierung beim Reiche wehrte. Um die Stillegung zu verhindern, habe man die aufgelaufene Steuerschuld in einen Kredit umgewandelt. Es sei das ein Verzicht auf Beitreibung gewesen, die ohnehin zu keinem positiven Ziele geführt haben würde. Er, der Zeuge, habe die Verhandlungen mit dem Reemtsma=Konzern nicht geführt und auch niemals aus dieser Gesellschaft einen Pfennig bezogen. Oberbürgermeister Dr. Ueberhorst erklärte als Zeuge, daß er nicht den Eindruck gehabt habe, als ob es dem Redner darauf angekommen sei, dem Minister persönlich eins auszuwischen. Der Redner habe die Zeitung in der Hand gehalten, habe zuerst einen Artikel gegen das Zentrum verlesen wollen, was er(der Zeuge) scheint es, als ob die Gerichtsakten zum Fall Hilferding — Reemtsma sich noch weiter häufen sollen. Der Angeklagte selbst wandte sich gegen seine Verurteilung mit der Erklärung, daß er im Falle seiner Verurteilung sein Mandat als Vertreter der Wattenscheider Bevölkerung gar nicht mehr auszuüben vermöchte, wenn das schon strafbar sein solle, was er getan habe. Stadlverordnelensitzung Ob der Verteidiger nun seine Andeutung wahr machen wird, in der zweiten Instanz eine Art Wahrheitsbeweis zu erbringen, muß abgewartet werden. Er habe den Auftrag zur Verteidigung erst am Dienstag empfangen. Jedenfalls Am Freitag, 11. Dezember, nachmittags 5 Uhr, findet im Stadtverordnetensitzungssaal des Rathauses eine Stadtverordnetensitzung statt. Auf der Tagesordnung stehen neben Wahlen und Berichten über Kassenprüfungen folgende Punkte: Geländeaustausch; Ausbau von Straßen für die Bergmannssiedlung an der Borchallee in.=Langendreer; Anträge der kommunistischen Stadtverordnetenfraktion betr. a) Stundung mit dem Ziel auf Niederschlagung der Gebühren für die Benutzung der Turnhallen, d) Einrichtung einer Stempelstelle in .=Werne, c) Einrichtung von Zahlstellen für Wohlfahrtserwerbslose in allen Stadtteilen, d) Maßnahme zur Liquidierung der Diphtherieerkrankungen in den Volksschulen, e) Uebernahme der reichsgesetzlichen Beitragszahlung bei Wohlfahrtsempfängern, k) arbeiter, g) Arzneikosten für Wohlfahrtsempfänger, h) Weihnachtsbeihilfe(Hauptunterstützungsempfänger 25 Reichsmark, Ehefrau 15 Reichsmark, jedes Kind 5 Reichsmark), i) Naturallieferung(Kartoffeln 1½ Zentner je Kopf, Kohlen 20 Zentner für jeden unterstützungsberechtigten Haushalt). Einbeumenpedzeg gegen öle Raolsocham Die Stadt hat den Prozeß gewonnen Liebe Kinder! Merkt Euch das: Dreimal werdet Ihr noch wach, Heißa, dann ist Niklaustag! Aber vorher der Samstag ist schon der letzte Llefertag für Euer Preisausschreiben. Vergeßt nicht, es geht um eine Theaterkarte zum„Aschenbrödel“ und bis zum Samstag hat alles da zu sein Im September 1923 wurde von der Stadtgemeinde! Bochum Dr. Karl Kr. als Lehrer an der Fachschule für Wirtschaft und Verwaltung auf Privatdienstvertrag mit vierwöchiger Kündigung auf unbestimmte Zeit angestellt. Ende 1928 wurde ihm zum nächsten Quartalsschluß gekündigt, nachdem ihm mitgeteilt worden war, daß seine Beschäftigung über das Ende des Schuljahres hinaus wegen der weiteren Verminderung der Zahl der Lehrgänge und der erforderlichen Einschränkung des Lehrkörpers nicht möglich sein würde. Dr. Kr. hielt die Kündigung für unzulässig und verlangte von der Stadt Bochum Weiterzahlung seines Gehalts. Der angerufene Bezirksausschuß in Arnsberg wies seine Forderung als unbegründet zurück. Nunmehr erhob er Klage gegen die Stadt Bochum, er begründete seinen Anspruch damit, die Fachschule für Wirtschaft und Verwaltung sei eine Schule im Sinne des Artikels 143 der Reichsverfassung, sie werde von einer öffentlichen Körperschaft getragen und sie sei jedermann zugänglich. Der Lehrpian und die staatliche Genehmigung sprächen ebenfalls dafür. In dieser„Schule“ sei er tätig gewesen und er habe mit seiner Tätigkeit die Rechte und Pflichten eines Staatsbeamten erworben. Staatsbeamte seien lebenslänglich angestellt und ihm habe daher nicht gekündigt werden dürfen.— Demgegenüber vertrat die Stadtgemeinde Bochum den Standpunkt, daß es sich nicht um eine Schule, sondern nur um„Fachkurse". gehandelt habe, die auf Veranlassung des Preußischen Ministeriums für Wohlfahrt eingerichtet worden seien. Die Bezeichnung„Schule“ sei nur um des äußeren Eindrucks willen gewählt worden. Lehrkräfte, Räumlichkeiten und Leiter seien der Märkischen Verwaltungsschule entlehnt worden. Die Fachschule stelle nur einen Versuch dar. Außerdem sei der Kläger deshalb nicht als Lehrer anzusehen, weil er nur fünf Wochenstunden erteilt habe.„. 82 Das Landgericht Bochum hatte der Klage stattgegeben, während das Oberlandesgericht in Hamm den Anspruch abgelehnt hatte. Die Ablehnung begründete das Oberlandesgericht damit, daß aus der Handhabung des Unterrichts hervorgehe, daß es sich nur um Kurse, gehandelt haben kann. Die es sich nur um Kurse, gehandelt, haben kann. Bedeutung einer öffentlichen Schule komme yier nicht in Frage und die Dienstleistung des Klägers sei nur Die„offenen Sonntage“ vor Weihnachten Die beiden letzten Sonntage vor Weihnachten, dee „silberne“ und der„goldene“ sind durch die Bochumer Polizeiverwaltung bereits im März dieses Jahres ala# Ausnahmesonntage zugelassen worden. Der Zulassung des„kupfernen“ Sonntags dagegen stand bisher ein Erlaß des Handelsministers im Wege. Die Regierungs,# präsidenten des Westens sind nun, wie bereits mitge, teilt, dem Wunsche des Handelsministers nach einer ein, heitlichen Regelung gefolgt und haben einheitlich der ., 13. und 20. Dezember freigegeben. In Bochumi die Verkaufszeit von 14 Uhr bis 19 Uhr. Be, dingung sind: a) Freizeit: Es ist darauf hinge, wiesen worden, daß es in den Einzelhandelsgeschäften üblich sei, den Angestellten zur Erledigung eigener Einkäufe wöchentlich eine gewisse Freizeit zu gewähren. Man hat darüber hinaus regierungsseitig die Forderung vertreten, daß den Angestellten, die am kupfernen Sonntag beschäftigt werden, ein halber Tag dienst, frei in ruhiger Geschäftszeit, und zwar bis zum 31. Januar 1932, zu bewilligen sei. Den Angestellten muß nach den offenen Sonntagen eine ununterbrochene Ruhepause von 12 Stunden gewährt werden. b) Mehr= und Frühereinstellung von Hilfskräften. Die Firmen fordern die kräfte bei ihrer Organisation, also bei der Vereinigten Kaufmannschaft, an. Diese stellte die Anforderung zu, sammen und gibt sie an das Arbeitsamt und die Nachweise der Gewerkschaften weiter. Eine Verpflichtung zur Einstellung der von den Arbeitsnachweisen präsentierten Arbeitskräfte besteht nicht. Desgleichen ist nicht vereinbart, daß eingearbeitete Hilfskräfte, deren Adressen die Firmen zu besitzen pflegen, nicht berücksichtigt werden sollen. Es soll aber möglichst von der Einstellung von Doppelverdienern abgesehen werden. Die Betriebsratswahlen beim Arbeitsamt Bochum, Die Betriebsvertretung beim Arbeitsamt Bochum wurde neugewählt. Die auf die einzelnen Vorschlagslisten entfallenden Stimmen geben ein Bild von der Kräfteverteilung auf die einzelnen Gewerkschaftsrichtungen. Es erhielten: Zentralverband der Angestellten(Freigewerkschaftlich) 70 Stimmen, 4 Sitze,(1930: 65 Stimmen, 4 Sitze), Deutscher Gewerkschaftsbund(Christlich) 24 Stimmen, 1 Sitz,(1930: 11 Stimmen, keinen Sitz), Komba=Reichsverband(Beamten=Organisation) 21 Stimmen, 1 Sitz,(1930: 25 Stimmen, 1 Sitz), Gewerkschaftsbund der Angestellten(Hirsch=Duncker) 12 Stimmen, keinen Sitz,(1930: 19 Stimmen, 1 Sitz), Für die gewerblichen Arbeiter war nur ein freigewerkschaftlicher Vorschlag eingereicht, der damit als gewählt gilt. (Weitere Lokalnachrichten auf Seite 11.) eine vorübergehende gewesen.„75.— gestguh Jah In der Revision machte der Klager gerreno, oaß das Oberlandesgericht offensichtlich das Wesen der Schule verkannt habe. Dem Kläger ist nicht gesagt worden, daß er nur vorübergehende Lehrtätigkeit ausüben solle. Würde man ihm gesagt haben, daß er mit der Lehrtätigkeit nicht die Rechte eines Beamten erwerben würde, so hätte er die Berufung an die Schule nicht angenommen. Die beklagte Stadt Bochum bezog sich in ihrer Erwiderung auf das Urteil des Oberlandesgerichts, das in keiner Weise zu beanstanden sei. Auch des Reichsgericht hielt das Verlangen des Klägers für unbegründet und kam daher zu einer Zurückweisung der Revision.— Die Stadt Bochum hat alo den Aroich slatt gewonnen. Wohin gehen wir heute eiche auch Anzeigentel! innen und außen mit grünen, mit blühenden oder geOperettentheater: 20 Uhr: Im weißen Rößl. Plaza: 20 Uhr: Varieté. Lichtburg: Weekend im Paradies. Odeon: Die Leibeigenen. Skala=Lichtspiele: Eros in Ketten. Ufatheater: Sein Scheidungsgrund. Weltlichtspiele: 2 Herzen im ½ Takt. Avollotheater: Der Storch streikt. Bilderschau: 20 Uhr: Lustige Hygiene.„ Capitol: ab 16 Uhr: Schön ist die Manoverzeit. Café Industrie: Bunter Abend. — 13)„Copyright by K.& H. Greiser. Rastatt“ „Meinst du, Herr? Hat dir mein Anblick gesagt, daß Frieden und Freude meine Seele erhebt?“ Dabei sah er Peter prüfend an. „Nein, Herr! Meine Augen sehen, daß du in deinem Herzen traurig bist. Ich wünschte, ich wäre ein großer Arzt, daß ich den Schmerz in dir wandeln könnte zu leichter Freude.“ „Deine Worte klingen gut, Fürst aus Germanien! Ich liebe dein Land, wenn es meine Augen auch noch nicht sahen. Ich habe gehört von eurem heldenhaften Kampf gegen die halbe Welt. Wir lieben tapfere Menschen.“ „Ich danke dir, Ras von Tigre für deine guten Worte und will sie meinem Volke künden, daß sie in Dankbarkeit deiner gedenken.“ „Willst du mir nicht sagen, was dich nach Abessinien getrieben hat“;„„ „Ich will das Land kennen lernen!“ „So begehrst du keine Konzession zu erwerben?“ „Nein!“ entgegnete Peter ruhig. „Willst du nach Addis Abeba?“ „Ich hoffe, dem König der Könige meine Aufwartung zu machen!“„..„ Ainer.kand „Hat dich dein Kaiser in einer vesonoeren Mission geschickt!“, 5„Nein!" Es ist etwas anderes, Ras von Tigres! Es ist um ein Geheimnis, das ich ergründen will!" Ihre beiden Augen begegneten sich. „Verzeihe, Fürst von Tigre... noch muß ich Schweigen. „Suchst du einen Menschen in Tigre?“ Die Frage überraschte Peter. Dann sagte er langsam, den Ras nicht aus den Augen lassend:„Ja, ich suche den Menschen, den keiner sah, dessen Macht alle spürten.., den Menschen, dessen Haus keiner kennt! Ich weiß nicht, ob du mich verstehst?“ Der Ras war bleich geworden. In fahlem Grau spielte sein Gesicht. „Hast du eine Abrechnung mit ihm?“ „Vielleicht, Ras!“ Schweigen. Bis der Ras wieder begann:„Ich weiß, wen deine Worte meinen.“ „Ich glaube es, Ras von Tigre... und... verzeihe mir meine Kühnheit, aber... ich glaube, Fürst, du fürchtest den, den ich suche!" Der Ras zitterte. Er sah zur Seite, bemerkte, daß sich der Geheimschreiber an ihn heranschob. Er wandte das Gesicht ab. Aber unmerklich berührte er die Hand Peters und drückte sie. Peter hatte seltsamerweise in dem Augenblick das Gefühl, daß der Mann an seiner Seite Abejida genau so feindlich gegenüberstand, wie er. Der Geheimschreiber trat heran. „Hast du Befehle für mich, Herr!“ „Nein, widme dich den Gästen!" Der Ras sagte das in wegwerfendem Tone, etwa wie man sagt: „Schere dich fort!“ Der Geheimschreiber stand unschlüssig, dann aber bequemte er sich zurückzutreten. Als sie allein waren, nahm Peter das Gespräch wieder auf.,„. 5s. 15 fuche hemn f. Wenn du den liebst, den ich suche, vann sage mir ein Wort, Ras von Tigre, dann will ich daran denken, daß ich dein Gastfreund bin.“ „Ich hasse ihn!“ stieß der Ras leise hervor.„Ich glaube heute, daß mir Jesus Christus in dir einen Helfer gesandt hat. Herr, ich muß dich sprechen. Ich bin in einer Lage, wie der Fisch auf dem Lande. Willst du mir helfen?" „Mit allen Kräften, Ras von Tigre!" Der Ras sah ihn dankbar an. Dann fügle Peter hinzu. Kennst du das Haus des Mannes, den ich suche?“ „Ich kenne es nicht, noch weiß ich den Weg zu ihm. Keiner kennt es, nur das Eingangstor kann ich dir weisen!“ „Ist es weit von hier?“ „Es ist hier!“ Die Antwort überraschte Peter in höchstem Maße Daß er der Lösung so nahe war, das hatte er nicht erwartet. Hier im Königsschlosse war das Tor zu Abejidas Reich! Er beschloß, jetzt ganz vorsichtig zu sein: denn der Geheimschreiber warf dauernd neugierige Blicke voll Argwohn herüber. Er brachte daher das Gespräch auf gleichgültige Dinge, und der Ras ging darauf ein. Peter überlegte krampfhaft, wie er es ermöglichen könnte, den Ras einmal unbeobachtet zu sprechen. Hier im Palaste stieß er auf Schwierigkeiten. Plötzlich kam ihm ein Gedanke. Er mußte den Ras dafür gewinnen, einmal mit ihm eine Rundfahrt im Flugzeug zu machen. Da war man unbeobachtet und konnte sich aussprechen. „Hast du noch nie den Wunsch gehabt, über deinem Reiche hinzuschweben in dem schnellen Vogel, und die Schönheit deines Landes von oben zu schauen?“ Der Ras sah ihn dankbar an. Er hatte eben das Gleiche gedacht. „Ich würde es tun, gern, Herr, aber ich weiß nicht, ob ich dir soviel Güte zumuten darf.“ „Die Güte ist kleiner als ein Sandkorn! Es macht mich glücklich, dir Freude zu bereiten, und oben kann man sich unbehelligt aussprechen.“ Der Ras begriff und sah ihn lange an. Dann nickte er. „Morgen soll uns dein großer Vogel in die Lüfte tragen. Ich werde dich besuchen!" „Herr, ich warne dich!“, zischte er.„Du lebst von seiner Gnade! Ein Wort brauche ich sprechen und dein Weg hat sein Ende gefunden.„ Jetzt wandte sich der Ras ihm zu. Seine Augen funkelten und schienen aus ihren Höhlen hervorzutreten. Der Geheimschreiber wich zurück. Immer näher kam der Ras, kein Wort sprechend, die Hände vorgestreckt, als wolle er sie um dessen Hals legen. Bis vor den Vorhang im Hintergrunde. Da blieb der Ras stehen und klatschte in die Hände, zweimal kurz hintereinander. Der Vorhang wurde zur Seite geschoben und drei Gallas.. halb Neger, halb Araber... riesenhafte Kerle, nur spärlich bekleidet, traten mit plötzlichm Ruck vor und packten den Geheimschreiber. Er wollte einen Schrei ausstoßen, aber es war ihm nicht mehr möglich; denn eine mächtige schwarze Hand schloß ihm den Mund. Da wußte Mulascha, daß er verspielt hatte. „Bindet den Schurken!" befahl der Ras mit bebender Stimme.„Ihr meine einzigen Getreuen. Bringt ihn hinaus. Niemand darf euch sehen!" Die Gallas sagten kein Wort. Die Stricke hatten schon bereit gelegen und man band den schon halb Bewußtlosen, nachdem man ihn geknebelt hatte, und zog einen leinenen Sack über ihn. Dann verschwanden gsie.„„„„„ Keiner hinderte sie. Man sah wohl, daß sie eine Last trugen, aber das war nicht absonderlich; denn der Ras gab ihnen oft Aufträge. Nur die Soldaten unten im Hofe des Königsschlosses der alten Aethiopier wunderten sich und fragten. Aber der eine Galla legte die Hand auf den Mund. Nicht fragen! Befehl des Ras! Da wandten sie sich ab, ohne sich den Kopf zu zerbrechen, was das Bündel barg. Was geschah mit Mulaschaf.. Das wußte keiner! Er verschwand für ewige Zeiten. Die Galla blieben stumm. Der Abend war zu Ende. Der Ras hatte seine Gäste in liebenswürdiger Weise bis vors Tor geleitet und schritt dann, begleitet von dem Geheimschreiber und dem Zeremonienmeister, zurück in seine Gemächer. Der Zeremonienmeister zog sich zurück. Der Geheimschreiber fragte:„Herr, hast du noch Befehle?“ „Geh schlafen, Mulascha!“ Doch Mulascha trat näher an ihn heran. „Du hast lange mit dem Fremden aus Germanien gesprochen, Herr!“ „Was kümmerts dich, scher dich hinaus!“ Noch näher trat der Geheimschreiber heran. Der Ras lag die ganze Nacht über wach. Mulascha war unschädlich gemacht, der würde ihn nicht mehr quälen. Aber morgen würde man ahnen, was mit ihm geschehen war. Und die anderen, die um ihn mit Mulascha im Bunde waren, sie würden den, unter dessen Herrschaft er sich wand, verständigen. Dann war sein Schicksal entschieden. Sollte er noch die Nacht zu dem Fremden gehen, zu dem er so unbegrenztes Vertrauen in einigen Stunden gefaßt hatte, von dem er instinktiv Hilfe erwartete? Er überlegte hin und her. Verwarf den Gedanken wieder. Nein, man würde ihn erkennen. Das würde seine Feinde in diesem Palast aufwachen lassen und dann war vielleicht alles verloren. Vielleicht konnte man aber in dieser Nacht mit dem großen Vogel fliehen hin nach Addis Abeba und Ras Taffari, dem Kaiser, alles berichten, daß er eingriff in Tigre?, Je länger er nachdachte, um so mehr kam er zu dem Entschluß, bis zum Morgen zu warten und dann unverzüglich den Besuch zu erwidern. Er schlief ein. Plötzlich schreckte er von seinem Lager empor. Der Mond fiel voll in das Gemach und im Schein des Mondes stand eine Gestalt. Ras Dijam schrak zusammen. Jetzt war alles verloren. „Er“ war gekommen. .Beilage zur Anzeiger u. G Ein Ein würdiger alter Mann im vornehmen Kleide der Abessinier mit strengen, grausamen Augen stand vor ihm. „Hörst du mich, Ras?“ „Ich höre dich!“ „Wo ist mein Diener Mulascha?“ „In seinem Schlafraum, nehme ich an!“ „Er ist nicht im Palast! Du weißt, wo er ist!“ Der Ras riß sich zusammen. Er sah, wie die Augen des Alten sich förmlich an ihm festsaugten, als wollten sie ihm die Gedanken aus dem Kopfe ziehen. Ihn fröstelte. „Herr, laß deinen Diener auspeitschen! Gewiß ist! wieder die schwarze Galla, bei der er liegt! Du hast dir keinen guten Diener ausgesucht, Herr! Wer die Weiber liebt, wie er, ist für den Dienst nicht geeignet!“ Er sprach das in einem gleichgültigen Tone hin. Der Alte schwieg eine Weile, dann begann er wieder:„Gut, er soll die Carbatsche haben, wenn es die Wahrheit ist! Höre, Ras, du hattest heute Fremde in deinem Hause!" „Ja, es waren Fremde! Aber es ist nicht mein e „Vielleicht wird es doch für immer dein Haus, Rasl Das kommt auf dich an. Ich weiß treue Helfer zu schätzen!“ „Mein Haus wird bald ein Sarg sein!“ entgegnet der Ras bitter.„ 6 f. „Höre, Ras, du hast mit dem einen Fremden langt gesprochen! Was wollte er von dir?“ „Nichts und abermals nichts! Er hat mir von seiner Heimat erzählt und hat sich über Abessiniens Land bend ausgesprochen. Er will das Land kennen lernen. Er reist zu seinem Vergnügen. Der große Vogel bring sie in alle Länder Afrikas.“ „Höre, Ras, ich weiß... daß er mich sucht!“ „Mir hat er nichts gesagt, Herr!“ entgegnete det Ras gleichgültig. Ich könnte nicht erraten, warum dich sucht! Reicht deine Macht bis über das Meer' „Sie reicht hinüber durch meinen Sohn! Höre, Ras, ich will den Fremden kennen lernen!" „Besuche ihn, Herr! Oder willst du, daß ich in hierher zu Gaste bitte?“ „Nein Ras! Du kennst das Tor, das zu mir führt!“ „Ich kenne es!“„Du wirst ihn durch das Tet führen.“ Der Ras zitterte.„Herr, warum willst du verderbenk“.... g uer 41—5. „Wer sagt dir, daß ich iyn verderben will! Er kühn, vielleicht wird er mir Helfer. Höre Ras, sagst ihm, daß der Gang zu den Königsgräberg fühn; sage ihm, daß er ein Wunder schauen wird und bi er eingetreten ist, dann lasse ihn allein gehen. Lat.;, durch einen Diener abrufen, daß du ihn nicht begleite kannst." Der Ras lächelte höhnisch auf...., 4 „Herr, er ist kein Kind; wenn er dich sucht, oan wird er äußerste Vorsicht walten lassen.“ „Versuche es! Es muß dir gelingen!" Der Alte verließ das Zimmer. Langsam erhob sich der Ras vom Lager. Er trat hinaus in den Wohnraum. Er war ler.. 566 I 6. 50 Zum Fenster trat er dann und suh in die Nacht. Die Fenster des Hotels waren noch erleuchtt, sonst war alles dunkel. Ganz Aksum schlief. Er sah nach der Uhr! Es war die vierte Morgenstunde. Er schlief nicht mehr. Er wartete Stunve Wie etwa ein pen abschreitet, Kenterton an den sich vor der Wan stellt haben.