Nr. 138 38. Jahrgang Dienstag, den 16. Juni 1931 Täglich außer Samstag Samstags mit illustr. Beilage 20 Pf. „* — 100 Maenienssuns u. Gesloteriet Basnseng ur venl Bezugspreis einschl. Botenlohn.40 Mk. monatlich, oder.20 Mk. haldmonatlich; Selbstavholer.10 Ml. bezw..05 Mk. Unsere Beilage„Die Bochumer Iluszriet kostet monatl. 20 Psg., die Funkbeilage„Hör mit müir“ kostet monatl. 31) Pig. Allgem Anzeigenpreis: Für 1 Millimeter Höhe in 25 Millimeter Breite 10 Pfg. im Reklameteil 50 Pfg.(Besondere Anzeigenpreise nach aufliegendem Taris.) Angebote von anderen Zeitungen und Vermittlern werden nicht zwangsweiser Beitreibung der Anzeigengebühren durch Klage, bei Konkursverfahren usw. wird der bewilligte Nachlaß hinfällig. Für die Aufnahme von Anzeigen an bestimmten Tagen und Plätzen, auch für durch Fernsprecher aufgegebene und abbestellte, sowie undeutlich geschriebene Aufträge wird keine Gewähr übernommen.— Schluß der Anzeigenannahme 4 Uhr nachmittags. Mr. 250. Unfall=Unterstützung bei tödlichem Unfall laut besonderen Bedingungen General# Anzeiger für Bochum und umliegende Industriebezirke 91 lauger Samstags)— Druck u. Verlag Bowumer Anzeiger und General Anzeiger. Saubenmüblen& Dierlchs. sämtlich in Boqum. Verine, Pedahlign; Nichgel, Haupt, Berlin S W 68, Zimmerstraße. 28, Fernsprecher: Döndoft 553 und Karlshorst 0340.— Für unverlangte Einsendungen übernimmt die Redaktion keine Hastpflicht. Zurücksendung erfolgt nur, wenn Rückporto beiliegt. Redaktion und Geschäftsstelle: Ratbausplasz& Fernsprech=Anschlüsse Sammelnummer 675 51— Postscheckkonto Dortmund 1760 Heute mittag fällt die Entscheidung Gn ,Guhtscheinch auch AWyei. O Dei Keichslagbeinderufung Gesamnauui des Kadinens Berlin, 15. Juni. (Von unserer Berliner Schriftleitung.) Hochbetrieb im Kanzlerhause! Das ist die innerpolitische Stimmung des heutigen Tages. Nach seiner Rückkehr von der Hildesheimer Zentrumstagung hat der Kanzler Konferenz auf Konferenz gehabt. Nicht nur ein Zeichen, daß die Dinge auf des Messers Schneide stehen, sondern daß Dr. Brüning auch alle Mittel zu erschöpfen versucht, um der Innenpolitik, dem Weltmarkt und der Wirtschaft die offene Regierungskrise zu ersparen, von der auch der gescheiteste Politiker heute nicht weiß, was hinter ihr stehen wird. Das Ergebnis der verhandlungsreichen Tages ist: der Kanzler ist festgeblieben, lehnt die Einberufung des Reichstages, die Beratung der Notverordnung im Haushaltsausschuß des Reichstages sowie die Umbildung des Kabinetts ab. Die Sensation des heutigen Tages bildete die Verhandlung des Kanzlers mit den Führern der Sozialdemokratie, die um 18 Uhr vom Kanzler empfangen wurden. An der Sitzung nahmen neben dem Kanzler, die Reichsminister Dr. Dietrich und Dr. Stegerwald, Reichsbankpräsident Dr. Luther sowie Ministerpräsident Braun und Reichstagspräsident Löbe teil. Als die sozialdemokratischen„Unterhändler waren die Abgeordneten Wels, Breitscheidt, Hertz, Hilferding und Aufbäuser erschienen. Diesen Abgeordneten gegenüher brachte Dr. Brüning zum Ausdruck, daß er der sozial demokratischen Forderung nach Einberufung des Reichstagsausschusses nicht nach geben könne, dagegen werde er sich in persönlichen Verhandlungen mit den Parteien bemühen, ein Kompromiß in der Notverordnung zu finden, das dann dem im Oktober zusammentretenden Reichstag vorgelegt werden könne. Zu einer Entscheidung zwischen Kanzler und Sozialdemokratie Den großen Moment der Parteiführerverhandlungen des Kanzlers bildete heute nachmittag um 4 Uhr eine Konferenz des Kanzlers mit den Fraktionsführern. aller bisher hinter der Regierung stehenden Parteien, an der u. a. auch Reichsbankpräsident Dr. Luther. Ministerpräsident Dr. Braun und Reichstagspräsident Löbe teilnahmen. Der Kanzler hat hierbei den letzten Appell an die Parteien gerichtet und auf den engen Zusammenhang zwischen Notverordnung und Youngplanrevision hingewiesen. Dr. Brüning erkannte an, daß die Notverordnung schwere und teilweise ungerechte Belastung für die verschiedenen Volksteile gebracht habe. Er gab seine Bereitwilligkeit zu, zwischen Kabinett und Parteiführern über die möglichen Abänderungen zu verhandeln, aber im finanziellen Endeffekt dürfe die Notverordnung nicht geändert werden. Mit jenem feierlichen Ernst, der dem Kanzler eigen ist und den man seit der Auflösung des Reichstages vergangenen Jahres kennt, hat der Kanzler zum Ausdruck gebracht, daß der Einberufung des Reichstages der Gesamtrücktritt des Kabinetts auf dem Fuße folgen werde. Der Reichsbankpräsident Dr. Luther hat in der Besprechung das Wort ergriffen, um vor Ueberspitzung der innerdeutschen Verhältnisse mit Rücksicht auf die Devisen=Kreditpolitik der Reichsbank zu warnen. Weiter ergriff der Fraktionsführer des Zentrums Dr. Der Dampferuntergang an der Loiremündung 580 bis-PIU Feisonen Der Vergnügungsdampfer kenierte im Sturm Paris, 15. Juni. Das furchtbare Schiffsunglück an der französischen Küste vor der Loiremündung der „B..“ berichtete bereits in seiner gestrigen Nummer darüber) hat tatsächlich hunderte von Menschenleben gekostet. Die Zahl der Todesopfer steht auch, heute aben#0 nicht fest, da niemand die genaue Zahl der Fahrgäste des Unglücksdampfers kennt. Die Zahl der Toten wird auf. 380 bis 440 angegeben. Biele Kinder, Bie. P /s, Fecher, mit, machten, wurden nicht registriert, da se leinen Fahrschein benstigter, gezz, gen. eren wurden gerettet. Bisher sind 69 Leichen geborgen worden, Drei Wasserflugzeuge, die an die Unglücksstätte abgegangen waren, haben gemeldet, zahlreiche weit von der Unglücksstätte entfernt gesichtet zu haben. Der deutsche Botschafter v. Höse hat Außenminister Briand das Beileid der Reichsregierung zum Ausdruck gebracht. Kaas das Wort, um im selben Sinne auf die Fraktionsführer einzureden. Brünings Appell dürfte den Eindruck auf die Fraktionsführer nicht verfehlt haben. Jedenfalls sah man nach Schluß der Konferenz die Fraktionsführer, das Kanzlerhaus in tiefernsten sprächen verlassen. Am Abend empfing der Kanzler auch Vertreter der Deutschnationalen und der Nationalsozialisten, an die er ebenfalls appellierte, nicht für die Reichstagseinberufung zu stimmen. Gegen 23 Uhr nahm Dr. Brüning erneut die Verhandlungen mit einigen Führern der S. P. D. auf, um einen Ausweg aus der schwierigen Lage zu finden. Ueber das verlautete um Mitternacht noch nichts, jedoch wird die Situation nicht als aussichtslos angesehen. enuntenl — Nur acht Gerettete Die Unglücksstätte Zeitung ist es demnach nicht gekommen. sozialdemokratischen Lager hat man der Ansicht Ausdruck gegeben, daß nach der ablehnenden Haltung des Kanzlers nunmehr die Reichstagseinberufung nicht mehr zu vermeiden sein werde. Die sozialdemokratische Fraktion wird ihre Schlußentscheidung am Dienstag vormittag fällen, ebenso die Wirtschaftspartei, die Landvolk=Partei und die Deutsche Volkspartei. Da aber das innerpolitische parlamentarische Schwergewicht heute nach der Sozialdemokratie verlagert ist, wird den Entscheidungen der kleinen Parteien kein großes Gewicht mehr beigelegt. Am Dienstag mittag fällt die Entscheidung. Nach dem Ausgang des heutigen Tages bleibt es entweder bei der Vertagung des Reichstages oder das Kabinett tritt zurück. Große Beschlüsse sind von den einzelnen Fraktionen heute nicht gefaßt worden. Die Haltung der übrigen Parteien kann folgendermaßen angegeben werden: Die Kommunisten stimmen für die Reichstagseinberufung. Deutschnationale und Nationalsozialisten fordern nach wie vor Aufhebung der Notverordnung vom 28. März und vom 5. Juni, Einberufung des Reichslages. Rücktritt der Regierung, Neuwahlen in Preußen und Bildung eines Reichskabinetts der nationalen Opposition. Die von der Deutschnationalen Volkspartei heute angenommene Entschließung wendet sich in diesem Sinne scharf gegen die Regierung Brüning. Ohne zu dieser Entschließung kritisch Stellung zu nehmen, wirft sich die Frage auf, wie ein solches Rechtskabinett überhaupt eine Mehrheit im Reichstag finden soll, da ein Artikel der Hugenbergpresse jede Verbindung mit anderen Parteien ablehnt und alle nicht der nationalen Opposition angehörenden Elemente als sozialistisch bezeichnet.####. Die Haltung der Deutschen Volkspartei ist zwar noch in der Schwebe aber allgemein nimmt man an, daß der Kanzler auf der Samstagsfahrt nach Hildesheim dem Parteiführer Dr. Dingeldey eindeutig seinen Entschluß kundgetan hat. Da sich obendrein verschiedene Entschließungen aus den Landesorganisationen der Volkspartei gegen die Einberufung des Reichstages wenden, ist anzunehmen, daß die Fraktion in der Aeltestenratssitzung von dem letzten Mittel der Reichstagseinberufung nicht Gebrauch machen wirh, Wie gesagt, die Haltung der Parteien liegt noch nicht fest. Ueberraschungen sind auch hier noch möglich. In Regierungskreisen ist man dagegen optimistischer, gestirant. Das Schwergewicht liegt bei der Sozialdemokratie. steht sie unter dem Druck der freien Gewerkschaften, die zusammen mit den Vertretern der übrigen Gewerkschaften dem Kanzler gegenüber heute die Belastung der werktätigen Bevölkerung durch Krisensteuern und Einschränkung der Sozialleistungen für Saisonarbeiter und Jugendliche für untragbar bezeichneten. Wie das Unglück geschah Zu dem furchtbaren Unglück werden noch folgende Einzelheiten bekannt: Der Vergnügungsdampfer„St. Philbert“ war am Sonntag vormittag von Nantes aus mit 500 bis 600 Ausflüglern an Bord nach der Insel Noirmoutier ausgelaufen. Die Mehrzahl der Passagiere bestand aus Mitgliedern eines Geselligkeitsvereins und des Genossenschaftsverbandes des Departements Nieder= Lore, d. h. vornehmlich aus Arbeitern der Stadt Nantes und des Loiregebietes. Nach einem mehrstündigen Aufenthalt auf der Insel begaben sich die Ausflügler um 16 Uhr zur Rückfahrt an Bord. Nach etwa einstündiger Fahrt erhob sich ein heftiger Sturm. Der kleine Vergnügungsdampfer war dem Seegang nicht gewachsen und geriet sehr bald in eine äußerst kritische Lage. Vermutlich wurde das Unglück noch dadurch beschleunigt, daß die Passagiere alle nach Steuerbord rannten, um vor dem Unwetter Schutz zu suchen. Eine Sturzsee verstärkte das * U e b e r g e w i c h t u n d b r a c h t e d i e„ S t. P h i l b e r t“ m i t S e kundenschnelligkeit zum Kentern. Dieser plötzliche Charakter des Unglücks hatte zur Folge, daß die Passagiere sich nicht mehr der Rettungsgürtel bedienen konnten, mit Ausnahme eines Oesterreichers, der sich noch einen Schwimmgürtel umschnallen konnte und gerettet wurde. Etwa 150 Ausflügler hatten den Dampfer wegen des heraufziehenden Unwetters bereits in Pornic verlassen, um mit der Eisenbahn nach Nantes zurückzukehren. Acht Personen konnten aus dem Wasser gezogen werden. Augenzeugen, die den mit dem Sturm kämpfenden Dampfer von der Mündung der Loire aus beobachtet haben, erklären übereinstimmend, daß die„St. Philbert“ schon eine ganze Stunde vor dem Sinken starke Schlagseite nach Steuerbord gehabt hat. Im Gegensatz zu anderen Nachrichten heißt es, daß der Dampfer noch zwei Stunden aus den Wellen emporragte und von Sturzseen überspült wurde. Diese Beobachtung läßt die Schlußfolgerung zu, daß er auf ein Rif oder eine Sandbank aufgelaufen sein muß. Die Passagiere sprangen zum größten Teil über Bord oder wurden von den Wellen mitgerissen. Erst um 18.30 Uhr habe man nichts mehr von dem Wrack gesehen und auch die mit dem Seegang kämpfenden Schiffbrüchigen aus den Augen verloren. Als der erste Rettungsdampfer an der Unglücksstelle erschienen sei, habe er nicht mehr viel ausrichten können. Die See sei in weitem Umfange mit Leichen und Trümmern bedeckt gewesen,„.. 