Nr. 141 7 38. Jahrgang Freitag, den 19. Juni 1931 Täglich außer Samstag 10 Pf. Samstags mit illustr. Beilage 20 Pf. und— lung rbereitung OSsen. Bezugspreis einschl, Botenlohn.40 Mk. monatlich, oder 1 20 Mk. haldmonatlich; sesce eschscshschsh Angebote von anderen Zeitungen und Vermitlern werden nicht befördert. Bei zwangsweiser Beitreibung der Anzeigengebühren durch Klage, bei Konkursverfahren usw. wird der bewilligte Nachlaß hinfällig. Für die Aufnahme von Anzeigen an bestimmten Tagen und Bläßen, guch, fur hurch Fernsprecher aufGeneral## Anzeiger für Bochum und umliegende Industriebezirke Redaktionsleitung: Dr. Paul Dierichs. Verantwortlich für Politik: Rudol! Foest: für Kommunalpolitik und Nachbargebiet: Adolf Beddingbaus: für Lokales: Hans Schulte, für Handel: Fris Schmidi: für Sporz: Hans Schulte und Baul Wegener, für Kunsi und Unterbaltung. dr Coristan Gebring: für Briefkasten, Beilagen und den übrigen Textteil Max Flegek für den Anzeigenteil: F. W. Pempe. 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Schreiben Sanstas=Veririeh, (Bayern).(a5146 rhörige in hartnäckigen und a mit unserem ärztn. Apparat, sofort, gut Kleinhörer mit arer Laststärke, tast unsichtbar tragPreise. Erleichterte ungen. Unverbincliche Freitag, dem -6 Uhr, I. Hotel Hof, in Bochum. Htophone Comp. m. b. H. West, Königstraße 71. ründet 1910(AE2a anzosenhohl ral us ue Lenteaheleunt u 9ei. anzer, Garasen Beliebt des Sauerlandes. sion— Wochenende verden an en Bochums Schönheitszes beraten zs von—6 Uhr Strale 8 von—6 Uhr 1Pracht s in der Kosmetik 1 enntiacden=Kasgabensenaug Wirtschaftsfreiheit gegen Wirtschaftsnot Berlin, 18. Juni. Auf der Tagung des wirtschaftspolitischen Ausschusses des Hansabundes hielt der Direktor des Hansabundes, Mosich, einen Vortrag über„Notprogramm der Reichsregierung und Wirtschaft“. Er führte u. a. aus, es gebe in Deutschland noch kaum einen sich verantwortlich fühlenden Staatsbürger, der nicht die gegenwärtige Notverordnung ablehne. Wenn man jetzt den Versuch mache, durch Umgruppierung und Erhöhung der Einnahmen die Finanzen zu sanieren, so gehe man dahei gänzlich an der Tatsache vorüber, daß sich der Schwund an Steuerkraft in einem viel schnelleren Tempo vollziehe, als alles, was man bisher an Ausgabensenkungen bei der öffentlichen Hand getätigt habe. Wenn von Monat zu Monat in progressiver Steigerung das Versagen der Steuerquellen zunehme, so bleibe nichts anderes übrig, als einen ganz radikalen Schnitt in die öffentlichen Ausgaben zu tun. Ohne diesen Schnitt würden in dem kommenden Winter Staat und Wirtschaft in der unmittelbaren Gefahr des Versinkens im bolschewistischen Chaos stehen. Der Redner verlangte eine Ausgabensenkung von 3 Milliarden Reichsmark. Sie sei praktisch durchführbar, wenn der ernsthafte und absolute Wille und die absolut sichere Erkenntnis der heutigen Lage eine solche Aktion leite. Die entscheidende Aufgabe liege darin, den deutschen Geld= und Kapitalmarkt von dem zusätzlichen Druck zu befreien, der durch die starke schwebende Schuld der öffentlichen Hand ausgelöst werde. Dazu sei nötig, in einem großen Umfange alles das, was im Uebermaß die öffentliche Hand in kurzfristiger Politik an sich herangezogen habe, wieder von der öffentlichen Hand abzustoßen, um aus dem Erlös die schwebende Schuld zu bezahlen. Nachdem sich der Redner mit der Lohn= und Preispolitik beschäftigt hatte, kam er auf das Reparationsproblem zu sprechen. Es werde schwer sein, in der gegenwärtigen Lage die Reparationsverhandlungen zu führen, da die Not so groß sei, daß wir jedes politisch bedingte Diktat von Außen schlucken müßten, weil wir nicht wüßten, wie wir sonst den Zusammenbruch des Kreditwesens und der öffentlichen Kassen aufhalten sollten. Es handele sich darum, nicht nur Deutschland, sondern die Weltwirtschaft durch Streichung der Tribute und der interalliierten Kriegsschulden zu befreien. Deutschland müsse eine Position gewinnen, in der es die Reparationsverhandlungen mit Erfolg führen und der Welt klarmache, daß die Schäden der Kriegsschuldenregelung und der Tribute für diejenigen, die sie in Empfang nehmen, größer seien als die Schäden, die Deutschland dadurch erleide. Am Abend veranstaltete der Hansa=Bund eine öffentliche Kundgebung im großen Festsaal von Kroll, an der der schwedische Gesandte, eine große Anzahl von Behördenvertretern und zahlreiche Abgeordnete des Reichs= und Landtags teilnahmen. Der Präsident des Hansa=Bundes, Reichstagsabgeordneter Dr. Fischer, sprach über das Thema„Wirtschaftsfreiheit gegen Wirtschaftsnot". Seine Rede gipfelte darin, daß unsere Wirtschaftsnot nur dann wirksam bekämpft werden könne, wenn der Staat die Wirtschaft von allen Fesseln befreie. Als zweiter Redner sprach der Direktor des Hansa=Bundes, Mosich, dessen Ausführungen sich in demselben Rahmen bewegten wie sein vorstehender Vortrag im wirtschaftspolitischen Ausschuß des Hansa=Bundes. Keine Herbstwahlen in Preußen Volksentscheid im August Berlin, 18. Juni. [Von unserer Berliner Schriftleitung.) Nach den kürzlichen Erklärungen des preußischen Innenministers Severing ist nicht damit zu rechnen, daß bei einem Fehlschlag des preußischen Volksentscheids über die Auflösung des Landtags die Preußenregierung die Neuwahlen für den Landtag bereits auf den Herbst dieses Jahres vorverlegt, wie dies mit Rücksicht auf die wirtschaftliche Entwicklung für möglich gehalten wurde. Der preußische Landtag wird das laut Volksbegehren eingebrachte Gesetz über die Auflösung des Landtags in der zweiten Juliwoche beraten. Eine Mehrheit wird sich jedoch nicht ergeben, da das Zentrum nach den Ereignissen in der Reichspolitik im besonderen nach dem Einschwenken der Sozialdemokratie bei den letzten Aeltestenratsverhandlungen keine Veranlassung sieht, sich in der Wahlfrage von der Sozialdemokratie zu lösen. In der Fraktionssitzung der Sozialdemokratie am Dienstag, die über die Einberufung des Reichstages entscheiden Ate, war auch der preußische Zentrumsführer Heß erschienen, der dem preußischen Ministerpräsidenten Braun in der Ablehnung der Aeltestenratseinberufung assistierte. Aus diesem Grunde nimmt man an, daß das Zentrum den preußischen Ministerpräsidenten nunmehr auch in der Wahlfrage loyal unterstützen wird. Im preußischen Kausftsgsrgaisdensalls dürfte sich keine Mehrheit für den zuumngungsantrag ergeben, so daß die preußische Rezierung das Gesetz zum Volksentscheid stellen muß. Ein Termin ist noch nicht bestimmt festgelegt, doch rechnet man, daß der Entscheid auf einen der beiden ersten Augustsonntage gelegt wird. Während man anfangs den 9. August als Abstimmungssonntag in Erwägung zog, heint man jetzt mehr zum ersten Augustsonntag, am wenzisu“ zu neigen. Wenn der Volksentscheid die novendige Stimmenzahl nicht aufbringt, müssen die Neuwahlen zum Landtag im Frühjahr nächsten Jahres erfolgen. Der preußische Innenminister Severing nimmt an, daß die Wahlen am 15. Mai 1932 erfolgen. 250-Millionen Kredit für das Reich Berlin, 18. Juni. Die Verhandlungen über die Gewährung eines Kredits von 250 Millionen Reichsmark an das Reich sind abgeschlossen. Es handelt sich um einen reinen Kassenkredit, dessen Abdeckung durch die normalen Einnahmen sowie durch die auf Grund der Notverordnung zu erwartenden Ersparnisse und Eingänge gesichert ist. Die Auszahlung des Kredits erfolgt teils im Juni, teils im Juli. Ueber den empfangenen Betrag werden Schatzanweisungen mit dreimonatiger Laufzeit ausgestellt, die bei Fälligkeit bis zum Ablauf des Rechnungsjahres 1931 verlängert werden können. Für die Zinsberechnung bildet der jeweilige Reichsbankdiskont zum Zeitpunkt der Auszahlung die Grundlage. Referenten-Entwurf für die googe Bbeleanungseesbein Bis zur Verwirklichung ist noch ein weiter Weg Berlin, 18. Juni. Dem Nachrichtenbüro des V D. Z. wird an gut unterrichteter Stelle bestätigt, daß im Reichsinnenministerium unter Mitwirkung des preußischen Ministerial= direktors Brecht und des sächsischen Ministerialdirektors Poetzsch=Heffter, den beiden Berichterstattern der zuständigen Ausschüsse der Länderkonferenz, ein Referentenentwurf über die große Reichsverwaltungsreform ausgearbeitet worden ist. Unter Beachtung der Beschlüsse des Verfassungsausschusses der Länderkonferenz sieht der Entwurf u. a. vor eine Vereinigung der Regierungen des Reichs und Preußens, das Aufgehen mittlerer und kleinerer Länder in diese Gemeinsamkeit und die Durchführung einer verwaltungsmäßigen Neugliederung, die eine stärkere Zusammenfassung der Verwaltungsbefugnisse bringt, und zwar derart, daß unter möglichster Ausschaltung von Zwischeninstanzen eine Stärkung der Zentralgewalt und eine Erweiterung der örtlichen Verwaltung erfolgt. Diese Rationalisierung des Verwaltungsapparates soll nicht nur Klarheit und Einfachheit an die Stelle des bisherigen Ensilbenen=teine Kadinensumonöuug! Die Volkspartei spricht Dingeldey das Vertrauen aus Berlin, 18. Juni. Die Gerüchte über eine nahe bevorstehende Kabinettsumbildung scheinen sich nicht zu bewahrheiten. Zwar ist zwischen dem Kanzler und dem Führer der Volkspartei auch dieses Thema eingehend besprochen worden. Aber es ist nicht zu erwarten, daß eine Kabinettsumbildung oder Erweiterung in irgendeiner Form in nächster Zeit schon erfolgen wird. In Anbetracht der kürzlich eingetretenen innerpolitischen Entspannung und der in Aussicht stehenden Schritte in der Reparationsfrage müßte eine Kabinettsumbildung einer Aenderung des Regierungskurses gleichkommen, wodurch natürlich alle jetzt beigelegten Streitfragen von neuem in den Bereich der parlamentarischen Diskussion gerückt würden. Was später geschieht, wenn die Reparationsfrage ins Rollen gebracht worden ist oder sich die inneren Verhältnisse ändern, ist eine Frage, die nur vom Kanzler und dem Volkspartei=Führer Dingeldey vielleicht beantwortet werden kann. Wir selbst haben die Gerüchte über die Kabinettsumbildung gebracht, weil sie in sämtlichen politischen Kreisen lebhaft erörtert wurden. Mit derselben publizistischen Genauigkeit geben wir aber auch Neben= und Durcheinanders von behördlichen Zuständigkeiten setzen, sondern vor allem auch eine Entlastung im technischen Verkehr zwischen Wirtschaft und Behörden, und damit eine Verbilligung bringen. Die Regelung soll an sich auch für die süddeutschen Länder gelten, nur will man der süddeutschen Eigenart eine Konzession u. a. dadurch machen, daß man ihnen eine größere Selbständigkeit in den kulturellen Fragen läßt. Dieser Entwurf zur Reichsreform ist natürlich verfassungsändernd und bedarf zu seiner Annahme einer Zweidrittelmehrheit im Reichstag. Man weiß in politischen Kreisen, daß es nicht leicht sein wird, diese Mehrheit zu erlangen. Man glaubt aber, daß die durch die gewaltige Wirtschaftsnot geförderte vernünftige Einsicht ein wertvoller Bundesgenosse sein und die Notwendigkeit unterstützen wird, die seit zehn Jahren theoretisch anerkannte Dringlichkeit einer Reform sich praktisch auswirken zu lassen. Daß die große Verwaltungsreform, die von allen Seiten als dringend notwendig zur Herabsetzung unserer öffentlichen Ausgaben gefordert wird, nun energisch in Angriff genommen und bald durchgeführt werden wird, darf man freilich aus der Fertigstellung des Referentenentwurfs nicht schließen. Werden doch heute die Gerüchte dementiert, daß Dr. Brüning die Ministerpräsidenten der Länder für die erste Juliwoche zu einer Besprechung über den Reichsreformgesetzentwurf eingeladen habe. Eine solche Einladung sei nicht erfolgt. Sie werde auch nicht erfolgen. Alle Nachrichten über eine bevorstehende Reichsreform seien falsch. Trotz bitterster Not und schwerster Finanzklemme lautet die Parole also auf diesem Gebiet:„Nur immer langsam voran!“ heute die Erklärung der Volkspartei von einer dem Kanzler nahestehenden Seite wieder, daß eine Kabinettsumbildung in absehbarer Zeit nicht erDer Führer, der Vollspoztes., Jo, Ra 5##, sab Englischer Gegenbesuch am 17. Juli Kutzein einer Tagung, des, Varseiporsgandes und der Englischer Gegenbesuch am 17. Ju Aufschluß über die EntwickWahlkreisleiter eingehenden Aufschluß über die Entwicklung der letzten Tage. Von einer Opposition gegen den Parteiführer, wie die linken Blätter zu berichten wußten, ist nicht die Rede. Vielmehr sprach die Versammlung dem Führer das volle Vertrauen aus. Die Entschließung betont, daß mit der Ablehnung der Reichstagseinberufung die Entscheidung nur verschoben ist. Das Ziel der Partei sei in bindenden Abmachungen zwischen Parteiführer und Kanzler unzweideutig festgelegt. Diese Abmachungen müßten in kürzester Frist durchgeführt werden. Ueber die Abmachungen selbst wird in der Entschließung nichts gesagt. Man geht aber nicht fehl, wenn man sie, wie wir gestern bereits berichteten, in einer Reform der Tarif= und Kartellpolitik wie in einer Wirtschaftspolitik nach einheitlichen neuen Plänen sieht. Senser lutonszenderommen ungenouiten 7¾ stündige Schicht im Kohlenbergbau unter Tage Genf, 18. Juni. Die internationale Arbeitskonferenz nahm heute vormittag den Entwurf eines Uebereinkommens zur Festsetzung der Arbeitszeit in den Kohlenbergwerken in der Schlußabstimmung mit der notwendigen Zweidrittelmehrheit an Die Arbeitgebergruppe enthielt sich geschlossen der Stimme. Das Abkommen tritt in Kraft sechs Monate nach dem Termin, an dem zwei der folgenden bergbautreibenden Staaten das Abkommen ratifiziert haben: Deutschland, Belgien, Frankreich, Großbritannien, Holland, Polen und die Tschechoslowakei. Das Abkommen sieht in der jetzt vorliegenden Form die Einführung des 7¾=Stunden=Tages in allen Untertage- Bergbaubetrieben für Steinund Braunkohlen vor, und zwar wird die Arbeitszeit gerechnet von dem Zeitpunkt, wo der Bergmann die Erdoberfläche verläßt, bis zu dem Zeitpunkt, wo er sie wieder betritt. Für die Arbeiten der Wetterführung, Instandhaltungsarbeiten usw. kann Sonntagsarbeit geleistet werden, die im übrigen verboten ist, und zwar gegen einen 25prozentigen Lohnzuschlag. Bei Unglücksfällen kann die Arbeitszeit verlängert werden. Für Vorbereitung der Förderarbeiten ist täglich eine halbe Stunde Mehrarbeit für bestimmte Arbeiterkategorien erlaubt. Im Steinkohlenbergbau beträgt die jährlich zugelassene Zahl der Ueberstunden 60, im Braunkohlenuntertagebau 75, doch können in diesem jährlich noch weitere 75 Ueberstunden auf Grund besonderer Tarifabkommen verfahren werden. Im Braunkohlenuntertagebau kann außerdem täglich eine halbe Stunde Pause von der Arbeitszeit abgerechnet werden. In dem Uebertagebetrieb des Braunkohlenbergbaues soll die Arbeitszeit täglich acht Stunden nicht überschreiten. Die Zahl der zulässigen Ueberstunden beträgt täglich vier, jährlich 100 und darüber hinaus auf Grund besonderer Tarifabkommen noch weitere 100 Ueberstunden jährlich. Drei Jahre nach Inkrafttreten soll das Abkommen hinsichtlich einer weiteren Herabsetzung der Arbeitszeit erneut überprüft werden. Außer seiner sozialen hat das Abkommen noch eine besondere wirtschaftliche Bedeutung insofern, als es die Grundlage für eine wirtschaftliche Verständigung der kohleproduzierenden Länder über die Verteilung der Märkte bilden soll. Verhandlungen darüber dürften unter maßgebender Mitwirkung des Völkerbundes durchgeführt werden. Um 12.30 Uhr wurde die 15. internationale Arbeitskonferenz geschlossen. Falls das Abkommen ratifiziert und in Kraft gesetzt wird, müßte die Arbeitszeit im deutschen Steinkohlenbergbau unter Tage um eine Viertelstunde verkürzt werden. * Vorschläge zur Regesung der Kohlenproduktion Genf, 18. Juni. Die Vertreter des Internationalen Bergarbeiterverbandes unterbreiteten dem Wirtschaftsausschuß des Völkerbundes folgende Vorschläge zur Regelung der Kohlenproduktion: 1. Schaffung eines Völkerbundsamtes für Kohlenwirtschaft und Technik; 2. Schaffung eines allgemeinen Rahmenabkommens durch den Völkerbund für Abmachungen zwischen den kohleherstellenden Ländern; 3. Beseitigung der direkten und indirekten Hemmungen und Erschwernisse des Kohlenhandels. Die Vorschlage sollen vom Wirtschaftsausschuß geprüft werden. Mellons Besprechungen in London London, 18. Juni. Die heutige Unterredung Mellons mit Macdonald und Henderson, dauerte eine Stunde. Ihr wohnte auch Montague Norman, der Gouverneur der Bank von England, bei. Obwohl man versichert, daß die Unterredung inoffiziellen Charakter gehabt habe, glaubt man allgemein, daß Mellon die Reparationen, die Kriegsschulden und die allgemeine finanzielle Lage besprach. Berlin, 18. Juni. Von unserer Berliner Schriftleitung In London ist cheute offiziell bekannt gegeben worden, daß sich sowohl der britische Premierminister Maedonald, als auch der Außenminister Henderson sich am 17. Juli zum Gegenbesuch der deutschen Regierung in Berlin einfinden werden. Der Besuch der englischen Staatsmänner wird bis zum 20. Juli dauern. Erst in den letzten Tagen haben sich beide Regierungen über den Termin des Besuchs verständigt. Die Briten werden voraussichtlich am 16. Juli von London abreisen und am 17. Juli in Berlin eintreffen, wo sie bis Montag, den 20. Juli. verweilen. Die Reichsregierung hat ein genaues Programm noch nicht festgelegt. ebenso steht noch nicht fest, wo die englischen Herren Wohnung nehmen werden. Die Reichsregierung hatte bisher ausländische Gäste in dem Prinz=AlbrechtPalais untergebracht. Da dem deutschen Reichskanzler kein Wochenendsitz zur Verfügung steht, ist die Frage des Aufenthalts der Briten noch nicht geklärt. Reichsregierung, Reichshauptstadt und das gesamte deutsche Volk sehen diesem Besuch, der ebenso eine Höflichkeitswie eine politische Aktion ist, mit Freude und Genugtuung entgegen. Die englischen Staatsmänner werden in Deutschland ebenso herzlich willkommen geheißen wie es die Deutschen in England wurden. Da in denselben Tagen bereits der amerikanische Schatzsekretär Mellon der Reichsregierung seinen Besuch abgestattet haben dürfte, so werden die Julitage von hochpolitischer Bedeutung sein, zumal sich an dem Besuch Macdonalds der Besuch des amerikanischen Staatssekretärs Stimson anschließt. Es wird deshalb erwartet, daß die Reichsregierung erst nach diesen Tagen eine Entscheidung über die Reparationsfrage trifft. Frankreichs neues Flottenprogramm „Das neue deutsche Panzerschiff ist schuld daran" Paris, 18. Juni. Heute vormittag begann in der Kammer die Aussprache über das neue Flottenbauprogramm. Es handelt sich um den Bau eines 23.000 Tonnen großen Linienschiffes, zweier Kreuzer von zusammen 7500 Tonnen und sechs Küstenwachtschiffen. In der Aussprache wurde behauptet, daß Frankreich durch den deutschen Kreuzerbau gezwungen werde, einen 23 000=Tonnen=Kreuzer auf Kiel zu legen. Der Sozialist Reinaud erklärte, es erscheine geradezu paradox, einen 23000=Tonnen=Kreuzer am Vorabend der Abrüstungskonferenz zu bauen. Die Folge werde sein, daß Deutschland die ihm durch den Versailler Vertrag gestatteten Bauten beschleunigen werde. Der radikale Abg. Herriot erwiderte, daß Deutschland schon jetzt ein Höchstprogramm durchführe und die ihm durch den Versailler Vertrag gewährten Möglichkeiten voll ausnutze. In den nächsten Jahren werde das Reich eine Kreuzerflotte von sechs ganz modernen Einheiten besitzen. In einer Antwort unterstrich der Sozialist Reynaud, daß Deutschland die sechs modernen Kreuzertyps noch garnicht besitze und daß die Ueberlegenheit seines neuen Kriegsschiffes keineswegs festgestellz sei. Der Berichterstatter Danielou führte in seiner Rede u. a. aus, daß man leider die Absichten Italiens in bezug auf die Rüstung zur See nicht kenne. Paul Boncour erklärte u.., daß der deutsche Kreuzerneubau große Beunruhigung hervorgerufen habe. Allerdings müsse anerkannt werden, daß sich Deutschland bei seinem Bauprogramm vollkommen in den Grenzen des Versailler Vertrages bewege. Es sei beschämend für Frankreich, daß man einem deutschen 10 000=TonnenKreuzer mehr als die doppelte Tonnage als Gegengewicht gegenüberstellen müsse. Der Berichterstatter Danielou habe versucht, diese Tatsache zu begründen, jeooch hätten seine Ausführungen nicht überzeugend gewirkt. Der Marineminister führte aus, Pergegg., habe nicht nur einen Panzerkreuzer bozwpeztene begeiglg und die Kredite für den Bau eines sondern es habe einen Bauplan für den Ersatz alter aufgestellt, darunter acht Panzerkreuzer und acht leichte Kreuzer, die in der Zeit von 1931. bis 1935 gebaut werden solten. Im Napgieg, Zisern, die Versailles protestiere er gegen viese Zifsrra, die um 25 Prozent höher seien, als im Vertrage vorgesehen. Das französische Programm sei nur ein Programm der Ersatzbauten. 128 S Das Programm wurde mit 410 gegen 168 Stimmer angenommen, und die Kredite wurden bewilligt. Neuer in Rutg! Reichspräsident von Hindenburg hat dem neuen Präesl e ce ecäic sctc cece sidenten sofort gedankt. Das Haushaltsjahr 1930 hat in Preußen mit einem ehlbetrag von 121,3 Millionen Reichsmark abgeschlosb grog gpen 1219 getvion, 15320 die Ausgaben sen.,## Finnahmen, betrugen 109.—, vie Ausgaben 1673,3 Mittionen Reichsmart. der Rauchen und lautes Plaudern nicht am Platze seien, sondern fürchtiges und besinnliches Schweigen. Auf der erweiterten Ausschußsitzung des Zentralverbandes für das deutsche Bank= und Bankiergewerbe am 27. Juni in Berlin werden auch Reichskanzler Dr. Brüning und Reichsbankpräsident Dr. Luther sprechen. und damit unserer ganzen Volkswirtschaft, sondern gleichzeitig auch die erfolgreichste Bekämpfung der Anbeitslosigkeit und damit auch die gesündeste Sozialpolitik. Senkung der Leistungen der Knuppschaft 1. Bellage Anzeiger u Es ist natürlich heller Unsinn, zu behaupten, das Betrieb schließen. Nach dem Gesetz über die Entschädigung mäßigen Stellenvermittler vom 25. März 1931 müssen alle gewerbsmäßigen Ssteng grn zher Zun der Konzertagenten spätesten= am 50. Juni 1931 ihren Im Brüsseler Palast der Akademien wurde gestern nachmittag eine feierliche Sitzung zu Ehren des Stratosphärenfliegers Professor Piccard und seines Assistenten Kipfer im Beisein des Königspaares veranstaltet. neue deutsche Panzerschif habe Ergezpoicngeur Ree legung dieses Flottenbauprogramms.gwungen. in zieht in Frankreich am besten, und darum das deutsche Schreckgespenst an die Wand. sucht man mit dieser Begründung Deutschdieser Unsinn malt man da land in der Welt wieder einmal als den Störenfried hinzustellen, ein Verfahren, das freilich bei allen objektiv Denkenden kaum Eindruck machen dürfte, weil die kleine deutsche Flotte niemals eine Gefahr für Frankreichs Riesenflotte bilden kann. Der Vorwand des deutschen Panzerschiffes verschleiert den französischen Pienz, zurüsten, aber nicht abzurüsten, denn doch zu schreut, als daß man diesen schlechten Willen in der Wert gugerkennen könnte. Nette Aussichten für die nächstjährige Genfer Abrüstungskonferenz! Im übrigen ist die B hauptung des französischen Marineministers falsch, daß Deutschland den Versailler Vertrag in punkto Flotte nicht einhalte. Eine entsprechende Antwort der Reichsregierung wird hoffentlich nicht auf sich warten lassen. Dem preußischen Staatsministerium sind Klagen über unwürdiges Verhalten von Besuchern des GefallenenEhrenmals in Verliy. Au.cpmey„zue Weizegätte darauf hin, daß das Die belgische Kammer sprach der neuen belgischen Regierung Renkin mit 95 gegen 77 Stimmen bei fünf Stimmenthaltungen das Vertrauen aus. Berlin, 18. Juni. Nach der Notverordnung ist die Reichsknappschaft gehalten, spätestens mit Wirkung vom 1. Juli 1931 ab durch die Satzungen die Leistungen der Zur Unterstützung der englischen Arbeitslosen fordert die englische Regierung eine neue Anleihe von 500 MilEhrenmat eine Wethestatte Rautsrat rast Raulsgerichtsgr, an Wann ist der Staatsrat bei Erlaß von Verordnungen zu hören? Der preußische Berlin, 18. Juni. Staatsrat erörterte am Donnerstag partei beteiligten, wurde das Progegrum im, glgemeinen lebhaft begrüßt. Von mehreren Seneen,wurde auch auf schaft schon jetzt bekannt sind, soll in der Arbeiterknappschaft eine 15prozentige Kürzung der Steigerungsbeträge, die vor dem Jahre 1924 erdient wurden, durchgeführt werden. Die Angestellten= Knappschaft hat diese Senkung schon von sich aus vor längerer Zeit vorbereitet. Da die Auffassungen über die Höhe der vorzunehmenden Kürzungen der knappschaftlichen Leistungen sehr weit auseinandergehen, wird wohl von seiten des Reichsarbeitsministeriums ein Vorschlag gemacht werden, der auf den Sitzungen des Vorstandes der Knappschaft zur Debatte steht. Am 21.! Frühlingspur den Aequator ihr Tagbogen Tag ständig Sonne in das über dem A. der Sommer stitium. Die Aequator zur sich ihm wied hat mit diese nen. Im höc nicht mehr u Hammerfest, Wieder polnische Militärflieger über deutschem Geviel 400 Millionen Mark für französische Grenzbefestigungen aris, 18. Juni. Am Mittwoch nahm der Finanzausschuß der Kammer die Kreditvorlage für die Grenzbefestigungen im Bevon 2,5 Milliarden Franken(rund 400 Millionen Reichsmarh) für das Haushalts)ozaztischen Mitgischer gegen eine Stimme an. Die sozialistische, Milglieber des Ausschusses wohnten der Abstimmung nicht bei. wuerst die grundühtziche Broge ver,sichen Sreifäalen mit Meliorationen die Haupimöglichteit Böter,„VPelter, Burde gerichtsboses bei versaltungreoch., goben, Haß noch keine angeregt, daß die Reichzreaietung. Schwerer Sturm auf dem Bodensee Lindau, 17. Juni. Ein plötzlich aufgetretener schwerer Weststurm verursachte heute vormittag an Bord des österreichischen einen Unfall, bei dem mehDampfers„Stadt Bregenz“ einen Unfall, be. rere Personen verretzt wurden. Die meisten Passagiere befanden sich im Salon zweiter Klasse, der sich am Bug des Schiffes befindet. Erwa einen Kilometer vor Lindau fegte plötzlich eine Sturzsee über das Vorderdeck und zerschlug sämtliche Fenster. Durch die Glasscheiben wurden mehrere Personen verletzt, darunter zwei Artisten aus Wien, die in das Lindauer Kranrenhaus geschafft wurden. Eine Anzahl Personen erhielt Notverbände. Auch der badische DampStadt Ueberlingen“ wurde vom Sturm beschadigt. harte Probe hatte auch das neue Motorschiff„Ravensburg“ zu bestehen. Es fuhr ebenfalls mit zerbrochenen Scheiben im Lindauer Hafen ein. Ein bayrischer Schlepptransport mußte vor dem Lindauer Hafen ein der Regierung. Es wurde hervorgehoben, Jug noch keine Entscheidung des Staatsgerichtshofes varüber vorliege, wann der Staatsrat beim Erlaß von Verordnungen zu hören sei. Infolge des mit der Regierung abgeschlosseKompromisses seien in der letzten Zeit ordnungen erlassen worden, ohne daß der Staatsrat gehört worden sei, obwohl dies nach seiner Ansicht notwendig gewesen wäre. Wegen solcher Verordnungen, im besonderen wegen der Verordnung über Anlage, Einrichtung und Betrieb von Waren= und Geschäftshäusern sowie wegen der Verordnung über Verteilung der Pauschbeträge zur Ablösung von Verwaltungskostenzuschüssen an die Gemeinden, die der Staatsrat beide für verfassungswidrig hält, beschloß er, die Entscheidung des Staatsgerichtshofes anzurufen. Ebenso wurde beschlossen, an den Staatsgerichtshof zu appellieren gegen den§ 4 des Etatsgesetzes für 1931, der den Finanzminister ermächtigt, bestimmte Bürgschaften zu Lasten des Staates zu übernehmen. Schließlich soll auch die Ent cheidung über die Verfassungsmäßigkeit der Ausführungsverordnungen zu den Reichsnotverordnungen dem Staatsgerichtshof unterbreitet werden. Nachdem noch die vom Landtag beschlossene Aenderung in der rheinischen Gemeindeverfassung durch Kenntnisnahme erledigt worden war, vertagte sich der Staatsrat auf den 21. Juli. bei durch ein Arbeitsveschaffungsprogramm ergänze, dem die Durchführung von Meliorationen im Mittelpunkt stehen solle. Freystadt, 18. Juni. Gestern abend zwischen 5 und 6 Uhr überflogen zwei polnische Militärflugzeuge, gekennzeichnet durch die rot=weißen Karees, deutsches Gebiet zwischen Freystadt und Garnsee. Sie flogen in der Richtung auf Graudenz. Keine Hauptt Der Vors schlossen, mit diesem Jahre nehmen.— rheinisch=west entschlossen, Not und die jährige Mitg fer Eine Leibsihufe und Raalshiife Deutscher landwirtschaftlicher Genossenschaftstag Swinemünde, 18. Juni. Der Reichsverband der deutschen landwirtschaftlichen Genossenschaften(Raiffeisen e.., Berlin) hielt hier heute seine erste öffentliche Hauptversammlung ab. Nach Erstattung des Jahresberichtes für 1930 sprach noch Verbandsdirektor Berg(Darmstadt) über„Bauernnot und Genossenschaftswesen".. Der Kern seiner Ausführungen gipfelte in der Forderung„Selbsthilfe gepaart mit Staatshilfe, nicht Staatshilfe und dann erst Selbsthilfe.“ Reichsernährungsminister Dr. h. c. Schiele, der im weiteren Verlauf der Tagung das Wort ergriff, führte nach einem Hinweis auf die Weltagrarkrise u. a. aus, die Reichsregierung sei bemüht gewesen, die für die landwirtschaftlichen Erzeuger katastrophale Preisgestaltung des Weltmarktes von dem deutschen Marke durch ein System von Schutzmaßnahmen fernzuhalten. Diese neuerliche Ueberfliegung deutschen Gebietes durch polnische Militärflieger beweist, daß alle deutschen Proteste in Warschau fruchtlos bleiben. Die Reichsregierung wird sich nun wohl überlegen müssen, zu welchen anderen Mitteln sie greifen kann, um die Respektierung der deutschen Grenze zu erzwingen. Stadt Neuer Vorstoß der Breslauer Opposikion der 3p9. Rotverordnung und Meloralionsprogramm durch, ein System von Schutmaßnahmen Das könne nur dann mit Erfolg fortgesetzr werden, wenn es der deutschen Landwirtschaft gelinge, die deutsche Agrarerzeugung dem deutschen Bedarf Breslau, 18. Juni. Eine Funktionärversammlung der SPD., Ortsgruppe Groß=Breslau, nahm nach einer Berschterstot tung über den Leipziger Parteitag mit großer. e. eine Entschließung an, in der sie die Haltung ihre Vertreter auf dem Leipziger Parteitag billigt. Dies Haltung sei durch die neueste Entwicklung der Dinge völlig gerechtfertigt. Von der letzten Notverordnung behauptet die Entschließung, sie zerstöre die Grundlage der noch vorhandenen deutschen Sozialpolitik, setze der Lohnraub fort und sei ein Hohn auf jede Steuergerechtigkeit. Der Kampf gegen legalen und illegalen Faschismus schließe immer stärker den Kampf gegen die Pegierung Brüning ein Diese wird dabei in der EntBochum Herne Wanne=Eickel Dortmund Essen gelsenk.=BZuer Düsseldorf Duisburg Köln Muld.