“ Er asistenten, kunstle unzähligen Typen Züge derer trager als Statisterie v Aber diese kec Larven schwinden Regisseur vorbei beachtet zu haben Episodendarsteller der dann von eine gierten kommandi Aber plötzlich stehen. Die große Da steher zw Ein junges Mäd men gar keine 9 Herren, die sich pflanzt haben. über Ed. Kentert künstlerischen Bergenug, daß mar Nädchen ist morg vollen Augen, di Wenn das eine dann haben wir spielerin vor uns verfälschte Natur, chen zu einem( Sieht es nicht n anblickt und wie slatternd wie ei schwirrt? Gehen asistenten.„Frag schon gefilmt hat gefallen ist...“ Alles ist inzw worden. Von alle spiel.„Ein klein beiwohnen zu kör haftig, die Klein Assistenten beant stellen zu lassen. verlegen. Die Ha ihre. Und übers gei dos geh' doch“ ist n I den Zähnen her ton. Er weiß— seur wissen plötzl ner Seite zu der durch Ewigkeiten einen Vorsprung dieser Schritt tre Vor ihr aber paläste auf den 2 stadt Hollywood, Erfüllung jahrele flüstert ihr ins O sie sich los und parsen. Schon ha spielerin. Und de Wenige Mini Lichteffekt in der tellt. Ed. Kenter Rolle. Ueberrasch geht in der Rolle den jungen Mal ner Leidenschaft, rament. Aber, d sie Abschied. Es ist ein gre den funkelnden, Weltstadt, in sei Sie geht und angeboten, in de hat sie entdeckt u Schon speien di seuchten Abendbl Schlagzeilen und der Masse ihren Ja, sie geht, Vort gesagt; er veiter seine Arm chen, sie wäre n M Stunde, bis endlich der Tag kam. (Fortsetzung folgt. ## dem Ausl ## die Pakete e“ vor Weihnachten, der ich die Bochumer ieses Jahres als Der Zulassung stand bisher ein Die Regierungs. ie bereits mitge. 's nach einer einn einheitlich den In Bochumist 19 Uhr. Best darauf hinge. handelsgeschäften ung eigener Einit zu gewähren. tig die Forderung ie am kupfernen er Tag dienstzwar bis zum Den Angestellten ununterbrochene gewährt werden. tellung von irdern die Hilfsder Vereinigten Anforderung zu. mt und die Nachine Verpflichtung achweisen präsensgleichen ist nicht te, deren Adressen rücksichtigt werden * Einstellung von beitsamt Bochum. nt Bochum wurde Vorschlagslisten von der Kräftekschaftsrichtungen. gestellten(Frei(1930: 65 Stimsaftsbund(ChristStimmen, keinen ten=Organisation) zimmen, 1 Sitz), (Hirsch=Duncker stimmen, 1 Sitz). ir ein freigewerker damit als geSeite 11.) 2. Beilage zum Bochumer Anzeiger u. Gen. Anzeiger Unterhaltung, Wissen, Leben Nr. 288 38. Jahrgang Donnerstag, 3. Dezemb. 1931 heute P lühenden oder geRößl. m Lager. 197. Ein Keeines Räuenen wilc Frat Von ktelmut Eckternack e. Kanöverzeit. vornehmen Kleide men Augen stand st, wo er ist!“ ah, wie die Augen ugten, als wollten pfe ziehen. schen! Gewiß ist? liegt! Du hast dir ! Wer die Weiber geeignet!“ igen Tone hin. in begann er wieaben, wenn es die heute Fremde in es ist nicht mein r dein Haus. Rasl ß treue Helfer zu g sein!“ entgegnete ten Fremden lange * hat mir von seiner bessiniens Land lo# and kennen lernen. große Vogel bringt r mich sucht!“ !“ entgegnete der erraten, warume über das Meer!“ Sohn! Höre, Rat, st du, daß ich das zu mir führt!“ n durch das Tet rum willst du ih erben will! Er Höre Ras, u# önigsgräbern führ, en wird und wen in gehen. Laß ihn nicht begleue er dich sucht, sen.“ ngen!“ Wie etwa ein Feldmarschall die Front seiner Trupven abschreitet, so geht der berühmte Regisseur Ed. zenterton an den Reihen der Komparsen entlang, die sich vor der Wand des ungeheuren Glashauses aufgestellt haben. Er geht mit seinem Stabe von Regieassistenten, künstlerischen Beratern, Operateuren an den unzähligen Typen vorüber, die jetzt im Augenblick die züge derer tragen, die sie in allen Filmen als Masse, als Statisterie verkörpern... Aber diese kecken, verworfenen, elenden und stolzen Lawen schwinden sehr bald in dem Augenblick, da der Regisseur vorbei gegangen ist, ohne den Betreffenden beachtet zu haben. Hier und da verweilt er, vor einem Episodendarsteller von ungewöhnlicher Körperfülle etwa, der dann von einem Assistenten auf die Seite der Engagierten kommandiert wird. Aber plötzlich bleibt Ed. Kenterton wie angewurzelt stehen. Die große Schläfenlocke fällt ihm in die Stirn. Da stehen zwei junge Menschen Hand in Hand. Ein junges Mädchen und ein junger Mann. Sie nehnen gar keine Notiz von dem Regisseur und seinen Herren, die sich breit und wuchtig vor ihnen aufgeFflanzt haben. Eine stille, beherrschte Freude fliegt über Ed. Kentertons Gesicht. Er wendet sich an seinen künstlerischen Berater.„Dies Mädchen", flüstert er, laut genug, daß man es im Umkreis hören kann,„dies Nädchen ist morgen Star. Sehen Sie nur diese seelenvollen Augen, diesen frischen, halb geöffneten Mund. Wenn das eine Larve ist, wie bei allen anderen hier, dann haben wir eine ganz große, gottbegnadete Schauspielerin vor uns; wenn das aber Natur ist. reine, unverfälschte Natur, dann mache ich sie in wenigen Wohen zu einem Star von internationaler Bedeutung. Sieht es nicht wundervoll aus, wie sie den Burschen anblickt und wie der Blick ängstlich und hilfesuchend, flatternd wie ein verirrtes Vögelchen zu mir abschwirrt? Gehen Sie!“ wendete er sich an den Regieassistenten.„Fragen Sie die Kleine, ob und wie oft sie schon gefilmt hat? Komisch, daß sie mir noch nie aufgefallen ist...“ Alles ist inzwischen auf die Szene aufmerksam geworden. Von allen Seiten drängt man, um dem Schauspiel.„Ein kleines Mädchen wird ein großer Star“ beiwohnen zu können. Aber was ist denn das? Wahrhaftig, die Kleine zögert, nachdem sie die Fragen des Assistenten beantwortet hat, sich dem Regisseur vorstellen zu lassen. Warum? Einige Herumstehende lächeln verlegen. Die Hand des jungen Mannes hält noch die ihre. Und über sein Gesicht huscht eine tiefe Röte. „So geh' doch!“ raunt er ihr zu. Aber dies„So geh' doch“ ist nicht freudig erregt, sondern zwischen den Zähnen hervorgestoßen, hat einen herben Unterton. Er weiß— und alle Umstehenden, auch der Regisseur wissen plötzlich, daß dieser kleine Schritt von seiner Seite zu dem Regisseur für ihn eine Wanderung durch Ewigkeiten bedeutet; das Mädchen wird dadurch einen Vorsprung gewinnen, den er nicht einholen kann; dieser Schritt trennt sie für immer. Vor ihr aber erheben sich plötzlich kleine Luxuspaläste auf den Beverly Hills über der riesigen Atelier= sadt Hollywood vor ihr erstehen plötzlich Weltruhm, Erfüllung jahrelanger Wunschträume.. Der Assistent flüstert ihr ins Ohr:„Sei doch nicht töricht!“ Da reißt sie sich los und tritt heraus aus der Reihe der Komparsen. Schon hat sie die Haltung einer großen Schauspielerin. Und der Junge bleibt zurück. Wenige Minuten später steht sie im blendenden Lichteffekt in der Dekoration, die ein Maleratelier dartellt. Ed. Kenterton steht vor ihr und erklärt ihr die kolle. Ueberraschend schnell erfaßt sie die Handlung, geht in der Rolle auf. Also, sie ist ein Modell, sie liebt den jungen Maler; und er liebt sie auch, mit all seiner Leidenschaft, mit all seinem ungezügelten Temperament. Aber, da kommt ein Nachmittag, da nehmen sie Abschied. Es ist ein grauer, regnerischer Nachmittag hoch über den funkelnden, tosenden, brausenden Straßen einer Weltstadt, in seinem Atelier. Er bleibt und sie geht. Sie geht und läßt ihn allein zurück. Man hat ihr angeboten, in den Mouligan=Folies zu tanzen. Man hat sie entdeckt und prophezeit ihr eine große Karriere. Schon speien die Rotationsmaschinen die noch druckfeuchten Abendblätter unter die Menge. In fetten Schlagzeilen und unzähligen Untertiteln hämmert man der Masse ihren Namen ein. Ja, sie geht, denn er hat ihr kein gutes, liebes Vort gesagt; er hat sie nicht gebeten, zu bleiben und veiter seine Armut mit ihm zu teilen. Hätte er gesprohen, sie wäre nicht gegangen. Aber er hockt da. Mit stumpfen, verzweifelten Augen starrt er hinaus in den sinkenden Abend. Von dieser stummen Szene verspricht sich der berühmte Regisseur sehr viel. Dieser Abschied von dem Jungen, zu dem ihre heiße, ungestüme Liebe sich jäh und heftig in ein zehrendes Mitleid verwandelt, dieser Abschied wird seine Wirkung auf das gewaltige, riesige Publikum nicht verfehlen... Sie spielt ihre Rolle nicht nein, sie erlebt sie. Die Jupitersonnen grellen und blaken. Irgendwo spielt eine Musik ein kleines, trauriges Liedchen, um den Darstellern Stimmung zu geben. Da stehen sie Hand in Hand. Aber ein unsichtbarer Dritter flüstert ihr zu:„Laß ihn doch. Wenn er dich brauchte, könnte er dich ja bitten, zu bleiben..“ Und nun(Großaufnahme) strafft sich ihre junge Gestalt. Sie trägt ihr bescheidenes Kleidchen schon wie eine Königin den Purpur. Und ihre Züge haben den Ausdruck eines Stars der Mouligan=Folies. Dann lösen sich ihre Hände. Er sinkt auf einen Stuhl und starrt in den dämmrigen Abend hinaus. Sie sieht ihn noch einmal an. Aber nicht mehr die inbrünstige Liebe, mit der sie ihn einst bedachte, birgt dieser Blick. Nein, sie bemitleidet ihn, sie, der Star, der Morgen eine Welt zu Füßen liegen wird, ihn, den armen Maler. Und nun geht sie hinaus. Eine Tür fällt krachend ins Schloß... Abblenden!" ruft Ed. Kenterton und geht hin zu dem jungen, schönen Mädchen. Im Augenblick ist sie von ihren neuen Kollegen umringt. Der junge, smarte Schauspieler, der den armen Maler spielte, beglückwünscht sie mit galanten Worten zu ihrem ersten Erfolg. Der Produktionsleiter der Filmgesellschaft tritt in Erscheinung. Man entwirft einen Vertrag. Nun ist sie reich. In wenigen Wochen werden an den Anschlagsäulen der Metropolen große Plakate ihr süßes Gesicht zeigen. Dann wissen die Kinobesitzer, daß es einen neuen Kassenmagneten gibt. Und die Massen werden ihr zujubeln. Ed. Kenterton hat einen neuen Star entdeckt. So etwas muß gebührend gefeiert werden. Die Aufnahmen sind für heute beendet. Eine kleine, auserlesene Gesellschaft von Filmleuten geht zu ihren Autos. Voran der Regisseur und der junge Star. Vor den Toren des Atelierbaues aber warten noch die Komparsen. Auch der Junge steht darunter, dem sie alles verdankt, ohne den der Regisseur niemals auf sie aufmerksam geworden wäre. Aber das ist schon lange vorbei.. Ewigkeiten... Da sieht sie ihn. Er wartet auf den Regisseur, der die Nachtaufnahmen in diesem Atelier leiten wird. Ja, sie erkennt ihn. Dann steigt sie in die Limousine. Der Chauffeur gibt Gas. Der Wagen startet... Der Junge setzt ein höhnisches Lächeln auf, denn das ist eine besondere Note. Und eben schreitet der Regisseur die Front seiner Kameraden ab. Aber hinter dem höhnischen Lächeln des Jungen verbirgt sich ein wühlender Schmerz. Ungelsächsisches Die Absage. Als Edward VII. noch Prince of Wales war, veranstaltete er einmal einen Herrenabend und lud hierzu auch einen Lord ein, mit dem er kurz vorher einen unangenehmen Zwischenfall gehabt hatte. Der immer noch schwer gekränkte Lord wollte der Einladung keine Folge leisten und telegraphierte an den Prinzen:„Zu meinem größten Bedauern am Kommen verhindert. Lüge folgt brieflich.“ Diplomatie und Spargelessen. Zu jener Zeit kam der Schah von Persien nach England zu Besuch. Prinz Edward gab ihm zu Ehren ein Festessen, bei dem es als Nebengericht auch Spargel gab. Der Schah von Persien sah sich die langen glänzenden Dinger an, führte einen Spargel zum Munde und verzog verabscheuend das Gesicht. Dann griff er wütend mit beiden Händen in seine Spargelschüssel und warf die feine Delikatesse auf den Teppich. Alles war starr und sprachlos. Nur Prinz Edward behielt seine Selbstbeherrschung und sein liebenswürdiges Lächeln bei, als sei etwas Selbstverständliches geschehen. Dann griff auch er mit der nämlichen wütenden Gebärde in seine Spargelschüssel und warf die Spargel auf den Teppich. Das war das Signal für die ganze Gesellschaft, die genau so verfuhr, als sei dies ein natürlicher und althergebrachter Brauch. Wurde dabei auch der wundervolle Smyrnateppich ruiniert— die Beziehungen zu Persien waren gerettet. Auch ein Honorar. Der englische Satiriker Swift war von schwerer Krankheit genesen. Mit bewegten Worten dankte er seinem Arzt.„Niemals werde ich Ihre Milde vergessen, Ihre Aufopferung, Ihre Hilfsbereitschaft..“ „Vergessen Sie vor allen Dingen nicht die zwölf Besuche, die ich Ihnen abgestattet habe“, sagte der Arzt und zwinkerte vielsagend mit den Augen. „Oh, ganz im Gegenteil!“, rief Swift aus,„ich werde sie Ihnen alle erwidern.“ Landwirtschaft. Königin Alexandra von England die Gattin Edward VII., war von Geburt eine dänische Prinzessin. Einmal besuchte sie eine landwirtschaftliche Ausstellung in der Grafschaft Devonshire wobei man ihr mit besonderem Stolz die berühmten Molkereiprodukte dieser Gegend zeigte. Die Königin kostete sogar von der dargebotenen Butter und wandte sich lobend an den Präsidenten der Ausstellung:„Wirklich vorzüglich, Herr Präsident!" — Dann aber machte sie die Einschränkung:„Die beste Butter kommt allerdings aus meiner Heimat Dänemark.“ „Verzeihung, Majestät, wenn ich Ihnen widersprechen muß“, sagte der Präsident.„Es ist zwar erwiesen, daß die besten Königinnen aus Dänemark stammen, aber die beste Butter liefert immer noch Devonshire." Das Autogramm. Eine englische literarische Zeitschrift hat ausgerechnet, daß der Dichter Shaw für jedes Wort aus seiner Feder ein Honorar von 6 Schilling erhalten hat. Ein leidenschaftlicher Autogrammsammler, der diese Mitteilung las, sandte an Shaw 6 Schilling und schrieb dazu: „Sehr geehrter Mister Shaw!— Ich sende Ihnen anbei sechs Schilling und bitte um ein Wort.“ Einige Tage darauf erhielt der Autogrammsammler den sehnlichst erwarteten Brief von Shaw. Er enthielt nur das eine— mit Schreibmaschine geschriebene Wort: „Danke!" Ziedlungssalrik Laut stäuser in vier Tagen Weiknackten tückt näker die bel erleuchtet, irtete Stunde #rtsetzung folgt.) Eine Berliner Siedlungsfirma hat ein Bauverfahren ausgearbeitet, das alle schlägt. Innerhalb von vier Tagen stellen fünf Arbeiter ein Haus von 8 bis 10 Zimmern fertig. Die Wände werden mit Einschluß des Verputzes auf waagerechter Unterlage hergestellt und dann nach Lösung der Keile und Stützen in die baurechte Stellung gebracht, wobei die Enden ineinandergreifen und verankern. Die Baukosten werden bis zu 30 Prozent gesenkt, und da bei den Bauarbeiten auch ungelernte Arbeiter beschäftigt werden können, wird auch die Arbeitslosigkeit etwas verringert Unser Bild zeigt die einzelnen Wände in schräger Stellung. Im nächsten Moment werden sie in die senkrechte Lage gebracht. Warum wird die„Tusitania“ gekoben? dem Ausland und der Uebersee hat der Weihnachtspostverkehr bereits begonnen, und täglich mehren 9 die Pakete auf den großen Postämtern. Unser Bild zeigt den ersten Ansturm der Weihnachtspakete auf einem Berliner Postamt. Große techniseke Vorbereitungen Munitionskadung— Wird Eine aufsehenerregende Meldung geht durch die Zeitungen: die„Lusitania", das von einem deutschen UBoot im Jahre 1915 torpedierte Passagierschiff, soll gehoben werden. Zu ihrer Hebung hat sich bereits eine Gesellschaft gebildet, an deren Spitze anerkannte Fachleute wie Simon Lake und Capt. Hilton Cowell stehen. Besonders der erste ist ein weithin anerkannter Fachmann für Schiffshebungen, außerdem ein bekannter Unterseebootkonstrukteur. Für die Hebung der„Lusitania“ sind besondere Hilfsmittel konstruiert worden. Auch rein technisch würde die Hebung eine Leistung allerersten Ranges sein. Denn das große Schiff liegt in etwa 70 Meter Tiefe. Bisher konnte man solche Hebeversuche bis höchstens 55 Meter mit Aussicht auf Erfolg vornehmen. Die Schiffe in Scapa Flow lagen in etwa 40 bis 47 Meter Tiefe. Die„Lusitania“ liegt bei Kinsale an der Küste West=Irlands. Ihre Lage ist genau festgestellt worden. Sie liegt auf der linken Seite in einem Winkel von ungefähr 60 Grad auf felsigem Grund. Die zuständigen englischen Behörden, Admiralität und Auswärtiges Amt, haben bereits ihre Zustimmung gegeben. Ebenso die Versicherungsgesellschaft, bei der die „Lusitania“ seinerzeit versichert gewesen ist. Es wird gleichzeitig betont, daß man bei der Hebung der „Lusitania“ auf keinerlei Schätze hofft. Die Hebungskosten werden allerdings durch den Verschrottungswert des Schiffes gedeckt sein— falls die Hebung gelingt. Da man also keine Schätze zu heben beabsichtigt, muß sich doch die Frage erheben, warum man denn dann die„Lusitania“ überhaupt heben will. Auch darauf geben amerikanische Zeitungen bereits eine klare und für Deutschland interessante Antwort. Man will bei dieser Hebung ganz einfach feststellen, ob die„Lusitania“ seinerzeit wirklich Munition mit sich geführt habe oder nicht. Das ist bekanntlich eine alte Streitfrage zwischen Deutschland und Amerika. Wenn anläßlich der Hebung der„Lusitania“ diese Frage einwandfrei geklärt werden kann, wird Außerordentliches damit entschieden sein. Wie man weiß, ist seinerzeit, im Jahre 1915, bevor die„Lusitania“ den Newyorker Hafen verließ, durch den damaligen deutschen Botschafter Graf Bernstorff ausdrücklich vor der Benutzung des Schiffes gewarnt worden. Der Botschafter erklärte, genau darüber informiert zu sein, daß die „Lusitania“ Munition führe und deshalb unter Kriegsrecht stehe. Da man auf seine Warnungen nicht hörte, anderseits den Sachverhalt bestritt, lief die Lusitania“ mit über 1800 Passagieren aus und fand ihren unvermeidlichen Untergang, dem fast neun Zehntel aller Passagiere zum Opfer fielen. Der Untergang der„Lusitania“ war ein Signal, um in Amerika mit der wüstesten Hetze gegen Deutschland einzusetzen. Mit der Versenkung war moralisch bereits über den Eintritt Amerikas in den Weltkrieg entschieden. Der feindlichen Agitation wurden von den amerikanischen Stellen keinerlei Hindernisse mehr in den Weg gelegt. Die amerikanische Regierung hat es öfters versucht, den wahren Sachverhalt zu klären, derartige Versuche sind aber immer stecken geblieben. Die englische Schifffahrtsgesellschaft leugnet bis heute, daß die„Lusitania“ Munition mit sich geführt haben soll. Im Zusammen— Jucke nach der umstrittenen Deutschkand tekalilitiert? hang mit der Versenkung der„Lusitania“ gab es während des Krieges in Amerika einen vielkommentierten Prozeß gegen einen Deutschamerikaner, der die geheime Ladung des Schiffes an die deutsche Botschaft verraten haben soll. Wenn also der Nachweis gelingen sollte, daß die „Lusitania“ wirklich Munition mit sich geführt hat, dann wäre das eine nicht zu unterschätzende nachträgliche Rehabilitierung der deutschen Kriegführung, die bei dem ausgeprägten Gerechtigkeitssinn des amerikanischen Volkes die erfreulichsten Wirkungen haben könnte. Walter Mielenz. kteitere Ecke Die Likörtirma und der Reklamezeichner Der„Deutschen Weinzeitung“ entnehmen wir folgende niedliche Geschichte: Ein bekannter Berliner Reklamezeichner erhielt kürzlich von einer Likörfabrik folgendes Schreiben:„Wir beabsichtigen im kommenden Frühjahr unsere Liköre in allen größeren Städten zu propagieren und benötigen dazu ein besonders werbewirksames Plakat. Wir haben zu diesem Zweck an alle Zeichner Deutschlands geschrieben und setzen einen Preis von fünfhundert Mark für das beste Plakat aus. Es würde uns sehr freuen, wenn auch Sie sich mit zwei oder mehreren Vorlagen an diesem Ausschreiben beteiligen. Die nicht prämiierten Entwürfe können nicht zurückgesandt werden." Der Reklamezeichner schrieb einen höflichen Bogen: „Ich beabsichtige, im kommenden Frühjahr ein Ausschreiben für den besten Likör Deutschlands zu veranstalten und würde mich freuen, wenn Sie sich mit zwei oder mehreren Flaschen daran beteiligen würden. Der beste Likör erhält einen Preis von fünfzig Mark, nicht prämiierte Flaschen können nicht zurückgesandt werden.