sr. 270 J 38. Jahrgang Dienstag, den 17. Rovember 1931. Tüglich außer Samstag 10 Pf. Samstags mit illustr. Beilage 20 Pf. 0 Preisen! as gan onderes druckter seldener e de Chine sowie druckter ist-Maroc nt geschmacken Dessins m br., Ia Ware Meter nfarbiger Weree cm breit, aus r K u n s t s e i d e Meter 95 mn! cher abrikate — und— geingspreis einschl. Botenlohn.40 Mk. monatlich, oder.20 Mk. dalbmonatlich: Teipstabboler.10 Mk bzw..05 Mk. Unsere Beilage„Die Bochumer Illustrierte“ monatl. 20 Pf., die Funkbeilage„Hör mit mir“ kostet monatlich 30 Pf. Fügem Anzeigenpreis: Für 1 Millimeter Höbe in 25 Millimeter Breite 10 Pf., im Reklameteil 50 Pf.(Besondere Anzeigenpreise nach aufliegendem Tarif.) Angebote von anderen Zeitungen und Vermittlern werden nicht befördert. Bei zwangsweiser Beitreibung der Anzeigengebühren durch Klage, bei KonkursFerfabren usw. wird der bewilliate Nachlaß binfällg. 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Was die Verhältnisse im Reich angehe, so müßten hinter der Außenpolitik in dem gegenwärtigen Augenblick größter und die deutsche Zukunft bestimmender Entscheidungen alle Loalitkon sgesprächg. zur üdtreten# langwierige innerpolitische Verhandlungen die wärtigen außenpolitischen Notwendigkeiten nur gefährden Wir sind der Ansicht, daß es nicht angeht, weiterhin der Umschichtung der politischen Meinung in Deutschland die kalte Schulter zu zeigen oder sich der Entwicklung, die die Dinge genommen haben, entgegenzustemmen. An einem solchen Unterfangen müßte selbst eine Regierung scheitern, mit so erstrebenswerten Grundanschauungen se auch zu Werke geht. Selbst wenn das Zentrum als einzige Weltanschauungspartei von Bedeutung zwischen den beiden großen Lagern der deutschen Innenpolitik die Zögertaktik und Politik des Abwartens glaubt ungfährdet weiterführen zu können, so muß dem entgegenzehalten werden, daß die Mehrheit heute eine andere Regierung wünscht. Nach der Entwickung der letzten Monate ist dem Zentrum eine Schicksalsuufgabe zugefallen, entweder aus den sich bildenden #ruen Mehrheiten eine regierungsfähige Koalition zu ostalten oder durch Festhalten an den letzten parteiamt##chen Erklärungen den radikalen Parteien weiteren Auftrieb zu geben. Ernster als je ist die Stunde. Der sozialdemokratische Führer Dr. Breitscheid hat gestern erst ein sozialdemokratisch=kommunistisches Abwehrbündnis in den Bereich der Möglichkeiten gestellt. Noch sind diese Dinge nicht bis zur Vollendung gediehen. In der Politik ist jedoch kein Ding unmöglich. Soll die Teilung des deutschen Volkes in zwei haßerfüllte Lager Wahrbeit werden? Oder wird der Kanzler mit tunlichster Beschleunigung die große Nationalistische Partei zur Regierung und damit zur staatsverantwortlichen Mitarbeit heranziehen?... Die Volksstimme hat sich mit aller Deutlichkeit gegen die alten Parteien entschieden. Neues ist im Werden. Hauptforderung des Augenblicks bleibt, schon mit Rücksicht auf die sich mehr und nehr verschärfende Wirtschaftslage, eine Regierung uuf breitester Basis. Die Reichsleitung der u59A#p. #in München schreibt zu dem Ergebnis der hessischen Wahlen, bei denen 82,2 Prozent der Wahlberechtigten abstimmten, u..:„In Hessen hat das Volk wieder in # veit überzeugenderer Weise als bisher schon zum Aus##bruck gebracht, daß es die Herrschaft des Nationalsozia#lsnus pill. Wie lange noch werden die Kapitolswäch###er der Demokratie sich weigern, ihre eigenen Gesetze zu # volziehen, wenn der Wille des Volkes so überwältigend ##eegen sie entscheidet?“ Die Ansicht der„Kölnischen Zeitung“ Köln, 16. November. Die„Kölnische Zeitung" bezeichnet die Mandatsverluiste der Deutschen Volkspartei bei den hessischen Wahlen als„ein bedauerliches Schicksal“. Bedauerlich nicht nur, veil sich die Volkspartei um den Erfolg einer langjähgeer Opposition gebracht sehe(in Hessen stand die Zollspartei in Opposition zur Regierung der Weimarer Srecht gi.er) sondern weil sie sich im Wahlkampf technisch se#t geschlagen habe. Der Parteiapparat sei an der #sentäse gewiß nicht schuld, er habe seine Pflicht Wlahe Wiben getan, aber die Leitung der Volkspartei ##'#: mit den Nationalsozialisten einen sogenannten -burgfrieden“ abgeschlossen. Diese Maßnahme habe sich ##ls grundsätzlich falsch erwiesen. Ob entschlossene Ab##tatr zach rechts und links ein besseres Ergebnis gezeiLandgattt dahin. Für das in Hessen gemäßigte gelte das gleiche wie für die Volkspartei. Natiapsfr, sehle es an kämpferischer Entschlossenheit den ationalsozialisten gegenüber. Das Zentrum jedoch habe veiselsohne taktisch richtiggelegen. keußerungen aus hessischen Zentrumskreisen Dermstadt, 16. November. #rat##td der hessische Zentrumsführer, Ministerial#der Fez mann, eine Stellungnahme zu der Frage Wergeknishz ubildung auf Grund der neuen WahlKreisen."-äufig noch ablehnt, verlautet dennoch aus hessischen Zentrums, es sei nicht wahrEaxeinlich: daß das Zentrum nach all den tängen der letzten Wochen und Monate einen ##ienalsozialistischen StaatspräsiBentr= Wählen werde. Auch werde sich das Pationaf; ohl kaum an einem Kabinett zusammen mit Kozialiszisak, Lstischen Ministern beteiligen. Die national#r### Fraktion müsse jedenfalls in einer gewissen een erweisen, daß sie von ihrer bisherigen Agitation abrücke und einen Geist offenbare, der die Fruchtbarkeit einer Zusammenarbeit, wenn auch nur annähernd, gewährleiste. Es bliebe vielleicht die Möglichkeit, daß die Nationalsozialisten ein Kabinett der Mitte tolerieren.(?) Vorläufig aber bleibe es wahrscheinlich, daß die jetzige Regierung als geschäftsführendes Kabinett im Amt bleibe. Eine grundlegende parteipolitische Umgestaltung und Neukoalition komme sicherlich vor der Lösung der schwebenden Fragen und vor einer geistigen Umstruktur des Nationalsozialismus nicht in Frage. Berliner Pressestimmen Berlin, 16. November. Der Ausgang der hessischen Landtagswahlen wird in der Berliner Abendpresse, deren Aeußerungen naturgemäß alle unter dem Eindruck des nationalsozialistischen Sieges stehen, eingehend besprochen. Der sozialdemokratische„Abend“ und die Presse der Mittelparteien betonen, daß trotz des großen Wahlerfolges der Nationalsozialisten eine klare Mehrheitsbildung nicht erfolgt sei, bseshestect ele le cie esheschele e standes gegen sie stark blieben. Kern dieses Widerstandes aber könne nur die Sozialdemokratie sein. Das linksgerichtete„Berlinex, Tagsblatt“ bezeichnete es als die verkehrteste politische Logik, den Nationalsozialisten jetzt freiwillig die Macht auszuliefern. Ihr Drang zur Loyalität beweise, daß sie sich nicht stark genug fühlten, um auf die Dauer Oppositionspartei bleiben zu können, und die Machtkämpfe in ihren eigenen Reihen zeigten, daß sie an dem Kreuzweg angelangt seien, an dem sie entweder auf Kosten ihrer revolutionären Anhänger legal oder auf Kosten threr bürgerlichen Wähler illegal werden müßten. Das Zentrumsblatt„Germania“ schreibt u..: „Es gibt heute praktisch nur noch vier Parteien in Deutschland: die Nationalsozialisten, die Sozialdemokraten, die Kommunisten und das Zentrum. Um die gegenwärtige Situation in Deutschland richtig zu kennzeichnen, braucht man nur darauf hinzuweisen, daß von diesen Parteien zwei sozialistisch sind und die dritte und größte den Sozialismus nicht nur in ihrem Namen und Programm für sich in Anspruch nimmt, sondern auch in ihren Wählermassen über einen mit sozialreaktionären Elementen vermischten starken sozialistischen Bestand verfügt. Angesichts der überragenden Stärke dieser drei Gruppen und der fortschreitenden Verringerung der gemäßigten Partein wächst die Verantwortung des Zentrums für die politische und gesellschaftliche Weiterentwicklung unseres Volkes in ein noch nie dagewesenes Maß hinein. Der politische Umschichtungsprozeß, den wir durchleben, wird wahrhaftig nicht auf dem Gipfelpunkte des nationalsozialistischen Machtgewinnes beendet sein. Dort wird vielmehr etwas beginnen, was wichtiger und bedeutender ist als die Entwicklung der Zahl und der Größe: die geistige und politische Umformung einer Bewegung zu einem wirklichen Instrument der Staatspolitik, die sich allerdings gleichfalls nicht ohne neue Erschütterungen des deutschen Parteigefüges vollziehen kann“ Die demokratische„Vossische Zeitung“ spricht von einer„sozialen Protestwahl“. Der große nationalsozialistische Sieg sei erfochten worden auf Kosten der„nationalen“ bürgerlichen Parteien. Nicht das nationalsozialistische Moment habe den Ausschlag gegeben, sondern das soziale. Der staatsparteiliche„Börsencourier“ fordert, daß der„Flut“, die nicht mehr zu leugnen sei, und der tatsächlichen Entwicklung Rechnung getragen werde. Geschehe das unvermeidbar Gewordene, so bestehe noch immer die Möglichkeit, daß die Radikalisierung gerade dadurch aufgehalten werde. Hier sei die Schicksalsaufgabe des Zentrums, der einzigen ungebrochenen nichtradikalen Partei: aber auch eine Aufgabe weitblickender, Unbesonnenheiten vermeidender sozialdemokratischer Leitung. Die rechtsgerichtete„Deutsche Allgemeine Zeitung" stellt„zum 100. Male“ die Frage, wie lange die stürmische Umgestaltung der Parteiverhältnisse noch weiter gehen solle, ohne daß man ihr staatspolitisch Rechnung trage. Wo sei die Hoffnung, auf die sich das Verhalten der Machthaber, besonders in Preußen, stützen könne, dem Vormarsch der Rechtsbewegung Einhalt zu tuns Noch sei zur Bildung einer arbeitsfähigen, Regierung das Zentrum notwendig, und seine Schlüsselstellung sei ihm geblieben. Wer garantiere, daß das im April oder Mai bei den Preußenwahlen noch ebenso sein werdes Der deutschnationale„Lokalanzeiger" beschäftitzt sich in einem Artikel„Volksurteil über Brüning“ mit der Regierungsbildung in Hessen. Nach„parlamentarischen Grundsätzen" wäre selbstverständlich eine Regierung aus den beiden stärksten Parteien, die miteinander arbeiten könnten, Zentrum und Nationalsozialisten, das Gegebene. Der nationalsozialistische„Angriff“ schreibt: „Die Hessenwahl hat erneut deutlich unterstrichen, daß es in Deutschland nur noch zwei politische Fronten gibt: die des Marxismus und die seiner erbitterten, in unaufhaltsamem Vormarsch begriffenen Gegner. Wer sich noch immer nicht entscheiden kann, wo er hingehört, der wird zerrieben. Gemessen an der starken Wahlbeteiligung hat auch das Zentrum verloren. Wir nehmen an, daß dies nicht ohne Einfluß auf die Reichspolitik bleiben wird, schon allein deshalb. weil gestern die Pressestelle der Zentrumspartei plötzlich betonte, daß die Partei„als solche“ in keiner Verbindung mit dem Reichsbanner stehe.“ * Was Pariser Blätter sagen Paris, 16. November. Die Pariser Presse mißt dem nationalsozialistischen Sieg bei den Wahlen in Hessen große Bedeutung zu und ist einstimmig der Auffassung, daß sich dieser unbedingt auf die deutsche Innenpolitik auswirken werde. Der „Temps“ ist über den Sieg der Rechten sehr beunruhigt und befürchtet, daß die nationale Bewegung in Deutschland zu heiklen Ereignissen führen werde. Das Blatt fragt, welches Vertrauen man in eine Regierung setzen könnte, die von den Nationalsozialisten beherrscht werde? Der„Intransigeant“ schreibt, daß das Ergebnis der Hessenwahlen die Lage des Kabinetts Brüning stark erschwert habe. Sozialdemokratischer Vorstoß Einheitsfront Sozialdemokraten—Kommunisten? h Berlin, 16. November.(Eig. Drahtber.) Wie wir erfahren, wird der Reichskanzler am Dienstag die Führer der Sozialdemokratischen Partei empfangen. Die Sozialdemokraten wollen anscheinend bestimmte Zusicherungen des Kanzlers gegen den Terror erlangen. Man ist im sozialdemokratischen Lager der Auffssaung, daß eine eindeutige Erklärung der Reichsregierung verlangt werden müsse, ob sie die Vorbereitungen zum Bürgerkriege weiter dulden will oder ob sie bereit ist, dem terroristischen Treiben mit allen Mitteln entgegenzutreten. Eine Auskunft, ob diese Besprechung schon am Dienstag stattfinden wird, war bisher nicht zu erlangen. Man geht wohl in der Annahme nicht fehl, daß diese Aussprache in einem bestimmten taktischen Zusammenhang mit der Rede des sozialdemokratischen Abgeordneten Dr. Breitscheid in Darmstadt steht, in der dieser von der Möglichkeit eines Zusammengehens der Sozialdemokraten und der Kommunisten zur Abwehr des Faschismus gesprochen hat. Demgegenüber wird von maßgebender Stelle der Sozialdemokratischen Partei erklärt, daß bisher Verhandlungen in dem erwähnten Sinne mit den Kommunisten nicht stattgefunden haben, auch nicht in Aussicht genommen sind. Die Breitscheidsche Rede sei von dem Gefühl ausgegangen, daß sich bei einem eventuellen Bürgerkriege die Gegensätze zwischen Sozialdemokraten und Kommunisten überbrücken ließen. So ständen z. B. schon heute beide Parteien in Braunschweig, wo die Nationalisten geschlossen gegen die gesamte Linke aufträten, in gemeinsamer Abwehrfront nebeneinander. Durch die Antiterror=Erklärung der kommunistischen Parteileitung sei diese Tatsache noch unterstrichen worden. Von parlamentarischer oder parteilicher Arbeitsgemeinschaft sei nicht die Rede. Dazu müsse erst die Kommunistische Partei ihren Kampf gegen die Sozialdemokratie aufgeben. Wohin später einmal die Entwicklung gehen werde, lasse sich noch nicht übersehen. Diese Erklärungen von maßgebender sozialdemokratischer Seite, die das Büro des Vereins deutscher Zeitungsverleger veröffentlicht, müssen jedem unterrichteten Politiker zu denken geben. Sie stellen jedenfalls, wenn die Erklärungen seitens der Sozialdemokraten in diesem Sinne gefallen sind, die Taktik der Sozialdemokraten in ein eigentümliches Licht. hoesch wieder bei Flandin Paris, 16. November. Der deutsche Botschafter v. Hoesch hatte heute abend eine neue Unterredung mit dem franzssischen Finanzminister Flandin. Die Aussprache über die zur Verhandlung stehende Frage, nämlich die Befugnisse des Sachverständigen=Ausschusses, der nach dem Young=Plan die Zahlungsfähigkeit Deutschlands neu zu prüfen haben wird, wurde fortgesetzt, Vor fünfzig Jahren Crundlegung der deutschen Jozialverlicherung Von Reichsarbeitsminilter Dr. Stegerwald Die Botschaft Kaiser Wilhelms I vom 17. November 1881 verkündete die soziale Mission des Staates. Sie verheißt den Arbeitern die Versicherung gegen Betriebsunfälle und„eine gleichmäßige Organisation des gewerblichen Krankenkassenwesens".„Aber auch diejenigen, welche durch Alter oder Invalidität erwerbsunfähig werden, haben der Gesamtheit gegenüber einen begründeten Anspruch auf ein höheres Maß staatlicher Fürsorge, als ihnen bisher hat zuteil werden können.“ Die rechten Mittel und Wege findet die Botschaft in dem„engeren Anschluß an die realen Kräfte des christlichen Volkslebens und im Zusammenfassen der letzteren in der Form korporativer Genossenschaften unter staatlichem Schutz und staatlicher Förderung“. Eine solche Selbstverwaltung, so hofft die Botschaft, wird„die Lösung auch von Aufgaben möglich machen, denen die Staatsgewalt allein in gleichem Umfange nicht gewachsen sein würde.“ Aus der Botschaft spricht, wie aus einem sozialen Testamente, der Wille,„dem Vaterlande neue und dauernde Bürgschaften seines inneren Friedens und den Hilfsbedürftigen größere Sicherheit und Ergiebigkeit des Beistandes, auf den sie Anspruch haben, zu hinterlassen" Fürst Bismarck hatte die Botschaft verfaßt und damit an einem bedeutsamen Wendepunkt seiner Politik die Arbeiterfürsorge in sein Programm aufgenommen. I. Die Botschaft weicht an wichtigen Stellen von der alten Rechts=, Wirtschafts= und Fürsorgeordnung ab. Bis dahin war die Gesetzgebung im allgemeinen von dem Gedanken des reinen Rechtsstaates beherrscht: seine Vertreter waren der Meinung, der Staat solle sich um die Wohlfahrt der Bürger überhaupt nicht tümmern und diese den Bürgern allein überlassen. Mit dieser theoretischen Erwägung, die zum Teil leidenschaftlich versochten wurde, traf ein sehr reales Interesse zusammen, das aus der in Entwicklung begriffenen modernen Industrie kam. Der wirtschaftliche Liberalismus hat als höchste Weisheit empfohlen, dem freien Spiel der Kräfte auf allen Gebieten möglichtt weiten Raum zu lassen. Dem Rechtsstaat genügte die bloße Wahrung der Rechtssicherheit, und der wirtschaftliche Liberalismus hatte die Gesellschaft vom Staate getrennt. Aus dem Zusammenwirken dieser beiden Systeme entstand jene unerträgliche und gefährliche Notlage der industriellen Lahnarbeiter, die das letzte Drittel des neunzehnten Jahrhunderts als die soziale Frage bezeichnete. Gewiß waren weite Kreise in menschenfreundlicher Absicht wegen der erschreckenden Begleiterscheinungen des Industrialismus aufrichtig besorgt. Der Not und dem Elend der Industriearbeiter war aber die bloße Wohlfahrtspflege weder im Ausmaß noch in der Form gewachsen. Die Botschaft verband daher mit der Fürsorge zugleich die Vorsorge, besonders in der Kranken= und Invalidenversicherung. Sie kehrte aber nicht zum alten Polizeistaat und seiner Bevormundung zurück, sie organisierte die Selbsthilfe der Arbeiter und Unternehmer gegen die wirtschaftlichen Nachteile des Unfalls, der Krankheit und der Invalidität und schuf dafür öffentlichrechtliche Körperschaften mit genossenschaftlicher Verfassung. Sie entwickelte den Inhalt des Rechts nach der sozialen Richtung hin und band die freie Wirtschaftsordnung durch den Versicherungszwang.„Die Botschaft errichtete ihr Werk„auf dem sittlichen Fundamente der christlichen Volkskreise“. In der Versicherung findet die Solidarität der Arbeiter und Unternehmer einen angemessenen Ausdruck. Die kapitalistische Wirtschaftsordnung blieb, sie wurde aber eingeschränkt durch sozialpolitische Maßnahmen— zur Erhaltung und Förderung der Gesellschaft. Aus dem reinen Rechtsstaate wurde der Wohlfahrtsstaat. II. Das Versicherungswerk war zu groß und zu schwierig, um auf einmal entstehen zu können. Es kam zunächst die Krankenversicherung(1. Dezember 1884), dann die Unfallversicherung(1. Oktober 1885) und die Invalidenversicherung(1. Januar 1891). Die Reichsversicherungsordnung(19. Juli 1911) brachte technische und sachliche Verbesserungen, im besonderen ein einheitliches Verfahren für Verwaltung und Rechtsprechung. Am 1. Januar 1913 trat die Versicherung der Angestellten gegen Berufsunfähigkeit an die Seite der Arbeiter=Invalidenversicherung. Der 1. Januar 1924 brachte anstelle der landesrechtlichen die reichsrechtliche Pensiansversicherung der Bergleute. Den Schlußstein bildete die Arbeitslosenversicherung(1. Oktober 1927). In der Sozialversicherung ist der Grundund der Zweck unvergänglich; zeitbedingt ist Form und Grenze. Wo das Leben ist, wechseln die Bilder, die wirtschaftlichen und die sozialen. III Es liegt eine Tragik darin, daß genau 50 Jahre nach der Sozialen Botschaft die Sozialversicherung in einen schweren Kampf ums Dasein verwickelt ist. Prokesseren, und Wirtschaftsführer halten die Sozialversicherung für eine geistige Verirrung und für eine wirtschaftliche Fehlleitung, sie verderbe die Rasse und ruiniere die Wirtschaft. In Deutschland wird diese Auffassung gering geschätzt: um so aufmerksamer hört man darauf im Ausland. Man kann auch nicht die Not der Zeit durch die Erinnerung an die Verhältnisse des Mittelalters beschwören. Das Fürsorgesyftem ist immer die Kehrseite der Wirtschafts= und Gesellschaftsordnung. So wenig man heute den Staat und Wirtschaft, die Gesellschaft und den Menschen in die Formen des Mittelalters umgießen kann, so wenig reichen die mittel alterlichen Fürsorgeformen heute aus. Wirtschaftliche „ ezgupen, es gäbe kein Kompromi, wiVereinigungen glauben, es gäbe kein Kompromiß zu schen der kapitalistischen und der sozialistischen Wirtschaft: man müsse sich offen zu dem einen oder anderen System bekennen. So einfach liegt die Alternative nicht. Es gibt eine dritte Möglichkeit: die durch sozialpolitische Maßnahmen gemilderte kapitalistische Wirtschaftsordnung. Neben oder über der freien Wirtschaft gibt es noch gesellschaftliche Notwendigkeiten und Gebote der sozialen Ethik. Die Schwierigkeiten, in denen heute die Sozialversicherung steckt, stammen zum Teil aus dem Mißverhältnis zwischen den jetzt möglichen Einnahmen und den früher festgesetzten Leistungen, zum Teil aus organischen Mängeln im Bestande der Versicherungsträger und Versicherungsbehörden. In der Unfall= und Invalidenversicherung ist das Gleichgewicht zwischen Beiträgen und Leistungen gestört infolge der unvermeidlichen Rückwirkung aus der zerrütteten„Wirtschaft. Damit trifft zusammen eine gefährliche Ruawirrung aus dem gesetzlichen Leistungsauftriebe der Jahre 1925 bis 1929. Mit den geringen Mitteln, die eine im Niedergang begriffene Wirtschaft aufzubringen vermag, können nicht Leistungen bewirkt werden, die in der Zeit einer wirtschaftlichen Scheinblüte vorgeschrieben wurden. Leistungen, für welche die Vergangenheit eine Dekkung vorausgesetzt hat, für die aber die Gegenwart eine Deckung nicht finden kann, sind Anreicherungen, die wenigstens zeitweise nicht haltbar sind. Gehen die Leistungen auf den natürlichen Stand zurück, dann werden die Versicherten aus ihren Beiträgen zwar einen geringeren Nutzen, diesen aber sicher haben. Sinn einer vernünftigen Deflation ist Reinigung, nicht Zerstörung. Für die Reinigung auf dem Gebiete der Leistungen wird die Invaliden= und Unfallversicherung den Ausgangspunkt bilden. Die organischen Aenderungen werden durch die Verhältnisse in der Krankenversicherung aufgedrängt. Haben die Versicherungsämter die Erwartungen, welche die Reichsversicherungsordnung auf sie gesetzt hat, erfüllt? Die Notverordnungen vom Juni und Dezember vorigen Jahres mußten zur Reinigung der Krankenversicherung den Versicherungsämtern Befugnisse nehmen und auf die Oberversicherungsämter und das Reichsversicherungsamt übertragen. Der Reinigungsprozeß kann noch nicht als abgeschlossen gelten. Ist für die heutigen Verhältnisse noch die gegenwärtige Zahl der Krankenkassen, der Berufsgenossenschaften und der Landesversicherungsanstalten erforderlich? Selbst wenn in der Zusammenlegung von Gebietsversicherungsträgern der Sparerfolg nicht gleich sichtbar würde, der Leistungserfolg wäre sofort greifbar; die Verwaltung wird besser, sorgfältiger und wirksamer werden. Die Aenderungen auf dem Gebiete der Leistungen und der Organisation müssen als ein unmittelbares Ganze angesehen werden. Die Reform findet in der Reinigung ihr Ziel und ihre Grenze. Im übrigen steht die Sozialversicherung unter dem besonderen Schutz der Reichsverfassung. Artikel 161 spricht aus:„Zur Erhaltung der Gesundheit und Arbeitsfähigkeit, zum Schutze der Mutterschaft und zur Vorsorge gegen die wirtschaftlichen Folgen von Alter, Schwäche und Wechselfällen des Lebens schafft das Reich ein umfassendes Versicherungswesen unter maßgebender Mitwirkung der Versicherten.“ Damit tritt die Reichsverfassung vom 11. August 1919 ebenbürtig an die Spitze der Sozialen Botschaft vom 17. November 1881. Eiglische Schätzzene ab Feenag Die starke Einfuhr soll Der liberale im Ungarn ehrt Hindenburg Der Reichspräsident Inhaber des 3. ungarischen Honved-Infanterie-Regiments Berlin, 16. November. Amtlich wird gemeldet:„Reichspräsident von Hindenburg empfing heute mittag eine von dem Regimentskommandeur Oberst Békei Koos geführte Offiziersabordnung des königlich ungarischen Honved= Infanterie=Regiments Nr. 3, die ihm im Auftrage des Herrn Reichsverwesers von orthy die Urkunde über seine Ernennung zum Inhaber dieses Regiments überbrachte. Das genannte Regiment führt die Tradition des ehemaligen k. u. k. Infanterie=Regiments Nr. 69 weiter, dessen Oberst=Inhaber Generalfeldmarschall von Hindenburg war. Der Reichspräsident behielt die ungarischen Gäste zum Frühstück, an dem u. a. auch die Mitglieder der hiesigen ungarischen Gesandtschaft sowie der Reichskanzler und der Reichswehrminister teilnahmen.“ Trauerkundgebung des Landtags London, 16. November. Handelsminister Runciman kündigte iin Unterhaus ein neues Dumping=Abwehrgesetz an. In den letzten Wochen hätten im Hinblick auf die mögliche Einführung von Zöllen die ausländischen Einfuhren ganz gewaltig zugenommen. Die Regierung sei daher zu der Ansicht gekommen, daß das beste Mittel, diese außergewöhnliche Einfuhr zu bekämpfen, darin bestehe, dem Handelsministerium Vollmachten zum Erlaß von Notstandsverfügungen zu geben, auf Grund deren auf besondere im Gesetzentwurf angegebene Warengattungen Wertzoll von nicht v. H. erhoben werden könne. Diese Notstandsvollmachten würden eine Geltungsdauer von sechs Monaten haben. Die Regierung werde das Unterhaus bitten, das Gesetz bis zum Donnerstag zu erledigen, so daß es bereits am Freitag die stimmung des Königs erhalten könne. ZuIm Laufe seiner Rede führte Runciman aus, daß die Regierung die Krise in allen ihren Auswirkungen bekämpfen werde. Die Stärke der finanziellen Lage Englands hänge von der Industrie ab. Der beste Weg, die Schwierigkeiten zu überwinden, sei Sparsamkeit und Herabsetzung der Ausgaben im Staatshaushalt. Wenn die Industrieführer und die Kabinettsminister nicht sofort große Anstrengungen innerhalb und außerhalb Englands machten, so werde das kommende Jahr das schlimmste sein, das die englische Industrie je erlebt habe. Die Regierung werde daher Vorschläge einbringen, mit deren Hilfe die Kaufkraft des Landes für wirklich lebenswichtige Auslandswaren aufgespart werde. mehr als 100lEs würde töricht sein, wenn England die amerikanische Zollpolitik einfach nachahme. Die Handelsbilanz lasse sich auf die Dauer eher durch eine Ausdehnung der Ausfuhr als durch eine Verminderung der Einfuhr ausgleichen. Diese beiden Dinge ließen sich ganz nde gut miteinander vereinigen. fur Bartels Berlin, 16. November. der weihevoll geschmückten großen Wandelhalle des Landtagsgebäudes veranstaltete der preußische Landtag am Montag nachmittag eine Trauerkundgebung für seinen verstorbenen Präsidenten Friedrich Bartels. Den über und über mit Rosen geschmückten Sarg umgab eine Fülle von Kranzspenden. Unter der sehr großen Zahl von Teilnehmern der Trauerkundgebung befand sich das gesamte preußische Staatsministerium, ferner für die Reichsregierung Reichsinnenminister Gröner, Reichstagspräsident Löbe, zahlreiche Vertreter hoher Behörden und eine große Anzahl von Reichstags= und Landtagsabgeordneten fast aller teien. Für das Landtagspräsidium hob Vizepräsident Baumhoff die Teilnahme des Hauses hervor, dem Bartels ein leuchtendes Beispiel staatsbürgerlicher und vaterländischer Pflichterfüllung besonders in den sieben Jahren seiner Präsidentschaft gewesen sei. Im Namen der preußischen Staatsregierung widmete Minister Dr. Braun dem Entschlafenen Worte der Ehrung und des Abschieds. Die Feier wurde umrahmt von Vorträgen des Orchesters des Staatlichen Opernhauses. Der Sarg wurde dann in das Krematorium in der Gerichtsstraße übergeführt, wo abends die SPD. durch den Mund ihres Führers Otto Wels sich von Friedrich Bartels verabschiedete. Die sozialdemokratische Landtagsfraktion hatte vor der Kundgebung des Landtages eine Trauersitzung veranstaltet, in der Abg. Leinert den schweren Lebensweg des Verstorbenen gewürdigt und seine Bedeutung für die Partei hervorgehoben hatte. Die einjährige Rüstungspause in Kraft Das Arten im henning Prozen Zuchthausstrafen von sieben und sechs Jahren Raeke noch einmal auf die Waffenbeschlagnahme bei einem Zeugen am letzten Verhandlungstage zu sprechen. Er teilte mit, daß dieser Zeuge, der Nationalsozialist Kramp, sofort aus seiner Partei ausgeschlossen wurde. Kramp wurde noch am Montag im Schnellverfahren zu drei Monaten Gefängnis verurteilt. Erfundene Behauplungen über Unterstützung der usDAp. durch die Reichsbahn Berlin, 16. November. Ein Berliner Montagsblatt entnimmt heute früh einer Leipziger Zeitung scharfe Angriffe gegen die Reichsbahngesellschaft und ihre Leitung, besonders gegen Generaldirektor Dorpmüller. Der Reichsbahn wird in diesen Angriffen verfehlte Tarif= und Verkehrspolitik vorgeworfen und der Vorwurf gemacht, daß sie die Nationalsozialistische Partei mit Millionenbeträgen und durch Gestellung von Sonderzügen unterstützt habe. Von Weise zur Begehung der Tat beeinflußt worden sind. seiten der Reichsbahnhauptverwaltung Fest steht, daß alle drei Angeklagten angetrunten waren, hauptungen als jeder das aber hebt ihre Verantwortlichkeit nicht auf. Jan= A bis Zfreierfun sen gab den ersten Anstoß zu der Tat durch einen hat niemals aus irgend Streit, den er vom Zaune brach, als er sah, den bei den Nationalsozialisten besonders verhaßten Kommunisten André vor sich zu haben. Wegen der außerHamburg, 16. November. Nach achttägiger Verhandlung wurde am Montagnachmittag im Prozeß gegen die Mörder des kommunistischen Bürgerschaftsmitgliedes Ernst Henning vom Hamburger Schwurgericht das Urteil verkündet. Es wurden verurteilt wegen gemeinschaftlichen Totschlages, gemeinschaftlich versuchten Totschlages, gemeinschaftlicher Nötigung und verbotenen Waffenbesitzes Höckmeyer zu sieben Jahren Zuchthaus, Jansen zu sieben Jahren Zuchthaus und Bammel zu sechs Jahren Zuchthaus. Der Staatstanwalt hatte für Höckmeyer zehn, für Jansen neun und für Bammel acht Jahre Zuchthaus beantragt.„..18 beigt„ In der Begründung des Urteis hei#t es:„Das Gericht nimmt als erwiesen an, daß die Angeklagten nur zum Schutze des beauftragten Lauschers Buhr nach Zollenspieker geschickt waren. Es hat sich nicht der geringste Anhaltspunkt dafür ergeben, daß die Angeklagten von der Führung ihrer Partei in irgendeiner Weise zur Begehung der Tat beeinflußt worden sind. Grandi in Amerika * Newyork, 16. November. Der italienische Außenminister Grandi ja i. Newyork gelandet. Er fuhr mit einem bereitstehender Sonderzug sofort nach Washington weiter, wo er Mitternacht MEZ. erwartet wird. Die Besprechungemit den amerikanischen Staatsmännern werden au Dienstag aufgenommen. Außenminister Stimsonz, tonte heute von neuem, daß zwischen den Vereinigten Staaten und Italien keine Differenzen bestehen, daß., doch Hoover, er(Stimson) und Mellon bereit seien, an, Fragen mit Grandi zu erörtern, die dieser anzuschnei, den wünsche. Nach Blättermeldungen wird in Washingtoner Be, gierungskreisen immer wieder betont, daß endgültigErgebnisse von dem Besuch Grandis nicht zu erwarten seien. Die Unterhaltungen würden nicht zu binden. den Abmachungen und Vereinbarungen über die gemeinsame taktische Behandlung der schweben, den weltpolitischen Fragen führen. Die Regierung wolle unter allen Umständen vermeiden, daß der Besuch Grau, dis in Washington etwa als Grundlage für die Schaf. fung einer gegen Frankreich gerichteten italienisch=ameri, kanischen Einheitsfront gedeutet werde. Die Neuregelung des Rollfuhrwesens Berlin, 16. November. Amtlich wird mitgeteilt:„Ueber die Neuregelung des Rollfuhrwesens wurde unter dem Vorsitz des Reichs. verkehrsministers Treviranus zwischen der Deutschen Reichsbahn=Gesellschaft und den Vertretern des Speditions= und Fuhrgewerbes abschließend verhandelt. Es wurde grundsätzliches Einvernehmen über die Bezuschussung von Rollfuhrlei stungen an Abrechnungsgemeinschaften in Orten mit hohen Rollfuhrselbstkosten erzielt.