=Ruhr Aachen.. könnten Boot dem Sturm Berlin, 18. Juni. Das Meliorationsprogramm des Verbandes deutscher Landeskulturgenossenschaften, das vor kurzem in Denischrift entwickelt wurde, war Zsechetljicher Reüberlasen, das aber noch rechtzeitig einer Denkschrift entwrhung der andwirschaftlichen uuin bewahrt werden konnte, Auch in venstagter des hreußischen Landtags. Das Programm vor dem Zerschellen bewahtt werven konnte. Lindau selbst wurden Badeanstalten und öffentliche Anlagen stark beschädigt. Die Verwüstungen waren deshalb besonders schwer, weil der Bodensee zur Zeit einen außerordentlich hohen Wasserstand aufweist. Wien, 18. Juni. Ein heftiger Sturm, der stellenweise die Stärke eines Orkanes erreichte, verursachte heute nachmittag hier groden Schaden; Schornfizen apg, Heteb=,ieheztr z Hhr ah zahlreiche Dächer wurden abgeerun Ueber 390 Mul wurde die Feuerwehr in Anspruch genommen, und die Rettungsgesellschaft hatte zahlreichen Verletzten Hilfe zu leisten. Besonders arg wurde der Zir kus Hagenbeck mitgenommen. dach wurde vom Sturm auseinandergerissen. Einer der großen eisernen Masten stürzte zusammen und zertrümAuch die Geräte der Agtisten, die am Mast befestigt waren, wurden zerstört. Dei ven beiden übrigen Masten besteht die Gefahr eines Einsturzes. Die ganze Zirkusanlage mußte in weitem Umkreise abgesperrt werden. geordnetenges hleußischen Laglagr.. Lus Pgigg strebt die Mehrerzeugung von 3 Milliarden RM. Nahrungsmitteln an, wovon durch Melioration des vorhan. Izurlandes 2 Milliarden RM. erreichbar sein denen Kultullanges 2 Miulatben Vin erreich sollen. Durch die Befruchtung der übrigen Wirtschaft und die Durchführung des Programms soll eine dauernde Mehrbeschäftigung von rund 3 Millionen Arbeitskräften erreicht werden, gleichzeitig sollen Ersparnisse in der Arbeitslosenunterstützung und Mehreingänge an Steuern in Höhe von 3 Milliarden RM. erzielt werden. Die notwendigen Meliorationsarbeiten selbst sollen alljährlich mehrere hunderttausend Menschen unmittelbar beschäftigen. Die Beschaffung der finanziellen Mittel erhofft das Programm zum Teil aus der ersparten Arbeitslosenunterstützung und aus Steuermehreingängen, zum anderen Teil aus Entnahmen aus dem inländischen Kapitalmarkt. Hier liegt, wie man weiß, seine schwache Stelle, solange der Kapitalmarkt so unergiebig ist wie bisher. g 6 K ach Mert In der Aussprache im Landtag, an der sich Vertreter des Zentrums der Deutschen Fraktion und der Staatsanzupassen. Die.Absatzgenossenschaften durch eine Rationalisierung des Absatzes und der Absatzwege entscheidend dazu beitragen, dem Erzeuger günstige Absatzmöglichkeiten und damit lohnendere Preise zu sichern. Ein anderer bedeutsamer Aufgabenkreis, der der Reichsregierung am Herzen liege, sei die landwirtschaftliche Kreditversorgung. Maßgebende zentrale Kreditausgleichsinstitute hätten sich entschlossen, die Erhöhung des Reichsvanrsatzes nicht in vollem Umfange weiterzugeben. Parallel damit werde es die Aufgabe der genossenschaftlichen Zentralen und Ortskassen sein, ihrerseits alle verteuernde Momente in der Weitergabe der Leihgelder auszuschalten. Die organische Fortsetzung unserer Getreidepolitik würde dazu führen, daß wir im nächsten Jahre nicht mehr wie in früheren Jahren vier Millionen Tonnen Getreide einführen müßten, sondern nur noch etwa 1½ Millionen Tonnen, d. h. daß wir die Einfuhr von 2½ Millionen Tonnen Getreide durch Umstellung und Verstärkung unRegielung Bruning ein. Diese wird dabei schließung als„von den Kapitalisten völlig abhängig und sozialreaktionär“ bezeichnet. Die Breslauer Sozialdemokraten seien gewillt, diesen Kampfi Bunde mit allen Organisationen der Arbeiterbewegung zu organisieren. Man werde alle Kräfte dafür einsetzen, daß die Gesamtheit der Partei zu derselben politischen Einstellung komme. Die Vertreterversammlung fordere von der die Einberufung des Reichstages zur Auffraktion hebung der Notverordnung. Die österreichische Regierungskrise Produktion ersparten und damit unsere Handelsiz um rund 500 Millionen Mark entlasteten. Auf serer P bilanz um rund 500 Millionen diesem Wege allein liege die Rettung aus deutscher Wirtschaftsnot und nicht zuletzt aus der Kreditnot, und dieser Weg müsse deshalb auch ungesäumt für das Gebiet der Veredelungswirtschaft beschritten werden. Der Schutz unserer bäuerlichen Veredelungswirtschaft sei nicht nur die beste Ankurbelung unserer Innenwirtschaft Dr. Ender gibt seinen Auftrag zurück Wien, 18. Juni. Nach Fühlungnahme mit den Parteien hat Ender am Abend dem Bundespräsidenten mitgeteil daß er die Bildung eines neuen Kabinetts Hr. Ender wolle die Kabinettsbildung nur dann übernehmen, wenn ihm vom Parlament außerordent liche Vollmachten für eine bestimmte Zeit gegeben würden, um das Gleichgewicht des Bundeshaushalts wieder herzustellen und in der Frage der Sgeziguchalt, die ruge wendigen Maßnahmen zu treffen. Veriglichtein kleiner varlamentarischer Kreis Voyte, guggestatteten Regise ordentlichen Verordnungsgewalt Lugu#ten Regi entgegenstehen. Da die Sozialisten diese Sonnent am Samsta des Sauerl schlichter A Henkenberge abteilung d Leuchtfeuer, bilden den Jahren auf Bewohner ausübte. 2 Die Straßer laufen lasse Wahlen wah berechti liegt in de im Versiche öffentlich al preußischen chum liegt sicherungsat lich auf. rung rung ablehnten, war die Mission Enders gescheitert. Wer Von Srofessor Dr. JR. in den jetzigen Sommernächten seizgn, Big auf den nördlichen Teihzergeges, Birgzeg,# saunt Rene Rädfe Diersche(Hamburg) sie in Wirklichkeit die Folge der Drehung der Erde um wird, besonders bei nicht bevearem Himmel, erstaunt sein, wie wenig die Nacht hier ihren Namen verdient, wie bell das Firmament im Gegensatz Sgg,grgöhrtiche Vorstellung des Nachthimmels leuchtet. Beat,„aunder, sich darüber keine Gedanken, er hat sich das abgewöhnt; andere sagen sich wohl, b9s, wisen, wie der Mitternachtssonne, aber nur wenige#issen, wie, warum, woher dieser Lichtschein am Nordhimmel entsteht, wie er zu erklären ist. Die Erklärung der Erscheinung gelingt, wenn wir #ken daß wir zwar während des größten Teils bedenken, oaß ugt zwut goährend des größtef des Tages und Jahres die Sonne immer für uns sehen, daß sie aber doch, je mehr wir uns de Sommeranfang, 21. Juni, nähern, von unserem Standpunkt aus nach Norden blickend immer weiter„links vorn“ von uns steht bei ihrem Untergange, den wir selbst in den Großstädten zu beobachten öfter Gelegenheit haben, ja schließlich fast im Nordwesten untergeht und ebenso grechts vorn“ von uns, fosijnzergange osten aufgeht. Daß die Sonne nach ihrem..u in der Nacht, indem sie den großen Tagvog.„## Kreise vollendet, noch weiter nach Norden vorrucht, von unserem Standpunkte sich entfernend, tiefer sinkend und endlich schließlich genau nördlich von uns über den Nordpol hinweg unter dem Horizonte steht, sich dann, allmählich nach Osten gehend, uns wieder näherz nunmehr leicht einzusehen. Daß sie bafgorizon, gerab, nenwende nicht allzu, tjef unter den Hoxizart###o. taucht und daher die höheren Himmelsschicten, die wir auf unserer verdunkelten Seite sehen, zu erleuchten in ide ist, erscheint nun ebenfalls plausibel und so die Entstehung der.„hellen Nächte“, des hellen Nachthbin, mels im Norden verständlich; nur wenig mehr uls ein Viertel des ganzen Kreislaufes liegt unter dem Horizonte, geht doch die Sonne am längsten Tag(21. Juni fast erst 9 Uhr abends unter und schon wenig nach Uhr wieder auf. Allerdings weiß jeder, daß dies derung des Standes der Sonne nur scheinbar ist, daß ihre Achse ist, also unsere Erde uns in die unbesonnte Nachtseite von Westen nach Osten bewegt, so daß am Tage aufeinanderfolgen: Sonne, unser Standpunkt und Nordpol, während in der Nacht unser Standpunkt, Nordvol, Sonne die Reihenfolge ist und wir daher ir der Nacht die Sonne uns jenseits des Nordpols vorstellen müssen. Daß die Sonne im Sommer nur wenig unter den Horizont im Norderk hinabtaucht senchtebesiegtr aran: lichen Teil des Himmels noch erleuchter, tiegt varan, daß im Sommer unsere Erdachse mit ihrem Nordende der Sonne zugeneigt ist. Die zum Polarstern zeigende Erdachse behält ihre zur Erdbahn 66½ Grad geneigte Richtung bei ihrem jährlichen Umlauf um die Sonne immer bei, und so wird verständlich, daß sie wie ein sich im Kreise fortbewegender Kreisel, zu gewissen Zeiten, im Sommer, das Nordende der viel größeren Sonne zuneigen muß, zu anderen, im Winter, es von ihr wegwendet bzw. im Sommer die Gegenden um der Nordpol der Erde länger beschienen werden von dem großen parallelen Strahlenbündel, das, von dem gewaltigen Koloß der Sonne zur kleinen Erde hinausgehend, diese mit wärmenden Armen umfängt. Infolge der Neigung der Erdachse mit dem Nordende gegen die Sonne im Sommer, müssen die Strahlen der Son über den Pol hinüberreichen, im höchsten Falle bis zum nördlichen Polarkreis, 23½ Grad vom Pol entfernt, 66½ Grad nördlicher Breite, und bis dahin längere Zeit andauernd ihre leuchtende und wärmende Wirkung ausüben. Bis zu diesem Breitenkreise nach Süden leuchtet daher die Sonne eine Zeitlang selbst um Mitternacht, wenn sie auch nur wenig hoch über dem Horizont steht, sondern nur eben am Rande desselben dahinstreicht., Turch die Lichtbrechung(Refraktion] reicht diese Zone sogar noch etwgti, südlich, indem die Sonnenstrahten noch 34 Gradminuten abgelenkt werden, so daß die Beleuchtungsgrenze 90 Kilometer, fast einen Breitengrad, weiter nach ende des Finnischen Meerbusens. Auch wirkt noch die Reflexion des Lichtes an den Luft= und Staubteilchen der Atmosphäre, wodurch die Dämmerung entsrehr und eine weitere Erhellung der Nacht und des Himmels nach Sonnenuntergang eintritt. Am 21. Juni erreicht die dauernd Tag und Nacht beleuchtete Zone den südlichsten Bogen, so daß sie von Norddeutschland, Hamburg, nur noch 12 Breitengrad entfernt und ihre Wirkung hier noch recht deutlich sichtbar ist in der Form der„hellen Nächte". Durch die um diese Zeit bis 65½ Grad die Polarzone überstrahlende Sonne werden in den Nächten die darüberliegenden höheren Luftschichten erleuchtet und zeigen uns die Erscheinung der „hellen Nächte" am stärksten. Sie haben sich bis zum Sommeranfang immer mehr verstärkt, während sie nach dieser Zeit nachlassen, je weiter wir uns von diesem Zeitpunkte entfernen. Schon bemerkbar wurden sie im Mai und sind noch sichtbar im Juli und August. Die„hellen Nächte“ um die Sommersonnenwende sind also der Widerschein des jenseits von uns auf der Gegenseite des Nordpols der Erde und des Himmels stehenden Lichtgestirns; dunkle Nacht tritt in diesen Sommerzeiten in unseren Breiten fast gar nicht ein. Man hat das Empfinden, daß die Sonne nur eben unter dem nördlichen Rand des Horizontes dahingeht, alsbald wieder aufzutauchen und uns wieder ihre Mathematiker und Wissenschaftler, und dann von dem römischen Architekten Vitruvius. In neuester Zeit haben wir eine ganze Reihe von wissenschaftlichen Werten erhalten, die versuchten, die römische Wasserorgel auf Grund von Darstellungen, wie man sie auf Statuen, auf Mosaiken und auf Terrakottagefäßen fand, zu beschreiben. Die jetzt an das Licht des Tages gebrachte Wasser orgel wurde in einem Keller gefunden, der zu ven nen gehört, die aus der alten römischen Zeit stammen. Sie ist ganz merkwürdig gut erhalten. Das Manuale ist aus Bronze gearbeitet und infolgedessen natürl zum Tel Auf der fahrerin vi Die Radfal eine Schul wurde dem stand ist be Fuhrwerks sammen. 17. Juni, Straße ein sammen. Radfahrer gegen 19.30 von einem Am Mittw straße und sonenauto zu Schaden digt.— G Eisenbahnb ßenbahn g wollte, vor Hand= und kam auch Viktoriastre mit ihrem Kopfwunde Der um in der eigentlichen ganze Lichtfülle zu spenden, wobei sie Nacht den Himmelsraum nördlich von uns immer noch so sehr beleuchtet, daß ein heller Lichtschein uns an ihr Vorhandensein, an ihre ewige Wiederkunft erinnert, uns die Nähe des zukünftigen Tages ankündigt, den ewigen Kreislauf des Himmelslichtes, das der Jahre sehr beträchtlichen Sche Wasserorgel ist ein sehr hübsches Instrument mit Silber ausgeschmückt, drei Fuß breit und sechs Fuß lang. Die längste Orgelpfeife hat eine Länge von drei Das Instrument trägt eine kleine bronzene Tafel, auf der sich eine Inschrift befindet, die uns die ganz Geschichte dieser Wasserorgel, sowent es sich um ihre Entstehung handelt, recht anschaulich vor Augen führt. Die Inschrift, deren Text in lateinischer Sprache, abge faßt ist, lautet in deutscher Uebersetzung:„Gaius Viatorinus, Mitglied des Rates der Kolonie von Aquintum, früher Aedile geheißen, der Vorsitzende der Tuchhändler=Innung, schenkt dieser Orgel der Tuchhöud; ler=Innung in den Tagen, als Modestus und Probu Consuln waren.“ unsere Tage beherrscht und uns Wärme, Licht und Leben spendet. Die erste Wasserorgel in römischer Zeit Eine einzigartige Entdeckung wurde dieser Tage in der Nähe von Budapest, in der alten römischen Stadt Aquintum, die an der Donau lag, gemacht.: Es wurde nämlich eine Wasserorgel zutage gefördert, die aus dem Jahre 288 vor Christi Geburt stammt. Bisher kannte man dieses Instrument ausschließlich aus Beschreibungen, die auf uns gekommen sind, einnal von Hero von Alexandria, einem hervorragenden Kunst und Wissen = 150 Bewerbungen um den Musikdirektorenposten in Krefeld. Um den von der Stadt Krefeld ausgeschriehenen Posten eines Musitdirektors haben sich insgesamt benen Posten eines Musikdirektors haben sich, insge. 150 Personen beworben. Der Unterausschuß Theater= und Musikausschusses ist gegenwärtig mi der Ordnung und Sichtung der Vewepexpunigeneizgg beschäftigt, um aus ihnen etwa 12 Veneerz### witz engeren Wahl zu stellen. Die endgültige Wahl den werden muß. Das teriolo Stand der biet in der zusammen denten in fügung ge den Berick Unterl. chen) 12 C kamen, sir 8 Todesfä zigneten Juhrkreis Essen und sen liegen vor. Je Hagen vor Paraty ratyphuse land meld Fleisch ratyehuse Fleischver Dortmund Ruhr: Personen, 4 auf Du Todesfälle Scharl fällen im 4 Wocher über. Pe auf Duis senkirchen 85 auf R auf 7 St Diphtl trugen u ttschaft, sondern impfung der An este Sozialpolitik. gen der lin, 18. Juni. Reichsknappschaft 1. Juli 1931 ab der Pensionskasse ig des Vorstandes nd 24. Juni statt. der Reichsknapp. der Arbeiterige Kürzung e vor dem Jahre serden. Die Ant diese Senkung orbereitet. Da die zunehmenden Küren sehr weit ausdes Reichsarbeitswerden, der auf nappschaft zur Detärflieger seviel tadt, 18. Juni. 6 Uhr überflogen lugzeuge, gerees, deutsches GeSie flogen in der 4. Bellage zum Bochumer Anzeiger u. Gen. Anzeiger Nr. 141, 38. Jahrgang Freitag, 19. Juni 1931 deutschen Gebietes , daß alle deutschen n. Die Reichsregie. Stadt müssen, zu welchen n die Respektierung Sommersonnenwende Am 21. März stand die Sonne in dem sogenannten Frühlingspunkt. Seitdem ist sie von Tag zu Tag über den Aequator weiter gegen Norden gewandert, so daß ihr Tagbogen am Himmel immer länger wurde und der Tag ständig zunahm. Am 22. Juni mittags tritt die Sonne in das Zeichen des Krebses und steht 23½ Grad über dem Aequator. Dieser Punkt der Ekliptik heißt der Sommersonnenwendpunkt oder das Sommer=Soistitium. Die Sonne scheint hier in bezug auf den Aequator zum Stillstand gekommen zu sein und beginnt sich ihm wieder zuzuwenden. Der astronomische Sommer hat mit diesem Tage, des längstens des Jahres, begonnen. Im höchsten Norden der Erde geht die Sonne gar nicht mehr unter. 2½ Monate haben die Bewohner von Hammerfest, der nördlichsten europäischen Stadt, Tag. Zeichen der Rotzeit Keine Hauptversammlung des Westfälischen Städtetages. Der Vorstand des Westfälischen Städtetages hat beschlossen, mit Rücksicht auf die wirtschaftliche Lage in diesem Jahre von einer Hauptversammlung Abstand zu nehmen.— In gleicher Weise hat sich der Ausschuß des rheinisch=westfälischen Sparkassenverbandes einstimmig entschlossen, mit Rücksicht auf die große wirtschaftliche Not und die Unsicherheit der politischen Lage die diesjährige Mitgliederversammlung ausfallen zu lassen. Rheinisch=Westfälische Städte in Zahlen April 1931 Autdous gegen=Enapeneuhn Breslauer 5P9. eslau, 18. Juni. der SPD., Ortseiner Berichterstatmit großer Mehrheit die Haltung ihrer eitag billigt. Diese twicklung der Dinge n Notverordnung bere die Grundlage der ialpolitik, setze den uf jede Steuergerechi und illegalen Faen Kampf gegen die rd dabei in der Entsten völlig abhängig Die Breslauer Soesen Kampf im en der sozialistischen eren. Man werde Gesamtheit der Partellung komme. Die on der Reichstagseichstages zur AufBochum Herne Wanne=Eicke! Dortmund Essen.. Lelsenk.=Zu Düsseldorf Duisburg Köln Muld.=Ruhr Aachen Gemelbere#.0 SrLS. SSEESS SUR S 18888885 1770 2644— 874/— 714/322735 645 959— 314/— 239 98035 653 1066— 413/— 343 93794 3430 4738—1308— 1130 533096 3327 4699—1372|— 1015 647647 2184 4547/—2363— 2166 333402 3368 3875— 507/— 380 474220 2328 3963—1635— 1345441499 5593 5643— 50| 93739319 775 971— 196/— 129 133855 1167 1215— 48/— 4/154115 # *4 4 Wir berichteten in der Donnerstag=Ausgabe von einem an der Kreuzung Vidume=, Dorstener=, Blücherstraße erfolgten Zusammenstoß zwischen einem Straßenbahnzug und einem mit 40 Personen besetzten Omnibus. Glücklicherweise wurden bei dem Unfall nur drei Personen— Insassen der Straßenbahn— verletzt, übrigens auch nicht schwer. Unser Bild zeigt deutlich, daß die beiden Fahrzeuge mit dem vorderen Teil zusammengestoßen sino. Hätte der Autobus die Straßenbahn in der Mitte gefaßt, dann wäre der Unfall sicherlich in seinen Folgen weit schlimmer gewesen. Sonnenwendfeuer auf dem Henkenberge. Morgen, am Samstag, 20. Juni, begeht der Bezirk Groß=Bochum des Sauerländischen Gebirgsvereins in hergebrachter, schlichter Weise die Sommersonnenwende auf dem Henkenberge in Stiepel. Darbietungen der Gesangabteilung des SGV.=Vereins Altstadt, Musikporträge, Leuchtfeuer, gemeinschaftliche Gesänge und Ansprache bilden den Rahmen der Veranstaltung, die seit vielen Jahren auf die Wander= und Naturfreunde und die Bewohner der Umgegend eine starke Anziehungskraft ausübte. Die Musik leitet den Abend um 20 Uhr ein. Die Straßenbahn wird Einlegewagen bis gegen 0½ Uhr laufen lassen. Wahlen zu den Aerztekammern. Die Liste der wahlberechtigten Aerzte des Wahlbezirks Stadt Bochum liegt in der Zeit vom 17. bis einschließlich 30. Juni im Versicherungsamt, Zimmer 15, Rathaus, Eingang F, öffentlich auf.— Die Wählerliste für die Wahlen zur preußischen Zahnärztekammer für das Stadtgebiet Bochum liegt in der Zeit vom 4. bis 17. Juli im Versicherungsamt, Zimmer 15, Rathaus, Eingang F, öffentlich auf. Wie in allen Großstädten Bochums Berrnerungr zahi ninnnt ab Angünstiges Verhältnis zwischen Geburten= und Sterbeziffern Die Statistik der Stadt Bochum für Mai gierungskrise uftrag zurück Wien, 18. Juni. Parteien hat Dr. präsidenten mitgeteilt, euen Kabinetts ettsbildung nur dann arlament außerordentnte Zeit gegeben würindeshaushalts wiederKreditanstalt die notLediglich ein kleiner er mit solcher außerausgestatteten Regieozialisten diese Forde Enders gescheitert. r, und dann von dem In neuester Zeit haben schaftlichen Werken ernische Wasserorgel auf an sie auf Statuen, auf sefäßen fand, zu belages gebrachte Wasserinden, der zu den Ruiömischen Zeit stammen. halten. Das Manuale infolgedessen natürligh er Orgel, die aber aus waren, haben im Laufe Schaden gelitten. 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Juni, gegen 22.50 Uhr, stießen auf der Herner Straße ein Personenkraftwagen und ein Radfahrer zusammen. Das Fahrrad wurde stark beschädigt. Der Radfahrer erlitt leichte Verletzungen.— Am 16. Juni, gegen 19.30 Uhr, wurde eine Ehefrau an der Holtbrücke von einem Radfahrer angefahren und leicht verletzt.— Am Mittwoch abend stießen an der Gabelung Kreuzstraße und Hellwegstraße ein Fuhrwerk und ein Personenauto zusammen. Personen kamen zum Glück nicht zu Schaden. Beide Fahrzeuge wurden erheblich beschädigt.— Gegen 8 Uhr wurde am Mittwoch abend ein Eisenbahnbeamter bei Kortländer, als er aus der Straßenbahn gestiegen war und die Straße überqueren wollte, von einem Motorrad erfaßt. Er erlitt eine Hand= und eine Beinquetschung. Der Motorradfahrer kam auch zu Schaden.— An der Gabelung Kirch= und Viktoriastraße, bei der Marienkirche, kam eine Dame mit ihrem Fahrrad unter ein Auto; sie erlitt eine Kopfwunde. Die fortgeschriebene Bevölkerungszahl der Stadt Bochum betrug Ende April 322 735 und Ende Mai 322110. Für Mai ist demnach eine weitere Bevölkerungsabnahme von 625 Personen zu verzeichnen. Es sind 819 Personen mehr fortgezogen als zugezogen und nur 194 Personen mehr geboren als gestorben. Insgesamt sind im Mai von Bochum verzogen 2154 Personen, darunter 1706 alleinstehende Personen und 145 Familien mit 448 Personen. Zugezogen sind 1335 Personen, darunter 1073 alleinstehende Personen und 90 Familien mit 262 Personen. Von den Bochumer Standesämtern wurden im Mai 290 Eheschließungen beurkundet; Ehescheidungen waren 14 zu verzeichnen. Lebendgeboren wurden 438 Kinder, und zwar 242 Knaben und 196 Mädchen. 22 totgeborene Kinder hinzugerechnet, ergibt zusammen für den Mai 460 Geborene; davon waren 47 unehelicher Geburt. 13 eheliche und 30 uneheliche Kinder wurden von ortsfremden Müttern geboren. Im Berichtsmonat starben 244 Personen, darunter 41 Säuglinge, von denen 3 unehelich geboren waren. Unter den Todesursachen nahmen Krebskrankheiten mit 25 Fällen die erste Stelle ein. Weiter folgten Lungenentzündung und Gehirnschlag mit je 23, Tuberkulose mit 22, angeborene Lebensschwäche mit 20, Herzkrankheiten mit 19, Unfälle mit 15 und Altersschwäche mit 14 Fällen. In fünf Fällen lag Selbstmord vor. Nach dem Alter hatten den größten Anteil an der Sterblichkeit die über 60 Jahre alten Personen mit 86. Es folgten die 40—60jährigen mit 45, die 20—40jährigen mit 41, die Säuglinge mit 41, die —15jährigen mit 8, die—5jährigen mit 7 und die 15—20jährigen mit 6. Im Mai wurden 36(13) Wohngebäude mit insgesamt 92(74) Wohnungen fertiggestellt. Mit dem Bau stieg von 68381 auf 68871. Der gesamte Einlagebestand betrug am Schlusse des Monats 54 679057 RM. Die auf dem Arbeitsmarkt im Vormonat einsetzende geringe Entlastung ist im Berichtsmonat wieder zum Stillstand gekommen. Die Zahl der Hauptunterstützungsempfänger des Arbeitsamtes stieg in Bochum im Berichtsmonat von 16 502 auf 16 711. Davon entfallen 9417(Abgang 273) auf die Arbeitslosenversicherung und 7294(Zugang 482) auf die Krisenunterstützung. Die Gesumtzahl der in offener Fürsorge des Wohlfahrtsamtes stehenden Unterstützungsempfänger hat sich im Berichtsmonat wenig verändert. Während Ende April 12482 Hauptunterstützungsempfänger vorhanden waren, waren es Ende Mai noch 12446. Darunter waren Ende April 7731 und Ende Mai 7666 aus der Erwerbslosenversicherung ausgeschiedene und ausgesteuerte Wohlfahrtserwerbslose. An Infektionskrankheiten wurden polizeilich gemeldet: Diphtherie 67, Genickstarre 2, Scharlach 45, Unterleibstyphus 13, Ruhr 5, Kindbettfieber 3 und Tuberkulose(Todesfälle) 21 Fälle. Die Zahl der in Bochumer Krankenanstalten verpflegten Kranken betrug Ende Mai 1736 gegenüber 1979 Ende April. Die durchschnittliche Belegung pro Tag betrug im April 1962 und im Mai 1888 Personen. In den städtischen Badeanstalten wurden im Mai verabfolgt 10 817 Schwimmbäder, 2953 Wannenbäder, 645 Heilbäder und 7178 Brausebäder. Die Berufsfeuerwehr wurde 16mal alarmiert, darunter waren 1 Großfeuer, 1 Mittelfeuer, 4 Kleinfeuer, 1 Schornsteinbrand, 3 blinde und 6 böswillige Alarme. Was man beim Baden beachten soll Die Ferien= und Erholungszeit, die Hauptbadesaison ist nun bald gekommen. Deshalb ist es zweckmäßig, auf die Vorsichtsmaßregeln hinzuweisen, die jeder Badende beachten sollte. In einem Merkblatt, das vom Landesverband Baden der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft herausgegeben wird, werden folgende Regeln aufgestellt: Bevor du schwimmen lernst oder deinen Körper dem kalten Wasser auszusetzen gedenkst, frage deinen Hausarzt, ob dein Körper den Einwirkungen, die dabei eintreten, gerecht werden kann. Häufigkeit und Dauer des Schwimmens ist eine Frage körperlicher Veranlagung, die nur dein Arzt feststellen kann. Gehe nicht erhitzt in kaltes Wasser(zum Beispiel nach schnellem Lauf oder langem Sonnenbad), sondern gönne dir Zeit, deinen Körper etwas abzukühlen(Dusche, Luftbad). Erkundige dich über die Wassertiefe, bevor du ins Wasser gehst. Springe als Schwimmer nicht mit Kopfsprung in seichtes oder trübes, unbekanntes Gewässer. Gehe als Nichtschwimmer nicht in über brusttiefes Wasser. Ein voller Magen verursacht beim Baden oft Uebelkeit, darum nicht sofort nach dem Essen Baden. Bleibe bei einer Wassertemperatur von unter 15 Grad nicht länger als fünf Minuten im Wasser. Kindern, die den starken Wärmeentzug im Wasser noch weniger vertragen als Erwachsene, ist auch schon längeres Verweilen im wärmeren Wasser zu untersagen. Schwimme im offenen Wasser (Strom oder See) nur in Begleitung und meide sumpfiges oder schilfdurchwachsenes Wasser. Wenn deine Freunde behaupten, daß sie nicht nach diesen Regeln handeln und keinen Schaden davontrügen, so traue ihnen nicht, denn sie kennen deinen Körper nicht, und außerdem beweist das nur, wieviel Spielraum die Natur bisweilen der menschlichen Unvernunft gestattet. Spezialisten für Wirtschaftseinbrüche In der letzten Zeit werden wiederholt Einbrüche in Wirtschaften ausgeführt. Die Täter verschaffen sich in den meisten Fällen unter Benutzung von Dietrichen und Stemmeisen Eingang. In den Räumen durchwühlen sie sämtliche Behältnisse und nehmen alles, was ihnen einigermaßen mitnehmenswert erscheint. In den meisten Fällen werden jedoch Zigaretten, Zigarren und Bargeld entwendet. Die Zigarren werden auch nur lose Die Gesamtzahl mitgenommen, denn die leeren Kisten werden immer am Die Seitutsty: Tatort vorgefunden. Die Täter scheinen aber auch Kenner zu sein, denn sie nehmen nur die besten Zigarren. Bei den entwendeten Zigaretten handelt es sich um gangbare Marken. So besuchten die Täter das Kasino an der Wiemelhauser Straße. Hier entwendeten sie außer einigen Kleinigkeiten ebenfalls Zigarren und Zigaretten im Werte von 250 RM. Sas Giicinaneui zul Vragerung Ein Bochumer Rechtsanwalt hatte vor Gericht seinen Freund gegen ein Strafmandat zu verteidigen für eine„Tat“, die ihm selbst zur Last fiel. Unter der Selbstbezichtigung der Schuld erzielte er für den Freund dessen schnelle, schmerzlose und kostenlose Freisprechung, während die hochwohllöbliche Polizei sich jetzt gegen den Rechtsanwalt mit einem Strafbefehle gütlich tun wird, wenn sie es noch will. Der Fall könnte beweisen, aus welchen Nichtigkeiten heraus Strafbefehle verschickt werden. Man könnte beinahe von einer unnötigen Steigerung der allgemeinen Verärgerung reden. Denn dieser Fall zeigt die Autovon 4(66) Wohngebäuden mit insgesamt 19(345) fahrer fast als Freiwild, auf das zu jederzeit wegen der Wohnungen wurde begonnen. Für 7(64) Wohngebäude allergeringsten Nichtigkeit Jagd gemacht wird, während vielleicht wichtigere Dinge im Verkehrsbetriebe unbeachmit insgesamt 22(378) Wohnungen wurde die Bauerlaubnis erteilt. Die in Klammern eingefügten Zahlen des Mai 1930 geben ein Bild über die Bautätigkeit im Vorjahr. Die Einlagen bei der Sparkasse haben um 368 596 Reichsmark zugenommen. Die Zahl der Sparbücher Der Rand der unsiedenden=Kantheiten im Ruhrgebiet im verflossenen Mai „Hyeiene und Bakirchen gibt über den Das Institut für teriologie. zu Gelsenkirchen e Stand der ansteckenden Krankheiten im Ruhrkohlengebiet in der Zeit vom 8. Mai bis 30. Mai(4 Wochen), zusammengestellt nach den von den Regierungspräsidenten in Arnsberg, Düsseldorf und Münster zur Verfügung gestellten wöchentlichen Nachweisungen, folgenden Bericht heraus:###... g meut„ Unterleibstyphus: Wahrend im Vormonat(5 Wochen) 12 Erkrankungen ohne Todesfall zur Meldung kamen, sind diesmal(4 Wochen) 17 Erkrankungen und 8 Todesfälle zu melden. Von den Erkrankungen ereigneten sich 7 in Bochum, je 2 in Dortmund. EnneveRuhrkreis und Gelsenkirchen und je 1 in Hagen. Lünen, Essen und Oberhausen. Aus 17 Stadt= und Landkreisen liegen Meldungen über Typhuserkrankungen nicht vor. Je 1 Todesfall ist in Dinslaken, Lunen und Hagen vorgekommen. Paratyphus: Im Ruhrkohlengebiet kamen 10 Paratyphuserkrankungen vor. Das Sauer= und Siegenerland meldet 4 Erkrankungen. Fleischvergiftung:„Außer den oben erwähnten Paratyphuserkrankungen sind noch 9 Erkrankungen an Fleischvergiftung gemeldet, die in Mülheim=Ruhr und Dortmund vorgekommen sind. Ruhr: An Ruhr erkrankten in der Berichtszeit 23 Personen, von denen 8 auf Dortmund, 5 auf Bochum, 4 auf Duisburg=Hamborn, 2 auf Gelsenkirchen treffen. Todesfälle sind nicht vorgekommen. „Scharlach: Den 550 Erkrankungen und 10 Todesfällen im Vormonat stehen in der jetzigen Berichtszeit (4 Wochen) 445 Erkrankungen mit 9 Todesfällen gegenüber. Von den Erkrankungen treffen 54 auf Essen, 53 auf Duisburg=Hamborn, 53 auf Dortmund, 41 auf Gelsenkirchen, 39 auf Bochum, 88 auf Recklinghausen Stadt, 85 auf Recklinghausen Land. Die 9 Todesfälle treffen auf 7 Stadt= und Landkreise. Diphtherie: Die Erkrankungen an Diphtherie betrugen nach amtlicher Feststellung in dieser Berichtszeit (4 Wochen) 520 mit 32 Todesfällen(im Vormonat, 5 Wochen, 774 bzw. 63). An den Erkrankungen sind beteiligt Duisburg=Hamborn mit 73, Bochum mit 60, Essen mit 49, Gelsenkirchen mit 49, Dortmund mit 48, Herne mit 33, Recklinghausen Land mit 30, Oberhausen mit 29, Wanne=Eickel mit 21. Von den Todesfällen treffen 6 auf Dortmund, 5 auf Essen, je 4 auf Duisburg=Hamborn und Gelsenkirchen. Genickstarre: Insgesamt sind 8 Erkrankungen an Genickstarre zur Meldung gelangt, die sich mit je 2 auf Duisburg=Hamborn und Essen und mit je 1 auf Bochum, Herne, Wattenscheid und Recklinghausen Land verteilen. Kinderlähmung: Während im Ruhrkohlengebiet 2 Erkrankungen an Kinderlähmung und zwar je 1 aus Dortmund und Oberhausen zur Meldung gekommen sind, sind im Sauer= und Siegenerland 3 Erkrankungen bekannt geworden. An Kindbettfieber nach regelrechter Geburt erkrankten 23 und starben 7 Frauen, davon je 3 in DuisburgHamborn und Dortmund. An Kindbettfieber nach Fehlgeburt erkrankten im Ruhrkohlengebiet 18 und starben 7 Frauen. Tuberkulose: Im Ruhrkohlengebiet sind in der diesmaligen Berichtszeit, die sich auf 4 Wochen erstreckt, 352 Erkrankungen und 238 Todesfälle zur amtlichen Meldung gekommen: im Vormonat betrug die Zahl 458 bzw. 285(5 Wochen). Aus Essen sind 96 Erkrankungen und 48 Todesfälle, aus Dortmund 45 Erkrankungen und 85 Todesfälle, aus Duisburg=Hamborn 86 Erkrankungen und 18 Todesfälle, aus Gelsenkirchen 81 Erkrankungen und 27 Todesfalle, aus Bochum 22 Erkrankungen und 26 Todesfälle, aus Wanne=Eickel 17 Erkrankungen und 6 Todesfalle zur amtlichen Meldung gekommen. Im Sauer= und Siegenerland betrug die Erkrankungszahl 57, die der Todesfälle 44. Schlafkrankheit(Encephalitis lethargica). An sogenannter Schlafkrankheit ist 1 Erkrankung und 1 Todesfall in Essen amtlich bekannt geworden. tet und straflos bleiben. Aber wir wollen durchaus nicht verallgemeinern. * An einem Sonntag nachmittag bog ein Auto mit zwei Herren und einem Knaben von der Königsallee in die Schellstraße ein. Der Schutzmann will gesehen haben, daß der Fahrer nicht, oder nicht rechtzeitig, das Fahrtrichtungszeichen gab, bevor er seinen Kurs änderte. Schnell das Taschenbuch heraus! Nummer aufgeschrieben! Strafmandat für 10 Mark. Schrumm!— Gefährdung vorübergehender Passanten. Passiert ist garnichts! Aber da schritt ja doch wohl eine Frau an der Melanchthonkirche entlang, gerade als der Wagen in die Schellstraße einbog! Sie hätte „vielleicht" gefährdet werden können! Solche Möglichkeit kann täglich im Großstadtbetrieb zehntausendmal eintreten, wenn weder der Kraftfahrer noch der Fußgänger aufpassen. Aber man beschränke doch die Strafbefehle auf wirklich nachweisbare Uebertretungen und wirklich vorhandene Gefährdungen! Das Auto gehörte dem Angeklagten. Am Steuer aber saß sein Freund, der Rechtsanwalt. Der Wagen fuhr ganz langsam. Das Zeichen zur Einfahrt in die Seitenstraße ist gegeben worden, aber vielleicht war der Richtungsanzeiger nicht gleich ganz schnell aus der Hülse geflogen! Und darum zehn Mark! Das sei ebenso ärgerlich wie lächerlich. Also wurde gegen solche Ueberspannung eines sonst ganz richtigen Ordnungsund Sicherungsgrundsatzes einmal gehörig der Kümmel gerieben. Der Vorsitzende meinte freilich sehr kühl:„Die polizeilichen Bestimmungen sind da, damit sie befolgt und überwacht werden.