sein? 9— Herr, Ei Stangen seines ohne ein Wort dem rotAugen war an man band nicht t aber gar nicht sich zur Strandsen der Aerger sen lassen. Ez zier hatte das egs besann sich zu sich genomit. Er empfand Magen. und wie trieb gottverlassenen im Vorgärtchen. roßreinemachen. n den Kovf getten des Logierfenstanden. Es ruhig weiter. “ 1? Ich meine: ölt.. Aber wenn — es ist sehr mein Herr.“ Herr.“ wohnte. r nicht. Er sei er in den Krautuß sich doch en4, das ist doch gen kann!“ en Rheinländer, d in Amsterdam ler nur flüchtig, ier,„Mit Sona hereinbringen Menschenabend er Direktor, die sald unten durch. Killer sicher uu mit zusammenneun Uhr von war die letzte der Strandstraße hn am Oberarn ard wirkte durch zen und die einarter, als er in nen gut durchh. hätte Bill ihn Schultex wersen rieben, Richard? iß Lilo abgereist Rostocker Fähre. Und Arndt nir setzung folgt.) gen. Aschebrock, ahre 1243 begegrenburg in einer Viele Geschlechter sie Eigentum der nan muß gestehen, und Schönheitsigt einen wunderje Wanne=Eickeler teckt liegt. Mächi, der ein schönes skem Tlatt lich nohdrücken.) Nr. 280 2 38. Jahrgang Montag, den 30. Rovember 1931 Tüglich außer Samstag 10 Pf. Samstags mit illustr. Beilage 20 Pf. und„ seungspreis einschl. Botenlohn.40 Mk. monatlich, oder.20 Mk. halbmonatlich: Seibstabholer.10 Mk bzw..05 Mk. Unsere Beilage„Die Bochumer Illustrierte“ sostet monatl. 20 Pf., die Funkbeilage„Hör mit mir“ kostet monatlich 30 Pf. Aülgem. Anzeigenpreis: Für 1 Millimeter Höhe in 25 Millimeter Breite 10 Pf., im Reklameteil 50 Pf.(Besondere Anzeigenpreise nach aufliegendem Tarif.) Angebote von anderen Zeitungen und Vermittlern werden nicht befördert. Bei zwangsweiser Beitreibung der Anzeigengebühren durch Klage, bei Konkursverfahren usw. wird der bewilligte Nachlaß binfällig. Für die Aufnahme von Anzeigen an bestimmten Tagen und Plätzen, auch für durch Fernsprecher aufgegebene und abbestellte, sowie undeutlich geschriebene Aufträge wird keine Gewähr übernommen.— Schluß der Anzeigenannahme 4 Uhr nachmittags. Mk. 250. Unfall=Unterstützung bei tödlichem Unfall laut besonderen Bedingungen. Geschäftsstelle geöffnet von—13 und 14½—18½ Uhr. Generatsahe fr.grr für Bochum und umliegende Industriebezirke Redaktionsle dolf. Foel daus, für Sport: Ha; Dr. C bri Flegel½ 16—17 Uhr General Anzeie) Redaktion: Mid Dönboff 4320 und nimmt die Redaktid porto beiliegt.— Gersiherechle ene Dom SC 7 legt.— R —.—— Fernsprech=Anschlüsse Sa lortlich für Politik: Ru: Adolf Pedding= Fris Schmidt, für : Kunst u. Unterhaltung: und Briefkasten: Max Sprechstunden der Red.: : Bochumer Anzeiger und Antlich in Bochum. Berliner Aimerstraße 68, Fernsprecher: Verlangte Einsendungen überendung erfolgt nur, wenn Rück„#fisstelle: Rathausplatz 8. 251— Postscheckkonto Dorimund 1760. Roder, soch brav?“ #e f fl ruse, Bochum. da. er ber... iken: it stinken“ Franz Treitz. sen, ird, en kleinen. ein, in? en Struck!“ Buck!“ Dr. Groeners Mahnung an die Nation: Veriräden zam=Kaal und zur Eigenen=Keuft Kampf um politische Anschauungen mit geistigen Kräften— Aufruf zu Einigkeit und Treue Berlin, 29. November. Reichsminister Dr. Groener, sprach heute im Rundfunk über das Thema vom„Glauben an Deutschland". Der Minister sagte u..: Der Geist pessimistischer Lebens= und Staatsauffassung geht im deutschen Volke umher. Politischer und Streit, heftigste Gegensätze beherrschen die Zeit. Politischer Irrsinn malt dem Feuerbrand an die Wand. Ueber Stadt und Land bis ins harmloseste Dorf verbreitet sich das Gift aufreizender Nachrichten, deren Wahrheit vom einzelnen nicht nachgeprüft werden kann. So kommt es, daß viele in Verwirrung und Hoffnungslosigkeit Trugbildern nachjagen. Es gibt keine Allheilmittel zur Beseitigung der Rotstände. wie sie von dieser oder jener Seite mit großem Aufwand an Propaganda angeboten werden. Mit Protesten aus allen Ecken unseres Vaterlandes ist nichts gewonnen, weil sie meist aus Irrtum geboren sind. Ich denke nicht daran, etwa die Staatskunst mit Notverordnungen zu rühmen. Im Gegenteil, ich wäre von Herzen froh, wenn es ohne solche rohen Eingriffe abginge. Leider ist die Rezierung aber gegenwärtig durch die Gefährdung des Staates und seiner Sicherheit gezwungen, den Weg der Notverordnungen zu gehen. In meinem Amt als Reichsinnenminister gedenke ich nicht lediglich mit polizeilichen Mitteln zu arbeiten. Ich habe den brensenden Wunsch, auf die geistigen und moralischen Kräfte des deutschen Volkes einzuwirken, die Versweiflungsstimmung zu bekämpfen und die Gegensätze zu mildern. Mancher wird denken:„Der Mann bietet uns Steine statt Brot.“ Freilich, materiell kann ich nichts bieten. Aber mit beißem Bemühen möchte ich allen Deutschen in Kopf und Seele gießen den Leiden und Not überwindenden Geist, die hohen Kräfte des moralischen Mutes den unerschütterlichen Glauben an Deutschlands Zukunft. das ist der gesunde Optimismus, den wir alle brauchen, wenn wir als Volk und Nation einem neuen Aufieg entgegengehen wollen. Der feste Grund, auf dem dieser Optimismus sich aufbauen muß, soll unser Staat sein, die deutsche Republik. Wehe denen, die glauben, durch ein Unterhöhlen dieses Staates und durch seinen Zusammenbruch eine günstisere staatliche Grundlage für den Wiederaufstieg zu schaffen! Diese Träumer sehen nicht die Wirklichkeit. Aber sie bilden keine Gefahr, denn die Staatsmacht steht fest und entschlossen. Die Regierung ist wachsam, um alle Versuche gewalttätiger Auflehnung mit äußerster Tatkraft niederzuschlagen. solchen Vorkommnissen bewahre uns der Himmel und vor allem das deutsche Volk, denn jeder solcher ist zerstoben, wenn das Volk in Geschlossenheit sicht nur einzelne Gewaltakte ablehnt, sondern überbaupt die verrückten Ideen terroristischer Regierungsmethoden. Der Kampf um politische Antuungen muß mit geistigen Kräften abgefochten werden, nicht mit den Waffen. Gewalt(#te im politischen Leben des Volkes schädigen #. Ansehen Deutschlands auf der ganzen Gelt auf das schwerste und gefährden seinen WiederFiutes: Wenn Reichskanzler Brüning kürzlich im kunderk, davon gesprochen hat, daß die Schicksalsverenvenheit zum Fluch würde, wo ein Volk sich nicht d gemeinsamem Tragen helfend und schaffend zusamrenfindet, so gilt das nicht nur für die Ueberwindung ase Fascriellen Rot im Lande, sondern ebenso sehr für die ga im Innern und nach Außen. Und wenn auf der ganzen Welt die Völker endlich zu hächter cescbundenheit führen soll, so ist es von plitischer zeutuns, daß das deutsche Volk nicht in sigen Fit Herrissenheit dasteht wie ein zum endgülden Niedergang verurteilter Volkskörper. die deutsche Fähigkeit auf dem Gebiete der Wirtschaft, Wissenschaft und Technik ungebrochen. Warum also verzagen? sertrauen zum Staat muß sich vermählen mit dem Herrauue“ zu den eigenen Kräften. Dieses soll ein oher zunie von jedem sein, ob er in der Arbeit steht eine Arbeitskraft unter dem Zwang der Not ruhen ###., muß. Dabei finden wir den seelischen Rückhalt unsarnn bitteren Tagen der Gegenwart an dem Erbe viche großen Vergangenheit. Und jetzt? Ist es ich#ie wenn viele Tausende von Deutschen sich Faresne kennen und verstehen wollten? Alle die #rsen s, mit denen wir leider zuviel gesegnet sind, ve. g. s, zischt, wie durch das parteipolitische Treiben Prooheren zrheit erschüttert wird! Es gibt keinen eugsehan z. das Schicksal des deutschen Volkes vorkönnte. Aber eines kann jeder Deutsche klar erkennen: daß ein Emporsteigen unserer Nation wirtschaftlich und politisch nur möglich ist, wenn wir einig sind und treu! Dazu rufe ich alle auf, die guten Willens sind. Der Minister schloß mit dem Fichte=Zitat: „Du sollst an Deutschlands Zukunft glauben, An deines Volkes Auferstehn, Laß' diesen Glauben dir nicht rauben Trotz allem, allem, was geschehn! Und handeln sollst du so, als hinge Von dir und deinem Tun allein Das Schicksal ab der deutschen Dinge Und die Verantwortung wär' dein!“ Gegen Englands Zollmauer Ein Schritt der Reichsregierung in London Berlin, 29. November. Die Reichsregierung hat der britischen Regierung durch die deutsche Botschaft in London vorgeschlagen, sofort in freundschaftliche Verhandlungen über die Lage einzutreten, die durch die neuesten englischen Zollmaßnahmen entstanden ist. Auch Paris will verhandeln Verkappte Reparationsverhandlungen? London, 29. November. Der französische Finanzminister Flandin und sein Kollege vom Handelsministerium sind in London eingetroffen, um über die englische Zollerhöhung zu verhandeln. Paris, 29. November. In amtlichen Pariser Kreisen erklärt man, die Möglichkeit sei nicht ausgeschlossen, daß Flandin die Gelegenheit seines Besuches in London benutzen werde, um mit den zuständigen Londoner Stellen über die internationalen finanziellen Beziehungen und die Frage der deutschen Tribute zu sprechen. Rahedergoau=Schleosprach Veroindlich Beibehaltung des bisherigen Lohnes— Erklärung des Jechenvelbundes Berlin, 29. November. Die für, den Ruhrbergbau Samstag vormittag im Reichsarbeitsministerium abgehaltenen Nachverhandlungen blieben ergebnislos. Daraushin hat der Reichsarbeitsminister am Nachmittag den am 26. November gefällten Schiedsspruch für, den Ruhrbergbau, der eine unveränderte Verlängerung der jetzt gültigen Lohnordnung bis 31. Dezember 1931 vorsieht, für verbindlich erklärt. Bei den Nachverhandlungen hatte Bergwerksdirektor Bergassessor Hueck(Gelsenkirchen) im Auftrage des Zechenverbandes eine Erklärung abgegeben, in der es heißt, die Erlösverschlechterung im Ruhrbergbau vom März bis September 1931 betrage 1,32 Reichsmark je Tonne. Eine weitere Verschlechterung müsse nach Lage der Verhältnisse aus den sich immer mehr verschärfenden Auswirkungen der Pfundkrise mit Sicherheit erwartet werden. Der Ruhrbergbau sehe keine Möglichkeit, die Krise zu überwinden ohne Senkung der Selbstkosten. Er gehe durchaus einig mit den Ausführungen des Schlußgutachtens des Wirtschaftsbeirates der Reichsregierung, wenn er angesichts der Tatsache, daß eine Senkung der Steuern und öffentlichen Lasten zur Zeit gicht„möglichglei, eine Herabsetzung der Ardeitskosten verlange. Diese Senkung musse, wenn sie überhaupt wirksam sein solle, sofort eintreten. Der Ernst der Lage sei nicht besser zu kennzeichnen als durch die freimütige Erklärung, daß eine Lohnsenkung die Lebenshaltung und die allgemeine Wirtschaft nicht in dem Maße gefährde, wie die finanzielle Lage und der Bestand der Werke durch die Beibehaltung dieser Selbstkosten gefährdet seien. Der Ruhrbergbau sei in der Lage, alle Feierschichten abzuschaffen, wenn er zu dem Entschluß komme, von neuem 25 bis 30000 Arbeiter zu entlassen. Das wolle er nicht verantworten. Das Opfer, das durch die Feierschichten auferlegt werde, sei von beiden Gruppen, Unternehmern und Arbeitnehmern, zu tragen. Es komme im Augenblick alles darauf an, das Vertrauen zu gewinnen, daß Deutschlands größte Rohstoffindustrie eine Möglichkeit zur Weiterarbeit sehe. Dies Vertrauen bestehe aber nicht bei der jetzigen Lage der Selbstkosten. Zwinge man den Ruhrbergbau, weiter mit diesen Selbstkosten zu rechnen, so nötige man ihn gleichzeitig zu Abbaumaßnahmen, die sicherlich im Interesse der Allgemeinheit nicht erwünscht seien. Der gefaher? Wce ye.... Neue Ausgabenstreichungen?— Die Taktik des Kanzlers dem Ausland gegenuber Berlin, 29. November. Von unserer Berliner Schriftleitung. Nachdem das Kabinett am Samstag seine Beratungen über das Wirtschaftsprogramm fortgesetzt hat, rechnet man allgemein damit, daß sie am Ende der begonnenen Woche abgeschlossen werden, so daß dann auch die große Notverordnung veröffentlicht werden kann. Die Hauptsorge des Kabinetts scheint die Ausbalancierung des durch die starken Steuer= und Zolleinnahmenrückgänge in Mitleidenschaft gezogenen Reichshaushalts zu sein. um sich durch die Balancierung eine bessere Position bei den beginnenden Reparationsverhandlungen zu verschaffen. Bekanntlich hatten sowohl gelegentlich der Dawes= wie der Young=Planverhandlungen die nicht ausgeglichenen Haushalte die deutsche Verhandlungsbasis stark geschwächt. So dürfte denn neben den wirtschaftlichen Verordnungen die kommende große Notverordnung Maßnahmen zur Balancierung des Stats enthalten. In weiten Kreisen wird mit aller Bestimmtheit angenommen, daß die Notverordnung abermals eine Beamtengehaltssenkung von zehn Prozent enthalten wird, die vielleicht schon rückwirkend vom 1. Dezember an in Kraft treten soll. Jedenfalls sind diese Gerüchte von amtlicher Stelle noch nicht dementiert worden. Daneben aber müßte die Notverordnung weitere große Ausgabenabstriche vornehmen, da sowohl eine geplante Senkung der Hauszinssteuersätze neue Ausfälle bringen müßte und selbst die Heraufsetzung der Umsatzsteuer auf zwei Prozent für die Balancierung nicht ausreichen würde. Wenn man infolge der vollkommenen Abgeschlossenheit aller zuständigen Stellen auch noch nichts Endgültiges über die Pläne des Kabinetts in Erfahrung bringen kann, so werden doch in allen Partei= und Wirtschaftslagern beachtliche Stimmen schon heute laut, die den Kanzler vor einer neuen Anziehung der Steuerschraube warnen und die Ansicht vertreten, daß der Kanzler gerade im Hinblick auf die Reparationsverhandlungen den Gläubigerstaaten erklären müsse, Deutschland sei nicht mehr in der Lage, durch Steuererhöhungen den Haushalt zu balancieren, geschweige denn irgendwelche Reparationszahlungen zu leisten. Die einzige Möglichkeit zur Balancierung würde nur in einer radikalen Ausgabendrosselung bestehen können, die aber nur zur Ordnung der Staatsfinanzen, nicht aber zur Tributzahlung Verwendung finden könnte. Diese Gedanken werden heute auch von den politischen Kreisen aufgegriffen, die noch vor kurzem vor solchen Schritten in der Reparationsfrage warnten. An amtlicher Berliner Stelle erklärt man zwar, daß lein Mittel zur Durchsetzung des deutschen Standpunktes unversucht gelassen werde, aber in Betrachtung der wirklichen außenpolitischen Lage und in psychologischer Wertung der allgemeinen Stimmung muß man leider feststellen, daß die Vorsicht und Aengstlichkeit der Verantwortlichen für die Regierungspolitik sowie das Laborieren mit Formalitäten und Kompromissen die Hoffnungen weitester Kreise auf ein schnelles und entschiedenes Vorgehen stark vermindert haben. Die Taktik des Kanzlers. der sich selbst in einer Rede vor dem Zentrum ausdrückte:„Nur Schritt für Schritt vorwärts zu schreiten“, kann im Augenblick der höchsten finanziellen und wirtschaftlichen Gefahr nicht mehr ziehen. Das Wahlprüfungsgericht beim Reichstag erklärte in seiner Sitzung am Samstag entsprechend den Anträgen der Berichterstatter die Wahl in den Wahlkreisverbänden 6(Sachsen=Thüringen), 9(Westfalen), 11 einland=Süd) und 12(Rheinland=Nord) für gültig. (Rheinland=Süd) 65 hat Es hatte sich um nur ganz geringfügige Beanstandungen gehandelt. Jagesglossen Reichswehrminister Dr. Gröner erStaats= örtert in einem Artikel in der Deutschen verleumdung Allgemeinen Zeitung“ die Frage verschärfter Maßregeln gegen das, was er das Staatsverleumdertum nennt. Er zitiert eingangs seine Haushaltsrede vom 19. März, deren für seine jetzige Betrachtung wesentlicher Abschnitt sich mit dem gegen Deutschland immer wieder erhobenen Vorwurf der Geheimrüstung beschäftigt. Die Märchen, an die das Ausland zu glauben vorgebe, seien ihm leider meist durch Deutsche zugetragen. Gröner schloß damals mit dem Satz:„Ich stehe nicht an, zu erklären, daß ich außerordentliche gesetzliche Maßnahmen gegen diese Staatsverleumder für erforderlich halte und auch beim Reichskabinett bereits beantragt habe.“ Weiter erinnert Dr. Gröner daran, daß in den Jahren, in denen über die Zurückziehung der Kontrollkommissionen aus Deutschland verhandelt worden sei, nicht weniger als 340 Behauptungen über angebliche deutsche Geheimrüstungen aufgestellt worden seien. Auch erwähnt der Minister eine im Auslande verbreitete Schrift„Wie die Reichswehr das Ausland beschwindeln will“ und fragt, könne der Staat eine solche Propaganda dulden? Zum Schluß verwahrt sich Gröner noch gegen den Vorwurf. die freie Kritik unterbinden zu wollen. Die Auslassungen Dr. Gröners haben überall größtes Aufsehen hervorgerufen, und es verlautet sogar, daß man an Reichskanzler Dr. Brüning herangetreten sei, die von Gröner verlangten Maßnahmen, die schon in einem Gesetz vorbereitet sein sollen, zugleich mit der bevorstehenden großen Notverordnung unter Artikel 48 zu verkünden. Man begründet die Notwendigkeit eines solchen Gesetzes damit, daß der Landesverratsparagraph und das Spionagegesetz nicht mehr ausreichen, um die Wehrmacht vor Schädigungen zu bewahren. Am 25. November sind in England Gefahr für die, die neuen Zollbestimmungen in Kraft deutsche Ausfuhr getreten, die einen Teil der Einfuhrwaren mit einem Einfuhrzoll in Höhe von 50 Prozent ihres Wertes belegen. Von den 23 Warengruppen, die England in sein Zollprogramm einbezogen hat, beträgt der deutsche Anteil bei zehn Werg## gruppen über 30 Prozent der betreffenden Eiz Asien teilweise ist der deutsche Anteil sogar noch#######i höher, so z. B. bei Strumpfwaren und Unterwä#ther. gar 86 Prozent und bei Tonwaren und glasiertet##### cheln 60 Prozent. Der Wert der durch die Zollso 2# ken betroffenen deutschen Einfuhr nach England bei# uu sich auf rund 150 Millionen Reichsmark, das sind zui! Prozent der deutschen Gesamtausfuhr nach Englands Die Gefahr, die dadurch der deutschen Wirtschaft zusätzlich entsteht, hat die Reichsregierung zu einem Einspruch veranlaßt. Sie hat den deutschen Vertreter in London aufgefordert, eine freundschaftliche Aussprache über das Problem mit der englischen Regierung herbeizuführen. Diese Besprechungen sind im Gange und werden fortgesetzt. Deutschland weist darauf hin, daß die Erhaltung der gegenwärtigen deutschen Ausfuhr die einzige Möglichkeit in sich schließt, Zinsendienst und Tilgung der in Deutschland befindlichen ausländischen Kredite zu leisten. Die Reichsregierung aber wird zum mindesten von der britischen Regierung eine Herabsetzung der Hochschutzzölle für die deutsche Einfuhr auf 10, im Höchstfall auf 20 Prozent fordern. Wenn auch in den letzten Wochen der englische Handel in Befürchtung der kommenden Maßnahmen sich stark mit deutschen Waren eindeckte und so die deutsche Ausfuhr nach England steigerte, so ist unumstritten, daß die Beibehaltung der hohen Zollsätze in den nächsten Monaten eine weitere Verschlechterung der deutschen Zahlungsfähigkeit mit sich bringen muß, und es bleibt unverständlich, daß die britische Regierung hier kurzsichtiger als ihre führenden Zeitungen vorgeht, die in den letzten Wochen immer wieder zum Ausdruck brachten, daß ohne Wiederherstellung der deutschen Zahlungsfähigkeit, die nun einmal durch gesteigerte Ausfuhr bedingt ist, die europäische Wirtschaft und der Weltmarkt nicht aus der Krise gerettet werden können. Noch ist nicht festzustellen, ob in den englischen Maßnahmen auch eine politische Spitze gegen Frankreich liegt, um auf diesem Umwege den Nachweis für die Unhaltbarkeit der Reparationszahlungen zu erbringen, da sowohl Dawes= wie Young=Plan anerkannt haben, daß die deutschen Tributzahlungen nur durch eine Steigerung des deutschen Exportes geleistet werden können. Im Augenblick bedeutet die englische Maßnahme für die deutsche Wirtschaft einen schweren Schlag. Ganz unverständlich erscheint in demselben Zusammenhang ein Artikel des ehemaligen französischen Ministerpräsidenten verriot, der sich in schroffer Art gegen die Steigerung der deutschen Ausfuhr und gegen das Anwachsen des deutschen Industrialismus wendet und gleichzeitig für französische Maßnahmen„gegen die deutsche Schleuderkonkurrenz“ eintritt. Auch aus diesen Aeußerungen geht mit aller Klarhit hervor, daß prominente Politiker, wie Herriot, über die ursächlichsten Zusammenhänge zwischen Reparationen und gesteigerter deutscher Ausfuhr nicht im klaren sind, so daß sich der nochmalige Nachweis erübrigt, daß Deutschland die zur Bezahlung der Reparationen hereingenommenen Auslandskredite nur durch Steigerung seiner Ausfuhr verzinsen und tilgen kann. Erfreulich jedoch sowohl an der englischen wie französischen Einstellung in dieser Frage bleibt die Tatsache, daß beide, wenn auch vielleicht ungewollt, den Irrsinn der deutschen Reparationszahlungen voll bestätigen. Im Pariser„Trocadero“ ist eine Das andere Gesicht internationale Kundgebung Frankreichs für die Abrüstung von französischen Nationalisten gesprengt worden. Der„B..“ berichtete hierüber. Auch deutsche Politiker, wie der Zentrumsabgeordnete Loos, wurden von der Versammlung beschimpft und ausgepfiffen. Wie man in Pariser Blättern selbst liest, haben Vertreter der Regierung ein E greifen in diesen Skandal achselzuckend abgelehnt. Wenn man auch annehmen kann, daß sich nicht die gesamte französische Bevölkerung zu der Methode des parlamentarischen Vandalismus bekennt, so dürften diese Vorgänge dennoch auch denen in Deutschland zu denken geben, die immer wieder vermeinten, das französische Volk bestehe in seiner überwiegenden Mehrheit aus Friedensengeln, deren Palmwedel Deutschland nur zu ergreifen brauche, um den Frieden Europas für lange Zeit zu sichern. Auch Frankreich besitzt eine Schicht, die zu einer ehrlichen Verständigung mit Deutschland bereit ist. Aber auch diese beschämenden Vorgänge vom vergangenen Freitag, für die die französische Regierung bisher kein Wort der Entschuldigung fand, haben bewiesen, wie man sich an der Seine die Verständigung mit Deutschland denkt, das heißt, nur unter abermaliger Anerkennung des Versailler Vertrages und, wie sich Laval selbst in seiner großen außenpolitischen Rede gusdrückte, Die Wrisunti Wessen. Oberreichsanwalt beantragt die gerichtliche Voruntersuchung in seiner großen außenpolitischen Re bei Unantastbarkeit der Reparationsvertrage. Der Standal im„Trocadero“ hat der kommenden Abrüstungskonferenz einen empfindlichen Stoß versetzt, hoffentlich aber auch den deutschen Abrüstungsfanatikern den Beweis erbracht, wie große französische Volksteile über die im Versailler Vertrag klar ausgesprochene Abrüstung denken. Bezeichnend jedenfalls bleibt, wie das wirkliche Frankreich seine eigene Würde als Gastgeber aufs Spiel setzt, um nicht genehme Reden und außenpolitische Konsequenzen zu verhindern. Wahlen im Landesteil Birkenfeld Oberstein a. d. Nahe, 29. November. Im oldenburgischen Landesteil Birkenfeld fanden am Sonntag Landesausschuß= und Gemeinderatswahlen statt. In Oberstein gewannen bei den Gemeinderatswahlen die Nationalsozialisten sechs Sitze auf Kosten des Bürgerblocks. Die Sozialdemokraten verloren zwei Sitze an die Kommunisten, die Staatspartei ist überhaupt nicht mehr im Stadtparlament vertreten. Das Zentrum bildet das Zünglein an der Waage, da nunmehr elf bürgerlichen elf Sozialdemokraten und Kommunisten gegenüberstehen. Es erhielten: Sozialdemokraten 1784 Stimmen, gleich 8 Sitze lbisher 10), Zentrum 527 Stimmen, gleich 2 Sitze(), Sozialistische. Arbeiterpartei 129 Stimmen, gleich. 0 Sozialistische Arbeiterpartei 129. Stimmen,# Sitze(), Burgervioa 1129 Stimmen, gleich 5 Sitze (10), Nationalsozialisten 1393 Stimmen, gleich 6 Sitze (), Kommunisten 658 Stimmen, gleich 3 Sitze(), Staatspartei 151 Stimmen, gleich 0 Sitze(). Wahlbeteiligung betrug rund 82 Prozent. S Idar hat die Ge In Jrar hat die Gemeinderatswahl eine absolute Mehrheit der Nationalsozialisten ergeben. Bei außer“““ starker Wahlbeteiligung Berlin, 29. November. In dem Strafverfahren wegen der bekannten Vorgänge in Hessen hat der Oberreichsanwalt die Eröffnung der gerichtlichen Voruntersuchung wegen Vorbereitung zum Hachverrat beantragt. Zum Untersuchungsrichter ist von dem Reichsgerichtspräsidenten der Reichsgerichtsrat Zoeller bestellt worden. Best seines Amtes enthoben Darmstadt, 29. November. Auf Grund der Vorfälle in Hessen hat der hessische Justizminister den Gerichtsassessor Dr. Best mit sofortiger Wirkung außer Verwendung gesetzt. Eine amtliche hessische Darstellung Darmstadt, 29. November. Die hessische amtliche Pressestelle stellt gegenüber Artikeln Dr. Best's und des Leiters der Pressestelle des Gaues Hessen der NSDAP., Berger, zu den Beschuldigungen wegen Vorbereitung zum Hochverrat durch die Nationalsozialistische Partei u. a. folgendes.„ Die in Frage kommenden Dokumente sind nach dem Ergebnis der Ermittelungen zweifellos nicht nur eine Privatarbeit Dr. Best's, sondern das Ergebnis von Besprechungen zwischen allen maßgeblichen Führern der NSDAP. in Hessen. An der Schlußbesprechung auf dem Boxheimer Hof haben vier Abgeordnete teilgenommen, darunter der stellvertretende Gauleiter für Hessen, Hauptmann a. D. Wassung. Die Behauptung Dr. Best's, er habe im Rahmen der nationalsozialistischen Parteiorganisation direkt überhaupt keine Funktionen ausgeübt, ist mehr als auffällig. Dr. Best als Leiter der Rechtsabteilung des Gaues Hessen Mitglied der Gauleitung und als solches an der Führung der Partei maßgeblich beteiligt. Dr. Schäfer verzichtet nicht auf sein Mandat Darmstadt, 29. November. In einer Sitzung des hessischen Landeswahlaus: schusses wurde das endgültige Ergebnis der Way# vom 15. November festgesteut. Wenn auch einige hundert erst für ungültig erklärte Stimmen für gültig erklärt wurden, so änderte diese Feststellung nichts am Ergebnis der Mandatsverteilung. Am Schluß der Sitzung teilte der nationalsozialistische Vertreter des Landeswahlausschusses, Dr. Klein, mit, daß sich in seinen Händen ein Schriftstück befinde, in dem Dr. Schäfer erklärt, daß er von seinem Mandat zurücktrete. Der Landeswahlleiter, Ministerialrat Bornemann, gab hierauf die Erklärung ab, daß am Freitag Dr. Schafer ihm gegenüber ausdrücklich mitgeteilt habe, daß er nicht auf sein Mandat verzichte, sondern dieses antreten werde. Hochverratsverfahren wegen Kommunistenabwehe Ein Jahr sechs Monate Festung haussuchungen bei der usdAp. in München und Hamburg Die„Mordliste“ eine Fälschung München, 29. November. Im Zusammenhang mit einer Veröffentlichung in der sozialdemokratischen„Münchener Post“ hat die Polizei im Braunen Hause eine Leipzig, 29. November. Der vierte Strafsenat des Reichsgerichts verhandelte am Samstag gegen den 38jährigen Schriftleiter Fritz Kannapinn aus Essen, der beschuldigt ist. sich führend an einer rechtsradikalen Verschwörung zum Sturz der Verfassung eventuell sogar mit Anwendung von Sprengstoff beteiligt zu haben. Kanng. pinn ist seit 1927 Schriftleiter einer in Essen erscheinenden Zeitschrift. Ein anonymer Hinweis an die Polizei fuhrte am 25. März zu seiner Verhaftung in Bochum. Kannapinn verteidigte sich im wesentlichen damit, daß kein Umsturz der Verfassung, sondern nur eine Abwehraktion gegen die Kommunisten beabsichtigt gewesen sei. ordentlich starteg Wühlrelr##igung erhielten Sozialdemokraten 689 Stimmen, gleich 2 Sitze(), Bürgerblock 838 Stimmen, gleich 3 Sitze(), Nationalsozialisten 2907 Stimmen, gleich 12 Sitze(), Kommunisten 454 Stimmen, gleich 1 Sitz(). Im neuen Landesausschuß erhalten nach dem Wahlergebnis an Mandaten: SPD. 3(Novemberwahl 1928), Zentrum 4(), K PD. 3(), Bürgerliste 1(), Landliste 2(), NSDAP. 