8. Mö-kung 8— In Saint Nazaire an der Mündung der Loire in dem Atlantischen Ozean wurde der See=Boulevard, von dem aus man den Signalleuchtturm St. Gildas sehen kann, abends von Tausenden überflutet, die aber außer den haushohen Wogen der hochgehenden See nichts mehr, wahrnehmen konnten. Es ist das schwerste Seeunglück, das sich an dieser Küste, die schon so viele Schiffskatastrophen sah, seit Menschengedenken ereignet hat. Die Rettungsarbeiten Die Leuchtturmwärter von Kap St. Gildas waren ohnmächtige Zeugen des Unglücks.„Sie konnten nichts anderes tun, als die Rettungsgesellschaft von St, Nazaire zu benachrichtigen, die sofort den Schlepper „Pornic“ entsandte. Bald darauf lief auch der Lotsendampfer aus. Um 23 Uhr kehrten die beiden Fahrzeuge in den Hafen zurück und bestätigten den furchtbaren Umfang der Katastrophe. Der Lotsendampfer hatte sieben Ueberlebende und eine Leiche an Bord, während der Schlepper einen Ueberlebenden mit Namens Jellinek aus Oesterreich und drei Frauenleichen geborgen hatte. Alle übrigen Fahrgäste des Unglücksdampfers müssen in den Wellen den Tod gefunden. haben. Das erste Rettungsboot des Lotsenschiffes wurde beim Zuwasserlassen von den Wellen weggerissen. Erst mit Hilfe eines zweiten Bootes konnten die sieben Schiffbrüchigen aufgenommen werden. Die Unglücksbotschaft rief in Nantes, von wo die Mehrzahl der Verunglückten stammt, eine unbeschreibliche Erregung hervor. Man hält es für wahrscheinlich, daß der nur 189 Tonnen große Dampfer, der eine Länge von 32 Metern hat und 1923 gebaut wurde, überlastet war. Viele Frauen und Kinder sollen an dem verhängnisvollen Ausflug teilgenommen haben. Was ein Geretteler erzählt: Ein Geretteter erzählte folgendes: Mit meiner Mutter, die umgekommen ist, war ich an Steuerbord geblieben, Plötzlich sahen wir, wie das Schiff sich unter dem Gewicht aller derer neigte, die sich an Backbord befanden(die Angaben über Backbord und Steuerbord widersprechen sich in den einzelnen Berichten). Im selben Augenblick warf eine gewaltige Welle den Dampfer völlig um. Er versank kieloben in einer Minute. Wie ich wieder an die Wasseroberfläche kam, weiß ich selber nicht. Ich bemerkte ein Ruder, das auf den Wellen trieb und an das ich mich klammerte. Ich sah nicht weit davon ein Boot, in dem sich bereits einige der Mitausflügler befanden. Es waren die mit mir Geretteten. Zwei der Insassen sind inzwischen auch umgekommen. Die Wogen waren so stark, daß das Boot kenterte. Wir schwammen ihm nach und klammerten uns fest, aber zwei wurden durch Sturzwellen mitgerissen, Als ich an die Oberfläche kam, sah ich viele Fahrgäste rings um mich herumschwimmen. Frauen und Kinder, die furchtbare Schreie ausstießen, so daß sie sogar das Heulen des Windes übertönten. Eins nach dem andern sahen wir ver sinken. Bei der Abfahrt waren wir ungefähr 500 Personen. Aber bei der Rückkehr war das Meer so stürmisch, daß 100 bis 150 Fahrgäste sich vielleicht entschlossen haben, nach Pornie zurückzukehren, um mit dem Zug Nantes zu erreichen. Wir waren schätzungsweise auf dem Dampfer etwa 350 Personen.“ Die Insel Noirmoutier ist ein beliebtes Ausflugsziel. Die etwa 19 Kilometer lange Insel ist bei Ebbe durch eine Art Damm, dem sogenannten Passage du Goua, mit dem Festland verbunden. Längs dieser viereinhalb Kilometer langen Strecke sind ziemlich primitive hölzerne Zufluchtstürme angebracht, damit sich Personen, die durch die meistens rasch hereinbrechende Flut überrascht werden, darauf retten können. Die Insel selbst erfreut sich eines sehr milden Klimas und macht einen beinabe südländischen Eindruck. Das Meer dort allerdings ist bei bewegter See sehr gefährlich. Schwierige Reparationszahlung h Berlin, 15. Juni.(Eig. Drahtber.) Wie bekannt wird, hat die diesmalige monatliche Zahlung des Reiches an die Bank für Internationale Zahlungen erhebliche Schwierigkeiten verursacht, die mit den starken Devisenabzügen zusammenhängen. Die Reichsbank mußte außerordentliche Anstrengungen unternehmen, um am Fälligkeitstage Zahlungen leisten zu können, die nach den Haager Vereinbarungen, ausgenommen während eines Transferaufschubs, für den unaufschiebbaren Teil der Jahreszahlungen in anderen Währungen von der Reichsbank zu leisten sind. Gegen die Doppelverdiener h Berlin, 15. Juni.(Eig. Drahtber.) Der Reichsarbeitsminister hat einen Erlaß an den Präsidenten der Reichsanstalt für Arbeitslosenversicherung gerichtet, in dem er ersucht, die Landesarbeitsämter und Arbeitsämter mit aller Dringlichkeit anzuweisen, etwaigem Doppelverdienst besondere Aufmerksamkeit, zuzuwenden. Der Reichsarbeitsminister bezieht sich hierbei auf das Gutachten der Braunskommission, die darauf hingewiesen hat, daß bei gleicher Eignung mehrerer Arbeitssuchender die nicht erwerbsbedürftigen Bewerber hinter den notwendig auf Erwerb angewiesenen Stellungslosen zurückzustehen haben. Stahlhelm-Volksbegehrlisten den Bohseler üibergeben Berlin, 15. Juni. Die Bundesführer des Stahlhelm ließen am Montag durch den Leiter der Abteilung Volksbegehren des Bundesamtes, die nach Regierungsbezirken geordneten Eintragungs= und Nachtragslisten zum Volksbegehren „Landtagsauflösung“ mit einer gebundenen Uebersicht über das Gesamtergebnis des Eintragungsverfahrens dem preußischen Landeswahlleiter übergeben. Nach den von den Beauftragten des Stahlhelms eingesammelten und von den Gemeindebehörden bestätigten Ziffern der gültigen Eintragungen beträgt die Gesamtsumme 6031 310 Stimmen. Bleibt der französische Sosonage osiher: h Berlin, 15. Juni.(Eig. Drahtber.) Das seiner Zeit in Königsberg wegen Spionageverdachts verhaftete Mitglied der französischen Botschaft in Berlin, de Merry, ist wieder auf seinen Posten als Sachberater des französischen Militärattachés Berlin zurückgekehrt. Nachdem der französische nach dem Königsberger Vorfall schnellstens das Reichsgebiet auf höhere Weisung verlassen hatte, mutet die Wiedereinsetzung dieses Mannes durch die französische Regierung als eine Brüskierung an, zumal de Merry, wie wir erfahren, in nächster Zeit sogar die Stellvertretung des französischen Militärattachés übernehmen soll. Das Auswärtige Amt wird mit aller Deutlichkeit darauf hinzuweisen haben, daß eine Persönlichkeit, die in dringendem Verdachte der Spionage steht und schärfste Ablehnung in der deutschen Oeffentlichkeit gefunden hat, in Deutschland weder genehm, noch repräsentationsfähig erscheine. Die ganze Welt soll Deutschland helfen Ein Vorschlag einer holländischen Zeitung Amsterdam, 15. Juni. Die große katholische Zeitung„Tyd“ veröffentlicht heute einen interessanten Beitrag in der Richtung der Lösung der Weltwirtschaftskrise, die das Blatt auf die durch das Reparationssystem bewirkten Gleichgewichtsstörungen zurückführt. Die Verschärfung der deutschen Sozial= und Finanzkrise, zeitige katastrophale Gefahren für die gesamte Weltwirtschaft, die abzuwenden im gemeinsamen Interesse aller Länder, und zwar nicht nur der an den Reparationen direkt interessierten Staaten, liege. Schnellstes Handeln sei das Gebot der Stunde. Da die Regierungen zu versagen schienen, so müsse die private Initiative einsetzen. Hier solle Holland mit gutem Beispiel vorangehen. Obwohl die Niederlande selbst schwer von der Weltkrise betroffen würden, seien doch die großen Konzerne hier zu Lande, noch außerordentlich kapitalkräftig. Wenn nun jedes dieser Unternehmen, die verschiedenen großen niederländisch=indischen Kulturgesellschaften, die großen Banken sich entschlössen, einen Welt=WiederaufbauFonds zu bilden, in den jede Gesellschaft unter der Voraussetzung der Realisierung des Planes in allen Ländern einige Zehntausend Psund Sterling einzahle, so würden bestimmt andere Unternehmen in England, Amerika, Frankreich, Schweden, in der Schweiz usw. folgen, da sie selbst ein direktes Interesse an der Abwendung einer Weltwirtschaftskatastrophe hätten. Der auf diese Weise zusammengebrachte Fonds solle zur Erleichterung der Reparations= und Kriegsschuldenzahlungen verwendet werden. Die Verwirklichung des Planes liege durchaus im Rahmen des möglichen, wenn man bedenke, daß die Verluste der einzelnen Unternehmen, an deren Opferwilligkeit appelliert werden müsse, bei einem finanziellen Zusammenbruch Deutschlands, der die ganze Welt=Finanzgebarung erschüttern würde, unverhältnismäßig größer sein dürften, als die für den WeltWiederaufbau=Fonds zu spendenden Beträge. Erheenieneso Tehnerigat.........“. nn Ratzi vergeuu Unternehmer fordern 10 Prozent Lohnsenkung— Gewerkschaften lehnen Essen, 15. Juni. Von Arbeitgeberseite wird uns mitgeteilt: Die heutigen Lohnverhandlungen zwischen dem Zechenverband und den Bergarbeiterverbänden wurden nach kurzer Dauer abgebrochen, da die grundsätzlichen Meinungsverschiedenheiten über die angesichts der Gesamtlage des Ruhrbergbaues notwendigen Maßnahmen eine Annäherung nicht erwarten ließen. Die Fortsetzung der Verhandlungen wird möglichst bald unter dem dem Vorsitz des Schlichters erfolgen. Von Gewerkschaftsseite wird uns hierzu noch mitgeteilt: Die Unternehmer, die den Lohntarif gekündigt hatten, verlangten erneut einen Lohnabbau von 10 Prozent. Gleichzeitig betonten sie, daß nach ihrer Meinung eigentlich eine Lohnsenkung von 20 bis 25 Prozent notwendig sei, um die angebliche Verlustwirtschaft zu beseitigen. Außerdem forderten sie eine Bestimmung im Tarifvertrag, wonach der Kreis der Randzechen durch zwischentarifliche Vereinbarung weiter ausgedehnt werden könne(Minderentlöhnung). Diesen Forderungen gegenüber wiesen die Bergarbeitervertreter darauf hin, daß das Maß des Lohnabbaues für die Bergarbeiter die erträgliche Grenze bereits überschritten habe. Der Lohnabbau im Januar, die zahlreichen Feierschichten sowie die Verschlechterung des Rahmentarifs hätten das Einkommen der Bergarbeiter bereits derartig geschmälert, daß ein weiterer Lohnabbau überhaupt nicht diskutabel sei. Wie abwegig das Verlangen der Unternehmer nach einem weiteren Lohnabbau sei, gehe nach Ansicht der Arbeitnehmervertreter auch daraus hervor, daß der Lohnanteil je absatzfähige Fördertonne seit Januar 1930 bis zum März dieses Jahres um 1,23 Mark oder rund 16 Prozent zurückgegangen sei. Die Bergarbeiter müßten aber auch aus grundsätzlichen Erwägungen heraus die geplante Lohnsenkung entschieden ablehnen, da sich die zurückliegende Lohnabbauaktion, wie vorausgesagt, marktpolitisch als verfehlt erwiesen habe. Wenn die Unternehmer durchaus eine Selbstkostensenkung wollten, dann könnten sie an den übrigen Kostensaktoren, besonders an der Tatsache der Ueberkapazität im Ruhrbergbau, nicht vorübergehen. Die geforderte Erweiterung der Randzechenklausel lehnten die Bergarbeitervertreter ebenfalls ab, indem sie zum Ausdruck brachten, daß sie sich jedem Versuch einer weiteren Lohnverschlechterung mit allen Kräften widereten würden.„Jahren sind neue CahnbWie wir noch weiter ersahten, sind neue Loynverhandlungen vor dem Schlichter fur den 20. Juni in Aussicht genommen. vorzuschlagen beabsichtigt ist, zugehen lassen. Wie der amtliche preußische Pressedienst mitteilt, werden auf Grund dieser Verordnung den preußischen Stadt= und Landkreisen namhafte Beträge in der Gesamthöhe von rund 100 Millionen Reichsmark aus Reichs= und Staatsmitteln zur Verfügung gestellt, zu denen die weitere Entlastung tritt, die sich infolge der Gehaltskürzungen an Ausgaben für den Personalbedarf ergibt. Man kann gespannt darauf sein, welchen Widerhall diese Anregungen in Holland selbst und in anderen Ländern finden werden. An eine Verwirklichung des Planes vermögen wir freilich nicht zu glauben. Amerika und die Wirtschaftskrise Eine Rede hoovers Newyork, 15. Juni. Präsident Hoover hielt in Indianapolis eine Rede, in der er u. a. sagte, die Hauptursachen der Wirtschaftskrise seien nicht innerhalb Amerikas sondern in den unseligen Folgen des Weltkrieges— schwere Steuerlasten, steigende Rüstungen, soziale und politische Unsicherheit, Erschütterung des Wirtschaftslebens durch neue Grenzfestsetzungen— zu suchen. Er wolle die gegenseitige wirtschaftliche Abhängigkeit der Völker nicht gering schätzen. Amerika aber sei wirtschaftlich selbständiger als irgend ein Land. Diese Unabhängigkeit sei im großen Maße als Gewähr dafür anzusehen, daß Amerika ohne Rücksicht auf den Rest der Welt wieder gesunden werde.