“ Der untterdliche Talleurand Der Fürst Talleyrand hatte mit Napoleon I. eine sehr unangenehme Auseinandersetzung gehabt. Als er am selben Abend in einer Hofgesellschaft dem Grafen Girardin begegnete, der sehr stark schielte und zu den intimsten Feinden Talleyrands gehörte, fragte ihn Girardin mit einem süffisanten Lächeln: „Nun, mein Fürst? Wie gehen die Geschäfte?“ Talleyrand legte sein Gesicht in die liebenswürdigsten Falten: „Aber, mein lieber Graf, wie Sie sehen, schief.“ Krieg im Olten An der Nonnibrücke erscheinen vier chinesische Soldaten bei der japanischen Vorhut. „Nanu!“ sagen die.„Wollt ihr euch ergeben?“ „Nein— aber wir möchten zwei Generale gegen sechs Dosen kondensierte Milch eintauschen.“ Zum Schutz gegen X ftolsentündung und Erhältung Keine Empfehlung für Böß und Scholz Dutde dne Bäupenge....* Zri“-“. Ein Beweisantrag im Sklarek=Prozeß Berlin, 2. Dezember. Vor Eintritt in die heutige Verhandlung des Sklarek=Prozesses verlas der Verteidiger des Lehmann einen längeren Beweisantrag, es u. a. heißt:„Karstadt kaufte im Dezember 1927 die Häuser Berlin, Müllerstraße 24 und 24a, um sie abreißen und auf den Grundstücken ein Warenhaus errichten zu lassen. Die Häuser waren keineswegs baufällig oder unbewohnbar. Zum Abbruch bedurfte es der Bestätigung durch Baupolizei und Wohnungsamt. Karstadt spendete nun dem Bezirksamt Wedding 150000 Mark und stellte außerdem eine Hypothek von 250000 Mark zu einem billigen Zinsfuß für eine städtische Baugesellschaft zur Verfügung. Das Wohnungsamt Wedding forderte darauf, ohne die Baufälligkeit der Häuser festgestellt zu haben und ohne die Zustimmung der Baupolizei zu besitzen, die Mieter zur Räumung auf. Zwei Mieter riefen die Hilfe der Gerichte an, bekamen recht und wohnen noch heute in den vom Rohnungsz amt demolierten Häusern. Der Bürovorsteyer des Wohnungsamts Wedding und der Oberbaurat Liersch von der Baupolizei erkannten das Ungesetzliche des Verfahrens und verweigerten ihre Zustimmung. Der Bürovorsteher ging in Pension, der Oberbaurat wurde versetzt. Auf schriftliche und versönliche Vorstellung der Mieter hin hagen Bürgermeister a. D. Böß und Bürgermeister Scholz von den Vorgängen Kenntnis erhalten, sind aber nicht einDie Behauptungen des Oberbürgermeisters Bös und des Bürgermeisters Scholz, erklärte der Verteidiger, daß sie stets energisch ourchgegriffen hätten, könnten nicht wahr sein, denn hier hätten sie, obwohl sie von den Vorkommnissen Kenntnis gehabt hätten, nicht durchgegriffen. Oberbürgermeister Böß habe im übrigen, gezgeinsam mit dem inzwischen verstorbenen früheren Pranidenten der Reichsbahn, Stapf, elf Tage in Berchtesgaden als Gast des Generaldirektors Elschner vom sior“=Hotel in Berlin gelebt, als der Bau des„Excelsior"=Tunnels besprochen worden sei. Es wird dann in die Vernehmung des früheren Stadtrates Zangemeister von der deutschnationalen Stadtverordnetenfraktion eingetreten. Zangemeister hat bei seinem Fraktionskollegen, dem Stadtrat Benecke, die Sklareks kennengelernt. Eine Bekanntschaft sei aber nicht zustande gekommen. Er habe die drei Brüder nicht einmal auseinanderhalten können. Verkehr oder irgendwelchen anderen gesellschaftlichen Umgang habe er mit ihnen nicht gepflogen. Auf die Frage des Vorsitzenden, ob der Zeuge etwa von den Sklareks Geld erhalten habe, antwortet Zangemeisser: „Jawohl, von Max Sklarek“ habe ich einmal 6000 Mark für die deutschnationale Fraktion erhalten, nachdem ich an ihn deshalb herangetreten war. Der Grundstücksverkauf war aber Monate vorher abgeschlossen. Ich sagte Max Sklarek, daß wir Geld zur Stadtverordnetenwahl brauchten.“ Vorsitzender: Wußten Sie nicht, daß Max Sklarek politisch ganz anders orientiert war? Er war doch Demokrat..... Jamakl“ cher villStadtrat Zangemeister: Jawoyl, aver viele Demokraten haben für andere Parteien Geld gegeben. be mich deshalb an Max Sk#.#ek gewandt, weil die Sklareks als reiche Leute galte., und einen großen Rennstall unterhielten.„„„ Vorsitzender: Es gibt ja manchmal auch bei solchen Leuten Ueberzeugungen. Die Sklareks gaben nur da, wo sie glaubten, es richtig angewendet zu haben. Sie gaben mit Sinn und Verstand.„ Der Zeuge antwortet darauf, er glaube nicht, daß sich Max Sklarek bei der Geldhergabe von dem Gedanken an etwaige Gegendienste habe leiten lassen. Die Verhandlung wurde auf Freitag vertagt. Professor Deycke keineswegs verfeindet und habe vielmehr den Zeugen abgehalten, in einer Todesanzeige das Wort Teycke=Verfahren zu verwenden. Die VerLonnerstag früh vertagt. handlung wurde sodann auf Dr. Schacht verunglückt seseile Herhere elicken bonnte uch nlste, Resfene abend oder morgen früh erfolgen wird. Bei dem Unglückswagen handelt es sich um eine Viersitzer=Limyusine. Das Fahrtempo soll sehr erheblich gewesen.# Es wird auf 80 bis 90 Stundenkilometer geschätzt. In solcher Fahrt sauste der Wagen gegen eine Holzmiete, daß sie wie Spreu auseinanderstob. Der ehemalige Reichsbankpräsident schwer verletzt. Schwerin, 2. Dezember. Mittwoch vormittag gegen 10 Uhr verunglückte der Reichsbankpräsident a. D. Dr Schacht in der Nähe von Waren, beim Orte Klinken. Dr Schacht erlitt schwere Verwundungen durch Glassplitter sowie anscheinend auch innere Verletzungen. Er mußte ins Warener Krankenhaus übergeführt werden. Die beiden anderen Insassen, der Sohn Dr. Schachts sowie der Lenker, blieben unverlebt.„.Inden grites in Nach den Aeußerungen des behandelnden urztes in Waren sind die Verletzungen des früheren Reichsbankpräsidenten Dr. Schacht als ernst zu bezeichnen. Dr. Schacht wird noch längere Zeit an das Krankender TUI. vom Krankenhause Waren, wo Schacht Aufnahme gefunden hat, mitgeteilt wird, hat Dr. Schacht einen Nervenchok erlitten, außerdem leichtere Hautabschürfungen, vermutlich hervorgerufen durch Glassplitter. Diese Verletzungen dürften in Mißglückter Anschlag auf einen Zug in Oberösterreich Wien, 2. Dezember. Bisher unbekannte Täter versuchten in der Nähe von Prägarten(Oberösterreich), etwa 25 Kilometer nordöstlich von Linz, einen Personenzug zum Entgleisen zu bringen, indem sie in einigen aoständen von und Steine auf die Gleise häuften. In der Nähe des Tatortes wurde gleichzeitig an das Haus eines Weichenstellers, nach anderen Meldungen an einen Heuschober Brand angelegt. Der Anschlug schlug aber fehl, da die Hindernisse den Zug wohl zum Stehen, nicht aber zum Entgleisen brachten. Anscheinend wollten die Täter eine Geldkasse plündern, die im Zuge mitgesjhrt gahe Der Zug setzte nach Räumung der Gleise seine### fort. Von den Tätern fehlt bisher jede Spur. Fernsprechschnellverkehr In drei Minuten Verbindungen mit Berlin Berlin, 2. Dezember. Eine umwälzende Neuerung auf dem Gebiete des Fernsprechfernverkehrs beabsichtigt die deutsche Reichspost in naher Zukunft.., amigrige Sperstian 81. Die umständliche und langwierige Operarion, die heute notwendig ist, um einen auswärtigen Fernsprechteilnehmer zu erreichen, soll durch eine bequemere, fachere und unvergleichlich schnellere Methode abgelöst werden. Nach Durchführung der Neuerung wird jeder reichsdeutsche Teilnehmer mit jedem anderen sprechen können, ohne zwischen Anmeldung und Gespräch stundenlang warten zu müssen. Drei Minuten mit dem Hörer in der Hand— und jede Verbindung ist hergestellt! Der Anfang der Umstellung soll mit Berlin gemacht werden. Die Post rechnet damit, daß die Vorarbeiten so schnell abgewickelt werden können, daß bereits im April 1932 der Fernsprechschnellverkehr von Berlin nach dem ganzen Reich und umgekehrt eröffnet werden kann. Diese grundlegende Aenderung des Fernsprechbetriebes “ sich einmal auf die Erfahrungen die in manchen Durchführung des Schnellverkehrs entschlossen. Dieser Entschluß konnte ihr um so leichter fallen, weil durch die Umstellung nur unverhältnismäßig geringe Kosten verursacht werden. Zunächst wird mit der Einführung des ReichsSchnellverkehrs in den verkehrsarmen Morgenund Abendstunden begonnen werden. Es ist jedoch von vornherein beabsichtigt, auch zu deren Tageszeiten seine Durchführung zu Die Verwirklichung dieser weitergehenden Pläne hängt jedoch von einer eingehenden Prüfung der Verkehrsgestaltung ab. Die Fernsprechverwaltung ist der sicheren Hoffnung, daß die neue Einrichtung eine starke Belebung des Fernsprechverkehrs und somit eine erhebliche Steigerung der Einnahmen zur Folge Banditenunwesen Militär nahm 140 Verhaftungen vor. Das bisherige Ergebnis der schon mehr als zwei, wöchigen Banditenjagd auf Korsika kann nicht geradals glänzend bezeichnet werden. Drei weniger bekannte Banditen haben sich der Uebermacht ergeben, darunter der Adjutant ds Häuptlings Bartoli, der selber kurz vor der Ankunft der französischen Truppen getötet wurde. Außerdem sind etwa 30 Personen, die vor den anrückenden Truppen die Flucht ergriffen, dingfest gemacht worden. Sie haben sich wegen irgendeines kleineren Vergehens zu verantworten, gehören aber nicht zu der Gilde der eigentlichen Banditen. Im ganzen sind seit dem Beginn der militärischen Operationen 140 Verhaftungen vorgenommen worden Die meisten der verhafteten Personen haben mit den Banditen gemeinsame Sache gemacht, sie beherbergt, ihnen Helfershelferdienste geleistet und anderes mehr. Man mußte sie unbedingt festnehmen. wenn man die Banditen von jeder Verbindung abschneiden und aushungern wollte. Die Hauptaufgabe steht aber noch bevor. Denn die Hauptbanditen, die beiden Brüder Spada, ferner Torre, Caviglioli und Bornea, der frühere Gendarm, der sich auf die Seite der Banditen geschlagen hat, befinden sich noch in Freiheit. Man richtet sich bei dem Vorgehen gegen diese Häuptlinge auf einen Winterfeldzug ein, ist aber entschlossen, die Banditen entweder tot oder lebendig in die Hand zu bekommen. Bis dieses Ziel erreicht ist, mögen die Wintermonate vergehen. Im übrigen glaubt auch die französische Regierung nicht mehr an die Möglichkeit, das Banditenunwesen auf Korsika mit Stumpf und Stiel auszurotten. Es werden sich auf dieser Insel immer wieder Personen, die aus Blutrache ein Verbrechen begangen haben, dem Arm der irdischen Gerechtigkeit zu entziehen versuchen und in die wilden Wälder und das dornenreiche Maquis entweichen. Um jeden einzelnen dieser Fälle in Zukunft sofort verfolgen zu können, sollen 150 besonders ausgerüstete Gendarmen ständig auf der Insel bleiben. Sie werden imstande sein, binnen wenigen Stunden an jedem beliebigen Punkt der Insel einzugreifen und Jagd auf einen henden Verbrecher zu machen. In den ersten Tagen seines Banditendaseins wird nämlich der Verbrecher noch leicht zu fangen sein. Ist er erst einmal mit allen Schlupfwinkeln der Insel vertraut geworden, so ist die Jagd erheblich schwieriger, wie ja auch das gegenwärtige Beispiel der Ohnmacht Frankreichs deutlich genug beweist. Strenger Winter in Oesterreich Wien, 2. Dezember. Die plötzlich eingetretene kalte Witterung hat in Zohumer Anget ier stützt sich einmal auf die Erfahrungen, di Gegenden Deutschlands, insbesondere im Gebiet der Oberpostdirektion Düsseldorf(Schnellverkehr Düf seldorf—Köln und innerhalb des Nuyrgevietes) und Berlin(Schnellverkehr mit Potsdam, Oranienburg usw.), gemacht wurden. Daneben wurden eingehende Studien an ähnlichen Einrichtungen in ausländischen Großstädten wie Paris, Newyork und Chikago gemacht. Da allgemein nur günstige Ergebnisse festgestellt wurden, hat sich die Reichspost zu einer ganz großzügigen Bedeutung der Absichten der haben wird. Die ganze Fernsprechverwaltung kann man nur man sich das umständliche Verfahren vor Augen hält, das heute noch Gespräche nach auswärts erschwert und verzögert. Erst muß das Gespräch beim Fernamt angemeldet, von den Beamten notiert und in die Reihe der bereits vorliegenden Anmeldungen eingereiht werden. Ist das Gespräch endlich an der Reihe, was oft sehr erhebliche Zeit dauert, so versucht die Beamtin, die Verbindung mit dem auswärtigen Fernamt herzustellen. Die ganze Zeit hindurch muß der rufende Teilnehmer bereit sein, da ja jeden Augenblick der Anruf vom Fernamt kommen kann, daß die Fernverbindung zustande gekommen ist. rungen verursacht. In Untersteiermark Sonntag ein starker Schneesturm, der größeren Schaden angerichtet hat. Starkstrom= und Telephonleitungen sind an vielen Stellen gerissen. Infolgedessen waren auch viele Orte ohne Starkstrom, wodurch eine Reihe industrieller Betriebe zum Stillstand gezwungen war. In Judenburg fiel ein starker Eisregen der die Straßen unpassierbar machte. Infolgedessen mußten die Autobusgesellich##ten den kehr von Graz nach Judenburg einstellen. Einen Eßlössel zwei Jahre im Viide in die Wen Tage ein auf der Durchreise befindlicher Artist im Alter von 28 Jahren ausgenommen. Er klagte über große Schmerzen und war deswegen in den letzten zwei Jahren verschiedentlich in ärztlicher Behandlung, ohne daß ihm geholfen wurde. Eine genaue Untersuchung und Durchleuchtung ergab, daß der Artist einen großen Eßlöffel im Magen hatte, den er bei einer Schaustellung von zwei Jahren verschluckt hatte. Der Chefarzt des Bezirkskrankense8 entferpes Artifterretiggn Der Lübecker Prozeß Lübeck, 2. Dezember. Der von Kiel bezogene Stamm humaner Bazillen lte in der Mittwoch=Sitzung die wesentlichste Rolle. Direktox, des hygienischen Instituts der Kieler De spiellgn ger Millugu Der Direktor des hyaienischen Inst Universität, Professor Dolt, bekundete nach seinen Aufzeichnungen, daß im September 1929 ein Stamm namens Werner vom Typus Humanus nach Lübeck gegangen sei, während Schwester Else Schmidt vom Lübecker Laboratorium der Meinung war, einen Stamm namens Langpaap erhalten zu haben. Professor Dolt erklärte, daß man in Kiel einen Stamm namens Langpaap nicht habe, während Schwester Else und Oberarzt Dr. Welcker sich nicht auf einen Stamm Werner besinnen konnten. Der Gegensatz zwischen diesen Aussagen war in der Verhandlung nicht zu klären. Schwester Else Schmidt schilderte dann, wie Professor Deycke am 26. April sehr erregt ins Laboratorium gekommen sei und sie aufgefordert habe, sämtliches ausgegebene Material sofort zurückzuholen. Das sei von ihr veranlaßt worden. Auf den Gedanken, daß vielleicht in der Stadt noch Material sein könne, sei weder sie noch Professor Deycke gekommen. Der Zeuge Katastergeometer Tilgener sagte aus, er habe den Eindruck gewonnen, als ob zwischen Professor Klotz und Dr. Deycke Feindschaft bestand. Professor Klotz erklärte dazu, er sei mit Tod durch Gas Eine dreiköpfige Familie vergiftet. Magdeburg, 2. Dezember. Am Mittwoch früh wurden der 74jährige Oberinspektor der Domäne Fraßdorf, Aleikhe seine Frau und eine Tante in ihrer Wohnung in Quellen: dorf durch Gas vergiftet tot aufgefunden. Die Tante war beim Backen von Weihnachtsplätzchen in der Küche vom Tode überrascht worden. Der Gashahn stand offen und das ganze Haus war mit Gas gefüllt. Es liegt zweifellos ein Unglücksfall vor. Gasexplosion bei Ungeziefervertilgung Stockholm, 2. Dezember. In Stockholm ereignete sich am Dienstag eine eigenartige Gasexplosion. Als in einer Wohnung eine Ungeziefervertilgung vorgenommen wurde, explodierte plötzlich das dabei verwendete Gas. Die Wände stürzten ein und es entstand ein Feuer, das sich auch über die Nachbarwohnungen ausbreitete. Die beiden Beamten, die die Entseuchung vornahmen, wurden sehr schwer verletzt. Ein herreuloses Palais München, 2. Dezember. Es klingt wie ein Märchen und ist doch Wahrheit: In Schwabing bei München steht ein herrenloses Gebäude, ein Palais vornehmsten Stils, 1900 mit einem Kostenaufwand von einer Million Reichsmark erbaut, das niemand gehört. Das Palais hat keinen Besitzer, denn der frühere Eigentümer hat im September kurzerhand auf sichtet. Der Fiskus aufgrund der Bestimmungen des BGB. das Palais sein Eigentum verzi Der Fiskus hat beschlagnahmt und wird es kurz vor Weihnachten versteigern. Zwei Landwirte ertrunken Crossen, 2. Dezember. Ein Unglücksfall, der zwei Todesopfer forderte, ereignete sich gestern auf der Oder bei Pommerzig. Nach Einstellung des Betriebes der Oderfähre infolge des Eisganges sollte der Anker der Fähre mit Hitfe eines vorüberfahrenden Dampfers gehoven werden. Der mit sechs Mann besetzte Fährkahn kam dem Schaufelrade des Tampfers zunahe und schlug um, wobei sämtliche Insassen ins Wasser fielen, Dabei ertranken die Landwirte Paech und Kupsch aus Pommerzig. Rumänische Königssorgen Heimliche Ehe des Prinzen Ailolaus Bukarest, 2. Dezember. Schon seit einiger Zeit sind Gerüchte im Umlauf, denen zufolge Prinz Rigolaus von Rumösieg gegen den Willen seines Bruders, oes Königs Karol, eine heimliche Ehe mit einer Frau, Hürgerlicher Abkunft geschlossen hat. Die ungarischen Blatter veröffentlichen die folgenden Einzelheiten:„Der Prinz lernte seine Frau vor fünf Jahren kennen. Sie ließ sich von ihrem Gatten, dem Herrn Radu Saveanu, scheiden und nannte sich fortan Frau Dolette. Saveanu. Beamter, wurde, da er drohte, den Prinzen zu erschießen, vom Ministerium des Aeußeren an eine Gesanorschaft versetzt. Die Geburt eines Kindes bestärkte Prinz Nikolaus in seinem Vorhaben, die Verbindung gesetz. König Karols Bedenken gegen die bürDie Wolten nue„Passe heestenen Die Gebrüder Saß bleiben vorläufig in Hast prüfungstermin ß statt, die beVerdacht des Der Termin Berlin, 2. Dezember. Vor dem Untersuchungsrichter, Landgerichtsrat Funke, fand gestern mittag ein Haftp über die Brüder Franz und Erich Sa kanntlich am 3. November unter dem Münzverbrechens verhaftet worden sind. zog sich sehr lange hin. Zum erstenmal äußerte sich Erich Saß diesmal über die Angelegenheit selbst. Bisher hatten die Brüder jede Aussage vor der Polizei und den Gerichtsbehörden verweigert. Franz Saß erklärte allerdings auch diesmal sofort, daß er nicht eher eine Aussage mache, bis ihm die Genehmigung erteilt worden sei, mit seinem Verteidiger unter vier Augen Rücksprache zu nehmen. magen gehabt München, 2. Dezember. In das Bezirkskrankenhaus Füssen wurde dieser F*% M Die Magensäure hatte inzwischen die Schale des Lös. fels stark geätzt und an den Randern scharf en, wodurch der Löffel in langsamem Prozeß die Im Sarg erstickt Ein neuer Fall von Scheintod Berliner Weiter schwal Die Tendenz w cher als kursmäßi ruhigem Geschäft gestrigen Abendku zentige neue Rüc geboten, waren Rei vielleicht im Zusa Beheim-Schwarzba der Abgaben für vollte. und Ueber vertung mitsprach noch darauf, daß export in Pfundwe läufig nun auch pas Pfund 1 PI bienstagskurs stimmung ging sic us, daß die Abhä durch die Pfunder verde, und daß d. bei den bevorsteh schwächt sei. Al konnte sich der entziehen, 8prozen neut 1 bis 2 Proz chen waren wiede unverkäuflich. Auch in den M #chwachen Veran! Aktienwerte keine erfuhren. Pfan nach, da die Aufn nem Verhältnis zi testverzinsliche I narkt tendierte seld nannte mar sen Sätze unverär Am Deviser Abwärtsbewegung An den inter ###en konnte sich eholen, angeblich #ung Pfund ###ch seinem nied: 5ssg den Dollar ##inrsegen Reicl ## international Am rheinisch#rts sich die in Vreitee“, erspürbs ime, fort. Etw. ##en genandelt. #ann und Rheins ##elsenkirchen und ##er. Etwa 5 Pro Mreetzt. Auch Sie ###rbach minus 4 ##haupten. Von #d Heinrich zu r ###zinsliche Wert # Im Kölner B die gering, bei ###gemeinen schwi dem Magen Szer gagen, wooei sich folgender„ären Die 2 Newyc ergab: Der Stiei suß im Zwölffingerdarm, uggrend