12(), Staatspartei 0().— Bei der Landesausschußwahl 1928 hatte die DBP. 3 Mandate erhalten. Bei der heutigen Wahl war sie mit der Liste Bürgerl. Wirtschaftl. Vereinigung Obersteins verbunden, die nur 700 Stimmen und daher kein Mandat erhielt. Die Wirtschaftspartei, Münchener###.# im Brgunen Hause eine Haussuchung vorgenommen. Die Pressestelle bei der Reichsleitung der Nationalsozialistischen Teutschen Arbeiterpartei gibt darüber folgende Erklärung ab: „Die in Nr. 273 der„Münchener Post“ vom 25. November mit einer unerhörten Hetze gegen die nationalsozialistischen Führer abgedruckte„Mordliste", die wir bereits als eine gemeine Fälschung kennzeichneten, hat der Münchener Polizei Veranlassung zu einer Durchsuchung im Braunen Hause gegeben, die zu einem für die marxistischen Verleumder überraschen: den Ergebnis gefuhrt hat. Die Identitat des uns bereits vorher bekannten Fälschers der Liste konnte auf Grund des vorgefundenen„Materials" einwandfrei festgestellt werden. Es handelt sich um einen gewissen Friedrich Lödel, der die„Mordliste“ fabrizierte, die Unterschrift des Karl Leon Graf du Moulin=Eckart fälschte und das Ganze gegen entsprechende Bezahlung in der„Münchener Post“ veröffentlichte."„. 90 g0 Hamburg, 29. November. In dem Parteihaus der Hamburger NSDAP. in der Moorweide wurde am Samstag vormittag eine polizeiliche Haussuchung vorgenommen. Wie die 7U. auf Anfrage bei der Polizei erfährt, handelt es sich um die Durchführung eines Berliner Gerichtsbeschlusses, wonach nationalsozialistische Kampfliederbücher beschlagnahmt werden sollten. Es wurde jedoch nichts gefunden. Morddrohung gegen Göring Berlin, 29. November. Vor dem Hause des Hauptmanns a. D. Göring wurde in der Nacht zum Samstag in großen roten Buchstaben gemalt:„Göring, Du wirst erschossen! Der Rote Frontkämpferbund. sum Hochverrat nach§ 86 StGB. zu einem Ja echs Monaten Festungshaft verurteilt. In echs Monaten Festungshaft verurteilt. In der Begrundung foigte das Gericht den Ausfuyrungen des Anklagevertreters, der die angebliche Voraussetzung für das Inkrafttreten des Planes, die kommunistische Herrschaft als eine künstlich zurechtgemachte unglaubhafte Verteidigung bezeichnete. Der Staat sei, wenn er sich behaupten wolle, gezwungen, schon die allerersten Ansätze zu einer gegen ihn gerichteten Aktion zu treffen, und er könne nicht warten, bis an die Stelle der Vorbereitung die Ausführung getreter wäre. Hinsichtlich des Zeitpunktes sei lediglich erforderlich, daß der beabsichtigte Stoß für die ihn Planenden nicht mehr in„nebelloser Ferne“ liege. Der Gerichtshof sei fest überzeugt, daß die hochverräterischen Absichten unmittelbar gegen die jetzige Reichsregierung gerichtet gewesen seien. Mildernde Umstände seien dem Angeklagten zu versagen. Dagegen sei dem Angeklagnicht aus egtecher Wesnugg ten zuzubilligen, daß er nicht aus ehrloser Gesinnung gehandelt, vielmehr nach seiner Auffassung geglaubt habe, seinem Vaterland einen Dienst zu tun. Dr. Vögler über deutsche Nolwendigkeiten Für ein soziales Mietrecht die im alten Landesausschuß 3 Mandate hatte, war jetzt mit der Bürgerlichen Liste verbunden, die 920 Stimmen erhielt. * Ndschrankknacker im Reichsversicherungsamt 40 000 Mart geraubt Berlin, 29. November. In der Nacht zum Sonntag haben bisher unbekannte Täter einen Einbruch in die Kassenräume des Reichsversicherungsamtes in der stillen Königin=AugustaStraße verübt. Zum erstenmal war über Sonntag ein Lohnbetrag von 40000 Mark aufbewahrt worden. Nachts gegen ¾12 Uhr bemerkte ein Wächter Licht in den Kassenräumen. Als er mit vier alarmierten im Hause wohnenden Angestellten die Kassenräume durchsuchte, fand man nichts Verdächtiges. Erst Sonntag vormittag entdeckte eine Angestellte, was geschehen war. Zwei ältere Schränke waren an den Seitenwänden aufgebrochen und aus ihnen 40000 Mark entwendet worden. Die Polizei nimmt an, daß ein Angestellter unfreiwillig oder mit Absicht den Einbrechern einen Tip gegeben hat. Berlin, 29. November. Im Wohnungsausschuß des Reichstages wurde mit allen Stimmen bei Stimmenthaltung der Wirtschaftspartei ein Antrag der Christlichsozialen und des Zentrums angenommen, der die Reichsregierung ersucht, im Sinne der Verordnung des Reichspräsidenten vom 1. Dezember 1930 baldigst einen Gesetzentwurf über ein soziales Mietrecht vorzulegen, worin u. a. bei voller Berücksichtigung der allgemeinen wirtschaftlichen Notwendigkeiten Mißbräuchen der Vertragsfreiheit vorgebeugt wird, wucherische Mietforderungen verhindert werden und mutwilligen und sozial nicht gerechtfertigten Kündigungen ein Riegel vorgeschoben Der Ausschuß stimmte außerdem einem kommunistischen Antrag zu, den Mietern in Neubauwohnungen durch Schaffung entsprechender gesetzlicher Vorschriften einen Schutz vor willkürlicher Kündigung und Mietssteigerung zu gewähren. Die Zinssenkungsfrage h Berlin, 29. November. Mit besonderer Aufmerksamkeit werden die Nachrichten verfolgt, wonach eine Aktion mit dem Ziele eingeleitet wird, die maßgebenden örtlichen Bankorganisationen zu einer Ermäßigung ihrer Habenzinsen zu veranlassen. Dieser Plan ist bekanntlich in den Beschlüssen des Wirtschaftsbeirats enthalten. Erst wenn dieses Ziel bei den örtlichen Bankorganisationen erreicht ist, will man an die Senkung der allgemeinen Bankzinsen herantreten, so daß dann die Reichsbank ihrerseits auch an eine Senkung des Diskonts um ein Prozent gehen könnte. In Bank= und Wirtschaftskreisen rechnet man noch vor Jahresende mit der Verwirklichung dieser Maßnahmen. Der Zentralvorstand des deutschen Bank= und Bankiergewerbes soll sich mit dieser Frage bereits befaßt haben. Stiühalteablommnen Vereiingt Newyork, 29. November. Die Newyorker Bankiers hielten eine Sitzung ab, in der sie sich mit der Stillhaltefrage beschäftigten. Sie gelangten zu einer grundsätzlichen Einigung über die Verlängerung der kurzfristigen Kredite an Deutschland. 90=Tage=Wechsel, die nach dem 1. Dezember ausgestellt werden, sollen zur Einlösung der Medioverpflichtungen dienen. Es wurde hervorgehoben, daß Deutschland in den letzten drei Monaten bereits 250 Millionen Dollar, also mehr als vorgesehen war, zurückgezahlt hat. Düsseldorf, 29. November. Die Tagung des Vereins Deutscher Eisenhüttenleute(siehe auch Handel) fand am Sonntag mit der Hauptsitzung ihren Abschluß. Der Vorsitzende des Vereins, Generaldirektor Dr. Vögler, überreichte Dr.=Ing. Petersen(Düsseldorf) für seine nahezu 25jährige Tätigkeit im Verein als Anerkennung die Goldene Karl=Lueg=Gedenkmünze. Die Schlußansprache hielt Dr. Vögler. Die Wirtschaft befinde sich heute auf einem Tiefstand, der etwa der Produktion des Jahres 1902 entspreche, sie sei also nahezu 30 Jahre zurück geworfen worden. Nun schiebe einer auf den anderen die Schuld an diesem Schrumpfungsprozeß. Am besten wäre es jedoch, alle Theorien beiseite zu lassen, damit das tausendfältige Leben sich seine Existenzgrundlagen wieder selbst schaffen könne. Der einzelne Mensch, das Unternehmen und auch der Staat dürften stets nur soviel herausgeben, wie sie produzierten. Hätte man diese einfachen Faktoren der Produktionspolitik berücksichtigt, so hätte man keine Tributverpflichtungen anerkennen dürfen, die auch die blühendste Wirtschaft nicht erfüllen könne. Jetzt werde uns die Not lehren, zu tun, was wir freiwillig nicht tun wollten. Zum Schluß seiner Ausführungen ließ Dr. Vögler einen gewissen Optimismus erkennen. Wenn die alte Generation den Ausweg aus der Not nicht finde, solle sie abtreten und der Jugend den Weg freigeben. Wenn das deutsche Volk sich erst auf seine eigene Kraft besinne und auf keine Wunder von außen warte, dann sei der Tag der besseren Zukunft nicht mehr fern. In den letzten Tagen waren in verschjedenen Orten des Reiches wieder Nachrichten über einen angeblich ungünstigen Gesundheitszustand des Reichspräsidenten im Umlauf. Von Berliner zuständiger amtlicher Stelle werden diese Gerüchte jetzt als unzutreffend bezeichnet. Das Befinden des Reichspräsidenten sei nach wie vor sehr gut. Von irgend welchen Erkrankungen könne keine Rede sein. Rückzug der Japaner in der Mandschurei in Im Zusammenhang mit umfangreichen Verhaftungen Budapest waren am Samstag in Ungarn Gerüchte über einen Habsburger Putschversuch in Umlauf. Die Budapester Polizei hat inzwischen mitgeteilt, daß es sich bei der polizeilichen Aktion nicht um die Unterdrückung eines Putschversuches gehandelt habe, sondern um ein Vorgehen gegen Personen, die noch aus der Rätezeit her verdächtig seien. Berlin, 29. November. Nach amtlichen japanischen Meldungen haben die japanischen Truppen in der Mandschurei eine Rückwärtsbewegung angetreten. Das ganze Gebiet westlich des Liao=Flusses soll geräumt werden. gegen ist es in Tientsin zu neuen schweren Kämpfen zwischen Japanern und Chinesen gekommen. Bis jetzt werden fünfzig Tote bei den Chinesen gemeldet. Auch dreizehn Europüer sollen den Kämpfen zum Opfer gefallen sein. Die Japaner verstärken ihre Truppen. In Paris haben die Chinesen jetzt die Einsetzung eines Ausschusses verlangt, der den Rückzug der Japaner beobachten soll. Diese Forderung ist vom Redaktionsausschuß abgelehnt worden. Der Weihnachtsmann schreibt: „Sein gemdalt, Ksdienbtöder. das sich rüttelte und schüttlt Liebes Aschenbrödel! 66 Was sagst Du nun zu meinen lieben Bochumer Jungens und Mädels? Hab ich Dir vielleicht zu viel gesagt, als ich Dich kürzlich aus Deinem Schlummer weckte und zu einem Weihnachtsgastspiel nach Bochum holte? Ich glaube nicht. Und das muß ein Wort sein, denn der Weihnachtsmann kann doch nicht schwindeln. Das hättest Du sehen müssen, wie sich meine jungen Bochumer schon tagelang auf Deinen Besuch freuten, wie sie in den Märchenbüchern kramten, Eltern, Lehrer und Lehrerinnen bestürmten, etwas vom Aschenbrödel zu erzählen. Die Tage wurden gezählt, bis Du nun endlich kamst. Das Mittagessen am Samstag wurde beinahe vergessen, Mutti konnte sich auch diesmal nicht schnell genug anziehen, die Straßenbahn fuhr wie immer viel zu langsam. Und es wollte nicht 3 Uhr werden. So pünktlich sah ich meine Bochumer Kinder noch nie. Eine Stunde vor Beginn— ach, es war bereits kurz nach 1 Uhr— turnten meine kleinen Kumpels schon vor dem Theater herum. Wie vor dem Himmelreich standen sie vor der verschlossenen Tür. Die vielen„Muttis“ hatten alle Hände voll Butterbrote und Arbeit, ihre Kinder auf 3 Uhr zu vertrösten. Das Theater machte große Augen bei dem ungewohnten Besuch, der in hellen, lachenden Scharen hereinströmte. Im Nu war das Haus voll. „Ist denn noch nicht bald 3 Uhr?“—„Mutti, wann fängt's denn an?“, so ging es durch die Reihen, bis dlich“ Vorhang hoch zing. Bäumchen, vas sich kuttelle und schultette und Gold und Silber regnen ließ. Alles, alles, was Dich unglücklich und glücklich machte, hat er gezeigt. Immer neue Ueberraschungen glänzten da auf der Bühne. Und meinen Buben und Mädels hat es mächtig gefallen, nicht zuletzt Du, liebes Aschenbrödel. Das weiß ich, weil mir viele meiner Kinder für Deinen Besuch dankten und schrieben, Der kleine Fritz zum Beispiel schreibt mir:.., g0. gnkten ia efl. „Lieber Weihnachtsmann: Wir wußren ja uue, daß Du in Deiner Spielschachtel viele schöne Sachen hast, aber daß Du ein so schönes, lebendiges Bilderbuch hast, wußten wir noch nicht. Wir kannten schon das Märchen vom Aschenbrödel, aber so schön, mit so viel bunten Bildern sahen wir es noch nie. Richtig lieb haben wir das Aschenbrödel bekommen und den Prinzen Wunderhold und den König Kakadu und die gute Fee Walpurgis und den besorgten Syfax. Unsere kleine endlich der Borhung hoch ging. Und nun begann das Fest. Alle die versprochenen Wunderdinge wurden wahr. Aschenbrödel, das arme Kind, stand plötzlich leibhaftig vor den staunenden Blicken. Ja, das war ein Ereignis! Das erste Weihnachtsgeschenk! Und nicht das schlechteste. Dafür sorgte schon Onkel Viktor, mein bewährter Theatermann, den ich immer für meine Weihnachtsmärchen bestelle. Den ganzen„Wunderkasten des Theaters hat Taul Rindemith Das Unauhfnoruiche 66 Weltdeutsche Erstaufführung in Dortmund Wenige Tage nach der Berliner Uraufführung hörte man vom Dortmunder Musikverein die erste Wiedergabe im Reich. Gleichzeitig gelangte das Werk auch in Mainz zur Aufführung. Danach möchte man annehmen, daß im Laufe des Winters das Hindemithsche Oratorium trotz seiner sanglichen Schwierigkeiten noch häufiger erklingen wird. Walpurgis und den besorgten Syfax. Unsere kleine Erika, die Du doch auch kennst, kam nach Hause und sagte zu Mutti: Warum gibt's denn eigentlich nur zu bestelle. Den ganzen„Wund. eaters er ausgepackt, um Deine Geschichte recht schon wiederzuerzählen. Nichts hat er vergessen, nicht die fleißigen Täubchen, die die Linsen aus der Asche pickten, nicht #. Geinzelmännchen und die Heinzelmannchen und Heinzelweibchen, die die Küche fegten, nicht den goldenen Pantoffei, nicht das Weihnachten ein Märchen? Kann der Österhase keine spielen lassen? Und nun wollte ich Dich, lieber Weihnachtsmann, bitten, dem Osterhasen das zu vielleicht spielt der uns auch einmal eins.— Wir haben uns sehr gefreut und danken Dir dafür.— Grüße das Aschenbrödel und sage ihm, es hätte seine Sache fein gemacht, und alle die andern auch und Du ganz besonders. Nun werden wir unsere Sache auch gut machen, damit Du und Mutti und Vatti und der Lehrer auch mit uns zufrieden sind. Dein braver Fritz.“ Nun, liebes Aschenbrödel, weißt Du, was die Bochumer Kinder von Dir denken. Spiel weiterhin Deine Geschichte so schön wie am Samstag, denn es wollen noch viele, viele Kinder zu Dir. Ich erinnere Dich nur an all die Bochumer Jungens und Mädels, die sich diese Woche noch am Preisausschreiben des „.=.“=Jugendfreundes beteiligen. Das sind nämlich besonders Fleißige und Aufmerksame. Fur sie mußt Du dann als Belohnung ihres Eifers eine extra feine Vorstellung machen. Vergiß das nicht, die Kinder vergessen es nämlich sicher nicht! Der Weihnachtsmann. Schwer ist das Werk, nicht nur aus stilistischen Eigenwilligkeiten des Komponisten, sondern nur aus den der modernen Musik eigentümlichen, unseren Singenden ungewohnten Intervallen. Darüber hinaus ist Hindemiths Chorsatz von einer verblüffenden Selbstverständlichkeit und überzeugenden Entwicklung, die jedem sofort klar wird, der einmal versucht, von Traditionsbedenken und den anerzogenen Klangvorstellungen sich frei zu machen. Dann erkennt man unschwer, daß Hindemith nicht nur der ursprünglich begabteste unter den Fortschrittlern, sondern eben aus dieser starken und in ihrer Art fäst einmaligen Begabung der unkomplizierteste und klarste ist. Jedenfalls hat noch keiner unserer Neuerer ein derart konsequent durchgeführtes, groß angelegtes Werk geschaffen, das eine so einfache, ungesuchte und flüssig sich entwickelnde Struktur aufweist. Es schält sich hier wirklich so etwas wie eine klassische Reinheit und Formenstrenge heraus, deren Fehlen der Anerkennung der neuzeitlichen Musik fraglos mehr geschadet hat als alle klanglichen Härten. Der Einfall zeigt nach wie vor die starke Originalität, die mit einer Knappheit des Themas unerhört anschaulich zu illustrieren vermag. Und der Gedanke erhält durch den vitalen, scharf gemeißelten Rhythmus erst das rechte Gesicht und eine packende Eindringlichkeit, die von einer betonten Eigenart stimmlichen und instrumentalen Klanges noch unterstrichen wird. Die Form aber erfüllt sich mit zwingender Logik nach einer überzeugenden Gesetzmäßigkeit, die man hier vielleicht zum ersten Male in ihrer vollendeten Gestalt erlebt. Wer der modernen Musik nicht gänzlich fremd gegenüber steht und sich schon in etwa an das neue Klangbild gewöhnt hat, wird mit Ueberraschung und einigem Wohlbefinden verspüren, daß die klanglichen Ueberschneidungen— die nicht etwa gemildert oder vermieden sind— hier viel unauffälliger und viel weniger beleidigend sich vollziehen. Diese Wirkung entspringt keineswegs einer gegen früher gemäßigten Sprache, sondern ist viel mehr das künstlerische Merkmal neuzeitlicher Musik, die sich bezeichnend aus der Peinlichkeit konstruktiver Modernität heraushebt. Kein Kompromiß, sondern der überzeugende Einklang von Thema, Rhzthmus, Farbe und Form. Diese Bindung von ursprünglicher Musizierfreude und Formenstrenge ist die achtunggebietende Sonderqualität eines neuzeitlichen Werkes, das als erstes den im Prinzip voraussichtlich gültigen Typdes.g dernen Oratoriums fest legt. Man mag sich noch so sehr dagegen sträuben, an der formalen Große und musikalischen Eindruckskraft der wichtigsten Chorpartien, namentlich des grandiosen Wechselchores, wir man nicht vorbei können, wird auch die thematische Schönheit mancher solistischen Stellen anerkennen müssen. Das Beste jedoch sind die Chöre. Je nach Einstellu wird man neben der markanten Gestaltung und pal distisch köstlichen Behandlung(Marsch) vielleicht leise verhaltenen Zwischentöne, romantische Lyrisme vermissen. Wer aber Hindemiths Art in ihrem Wese und den Sinn der neuen Musik überhaupt erkannt hat, wird gerade hier ungemein vertiefte Stimmungen u innerliche Empfindung erkennen. Es möge auch niemand, dem das Werk nicht Sosent die abstruse Mischung des Textes von Gottfried B übersehen. Wenn ein Komponist die aus moderner Sach lichkeit mit peinlicher und lächerlicher Krampfggszzin# gesuchte Mystik in gebundenen musikalischen## überträgt, hat er schon Unmögliches geleistet. Das„ aufhörliche“ ist der ewige Wandel der Schöpfung, rastlose Umgestaltung der Lebensformen. Die Generalprobe, auf die sich diese stützt, ließ erkennen, daß sich der Dortmunder Must ein unter Wilhelm Siebens beherrschender mit größtem Fleiße seiner ungewohnten Aufgabe### met hatte. Die Sicherheit war durchweg staunen-gai Ebenso waren die Solisten Jenny Thil gg, zum Witt und Ewald Kaldeweier, den ersten Male erfolgreich in einer modernen Muse, u# ihrem umfangreichen und anspruchsvollen bedingt gewachsen. und unfgrachi Dr. Schwerman Bellage zu Anzeiger u. E Dem Advent! Die Me sicht strahlt aus und eine Welle v nacht vor den E Schon bald! G stille Wünsch Die Zeiten drü Kummer, #doch: ein Kind Ein Kind, der A will in diesen die Kinderherzen im Jahre einmal Freiwillige Das Lank teilt mit, daß ar nehmigten achtze beitsdienstes, un Bochum=Queren! Arbeiten anerkar den sind. 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Gedanken gelten dem Beglücken und stille Wünsche zu erfüllen ist das Ziel. Zeiten drücken schwer von Sorgen, Aengsten, scdoch: ein Kind beglücken, das bedarf nicht viel! Ein Kind, der Welt in heil'ger Nacht geboren, es will in diesen Tagen Ruf und Mahnung sein. die Kinderherzen, denen Nöte Freude wehren. in Jahre einmal doch, zur Weihnacht, zu erfreu'n! Freiwilliger Arbeitsdienst in Westsalen Das Landesarbeitsamt Westfalen in Dortmund teilt mit, daß außer den im Oktober 1931 bereits genehmigten achtzehn Maßnahmen des freiwilligen Arheitsdienstes, unter denen sich auch die Arbeiten in Bochum=Querenburg befinden, inzwischen 28 weitere Arbeiten anerkannt und zur Förderung zugelassen worden sind. Leider befinden sich keine weiteren Arbeiten in Bochumer Gebiet darunter. Mit den Arbeiten ist Mitte November fast überall begonnen worden. Stellt deutsche Landarbeiter ein! In einer Eingabe an den Reichsarbeitsminister betont der Gewerkschaftsring, daß die Statistik der Reichsanstalt für Arbeitslosenversicherung erkennen lasse, daß selbst zur Zeit der besten Arbeitssaison in der Landwirtschaft mehr als doppelt so viel qualifizierte deutsche Landarbeiter arbeitslos waren, als polnische Wanderarbeiter zugelassen wurden. Der Gewerkschaftsring hebt hervor, daß die Lage des landwirtschaftlichen Arbeitsmarktes die Zulassung auch nur eines einzigen polnischen Arbeiters nicht mehr rechtfertigte. Der Reichsarbeitsminister müsse diesem allgemeinen Standpunkt Rechnung tragen. Rund 130 junge westfälische Industriearbeiter, die von dem Westdeutschen Evangelischen Jungmännerbund in Verbindung mit der Anstalt Bethel im„Sigmarshof“(Westfalen) von der Industrie zur Landwixtschaft umgeschult wurden, sind jetzt in Mecklenburg=Siteno in 18 Orten. in Gruppen oder einzeln, in Gütern, Siedlungen oder bei Bauern in Arbeit. Trotz der schlechten Lage der Landwirtschaft war es möglich, die jungen Leute unterzubringen, weil nicht die gleiche Anzahl polnischer Arbeiter mehr wie früher inz Land kommt. In Neddemin wurde eine Kolonie vollständig als Polenersatz eingestellt. Sie bezog die bisherige Schnitterkaserne, die jetzt den Namen„Westfalenheim" trägt. Dne Theatel=Geiemschaf.. in Zur Beratung der schwebenden Theaterfragen traten Köln unter dem Vorsitz des Aachener Intendanten Strohm die Intendanten der städtischen Theater Aachen, Bochum, Bonn, Dortmund, Duisburg=Hamborn, Gladbach=Rheydt, Hagen, Koblenz, Köln, Krefeld, Neuß, Remscheid, Trier und Wuppertal zusammen, so daß mit Ausnahme des infolge Zeitmangels fehlenden Düsseldorfer Intendanten sämtliche beteiligten Intendanten anwesend waren. Besonders eingehend waren die Beratungen über die Theater=Zusammenlegungspläne, zu denen mit folgender Erklärung Stellung genommen wurde: „In voller Erkenntnis der ungeheuren allgemeinen Notlage betrachten es die Intendanten der städtischen geeignet ist, das hochentwickelte Theaterleben des Westens — gleichgültig in welcher Form— über die jetzige Notzeit hinüberzuretten. Sie sind sich auch völlig klar darüber, daß die hohen Zuschüsse, die in verflossenen Jahren verschiedene Städte des Westens ihren Theatern gewährten, heute nicht mehr verantwortbar und möglich sind. Es ist verständlich, daß zur Zeit alle Pläne zur Behebung der Theaterschwierigkeiten ihr dankbares Publikum finden. Wenn nicht die Presse im allgemeinen verantwortungsbewußte Vorsicht geübt hätte, wäre die unfruchtbare Verwirrung der öffentlichen Meinung auf diesem Gebiete unabsehbar. Um so mehr erwächst die Pflicht ernsthaftester Prüfung aller Theaterreformpläne auf Zweckmäßigkeit und Durchführbarkeit. Einer solchen Prüfung vermögen nach Ansicht der Intendanten die Zusammenlegungspläne des rheinischen Oberpräsidiums, über die sie durch die Presse unterrichtet wurden, nicht standzuhalten. Die Intendanten fühlen sich keineswegs dadurch betroffen, daß sie nicht zu jenen von dem Herrn Oberprasidenten erwähnten und ihnen unbekannten Fachleuten zählen, die über die Zusammenlegungspläne gehört wurden, um so weniger, als auch der Deutsche Bühnenverein(die Organisation der theaterbetreibenden Staaten, Städte und Privatunternehmer), der Verband der deutschen gemeinnützigen Theater, der rheinische Landesbühnen=Ausschuß und die Organisationen der Bühnenangehörigen nicht zugezogen wurden. Ihrer Verantwortung vor der Allgemeinheit bewußt, müssen aber die Intendanten aus ihrer fachlichen Erfahrung und in Kenntnis der schwierigen Materie vor Experimenten warnen, deren finanzielle Erfolge in der Praxis mehr als zweifelhaft sein, Auch die Intendanten warnen die aber in das künstlerische Eigenleben der Städte zerstörend eingreifen die Arheitslasigkeit vermohren und storend eingreisen, die Arbeitslosigten vermehren und empfindliche Einnahmeverluste für die Gewerbetreibenden zur Folge haben würden. Für die Lösung der schwebenden Theaterfragen wären Rivalitäten einzelner Städte nicht forderlich. Auch die Interessen der Theatermitglieder können nicht bestimmend sein. Ebensowenig aber darf die Entscheidung davon abhängen, welche Behörde infolge augenblicklicher Konstellation den stärksten Druck auf andere Stellen auszuüben vermag." Hausseäden! denkt an das Koch=Preisausschreiben! Mittwoch, den 2. Dezember, ist der letzte Termin für alle Einsendungen Ferienordnung für das Schuljahr 1932—33 Für die Provinz Westfalen ist bestimmt worden: Für alle Orte mit höheren Schulen sind die Ferien festgesetzt: Ostern 1932: Letzter Schultag 22. März, erster Schultag des neuen Schuljahres 8. April.— Pfingsten: Letzter Schultag 12. Mai, erster Schultag 24. Mai.— Sommerferien: Letzter Schultag 27. Juli, erster Schultag 6. September.— Weihnachten: Letzter Schultag 23. Dezember 1932, erster Schultag Mittwoch, 11. Januar 1933.