er Die Siaserzatn sche Str. g4 rieieliun ero, belite m. Schmitt Pixtschaftsberan.# (am Ratdaus und ungen# galtsberatung hrungen. Hilfe uverlässig dure 42. Ruf: 6836/ chtsuchenden### lten Irrium hingewiesen: anwälte und im Stahu Wanne: Gia## die Durchführn und gerichtichrtretung in cheiten treitigleiteng vor den Lande## Alsvereine.s. kund.5 kund J. und DU kund O. und 16. u. 28. und 85. 14 3 an und 28. und 26 und 40. 1nd 55 und 50 und 30 5 38. Jahrgang Montag, den 16. Rovember 1931 Tüglich außer Samstag 10Pf. Samstags mit illustr. Beilage 20 Pf. * geuugspreis einschl. Botenlohn.40 Mk. monatlich, oder.20 Mk. halbmonatlich: Seibstabholer.10 Mk bzw..05 Mk. Unsere Beilage„Die Bochumer Illustrierte“ soster monatl. 20 Pf., die Funkbeilage„Hör mit mir“, kostet monatlich 30 Pf. Aügem Anzeigenpreis: Für 1 Millimeter Höbe in 25 Millimeter Breite 10 Pf., Reklameteil 50 Pf.(Besondere Anzeigenpreise nach aufliegendem Tarif.) Angebote von anderen Zeitungen und Vermittlern werden nicht befördert. Bei zwangsweiser Beitreibung der Anzeigengebühren durch Klage. bei Konkursverfahren usw. wird der bewilligte Nachlaß hinfällig. Für die Aufnahme von Anzeigen an bestimmten Tagen und Plätzen, auch für durch Fernsprecher aufgegebene und abbestellte, sowie undeutlich geschriebene Aufträge wird keine Gewähr übernommen.— Schluß der Anzeigenannahme 4 Uhr nachmittags. Nr. 250. Unfall=Unterstützung bei tödlichem Unfall laut besonderen Bedingungen. Geschäftsstelle geöffnet von—13 und 14½—18½ Uhr. Genrrur chy. F. für Bochum und umliegende Industriebezirke Redaktionsle dolf Joe daus, für Sport: Hal Dr. Chri# Flegel, in 16—17 Uhr( General Anzeic Redaktion: Mi! Dönboff 4320 und nimmt die Redaktid porto beiliegt.— R Fernsprech=Anschlüsse Dom SeN ∆ hortlich für Politik: Ru: Adolf Bedding= Fris Schmidt, für Kunst u. Unterhaltung: und Briefkasten: Mar Sprechstunden der Red.: : Bochumer Anzeiger und Antlich in Bochum. Berliner Amerstraße 68. Ferniprecher: Verlangte Einsendungen überAendung erfolgt nur, wenn RückTisstelle: Rathausplatz 8. — Postscheckkonto Dortmund 1760. KOap. siuntstr=Purtei in Wessen Ruhiger Verlauf der hessischen Landtagswahlen— Starkes Anwachsen der radikalen Flügelparteien, Zerschlagung der bürgerlichen Mittelparteien ochtweister a. 2. Straße 36.— tungen an aller! najährige eiger Beste Referenzer skrei Tel. 662.1 eidung und tike e Verkaufsn mit derrchen De 38 Shwart ecke dich! sfe dich. hrung versende ic Nachnahme) 160 cm), weiz. Dtzd. Servietten, td., Taschentücher, s keinst. Damastchöne u. moderne, imende Tischzeug. last.(.272 Berlin=Heiligenser. Darmstadt, 15. November. Der Wahltag ist in Hessen im allgemeinen ruhig verlausen. Dagegen ist es in den beiden letzten Tagen des Pahlkampfes noch verschiedentlich zu blutigen Zusamnenstößen gekommen. So wurden in Darmstadt bei einem Zusammenstoß zwischen Kommunisten und Nationalsozialisten ein Nationalsozialist schwer und einer leichter verletzt. In Oppenheim am Rhein gerieten Reichsbannerleute und Nationalsozialisten aneinander. Zehn Personen erlitten zum Teil schwere Verletzungen. in der Nacht zum Sonntag kam es in Viernheim (Provinz Starkenburg) zu einem Zusammenstoß zwischen kommunisten und Polizei. Ein Polizeibeamter wurde durch einen Stich in das Herz getötet. Der Täter wurde ##on einem anderen Polizeibeamten durch Schüsse kampfunfähig gemacht. Durch das in den letzten Tagen ergangene ab heute wirksame Demonstrationsverbot war die Propaganda heute auf den Straßen nur schwach. Die Nationalsozialisten warben mit Flugzeugen, die das hakenkrenz an den Tragflächen führten. Im allgemeinen wird mit einer Wahlbeteiligung von mindestens 80 v. H. gerechnet. Das vorläufige amtliche Gesantergebnis der Wahlen lautet wie folgt: Landtags= Landtags. Reichstagswahl 1931 wahl 1927 wabl 1931 291 189 168 299 die bisherige Mehrheit der Weimarer Koalition mit insgesamt 42 von 70 Abgeordneten zerschlagen worden ist, daß aber an ihre Stelle keine Rechtsmehrheit getreten ist. Die Weimarer Koalition(Sozialdemokraten, Staatspartei und Zentrum) verfügt im neuen hessischen Landtag von 70 Abgeordneten nur über 26. Die Rechte bringt es, wenn man alle übrigen bürgerlichen Parteien hinzuzählt, auch nur auf insgesamt 32 Abgeordnete. Eine Mehrheitsbildung wäre also nur möglich, wenn sich das Zentrum in Hessen verstünde, mit den Nationalsozialisten eine Regierung zu bilden. Ob das geschieht, läßt sich heute noch nicht sagen. Im Augenblick ist es noch nicht anzunehmen, da ja das Zentrum Reiche sich klar gegen ein Zusammengehen mit den Nationalsozialisten in der Regierung ausgesprochen hat. Da jedoch nur auf dieser Grundlage eine Mehrheitsbildung möglich ist, wird man es vielleicht der Zentrumsfraktion des hessischen Landtages überlassen, die Entscheidung von sich aus zu treffen. Lehnt auch sie ein Zusammengehen mit den Nationalsozialisten in der Regierung ab, dann ist der neue hessische Landtag überhaupt nicht arbeitsfähig. Ein japanischer Schachzug Katsel der Mundschutel aurgerusen Es ist Prinz Puyi, der frühere Kaiser von 382. Schlberechtigtr Vahlbeteiligung Zentrum 112 440 892. 106 775 =Opposition 33P. Staatspartei # Red. Demokr. Christl.=Soz. Volksrechtp. deff. Landb. Soz. Arb. P. ###erteilen sich wie folgt: SP3 15 27 Zentrum 10 8P2. 10( KPD.=Opposition 1( DVP. 1( Staatsp. 1( Rad. Demokr.—( Christl.=Soz. 1( Volksrechtp.— Hoss., Landb. 2( DNVP. 1( Soz. Arb. P. 1( —) (157 293) (893 144) 54,5%) 85 450) 41 280) (137 981) (215 747) (931.745) 79,4%) (104 246) 84 513) —) 49 929) 38 829) —) 19 086) 4 702) 57.575) 11 902) —) London, 15. November. Nach einer Meldung der japanischen Zeitung „Asahi“ aus Tokio ist der frühere Kaiser von China, Prinz Puyi, am Sonntag in Mukden zum Kaiser der Mandschurei ausgerufen worden. Diese Meldungen werden auch von den russischen Blättern bestätigt. (bisher „ „ —) Der neue Kaiser der Mandschurei, Prinz Puyi, steht im 27. Lebensjahre. Er ist der Sohn des früheren kaiserlich chinesischen Prinzen Chun, der im Jahre 1901 als sogenannter Sühneprinz vor dem deutschen Kaiser Wilhelm II. nach der Ermordung des deutschen Gesandten in Peking, v. Ketteker, erscheinen mußte. Prinz Puyi wurde im Jahre 1908 in ganz jungen Jahren zum Kaiser von China ausgerufen. Als Prinzregent fungierte damals sein Vater. Der Prinzregent trat im Jahre 1912 nach Ausbruch der chinesischen Revolution zurück, während der junge Kaiser zunächst noch in Peking verblieb. Verschiedentlich ist dann im Laufe der chinesischen Revolution versucht worden, den Kaiser wieder in sein Amt einzusetzen oder ihn zum Gefangenen der ausgebrochen. Bier Soldaten und sieben Zivilisten revolutionären Regierung zu machen. Im Jahre 1925#urhen gatäte zog sich der chinesische Kaiser unter dem Namen Prinz Puyi unter dem Schutz der Japaner in die japanische Langsame Arbeit im Wirtschaftsbeirat Um die Tariffrage— Die Zinssentung Einzelverhandlungen Berlin, 15. November. (Von unserer Berliner Schriftleitung) Nach den verschiedenen Verhandlungen des schaftsbeirates bei der Reichsregierung hat sich abermals gezeigt, wie falsch die Vertraulichkeitserklärung dieser Verhandlungen war. Sowohl allen möglichen Gerüchten, die trotz der Vertraulichkeitserklärung aus dem Gremium heraus kommen, sind Tor und Tür geöffnet, und obendrein erscheint es breiten Volkskreisen durchaus unverständlich, daß die hier zur Erörterung stehenden Probleme nicht in aller Oeffentlichkeit erörtert werden, zumal sie alle Volksschichten im weitesten Maße berühren. Zwar treffen die Gerüchte nicht zu, daß heute schon die Arbeiten des Wirtschaftsbeirates als gescheitert angeehen werden müssen, doch ist es unverkennbar, daß die Verhandlungen infolge der Unnachgiebigkeit beider Fronten, der Arbeitgeber wie der Arbeitnehmer, über die erste Fühlungnahme nicht hinausgediehen sind. Lediglich eine klare Feststellung der beiderseitigen Standpunkte ist erfolgt, aber eine fest umrissene Festlegung der Grundsätze, nach denen nunmehr die Wirtschaftsfragen behandelt und gelöst werden sollen, ist nicht erreicht worden. Das ist um so bedauerlicher, als der Kanzler lange Wochen, ja fast Monate hat verstreichen lassen, ehe er die Dinge zur Entscheidung stellte. Man scheint in Kreisen der Reichsregierung eingesehen zu haben, daß die bisherige Methode(Rede und Gegenrede) nicht zum Ziele führen kann, und hat darum sowohl den Reichsarbeitsminister Dr. Stegerwald wie den Reichswirtschaftsminister Dr. Warmbold erTruppen hat am Freitagabend dem chinesischen Generat mächtigt, bis zum Termin des neuen Zusammentritts, Ma ein bis zum 25. November 12 Uhr befristetes Ulti= also bis Donnerstag, mit den beiden Parteien matum gestellt, in dem gefordert wird: spersönlich zu verhandeln, um eine Einigungs1. sämtliche chinesischen Truppen an der Strecke formel in den Fragen der Zinssenkung und des TarifTsitsikar— Augantschi und sämtliche chinesischen Truppen, rechtes noch vor den Vollverhandlungen des Beirates die südlich der chinesischen Ostbahn liegen zurückzuziehen, vorzubereiten. So werden am Montag die Unternehmer2. Verzicht der chinesischen Behörden, sich in die gruppe und am Dienstag die Arbeitnehmergruppe von Japanisches Ultimaium an General Ma Moskau, 15. November. Der stellvertretende Oberbefehlshaber der japanischen Truppen hat am Freitagabend dem chinesischen General Angelegenheiten der Cisenbahnverwaltung auf der Strecke Tsitsikar=Taonan einzumischen. General Ma hat das Ultimatum abgelehnt. Am Samstag wurden die Kämpfe bei der Nonni=Brücke fortgesetzt. Die Chinesen hielten ihre Stellung. Die Japaner ziehen Truppen zum Vormarsch auf Tsitsikar zusammen. Tsitsikar ist am Samstag er neut von japanischen Fliegern bombardiert worden. An verschiedenen Stellen sind Brände * Die Wahlschlacht in Hessen ist geschlagen. Noch nie ## die Wahlen zu einem Parlament der kleineren ##nder mit einer solchen Spannung im ganzen Reiche #ffolgt worden, wie die gestrigen Wahlen zum hes##hen Landtag; denn als politisches Stimmungsbarome= ## lam den hessischen Wahlen eine große Bedeutung zu. ##s wurde von allen Parteien anerkannt, die sämtlich ., größten Kanonen in den hessischen Wahlkampf ##ickten. Sogar Reichskanzler Dr. Brüning griff in den # schen Wahlkampf ein, in dem die besonderen heiWichen Verhältnisse so gut wie keine Rolle spielten. g Kampf wurde ausgefochten nicht um hessische Inessen, sondern er wurde in diesem Teil des Reichs#dietes zu einem Kampf um das Reich selbst. Des#gen muß man dem hessischen Wahlergebnis überall Reiche auch sehr große Bedeutung zumessen. Nach den Wahlen von Hamburg, Mecklenburg und ##halt sollte sich in Hessen zeigen, ob die nationalsozia##ische Welle noch weiter im Wachsen begriffen ist oder sie ihren Höchststand erreicht hat. Der Wahlausfall #geist, daß die RSDAP. auch heute noch nichts von gr Zugkraft eingebüßt hat. Ein Vergleich mit der eleichstagswahl vom 14. September 1930 lehrt, daß Nationalsozialisten seit diesem Tage in Hessen ihre ###nen mehr als verdoppeln konnten. Bei der letzten hährend. gm erhielten sie dort 137 981 Stimmen, Die##t“ es gestern auf 291 189 Stimmen brachten. Leutschnationalen konnten sich dagegen nur knapp ##epten. Die Sozialdemokraten verloren gegenüber die gggic stagswahlen über 47 000 Stimmen, während hunistig2. und 22 000 Stimmen gewann und die Komhtachte% Opposition es auf rund 1500 Stimmen habl„„##as Zentrum hat gegenüber der Reichstags##.##rund 8000 Stimmen gewonnen. Verheerend ist Int gimmenrückgang der übrigen bürgerlichen Parteien bbe 4u8nahme der Christlich=Sozialen, die zwar auch, in bescheidenerem Maße, Stimmenverluste zu vers haben. In ihrer Gesamtheit bestätigen auch die #igeing. Wahlen ein weiteres Anwachsen der radikalen #nigParteien, hauptsächlich auf Kosten der bürgerlichen ###perteien, die durch die Radikalen zertrümmert zu Konzession von Tientsin zurück. Er bezog dann vom japanischen Staat eine monatliche Rente von 250 Dollar. Daß man auch in chinesischen Kreisen bereits mit der Wiedererrichtung der Mandschu=Dynastie unter dem Prinzen Puyi rechnete, geht daraus hervor, daß bereits am 8. November ein Bombenattentat auf den Prinzen versucht wurde, das jedoch mißlang. Die Ernennung des Prinzen Puyi zum Kaiser der Mandschurei kann man als einen japanischen Schachzug ansehen, da der Prinz vollkommen unter dem Einfluß der Japaner steht. Es wird natürlich dem Völkerbundsrat, der am Montag in Paris zur Beratung des mandschurischen Konflikts zusammentritt, besonders schwerfallen, nach der weiteren Komplizierung des ostasiatischen Streites einen Ausgleich zu schaffen. Inzwischen sind von beiden streitenden Parteien weitere Noten an den Völkerbund gerichtet worden. wurden getötet. Aus Tientsin wird gemeldet, daß bei den Schießereien am Freitag an der Grenze der japanischen Konzession ein Engländer und ein Franzose durch verirrte Kugeln getötet worden sind. Moskau verlangt Zusicherungen von Jupall Moslau, 15. November. Nach einer Meldung aus Tokio hat der sowjetrussische Botschafter dem japanischen Außenminister eine Erklärung Litwinoffs übermittelt, in der gegen die Behauptung des japanischen Generalstabes Einspruch erhoben wird, daß die Sowjetregierung den chinesischen General im Kampf gegen Japan unterstütze. Die sowjetrussische Regierung verlange Zusicherungen, daß Japan nicht beabsichtige, die chinesische Ostbahn zu besetzen. Parennnarden Ossenliiche Verschäieung Davon entfällt fast die Hälfte auf das Reich Hag man nach in Hessen, den Möglichkeiten der Regierungsso muß man feststellen, daß zwar Berlin, 15. November. Die öffentliche Schuldenlast von Reich, Ländern und Gemeinden hat, nach einer neueren Feststellung des Statistischen Reichsamtes, am 31. März dieses Jahres zusammen rund 24,1 Milliarden Reichsmark betragen, während sie sich im letzten Vorkriegsjahr 1913 auf 32 Milliarden Mark gestellt hatte. Dagegen ist die Zinsbelastung ohne Tilgungsquoten mit rund 1,7 Milliarden heute weit höher als vor dem Krieg mit rund 1,3 Milliarden Mark, weil man heute mit einer Durchschnittsverzinsung von mindestens 7 Prozent rechnen muß gegenüber höchstens 4 Prozent vor dem Krieg. Das Anwachsen der öffentlichen Schulden hat sich seit 1928 von Jahr zu Jahr verringert(Reinzugänge in den drei Jahren 3,6, 3,2 und 2,7 Milliarden Reichsmark). Von der Gesamtzunahme der Jahre 1928 bis 1931 in Höhe von 9,48 Milliarden Reichsmark entfallen nicht weniger als 2,14 Milliarden Reichsmark auf die Kriegs=(Polen) Schädenschuldbuchforderungen und die Reparationsanleihe des Reiches(Young=Anleihe zu zwei Dritteln), die zwar eine Zins= und Tilgungslast, aber keinen verwendbaren Kapitalzufluß brachten. Die gesamte Kreditmarktverschuldung(24,1 Milliar= den Reichsmark) verteilt sich am 31. März 1931 mit 11,34 Milliarden Reichsmark oder 47,1 v. H. auf das Reich, mit 9,93 Milliarden Reichsmark oder 41,3 v. H. auf die Gemeinden(Gemeindeverbände) mit 2,17 Milliarden Reichsmark oder 9. v. H. auf die Länder(ohne die Hansestädte) und mit dem geringen Rest von 0,64 Milliarden Reichsmark oder 2,6 v. H. auf die Hansestädte. Daß gegenwärtig beinahe die Hälfte aller öffentlichen Schulden auf das Reich entfällt, ist immer noch eine Auswirkung des Krieges und der Kriegsfolgen, während die hohe Quote der Gemeinden maßgeblich durch den echten Investitionsbedarf der letzten Jahre bedingt ist. Dem absoluten Betrag nach ist das Reich am höchsten verschuldet. Seine gesamten Verpflichtungen übersteigen die Kommunalschuld noch um etwa 100 Millionen Reichsmark, während sie in den vergangenen Jahren meist hinter ihr zurückblieben. Der Kopfbetrag der Verschuldung ist mit 406 Reichsmark am höchsten bei den Hansestädten. Er liegt noch um etwa 100 Reichsmark über dem Betrag für die zum Vergleich am besten geeignetsten Großstädte(303 Reichsmark). Die Schulden der Großstädte zeigen die stärkste Steigerung seit 1928(rund 97 v..). Sie geben innerhalb der Gemeinden so sehr den Ausschlag, daß sich für die Kommunalverschuldung überhaupt die höchste Steigerungszahl errechnet(72 v. H. des Standes von 1928 gegenüber 59 v. H. beim Reich und 48 v. H. bei den Ländern). Der kommunistische Volksentscheid in Braunschweig auf Auflösung des braunschweigischen Landtages ist gescheitert, da sich nur 11,7 Prozent der Stimmberech= tigten für die Auflösung aussprachen. von den genannten beiden Ministern empfangen werden. In Gewerkschaftskreisen wendet man sich vor allem gegen die während der Wirt; schaftsbeirats=Verhandlungen ausgesprochenen Lohnsenkungen und Verbindlichkeitserklärungen und fordert eine Stillhaltung, während der die vom Reichskanzler in Erwägung gezogenen Preissenkungspläne fertiggestellt werden müssen, nachdem der Kanzler wie der Arbeitsminister wiederholt und noch in vergangener Woche erklärt hatten, daß Lohnsenkungen nur unter gleichzeitiger Aufrechterhaltung des Reallohnes vorgenommen werden könnten. In der Tariffrage will man insoweit eine Einigungsformel für beide Parteien vorbereiten, als man die Tarifverträge in Zukunft nicht mehr für ein Gebiet aufstellen lassen will, sondern die Verträge stärker nach Branchen eingrenzt. Weiter berät man über die Kündigungsklausel und die Bestimmungen für Ausnahmefälle, in denen einzelnen Betrieben Ausnahmezahlungen, abweichend vom Tarif, zugestanden werden sollen, falls der Nachweis erbracht wird, daß diese Betriebe bei Beibehaltung des geltenden Tariflohnes mit Verlust arbeiten würden.„...4s s435.1, So sind die Verhandlungen des Wirtschaftsbeirates einstweilen nicht weiter als über die erste Fühlungnahme gediehen, ein Zustand, der in Anbetracht der sich verschärfenden Wirtschaftslage als äußerst bedenklich angesehen werden muß. In unterrichteten Kreisen bezweifelt man heute schon ernstlich das Zustandekommen einer Einigung. Politische Bluttaten Danzig 15. November. In Kahlbude(Kreis Danziger=Höhe) wurde ein Lastkraftwagen mit Nationalsozialisten von Arbeiterschutzbündlern angegriffen, wobei ein Nationalsozialist namens Hoffmann aus Neuendorf durch einen Messerstich getötet wurde. Die Polizei nahm 20 Arbeiterschutzbündler fest. Eckernförde, 14. November. In Goetheby bei Eckernförde wurde gestern abend der Jungnationalsozialist Wiese von dem Knecht Zepperer nach kurzem Wortwechsel niedergestochen. Wiese liegt schwerverletzt im Krankenhaus. An seinem Aufkommen wird gezweifelt. Zepperer wurde verhaftet. Man nimmt an, daß die Tat auf politische Motive zurückzuführen ist. Urteil im Henning-Prozeß Montag Kommunistischer Drohbrief an die Geschworenen Hamburg, 15. November. Der heutige Verhandlungstag im Henning=Prozeß brachte das letzte Wort der Angeklagten. Jansen und Bammel gaben ihrer Reue Ausdruck, während sich Höckmeyer dahin äußerte, daß er nach der Tat Reue empfunden habe, jetzt aber, nachdem ihm Andree gedroht habe, nicht mehr bereuen könne. Die Geschworenen haben einen Drohbrief erhalten, wonach alle Richter an die Wand ges stellt werden sollen, wenn nicht ein Todesurteil herauskomme. Unterschrieben ist dieser Brief mit den Worten:„8 Mann, die sühnen werden. KPD.“ Das Urteil wird am Montag nachmittog verkündet werden. Dei Rulg, um die Tohnt im digen. In den Versamt boben d, der Errechnung der Turchschnitslöhne die en escher aurden eune, Aunde echaeeaer Aehiniger Bishise ke uns danr, Ruhrbergbau und in der Eisenindustrie be ede, eahache e une ause ee ue denlohn 794 Bfennig, in der, P g. Eache gearheitef. durchschnittlich. 40,6 Stuphen in der##gerrrr der Durchschnittswochentohn betrug 36,7 Mark, be durchschnittliche Stundenlohn 90,4 Pfennig. Unter Gesamtbelegschaft von 125.000 Mann sind, rund Bochum, 15. November. ins christlicher Vergarbeiter wur=iellung genomimen, auf die Notlage der Bergarbeiter hingewiesen, geshalb weiterer Lohnabbau untragbar. Jei. gerggrheiter b.„beiters berechnet, macht das ungefähr 240 die SLengareinschaft und um einen Ausschuß für sch-frunzosische Zusammenarbeit in anderen Ländern. So erstrebenswert diese Zusammenarbeit der beiden Kulturländer auch erscheint, se,esstsorisch zun bgse parationsfrage den Ländern aus der Welt zu schaffen. Gewiß, die 144 Wirtschaft, richtig aufgefaßt, ist ein wertvolles Binde, glied unter den Völkern, jedoch nur unter vorherig#### Anerkennung der politischen und wirtschaftlichen Gleich, berechtigung. Andernfalls müssen wirtschaftliche Erwz.## gungen zu Spannungen führen, wie sie Europa vor und während des Krieges sattsam erlebte. Die deutsch, französischen Wirtschaftsverhandlungen wird man er## an ihren Früchten beurteilen können. 4 Bellage zum B Anzeiger u. Gen. 2 70 Prozent aller Arbeiter aert dr uet einen uueh es erzis ze. un die erschieten Bichschaus zei, bebzen due Mark oder fast einen aus. Ferner wurde Monatslohn darauf hingewiesen, daß der Schichtförderanteil erheblich gestiegen sei. Der Lohnanteil liege um etwa.90 Mark unter dem vergangeg von 1913. Die Kampfmaßnahmen des Zechender###ndes müßten entschieden abgewehrt werden. Es musse ein Schiedsspruch verhindert werden, der den Ruhrbergarbeitern einen weiteren Lohnabbau aufzwinge. In einer großen Zahl von Zahlstellenversammlungen des alten Vergor bdaß Borgehen des Zechenverbandes 5000, die errechneten Durchschnittslöhne würden sich pen außer Betrac voll beschäftzgt wären, venh, itgn würden Der norlich rund 52 Stunden aroetten watorn. giszgarbei, „In Preußen war es besser! Koifunig Peiaftei=Kril!. Albert Hoppst „Aufständischenverband hat sich zahlreicher Terrorakte schuwig gemach Am Samstag, eine für den er mit einiger in die Natur verabrer hoppstaedter seine nußten nunmehr zu ihr Weise scharf gegen Stellung genommen. Essen, 15. November. In einer Essener Pressebesprechung machte der Bezirksleiter des Ruhrgaus im deutschen Metallarbeiterverband Wolf Angaben über die gegenwärtigen. Einkommensverhältnisse und die Arbeitszeit der Metallarbeiter im Bezirk Nordwest. Er führte u. a. aus: Januar 1930 waren in dem genannten Gebiet 200441 Arbeiter beschäftigt, September 1931 noch 125233, seit Juni 1929 sind 94554 Arbeiter, das sind 43,2 v.§ Im September 1931 wurde im Bezirk Nordwest in male Stundenlohn betrage für begpni aber Pfennig, für den Facharbeiter 75 Pfenug, aber von der Gesamtbelegh Perozient seien Aktord und Prät arbeiterverband die Durchschnittslöhne errechne, werde auch vom Arbeitgeberverband Nordwest angewendet, Wolf vertrat die Auffassung, daß angesich### Einkommenstandes die Gewerkschaften jeden weiteren Lohnabbau unter allen Umständen ablehnen müßten. Er halte eine gütliche Verezubgrung mit hen Arbeitgebern für ausgeschlossen. ünden nicht zu umgehen Schlichtungsbechandlungen wurden nicht zu umgehen erwarteten von der Einsicht des Schlichters, daß er der wirklichen Lage Rechnung trage und jede weitere Lohnverschlechterung ablehne. 2a 13 Minnlärden Zehieenay Stand der Reichsfinanzen Ende September Millionen Feichsmars. 1155 Nach Mitteilung des trugen im September 1931 im ordent Da die Einnabmen in den Monaten April uug g, tember 1931 4238.9 Millionen Reichsmatt#nnt die eenturt 45.—. Zeitraumn dem gleichen Zeitigun, 4118. Ausgaben in dem gleichen Veitzgt sich für Ende September ein Bestand von 120,2 Millionen Reichsmark. mark würde sich der Fehlbetra samtfehlbetrag des ordentlichen und außerordentlichen ausgewiesen. den Stand der Reichsschuld wird folgendes bekanntgegeben: Das Schuldkapital der auf am 30. Septegigigen Feischzmarsl ionen Reichsmark das Schuldtopitol Wilionen Reichsmark gegen 27677 Sesgel srer MAi Behens, Schul Warschau, 15. November. Seit 14 Tagen ist vor dem Warschauer Bezirksgericht der Prozeß gegen elf Führer der polnischen Oppositionsparteien(bürgerlichen und sozialdemokratischen) im Gange, deren Verhaftung kurz vor den polnischen Wahlen im vorigen Jahre und deren grausame Mißhandlung in der Festung Brest=Litowsk damals großes Aufsehen erregte. Den Angeklagten wird der Prozeß wegen angeblicher Vorbereitung eines Komplotts gegen den Staat gemacht. In der gestrigen Verhandlung kam es zu stürmischen Szenen. Der Angeklagte Korfanty, der 1920 zum polnischen Abstimmungskommissar in Oberschlesien ernannt wurde und in dieser Eigenschaft drei bewaffnete Aufstände gegen die Deutschen leitete, schilderte die Lage in Ostoberschlesien und stellte fest, daß sich der Aufständischenverband, an dessen Spitze der Woiwode Grazinski stand, zahlreicher Terrorakteschuldig gemacht habe. Infolge der besonderen staatsrechtlichen Stellung der deutschen Minderheit hätten die polnischen Vertreter in Genf einige solcher Terrorfälle zugestehen müssen. Korfanty wies weiter darauf hin, daß dieser gleiche Aufständischenverband aus staatlichen Geldern Unterstützungen erhalte, die in die Hunderttausende gingen. Dramatisch gestaltete sich die Szene, als einer der Verteidiger bemerkte, daß die Anklageschrift Korfanty beschuldige, in Diensten des Deutschen Reiches gestanden zu haben. Korfanty rief hierauf in höchster Erregung, daß er zu denen gehöre, die für Polen unter Einsatz ihres Lebens etwas geleistet hätten. Er habe auch in preußischen Gefängnissen gesessen, aber dort habe man ihn nicht so behandelt wie in Brest=Litowsk. Daraufhin unterbrach ihn der Vorsitzende mit den Worten:„Ich lasse derartige Kundgebungen nicht zu!:„Sgxaut Serfguh: ständischen im Kampfe gegen die Deutschen bediente, die Terrorakte und die staatliche Unterstützung bestätigt Die Aussage sollte man sich im Berliner Auswärtigen Amt merken und zu gegebener Zeit verwenden; denn sie ist eine glatte Bestätigung des deutschen Standpunktes. begleiten. Das gastfro * Trauerhause gew Bergknappen die Ehre santinschächten, war di oberste Leiter de seiner A eche der hötzlich, von der Lurherkire tönt Sozialdemokratischer Führer warnt vor revolulionärer Viltatur Wien, 15. November. Auf dem Parteitag der österreichischen Sozialdemokratie machte Dr. Bauer in einem Vortrag über die wirtschaftliche und politische Lage folgende für einen sozialdemokratischen Führer sehr bemerkenswerten AusAngesichts der Not tauche bei den arbeitenden Masin der Gedanke auf, den gordischen Knoten mit Gewalt zu lösen. Man müsse aber die österreichische Arbeiterschaft vor Unbesonnenheiten warnen. Es gehe ja um die ganze Zukunft der österreichischen Arbeiterklasse. Selbst wenn es möglich wäre, durch einen revolutionären Akt die Macht zu erobern, könnte man gar nichts mit der Macht anfangen, da Oesterreich doch in seiner vollkommenen militärischen Wehrlosigkeit auf das Ausland angewiesen sei. Eine revolutionäre Diktatur in Oesterreich würde sich„nigtg#inme vierzehn Tage lang halten. Deshatb musse man den österreichischen Arbeiter pflichtgemäß warnen. „Das ist keine Kundgebung, das ist die Unter allgemeiner Bewegung verfügte der Vorsitzende eine kleine Pause. Dor Marung der Aeparuntn. Bülow in Paris— Wirtschaftshoffnungen Sieg über den deutschen Standpunkt bedeuten, der mit Die Aussagen Korfantys, an deren Wahrheit kein Zweifel besteht, sind für Deutschland insofern von besonderer Bedeutung, als Polen bei der Behandlung der deutschen Minderheitsbeschwerde wegen des brutalen Wahlterrors in Ostoberschlesien vor dem Völkerbundsrat sowohl die Terrorakte des Aufständischenverbandes * s t a a t l i c h e U n t e r s t ü t z e n g b e s t r i t t. J e t z t als auch dessen staatliche unterstugzung bestritt. werden nun von einem Mann, der sich selbst der AufKommunistischer Auschlag auf einen Truppenübungsplatz vereitelt Ohrdruf, 15. November. Die Polizei nahm hier bei führenden Komministen Haussuchungen vor, die stark belastendes Material zutage förderten. Es geht daraus hervor, daß die Kommunisten einen Anschlag auf den Truppenübungsplatz Ohrdruf vorhatten umsich in den Besitz der dortigen Wassen und Munition zusetzen. Der Führer der Ohr drufer Kommunisten, Seyfarth, wurde wegen Verdachts# des Hochverrats verhaftet, außerdem sechs weitere kommunistische Funktionäre. Wie weiter bekannt wird. soll auch die Beseitigung einiger Führer der in Ohrdruf geplant gewesen sein. Son.. Leiche des verstorbenen Landtagspräsdenten Rationalsozialisegamszg dae aie Zende gejadene er munistische Stadtverox) ger, Eige, pie der. ut ulche (Von unserer Berliner Ein deutsch=französisches Uebereinkommen über den in der Reparationsfrage einzuschlagenden Weg ist bisher nicht erreicht worden. Lediglich ist in den Samstogverhandlungen des deutschen Vezzehgfgräherung ermit der französischen Regierung t Snee erfolgt. Der franzosische Finanzminister Flandin yat am Samstag dem deutschen Phestischen Blänen übersie wird Staatssekretär v. Bülow, der heute nach Paris abgereist ist, teils sogar von einer bald bevorstehenden Einigung. Sie dürfte dahin gehen, daß von der Einberufung eines zweiten Ausschusses,(uhgrng gag der Pesde 1. Aeuder,„uen Maitcin ehne Glülsor,., u. ue dien un Schriftleitung., ollmacht erhält, gkeit Deutschlands Ausschuß) nunmehr abgesehen woico BJZ.=Ausschuß die Vo einschließlich der privaten Schulder. z u#n te g. Nach den Verhandlungen, die Staaisseiretur v. Bülor am Montag und Dienstag haben wird, erwartet man ein„Kompromiß", so daß die Reichsregierung dann die Einberufung des B3Z.=Ausschusses beantragen könnte. Man scheint sich auch in Frankreich allmählich darüber klar geworden zu sein, daß die kurzfristigen Schulden von der politischen Zahlungsfähigkeit Deutschlands nicht abzutrennen ist. Das ist ein unleugbarer Erfolg der deutschen Regierung. A man darf sich anderseits nicht darüber hinwegtäuschen, daß der französische Ministerpräsident mit seiner Ansicht durchzudringen scheint, die anzustrebende Lösung in der Schuldenfrage einstweilen nur auf den Zeitraum gegenwärtigen Krise zuzuschneiden. Das würde segernüibe der beuschen Imenpolik schpiezg, ähg. franzäsischen Standpunkt noch Mitel in der Hand, um die Weltvertrauenskrise erst hervorgerufen hat. Auch die am Freitag ausgenommenen deutschins Leben gerufen wurde, haben die Dihigngughringen unterausschüssen nicht hinausgekommen. Diese Ar sandeit ich bierbes umn Auschise u, Hobadicse Feie. für die Verkehrsfragen, für die wirtschafniche der großen Wandelhalle des Landtagsgebäudes in Verlin aufgebahrt. Das Gebäude weist einen würdigen Trauerschmuck auf. einem Angeklagten als verzenige wieberelkannt wurtr, der auf ihn geschossen hatte. Bochum fühlte, daß eir gerade in dieser Krise noch viel hätte sein kö den hiesigen Verhältni äußerlich sichtbaren A digung. Da zogen## nahe stand, seine Ar Bergschüler, die Han die Arbeitervereine, di überall hatte man sein uuns sich versichert! Ehrenbürgers dieser E Trauerhause versamm Vertreter der Bergwe aus der ganzen Umge Gemeinden, des Magi versammlung, der H und zahlreicher Orgar Wer wollte sie alle a sönlicher Freund des Bockamp vor dies Hoppstaedters als M biger Christ inmitten sich ein schier unüber des Tankes über das auf der letzten Grube in ihrer schwarzen 2 begleitet von der BelVerbänden, die ihn zu Zuge trug man Krän Auf den Straßen sta grüßten schweigend sprach Pfarrer Bocka Generaldirektor des bare Krise dieser Z4 dem Führer, der m daß er trotz aller die Stillegung einze hindern vermochte. und dem Elend des Volkes, sei die letzt Für die Straßburge Verstorbene angehor mund), während das entsandt hatte. Die der Tote mit ins G seines Artilleriere Blome dem Kame Hembeck(Lüdense Leutschen Volkspart schlafenen das letzte sang an der Gruft. Liede vom guten K Reihe Angehörige 1 die Gruft, während glühendrot färbte. In seiner Heimatstadt Fulda starb der langjährige Zentrumsabgeordnete Richard Müller=Fulda kurz nach Vollendung seines 80. Lebensjahres. Seit 1893 Mitglied des Reichstags, galt er als einer der besten Etatkenner und war besonders an der Finanzreform der Jahre 1908 und 1909 in hervorragender Weise beteiligt. Das Schöffengericht in Naumburg(Saale) verurteilte den nationalsozialistischen preußischen Landtagsabgeordneten Hinkler, der vor 14 Tagen beim Verlassen des preußischen Landtagsgebäudes verhaftet, einige Stunden später aber wieder freigelassen worden war, wegen Landfriedensbruchs zu einem Monat Gefängnis. Die Straftat wurde vor etwa eineinhalb Jahren in Freiburg an der Unstrut bei einer blutigen Schlägerei mit Sozialdemokraten begangen. Die Deutsche Reichsbahngesellschaft hat den Schieds### spruch für die Reichsbahn, der eine Lohnsenkung von# 4½ Prozent vorsieht, angenommen und lichkeitserklärung beantragt. die Verbind Neue Siedl Umf Ein Kölner Arc zwischen der Hatti Die deutsch=russischen Wirtschaftsverhandlungen sind am Sonntag in Berlin aufgenommen worden. Es wurden zunächst drei Ausschüsse gebildet. Sächsische Eisenbahnarbeiter hatten gegen Deutsche Reichsbahngesellschaft geklagt, daß nach den# zwischen der Deutschen Reichsbahngesellschaft und den Eisenbahnergewerkschaften bestehenden Verträgen de# Einlegung von Feierschichten unstatthaft sei. Jetzt hat das Reichsarbeitsgericht gegen die Eisenbahnergewen schaften entschieden. Im Freistaat Oldenburg sind alle Versammlungn### und Umzüge unter freiem Himmel verboten worden. Reichsverkehrsminister Treviranus hat an die Regierungen der Länder und an die Senate der Freien und Hansestädte in Form eines Runderlasses einen dringenden Appell zur Förderung der Fremdenverkehrswerbung gerichtet. ein In einer Wahlrede in Darmstadt richtete der sozial demokratische Reichstagsabgeordnete Dr. Breitscheid### die Reichsregierung und die Länderregierzpgeg## Frage, ob sie bereit seien, dem Terror der n Ende zu machen, da sonst die Duldungspolitik# PD. gegenüber der Reichsregierung unmöglich werd#### Wie sich jetzt herausstellt, ist offenbar bei# Brande des Wiener Justizpalastes vor einigen Jahr## auch die Abdankungsurkunde Kaiser Karls vom 11. N# vember 1918 verbrannt. Im Gerichtssaal des Schöffengerichts zu BerlinOranienburg, vor dem zurzeit ein Prozeß gegen 55 In Kanada wurde der Kommunismus für ungeset lich erklärt, und das Eigentum der Kommunistisch Bosch biblasschet. straße am Bergma zu errichten. Es st Häuser erstehen. Al wandt werden. Di stücksbesitzer sind de sofort dem Stadtb nanzierung soll ohn und könnte im Fr. werden. Alle Arbei kern ausgeführt wi habens kann nur be marer Tor wurde? bauliche Ausgestalt Hun Hap in die Haltinger S wäre es dann mög den Bürgersteig a bekanntlich bis zur Zuge der Erlenstr Radrennbahn gese mit der geplanten Steinbruch aufgese alte Tattersall und Umgebung passen, So erhält die Gee tung, die sich der grunde“ gut anpa Ehseige deahutel=kaitsr in Ailterika Das bisherige Uebergewicht Frankreichs erschüttert In biesen Zohr,ungen moderner deutscher Kunst Schau von 150 er ten zahlreiche Aussteuungen moberner Feuischrr kr, die mit Erfag durchgeführt wurden. umfassendste war die deutsche Aussteuung im Museum of Art in Newyork. Aber auch auf der internationalen Graphik=Ausstellung in Philadelphia, ferner in Toledo, Cambridge, im Carnegle= Inktitut, apstwerzeehenger vielen anderen Städten bildeten Kunst###### ebender deutscher Kunstler den Hauptanziehungspunt. Die Ausstellung im Museum of Art in Newyork war die erste repräsentative Ausstellung moderner deutscher Kunst seit Kriegsbeginn. Innerhalb von sechs Wochen defilierten nicht weniger als 27000 Besucher, eine für europäische Verhältnisse sehr hohe Zahi, rurch die Räume. Der Eindruck war bei der kritisch eingestellten Presse bedeutend. Selbstverständlich fehlte es nicht an einzelnen Nörglern. Aber gerade die prominenten Kritiker betonten, daß ihnen zum erstenmal die deutsche Kunst von heute als eine„ganz eigenartige und überaus kräftige“ neben der bisher dominierenden französischen klar geworden sei. Große Anerkennung fanden die Plastiker wie Kolbe, Fiori, Sintenis, die am leichtesten international verständlich waren. umlagert waren aber auch die Bilder der neuen deutschen Sachlichkeit. Künstler wie Beckmann, Grosz, Dix und Kirchner wurden als eine„Offenbarung" für Amerika Die Ausstellungen in den übrigen amerikanischen Städten zeigten vor allem deutsche Graphik. Eine Schau von. 1o0 expressionistischen und impressionistischen Blättern im Art Centre in Newyork hatte so großen Erfolg, daß fünf der größten Newyorker Zeitungen am Eröffnungssonntag der Ausstellung ihre widmeten, obwohl in der gleichen Woche noch 40 andere Ausstellungen eröffnet wurden. Von den 159.6„o wurden 96 verkauft. 