(?) Hoover gab dann in langer Aufzählung einen Ueberblick über die Maßnahmen der Regierung zur Bekämpfung der Krise. Er verteidigte den Zolltarif, der den amerikanischen Arbeiter vor der Konkurrenz des Auslandes schütze, versprach den Farmern weitere Hilfe und trat für die Beibehaltung des augenblicklichen Lohnstandes ein. Er lehnte es ab, die Wirtschaft durch Steuererhöhungen zu belasten und befürwortete eine Einwanderungssperre, bis jeder Amerikaner Arbeit gefunden habe. Scharf wandte sich der Redner gegen den Gedanken einer staatlichen Arbeitslosenfürsorge, die die Lebenshaltung auf ein Existenzminimum herabdrücken würde und seiner Ansicht nach eine Prämie für die Trägheit sei. Der amerikanische Plan, den er vorlegen werde, bestehe darin, in den nächsten 20 Jahren neue Heimstätten, Schulen, Eisenbahnen, Wasserwege und Fabriken für einen Bevölkerungszuwachs von 25 Millionen Menschen zu bauen. Seuischiands Anwolt an Polen Der Stahlhelm ist ein rein privater Verband Berlin, 15. Juni. (Von unserer Berliner Schriftleitung.) Am Samstag hat die Reichsregierung der polnischen Regierung auf die Note über die Breslauer Stahlhelmkundgebung geantwortet. Ueber den wirklichen Inhalt der polnischen Protestnote, über die wir seiner Zeit berichteten, war auch heute nichts Bestimmtes zu erfahren. Vor allem nicht, ob die polnische Regierung wirklich, wie die Gerüchte verlauten ließen, die Auflösung des Stahlhelms gefordert hat. Die deutsche Antwort scheint, soweit man hört, mit aller Deutlichkeit die Einmischung der polnischen Regierung in innerdeutsche Angelegenheiten zurückzuweisen. Das Auswärtige Amt macht Polen darauf aufmerksam, daß der Stahlhelm eine private Organisation, ohne jede militärische Bedeutung ist, und weist darauf hin, daß keinerlei Verbindungen zwischen dem Stahlhelm und der amtlichen deutschen Politik bestehen. Dagegen wird das Augenmerk der polnischen Regierung auf die verschiedenen Veranstaltungen des polnischen Aufständlschen=Verbandes gelenkt, der nicht allein unter Duldung der amtlichen polnischen Behörde, sondern sogar unter direkter Beteiligung wiederholt und zuletzt am 3. Juni Tagungen abhielt, an denen sich sogar reguläre polnische Truppen beteiligten. Diese Haltung der polnischen Regierung gegenüber dem militärisch organisierten Aufständischen=Verbande zwingt umsomehr zur Erwiderung, als gerade die polnische Tätigkeit und die Einstellung des Verbandes durch den Beschluß des Völkerbundes vom Januar dieses Jahres offen gebrandmarkt und verurteilt worden ist. Die erfreuliche Schärfe der deutschen Antwort wird in der Oeffentlichkeit lebhaftes Echo finden. Mit allem Ernst wird die deutsche Regierung darauf drücken müssen, daß Polen die vom Völkerbunde übernommenen Verpflichtungen zur Bestrafung der polnischen Terroristen durchführt. Was bisher vor polnischen Gerichten gegen die antideutschen Terroristen anhängig gemacht worden ist, bleibt eine Farce. Es verlautete zwar seiner Zeit, daß der oberschlesische Wojewode Graczynski abberufen werden sollte. Das ist nicht geschehen, und im übrigen sucht Polen den Völkerbundsbeschluß zu umgehen. Vielmehr ist Graczynski noch von der polnischen Regierung mit einem Orden ausgezeichnet worden. Die Reichsregierung wird also nicht locker lassen dürfen und bei der kommenden Ratstagung im September dieses Jahres bei der Beratung der polnischen Denkschrift über den Terror in Polen im Namen des Völkerbundes Rechenschaft verlangen müssen. In diesem Zusammenhang erscheint der Protest der polnischen Regierung gegen die Stahlhelmtagung geradezu als eine Herausforderung. Daß aber diese polnischen Machenschaften von der pazifistischen Zeitschrift„Das andere Deutschland" noch unterstützt werden, verdient angeprangert zu werden. Im Gegensatze zu den Ausführungen dieses dunklen Blattes wird an zuständiger Stelle festgestellt, daß weder Preußen die Absicht gehabt habe, den Stahlhelmtag zu verbieten, noch daß vor der Breslauer Tagung ein Gutachten des Auswärtigen Amtes und des Reichswehrministeriums über die Zulässigkeit des Stahlhelmtages eingeholt worden ist. Zur Nachahmung empfohlen Amerika veröffentlicht seinen Rüstungsstand Newyork, 15. Juni. Einer Aufforderung des Generalsekretärs des Völkerbundes Folge leistend, hat Staatssekretär Stimson dem Genfer Sekretariat eine Note übermittelt mit einer genauen Aufstellung sämtlicher Land=, Seeund Luftstreitkräfte der U. S. A. einschließlich der entsprechenden Haushaltsziffern. Ueber das Ersuchen des Völkerbundes hinausgehend hat das Staatsdepar= tement den Text der Dokumente sofort veröffentlicht und gleichzeitig das Genfer Sekretariat aufgefordert, für umgehende vollständige Bekanntgabe der amerikanischen Rüstungsziffern Sorge zu tragen. Von größter Bedeutung ist ferner, daß Stimson genaueste Angaben hinsichtlich der Stärke der amerikanischen Heeresreserven macht, was eine glatte Zurückweisung der französischen These bedeutet und was in hiesigen politischen Kreisen vielfach als ein Versuch gedeutet wird, das Problem der Heeresreserven erneut zur Sprache zu bringen. Das Tabellenmaterial weist folgende Effektivstärken auf: Landheer 139 957 Mann, Marine 109886. Die Gesamttonnage der Kriegsmarine beträgt 1 251 840 Tonnen einschließlich einiger im Bau befindlicher und vieler überalteter Einheiten, die Luftstreitkräfte bestehen aus 966 Land=, 787 Wasserflugzeugen, drei Heeres= und zwei Marineluftkreuzern. Die Haushaltsziffern betragen: Für die Landstreitkräfte 350 457 317 Dollar, für die Marine 375291 828 Dollar, für die Luftstreitkräfte 110 070 314 Dollar und für die Pensionen 714 500 086 Dollar(ein Dollar gleich 4,20 RM.). Erleichterung der Wohlfahrtslasten Berlin, 15. Juni. Der preußische Minister des Innern hat zugleich für die Minister für Volkswohlfahrt und der Finanzen dem Staatsrat den Entwurf einer Verordnung zur Erleichterung der Wohlfahrtslasten der Gemeinden und Gemeindeverbände, deren Erlaß den Staatsministerien Wir können nur wünschen, daß alle anderen Länder, vor allem Frankreich, ihre Rüstungsziffern ebenso rücksichtslos offen legen wie Amerika. Leider besteht dafür nach der Ablehnung des deutschen Antrages auf Offenlegung der Rüstungen in Genf keine große Aussicht. Seit vielen Jahren war von deutscher Seite in den Verhandlungen der Abrüstungskommission des Völkerbundes mit größter Entschiedenheit darauf hingewiesen worden, daß die Abhaltung einer allgemeinen Abrüstungskonferenz nutzlos wäre, wenn nicht vorher die gegenwärtigen Rüstungen aller Mächte veröffentlicht würden und damit die entscheidenden Grundlagen für die Arbeiten der Abrüstungskonferenz geschaffen seien. Wie weit die Note der amerikanischen Regierung bahnbrechend wirken wird bleibt abzuwarten. Immerhin dürfte sie der französischen Regierung sehr unangenehm sein, da sich bekanntlich Frankreich aufs entschiedenste weigert, seine Rüstungsziffern bekannt zu geben, was ein sehr eigentümliches Licht auf die von den französischen Ministern immer wieder betonte Friedenspolitik Frankreichs wirft. Nedes n Am 22 Juni findet eine Mitgliederversammlung des rheinisch=westfälischen Kohlensyndikats statt, in der u. a. über den Abschluß von Geschäften des Syndikats über die Dauer des Syndikatsvertrages hinaus Beschluß gefaßt werden soll. Der Führer der Christlich=Nationalen Bauern= und Landvolkpartei, Ernst Höfer, ist infolge einer Kopfgrippe im Alter von 52 Jahren gestorben. Der deutsche Flottenverband ist gestern vormittag zu seiner Ausbildungsreise in die norwegischen Gewässer ausgelaufen. In Braunschweig veranstalteten die Nationalsozialisten am Sonntag einen Werbeumzug. Von Kommunisten wurden Teilnehmer an verschiedenen Stellen der Stadt überfallen. Es gab 12 Verletzte, darunter vier Schwerverletzte. Den Höhepunkt der Tagung des Oesterreichisch= Deutschen Volksbundes in Gleiwitz bildete die öffentliche Anschlußkundgebung auf dem Ring. Reichstagspräsident Löbe richtete an die Welt den Appell, die Oesterreicher über ihre Staatszugehörigkeit abstimmen zu lassen. Dann würde ganz Oesterreich für den Anschluß an Deutschland stimmen. Der Kardinalprimas von Toledo(Spanien) wurde von der spanischen Regierung aus Spanien ausgewiesen. Die englische Regierung geriet im Unterhaus bei der Abstimmung über einen konservativen Abänderungsantrag zum Haushalt mit 208 gegen 232 Stimmen in die Minderheit. Politische Folgen hat die Niederlage nicht, da der Antrag keine grundsätzliche Bedeutung hat. Das neue rumänische Parlament wurde gestern vom König Carol mit einer Thronrede eröffnet, in der u. a. die freundschaftlichen Beziehungen Rumäniens zu allen Staaten betonte. In dem Wallfahrtsort Ungarisch=Radisch stieß ein Autobus mit 25 slowakischen Wallfahrern mit einem mit vier Personen besetzten Kraftwagen zusammen. Beide Fahrzeuge überschlugen sich und stürzten die Straßenböschung hinab. Es gab zwei Tote, zehn schwer= und zwölf Leichtverletzte. 66 Salkkier:„Sabale und Tiebe Zur heutigen Erstaufführung im Stadttheater Ein Vierundzwanzigjähriger schreibt unter Umständen, die jeden anderen für die Rettung der nötigsten äußeren Daseinsbedingungen aufgesogen hätten, schreibt auf der Flucht, ohne für das Nächste zu wissen, wo er sein Haupt niederlegen soll, von geldlichen Schwierigkeiten fast zerdrückt, durch künstlerische Nackenschläge geduckt, ein Werk, das trotz allem seinen Ruhmestitel durch die Zeiten hindurch blank hält.„Kabale und Liebe"! Er entnimmt einer nüchternen Zeitungsnotiz den Funken, den er zur Flamme entfacht. Er bestätigt nicht nur, er vermehrt die ersten Hoffnungen, die sein Frühwerk „Die Räuber“, gemacht hatte. Es gibt keinen Deutschen, es gibt auch anderwärts zum mindesten keinen Menschen von Bildung, der von dieser Dichtung nicht wenigstens einen Hauch verspürt hätte, und ihre Sentenzen leben, häufig genug ohne Herkunftsbelastung in unserem Sprachbewußtsein fort. Der Kenner erinnert sich auch noch an Einiges mehr. Er weiß, daß„Kabale und Liebe“ nicht wie ein Meteor in die Zeit schoß, daß es in der Luft einer mit ähnlichen Gedanken und Problemen erfüllten Literatur stand. Autoren und Stücktitel tauchen auf, die heute historisch wirken und nur der Schillerschen Dichtung zuliebe im Gedächtnis bewahrt bleiben. Man denkt an Wagners„Reue nach der Tat“ und seine„Kindesmörderin“ oder an Gemingens„Deutschen Hausvater“. Man erinnert sich auch, daß es hinsichtlich seiner Gattung nichts Erstmaliges bot, daß es nach Lessings„Miß Sarah Sampson“ den von Gottsched zuerst klar formulierten Begriff des bürgerlichen Trauerspiels wieder aufnahm, daß der theaterwirksame Titel„Kabale und Liebe“ nicht einmal von Schiller stammt, sondern von Iffland für den ursprünglichen, wirkungsloseren„Luise Millerin“ eingesetzt wurde. Schon ein Sekundaner kennt die bereits recht früh eingewendeten Bedenken gegen allerlei Schwächen des Stückes, gegen Unwahrscheinlichkeiten des dramatischen Gefüges und der Charaktere. Und es gab eine Zeit, die mitsamt dem ganzen Schiller gerade seine „Kabale und Liebe“ als gänzlich„passé“ erklärt hatte. Das war so um 1900. Und trotzdem sind alle. Anschläge, alle Nekrologe an ihm zuschanden geworden. Es ist wie ein Geheimnis um dieses Stück, das bei allem, was Mit= und Nachwelt dagegen vorzubringen hatten, etwas wie eine unbegreifliche Kraft in sich zu tragen schien, die es immer wieder durchsetzte. Nicht nur, daß es sich aus seiner Literaturumgebung als Einziges riesenhoch und erstmalig heraushob, es hat ein anderes Hindernis wie syielend beiseite geauch ein anderes Hinbetnig, wie spirtene, beiseite geräumt: den Ballast seiner Zeitgebundenheit.