(Die Spediteure und Fuhrhalter werden sich bei größeren Güterabfertigungen zu Abrechnungsgemeinschaften zusammenschließen). Nachdem auch über die Kraftfahrbetätigung der Spediteure. und Fuhrhalter Einverständnis erzielt worden war,“ wurde nach Paraphierung der Richtlinien für Auftragsspediteure die Ausarbeitung der technischen Einzelheiten den Vertragspartnern überlassen. Nähere Mitteilung wird der Minister voraussichtlich am Donnerstag vor dem Verkehrsausschuß machen.“ ordentlichen Schwere der Tat, mußten den Angeklagten mildernde Umstände versagt werden.“ Beginn der Sitzung kam der Verteidiger Dr. ZU wurden die BeGrundtage entbehrend und von den bezeichnet. Die Reichsbahn nat niemats aus irgenbwelchen Geheimfonds, oder sonstwie Unterstützungen an die Nationalsozialisten gezahlt. Die Behauptung über die bevorzugte Gestellung von Sonderzügen ist ebenfalls abwegig. Auf Grund der Eisenbahnverkehrsordnung erhält jeder, der die erforderliche Anzahl von Karten abnimmt, einen Sonderzug gestellt. Wiro nan der Ssiastenoiniin geiost. Der Völkerbundsrat tagt in Paris— Neue Kämpfe am Nonnifluß Paris, 16. November. session des Völkerbundsrates Die außerordentliche# wurde heute nachmittag im Eyrensaal des Außenministeriums am Quai'Orsay durch den französischen Außenminister Briand eröffnet. Der amerikanische Botschafter in London, General Dawes, wohnte der Sitzung als Beobachter bei. Außenminister Briand begrüßte in der Eröffnungsansprache besonders den englischen Staatssekretär für auswärtige Angelegenheiten, Sir John Simon, und Staatssekretär von Bülow. Er gab einen Ueberblick über die Entwicklung des chinesisch=japanischen Konflikts seit der letzten Ratstagung und betonte, daß der Völkerbundsrat weiterhin nach einer unparteiischen Lösuchen wolle. Staatssekretär v. Bülow gab der sung Genf, 16. November. Der Generalsekretär des Völkerbundes, Sir Erie Drummond, hat an sämtliche Völkerbundsmächte sowie an die Nichtmitgliedsstaaten ein offizielles Schreiben gerichtet, daß nach den nunmehr vorliegenden Zusimmungen sämtlicher Regierungen die auf der letzten Völkerbundsversammlung beschlossene Vereinbarung über den einjährigen Rüstungskillstand mit dem 1. November in Kraft getreten ist. Hoffnung Ausdruck, daß die Mitwirkung Deutschlands zur Lösung des Konflikts beitragen möge. Der öffentlichen Eröffnungssitzung folgte sofort eine nichtöffentliche Sitzung. Dienstag vormittag werden Einzelbesprechungen stattfinden.„ Ein Kompromißvorschlag des amerikanischen Borschafters in London, Dawes, anläßlich der Völkerbundsratssitzung in Paris, den Mandschurei=Konflikt dem Haager Gerichtshof zu unterbreiten, ist in Tokio auf eine ablehnende Haltung gestoßen...6 42664. Inzwischen gehen die japanisch=chinenschen Kämpfe am Nonnifluß weiter. Am Montag morgen griffen chinesische Truppen die japanischen Stellungen von zwei Seiten an. Die sich entwickelnden Kämpfe sind noch nicht entschieden. Die Japaner ziehen Verstärkungen heran, die sich auf 10 000 Mann belaufen sollen. Im übrigen hat sich die gestern gemeldete Ausrufung des Prinzen Puyi zum Kaiser der Mandschurei nicht bestätigt. Der Prinz soll Mukden schon wieder verlassen und sich nach Dairen begeben haben. einen formellen Ablehnungsantrag mit der Begründung stellte, ihm sei mitgeteilt worden, daß auch der Vorsitzende der heutigen Kammer, Dr. Orgler, dem Reichsbanner angehöre, wurde die Verhandlung vertagt, um zunächst eine Entscheidung über diesen Ablehnungsantrag herbeiführen zu lassen. Nähihelm an Zechenverband Hagen, 16. November. Der Landesführer des Stahlhelms Westmark, Mahnken, richtete an den Zechenverband ein Schrei4 Disziplinarverfahren gegen Regierungsrat Judririas Berlin, 16. November. Im Reichsinnenministerium wurde heute wiederum im Disziplinarverfahren gegen den nationalsozialistischen Reichstagsabgeordneten Regierungsrat Dr. Fabricius verhandelt. Dr. Fabricius war von der Disziplinarkammer wegen seiner politischen Tätigkeit beim Volksbegehren 1929 zur Dienstentlassung verurteilt worden. Der Reichsdisziplinarhof hatte dieses Urteil aufgehoben und die Sache an die erste Instanz zurückverwiesen. In der heutigen Sitzung, die unter dem Vorsitz des Senatspräsidenten beim Kammergericht, Dr. Orgler, stattfand, forderte der Vertreter von Fabricius, Rechtsanwalt Graf von der Goltz, die Richter auf, selbst mitzuteilen, ob einer von ihnen dem Reichsbanner angehöre. Die Aufhebung des Urteils der ersten Instanz sei erfolgt, weil der Reichsdisziplinar Zugehörigkeit des Vorsitzenden der ersten In Reichsbanner einen Ablehnungsgrund erblickt he Vertreier der Anklage, Oberregierungsrat Dr. Großmann, widersprach dem Ersuchen des Angeklagten. Der Angeklagte sei nicht wegen Beleidigung des Reichsbanners, sondern wegen Beleidigung der Republik angeklagt, und die Republik sei mit dem Reichsbanner nicht identisch. Der Vorsitzende verkündete nach kurzer Beratung, daß die Kammer es ablehne, eine Auskunft über die Zugehörigkeit ihrer Angehörigen zur Reichsbanner=Organisation zu geben. Die Kammer sei vielmehr den Ausführungen des Vertreters der Anklage gefolgt. Als darauf Rechtsanwalt Graf von der Golt ben, in dem es heißt Die Zechen des Ruhrgebietes haben die allgemeine Kündigung mit dem Zweck der Lohnerabsetzung ausgesprochen. Der Landesverband verkennt durchaus nicht, daß sich der Zechenverband in einer Zwangslage befindet, da die zweifellos notwendige Senkung der Selbstkosten nur auf diesem Wege möglich scheint, solange die Herabsetzung der übrigen Belastungen durch das derzeitige außen= und innenpolitische System unmöglich gemacht wird. Aber dieser Weg zur Rettung der Wirtschaft ist hoffnungslos; die Herabdrückung der allgemeinen Lebenshaltung der Nation nur zu dem Zweck der Aufrechterhaltung eines sinnwidrigen Systems der Tribut=, Wirtschafts= und einer dem Arbeitnehmer nicht wirklich helfenden Sozialpolitik ist sinnlos; und eine Politik, die die Befreiung nie bringen kann, rechtfertigt nicht die ungeheuren Opfer, die nur für eine wirkliche Befreiung der Nation Sinn haben können. Deshalb richtet der Landesverband an die Mitglieder des Zechenverbandes den dringenden Appell, den Weg zur Rettung nicht mehr in der bisherigen Richtung zu suchen, die Arbeitnehmer wie Arbeitgeber in gleicher Weise zum Untergang führt, sondern in dem klaren und eindeutigen Kampf um die grundsätzliche Aenderung eines für das gesamte Volk verderblichen Systems.“ Die Rot in Schleswig-Holstein Eine Konferenz in Kiel— Verstärkung der Polizel Berlin, 16. November. Die wirtschaftliche Notlage in der überwiegend landwirtschaftlichen Provinz Schleswig=Holstein hat namentlich infolge der Aufgabe des Goldstandards in den skandinavischen Ländern, des damit eingetretenen weiteren Absinkens der Preise und der dadurch gesteigerten Konkurrenz des Auslandes leider eine weitere Verschärfung erfahren. Wie der amtliche preußische Pressedienst mitteilt, hat der preußische Minister des Innern, um den neuerdings hervorgetretenen Notständen zu steuern und durch geeignete Maßnahmen im Rahmen des Möglichen zu helfen, die beteiligten Reichs= und Staatsressorts sowie die landwirtschaftlichen Berufsorganisationen noch in dieser Woche zu einer Konferenz nach Kiel eingeladen. „Eine verantwortungslose Agitation und radikale Verhetzung“, so schreibt der amtliche preußische Pressedienst, hat leider nicht ohne Erfolg versucht, die Notlage für sich auszunützen und auf die Bevölkerung einzuwirken, im Wege des Zusammenschlusses sich der Erfüllung gesetzlicher Pflichten zu entziehen und behördliche Maßnahmen sogar mit gewalttätigen Mitteln zu verhindern. Die Regierung ist unbeschadet ihrer Hilfsbereitschaft nicht gewillt, sich ein solches Treiben gefallen zu lassen un wird polizei= und strafrechtswidrigem Vorgehen künftig mit aller Energie entgegentreten. Der Minister des Innern hat die polizeilichen Kräfte in der Provinz Schleswig=Holstein zunächst wesentlich verstärkt.“ Unerhörte Heße Straßburgers gegen Danzig Danzig, 16. November. Am Sonntag fand in Danzig die Fahnenweihe des polnischen Reserve=Unteroffizierverbandes unter dem Protektorat des diplomatischen Vertreters Polens in Danzig, Dr. Straßburger, statt. Zahlreiche Verbände aus Polen hatten Abordnungen entsandt. sonders stark vertreten waren Landheer und Kriegkmarine. Der Feier in der polnischen katholischen Kirch in Danzig=Langfuhr folgte eine Kundgebung im Klein hammerpark. Alle Redner beschäftigten sich mit Deutschland. Dr. Straßburger betonte, daß der deutschpolnische Kampf noch nicht zum Abschlu gelangt sei, und daß Danzigs Boden, auf dem? stehe, polnisch gewesen sei und wieder polnisch werden müsse. In ganz besonderem Maße hette dann noch der Redner der„Polnischen Gemeinde“ in Danzig gegen die Freie Stadt. Die Redewendung Straßburgers, daß Danzigs den wieder polnisch werden müsse, ist um so unerhörter, wenn man bedenkt, daß Straßburger der offizielle diple: matische Vertreter Polens in Danzig ist und Weise von dem Staat spricht, bei dem er beEntgegen allen Beteuerungen in Genf hat S vor den polnischen Reserve=Unteroffizieren in solcher zlaubigt ist. straßburger Maske Mieter gegen die Hauszinssteuer Für Mietensenkung h Berlin, 16. November.(Eig. Drahtber.) Der Reichsverband zur Wahrung wirtschaftlicher Mieterrechte e. V. teilt mit:„Von der Ueberzeugung ausgehend, daß vor allem die in weiten Kreisen des deutschen Volkes als ungerecht empfundene Hauszinssteuer eine fühlbare Mietssenkung verhindert, hat jetzt der Reichsverband zur Wahrung wirtschaftlicher Mieterrechte den Kampf gegen die Hauszinssteuer, deren völlige Beseitigung er fordert, aufgenommen. Der Verband tritt dafür ein, daß die angesichts der allgemeinen Einkommensschrumpfung dringend notwendige Mietssenkung möglichst bald erreicht wird, ohne zugleich dem Hausbesitz die Erfüllung seiner Verpflichtungen, besonders die Zahlung der Hypothekenzinsen zu erschweren oder unmöglich zu machen. Um den durch die Abschaffung der Hauszinssteuer der Hand entstehenden Einnahme=Ausfall auszugleichen, wird eine gewisse Steuerumlagerung erstrebt, die den Einzelnen nicht so unausweichlich belastet wie gerade die Hauszinssteuer, deren Ermäßigung bzw. Erlaß bekanntlich nur in Notfällen gewährt wird. Da: mit der Beseitigung der Hauszinssteuer. deren Einziehungs= und Verwaltungskosten wegfallen und vielleicht auch sonst noch hier und dort Ersparnisse zu erzielen wären, würde sich insgesamt eine merkliche Steuer= und Mietensenkung ergeben können. Den gesetzgebenden Körperschaften sollen entsprechende Vorschläge demnächst unterbreitet werden. Parteipolitisch ist der Verband völlig neutral.“ istanz zum—öffentlichen habe. Der vor den polnischen Reserve=Unteroffizieren die fallenlassen und den polnischen Einverleibungswünsche bezüglich Danzigs öffentlich Ausdruck gegeben. Kucze Nachrichten Der Reichspräsident hat dem Bildhauer Professet Hugo Lederer zum 60. und dem Historiker Geheimte Professor Dr. Erich Marcks zum 70. Geburtstag sen herzlichsten Glückwünsche übermittelt. „ 5 Der Schiedsspruch für die Reichsvahn, der Lohnsenkung von 4,5 Prozent vorsieht, wurde Reichsarbeitsminister für verbindlich erklärt. In das Bottroper Polizeigefängnis wurden 2 Oberhausener Stahlhelmer eingeliefert, die in der N der Zeche„Haniel“ eine Geländeübung abgehall hatten. eine vom zwischen Nationalsozialise, schweren Schlägerei, bei In Saarlouis kam es und Kommunisten zu einer zwei Nationalsozialisten schwer verletzt wurden. Der frühere englische Schatzkanzler Snowden(Set wurde durch die Verleihung des Titels Viscoun den Adelsstand erhoben. Snowden, der bei den les Unterhauswahlen nicht kandidierte, wird damit m a Oberhal am glied des englischen Vorchauses. Die Zahl der Arbeitslosen in Italien betrug 0 Davon erhalten 226 000 Ar 31. Oktober 800 000. beitslosenunterstützung. Um die Einfuhr nach der Türkei zu drosseln, die türkische Regierung durch Dekret eine Einst kontingentierung mit sofortiger Wirkung angeordnet hat 4. Bellage zum Anzeiger u. Gen Im Hasten des Einkehr, um sich in den Alltag herausz ir Besinnung auf Leben. Der Mensch nit seinem Gott. E prüfung dienen. 2 ein Tag sein, an de zelne sein Herz erft rechten Wege ist. 2 ten Erkenntnis brit dient. Am Buß= u bisherige Leben am dem ernsten Menst hätte werden sollen rung hätte anvertr der Bußtag die Ge schluß des Lebens, meisten Menschen nachzugehen, weil geheimnisses führe mit dem Gedanken diesem Abschluß lie wortung soll mar Lebens, über das, den hoffte, was de Raum zwischen die lichkeit liegt. Der hilft jedem der Bi kehr abgestimmt i dem Menschen den Bo Was das Statistist Das Wachstun Abnahme der Bev der Stadt Bochum hin um 2247 Pers des Monats noch 3 des Monats. Ins von Bochum verz alleinstehende Per Personen. Zugezog alleinstehende Pers sonen. Die hohe Z sich aus der Berich Ergebnis der Pe 1931. Es sind in stehende Personen zeilich abzumelden Eheschließu Von den Boch nat Oktober 298 dungen waren 12 414 Kinder und Zehn totgeborene men für den Mon ren 37 uneheliche liche Kinder wurk Im Berichtsmon Säuglinge, von Geburtenüb noch recht günsti Krebskrankheiten ein. Weiter folgt Lebensschwäche m Unfälle mit 19,1 zündung mit 13 vor. Nach dem A Sterblichkeit die Es folgten die 4 linge mit 46, die 20jährigen mit A Im Monat bäude mit 100 dem Bau von 1 Wohnungen wur mit 54(60) Wi teilt. Die Einla 2095 418 RM. bestand betrug a Die Arbeits schlechtert. Die 4 des Arbeitsamte offener Fürsorge nat Oktober 16 genüber 15 244 An det: Dir 4, Ruhr Kinderlä Fälle. D verpflegt über 17 deanst 14 895 bäder u andi is, bereitstehenden wo er Besprechungen werden an timson de. n Vereinigten stehen, daß reit seien, alle er anzuschneihingtoner Reaß endgültige t zu erwarten zu bindenbarungen der schwebengierung wolle Besuch Granür die Schaflienisch=ameririvesens November. Neuregelung itz des Reichssen der DeutVertretern des nd verhandelt. ernehmen llfuhrlei in Orten mit pediteure und rabfertigungen ließen), Nacher Spediteure. worden war, für Auftragsn Einzelheiten #e Mitteilung onnerstag vor olstein g der Polizel November. ewiegend landn hat nament's in den skantenen weiteren teigerten KonVerschärfung ressedienst mitinern, um den su steuern und des Möglichen Staatsressorts nisationen noch diel eingeladen. radikale Verhe Pressedienst, e Notlage für g einzuwirken, der Erfülentziehen gewalttätigen ist unbeschadet t. sich ein lassen un rgehen künftig inister des Inrovinz Schlesurgers 4. Bellage zum Bochumer Anzeiger u. Gen. Anzeiger Nr. 270 38. Jahrgang Dienstag, 17. November 1931 kirche en jauer Professor ziker Geheimrat eburtstag seine ahn, der eine t, wurde vom klärt. wurden 21 ie in der Ase ung abgehalee lien betrug an 226 000 ür zu drosseln, bei eine Einfuhangeardnet. Baglagsstimmung Im Hasten des Lebens braucht man Stunden der Einkehr, um sich innerlich zu sammeln, um sich über den Alltag herauszuheben, Stunden der Sammlung, x Besinnung auf das Wertvolle im menschlichen geben. Der Mensch sucht und braucht die Verbindung nit seinem Gott. Solche Augenblicke sollen der Selbstprüfung dienen. Der Landes=Buß= und Bettag soll Tag sein, an denk ein ganzes Volk und jeder einzelne sein Herz erforschen, prüfen soll, ob es auf dem rechten Wege ist. Dieser ernste Tag soll uns zur rechten Erkenntnis bringen dessen, was zu unserem Heile dient. Am Buß= und Bettag zieht gleichsam das ganze bisherige Leben am geistigen Auge vorüber. Es kommt dem ernsten Menschen zum Bewußtsein, was anders hätte werden sollen, wo man sich einer weiseren Fühhätte anvertrauen sollen. Auch vorwärts richtet der Bußtag die Gedanken auf das Ende. Auf den Abschluß des Lebens, den Augenblick des Todes. Die meisten Menschen hüten sich ängstlich, solchen Gedanken nachzugehen, weil sie in das Tunkel des Ewigkeitsgeheimnisses führen. Und doch soll sich der Mensch mit dem Gedanken des Todes, mit dem was hinter diesem Abschluß liegt, vertraut machen. Selbstverantwortung soll man sich geben über den Ablauf des Lebens, über das, was der einzelne im Leben zu finden hoffte, was daraus wurde und welch ein weiter Raum zwischen diesen Wunschträumen und der Wirklichkeit liegt. Derartige Gedanken leichter zu finden, hilft jedem der Buß= und Bettag, da er auf die Einkehr abgestimmt ist und in seinem äußeren Gepräge dem Menschen den Weg nach Innen zeigen soll. wr. Bochum in Zahlen Was das Statistische Amt im Monat Oktober erzählt Das Wachstum der Industriegrghstchtegn Sichesieriuntiga!., in Bochum Ablehnung durch die Orchestermitglieder— Eingreifen der Regierung? gebiets, die ihre Orchester gekündigt haben, hat sich, wie der hanzen Angelegenheit übertragen haben, so steht also wir bereits mitteilten, nun auch die Stadt Pochurz an= nichts im Wege, mit dieser Organisation zu verhandeln. geschlossen. Die Städte Duisburg, Dusseldorf, B=]Gum Hymha ist van keinem Orchester ein Mandat zu chum, Essen, Krefeld, Dortmund und Wuppertat haben an ihre Orchestermusiker in Auswirkung der bereits in Nr. 268 des„B..“ mitgeteilten Essener Beschlüsse am Sonntag ein gliechlautendes Schreiben gerichtet, in dem die Beibehaltung des Anspruchs auf Ruhegehalt bei den Orchestermitgliedern, denen bisher nur aus einem wichtigen Grunde gekundigt werden konnte, und Gewährung von Umzugskosten bei Eintritt in das Ruhrorchester unter Garantierung der bestehenden Versorgungsansprüche bestätigt wird. Es wird aber ausdrücklich erklärt, daß über eine Aendederung dieser Bedingungen nicht mehr verhandelt werden kann. Sollte der neue Vertrag bis Sonntag, November, mittags 12 Uhr, nicht unterzeichnet Dem Romba ist von reinem Orchester ein Mandat zu Verhandlungen, die über den 26. 10. 31 hinaus noch gepflogen worden sind oder noch stattfinden sollten, übertragen worden und sind die Zugeständnissg des Kombavertreters, erwähnt in dem Schreiben des NWo. vom 12. November d. J. an die Herren Oberburgermeister, hinfällig. Kang#. Deutscher Musiker=Verband, Bezirksleitung West. G. Klug. Abnahme der Bevölkerung. Die Einwo der Stadt Bochum ist im Monat Oktober 1931 weiterhin um 2247 Personen zurückgegangen und betrug Ende des Monats noch 319 146 gegenuber 321 393 zu Beginn des Monats. Insgesamt sind im Monat Oktober 1931 Bochum verzogen 4533 Personen, darunter sein, so würden die betreffenden Orchestermitglieder fristlos entlassen und ihnen die Papiere zugestellt. Es wird noch betont, daß die finanzielle Lage zu dieser Entscheidung zwinge und nur auf der Grundlage des neuen Vertrages könnten die Städte versuchen, unter den jetzigen trostlosen wirtschaftlichen Verhältnissen die Orchester wenigstens in eingeschränktem Maße durchzuhalten. Die Musiker lehnen ab Zu dem Kündigungsschreiben der Städte teilt uns die Organisation der Orchestermusiker, der Deutsche Musikerverband, Ortsgruppe Bochum, mit: Zu der erfolgten Kündigung des Städtischen Orchesters Bochum begründen die Orchestermitglieder in nachfolgender Weise ihren vollständig einheitlichen Standpunkt, der darin besteht, daß sie die ausgesprochene Kündigung nicht anerkennen und demzufolge sich weigern, einen neuen Vertrag abzuschließen. Der bestehende Vertrag ist nach s 626 des nur aus einem wichtigen Grunde zu kündigen, der nach der Ansicht namhafter Juristen und nach den bisherigen gerichtlichen Entscheidungen nur in der Person liegen kann. Abweichende Gerichtsurteile, wie z. B. das des Reichsgerichts in Sachen Osnabrück, basieren auf einer gänzlich anderen Rechtsgrundlage. Bochumer Stadtverwaltu von Bochum gerzogen 4533 Ve,.wiien mit 465 alleinstehende Personen und 145 Familien mit 405 Personen. Zugezogen sind 2134 Personen, alleinstehende Personen und sonen. Die hohe Zahl der fortgezogenen Personen erklärt sich aus der Berichtigung der Bevölkerungszahl nach dem Ergebnis der Personenstandsaufnahme vom 10. 10. 1931. Es sind in den früheren Monaten viele alleinstehende Personen von Bochum verzogen, ohne sich polizeilich abzumelden. Eheschließungen. Geburten, Sterbefälle Von den Bochumer Standesämtern wurden im Monat Oktober 298 Eheschließungen beurkundet; Ehescheidungen waren 12 zu verzeichnen. Lebendgeboren wurden 414 Kinder und zwar 228 Knaben und 186 Mädchen. Zehn totgeborene Kinder hinzugerechnet, ergibt zusammen für den Monat Oktober 424 Geborene, hiervon waren 37 unehelicher Geburt. 17 eheliche und 19 uneheliche Kinder wurden von ortsfremden Müttern geboren. Im Berichtsmonat starben 262 Personen, darunter 46 Säuglinge, von denen 6 unehelich geboren waren. Der Geburtenüberschuß ist in Bochum also immer noch recht günstig. Unter den Todesursachen nahmen Krebskrankheiten mit 30 Fällen wieder die erste Stelle ein. Weiter folgten Lungentuberkulose und angeborene Lebensschwäche mit je 27, die Herzkrankheiten mit 19, Unfälle mit 19, Altersschwäche mit 18 und Lungenentzündung mit 13 Fällen. In 8 Fällen lag Selbstmord vor. Nach dem Alter hatten den größten Anteil an der Sterblichkeit die über 60 Jahre alten Personen mit 94. Es folgten die 40- bis 60jährigen mit 61, die Säuglinge mit 46, die 20= bis 40jährigen mit 42, die 5= bis 20jährigen mit 13 und die 1= bis 5jährigen mit 6. Auswirkungen der Krise Im Monat Oktober wurden 19(26).e,h.n.; bäude mit 100(137) Wohnungen fertiggesteur. Mit dem Bau von 14(29) Wohngebäuden mit 60(171) Wohnungen wurde begonnen. Für 9(11) Wohngebäude mit 54(60) Wohnungen wurde die Bauerlaubnis erteilt. Die Einlagen bei der Sparkasse haben um 2095 418 RM. abgenommen. Der gesamte Einlagenbestand betrug am Ende des Monats 46 855 954 RM. Die Arbeitsmarktlage hat sich wieder verschlechtert. Die Zahl der Hauptunterstützungsempfänger des Arbeitsamtes stieg von 14637 auf 15015. In offener Fürsorge des Wohlfahrtsamtes standen im Monat Oktober 16 671 Hauptunterstützungsempfänger gegenüber 15 244 im Monat September 1931. Scharlach und Diphtherie An Infektionskrankheiten wurden polizeilich gemeldet: Diphtherie 114, Scharlach 56, Unterleibsthyphus 4, Ruhr 5, Kindbettfieber 8, Genickstarre 3, Spinale Kinderlähmung 3 und Tuberkulose(Todesfälle) 22 Fälle. Die Zahl der in den Bochumer Krankenanstalten verpflegten Kranken betrug Ende Oktober 1796 gegenüber 1780 Ende September. In den städtischen Badeanstalten wurden im September verabfolgt 14 895 Schwimmbäder, 2 382 Wannenbäder, 611 Heildäder und 6 882 Brausebäder. Die Sochumet, Stuzzverwaltung glauht nun, auf Grund der preußischen Notverordnung(4. Teil, Kap. 1, § 1,1) den Orchestermitgliedern restlos kündigen zu können, um neben den Gehaltsherabsetzungen neue, und zwar bedeutend ungünstigere Verträge einzuführen. Die 4068 Orchestermitglieder wenden sich mit Nachdruck gegen diese willkürliche Auslegung und Handhabung der Notverordnung, denn in demselben Paragraphen heißt es weiter, daß mit einer 14tägigen Frist gekündigt werden kann, soweit bei den Personalausgaben vertragliche Vereinbarungen der Durchführung von Svarmaßnahmen entgegenstehen:(Also nicht um Anstellungsverhäurnisse Indem selbstverständlich auch die Orchestermusiker im Rahmen des Erträglichen zu jedem Opfer bereit sind, vertreten sie des weiteren die Ansicht, daß die bestehenden Verträge durch Modifizierungen sehr wohl den erforderlichen Zeitverhältnissen wie auch der sogenannten Planwirtschaft angepaßt oder ergänzt werden können, allerdings auf dem Verhandlungswege mit der Organi=ser sation der Orchestermusiker, dem Deutschen=Musiker=Verband. Die Bereitwilligkeit der Musiker wie auch ihrer:: Organisation ist des öfteren den Stadtverwaltungen gegenüber ausgesprochen worden. Professor Reichwein schließt sich an Das an die Herren Oberbürgermeister der rheinischwestfälischen Städte gerichtete Schreiben der Herren Abendroth. Fiedler usw.(Mitgeteilt in Nr. 269 des B..“. Red.) ist mir nicht zur Unterschrift vorgelegt worden, da die Verfasser glaubten, daß das Bochumer Orchester von der Kundigung nicht betroffen wird. Dieses trifft jedoch nicht zu, und ich erkläre daher, daß ich dem Inhalte des genannten Schreibens durchaus zuPochum, den 16. November 1931. Gez. Leopold Reichwein. Eingreifen der Regierung? Aus Kreisen der Musikerverbände verlautet, daß die Preußische Regierung beabsichtige, durch Erlaß eingehender Ausführungsbestimmungen zur letzten Notverordnung die Neuregelung des Orchesterwesens im Ruhrrevier nach bestimmten von ihr aufzustellenden Gesichtspunkten vornehmen zu lassen. Die Regierung sei nicht willens, an den Grundrechten der Orchestermitglieder irgendwie rütteln zu lassen. Für einzelne Städte des Ruhrgebietes sowie für Köln und Frankfurt wolle die Staatsregierung sogar das Berliner Vertragsniveau verbindlich machen. Von den Orchestermitgliedern werde natürlich erwartet, daß von ihrer Seite keine Widerstände gegen die Durchführung von Zusammenschlüssen einzelner Spielkörper geltend gemacht werden würden. Hierher gehöre beispielsweise das Einverständnis zur Aenderung der Bestimmungen über Versetzungen und Aushilfstarif. Absicht der Regierung sei bei Erlaß der Notverordnung bezüglich der Gehaltsherabsetzungen in erster Linie einmal gewesen, die Voraussetzungen dafür zu schaffen, die Gagen der Prominenten wesentlich zu kürzen, nicht aber die Gehälter der Musiker. Der Standpunkt der Musiker und ihrer Organisationen findet in Berliner Regierungskreisen durchaus Anerkennung. Die Meinung der Stadtverwaltungen Dieser Auslassung steht die Auffassung der beteiligten Städte gegenüber. In Duisburg hat man den Musikern erklärt, daß man für den Fall, daß es nicht zu einer Einigung komme, sich gezwungen sehen würde, Orchester= und Theaterbetrieb, soweit er sich auf Oper bzw. Operette erstrecke, mit Wirkung ab sofort einzustellen, also nur das Schauspiel aufrechtzuVon Interesse ist in diesem Zusammenhang Zu den„Carolus=Büchern“ kann dieser Zeuge sich natürlich gar nicht äußern. Ueber die Protokolle selbst sagt er aus, daß diese in der Regel bald nach der Sitzung von Busch in die Maschine diktiert und von ihm,(dem Zeugen), später in das Reinheft eingeschrieben worden seien. Er will aber auf erneutes Befragen die Möglichkeit nicht ausschließen, daß am Anfang des Jahres 1923 die erstendrei Niederschriften zusammen eingetragen worden seien. Ob sie vielleicht in dem alten Protokollbuch vom Jahre 1922 bereits gestanden haben und ob man für 1923 ein besonderes Heft anlegte, um die Ereignisse jahrweise beisammen zu haben, dessen erinnere er sich nicht. Meist sei jedoch von Sitzung zu Sitzung die Reinschrift erfolgt; denn in der einen Sitzung würde doch die Niederschrift der vorigen Sitzung verlesen. Wie es im einzelnen wirklich war, könne er nach acht Jahren heute unmöglich mehr sagen. Dem Gericht liegen nun sowohl die eingeschriebenen Protokolle sowie Entwürfe aus der Maschine vor die in Kleinigkeiten nicht übereinstimmen. Diese Unstimmigkeiten erklären sich jedoch daraus, daß Busch mehrfach vom Schreibmaschinenentwurf noch einmal ins Protokollbuch diktiert hätte, und dabei einige Aenderungen der ersten Entwürfe vornahm. Jedenfalls will Giebeler selbst aus eigener Machtvollkommenheit keine solche Aenderungen vorgenommen haben. Die Protokollführung bei der Malereinkaufsgenossenschaft erscheint demnach mindestens als eine ganz unnötig umständliche Sache. Das Gericht fühlt sich verpflichtet, der Protokollherstellung sehr genau nachzugehen. Es sollen daher das Protokollbuch der Malergenossenschaft aus 1922 und Prozeßakten zum Fall Busch usw. als Material für das Gericht, die Anklagebehörde und die Verteidigung herangezogen werden. Ferner soll eine telegraphische Anfrage an den Kommerzienrat Braunbart in Breslau gerichtet werden, wann die Carolus=Hefte“ frühestens im Handel gewesen sein könnten. Braunbart ist der Fabriknachfolger der Firma Carolus. Auch die kommissarische Vernehmung des Bruders des Angeklagten in Recklinghausen sei unterdes durchauführep..,. Murb. Haber absehraochen aud fall Die Verhandlung wurde daher abgebrochen und soll am Donnerstag fortgesetzt werden. Von der Bezirksleitung West geht uns noch folgendes Schreiben zu: Zu der Kündigung sämtlicher städtischen Orchester innerhalb des Rheinisch=Westfälischen Industriegebietes erklären sämtliche Orchester nochmals, daß nach den Ausführungen der einzelnen Städtevertreter gar kein Grund zum Abschluß neuer Verträge vorliegt. Die in Essen versammelten Orchestervertreter lehnen den Abschluß neuer Vertrage ab. Sollen die Vertrage zum Zweck der Einführung einer Planwirtschaft biegsamer gestaltet werden, so ist dies im Rahmen der bisherigen Verträge absolut möglich. innerhalb der Staotverwallung vorfbiglich schon jetzt Besprechungen unter Zuziehung der Fraktionsfuhrer über den Haushaltsplan des kommenden Jahres geführt werden. Es sei so, daß die Stadt nur die allernotwendigsten Aufwendungen vorsehen könne, die durch das Gesetz vorgeschrieben seien. Alles andere müsse unter den Tisch fallen. Die Städte sind der Ansicht, daß die Musiker gut daran tun würden, die neuen Verträge bis zum 22. November zu unterschreiben. Daß eine ganz wesentliche Herabminderung der städtischen Kunst=Etats unter allen Umständen erfolgen müsse, sei nicht Sache des mehr oder weniger guten oder bösen Willens der Beteiligten, sondern eine sich zwangsläufig aus der Entwicklung der Wirtschaftskrise heraus ergebende Tatsache. Beleidigung durch die Presse Die Strafkammer hob ein Urteil auf, durch das ein Schriftleiter der„Roten Erde“ Dr. Pfafferath, wegen Beleidigung des früheren Reichsfinanzministers Hilferding zu 6 Wochen Gefängnis verurteilt worden war. Die Beleidigung war in einem Aufsatz enthalten, den viele nationalsozialistische Blätter aus dem ParteiPressedienst entnommen hatten. Hilferding sollte aus dem Reemtsmakonzern„Zuwendungen“ erhalten haben. Der Angeklagte gab zu, unterdes sich davon überzeugt zu haben, daß die Vorwürfe nicht zuträfen, und gab eine Ehrenerklärung für den Minister ab. Während der Staatsanwalt 8 Wochen beantragte, ließ es das Gericht mit 200 Reichsmark Geldbuße bewenden. Diebische Zigeunerin eine Meldung aus Essen, die davon spricht, daß Als diebische Elster betätigte sich eine Zigeunerin “ der Stadtvermaltung vorsorglich schon jetzt W von hier, Sie hatte wegen Diebstahls vom SchöffenT. von hier. Sie hatte wegen Diebstahls vom Schöff gericht eine Gefängnisstrafe erhalten und socht das Urteil an. Die Frau hausierte von Haus zu Haus und stahl auf diesen Wegen einer Frau ein Kleid vom Ständer. Da die Diebin bereits mehrfach vorbestraft war, hatte das Gericht für den neuen Fall kein Verständnis mehr und erhöhte die Strafe auf Antrag des Staatsanwalts auf einen Monat. Vertagt bis Donnerstag Die Verwialrlungen in Zun Ein anonymer Brief an das Gericht— Zeuge Busch bittet um Schutz gegen die Verteidigung— Die Herkunft der Protokollkladden— Weitere Nachforschungen erforderlich „wenn" zum„dann“) geKundgebung für allgemeine Abrüstung. Im Jahre 1932 ist die Internationale Abrüstungskonferenz. Der Deutsche Reichskriegerbund Kyffhäuser hat hierzu öfkntliche Kundgebungen angeordnet, die im ganzen Leutschen Reiche stattfinden müssen. Für Bochum in diese Kundgebung auf den 12. Dezember in den sroßen Saal des Schutzenhofes verlegt. x Kriegergedächtnisfeier in der Klosterkirche. Am Sonntag abend fand in der Klosterkirche eine Kriegsgefallenenfeier statt, die die Männer=Erzbruderschaft der heiuigen Familie alljährlich im November zu Ehren ihrer befallenen Mitglieder veranstaltet. Das geräumige Got„haus war von Männern bis auf den letzten Platz be.