sich die Schale des Löffels„noch im wagen befand. Die Tendenz w ugen weiter üb Magenwand durchgestoßen hatte. Sodann hatte sich die Leber über den Löffel gelegt, der schließlich auc noch den unteren Rand der Leber durchbrach. Amtli Fir Grhlos Auszahlungen Prag, 2. Dezember. In der Gemeinde Ranzern hat ein furchtbares Er zu machen. Um hepruig Karols Bedenken gegen die bürgerliche Herkunft Frau Dolettes zu zerstreuen, versuchte er für ihren Vater den Titel eines päpstlichen Grafen zu erlangen. Vergebens. Schließlich fuhr das Paar am siebenten November mit einem Kraftwagen nach einem eignis die Bevölkerung in Erregung versetzt. Die Frau eines Landwirts, die schon längere Zeit krank war, erlitt einen Blutsturz, der ihr scheinbar das Leben gekostet hatte. Sie wurde aufgebahrt und das Begräbnit festgesetzt. Bevor der Sargdeckel geschlossen wurde, nahmen noch die Kinder und Verwandten Abschied von der Toten und drückten ihr die Hand, die sich kalt anfühlte wie eine Leichenhand. Sodann ging der Leichenzug auf den Friedhof, der Sarg wurde ins Grab ge senkt und dieses, nachdem sich die Trauergäste entfern hatten, vom Sohn des Totengräbers zugeschaufelt. Sohn des Totengräbers schien es aber, daß er ein Kratzen und Klopfen aus dem Sarge ver“ nehme. Statt den Sarg sofort auszugraben und zu öffnen, lief der Bursche hinter den Trauernden her und verständigte den Mann der Begrabenen. In kurzer waren zahlreiche Dorfbewohner auf dem Friedhof versammelt, alle hatten Angst vor der Toten. Erst als sio der Arzt und der Pfarrer einfanden, wurde der Satz ausgegraben und geöffnet. Man fand die Frau Sarg umgedreht mit in den Haaren 122e hres andon.. # de daneiro Insterdam Büssel e Kooua sogtors .aseggen senhagen 1Pap. 1 PfU Do Mil 100 Gu 100 64 100 P 100 Gu 100 f. 100 100 0 100 Kr 100 Kr 100 Fr 100 Kr 100 Fr 100 100 Kr 100 Sch ReichsbankGhroiz Spanien Stochholm Denn bisher hatte der Anwalt nur in Gegenwart von Beamten mit seinem Mandanten sprechen dürfen. Erich Saß äußerte sich, daß er und sein Bruder mit dem Gedanken gespielt hätten, sich Pässe herzustellen. Zu diesem Zweck hätten sie technische Vorstudien für die Herstellung der Stempel gemacht. Mit der Fabrikation von Geldscheinen hätten ihre Versuche nichts zu tun. Zur Erlernung der Buchdrucktechnik hätten sie allerdings auch Geldscheine als Unterlage benutzt, und er müßte zugeben, daß sie versucht hätten, die Trockenstempel, die Wasserzeichen und die Riffelung der Zehnmarkscheine herzustellen. Gleichzeitig hätten sie sich auch mit der Herstellung von Stempeln ausländischer Anwälte und Notare beschäftigt. Auf Antrag des Verteidigers wurde die Entscheidung über die Haftfrage kurzfristig vertagt. Der Sachverständige, Oberregierungsrat Dr. Stange von der Reichsdruckerei, erhielt den Auftrag, ein Teilgutachten zu erstatten, ob ein hinreichender Tatverdacht für ein vollendetes Münzverbrechen gegen die Angeschuldigten vorliege. von dem Hohen Rat für ungültig erklären. Die Ungültigkeitserklärung wurde damit begründet, daß der König seine Zustimmung zu der Heirat nicht gegeben habe. Prinz Nikolaus weigert sich aber, die Ungültigkeitserklärung anzuerkennen und betrachtet Dolette als seine legitime Frau. Nach den Mitteilungen eines anderen Blattes ist die Ehe nicht für ungültig erklärt worden, da Prinz Nikolaus gedroht habe, er werde in diesem Falle auf seinen Prinzentitel verzichten. per“ krampften Händen. Alle Wiederbelebungsver suche blieben jedoch erfolglos. Die Unglückliche,# scheintot begraben worden war, ist im Sarg st Des Lebens Grausamkeitegigzt.##er#sts Richard####, in De * Amerikanische Beamten begünstigen illegale Einwanderung. Wegen Begünstigung illigaler EinwandeV 8ländern in den Vereiniaten Staaaten rung von Auslandern in den Vereininlen sind in Nework 51 Personen, unter ihnen mehrere Juristen und Regierungsbeamte, unter Anklage gestellt st Von einem Hirsch gespießt wurde bei einer Treibjagd des Herzogs von Ratibor ein 17jähriger Treiber; das Tier stieß dem Treiber eine Stange seines Geweihes durch ein Auge ins Gehirn, so daß der Unglückliche sofort tot war. hat seine Frau ermordet und dann seine 16 Jahre Tochter zu erwürgen versucht. Auf die Hilferufe Nachbarn herbei. Richter wurde verhaftet.„Er.ang seine Frau an einer Tür aufgehängt, um Seldstmo Anange! zserlohn, 2. ## on der evange ### in Iserlohn ##ten in den dre Ereindeversamm! Künster), Geschäf ##ere Mission, ##er der evangel #iser Dr. Wind ##den Pressever ##es Schulgottel ##ieung statt. der Schulen # Vereins teil. ##esbericht und ##ennung nahm D. Hammen die Innere M 0— der Frau vorzutäuschen. * Der falsche Mecklenburger. Einen erlehte der Verein der Mecklenburger in Ne“. ein fall egeote der Verein der Mecklenbarger, münster mit seinem Kassierer. Der Arbeiter., aus der Nähe von Neumünster gebüttg das Land Fritz Reuters nie gesehen, hatte den Ein# dem Verein beizutreten. Er wurde allmählich, Kassierer befördert und nahm dann die Gelege#u# sberaie der Kaie 22. zu her chuft issierer befördert und nahm dann, wahr, mit der#####e— zu Wtgamg hamt sich der falsche Landsmann vor vem Richter vrE autmarten der auf sechs Wochen Gefängnis erkan lantworten, der auf sechs Wochen Gefangnig Schnngget Ceesfeld, 2. 2 a erländischen ### zu schaffer ##n Schmugge wird nunm ##rügung des p# Januar die E ichts für die ###. Soesfeld, Verwaltung zweisen vor. nehr als in nicht gerade jeniger bekannte geben, darunter selber kurz vor getötet wurde. e vor den andingfest gemacht deines kleineren er nicht zu der er militärischen ommen worden. ben he gemacht, te geleistet und ingt festnehmen, Verbindung Hauptaufgabe uptbanditen, die Caviglioli und uf die Seite der toch in Freiheit. en gegen diese ug ein, ist aber oder lebendig in Ziel erreicht ist, übrigen glaubt ehr an die Mögsika mit Stumpf auf dieser Insel rache ein Verirdischen Gereche wilden Wälder chen. 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Die Tendenz war heute stimmungsmäßig schwäer als kursmäßig; denn bei im allgemeinen sehr mahigem Geschäft traten gegen die schon niedrigeren gestrigen Abendkurse nur selten mehr als 1- bis 2prozentige neue Rückgänge ein. Etwas stärker angeboten waren Reichsbank und Danat-Bank, letztere sielleicht im Zusammenhang mit der Angelegenheit seheim-Schwarzbach, während man bei ersteren wieder Abgaben für holländische Rechnung beobachten vollte. und Ueberlegungen als Folge der Pfundentvertung mitsprachen. Man verwies heute außerdem noch darauf, daß sich fast der gesamte Rußlandexport in Pfundwechseln vollziehe, auf denen zwangsufig nun auch größere Verluste lägen. Eine Verpas Pfund Sterling s. bezember 1 Pfd.13,72 Berliner Mittelkurs bienstagskurs= 13,90 Hdehteinmradreirdie Wirffchaff Eine Teilveröffentlichung des Konjunktur-Initituts simmung aus, ging sicherlich auch von der Ueberlegung daß die Abhängigkeit Englands von Frankreich durch die Pfundentwertung von Tag zu Tag größer verde, und daß dadurch auch die deutsche Stellung bei den bevorstehenden Finanzverhandlungen geschwächt sei. Auch der Pfandbriefmarkt konnte sich der schwachen Gesamtstimmung nicht entziehen, 8prozentige Goldpfandbriefe verloren erneut 1 bis 2 Prozent, die weniger hochwertigen Sachen waren wieder stärker angeboten und teilweise unverkäuflich. Auch in den Mittagsstunden änderte sich an der schwachen Veranlagung des Marktes nichts, obwohl Aktienwerte keine nennenswerten neuen Rückgänge erfuhren. Pfandbriefe gaben dagegen weiter uach, da die Aufnahmefähigkeit des Marktes in keinem Verhältnis zum Angebot stand. Teilweise sind testverzinsliche Werte unverkäuflich. Der Geldnarkt tendierte weiter etwas leichter. Tagesgeld nannte man mit 8¾ bis 10 Prozent, die übrigen Sätze unverändert. Am Devisenmarkt setzte das Pfund seine Deutsche Abwärtsbewegung um 18 Pfennig auf 13.72 fort. An den internationalen Devisenmärkten konnte sich das Pfund am Nachmittag kräftig erholen, angeblich sollen für Londoner Rechnung Pfundkäufe getätigt worden sein. Nach seinem niedrigsten Stand am Vormittag(.23½ gegen den Dollar) zog der Kurs bis auf.39½ an. Pfund gegen Reichsmark in London 14¼. Der Dollar lag international wieder etwas leichter. Am rheinisch-weftfälischen Effektenmarkt setzte sich die in den gestrigen späten Nachmittagsstunden verspürbare Abschwächung heute vormittag Treiter fort. Etwa 2 Prozent niedriger wurden Farben gehandelt. Von Montanwerten waren Mannesnann und Rheinstahl verhältnismäßig gut gehalten. Ahelsenkirchen und Deutsche Erdöl tendierten schwä##cher. Etwa 5 Prozent schwächer wurden RWE. umAresetzt. Auch Siemens lagen schwächer im Angebot. Burbach minus 4 Prozent. Wintershall konnten sich #chaupten. Von Kuxen gingen Ewald, Diergardt Jund Heinrich zu ungefähr letzten Preisen um. FestVerzinsliche Werte ohne nennenswerte Aenderungen. 1- Im Kölner Freiverkehr blieben die Um##tze gering, bei nicht ganz einheitlicher, jedoch im allgemeinen schwächerer Tendenz. Die fällige Veröffentlichung des Instituts für Konjunkturforschung über die allgemeine Entwicklung der Konjunktur in Deutschland und der Welt ist, wie das Institut mitteilt, auf Mitte Dezember verschoben worden. Vorläufig liegt bloß der Teil B des Heftes 3 der Vierteljahreshefte zur Konjunkturforschung vor, in dem die Konjunktur der einzelnen Wirtschaftszweige einer eingehenden Prüfung unterzogen wird. Zur Lage der Landwirtschaft wird in diesem Heft festgestellt, daß sich trotz steigender Getreidepreise eine krisenhafte Verschärfung ergeben hat. Durch die Preisabschläge für Vieh, Milch und Eier sind die „bisher als recht krisenfest angesehenen“ bäuerlichen Veredlungswirtschaften in besonderem Maße betroffen worden. Produktion und Beschäftigung der Industrie sind in den letzten Monaten weiter zurückgegangen. Die Produktionsindexziffer des Instituts sank von 73.2 Prozent im Juli auf 66.3 Prozent im September. Die Zahl der beschäftigten Arbeiter verringerte sich gleichzeitig von 53,1 Prozent der Kapazität auf 49.0 Prozent. Von dem Rückgang wurden besonders die Produktionsgüterindustrien erfaßt. Als verhältnismäßig widerstandsfähig haben sich(produktionsmäßig) nur die Textilindustrie, die Lederindustrie und die Funkindustrie erwiesen. Von besonders aktuellem Interesse dürften die Feststellungen über die Konjunkturentwicklung in der eisenschaffenden Industrie sein. Immer mehr wird die Eisenindustrie mit ihrem Absatz auf die Auslandsmärkte gedrängt. Während die Rohstahlgewinnung vom Januar 1929 bis August 1931 um 55 Prozent zurückging, verminderte sich der reine Inlandsabsatz um 73 Prozent. Gegenwärtig werden mehr als drei Viertel der deutschen Erzeugung zu Weltmarktpreisen abgesetzt, die, nicht zuletzt infolge der Pfundentwertung, einen außerordentlichen Tiefstand erreicht haben. Das Institut hält eine Preisherabsetzung für wünschenswert. Katastrophal ist die Schrumpfung am Baumarkt. Die in Angriff genommenen Bauten im Wohnungs- und gewerblichen Bau der Groß- und Mittelstädte sind im dritten Vierteljahr auf weniger als ein Drittel des Vorjahres gesunken. Die Zusammenbrüche von Bauunternehmungen lagen mit 247 Konkursen und 138 Vergleichsverfahren in den Monaten Juli bis Oktober 1931 um 79 Prozent über denen des Vorjahres. Die Baustofferzeugung ist seit ihrem konjunkturellen Höhepunkt im Juni 1929 um rund 60 Prozent zurückgegangen und hat den Tiefpunkt der Krise 1925/26 bereits beträchtlich unterschritten. Die scheinbar verhältnismäßig günstige Lage der Textilindustrie muß nach Ansicht des Instituts für Konjunkturforschung mit einer gewissen Skepsis beurteilt werden. Eine Absatzverminderung konnte in diesem Industriezweig in den letzten Monaten hauptsächlich dadurch vermieden werden, daß der Konsum in beträchtlichem Umfang unter Zuhilfenahme der Sparguthaben zu Voreindeckungen aus einer gewissen Sachwertpsychose heraus geschritten ist. Ferner hatte die zeitweilige Steigerung der Rohstoffpreise zur Folge, daß der Einzelhandel seine Lagerbestände vergrößerte. Und schließlich konnte aus denselben Ursachen heraus auch die Textilwarenausfuhr erhöht werden. Es ist aber nicht damit zu rechnen, daß diese drei Faktoren sich auch in der nächsten Zukunft für die Textilindustrie stützend auswirken könnten.(Verminderter Wettbewerb durch die Pfundentwertung.) den, haben sich leider noch nicht voll erfüllt. Die Bestände an Gold und deckungsfähigen Devisen sind um.9 Millionen auf 1175.2 Millionen Reichsmark zurückgegangen. Im einzelnen haben die Goldbestände um.6 Millionen auf 1004.9 Millionen Reichsmark abgenommen, die Bestände an deckungsfähigen Devisen um.7 Millionen auf 170.3 Millionen Reichsmark zugenommen. Infolge der Vergrößerung des Notenumlaufs ging die Deckung der Noten durch Gold und deckungsfähige Devisen auf 25,3 Prozent gegen 27.5 Prozent in der Vorwoche zurück. Quer durch die Wirtschaft Die Erwägungen über die beabsichtigte große-Bankenfusion sind noch immer nicht zum Abschluß gelangt. Im Vordergrund der Erörterungen steht jetzt das Projekt Commerzbank-Danatbank, aber auch hier sind Entscheidungen noch nicht getroffen. Die Auslandsbörfen Newyork: weiter schwach Newyork, 2. Dezember. Die Tendenz war heute bei mehrfachen SchwanMlungen weiter überwiegend schwach. Das englische Pfund tendierte wieder recht schwach. Eine Besserung des Kurses wurde darauf zurückgeführt, daß englische Exporteure Tauschoperationen fremder Valuten gegen Pfund vornahmen. Zu Beginn des Verkehrs ergaben sich kleine Abschwächungen, die im Verlaufe ein Ausmaß von 1 bis 3 Dollar erreichten. Auf Deckungen setzte dann eine Besserung ein, die aber gegen Mittag einer neuen Abschwächung Platz machte. Die Verluste gegen gestern betrugen allgemein 1 bis 5 Dollar. Der Bondsmarkt lag wieder schwach, vor allem für deutsche Werte. Industrieobligationen und Anleihen in Newyork 5½% Commerzbank 1937.... 6% Deutsche Bank und Diskonto-Ges. 1932.... 6½% Hapag 1940 6% Nordd. Llovo 1947..... 6% Gelsenkirchen 1934 7% Rheinelbe Union ohne Opt. 1946....... 6% Rhein.-Westf. Elektr.-Werke 1955...... 7% Rhein.-Westf. Elektr-Werke 1950...... 6% Rhein.-Westf. mit Option 1953....... 7% Hugo Stinnes 1946.... 7½% Leonhard Tietz A. G. ohne Opt. 1946 6% Ver. Elektr.-Werke Westf. 1953 6% Rhein.-Westf. Wasserwerke 1953...... 6½% Ver. Stahl Serie A. o. Opt. 1951...... 6% Karstadt 1943 6½% Ruhrgas 1833„. 4 1946 7% Deutsche Reparations-Anleihe(Dawes-Anl.) 1949 6½% Preuß. Staatsanleihe 1951..... 5½% Deutsche Reichsanleihe(Voung) 1965. Die übrigen Auslandsbörfen London: Stetig. Amsterdam: Nach weiterer Abschwächung erholt. Paris: Unregelmäßig— Schluß erholt. Brüssel: Nach scharfen Rückgängen auch gebessert. Mailand: Abgeschwächt. Zürich: Stärkere Rückgänge. Wien: Weiter fest. Vor dem Amtsgericht Hagen fand eine Gläublgerversammlung der Firma Gebrüder Elbers AG.(Hagen) statt. 98 Prozent der Gläubiger stimmten dem bekannten Liquidationsvergleich zu. * Die Braunkohlen und Brikettwerke Roddergrube A6. in Brühl bei Köln nimmt auf Grund der Dividendenhalbierung beim RWE. eine entsprechende Dividendensenkung von 30 auf 15 Prozent vor. Nach dem bekannten Interessen-Gemeinschaftsvertrag garantiert das RWE, der Roddergrube die dreifache eigene Dividende. * Die seit 1918 bestehende Bank für Handel und Grundbesitz In Frankfurt a.., eine Gründung des Frankfurter Haus- und Grundbesitzes, het ihre Schalter geschlossen. Die Bank strebt einen gerichtlichen Vergleich an. * Der Ausnahmefall, daß auch heute noch Dividendenerhöhungen vorkommen, liegt jetzt bei der Dessauer Werke für Zucker- und chemische Industrie-AG. vor, die die Verteilung von 8 Prozent Dividende vorschlägt gegenüber 7 Prozent im vorigen Jahr. Amlliche Dertsenkunge Berlin, den 2. Dezember 1931 * cheintod g, 2. Dezember. ein furchtbares Er versetzt. Die Zeit krank war, bar das Leben und das Begräbnit hlossen wurde, nahen Abschied von , die sich kalt in ging der Leichenourde ins Grab ge Trauergäste entfern zugeschaufelt. Den aber, daß er ein sem Sarge ver: auszugraben und zu Trauernden her und enen. In kurzer f d e m Toten. Erst als sic en, wurde der Satz fand die Frau n H a a r e n v e r“ Wiederbelebungsverie Unglückliche, im Sargerstickt Reichsbank-Diskont%, Lombardsatz 100 Das Pfund flüchtet ins Ausland Wieder Hochkonjunktur in Luxemburg— Auch eine Flucht in die Sachwerte. Die Abwärtsbewegung des englischen Pfundes an den internationalen Devisenplätzen hat sich gestern weiter fortgesetzt. Ueberall waren weiter Blankoabgaben zu verzeichnen. Den niedrigsten Stand erreichte das Pfund in der Schweiz, und zwar mit 16.60 bis 16.70 Schweizer Franken, also etwa 13.45 Reichsmark. In Londoner Finanzkreisen nimmt man jetzt an, daß die Verkäufefür holländische Rechnung aufgehört haben. Aus dem gestern erschienenen Ausweis der Niederländischen Bank per 30. November ist zwar nicht zu ersehen, welchen Betrag die Bank durch ihre Pfundguthaben verloren hat. Es läßt sich lediglich feststellen, daß sich das Devisenkonto um 9 Millionen Gulden verringert hat, woraus zu schließen ist, daß der Pfundbesitz der Bank, soweit er nicht an die niederländische Regierung verkauft wurde, bereits realisiert ist. Ist so. wie man in Londoner Finanzkreisen annimmt, ein großer Beunruhigungsfaktor der letzten Tage verschwunden, so hat die Ankündigung des englischen Schatzamtes, daß es der Bank von England bis zum 15. Dezember gestattet worden sei, den ungedeckten Notenumlauf bei 275 Millionen Pfund Sterling zu belassen, eine neue Beunruhigung an den Markt getragen. In früheren Fällen wurde stets die erhöhte NotenWestsaten und Tihelnzereing n . Der 40jährisk kichter in Delis! seine 16 Jahre als die Hilferufe verhaftet. Er#### ingt, um Selbstmoc Einen bösen Reinllenburger, in“s r. Der Mann,, Neumünster gebürig en, hatte den Einfoh urde allmählich i sann die Gelegezig hwinden. Jetzt o dem Richter zu Gefängnis erkann Evangelische Tagung in Iserlohn Iserlohn, 2. Dezember. Der Verein für Innere, ##ion der evangelischen Kirche in der Grafschaft Mark ## in Iserlohn sein Jahresfest ab. Nach Festgottes###sten in den drei Kirchen der Stadt fand abends eine ###eindeversammlung statt, in der Pfarrer Niemann ##inster).,„Geschäftsführer des Provinzialverbandes für mere Mission, Pfarrer Heilmann(Gladbeck), der ##er der evangelischen Volksmission in Westfalen, und ###ürer Dr. Winckler(Witten), der Direktor des Evan#chen Presseverbandes, sprachen. Am Montag früh ##en Schulgottesdienste in den Kirchen unter großer ##eiligung statt. Im Anschluß an sie nahmen die Lehder Schulen zahlreich an der Jahresversammlung Vereins teil. In ihr legte Pfarrer Heilmann den ##esbericht und den Arbeitsplan vor. Mit großer eynung nahm die Versammlung sodann den Vortrag n 2. Hymmen(Münster) über„Der Kollektivmensch die Innere Mission“ entgegen. Schmuggel-Schöffengericht in Coesfeld I. Loesfeld, 2. Dezember. Die Absicht, für den west#erländischen Grenzbezirk ein besonderes Schöffenzu schaffen, dem in allererster Linie die zahl#en Schmuggelfälle zur Bearbeitung zu überweisen wird nunmehr Wirklichkeit werden. Durch eine Plugung des preußischen Justizministers wird zum * Januar die Einrichtung eines besonderen Schöffenes für die Amtsgerichtsbezirke Ahaus, Bocholt, 2 g. Coesfeld, Gronau und Breden mit dem Amtsverwaltungssitz in Coesfeld angeordnet. Das Schöffengericht wird künftig alle Straftaten abzuurteilen haben, die sonst aus den genannten Bezirken dem sogenannten Kleinen Schöffengericht in Münster überwiesen