“ Demnach wird wahrscheinlich der Herr Dr. juris Rechthaste trotz der verfrühten Verteidigungsrede seine zehn Mark nachträglich los werden. Obgleich man mit ihm der Ansicht sein kann, daß man um gar zu nichtige Kleinigkeiten keine so hohen Strafgelder in unserer Zeit schwerster Ueberlastung verhängen sollte. * Der Dieb auf dem Tanzboden Bei einem Tanzvergnügen in Wanne=Eickel Bilder aus Bochumer Gerichtssälen Handtasche geklaut und eine Uhr, die sich darin befand, an sich gebracht. Als man ihn stellte, fand man die Uhr nicht mehr. Er hatte sie im Hofe in einer Mauernische versteckt, wahrscheinlich, um sie später in Sicherheit zu bringen. Da er geschnappt wurde, hatte er keine Zeit mehr dazu. Unterdes hatte aber ein anderer die Uhr entdeckt. Jedenfalls war sie schon verschwunden, als man sie aus der Mauernische holen wollte. Das Mädchen hat also heute noch keinen Ersatz für die Uhr. Der Bursche ist arbeitslos, hat selber nichts und schützt große Trunkenheit als Ursache vor. Das Gericht gab ihm eine Woche Gefängnis. Der Strafvollzug soll ausgesetzt werden, der Jugend halber, falls der Bursche eine Buße zahlt und den Schaden wieder ersetzt. Haarschneiden und Haarspalten Zwei Friseure in Witten hatten durch Aushang bekanntgegeben, daß folgende„Friedenspreise“ von ihnen genommen würden: Haarschneiden 40 Pfennig, Rasieren 10 Pfennig und Schnurbartschneiden gratis. Der Vorstand der Wittener Friseur=Zwangsinnung forderte die Herausnahme der Plakate aus den Schaufenstern. Als das nicht geschah, beschritt die Innung den Klageweg. Das Wittener Amtsgericht lehnte den Erlaß einer einstweiligen Verfügung ab, worauf sich der Innungsvorstand auf dem Wege der Beschwerde an das Bochumer Landgericht wandte. Die erste Zivilkammer des Bochumer Landgerichts hat die Beschwerde jedoch als unbegründet zurückgewiesen. Das Gericht vermöge nicht einzusehen, warum die beantragte einstweilige Regelung zur Abwendung wesentlicher Nachteile der Innungsmitglieder nötig sein soll, zumal die von den Friseuren öffentlich angekündigten Preise nicht nur von ihnen, sondern auch von vielen anderen Friseuren, so auch in Bochum, genommen würden. Es sei auch nicht nachgewiesen, daß es sich bei diesen Preisen gegenüber den allgemeinen Richtpreisen um Unterbietungen erheblicher Art handle. Hinsichtlich der beantragten Anordnung der Entfernung der betr. Preisschilder fehle es an der vom Gesetz geforderten Dringlichkeit, ganz abgesehen davon, daß auch hier eine Glaubhaftmachung des Rechtsgrundes und des Anspruches nicht in hinreichender Weise erfolgt sei. Nicht Trunkenheit, sondern Rechtsbefangenheit. Herr Busch schreibt uns zu dem gestrigen Bericht vom Prozeß Ostwald, daß seine Befangenheit am Anfang seiner Vernehmung nicht ihren Grund gehabt hätte in frühzeitigem Alkoholgenuß. Sie wäre vielmehr hervorgerufen durch die Ueberraschung, daß als Gerichtsbeisitzer ein Mann tätig war, der in einem früheren Prozesse Busch gegen die Malereinkaufsgenossenschaft als Zeuge aufgetreten sei und in jenem Prozesse Anklagen gegen Busch reumütig zurückgenommen hätte. Dieser Umstand habe seine Gedankentätigkeit zeitweise derart gelähmt, daß auf solche Weise der veinliche Eindruck hervorgerufen werden konnte. hat ein achtzehnjähriger„Kavalier“ einem Mädchen die Sachschaden entstanden. Auf der Kortumstraße wax am 17. Juni ein Krastwagen in Brand geraten. Die Feuerwehr mußte in Tätigkeit treten. Es ist nur Brand eines Kraftwagens. Kraft. Interehonte Guschei,., Zochumer Abeisgeriches Arbeitsgerichtsbeisitzern den Richt der dreusische Jusizsisins, Pohraussag zu ersetzene: bet Eine interessante, grundsätzliche arbeitsrechtliche Entscheidung fällte die Bergbaukammer des Bochumer Arbeitsgerichts. An einem Tage im April 1931 ist ein Bergmann, der Kläger, Beisitzer des Arbeitsgerichts Bochum gewesen. Er hat für Teilnahme an dieser Sitzung seine Schicht nicht verfahren können. Die Beklagte, eine Bergbaugesellschaft, hat ihm einen Lohnausfall von 9,49 Mark bescheinigt. Die Beklagte lehnte die Forderung des Bergmanns, den Lohnausfall zu ersetzen, ab. Bisher hatte die Beklagte in solchen Fällen den Lohn für zu gleichen Zwecken nicht verfahrer Schichten bezahlt. Der Kläger war der Ansicht, daß ihm der Arbeitgeber den Lohnausfall bezahlen müsse und daß er keinen Anspruch gegen den preußischen Justizfiskus habe. Auf einer Zeche der Beklagten nahm der Kläger die Stellung des Betriebsratsvorsitzenden ein. Die Beklagte bat um Klageabweisung, da sie der Ueberzeugung sei, daß der preußische Justizfiskus dem Kläger den Lohnausfall ersetzen müsse. Der Absatz II des Paragraphen 13 der Arbeitsordnung des Bergbaues, au den Kläger sich stütze, besage zwar zunächst, daß der Arbeitnehmer, der als Beisitzer beim Schöffengericht, bei dem Berggewerbegericht, Arbeit versäume, den entgangenen Arbeitsverdienst ersetzt erhalte. Anderweitig gewährte Entschädigung solle aber angerechnet werden. Das könne nur bedeuten, daß der Arbeitgeber nur zahlen brauche, wenn nicht der Fiskus zahle. Dieser aber müsse zunächst zahlen. Dann aber habe der Klager auch die sonstigen Bedingungen nicht erfüllt. Er habg, seige Schicht, seine Sprechstunden als Betriebsratsmig##er auf den Nachmittag verlegen können. Dann habe der Kläger auch über Zeit und Art der Verhinderung keine behördliche Bescheinigung beigebracht. Dem hien der Kläger entgegen, daß die Sitzung an dem betreffenden Tage bis 12 Uhr gedauert habe. Eine Verlegung der Schicht sei nicht mehr möglich gewesen. Die geforderte Bescheinigung könne vom Gericht umgehend besorgt werden. Vom Gericht wurde durch telephonische bei der Geschäftsstelle festgestellt, daß die Angaben des Klägers zutrafen. Die Beklagte bestand nach wie vor auf Nach dieser Erklärung der Beklagten fällte die Bergbaukammer nachstehende Entscheidung: Der Paragraph der Arbeitsordnung, Absatz 2, sagt:„Soweit ein Arbeiter durch Teilnahme an Sitzungen als Schoffe, Geschworener, Beisitzer der Sozialversicherungsorgane, der Arbeitskammer und des Berggewerbegerichts sowie als Vormund auf Grund einer Ladung des Vormundschaftsgerichts Arbeit versäumt, erhält er für die Dauer der notwendigen Abwesenheit den entgangenen Arbeitsverdienst. Die etwa anderweit gewährten Entschädigungen für Lohnausfall werden angerechnet. Die vorstehenden Vergütungen werden nicht gezahlt, soweit Ersatz für das Arbeitsversäumnis durch Schichtverlegung am greichen Tage geschaffen werden kann. Ueber Zeit und Art der Verhinderung ist ein behördlicher oder sonst zuverlässiger Nachweis zu erbringen.“ In der Verordnung vom 24. Juni 1927 über die Entschädigung der Beisitzer der Arbeitsgerichte, Paragraph 1, wird dann bestimmt, daß die Beisitzer eine Entschädigung erhalten für den ihnen durch Wahrnehmung des Beisitzeramtes erwachsenden Verdienstausfall. Verdienstausfall ist aber nicht vorhanden, wenn auf Grund arbeitsvertraglicher Bestimmungen ein Lohnanspruch gegen den Arbeitgeber gelangen. Die Beklagte Vortrag halt, eri= Hegriengggpggst Dr. besteht. Der Wortlaut des Paragraphen 13 der Arbeitsordnung bestimmt nun zunächst die Ersatzpflicht des Arbeitgebers. Allerdings ist das Arbeitsgericht nicht genannt, es ist aber an die Stelle des Berggewerbegerichts getreten, nimmt also dessen Stelle ein. Erst in zweiter Linie ist gesagt, daß etwa gewährte, Iatchohht, gung die Ersatzpflicht des Arbeitgebers einchranken könne. Wäre es umgekehrt gemeint, daß der Arbeitgeber einzutreten habe, wenn nicht schon eine andere Stelle(hier der Fiskus), entsprechenden Ersatz leiste, so hätte es mit Leichtigkeit in anderer Reihenfolge gesagt werden können. Der deutlich erklärte rifparteien kann nicht ohne weiteres in das Gegenteil umgedeutet werden. Wenn gesagt würde, man habe keine Veranlassung, dem Fiskus etwas zu schenken, so ist es im Grunde doch der Staatsbürger selbst, der das zur Staatsverwaltung notwendige Geld aufbringt. Damit kann nichts für die Entscheidung gewonnen werden. Den Tarifparteien war aber unzweifelhaft bekannt, daß der Staat für Schöffen und Beisitzer der Berggewerbegerichte den Verdienstausfall ersetzte. Erklärten sie deutlich, daß kein Verdienstausfall eintreten solle, dann kann nach diesem erklärten Willen die staatliche Ersatzberufe sich zu unrecht darauf, daß der Kläger seine Betriebsratssitzung auf den Nachmittag habe verlegen können. Bei der Entfernung des Wohnortes des Klägers vom Amtsgerichtsgebäude und dann dem Weg zur Arbeitsstelle sei dieses kaum möglich gewesen. Dann aber könne es einem Arbeiter, den stundenlange Denkarbeit als Beisitzer noch mehr anstrenge, als den an solche geistige Arbeit Gewöhnten, nicht zugemutet werden, gleich hinter einer Gerichtssitzung sechs Stunden gleiche Denkarbeit zu verrichten. Es komme nicht nur darauf an, daß ein Betriebsratsmitglied in der Sprechstunde anwesend ist, er muß auch leistungsfähig sein, auch im Interesse des Betriebes. Auch müsse die Belegschaft der Zeche von der Verlegung der üblichen Sprechstunden ausreichend unterrichtet sein. Die Schicht später nachzuleisten, sei der Kläger nicht verpflichtet gewesen. Aus diesen Gründen ist die Beklagte zu verurteilen, dem Kläger die Schicht zu ersetzen. Das Urteil ist rechtskräftig, da ein Rechtsmittel nicht zugelassen ist. Durch herabstürzendes Faß verletzt. Am Mittwoch nachmittag fiel auf der Oskar=Hoffmann=Straße, ein leeres Faß von einem Lastkraftwagen. Eine vorübergehende Frau wurde durch das herabstürzende Faß verletzt. Naturfrevler. In dem neuangelegten Garten einer an der Wielandstraße befindlichen Wirtschaft ist in der Nacht zum 17. Juni eine größere Anzahl junger Bäumchen boswillig geknickt worden. * Vereine? Hinweise (=) Stadttheater Bochum. Hingewiesen sei besonders auf die für Samstag angesetzte Wiederholung der neu inszenierten„Fledermaus", zu der außer den von der Vormiete C abonnierten Plätzen gute Karten jeder Art und jeden Preises noch zur Verfügung stehen. Die Besetzung ist dieselbe wie bisher. Seit gestern ist der Vorverkauf im Gange zu der für Sonntag angesetzten Außer=Vormiete=Aufführung des„Hauptmann von Köpenick", die zu besonders günstigen Teilnahmebedingungen kommt. Die bereits angekündigte Neuheit des Spielplans: Bernard Shaws Komödie„Zinsen" wird erstmalig am nächsten Dienstag zur Aufführung gelangen. Die Bühnenbilder zu dieser weiteren ShawInszenierung des Theaters entwarf Johannes Schröder; Ernst Presber richtet sie für die Szene ein. (=) Frühjahrsmusik des Melanchthonchores. Auf die heute abend.30 Uhr im Ernst=Moritz=Arndt=Haus, Königsallee, stattfindende„Musik im Frühjahr" des Melanchthon=Chores sei nochmals hingewiesen.— Neugeistloge Bochum. Telepathie, Hellsehen, Wunschelrnte, Magnetismus, Suggestion und Tierhypnose sind Wissensgebiete, die immer noch sehr umstritten sind. Eine neuartige Beleuchtung erfahren sie in dem Erperimentalvortrag„Der Radiomensch".(Siehe Anzeige.) Berichte * F r a u e n a u s s c h u ß d e r D e u t s c h e n V o l k s p a r t e i B o chum Grumme. Der Frauenausschuß Grumme hatte seine Mitglieder zu einer Geburtstagsfeier zum Wirt Goeke eingeladen. Es war eine große Anzahl von Parteifreundinnen erschienen, die von der Vorsitzenden, Frau Steinkamp, begrüßt wurde. Während des gemeinsamen Kaffeetrinkens sorgte Fräulein Reinmöller durch Klaviervorträge für Unterhaltung. Fräulein Huhn erfreute durch gesangliche Darbietungen. Im geschäftlichen Teil wurde beschlossen, Anfang September einen Ausflug zu machen nach der Dürener Schweiz. Für Frau Müller, die aus Familienrücksichten als Kassiererin zurücktrat, wurde Frau Braumann gewählt. Frau Steinkamp fand für die bisherige Arbeit von Frau Müller herzliche Worte des Dankes. Sodann erhielt Frau Müller(Kurl) das Wort für ihren Vortrag. Die Rednerin sprach über die augenblickliche Lage. Einige plattdeutsche Vorträge, ebenfalls von Frau Müller, brachten die Lachmuskeln in Bewegung. Die Ortsgruppe Bochum des Bundes der Bäcker=, Konditor=Gesellen Deutschlands feierte in der Kaiseraue ihr 10. Bundesfest. In großer Zahl hatten sich die Freunde der Bewegung eingefunden. Nach einem von Frl. Friedel Bobe vorgetragenen Prolog hieß der Vorsitzende Fr. Lämmerhirt die Erschienenen willkommen. In bunter Reihe wurden die Darbietungen mit Beifall aufgenommen. Besonders wurden die Darbietungen des Quartettvereins Philomele(Bochum) mit Aufmerksamkeit entgegengenommen. Die Festansprache hatte der Bundessekretar F. Bobe übernommen. Redner wies auf die Gründung und Aufwärtsentwicklung des Bundes hin und ermahnte die Kollegen zur weiteren Einigkeit. Seine Rede klang in ein Hoch auf den Ehrenmeister des Deutschen Handwerks aus. vom Elberfelve# Marienhospital. Lichtburg:„Kameraden im Westen". Die Lichtburg wartet ab heute mit einem neuen Kriegs=Sprechtonfilm. betitelt„Kameraden im Westen" auf. Im Mittelpunkt der filmischen Handlung stehen ein deutscher und ein amerikanischer Soldat, dessen Frau und Pflegekind. Tief ergreifend wird darin das Lebensschicksal eines Kriegsfreiwilligen nach wahren Begebenheiten vom westlichen Kriegsschauplatz und das spätere Hinübergleiten in sein privates Leben geschildert. Dieser Tonfilm genießt den Ruf, ein Spitzentonfilm der Filmproduktion der Welt zu sein, und dürfte sicherlich genau wie sein Vorgänger, „Westfront 1918“ auch in Bochum großes Interesse finden. Hauptdarsteller sind: Betty Compson und Eddy Dowling. In den deutschen Dialogen sprechen: Walter Rilla, Hertha v. Walther, Waldemar Pottier, Rudolf Lettinger und Eugen Rex. Die täglichen Vorführungen sind: nachmittags.40,.10 Uhr, abends 8 Uhr. Capitol=Lichtspiele. Das Capitol behält die zwei bekannten Schlager mit dem Toufilm„Namensheirat“ und „Pat und Patachon“ noch vier Tage auf dem Spielplan. Freitag, Samstag und Sonntag zeigt die Direktion in Abendvorstellungen einen Film„Liebe und Geschlecht“, einen Aufklärungsfilm, der durch einen Vortrag des Schriftstellers W. Kunde erläutert wird. Es wird nochmals besonders darauf hingewiesen, daß die Vorstellungen um 10 Uhr abends, nicht, wie auf dem Abendzettel angegeben, um 10.30 Uhr beginnen. Der Vorverkauf beginnt um.30 Uhr abends. Avollotheater, Alleestraße:„Der unsterbliche Lump“. ein Tonfilm, ist im Sprachlichen, Musikalischen und Bildmäßigen von ergreifender, einfacher Schönheit. Eine kleine Volksballade ist diese Geschichte vom Dorfschulmeister, der gleichzeitig ein großer Komponist ist, und von seiner Liebe zum Annerl, der schönen Brieftragerstochter im kleinen Alpendorf. Gustav Fröhlich ist als Dorfschulmeister sympathisch, echt und ungezwungen Liane Haid. Harry Piel ist im Beiprogramm in einem stummen Film „Der König der Sensationen“ zu sehen, außerdem läuft die Ufatonwoche, Tonlustspiel und Kulturfilm. Vorführungszeiten des Hauptfilms: 4 Uhr,.25 Uhr und 9 Uhr. (Weitere Lokalnachrichten siehe Seite 15.) Vereinskalender Vereinigung für Heimatkunde, Bochum. Sonntag, den 21, Zirchen, Schloß Napvenberg)., Abfahrt.28 Uhr ab Hauptbahnhof, 2. Bezirk Bochumer Krieger= und Landwehr.=Verein. Am Sonntag, dem 21. Juni, vormittags: Uebungsschießen auf Schießstand Thiemannshof.(Mit Linie 1 bis Goldhammer Straße.) Wohin gehen wir heute Filmschau Ufa=Theater— Tonhalle:„Der Liebesexpreß". Das Ufa=Theater— Tonhalle zeigt ab heute das entzückende Tonfilmlustspiel„Der Liebesexpreß"(Acht Tage Glück). Die von Temperament übersprudelnde Dina Gralla, der Lustspieldarsteller Georg Alexander und der Rundfunktenor Josef Schmidt, der die einschmeichelnden Schlager des Films und die melodiösen italienischen Liebeslieder singt, gewährleisten zwei vergnügte Stunden.— Dazu das reichhaltige Beiprogramm. Die Vorstellungen, zu denen auch Jugendliche Zutritt haben, beginnen täglich 4, 6 und 8 Uhr. Sonntags ab 3 Uhr.— Infolge des Andranges und der großen Nachfrage zu den Nachtvorstellungen des Films„Frauennot“ in der vergangenen finden heute und morgen, abends 10.15 Uhr, derholungen dieser Vorstellung statt. Den einleitenden Stadttheater: 15.45 Uhr: Tannhäuser; 20.15 Uhr: Skala=Barieté: 20.15 Uhr: Stöpsel“ mit Heinz Kleint. Ernst=Moritz=Arndt=Haus: 20.30 Uhr: Sing= und SpielCapitol: Anfang 16 Uhr letzte 20.15 Uhr: Namensheirat; 22 Uhr: Nachtvorstellung. Lichtburg: 15.40, 18.10, 20 Uhr: Kameraden. Lichtspielbühne: 20 Uhr: Was eine Frau im Frühling träumt. Odeon: Der Adjutant des Zaren. Skala=Lichtspiele: 17 und 20 Uhr: Der Liebeswalzer. Ufatheater:„16, 18, 20 Uhr: Der Liebes=Expreß; 22.15 Uhr: Nachtvorstellung. Apollotheater: 16, 18.45, 21.25 Uhr: Der unsterbliche Parkhotel Haus Rechen: Konzert und Tanz. ch bin schon da! Roman non Alfred Carle Nachdruck verboten 24) Aber dieser Mann fiel fast allen Passanten, denen] Aber es ging nicht an, an dieser Gartentür zu läuer begegnete, durch sein seltsames, erregtes Wesen auf ten, hineinzugehen und aus heiterem Himmel, seinem — den Männern, weil er unablässig, unbekümmerte, Stern und seiner Persönlichkeit vertrauend, zu sagen: eene e vF du Sraum.3c6, Arel Tholand, bitte... musiges Betdiesen Worten mußte erst ein munges Telennttemperamentvolle Seibstgespräche hielt, den Frauen, weil er sich nicht das geringste aus ihren interessierten und fragenden Blicken machte. Hätte sich zufällig ein Hamburger Bekannter am Morgen dieses 24. Juni in den Straßen Wiens aufgehalten, er hätte— von den Aeußerlichkeiten abgesehen— in diesem Mann den stets heiteren, leichtblütigen Axel Tholland kaum wiedererkannt, hätte schon auf den ersten Blick dessen gewohntes gewinnendes Lächeln von souveränem Optimismus vermißt.„. 7 Lam Gaut unfarugg, Um sechs Uhr stand Axel, den Kopf unschlussig und nervös nach allen Seiten drehend, vor der Oper an der Kreuzung der Ring= und Kärntnerstraße, diesem Verkehrsbrennpunkt Wiens, der um die frühe Stunde noch den gleichen schlafenden, unlebendigen und irgendwie zwecklosen Eindruck machte, wie ähnliche Kreuzungspunkte in anderen Großstädten auch.„ Um halb sieben stand er vor dem Meinisterium am Stubenring— war also in einer Richtung gelaufen, die ihn vielleicht zu einem Morgenspaziergang in den Prater, aber nie nach dem Türkenschanzpark führen konnte.. Um sieben Uhr kreuzte er wieder die Kärntnerstraße an der Oper— um halb acht saß er in einem kleinen Kaffee an der Votivkirche zu einem hastigen Frühstück, das er zur Hälfte abwesend einnahm und zur anderen Hälfte stehen ließ. Um acht Uhr war er bereits bis in den Bezirk Alsergrund vorgedrungen— hatte den Weg nach dem Cotage=Viertel also schon eingeschlagen. Aber er durchkreuzte ziellos die alten unregelmäßigen Gassen dieses Innenbezirks und hatte erst gegen neun Uhr die jetzt schon recht belebte Währinger Hauptstraße erreicht... Um halb zehn Uhr etwa hatte er sich bis an die Grenze von Döbling vorgeschoben— um zehn Uhr saß er auf einer abseitigen Bank im Türkenschanzpark die Gymnasiumstraße hatte er bereits einmal passiert — und von halb elf Uhr ab hielt er sich endgültig in unmittelbarer Nähe des Hauses Gymnasiumstraße 23. Er hatte vier und eine halbe Stunde zu einem Weg gebraucht, den ein rüstiger Fußgänger immerhin in einer knappen Stunde bewältigen kann. Sein Weg durch die Straßen des erwachenden Wiens, den er, wie er sich in der Frühe hatte suggerieren wollen, ganz ziellos angetreten hatte nur um zu einer Klarheit zu gelangen, die ihm in der Nacht, in abwechselnden halben Stunden Wachens und Schlafens versagt geblieben war, hatte ihn also doch vor dieses tief im Garten hinter dichten Büschen verborgene Landhaus geführt... und Axel Tholland wunderte sich darüber nicht einmal, man kam ja doch dahin, wohin man kommen sollte. Er wußte auch genau, daß er nun hier nicht stehen bleiben würde— dazu fühlte er viel zu unmittelbar, daß dieses Haus das Ziel einer unklar immer im Auge behaltenen, großen und sehr anspruchsvollen Sehnsucht seines bis dahin so bunten, unbekümmerten Lebens war. Tor diesen Worten mußte erst ein m nis liegen, zu dem ihn einfachster Anstand gebieterisch zwang. Dann erst durften sie fallen... dann erst recht aber blieben sie ein Wagnis von unerhörter Kühnheit, mochten sie auch vom heißesten Willen zum ehrlichen Einsatz alles dessen getragen sein, was er zu geben Mit freiem Entschluß klingelte Arel Tholland an der Gartenpforte: Diesmal nicht als Abschluß nutzloser Ueberlegungen mit einem achselzuckenden: Es geht, oder es geht nicht— sondern hier am Ende dieses langen Weges von vier und einer halben Stunde mit einem energischen: Ich wage es— und es muß gehen! Noch einmal mußte er sich Spangenberg nennen lassen, als das Mädchen ihm öffnete— und dann noch einmal, zum letztenmal, als Vera Vitale ihn beim Eintritt begrüßte...,, amsen sein Aber es sollte das letztemal gewesen sein—! Die wilde, das Herz zu hohen Schlägen antreibende Erschütterung, die ihn auch jetzt wieder beim Anblick dieser Frau traf, gewaltsam niederzwingend, sagte er ohne Umschweife und Aufschub, knapp und fast hart als erstes: „Bitte, nennen Sie mich nicht Spangenberg! Ich heiße nicht Spangenberg! Ich heiße Axel Tholland! Und ich habe Ihnen ein Bekenntnis zu machen!" Er bemerkte ihr leises Zusammenzucken, sah selbst darunter leidend, die Ratlosigkeit ihre sonst so sicheren und überlegenen Augen hilflos und verwirrt machen, sah ihre Rechte, die sich ihm zur Begrüßung entgegengestreckt hatte, kraftlos hinuntersinken— und gehetzt und drängend, vom Willen gepeischt, sich zu offenbaren und vom Druck seiner Schuld zu befreien, jagte er sein Bekenntnis hinaus, mochte es Selbstvernichtung bedeuten, hier in dieser Stunde gab es für ihn keine andere Wahl. „Ich heiße Axel Tholland und habe Sie gestern in Spangenbergs Maske aufgesucht— vorher, war Spangenberg selber hier—“ ja, auch dazu verpflichtete ihn die Ehrlichkeit—„ich sehe ihm zum Verwechseln ähnRein, hitte, lassen Sie mich sprechen, ich bitte Sie...!“ rief er hastig, beschwörend, als er sah, daß sich Vera, die sich mit beiden Händen an einer Stuhlmit gerechnet. Sie suchte mich auf und hielt mich für ihn— ich war verpflichtet, seine Rolle zu spielen.. und vermied eine Begegnung nicht, die sich vielleicht vermeiden ließ. Ich habe keine stichhaltige Erklärung, warum ich das tat— es gibt manches in meinem Leben, was ich unbekümmert unternahm, ohne nach Erklärungen dafür zu suchen..... Spangenberg kam, durch seinen Diener gewarnt, überraschend nach Berlin zurück— deshalb unterbrach er auch hier die Verhandlungen— und es kam zwischen uns zum Bruch... Durch eine Verkettung von Zufällen griff an diesem Tage Eichwoldt ein, und durch diese Verkettung erfuhr er auch von mir und meiner Rolle. Er verstand es, Spangenberg von jedem weiteren Schritt wegen Ihrer Patente abzubringen, weil er sie angeblich schon sicher hätte. Dann fuhr er zu Ihnen.. Bei Ihnen erreichte er nichts— und jetzt kam er zu mir und verlangte, daß ich als Spangenberg zu Ihnen fahren sollte— weil Sie die Patente ja nur Spangenberg geben wollten... Ich sollte Ihr Vertrauen gewinnen und ihm dann auf irgendeine Weise die Patente zuschanzen.—— Ich ließ mich bereden— er bot mir eine große Summe, ich brauchte sie, glaubte auch, Spangenberg keine Rücksicht mehr schuldig zu sein und so kam ich hierher... Gestern abend noch habe ich Eichwoldt den Kram vor die Füße geworfen— ich konnte es nicht, schon nicht, als ich Ihr Bild hier sah,— und jetzt bin ich hier, um Sie um Verzeihung zu bitten... Aber ich möchte mich auch dafür einsetzen, daß doch Spangenberg die Patente bekommt— ich bitte Sie herzlich, mir dabei zu helfen. Aber vor allem bitte ich Sie noch einmal: Verzeihen Sie mir..!“ So unbekümmert stöhnte Axel nach diesem drängenden Bekenntnis aus tiefstem Herzen erleichtert auf, daß Vera Vitale, der die letzte Ursache dieser innerlichen Befreiung ja noch verborgen war, unwillkürlich für eine kurze Sekunde, ganz leise, unendlich klug und wie verstehend lächeln mußte, so fremdartig und drohend ihr die Bekenntnisse dieser rücksichtslosen Geschäftsmanöver auch erschienen....,.#.. Tremhartigen## Aber dieser Eindruck des Fremoartigen, Düsteren und Bedrohlichen gewann dann doch wieder volle Gewalt über sie. Sie konnte sich ersichtlich zu keiner Antwort aufraffen. Ihre Augen streiften Axel mehrmals mit einem scheuen, forschenden Blick, als versuchte sie, sich mit dem auseinanderzusetzen und vertraut zu machen, was er ihr hier bekannt hatte.„Das ist alles so verworren und so schwer zu übersehen, was Sie da sagen“ stammelte sie endlich,„also Sie sind nicht Spangenberg—?“ Wieder glitt ein fragender Blick über ihn hin.„Wissen Sie, daß ich gestern einen Augenblick das sonderbare Gefühl hatte, als wären Sie nicht Spangenberg, als ich Sie hier davonstürmen sah— oh...“ Plötzlich jagte fliegende Röte in gehetzten Wellen über ihr bis dahin weißes Gesicht, in Sekundenschnelle flog ihr Blick nach dem Schränkchen, auf dem gestern das kleine Bild gestanden hatte— instinktiv folgte Axel ihren Augen, und so sah auch er, daß dieses Bild dort nicht mehr stand.„ Jumistäglich 43 „Gehen Sie... horen Sie...- unwiurürlich tat Er legte die Hand auf die Klinke und blieb einen Augenblick in dieser Stellung stehen. Seine Augen waren jetzt wieder klar und befreit— und leise begann um seine Lippen von neuem ein kleines Lächeln zu spielen, das halb unzerstörbarer, unbekümmerter Wagemut und halb aus aufgeschlossener Tiefe strömende Sicherheit war. Hier hieß es jetzt wirklich wieder, für ihn: Versuch's— es geht, oder es geht nicht! Aber sagte ihm auch, stärker jetzt noch als am Morgen, eine Hoffnung, die seinem spürenden, der Vorgänge in Frauenseelen kundigen sechsten Sinn entsprang: Es geht! Jetzt hielt er einen guten Trumpf in Händen— ihn galt es ohne Zagen auszuspielen... Entschlossen öffnete er die Tür, trat in den Rahmen und sah sich im Nebenraum um: Es war der Korridor: er war leer. An seinem Ende stand eine Tür offen; sie führte in den sonnenüberfluteten Garten. Langsam trat Axel aus dem Hause hinaus und sah sich, die Hand schützend über den Augen, prüfend um. Ein Weg führte von diesem Ausgang in die Tiefe des Gartens zu einem Schuppen, dessen Tür nur angelehnt Von einem wachen Instinkt geleitet, näherte er sich diesem Schuppen— und trat nach kurzem Zögern ein. Vera Vitale stand in der Mitte des Raumes an einem Tisch, den ein Apparat mit einer verwirrenden Vielfältigkeit von Spulen und Drähten, von Schrauben und Griffen, von Röhren und Skalen einnahm. Auf einem Seitenitsch aber stand das kleine Bild vom Vortage— es fing Axels Blick sofort ein— und ein jäh genberg und Eichwoldt sind erbitterte Konkurrenten. Arel, der sie taumeln zu sehen meinte, einen Schritt auf Ich habe Spangenbergs Rolle in Berlin gespielt, während er hier mit Ihnen verhandelte— er legte Wert darauf, um Eichwoldt nicht aufmerksam zu machen. Der sollte ihn in Berlin glauben, damit er ihm nicht zuortcon.....grAheit begangen. Ich habe dann eine Untorreti#en begungen,—“, nein, Arel riß sich gewaltsam zusammen, du darfst nichts beschönigen und nichts verschweigen...„Während ich Spangenberg vertrat, kam überraschend das Mädchen nach Berlin, das er liebt— er hatte nicht dasie zu,„... also ja gut, ich verzeihe Ihnen... verzeihe Ihnen alles, Sie haben ja eigentlich noch nichts getan— aber gehen Sie jetzt, ich bitte Sie!“ Von einer Macht getrieben, die stärker war als er selbst, kam Axel der zurückweichenden Frau näher und „Gehen Sie..!“ rief sie noch einmal in höchster Erregung, am Rande ihrer Kraft. Plötzlich fiel die Tür hinter ihr ins Schloß— und unmittelbar vor dieser Tür stand Axel allein im Raum... aufblitzendes, erlösendes Wissen straffte seinen WageVera hob bei Axels Eintritt erschrocken den Kopf. Wieder wich sie unwillkürlich zurück, bis in die äußerste Tiefe des Schuppens. Ihre Rechte schnellte vor und streckte sich in heftiger— und doch unsicherer Abwehr gegen ihn aus..... Ruhig blieb Axel Tholland in der Tür stehen und sagte ganz einfach, mit einem freien, ehrlich und warm die Seele dieser Frau suchenden Blia:„Bitte, seien Sie mir nicht böse, daß ich nicht gegangen bin— aber ich habe Ihnen noch viel mehr zu bekennen!“ un## Es mußte eine rätselhafte Kraft aus diesen jungen, sicheren Augen strahlen, eine Kraft, die Vera aus ihrer Erschütterung wieder zu sich selbst kommen ließ und die Hochspannung milderte, in die Scham und Verwirrung sie hineingetrieben hatten. Es mußte ein eigenes Etwas in dieser gefestigten, selbstverständlichen Sicherheit Axel Thollands eine Besonderheit, die eine Frau geneigt machte, wenigstens zu hören, was er bekennen wollte. Es war jene zauberhafte und zauberschnelle Rätselwirkung, die der Generaldirektor Eichwoldt klar erkannt hatte, und auf die Axel sich nach seinem Ratschlag stützen sollte, nur hatte Eichwoldt nicht daran gedacht, daß die eindringliche, hinreißende Gewalt dieser seltsamen Wirkung, die ein Gnadengeschenk und nicht erlernbar ist, auf jener Unmittelbarkeit beruht, die von einer starken und echten unwillkürlichen Unterströmung und nicht von kalter Berechnung getragen wird. „Sie haben doch keinen Grund, sich zu schämen.. sagte Arel Tholland behutsam.„Im Gegenteil, freuen dürfen Sie sich, Sie wissen ja garnicht, wen Sie hier in so kurzer Zeit, fast schon durch ein kleines Bild allein, so grundlegend verwandelt haben.—— Ich möchte... ich muß Ihnen erzählen, wer ich bisher war— und möchte Ihnen dann auch sagen dürfen, wer ich in Zukunft gern wäre... Aber Sie haben einen so schönen Garten hier— es spricht sich viel besser draußen in der freien Luft. Bitte kommen Sie mit mir hinaus.. und bilte, hören Sie mie Ju.:(Zorisetzung folgt.) d. H. Röttgen Die Lichtburg Spxechtonfilm, m Mittelpunkt tscher und ein Fflegekind. Tief eines Kriegsvom westlichen gleiten in sein lm genießt den on der Welt zu ein Vorgänger, s Interesse finson und Eddy rechen: Walter ier, Rudolf LetVorführungen 8 Uhr. ilt die zwei beiensheirat“ und dem Spielplan. ie Direktion in und Geschlecht“, n. Vortrag des Es wird nochdie Vorstellunsem Abendzettel Der Vorverkauf erbliche Lump“, isikalischen und Schönheit. Eine vom Dorfschulmist ist, und von iefträgerstochter st als Dorfschulen Liane Haid. stummen Film außerdem läuft irfilm. VorfübUhr und 9 Uhr. seite 15.) er Sonntag, den ischering,„Schloß bfahrt.28 Uhr arte bis Lünen. en). vehr=Verein. Am tags:„Uebungshof.(Mit Linie 1 heute 20.15 Uhr: Heinz Kleint. ng- und SpielUhr: Namensaden. im Frühling Liebeswalzer. Liebes=Expreß; Der unsterbliche Tanz. ans esch ehen 1. Seine Augen und leise begann 8 Lächeln zu spienmerter Wagemut strömende„Sicherwieder für ihn: nicht! Aber hier am Morgen, eine der Vorgänge in n entsprang: Es upf in Händen— at in den Rahmen war der Korridor: ine Tür offen; sie ten. se hinaus und sah ugen, prüfend um. in die Tiefe des Tür nur angelehnt let, näherte er sich urzem Zögern ein. des Raumes an einer verwirrenden en, von Schrauben len einnahm. Auf ne Bild vom Vorin— und ein jäh iffte seinen Wageschrocken den Kopf. bis in die äußerste schnellte vor und unsicherer Abwehr er Tür stehen und ehrlich und warm Blick:„Bitte, seien gangen bin— aber bekennen!" aus diesen jungen, die Vera aus ihrer ommen ließ und die m und Verwirrung n dieser gefestigten, Thollands liegen— neigt machte, weniglte. auberschnelle Rätselchwoldt klar erkannt h seinem Ratschlag nicht daran gedacht, Gewalt dieser seltsenk und nicht erlerneruht, die von einer Unterströmung und n wird. sich zu schämen...“. m Gegenteil, freuen icht, wen Sie hier in kleines Bild allein, —— Ich möchte.. bisher war— und rfen, wer ich in Zu den einen so schöner besser draußen in der mit mir hinaus.. (Fortsetzung folgt.) 2. Bellage zum Bochumer Anzeiger u. Gen. Anzeiger Nr. 141 38. Jahrgang Freitag, 19. Juni 1931 Das Derby der schönen Kleider! Berlins neuester Einfall!— Ja, man muß etwas tun. Ewig dasselbe Bild auf den Rennplätzen wirkt auf die Länge einschläfernd. Gewiß, die Dame hat seit jeher Wert darauf gelegt, den Rennplatz durch ihren Geschmack zu bevölkern oder mit den neuesten Modeschreien zu erfüllen. Aber der Herr freute sich(oder auch nicht!) der dreimal geheiligten Etikette seiner bewußten Turf=Uniform: Cut, grauer Zylinder und Knöpfstiefel. So sah das übliche Bild der repräsentativen Rennen aus. Heute ist das anders. Zum Pferderennen gesellt sich das Moderennen. Vergleiche letzten Sonntag im Grunewald! Und um es gleich zu sagen: die Königin Mode gewann dieses Rennen. Anerkannt! Der Sieg konnte auch keinen Augenblick in Frage stehen, denn was Rang und Name hatte, vereinigte sich zu einer „Mannschaft“, der nichts widerstehen konnte. Weiß war der hohe Favorit bei den Damen. Daneben glänzte aber auch noch viel Schwarz und zarte Pastellfarben blühten nach wie vor ihre Beliebtheit in den sonnigen Tag. Als Neuling im Wettstreit der Farben stellte sich Rauchblau vor. Zur Farbe findet sich der passende Handschuh— angenehm auffallend ganz neuartige Filethandschuhe— und reichlich. sehr reichlich: Pelz, wobei der weiße Hermelin(er muß ja nicht immer echt sein) an der Spitze marschiert. Zu Jacke und Jäckchenkleid kommen Füchse aller Art und Größe. Unter den Kleidern erregte, wie unser Bild links zeigt, ein weißes Spitzenkleid mit Frisurrock großes Aufsehen. Das Stilkleid hält sich in zarten Tönen, ebenso das mehr englische Jackenkleid. Aber immer ist die Pelzverbrämung dabei. Eine Ueberraschung war der große Hut. Die Kappe ist passé, dafür kommt der„Chasseur". ein ganz kleiner Hut nach Art der Jagdhüte aus starkglänzendem Stroh mit Federputz. Wer die Sonne nicht mag, trägt einen schmalen Schleier. Die Monogramme auf den Täschchen oder kleine Fähnchen leuchten Reklame für ihre Schöpfer. Man sieht, die Sorge um die Mode trägt ihre Früchte.—— Und dann! Die Schöpfung der Krone, der Herr als Modereformator! Bitte sehr! Warum auch nichts — Was der Frau recht ist, ist dem Mann billig. Das mit der Herrenmode muß anders werden. Sehen Sie unser Bild an und Sie erkennen, daß wir auf dem besten Wege sind, das Recht der ärmellosen Mode der Frau ernsthaft streitig zu machen. Diese„Neutöner" — unser Bild!— schlagen dem Rockärmel ein böses Schnippchen. Und erst dem Kragen und der Krawatte. und dem Bügelstreifen und den Knöpfen, und was weiß ich, was für Neuheiten noch im Innern dieser Schlupfjoppen, Kniehosen und offenen Hemden schlummern. Gewiß, unsere heutige Männer=Kleidung gleicht eher einer mittelalterlichen Rüstung als einem zeitgemäßen und doch kleidsamen Tragen. Alle Achtung also vor den kühnen Berliner Mannequins neuester Herrenmode, die die Courage aufbrachten, die Hosen abzuschneiden, die Kragen zu köpfen, die Hosenträger in Acht und Bann zu tun und trotzdem als zivilisierte Europäer zu erscheinen. Oder finden Sie nicht, daß sich diese Herren richtig verhalten?—— stenliebe“ und keen Jeld dafür...! Nee, sowat! Was es doch heute noch für Romantiker gibt!