“. Das Chor war in sinnvoller Weise mit den Farden der Trauer hergerichtet worden. Nach kurzen EinErzbraßsehsten hielt Pater Borchard als Leiter der greit#### schaft die Armenseelenpredigt. Er gab ein erKeifendes Bild von den stillen Helden der Pflicht, die Ergebenheit Not und Entbehrung des Krieges getraden hätten und zuletzt ihre Liebe zu Volk und Vaterland mit dem Tode besiegelt hätten. Diesen Helden nachzuKlern gelte es auch heute im schweren Kamp des Lebens. Lieser Helden dürfe ein Volk nicht vergessen. Zu einem duten Gedenken gehöre aber in erster Linie das fürbitzende Gebet für die Abgeschiedenen. Mit Ergriffenheit „schten die Männer den ernsten Worten. Der AlfonUschor hatte sich in den Dienst der Sache gestellt und Eug mehrere Trauerweisen vor. Mit Gebet und Segen oß die eindrucksvolle Feierstunde. Die Verhandlung im Prozeß Ostwald wurde am Montag früh fortgesetzt. Die ganze Aufmerksamkeit war begreiflicherweise gerichtet auf die Nachforschungen wegen der Herstellung von Kladden, in welche die Protokolle des Jahres 1923 eingetragen sind. Es waren bei verschiedenen Bochumer Geschäften Nachfragen gehalten worden, ob die„Carolus=Hefte“ mit Wachsleinwandband bereits Anfang 1923 im Handel waren. Eine bestimmte Feststellung über den Zeitpunkt erschien jedoch am Samstag noch schwer möglich, und die Zeugenvernehmung am Montag brachte auch nicht Es hat jedoch bis jetzt den Anschein, als ob vor und nach der Meißener Tagung des Reichsbundes der deutschen Papierwarenhändler diese„Carolus=Hefte“ bereits als Markenartikel im Handel gewesen seien, obgleich sie offiziell noch nicht freigegeben worden waren. Wo sind die 100 Millionen Reichsmark für die Schuhmacher? Beim Gericht ist ein Brief ohne Namensunterschrift eingegangen, in welchem gefragt wird, wo eigentlich die 100 Millionen Reichsmark Kredithilfe für die Schuhmacher geblieben seien. Der Angeklagte solle sich einmal darüber äußern. Der Angeklagte Ostwald erklärte, es brauche ja doch nur bei der Handelskammer nachgefragt zu werden. Dort würde man erfahren, daß es einen Kredit der Hilfskasse für die Schuhmacher überhaupt garnicht gegeben Pove Ln Grief P 29 2 Das Gericht verwirft den Brief, va es auf anonyme Zuschriften nicht eingehen wolle. Der Zeuge Busch gab bei Beginn der weiteren Zeugenvernehmung folgende Erklärung ab: In der Verhandlung am Freitag sei er von der Verteidigung des Meineids verdächtigt worden. Die Begründung dieser Anschuldigung sei so romanhaft gewesen, daß eine Verteidigung, die auf Ermittelung der Wahrheit, nicht auf moralische Mißhandlung und Einschüchterung der Zeugen abzielt, keinesfalls so leichtfertig schutzlose Zeugen in öffentlicher Verhandlung eines schweren Verbrechens bezichtigen dürfe. Er bitte das Gericht, ihn bei der Ausübung seiner Zeugenpflicht vor weiteren schimpflichen Verdächtigungen seitens der Verteidigung zu schützen. Das Gericht erklärt, daß es sich selbstverständlich den Schutz der Zeugen angelegen sein lassen werde. Eine Beschuldigung des Meineids liege jedoch bisher nicht vor. Es sei im Verhältnis von der Voraussetzung zur Behauptung(vom sprochen worden. Zu der Verhandlung am Montag morgen war u. a. auch der Zeuge Giebeler geladen, der am Freitag abend nicht mehr erreichbar war. Er ist derjenige Mann, der die Protosollhefte der Malereinkaufsgenossenschaft geführt hat. Auf die Frage des Vorsitzenden an den Zeugen Busch, ob er über diese ganze Sache bereits mit dem Zeugen Giebeler gesprochen habe, verneint zunächst der Zeuge. Er habe ihn nur befragt über den Ersatz von Flaschen, die noch in Giebelers Händen sich befänden aus einem Geschäft, das er(Zeuge Busch) einst in Bochum besaß. Es ergibt sich aber aus der Befragung des Zeugen Giebeler, daß Busch schon am Samstag ihn im Hause besucht habe und daß sie selbstverständlich auch von den Protokollen gesprochen hätten. Der Vorsitzende wäscht nunmehr im Kreuzverhör dem Zeugen Busch gehörig den Kopf, warum er derartig mit der Wahrheit zurückhalte, die Rücksprache mit Giebeler verschweigen wolle, obgleich doch gar nichts natürlicher sei, als daß sie davon sprechen würden. Zeuge Busch erwidert, daß er die Frage des Vorsitzenden zuerst nur so verstanden habe, ob er draußen auf dem Flur jetzt eben vor der Verhandlung mit Giebeler über die Sache gesprochen habe; das sei nicht geschehen. Der Vorsitzende macht ihm klar, daß eine so thörichte Befragung doch gar keinen Zweck habe. Der Zeuge sei intelligent genug, um zu wissen, worauf es bei der Frage zumeist ankam. Ein solches Verhalten machte in der Tat keinen guten Eindruck. Der Zeuge Giebeler bestätigt zunächst, daß Busch mit ihm über die aus dem früheren Geschäfte noch rückständigen Flaschen gesprochen habe, die einen Wert von 10 bis 12 Reichsmark ausmachten. Im übrigen habe er das alles worum es sich handele, am Samstag morgen im„Bochumer Anzeiger“ gelesen. Unterrichtet von der Sache sei er durch die Polizei bereits da man doch am Samstagabend nach ihm gesucht habe. Im übrigen sei jedoch bemerkt, daß weder der Verdacht noch auch der Anschein dafür ausgesprochen wurde, als ob Busch etwa versucht habe, den Zeugen in seiner Aussage zu beeinflussen. 30 Jahre„Mausefalle“ am Hauptbahnhof Man kann sich heute nur schwer vorstellen, daß noch vor dreißig Jahren der Straßenverkehr der Hattinger Straße(früher Bahnhofstraße) beim Hauptbahnhof nur durch Schranken gesichert war und vor der Eisenhütte „Westfalia“ sich noch ein Kornfeld ausdehnen konnte. Erst als der Bau einer Straßenbahnlinie nach Weitmar ins Auge gefaßt wurde, nahm der Plan des Baues einer Unterfuhrung greifbare Gestalt an. Schon damals wurden Stimmen laut, die sich für eine breitere Unterführung einsetzten. Man ließ es aber bei der Errichtung der Unterführung in einer Breite oder vielmehr Schmalheit, für die die Bezeichnung„Mausefalle" nur zu bald paßte. Kurz nach Beendigung des Krieges wurde ein Erbreiterungsplan der Unterführung mit einem Straßendurchbruch im Zuge der Kronenstraße—Jägerstraße—Westfalenplatz ins Auge gefaßt. Das Haus, das dann an der Kronenstraße weichen mußte, ist schon seit einigen Jahren im städtischen Besitz. Bei dem Plan ist es jedoch infolge mangelnder Geldmittel bis heute geblieben, und die Bochumer werden sich voraussichtlich noch Jahre über die„Mausefalle" ärgern können. n Grundsteinlegung der neuen Christkönigskirche Zur großen Freude der Katholiken der neuzugründenden Christkönigsgemeinde, die später aus den Grenzteilen der Propstei=, Meinolphus= und Liebfrauenpfarrei gebildet wird, geht am morgigen Mittwoch(Buß= und Bettag) der erste Akt des neuen Kirchbauwerkes in Erfüllung: die feierliche Grundsteinlegung des neuen Gotteshauses. Eine besondere Note erhält der festliche Akt dadurch, daß Erzbischof Dr. Klein selbst die Zeremonien der Grundsteinlegung vornehmen wird. Der Kirchenchor der Propsteipfarrei und das Kolpingsorchester werden die Feier verschönen. Die Katholiken der neuen Gemeinde werden ihrer Freude durch Ausschmücken der Häuser sichtbaren Ausdruck verleihen. Die Tätigkeit der Berufswehr. Die Berufswehr wurde im Monat Oktober dreizehnmal alarmiert, darunter waren ein Großfeuer, fünf Kleinfeuer, vier blinde und drei böswillige Alarme. Jngegeevungenfung,, im Ernstewirrigagener Jl# tag hieß, das Thema: Givl es Wunder und„Was ist Jugendevangelisation im Ernst=Moritz=Arndt=Haus. n der Jugendevangelisation wurde am Mittwoch das hema:„Heiliges Erschrecken" behandelt, Am Donners1g hieß das Thema,###### es Wunder und„Was ist das großte Wunder". Die Redner, Evangelist A. Etschel und Diakon Krämer, brachten mehrere Beispiele und Erlebnisse, in denen man unbedingt Wunder sehen mußte. Das größte Wunder sahen sie darin, wenn ein Mensch durch Gottes Geist zur Sünden= und Gotteserkenntnis geführt wird. Im Freitags=Thema:„Eine falsche Lebensanschauung und ihre Folgen“ wurde das Leben derjenigen Menschen veranschaulicht, deren Interessen nur auf dem irdischen und materiellen Gebiete liegen. In dem Vortrage:„Geheime Mächte", der am Samstag abend gehalten wurde, befaßten sich die Redner mit dem Gebiete des Wahrsagens, des Spiritismus und ähnlichen Dingen. Sie warnten die Jugend eindringlich davor, sich mit derartigen Angelegenheiten zu beschäftigen. Am Sonntag nachmittag fand ein Sittlichkeitsvortrag für junge Mädchen und am Abend ein allgemeiner Vortrag mit dem Thema:„Wahre Freiheit“ statt. Das Thema für heute abend lautet:„Eine unvergeßliche Stunde" und für Mittwoch(Buß= und Bettag); „Der Preis meiner Seele“. Der Eintritt ist frei. 40 Jahre Evangelischer Arbeiterverein Bochum=Marmelshagen Der Evangelische Arbeiterverein Bochum=Marmelshagen, der in diesen Tagen auf sein 40jähriges Bestehen zurückblicken konnte, beging sein Jubiläum am Sonntag im Vereinslokal Zander mit einer schlichten Strümpfe, schwarze Feier. Der Jubelfeier ging im Festlokal ein Festgottesdienst voraus, an dem auch die Brudervereine von Hofstede und Riemke teilnahmen. Pastor Wortmann(Dortmund) predigte über das Thema: „Fest am Glauben.“ Zu der nachfolgenden Jubelfeier hatten sich zahlreiche Gäste eingefunden. Mit dem gemeinsam gesungenen Choral„Ein feste Burg ist unser Got“ wurde die Feierstunde eingeleitet. kapelle des Evangelischen Jungmännervereins erfreute die Gästeschar mit ausgewählten Musitdarbietungen. Die Begrüßungsansprache hielt der erste Vorsitzende, Braumann, der allen mit ihren Kräften zum Gelingen der Feier beitragenden Vereinen herzlichst dankte und den Ehrengästen, Pfarrer Pitsch, Mügge, Wortmann und Generalsekretär Martin einen besonderen Willkommengruß entbot. Der Kirchenchor brachte unter seinem Leiter W. Rosenbach u. a. die Lieder„Lobe den Herrn“ von Schreck,„Bis hierher hat der Herr geholfen“ von Stein und„Wer nur den liekurze Hose, weißes Hemd, schwarze Strümpfe, schwarze Schnurschuhe. Sachdienliche Angaben über den Verbleib des Vermißten nehmen samtliche Polizei= und Landjägereidienststellen entgegen. Schwerer Junge aus Bochum gibt in Hervest=Dorsten ein mehrtägiges Gastspiel. Am Mittwoch abend war der Lagerhalter eines am Bahnhof Hervest=Dorsten gelegenen Warenlagers von einem Unbekannten überfallen, niedergeschlagen und seiner Geldbörse beraubt worden, die allerdings nur den Betrag von 1,55 Mark enthielt. In der Nacht zum Freitag wurde dann bei einem Schuhmachermeister in der Dorstener Straße in Hervest ein Einbruch verübt, und als ein benachrichtigter Kriminalbeamter sich zum Tatort begab, begeg“ nete ihm unterwegs auf der Haltener Straße ein UnStreich“ bekannter, auf den die Personalbeschreibung des Räu= Deutschen bers, der den Lagerhalter überfallen hatte, zu vassen schien. Der Beamte nahm ihn daher fest und brachte ihn zur Wache, wo man bei ihm eine Zange fand, deren Schlagseite genau in die beiden Kopfwunden des Ueberfallenen paßte. Es handelt sich um einen vielfach vorbestraften schweren Jungen aus Bochum. Sein Begleiter, in dem man einen Komplicen des Festgenommenen aus Gelsenkirchen vermutet, flüchtete. m Schöne Erfolge Bochumer Oseezigessgen erziten Sonntag erbrachen Diebe den Stall eines der Josefinenstraße und entwendeten vier Nacht zum Hauses an Sühner.„ 4— g. M Maul= und Klauenseuche. Unter dem Mindviehbestande des Viehhändlers Julius Sternberg in Bochum, Dorstener Straße 8, ist die Maul= und Klauenseuche ausgebrochen. Sperrbezirk: Herner, Agnes=, Wieland= und Freiligrathstraße. Preisausschreiben. Ein Preisausschreiben enthält Leute und verpaßt keine Gelegenheit, den Witz darspringen zu lassen, wo er unbedingt wirken muß. Das vergnügte Haus ließ sich begeistert mitreißen. Filmschau Odeon=Lichtspiele. Wie zu erwarten war, fand die Aufführung der unübertrefflichen lustigen Tonfilm= stellen, sind bei 20 Bildern keine Löfungen angegeben. Diese soll der Leser finden und dem Verband der ben Gott läßt walten“ von Neumark klangschön zu Gehör. Nach einem von Fräulein Elias vorgetragenen Gedicht nahm Pastor Pitsch mit einer herzlichen Ansprache die Ehrung der Jubilare vor. Die zehn Mitbegründer des Vereins, V. Jäger, H. Jollenbeck, Joh. Pippert, H. Drewes, I. Müller, L. Knollmann, W. Schminke, Aug. Stumpe, Casp. Gebauer und H. Achilles erhielten die vergoldete Ehrennadel als äußere Anerkennung für die dem Verein erwiesene Treue überreicht.„ Die Festrede wurde von Generalsekretar Martin (Witten) gehalten, der mit eindringlichen Worten die Notwendigkeit, des Zusammenhaltens evangelischer Männer im Glauben unterstrich. Nach weiteren Gesangs= und Musikdarbietungen folgten flotte turnerische Aufführungen des Evangelischen Jungmännerkreises. In seiner Schlußansprache ermahnte Vorsitzender Braumann die Mitglieder des Jungmännerkreises, der Glaubenssache treu zu bleiben und nach dem Ausscheiden aus dem Jungmännerkreis sich im Evangelischen Arbeiterverein wieder einzufinden. Tese, suu per Leser„finden, und Berufsgenossenschaften mitteilen. Es winken dann Preise in einer Gesamthöhe von tausend Mark. Geschäfte machen mit der Rothilfe dereichholz vier Preise, Ahrens und Rohe drei, Andreä zwei, Hölscher, Schwalm, Trilling, Bauck und Hölscher je einen. In der Gruppe: Tauben, Einzeltiere, erhielten Schiepe, Rohe und Seiler je eine Auszeichnung. Einbrüche und Diebstähle. Einem an der Hofstraße wohnenden Landwirt wurden am Sonntag von seinem eingefriedigten Hofe zwei Enten gestohlen.— In der Von der Vereinigten Kaufmannschaft wird uns geschrieben: Eine Firma in Bochum hat es fertig gebracht, mit der Bochumer Nothilfe einen unerhörten Mißbrauch zu treiben. Sie lockt das Publikum in ihr Geschäft mit dem Hinweis, daß sie einen Teil ihres Umsatzes der Nothilfe zuführe, daß also derjenige, der bei ihr kauft,„seinen erwerbslosen Brüdern und Schwestern hilft". Der Vorstand der Vereinigten Kaufmannschaft rückt mit Entrüstung von einem solchen Geschäftsgebaren ab, das die Nothilfe zum Geschäft machen will und geeignet ist, das Ansehen der gesamten Bochumer Geschäftswelt zu gefährden. operette mit der urkomischen Adele Sandrock und dem bezaubernden Liebespaar Lucie Englisch— Fritz Schulz auch hier einen großen Lacherfolg. Wer einma von Herzen lachen will, sehe sich diesen Film an, der bis einschließlich Donnerstag auf dem Programm bleibt. Ab heute laufen im Beiprogramm zwei neue stumme Film,„Zwischen Liebe und Pflicht", und der sensationelle Abenteurerfilm„Im Lande Abd„ üsa=Theater„Tonhalle“. Heute Dienstag und Donnerstag finden die letzten Vorführungen des erfolgreichen Films„Der Kongreß tanzt“, morgen, Buß= und Bettag, die ersten Sondervorführungen des am Freitag erscheinenden Groß=Tonfilms„Douaumont“ statt. Die Aufführungszeiten am Bußtag sind 18 und 20 Uhr. Lichtspielhaus. Heute zum letzen Male:„Die Drei von der Tankstelle.“ 4 Uhr, 6 Uhr und 8 Uhr. Dazu das große Beiprogramm und der vom deutschen Rundfunf bekannte Mundharmonikavirtuose Heinz Walter. 14.30 Uhr Jugendvorstellung. (Weiter Lokalnachrichten auf Seite 11 und 13.) Aus den Bochumtel=Parteien und Vereinen Jamittenanzeigen für die Donnerstägnummer Deutsche Volkspartei. Am Sonntag abend fand zu begrüßen. Die Kirchenvorstandes, zahlreiche Chornde der Vereine und einige führende Perkeit, Vertreter knaben, Vorstän An sch sönlichkeiten begrußten den Erzvischof. In feierlicher Prozession unter den Klängen der Orgel und Geläute der Glocken wurde er zum Hochaltar geleitet. Es fand eine kurze, stille Messe statt. Nach derselben bestieg der Erzbischof die Kanzel zu einer längeren Ansprache. Nach der Predigt spendete er über 200 Firmlingen die Firmung. Dem erzbischöflichen Segen schloß sich die Katechese an. Nach beendigter kirchlicher Feier wurde der Erzbischof zum Pfarrhause geleitet, wo die Vorstellung des Kirchenvorstandes, Lehrpersonals und der Vereinsvorstände stattfand. Des Nachmittags um.30 Uhr fand eine kurze Besichtigung des Josephs=Krankenhauses durch den Erzbischof statt. Das St.=Josephshospital hatte ein Festgewand angelegt. In der Kapelle hatten sich die Kranken eingefunden. Der Erzbischof richtete eine warmherzige Ansprache an die Kranken der Anstalt. Nach einem Rundgang durch das Haus fuhr er nach Harpen, wo er der Gemeinde Harpen einen kurzen Besuch abstattete. Dienstag ist Firmung in Altenbochum und Laer. Evangelische Gemeinschaft Auferstehungskirche, Bochum, Alleestraße 48. Vom Bußtag an werden allabendlich Vorträge gehalten mit dem Leitgedanken„Was wird uns die Zukunft bringen?" Die Themen der ersten Abende lauten:„Leben wir schon in der Endzeit?"„Im Zeichen des Antichristen!"„Das 1000jährige Friedensreich.“ Schüler vermißt. Seit dem 12. November wird der Schüler Erich Hoffmann, geboren am 21. Juni 1922 in Königsberg, zuletzt in Bochum. Wittener Straße 26 bei den Eltern wohnhaft, vermißt. Beschreibung: 1,10 Meter groß, dunkelblondes Haar, bleiches volles Gesicht, graue Augen, abstehende Ohren, vollständige Zähne. Bekleidung: grüner Umhang mit Kapuze, grauer Sweater mit Reißverschluß, blaugraue, wies er auf die am kommenden Samsteg stattfindende Versammlung hin, in der FregattenkapitänHintzmann sprechen wird. Anschließend folgte ein Filmvortrog. (=) Deutsche Volkspartei Ehrenfeld. Vor einigen Tagen fand die Bezirksversammtung der Deutschen Volkstei Ehrenfeld statt, in der Chefredakteur Hoerr( D o r t m u n d) s p r a c h. D e r R e d n e r f ü h r t e N ä h e r e s mütigen begeisterten Beifall des Publikums fanden. (ur) Volkskunstabend. Im Gemeindehaus veranstaltete der Jungmädchenkreis Engelsburg am Sonntag einen Volkskunstabend. Studieninspektor Pastor Henrici hielt eine Ansprache. Spil Zur Entgegennahme von Familienanzeigen bleiben unsere Schalter am Buß- und Bettag von 11—12 Uhr geöffnet. Geschäftsstelle des„Bochumer Anzeiger“ partei über die letzten Ereignisse aus und betonte, es sei zu begrüßen, daß die Deutsche Volkspartei die Koalition gebrochen und den richtigen Weg für eine nationale Politik gefunden habe. Der Redner ging noch im schlußwort auf einige Fragen der äußerst lebhaften Aussprache ein. (=) Oesterreich.=Deutscher Volksbund, Ortsgruppe Bochum e... Die Jugendgruppe hatte ihre Mitglieder aus Anlaß des 13jährigen Bestehens der DeutschOesterreichischen Verfassung eingeladen. Jugendobmann Stage hielt einen Vortrag über die Bedeutung des 18. 11. 1918 im Sinne des Anschlusses an das deutsche Vaterland. Im Anschluß an diese Rede wurde die Nationalhymne gesungen. Es wurde dann ein Wimpel geweiht. Der Entwurf stammt von R. Freitze: die Arbeit wurde von Fräulein Göring und Fräulein Jost ausgeführt. 8 A r Fiasts. (=) Katholischer Beamtenverein. Der Verein hie#rin der Kapelle des St.=Elisabeth=Krankenhauses St.=Elisabeth-).####tenhauses ein Triduum ab. Redemptoristenpater Kaiser aus brücke hielt abends die Vorträge über das Thema: Der katholische Beamte im Spiegelbild der Heiligen Schrift. Der Abschluß bildete eine Generalkommunion in der Propsteikirche. Sonntag abend findet im Lokale Hahnefeld, Hermannshohe, ein Lichtbildervortrun des Religionslehrers Dr. Reinhold statt. (=) Historisches Militärkonzert. Zu einem großen Militärkonzert lud der Stahlhelm ein. Außer dem Märchenspiel„Siebenschön" wurden Volkslieder, Volkstänze und Lieder zur Laute geboten. Die Veranstaltung nahm einen schönen Verlauf. (=) Spielleuteverein Bochum 5. Der Spielleuteverein Bochum 5 hielt Sonntag im Vereinslokal seine Monatsversammlung ab. Nach Erledigung der Tagesordnung gedachte der Vorsitzende des ältesten aktiven Spielmanns des Vereins, Wilhelm Rademacher, der sein 40jähriges Spielmannszubiläum feiern konnte. Das neue Programm in der„Plaza“. Der Spielplan der zweiten Novemberhälfte reiht sich seinen Vorgängern würdig an. Wieder sind beste Kräfte am Werk, die neuesten Ueberraschungen des artistischen Marktes zu vermitteln. Ric Hall mit seiner trefflichen Kapelle, die sich durch ihre moderne Auffassung sofort Aufmerksamkeit zu gewinnen weiß, besticht ebenso durch die melodiöse Flüssigkeit wie durch den hervorragenden Sinn für zeitgemäße Rhythmik. Das aparte Jonglieren mit Stimmungseffekten fließt als selbstverständliche Beigabe hinzu. Zum musikalischen Teil trägt auch Fritz v. Eisenburg. der sich mit zündenden Schlager=Neuerscheinungen die Herzen seiner Hörer erobert, wesentlich bei. den Artisten fällt unstreitig Frank Eders, der lachende Herkules auf. Dieser vergnugt umwitterte Krafwerg Wohin gehen wir heute siehe auch Anzeigentell hat zunächst einen sehr schönen ansprechenden Vortrag, dann aber auch ein erstaunliches technisches Vermögen mit allem, was ihm in die Hände kommt, leichtes Spiel zu treiben. Da sind Granaten, gleißende Eisenkugeln, die sich alles gefallen müssen. So schwer die Dinge auch seien, in den Händen, im Nacken, auf der Brust dieses schweren Jungen sind sie Kleinigkeiten. Tänzerisch stellt sich Jeanette de Pelleport in entzückenden Revuetänzen und höchst variablen Farbeffekten vor. Sisters Wood zeichnen sich am hohen Reck aus. Die zweite große Sbermussimeister Baarz, Besonderen Reiz erhi die Veranstaltung durch die Anwesenheit des historischen Ueberraschung des Abends ist das Gastsviel von Peter Millowitsch, der sich dieses Mal als„Perle des Regiments" durch eine urkomische Militär=Burleske stapft. Diesem Kölner Original stehen alle Register offen, den Witz in Uniform daherklingen zu lassen. Er kennt seine Stadttheater: Dienstag 19.30 Uhr: Wallenstein. Mittwoch 19 Uhr: Don Carlos. Schützenhof: Buß= und Betttag 20 Uhr: Ein deutsches Requiem. Oratorium. Christuskirche: Buß= und Bettag 17 Uhr: Die letzten Melanchthonkirche: Buß= u. Bettag 17 Uhr: BußtagEv. Vereinshaus, Mühlenstraße: Buß= und Bettag 15.30 Uhr: Volksstuck: Solang Dein Mütterlein MGV.„Liederfreund“. Wiemelhauser Str. 414: 1730 Uhr: Buß= und Bettag=Konzert. Heimatmuseum Haus Rechen, Königsallee 17: Sonnund Feiertags geöffnet von 10 bis 13 Uhr. Städtische Gemäldegalerie: Sonn= und Feiertags geöffnet von 10 bis 13 Uhr..„.g„ e Glockenspiel auf dem Rathausplatz: Taglich von 7 bis 20 Uhr jede Stunde, Sonn= und Feiertags von 7 bis 20 Uhr stündlich, mit Ausnahme von 10 und 14 Uhr.„ M## meißen Matl Operettentheater: 20 Uhr: Im weißen noßl. Plaza=Tonhalle: ab 16.30 Uhr: Varieté. Weltlichtspiele: ab 15.10 Uhr: Reserve hat Ruh. Apollotheater: ab 15.30 Uhr: Dreyfus. Capitol: ab 16 Uhr: Väter und Söhne. Lichtburg: ab 15.10 Uhr: Tabu. Lichtspielbühne: Die Drei von der Tankstelle. Odeon: ab 17 Uhr: Walzer im Schlafcoupé. Skala=Lichtspiele: ab 17 Uhr: Die Vorbestraften. Ufa=Theater: ab 15.30 Uhr: Der Kongreß tanzt. 1— 12) Nach dem gleichnamigen Metro-Goldwun-Mauer-Tonfilm von Frances Marion und Seorge Hill Olsen hielt Wache vor der Zelle. Er stand mit dem Rücken vor der offenen Tür. Er hatte keine Angst, daß die Wächter versuchen würden, rauszukommen, da es für sie nur schnelleren Tod bedeutete. Morgan schlich sich an die Treppe heran. Auf der letzten Stufe angekommen, packte er Olsen und schmiß ihn in die Tür.„Verräter“, keuchte der, als er Morgan erkannte. Und dann begann ein erbittertes Ringen, bis Morgan mit einem wütenden Fausthieb Olsen erledigte, die Schlüssel an sich riß und die Tür von außen verschloß. Er floh, und fast wäre er über einen am Boden liegenden Wächter gestolpert, der vor Schmerz aufstöhnte. Er hielt inne und zog ihn in die Zelle.„ Morgan wußte, daß man auch ihn niederknauen würde, wenn er da liegen blieb, obgleich es der beliebteste von allen war. Das erste, was er in der Zelle erkennen konnte, war das angstverzerrte Gesicht Kents. Kent keuchte vor Furcht. Morgan wandte ihm den Rükken. Er hatte anderes zu tun, als sich um Kent zu kümmern. Er wußte, daß die Bande ihn suchen würde, wenn der Kampf verloren war. Er würde keine Zeit zu Erklärungen haben. Butch würde ihn niederschießen, und Morgan nahm sich vor, sein Leben so teuer wie möglich zu verkaufen.„„. H, Er untersuchte den Revoiver, den er Olsen abgenommen hatte und prüfte die Ladung. Kent schrie heiser auf er glaubte, daß Morgan die Pistole für ihn lud. Er kroch auf allen Vieren auf ihn zu:„Nicht töten!“ schrie er.„Um Gottes willen, nicht töten. Ich schwöre dir, ich wollte nichts verraten, die andern haben mich gezwungen. Sie haben mir gesagt, ich würde frei kommen, wenn ich alles sage, ich konnte es hier doch nicht aushalten. Glaub mir, ich wollte sie nicht verraten. Du darfst Butch nichts sagen. Ich habe dir das Messer nicht zugesget, gnage-49. Miraan Beräcuc „Hab keine Angst“, lachelle Morgan verachtlich, die Kugel wäre mir zu schade für dich, gemeiner Und dann fiel ihm plötzlich ein, daß er dem eigentlich alles verdankte, alles was ihn verändert hatte, diesem wimmernden kleinen Spitzel. Und dann lachte er und dabei liefen ihm die Tränen aus den Augen. Es war alles so lächerlich übertrieben, so erhaben und so albern. Und dann erscholl wieder Butchs tobender Befehl, der nach einem neuen Wächter schrie. Durch das Tollhaus wurde der Befehl weitergegeben und überschrie das Donnern der Schüsse, das Krachen des zersplitternden Glases und das Schreien der Verletzten. Und dann klang es zurück: „Die Tür ist zugeschlossen", und Butch sturzte zu der Zelle, denn er wußte, daß damit alles verloren war. Er schoß blindlings und mit der Wut der Verzweiflung gegen die Stahltur, die nicht nachgab. Er brüllte mit der Stimme eines wildgewordenen Tieres nach Morgan und begann, die Zellen abzusuchen. Morgan hörte ihn näherkommen. Seine Stimme klang drohend:„Bleib, wo du bist, Butch, wenn du näherkommst, muß ich etwas tun, was ich nicht will. Bleib, wo du bist.“. kin G. 5. Morgan wunderte sich seibst über seine Ruhe. Butch antwortete nicht. Aber die Warnung Morgans hielt ihn nicht zurück. „Butch, du bist wahnsinnig geworden, wie kannst du glauben, ich hätte dich verraten?" versuchte Morgan ihn zur Vernunft zu bringen. Er glaubte selbst nicht an einen Erfolg seiner Worte, aber er wollte es wenigDer Wächter, schwer verletzt, war an dir Tür gekrochen und schrie:„Butch, du hast Unrecht. Morgan hat euch nicht verraten. Ich schwöre es euch, er hat nichts gesagt.“ „Selbst die Wächter verteidigen ihn", tobt Butch. „Ich halte das nicht mehr aus, Joe, ich mach den Kerl Morgan hörte ihn wieder näher kommen und schoß hinaus. Das Tränengas schwebte in der Zelle, Morgan fühlte seine Augen brennen. Joe stöhnte.„Ich kann nichts mehr sehen, Butch— ich bin erledigt— verteufelt— meine Augen—“ „Tränengas“, hohnlachte Butch.„Das eß ich als Nachtisch.“—„Ich werde Morgan erledigen. Das einzige, was ich noch erleben will, aber das werde ich erleben.“ „Nimm dich in acht, Butch“, mahnte Morgan und schoß. Eine Wolke von Gas verdunkelte den Raum. Morgan fühlte einen brennenden Schmerz in der Schulter, er sah Butchs klotzigen Körper hinstürzen und hörte einen beglückenden Aufschrei:„Ich habe ihn—“ und sah, wie er sich auf dem Boden wand. Morgan war hingestürzt.„Gib mir noch ein paar Kugeln, Joe“, flüsterte Butch heiser. „Sei ruhig Butch“, schrie der Wächter,„du hast genug Unheil angerichtet. Er hat euch nicht verraten.— Kent wars.“ Butchs Stimme war nur noch ein Röcheln.„Was — was sagst du von Kent?" „Kent ist der Verräter.“ Und dann war Stille zwischen den Dreien, während der Kampf der anderen weiter tobte.— stöhnte „Habe ich dich getroffen, mein Junge?“ Butch nach einer kleinen Weile. „Ach, is' nicht schlimm.— Habe ich dich verletzt!“ — Und die beiden krochen aufeinander zu. „Was kannst du dem alten Butch schon tun?“ versuchte Butch zu lächeln.„Ich bin ja so froh, daß du? nicht warst, der gequatscht hat. Wir sind doch alte Freunde, nicht, das verstehst du doch?“ Udn Morgan gab ihm seine zitternde Hand. „Ich bin wirklich ein Dummkopf, Morgan", und Butch weinte.„Wie konnte ich das glauben?— Du... Natürlich war es Kent. Weißt du noch, wie er in der ersten Nacht angab, aber du hast ihm sein Mädel weg: geschnappt. Herrlich, Morgi, imponiert mir. ihr manchmal von mir, ja?“—— Und dann sagte Butch nichts mehr.——— In groDie Zeitungen hatten ihre Sensation.....= Schlagzeilen verkündeten sie von dem Aufstand, ßen Schupgelen eigmotgen sie von dem erbitterten Kampf, von Butchs Tod und von der Heldentat Morgans, der unter eigener Lebensgefahr die Wächter rettete und den der Gouverneur begnadigt hatte. Ende. Das spannende Geschehen, das Ihnen dieser erfolzreiche Roman des„B..“ vor Augen führte, sehen und hören Sie ab kommenden Freitag in der Lichtburs in dem großen Tonfilm„Menschen hinter Gittern“. einen vizuig fezste Apuzth, aner er wolle es wenigstens versuchen. Als er die schlürfenden Schritte Butchs immer näher kommen hörte, schoß er blindlings. Die Kugel traf Joe in den Arm; polternd fiel sein Gewehr zu Boden.