„Kabale und Liebe“ ist ursprünglich ein Tendenzstück, vielleicht sogar in besonders engem Sinne des Wortes. Der Literaturhistoriker Paleske nennt es das erste soziale Drama. Seine Handlungs= und Charaktergrundlagen sind mit aller Schärfe in Schillers Gegenwart begründet: Auch dieses Bleigewicht, die Tendenz, von der ein Gutzkow sagte, daß sie die größte, die todbringende Gefahr für den Dramatiker sei, hat dieses Stück abgestreift. Wie kommt das? Einzig, weil alles das, was zum Vorwurf erhoben werden könnte, klein wird vor der Tatsache, daß in dem Stofflichen dieses Stückes sich der dichterische Genius niedergelassen hat. Die ungeheuerliche Glut des prophetischen Poeten und seines Vortrags läßt alle Zufälligkeiten des Kostümlichen in dem Mitgerissensein des Zuschauers angesichts der Visionen des Genies untergehen.„Kabale und Liebe“ ist die Offenbarung des Genialen schlechthin. Davor verbrennt der Mensch, fühlt er sich durch die Oberfläche hindurch zum Sinn, zu den„Müttern“ magnetisch hingezogen. Was bleibt von dem verkleinernden Vorwurf der Tendenz übrig? Nichts von dem, was wir heute unter diesem Begriff verstehen. Der Genius Schillers hat sich nicht für irgendwelche parteiische Zwecke eingesetzt. Die Tendenz seiner Revolution bestand in dem Kampf des absolut Guten, der Menschenfreiheit und Menschenwürde gegen alles, was sie zu erniedrigen trachte. Die Einkleidung dabei ist an sich nebensächlich. Die Idee selbst muß der Ausgangspunkt für das Verständnis sein, und das unerhörte Temperament ihrer Aeußerung gibt die Stoßkraft ihrer unentrinnbaren Wirkung. Es ist vorhanden, dies Temperament, mag es auch das Temperament eines Vierundzwanzigjährigen sein und im Verlauf der Entwicklung des Dichters sauberer Auffassung weichen. Denn die geistige Revolution Schillers, deren Vertreter Karl Moor, Fiesco und als Dritter Ferdinand von außen her die bestehenden Verhältnisse zu ändern suchen, wandelt sich nicht unerheblich und wird schon im „Don Carlos“ zu der gewaltigeren, inneren Umwälzung: Geben Sie Gedankenfreiheit! Wir sind heute 150 Jahre weiter. Wir wissen unendlich viel mehr, aber es ist eng, zu sagen, Schillers Revolution und die Zustände, gegen die sie sich richtete, gehen uns heute nichts mehr an. Einmal ständen wir ohne sie nicht da, wo wir stehen und dann ist das Ziel, auf das sie ging, auch heute noch nicht annähernd erreicht. Daß sie fortwirkt, liegt daran, daß der lebendige Geist niemals zum Tode kommt. Und er ist es, der in „Kabale und Liebe“ weiterwirkt, wie er gewirkt hat. So hat dies Stück zu allen Zeiten die Veränderung des Weltgefühls mitgemacht und überlebt— es war für einen Brahm der Inbegriff des naturalistischen Dramas; es gab mit seinem Schwung dem Expressionismus das, was dieser vom Bühnenkunstwerk begehrte; man griff es in der Zeit des sachlichen Triumphes als willkommenes Objekt auch dieser Absichten auf. Darum wird„Kabale und Liebe“ allen Menschen und allen Zeiten etwas zu sagen haben, weil ein Dichter, weil ein Genie, weil der gewaltige Drang nach innerster Wahrhaftigkeit in ihm am Werke ist. Im Rahmen einer Darstellung des gesamten dramatischen Werkes Schillers bedarf es keiner besonderen Erklärung für seine Einfügung. Es gehört mit den „Räubern“ und dem„Fiesco“ zu jener genannten frühen Dramengruppe, die das erste Schaffensstadium des Dichters bezeichnen und in Gegensatz zu der folgenden Entwicklung bringen. Die Absicht der Regie, Schillers Werk auf einer einheitlichen Bühne auch szenisch durchzuführen, läßt auch hierfür das schon ausprobierte Schiller=Gerüst in Anwendung bringen, das mit ganz geringen Aenderungen den Grundriß für dieses Drama herrichtet und mit Hilfe der Drehbühne und der schon angewandten Lichtbildprojektion die erforderlichen Verwandlungen unterbrechungslos und vollständig herbeiführt. Kunst und Wissen = Ehrungen der Technischen Hochschule Hannover. Bei der Jahrhundertfeier der Technischen Hochschule Hannover gab Rektor Dr. Blum im Anschluß an seine Festrede die vom Senat der Technischen Hochschule aus Anlaß der Feier beschlossenen Ehrungen bekannt. Es elich Periesce dhe. Gael Seie Käislcen.b sce Baumeister a. D. Hans Hertlein(Berlin=Charlotten= burg), Oberbaudirektor Heinrich Tillmann(Bremen), Generaldirektor Diplom=Ingenieur Max Ott(Hannover), Generaldirektor Richard Platz(Hannover) u..: zu Ehrenbürgern; Landeshauptmann a. D. Dr. von Tamye(cannoyer) Oberhürgermeister Dr Artur Menge eampe(Hannöber), Eogzburgergleistet Dr. Artur (Hannover), Direktor Diplom=Ingenieur Franz Weber (Düsseldorf).(Vergl. auch S..) = 100mal„Hauptmann von Köpenick“ in Berlin. Ein begeistertes Publikum erlebte zum hundertsten Male diese„Geschichte einer Uniform". Die Pointe, daß ein Mensch, dem alles versperrt ist, nur durch die Tressen und blanken Knöpfe eines Hauptmannsrockes den Weg ins Freie findet, setzte wieder befreiendes Lachen als Schlußpunkt hinter das vielfältige menschliche Miterleben dieses bunten Passionsweges. Der Mensch ist nun Max Adalbert— organisch eingeordnet in das vielfältige Ensemble durchwegs großartiger Zeitfiguren. Weit über den Fonds von Popularitat, den er mitbringt, reicht seine ernste, rührende, von allem Klamauk freie Schauspielerleistung. = Immanuel Kant in Serbien. Kants„Kritik der reinen Vernunft“ ist von dem ordentlichen Professor für Philosorhie an der Universität Belgrad Nicola Popovie inz Serbische übersetzt worden Die Uebertragung bedeutet eine ungeheure Arbeit, da im Serbischen die abstrakten Ausdrücke der Kantschen Philosophie überhaupt nicht vorhanden waren. Popovic ist über die Grenzen Jugoslawiens hinaus als Kant=Forscher bekannt geworden. = Der neue Vorstand des Bundes Deutscher Architekten. Auf dem 28. Bundestag des Bundes Deutscher Architekten(BDA.) in Berlin wurde an Stelle des bisherigen neungliederigen Vorstandes ein Vorstand von drei Mitgliedern gewählt, und zwar gehören ihm außer dem Ehrenpräsidenten Geh.=Rat Gurlitt(Dresden) an die Architekten BDA. Prof. Dr. Kreis(Dresden) als Präsident, ferner Prof. Poelzig(Berlin) und „Baumeister a. D. Kallmever(Halle). 4. Bellage zu Anzeiger u. E. Eins der herr Nenschen ist es, d im Winter auf d der inneren Zufri Busen legte, zusa tur gleichzeitig g wieder über unse triumphiert, weil Hochdeutschen bei Bullenhitze und E erfreulicher Weise und seine Liebe z manchmal genüg Falle in Fluß=, um die nötige Ab etwas zu viel ge sich lieber in irg der gleiche. Die die anderen das Die Kellermethod im Winter ohne ist die äußere die Die Einteilu ist ähnlich wie d und Käufer. F besser Badende. leuten des Kaufh ein Unterschied. Im Strandbad Erstens Leute, d tere Herren. Z len. Ueberwiege erster Linie an jahma), fabelhaf Milo“, indianisc Rändern oder el Stolze tragen, n um die Schulte überflüssige Sor ten Badenden n schmacksache. Im Strand lüste längst ver unvermutet wie führt schon das lichen Spässen. oder untertauche trotzdem fleißig aufführen. Wo gen, Kriegen, 1 Nach meinen T chen allerdings Schwimmen un sportliche jung falls. Etwa: Schwimmenden steckst. Sie sch Oder so ähnlic Zweck. 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Im Hochdeutschen bezeichnet man diese Höhepunkte mit Bullenhitze und Saukälte. Ausdrücke, die gleichzeitig in erfreulicher Weise die Naturverbundenheit des Volkes und seine Liebe zur Tierwelt andeuten. Zur Zeit haben wir es mit der X—— Bullenhitze zu tun! Zwar nicht ganz ## in dem Unfange, §)) den die StrandbadC5 aSSch###“ dindianer herbeisehC y C1 K 330000 Keubauwohnungen i Na180s Hauseln Die Bautätigkeit in Deutschland im Jahre 1930 Im Jahre 1930 wurden insgesamt 330300 Wohnungen neu erstellt, also 8500 weniger als 1929, aber ebenso viel wie 1928. Zum ersten Male wurde im Jahre 1930 die Größe der Neuwohnungen in sämtlichen ermittelt Von den 307900 Wohnungen nen. Das kommt erst mit dem Sommersanfang,am 21. Juni. Voraussichtlich wenigstens. Aber Wir fahren in diesem nanchmal genügt es schon jetzt. Wirst Falle in Fluß=, Teich=, See= und Zementbecken=Bäder, um die nötige Abkühlung zu suchen.„Wir“ ist vielleicht etwas zu viel gesagt. Es gibt natürlich auch Leute die sich lieber in irgendeinen Keller setzen. Der Zweck ist der gleiche. Die einen suchen die Kühlung auf äußerem, die anderen dasselbe auf innerem Wege zu erreichen. Die Kellermethode ist insofern besser bekannt, als sie auch im Winter ohne Hitzewellen geübt wird. Im Augenblick ist die äußere die aktuellere. Die Einteilung der Menschen in den Strandbädern ist ähnlich wie die in Kaufhäusern. Es gibt Sehleute und Käufer. Für Käufer sagt man in diesem Falle besser Badende. Allerdings besteht zwischen den Sehleuten des Kaufhauses und denen des Strandbades noch ein Unterschied. Im Kaufhaus wollen sie alle nur sehen. Im Strandbad gibt es zwei Sorten von Sehleuten. Erstens Leute, die sehen wollen. Das sind meistens ältere Herren. Zweitens, Leute, die gesehen werden wollen. Ueberwiegend weiblichen Geschlechts. Kenntlich in erster Linie an fabelhaften Strandpyjamas(sprich pütjahma), fabelhaften Badeanzügen, Marke„Venus von Milo“, indianischen Bast=Sonnenhüten mit ausgefransten Rändern oder eleganten Bademänteln, die sie mit dem Stolze tragen, mit dem sich die alten Römer ihre Toga um die Schultern schwenkten. Das ist eigentlich die überflüssige Sorte. Ich persönlich finde die sogenannten Badenden wertvoller. Aber das ist natürlich Geschmacksache. Strandbad pflegen im Menschen neckische Gelüste längst vergangener Kindertage unvermittelt und unvermutet wieder aufzustehen. Zunächst einmal verführt schon das Plantschen im Wasser zu allen möglichen Spässen. Man kann die Mitbadenden bespritzen oder untertauchen. Beides ist zwar verboten, wird aber trotzdem fleißig geübt. Dann kann man nette Spiele aufführen. Wasserball, Wettschwimmen, Sprungübungen, Kriegen, Abwerfen und was es sonst noch gibt. Nach meinen Beobachtungen sind Bespritzen und Tauchen allerdings die beliebtesten Beschäftigungen. Dem Schwimmen und Springen widmen sich in erster Linie sportliche junge Leute und kleine Mädchen, die der Stolz über das Wagnis 7 vom Ein=Meter=Brett zum Drei= und Fünf=Meter∆ 8 Gemeinden ermuten. Von den 307 900 Wohnungen in Neubauten entfielen auf Kleinwohnungen(1 bis 3 Wohnräume) 47,7 Prozent auf Mittelwohnungen 4 bis 6 Wohnräume) 49,4 Prozent und auf Großwohnungen(7 und mehr Wohnräume) 2,9 Prozent. Von den 305 300 Wohnungen in Wohngebäuden wurden 242 400 oder 79,4 Prozent mit Unterstützung aus öffentlichen Mitteln, also mit Hilfe von Hauszinssteuermitteln, Darlehen aus Anleihen, Bürgschaftsübernahmen usw., erbaut. Dieser Anteil stieg bei den Kleinwohnungen auf über vier Fünftel. Während in den Landgemeinden 52,5 Prozent der Wohnungsbauten mit Hilfe öffentlicher Mittel erstellt wurden, betrug dieser Anteil in den Großstädten 91,6 Prozent. Von den Bauherren waren etwas über die Hälfte private