“— Und der Herr mit dem Zwicker räusperte sich einige Male sehr unwillig, machte dann zwei Hopser durch den Regen und stieg aufgeregt in den Autobus. Leßt Umundsen nock? Die Sowjetunion hat eine Expedition ausgerüstet, um nach dem Polarforscher Amundsen zu suchen. Nicht etwa nach seiner Leiche, sondern nach dem angeblich noch lebenden Amundsen. Bisher nahm man bekanntlich an, daß der große norwegische Forscher auf seinem Flug zur Rettung der italienischen Nobile=Expedition ums Leben gekommen sei. Nun hat der amerikanische Polarforscher Vial an eine russische Expedition, die mit dem Eisbrecher„Malygin" die Arktis besuchen will, folgendes telegraphiert:„Bevor Roald Amundsen den Rettungsflug für die Schiffbrüchigen der„Italia" unternahm, erzählte ich ihm, daß ich auf der Rudolfinsel ein großes Proviant=Depot angelegt hätte und bezeichnete ihm den Platz, wo der Proviant zu finden sei. Aus verschiedenen Gründen bin ich fest davon überzeugt, daß Amundsen sich bis zur Rudolfsinsel durchgeschlagen hat und jetzt noch dort lebt. Ich bitte die Expeditionsteilnehmer, die Rudolfsinsel sorgfältig nach allen Spuren, die auf einen Aufenthalt Amundsens deuten, zu durchsuchen. Der Expeditionsleiter, Professor Wiese, will die Bitte Vials erfüllen, da er selbst es für möglich hält, daß man wenigstens Spuren von Amundsen finden werde. Sollte er, was allerdings wenig wahrscheinlich ist, wirklich noch am Leben sein, so würde er ein Robinson=Schicksal durchgemacht haben, das in der modernen Forschungsgeschichte ohne Beispiel sein dürfte. Seitgemässe Sprücke Von Ernst Löns. Gemüt zeigen ist unmodern, darum ist es auch so ungemütlich in der Welt. * Nur der Verstand herrscht, darum ist uns so vieles unverständlich. * Der Kluge baut vor, der Aengstliche baut ab. * Die Jugend muß sich ausleben, darum fehlt ihr die Zeit, sich einzuleben. * Gerissenheit ist die Karikatur der Klugheit. Wie der Thönix aus der Riche Der Maler Professor Richard Pietzsch in München, der bei der Brandkatastrovhe des Glaspalastes eine Reihe wertvoller Gemälde zu beklagen hat, hat an Ort und Stelle ein neues Bild„Brandruine Glaspalast“ geschaffen. Ein Zeichen ungebrochenen Künstlermutes. Wir haben wieder eine Miß Universum So’n Cisken Näckstenliebe Gerliner ZKizze von Mario fteil Die Märkischen Seen, Gesundbrunnen der verstaubten Groß=Berliner, kann man sich gewiß nicht als Schauplätze großer Seetaten vorstellen. Friedlich liegen sie in der herben märkischen Landschaft eingestreut und erheben mit ihren blendend weißen sandigen Ufern, ihren bunten Paddeldörfern und in der Sonne gleißenden Segeln das Herz jedes Naturfreundes. Und doch hatte einer von ihnen, der Jungfernsee zwischen Potsdam und Needlitz, kürzlich seinen großen Tag und sogar ganz wie an der brausenden See, einen jener viel besungenen„Braven Männer“. Ein ungeheures Gewitter, wie es seit Jahrzehnten diese Gegend nicht mehr heimsuchte, ging über den Jungfernsee nieder. In Bademäntel und Tücher notdürftig eingehüllt, standen Hunderte von aufgeschreckten Badegästen am Needlitzer Ufer und konnten von den wenigen Fähren nur mühsam an die Potsdamer Anlegestelle„Meierei“ gebracht werden. Ein Motor=Fährboot, bis zum Rand mit durchnäßten Menschen angefüllt, wurde wenige Minuten nach seiner Abfahrt von wilden Böen ergriffen und kreuz und quer im Regensturm herumgeworfen. Auf halber Strecke brach plötzlich ein schweres Hagelwetter nieder. Die Insassen des Bootes suchten sich mit Händen und Kleidungsstücken vor den taubeneigroßen Hagelkörnern zu schützen. Vor Angst sprangen die Kinder hoch und drohten das Boot zum Kentern zu bringen. „Sitzenbleiben!!“ brüllte eine Stimme. Unter Bademänteln und schützenden Händen lugten wir zum Motor bin. Da stand hoch aufgereckt der junge Potsdamer Fährmann Alfons Lorenz und lenkte die Fähre stöhnend und mit vom Hagel zerschundenen Gesicht weiter in dem völlig undurchsichtigen Gewitterdunkel. Und brachte 21 bedrohte Menschenleben in Sicherheit... g vscheim Kkrmten au ihm pa-kes Die verängstigten Menschen stürmten an ihm vorbei über den Landungssteg. Keine Hand dankte ihm.— Mit gequollenem Gesicht sah ich ihn wenig später an einer Mauer lehnen. Ein alter Kollege erzählte ihm gerade, in den letzten vierzig Jahren habe der Jungfernsee keinen ähnlichen Sturm erlebt. „Warum nahmen Sie denn eigentlich am Schluß kein Fährgeld von uns Passagieren?“ fragt den Jungen ein fröstelnder Herr mit einem Zwicker auf der Rase „Ich konnte nicht...“, sagt der Junge schwer, und dann fügt er hinzu:„So'n bisken Nächstenliebe...“ Worauf der fröstelnde Herr mit dem Zwicker erstaunt den Kopf schüttelte und sich zum Gehen anschickte. Dieser schlichte junge Mensch war einfach unfähig gewesen, sich dafür bezahlen zu lassen, daß er um 21 gefährdete Menschen gelitten hatte... 12.„ Nein, das verstand der fröstelnde Herr nicht. Er war ein„realer“ Mensch.„Puh!„Son bisken NächAuf der Endkonkurrenz der Schönheitsköniginnen in Galveston(Amerika) wurde Miß Belgien 1931, Netta Duchateau, zur Miß Universum gewählt * das durch seine Verarbeitung absolut reine, leistungsstarke und dadurch unbedingt zuverlässige Auto-Benzin, das Motorstörungen zu einem unbekannten Begriff macht! 40 Morgen Fichtenwald durch einen Wirbeisturm vernichtel Kassel, 18. Juni. Ein Wirbelsturm hat am Mittwoch abend im Waldgebiet der Lahnwerke zwischen Hassenhausen(Kreis Lumda) und Staufenberg furchtbare Verheerungen angerichtet. Etwa 40 Morgen alte über 40 Meter hohe Fichten mit meist ein bis zwei Festmetern wurden vernichtet. Der Sturm hob die Stämme entweder aus dem Boden oder knickte sie in Mannshöhe ab, so daß der alte herrliche Fichtenbestand jetzt ein Chaos von kreuz und quer durcheinanderliegenden Stämmen bildet. Es handelt sich um 5000 Festmeter Fichten. Wieder ein Ueberfall auf einen Geldbriefträger Berlin, 18. Juni. Heute früh wurde der Geldbriefträger Assatyk in einem Hausflur von zwei jugendlichen Räubern überfallen. Der Ueberfallene konnte sich mit seinem Gummiknüppel und einer Pistole zur Wehr setzen, so daß die beiden von ihm abließen. Während der eine Räuber festgenommen werden konnte, flüchtete der zweite, konnte aber in seiner Wohnung verhaftet werden. Die Beamten, die ihn festnahmen, fanden ihn vollkommen entkräftet vor. Sie gaben ihm ihr Frühstücksbrot und brachten ihn aufs Revier. Die beiden jungen Leute waren vor kurzem nach Berlin gekommen. Sie fanden auch Arbeit, wurden aber bald wieder entlassen. Beide sind bisher noch nicht vorbestraft und haben in höchster Notlage gehandelt. Geheimnisvoller Brand auf einem englischen Kreuzer London, 18. Juni. An Bord des englischen Kreuzers„Effingham“, des Flaggschiffes auf der ostenglischen Station, ist unter geheimnisvollen Umständen ein Feuer ausgebrochen, bei dem ein Heizer schwere Brandwunden davon trug und späterhin im Hospital verstarb. Ein Mann wurde schwer verletzt. Das Feuer ist angeblich in der Bilge (der Raum unter der Maschine, in dem Schwitz= und Kondenzwasser und Oelreste zusammenlaufen) des Schiffes ausgebrochen, als dieser von Heizern gereinigt wurde. Man führt ihn auf ein Durchschlagen der elektrischen Sicherung zurück. Bei der Admiralität sind noch keine Nachrichten über irgendeinen Unfall an Bord des genannten Kreuzers eingetroffen. Welchen Umfang das Feuer genommen hat, ist zur Zeit unbekannt. Der Genfer Bahnhof abgebrannt Genf, 18. Juni. Der den meisten Genfreisenden bekannte französische Grenzbahnhof von Annemasse,(durch eine fünf Kilometer lange Straßenbahn mit dem Genfer Stadtzentrum verbunden), Umsteigestation nach Chamoix, ist in der Nacht einem großen Brand zum Opfer gefallen. Als gegen drei Uhr morgens ein Teil des Bahnhofsgebäudes einstürzte, wurden drei freiwillige Helfer von den Trümmern begraben, von denen nur zwei mit schweren Verletzungen gerettet werden konnten. Der dritte konnte nur als Leiche geborgen werden. 70 Opfer des französischen Schiffsunglücks beigesetzt " Paris, 18. Juni. In Gegenwart des Außenministers Briand, des Kriegsmarine=Ministers und des Handelsmarine=Ministers wurden am Donnerstag 70 Opfer des Schiffsunglücks in Nantes beigesetzt. Die Garnison von Nantes erwies ihnen die letzte Ehre. Eine nach Tausenden zählende Menge hatte sich schon in den frühen Morgenstunden im Hofe des alten Bergschlosses versammelt, dessen Mauern mit schwarzen und silberbestickten Tüchern verhangen waren. Auch die Angehörigen der Opfer, die bisher nicht geborgen werden konnten, wurden in erster Linie zu den Feierlichkeiten zugelassen. Im Namen der Regierung sprach der Handelsmarine= Minister. Deutsches Beileid Beim Ministerpräsidenten Laval ist ein Beileidstelegramm des Reichskanzlers Brüning zu dem Unglück von St. Nazaire eingelaufen. Ministerpräsident Laval hat darauf folgendes geantwortet:„Die Regierung der Republik ist für Sympathiekundgebung, die Ew. Exzellenz anläßlich der verhängnisvollen Katastrophe von Nantes im Namen der Reichsregierung wie in Ihrem eigenen Namen an mich gerichtet haben, sehr verbunden. Ich danke Ew. Exzellenz aufrichtig für das tiefempfundene Beileid, das Sie unter diesen schmerzlichen Umständen den Familien der Betroffenen ausgedrückt haben.“ Die Hinrichtung der Giftmörderinnen Budapest, 18. Juni. In selten abstoßender Weise wurden heute morgen im Gefängnishof des Szolnoker Gerichts die wegen Giftmischerei in vier Fällen zum Tode durch den Strang verurteilten Frauen Rosa Szabo und Witwe Anna Csordas hingerichtet. In Ungarn wurden bisher zwei Frauen auf einmal noch nie justifiziert. Die beiden Galgen wurden durch den Scharfrichter Anton Kozarek inmitten von Blumenbeeten aufgestellt. Frau Csordas tobte die ganze Nacht in der Armensünderzelle, schrie fortwährend, daß sie unschuldig sei. Frau Szabo, die noch gestern abend gejammert hatte, man möge sie von ihrem im Gefängnis geborenen elf Monate alten Töchterchen nicht trennen, verfiel dann in gänzliche Apathie. Sie war so zusammengebrochen, daß sie nicht gehen konnte. Die beiden Henkersknechte mußten sie auf den Armen zum Galgen tragen. Sie war sozusagen bewußtlos, als das Urteil an ihr vollzogen wurde. Sodann brachte man zwei spanische Wände um den Galgen an, die den Leichnam gänzlich verdeckten, und dann schleppte man die 58 Jahre alte Witwe Csordas auf den Gefängnishof. Sie schrie schon von weitem verzweifelt. Sie begann mit den Gefängniswärtern zu ringen und schrie so laut, daß ihr der Schaum auf den Lippen stand. Am Galgen gelang es der Delinquentin, sich noch einmal zu befreien; aber nur für einen Augenblick. Sie wurde von den Henkersknechten von neuem ergriffen und auf einen Schemel unter dem Galgen gestellt. Einen Augenblick später war das Urteil vollzogen.— Der Scharfrichter selbst war durch die entsetzliche Szene so ergriffen, daß er laut weinte. Die deutsche Grönland-Expedition berichtet: Entti„Aand Ponhs üder Gromans=Gleischer stehen und die schweren Brücken aufzuheben. EinWir bringen heute einen neuen, interessanten Tatsachenbericht aus der Aufsatzreihe, die im März mit Schlitten von dem Standquartier der deutschen Grönland=Expedition nach der dänischen Kolonie Umanak befördert wurde. J. Jülg, ebenfalls ein Teilnehmer der Expedition, schildert hier einen interessanten Vormarsch über gefährliche Gletscher in Grönland. Der Bruch ist das Gebiet im Gletscher, wo die Eismassen über eine Felsstufe im Boden talabwärts gleiten und in der überstürzten Hast des Abwärtsgleitens und =fallens die Eismassen die Verbindung untereinander verlieren, sich trennen, zerreißen, vorwärtsfallen und zurückbleiben. Dort stehen dann die großen, einzelnen Türme, die lichtgrün in den blauen Himmel emporragen und durch tiefe Klüfte und Spalten von dem anderen Eis getrennt sind, dort verlaufen große Längs= und Querspalten. Eine Spalte nach der anderen reißt auf verlegt mir den Weg, und die Pferde, die täglich durch den Bruch gingen, mußten einen langen Weg hin= und hergehen, bis sie aus dem Gewirr wieder herauskamen. Es war Sommer und warm, das Eis schmolz nahezu unter den Hufen der Pferde fort. An diesen Tagen war dann der Weg weggeschmolzen und die 12 Brücken waren unpassierbar, welche die Spalten überbrückten. Wir beide trachteten, den Weg für die Pferde aufrecht zu erhalten. Täglich arbeiteten wir mit der Eisaxt und schlugen den Weg neu in das blanke Eis, streuten die sanfte, dunkle, schwarze Asche auf das blaue Eis, um den Weg zu vertiefen. Täglich hoben wir die Brücken auf und betteten sie neu ein, damit sie nicht im leisesten hin= und herglitten; denn die Pferde waren scheu und von harter Arbeit nervös. Und täglich war der Weg wieder etwas abgeschmolzen, anders geworden, irgendwie verändert. Einen Monat arbeiteten wir. Im Anfang war es doch eigentümlich, an diesen dunklen, schwindligen Klüften zu flehen und die schweren Braden aufzüheven. Einmal hielt sie dann Herdemerten und ich ebnete das Eis, einmal ich und er hackte. Hätte aber einer die Brücke fallen lassen, dann würde sie den anderen in die Kluft hinabgeworfen haben. So wurden die Brücken neu gelegt Täiglich gingen in dieser Zeit an uns die acht Piede vorüber auf handbreit in das Eis gehauenem Wir standen etwas abseits am Weg und sahen zu. Vorne ging ein Mann, der die Pferde lockte und rief. Jedes Pferd ging einzeln und frei. Und jedes Pferd mußte für sich jeden Tritt erwägen, ertasten. Einmal konnte es müde sein von den drei bis fünf Gängen an einem Tag, von den 80 bis 100 Kilogramm, die es auf einmal trug. Vielleicht konnte der nervös zitternde Fuß des kleinen Pferdes nicht richtig aufgesetzt worden sein bei den vielen tausend Huftritten, die auf der glatten, geneigten Eisfläche Halt suchten. Dann gleitet der Pferdekörper, der auf das Eis hinfiel, langsam abwärts, langsam tiefer einer Spalte entgegen, die groß und dunkel wie wartend daliegt.„ 4 8 Wir gingen zum letzten Mal den Weg vurch. In acht Tagen, seit dem letzten Arbeitstag war der Pfad verfallen. Dort wo er verlaufen war, sah man noch die sanfte, dunkle Asche im blauen Eis eingeschmolzen und dort, wo der Pfad zwischen zwei Eiswällen in einer Senke entlanggeführt hatte, war er vor der Sonne geschützt, noch erkennbar. Eine Brücke war, da das Eis unter ihr nicht abgeschmolzen war, wie das sie ur gebende, empor, auf den Eisfluß gehoben worden und hob sich vom Horizonte ab. Eine andere war durch ungleiche Abschmelzung emporgehoben worden, hatte aber auf der anderen, der Sonne zugeneigten Seite den Stützpunkt verloren. Sie war dort herabgefallen und hing nun frei in die Kluft hinab. Einer der 30 Zentimeter langen Eisenstifte, von den vieren, die durch die 2 bis 3 Meter lange Brücke in das Eis geschlagen, diese festhielten, hatte das Hinabgleiten verhindert. Das Polar=Boot überaltert und seeuntüchtig Washington, 18. Juni. Die Schleppfahrt des Polarunterseebootes„Nautilus" nach Queenstown in Irland durch den amerikanischen Kreuzer„Wyoming“ wurde durch einen Zwischenfall unterbrochen. Etwa 570 Meilen von Queenstown riß heute früh das Schlepptau, es konnte jedoch in kurzer Zeit wieder geflickt werden, sodaß die Schiffe ihren Weg bereits wieder fortsetzen. Vor ein paar Tagen erst startete Sir Hubert Wilkins mit seinem Unterseeboot„Nautilus“ von Newyork, um die Ueberfahrt nach London anzutreten, der sich die eigentliche Polarfahrt des Bootes anschließen sollte. Nun hat der„Nautilus“ etwa 1500 Meilen von Newyork entfernt schwerste Havarie erlitten, die beiden Dieselmotoren sind vollkommen ausgefallen, die Batterie für die elektrischen Motoren bis auf den letzten Rest erschöpft. Seit Sonntag früh trieb„Nautilus“ als hilfloses Wrack auf den Wellen. Nun ist es den amerikanischen Schlachtschiffen„Wyoming" und„Arkansas“ gelungen, an das Boot heranzukommen und es ins Schlepptau zu nehmen. Sie werden versuchen, das Wrack nach Irland zu bringen, und vielleicht wird der „Nautilus“ im Laufe der Zeit soweit wiederhergestellt werden können, daß sein Polabenteuer im nächsten Jahre steigen kann. Für dieses Jahr jedenfalls ist es dadurch vorbei.„. JInterseshagt:s Der Möglichkeit der Reparatur des Unterseevootes ungeachtet, wollen wir der Hoffnung Ausdruck geben, daß diese unterbrochene Polfahrt niemals weitergeführt werden wird Wilkins sollte dem Schicksal auf den Knien für diesen Wink danken, den es ihm damit gegeben hat, daß es die Maschinen seines Bootes zerstörte. Wäre diese Havarie oder eine andere um 40 Grad nördlicher eingetreten, hätte die Welt die Wiederholung der„Italia=Katastrophe erlebt; nicht nur wäre die Besatzung des„Nautilus“ aufs allerschwerste gefährdet gewesen— es ist anzunehmen, daß in diesem Fall niemand von ihnen zurückgekehrt wäre— sondern wiederum hätten wir erleben müssen, daß kostbare Menschenleben— wie damals Amundsen— geopfert worden wären zur Rettung von Abenteurern, die aus falsch verstandenem Unternehmungsgeist und sicherlich zu einem großen Teil aus Sensationsbedürfnis heraus sich Hals über Kopf in ein Irrsinnsunternehmen geworfen haben. Daß wissenschaftlich bei diesem Unternehmen von vornherein keine große Ausbeute zu erhoffen war, war ziemlich klar. Es ist der Geographie im höchsten Grade gleichgültig, auf welche Weise der Nordpol zum x. Male erreicht wird, ob mit Schlitten, durch die Luft oder unter Wasser. Die Erforschung des Gebietes, sei es in kartographischer, meteorologischer oder sonstiger Hinsicht, kann ungefähr jedes menschliche Fortbewegungsmittel besser erzielen, als gerade ein Unterseeboot. Das einzige, was eventuell hätte geleistet werden können, wären gewisse Arbeiten zur Erforschung der Meeresströmungen gewesen, aber weitreichende Ergebnisse wären auch hier wohl kaum zu erhoffen gewesen. Diesem sehr geringen Kreditkonto des Unternehmens Wilkins' steht eine ungeheuer belastete Debetseite gegenüber. Nicht nur, daß es von Anfang an ein an hellen Wahnsinn grenzendes Risiko bedeutete mit einem Unterseeboot, das nur für eine beschränkte Zeit Atemluft enthält, unter die endlose, nur ganz zufällig von Löchern und Rissen gesprengte Eisdecke des Nordens zu tauchen, die mit den technischen Mitteln des„Nautilus" sehr wahrscheinlich nicht hätte bezwungen werden können. Auch die Vorbereitung des an sich schon überaus riskanten Unternehmens war so ungenügend wie nur Die US=Marine hatte Wilins den„Nautilus“ geschenkt, weil er für einen den Anforderungen entsprechenden Neubau das Geld nicht zusammenbringen konnte. Das war nett von ihr. Trotzdem aber kann es ihr kein Mensch verdenken, wenn sie Wilkins nicht gerade ihr modernstes und bestes Tauchboot übereignete, sondern ein überaltertes und ausrangiertes Boot. Wilkins aber seinerseits hätte bereits in diesem Augenblick von seinem Unternehmen zurücktreten müssen. Er hätte sich sagen müssen, daß ein Tauchboot, das für die regulären Zwecke einer Kriegsmarine nicht mehr brauchbar ist, den ungeheuer viel größeren Anforderungen einer Polfahrt erst recht nicht genügen kann und durch keine Umbauten plötzlich wieder zu einem hochklassigen Unterseeboot gemacht zu werden vermag. Wenn Sir Wilkins seine eigene Haut so wenig wert ist, daß er sie für ein so wenig versprechendes und dafür so chancenloses Unternehmen zu Markte zu tragen gedenkt, ist das seine Sache. Nicht lediglich seine Sache aber, sondern durchaus Sache eines jeden denkenden Menschen und der gesamten Oeffentlichkeit ist es, wenn er andere Männer, die sich durch den Glanz seines Namens und seiner bisher glückhaften Abenteuer bestechen lassen, in dieses Unternehmen hineinreißt. Das„Nautilus“=Unternehmen hat erfreulicher=, wenn auch unerwarteter Weise ein happy end bekommen. Möge Wilkins es dabei belassen! letzungen. Zwei Frauen schweben in Lebensgefahr. Die Schuld an dem Unglück soll den Führer des Kraftwagens treffen, der als einziger mit leichten Verletzungen davon kam. Er wurde verhaftet. Der Flug des„Do K“ Rio de Janeiro, 18. Juni. Der„Do X“ ist hier auf dem Lago Grande bei Marcio auf halbem Wege nach Bahia zur Ergänzung der Preßluftvorräte um.30 Uhr gelandet und um 10.09 Uhr zum Weiterflug nach Bahia gestartet. Der Start in Natal war infolge der Windstille äußerst schwierig und daher nahm„Do X“ nur Preßluft für einen Drei=Stunden=Flug mit. Um.25 Uhr wurde Parahyba und um.06 Pernambuco überflogen. Um 12.55 Uhr landete das Flugschiff in Bahia. Beim Hantieren mit einer Flinte... Warschau, 18. Juni. Während eines Schulausfluges in einen Wald bei Wlodzimiers Wolynski ereignete sich ein tragischer Fall. Drei Volksschüler verließen das Lager der Ausflügler und kamen in ein Försterhaus. Da der Förster nich: zu Hause war, griff einer von den Jungen nach einer an der Wand hängenden Jagdflinte, die scharf geladen war. Während er mit der Flinte herumhantierte, ging ein Schuß los und durchbohrte seine beiden dicht neben ihm stehenden Mitschüler. Einer von ihnen fiel tot zu Boden, der andere mußte in schwer verletztem Zustande ins Krankenhaus übergeführt werden. Negerkämpfe in Südafrika London, 18. Juni. Einer Meldung aus Durban(Südafrika) zufolge wurden in der Nähe von Kranskop(Natal) vierzehn Eingeborene getötet. Angehörige des Hlongwastammes wurden bei einer Hochzeitsfeierlichkeit von Mitgliedern des Amabomvustammes, die sich im Schutze der Nacht in das Dorf eingeschlichen hatten, plötzlich überfallen. Die Angreifer setzten eine Hütte, in der ein Teil der Hochzeitsgäste Zuflucht gesucht hatte, in Brand und töteten jeden, der es versuchte, dem Brande zu ent fliehen. Es heißt, daß sich die Angreifer für die Entführung der Braut aus ihrem Stamme haben rächen wollen. Die Lage ist infolge schwerer Streitigkeiten zwischen den einzelnen Stämmen so bedrohlich geworden, daß sich die in dem Gebiet lebenden Europäer auf eine Farm zurückgezogen und diese in Verteidigungszustand gesetzt haben, um auf alle Möglichkeiten gefaßt zu sein. Der Thielecke-Prozeß Berlin, 18. Juni. Am heutigen zweiten Verhandlungstage im Thielecke=Prozeß beginnt die Zeugenvernehmung. Es wurde zunächst Medizinalrat Dr. Schilling vernommen, der die Hand des Angeklagten untersucht hatte. Thielecke hatte nämlich ursprünglich behauptet, daß er„verschieden Stiche an der Hand erhalten habe, die ihm seine Mutter vorher beigebracht habe. Entsprechende Feststellungen hat Professor Schilling nicht machen können. Es folgt die Vernehmung des Kriminalkommissars Nebe, der an dem der Tat folgenden Nachmittag Thielecke verhörte. Er berichtete, daß ursprünglich Thielecke behauptet habe, daß ihn seine Mutter mit einer Pistole bedroht habe. Das habe sich als unrichtig herausgestellt. Kriminalkommissar Nebe kommt zu dem Schluß, daß Thielecke bei seiner Vernehmung eine Notwehrhandiung habe Die Schwester der getöteten Pauline Thielecke erklärte bei der Zeugenvernehmung, daß zwischen Mutter und Sohn kein allzu gutes Verhältnis bestanden habe. Die Mutter sei leicht aufbrausend gewesen. Währeno der Ehe ihrer Schwester mit von Tzschökel sei das Verhältnis zwischen Mutter und Sohn noch gespannter geworden, da der Mann nicht geduldet habe, ouß der Sohn mit den Eltern gemeinsam die Mahlzeiten einnahm. Thielecke sei oft in das Badezimmer gekommen, wenn seine Mutter gebadet habe. Frau Poxrggr, Bekannte der Getöteten, erzählte, eines Tages sei####u Thielecke zu ihr gekommen und habe ihr gesagt, sie sei ihres Lebens nicht mehr sicher. Wenn sie plötzlich tot sei, dann habe ihr Sohn sie umgebracht. Frau Hirschmann, sagte u. a. aus, daß der Angeklagt verschiedentlich zu ihr gekommen sei und ihr erzählt habe, die Mutter hätte wiederholt durch Oeffnen des Gashahnes und durch vergifteten Kaffee versucht, ion zu töten. Die Zeugin erzählte dann noch von der verrückten Liebe der Getöteten zu einem Hund. Das Tier habe niemals auf die Straße gedurft, so daß in der Wohnung ein entsetzlicher Geruch geherrscht hätte. Der Junge habe sich auch beschwert, daß er unter Zwang Ausflüge mit den verschiedensten Onkels machen mußle. Ueber den Makel seiner unehelichen Geburt sei Thielecke niemals hinweggekommen. Die Zeugenvernehmung wird am Freitag fortgesetzt. Viidke in die Wen Die Buchmacher und die Polizeibeamten Berlin, 18. Juni. Außer den vor einigen Tagen auf der Rennbahn Karlshorst verhafteten vier Beamten der Berliner Schutzpolizei sind jetzt wieder sechs junge Beamten der Polizeibereitschaft Lichtenberg festgenommen worden die ebenfalls in dem Verdacht stehen, mit wilden Buchmachern in Verbindung gestanden und von diesen Bestechungsgelder angenommen zu haben. Außerdem wurden noch drei wilde Buchmacher verhaftet, so daß in dieser Angelegenheit 10 Polizeibeamte und 11 Buchmacher festgenommen wurden. Schauerliches Drama unter Erwerbslosen Kattowitz, 18. Juni. In Nickolai versammelten sich gestern in einer Scheune vor der Stadt mehrere Arbeitslose. Einer von ihnen, namens Kaluza, hatte ein altes russisches Gewehr mit abgeschnittenem Lauf und zehn Patronen bei sich. Ein anderer Arbeiter forderte nun Kaluza auf, auf ihn zu schießen. Er legte den Rock ab und entblößte seine Brust. Kaluza schoß, traf ihn jedoch nur in die Hand, worauf dieser ihn aufforderte, noch einmal zu schießen. Als auch der zweite Schuß fehlging, schoß Kaluza zum dritten Mal und traf den anderen ins Herz. Darauf schoß sich Kaluza selbst eine Kugel in den Kopf. Die beiden anderen Arbeitslosen, die inzwischen davongelaufen waren, benachrichtigten die Polizei, die am Tatort die beiden Leichen vorfand. Schweres Straßenbahnunglück in Dresden Dresden, 18. Juni. Im Vorort Zitzschewitz stieß heute vormittag auf eingleisig betriebener Strecke ein Eilwagen der Linie 15 mit einem entgegenkommenden Straßenbahnzug zusammen. Durch den Zusammenprall wurden 17 Personen verletzt, davon vier schwer. Die beiden Straßenbahnwagen waren so ineinander verkeilt, daß sie nur durch auf beiden Seiten vorgespannte Triebwagen wieder auseinandergezogen werden konnten. Das Unglück ist auf Versagen der elektrischen Signaleinrichtung zurückgeführt. Autobus vom Zuge erfaßt Kattowitz, 18. Juni. In der Gegend von Bieletz wurde ein mit sechs Personen besetzter Autobus an einem ungeschützten Bahnübergang von einem Güterzuge erfaßt und zur Seite geschleudert. Die Insassen erlitten schwere Ver* Viehhaus mit 400 Schafen durch Blitzschlag eingeäschert. In der Nacht zum Donnerstag schlug ein Blitz in den Viehstall des Gutsbesitzers Dr Kluck in Krumbeck bei Parchim(Mecklenburg) ein. Das Stallgebäude wurde bis auf die Grundmauern eingeäschert. 400 Schafe kamen in den Flammen um. Nur 150 Tiere konnten gerettet werden. * Ein Flugzeug der Verkehrsfliegerschule gesunken. Das Flugzeug„D 1689“ der Deutschen Verkehrsfliegerschule Warnemünde mußte beim Adlergrund=Feuerschiff am Donnerstag nachmittag zu Wasser gehen. Dabei wurde das Flugzeug beschädigt und versank im Meer. Die Besatzung wurde vom Feuerschiff übernommen. * Flugzeugunglück in Paris. Auf dem Flugplatz Orley stießen drei Militärflugzeuge zusammen. Ein Mechaniker wurde getötet, zwei andere wurden verletzt, die Flugzeuge wurden zertrümmerz., Balperfahrig an * Explosion in einer französischen Pulversuorn. In der staatlichen Pulverfabrik Sorques bei Avignon wirde bei einer Explosion ein Werkmeister getötet, zwei Personen erlitten schwere Verletzungen. — misch doch mal Bohnenkaffer mit Karnfeine.. Basist gesunder— und nur halb sotruer. rasch und ohne Schmerzen- durch Einreiben mit Sponcreme oder Sporoel Mousen bein KPORTGTREME Lußt- und Sonnenbaden. Das natürliche Bräunen der Haut wird dodurch möchtig geför Orerer#nsr.— der- selbst bei bedecktem Himmel.: Auch noch lange Zeit nach erfolgtem Luftbad ist das Einreiben zweckmäßig!- Die Bräunung wird nochhaltiger und ausgeglichener. SPORTOEL AoteUh Lebensgefahr. ihrer des Kraftt leichten Veriftet. o, 18. Juni. go Grande bei zur Ergänzung andet und um gestartet. Der indstille äußerst ur Preßluft für .25 Uhr wurde überflogen. Um ahia. linte.. u, 18. Juni. einen Wald bei tragischer Fall. der Ausflügler der Förster nich: ingen nach einer le scharf geladen mhantierte, ging eiden dicht neben ihnen fiel tot zu letztem Zustande rika in, 18. Juni. idafrika) zufolge (Natal) vierzehn Hlongwastammes von Mitgliedern schutze der Nacht ötzlich überfallen. der ein Teil der in Brand und Brande zu entifer für die Entme haben rächen rer Streitigkeiten rohlich geworden, kuropäer auf eine teidigungszustand en gefaßt zu sein. s. Beilage zum Bochumer Anzeiger u. Gen. Anzeiger Tarien, Optes und Nr. 141 38. Jahrgang Freitag, 19. Juni 1931 ozeß lin, 18. Juni. gstage im Thieimung. Es wurde ernommen, der die e. Thielecke hatte er verschiedene ihm seine Mutter nde Feststellungen können. Es folgt sars Nebe, der an Thielecke verhörte. cke behauptet habe, tole bedroht habe. jestellt. Kximinalluß, daß Thielecke ehrhandlung habe iline Thielecke erß zwischen Mutter is bestanden habe. jewesen. Während chökel sei das Verioch gespannter gedet habe, daß der ie Mahlzeiten einezimmer gekommen, frau Pommer, eine es Tages sei Frau ihr gesagt, sie sei inn sie vlötzlich tot acht. Die Zeugin, daß der Angeklagte und ihr erzählt durch Oeffnen des kaffee versucht, ihn 1 noch von der verHund. Das Tier rft, so daß in der herrscht hätte. Der ß er unter Zwang kels machen mußte. Geburt sei Thielecke envernehmung wird urch Blitzschlag eininerstag schlug ein itzers Dr. Kluck in ) e i n. D a s S t a l l mauern eingeäschert. um. Nur 150 Tiere jegerschule gesunken. chen Verkehrsfliegerlergrund=Feuerschiff asser gehen. Dabei d versank im Meer. hiff übernommen. Auf dem Flugplatz je zusammen. Ein dere wurden verletzt, en Pulverfabrik. In bei Avignon wirde r getötet, zwei Perohnenkaffer iner — und nur Mit zwei Weltmeiltern Die Bochumer Radrennen am Sonntag. Nicht nur die Dauerrennen um den„Preis der schwarzen Diamanten“ am kommenden Sonntag haben mit Carpus(Stettin), Großimlinghaus(Krefeld), Wenzel(Köln) und Bremer(Bochum) eine vorzügliche Besetzung gefunden, sondern auch die Fliegerrennen stehen wieder weit über dem Durchschnitt. War die Frage bei den Eröffnungsrennen Engel oder Oszmella, so lautet sie diesmal Engel— Jaap Meyer. Exweltmeister Engel hat aus seiner Niederlage durch Bernhardt am Eröffnungstage seine Lehre gezogen. Er war bei den Abendrennen in Köln in dem internationalen Konzert bereits wieder der alte. Wenn es auch dort noch nicht zum Siege langte, so war er aber neben Steffes, Michard, Oszmella mit im Finale, während sich Leute, wie die Weltmeister Falk Hansen, Gerrardin, Jaap Meyer und Scheerens im geschlagenen Felde befanden. Der holländische Amateurweltmeister des Jahres 1925 befindet sich augenblicklich wieder auf aufsteigender Linie. Bei der zweiten Abendveranstaltung der Amsterdamer Bahn in der vorigen Woche konnte er noch vor 14 000 Zuschauern einen vielbejubelten Sieg über seinen Landsmann den Riesen Moeskops, den deutschen Meister Steffes, Sieger im großen Fliegerpreis von Europa, und den belgischen Champion Arlet erringen. Aber nicht nur Engel und Jaap Meyer bilden am Sonntag die einzigen interessanten Figuren der Fliegerrennen, sondern mit den Berlinern Engelmann und Walter Nickel stellen sich die Helden der Eröffnungsrennen im Berliner Polizei=Stadion vor. Die Berliner wollen zeigen, daß sie in der Provinz eben so zu Hause sind wie in Berlin. Außer Engel stützt sich Westdeutschland noch auf die Kölner Zims, Perelaer, die sich in der kurzen Laufbahn ihrer Berufstätigkeit schnell zurecht gefunden häben, sowie Willi Schorn und die Gebruder Schamberg(Krefeld), wovon Fritz Schamberg sich bereits am Eröffnungstage bis zum Endlauf durchringen konnte. Wie beim letzten Rennen werden Kuhn(Berlin) und Kießlich(Breslau) ebenfalls wieder mit von der Partie sein. Diese zwölf Berufsfahrer treffen sich in einem Haupt= und Tandemhauptfahren, während für die Unplazierten noch ein Punktefahren vorgesehen ist. Die Bochumer Amateure mit Ludwig, Ilse, Kienhold, Haefs, Molenda an der Spitze finden Betätigung in einem Jagdrennen und einem Vorgabefahren. Carpus siegte in Budapest. Bei den Abendrennen auf der Budapester Millemiumsbahn am Mittwoch ging auch der Stettiner Carpus mit gutem Erfolg an den Ablauf. Carpus holte sich den einleitenden 30=Kilo= meter=Lauf in 24,21 vor dem Franzosen Wallier und den Einheimischen Vida und Lovas und wurde im 45=Kilometer=Rennen hinter dem Bahnrekord fahrenden Szekeres(37,10) in der gleichen Runde Zweiter vor Vida und Wallierz. Rekordbeteiligung Die Ruderregatta auf dem Hengsteysee. Die dritte Hengsteysee=Regatta, zugleich die 23. Verbandsregatta des Rheinisch=Westfälischen RegattaVerbandes hat für die am Sonntag, dem 28. Juni, unterhalb der Hohensyburg zur Austragung kommende Regatta eine Meldung von 35 Vereinen zu verzeichnen, eine Besetzung, wie sie bisher noch nicht erreicht worden ist. Bei der Startsverteilung, die am Mittwoch abend im Klubhaus des Ruderklubs Witten stattfand, haben sich 25 Vereine mit 548 Ruderern in 103 Booten gemeldet, eine Teilnahme, wie sie bisher bei keiner Regatta in Westdeutschland erreicht worden ist. Die Prophezeiungen vieler Pessimisten, daß die Meldungen gegenüber dem Vorjahre infolge der schlechten Wirtschaftslage zurückgehen würden, haben sich erfreulicherweise nicht bestätigt. Obwohl die augenblickliche Wirtschaftslage sich auch im Sportleben bemerkbar macht, kann man sagen, daß die Hengsteysee=Regatta als Westdeutschlands größte Regatta marschiert. Stärker als je gedacht sind die Besetzungen der Rennen 2, 8, 9, 10, 13, 18 und 19, da hier der vielen Meldungen wegen Vorrennen erfolgen müssen. Die gemeldeten Vereine sind folgende: Wassersport=Verein Beuel a. Rh., Akademischer Ruder=Klub „Renus“, Bonn, Ruder=Gemeinschaft der Universität Bonn, Ruder=Verein Bochum, Ruder=Gesellschaft Dortmund,„Hansa“ Dortmund, Wasser=SportVerein Duisburg=Ruhrort, Ruder=Gesellschaft Ruhrort, Wasser=Sport=Verein Düsseldorf, Ruder=Verein Essen, „Etuf“ Essen, Ruder=Klub Essen=Delwig, WasserSport=Verein Krupp Essen, Ruder=Verein Karnap, Ruder=Verein Steele, Ruder=Klub„Mark“ Hagen, RuderVerein Weser Hameln, Ruder=Klub Hamm Ruder=Klub „Germania“ Homberg, Ruder=Gesellschaft Kettwig, Kölner Ruder=Verein 77, Kölner Klub für Wassersport, Ruder=Klub Krefeld, Ruder=Verein Mainz, Ruder=Verein Minden, Wasser=Sport=Verein Mülheim, Ruder=Gesellschaft Mülheim, Akademische Ruder=Verbindung Münster, Ruder=Verein 82 Münster, Ruder=Verein Neuß, Ruder=Verein Rheine, Ruder=Verein„Borussia“ Rheinhausen, Ruder=Klub Werden, Ruder=Gesellschaft Wesel und Ruder=Klub Witten. Phantastische Verdienfte Arsenal London verdiente 600 000 Markt Die Geschäftsberichte der englischen Professionalklubs lassen erkennen, daß die wirtschaftliche Depression nicht ohne Rückwirkung auf die Finanzlage der Klubs geblieben ist. Die Einnahmen sind teilweise erheblich zurückgegangen. Einer der bekanntesten Klubs des Landes, Newcastle United, schließt die Saison mit einem Verlust von 9878 Pfund(etwa 200000 Mark) ab. Die Bolton Wanderers haben ebenfalls eine Unterbilanz von über 100000 Mark aufzuweisen. Die Lage der Vereine ändert sich mitunter innerhalb von Jahresfrist sehr schnell. So hatte Everton im Vorjahre bei dem Abstieg aus der ersten Liga einen Verlust von mehr als einer Viertelmillion, während der Klub in diesem Jahre durch das erfolgreiche Abschneiden in der zweiten Liga rund 200 000 Mark verdiente. Den bisher bekannten größten Gewinn erzielte Aston Villa mit 10 131 Pfund, doch verlautet, daß Arsenal London alle bisherigen Rekorde geschlagen hat und in der für den Klub überaus erfolgreichen Saison 30000 Pfund Ueberschuß erzielte. Selbstverständlich werden die Bilanzen der englischen Klubs stark von den Transfersummen für Spieler beeinflußt, da für gute Leute Riesensummen von 100 000 bis 200 000 Mark aufgewandt werden. Helalirleher Sfurz Bei einem Motorradrennen in England kamen zwei Fahrer in einer Kurve schwer zu Fall und blieben trotzdem unverletzt. Und Hun gegentterwegen Die Auslichten der deutschen Fußballelf in Oslo Der zweite Gegner der deutschen Nationalmannschaft ist am kommenden Sonntag in Oslo: Norwegen, also das Land, gegen dessen Auswahlmannschaft wir bisher die beste Bilanz zustande gebracht haben. Von den bisher ausgetragenen fünf Spielen haben wir vier gewonnen und das letzte unentschieden gespielt bei einem Torverhältnis von 12:3 für uns. Das Ergebnis ist aber nur einmal, und zwar im Oktober 1927 in Hamburg sehr hoch mit:2 ausgefallen, sonst haben wir durchweg sehr knapp mit 1 und:0 gewonnen. Das letzte Spiel im November vorigen Jahres in Breslau brachte den Norwegern, wie schon erwähnt, ein Unentschieden, das umso höher einzuschätzen ist, als das Ergebnis auf deutschem Boden(in Breslau) errungen wurde. Dieser Teilerfolg wird die Norweger in diesem Jahre auf heimischem Boden gewiß zu einer besonderen Leistung anspornen, so daß dieser Länderkampf durchaus nicht als eine sichere Sache für Deutschland bezeichnet werden kann.