wurden. Zwei Wilderer unter Mordverdacht Freienohl, 2. Dezember. Die Mordkommission der Landeskriminalstelle hat gestern abend zwei als Wilderer bekannte Einwohner aus Freienohl festgenommen, die in dem Verdacht stehen, am vergangenen Mittwoch den Mord an dem Förster Stock begangen zu haben. Die Verhafteten bestreiten, auf den Förster geschossen zu haben. Sie geben aber zu, am Mordtage in der Nähe des Tatortes geweilt zu haben, und daß eine von der Mordstelle 350 Meter entfernt aufgefundene Schußwaffe ihnen gehört. Beamtenkundgebung Essen, 2. Dezember. Das Bezirkskartell RheinischWestfälisches Industriegebiet des Deutschen Beamtenbundes hatte für vergangenen Sonntag seinen Hauptausschuß zu einer außerordentlichen Tagung nach Essen einberufen, um organisatorische und beamtenpolitische Fragen zu besprechen. Mehr als 400 Vertreter und Gäste hatten sich zu dieser Tagung eingefunden. Der Leiter der Organisationsabteilung des DBB., Rausch (Berlin), sprach zunächst über Organisationsfragen. Nach einer längeren Aussprache, in der die Zersplitterungsbestrebungen von allen Rednern sehr scharfe Verurteilung fanden, wurde eine Entschließung im Sinne der Ausführungen des Redners angenommen, die sich gegen jeden weiteren Gehalts= und Lohnabbau ohne gleichzeitige wirksame Senkung der gesamten Lebenshaltungskosten wendet. Die Einkommen der im grenze um vier Wochen verlängert. Aus der Verlängerung um nur vierzehn Tage schließt man, daß sich noch vor Weihnachten eine Erhöhung des Notenumlaufs nicht werde umgehen lassen. Schon jetzt machen sich in England Anzeichen für eine Flucht der englischen Bevölkerung in die Sachwerte bemerkbar, aber auch die Flucht des englischen Kapitals ins Ausland nimmt bereits bedenkliche Formen an. In der Hauptsache wendet sich das britische Kapital nach Luxemburg. Einstmals war das kleine Großherzogtum Luxemburg die Hochburg einer großen Zahl deutscher Kapitalflüchtiger. Jetzt sind es englische Geldleute, die große Vermögenssummen hier investieren. Es sind im Laufe der letzten Woche zwölf große Gesellschaften gegründet worden, die als englische Tochtergesellschaften gelten können und über gewaltige Kapitalien zu verfügen haben. Eine der Gesellschaften hat ihr Kapital mit 180 Millionen Reichsmark angegeben. Die anderen Aktiengesellschaften stehen nicht viel zurück. Durchschnittlich bringen die Gesellschaften etwa 12 Millionen Reichsmark mit. Der Aufsichtsrat der Gesellschaften setzt sich aus einer Anzahl von Luxemburgern zusammen. Diese Namen kehren aber in den Aufsichtsratslisten der neugegründeten Firmen immer wieder und man merkt, daß es nur Strohmänner sind. Die Ultimobeanspruchung der Reichsbank Der neue Ausweis Die Zunahme der Ausleihungen der Reichsbank zum Ultimo November hielt sich, wie aus dem Reichsbankausweis vom 30. November zu ersehen ist, durchaus in normalem Rahmen. Man hatte eine nicht unbeträchtliche Anspannung erwartet, da die Ansprüche gegen Jahresende in der Regel erheblich zunehmen. Hinsichtlich der weiteren Entwicklung kann daher auch mit großer Wahrscheinlichkeit angenommen werden, daß sich die Ansprüche im Dezember infolge des großen Geldbedarfs zur Weihnachtszeit und wegen der zu dieser Zeit steigenden Nachfrage seitens der öffentlichen Stellen noch verstärken werden. In der letzten Novemberwoche ergab sich bei der Reichsbank eine Zunahme der Ausleihungen um 437 Millionen Reichsmark. Da jedoch in den Vorwochen eine relativ starke Erleichterung eingetreten war, wird trotz der jetzigen Zunahme der hohe Stand der Reichsbankforderungen vom Ultimo Oktober nicht erreicht, vielmehr bleiben die Wechsel- und Scheckbestände mit.90 Milliarden über 100 Millionen hinter dem Stand von Ende Oktober zurück. Nur die Lombardbestände haben eine Zunahme gegen die gleiche Zeit des Vormonats zu verzeichnen(um 135.3 auf 254.3 Millionen). Aus der Erhöhung der sonstigen Aktiven geht hervor, daß das Reich wieder den Betriebskredit bei der Reichsbank, allerdings nicht in der Höhe wie im vergangenen Monat, in Anspruch genommen hat. Entsprechend der Zunahme der Ausleihungen hat der Notenumlauf eine Ausweitung um 375 Millionen Reichsmark erfahren, bleibt aber mit 4,64 Milliarden um etwas über 100 Millionen unter dem Vormonatsstand, der eine Rekordhöhe bedeutet hatte. Die Hoffnungen, daß die verschärften Maßnahmen der Reichsbank auf dem Devisenmarkt eine nachhaltige Besserung der Devisenbilanz herbeiführen würrheinisch=westfälischen Industriegebiet beschäftigten Beamten und Lehrer seien infolge der mehrfachen allgemeinen und 1927 im Industriegebiet besonders durchgeführten Gehaltskürzungen schon jetzt nicht nur erheblich unter die Bezüge vor der Besoldungsregelung von 1927, sondern auch unter die Bezüge vor der Besoldungsregelung von 1924 gesunken. Eine weitere Senkung des Realeinkommens schädige Wirtschaft und Handel. Durch Gas zu Tode gekommen Velbert, 2 Dezember. In der Wohnung des Buchdruckers Schulten bemerkte man gestern morgen starken Gasgeruch. Als die Tür gewaltsam erbrochen wurde, fand man Schulten, seine Ehefrau und seinen 16 Jahre alten Sohn bewußtlos auf. Die Gasvergifteten wurden ins Krankenhaus gebracht, wo bei der Frau der inzwischen eingetretene Tod festgestellt wurde. Der Vater und Sohn befinden sich noch in Lebensgefahr. Wie die Polizei zu dem Fall mitteilt, hat Schulten sich, seine Frau und seinen Sohn durch Leuchtgas töten wollen. Aufspürung eines Wechselfälschers Wuppertal, 2. Dez. Durch einen Zufall kam die Wittenberger Kriminalpolizei einem Wechselfälscher auf die Spur, dessen Personalien durch Polizeifunk allen Polizeibehörden bekannt gegeben worden sind. Es handelt sich um den Kaufmann Adolf Becker aus Elberfeld der nach Unterschlagungen und Wechselfälschungen in Höhe von 100000 Mark geflüchtet war. Die Ermittlungen der Kriminalpolizei ergaben, daß Becker sich in Berlin einen Kraftwagen kaufte, mit dem er seine Flucht nach Wittenberge fortsetzte. In Wittenberge stieg Becker in einem Hotel ab. Nach seiner Abreise, fand das Zimmermädchen die Brieftasche des Flüchtlings, in der seine Papiere und 2660 Mark Bargeld enthalten waren. Da Beckers Schwiegermutter in Bünde(Altmark) wohnt und er sich im Hotel nach dem Wege nach Stendal erkundigte, nimmt man an, daß er sich zur Im Zusammenhang mit der Gründung des Internationalen Drahtverfeinerungsverbandes fand in Brüssel auch eine Sitzung des Internationalen Walzdrahtverbandes statt, in der, wie WTB.-Handelsdienst erfährt, alle die Verlängerung des Verbandes betreffenden Fragen endgültig geregelt worden sind. Strittige Fragen sind nicht mehr vorhanden. Auch der Internationale Verband für sechseckiges Drahtgeflecht konnte in Brüssel wieder errichtet werden. * Am Sonntag wurde in seiner Wohnung der Berliner Textilindustrielle Artur Ury, der ehemalige Generaldirektor der Firma Gebrüder Simon, und Bruder des vor kurzem gestorbenen Malers Ury. tot aufgefunden. Wie erst detzt bekannt wird. hat Ury durch Vergiften Selbstmord verüht. Wirtschaftliche Schwierigkeiten sollen der Grund zur Tat gewesen sein. * Der Gläubigerschutzverband der Berliner Bank für Handel und Grundbesitz AG. In Berlin teilt mit, daß die Reichsbank die am 5. Dezember 1931 fälligen Wechsel, die von Kunden der Berliner Bank für Handel und Grundbesitz akzeptiert sind und für die eine hypothekarische Sicherstellung erfolgt ist, zur Ersparung von Kosten für die Einleger nicht protestieren wird. * Die Zinnfirma E. F. Ohles Erben A6. In Breslau, die am 10. November ihre Zahlungen einstellte, hat jetzt beim Amtsgericht Antrag auf die Eröffnung des Konkursverfahrens gestellt. Die österreichische Kreditanstalt hat sich jetzt regelrecht unter die Kontrolle ihrer ausländischen Gläubiger stellen müssen. Ob das betreffende Abkommen die erhoffte Beruhigung der österreichischen Wirtschaft wird herbeizuführen vermögen, wird man einmal abwarten müssen. Nach Pariser Meldungen sind zwei weitere französische Banken zusammengebrochen. So schlossen die Landwirtschaftsbank in Reims und eine Bank in Lyon ihre Schalter. Die Passiven belaufen sich auf zusammen etwa 10 Millionen Reichsmark. Berliner Produktenbericht Berlin, 2. Dezember 1331 Kanich ustgnasche fonen Schast aut schnien er ihchengen sonst oer 100 Klograng— Weizen märk. Roogen märk. NeueWintergerst Hafer m irk., Weizenmehl Weizenkleie Roggenkleie Viktoriserbsen Kleine Erbsen („Jalle 1 vonge 17.020 0170 20 17 0 19.017 019.0 16.18 016 5 18.0 170 0 11 012511.012 13.0 15 013.-15.0 Futtererbsen Peluschken Ackerbohnen Wicken... Blaue Luoinen Gelbe Luoinen Seradella neu—.—.—. Rapskuchen..—.—.—.—. Leinkuchen. 13.-13-2s13.-13.4 Trocken-Schnitzel 6. 10-.20 6. 10-.20 Kartoffelfliocken—.—.—.—. Berliner Metallnotierungen Berlin, den 2. Dezember 1931 Aie feun eunichen eched uste braschans enstiche und Bezahlung für je 100 Klogramm! Glektrolytkupfer(wirebars) prompt, cif Hamburg. Bremen oder Rotterdam Standard-Sler per Originalhüttenaluminium 98—99%. in Blöcken gesgl. in Walz- oder Drahtbarren Banka-, Straits-, Australzinn in Verkäuferswahl Höttenzinn, mindestens 99%. Reinnickel, 98-99% Antimon-Regulus Silber, 1 Kilogramm, ca. 1000 Feinheit Gold, 10 Gramm............. Altolatin per Gramm(Abfälle) Circapreis. Techn, reines Platin per Gramm. Oetalloreis I. Oeremder 65.25 170.00 174.00 350.00 50.00—52.00 33.50—43.00 I. Oonenber 65.50 170.00 14.00 350.00 50.00—54.00 41.00—44.50 Zeit in der Altmark aufhält.— Bei Jagel am Elbufer wurde eine Aktentasche gefunden, die dem Flüchtigen gehörte. Die Tasche enthielt einen umfangreichen Schriftwechsel mit führenden Banken und Industrieunternehmen aus Köln, Duisburg und Wuppertal, u. a. zahlreiche Wechsel= und Scheckformulare, außerdem fällige Wechsel über insgesamt 11500 Mark. Becker hatte sich allem Anschein nach dieser Papiere entledigen wollen. Wie noch bekannt geworden ist, hat sich im Zusammenhang mit dieser Wechselfälschungsaffäre ein Angestellter der Firma Becker erschossen und eine Kontoristin vergiftet. Raubüberfall in einem Baubüro Köln, 2. Dezember. Dienstag abend, gegen 7 Uhr, wurde im Büro eines Bauunternehmers in Köln=Mülheim ein Raub verübt. Zwei junge Burschen drangen in das Büro ein, hielten die Büroangestellten mit Schußwaffen in Schach und raubten drei Kassetten mit etwa 2500 Reichsmark. In einer der Kassetten befanden sich außerdem Geschäftspapiere, Quittungen und Wechsel. Die Täter hatten abgeschnittene Strümpfe als Masken über das Gesicht gezogen. □ Keine Schließung von westfälischen Provinzialheilanstalten. Die Pressestelle des Landeshauptmanns teilt mit:„Die von einer Anzahl Zeitungen gebrachte Nachricht, daß bestimmt mit der Schließung von zwei Provinzialheilanstalten zu rechnen sei, entspricht nicht den Tatsachen. Zwar ist bei den Verhandlungen über die wegen der schwierigen Finanzlage in allen Zweigen der Provinzialverwaltung notwendigen Sparmaßnahmen auch der Plan erwogen worden, durch Schließung von Anstalten eine Verbilligung der Anstaltsfürsorge zu erzielen. Doch ist dieser Gedanke über das Stadium der Erwägungen nicht hinausgekommen und einstweilen ganz fallen gelassen worden. Bochumer Anzeiger u. Gen. Anz. Lachen, Epter undd Donnerstag, 3. Dezember 1931 Ratschläge für den Skiläufer Neuanschaftung der Ski-Ausrültung Da die Zahl der Anhänger des weißen Sportes von die Zahl der Anhänger des weißen Sportes Jahr zu Jahr wächst, und viele den Wunsch haben, ihre Jahr zu Jahr wächst, und viele den Wunsch haben, Ski=Ausrustung zu vervollständigen oder neu zu beschaffen, soll hier im folgenden eine kurze Anleitung für den Einkauf des Skigerätes und der Skikleidung gegeben werden: I. Das Skigerät Für den Einkauf von Skiern beachte man folgende Punkte: 1. Die Skier seien so lang, daß man, wenn sie senkrecht neben einem stehen, mit dem Handteller bequem die Spitze berühren kann. 2. Ob man beim Einkauf Skier aus Eschenholz oder Hickory nimmt, ist eine Frage des Geldbeutels. Man achte darauf, daß die Aufbiegung vorne nicht zu hoch ist, und daß die Mittelbiegung(die sogenannte Spannung) derart ist, daß, wenn man sich auf beide Skier stellt, die ganze Lauffläche den Boden berührt. 3. Das Holz soll parallel gefasert sein, eine gewisse Elastizität besitzen und in der Aufbiegung und in der Nähe der Bindungen möglichst astfrei sein, da sonst zu leicht Brüche auftreten. 4. Die Farbe der Skier ist Nebensache. Man achte nur darauf, daß nicht durch die Farbe Holzfehler verdeckt werden. 5. Die Führungsrinne(auf der Lauffläche) muß gehobelt sein und gerade verlaufen. Den Einkauf von Skischuhen besorgt man am besten beim Fachmann. Sie sollen aus einem Stück Leder gearbeitet und wasserdicht sein. Die Sohle muß stark und widerstandsfähig sein. Die Schuhe sollen so weit sein, daß man bequem zwei Paar dicke Socken drin tragen kann. Wer sich die verhältnismäßig teueren Skischuhe nicht leisten kann, begnüge sich im ersten Winter mit einem Paar derben Schuhen mit starker Sohle. Die Skistöcke seien so groß, daß sie in die Achselhöhle passen. Ob die Stöcke aus Hasel, Bambus oder Tonking sind, ist ziemlich gleichgültig. Man achte darauf, daß am oberen Ende eine gute breite Schlaufe befestigt ist. Die Schneeteller, die sich am unteren Ende des Skistockes befinden, seien groß genug und dicht durchflochten. Wichtig ist dann noch die Bindung. Da fast 90 Prozent aller Skifahrer die Huitfeld=Bindung benutzen, wird man sich als Anfänger diese zweckmäßig beschaffen, da sie sich in der Praxis aufs beste bewährt hat. Seit kurzem benutzt man statt der bisher üblichen Stemmlochbindung eine aufschraubbare, die viel Gutes für sich hat. Mit den gekauften Schuhen geht man am besten zu einem Fachmann, um sich die Backen anpassen zu lassen. Hierbei achte man darauf, daß der Schuh fest in den Backen sitzt und sich nicht— es sei denn mit den Skiern— bewegen läßt. II. Die Bekleidung Die Bekleidung des Skifahrers sei vor allen Dingen zweckentsprechend, d. h. sie sei nicht zu schwer und beengend, sondern lose anliegend und warm. Unter diesem Gesichtspunkte tätige man auch den Einkauf. Am besten bewährt sich immer noch die lange Skihose aus Gabardine, Cord oder Trikot. In den letzten Jahren hat die Bekleidungsindustrie sehr schöne Skianzüge herausgebracht, die sowohl den Zweck als auch den Geschmack des einzelnen berücksichtigen. Neu ist in diesem Jahre eine Skihose, die durch ein patentiertes Verfahren eine schneefreie Abschließung des Fußes ohne Bänder ermöglicht. Zur vollständigen Ausrüstung des Skifahrers gehören dann noch dicke Socken aus Schafwolle oder Ziegenhaar, ein Paar gute Skifäustlinge aus Segeltuch mit Patentschnalle und langen Stulpen, zum Schutze der Augen bei Sonnenschein und Nebel eine Schneebrille, ein Schal und eine Skimütze. Sehr praktisch ist die vom DSV. herausgebrachte Mütze mit Nacken= und Ohrenschutz. Eine warme Aermelweste oder ein Pullover und eine gute Windjacke vervollständigen den Anzug. Wenn man eine Skiwanderung macht, muß man außerdem einen guten Rucksack besitzen. Dieser sei groß genug und mit breiten Tragriemen versehen. Ein Rucksack, der allen Anforderungen genügt, ist von Professor Janner in Innsbruck zusammengestellt worden. Im allgemeinen genügen aber auch die im täglichen Gebrauch üblichen Rucksäcke. Bevor man nun seine ersten Skiversuche macht, besorge man sich noch eine Dose Steigwachs für Pulverschnee und eine Dose Gleitwachs. Dann vertraue man sich einem bewährten Skiläufer an und höre nicht auf die guten Ratschläge, die man von allen Seiten bekommt. Wer jedoch Gelegenheit hat, einen Skikursus mitzumachen, der verabsäume diese Gelegenheit nicht, denn er ist immer noch der leichteste und einfachste Weg, das Skilaufen zu erlernen. IIt alles in Ordnung? Mehr als jeder andere Sport erfordert der Schneeschuhsport schon lange vorher eine eingehende Beschäftigung mit all den Geräten und Teilen, die zu seiner Ausübung erforderlich sind. Wer im Winter mit seinen Brettern die märchenhafte Schönheit der Winterlandschaft erlebt hat, der wird seinen liebevollen Gefährten in glückseligen Stunden auch die Pflege angedeihen lassen, die zum ungetrübten Genuß der Winterfreuden erforderlich ist. Schon jetzt holt man zweckmäßig seine Bretter hervor und überzeugt sich von ihrer Beschaffenheit. Sind sie im vergangenen Frühjahr richtig behandelt worden, d. h. sind sie sauber von Wachs gereinigt und mit einer Mischung von zwei Teilen Leinöl und einem Teil Petroleum gut durchtränkt worden, dann haben sie die Sommerzeit im allgemeinen gut überstanden. Hierzu gehört allerdings noch, daß sie in der richtigen Weise verpackt und aufbewahrt waren. Dies geschieht am besten in der Weise, daß man sie, wie beim Einkauf vorgeschrieben, mit Hilfe von Holzklötzchen einspannt, um die notwendige Spannung zu erhalten. Trotzdem aber ist es möglich, daß die Skier im vergangenen Winter Schaden gelitten haben. Wenn die Gleitfläche ihre erforderliche Glätte verloren hat, muß sie leicht nachgehobelt werden. Alsdann genügt zur Benutzung nicht das einfache Wachsen— da die Reibungsflächen gelitten haben— sondern die Gleitflächen müssen zu wiederholten Malen mit Fichtenholzteer durchtränkt werden. Diese Arbeit überläßt man jedoch besser einem Fachmann. Will man diese Arbeit aber selbst ausführen, so legt man die Skier zweckmäßig auf die Lehnen von zwei Stühlen, und zwar so, daß die Spitze und das Ende des Skis auf den Lehnen aufliegen. Auf dem Fußboden breitet man Zeitungspapier aus, da durch das Abtröpfeln des Teers sonst leicht Flecke entstehen, die schwer zu beseitigen sind. Nach dieser Vorbereitung kann das eigentliche Teeren beginnen. Zu diesem Zweck tupft man auf die mit der Lauffläche nach oben liegenden Skier den im Handel zu habende Fichtenholzteer und verteilt diesen gleichmäßig mit einem heißen Bügeleisen oder Skibügeleisen. Da hierbei naturgemäß weniger angenehme Rauchschwaden entstehen, ist es ratsam, sich hierfür nicht die beste Stube auszusuchen. Die Laufrinnedarf nicht geteert werden. Um dieses zu vermeiden, bestreicht man sie vor Beginn des Teerens mit Leinöl. Auch all die anderen Geräte erfordern eine eingehende Ueberprüfung. Sein Hauptaugenmerk richte man auf seine Skischuhe. Nicht zu vergessen ist die Bindung, die ja mit am meisten beim Skifahren leidet. Auch all die anderen Teile wie Windjacke, Schneebrille, Anzug und Rucksack unterziehe man einer eingehenden Prüfung, denn auch sie können bei einem unfreiwilligen Sturz gelitten haben. die Zuneigung Fernstehender. waren zu verzeichnen, als die Aufnahme in den Westdeutschen Spielverband erreicht wurde. In den Jahren 1910 bis 1914 hatte der Verein eine Glanzzeit zu verzeichnen. Aber da brach der Weltkrieg herein. Nicht weniger als hundert Mitglieder eilten zu den Fahnen. Aber erst, als die noch überlebenden Kriegsteilnehmer aus dem Felde zurückkehrten, konnte die Vereinsarbeit wieder aufblühen. Den gefallenen Kameraden hat der Verein eine wundervolle Gedächtnistafel gewidmet. Zu Ehren der 53 gefallenen Helden versammeln sich Mitglieder, Angehörige, Freunde und Gönner des ErV. alljährlich zu der berühmt gewordenen Gedächtnisfeier am Buß= und Bettag.