„Butch, der Verräter hat mich getroffen", hörte er Joe aufheulen. Als Antwort von Butch kam nur ein wütendes Knurren. Im Korridor stieg Rauch auf. Man hatte Tränenrse gasbomhen geworen. Morgan. stand auf seinem Posten an der Tur. Er war zu allem entschlossen. War wieder der Verbrecher, der sich verteidigt, hart, furchtlos. „Ich habe dich gewarnt, Joe“, schrie er.„Ich habe euch nicht verraten. Glaubt ihr, ich laß mich von euch runterknallen, ohne mich zu verteidigen?“ „Du Spitzel!“, schrie Butch, der in einer Zelle Dekkung gesucht hatte.„Ich werde dir dein verräterisches Mundwerk schon stopfen.“ .“ beginn Noch nie haben unsere Loser in einem Roman so vielerlei geboten bebsrgag wie In dieser bis ins Außerste modernen Geschichte. So klein zundenst die Basls sein mag, von der aus dieses bunte Geschehen sich entwickelt, 90 groß wird nachher der Schauplatz für das Auf und####, J8 1, PHg,#e tionelle und Intim-Lauschige dieses Geschenens. Aus weir 19: 117; Hn##, boten, reich und arm, Oet und West, Europa und Afrika, Kultug###### Technik und Primitivität. Alles rauscht zusammen zu einer mürchg##g### aber in ihren stärksten Momenten außergewöhnligh iebenenahen Sinfer,## aber in ihren stürksten Momenten außerg.wörg go#, pieger magler Go04 fortgese Pr## Gozlgr Aer g# dee konservallven bentern..#: phelll., er Also versäumen Sie nicht am Donnerstag die Begegnung mit dem„Magier Good“ 2 Beilage zum B gseiger u. Gen. Tu Buße! So dri türmen. Dumpfer, er Not im Land. N. davon wird's auch n sollst du haben, wenn in Sack und Asche## von dir. Nicht tat legen! Das ist falsch. „Buße tun“, heißt Zu sollst dich frag handelt hast, wie es d hir verlangen. Denn Hast du die Not zu nicht häufig, gar Elend anderer verschl gewettert und geflucht du es dir gewunscht h Egoismus das Ich üb gessen, daß der ande genosse, dein Mensche Und hast du dar deinem Volke gegenül du, du bist ein Teil Darum prüfe dich, gekommen bist. Und und dort habe ich die iu Buße! Das heißt in Zukunft abzuleger schwören ödem Mate herz, daß es wieder Sieh, draußen ist über Flur und Feld über deutschem Land streuen, das sollten n Lenn hinter jener N Und diese Sonne Deutschland. Sie wi usammensteyt; wenr Lenn bei jedem Vol Menschen, wer sich sel Darum recke dich,# Lenk an das Schille# Volk von Brüdern!“ Schillerwort Wahrhe wie die Väter waren Darum tu Buße, Zukunft, für deine dir die Buttagsglock hir die sondern hell und fi vieder Sonne liegen brochen werden dies em Boden liegen! Darum tu Buße, Der badische Sta hellpach sagt in sein sehr anfechtbaren B Rom":„Jeder schlic Mensch, also jeder, Geistesschwacher, n Intellektueller ist, s. in Leben, den inne Schuld.“ Er meint, lieben Gott wollte „Schuld, das ist et Ob Hellpach, der Nensch bezeichnet hat?„Sie erschein nur Sünde und Gr viele schon ein met neuen Mystik will veiten Kreisen wer bequem werden. Hätte Hellpach: einer Schuldanerkei Basis gegeben, au und Gruppen unser los fast überrascher den. Nun ist aber samen Schuldbewuf dafür, daß die St nehung eine Basis nen. Zeitgemäßere Entsprechenderes ka die Besinnung auf Lebens, deren An Menschen und Krä noch so differenzier stande wäre. Schli daß aus dem Wide nichts noch etwas z das noch lange so Kräfte sich alle m Untergang bereite denn noch von diese heit der Volksgeno während andere T Sprunge stehen, sick den deutschen Volks Fragen wir so auch den Aufgeklé tät und Zeitgemäß ten, den man von a tgg genannt hat. E einmal von jeher genossen auf der über und gegen de haltung neben der rtgeschrittensten Heute und des kor.., ganh deg Autn nchallt. st der bose Celel, der siots das Böse will und noen uas Gute schafftgg#nn. die Achse dieser atemraubenden Gaschehnisse. Um ihn wirbein die. des Romans wie die Motten um das Licht, nur können sle sien immer, vor den gewissenlosen intrigen seiner Niederträchtigkeit retten, Um s0 tender klingt aus der Finsternis solcher Untergründe das nonguod d9, gug die frohe Botschaft vom guten Monschen und seinem Willen zum Giücg.2 Sleg. zur Heimat in sich selbet. Gewiß, der Leser wird sich zgnägh##gun leicht von der atemiosen Hast der Erelanisse treiben Mupiggn,ng# zu Fortsetzung aber wird ihm klar werden, dan in der brsogo g##### gem#t mars auen ein Stück Arbelt am Glauben an sich, sel.: z12g uun og# meh sein der oigonen Kraft 80 zu steigern vermag, dan es keine winueruig-#. ahr zu geben scheint. Und was könnte In unsorer harten und herzlosen Zeit„ Anklang tind:n als soleho ernete Oabe im heiteren Spiel eine e mal 0 mild n nuß. Das fand die Tonfilm= und dem — Fritz er einmal n an, der Programm zwei neue und der Abd el und Dones erfolgBuß= und m Freitag statt. Die 10 Uhr. „Die Drei Fazu das „Jkundfunf lter. 14.30 nd 13.) nmer ime von bleiben ter am tag von öffnet. Inzeiger“ ute Ken. in deutsches Die letzten r: Bußtagind Bettag Mütterlein 414: 17.30 17: Sonn= Uhr. eiertags gevon 7 bis iertags von von 10 und Ruh. lle. 6. straften. tanzt. ?“ stöhnte ich verletzt!“ tun?“ veroh, daß du: nd doch alte Hand. organ“, und 12— Du vie er in der Mädel weg: mir. Erzähl dann sagte ... In groem Aufstand, Tod und von ter Lebensgeouverneur bedieser erfolgführte, sehen der Lichtburg ter Gittern“. .“ beginnt 2 Beilage zum Bochumer Anzeiger u. Gen. Anzeiger Anterhaltuntgs=Wrssea Zedent Nr. 270 38. Jahrgang Dienstag, 17. Novbr. 1931 Ein Tag der Gesinnung Gedanken zum Gus- und Gettag Tu Buße! So dröhnt es heute von allen Kirchennen. Dum firnen. Tumpfer, ernster als sonst ruft der GlockenNot im Land. Not leidet dein Volk! Darum tu Haßel Ach was“— wirst du vielleicht sagen— wird's auch nicht einen Deut besser!„Recht ist du haben wenn du unter Buße tun ein Trauern Niemand verlangt das in den Schoß davon wird in Sack und Asche verstehst. von dir. Nicht tatenlos die Hände „Buße tun“, heißt Einkehr in sich halten! Lu sollst dich fragen, ob du, du allein, stets so gekandelt hast, wie es deine Mitmenschen, dein Volk von zir verlangen. Denn du hast Pflichten! Hast du die Not deiner Mitmenschen gesehen, hast zu nicht häufig, gar zu häufig deine Augen vor dem Elend anderer verschlossen, hast du nicht vielleicht nur gewettert und geflucht, wenn dir nicht alles gelang, wie du es dir gewünscht hast? Hast du nicht im krassesten dein Bruder ist, dein Volksund hast du darüber hinaus deine Pflicht auch bb e, de chl ubd da biecien Wlichten iner nachDarum prufe##ch, bo bu biesen Pflichten ireu nachgekommen bist. Und du wirst bekennen ind dort habe ich dies und jenes versäumt! Deshalb in Buße! Das heißt: gelobe dir mit heiligem Schwur in Zukunft abzulegen den kalten Egoismus, abzuschwören ödem Materialismus. Laß Sonne in dein berz, daß es wieder Sonne auszustrahlen vermag! I Sieh, draußen, ist, trüher Novembertag. Nebel liegt über Flur und Feld. Düstere Nebelschwaden lagern über deutschem Land und Volk. Diese Nebel zu zerstreuen, das sollten wir uns alle angelegen sein lassen. Denn hinter jener Nebelwand lacht ja doch die Sonne. Und diese Sonne soll auch wieder strahlen über Deutschland! Sie wird es, wenn das ganze Volk einig zusammensteht; wenn wir uns nicht selbst aufgeben. Lenn bei jedem Volke ist es wie bei dem einzelnen Nenschen, wer sich selbst aufgibt, ist unrettbar verloren. Darum recke dich, deutscher Bruder, raffe dich auf! Lenk an das Schillerwort:„Wir wollen sein ein einig Volk von Brüdern!" Dann wird auch das andere Schillerwort Wahrheit werden:„Wir wollen frei sein, Tarum tn Buße, gehe in dichl Wirke auch du in Zukunft für deine Brüder, dein Volk! Dann werden hir die Bußtagsglocken nicht düster und ernst klingen, ndern hell und freudig. Und einstens, wird auch wieder Sonne liegen über den deutschen Landen; zerbrochen werden die schmachvollen Ketten von Versailles in Boden liegen!##—4 4 Darum tu Buße, Bruder, auch du! „Der badische Staatsminister a. D. Professor Willy Hellpach sagt in seinem sonst in mancher Hinsicht sicher shr anfechtbaren Buch„Zwischen Wittenberg und Rom":„Jeder schlichte unverbildete und unverdorbene Mensch, also jeder, der nicht ein Geisteskranker oder Geistesschwacher, nicht ein Verbrecher oder ein— Intellektueller ist, spürt irgend einmal, meist recht oft in Leben, den inneren Druck, die seelische Pein der Schuld.“ Er meint, von Sünde und Gnade und vom lieben Gott wollten zwar viele nichts hören, aber „Schuld. das ist etwas völlig Lebendiges für jeden.“ Ob Hellpach, der gelegentlich als typisch moderner Nensch bezeichnet wird, mit dieser Bemerkung recht hat? Sie erscheint reichlich optimistisch, denn nicht iur Sünde und Gnade, sondern auch Schuld ist für viele schon ein metaphysischer Begriff, und trotz aller neuen Mystik will man von metaphysischen Dingen in reiten Kreisen wenig wissen, wenn sie praktisch unbenem werden.# Lun wim Eit 8 Hätte Hellpach recht, dann wäre mit der Tatsache einer Schuldanerkennung bei allen eine gemeinsame Basis gegeben, und Gruppen los fast überraschenden Gemeinsamkeit zusammenfä den. Nun ist aber gerade das Fehlen eines gemeinsamen Schuldbewußtseins wohl die tiefste Ursache dafür, daß die Streitenden im Volk in keiner jehung eine Basis gemeinsamen Handelns.finden nen. Zeitgemäßeres und unserer verzweifelten Entsprechenderes kann es daher wohl nicht geben als die Besinnung auf solche Voraussetzungen gemeinsamen Lebens, deren Anerkennung das Widereinander der Nenschen und Kräfte Deutschlands in ein, wenn auch noch so differenziertes Miteinander umzuwandeln imstande wäre. Schließlich spürt es ja nachgerade jeder, daß aus dem Widereinander zuletzt für niemand und nichts noch etwas zu gewinnen ist, daß vielmehr, wenn das noch lange so weiter geht, im Widerstreit der Kräfte sich alle miteinander und durcheinander den Untergang bereiten. Wer in aller Welt profitiert denn noch von diesem endlosen Hader von dieser Torseit der Volksgenossen, die sich hassend umbringen, während andere Völker auf allen Seiten auf dem Sprunge stehen, sich aus dem selbstmörderisch verendenden deutschen Volkskörper die besten Stücke zu nehmen? Fragen wir so einmal ernsthaft, dann dürfte u. U. auch den„Aufgeklärtesten“ die überraschende Aktualilät und Zeitgemäßheit des heutigen Tages aufleuchken, den man von alters her den Landes=Buß= und Betle genannt hat. Er bedeutete praktisch gesehen zunächst einmal von jeher das Zusammentreten aller Volksgenossen auf der gemeinsamen Ebene, auf der keiner ider und gegen den andern, sondern jeder in gleicher haltung neben dem andern steht. Womit dann jenes unauslöschliche Anliegen jeder Volksgemeinschaft Erfüllung fände, daß bei aller Verschiedenheit des Standes und Vermögens in rück= und vorschauender Lebensprüfung jeder Mensch als Mensch sich dem andern gleichgewertet und gleichgestellt erlebt. Innerlich gesehen aber gab die Volksbesinnung am Landes=Buß= und Bettag von jeher dem Volke noch viel mehr als diese Gleichstellung der Volksgenossen vor einem überschauenden und übergeordneten Urteil. Sie gab und— das ist das Entscheidende— gibt heute noch dem prüfenden Auge den Blickpunkt, dessen es für die Wertung des Einzelnen wie des Ganzen, dessen es kurz gesagt, für die Beurteilung entstandener Volksschuld und demnach notwendig gewordener Wandlungen bedarf. Es ist der Schöpfer, der, wie dem einzelnen, so auch dem Volk als Nation Leben und Beruf gab und dafür Verantwortung, fongert.#.2 u Schlechterdings nirgends sonst bietet sich ein Ausauf Freiheit und Lebensentfaltung herausgerufen und an den Anfang neuer Wege zu sich über das rein Biologische hin= besseren, schöpfungsgemäßeren„Zielen gestellt, ders bearündet werden als] Es kann gar kein Zweifel darüber bestehen, daß der Rechtsanspruch auf einer Nation, der sich über aus ins Sittliche erhebt, anders begründet werden, als aus dem Glauben, daß die Nation als geschaffene einen schöpfungsgemäßen Beruf unter den Völkern der Erde hat, dem sie entsprechen soll? Und woher soll das richtige Urteil über Verhalten und Wesen der Volksgemeinschaft anders und besser gewonnen werden als von der Frage her, ob es schöpfungsgemäß ist? Wenn in der Tat„Schuld etwas völlig Lebendiges für jeden" ist, wie Hellpach sagt, dann prägt sich eben darin die Tatsache aus, daß sich auch der moderne Mensch im Grunde seines Wesens der Verantwortung vor dem Schöpfer nicht entzieht, mag er sich auch dessen völlig unbewußt sein.„..-5 unch Retas ein S. So bleibt der Landes=Buß= und Verrag ein Tag von unvergänglicher Aktualität. Wo er ernst genommen wird, klärt sich das Auge des Volkes für seine Aufgaben in der Welt, für Lebensrecht und=pflicht des eigenen wie alles fremden mitgeschaffenen Lebens. Das sittliche Verantwortungsbewußtsein erhält einen neuen Anstoß aus der Besinnung auf den von Gott gewollten eigenen Beruf. Gleichzeitig wird der Wille zur Mitverantwortung für Leben und Entfaltung des Volksganzen und aller seiner Glieder aus den Vers shitfe-#tigen Kampfes ums Dasein Beruf als von der Schöpfung von Gott her. Wie soll flechtungen des selbstsüchtigen eine Besinnung in dieser Haltung dem Volke die Augen öffnen müßte über die Irrwege, die es in der Gestaltung des Volkslebens der Volkswirtschaft, der Volkslehre usw. gegangen ist und geht. Gegen entscheidende Lebensinteressen der einzelnen wie ganzer Volksgruppen zu sündigen, verträgt sich mit der Verantwortlichkeit vor dem Lebensschöpfer nicht. Die Besinnung auf diese Verantwortlichkeit preisgeben heißt lediglich die tiefste und notwendigste Erkenntnis der Schuld am Leben und im Leben— der eigenen wie des Volkes— verlieren, heißt, sich selbst der Kraft zur Wandlung und zu neuen Anfängen berauben. Anderseits aber wächst auch einem tiefgefallenen, an seinen Volkssünden todkranken Volk aus der Besinnung unter dem heiligen Auge seines Schöpfers jene geläuterte und in der Läuterung gestählte Kraft zu, die ihm im Glauben an einen gottgewollten Lebensberuf die Fähigkeit zu neuem Lebenswagnis und Lebensaufstieg gibt. Hier offenbart der Landes=Buß= und Bettag seinen tiefsten Wert. Hier wird auch deutlich, wie katastrophal es für die Zukunft wäre, wenn eine verblendete Propaganda es fertig brächte, dem Volke diesen Tag der Besinnung zu rauben. Dr. W. Dil Rienenschneiders veisoiö), rgit, Frwirye gefe iert und bewundert. Auch die Städtische Gemäldegalerie Hochum hat es sich nicht nehmen Vorträgen undAusstellungen werden seine Kunstwerr, Pese);,: eindrucksvolle Ausstellung seines Lebenswer kes zu zeigen. Zwar sieht der Besucher nicht die wunoserzg, bug, Lezschtzfh, ese die großen und außerordentlich scharfen Photos geben einen ebenzo treffenden wie packenden Eindruck. Uniere Bilder geben dervollen Plastiken selioy, wieder die Riemenschneider in seinen weltberühmten Altarwerken geschaffen hat. Die Gewal seiner Ausdruckskraft, die verhaltene dwei der warkantesten Popfe ieser frommen Inbrunst dürften am Bußtag den Besuchern der hiesigen Gemäldegalerie tief zu Herzen Surück von rönkand So ist das Leben! Von Julius Loeb. „Reich genug“ ist just etwas mehr, als wir besitzen Gleichberechtigung wünscht jeder.., nur mit Höherstehenden. Wenn uns jemand lang und breit seine Leiden erzählt, hören wir kaum zu und warten mit Ungeduld auf den Schluß, um unsere Leiden ebenso weitschweifig vom Herzen herunter zu reden, obwohl wir die Teilnahmslosigkeit des Zuhörers eben erst an uns selbst erprobt haben. Was wir haben, können wir verlieren; nicht aber, was wir sind. * Das Glück kommt selten über Nacht, aber pünktlich stellt sich der fällige Wechsel ein. Wer einmal nicht schweigen kann, wird noch oft reden müssen. * Man braucht darum nicht Unrecht zu haben, wenn man, sein Recht nicht beweisen kann. Am 13. November kehrten die Teilnehmer der Wegener= und der englischen Watkins=Expeditionen mit dem Grönlandschiff„Hans Egede" nach Kopenhagen zurück, wo sie von Vertretern der dänischen, deutschen und englischen Regierung feierlichst begrüßt wurden. Die Witwe Professor Alfred Wegeners, seine Brüder und zahlreiche Wissenschaftler hatten sich zu dem Empfang eingefunden. Unser Bild zeigt von rechts nach links:„Stagtsmirister„Staunigg,„Dr.„Wattins am kennbar in ihrem Antlitz widerspiegeln. Mikrophon, Dr. Kurt Wegener, der die Expedition als ist das ideale Mittel zur Regerung des StuhlMeteorolgo, beoleitete, gebücht, wit ,schrist.„Out,zinks gangs und schmeckt wie das feinste Konfekt. Laxin für Mk. 1,50 reicht 24mal. Frauen=Anmut und Schönheit sind von körperlichem Wohlbefinden abhängig!— Unzählige Frauen leiden an Störungen der Verdauungsorgane, aber Laxin verschafft ihnen Wohlbefinden und Lebensfreude, die sich unverkennbar in ihrem Antlitz widerspiegeln. Laxin eine einzelne Zigarette treffsicher zu beurteilen. Aber rauchen Sie ein mal den ganzen Tag nur CLUB,dann werden Sie erst merken, wie mild und wunderbar diese fabelhafte 3½ Pfennig-Zigarette ist. Die Zuwendungen werden zugegeben Seoradel=Sntel undern ihts Pertenigang.. mi! Stadtrat Degener und Bürgermeister Schneider erhalten haben sollen— Das System des„Niebezahlens“— Donnerstag wird Böß vernommen Das Lustschiff„R 100“ wird abgewbraut London, 16. November. Das Lustschiff„R 100“ ist zum ab. wracken verkauft worden. Berlin, 16. November. Im Sklarek=Prozeß wurde heute die Frage erörtert ob die unter den Decknamen verbuchten Beträge tatsächlich in die Hände der Angeklagten geflossen Willi Sklarek erklärte hierzu, daß das bei allen Konten, die er gekennzeichnet, Hotzhgr, Fall gewesen sei und auch Leo Sklarer bestaligte dies für seine Person, und zwar in so bestimmter Form, daß man eine deutliche Schwenkung in der Art der Verteidigung der beiden Sklareks sah. Leo Sklarek erklärte, daß die Gelder an den jeweibezahlt und man hörte auch von Ausgleichsquittungen, die Kohl erhalten, jedoch nie beglichen hatte. Der einstige Bürgermeister von Köpenick erwiderte auf die Frage, was er dazu zu ligen, Empfänger teils als Renngewinn, teils zu Woyltätigkeitszwecken gegangen seien. Die seien gewöhnlich abends in irgendeinem Lokal ausVorsitzender:„Wieso denn abends im ReLeo Sklarek:„Das war doch so. Wenn wir abends zusammensaßen und ein Pferd gesiegt hatte, wurden wir von unseren guten Bekannten aus dem Rathaus beiseite genommen und gefragt:„Du hast doch hoffentlich für uns mitgewettet?“ Da ich ein furchtbar gutmütiger Mensch bin, habe ich stets ja gesagt und ihnen das Geld einfach in die Hand gedrückt. Wir sind aber zu keinem Menschen gekommen und haben ihm etwas angeboten. Die anderen sind vielmehr zu uns gekommen. Können Sie sich das nicht vorstellen, sehr verehrter Herr Vorsitzender?"„ Dann wurden die Zuwendungen an den kommunistischen Stadtrat Degener erörtert, der nach der Anklage rund 76000 Mark erhalten haben soll. Degener bestreitet das indessen. Vorsitzender zu Degener:„Sie sollen auch von dem früheren Geschäftsführer der B. A., Ki burg, Gelder erhalten haben. Kieburg hat zu seinen Dienstzeiten ausgesagt, Sie hätten verlangt, in vornehmen Lokalen freigehalten zu werden, wo Sie stets die teuersten Gerichte und besten Weine verzehrt ten. Einmal sollen Sie auch einen Betrag von 30000 Mark verlangt haben gegen die Drohung, daß sonst etwas passieren würde.“ Degener:„Ich kann nur bedauern, daß derartige unhaltbare Vorwürfe in der Anklage enthalten sind und auch in die Presse gelangten. Ich muß das entschieden bestreiten. Als Kieburg als Geschäftsführer gestürzt wurde versuchte er wieder hereinzukommen und machte Forderungen wegen seines Gehaltes geltend. Diese wurden aber von mir abgelehnt, weshalb Kieburg mich bei allen Leuten verleumdete.“. giam.4. Der Vorsitzende erwähnte in diesem Zusammenhang einen Brief, den Kieburg an den Angeklagten Gäbel geschrieben hat, und in dem die Wendung enthalten ist, daß Kieburg das„Pumpgenie“ Gäbel den Kommunisten jahrelang erhalten habe. Auch Gäbel erklärte, daß Kieburg eine Flut von Verleumdungen über alle möglichen Leute ergossen habe. Degener bestritt dann weiter kleinere Zuwendungen, gab aber zu, einmal eine Gesellschaf, gegeben zu haben, die etwa 800 Mark kostete, um sich für die Einladung durch die Sklareks gnläßlich der Geburt seines Soynes zu revanchieren. Der Nraymen dieser Gesellschaft sei etwas größer dadurch geworden, daß er einige Tage zuvor über 1300 Mark gewonnen Leo Sklarek bezeichnete dann das Essen bei Degener als sehr einfach und solide.„In sammenhang meinte er, Haß den un geklggten a bloß 30 bis 50 Prozent ihrer Worte vom Gericht geglaubt würden. Vorsitzender:„Reden Sie doch keinen Unsinn, hier in diesem Saale sind noch keine Angeklagten verKurz vor der Mittagspause nimmt der Prozeß eine Wendung, als Leo Sklarek nach dem Erscheinen im Saal mehr mit der Sprache herausrückt als bisher und das viel erörterte System des„Niebezahlens“ Besonders wandte er sich zunächst scharf gegen Kieburg, dessen Worte er zurückwies. Leo Sklarek sagte dann weiter, daß er Herrn habe:„Was soll ich auch dazu sagen?“ Kohl schweigt und setzte sich dann kopfschüttelnd nieder. Sodann erklärte der Vorsitzende, daß er eine Liste von 60 Zeugen aufgestellt habe, und daß zunächst am Donnerstag, um die Zusammenhänge zu klären, die Mitglieder des früheren Magistrats gehört werden sollen, damit man erst einmal wisse, was gespielt worden sei. Es sollen der frühere Oberbürgermeister Dr. Böß Bürgermeister Scholtz, der frühere Kämmerer Dr. Karding, der frühere Kämmerer Lange sowie der jetzige Bürgermeister und frühere Syndikus Lange, die Stadträte Wege, Zangmeister, Stadtschulrat Nydahl sowie die Magistratsräte Clemens und Zierthel vernommen werden. Dann wird Bürgermeister Schneider vernommen, der ebenfalls von den Sklareks Zuwendungen von über 20000 Mark erhalten haben soll. Schneider bestritt, derartige Zuwendungen bekommen zu haben. Weiterverhandlung am Dienstag. From gegen Bachbersiandige in Laden Lübeck, 16. November. Im Calmette=Prozeß teilte am Montag der Vorsitzende zunächst die Ablehnung verschiedener anträge, darunter die Ladung Dr. Genters als Zeugen, mit. Die Nebenkläger unternahmen dann einen Vorstoß gegen den Sachverständigen Professor Dr. Langstein, der in einer Unterredung auf der Straße geäußert habe, er werde sich bemühen, Professor Dr. Klotz freizubekommen. Nachdem der Vertreter der Nebenkläger, Dr. [Gießner, beantragt hatte, Professor Langstein wegen Befangenheit abzulehnen, gab dieser die Unterredung zu. Er habe sich einem Kollegen gegenüber über die Schuld oder Nichtschuld von Klotz geäußert. Es stellte sich dann heraus, daß es sich bei dem Gesprächspartner nicht um einen Kollegen Langsteins, sondern um den Vertreter eines ärztlichen Pressedienstes gehandelt habe. Dieser bekundete, daß er Professor Langstein nicht gekannt habe. Er wisse nicht, wie Langstein dazu gekommen sei, ihn für einen Kollegen zu halten. Professor Langstein stellte darauf noch einmal fest, daß er den Betreffenden für einen Kollegen gehalten habe. Dem Sinne nach habe er gesagt, auf Grund seines vorläufigen Gutachtens der Ueberzeugung zu sein, daß Professor Klotz unbedingt freizusprechen sei. Der Sachverständige bat das Gericht, ihn von seine Pflicht als Sachverständiger zu entbinden, da hier großes Mißtrauen gggen ihn herrsche, Die Riesengehälter bei der Favag Frankfurt a.., 16. November. In der Montagsitzung des Favag=Prozesses kamen wieder einige Fälle von Geldverschleuderung durch die Favag zur Sprache. So erhielten einige Leiter von Favag=Absatzfinanzierung Jahresgehälter von 60.000 Reichsmark außer Tantieme, Filialleiter 25.000 bis 36 000 Reichsmark. Für eine dreimonatige Tätigkeit bei der Favag=Abwicklung bezog Rechtsanwalt Dr. Wallert(Berlin) 150000 Reichsmark, die Mitglieder der Prüfungskommission insgesamt je 20000 Reichzmark und der Abwicklungsleiter der Industrie=Kredit ein Monatsgehalt von 5000 Reichsmark. Der Angeklagte Dr. Kirschbaum erklärte, daß man von einem Betrug an den Hinterbliebenen Dumckes nicht sprechen könne da vereinbart worden war, daß sie noch für zwei bis drei Jahre 6 Prozent Tantieme des Reingewinns, also jährlich etwa 400000 Reichsmark erhielten, und da nach dem Tode Dumckes die Erben tatsächlich noch einige 100 000 Reichsmark von der Favag erhalten haben. wurde vom Gericht für begründet verließ darauf den Der untrug der Nebenkläger, Professor Langstein wegen Befangenheit als Sachverständiger abzulehnen, erklärt. 5agl. Langstein Sofort erhob sich Rechtsanwalt Darboven und begründete einen Antrag auf Ablehnung des Sachverständigen Obermedizinalrat Schmincke. Dr. Schmincke sei am 28. März bei der Schwester Anna Schütze im Laboratorium erschienen und habe ihr gesagt, er wolle ihr helfen. Sie würde verurteilt werden; denn es wäre immer so, daß die Kleinen daran glauben müßten. Schmincke habe von der Schwester hören wollen, daß Professor Deycke aus Versuchsgründen abgeschwächte lebende humane Bazillen verwendet habe, um dadurch eine Immunität hervorzurufen. Schmincke habe durch die Trohung mit der Verurteilung die Schwester zu einer ihm passenden Aussage bringen wollen. Aehnlich äußerte sich auch Rechtsanwalt BFög,,., d4g#chuersts. Zu dem Antrag auf Ablehnung des Sachverständigen Dr. Schmincke nahm schließlich, auch Dr. [Schmincke selbst das Wort. Er habe seinerzeit in einer Elternversammlung ausgeführt, daß es für die Erklärung des Lübecker Unglücks drei Möglichkeiten gebe: 1. eine Verwechselung, 2. ein Schädlichwerden der Bazillen und 3. bleibe der Verdacht bestehen, daß in Lübeck ein Versuch mit humanen Bazillen gemacht werden sollte. Dr. Schmincke erklärte weiter, daß seine Unterredung mit der Schwester Anna Schütze nur der Ermittlung der objektiven Wahrheit gegolten habe. Während der Mittagspause faßte das Gericht den Beschluß, daß der von der Verteidigung gestellte Antrag auf Ablehnung des Sachverständigen unbegründet sei. Der Vorsitzende richtete die dringende Bitte an alle Prozeßbeteiligten, sich nach außen hin jeder Aeußerung, die ein Werturteil darstelle, zu enthalten... 78. 4m Vemt, unt Dann wurden wieder verschiedene uerzte und Eltern als Zeugen vernommen. In der Nachmittagssitzung wurden besonders die Todesfälle Neuner und Reimers erörtert. Gericht, Staatsanwaltschaft und Nebenkläger stellten an den als Zeugen vernommenen Dr. Wiener eine ganze Reihe von Fragen, da gerade die Fälle dieser beiden Kinder von besonderer Bedeutung für die Beantwortung der Frage sind, ob Professor Dr. Klotz schon an diesen Todesfällen einen Zusammenhang mit der Fütterung hätte erkennen können.„##.8 m.. Auf eine Frage des Rechtsanwalts Wittern antwortete Professor Klotz, daß der Befund des Kindes Reimers durchaus nicht eindeutig gewesen sei. Erst der Befund des Kindes Schwartz am 26. April habe ihn veranlaßt, Professor Dr. Deycke auf die Tuberkulosefälle aufmerksam zu machen, denn an diesem Tage hätte man die ursächlichen Zusammenhänge mit der Fütterung bemerkt. Weiterverhandlung am Dienstag. Anklageerhebung gegen zwei Frantfarter Büntiers Frankfurt, 16. November. Gegen die Inhaber der zusammengebrochenen Bankfirma Paul Schlesinger= Trier& Co., Frankfurt am Main, Paul Schlesinger-Trier und Hugo v. Heufville, ist wegen Untreue, Betrugs und Depotunterschlagung Anklage erhoben worden. Es handelt sich um einen Fall aus dem Jahre 1929, der mit dem Zusammenbruch der Firma in Zusammenhang steht. Geschädigt ist die Schweizerische Kreditanstalt. Dieses Institut gab der Bankfirma den Auftrag, für sie Effekten im Betrage von 50000 RM. zu kaufen und im Depot zu verwahren. Die schweizerische Bank hat den Gegenwert bezahlt. Es wird den Beschuldigten nun zur Last gelegt, daß sie den Betrag für sich verwandt und die Effekten nicht angeschafft haben. In den Büchern sollen sie lediglich der Schweizerischen Kreditanstalt Gutschrift auf Stückkonto gegeben haben. Falscher Prinz verhaftet Wien, 16. November. Die Polizei verhaftete einen Schweizer Staatsangehörigen namens Anton Schweizer, der sich als Sohn eines Erzherzogs und Enkel Kaiser Franz Josefs ausgegeben hatte und in dieser Rolle verschiedene Betrügereien begangen hatte. Er verkehrte längere Zeit in monarchistischen Kreisen, in denen er sogar Vorträge über Legitimismus und Adel in Amerika gehalten hat. Sein schwindelhaftes Auftreten wurde hier Schweizer anfangs dadurch erleichtert, daß er, der seinerzeit nach Amerika ausgewandert war, dort beim Uebertritt vom Protestantismus zum Katholizismus auf Grund gefälschter Dokumente einen Taufschein auf den Namen Prinz von Gradisca, Herzog von Verdun, Sohn eines Erzherzogs Ladislaus von Oesterreich aus dessen Ehe mit einer Prinzessin Maria Luise von Bourbon, erhalten hatte. Biide in die Wen tt 77 Schafe von einem Eisenbahnzug getötet. Ein Personenzug fuhr Sonntag abend auf der Strecke Kassel — Bebra in eine große Schafherde hinein, die aus ihrem Pferch ausgebrochen war und in dichten Massen über die Eisenbahngleise drängte. 77 Schafe wurden getötet. tt Wieder ein Bootshausbrand in Berlin. Nach dem Bootshausbrand am Donnerstag in Berlin, bei dem, wie gemeldet, etwa vierzig Segel= und Ruderboote vernichtet wurden, brannte am Sonntag im Osten Berlins am Rummelsburger See wieder ein Bootshaus nieder. Sechs Motorboote und 15 Segelboote wurden ein Opfer der Flammen. 4 up irat##. *t Den Ehemann im Streit erwurgt. Der Landwirt Raubvogel in Lebusa„(Kreis Schweinitz, Sachsen) lebte infolge wirtschaftlicher Nöte seit längerer Zeit mit seiner Frau im Unfrieden. In der Frühe des Sonntags kam es am Kaffeetisch abermals zu Streitigkeiten. Raubvogel forderte, daß der BruRiesige Lebensmittelschiebungen in Kußland Kohl belasten könne; denn auch er habe nicht der seiner Frau das Haus verlasse. In der Erregung 300s Molel dides=Eis Die wissenschaftlichen Ergebnisse der Grönland=Expedition drang er auf seine Frau ein, die aber von ihrem ältesten Sohn geschützt wurde. Die Frau schlug nun mit eeinem Stuhl auf ihren Mann ein und würgte ihn darauf so lange, bis er entseelt am Boden lag. tt Vier Personen durch Gas vergiftet. Einer Gasvergiftung fielen in Fürth der 63jährige verwitwete Anstreicher Kett und seine drei Töchter im Alter von 13 bis 18 Jahren zum Opfer. Die vier Personen wurden in ihrer Wohnung tot aufgefunden. Es liegt ein Unglücksfall vor, der darauf zurückzuführen ist, daß sich der Gummischlauch von der nicht abgestellten Gasleitung in der Küche gelöst hatte.