Auftraggeber. Doch ist ihr Anteil 1930— wie bereits in den Vorjahren— weiter zurückgegangen, während die Bautätigkeit der gemeinnützigen Bauvereinigungen— insbesondere in den Großstädten— wieder zugenommen hat. Von 100 Wohnungen wurden erbaut 8,9 von öffentlichen Körperschaften, 39,8 von gemeinnützigen Gesellschaften und 51,3 von privaten Bauherren. Dem Zugang an Wohnungen steht ein Abgang von 19300 Wohnungen gegenüber. Unter Abzug des Wohnungsabgangs ergab sich 1931 ein Reinzugang von 311000 Wohnungen. Damit erhöht sich Anfang 1931 der gesamte Wohnungsbestand im Deutschen Reich auf 16,14 Millionen Wohnungen. Der Anteil der Neuwohnungen beziffert sich auf 2 509000 Wohnungen oder 15,5 Prozent. Die VerDer Bochumer Rotkreuztag 1931 mehrung des Wohnungsbestandes war wie im Vorjahr in den Großstädten am größten. Es wurde in diesen Städten im Jahre 1930 die seit Kriegsende überhaugt höchste Bauleistung erzielt, gnag gehäude befiat Die Zahl der fertiggestellten Woyngevaude belief sich im Jahre 1930 auf 121000, ging also gegenüber dem Vorjahre um 9700 oder 7,5 Prozent zurück. Die Verringerung ist auf den Rückgang des Kleinhausbaues zurückzuführen. Die seit 1925 zu beobachtende Bevorzugung des Baues von größeren Wohngebäuden hat sich auch im Jahre 1930 fortgesetzt. Während der Anteil der Kleinhäuser an der Gesamtzahl der Neubauten 1925 noch 86,9 Prozent betrug, sank er 1929 auf 80 Prozent und 1930 auf 74,6 Prozent. In den einzelnen Ländern und Landesteilen war der Wohnungsbau recht verschieden. Verhältnismäßig am meisten wurde in Berlin, Hamburg und Bremen gebaut. Die niedrigste Bauleistung— bezogen auf den Wohnungsbestand— weist unter den größeren Ländern Thüringen auf. Im Vergleich zum Vorjahr ergab sich in Preußen und Württemberg, dann in Hamburg, Mecklenburg=Schwerin und Bremen eine Steigerung. Der Anteil der öffentlichen Körperschaften an der Neuerstellung von Wohnungen war in Sachsen am größten; die gemeinnützigen Bauvereinigungen sind am stärksten in Preußen vertreten; die privaten Bauherren standen in Baden mit einem Anteil von 68 Prozent an erster Stelle. Bei den Nichtwohngebäuden brachte das Jahr 1930 eine Höchstleistung. Es wurden 86 700 Gebäude für öffentliche, gewerbliche und landwirtschaftliche Zwecke mit 69,8 Millionen Kubikmeter umbautem Raum neu erstellt und damit das höchste Jahresergebnis seit 1919 erzielt. * Was Wesisatlsche Bialopse vennragenkonnen Ein Bombenrausch soll wissenschaftlich untersucht werden Bilder aus Bochumer Gerichtssälen -, Drei= und 1524 Turm treibt. Glücklicher— 9 -%0 weise ist der Höhe dieser Türme eine gewisse Grenze 2 gesetzt. Für das Verhalten im Wasser könnte man 9“„19„ T eine Anweisung schreiben (.:'5 nach der Art von Knigges „Umgang mit Menschen“. Angebracht wäre es jedenfalls. Etwa:„Achte darauf, daß du dem hinter dir Schwimmenden nicht die große Zehe in den Mund steckst. Sie schmeckt ihm nicht so gut, wie dir selbst.“ Oder so ähnlich. Aber es hätte voraussichtlich wenig Zweck. Badewasser wirkt nun einmal einen loslassenden Einfluß auf kühlungsbedürftige Menschen aus. Ein großer Teil der Strandbadbesucher sucht mehr Sonne und Luft als Wasser, dazu gehören neben den Sehleuten beiderlei Art in erster Linie die Bequemen. Sie beschäftigen sich mit Lesen, Einfetten der Haut, Skatspielen und sonstigen Kartenspielen und vorwiegend mit Essen, Trinken und Schlafen. Meistens sieht man ihnen auch an, daß Essen und Trinken nebst Ruhe Leib und Seele zusammenhält. Im übrigen dient ihre Kau= und Schlucktätigkeit noch einem anderen Zweck. Sie können sich stets darauf berufen, daß man mit vollem Magen nicht ins Wasser gehen kann. Auf diese Weise vermeiden sie —* am leichtesten die Berührung *ich.— mit dem Naß, die ihnen mit ihrer wohlbespeckten Haut eigentlich weniger unangenehm sein sollte als den Mageren, die weniger durch schlechte Wärmeleiter geschützt sind. Eines der vielen Beispiele dafür, daß logisches Denken nicht immer zum richtigen Ziel führt. Denn logischerweise müßten gerade die Mageren die Wasserfluten meiden. Im übrigen kommen noch mehr Denkfehler zu Tage, wenn man ins Strandbad geht. Zum Beispiel wird die Behauptung widerlegt, daß sich die Menschen nach Ablegung ihres Kulturgewandes, des Anzuges und Gummikragens und was man sonst noch so ansieht, alle gleich seien. Ich behaupte, daß wir angezogen viel gleicher sind, als ausgezogen. Und nicht nur allein wegen der bereits beschriebenen Verschiedenheit der Badeanzüge. Man sieht zum Beispiel dabei sehr deutlich, wer vernunftgemäß etwas für seinen Korper tut und wer nicht. Wer in der Freizeit wandert, wenn er beruflich immer in der Stube hocken muß. Wer turnt, Sport und Gymnastik treibt, wenn die Arbeit ihm die Knochen steif, die Sehnen schlapp und die Muskeln weich macht. Wer zuviel Süßes nascht und sonst zuviel ißt. Wer sein Bierbäuchlein kaum mehr ohne Stütze davonbringen kann. Kurzum, anatomische Merkwürdigkeiten in reicher Menge. Wenn die Sonne untergeht, die Ankleidezellen überfullt sind und die davor Stehenden schimpfen wie die Rohrspatzen, weil sie etwas warten müssen, sind wir wieder Frau Schulze und Herr Meier, gekleidet nach der Mode der Nachkriegszeit. Aber wenigstens sind wir abgekühlt. Flax. In einem Hause an der Zentrumstraße kam es eines Nachmittags im April zu einer aufregenden Ausschreitung. Der Schlosser., sonst ein ganz vernünftiger und netter Mensch, war anstatt mittags erst abends von der Montage aus Duisburg nach Bochum heimgekommen. Er hatte unterwegs einen guten Freund von früher her getroffen, die beiden hatten die Wiedersehensfreude allzu stark„begossen". S. war jedenfalls„voll“ und ließ sich mittels Autos nach Hause fahren. Als er die Treppe zu seiner Wohnung hinaufgepoltert war, erwachte in ihm eine Art Alkoholraserei. Er hatte sich tags vorher über seinen Hauswirt einer Kindergeschichte wegen geärgert und dieser Zorn kam zur plötzlichen Entladung. Er lief hinüber zu dem schon in den fünfziger Jahren stehenden Kumpel und schlug ihn in dessen eigener Wohnung ins Gesicht. Der also Ueberfallene ergriff in Abwehr das Stocheisen und versetzte ihm einen Hieb. Darauf schlossen sich der Hauswirt und seine Frau in ihre Wohnung ein.„„ 96 um. Aber der schwerbetrunkene Schlosser kam mit wütenden Rufen wieder zurück, trat die Türfüllung ein, ging mit einem Rasiermesser bewaffnet gegen den Alten los und brachte ihm eine größere Anzahl stark blutender Wunden bei. Daß dabei keine Schlagader verletzt wurde, war ein Wunder. In seiner Not griff der Hauswirt zu einem Hackemesser und schlug den Schlosser damit mehrfach sehr unsanft über den Schädel, so daß der Angreifer zunächst blutüberströmt zusammenbrach. Daß der Schädel dabei nicht gespalten wurde, war das zweite Wunder! Darauf flüchtete der Hauswirt mit seiner Frau aus der eigenen Wohnung auf die Straße, während der wieder aufgestandene Gegner den Kohlenkasten ergriff und ihn den beiden Leutchen die Treppe hinab nachwarf. Die Frau des Schlossers hatte sich unterdes aus Angst ebenfalls eingeschlossen, aber der Herr Gemahl trat kurzentschlossen auch die Türfüllung seiner eigenen Wohnung ein. Dann bewaffnete sich der Schlosser mit einem beim Einschlagen der Türen abgebrochenen Schemelbein, lief hinab auf die Straße, hinter dem Hauswirt her und schlug ihn vollends nieder. Jetzt kam die Polizei zu Hilfe. Beide Männer wurden durch den Krankenwagen ins Hospital gebracht und mußten wochenlang dort zubringen. Dauernde Schäden sind jedoch bei keinem zurückgeblieben. Echte westfälische Dickköpfe halten schon was aus! Der Schlosser hat unterdes die Wohnung wechseln müssen, damit nicht Mord und Totschlag noch vollendet werden. Jetzt stand der Schlosser vor dem Einzelrichter. Einmal schon war die Sache vertagt worden. Der Hauswirt trat nunmehr als Nebenkläger auf. Zuerst war er Mitangeklagter gewesen, aber diese Anklage mußte fallen gelassen werden, weil ganz offenbare Notwehr vorlag. Der Schlosser will so mordsmäßig betrunken gewesen sein, daß er von dem ganzen sehr bedenklichen Vorfall überhaupt nichts mehr weiß. Er meinte jedoch, der Hauswirt habe sofort mit dem Ofenhaken auf ihn losgeschlagen, und das habe ihn in solche Bersekerwut versetzt, daß er gar nicht mehr wußte, was Der Zustand völliger Bewußtlosigkeit wurde von Seiten des Nebenklägers aber bestritten; denn als der städtische Krankenwagen erschien, habe der Schlosser erklärt, die Leute sollten zuerst den schwerverletzten HausBilder, wie dieses, konnte man am Sonntag, am Rotkreuztag 1931, überall in Bochum finden. Hoffentlich hat die Tätigkeit der fleißigen Sammlerinnen den erwarteten Ertrag zugunsten der Liebesarbeit des Roten Kreuzes gebracht. wirt, einen im übrigen ganz gemütlichen Bergmann, fortbringen. Der Täter müsse also über den Vorfall und seine Folgen ganz klar gewesen sein. Nichtsdestoweniger vermochte der Verteidiger das Gericht davon zu überzeugen, daß es notwendig sei, diese Art eines Mordsrausches wissenschaftlich zu untersuchen. Die beiden Freunde hätten in wenigen Stunden 20 Mark miteinander vertrunken. Hier müsse untersucht werden, ob der Schlosser für die Tat noch verantwortlich sei. Man wird also ein gelehrtes fachärztliches Gutachten darüber hören, wann ein Rausch so stark ist, daß er die tollste Ausschreitung straffrei oder wenigstens entschuldbar macht. Der zweite Fall hing ebenfalls mit einem Rausche zusammen. Da war ein Bergmann des schweren Diebstahls angeklagt. Er war eines Nachts in ein kleines Geschäft durch Eindrücken einer Fensterscheibe eingebrochen und hatte allerhand Eßbares und Rauchbares herausgeholt. Der sonst nicht vorbestrafte junge Mann will von dem Vorfall ebenfalls nichts mehr wissen; denn er sei völlig betrunken gewesen. Als er nüchtern wurde, habe er sofort den Schaden ersetzt. Den einen macht eben der Alkohol zum Totschläger, den anderen zum Diebe, den dritten zum Schurken, den vierten zum Kuppler. Die Ausrede half hier aber nichts: drei Monate Gefängnis waren die Folge des Streiches. Da der Schaden ersetzt ist, wird nach Zahlung einer angemessenen Buße jedoch Strafaussetzung erfolgen können. M. F. Professor Dr. Magnus(Bochum) Honorarprofessor in Düsseldorf. Professor Dr. Magnus ist in seiner Eigenschaft als Leiter der chirurgischen Abteilung des Krankenhauses Bergmannsheil in Bochum vom Kultusministerium zum Honorarprofessor an der medizinischen Akademie in Düsseldorf ernannt worden. Er wird seine Düsseldorfer Lehrtätigkeit im Wintersemester von Bochum aus aufnehmen....„. Srbes, Kinderrückkehr. Die zur Zeit im Kinderheim der Stadt Bochum in Bad Rothenfelde weilenden Kinder haben ihre Kur beendet und treffen am Freitag, 19. Juni, um 13.04 Uhr auf dem Bahnhof Bochum=Langendreer und um 13.14 Uhr auf dem Hauptbahnhof in Bochum ein. 25 Zähle Valerlandischei Fraurneerein=Werne K. — K— „Allgemeinverbindlichkeit des Gehaltstarifs für den Einzelhandel Das durch Schiedsspruch des Schlichters für den Einzelhandel in Bochum verbindlich gewordene Gehaltsabkommen ist auf Antrag der am Tarifvertrag beteiligten Verbände vom Reichsarbeitsminister für allgemeinverbindlich erklärt worden, und zwar mit Wirkung vom 1. Juni 1931 ab. Das Gehaltsabkommen gilt, wie uns die Vereinigte Kaufmannschaft e.., Bochum mitteilt, für den gleichen beruflichen und räumlichen Geltungsbereich wie die früheren Abkommen. Es regelt die Gehälter für die kaufmännischen Angestellten im Einzelhandel mit Ausnahme der im Lebensmittel=, Drogen=, Papier= und Schreibwarenhandel beschäftigten. Der räumliche Geltungsbereich ist die Stadt Bochum mit Ausnahme der früheren Gemeinden Linden=Dahlhausen, Weitmar, Stiepel, Langendreer, Werne und Gerthe. den Sstilchen Eiadnenen Zwei Bochumer auswärks verunglückt Mit dem Motorrad vom Auto überfahren.