„ Nach dem Kriege erkämpfte der Vereine sich die höchste Fußballklasse, die Bezirksliga, in der er sich ausgezeichnet geschlagen hat. Die rege Vereinstätigkeit in allen Sportzweigen hat ihre Früchte getragen. Vor allem hat die stets vorbildliche Jugendarbeit dem STV. Werne einen Grundstock geschaffen. Eine schlichte Feier in den Sälen des Vereinsheims wird der Bedeutung dieses großen Tages am 6. Dezember Rechnung tragen. Zwei Nachbarn kämpfen Boxring 29 gegen Faustkämpfer Wattenscheid. Für Freitag hat sich der Boxring die Boxmannschaft Faustkämpfer Wattenscheid, verpflichtet. Die Wattenscheider stellen eine Staffel von guten Ruf und man darf gespannt sein ob Boxring, der sich in Wattenscheid mit einem Unentschieden begnügen mußte, im Pesdoent“ ai, aie Lohziong(Poh., Basis Brecklinghaus(.)— Korte(.), Federgewicht: Berg, mann(.)— Kujawski(.), Leichtgewicht: Reiche (.)— Kirstein(.), Weltergewicht: Conrad(M) — Silberkuhl(.), Bader(.)— Damaschke(B) Mittelgewicht: Rotthof(.)— Kuhnhee(.), Halb, schwergewicht: Reichenberg(.)— Marienfeld(.) Larry Gains schlägt Griselle k. o. In Leicester traf der französische Schwergewichtler Maurice Griselle auf den ausgezeichneten Kanadier Larry Gains. Gains war seinem Gegner so überlegen, daß der Ringrichter den Kampf in der achten Runde stoppen mußte und ihn zum Sieger ausrief. Vom Turf Enghien, 2. Dezember 1. Rennen: 1. Fine Orange(Lacaze), 2. Castiz, lan, 3. Morceau de Roi. Toto: S. 67, Pl. 27, 145, 22. 2. Rennen: 1. Catimini(Davaze), 2. Alta, 3. Li. lium. Toto: S. 90, Pl. 29, 18, 14. 3. Rennen: 1. Noli Tangere(Hamel), 2. Gloria III, 3. La Fossette. Toto: S. 103, Pl. 31, 16, 27. 4. Rennen: 1. Roquesteron(Bagniard), 2. Paray le Monial, 3. Malek. Toto: S. 216, Pl. 61, 33, 33. 5. Rennen: 1. Palluau(Plaine), 2. Sanscrit, 3. Silver King. Toto: S. 64, Pl. 24, 30, 42. 6. Rennen: 1. Whist Pink(Simmons), 2. Doubled Slam, 3. Carira. Toto: S. 30, Pl. 16, 43, 21. Zwerophzer Schön Goebel und Hürtgen Miethe führen in Köln 25 Jahre STV. Werne Einer der stärksten Sportvereine unserer Heimat, der STV. Werne, blickt am 6. Dezember auf sein 25jähriges Bestehen zurück. Am 2. Dezember 1906 gründeten junge sportbegeisterte Leute in der Wirtschaft Pamp in Laer den„Spiel= und Sportverein" Werne. Der erste SpielKr Köln, 2. Dezember. Auch die fünfte Nacht des Kölner Sechstagerennens brachte den Veranstaltern einen großen Erfolg. Die Rheinlandhalle war bis auf den letzten Platz besetzt. Sportlich war diese Nacht von allen Nächten die ereignisvollste. Während der Dienstagnachmittag und die ersten Abendstunden ziemlich ruhig verliefen, wurden die Fahrer am späten Abend wieder sehr aktiv. Es gab Vorstöße, Rundenverluste und Rundengewinne, so oaß in der Halle die beste Stimmung herrschte. Als aber mitten in der=Uhr=Wertung plötzlich und überraschend der Liebling des Kölner Sechstagepublikums,„Uehm“ Hürtgen, mit seinem Partner Miethe lossauste und in einem erbitterten Kampfe dem bis dahin führenden Paar Schön=Goebel eine Runde abnahm, brach in der Rheinlandhalle ein unbeschreiblicher Jubel los. 6000 Zuschauer tobten, wie man es bisher noch nie bei einem Sechstagerennen erlebt hat. Dieser Vorstoß von Hürtgen=Miethe war das Signal zu einer Reihe anderer Ueberrundungsversuche, die aber keine wesentliche Veränderung in den Stand des Feldes brachten. Der Mittwochnachmittag verlief, bis auf einige Vorstöße der weiter zurückliegenden Paare, sehr ruhig. Erwähnenswert ist der außerordentlich starke Besuch. Es waren etwa 5000 Menschen in der Halle. Auch bis zur 10=Uhr=Wertung ereignete sich nichts Besonderes. Die Spurts, um 10.30 Uhr ausgefahren, wurden von Tietz, Buschenhagen, Pijnenburg, Goebel gewonnen. Nach der dritten Wertung stürzte Pijnenburg und das Rennen mußte für eine Viertelstunde neutralisiert werden. Ein Versuch Buschenhagens— Frankensteins, das Feld zu überrunden, mißglückte. Kurz nach 10.30 Uhr stieß plötzlich Goebel vor. Es gelang ihm mit seinem Partner Schön, dem gesamten Felde überraschend schnell eine Runde abzugewinnen und dadurch mit Hürtgen=Miethe aufzuschließen. Auch Bulla=Pijnenburg können eine Runde gutmachen. Der Stand des Rennens war um 11 Uhr abends: SArals Sehunden 194 Punkte 75„ Deutschlands einzige Volksschule, an der der Skisport als reguläres Unterrichtsfach eingeführt ist, ist die Volksschule in Oberstdorf im Allgäu. Der Lehrer ist ein geübter Skifahrer, und unter seiner Leitung werden bereits die jüngsten Schulpflichtigen zu dem in Bayern besonders beliebten Sport Tas dem Nachbärgedtel Stadttreis Wattenscheid bile Bestandenes Examen. Sein Referendarexamen bestand cand. jur. Hugo Janssen. Sohn des Steigers Janssen, Friedhoffstraße 17. Kirchliches aus der Propsteipfarrei. Im katholischen Vereinshaus fand aus Anlaß des Festes des heiligen Franziskus Xaverius ein Lichtbildervortrag statt über dessen Leben und Wirken in den Missionen in Indien und Japan: die Veranstaltung war gut besucht, die Darbietungen fanden reges Interesse.— Aus der kürzlich erfolgten Aufführung des Elisabeth=Oratoriums ist der Winternothilfe der Propsteipfarrei ein Betrag von etwa 250 Mark zugeführt worden.— Am nächsten Sonntag findet abends um 7½ Uhr in der Propsteikirche der monatliche religiös=wissenschaftliche Konferenzvortrag der Düsseldorfer Jesuitenpater statt. Pater Wilhelm Bönner wird sprechen über das Thema„Die vollkommene Ehe".— Die Schwester Hyazinta aus dem Orden der Genossenschaft der heiligen Elisabeth in Aachen, Tochter der Eheleute Heinrich Lohleitner in Wattenscheid, die am 2. Februar dieses Jahres in den Orden eingetreten ist, ist kürzlich im Mutterhause der Genossenschaft eingekleidet worden.e Gefangenenhilfe. Im evangelischen Gemeindehaus fand ein Lichtbildervortrag über die„Geschichte des Strafvollzuges" statt. Nach einleitenden Worten des Pfarrers Sixtus erläuterte Großpietsch die gezeigten Bilder. Der Inhalt des Vortrages war, daß es Christenpflicht sei, den aus der Strafanstalt Entlassenen zu helfen und sie wieder auf den rechten Weg zu führen. 84 Vereinigte Frauenvereine Wattenscheids. Der Reinertrag der Deutschen Woche beziffert sich auf 665,17 Mark, die bestimmungsgemäß der allgemeinen Winterhilfe zugeführt werden. Die Vertreter der verschiedenen Organisationen, und zwar die Frauengruppen der Deutschen Volkspartei, des Katholischen Frauenbundes, des Jüdischen Frauenvereins, des Katholischen Müttervereins, des Stadtverbandes der Evangelischen Frauenhilfe, des Evangelischen Volksdienstes, des KöniginLuise=Bundes, der Deutschnationalen Frauenvereinigung, des Vaterländischen Frauenvereins, beschlossen eine lose Arbeitsgemeinschaft unter der Bezeichnung „Vereinigte„Frauenvereine Wattenscheids" zu grunden und am 1. Januar 1932, nachmittags 5 Uhr, zur ersten Beratung über etwaige Veranstaltungen im Café Kartenberg zusammenzutreten. Als neutrale Leitung wurde der Geschäftsführer des Vereins selbständiger Gewerbetreibender, E.., Wattenscheid, I. Prangenberg, gewählt." gn:..2 Ttillammme Die letzte Schicht. Anlaßlich der Stillegung des Kokereibetriebes auf„Hannover 3/4“ entschloß sich die Sing=Spiel=Gesellschaft, ihren alten„Baas“ Wilhelm Pohle, in geschlossenem Zuge von der Zeche abzuholen, wo er am Montag seine letzte Schicht gemacht hatte. Zahlreich erschienen die Singspieler mit einem bekränzten Karren vor dem Zechentor. Als Pohle erschien, mußte er den Wagen besteigen, erhielt einen Zylinderhut auf den Kopf. und die lustige Fahrt„durch die Gemeinde", zum Vereinsheim Grisse(Wirtschaft Brosch) konnte losgehen, wo dann eingekehrt wurde, um noch einige Stunden im gemütlichen Kreise zu verleben. Ueberfall auf der Verbandsstraße am hellichten Tage. Am Dienstag mittag gegen 1 Uhr passierte eine von der straße kommende Frau auf dem Wege zur Lohtrum=Morgensonne". Am stand ein Mann mit einem Fahrrad, der die des Weges kommende Frau anrief, sie möchte mal stehenbleiben. Die Frau flüchtete, wurde aber von dem Mann auf dem Fahrrade verfolgt. Erst als ein anderer Mann herbeikam, ließ der Verfolger von ihr ab. 1 Stadttreis Wanne-Eicke! Kindernothilfe der Beamten= und Lehrerschaft von Wanne=Eickel. Die Reichs=, Staats= und Kommunalbeamten von Wanne=Eickel haben beschlossen, neben ihren allgemeinen Spenden für die Nothilfe in ihren Reihen eine besondere Beamtenspende zu Gunsten einer Kindernothilfe durchzuführen, dergestalt, daß sie vorläufig für die Zeit vom 1. Dezember 1931 bis 31. März 1932 monatlich einen bestimmten Betrag zur Verfügung stellen, der durch die einzelnen Fachorganisationen gesammelt und abgeliefert wird. Die Vorbereitungen dazu sind bereits im Gange. Die Spende ist allein für eine Kinderspeisung(Milch und Brötchen) bestimmt. df Kohlen für Wohlfahrtsempfänger. Auch in diesem Monat erhalten die Wohlfahrtsempfänger, die einen eigenen Haushalt haben, wieder vier Zentner Kohlen. Die Ausgabe von Kohlenscheinen findet am Montag statt. Am 1. Dezember wurden für die Wohlfahrtsempfänger pro Kopf 50 Pfund Kartoffeln verausgabt, die auf die Unterstutzung angerechnet werden. ur Katholischer Deutscher Frauenbund Wanne=Mitte. Zur Rückschau auf ein Jahr ersprießlicher sozialer Arbeit hatten sich mehrere hundert Mitglieder des Frauenbundes im Kolpinhaus eingefunden. Sie wurden von der Vorsitzenden. Fräulein Rektorin van de Pavert herzlich begrüßt, die im Jahresbericht die vielseitige Arbeit des Vereins eingehend würdigte. Der Kassiererin, Frau Linkamp, wurde nach ihrem Bericht über die Kassenverhältnisse Entlastung erteilt. Von besonderem Interesse war ein Referat der Hauptvorsitzenden, Frau Wiese, über die letzte Hauptversammlung der Katholischen Deutschen Frauenbunde Deutschlands in Breslau. Die Geistlichkeit war durch die Vikare Fischer und Clermont vertreten. Anmutige Volks1. Schön=Goebel 2. Hürtgen=Miethe Eine Runde zurück: 3. Tietz=Rieger 229„ 4. Bulla=Pijnenburg 175„ Zwei Runden zurück: 5. Buschenhagen=Frankenstein 308„ 6. Oszmella=Braspenning 132„ Drei Runden zurück: I. Schorn=Bühler 103„ Vier Runden zurück: 8. Damm=Dumm 95„ Fünf Runden zurück: 9. Zims=Perelaer 74„ Sieben Runden zurück: 10. Duray=Martin 118„ Gebrüder Nickel rücken auf Die zweite Nacht der Newyorker„six-days“. Die zweite Nacht des Newyorker Sechstagerennens nahm einen überaus anregenden Verlauf. Vor gutem Besuch gab es ständig Jagden, die das Klassement mehrfach veränderten. Der alte Australier Mac Namara, der auch hier— wie in Chikago— mit dem italienischen Straßenweltmeister Guerra fährt, verbuchte sieben Rundengewinne und gelangte dadurch an die Spitze. Sehr gut, zur großen Ueberraschung, fuhren die Gebrüder Nickel die vom letzten auf den zweiten Platz vorrückten. Diese Leistung hatte man ihnen nicht zugetraut, zumal sie in Chikago regelrecht Dülberg, der auch hier mit Grimm fährt, be hauptete seine Position. Billardspiel. Am Sonntag hatte der BC. sident“ Bochum mit dem BC.„Grün=Weiß' Bochum ein Billardturnier, das vom BC.„Präsident“ sehr leicht gewonnen wurde. tänze und Reigen, Musik und Liedvorträge der Ober klasse der Hildegardisschule und das Schauspiel:„Wobl tun bringt Gluck" boten den Mitgliedern noch einig Stunden angenehmer Unterhaltung. 61 Mit dem Gummischlauch gegen den Schwiegervatet. Eine schwere Schlägerei brach in einem Hause an de Jägerstraße aus, wo ein Mann mit dem Gummischlau in die Wohnung seines Schwiegervaters eindrang dort im Verlaufe tätlicher Auseinandersetzungen al mehrere Fensterscheiben zertrümmerte, bis er schließlich überwältigt und in Polizeigewahrsam genommen werde konnte. Stadttreis Castrop-Kauxe In der Bar bestohlen. Am 30. November zwischen 20 und 21 Uhr, wurde einem Invaliden in der## eines Restaurants in Castrop=Rauxel aus seiner recht Gesäßtasche ein Betrag von 1000 Mark Außerdem wurde aus dem Lokal eine Damenhandig#, entwendet. Drei der Tat dringend verdächtige sonen wurden von der Kriminalpolizei bereits, genommen. Ennepe=Ruhr-Kreis Beamtenausschußwahl beim Ennepe=Rich#amf, Die bei der Kreisverwaltung stattgefundene ausschußwahl, an der sich alle Beamten und Dai stellten beteiligten, hatte folgendes Ergebnig ctrat, tische Liste 28 Stimmen= 3 Vertreter, soziawent. scher Verband 18 Stimmen= 2 Vertreter. Stadtreis Gelsenklrchen 6 40jähriges Amtsjubiläum. Seit dem Igerschiedenen Kanzleidirektor Friedrich Gangler an verschie Amtsgerichten des Ruhrgebietes tätig. Zuerst als Hilfsschreiber in Steele, dann in Wattenschezutz. 1898 ab ist er ununterbrochen in Gelsenkirchen g#zug gericht tätig, wo er heute sein 40jähriges Jubithz feiern kann. ember 1931 len wird. Die seltergewicht zu sind folgende: Kauegengswicht: Ganlamgewicht: rgewicht: Bergewicht: Reichel Conrad(.) Damaschke(.) see(.), Halbarienfeld(.). In Leicester traf ice Griselle auf is. Gains war Ringrichter den te und ihn zum er aze), 2. CastiPl. 27, 145, 22. 2. Alta, 3. Li. samel), 2. GloPl. 31, 16, 27. zniard), 2. Pas Pl. 61, 33, 33. ), 2. Sanscrit, 30, 42. ons), 2. Doubled 6, 43, 21. er keine wesentFeldes brachten. einige Vorstöße ruhig. Erwähesuch. Es waren gnete sich nichts ihr ausgefahren, nenburg, Goebel stürzte Pijnenne Viertelstunde ch. Buschen3 Feld zu über5 Goebel vor. 5chön, dem geRunde abzuge= Miethe aufnburg können es Rennens war 194 Punkte 75„ ken auf „Six-days“. Sechstagerennens auf. Vor gutem Klassement mehrMac Namara, dem italienischen verbuchte sieben ch an die fuhren die Geden zweiten Platz i ihnen nicht zuelrecht versagten imm fährt, beder BC.„Prä: „Grün=Weiß. BC.„Präsident“ — Stalt Karten Die Vermählung ihrer einzigen Tochter IIse mit Herrn Heinz Wawrowski zeigen an Architekt Carl Wagner und Frau Greie geb. Lorch Düsseldori, den 3. Dezember 1931 Stellenstraße 34 I. I. Nurheus Drachenlels, Bad Rhöndort c. Rh. Meine Vermählung mit Fräulein Ilse Wagner, Tochter des Herrn Archttekten Carl Wagner und seiner Frau Greie, geb. Lerch, zeige ich hiermit an Heinz Waurowski Lahrer für Gesellschaltstanz Bochum Hugo-Schultz-Straße 34 K W Ernstgemeint! Ig. Mann, 32., in sich. Lebensst. w. die Bekanntsch. einer Dame im Alter von 20—30 Jahr., zw. späterer Heirat. Zuschr. mögl, m. B. u. L. E. 50713 an die Geschst. dies. Z. Viele vermög. Dam. wünschen Heirat. Schriftliche Auskung Überzeugt. Stabrey, Berlin Stolvischestr. 48. K c Wn Cerles. Kaustiann als Vorsitzender des Aufsichtsrates von gutem. solidem Unternehmen gesucht. Erforderlich—3000 RM. Angebote unter S. A. 50774 an die Geschäftsst. d. Ztg. Für die uns erwiesene Teilnahme beim Heimgang unserer lieben Entschlafenen sprechen wir allen unseren herzlichen Dank aus. Im Namen der Hinterbliebenen: August Schwabe und Kinder Bochum-Laer, im Dezember 1931 Für die uns beim Hinscheiden unseres lieben Vaters bewiesene Anteilnahme sprechen wir unseren tiefgefühlten Dank Carl u. Heinz Lamers Familie.Köllermann Bochum, den 2. Dezember 1931 Bekanntmachung Ueber das Vermögen des Kaufmanns Carl Jöhl in Bochum, Wilhelmsplatz 7, Inhaber der Firma Vertrieb von Erzeugnissen sächsischer Gardinen=Fabriken Carl Jöhl in Bochum ist heute, 17 Uhr, der Konkurs eröffnet. Konkursverwalter ist der Rechtsanwalt Dr. Max Diekamp in Bochum. Offener Arrest mit Anzeigepflicht und Anmeldefrist bis zum 31. Dezember 1931. Erste Gläubigerversammlung am 16. Dezember 1931. 11½ Uhr, im hiesigen Amtsgericht, Viktoriastr. 14, Zimmer 45. Prüfungstermin am 16. Januar 1932, 10 Uhr, daselbst. Bochum, den 27. November 1931. Das Amtsgericht Günst. Gelegenhelt Damen und Herren Zum Ankauf und zum Verkauf eines gut geh. Haushalt.= Artikels ges. 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Bis zu Beginn der okzidentalen Zivilisation liegt diese Tendenz klar zutage; sie wurde verschleiert durch die imperialistischen Machtbestrebungen der klassischen Völker und verschwand für das unbewaffnete Auge fast ganz zur Zeit der Kabinettspolitik, als ausschließlich Fürsten und ihre Organe die Schicksale der Völker bestimmten. Mit dem Sturze des letzten großen Eroberers, Napoleon, beginnt diese Tendenz wieder klar sichtbar zu werden, und niemand weiß besser als unsere beklagenswerte Generation, daß heute alle Politik letzten Endes ein Wirtschaftskampf ist, ganz gleichgültig, mit welchen Waffen gekämpft wird. nun Aus dieser Erkenntnis heraus begreift es sich leicht, daß die großen, weltgeschichtlichen Umschichtungen in den allermeisten Fällen aus wirtschaftlichen Krisen hervorgegangen sind. Sieben magere Jahre im Pharaonenlande vertrieben den Stamm der Juden, vom Hunger gepeinigt, brachen riesenhafte Mongolenhorden aus den Steppen Asiens, stürzten das römische Weltreich und inaugurierten die Geschichte des neuen Europa, vom Hunger zermürbte Volksmengen erklärten Frankreich zur Republik und eröffneten damit die Zeit der volkhaften Selbstbestimmung. Immer waren es schwere wirtschaftliche Nöte, deren Schoß sich das Neue, Gewaltige entband. Die Höhepunkte solcher Nöte nennt der Wirtschaftshistoriker Krisen. Eine Krise ist eine Periode, in der es um den Sieg des Guten oder Schlechten geht; sie ist der Tiefpunkt in dem Auf= und Abstieg der wirtschaftlichen Entwicklung, die man sich bildlich als eine Wellenbewegung vorstellen kann. Die Krise ist dabei der tiefste Punkt im Wellental. Genau derselbe Prozeß vollzieht sich bei der wirtschaftlichen Krise. Anzeichen einer ungesunden Wirtschaft, bis dahin nur vereinzelt aufgetreten, ballen sich plötzlich zu einem den Wirtschaftskörper tödlich bedrohenden Ganzen. Meist gelingt es unter mehr oder weniger schweren Anstrengungen, diesen Körper zu retten, der nach Ueberwindung der Krise oft Jahrzehnte bis zur völligen Gesundung braucht. Oft sind es gerade die Besten der Zeit, die als Opfer auf der Strecke bleiben; manchesmal auch geht eine ganze Wirtschaftsdisziplin, ja ein ganzes Volk an solcher Krise zugrunde. Aber auch in weniger bedrohlichen Fällen bedeutet eine Wirtschaftskrise immer ein gewaltiges Menetekel, und die Tüchtigkeit der Führer eines Volkes erprobt sich am besten an der Wertung solcher Flammenzeichen des Schicksals. 