„4# aun tt Die Folgen einer Unvorsichtigkeit. Zwei junge Arbeiter aus Kattowitz zerschlugen aus Unvorsichtigkeit während der Fahrt die Scheibe eines Eisenbahnwagens. Aus Angst sprangen sie aus dem fahrenden Zuge. Einer wurde von den Rädern erfaßt und getötet, während der andere mit schweren Verletzungen auf den Gleisen liegenblieb und erst mehrere Stunden später gefunden wurde. * Inthronisierung des neuen Prager Erzbischofs. Im„St=Veit=Dom in Prag ging Sonntag vormittag die feierliche„Inthronisterang„des neuen Berlin, 16. November. Die soeben zurückgekehrte Grönland=Expedition hat, wie aus Kreisen, die der Expedition nahestehen, mitgeteilt wird, eine Fülle von Forschungsergebnissen und hect der Grögland brPlschesegen De. Ge.: orgi und Dr. Holzapfel berichten. Es stellte sich heraus, daß die Wetterverhältnisse über Grönland weit komplizierter liegen, als man bisher annahm. Besonders das berühmte Grönland=Hoch, dem die Meteorologen einen so großen Einfluß auf die mitteleuropäischen Wetterverhältnisse zuschreiben, ist wesentlich anders aufgebaut, als man bisher vermutete. Es reicht nicht etwa nur bis 3 Kilometer Höhe, sondern bis 14 Kilometer und noch höher in die Atmosphäre hinaus. Ferner herrscht durchaus nicht das beständige, klare Wetter, das man gewöhnlich im Sommer auf dem Inlandeis vorfand, sondern es wurden starke Temperaturschwankungen und viel Nebel und Bewölkung festgestellt. Bei der letzten großen Fahrt mit Propellerschlitten nach Station Eis=Mitte wurde gleichzeitig auch die letzte Eisdickemessung gemacht, die das sensationelle Ergebnis einer Eisdicke von 3000 Meter hatte. Jetzt ist aber sichergestellt, daß die Rieseninsel wie eine gewaltige, eisgefüllte Schüssel geformt ist. Weitere wichtige Ergebnisse wird die Auswertung der Schweremessungen bringen. Die Expedition hat als erste soiche Schweremessungen im Innern Grönlands vorgenommen. Es handelt sich dabei um die Frage, ob das durchschnittliche spezifische Gewicht der Festlandscholle Grönlands geringer oder größer ist als das durchschnittliche spezifische Gewicht der Erdrinde. Wenn die grönländische Festlandscholle leichter als ihre Umgebung ist, so kann man vermuten, daß der felsige Untergrund der Insel sich emporhebt. Das gesamte Material der Expedition, die bekanntlich von der Notgemeinschaft der deutschen Wissenschaft unterstützt wurde, ist bis auf die schwertransportablen Karosserien der Propellerschlitten wieder zurückgebracht worden. Iuflationspanik in Athen Athen, 16. November. In Athen wurde durch das Gerücht, die Regierung plane eine Zwangsanleihe durch Halbierung des Wertes des Papiergeldes, eine Panik verursacht. Es setzte ein förmlicher Sturm auf die Geschäfte ein, um das Papiergeld in Waren einzutauschen, wobei besonders von den Hausfrauen große Vorräte aufgekauft wurden. Später verweigerten aber auch die Geschäfte die Annahme der Papierdrachmen. Auch auf den Straßenbahnen und Autobussen wurde Hartgeld verlangt. Amtlicherseits wird erklärt, daß die Gerüchte über eine Zwangsanleihe unbegründet sind. Die Räubersuche auf Korsika Bisher 100 Verhafteie Paris, 16: November. Die Säuberungsaktion der französischen Polizei auf Konsika wird mit unvermindertem Eifer fortgesetzt. In der ersten Woche sind hundert Räuber verhaftet worden. Das Hauptziel, nämlich die Unschädlichmachung der beiden noch überlebenden Führer des Banditenunwesens, Spadia und Bor, ist jedoch noch nicht gelungen. Die Polizei hatte bereits am Samstag das Blockhaus Vornea auf einem fast unzugänglichen Felsen, umzingelt. Es gelang den Banditen jedoch, im letzten Augenblick in der Dunkelheit die Absperrkette zu durchbrechen und zu entigmmen. Dafür gelang 2s, einen anderen gesähr: lichen Banditen zu verhe ner hünenhaften Gestalt Der Räuber mißt in der Meter und wiegt nahezu drei Zentner. vormittag die feierliche Inthronisierung des neuen Prager Erzbischofs und Metropoliten Monsignore Dr. Karl Kaspar vor sich. Tiefen Eindruck, machte es, als der Erehischof vor der Thronbesteigung seine 84jähdafür gelang es einen anderen gefähru verhaften. der besonders wegen seibestalt Angst und Schrecken verbreitet. in der Tat nicht weniger als 2,10 Karl Kaspar vor sich. Tiefen Eindruck machte es als der Erzvischof vor der Thronhesteigung feine 84jährige Mutter um ihren Segen bat, den diese dem Sohn unter Tränen erteilte. * Eine Ruine in Ostgrönland. Dr. Knud Rasmussen, der von seiner Ostgrönlandfahrt nach Kopenhagen zurückgekehrt ist, hat im Skjoldungen=Fjord eine Ruine gefunden, deren Alter er auf etwa 1000 Jahre schätzt und die nach seinen Angaben nicht von Eskimos stammt. Es handelt sich um einen Bau von den Ausmaßen 10:10 Meter, der aus schweren Steinen ausgeführt ist. Rasmussen glaubt, daß es sich um die Spuren der allerersten gxönländischen Bewohner handle, um das Haus Törkild Orrebeinsfostres, der etwa um das Jahr 1000 mit seinen Mannen an der ostgrönländischen Küste Schiffbruch erlitt und zwei Jahre dort verbrachte. tt Schreckensszenen bei einer Feuersbrunst in Brüssel. In einer im Mittelpunkt der Stadt gelegenen dreistöckigen Konditorei brach in der Nacht zum Samstag ein Feuer aus, das mit großer Schnelligkeit um sich griff. Die Bewohner des Hauses versuchten sich über die Dächer und durch die Fenster zu retten. Von drei Frauen, die den Sprung aus dem Fenster wagten, sind zwei im Krankenhaus gestorben, während die dritte schwerverletzt darniederliegt. Am Samstagvormittag wurde in dem ausgebrannten Gebäude noch die verkohlte Leiche eines jungen Mannes gefunden. * Der hervorragende japanische Geschäftsmann und Philanthrop Vicomte Ejitschi Schibusawa ist in Tokio im Alter von 91 Jahren gestorben. Abgesehen von seinen geschäftlichen Unternehmungen, hatte er eine führende Rolle bei der Gründung der Handelshochschule und der Handelskammer in Tokio, deren Präsident er 27 Jahre lang war, gespielt. Wegen seiner Tätigkeit auf dem Gebiet der sozialen Fürsorge ist er geadelt worden. Er war bis zu seinem Tode Vorsitzender der japanischen Liga für den Völkerbund. 1t Der amerikanische Finanzminister Mellon, wohl der reichste Minister der Welt, hat sich bei der Versteigerung der Kunstschätze des Eremitagemuseums in Leningrad als Hauptkäufer betätigt. Er soll nicht weniger als 33 Millionen Mark für den Erwerb der herrlichsten Kunstschätze ausgegeben haben. heilet, An berschten Eine alte Weisheit.-Dazu ein modernes Beispiel: Sie Tparen mil Weßers durch schligse Kasnertono der Schte —verzichten aber nicht auf den Geruicdiergenohntenfelle giten Kaffees:- Frobieren: Bes echeg Sohte. Berliner Schwäc Moskau(über Kowno), 16. November. In allen Städten der Sowjetunion wurden unter Leitung der OGPU. sämtliche Lager der staatlichen russischen Handelsorganisationen durchsucht und dabei große Mengen von Lebensmitteln gesunden, die in den amtlichen Verzeichnissen nicht aufgeführt waren. In einem Geheimversted in Leningrad wurden für 3 Millionen Mark Lebensmittel gefunden. In Moskau, Charkow und Tiflis wurden Lebensmittel und andere Waren im Betrage von 5 Millionen Mark gesunden. Gegen 200 Beamte wurden verhaftet, angeblich unter der Beschuldigung, diese Lebensmittel und Waren beiseite gebracht zu haben. Sie werden durch das Kollegium der OGPU. abgeurteilt werden. Rumänische Bettler-Organisation Bukarest, 16. November. Wie eine Miniaturausgabe gewisser amerturig, Zustände mutet die Geschichte von einem rumänischen Bestechungsskandal an, die aus dem rumänischen Czei nowitz gemeldet wird. Die allzu energische Kontrole der Polizisten wurde den dortigen Bettlern unbequem, und so entschlossen sich schließlich zwei besonders ie schäftstüchtige Bettler, den Friedensschluß zwischen lizei und Bettlern herbeizuführen und die ganze Bettelei planmäßig zu organisieren. Eine Schutzorganisatio der Bettler bildete sich, deren Mitglieder wöchentlich einen festen Satz zur Verteilung an die zuständigen## lizeibeamten abzuführen hatten. Dafür bekamen se eine regelrechte Quittungskarte, bei deren Vorlage sie von keinem Polizisten mehr etwas zu fürchten hatten. Del einem Mitgliederbestand von einigen hundert Bettlert bedeutete diese Regelung einen erfreulichen Zuschuß für die zuständigen Polizeibeamten, und es ist sehr Frage, ob sie oder die Bettler=Organisation sich### darüber ärgern wird, daß dieser schöne und ergiebig Friedenszustand nun durch eine Denunziation der nicht organisierten Bettler zerstört worden ist. Die neue Woche briefe allgemein in sten Werte gingen tagniveau zurück,: Samsteg hterpor.e Abgeber nervorget Tageskurse um 1 b den. Eine Ausnahn teile der Berliner H etwa 1 Prozent an rubiges Geschüft, wurden ebenfalls et Ais Gründe für die den der schwüchere hörse und der über Landtagswahlen an sehr zögernd in Gal recht spärlich eintri blieb das Geschäft Die Chancen bleiben trotz des F vorstandes und tro lebhaft für eine durchsichtig. falls an ihrer able vollen. Angeblich Börsenverkehr wäh seit ein Verbot vor Später machte gute Außenhandels schritte, und das fast allgemein wiel Geschäft klein. s0 zu hören waren. I gung konnten auch ziehen, wobei es a1 sätzen kam. Die Belastung Steuertermin„und höheren Sätze kontsatz wurde her erhöht, auch der # Prozent an. Soweit es sich heutige Differe sichtigung der sch triedigenden Verla Am Devisenmar mverändert, Holle hagen minus 20 Pf. An den inter ten ergaben sich Am rheinischkam das Geschäft Gang. und die Kur veränderter Grund Farben-Aktien. Er verke zustande. E Wintershall und F behauptet, Kuxe nannt, ohne daß tolgten. Festverzin Indert. Die A Newyork: In Beginn des mwesentliche Ver Der Möl + Recklinghat Larkowiak, der in den Polizeibeamte schüsse ermordet h auf dem 8. Polize Er hat sich bish chum und Hern genächtigt. Der A zu haben. „Arns leiligung zahlreich schen L# Reichsju gruppen weihung uge laufende der künf politisch neter H sprache nehmer Einweihn falen, Inspra geie Päte schart. äche aachst Gr1 bito vember. um Ab. Favag kovember. zesses kamen ng durch die Leiter von von 60 000 25 000 bis ige Tätigkeit anwalt Dr. e Mitglieder 000 Reichsrie=Kredit ein r Angeklagte inem Betrug hen könne, da wei bis drei winns, also ten, und da ch noch einige en haben. ankiers ovember. chenen Bank" F r a n k f u r t r und Hugo Betrugs age erhoben ill aus dem h der Firma die Schweizeb der BankBetrage von u verwahren. wert bezahlt. st gelegt, daß Effekten nicht n sie lediglich ift auf Stückstei heit.-Dazu Seisoiel: s durch er Bohne auf den Te guten kovember. eizer Staatser, der sich el Kaiser und in dieser en hatte. Er n Kreisen, in mus und Adel delhaftes Aufdurch erleichausgewandert intismus zum kumente einen dradisca, HerLadislaus ier Prinzessin itte. bungen kovember. nion wurden se Lager der tionen durchLebensmitteln ichnissen nicht imverstea Killionen n. Lebensmittel 5 Millionen eamte wurBeschuldigung, te gebracht zu sollegium der ber. anischer nischen Czerontrolle Jequem, ers gesen PoBettelei nisation hentlich zen Poen sie sie von n. Bei Bettlern Zuschuß sehr die ch mehr rgiebige er nichtOeme Kosther 1. Gen-tod. Berliner BörlenlituationsBericht Schwächer, später befestigt Berlin, 16. November. die neue Woche eröffnete für Aktien und Pfandbriefe allgemein in schwächerer Haltung. Die meisten Werte gingen um 1 bis 2 Prozent unter Samsgniveau zurück, nachdem schon gegen Schluß des sstagverker eine Großbank plötzlieg, stärker als bervorgetreten war, so daß die höchsten bee um 1 bis 2 Prozent unterschritten wursnahme machten auch heute die Anv.### Berliner Handelsgesellschaft, die erneut um 1 Prozent anzogen. Pfandbriefe hatten sehr iges Geschäft, achtprozentige Goldpfandbriefe rden ebenfalls etwa 1 Prozent niedriger umgesetzt. Prüinde für die verschlechterte Stimmung wur#en der schwüchere Verlauf der Newyorker Samstagund der überraschende Ausfall der hessischen itagswahlen angegeben. Das Geschüft kam nur Sgernd in Gang. zumal Orders bei den Banken recht spärlich eintrafen. Auch in den Mittagsstunden Die Changen für die Börseneröffnung eiben trotz des Beschlusses des Berliner Börsenandes und trotzdem sich auch andere Stellen lchhaft'r eine Wiederaufnahme, einsetzen, un.sichtig. Die Reichsbank scheint jedenIIs an ihrer ablehnenden Haltung festhalten zu vollen. Angeblich wird als Voraussetzung für einen Börsenverkehr während einer gewissen Uebergangsein Verbot von Exekutionen erwogen. Später machte eine Befestigung, die durch die nte Außenhandelsbilanz ausgelöst wurde, Fortschritte, und das Kursniveau von Samstag wurde fast allgemein wieder erreicht. Allerdings blieb das * h ä f t k l e i n, s o d a ß m e i s t n u r n o m i n e l l e K u r s e hören waren. Im Einklang mit der Aktienbewegung konnten auch festverzinsliche Werte wieder anwobei es an diesem Markte zu einigen UmDie Belastung des Geldmarktes durch den öheren Sat#e Fagesgeld vor um etwa Howeit es sich bisher überschen heutige Differenzenzahltag unter Berücksichtigung der schwierigen Allgemeinlage einen bebiedigenden Verlauf genommen... angjieche Pfund Am Devisenmarkt notierter, das englische Pfund unverändert, Holland 10 Pfennig niedriger. Kopenhagen minus 20 Pfennig und Spanien plus 5 Pfennig. An den internationglen Deyizenmärkten ergaben sich keine größeren Veränderungen. Am rheinisch-weftfälllchen Effektenmarkt kam das Geschäft zu Wochenbeginn nur langsam in Gang. und die Kurse bewegten sich auf ziemlich unveränderter Grundlage. Kleinere Umsätze kamen ir Farben-Aktien. Erdöl, Mannesmann und Ver. Stahl verke zustande. Etwas schwächer lagen Aku-Aktien. Wintershall und Burbach bei kleinen Umsätzen gut behauptet, Kuxe wurden zu letzten Preisen gebisten. Featverzinsliche Werte ruhig und kaum verDie Auslandsbörlen Newyork: uneinheitlich und eher schwächer Newyork, 16. November. Ea Beginn des Verkehrs ergaben sich mwesentliche Veränderungen. Während der VormitHandel- Gewerbe-Indultrie Dienstag, 17. November 1931 383 Millionen Mark Ausfuhrüberschuß im Oktober Bis Onlober&a Amkardeh Kasfahraberichaf, Weitere Steigerung der Fertigwarenausfuhr Im Oktober 1931 ist die Einfuhr wertmäßig von 448 Millionen Reichsmark im September auf 483 Millionen Reichsmark, also um 7,8 Prozent gestiegen. Die Zunahme entfällt ausschließlich auf Lebensmittel und Fertigwaren, während die Rohstoffeinfuhr etwas zurückgegangen ist. Die Ausfuhr ist wertmäßig von 812 auf 866 Millionen Reichsmark, also um.7 Prozent gestiegen. Dazu kommen Reparationssachlieferungen im Werte von 13(Vormonat 23) Millionen Reichsmark. Die Ausfuhrerhöhung entfällt nahezu vollständig auf Fertigwaren, deren Ausfuhr um 48 Millionen Reichsmark zugenommen hat. Die Handelsbilanz ist also im Oktober mit 383(September 364) Millionen Reichsmark aktiv. Unter Berücksichtigung der Reparationssachlieferungen beträgt der Ausfuhrüberschuß 396(387) Millionen Reichsmark. Der Ausfubrüberschuß Januar bis Oktober beläuft sich auf 2358 Millionen Reichsmark, wovon 347 Millionen Reichsmark auf Reparationssachlieferungen entfallen, während von den restlichen zwei Milliarden Reichsmark fast 350 lionen Reichsmark durch erhöhte Ausfuhr nach Rußland entstanden. Auswirkungen der Währungsentwertung in England ur anderen Ländern auf den Außenhandel können aus der Statistik direkt nicht ersehen werden, jedoch deutet der bei einzelnen Ein- und Ausfuhrwaren festzustellende Rückgang der Durchschnittswerte auf solche Wirkungen hin. Diese deutsche Handelsbilanz ist um so bemerkenswerter, wenn man sich einmal die Bedingungen ansieht, unter denen die deutsche Ausfuhrwirtschaft um den Absatz auf dem Weltmarkt ringen muß. Trotz aller schönen Beschlüsse des Völkerbundsausschusses und Empfehlungen der Internationalen Handelskammer, die Handelshemmnisse zu beseitigen, ist der Hochschutzzoll in stürmischem Vormarsch begriffen. Nur eine kleine Auslese: Die Schweiz wünscht die Kontingentierung der Wareneinfuhr aus Deutschland. Italien hält trotz des Berliner Besuches Grandis an dem löprozentigen Zollaufschlag auf alle handelsvertraglich nicht gebundenen Waren aus Deutschland fest. Aus Holland wird bekannt, daß man dort mit der lange geplanten 25prozentigen Zollerhöhung, wovon besonders die deutsche Einfuhr betroffen würde, Ernst machen will. Seit dem 26. September hat Polen neue Zollsätze in Kraft, die für mehr als 100 Waren Aufschläge bis zu 100 Prozent vorsehen. Litauen setzte am 14. Oktober seine Zölle herauf und auch die meisten südamerikanischen Staaten haben ihre Zölle erhöht und beabsichtigen obendrein noch. Einfuhrverbote für bestimmte Warengattungen. Und doch bleibt uns, sofern wir als Volk überhaupt am Leben bleiben wollen, garnichts anderes übrig, als die Zollmauern zu überspringen und um jeden Preis auszuführen. .63 Millionen Reichsmark Reingewinn 10 Prozent Dividende).„ 95 Im Geschäftsbericht wird die Meinung vertreten, daß der gewaltige Schrumpfungsvorgang in der Wirtschaft erst nach opfervollem Einsatz auf allen Gebieten durch harte Arbeit langer Jahre allmühlich wieder rückgängig gemchat werden könne. Aus den den Geschäftsberichten beigegebenen Statistiken ist zu entnehmen, daß der Warenumschlag des Konzerns und der nahestehenden Werke im abgelaufenen Geschäftsjahr auf 366.62(472.26) Millionen Reichsmark zurückging. Der Anteil des Auslandes erhöhte sich dabei auf 48.59(36.35) Prozent. Die Direktoren der Bank von England haben beschlossen. Montague Norman wieder zum Gouverneur der Bank von England und Sir Ernest Musgrave zum stellvertretenden Gouverneur zu wählen. Montague Norman würde damit zum 13. Male das Amt eines Gouverneurs der Bank von England übernehmen. Die Jeweilige Amtsdauer beträgt ein Jahr. Rheinisch-Wefffälische Vichmärkte vom 16. November 1931. rsen à 90 140-Ziegen Preise für 50 kg Lebendgewicht in Reichs mark Ochsen a.]— tagsstunden vermochte sich dann aber eine Befestigung um 1 bis 8 Dollar durchzusetzen, da die feste Veranlagung der Getreidemärkte einen Anreiz bot. Der scharfe Rückgang am Silbermarkt drückte dann im Verlauf auf die Stimmung und es kam zu einer unsicheren Kursgestaltung. In den Nachmitagsstunden trat dann ein Rückschlag um 1 2 Dollar ein. In der letzten Börsenstunde kam es zu einer neuen Befestigung; von einer Verflauung der Eisenbahnaktien ausgehend, war dann aber der Schluß ausgesprochen schwach. Die Verluste trugen im allgemeinen 1 bis 4 Dollar. Der deutsche Bondsmarkt lag ausgesprochen schwach. Leipziger Stadtanleihe von 1947 ging um 11 Punkte zurück. Young-Anleihe notierte zeitweilig 36 und ging erst auf Interventionen etwas in die Höhe. Der Ausgang der hessischen Wahlen war möglicherweise bestimmend für die rückläufige Kursbewegung. Deutsche Industrieobligationen und Anleihen In Neuyork Juli“E Nauhr. 114. Novbr. 34—37/35—37 esce 26—29— Amlliche Oerisenkaurge Berlin, den 16. November 1931 Für drahtlose Auszahlungen Diek. 16. November Geld 1 Brief 14. November Geld Brief MönzParität Soenos Alres ondon llewyork flo de Janeiro Ansterdam Brüssel Budapest Danzig lelsingfors Italien ogoslawien oie..:: .123.127 15.88 15.92 .209.217 .259.261 169.43/169.77 58.57 58.69 73.28 73.42 82.22 82.38 .21.23 21,72 21.76 .473.487 90.01 90.19 88.11 88.29 16.53 16.57 38112.468 12.488 82.13 82.29 36.31 36.39 89.56 89.71 58.94 59.06 Lombardsatz 100 .78 20.43 .198 .36 168.74 58.30 73.47 81.72 10.57 22.09 81.00 112.50 112.50 16.44 85.06 81.00 81.00 112.05 53.88 60—70 38 49 5½% Commerzbank 1937...... 6% Deutsche Bank und Diskonto-Ges. 1932 6½% Hapag 1940.......... 6% Norod. Lloyo 1947 6% Gelsenkirchen 1934 7% Rheinelbe Union ohne Opt. 1948 6% Rhein.-Westf. Elektr.-Werke 1953.. 7% Rhein.-Westf. Elektr.-Werke 1950 6% Rhein.-Westf. mit Option 1953.... 7% Hugo Stinnes 1948 1½% Leonhard Tietz A. G. ohne Opt. 1848..1 83.. 6% Ver. Elektr.-Werke Westf. 1953....... 65¼ 81¼ 6% Rhein.-Westf. Wasserwerke 1953 6½% Ver. Stahl Serie A. o. Opt. 1951 %s Karstadt 1963........:::. g* Plg Deutsche Reparations-Anleihe(Gapes-Aul.) 1949 955 88 ... 68% 37½ Die übrigen Auslandsbörfen Amsterdam: Lustlos und abbröckelnd. London: Unsicher und unregelmäßig. Paris: Bei schleppendem Geschäft wenig veränder Malland: Ueberwiegend fester. Brüssel: Matt und uneinheitlich. Zürich: Schwächer. 16.Novbr 40 78 60—70 37 41½ Katzenellenbogen verhaftet Voruntersuchung gegen die Schuldigen am SchulthelB-Fall eröffnet Auf Antrag der Staatsanwaltschaft wurde am Montag vom Untersuchungsrichter beim Landgericht I In Berlin die Voruntersuchung gegen Ludwig Katzenellenbogen und die vier anderen Mitglieder des bisherigen Generaldirektorlums der Schultheiß-Patzenhofer.-G. eröffnet. Sie werden beschuldigt. als Mitglieder des Vorstandes fortgesetzt wissentlich den Stand der Gesellschaf unwahr dargestellt oder verschleiert zu haben. Ferner wird Katzenellenbogen beschuldigt, durch eine weitere selbständige Handlung als Vorstandsmitglied absichtlich zum Nachtell der Schultheiß-Patzenhofer gehandelt zu haben. Der Untersuchungsrichter hat auf Antrag der Staatsanwaltschaft gegen Ludwig Katzenellenbogen Haftbefehl wegen Fluchtverdachts erlassen. Katzenellenbogen ist in das Untersuchungsgefängnis Berlin-Moabit eingeliefert worden. Verluftabschluß der Gutchoffnungshüfte Die Gutehoffnungshütte.-G. in Oberhausen und die Holdinggesellschaft des Konzerns, die Gutehoffnungshütte, Aktienverein für Bergbau und Hüttenbetrieb in Nürnberg, legen jetzt ihre Abschlüsse für das am 30. Juni abgelaufene Geschäftsjahr vor. Der Konzern hat mit Verlust gearbeitet, da die Abschreibungen nicht verdient werden konnten. Infolge der starken Verschlechterung der Absatzmöglichkeiten der Eisenindustrie sind die Erträgnisse so stark zurückgegangen, daß im wesentlichen gerade die Unkosten. Steuern und Abgaben gedeckt werden konnten. Durch die von den Beteiligungen erzielten Gewinne wurde das Geschäftsergebnis etwas verbessert. Bei der Gutehoffnungshütte Oberhausen.-G. wurde nach Abzug aller Unkosten ein Betriebsgewinn von 13 111(i. V. 11.39 Millionen) Reichsmark erzielt. Andererseits wurde für Abschreibungen etwa die Hälfte des vorjährigen Betrages aufgewandt, und zwar.00(.31) Millionen Reichsmark. Es verbleibt also ein Verlust von .99 Millionen Reichsmark, der von der Gutehoffnungshütte, Aktienverein(Nürnberg) übernommen wurde.(I. V. wurde der Reingewinn von.08 Millionen Reichsmark an den Aktienverein überwiesen.) Die Erzeugung von Roheisen ging auf 521 477 (852744) Tonnen, die von Rohstahl auf 608 885 (1 003 031) Tonnen und die Leistung der Walzwerke auf 437 465(728188) Tonnen zurück. Mit dem Erzeugungsrückgang war eine starke Senkung der Weltmarktpreise verbunden. Die Kohlenförderung der Gesellschaft verminderte sich auf.16(.14) Millionen Tonnen, die Kokserzeugung auf 769 806(1 145 123) Tonnen und die Brikettherstellung auf 158 555(200 961) Tonnen Die Gutehoffnungshütte, Aktienverein für Bergbau und Hüttenbetrieb in Nürnberg, erzielte 1930/31 Gewinne von 4,19(4,77) Millionen Reichsmark. Nach Abschreibungen von .63(.45) Millionen Reichsmark und nach Abzug des üibernommenen Verlustes der Gutehoffnungshütte berhausen.-G. von 2,99 Millionen Reichsmark erjibt sich nach Verrechnung des Gewinnvortrages von 629 483 Reichsmark ein Verlust von 802 664 keichsmark, der vorgetragen werden soll(1. V. aus —]— 20—25 .*) 48—52|— 60- 72 40—4151—5348—54 30—38 42—5040—47 30—40 30—38 — 32—36 *— — 23-30 * 24-26 —(16—20 13—45/10—4545—48 13—454145 45-43 33-42 40—4442—44 38-42 36—40 38—41 —— 33—36 — /32—4032—42 27—2929-31 30-—33 24—2625-2727-29 —[23-2423—26 — 20—22/— 28-3329—3230—33 20—27|25-2825-29 —[22-2423-35 — 13—21s17-22 — 33—3534—36 — 29—32/31—33 do. 6—[25—2825-30 *) Ausgesuchte über Notiz. Bochum: Marktverlauf: schleppend. Dortmund: Marktverlauf: sehr langsam mit Ueberstand; Kälber sehr langs am. geräumt: Schweine schlecht, geräumt. Essen: Marktverlauf: ruhig. Getreide- und Warenbörse in Essen (Großhandel-Börsenpreise) Die Preise verstehen sich für 100 kg waggontrei Essen bei Abnahme von Waggonladungen Essen, 16. November Nunge deuts nländ. Weizen..—.—. " Roggen Pomm. Weid-Hafer 18.-19.0s18.-19.5 Ausländ. Weizen Roggen " Hafer. " Gerste Inl. Sommergerste Plata-Mais Pl.-Cinquant. Mais Tendenz: 91.2 23.-24.0 24.0 245 21.5223 20.-20.5 210(21.0 21 5 21.5[21.-220 Pen Veizenmehl mit Aus 35.-38.0 26.-36.5 ts schweizen. Weizen m. Grdpr.97% 33.-34.0 34.-34.5 10% ia rh Roggenm. 31.-32.7/32.-32.7 Dstd. Rogoenmeh„ Neizenkleie... 10-11.0 10.-12.0 Neizenbollmehl 11.-11.511.-12.8 .-19.0.-10.0 chnitze.-.5.0·6.5 Steffenszuckerschn..-10.0.-10.5 Duisburger Getreidemarkt Notierungen für 100 Kilo in Reichsmark, frei Waggon Duisburg Quisburg, 16. November 1931 o7 68 10—115 9 Berliner Produktenbericht Berlin, 16. November 1931 Kesdchet gacheiene cacte euschenen er ütchenne sonst per 10 Klogranm.— „Peute Weizen märk. 223-226 Roggen märk. 196—198 Neue Wintergerste 163—176 Hafer mirk., 145—149 Weizenmehl[28.-32.57 Roggenmehl 70% 26.9 29.1 „ 60%—. Weizenkleie. 10.-11.0 Roggenkleie 110.-11.0 Viktoriaerbsen 24.-30.0 Kleine Erbsen[25 0 28 0 vorige 222—225 193—195 169—176 145—149 28.-32 5 26.-29.0 10.-11.0 10.511.0 24..30.0 25 0280 Futtererbsen Peluschken.. Ackerbohnen Wicken.... Blaue Lupinen Gelbe Luoinen Seradells neu Rapskuchen Leinkuchen Frocken-Schnitze Kartoffelfliocken heute vonge 17.0 10.0 170 19.0 16 5 18.0 16 5 18.0 17 11.012.511 0 12 5 13 0 15 013 0 15.0 13.-13.9 13.-14.0 6 10-.20 6. 10-.2“ ——.— K Weztaten und Der Mörder Bartkowiak stellte sich : Recklinghausen, 16. Nov. Der 21jähzige, Seigrich Bartkowiak, der in der Nacht zum Freitag se. den Polizeibeamten Bartkowiak durch meh##### schüsse ermordet hat, hat sich in der Nacht zum Montag auf dem 8. Polizeirevier in Recklinghausen=Suo gestellt. Er hat sich bisher vorwiegend in Gelsenkirchen,„.ohum und Herne herumgetrieben. und in Haussturen senächtigt. Der Mörder schützt vor, im Affekt gehandelt zu haben. Einweihung des Hindenburghauses Arnsberg, 16. November. Unter sehr starker BeEelzigung des Hindenburgbundes, der Bevölkerung und schreicher Persönlichkeiten des offentlichen und politischen Lebens fand in Arnsberg die Einweihung des Reichsjugendheimes des Hindenburgbundes, Jugendsuppen der Deutschen Volkspartei, statt. Den Einbeihungsfeierlichkeiten war eine Sitzung des Reichssugendausschusses vorangegangen, die sich mi Aenden geschäftlichen Angelegenheiten und Fragen eet kunftigen Arbeit des Bundes befaßte. An ein kelitisches Referat des Reichsjugendführers ubgeordheter Hintzmann schloß sich eine ausführliche Aussprache an. Der Abend vereinigte die zahlreichen Lehmer auf einem Begrüßungsabend der Jugend= und ##sgruppe Arnsberg, bei dem der Führer von WestAun, Fabrikant Klingspor(Siegen), eine begeisterte #sprache an die Jugend hielt. Zur Einweihungs[ler selbst hatte sich noch eine stattliche Zahl geladener Kaste um die vielen Fahnen des Hindenburgbundes geGhart. Die Feier begann mit einer kurzen religiöten Seihestunde, die Studienrat Wagner abhielt. Der Reichsjugendführer Hintzmann begrüßte dann zunachst die Vertreter des Parteivorstandes und die übri„Fabrikbesitzer Hembeck überbrachte die Pruße des Parteiführers und ermahnte die Jugend zu Oeserwillen und Einigkeit. Adolf König Pelbertretender Jugendführer namens der„Sugerd,## go; te Vorte des Dankes. Fabrikbghitzer.##zrn# Eernahm, das Heim zu treuen Händeg und wirs auf een unerschütterlichen Glauben der Jugend an die reutsche Zukunft hin. Am Nachmittag fand im Schützeneus, das bis zum letzten Platz besetzt war, eine Kundgebung statt, bei der Abgeordneter Hintz. mann sprach. Die Gefahr, die in einer möglichen Einheitsfront von Kommunisten und Sozialdemokraten drohe, sei nicht so groß als die Gefahr eines Zweifrontenkampfes. dem eine Regierung der Mitte ausgesetzt ist; darum müsse eine Verbreiterung der Regierung nach rechts erfolgen. Katholischer Deutscher Frauenbund Essen, 16. November. Der Bezirk„Industrie" im Katholischen Deutschen Frauenbund veranstaltete Samstag und Sonntag in Essen eine Tagung. Fzau Anna Heidersmann,(Köln), spggch. uhrr,.#as Thema:„Die Familie in der Zeit der Wirtschaftskrise.“ Die Frau, führte sie aus, müsse den Gefahren der Arbeitslosigkeit entgegenwirken, indem sie für die davon betroffenen Familienmitglieder, namentlich die Jugendlichen, in irgendeiner Form eine Betätigung finde. einer Betrachtung über die Siedlungsfrage betonte sie, daß die Welt vor einer Neuverteilung der Arbeitskräfte stehe. Die Zahl der Selhstversorger müsse wieder vermehrt werden. Der Erfolg der Siedlung stehe und falle mit der guten Haushaltsführung der Frau.. Frau Nopmann(Köln) sprach über das Thema„Frauenarbeit und Wirtschaftskrise". Die Rationalisierung sei heute das Schicksal von Millionen geworden. Die Rationalisierungskräfte der Gegenwart müßten überwunden und veredelt werden durch die irrationalen Kräfte der Frau. Am Sonntag vormittag begann die Aussprache in zwei Arbeitskreisen, deren einer die Frage„Lebenshaltung der Familie Lei vermindertem Einkommen" behandelte, während der zweite sich mit der Rationalisierung und Intensivierung der Frauenberufsarbeit beschäftigte. Nachmittags um 4 Uhr begann eine öffentliche Versammlung, in der einleitend das Ergebnis der Verhandlungen und Beratungen vom Samstag und Sonntag zusammenfassend noch einmal dargestellt wurde. Dann hielt Frau Ministeriglrat Helene Weber Eexlin), einen, Vortrag über die Beziehungen zwischen Kultur und Wirtschaft. Reichsminister a. 9. Koch über Beamten-Selbsthilfe Essen, 16. November. Auf Einladung des Bezirksausschusses des Deutschen Beamten=Wirtschaftsbundes sprach im großen Essener Stadtgartensaal der frühere Reichsminister Koch(Weser), der Vorsitzende des Bundes, über die wirtschaftliche Lage der Beamtenschaft und ihre Selbsthilfeeinrichtungen. Nach einleitenden Ausführungen über die schzgchte poffrutsghgfezi ge Deutschlands, die trotz allem noch nuahg wussnnzztslos sei, wandte sich der Redner eigentlichen Beamtenfragen zu. Die Beamtenschaft vereinige in sich eine große Kraft, wenn sie sich nicht durch Neid. Mißgunst und Streit zersplittere. Durch eigene wirtschaftliche Einrichtungen müßten die Beamten für ihr Auskommen in einer Zeit sorgen, die im Zeichen starker Gehaltskürzungen stehe. 25 Bezirksausschüsse, 200 Ortsausschüsse und 20.000 Vertrauensleute ständen im Dienste des Beamten=Wirtschaftsbundes, dessen Einrichtungen von mehr als 1 Million Beamten benutzt würden. Es beständen bereits mehr als 70 Beamtenbanken, die im letzten Jahre einen Umsatz von 5 Milliaxden Mark gehabt, hätten, wevon allein auf Baden 2 Milliarden Mark entfielen. Zum Beantenwirtschaftsbu Feamkentpohnungsbereine, in der genossenschaften, und„Bsarntexmohnungsverein ge.