— Fahrer und Sozius tot. In einer Kurve auf der Coesfelder Straße bei Ahaus fuhr am Sonntag nachmittag ein holländisches Auto mit einem mit zwei Personen besetzten Motorrad zusammemn. Der Soziusfahrer des Motorrades wurde auf der Stelle getötet; der Fahrer hatte so schwere Verletzungen erlitten, daß er einige Stunden nach dem Unglück im Ahauser Krankenhause verstarb. Die Verunglückten stammen beide aus Bochum. Das Unglück war dadurch entstanden, daß das holländische Auto in der Kurve zu weit nach links fuhr. Der Chauffeur des Wagens wurde in Haft genommen. Wie wir dazu erfahren, handelt es sich bei dem Führer des Motorrades um einen Herrn W. aus Werne, Werner Hellweg. Stadtteil Werne Freiwillige Feuerwehr. Zur fälligen Uebung versammelten sich die Werner Feuerwehrleute am Sonntag morgen auf dem Schulhof der Deutschen Reich=Schule am Steigerturm. Die Uebung lag in den Händen des Brandmeisters Keßler. Nach den gut gelungenen Ausführungen fanden sich die Mitglieder zur Versammlung im Vereinsheim Bäumer ein, wo letzte Besprechungen getätigt wurden. Am Nachmittag fuhr man dann auf Lastwagen zu dem großen Verbandsfest in WanneEickel. er Preisschießen im Kriegerverein. Die dritte Kompagnie des Krieger= und Landwehrvereins veranstaltete am Sonntag nachmittag ein Preisschießen auf dem Scheibenstand an der Vollmond. Es wurden sehr gute Ergebnisse erzielt und der beste Schütze des Tages war R. Abel mit 68 Ringen. Stadttell Langendreer Die täglichen Verkehrsunfälle Auf der Alleestraße wurde am 14. Juni eine Kontoristin von einem Personenwagen angefahren. Sie erlitt einen Unterschenkelbruch und wurde dem AugustaKrankenhause zugeführt. Lebensgefahr besteht nicht.— Am gleichen Tage fuhr auf der Kemnader Straße ein mit vier Personen besetztes Pferdefuhrwerk auf ein dorthaltendes Auto auf. Eine Frau wurde verletzt und dem Bergmannsheil zugeführt. Die Schuldfrage ist in beiden Fällen noch nicht geklärt.— In den Abendstunden am Samstag ereignete sich an der Straßenbahnhaltestelle am Hauptbahnhof, direkt beim Reichshof, ein bedauerlicher Unglücksfall. Eine ältere Dame, die mit der Straßenbahn von Hattingen kam und an dieser Haltestelle ausgestiegen war, überquerte die Straße, hatte aber in diesem Augenblick einen dicht folgenden Kraftwagen nicht beachtet und auch das Signal überhört. Die Frau wurde von dem Wagen erfaßt, zu Boden geschleudert und ein Stück mitgeschleift; sie erlitt eine schwere Kopfwunde. Fronleichnamsprozession der St.=Bonifatius=Pfarre. In alt hergebrachter Weise begehen die beiden katholischen Pfarrgemeinden wegen der räumlichen Begrenzung die Fronleichnamsprozession getrennt. So zog am letzten Sonntag nach feierlichem Levitenhochamt die Prozession der St.=Bonifatius=Pfarrgemeinde durch die festlich geschmückten Straßen. Der im reichen Flaggenschmuck stehende Kirchplatz war der Sammelpunkt rieler Gläubiger, die sich in der bekannten Reihenfolge zu dem Zuge formierten, der vom Kirchplatz über die Münsterlinde zur Stockumer Straße zog, wo der Geistliche dem sehr stattlichen Zuge den ersten Segen erteilte. Bei herrlichstem S p nerwetter nahm die Prozession ihren Weg durch die Elsterstraße, im Krebsfeld, Unter=, Overlacker=, Hasselbrink=, Haupt=, Ober= und Bonifatius= straße zur Kirche zurück, nachdem unterwegs im Krebsfeld, Unter= und Overlackerstraßen=Ecke und in der Bonifatiusstraße den Gläubigen der Segen gespendet war. Evangelisch=kirchlicher Männerverein LangendreerWest. Der evangelisch=kirchliche Männerverein feierte konntag bei Hellmann im Papenholz den Familientag mit anschließender Kinderbelustigung. Am Vormittag fand man sich am Gemeindehause an der Wörthstraße ein, um gemeinsam zur Kirche zu gehen. Um 2 Uhr nachmittags versammelte sich alt und jung, um hinaus in die freie Natur zu wandern. Zentralverband der Kriegsbeschädigten. Nach Eröffnung der im Vereinsheim Kozicke unter Vorsitz des Kameraden Schamp abgehaltenen Versammlung der Ortsgruppe des Zentralverbandes der Kriegsbeschädigten und=Hinterbliebenen erstattete Kamerad Schamp über die Koblenzer Verbandstagung Bericht. Infolge der durch die Notverordnung geschaffenen Lage war dieser Verbandstag von ganz besonderer Bedeutung. In seinen Ausführungen wies der Redner auf die Empörung und Verbitterung hin, mit der die Tagungsteilnehmer Kenntnis von den damals noch geplanten Abbaumaßnahmen in der Versorgung der Kriegsopfer nahmen. Im Anschluß an diese Ausführungen erstattete Frau Manns den Bericht über die im Anschluß an die Tagung abgehaltene Gdenkfeier zu Ehren der Gefallenen und über die öffentliche Kundgebung. Vom Geschäftsführer Antoni wurden dann die letzten Notverordnungen erläutert und auf die Auswirkung hingewiesen. In der Aussprache machte Kamerad Schamv auf das Zusammentreten des 16. Ausschusses aufmerksam. Aus dein Siadnen=Geime rote Lampe. Beim nächsten Feuermelder auf Herner Straße(Wirtschaft Others) ist eine Lampe angelegt. Während der Abend= und Nachtstunden ist der oben erwähnte Feuermelder garnicht zu sehen. m. Stadtteil Hordel Gemeindefest in Hordel. Die Ausgestaltung der Paul=Gerhardt=Feier am Sonntag nachmittag hatte der christliche Verein junger Mädchen übernommen. einem gemeinsamen gesungenen Liede hielt Pfarrer Abendroth die Begrußungsansprache. Der Jungmad, chenchor bot„Lobe den Herrn". Im Mittelpunkt des Festes stand nach weiteren gemeinsamen Gesängen e F e s t r e d e v o n P f a r r e r A b e n d r o c h und Deklamationen die Festrede von Pfarrer Abendroch. Er behandelte den Liederschatz und die Person des Dichters Paul Gerhardt. Seinen Ausführungen folgte ein Chorvortrag und als Abschluß der gelungenen Feier die Theateraufführung„Eines Liedes Macht". Evangelisch=Kirchliches. Die Probe des Kirchenchore# findet erst am morgigen Mittwoch abend(nicht heute Dienstag) um 8 Uhr statt. Hingewiesen wird auf die jeden Donnerstag im Gemeinde=Kindergarten stattfindende Bibelstunde. ur Bergmannssiedlung Hordel. Die im Januar in Angriff genommenen 25 Wohnungen der Treuhandstelle für Bergmannssiedlungen am Lakenbruch sind inzwieche, bezugsfertig und werden am 1. Juli bezogen. Die Siedlung besteht aus fünf=, zwei=, dreistöckigen Gruppenhäusern, die in kaum zwei Jahren erbaut ist und zählt insgesamt 140 Zimmer. Die Gesamtbauausführung lag in den Händen von mehreren Bochumer Baufirmen. (Weitere Lokalnachrichten auf Seite 10 und 11.) K Aus der evangelischen Gemeinde. In dieser Woche Siagtleil Harpen findet im Haus Lobetal eine Bibelfreizeit für Erwerbs=Pollen harpen lose statt.— Am letzten Sonntag veranstaltete die kirchliche Gemeinschaft, die dem Gemeinschaftsverband Langendreer=Witten angeschlossen ist, einen Lichtbildervortrag über die Arbeit der christlichen Blindenmission Der krionsboschädigte blinde Reisekassierer im Orient. Der triegsbeschävigte biinde Reiserassierer lf Friedrich hielt zu den Lichtbildern den erläuternden Vortrag. ur. Rudolf Kriegerverein Gerthe. Der Kriegerverein Gerthe Einbrüche und Diebstähle. Noch unbekannte Täter,##### drangen in der Nacht zum 14. Juni 1931 in die Woh= Piaonen Hiltrop nung eines Fahrsteigers an der Carolinenstraße ein und entwendeten 10 RM.— Aus dem Maschinenraum einer Ziegelei im Stadtteil Bergen wurde in der Nacht zum 15. Mai ein Faß Maschinenöl und eine Oelpumpe gestohlen. Der Schaden beträgt 45 RM.— Die Wohnung eines Bergmanns in der Kemnaderstraße wurde am 14. Juni erbrochen und daraus 11 RM. entwendet. hielt im Vereinslokal Hanholz eine gutbesuchte Versammlung ab. Der Vorsitzende Schulte erstattete Bericht über die Errichtung des Krieger=Ehrenmals. Die Enthüllung soll am 2. August, dem Jahrestage der Kriegserklärung, erfolgen. An diesem Tage sollen auch an die Mitglieder des Vereins für 25jährige Mitgliedschaft mit dem Ehrenkreuz geschmückt und auch verschiedene Kriegsdenkmünzen verliehen werden. Die Gesangvereine von Gerthe haben ihre Mitwirkung bereits zugesagt. Anschließend wurde ein Lichtbildervortrag von Studienrat Kohlmann über eine Reise durch Portugal, Spanien, nach den Kanarischen und Kapverdischen Inseln gehalten. Hindenburg als Pate. Der Reichspräsident von Hindenburg hat die Patenschaft über die als siebentes Kind geborene Tochter Inge der Eheleute Gerlach übernommen. Katholischer Jungfrauenverein. Der Vorstand des Hiltrop=Bergener katholischen Jungfrauenvereins hat beschlossen, am morgigen Mittwoch einen Ausflug zu unternehmen. Morgens um 10¼ Uhr Versammlung an der Zeche„Lothringen“, dann Abmarsch nach Mülheim, Kettwig, Werden. Evangelischer Arbeiterverein. Mit Rücksicht auf den am Sonntag, 21. Juni, stattfindenden Jugendgottesdienst des Jugendringes Gerthe=Harpen=Hiltrop in der Kirche zu Harpen hält der evangelische Arbeiterverein seine Monatsversammlung bereits 4 Uhr nachmittags ab. Ostpreußischer evangelischer Arbeiter=Unterstützungsverein. Der Ostpreußische evangelische Arbeiter=Unterstützungsverein Harpen hielt im Vereinslokal Schulze seine Monatsversammlung ab. Der Vorsitzende Meitza gab ein Rundschreiben des Rheinisch=Westfälischen Hauptverbandes der heimattreuen Ost= und Westpreußen bekannt, wonach der erste Vorsitzende Scheunemann(Essen) seinen Posten niedergelegt habe. Die Geschäfte seien August Böhnke(Hagen i..) übertragen worden. Schennemann sei einstimmig zum Ehrenvorsitzenden ernannt worden. Sodann wurde beschlossen, an den Bezirk 8 des Hauptverbandes einen Antrag um Aufnahme zu stellen, um bei der Beschickung von Bezirkskonferenzen Ersparnisse zu erzielen. Von der Feier des Gründungsfestes soll in diesem Jahre Abstand genommen werden. Feuerwehrübung. Die Freiwillige Feuerwehr Harpen ließ durch ihre Hornisten die Mitglieder zu einer Uebung am Steigerturm wecken. Binnen kurzer Zeit waren die Feuerwehrleute unter der Führung ihres Brandmeisters Gieseler erschienen. Sämtliche Uebungen wurden mit Genauigkeit und Sorgfalt von den Mitgliedern unter der Führung des zweiten Brandmeisters O. Röhken und der Gruppenführer vollzogen. Die Motorspritze arbeitete vorzüglich. ca Stadtteil Riemte Verbesserungsbedürftige Feuermeldeanlage. Am Hause Tippelsbergerstraße 39 ist ein Feuermelder angebracht, jedoch fehlt über ihm die sonst so gewohnte Während Ihres Pertehadfentants lefern wirIhnen den BOCHUMER ANZEIGER unter Streifband an jede beliebige Adresse. Wir berechnen lediglich unsere Selbstkosten, daher müssen die Gebühren bei Abgabe der Zeitungsbestellung entrichtet werden. Bitte wenden Sie sich an unsere Geschäftsstelle, Rathausplatz 8 Wohin gehen wir heute Stadttheater: 20 Uhr: Kabale und Liebe. Skala=Varieté: 20.15 Uhr: Stöpsel. Odeon: 16.30 Uhr: Das Flötenkonzert von Sanssouci. Skala=Lichtspiele: 17 und 20 Uhr: Unter Ausschluß der Oeffentlichkeit. Ufatheater: 16, 18, 20 Uhr: Das gelbe Haus. Apollotheater: 15, 18, 21 Uhr: Die Drei=Groschen=Oper. Capitol: 16, letzte Vorst. 20.15 Uhr: Namensheirat, Lichtburg: 15.30, 18.30, 20 Uhr: Seitensprünge. Lichtspielbühne: 17, 20 Uhr: Quo vadis. Parkhotel Haus Rechen: Konzert und Tanz. Bahnhofshotel: Stimmungskonzert. 