— In diesem Jahre sind die Weihnachtsferien festgelegt: Letzter Schultag Dienstag, 22. Dezember 1931, erster Schultag Freitag, 8. Januar. Leichenfund auf der Landstraße Ueberfahren und getötet. In der Nacht zu Samstag wurde die Mordkommission der Landeskriminalpolizeistelle des Polizeipräsidiums Bochum auf Veranlassung der Ortspolizeibehörde Blankenstein alarmiert. Gegen Mitternacht war auf der Sprockhöveler Landstraße zwischen Hattingen und Sprockhövel, etwa 50 Meter von der Wirtschaft Kistner, einer Omnibushaltestelle, entfernt, in einer Kurve der etwa 60jährige Arbeiter Johann Kloß aus Bredenscheid tot aufgefunden worden. Kloß wurde offenbar kurze Zeit vorher von einem noch unbekannten, in Richtung Sprockhövel fahrenden schweren Kraftwagen mit wahrscheinlich tiefliegendem Chassis überfahren. Der Kraftwagenführer hat sich anscheinend nicht um den Ueberfahrenen gekümmert und die Fahrt in Richtung Sprockhövel fortgesetzt. Der Kraftwagen wird vermutlich Blutspuren und Beschädigungen am Fahrgestell aufweisen. Nach der Tatbestandsaufnahme und der ärztlichen Feststellung ist der Tod durch Quetschung des Brustkorbes herbeigeführt. Der Ueberfahrene hat sich bis spät in der Nacht in einer Wirtschaft aufgehalten, reichlich dem Alkohol zugesprochen und ist auf dem Heimwege vermutlich in seiner Trunkenheit vor das Auto geraten. Es liegt im Interesse des in Frage kommenden Kraftwagenführers, wenn er sich baldmöglichst bei der Polizeiverwaltung Blankenstein oder der Landeskriminalpolizeistelle des Polizeipräsidiums Bochum meldet. Entschließung gegen Schulabbau Der Elternbeirat der evangelischen Schule an der Castroper Straße befaßte sich in seiner letzten Sitzung mit den erlassenen Notverordnungen über die Abbaumaßnahmen im Volksschulwesen. Die Elternschaft sieht lichen Stellen übermittelt werden soll. Der Elternbeirat der evangelischen Schule an der Castroper Straße hegt große Bedenken über die Folgen, die durch die geforderten Abbaumaßnahmen im Volksschulwesen entstehen, wie sie in den Notverordnungen vom 12. und 30. Septemebr 1931 festgelegt sind, und erhebt schärfsten Protest hiergegen. Der Schaden, der durch diese Regierungsmaßnahmen dem Schulbildungswesen zugefügt wird, steht in keinem Verhältnis zu den Einsparungen, die durch den Abbau von Lehrpersonen gemacht werden sollen. Vor allem aber wehrt sich die Elternschaft gegen die Herabsetzung der Stundenzahl, die hauptsächlich bei den Lehrfächern Geschichte, Naturgeschichte, Erdkunde und dadurch auch in Deutsch eintreten soll, während die technischen Fächer davon nicht berührt werden. Die sogenannten Durchziehklassen lehnt die Elternschaft ebenfalls ab, da dadurch die jahrelange Erziehungsarbeit der Lehrpersonen zunichte gemacht wird. Wir haben volles Verständnis für die jetzige Notzeit unseres Vaterlandes; was nützen aber alle übrigens sehr zweifelhaften Ersparnisse, wenn auf der anderen Seite unwägbares und gerade darum so wertvolles Erziehungsgut verkümmert oder gar vernichtet wird! Wer unsere Jugend lieb hat, muß und wird dafür eintreten, daß Schulerziehung und Bildungswesen in der Reihe der Kulturaufgaben, die Staat und Schule zu erfüllen haben, an erster Stelle stehen. Elternbeirat an der evangelischen Schule an der Castroper Straße. Vons-Ausonlelouzert seiner Auffassung anie bekennt sich von Mozarts=mollReichwein zu einer Nach den setten die mageren Fahre Die Enlwicklung der gemeindlichen Realsteuern 1927 bis 1930 in Preußen Die hohen finanziellen Anforderungen, die die Wirtschaftskrise an die Gemeinden stellt und die im Wachsen der Aufgaben und Ausgaben, noch dazu in der Zeit erheblichen Rückgangs der Einnahmen Ausdruck finden, haben sich auch in der Entwicklung des Realsteueraufkommens ausgewirkt. Seit der Erzbergerschen Finanzreform sind die Realsteuern wohl der wichtigste bewegliche Einnahmefaktor im gemeindlichen Haushalt geworden, und die Erhöhung der gemeindlichen Zuschlagssätze ist die nächstliegende Maßnahme, um dem Anwachsen des Bedarfs zu begegnen. Allerdings hat sich dieses Mittel zur Bekämpfung der Krisenauswirkung auf den Gemeindehaushalt als zu schwach erwiesen; der Bogen der Zuschlagserhöhung war alsbald überspannt, so daß durch Sperrmaßnahmen von 1931 an eine weitere Steigerung der Zuschlagssätze für die nächste Zukunft unterbunden werden mußte. Die gemeindlichen Realsteuern, deren Gesamtsteueraufkommen zur Hälfte auf Grundvermögenssteuer und zur Hälfte auf Gewerbesteuer entfällt, sind, wie der amtliche preußische Pressedienst einer Veröffentlichung des Preußischen Statistischen Landesamtes über„Die Entwicklung der gemeindlichen Realsteuerbelastung in Preußen von 1927 bis 1930 entnimmt, in dieser Zeit um etwa 40 Prozent, nämlich von 971 Millionen Reichsmark auf 1350 Millionen Reichsmark gestiegen. Die Entwicklung hängt aber nicht nur von der Steigerung der gemeindlichen Zuschläge ab. So ist bei der Grundvermögenssteuer, deren Grundbeträge sich infolge der gleichgebliebenen Veranlagungsgrundlage im allgemeinen nur wenig ändern, durch die Umgemeindung der Gutsbezirke ein etwa 10prozentiger Zuwachs an Grundbeträgen eingetreten, so daß der auf die Zuschlagssteigerung entfallende Teil nur etwa 30 Prozent beträgt. Bei der Gewerbesteuer, deren Grundbeträge vom Wirtschaftserfolg abhängig sind, belief sich die auf die Zuschlagssteigerung entfallende Erhöhung sogar auf nur 15 Prozent. Der Rest der beinahe 40prozentigen Gesamtsteigerung des Gewerbesteuer=Sollaufkommens seit 1927 ist fast ausschließlich auf das durch die günstige Wirtschaftskonjunktur 1927 und 1928 bedingte, zum Teil sogar bis 1929 noch bemerkbare Anwachsen der Grundbeträge zurückzuführen; eine wesentliche, auf Gesetzesänderung zurückgehende Erweiterung der Grundbeträge ist nur durch die Einbeziehung der freien Berufe in die Gewerbeertragssteuer entstanden. Die gegenwärtige Wirtschaftskrise hat den Kampf um die Gestaltung der Realsteuern in den Hintergrund gedrängt. Bei den künftigen Arbeiten an der Reichsfinanzreform wird jedoch die Neugestaltung des Realsteuersystems eine erhebliche Rolle spielen, so daß das vorliegende Zahlenmaterial auch von diesem Gesichtspunkt aus sehr zu begrüßen ist. In Bochum sind nach den Haushaltsplänen an Einnahmen vorgesehen: Schwindelmeier& Co. In den letzten Tagen ist hier ein Logisschwindler unter dem Namen Diplom=Ingenieur Fritz Bender aufgetreten. Er mietete sich bei einer Familie ein und an, im Auftrage einer Berliner Firma Flohr auf der Zeche Holland beschäftigt zu sein. Nach etwa einer Voche verschwand er unter Hinterlassung seiner Logisculd. Beschreibung des Schwindlers: 1,70 Meter groß: vunktes Haar; frisches, volles Gesicht; glatt rasiert. Bekleidung: dunkelblauer Anzug: grauer Ulster; grauer Lut und abgetragene Lackhalbschuhe. Der Täter hat ein sicheres Auftreten. Geschädigte oder Personen, die seckdienliche Angaben machen können, wollen bei der Kriminalpolizei, Uhlandstraße 35 Zimmer 79 oder 88, Friprechen.— Vor einigen Wochen trat in einem Bohumer Geschäft ein Schwindler auf, der sich unter Abhabe falscher Personalien mehrere Oberhemden angeb3 für seinen Vater gehen ließ. Er war etwa 20 bis Jahre alt, 1,80 bis 1,85 Meter groß, schlank, hatte längliches, blasses Gesicht, dunkelblondes nach hinten kekammtes Haar. im Oberkiefer kurze, lückenhafte Lahne und trug einen blauen Anzug und einen hellstauen Rauhaarhut. „Der Tarifstreit bei den rheinisch=westfälischen Stragenbahnen. Vom DHV. wird uns mitgeteilt: Die am Hitag im Direktionsgebäude der Duisburger Straßen#nen stattgefundenen Tarifverhandlungen endeten „„einer Gesamtvereinbarung. Der bisher Kraft gewesene Tarifvertrag wird unverändert bis 1. Dezember 1931 verlängert. Ab 1. Januar tritt eine Senkung der Gehaltsabkommen um 8 Prozent ein. Das Hausstandsgeld wird äßigt auf 12 Mark, das Kindergeld auf 10 Mark. Lechnikerzulage für Techniker mit abgeschlossener Irischer Vorbildung und Meister beträgt 12 Mark. Matlags für Techniker und Hilfsmeister beträgt onatsich Di freie Dienstkleidung wird mit 8 Mark einba###ch in Anrechnung gebracht. Diese Gesamtverbarung hat Gültigkeit his zum 81. März 1932 Gultigleit bis zum 81. est erznalig mit monaticher Frikt ganrt getündigt werden. m har Guttigleit Vir. zumi-100 und uin erstmalig, mit monatlicher Beist zu viesem ZeitIm laufenden Rechnungsjahr 1931 ist mit nicht unerheblichen Steuerausfällen zu rechnen, während in den Jahren aufsteigender Konjunktur(1927—1928) die Ist=Einnahmen das Soll übersteigen Wei machts nach! Beim Ausräumen eines alten Schrankes werden noch manche brauchbaren Kleidungsstücke gefunden, die von den Sammlern für die Winterhilfe abgeführt werden. Sinfonke Klinn sich Grundstimmung schmerzlicher Heiterkeit, kommt aber in der Deutung um die leidenschaftlichen Untertöne nicht herum. Die sind nun einmal vorhanden und auch in kraftvollen Akzenten so tragisch betont, daß sich der Charakter eines„Lächelns unter Tränen“ nicht immer aufrecht erhalten läßt. Indes nimmt Reichwein in der Darstellung der Sinfonie nichts von ihrem für Mozart höchst eigenartigen Gehalt und mildert keineswegs die aufbegehrenden Partien. Aus dem Stimmungswechsel von Licht und Schatten und der Gegensätzlichkeit der Gedanken gestaltet er eine formal abgerundete Wiedergabe, die in ihrer künstlerischen Geschlossenheit als ausgezeichnete Leistung gewürdigt zu werden verdient. Ueberaus tonschön klang das Orchester, und der Eindruck der Aufführung war sehr stark Der Franzose Boieldien hat wirklich etwas von Mozartschem Formenadel an sich. Uebersieht man etwa in seiner Ouverture zur„Weißen Dame“ den zu leichten gedanklichen Gehalt, kann man sich an der dezenten, vornehmen Melodiegestaltung und feinen Zeichnung bedenkenlos erfreuen. Reichwein behandelte das Stückchen ungemein erlesen und erntete damit wie auch mit dem köstlichen Türlischen Marsch von Mozart und dem delikat gespielten MorgenblätterWalzer lebhaften Beifall. Maria Cornelius hat sich stimmlich außerordentlich entwickelt. Das Organ hat sehr viel an Größe und Tragfähigkeit gewonnen und besitzt nun die pastose Rundung, die eine Altstimme auszeichnen muß. Mit dem ausdrucksvollen, etwas gedehnten Vortrag der„Orpheus"=Arie und Händels dankbarem Arioso ersang sie sich bedeutenden Erfolg. X. Sch. „Neue Funde zur Urgeschichte der Menschheit“ Ein Vortrag in der Geologischen Gesellschaft. Auf Einladung der Geologischen Gesellschaft sprach am vergangenen Mittwoch Universitätsprofessor Dr. Drevermann(Frankfurt) über„Die neuen Funde aus der Urgeschichte des Menschen und ihre Bedeutung.“ Vor Eintritt in die Tagesordnung widmete der Vorsitzende dem verstorbenen Mitglied, Generaldirektor Bergmeister Dr. Hoppstaedter, einen ehrenden Nachruf. Gestützt auf die Ergebnisse eigener geologisch=paläontologischer Studien führte der Vortragende aus, daß die letzten Jahre eine Reihe bedeutungsvoller Funde aus der Urzeit des Menschengeschlechts geliefert haben, die die menschheitsgeschichtliche Forschung in mancher Beziehung erheblich zu fördern im Stande waren. Die neuen chinesischen Funde haben ergeben, daß in Asien während der Eiszeit ein Wesen lebte, das 900 Kubikzentimeter Gehirn besaß und dem berühmten„Pithekanthropus erectus“ von Java sehr nahe stand. Bestimmte Eigentümlichkeiten dieses Wesens deuten auf Beziehungen zum Menschen hin. Asien kommt daher mehr als bisher als Urheimat des Menschengeschlechtes in Frage. Auch der bestbekannte eiszeitliche Mensch, der Neandertaler, ist uns in der letzten Zeit nach Aussehen und geologischer Stellung klarer geworden. Die vielen Funde neandertaloider Menschen an den verschiedensten Punkten der Welt haben uns ein anschauliches Bild seiner Eigenschaften und seiner Lebensweise vermittelt, von dessen Einzelheiten wir vor wenig Jahren noch keine richtige Vorstellung besaßen. Wir wissen heute, daß der Neandertaler keine einheitliche Rasse darstellt, sondern daß es niedriger und höher stehende Wesen vom Typus des Neandertalers gab. Auch hier lassen sich anscheinend Beziehungen zum Osten nachweisen. Ebenso ist das der Fall bei den Menschen der jüngeren Altsteinzeit, die wir bezüglich ihrer Schädelform und ihres Intellekts mit den Menschen der Gegenwart auf eine Stufe stellen dürfen. Mit ihnen tritt die älteste Kulturepoche in Erscheinung. Man hat sogar gelernt, verschiedene Kulturzentren zu unterscheiden, die ganz neuerdings auch in Deutschland wieder überraschende Funde künstlerischer Betätigung eiszeitlicher Menschen ergeben haben. Neben diesen durch die Beobachtung unmittelbar erschlossenen Angaben behandelte der Redner auch kurz die theoretische Seite des Problems, insbesondere die Hypothesen, in denen der Versuch unternommen wird, den Grund der Höherentwicklung, die sich im ganzen Tierreich feststellen läßt, zu erkennen. Mit lebhaftem Beifall, dem der Vorsitzende, Professor Dr. Kukuk, Worte verlieh, dankte die zahlreiche Hörerschaft dem anregenden Redner für seine wertvollen Ausführungen. Novemberwanderung durch die Ruhrheimat Der platschnasse und kalte Samstagnachmittag ließ nur geringe Hoffnungen auf ein gutes Wanderwetten für die von der Abteilung Bochum des Sauerländischen Gebirgsvereins für Sonntag angesetzte Bezirkswanderung aufkommen. Um so angenehmer wurden die überaus zahlreich erschienenen Wanderungsteilnehmer vom Wettergott enttäuscht, der die drohenden Regenwolken zurückhielt. Der Wanderweg führte durch das Weitmarer Holz zur Koster Brücke, wo die Abteilung Stiepel des SGV. auf die Freunde aus dem Stadtzentrum wartete. Auf dem vom SGV. Bochum ausfindig gemachten und selbstgezeichneten Ruhrhöhenwanderweg, der die landschaftlich schönsten Punkte unserer engeren Ruhrheimat berührt, ging es weiter über Blankenstein und nach der Ueberquerung des Hammertals am Kinderheim Westherbede vorüber, den Hangweg zurück bis zur Kemnader Brücke. Die weite Ruhrlandschaft lag im Dunst des Novembernebels, aber gerade dieses ungewohnte Gesicht der Heimat offenbarte jedem Wanderungsteilnehmer nicht alltägliche Schönheiten des Ruhrlandes. Nach einer kurzen Mittagsrast ging es mit frischem Wandermut über die Donnerkuhle und Blumenau auf einem Hangweg hinunter zum Bochumer Lottental und von dort nach Brenschede, wo die Wanderung ihren Abschluß fand. Unterwegs prägte sich den Wanderern das Bild der auf den gegenüberliegenden Bergen aus dem Nebeldunst trotzig aufragenden Burg Blankenstein als schönste Erinnerung des Tages ein. Gerade diese Novemberwanderung ließ erkennen, daß sich ein Streifzug durch die schöne Ruhrheimat bei jedem Wetter lohnt. Im „Sängerheim“ in Brenschede fand der Tag mit frohen Wanderliedern seinen Ausklang. E Schmuggel mit Zigaretten Schidere Masen sul Genzschinagge. Bilder aus Bochumer Gerichtssälen Trot aler scharfen Grenzüberwachungen wit, drcz Her- Getesligung an dem Bandek zu bemesen und die Geldbußen in einer Höhe zu setzen, die der Straftat Wei i 57 4 soch viel Ware unverzollt eingeschmuggelt. Besonvers wird viel über die holländische Grenze geschafft, wodurch der Staat um große Steuersummen geschädigt wird. Gelingt es der Polizei, die Schuldigen zu fassen, so geht es ihnen schlecht, und die Geldstrafen, die dann verhängt werden, gehen oft in die Hunderttausende. Sie wirken in solchen Fällen, wo etwas zu holen ist, bewußt ruinös. Daneben gibt es dann auch noch Gefängnisstrafen, und die geschmuggelten Waren werden obendrein für verfallen erklärt. Wegen eines umfangreichen Schmuggelgeschäfts mit Zollhinterziehung und Steuerhehlerei saßen am Samstag zehn Angeklagte vor dem Erweiterten Schöffengerichte und der Erste Staatsanwalt vertrat persönlich die Anklage. Der Steuerfiskus als Nebenkläger verfolgte den Fall ebenfalls mit Argusaugen, damit ihm keiner entwische. Aber die Angeklagten waren nicht etwa Großkaufleute oder Zwischenhändler mit großen Gewinnen, sondern arme Teufel, die sich mehr durch die Not der Zeit, die ihnen aufgezwungene Arbeitslosigkeit und andere solche Bedrängnisse in den Maschen des Gesetzes verfangen hatten. Es war ein Arbeiter K. aus Braheln, ein Eisenbahnarbeiter K. aus Bochum=Langendreer und dann eine Reihe Bergleute aus Werne und Langendreer, zwei Frauen und eine noch junge Geschäftsinhaberin, die nun insgemein für eine Reihe Schmuggelsendungen besonders von Zigaretten und Tabak, aber auch von Kaffee und anderen Sachen, geradestehen mußten. Der Handel scheint im Jahre 1930 und 31 ziemlich flott gewesen zu sein; denn es fielen die mancherlei Pakete auf, die ausgerechnet immer nach Werne gingen und schließlich kam die Zollfahndungsstelle dahinter, daß die Pakete falsch deklariert waren und zollpflichtige Waren entWas half da schließlich alles Leugnen? Der eine hätte die Sachen in Holland aufgekäuft, dort mit falschen Absendern versehen, falsch deklariert und abgeschickt und in Werne und Langendreer wurden die Waren dann geteilt und in den Handel gebracht. Mancher Angeklagte hatte starke Milderungsgründe, so Krankheit und Not in der Familie, und so kamen sie eben durch Verführung auf diesen Pfad, obgleich sie wußten, daß sie sich schwer strafbar machten. Dem Ueberhandnehmen des Schmuggels wird streng entgegengearbeitet, das geht nun eben nicht anders. Die Steuerstrafen, die dann nach dem Gesetze beantragt werden müssen, erreichen geradezu märchenhafte Ziffern; so lautete der Antrag des Staatsanwalts gegen den Hauptangeklagten allein auf fast eine halbe Million Reichsmark. Die übrigen Anträge lauteten ebenfalls auf viele Tausende, lauter fünf= und sechsstellige Ziffern. Geldstrafen, die der Staat niemals von diesen Angeklagten hereinbekommen wird, die sie aber lange Zeit arg peinigen werden. Können für die Geldbußen doch Gefängnisstrafen bis zu einem Jahre treten. Die Menge der geschmuggelten Zigaretten ist insgesamt auf etwa 573000 Stück geschätzt, daher die hohen Bußen. Das Urteil Das Gericht sah ein, daß solch märchenhafte Geldstrafen doch niemals beizutreiben sind, und folgte der angepaßt sei. So wurde gegen den Hauptangeklagten Kö., der die Waren aus Holland verschickte, ein Jahr Gefängnis und 1000 Reichsmark Geldbuße festgesetzt wegen fortgesetzter Verletzung des§ 359 der Reichsabgabenordnung. Der Angeklagte Ku., der die anderen gewissermaßen auf dem Gewissen hat, weil er der Anreger und Vermittler war, erhielt acht Monate Gefängnis und muß 300 Reichsmark Geldbuße erlegen. Der Arbeiter M. erhielt vier Monate Gefängnis und 300 Reichsmark, seine Frau 600 Reichsmark Geldbuße zudiktiert, der Arbeiter Br. vier Monate und 300 Reichsmark, seine Frau 400 Reichsmark Geldbuße, die Angeklagten Kl. und R. 500 bzw. 250 Reichsmark, Fräulein S. kam mit 300 Reichsmark Geldbuße davon. Bandenschmuggel wurde nicht für erwiesen erachtet, da mindestens drei Mann an dem Schmuggel selbst teilnehmen müssen, um den Paragraphen zu erfüllen. Bei den andern aber lag nur Steuerhehlerei vor. Das Gericht hat den Gesamtwertersatz, für den die Angeklagten aufzukommen haben, auf 6000 Reichsmark geschätzt. Die Bußen sind, da sie völlig mittellose Angeklagte treffen, auch so noch sehr hoch und sollen abschreckend wirken, damit man einsehen lernt, daß auf solche Art eben wirklich kein„Geschäft“ zu machen ist. Politische Rötigung— Der regelte Stadtvater Die unfreiwillige Niederlegung des Stadtverordnetenmandats durch den kommunistischen Stadtverordneten Bauer in Herne hatte ein gerichtliches Nachspiel gefunden: der Obmann der Partei, ein Schlosser., wurde wegen Nötigung zu drei Monaten Gefängnis verurteilt. Er wandte sich mit dem Verlangen nach Freisprechung an die Strafkammer, hatte aber damit kein Glück. Ueber die eidlichen Aussagen Bauers und seiner Frau sowie eines weiteren kommunistischen Zeugen konnte das Gericht nicht hinwegschreiten, zumal keinerlei Veranlassung vorlag, an der Richtigkeit dieser Aussagen irgendwie zu zweifeln. Bauer war einer Stadtverordnetensitzung fern geblieben, weil er eine Fahrt an die Mosel gemacht hatte. Er tat das angeblich, um dort Arbeit zu suchen, da die Verhältnisse für die Bergknappen immer unsicherer wurden. Aus diesem unentschuldigten Fernbleiben jedoch drehte ihm der Ortsgruppenleiter, der andere Gründe vermutete, einen Strick, forderte Bauer schriftlich und mündlich auf, aus der Partei auszutreten und sein Mandat niederzulegen und begleitete diese„freundschaftlichen“ Aufforderungen mit nicht mißzuverstehenden Bemerkungen, die Gefahren für Leib und Leben in Aussicht stellten. Als dann bei Bauer eines Abends unsichtbare Hände die sterscheiben einschlugen, kriegte es der Mann doch mit der Angst vor seinen Genossen und unterschrieb lieber sein eigenes Partei=Urteil, als daß er es darauf ankommen lassen wollte, seine gesunden Glieder aufs Spiel zu setzen, wenn die von F. aufgeregten Kumpel etwa doch Ernst machten. Zwar wollte F. all diese Sachen gar nicht ernsthaft gelten lassen. Die Sachbeschädigung kommt auch nicht auf sein persönliches Konto. Aus einer Aeußerung.'s Dritten gegenüber war aber zu schließen, daß er der geistige Urheber gewesen sein mag; die Aussage Bauers erschien durchaus glaubhaft, daß er in Furcht gesetzt wurde durch die Aeußerung.'s, „er würde nicht mehr lebend aus der Stadtverordnetensitzung herauskommen“, wenn er etwa sein Mandat behalten und zur Sozialdemokratie abschwenken würde. Das Gericht kam daher zur Aufrechterhaltung des ersten Urteils im vollen Umfange. an Kirche und Privathäusern kündete davon, daß## erste Adventsonntag für die evangelische Kirchengemeinde Bochum=Engelsburg ein Festtag von besonderer Bedeutung war. Es galt, die erste seit der Errichtung der neuen Martini=Kirche vorgenommene Kirchenvisitation zu feiern. Zur Einleitung des Festes fand morgenz ein liturgischer Hauptgottesdienst statt. Nach gehaltvollen Vorträgen des Posaunen= und des Kirchenchore# hielt Pfarrer Dieckhoff eine Festpredigt. Anschließen richtete Superintendent Niederstein(Altenbochum) eine Ansprache an die in großer Zahl versammelte Ge, meinde. Nach Beendigung des Gottesdienstes fand die Prüfung der Katechumenen und Konfirmanden durch Pfarrer Krämer(Bochum=Weitmar) statt. Den Kinder, gottesdienst hielt Pfarrer Deppe(Witten). Um 3 Uhr nachmittags versammelten sich die Mitglieder des Prezbyteriums und die anwesenden Pfarrer zu einer internen Sitzung im Pfarrhaus. Um.30 Uhr vereinigten sich samtliche Angehörigen des Jungmännerkreises, des Jungmädchenkreises und des Posaunenchores zu einer Festversammlung in der Kirche. Pfarrer Niedermeier (Bochum=Wiemelhausen) gab der Jugend ermahnende Worte. In einer nachfolgenden Versammlung des Presbyteriums, der größeren Gemeindevertretung, des evangelischen Arbeiter= und Volksvereins, des evangelischen Männervereins, der Frauenhilfe. des Kirchenchores und des Frauenchores sprach Pfarrer Klose (Bochum=Altstadt) über Kirchengemeinschaft und das Zusammenleben in der Familie. Die Versammlung klang aus in Gemeindegesang und Gebet. k Stadtteil Stiepel Hühnerdiebstahl. Einem Landwirt in Stiepel an der Oveneystraße wurden in der Nacht zum 27. November 25 weiße Leghornhühner durch Einbruch gestohlen. Gein Siadilen Wenmat Stadtteil Weitmar Von der Weitmarer Freiwilligen Feuerwehr. der evangelischen Kirche die Feueralarmglocke geläutet und alles, was eben Beine hatte, mußte sich in den Dienst der Sache stellen. Behrenbrink besorgte sich, bei Hinter dem Wohnhause der alten Zeche„Flora" an der Hattinger Straße befindet sich der alte Uebungsturm der Freiwilligen Feuerwehr Weitmar=Mitte, der infolge seiner Baufälligkeit schon seit Jahren nicht mehr zu Uebungszwecken benutzt werden kann und darf. In letzter Zeit tann festgestellt werden, daß die Bretterwandungen, Balkenlagen, Türen und sonstiges brauchbares Brennmaterial von Unbefugten zu Feuerungszwecken abgebrochen und verwandt wird. Der Turm droht einzustürzen. Wenn von der zuständigen Stelle nicht umgehend vorsorgliche Maßnahmen getroffen werden(Abtragen des Turmes), kann leicht ein Unglück entstehen. Der Platz, auf dem der 1899 errichtete Feuerwehrturm steht, wurde von dem verstorbenen Kammerherrn Baron von Berswordt=Wallrabe eigens zu Uebungszwecken der Wehr zur Verfügung gestellt. Wie primitiv es in den siebziger Jahren um das Feuerlöschwesen im allgemeinen bestellt war, weiß der heute noch lebende, über 80 Jahre alte Senior der Weitmarer Freiwilligen Feuerwehr, Jos. Behrenbrink zu erzählen. Er war im Jahre 1877 von der Gemeinde Weitmar als „Spritzenmeister" angestellt und bezog bei Bränden den für damalige Verhältnisse sehr hohen Stundenlohn von 50 Pfennig. Bei Feuersgefahr wurde von dem Küster dem nächstliegenden Landwirt oder sonstwo ein Pferd und begab sich dann mit seiner primitiven„Spritzvorrichtung" unverzüglich zum Brandherd. War ein Brunnen oder Teich in der Nähe, war die Wasserbeschaffung für die Spritzvorrichtung eine leichte. Im anderen Falle aber mußte von den Nachbarn und sonst verpflichteten Leuten— gleich, ob Männlein oder Weiblein— eine Kette gebildet werden, und die ledernen Feuereimer wurden gefüllt und leer von Hand zu Hand gegeben. Als etwa Ende der neunziger Jahre der damalige evangelische Pfarrer als Neuerung für die Gemeinde das neue Jahr vom Kirchturm einläuten ließ und der vom Küster zum Läuten bestellte zweite Helfer in der Silvesternacht beim Glockenschlage„Zwölf“ ausblieb, fing der Küster allein zu läuten an und zog zu aller Schrecken die„Feuerglocke". Die ganze Gemeinde war natürllch ob dieser mitternächtlichen Ueberraschung in hellster Aufregung, die Feuerwehrleute rannten zum Spritzenhaus(das jetzige alte Amtshaus), einer fragte den anderen, wo es nun eigentlich brenne, und keiner wußte, was los war, bis sich der Irrtum geraume Zeit später aufklärte. R. Stadttell Querenburg Oelbachkläranlage. Der Ruhrverband beabsichtigt, die Oelbachkläranlage noch wesentlich zu vergrößern. Sie wird sich nach Vollendung des letzten Bauabschnittes bis zur Zeche„Gibraltar“ hinziehen. Die Vermessungsund Absteckungsarbeiten werden von der Stadt Bochum im Auftrage des Ruhrverbandes durchgeführt und neigen sich ihrem Ende zu. Mit den eigentlichen Arbeiten hofft man bereits im Januar beginnen zu können. Konzert des Städtischen Orchesters. Unter Leitung von Generalmusikdirektor Prof. Reichwein fand am Samstag abend im großen Hahneschen Saale in Querenburg das erste dieswinterliche Konzert des Städtischen Orchesters statt, das großen Anklang fand und dem überfüllten Hause das gleiche Programm brachte, wie es in dem in der heutigen Ausgabe an anderer Stelle besprochenen Volkssymphoniekonzert im Bochumer Schützenhof geboten wurde. Die Konzertveranstaltung war wohl der Höhepunkt aller bisherigen Veranstaltungen der„Feierabendgemeinde" Querenburg, deren Mitglieder und Freunde sich auch auf die Stadtteile Laer, Wiemelhausen, Steinkuhl, Stiepel und die weitere Umgebung erstrecken. (Weitere Lokalnachrichten auf Seite 13.) Aus der evangelischen Kirchengemeinde Bochumevangelischen Kirchengemei Engelsburg(Weitmar=Nord). Reicher Flaggenschmuck Wohin gehen wir siehe auch Anzeigentell Stadttheater: 15 Uhr: Aschenbrödel. 20.30 Uhr: Bunter Abend. Operettentheater: 20 Uhr: Im weißen Rößl. Plaza: 20 Uhr: Varieté. Skala=Lichtspiele: Der keusche Joseph. Ufatheater: So'n Windhund. Weltlichtspiele: 2 Herzen im 24 Takt. Apollotheater: Der Storch streikt. Capitol: ab 16 Uhr: Schön ist die Manöverzeit. Lichtburg: Weekend im Paradies. Lichtspielhaus: Harold, halt dich fest! Odeon: Der falsche Ehemann. ANTON SCHWAS 10) „Copyright by K.& H. Greiser. Rastatt“ „Man hat sie in unser Land gebracht, Herr?