— Die deutsche Mannschaft ist auch in diesem Jahre nicht mit ihren schwersten Geschützen abgefahren. Eine ganze Reihe deutscher Spieler internationalen Formats mußten krankheits= oder verletzungshalber absagen. Die Aufstellung der deutschen Elf erfolgte erst nach dem Mittwoch=Spiel gegen Schweden, aber da nur drei Ersatzleute mitgenommen worden sind, bleiben nicht allzuviel Variationsmöglichkeiten. Voraussichtlich also werden sich dem schwedischen Unparteiischen Ivar Eklund folgende Mannschaften stellen: Norwegen:" H. Johannsen F. Bergstad Goberg Kield Kjos A. Ohlsen R. Johannsen O. Gundersen Moe Jörgen Juve Boerresen Wallenberg Sackenheim Widmaier Ludwig Sobek Bergmaier Kauer Leinberger Knöpfle Brunke Wendl Deutschland: Kreß Die Norweger pflegen ein schnelles Flügelspiel, das sehr raumgreifend ist. Im Innensturm wird viel mit Steilvorlagen gearbeitet, das Zusammenspiel ist zuverlässig, aber nicht übertrieben. Die Mannschaft versteht sich ausgezeichnet untereinander und ist vor allem in der Abwehr sehr stark. Sieben der genannten Spieler haben bereits in Breslau mitgewirkt. Im Angriff ist nur der Halbrechte ersetzt worden. Moe, der diesen Posten jetzt bekleidet, ist wahrscheinlich seines gefürchteten Torschusses wegen ausgewählt worden. Die deutsche Mannschaft wäre in der vorgenannten Besetzung der Papierform nach auf jedem Posten mindestens gleichwertig, auf einigen sogar erheblich besser besetzt, aber sie ist darum doch eine Verlegenheitsmannschaft, und es bleibt unerfindlich, warum der Bund statt dreier Ersatzspieler und fünf Mannschaftsbegleiter nicht 5 Ersatzspieler und nur drei Begleiter mitgenommen hat. Wenn beispielsweise der Torhüter Kreß im ersten Spiele verletzt worden wäre, dann war eine Niederlage gegen Norwegen nahezu an den Fingern abzuzählen und eine schwächere Repräsentationsvertretung bei den leider immer noch unvermeidlichen Banketten würden von allen Einsichtigen, die auch nur einen schwachen Schimmer von der deutschen Notlage haben, ohne weiteres verstanden, wenn nicht gar begrüßt. Ohne Ersatz und ohne Blessierte müßte die deutsche Mannschaft einen eindeutigen Sieg herausholen, denn sie sollte spielkulturell der norwegischen Mannschaft klar überlegen sein. Allerdings muß gekämpft werden, denn leicht werden sich die zähen und kaltblütigen Norweger nicht schlagen lassen. Immer wieder Hilde Krahwinkel Bei den Einzelspielen der Damen um die englische Tennismeisterschaft auf Grasplätzen erreichte die Essenerin Frl. Hilde Krahwinkel bereits die Vorschlußrunde, nachdem sie in der vierten Runde die bekannte Engländerin Miß Hemmant:1,:5 abfertigte. Kurze Sportschau Tull Harder aus dem HSV. ausgetreten. Full Harder, der langjährige Mittelstürmer der deutschen Fußball=National=Mannschaft, ist nach 18jähriger Mitgliedschaft aus dem Hamburger Sportverein ausgetreten. Harder, der fast während dieser ganzen Zeit die Hauptstütze des HSV. gewesen ist, hat seinem Verein den Rücken gekehrt, weil er in den letzten Monaten trotz anerkannt guter Leistungen in der ersten Mannschaft keine Berücksichtigung mehr fand. Harder hat sich bereits bei„Viktoria“ Hamburg angemeldet.—(Man sieht, der hervorragende Sportsmann hat noch Ehrgeiz, trotz seines Alters.) Olympiasieger Williams geschlagen. Der bekannte kanadische Sprinter und Sieger im 100= und 200Meter=Lauf der Olympischen Spiele in Amsterdam, Percy Williams wurde in Seattle(Kalifornien) von Jack Frisby einem unbekannten Atheleten, in 10 Sekunden über 100 Yards sicher geschlagen. Um die deutsche Handballmeisterschaft. Die Deutsche Turnerschaft und die Deutsche Sportbehörde für Leichtathletik sind übereingekommen, die ersten gemeinsamen Endspiele um die deutsche Handballmeisterschaft am 28. Juni in Leipzig zur Durchführung zu bringen. Boucheron fuhr Weltrekord. Auf der schnellen Bahn in Algier gelang es dem Franzosen Boucheron jetzt endlich, den Weltrekord über 1000 Meter mit fliegendem Start in seinen Besitz zu bringen. Der bekannte Sechstagefahrer fuhr unter offizieller Kontrolle 1,06,8 Minuten und benötigte für die ersten 400 Meter 24,8 Sekunden.— Sein Landsmann Faudet weilt ebenfalls in Algier, wo er in den nächsten Tagen den Stunden=Weltrekord des Schweizers Oskar Egg angreifen will. Schrittmacher Ceurremans+. Der bei den Mittwoch=Rennen in Elberfeld über die der„B..“ berichtete, zu Fall gekommene Schrittmacher Ceurremans(Holland) ist am Donnerstag im Elberfelder Krankenhaus seinen schweren Verletzungen erlegen. Ceurremans, der bei seinem Sturz von Carman überfahren wurde, hatte neben schweren inneren Verletzungen auch einen Schädelbruch davongetragen. Der sympathische Holländer starb, ohne das Bewußtsein wieder erlangt zu haben. Vom Turf Wer hat gewonnen? Eine interessante Aufnahme von zwei amerikanischen Sportstudentinnen, am Ziel eines 100=Meter=Laufes. Man sieht an diesem Bild, daß die Läuferin rechts den Endkampf nur darum für sich entschieden hat, weil sie sich besser ins Zielband geworfen hat. Das Bild zeigt deutlich, daß sie das Band schon berührt hat. Longchamp, 18. Juni 1. Rennen. 1. Trumps(C. H. Semblat) 2. Logarithme, 3. Phintra. Toto: S. 34, Pl. 15, 37, 20. 2. Rennen. 1. Campaspe(C. H. Semblat), 2 Tintamarre, 3. Clef des Champs. Toto: S. 14. Pl. 11, 20. 3. Rennen. 1. Coeur de Lion III(C. Sautour), 2. Laeken, 3. Orgemont. Toto: S. 188, Pl. 48, 78, 33. 4. Rennen. 1. Pompadour(A. Lavialle), 2. Mashonaland, 3. Trie Chateau II. Toto: S. 88, Pl. 31, 40, 16. 5. Rennen. 1. Charlesthe Second(G Duforez), 2. Mashonaland, 3. Dorique. Toto: S. 38, Pl. 17, 13. 6. Rennen. 1. Filsde Mars(A. Reinette), 2. Madame Seguin, 3. Desert. Toto: S. 100, Pl. 28 38, 25. Gutes Meldeergebnis bei den diesjährigen Gauathletik=Meisterschaften. Die diesjährigen Gauathletik=Meisterschaften, die am kommenden Sonntag in Altenbochum zum Austrag kommen, zeitigten ein überraschend gutes Meldeergebnis. Nach den vorliegenden Meldungen werden etwa 300 Jugendliche und 180 Senioren am Start erwartet. Die für solche Kämpfe besonders gut geeignete Kampfbahn in Altenbochum läßt erwarten, daß die Leistungen ansprechend sein werden. Es wäre zu hoffen, daß diese Veranstaltung von sämtlichen Vereinen Großbochums wahrgenommen wird. Ein unterhaltlamer Nachmittag „Aegir“, Uerdingen—„Blau=Weiß“. Bochum. In seiner ersten diesjährigen Veranstaltung im offenen Wasser hat der Schwimmverein„BlauWeiß" den Schwimm=Klub„Aegir“ Uerdingen eingeladen. Die Schwimmer vom Niederrhein sind sehr gut und dürften die Bochumer vor eine schwere Aufgabe stellen. Nur bei stärkster Aufstellung können wir für die„Blau=Weißen“ ein ehrenvolles Abschneiden errechnen. Die humoristischen Einlagen werden wieder eine besondere Zugkraft ausüben. Charlie Chaplin in seiner Angelszene und der Schwimmwettkampf„Negerhäuptling Babula— „Karlchen Plätling“ zeigen uns die Schwimmer als humorvolles Sportvolk. Das Programm verspricht also wieder einen recht unterhaltsamen Nachmittag. Jakuobwiky boxt mit Die deutschen Boxer gegen Italien. Für den am 19. Juli in Dortmund stattfindenden Amateur=Boxländerkampf Deutschland— Italien hat jetzt der Deutsche Reichsausschuß für Amateurboxen die Vertretung vom Fliegen= bis Schwergewicht wie folgt namhaft gemacht: Puttkammer(Kölrz, Riethdorf(Berlin), Jakubowsky(Bochum), Schmedes(Dortmund), Kurth(Köln), Bernlöhr(Stuttgart), Rennen(Köln) und Polter(Leipzig). Sämtliche nominierten Boxer haben bis zur Austragung des Länderkampfes Startverbot für alle Kämpfe. Bei einer Boxveranstaltung in Bottrop bestritt Jakubowsky(Polizei) den Hauptkampf gegen Rogalla(Schalke 04). Nach spannendem Verlauf schlug Jakubowsky seinen Gegner mit einem rechten Haken durch die Seile. Der Schalker konnte sich bis 10 nicht erheben und mußte dem Polizeiboxer einen..=Sieg überlassen. BSK. 19 und Polizei kämpfen gegen Dortmund 20. Nach den letzten beiden Siegen des DBS. 20 Dortmund über den BSK. 19 Bochum steht jetzt in Bochum ein neuer Leistungsvergleich mit dem westfälisch=hessischen Mannschaftsmeister bevor. Diesmal stellt Bochum mit der Kombination BSK. 19— Polizei SV., die neulich im Ausscheidungskampf ermittelt wurde, eine sehr starke Mannschaft, die u. E. auch Siegesaussichten gegen den Mannschaftsmeister, der kürzlich mit„Colonia“ Köln unentschieden boxte, hat. Der Kampf kommt am 27. Juni zum Austrag. Bochumer Anzeiger u. Gen. Anz. Handel- Gewerbe-Induftrie Freitag, 19. Juni 1931 Stahlindustriellen-Tagung Für Tributrevision und Zollunion Auf der Tagung des Vereins deutscher Eisen- und Stahlindustrieller, die in Berlin stattfand, betonte der Vorsitzende, Dr. ing. Poensgen, daß die deutschen Wirtschaftsverhältnisse unmöglich allein durch innere Maßnahmen gesunden könnten. Die Lasten der deutschen Notverordnung müßten auf die Dauer die deutsche Wirtschaft zugrunde richten. Politische Auslandskredite könnten Deutschland nicht helfen; es brauche Entlastung der Produktion und Förderung der eigenen Kapftalbildung. Darum gehe die allgemeine Forderung des deutschen Volkes, an der keine Regierung vorübergehen könne, auf einen wesentlichen und radikalen Abbau der Tribute. Im Zusammenhang mit der Notwendigkeit der Schaffung eines größeren Wirtschaftsraumes verwies der Redner zum Schluß auf den Plan einer deutsch-österreichischen Zollunion, der in einem Verbande privater Industrieinteressen weiter erörtert werden könne. Zur Eir leitung dieser Erörterung hielt das geschäftsführende Hauptvorstandsmitglied Dr. Reichert, eingehendes Referat über den Einfluß Deutschen Zollvereins auf die Eisenwirtschaft. rend der frühere österreichische Gesandte in Berlin, Minister a. D. Dr. Riedl, die Hauptfragen der geplanten deutsch-österreichischen Zollunion, näher erörterte. Er bezeichnete die Zollunion mit Deutschland als den einzigen für Oesterreich möglichen Ausgegenwärtigen unhaltbaren Lage. ein alten wähDer neltere Piandbffer Zu den Kursrückgängen der letzten Woche In der vergangenen Woche hat der deutsche Pfandbriefmarkt im Zeichen eines außerordentlich scharfen Angebotes gestanden, wie es selbst in den Krisenwochen der letzten Jahre nicht gewesen ist. Zum ersten Male mußte zu Repartierungen geschritten werden, wobei teilweise nur 15 Prozent der Verkaufskonnten. Gleichzeitig kam Allerordres ausgeführt werden konnten, Gleichzeitig kam weg aus seiner Die lediglich ten Zollabkommens rer der Nordwestlichen Schlenker. wirtschaftliche Bedeutung des geplanhob noch der erste GeschäftsfühGruppe des Vereins, Dr. besonders hervor. Die Zollunion, erklärte er, stelle einen ersten Schritt der längst notwendig gewordenen Neuordnung unseres Verhältnisses zu den Ländern Osteuropas und des Wiederaufbaues der osteuropäischen Landwirtschaft dar. Hoelch-Köln-Neueffen Zulassung von 80.8 Millionen neuen Stammaktien.— Ein Zwischenstatus.— Voraussichtlich dividendenlos. Auf Antrag eines Bankenkonsortiums unter Führung der DD-Bank sind 80.8 Millionen Reichsmark neue Stammaktien der Hoesch-Köln-Neuessen AG. Bergbau und Hüttenbetrieb(Dortmund) es zu sehr ansehnlichen Kursherabsetzungen. dings war das Angebot in den Pfandbriefen der verschiedenen Institute nicht einheitlich. Die bayerischen und hamburgischen Hypothekenbanken z. B. konnten nicht nur das Angebot vollständig aufnehmen, sondern die Kurse ihrer güngigen Serien haben noch nicht mal eine Senkung erfahren. Die gleiche Erscheinung hat man auch bei früheren Krisen machen können, und zwar teils als Auswirkung der besonderen Verhältnisse in diesen Wirtschaftsgebieten, teils als Erfolg der mit den Pfandbriefkäufern in besonders enger Verbindung stehenden gemischten Banken und schließlich als Folge einer besonders vorsichtigen Placierungspolitik bei der letztjährigen Absatzsteigerung. Bei den übrigen Banken ist der Rückfluß weit heftiger gewesen und hat zu mehr oder weniger scharfen Repartierungen und mehr oder weniger starken Kursrückgängen gekührt.„..51 m Das Angebot stammte hauptsachlich aus zwei Quellen: Zunächst drängte ein großer Teil der von der Industrie und den Banken im vorigen Jahre zur vorübergehenden Kapitalanlage erworbenen Pfandbriefe wieder an den Markt zurück, um liquidiert zu werden. Darüber hinaus scheinen aber auch nicht unwesentliche Beträge aus den breitesten schichten erweckten, daß sich hier eine U Rückflusses für zum Handel und zur Notiz an der Berliner Börse zugelassen worden. Gegenstand des hierbei veröffentlichten Prospektes bilden die anläßlich der Fusion, zwischen der Eisen- und Stahlwerk Hoesch mund) und des Köln-Neuessener Bergwerksvereins (Essen-Altenessen) neugeschaffenen lionen Reichsmark Stammaktien Stammaktien umgewandelten Reichsmark bisherigen nom. 71.05 Milnebst den in nom..75 Millionen ehsmark bisherigen Vorzugsaktien Gruppe II sowie ferner die bisher an den Börsen zu Berli dorf und Essen nicht eingeführten nom. 9 Millionen Reichsmark Stammaktiegizu1gr Statns vam g. März d. Ein dem Prospekt beigerügter Starus vom 31. Marz d. J. des vereinigten Unternchmens zeigt elwas erhöhte Verpflichtungen von 72.43 Millionen, Reichsmark, darunter die 28.33 Millionen Fesetzlicbe Pggrigsgiomere n; der anderen Seite werPublikumsan den Markt gekommen zu sein, die den Eindruck erweckten, daß sich hier eine Unsicherheit Raum schaffe. Auch die Gefahr eines der beträchtlichen Summen, die im vorigen Jahre an neuen Pfandbriefen abgesetzt wurden, war von den Hypothekenbanken entsprechend ihren Auslassungen in den letztjährigen Geschäftsberichten zwar deutlich erkannt worden, aber wie die jüngste Entwicklung zeigt, von einem Teil nicht unbeträchtlich unterschätzt worden. Dabei muß allerdings zugegeben werden, daß die Verschlechterung der deutschen Wirtschaftslage im letzten Jahre wohl alle Erwartungen übertroffen hat und die Hypothekenbanken ebenfalls davon betroffen wurden. Verschärkommt hinzu, daß erhebliche Beträge seitens wurden. des Auslandes auf den Markt geworfen Nachdem nunmehr der wütende Sturm auf den empfiehlt es sich rückschauend nochmals mit allem Augenblick best„weiterhin nicht heraufziehen Ermessen wird, selbst wenn eine neue politische Krise ausbrechen sollte. Der deutsche Pfandbrief ist und bleibt das denkbar sicherste Papier, da es ausschließlich mit erststelligen Hypotheken sichergestellt ist. Die Zinsen aus diesen Hypotheken sind auch in der neuesten Zeit durchaus regelmäßig eingegangen. So wird von der Gemeinschaftsgruppe Deutscher Hypothekenbanken mitgeteilt, daß sich der Zinsenrückstand in der allerneuesten Zeit nur ganz unwesentlich auf etwa .4 Prozent des gesamten Jahreszinsensolls erhöht hat, während er Ende 1930 etwa.34 Prozent des Zinsensolls von 238 Millionen Reichsmark betragen hatte. Berücksichtigt man, daß die Gemeinschaftsgruppe Ende 1930 über ein Bankguthaben und einen Kassenbestand von insgesamt rund 1250 Millionen Reichsmark verfügen konnte, so bekommt man eine Vorstellung von den gewaltigen liqulden Mitteln, die zur Aufnahme etwa zurückfließender Papiere allein bei dieser Gruppe jederzeit eingesetzt werden können. Die Gemeinschaftsgruppe hat sich zudem durch den Verkauf von rund 40 Millionen Reichsmark Kommunalobligationen aus der kürzlich aufgelegten Emlssion gerade noch vor der Pfandbriefbaisse beträchtliche weitere flüssige Mittel zu verschaffen vermocht. Auch sonst wird die Liquidität der Realkreditinstitute sogar als noch etwas günstiger geschildert als zur Zeit der politischen Krise von September-Oktober vorigen Jahres. Die von der Deutschen Zentralbodenkredit.-G. und von der Meininger Hypothekenbank neuerdings verhängte grundsätzliche Hypothekensperre kann lediglich als Vorsichtsmaßnahme, in erster Linie gerade zum Schutze der Pfandbriefgläubiger, aufgefaßt werden. Im übrigen werden von den mittel- und westdeutschen Pfandbriefinstituten der Gemeinschaftsgruppe kleinere Beleihungen auch heute noch vorgenommen. Bemerkenswert ist in diesem Zusammenhang eine Zuschrift von fachkundiger Seite an die„K..“, die sich gegen die vorgenommenen Repartierungen wendet und den Hypothekenbanken daraus den Vorwurf mangelnder Kurspflege macht. Der Schreiber behauptet, die Reparatierungen seien nur in der Absicht vorgenommen worden, Devisenkäufe mit dem Erlös aus verkauften Pfandbriefen zu verhindern. Diese Maßnahme hätte jedoch erst recht zur Unsicherheit und zu viel stärkeren Verkäufen als sprünglich geplant gewesen, geführt. Zum sagt der Einsender, die Hypothekenbanken lieber geschlossen das an den Markt gelangende Material unter geringer Kursherabsetzung aufnehmen sollen. Die dadurch hervorgerufene Ruhe hätte sicherlich zu einem baldigen Nachlassen des Ansturms geführt. Märkten kam Ware heraus, die von der Spekulation kaum aufgenommen wurde. Nur vereinzelt bemerkte man kleinere Besserungen. Das Ausmaß der Rückgänge betrug zunächst 2 bis 6 Prozent. Später ergaben sich neue Abbröckelungen bis zu 1 Prozent. Anleihen nach gut behaupteter Eröffnung leicht abbröckelnd. Pfandbriefe dagegen weiter gebessert. Geld unverändert. Die Reichsbank konnte bereits Devisenrückflüsse melden. Die Terminmärkte schlossen bei großer Unsicherheit— auch wurden Befürchtungen wegen des bevorstehenden Halbjahresultimo geäußert— bis zu 5 Prozent unter Anfang. Der Kassamarkt lag ebenfalls schwächer. Ellen: ebenfalls abgeschwächt Schon im Frühverkehr war keine einheitliche Tendenz festzustellen. Der Beginn der Terminbörse enttäuschte dann. Es herrschte große Zurückhaltung. bei der die Kurse mehr oder weniger stark gedrückt lagen. Wintershall gaben bei einigen Umsätzen zunächst 3 Prozent und im Verlaufe weitere 1½ Prozent nach. Gelsenberg gingen um 2 Prozent abgeschwächt um. Stärker gedrückt lagen Salzdetfurth mit minus 8 Prozent. Terminwerte Aschersieben Barmer Bankverein Darmst.- u. Nat.-Bk. De-Di-Bank... Essen. Steinkohlen Feldmühle Papier Gelsenbero Goldschmidt... Harpener Bergbau Hoesch..... Karstadt 18..1 17. 6. 44.75 38.— 50.— 51.— 54.75 57.— 40.50 41.— 103.50 103.50 62.50 64.— 137.— 139.50 165.— 169.50 38.371 40.50 114.—117.-— 92.75 96.75 urSchluß hätten Reichsmark. Kredite der Montan-Union AG. Die Richlosen, Dez, Aigsen Mt srgegsiergn, Sesisgaure n d. ve Zulsogen und Köln=Jeuenten 84os Miijgen) die Hüttenwerke„mit 78.84 Milliqnen Die Beteiligungen erscheinen der AusdehHoesch 24.95 Ausgerlesen und (Hoesch 16.81 Millionen).. Reichsmark(Hoesch 31.85 Millionen 19.77 Millionen); sie enthalten auch Hoesch-Köln-Neuessen-Aktien, die der shalber übereignet sind. Diese ewertet(Kurswert 18.78 Mileln waren in Kasse. Wechseln Millionen vorhanden, die Fordestellten sich auf.18 und .97 Millionen, Reichsmark. Die Ge23.91 Millionen ein, davon entauf Halbfabrikate.99 und auf Reichsmark. Die mit 52.74 Millionen und Köln-Neuessen die 39.95 Millionen Montan-Union sicherungsh sind mit 23.94 Millionen be lionen). An flüssigen Mitte und Bankguthaben.72 rungen an Tochtergesellschaften sonstige Debitoren 37.91 Millione samtvorräte standen mit Rchelsgeit enlignihen Vvrerdien leilt. Weiter wird mitgeteilt, daß Hoesch-Köln-Neuessen mit 30 Prozent an der Montan-Union AG. in Basel (10 Millionen sfr. Aktienkapital) beteiligt ist und Montan-Union AG. der Gesellschaft gegen auf dem Wollmarkt und andererseits in nungspolitik zu suchen sind. 1928 wurden noch Millionen Reichsmark abgeschrieben, während mar 1929 schon auf Abschreibungen„verzichtete“. Von 1924 bis 1928 wurden 6, 10, 12 und 8 Prozent Dividende verteilt. Gefahr einer Markentwertung belicht nicht sagt auch das Institut für Konjunkturforschung. Das Institut für Konjunkturforschung stellt in daß die Montan-umun„„ Fregitvon 28.33 MilSicherungsübereignung einen nredit von 28.33 Mil lionen Reichsmark gewährt hat. Ueber das laufende Geschäft wird nichts Erfreuliches mitgeteilt. Das Unternehmen wird voraussichtlich dividendenlos bl ben bei Aufrechterhaltung der bisher üblichen Abschreibungen. Die Beschäftigung sei im neuen Jahr stark zurückgegangen. Nordwolle 24 Millionen RM. Verlult Erhöhung zu erwarten. Die Norddeutsche Wollkämmerei und Kammgarnspinnerei in Bremen verzeichnet für 1930 einen Verlust von 24 Millionen Reichsmark (im Vorjahre 643393 Reichsmark Verlust). Bis auf einen Rest von 1 553 034 Reichsmark wird der Ver lust aus der Reserve gedeckt. Es sollen 30 Reichsmark Vorzugsaktien ges-big, Vexwaltung lagt I eingr Ef hiäg u urephiepe geen poch uf die einer„Ffhlhrung Herwarten seien, worauf die Verluste zurückzuführen sind, wird nicht angegeben. Man nimmt jedoch an, daß sie einmal in der Lage an Deckungsmitteln der Reichsbank sowie über Diskonterhöhung abschließend fest, daß, in jeder Falle der Reichsbank ausreichende Moglichkeiten zur Verfügung stehen, die Herrschaft visenmarkt Diskontmaßnahmen eine Restriktion haben. Die vielMarkentwertung besteht bei den geltenden nicht. Krediteinengung die Preise, also zu Sie bewirkt damit Die Berliner Geldschrankfabrik. Ade-Arnheim-Gesellschaft, hat ihre Zahlungen eingestellt und das gerichtliche Vergleichsverfahren beantragt. Ein Status liegt noch nicht vor. Dividendenvorschläge Concordia Berghau AG. In Oberhausen. Nach Abschreibungen von.57(.55) Millionen Reichsmark ergibt sich ein Reingewinn von.28(.25) Millionen Reichsmark. woraus, wie gemeldet, wieder 6 Prozent verteilt werden sollen. 145 146 Reichsmark bleiben zum Vortrag. Der Geschäftsbericht weist auch für Concordia eine außerordentlich schlechte Entwicklung des Absatzes und des Erlöses aus. Die Beteiligungen haben sich dagegen zufriedenstellend entwickelt.— Westdeutsche Tiefbohr-AG. in Essen. 6 Prozent. Auf die mit 25 Prozent einbezahlte #eig 1¼4 Prozent—. LokomotivDie unsichere Haltung griff auch auf den Kuxenmarkt über. Kleines Geschäft hatten Diergardt auf letzter Preislage und Beienrode um 50 Reichsmark abgeschwächt. Von Aktien waren Lothringen ziemlich gehalten, Burbach-Kali gingen niedriger um. Koln: rucklaung Die Kölner Börse eröffnete unter den gleichen Momenten wie Berlin, ebenfalls schwach. Die Kursrückgänge betrugen zunächst bis 4 Prozent. Abgaben gingen die Kurse dann noch Prozent zurück. Versicherungen ruhig. schloß schwach. Auf weitere 2½ Die Börse Aach.-Mönch. F. Aachen Rück. Agripp. See Fl. Allianz Leben Alllanz u. Stuttgart. Vers. Colonia Feuer kleine Col. Rückvers. 18 6. 17. 6. 724.— 726.— 97.— 375.— 161.— 375.— 160.— 168.— 87.— 145.— Gladb. Feuer Kölner Hagel... Kölner Lloyd Kölner Rückv. große Kölner Rückv. kleine Rh.-W. Lloyd Union Hagel Viktoria Allgemeina 18. 6. 475.— 67.— 250.— 385.— 259.— 2030— Frankfurt: am Schluß leicht erholt Die starke Abschwächung im Mittagsverkehr setzte sich an der Abendbörse weiter fort. Die Tatsache, daß der Dollar weiter anzog, wirkte besonders verstimmend. Man verwies ferner Schwierigkeiten in Oesterreich und chen Newyorker Eröffnungskurse. haftem Geschäft gingen die Ferauf die auf die schwaBei ziemlich lebKurse im allgemeinen Scbluß und gaben etwa 1½ Prozent unter Berliner im Verlaufe erneut 1 Prozent nach. Nachdem im Verlaufe ziemlich umfangreich Ware herauskam und die Kurse erneut 1 Prozent schwächer lagen, setzten sich zum Schluß kleine Erholungen durch. Dortmunder Produktenmarkt Gorimund ten 1ft. kuont 1151 Preise per 100 kg in Reichsmark, waggonfrei Dortmund von 10—15000 kg. Rauhfut in Ladungen von 10—15000 kg. Rauhfutter per Zentner heude über den Dewieder zu erlangen. Nötlgenfalls würde sie mit den Biskontmabnahlen eine rder Reichsbankkredite zu verbinden fach befürchtete Gefahr einer f e.„enden Bestimmungen„Jeuentalls führt zu einem Druck auf einer Erhöhung des Geldwertes. gerade das Gegenteil Aktie entfällt anfellsmäßig ½½ Prozent.— fabrik Krauß& Co— J. A. Maffel AG. in München. Nach Abschreibungen von.14(.21) Millionen Reichsmark verbleibt ein fast unveränderter Gewinn von.9 Reichsmark, der wieder vorgetragen werden bert Bosch AG. In Stuttgart. 1018112(2230 892) Reichsmark Reingewinn, der sich um den Gewinnvortrag dem Vorjahr von 1 088 055 auf 2 106 168 Millionen 8011.— Roaus von Reichsmark (3 588 055 Reichsmark) erhöht. Eine Dividende wird wieder nicht verteilt. Nach Zuweisung von einer Million Reichsmark an den Boschfonds wird der Rest vorgetragen. Neuer (im Voreiner Inflation. Quer durch die Wirtschaft chaftsminister hat gegen den SüddentSiegen-Solinger-Gußstahl-Aktienverein in Solingen. Verlust in Höhe von etwa 500000 Reichsmark(in jahre 895 842 Reichsmark Verlust). Börlen vom 18. Juni 21.•215 62..5.0.2 .0-.5.-10.0 Der Pohlenwirtschaftsverband andere schen Kohlenwirtscnaltsverbann und noch acht andere Wirtschaftsverbände(Stuttgari, Reutlingen, Mannheim) wegen Verstoßes gegen die Kartellverordnung beim Kartellgericht in Berlin Strafantrag gestellt. In einer Ausschußsitzung des Estl-Bundes in.-Elberfeld trat Fabrikbositzer Oscar Funcke für den Zusammender eisenschaffenden Industrie ein. mit meldet für Mai 1931 Die deutsche Mascbinenindustrie meidet für verändert stilles- Inlangs- und Auslandsgeschäft. betrug 44,7 Prozent der Normalein unverändert Der Beschäftigungsgrad beschäftigung. Newyork, Anfang: Schwach. Amsterdam: Allgemein abgeschwächt. Brüssel: Abbröckelnd. London: Freundlicher Grundton. Paris: Unregelmäßig. Schluß erholt. Mailand: Uneinheitlich. Wien: Etwas gebessert. Zürich: Schwächer. Berlin: wieder ein Ichwacher Tag Nach der etwas überschrittenen Aufwärtsbewegung der letzten Tage eröffnete die Börse schwächer. Eine geringe Markabschwächung. Gerüchte von bedeutenderen Zahlungsschwierigkeiten im Warenhandel sowie in der ausländischen Bankwelt mahnten zur Zurückhaltung. Das Interesse des Publikums hat wieder nachgelassen heute„vorge. Westfälisch. Weizen/29-29.2/29.-29.5 " Roggen—.—.[21.-22.0 Westf. Hafer...!— Pom. Haf. alte Ernte 21.—. „ neue„—.—. Inländische Gerste—.—. Ausländisch. Weizen—.—. faser /20.-24.0 21.-240 Gerste[21.-21.521.5 21.7 La Plata-Mais.. 220(24.-—. Cinquantino-Mais 23.0[26.-—. Bäckermehl...": Weizenmehl Grundpr 39.-39.5 39.-39.5 Roggenmehl 70%[31.-31.5 30.-30.7 Ostd. Roggenmehl 34 Tendenz: ruhig ° waggonfrei hiesiger Stationen **) waggonfrei ost-westt. Stationen Berliner Metallnoticrungen Berlin, den 18. Juni 1931 e 12.-12.2s127-13.0 10.-11.212.-12.7 Weizenkleie Roggenkleie Mired Mais...Trockenschnitzel Zuckerschnitzel Gebdl., Rhein. Rogg.—. und Weizenstroh Gebdl. Westf. Rogg. und Weizenstroh * Wiesenheu gut gesund, trocken • Klecheu gut, gesund, trocken Südfranz. Eifler u. Luzernheu, gut—.—. gesund, trocken—.—.—.De tnue vurtodon uen an ang a boutsenant fiur gramdie tetuung Oie erns, er. uug Bezahlung für je 10 Klogramm) und auf allen Elektrolytkupfer(wirebars) prompt, eit Hamburg. Bremen oder Rotterdam Standard-Slei per##...... Originalhüttenaluminium 98—99%, in Blöcken desgl. in Walz oder Drahtbarren...... Banka-, Straits. Australzinn in Verkäuferswahl Hüttenzinn, mindestens 99% Reinnickel, 98-99% Antimon-Regulus Sliber, 1 Kilogramm, ca. 1000 Feinheit.... Gold. 10 Gramm Altplatin per Gramm(Abfälle) Circapreis Techn. reines Platin per Gramm, detailpreis Berliner Börsenkurse Reichsbankdiskont 7%— Lombardzinztuß 8% Berlin, den 18. Juni 1931 Jndustriewerte Div. heute lvorig. kkumulatoren unharl. Wasser„## 75.2 76.5 0 61.0 62.8 0 19.0 18.0 7 81.0 82.4 19—. 76.0 19—. 73.0 5 49.8 48.5 N Aku Alexanderwerk A. E. 6. Alsen Portland Ammend. Papier Anhalter Kohlen Aschaftb. Zellst. Augsb.-R. Masch. B·eg,S 5s g 9 410 450 9 97.5 27.0 27.9 27.0 Chem. Heyden Gelsenk. " Albert Concord. Spinn. Conti-Gummi Cröllwitz Papier 12—. 6 49.4 49.5 Saar Bder& Stein Beicke Maschin Bamberger Malz Baroper Walzw. Basalt Bast& Co. Beyr. Motoren J. P. Bemberg Jul. Berger Bergmann El. Berl. Gub. Hutt. Carler. ind. " Maschinen Bston u. Monier Bösperd. Walzw. Braunk. u. Brik. 0 18.7— 12 158.0158.0 39.5 40.1 73.7 76.0 20186.01917 61.5 62.5 16147.0147.0 0 39.7 38.5 34.5 36 8—. 49.0 9 43.0 420 10107.0105 aimler Motor Otsch. Atlant. Otsch. Conti 6as Asphalt Babcon Erdö Jute Kabel Linoleum Schachtb. Steinzeug Tel. u. K. 5 37.6 37.2 9 9 0 26.0—. 0 32.0—. 8 92.5 94.5 Elektr. Lieferg 10 Licht u. Kr. 10 Engelh. Brauerel 13 Enzinger Erdmannsd. Sp. Erlang. Baumw. Eschw. Bergw. Excelsior Fahrr. Braunschw. Kohl. 10210.0—. Jute 9—. Preitenb. Zement 6 45.0 42.0 Bromen-Besigh. 0 46.5 46.5 Wollk. 10106.5120.0 Brown-Boven Buderue Byk Gulden 31.5 50.0 36.8 37.7 34.0 33.0 0 22.2123.7 9—. 71.2 9108.7112.0 9— 61.2 60.0 57.1 59.8 37.5/37.5 37.5 37.0 53.0 53.5 66.5 67.0 15 91.0 89.2 0 50.0 51.0 Ton u. Stein 11 42.5 44.5 Eisenh. 0 25.8 25.0 Outm. Neuhaus 0—. 10. Dörtfler 0 43.0 43.0 Otmd. Akft.-Brau. 17/127.5129 5 Ritt.-Brau. 20147.0148.0 Union-Brau. 18 150.0119.5 Orosd. Gardinen 6 34.2 33.5 Schnellpr. 0 26.0 24.5 Dörener Metall 10 77.0 77.5 Dürkoppwerke 0—. Ousseld, Dist. Br. 17—. 230.0 " H0f. Br. 9—.— " kammg. 0— oynamit Robel 6 61.5 64.0 ggestorff Selzw. 8 69.0 56.7 I Eisenb. Verkm 10 105. 7 103.5 Eiektra Dresden 1121131.0131.0 gahlb. List& Co. Farbenind. I. 6. Feldm. Papier Felten& Guill. Frankf. Masch. Friedrichshütte Frister A. G. Froebein Zucker Sur Nusführung aller börsenmäßigen Geschäfte empfichlt sich Bankhaus Mahnert& Düppe Bochum, Alleestraße 19 94.5 95.2 96.2 13 114.0114.5 7 52.0—. —.„ 0 70.0 70.0 14 201.0 201.0 0.5.5 96..Mirsch-Kupfer Hoch-Tiefbau Hoesch Hoffmann Stärke Hohenlohe-Werk Ph. Holzmann Hotelbstr.-Ges. Hubertus Braunk. Huts Breslau 0 23.6 23.0 12 120 7120.7 10 90.5 92.0 65 65.5 65.8 0 10.6— 6 109.