2. Bellage zu Anzeiger u. C Joachim war leugnen. Oder einer, der reich er jahrelang die der Gartenstadt Bibliothek und chinesischer Zeich licher heiratsfäh gens noch viel mit hörbarem( Joachim X. i über den armer es bekannt wur witwelen Gräfis her war sie ge Italien? Gleich dieser reiche ur Mias und Liz einer nicht me Aergerlich? Ah fach lächerlich Wenn Joac halb, weil keine bild heranreicht wenn er auch Kulturgeschichte ebensogut beha Fahrten nach d , d a ß e r i m G r i nur sie, die eir geblich gesucht in seine Heime Cadorra aufge Beinahe glaub ihr gegenüber Hände ihn um kluge und güti ben, und glaub Schicksal bestin sie wie er der stunde entgeger er sie,— wenr endlich ein en sie mit sanfte Kopf und spra Tages plötzlich sie löste sich vo Abschied reich Zeit, dies all erst, wenn ich und ging. Die nächst Unruhe. Er g zerstreut Anla Ankündigunge kaum die V nur wenige „Histoxische mich Sonnta Deine Maria. Hin schon da! Roman von Alfred Carle Nachdruck verboten 1) „Stimmt auch, Herr Eichwoldt. Uebrigens war das aus der Situation, in der wir uns gestern trafen, unschwer zu erraten.“ Jetzt kam eine Lücke in Eichwoldts Kombination; Er kannte die Ursache nicht, die Spangenberg und Tholl auseinandergebracht hatte. Hier gab es zuviel Möglichkeiten, als daß er einen Bluff hätte wagen können. Also tat er in instinktiver Treffsicherheit das einzig Richtige: Er fragte— nicht ganz ohne Einkleidung allerdings... Zunächst aber zog er aus der Brusttasche ein Etui mit schweren Zigarren und hielt es Axel hin, „Nee, vielen Dank“, sagte der lächelnd und versah sich aus seinem eigenen Vorrat mit einer Zigarette. „Ich muß Ihnen jetzt ein Kompliment machen, Herr Tholl: Sie machen einen zu gescheiten Eindruck, als daß Sie hunderttausend hätten schießen lassen, um im Augenblick vielleicht zehn oder zwanzig oder selbst fünfzig Mille einzustecken. Entschuldigen Sie diese Offenheit— eine solche Vermutung liegt aber meist sehr nahe. Im übrigen gehört dergleichen ja ohnedies nicht zu den Gepflogenheiten eines Gentlemans.“ Das war's also nicht— so weit sich wenigstens hinter diesem sicheren, unbekümmerten Lächeln lesen ließ.„Ihre Rolle haben Sie meisterhaft gespielt, Herr Tholl— wir hatten ja das Vergnügen, zusammen zu telephonieren.“ Das schien es auch nicht zu sein— jetzt mußte also gefragt werden.„Warum sind Sie überhaupt um Ihre Hunderttausend gekommen? Ich glaube nicht, daß Spangenberg einen Krach provoziert hat, um sich zu drücken. Außerdem ist er ja Hals über Kopf unmittelbar vor dem Abschluß aus Wien abgereist. Sie müssen doch eine ganz hahnebüchene Geschichte ausgefressen haben, Mann!“ Axel Tholl verlor sein Lächeln auch jetzt keineswegs, indes zog er es vor sich die Antwort zu sparen. Damit wußte Eichwoldt wenigstens genau, daß irgendeine Eselei Tholls der Anlaß gewesen war.„Sie wollen nicht darüber sprechen?" fragte er möglichst neutral. „Ich sehe die Veranlassung nicht, Herr Eichwoldt.“ „Na schön...“ Der Konzernbeherrscher überlegte kurze Zeit angestrengt— und verschleierte gleichzeitig diese Abschweifung, indem er den Brand seiner Zigarre inspizierte... Etwas hatte der Junge also ausgefressen. Sicherwürde er Spangenberg trotzdem— wegen des Hinauswurfs und der verlorenen Hunderttausend— nicht gerade grün sein. Was er verbrochen hatte, war nicht so wichtig— ausschlaggebend war, er hatte überhaupt etwas angestellt. Höchstwahrscheinlich fühlte er sich ungerecht behandelt, und der nachwirkende Groll würde ihn vielleicht seinen, Eichwoldts, Plänen ebenso gefügig machen wie ein erhöhtes Angebot. Auf diesen Groll eben, nicht auf seine Ursache, kam es an. Neugier für das Seelenleben der Leute, die er einspannte, zeigte Eichwoldt nur so weit, als sein Vorteil oder Nachteil damit zusammenhing... Er schlug die Beine übereinander und lehnte sich scheinbar äußerst behaglich in seinen Sessel zurück. „Hätten Sie Interesse, sich statt der hundert Mille zweihundert zu verdienen?" „Wie sollte ich wohl, Herr Eichwoldt?“ fragte Axel mit einem so amüsierten Lächeln, daß seine gegenteilige Ansicht immerhin zu erkennen war. „Also, verehrter Herr Tholl...: Ich mochte Sie beauftragen, die Patente, um die es sich hier handelt — Sie sind ja vollkommen orientiert—, in Wien für mich zu erwerben.“ Axel Tholl konnte natürlich nicht genau wissen, was nun kommen würde— er konnte es vielleicht zur Hälfte verschwommen ahnen. Um den Fuchs aus dem Bau zu locken, erklärte er zunächst sehr liebenswürdig und immer noch scheinbar alles andere als ernsthaft, obwohl er das kantige Herrschergesicht Eichwoldts durch den Rauch seiner Zigarette hindurch mit schärfster Konzentration im Auge behielt:„Ich wüßte wirklich nicht, was ich hier für Sie tun könnte— und selbst wenn, wie meine bescheidenen Dienste diesen Wert habeg, sollten.“ „Glauben Sie, daß ich sinnlose Preise zahle?“ fragte Eichwoldt unwillkürlich hart. „Keineswegs. Darf ich Sie also um eine ausführliche Erklärung bitten, worum es sich handeln soll?" „Bitte— ich gebe Ihnen also jetzt ein sachliches Referat ohne jeden Kommentar: Spangenberg hat mich mit Ihrer Hilfe sehr geschickt getäuscht, sonst hätte ich heute schon die Patente sicher, glauben Sie mir das! Um ein Haar hätte er sie jetzt— aber es schien ihm ja wichtiger, unmittelbar vor dem Abschluß nach Berlin zurückzufahren...“ Trotz schärfster Beobachtung verriet Tholls Gesicht auch diesmal nichts. „Ich erfuhr das durch eine Kette von Zufällen, die hier nichts zur Sache tun. Heute morgen war ich nun in Wien— und erlebte die böse Ueberraschung, daß man mir die Patente einfach nicht geben will! Spangenberg soll sie bekommen, trotzdem ich bis zur letzten Konzession ging. Natürlich gibt's da ein Motiv, das ich zweifellos auch richtig vermute. Die Patente gehören einem offenbar etwas sentimentalen Mädel, das anscheinend an Spangenberg einen Narren gefressen hat. Also werden Sie verstehen, daß meine Chance gleich Null war, trotzdem ich überbot.— Fahren Sie also jetzt für mich als Spangenberg nach Wien und holen Sie mir die Patente—“ Eichwoldt griff in die Brusttasche nach dem Scheckbuch.„Hundert Mille Anzahlung, weitere hundert Mille nach Abschluß!“ „Lassen Sie stecken!“ wehrte Axel mit hastiger, energischer Handbewegung ab.„Allerhand, Herr Generaldirektor...“ erklärte er dann mit jenem Lächeln, das scheinbar von Ernst durchaus nichts wissen wollte. „Sie sind nicht einverstanden?" fragte Eichwoldt vollkommen ruhig, als verhandelte er mit einem Angestellten, der zu dem gebotenen Gehalt nicht in seinen Betrieb eintreten wollte.„Darf ich fragen, warum nicht, Herr Tholl?“ „Ganz einfach deshalb weil Ihr schöner Plan auf ein Hindernis stößt, an das Sie offenbar selbst noch nicht gedacht haben, Herr Eichwoldt. Es heißt— Staatsanwalt. Das dürfte diese Sache also auch für Sie illusorisch machen. Doch selbst davon ganz abgesehen— aber der Staatsanwalt dürfte schließlich auch Ihnen genügen!“ Mit unerschutterlicher, massiver Ruhe entgegnete der Konzernbeherrscher:„Ich bin vorhin in fünf Stunden von Wien nach Berlin geflogen. In dieser Zeit dürfte ich wohl auch daran gedacht haben. Sie irren sich, mein lieber Herr Tholl. Vergessen Sie bitte nicht, daß der Europa=Konzern ein seriöses Unternehmen ist. Seine Aktien werden bekanntlich an der Berliner Börse gehandelt!" „Wieso irre ich mich also, Herr Eichwoldt?“ „Weil ich viel zu großes Vertrauen zu Ihrer Geschicklichkeit habe!“ „Sie sind vielleicht zu vertrauensselig.“ erklärte Axel, der im Augenblick im Dunkeln tappte, sich das aber selbstverständlich nicht anmerken ließ. „Ich hatte jetzt eine halbe Stunde Gelegenheit, mit Ihnen zu verhandeln, verehrter Herr Tholl— seien Sie versichert, man sitzt mir meist in erheblich gedrückterer Verfassung gegenüber! Also: Ich traue Ihnen ohne weiteres zu, daß Sie eine Frau in wenigen Tagen so eng an sich attachieren können, wie es Ihnen beliebt! Sie fahren hin, sind erst Spangenberg, benutzen die gegebene Lage und bauen auf ihr weiter— und wenn Sie Ihrer Sache sicher sind, dann sind Sie eben wieder Tholl und decken Ihre Karten auf. Das können Sie, mein Lieber, Sie gehören zu den Leuten, in die Frauen sich verbeißen, selbst wenn sie Mörder wären. Wenn man in Wien erst Sie persönlich schätzt, ganz gleich, wer Sie sind und wie Sie heißen— sollte es dann noch sehr schwierig sein, mir die Patente ganz offiziell zu überlassen?“ „Ich muß Sie leider schon wieder auf eine Lücke in diesem Plan aufmerksam machen, Herr Eichwoldt Es siel Axel, der an dem ungewöhnlichen Gespräch vorläufig mit einer Art rein akademischen Interesses beteiligt war, noch nicht ein, irgendeine gerade Stellungnahme zu verraten. Wie können Sie glauben, Herr Spangenberg würde Ihnen den Gefallen tun, so lange zu warten? Liegen die Verhältnisse in Wien so, wie Sie sagen— dann fährt er eben morgen oder übermorgen wieder hin und schließt in aller Ruhe ab.“ „Nein, Herr Tholl— wenigstens mit neunzig Prozent Wahrscheinlichkeit fährt er trotzdem nicht!“ „Nanu?“ fragte Axel Tholl, jetzt doch zum ersten Male verblüfft. Mit unveränderter, gewichtiger Gemessenheit erklärte der Generaldirektor Eichwoldt:„Als ich Spangenberg gestern aufsuchte— unmittelbar nachdem wir uns trafen—, behauptete ich, ich hätte telephonisch überboten und schlösse heute persönlich in Wien ab. Also fährt er, wie gesagt, wahrscheinlich nicht mehr, weil er annehmen dürfte, daß es schade um die Reisespesen wäre Bedenken Sie doch, Herr Tholl, daß er die ganze Komödie mit Ihnen nur inszeniert hat, um mich nicht auf den Plan zu rufen— also bedenken Sie auch die unausbleibliche Wirkung meines gestrigen Auftretens auf ihn!" „Donnerwetter!“ entfuhr es Axel wieder unwillkürlich.„Allerhand, Herr...“ fügte er noch gedehnt und wenig begeistert hinzu... Eichwoldt fühlte genau, daß jetzt der Zeitpunkt des entscheidenden psychologischen Angriffs für ihn gekommen war. Er sprang plötzlich auf und begann den Raum mit großen, taktmäßigen Schritten zu durchmessen. „Ich möchte das Kapitel über Anstand vermeiden, das Sie mir jetzt lesen wollen, Herr Tholl— und zwar deshalb, weil Sie doch nur vom allgemeinen Anstand, einem Anstand für den Hausgebrauch ausgehen würden. Den erkenne ich im übrigen durchaus an. Aber die Moral des Alltags und die Moral der großen Transaktionen sind zweierlei— und wenn es auch vielleicht recht unzart klingt, daß es im großen Geschäftsleben eigentlich nur die Richtschnur des juristisch Einwandfreien gibt, so ist das doch nichts anderes als die ungeschminkte Wahrheit. Glauben Sie mir das, Herr Tholl,— wer sich zu dieser Auffassung offiziell nicht bekennt, belügt andere und hilft sich über seine eigene Schwächlichkeit hinweg. Sie haben Spangenberg vor mir vertreten, um mich herauszubluffen. Wenn Sie jetzt Spangenberg für mich vertreten, damit er nicht in meine Karten sieht— bitte, wo liegt da der Unterchieb'..... g 7 her.5 Jkri. „Wo der liegt? fragte Thou, ver sich übrigens nicht erhoben hatte.„Der liegt ganz einfach darin, daß Sie jetzt als Zweiter kommen, Herr Eichwoldt! Ich bin kein kleines Kind und gebe zu, daß Ihre Ansicht über Geschäftsmoral nicht unberechtigt ist; ich bin auch nicht prinzipiell Gegner dieser Geschäftsmoral— sonst hätte ich mich ja nicht zur Vertretung Spangenbergs entschlossen. Aber damals kam die Sache von außen an mich als Uneingeweihter heran, und Sie waren für mich als Konkurrent Spangenbergs mehr Begriff, keine Person, mit der ich Verbindung hatte. Jetzt aber verlangen Sie von mir, daß ich Spangenberg, der sich früher auf mich stützte, in Ihrem Interesse in den Rükken falle. Das ist der Unterschied, Herr Eichwoldt— oder sollten Sie den wirklich nicht sehen?" „Gewiß, ich glaube nur, daß es einen Ausgleich dafür gibt: Sie haben Spangenbergs Interessen ehrlich vertreten. Lag ein zwingender Grund für ihn vor, Sie— verzeihen den offenen Ausdruck— hinauszuwerfen und um Ihre Hunderttausend zu bringen? Sie sprechen sich ja nicht aus, Herr Tholl! Bitte geben Sie mir eine klare Antwort: Hatte Spangenberg recht mit seinem Verhalten, dann verpflichtet sie der Anstand ihm gegenüber allerdings doppelt! Hatte er unrecht, haben Sie ihm gegenüber den Rücken frei!