46 gingen an Museen und 50 an senioe,„.Schurz=CErzinnerungstiftung, die dende Kunst ausgedehnt. Ein Newyorker Kritiker drückt das Paradox aber zutreffend so aus:„Die Ungerechtigkeit des Versailler Vertrages vertiefte das Interesse für Deutschland.“ haben.“ Berzelius beglückwünschte trieb auch die Calt=Schutg=in ge l Carl=Schulz=Memorial=Foundation. Sie setzte hohen Betrag für eine Lehrkraft aus, die an Hand von 150 Graphiken an sämtlichen höheren Schulen kas ein Jahr lang Einführungskurse für Schüler und Eltern in deutsche Kunst abzuhalten hat. In jeder Schule wird abgestimmt, welches Blatt der Sammlung den Schülern am besten gefällt. Dieses Blatt wird später der Schule zur bleibenden Erinnerung geschenkt. Die übrigen Ausstellungen wurden bereits erwähnt. Besonders wichtig waren die in Philadelphia, wo 60 deutschen Aquarellen auf der Internationalen AquarellAusstellung der Hauptplatz eingeräumt wurde. Auch wenn die deutsche Kunst der Gegenwart noch nicht überall einen vollen Sieg erfocht, einen starken Erfolg hat sie bestimmt davongetragen. Die Vorliebe der Amerikaner für deutsche Bücher, Schauspiele, Filme, Film künstler und Wissenschaftler hat sich auch auf die bilDie cemische Weitrevotution Das Werk der Nobelpreisträger Bosch und Bergius. Die gewaltigsten Revolutionen vollziehen sich zumeist im stillen, oder doch ohne daß die Menschheit gleich begreift, um was es sich handelt. So ist es auch gegangen mit jener Revolution, zu deren wichtigsten Führern die beiden neuen deutschen Nobelpreisträger Bosch und Bergius gehören. Grund genug also, sich bei Gelegenheit ihrer Auszeichnung durch den Nobelpreis einmal kurz die wahre Bedeutung ihres Werkes zu verEs ist der Sieg über das Element, was die wissenschaftlichen Arbeiten beider Gelehrten charakterisiert. Der eine ging aus von der Synthese, der andere von der Zerlegung der Elemente, und beiden half jener reizvollste Kunstgriff der modernen Chemie, die Katalyse, die sozusagen die Rolle des Standesbeamten in der organischen Chemie spielt, Verbindungen beschleunigt herstellt, ohne die die bei ihr verwandten Stoffe selbst zu verändern. Diese drei Vorgänge liegen sowohl der Entthronung des Königs Kohle durch die Kohleverflüssigung, wie der Entthronung des Chile=Salpe= ters durch den Luftstickstoff zugrunde. Die Erfolge Boschs sowohl wie Bergius gehen auf Vorarbeiten in der organischen Chemie zurück, die gerade etwas mehr 100 Jahre alt sind. Im Jahre 1829 zeigte lich dazu, seine Unsterblichkeit auf solch einem Stoff gegründet zu haben. Es lag in der Tat alle B# anlassung dazu vor, denn Wöhler hatte im Lab##### torium geschaffen, was man bis dahin für das artige und unnachahmliche Produkt der lebenden Ze# hielt. Damit begann die chemische Weltrevolution, dann allerdings erst im letzten Fünftel des seither flossenen Jahrhunderts den märchenhaften Auf zu nehmen, der das Gesicht der Welt verändert. Was ist das Ergebnis dieser Revolutignk., — durch Bergius— die Steigerung der Nußu######## Kohle=Energie von 15 bis 25 auf 70 und mehr#### zent. Es ist— durch Bosch— die Versorgurgn# Welt mit künstlichem Stickstoff, der seitherg, Siegeszug durch die ganze Welt gusghrischz un## allein Deutschlands Handelsbilganz alljähglich ensgich viel weniger als eine halbe Milliarde Nahe bevor steht serner die Möglschhennen Lui gi von Versuchen, die Bergius 1916 begongen und gu gefähr 12 Jahren zu Ende geführt hat— H dertprozentig nutzbar zu machen und dadurch## lands Handelsbilanz abermals um eine halbzs n## viertel Milliarde RM. jährlich zu entlasten,.e gg aus Holz Zucker herstellt, der wesentliche stoffe zu ersetzen geeignet scheint,„Es wir),ic.# nicht mehr lange dauern, bis Aulos auch.Zu### Benzin, sondern Holz tanken, um in einem aufs“ zusammengedrängten Produktionsgang die den innewohnenden Treibstoffkräfte zu enteingeggg#### spricht man von der Herstellung von Holz und aus Kohle— kurz und gut: es ist nion zusehen, wo die chemische Weltrevglg“ gegch un## Pricdrich Wodter seinen Hhne Hagu Hieren oder über=lwenn sie haupt ein Tier, sei es Mensch oder Hund, nötig zu gius und die, die diesen beiden Erwer Nach der Mit die Zahl der Wol derum stark gestie 25 000 Einwohner 949000 von den erwerbslose gezähl am Ende des Vo von 66000 gleich kannten Wohlfahr laufend Unterstütz verfahren noch sch den zusätzlich unt und Krisenunterst trug Ende Oktob Ende des Vormo Gehaltsregelu Parteien haben d .„Dortmund vo lauft das Gehalt verändert bis zur hungen sich die 1 zusammer Spenden für burg sind für d sesammelt worde Obst, 300 Zentn 24 Zentner Meh ger Hülsenfrücht ündlicher Kreis Berufung im icheler Bankrau Kroll und Budl eingelegt, desgle urd der Prozer olles Binde. r vorheriger ichen Gleich tliche Erwa.# vor und Die deutsched man erst 4 Bellage zum Bochumer anzeiger u. Gen. Anzeiger ao den der wie Zzuigen Zeunden esten Ergiergg##n uu Ferieete# Weitinennce er mit erziven Phatte traf Bergmeister Dr. Natur verabredet hafge, rrat Bergmeiscerung seine letzte Fahrt an. Nr. 269 38. Jahrgang Montag, 16. November 1931 Die infolge der Erbreiterung der Seine Freunde Karl=Friedrichstraße in WeitmarMark notwendig gewordene Umte bediente, die na bestätigt. Auswärtigen senden; denn schen Stander warnt katur November. Sozialdemotrag über die ide für einen swerten Austenden Massen nit Gewalt zu Arbeiterschaft um die ganze Selbst wenn nären Akt de# its mit der doch in seiner auf das Ausnäre Dilcht einmal Deshalb müsse mäß warnen. zu TruppenNovember. u Kommistark belasten. ht daraus berlagaufder# uf vorhatten gen Wassenl ührer der Ohr begen Verdachte is weitere konbekannt bit der NSTA Am Sa Cr. hoppstaedter bose. Jaa gestfrohe Haus an der Bergstraße war setzung verhause geworden, an bessen„Toren exnste ten Kriegerdenkmals vor braknappen die Ehrenwache hielten, auf den Con= Glahnschen 5 santinschächten war die schwarze Flagge gehißt; denn verein Weitmar=Mark und Neuling rste Leiter der großen Bergbaubetriebe war Vexgnlassung zu einer Einweiunmehr zu ihrem tiefen Schmexze einen Toten Mark notwendig gewordene Umn. Das gastfrohe Haus an der Bergstraße war setzung des im Jahre 1896 errichten. Dus gustsern“, zu dessen Toren ernste#ten Kriegerdenkmals vor dem #r Sh hon ier der#vgapzherufen worden. Von Verantassung zu einer Einwerrche dumpfer Glockenklang. Ganz hungsfeier, verbunden mit einer uns hiesigen Verhältnissen derwurzelt. Das kam zum eb (sich sichtbaren Ausd beri., Da zogen auf die Priegervereine, denen er nahe stand, seine Artilleristen, der Stahlhelm, die Vergichäiger gereine schutet, die Knappenvereine, der Gedenkfeier für die gefallenen Helden. Die in würdigem Rahmen abgehaltene Veranstattung, die unter starker Beteiligung der Bevölkerung stattfand, begann mit dem geschlossenen Aufmarsch des Vereins vor dem Denkmal. Der von der Niggemannschen Musikkapelle vorgetragene Choral„Die Himmel, rühglen „andelsschüler. Pescher die Torner die Stnger, vo niatkorge Phoral Sihe gimne Fhrgn Hu s# ite nan seiner Persönlichleit und seines Mit des Ewigen, Ehre“ und das Lien### T d, a Ver scherd“ eies wos uin Zuog, der Suest Alongenror,„eungen von gelig Aa=r. e . der3 Lieser Stadt wüirdig gebesen wäre. Imlvexeinigten, Männergesangpergien. u e. ev ese versammelten sich um die Angehörigen die„Frohsinn“ Weitmar, und„NachPertreter der Bergwerks= Eisen= und Stahlindustrie tigall“ Weitmar, geleitet von Rich. Lertreter der Bergwerts“###. Städte und Meßmann, leiteten us der ganden Umg=strais und der Stadtverordneten= sprache von Betriebsführer Niedereeinden, bes Drogingelszammern, Der Geistlichleit seichholz, In marigen Worten gab versammlung, der Hanoeotumme Henen er tätig war. er der Bedeutung des Tages Ausud zahlreicher Dro aufzählen? Als langjähriger per= druck und wies darauf hin, daß die Freund des Entschlafenen schilderte Pfarrer Zerklüiftung, die heute durch Hockam dieser Trauergemneinde das Wirken heutsche, Volt gese, nicht im Ein Votc w, vor„ersch r eis sich gefefigter gläu=der Gesatenen giege. Wie Pegteole e Fgrist inmitten seiner Fomilie. Draußen formte Deutschguos dure nicht Zeisel gge., Ge sich ein schier mnübersebbarer, Hhagz u u Pzerumzgng„Heil Postaut, sie solle und gllein heißen„Heil ln Ein Bergmann sler“, sie musse einzig„un— Riehereichh, d“ Betriebsführer Neiedereichyolz hloß eschen de eice ais esecse as Bbangen aaih acd Feisien eaisches andb biäche eihzen ie den Spoden hozen Guschloseren. Um Graobe= üihrer Riedericholz, Lauacz sengen Geretgzhsgresigr. 5 3z.gFrihen Weries, den die fürche) Pinnehr schn Kosor Vertelsmann(Sctzy. in Hüster, der Dit besgrghelichen Aistengungen Gehanten der gtheleten Heber gelez. Die, sbruchs stattsu# e geladene lon# rhaftet, der von### rerkannt wurde, hat den SchiedsLohnsenkung von nd die Verbind tten gegez### „ daß nach AAsgaft und#### Verträgen ift sei. Jetzt## isenbahnergewenVersammlunge boten worden. sichtete der sozt dr. Breitsched# rredieruneen or der ildungspoliti.## unmöglich werc offenbar bei. hu# #r einigen arls vom 11. mus für ungesr Kommunistisch# nen Schüler hi# ich einen be der Tat alle hatte im Labon## in für, das eini der lebenden Zeit Weltrevolution, un tel des Jeisher“ haften Aufschwun# II verändert.„ Zevolution! B# der Rutzgg## 70 und mehr##### der sellber angetreten### alljährtsch um ie# ode PeN. e gseit.— auf bng egonnen und n Pot— S id dadurch deott eine, halbe bis## vilahter, Penu entliche Kraftig Es wird us 8nch Wr.1 einem auggp## ung pie enteinger ut von Eiweißsr gut: es ist nich olution epber## wie Boso und Weg bereitet ha#h# die Stillegung einzelner seiner Betriebe nicht zu sei die letzte Ursache seines Todes geworden. für die Straßburger akademische Verbindung, der der Fertorbene angehört hatte, ro Kpprznung pi,. Fahne erlandt hatte. Die Vorken, ie, pFfiziersperegrigung epd best ue Grab. Fur de UTeHrztepe seines Artillexieregiments entbor Studienrat„Dr. boseven-Ghrast Die Fahnen fenten sch bei, de. Liede vom guten Kamergden. Dann traten in langer Reihe Angehörige und Freunde des Entschlafenen an die Gruft, während schon die Sonne am Horizont sic glühendrot färbte Außerordentliche Bezirksversammlung der Ruhrknappschaft Gänerung dei Rahtinaspsat!. e. nd, udn u. Aegaag ial ie i. Ailanen Rai Arnzase Vereilte.. Neue Siedlung am Weitmarer Tor Umfassende Straßenbaupläne. Ein Kölner Architekt beabsichtigt auf dem Gelände zwischen der Hattinger, Hunscheidt= und Friederikau erichten. Es solen vier, drei= und zweigeschosfige Häuser erstehen. Als Baumaterial sollen Klinker verwandt werden. Die Verhandlungen mit dem Grundstücksbesitzer sind dem Abschluß nahe, die sofort dem Stadtbauamt vorgelegt werden. Die FiAas s ce. Sech e asie e cäie ce narer Tor wurde dadurch eine längftzgrpeagzsichzez te zie kauliche Ausgestaltung erfahren. Fo lf, ngo.— Zemegs Hunscheidtstraße tiefer zu legen und gera in die Hattinger Straße einmünden zu lassen. Dadurch wäre es dann möglich, am Bergmannsheil den fehlenden Bürgersteig anzulegen. Die Friederikastraße, pird bekanntlich bis zur Hattinger Straße durchgefuhrt. Im Zuge der Erlenstraße soll auch ein neuer Zugang zur Radrennbahn geschaffen werden. Im Zusammenhang mit der geplanten Siedlung soll das Gelände am alten Steinbruch aufgeschlossen und ausgebaut werden. Der alte Tattersall und die Scheune, die nicht mehr in diese Umgebung passen, werden wohl dem Abbruch verfallen. So erhält die Gegend am Weitmarer Tor eine Gestaltung, die sich der Grünanlage„Im schönsten Wiesengrunde“ gut anpaßt. Erwerbslosenlast der Städte Nach der Mitteilung des Deutschen Städtetages ist die Zahl der Wohlfahrtserwerbslosen im Oktober wiedrum stark gestiegen. In den Steoprggert,Ogsruß 25000 Einwohnern wurden am 30.8Clover 1 P,7.6118. 949000 von den Arbeitsämtern anerkannte Wohlfahrtserwerbslose gezählt. Das bedeutet gegenüber dem Stande am Ende des Vormonats mit 883.000 eine Zunahme von 66 000 gleich 7,5 vom Hundert. Den 949 000 anerkannten Wohlfahrtserwerbslosen sind weitere 17000 laufend Unterstützte hinzuzurechnen, deren Anerkennungsberfahren noch schwebt. Die Zahl der von den den zusätzlich unterstützten Empfänger von Arbeitslosenund Krisenunterstützung ist gleichfalls gestiegen. Sie beTug Ende Oktober rund 134000 gegen 122 000 am Ende des Vormonats. Gehaltsregelung im Bochumer Einzelhandel. Beide Parteien haben den Einigungsvorschlag des Schlichters Dortmund vom 10. d. M. angenommen. Danach läuft das Gehaltsabkommen vom 1. März d. J. unberändert bis zum 30. November d. J. Voraussichtlich verden sich die Parteien schon bald zu neuen Verhandeven zusammenfindern,.a, Bachum. Im Gxaif. War. Spenden für das Deranat Bochum. Im Kreise WarIch gehen, sondern um die Gemeinschaft unseres Volkes. Was uns heute fehle, seien die Persönlichkeiten, die mit ihrem ganzen Sein in der Wirklichkeit stünden und nicht Utopien nachliefen. Wenn wir unser Ich lören, könnten wir es nur wiederfinden, wenn wir opferten. Die Weiherede klang aus in den Schluß worten des Vaterunsers. Die Musikkapelle spielte gedämpft das Lied vom guten Kameraden, worauf der Männerchor das schotsche Phirer hendete die Eineicholz über„Deuschlands Wehrhaftigkeit“ tete. versorgung für die Sanierung des Gebietes. Die früher verheerend wirkenden Krankheiten Malaria, Typhus und Ruhr sind verschwunden. Die Finanzierung hat sich in der letzten Zeit riger gestaltet als früher. Der Stand der Anleihen und Darlehen einschließlich der Aufwertungsschulden betrug Ende 1930 36,798 Millionen Mark wovon 3,424 Millionen Mark getilgt sind. Zur Beschäftigung Arbeitsloser wurden in großem Umfange Notstandsarbeiten ausgeführt, wofür bei der Emschergenossenschaft 16 Millionen und beim Lippeverband 5 Millionen Mark verausgabt wurden. Die Darstellung der Emschergenossenschaft ist mit zahlreichen Schalbi#vern und Photographien, die über die technischen und volkswirtschaftlichen Leistungen Auskunft geben, ausgestattet. Eine Kundgebung der Kinderreichen Zur Erhaltung der Volkskraft In der Aula der Goethe=Oberrealschule veranstaltete die Ortsgruppe Bochum des„Reichsbundes der Kinderreichen Deutschlands zum Schutze der Familie e..“ am Sonntag nachmittag eine Kundgebung. Der zweite Vorsitzende der Bochumer Ortsgruppe, Rektor Spengemann, begrüßte die Erschienenen, insbesondere den Vertreter der Stadt Bochum, Stadtrat Gilsing. Lehrer Gappa sprach über das Thema: „Der Hochaltar eines Volkes steht im Tempel der Familie." Der Redner betonte, daß trotz der schweren Notzeit das deutsche Volk von dem Glauben an dem Wiederaufbau des Vaterlandes beseelt sei. Dieser Glaube herrsche gerade in den kinderreichen Familien, die besonders unter Not und Entbehrungen zu leiden hätten. Als die Familie in früheren Jahren noch mehr mit der Natur verbunden gewesen sei, habe sie gesitteter als heute leben können. In der letzten Zeit habe man die Familie stark bekämpft, so daß heute ein großer Geburtenrückgang zu verzeichnen sei. Obwohl die Familien die Träger des Staates darsteuten, habe man die Kinder vergessen. Es ginge nicht an, daß durch die Notverordnungen die Familien belastet und der Verelendung preisgegeben würbegrankeigh gi Phanich#o hilfe geschafft werde, gehe Frankreu####us, das deutsche Volk geschwächt zu sehen, in Erfullung. Auf keinen Fall dürfe die Erziehung der Kinder in die Hände des Staates gelegt werden. Man müsse mit festen Händen das Schicksal ergreifen und dafür sorgen, daß der Hochaltar des Volkes im Tempel der FaStadrat Gilsing betonte, daß er sich bemühen Am Samstag vormittag kamen die Vertreter der Versicherten und der Werke im Verwaltungsgebäude der Ruhrknappschaft in Bochum zu eineg, gußerorderzlichen Bezirksversammlung zusammen. Die Tagesordnung betraf die Aenderung der Sondervorschriften, 19weit sie die Krankenkassen behandeln. Ende des, Jnz 1930 konnte man die Vermögenslage der Ruyhrknappschaft als gut bezeichnen. Zu dem voghagtegen..0 mögen,„das„am, Schlusse des Zauxes 1929 46 388 175,85 Mark betrug, kamen im Laufe des Jahres 1930 noch 4 434 616,03 Mark hinzu, so daß Ende 1930 bei der Arbeiterabteilung der Krankenkasse der Ruhrknappschaft ein Vermögen von 50 822 791,88 Mark vorhanden war. Die Rücklage entsprach fast einer Jahresausgabe. Angesichts des günstigen Vermögensstandes konnte die Knappschaft wezent, als erg,z Heitrge der Erwerbslosenversicherungrenich, gr#.. fenken mußte, den Krankenkassenveitrag um ein Prozent senken. Der herabgesetzte Beitrag und die Feierschichten haben jedoch bedingt, daß die Krankenkasse im. TrR Jahres keine Ueberschüsse, sondern Fehrverrage Zwangssatzung des Reichsarbeits= ministers bestimmt, wurde, daß von dem Beitrag zur Krankenkasse 1,3 Prozent als Beitrag zur Pensionskasse umgeschrieben werden mußten, wurde der Fehlbetrag bedeutend größer. Hinzu kamen noch die Lohnsenkungen, die auch eine Minderung der Einnahmen der Krankenkassen verursachten. Gegenwärtig beträgt der monatliche Fehlbetrag rund eine Million Mark. Wenn es möglich wäre, das Vermögen der Krankenkasse flüssig zu machen, brauchte auch dieser Fehlbetrag den Vorstand weiter nicht zu beunruhigen. Leider mußte die Krankenkasse auf Anweisung des Reichsarbeitsministers Ende des vergangenen Jahres und zu Anfang dieses Jahres ihre flüssigen Mittel für die Pensionskasse hergeben, so daß sie gegenwärtig keine flüssigen Mittel aufzuweisen hat. Der Vorstand ist sich schlüssig geworden, daß ein gewisser Abbau von Mehrleistungen vorübergehend vorgnommen werden mußte. Da aber chen. Hinsichtlich des Lestungsabbaus wurde folgendes 1. brig Gachil ier Vescheie lahgz. a. Ausnahme einer erwachsenen Tochter, die dem 3ofachen auf den Zofachen Betrag des Grund4. Fortfall der Gewährung von 50 Prozent der Kosten für Zahnersatz für Ehefrauen. Die Werksvertreter waren für ausgedehnteren Abüie de Verscherten in Kreankashalspsige, aund.946 wbschnge Heranf svter gnad.as de Vericheten und ihre Nngehörigen nicht über Gebühr in Krankenhäusern wolle, den Forderungen der Kinderreichen gerecht zu werden. Es wurde dann eine Entschließung angenommen, in der unter Hinweis auf burtenrückgang gefordert wird, daß alle Maßnahmen der Gemeinden, Provinzen und Länder die Gesunderhaltung der wachstumsfähigen Familie zum Ziele haben müssen. Schwer werden die Familien durch die hohen Mieten in Neubauten, durch Kündigung der Zusatzhypotheken und die hohen Gas= und Strompreise belastet. Die Familieneinnahmen sind oft bis auf 40 Prozent gesunken; Miete mit Gas und Strompreis erfordern dadurch oft schon Eggr, 50, blicklichen Einkommens. Zinssenkung oder We Familien vor Siechtum und Exmittie: ihre Angehorigen nicht festgehalten würden. Die Beitragserhöhung. werden. die größere Familie in erster Linie zu berücksichtigen. Wie sieht es im Beruf des Zahnarztes aus? Zahnarzt Dr. med. dent. F. Köhler sprach über dieses Thema im Rahmen der Abiturientenvorträge des Arbeitsamtes in der Verwaltungsakademie. Kaum ein anderer Beruf hat in den letzten Jahrzehnten eine solche Entwicklung erfahren wie der Beruf des Zahnarztes. Die Zahnheilkunde hat sich gegenüber den älteren Disziplinen als gleichberechtigt durchgesetzt und wird heute an den Universitäten gelehrt. Der Verkehr mit den Patienten erfordert formgewandtes Auftreten, Verständnis und Einfühlungsvermögen. Das Arbeiten im Munde an erkrankten Zähnen ist nicht gerade eine ästhetische Angelegenheit, und es gehören ein gutes Nervensystem und persönliche Ueberwindung dazu. Das Studium dauert sieben Semester, von denen die ersten drei vorklinische Semester sind. Damit bildet, das Studium mit Ausnahme des pharmazeutischen, den kürzesten aller akademischen Berufswege. Nicht zuletzt daraus ist der noch immer anhaltende Andrang zum Studium der Zahnheilkunde zu erklären,#gchgn PgHgP,inzanger Abiturienten zuwenden,„trotzdem se##.,800. Anfänger ausreichen würden, den Nachwuchs für eine ZahnärzteDie Arbenen der Enschergendgens. 30000 Morgen Land gerettet Die Enschergenosenschoufhen perstorbenen Lanbrat Gemeinde und Werie ihre Abwässe den genosenschasft. sich iu, ene, bu, Perz, reise Heiag, sehen lichen Arlagen dbersden Wo wetizhschz, Letlshalst Gertein in Bochum aa vervonten Iv, Aiget, boden ausreicht, sind betrichschere Lunppene ageschatet, eine ulanmensasende vartelung ibrer Auy, zund schon Kläranlagen, sorgen überal Jahren 1925 bis 1930 heraus. Bis beute hn,„park] Reinheitsgrades, der sowoh. Anlagen im Werte von etwa 175 Millionen Vo.:, Rhein angenessn ist. gasg hind für das Dekangt Bochun als Liebezgabensgg, 2 allometer überdect. 655 von der Genosn= Sonmelt worden: 347 Zentner Kor, 400 Zentners2gvon. 40 Hiele gerz Ceni und Durchlässe kreuzen die Nde. 300 Zentner Gemüse, 7670 Zentner Kartofeln, Wassesäufe, Im Betriebe sind 24 Pumpwerke mit inssleischwaren, geschaffen worden. Begonnen wurden die Bauarbeiten im Jahre 1906 und mit großen Mitteln gefördert, bis der Krieg dem eingeschlagenen Tempo Hoit, 8ehgt. Immerhin sind auch noch in der Kriegs= und Nachkriegszeit umfangreiche Bauten hergestellt worden. Ausgebaut sind bis heute 73 Kilometer Emscher und 235 Kilometer Nebenbäche, 34 Zentner Mehl, 7½ Zentner, Flezm#####, 16 ZentHülsenfrüchte, 300 Eier, 25 Brote. So hilft ein undlicher Kreis einer Industriegroßstadt! Berufung im Bankraubprozeß. Die im Wanne#celer Bankraubprozeß verurteilten Hauptangeklagten gei und Budte boben Verusun, paischaft.“ Somit v.., zschmistenen Entwässerungsgrähen, die der Emeird der Prozeß die Gerichte noch einmal beschäftigen, scher die Wässer und Abwässer des wezirks zuführen. dem Bezirk als auch dem Ohne die Anlagen der Emschergenosenschaft würden bei Hochwasser 5000 Hektor wertund Industriegelände überaselesherlich barsie Rachmnich sicd Kacbe aih Ker rücksichtigt, trotzdem sie ja ebenfalls auf dem Gebiet der Zahnversorgung Privat= und Kassenpraxis ausüben. Die Statistik redet also auch beim Zahnarztberuf eine warnende Sprache. Wenn nur diejenigen, die wirkliche Neigung verspüren und ausreichende Eignung für den Veruf des Zahnarstes verheßzjicher, Schrikt zur esse men wollten, wäre ein erheblicher Suhrin zur Besserung der Verhältnisse getan. Handelskammerwahlen. Bei den jetzt benen Handelskammerwahlen, die am Donnerstag, dem 19. November 1931, stattfinden, sind in der Wahlgruppe IV(Banken und Großhandel einschl. Agenturen und Versicherungswesen) zwei Ersatzwahlen vorzunehmen. Dabei soll nach der Wahlsatzung der Kammer einer der zu wählenden dem Bankgewerbe angehören. Der Arbeitgeber= und Wirtschaftsverband des Großhandels im Handelskammerbezirk Bochum und der Verband für Großhandel und Fabrikation, Bochum, haben beschlossen Kaufmann Carl Kleine(Bochum), und, dem Vorschlag der dem Arbeitgeberverband angeschlossenen Banken entsprechend, Bankdirektor, berholz(Bochum) zur Wahl aufzustellen. Beide Verbände werden ihren Mitgliedern empfehlen, diesen beiden Kandidaten ihre Stimme zu geben. Steuermahnung. Von der Stadtkasse Bochum werden im Anzeigenteil der heutigen Ausgabe die im Monat November 1931 Ffegtsch angernahnt. Die nach dem Abgaben usw. öffenrlich angemuchnt.#e. nuch dem 21. November 1931 noch vorhandenen nuckstände werden eingezogen. Die Revision der Quitvollstes Siedlungsflutet sein, der Verkehr auf vielen Straßen wäre unterbnnden, wichtige industrielle Betriebe lägen in dieser Zeit still, Bahnhöfe wären nicht mehr zugänglich. Schon diese Umstände würden die Aufwendungen rechtfer2400 Hektar, Ffrüher Quittungskartennachschau. wird fortgesetzt: Schwarzz tungskarten bachständig, veroesant gund 8500 DS und 2 Klütanlagen ussümpftes Gelände I. g. Pöageiss gaste gestungen einem Gebiet von zwei Millionen Einwohnern. Die v der Emschergenossenschaft in ihr Werk in so großem Ausmaß gesteckten Mittel haben sich in vollem Umfange gelohnt. Den ganzen Bezirk durchzieht ein System von ef einge Futmässerungsgräben, die der Embindung mit den Maßnahmen bei der Trinkwasserbis 314, Am Mühlenweg, Falk=, Grummer, Hiltroper Straße, Mühlental, Constantinstraße. Vom Zuge vollkommen zerstückelt. In der Nähe der Schleuse des Dortmund=Ems=Kanals fand man auf dem Bahnkörper der Strecke Münster—Osnabrück die vollkommen Fastngglte Leiche eines Toigansoergerbe Porian Rann hate sich aus bexrBiggige er igenfeit, griental entfernt. Ob der unglu####e den Too gesuct hat, oder beim verbotswidrigen Ueberqueren der Gleise den Tod gefunden hat, ist bisher noch unbekannt. Pflege des Männergesanges Doppelchor-Konzert im Schützenhof In friedlicher Konkurrenz zwei große Männerchöre. Wer die Idee hatte, in einem Konzert zwei bedeutende Vereine neben= und miteinander zu beschäftigen, löste einmal auf kluge Weise die finanzielle Frage, die heute leider jede Konzerttätigkeit arg behindert, und fand zugleich den rechten Weg, ein volles Haus mit der Sicherheit voraussagen zu können. Die geldliche Not ist's allein, die auf dem Männergesangvereinswesen lastet, die Begeisterung für die Sache ist unvermindert, ist vielleicht gerade heute stärker denn je. Und wo sich legenheit bietet, gleich zwei Vereine von Rang und Namen zu hören, ist jeder dabei, der am Chorwesen ine teressiert ist und die Eintrittskosten erschwingen kann. So traf man denn, wie zu erwarten stand, den Schützenhof bis fast auf den letzten Platz besetzt an. Vielen Bochumer Sängern und Musikliebhabern ist der „Dortmunder Männergesangverein“ nicht unbekannt, aber den Chor in seinen heutigen Leistungen neben den Kräften von„Schlägel und Eisen“ beobachten zu können, hatte seinen ganz besonderen Reiz. Unmittelbarer Vergleich zeitigt das klarste Urteil, und daß die Gäste in der fremden Stadt wie die heimischen neben ihnen und vor dem vaterstädtischen Publikum ihr Bestes und Letztes zu geben gewillt waren, ist selbstverständlich für jeden, der um den gewaltigen Ehrgeiz gerade der Sängerwelt weiß. Das ist Ehrensache für jeden Chor wie seinen Leiter.„...trachtung is 8. Hauptgegenstand der tritischen Verrachtung ist da in erster Linie das stimmliche Material. Wie steht's mit den Tenören, wie sind die Bässe? Die zahlenmäßige Besetzung entscheidet nur zum Teil. Der stärkere Dortmunder Verein kann natürlich mit weniger Stimmaufwand fälliger wirken, kann das korte glänzender und strahlender, das piano runder und tragender bilden. Das traf nun wider Erwarten nicht zu. Mit dem um eine merkliche Zahl kleineren Chor vermochte sich „Schlägel und Eisen", was Ausgeglichenheit des Gesamtklanges, Tonschönheit der einzelnen Stimmen, härteloser Glanz im forte und duftig=satte Wirkung im piano angeht, nicht nur neben den Dortmundern erfolgreich zu behaupten, sondern sie fuylvar zu übertreffen. Das und willkommene Aufgaben. Sie zündeten sehr, wenn sie auch in der lärmenden instrumentalen Erweiterung ihre künstlerische Echtheit nicht erweisen konnten. ist die archaisierende Melodieführung und Satzgestaltung in Armin Knabs ganz prachtvollen Gesängen aus dem Zyklus„Bauern“ viel ursprünglicher. Diese herbe Holzschnittmanier ist echt empfunden und effektlos ungekünstelt. Auch der von Hoffmann gewählte Lendvai„Vom Menschen“ ist musikalisch begreiflicher und satztechnisch glücklicher. Unter den schon gehörten Chören hinterließen Vittorias Meistersatz und der farbenkräftige Lebenshymnus von Kunz in vorbildlicher Ausführung die stärksten Eindrücke. Der Gesamt= chor unter Hoffmanns Leitung mußte in seiner erfreulichen Ausgeglichenheit, die namentlich in Schuberts „Sanktus“ sich so vortrefflich auswirkte, unbedingt geDer Erfolg des hochinteressanten Abends war natürlich sehr groß. Mit stürmischem Beifall wurden die auswärtigen und heimischen Chöre und Vereine gefeiert. S. Am Nachmittag hielt der Dortmunder Chor am Grabe seines einstigen unvergeßlichen Dirigenten Lorenz Rebbert in Anwesenheit der Familie eine würdige Gedenkstunde ab. zu behaupten, sondern sie fühlbar zu, überireffen. De liegt nun zu nicht geringem Teil an der Wesensarr der Dirigenten. Rudolf Hoffmann läßt in allem den gewiegteren Chorpraktiker erkennen, der mit Routine und Gediegenheit seine Sänger, nicht nur musikalisch führt, sondern auch den Klangkörper einfühlsam betreut. Er hat die notwendige Empfindsamkeit für dynamische Auswägung und tonliche Stufe, überzieht vor allem in Im siülbernen Kranz In die Reihe der Jubilarvereine ist nun auch das Doppelquartett„Exelsior“, Bochum getreten. Der Schwere der Zeit entsprechend, war die Silberfeier in einen schlichten Rahmen gespannt, verlor aber dadurch nichts an ihrer inneren Bedeutung, Markstein zu sein für eine weitere kraftvolle Entwicklung in den künftigen Jahrenz, Der festlich geschmückte Raum des Ver: mer ein herzliches Willkommen entbot. Nach einem einleitenden Musikvortrag zeigte das Doppelquartett durch Vortrag mehrerer Chöre sein ausgezeichnetes Können unter Führung seines Chormeisters Willi Kölling. Festredner des Abends gab einen Rückblick auf die Entwicklung der Singgemeinschaft. Das Doppelquartett wurde im Jahre 1906 von den sangestüchtigen Herren Wolff, Bracht, Krüger, Tegethoff, Lindemann, Diekamp, Nymphius und Bollenbeck im Gasthaus Katthöfer im ifeld gegründet. Zunächst leitete Diekamp das Doppelquartett, dann übernahm Willi Korte die musikalische Leitung und verschaffte durch seine siebenjährige Tätigkeit dem Chore Beachtung und Ansehen in der Sänger= und Bürgerschaft. An mehreren Wettstreiten nahm das Quartett mit großem Erfolg teil. Allseitiges Lob spendete man auch den hochstehenden Konzerten der Vereinigung. Die schweren Kriegsjahre vermochten nicht das Quartett zur Untätigkeit zu zwingen. Bei einer ganzen Reihe von Wohltätigkeitsveranstaltungen nahm das Quartett eine führende Rolle ein, so daß durch seine Mithilfe 5000 Mark für Wohltätigkeitszwecke abgeführt werden konnten. Die alljährlichen Weihnachtskonzerte, die stets im Dienste der Wohltätigkeit stehen, erfreuen sich in vielen Kreisen großer Beliebtheit. Der erste Vorsitzende des Männergesangvereins„Schlägel und Eisen“, Philipp Ludolph, machte sich in seiner Rede zum Dolmetsch der Gefühle aller vertretenen Brudervereine und wünschte dem Doppelquartett ein weiteres Blühen und Gedeihen auf dem Wege zum goldenen Kranz. Mehrere Brudervereine und Freunde gaben durch Ueberreichung von entsprechenden Geschenken ihrer Mitfreude Ausdruck, die auch in zahlreichen Telegrammen und Briefen sich wohltuend äußerte. Im Laufe des Festabends gab auch das befreundete Dovpelquartett „Helios“ unter Leitung von Chormeister Wieschemann Proben seiner trefflichen Schulung, die lebhaften Beifall fanden.