|109.0 7—. 8 52.5 Ise Bergbau lIse Genus Isenbeck Brau 53.0 gebhard& König U Gelsenk. Berg. Germania Portl. Gerresh. Glas Ges. f. el. Untern. Gildemeist.& Co. Girmes& Co. Gladb. Wollind. Glasm. Schalke Glauz. Zucker Glückauf Geisk. Gebr. Goedh. Düs. Th. Goldschmidt Guano-Werke Gritzner Masch. Grün& Biltinger Gruschw. Textll E. Gundlach 105 110.0— 7 60.0 60.0 6 46.5 47.0 4 46.0 46.2 5 28.5 29.5 8— 70.0 10—. 80.5 119.0/119.0 46.5 90.0 90 6 61.7 —. 97.5 87.7 0 10.— 111100.0 10— 35 82.0 10 129.0129.0 12 95.0 97.0 0 35.0 37.0 5 40.0 39.0 0 26.8 25.2 13 145.0—. geserich Asphalt I J. A. John Akt. Mar Jüdel& Co. Junghans Gebr. I1 Heiser-Re 99.7 ueberg.4 Guct Hacketnal Dra. Hagede Hallesche Masch. Hamb. El. Werke Hammersen Hann. M. Egest. Harb. Eisen " Gumm HarpenerBergbau Hein, Lehm.&ap Co. Hemmoor Portl. .pert Masch. Hindriche-Auft. 40.2 69.0 91.8 69.0 140.0141.0 87.0 88.0 70.0 30.0 48.0 43.0 43.0 71.0 74.0 79.0 78.2 10 100.7110 0 70.2| 70.2 23.0 21.0 —. 32.1 50.1 52.0 6 33.0 33.0 10—.— I Kalser-Keller Kalwerke Asch. Karstadt Kirchner& Co. Klauser Spinn. Klöcknerwerke c. H. Knorr Koch. Adlernäh. Koln-Neuessen -Gas u. E. Koisch Walzeng. Königs-Brauerei König Wilhelm Kontinentel Asph. Korting, Gebr. Kötitzer Leder W. Krattt Kromschröder Kronprinz Metall Gebr. Krüger Koppersb.& Co. 10 45.5 45.5 26.0 88.0 28.5 23.2 49.0 109.7 26.0 25.0 12 26.0 90.2 27.7 M- Boaced. Magogh. Bero Magdeb. Möhlen Mannesm. Werke Mansteld. Bergb. Marie, kons. Bw. Martini& Hünecke Masch.-B. Untern. Maximil. Hötte Mech. Web. Lind. Web. Sorau Web. Zittau Merkur Wollweb. Miag Mimosa.-8. Minimer Mix& Genest Mülheim Bergw. Müser Bräu 45.7 141.7 43.0 50.4 47.5 21.0 110.0 194.2 72.0 81.0 53.0 17—— 1ehmeyer& Co. L Laureh Lsurahütte Leonhard Braun Leopoldgrube Lindes Eismasch. Mar Lndstrhch C. Loronz Lödenscheid Met. Lüneburg. Wache 54.5 39.5 67.5 25.7 24.0 49.0 111.5 29.5 26.0 13.5 47.21 142.0 43.0 50.7 47. 21.0 110 210 72.0 15.0 38.0 84. 25.0 12 97.0 0 30.0 123.0 0 24.6 15 120.0 12 1229.0 0 0 P 67.7 96. 97. 39.0 54.8 26.5 30.0, Rosenthal Porz. Rütgerswerke 39.2 57.5 27.0 50.0 30.2 30.0 31.1 119.5119.0 31.7 350 56.0 56.0 0 28.0 26.5 9 79.7 79.7 48.7 48.0 achsenwerk Sächs. Webst. Sa zdetfurth Sarotti Schering chem. Schlegel Brauerei 14 101.0/101.0 Schles. Bg. u. Z. 0 23.7 22.0 6. Beuth. B 179.016 31.0 73.0 30.0 atronzellstoft Neckarwerke Niederl. Kohlen Nordd. Kabel " Steingut " Wolle Nornb. Herk.-W. 31.0 72.0 32.0 30.0 77.0 74.5 97.0 9I. 112.|112.0 0/132.0s133.0 14.7 17.0 R 19.7 OPggch.-9. Oberschl. Koks Orenst.& Koppel 28.0 58.7 34.0 26.7 59.0 36. phöni- Bergbas Phönix Braunk. Julius Pintsch Plauen. Gardin. Polyohonwerke Poppe& Wirtn Rispp P Pac. Rauchw. Walter Rheinfeld Kraft Rhein. Braunk. " Elektr.Vorz. " Spiegelgl. Stahlwerke 42.0 41. 49.0 49.5 12/137.5/138. 6 38.8 38. 12 99.|101.5 0 39.0 39. 114.0 0 10/115.5 10139.0141 6 81.0 81. 6 82.0 B1. 63.5 65. Rh.-Westf.-El.-W. 10 103.0 103. " Kolk•7—.—. " Sprengst..8 49.0 51. Richter David 10—. Riebeck.2 16.0 77. Roddergr. Br.-K. 130 590.0 390. 51.5 37.2 45.51 40.7 75 69.5 69.0 6 28.0 29.0 15 167.01720 7 79.7 80.0 121264.0267.0 Ver. Märk, luch Met. Haller.4 19. Portland 15 82.0 80.0 Smyrna Tepp. 8 88.0 88.0 Stahlwerke 4 39.0 39.8 St. Zypen u. W. 6/112.0 114.0 Thür. Metall 0 33.51 35 5 Ultramarin 112·114.0 (iktoriswerke 52.5 Cellulose E. u. Gas A. Portland Schneider, Hugo Schött, Hermann Schub.& Salzer Schuckert& Co. Schultheis-Patz. Schwaben-Brau Schweim, Eisen Fr. Seiffert& Co. Siegen Sollngen Siegersdorf Wk. Siem ans Glasind. Siemens&ap Halske Sinner Aktien Sonderm. ap; Stier Sonderm.≈ St. B. Stadtberg. Hütte Stett. Chamotte Stöhr Kammg. Stolberg. Zink Gebr. Stollwerk Stralsund. Spielk. Svenske 95.5 69.5 33.2 52.5 10 94.2 8 72.0 34.1 0 12/128|129.5 11 106.7107.0 13 121.0s121.8 12/110 97.0 10 89.5 0.5 5 37.5 8 38.0 14133.0 9 60.0 0—. 35.0 37.0 3 36.0 36.0 5 69.0 71.0 29.029.5 5 32.0 29.5 15 141·51410 15 196.0196.5 Vogel Telegr. Vogt,≈ Wolf Vogtl. Maschinen Voigt& Haeffner Vorwohl. Portl. 110.0 97.0 89.5 .7 37.71 55.0 133.7 63.0 fack& Co. Tafelglas Thörts V. Oelfb. Thür. Gas Leipz. Tietz Leonhard Transradio Triptis Akt.-Ges. Tuchfabr. Aach. O—.—. PRh.-W. Bodenkr 4 18.7 18.7/Westd..-Kr.-8. 22# 90 g 12—.— 12/121.0s120.0 andererwerke Warst. Gruben Nasserw. Gelsk. Wegelin Rus Negelig& Höbner Westf. Draht Westf. Kupfer Nicking Portl. 2. Wicküler Brau Wißner Met. Wittener Guöst. Wittkopp Tietdau 32.5 20.7 39.21 115.0 Kolonlalwerte Otsch. Ostatrika14 46.71 47.0 Neu Guines 61185.0176.0 Otavi 165 18.5 19.2 30.5 20.5— 46.0 90.0 47.0 6 90.0 114.0s115.0 195 4 31.0 31.0 60.5 60.5 0 28.5 27.0 10 18.7 20.0 14 157.0157.0 Pestverzinal. Werte % Anleihen —Ablösung-3 —" Neubesitz Wertbest. 23 10-1000 6„1 b1s 5 S Reichsanl. 27 s Reichssch.K 10 Beril. Pfandbr. 8„ R. 3 und8 Is Farbenbonds 3Boch. Stadtanl. v. 1929 Anleihen der Westfällschen Landesbank Fg. K. Sch. 25.1 98.21 96.2 26 R 98.7 93.7 . 2 8/ 2 9 R ½ 9 8. 2 9 8. 2 „ 30.4 98.2 98.21. 8 Goldpfdbr. R. 1/100.0 100.0 7 Pfandbr. A..1 95.5 95.5 " A. R. 1/100.0 100.0 s Berl. Hyp. 8. 10 10 Pr. Ctr. B. 60l0 s„ 27 10 Rh. W. 800. 2 Pr. Ldptbr. R. 19 100.0 100.0 83.0 83.0 45 .21 "„-0 R. 20 Rh. W. 800.15 Goldrogg.-3 96.0 96.0 95.0 95.5 Pr. Z. G. Pf. R. 22 Pr. Z. 6. Pf. R. 23 Pr. z. 6. Pf. R. 24 Pr. dto. 25/27 Pr. z. 6. Pf..28 5 lodustrieobig. Concord. Bgb. Cont. Coutch. Daimier Benz Hann. Masch. HoeschE. u. St. Klöckner Fr. Krupp K B. " R. in Mont Cenis 6½ Siem. Halske 7 V. Stahl m. O. 7½ Rhein. Stahlw. 89.0 5 A. E. 6. 1890 99.0 5 Bergmann B1. 97.8 85.0 65.5 84.5 71.7 0 56.7 0 0 50.5 pellstoff-Verein *" Waldhof 6 26.0 28.0 61 60.0 68.5 Verkehrswerte 82.0 85.0 93.0— 39.8 38.7 10 137.51137.0 10 83.5 85.0 8 120.0s120.0 29.5 29.5 12 103.5 100.2 A. 6. f. Verkehr Baltimore Ohio Boch. Geisenk. Otsch. Reichsbahn Hambg. Amerk. P. " Südam Hanse Norod. Lioye garzin. Papiert. WVer. Bohl Stahlw. Chem. Charl " Otsch. Nick. " Glanzst. Eld. " Gothaniam. 0 94.0 33.2 10—. 8 51.71 51.7 10 85.0 82.0 0 79.5 8 96.71 96.7 42.51 37.0 43.5 81.7 43.0 69.5 43.0 81.7 44.5 92.0 69.5 48.7 Bankaktien Barm. Bankverein 8 98.2 96.2 Gerl. Handeisges. 6 102.2 102.0 Hypothekd. 12 210.0 210.0 Commerz- u. Pr. 71100.0 100.0 Darmst. u..-B. 03-Oi-Bank Dresdener Bank O. Zentrbodkr.-Bk. Reichebant 8/101.0s109.0 6/100.0 100.0 6/100.0 100.0 12/133.5s133.0 12/128.0126.5 Berliner Terminnotlerungen heute„(gestr. Berliner Handels-Ges. Commerz& Privatbank 100.2 Darmstadter National 106.2 De-Di-Bank Dresdner Bank Deutsche Reichsbahn Abg. Amerika-Paket Norodeutscher Lloyd Aku Allgemeine Elektrizität Bayrische Motoren J. P. Bemberg Bergmann Elektrizität Berliner Maschinen Conti-Caoutschuk Deimier Deutsche Conti-Ges. „ Er06 Linoleum Elektr. Licht u. Kraft Farbenindustrie Feldmünle Papier Feiten& Guilleaume Geisenkirch. Bergwerk Ges. für elektr. untern. Anfang Schluß Schlus 102.0 heute Anfang Schlus gestr. Schlus 118.0122.5 87.5 92.0 64.5 65.5 59.5 61.7 88.2 90.5 Th. Goldschmidt Harpener Hossch Stah Ph. Holzmann Iise Bergbau Kall Aschersleben Klöckner Köln-Neusssen Mannesmann Mansfelder Bergbau Masch.-Bau-Untern. Phönix Bergbau Polyphon-Werke Rhein, Braunkohlen Rheinstahl Ro.-Westf.-Elektr.-W. Rütgerswerke Salzdetfurth Schubert& Salzer Schuckert Stemens-Halske Vereinigte Stahlwerke Westergge Zeilst.-Weich. Die Wir Zu der ber strophe im die den Umfan lassen. Der Wirbel Oberstadt, Hol gen angerichtet 120 bis 14 zum Teil d Sieben Fabrik richtungen zun von Piaardt i men vom Erdl herausgestellt, nicht drei Men Arbeiter Otto Oberstadt unt wurde von der den zwei als Trümmern eir und ins Kran eine Donnerste Der andere S der Besserung. Der von Plettenbei ein Bild der hof Plettenbe und umgestürz tungsmasten. Auf den Felde ter und Dachz Oberstadt ist dem Erdbode gleicht einem an der Hersch schwerbeschädig Dächer. Ueberall i Freiwillige. H wehr der Um schen Ordens abend tätig, u wohnern ein n des Schadens rat des Krei Werded(Lein Besichtigung beschlossen, di zu bitten. 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Zu der bereits gestern gemeldeten Wirbelsturmkatastrophe im Elsetal werden weitere Einzelheiten bekannt, die den Umfang des Unglücks noch größer erscheinen Der Wirbelsturm hat besonders in Plettenberg= Oberstadt, Holthausen und Herscheid große Verwüstungen angerichtet. In diesen Ortschaften wurden etwa 120 bis 140 Wohnhäuser und Nebengebäude zum Teil durch Abdecken der Dächer schwer beschädigt. Sieben Fabrikgebäude wurden abgedeckt und ihre Einrichtungen zum Teil vernichtet. Die Drahtstiftfabrik von Pickardt ist mit ihren etwa 30 Maschinen vollkommen vom Erdboden verschwunden. Inzwischen hat sich herausgestellt, daß dem Wirbelsturm bisher nur zwei, nicht drei Menschenleben zum Opfer gefallen sind. Der Arbeiter Otto Stark, der auf dem Bahnhof Plettenberg= Oberstadt unter einem Güterschuppen Schutz suchte, wurde von dem einstürzenden Gebälk erschlagen. Von den zwei als tot gemeldeten Männern, die unter den Trümmern eingestürzter Mauern aufgefunden wurden und ins Krankenhaus gebracht worden waren, ist der eine Donnerstag vormittag seinen Verletzungen erlegen. Der andere Schwerverletzte befindet sich auf dem Wege der Besserung. Der Weg des Wirbelsturmes von Plettenberg über Herscheid nach Holthausen bietet ein Bild der größten Zerstörungen. Bereits am Bahnhof Plettenberg=Oberstadt erblickt man abgebrochene und umgestürzte Bäume, Telegraphen= und Lichtleitungsmasten. Die Gartenanlagen sind völlig zerstört. Auf den Feldern liegen überall Dachteile, Balken, Bretter und Dachziegel herum. Der Bahnhof Plettenberg= Oberstadt ist mit Ausnahme des Wirtschaftsgebäudes dem Erdboden gleichgemacht. Der Ort Holthausen gleicht einem einzigen Trümmerfeld. Sämtliche Häuser an der Herscheider Straße sind mehr oder weniger schwerbeschädigt. Bei den meisten Gebäuden fehlen die Dächer. Ueberall ist man mit den Aufräumungsarbeiten beschäftigt. Freiwillige Helfer der Sanitätskolonnen und der Feuerwehr der Umgebung, sowie Abteilungen des Jungdeutschen Ordens und des Stahlhelms sind seit Mittwoch abend tätig, um den aus ihren Häusern vertriebenen Bewohnern ein notdürftiges Obdach zu schaffen. Die Höhe des Schadens ist noch nicht zu übersehen. Der Landrat des Kreises Altena und der Landtagsabgeordnete Werded(Leinschede), die Donnerstag vormittag eine Besichtigung des Unglücksgebietes vornahmen, haben beschlossen, die Preußische Staatsregierung um Hilfe zu bitten. Ein Augenzeuge berichtet: „Nach einem schwülen Gewittertag verdunkelte sich am Mittwoch abend kurz nach 6 Uhr plötzlich der Himmel. Aus der Ferne hörte man ein unheimliches Geräusch, das zunächst dem langgezogenen Ton einer Signalpfeise glich und immer stärker wurde. Ich sah am Horizont eine trichterartige grau=schwarze Wolke, die mit furchtbarer Geschwindigkeit und mit einem furchtbaren Tosen gleich dem Heulen zahlreicher gewaltiger Sirenen immer näher kam. Die trichterartige Wolke nahm immer größere Ausmaße an. Aus etwa 100 Meter Höhe senkte sie sich über unserem Ort, der im Augenblick völlig verdunkelte. Man vernahm ein entsetzliches Getöse, Krachen, Aechzen, Schreien, Klirren zersprungener Fensterscheiben. Schon einige Sekunden später wurde es wieder heller. Ein schreckliches Bild der Verwüstung bot sich dar. Der Orkan tobte weiter. Dicke Balken, gewaltige Baumäste, Teile von Gartenzäunen, Dachteile und Hecken flogen durch die Luft. Nach etwa 3 bis 4 Sekunden hatte sich die Windhose verzogen. Sie hatte ungeheure Verheerungen im ganzen Elsetal, vor allem in Herscheid, Plettenberg und Holthausen angerichtet. Fast unmittelbar darauf erfolgte, begleitet von schweren Gewittern, ein elementarer Wolkenbruch, der riesige Wassermengen niederbrachte und zu strichweisen Ueberschwemmungen führte. Soweit sich der Schaden bis Donnerstag mittag übersehen läßt, haben über 120 Häuser zum Teil sehr schwere Beschädigungen erlitten. Zahlreiche Dächer wurden abgedeckt. Sie wurden teilweise bis 200 Meter weit davongetragen. Die Zahl der Verletzten ist nach den bis jetzt getroffenen Feststellungen weit höher, als man ursprünglich annahm. Es ist nicht zu hoch gegriffen, mit etwa 80 Verletzten zu rechnen. Glücklicherweise ist die Art der Verletzungen in der Mehrzahl der Fälle nicht allzu ernsthafter Natur.“ Das Werk der Vernichtung Die Windhose hat in einer Anzahl von Fabrikbetrieben im Bereich des Landkreises Altena schwere Verwüstungen angerichtet, so vor allem in den Gesenkschmieden Schlieper und Heinich, bei den Kampwerken, bei der Firma August Vieregge, Gesenkschmiede in Holthausen, bei den Aluminiumwerken Wakenrad bei Holthausen. In den hier genannten Fabrikbetrieben wurden Dächer abgerissen und durch einen kurz nach dem Orkan einsetzenden wolkenbruchartigen Gewitter=Regen schwere Wasserschäden angerichtet, so daß diese Werke vorläufig nur mit Einschränkung arbeiten können. Jusgesamt dürften vorderhand etwa 500 bis 600 Arbeiter ihren Arbeitsplatz einstweilen verlieren. Bei Döbbinghaus wurde ein 5 Morgen großer Wald mit prachtvollen Tannenbeständen von der Windhose vollkommen geknickt. Der Wald bietet einen Anblick wie im Weltkriege. Teile des Argonner=Waldes nach Bei Plettenberg wurden geentwurzelt. Auf der Straße Meinerzhagen—Derschlag, die durch das Rittergut führt, lagen die Bäume kreuz und quer. Dann nahm der Sturm seinen Weg über Schwenke, wo er teilweise die Häuser abdeckte und ein im Bau befindliches massives Gebäude einer Hühnerfarm völlig wegsegte. In Willertshagen wurden mehrere Häuser stark beschädigt und einige völlig abgedeckt. Hier wurde eine Hühnerfarm weggerissen; die Hühner wurden später teilweise im Ebbe=Gebirge aufgefunden. Der Besitzer der Farm erlitt Rippenbrüche. Eine Frau, die Kühe von der Weide holen wollte, wurde durch die Luft geschleudert und in einen Stacheldrahtzaun geworfen; sie erlitt schwere Armverletzungen. Im Ebbe=Gebirge selbst wurde großer Waldschaden angerichtet. Von der Gewalt des Sturmes ist alles Heu, das auf den Wiesen lag, gänzlich weggesegt worden. schwerem Artilleriefeuer. walige Bäume, de zu den dlesten des ganzen Sauer. gp. Lalsiume unch in der Gummereh. landes gehören, entwurzelt und 30 bis 40 Meter weit Schwere Wirbeisturme auch in der wummersbacher durch die Luft getragen. Auf einer Brücke wurde ein Mann aus seinem Fahrzeug gehoben und 30 Meter weit fortgeschleudert. Er erlitt schwere Knochenbrüche und innere Quetschungen. Der Straßenverkehr war stundenlang brachgelegt durch vom Sturm entwurzelte Bäume, umgeknickte Telegraphenmasten usw. Sämtliche Wohlfahrtserwerbslosen der von der Katastrophe heimgesuchten Gemeinden wurden zu Aufräumungsarbeiten herangezogen. Der Wirbelsturm wütete weiter Große Verheerungen auch im Ebbe=Gebirge und Weißerahe. Gegend Gummersbach, 18. Juni. Am Mittwoch nachmitder Firma, bei der die beraubte Kontoristin angestellt ist. Schneider war erheblich in Schulden geraten und hatte einkassierte Gelder seines Arbeitgebers unterschlagen. Um aus der Verschuldung herauszukommen, bewog er seine Freunde zu dieser Tat. Die Festgenommenen sind geständig; sie wurden dem Gefängnis zugeführt. 21 Kommunisten verhaftet Köln, 18. Juni. Die seit einigen Tagen im Severin=Viertel wiederholt vorgekommenen Zusammenstöße zwischen Polizei und Kommunisten setzten sich auch am Donnerstag abend fort. Kommunisten versuchten, gegen 22 Uhr Pflastersteine zusammenzutragen, um damit anscheinend gegen verschiedene Läden vorzugehen. Die Polizei, die rechtzeitig Kenntnis erhielt, setzte mehrere Bereitschaftswagen ein. Eine in diesem Viertel gelegene Gastwirtschaft, die als Standquartier der Kommunisten bekannt ist, wurde von der Polizei geräumt. 21 Personen und der Wirt wurden festgenommen und der politischen Abteilung vorgeführt. Man fand bei der Durchsuchung des Lokals drei Schußwaffen, eine weitere wurde bei einem der Festgenommenen vorgefunden. Jamilientragödie in Köln Ehemann tötet sich und verletzt seine Frau schwer Köln, 18. Juni. Am Mittwoch mittag wurden im Hause Zülpicherstraße 23 der 47 Jahre alte Hermann Hück tot und dessen Ehefrau schwer verletzt aufgefunden. Beide wiesen Stirnschüsse auf. Nach den tag, gegen 17 Uhr, wurde der nördliche Teil der Stadt Feststelz, zen hat der Mann erst auf seine Frau geGummersbach und die Umgebung von einem schweren####helungen hat der Maxn erstaant seine Fraurg## Wirbelsturm mit Gewitter und Hagel heimgesucht. wobei große Verheerungen angerichtet wurden. Starke Bäume wurden entwurzelt und auf die Straße geworfen, so daß der Verkehr behindert war, zahlreiche Dächer abgedeckt und Fabrikschornsteine umgeworfen. Menschenleben sind, soweit bisher bekannt, nicht zu beklagen. Unwetter im mittleren Rheinland Köln, 18. Juni. Ueber einem Teil des mittleren schossen und sich dann selbst getötet. Die schwerverletzte Frau wurde dem Krankenhause zugeführt. Das Motiv zu der Tat ist noch unbekannt. Ein Schmugaler erschossen Aachen, 18. Juni. Am Donnerstag früh wurde auf der Lütticher Straße ein Schmuggler, der 3000 Zigarillos bei sich hatte, erschossen. Der Schmuggler war auf seinem Fahrrad an einem Zollbeamten vorbeigefahren, ohne dessen Aufforderung zum Halten zu befolgen. Kurz darauf wurde er von einem zweiten BeLüdenscheid, 18. Juni.„Auch im Ebbe=Gebirge und ein starkes Unwetter, bestehend aus Gewitter,„lang= amten zum Halte aufgefordert. Da er weiterfuhr, gab der Weißerahe hat bei dem Gewitter am Mittwoch gegen anhaltendem wolkenbruchartigem Regen und Hagel. der Beamte einen Warnungsschuß und dann einen 6 Uhr abends ein schwerer Wirbelsturm in Art einer In Köln mußte die Feuerwehr sämtliche Fahrzeuge be scharfen Schuß ab, der den Radfahrer in den Rücken Windbose großes Unheil angerichtet. Der Wirhelsturm nutzen, um Kellerüberschwemmungen usw. beheben zu trag und ig schwer verwundete, daß er nach wenigen Da er weiterfuhr, gab Winohose großes Unheil angerichter. traf und so schwer verwundete, oaß er nach wenigen Der Wirversturm nlagen, um Keueraberschweimungen usw. beheven zus brauste in einer Breite von etwa hundert Meter aus können. Besonders in Mitleidenschaft gezogen wurde ginuten starb de. bgse, Großsener in Uerzig(Mosel) der Richtung Meinerzhagen über das Ebbe=Gebirge, der südliche Teil des Kreises Düren, jagte in rasender Geschwindigkeit über Daum=Birkenhofen die Größe von Taubeneiern erreicht haben soll. und Weißerahe=Ramsiepen durch das Elsetal weiter nach Holthausen und Plettenberg=Oberstadt, entwurzelte starke Bäume und deckte zahlreiche Häuser ab. Ein wüstes Trümmerfeld zeigt den Weg des Sturmes. Oestlich von Meinerzhagen richtete der Sturm bei Willertshagen und Schwenke starken Schaden an. Beim Rittergut Listring= hausen wurden Bäume von einem Meter Durchmesser Ein Dutzend Wohnhäuser eingeäschert. Bernkastel, 18. Juni. In dem bekannten Gewalt des Unwetters hat hier stellenweise die Obstbestände vernichtet. In mehreren Dörfern wurden an Wohnhäusern, die Fensterscheiben zerschlagen, auch Dä s“.,. 8. Masef brach Hannerst cher durchschlagen, so daß die Bewohner sich durch Weinort Uerzig an der Mosel brach Donnerstag Flucht aus den Wohnungen vor dem Unwetter retten mittag gegen 5 Uhr Großfeuer aus. Bisher sind etwa mußten. Daß Menschenleben zu Schaden gekommen ein Dutzend Wohnhäuser eingeäschert, alte Fachwerksind, konnte bisher noch nicht festgestellt werden. Wechsel im Provinzialverband für innere Mission sfellenen die Aktentasche mit 1135 Mark zu entreißen. nster 18 Jeeni. Die Innere Mission der evan= Er lief eiligst davon, doch konnte er von beherzten PasTr.# in Mestfalen leidet Ende Junni einen santen, die die Verfolgung aufgengmmen, hatten, bald Kirche in Westfalen erleider Ende Juni, eine, eingeholt und festgehalten werden. Das Geld wurde ihm Verlust. Der Geschäftsführer des Provinzial= abgenommen und er der Polizei übergeben. Die sofort des für Innere Mission,„Pastor Niemöller, legt von der Kriminalpolizei angestellten weiteren ErmittMünster, 18. Juni. gelischen großen verbandes für Innere Missig,„Pastor,Viezherz, tregt von der Kriminalpolizei, angestellten weiteren Ermittsein Amt nieder, um einem Rufe als Gemeirgfiggx lungen führten noch im Laufe der Nacht und des Donzu folgen.# gescaf##hrerg nerstag vormittag zur Festnahme seiner Komplizen. Es (Gütersloh) wird die Arbeit des ersten Geschaftsfuhrers handelt sich um den 19 Jahre alten Erwerbslosen Erwin li öhernehmen. Gleichzeitzig,„reit, ihm Trat Barnscheid und den 18 Jahre alten Kaufmann Wilhelm am 1. Juli übernehmen. als zweiter Geschäftsführer und Fachreferent für Soziales Dr. rer. pol. Betcke bisher Berlin in die Geschäftsstelle in Münster ein. Schwerer Motorradunfall Zwei Schwerverletzte Münster, 18. Juni. Auf der Kunststraße Everswinkel—Warendorf wollte ein Motorradfahrer in einer Kurve einen Radfahrer überholen. Dabei nahm er jedoch die Kurve zu scharf und fuhr in einen Straßengraben. Der Führer erlitt erhebliche Verletzungen. Der Mitfahrer wurde gegen einen Telegraphenmast geschleudert und trug schwere innere Verletzungen davon. Der Radfahrer ergriff die Flucht. Ein Wanderbursche fand die beiden Verunglückten auf und sorgte für die Ueberführung ins Krankenhaus. Zwei Knaben in einem Teich ertrunken Die Schwester konnte sich in letzter Minute retten. Suderwich, 18. Juni. Am Mittwoch nachmittag begaben sich die 8 und 11 Jahre alten Knaben Walter und Bruno Rutnik aus der Henrichenburger Straße gemeinsam mit ihrer 14jährigen Schwester Martha zum Ziegeleiteich, um zu fischen. Auf noch ungeklärte Weise rutschten die drei Kinder vom Grase ab und fielen in den Teich. Während sich das Mädchen durch Festhalten an einem Strauch in letzter Minute retten konnte, versanken die beiden Knaben. Ein zufällig an dem Teich vorbeikommender Polizeibeamter zog die beiden Knaben aus dem Wasser. Die sofort angestellten Wiederbelebungsversuche waren jedoch leider ohne Erfolg Jugendliche Straßenräuber O Essen, 18. Juni. In den Abendstunden des Mittwoch verübte der 25 Jahre alte Erwerbslose Walter Förster von Essen auf dem Limbeckerplatz einen verwegenen Raubüberfall auf die Kontoristin eines Essener Parfümeriegeschäftes. Dem Täter gelang es, der UeberSchneider, beide aus Essen. Letzterer ist Angestellter häuser, die zum Teil unter Denkmalschutz stehen. Der Schaden ist beträchtlich, die Bewohner waren zum Teil nur ganz gering versichert. Auch die Kirche des Ortes fing im Dachstuhl Feuer, doch konnte hier der Brand rechtzeitig gelöscht werden. 44=Stundenwoche für die Duisburger Stadtverwaltung. In einer Sitzung des seädtischen Gesamtbetriebsrates teilte Bürgermeister Berrenberg mit, daß die Stadtverwaltung eine Anweisung des preußischen Inneuministers erhalten habe, die Arbeitszeit der städtischen Arbeiter von 48 Stunden auf 44 Stunden in der Woche zu senken, um damit eine Ersparnis von 447000 Reichsmark zu machen. Bedenken verschiedener Art, welche die Stadtverwaltung gegen diese Verfügung geltend gemacht hat, sind vom Ministerium nicht anerkannt worden. Voraussichtlich wird die Einführung am 1. Juli erfolgen. Erofsnung des Beaischen= Aerzielager Prominente Gäste beim 30jährigen Jubiläum des Aerzteverbandes kr Köln, 18. Juni. Der fünfzigste deutsche Aerzte=vorläufig nicht beabsichtigt sei, dafür aber verlange die tag wurde am Donnerstag im festlich geschmückten Regierung, daß ihrerseits die Aerzteschaft bei der KranStale das Gürtenich unter starker Retailigung feierlich kenbehandtung alles tue, um unnötige Ausgaben zu vermeiden. Minister Dr. Hirtsiefer überreichte dem Vorsitzenden des Verbandes Geheimrat Dr. Stauder, in Anerkennung seiner Verdienste die Bronze=StaatsMedaille. Dr. Wirth wies auf die seelische und geistige Not des deutschen Volkes hin, die im Kausalzusammenhang stehe mit den Tributlasten, die man dem deutschen Volke auferlegt habe, und die schließlich den Gedanken der Humanität in die Tiefe reißen würden. Für die Völker, einschließlich des großen Volkes jenseits des Ozeans, sei jetzt die Stunde der Handlung gekommen. Nachdem der letzte Gratulant seine Glückwünsche überbracht hatte, trat man in den sachlichen Teil der Tagung ein, die sich in der Hauptsache mit der Frage der Aerzte=Ernennung befaßte. Der frühere Oberreichsanwalt Professor Dr. Ebermayer behandelte das Problem vom juristischen Gesichtspunkt aus und forderte, daß der Arzt nicht mehr als Gewerbetreibender angesehen werden solle, sondern daß er die Aufgabe habe, in Ausübung freier Berufsarbeit den Dienst am Menschen und an der Gesundheit des Volkes zu leisten. Geheimrat Stauder ergänzte die Ausführungen Professor Ebermayers und betonte, daß die Aerzteschaft eine Reichsärzteordnung brauche, in der die Grundrechte der Aerztegesetze verankert seien. Am Schluß der Tagung behandelte Stadtschulrat Dr. Hartnacke das Problem der Ueberfüllung der akademischen Berufe. im Saale des Gurzenich unter starter Beteiligung feierlich eröffnet. Die Tagung dokumentierte aufs neue die tiefe ethische Auffassung, von der der deutsche Aerzteverband erfüllt ist. Zahllose Ehrengäste waren erschienen, um zu dem Jubiläum des fünfzigjährigen Bestehens des Verbandes ihre Glückwünsche zu überbringen, u. a. war Reichsinnenminister Dr. Wirth, der preußische Staatsminister Dr. Hirtsiefer, Oberpräsident Dr. Fuchs und andere prominente Persönlichkeiten aus der Verwaltung, Kunst und Wissenschaft, sowie zahlreich Delegierte von Organisationen, die mit dem Verbande der deutschen Aerzte in ideellem und beruflichem Zusammenhang stehen, erschienen. Der Vorsitzende des Verbandes Geheimrat Dr. Stauder, entwickelte in seiner Begrüßungsansprache in kurzen Worten die Ziele des Aerzteverbandes, für den die Reformen der sozialen Gesetzgebung eine Lebensfrage seien. Er formulierte noch einmal die Stellung der Organisation zu dem umstrittenen§ 218 und betonte, daß der Verband die geforderte Freigabe der sozialen Indikation für eine Schwangerschaftsunterbrechung nach wie vor ablehnen müsse. Er warnte ferner davor, die Parteipolitik in die Aerzte=Organisation zu tragen, da diese zur Lähmung der organisatorischen Schlagkraft des Verbandes führen würde. Unter den Begrüßungsansprachen ist die Rede von Minister Dr. Hirtsiefer besonders hervorzuheben. Hirtsiefer wies darauf hin, daß eine Ermäßigung der preußischen Aerztegebühren Ein guter Puder veredelt die Haut. Hauchsein verteilt eich der vortreffliche 34711“ Toscs-Combact auf der Haut. Bei vorzüglicher Dechkraft haftet er fest und gleichmältig. Unverändert bleibt er in jedem Licht, sein pastellzarter Ton lältt eich dem Teint zenau anbassen. Die gleichen Eitenschatten besitzt 34711° FlachCompact in der handlichen Spiegel-Dose. . 87. K AFAR. Beide 34711° Compact-Puder unterscheiden sich nur in Grölfe, Ausstattung und Preis. In der Wirkung stimmen sie überein- beide vervollkommnen die Schönheit der Haut. Al. Puderunterlage Miett-Creme, das edle 2711“ Erzeugnis, oder der mit:4711“ Tosos reisvoll perfümierte ½711“ Tosca-Creme. Bochumer Anzeiger u. Gen. Anz. Airr Rute= und Freitag, 19. Juni 1931 Lehren der Praxis: Arftung ,ut, anss Zall Richtiges oder falsches Einfahren entscheidend für Leistung und Lebensdauer des neuen Wagens mit dem Schneckentempo allein beim Einfahren nicht getan Zwischen dem Automobilisten der Anfangsjahre unseres Jahrhunderts und dem neugebackenen Autobesitzer der Jetztzeit, der seinen Sechszylinder im 100=Kilometer= Tempo über die Landstraße bringt und vergleichsweise vom Führersitz aus im Fahren die gesamten Funktionen des Wagens überblickt, bestehen Unterschiede, die durch die rapide Aufwärtsentwicklung der Technik in den letzten 30 Jahren genügend gekennzeichnet sind. Dem kutschenartigen Fahrzeug jener Zeit steht der komfortable Serienwagen des Jahres 1931 mit allen Schikanen gegenüber. Und doch: In einer Beziehung hatte es der Autokäufer früher zweifellos besser als heute: er bekam seinen Motor danach langsam wieder auf Touren zu bringen. Durch den dabei im Verbrennungsraum eintretenden Druckwechsel wird erreicht, daß die Kohlenringe in ihren Führungen abwechselnd oben und unten anliegen, wodurch sie wie kleine Oelpumpen wirken und eine wesentlich größere Schmierstoffmenge auf die Zylinderlaufbahnen fördern. Aehnliches gilt auch für die übrigen im Motor vorhandenen Schmierstellen. So können z. B. die Lager beim jedesmaligen Druckwechsel gewissermaßen „atmen“ und sich dadurch mit frischem Oel füllen. Das also ist die Begründung der weiter oben aufgestellten Behauptung, daß es ist. Aber auch sonst pflegen Autoanfänger(und nicht nur die) während der Einfahrzeit aus Unkenntnis allerlei überflüssige Dummheiten zu machen, wie z. B. die, beim Bergauffahren mit dem Zurückschalten solange zu warten, bis der Motor schon beinahe abgewürgt ist. Sie tun das größtenteils aus Bequemlichkeit, teils auch aus dem Bestreben heraus, den Motor so lange wie möglich mit niedriger Tourenzahl laufen zu lassen, nur vergessen sie dabei ganz, daß das harte Stoßen der mit voller Zylinderfüllung arbeitenden Maschine die Kolben=, Pleuelstangen= und Kurbelwellenlager weit mehr beansprucht und den darin befindlichen Oelfilm viel leichter zerreißt, als den der Motor im nächstliegenden Gang zwar etwas schneller, dafür aber mit ganz geringer Füllung läuft. Die Mahnung„rechtzeitig schalten!", die jeder Fahrlehrer seinen Schülern immer von neuem einhämmert— ohne damit freilich im allgemeinen garzuviel Erfolg zu haben—, gilt also für die Einfahrzeit mehr denn je. Wagen früher fertig eingefahren von der Fabrik geliefert und konnte sofort damit loslegen, so forsch und schnell er wollte. Das war möglich, solange die Produktion der einzelnen Werke sich in bescheidenen Grenzen hielt und solange, in Zusammenhang damit, der Preis eines Kraftwagens so hoch war, daß die Kosten für das Einfahren im Vergleich dazu gar keine Rolle Inzwischen haben sich die Verhältnisse jedoch von Grund auf geändert. Man stelle sich nur vor, was werden würde, wenn eine Fabrik mit einer täglichen Produktion von mehreren hundert oder gar tausend Einheiten jeden dieser Wagen auf der Landstraße regelrecht einfahren wollte,— die Folgen für den Verkehr in der betreffenden Gegend wären gar nicht auszudenken. Abgesehen davon, pflegen die Preise der heutigen„Gebrauchswagen“ mit Rücksicht auf die scharfe Konkurrenz so niedrig kalkuliert zu sein, daß es Fabriken glattweg unmöglich ist, auch noch die Kosten für das langwierige, Oel, Benzin und Monteurlöhne fressende Einfahren zu tragen. Infolgedessen werden heutzutage nur noch ausgesprochene Luxuswagen fabrikseitig eingefahren, während die billigeren Typen, also die große Mehrzahl aller Wagen, dem Käufer so geliefert werden, wie sie vom laufenden Band kommen; seine Sache ist es, den Wagen langsam und vorsichtig„einzufahren". Wer das einmal mitgemacht hat, weiß, daß es sich dabei um eine alles andere als angenehme und kurzweilige Beschäftigung handelt. Die zulässige Höchstgeschwindigkeit(meist 30 bis 40 Stundenkilometer) ist vom Lieferwerk genau vorgeschrieben und darf unter keinen Umständen überschritten werden, widrigenfalls jede Haftung für dadurch später eventuell entstehende Schäden abgelehnt wird. Also heißt es, im Schneckentempo durch die Gegend kriechen, 1000, 1500, bei manchen Fabrikaten sogar 2000 bis 2500 Kilometer lang. Kein Wunder, daß die Einfahrzeit für die meisten Autokäufer eine Leidenszeit Aentung!Bie Zamader! Von Fehlern in Getriebe und Ditferential ist, der sie sich nur deshalb unterziehen, weil sie in ihr eine Art Garantie für lange Lebensdauer und Reparaturfreiheit ihres Fahrzeugs sehen. So merkwürdig es klingt: man kann bei einem fabrikneuen Wagen durch konsequentes Langsamfahren unter Umständen mehr Unheil anrichten, als wenn man es mit der Höchstgeschwindigkeitsgrenze nicht gar so genau nimmt, sondern sie hin und wieder für kurze Zeit ruhig um ein paar Kilometer überschreitet.