#7 der Beamtenwohnungswirtschaft seien mehr als 250 Millionen Reichsmark investiert, 5923 Wohnungen würden von den Wohnungsvereinen des Bundes betreut, 643 Häuser seien an Eigentümer abgegeben. Zahlreiche Beamten=Konsumvereine seien dem Beamten=Wirtschaftsbund angeschlossen. Schweres Aukounglück— Drei Schwerverletzte Essen, 16. November. Sonntag nacht fuhr auf der Steeler Straße ein Lieferwagen in voller Fahrt gegen den Beleuchtungskörper der Verkehrsinsel am Parkfriedhof. Der Wagen schlug um und wurde vollständig zertrümmert. Die drei Insassen erlitten schwere Verletzungen. Streikbewegung im Hafengebiet + Duisburg=Hamborn, 16. Nov. Auf Grund des kürzlich gefällten Schiedsspruches, der für die Hafenarbeiter und Kranmaschinisten ab 13. November eine Lohnsenkung von 5½ Prozent vorsieht, kam es am Montag vormittag in einem Teil der am Hafen gelegenen Betriebe zu einem Streik. Die Bewegung nimmt von Ruhrort ihren Ausgang. Der Mord in Honnef aufgeklärt Honnef, 16. Nov. Der Metzgergeselle Hermann Coenen, 19 Jahre alt. aus Buesdorf bei Bergheim a. d. Erft, hat eingestanden, die 25jährige Anna Fuchs aus Honnef ermordet zu haben. Der Mörder hat die Fuchs mit einem Strick erdrosselt und alsdann an einer Bank im Walde aufgehängt. Kleine Provinz-Rundschau □ Zehnköpfige Diebesbande gefaßt. In der Nacht zum 31. Oktober war, wie seiner Zeit gemeldet, einem Landwirt von einer Weide in der Nähe der Lippe ein sieben Zentner schweres Rind gestohlen und an Ort und Stelle abgeschlachtet worden. Die Kriminalpolizei nahm nun in Marl eine zehnköpfige Diebs= und Hehlerbande fest, die für den Diebstahl in Frage kommt. □ Motorradunglück fordert zwei Tote. Der Führer eines mit zwei Personen besetzten Motorrades verlor auf dem Lippstädter Weg in Liesborn die Gewalt über die Maschine und kam zu Fall. Der Mitfahrer war auf der Stelle tot, während der Besitzer der Maschine einige Stunden später verschied. Allem Anschein nach ist das Unglück auf starken Nebel zurückzuführen. □ Sparkassenrendant verhaftet. In einer Wirtschaft in Dümpten wurde am Freitag abend auf Ersuchen der Staatsanwaltschaft Arnsberg der 83 Jahre alte Sparkassenrendant Fritz Müsse aus Dahlbruch festgenommen. Er steht im Verdacht, Unterschlagungen im Amte bei der Sparkasse Keppel begangen zu haben, außerdem soll er ohne Genehmigung des Sparzaßegggrsangee zwei Firmen Kredite von Ausantenteig perloren sind. mark eingeräumt haben, die größtene# perl##en sind. Eine gefährliche Einbrecherbande des rhein westfälischen Industriegebiets verhaftet. Nach umfassenden Fahndungsmaßnahmen der Düsseldorfer Polizei wurden in Köln mehrere Personen verhaftet, die einer gefürchteten Einbrecherbande angehören. Die Einbrecher benutzten für ihre Diebeszüge stets Personenkraftwagen, die sie stahlen und hernach herrenlos stehen ) Gewissenloser Kraftwagenführer überfährt Familienvater. Auf der Dingdener Chaussee bei Bocholt wurde der Arbeiter G Kalberg von einem Kraftwagen= führer überfahren. Ohne sich um den Verunglückten, der verheiratet und Vater von drei unmündigen Kindern ist, weiter zu kümmern, hat der gewissenlose Wagenführer dann unerkannt das Weite gesucht. □ Schmugglex festgenommen.— Große Beschlagnahmen. An drei verschiedenen Stellen in der Nähe von Straelen stellten Grenzbeamte Schmugglerkolonnen. Fünf Personen konnten hierbei festagnome men werden. An Schmuggelwaren wurden 180 Pfund Kaffee, 86 Pfund Tabak, 17 Pfund Kakao und 8600 Zigaretten beschlagnahmt. Anzeiger u. Gen. Anzeiger Taetenz Opiel and Dienstag, 17. November 1931 Die Wellialeiniege ArBechdm gute Hoher Sich Werner Boxer BSK. Werne 30— SV. Hamborn 24 12:4. Die Werner Boxer bestätigten erneut ihre gi Form. Auch die Hamborner, die eine sehr starke Mannschaft stellen, konnten den Siegeszug der Gastgeber nicht aufhalten. Die Kämpfe brachten folgende Ergebnisse: Papiergewicht: Weber(.) verlor gegen Pajotka (.) nach Punkten. Fliegengewicht: Ladniak (.) siegte gegen Prokraka(.)) in der dritten Runde durch K. o. Bantamgewicht: Wilke(.) zwang seinen Gegner Ignorek(.) in der zweiten Runde zur Aufgabe. Federgewicht: Weißnicht(.) gab ebenfalls erwartungsgemäs ter Verein" mit 5½:2½. Schachverein besiegte den Schachverein„Bochumer. Verein“ mit Nach der dritten Runde ist der Tabellenstand in der Gruppe I folgender: Bochumer Schachverein, Schachverein Günnigfeld und„Königsspringer“ Bochum. In der Gruppe II kamen die„SchachfreundeWeitmar zu den ersten Punkten. Sie bezwangen den Schachverein Hattingen mit:2. Der Schachklub Lan, gendreer sicherte sich auch weiter durch einen Sieg von:3 über die Bochumer Schachgesellschaft die Tagegen Zielmann(.) in der zweiten Runde auf. Leichtgewicht: Engels I gewann in der zweiten Die Westfalenriege der Deutschen Turnerschaft probte zum letztenmal vor dem Kampf mit den Vertretern des Rheinlandes am 6. Dezember in Köln am Sonntag in Bochum. Die hervorragenden Leistungen der Turner sind im„B..“ bereits gewürdigt worden. Unser Bild zeigt die Riege der Sport der Heimat Verein: SpVg. Harpen „Teutonia", Riemke Langendreerholz Langendreer 07 VfB. Werne Phönix Reichsbayn TuS. Polizei=SV. Gerthe=Hiltrop BC. Hordel Fußballtabellen 1. Bezirksklaffe Gruppe 1: Spiele gew. un. verl. Tore Punkte 18•4 14:2 12:6 12:2 21:23 10:6 19:16:5 11:12 30:14 21:24 13:24 13:19 16:21 :7 :10 :10 :10 :10 :11 Verein: SC. Altenbochum SV. Herbede Dahlhausen 16 „Concordia" Weitmar 09 VfB. Winz=Baak „Tura“ Eppendorf Bochum=West Querenburg SpSp. Stiepel Gruppe 2: Spiele gew. un. verl. Tore Punkte 22:9 12•9 •9 19:13 11:11 17:16 •9 :7 :10 :20 Mit:1 reihten sie einen neuen Sieg an ihre letzten Erfolge. Das mit so großer Spannung erwartete Damenspiel endete mit einem knappen, recht glücklichen Sieg der Dortmunderinnen. Bei der Pause stand das Spiel:1. Die größere Härte ließ dann die Gastgeberinnen zum Siegtore kommen. Die Ergebnisse der vier Kämpfe waren: TV.„Eintracht Dortmund— TuS. Bochum 1. Herren:0: TV.„Eintracht"— TuS. 2. Herren:4; TV.„Eintracht"— TuS. Junioren :2; TV.„Eintracht"— TuS. Damen:1. Handball der DT. Tvg.„Eintracht“.— Evangel. Gesellenverein:0. Wer hätte das geglaubt? Bei einem Kampf zwischen Gegnern, die beide Hoffnungen auf den Meistertitel haben und somit doch auch gute Torschützen im Sturm haben. Aber es waren auf beiden Seiten herBesonders der Geseuenyuter, der Leichtgewicht: Engels I gewann in Runde gegen Zejech(.) durch Aufgabe. Leichtgewicht: Dierks(.) zwang ebenfalls seinen Gegner Kirchner(.)) in der zweiten Runde zur Aufgabe. Weltergewicht: Jaschke(.) erledigte seinen Gegner Witke(.)) in der dritten Runde durch Aufgabe. Mittelgewicht: Kondmann(.) siegte schon in der ersten Runde über Batay(.) durch K. o. Halbschwergewicht: Korzillius(.) buchte einen knappen Punktsieg gegen Scharf(.). KSV. Werne 22— Bochum-Welt Der Kraftsportverein Werne 22 empfängt morgen abend den Bochumer Gegner zum fälligen Freundschaftsrückkampf. Die Werner Mannschaft gewinnt erst allnähmlich ihre frühere Form wieder. Sie muß sich morgen gegen die ausgezeichneten Bochumer Gäste sehr anstrengen, wenn sie die Niederlage aus dem ersten Kampf wieder gutmachen will. Freiwilliger Verzicht „Germania 1910“ Bochum verzichtet auf den Kampf um die Deutsche Mannschaftsmeisterschaft. Die Boxabteilung des KV.„Germania 1910“ die sich den Titel Westdeutscher Mannschaftsmeister erkämpft hat, hatte bei den Auslosungen um die Deutsche Meisterschaft Pech. Die Auslosung ergab die Paarung der Bochumer mit dem Vertreter Thüringens. Kampfort sollte Bochum sein. Die hohen Fahrtkosten für den Gegner, die Germania zu tragen hätte, zwangen den Verein, auf den Kampf zu verzichten. Zwei K..-Siege Der zum Reichsverband übergetretene AthletikSportverein Herne brachte am Sonntag im Lokale Anlauf vor zahlreichem Publikum ein gemischtes Programm zur Abwicklung. Die beiden Hauptkämpfe wurden von den beiden Polizeiboxern Jakubowsky I und Jakubowsky II bestritten, die mit Gregal (Dortmunder Boxring 27) bzw. Kargel(Herne) wenig Federlesens machten. Jakubowsky l überfuhr Gregal in der ersten Runde mit ununterbrochenen Schlagserien, worauf der Dortmunder das aussichtslose Treffen aufgab. Jakubowsky II schickte Kargel schon zu Beginn der ersten Runde mit einem schweren linken Kinnhaken für von:3 über die Bochumer Schachgesellschaft die Tobellenführung. Der Schachklub Altenbochum mußte gegen die„Schachfreunde“ Bochum eine hohe Niederlage von:6 bei einer Hängepartie hinnehmen. Der Tabellenstand in der Gruppe II ist: Schachklub Langendreer,„Schachfreunde" Bochum und Bochumer Schachgesellschaft. Wanne-Eickeler Sportbrief Die Zwischenrunde um den Pokal des WSV. bescherte der Wanne=Eickeler Fußballgemeinde zwei reizvolle Treffen, die die an und für sich stark gegebenen Ueberraschungsmöglichkeiten in hohem Maße zur Auswirkung brachten. Die erstklassigen Wanne=Eickeler Teilnehmer„Preußen" und Turnerbund hatten gegen die Vorrundensieger der unteren Klassen schwer zu kämpfen und gelangten nur durch äußerst knappe Siege in die nächste Runde. Das Spiel auf dem „Preußenplatz“ sah zwei gänzlich verschiedene Halbzeizeiten. Herne 16 ließ sich zunächst das Wanner System aufdrängen und lag bald mit:0 im Nachteil. Dann beschränkten sich die Herner auf planvolles Zerstörungsspiel und antworteten nur gelegentlich mit schnellen Innenvorstößen. Bis zum Schluß der regulären Spielzeit gelang ihnen mit einigem Glück der Ausgleich. Das Wanner Siegtor fiel in der dritten Minute der Verlängerung nach feiner Kombination der rechten Sturmseite. Noch schwerer hatte es der TB. Eickel in seinem Spiel gegen Herne=Süd. Auch hier war von einem eigentlichen Klassenunterschied nichts zu merken. Die Turner hatten sogar Mühe, bis zum Schluß der Spielzeit den:=Vorsprung der Gäste auszugleichen. Erst im zweiten Abschnitt der Verlängerung gelang den Eickelern der entscheidende Treffer. Im einzigen Punktetreffen des Tages unterlag„Fortuna" Wanne gegen Castrop 74 mit:4 Toren. Sicherer als erwartet gewann Wanne 1911 im Privatspiel gegen den Spitzenreiter der Gauklasse SC. Holsterhausen:0. Handball=Gruppe Bochum: MBV. Linden Polizei=SV. Bochum Hattingen SV. Witten 92 STV. Werne TuS. Bochum Henrichshütte SV. Herbede Hattingen SpB.— Spiel am Wasserwerk 10 9 11 11 11 11 10 11 SpVg. Welper in Hattingen sah 0 69:19 19:1 55:22 17:1 19:29 12:10 28:33 11:11 40:45 11:11 35:32:15 35:32:14 10:42:21 :1. Dieses zwei gleichvorragende Torhüter. Besonders der Gesellenhüter, bestimmt noch mar so viel Arbeit bekam wie sein Gegen=er##rsüber, war glänzend. Und dann noch ein Grund: das die Zeit auf die Bretter. fast ängstliche Bewachen der gegnerischen Stürmer. Soi Radsport wertige Gegner am Start, die ein schnelles Spiel vorführten. In der ersten Halbzeit hatten beide Parteien gleiche Chance, aber torlos werden die Seiten gewechselt. Nach dem Wechsel hatten die Platzleute zeitweise etwas mehr vom Spiel, aber die Welperaner waren die Glücklicheren und kamen 15 Minuten vor dem Ende nach einem plötzlichen Vorstoß des Rechtsaußen zum SiegesBB. Langendreer 07— SB. Dorstfeld:9. Langendreer 07 zeigte im Gegensatz zu früheren Kämpfen im Freundschaftsspiel gegen den Klassenhöheren eine wesentliche Formverbesserung. Während der ersten 45 Minuten sah man bei den Gästen noch einigermaßen Leistungen, sie mußten sich aber auch in diesem Zeitabschnitt schon zwei Treffer gefallen lassen. Nach der Pause konnten sie aber dem Ansturm der Platzleute nicht standhalten. Witten 92— BfB. Gerthe:1(Pokalspiel). Diese Begegnung in Witten wurde äußerst hart und erbittert durchgeführt. Sie endete nach wechselvollem Spiel und der regulären Spielzeit unentschieden. Auch die notwendig gewordene Spielverlängerung brachte keiner Mannschaft einen Erfolg. Erst durch das Los wurden die Gerther Sieger. Die mit Ersatz spielenden Besucher wußten auch in diesem Spiel wenig zu überzeugen. Insbesondere zeigte der Angriff ein schwaches Spiel. Hervorragend war die Hintermannschaft. Auch die Wittener boten keine gute Leistung. Entschuldigend mag für sie sein, daß sie das Spiel teilweise mit neun und zehn Mann durchführen mußten. der autf sen Keinschen Gechade d bch. dies beie zeit eine gute Form erreichen konnten, so daß sie in Führung gingen. Nur noch 10 Minuten nach dem Seitenwechsel war die Manschaft des Gastgebers in Form, fiel dann aber dem blendenden Spiel der Bochumer zum Opfer, die jetzt unermüdlich das gegnerische Tor bestürmten und auch das Schießen nicht vergaßen. Nicht weniger als sechsmal wußten die Leute aus Marmelshagen das Leder über die Linie zu bringen. SuS. Wilhelmshöh— Bommern 05:1. Die Langendreerer Leute von der Wilhelmshöh setzten ihren Siegeszug im Kampf gegen den Ortsnachbarn fort, der in der ersten Halbzeit erbitterten Widerstand leistete; dann aber dem ausgezeichneten Stürmerspiel der Platzleute zum Opfer fiel. Der Angriff fand sich vorzüglich und schoß sieben Tore, während der Gast nur einmal erfolgreich sein konnte. Hockey Klubkampf TV.„Eintracht“ Dortmund— TuS. Bochum In diesem Kampf zeigte es sich, daß die Bochumer in dieser Saison tüchtig nach vorn gekommen sind. Die gesamte Spielstärke hat sich gehoben. In den vorherigen Kämpfen konnten die Dortmunder klare Siege erringen. Jetzt zeigte sich die Ueberlegenheit nur noch im ersten Herrenspiel. Vor allem war der Dortmunder Sturm technisch besser. Er war durchschlagsfrafns benep am in seohe Galggen gog! Tore zu kam es, daß technische Feinheiten nur im Mittelfelde zu sehen waren. Während des ganzen Spiels war eine kleine Ueberlegenheit der„Eintrachtler" unverkennbar. Deutsche Jugendkraft Fußball Die„Antonen“, die in den letzten Spielen durchweg siegten, mußten sich den„Westfalen“ aus Langendreer beugen; sie verloren:4.—„Rasensport“ Weitmar spielte gegen Wiemelhausen unentschieden:3.— Die Hammer Tubleute konnten ihren ersten Sieg melden. Sie schlugen AfB. 06 Bochum mit:3.—„Saxonia“ Grumme holte gegen die„Arminen“ in Wanne=Eickel nur ein:=Ergebnis heraus. Freundschaftsspiele. „Arminia“ Bochum— KGV.„Wanderglück“:0. „Saxonia“, Grumme Res.—„Schwarz=Weiß". Laer :1.„Sportfreunde" Linden— DIK. Heisingen:4. Handball Altendorf 09 konnte gegen„Westfalia“ Welper nur mit einem:1 siegen. Die Welperaner zeigten ein Spiel, wie man es von ihnen in der letzten Zeit nicht mehr gewohnt war.— Die Dortmunder„Arminen“ stellten sich Falkenhorst Herne mit sehr guten Leistungen entgegen und gewannen nicht weniger als:1. Der hohe Sieg ist vor allem auf die sehr guten Leistungen des Angriffs zurückzuführen.— Tub Hamme— KGV. „Wanderglück":3. Sportfreunde“ Hordel— Wakker“ Werne:5.„Markania“ Bochum— AfB. 06 Bochum:2. Der RV. Bochumer Wanderfahrer 1927 unternimmt am Buß= und Bettag eine Fahrt nach WanneEickel. Treffpunkt: Hasselkuß. Abfahrt: 14 Uhr. Schach Um Punkte und Meisterschaft. Die Kämpfe um die Bochumer Kreismeisterschaft wurden am Sonntag mit der dritten Runde weiter fortgesetzt. Diese Runde brachte durchweg spannende Kämpfe. In der Gruppe I konnte der Schachverein Günnigfeld einen hohen Sieg über den Schachklub Leithe mit:0 melden.„Königsspringer“ Bochum schlug den Schachverein Wattenscheid mit 5½:2½. Der Bochumer ungeklärt.„Preußen“ Wanne unterlag Röhlinghausen hoch mit:8. Leibesübungsabend Im Rahmen der Veranstaltungsreihe des Volksbildungsverbandes trat der TV. Wanne 85 in der vollbesetzten Stadthalle mit einem großen Unterhaltungsabend vor die Oeffentlichkeit. In einer einleitenden, markigen Ansprache unterstrich Studienrat Wigge den Wert der Leibesübungen und stellte die ganze VeranSeseseaoel Dir ancg dbe seraesche Ghrneseient das Gemeinturnen der Damenriege am Barren. Die Höhepunkte des Abends bildeten zweifellos die Kürübungen der Musterriege am Reck und Barren. Eine Reihe hübscher Volkstänze umrahmten den Abend, der einen tiefen Einblick in die Vorzüge vernünftiger Leibesübungen im Jahnschen Sinne vermittelte. Cllärher-Dehleer an der Spilze Zwei Spitzenpaare beim Stuttgarter Sechstagerennen Stuttgart, 16. November. Die dritte Nacht des Stuttgarter Sechstagerennens war nur schwach besucht. Trotzdem gab es anhaltende und hart umkämpfte Jagden, bei denen einige der schwächeren Mannschaften Rundengewinne verzeichnen konnten. Richli, Buschenhagen und van Kempen wurden bestraft, da sie die Verfolgung nicht sofort aufnahmen. Die schärfsten Jagden gab es nach der.30=Uhr=Wertung, die denn auch bis um 4 Uhr anhielten. Ein Massensturz zog Rausch in MitleidenSiegerim„Goldenen-Kegel-Kampf“ kräftig genug, um in jeder Halbzeit zwei Tore schießen. Die Bochumer gingen dagegen leer aus, ihr Sturm aufgestellt war, daß###r vir:, gu.er9hofnicht viel zu erhofder stabilen Hintermannschaft der dortmunder zweiten Herreneif. gelang es den immer chsetzenden Bochumern, viermal Hortma“ Trot.— Nach fünftägigem Kampf wurde am Sonntag der kegelsportliche Wettbewerb um den„Goldenen Kegel von Bochum“ beendet. Sieger wurde einmal mehr Gernhardt(Gelsenkirchen), der, wie der„B..“ berichtete, einen doppelten Rekord aufstellte. Unser Bild zeigt die Sieger(von links nach rechts): Niggemeier(Bochum), Gewinner der„Goldenen Moritz=Kugel“ Kubiak, Herne,(zweiter im„Goldenen Kegel von Bochum), Gernhardt(der Sieger), Deutscher Meister Keller, Solingen,(Dritter), Mogeneostrie Mollensche “ Die Besoldung d Auf Grund der No die Beamtenverb s rheinisch=westfälisch stellten in Verbin und steute: in gtben Laldung der Kommu sollte. Nach diesen Rick # Oberbürgermeister an für Wattensche Keueinstufuzgenehorge gierungsprasibe be Genehmigung unterbre sonders in den Spitzer sungen durch Umsti lagen und dergleichen nit den durch früher wozentualen Gehaltss Ersparnisse im Persor lassen. Der älteste Watten brtstages des„Seggn beide, Kolonie 49 woh iche Ehrungen zuteil elm nebst Trommler und überreichte ein pa der Bürger= und Arbe pünsche dar. Die zahl den drei evangelischen und Ueckendorf einge Glückwünsche zeugen ältesten Wattenscheider Gedenkfeier des gräberfürsorge, in A zu Ehren der Gefallen tag in der St.=Josephi Trauermarsch aus B der Orgel saß der## harlinghausen ihrer Gesamtstarte nahm. Die Gedenktafe Pfarrei war mit Blu Gästen sah man auch vie den Oberbürger die Feier mit einem eingeleitet war, spiel Nusikstuck. Während kerzenglanz aus de Gotteshause erstrahlte der Josephs=Pfarrei Kirchenchox„Wie sie hielt der Verfasser ehemaliger„Division Schluß der Rede spi einen Kameraden. heiligsten sang der „Tantum ergo". Die schen Dankgebet besch schen Saalbau wurk Schupokapelle mit fl Der Vorsitzende der die Begrüßungsanspi sprach der Vorsitzend tenscheider) aus, der schönerung der Ged schilderte Pfarrer C Divisionspfarer im ter Prior zeigte in der von Kriegsgräbe Galizien, am Bospo Nordseeländern. Zur Großen Zapfenstreich landlied gesungen. Kirchliche Weihest Orchester, verstärkt tung von Herrn morgen in der evang 1 stunde. Zu Anfang ruf„Der Bräutigan ter„Ein feste. Burg Die Predigt hielt Siedler auf eiger haben zwei unterneh schaft, doch konnte der Kölner, obwohl er später noch einmal stürzte, weiterfahren. Am Montag nachmittag war die Stuttgarter Sporthalle von etwa 4000 Interessenten besucht. Nachdem kurz vor der ersten Spurtserie Gilgen-Bühler fast kampflos eine Runde gewonnen hatten, setzten un unterbrochene Vorstöße ein und bald war ein großes Jagen im Gange. Ganz groß fuhren die Belgier Charlier=Deneef, die nicht weniger als drei Bahnlängen gutmachten und sich damit an die Spitze vor Rausch=Hürtgen setzen konnten, da sie über die höhere Punktzahl verfügen. Insgesamt wurden 28 Rundengewinne verbucht, wobei Rausch=Hürtgen und van Kempen=Frankenstein leer ausgingen. Letztere haben ihre Sympathien bereits eingebüßt, und das Publikum hielt mit Mißfallenskundgebungen nicht zurück. Später unternahm das deutschholländische Paar noch einige Vorstöße, scheiterte aber an der Wachsamkeit von Richli=Buschenhagen. Die Abendstunden des Montags nahmen einen lebhaften Verlauf. Es reihte sich Vorstoß an Vorstoß, ohne daß sich aber der Stand des Rennens wesentlich änderte. Nach der 10=Uhr=Abendwertung gab van Kempen wegen Magenkrämpfe auf. Der Stand des Rennens war um 11 Uhr abends: 1. Charlier=Deneef 179 Punkte 2. Rausch=Hürtgen 46 Punkte eine Runde zurück: 3. Richli=Buschenhagen 177 Punkte 4. Ehmer=Kroschel 51 Punkte zwei Runden zurück: 5. Kilian=Pützfeld, 132 Punkte 6. Funda=Skupinsti 69 Punkte vier Runden zurück: 7. Gilgen=Bühler 196 Punkte fünf Runden zurück: 8. Peix=Dayen. 67 Punkte 9. Tonani=Merlo 64 Punkte zehn Runden zurück: 10. Altenburger=Dumm 59 Punkte Frankenstein Ersatzmann. Nur wenig von Belang Der Sport am Buß= und Bettag Das Sportprogramm am Bußtag pflegte sichn früheren Jahren meistens durch eine gewisse Reichhal tigkeit auszuzeichnen. Nachdem sich aber die Behörden immer mehr auf den Standpunkt gestellt haben,## sportliche Wettbewerbe— vor allem Fußballspiele:„ einer öffentlichen Lustbarkeit gleichzusetzen sino, huts hierin vieles geändert, denn der Sportbetrieb ist st0 eingeschränkt worden und bietet am Mittwoch auße einigen traditionellen Städtekämpfen im Fußball, Hallentennismeisterschaften in Essen, dem Boxrepras tativkampf Norddeutschland— Italien in Hamburg dem Fußballspiel Hamburg— Berlin keine Ereign“ von Bedeutung. Gottesdienst der Gemeis Buß= und Bettag, 1 Sammlung für den wider die Gottlosigkei Christuskirche..45 Vorbereitung und 8 Abendmahles. Friedenskirche..30 mit Vorbereitung und Abendmahls. Lutherkirche..45: bereitung und Feier! nahls. Pauluskirche. 8: 1 Ehrenberg, mit Vorb des heiligen Abendma Krankenhauskapelle. Bochum=Altenbochut dienst Sup. Niederst Bochum Hamme. 8 Kraemer; Hauptgotte Kirche, Simon(mit in der Wegescheid, Ki Bochum=Harpen. Gottesdienst und Abei mann. Bochum=Hofstede=Ri Bochum=Hordel. 9. Abendmahlsfeier, Hö Bochum= Uemminger gottesdienst, Kuhlma und Abendmahlsfeier Bochum Wiemelho 630: Engelbert: 10: „Lochum= Wiemell „Lottesdienst, anse abendmahl. Engelber Bochum Weitmar. „Kraemer:.45: K vortz, anschl. Beichte Abendmahls.: 5: gei der Kirche. Bochum=Stiepel. senzsk trche.„P. Lob egt. und Abendmal Husemeyer: nachm n Lutherhause, verc Vor. Festfolgen, die sind für 40 P kliedern und an der Bochum Werne. keier des hl. Abendn kunde des Missionsv en Gemeinschaft. Freta..45: Haupte satenscheid. WVi stesdt tbenduge. B. Mea nag mahls); 2: K Kuller: nachm. 5 wendmahl, P. Heu *: Masur. Gottesdie ieshe zn dnt shsesdienst: v Dech Hdendmadl Rankende.. Dei Honne 10: — Gemeind ##ptaottesdienst 9 eng Abendmabls): Sast mit Abendma und Song 9 nrruzkirch—irche, ber 1931 ungsgemäß 12½ tand in der in, Schachochum. reunde" vangen den klub Laneinen Sieg aft die Tamußte gegen ohe Niederen. Schachklub ) Bochumer rief WSV. bezwei reizek gegebenen ze zur Ausanne=Eickeler und hatten assen schwer ßerst knappe I auf dem ene HalbzeiWanner Syim Nachteil. nvolles Zergentlich mit ß der regun Glück der der dritten bination der es der TB. uch hier war nichts zu e, bis zum g der Gäste er Verlängende Treffer. rlag„For:4 Toren. l i m P r i v a t se SC. Hole bleibt die der Herner nach wie vor der SpVg. des Volksbil) i n d e r v o l l nterhaltungseinleitenden, Wigge den ganze Veranund Lebensnahmen die Anspruch, die Kindes anBewegungsdurchbildung. Zymnastik und Barren. Die los die KürBarren. Eine n Abend, der künftiger LeiLe * später noch die Stuttgarenten besucht. Gilgen-Bühler en, setzten ununkte unkte unkte unkte unkte unkte unkte unkte unkte unkte elang gadttreis Wattenscheid Die Besoldung der kommunalen Beamten Auf Grund der Notverordnung vom 16. September die Beamtenverbände, und die Städtevereinigung h rheinisch=westfälischen Industriegebiets zusammen stellten in Verbindung mit den Regierungs, und sherpräsidenten Richtlinien fest, auf Grund perec die hsaldung der Kommunalbeamten neu geregeit werden Nach diesen Richtlinien hat nun der Wattenscheier Oberbürgermeister einen neuen Besoldungsan für Wattenscheid aufge, ellt und entsprechende stellt und heneinstufungen vorgenommen, vie er dann dem Rezierungspräsidenten bereits Ende vorigez Monats zur Erihnigu, unterbreitete. Der neue Hgan sieht, besanders in den Spitzengehältern, erhebliche Senlungen durch Umstufungen, Aberkennung von Zu“ u n d d e r g l e i c h e n v o r, s o d a ß i n V e r b i n d u n g nit den durch frühere„Rotverordnungen bestimmten ialen Gehaltssenkungen, sich ganz bedeutende Ersparnisse im Personalaufwand der Stadt errechnen lassen. älteste Wattenscheider. Aus Anlaß des 89. Gehirtstages des Herrn Friedrich Niemann, Lohrkeide, Kolonie 49 wohnhaft, wurden dem Jubilgr zahl. reiche Ehrungen zuteil. Der Kriegerverein Kaistr Wilselm nebst Trommlerkorps brachte ihm ein Ständchen und überreichte ein passendes Geschenk. Ebenso brachte der Bürger= und Arbeiterverein geschlossen seine Glückdar. Die zahlreichen aus Bekanntenkreisen und den drei evangelischen Gemeinden Wattenscheid, Leithe Bäcwünsche zeugen von der großen Rase hp u0 stesten Wattenscheider Mitbürgers. Morgen großes Grundstück gepachtet und errichten hier stattfindenden ElisaberhzBeHrzmper, ger eggne Elisahetß. auf eigene Kosten eine Siedlung. Die Fundamente des spief!“„Vie“ Punderrosen der bl. Elisabetb“, dargehoGebäudes und schon gelegt und die Siedler hoffen, bei ten sperden soll. günstiger Witterung den Neubau schon im nächsten dr jebinde und Beliebtheit des lGedenkfeier des Volksbundes„Deutsche Kriegsgräberfürsorge“ in Wattenscheid. Die kirchliche Feier zu Ehren der Gefallenen im Weltkriege fand am Sonntag in der St.=Josephs=Kirche statt. Sie wurde mit dem Trauermarsch aus Beethovens„Eroika" eröffnet. An der Orgel saß der Kommandeur, der Schuvo, Oberst harlinghausen, wayrend die Schupokapeue in ihrer Gesamtstärke auf der Orgelbühne Aufstellung nahm. Die Gedenktafel der Gefallenen der St.=JosephsPfarrei war mit Blumen geschmückt. Unter den vielen Gästen sah man auch den Polizeiprasidenten Graß, sovie den Oberbürgermeister Dr. Ueberhorst. Nachdem die Feier mit einem Trauermarsch von der Orgelbühne ingeleitet war, spielte die Schupokapelle ein ernstes Nusikstück. Während die Gedenktafel, in hellstem kerzenglanz aus dem in tiefstem Dunkel liegenden Gotteshause erstrahlte, und die Namen der Gefallenen der Josephs=Pfarrei zur Verlesung gelangten, sang der Kirchenchor„Wie sie so sanft ruh'". Die Gedenkrede hielt der Verfasser des Kriegsbuches„Ohne Waffen". ehemaliger Divisionspfarer Joseph Menke. Zum Schluß der Rede spielte die Schuvokapelle„Ich hatt' einen Kameraden". Nach der Aussetzung des Allerheiligsten sang der Kirchenchor„Christus vincit" und „Tantum ergo". Die Feier wurde mit dem Niederländischen Dankgebet beschlossen.— Im vollbesetzten Reckeschen Saalbau wurde die Gedenkfeier von der Schupokavelle mit flotten Militärmärschen eingeleitet. Der Vorsitzende der Ortsgruppe, Pfarrer Prior, hielt die Begrüßungsansprache. Den Dank der Ortsgruppe sprach der Vorsitzende dem Männergesangverein(Wattenscheider) aus, der mit seinen Liedern viel zur Verschönerung der Gedenkfeier beitrug. In seiner Rede “ s c h i l d e r t e P f a r r e r E r a s m u s s e i n e E r l e b n i s s e a l s Divisionspfarer im Feldzug gegen Rumänien. Pfarter Prior zeigte in seinem Lichtbildervortrag 100 Bilder von Kriegsgräbern an der West= und Ostfront, in Galizien, am Bosvorus und in den außerdeutschen Nordseeländern. Zum Schluß, spielte die Kapeue den Großen Zapfenstreich und stehend wurde das Deutschlandlied gesungen. d Kirchliche Weihestunde in Günnigfeld. Das kirchliche Orchester, verstärkt durch das Ueckendorfer, unter Leitung von Herrn Blumhardt, veranstaltete Sonntag norgen in der evangelischen Kirche eine köstliche Weihestunde. Zu Anfang bot das Orchester den Mitternachtsruf„Der Bräutigam kommt in seiner Pracht" und später„Ein feste Burg" und„Der Herr ist mein Hirte“. Die Predigt hielt Pfarrer Koch. ur Siedler auf eigene Rechnung. In der Höntroper Aa haben zwei unternehmungslustige junge Leute ein zwei Frühjahr beziehen zu können. Sie planen die Errichtung von Gartenkulturen und auch die Anlage einer Hühnerfarm.,.. Kantr mn.„ Werkskindergarten der Zeche„Centrum=Morgensonne“. Die Leitung des Werkskindergartens der Zeche„Centrum=Morgensonne hatte zu einem Vortragsabend eingeladen. Fräulein Kalthoff entbot den Müttern, sowie der Rednerin des Abends, der Stadtärztin Fräulein Dr. med. Liebering, herzliche Worte der Begrüßung. Der Vortrag behandelte in aufschlußreicher Weise das Thema:„Ansteckende Krankheiten im Kindesalter". Anschließend wurde sodann die Advents= und Weihnachtsfeier besprochen. In diesem Jahre soll nur eine gemeinsame Feier begangen werden. b Marianische Jungfrauenkongregation der Propsteipfarrei. Die im Jahre 1895 unter dem Titel„Maria Opferung“ an der Propsteikirche Wattenscheid kanonisch errichtete Marianische Jungfrauenkongregation beging am Sonntag ihr 37. Titularfest in kirchlichem Rahmen. Nach einer Gemeinschaftskommunion am Morgen fand nachmittags eine stark besuchte Festandacht mit Standespredigt und feierlicher Weihe an die Mutter Gottes statt. Eine stattliche Anzahl neuer Mitglieder ließ sich in die Kongregation aufnehmen; ihnen wurde vom Präses die geweihte Medaille überreicht. b Stadtkreis Wanne-Eicke! Paul Hill=. Am Sonntag starb der langjährige Leiter des Vermessungsamtes der Stadt Wanne=Eickel, Vermessungsdirektor Paul Hill, nach kurzer Krankheit. Hill hat die Entwicklung der früheren Gemeinde Wanne so recht erlebt und auch im neuen Gebilde der Stadt mitwirken dürfen. Die Reichsbahn läßt es sich etwas kosten! Durch die Verlegung der Bahnhofssperre aus der eigentlichen Bahnhofshalle in den Bahnhofstunnel war der erste Schritt zur völligen Umgestaltung der Bahnhofshalle gemacht. Einige Aenderungen sind schon duxchgeführt. Am Eingang des Tunnels ist ein großes Lichtrransparent angebracht:„Zu den Zügen. An der Sperre hat man weiter ein Gitter angebracht mit Täfelungen, an dem sicherlich die Abfahrts= und Ankunftszeiten angebracht werden sollen Die acht Fahrkartenschalter sollen ein einheitliches Bild erhalten. In der Mitte der Bahnhofshalle soll eine„Lichtsäule" angebracht werden. Fahrkarten nach den Nachbarorten sind hier automatisch erhältlich, ferner darf man hier mit der Anbringung der Ankunfts= und Abfahrtszeiten der Züge rechnen. Die Holzgestelle mit den Fahrplantafeln verschwinden dann. Jugendherbergsverband. Um auch in Wanne=Eickel das Interesse für den Wintersport zu fördern, hat die Ortsgruppe eine Wintersportwoche ausgearbeitet, die in der Zeit vom 26. Dezember bis 8. Januar nach Braunlage im Harz führen soll, wo man dem Skisport huldigen will. Turn= und Sportlehrer Haase hat die Durchführung übernommen. Anmeldungen sind beim Jugendherbergsverband zu machen. n Familienfeiern. Im Westfälischen Hof feierte in schlichter Weise Samstag abend bei sehr starkem Besuch der„Sängerbund“ Wanne sein Familienfest. Die Sänger unter Chormeister Stodt(Langendreer) boten etwa zehn Lieder, die Stimmung brachten. Die Kapelle Knoof bestritt den musikalischen Teil.