“ Ja, Herr!“ 85 „Ist es einer von meinem Volre, der diesen unsühnbaren Frevel tat?“ fragte der Alte ganz aufgeregt. „Ich weiß nicht, ob du ihn deinen Bruder nennst, o Herr, ich glaube es nicht, seine Seele ist schwarz wie die des Teufels. Kennst du ihn, ehrwürdiger Vater? Abejida nennt er sich!“ Der Alte stieß einen Laut des Entsetzens aus. Dann bekreuzigte er sich und seine Lippen murmelten eine Beschwörungsformel. „Herr“, stieß er dann erschrocken hervor.„Du sprichst vom Teufel, den wir alle fürchten und nicht kennen. Manchmal spüren wir seine Hand und wir sind ihm machtlos in diese Hand gegeben! Herr, er wird euch verschlingen!.„."„. Sisch und „Nein!“ sagte Peter fest.„Er ist von Fleisch und Blut wie du, Herr, wie wir alle. Und wir fürchten uns nicht; denn wir haben die Kraft in uns, seinen Mächten zu trotzen. Wir wollen ihn suchen, Herr. Willst du uns von ihm erzählen, was du von ihm weißt?“ „Herr, ich will„ihn" nicht erzürnen! Er läßt es mich büßen!“ wehrte der Zollchef ab. „Herr, du bist alt an Jahren und tief an Weisheit, Tapferkeit wohnt in deinem Herzen, du bist stark wie der Löwe, wenn du es willst, und du wirst deinen Gastfreunden nicht vorenthalten, was du weißt!"“ Der Alte senkte den Kopf. Dann sagte er ruhig und mit viel Würde:„Später, Herr!" Der alte Chef freute sich köstlich, ganz besonders über Odas und des Amerikaners Appetit. Er war eine Auszeichnung für ihn und er glaubte, daß diese Gäste seinem Hause Glück bringen würden. Nach dem Mahle trank man Wein, diesmal eine süße Sorte, ähnlich einem schweren Burgunder, aber so stark, daß er wie Kognak wirkte. Aber er war gut und nach dem üppigen Mahle zur Verdauung vorzüglich. Dann gab es wieder Kaffee. Als das Essen zu Ende war, überreichte Peter Herrn Aba Desmant zwei Geschenke, die ihn in eitel Freude verse sten.... g., anglas und einen tat Ein prächtiges Prismengtas und einen rostbar geschmückten Revolver. Er lachte vor Freude wie ein Kind, als er durch das Glas sah. „Herr, es ist ein Zauber drin!“ sagte er zu Peter. „Ich sehe durch und alles kommt nahe heran gelaufen, daß ich denke, ich kann es fassen, was sonst meine Augen kaum sehen!" Er revanchierte sich mit einem kostbaren Schnitzwerk aus Elfenbein und einem Becher aus Büffelhorn. Das Mahl begann. Der Herr des Hauses speiste mit seinen Gästen zusammen. Richtiggehende Teller wurden serviert, ebens gab es Bestecke. Es war beinahe ein europäisches Diner, zu dem sogar Wein gereicht wurde. Man reichte zuerst Suppe; eine Suppe, die für zwanzig gereicht hätte. Sie enthielt vielerlei Einlagen, die vom Chef anscheinend als Kleinigkeiten beigegeben waren: Zwei Hühner, eine Rinderzunge, einen Knochen, aber mit wenigstens acht Pfund Fleisch, und sonst noch eine bunte Auswahl. Sie konnte nicht würziger schmecken. Drei Diener walteten ständig ihres Amtes. Nach der Suppe kamen sechs Fleischgerichte, eines immer delikater als das andere. Peter flüsterte Oda zu:„Nehmen Sie von jedem nur etwas, damit Sie durchhalten! Wir müssen von jedem Gange kosten, der Abessinier würde eine Ablehnung als Kränkung empfinden.“ Oda nickte ihm lächelnd zu. Peter staunte über den Amerikaner. Er kostete nicht nur, sondern er aß reichlich wie ein ausgehungerter Schwerarbeiter. Immer, wenn er sich den Teller vollpackte, dann dachte Peter, das schafft er nicht; aber stets verschwand es und beim neuen Gang griff er genau se kräftig zu An die Fleischspeisen schlossen sich köstliche Torten und Backwerke an, die meisterhaft zubereitet waren. Peter sagte sich: in diesem Lande ohne Hunger, ohne Zeit, wo das Leben stehengeblieben ist, wie es vor einem Jahrtausend war, trotz aller technischen Errungenschaften, da muß man vor allen Dingen Zeit haben. Er drängte darum seinen Gastgeber nicht wegen der Aufklärung über Abejida. Sie sprachen den ganzen Tag über tausend Dinge, aber der Name Abejida fiel nicht. Peter wartete in Ruhe. Er wußte, daß der Alte von selber kommen würde. Aba Desmant führte sie stolz durch sein Besitztum, eitete sie in die Stadt, hielt ihnen angesichts des majestätischen„Gemp“, des einstigen Königsschlosses über dessen Geschichte einen Vortrag, den allerdings nur Peter verstand. Am Abend wartete ihrer dann wieder ein köstliches nicht minder reichhaltiges Diner. Peter zwinkerte Oda zu:„Wenn wir noch lange hier zu Gaste sind, dann fürchte ich um Ihre schlanke Linie, Fräulein Oda!" „Ich auch! Hoffentlich kommen wir bald weiter. Es ist schade um jeden Tag.“ „Wir müssen Ruhe und Geduld haben! In diesem Lande kennt man keine Eile. Hier ist Zeit ein unbekannter Begriff. Ob heute, ob morgen, was tut es! Wir müssen sehr, sehr viel Geduld haben.“ Der Alte hätte am liebsten wieder gefragt, was er mit Oda gesprochen habe, aber er wagte es nicht. Nach dem Essen wurden würzige Zigarren geraucht. Peter bemerkte plötzlich in der Ecke des Raumes einen verdeckten Gegenstand. Er sah näher hin und es schien ihm, als müsse es den Umrissen nach ein Harmonium sein. Er fragte den Alten darum. Aba Desmant erhob sich als höflicher Wirt, ließ die daraufliegenden Teppiche wegnehmen, den Staub wegwischen und lud dann seinen Gast ein, es zu besichtigen. „Ich habe es mir kommen lassen aus Addis Abeba, aber keiner kann es spielen o Herr! Es gibt keinen Ton! Der Händler hat mich betrogen.“ Peter lächelte innerlich. Da hatte nun der brave Zollchef das Harmonium erworben, hatte aber von dessen Handhabung keine Ahnung. Der geheimnisvolle Kasten war und blieb stumm. Es wäre unter der Würde des Orientalen gewesen, den Händler um Aufklärung zu bitten oder ihn gar wissen zu lassen, daß er sich betrogen fühle. So blieb das Instrument ganz einfach stehen. „Darf ich es einmal spielen. Herr?“ Aba Desmant sah ihn erstaunt und erfreut an. „Verstehst du die Kunst, die Töne zu wecken?“ „Etwas, ehrwürdiger Vater!" Damit setzte er sich an das Harmonium. Der Diener hatte eiligst aus einem anderen Winkel den dazu gehörenden Sessel gebracht. Er zog die Register und mit mächtigem Klange brausten die Töne durch den Raum. Den Alten anzuschauen, war ergötzlich. Er starrte verzückt auf den Spieler, eine kindliche Freude war in seinen Zügen. „Herr, du bist ein Zauberer!" stieß er atemlos hervor. Peter spielte einen einfachen Choral. Die Wirkung der Klänge auf die zahlreichen Hausgenossen des Chefs war noch viel stärker. Mit dem ersten Tone stand auf einmal alles Leben still. Mit verzückten Mienen standen sie und lauschten, und als Peter endete, da brach alles in laute Begeisterung aus. Dann drängten sie nach dem Zimmer und sahen hinein, wie der Fremde am Harmonium saß, am „Musikkasten ohne Ton“, wie sie es genannt hatten. Stürmisch baten sie um„mehr Töne, oh Herr!“ Und abermals spielte Peter eine einfache Weise, ein deutsches Volkslied. Als er endete, sagte der Alte dankbar:„Als ihr kamt, und ich sah euer Antlitz, da wußte ich, daß viel Freude mit euch in mein Haus kommt! Habt Dank, heute, morgen und immerdar, seid meine Gäste, so lange ihr mögt! Wenn ihr zieht, wird Traurigkeit meine Seele füllen.“ Peter ergriff als Dank für die Worte abermals die Tasten. Er versuchte einen langsamen Straußschen Walzer. Die Wirkung war eine bezaubernde. Alle Würde, die die Abessinier sonst gern zur Schau tragen, war verjessen, sie waren nur noch unbekümmerte Kinder. Arme und Beine wiegten sie unwillkürlich nach dem Rhythmus, dem sie sich willenlos hingaben. Als Peter abermals endete, sagte der Alte begeistert:„Herr, du bist der größte Musikmeister aller Zeiten. Deine Töne bezaubern unsere Herzen und wecken alles zum Leben. Willst du die große Gute besitzen, und mir zeigen, wie man dem Kasten die Töne entnimmt?“ Da zeigte ihm Peter, daß er beim Spielen auf den Balg treten müsse. Scheu und vorsichtig tat es der Chef. Beim ersten Ton, den er dem Instrument entlockte, da strahlte er über das ganze Gesicht. Seine Diener und Angehörigen aber brachen in ein begeistertes Händeklatschen aus und riefen ihrem Herrn Schmeicheleien zu. Der Alte wollte kaum von dem Instrument weg, bis ihn sein„Zeremonienmeister“,— wir wollen ihn so nennen, den schwarzen würdigen Herrn, der da aufpassen muß, daß die Pflichten der Gastfreundschaft bis in Kleinste erfüllt werden— mahnte, sich wieder seinen Gästen zu widmen. Da tat der Alte einen Seufzer, strich liebevoll über das schwarze Holz und wandte sich wieder zu den übrigen. Wie es der Alte gesagt hatte, so geschah es. Die beiden Männer saßen einander gegenüber. Der Alte starrte dumpf auf die Tischplatte aus Eschenholz. Manchmal horchte er auf und sah nach der Tür. Peter wußte, daß er Geduld haben müßte und wartete, rauchend, der Dinge, die da kommen sollten. Eine halbe Stunde verging... und noch eine halbe Stunde. Da plötzlich trat ein Diener ein und meldete in geheimnisvollem Tone, daß„er“ gekommen sei. Kurz darauf trat ein hochgewachsener Abessinier in der weißen Schoa ein, der die Würde selber war. Sein Gesicht war das eines Asketen und in seinen Augen flackerte ein fanatisches Feuer. Der Alte erhob sich. Die beiden Männer begrüßten sich. Dann stellte Aba Desmant den Ankömmling vor: „Der große und ehrwürdige Herr Ymar Goydal, der Chef aller Goydal in Dembea, erfahren in allen Künsten und Geheimnissen der Welt, erlaubt sich, dir Gruß und Freundschaft zu bieten.“ Peter begrüßte den edlen Herrn Ymar in derselben respektvollen Weise, wie ihn Aba Desmant vorgestellt hatte. Sicher war dieser Ymar Goydal ein hervorragender Mann. Erfahren in allen Geheimnissen, das deutete darauf hin, daß ihn seine Landsleute als großen Gaukler hochachteten. Peter hatte auch richtig geraten. Herr Ymar führte den Namen„Vater aller Gaukler". Das war nicht im üblen Sinn zu verstehen, wie etwa einen fahrenden Mann, der gegen Entgelt seine mehr oder weniger bescheidenen artistischen Kunststücke und Zaubereien zeigte Die abessinische Sprache hat für diese Art Gaukler ein anderes Wort. Ymar Goydal nahm Platz. neues in war Es war spät geworden. Den Gästen waren Räume zum Uebernachten angewiesen worden. Oda ruhte auf mächtigen Tigerfellen, die für teures Geld eingeführt waren, in einem Raume, für sich. Neben ihr waren die drei Männer untergebracht. „Herr!“ sagte Aba Desmant zu Peter.„Wenn die Blume zur Ruhe gegangen ist und deine Freunde ruhen, dann will ich dir erzählen von Abejida, dem Teufel.“ „Und ich will dir sein Bild zeigen, Aba Desmant!“ Der Alte erschrak.„Du hast sein Bild, Herr?“ „!“ Die Diener brachten jetzt ganz starken Kaffee, Rauchzeug wurde aufgestellt. Man schürte das Feuer dem Kohlenbecken am Eingang; denn die Nacht wa 899. uccb i.##llmmt Sie wechselten gegenseitig noch einige Komptimente. dann endlich begann Aba Desmant zu sprechen. „Mein Freund Ymar freut sich, dich von Angesicht zu sehen, Herr. Er soll aus meinem Munde hören, daß du mit dem großen Vogel gekommen bist nach dem Land des Königs der Könige.“ Da staunte Herr Ymar. Er überschüttete Peter mit einem Schwall von Fragen, die im Dialekt von Devea und so schnell gesprochen waren, daß Peter, so sehr sich auch Mühe gab, nur ein paar Brocken verstehen konnte. Aba Desmant merkte es und griff ein. 86 „Mein Freund Ymar ist voll Bewunderung übe dich, oh Herr des Fluges. Er sagt, daß seine Sehn sucht immer gewesen sei, einmal mit dem großen Bo## zu fliegen und das Land des Königs der Könige oben zu schauen. Peter verbeugte sich.... L backeuperehren „Es soll mir eine Freude sein, den hochzuvere:,„ den und ehrwürdigen Herrn Ymar über die Berge r tragen und sicher wieder zu bringen auf den Boden. Herr Ymar verstand ihn ganz gut und verbeug# sich unzählige Male. „Der Herr des Fluges ist aus dem Norden gekommen“, sprach Desmant wieder,„weil er eine sch! Aufgabe zu erfüllen hat. Er sucht eine Frau mit Kinde, die ein Teufel entführt hat in das Land e. Beilage zum Anzeiger u. Ge Mit rühmensn man“ auch heute in mutstieg an diesem ziger Reisender. 2 Benutzung des teu Aber Graf Zie Hinblick auf das, zu können. Er ha serat gefunden, in Welt" die Rede w Nun überließe über dem Kasino seiner Fünfzig, be Stufen hinauf, di eingang führten. 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(Fortsetzung folgt. daß der zengemeinde erer Bedeueichtung der henvisitation nd morgendach gehaltFircheschores Anschließen ochum) ein nmelte Getes fand die unden, durch Den KinderUm 3 Uhr r des Preseiner intervereinigten rkreises, des es zu einer Niedermeier ermahnende imlung des tretung, des des evangedes Kirchenarrer Klose t und das ersammlung liepel an der 7. November gestohlen. absichtigt, die größern. Sie auabschnittes Vermessungsstadt Bochum brt und neihen Arbeiten u können. nter Leitung in fand am e in Querens Städtischen nd und dem brachte wie nderer Stelle n Bochumer veranstaltung Veranstaltun3, deren Mitadtteile Laer, weitere Ume 13.) ßl. verzeit. ih es. egenüber. Der us Eschenholz. der Tür. üßte und warn sollten. toch eine halbe meldete in gen sei. Abessinier in ber war, Sein seinen Augen inner begrüßkömmling vor: ir. Goydal, der in allen Künsich, dir Gruß ar in derselben nant vorgestellt hervorragender n, das deutete großen Gaukr Ymar führte war nicht im inen fahrenden der weniger beubereien zeigte Irt Gaukler ein e Komplimente, u sprechen. h von Angesicht unde hören, daß bist nach dem ittete Peter mit alekt von„Debea Zeter, so sehr er rocken verstehen uverehrenBerge## Boden. verbeugte e. Beilage zum Bochumer Anzeiger u. Gen. Anzeiger Leodel Nr. 280 38. Jahrgang Montag, 30. November 1931 Cotokies Zekeimnis Eizahtung von Wakter Ehmke Mit rühmenswerter Pünktlichkeit lief der„Pullnan“ auch heute im Bahnhof ein. Seinem Salonwagen intstieg an diesem begnadeten Herbsttage nur ein einziger Reisender. Die Not der Zeit hielt viele von der Benutzung des teuren Verkehrsmittels ab. Aber Graf Zichy war der Meinung, sich solches im Hinblick auf das, was da kommen sollte, noch leisten können. Er hatte in einer Pester Zeitung ein Inserat gefunden, in dem von dem„größten Maximum der Welt“ die Rede war. 70 000 Lire! Nun überließ er sein Gepäck dem Portier des gegenüber dem Kasino gelegenen„Europe“ und sprang, trotz seiner Fünfzig, behend wie ein Jüngling, die wenigen Stufen hinauf, die vom Bahnhofsvorplatz zum Hotelbrannte vor Ungeduld. Das System, das ihm Loriot, der Meister von Monte Carlo, um 2000 Pengö abgetreten hatte, ließ ihm keine Ruhe. Es war unfehlbar, wie alle diese Systeme, denn es baute sich ja auf den Permanenzen dreier Jahrgänge auf. Der bedienende Ganymed lächelte. Die Hast, mit der Graf Zichy sein Gabelfrühstück bestellte und achtlos hinunterschlang, war ihm nur zu gut bekannt. Der junge Mensch verfügte über den hier nun einmal unentbehrlichen Kennerblick, der in der ersten Minute den Neuling vom Gewohnheitsspieler schied. An einem der Fenstertische war man in lebhafter Unterhaltung begriffen. Hier saß eine Gruppe von Herren die mit südländischem Feuer gestikulierten. Die blaßgrünen Blätter, aus denen sie auf Grund des Ergebnisses der vergangenen Woche die„Figur“ errechneten, lagen vor ihnen ausgebreitet. Graf Zichy sah von seinem Frühstück auf. Die Versuchung war stark. Aber schließlich... in seinen Budapester Gesellschaftskreisen biederte man sich nicht mit jedermann an. und so beherrschte er sich. Da fiel sein Blick auf ein gelbes Gesicht. Lautlos wie ein Schatten war der Japaner vor seinem Tische aufgetaucht. Ein Sechziger, der trotz der europäischen Kleidung, mit Knebelbart und Hornbrille, an einen Randarinen erinnerte.,„., gug, Scmale Das Lächeln Buddhas lag auf den schmalen, vermiffenen Lippen, und in den klugen Schlitzäuglein blitzte is auf.„Professor Totokio aus Nagasaki!“ „Graf Zichy!“ „Ist es erlaubt?“ Die gelbe Hand deutete auf einen Stuhl. Bite, Herr Proseslogisgg, Glag zg u. Gnnfas. Der Japaner nahm Platz.„Das ist alles sinnlos, herr Graf!“ „Was ist sinnlos?“ „Diese Errechnung aus den Permanenzen. auf der man ein System aufbauen zu können glaubt. Sie gleicht der Wetterstatistik, die aus den Sommern eines ganzen Jahrhunderts auf den kommenden schließt.“ „Der Vergleich ist nicht schlecht.“ „Aber er hinkt wie alle Vergleiche. Die Mathematik kommt diesem Spiel nun einmal nicht bei.“ „Wer denn sonst?“ „Es gibt zwei Wege.,. D. Eng Wihi, mmis. „Gleich zwei, die Sie kennen? Sie sind mithin Milondr..... Sa, 16 Hier Lein W9 a. fend„Ich bescheide mich. Das ist hier kein Weg, sondern ein Grundsatz. Ich muß mich bescheiden, weil mein Kapital, gemessen an dem der Bank, ein Almosen ist.“ und die Wege„„atarl und Gar Kieser ang „Sie ergeben sich aus Materie und Bau dieser Maschine. Und nicht nur daraus. Auch aus der Kraft, welche die Scheibe mit den Zahlen in Bewegung setzt. Ein menschlicher Arm, der allen Gewohnheiten und Schwächen seines Trägers unterworfen ist. Diesen Arm gilt es zu studieren, Herr Graf." Wie denn das““. g. 4, Ea.ht h „Das ist kein kleines Stück Arbeit. Es erfordert viel Zeit und noch mehr Geduld. Vielleicht auch eine Beobachtungsgabe, wie sie nur uns Ostvölkern eignet... Aber kommen Sie! Ich möchte Ihnen das praktisch vorbhren.„ L. G. Schei. Der Japaner schien zu den bekannten Erscheinungen im Kasino zu zählen. Wenigstens zog Graf Zichy aus der vertraulichen Begrüßung, mit der er von den Angestellten empfangen wurde, diesen Schluß. Die beiden Herren betraten den in dieser Stunde schon gut besuchten Spielsaal. Die Schlitzäuglein schweif“ ten von Tisch zu Tisch. Seltsam! Ganz unwillkürlich mußte Graf Zichy da an seinen Vorstehhund denken, wenn das kluge Tier auf der Hühnerjagd in Ungarn Witterung nahm. Da traf ihn Professor Totokios Stimme:„Der Tisch Nummer 5 scheint mir für unser Experiment der richtige zu sein, Herr Graf. Dort amtiert der Goldjunge." „Der Goldjunge, wer ist das?" „Der Rotkopf mit der Hornbrille. Er ist der Voiinswerfer." „Der Erfolg wird Ihnen die Antwort auf meine Frage erteilen, wenn Sie die Nummern nach meinen Vorschlägen besetzen, Herr Graf.“ Zichy war ein wenig nervös geworden. Man erzählte doch allerhand. Von Hochstaplern und Abenturern, die das glatte Parkett der Kasinos an der Riviera zu einem noch gefährlicheren Boden machten, als er es schon ohnehin war. Und nun ausgerechnet ein Japaner! Die Finger des Grafen umklammerten die 10 Plaques, die er bei seinem Eintritt an der Kasse begen einen Tausender eingewechselt hatte. Er war fest stischlossen, sich hier nicht über's Ohr hauen zu lassen. Und wer konnte wissen, ob Professor und„Goldjunge" sicht unter einer Decke spielten. Es gab schon derartige Tricks! Und doch! Das Experiment reizte ihn. Schließlch! Tausend Lire, die einen um eine Erfahrung reicher machten, waren unter keinen Umständen ganz umsonst angelegt. „Zéro!“ rief der Goldjunge. Wie es gar manchem der Verlierenden vorkam, mit einem leisen Unterton des Triumphes, weil ja diese Nummer einzig und allein der unbestreitbare Vorteil der Bank war. Und da raunte es Zichy zu. Geheimnisvoll, unentrinnbar.„0, 26, 32, 35, 3, 15, 19, 12, 4, 28!“ Mechanisch kam seine Hand den Anweisungen des Japaners nach. „19!“ rief der Croupier. Zichy strich seinen Gewinn ein. 3500 Lire. „Die gleichen Nummern!“ mahnte es an seiner Seite. 281 Zichy schmunzelte. 7000! Wenn das so weiter sing „Verdoppeln Sie!" zweimal sagen. Sbro“ 14.000 hatte er Zichy ließ sich das jetzt nicht gewonnen. Ein Glückspilz. Das Publikum drängte sich um den Tisch. Der Chef de table wechselte ein paar Worte mit dem Goldjungen, der Fortuna zu Gunsten des Grafen kommandiert hatte. „Dann sagte er:„La boule passe!“ „Brechen Sie ab, Herr Graf!“ mahnte der Japaner. Aber Graf Zichy sah und hörte nichts mehr Die 14 000 waren ihm zu Kopfe gestiegen. In seinem Feuereifer, sie zu verdoppeln und zu verdreifachen, bemerkte er gar nicht mehr, daß sich Totokio lautlos entfernt hatteg..„. 4— aau fa#Beim Abendessen im Hotel sahen sich die beiden wieder. „Nun?“ forschte der Professor. „Verloren“, stöhnte der Graf. „Den ganzen Gewinn?" „Ihn und noch ein Vermögen dazu.“ „Weil Sie den Grundsatz vergaßen.“ „Welchen Grundsatz?“ „Abzubrechen. Schade.“ Das Buddhalächeln war von alles verzeihender Milde, als der Japaner jetzt zu trösten versuchte:„Vielleicht beherzigen Sie meine gut gemeinten Ratschläge das nächste Mal besser, Herr Graf!“ Manlkors kür Klatscksaren Die Kunst tauscht Giot ein Wie der Kunstkander Geleßt werden sock— Künstlerkille weist den Weg Die Kunst geht nach Brot! Das Wort hat stärkere Bedeutung denn je, weil die Künstler sich beinahe direkt an den Bäcker wenden müssen, um noch Brot zu erhalhalten. Früher war das so: Der Maler malt ein Bild, gibt es dem Kunsthändler, der es verkauft, seine Provision abzieht und den Rest dem Maler aushändigt. Dieser lange Weg soll jetzt umgangen werden, die „Berliner Künstlerhilfe“ möchte den Tauschhandel wieder einführen. Wieder? Er ist im Grunde genommen niemals ganz ausgestorben. Auf dem Lande leben viele Maler und Bildhauer, die auf Gütern Monate hindurch bewirtet werden und als Entgelt die ganze Familie der Reihe nach abkonterfeien oder den Park mit Skulpturen beleben. In Norwegen ziehen auf Skiern die Künstler von Ort zu Ort, von Hof zu Hof und malen und bildern und schlagen sich so durchs Dasein. Dort oben blüht der Tauschhandel— und bei uns soll er sich nicht einführen lassen? Er ist bereits eingeführt. Er mußte einfach eingeführt werden, weil die Not der Zeit es fordert. Geld hat niemand mehr, um Kunst, die als Luxus empfunden wird, zu erstehen; aber Waren liegen allerorten auf Speichern und in Lagern umher— finden keinen Abnehmer. Wenn der Künstler also statt des Geldes Waren haben will— weshalb soll man sie ihm nicht geben? Die„Berliner Künstlerhilfe", ins Leben gerufen von Eduard von Winterstein(Schauspieler), Professor Poelzig(Architekt), Walter von Molo(Dichter) Cornelius Bronsgeest(Musiker). Rudolf Belling (Bildhauer) und Paul Graupe(Kunsthändler), hat es sich zur Aufgabe gemacht, zwischen Künstlern und Abnehmern zu vermitteln. Die Umsätze(in vierzehn Tagen viertausend Mark) wachsen langsam an. Man hofft, hier eine ständige Einrichtung geschaffen zu haben. Da ist zum Beispiel ein Schneider, der gerade geheiratet hat und gern ein Bild für sein Wohnzimmer braucht. Geld hat er nicht viel; aber er würde dem Maler einen Anzug gratis liefern. Schon ist der Tausch perfekt. Ein Bäcker liefert vierzehn Tage lang Brot und Kuchen in beliebiger Menge dem Musiker ins Haus, der seiner Tochter Klavierstunden erteilt. Der Friseur rasiert den Bildhauer einen Monat lang umsonst und schneidet ihm drei Jahre lang gratis die Haare, wenn er dafür seine Frau in Ton modelliert. Den Abguß bezahlt er natürlich extra. Ein Hauswirt läßt einen Maler dafür, daß dieser ihm drei Gemälde überließ, ein ganzes Jahr lang ohne Miete in einer der Wohnungen wohnen, und so weiter. Die Möglichkeiten des Tauschhandels sind unendlich, und Künstler können mit den Dingen, die sie erobert haben, weiterhin tauschen, ebenso wie Bäcker, Fleischer, Schneider die Bilder und Skulpturen wieder an andere weitergeben vonnen.. 9.„ 5 Sipturt Licf, Dinge allDer ernste Lebenskampf diktiert diese Dinge alle; aber so notwendig sie im Augenblick vielleicht sein mögen sie tragen natürlich auch ihre Gefahr in sich. Der Maler und Bildhauer, sie beide können materielle Werte liefern, Bilder und Skulpturen, können also tauschen mit allen Leuten, die Sinn dafür haben und Verwendung, und die in der Lage sind, den Künstlern passende Gegenwerte zu verschaffen, wie Brot oder Kleidung usw. Was aber macht ein Dichter? Soll er dem Bäckermeister Lehmann sein„Lied an den Mond“ vorlesen oder den dritten Akt seines neuesten, noch nicht aufgeführten Dramas? Auch der Musiker ist nicht schlecht daran, sofern er nicht mit Schallplatten handelt, und das dürfte eine Seltenheit sein. Schließlich kann auch ein Architekt nicht für„14 Tage Gratissemmeln“ gleich ein Haus bauen oder für zwei Anzüge und einen Mantel ein halbes Kellergeschoß. Der„Künstlerhilfe" bleibt es überlassen, hier vermittelnd einzugreifen und die gegenseitigen Wünsche miteinander in Einklang zu bringn. Daß dies nicht immer ganz leicht sein wird, steht fest, aber das Verkaufen von Bildern, Plastiken und anderen künstlerischen Erzeugnissen dürfte in den meisten Fällen noch erheblich schwieriger sein. U. E. Die Lustige WOecke Kkeine Gieder aus der grossen Welt Moderne Sportlyrik. In einem Heft, das sich dem Jiu=Jitsu verschrieben hat, ließ ein Dichter folgenden Erguß los: Adam schützte die Eva, Der Wald Genoveva, Auch Lohengrin Sich vor Elsa stellte, Nur, daß er sang Und nicht bellte, Doch das ist vorbei, So was hat früher genützt, Durch Jin=Jitsu die Frau Sich heut' selber schützt.# Hierzu wäre zu sagen, daß ein Wald nicht JiuJitsu lernen kann und daß Lohengrin voraussichtlich mit seinem Schwert mehr ausgerichtet hätte. Dem Dichter aber sollte man ins Stammbuch schreiben: „Du bist ein Dichter unter den Dichtern wie eine Bratpfanne unter den Gesichtern.“ Verbrechen werden belohnt. Nach dem Strafgesetzbuch sollten Verbrechen eigentlich bestraft werden; aber in manchen Fällen scheinen doch Ausnahmen gemacht zu werden. Da kann man zum Beispiel im„Tempo“, einem Berliner Boulevardblatt, lesen:„Für das schwere Kapitalver= brechen in der Angermünderstraße hat der Polizeipräsident eine Belohnung von 1000 Mark ausgesetzt. Für die Bluttat bei Basdorf wird der Oberstaatsanwalt gleichfalls eine Belohnung aussetzen.“ Da kann man sich nicht wundern, wenn man jeden Tag von neuen Raubüberfällen liest. Die richtige Antwort. Im Hyde=Park von London waren einige Jungens damit beschäftigt, mit Steinen nach Spatzen zu werfen. Schirm Da kam eine ältere Dame, drohte mit dem und vief. 4t Mmale# „Das dürft ihr nicht, ihr Bengels! Das ist grausam kleine Tiere zu töten.", Da drehte sich der älteste der Jungens um, zeigte mit dem Finger auf den Paradiesvogel, den die Da auf ihrem Hut trug, und meinte: „Der auf Ihrem Kopfe, der hat sich wohl totgelacht?“ Bedauernswerte Berühmtheit. Ivar Kreuger, der Zündholzkönig, der neulich sein Heimatstädtchen besuchte, begegnete dort auf der Straße einer alten Frau, bei der er als Kind bereits Streichhölzer gekauft hatte. Sie erkannte ihn zuerst nicht wieder; aber als er ihr von seinem Vater erzählte, da wußte sie wieder Bescheid. Und was er denn geworden wäre. „Ach“, sagte Kreuger,„ich habe jetzt einen Zündholzladen.