(Aber wohlgemerkt, immer nur für kurze Zeit!) Die Erklärung dafür ist sehr einfach. Das, worauf es beim Einfahren vor allem ankommt, ist, daß der„Oelfilm“ zwischen den bewegten Teilen des Motors, jene hauchfeine, zähe Schmierschicht, die das direkte Aufeinandergleiten des Metalls verhindert, auf keinen Fall durch irgendwelche Ursachen unterbrochen wird, denn dann tritt sofort Wenn ein Kraftwagen mehrere Jahre im Gebrauch ist, dann tritt ein natürlicher Verschleiß an allen beweglichen Teilen ein. Besonders die Zahnräder sind diesem Verschleiß mit am stärksten ausgesetzt. Beim Getriebe macht sich das dann schon an einem schwereren und geräuschvollen Schalten, und beim Differential an einem mehr oder weniger starken Heulen oder Kreischen während der Fahrt bemerkbar. In solchen Fällen sind die Zähne der Zahnräder meist einseitig abgenutzt, haben Riefungen oder abgebrochene Kanten, oder unter Umständen ist sogar ein Zahn ganz ausgebrochen. Weiter können die Kugellager verbraucht sein, das heißt, entweder sind im Laufring des Lagers Rillen eingelaufen bzw. einige Kugeln geplatzt, oder die Wellen liegen nicht mehr fest in den Lagern. Letzteres zeigt sich meist daran, daß Oel oder Fett an den Wellenden aus dem Gehäuse tritt... Keise Wenn derartige Geräusche im Getriebe oder Differential auftreten, dann ist sofort nach der Ursache zu forschen, weil z. B. das Stückchen eines abgebrochenen Zahnes großen Schaden anrichten kann, wenn es zwischen die anderen Zahnräder kommt. Zahnradersatz ist bei jedem Wagen immer eine sehr kostspielige Sache. Treten irgendwelche verdächtigen Geräusche im Getriebe auf, dann öffnet man den Deckel des Getriebekastens, entfernt das Fett oder Oel und spült den Kasten mit Petroleum aus. Dann windet man die Hinterachse des Wagens hoch und untersucht so durch langsames Drehen die einzelnen Zahnräder auf die oben angeführten Fehler. Beim Drehen der Wellen achte man besonders auf das Knirschen, das immer geplatzte Kugeln in den Kugellagern anzeigt. Nacheinander schalte man auch alle Geschwindigkeiten ein und prüfe dabei, ob die Zahnräder bei jedem Gang in ihrer ganzen Breite eingreifen und ob Geräusche in den einzelnen Gängen auftreten. Heult das Differential, dann ist die Untersuchung, ohne es auseinander zu nehmen, nicht so einfach wie beim Getriebe. Einzelne Konstruktionen sind allerdings auch so ausgeführt, daß man durch das Oeffnen eines Deckels an die einzelnen Zahnräder herankommt. In! solchem Falle verfährt man bei der Untersuchung genau wie beim Getriebe, und die Fehlerquellen können ebenfalls genau dieselben sein. Eine weitere Ursache von Geräuschen in der Hinterachse kann aber auch leichte Verbiegung einer der Differentialwellen sein. Oft ist das schon an dem Schlagen des betreffenden Hinterrades festzustellen. Allerdings nicht immer. Dieser Fehler liegt oft so versteckt, daß man ihn erst nach dem Ausbauen der Wellen findet. Das Verbiegen kann z. B. eintreten durch die Bekanntschaft des Hinterrades mit einem Bord= oder Chausseestein, eines Baumstammes oder einer Haustorecke. Bei solchem Anecken bekommt die Welle, wenn das Rad nicht vorher nachgibt, einen leichten Knick und wird dadurch kaum merklich verkürzt. Dadurch greifen die Zahnräder nicht mehr richtig ineinander und verursachen dann ein ungleichmäßiges Heulen und Kreischen. Unter Umständen ist auch ein Kugellager dabei defekt geworden. Schlägt ein Hinterrad nach solchem Anecken nicht merklich, so kann man auch im aufgebocktem Zustand durch langsames Drehen an den Hinterrädern feststellen, welche Achsseite verbogen ist. Das wird sich dadurch bemerkbar machen, daß man bei jeder Umdrehung einmal einen leichten und einmal einen schweren Gang des Rades bzw. der Welle verspürt. Das Richten solcher Wellen, das Auswechseln von defekten oder stark abgenutzten Zahnrädern oder Kugellagern, läßt man in einer Fachwerkstatt vornehmen, und zwar um einem größeren Schaden vorzubeugen, sofort bei Auftreten eines verdächtigen Geräusches. von heißgelaufenen Motoren mangelnde Sorgfalt oder fehlende Sachkenntnis daran Schuld. Die am häufigsten festgestellte Ursache ist mangelhafte Schmierung. Drum prüfe(wird die Maschine zu warm und läßt nach in der Leistung) zuerst, ob die Schmiervorrichtung einwandfrei arbeitet oder ob die Pumpe aussetzt, eine Leitung verstopft ist. Und— hast du auch nicht vergessen, Oel nachzufüllen? Doch nicht immer ist die Schmierung das„Karnickel". Siel, dir einmal die Kühlrippen deines Fahrzeuges an. Wie sie aussehen! Eine dicke Schicht von Staub und Oel, ein wahrer Panzer überzieht die Flächen der Rippen, füllt die Zwischenräume aus. Wie deine Lederjacke den Fahrwind von deinem Körper abhält und auch verhindert. daß deine„eigene Wärme“ in die Luft entweicht, so hält der Schmutz den belebenden Luftstrom ab von den arbeitsheißen Zylindern und sperrt den Wärmeabfluß. Greife zu Drahtbürste und Petroleumkanne und schaffe dem Motor die„Jacke“ vom Leibe. Diese Ursache des Heißwerdens ist also behoben. Aber schon nach kurzer Fahrt läßt der Motor wieder nach, es macht sich wiederum Hitze bemerkbar. Absitzen, nachgucken. Was ist denn los? Der alte Fahrer wird es schon längst heraushaben, bevor es dem unerfahrenen Anfänger dämmert, daß— die Kuppelung rutscht. Der Motorsäugling kann es nicht fassen, warum sein sonst so braver Motor mit höchster Drehzahl laufend das Rad nicht vom Flecke bringt. Das Nachstellen der Kuppelung ist bei einer modernen Maschine eine einfache Angelegenheit. Aergerlicher ist, wenn man feststellen muß, daß das Heißwerden des Motors Surc„ eune 629 G. Suufrahres Verstopfung des Auspuffrohres Leiden des Motorradfahrers Wenn der Motor heiß wird hervorgerufen ist. Das Rohr muß abgenommen und gründlich gereinigt werden. Wegen der Krümmungen ist es am besten durch Ausglühen sauber zu bekommen. Ist der Auspuff nicht frei, so läßt er das verbrauchte Gemisch nicht restlos aus dem Zylinder ausströmen. Rückstände mischen sich mit der neuen Füllung, die verdorben wird und unvollkommen verbrennt.— Der Motor wird beib. misch fAahkeftn Schmi, Zu fettes Brennstoffgemisch, schaohafter Schwimmer im Vergaser, verschmutzter Luftstutzen, falsche Ventileinstellung, übermäßige Ablagerung von Oelkohle auf dem Kolben und im Kompressionsraum führen oft zu Ueberhitzung und Leistungsnachlaß des Motors Aber auch die Zündung kann zur Ueberhitzung Anlaß geben. Wenn nämlich längere Zeit mit starker Spätzündung gefahren wird. Du fragst:„Ja, wer tut denn so etwas?“ Schön, du hast die Ueberzeugung, stets mit Frühzündung gefahren zu sein. Das heißt: Der Zündhebel oder der Drehgriff deines Rades standen richtig. Aber sieh mal nach. Was zeigt sich? Der Bowdenzug vom Zündungshebel zum Verstellring des Magneten ist einwandfrei. Aber— die kleine Feoer, die am Verstellring den Rückzug zu besorgen hat, ist gebrochen. Bei Hebelstellung„Früh“ stand der Magnet„Spät“. Und der Motor lief warm. Durch Einsetzen einer neuen Feder ist der Schaden behoben. Hast du keine Reservefeder, so kannst du dir helfen, indem du ein Gummiband an ihre Stelle bringst. Mitunter erlebt der Kraftradfahrer die Ueberraschung, daß sein„Luftgekühlter“ anscheinend ohne besondere Ursache übermäßig heiß wird, ja sogar festläuft. Der Fahrer ist davon überzeugt, daß er kein Vergehen gegen die Gesundheit der Maschine auf dem Kerbholze hat. Und doch ist in 90 unter 100 Fällen das gefürchtete„Fressen“. ein. Voraussetzung für Aufrechterhaltung des Oelfilms ist jedoch, daß an den einzelnen Reibungsstellen tatsächlich stets eine genügende Menge Schmierstoff vorhanden ist, was bei einem fabrikneuen Wagen leichter gesagt als getan ist; denn alle Triebwerksteile(Kolben, Lager usw.) sitzen noch stramm, so daß das Oel sich nur unter Schwierigkeiten durch die engen Zwischenräume durchzwängen kann. In besonderem Maße gilt das für die Schmierung der Zylinderlaufbahnen, die bei den meisten heutigen Motoren lediglich durch das von der Kurbelwelle und den Pleuelstangen abspritzende Oel geschmiert werden. Liegen nun die Kolbenringe, wie das bei einem neuen Wagen der Fall zu sein pflegt, sehr eng an der Zylinderwandung an, so vermögen nur minimale Oelmengen vorbeizupassieren, und die Kolben laufen Gefahr, trocken zu arbeiten und sich festzufressen. Es gibt aber ein ebenso einfaches wie wirksames Mittel, dem sicher aus dem Wege zu gehen; man braucht nämlich nur ab und zu rasch das Gas fortzunehmen und den Eine neuartige Huts-Farkanlage Ueberall in der Welt, wo starker Autoverkehr herrscht, ist das Parkproblem Gegenstand der verschiedensten Lösungsversuche. Eine neuartige Regelung hat man in Brüssel in der Avenue dés Arts getroffen. Die Wagen fahren zwischen den Bäumen in kleine in den Boden gearbeitete Buchten, in denen immer nur ein Wagen Platz hat. Witze um den Motor Höflichkeit. „Es gibt in der ganzen Stadt nur zwei wirklich schöne Autos,“ sagte stolz der Herr, der den großen Sportwagen besaß.. Sreund „Und wer hat das zweite: fragte sein Freund höflich. Perlen sind billiger. „Artur, ich habe meiner Braut eine Perlenschnur Setauf!„.„ Wastung marst hr haum 6a f. „Aus welcher Verantassung warst du denn so spendabel? Unverständlich, sie will doch ein Auto, und du kauft Perlen“,..in gaschas Nuta aust. „Klar, ich kann doch tein... falsches Auto auftreiben!“ Armer Kerl. „Was bist du denn jetzt?“ „Droschkenchauffeur. Schlechte Arbeit. Den ganzen Tag muß man bei Wind und Wetter draußen sein und jeden Idioten muß man umherfahren.“ „Wie lange machst du denn das schon?" „Ich fange morgen an.“ Nur keine Beleidigung... Zwei Herren sehen einem Motor entgegen. „Mit was für einem Ungetüm kommt denn da Ihr Bruder angefahren?" „Sie kleiner Schäker, Sie!— Das ist doch meine Frau, die auf dem Soziussattel sitzt.“ „Oh, verzeihen Sie vielmals, ich meine natürlich das unmögliche Motorrad.“..6. 628 6 „Junger Mann, werden Sie nur nicht frech, sonst können Sie mich kennen lernen! Das ist nämlich mein neues Motorrad!" ErdbeerMarmnelade bereiten Rezept No. 1 3½ Pfund Erdbeeren(jedoch ohne Wasser) gut zerdrückt(nach Belieben Saft einer Zitrone) mit 3½ Pfd. Zucker, aber keinestalls weniger. zum Kochen bringen. Nachdem es auf der ganzen Oberfläche brausend kocht. noch—10 Minuten gründlich durchkochen. Topf vom Feuer, 1 Flasche Opekta„flüssig“ zu 95 Pf.—2 Minuten gut einrühren. Auch aus sämtlichen anderen Früchten kann man köstliche Marmeladen mit Opekta bereiten. Es gibt auch Trocken-Opekta, das ist Opekta in Pulverform. Beutelchen zu 25 und 50 Pf. Vorsicht beim Opekta-Einkauf! Nicht zu verwechseln mit ähnlich lautenden Bezeichnungen. Opekta ist nur echt mit dem dampfenden 10-Minuten-Topt Erdbeertorte Rezept No. 2 mit kristallklarem Uberguß Man belegt einen Tortenboden mit Erdbeeren oder beliebigen anderen Früchten(Kirschen, Aprikosen usw.) und stellt dann in wenigen Ainuten den Ueberguß wie folgt her: Der Hatt..., ngiagel.16. einer Zitrone, 3 Eßlöffel Wasser sowie 7 gut genäune Eslonel Zucker werden unter Rühren zum Kochen gebracht(abschäumen). Nun wartet man ungefähr 1 Minute, bis die Kochbläschen sich verzogen haben, rührt 2½ Eßlöstel Opekta in die heiße Masse und schüttet diese regelmäßig über das aufgelegte Obst. Die vorgeschriebene Menge Zucker dart keinesfalls vermindert werden, da die Früchte selbst viel Feuchtigkeit haben und der Geleeguß intolgedessen noch nachträglich stark Wasser zieht. Da der Guß innerhalb 1 bis 2 Minuten fest wird, so hat das Uebergießen eiligst gleichmäßig zu ertolgen. Dieser Guß ist krist: 11klar und stellt ein reines Gelee dar. Die Qualität der Torte wird um ein Vielfaches verbessert, denn jetzt erst hat sie den reinsten Geschmack der Früchte, die nicht mehr in schleimigem Ueberguß, sondern in kristallklarem, leuchtendem Geleeguß eingebettet sind. SPent Achtung! Opekte Rein aus Früchte: Fordern Sie nur Opekta mit Kartonhülle, denn diese enthält das diesjährige stärkere Opekta und die neuesten Gratisrezepte 45D SüS Bochuma Am Freitag. 19., Sonnabend, 20., Sonntag, dem 21. Juni: Große Nacht-Vorstellung Der Meisterfilm intimster Volksbelehrung Liebe und Geschlecht (Die Todsünden der heutigen Ehe) Wundervolle Aufnahmen, wie man sie bisher nie gesehen hat. Der Film ist durch keinerlei Schriften unterbrochen und wird durch einen hochInteressanten und apannenden Vortrag des Schriftstellers W. Kunde meisterhaft erläutert. Jugendliche haben keinen Zutritt. Volkstüml. Preise: 50, 70, 90, 120 und 150 Pf. Vorverkauf ab.30 Uhr. Anfang 10 Uhr. nicht wie auf den Handzetteln angegeben, um 10.30 Uhr. Es werden nur so viel Karten verkauft, wie Plätze vorhanden sind. Wer hat si Apotheke ein deren Gelegent holt oder glei Oder wer hat holungsfalle o nochmals anfer Wiederholung die Arznei neb gen von Opiate enthielt. Wer nun Apotheke komm nach den neuer mal ein frische lostet). Darü 80 Pfennig in von den Aufse Stoffen ruhen einkalkuliert si Röhrchen mit kosten, beträgt hin eingetreten zent. In d heitsbehörden nach, die Arzu einmal einen Führung beso Verbote— de — wieder einn Aerzte, A. das schärfste, den, Klagen, praktischen Di Unsere unermi nachseitigen wi haben, gehend diesem— offe Verfahren zu gehaltene Ent durch eine Int setzte ein Ent die ihre Exist men und ersch Krankenkassen, verleger, Drue sen Entwurf a Parlamentarie Kreise verlang Bis jetzt geblich. Zur Decku gegenüber den kommt Medizi hauptung, ihr Schutze der T mit keinem W schon längst u mungen gemal um wirklich Seiten der W erschöpfendes reibungslos er viel schneller u wirklich etwal werden. Dag Dreht W M V. Lin Freitag, 19. Juni 1931 9. Juni 1934 4 Bochumer Anzeiger u. Gen. Anz. Dee Arzr urs Orelser e Sorgfalt oder Die am häufigrin und läßt nach rvorrichtung einaussetzt, eine Leiluch nicht vergese ht immer ist die #, vir einmal die Die sie aussehen! Oel, ein wahrer ippen, füllt die erjacke den Fahrauch verhindert, luft entweicht, so strom ab von den en Wärmeabfluß. kanne und schaffe st also behoben. der Motor wieder bemerkbar. AbDer alte Fahrer vor es dem unerdie Kuppelung es nicht fassen. höchster Drehzahl ingt. Das Nachodernen Maschine licher ist, wenn erden des Motors rohres abgenommen und der Krümmungen iber zu bekommen. r das verbrauchte inder ausströmen. Füllung, die verennt.— Der Mohafter Schwimmer falsche VentileinOelkohle auf dem hren oft zu Ueberotors. 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Früher durfte eine solche Wiederholung auch dann vorgenommen werden, wenn die Arznei neben anderen Bestandteilen auch kleine Mengen von Opiaten zur Beruhigung oder Schmerzlinderung Wer nun aber heute mit solchen Wünschen in die Apotheke kommt, der hört zu seinem Erstaunen, er müsse nach den neuen Bestimmungen des Opiumgesetzes jedesmal ein frisches Rezept beibringen(was natürlich Geld lostet). Darüber hinaus ist eine Gebühr von 20 bis 80 Pfennig in jedem Einzelfall zu bezahlen(abgesehen von den Aufschlägen, welche schon auf den betreffenden Stoffen ruhen und in den Preisen der Arzneitaxe mit einkalkuliert sind.). Bei Pulvern und Tropfen oder Röhrchen mit Tabletten, die ungefähr 1 Reichsmark kosten, beträgt also die jetzt auf behördliche Anordnung hin eingetretene Verteuerung 20 bis 30 Prozent. In dieser Weise kommen also unsere Gesundheitsbehörden dem allgemein anerkannten Bedürfnis nach, die Arzneimittel zu„verbilligen“. Man hat wieder einmal einen neuen Zwang zu Bezugsscheinen und zur Führung besonderer Bücher eingeführt. Man hat die Verbote— das einzige an dem wir schon so reich sind wieder einmal um ein neues vermehrt. Aerzte, Apotheker und Industrie protestieren auf das schärfste, von allen Seiten her hagelt es Beschwerden, Klagen und Hinweise auf die Unmöglichkeit der praktischen Durchführung. Und die Folge davon? Unsere unermüdlichen Burokraten, welche allerdings die nachseitigen wirtschaftlichen Folgen nicht selbst zu tragen haben, gehen daran, das gesamte Arzneimittelwesen nach diesem— offenbar nach ihrer Ansicht„bewährten"— Verfahren zu„regeln". Als der erste sorgfältig geheim gehaltene Entwurf zu dem geplanten Arzneimittelgesetz durch eine Indiskretion bekannt und veröffentlicht wurde, setzte ein Entrüstungssturm ein von seiten aller derer, die ihre Existenz bedroht, Ausfuhrmöglichkeiten genommen und erschwert sahen usw. Die Industrieverbände, Krankenkassen, Handelskammern, Drogisten, Zeitungsverleger, Druckereien, Reklamefachleute usw. lehnen diesen Entwurf auf das schärfste ab. Aerzte, Juristen und Parlamentarier verurteilen ihn gleichfalls, und alle diese Kreise verlangen seine sofortige Zurückziehung. Bis jetzt waren aber alle diese Bestrebungen vergeblich. Zur Deckung ihrer Pläne und als Entschuldigung gegenüber den vielen gegen sie erhobenen Angriffen kommt Medizinalbürokratie immer wieder mit der Behauptung, ihre Maßnahmen und Verbote seien zum Schutze der Volksgesundheit nötig. Dabei wird aber mit keinem Wort erwähnt, daß die Industrie ihrerseits schon längst und schon oft Vorschläge zu solchen Bestimmungen gemacht hat, die vollkommen ausreichend wären, um wirklich bestehende Mißbräuche abzustellen. Von Seiten der Wirtschaft fordert man schon lange ein klares erschöpfendes Reichsgesetz, dessen Erlaß dann glatt und reibungslos erfolgen könnte. Auf diese Weise käme man viel schneller und sicherer zu einer Regelung. Es könnte wirklich etwas zum Schutze der Volksgesundheit getan werden. Dagegen würden alle die für die deutsche Industrie und besonders auch für ihren Export gefürchteten Gefahren in Wegfall kommen. Nachdem bisher alle Eingaben, die sachlichen Artikel in der Fachpresse usw. nicht vermocht haben, die Bürokraten von ihren Plänen und Diktaturgelüsten abzubringen, erweist es sich leider als nötig und unvermeidlich, diese ganzen Fragen in der Tagespresse aufzurollen. Hoffentlich vermag es dann die Macht der öffentlichen Meinung, eine Zurückziehung dieses Gesetzentwurfes zu erzwingen und damit zu erreichen, daß weitere Verteuerungen von Arzneimitteln und neue Schädigungen der Industrie, welche Arbeiterentlassungen und eine Vermehrung des sozialen Elends zur Folge hätten, vermieden werden. Essen Sie Jod-Gemüse! Der Prager Professor Stoklasa hat eigenartige Versuche über Düngung von Pflanzen mittels Jod angestellt. Nach dem Bericht, den der Gelehrte über seine biologischen Forschungen herausgegeben hat, kann man tatsächlich von einer günstigen Beeinflussung des Pflanzenwachstumes durch Joddüngung sprechen. Professor Stoklasa verwandte seinen eigenen Körper als Versuchsobjekt bei seinen Forschungen, aß Wochen hindurch Gemuse, das auf jodgedüngten Feldern gewachsen war und stellte mittels genauer Messungen fest, daß der Gesamtstoffwechsel seines Körpers eine günstige Steigerung erfahren hatte, daß sich ferner der Körper von schädlichen Säuren befreit hatte, und daß die Harnanalyse die wohltätige Einwirkung der neuen Speisungsart klar ergab. Auf dem Gebiete der Kropfbehandlung wird durch die Versuche des Gelehrten der Unterschied zwischen der Behandlung mit anorganischem Jod und dem an Lebensstoffe gebundenen Jod in den Kreis neuer wissenschaftlicher Erörterungen gezogen werden. Wie soll man ein nervöles Kind ernähren? Nach den neuesten Forschungen tritt Nervosität nicht nur bei Erwachsenen, sondern sogar bei Säuglingen auf. Sie machen sich hier besonders in der Form von Ernährungsstörungen bemerkbar, sodaß also die Form der Ernährung eine wichtige Rolle spielt. Stets sollte Milch die Grundlage bilden, deren Nährwert durch die Beigabe von Butter und Mehl stark erhöht werden kann, und gleichzeitig auch das höchst beachtliche Sättigungsgefühl erzielt wird. Besonders wichtig ist die Vermeidung von chronischen Durchfallstörungen. Man hat hier in den letzten Jahren sehr gute Erfahrungen mit der sogenannten Sauermilch=Früchtekur gemacht. den so ist dies eine schöne Abhärtung, an die der jugendliche Körper nicht früh genug gewöhnt werden kann. Leicht wie die Kleidung sei natürlich auch das Bettzeug. Steppdecken, leichte Wolldecken, bei größerer Hitze Bettlaken schützen den Körper vor zu großer Wärmeabgabe und genügen vollkommen, während dicke Federbetten als Last empfunden werden. Dr. med..-M. Aitsere Kiernen in Sonintel Ein Wort an die Mütter Es dürfte als Erfahrungstatsache bekannt sein, daß unsere Kleinen, namentlich die Kleinsten, mehr unter der Hitze leiden als Erwachsene. Deshalb gilt es, ihnen die heiße Jahreszeit, die ihnen ja sonst eine Fülle von Freuden bringt, auch in dieser Hinsicht angenehm zu gestalten, vor allem alle gesundheitlich schädlichen Einflüsse aus dem Wege zu räumen. Im Hochsommer dürfen die Kleinen zur Mittagszeit, wenn die Sonne am heißesten brennt, nicht im Freien sein. Ist dies aus irgend welchen Gründen indessen unvermeidlich, so sollen möglichst schattige Wege und Plätze aufgesucht werden. Es ist besonders darauf zu achten, daß das Köpfchen beschattet ist, entweder durch das Verdeck des Kinderwagens oder durch eine leichte Kopfbedeckung. Die geeignetste Zeit zum Spazierenführen ist der frühe Morgen oder der späte Nachmittag. Die Kleidung sei so leicht wie möglich. Jedenfalls ist es ratsamer, ein Jäckchen oder Mäntelchen überzuziehen, falls es noch oder schon wieder kühler ist, als zu warme Kleidung, namentlich Unterzeug, zu geben. Ein Kindchen, besonders ein Säugling, kann im Sommer sehr leicht durch zuviel Wärme erkranken. Es entsteht in dem kleinen Körperchen eine Wärmestauung oder Ueberhitzung, wie der Fachausdruck heißt, die recht unangenehme Zustände verursacht. Natürlich müssen die Wohnräume durch Abblenden des Sonnenlichtes, vernünftiges ausreichendes Lüften morgens und abends kühl gehalten werden. Zugluft schadet selbstredend den Kindern. Auch auf die Ernährung ist bei großer Hitze besonders zu achten. Nahrungswechsel, z. B. von der Muttermilch zur Kuhmilch, kann im Sommer für das Kleine schlimme Folgen haben; ist ein solcher Uebergang nicht zu umgehen, so sollte er möglichst unter ärztlicher Kontrolle vorgenommen werden. Größere Kinder neigen im Sommer ebenfalls leichter zu Magenverstimmungen und Verdauungsstörungen verschiedenster Art. Wahrscheinlich hat oft das Obst schuld daran, sei es, daß es häufig noch nicht völlig reif, sei es, daß es in zu großen Mengen genossen wurde; vielleicht aber ist auch zum Obst getrunken worden, Wasser, Limonade oder Milch. Es gibt Kinder, welche diese Zusammenstellung vorzüglich vertragen; die Mehrzahl indessen ist dagegen sehr empfindlich, und deshalb ist in jedem Falle Vorsicht geboten. Das Kind, welches an sich gern trinkt, leidet in der Wärme genau wie der Erwachsene oft unter Durst. Das ist ganz verständlich, weil der Körper schon durch die Transpiration mehr Flüssigkeit abgibt und Ersatz braucht. Diesem Gefühl soll auch Rechnung getragen werden, indem man dem Kinde öfter erfrischende Getränke reicht. Namentlich, wenn es aus dem Freien kommt, sollte es seinen Durst löschen. Man gebe aber nie zu große Mengen Flüssigkeit, vor allem nicht vor dem Essen, weil hierdurch der Appetit, der durch die Hitze schon sowieso herabgesetzt ist, noch mehr verlegt würde. Die Getränke dürfen auch nicht zu kalt sein. Auch dem Säugling und Kleinkind gewähre man diese Erfrischung, indem man ihm ein paar Schlückchen leichten gesüßten Tees, abgekochten kühlen Zuckerwassers oder Zitronenlimonade gibt. Erfrischend wirkt auch eine kühle Waschung oder Abreibung. Für den Anfang kann das Wasser lauwarm, dann stubenwarm sein, bis man allmählich zum Leitungswasser übergeht. Wenn diese Waschungen regelmäßig gemacht, im Herbst und Winter fortgesetzt wersollen wir Roggenbrot ellen? Von Prof. Dr. Ginne. Die Abneigung gegen die Brote aus niederausgemahlenen Mehlen wurde durch das schlecht ausgebackene Kriegsbrot großgezogen, wo allerlei Material, wie Kartoffeln, Bohnenmehl, Kohlrüben, Sägemehl, verdorbenes Mehl ins Backmehl geriet. Der größte Teil des Volkes kennt aus Erfahrung kaum, wie gewürzig ein richtig hergestelltes Vollkornfeinbrot schmeckt. Gerade in der Kleie stecken die Geschmacksstoffe, die beim Vergären noch um eine Reihe von schmackhaften Nebenprodukten vermehrt wurden. Bei der größeren Nähr= und Schmackhaftigkeit bleibt das Roggenbrot lange frisch und angenehm feucht, während uns allen bekannt ist, daß Weißbrot mit dem Trockenwerden immer geschmackloser wird. Vor dem Kriege wurde das wohlbekömmliche und appetitreizende Vollkornbrot von zahlreichen Stadtbewohnern aus Gegenden, wo man die Herstellung besonders gut verstand, bezogen. Der Pumpernickel wird mit Nüssen, Butter, Käse als Leckerbissen(Delikatesse) angesehen. Es bedarf einerseits viel Belehrung, die irregeleitete Meinung des Volkes, daß Mehlprodukte um so besser schmecken, je weißer sie aussehen, zu bekämpfen, andererseits aber wird, wie von Noorden bemerkt, vollendete Leistung der Müllerei und des Bäckergewerbes nötig sein, das Vollkornfeinbrot wieder zu Ehren zu bringen. Wie weit die Behauptungen berechtigt sind, daß das Roggenbrot durch seinen reicheren Gehalt an phosphorsauren Salzen und Kalkverbindungen ein besseres Zahnmaterial bedinge, soll nicht näher untersucht werden. Man hat ja bekanntlich die gute Zahnbeschaffenheit bis ins hohe Alter hinein der vorgeschichtlichen Stämme und der noch heute grobes Schwarzbrot essenden Landbewohner damit in Zusammenhang zu bringen versucht. Es kann das wohl mit eine der Hauptursachen sein, die einzige Ursache ist es jedenfalls nicht. Brustschmerz Viele verstehen unter Brustschmerz nur den eigentlichen bösen„Herzkrampf“(Angina pectoris). Sie übersehen den unechten Herzkrampf. Dieser Brustschmerz rührt nicht von einem Herzkrampf her(Verkalkung der Kranzarterien des Herzens), sondern von einer krampfhaften Verengung der Aorto. Besonders Nervöse und nervös gewordene Personen sind zu diesem Brustschmerz geneigt. Heiße Handbäder, Dampfkompressen auf die Hände, Höhensonne, Diathermie, heiße Aufschläge auf das Herz sind wirkungsvolle Maßnahmen. Tägliche Stuhlentleerung, Mäßigkeit im Essen und Trinken, Tabaksverbot, Fernhaltung seelischer Erregung. HWbporangen Vornsam, verdiche HornKünneraugen Füer, überhaupt alle harten Hautwucherungen werden gründlich auf sauberste und bequemste Art beseitigt durch „Leolin". Packung für mehrmal. Gebrauch mit genauer Gebrauchsanweisung 60 Pf. In allen Chlorodont=Verkaufsstellen zu haben. „ Sonnabend. dem 21. Juni: ellung Volksbelehrung schlecht leutigen Ehe) jahmen, wie man sehen hat. nerlei Schriften unterdurch einen hochd spannenden stellers W. 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Hösel: Was macht man mit dem fertigen Bilde? .00: Geläut von St. Gereon, Köln. .05: Katholische Morgenfeier. 11.00:.e Hardt: Drei Geschicten von Johann Peter.-5= 11.30: Leipzig: Bachlantate. 135: Ach Herr, mich armen Sünder. Mitw.: Städt, u. Gewandhaus=Orchester, Thomanerchor. Solisten: H. Fleischer(Tenor), K. Neumang(Bariton), Margarete KrämerBergau(Sopran), G. Ramin(Orgel), F. Sammler(Cembalo), K. Biebl(Oboe), W. Heinze(Oboe). 12.00: P. Eivver: Spaziergang durch ein Aquarium. 12.20: Die schaffende Stadt.— Dr. Koll: Aachen. Rockenbach: Der europäische Roman der Nachkriegszeit: 12.40: Dr. Der Heiligenhof. 13.00: Mittagskonzert. 14.30: Schachsunk. 14.50: Jungmädchenstunde. Ein ausführliches, reich illustriertes Programm des Westdeutschen Rundfunks und vieler anderer Sender finden Sie in der kritischen Funkwoche des„Bochumer Anzeiger“. Erscheint Freitags und kostet monatlich nur 30 Pf. Bestellungen nehmen unsere Zeitungsboten und Geschäftsstelle jederzeit entgegen. Dienstag, 23. Juni. 11.20: Schulfunk: Eine Verkehrsrevortage. 16.10: Dr. Behle: Mitteilungen aus dem Schulfunk. 16.20: Oberstudiendirektor Billen: Staatsbürgerliche Erziehung im alsbrachichen Anterich, Venaltz; Feode des preaut. Landelsministers Dr. Schreiber anläßlich der Jahrhundertseier der Handelskammer Düsseldorf. 1840: Franzsgh., 19.30: Brof. Dr. ing, Körber: Werkstoffpräfung und forschung in ihrer Bedeutung für den gestaltenden Ingenieur. 19.55: Erste Abendmeldungen. 20.00: Maihaugen(Norwegen): Johannifeier. Mittwoch: 24. Juni. .05: Ing. H. Junker: Gutes, billiges und bequemes Heizen und Hilde Bremus: Gymnastik für Frauen. 11.20: Musikalischer Schulfunk: Deutsche Geschichte im Spiegel des 16.10: W. v. Olven: Wie ich in meiner Schule Verkehrserzie16.30: Pädagogische Führergestalten: Eduard Spranger. 18.00: Die Reichspost hat das Wort. 18.20: Dr. Bernhard: A. d. Geschichte d. Kinderspielzeugs. 18.40: Dr. Bohlen: Weltwirtschaft und deutsche Handelspolitik. 19.35: Stad=Rat Dr. Weber: Einführung in die„Gurrelieder“. 2000: Lpernhags Köln: Gurre Lieder von 3. P. Jalobsen. Orche ster: Städt. Orchester Köln. dhig 15.25: Dr. Zitzen: Stand und Aussichten der Viehwirtschaft. .45: Prof. Dr. Unger: Musikalische Arbeitsgemeinschaft. 16.05: Dr. Feinberg: Die Wolga stromabwärts. 17.10: Wupvertal=Eiberfeld: Länderspiel der deutschen Jugendkraft: 905 Sehchste G- a. Säise eschecder Woshen n Bilbalcen 21.30: Ländersußbalspiel Deutschland— Norwegen. 2. Halbzeit. 23.00: Rheinterrasse Rodenkirchen: Tanmusik. Kapelle 5. Head. Montag, 22. Juni. Festatt der Tagung des Verbandes deutscher Elektrotechniter und der Vereinigung der Elektrizitätswerle. 18.00: Polizeimasor Baehren— Dr. Behle— Stadtschulrat Dr. Hawel: Unser Kind im Verkehrsbetriebe. 1820: Annette Kolb: Einige Landschaften. 19.10: Zwiegespräch zwischen Berlin und der Provinz. Erik Reger 19.30: Bergwerksdixeftor Dr ing. Roelen: Technischer Fortschritt und Grubensicherheit im Ruhrbergwerk. 19.55: Erste Abendmeldungen. 80i.- 895-. Donnerstag, 25. Juni. Gu, g. 11.00: Ehrenhof.d, Kölner Messe: Eröffnung der Ausstellung 16.10: Dr. Behle: Mitteilungen aus dem Schulfunk. 16.15: Funkvädagogische Arbeitsgemeinschaft der Lehrer an VolksSchulen, Gesamtunterricht 1. 18.00: W. Schäferdiek: Neue deutsche Romane. 18.20: Gemeinderabbiner Dr. Rosenthal: Jüdische Geistesgeschichte in Mittelalter und Neuzeit. .30: Direktor Dr. ing. Vent: Neuzeitliche Großversorgung mit elektrischer Energie unter besonderer Berücksichtigung von Westdeutschland 20.00: Abendmusik des Kleinen Orchesters des Westdeutschen Rund2 O0: Zwei Rheinische Komödien: Nachbarn oder Der Mord in der Friedrichstraße„Hörspiel von A. Uzarski.— Frau Klömverkamp zieht um. Ein Akt von H. Müller, Schlössekz; n# 8. Anschl. Rheinterrasse Rodenkirchen: Tanzmusik der Kapelle H. Head 26. Juni. Gabo-Margarine mit Sal: 1 Plund Frische Eier 17 Stüchk Oelsardinen 3 Dosen Disch. Vermuthwein 0 Gfl I1 Flache ohne Giar., O0 Bananen 1 Plund Erdbeer-Kontltüre .Pfund-Eimer, drutto Sübrahmtatelbutter 1 pca.33 Plattentelt.Pkund-Tatel.30 Schweineschmalt 1 Pia..40 10.15: Hilde Bremus: Gymnastik für Frauen. 11.20: Schulfunk: Französische Unterhaltung. 620: Jugendfun,„.,gpigemigle, Juaers 18.00: Erik Reger: Problemlose Jugend. 18.20: Dr. Eulenberg: In und um Koblenz.„ 18.40: Prof. Dr. Langer: Entwicklung, Bedeutung und Zukunftsaussichten des Dieselmotors. 19.10: Alsdorf: Ferngas. 19.55: Erste Abendmeldungen. 20.00: Chorkonzert: Hansen(Sopran). Strienz(Baß), Wocke(Bariton). Rieth(Rezitation), Kammerchor u. Orch. d. Westdeutschen ca. 21.50: Leo Matthias: Cabaret in Bagdad. 23.00: Rheinterrasse Rodenkirchen: Tanzmusik: Kavelle Harry Head. Samstag. 27. Juni. 16.20: Prof. Dr. v. d. Wyenbergh: Bildung und Bildungswege der berufstätigen Frau. 17.50: Rheinterrasse Rodenkirchen: Tanz zum Wochenende: Kavelle 18.30: Ministerialrat Rother: Die Bedeutung der Persönlichkeit 1315: Jehn Minuten Bezirksfunkhilfe: Das Neueste a. d. Funk19.30: Reg.=Baumeister Kloth: 75 Jahre Verein deutsch. Ingenteure 19.55: Erste Abendmeldungen. 20.00: Lustiger Abend der Kapelle Ensoldt. 92.30: Nachtmusik. H. Munk(Lieder zur Laute).„ 23.30: Rheinterrasse Rodenkirchen: Tanzmusik Kavelle Harry Head. bekocht. Schinken„.39 kein Vorderschink.) ¼ Pfd U,39 Westi. 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Elisabeth-Hospital 1931 Statt besonderer Anzeige Mittwoch vormittag 10.30 Uhr verschied unsere liebe, gute Mutter, Schwester, Schwägerin, Tante und Nichte, die nach langer, schwerer, mit großer Geduld ertragener Krankheit, gestärkt durch den öfteren Empfang der heiligen Sakramente, im Alter von 50 Jahren. stille Teilnahme bitten: Heinz Schlieker Cäcilia Schlieker Um Es kann vor Nacht leicht anders werden. als es am trühen Morgen war. Nach Gottes unerforschlichem Ratschluß wurde am Montag, dem 8. Juni. abends 8 Uhr. mein innigstgeliebter, herzensguter Gatte. unser lieber, guter Vater, mein lieber Sohn, unser guter Bruder. Schwager und Onkel PieiF EimKest Unglückstall hinweggerafft. Er im 45. Lebensjahre durch einen jähen starb als Opter des Bergmannsberutes. Um stille Teilnahme bitten: Frau Emilie Kost geb. Beulmann nebst Kindern Familie Heinrich Kost Bochum-Stiepel, den 16. Juni 1931 Die Beerdigung findet am Samstag, dem 20. Juni, nachmittags 4 Uhr, vom Trauerhause Surkenstraße 340, aus Ptov..u4 V. Aricht emdine dens Aiass S Allen, denen aus Versehen keine besondere Nachricht zuging, diene diese als solche. Bochum. Krefeld, Hagen-Vorhalle, Hagen, Heeren(Holland), Waldbröl, den 18. Juni 1931 Familien= Nachrichten 20 Die Beerdigung findet Samstag, den Juni. vormittags 10 Uhr, vom Trauerhause, Weiherstraße 51, aus statt. Das Seelenamt ist am gleichen Tage um 8 Uhr in der St. Meinolphuskirche 1 Pfund Kontltüre Eimer, brutto alat. 1 Plund C,00 s8.. 1 Pkund.00 at.. 1 Plund.00 Salt s. M P. 35 nmost Krr..508.0 Lr..05 ade.. Liter.40 e vom Faß Preise o. Glas ersteiner 1 Ner..75 licher Berg 1 Ler..85 eser. Hiesling 1 Ltr. 1, 00 ... 