„Exelsior" steht nun schon eine Reihe von Jahren unter der Stabführung von Willi Kölling. In ernster künstlerischer Arbeit hat er die Weiterentwicklung der Singgemeinschaft sichergestellt, wofür ihm der erste Vorsitzende durch Ueberreichung eines prachtvollen Blumenangebindes dankte. Zur Ausgestaltung des.. agen Freiherr vom Stein-Abend der Vereinigung für Heimatfreunde. Die Vereinigung für Heimatkunde e. n Bochum ehrte das Andenken des vor hundert verstorbenen preußischen Staatsmannes Freiherr von und zum Stein durch die Veranstaltung eines Freiherr=vom=Stein=Abends im großen Parkhaussaal. einen guten Besuch aufzuweisen hatte. Im Namen des Vorstandes hieß der Vorsitzende, Bürgermeister j. K Ibing, die Gaste willkommen. Im vergangenen Son, mer hatte die Vereinigung für Heimatkunde eine Wan, derung zur Wirkungsstätte des Freiherrn vom Stein nach Schloß Kappenberg im Münsterland unternommen Der Gedenkabend am Freitag sollte die Ergänzung der damaligen Heimatwanderung bilden. Auch zur 9, benszeit des Freiherrn vom Stein habe die Heimat schwere Krisenzeiten durchmachen müssen nach unglück, lichen Krigen. Daß Deutschland auch aus seiner jetzi, gen Not wieder aufblühen möge, war der Wunsch Redners am Schlusse seiner Ausführungen. Die Gesangabteilung der Vereinigung für Heimatkunde brachte unter der Leitung ihres Dirigenten Lurch das Chorlied„Brüder, reichet Herz und Hand“ von Fr. Abt klangschön zur Einleitung des Abend zur Darbietung. Nach dem Vortrag des Gedichts„Das währt wohl lang...“ von I. Winkler, kamen die Chöre„In Kupfer rot gegossen liegt das Land“ von Lemacher und „Wenn sich der Geist auf Andachtsschwingen“ von Kalliwoda zu Gehor. chmückte Raum des Ver= angebindes dankte. Zur Ausgestaltung des Festes trugen einsheimes„Bochumer Hof“, sah zu einer schlichten noch mancherlei Einzelvortrage bei und zuletzt kam auch Feierstunde zahlreiche Sangesbrüder und Sanges= noch die Jugend zu ihrem Recht, als schmeichelnde Tanzfreunde vereinigt, denen der erste Vorsitzende A. Voll= weisen erklangen. Die Kundigung der städlischen Techester Julerventionsversuch rheinisch=westfälischer Generalmusikdirektoren Die Generalmusikdirektoren der rheinisch=westfälischen städtischen Orchester(mit Ausnahme des Bochumer städtischen Orchesters) haben an die Oberbürgermeister der Städte Düsseldorf, Duisburg, Köln, Essen, Dortder Städte Düsseldorf, Duisburg, Kölg, Essen, Dort mund, Wuppertal und andere ein Schreiven gerichtet, in dem es heißt: „Die Kunde von der erfolgten Kündigung Ihres Auswägung und tonliche Stufe, überzieht vor allem in„Die Kunde von der erfolgten Kündigung Ihres den Höhepunkten den stimmlichen Apparat nicht. Dr. städtischen Orchesters, die als ein gemeinsamer Schritt Paulig ist ungleich impulsiver und aeht in seiner der rheinisch=westfälischen Industriestädte betrachtet werPautig ir ungleich impulsider und gehl in seiner äußerlich und innerlich temperamentvollen Art bei dramatischen Akzenten nicht nur bis an die Grenzen des klanglich Schönen sondern nützt um großer Entfaltung und Wirkung willen seinen gewaltigen Tonkörper bis zum letzten, leider nicht immer schönsten Eindruck aus. Es sind schon an sich die Einzelstimmen nicht alle gleichmäßig kultiviert, und das forte bekommt grelle Lichter, die bei größerer Maßhaltung zu vermeiden wären. Auf der anderen Seite aber hat er in seinem Chor eine außergewöhnliche Disziplin, Präzision der Einsätze und technische Sicherheit, die hohe Achtung abnötigt. Der Erfolg der vorgetragenen Chöre entsprach dem Charakter des Vereins. Neumanns dramatisch gearbeitetes„Requiem“ und auch Lendvais lang gezogenen nicht sonderlich überzeugender„Einklang“ offenbarte die tonliche Schwäche, während die lyrische Linie hingegen in dem Aufgabechor„Lob der Bäume" und in Siegls prachtvoller Arbeit„Der stille Hof“ sehr edel und klangschön behandelt wurde.(Die Bratsche hätte tragender und ausdrucksvoller sein können.) Die rhythmisch forsche Art der Kriegslieder von Böhm und Wagner=Schönkirch gab dem Chor anscheinend gelegene der chemischeweschättschen ggehglegarte Wilachter werden muß, hat nicht nur alle Beteiligten zutiefst getroffen, sondern auch über die Grenzen des rheinisch=westfälischen Bezirks hinaus geradezu erschütternd gewirkt. Die Unterzeichneten haben den dringenden Wunsch, in letzter Stunde noch, ehe es zu spät ist, die Stadtverwaltung davon zu überzeugen, daß der getane Schritt ein künstlerisches und soziales Unglück bedeutet, daß durch die plötzliche Kündigung der rheinisch=westfälischen Musikerschaft, die Jahrzehnte hindurch mit höchster Gewissenhaftigkeit und hingebendster Opferwilligkeit ihre Pflicht getan hat, ein außerordentliches Unrecht zugefügt wird. Es ist selbstverständlich, daß wir alle— Musiker und Dirigenten— von der Notwendigkeit überzeugt sind, daß der Schwere der Zeiten in weitestem Umfange Rechnung getragen werden muß, und wir alle sind bereit, finanzielle Opfer zu bringen und weitgehenden Sparmaßnahmen uns zu beugen. Aber es kann nicht in Ruhe mit angesehen werden, wenn verdiente, im städtischen Dienst ergraute Männer, die vor langen Jahren in der Erwartung, in eine Lebensstellung zu treten, ihr Amt übernommen haben, nunmehr nahezu von heute auf morgen ihrer alten wohlerworbenen Rechte verlustig werden. Wohl könnte entgegengehalten werden, daß zugleich mit der Kündigung ein neuer Vertrag vorgelegt wurde. Dieser entspricht aber in seinen Bedingungen nicht im entferntesten dem bisherigen, und die Alters= und Hinterbliebenenversorgung, die auch in dem neuen Vertrag mit angeboten wird, bleibt belanglos, nachdem im neuen Vertrag der knappe, aber vielsagende Satz enthalten ist:„Die Einstellung erfolgt auf unbestimmte Beit.“... Haltung Kur biebaricmn G. Daß auch unter Beiveyaltung der bisherigen Verträge durchgreifende Sparergebnisse erzielt werden können, bewiesen die Städte Bochum und Bielefeld, die ihren Musikern die alten Verträge belassen und sich auf eine Rulgung dei Bezuge beschrankr haben. 1 Kürzung der Bezüge beschränkt haben. gez. Herm. Abendroth, Eugen Jochum, Franz von Hößlin, Hans Weisbach, M. Fiedler, Sieben, Richter.“ Die Gedenkrede hielt Dr. Dr. Dr. Lappe (Lünen), der in packenden Ausführungen ein lebendiges Bild des Staatsmannes und Menschen Freiherrn vom Stein zeichnete. Das Werk des toten Staatsmannes ist heute noch lebendig, und es dürfte, gerade die Bewohner der Stadt Bochum interessieren, daß die Gewerbefreiheit in Bochum durch Freiherrn vom Stein schon zwanzig Jahre eher alsin übrigen Preußen eingeführt wurde. Die große Anzahl schöner Lichtbilder, die den Vortrag Dr. Lappes ergänzten, vervollständigte das plastische bensbild des Mannes, der Westfalen zu seiner Wahlheimat machte, die er von ganzem Herzen liebte, zu seiner Heimat, in der er vor hundert Jahren die Augen zum ewigen Schlummer schloß. Der Vortragende erntete anhaltenden, verdienten Beifall. Nach weiteren Chordarbietungen und Gedichtvorträgen fand die eindrucksvolle Gedenkfeier mit dem Westfalenlied ihren Ausklang. dr Für 100 Reichsmark Waren gestohlen. In dee Nacht zum 14. November wurde in das Geschäft Gahlenschestraße 143 eingebrochen. Die Täter brachen ein Stück der Türfüllung heraus und gelangten so in den Laden. Entwendet wurden für 100 Reichsmark Wurstwaren, Tabakwaren und Schokolade. Ein Seitengewehr mit Säge ist am Tatort zurückgelassen worden. Kleine Tageschronik. Von der früheren Blockstelle Hamme aus erhält die Malteserstraße einen Bürgersteig. Die Vorgärten werden jetzt beseitigt. Auch wird die Straße ausgebessert.— Junge Burschen haben nachts eine Gartenanlage am Bülowplatz zerstört. Junge Tännchen wurden ausgerissen und zahlreiche Bäume und Sträucher umgeknickt. Auch zertrümmerten sie die Ruhebank und zerstörten die Einfriedigung.: Weitere Lokalnachrichten auf Seite 11 und 13 Dienstentlassung. Wie bereits mitgeteilt wurde ist in dem am Disziplinargericht eingeleiteten Verfahren gegen den unbesoldeten Stadtrat Dr. Piclum auf Dienstentlassung erkannt worden. Ergänzend sei noch mitgeteilt, daß Dr. Piclum in der Stadtverordnetensitzung vom 31. Januar 1930 als unbesoldeter Stadtrat gewählt wurde. Am 9. Mai 1930 wurde er vereidigt auf die Reichs= und Staatsverfassung. Die Bestätigungsurkunde wurde von dem Regierungspräsidenten König in Arnsberg unterschrieben am 13. März 1930. Maul= und Klauenseuche. Unter den Viehbeständen der Landwirte Heinrich Fleige, Gerther Straße 143, und Wilhelm Hellbrügge, Goerdtstraße 45, ist die Maulund Klauenseuche ausgebrochen. Sperrbezirk: Gerther Straße und Goerdtstraße. Wohin gehen wir siehe auch Anzeigentell Stadttheater: 20 Uhr: U. B. 116. Loge=Humbaldtstraße: 20.15 Uhr: Vortrag über Rut Steiner.„„„ 9— Operettentheater: 20 Uhr: Im weißen Roßl. Plaza=Tonhalle: ab 16.30 Uhr: Varieté. Apollotheater: ab 15.30 Uhr: Dreyfus. Capitol: ab 16 Uhr: Väter und Söhne. Lichtburg: ab 15.10 Uhr: Tabu. Lichtspielbühne: Die Drei von der Tankstelle. Odeon: ab 17 Uhr: Walzer im Schlafcoupé. Skala=Lichtspiele: ab 17 Uhr: Der wahre Jacob. Ufa=Theater: ab 15.30 Uhr: Der Kongreß tanzt. Weltlichtspiele: ab 15.10 Uhr: Reserve hat Ruh. 11) Nach dem gleichnamigen Metro-Soldwun-Mauer-Tonfilm von Frances Marion und Seorge Hill sagte Morgan, und er fühlte „Nicht schlecht“, Mitteid...7..crischan9. „Er hat es ganz gut. Hat er dir nicht geschrieben: nal aber ich habe die Briefe nicht „Ja, zweimul, über ich habe die Biiese nicht gelesen, ich kann nicht.“ „Vergiß daran, Liebling. Es ist ja nicht deine Schuld, daß er hierher kam. Er wird ein anderer sein, wenn er raus kommt.“ „Wie— wie meinst du das?“ „Er wird älter sein.“ „Ich fürchte, du meintest es anders.“ „Wie hätte ich es sonst meinen sollen?" „John, ich hatte solche Furcht“, fuhr Anne „Du mußt mir immer die Wahrheit sagen, ja? 6r6. Du mußt mir helfen, du mußt ihm sagen, daß ich dich liebe.“ Morgan sah in ihre flehenden Augen. „Ich werde es ihm sagen“, antwortete er dann. „Aber ich weiß nicht“, fuhr er gequält fort,„ob ich das Recht habe, dich an mich zu ketten. Glaubst du wirklich, daß du es durchhalten kannst. Ich habe hier so viel Zeit über alles nachzudenken. Ich kann hier nicht kämpfen für dich. Ich bin abgeschlossen von dir und der Welt. Ich kann nichts für dich tun, und sie werden es dir schwer machen, auf mich zu warten.“ „John, sprich nicht so“, flehte Anne,„ich liebe dich.“ Ihre Stimme brach. Morgan hätte Monate Dunkelhaft dafür ertragen, sie jetzt in die Arme reißen zu können, sie zu trösten, zu streicheln, ihr zu danken, sie zu segnen, sie zu küssen. Aber zwischen ihnen lagen die kalten stählernen Gitter seiner Schuld. Ein Wächter kam.„Die Zeit ist rum, Morgan.“ Anne sah ihn hilflos an. Sie zwang sich zu einem Lächeln, und dann preßte sie ihre Lippen auf das Stahlnetz, und er küßte das Gitter, schloß die Augen und ihm schien, als ob ihre Lippen sich träfen. „Mach dir keine Sorgen, Anne, wir halten durch. „Auf Wiedersehen, John, du sollst nie vergessen, daß ich dich liebe.“— und dann waren sie getrennt. Morgan schwankte wie betrunken. Er sah nichts, was um ihn herum vorging. Jemand zog ihn am Arm.„Mensch, was hast du'n? Kennst wohl deinen Butch gar nicht mehr, was? Rast an mir vorbei wie ein Irrer!“ Morgan nahm ihn in die Arme:„Sag einmal, Junge, bist du eigentlich schon mal verliebt gewesen?“ Butch lachte.„Das ist schwer zu beantworten. Ja — die Polly war ein nettes Mädel. Aber ich habe mich lausig zu ihr benommen. Ich habe sie dauernd verprugelt und nachher ist sie dann zu mir gekommen und hat mich abgeküßt.“ „Die hat dich bestimmt geliebt“, seufzte Morgan. „Was ist bloß mit dir los?“ fragte Butch mißtrauisch. „Ach, gar nichts. Ich werde bloß froh sein, wenn ich hier raus bin.“ „Dauert ja nicht mehr lange", flüsterte Butch. Morgan hatte sich wieder in der Gewalt.„Laß mich damit in Ruhe, ja?“ Butch wurde wütend.„Mensch, ich hab's mir doch seit Monaten überlegt. Alles ist fertig. ne Sache für Männer. Wir werden es schaffen. Du bist so idiotisch durch dieses Frauenzimmer, daß du überhaupt nicht mehr weißt, was du tust.“ Butch war direkt angeekelt. Morgan flehte ihn an.„Mensch, sei doch vernünftig. Was hast du denn schon davon. Sie kriegen dich ja doch wieder.“ 1 „Na und dann?" fragte Burch verständnislos. „Was habe ich'n zu verlieren? Aber wenn ich rauskomme, werde ich nicht mit Weibern rumlaufen wie du. Wenn du dich nicht mit ihr eingelassen hättest, hätten sie dich nicht wieder geschnappt. Wir sind gute Freunde, aber ich weiß, warum du wieder hier bist. Doch bloß wegen dieser Schlumpe.“ Morgan unterbrach:„Du bist mein Freund, Butch, aber sag das nie wieder. Das ist meine Angelegenheit. Die geht dich nichts an. Aber ich habe dich gern, du bist ein anständiger Kerl, und ich würde mich eher auf dich verlassen als auf viele andere, die ehrlicher sind als du.“ Butch war gerührt. „Ist in Ordnung. Ich hab'e ja nicht so gemeint. Ich kann mich ja mit dir nicht streiten, du hast ja immer recht.“ 13. Kapitel. Sonntag morgen. Ein Tag, der sich im Zuchthaus nicht viel von den anderen unterscheidet und der trotzdem ein Feiertag ist. Gottesdienst. Manche der Zuchthäusler erkennen die bittere Ironie der Lieder, die sie singen müssen und die von Freiheit und Glück und von Freude sprechen und von der ewigen Seligkeit. Der Kaplan beendete sein Gebet. Die Sträflinge erhoben sich und wurden auf den Hof geführt. Die Glokken läuteten. Wallace, der Gehaßteste von allen, kam. Er rief Morgan und befahl ihm, in sein Büro zu kommen. Morgan, selber verwundert, sah auf Butch, der mißtrauisch zurücksah. Im Zimmer von Wallace fand Morgan auch den Direktor. Vor der Tür hörte er schon seine Stimme: „Also Kent hat Ihnen gesagt, sie hätten Gewehre.“ Er war sehr aufgeregt. Wallace unterbrach:„Da ist Morgan.“ Direktor Adams wandte sich um. Man merkte es seinem Ton an, daß er es gut mit ihm meinte, als er sagte:„Ich glaube nicht, daß du in der Sache mit drin bist, Morgan. Wir wissen überhaupt noch nicht genau, wer dabei ist. Aber ich nehme an, es ist Butchs Bande. Ich möchte von dir hören, ob du weißt, daß sie Gewehre haben.“ Morgan antwortete, ohne zu zögern.„Ich weiß nicht, wofür Sie mich halten, Herr Direktor, aber was Sie auch von mir denken, ein Spitzel bin ich nicht. Ich verspreche Ihnen, daß ich bei der Sache nicht bei bin, aber ich würde Ihnen nichts sagen, auch nicht, wenn ich etwas wüßte." „Na, wir werden bald wissen, ob du was weißt", schrie Wallace, der nicht mehr an sich halten konnte. „Ruhe“, unterbrach Adams streng.„Das ist zwar nur ein Zuchthäusler, aber auch der hat seine Rechte.“ Er wandte sich an Morgan.„Ich kann dich verstehen, ich glaube, daß es anständig ist, was du tust. Ich kann dir nicht versprechen, daß ich dich freilassen würde, wenn du etwas verrätst, aber ich muß dich darauf aufmerksam machen, daß du den Männern gegenüber, die du deine Freunde nennst, versuchen solltest, den ganzen Unfug zu unterdrücken.— Das ist der Grund, warum ich dich zu uns gerufen habe. Wir wissen nur, daß etwas vor sich geht. Mehr nicht, und das ist verdammt wenig. Morgan stierte auf die Uhr. Sekunden vor eins. Und dann hörte man Aufruhr im Hof. Wallace und der Direktor stürzten zum Fenster und schrien entsetzt auf: „Um Gottes willen, sie haben den Wächter am Tor niedergeschlagen und haben sein Gewehr.“—„Alarm!“, befahl Adams. Morgan stürzte ans Fenster. Von Butch geführt, hatten die Männer, eine Horde von 30 Sträflingen, das Tor im Sturm genommen. Der große Strauß Feiertagsblumen, mit dem Joe gearbeitet hatte, lag auf dem Steinboden. Butch und seine Bande tobten begeistert und siegesfroh. Das Heulen der Sirene überdonnerte ihr Schreien und fast gleichzeitig ertönte das tödliche„tack tack“ der Maschinengewehre. Der Direktor erteilte telephonisch Befehle. Es waren ungewohnte Worte aus seinem Munde, die er in den Apparat schrie: „Dazwischenschießen— keine Schonung.“ „Tack tack tack“, rasten die lag“, kusten hie Maschinengewehre. Der Hof war leer gefegt, die Kirchenglocken läuteten noch. Niemand hatte den Befehl gegeben, aufzuhören, und im Zuchthaus geschieht alles nur auf Befehl. als das Tohuwabohu unter den Sträflingen seinen Höhepunkt erreicht hatte. Sie mußten vor den Maschinengewehren flüchten und Morgan wurde von der rasenden Menge mit ins Haus geschleift. Im Korridor erklang Butchs befehlende Stimme: „Holt die Gewehre aus der Waffenkammer“, und ein Dutzend Männer beeilten sich, diesen Befehl zu erfüllen. Die Wachen wurden überwältigt, und die Sträflinge nahmen Besitz von den Gewehren und von der Munition. Wallace war entwaffnet, der Direktor scheinbar entkommen. 97 „Schmeißt die Wächter in die Zeuen“, schrie Butch, und auch diesem Befehl wurde sofort Folge Die Maschinengewehre leisteten ganze Arbeit. In das Krachen der Schüsse mischte sich das Schreien der Verletzten; massive Stücke Beton flogen durch die Luft, Stahl schlug auf Stahl. Es war ein Höllenlärm. Die nicht mitmachen wollten, flüchteten in die oberen Räume, oder sie verkrochen sich unter die Schlafbänke oder drückten sich todesgeängstigt in die Ecken. Aber Butchs Stimme dröhnte auch zu ihnen: „Nehmt die Gewehre, gebt ihnen Saures. Wir den es den Hunden schon zeigen.“ Morgan stand zwischen zwei Fenstern durch die die Kugeln pfiffen und hörte deutlich, wie Butch ihn zwischen den Befehlen verfluchte und ihn Verräter nannte. Er wollte zu ihm. In demselben Moment ein betäubendes Krachen und Morgan begriff, daß jetzt keine Zeit war, sich auseinanderzusetzen, daß Butch ihn doc nicht anhören würde.„„ 35 „Holt einen Wächter aus der Zelle“, übertönte Butchs Stimme das Brüllen der Maschinengewehre. Man schleifte ihn zu Butch. Der Sträflingsgeneral brüllte ihn an.„Du gehst jetzt da rüber und richtes ihnen eine Botschaft aus. Sage ihnen, daß wir eine Menge Munition haben und uns länger halten als es ihnen lieb sein wird. Und dann sag' ihnen, sie daran denken sollen, von denen, die hier kämpfen, hat keiner was zu verlieren. Wir wollen, daß sie uns die Tore freigeben, verstanden? Und sag ihnen, wenn sie es nicht machen, wir haben eine Menge Wächter hier, von denen keiner lebend raut kommt. Mit Wallace werden wir anfangen, hörst du Jetzt mach daß du rauskommst und sag ihnen, Ernst ist.“ Er wurde zur Tür gebracht. Man winkte mit einem weißen Lappen, das Feuer hörte auf. Der Wächter lief und es dauerte nicht lange, da begannen die Maschinengewehre stärker als vorher zu bi len. Butch lachte verzweifelt auf.„Das ist ihre A wort.“— Die eroberten Gewehre der Zuchthäustet spiehen das glühende Blei gegen die Belagerer. B schrie nach Wallace. Drei betäubende Schüsse, Stöhnen, Butch lud von neuem:„Schmeißt den auf den Hof“, schrie er.... zi Tie Wieder wurde die weiße Flagge gehißt, geöffnet und mit einem wütenden Fluch schob D0 den leblosen Wallace hinaus. Die Maschinengeweyt antworteten. Morgan stürzte in den Flur. Butch und die anderen hatten die Wächter, die nur mit Gummiknüppeln bewaffnet waren, ins Haus getrieben. Der Direktor, Wallace und Morgan waren aus dem Zimmer gestürzt, dessen Fensterscheiben durch die Kugeln zertrümmert waren. Sie kamen in den Hof, itworteten. Morgan stürzte in den Flur. Er wußte, daß die zehn anderen Wächter,#g Fuß der Treppe zusammendrängten, auch dem* #eihe waren und sterben mußten, wie Wallace# am geweiht storben war, von Butch niedergeknallt. Beilage zum 2 Anzeiger u. Gen. stans Joltan Der E u Cear Neben dem glänzer Freiheitskriege, Blüch der Name eines vierte Paffen gleichfalls ho den Hintergrund. Den war es nicht kriegerische Lorbeeren Theoretiker, militärist Erzieher und Lehrme schauungen das militi preußischen und später sere Tage hinein ar haben. Clausewitz' Le heute Geltung, ihnen scheidenden Grade die Armeen in den Kri letzten großen Kriege „Der Krieg, ist, die deren Mitteln, Dies dem nicht militarisch wenigen Worten die Einstellung, wie sie Kriege", das Clause Reihe der Militärschr men. Es ist natürlie Aussatzes unmöglich, Werkes auch nur an einige kurze Leitgede worauf es nach Clau Kriege zu erzwingen. Kampfes darin liegt, seine materiellen und um ihm den eigenen ist das ganz im Sichers, Napoleons un moralischen Größen Krieges bestimmen, k ten und der hinter di der als der Wille vo stesklarheit und Char tegie entscheidend beWenn Clausewitz die stärkere Form der das unserer milität sprechen und im Ge stehen. Dieser Gegen die Verteidigung ist durch sie soll vielmel greifer gewonnen we Zwischenziel erreicht dem positiven Zweck Verteidigung läßt si ges mit negativem, d mit politischem Zwe veiter lehrt, daß die zu suchen sei, zu der sen, so scheint uns! Die glänzenden Sie haben praktisch die Theoretikers bewiese des entscheidenden Moltke, die den M zeitigte, auf den E Ungunsten vielleicht gewiß richtig, daß durch die erhöhte waffen, durch die C mittel wie Flugzeu die gleiche Gültigk sich aber immer nu er dagegen über E aus ihr zu ziehend Zeiten gelten. Ueber Clausewitz sagen. Der am 1. geborene junge Off scharfen Verstand horsts Aufmerksamk bäterlicher Freund Clausewitz bereits schule in Berlin, zu später ernannte. D Deutsch 1 (Schluß folgt.] nde. unde e.#. ndert Jahres Freiherr von eines Freisaussaal, der 1 Namen des neister i. R. ugenen Somse eine Wanvom Stein nternommen. rgänzung zu Auch zur Le. die Heimat nach unglück. seiner jetziWunsch des 7 für Heimatenten Lurch Hand“ von end zur Dar„Das währt ie Chöre„In Lemacher und n“ von KalliDr., Lappe in lebendiges reiherrn vom Staatsmannes rade die Been. Daß die ich Freiherrn her alsim vurde. Die Vortrag Dr. plastische, Leseiner Wahlen liebte, zu hren die AuVortragende Nach weiteren and die einlenlied ihren dr en. In der Beschäft Gahr brachen ein ten so in den smark WurstSeitengewehr irden. ren Blockstelle inen Bürgert. Auch wird rschen haben latz zerstört. ind zahlreiche zertrümmernfriedigung.: und 13 2g über Rud tößl. telle. ipé. e Jacob. ß tanzt. at Ruh. flingen seinen vor den Maourde von der ende Stimme: mer“, und ein Befehl zu erdie Sträflinge von der Muzektor scheinbar ures. Wir werdurch die die Butch ihn zwierräter nannte. ient ein betäudaß jetzt keine Butch ihn doch 2. Beilage zum Bochumer Anzeiger u. Gen. Anzeiger Unterhaltung, Wissen, Leben Nr. 269 38. Jahrgang Montag, 16. November 1931 stans Joktan Der Erzieker der deutscken Climee Zu Clausewitz' kundertstem Todestag am 16. November Neben dem glänzenden militärischen Dreigestirn der Freiheitskriege, Blücher, Scharnhorst, Gneisenau, tritt ser Name eines vierten, um den Erfolg der preußischen Paffen gleichfalls hoch verdienten Offiziers mehr in zen Hintergrund. Dem General Karl von Clausenitz war es nicht vergönnt, auf dem Schlachtfelde friegerische Lorbeeren zu pflücken, er wirkte mehr als Theoretiker, militärischer Berater und vor allem als Erzieher und Lehrmeister, dessen Gedanken und Anschauungen das militärische Denken und den Geist des preußischen und später des deutschen Heeres bis in unsere Tage hinein auf das nachdrücklichste beeinflußt haben. Clausewitz' Lehren besitzen im wesentlichen noch heute Geltung, ihnen sind im hohen, wenn nicht entscheidenden Grade die glänzenden Waffentaten unserer Armeen in den Krieg von 1866, 1870/71 und im „Der Krieg, st die fortgesetzte Staatspolitk mit anderen Mitteln.“ Dieser Ausspruch Clausewitz' ist auch sem nicht militärisch Geschulten vertraut und zeigt in wenigen Worten die Anschauungsweise und geistige Einstellung, wie sie in dem berühmten Werke„Vom Kriege", das Clausewitz für alle Zeiten in die erste Reihe der Militärschriftsteller stellt, zum Ausdruck kommen. Es ist natürlich im Rahmen eines kurzgefaßten Aufsatzes unmöglich, den Inhalt des zehnbändigen Werkes auch nur andeutungsweise wiederzugeben; nur einige kurze Leitgedanken seien angeführt, die zeigen, vorauf es nach Clausewitz ankommt, um den Exfolg im Kriege zu erzwingen. Wenn nach ihm das Ziei des Kampfes darin liegt, den Gegner wehrlos zu machen, seine materiellen und moralischen Kräfte zu vernichten, um ihm den eigenen Willen aufzwingen zu können so ist das ganz im Sinne Friedrichs des chers, Napoleons und auch Hinvenvurgs gedacht. Die moralischen Größen sind es, die das Element des Krieges bestimmen, die kriegerische Tugend des Soldaten und der hinter diesem stehende, Voltsgeist nicht minder als der Wille vor allem des Fervyerrn, oessen Geistesklarheit und Charakterstärke in erster Linie die Strategie entscheidend beeinflussen. Wenn Clausewitz andererseits die Verteidigung als die stärkere Form der Kriegführung bezeichnet, so scheint das unserer militärischen Ueberlieferung zu widersprechen und im Gegensatz zu dem eben Gesagten zu stehen. Dieser Gegensatz ist aber nur scheinbar. Denn die Verteidigung ist ja nicht um durch sie soll vielmehr das Uebergewicht über den Angreifer gewonnen werden, damit man— nachdem dies Zwischenziel erreicht ist— selbst zum Angriff. d. h. zu sem positiven Zweck des Krieges übergehen kann. Die Verteidigung läßt sich als die stärkere Form des Krieges mit negativem, der Angriff als die schwächere Form mit politischem Zweck ansehe. Und wenn Clausewitz weiter lehrt, daß die Entscheivung allein in der Schlacht uu suchen sei, zu der alle Kräfte vereinigt werden müssen, so scheint uns dies heute beinahe selbstverständlich. Die glänzenden Siege von Sedan und Tannenberg laben praktisch die Richtigkeit der Lehren des großen Theoretikers bewiesen, während die Außerachtlassung des entscheidenden Grundgedankens durch den zweiten Noltke, die den Mißerfolg der ersten Marneschlacht zeitigte, auf den Einfluß des Weltkrieges zu unseren Ungunsten vielleicht entscheidend gewirkt hat. Es ist gewiß richtig, daß manche der Clausewitzschen Lehren durch die erhöhte Wirksamkeit der modernen Feuerwaffen, durch die Einführung ganz neuartiger Kampfmittel wie Flugzeuge, Kampfwagen, Gas, nicht mehr die gleiche Gültigkeit besitzt wie früher. Das bezieht sich aber immer nur auf die Fragen der Taktik. Was er dagegen über Strategie, Kriegsgeschichte und die aus ihr zu ziehenden Folgerungen sagt, wird für alle Zeiten gelten. Ueber Clausewitz' äußeren Lebensgang ist wenig zu sagen. Der am 1. Juni 1780 zu Burg bei Magdeburg geborene junge Offizier lenkte schon früh durch seinen scharfen Verstand und sein gesundes Urteil Scharnhorsts Aufmerksamkeit auf sich, der sein Lehrer und bäterlicher Freund wurde. Als Dreißigjähriger war * Clausewitz bereits Lehrer an der Allgemeinen Kriegsschule in Berlin, zu deren Direktor man ihn acht Jahre päter ernannte. Die Kriege gegen Frankreich machte er auf russischer Seite mit; die mit der Konvention von Tauroggen abschließenden Verhandlungen mit York wurden von Clausewitz geführt. Während seiner Tätigkeit als Leiter der Kriegsschule fand der große Theoretiker die Muße, seine Gedanken in dem grundlegenden Werke„Vom Kriege“ niederzulegen, das seinen Namen für immer berühmt machen sollte. Die Arbeiten daran fanden 1830 mit seiner Versetzung nach Breslau als Inspektor der II. Artillerie=Inspektion ein Ende. In der schlesischen Hauptstadt ist Clausewitz schon bald gangenen Freund und Vorbild Gneisenau der Cholera Clausewitz ist es nicht vergönnt gewesen, ein höhers aktives Kommando zu führen, wenngleich er nach dem Urteil der Zeitgenossen und Biographen unzweifelhaft als Stratege in der Führung großer Verbände Hervorragendes geleistet haben würde. Rückblickend darf man dies vielleicht als ein Glück bezeichnen. Hätte er doch sonst schwerlich Gelegenheit und Zeit gefunden, in so vollendeter Form alle die fruchtbaren Gedanken niederzulegen, durch die er das militärische Denken unserer Armee, man darf fast sagen: unseres Volkes, auf so lange Zeit beeinflußt hat und hoffentlich weiter beeinflussen wird. Daß der Volksgeist es ist, der den Erfolg wesentlich mit verbürgt, haben wir im letzten Krieg zu unserem Schaden vielfach vergessen. Möchten alle diese Lehre des großen Erziehers des preußischen Heeres für die unserem Volke noch bevorstehenden schweren, Kämpfe— sie brauchen nicht, gerade Friegeder schlesischen Hauptstadt ist Clausewitz schon bald schweren Kämpfe— sie brauchen nicht darauf, nur 51 Jahre alt, am 16. November 1831 gleich vischer Natur zu sein— an seinem hundertsten Todesseinem ihm wenige Wochen früher im Tode vorange= tage sich nachdrücklich zu Herzen nehmen. Ein(ngsikei-Feredienem in Jzetein Der berühmte deutsche Physiker Professor von Laue gab am 12. November ein Essen zu Ehren des amerikanischen Nobelpreisträgers Professor Robert A. Millikan, der sich augenblicklich in Berlin aufhält. Deutschlands größter Physiker, Professor Albert Einstein war ebenfalls erschienen. Unser Bild zeigt von links nach rechts: Professor Walter Nernst, Erfinder der Nernst=Lampe, Professor Albert Einstein, Professor Max Planck, Professor Robert A. Millikan, Professor Laue, den deutschen Nobelpreisträger. Feeichnis Du standst am Meer. In deiner hohlen Hand Fingst du, ein stummes Spiel, der Welle Blinken Und sahst den Perlenregen sprühn und sinken Und hast dich leise zu mir umgewandt, Der, deinem Spiel zuschauend, bei dir stand, Und wie im Traum sah ich dich lächelnd winken: Du bist so still, Geliebter. Willst du trinken? Dann kniet' ich neben dir im weißen Sand. Und leise sprach dein Mund: Dies ist der Trank, Der nie versiegt, wenn alle Quellen dürsten: Tränen, geweint, von Bettlern und von Fürsten, Tränen der Liebe, die ins Dunkel sank. Den sollst du trinken und an seinem Brennen Der Liebe letztes Wesen tief erkennen. Wilhelm Luetjens. ttugo Ledeter 60 Jahre alt Neben der Berliner Hochschule für bildende Künste, aus einem Gewirr von Baulichkeiten nicht leicht herauszufinden, ragt das hohe, geräumige Atelier Professor Hugo Lederers. Der mittelgroße, fast schmächtige, Deutscker Destdampfer kettet engliscken Udmiraé deutsche Postdampfer„Derfflinger“ hat in der Nacht zum 12. November den kommandierenden Admi" der englischen Flottenstreitkräfte in Ostasien gerettet. Vizeadmiral Sir W. A. Howard=Kelly war an berd des kleinen Kriegsschiffes„Petersfield“, das als Tender seines Flaggschiffes„Kent" diente. In ziem9 schwerer See lief die„Petersfield“ auf dem Wege von Schanghai nach Futschau auf. Das Schiff ist Wer beschädigt und gilt als verloren. Auf die ausgesandten SOS=Rufe antwortete der„Derfflinger" und „Den nach vier Stunden zum Beistand. Sir Howard=Kelly und die Besatzung, ungefähr 73 Offiziere und Shnschaften, wurden an Bord des„Derfflinger“ genommen. Unser Bild zeigt den deutschen Postdampfer „Derfflinger“, rechts oben den englischen Admiral Sir W. A. Howard=Kelly. sehr ruhige und ernste Herr erläutert mit gelehrtenhafter Sachlichkeit seine Werke und fügt nur einige trockene Bemerkungen über Anlässe und Aufstellung der Plastiken hinzu. Wir spüren:„Euch ist der Meister nah, euch ist er da!“ Um so sprühender das Innenleben dieser Werke selbst. Man sieht dem fast bürokratischen Manne nicht an, daß er uns den gewaltigsten Bismarck geschenkt hat. Er hat nicht Funken aus dem Granit, sondern in den Granit hineingezaubert und in gigantischer Ueberlebensgröße den Recken vom Sachsenwalde über Hamburg gestellt, daß der Anblick manchem kleineren Geiste in die Knochen fuhr und ihm unfrohe Schauer durch die Glieder jagte. Ein Wardein und Wahrzeichen deutscher Schwert= und Hammerkraft reckt sich zu Turmeshöhe auf, unnahbar dem Angriff, unerreichbar schelem Neide. Der Waffenschmied deutscher phrasenloser Stärke, legt er die Hände auf den Degenknauf, und seine Blicke, voll von Gedanken und Erinnerungen, mustern das Erntefeld seiner Saat und Tat.