“ „Ja, ja“, meinte die Alte.„Es gibt heute viele anständige Menschen, die Streichhölzer verkaufen müssen.“ Politik Im Warwick= Museum sind mittelalterliche englische Strafmittel ausgestellt worden, die dem Museum von dem jetzt geschlossenen Warwick=Gefängnis zum Geschenk gemacht wurden. Einer Klatschbase wurde eine Art Maulkorb umgebunden und gleichzeitig wurde ihr ein daran befestigtes sich drehendes Messer in den Mund gesteckt, das ihr, sobald sie sprach, die Zunge zerschnitt. Gleichzeitig wurde die bestrafte Frau in aller Oeffentlichkeit mit einer neunschwänzigen Peitsche geschlagen. Unser Bild zeigt die beiden mittelalterlichen Torturmittel. Unsere Aufnahme ist die erste davon gemachte Photographie. Darüber lackt man in Daris Käufer:„Halt, Meister! Sie geben mir zu viel Knochen mit dem Fleischg,.. vig dmm Fleischer:„Geben?„Ich denke gar nicht daran! Sie sollen das bezahlen: Lehrer:„Armand, du hast schon wieder den Mund Armand: Ich weiß, ich weiß! Ich habe ihn doch selber aufgemacht.“ Ein Landpfarrer wird von einem gut aussehenden Bettler um Geld gebeten und sagt:„Ich bin einigermaßen erstaunt, daß ein Mann wie Sie mich um Geld bittet!., Wt, Tramn: Eg arstaurglich in Da sagt der elegante. Tramp:„So erstaunlich ist das gar nicht. Sie müssen wissen, daß ich gerade ein Jahr Gefängnis hatte, weil ich es mir nahm ohne zu fragen.“ Besitzer eines Restaurants zum Gast:„Besonders empfehle ich Ihnen noch unsere Schnecken, wir sind berühmt darin.“ Ei, gat wig Am Gast:„Glaub ich gerne. Eine hat mich eben bedient.“ * „Also, da ist mir eine Geschichte passiert", beginnt ein Gascogner,„die muß ich....1, Freurs.s „Alles gelogen!“ fällt ihm sofort sein Freund ins Wort.... Jac zur victs Wäst.. „Ich habe doch noch gar nichts erzählt.. „Nein, aber du wolltest doch!“ Ein anderer Gascogner erzählt von einer Scholle, die er genagelt hatte.„Ich werde sie dir aufzeichnen“, sagte er, und begann mit seinem Stock einen Riesenkreis um sich herum zu ziehen. „Das dauert mir zu lange“, sagte der Freund, „warum fängst du denn mit dem Auge an?“ Der„Berliner Lokalanzeiger“ schrieb, ikel: Versagt der Bölkerburs ner Lokalanzeiger“ schrieb jüngst in einem Leitartitel:„Versugt der Völkerbund auch diesmal in Sachen Japan— China), so dürfte dem letzten Rest seiner Gläubiger die Augen aufgehen.“„Hat der Völkerbund wirklich schon Konkurs angemeldet? Etwas einfacher machte es sich die„Tilsiter ZeiBei einem Stierkampf an der spanischen Grenze wurde ein Matador hart von seinem Stier bedrängt, jeden Augenblick erwartete man, ihn auf die Hörner gespießt zu sehen.— Mitten in das dumpfe, erwartende Schweigen der Massen krähte da plötzlich eine Kinderstimme in die Areng:„ 641 „Hab keine Angst, Papa! Wir sind doch hier!“ HaGe. Kreisrsilisten seit 15 Erfolgreiche Kur, ren bewährt, von tausenden Aerzten und Datienten gelobt, einfach, billig, ohne Berufsstörung. Verlangen Sie Prospekt„Heilen heißt Reinigen“ und Auskunft kostenlos vom Salushaus Dr. med. Otto Greither München Filiale Bochum i.., Clemens. Ecke Jägerstraße Telephon 61406 U tpoff-ichon G haunt!„ A wuch tzung folgt.) eine einzelne Zigärette trensidler zu beurteilen. Aber rauchen Sie einmal den ganzen Tag nur CLUB,dann werden Sie erst merken, wie mild und wunderbar diese fabelhafte 3 1 Pfennig-Zigarette ist. Feuer im Stadttheater von Voldgna Ein Skandal nach dem anderen Große Teile der Inneneinrichtung vernichtet Mailand, 29. November. Eine Feuersbrunst brach nachts im städtischen Theater von Bologna aus. Gegen 4 Uhr benachricheigten Passanten die Feuerwehr. Unter Lebensgefahr drangen die Feuerwehrleute bis zum Dach empor und begannen mit den Löscharbeiten. Nach dreiviertelstündiger Arbeit wurde festgestellt, daß die Bühne vom Feuer erfaßt war, während der eiserne Vorhang ein Uebergreifen des Brandes auf den Zuschauerraum verhinderte. Bald danach aber barst der Vorhang infolge der Hitze. Glühende Eisenstücke und Funken fielen in den Zuschauerraum, doch gelang es der Wehr bald, hier des Feuers Herr zu werden, so daß der Saal als solcher erhalten blieb. Die Löscharbeiten waren nach mehrstündiger Tätigkeit beendet, doch ist sehr großer Sachschaden angerichtet worden. Der Bühnenraum und der Keller darunter sind vollkommen eingeäschert, ebenso sind die im vorigen Jahre eingerichtete moderne elektrische Licht= und Kraftanlage, das Szenarium für Opern, der gemalte Vorhang und alle Musikinstrumente zerstört, die im Orchester zurückgeblieben waren. Der Schaden wird auf mindestens 6 Millionen Lire(1½ Million Mark) geschätzt. Als Ursache des Feuers vermutet man ein Undichtwerden Geirag der der Eisendahner=Zirer?... Eine Viertelmillion Schaden durch Privat=Darlehen der Das Theater, ein Werk des stammt aus dem Jahre 1756. Architekten Bibiena, Der Amokläufer von Finkenkrug Berlin, 29. November. Die von dem Amokläufer von Finkenkrug, dem früheren Bankbeamten Lehnert, durch einen Messerstich in den Rücken schwer verletzte Wirtschafterin Koch ist im Nauener Kreiskrankenhaus ihrer Verletzung erlegen. Die beiden anderen Frauen sind außer Lebensgefahr.— Lehnert, der am Freitag in Finkenkrug vier Frauen schwer verletzte, hat sich auf einem Polizeirevier in Charlottenburg selbst gestellt. Er leidet offenbar an Verfolg Breslau, 29. November. Dem Vorsitzenden der Deutschen Eisenbahner=Sterbekasse Adolf Jahn, der in Breslau verhaftet worum rund 250000 Mark geschädigt hat. Der MitgliederGeschäftsführung Jahns nicht genügend kontrolliert hätten. Er hat vom Reichsaufsichtsamt für Privatversicherung gefordert, daß der Aufsichtsrat und der Gesamtvorstand vom Amt suspendiert werden. Die Eisenbahner=Sterbekasse ist ein über das ganze Reich verbreiteter Versicherungsverein auf Gegenseitie, keit, dessen Gesamtvermögen 14 Millionen Sgpzgignen beträgt und der einen jährlichen Umsatz von 5 Reichsmark aufweist. Zur Zeit laufen über 200 000 Versicherungen bei ihm. Jahn, der früher Oberinspektor bei der Reichsbahn war, wird zur Last gelegt, daß er sich bei der Ausgabe von Darlehen aus Kassenmitteln zum Schaden der Kasse hohe Provisionen hat geben lassen. Die Darlehen sind jeweils erst bewilligt worden, wenn die Anfragenden I. eine Provision zugesagt hatten. Auch ließ dieser sich, nach den Behauptungen der Staatsanwaltschaft, vielfach Provisionen in Form von Warenlieferungen geben. Ferner sind zum Schaden der Kasse Ueberbeleihungen erfolgt. Die Untersuchung gegen Jahn schwebte schon seit geraumer Zeit. Er verstand es aber stets wieder, den Tatbestand durch die Beeinflussung der Zeugen und durch Drohungen zu verschleiern. Nachdem das Verfahren bereits eingestellt worden war, wurde es Mitte dieses Jahres wiedereröffnet. Der Untersuchungsrichter hat dann mehrere Monate hindurch zahlreiche frühere Darlehns# 85. i Hieg phrhe nehmer vernommen und festgestellt, daß in jedem private Provisionen gezahlt worden sine. Dies wurde immer wieder so raffiniert gemacht, daß aus den Büchern die Manipulationen nicht hervorgingen. selbst klemmte sich unter die Lokomotive und etwa 500 Meter weit mitgeschleift. Der Benzintans explodierte unter der Lokomotive. Das dadurch en# standene Feuer wurde durch die Bahnfeuerwehr a# löscht. Der Schrankenwärter erlitt einen Nervenschock und wurde mit dem Schwerverletzten von Gosler in das Krankenhaus übergeführt. Ein Krebsforscher verklagt den Siaal Berlin, 29. November. Mitte forscher angestrengt hat. Südatlankik west-ostwärts überflogen London, 29. November. Der australische Flieger Bert Hinkler, der zu einem Alleinflug über den Südatlantik von Brasilien nach Afrika gestartet war, hat sein Ziel glücklich erreicht. Er stieg am Mittwoch in Natal an der brasilianischen Küste auf und traf 22 Stunden später in Bethurst, der Hauptstadt der britischen Kronkolonie Gambia, ein Hinklers Flug war die erste Ueberquerung des Süd. atlantik in West=Ost=Richtung auf einer Ozeanstrecke von rund 3000 Kilometern. hat, Auf Grund seiner Veröffentlichungen über Krebsforschung war an Dr. Simons, der fruher in Köln als Arzt tätig war, das preußische Wohlfahrtsministerium durch den Direktor des Krebsforschungsinstituts an der Berliner Universität, Geheimer Rat Blumenthal, mit der Frage herangetreten, ob er an dem Institut nach seiner Methode arbeiten wolle. Dr. Simons war dann auch in Berlin tätig, und zwar hauptsächlich mit Versuchen an Tiergn. 30. Oktober 1930 erhielt er dann aber ein Schre##e# des Ministeriums, wonach er seine Dienste einem experimentellen Krebsforschungs=Institut in Frankfurt zur Verfügung stellen sollte, und als der Forscher sich damit nicht einverstanden erklärte, verzichtete man auf seine weitere Arbeit. Das sah Dr. Simons als fristlose Entlassung an und er verklagte den Fiskus. Zuchthausstrafe wegen Kapitalflucht lose Entlassung, an und er verkla,..g In der Verhandtung wurde noch keine Einigung erzielt, und das Gericht beraumte einen neuen Termin an, zu dem außer einem Vertreter des Wohlfahrtsministeriums auch Geheimer Rat Blumenthal geladen werden soll. Vermögens-Beschlagnahme in Polsbuml Potsdam, 29. November. Der Bestechungsskandal bei der Potsdamer Stadtbauverwaltung nimmt immer größeren Umfang an. Stadtbau=Inspektor Rauh wurde unter dem dringenden Verdacht der passiven Bestechung verhaftet. Ferner wird ein Betrugsverfahren gegen Stadtbau=Inspektor Kießling und die Firma Dübener in Michendorf in Gang kommen. Das Landgericht Potsdam hat das Vermögen dieser Firma in Höhe von 80000 Mark und das Vermögen Kießlings in Höhe von 30000 Mark mit Arrest belegt. Persteigerung Aähtischre ZKrochutt=Len Das Haus Wittelsbach notleidend Nachtwächter von Einbrechern niedergeschossen Frauenburg, 29. November. In der Nacht suchten Einbrecher Frauenburg heim. Zunächst nahmen sie die Vergitterung der Auslagenkästen von Kaufmann K. Langhanki ab, hoben dann an der Eingangstür des Ladens eine große Scheibe kunstvoll aus und stiegen in den Laden ein. Als der Nachtwachbeamte Kemkowski hinzutrat, fiel aus dem Innern des Ladens ein Schuß, der ihn niederstreckte. Er raffte sich jedoch noch auf und ging zum nächsten Ke,.nsee sie, Rooch EIch auf und pigg zum nachsten Polizisten, erstattete Meldung und schleppte sich dann zum Arzt. Inzwischen flohen die Einbrecher Fingerabdrücke waren nicht zu finden. bar um Berufsverbrecher. se Einbrecher., Fingrr Es handelt sich offenMünchen, 29. November. Von englischer Seite wurde eine Meldung verbreitet, wonach am Montag in London die bayrischen Kronjuwelen versteigert würden. Nach deutschem Sprachgebrauch mußte man annehmen, daß es sich um die Juwelen von Krone und Zepter der Wittelsbacher handelt. Diese Auffassung ist jedoch unzutreffend. Versteigert wird eine Reihe von Juwelen und Schmuckstucken, die sich im Besitz des Wittelsbacher Ausgleichsfonds befanden. Mahag Der Generaldirektor des Wittelsbacher Ausgleichsfonds, von Rauscher erklärte: Für die Juwelen ist die Ausfuhrerlaubnis der bayrischen Regierung eingeholt worden. Das Haus Wittelsbach ist in diese bedauerliche Lage dadurch gekommen, daß der Hauptteil der seinerzeitigen Abfindung, nämlich 8000 Hektar Wald, heute kaum umzusetzen sei. Der Rückgang der Ertragnisse— besonders in den Waldungen— war derartig katastrophal, daß die Stützungsverwaltung aus den Erträgnissen dieser Vermögenswerte dem Stützungszweck nicht mehr gerecht werden konnte. Dies hat zu dem Versuch geführt, durch den Verkauf bisher unrentabler Objekte Kapital zu schaffen, um damit die Erträgnisse des Fonds einigermaßen zu ergänzen. Die bayrische Staatsregierung als Aufsichtsbehörde der Stiftung hat unter Würdigung der überaus schlechten Finanzlage des Fonds die Genehmigung zum Verkauf der erwähnten Wertobjekte gegeben.„..u, Der wertvollste Stein der Sammiung ist der bekannte blaue Diamant, der 35 Karat wiegt und von Budapest, 29. November. Das oberste Gericht Ungarns hat am Freitag das gelegenheit des Bankiers L81 Urteil in der Angerrgen###n des Bankiers Oskar Weinreb gefällt, der eine größere Summe nach dem Auslande bringen wollte, ohne dies den Flug=, zeugbehörden anzumelden. Er wurde in einem Fall des versuchten, in einem anderen des vollendeten Verbrechens der Valutenschädigung für schuldig befunden und zu zwei Jahren drei Monaten Zuchthaus, einer hohen Geldstrafe und zehn Jahren Amtsverlust verurteilt. Der bei ihm vorgefundene Betrag wurde eingezogen. In der Begründung des Urteils sagt das oberste Gericht, daß es sich um eine Angelegenheit handle, durch die die materiellen Interessen des ganzen Landes berührt werden, weshalb eine beispielhafte Strafe angebracht war. Verübte Lya de Putti Selbstmord? Maria Amelia von Oesterreich im Jahre 1722 bei ihrer Heirat mit dem Erzherzog Karl Albrecht von Bayern dem Wittelsbacher Hause zugebracht wurde. Unter den Juwelen befinden sich außerdem eine Diamantentiara, ein großer Brillantschmuck, sowie neun sehr wertvolle Smaragde. Die eigentlichen Kronjuwelen befinden sich nach wie vor unangetastet in der Münchener Residenz. Besonders wurde aus der Schatzkammer Gegenstände historischen und künstlerischen Wertes nicht entfernt. Zum Verkauf in London wurden bestimmt einige allerdings besonders wertvolle Edelsteine und Schmuckgegenstände, die dem Wittelsbacher Ausgleichsfonds bei der Auseinandersetzung zwischen dem bayrischen Königshaus und dem bayrischen Staat überwiesen wurden. Newyork, 29. November. Wie ein Newyorker Blatt meldet, hat der Minister für öffentliche Gesundheit die Freigabe der Leiche der Filmschauspielerin Lya de Putti zur Bestattung verweigert und die Oeffnung der Leiche angeordnet. Das Blatt fügt hinzu, die Filmschauspielerin habe sich durch Verschlucken von Stecknadeln das Leben genommen, Daß Lya de Putti schon früher Selbstmordversuche verübte, dürfte noch in Erinnerung sein. Villle in die Went Personenkraftwagen vom Eilzug überfahren Am Hannover, 29. November. Klit. n Samstag wurde auf dem Bahnof Braunschweigder Helmstedter Straße der Kraftwagen des * Der Raubmord im Stift Melk. Aus Wien wird gemeldet: Der Diener im Stift Melk, Potzmader, hat eingestanden, gemeinsam mit dem Stiftsdiener Schnabel den Raubmord an Pater Kathrein verübt zu haben. Schnabel erklärte beim Verhör lediglich, das dem Pater geraubte Geld versteckt zu haben. Das Geld wurde an dem von Schnabel bezeichneten Orte gefunden. * Vier Tote im oberschlesischen Bergbau. Auf der Charlottengrube in Rydustau(Kreis Rybnik) gingen durch tektonische Erschütterungen auf dem Leoschacht eine Strecke und ein Pfeiler zu Bruch. Die dort beschäftigten sieben Bergleute wurden verschüttet. Nach mehrstündigen Rettungsarbeiten konnte man drei der Verunglückten unverletzt bergen. Die übrigen vier waren bereits tot. ters von Gosler aus Sickte vom ceittergutsbesitzers von Gosler, aus Sickte v Eilzug 142 überfahren. Der Kraftwagenführer und Frau von Gosler wurden getötet. von Gosler, wurden getorer, v. Gosler selbst wurde mit einem schweren Bruch der Schädelbasis in das Krankenhaus eingeliefert. Die Karosserie des Kraftwagens wurde von dem Untergestell abgerissen idert. Das Untergeste und auf die Straße geschleuver.. Das Untergestell * 600 Indianer vom Schneesturm mit dem Tode bedroht. Durch einen gewaltigen Schneesturm in der Gebirgswüste im Westen von Neumexiko[USA. sind 600 Indianer eingeschneit und in höchste Lebensgefahr geraten. Neun sind bereits gestorben. Rettungsmannschaften sind von Gallup in Marsch gesetzt worden. Städtisches Orchester Bochum Vormiete 3. Konzert Donnerstag, 3. Dezember 1931, abends 8 Uhr im Stadttheater: Symphonie-Konzert Mmm sohsnn: Lubka Holessa Programm: O. Martin: Symphonie-moll— Uraufführung Fr. Chopin: Klavier-Konzert-moll P. Tschalkowsky: Symphonie Nr. 4,-moll Leitung: Generalmusikdisektor Leopold Reichwein. Karten sum Preise von.— bis.— RM. sind an der Kasse im Stadttheater, vormittags von 10 bis 2 Uhr, sowie in den Vorverkaufsstellen Verkehrsverein, Rathausplatz 8. Musikalienhandlung Häßler, Kortumstr. Nr. 100, Gebr. Alsberg, Kortumstr. und im Pianchaus Marks. Kortumstr. 48, zu haben. Für Mitglieder des Bühnenvolksbundes und der Volksbühne findet der Vorverkauf in den Geschäftsstellen statt. Telephonische Bestellungen unter Nr. 68651. Flamenga- Faconné ca. 100 cm breit, in Diagonalstellung sowie apart. Fantasiemustern Meter Sport-Bouclé Sidol theater Bochum Montag, 30. Nov., 15—.4 .30 Uhr. per Vormiete u. uonenvolksbund: Aschenbrodel Preise: 0,30—2 R M. 20.30—22.30 Uhr: Außer Vormiete: Bunter Abend mit neuen Darbietungen des Schauspiels, der Oper des Balletts und des Städt. Orchesters. Preise: 0,30—2 RM. Dienstag, 1. Dez., 20—23 Uhr. B. 9: Operettentheater, Bochum Rottstraße 29, Tel. 66534 Nur noch wenige Tage der große Operettenschlager der Saison „Im weißen Röß!“ in der ersten bekannten Besetzung und den Original=Ober= bayrischen Schuhplattlern. Mittwoch nachmitt. .30 Uhr für alle Bochumer Kinder das schöne Märchen „Das latlere Schnelderleig“ mit Musik u. Tanz. Preise v..20—.50. 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Do Den Dortmu Tabellenführer A mtschieden abzur weil die Dortmi bestreiten mußter ebenfalls mit sel 2000 Zuschauert tragen, Bereits in Führung gehe die Platzleute Seitenwechsel ge Führungstor zu hatten sich zusam gefährlicher. gleichstreffer d sich die Lindener Wich „Wacker"— Fortuna" Leip *C.:5, Sport —„National“ Grüng:0, Fr :1, VfB. Bres — SV. 05 Bres Viktoria“ Fors BFC.„Preu — Wedding 2: :2,„Blau=We „Südstern":6, :3, Adlershofe berliner SV. walde— Poliz 1. FC. A Schweinfurt Fürth „Teute Zohn Rege sok. Ulm Stuntgarter Union" Böck gri•1, 80, nastatt—„ urt— FC. 5V. 98 Dart Valdhof— BfR. Mannh feunde“ Se eaarbrücken •2, Peroinian dadurch entuerwehr geten Nervenvon Gosler erflogen Kovember. der zu einen rasilien nach klich erreicht. xasilianischen Bethurst, der sambig, ein. ing des Süd. Ozeanstrecke zitalflucht November. Freitag das nkiers Eskar Summe nach 8 den Flug, n einem Fall lendeten Verldig befunden ten BuchtJahren Amtsndene Betrag des Urteils n eine Ange: en Interessen halb eine beimord? November. der Minister der Leiche der sattung verweijeordnet. Das habe sich durch den genommen. irdversuche verelt Aus Wien elk, Potzmader, n Stiftsdiener Katbrein Verhör ledigsteckt zu haben. sel bezeichneten gbau. Auf der Ryhnik) ginauf dem Leou Bruch. Die den verschüttet. onnte man drei ie übrigen vier mit dem Tode neesturm in der exiko[USA. höchste Lebensestorben. RetMarsch gesetzt 4 Beilage zum Bochumer Anzeiger u. Gen. Anzeiger Zurnen, Spiel und Nr. 280 38. Jahrgang Montag, 30. November 1931 DioDochamerslolserandorsprun. Tnentechiedene Ergebnisse am Jäulenden Band Chentschleuche EigermP umlädfenden Sana Zwei Punkte umionit TußV. Mengede durfte nicht gegen„Germania“ spielen Unentschieden in Werne Vom Turf Bendole in Parit unglelert Nachdem die Pokalzwischenrunde und der Totensonntag eine ziemlich große Pause in das Punktekonzert gelegt hatten, führten die sonderklassigen Gemeinschaften in Ruhrgebiet ihre Meisterermittelung mit einem stattsichen Programm weiter der Entscheidung entgegen. Der Leistungsvergleisch, opischen„Germania“, Bochum und dem Tu BV. Mengede wurde auf einen späjeren Termin vertagt. Immerhin blieben auch die Germanen“, nicht müßig und führten ein Freundsaftsspiel gegen den TusS, durch, das sie mit:1 für sich entschieden. Die Klärung in den einzelnen Grupven wird noch etwas auf sich warten lassen, denn im Vorderfelde der Wertungsstalg hat sich in der Staffelung nichts geändert. Auffallend ist, daß sich wieder die Bochumer Gemeinschaften unentschieden trennten und damit die Dortmunder weiter nach unten drängen. Die Ergebnisse in den drei Gruppen waren: Gruppe Bochum-Dortmund „Sportfreunde“ Dortmund— MBV. Linden:2,= VfL. Hörde—„Alemannia“ Dortmund:1, S TV. Werne—„Preußen“ Bochum:1, „Germania“ Bochum— TuS. Bochum:1(.=Sp.). Gruppe Ellen BV. Altenessen-— Essen=West 81:1, Werden 008—„Rot Wbeih“ Essen=1. VfL.„Sportfreunde“ Essen— Horst=Emscher:2, Essen 99—„Schwarz=Gelb“ Gladbeck:2. Gruppe Gellenkirchen „Westfalia“ Herne— Gelsenkirchen 07:1, Castrop 02—„Germania“ Herne:3, Schalke 96—„Union“ Gelsenkirchen:2, SV. Höntrop— SV. Rotthausen:3, Schalle 04— Castrop 11 11:1. Die Tabelle Gruppe Bochum=Dortmund. Verein: Spiele gew. un. verl. Tore Punkte STV. Werne— Ver. Preußen 07 Bochum:1. Auch in diesem Punktetreffen, das bei dem trüben, naßkalten Wetter nur einige hundert Zuschauer nach dem Werner Platz hinausgelockt hatte, erwies sich die Gleichwertigkeit der Bochumer Vereine. Trotz erbitterten Ringens gelang es keiner Partei, den Sieg an ihre Farben zu knüpfen. Beim Schlußpfiff des Schiedsrichters hieß es 1: 1, ein Ergebnis, das im großen und ganzen auch dem Spielverlauf entspricht. Wohl gab Werne insbesondere in der ersten Halbzeit den Ton an und legte auch das gefälligere, flüssigere Spiel an den Tag, dieses Plus machte Preußen aber durch größere Kampfkraft und Energie wieder wett. Im übrigen wurde das Spiel durch den schlüpfrigen Rasenboden stark beeinträchtigt. So dauerte es geraume Zeit, ehe sich die Mannschaften fanden. Langsam gewann dann Werne an Terrain. Die sich bietenden Torchancen wurden jedoch nicht ausgenützt. Selbst ein Elfmeter, der wegen unfairen Spiels verhängt wurde, konnte den Platzverein nicht in Führung bringen. Erst ein zügig eingeleiteter Angriff der linken Flanke brachte durch den nach innen gelaufenen Halblinken der Werner das erste Tor. Gegen Schluß der ersten Halbzeit wurde auch der Preußensturm gefährlicher. Auch nach dem Wechsel übernahm zunächst der Platzverein das Kommando. Als jedoch in der 10. Minute Bochums Halblinker einen vom Werner Torwart abgewehrten hohen Flankenball im Nachschuß verwandelte, änderte sich das Bild. Wernes Hintermannschaft hatte nun alle Mühe, den auf Sieg spielenden Preußensturm zu halten. Wiederholt kamen die schnellen Flügel der Bochumer in bedenkliche Nähe des Werner Tors. Doch auch hier fehlte es am entschlossenen und sicheren Torschuß. Gegen Schluß warf dann Werne noch einmal die ganze Mannschaft nach vorn, um eine Entscheidung zu erzwingen. Es wurden auch verschiedene gute Torgelegenheiten herausgearbeitet, die jedoch von dem unentschlossenen Innensturm nicht ausgenutzt wurden. So blieb es bei dem 1:1.„.„.5m Kr. al2.9. i. b. Beide Mannschaften hatten ihre Stärke in den Hintermannschaften, wobei auf Werner Seite der rechte Läufer hervorragte. Im Angriff war Werne wohl flüssiger und beweglicher, doch haperte es mit dem Torschuß. Preußen stützte sich vornehmlich auf seine Ihsieher das Spiel morgen berichten. „Germania“— Tus. werden wir Nur unentschieden „Sportfreunde“ Dortmund-MBV. Linden:2 Den Dortmunder Sportfreunden gelang es, dem Tabellenführer MBV. Linden ein beachtenswertes Unintschieden abzuringen, das um so höher zu bewerten ist, weil die Dortmunder mit vier Ersatzleuten das Spiel bestreiten mußten. Linden wartete überraschender Weise ebenfalls mit sehr mäßigen Leistungen auf. Vor etwa 2000 Zuschauern wurde das begeisternde Spiel ausgetragen. Bereits nach fünf Minuten konnten die Gäste in Führung gehen. Wenige Minuten später stellten aber die Platzleute den Ausgleich her. Kurz vor dem Seitenwechsel gelang es den Bochumern nochmals, das Führungstor zu erzielen. Die Dortmunder Ersatzspieler hatten sich zusammen gefunden und ihre Angriffe wurden gefährlicher. In der 35. Minute fiel dann der Ausgleichstreffer der Dortmunder. Vergeblich strengten # sich die Lindener an, um den Siegestreffer zu erzwingen. Wichtige Spiele im Reich „Wacker“— Spielvg. Leipzig:2, VfB. Leipzig— JFortuna" Leipzig:1,„Ring Greiling"— Dresdner EC.:5, Sportges. 98— Spielyg. Dresden:1, Polizei —„National“ Chemnitz:4, Chemnitzer BC.— SV. Grüng:0, 3V. 06 Breslau—„Vorwärts“ Breslau 11, VfB. Breslau— SC. 08 Breslau:4,„Hertha“ — SV. 05 Breslau:0. Ratibor 03— Beuthen 09:1, „Biktoria“ Forst—„Brandenburg“ Cottbus:2. BFC.„Preußen“—„Minerva“:1, Spandauer SV. — Wedding:4, 1. FC. Neukölln—„Hertha“ BSC. 132,„Blau=Weiß“—„Wacker 04“:4,„Meteor“— „Füdstern“ 4·6, Norden=Nordwest—„Tennis Borussia“ 58, Adlershofer BC.—„Union“ Oberschöneweide.0, Verliner SV. 92—„Viktoria 89“:2, BV. Luckenbalde— Polizei=SV.:0. Berlin FC. Süddeutschland 1. FC. Nürnberg— ASV. Nürnberg:1, Shweinfurt— Spielog. Fürth:1,„Bayern“ Hof XM. Fürth:2,„Wacker“ München— 1860 München 732.,„Teutonia“ München— BfB. Ingolstadt 10:0, sJahn Regensburg—„Schwaben“ Augsburg:8, E5L. Ulm— FC. Straubing:2, SV. Feuerbach— Iaitgarter Adkers-.8, Sporikeunder Ehlingen „Union“, Hamborn:3, Homberger SV.— Österfeld :3, SpVg. Sterkrade— VfB. Speldorf:3, VfB. Cleve —„Preußen" Krefeld:5, Duisburg 99— FV. 08 Duisburg.2... Sxgeldorf auflankahn Berg=Mark:„Fortuna"„Düsseldorf—. Küllenhahn :0, SV. Weyer— SSV. Elberfeld:6, BC. 05 Düsseldorf—„Germania“ Elberfeld:2, Ratingen 014— Solingen 95:1, Solingen Gräfrath.— SSV Ober= kassel:8, Sonnborn 07— Hilden 03:5,„Schwaxz Weiß: Düsseldorf— BfL. Benrath:3, Gerresheim 08 — Langerfeld:1,„Schwarz Weiß“ Barmen— BfR. Ohligs:2,„Viktoria“ Düsseldorf— FC. Schwelm:2, Lüttringhausen—„Tura“ Barmen:2, FC. Ohligs— „Turu“ Düsseldorf:3, SC. 99 Düsseldorf—„Schwarz Weiß“ Essen:4(Gel.=SP)g a,„ Westfalen: Bielefeld 06/07— SuS. Ahlen:1, SpVg. Gütersloh— SC. 08 Unna:8,„Union“ Herford—„Arminia“ Bielefeld:1, VfL. Osnabrück— SuS. Recklinghausen:2.„Viktoria“ Recklinghausen— SC. 08 Münster:1,„Preußen“ Münster— SpVg. Südwestfalen: Lichtenplatz— Milspe:2, Wetter— Hagen 05:1, Hagen 1911— Gevelsberg:1, Neheim — Hüsten:3, Plettenberg— Hemer:1, Brachbach— BfB. Weidenau:0.„Germania“ Mudersbach„Sportfreunde Siegen:4,„Jahn; Werdohl.— BC. Siegen.3. Hessen[Hannover: Spielverein Kassel— FC. Grone :0,„Tura“ Kassel— SuS. Northeim:0, Ockershausen „Borussia" Fulda:4. Norddeutschland Eimsbüttel— FC. St. Pauli:3,„Wacker“—„Viktoria“:2. St. Pauli Sport,— Hamburger SV.:3, „Union“ Altona—„Holstein“ Kiel:2(Ges.=Sp.), St. Georg—„Viktoria“ Wilhelmsburg:3(Ges.=Sp.), „Union Teutonia“—„Eintracht“ Kiel:1,„Borussia“ Kiel—„Borussia“ Harburg:3(Ges.=Sp.), BfB. Braunschweig— SV. Hötensleben:1, SpVg. 97 Hannover— SV. 96 Hannover:0, VfB. Peine—„Arminia“ Hannover:2, SV. Harburg— Wilhelmsburg 09:1, SC. Uelzen—„Rasensport“ Harburg:5, Bremer„Sportfreunde:—„Germania“ Leer:1, Delmenhorst 1900— „Komet“, Bremen:3, Bremer SV.