— Die Deutsche Volkspartei, Bezirk Holsterhausen feierte bei Oelmann das Jahresfest. Parteisekretär Wienkop hielt die Festansprache.— Der Jungmädchenverein feierte bei starkem Besuch im Evangelischen Vereinshaus seinen Familienabend. Pfarrer Bunte hielt eine Ansprache. Jungmädchen führten drei Theaterstücke auf und boten unter Leitung von Rafael Chorlieder.— Der Waldeckerverein feierte Sonntag bei Emde einen Familienabend. Heimatgeist und Heimatsitte wurden gepflegt. Missionshaus„Nazareth“. Ein Abschiedsfest für sechs Missionare des Missionshauses„Haus Nazareth", die bereits am 21. d.., von Rom berufen, in die nordischen Missionen gehen werden, unter denen sich auch der langjährige Pfarrvikar des Pfarrvikariats „Haus Nazareth". P. Zerwas, befindet, der gleichfalls der Feier beiwohnen wird. veranstalten die Pfarrangehörigen im Rahmon einer am Ruß, und Rottag „Arbeitskraft und Lebensfreude". Als Volksbildungsverbandsveranstaltung veranstaltete nachmittag der Turnverein Wanne 1885 in der Stadthalle, die einen sehr guten Besuch aufwies, einen Unterhaltungsabend, der in seinem gehaltvollen Verlauf an die Glanzzeiten der 85er erinnerte.„Arbeitskraft und Lebensfreude“ hieß das Leitmotiv des Abends und es wurde reichlich und zielbewußt befolgt. n „Wer photographiert, hat mehr vom Leben.“ Die Photographische Gesellschaft feierte Samstag abend im Kolpinghaus das Photofest in Form eines gemutlichen Abends. Verwaltungsdirektor Sporkhorst betonte eingangs, daß die Ausstellung der Rechenschaftsbericht für die Arbeit des verflossenen Jahres sei. Gartenbaudirektor Treutner hielt alsdann einen Vortrag „Grünes und Buntes aus nueserer Stadt“. Ueber das Familienkino sprach Weindorf. Die Ausstellung brachte 216 Bilder, darunter zahlreiche Heimatbilder, Porträts usw. Die Ausstellung hatte einen starken Besuch aus der Bürgerschaft zu verzeichnen. n Erfolgreicher Konzertabend. Der Quartettverein „Lyra" veranstaltete Sonntag abend im Bröldiekschen Saale einen Konzertabend, der einen sehr guten Besuch aufwies. Bernhard Spittler zeigte mit seinen Darbietungen, was uneigennützige, harte Schulungsarbeit vermag. Als Solisten bewährten sich: Berta Mai(Sopran), Hanns Zweiböhmer(Klavier) und W. Hülsmann, Hamm(Violine). Die Vortragsfolge war sorgsam zusammengestellt, dafür gebührt Musikdirektor Spittler Lob und Anerkennung. n Schaufenstereinbruch. Am Sonntag morgen gegen .45 Uhr wurden aus einem Zigarrengeschaft in der Herner Straße nach Zertrümmerung einer Schaufensterscheibe etwa 500 bis 600 Zigarren und etwa 20 Pakete Tabak der Marke„Kiepenkerl“ gestohlen.— Montag früh wurden zwei Personen von hier festgenommen, die versuchten, aus einem Lebensmittelgeschaft G. an der Richard=Wagner=Straße Waren zu stehlen, nachdem sie vorher das Schaufenster eingeschlagen hatten. In der Wirtschaft angeschossen. Am 14. November belästigte der Drucker Hans E. in der Wirtschaft Vogelsang ohne besonderen Grund die Gäste und griff die Wirtin tätlich an. Als er im Verlaufe des Streites die Wirtin zu Boden geworfen hatte und der im Lokal tätige Kellner ihr zur Hilfe kam, wandte er sich gegen diesen und brachte ihm durch einen Schlag mit einer Flasche eine Schnittwunde am Halse bei. Da er dann auch noch weiter auf den Kellner eindrang, gab dieser in der Notwehr zwei Schüsse auf den Angreifer ab, der einen Streifschuß an der Schläfe und einen Steckschuß am linken Oberarm erhielt. Der unliebsame Gast wurde darauf zunächst festgenommen und einem Arzt vorgeführt. Nach Anlegung eines Notverbandes und Entfernung des Geschosses konnte er seine Wohnung aufsuchen. Stadttreis Geisenkirchen 55 Interessenten wollen eine größere Siedlung beginnen. Eine größere Siedlungsstelle, die man mit etwa fünf Morgen als einen kleinen Kotten ansprechen kann, beantragen 55 Interessenten. Für die geplante industrielle Randsiedlung bestehen gerade hier außerordentlich günstige Voraussetzungen. Verhältnismäßig viel Interessenten haben sich für Feldpacht gefunden, insgesamt etwa 750. Ven diesen entfallen auf Gelsenkirchen rund 550, auf Buer 200 und noch ein sehr geringer Restteil auf Horst. Für jeden Interessenten stehen etwa 300 Quadratmeter Boden zur Verfügung und es können sämtliche 750 Anträge erfüllt werden.* Tödlicher Unfall eines Steigers. Der Steiger Krug, der erst vor kurzem von der stillgelegten Zeche „Baldur“ in Holsterhausen nach der Zeche„Alma“ in Gelsenkirchen verlegt worden war, geriet beim Befahren seines Reviers unter zusammenbrechendes Gestein und erlitt dabei so schwere Verletzungen, daß der Tod nach kurzer Zeit eintrat. m Stadttreis Herne Als Leiche aus dem Kanal gelandet. Gestern morgen gegen 8 Uhr wurde an der Schleuse 7 des RheinHerne=Kanals eine unbekannte weibliche Leiche gelandet. Wie die polizeilichen Nachforschungen ergeben haben, handelt es sich bei der Toten um ein 17jähriges Mädchen aus Herne, das den Freitod gesucht hat. Eine Schuld Dritter liegt nicht vor. Ein 4000jähriges Grabhaus entdeckt. Bekanntlich stießen Wohlfahrtsarbeiter, die auf dem Sportplatz in der Nähe des Wasserschlosses Strünkede arbeiteten, vor einiger Zeit auf eine altgermanische Urne. Im Laufe der nächsten Zeit wurden noch mehr als ein Dutzend ähnlicher Urnen gefunden. Dieser Tage ist es gelungen, das Geheimnis des Urnenfeldes zu lüften. Danach handelt es sich um ein ehemaliges Grabhaus, das mit der menschlichen Wohnung starke Aehnlichkeiten hatte und nach der Ansicht der Fachleute Dr. Stieren (Münster) und Brandt(Herne) ein Alter von mindestens 4000 Jahren haben muß. Es handelt sich bei dem Friedhof bei Strünkede um eine Bestattungsstätte der Ureinwohner Hernes, die dreimal im Laufe der Geschichte benutzt worden ist, nämlich in der Steinzeit, 2000 Jahre vor Christus und etwa 400 bis 200 Jahre vor Christus. Die grodie Kohienwascht sAnggesten! Die Zentralkohlenwäsche der Harpener Bergbau.=G. bereits versuchsweise im Betrieb Das wuchtige, am Rhein=Herne=Kanal nach Ideen der Dortmunder Architekten Strunk und Wentzler unter Bauleitung von Werkbaumeister Wall— und Maschineningenieur Bedbur für die maschinelle Einrichtung— errichtete Großbauwerk der Zentralkohlenwäsche der Harpener Bergbau.=G. sowie der neue, 40 Hektar Fläche umfassende Werkshafen und rund 3,1 Kilometer Transportbrücken mit schweren Oberketten— von der Dicke eines mittleren Schiffstaues—, ferner zwei neue Emscherbrücken und der Werksbahnhof mit 13 Gleissträngen von 11,5 Kilometer Gesamt= länge— und schließlich 800 Meter Kanalisationsanlagen sind nunmehr betriebsfertig. Ueber 370 Hektar Fläche, die einst von Wald, Weiden und Ackerland bedeckt waren, erstreckt sich nunmehr das vielgestaltige Gefüge einer industriellen Großanlage, wie sie im Ruhrgebiet einzig dasteht. Versuchsweise wurde der Betrieb, der nur noch 150 Mann Belegschaft beschäftigt, bereits am Samstag von Zeche„Recklinghausen II“ her aufgenommen. Die neuen Rohkohlenbrucken von„Reckling= hausen II“ und„Julia“ können täglich bis zu 5000 TonRohle grr##chuffen, die mechanisch, auf die SchiefStaubentwicklung. Die fortgeschwemmte Feinkohle fließt in die sechs Schwemmsümpfe und schließlich wandert die ausgewässerte Feinkohle in den Feinkohlenturm, von wo sie in die bereitstehenden Waggons oder über ein breites Gummiband durch den Brückenkran auf die Schiffe geleitet wird, während die aussortierte Grobkohle von dem Vollportalkran verladen wird. Ein Transformatorenhaus versorgt mit vier Transformatorenkammern und 24 Schaltkammern die Großanlage mit Strom, die technisch wie architektonisch eine geniale Verbindung von neuzeitlicher Baukunst und rationeller Betriebstechnik darstellt, und deren erste Inbetriebnahme ohne Unfall glatt vonstatten ging. Der Vollbetrieb wird Anfang Dezember ausgenommen. na nen Kohle herbeischaffen, die ebene hinaufgeschoben werden bis an die Wippe, wo sie selbsttätig gekippt auf Lesebändern und Siebanlagen #k geht los! =Werke ist erDer Wettbewerb um die 1000 Mark Das Kreuzworträtsel der„Immalin=Werte ist erschienen. Die Bedingungen für dieses Preisausschreiben wurden auch in unserem Blatt veröffentlicht. Ferner bekommen Sie in den Geschäften vorgedruckte Karten mit der Preisaufgabe. Es lohnt schon, sich den zu zerbrechen: denn mit 1000,Mark können Sie Kopf zu zerbrechen, Denn mit 1000 Mark können Sie viele Weihnachtswünsche erfüllen. Außerdem gibt es 6 Preise zu 50 Mark in bar und 100 wertvolle Sachpreise.(.12 aus her beier begbohnen wirb, veranstatten die#ctt= zsartiert werden Stauhsaugerrohre verhuten jeoe Wrtggrn im wachhen einer un wne und Beitagtülguiget we. Gottesdienst der evangelischen Gemeinden Buß= und Bettag, 18. November 1931. Sammlung für den Kampf für Christus wider die Gottlosigkeit. Christuskirche..45: Liz. Schmidt, mit Vorbereitung und Feier des heiligen Abendmahles.##. f. C. Friedenskirche..30: Liz. Dr. Siebold, # mit Vorbereitung und Feier des heiligen kbendmahls.... Matthsen, mit e. Lutherkirche..45: Marthieu, mit Vorbereitung und Feier des heiligen AbendPobis 9. Madam; cn. c. Pauluskirche. 8: Bockamp;.30: Dr. Ehrenberg, mit Vorbereitung und Feier des heiligen Abendmahls. Krankenhauskapelle..30: Winnacker. Bochum=Altenbochum..45: Gottesdienst. Sup. Niederstein. Bochum Hamme.:30: in der Kirche, Kraemer: Hauptgottesdienst: 10; in der kirche, Simon(mit Abendmahl): 10: in der Wegescheid, Kraemer. Bochum=Harpen..30: Beichte: 10: Gottesdienst und Abendmahlsfeier, Paulmann. Bochum=Hofstede=Riemke. 10: Pitsch. " B o c h u m= H o r d e l. 9. 3 0: A b e n d r o t h; 6: Abendmahlsfeier, Höffker. Bochum=Uemmingen..30: Haupttottesdienst, Kuhlmann, anschl. Beichte und Abendmahlsfeier. Bochum. Wiemelhausen= Melanchthon. 630: Engelbert: 10: Niedermeier. Bochum Wiemelhausen= Petrikirche. V: Gottesdienst, anschl. Beichte und heil. bendmabl Engelbert.„as tn Bochum Weitmar. 8: Frühgottesdienst, * 2. Kraemer;.45: Hauptgottesdienst. P. #### anschl. Beichte und Feier des beil. wendmahls.: 5: geistliche Abendmusik in der Kirche. Bochum=Stiepel. 10: Gottesdienst in er Kirche, P. Lohmeyer: 10: Gottesgenst und Abendmahlsfeier in Buchbolz, s. Husemeyer; nachm..30: Bußtagsfeier n Lutherhause, veranst. v Ev. KirchenVor. Festfolgen, die zum Eintritt berechlgen, sind für 40 Pf. bei den Chormitbliedern und an der Kasse zu haben. „Hochum=Werne..45: Gottesdienst, hunrs, des bl. Abendmabls: 3: Mitglieder## des Missionsvereins und der kirchsioen Gemeinschaft.— Gemeindeteil Eeia..45: Hauptgottesdienst. „Pattenscheid. Friedenskirche:.30: Fggsttesdienst, P. Bonne: 10: Hauptbenddu: P. Müller(Feier des deil. Mag..4918): 2: Kindergottesdienst, P. Küller: nachm. 5: Gottesdienst mit zoendmahl, P. Heuser.— Alte Kirche: “ Masur. Gottesdienst, Gem. Podzelnv. ges.“ zU Höntrop:.30; Hauptsottesdians: P. Bechthold: 10.30; KinderAbendmahl:5 Gottesdienst mit Kransau g 2!„..,Bechtbold.— Evangel. Hanng 10: Hausgottesdienst. P. Lauptgottesdseng Leide: 10: gottesdienst, Pfarrer Stallmann;.30: Beichte, Pfarrer Kerle: 10: Hauptgottesdienst mit Abendmahlsfeier, Pfarrer Kerle: 11.30: Kindergottesdienst.— Gemeindeheim, Lutherhof: Donnerstag abend 8: Jungfrauenverein. Ev.=luth.(altluth.) Gemeinden in Bochum, 1. Gemeinde: Bochum, Kirche Dibergstraße 52:.15: Predigt, Superintendent Ziemer.— 2. Gemeinde: Hamme, Kirche am Hindenburgplatz:.30: Bußtagsgottesdienst, anschließend hl. Abendmahl, P. Greve: 5: Predigtgottesdienst, Hilfsprediger Mehr.. 8 2 Freie evangel. Gemeinve, Rottstr. 32a. .30: Bibelbesprechstunde. Donnerstag 8: Jungmädchenvexein,## Slersten Evangel. Gemeinschaft, Auferstehungskirche, Bochum, Alleestraße 48. Vorm. .30: Gottesdienst, Prediger Goebel: abends 8: Vortrag. Von Mittwoch bis Freitag jeden abend 8: Vorträge über endgeschichtliche Themen. H. Hüning, Kriminal=Wachtmeister a. D. Bochum. Wittener Straße 36. Ermittlungen. Beobachtungen an allen Plätzen der Welt. Langjährige eigene praktische Erfahrungen. Beste Referenzen. Strena vertraulich u. diskrei Tel 66224. Goldfische 4 Stück 50 Pf., Wasserpflanzen 10 Pf., 1 Dose Fischfutter(Standard), 1 Goldfisch 30 Pf. Pillartz, Zoologische Handlung, Rottstr. 13 S erzielen verblüllende Erlolge, besond.: geg. Schlaflosigkeit, Angst, Unruhe, Blutandrang. 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Der Bußtag, Mittwoch, bringt die erste der beiden für diese Woche angekündigten billigen Werbevorstellungen: die Aufführung von Schillers dramatischem Gedicht„Don Carlos“. Vor der Aufführung wird Dr. Schmitt einführende Worte sprechen. Der Donnerstag bringt die erste Wiederholung von Franz Lehars Operette„Das Lannd des Lächelns“, für den Braunen Ring, die Volksbühne (Serie 2) und den freien Besuch. Die andere Werbevorstellung zu kleinsten Preisen, die der Spielplan dieser Woche verspricht, ist die Erstaufführung des wiederaufgenommenen Schauspiels von Goethe„Iphigenie auf Tauris". Auch vor dieser Aufführung wird Dr. Schmitt einführende Worte sprechen. Mit der Aufführung seiner„Hochstaplerkomödie, die für kommenden Samstag vorbereitet wird, kommt Robert Neumann zum erstenmal auf der Bühne zu Worte. Robert Neumann erwarb sich zuerst Namen und Ruf durch sein Buch„Mit fremden Federn, das ihn als amüsanten Parodisten auswies. Der phantasievolle und erregende Reiseerzähler fand den gleichen Anklang. Sein weit über dem Durchschnitt stehendes großes evisches Talent erwies er erstmalig durch seinen aufsehenerregenden Inflationsroman„Sintflut". Seine jungste Arbeit auf dem Gebiete des Romans ist sein Werk „Esperance, Bei seinem ersten Bühnenwerk, der „Hochstaplerkomödie“, greift er auf seine eigene novellistische Darstellung dieses Stoffes zurück. (=) Operettentheater Bochum. Die mit so stürmischem Beifall aufgenommene Operettenrevue„Im weißen Rößl“ geht heute abend 8 Uhr nochmals in Szene. Buß= und Bettag abende“ Gastsyiel Lah- und Lellag, abends 8 Uhr. Gastspiel der Direktion Genesius mit Rolf Enger, Auffuhrung des Dramas„Schuldig oder 20 Jahre unschuldig im Zuchthaus“ von Voß. Die Eintrittspreise bleiben auch fur diese Vorstellung unverändert. Die Theaterkasse ist geöffnet vormittags von 11—1 Uhr und nachmittags von —.30 Uhr. (=) Gastspiel der Original Kölner Puppenspiele. Der Direktion der Plaza ist es gelungen, für Mittwoch (Buß= und Bettag) das Original=Kolner=Puppentheater für ein Gastspiel zu gewinnen. Es finden zwei Vorstellungen statt, die erste um 6 Uhr, die zweite.30 Uhr. Gespielt wird das Märchenspiel„Genoveva“, ein Pupvenspiel in neun Bildern. Sämtliche Rollen werden von fast lebensgroßen Puppen dargestellt. von fan„„„„ (=) Vortrag des Astrologen Radetzky. Mittwoch(Dußtag), abends 8 Uhr, spricht der Redner über das Thema „Untergang oder Wende". Der Vortragende zieht bei seinen Voraussagungen nicht nur die kosmischen Einflüsse im Zusammenhang mit den Ereignigen auf unserer Erdenwelt als Hilfsmittel für seine Prognosen heran, sondern auch die Geschichte mit den Auf= und Niedergangen der Völker.(Siehe Inserat.) (=) Männergesangverein Liederfreund, Bochum=Brenschede. Mittwoch nachmittag 5½ Uhr veranstaltet der Verein im Sängerheim Heinrich Clevinghaus sein traditionelles Buß= und Bettag=Konzert(siehe Anzeige). diesem Konzert wird sich der neue Chorleiter, Paul (Bochum), zum ersten Male den Konzertbesuchern vorstellen. Als Mitwirkende sind die in Bochum und weit darüber hinaus bestens bekannte Konzertsängerin Irene Rust und Lyzealobermusiklehrer Heinz Meyer (Bochum) verpflichtet. Der Verein singt u. a. gebung“ von Wolf=Reger und„Ruhe, schönstes Glück der Erde“ von Franz Schubert. Da die Vortragsfolge auch sonst nur Werke von künstlerischem Wert aufzuweisen hat, steht den Besuchern dieses Konzertes ein hoher Kunstgenuß bevor. Der Eintrittspreis ist entsprechend der schwierigen Zeit niedrig gehalten. (=) Buß= und Bettag=Aufführung des Requiems von Johannes Brahms. Auf das morgen, Mittwoch, 18. November(Buß= und Bettag) stattfindende Chorkonzert des Städtischen Orchesters und des Städtischen Musikvereins wird nochmals aufmerksam gemacht. Zur Aufführung gelangt das deutsche Requiem nach Worten der Heiligen Schrift für Soli, Chor, Orchester und Orgel von Johannes Brahms. Solisten: Marianne Lutz(Sopran), Ewald Kaldeweier(Baß), Hanns Kirchhelle(Orgel). Leitung: Generalmusikdirektor Leopold Reichwein.(Siehe Anzeige). (=) Bezirksverband Bochum der katholischen Jungfrauenvereine. Am kommenden Mittwoch(Buß= und Bettag) findet in Bochum=Hamme der diesjährige Bezirkstag der katholischen Jungfrauenvereine Bochums statt. Morgens 9 Uhr ist Gemeinschaftsmesse in der Herz=Jesu=Kirche. Danach finden die Beratungen in drei Arbeitskreisen statt, in welchen sittlich=religiöse Grundfragen zur Verhandlung stehen. Nachmittags 5 Uhr ist Andacht in der Pfarrkirche, hierauf findet im Jugendheim an der Gahlenschen Straße die Vollversammlung mit Vortrag statt. Gewerkverein christlicher Bergarbeiter Deutsch lands, Bezirk Bochum. Wegen des Feiertages Bußund Bettag wird der Rechtsschutz auf Dienstag, 17. November, verlegt. Bürostunden wie üblich von z u, 12 und von 3 bis 7 Uhr. :) Kartell der christlichen Gewerkschaften, Bochun Buß= und Bettag, nachmittags 4 Uhr, im Gewerkschaftz. hause, Hellweg 25, Fortsetzung des Unterrichtskursug Dr. Richrath(Bonn) spricht über„Geld und Währung“ Die Funktionare und Mitglieder sind dazu eingeladen Traditionsecke I. Maikäferbund, Ortsgruppe Bochum. Der Mai. käferbund, Ortsgruppe Bochum, war am Samstag abend im Vereinslokal zahlreich versammelt. Man be. schloß, von der Abhaltung einer Weihnachtsfeier in., Ortsgruppe Abstand zu nehmen, jedoch soll de, Gardeverein eine Feier für alle Kinder der Mitglieder veranstalten. Ein ausführlicher Bericht über den#, such des Ehrenmitgliedes Dr. Koch in Buer und die Herrenpartie am 18. Oktober fand aufmerksame Zu, hörer. ∆ Vereinigung ehemaliger Soldaten des 11. Armee, korps. In der letzten Monatsversammlung im Vereinsheim Lotz, die im Anschluß an unsere Toten=Ge, dachtnisfeier stattfand, dankte Vorsitzender Kamergd Pfeilsticker den Kameraden für die gute Beteiligung bei der Einweihung des Krieger=Ehrenmalz in Altenbochum und für die zahlreiche Teilnahme an der Helden=Gedächtnisfeier. Kamerad Berens hielt einen Lichtbildervortrag und gab den Ertrag der Sammlung für die Kriegerwaisenhausarbeit der Heldenehrung bekannt. Die Weihnachtsfeier soll in einfacher Form ge, halten werden, der Notzeit entsprechend. 4 Verein ehemaliger 159/219er. Der Verein hielt in „Haus Düppe“ seine Monatsversammlung ab. Klü, ting berichtete über das bei Klevinghaus in Eppendorf abgehaltene Abschlußschießen. Die Weihnachtsfeier sol wie üblich stattfinden. Offene Stellen Neine Originalzeugnisse einsenden! Alte unabhäng. 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Landeelrauenhlinik Margor Wackernager Rleinz Albat Verlobte Berlin-Wilmersdort sbus Sue). um November 1931 Spandau Laugant Lerne leiden, ohne zu Lieper7re4et hig zu meinem Grabe. Stört mich nicht in meiner Ruh’, Denkt, was ich gelitten habe Eh ich schloß die Augen zu. Nach jahrzehnte langem, mit großer Geduld Leiden hat es Gott gefallen, heute morgen 2½ Uhr. meine liobe Frau, unsere treusorgende, herzensgute Mutter, Großmutter. Schwester. Schwägerin und Tante Frau Auguste Fiämie geb. Schlingmann Im Alter von 54 Jahren 4 Monaten, zu sich in die Ewigkeit Die trauernden Hinterbliebenen Bochum-Querenburg. Danzig, Herzkamp, Bottrop..-Wiemelhausen..-Altenbochum,.-Laer, den 16. November 1931 Die Beerdigung findet am Donnerstag, dem 19. November. 3¾ Uhr nachmittags, vom Trauerhause, Lennershofstraße 4, aus statt. Trauerfeler ½ Stunde vorher. Allen, denen aus Versehen keine besondere Nachricht zuging, diene diese als solche Bekanntmachung Ueber das Vermögen des Eishändlers und Konditors Paul Kirchner in Bochum, Alleestraße 135, wird heute, am 12. November 1931, 17 Uhr, das Vergleichsverfahren zur Abwendung des Konkurses eröffnet. Der Reserendar a. D. Tönnishoff in Bochum, Hattinger Straße 14, wird zur Vertrauensperson ernannt. Termin zur Verhandlung über den Vergleichsvorschlag wird auf den 5. Dezember 1931, 10.30 Uhr, vor dem Amtsgericht, hier, Viktoriastraße 14, Zimmer 45, anberaumt. Der Antrag auf Eröffnung des Vergleichsverfahrens nebst Anlagen und das Ergebnis der Ermittelungen liegt auf der Geschäftsstelle, Zimmer 35, zur Einsicht der Beteiligten auf. Bochum, den 12. November 1931. Das Amtsgericht Statt besonderer Anzeige Nach Gottes hl. Willen entschlief am Montagnachmittag 1 Uhr mein innigstgeliebter Mann, unser guter Vater. Sohn und Schwiegersohn. Bruder, Schwager und Onkel Er starb nach längerem, schwerem Leiden, vorbereitet durch einen christlichen Lebenswandel und versehen mit den Tröstungen unserer hl. Kirche, Im Alter von 38 Jahren. Dieses zeigen mit der Bitte um stille Teilnahme an, namens der trauernden Hinterbliebenen: Frau Karoline Leiterholt geb Siebertz Willi Leiterholt Gerhard Leiterholt Elisabeth Leiterholt Bochum, den 17. November 1931 Die Beerdigung findet am Freitag, dem P. November, nachmittags.45 Uhr. vom Trauerhause, Wittener Straße 17, aus zur Familiengruft Friedhof Hamme statt. Das Seelenamt ist am Samstag. 21. Nov., morgens.30 Uhr in der Propsteikirche Am 10. November starb nach schwerem, mit großer Geduld ertragenem Leiden unser Chef, der Kaufmann SHOPVEN. Hauptmann der Reserve a. D. Wir verlieren in ihm einen hochgeschätzten Berater und aufrichtigen Freund von vornehmer Gesinnung, dessen Andenken wir stets in Treue bewahren werden. Holzhandlung Fröhling G. m. b. H. 14 K 91/31 Gemarkung Bochum Grundbuch von Bochum, Band 17, Artikel 11 Flur 48, Parzelle Nr. 1082/181, Wilhelmstraße 12, Luisenstraße 4, ), b) beb. Hofraum, groß 3,25 Ar Gebäudesteuerrolle 1347 Gebäudesteuernutzungswerk 1300— 1400—1904 Eigentümer: Kaufmann Wilhelm Rehling jun.. Düsseldorf=Oberkassel Versteigerungstermin: am 2. Dezember 1931, 10¼ Uhr, an der Gerichtsstelle, Viktoriastraße 14, Zimmer Nr. 45(2A12 Bochum, den 30. September 1931 Zu früh schlug diese bitt’re Stunde, Die dich von unserer Seite nahm, Trauxig tönts aus unserm Munde. Was Gott tut, das ist wohlgetan. Gott dem Vater hat es in seinem unerforschlichen Ratschluß gefallen, heute morgen 5¼ Uhr, meinen lieben Sohn, unsern guten Bruder, Onkel, Neffen und Vetter Wilhelm Benmith Im Alter von 29 Jahren, nach schwerer Ewigkeit igheit zu nehmen. bitten im Krankheit in die Um stille Teilnahme Namen der Hinterbliebenen: Wwe. Anna Petermichel nebst Kindern Bochum, Duisburg, den 16. November 1931. Die Beerdigung findet am Donnerstag, dem 19. November 1931, nachmittags 3 Uhr. vom Trauerhause, Bochum. Wittener Straße 75, aus statt.(48755 Danksagung Für die überaus große Beteiligung und die vielen Kranzspenden beim Heimgange meines lieben Gatten, unseres guten Vaters, sagen wir allen unseren herzlichsten Dank. Witwe Gottlieb Preißler und Kinder den 17. Novem(48696 Bochum-Querenburg. ber 1931. FamilienNachrichten Geboren: Mädchen: Heinr. Hedrich(Elsa Kaltheuner), Essen. Ernst Klestadt, Duisburg. Verlobte: Hilde Tysbiereck mit Ludwig Kuhlmann, Huckarde. Mimi Fränzis mit Heinr. Sundermann, Berwicke und Welver. Ida Gerwin m. Frz. Rinsche, Hamm. Erna Thalheim mit Georg Ismer, Gelsenkirchen. Hilde Verlohr mit Ernst Wintgen, Duisburg und Elverfeld. Vermählte: Ernst Löwenstein mit Erna Samuel, Salzkotten Wilhelm Raß mit Aenne Zähres, Kettwia u. Essen. Siegfried Rosenthal mit Grete Philipps. Wattenscheid und Duisburg.„ Gestorden. Frau Grete Rahmann, 26 Jahre, Herbede. Frau Sophie Herzog, 77 Jahre, Dortmund. Frau Jeanne Platzer, 48., Essen. Johann Kemper, 50 Jahre. Borbeck. Heinrich Grundhöfer. 61., Hamm. Bernbard Weskamp, 80 Jahre, Paderborn. Frau Ferdinande Schonekatte, 67 Jahre, Castrop=Raurel. Joseph Schoov, 60.. Gelsenkirchen. Carl Rades. 61 Jahre, Oberhausen. Walter Wulf, 40 Jahre, Herdecke. Frau Alma Kämper, Kontarsverkauf bezw. Versteigerung Auftrage des Konkursverwalters verkaufe, bezw. versteigere ich in der Konkurssache Stübner in Bochum, Wiemelhauser Str. 13/ 15, im Geschäftslokal am Donnerstag, dem 19. November 1931 und an folgenden Tagen von vormittags—12 Uhr und nachmittags von—6 Uhr folgende Gegenstände:„„ Größere Posten Beleuchtungskorper, wie Herrenzimmerkronen, Seidenzuglampen, Nachttischlampen, Kugelleuchter, elektrische Kochapparate sowie Radioteile Albert Müller Auktionator und Taxator Kortumstraße 43, Telephon 66182 Zwangsversteigerung 14 K 97/31 Gemarkung Bochum Grundbuch von Bochum, Band 23, Blatt 1069„„.,.g G6f Flur 47, Varzelle Nr. 165, beo. Hofraum. Alter Markt 9, groß 1,59 ar Flur 47, Varzelle Nr. 164, beb. Hofraum. Alter Markt 9, groß 0,12 ar Grundsteuermutterrolle 630 Gebäudesteuerrolle 426 Gebäudesteuernutzungswert 887 Eigentümer: Die unverehelichte Amalie Konsen jetzt verehelichte Kaufmann Josef Chur in Bochum Versteigerungstermin: am 2. Dezember 1931, 10½ Uhr, an der Gerichtsstelle, Viktoriastraße 14, Zimmer 45 Bochum, den 30. September 1931 Büro: 70 5 Draht, Drahtgewebe und Drahtgeflechte aller Art am Lager Rösler& Lönne Drahtwerk Bochum, Redemp. toristenstraße 28/30 (trdh. Unt. d. Lind.) Wattenscheld Gertrudisstr. 38/62 Wierschafte Bersteigerung Am 25. November 1931, vormittags 10.30 Uhr, findet vor dem Amtsgericht in Bochum, Viktoriastraße 14, Zimmer 45, die Versteigerung der Wirtschaft des Wirtes Karl Krumme in BochumHofstede Hiltroper Straße 13, statt. Die Wirtschaft besteht aus Gastzimmer, größerem Gesellschaftszimmer und grotem Saal. Grundstücksgröße,17.44 Ar. Kauflustige wollen sich meiden unter Angabe ihrer Barmittel unter L. Sch. 12 an die Geschäftsstelle dieser Zeitung. utoheber glichst fahrbar), ettenzug 2 Tonnen, Akmer, zusamm., od. eln gegen var zu en gesuchizuang m. Preien St. 48802 an vir häftsst. d. Z1g. erein Rechen Veerdigung uns. u ie. slieder Eid und Haekmano Riederstucke ###m Dienstag, .., nach 15% Uhr, vom #ethause, Boch., Iubergstr. 154. ## zum evangeliv. Friedhof Weit#n gett. 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Morgen, Buß- und Bettag zeigen wir den wundervollen Tonfilm TABU Kassenöffnung 5 Uhr Beginn 6 Uhr Und ab Donnerstag wieder: Reserve hat Ruh Weitkorkspfels Eintrittspreise von 40 S an Theater Tonhalle Der ungeheure Erfolg „Das gibt's nur einmal, das kommt nicht wieder...!“ das sagt heute jeder, der diesen ersten Erik-Charell-Film der Ufa gesehen hat, und das ist das Schlagerlied, welches die bezaubernde Lilian Harveu und der strahlende Willu Frifsch singen in dem größten Film dieser Saison: Bienstag Mittwoch Bonkerstag zeigen wir noch: Den schönsten Film der Welt P PPEE (Der Roman einer verbotenen Liebe) F. W. Murnaus letztes Werk. von Presse und PublIkum mit Bewunderung aufgenommen 9 C Dazu das große Beiprogramm Täglich:.30,.00, abends.00 Uhr Wochentags bis 5 Uhr kleine Preise Morgen, Buß- und Bettag zeigen wir ebenfalls„TABU“ Vorstellung: Beginn 6 Uhr. Kassenöffnung: 5 Uhr Aotelbechamferier Dor hongron tanz! Morgen, Mittwoch(Bußtag), den 18. Nov., abds. 8 Uhr: Vortrag des bekannten Astrologen Ra Vorher das prächtige Beiprogramm Heute, Dienstag in Donnerstag finden die letzten Aufführungen statt. Aufführungszeiten .30,.00 und.00 Uhr Weltgeschehen und Menschenschicksale 19321 Ihre Sterne 1932. Persönliche Schicksale Endet die Wirtschaftskrise 19321 Am Vorabend umwälzender Ereignisse 10 Was wird? y Deutschlands Schicksal entscheidet sich 1932. 7 Untergang oder Wendet, Kriegsgespenst über EuropaAslen! Währung und Vertalll Neues Geld und Umwertung aller Werte! Melanchthon-Chor Bochum Leitung: Musikdirektor WiIIy Mehrmann KONZERT Dupten Nem ia Neuamhar Was wir heute durchleben, sagte Radetzku lange vorher bis ins einzelne voraus. Karten zu Preisen von .50,.00 und 1,50 RM. Vorverkauf: Nur Oskar Hengstenberg. Bochum, Kortumstraße 95 am Buntag. dom 18. Noveniber, nachm. 5 Uhr in der Melanchthonkirche Kantaten von Bach und Buxtehude, Orgelkonzert von Hände! Mitwirkende: Friede! Neumann, Bochum. Sopran Karl Kromberg. Bochum. Baß Verstärktes Orchester der ergl. Kurrende Bochum Willy Mehrmann. Bochum, Orgel Der Melanchthon-Chor TheaterVerein 19 Harmonie“.V. Bochum Mittwoch, den 18. November 1931(Buß- und Bettag). im Ev. Vereinshaus, Mühlenstraße, 2 Aufführungen: Anfang 8 Uhr Volksstück In S Aufzügen von Fr. Scharn Nachmittags 3½ Uhr Kinder- und Familienvorstellung. Preise auf allen Plätzen: Kinder 0, 20 RM., Erwachsene.40 RM. Abendvorstellung: Anfang 8 Uhr, Einlaß 7 Uhr. Preise der Plätze: „Sperraltz.80 RM. Saalplatz.60 RM.„ Balkon.40 RM. Sonntag, den 22. November 1931, im Ev. Vereinshaus: Angelo, Tyrann von Padua Eintrittspreis.50 RM. Kassenöffnung 4 30 Uhr Start theater Bochum Kaufmännischer Verein e. V. Bechan Donnerstag, 19. November, 20.30 Uhr Im großen Saale des Parkhauses Adonger-kochd von Karl Ettlinger(Karichen) Karten für Mitglieder: Siehe blaue und weiße Auswelskarten. Karten für Nichtmitglieder; Mark.50 an der Abendkasse Restaurant Cart Ranheiela Gr. Beckstr. 12 7„Zum Taubenschlag“. Dienstag, 17. Nov., 19.30—23.30 Uhr. B. 7 und Wahlvorstellung für alle Ringe, Wallenstein Dramatisches Gedicht von Fr. von Schiller. Mittwoch, 18. Nov., 19—22.15 Uhr. Werbeveranstaltung! 19 Uhr: Einführende Worte Dr. S Schmitt. 19.30 Uhr: von Carlos Dramatisches Gedicht in 5 Akten von Fr. von Schiller. Preise 0,30—2 Mk. Donnerst., 19. Nov., 20—23 Uhr. Brauner Ring 3 u. Volksbühne Ser, 2. Das Land des Lächelns Operette von Franz Lebar. Slädlisches Orchester Bochum Außer Vormiete: 1. Chor-Konzert Kleinste Preise! Morgen, Mittwoch(Bus- u. Bettag), 18. November 1931, abends 8 Uhr. im Schützenhof: Ein deuisches-noguion für Soll, Chor. Orchester von und Orgel Johannes Brahms Mitwirkende: Marianne Lutz(Sopran)— Ewald Kaldeweier(Baß)— Hanns Kirchhelle(Orgel) Der Städtische Musikverein. Leitung: Generalmusikdirektor Leopold Reichwein. Eintrittspreise.60 RM.,.