„Das ist Er! Das ist sein eigen!" So hat ihn Hugo Lederer aufgetürmt, etwa dem Koloß von Rhodos oder dem Pharos von Alexandria ähnlich. Im Altertum hätte man ihn den Weltwundern zugezählt. Heute wird die Akademie und die ganze Kunst unserer Zeit dem edlen Künstler huldigen, der Steinen so machtvollen Odem einblies. Granit wurde Goethe zum Idol pantheistischer Durchseeltheit; Lederer leiht dem amorphen Konglomerat doppelte Sprache. Er lehrt ihn auch mit Menschenzungen reden. Zu Znaim in Mähren wurde er geboren und besuchte dort auch die Kunstgewerbeschule; weiter studierte er bei Schillings in Dresden. Früh kam seine ungewöhnliche Begabung zum Durchbruch. Im Jahre 1915 wurde er Lehrer an der Berliner Akademie der Künste und seit 1920 ist er Leiter des Meisterateliers für Bildhauerkunst daselbst. Dem frischen Schmerz um Bismarcks Tod entwuchs 1906 das Denkmal. Symbolhaft groß ist „Schicksal“(1891); eine Tragödiengestalt führt zwei Unglückliche an den Händen, einer düsteren Erfüllung entgegen.— Ein schlanker, rapierschwingender Jüngling ziert den Breslauer Universitätshof. Die Ruhmeshalle zu Görlitz schmückt der„Krieg": eine Riesin in Waffen reckt dem Feindeshaß die hohen Brüste entgegen. Das Weltpostdenkmal zu Bern zeigt die von Karyatiden getragene Weltkugel auf imposantem Stufenbau. Den Garten der Berliner Universität schmückt seit einigen Jahren ein Gefallenendenkmal: vier breite Säulen rechteckigen Durchschnitts bilden den Hintergrund für den hingesunkenen, schwerverwundeten Krieger. Besonders glücklich ist Lederer im Bildnis. Im Kronprinzenpalais sieht man seinen Richard Strauß. In Weimar ragt über eine Pyramide Franz Liszts feiner Kopf auf. Die Pfitznerbüste(1901) sprüht von Vitalität. In Essen steht sein eindrucksvolles Krupp=Denkmal. Ein Gang durch das Atelier läßt den Besucher noch eine Fülle angefangener, privater, persönlichster Werke bewundern, und mit dem Gefühl festlicher Gehobenheit verabschieden wir uns von dem genialen Meister, dem wir noch lange Jahre ruhmreicher Ernte wünschen wollen. Prof. Dr. Fries. Ozeanflug mit 80 Rlugzeugen Der italienische Luftminister Balbo, der seinerzeit durch den mit 12 Flugbooten ausgeführten Geschwaderflug nach Südamerika großes Aufsehen und Bewunderung erregte, beabsichtigt neuerdings eine fliegerische Großtat, die den Südamerikaflug noch weit übertreffen soll. Diesmal will Balbo mit einem Geschwader von 80 Flugzeugen einen Flug nach Newyork durchführen. So phantastisch dieser Plan klingt, muß man trotzdem an seine Durchführung glauben, da Balbo schon mit seinem ersten Fluge bewiesen hat, daß manches sich durchführen läßt, was zunächst einen etwas unwirklichen Eindruck macht. A marschieft mit der seit einem halben Jahrhundert berühmten ihre für alle Liebhaber einer Goldmundstück-Zigarette neu geschaffene Zwillingsschwester Sachverständigenstreit im Calmette-Prozeß Lübeck, 15. November. Zu Beginn der Samstag=Sitzung im Lübecker Calmette=Prozeß(25. Verhandlungstag) gab im Namen sämtlicher Nebenkläger Dr. Wittern eine Erklärung ab, die sich gegen das Verhandlungsprogramm des Vorsitzenden wendet. Dann wird der Vorsitzende aufgefordert, Aerzte und Schwestern darauf hinzuweisen, daß sie trotz etwaiger innerer Konflikte die volle Wahrheit sagen hätten, wenn auch kollegiale und berufliche Verbundenheit sowie begreifliches menschliches Mitempfinden in diesem Prozeß manche Zeugen vor schwere Konflikte stellten. Nur so könne verhütet werden, daß dem einen Unglück sich ein zweites anreihe. Oberstaatsanwalt Dr. Linau und Rechtsanwalt Dr. Ihde schlossen sich dieser Erklärung an, während Rechtsanwalt Hoffmann gegen eine Aenderung des Verhandlungsplans sprach und betonte, die Besorgnis, das Recht könnte verkürzt werden, sei unbegründet. Der Vorsitzende versprach Berücksichtigung des Antrags. Nach einer längeren Erörterung über den Fall des Kindes Arthur Schulz, das zunächst nach der Fütterung mit BCG. keine Krankheitserscheinungen zeigte, jetzt aber erkrankt ist und dessen Vater zeitweise unter offener Tuberkulose leidet, entspann sich eine Auseinandersetzung unter den Sachverständigen. Professor Much nahm, trotzdem der Vorsitzende abwehrte, das Wort und betonte, Professor Josef Koch vom Berliner Robert=Koch=Institut habe ihm geschrieben, daß es bei der Fütterungstuberkulose keinen Primärinfekt gebe, was auch er immer behauptet habe. Professor Bruno Lange widersprach erregt dieser Auffassung. Professor Langstein gab eine Erklärung ab, die eine Entlastung von Professor Klotz darstellte. Die Diagnose einer Fütterungstuberkulose werde immer so einfach hingestellt. Die Diagnostizierung gelinge aber erst dann, wenn die Bazillen haufenweise vorhanden sind. Was jetzt in Lübeck als Fütterungstuberkulose angesehen werde, sei eine derartige Ueberschwemmung eines Organismus Bazillen, daß man erklären könne, Eine Leschandrner Preitagteil Zum Untergang der„Baden=Baden“— Der gereitete Kapitän berichtel Newyork, 15. November. Wie aus Colon gemeldet wird, ist der amerikanische Minensucher„Swan“ mit den Ueberlebenden der „Baden=Baden“ an Bord kurz nach Mitternacht in Cristobal eingetroffen. Kapitän Walter gab trotz seiner schweren Verletzungen eine dramatische Schilderung vom Untergang des Dampfers und der wunderbaren Rettung eines Teils der Besatzung: „Ich sah, wie drei Matrosen von einer großen Sturzwelle über Bord gerissen wurden und ertranken, ohne daß ihnen geholfen werden konnte. Die beiden Schiffseigentümer ertranken im Schiff. Bereits 90 Meilen von Riohacha(Columbien) entfernt hatten wir unter schweren Stürmen zu leiden und mußten zwei Tage stilliegen. Am 9. November waren die Laderäume mit Wasser gefüllt, die Pumpen versagten, das Wetter wurde ständig schlechter und das Wasser drang in Strömen ein. Um ein Uhr mittags bestiegen wir die Rettungsboote. Bis Donnerstag hatten wir nichts zu essen und fast nichts zu trinken.“ Der Voss. Ztg.“ wird über den Untergang der „Baden=Baden“ aus Newyork gedrahtet: Der Untergang des früheren Flettner=Rotorschiffes„BadenBaden" stellt sich nach den letzten Meldungen als eine der erschütterndsten Seetragödien dar, die sich in diesen Jahren ereignet haben. Der Frachtschoner, der Salz und Holz geladen hatte, geriet im Karibischen Meer in einen ungeheuren Orkan. Haushohe Wellen schlugen auf das Schiff und gewaltige Wassermassen stürzten durch die zerschlagenen Luken in das Schiffsinnere. Man versuchte, die Pumpen anzusetzen, aber die Pumpen versagten. Von Minute zu Minute bekam das Schiff stärkere Schlagseite. brücke zu verlassen. Erst als er durch ein herabfallendes Maststuck schwer verwundet wurde, gelang es der Mannschaft, die inzwischen die Rettungsboote klar gemacht hatte, ihn gegen seinen Willen mit in das Boot zu schleppen. Auch der dritte Deutsche an Bord, der Chefingenieur Georg Halder, ließ sich erst dazu bewegen, von Bord zu gehen, als er bei den Rettungsarbeiten am Knie schwer verletzt wurde. Schließlich, im letzten Moment, als das Schiff schon beinahe 45 Grad Schlagseite hatte, verließen die neun Mann der Besatzung zusammen mit den zwei verletzten Offizieren im Rettungsboot die sinkende„Baden=Baden“. Und nun setzte ein elftägiges Ringen mit dem Meer ein. Anfang der Woche wollte die Besatzung des Bootes schon verzweifeln, als sie ein amerikanisches Wasserflugzeug sichteten. Von diesem Augenblick an schöpfte man neuen Mut. Segeltücher wurden ausgespannt, um den Regen aufzufangen und so den brennendsten Durst zu löschen. Nahrungsmittelvorräte befanden sich nicht an Bord des Bootes, da die Mannschaften sich erst im letzten Augenblick entschlossen hatten, ihr Schiff zu verlassen. Endlich, am Donnerstag gegen Abend, erfolgte die Rettung durch den amerikanischen Minenleger „Swan“, der, wie die letzte funkentelegraphische Nachricht ergeben hat, alle elf Insassen des Rettungsbootes lebend bergen konnte. Die„Swan“ bringt die Schiffbrüchigen nach Cristobal, wo sie von der dortigen HapagAgentur übernommen werden, die weiter für sie sorgen will. Zummensorgen bei Hoover Newyork, 15. November. Zu allen Sorgen seines Amtes ist es dem Präsiden, ten der USA. nun noch beschieden, in seiner Familie Sorgen zu haben, und zwar ausgerechnet Sorgen einer Kategorie, die für einen an hoher Stelle stehen, den Staatsmann am peinlichsten sind. Sein Schya, ger der bei Los Angeles im sonnigen Kalifornien ansässig ist, wurde verhaftet, als er durch die Hintertür eines Delikatessengeschäftes mit 19 Flaschen Whisky entwischen wollte. Das wäre an sich noch kein Unglück, wenn nicht gerade Hoover selbst die Waffe neu geschliffen hätte, deren Schärfe nun sein Schwager empfinden muß.„Imsich Grab i „Sonst ist man namlich gerabe in dem auch zur Winterszeit oft reichlich heißen Kalifornien durchaus geneigt, ein Auge zuzudrücken, und es soll schon geschehen sein, daß die Polizeipräsidenten großer Städte vor den Weihnachtstagen haben verkünden lassen, das durch ihre Anstrengungen ihr Bezirk so vollkommen alkoholfrei gemacht worden sei, daß die Prohibitionz. polizei sich über die Weihnachts= und Neujahrstage mit s. Bellage zum B Anzeiger u. Gen. Aber, obwohl keine Hoffnung auf Rettung mehr besehen die heiden Schiffseigner, die Deutschen stand, blieven vie beiden Schifseigner, mit hochvirulenten„Bazillen, daß man erklären kenr das habe man Gottseidanr überhaupt noch nicht gesehen und würde man hoffentlich auch nicht wieder sehen. Als.un8 J. Lau und sein Kompagnon udolf. Schenk aus es zu einer erregten Auseinandersetzung zwischen Pro=uns.„ Grs Aun fessor Much und Bruno Lange kam, erklärte Dr. Wittern:„Jetzt haben sich die beiden Führer des Vortrupps der Sachverständigen in Marsch gesetzt. Es sei Zeit, nun alle Sachverständigen wieder zum Donnerstag zu laden. Das Gericht lehnte diesen Antrag ab, nahm aber einen Beweisantrag an, Dr. Jakob Meyer zu vernehmen, ob auf seine Veranlassung in die für die Aufklärung der Eltern bestimmten Drucksachen das Wort„Impfung“ nicht aufgenommen wurde, um auf keinen Widerstand bei der Bevölkerung zu stoßen. Weiterverhandlung Montag. Neuer Schienenzeppelin im Bau Hannover, 15. November. Der neue Schienenzeppelin Dr. Krukenbergs, der in Hannover im Bau ist, wird im Frühjahr fertiggestellt sein. Er wird sich sehr wesentlich von dem ersten Modell unterscheiden, mit dem die große Versuchsfahrt Hamburg—Berlin im Juni dieses Jahres erfolgreich durchgeführt wurde. Dr. Krukenberg wird bei dieser Neukonstruktion zwar an zwei Grundprinzipien festhalten, nämlich an der Stromlinienform und an dem Leichtmetallbau seines Schnelltriebwagens, als den Voraussetzungen, die für die Erreichung hoher Geschwindigkeiten von über 200 Kilometern in der Stunde notwendig sind. Dagegen wird die Luftschraube des Schienenzeppelins, die bisher sein charakteristisches Merkmal war, bei dem neuen Schnellwagen wahrscheinlich in Fortfall kommen. An die Stelle des Benzinmotors, der den Propeller antrieb, soll ein moderner hochtouriger Rohölmotor treten, der direkt auf die Räder des Schienenzeppelins wirkt. Damit hofft man nicht nur mindestens die gleichen Geschwindigkeiten wie beim Propellerantrieb zu erzielen, sondern auch die Schwierigkeiten zu beheben, die bisher bei der Verwendung der Luftschraube sich einer Umsteuerung auf Rückwärtsgang entgegengestellt haben. Wichtige Abänderungen werden auch hinsichtlich der Räder des Schnellwagens getroffen. Der neue Wagen wird voraussichtlich annähernd doppelt so lang sein wie sein Vorgänger und wird deshalb auch mehrere Drehgestelle, voraussichtlich drei, erhalten um ein sicheres Durchfahren von Kurven zu ermöglichen. Der vergrößerte Schienenzeppelin würde dann bei Beibehaltung der Sitzanordnung in Pullman=Form etwa 50 Fahrgästen bequem Platz bieten, so daß der Gedanke einer praktischen Verwertung dieses Schneutriebwagens durch Beförderung einer größeren Anzahl von Personen auf längere Strecken in sehr kurzer Zeit damit seiner Verwirklichung erheblich näher gebracht würde. Hamburg, an Bord. Auch der Kapitän, der Deutschamerikaner Walters, weigerte sich, die Kommando18 Mann der„Giorgios“ verloren Paris, 15. November. Der Schlepper„Jroise“ kehrte nach mehrtägiger Fahrt wieder in seinen Heimathafen Brest zurück, nachdem er vergeblich den am Kap Finisterre in Seenot geratenen Dampfer„Giorgios“ gesucht hatte, den ein anderer Schlepper gesichtet hatte. Man muß annehmen, daß die restlichen 18 Mann der Besatzung des „Giorgios“, die von diesem Schlepper nicht gerettet werden konnten, umgekommen sind. der Zwang siel Naein auf Gutiergeschafte in Leuingrac gutem Gewissen Ruhe gönnen könne... Worauf dan die solchermaßen festlich beglückte Bevölkerung ihre Spirituosenvorräte beruhigt aus ihren Verstecken hervorholte.„.„ i.: uun 845 Mit Hoovers Schwager ist das nun doch etwas anderes, denn die Verschärfung und rücksichtslose Durchführung der Prohibitionsbestimmungen, von deren Durchbrechung bisher nicht nur ein Heer von Bootleggers, sondern auch die Mehrzahl der Polizisten lebte. war einer der Hauptprogrammpunkte Hoovers, und wie man ihn kennt, wird man nicht annehmen dürfen, daß er einem Verwandten zuliebe seine Grundsätze aufgibt. Es sei denn, daß er seiner teuren Gattin die Begnadigung ihres Bruders zu Weihnachten schenkt, worauf dann allerdings auch wieder andere Gattinnen und Schwestern Anspruch erheben könnten. Julsche Indandenmarten Berlin, 15. November. der Kriminal=Postdienststelle in Moskau, 15. November. Nach der teilweisen Aufhebung der Butterzwangswirtschaft kam es in Leningrad zu einem Sturm auf Buttergeschäfte, deren Vorräte im Nu ausverkauft waren. Die Polizei mußte eingreifen. Es wurde festgestellt, daß die Butter zu Spekulationszwecken gekauft worden ist. Eine Anzahl der Käufer wurde verhaftet. Die Läden werden jetzt von der Polizei bewacht. Diesen Sturm auf Leningrader Buttergeschäfte kann man sich leicht vorstellen, wenn man sich daran erinnert, daß die russische Hausfrau und damit jeder einzelne Russe unter einem starken Zwang lebt. Räterußland ist das einzige Land, in dem auch heute noch die wichtigen Nahrungsmittel dem einzelnen in bestimmten Mengen„nach der Karte" zugeteilt werden. Das System ist nicht so streng, wie es in manchen Ländern während des Krieges war. Es gibt Lebensmittel, die nicht dem Kartenzwang unterliegen, und es gibt, wenn auch in beschränktem Umfang, einen freien Markt, auf dem man auch die rationierten Lebensmittel ohne Karte haben kann. Aber dieser freie Markt verfügt nur über sehr dürftige Vorräte und ist infolgedessen so teuer, daß der Durchschnittsrusse seinen Bedarf hier nicht decken kann.„„„ 6 Im großen ganzen muß der Russe also sehen, oaß er mit den nach der Karte zugemessenen Lebensmitteln auskommt. Für ihn ist die Daseinsgrundlage das kleine Heft, in dem Abschnitte für alle rationierten Lebensmittel enthalten sind. Das Heft wird an alle Bürger und Bürgerinnen des Rätestaates ausgegeben. Nur die Angehörigen der entrechteten Klassen erhalten es nicht: die Priester und Prediger, die Kaufleute und Händler, die früheren adligen und fürstlichen Familien usw. Den Kindern dieser Entrechteten wird indessen eine bestimmte Menge an Nahrungsmitteln zugebilligt. Gegen die Karten werden Lebensmittel in den staatlichen Verkaufsstellen und den Konsumvereinsgeschäften zu einem verhältnismäßig billigen Preise abgegeben. Auf jede Karte entfällt eine bestimmte Menge in Tages=, Wochen= oder Monatsrationen. Die Mengen wechseln von Monat zu Monat je nach den Vorräten, die zur Verfügung stehen. Sie sind auch nicht in allen Städten gleich bemessen. Moskau wird als Hauptstadt und als Sitz einer zahlreichen industriellen Bevölkerung besonders berücksichtigt. Es wird besser mit Nahrungsmitteln versorgt als die meisten Provinzstädte. Im April dieses Jahres wurde die Butter in Monatsrationen abgegeben. Hier betrug die auf eine Monatskarte entfallende Menge etwa dreiviertel Pfund. In Monatsrationen gab es ferner 200 Gramm Makkaroni, 600 Gramm Grieß, fünf Eier und 50 Gramm Tee. Kinder erhielten bis zum Alter von zwölf Jahren täglich ein halbes Liter Mile Aufgeklärter Mord Mich. Davon abgesehen, wurde Milch gegen Karten überhaupt nicht abgegeben. Für Kinder gab es auch noch Sonderrationen von Reis und Hafergrütze. Von Zeit zu Zeit wurde je nach den vorhandenen Vorräten frischer Fisch gegen Karten verkauft. Geräucherte Fische, die in früheren Zeiten einmal zu den berühmtesten russischen Erzeugnissen gehörten, kamen überhaupt nicht auf den Markt. Auch nach Kaviar sah man sich vergevens um. Die monatliche Zuckerration belief sich auf anderthalb Das einzige Nahrungsmittel, das frei und in beliebigen Mengen abgegeben wurde, war die Kartoffel. Mit dem Gemüse sah es böse aus. Es war sehr knapp. Erst gegen Ende des Monats kamen geringe Mengen Spinat und grüner Salat zum Vorschein. Obst verschwand vollständig vom Markt. In ganz Moskau war im April kein einziger Apfel zu haben. Auch getrocknetes Obst und Käse ließen sich nirgends sehen. Diese Zahlen, die, wie erwähnt, aus dem Monat April dieses Jahres stammen, geben einen guten Einblick in die russische Lebensweise. Sie lassen erkennen, daß der Zwang in der russischen Großstadt so scharf ist, daß es zu stürmischen Szenen kommen muß, wenn plötzlich die Zwangswirtschaft aufgehoben wird. Berlin, 15. November. Der Mord an dem Kraftwagenführer Pohl ist schnell aufgeklärt worden. Am Freitagabend hat einer der beiden in dieser Angelegenheit Festgenommenen, der Streckenarbeiter Hermann Wittstock, ein Geständnis abgelegt. Er gibt an, daß er und der zweite Verhaftete, namens Rohrbach, zunächst die Absicht gehabt haben, auf der Landstraße von Schönerlinde nach Buchholz einen Bäckerwagen zu überfallen und den Kutscher, der viel Geld mit sich führen sollte, zu erschießen. Zu diesem Zweck habe ihm Rohrbach eine Pistole gegeben. Da er in der Bedienung der Waffe zu unerfahren gewesen sei, sei der Schuß nicht losgegangen. Etwas später habe man den Plan endgültig zur Ausführung bringen wollen. Man habe einen Kraftwagenführer zur Mithilfe gesucht, habe aber keinen geeigneten Mann gefunden. Mit Rohrbach sei er dann in ein Kino und anschließend in ein Bierlokal gegangen. Hier sei Rohrbach auf den Gedanken gekommen, mit einem Mietskraftwagen über Buchholz hinauszufahren und den Führer zu erschießen. An der Kirche in Pankow habe man Pohl, der dort mit seinem Wagen auf eine Fuhre wartete, zu einer Fahrt nach Sperlingslust aufgefordert. Wittstock gab dann eine genaue Schilderung der Mordtat. Danach ist Pohl nicht gleich tödlich verletzt worden. Er hat vielmehr noch die Droschke verlassen und ist dann durch einen zweiten Schuß getötet worden. Geld habe man, so sagte Wittstock aus, bei Pohl nicht gefunden. Der zweite Täter, Rohrbach, hat sich nicht zu einem Geständnis bequemt. Großfeuer in Danzig Danzig, 15. November. In der Nacht zum Sonnabend brach in dem Hause Langgasse 19, in dem sich das Konfektions= und Manufakturwarengeschäft von Fürstenberg Witwe befindet, ein Feuer aus, das bald das ganze Innere des Gebäudes in Brand setzte. Da das Treppenhaus bei Ankunft der Feuerwehr bereits in Flammen stand, waren die Löscharbeiten sehr schwierig. Ein Löschtrupp wurde durch eine zusammenbrechende Treppe im oberen Stockwerk abgeschnitten und mußte sich über eine Leiter ins Freie retten. Ein Feuerwehrmann wurde durch herabfallende brennende Holzteile leicht verletzt. Die Warenvorräte sind zum größten Teil verbrannt. Der Schaden dürfte sich auf weit über 100000 Gulden beziffern. Nach dreistündiger angestrengter Tätigkeit konnte die Feuerwehr abrücken. in die Der Goldbergbau in Waldeck Berlin, 15. November. Wie der Amtliche Preußische Pressedienst mitteilt, hat sich an den in der Presse erwähnten Aufschlußarbeiten für die Gewerkschaft Waldecker Eisenwerk bei Kassel, wo bekanntlich seit langen Zeiten auf Gold gegraben worden ist, neuerdings die Preußag beteiligt. Es handelt sich um die Aufschließung alter Gänge und Strecken und neuere Erschließungsarbeiten zur Untersuchung des Erzlagers, dessen Wert durch die genannten fachmännischen Maßnahmen erst festgestellt werden soll. 1½ Zeulner Dynamit gestohlen Hachenburg(i. Westerwald), 15. November. In das oberhalb des Ortes Büdingen im Steinbruch der Linzer Basalt.=G. gelegene Sprengstoffmagazin wurde ein Einbruch verübt und insgesamt 1½ Zentner Dynamit gestohlen. Da die schwere Eisentür, mit der das Magazin gesichert war, aus dem Mauerwerk gebrochen war, müssen mehrere Täter den Diebstahl ausgeführt haben. Im Verlauf der bisherigen umfangreichen polizeilichen Ermittlungen wurde eine Verhaftung vorgenommen. Der zweite Stratosphärenflug Augsburg, 15. November. Die„Neue Augsburger Zeitung" bringt nähere Mitteilungen zu dem neuen Stratosphärenflug Professor Piccard. Danach beabsichtigt dieser, im kommenden Frühjahr die Vorbereitungen zu dem neuen Fluge zu vollenden. Er organisiert und überwacht den neuen Aufstieg, wird aber weder selbst, noch wird sein Mitarbeiter Kipfer die Gondel besteigen. Der Ballon wird diesmal nur mit 200 Kubikmeter Wasserstoffgas gefüllt werden und kann dann die Höhe von 16 500 Meter erreichen. Ein mit dem Spezialgebiet Piccards, der kosmischen Strahlenforschung, vertrauter Physiker, sein Schüler Cosyns, hat sich bereit erklärt, aufzusteigen. * Der Mörder des Uhrmachers Ulbrich begnadigt. Der am 4. Februar vom Schwurgericht beim Landgericht Ill in Berlin wegen des gemeinsam mit der Luise Neumann an dem Uhrmacher Ulbrich begangenen Mordes zum Tode verurteilte 22jährige Kutscher Richard Stolpe wurde vom preußischen Staatsministerium begnadigt. Das Todesurteil ist in eine lebenslängliche Zuchthausstrafe umgewandelt worden. t Vier Todesopfer einer Gasvergiftung. Der 63= jährige Anstreicher Kett in Fürth wurde am Samstag früh mit seinen drei Töchtern im Alter von 13, 16 und 18 Jahren durch Gas vergiftet tot aufgefunden. Der Unglücksfall ist auf einen defekten Gummischlauch zurückzuführen, der sich von der Leitung löste. * Keine Passagierfahrten des„Graf Zeppelin“ Das Luftschiff„Graf Zeppelin“ wird nach einer Mitteilung des Luftschiffbaues vorläufig keine weiteren Passagierfahrten mehr unternehmen. Es ist jedoch noch ein Versuch in Aussicht genommen, Traktoren an die Stelle der Haltemannschaften treten zu lassen. Nach Durchführung dieses Versuches wird das Luftschiff entleert und überholt werden. K Ein Knabe von einer Handgranate in Stücke gerissen. Wie aus Metz gemeldet wird, hatte sich ein Unteroffizier als Andenken an seine Dienstzeit eine Handgranate mit nach Hause gebracht und das gefährliche Geschoß auf einen Schrank gelegt. Der zehnjährige Bruder des Unteroffiziers fand die Granate und bearbeitete sie mit einem Hammer. Plötzlich flog das Geschoß in die Luft und riß den Knaben buchstäblich in Stücke. von tt Einsturzunglück in Neapel. In einem Hause, das zum Teil als Privatschule eingerichtet war, zum Teil als Arbeiterquartier diente, sturzten in zwei Etagen die Decken ein. Dabei wurden vier Personen getötet, unter ihnen zwei Kinder, und 13 verletzt, unter denen sich ebenfalls zwei Kinder befanden. Der Kronprinz beteiligte sich trotz strömenden Regens an den Rettungsarbeiten. * Auto vom Personenzug überfahren. An einem Bahnübergang bei Ensisheim(Elsaß) ereignete sich ein schweres Unglück. Ein Architekt aus Mülhausen fuhr mit seinem Wagen in dem Augenblick über den Bahnübergang, als ein Personenzug von Colmar herankam. Die Lokomotive durchstieß den Benzintank. Das Automobil stand sofort in Flammen. Der Fahrer konnte nur noch als verkohlte Leiche geborgen werden. „ATE Selten gab es von u berichten, wie dies Immerhin. Wenn n 27 Pokalspielen noch und dann noch etliche dann ist diese Bezeicht man mehr? Nur sahLederballs vor eine sch der großen Zahl der Pahl hat, hat die Qu wurden die Siege erfochten. Kleine Uebzu verzeichnen. Die P gang: Schütze den Halsl— pflege ihn fäglich— gurgie trocken mit an L6—50 ich— gurgle trocken Den Ermittlungen ver, rcuzer um Berlin ist es gelungen, eine Fälscherwerrstatt auszuheben, in der falsche Invalidenmarken in großen Mengen hergestellt wurden. Die Haupttäter, ein 45jähriger Buchdruckereibesitzer Robert Flügel und ein 43jähriger Lithograph Friedrich Gottlieb sind bereitz in Haft, während der flüchtig gewordene dritte Beteiligte, ein 52jähriger Kaufmann Traugott Rieck, von der Polizei verfolgt wird. Rieck und Gottlieb, die schon vielfach wegen Betruges vorbestraft sind, haben bei ihrem gemeinsamen Aufenthalt in der Strafanstalt Tegel den Plan für die Fälschung von Invalidenmarken entworfen. Glanz und Ende des Unternehmers Berlin, 15. November. Es wäre nicht nötig, von dem Fall des„Direktors“ Jakob Schapiro Notiz zu nehmen, wenn es sich nur um einen Sonderfall handelte, der in der Geschichte der deutschen Wirtschaft kein Beispiel hätte. Leider beginnt dieser Typ des Wirtschaftsunternehmens sich in Deutschland mehr als sonst bemerkbar zu machen. Also: Jakob Schapiro, der jetzt vor dem blanken Nichts steht und den Offenbarungseid leisten mußte, spielte vor kurzer Zeit als Unternehmer noch eine gewichtige Rolle. Sein Aufstieg begann, als er den Berliner Sportpalast auf einer Versteigerung erwarb. Sein Name ist in Sportkreisen wohl bekannt. Auch in der deutschen Autoindustrie versuchte Schapiro eine Zeitlang eine Rolle zu spielen. Er erwarb dicke Aktienpakete der Benz=Werke und soll damals einer der Befürworter der Fusion zwischen Benz und Mercedes gewesen sein. Mit dem gleichen Mut stürzte er sich in das Grundstücksgeschäft, er beteiligte sich an Banken, den hob Terraingesellschaften in den Sattel. Er gehörte zu *“ jenen Männern, die alles unternehmen wollen und den Blick für das Tatsächliche verloren haben. So kam es dazu, daß er unter die Räder dieser unbarmherzigen Zeit geriet. Ein tschechischer Hauptmann von Aopenia Prag, 15. November. Geheimpolizisten ist es gelungen, den lange gesuchten falschen Stabskapitän Honetsch, der in Wirklichkeit Putschelik heißt, in Pilsen zu verhaften. Putschelik pflegte sich auf seinen Reisen mit einem auf den Namen Stabskapitän Honetsch lautenden Legionärsausweis zu legitimieren. Der echte Stabskapitän Honetsch hatte seinen Ausweis vor einiger Zeit verloren, der nun auf ungeklärte Weise in die Hände Putscheliks kam. Der Betrüger pflegte sehr elegant aufzutreten und verstand, Vertrauen zu erwecken. Eine gewisse Berühmtheit erlangte er durch seine große Rede bei der Enthüllung des Fliegerdenkmals n Tabor die er vor hohem Militär hielt. Man hat ihm eine Reihe von Versicherungsbetrügereien, Diebstählen und anderen Betrügereien nachgewiesen. Sämtliche gestohlenen Sachen wurden bei Putschelik gefunden. Doktordiplome in Massen Wien, 15. November. Die Polizei hat heute die beiden Schriftsteller Karl Hütter und Pohorilles wegen gewerbsmäßigen## kaufs von Doktordiplomen und Ordenstiteln verhafte, Die akademischen Titel verschafften sie sich gewöhnlich von der Université Philotechnique in Brüssel und der Université Nouvelle in Paris. Ihre Abnehmer hatten sie in Deutschland, Polen, der Tschechoslowakei, Rumänien und sogar in Ueberseestaaten. Das Geschäft muß recht einträglich gewesen sein, da Hütter selbst zugibt, in einem Jahr 20 000 bis 25 000 Schilling verdient zu haben. Nach einer bei ihm fundenen Vermögensaufstellung besitzt er im Ausland Wertpapiere im Werte von 160000 Schilling. St. Bürokratius feiert Orgien Ueber ein Feuer, das man aus zuständigkeitstech nischen Gründen munter brennen ließ, berichtet i „Weser=Zeitung" folgende ergötzliche Geschichte: in Osteressen an der Grenze der Gemarkung Qugken; brück gelegene Anwesen Wulfing=Heuer wurde bis einen massiven Stall ein Raub der Flammen. Brand wurde etwa um Mitternacht von einem Knecht bemerkt, der die Pferde sofort aus dem Stall und die Bewohner alarmierte. Die Essener Motersgcn; die sofort erschien, konnte wegen eines Schlauchschade nur mit verminderter Kraft arbeiten, während die Quackenbrücker Motorspritze dicht bis an die Lag, desgrenze fuhr, aber nicht eingreifen kongte sie auf Oldenburger Gebiet nicht zuständig ist, ein Feuer wegen eines ähnlichen Grundes werden konnte, ist übrigens schon öfters vorgcheftrgnz St. Bürokratius feiert Orgien, während das Von die Reichsreform wartet. SV. Schüren— Castrop 02—„2 „Viktoria“. Derne „Arminia“ Martei TuS. Bochum— MBV. Linden— Rellinghausen 08 BV. Altenessen— VfL.„Sportfreun „Union“ Gelsenkir Kray 04— SV. „Preußen“, GladbSC. Hassel— G4 BfR. Sölde— D „Preußen“, Wanne TB. Eicel— He LFC. Laer— B Witten 92— Bf. Wattenscheid 19— SV. Hattingen— „Blau=Weiß“. Esse Hüllen 07—„S „Rot=Weiß“. Watt Zwei In der Gruppe C nania“ Herne und S „Alten“ blieben selbst schlagen. In der Beg —„Germania"? löbliche Absicht, sich d allein zu sichern. „Preußen“ gleichfaus bedeutend verbessert he Ergebnisse der beiden „Preußen“ Bochu „Germania“, Hern Der Glück Tus.— ST Im TuS.=Stadion die sich zu dem Pokaltr ##tten, beinahe eine 30 Minuten vor Ab der Favorit Höntrop bereits klar geschlag dann aber zusehends höntrop ausgerechnet gleich kam. 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Leider bemens sich in nachen. Also: Nichts steht spielte vor dichtige Rolle. ner SportSein Name der deutschen eine Zeitlang ktienpakete der fürworter der sen sein. Mit as„GrundBanken, Er gehörte zu ollen und den 1. So kam es nbarmherzigen mann vember. ige gesuch), der in verhaften. einem auf den Legiotabskapitän Zeit verdie Hände legant aufEine gegroße Rede enkmal: sielt. Man etrügersien achgewiesen, Putschellk 5 verhaftet, ewöhnlich und der hatten ikei, RuGeschäft selbst zurreichische m vorge Ausland hilling. EiSuntes Fassanprogramf Meilterschafts-, Pokal- und Freundschaftsspiele— Tus. und STV.-Werne geschlagen „reuhen!—.) Selten gab es von einem so kunterbunten Programm, u berichten, wie dies heute der Fall ist. Kunterbunt? Immerhin. Wenn neben den für gestern angesetzten I7 Pokalspielen noch zwei Meisterschaftsspiele stiegen und dann noch etliche Privattreffen zum Austrag kamen. dann ist diese Bezeichnung schon am Platze. Was will mehr? Nur sahen sich die Anhänger des runden Lederballs vor eine schwierige Aufgabe gestellt, denn bei der großen Zahl der Spiele fand das Wort„Wer die Pahl hat, hat die Qual“ seine Bestätigung. Fast durchweg wurden die Siege nur mit einem Tore Unterschied ersochten. Kleine Ueberraschungen sind allerdings auch zu verzeichnen. Die Pokalspiele nahmen folgenden AusSV. Schüren—. Sportfreunde“ Dortmund:1 Castrop 02—„Alemannia“ Dortmund:2 „Viktoria“ Derne— TuBV. Mengede:1 „Arminia“ Marten— STV. Werne:2 Tus. Bochum— SV. Höntrop:4 MBV. Linden—„Rasensport“ Bochum:3 Rellinghausen 08—., Schwarz=Weiß“ Essen:1 BV. Altenessen— BV. 16 Essen:0 ViL.„Sportfreunde“ Essen— Tura 86 Essen:2 „Union“ Gelsenkirchen—„Eintracht“ Katernbg.:0 Kray 04— SV. Rotthausen:3 „Preußen“ Gladbeck— Horst=Emscher:1 SC. Hassel— Gelsenkirchen 07:4 BfR. Sölde— Dortmund 08:1 „Preußen“ Wanne— Herne 1916:2 2B. Eickel— Herne=Süd:2 LFC. Laer— Bövinghausen:3 Witten 92— BfB. Gerthe:1 Wattenscheid 19— Sprockhövel:0 SV. Hattingen— Welper:1 „Blau=Weiß“ Essen— Steele 09:3 Hüllen 07—„Sportfreunde“ Katernberg:0 „Rot=Weiß“ Wattenscheid— Gelsenkirchen 06:2 Zwei Punktetreffen: *. In der Gruppe Gelsenkirchen=Herne sah man„Gernania“ Herne und SuS. Schalke 96 im Kampf. Die „Alten" blieben selbst ohne den Ehrentreffer:0 geschlagen. In der Begegnung„Preußen" Bochum —„Germania“ Bochum hatten letztere die wohllöbliche Absicht, sich durch einen Sieg die Tabellenspitze allein zu sichern. Was lag da näher, als daß die „Preußen“ gleichfalls auf der Hut waren. Da sie sich bedeutend verbessert haben, gelang dies umso besser. Die # ergebnisse der beiden Spiele sind: „Preußen“. Bochum—„Germania“. Bochum:0 „Germania“ Herne— Schalke 96:0 Der Glücklichere gewann TuS.— SV. Höntrop:4(n. Verl.) 1. Im TuS.=Stadion hätten die zahlreichen Zuschauer, esich zu dem Pokaltreffen Tus.— Höntrop eingefunden #uten, beinahe eine Ueberraschung erlebt. Tenn bis 30 Minuten vor Ablauf der regulären Spielzeit lag ##er Favorit Höntrop mit•1 im Rückstand und schien greits klar geschlagen.„Die Tus.