—„Eintracht" Braunschweig:8(Ges.=Sp.), Lübecker SV.— Oldesloer SV.:2, BfL. Schwerin—„Germania“ Wismar:1. este eschte Keien fescechece bech #55.— 8C. Hanau 93:0, Offenbacher„Kickers“— Frankfurt:1,„Rot Weiß" Frankfurt— VfL. Zeu=Isenburg:1, RVgg. 06 Kastel— 1. FC. Langen 92,=Alemannia“ Worms—„Viktoria“ Urberach:2, 98 Darmstadt—„Wormatia“ Worms:8,„Phöur: Ludwigshafen— FC. 08 Mannheim.2, SB. — SpVg. Mundenheim,:1, VfL. Neckarau— BfR. Mannheim:8,„Borussia“ Neunkirchen—„Sportfeunde“ Saarbrücken:0, FK. Pirmasens— FV. Saarbrücken:1. Weltdeutschland Rheinbezirk: SC. 03 Düren#3, SB. Traisdorf—„Jugen „Alemannia“ Aachen Zum Hauptereignis der Sonntagsrennen in Auteuil, dem Prix La Haye Jousselin über 5500 Meter hatte der bekannte westdeutsche Rennstallbesitzer H. Baumgärtner die Stute Bandola entsandt, mit der erstmalig nach dem Kriege ein deutsches Hindernispferd in der französischen Hauptstadt an den Start ging. Wie nicht anders zu erwarten, stand unsere beste deutsche Steeplerin in Paris vor einer sehr schwierigen Aufgabe, die sie nicht ganz zu lösen vermochte. Bandola wartete unter Jockei Hauser jedoch mit einer sehr guten Leistung auf, sie war stets im Mittelfelde und fiel erst im Schlußbogen in das Rudel der geschlagenen Pferde zurück Entscheidung lag zum Schluß nur noch zwischen Dambach und Millionaire II, die sich etwas abgesondert hatten. Nach hartem Kampf konnte Millionaire II unter dem höchsten Gewicht einen knappen Kopfsieg davontragen. Auteuil, 29. November 1. Rennen: 1. Diplomate(Tremeau), 2, Ma Gigolette, 3. Reparsac. Toto: S. 49, Pl., 19, 16, 27. 2. Rennen: 1. Cannon Bal]., Clav), 2. Chaik Laß, 3. Hot Dog. Toto: S. 53, Pl. 21, 24, 18. 3. Reunen: 1. Millionaire II. Hußgugg, 2. Dambach, 3. Clarimus, Toto: S. 44, Pl. 24, 54, 35. 4. Rennen: 1. Gin Fizz II(Lock) 2. Roselet, 3. Namato Toto: S. 180, Pl. 34, 19, 17. 5. Rennen: 1. Javelot(Thery), 2. Prince de Savoie, 3. Manteline. Toto: S. 50, Pl. 32, 38. 116. 6. Rennen; 1. Alvarado(Clay), 2. Marie Laurenein, 3. Jacoby. Toto: S. 122, Pl. 34, 26, 16. Mülheim-Duisburg, 29. November 1. Rennen: 1. Rosenrot(Winkler), 1. Beg; stete(Hänscheid), 3. Fantasia. Toto: S. 84 und Pl. 30 für Rosenrot: S. 16 und Pl. 20 für Pastete; 57 für Fantasia, Totes Rennen..(weßer,.) 9 2. Rennen: 1. Seiltromp##,####g.), 2. Gold und Silber, 3. Seelöwe. Toto: S. 59, Pl. 17, 3. Reunen: 1. Forstmann(H. Weber), 3. Phj. gelmang, 3. Die Deutsche. Toto: S. 20. Pl, 15, 21. 4. Rennen: 1. Turned up(F. Michaelis), 2. Ro Friend. 3. Nicolet und Enthusiast(totes Rennen). Toto: S. 43, Pl. 18, 57, 12 für Nicolet und 5. Nemnen: 1. Franziskus(5, Beber), 2. Bl. niole, 3. Lotteken, 4. Lucca. Toto: S. 72, Pl. 19, 2 6. Rennen: 1. Clauswalde(H. Winkler). 2. Jan van Werth, 3. Cardamon. Toto: S. 27, Pl. 12, 25, 16. Kölner Schwimmer fiegen in Paris Paris, 29. November. Im ausverkauften Pariser Bahnhofsbad, fand am Samstag der erste Schwimmstädtekampf zwischen und Köln statt. Der Ausgang der Begegnung war äußerst knapp, denn nur mit einem Punkt, und zwar im Gesamtergebnis mit 37½ Punkten, siegten die Kölner über die Pariser mit 36½ Punkten. In den sechs Wettbewerben belegten die Rheinländer nur zwei erste Plätze und konnten das Wasserballspiel beim Stande :6 unentschieden gestalten.. Den ersten Erfolg hatten die Kölner im 200=Meter=Brustschwimmen zu verzeichnen, das Budig in 2,59,6 Minuten vor den Franzosen Schaffer und Martin gewann, allerdings fehlten in dieser Konkurrenz Frankreichs Besten. der Meisterschwimmer Bartonnet und der Elsässer Schöbel, Der zweite und letzte Sieg der Kölner wurde in der 4X200=MeterKraulstaffel erzielt. In 10,03.6 Minuten siegten die Deutschen vor den Franzosen, die 10.08.2 Minuten benötigten. Die beste 200=Meter=Zeit schwamm der französische Meister Taris mit 2,16,4 Minuten, während Deiters als schnellster Kölner nur auf 2,26,6 Minuten kam. Taris zeigte sich auch im 100=Meter=Kraulschwimmen den Kölner Sprintern in 1,00,8 Minuten klar überlegen. Haas kam in der mäßigen Zeit von.04.6 Minuten vor seinem Klubkameraden Deiters(.05,6), auf den zweiten Platz. Einen überraschenden Erfolg feierte der Pariser Noual im 100=Meter=Rückenschwim= men in 1,14,6 Minuten. Der Kölner Lehnig konnte in 1,17,8 Minuten nur Zweiter werden. Eine nicht erwartete Niederlage mußte im Kunstspringen der favorisierte Kölner Plumanns durch den Pariser Poussard einstecken, der mit seinen Leistungen kaum hinter denen des außer Wettbewerb springenden bekannten Lepage zurückblieb. Frankreich führt:0 im Hallen=Tenniskampf Deutschland— Frankreich. Berlin, 29. November. Der Länderkampf Frankreich— Deutschland der Berufsspieler begann am Samstag abend in der stellungshalle am Kaiserdamm in Berlin wenig verheißungsvoll für die deutschen Farben. Die beiden ausgetragenen Einzelspiele brachten den Franzosen zwei Siege und damit eine:=Führung. Ziemlich überraschend wurde der deutsche Meister Hans Nüßlein von Plaa.:3,:3,.6,.6 geschlagen. Im fol: genden Kampf Najuch— Ramillon wurde Tennis in höchster Vollendung gezeigt. Ramillon brillierte wieder mit seinen guten Flugbällen und besiegte Najuch =4,:4,:4. Im abschließenden Toppelspiel, das allerdings nicht zum Länderkampf zählte und nur ein Schaukampf war, siegten Ramillon— Nüßlein•4, :2 über Najuch— Plaa. Eishockeykämpfe in Berlin BSC. schlägt England:2. Nach einiger Unterbrechung fanden im Berliner Sportpalast am Samstag abend wieder Eishockeykämpfe statt, die vor fast ausverkauftem Hause vor sich gingen. Im einleitenden Kampf vermochte der Berkiner Schlitschuhelzb die englische, Fleaztegr giepege Gleiche Watten Höntrov— Rotthausen:3 In Höntrop gaben sich zwei tyvische Kampfmannschaften ein Stelldichein. Höntrop hatte für den Mittelund den linken Verteidiger Ersatz, einstellen der sich indessen der kämpferischen Eigenart der haft gut anvaßte. Im groben und ganzen verdient mit:2(:1,:0,0:1) zu schlagen. Die Be ließen erstmalig den Amerikaner Biggelow in ihren Reihen mitspielen und hatten damit zweifellos eine erhebliche Verstärkung erfahren. Besonders gut gefielen Jänecke und Brück, die auch für die Erfolge verantwortlich zeichneten. Die englische Mannschaft fiel nach anfänglich guter Leistung im zweiten Trittel merklich ab und leistete erst im Schlußabschnitt wieder großen Widerstand. Im zweiten Spiel des Abends feierte die Mannschaft von Legia Warschau über die Auswahlsieben des Brandenburgischen Eissport=Verbandes mit:0(:0,:0,:0) einen überlegenen Sieg, der durch ihre weitaus bessere Spielweise auch in dieser Höhe vollauf verdient war. In den Pausen lief Sonja Henie ihre bekannte Meisterkür und anschließend einen Walzer. Auch Bayer(Berlin), der deutsche Olympiakandidat, zeigte in seiner Kür schöne Fortschritte. Holland-Frankreich:3 Paris, 29. November Das zweite Fußball=Länderspiel des Sonntags führte im Olympischen Stadion Colombes bei Paris die Nationalmannschaften von Frankreich und Holland zusammen. Trotz trüben Wetters wohnten etwa 20 000 Zuschauer dem Wettspiel bei. Die Holländer hatten eine ausgezeichnete erste Spielhälfte und führten zur Pause schon mit 4: 1. Obwohl die Franzosen zum Führungstreffer kamen, wurden sie bald überspielt, und mit schnellen Kampfhandlungen gewannen die Gäste bald die Oberhand. Lagendaal schaffte zunächst den Ausgleich, schoß einen zweiten Treffer, und nach einem dritten Tor von Adam reihte er den vierten Erfolg an. Angesichts der zu erwartenden schweren Niederlage gab es in den dichten Reihen der französischen Zuschauer starke Mißfallensäußerungen über die schwachen Leistungen der eigenen Mannschaft. Nach dem Wechsel trat dann auch prompt ein Umschwung ein. Die Holländer fielen stark ab und wurden zeitweise sogar in die Verteidigung gedrängt. Zuerst holte Veinante ein Tor auf, und in der 20. Minute erzielte der gleiche Spieler den dritten Treffer. Hollands Sieg hing jetzt nur noch an einem seidenen Faden. In den letzten Minuten rafften sich die Holländer noch einmal auf, konnten aber eine Verbesserung des Standes nicht mehr erzielen. Oefterreich—Schweiz 8: 1 Wien, 29. November. Die österreichische Nationalmannschaft konnte auch am Sonntag in Basel ihren Siegeszug fortsetzen, indem sie die Schweizer Nationalelf mit nicht weniger als 8: 1(:1) Toren schlug. 25000 Zuschauer hatten Gelegenheit, das Spiel der Wiener Profis zu verfolgen, die besonders in der zweiten Hälfte ein Kombinationsspiel von seltener Präzision vorführten, gegen das auch die bestgemeinten Abwehrmaßnahmen der Schweizer nicht ankommen konnten. Schon in der ersten Halbzeit war eine spieltechnische Ueberlegenheit der Oesterreicher nicht zu verkennen. Sie kamen bereits nach zehn Minuten durch Gschweidl zum Führungstor, das aber in der 31. Minute von Abegalen 3 im Anschluß an eine Ecke ausgeglichen wurde. Wenige Augenblicke später lagen die Wiener aber wieder in Front. Die zahlreichen Angriffe der Oesterreicher nach der Pause waren noch insgesamt sechsmal von Erfolg gekrönt, für die Schall(), Sindelar, Vogel und Gschweidl verantwortlich zeichneten. Zwerraverneiennnadtehlten Wattenscheid 19— Weitfalia Bochum:0 1. Bezirksklaffe Die Punktespiele des gestrigen Sanrgger gergpteg arteten Siege! 1900 Koblenz FC. MetterAndernach— C.„Kottenheim Mayen.5, müssen, der Mannschaft gut gnpaßte. Im lieferte die Elf ihr bekannt wuchtiges Spiel. Rotthausen kämpfte mit den gleichen Waffen und vermochte dadurch, dem beachtlichen Unentschieden aus der ersten Serie(:2) einen weiteren Teilerfolg anzureihen. Die ersten beiden Erfolge erzielte Rotthausen, und zwar in der 6. Minute durch den Rechtsaußen und in der 38. Minute durch Halbrechts. Fünf Minuten vor der Pause kamen die Höntroper zum ersten Gegentreffer. Der Platzverein hatte dann die ersten zwanzig Minuten nach der Pause für sich, erzielte während dieser Zeit den Ausgleichs= und Führungstreffer. Nach dann einsetzendem verteilten Spiel kam Rotthausen 10 Minuten vor Schluß mit einem belebenden Endspurt heraus, der der Elf auch das vollverdiente Unentschieden einbrachte. Der vor 1500 Zuschauern ausgetragene Wettkampf verlief sehr korrekt. Fürth gibt Leinberger nicht frei. Der„Fall Leinberger“ ist anscheinend noch nicht endgültig erledigt. Der Mittelläufer unserer Nationalelf ist zwar dem Deutschen Meisterklub„Hertha“BSC. beigetreten, womit endgültig das Rätselraten„Wohin geht Leinberger?“ beendigt wurde, aber der alte Verein Leinbergers, die Spielvg. Fürth, denkt vorläufig noch nicht daran, seinem Mittelläufer den Freigabeschein zu geben, Der Wille triumphierte „Rasensport“ Bochum—„Preußen“ Wanne:2. selt Pangendree; D4 durch seinen Sieg, den der Beasesikasrt ers elehigsber K lsche Anlerlicben starisg Zichtauf gefolat der Mannschaft des Gangevers nugt unterlegen waren. Die Bochumer brachten die größere Energie und Durchschlagskraft auf, die ihnen in der zweiten Halbzeit einen klaren Vorsprung sicherten. Der beste Mannschaftsteil bei den Bochumern war das Schlußdreieck, in dem der behielt Langendreer 04 durch seinen Sieg den Anschluß an den Tabellenführer Laer, dichtauf gefolgt von Lütgendortmund, die knapp die Gerther Gäste abfertigten. Damit haben die Gerther den Anschluß an die Spitzengruppe verloren. In der Ruhrtalgruppe meldeten die Hüttenleute endlich mal wieder einen Sieg. In der Gruppe 4 weilten Ehrenfel.d, und.„Pest“ falia“ auswärts und mußten ohne Punkte heimkehren. Die Niederlagen waren recht knapp. Rasensport dagegen nahm den Wanner Gästen beide Punkte ab. Die Ergebnisse waren: Gruppe 2: Langendreer 04— SV. Sodingen:3, „SuS.“ Lütgendortmund— BfB. Gerthe:0 Gruppe 3: „Preußen“ Steele— Witten 92:0 Witten 07— SV. Byfang:2 Henrichtshütte— Steele 09:1 Sprockhövel— Torwart einen sehr guten Tag hatte. In der Läuferreihe war der linke Mann schwach. Der Sturm gefiel durch seinen ungestümen Drana zum gegnerisch reihe war der linke, Mann schwach. Der. Stugg. durch seinen ungestümen Drang zum gegnerischen Tor, doch bot der Innensturm schwache Leistungen im Torschuß. Die Gäste mußten mit zwei Ersatzleuten antreten. Eine verfehlte Umstellung im Sturm nahm ihnen die Durchschlagskraft. Erst in den letzten fünf Minuten, als die Niederlage kaum mehr abzuwenden war, wurden ansprechende Leistungen gezeigt. Der beste Mann war der Mittelläufer, der sich vergeblich abmühte, System in den Angriff zu bringen. Im Angriffsquintett waren die Außenstürmer die besten Leute. In der ersten Halbzeit lieferten sich die beiden Gegner einen abwechflungsreichen Kampf. Die Wanner waren in Ballbehandlung und Stellungsspiel bedeutend besser als SC. Dahlhausen:7 Gruppe 4: Kray 04— Ehrenfeld:2 Wattenscheid 19—„Westfalia“ Bochum:0 „Rasensport“ Bochum—„Preußen“ Wanne:2 Hüllen 07— TB. Eickel:1 .1 Was die Bürste für die Zähne— dos in Möschiant eneu sports" Rechtsaußen, der nach innen gelaufen war, das Führungstor schoß, war der Bann gebrochen. Die Nervosität der Gäste ausnützend, schoß der Rasensportsturm drei weitere Tore. Zum Schluß kamen die Gäste stark auf und buchten zwei verdiente Gegentore. Sellolmascberalenr-Arrafun, Lebhafter Verlauf des Kölner Sechstagerennens „Welttalia“ geschlagen Das Treffen gegen die Bochumer Westfalen hatte, da es das einzige Spiel in Wattenscheids Mauern war, seine Anziehungskraft ausgeübt, zumal sich„Westfalia“ auf ihre Erfolge über die Favoriten der Gruppe berufen konnte. Sie rechtfertigten auch diesmal voll und ganz ihren Ruf, waren den Platzherren ebenbürtig, mußten sich aber mit einem sehr knappen Ergebnis geschlagen bekennen, ein Unentschieden wäre den beiderseits gezeigten Leistungen eher gerecht geworden. Beide Parteien beginnen mit einem schnellen Tempo, es kommen beide Tore des öfteren in Gefahr. Der Torhüter der„Westfalen“ zeigte besseres Können als zu Minute wechselte. sein Gegenüber. Torlos verläuft die erste Halbzeit bei### Minute leichter Ueberlegenheit der Wattenscheider. Auch nach dem Wechsel bleibt die erste halbe Stunde ohne jeglichen Erfolg einer Partei. Ein scharfer Schuß der rechten Seite prallt vom Verteidiger ab, den Ball nimmt der Halblinke in Schußstellung an und er erzielt den einzigen Treffer, der für den Sieg entscheidend sein sollte. Kray 04—„Ehrenfeld“:2 Die Ehrenfelder waren trotz des Ersatzes den Krayern ein ebenbürtiger Gegner, besonders in der ersten Halbzeit, in der sich Kray auf eigenem Platz gar nicht zurecht fand. Einen Angriff der Ehrenfelder stoppte Krays Verteidiger in höchster Not mit der Hand ab. Den dafür fälligen Elfmeter verwandelt der Verteidiger zum Führungstreffer. Die Ehrenfelder sind weiter im Angriff und erzielen, noch bevor der Halbzeitpfiff ertönt, durch den Halblinken den zweiten Erfolg. Nach dem Wechsel ist Kray Köln, 29. November. Der erste Tag des Kölner Sechstagerennens verlief ziemlich ruhig. Auch die Spurts brachten keine Vorstöße. Sogar ein Pfeifkonzert der 2000 Zuschauer konnte die Fahrer nicht aus der Ruhe bringen. Im Anschluß an den zweiten Teil der Wertung entfesselten Rausch Hürtgen eine längere Jagd. Das Ergebnis war jedoch nur ein Rundenverlust von Oszmella Braspen= ning. Nach 19 Stunden waren 480,500 Kilometer zurückgelegt. Die erste Nacht nahm einen recht bewegten Verlauf. Es gab von etwa 23.30 Uhr an bis zum Beginn des ersten Teils der Nachtwertung mit nur kurzen Unterbrechungen dauernde Vorstöße und Jagden, bei denen der Stand von Minute dem Wechsel ist Kray nicht wieder zu errennen. Ehrenfeld wird in seine Halfte zurückgedrängt. Ein schneller Angriff der rechten Sturmseite brachte durch den Halbrechten den ersten Gegentreffer. Die Krayer drückten weiter aufs Tempo. Sie wollten mit aller Energie den Ausgleich erzielen, den schließlich auch der Halblinke verbuchte. Im Endspurt um das Siegtor ist Kray der Glücklichere. Unmittelbar vor Schluß kann der Halblinke den Ehrenfelder Torhüter zum dritten Male schlagen. Die große Ueberraschung Sportverein Sprockhöbel— SC. Dahlhausen:7. Ein Sieg der Dahlhauser lag ohne Zweifel im Bereich der Möglichkeit, aber daß er so klar und eindeutig ausfiel, daran hat wohl keiner gedacht. Woran das lag? Ganz einfach. Die Spieler waren durchweg überaus eifrig. Einer half dem andern, die Läuferreihe ganz besonders dem Sturm. Und dieser wußte die sich ihm bietenden Gelegenheiten besser auszunutzen als sonst. Es war trotz des hohen Ergebnisses kein einseitiges Treffen. Die Sprockhöveler schafften ein durchweg ausgeglichenes Spiel, aber ihr Sturm war vor dem Tore zu unbeholfen und die Verteidigung schwach. VtTuß. Henrichshüffe—Steele 09 2: 1 Das für beide Parteien sehr wichtige Treffen an der Feldstraße in Hattingen wurde von Henrichshütte knapp gewonnen, obwohl die Steeler in spielerischer Hinsicht zumindest gleichwertig waren. Aber die Hattinger hatten den größeren Eifer, der ausschlaggebend war. Die Hattinger Mannschaft zeigte sich gestern in guter Form, überragend war der rechte Verteidiger. Steeles Spieler waren technisch gut, aber ihr Zusammenspiel wies viele Mängel auf. Steele begann, aber Henrichshütte fing den Anstoß ab, lag gleich vor dem Steeler Tor und erzwang schon in der 1. Minute den Führungstreffer. Die Steeler Verteidigung verpaßte das Leder, der nachsetzende Hattinger Mittelstürmer war einige Sekunden eher am Ball als Steeles Hüter und schob geschickt ein. Nach 15 Minuten das gleiche Manöver. Steeles Verteidiger waren sich wieder uneins, dem Steeler Torwart rollte der Ball aus den Händen und abermals war Hattingens Mittelstürmer zur Stelle und sandte zum zweiten Male ein. Die Steeler kamen dann besser ins Spiel und bestimmten vorübergehend das Geschehen. In der 33. Minute reduzierte deren Halbrechter nach schönem Alleingang auf:1. Halbzeit. Schon bald nach dem Wechsel hatte Steele eine gute Torgelegenheit, aber der Hattinger Hüter rettete durch schnelles Eingreifen. Die Gelegenheiten mehrten sich auf beiden Seiten, aber es wurden lediglich einige Ecken erzwungen, die beiderseits nichts einbrachten. Beim Abpfiff des befriedigenden Leiters dunkelte es bereits. 2. Bezirksklaffe herrschte geringer Spielbetrieb.„Teutonia“ Riemke leistete sich überraschenderweise gegen den Polizei=SV. ein Unentschieden. Recht knapp fiel der Sieg des Tabellenführers Altenbochum gegen Eppendorf aus. Weitmar 09 mußte sich mit einem Unentschieden gegen Dahlhausen begnügen. Bochum=West blieb erwartungsgemäß sicherer Sieger über Stiepel. Die Ergebnisse waren: Gruppe 1: „Teutonia“ Riemke— Polizei=SV. Bochum:1 Gruppe 2: SC. Altenbochum—„Tura“ Eppendorf:0 Weitmar 09— Dahlhausen 16:0 Die etwas übertriebene Rundenspielerei veranlaßte schließlich aber den Wettfahrausschuß zu scharfem Eingreifen und nach mehreren Verwarnungen wurden auch einige Fahrer wegen Nichtwahrnehmung ihrer Chancen mit Geldstrafen belegt. Kurz nach einem Prämienspurt setzten mit einem Ausreißversuch von Damm die Vorstöße ein und bald gelang es Oszmella, den ersten Rundengewinn zu vollziehen. Etwa eineinhalb Stunden rissen die Vorstöße nicht mehr ab, und als schließlich Ruhe eintrat, lagen Schorn Bühler allein mit Rundenvorsprung an der Spitze. Vor der=Uhr=Wertung gab es noch eine Reihe weiterer Jagden. Dabei konnten einige der vier Runden zurückliegenden Mannschaften Terrain gutmachen, während sich Frankenstein Buschenhagen auf die zweite Stelle vorschieben konnten. Im ersten Teil der Nachtwertung konnten Frankenstein Buschenhagen nicht weniger als viermal die fünf Punkte einheimsen. Erst die=UhrWertung brachte dann wieder eine Belebung der Fahrt. mit seinem Partner einige Runden aufgeholt. Schön und Goebel haben bis zur Stunde ihre Position erfolgreich behauptet. Gegen 11 Uhr verschärfte das Paar Damm Dumm das Tempo so, daß Schön Goebel die Angreifer nicht mehr abwehren konnten und dem scharfen Tempo der Verfolger zum Opfer fielen. Es gelang Damm Dumm, das gesamte Feld zu überrunden und Schön Göbel und Bulla Pijnenburg auf den zweiten beziehungsweise dritten Platz zu verdrängen. Gegen 11.30 Uhr gelang es Schön=Goebel, DammDumm zu überrunden und sich an die Spitze des Feldes zu setzen. Eine Runde zurück folgt Zims=Perelaer, Tietz=Rieger, Buschenhagen=Frankenstein mit RauschHürtgen. Die anderen Paare liegen fünf bis acht Runden zurück. Möller in Front Radrennen in der Welttalenhalle Dortmund, 29. November. Die Dortmunder Westfalenhalle war bei den Sonntagsrennen mit etwa 6000 Interessenten wieder gut besucht. Einen schönen Erfolg errang im Mannschaftsomnium das Bochumer Paar Lohmann Hasselberg. Im Mittelpunkt des Programms stand ein Steherrennen um den Großen Preis von Dortmund über 2X30 Kilometer. Im ersten Lauf ging Metze vor Hille, Constant und Möller mit der Spitze ab. Möller konnte sich aber nach kurzen Kämpfen auf den zweiten Platz vorschieben, kam aber nur einmal dazu, mit Metze hart um die Spitze zu ringen, da der Dortmunder stets mit Vorsprung führte. rekord verbesse untergeordnete Rolle. Bei 10 Kilometer hatte Metz rekord verbessert, Hille und Constant spielten nur eine etze den elten nur einBeim zweiten Lauf wurde in umMetze war schnell hinter Mölisch an, kam dabei ins Schwimchlußnehmen zu Fall, so daß Das verlorene Terrain er eine Runde einbüßte. Das verlorene Terrain vermochte er nicht mehr aufzuholen, trotzdem lieferte er dem Exweltmeister noch manchen schönen Kampf. Durch diesen Sieg kam Möller auch im Gesamtergebnis zum Erfolge. Constant und Hille konnten im zweiten Laut besser gefallen. Gesamtergebnis: 1. Möller 59.950 Kilo, meter, 2. Metze 190 Meter, 2. Constant 1275 Meter. 4. Hille 1280 Meter zurück. Amateurrennen: 1. Mannschaftsomnium: 1. Neumann Neuß 12, 2. Lohmann Hasselberg(Bochum) 12. 3. Senge Ungethüm 9, 4. Ciesinski Trauden 7 Punkte. 25=Kilometer=Mannschaftsfahren: 1. Siebelhof Figay 0 Punkte, 33:54,6, eine Runde zurück: 2. Schäfer Lindemann 28, 3. Kamp Schneider 25, 4. Reinhardt Mühr 12, 5. Groß Thiele 5, 6. Mertens von der Abe 3 Punkte. Steffes in Brüssel unplaziert. Bei den am Samstag im Brüsseler Sportpalast durchgeführten internationalen Radrennen vermochte sich der deutsche Fliegermeister Peter Steffes nicht zur Geltung zu bringen. Der Kölner wurde schon im Vorlauf des Hauptfahrens von dem bekannten belgischen Straßenfahrer I. Wauters geschlagen. Im Gesamtergebnis des Fliegerkriteriums siegte der dänische Weltmeister Falck=Hansen vor dem Franzosen Gerardin und den Belgiern Scherens und Wauters. Die Zeit bis zum Beginn der Neutralisation um 6 Uhr früh verlief ruhig. Bis dahin waren von dem Spitzenpaar 288,600 Kilometer gefahren. Der Sonntag nachmittag brachte guten Besuch. Nachdem bereits bei der.30= Uhr=Wertung etwa 2000 Zuschauer anwesend waren, steigerte sich die Besucherzahl auf 5000. Die ersten Stunden bis zur ersten Nachmittagswertung verliefen ohne besondere Ereignisse. Lebhaftes Tempo setzte bei den ersten Wertungen ein. Kurz nach 4 Uhr wurde eine längere wilde Jagd entfesselt. Dadurch wurde die Placierung der Paare vollständig verändert. Die Ausreißer Duray[Martin wurden von den beiden Paaren RauschHürtgen und Schön Goebel verfolgt. Runde auf Runde ging die Jagd, bis dem Feld eine Runde abgenommen war. Schön Goebel, einmal in Jahrt, setzten die Jagd fort und konnten dem Feld eine weitere Runde abnehmen. Damit hatten sich Schön Goebel allein an die Spitze des Feldes gesetzt. Bei der 10=Uhr=Abendwertung zeigten sich die Holländer v. Kempen und v. Hout als die schnellsten Fahrer. Es gelang ihnen, in vier Spurts 18 Punkte zu gewinnen. Im Laufe des fünften Spurts entfesselte Buschenhagen eine wilde Jagd, dicht gefolgt von Rausch. Gewinnrunden wechselten mit Verlustrunden. Das Ergebnis dieser Dauerjagd war bei Redaktionsschluß noch; nicht festzustellen. Es scheint, daß Bulla Pijnenburg in die Spitzengruppe aufgerückt sind. Auch Oszmella hat 99 „Einkachr Berliund vor Bochum 48 Der DT.-Florettmannichaftskampf im Parkhaus Bochum Im großen Saal des Bochumer Parkhauses fand am Sonntag der erste größere Florett=Mannschaftskampf Westfalens statt, zu dem acht Vierer=Mannschaften aus Dortmund, Münster, Herford, Lippstadt, Soest, Castrop, Wanne=Eickel und Bochum in Wettbewerb traten. Paderborn mußte in letzter Stunde absagen. Unter den Ehrengästen bemerkte man Polizeipräsident Graß(Bochum), Generaldirektor Harrer(Bochum) und den Vorsitzenden des Stadtverbandes für Leibesübungen, Schulrat i. R. Heenes, und andere mehr. Bereits in der Vorrunde wurde um die Zulassung zur Endrunde heiß und mit großer Härte gekämpft. Manch schöne Gefechte ließen sich beobachten, doch oft verdarb ein zu ungestümer Angriff, dem vom Gegner mit Tempostoß begegnet wurde, die bei Florettfechten zu fordernde Eleganz. Zur Endrunde zugelassen waren folgende Mannschaften: Tamde. Herford mit 3 Mannschaftssiegen, 38 Einzelsiegen und 130 erhaltenen Treffern Eintracht" Dortmund mit 3— 37:148. Tr seen,„Eintrucht Vorimund mit 3— 37:148, Tv. Bochum 48 mit 2— 29:161, Tv. Lippstadt mit 2— 25:172, Tamde. Eickel mit 1— 17:200. Herford, in der Vorrunde an der Spitze, ließ in der Endrunde am Nachmittag merklich nach, verlor gegen Bochum:10, gegen Lippstadt überraschend:7, gegen Dortmund:14 und gewann gegen Eickel:7. Bochum 48 siegte über Lippstadt 13:3, über Herford 10:6, über Eickel 14:2 und verlor gegen Dortmund:11.„Eintracht" Dort mund errang somit ohne Mannschaftsniederlage den Wanderpreis. Gesamtergebnis der Endrunde: 1.„Eintracht" Dortmund 4 Mannschaftssiege, 49 Einzelsiege, 189 erhaltene Treffer, 2. Tv. Bochum 48—39:207, 3. Tv. Lippstadt 48 2— 27:256, 4. Tamde. Herford 1— 24:254, 5. Tamde. Eickel 0— 21:270. Bester Einzelsieger war Reichel(„Eintracht“ Dortmund), gefolgt von Klein(Bochum 48) und Nettingsmeier(Herford). Die sich anschließende Siegerfeier brachte neben der Begrüßungsansprache des Turnbruders Stein gymnastische und humoristische Tänze der Fechterinnen des Tv. Bochum 48, die lebhaften Anklang fanden. Ein gemütliches Tanzkränzchen beschloß die in allen Teilen gut verlaufene Veranstaltung. Keine Entscheidung in Bochum Der Handball im WSV.-Ruhrbezirk Stiepel:0 Bochum=West In der 1. Gauklaffe sicherte sich Wilhelmshöh mit einem Sieg über Kornharpen die Führung. Kornharpen— Wilhelmshöh:3 Recht umfangreich war das Programm der Gesellschaftsipiele Hier gab es folgende Ergebnisse: SpSp. Gerthe—„Phönig“:4 Winz=Baak— Hattinger SV.:3 Langendreer 07— SV. Herbede:2 SpSp. Harpen— Wanne 11:1 „Germania“ Querenburg— VfB. Werne:3 Gerthe=Hiltrop—„Fortuna“ Weitmar:1 Langendreerholz— Schlägel Eisen:3 „Borussia“.