4 Im folgenden son nun eine rurze Darsteuung gegeben werden von den wichtigsten und einschneidendsten Wirtschaftskrisen der Jahrtausende. Die traurige Aktualität des Themas legt Vergleiche mit unserer Zeit besonders nahe; und wir werden nicht verfehlen, lehrreiche Parallelen mit unser bewegten Gegenwart mit besonderer Deutlichkeit hervorzuheben! entstammte den königlichen Feldern und war demnach unbeschränktes Eigentum des Pharao. Das Volk, auch der Adel, also die großen Grundbesitzer, speicherten nicht, sondern ließen es sich in den fetten Jahren wohl sein. Als die mageren anbrachen, war der einzige, der im Besitze von Korn war, der Pharao. Er verteilte es in angemessenen Intervallen unter die Grundbesitzer, unter die großen und die kleinen, aber keineswegs umsonst! Erst nahm er als Entgelt die Herden, dann aber, als diese knapp wurden, ließ er sich Grund und Boden abtreten und das derart, daß er sich seine Leistung nicht auf einmal bezahlen ließ, sondern erst einen Teil das Leihkapital und die Zinsen zum ersten Male historisch verbürgt! Pharao has das von ihm geschaffene System bereits bis zur Vollendung ausgebaut: er ließ den Boden, in dessen Besitz er auf besagte Weise gekommen war, von den alten Eigentümern weiter verarbeiten, verlangte aber ein Fünftel des Ertrages von ihnen. So verwandelte er ein freies Grundeigentümervolk erst zu Pächtern, und von dort zur Sklaverei war es nur ein Schritt: wer den Ertragsfünft nicht ablieferte, also modern ausgedrückt den Zins nicht zahlen konnte, wurde zur Fronarbeit gepreßt und leistete so, was man mit einem für heutige Verhältnisse schiefen, für damalige durchaus zutreffenden Ausdrucke Zinsknechtschaft nennt. Der erste Kapitalist war geboren. Der unauslöschliche Freiheitsdrang der Israeliten hat bekanntlich erst nach Jahrhunderten aus dieser Knechtschaft den Ausweg gefunden. Die Juden zogen die Freiheit der erhöhten Wirtschaftsform, die für sie so drückend war, vor und wandelten sich wieder zurück in ein Nomadenvolk, das erst nach mehreren Generationen wieder seßhaft wurde und selbst zum Agrarstaate überging. Seltsam genug, daß dieses Volk Israel anderthalb Jahrtausende später zum Repräsentanten des Kapitalismus berufen und verurteilt, in seiner Gesetzgebung alle Vorkehrungen dagegen traf, daß der Kapitalismus in seinem Lande nicht Fuß fassen konnte. Die Kom zagiul... Aa Braum Vdel In den Anfangsstadien der Weltwirtschaft, soweit es sich um historisch irgendwie verbürgte Vorgänge handelt, sind Wirtschaftskrisen ausnahmios Agrarkrisen gewesen. Ihre Veranlassung waren Naturkatastrophen die die Weideplätze zerstörten oder die Ernten vernichteten. Nach den spärlichen Nachrichten, die uns aus dem frühen Ur und Chaldäa geworden sind, waren selbst diese kulturell schon relativ hochentwickelten Staaten nur dann gefährdet, wenn die Natur sich ungnädig zeigte; und immer wieder rufen die auf Steinen und Bronzeplatten in Keilschrift niedergelegten Gebete die Gnade Molochs und Astartes an, sie mögen gute Ernten gewähren und vor vernichtenden Gewittern, vor allem aber vor der anscheinend besonders gefürchteten Heuschreckenplage das Land bewahren. Die einzige mit halbwegs befriedigender Verständlichkeit überlieferte Geschichte einer Wirtschaftskrise aus jener Zeit, also des primitiven Ackerbaues, gibt uns die Bibel mit ihrem Berichte von Pharaos Traum. Die mythische Gestaltung des Buches der Bücher läßt einige Unklarheiten über die Zeitfolgen— und möglicherweise hat man sich die Entwicklung der Ereignisse noch gestreckter vorzustellen, als sie hier gegeben ist. Tut man das, so wird man mit wünschenswerter Genauigkeit die Vorgänge einer Wirtschaftskrise aus der Zeit der frühen Agrarwirtschaft nebst ihren Folgen nachzeichnen können. Durch irgendwelche Verwicklungen wird ein Sohn es Wandervolkes Israel nach Aegypten verschlagen. der Stamm Abrahams ist noch ein reines Hirtenvolk, riegerisch und gewalttätig und so gut wie gar nicht uf agrarische Produktion eingestellt. Aegypten dagegen, das höchstentwickelte der Mittelmeerländer, mit seiner vorgeschrittenen darstellenden und architektonischen Kunst, nit seinem gewaltigen Heeres= und Priesterwesen, war schon ganz Agrarland und als solches abhängig noch mehr als von der Gunst der Witterung von der des Nils, dessen Schlammassen allein das an sich dürre Land gesegnet machten. Die Pharaonen, das angestammte Herrschergeschlecht, sind zwar absolute Fürsten, beherrschten aber ein frei auf seiner Hufe sitzendes Volk, das ihnen mäßige Abgaben zahlt und den Großteil der landwirtschaftlichen und überhaupt jeder Arbeit von den in langen und schweren Kriegen eroberten Sklaven verrichten P„„„„„„ Man kennt die Ueberlieferung vom Traume des Pharao: sieben fette Kühe entsteigen dem Fluß und werden von sieben mageren gefressen, die aber trotz dieser gewaltigen Nahrungsaufnahme so dürr bleiben wie sie waren. Die Traumdeuter des damaligen Mizrajim müssen entweder nicht sonderlich intelligent gewesen sein oder vor dem Herrscher Angst gehabt haben, daß es ihnen nicht glücken wollte, diesem Traum eine Deutung zu geben, so daß das Wagnis dem jungen Israeliten Joseph vorbehalten blieb. Die sieben fetten und sieben mageren Jahre, die seiner Prophezeiung gemäß eintrafen, bedeuteten nun neben Josephs Erklärung allerdings noch etwas, was auch dieser kluge Sproß Jakobs nicht ahnen konnte, nämlich nicht mehr und nicht weniger als die weltgeschichtliche Geburtsstunde des Kapitalismus. Auch der Pharao nämlich war ein kluger Herr, erheblich klüger wahrscheinlich als der von ihm zum Minister ernannte Fremdling Joseph. Kaum hat je ein Herrscher mit so genialer Intuition die gegebenen Möglichkeiten bis ins letzte erfaßt und ausgebeutet. Auf Josephs Rat speicherte er in den sieben fetten Jahren Getreide in ungeheuren Mengen in riesigen Schuppen auf, traf also gleichsam die erste Krisen=Fürsorge. Das Korn Man datiert das Ende des Altertums mit dem Einbruch der Germanen ins römische Weltreich. Es war diesem urgesunden, von der Zivilisation fast völlig unberührten Volksstamme vorbehalten, einer Jahrhunderte alten Kultur den Garaus zu machen und eine neue Welt aus ihren Trümmern erstehen zu lassen. Uralte, in tausend Schlachten erprobte Kriegskunst erlag roh dahinstürmender Gewalt fast ohne Widerstand. Die Ueberwältigung Roms hätte weder so schnell noch so gründlich erfolgen können, wäre den Germanen nicht der wichtigste, entscheidendste Helfer der wirtschaftliche Zerfall des Imperiums gewesen. Weit weniger die viel besprochene und beschriebene Entnervung der späten Römer als vielmehr ihre nationalökonomische Dekadenz war der Urgrund jener alle Historiker immer wieder verblüffenden Widerstandslosigkeit, mit der Rom den Germanen erlag. Es handelt sich hier— ein seltsames Phänomen— um eine sogenannte schleichende Wirtschaftskrise die, in der Zeit des höchsten politischen Glanzes, also unter Kaiser Augustus beginnend, sich latent mehrere Jahrhunderte hinzog, sich in immer breitere Volksschichten einfraß und eigentlich nie zu einer die Gesundung ermöglichenden Erplosion führte, sondern das Staatswesen derart durchfaulte, daß es zum Zusammenbruche nur jenes äußeren Anstoßes bedurfte, den zu geben die Germanen berufen waren. Die eiserne Organisation des altrömischen Gemeinwesens, von dem Historiker Mommsen klassisch stellt, war basiert auf der Erkenntnis von der Armut des Landes. Als die Römer dank ihrem kriegerischen und politischen Ingenium anfingen, die Herren der antiken Welt zu werden, begingen sie den Fehler, ihre neuerworbenen Länder nicht nach ihrem eigenen System durchzuorganisieren, sondern diese gleichsam als Ausbeutungsobjekt ihren um das Vaterland verdienten Bürgern zu überlassen. Man sorgte nicht dafür, daß Italien, dessen landwirtschaftliche Produktionskraft von jeher gering war und für deren Verbesserung kaum je Sorge getragen wurde, als ökonomisches Gebilde von seinen Kolonien profitierte: der naheliegende Gedanke die unterworfenen Länder zu einer dauernden Belieferung des Herrscherlandes mit eigenen Produkten zu verpflichten, kam nie zur Ausführung. Rom holte aus seinen Kronländern an Edelmetallen und Luxusgegenständen heraus, was irgend zu holen war, aber nur auf dem Wege der privaten Bereicherung. Es wird ewig unerklärlich bleiben, wieso dieser Staat nie Bedacht nahm auf die Sättigung seiner selbst auf direktem Wege, sondern die ungeheuren Reichtümer der ihm unterworfenen Länder Privatpersonen zuschanzte. Die Mitglieder der alten Aristokratie, und wer aus dem Bürgerstande klug genug war, begaben sich in die Kolonien, wenn irgend möglich in Beamteneigenschaft. Das oft zitierte Wort Senecas über Varus, er habe das reiche Syrien arm betreten und das arme Syrien reich verlassen, trifft mit ganz geringen Ausnahmen auf alle römischen Kolonialbeamten zu. So bildete sich denn aus dem Gemeinwesen, oas einstmals die idealste Demokratie der Welt war, ein plutokratischer Staat von geradezu vorbildlicher Verdorbenheit. Sehr großer Reichtum auf der einen— Bettelarmut auf der andern Seite. Das Rom Caligulas bereits bietet den Anblick einer nicht nur sexuellen und kriminellen, nein auch ethischen Korruption von seltener Vollendung, die sich im Laufe der Jahrhunderte bis zum Einbruch der Germanen immer mehr vervolkommnete. Solcher Reichtum, wie in der späten Kaiserzeit zu Rom, ist nur noch einmal in der westlichen Welt konzentriert worden: im Newyork unserer Zeit. Jedoch meinen verschiedene Wirtschaftshistoriker, so Ferrero, daß es dort, damals mindestens acht bis zehn Männer gegeben habe, die ebenso reich und noch reicher waren als Rockefeller heute. Nicht zu bestreiten, daß dieser Reichtum eine kulturelle Blüte von seltsamem schwülen Dufte hervorbrachte. Eine Kultur vonl lehter Hresrmnrrung, von gesättigter Dekadenz, deren von letzter Verfeinerung, von ästhetischer Reiz immer wieder entzuckt. Aber mit allen ausgeprägten Fäulniserscheinungen. Welch ein unendlicher Schatz sittlicher und politischer ein unendlicher Schatz sittlicher und politische Tüchtigkeit muß von den Römern in guten Zeiten gestapelt worden sein, daß der Staat diesen Zustand der Verkommenheit vierhundert Jahre aushielt! Am schlimmsten äußerte sie sich außer auf sexuellem wohl auf politischem Gebiete: die Plebs, entnervt durch müheloses Schmarotzerleben, begab sich freiwillig, zu mindest ohne nennenswerten Widerstand, fast aller ihrer politischen Rechte. Schon im ersten nachaugusteischen Jahrhundert wurde es Brauch, daß die Reichen die Stimmen der Bürger einfach kauften und so alle politisch wichtigen Geschäfte, vor allem die Wahl des Kaisers, unter sich regelten. Der Römer, einstmals der freieste und selbstherrlichste Mann der Welt, sein politisches Geschick so selbständig entscheidend wie heute der Engländer bei weitem nicht, wurde tatsächlich der politische Sklave einer ganz dünnen Oberschicht, die sich meistenteils aus sich selbst ergänzte und nur sehr selten einen besonders tüchtigen neuen Mann in sich aufnahm. Wirtschaftlich aber wirkte sich dieser Zustand so aus, daß Italien, nicht imstande, sich selbst mehr als klaglich zu versorgen, immer abhängiger wurde von den Leistungen der Kolonien in industrieller und vor allem agrarischer Hinsicht, ohne daß eine Sicherheit für die Kontinuität dieser Versorgung gegeben gewesen wäre. Vielmehr hing diese Versorgung lediglich von der militärischen Macht Roms, das heißt also ver herrschenden Oberschicht ab. Die Zeit hat das durchaus begriffen und für die militärische Kräftigung des Landes ungeheure Summen ausgegeben. Nur so ist es zu erklären, daß der im Grunde angefaulte Bau so lange gestanden hat. So fanden die einbrechenden Germanen ein Land, das hilflos war, wenn es abgeschnitten wurde von seinen überseeischen Ernährern, ein Bofist, der nur angestochen zu werden brauchte um zu platzen. Ist es ein Wunder, daß es ihnen, den Gesunden. beim ersten Ansturm (Fortsetzung folgt) 1 F tit 120 Ruten Garm billig zu verk. kr. 8000 RM. An1hl. 4000 RM. in ppendorf, Holzstr. 75 Klein. Haus dreis 4800 RM. Anahl. 1500 RM. zu erkauf. Postlagerarte 76, Bochum. Bücherschrank, Schreibtisch und Ausziehtisch in Eichenholz, gut erh., billig zu verkaufen. Desgl. 1 groß. Ausziehtisch mit 6 Polsterstühlen u. Flurgarderobe, wird auch einzeln abgegeben. Wielandstr. 41, pri. Bett m. guter Matratze, billig zu verkaufen. Eichler, Kohlenstraße 211. 1 Theke, 1 Kleiderschrank, 1 Kinderbettstelle, 1 Bettstelle zu verk. Zu erfr. in d. Geschst.(50789 )bst=, Gemüse= und Lebensmittelmithlb. sofort bill. verkauf. Wo, sagt Geschst. dieser (50700 ettung. Ein Gelegenbeitslaut! Großes bt kauk. Nußbaum Büfett ca. 240 br. 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Winan aus wenigen stellen kann, bewie chen und Mützen, besondere Beacht ber handgebunden berne handgearbei und Wolle, handg und vielerlei selb ein Kleid oder sehlten nicht.— der ausgestellten waren, beschloßd genen Nachmittag Altenfeiern in Gepflogenheit, daf in der evangelisch hen zu einer schl sand am Diensta straße eine Advent bezirks statt, derer nommen hatte. A der Alten an, daß gen wie Lieder, sagten, und daß r des Alltags entri Tages fand im§ Adventsfeier für cezeigt, wie man Reichhal Der gestrige einen ruhigen Ve Gemüse war wie Es notierten die P Kottohl Weißkohl Vursing Grünkohl Blumenkohl kopisalat Vurzeln Schwarzwurzel Kohlrabi Stielmus nartoffeln Spinat Rosenkohl Pilze Endiviensalat. Feldsalat Zwiebel.... Leiirauben... Birnen Aepsel Bananen Zittonen. Lomaten..... Melsinen..... wainüsse haselnüsse..... Gioaülg.... varanusse Lastanten..... Krachmandel keigen... Latteln.... bol 25. Süßrahmbutt #eburger... zmndbutter Luppenhübner.. Sunge.... Kudseen Cchens. Lchwenntel.. Labstelich Schellfisch kl. Sgelsc er... Kaltel. Aaeien... Fcaat... Guhgelge. Karvien. Paaster....“ golen... Güge.... Sase Sriuee hädigung rt hinaus ichtete, in der iden sen Pharao hat sits bis zur sen, in dessen von den alten gte aber ein erwandelte er Pächtern, und hritt: wer den ausgedrückt, Fronarbeit gem für heutige aus zutreffennnt. Der erste che Freiheitst nach Jahrweg gefunden. n Wirtschaftsind wandelten das erst nach irde und selbst Israel andertsentanten des seiner Gesetzdaß der Kapikonnte. bildlicher Verder einen— om Caligulas sexuellen und ufe der Jahrin immer mehr Kaiserzeit zu n Welt konzenZeit.„Jedoch , s o F e r r e r o, zehn Männer nochreicher Nicht zu becelle Blüte von Eine Kultur Dekadenz, deren Aber mit allen heinungen. und politischer uten Zeiten geen Zustand der ihre aushielt! auf sexuellem , e n t n e r v t d u r c h freiwillig, zu fast aller ihrer rsten nachaugu, daß die Reikauften und so allem die Wahl ömer, einstmals der Welt, sein idend wie heute tatsächlich der erschicht, die sich nur sehr selten in sich aufnahm. Zustand so aus, nehr als kläglich e von den Leir und vor allem eine Sicherheit gegeben gewesen lediglich von der s heißt also der sat das durchaus tigung des LanKur so ist es zu e Bau so lange janen ein Land, wurde von seinen nur angestochen es ein Wunder, ten Ansturm ertzung folgt.) stratz. inlagen Tellen Teueste Form 44 öffnet! Gedenktafe! 3. Dezember. 57 Der Bildhauer Christian Daniel Rauch in Dresden gestorben(geboren 1777). 1888 Der Universitätsmechaniker Karl Zeiß, Gründer der Zeiß=Werke, in Jena gestorben(geboren 1816). 50 Jahre in Treue vereint Heute begehen die Eheleute Berginvalide Heinrich gende und Wilhelmine, verwitwete Kilian geb. Bente, ihre goldene Hochzeit. 50 Jahre haben sie auf der zstroper Straße gewohnt. Der Jubelbräutigam der war Mit Cahleere-Ruge gr.rohnt. 50 Jahre als Bergmann unter der Erde tätig. 17 Jahren kam er nach Bochum und bis 70 Jahre hat e gearbeitet. Frau Bende ist in Bochum geboren und nit ihrer Heimatstadt verwachsen. Sie weiß noch, wie der kuhhirt zur Vöde zog und der erste Eisenbahnzug fuhr Zwar drückt das Alter mit seinen Beschwerden, dennoch steuen sich neben dem Jubelpaar vier Kinder, vier Enkel= und zwei Urenkelkinder des goldenen Hochzeits18*.— verschwunden. Verschärft wird noch die Lage dadurch, daß in den Baunebengewerben von der Kundschaft in erheblichem Umfange Schwarzarbeiter zur Ausführung der Aufträge herangezogen werden. Auch im Bekleidungsgewerbe war von der sonst im Monat November vorhandenen Belebung des Geschäftsganges fast nichts zu spüren. Eine ganze Reihe von Handwerksberufen, wie z. B. das Schreiner=, Drechsler= Tapezierer=, Sattler= und Buchbinderhandwerk, berichtet, daß Aufträge für das Weihnachtsgeschäft so gut wie gar nicht eingegangen sind. Mit der allgemeinen Schrumpfung der Betriebe ist auch eine erhöhte Arbeitslosigkeit unter den Handwerksgesellen hervorgetreten. Es mehren sich auch immer mehr die Fälle, daß nicht einmal in bisher noch besonders widerstandsfähigen Betrieben die Lehrverträge durchgeführt werden können. Weihnachtsausstellung und Adventsfeier der Deutschen Frauenkultur, Ortsgruppe Bochum Wie alljährlich stellte die Deutsche Frauenkultur, Lrtsgruppe Bochum, am Mittwoch Arbeiten ihrer Nitglieder im Rahmen einer Weihnachtsmesse im Parkhause aus. Man hatte mit Rücksicht auf die schweren Zeitverhältnisse die Ausstellung diesmal nicht so groß wie sonst aufgezogen, konnte sich jedoch über einen merwartet regen Besuch freuen. Die mit Adventslichtern, Tannen und Silber geschmückten Tische waren bis auf den letzten Platz besetzt. Einige junge Mädhen trugen mit heller Stimme weihnachtliche Lieder zur Laute vor. Die geschmackvoll angeordneten Arbeiten erregten allgemein lebhafte Bewunderung. Da gab es eine Fülle von sauber ausgeführten Handarbeiten, Decken, Tee= und Kaffeewarmern, Kissen und Wäschestücken. Aparte Woll= und Seidenkleider zeugten von dem Geschmack und Erfindungsgeist unserer Frauen. Wie viele hübsche und praktische Teile nan aus wenigen Resten und ein bißchen Wolle herstellen kann, bewiesen die vielen Kinderkleidchen, Jäckchen und Mützen, die einen großen Tisch einnahmen. Besondere Beachtung gebührte einem Tisch mit sauber handgebundenen Büchern eines Mitgliedes. Silberne handgearbeitete Schmuckstücke, Gürtel aus Leder und Wolle, handgearbeitete bunte Krawatten, Knöpfe und vielerlei selbstgearbeitete Kleinigkeiten, mit denen ein Kleid oder eine Bluse aufgeputzt werden kann, sehlten nicht.— Eine Verlosung, fur die zahlreiche der ausgestellten Arbeiten als Gewinne ausgesetzt waren, beschloß den von Weihnachtsstimmung getragenen Nachmittag. Th. Tarifvertrag für Kommunalangestellte. Der Gewerkschaftsbund der Angestellten(GdA.) hatte seine führenden Mitarbeiter aus den rheinisch=westfälischen Kommunalverwaltungen zu Beratungen nach Essen berufen. Gegenstand dieser Beratungen waren die Verhandlungen, die vor einigen Tagen mit dem Arbeitgeberverband rheinisch=westfälischer Gemeinden gepflogen wurden. Von den Organisationen wurde gefordert, daß sie sich mit aller Kraft dafür einsetzen, daß bald wieder durch einen neuen Tarifvertrag geordnete und einheitliche Dienstverhältnisse bei den rheinisch=westfälischen Gemeinslatz griffen. Man beauftragte die Unterhändler ###aestalltonschaft sich einer weiteren Ein Motorradunfall ereignete sich an der Gabelung Castroper und Blumenstraße. Ein Motorradfahrer, der aus der Blumenstraße kam, wollte in die Castrover Straße einbiegen, wurde jedoch von einem Auto, das aus der Stadt kam, daran gehindert, Der Motorradfahrer warf deshalb seine Maschine scharf nach rechts, fuhr aber dahei über den Bürgersteig hinweg gegen die Brückenmauer, wo er derartig mit dem Kopf aufschlug, daß äratliche Inanspruchnahme unbedingt erforderlich war. Die schwere Maschine wurde arg demoliert. Wenn man vom Unglück spricht. Ein Motorradfahrer fuhr mit seiner Braut auf dem Sozius die Klosterstraße herauf, als plötzlich eine Katze quer über den Fahrdamm lief. Im Begriff, der Dame zu erzählen, daß das Unglück bedeutete, wendete der Motorradfahrer den Kopf nach rechts, wobei er den Griff des Lenkers abzog. In seiner Verwirrung gab er dann noch die linke Seite frei, wodurch das Vorderrad der schweren Maschine zur Seite schlug. Bei dem darauf folgenden den Sturz erlitt die Dame neben anderen erheblichen Verletzungen einen Bruch des Nasenbeines. Der Motorradfahrer kam unter die Maschine zu liegen und hatte sich beim Sturz die Unterlippe verletzt, außerdem erlitt er noch eine Rippenquetschung. Wirtschaft und Konditorei erbrochen. Eine Wirtschaft an der Wohlfahrtstraße wurde in der Nacht zum 2. Dezember von Einbrechern heimgesucht. Die Täter haben die hintere Tür gewaltsam geöffnet und gelangten dann durch Nachschließen einer weiteren Tür in den Wirtschaftsraum. Entwendet wurden neun Flaschen Spirituosen, Zigarren, Zigaretten und ein Vier=RöhrenRadioapparat. Vor Ankauf wird gewarnt.— In einer der kommunalen Angestelltenschaft, sich einer weiteren Konditorei an setzen. gegenüber energisch zur Wehr du Schofoladensachen im Werte von 190 Mark. Den=Grubtlenen Altenfeiern in Bochum=Hamme. Es ist eine schöne Gepflogenheit, daß man alljährlich in der Adventszeit in der evangelischen Gemeinde Hamme die alten Leuthen zu einer schlichten erhebenden Feier einlädt. So sand am Dienstag im Gemeindehause an der Amtsstraße eine Adventsfeier für die Alten des dritten Pfarrbezirks statt, deren Ausgestaltung die Frauenhilfe übernommen hatte. Man sah es den leuchtenden Gesichtern der Alten an, daß ihnen die verschiedensten Darbietungen wie Lieder, Deklamationen und Ansprachen zusagten, und daß man sie für einige Stunden dem Leid des Alltags entrissen hatte.