— RM.,.50 RM.,.— RM. 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Den Mittelpunkt der ische Szenenfolge„Die Ameschlossenes Bild übAnmatischen Aufbau in In werden konnte, so tit, mit der die Dichter mer Beobachtungsgabe min großes Weltgescheh n Wirrwarr unserer ###ltürlich auf— große ###anschauungen hier nne die Leserin vermi #cheren Beschäftigung am allen Proben, die luck von dem Schaffer #ußten Persönlichkeit gnag nicht in dem ate. Unter Verwendung von deutschen und französischen Original-Aufnahmen. Die im Heeresbericht vom Sturm auf die Panzerfeste Douaumont genannten Offiziere Hauptmann Haupt und Leutnant Radtke wirken als Hauptdarsteller im Film mit Die Vorbestraften ZILLERTAL Kapelle Danielzick u. Rie-Hall Orchester STIMMUNG, TANZ Ein ersreifendes, tragisches Menschenschichsal mit EUGEN KLOPFER. 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Liederfreund Bochum-Brenschede Leitung: Paul Feige, Bochum Gegründet 190 1 Der Beruf des itzen daher viele# ziere usw.) in Aiinzu kommt in der #turm auf das Stu # Volkswirtschafts #ragt zurzeit imme) ###wirte, gibt es ###tschland. Andersei ###enden Stellung eite. Es fehlt als ##arf infolge Ausse ie irgendwie ger #es nicht. Schor uswirte stellenlos. I5tellungen, für dung nicht erfo leuten scheint es das Studium lo nie wenigsten Aussich Mittwoch, den 18. Nov. 1931, nachm. 3½ Uhr, Im Vereineheim Heip’is! Clevinghaus, Wiemelhausersu: Genehmigung de #irigen Termin in Sub- und Bettag-KONz!! Zur großen Arm ##d der Veteran I e die Feldzüge 1 ### war allgemein! Nännergesangver großen Saale Ens) hatte der# Ergen Zeine Freu 2. Hauptko ###em bekannten C ##eswählte Progra ## ras kunstliebend eaal bis auf der Ne 67die aufe. # Gelingen diese ##ung zeichnet niLitzende des Vere # einer Begrüßun #s Jahren der 9 Sstlichkeit m.—# trat. Mi ötung Kaiser ####e Chorleiter #t,„Darbietungen, ###n sehr gefallen! mmiert wurden. De ##. besonders das #eistungen de in.“ von Neuma hat sich der Cl " Abt und die — ovenfalls sehr g iter ane ittwoch 9) 16 und 8 Uhr) en Sonderstatt des ab heinenden -Tontilms: n. der den irt, wie der achlich— Tendenz Bochumer Nachrichten 135 Gedenktafel 17. November. ., Kaiserin von Rußland gestorben Katharina (geb. 1729). 18. November. Der Mediziner Cesare Lombroso geb.(gest. 1909/.,. Der Dichter Deymer in geb.(gest. 1920). in Verona Wendisch=Hermsdorf Personal-Nachrichten Die Eheleute Friedrich Lindner, Oslar=Hoff##mn=Straße 21, feierten am Sonntag das Fest ver ###ernen Hochzeit. Eine westfälische Dichterin Verein für Frauenkleidung und Frauenkultur die Bochumer Ortsgruppe des Vereins für Frauen##dung und Frauentuttur hatte im Rahmen ihrer Mon#achmittag=Veranstaltungen im Parthaus Frau L. wenger=Cordts aus Dortmund zu einer Vorlesung #ereigenen Dichtungen geladen. Die Schriftstellerin hatte # der großen Fülle ihrer Arbeiten, vor allem lyrische ##he qus der Sammluna„Die neue Wanderbeute Verein die endgültige Genehmigung zur Granulations= meinsame Kommunion.— Am Donnerstag findet die anlage erteilt.„ Firmungs= und Visitationsreise des Erzvischofs Dr. Aus der katholischen Gemeinde. Der morgige Buß=sKlein im Dekanat Bochum ihren Abschluß. Am und Bettag, an dem früher das Fest Mariä Opferung in W2 Migen„eener: Verbindung mit dem Erntedankfest gefeiert wurde, ist seit einigen Jahren kein gebotener kirchlicher Feiertag mehr. Dieser Tag ist in besonderer Weise den Gefallenen des Krieges gewidmet. Aus diesem Anlaß ist in allen Kirchen ein feierliches Seelenamt für die gefallenen Krieger.— Am Donnerstag ist das Fest der heiligen Elisabeth, das in diesem Jahre durch den 700jährigen Todestag dieser großen Karitasjüngerin eine besondere Bedeutung erhält. Die Elisabethvereine begehen an diesem Tage ihr Patronatsfest. Aus diesem Anlaß findet am Mittwoch nachmittag 4 Uhr in der Josephskirche eine Festandacht für den Bezirksverband der Bochumer Elisabethvereine statt. Die einzelnen Vereine halten am Festtage in ihren Pfarrkirchen gewoch morgen spendet der Oberhirte den Kranken im Elisabeth=Hospital die Firmung, nachmitags 4 Uhr stattet er dem Zentralgefängnis einen Besuch ab. Am Donnerstag morgen 9 Uhr ist in der Propsteikirche ein feierliches Hochamt, an dem die Geistlichkeit des gesamten Großdetanites Bochum teilnehmen wird. Zu dieser Feier wird der Erzbischof in feierlichem Zuge aus der Propstei abgeholt. Im Anschluß an das Levitenhochamt finden die Katechesen der Kinder statt. In der Bürgergesellschaft ist dan die Dekanatskonferenz. Die Rückkehr des Erzbischofs nach Paderborn erfolgt nachmittags gegen 4 Uhr unter feierlichem Glockengeläute.— Im katholischen Gesellenhause findet am Mittwoch abend(Bußund Bettag) ein Ehrenmitgliederabend des Gesellenvereins statt. e Aus den bsilichen=Ciadtienen Gichte, aus der Sammlung„Die neue Wanderbeute lund dem Band„Der Steibruch“ gewählt. Es folgten Novelle„Maria von Jever, die friesische HäuptUngstechter" und Teile aus der dramatischen Szenenlage„Die Wiedertäufer“. n W., Ju 8. ! Die Dichterin ist da am stärksten, wo es sich um die endige Gestaltung von Szenen aus dem Leben hanIn, selbst in ihrer Lyrik. Einen sehr geschlossenen Einnuck vermittelte die Novelle„Maria von Jever". Auch her wieder waren die Stellen in Form und Sprache die eien, die mitten in eine bewegliche Situation hineinuhrten. Es war schade, daß die Schriftstellerin infolge n Lange der Novelle diese nicht, wie beabsichtigt, zu ende lesen konnte. Den Mittelpunkt der Vorlesungen bildete die dramaiche Szenenfolge„Die Wiedertäufer". Wenn auch ein Imeschlossenes Bild über das Werk in seinem gesamt###matischen Aufbau in der Kürze der Zeit nicht gegeI werden konnte, so überraschte doch die Geschicklichu, mit der die Dichterin in kurzer, knapper Form und imer Beobachtungsgabe für einzelne Typen mitten in m großes Weltgeschehen hineinsprang. Vergleiche mit Wirrwarr unserer heutigen Zeit drangten sich unlulltürlich auf— großes Geschehen und der Kampf um ####tanschauungen hier wie da. Die wenigen Szenen, Di die Leserin vermitteln konnte, weckten Lust zur uheren Beschäftigung mit dem Werk.— Man gewann lus allen Proben, die die Schriftstellerin bot, den Einluck von dem Schaffen einer ernsten, verantwortungsnwußten Persönlichkeit. Leider war der anregende Nachlnittag nicht in dem Maße besucht, wie er es verdient #te. Aus Stadtteil Altenbochum Evangelischer Arbeiterverein Altenbochum. Im Lutherhaus hielt der evangelische Arbeiterverein eine gut besuchte Versammlung ab. Infolge der Wirtschaftslage soll die Weihnachtsfeier für die Kinder der Vereinsmitglieder in diesem Jahre ausfallen. Die Jahreshauptversammlung des Vereins wird voraussichtlich im Januar stattfinden.....1. Sampaan: t. Gemütlicher Abend. Die zweite srompagnie des Bürgerschützenvereins hielt am Samstag im Vereinsheim Vogt einen Gemütlichen Abend ab, der gut besucht war. Bei Konzert und kleineren Vorträgen verlebte man rasch einige angenehme Stunden.—. k Schlechte Bürgersteige. Im Ortsteil Altenbochum bat man die Löcher in den Bürgersteigen der Wittener Straße mit Asche angefüllt, jedoch vor Laers Grenze „Halt“ gemacht. Die Burgersteige im Ortsteil Laer befinden sich in schlechter Verfassung. Vor der HansaDrogerie und der Wirtschaft Langbein sind sie von regelrechten Gräben durchzogen. Es muß unbedingt eine Ausbesserung vorgenommen werden. Die frühere Gemeindevertretung hatte bereits einen Plattenbelag beschlossen. Der Beschluß ist bisher noch nicht ausgeführt.'ai Brieftaubenliebhaberverein„Einigkeit". Am Sonntag konnte der Verein auf ein fünfjähriges Bestehen zurückblicken. Darum fand im Lokale Feldhage eine Schlagausstellung statt, die vorzügliches Material zeigte und gut besucht war. 1 Stadtteil Laer Evangelischer Arbeiterverein. Am Sonntag hielt der Verein im Vereinslokal eine gut besuchte Versammlung ab. Die Weihnachtsfeier mit Kinderbescherung findet am Sonntag vor Weihnachten statt. Beide Pfarrer ergreifen bei der Feier das Wort. Um den Bedürftigsten eine Weihnachtsfreude bereiten zu können, wurde ein Betrag aus der Vereinskasse bewilligt. Die Krisenund Wohlfahrtsempfänger zahlen vom Dezember ab nur 10 Pfennig Hilchenbachbeitrag und bei Sterbefällen das Umlagegeld. Der Vorsitzende Friedrich Schmidt hielt einen interessanten Vortrag über die GottlosenVortrag des Vorsitzenden der Bochumer bewegung, den das Mitglied Johann Wilk ergänzte. Bardey in der Verwal= Beide hatten dankbare Zuhörer. Es setzte eine lebhafte Aussprache ein.— Am Totensonntag beteiligt sich der Die von Fräulein E. Bockau eröffnete Veranstaltung stand unter dem Motto:„Deutsche Lieder statt Schlager — Deutsche statt Negertänze." Lieder mit Geigen= bzw. Flötenbegleitung gelangen ausgezeichnet und das Märchenspiel„Die kluge Bauerntochter" fand begeisterte Aufnahme. Das Hauptprogramm des Abends war ohne Zweifel der Vortrag der Landesführerin Fraulein Neuhaus(Unna), die dankbare Hörer fand. er Deutschnationaler Handlungsgehilfenverband. Jugendführer Joester hielt in der letzten Versammlung einen kurzen Vortrag über den 50. Gedenktag der Einführung der Sozialversicherung. Zum Schluß der Versammlung wurde noch auf die am 29. d. M. stattfindende Besichtigung der Champignon=Anlage in der alten Brauerei Crengeldanz hingewiesen. Raubüberfall. Ein Arbeiter wurde in der Nacht zum Freitag, gegen 8 Uhr. auf einem Fußwege an dem Bahntorper Witten—Langendreer überfallen, verletzt und seines Geides beraubt. Der vermutliche Tätex ist jetzt festgenommen worden. Stadtleil Werne Die Lampenmeister gebören nicht zur Zeche! Die Arbeiterräte der Zechen„Amalie" und„Siebenplaneten“ klagten vor dem Landesarbeitsgericht Dortmund als Berufungsklager gegen die Lampenwirtschaftsfirma Seippel(Bochum). Diese Firma besorgt das Grubenlampenwesen der Zechen„Neu=Iserlohn“, „Karoline",„Amalie“ und„Siebenplaneten“. Die auf diesen Zechen tätigen Lampenmeister, deren Aufgabe es ist, das ganze Lampenwesen zu überwachen, und die Grubenlampen in Ordnung zu halten, sie bei Schichtwechsel in Empfang zu nehmen bzw. wieder abzugeben. gehoren betrieblich nicht zu den Zechen, auf denen sie tätig sind, sondern zu der Lampenwirtschaftsfirma, die ihre Arbeitgeberin ist. Sie haben aber schon zu wiederholten Malen die Arbeiterräte ihrer Zechen mit der Vertretung ihrer Interessen beauftragt, was bisher niemals beanstandet wurde. Als nun die Zechen„Neu=Iserlohn", Karoline“ infolge Absatzmangels stillgelegt werden mußten, wurde diese Lampenmeister nicht etwa entlassen, sondern auf die beiden anderen Zechen versetzt, deren Lampenmeister gekündigt wurden. Hiergegen wendet sich die Kündigungs=Einspruchsklage aus§ 84 BRG., die beim Arbeitsgericht Bochum erhoben wurde. Die beklagte Firma Seippel machte geltend, daß nach § 84 Ziffer 4 die Verhältnisse des Gesamtunternehmens maßgeblich seien, nicht die Verhältnisse auf den einzelnen Zechen. Unter den Leuten, die in dem Gesamtlampenbetrieb der vier Zechen zur Entlassung kommen mußten, hatte die Firma demnach die Auswahl. Das Arbeitsgericht Bochum schloß sich dieser Auffassung an und wies die Klage ab, weil die Arbeiterräte der Zechen zur Vertretung der Lampenmeister nicht legitimiert seien, da diese nicht zur Zeche gehörten, sondern Angestellte eines Privat=Unternehmens seien. Den gleichen Standpunkt vertrat das Landesarbeitsgericht als Berufungsinstanz und wies die Berufung der Arbeiterräte kostenpflichtig zurück. dp Vei Siadnen=Gerihe —Curfilmvorführungen. Am Buß= und Bettag Leiter. Sie erlitt einen Armbruch und mußte in ärztAula der Oberrealschule die zweite dies= liche Behandlung übergeführt werden. 5 klei Grabschändung durch Diebe. Auf dem katholischen Friedhofe wurden vor einiger Zeit Gräber ihrer Ausschmückung beraubt. In der letzten Zeit haben die Diebe auch die evangelischen Gräber an der Lindener Straße und auf der Eltersheide heimgesucht. à Studium und Berufskreis des Volkswirtes er Wahrheit idung von id franzöal-AufnahHeeresSturm auf ste Douausn Offiziere Jaupt und Itke wirken rsteller im #llepixte=Vereinigung„Dr. paroeg, in der ##ngsakademie im Rahmen der Abiturientenvorträge ###ngen wir nachfolgenden Auszug: Das Studium der wissenschaften.(Nationglökgngmje dauert#### Adenezis, sechs bis sieven und hei##egung der##- uhlma ##ttor=Prüfung acht bis neun Semester. Rechnet man An mindestens dreijähriges freiwilliges Referendariat u, so braucht der Volkswirt zu seiner Ausbildung ##ma sieben bis acht Jahre. Der Volkswirt hat überAu vielseitige Betätigungsmöglichkeiten. ## findet Volkswirte bei Kammern und Verbänden #er Art, bei den Gewerkschaften, im freien Beruf als ##ratende Volkswirte" und neuerdings als amtliche ##rtschaftsprüfer, als Angestellte bei Erwerbsunteriehmungen, ebenso wie als selbständige Unternehmer, es Journalisten, im Versicherungswesen, im Genossen###aftswesen usw. Noch gänzlich unzureichend ist die #rurchsetzung der Verwaltung von Reich, Ländern und Gemeinden mit Volkswirten. Es gibt Stadtvervaltungen(wie z. B. Halle a..), in denen die höheren Beamten zur Hälfte Voltswirte sind. Es gibt cher auch Stadtverwaltungen(wie z. B. Bochum), die denen noch kein einziger Volkswirt tätig ist. Von den Erganen der Sozialversicherungen haben die Arbeitslimer einen Teil der leitenden Posten durch Volkswirte netzt. In der Krankenversicherung, bei den Berufsgenossenschaften, in der Angestellten= und Invalidenleerscherung wäre zwar der Volkswirt seiner ganzen Norbildung nach für eine leitende Tätigkeit am besten eeeignet, aber auch hier ist noch manches Vorurteil zu kseitigen, bevor der Volkswirt sich durchsetzt. Der Beruf des Volkswirtes ist schwer abgrenzbar. le sitzen daher viele Berufsfremde(Juristen, ehemalige Ulifiziere usw.) in volkswirtschaftlichen Stellungen. lenzu kommt in der Nachkriegszeit ein unglaublicher lünsturm auf das Studium. Die Zahl der Studierenden ir Volkswirtschaftslehre(ohne Handelshochschulen!) Ukrägt zurzeit immer noch etwa 4000. Allein Diplom#nlswirte gibt es jetzt schon mehr als 5000 in #utschland. Anderseits befinden sich in allen in Frage Iinmenden Stellungen fast ausschließlich ganz junge kafte. Es fehlt also auf lange Zeit der natürliche edarf infolge Ausscheidens wegen Alters oder Tod. ine irgendwie geregelte Laufbahn für Volkswirte im es nicht. Schon jetzt ist etwa ein Drittel aller bolkswirte stellenlos. Ein weiteres Drittel befindet sich In Stellungen, für die eine wirtschaftswissenschaftliche derfreund enschede Jum Gegründet 101 ov. 1931, nachm. sheim Heinrich elhauseratr. 418 und Conzert Sopran er, Klavier bildung nicht erforderlich ist. Auch bei den DiplomAleuten scheint es fraglich, ob der Erfolg die Kosten das Studium lohnt. Fur Frauen bieten sich hier ## wenigsten Aussichten. Genehmigung der Granulationsanlage. In dem ###irigen Termin in Arnsberg wurde dem Bochumer Verein an der Friedhofsandacht auf dem neuen Friedhof. Pfarrer Kromberg hält auf dem neuen und Pfarrer Kuhlmann auf dem alten Friedhof die Andacht. nr Bürgerschützenverein 1928 Bochum=Laer. Der Verein hatte von einer größeren Feier abgesehen, dafür aber zu einem Schützenabend eingeladen, der recht gut besucht war. Vorher war eine Monatsversammlung unter Leitung von Oberleutnant Schuth. Dann folgte die Ehrung und Auszeichnung der besten Schützen. Zum erstenmal wurde auch der Wanderpokal überreicht, der im August ausgeschossen worden war. Hauptmann Müller konnte ihn Fähnrich Stollmann aushändigen. Für die beste Jahresleistung im Schießen wurde Oberleutnant Borkenstein der Schießorden verliehen. Eine Erinnerungsmedaille erhielten Feldwebel Görtler, Oberleutnant Schuth, Schütze Andreschak, Unteroffizier Mohr und Schutze Kretschmann. Weiter gelangten wertvolle Preise von dem letzten Schießen zur Verteilung. Erster Sieger war auch hier wieder Fähnrich Stollmann. Die nächsten Preisträger waren die Schützen Nentwig, Andreschak, Gehlker, Unteroffizier Mohr. Feldwebel Görtler, die Schützen Koch und Bidorf. Oberleutnant Schuth und Schütze Kretschmann. Die Ehrenscheibe errang Feldwebel Görtler mit Blattschuß. Anschließend dankte Hauptmann Müller für die hervorragenden Lei stungen. Verschiedene Darbietungen beschlossen den harmonischen Abend. Stadtteil Langendreer 48 Jahre evangelischer Arbeiterverein. Am vergangenen Sonntag konnte der Verein sein 48. Jahresfest feiern. Zu einer besonderen Festfeier war im Gemeindehause an der Kaiserstraße der Nachmittag vorbehalten. Eine umfangreiche Programmfolge wurde durch Vorträge des Kirchen= und Posaunenchores bestritten. In der Festansprache wurde der treuen Arbeit und des opferfreudigen Willens der Mitglieder gedacht. Das Theaterspiel„Der Herold" brachte der großen Festgemeinde ebenfalls beste Unterhaltung. er „Not oder Brot.“ In einer öffentlichen Versammlung des Jungdeutschen Ordens(Landnehmer=Bewegung) sprach am Freitag abend nach einer kurzen Eröffnungsansprache des Ortsgruppenführers Gronnemann der Referent des Abends. Rektor Reeswinkel(Witten), über das Thema:„Not oder Brot— Stempeln oder Siedeln?"„Wir fordern Land!" Der Redner legte den größten Wert in seinen Ausführungen auf das vom Junadeutschen Orden begonnene Siedlungssystem im freiwilligen Arbeitsdienst.r Bismarckjugend. Zu einem fröhlichen Abend hatte die Ortsgruppe der Bismarckjugend ihre Mitglieder für Samstag abend ins Lokal„Zur Post“ eingeladen. findet in der aula der Oberrealschule, die zweite jährige Kulturfilmvorführung statt. Neben zwei kleineren Filmen gelangt der Film,„Das erwachende Aegypten“ zur Vorführung, der Einblick in politische, soziale und wirtschaftliche Verhältnisse dieses Landes bietet. Insgesamt finden drei Vorführungen statt. Elisabeth=Jubiläumsfeier in Gerthe. Der Verband der katholisch=kirchlichen Vereine von Bochum=Gerthe veranstaltete eine gemeinsame Feier zur Erinnerung an die 700jährige Wiederkehr des Todestages der hl. Elisabeth. Sie fand am Sonntag abend im großen Saale des Vereinshauses statt. Anwesend war die gesamte Pfarrgeistlichkeit. Herzliche Worte der Begrüßung, besonders an den Festredner des Abends, Pfarrvikar Hoberg von St. Elisabeth aus Obercastrop, fand der Vorsitzende des Verbandes, Bauunternehmer Haase. Das Orchester des Jungmännervereins Bochum=Riemte spielte mehrere Stücke. Nach einem Prolog„Die Königin Karitas" trat ein Sprechchor auf die Bühne und brachte„Ein neues Licht von der Wartburg" zu Gehör. Dann ergriff Pfarrvikar Hoberg das Wort zu seiner Festrede. In formvollendeter Weise schilderte er in kurzen Zügen das Leben der Heiligen von Thüringen. Weiter stellte der Redner die hl. Elisabeth als Vorbild der deutschen Frau hin, deren höchste Freude die Pflege der Nächstenliebe war. Bauunternehmer Haase gedachte dann des Papstes. In buntem Wechsel folgten nun die umrahmenden Tarbietungen des Programms. Die guten Gesangsdarbietungen des Jungfrauenchors unter Leitung von Fräulein Göbel fanden reichen Beifall, ebenso die prächtige Orchestermusik. Mit besonderer Aufmerksamkeit wurde das einstündige Festspiel in acht lebenden Bildern„Elisabeth=Rosen“ ausgenommen. Im Schlußwort dankte Haase allen und gab zur Kenntnis, daß die in der vergangenen Woche stattaefundene Brockensammlung 100 Mark in bar und für 1000 Mark Sachwerte erbracht habe. Mit dem Ambrosianischen Lobgesang fand die eindrucksvolle Feier ihren Abschluß. kn Hessenverein Gerthe und Umgebung. Am zweiten Weihnachtstage findet im Vereinsheim eine Weihnachtsfeier der Mitglieder mit Kinderbescherung statt. ka Stadtteil Stiepel 25jähriges Ehejubiläum. Die Eheleute Berginvalide August Spitz, Dewinkelstraße, konnten gestern auf ein 25jähriges Ehejubiläum zurückblicken. h Mitgliedertagung der Konsumgenossenschaft„Wohlfahrt". Die Mitgliedertagung des Konsumvereins „Wohlfahrt" war gut besucht. Zunächst hielt Genossenschaftssekretär Kirchhoff ein eingehendes Referat über die Tätigkeit des Genossenschaftsrates und über die Lage der Genossenschaft. Der frühere Obmann Büscher übte Kritik. Für das ausscheidende Genossenschaftsmitglied Naurath wurde Witthüser neu gewählt, an Stelle Büschers Peppmöller. h Vemn Stadilen Wenmat ennig 68913 Uns wie: nohe: beschwerden in Sie durch We. Nr. 313 844) -Tabletten(mit ned. Autorilcten äße und damu tion der lebensund Wiederherihre.50, Orisöhren 20.— Mi. PaheToil### W 68/110 * Zur großen Armee abberufen. Am Samstag ver### der Veteran Josef Klages, 90 Jahre alt. Er e die Feldzüge 1864, 1866 und 1870/71 mitgemacht n# war allgemein beliebt. * Nännergesangverein„Einheit", Bochum=Weitmar. großen Saale des„Waldschlößchens“(Herm. ##ens hatte der Männergesangverein„Einheit" am Funtas seine Freunde und Gönner zu seinem dies# en 2. Hauptkonzert zusammengerufen. Das undem bekannten Chorleiter E. Meyer sehr sorgfältig ####erwählte Programm hatte seine Anziehungskraft das kunstliebende Publikum nicht verfehlt, so daß saal bis auf den letzten Platz gefüllt war. Für das e Gelingen dieser gewiß nicht alltäglichen Veranhar's zeichnet nicht zuletzt der unermüdliche erste restzende des Vereins, Matth. Schwerfel. Er wies ger Begrüßungsansprache darauf hin, daß schon ##, ahren der Verein in diesem Saal vor die Oef###chreit trat. Mit den Chören„Mein Rheinland“ Franz Kaiser und„Vaterland“ von Wohlgemuth nete Chorleiter E. Meyer den Reigen der gesangX. Larbietungen die in ihrer tonreichen Wieder## sehr gefallen konnten und mit lebhaftem Beifall uert wurden. Der„Gotenzug“ von Keuerleben und %,besonders das„Heldengrab“ von Zerlett waren Szleistungen des Abends. Mit„Der Sehnsucht #. von Neumann als empfindungstiefes Tongeu dat sich der Chor wahrlich in die Herzen der Zuhineingesungen.„Die stille Wasserrose" von Abt und die„Barcarole“ von Hoffmann konn* Tchenfalls sehr gefallen. Das Orchestertrio der DT. Weitmar 82 umrahmte das Fest noch mit einigen gefälligen Musikvorträgen. Im anschließenden gemütlichen Teil wurden noch einige Lieder zur Laute von Frl. Hanny Schwerfel und von Herrn A. Kloß lustige Lieder vorgetragen, die auch die andere Seite des Festes zur Geltung kommen ließen.r Nationalsozialistische Versammlung. Die Ortsgruppe Weitmar, Sektion Mitte, der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei hatte am Samstag abend zu einer Versammlung im Waldschlößchen(Arens) aufgerufen. Ortsgruppenleiter=Riemenschneider und Dr. Beck sprachen vor überfülltem Saale über das Thema„Der letzte Angriff". Die Versammlung konnte ohne Zwischenfall zu Ende geführt werden. 1 Plattdeutscher Abend. Im evangelischen Vereinshaus an der Karl=Friedrich=Straße fand am Sonntag abend eine Wiederholung des vor acht Tagen mit großem Erfolg veranstalteten plattdeutschen Abends statt. 1 Evangelischer Volksdienst. Ortsgruppe Bochum=Weitmar. In der Geschäftsstelle der Ortsgruppe BochumWeitmar des Evangelischen Volksdienstes fand eine Zusammenkunft der Mitglieder statt. Zu Beginn wurden wichtige Organisationsfragen besprochen. Weiter wurden die von bestimmter Seite gegen die Führer der Reichs= und Landtagsfraktion erhobenen Vorwürfe schärfstens zurückgewiesen. Dem Parteivorsitzenden wurde einstimmig volles Vertrauen ausgesprochen. Im weiteren Verlauf der Besprechungen wurde auf die Reichsopferwoche hingewiesen. Anschließend erfolgte die Aufnahme einer Anzahl neuer Mitglieder. Stadtleil Harpen Evangelisation. In den Tagen vom 9. bis 15. November fanden im Gaugemeinschaftshaus„Lobetal“ in der Ecksee jeden Abend um 8 Uhr Evangelisationsvorträge statt. Redner war Pastor Busch aus Witten. e Stadtteil Hiltroy Schwerer Zusammenstoß infolge Nebels. Infolge des dichten Nebels ereignete sich gestern vormittag auf der Landwehr ein böser Zusammenstoß zwischen zwei Kraftfahrzeugen. Das Lieferauto einer Firma aus Bochum kam aus der Richtung Gerthe, als im gleichen Augenblick der Milchhändlergehilfe Ernst R. aus der Hiltrover Straße mit seinem beladenen Dreirad die Kundschaft versorgen wollte Er wurde in der Flanke erfaßt und umgeschlagen. R. erlitt schwere Kopf= und Rückenverletzungen sowie einen linken Beinbruch. Stadtteil Bergen Hoffnungslos verletzt durch ein Pferd. Ein schwerer Schicksalsschlag traf den Bäckermeister Franz S. auf der Altenhöfener Straße in Herne in den Samstagabendstunden.„Der Lehrling Hans Zimmermann, Bowohnhaft, sowie der waren mit einigen des Stalles beschaftigt, als Sch, mit der Stallforke einem der Pferde zu nahe kam. Wie wild stürzte sich das verletzte Pferd auf die beiden jungen Leute und konnte nur mit aller Gewalt von ihnen abgebracht werden. Während Sch. mit Kopfverletzungen, Magenzerreißung und einer rechten Beinsplitterung davonkam, mußte Z. mit einem Schädelbruch und schweren Darmverletzungen dem Krankenhause zugeführt werden. Sein Befinden ist sehr ernst. Stadtteil Riemte Hohes Alter. Kaufmann Bernhard Geritzen, Herner Straße, feierte seinen 85. Geburtstag. ur 40jährige Jubelfeier. Der Pfarr=Cäcilien= chor der Franziskuspfarrei hatte am Sonntag seine Jahreshauptversammlung. Nach Bekanntgabe des Jahresberichts und des Kassenberichts erfolgte die Wahl des Vorstandes. Für die ausscheidenden Mitglieder Frau Müller und Kampmann wählte man Fräulein A. Hannemann und G Hegemann. Nach ErDie Abfindungen der früheren BEW.=Generaldirektoren Dortmund, 16. November. Ueber die Abfindung des früheren Generaldirektors Dr. Fischer bzw. die Pension des früheren Generaldirektors Dr. Krone von den Vereinigten Elektrizitätswerken Westfalen sind in den letzten Tagen Zahlen veröffentlicht worden, die nicht richtig sind. Die Abfindung für Dr. Fischer beträgt nicht, wie gemeldet wurde, 80000 Reichsmark, sondern rund 18000 Reichsmark. Ebenfalls ist die mit 2000 Reichsmark angegebene Pension für Dr. Krone in der genannten Form nicht richtig. Von dem VEW. erhält Dr. Krone eine Bruttopension von monatlich 1000 Reichsmark, von der noch Abzüge gemacht werden. Allerdings hat Dr. Krone außerdem noch eine Pension von den Wasserwerken in Bochum von ebenfalls 1000 Reichsmark, die aber mit seiner früheren Stellung als Generaldirektor der VEW. nichts zu tun hat. abendstunden.„Der Lehrling Hans Zimmer: chum=Bergen, Pergener Straße Fnhat. Gehilfe Adolf Schafer aus der Vödestraße dem Reinigen des Stalles beschäftigt, als Wechselnd wolkig und heiter Wetterbericht der Essener Wetterwarte vom 16. November Das Hochdruckgebiet über Skandinavien hat sich im Bereiche kalter Polarluft noch weiter entwickelt. Ueber der Nordsee und Großbritannien ist ein Hochdruckrücken mit dem Azorenhoch in Verbindung getreten. In seinem Bereiche sind infolge der meist heiteren Nacht über Mitteleuropa die Temperaturen bis nahe an den Gefrierpunkt gesunken. Aus Westdeutschland und den Nordseeländern wird vielfach Morgennebel gemeldet. Das erste Störungssystem der neuen Zyklonenfamilie dringt über dem Nordatlantik gegen Island vor. Hier sind bei kräftigen Südwinden die Temperaturen auf sechs bis sieben Grad angestiegen. Der Tiefdruckwirbel wird auf der Westseite des atlantischen Hochdruckgebietz nordastwärts weiterwandern und keinen Einfluß auf das Wetter Mitteleuropas bekommen. Vorhersage für Dienstaa: Bei leichten, zwischen Nord und Ost schwankenden Winden wechselnd wolkig und heiter. Nachts meistens leichter Bodenfrost. In den Morgenstunden vielfach Nebel. Wahrscheinliche Weiterentwicklung: Keine Aenderung im Witterungscharakter. Barometer Montag. 16. Novbr. Thermometer Wetterdäuschen im Stadtpark 117 m über dem Meeresspiegel Wetternotizen gemessen um 8 Uhr vormittags Ort inder, Schuhmachermeister Stefan Weiler, wurde nach einer kurzen Ansprache des Pfarrers Nunnemann ein Bild mit Widmung überreicht. Das der Feier zugrunde gelegte Programm war sehr reichhaltia. Die gedankenreiche Festansprache hielt Pfarrer Nunnemann. 31 Stadtteil Hordel In hohem Alter. Die in der Kolonie Dahlhausen wohnhafte Witwe Koßtur vollendete ihr 82. Lebensjahr. ur Autobusverkehr nach Hordel. Am Sonntag war von privater Seite ein Autobusverkehr nach Hordel eingerichtet worden. Ab vier Uhr fuhr jede halbe Stunde ein Omnibus. Diese Neurung, die sich regen Anklangs erfreute, sollte man verallgemeinern. ur Stadtteil Linden-Dahlhausen Unglück beim stürzte Fräulein H. Essen..... Aachen Frankfurt Kavler Asten Brocken Borkum Hamburg Rügenwalde Berlin Königsberg München Zugspitze Zürich Genk.... Lugano Zeiten für Sonne und Mond am 17. November: ( Aufg..49, Unterg. 16.40; J Anfg. 14.14, Unterg..12 Fensterputzen. Beim Fensterputzen an der Lindener Straße von der Die benlige Namner umsaz 14 Jeien Hanisch ist immer billiger 4. Junge Schnittbohnen -Piund-Dose e 1 3 Brechspargel.Pid-Dose 983 5 Pfund Lebensmittel 1 Ptd. Graupen zus. 1 Pfd. Erbsen na Pid. Hatertlocken: Ah 1 Ptd. Linsen UL 1 Pfd. Reis glas.) Sec Gute Leberwurst.. 1 Pte. 493 Gute Blutwurst...1 Ptd. 55.3 Echte westl. Plockw. 1 Ptd..10 Frische Brühwurst 1 Pd. 853 Beste Leberwurst. 1 Ptd. 63.3 Kampf-Kattee 08 reiner Bohnenkaffee, ½ Pid. O0. Erünüsse krisch gebr. 1 Ptd. 213 99 Denken Sie Sport-Taschen durchw Leder 95-9 Geldbörsen Leder.....25•38 Bremer Elnkautstaschen 2 a5 durchweg Rindleder, 36 cm E/00 Besuchstaschen echt Satdan.95 Sport-Hofter ca. 36 cm... 959 hicher-Wasserhessel.95 mit Kupterboden— Taschenuhr deutsches Werk 1 05 mit 1jähriger Garantie 100 EBlöttel u. 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Dr. Wisk Zechenverband ab: deren Notverordnun Laufdauer des let Reichsregierung ane löhne um sieben Pri übergehende Regelur dauern, daß die Re Einzelheiten gehende ministeriums über d unterrichtet gewesen dem Zeitpunkte der ebenfalls nicht un vie auch der sich al dugbau ergebenden nzelung einer klaren 4 6s zeigt dies vor a begrenzte Befreiung die Untertagebelegsch virtschaftlich besonde Der Zechenverbat wiederum die Lohno Wege zu einer weit Er bedauert, do dig werdende Kündider in einen Gege schaft gebracht wi hstem bisher jeden Entlastung zugl bestandteilen, beso Steuern, Soz Zinsen nicht ge virksamen, sofortige omit nur eine . Bei Beu Lohnabbaue daß gegenül Juli 19 13 Prozent ist, obwohl die die öff #icht gefalle gern #en der echicht hält gr.1929e 450 saltnissen D derung eine snd wir un „Feierschi un z. T. i. tutsächlichen ##rf aber da dobei bes dute noch Absa in Feier Wir be „ostkost wsheriger nich u esch erforderli Die Antwoi