— BC. Hordel:3 Die Punktespiele der Handballbezirksklasse im Ruhrbezirk haben bisher zwei Gruppenmeister ermittelt, und zwar Essen 81 und Polizei Essen. In den anderen vier Gruppen liegen durchweg zwei Vereine punktegleich im Rennen um die Spitze. Auch in der Bochumer Gruppe fiel noch nicht die Entscheidung; denn sowohl der MBV. Linden als auch der PolizeiSV. gaben keine Punkte ab. Sehr schwer hatte Linden in Witten um den Sieg zu kämpfen. Ohne Spiel kam die Polizei zu den Punkten, da Herbede auf die Austragung des Spieles verzichtete. Mit einem hohen Sieg überraschten die„TuS.“=Leute, die damit die Abstiegsgefahr endgültig bannten. Das Lokaltreffen in Hattingen verlief unentschieden. Mit viel Pech unterlag Langendreer 04 gegen die Dortmunder und geraten dadurch wieder in große Gefahr, absteigen zu müssen. Die Ergebnisse waren: Gruppe Bochum: „TuS.“ Bochum— STV. Werne:3 Witten 92— MBV. Linden:3 SV. Herbede— Polizei SV.(H. nicht angetr.) Henrichshütte— Hattinger SV.:2 Gruppe Dortmund. Langendreer 04—„Viktoria“:2 „Alemannia“— Polizei=SV.:12 D. A. K.— Dortmund 95:2 Gruppe Herne. „Preußen" Wanne—„Germania“ Herne:2 VfL. Herne— TB. Eickel:1 Gruppe Essen Gelsenkirchen. „Sparta“, Essen— Schalke 04:3 Wattenscheid 09— Polizei Essen:9 „Preußen“ Gladbeck— Gelsenkirchen 07:7 Essen 81— Beckhausen:1 Buer 07— BV. Altenessen:9 besonders bei den Gästen bemerkbar machte, deren Torwart der schlechteste Ersatz war. Die Stadionleute haben scheinbar jetzt erst erkannt, daß man Tore werfen muß, um zu gewinnen. Besonders der linke Sturmflügel war recht wurffreudig. Der Linksaußen buchte allein fünf Tore. Im Feldspiel waren die„TuS.“= Leute recht eifrig, doch mangelte es noch stark am Zusammenspiel. Wernes Mannschaft war durch die Umstellung vollkommen auseinandergerissen und spielte sehr zerfahren. Dreimal wurde der Torwart gewechselt, ohne daß dadurch die Niederlage zu vermeiden war. Schnelle Angriffe beiderseits brachten spannende Kampfmomente. Die„TuS.“=Leute sicherten sich bis zur Pause einen:=Vorsprung. Werne versuchte nach dem Seitenwechsel aufzuholen, aber ohne Erfolg. Der Linksaußen der Stadionleute legte drei weitere Tore vor. Werne konnte dagegen nur zwei Tore aufholen, mußte sich aber zum Schluß noch das siebte Tor gefallen lassen. bereits nach vier Minuten Spieldauer durch einen Fehler des Weitmarer Torhüters den Führungstreffer erzielten. Schon zehn Minuten später erhöht Eintracht nach schöner Stürmerleistung auf:0, während Weitmar bis zur Pause erfolglos bleibt. Nach dem Wechsel reißen sich die Platzleute besser zusammen und können das Spiel ausgeglichen gestalten. In der 15. Minute erzwingt Weitmars rechter Läufer den Gegentreffer während alle weiteren Angriffe an der guten Eintracht Verteidigung scheitern. Witten 92—MBV. Linden:3 Wie erwartet, fand der Ruhrbezirksmeister in WitDer DT.-Handball im Emscher-Ruhrgau In der Meisterklasse des Emscher=Ruhrgaues kamen am Sonntag die ersten Spiele der ersten Runde zum Austrag. In der ersten Gruppe siegte der führende Ev. Gesellenverein Bochum über Ehrenfeld=Rechen erwartungsgemäß. Die Gesellen hatten allerdings schwerer zu kämpfen, als es das Ergebnis ausweist. Tv. Weitmar 85 bezog von der Eintracht Bochum eine knappe Niederlage, während Tura Hattingen und Tv. Brenschede sich unentschieden trennten. In der zweiten Gruppe wurde der Spitzenführer Tkb. Wanne kampflos Sieger, da der Tv. Wanne 85 unvollständig antrat. Tus. Riemke gewann gegen Herner Turnklub, ebenso Tv. Röhlinghausen gegen Tv. Börnig. Die Ergebnisse: Meisterklasse— 1. Gruppe: VIL.. Winz-Back-Hattinger SV. 6: 3 In der ersten Hälfte waren die Hattinger leicht tonangebend. Nach ungefähr fünfzehn Minuten kamen sie zum Führungstreffer. Auch weiter war eine Ueber legenheit der Gäste im Feldspiel unverkennbar, aber der Sturm war nicht energisch genug. Winz=Baak glich nach dem ersten Erfolg des Gastes aus. Dann kam Hattingen zur:2= und später durch Elfmeter zur:=Füyrung. Unmittelbar vor dem Wechsel reduzierten die Platzleute auf:3. Schon gleich nach der Pause erkämpften die Winz=Baaker sich abermals den Ausgleich. Hattingen drängte stark, aber die gegnerische Deckung machte alle Angriffe zunichte, andererseits hatten Hattingens Stürmer diel Pech in ihren Unternehmungen. Die Winz=Baaker Angriffsreihe war glücklicher. Sie hatte einige Male leichte Arbeit. Tura Hattingen— TV. Brenschede:1 Deutsche Tennissiege in Chile Nach ihrem erfolgreichen Abschneiden bei den Argenkinischen Meisterschaften machten die deutschen Spitzenspielerinnen Cilly Außem und Irmgard Rost noch einen Abstecher nach Chile und beteiligten sich mit großem Erfolg an einem Tennisturnier in Santiago. In der Schlußrunde des Damendoppel siegten Außem[Rost über das einheimische Geschwisterpaar Anna und Loreta Lizala leicht:4,:2. Im Gemischten Doppel besiegten Außem Lionel Page— Rost Conrads nach heftiger Gegenwehr:5,:4. ten schweren Widerstand, den der Meister erst im spannenden Endkampf unter Einsetzen seines ganzen Könnens überwinden konnte. Dem besseren Spielaufbau und dem größeren Wurfvermögen der Lindener setzten die Wittener einen Eifer entgegen, den die Gäste kaum erwartet hatten. Etwas Glück für die Gastgeber und es hätte zum Unentschieden gelangt. Lindens Torwart hatte wieder einen guten Tag. Die schnell wechselnden Angriffe, bei denen Linden durch besseres und genaues Zusammenspiel leicht im Vorteil war, stellten beide Hintermannschaften vor schwere Aufgaben. Wittens Deckung war eifrig und zeigte gute Leistungen im Störungsspiel. Torlos wurden die Seiten gewechselt. Als Wittens Torwart zu spät eingreift, konnte Linden in Führung gehen. Ein schön vorgetragener Angriff Wittens erzwang den Ausgleich. Während Witten das Schlußdreieck der Gäste nicht überwinden konnte, waren diese noch zweimal erfolgreich und stellten so einen knappen Sieg sicher. Eine kleine Ueberraschung „TuS.“ Bochum— STV. Werne:3. Nach einer Serie hoher Niederlagen warteten die „TuS.“=Leute überraschenderweise mit einem klaren Sieg auf. Beide Mannschaften traten mit Ersatz an, der sich TV. Weitmar 82— Eintracht Bochum:2 Ehrenfeld=Rechen— Ev. Gesellenv. Bochum:4 Se) krennten sich swicht: Schürman [Ve.) nach Punkt grrang ebenfalls ein Pelergew gegenfeg Lo.=Sieg gegen W zwicht; Ssefaniack #.-Niederlage geg 2. Gruppe: TV Wanne 85— Tkb. Wanne, Tkb kampfl. gew. TuS. Riemke— Herner Turnklub:0 TV. Röhlinghausen— TV. Börnig:1 =Klasse— 1. Gruppe: TV. Weitmar 82— TV. Horst=Ruhr:0 Ehrenfeld=Rechen— Ev. Gesellenv. Bochum:0 2. Gruppe: Jungm.=V. Sodingen— Herner Turnklub:0 TuS. Holsterhausen— Tamde. Eickel:8 „Eintracht" Bochum— TV. Röhlinghausen:8 Turnerinnen: Sportfreunde„Borussia“.— Ehrenfeld=Rechen, Ehrenfeld kampflos gewonnen. Gesellschaftsspiel: Hagen=Haspe— Laer 87:7 TV. Weitmar 82— Tog. Eintracht Bochum:2. Die beiden Parteien lieferten sich einen harten Kampf, den der langjährige Gaumeister Eintracht auf Grund der besseren Gesamtleistung verdient für sich entscheiden konnte. Die ersatzgeschwächten 82er fanden sich in der ersten Halbzeit nur schlecht zusammen, so daß die Eintrachtler leicht in Front waren und Altenbochums Aufftieg gelichert SC. Altenbochum— Eppendorf:0. Mit dem knappsten aller Ergebnisse konnte Altenbochum über seinen gefährlichen Widersacher Herr beiben. Freilich wäre das Ergebnis vielleicht günstiget für den Gastgeber ausgefallen, wenn nicht schon nach Anstoß sein Mittelstürmer verletzt worden ware und so für das ganze Spiel ausscheiden mußte. Der Sturm konnte sich nicht so recht entfalten und keinen Zusammenhang finden. Sehr gut waren in der Mann schaft des Siegers die gesamte Hintermannschaft der rechte Läufer, während die Eppendorfer gegen di# körperlich stärkeren Altenbochumer nicht gut aufkommen konnten. Das Spiel beginnt nicht recht verheißungs voll für die Gastgeber. Die Mannschaft ist nach Ausscheiden des Mittelstürmers stark deprimiert, weis aber die stark drängenden Gäste in Schach zu halten. Bei verteiltem Spiel kommt keine Partei bis zur Halbzeit zu Erfolgen. Nach der Pause dasselbe Bild. Beid Mannschaften wissen die zahlreichen Torchancen nich auszuwerten. Man glaubt schon allgemein an einer torlosen Ausgang des Spiels, als kurz vor Schluf der Altenbochumer Halblinke das siegbringende Tor si seine Farben erzielt. Ein knapper Sieg Witten 07— BSV. Werne 30:9 Die Werner traten mit drei guten Ersatzleuten in Witten zum Rückkampf an und konnten hier dieses Mai nur einen knappen Sieg landen. Zum Boch Eine inoffizielle Einen interessa ier deutschen Leicht gibt eine soeben h besten deutsch jelnen Wettbewerbe elljährlich von der athletir veröffentlic Bochum kommt in 100 Meter rangie Körnig und dem d chum). Ueber 200 meyer in dieser# ein. Im 400=Me siebenter Stelle. ius(Bochum) i Meter= Staffel=Wet Stelle hinter und Sprünge hab gung gefunden. Deut Der Sonntag nisse. Die„Antone sen einen:=Si sonen“, gab es kei welhauser zeigte k Spiel„Teutonia“ gendreer gingen d :=Sieg hervor. hat verdient gewe ien sich„Adler“ nar 09. Beide „Tus“ Hamme überraschend mit Hammer, die ein sommen hatten, ommt auch der Begner„Preußer schlugen.„Armi Grumme völlig g torlosen Kampf. Das 2. Tisch der ein voller Edes Klubs zwei spielten. Jede C Zum ersten Male getragen. Im Herre gemäß. Herr M haupten, indeme sich ließ. Im Damei Spitzenstellung. zwang sie Frl. Ihren für nahmen die Kämpfe einen sehr spannenden Verlauf. Im einze“ nen zeigten die Treffen folgendes Ergebnis: Papier gewicht: Schürmann II(Wi.) unterlag gegen Ponkoke(We.) nach Punkten. Fliegengewicht: (We.) blieb kampflos Sieger. Bantamgewicht: (Wi.) mußte gegen Wilke(We.) einen technischen K. Federgewicht: Schuster(Wi.) und hinnehmen. etze den Bahnelten nur einwurde in umell hinter Mölins SchwimFall, so daß Terrain verem lieferte er Kampf. Durch tergebnis zum zweiten Lau# r 59.950 Kilo1275 Meter, ium: 1. Neu(Bochum) 12, den 7 Bunkte. jebelhof Fiaay 2. Schäfer 4. Reinhardt is von der Ahe den am Samsrten internatioutsche Fliegeru bringen. Der uptfahrens von r J. Wauters liegerkriteriums nsen vor dem Scherens und 8 Im Dortmund:14 48 siegte über ber Eickel 142 sintracht“ Dort niederlage den ide: ftssiege, 49 EinEintracht“ Dortund Nettingsrachte neben der Stein aymFechterinnen des fanden. Ein gein allen Teilen rch einen Fehungstreffer eröht Eintracht dährend Weitdem Wechsel und können 15. Minute Gegentreffer iten Eintracht rSV.:3 tinger leicht toninuten kamen sie war eine Ueber kennbar, aber der =Baak glich nach ann kam Hattinter zur:=Füh reduzierten die ch der Pause erSie S) trennken sich mik einem Unentschieden. Leichtsenicht: Schürmann 1(Wi.) siegte gegen Engels 11 sche.) nach Punkten. Weltergewicht: Dölle(Wi.) ebenfalls einen Punktsieg über Kreuger(We.). Feltergewicht: Krote(Wi.) behauptete einen technischen go=Sieg gegen Weißnicht=Franz(We.). Halbschwergewicht: Stefaniack(Wi.) mußte sich eine technische Lo.=Niederlage gegen Korzillius(We.) gefallen lassen. Bochum gut placiert i Eine inoffizielle Liste der zehn besten deutschen Leichtathleten Einen interessanten Ueberblick über die Leistungen deutschen Leichtathleten in der abgelaufenen Saison gibt eine soeben herausgekommene inoffizielle Liste der zehn besten deutschen Leichtathleten 1931 in den einelnen Wettbewerben, die sich auf den Grundsätzen der aljährlich von der Deutschen Sportbehörde für Leichtshletik veröffentlichten Liste der zehn Besten aufbaut. Bochum kommt in dieser Liste sehr gut weg. Ueber 700 Meter rangiert Jonath an erster Stelle vor Körnig und dem dann folgenden Borchmeyer(Bochum). Ueber 200 Meter nehmen Jonath und Borchmeyer in dieser Reihenfolge die beiden ersten Plätze Im 400=Meter=Lauf steht Borchmeyer schon an seherter Stelle. Den gleichen Platz nimmt Cornelius(Bochum) im 800=Meter=Lauf ein. Im 4X100Meter=Staffel=Wettbewerb steht Tus. Bochum an zweiter Stelle hinter der Frankfurter„Eintracht". Würfe und Sprünge haben in dieser Liste keine Berücksichtigung gefunden. Deutsche Jugendkraft Der Sonntag brachte einige unerwartete Ergebnisse. Die„Antonen“ konnten gegen„Tus“ Wiemelhausen einen:=Sieg erringen. In der Reihe der„Ankonen“ gab es keinen Versager. Der Sturm der Wiewelhauser zeigte keine sonderlich guten Leistungen. Im Spiel„Teutonia“, Ehrenfeld gegen„Westfalia“ Langendreer gingen die Gäste aus Langendreer mit einem :=Sieg hervor. Langendreer war tonangebend und hat verdient gewonnen. Einen torlosen Kampf lieferien sich„Adler“ Dahlhausen und„Rasensport“ Weitmar 09. Beide Gegner waren ziemlich gleichwertig. „Tus“ Hamme siegte über„Arminia“ Wanne=Eickel überraschend mit:0. Die gesamte Mannschaft der Hammer, die eine Umstellung ihrer Mannschaft vorgesommen hatten, zeigte gutes Können. Ueberraschend ommt auch der Sieg der AfB. 06 Bochum, die ihren Gegner„Preußen 11“ mit nicht weniger als:1 schlugen.„Arminia“ Bochum war den Saxonen aus Grumme völlig gewachsen; man trennte sich nach einem torlosen Kampf. Ping-Pong im Tus. Das 2. Tischtennisklubturnier des TuS. war wieder ein voller Erfolg. Diesmal hatten sich innerhalb des Klubs zwei Gruppen gebildet, die gegeneinander spielten. Jede Gruppe stellte 6 Damen und 6 Herren. Zum ersten Male wurden auch Doppelspiele ausgetragen. Im Herren=Einzel verlief alles programmgemäß. Herr Magath konnte sich als Klubmeister behaupten, indem er Jersch mit 21:13, 21:15 glatt hinter sich ließ. Im Damen=Einzel behauptete Frl. Korte ihre * Spitzenstellung. Nach einem schönen Dreisatzkampf bezwang sie Frl. Frank mit 21:16, 18:21, 21:10. Frl. Stellung auf der Rangliste, E. Kleine verbesserte ihre durch ihren Sieg über Fr. Holzapfel(21:7, 21:18)., In den Doppelspielen gab es viele schöne Leistungen. Besonders das Spitzenspiel im Gemischten Doppel das Frl. Frank=Franken überraschend in drei Sätzen 21:13, 12:21, 21;; bew#ngen, regte erfreulich an. Im 1. Herren=Doppelspiel überspielten Magath= Baumgarten Jersch= Franken mit 21:17, 21:12. Nur zwei Damen=Doppelspiele wurden ausgetragen. Frl. E. Kleine besiegten im Spitzenspiel Fr. Holzapfel= Fr. Schneider Man kann erwarten, daß bei der Stadtmeisterschaft die Stadionleute in den Einzel= und auch in den Doppelspielen, die auch ausgetragen werden sollen, vorne sein werden. Insgesamt siegten die„Weißen" unter Führung Magaths, über die„Blauen“ unter Franken mit 16:7 Spielen, 35:15 Sätzen und 983:816 Bällen. „Hellas“ Magdeburg in Leipzig fiegreich Der Deutsche Wasserballmeister,„Hellas" burg, folgte am Sonntag einer Einladung von„Stern“ Leipzig und trug im gut besuchten Westbad mehrere Wettkämpfe aus. In voller Besetzung spielend, hatten die Magdeburger„Hellenen“ im Wasserballspiel keine Mühe, um verhalten 10:3 siegreich zu bleiben. bis zur Pause lagen sie mit:1 in Front. Mit dem gleichen Ergebnis endete das Spiel der Reservemannschaften zugunsten von„Hellas“. In der einleitenden 3X100=Meter=Lagenstaffel traten die Magdeburger mit Ersatz an und wurden von„Stern" um vier Sekunden geschlagen. Französischer Rad=Ländersieg über Belgien. Das Ereignis auf der Pariser Winterbahn bildete am Sonntag ein Länderkampf Frankreich— Belgien in vier Wettbewerben, den die französische Mannschaft im Gesamtergbnis mit:0 Punkten zu ihren Gunsten entschied. Den einzigen Erfolg hatten die Belgier im Verfolgungsrennen des Omniums zu verzeichnen, das sie mit knappem Vorsprung gewannen, dagegen blieben die Einheimischen in den übrigen Wettbewerben zum Teil ganz überlegen siegreich. Handel Gewerbe: Industrie Tonven Tnfolge das starken VesbahrsrückDie Ruhrkohle im Krienjahr 1930-31 Jahresbericht des Ruhrkohlenfyndikats Das Rheinisch-Westfälische Kohlensyndikat zeichnet in seinem jetzt herausgekommenen Jahresbericht für das Geschäftsjahr 1930/31 ein eindeutiges Bild von der Weltkrise in der Kohlenwirtschaft unter besonderer Berücksichtigung des Ruhrkohl In allen Ländern Rückgang des Kohlenabsatzes, rückläufige Förderung, zunehmende Entlassungen. Hinzu kommt für Deutschland im September 1931 der Sturz des englischen Pfundes. Darüber heißt es in dem Jahresbericht: Unsere Forderungen aus den vielen in englischer Währung ge tätigten Abschlüssen wurden entwertet, und solange die Selbstkosten und Preise des englischen Berg. baues sich nicht der Pfundentwertung angepaßt haben, wofür einstweilen noch wenig Anzeichen vorDas Pfund Sterling 28. November 1 Pfd.-14,92 Berliner Mittelkurs Freitagskurs= 15,09 liegen, ist die Wettbewerbsfähigkeit der englischen Kohle gestärkt und der Weltkohlenmarktpreis stark herabgedrückt. Die Bemühungen um internationale Kohlenmarktabreden sind fortgesetzt worden, haben aber zu einem praktischen Ergebnis noch nicht geführt. Ueber die wichtigsten Merkmale des abgelaufenen Geschäftsjahres sagt der Bericht: Der Gesamtversand von Ruhrkohle auf Bahn und Wasserstraße bleibt jahr 1930 um.2 Millionen Tonnen noch hinter dem des Jahres 1925 und um 15.5 Millionen Tonnen hinter dem Versand von 1913 zurück, gegen 1929 mit 20 Millionen Tonnen. Infolge des starken Verkehrsrückganges spricht der Bericht die Erwartung aus, daß die Standgelder wesentlich herabgesetzt werden müssen. In dieser Angelegenheit schweben bereits Verhandlungen. Die Ruhrkohle, die in ganz besonderem Maße dem steigenden Wettbewerb anderer Beviere des In- und Auslandes ausgesetzt ist, stößt auf immer stärkere Absatzschwierigkeiten. Dies zeigt sich namentlich auch in Süddeutschland, wo die Ruhrkohle in erster Linie mit der oberschlesischen Kohle im starken Wettbewerk,, sscht. Aber auch die holländische und englische Kohle bereitet schwersten Wettbewerb, der durch die niedrigen Wasserfrachten begünstigt wird. Die Förderung der Syndikatszechen betrug im Geschäftsjahr 99.86 Millionen Tonnen gegen 123.25 Millionen Tonnen im Vorjahre. Mithin sind 23.38 Millionen Tonnen weniger gefördert worden oder 18.97 Prozent, während im Vorjahr eine Steigerung der Förderung von rund 11.48 Millionen Tonnen oder 10.27 Prozent gegenüber dem jahr 192829 erreicht werden konnte. Mit der Förderungsziffer von 99.86 Millionen Tonnen wird in etwa noch die Förderungsziffer von 1913 erreicht, in dem 101,65 Millionen Tonnen gefördert wurden.— Die rechnungsmäßige, Verkaufsbeteiligung(Kohlenbeteiligung) betrug 140.34 Millionen zonnen gegen 137,41 Millionen Tonnen im Vorjahre. Die. 41. fuhr des Kohlensyndikats einschließlich der über Reparationskonto abgerechneten Lieferungen stellte sich im Geschäftsjahr 1930/31 insgesamt auf 28.15 Millionen Tonnen gegen 35.57 Millionen Tonnen im Vorjahr. Die Bilanz des Ruhrkohlensyndikats schließt auf beiden Seiten mit 154,78 Millionen Reichsmark gegen 123.5 Millionen Reichsmark im Vorjahr ab, Auf der Aktivseite hat sich das Konto: Kohlen-, Koks-, Brikett- und Pechläger erhöht von.1 auf 19.1 Millionen Reichsmark. Guthaben in laufender Rechnung von 105.9 auf 127.6 Millionen Reichmark. Dagegen haben die Wechsel von.35 auf.67 Millionen Reichsmark abgenommen. Betriebsmaterialien erhöhten sich von 77 700 auf 93 400 Reichsmark und die Aktivhypotheken von 499 000 auf 687000 Reichsmark, Wertpapiere bleiben mit rund 20000 Reichsmark unverändert. Auf der Passivseite erscheinen Aktienkapital mit unverändert.5 Millionen Reichsmark und Schulden in laufender Rechnung mit 147.28 gegen 115.96 Millionen Reichsmark. Die Gewinn und Verlustrechnung schließt mit.49 gegen.77 Millionen Reichsmark im Vorjahre ab. Tagung der Eilenhüttenleute Nach eineinhalbjähriger Pause fand die Hauptversammlung des Vereins deutscher Eisenhüttenleute in diesem Jahre wieder als Herbsttagung in Düsseldorf statt. Zum ersten Verhandlungstage, der ausschließlich fachwirtschaftlichen Vorträgen gewidmet war, hatten sich trotz der schwierigen wirtschaftlichen Verhältnisse mehr als tausend Teilnehmer. darunter zahlreiche Gäste aus dem In- und Auslande, zusammengefunden. Für die Vormittagssitzung war wieder eine Teilung in zwei Gruppen gewählt worden, und zwar wurden in der ersten Gruppe hauptsächlich metallurgische und betriebliche Fragen behandelt, während die Vorträge der zweiten Gruppe der Weiterverarbeitung und den damit zusammenhängenden Gebieten gewidmet waren. In der ersten Gruppe hielt u. a. Diplom-Ingenieur Stoecker(Bochum) einen aufschlußreichen Vortrag über den Verlauf der Vorgänge in Gestell und Rast und ihre Bedeutung für den Hochofenprozeß. Die gemeinsame Vollsitzung, die vom Vereinsvorsitzenden. Generaldirektor Dr. Vögler, eröffnet wurde, stand unter dem Zeichen„Industrie und Landwirtschaft“. An erster Stelle sprach Landrat a. D. Dr. h. c. Freiherr von Wilmowsky, Präsident des Reichskuratoriums für Technik in der Landwirtschaft, über„Entwicklungsprobleme der deutschen Landwirtschaft“. Der Redner versuchte den Nachweis zu führen, daß die Landwirtschaft unter Ausnutzung der Mittel, die ihr die Technik zur Verfügung stelle, auch unter den heutigen Verhältnissen einen bescheidenen Grad von Wirtschaftlichkeit erreichen könne. Der Gedanke einer Nebenerwerbssiedlung wurde von Wilmowsky begrüßt, der mit der Feststellung schloß, daß die deutsche Industrie mit der Landwirtschaft untrennbar verbunden sel. Nur vereint könnten sie das deutsche Schicksal meistern. Anschließend behandelte Zivilingenieur E. Zander, Vorstandsmitglied des Reichskuratoriums für die Technik in der Landwirtschaft, die Mechanisierung der deutschen Landwirtschaft in Gegenwart und Zukunft. Berliner Freiverkehr beruhigt Der schwachen Haltung der letzten Tage folgte im Berliner Freiverkehr von Büro zu Büro am Samstag eine wesentliche Beruhigung. Das Geschäft in Aktien war lebhafter als an den Vortagen. Im Vordergrund standen Farbenaktien und Elektrowerte unter Führung von Siemens und AEG. Auch die übrigen Spitzenwerte, besonders Salzdetfurth und Reichsbahnanteile, erholten sich um 1 bis 2 Prozent. Einiges Interesse zeigte sich ferner für Schultheiß. Lustlos lagen nur Bankaktien, u. a. bestand für Danatbank eher Abgabeneigung. In festverzinslichen Werten hielt das Angebot zunächst unvermindert an. Am rheinisch-westfälischen Effektenmarkt zeigte sich ebenfalls eine leichte Befestiguns. Die vom Statistischen Reichsamt für den 25. November berechnete Indexziffer der Großhandelspreise ist mit 1063 gegenüber der Vorwoche um.4 v. H, gesunken. * Altenessener Schweinemarkt vom 28. November. Auftrieb: 1363 Stück. Es kosteten im Großhandel: Ferkel(Durchschnittsgewichte) 6 bis 8 Wochen alte 5 bis 10 Reichsmark, 8 bis 12 Wochen alte 10 bis 15 Reichsmark: Läuferschweine: 3 bis 4 Monate alte 15 bis 20 Reichsmark, 4 bis 6 Monate alte 20 bis 35 Reichsmark(größere entsprechend höher). Marktverlauf: mittel. Possens * wegen Auseinandersetzung bei BOchUn Bongardstr. 48 u. 50 Wir wollen unsere gesamten Läger in Damen-, Herren-, Knaben- und Mädchen-Konfektion, sowie Kleider-Stoffen, Wäsche, Baumwollwaren, Strickwaren, Strümpfen usw., in aller PesnsFauhnerr! Seizrhaben s10 Es Hrder-Hand Ihren gesamten Bedarf für Weihnachten u. darüber hinaus lür einen Bruchteil des Wertes zu erstehen Beginn heute vormittag 11 Uhr! Wer zuerst kommt, hat den größten Vorteil! 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Erich Agethen Hedwig Agethen geb. Cramer Bochum.(Sophienstraße), den 28. November 1931. Die Beerdigung findet am Mittwoch, dem 2. Dezember, vormittags 10 Uhr, von der Friedhofskapelle Blumenstraße aus, statt. Das feierliche Levitenamt ist am gleichen Tage, morgens 9 Uhr. in der St.-Josephs-Kirche. Kondolenzbesuche dankend verbeten. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme an dem Heimgang unserer lieben Verstorbenen sagen wir allen hiermit herzlichen Dank Familie Wilhelm Hackmann Bochum(Drusenbergstr. 154), ber 1931. im Novem. (50220 Frauenverein Rechen Die Beerdigung unseres lieb Mitgliedes Frau Seuer findet heute nachm. 3 Uhr vom Trauerhause, Ewaldstr. 1, aus statt.(09374 Wir bitten um rege Beteiligung, Der Vorstand. FamilienNachrichten Verlöbte: Mimi Beckmann mit Erich Reichardt, Gelsenkirchen und Dortmund. Vermählte: Hugo Wesselberg m. Trude Japte, Bottrop. Ernst Klute mit Rose Elshorst, Lutgendortmund und Datteln. Bernh. Grotegut mit sttäre Rotte, Diestedde u. Dortmund. Gestorben: Jacob Langen, 70 Jahre, Borveck. Dr. med. Peter Rentrop, 55 Jahre, Herten. Frau Maria Kirschbaum, 80 Jahre, Elberfeld. Friedrich Chilewski, 53 Jahre, Wattenscheid. Frau Hulda Bronner, 58 Jahre, Dortmund. Anton Schlicht, 59., sentirchen. Heinrich Schlingmann, 62., Oberhausen. Carl Fliege, 81., Hagen. Eugen Höfinghoff, 36 Jahre, Haspe. Frau Ida Böcker, 61., Plettenberg. habe mich in Bochum-West— Engelsburg— im Hause Cramerstraße 17, als prakt. Zahnarzt niedergelassen. Bochum, den 26. November 1931 Dr. med. dent. Paul Fantini Spiechzeit:—12½ und—6½ Uhr Rut unter 61405 ezialhaus Auswahl: dern, Stepp. mn, Daunen: Bettwäsche stellen, Kintten. Matrat: chlafdecken 40 Jahren mellerdevottellwasche alles zum Gebrauch fertig gemangelt, auch Leibwäsche und Schürzen per Plund 25 Pf. Speicherfertig per Plund 15 Pf. große Telle gemangelt per Ptund 20 Pf. Lieferzelt—3 Tage Mollerus Waschanstalt Sammelstelle Wulft Bochum Brüderstr. 30. Ruf 61693 Am Dienstag, dem 1. 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Se“ Jumper-Schüfte Taschbhlug., Damentggg gg, 5 08 #### Der Balladen gboren(geston u7 Der Geschicht Garding in S #96 Der Nationn stein gestgrher 1n0 Der englische gestorben(geb Per Der Postbaurat zmber nach Karlsri Die Eheleute Straße, 18, feiern Fest der Silver se im selben Hause. aie Eheleute 10 Rauritiusstraße 27, der silbernen Hochze sadtteil Gerthe Hohes Alter. A leit der Invalide sraße 24, seinen 70 r im Untertagebe arbeitet. Unglücklicher St frau des Werksarbe besuch bei Bekann sicek.„ Auf dem d zattet. Auf dem d Straßenvertietung sehirnerschütterung Verletzungen. Gle V# Dp ein Schlaganfall zauernswerte im en. Geschäftseröffnung! Dienstag, den 1. Dezember 1931, erötine Ich im Hause, Kortum str. 45, eine Fillale für la Fleisch- und Wurstwaren Meine seit 53 Jahren In Bochum bestehende Metzgereiverbürgt nur erstklass. 