=Mannschaft ließ #nn aber zusehends nach und hattg, das Pech, daß #ontrop ausgerechnet in der letzten Minute zum Aus#eich kam. In der Spielverlängerung hatte Höntrop lann das Glück, das erste Tor zu erzielen und so doch Auch zu einem von seinem zahlreichen Anhang beju#lten, Sieg zu kommen. Die Mannschaft kannte„die ##ochgeschraubten Erwartungen nicht ganz erfüllen. Bis #uf die letzten 20 Minuten, gab vielmehr TuS. den #on an und beherrschte durch planvolleres und durchlachteres Stellungsspiel das Feld. Höntrops Hinternannschaft hatte viel zu tun, um sich der Attacken der kauweißen Stürmer, die von ihrer Läuferreihe glänend unterstützt wurden, zu erwehren. Zustatten kam ür allerdings dabei, daß der Bochumer Sturm auch n Strafraum seine Kombinationszüge fortsetzte und ur selten den Mut zum resoluten Torschuß fand. So fel das erste Tor für TuS. auch durch den Mittelläufer, er einen Freistoß scharf auf das gegnerische Tor jagte, i daß einer der Stürmer wenig Mühe hatte, das lder einzulenken. Höntrop, das vornehmlich seine lußzenstürmer ins Gefecht schickte, zog dann wenig spä#r durch seinen Rechtsaußen gleich. Ein vom HalbAmnten schön placierter Kopfball brachte Bochum aber ur der Pause wieder in Führung. Auch nach dem Wechsel hatte TuS. zunächst weit mehr vom Spiel, And als der Halblinke nach einem schönen Durchspiel #haltbar zum dritten Treffer einsandte, schien das wel entschieden, zumal Tus. auch weiterhin die utiative in Händen hielt. Erst ein Eckball, der 20 Anuten vor Schluß für Höntrop gegeben wurde, rachte die Wendung. Der von dem Bochumer Hüter zeschlageng Ball wurde nach kurzem Gedränge einsschossen. Dieser Erfolg war für Höntrop das Signal um Generalangriff. Während die Bochumer Läuferube immer mehr abbaute und die überlastete Verteidiung fortgesetzt nervöser wurde, konnte Höntrops An##f nun seine ganzen Vorzüge ungehemmt entwickeln. Id diese bestehen in einem frischen, ungekünstelten, ##n starken Vorwärtsdrang beseelten Angriffsspieldem die Stürmer nicht lange fackeln, sondern aus #en Lagen schießen. Immerhin schien Tus. auch #ese Drangperiode glücklich zu überstehen. Der Zeiger I# bereits auf die letzte Minute vorgerückt, und es i immer noch:2 für TuS. Da krachte ein gänzlich ##rparteter Schuß von der Querlatte ab und flitzte ##r den Kopf des überraschten Bochumer Torwächters wweg ina.H“ ee :0 holen würde. Im Gegenteil, mehr als einmal war das Germaniator in Gefahr. In diesen Drangperioden versiebten die Preußenstürmer viel durch Uebereifer. Hätte die rechte Seite der„Preußen“ mehr Platz gehalten— sie hielt sich zuviel in der Mitte auf—, hätten besonders in der ersten Halbzeit Tore fallen können. Sonst war das Spiel das Spiel zweier Hintermannschaften, die fast immer die Augriffe des Gegners stoppten. Die besten Leute aber hatten beide Mannschaften in ihrem Mittelläufer. Während der Germaniasturm sich gar nicht finden konnte, kombinierten die „Preußen“ zu viel und ließen es an der Schußkunst fehlen. Der sehr umsichtige Schiedsrichter Wittenius (Hattingen) unterband auch die kleinste Schärfe, so daß es viel Strafstöße gab. Trotzdem nahm das Spiel einen durchaus fairen Verlauf. Beide Mannschaften waren sehr nervös, als der Schiedsrichter den Ball freigab. Die„Germanen“ hatten sich zuerst gefunden. Aber bald hatten die„Preußen“ Oberwasser. Zwei fast sichere Gelegenheiten verpaßte„Preußens“ Innensturm. Eine Flanke der linken Preußenseite rollte am ungedeckten Tor vorbei. Halbrechts und Rechtsaußen waren leider nicht zur Stelle, so daß die Gefahr vorbeiging. Torlos wurden die Seiten gewechselt. Nach der Pause kamen die„Germanen“ gut vor. Aber nach wenigen Minuten war das Spiel wieder ziemlich offen. Eine Ecke für„Preußen" verpaßte der freistehende Halblinke. Der Gegenangriff brachte den„Germanen“ ebenfalls eine Ecke ein, die verschossen wurde. Ein Strafstoß an der 16=Meterlinie wurde mit scharfem Schuß übers Tor der„Preußen“ gesetzt. Weiter waren die Blauschwarzen in Front. Aber außer einer Ecke wurde nichts erreicht. Dann hielt der Torwart der Gastgeber einen scharfgeschossenen Ball des Linksaußen. Eine Flanke des Linksaußen der„Preußen" führte zur Ecke, die der Torwart durch Fausten unschädlich machte.„Wenig später köpfte„Preußens“ Halblinker den Ball nur wenige Zentimeter neben den Pfosten. Auf der Gegenseite wehrte„Preußens“ Hüter einen scharfen, halbhohen Schuß noch im letzten Moment durch Werfen ab. So endete das Spiel torlos. Das Ergebnis wird den gezeigten Leistungen gerecht. MBV. Linden- Rafensport Bochum:3 Auch in dem zweiten Gang der Pokalspiele konnte der MBV. Linden erfolgreich bleiben. Zu Beginn des Spieles sah es nach einer großen Ueberraschung aus, denn die Rasensportler legten ein forsches Tempo vor und lagen bereits nach etwa 20 Minuten mit•0 in Führung. Die Lindener, die bis zu diesem Zeitpunkt ein recht zerfahrenes Spiel vorführten, rissen sich nun zusammen und griffen energisch an. Bis zur Pause gelang ihnen indessen ein Gegentor. Nach dem Seitenwechsel machten sich bei der Gästemannschaft infolge des scharfen Tempos der ersten Halbzeit Schwächen bemerkbar. Dreimal konnte Patt den Ball einsenden und der Mittelstürmer stellte mit einem fünften Tor den Sieg sicher. Mit Erlatz Arminia Marten— STV. Werne:2 Mit einer ersatzgeschwächten Mannschaft mußten die Werner das Pokalspiel in Marten bestreiten. Unter diesen Umständen war also von vornherein kaum an einen Sieg zu denken. Die Außenstürmer konnten sich mit den eigenartigen Platzverhältnissen an den Seitenlinien nicht abfinden. So kam wenig Schwung in die eingeleiteten Angriffe. Die Martener waren stets eifrig bei der Sache und auf Grund der besseren Platzkenntnis zeitweilig leicht im Vorteil. Die treibenden Kräfte hatte der Platzverein im rechten Sturmflügel. Dieser hatte schon nach kurzer Zeit einen:=Vorsprung herausgearbeitet. Der Werner Sturm kämpfte dann energisch um den Ausgleich. Der Halbrechte konnte durch Verwandlung eines Elfmeters das erste Tor und kurz darauf durch Kopfstoß das zweite Tor erzielen. Mit :2 wurden die Seiten gewechselt. Gegen Mitte der zweiten Spielhälfte schoß Martens Halbrechter das dritte Tor. Trotz mehrerer Pfostenschüsse langte es bei dauernder Ueberlegenheit der Werner dann nicht mehr zum Ausgleich. SV. Ehrenfeld— Langendreer 04 2: 2. Die Ehrenfelder hatten am Sonntag die Langendreerer zu Gast und mußten sich mit einem Unentschieden zufrieden geben, obwohl ein knapper Sieg der Platzleute dem Spielverlauf nach richtiger gewesen wäre. Die Ehrenfelder konnten auch zu diesem Spiel noch nicht ihre beste Garnitur stellen, doch zeigte die Mannschaft schon bessere Leistungen als am Vorsonntag. Die Ehrenfelder konnten in der ersten Halbzeit einen:0Vorsprung herausholen, um dann aber den Gästen zwei Gegentore zu gestatten. Bei den Ehrenfeldern war vor allem das Schlußdreieck gut. Bei den Gästen gefiel der Sturm sehr gut. Nur zwei Spiele 1. Bezirksklaffe In der Gruppe III der ersten Bezirksklasse gab es zwei Punktetreffen. In Dahlhausen erkämpften sich die Hüttenleute ein verdientes Unentschieden. Auch das zweite Treffen in Steele verlief remis. Gruppe 3: SC. Dahlhausen— Henrichshütte:1 „Preußen" Steele— Byfang:2 2. Bezirksklaffe In der zweiten Bezirksklasse gab es einige nicht erwartete Ergebnisse. So sind die klaren Siege von „Phönix“ und„Reichsbahn“ überraschend. In der zweiten Gruppe blieben Herbede und Weitmar erwartungsgemäß in Front, während die„Concorden“ in Winz eine knappe Niederlage einstecken mußten. Die Ergebnisse waren: Gruppe 1: Langendreerholz—„Phönix“:6 Polizei=SV.— Reichsbahn=TuS.:7 Gruppe 2: SV. Herbede— SpSp. Stiepel:1 Winz=Baak— Concordia“:2 Weitmar 09— Querenburg:1 SC. Altenbochum—SV. Harpen 7: 1 Die Begegnung hatte ihre Anziehungskraft nicht verfehlt. Das Zusammentreffen der beiden Tabellenführer der 2. Bezirksklasse der Gruppe l und II brachte interessante Aufschlüsse über das Stärkeverhältnis der beiden Gruppen. Vorweg muß bemerkt werden, daß das Ergebnis nicht ganz richtig den Spielverlauf wiedergibt, immerhin aber Harpen für Altenbochum kein gleichwertiger Gegner war. Der Platzverein war auf Rausch)Hürtgen führen Das S. Stuttgerter Sechstagerennen 9 0 in8 Arge.#######u. 8. „In der Verlängerung rückte der Sieg für TuS. noch #nal in greifbare Nähe. Von halblinks sausten ein ####r prachtvolle Schüsse auf das Höntroper Tor, so daß ####. hüter alle Mühe hatte, sie zu meistern. Bei einem #####ganorif gelang„Höntrov dann der große. Wurk. ## om Bochumer Torhüter abgewehrter Ball wurde Zachschuß, zum Siegtreffer verwandelt. Spiel wickelte sich, was gegenüber den letzten # wielen, als erfreuliches, Plus festzustellen ist, trot . Siegwillens beider Parteien in fairen und ange##nen Formen ab, so daß, der Schiedsrichter sich vor “ s c h w e r e A u f g a b e g e s t e l l t s a h.“ Geteilte Freude „Preußen 07“—„Germania 06“:0 Die Absicht der„Germanen“ sich durch einen Sieg # die„Preußen“ allein an die Spitze der Tabelle ###sen, mißlang. Durch das Unentschieden führen sie 6. 3i., Linden und Tus. gemeinsam die Tabelle an, bleichwertig die Bochumer Vereine augenblicklich Aries Bes dieses Spiel aufs neue. Die„Preußen###. aß sie sich stark verbessert haben. Schon kurz geginn glaubte wohl keiner der 8500 Zuschauer, =Vermania“ den:=Sieg der ersten Serie wiederStuttgart, 15. November. Die erste Nacht des fünften Stuttgarter Sechstagerennens verlief sehr anregend. Die erste Jagd wurde von dem bekannten Straßenfahrer Altenburger entfacht. Leider gab es schon bald einen bösen Sturz, in den Dumm und Maczinski verwickelt wurden. Dumm konnte sofort weiterfahren, dagegen schlug Maczinski, der scheinbar vom Pech verfolgt ist, auch wieder— wie in Berlin— mit dem Gesicht auf und mußte ins Krankenhaus eingeliefert werden. Funda ist vorläufig Ersatzmann. Nachdem wieder Ruhe eingetreten war, feuerte das Publikum die Fahrer an, die denn auch bald wieder mit neuen Vorstößen einsetzten. Rausch=Hürtgen fuhren recht stark und verschafften sich einen Rundenvorsprung vor dem gesamten Feld. Die ersten Nachmittagsstunden des Samstags verliefen recht langweilig. Erst die beiden Spurtserien sorgten für eine Belebung des Rennens. Nach den Punktekämpfen entspann sich eine längere Jogo, in deren Verlauf Kilian=Pützfeld, van KempenFrankenstein und Peix= Dayen die Ueberrundung des Feldes vollzogen. Dadurch erlangten die Franzosen die Svitze vor den Kölnern Rausch=Hürtgen. Die zweite Nacht war nicht nur ein finanzieller, sondern auch ein sportlicher Erfolg in jeder Hinsicht. Ungefähr 9000 Zuschauer füllten die Stadthalle bis auf den letzten Platz. Sie wurden Zeugen erbitterter Jagden, die sich mit kurzen Unterbrechungen bis zur Nachtwertung hinzogen. Annähernd 80 Rundengewinne wurden registriert, davon holten sich in erster Linie die überragenden Paare Rausch=Hürtgen, Ehmer= Kroschel und Charlier=Deneef den Löwenanteil. Das Fazit der Nacht war die klare Führung der Kölner Rausch=Hürtgen mit Rundenvorsprung vor Richli=Buschenhagen, denen mit je einer weiteren Runde Abstand Charlier=Deneef und Ehmer=Kroschel folgten. Die letzten Stunden des zweiten Tages gingen ruhig dahin. Gegen 9 Uhr abends stellte der Augsburger Steger die Weiterfahrt ein, und sein Partner Skupinski wurde mit dem Ersatzmann Funda zu einer neuen Mannschaft zusammengetan, die mit zwei Verlustrunden und 9 Punkten eingereiht wurde. Der Tanz begann zu Beginn der 10=Uhr-Wertung durch einen Vorstoß von Tonani. Es herrschte fast ½½ Stunden ein wüstes Durcheinander auf der Bahn. Die Wertung ging vollkommen in der Jagd unter. Als gegen 11 Uhr eine kurze Ruhepause eintrat, hatten Rausch=Hürtgen die Spitze. Eine Runde zurück folgten Charlier=Teneef und EhmerKroschel. Auf dem vierten Platz lagen mit vier Verlustrunden Richli=Buschenhagen und die Schweizer Bühler=Gilgen, während die anderen Paare bis zu neun Runden an die Spitzenreiter verloren hatten. Die schweren Kämpfe in der Sonntagnacht lähmten auch am Sonntagnachmittag noch den Unternehmungsgeist der Fahrer, so daß die 2000 Zuschauer keine großen Taten sahen. Lediglich in den Wertungsspurts wurde die Fahrt etwas schneller und abwechslungsreicher. Auch in den Abendstunden wurde nicht unternommen. Lediglich die schwächeren Paare und van Kempen=Frankenstein hatten Rundengewinne zu verzeichnen. Der Stand des Rennens um Mitternacht war: 1. Rausch=Hürtgen 32 Punkte: eine Runde zurück: 2. Richli=Buschhagen 130 Punkte; zwei Runden zurück: 3. Charlier=Deneef 115 Punkte, 4. Ehmer=Kroschel 22 Punkte; drei Runden zurück: 5. van Kempen=Frankenstein 108 Punkte: vier Runden zurück: 6. Funda=Skupinski 39 Punkte, 7. Peix=Dayen 37 Punkte: fünf Runden zurück: 8, Kilian=Pützfeld 93 Punkte, 9. GilgenBühler 82 Punkte; sechs Runden zurück: 10. Altenburger=Dumm 52. Punkte; neun Runden zurück: 11. Tonani=Merlo 52 Punkte. Dülberg-Grimm fiegen Schluß des Chicagoer Sechstagerennens Das in der Sonntagnacht zu Ende gegangene Chicagoer Sechstagerennen endete mit dem überlegenen Siege der deutsch=amerikanischen Mannschaft Dülberg— Grimm mit Rundenvorsprung vor der französischen Favoritenmannschaft Letouxneur— Guimbrettiere. Der Held der letzten Stunde, die einen erbitterten Endkampf brachte, war der Dortmunder Franz Dülberg, der nach einem schweren Sturz mit dem Amerikaner Horan schon nach kurzer Zeit die Fahrt wieder fortsetzte und mit seinem Partner Grimm dem Felde zum Schluß noch eine Bahnlänge abnahm. Von der siegreichen Mannschaft wurden 4328 Kilometer zurückgelegt. Das Ergebnis war: 1. Dülberg— Grimm 333 Punkte eine Runde zurück: 2. Letourneur— Gumbrettiere 879„ 3. Giorgetti— G. Debaets 645„ 4. Spencer— Croßley 378„ 5. Stockholm— Horan 316„ 6. Ritter— Jimmy Walthour 201„ 7. Martinetti— Saetta 159„ zwei Runden zurück: 8. Coupry— Pecqeux„ 478„ 9. Alb. Buysse— van Buggenhout 365„ 10. Me. Namara— Guerra 232„ Möller Letzter in Brüssel. Die gut besuchte Veranstaltung im Brüsseler Wintervelodrom am Samstag gipfelte in den Steherrennen, in denen der Hannoveraner Erich Möller im Gesamtergebnis auf dem letzten Platz hinter Grassin und Linart endete. Möller kam zwar im ersten Lauf über 20 Kilometer 200 Meter hinter dem in 18,56 siegreichen Grassin als Zweiter ein. Im zweiten Lauf über 40 Kilometer fiel der Hannoveraner aber stark ab und endete sieben Runden zurück als Letzter. Den Sieg holte sich hier Linart in 37,16,4 vor Grassin. allen Posten besser besetzt. Besonderz konnte der rechte Flügel gefallen, der durch den inzwischen spielberechtigt gewordenen Westhof II eine ausgezeichnete Verstärkung erhalten hat. Die Läuferreihe der Altenbochumer unterstützte den Sturm vorzüglich und unterband gefährliche Angriffe des Harpener Sturmes immer rechtzeitig. Der Harpener Sturm spielte recht zerfahren und war im gegnerischen Strafraum viel zu hilflos. Gefallen konnte die Harpener Verteidigung und der linte Flügel. SC. Dahlhaufen— VIB. Henrichshüffe:1 Auf dem Platz an der Kassenbergerstraße in Dahlhausen gab es ein schnelles Spiel. Die Henrichshütter überraschten durch riesigen Eifer und hatten in der Verteidigung mit dem alten Kämpen Roppel sowie dem Rechtsaußen ihre besten Leute. Die Dah hauser fanden sich nicht wie gewohnt zurecht. Beide Parteien lassen gute Chancen unausgenutzt. Kurz vor dem Wechsel können die Henrichshütter durch ihren Halbrechten in Führung gehen. Nach der Pause gehen die Platzleute noch mehr aus sich heraus und drängen stark, aber die Henrichshütter verteidigen taktisch richtig und oft zahlreich, um das Ergebnis zu halten. So kämpften die Platzleute gegen eine zahlenmäßig starke Verteidigung zunächst erfolglos, um erst in der letzten Viertelstunde durch den Halblinken den Ausgleichstreffer anbringen zu können. Ein Sieg der Dahlhauser wäre auf Grund der besseren Gesamtleistung verdient gewesen. Der Tabellenführer geschlagen LFC. Laer— Bövinghausen:3 Wohl die wenigsten hatten erwartet, daß der LFC. gegen die Gäste aus Dortmund unterliegen würde. Und doch konnte die Niederlage eigentlich nicht ausbleiben, da die Mannschaft in letzter Zeit von Spiel zu Spiel nachließ. Die Laerer scheinen eine dringende Ruhepause nötig zu haben. Der Gegner wurde gestern viel zu leicht genommen. Vollkommen befriedigen konnte nur die Verteidigung. Im Sturm versagte die linke Flanke vollkommen. Die Bövinghausener überraschten nach der angenehmen Seite. Das Hauptverdienst am Siege trägt die Verteidigung und der sehr gute Torwart. Schon nach Anstoß macht die Laerer Mannschaft einen ziemlich müden Eindruck. Einige Torchancen werden ausgelassen. Die Gäste zeichnen sich durch ihre Schnelligkeit, aus, besonders die Außenstürmer sind gefährlich. Nach 30 Minuten kommt der Gästesturm gut durch, und der Laersche Torwart wird zum erstenmal geschlagen. Bis zur Pause verteiltes Spiel. Nach Wiederbeginn sieht es zunächst danach aus. als ob die Gastgeber das Ergebnis günstiger gestalten sollten, aber die gegnerische Hintermannschaft ist auf dem Posten. Eine Viertelstunde vor Schluß bricht für den LFC. endgültig das Verhängnis herein. Die Gäste, die ihre ganze Mannschaft zurückgezogen haben, kommen zweimal durch die aufgerückte Hintermannschaft durch und erzielen so zwei weitere Tore, der LFC. kommt aber trotz einiger Umstellungen nicht zum Ehrentor. Die Gäste verlassen als verdiente :=Sieger den Platz. 1. Gauklaffe Post=SV. Bochum—„Ruhrtal“:2. Wilhelmshöh— Bommern:1 Gesellschaftsspiele Recht zahlreich waren die Gesellschaftsspiele. Von den Ergebnissen sind besonders die hohen Siege von Altenbochum und Langendreer 07 zu erwähnen. SV. Ehrenfeld— Langendreer 04:2 SC. Altenbochum— SpVg. Harpen:1 Langendreer 07— Dorstfeld:0 BfB. Werne— Lütgendortmund:4 „Tura; Eppendorf— BC. Hordel:1 „Borussia“—„Teutonia“ Stiepel:1 Fußball im Reich VfL. Neckarau— FC. 08 Mannheim:0, BfR. Mannheim— FV. Sandhausen 10:0, Eimsbüttel— Viktoria:2, Union Altona— St. Georg:1, Holstein Kiel— Altona 93(Ges.=Sp.):2, Hertha=BSC. — Blau=Weiß:1, Tennis Borussia— Viktoria 89 10:0, Polizei SV.— Minerva 93:2, FC. Schweinfurt— 1. FC. Nürnberg:4, Spog. Weiden— Spielvereinigung Fürth:4, Würzburger Kickers— FV. 04 Würzburg:3, Bayern München— Wacker München :1, Jahn Regensburg— 1860 München:0, VfB. Stuttgart— Stuttgarter Kickers:1, Phönix Karlsruhe— Karlsruher FV.:4, Rot=Weiß Frankfurt— Eintracht Frankfurt:1, VfB. Leipzig— National Chemnitz:1, Wacker— Spielvg. Leipzig:1, Fortuna Leipzig— SC. Weißenfels:1, Sportfreunde Leipzig— BC. Naumburg:0. Weltdeutschland Rheinbezirk:„Alemannia Aachen— Grün=Weiß Viersen:2, Rhenania Köln— Kölner BC.:1. CfR. Köln— Borussia Gladbach:2, Blau=Weiß Köln— Sülz 07:2, Bonner FV.— Viktoria Rheydt:2, SV. Wickrath— SC..=Gladbach:3, Mülheimer SV.— Rhenania Würselen:2, BfR. Köln— SV. Düren:4, Berg.=Gladbach— Odenkirchen 05/07:8, SV. Siegburg— Rheydter SV.:1, Tura Bonn— Schalke 04(Ges.=Sp.):6. Niederrhein: Meiderich 06— SV. Kaldenkirchen :2, Meidericher SV.— Vorwärts Hamborn:0, FV. 08 Duisburg— Borussia Hamborn:0, Duisburg 88— Sportfreunde Hamborn:1. VfoB. Ruhrort— Oka Meiderich:1, Viktoria Wehofen— Duisburg 99:0, Sportfreunde Krefeld— VfB. Uerdingen :1, Spog. Sterkrade— Sterkrade=Nord:1, Preußen Krefeld— Dülken 10:1, SC. Lobberich— Union Krefeld:5. Berg=Mark: Schwarz=Weiß Barmen— Germania Elberfeld:2, FC. Schwelm— Viktoria Düsseldorf :2, Ratingen 54— Solingen=Gräfrath:3, Turn Düsseldorf— BC. 05 Düsseldorf:0, Solingen 95— SSvg. Barmen:4, SV. Weyer— BfR. Ohligs:0, VfL. Benrath— Schwarz=Weiß Düsseldorf:1, Lüttringhausen— Bergneustadt:2, Borussia Velbert — SC. 99 Düsseldorf:7, Germania Küllenhahn— SSV Mettmann:1, Eller 04— Sportfreunde Neutz :2, Fortung Düsseldorf— SC. Barmen:1. Hessen=Hannover: Sport Kassel— Hermannia Kassel:2. Kurhessen Marburg— Kurhessen Kassel:0, VfB. Bielefeld— Arminia Bielefeld:4, Spog. Gütersloh— Bielefeld 06/07:0, Spog. Minden Union Herford:3, Borussia Rheine— Spog. Meppen:0, VfL. Osnabrück— FV. 06 Osnabrück:1, Westfalia Scherlebeck— Union Recklinghausen:4. Unter dem Hammer? Was wird aus dem Klubhaus des SV.„Germania 06“? Wie schwer die sporttreibenden Vereine auch unter den augenblicklich schlechten Wirtschaftsverhältnissen zu kämpfen haben, beleuchtet am krassesten die Tatsache, daß Anfang Januar das schöne Klub= und Wohnhaus eines der führenden Sportvereine Bochums(„Germania 06“ Bochum) versteigert werden soll. Zur Versteigerung wird es unweigerlich kommen, wenn der Verein nicht durchdrücken kann, daß das von verschiedenen Gläubigern betriebene Zwangsversteigerungsverfahren zurückgenommen wird und man sich nicht auf gütlichem Wege einigt. Ein verlprechendes Talent Bochumer Jugendschwimmer westdeutsche Meisterklasse Bei den westdeutschen Jugendmeisterschaften im Schwimmen am gestrigen Sonntag in Düsseldorf beteiligte sich der Schwimmverein„BlauWeiß“ mit zwei Jugendschwimmern, die mit hervorragenden Leistungen aufwarteten. Fritz Kohlmann wurde Meister seiner Klasse im Brustschwimmen über 100 Meter in der ausgezeichneten Zeit von 1,25 Minuten. Der hochtalentierte Jugendspringer Kurt Dieser, der bei 100 Punkten mit 10 Punkten vor dem Zweiten eine überlegene Partie sprang, wurde durch den Unfug der Platzzifferwertung, ein in Schwimmerkreisen scharf bekämpftes und jetzt auch vor der Abschaffung stehendes System, offiziell nur Zweiter. Ueberdies gab ein Rechenfehler der technischen Leitung des Schwimmvereins„Blau=Weiß" Veranlassung, Protest einzulegen, so daß Dieser, der bei seinem Springen die Aufmerksamkeit des Olympiatrainers erregte, vielleicht doch noch zu einer wohlverdienten Anerkennung kommt. Deutsche Schwimmerliege Wien, 15. November. Am zweitägigen internationalen Schwimmfest des Wiener Damen=SV.„Danubia“ im Dianabad beteiligte sich eine aus mehreren Damen und Herren bestehende Staffel von„Poseidon“ Leipzig. Die Sachsen gaben am ersten Tage Proben ihres hervorragenden Könnens und gestalteten fast alle Starts siegreich. Einen Doppelerfolg hatte Herta Wunder zu verzeichnen. Sie holte sich das 200=Meter=Brustschwimmen in 3,20 vor Fräulein Spaun(Danubia) mit fast 7 Sekunden Vorsprung und schlug über 400 Meter Kraul in 6,43,4 die auch in Deutschland bekannte Gustl Fleischer mit 5 Meter. Den gleichen Wettbewerb der Herren entschied der Leipziger Eckstein in 5,26,2 vor dem Hakoahner Guth(5,31,4) zu seinen Gunsten. Durch Fräulein Grube, die das Rückenschwimmen über 100 Meter in 1,32 vor Fräulein Breitmann,„Hakoah" (1,35,2), gewann, kamen die Leipziger zum vierten Erfolg. Im gleichen Rennen der Herren belegte Schumann(Leipzig) in 1,17,2 den zweiten Platz hinter Koller(EWASC.), der in 1,13,4 gewann. In den Staffeln triumphierten die Einheimischen. Wenllälehs EipfelartreriBochdnt Hervorragende Leiftungen— Klinger(Schwerte) war der Beite Bochum, 15. November. Es war für die Freunde des Kunstturnens ein besonderes Ereignis, daß die besten westfälischen Kunstturner hier in Bochum zusammentrafen, um zum letzten Male vor den kritischen Augen der Punktrichter und des Publikums einige Proben ihres großen Könnens zu zeigen. Das Evangelische Vereinshaus war fast zu klein, um alle diejenigen aufzunehmen, die gekommen waren, um die westfälischen Turner, die demnächst in Köln ihre Heimat im Kampf gegen die rheinischen Kunstturner vertreten sollen, zu bewundern. Die Turngemeinde Bochum, die für die Veranstaltung verantwortlich zeichnete, hatte alles getan, um dem äußeren Rahmen des Wettstreits ein würdiges Gepräge zu geben. Der Saal war geschmackvoll geschmückt. Rotweiße und blauweiße Wimpel, Fahnen, Guirlanden, Lorbeerbäume, Palmen und Blumen waren angebracht und aufgestellt worden. Auch die Bühne war geschmackvoll dekoriert, so daß das gesamte Bild des großen Saales sich recht stimmungsvoll ausnahm. Die Begrüßungsansprache hielt der erste Vorsitzende der Turngemeinde Bochum, Heinrich Henne. Sein Dank galt dem Kreisvorstand, der dieses Turnen nach Bochum gelegt hat. Neben den Vertretern der Stadtverwaltung, der Industrie, Schulen und Behörden, begrüßte er besonders die Presse, die sich nachdrücklich für das deutsche Geräteturnen einsetzt. Mit Stolz wies er darauf hin, daß unter den zwölf Gipfelturnern allein drei Bochumer sind. Nach den Begrüßungsworten brachte Stadtbaurat Diefenbach den Gästen das Willkommen der Stadtverwaltung dar. Mit dem Gesang des Turnerliedes „Turner auf zum Streite“ war der feierliche Auftakt beendet. Mit atemloser Spannung verfolgten die Zuschauer die schwierigen, geradezu akrobatischen Uebungen der Turner, die von scharf=kritischen Punktrichtern bewertet wurden. Es war nicht ganz leicht. die durchweg ausgezeichneten fast gleichwertigen Leistungen, die auf sehr hohem Niveau standen, zu bewerten. Neue Rekorde von Ismayr In München wartete der junge Schwergewichtler Ismayr wieder mit neuen Höchstleistungen auf. Im beidarmigen Drücken erreichte der Münchener mit 207½ Pfund einen neuen deutschen Rekord, der bisher auf 205 Pfund stand. Der Weltrekordversuch scheiterte, denn Ismayr drückte die 210 Pfund nicht sauber genug. Dafür gelang aber im beidarmigen Reißen die Leistung von 220 Pfund, womit Ismayr den Weltrekord im Olympischen Dreikampf von 695 auf 705 Pfund verbesserte. Um Meiltertitel Westdeutsche Hallentennismeisterschaften Die vom 14. bis 22. November in der Essener Tennishalle zum Austrag kommenden Hallenmeisterschaften von Rheinland und Westfalen wurden am Samstagnachmittag mit lokalen Begegnungen eingeleitet. Die auswärtigen Teilnehmer greifen erst später in das Geschehen ein. Von den Spielen war das interessanteste das des taktisch ausgezeichnet spielenden Gelsenkirchener Spitzenspielers Flamme gegen den Essener Tacke, das von dem Gelsenkirchener in drei Sätzen gewonnen wurde. Am Sonntag wurden folgende Ergebnisse erzielt: Herreneinzel: Müller(Hagen)— Coonemeyer(Dortmund:6,:3, 10:8; Huber(Essen)— Sommer (Wuppertal):4,:3; Dr. Kübel(Wuppertal)— Plato (Essen):4,:6. Dameneinzel: Krahwinkel(Essen)— Fuchs(Düsseldorf):1.:1; Schem(Essen)— Kramm(Essen) :2,:1; Kümpers(Rheine)— Bremme(Barmen) :0 aufgegeben; Plümacher(Ohligs)— Kreuzenbeck (Essen):4,:3. Herrendoppel: Witte=Jötten—. Sommer= Dr. Kübel :4,:6,:7; Henkel=Tacke— Springorum=Bauer :1,:4; Flamme=Strohmeyer— Kirchfeld=Kolacz= kowski:1,:1; Westerberg=Mießen— Dinkheller=Radmacher:3,:6,:3. Nur einmal erhielt ein Turner die volle Punktzahl 40 für eine Leistung. Es war der Dortmunder Platzeck, der geradezu artistische Uebungen mit kraftvoller Eleganz vorführte. Als er mit einem ausgezeichneten Salto vom Reck abging, rauschte lauter Beifall durch das volle Haus. Am Reck wurde durchweg sehr gut geturnt. Man sah die waghalsigsten Uebungen. Auffallend waren die „schwachen" Leistungen am Pferd. Wahrscheinlich ist, daß die Turner von den schweren Reckübungen noch ermüdet waren. Besser ist es jedenfalls, das Reckturnen zum Schluß zu nehmen. Sieger des Turnens wurde Klinger(Schwerte), der an allen Geräten gleichmäßig gut war, vor Trost= heim, der durch einen kleinen Fehler am Pferd um den Sieg kam. Das Turnen begann mit den Freiübungen. Hierbei gab es besonders schöne Bilder. Bester wurde hier Klinger(Schwerte) und Fink(Herford) mit je 37 Punkten. Dichtauf folgte Kargol(Bochum) mit 36½ Punkten. Die volle Punktzahl erreichte keiner. Auch beim Pferdsprung erreichte keiner die Höchstpunktzahl 40. Hier brachte es Neuhaus(Turngemeinde Bochum) als Einziger auf 38½ Punkte für einen tadellosen Hecht über das hochgestellte Pferd. Nach ihm erhielt Klinger(Schwerte) 37 Punkte. Dagegen brachten es Winter(Wuppertal=Langerfeld) und Platzeck(Dortmund) nur auf je 31 Punkte. und von denen eine Riege jetzt zum 12. Dezember nach Saarbrücken eingeladen ist. Zu erwähnen ist noch, daß die Turnerinnen von der Turngemeinde Bochum durch ihre Freiübungen und Tanzvorführungen sehr zum Gelingen dieser Turnveranstaltung beigetragen haben. Das Ergebnis des Turnens: 1. Klinger(Turnerschaft Schwerte) 174 P. 2. Trostheim(Turngemeinde Dortm.) 173½ P. 3. Neuhaus(Turngemeinde Bochum) 172½ P. 4. Platzeck(Eintracht Dortmund) 170 P. 4. Lorsbach(Turnverein Eichen) 170 P. 5. Fink(Turngemeinde Herford)„ 169 P. 5. Grüdelbach(Turnverein Klafeld) 169 P. 7. Kargol(Turngemeinde Bochum) 162½ P. 8. Stracke(Turnverein Eichen) 161 P. 9. Schlosser(Jahn Rheine)„ 160 P. 10. Platzeck Fritz(Turngem. Bochum) 155 P. Rheinlands Kunitturner gegen Welttalen Der Kreis Rheinland führte am Sonntag in KrefeldBlumenthal vor ausverkauftem Hause sein zweites Ausscheidungsturnen für den am 6. Dezember in der Rheinlandhalle zu Köln stattfindenden Gereätewettkampf mit dem Kreis Westfalen durch und stellte auf Grund der erzielten Leistungen folgende Mannschaft auf: Sanrock(Immigrath), Renartz(Köln), Nigge (Remscheid), Hasten, Fleckhaus(Essen), Kinkel(Wald), Merscheid. Reinbott(Radevormwald), Adam(Vohwinkel), Brandfaß(Köln), Goos(Elberfeld), Schmitz (Rheydt) und Ellert(Essen=Borbeck). Handball im Emscher-Ruhrgau Am Sonntag fand nur ein Handballspiel der Meisterklasse im Emscher=Ruhrgau statt, das„Eintracht“ Bochum und Ev. Gesellenverein Bochum als Gegner sah. Nach beiderseits schwachen Stürmerleistungen endete das Treffen unentschieden :0. Damit haben sich die Gesellen die Führung in der ersten Gruppe vor dem Tv. Weitmarerkämpft. Außerdem wurden noch einige Spiele in den unteren Klassen ausgetragen, die folgende Ergebnisse brachten: =Klasse: Tbd. Herne=Vöde—„Jahn“ Günnigfeld:4; =Klasse: Ev. Gesellenverein Bochum— Tv. Bochum 48 :3. Turnerinnen=Gesellschaftsspiel:„Borussia“, Bochum— Reichsbahn Wanne:0. Fußball; „Borussia" Bochum—„Teutonia“ Riemke:2. Tischtennismeisterschaften beim Tus Magath und Frl. Korte Klubmeister Zur Eröffnung des großen Winterprogramms der Tennisabteilung des TuS. wurde am Wochenende ein Turnier um die Klubmeisterschaft ausgetragen. Da die Klubmitglieder gute Trainingsmöglichkeiten haben (vier Tische stehen ihnen im Parkhotel„Haus Rechen“ zur Verfügung), wurden recht gute Leistungen erzielt. Besonders die Damen überraschten angenehm. So kann man hoffen, daß die Bochumer beim offenen Frühjahrsturnier besser abschneiden als in diesem Jahr. Bei großer Beteiligung fand das Turnier viel Interesse Nach amerikanischer Art spielte jeder gegen jeden. So wurden spannende Kämpfe geliefert. Bei den Herren wurde Magath mit 12 Punkten Meister. Er verlor kein Spiel und schlug den Zweiten. Baumgarten 21:17, 21:9. Baumgarten schlug sersch 18:21, 21:17, 21:13. Beide haben neun Punkte. Vierter war v. Avancini mit acht Punkten. Fünfter Franken(sieben Punkte). Sechster Herzel(sechs Punkte). Im Dameneinzel war Frl. Korte mit 13 Punkten Siegerin. Sie schlug Frl. Frank(12 Punkte) 19:21, 21:17, 22:20, 3. Fr. Holzapfel(11 Punkte), 4. Frl. Magath(10 Punkte), 5. Frl. E. Kleine(9 Punkte), 6. Fr. Schneider(8 Punkte), 7. Frl. M. Kleine(7 Punkte). Die Prüfung bestanden 30=Tage=Fahrt auf dem Nürburgring beendet Der Welt größte Prüfungsfahrt für Kraftfahrzeuge wurde Samstag morgen 11 Uhr beendet. In 30 Tagen und Nächten wurde der Nürburgring von den 20 gestarteten Fahrzeugen 16 100 Mal umkreist. Die zurückgelegte Strecke beträgt 455022,136 Kilometer. Durch diese Prüfungsfahrt ist die Wirtschaftlichkeit des deutschen Kraftfahrzeuges glänzend bewiesen worden. Nach der Einfahrt der 20 Wagen fand die Veranstaltung mit einer Feier ihren Abschluß, wobei Kapitän Rohde noch einmal auf die Bedeutung der großen Fahrt hinwies und zum Ausdruck brachte, daß der Zweck der 30=Tage=Fahrt voll erreicht worden sei. Gernhardt Rekordlieger Spannender Ablchluß des H. M. Bochum, 15. November. Wie vorauszusehen, waren die beiden letzten Kampftage ein einziger Angriff auf die Spitzengruppe. Wie am„laufenden Band“ gingen die Sportkealer aus 20 westdeutschen Städten an den Anwurf. Manche meisterliche Leistung wurde gezeigt, aber keinem gelang es vorerst, den führenden Kubiak(Herne) zu überholen. Eine ausgezeichnete Figur bot dabei Simons (Aachen), der mit 547 in die bedrohliche Nähe der Spitze kam. Sonst traten in der Spitzengruppe bis zum Sonntag abend kaum Veränderungen ein, „Goldenen Kegel-Kampfes“ Nach diesen zwei Geräten führte Klinger(Schwerte) mit 74 Punkten vor Neuhaus(Bochum) Gemischtes Doppel: Schem=Meffert—. Plümacher= Flamme:1,:3; Fuchs=Henkel— A. Schem=Stein= netz:1,:1; Bremme=Tacke— Eck=Klaßen:2,:1. mit 71½ Punkten und Fink(Herford) mit 69½ Punkten. Winter erzielte 65 und Platzeck(Dortmund) nur 63 Punkte. Den Höhepunkt der Veranstaltung bildete das Turnen am Reck. Hierbei wurden durchweg glänzende Leistungen gezeigt. Kein Turner blieb unter 32 Punkten. Die beste Leistung vollbrachte der Senior in der Riege, Willi Platzeck(Dortmund), der 40 Punkte erhielt. Winter erzielte 37½ Punkte und Trostheim 37 Punkte. Die Reihenfolge nach der dritten Uebung war: Klinger 107½ Punkte, Neuhaus 107½ Punkte, Trostheim 104½ Punkte. Schlecht wurde am Pferd(quer) geturnt. Allein sechs Turner blieben unter der Punktzahl 30. Winter hatte infolge einer Fußverletzung beim Niedersprung am Reck aufgegeben. 