— Am Abend desselben Tages fand im Kindergarten an der Maarbrücke eine Ausbau von Straßen Adventsfeier für junge Mütter statt. Ihnen wurde hier der Borch=Allee gczeigt, wie man in der Familie Advent feiern kann. Reichhaltiges Gemüseangebot Der gestrige Wochenmarkt am Wilhelmsplatz zeigte einen ruhigen Verlauf. Das Angebot an Obst und Gemüse war wie immer reichhaltig. Börse der Hausfrau Es notierten die Preise am 25. November: ... Pid. 8 Pf. .. Pid. 6 Pf. .. Pid. 10 Pf. .. Pid. 10 Pf. Pfd. 20-35 Pf. .. Stück 15 Pf. Pid. 10 Pf. Stadtteil Riemte Beim Ueberqueren der Straße überfahren. Der siebenjährige Sohn Otto der Eheleute W. aus der Düngelstraße hatte eine Besorgung machen sollen, dabei wurde er, als er die Straße überquerte, von einem Radfahrer erfaßt und überfahren. Mit einem Armbruch und anderen Verletzungen mußte er weggetragen werden. Stadtteil Hordel Wieder in Betrieb genommene Kokerei. Die über zwei Monate stillgelegene Kokerei der Zeche„Hannover 1/2“ wurde am Montag wieder in Betrieb genommen. Während vorher die Koksöfen alle Kohlenfeuerung hatten, werden sie jetzt mit Gas geheizt. Vorläufig ist nur eine Batterie angeblasen. ur Stadtteil Geribe Silberne Hochzeit. Die Eheleute Schlosser Heinrich Giese, Schwerinstraße 29, feierten das Fest der silbernen Hochzeit. ko Stadtteil Laer Zentrumspartei. Der politische Ausspracheabend im Lokale„Eintracht“ war gut besucht. Nach einem Grußwort des Vorsitzenden Lehrer Selintzki trat man zunächst in eine Besprechung der geschäftlichen Angelegenheiten ein, in deren Mittelpunkt die Ergänzungswahlen zum Bezirksvorstand standen. Der vom Vorsitzenden eingereichte Wahlvorschlag fand einmütige Billigung. Anschließend sprach Dr. Hüning über das Thema „Brüning oder Hitler". Den beifällig ausgenommenen Ausführungen schloß sich eine rege Aussprache an. m Stadtteil Langendreer für die Bergmannssiedlung an Bochum=La Rottohl Leißkobl Birsing Grünkohl Blumenköhl kopfsalat Larzein........... gg sowarzwurzel... 60. 30 Pf. Lohtrabi.......... Stuck 10-15 Pf. Stielmus Bund 10 Pf kartoffeln.......... Pid.-7 Pf. Spinat............ Pfd. 10 Pf. Rosenkohl.......... Pid. 15-20 Pf. Vilze Pfd. 15-30 Pf. Endiviensalat........ Pfd. 10—15 Pf. Feldsalat........... Pfd. 30 Pf. Zwiebel.......... Pfd. 10 Pf. Veinirauben........ Pfd. 50-70 Pf. Birnen...... Pid. 30 Pf. Kole...... Pfd.-40 Pf. dananen.......... Pid. 25—30 Pf. Zutonen.......... Stück—10 Pf. 1 Lomaten............ Pid. 40 Pf. Apselsinen........... Stück 15 Pf. Lalnusse.......... Pfd. 50—60 Pf. haselnüsse.......... Pfd. 50 60 Pf. A Eronüsse.. Pld. 40 Pl. Baranüsse............ Psd. 60 Pf. Kasianten............ Psd. 30 Pf. Kachmandel.......... Psd. 80 Pt. keigen.... Pid. 35 Pf. ratteln............ Paket 80 Pf. Stück 11-13 Pf. Ve#. Süßrahmbutter.... Pfd. 1,50 Mt. Landhurugg.......... Pfd. 1,40 Mt. zmobulter Pfd. 1,20 Mk. Ba# 1dner.......... Pfd. 85 Pf. Leuhühner Pfd 90 Pf. Aunds=hapen....... 9, 1,10 Mt. zuosteisch......... Psd. 60 65 Pf. Zuasleisch........ Pfo. 65-—80 Pf. kabsiezigh......, Pld. 60-.80 Pf. damme f....... Psd. 0,90-.00 Mt. Scheftisc. 2....... Pid. 0,90—1,10 Mt. Scheun.............. Psd. 25 Pf. Laoessag dr........... Pid. 30 Pf. Naireien............ Pfd. 40 Pf. .... Pfd. 35 Pf. Pfd. 40 Pf. 44d 30 Pf. ... Pfd..00 Mt ... Pfd..00 Mt. . Pfd. 40—60 Pf. .. Pfd. 40 80 Pf. ... Pfd. 50 Pf. Pid. 15-20 Pf. Pfd. 0,90 1,10 Mt. .. Psd. 35-40 Pf. Sg#ten Seeaat.. gre. hgsle...... egeen... Grüng...... Höse..... in Bochum=Langendreer. auf 70 Meter 13000 Mark. am 2. Dezdr. .. 8 Pf. —8 Pf. .. 8 Pf. „ 10 Pf. 25—40 Pf. .. 15 Pf .. 10 Pf. .. 30 Pf. . 10 Pf. —10 Pf. : 5- 6 P f .. 10 Pf. .. 20 Pf. .. 30 Pf. 10—15 Pf. .. 30 Pf. . 10 Pf. .. 50 Pi 10—35 P 10—60 Pf. 25—30 Pf. .. 10 Pf. .. 30 Pf. -10 Pf. .. 50 Pf. .. 50 Pf. .. 25 Pf. 70 Pf. 30 Pf. 60 Pt. 35-40 Pf. ... 80 Pf. " 1 1• 1 3 P f. .. 1,60 Mk. ...50 Mk. "".40 Mr. ... 85 Pf. ... 95 Pf. ...40 Mt. 60-70 Pf. . 6 5— 8 0 P f. 60- 85 Pf. .90 1,00 Mt. .90—1,00 Mt. ... 25 Pf. ... 30 Pf. ... 60 P ... 35 Pf. ... 35 Pf. ... 35 Pf .. 1,00 Mt. ...— Mt. 40-60 Pf. 40-80 Pf. .. 50 Pf. 20-25 Pf. .80—.0 Mf. 35—40 Pf. Die Stadtverordnetenversammlung am 11. Dezember hat sich mit folgender Vorlage zu befassen. Die Bergmannssiedlung G. m. b. H. Bochum, errichtet zur Zeit in Bochum=Langendreer an der Borch=Allee im Anschluß an ihre Siedlung an der Brundel=Straße 50 weitere Wohnungen und zahlt hierfür an Straßenbaukosten 20000 Mark zuzüglich eines Betrages von 7000 Mark als Zuschuß für die Herstellung eines Vorflutkanals, zusammen 27000 Mark. Für die Durchführung des Projektes ist zunächst die Festsetzung der die Baugrundstücke berührenden Fluchtlinien notwendig. Die Gemeinde Langendreer hat bereits im Jahre 1896 für das in Frage kommende Gelände einen Fluchtlinienplan aufgestellt und festgesetzt. Dieser Fluchtlinienplan eignet sich jedoch nicht zur Durchführung und muß unter Festsetzung neuer Fluchtlinien,„aufgehoben werden. Der neue Fluchtlinienplan berucksichtigt die vorhandenen Wege. Die Borch=Allee soll eine Breite von 15 Meter, die Brundel=Straße und die Straße A als reine Wohnstraßen eine solche von 8 Meter erhalten. Zum Ausgleich für die geringe Straßenbreite sind Vorgärten von 6 und 8 Meter Tiefe vorgesehen. Die Errichtung der Beramannssiedlung erfordert ferner die Herstellung der Kanalisation in den neuen Straßen, wozu auch der Bau eines Vorflutkanals gehört, mit einem Kostenaufwand von zusammen 14 000 Mark, ferner den vorläufigen Ausbau der Borch=Allee von der Ober=Straße ab auf zirka 100 Meter Länge Die trostlose Lage des Handwerks Vom Reichsverband des deutschen Handwerks wird anz geschrieben: . Im Zusammenhang mit der weiteren Schrumpfung Roveman“ deutschen Wirtschaft kann für den Monat nur festgestellt werden, daß sich auch für die #erge##erksbetriebe die wirtschaftlichen Schwierigkeiten nicht bert haben. Die Bautätigkeit, soweit sie vei#ereits zum Stillstand gekommen war, ist noch gewerke zurückgegangen. Wo das Baunebenufz, noch im Vormonat eine saisonmäßige Belebung lonzeigen hatte, ist diese wieder im Berichtsmonat und der projektierten Nebenstraße A Länge mit einem Kostenaufwand von Diese Aufwendungen decken sich in ihrer Höhe mit den von der Bergmannssiedlung Bochum einzuzahlenden Straßenbaukosten und sollen aus diesen gedeckt werden. * Evangelischer Volksdienst. Das Ergebnis der Opfexwoche darf als befriedigend bezeichnet werden. Im Januar soll eine große Kundgebung stattfinden. Fur Erwerbslose. Durch das Entgegenkommen der Stadtverwaltung, die ein Zimmer im hiesigen Jugendheim zur Verfügung stellte, ist es der Esperantogruppe Langendreer— Vorsitzender Lehrer Adolf Peters— möglich, einen Esperanto=Lehrgang für Erwerbslose einzurichten. Der Lehrgang ist kostenlos. Nur für das Lehrbuch sind 75 Pfennig zu zahlen. Die dritte Veranstaltung der Kulturfilmbühne. Am Dienstag fand im evangelischen Gemeindehaus. Kaiserstraße, die dritte Kulturfilmveranstaltung statt, die für die Volksschulen Langendreers um.30 Uhr, für die höheren Lehranstalten und Erwerbslosen um 5 Uhr, und für Erwerbslose um 8 Uhr angesetzt war. Der Besuch war bei allen drei Veranstaltungen sehr gut. Die Vortragsfolge enthielt drei Filme, und zwar erstens „Lustige Hygiene", zweitens„Der süße Freund", drittens„Land ohne Schatten". 1 Allgemeiner Eisenbahnverein. Auch in diesem Jahre wird die Weihnachtsbescherung der Kinder an zwei Tagen stattfinden, und zwar am Montag und Dienstag, 21. und 22. Dezember.„ ex. Unter Gestein begraben. Ein bedauerlicher Unglücksfall ereignete sich auf der Zeche„Siebenplaneten“. Der auf der dritten Sohle beschäftigte Hauer Emil Lindemann von Langendreerholz wurde durch plötzlich hereinbrechende Kohlenmassen verschüttet. Die sofort aufgenommenen Rettungsarbeiten waren nicht von Erfolg. Lindemann konnte nur als Toter geborgen werden. Der Verunglückte hinterläßt Frau und ein Kind. t Stadtteil Linden-Dahlhausen Persönliches. 78 Jahre alt wurde gestern die Witwe Zahlten, Margarete geb. Heinzel, Lindener Straße 124. Die Hochbetagte ist körperlich und geistig frisch.— Herr Wilh. Bonsmann, Sohn des Kaufmanns Bonsmann, Dr.=.=Otto=Straße, bestand am Oberlandesgericht Hamm seine Referendarprüfung mit „Gut".— Das Fest der silbernen Hochzeit feierten die Eheleute Heinrich Hückelheim und Frau Bernh. geb. Anschott, Schluchtstraße 27. 4 Aus dem Bildungsausschuß. Die Reihe der Vorträge des Bildungsausschusses wurde mit dem interessanten und beifällig aufgenommenen Vortrag des Lehrer Vaupel über„Die alten Germanen— die Geschichte unserer Heimat“ fortgesetzt. Der nächste Bildungsabend am kommenden Freitag bringt neben dem Film„Aufwärts durch Selbsthilfe“ einen Vortrag des Rektors Krause über„Die Entstehung und Entwicklung der Pflanzen.“ h Besinnungslos aufgefunden. Am Dienstag abend wurde in der Nähe der Wirtschaft Baulig auf der Hattinger Straße in Linden ein Wanderbursche in den 80er Jahren besinnungslos aufgefunden und sofort dem Lindener katholischen Krankenhause zugeführt. Als der Mann, der verletzt war, aus der Bewußtlosigkeit erwachte, konnte er sich auf nichts mehr besinnen. h Goldene Hochzeit Die Eheleute August Scharloh und Lisette, geborene Thomas, Wasserstraße 58, feiern heute in geistiger und körperlicher Frische ihre goldene Hochzeit. Vier noch lebende Kinder und 21 Enkelkinder bringen an diesem Jubeltage ihre Glückwünsche dar. Beide Jubilare sind 77 Jahre alt und wohnen 57 Jahre in hiesiger Gemeinde, davon 28 Jahre in ein und derselben Wohnung. Ihr Geburtsort ist jenseits der Ruhr. Der Jubilar ist 50 Jahre als aktiver Sänger im Männergesangverein„Westfalia" tätig und Gründer des Vereins. Bochumer Veranstaltungen (=) Stadttheuter Bochum. Den morgigen Abend bekommt die Vormiete C. Zur Aufführung gelangt Max Dreyers Schauspiel„Reifeprüfung“, für das außerdem auch im freien Verkauf noch Karten zur Verfügung gestellt wurden. Für den Samstag abend ist eine Wiederholung von Schillers„Kabale und Liebe" angesetzt. An diesem Abend beteiligen sich gemeinsam der Weiße und der Blaue Ring: aber auch für diese Aufführung wurden dem nicht vormietenden Teil des Publikums genügend Karten reserviert. Zum Nikolaustag, Sonntag, 6. Dezember, wird wiederum unser Kinderpublikum bedacht: für den Nachmittag ist abermals das Weihnachtsmärchen„Aschenbrödel" angesetzt. Die Vorstellung ist ganz außer Vormiete vorgesehen. Auswahl der Karten denkbar günstig. Die Preise sind wiederum niedrig angesetzt. Am Sonntag abend folgt die Aufführung eines heiteren Werkes, Sardous Lustspiel„Madame Sans=Géne" zu den niedrigsten Werbepreisen. In Vorbereitung für die nächste Zeit ist Puccinis Oper„Bohème" und Kleists„Käthchen von Heilbronn (=) Lubka Kolessa spielt heute. Donnerstag, 3. Dezember, in dem 3. Vormiete=Symphoniekonzert des Städtischen Orchesters abends im Stadttheater das Klavierkonzert in=moll von Friedrich Chopin. In dem gleichen Konzert wird ein Werk eines in Westdeutschland wirkenden Musikers zur Uraufführung gebracht, und zwar die Symphonie in=moll von Otto Martin. Weiter enthält das Programm die 4. Symphonie in =moll von Peter Tschaikowsky. Leitung: Generalmusikdirektor Leopold Reichwein. (=) Bochumer Frauenklub. Am Freitag, 4. Dezember, findet abends 8 Uhr im Parkhotel Haus Rechen eine Veranstaltung statt, auf deren Programm ein Bericht über die Leipziger Tagung des Bundes deutscher Frauenvereine, ein Vortrag von Frau Dr. Magnus über das Thema„Politische und militärische Probleme der Abrüstungskonferenz“ und die Besprechung einer Arbeitsgemeinschaft über das Thema„Gefangenen= und Entlassenenfürsorge" stehen. Gäste sind willkommen. (=) Der Schienenomnibus. Der Bezirks=Verkehrsverband für den Bezirk der Industrie= und Handelskammer Bochum hat Herrn Dr. Hausfelder aus Berlin zu einem Lichtbildervortrag gewonnen. Er spricht heute abend 8 Uhr in der Verwaltungsakademie Bochum über„Die Bedeutung des Schienenomnibus für die Auflockerung des Personenverkehrs bei der Reichsbahn". Der Vortrag ist öffentlich. Eintrittsgeld wird nicht erhoben. Aas dem=Greihhamt Prozeß Lampe und Genossen § Hagen, 2. Dezember. Nach mehrtägiger Unterbrechung nahm das Schwurgericht die Beweisaufnahme im Prozeß gegen den Nationalsozialisten Lampe und Genossen wieder auf. Dabei wurden u. a. die Hauptbelastungszeugen für die Angeklagten vernommen. Der Zeuge Ebers(früher SA. Dortmund), der früher ausgesagt hat, daß Albrecht und Cohersmeier geschossen hätten, widerruft die Aussage mit der Erklärung, er sei von dem Hauptbelastungszeugen Berger beauftragt worden, und habe Angst vor ihm gehabt. Auf Vorhalten des Vorsitzenden, daß es doch eine große Gemeinheit sei, seine Kameraden so schwer zu verdächtigen. sagte der Zeuge, wenn ich damals Albrecht und Cohersmeier falsch beschuldigt habe, so ist das schmutzig von mir gewesen. Der Zeuge Zech ist nach der Hagener Schießerei aus der SA. ausgetreten. Er hat noch während der Versammlung in der Stadthalle in der Menge gestanden und gehört, daß ein bestimmter SA.=Mann kalt gemacht werden sollte. Im Auftrage Bauers habe er Albrecht, der vorne im Trupp war, nach hinten gerufen. Dieser habe sich plötzlich zwei Schritte rückwärts bewegt, und kurz darauf sei ein Schuß gefallen. Cohersmeier sei vorn gewesen und könne nach Ansicht des Zeugen nicht geschossen haben, ohne die eigenen Leute zu treffen. Zeuge behauptet, daß aus der nachfolgenden Menge der erste Schuß gekallen sei. Der Zeuge Neurath saß am Abend der Schießerei in einem Dortmunder Lokal, als gegen ½12 Uhr Berger gekommen sei, und ihn gefragt habe. wie lange er schon dasitze. Er solle auf Fragen sagen, daß Berger den ganzen Abend mit ihm am Tisch Skat gespielt habe. Er äußerte sich dann dahin, daß sie abends in Hagen„gepurzelt“ seien, und in höchster Gefahr habe er, Berger, seine Pistole gezogen und geschossen. Wenn sie nicht geschossen hätten, wären sie von der Menge abgeschlachtet worden. Sodann wird der Hauptbelastungszeuge Berger über die Vorgänge vernommen. Er erklärt, daß er Ende Juni aus der SA. ausgetreten sei, weil man ihn zum Mord dingen wollte. Er habe den Hauptangeklagten Lampe ermorden sollen. Zech habe ihm den Auftrag überbracht; vorher habe schon in Dortmund eine Besprechung zwischen den Hagenern Faust, Schulte, Minder und Vetter mit Dortmunder SA.= Führern stattgefunden und es wurde behauptet, Lampe sei ein Polizeispitzel und müsse deshalb umgelegt werden. Möritz habe erklärt, daß Lampe in Hagen erzählte, er habe geschossen. Zu der Schießerei führte Berger aus, daß sie am Eingang der Mittelstraße von der Menge bedroht worden seien. Er habe noch gesagt:„Aufvassen" als im gleichen Augenblick Lamve schoß. Gleich hinterher sei Schnellfeuer gefallen. Die meisten von ihrem Trupp seien davongelaufen. Lampe habe dagestanden, gezielt und geschossen. Auf besonders eindringliche Vorhaltungen des Vorsitzenden erklärte Berger bestimmt, daß Lampe zuerst geschossen habe. Zu seiner Unterredung mit Prange in der Wohnung von Poth erklärte Berger, daß Prange ihm sagte, er habe vor Lampe Achtung, denn er hätte gestanden wie ein Baum. Zwei Tage nach meiner Entlassung aus dem Gefängnis bin ich bereits beschossen worden. Auf Vorhalten streitet Berger ab, daß er jemals Zeugen bedroht habe. Es werden sodann weitere Tatzeugen gehört. Frau Dickmann und deren Tochter bekunden bestimmt, daß zuerst aus der Menge geschossen worden sei, ebenso Frau Gadatsch und Frau Menke, die die Vorgänge von ihren Fenstern aus beobachtet haben. Die Kriminalbeamten Schmittgen und Haberstein bekunden, daß am Abend des 28. Mai in der Menge am Markt eine gereizte Stimmung geherrscht habe. Zum Schluß wird dann der Untersuchungsrichter über den Gang der Untersuchung gehört. Schlechtes Wetter bei nächtlichem Frost Wetterbericht der Essener Wetterwarte vom 2. Dezember. Der Hochdruckrücken, der sich gestern bis nach der Biskaya erstreckte, hat sich südwärts verlagert. Auf seiner Nordseite strömen warme maritime Luftmassen über England nach der Nordsee und überstreichen bereits die deutschen Küstengebiete, so daß hier die Temperaturen schon den Nullpunkt überschritten haben. Die Warmluft veranlaßt bei ihrem Aufgleiten an der über Mitteleuropa lagernden Kaltluft verbreitete Bewölkung, unter der es in Deutschland allgemein recht neblig=trübe ist. Da des Nachts keine Ausstrahlung herrschen konnte, liegen die Temperaturwerte von heute morgen mit Ausnahme des meist heiteren östlichen Deutschland zwischen minus drei und minus fünf Grad, in Schlesien und Ostpreußen dagegen zwischen minus acht und minus zehn Grad. Die warme Ozeanluft wird sich am Boden langsam ostwärts ausdehnen, und in unserem Dienstbezirk bei meist wolkigem Wetter die Temperaturen zum Ansteigen bringen. Vorhersage für Donnerstag: Vorwiegend stark wolkig und zunächst noch neblig. trübe. Aufkommende Niederschlagsneigung. Nachts beim Aufklären noch starker Frost. Tagsüber Temperaturwerte wenig über Null bei frischen südwestlichen Winden. Wahrscheinliche Weiterentwicklung: Meist wolkig bis bedeckt. Früh neblig. Tagsüber zeitweise Regen. Temperaturen über Null. Barometer Mittwoch, 2. Dezember Thermometer 7 Uhr 7650 13Uhr— oc 24„ 764.0% 24 0C Wetterdäuschen im Stadtpark 117 m über dem Meeresspiegel Wetternotizen gemessen um 8 Uhr vormittags Zeiten für Sonne und Mond am 3. Dezember: (0 Aufg..14, Unterg. 16.25:&a Aufg.—, Unterg. 13.35 Die heutige Aummer umfaßt 12 Seiten * Jetzt, wo es draußen kalt Ist, treten die molligen ihr Amt an.— 23/30 1. 45 7 Schune und teder Set. ee Schee 6 8.75 men-Kamelbgg 8191-Luse aehes Ceder..993 enien..“ elhaa Dam federtrete stellgit Fliz-, und Derge oe ee ie u. Keeber.,, Wel ocersehige 8# und Pplagsegen Urgaeh- Laschen### 93„ 8 He #.##hten 95# Aualitäten:#.95#### Für eine kleine, einmalige Ausgabe spenden Sie viele Stunden der Behaglichkeit. Wollen Sie die entbehren? 30/35 Z Kame g 50 st echeines“. in verschiedenen Guamas-, 3,90 edunge. Herren-Rogchuhe #c Stensag#95 Großverkauf an Sondertischen im Parterre und im 1. Stock Kamelhaafbamsgr. schuhe u. 195 Pegn. Ogte.a8 Hausmethe 58 eine Wolle Ssgobes“ Hauster# haaf ren-Nerschuhe Schn mit Flix- und.30 Stadttheater Beson Donnerstag, 3. Dez., 20—2 Uhr. Vormiete. 3. SymphonieSalgerl Werke von O Martin(Uraufführung), &a. Chopin,.Tschalkowfky. Solistin: Lubka Kolessa (Klavier). Freitag, 4 Dez., 20—32 15 Uhr. E. 9: Velerihang Schauspiel in 5 Szenen von Max Trever. Und nun kommt er an, der größte Lachschlager der Saison Bochumer Frauenklub Freitag, den 4. Dezember, 20 Uhr, Parkhotel„Haus Rechen“. 1. Bericht über die Leipziger Tagung des Bundes Deutscher Frauenvereine. 2. Vortrag von Frau Dr. Magnus: „Politische und militärische Probleme der Abrüstungskonferenz“. 3. Besprechung einer Arbeitsgemeinschaft über das Thema: Gefangenen= und Entlassenenfürsorge. Gäste willkommen.(99574 K. Mummenhall. Goldgrube! 100 Shampoon.— M. Kramer, Günzburg=D. im(205 Corse Fouskort Hellweg 1 und Kortumstraße 45 Konzentrieren Sie Ihre, Werbegelder auf die Anzeigenwerbung. Ab morgen, Preitag PLAZA Tel 63872(Tonhalle) Bochum Vom 1. bis 18. Dezember: Ein Bomben-Programm Heute und täglich.15 Uhr. Mittwochs. 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