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Da lustuggenderg den nächsten Wock Erwerbslosenn verbslosen von aach Gerthe zur tempeln zu lasse samstags kann Schlange stehen nem geheizten In Hiltrop u käume, wo mar ahlung vornehm A ebung gundE Eringe Unterstü deshalb sollte rähren. stadtleil Harp Im Dienste di üilfschor veranste A litzabend unter es Männerchor Veranstaltung fl Radtteil Rien Personalnad leute Eduard fest der silbern #ickert, Her S. Lebensjahr. „Böse Folger iche Gehilfe B iad am späten aus Bochum=Ho luto dicht hi ## Scheinwerferlick wurde er von liten Kotflüge sder des zwei stuch und etzungen wurk krzt Dr. W. und ließ ihn Rtadtteil □0 ste ert n 4# Gedenktafel 30. November. in3 Der Balladenkomponist Karl Löwe in Löbejün Eer Geschichtschreiber Theodor Mommsen zu ## Der englische Dichter Oscar Wilde in Paris gestorben(geboren 1854). Personal-Nachrichten Der Postbaurat Hager in Bochum ist zum 1. Denber nach Karlsruhe(Baden) versetzt worden. Freitag aule erde zu einer Besprechung onger Mot dieeg mets Wllors 198— Die Eheleute Wilhelm Fenselau, Hiltroper 18, feiern am Montag, dem 30. Novemoer, us Fest der Silberhochzeit. Seit 25 Jahren wohnen Die Eheleute Malermeister Gottfried Sosdorf, Nauritiusstraße 27, feierten am 29. Novemver das Fest in slbernen Hochzett. sadtteil Gerlbe Hahes Alter. Am Sonntag feierte in voller RüstigInvalide Andreas Bininda, Schwerin; sraße 24, seinen 70. Geburtstag. Ueber 30 Jahre yar in, Untertagebetrieb der Zeche„Lothringen“ geUnglücklicher Sturz. Vor einigen Tagen hatte die au des Werksarbeiters Adolf., Landwehrweg, einen #uch bei Bekannten auf der Gerther Straße abgeAuf dem dunklen Heimwege,eizte nebent einer steuern sich dem führen. Der weiteren Aussprache konnte entnommen werden, daß gerade in Linden=Dah hausen die allgemeine Nothilfe unbedingt bis zum äußersten durchgeführt werden muß, denn jeder Dritte wird hier unterstützt. Im ganzen sind, in dem hiesigen Stadtteil 6642 Personen auf eine Unterstützung angewiesen. 466 Familien mit 8301 Köpfen werden vom Arbeitsamt unterhalten, 974 Familien mit 3341 Köpfen vom Wohlfahrtsamt. Die Notgemeinschaft richtet deshalb nochmals an alle die Bitte, reichlich und mit freudigem Herzen beizusteuern, damit der Geist wahrer Volks= und Schicksalsgemeinschaft verwirklicht werde. h Ehejubiläum. Das Fest der silbernen Hochzeit feiern heute(Montag) die Eheleute Ernst Hendrich und Frau Ida geb. Reinhold, Scharpenseelstraße wohnhaft. 4 Wohltätigkeitsveranstaltung des Elisabethvereins der St.=Michaelpfarrei. Donnerstag nachmittag fand im großen Saale des Horkensteins die Elisabethfeier statt, der etwa 500 Mütter und Frauen beiwohnten. Nach der Begrüßungsansprache durch Pfarrer Fischer, der Westfalen nud Rheinprovinz zugleich mit dem Leben der hl. Elisabeth vertraut machte, folgte das gemeinschaftliche Kuffeelrinten. Dann jahen die Versammelten dem Feuspiel„Die hl. Elisabeth“ zu, das von dem Jungfrauenverein wirklich gut gespielt wurde. Frau Lammert als Kassiererin des Vereins gab dann den Jahresbericht, durch den das karitative Gesicht des Vereins hervorgekehrt wurde. Zum Schluß der schön verlaufenen Feier fand eine V Eigenartiger Unfall. An der Deimkestraße in der Nähe der Konsumanstalt„Friedlicher Nachbar" spielten mehrere Kinder. Dabei stürzte der 12 Jahre alte Schüler Georg R. einen Abhang hinunter und erlitt eine derartige Beinquetschung, daß er dem Krankenhause zugeführt werden mußte. h Unehrliches Volk. Aus einem Hause der Scharvenseelstraße wurden in der Nacht zum 27. November durch Einbruch 60 Eier, 2½ Pfund Butter, eine Kiste Spi ten, Gelee, Zitronen und Bananen gestohlen.— Eine vor dem Hause Im Sunder 5 eingemauerte 8 bis 4 Meter lange viereckige Eisenstange wurde in der Nacht zum Freitag gestohlen.— Mehrere Diebe verschafften sich Eingang in die Garage eines Hauses an der Hattinger Straße und entwendeten aus einem Personenkraftwagen einen Damenschirm und eine Reisetasche. „Wohlfahrt“ in der Herner Straße. zog seine Pistole und stellte sich verhindern, daß die anwesenden Ki Bochumer Veranstattungen? Vereine? Vergnügungen Gefach in Schlaganfgp. Hzr,uf, Heven„Feitagnacht verschtewernöwerte, und vuriunne unrd gektungunge rschleEinbrecher im Pfarrhaus. In der Nacht zum Samsen bisher noch unbekannten Tätern ein am Pfarrhauszarten liegendes Fenster zertrümmert, von wo aus sie sann in das Arbeitszimmer des Pfarrers Dr. Manter drangen. Hier erbrachen die Täter den Schreibtisch, aus den sie aber nur 7 Mark erbeuteten. ko aobtel Hilrop s. Im Silberkranze. Am Samstag feie#rten die Eheeute Johann Banitzka und Frau, Anastasia geborene Sensi, Legienstraße 17, das Fest der silbernen Hochzest. sten.Negun ekannt täglich, die niegjual ität Evangelischer Kirchenchor Hiltrop=Bergen.## und weihevolle Adventstimmung lag über dem Gotteshaus, das im hellen Lichterschmuck strahlte. war die Vortragsfolge ausgewählt worden, die ilen, auch sehr verwöhnten Anspruchen vollauf genügte. broße Mühe gab sich der gutgeleitete Chor, um die urchweg bekannten Lieder in moglichster Vollendung zu ringen. Der Erfolg ist den Vortragenden sicher Geugtuung gewesen. Fritz Kühl an der Orgel, der auch die Leitung der Feierstunde übernommen hatte, brachte uch diesmal in seiner berannren Gediegenheit Stucke uu Gehör, von denen besonders„Vom Himmel kar der Engel Schar" von Buttstedt und das„In dulei uubilo“ von Walther hervorragten. Vom Chor in reiner stimmenführung und schöner Betonung zu Gehör geracht waren vor allem das zarte schlesische Voirslied Naria auf dem Vercgulgbon hilgur hon Loewe. Ein de Lesgenbelelisg don Friseln Feage Heisikel ch, p. Braatrhzirkungsvoll unterstützte. Als„Solist sang der Orgel wirkungsvoll unterstützte. Als Solist sang inil Grein(Bochum), der mit tragender Soan garne, jatürlichem Ausdruck die bekannten Lieder von Cornelus vortrug. Da das Konzert ein voller Erfolg für die kusführenden, war, plant die ehgngelische, Gemeinde den nächsten Wochen noch eine Wiederh#lung. Erwerbslosenwünsche. Immer noch müssen, die„Erverbslosen von Hiltrop und Bergen den weiten weg aach Gerthe zurücklegen, um dort ihre Ausweise absempeln zu lassen und ihre Unterstützung abzuheben. kamstags kann man diese Armen vor der Wirtschaft Schlange stehen sehen. Eine Gelegenheit, sich in sinem geheizten Raum aufzuhalten, ist nicht geboten in Hiltrop und Bergen gibt es genug geheizte käume, wo man das Abstempeln und auch die Aussahlung vornehmen könnte. Die Erwerbslosen sind kleidung und Schuhen abgerissen und können sich für die teringe Unterstützung neue Sachen nicht beschaffen. Leshalb sollte man ihnen jegliche Erleichterung gewähren. Radtieil Harpen Im Dienste der Wohltätigkeit. Der Harpener Frauenlsechor veranstaltet am 6. Dezemiggzgingen Hhchltstigg eitsabend unter Mitwirkung des#unt l # Nännerchors Merklinde. Der Reinertzar Veranstaltung fließt restlos der Frauenhilfe Larven zu. Jadteil Riemie 1. eu 6i. 65. Personalnachrichten. Am Sonntag feierten die Ehelute Eduard Gerlitzki, Am Gartenkamp 10, das fest der silbernen Hochzeit.— Frau Witwe Anna Lickert, Herner Straße, vollendete Samstag ihr *. Lebensjahr..r in Böse Folgen einer leidigen Unsitte. Der jugeno“ iche Gehilfe Vernhard S. hatte sich mit kad am späten Abend an ein Lieferauto der Firma R. u5 Bochum=Hamme angehangt. Plötzlich fuhren einige Luto dicht hintereinander, S. geriet in ein Scheinwerferlicht und versuchte vorzufahren. Hierbei bürde er von einem überholenden Personenauto mit dem oten Kotflügel gefaßt und geriet unter die Vorderilder des zweitfolgenden Wagens. Mit einem Beinbruch und erheblichen Unterleibs= wie SchulterverJungen wurde er zu dem in der Nähe wohnenden #t Dr. W. geschafft. Dieser leistete die erste Hilfe und ließ ihn in das Krankenhaus schaffen. Hinweise (=) Stadttheater Bochum. Görners„Aschenbrödel" rd heute nachmittag zum ersten Male wiederholt. Die vorstellungen von vorgestern und gestern, die„Schneider Wibbel" beziehungsweise„Hauptmann von Köpenick", also je ein einzelnes, abgeschlossenes Werk zur Darbietung brachten, wird der für beutgisigen)„erge; ders darauf hingewiesen, daß die Darbietungen völlig neu ausgewählt wurden. Mitwirkende an diesem Abend sind das Schauspiel, die Oper, das Ballett und das Städtische Orchester,— das Schauspiel: Mitglieder des Ensembles, die Damen Schönfelo, Schreiner und Thiesfeld sowie die Herren Meinecke und von Klivstein werden Rezitationen vortragen; die Oper: hier ist das Gebotene zumeist auf den heiteren Ton abgestimmt. Von der Tanzgruppe werden in bunter Reihenfolge sechs Tänze vorgeführt. Schließlich seien noch die Darbietungen des Orchesters angegeben, das die Ouvertüren zur„Fledermaus" und zum„Walzertraum“ zu Gehör bringen wird. Der Dienstag sieht dann die Erstaufführung des„Fidelen Bauern" vor. Am Mittwoch wird die erste Veranstaltung des diesmaligen Schüler=Zyklus stattfinden: Goethes„Iphigenie auf Tauris". Einzelkarten zu dieser Vorstellung, auch für sämtliche 5 Schüler=Aufführungen sind noch erhältlich. („Herbstkonferenz Ditwoch ab(=) Operettentheater Bochum. Nur noch einige Tage der große Schlager der Wintersaison, die Repueoperette weißen Rößl". Die niedrigen Eintrittspreise bleiben auch in dieser Woche.. 864.m— Hi. G. (=) Städtische Gemäldega erie Bochum. Die Gemäldegalerie bleibt wegen Ausstellungswechsel von Montag, 30. November, an geschlossen. Wiedereröffnung am Sonntag, 6. Dezember. des katholischen Volksvereins. Amg abend 8 Uhr findet in der schaft die diesjährige Herostronferenz der Bochumer Ortsgruppen des Volksvereins für das katholische Deutschland statt. Das Referat hat Dr. Funke von der Zentrale des Volksvereins übernommen, der über das Thema„Christentum und Wirtschaftsgestaltung sprechen wird. Die Beratungen werden sich u. a. auch mit der Gottlosenbewegung befassen, über deren wirksame Bekämpfung Anregungen aufgezeigt werden sollen. Berichte Die„Vereinigung für Heimatkunde“. Bochum hatte am Samstag nachmittag Gelegenheit, das Bochumer Rathaus vom Keller bis zum Dach in Augenschein zu nehmen. Zu der Besichtigung hatten sich nicht weniger als 120 Mitglieder angemeldet, die in zwei Gruppen von zwei Herren des Stadtbauamtes geführt wurden. Die sich über mehrere Stunden ausdehnende Wanderung durch das große Haus gab viel Interessantes und bisher Deutsche Vereinigung, Ortsgruppe Bochum. Die Ortsgruppe der Deutschen Vereinigung brachte den Mitgliedern am Samstag einen Genuß in Gestalt eines Vortrages über deutsche Siedlungen in Argentinien, der von Lommen(Essen) gehalten wurde. Zwei Jahre war der Vortragende in diesem Lande, in dem er einen Film gedreht hatte, aus dem er mit Verständnis ausgesuchte Ausschnitte zeigte. Vor den Augen der interessierten, Zuhorer erstand das Wunderland Argentinien. Dieses Land in seiner gegensätzlichen Vielgestaltigkeit gab den Anwesenden viel Neues.„Wunder: bare Landschaftsbilder zogen vorüber, Einbliae in das Wirtschaftsleben des Landes wurden getan und an Hand der Bilder die politische Struktur gekennzeichnet. Die Einstellung des Argentiniers zu den Deutschen im Laufe der Jahre, die Politik der Feindbundmächte, die auch den Südamerikaner zu einem Deutschenfeind machen wollten, war aufschlußreiche Verbindung der gezeigten Bilder. Der Vortrag wurde sehr beifällig aufgenommen. SGcue das demWgg um. Stadttreis Wattenscheid Um die Oberbürgermeisterwahl Bekanntlich läuft in Kürze die Wahlzeit des biß: herigen Oberbürgermeisters ab. Ob er wiedergewählt wird hängt vom Zentrum ab; doch gibt es auch auf der Rechten Stimmen, die für eine eventuelle Wiedereintreten. Die Sozialdemokratie wird wahl Dr. Ueberhorst wieder in Vorschlag bringen. Schroff ablehnend verhalten sich die Kommunisten, noch nicht sicher ist die Haltung der Wirtschaftspartei; ausgeschlossen ist auch nicht, daß das Zentrum mit einer eigenen Kandidatur hervortritt: es ist auch schonerörtert worden, ob man nicht den Oberbürgermeister einsparen und sich mit einem Bürgermeister.##n solle.(Als Bürgermeister amtiert der Leiter de: Bauamtes, Borgloy.) Nicht ohne Interesse ist es in diewas das Gelsenkirchener Zensem Zusammenhang, trumsblatt zu der Angelegenheit schreibt:„Es ist öföffentliches Geheimnis, daß die Stadtverordneten dem neuen Staotoverhaupt nicht mehr die alten Bezüge wird zubilligen wollen. Nun hat ja die Notverordnung des Reichspräsidenten hier schon Richtlinien festgelegt, die auch für Wattenscheid bindend sind und di haupt verlangen werden, sich nicht allzusehr guf diese Notverordnung aber von verschiedener Seite(nichtn Wattenscheid) angefochten und es son sogar ein erichtsurteil über die Rechtsgültigkeit herbeigeführt werden. Das wäre ein Grund der Verzögerung der Oberbürgermeisterwahl. Stichhaltiger aber wäre anderer. Durch die Notverordnungen sind den augenblicklichen Leitern der kommunalen Geschicke in gewissem Sinne diktatorische Vollmachten erteilt. Es besteht nun die Möglichkeit, daß die Stadtväter bei der Oberbürgermeisterwahl von dem neuen Stadtoberhaupt verlangen werden, sich nicht allzusehr auf diese Notverordnung zu berufen und auch weiterhin die Stadtväter zur Mitarbeit bergpopzrser gag gah, dies ein zweischneidiges Schwert, v## Stubtoberhaupt immerhin in erster Linte seiner megierung verantwortlich ist. Es wäre daher gar Hand zu weisen, wenn man den Versuch machen würde, die Stadtverfassung zu ändern und anstatt der Bürgermeistereiverfassung die Magistratsverfas einzuführen gedächte. Denn diese letztere gibt glieoschaft uberreichte er ein Ehrendiplom an Lorenz Lewandowski, Friedrich Schneider und Anton Otto, Den Höhepunkt der Feier aber bildete die Ehrung des Mitbegründers des Vereins und aktiven Sängerveteranen Theodor Bröcker, der auf eine 50jährige Mitgliedschaft zurückblickt. Gaugeschäftsführer Heinrich Weber(Gelsenkirchen) vom Deutschen Sängerbund feierte die Treue des betagten Sängers. Im Auftrage des Deutschen Sängerbundes überreichte er ihm den deutschen Ehrenbrief. Die Interessenvereinigung der Männergesangvereine Wattenscheids ließ durch deren Vorsitzenden, Weller, herzliche Glückwünsche aussprechen. Weller übergab dem Jubilar dann die goldene Ehrennadel der Interessengemeinschaft. ur Winterhitfe der Bäckerinnung. Die Bäckerinnung hat beschlossen, an alle Krisen= und Wohlfahrtsempfänger Brot zum verbilligten Preise abzugeben. Der RaKopf Raubüberfall auf eine Konsumanstalt Herten, 29. November. Am Freitag kurz nach 18 Uhr erschienen zwei Männer in an die Tür, um zu kunden und vier Verkäuferinnen den Laden verlassen konnten. Der zweite Räuber hielt mit seiner Pistole die Anwesenden in Schach und nahm aus der Ladenkasse das vorhandene Bargeld in Höhe von 50 Reichsmark. Die beiden Räuber machten sich dann aus dem Staube. Die Tochter folgt der Mutter Menden, 29. November. Vor einigen Monaten sprang eine am Meisenwege wohnende Frau aus dem Fenster ihrer Wohnung auf die Straße und zog sich dabei schwere Verletzungen zu, die ferung ins Krankenhaus nötig machten. Dort liegt die Frau heute noch. Jetzt ist ihre zwölfjährige Tochter aus Angst ebenfalls aus dem Fenster gesprungen. Auch sie ist mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus eingeliefert worden. Berüchtigter Bandenführer ermordet Detmold, 29. November. Seite Ende des Weltkrieges bis zum Spätherbst 1924 durchstreifte eine gefürchtete Räuberbande ganz Ostwestfalen und Lippe, überfiel Bauernhöfe und Villen, plünderte Geschäftshäuser, sing Vieh und tötete es usw. usw. Nach heftigem Feuergefecht konnten die Verbrecher am 24. November 1924 in ihrem Quartier im Walde bei Schlangen festgenommen werden. Das Haupt der Bande, L. Fritsch, wurde vom Schwurgericht zu acht Jahren Zuchthaus verurteilt, nachdem der Anklagevertreter 22 Jahre in Antrag gebracht hatte. Im vergangenen Monat ist der berüchtigte Bandenführer Fritsch aus dem Zuchthaus ausgebrochen. Man suchte, konnte ihn aber zunächst nicht fassen. Jetzt erst fand man den Mann auf der Straße bei Dudweiler erschlagen, in einegßroßen Zezg lache liegend, und tot auf. Wer der Räubers ist und was ihn zu der Tat veranlaßt hat, ist vollkommen unbekannt. Holländischer Besuch im Duisburger Stadttheater Duisburg, 29. Nov. Das Duisburger Stadttheater konnte gestern 800 Besucher aus Holland begrüßen, denen unter der Spielleitung von Dr. Saladin Schmitt und der musikalischen Leitung von Paul Drach eine„Tannhäuser"=Aufführung geboten wurde. Die Gäste waren von der glänzenden Aufführung hoch befriedigt. Bedeutsamer Reliquienfund Gebeine des Papstes Clemens I. in der Dürener Anna=Kirche? Düren, 29. November. Im erzbischöflichen Archiv in Köln wurde kürzlich durch Zufall eine Urkunde aufgefunden, auf Grund deren man ein im Clemens=Altar der Dürener Anna=Kirche befindliches Reliquiar öffnete. Vermutlich handelt es sich um einen hochbedeutsamen Reliquienschatz, und zwar um die Gebeine des frühchristlichen Papstes Clemens I.(88—97). Ein Teil des Leichnams des Papstes Clemens I. soll von Papst Hadrian II. an die Kirche Cava bei Salerno in Italien geschenkt worden sein. Der übrige Teil wurde wieder in der Papstgruft der Gallistus=Katakombe bei Rom beigesetzt. Dieser Teil der Gebeine ist dann 1755 von Rom nach Köln gekommen. Empfänger war der Erzbischof Clemens August Maria, der die Gebeine im Altar der Kirche in Bad Tönnisstein beisetzte. Dieser Clemens=Altar kam später in die Hofkapelle nach Bonn und nach der Säkularisation in die Anna=Kirche nach Düren. Es steht damit allerdings noch nicht fest, daß es sich bei dem Inhalt des Reliquienschreins auch wirklich um die Gebeine des Papstes Clemens I. handelt. An hoher kirchlicher Stelle befaßt man sich mit weiteren Untersuchungen und wissenschaftlichen Nachforschungen. kr Radtteil Hordel una " Synodal=Gustav=Adolf=Fest in Hordel. Nach dem Lovinzial=Gustav=Adolf=Fest im Frühjahr in Wanneeickel fand am Sonntag in Hordel das Synodal=GustavVolf=Fest des Kirchenkreises Gelsenkirchen statt. Im Festsottesdienst am Vormittag sprach Pfarrer Bischoff Ichalke). Pastor Bischoff hielt dann auch noch den eindergottesdienst. Im Gemeindehause an der HanPverstraße begann am Nachmittag die Hauptfeier. Parrer Höfker begrüßte alle Gäste. Der Jahresbericht dder die Arbeit innerhalb der Synode erstattete PfarLic. Naunin(Wanne=Eickel). Im Mittelpunkt der zchmittagsveranstaltung stand der Vortrag von Pastor munin über„Evangelisches Frauenleben im Osten.“ Katholische Kundgebung in Hordel. Die Elisabeth= Eiter im Hordeler Saalbau am Sonntag gestaltete sich zu ner großen katholischen Kundgebung. Prolog, Gesang " Begrüßungsworte leiteten die Veranstaltung ein. ## Mittelpunkt stand der Festvortrag von Pfarrer Wenanger(Langendreer). Seine Ausführungen wurdankbar aufgenommen. Radtteil Linden-Dahlhausen ###sprechung in der Linden=Dahlhauser RotgemeinDie Notgemeinschaft Linden=Dahlhausen trat am a einzuführen gedächte. Tenn,.znz. ag den Stadtvatern meyr Rechte, oder beschrankt ooch die geordneter dem Stadtoberhaupt zur Seite steht, eben der Magistrat.“ 91 Jahre alt. Frau Witwe Wilhelm Kronsbein, Louise geb. Niemann, Harkortstraße 16, kann am 3. Dezember ihren 91. Geburtstag feiern. Ihren Lebensabend verbringt sie bei ihrer Tochter Anna, der Frau des Bergmanns Ernst Hempelmann. Pfarrer Bechthold scheidet von Höntrop. Die evangelische Gemeinde Höntrop ist von einer Mitteilung überrascht worden, die sehr bedauert wird: Pfarrer Otto Bechthold, der nahezu vier Jahre hier amtierte, scheidet mit dem 15. Januar nächsten Jahres, um ein Pfarramt in der Nähe Mindens zu überSänger=Jubilarehrung in Günnigfeld. Der Männergesangverein Günnigfeld 1880, der erst im Vorjahr sein 50jähriges Bestehen feiern konnte, vereinte am gestrigen Sonntag zahlreiche Mitglieder und Sängerfreunde aus besonders festlichem Anlaß im Lokale Brasse. Nach einleitender Darbietung des unter August Kochs(Hordel) Leitung stehenden Chores und Begrüßungowornn des Vorsitzenden Krämer, nahm Ernst Dommel die Ehrung von batt beträgt auf die Tagesbrotpreise 8 Prozent. erhält jedes unterstützte Famitienmitglied pro Kopf und Woche einen Gutschein über 2½ Pfund verbilligtes Brot. Mit der Ausgabe der Gutscheine für die Zeit vom 1. Dezember bis 3. Januar wird am Montag, 30. November, begonnen. Die Ausgabe erfolgt durch die Stadtverwaltung in der Swidbertschule, und zwar Montag. Ge.. ber,—8. Bei der Entgegennahme der Gutscheine müssen Unterstützungskarte und Familienbuch als Ausweis vorgelegt werden. Die Ortsarmen erhalten die Gutscheine durch die Bezirkspfleger. Die nächste Ausgabe erfolgt Anfang Januar. st Stadttreis Wanne-Eicke! Goldene Hochzeit. Bei der goldenen Hochzeit der Eheleute Johann Schiweck und Frau Karoline geb. Litwin, Wilhelmstraße 44, am Samstag spraach Pfarrer Lic. Naunin im Hause der Eheleute. Er überreichte im Namen der evangelischen Kirchengemeinde und der Landeskirche die goldene Ehejubiläumsmedaille, im Auftrage der Stadtverwaltung ein Jubelgeschenk, im Auftrage des preußischen Staates ein Glückwunschschreiben und ebenfalls ein Geldgeschenk. 1k Definitor Hönninger. Nachdem kürzlich, Pfarrer Luft, der bisherige Definitor(Dechant=Stellvertreter als Nachfolger des nach Menden versetzten Dechanten Funke zum Dechanten ernannt wurde, hat nunmehr die Erzbischöfliche Behörde dem Pfarrer Hönninger von St. Marien(Eickel) das Amt des Definitors überRationalsozialistische Versammlung. Bez„Stadztell Holsterhausen fand am Freitag eine stark sammlung der Nationalsozialisten statt. Es sprach der Nationalsozialist Beck(Jena) zum Thema„Der letzte Sturm gegen den Marrismus". Er erntete mit seinen Ausführungen großen Veifall. get zm. SEicdtteil RöbViehmarkt. Am Dienstag finpe###im Stcollen mohlinghausen(Marktplatz) ein Viehmarkt(vorwiegend Schweinemarkt) statt. Ennepe=Ruhr-Kreis Der Kreisausschuß lehnt die Festsetzung einer Nachtragsumlage ab. Vergangene Woche besichtigte der Kreisausschuß die Gärtnerei=Beispielswirt: schaft sowie die Herberge zur Heimat in Hattingen. Beide Einrichtungen gehören bekanntlich als Eigentum des früheren Kreises Hattingen nunmehr dem Ennepe=Ruhr=Kreis. Im Anschluß an die Besichtigungen fand eine Sitzung in Hattingen statt. Es wurde eine gange Reibe von Kongessions=, Lit.g Hatte Her g rae sonstigen Vexwaltungssorcgrg#piepggt..a. gun prn auch über, die Eligbung einer Kreisnach.= auschuß auch über bie, Eihzozug einer Prgthuglcg: tragsumlage infolge Erhohung der Provingialumlage um rund 185000 Reichsmark Beschluß zu fassen. sichte der, brtg se sahtsich der Kreisausschuß außer'n drei Jubilaren vor. Für 25jährige Mit= die Festsetzung einer solchen ab. Dienstag 9 Uhr vertagt. □ Zörgiebel Polizeipräsident von Dortmund. Die Ernennung des früheren Polizeipräsidenten von Berlin, Zörgiebel, zum Zolizeipräsidenten von Dortmund als Nachfolger von Lübbring ist, wie die Telegraphen=Union erfährt, vom preußischen Staatsministerium vollzogen worden, nachdem Zörgiebel sich zur Uebernahme des Posteis bereiterklärt hatte. □ Arbeitswiederaufnahme bei Humboldt=DeutzMotoren. Der Christliche Metallarbeiterverband beschloß, die Arbeit am Montag, 30. November, in den Betrieben von Humboldt=Deutz=Motoren wiederaufzunehmen. Man erwartet, daß der Deutsche Metallarbeiterverband einen gleichen Beschluß fassen wird. Betriebsleitung hat zugesagt, daß alle Arbeiter wieder eingestellt werden, ausgenommen diejenigen, die sich durch Tätlichkeiten gegen die Arbeitswilligen vergangen haben. Aus dem Gerichtssaal Prozeß Lampe und Genossen s Hagen, 29. Nov. Auch am fünften Verhandlungstag vernahm das Gericht wieder eine Reihe von Zeugen, teils SA.=Leute, die in dem Trupp waren, teils solche, die in der Menge in der Mittelstraße und am Markt waren und andere, die von ihren Wohnungen aus die Vorgänge gesehen und erlebt haben. An der bisherigen Beweisaufnahme ändert sich jedoch durch die neuen Aussagen nichts. Bemerkenswert war die Aussage eines gänzlich unbeteiligten Zeugen, der die Vorfälle ster seiner Wohnung aus beobachtete. In die von der berittenen Schupo geräumte Mittelstraße sei vom Markt her eine dicht gedrängte Menge gekommen. Plötzlich habe sich von dieser kompakten Masse ein Trupp von 10 bis 15 Mann losgelöst und sei vorgelaufen. Vor dem Hause des Zeugen machte der Trupp halt und drehte sich um. Im gleichen Augenblick seien zahlreiche Schüsse gefallen in Richtung Markt. Unter dem Fenster des Zeugen stand ein Mann mit dunkler Schirmmütze, der mehrere Male schoß. Nach Ansicht des Zeugen ist nur aus dem Trupp geschossen worden.— Dann wurde Kriminalkommissar Schmitz vernommen, der die Ermittlungen in dieser Angelegenheit leitete. Er gab zunächst eine eingehende Schilderung über den Gang der Ermittlungen. Als der Kommissar Mitteilung über die Aussag. eines Angeklagten machte, die er ihm gegenüber im Vorzimmer des Untersuchungsrichters machte, von ihm aber nicht besonders protokolliert wurde, da dies sofort anschließend durch den Untersuchungsrichter geschah, benutzte Rechtsanwalt Freisler dies als Anlaß zu einem Vorstoß und erklärte, daß er den nicht protokollierten Darstellungen des Kommissars keinen Glauben schenke. Der Vorsitzende wies diese Erklärung erregt zurück. Der Staatsanwalt bestätigte, daß der Kommissar dieselben Ausführungen bereits beim Haftprüfungstermin gemacht habe. Die Verteidigung erklärte schließlich, daß sie auf die weitere Vernehmung des Zeugen verzichten müsse. Die Vernehmung des Zeugen war aber bereits beendet. Dann wurde die Verhandlung auf Die heutige Nummer umfaßt 14 Seiten Auch in diesem Jahre: Großer Jubel bei Der hobe-Mkelaus For Wieuereuf. Als Tradition unseres Hauses hat er für die braven Kinder die Nikolaus-Tüte mitgebracht! Hleiderstoffe X Seidensioffe Das Fest der 1000 Freuden sendet seine Vorboten: Jeder wühlt.wählt unter Geschenk-Artikein Sie finden bei uns an allen Lägern wertvolle Weihnachtsgaben in unermeßlicher Aus. wahl und zu so niedrigen Preisen daß es jedem möglich ist, seine Lieben zu erfreuen. Kikstagen Kommen Sie trühzellig zum welhnachts-Einkauf! " Sirümpfe Randschüne Tweed-Stoffe neue kleine Muster. nur solide Winterqualitäten Mtr..25. 95 Tweed-Schotten die große Mode. neue Farben, enorm billig. . Atr..75,.49 SU. Afghalaine reine Wolle, in allen modern. Farben, schr 110 vortellhaft..... Wasch=Sam. neue Muster, nur Cöper-Ware. große Sortimente Ntr..43..25 G0. Damen-Schürzen aus Siamosen oder blauem Trachtenstoft besondere Ge. 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