1 Luer.95 ber Muskat Liter.10 eimer Beic. Liter.85 sbeerwein Liter.85 BOCHUN Der Verstorbene war Wohle der Bedürftigen ehrenamtlich tätig und seit vertretender Bezirksvorsteher des 16. Fürsorgebezirks. Wir verlieren in ihm einen geschätzten Mitarbeiter, dessen Andenken wir Ehren halten werden. Die Wohlfahrtsverwaltung der Stadt Bochum Geboren: Mädchen: Karl Schlichterle(Hildegard Schramm), Witten. Paul Reimann (Paula Kotter), Essen. Gestorben: Paul Vasen, 46., Dortmund. Fritz Platte, 30., Hörde. Wegmann, 78., Witten. Frau file Heiermann, Sundern." August Schaper, Hamborn. Friedx, Wilzzeen mer, 76., Gelsenkirchen.„Christian Leis, 73., EssenWest. Fritz Humbeck, Solingen. Freundin sucht 21jähr. vorn., große Dame, die uneingeschränkte Zeit, hat. Zuschrift. u. B. A. 28556 an die Geschst. Gottesdienst in der Synagoge Freitag abend 7 Uhr. Samstag mor# gen„(Barmitzwoh) .15 Uhr. Samstag abend.30 Uhr. Danksagung Für die vielen Beweise herzlicher Anteilnahme beim Hinscheiden meines lieben Mannes, unseres lieben Vaters und Schwiegervaters sagen wir allen unseren innigsten Dank, besonders dem Herrn Pastor Abendroth für die trostreichen Worte am Grabe und bei der Hausandacht. Wwe. Elise sorgella nebst Kindern und Schwiegertochter Bochum-Hordel, den 18. Juni 1931(a5810 BernsteinFußbodenLacktarbe über Nacht steinhart Carl Jansen Brückstr. 48 Feibact Fleischverkauf am Samstag, dem 20. Juni 1931, vorm. v. 7½ Uhr ab.(28632 Schlachthofverwaltg. Zu verkauten TAOAE Hanomag= Eimousine sehr gut erhalt., zu verkauf. Gewerksch. Karl, Bochum. Weg. Umzug eich. SchaufensterKasten in sein Ausführg., 1,70 m breit und 80 em hoch, billig zu verkaufen.(.925 Hoffmann& Co., Wilbelmsplatz 6. Chaiselonque, wie neu. 25., eichen. Polstersess., verstb., 22 Mk. Hattinger Straße 64, 1. Etg. Rchenbach-Garagen Chalelongue und Korbgarnitur billig zu verkaufen. M. Toleziner, ABE=Straße 9. Ihr aller Huf wird wie neu umgearbeitet mgereinigt und gepreßt Jacob Speler, Bochum, Kortumstr. 38 Kinderwagen fast neu, u. Kinderbett zu verkaufen. Bludau, Friederikastraße 107. Plüischloisa Flurgarderobe billig zu verkaufen. M. Tolcziner, ABE=Straße 9. uin Tiamant 48, billig zu verkauf. 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Bezirk II: ca. 800 ha groß umfassend die Grundstücke, die vom Scheideweg ab östlich der Kohlenstraße, Vormholzer=, Thie= und Bahnhofstraße, Eisenbahnunterführung— Weg zum Kuhschiff— Einmüdung des Mühlengrabens in die Ruhr belegen sind. Ausgenommen sind: a) der Eigenjagdbezirk Dünkelberg, b) der Eigenjagdbezirk Graf von Wedel, c) bis zum 31. Januar 1933 die in der Gemeinde Herbede belegenen zum Jagdbezirk I der früheren Gemeinde Bommern gehörigen Grundstücke. Vorkommende Wildarten: Hasen, Fasanen, Hühner und vereinzelt auch Rehe. Die Verpachtung der vorbezeichneten zwei Bezirke findet am Sonnabend, dem 27. Juni 1931, nachmittags 5 Uhr, im Lokale des Wirts August Rasche in Herbede=Vormholz öffentlich meistbietend statt. Der Kreis der Bieter ist unbegrenzt. Die Bedingungen, die dem Vordruck des AllgemeiJagdschutzvereins entsprechen, können im Amtsbüro 1. 5. Unsere diesjährige ordentliche Scheralversämmung findet am 27. Juni, abends 7 Uhr, im Ernst-Moritz-Arndt-Haus, Königsallee 40, statt. Tagesordnung: Geschäfts- und Revisionsbericht. Genehmigung der Bilanz und Entlastung der Verwaltung. Verwendung des Reingewinns. Ergänzungswahlen zum Aufsichtsrat. Bestätigung der Satzungsänderung des§ 30. Abs. 3, vom 21. Juni 1930. Zu vorbenannter Versammlung laden wir alle Mitglieder freundlichst ein.„„un Bochum, den 18. Juni 1931. Spar- und Bauverein Bochum e. G. m. b. H. in Bochum Der Vorstand: Hoffmann Hock Blanckertz Der Aufsichtsrat: Kutscheidt N..: Als Ausweis in der Versammlung dient das Anteilbuch. Die Bilanz kann in der Zeit vom 18. Juni bis 2. Juli auf der Geschäftsstelle eingesehen werden Frisch geschlachtete Suppenhühner P. 0,90 u..00 Frisch geschlachtete Junge Hahnen o. Darm a Pia.40 Junge Gänse 7 Frisches Reh wild- u. Geflügelgroßhandlung Kanz-Stümnstemnl Schützenbahn 1„ Rut 68308/09 nen — Zimmer 11— eingesehen m Termin bekannt gegeben. Herbede, den 13. Juni werden, sie werden auch 1931. Der (a5678 Jagdvorsteher. Horst Kauf Gesuche Marienstrabe IAVbruenstrabe 50 Auf sämtliche Waren 10% Rabatt haus od. Kotten Dame sender Schirm die erlesenen lich vorführen. S, Bochum, Telephon 63775 15 fische dei Einkauf v. 30 Pf. Fischfutter inen Goldfisch gratis. lung Pillart, saße 13. MRtolon .— lich F MIk. eisautschlag mann Straße 14-16 Es ist Kunst, einen solchen Kunsthonig herzustellen! Sie werden selbst überrascht sein, wenn Sie HAUER- Kunsthonig erst einmal probiert haben, denn Sie können ihn von einem Nuturhonig nicht unterscheiden. HAUER-Kunsthonig schmeckt genau so rein wie feinster Bienenhonig und ist auch genau so nahrhaft und bekömmlich! Warum?— Weil HAUER-Kunsthonig aus den gleichen natürlichen Stoffen besteht wie Bienenhonig!— Probieren Sie ihn bitte! MAUER-Kunsthonig ist In allen Lebensmittelgeschäften zu haben. Das Pfund kostet nur 60 Pfennig. sof. bei hoh. Anzahlung zu kaufen ges. Angeb. unt. V. H. 28624 an die Geschst. 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Juni 1931. Heckmann, Obergerichtsvollzieher in Bochum, Kronenstraße 48. Trotz seiner Reichhaltigkei## kostet der Fahrbland Maristentrank I Zwangsversteigerung nur er ist überall erhältlich, PI. P s. Bsle..harmer., Suen bei unseren Zeitungsboten BOCHUMER ANZEIGER Am Samstag, dem 20. Juni 1931, vormittags 11 Uhr, werde ich in Bochum folgende Gegenstände: 1. 1 Eismaschine, 2. 2 vollst. Betten, 3. 1 Dauerbrenner, 4. 1 Posten Bett= und Tischwäsche, 5. 1 vollst. Ksiche, 6. 1 Billard. 7. 1 Standuhr, 1 Dauerbrenner, 1 Glasschrank, 1 run den Tisch, 4 Stühle mit Ledersitzen, 1 Kasse, 1 Bücherschrank, 1 Regal, 1 Theke, 1 Schreibmaschine(Triumph), 1 Klubsessel öffentlich meistbietend gegen bar versteigern. Der Verkauf z u 1, 4 und 7 findet bestimmt statt. Sammelpunkt für Käufer: Wirtschaft Morian. Alleestraße 54 Bochum. den 18 Juni 1931. Jost, Obergerichtsvoll zieher in Bochum, Gabelsbergerstraße 12. 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Theater Tonhalle Bochum Lustsplel Eine Episode aus der DreyfusAlläre Schon der Gedanke an Cayenne und Teufelsinsel flößen Grauen und Entsetzen ein Vermißt Hermann K zuletzt in B. Meter groß, tes Gesicht, linken Unter Bekleidung: heller Rock, binder, karie dem 9. Juni boren 17. Al Düngelstraße schmachtig, d vollständige grüner Lode Schnürschuhe Kühn gebore in Bochum1,65 Meter gebräuntes vollständige. hellgraue S weißes Spor schuhe. Selbstmo ihrer auf de hängt aufge mütskrankhe Nur Freitag, den 19. Juni 1931 und Samstag, den 20. Juni 1931, BOe zeigt nur noch 3 Tage den Groß-Tontiim Ein lustiges Filmspiel nach der Operette und dem Motto: „Es lebe die Liebe“ Der Liebes-Expreß hat ein fabelhaftes Tempo und treibt die Stimmung auf den Höhepunkt! Dafür sorgen zwei verliebte Mitrelsende, die charmante, übermätige Dina Gralla als„Annie“ das Schalterfräulein vom Reisebüro und der hinreißende Schwadroneur Georg Alexander als„Kurt“ ihr liebenswürdiger Begleiter.— Als Barsänger Enrico Tonelli setzt der bekannte Rundfunk-Tenor Jos. Schmidt seine hervorragenden Stimmittel ein. Den Rahmen zu diesen lustigen abenteuerlichen Reise-Erlebnissen einer kleinen Angestellten bildet Venedig, die singende Stadt mit seinen Tauben auf dem Markusplatz, dem Löwen auf der Piazetta, schweigsamen Gondeln und seiner Nalmehshehrdr Die bekannten Lustspiel-Kanonen Baru. Baldthion ais Soladien Ein Film des Herzens. vo und Laune Altenboch kommen der Frist zur er die Wallfah Tage verlän karten beste doch gefällig oder in der Freitag bis Montag, täglich 8 Uhr, Sonntag ab 8 Uhr. Eine ganz witzige Militär-Angelegenheit stellung:.30 Uhr, mit einem großen Lustspielprogramm von 10 Akten Dazu das Tonfilm-Beiprogiamm und die neueste Ufa-Ton-woche Hierüber spricht Frauenarzt Dr. med. Hans Röttgen, Elberfeld. Anschließend das viel umstrittene Filmwerk: Gasherd Rüpelhaf auch in dies Werner Hel mut die dor keine Bezeich darin finder und den Er Die Rüpel der Nähe sto und nehmer ist ange solche lichtse Zylinder und Kurbelweuen schleift auf Spezial=Maschinen Rensmann, Malteserstraße 7. billig zu verkaufen. Hermann Liebau, Grabenstraße 37. Jugendliche haben Zutritt. über die Beziehungen zwischen Mann und Frau, welches durch seine rücksichtslose Offenheit zunächst einen Kampf für und wider bedeutendsten Aerzte Landesheimatspiele der Provinz Westtalen Mahachhhrch Orbentgerten daueruder *.7 4 entfachte, bis die deutschen Zeitungen und sich für den Film einsetzten und ihm die Wege ebneten. Die Presse sagt: Es werden Aufnahmen gezeigt. die vorher öffentlich noch nie zu sehen waren.— Bei größter Schonung des weiblichen Schamgefühls.— Darsteller: Millionen von Frauen Deutschlands und Eurgpas. Frauen! Geht hin und seht und lernt und nehmt eure Männer mit! — Ein Film, der alle angeht— der in solcher Großartigkeit bisher noch nicht gezeigt wurde. 7EI3 auch in dieser ZLIOI woche ein ungewöhnlich reichhaltiges Programm. Licht= u Licht- und 1 lerdings ist s9 daß man losen, wenn eech Zamsentost! Besuchen Die underen#8 am Samstag. dem 20. Juni 1931, abends 8Uhr in Bochum-#4— Weltmar, Resiau. Heinrich Vogel, Hattinger Strabe 390 sattöndenden Vorira Reterent: Wilh. Wirth zur Osten. Düsseldort Deuischer Sparerbund für Eigenheime e.. m. b. A. Sitz: Düsselderf. Oetstraße 93 Depot- u. Depositenrecht vor Ende 1929 zuerkannt, daher bei Inkrafttreten des Bausparbassengeseizes vom 30. 3. 1931 Ein UFA-TONFILM mit lane Hald als herziges Annerl, Idealtup eines prächtigen, Lläne Nald an Leib und Seeie kerngesunden Alpenmädels, Huelen Fröblich als„unsterblichen Lumpen“, der durch Uustat Ttonlien die innerlichkeit seinerDarstellung ergreitt Sie hören neue, zündende Schlager, einschmeicheinde Melodlen des berühmt. Schlagerkomponisten Ralpn Benatzky Bewußt Nüser=Bra Das öffentliche Ausstellen von Fotos aus diesem Film ist laut Verfügung der Filmprüfstelle nicht gestattet. Jugendliche haben keinen Zutritt. Lassen Sie in Ihrem Geschäft täglich alle Fragen der Kundschaft notieren und beaniworten Sie diese Fragen sachlich und in schlichter Sprache durch Zeitungsanzeigen. Diese Anzeigen werden bei unsern Lesern immer auf großes Interesse stoßen. u. Korbgarnitur bi1 lig zu verkaufen. Herm. Liedau, Boch. Grabenstr. 37. Nur Freitag und Samstag, 10¼ Uhr! Ermäßigte Preise! 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Der große Saale war dicht besetzt. Für die Kinder hatte der Verein gut gesorgt. Für die Erwachsenen gab es im Saale Unterhaltung. Studienrat Hoischen hielt die Begrüßungsansprache. Der Verein hatte ein schönes Programm zusammengestellt. Den Höhepunkt des Festes bildeten die Theaterstücke. Ein Humorist sorgte für Lachen. Der Chor brachte einige Volkslieder zu Gehör. „Der Kapitalismus im Lichte politischer Joeologien Ein Vortrag von Professor Fr. Hoffmann in der Verwaltungsakademie. Die diesjährige Vortragsreihe in der Verwaltungsgkademie fand am Donnerstag mit dem von Universitätsprofessor Dr. Friedrich Hoffmann(Münster) gehaltenen Vortrag ihren Abschluß. Anfangs beleuchtete der Vortragende die grundsätzliche Stellung der politischen Ideologien vom Kapitalismus und darauf die tatsächliche Stellung der politischen Parteien. Vier Auswirkungen habe der Kapitalismus gezeitigt, denen gegenüber die politischen Ideologien die verschiedensten Stellungen einnahmen: die Marktabhängigkeit, die Geldherrschaft, das konjunkturelle Auf und Ab und das soziale Absinken der Menschen in diesem Wirtschaftssystem. Eine Gruppe innerhalb der politischen Ideologien stehe positiv zum Kapitalismus: der Liberalismus. Die erstarrte Richtung dieser Ideologie arbeite mit alten Schlagworten aus dem Jahre 1850, und man möchte alle sozialen Einrichtungen abschaffen. Die Vertreterin der erstarrten Richtung sei die Deutschnationale Volkspartei. Etwas gemäßigter, aber ebenfalls den Kapitalismus bejahend, sei die Deutsche Volkspartei. Den Kavitalismus ablehnen, besonders wegen des sozialen Absinkens der Menschen, würden die sozialistischen Ideologien, in der gemäßigen Richtung vertreten durch die sozialdemokratische Partei und in der radikalen Richtung durch die Kommunisten. Weiter sei die große Gruppe der politischen Ideologien anzuführen, die dem Kapitalismus gegenüber eine vermittelnde Stellung einnähmen. politische Ideologie erstrebe eine Einschränkung des kavitalismus von innen her damit die vier angeführten Auswirkungen nicht in Erscheinung treten könnten: der Solidarismus. Als Vertreterin dieser politischen Ideologie sei die Zentrumsvartei zu nennen und auf evangelischer Seite der Christlich=soziale Volksdienst. Der Nationalsozialismus erstrebe(nach seinem Parteiprogramm) die Umordnung des ökonomischen Wesenskerns des Kapitalismus. Das Geld müsse die zentrale Bedeutung verlieren. Die Staatspartei erhoffe eine Hemmung des kapitalistischen Prinzips durch sozialceformerische Bestrebungen. Im zweiten Teile seiner Ausführungen beleuchtete der Redner den gegenwärtigen deutschen Reichstag mit den politischen Parteien in seiner tatsächlichen Auswirkung vom Standpunkt des Wisserschaftlers aus. Vermißt werden seit dem 29. Mai der Steindrucker Hermann Kinder, geboren 5 August 1889 in Elbing, zuletzt in Bochum, Hagenstraße 9. Beschreibung: 1,75 Neter groß, schmachtig, dunkelblondes Haar, gebräuntes Gesicht, blaugraue Augen. lückenhafte Zähne. Am linken Unterarm Dolch, Herz und Armband tätowiert. Bekleidung: karierte Sportmütze, bräunlicher Mantel, heller Rock, dunkle Hose und Weste, rötlicher Selbstbinder, kariertes Oberhemd, braune Halbschuhe.— Seit dem 9. Juni der Gärtnerlehrling Bernhard Richter, geboren 17. April 1915 in Katernberg, zuletzt in Herne, Düngelstraße 53. Beschreibung: 1,50 Meter groß, schmachtig, dunkelblondes Haar, braune Augen, weiße vollständige Zähne. Bekleidung: blaue Schirmmütze, grüner Lodenmantel, graublaues Jackett, schwarze hohe Schnürschuhe.— Seit dem 17. Juni der Steinmetz Karl Kühn, geboren 28. September 1912 in Duisburg, zuletzt in Bochum=Gerthe, Grüner Weg 40. Beschreihung: .65 Meter groß, kräftig, hellblondes, welliges Paar, gebräuntes volles Gesicht, braune Augen, breite Nase, vollständige Zähne, Narbe am Hinterkopf. Bekleidung: hellgraue Sportmütze, hellbraunkarierter Anzug, blauweißes Sporthemd mit Schillerkragen, schwarze SchnurSelbstmord. Eine Ehefrau wurde am 17. Juni in ihrer auf der Hermannshöhe befindlichen Wohnung erhängt aufgefunden. Die Tat dürfte infolge einer Gemütskrankheit begangen worden sein. Stadtteil Altenbochum Altenbochumer Liebfrauenpfarrei. Durch Entgegenkommen der Reichsbahn ist im Verhandlungswege die Frist zur endgültigen Bestellung des Sonderzuges für die Wallfahrt am 12. Juli nach Neviges, um einige Tage verlängert worden. Da noch nicht genügend Fahrkarten bestellt sind, so wird hiermit nochmals gebeten, doch gefälligst umgehend eine Karte vom Küster Esken oder in der Sakristei zu holen. Stadttell Laer Rüpelhafte Gesellen sind, wie im vergangenen Jahre, auch in diesem Jahre in den Nebenstraßen am oberen Werner Hellweg wieder an der Arbeit, aus lauter Uebermut die dort liegenden Gärten zu verwüsten. Man hat keine Bezeichnung für diese Taugenichtse, die ihre Freude darin finden, anderen Leuten die Gärten zu beschadigen und den Erfolg ihrer Arbeit mutwillig zu zerschlagen. * Die Rüpel scheinen sich bei ihren Untaten vor dem in der Nähe stationierten Polizeiposten sehr sicher zu fühlen und nehmen scheinbar von seiner Nähe keinerlei Notiz. Es ist angebracht, daß sich die zuständigen Stellen um solche lichtschenen Elemente kümmern. Stadtteil Werne " Licht= und Luftbad. Seit einigen Tagen ist das Licht= und Luftbad nun auch über Mittag geöffnet. Allerdings ist die Kasse in den Mittagsstunden geschlossen, * so daß man gezwungen ist, sich bis 12 Uhr eine Karte zu losen, wenn man in dieser Zeit baden will. Stadttell Langendreer Bewußtlos aufgefunden. Vor dem Pferdestall der Müser=Brauerei wurde am Mittwoch der Fr.., Frenkingstraße, mit einer kleinen Tüte Gift bewußtlos aufgefunden; er wurde in das Langendreerer Krankenhaus überführt. Er wurde angeschossen. Die in letzter Zeit sich mehrenden Diebstähle veranlassen die Kriminalpolizei und Landjägerabteilungen, im verstärkten Umfange des Nachts in den Straßen zu patrouillieren. Dabei ereignete sich in einer der letzten Nächte ein bedauernswerter Vorfall. Ein im Oberdorf von der Kriminalpolizei angerufener junger Mann leistete der Aufforderung: „Stehen bleiben, Kriminalpolizei!“ keine Folge und suchte das Weite. Das Benehmen des Flüchtlings bestärkte den Beamten in dem Glauben, eine verdachtige Person vor sich zu haben. Er gab deshalb zwei Schreckschüsse ab und als er feststellen mußte, daß auch diese Warnung nutzlos war, schoß er auf den Fliehenden, wobei der Flüchtling verletzt wurde. er Stadttell Gerthe Schwerer Verkehrsunfall. Auf der Provinzialstraße geriet vorgestern ein Junge unter ein Lieferdreirad. Er kam mit einer Hand so unglücklich in das Getriebe des Dreirades, daß ihm die Finger zum Teil abgerissen wurden. Er wurde sofort dem Krankenhause zugeführt. Stadttell Harpen Bestandene Prüfung. Der Lehrer Karl Hugo von der Schule am Harpener Hellweg bestand vor dem Prüfungsausschuß unter Vorsitz des Oberregierungsrates Fürsich seine zweite Lehrerprüfung mit dem Prädikat Jugendgottesdienst in Harpen. Am Sonntag, dem 21. Juni. nachmittags 5 Uhr, veranstaltet der Jugendring Gerthe=Harpen=Hiltrov in der Kirche zu Harven einen Jugendgottesdienst, in dem Pfarrer Fortmann (Hiltrov) die Festpredigt halten wird. Als Mitwirkende sind der Posaunen= und Jungmädchenchor Harpen, das Terzett Müller(Witten), Konrektor Funke, Orgel und Lehrer Röhr, Geige, gewonnen. Außer den Jugendlichen, Konfirmanden, sind alle Gemeindemitglieder eingeladen. Die evangelische Gemeinde Harpen wird gebeten, zahlreich an dem Gottesdienste teilzunehmen. Der Eisenbahnerverein„Lothringen“ hielt im Vereinshaus Schade, Lothringer Straße, seine Versammlung ab. Nach Besprechung verschiedener Punkte wurde ein Ausflug mit Damen nach dem Stausee in Haltern beVerkehrsunfall. Ein Motorradfahrer aus Werne, der den Lütkendorpeweg heraufkam, stieß vor dem Hause des Schreinermeisters Dietz auf dem Harvener Hellweg mit einem Personenkraftwagen aus Horde, der mit drei Personen besetzt war, zusammen. Der Motorradfahrer flog durch die Schutzscheibe des Autos und wurde so erheblich am Kopfe verletzt, daß er mit einem Krankenauto in die elterliche Wohnung nach Werne gebracht werden mußte. Die Insassen des Personenautos sind außer dem Kinde, dem nur einige Glassplitter auf die Füße fielen, von Verletzungen verschont geblieben. Das Auto wurde nur am Kotflügel beschädigt, während das Motorrad gebrauchsunfähig war. Stadtteil hordel Jahresfest. Gestern und vorgestern feierten die beiden evangelischen Frauenhilfen ihr Jahresfest, das sie am Sonntag durch einen Festgottesdienst eingleitet hatten. Die erstatteten Jahres= und Kassenberichte gaben Zeugnis von ersprießlicher Aufbauarbeit, waren aber zum andern auch ein Beweis für die gegenwärtige Notlage. Die Mitgliederzahl blieb bestehen. Auch die diesjährigen Jahresfeste nahmen einen schönen Verlauf. ur. Stadtteil Weitmar Nächste Woche Inbetriebnahme des neuen Postamtes Weitmar I. Bekanntlich wird das ehemalige neue Amtshaus in Bochum=Weitmar gegenwärtig einer gründlichen Umwandlung unterzogen, um demnachst das Postamt Weitmar I nebst FernsprechselbstanschunNebenstelle Bochum=Süd aufzunehmen. Die Arbeiten sind bereits soweit gediehen, daß das eigent hihgerig amt schon in der kommenden Woche sein######## Domizil in dem Privathause unterhalb der Wirtschaft Lohrmann verlassen und in die neue Behausung übersiedeln kann. Die Inbetriebnahme des Selbstanschlußamtes dagegen wird wahrscheinlich erst zum Herbstende erfolgen können. Stadtteil Linden-Dahlhausen Oeffentliche Sängerkonzerte. Der MGV.„Liedertafel" wird am 28. Juni, vormittags, auf dem Marktplatz in Linden, und der MGV.„Eintracht“ auf dem Bahnhofsvorplatz in Tahlhausen ein öffentliches Konzert veranstalten, um für den allgemeinen deutschen Liedertag zu werben.„ Der alte Schlachthof zu Notwohnungen umgebaut. Nach dem Beschluß der Stadtväter soll der alte Schlachthof, der wegen der neuen Schlachthofanlage in BochumRiemke seiner eigentlichen Bestimmungen entzogen wurde, in Notwohnungen umgewandelt werden. Die inzwischen unternommenen Umbau=Arbeiten neigen sich ihrem Ende zu. Die Wohnräume sind nach der Außenseite gelegen, während Flur und Treppenhaus nach hinten hinaus gehen. Selbst in dem Schlachthausturm sollen künftig Wohnungen untergebracht werden. Für alle Familien wird in dem alten Pferdeschlachthaus eine große gemeinsame Waschküche angelegt, ebenso wird eine gemeinsame Toilettenanlage eingerichtet. Der Rohbau wird aller Voraussicht nach in knapp vierzehn Tagen fertiggestellt sein, so daß man gegen Ende des Monats mit dem Innenvervutz beginnen kann. Aus Gem ***„ lingbausen statt Es wird mit einer Stadttreis Wattenscheio Hohes Alter. Der Reichsinvalide Franz Grammann, Ferdinandstraße 4, feierte seinen 79. Geburtstag in körperlicher und geistiger Frische. Tagung des Gauturnrates des Ruhrgaues im Stadion. Zu der Tagung waren u. a. Oberbürgermeister Dr. Ueberhorst und Gauvorsitzender Rektor Urselmann erschienen. Nach einem Bericht des Schwimmwarts Pottbecker ist die Beteiligung der Schwimmer an dem Gaufest außerordentlich groß. Auch mehrere Kanumannschaften haben zugesagt. Nach den bisherigen Zählungen kann mit 1500 Wettkämpfern gerechnet werden. Der Vorschlag des Vorsitzenden Nöll vom Turnverein 01, bei den Bürgern Quartiere zu beschaffen, wurde gutgeheißen. Ferner soll ein Sonderzug gestellt werden, der von Oberhausen nach Wattenscheid und zurück von Wattenscheid nach Duisburg verkehrt. Gebühren für Turnhallen und Sportplätze. Zu einer Sitzung im Lokale Klagges, in der über die Gebühren für Turnhallen und Sportplätze beraten werden sollte, waren 18 Vereine erschienen. Es wurde eine Kommission gewählt, die beim Oberbürgermeister vorstellig wurde, um die Wünsche der Vereine vorzubringen. Man einigte sich darauf, daß vorläufig die Sportplätze weiter benutzt werden können, wenn die Genehmigung vom Jugendamt vorliegt, und daß für Benutzung der Turnhalle 10 RM. an die Stadtverwaltung gezahlt werden müssen. Stadttreis Wanne-Eicke! Hohes Alter. Frau Berta Schimanski aus der Bahnstraße im Stadtteil Röhlinghausen feiert in großer Rüstigkeit ihren 79. Geburtstag.— Frau Maria Schweng geborene Stolberg wird im evangelischen Synodal=Altersheim in Eickel 82 Jahre alt. ur Silberhochzeit. Die Eheleute Friseur Karl Biermann und Frau, Emma geb. Weil, Hindenburgstraße Nr. 273, begingen ihre Silberhochzeit. Zur letzten Ruhe. Der auf dem Wanne=Eickeler Bahnhof verunglückte Lokomotivführer Josef Daldrup wurde unter starker Anteilnahme der Bürgerschaft, seiner Arbeitskollegen und der Reichsbahndirektion am Mittwoch zur letzten Ruhe bestattet. Neue Kirchenorgel. Das Presbyterium der evangelischen Gemeinde Wanne=Süd beschloß die Beschaffung einer neuen Kirchenorgel. Diese wird in Schu### gebaut. Der Anschaffungspreis beträgt 11000 RM. Aus den Röhlinghauser Frauenvereinen. Unter äußerst starker Beteiligung der Mitglieder fuhr der Südbezirk der evangelischen Frauenhilfe am Mittwoch mit fünf Autos nach Haltern.— Der Nordbezirk besprach in der am gleichen Tage abgehaltenen Versammlung seinen Ausflug. ur Aus der DBP. In der DVP. hielt am Mittwoch abend Dipl.=Volkswirt Danckwarts aus Essen einen Vortrag über das Thema„Verfassung und Verfassungsreform". Er gab einen Ueberblick über die geschichtlichen Vorgänge bis zur Jetztzeit. Dem Vortrag schloß sich eine lebhafte Aussprache an. Parteivorsitzender Heitkamp dankte namens des Parteivorstandes. n Im Zeichen des Auslandsdeutschtums. Die Stadthalle wies am Mittwoch bei dem Werbeabend der Schulgruppe Oberlyzeums des VDA. guten Besuch auf. Das Programm erhielt durch Mitwirkung des Schülerchores unter Studienrat Kramer eine wertvolle Belebung. Als Solisten machten sich M. Pieper(Sopran) und H. Bräuer (Alt) verdient. Die Volkstänze zeigten an die Regsamkeit des Volkstanzkreises. Dr. Hans Keller(Goch) sprach in über„Soziale und kulturelle Einrichtungen im Ausland in ihrer Bedeutung für das Mutterland“ Der Abend war in jeder Richtung ein schöner Erfolg.„„„ n Bezirkstag des GdA. um Sonntag findet in Wanne=Eickel die diesjährige Bezirkstagung des Jugendbundes im GdA. des Bezirks Bochum und Vest Reatinghäusen Fstatt. Es mird mit einer Teilnahme von 4000 bis 5000 Jugendlichen gerechnet. ur Konzert der Chorvereinigung Mark. Auf dem Mittwochabend=Konzert in der Flora brachte es Chormeister Mark mit etwa 80 Sängern zu einer achtungsgebietenden Leistung. Aus der Vortragsfolge gefiel vor allem das heimatliche„Ruhrlied“ und das volkstümlich=lustige „Schwabenliesel", die beide wiederholt werden mußten. Den musikalischen Teil bestritt das Zupforchester„Edelweiß". Die Besucher kamen voll auf ihre Kosten. n Einmietebetrügerin. Am 13. Juni, gegen 10 Uhr, erschien in einer Privatwohnung in der Siemensstraße in Wanne=Eickel eine Frau, die sich Emma Köster nannte und einer Bekannten in dem fraglichen Hause einen Besuch abstatten wollte. Die von ihr gesuchte Person wohnte jedoch nicht in dem Hause und war dort auch nicht bekannt. Die Besucherin bat die Inhaberin der Wohnung, ihren Koffer kurze Zeit dort unterstellen zu dürfen, da sie noch einige Besorgungen machen müsse. Der Koffer wurde darauf in Verwahr genommen. Gegen Abend kam dann die angebliche Frau Köster wieder zurück und erklärte, daß sie in der Karlstraße ein Zimmer gemietet habe, das sie aber erst am 16. Juni beziehen konne, da es dann frei sei. Sie bat die Wohnungsinhaberin, bei ihr übernachten zu dürfen, worauf ihr auch Unterkunft gewährt wurde. Die Schwindlerin hat sich so für drei Tage freie Unterkunft und Verpflegung verschafft. Außerdem hat sie sich von der Wohnungsinhaberin noch einen Geldbetrag von 3 Mark und einige Kleidungsstücke geliehen. Sie hat es verstanden, ihre Gastgeberin durch raffinierte Vorspiegelung zu täuschen. Beschreibung der Betrügerin: etwa 48 Jahre alt, mittelgroß, dunkelblonden Bubikopf, volles blasses Gesicht, hohe Stirn, kleine Nase, breites Kinn, an der rechten Seite der Oberlippe hat sie einen kleinen schwarzen Punkt. Sie trug ein schwarzes Kleid, hellen Mantel mit weißem Kragen, schwarze Lackschuhe, beige Strümpfe und eine blaue Kappe. Stadttreis Witten Der Verband der Rheinischen und Westfälischen Garde=Vereine, der fast 200 Gardevereine in Rheinland und Westfalen, im Saargebiet und in Lippe umfaßt, feiert in diesem Jahre vom 27. bis 29. Juni sein großes Verbandsfest in Witten an der Ruhr. Zu diesem Feste, das nur alle drei Jahre stattfindet, werden sich Tausende ehemaliger Gardisten treffen. Ennepe=Ruhrkreis Stadtverordnetensitzung in Hattingen. Die am Donnerstag im Sitzungssaal des Rathauses abgehaltene Stadtverordnetenversammlung nahm einen ziemlich ruhigen Verlauf. Lediglich bei dem ersten Punkt der Tagesordnung kam es zwischen dem Stadtv. Schepmann (Nat.=Soz.) und dem Stadtv. Horbach(Komm.) zu Auseinandersetzungen. Im Verlauf einer Anfrage der Kommunisten bezüglich des Verbleibs ihrer eingebrachten Anträge aus der letzten Sitzung erfuhr die Oeffentlichkeit, daß das Hattinger Stadtverordnetenkollegium sich nicht mit dem diesjährigen Haushaltsplan befassen braucht, da der Entwurf sowohl von der Finanzkommission und dem Magistrat abgelehnt worden ist und die Behörde nun einen Etat zwangsweise festsetzen werde. Burgermeister Keller wies bei der Erstattung des Verwaltungsberichtes für 1930 auf die außerordentlich schwierige Lage der Gemeinden durch die Wohlfahrtslasten hin. Der Bericht fand die Zustimmung der Mehrheit. Ohne Aussprache wurde die Jahresrechnung der Stadtkasse für 1929 angenommen, desgleichen die der Sparkasse für 1930. Auf Drängen der Regierung hatte die Verwaltung dem Kollegium erneut ständiger Steuerschulden die Fälle durch den Magistrat, nac prufen zu lassen, wurde gegen die Stimmen der Sozialdemokraten angenommen. Für die Finanzierung dringender außerordentlicher Ausgaben beantragte der Magistrat die Bewilligung von 93 250 Mark. Mit diesen Mitteln sollen die Kanalisierungsarbeiten weiter gefördert, ferner Erneuerungsbauten an den Volksschulen vorgenommen und sonstige kleine Arbeiten ausgeführt werden. Die Vorlage wurde einstimmig angenommen. Stadttreis Castrop-Kauxe! Erhängt aufgefunden. Am 17. Juni, gegen 16 Uhr, wurde ein 27 Jahre alter Bergmann auf dem Stallboden seines Hauses in der Kirchstraße erhängt aufgefunden. Nach den bisherigen Ermittlungen liegt Freitod vor. Es kommt ein Verschulden dritter Personen nicht in Frage. Das Motiv zur Tat sind wirtschaftliche Sorgen. Stadttreis Gelsenkirchen Beim Ueberqueren der Straße getötet. Ein Lieferkraftwagen aus Essen befuhr am Montag abend in Buer=Resse die Straßenkreuzung Ewald= und Kreuzstraße. In unmittelbarer Nähe des Kraftwagens versuchte der siebenjährige Ludwig Frisch aus der Ewaldstraße die Straße zu überqueren. Dabei wurde er von dem Wagen erfaßt und so schwer verletzt, daß er auf dem Transport zum Krankenhaus starb. Aus dem Gerichtssaut Urteil im Neuwieder Landfriedensbruchprozeß 0 Neuwied, 18. Juni. Das Erweiterte Schöffengericht verurteilte nach fünftägiger Verhandlung wegen einfachen Landfriedensbruchs den Krankenkassenangestellten und sozialdemokratischen Provinziallandtagsabgeordneten L. Ernst zu 100 Mark Geldstrafe, vier Reichsbannermitglieder zu je drei Monaten Gefängnis mit Bewährungsfrist und wegen schwerer Körperverletzung einen Koblenzer Nationalsozialisten zu drei Monaten Gefängnis ohne Bewährungsfrist. Zwei weitere Reichsbannerleute wurden freigesprochen. Der Verhandlung zu Grunde lagen schwere Zusammenstöße zwischen Angehörigen des Reichsbanners und der SPD. mit den Nationalsozialisten gelegentlich einer nationalsozialistischen Versammlung in dem nahe bei Neuwied gelegenen Rheinort Fahr am 28. Juli 1930. Auf beiden Seiten gab es eine Reihe von Verletzten. Die Beweisaufnahme ergab kein klares Bild der Vorgänge. Am schwersten belastet war Ernst, dem vorgeworfen wurde, aufreizend auf die Menge gewirkt zu vaben. Der Staatsanwalt hatte gegen Ernst wegen schweren Londfriedensbruchs ein Jahr drei Monate Gefängnis, gegen die übrigen Reichsbannerangeklagten je drei Monate Gefängnis und gegen den Nationalsozialisten wegen gefährlicher Körperverletzung zwei Monate Gefänglis beantragt. Sieben Personen wegen Landfriedensbruchs verurteilt § Duisburg=Hamborn, 18. Juni. Am 3. Juni rottete sich auf der Königstraße in Duisburg eine große Menschenmenge zusammen, aus der heraus Steine gegen Schaufenster von Länden geschleudert wurden, wobei eine große Anzahl von Scheiben in Trümmer gingen. Die Polizei nahm sieben Personen fest, die sich jetzt wegen Landfriedensbruches vor dem Schöffengericht zu verantworten hatten. Alle leugneten die Beteiligung an den Unruhen, sie wurden aber von den Polizeibeamten, die die Täter verhaftet hatten, überführt. Drei der Angeklagten wurden wegen schweren Landfriedensbruches zu je sechs Monaten, vier weitere zu je drei Monaten Gefängnis verurteilt. Weiter gutes Wetter Wetterbericht der Essener Wetterwarte vom 18. Juni. Der schottische Tiefdruckwirbel ist unter weiterer Vertiefung nach dem südlichen Skandinavien vorgerückt. Auf seiner Südseite ist die ozeanische Kaltluft in das Festland eingedrungen und brachte beim Zusammentreffen mit der über Mitteleuropa zusammensinkenden Warmluft vielfach Gewitter oder Gewitterregen. Die Front überquerte unser Bezirk im Laufe des gestrigen Nachmittags. Auf der Vorderseite werden allgemein 22 bis 24 Grad gemeldet, auf der Rückseite ein Temperaturrückgang von 12 bis 16 Grad. Beim Aufgleiten der sehr leichten maritimen Luft an den rheinischen Gebirgen und den Alpen entsteht hier ein breites Regengebiet. In den breiten Westströmen der maritimen Luft entstehen vereinzelt leichte Regenschauern. Vorhersage für Freitag: Bei abnehmenden westlichen Winden noch immer wolkig, zeitweise aber heiter. Einzelne Regenschauern. Langsamer Temperaturanstieg. Wahrscheinliche Weiterentwicklung: Zunehmende Aufheiterung und wärmer. Allgemein trokken. Zunehmende westliche Winde. Barometer Donnerstag, 18. Juni Thermometer 7 Uhr 7530"— 13Uhr-280 24„ 7555 24„+110 Wetterhäuschen im Stadtpark 117 m über dem Meeresspiegel (2 Aufg..13, Unterg. 20.49: 3 Aufg..54; Unterg.7 Die heutige Nummer umfaßt 1. Seiten ahrnehm. nehmen! WI07 zpe Woche ujahrr. wanrnehmen! 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