36 Punkte erreichten Grüdelbach (Klafeld) und Trostheim(Dortmund). In der Reihenfolge trat jetzt eine wesentliche Verschiebung ein, Trostheim übernahm mit 140½ Punkken die Führung, Klinger kam auf den zweiten und Neuhaus gar auf den vierten Platz. An dritter Stelle lag Fink (Herford) mit 137½ Punkten. Am Barren waren die Leistungen wieder ausgeglichener. Wenn auch Platzeck(Dortmund) mit 38½ Punkten der Beste war, so brachte er es im Gesamtergebnis doch nur auf den vierten Platz, den er sich mit Lorsbach(Eichen), teilen mußte, der mit ihm 170 erreichte. In seiner Schlußrede wies Kreisoberturnwart Eich (Wetter) auf das hohe Können der Kunstturner Westfalens und Lippes hin, die ja auch bei den Deutschen Meisterschaften in Essen glänzend abgeschnitten hatten, bis Keller(Solingen), der vorjährige Rekordsieger, und Gernhardt(Gelsenkirchen), dreimaliger Gewinner eines goldenen Kegels, die Klingen kreuzten. Unheimliche Spannung lagerte im Raum, der all die Zuschauer nicht fassen konnte, die zusammengepfercht den Kampf verfolgten. Keller warf an, man sah einen alten Routinier mit 352 in die Vollen die Bahnen wechseln. Gernhardt kämpfte verbissen, gleich die ersten Würfe verrieten Großform. Während Keller es nach dem Abräumen auf insgesamt 549 Holz bringt, schafft Gernhardt mit 364 in die Vollen und 569 Holz im ganzen auf einmal zwei neue goldene Kegelrekorde. Ungeheurer Beifall löste die Spannung. Korthaus (Dortmund) und Blatt(Gelsenkirchen) konnten sich ebenfalls vorn placieren. Auf den Nebenfeldern gab es„Um die Stadtplakette“ eine Ueberraschung, als Lübker(Bielefeld) von Isringhaus(Barmen) mit 42 Holz und besserer Endzahl abgelöst wurde. Die„Goldene Heinrich=Moritz=Kugel“ konnte sich der Bochumer Niggemeier mit 34 Holz holen. Auch sonst waren auf dieser Bahn die Bochumer führend. Die Endergebnisse nach fünftägigem Kampf in dem wohl 50000 Kugeln gerollt und 250 000 Hölzer gefallen sind, waren: Um den Goldenen Kegel: 1. Gernhardt(Gelsenkirchen) 569(Rekord), 2. Kubiak(Herne) 552, 3. Keller (Solingen) 549, 4. Simons(Aachen) 547, 5. Mogendorf(Bochum) 543, 6. Karthaus(Dortmund) 542, 7. Lücking(Hagen) 541, 8. Blatt(Gelsenkirchen) 539, 9. Spenner(Bochum) 538, 10. Jacobs(Düsseldorf) 536. Um die Bochumer Stadtplakette: 1. Isringhaus (Barmen) 42, 2. Lübker(Bielefeld) 42, 3. Hoischen (Bochum) 41, 4. Düppe(Bochum) 40. Um die Goldene Moritz=Kugel: 1. Niggemeier(Bochum) 34, 2. Düppe(Bochum) 34, 3. Lücking(Bochum) 34, 4. Abenath(Bochum) 34. Ein schöner Erfolg „Boxring 29“ Bochum—„Boxfreunde" Bövinghausen 13:5. Am Samstag abend hatte der Boxring 29 mit seiner Kleinringveranstaltung einen vollen Erfolg. Die Gäste konnten den Siegeszug der Bochumer nicht unterbre01 chen. Einen eigenartigen Verlauf nahm der Kampf im Halbschwergewicht. Der Bochumer lag nach Punkten in Vorsprung und wurde durch das schreiende Publikum derart aus der Fassung gebracht, daß er den Kampf aufgab. Mit einem recht temperamentvollen Jugendkampf wurde der Clubkampf eingeleitet. den der Bövinghausener nach Punkten gewann. Im Fliegengewicht traf Skibinski(29) auf Lippka(Bö.). Letzterer kämpfte sehr unsauber. Skibinski wurde Punktsieger. Den Bantamgewichtskampf gewann Badziong(29) gegen Tiefmann(Bö.) hoch nach Punkten. Die Federgewichtler Korte(29) und Kohlmann(Bö.) trennten sich unentschieden. Einen technischen.=.=Sieg erzielte Goronzy(29) in der zweiten Runde gegen Kaiser(Bö.), der den Kampf aufgab. Im Weltergewicht war Schneider(29) so stark überlegen, daß Budde(Bö.] den Kampf in der ersten Runde aufgab. Im Halbschwergewicht hatte Kuhnen erheuliche Gewichtsnachteile gegen Gladzio(Bö.). In der zweiten Runde gab der Bochumer auf. Den Hauptkampf bestritten im Mittelgewicht Gölzenleuchter(29) und Kuhl(Bö.). Bereits in der ersten Runde mußte Kuhl bis 7 zu Boden, auch die zweite und dritte Runde hatte der Bochumer hoch für sich, nur die große Härte im Nehmen brachte den Bövinghausener über die fünf Runden. Der Bochumer wurde Punktsieger. Im Weltergewicht zwang Damaschke (29) seinen Gegner Berger(Bö.) in der zweiten Rund zur Aufgabe. Ein Klubringkampf TV. Linden=Ruhr— Kr. Sp. V. Bochum=Werne 23:5 Im Lokale Lutz in Linden trafen sich am Sonntagvormittag im Freundschaftsringkampf der Turnverein Linden und der Kraftsportverein Bochum=Werne. Gegner lieferten sich schöne Kämpfe, von denen besonders Kreuz und Gdel Erfreuliches und Unerfreuliches aus dem Sportleben Das Vermögen der FIFA verlpekuliert Ueber den Grund des Rücktritts des ehrenamtlichen Generalsekretärs des Internationalen Fußball=Verbandes, C. A. W. Hirschman, werden jetzt endlich stichhaltige Einzelheiten bekannt. Man wußte schon seit längerer Zeit, daß finanzielle Schwierigkeiten den Anlaß zum Rücktritt Hirschmans gegeben haben, aber Einzelheiten, die aus Brüssel berichket werden, beweisen, daß die Schwierigkeiten der FIFA noch weit größer sind, als man ursprünglich angenommen hatte. Hirschman wurde nämlich von einem Komitee vernommen und da stellte es sich heraus, daß durch seine besondere Art der Kassenführung das Vermögen der FIFA so gut wie verloren ist. Es sollte ein Betrag von 130000 holländischen Gulden vorhanden sein, aber was man fand, waren nur noch ganze 3000 Gulden. Hirschman hatte den Betrag nicht, wie es seine Pflicht gewesen wäre, bei einer Bank hinterlegt, sondern— er betrieb selbst ein kleines Bankgeschäft— zu Spekulationen verwendet, die in Auswirkung der ungeheuren Kursbewegungen der letzten Zeit verlustbringend waren und das ganze Vermögen Hirschmans und der FÖFA aufgezehrt haben. Selbstverständlich riefen diese Mitteilungen bei den Komiteemitgliedern eine peinliche und gründliche Bestürzung hervor, da der große Verlust neben der Unlauterkeit Hirschmans nur deshalb entstehen konnte, weil die Rechnungsprüfer sich mit ihrer Kontrolle reichlich Zeit ließen und sie fast gar nicht ausübten. Die FöFA ist also im Augenblick vollständig vermögenslos und es besteht kaum irgendeine Aussicht, daß Hirschman innerhalb der ihm gestellten Frist auch nur teilweise Ersatz schaffen kann. Außerdem ist auf die gleiche Weise auch ein Teil des Vermögens des Niederländischen Olympischen Komitees verschwunden. C. A. W. Hirschman war zwar keine allgemein beliebte, aber doch überall angesehene Persönlichkeit im internationalen Sport. Er war Mitglied des Nieder= ländischen Olympischen Komitees, Vizepräsident des Holländischen Fußball=Verbandes, dessen technische Angelegenheiten er seit Jahren leitete, und auch in vielen anderen Sportorganisationen tätig. Die FIFA verwaltete er 27 Jahre hindurch. Für die notleidenden Europäer Einen recht originellen Plan hat in Newyork Mister Daniel Ferris, Sekretär des Exekutiv=Comitees der American Amateur Athletic=Union, der Oeffentlichkeit unterbreitet. Ferris hat nach der Möglichkeit gesucht, die finanziell schlecht situierten europäischen Länder unterstützen, wenn sie die Olympischen Spiele 1932 in Los Angeles beschicken. Er denkt sich die Sache so, daß man im Anschluß an die Olympischen Spiele, und zwar am 26. August 1932 im Newyorker Yankee=Stadion eine Großveranstaltung aufziehen würde, an der alle die europäischen Leichtathleten teilnehmen müßten, die in Los Angeles waren und nun auf dem Wege nach Hause sind. Das Yankee=Stadion fast 80000 Zuschauer und wahrscheinlich würden sich die Newyorker nicht die Gelegenheit entgehen lassen, Europas beste Athleten zusammen mit den Amerikanern in einer solchen Nacholympia=Veranstaltung zu sehen. Der Nettoertrag der Einnahme aus dieser Riesenveranstaltung würde dann unter die teilnehmenden Nationen verteilt werden, und zwar nach Maßgabe der Teilnehmerzahl, die die einzelnen Länder stellen. Ferris kalkuliert, daß auf diese Weise 100000 Dollar verteilt werden könnten, was natürlich eine sehr erwünschte Rückvergütung für die Europäer wäre. Die Aussicht auf diese Rückvergütung könnte dann ja auch die europäischen Länder zur verstärkten Teilnahme veranlassen. Was Wahres ist dran Von einem Radsportfreund, der mit der Aufstellung der Bochumer Mannschaft im Städtekampf gegen Dortmund nicht ganz zufrieden war, erhalten wir folgende Zuschrift, die u. E. nicht ganz unberechtigte Kritik übt. Wir enthalten uns eines Kommentars, da wir nicht wissen, wie die Aufstellung der Bochumer Stadtmannschaft gegen Dortmund zustandekam: „Als Anhänger des Radtsports habe im mit großem Interesse die rapide Entwicklung des Radsports in Bochum verfolgt. Sie ist in erster Linie darauf zurückzuführen, daß Bochum seit einiger Zeit über eine schöne Radrennbahn verfügt. Namen wie Lohcann und Hasselberg haben heute in der Radwelt einen großen Klang. Wer Gelegenheit hatte, die Bochumer Fahrer wiederholt zu sehen, wird mit Genugtuung festgestellt haben, daß Bochum über einen ausgezeichneten Nachwuchs verfügt. Es hat aber den Anschein, als wenn man diesen, unter dem sich ganz vorzügliche Talente befinden, noch besser fördern könnte. Ich habe fast alle Bochumer Rennen gesehen und mich gerade eingehend mit den Bochumer Fahrern beschäftigt. Neben den bereits Genannten ist mir vor allem der noch junge Geyl aufgefallen. Er hat nach meiner Ansicht alle Anlagen, die ein großer Fahrer haben muß. Sein Fahren ist herzhaft, wenngleich das Spurten noch etwas zu wünschen übrig läßt. Geyl ist mit jedem Rennen besser geworden und so war es für mich klar, daß er auch zu dem Städtekampf Dortmund—Bochum aufgestellt wurde. Diese anfangs geplante Aufstellung von Geyl, der sicher ganz seinen Mann gestanden hätte, wurde aber in letzter Minute wieder umgestoßen und es wurde ein anderer Fahrer für ihn eingesetzt. Diese unverständliche Maßnahme wird noch unverständlichet, wenn man bedenkt, daß in der Bochumer Stadtmannschaft ein Fahrer aus Gladbeck mitwirkte. Man ist im deutschen Radsport an Kuriositäten gewöhnt, man aber eigene gute Fahrer zurücksetzt und hierfur fremde Kräfte einstellt, zeugt doch von wenigem Lokalpatriotismus, ganz abgesehen davon, daß man sein eigenen Leute hierdurch vor den Kopf stößt und ihne die Lust und Liebe am Sport nimmt. Der Bochume Radsport ist auf dem besten Wege, sich einen große Namen in der Sportwelt zu machen, ich darf ihm sein treuer Interessent aber den guten Rat geben, nen hervorragenden Nachwuchs mehr zu beachten u ihn bei offiziellen Veranstaltungen nicht als Stieftinzu behandeln. Ein Städtekampf wird schließlich Farce, wenn man sich fremde Fahrer heranholt, zudem kaum besser sind, als die Ortsansässigen. uod Kalmeie konnte beide Käm Begegnung verlie gewichtspaarung Der Lindener kan Bellergen gfag 9 spährenk Sieger,(.1 bli Lange(.) .) siegreich. I sich Jäger(L. zuenüchleden, wd in Front blieb. Lindener Kloß Ermoneit siegreich samtergebnis mit Dortmu Mannschaft Die Vorr Mannschaftsmeiste Wochenende mit In Beuthen be Oberschlesien He ohne ihren Schn Punkte kampflos Der vorletzte zugunsten der A damm=Halle war den fünf A man ausgezeichn von Reihe von Pfer für die übrigen bieten und in de Platze zu beleger erprobten Heri mern alle Sprü sicherte sich so d Czettritz), der g Der Sonntag tem Besuch ein ein Barrierensp. nende Endkämpf rid, Baladii los, zum Stechen nur Thomas a. Siegrid aberma für die beiden G Baladine unter Jubel des Hause am ersten Spru begrub. Die Se eine wohlverdier auch hier dreim tan(Oberleutn wies. An der unterliefen Siee den Vorderbeine scheidenden dritt Die Punktsp die beiden Favo wieder klar in einen Punkt abt MBV. denrichs STV. Borussia MBV. Leute hatte meister kein hielten die Bis zur gelegt. Na kärker auf die TuS.= mochten. Hattinger bereiten Der Vors nicht aus. ernsten St tes Zusan sicherte ih der Halbl Bochumer kamen die Nach dem Front un Die A Fahball nie:2. beim Tus neister frogramms der Wochenende ein tragen. Da die hkeiten haben, „Haus Rechen“ stungen erzielt. nehm. So kann offenen Frühsem Jahr. Bei viel Interesse. egen jeden. So tit 12 Punkten g den Zweiten, garten schlug e haben neun acht Punkten. er Herzel(sechs mit 13 Punk(12 Punkte) (11 Punkte), 4. E. Kleine(9 , 7. Frl. M. den ng beendet kraftfahrzeuge et. In 30 Taag von den 20 kkreist. Die zu136 Kilometer. chaftlichkeit des viesen worden. die Veranstalwobei Kapitän ng der großen achte, daß der vorden sei. 1. Isringhaus 2, 3. Hoischen tiggemeier(Boicking(Bochum) Bövinghauser ig 29 mit seiner olg, Die Gäste nicht unterbrehm der Kampf lag nach Punkdas schreiende icht, daß er den iperamentvollen eingeleitet, den in. Im FlieLippka(Bö.). skibinski wurde tskampf geBö.) hoch nach (29) und Kohl1. Einen tech29) in der zweiKampf aufgab. r(29) so stark f in der ersten hatte Kuhnen zio(Bö.). er auf. Den cht GölzenBereits in der soden, auch die humer hoch für brachte den Der Bochumer vang Damaschke zweiten Runde um=Werne 23:5 h am Sonntagder Turnverein um=Werne. Die denen besonders 4nige im Bantamgewicht zwischen Zölzer(.) „„ Kallmeier(.) gefallen konnte. Der Lindener kaunte beide Kämpfe für sich durch Arm- bzw. Kopfzug Im Federgewicht trat an Stelle Paßmanns Er Lindener Wengeler gegen Kreutzer(.) an. Diese gegegnung verlief beidemal unentschieden. Die Leichtzewichtspaarung fiel aus, da der Werner nicht antrat. Her Lindener kam also kampflos zu den Punkten. Der Reltergewichtskampf zwischen Küppers(.) und Kröning(.) sah im ersten Gang den Werner als Sieger während der zweite Gang remis verlief. (.) bliev in beiden Gängen über Biermann .) siegreich. In der Halbschwergewichtsklasse trennten sich Jäger(.) und Hüßon(.) im ersten Gang znentschieden, während der Lindener im zweiten Gang in Front blieb. In der Schwergewichtsklasse blieb der Lindener Kloß in beiden Kämpfen über den Werner Ermoneit siegreich, so daß die Lindener Staffel im Gesamtergebnis mit 23:5 Punkten Sieger blieb. Dortmund 20 behaupfet lich Mannschaftsmeisterschaft der Amateurboxer Die Vorrundenkämpfe um die Deutsche Mannschaftsmeisterschaft der Amateurboxer wurden am Pochenende mit zwei weiteren Begegnungen fortgesetzt. In Beuthen besiegte der ABC. Breslau den BC. Oberschlesien Beuthen 10:6, obwohl die Breslauer ohne ihren Schwergewichtler antraten und die beiden Punkte kampflos abgeben mußten. Den zweiten Kampf Die Vorgunge auf der Feche Rasbos Offener Brief des Landtagsabgeordneten Otter(Bochum) an Bergassessor Andre(Hamm) In einem an mich gerichteten und von Ihnen auch lieferten sich in Hamborn„Sportsmann“ Hamborn und BC. 20 Dortmund. Mit 12:4 Punkten blieben die Dortmunder leichte Sieger. Vor wenigen Zuschauern Spannende Boxkämpfe im Kölner Kleinring. Die dritte Veranstaltung des Kölner Box=Kleinringes hatte am Samstag nur einen überraschend schwachen] In einem an mi Zuspruch gefunden. Mit etwa 400 Besuchern dürfte der der Presse übergebenen Brief teilen Sie mit, daß auf Veranstalter kaum auf die Kosten gekommen sein. Um so der von Ihnen geleiteten Zeche Radbod ein hoch explosibesser war die sportliche Ausbeute des Abends. Der ves Gemenge von Schlagwettern sich angesammelt hätte, Düsseldorfer Examateur Stroucks lieferte gegen Dan in das der Bergrevierinspektor Möller hineingeraten Schink(Köln), obwohl er vollkommen unvorbereitet sein soll. Indem ich Ihnen für die Zusendung des Mair den Ring ging, eine überraschend gute Partie. Der terials herzlichst daute, teile ich zugleich mit, daß mich #### Entscheidung“ gegeben, da Stroucks diese„Mitteilung nicht allzusehr überrascht hat, zumat Kampf wurde„ohne ern.„„eidung“ gegeben, da Stroucks mir die Zeche Radbod schon jeit dem großen Grubenvöllig unvorbereitet in den Ring geklettert war. Im unglück 1908, wo durch eine Schlagwetter= und KohlenEinleitungskampf schlug Platt(Dortmund) den Ham= staubexplosion nicht weniger als 348 Bergarbeiter getötet burger Kruse knapp nach Punkten. Der Kölner Fritz wurden, als schlagwetterreich hinreichend bekannt ist. Emsel zeigte sich nach eineinhalbjähriger Pause gegen Auf Grund des furchtbaren Geschehens von damals und den ehemaligen deutschen Leichtgewichtsmeister Fritz der Kenntnis des haufigen Vorhandenseins der SchlagReppel(Herne) von einer guten Seite; er übernahm wetter auf Ihrer Zeche habe ich diesem Betrieb stets bevon Anfang an das Kommando und schlug Reppel, nach= sondere Aufmerksamkeit geschenkt und die Oeffentlichso daß Reppel vollkomgem„exegge#t gerb,###, zote durchaus erforderlich war. Durch meine Hinweise glaubte kundanten das Handtuch warfen. Stark vervesserl zeigle ich dahin wirken zu sollen, damit auch Ihrerseits den sich im Schlußkampf der Düsseldorfer Willi Mohr gegen Gefahren noch größere Aufmerksamkeit geschenkt würde Wower(Köln). Der Kölner wurde durch eine Anzahlsals bis jetzt. genauer Magentreffer stark mitgenommen und unterlag klar nach Punkten. Das Berllher Spinigtarhter Hartnäckige und Ipannende Endkämpfe Rennen zu Neuß Berlin, 15. November. Der vorletzte Abend des Berliner Springturniers zugunsten der Winterhilfe in der geräumigen Kaiserdamm=Halle war gegen die Vortage recht gut besucht. In den fünf Abteilungen des Jagdspringens bekam man ausgezeichnete Leistungen zu sehen. Nachdem eine Reihe von Pferden fehlerlos geblieben war, galt es für die übrigen Bewerber, die vorgelegte Zeit zu unterbieten und in der Gesamtwertung einen der vorderen Platze zu belegen. Rittmeister von Jena auf seinem erprobten Herrscher überwand von den 66 Teilnehmern alle Sprünge fehlerlos in 46 Sekunden und sicherte sich so den Sieg vor Bodo(Rittmeister von Czettritz), der genau 4 Sekunden mehr benötigte. Der Sonntag nachmittag brachte vor ebenfalls gutem Besuch ein Amazonenjagdspringen und ein Barrierenspringen. Es gab hartnäckige und spannende Endkämpfe. Bei den Amazonen mußten Siegrid, Baladine und Thomas, als einzige fehlerlos, zum Stechen antreten. Im ersten Stichkampf schied nur Thomas aus; im zweiten waren Baladine und Siegrid abermals gleichwertig, so daß die Hindernisse für die beiden Gegner nochmals erhöht werden mußten. Baladine unter Frau Hasselbach sprang unter dem Jubel des Hauses wiederum fehlerlos, während Siegrid am ersten Sprung retirierte und damit ihre Chancen begrub. Die Stute fand dann im Barrierenspringen eine wohlverdiente Entschädigung, allerdings mußte sie auch hier dreimal zum Stechen antreten, ehe sie Wotan(Oberleutnant Sahla) auf den zweiten Platz verwies. An der bis auf 1,90 Meter erhöhten Barriere efen Siegrid drei Fehler während Wotan mit 1. Rennen: 1. Stronn(F. Michaelis), 2. Flaggenlied, 3. Attis, 4. Balladist. Toto: S. 389, Pl. 52, 35, 14,16. 2. Ronnen: gen dennoch große Mengen Schlagwetter ange haben, worüber Sie Ihre Besorgnis aussprechen. Ihre Besorgnis teile ich absolut. Das ist aber umsomehr ein Beweis dafür, daß dem Auftreten der Schlagwetter auf Ihrer Zeche noch größere Aufmerksamkeit geschenkt werden muß als bis jetzt. Wo kommen wir hin, wenn auf den Zechen so große Mengen Schlagwetter sich ansammeln, ohne besondere Vorkehrungen zu treffen gegen das Auftreten überhaupt? Es muß dort noch mehr nach dem Rechten gesehen werden. Dieses muß aber auch für den Bergrevierinspektor Möller ein Fingerzeig sein, daß er den Grubengefahren auf Ihrer Zeche noch energischer 2. Rennen: 1. Flügelmann(H. Siegling),.]“ Indem ich Ihnen für die sehr wichtige Mitteilung Grenzschutz, 3. Piniole. Toto: S. 78, Pl. 24, 35, 74. und Uebersendung des Materials für meine nächste 3. Rennen: 1. Heuernte(Krabbes), 2. Rosenrot,.]Rede im Landtag danke, bitte ich um weiteres Material, Monarch, 4. Clauswalde. Toto: S. 180, Pl. 28, 17, soweit Ihnen dieses zur Verfugung steht. Durchschla97 24: 4. Ctauswalde. 40.(gendes und einwanofgiest, vaterial stegt ohnen ganz Rennen; 1. Aka(R. Naumann), 2. Grandel, 3. gewiß in Mengen zur Verfügung. Und wenn nicht, dann 4: Kranen: 1. Aka(G, Nqumann), 2. Grandel, 8. brauchen Sie jg, nur die Belegschaft durch einen Anschag Patina. Toto: S. 53, Pr. 17, 19,„„„ Triend, von meinem Wunsch in Kenntnis zu setzen, und ich 5. Rennen: 1. Pechvogel(A. Uh.), 2. R0 Etr#ge glaube versichern zu dürfen, daß sich Kumpels genug 3. Sepp, 4. Ordinaria. Toto: S. 41, Pl. 18, 29, finden würden, die nach Material Ausschau hielten. Wir elle müssen Hand in Hand arheiten um die Gruhen29, 26. 6. Rennen: 1. Claretta(H. Glitsch), 2. Forstmann, 3. Fähnrich. Toto: S. 41, Pl. 19, 18, 35. Rennen zu Auteuil alle mussen Buno in Hand arbeiten, um die Grubensicherheit zu wahren und um die Bergarbeiter noch mehr zu schützen. Es ist selbstverständlich, daß ich strengste Diskretion zusichere und meine Gewährsmänner niemals preisgeben werde. um ems Wochle u. Sie aber jetzt schon gerne gebeM. Giaglette(R. Duhne) 9 Fredo] Um eins mochte ich Sie aber 1. Rennen: 1. Ma Gigolelle(R. Dudue), 2. Creb##, ten haben: Wenn Sie wieder eine Schlagwetter=An3. Grand Savoyard. Toto: S. 78, Pl. 19, 15, 17. sammlung bemerken und feststellen, so beschränken Sie 2. Rennen: 1. Millionnaire II(A. Chauffour), 2. sich um Gotteswillen nicht allein auf eine Mitteilung Die Handballlpiele an der Ruhr Die Punktspiele in der Handballbezirksklasse sahen die beiden Favoriten Polizei und MBV. Linden wieder klar in Front. Werne mußte dagegen an Witten einen Punkt abtreten. Die Ergebnisse waren: Gruppe Bochum: MBV. Linden— Tus. Bochum 10:1 Henrichshütte— Polizei SV. Bochum:6 STV. Werne— Witten 92•3 Gruppe Dortmund: Borussia— Langendreer 04:1 MBV. Linden— TuS. Bochum 10:1. Die Tus.= Leute hatten auch im Rückspiel gegen den Ruhrbezirksmeister keine Siegesaussichten. In der ersten Halbzeit hielten die Gäste das Spiel noch einigermaßen offen. Bis zur Pause hatte Linden bereits drei Tore vorgelegt. Nach dem Seitenwechsel kamen die Platzleute stärker auf und legten sieben weitere Tore vor, denen die TuS.=Leute indessen nur eins entgegenzusetzen vermochten. Henrichshütte— Polizei SV. Bochum:6. Die Hattinger wollten den Bochumern eine Ueberraschung bereiten und ihnen die erste Niederlage beibringen. Der Vorsatz war vorhanden, aber das Können reichte nicht aus. Die Bochumer nahmen das Spiel von der ernsten Seite und ließen sich nicht überrumpeln. Flottes Zusammenspiel zwischen Läuferreihe und Sturm sicherte ihnen eine kleine Feldüberlegenheit. Besonders der Halblinke hatte einen guten Tag. Nachdem sich die Arioste, 3. Alik. Toto: S. 24, Pl. 14, 16, 14. an mich, sondern sorgen Sie bitte für sofortige gute 3. Rennen: 1. Clarimus(H. Cames), 2. Le Bewetterung der gefährdeten Betriebspunkte, damit die Bosphore, 3. Belle Bleue II. Toto: S. 56, Pl. 23, Schlagwetter abziehen und rein Unge###anrichten. Sollte Bosphore, 3. Belle Bleue II. Toto: S.. die ausreugenve wewetterung und Abfihrung. der, Gase 91 20.„„ Ekinsbor:„ 6, nicht sofort möglich sein, so müssen Sie dafur Sorge 4. Rennen: 1. Espation(Fruhinsholtz), 2. Leltragen, daß die gefährdeten Betriebspunkte Gratteur, 3. Tartempion. Toto: S. 44, Pl. 17, sofort mit Brettern abgeschlagen werden und außerdem 28, 21.(muß noch ein Preutzs die Schlagwetter befeitigt sind. 5. Rennen: 1. Floréador(R. Tremeau), 2. Kami, keit, daß die Bergarbeiter— ohne zu wissen und zu wollen— in die Gefahr hineinlaufen. Dann ist es geschehen. Man muß den Brunnen eher zudecken, als das Kind hineinfällt. „„] Hätten Sie den mir als gefährlich geschilderten BeDvon striebspunkt, in dem so große Mengen hochexplosive SIUDE Schlagwetter standen, mit Brettern verschlagen flassen, so konnte der Bergrevierinspektor erst garnicht hineinlaufen. Es ist ja nicht nur notwendig, zu verschlagen, damit niemand hineinläuft, sondern die Berg9S.5 Ein:.(polizeiverordnung verlangt es sogar. Wenn Sie die geSTV. Werne— FC. Witten 92.5. Ein inter=fährdeten Betriebe nicht verschlagen, so gefährden Sie essantes Meisterschaftsspiel entspann sich zwischen die= nicht nur die Bergarbeiter, sondern Sie geraten auch sen beiden Mannschaften auf dem Sportplatz hinter noch mit der Bergbehörde wegen Uebertretung der Bergild“. Nach dem guten Kampf der Gastgeber in der polizeiverordnung in Konflikt. Dann bekommen Sie wieder mit dem Möller zu tun. mterliesen„Sseglw prei Feyter, uubtege Wotan mit l 3. The, Albanian. Toto: S. 45,4, 43,„ den Vorderbeinen ritz und sich so fünf Fehler im ent= 6. Rennen: 1. Lug. Linde%#uhns halscheidenden dritten Gang zuzog. lenger, 3. Pirate. Toto: S. 38, P. 14, Holfe Ihren an mich gerichteten und der Presse übergebenen Brief haben nun auch Ihre Kumpels gelesen, und diese staunten sehr darüber. Nicht, weil Sie mir Material liefern, sondern weil Sie mir viel zu wenig und nicht alles mitgeteilt haben. Ein Kumpel schreibt „Ewatt,. Nach dem guten Scumpf der Gustgebrt in der ersten Hälfte hatte man mit ihrem Siege gerechnet. Aber nach der Pause verteidigte Witten sehr stark, nachdem die Werner mit:2 führten. Sie warfen schon kurze Zeit nach dem Wechsel durch ihren Halblinken den Ausgleich. Der Platzverein gab sich größte Mühe, und nicht alles mitgeteilt haben. Ein Kump den siegbringenden Treffer zu erzielen, scheiterte aber mir, daß der Herr Direktor lange nicht alles, das Wichwiederum an seinem taktisch falschen Spiel im Angriff. tigste aber garnicht mitgeteilt hat. Er meinte, daß das keine aufrichtige Berichterstattung von einem Direktor Bbsl—Schän„wäre und ein falsches Bild ergäbe. Ein anderer schickt Wieder Gobel-schon mir sofort Material zu mit der Bitte, sein Material mit Das 100=Kilometer=Mannschaftsfahren in Dortmund dem von Ihnen mir gelieferten bei der Aussprache im Mestfalenhalle kam am Sonn Landtag zu verbinden, um die Sache besser abzurunden. In der Dortmunder Westsatenhuue kam am Sonn= Ez gibt dann ein Abwaschen! Ich habe mir das Material tag ein 100=Kilometer=Mannschaftsfahren zum Aus- des Kumpels angesehen und muß sagen, daß Sie allertrag. Außerdem kamen noch einige Rahmenwettbewerbe hand verschwiegen haben. Vielleicht holen Sie dieses in zum Austrag. Es wurden folgende Ergebnisse erzielt: den nächsten Tagen noch nach. 50=Runden=Punktefahren: 1. Lauf: 1. van Kempen], Auf die eine Bemerkung in dem an mich gerichteten 12., 2 Oesterreich(Frankfurt) 6. 2. Lauf: 1. Brief will ich vorerst noch eingehen. Es handelt sich um Schenk(Hemer) 10 P. 2 Brasyennina(Holland) 10 den Vorgang am 17. Januax d.., wo der Schießmeister (vemegp 40„Haf Brurpenning(Holland) 10, in einem Schlagwettergemisch, die Schüsse mit Heitzun100 Kilometer=Mannschaftsfahren: 1. Göbel—Ochön dern versehen hatte. Der Bergrevierinspektor völler 44 Punkte, 2,18,4 Stunden, 2. van Kempen—Bras= kam, wie Sie wissen, wie durch einen Zufall vor den Bepenning 37., 3. Kroll—Maidorn 23., 4. Broc= triebspunkt, stellte Schlagwetter fest und untersagte socardo—Tietz 9.,(eine Runde zurück):„.]fort das Schießen. Außerdem stellte, der BergrevierinMöllers ist es zu danken, daß die mit Zeitzünder, nur für reinen Gesteinsbetrieb berechnet, geladenen Schüsse und dann noch im hochexplosiven Schlagwettergemisch nicht zur Zundung gebracht wurden. Was das Schießen unter solcher Voraussetzung und in solchen Betriebspunkten anrichten kann, das wissen wir zur Genüge von den großen Grubentatastrophen. Dieser Befund durch Möller wurde an demselben Tage vom Bergrat Bitzer und Betriebsführer Stenzel bestängt. Das haben Sie mir verschwiegen. Am 20. Januar befuhren Sie, Herr Andre, mit dem Bergrevierbeamten Dr. Middelschulte den Betriebspunkt und stellten gemeinsam fest, daß es sich um reinen Gesteinsbetrieb handelte. Die anstehende Kohle sei Brandschiefer. Sie verfügten gemeinsam, daß dort wieder mit Zeitzünder, so wie im reinen Gesteinsbetrieb, geschossen wurde. Auch der Betriebsführer Stenzel sagte: Das ist kein Nevengestein, sondern reiner Gesteinsbetrieb. Darauf geht der Betriebsrat zum Bergrevierbeamten und beschwert sich darüber. Am 30. Januar kommt eine Untersuchungskommission vom Oberbergamt, um auf Grund meiner kleinen Anfrage im Landtag eine genaue Feststellung zu machen. Vorher geht aber der Betriebsführer Stenzel zu einem Betriebsratmitglied und erklärt ihm: Sprechen Sie doch bitte vorerst mit dem Beirat Funke vom Oberbergamt, sonst schlägt er uns die ganze Sache kaputt. Was konnte der Beirat Funke denn kaputt schlagen? so frage ich Sie Herr Andre! Etwa das Flöz finden, das Sie als Schieferstein bezeichneten? Er fand das Flöz auch tatsächlich! In der Nachtschicht vor der Besichtigung durch die Kommission wurde in dem fraglichen Betriebspunkt an Steinstaub nicht gespart. Das sichtbare Kohlenflöz wurde erst naß gemacht und dann solange mit weißem Steinstaub beworfen und beblasen, bis das Aeußere des Flözes die Farbe des Gebirgssteines annahm. Die Kommission kam und stellte ein Kohlenflöz fest! Dem Schießmeister wurde die Schießberechtigung sofort entzogen. Nach mehreren Monaten hat die Verwaltung den Antrag gestellt, den Schießmeister erneut zu verpflichten. Dieses ist erst geschehen, nachdem er erneut einen zweiten Schießkursus durchgemacht hat. Warum haben Sie mir dieses alles verschwiegen? Ich bin der Meinung, daß immerhin kein besonderer Anlaß vorliegt, jetzt den Bergrevierinspektor Möller„über das Grab hinaus" zu hassen und zu verfolgep.„ 46. H ein: Sache uud imn bi. 9i. Doch halt, es ist noch eine Sache, uno zwar die, die mir der Kumpel beschreibt. Beinahe hätte ich sie vergessen. Also: Im Juni d. J. bricht auf Ihrer Zeche im Revier 13 ein größerer Grubenbrand aus. Der Brand wird zwar abgedämmt aber zugleich für einen Teil der Grubenbaue die Wetterführung abgeschnitten. Die Sonderbewetterungen werden nicht eher eingebaut, bis die unbewetterten Grubenbaue voll Schlagwetter stehen. Die Bergarbeiter werden in die voll Schlagwetter stehenden Grubenbaue hineingejagt und müssen dort statt einziehende, eine blasende Sonderbewetterung einbauen. Dadurch wurden die Schlagwetter nicht abgeführt, sondern in andere Baue hineingetrieben. Als in den nächsten Tagen die Betriebsratsmitglieder die Bergarbeiter in den voll mit Schlagwettern gefüllten Betriebspunkten am Arbeiten antrafen, nahmen sie sie wegen der großen Gefahr sofort heraus. Darüber empörte sich der Betriebsführer Stenzel so sehr, daß er sich wie rasend gebärdete und mit aller Gewalt wollte er die Bergarbeiter in das Feuer hineinjagen. Zum fraglichen Betriebsrat gewandt, erklärte der Betriebsführer Stenzel wörtlich:„Wenn die Bergarbeiter dort— im Schlagwetter— nicht arbeiten wollen, dann werden sie gekündigt und die Arbeiten lasse ich durch meine Angestellten machen.“ Ist es nicht ein unerhörter Skandal, wenn Leute, die in den Tod nicht hineingehen wollen, mit der Kundigung und Entlassung bedroht werden? Die Angestellten, ja die Angestellten, die werden, so sagte der Betriebsführer Stenzel, diese Arbeiten machen. Die Arbeiten in dem Schlagwetter werden sie machen müssen, oder auch sie werden gekündigt. Die Belegschaft wurde zur Kohlengewinnung in die Baue geschickt, ohne daß zuvor die Schlagwetter abgeführt worden sind. Und nun: Das Bergrevier Hamm schickt den Bergrevierinspektor Möller, um die Zeche Radbod zu befahren. Er kommt hin und geht zuerst in die von Schlagwettern am meisten gefährdeten Betriebe und stellt die Gefahr, die Schlagwetter, fest und meldet dieses. Nun ist es wieder derselbe Möller, der die Meldung macht wie im Januar. Auf jeden Fall wird jetzt gegen Möller solange Sturm geläuter, Beschwerde vom Vopel-Kortmeier§.,(drei Runden Großimlinghaus.—Damergw 2., 10. zKelch Pagnoul— Zochumer bereits eine:-Führung gesichert hatten, Großiminghaus—Damergw..2..,# kamen die Gastgeber zu dem einzigen Gegentreffer. Verschelden 2.,(vier Runden zurück): 11. Piano— Nach dem Seitenwechsel waren die Bochumer weiter in Severgnini 2.,(sechs Runden zurück): 12. Essing— Front und erzielten noch drei Tore. Wawrick 0 Punkt. Die teizien Bschuhler kadrehnen Sailon-Abschlußrennen auf der heimischen Bahn gegen Möller solange Sturm geläutet, Direktor am Oberbergamt gefuhrt, bis das Oberbergamt ihm vom Bergrevier Hamm wegnimmt und einen anderen dort hinsetzt, der nicht so pflichttreu ist wie er. Es soll ein Bergrevierinspektor nach dort hinkommen, wie ihn Herr Andre haben will, und nicht wie er vom Oberbergamt beordert wird. Und das alles unter einem Direkor, der längere Jahre selbst Miglied der Grubensicherheitskommission war und den Mund über Gebühr voll nahm. — So, Herr Andre! das wollte ich Ihnen noch mitteilen, bevor ich meinen Brief an Sie schließe. Da Sie Ihren Brief dem Herrn Präsidenten des Landtages, dem Herrn Preußischen Handelsminister, sowie dem Oberbergamt zugeschickt haben, so werde ich, Ihrem Beispiel folgend, diesen Brief ebenfalls diesen Instanzen zuleiten,„ s. Ein gutes Handinhandarveiten im Sinne der Grubensicherheit ist zur Zeit notwendiger denn je. Ihr Brief hat meine Auffassung dick unterstrichen, wofür ich Ihnen verbindlichst danke. Auch dieses wollte ich Ihnen zum Schluß noch sagen und das andere im nächsten Brief oder im Landtag! Mit Glückauf!„„..„ Aog. Otter(Bochum). Oesterreich—Schmitz 18., 6. Metze—Schent 1., spektor Möller ein Kohlenflöz vor dem Betriebspunkt (zwei Runden zurück): 7. Istenis—Bernhard 21.,.] fest, obwohl dieser Betriebspunkt als reiner Gesteins6.,(drei Runden zurück).lbetrieb von Ihnen angesehen wurde. Dieser Umsicht „Zum Abschluß der diesjährigen Bochumer Rennsaison hatte sich eine große Zuschauermenge eingefunven, die mit den gebotenen Leistungen vollauf zufrieden ein konnte. Die letzte Veranstattung brachte nochnats den Beweis der ausgezeichneten Konstruktion der Dahn, die auch das Fahren von Motorwagen einwandstei zuläßt. Eine besondere Sensation war das wag#lsige, Kunstfahren des Fahrers Röding berne) auf seinem Motorrad. Was dieser Fahrer elein und mit seiner Partnerin zeigte, war hervor„gend. Das größte, rein artistische Kunststück war die Amrundung der Bahn freihändig stehend auf Motorrad. Auch die Darbietungen mit seiner Frtnerin erforderten Mut und Geschicklichkeit. Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand das 100= Runinmannschaftsfahren. Hierzu hatten sich fast ale bekannten heimischen Fahrer eingefunden, die sich Politische Zusammenstöße it Dortmund, 15. November. Nach einem Polizeibericht überfielen am Freitag abend Kommunisten mehrere Nationalsozialisten, die von einem Sprechabend im Stadtteil Aplerbeck kamen. Bei dem Zusammenstoß wurZsebenden Sturz von Dittmann######den etwa 10 bis 12 Schüsse abgegeben, die aber niemand gab es einen bös aussehenven Sturz von Tiutmann, der verletzten. Die Polizei konnte noch fünf an der Schlägerei aber glimpflich ablief. Fey fuhr mit einer 250=ccw- beteiligt gewesene Personen festnehmen, die sämtlich der ten Zehnrundenrekord in n. Die Ergebnisse: Mannschaftsfahren: in der Zeit von Maschige, einen .44.2 Meinuten. T 100: Runden: Mannschaftsfahren:. 1.„Ilsggses Samstag, morgen gegen 1 Uhr auf Schmidt 34 Punkte, 2. Lohmann=Hasserverg 23/vor dem Café Vaterland, in dessen Verlauf ein KraftPunkte, 3. Neudörfer=Störing 12 Punkte, 4. Sonntag= wagenführer durch einen Messerstich verletzt wurde. K PD. angehören.— Zu einem weiteren Zusammenstoß zwischen Kommunisten und Nationalsozialisten kam es Samstag morgen gegen 1 Uhr auf der Brückstraße ßer“ Hasselberg. Nachdem Lohmann=Hasselauch die beiden ersten Spurts gewonnen hatten und in##n den ersten Runden des 20=Rundentempofahrens Mannschafs lagen, sah es nach einem klaren Sieg dieser muuschaft aus. Dann kamen aber Ilse=Schmidt in Punf, und machten immer mehr Punkte gut. Mit 34 den hatten sie vor Lohmann=Hasselberg, 29 Punkte, rern.“ Platz sicher. Von den nichtplazierten FahEin gefiel besonders das junge Paar HoffmannVertenstein, Beim Motorradverfolgungsrennen Geyl 10 Punkte, 5. Molenda=Makowiak 9 Punkte, 6. Pieper=Schlüter 8 Punkte. Motorradverfolgungsrennen 15 Runden: 1. Funke, 2. Dreischer 110 Meter zurück. 5 10=Runden=Punktefahren(Nichtplazierre): 1. Borkenstein 13 Punkte, 2. Hoffmann 11 Punkte, 8. Haefs 10 Punkte, 4. Rippelmeyer 4 Punkte. Laufen und Gehen Herne— Recklinghausen— Herne Am Sonntag wurde bei denkbar bester Witterung durch den Herner Athletik=Klub das Laufen und Gehen Herne— Recklinghausen— Herne über 20 Kilometer ausgetragen. Dank der vorzüglichen Organisation wurde die Veranstaltung bei überaus starker Anteilnahme des Publikums reibungslos abgewickelt. In der Hauptklasse der Läufer siegte der Gießener Gerhard mit zwei Minuten Vorsprung vor Hannemann(Minden) und Starke(Duisburg). Bei den Gehern erwiesen sich die Vertreter des Nieder= Ein Kaufmann erlitt Verletzungen an der rechten Hand. Die Polizei konnte in diesem Falle vier Personen festnehmen. Gerüchte über Entschädigungssummen Dortmund, 15. November. Die Entschädigungssummen, die den ehemaligen Generaldirektoren der Vereinigten Elektrizitätswerke Westfalen gezahlt werden sollen, werden neuerdings in der Tagespresse mit 80000 Mark Abfindung für Dr. Fischer und 2000 Mark Monatspension für Dr. Krone angegeben. In den Kreisen der Stromabnehmer und der Steuerzahler beunruhigen diese Ziffern, an deren Höhe man nicht glauben kann, stark. Man erwartet, daß mit der Geheimtuerei in dieser Angelegenheit endlich Schluß gemacht wird, da derartige Gerüchte dem Ruf der kommunalen Wirtschaft mehr Abbruch zu tun geeignet sind, als die Bekanntgabe der tatsächlichen Vorgänge.„(g Jug epmmalg mich BrispEin Generasstautsunwalt wiro Priester Paderborn, 15. November. Den sehr seltenen Fall, daß ein Beamter in hoher Amtsstellung das Amt des schlichten Priesters übernimmt, hört man aus Paderrheins am erfolgreichsten. Sieger blieb Loges. horn. Generalstaatsanwalt Klar, der früher als Oberstaatsanwalt am hiesigen Landgerichte tätig war, hat jetzt auf seine Stellung als oberster Staatsanwalt eines Oberlandesgerichtes verzichtet, studiert Theologie und wird bereits im Juni des nächsten Jahres zum Priester geweiht werden. Zwischenfälle im Wuppertal + Elberseld, 15. Nov. In der Nacht zum Samstag, gegen.45 Uhr, verließen zahlreiche Nationalsozialisten das Evangelische Vereinshaus in Elberfeld, wo eine Führersitzung der Nationalsozialisten stattgefunden hatte. Da einer der Nationalsozialisten ruhestörenden Lärm verübte, ging eine Polizeistreife gegen ihn vor. Deswegen wurde die Streife von etwa 30 Nationalsozialisten umringt. Das Ueberfallkommando stellte mit dem Gummiknüppel die Ruhe wieder her. Drei Nationalsozialisten wurden festgenommen, unter ihnen auch der Reichstagsabgeordnete Veller. Samstag morgen wurden die Zwangsgestellten wieder auf freien Fuß ge6st. □ Tödlicher Sturz vom Leitungsmast. Der 60 Jahre alte Elektriker Peter Jungbluth aus Unna war damit beschäftigt, auf einem Kirmesplatz elektrische Leitungen anzulegen. Dabei stürzte er von einem Leitungsmast ab und starb nach der Einlieferung ins Krankenhaus. □ Der Laerer Raubmörder stellt sich in Hamburg der Polizei. Aus Hamburg trifft die Nachricht ein, daß sich der Raubmörder Peter Bärens, der in Laer (Kreis Steinfurt) am Dienstag den Raubmord an der 65jährigen Christine Rollier beging, bei der Hamburger Polizei gestellt hat. Immer weiße Zähne hat man bei ständigem Gebrauch von Chlorodont=Zahnpaste unter gleichzeitiger Benutzung der praktischen Chlorodont=Zahnbürste(Spezialschnitt). Hüten Sie sich vor billig., minderwertig. Nachahmungen. Aas Sein Stadttreis Wattenscheid Wattenscheider Nothilfe. Die Vertreterinnen und Vertreter der hiesigen freien Wohlfahrtsorganisationen und die Bezirksleiterinnen und Bezirksleiter der Wattenscheider Nothilfe hielten Freitag nachmittag im kleinen Sitzungssaal des Rathauses unter Leitung von Frau Oberbürgermeister Dr. Ueberhorst eine Sitzung ab, in der das Ergebnis der Sammlungen für die Wattenscheider Nothilfe und die Art und Weise der Verteilung der aufgekommenen Spenden besprochen wurde. Wie die Vorsitzende berichten konnte, wurde an Geldern und Gutscheinen eine ansehnliche Summe gezeichnet. Auch die Brockensammlung gab wieder ein recht gutes Ergebnis. Der Ausschuß hat beschlossen, aus den gesammelten und laufenden Geldern eine Erwerbslosenküche einzurichten, die für 10 Pf. ein gutes Mittagessen für alleinstehende Erwerbslose ausgibt. Ferner sei eine große Kinderspeisung geplant, wobei täglich je 1/4 Liter Milch oder Kakao an wenigstens 1000 Kinder ein Vierteljahr lang ausgegeben werden soll. Die einzelnen Organisationen sollen die Listen der Bedürftigen in den einzelnen Bezirken bis zum 25. November aufstellen und der Bezirksleiterin bzw. dem Bezirksleiter einreichen. Kinder=Erstkommunion in der neuen Theresienkirche. Zum zweiten Male innerhalb kurzer Zeit konnte die neue Theresien=Gemeinde in Eppendorf einen Freudentag begehen. Galt der Vorsonntag der feierlichen Weihe des Kirchleins, so war der gestrige Sonntag den jungen Christen der Gemeinde gewidmet, die am letzten Weißen Sonntag bei der Erstkommunion in der Muttergemeinde St. Franziskus Weitmar zurückgestellt worden waren, und die nun gestern in der neuen Kirche ihren Festtag feiern konnten. Zu Anfang der Feier richtete der neue Pfarrvikar der Gemeinde, Pater Brandenburg, herzliche Worte an die Kommunikanten. Dann legten die Kinder gemeinsam das Glaubensbekenntnis ab, worauf Pater Brandenburg das feierliche Hochamt zelebrierte, das der Kirchenchor unter der vorzüglichen Leitung von Lehrer Schneiders wirkungsvoll verschönte. Am Schluß des Hochamtes wurden 32 Kinder(25 Knaben und 7 Mädchen) zum Tische des Herrn geführt. Der Nachmittag sah Eltern und Kinder nochmals vereint zu gemeinsamer Dankesfeier im schmucken Kirchlein.„„„„„e Männergesangverein„Liederfreund“, WattenscheidEppendorf. Zu dem Hauptkonzert des Männergesangvereins„Liederfreund“ am Sonntag, bei dem der Bochumer Madrigalchor mitwirkte, hatte sich eine große Zahl aufmerksamer Zuhörer eingefunden. Eine nicht gerade leichte Aufgabe hatten sich die Vereine gestellt, trotzdem gelang sie unter der feinfühligen Stabführung von W Schmidt(Bochum) über Erwarten. Die Vortragsfolge, die in der Hauptsache Volkslieder umfaßte, zeichnete sich durch klare Kompositionen aus. deren Schwierigkeiten von den Sängern erfaßt und gut bewältigt wurden. Besonders bei dem„Schwedenritt" von Sturm zeigte sich dieses. Besonders hervorzuheben sind das von dem Verein„Liederfreund“ gesungene „Reiterlied" und„Die Heimkehr". Der Strauß volkstümlicher Lieder wurde sinnig durch verbindenden Prolog und Klavierspiel verknüpft. Recht gut gefielen die Vorträge„Sehnsucht".„Die Sternlein" und„Was treihst Du Wind“ des Bochumer Madrigalchors. w Doppelhochzeit in Günnigfeld. Die Eheleute Kaufmann Lixfeld aus Günnigfeld feierten die silberne Hochzeit und gleichzeitig eine Tochter die Feier im Myrthenkranz. ur Schwerer Verkehrsunfall. Am 13. November wurde auf der Vödestraße ein Radfahrer von einem Lieferwagen angefahren und erheblich verletzt. Der Verunglückte mußte dem Krankenhause zugeführt werden. Lebensgefahr besteht nicht. 8 Stadttreis Wanne-Eickel haltenen Versammlungen erhoben. Besonders wandte man sich gegen die Veranlagung der Anlieger der Kurfürstenstraße, wo die Stadt die Bürgersteige aufgerissen und einzelnen Anliegern Teile ihres Grund und Bodens fortgenommen habe, dann aber die Bürgersteige nicht wiederhergestellt noch die Eigentümer entschädigt habe. Von den Anwohnern der Dorneburger Straße wurde über die schlechte Beschaffenheit eines Teiles der Straße geklagt. Der Geschaftsführer sprach dann noch über eine Reihe wichtiger Tagesfragen der Wohnungsgesetzgebung. d1 Im Dienste der Nächstenliebe. Die Oberprima des hiesigen Realgymnasiums veranstaltet unter dem Motto„Wien" am 2. Dezember einen heiteren Abend. Der Ertrag ist für die Winternothilfe bestimmt.“ Jubelfeier in Röhlinghausen. Aus Anlaß der Silberhochzeit des Pfarrerehepaars Richard Tigges veranstalteten gestern der evangelische Jungmädchenverein und der Kindergarten eine schöne Feier im Gemeindehause. Aus den verschiedenen Darbietungen—Gedichte, Chorgesänge und Aufführungen— klang der Dank für die geleistete Arbeit und der Wunsch um weiteres Wohlergehen hervor. Sinnige Geschenke zeugten von der Beliebtheit des Jubelpaares. In bewegten Worten stattete Pfarrer Tigges zum Schluß seinen Dank ab. Wie im Wilden Westen. In der Nacht zum Sonntag ging es wieder„wild" zu. Auf den Straßen stritten sich die Leute, und in mehreren Lokalen gab es blutige Auseinandersetzungen. In einem Lokal in der Wilhelmstraße floß Blut bei tätlichen Angriffen. Großer Wäsche= und Kolonialwarendiebstahl. In der Nacht zum 14. November wurden aus dem Kolonialwarengeschäft Sch. in der Friedrichstraße durch Einbruch eine Menge Hemdentuch, Schürzenstoffe, Wolle, Kaffee, Speck, Wurstwaren, Käse 110 Pakete Tabak, 1750 Zigaretten gestohlen. Der Gesamtwert beträgt etwa 300 Mark. Hohes Alter. Im evangelischen Altersheim Eickel feierte Maria Simon geborene Zelle ihren 77. Geburtstag.— Frau Dina Schlipper geborene Schröer, die sich ebenfalls im Altersheim befindet, wird 87 Jahre alt. Anliegerbeschwerden. Ein scharfer Protest gegen die egerbeschwerden. Ein scharfer Protest gegen die Anliegerbeitrage wurde vom Haus= und Grundbesitzerverein Wanne=Eickel in zwei im Stadtteil Eickel abgeStadttreis Herne Die Schuldfrage über das Unglück auf Zeche„Mont Cenis". Aus Bergbaukreisen wird uns geschrieben: „Nach dem Ergebnis der amtlichen Untersuchung ist das Unglück auf eine durch Steinschlag beschädigte Lampe zurückzuführen. Daß die Löhne auf Zeche „Mont Cenis" besonders niedrig waren, ist unzutreffend, sie lagen im allgemeinen über dem Durchschnitt. Die Behauptung, daß sehr wenig Wandersperren vorhanden gewesen seien, entbehrt jeder Begründung. Die amtliche Untersuchung hat im Gegenteil ergeben, daß das Gesteinstaubverfahren einschließlich der Sperren aeinwandfrei funktionierte. Ebenso falsch ist die Angabe, die Lutte einer Hilfssonderbewetterung hätte 4 Meter vom Stoß und damit zu weit zurückgelegen; sie hing vielmehr durchaus vorschriftsmäßig.“ stadttreis Gelsenkirchen Raubüberfall in Hüllen. Unweit der Wanne=Eickeler Grenze, auf der Hedwigstraße in Hüllen, wurde am Samstag abend, gegen 19 Uhr, in der Filiale Röper ein Raubüberfall verübt. Kurz nach 19 Uhr drang ein mit einer Gesichtsmaske versehener Mann in den Laden und bedrohte die Angestellten mit einer Pistole. Der Mann stürzte sich sofort auf die Kasse, wo die Kassiererin mit dem Auszählen des Geldes beschäftigt war und etwa 300 Mark in Silber auf der Theke liegen hatte. Der Räuber war jedoch derart aufgeregt, daß er nur drei Mark ergriff und das übrige Geld vom Tisch stieß. Dann ergriff er die Flucht. In der Tür zum Laden stand ein zweiter Räuber, ein dritter stand draußen Schmiere. Alle drei liefen in Richtung Germanenstraße davon. Die Kriminalpolizei nahm sofort die Ermittlungen auf. ur Handel: Gewerbe- Induftrie Der Klöckner-Abschluß Ennepe=Ruhr-Kreis Eine Familie vom Auto überfahren. In der Nacht zum 13. November geriet die Familie des Landwirts Oberste=Werbeck aus Herbede— der Mann, die Frau und ein siebenjähriges Kind— unter ein Auto. Sie wurden so unglucklich überfahren, daß der Mann schon am nächsten Tage im Wittener Krankenhaus seinen Verletzungen erlag; die Frau und das Kind liegen noch schwer verletzt danieder. Starker Produktionsrückgang— Erhöhte Verbindlichkeiten Der Geschäftsbericht der Klöckner-Werke.-G. in Berlin(Castrop-Rauxel) begründet den bereits gemeldeten Dividendenausfall 1930/31 in der Hauptsache mit dem starken Rückgang von Produktion und Erlösen und mit der Unmöglichkeit, eine Reihe von Kosten dieser Entwicklung anzupassen. Trotzdem könne die Gesellschaft aber feststellen, daß die planmäßigen Neu- und Umbauarbeiten die erwarteten Senkungen der Produktionskosten gebracht hätten. Die Ausgaben für diese Zwecke seien zum größten Teil bereits aus den Abschreibungen gedeckt, und größere Aufgaben auf diesem Gebiete stünden voraussichtlich in absehbarer Zeit nicht mehr bevor. Die Produktion in der Kohlen- und Eisenindustrie sei jetzt unter das Niveau von 1913/14 gesunken. Da eine Besserung nicht abzusehen sei, ließen sich auch weiterhin gewaltsame Einschränkungen der Betriebe nicht vermeiden, die auch im neuen Geschäftsjahr noch fortgesetzt werden müßten. Im einzelnen stellen sich die Produktionsziffern bei Klöckner wie folgt(alles in Millionen Tonnen): Kohle.14(i. V. 4,16), Koks 0,97(.44), Roheisen.57(0,63), Rohstahl.52(.76), Fertigerzeugnisse .53(.76). Am Ende des Geschäftsjahres wurden 19100(23 700) Arbeiter beschäftigt, im Gesamtkonzern 27 900(34 600). Die Beteiligungen werden in der Bilanz mit(alles in Millionen Reichsmark) 22.67(22,92) bewertet, da im Geschäftsjahr die Beteiligung von.6 Millionen Reichsmark an der Schraubenfabrik F. W. de Fries verkauft worden ist. Die Beteiligung bei der Humboldt-Deutz-Motoren.-G. ist auf 18.9 erhöht.(Gesamtkapital von Humboldt-Deutz 28.). Die Gesellschaft Viktor. die ein Stickstoffwerk außerhalb des Syndikats betreibt und mit dem Wintershall-Konzern zusammenarbeitet, habe günstig gearbeitet und den Verlustvortrag von.57 Millionen Reichsmark tilgen können und darüber hinaus noch 9000 Reichsmark ausgewiesen. Insgesamt haben die Beteiligungen des Konzerns diesmal.59(.69) für die Klöckner-Werke erbracht. Neu erscheint bei 110 .-K. ein Posten langfristige Darlehen mit.48, Kreditoren sind mit 33.29 ausgewiesen(1. V. beide Posten zusammen 34,89 Millionen Reichsmark). Ferner erscheinen Hypotheken und Restkaufgelder mit.41 (.15) und Akzepte mit.59(.72). Anderseits sind Debitoren auf 16.2(19.54) Millionen Reichsmark zurückgegangen, Kasse. Wechsel und Bankguthaben auf 2,19(.54), während die Vorräte von 26.16 auf 30.56 gestiegen sind. Die Anlagen stehen mit 148 (145.37) zu Buch, nach Verrechnung von 10.55(13.79) Zugängen und 7,92(10.36) Abschreibungen. Das Neubaukonto beträgt.65(.55). Die Verringerung der Abschreibungen, die es ermöglicht hat, noch einen kleinen Reingewinn von rund 5000 Reichsmark auszuweisen, wird damit begründet, daß die Umstellung der Werke zum Abschluß gebracht sei und daher die früheren für die Bauüberteuerungen außergewöhnlichen Abschreibungen heute nicht mehr erforderlich seien. Die übrigen Ziffern der Gewinn- und Verlustrechnung haben wir bereits vor einigen Tagen veröffentlicht. Generalversammlung am 12. Dezember. kehrs bestehen, so ist für eine Uebergangszeit mi destens der Freiverkehr in den Börsar: räumen zuzulassen. Der Börsenvorstand beaue. tragt das Präsidium und die Zehnerkommission, 1# Fühlungnahme mit den Aufsichtsbehörden mit gräs. ter Beschleunigung die erforderlichen Vorbereitun gen zu treffen. Dieser Beschluß ist nach eingehen der Aussprache einstimmig gefaßt worden. Berliner Freiverkehr freundlich Zum Wochenschluß blieb am Samstag im tela. phonischen Freiverkehr in Berlin der Grundton ti# Effekten ziemlich freundlich, das Geschäft war abesehr klein und beschränkte sich auf Spezialwerte Am Pfandbriefmarkt war die Tendenz eher fester Das englische Pfund notierte mit 15,90 Reichsmer als Mittelkurs. Durchführung der Stillhaltung Dritte Verordnung Im„Reichsanzeiger“ vom 14. November wurde die dritte Durchführungsverordnung über das Stillhalte. Abkommen veröffentlicht. Es handelt sich besonders um die Vorschriften, die gelten, wenn die Deutsche Golddiskontbank nach den Vorschriften des Stillhalte-Abkommens eine Schuld an Stelle eines Inländers übernimmt, oder sie sich für die Schuld eines Inländers(Schuldners) verbürgt. Danach bleiben bei einer Schuldübernahme durch die Deutsche Golddiskontbank die für die Forderung gestellten Bürgschaften und Pfandrechte beste. hen, auch wenn der Bürge oder der, dem der verhaftete Gegenstand zur Zeit der Schuldübernahme gehört, in die Schuldübernahme nicht einwilligt. Die Bürgschaften und Pfandrechte gelten als auch zur Sicherungder Rückgriffsforderung der Deutschen Golddiskontbank gegen den Schuldner bestellt. Die aus der Befriedigung des Gläubigers sich ergebende Rückgriffsforderung der Deutschen Golddiskontbank gegen den Schuldner ist mit zwei Prozent über den jeweiligen Reichsbankdiskontsatz mindestens mit sechs Prozent jährlich zu verzinsen, Die Golddiskontbank kann von den Schuldnern eine angemessene Vergütung verlangen. Von jeder Person, die im Deutschen Reich(mit Ausnahme des Saargebietes) ihren Wohnsitz, Sitz oder Ort der Leitung hat und nach Mitteilungen, die der Golddiskontbank zugegangen sind, einer ausländischen Bank, die dem Stillhalte-Abkommen beigetreten ist, etwas schuldet oder sich für eine solche Schuld verbürgt hat kann die Golddiskontbank Auskunft verlangen, die für die Schuld oder die Bürgschaft von Bedeutung sein können. Die Bank kann ferner die Vorlegung aller Urkunden und Beweismittel verlangen, die sich auf die Schuld oder die Bürgschaft beziehen. Die Bank kann schließlich verlangen, daß die Richtigkeit und Vollständigkeit einer ihr gegebenen Auskunft dem Reichswirtschaftsminister oder einer von ihm bestimmten Stelle eidesstattlich versichert wird. Quer durch die Wirtschaft Berliner Börfenvorstand für unverzügliche Börlfenöffnung Nachdem durch die 7. Verordnung zur Durchführung der Verordnung des Reichspräsidenten über die Devisenbewirtschaftung die Gefahr einer Verschlechterung der deutschen Devisenlage aus Wertpapierverkäufen aus dem Auslande im Börsenverkehr beseitigt ist, hält der Börsenvorstand die unverzügliche Wiederherstellung des amtlichen Verkehrs an der Berliner Börse im allgemeinen wirtschaftlichen Interesse für dringend geboten. Sollten bei den maßgebenden Stellen noch unüberwindliche Bedenken gegen die unverzügliche Wiederherstellung des amtlichen VerDie vom Statistischen Reichsamt für den 11. November berechnete Indexziffer der Großhandelspreise ist mit 107,0 gegenüber der Vorwoche um.3 v. H. gesunken. * Bei der Laurahütte.-G. In Berlin ergibt sich per 30. Juni 1931 ein Verlust von rund 27000 Reichsmark (1. V. ein Reingewinn von 18 290 Reichsmark). Der Verlust wird aus dem Gewinnvortrag, der mit 618 576 Reichsmark in das Jahr 1930/31 übernommen wurde, gedeckt. .5 Millionen Reichsmark erst jetzt bekannt werdende Aufkaufsaktien werden eingezogen. Kapitalherabsetzung von 41.6 auf 35 Millionen Reichsmark. per 30. Juni 1931 Bei den Metall-, Walz- und Plattierwerken HindrichsAuffermann AG. In Wuppertal-Oberbarmen ergibt sich nach 71 446 Mk. Abschreibungen ein Reingewinn, der sich unter Hinzuziehung von 30 561 Mark Vortrag auf 103104 (184 517) Mark stellt, woraus 4(7) Prozent Dividende verteilt werden sollen. Pelz Umarbeiten Reparaturen Neufüttern Verlängern Ihres Pelzmantels auch Umarbeiten zum modernen Jäckchen in bekannt guter Ausführung billigst(101 SIISZaNNd Hodie und Morgen! Kommen Sie soforil 20 Wühllische! Resie farruppen-Meider in Längen bis 1 Meter, Tweed. Schotten, Wolle und Seide. Maroc. Crèpe de chine. Georgettes, Kunstseide, einfarbig und bedruckt, Mousseline, Volle usw. usw. jeder Rest Fabrik-Reste! 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St. Meinolphuskirc für den verstolben Kaufm Wilhelm Be statt. wozu freur laden wird. Wir halten Ja Sprechstunden Dr. med. Alb von 9½—1 Ien Ortchrenbenhe Dr. med. Eric von 15— (sicht zur Ortsbranke Lll- stahl.Hol. Bel Kinderbetten, Chalselong Satllog frei. Fisenmöl Bett Montag, dle " Kribe ZAHNPE sche Idel ind Seide. arbig und jeder Rest keste + 195 behalten wollen! * Vereme gangszeit mi den Börsen. orstand beauf. kommission, In örden mit größ. en Vorbereitunerlen eundlich mstag im tele r Grundton für schäft war aber f Spezialwerte, mnz eher fester. „90 Reichsmark 4 mber wurde die das Stillhaltelt sich besonen, wenn die orschriften des In Stelle eines für die Schuld Danach bleih die Deutsche ung gestellten chte bester, dem der verhuldübernahme cht einwilligt. felten als auch sforderung den Schuldner des Gläubigers der Deutschen r ist mit zwei ankdiskontsatz h zu verzinsen. chuldnern eine Von jeder PerAusnahme des er Ort der Leier Golddiskontidischen Bank, eten ist, etwas chuld verbürgt unft verlangen, aft von Bedeuerner die Vorittel verlangen, schaft beziehen. daß die Richgegebenen Ausoder einer von versichert wird. rtschaft en 11. November preise ist mit H. gesunken. ergibt sich per 7000 Reichsmark nark). Der Verit 618 576 Reichswurde, gedeckt. it werdende Auferabsetzung von Juni 1931 rken Hindrichsien ergibt sich gewinn, der sich rtrag auf 103104 t Dividende verHinweise Stadttheater Bochum. Zu der für heute, Montag, setzten Aufführung von Forester Lerbs'„=Boot die den Serien A und C des Bühnenvolksbundes en wird, konnten noch eine Reihe von frei verAgichen Karten zur Verfügung gestellt werden. Fur ###gen, Dienstag, steht abermals die große Inszenie## der Wallenstein=Trilogie auf dem Spielplan, die ###nal für die Vormiete B gebracht wird. Für die ## wvormiete ist dieser Abend als Wahlvorstellung anNicht nur für Schillers„Don Carlos“, der wieder “ Verbeveranstaltung für kommenden Mittwoch(Buß1. angesetzt wurde, sondern auch für ein Werk, das * ## einer ganzen Reihe von Spielzeiten###### wieder einstudiert ist und seine Wiederaufnahme zahmen einer solchen Werbeveranstaltung erfährt, uird die Werrngg fortgesetzt. Es ist Goethes Schauspiel Reihe von Spielzeiten von Dr. s Merbune zubigenie auf Tauris. Beioe Abende versprechen dem ####cher noch eine Bereicherung, da Dr. Schmitt, der ###seur der Aufführungen, ihnen einführende und ##mernde Worte voranschicken wird. Die Oper bringt # dieser Woche die erste Wiederholung der kurzlich mit ###artem Beifall aufgenommenen Lehar=Operette„Das ##d des Lächelns“, und zwar am Donnerstag für den ###inen Ring und die Volksbühne, Serie 2. Der an ## so reichhaltige Spielplan der neuen Woche verzeich1 mr schließlich noch ein Ereignis, das ganz besonAufmerksamkeit verdient: es ist die erste Uraufhührung der Buhne in dieser Spielzeit, die für kom#nnden Samstag angekündigt wird. Unter der Spielleitung von Dr. Hans Buxbaum soll Robert Neumanns „Hochstaplerkomödie“ an dem genannten Abend im Rahmen der Vormiete A aus der Taufe gehoben werden. (=) Melanchthonchor Bochum. Am Bußtag, 18. November, gibt der Melanchthonchor sein erstes Konzert unter Leitung seines Dirigenten Willy Mehrmann. Den wesentlichen Teil des Konzertes bilden zwei Kantaten von Joh. Seb. Bach. mit dessen Werken Willy Mehrmann durch seine lange Zugehorigkeit zum Thomanerchor in Leipzig besonders verwachsen ist. Die Kantate„Also hat Gott die Welt geliebt" wird als Heimat der bekannten Arie„Mein gläubiges Herze öfter genannt, ist aber doch nicht sehr bekannt, obwohl samtliche in ihr vereinigten Stücke gleich schön sind. Die Kantate„Ein' feste Burg ist unser Gott" wird wegen der Schwierigkeiten, die der erste großartig angelegte Chor, der den überragenden Gipfel der ganzen Kantate bildet, den Ausführenden bietet, selten aufgeführt. Diesen beiden Bachkantaten geht eine Kantate Buxtehudes voraus„Alles was ihr tut". Zu Beginn des Konzerts spielt Willy Mehrmann das Orgelkonzert von Händel in=Moll, ein sehr volkstümliches Werk.* Buß= und Bettag Chor=Konzert im Schützenhof. In dem ersten städtischen Chor=Konzert am Buß= und Bettag, 18. November, abends 8 Uhr. im Schützenhof, wird durch das Städtische Orchester und den Städtischen Musikverein„Ein deutsches Requiem“ von Johannes Brahms aufgeführt. An Solisten wirken mit: Marianne Lutz(Sopran), Ewald Kaldeweier(Baß), Hanns Kirchhelle(Orgel). Leitung: Generalmusikdirektor Leopold Reichwein. Berichte (=) 53. Gründungsfest des KKV.„Constantia“. Einfach und schlicht feierte die„Constantia“ das 53. Stiftungsfest. Es wurde Samstag morgen mit einem Requiem für die Toten in der St.=Meinophuskirche eingeleitet. Am Altar der„Constantia“ fand die Seelenmesse statt. Der Festtag wurde am Sonntag in der St.=Meinolphuskirche begonnen; der Kirchenchor trug unter Leitung von Studienrat Hoischen eine Messe vor. Das Levitenhochamt wurde zelebriert vom Pfarrer Meier unter Assistenz von Vikar Dr. Schlütz als Diakon und Vikar Lohoff als Subdiakon. Eine große Anzahl Gäste und Ehrengäste hatten sich eingefunden. In seiner Festpredigt gedachte Studienrat Hoischen des Wirkens der„Constantia auf religios=kulturellem Gebiete. Am Ehrenaltar wurde zur Ehrung der Gefallenen vom Vorsitzenden Joseph Calderoni und vom Gauvorsitzenden Anton Kaup je ein Kranz niedergelegt. Der Festakt in den Salen des Hotels Monovol sah eine stattliche, festesfrohe Schar der Mitglieder. Der Vorsitzende konnte nach dem Begrüßungswort eine ganze Reihe von Glückwunschschreiben zur Vorlesung bringen. Der geistliche Beirat, Studienrat Hoischen, nahm die Ehrung der Jubilare vor. und überreichte den Herren das Ehrendiplom des Verbandes. Die Silbernadel steckte jedem der Verbandsvorsitzende Friedrich Klagges mit entsprechenden Worten an. Die Jubilare sind die Herren: Josef Konnermann, Direktor Michels, W. Paulich, Jul. Prinzenberg, Joh. Vogt, Karl Kücke, Joh. Cornelius, Anton Bludau. Direktor Michels dankte im Namen der Jubilare für die verliehene Auszeichnung. Im weiteren Verlaufe des Festaktes trug auch der Chor des Vereins heitere Volksweisen vor. Verbandsvorsitzender Klagges überbrachte die Glückwünsche des Verbandes. Anton Kaup sprach im Namen des Westfälischen Südgaues dem Verein herzliche Glückwünsche aus. Der Festakt im Hotel Monovol nahm einen durchaus stimmungsvollen Verlauf.„„ (w) Verband gläubiger Kaufteun e. d. Gestern hielt der Verband glaubiger Kaufleute die Herbstkonferenz des Westbezirks ab. Als Tagungslokal hatte man das Ernst=Moritz=Arndt=Haus gewählt. Morgens fand eine Erbauungsversammlung statt, in der Kaufmann W. Brinck eine Ansprache hielt. Mittags fand sich der Verband zu einem gemeinsamen Mittagessen zusammen. Am Nachmittag war dann die Hauptversammtng. Zuerst führte die Kurrende unter Leitung von Pastor Niederstein eine Kantate auf, die dank dem guten Stimmaterial tiefen Eindruck hinterließ und bei den Zuhörern reichen Beifall erntete. Dann folgte eine Kaffeepause. Hierauf ergriff Dr. W. Brandeuburger das Wort zu einem Referat über„Die Aeutsche Währung vor und nach der Stabilisierung". Er gab zuerst einen Rückblick über die Zeit vor dem Kriege, sodann kam er auf die Formen der Goldwährung zu sprechen, zeigte, daß die Währung unabhängig vom Goldvorrat sei, und daß sich die Praxis nach der Quantitatstheorie des Nationalökonomen Ricardo richte: Die Menge der Banknoten stehe jedesmal im entsprechenden Verhältnis zum Bedarf im jeweiligen Umlaufsgebiet. Natürlich hange die Umlaufsgeschwindigkeit von der wirtschaftlichen Vitalität eines Volkes ab. Darum sei eine gesunde, stabilisierte Wirtschaft Voraussetzung für eine stabile Währung.— An das Referat schloß sich eine lebhafte Aussprache, in der die Erorterungen Bestätigung aus dem praktischen Leben fanden, so daß jeder Teilnehmer der Tagung einen befriehgenden Eindruck mitgenammen hat. Wir haben uns verlobt HEDI HELD OTTOBOLK Bochum, den 15. November 1931 Hallinger Straße 225 Nach langem, überaus schwerem Leiden starb am 10. November unser geliebter Bruder, der Kaufmann Stio PTOli.„ Hauptmann d. Res. a. D. Inhaber des E. K. II. u. I. Klasse Seinem Wunsche entsprechend ist die Einäscherung und Beisetzung in aller Stille erfolgt. Auguste Ley geb. Fröhling Hedwig Zumloh geb. Fröhling Berta Pufahl geb. Fröhling Bochum und Gotha, 14. November 1931 Statt jeder besonderen Anzeige Heute verschied goltergeben unser lieber Valer, Schwiegervoler und Großvaler der Fabrikbesitzer JOHOTMTDONGI aus Hochhelm Im Aller von 83 Jahren. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Landgerichts-Präsident Broicher und Frau Maric geb. Boller Bochum, den 14. November 1931 Die Beisetzung findet in Hochheim stalt. Von Belleldsbesuchen und Kranzspenden bitten wir abzusehen Am Dienstag. dem 17. Nov., morgens 8 Uhr, findet in der St. Meinolphuskirche das für den verstorbenen Kaufmann Wilhelm Backwinkel slatt, wozu freundlichst eingeladen wird. Wir halten Jahnstraße 9 Sprechstunden ab wie folgt: Dr. med. Albrecht Meyer von 9½—13½ Uhr (zur Ortshranhenhasse zugelassen) Dr. med. Erich Hufnagel von 15—16 Uhr nicht zur Ortskranhenkasse zugelassen) FamilienNachrichten Gevoren: Knab.: Hermann Hegerkamp(Käthe Tümmers), Zwillinge, Gelsenkirchen. Wilh. Mendel(EllaKraus), Wantenscheid. Verlobte: Lydia Weisheit mit Percy Orris, Rüttenscheid und London. Vermählte: Ernst Herting mit Gerda Schäfer, Wildspung und Hagen. Gestorben: Fräulein Christine auf der Heiden, 40., Gelsenkirchen. Frl. Margarethe Walgenbach, Essen. Heinr. Hoffmann, 88., Vorhalle. Paul Ulle rich, Hagen. Frau Wilhelmine Borgloh, 81 Jahre, Dortmund. Frau Ida Bolte, 47., Sevinghausen. Frau Ida Flachmeyer, 59 Jahre, Pivitsbeide. Heute morgen 3 Uhr nahm der treue Gott meine liebe Frau, unsere herzensgute Mutter, Schwiegermutter und Großmutter IUd PIdciiann geb. Niederstucke im Alter von 72½ Jahren zu sich in die Herrlichkeit. Sie schaut, was sie geglaubt. Familie Wilhelm Hackmann Bochum, den 14. November 1931 Die Beerdigung findet statt am Dienstag, dem 17. d.., nachmittags 3¼ Uhr. vom Trauerhause, Bochum, Drusenbergstraße 154, aus zum evangelischen Friedhof Weitmar. Hausandacht 2¾ Uhr.— Um den Wunsch der Verstorbenen zu ertüllen, wolle man von Kranzspenden absehen Heute abend gegen 7¾ Uhr wurde meine innigstGeliebte Frau, unsere herzliebe Mutter, meine gute Tochter. Schwester. Schwägerin und Tante Dir,W. Enllig geb. Schilling in ihrem 46. Lebensjahre und nach 20jähriger überaus glücklicher Ehe von ihrer kurzen, schweren Krankheit durch einen santten Tod erlöst. In tiefer Trauer: Otto Wülfing Hans-Otto Wülfing . Trudel Wülfing Fritz Wülfing Wanne-Eickel 2. Lüneburg. Barmen, den 13. Nov. 1931 Plasgeburser Straße 111 Die Beerdigung findet am Dienstag, dem 17. November, nachmittags 3 Uhr. von der Friedhofskapelle des Unterbarmer evangelischen Friedhofes in WuppertalBarmen, Friedenstraße, aus statt. Zutahrt: Alleestraße— Unionstraße— Ronsdorfer Straße— Friedenstraße. I44,P8-en-hit Wir bitten herzlich, von Beilelusbesuchen dosenen zu wollen Bochumer Krieger-und Landwehr-Verein 2. Bezirk Dienstag. 17. Nov., morgens 8 Uhr: Antreten bei Märker, Ferdinandstraße, zur Beerdigung unseres Altest. Kriegsveteranen von 1864, 1866, 1870/71 Josef Klages Zahlreiche Beteillgung erwartet Der Vorsitzende Der Plan über die Herstellung einer unterirdischen Telegraphenlinie in der Kreyenfeldstr., zur Werner Heide, Werner Hellweg und Nörenbergstraße in Bochum=Werne liegt beim Telegraphenbauamt in Bochum von heute ab vier Wochen aus. Telegraphen= bauamt Bochum. Heirats-Gesuche Ig. Mann, 30., in Stell., sucht Mädchen im Alter von 26—30 Jahren, zw. Heirat Witwe m. Kind sehr angen,„Zuschr. u. D. D. 48049 a. d. Gesch. Stall besonderer Anzeige Heute, Sonnabend abend, mußten wir nun auch unseren geliebten kleinen in Gottes Hand zurückgeben. Er starb an den Folgen einer heimtückischen Blinddarmentzündung. Familie Otto Kurrer Bochum, den 14. November 1931. Gudrunstraße 1 I- stahl. Patton, Schlafzimmen u. Holz Setten-Sahlmatrats. Underbetten, Chalselong., an jeden, Teilzahlg. Gelog frei. Eisenmöbelfabrik Suhl(Thülr.) Montag, Vienstag. Minlwoch 77 Wie 77 gestaltet sich Ire zakuhtt Frau Besuchen Sie die Sprechstunden für experimentelle Psuchologie. Sprechstunden von 10-12 u.-7 Uhr Bochum Hellweg 29 1! (Neumarkt) Arlbert Müller Verlore! Terrler entlauf., drahtbaar., weißer Rüde. Belohn. S TTlk. Teylestr. 25, 2. Stock, Ecke Alexandrinenstr. Soldene am vergangenen Mittwoch vom Stadtpark bis zur Diekampstr. verloren. Wiederbringer erhält gute Belohnung Zu erfragen in der Geschäftsstelle(9027 Schäferkane (Rüde) entlaufen. Erkennungszeich: Steuermarke 1546. Schutthundabseichen u. MeGallle. Wiederbringer erhält Belohnung Bochum, Castroper Straße 243. Telet. 83395 RAXIS.PETERS 4P·TTORTASTRASSE 45/TELEPHON 896 63 Mr..— mit örtlicher Betäubung g. Goldkrone oder Brüchenglied.... von Mk. 13.— an Vollzs Reparatur.(Bruch od Zahn a. Oebib v. 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Allen, denen aus Versehen keine besondere Nachricht zuging, diene diese als solche(48650 ohne Operation Antzag Bekanntmachung Ueber das Vermögen der Firma Ernst Platt G. m. b. Lacke= und Farbenfabrik in Bochum, wird heute, am 10. November 1931, 11 Uhr, das Vergleichsverfahren zur Abwendung des Konkurses eröffnet. Termin zur Verhandlung über den Vergleichsvorschlag wird auf den 28. November 1931, 11.45 Uhr, vor dem Amtsgericht, hier, Viktoriastraße 14, Zimmer 45, anberaumt. Der Antrag auf Eröffnung des Vergleichsverfahrens nebst Anlagen und das Ergebnis der Ermittlungen liegt auf der Geschäftsstelle, Zimmer 35, zur Einsicht der Beteiligten auf. Bochum, den 10. November 1931. Das Amtsgericht Zwangsversteigerung 23 K 1/31 Gemarkung Werne Grundbuch von Werne, Band 2, Blatt 86 Flur 2, Parzelle 1207/71, Hofraum, Hellwegstraße, groß 5,16 Ar Flur 2, Parzelle 1210/71, Hofraum, Hellwegstraße, groß 7,28 Ar Eigentümer: Wirt Heinrich Schulte in Werne. Versteigerungstermin: am 1. Dezem ber 1931, vormittags 10 Uhr, an der Gerichtsstelle, hier, Zimmer 22. .=Langendreer, 23. September 1931 Das Amtsgericht Die Beisetzung findet in aller Stille in der süddeutschen Wir bitten herzlichst, von Beileidsbesuchen und Blumenspenden Abstand zu nehmen und statt dessen armer Kinder zu gedenken Spezial-Arzt Dr. med. Bäumges langjährige Praris hält Sprechstund. von-1 Uhr am Donnerstag, dem 19..., in Bochum, Hotel Märkiecher Hol And ausicht nach koin(ühleruingi Pronp geg füche Zwang=, Pmmr 101 Am Dienstag, dem K. Robember 1991, vormittags 11.30 Uhr, werde ich in Bochum folgende Gegenstände: 1. 1 maschine(versenkbar), 2. 1 Billard (Schlummer), 3. 1 Motgrlcähse, 4. ziehtisch, 5. 1 Bücherschran.(Wbelholz), 1 Bülfett und 1 Vitrine, 1 Standuhr, 6. 1 weiße Küchenanrichte, 7, 1 Klubsesse (Stoff), 1 Flurgarderobe, 1 Rollschrank (doppelt), 8. 1 Krupp=Registrierkasse, 9. 1 Dauerbrenner, 1 Rauchtisch, 1 Nähmaschine, 1 Schranksprechapparat u. dgl. mehr. 10. 1 Büfett, 1 Ausziehtisch, 1 Vertiko, 1 Kommode, 1 Tisch, 11. 1 Herrenzimmer(Nutzbaum), 1 Mercedes=Schreib maschine Nr. 153644. 2 eichene Roll schränke 1 Triumphator=Rechnungsmaschine, 1 Dr.=Gistelner=Rotari=Vervielfältigungsmaschine, 1 Opel=Limousine (•30) 12. 1 Waschtisch öffentlich meistbietend gegen bar versteiger. Sammelpunkt für Käufer: Wirtschaft Morjan, Alleestraße 54. Bochum. den 14. November 1931. Jost II. Gerichtsvollzieder kr. A. in Bochum, Hattinger Straße 118. 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November 1931 im gesamten Stadtbezirk fällig gewordenen rückständigen Steuern und Abgaben, und zwar die Getränkesteuer, die Biersteuer und die Gewerbesteuer von der Lohnsumme für Oktober 1931. die Abgaben vom Grundbesitz(Staatliche Steuer vom Grundvermögen, Hauszins- und Gemeindegrundsteuer nebst Gebühren), die Vergnügungssteuer für ständige Veranstaltungen, das Schulgeld für den Besuch der städtischen höheren Lehranstalten, der Singschule, der Haushaltungs= und Gewerbeschule für Mädchen für November 1931, das Schulgeld für die Gewerbe= und Betriebsfachschule die Gewerbesteuer vom Ertrage und die Hundesteuer für Oktober Dezember 1931. ferner die rückständigen Schulgelder für die staatlichen höheren Lehranstalten für November 1931 und die Kirchensteuern in den Stadtteilen Gertbe=Harpen und Linden=Dahlbausen für die Monate Okt. Dez. 1931 werden hierdurch angemahnt. Schriftliche Einzelmadnungen werden nicht mehr zugestellt. Die nach den Bestimmungen vom Ablauf des Fälligkeitstages an zu berech nenden Verzugszuschläge und Verzugszinsen sind mit zu entrichten. Nach dem 21. November 1931 werden die noch vorhandenen Rückstände im Verwaltungszwangsverfahren eingezogen. Es wird darauf hingewiesen, daß gültige Zahlungen nur an empfangsberech tigte Beamte geleistet werden können. Bochum, den 16. November 1931. Die Stadtkasse als Vollstreckungsbehörde. Zwangsversteigerung Am Dienstag, dom 17. November 1931. vormittags 11 Uhr, werde ich in Gerthe 1. 1 Geldschrank, L. 1 Kaminosen, 1 Diplomaten. Schreibtisch öffenil. meistbietend gegen bar versteigern.- Sammelpunkt für Käufer: Wirtschaft Lücke. Bochum, den 14. Novemder 1931 Milte, Obergerichtsvollzieder in Bochum, Brückstraße 51 Gebr. Kleiderschr., 2tür. u. Waschkomm. m. Spiegel, bill. z. verk. Ostar=Hoffmann=Str. 55, 4. Et. Rechtsburo G. Buise Diekampstraße 7. Rut 69070. 5 Beratung u. 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K. 48550 an die Gesch. Bochum, Schellstr. 12. Hypotheken Umbeleihungen, Kredite jeder Art, in kurzer Zeit zu günst. Bedingungen. Westfälisches Immobilien=Büro 9 Reitenrath, GolasVondentlar Der Oberheinzelmann hält eine Rede: Liebe Kollegen, Ihr wißt, AlsbergBochum begeht das Kautertest der Dekade. Alsberg hat den Bochumern Leistungen gezeigt, die in ganz Deutschland nicht ihresgleichen hatten. Wir müssen trotzdem den Rekord brechen. Wir müssen zeigen, daß die Heinzelmannchen mehr konnen, als gewöhnliche Sterbliche und müssen mit Leistungen autwarten, dle alles andere in den schatten stellen. Seid Ihr gerüstet? Alle antworten: JAl Der Oberheinzelmann: Gut Also dann auf nach Bochum. Wir bringen S 8 GEOBDFGC 102 Gedenktafel 16. November. Tod Gustav Adolfs von Schweden bei Lützen (geb. 1954).....„ Huga69 Der Geschichtsforscher Hermann Onaen in P abechung 96. Personal-Nachrichten wie der amtliche preußische Pressedienst mitteilt, zu Mitgliedern des Landesgesundheitsrats vom nßischen Staatsministerium auf die Dauer von fünf mannt worden u. a. Reichstagsabgeordneter Becker(Arnsberg), Professor Dr. Boe Jähren Jotannes in Essen, Professor Dr. Lönne in Gelsenkirchen, Sanitätsrat Dr. Hansberg in Dortmund. ## in Münster, Baudirektor Dr.=Ing. h. c. Heli Eisen. 9/ heimer Kirchenvisitation in Hamme Der Sonntag war für die evangelische Kirchen###einde Hamme ein besonderer Freudentag, aber auch innerer Einkehr. Galt es doch, vor dem Surintendenten Niederstein, dem Kreissynodalvorstand terer Mißstand, der die Ungeschütztheit der Marbachufer Stadtteil Linden-Dahlhausen die Bezirke Dorf und. Bie, S huse axs here Paten. lesag vereinten fast sämliche Gemeindeglieder, In sholtstraße wurde vorübergehend geschlossen und desin## den Pfarrern des Kirchenkreises Bochum Zeugnis ## Rechenschaft über das kirchliche Leben innerhalb (Hochum=Weitmar). In der Kirche grämer(Hamme) im Anschluß an das Bibelwort ###hannes 10 Vers 23 bis 30 die Festpredigt. Superitendent Niederstein richtete eine Sonderan##nache an die Gemeinde. Im Hinblick auf den Ernst der gegenwärtigen Lage seien lebendige und glaubens###rte Gemeinden erforderlich. Im Anschluß an den ###atesdienst nahm der Skriba der Synode Pfarrer eine Lg der Konfirmanden und Kate###unenen vor, die von guten Fähigkeiten zeugte. Auch n den Kindergottesdiensten, die von über siebenhun## Kindern besucht waren, sprach der Superintendent rnahnende Worte. e se verums unter Zeitzung ###ddem Superintendenten. Das Ar ung und Kasse wurden einer eingehenden Prüfung mterzogen und in Ordnung befunden. Den weiteren Raum dieser Sitzung nahm die Besprechung über die ustände in der Gemeinde ein. Es wurde festgestellt, daß die evangelische Gemeinde Hamme von einem leben###en Geist durchweht wird und die Seelenzahl nahezu u den alten Stand zurückgekommen ist. Die sich im bemeindebause anschließende Jugendversammlung wurde durch Posaunenvortrag(Leitung Pfarrer Krämer) und gemeinsamen Gesang eingeleitet. Die gestrede hielt Pfarrer Busch(Witten). Mit einer Larbietung des Posaunenchors klang die Versammlung In der zum Abschluß des Visitationssonntags stattgjundenen stark besuchten Gemeindeversammlung sprach Pfarrer Leich(Harpen). Er wies hin auf die Gefahren, die der Kirche drohen, und zeigte Mittel und Wege, ihnen wirksam zu begegnen. Die gestrige Kirchenvisitation hat gezeigt, daß auch in frischer glaubensstarker Geist herrscht. zur Ursache hatte, wird bereits abgestellt, indem Schutzgeländer errichtet werden. Die in diesen Tagen vollzogene Niederlegung des Herckerschen Kottens an der Hattinger Straße wird die Schaffung einer zum Park führenden Promenade zur Folge haben. 1 Buß= und=Bettag= Konzert. Der Gesangverein „Glocke" und das Männerquartett„Harmonie“ beabsichtigen, am Buß= und Bettag unter Leitung von Hammacher(Welper) ein gemeinschaftliches Konzert zu veranstalten. Als Solistin ist Käte Schwarz, Sopran(Bochum) und als Begleiter Lehrer Köhler vom Bochumer Konservatorium gewonnen worden. Wohltätigkeitsabend der Vinzenzkonferenz St. Joseph Weitmar=Mark. Am 6. Dezember veranstaltet die Vinzenzkonferenz St. Joseph Weitmar=Mark bei Glahn, Karl=Friedrich=Straße, einen Wohltätigkeitsabend. Der Ertrag kommt den Barmherzigen Schwestern und den Ortsarmen zugute. 1 Stadtteil Stiepel Im Silberkranz. Das Fest der silbernen Hochzeit begehen die Eheleute August Spitz und Karoline geb. Becker, Dewinkelstraße. n Diphtherie. Bereits vor einigen Wochen wurden mehrere Erkrankungen an Diphtherie im Bezirk Brockhausen festgestellt. In der Zwischenzeit hat die wurde Freitag die Witwe Emma Loose, Hattinger Straße 848. Die Hochbetagte ist körperlich rüstig und geistig frisch. 4 50 Jahre Frauenhiefe Linden. Die Frauenhilfe Linden, die im Jahre 1881 gegründet wurde, konnte in diesem Jahre auf ein 50jähriges Bestehen zurück blicken. Sie hat in dieser langen Zeit viel Gutes in der Gemeinde getan...„a,.Atem Samneritag THV. Linden=Dahlhausen. Am letzten Donnerstag fand im Vereinsheim Willems die gut besuchte Ortsgruppen=Monatsversammlung statt. Kreisgeschäftsführer Richter erstattete im Rahmen des geschäftlichen Teiles den Kreistagsbericht. Sodann folgte die Gefallenen= Gedenkstunde: für deren Gestaltung einige Mitglieder in bester Weise sorgten, so daß die Feierstunde den toten Helden ein würdiges Andenken verschaffte. 4 fiziert. bischof war erfreut über den Ausbau des Krankenhauses. Zuletzt wurde Erzbischof Dr. Klein zum Maria=Stift an der Schwerinstraße geleitet, wo er den dortigen Schwestern einen kurzen Besuch abstattete. Gegen 4 Uhr begab sich der Erzbischof nach Hiltrop=Bergen, um auch dort die Firmung vorzunehmen. 28 Silberne Hochzeit. Das schöne Fest der silbernen Hochzeit durften die Eheleute Steiger Vohl, Schürbankstraße, in aller Rüstigkeit und Frische begehen. ka Bettwäsche gestohlen. In den Abendstunden des 13. November verschafften sich Diebe Eingang in eine Wohnung des Hauses Lothringer Straße 5. Sie entwendeten Bettwäsche, Seide und Gardinenstoff im Werte von etwa 100 Reichsmark. Stadtteil Bergen Elternbeirat der evangelischen Schule. Der Elternbeirat hielt eine Versammlung ab, in der beschlossen wurde, eine Arbeitsgemeinschaft der Elternbeiräte von Gerthe, Harpen, Hiltrop und Bergen zu gründen, die die Interessen der evangelischen Schulen besser vertreten könne. ka Stadtteil Hiltrop Firmung in Hiltrop=Bergen. Feierliches Glockengeläute in der vierten Nachmittagsstunde verkündete, die Ankunft des Erzbischofs Dr. Kaspar Klein. Auf dem sämtlicher Stadttell Querenburg Silberhochzeit. Die Eheleute Ludwig Schmidt feierten Samstag das Fest der Silberhochzeit. Dem beliebten Jubelpaare wurden viele Ehrungen bereitet. m Einbruch. Durch Stalleinbruch wurden in der Nacht zum 13. November dem Landwirt Schulte=Kleinherbede eine Anzahl Gänse und Enten gestohlen. Veitüigel ortosten.„In der Nacht sum, 13. Ro,(gemeinde williommen und geleitete, ihn zum Hochgltg vember wurden einem Landwirt an der Kleinherbecher Nach:„ feierlichen Zeremonien der Einruuring. spendete der Erzbischof unter den Gebeten und Gesangen Straße sechs Gänse und zwei Enten gestohlen. Die Täter haben die Tiere am Tatort geschlachtet und sie dann in einen Sack gesteckt. Mit einem Auto, das gegen 1 Uhr in der Kleinherbeder Straße stand, ist das Diebesgut fortgeschafft worden.* „Jugend und Alter.“ Zur zweiten diesjährigen Veranstaltung hatte die Allgemeine Volksbildungsvereinigung„Feierabend“ den Fachpsychologen Oberschulrat Dr. Schlemmer lin). zu einem Vortrag mit dem obigen Titel verpflichtet. Der Vortrag fand in Werne„Zur deutschen Flotte" und in Langendreer in der Aula des Gymnasiums statt. Der Vortragende hatte sowohl der Jugend wie auch dem Alter viel Wissenswertes zu sagen. Jeden tieferdenkenden Deutschen erfüllt das katastrophale Verhältnis der Jugend zum Alter und auch des Alters Seriun uuet, es beche die Pot zulih haser beiden Kaltorz Areizghsealen hise Dr. Schlemmer tief und klar in die verschobenen und entarteten Auffassungen der heutigen Zeit hinein. Hierbei kam allerdings die Jugend, zierglich, glimpflich, weg, wie sich denn überhaupt der Vortragenoe als ein wari Katechese. Nach Beendigung des Gottesdienstes verließ der Erzbischof die Kirche in feierlicher Prozession und begab sich zum Pfarrhause, wo die Vorstellung des Kirchenvorstandes, Lehrpersonals und der Vereinsvorstände erfolgte. Gegen 3½ Uhr verließ der Erzbischof das Pfarrhaus und begab sich zum hiesigen Maria=HilfHospital. Auch hier zeigte sich reicher Flaggenschmuck. Den Willkomm des Hauses brachte ein Mädchen in einigen sinnigen Versen zum Ausdruck. Dann wurde er von Pfarrer Dr. Mantel, Studienrat Heer und Chefarzt Dr. Hamacher willkommen geheißen. In der Kapelle hatten sich die Kranken eingefunden. Der ErzKirchvorplatz hatten, die Fahnenabordnungen sämtlicher kirchlichen Vereine Aufstellung genommen. In unmittelbarer Nähe des Kirchenportals hieß Pfarrvikar Butterwegge den Oberhirten namens der Pfarrzeneinde willkommen und geleitete ihn zum Hochaltar. Nuch dem feierlichen Beremoniell bere der Ergvischof unter den. Gebeten und Gesäng der Pfarrgemeinde, die das Gotteshaus bis auf den letzten Platz gefüllt hatte, 240 Firmlingen die Firmung. Dann hielt der Erzbischof eine herzandringende Predigt. Er zeigte dann in seinen weiteren Ausführungen ein warmes Mitempfinden für die Nöte der Zeit, die durch die Stillegung der Schachtanlage 10 der Zeche„Constantin" vor vierzehn Tagen besonders hervorgerufen worden seien. Die christliche Liebestätigkeit sei besonders not. Nach der kirchlichen Feier wurde der Erzbischof zum Kindergarten geleitet, wo die Vorstellung des Kirchenvorstandes, des Lehrerkollegiums und der Vereinsvorstände stattfand. Gegen 6 Uhr begab sich der hohe Gast zur Pfarrvikarie. ko Stadttell Riemte Buß=und=Bettag=Konzert des evangelischen Kirchenchors. Wie in früheren Jahren, veranstaltet der Pirchenchor der evangelischen Gemeinde Hofstede=Riemke trotz großer Schwierigkeiten ein Buß=und=Bettag=Konzert. Zur Aufführung gelangt das Oratorium„Jesus und die Samariterin“ für gemischten Chor, Baß=, Altsolo und Orgel von Wilhelm Rudnick. wie 99 u Zugend zeigte. Die Fursprecher der heranwachsenden Jugend zeitn Die ältere Generation soll die jungere nicht kleinlich und neidisch beurteilen, nicht immerzu„schulmeistern", nörgeln und erziehen,wollen, Dstart gutezdeprägtes urnd fei, jungen Menschen haben ein stark ausgepragtes und fei empfindliche Selbstbewußtsein, das man nicht mißachten oder gar unterdrücken soll. Das Märchen von der besseren Jugend in früheren Zeiten, das jede Generation von sich so gern behauptet, besteht auch heute zu Unxecht. Die Jugend hat ein Anrecht auf's Stürmen und Drungen, auf Selbständigkeit in gegebenen Grenzen, auf Freiheit G issensdingen, auf hamme ein ur Firmungsfeier in der Kreuzpfarrei. Der gestrige conntag war ein Freudentag der Katholiken der harrei. Punkt vier Uhr traf Erzbischof Dr. Klein, von der Firmung in Bochum=Werne kommend, in der festlich geschmückten Kreuzgemeinde ein. Hier wurde er durch Pfarrvikar Schulte begrüßt und dann in feierlicher Prozession zum Altar geführt. Nach einer kurzen eegensandacht bestieg der Erzbischof die Kanzel. und richtete an die überaus zahlreich Erschienenen herzliche Vorte der Ermahnung zum Festhalten im Glauben. Nach der Predigt fand die Firmung von 200 Firmlingen statt. Die kirchliche Feier fand ihren Abschluß mit dem sakramentalen Segen. Im Pfarrhaus fand die Vorstellung der Vereinsvorstände, des Kirchenvorstandes und der Lehrkollegien statt. 2 sadtteil Altenbochum Evangelischer Jungmännerverein. Zu der Geburtstagsfeier des verehrten Pfarrers Hevendehl fanden sich am Freitag im Lutherhause alle Abteilungen zusammen. Darbietungen aller Art verschönten die sinnvolle Feier.* Stadtteil Laer Silberhochzeit. Am Samstag begingen die Eheleute Steiger a. D. Wrede, Alleestraße, das Fest der eilberhochzeit. Zahlreiche Glückwünsche wurden dem eilberpaar zuteil. Radfahrerin vom Auto überfahren. Eine Radfahkerin von der Robertstraße wurde Sonntag nachmittag segen 4 Uhr in der Nähe des Werner Hellwegs von einem Auto, das einen Motorradfahrer überholen vollte, erfaßt und ein Stück mitgeschleift. Mit einer Lehirnerschütterung, Brustquetschung sowie Hautabschürzingen wurde das Mädchen aus seiner unglücklichen Lage befreit. n Gewissensp#ngen, auf Freude und Verlichuen. Daß es licht leicht ist, gerade die Jugendlichen in der Ausreifungszeit richtig zu erkennen und zu behandeln, hob der Sprecher besonders deutlich hervor. Es fehlen leider auch heute noch dafür allgemein gültige Rezepte,# persönliche Takt, das Einfühlungsvermögen in die See der Jugend ist und bleibt wohl das einzige Mittel zu einer verständigen und erfolgreichen, Einwirkung des Vei=Sialdilen Langene?2e. Fuge, von C. Phil. Emanuel Bach, eine Komposition, die der Spieler auf der Königin der Instrumente meisterlich wiedergab. Unter der Leitung von Rektor Balke Stadtteil Weitmar 5. Jahresfest der evangelischen Schulgemeinde Weitnar=Bärendorf. Im stark überfüllten Gemeindesaal neben der Pfarrkirche beging am Sonntag nachmittag Ivangelische Schulgemeinde Weitmar=Bärendorf ihr Jahresfeft. Gemeinsamer Gesang, ein Vortrag des Gitarrenchores und ein Prolog leiteten die Feier sinnig im. Alsdann nahm der erste Vorsitzende, Schuhmacherneister Kämper, das Wort zur Begrüßungsansprache, die seben allen Erschienenen besonders den ebenfalls anweenden Geistlichen, Pastor Philipps und Pfarrer BerEismann(Sodingen) galt. Im weiteren Verlauf der msprache hob Vorsitzender Kämper die unbedingte Notvendigkeit der Schulgemeindearbeit hervor und empfahl nen evangelischen Eltern, sich der Bewegung anzuGießen. Der Ansprache folgten Vorträge des FrauenLores unter Leitung von Rektor Behle sowie Reigenatbietungen der Overdykschen Waisenkinder, die reichschen Beifall ernteten. Nach einer Kaffeepause hielt darrer Bertelsmann einen Festvortrag zum Thema: der Ansturm der Gottlosen gegen Familie, Schule und schinze.: Redner zeigte in wohldurchdachten Worten die deren Gefahren auf, die dem Christentum von der Pitlosenbewegung drohen. Die gemeinsame Front aller eristen gegen diese Pest sei darum heute notwendiger ““ se. Dem Vortrag folgte ein Grußwort des Vertreters * Kreisverbandes der evangelischen Schulgemeinde, Nach abermaligen Gesangs= und Gitarrenchorzicbietungen sprach Pastor Philipps das Schlußwort. die Feier klang in gemeinsamen Gesang aus. 1 anlage um den schönsten Wiesengrund. Die Parkmar“: Im schönsten Wiesengrunde" im Stadtteil WeitPfleatei:!“ Ganzes gesehen, eine der schonsten und geGrünflächen im Groß=Bochumer Stadtbezirk. Zeseif gibt es darin noch einige Fehlerquellen, deren der F Lung bisher übersehen wurde. So befindet sich ## dugangsweg an der oberen Erlenstraße in einem in schlechten Zustand, daß sein Begehen nahezu eine darnen eit ist. Eine sofortige Ausbesserung tut zug.#xingend not. An der neuangelegten Treppe bet.##nscheidtsfeld fehlt jegliche Beleuchtung, infolgeven bei Bunkelheit Absturzgefahr besteht. Ein weiAlters auf die Jugend. Dr. Schlemmer sprach temperamentvoll, klar und verständlich. Die recht stattliche Zahl der Zuhörer zu solch ernstem Thema war erfreulich und stimmte hoffnungsfroh. Erzbischof Dr. Kaspar Klein in Werne. Zum würdigen Empfang des hohen Gastes hatten viele Gläubige die Anfahrtsstraßen festlich geschmückt. An der Pforte der Festkirche empfing Pfarrer Cordes den Erzbischof und geleitete ihn in Begleitung seiner Konfratres zum Altar. Der Erzbischof richtete nach der Beendigung einige ernste Worte an die Gläubigen, sonders aber an die Firmlinge.„Hierauf spendete er 452 Kindern das Sakrament der Firmung. Eine Dankandacht schloß sich an.„gung feineg mer 1. Zur letzten Ruhe. Der in Ausuvung seines Berufes auf so tragische Weise aus dem Leben geschiedene Förderaufseher Julius Techner von hier, Deutsches Reich 84, wurde am Samstag nachmittag unter äußerst starker Anteilnahme der hiesigen Bürgerschaft sowie der sehr zahlreich vertretenen hiesigen Vereine zur letzten Ruhe gebettet. Kreisfest der Bochumer evangelischen Schulgemeinden in Bochum=Werne. Der Kreisverband Groß=Bochum der evangelischen Schulgemeinde veranstaltete am Sonntag in Werne sein Kreisfest, das einen sehr erhebenVerlauf nahm. Der große Gemeindehaussaal an der Lütge Heide war überfüllt, als der Posaunenchor des Jungmänner= und Männervereins mit einigen Chören die Vortragsfolge einleitete. Nach einem gemeinsamen Gesang ergriff der Vorsitzende der Werner Schulgemeinde, Ingenieur Buschaus, das Wort zu seiner Begrüßungsansprache. Chorlieder und Gedichtvorträge boten die Ueberleitung zu der Ansprache des Gauvertreters, Lehrers Schuhmacher(BochumRiemke), der kurz über Ziel und Zweck der Veranstaltung spach. Den Höhepunkt erreichte das Programm mit dem Festvortrag„Die Schule, aniz,e dir, Rbe unser Reichsschulgesetzentwurf; von Verbau###orkeng Grünweller(Rheydt). Gemeinsame Lieder Chorgesang und ein besonderer Ausklang boten den Abschluß dieser so ausgezeichnet verlaufenen Tagung.„ermuun Ps.a, Silberne Hochzeit. Die Eheleute Hermann kob und Frau Maria geb. Wolf von hier, Deutsches Reich 84, feiern heute das Fest der silbernen Hochzeit. Viehmarkt. Am Freitag, 20. November, findet auf dem Marktplatz in Bochum=Werne ein statt. Der Markt beginnt um 7 Uhr vormittags. Der Auftrieb hat bis spätestens 10 Uhr vormittags zu erfolgen. Stadstel harven.... Sume Silberne Hochzeit. Am Dienstag, 17. Novemver, feiern die Eheleute Johann Hinz und Frau das Fest der silbernen Hochzeit. Silberne und goldene Konfirmation. Die evangelische Gemeinde Harpen hält am 1. Advent nachmittags die silberne und goldene Konfirmationsfeier ab, zu der alle eingeladen sind, die 1881 und 1906 in Harpen und auswärts konfirmiert wurden. ka Haus= und Grundbesitzerverein Harpen. In der letzten Monatsversammlung gedachte der Vorsitzende Fischer der Opfer der Zeche„Mont Cenis“ und des verstorbenen Mitgliedes Schutz. Die Versammlung befaßte sich mit wichtigen Angelegenheiten des Hausund Grundbesitzes. ka Totenglocke. Ein tragischer Todesfall ereignete sich in der Nacht zum Freitag. Der bei der freiwilligen Feuerwehr tätige Herr Friedrich Leimbach wollte einen Transport mit dem Krankenwagen ausführen. Dabei erlitt er einen Herzschlag und starb. Er hinterläßt Frau und fünf Kinder. 1 Bezirkstagung der Reichsbahn=Rangierbediensteten. Unter dem Vorsitz des Bezirksleiters Peter(Essen) fand am Sonntag im Saalbau„Zur Post“ eine Bezirkstagung der Reichsbahn=Rangierbediensteten statt. In einem Referat besprach der Bezirksvorsitzende Peter die wirtschaftliche Lage, die besonders durch die Reparationslasten im Eisenbahnbetriebe hervorgerufen sei. Weiterhin trage die Mechanisierung einen Teil Schuld an der Arbeitslosigkeit, worauf letzten Endes die Rationalisierung zurückzuführen sei. Eine Entschließung wurde angenommen, aus der hervorgeht, daß bei allem Verständnis für die mißliche Lage des Reichsbahnunternehmens die weiteren Lohnkürzungsmaßnahmen des Reichsbahnrangierpersonals schärfstens zu verurteilen seien. Ein Filmvortrag über die Einführung einer neuen Kupplung beschloß die äußerst stark besuchte Vertretertagung. er Bundessieger=Ausstellung der Brieftaubenzüchter in Langendreer. Der Bund Südwestfalen der BrieftaubenReisevereinigungen hatte am Samstag und Sonntag eine stark beschickte Bundesausstellung der diesjährigen Siegertiere im Grollmannschen Saale in Langendreer. Der Vorsitzende der Reisevereinigung Langendreer, Klar, eröffnete mit einer kurzen Begrüßung die Versammlung und erteilte dem Polizeiobersekretär W. Dieck das Wort zu seiner Festansprache. Das Preisergebnis, das am Sonntag abend bekanntgegeben wurde, zeigte folgendes Bild(es seien von jeder Klasse nur die ersten beiden Sieger genannt): Klasse 1a: August Bodemann (Hagen) und August Hohage(Witten); Klasse 1b: Paul Stich(Volmarstein) und Fritz Berlemann(Witten); Klasse 2a: Dieckmann=Weber(Iserlohn) und W. Thiemeyer(Langendreer); Klasse 2b: V. Hack(Laer) und Robert Winkelmann(Witten); Klasse 3a: Ernst Fieseler (Herdecke) und Adolf Sturm(Voerde); Klasse 3b: A. Benfer(Altenvoerde) und Emil Bäcker(Volmarstein). An beiden Abenden hatte die Ausstellung einen sehr guten Besuch aufzuweisen. er Landesverbandstagung der Kriegsbeschädigten im Zentralverband. Sonntag fand im Hotel Mies in Langendreer eine Tagung des Landesverbandes Westfalen im Zentralverband deutscher Kriegsbeschädigten und Hinterbliebenen statt, die von Vertretern aus allen Teilen des Landesverbandes sehr zahlreich beschickt war. Der Landesverbandsvorsitzende Vedder aus Neheim eröffnete und leitete diese Tagung. Das Hauptreferat hatte das Vorstandsmitglied Michel(Berlin) übernommen. Der Redner gab erschütternde Lebensbilder über die zunehmende Not alternder Kriegsbeschädigter, alleinstehender Kriegerwitwen, unmündiger Waisen. Die Sparmaßnahmen in der Reichsversorgung hätten stellenweise Verluste von 25 bis 80 Prozent und mehr des Brutto=Einkommens gefordert. Die Versammlung nahm einige Entschließungen an, in denen besonders Stellung Stadtteil Geribe Die Firmung in der St.=Elisabeth=Psarrei Gerthe. Eine Delegation des Kirchenvorstandes holte den Erzbischof Samstag morgen von der Propstei in Bochum ab. Pfarrer Dr. Mantel hieß den Oberhirten mit herzlichen Worten willkommen. Nach der stillen heiligen Messe bestieg Erzbischof Dr. Klein die Kanzel zu einer längeren Ansprache, in der er die Gläubigen ermahnte, trotz der schweren Zeit das Gottvertrauen nicht zu verlieren. Daraus gpeu### der Erzbischof 350 Firmlingen sterlich wiedergab. Unter der Leitung vr brachten der Kirchenchor Bochum=Hordel und das Streichorchester Wanne=Eickel den von F. MendelssohnsBartholdy vertonten 42. Psalm und die Chorwerke„Dies ist ein köstlich Ding" und„Wohl dem, des Hülfe der Gott Jakobs ist“ von H. Frankenberger zur Aufführung. Namentlich das gefühlstiefe Werk von Mendelssohn=Bartholdy, in dem Irmgard Becker=Glebe den Sopranpart mit klarer, den Raum erfüllender Stimme sang, ließ die fleißige Uebungsarbeit aller Mitwirkenden erkennen. Besonders packend ertönte das herrliche Finale mit der Wucht seiner Akkordfolge von Musik= und Gesangsstimmen. Der Orgelvortrag:„Meinen Jesum laß ich nicht", war ebenfalls eine virtuose Leistung von Studienrat Hermann Schneck. u * Betriebsführer Wigginghaus=. Im blühenden Alter von 46 Jahren starb plötzlich der Betriebsführer i. R. Karl Wigginghaus aus Hordel. Der Verblichene erfreute sich in allen Bevölkerungskreisen großer Beliebtheit und Wertschätzung. ur Goldene Hochzeit. Am Donnerstag feiern, die Eheleute August Lindenbrügger aus der Koloniestraße das Fest der goldenen Hochzeit. Der evangelische Arbeiterverein wird den Ehemann in besonderer Weise ehren, der Mitbegründer des Vereins ist. ur Jahresfest des Gustav=Adolf=Vereins. Das Jahresfest des Zweigvereins der Gustav=Adolf=Stiftung für den Kirchenkreis Gelsenkirchen findet in diesem Jahr in der Kirchengemeinde Hordel am 29. November statt. Am Vormittag ist Festgottesdienst und anschließend GustavAdolf=Kindergottesdienst. Am Nachmittag ist eine große Festversammlung im Gemeindehaus. ux Aus dem Gerichtssaut Vor dem Schnellrichter 8 Gladbeck, 15. November. Vor dem Einzelrichter in Gladbeck hatten sich 18 Nationalsozialisten zu verantworten, die im Schnellverfahren abgeurteilt wurden. Sie waren, mit verbotenen Uniformen bekleidet, trotz des bestehenden Demonstrationsverbots, in einem Zuge nach Gladbeck marschiert und hier von der Polizei festgenommen worden. Sämtliche Beteiligte wurden zu Geldstrafe von je 30 RM. und der Führer des Zuges, Graf, zu drei Monaten Gefängnis verurteilt. Letzterem wurde eine Bewährungsfrist zugebilligt. Wegen Amtsunterschlagung ins Zuchthaus § Dortmund, 15. November. Die hiesige Strafkammer verurteilte im Berufungsverfahren, das vom Staatsanwalt angestrengt worden war, den Gerichtsaktuar Josef Hermes aus Hamm wegen Amtsunterschlagung zu einem Jahr Zuchthaus und 50 Mark Geldstrafe. In der Vorinstanz war Hermes vom Schöffengericht in Hamm zu einem Jahr Gefängnis unter Aberkennung der Befähigung zur Bekleidung öffentlicher Aemter auf die Dauer von drei Jahren verurteilt worden. Das Gericht wird eine Umwandlung der Strafe in Gefängnis und teilweise Strafaussetzung im Gnadenwege befurworten. einige Entschließungen an, in denen besond zu der gegenwärtigen Lage der deutschen Kriegsopfer genommen wurde. er Die Neubauten im Richtkranze. Erslaunlich schnell 21 Jahre Gefängnis für einen entmenschten Valer die Rohbauarbeiten an den Siedlungen an der“ Dae Scmmmagricht der. sind die Rohbauarheiten an den Siedlungen Brundelstraße und Borgallee sowie des Neubaus an der Münsterlinde vorangeschritten, so daß sämtliche Bauten heute im schmucken Richtkranze darstehen. Der größte Teil der Neubauten der Beramannssiedlung im Oberdorf sind bereits gedeckt. Somit scheint das Projekt, zum kommenden Frühjahr sämtliche 62 Klein= und Kleinstwohnungen bezugsfertig zu haben, sich zu verwirklichen.er Radfahrer tödlich verungluck.t Auf der Wittener Straße wurde am 13. November ein 43 Jahre alter Radfahrer aus Witten von einem Personenkraftwagen aus Bochum angefahren und schwer verletzt. Der Verletzte wurde sofort dem Knappschaftskrankenhause in Langendreer zugeführt, wo er jedoch inzwischen seinen Verletzungen erlegen ist. Stadtteil Hordel Festkonzert des Evangelischen Kirchenchors Bochum=Hordel Anläßlich seines zehnjährigen Bestehens veranstaltete der Evangelische Kirchenchor Bochum=Hordel am Sonntag abend im Gotteshause der Gemeinde, zum Benten bedürftiger Gemeindemitglieder, ein Festgottesdienst am Vormittag, in dem Pastor Wittenberg(Wuppertal, früher Bochum=Hamme), die Predigt hielt, sah ein volles Gotteshaus. Auch das Konzert am Abend hatte einen guten Besuch aufzuweisen. Die Hörer erwartete eine ausgewählte Darbietungs= folge klassischer kirchlicher Kompositionen. Studienrat Hermann Schneck spielte zu Beginn, des § Düsseldorf. 15. November. Das Schwurgericht verurteilte den Arbeiter Paul Krämer aus Erkrath wegen vorsätzlicher Körperverletzung mit Todeserfolg zu 2½ Jahren Gefängnis. Krämer hatte 1928 ein Verhältnis angeknüpft, das nicht ohne Folgen blieh. Im Mai 1929 wurde ein Knabe geboren, dem im Juni 1930 schon wieder ein Mädchen folgte. Nun heiratete Krämer die Mutter der Kinder. Der Knabe war, bevor er in die elterliche Wohnung kam, 1½ Jahr in einem Kinderheim. Krämer mißhandelte das Kind, das er nicht leiden mochte, in unmenschlicher Weise. Ende 1930 schlug er das Kind mit einer solchen Brutalität auf das Gesaß, daß klaffende Wunden entstanden, in denen sich Eiterbeulen bildeten, die eine Vergiftung hervorriefen, der das Kind erlag. Die Mutter des Kindes war gegen das Treiben des Mannes machtlos. Zwei andere Aerzte bekundeten, daß fast kein Körperteil unverletzt gewesen sei. Filmschau ieren. Darauf spendete der Erzhischof 350 Firmlingen Hermann Schneck spielte. 31 die Firmung. nach dem bischöflichen Segen foigte die auf der Orges ein variationsreiches Werk, Grave=Presto(=) Lichtspielhaus. Der größte Schlager der Saison „Die Drei von der Tankstelle" läuft mit großem Erfolg nach wie vor über die Leinwand. Nur noch heute und morgen(Dienstag) 4 Uhr, 6 Uhr und 8 Uhr zum letzten Male. Dienstag,.30 Uhr, große Jugendvorstellung mit großen Mundharmonikavirtuosen. Kinderkonzert auf der Bühne. Eine große Anzahl guter Mundharmonikas werden gratis verteilt. Jedes Kind bekommt ein Andenken. Dazu wird das ganze tönende Fümbeibrograum gegeben. 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