“ Zum ersten Male während dieser Unterredung schnellte Axel die Antwort nicht in der nächsten Sekunde heraus... Zum ersten Male versank er— während er mechanisch nach dem Ablenkungsmittel der Zigarette griff— in Nachdenklichkeit und Schweigen... Zum ersten Male geschah es, daß er dem brutalen Ansturm und der ungeheuren taktischen Geschicklichkeit dieses massiven Menschen, der Nerven nicht kannte, nicht voll gewachsen war. Die kampferprobte Rücksichtslosigkeit, die schonungslos ausgebeutete Lebenserfahrung, die stählerne Schroffheit, die nur das Ziel im Auge sah und jeden Weg zu ihm mit unerhörter Stoßkraft ging, begannen sich allmählich gegen die weichere, lässige, unbekümmerte Jugend, die das Leben doch noch mehr als Spiel denn als Härte zu nehmen geneigt war, durchzusetzen... Der Generaldirektor Robert Eichwoldt pflanzte sich plötzlich in seiner kantigen Größte dicht vor Axel auf. „Erlauben Ihnen Ihre Verhältnisse, zweihundert Mille in den Wind zu schlagen? Zweihunderttausend Mark zu opfern aus Rücksicht auf einen Mann, der Sie unberechtigt gedemütigt hat? Fragen Sie hundert verschiedene Leute, wie sie an Ihrer Stelle handeln würden— hundert werden Ihnen die gleiche Antwort geben!" Plötzlich erhob sich Arel Tholl, unelastisch und langsam, beide Hände auf die Seitenlehnen seines Sese sels stützend. Mit einer kleinen, abwehrenden Handbewegung sagte er dann schleppend:„Ich muß ins Kabarett, Herr Eichwoldt— verzeihen Sie, wenn ich ab breche... Ich muß jetzt auftreten...“ „Ich begleite Sie und werde warten— wir sprechen dann nachher darüber weiter!“ (Fortsetzung folgt.) Warum w quälte sich I noch keine Er am Sonntag Filme“ sollte ken, die vor blikums gewi Anläßli Gründung Ostpreußen, Feiern statt dessen Ordburg hat, sierung zu teren Blütwährend d Verwüstung nelder auf der eine Lampe anhistunden ist sehen. m. usgestaltung der mittag hatte. rnommenizg, Aao Shielt,„PfarreDer JungmädMittelpunkt des amen Gesangen farrer Abendroth. Person des Dichungen folgte ein ugenen Feier die des Kirchenchorez send(nicht heute sen wird auf die ergarten stattfinur Ignuar in Anir Freuhandstelle ch sind inzwische; zogen. Die Siedöckigen Gruppenaut ist und zählt ntbauauskihrung umer Baufirmen. e 10 und 11.) res thalts hnen den NZEIGER jede beliebige in lediglich daher müssen bgabe der ung entrichtet n S i e s i c h a n Rathausplatz 8 heute 2. Beflage zum Bochumer Anzeiger u. Gen. Anzeiger Unterhaltung, Wissen, Leben Nr. 138 38. Jahrgang Dienstag, 16. Juni 1931 Der alte Film Von Heore Utrick iebe. t von Sanssouci. ter Ausschluß der ie Haus. ei=Groschen=Oper. : Namensheirat, itensprünge. is Tanz. sen durchaus an. Moral der groind wenn es auch im großen Genur des juristisch sichts anderes als n Sie mir das, uffassung offiziel ft sich über seine ben Spangenberg luffen. Wenn Sie damit er nicht in zt da der Unterder sich übrigens infach darin, daß e E i c h w o l d t! I c h daß Ihre Ansicht ist; ich bin auch ftsmoral— sonst u0 Spangenbergs Sache von außen und Sie waren gs mehr Begriff, hatte. 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Oder ist es vielleicht nicht sonderbar, wenn einer, der reich und unabhängig ist, der sich, nachdem er jahrelang die Welt bereist, nun die schönste Villa der Gartenstadt gekauft hat, sein Leben einsam in seiner Bibliothek und zwischen den Mappen seiner Sammlung chinesischer Zeichnungen verbringt? Die Mütter sämtlicher heiratsfähiger Töchter drückten ihr Urteil übrigens noch viel schärfer aus und sagten schlicht, aber mit hörbarem Grimm in der Stimme: Der Doktor Joachim K. ist einfach verrückt! Und ihre Meinung über den armen Joachim besserte sich keineswegs, als es bekannt wurde, daß er öfters den Tee bei der verpitwelen Gräfin Cadorra nähme. Diese Gräfigl, Wo, her war sie gekommen? Aus Südamerika?„###### Italien? Gleichviel. Jedenfalls war es ärgerlich, daß dieser reiche und elegante Joachim die jugendfrischen Mias und Lizzys der Stadt vernächlässigte, um mit einer nicht mehr jungen Fremden Tee zu trinken! Aergerlich? Ah, keine Spur! Lächerlich war es, einfach lächerlich und sein eigener Schaden! Wenn Joachim einsam blieb, so war es nur deshalb, weil keine der Mias und Lizzys an das Frauenbild heranreichten, das er in seinem Innern trug. Und wenn er auch jahrelange Weltreisen gemacht hatte, um Kulturgeschichte zu studieren, so könnte man doch auch ebensogut behaupten, daß diese Reisen romantische Fahrten nach der unbekannten Geliebten gewesen waren, daß er im Grunde in Venedig, Paris, San Franzisko nur sie, die eine vollkommene Frau gesucht hatte. Vergeblich gesucht hatte! Bis eben, da er 45 Jahre alt, in seine Heimat zurückgekehrt war, die Gräfin Cadorra aufgetaucht war. Die vollkommene Frau? Beinahe glaubte er es, wollte er es glauben, wenn er ihr gegenüber am Teetisch saß, wenn ihre schmalen Hände ihn umsorgten, und ihre weiche, dunkle kluge und gütige Worte sprach. Ja, er wollte es glauben, und glaubte es schließlich, daß Maria die ihm vom Schicksal bestimmte Frau wäre, er fühlte, wußte, daß sie wie er den ganzen Tag nur dieser Nachmittagsstunde entgegenlebte, er wußte, daß sie ihn liebte, wie er sie,— wenn er aber die zarte Gestalt an sich ziehen, endlich ein entscheidendes Wort sprechen wollte, wich sie mit sanftem Lächeln zurück, schüttelte leise den Kopf und sprach von anderen Dingen. Bis er sie eines Tages plötzlich an sich riß und ihren Mund küßte. Aber sie löste sich von ihm, und indem sie ihm die Hand zum Abschied reichte, sprach sie:„Laß mir einige Tage Zeit, dies alles zu überdenken, mein Freund! Komme erst, wenn ich dich rufe!" Joachim küßte ihre Hände und ging. Die nächsten Tage verbrachte er in sehnsüchtiger Unruhe. Er ging ziellos durch die Straßen, betrachtete zerstreut Anlagen und Plakate und beachtete kaum die Ankündigungen der„Kino= und Filmausstellung", kaum die Voranzeige. Endlich kam Marias Brief; nur wenige Zeilen:„Mein Freund, besorge für die „Historische Filmvorführung“ zwei Plätze und mich Sonntag um 6 Uhr ab!——— Bis dahin Deine Maria.“ Warum war„bis dahin" unterstrichen? Vergeblich quälte sich Joachim mit dieser Frage; er hatte dafür noch keine Erklärung finden können, als er mit Maria om Sonntag das Kinotheater betrat.„Historische Filme“ sollten gezeigt werden, Szenen aus Filmwerken. die vor etwa 20 Jahren das Entzücken des Publikums gewesen waren. Als erste Programmnummer: er die Hände ineinander und knirschte vor hilfloser Verzweiflung mit den Zähnen. „Aus Nora Solbergs letztem Film. Die Insel des Schweigens.“„Erinnerst du dich an die Solberg?“ fragte Maria. Sie war blaß und ihre Stimme bebte. „Nein“, sagte Joachim,„ich hatte damals weder Zeit noch Interesse für den Film. Uebrigens hat man von der Solberg später nichts mehr gesehen, warum?“ „Sie hat ins Ausland geheiratet, hat dem Film Lebewohl gesagt“, antwortete Maria leise. Joachim nickte gleichmütig. Es wurde dunkel, das Spiel begann: Ein Film jener ersten Zeit, rührselig und oft ungeschickt. Aber Nora Solberg! Joachim starrt regungslos, versunken, auf die Leinwand: Das war die Frau, die er gesucht hatte sein Leben lang, jeder Zug ihres Gesichts, jede ihrer Bewegungen war ihm vertraut, als hätte er sie schon oft im Traum gesehen. Plötzlich aber fiel ihm eine seltsame Aehnlichkeit zwischen Nora Solberg und Maria Cadorra auf! Freilich war Maria viel älter, aber sie hatte dieselbe Art, die Hände zu halten, dieselbe Art, das Gesicht zu heben und zu lächeln. Und mit einem Schlage, mit jähem Entsetzen erkannte Joachim, daß er Maria Cadorra nicht liebte, nicht diese Frau von Fleisch und Blut liebte, sondern daß er in ihr nur die Aehnlichkeit mit seinem Traumbilde angebetet hatte. Im Saal wurde es hell, Maria erhob sich, ging. Er folgte ihr. Auf dem Heimweg schwiegen beide bis Maria fragte:„Wie hat dir Nora Solberg gefallen?“ Und da er nicht gleich antwortete, blickte sie auf, schaute ihn voll an und senkte dann stumm das Gesicht. Vor dem Tore ihres Hauses blieb sie stehen, und während sie ihre Hand in der seinen ruhen ließ, sagte sie:„Ich muß nun auf einige Wochen verreisen;— heute in einem Monat erwarte ich dich wie früher zum Tee! Versprich mir, bis dahin nichts von Wichtigkeit zu unternehmen, ja? So leb wohl, mein Freund,— lebe wohl,— und vergiß nicht: Heute in einem Monat! Joachim stand wie betäubt, ehe er sich noch hatte fassen können war Maria gegangen, hatte sich noch einmal umgeblickt, war hinter der schwer zufallenden Haustür verschwunden. Er zögerte unentschlossen, wollte anläuten, wandte sich endlich und ging, von den widerstrebendsten Gefühlen gequält, nach Hause. Der Schluß von Marias Brief fiel ihm ein:„Bis dahin deine Maria.“ Woher hatte Maria gewußt, daß Noxa seinem Traumbild entsprachs Und weshalb hatte sie ihn zu diesem Film geführt? Weshalb verschwand sie jetzt und bestellte ihn gleichzeitig in einem Monat wieder zu sich? Joachim läutete an der Tür der Gräfin Maria Cadorra. Das Mädchen öffnete, grüßte, als wäre nichts vorgefallen und führte ihn in den kleinen grünen Salon, wie sie es früher täglich gemacht hatte. Er fühlte sein Herz klopfen, er hatte endlich beschlossen, sich der Eingebung des Augenblicks zu überlassen und erwartete erregt, die Augen auf die Türe geheftet, das Erscheinen der Freundin. Und nun hörte er Schritte näherkommen. die Türe öffnete sich, und vor ihm stand— Nora Solberg,— jung, schön, mit einem verwirrten, kindlichen Lächeln! Joachim griff mit den Händen an die Schläfen: Ich bin wahnsinnig geworden! dachte er. Die Erscheinung machte einen Schritt auf ihn zu: „Mama läßt Sie grüßen. Sie muß jetzt auf unserm Gut in Italien bleiben, und hat mich hierhergeschickt, — weil Sie doch gewohnt sind, jeden Tag hier Ihren Tee zu trinken!“ Sie lächelte, Joachim stand noch immer regungslos. nicht verstehend.„Nora Solberg? flüsterte er.—„So hieß meine Mutter, als sie so alt war wie ich jetzt bin.“..36, un6.— Da begriff der Mann, und von der Größe und dem Opfermute dieser Frau überwältigt sank er auf die Knie und schlug die Hände vor das Gesicht. Und als das Mädchen tröstend zu ihm trat, und er ihre Hände ergriff und sie an seine nassen Augen drückte und immer wieder mit Küssen bedeckte, wußte er kaum, welcher der beiden Frauen diese Küsse galten. Später freilich...! Das Fluczeugunglück in Jaatltücken Die nächsten Wochen schleppten sich unerträglich langsam hin. So lange die„Insel des Schweigens“ gespielt wurde, versäumte Joachim keine Vorführung, die übrige Zeit des Tages verbrachte er mit Nachforschungen nach Nora Solberg. Vergebens. Er erfuhr nicht mehr, als er schon wußte. Sie hatte einige kleine Rollen gespielt, dann— plötzlich entdeckt— die große Rolle in der„Insel des Schweigens“, die man jetzt als Reprise vorgeführt hatte, dann aber hatte sie einen Ausländer geheiratet, war mit ihm fortgereist,— verschollen. Joachim lachte ingrimmig über diese Auskünfte: Was hätte es auch genützt, wenn er ihre jetzige Adresse erfahren hätte? Eines war ja nicht zu ändern: Die Frau seiner Träume, sie, deren Bild auf der Leinwand ihn zu Entzücken und Anbetung hinriß, sie war vor zwanzig Jahren jung gewesen! So waren seine Nachforschungen nach Nora Solberg Wahnsinn! Sie war ein Traumbild, nicht mehr. Und er bemühte sich, nicht mehr an sie zu deken; er nahm sich vor, an dem bestimmten Tage Maria Cadorra um ihre Hand zu bitten. Als ihm dann aber wieder einfiel, daß er dieses nur täte, weil Maria ihn an Nora erinnerte, krampfte Am Samstag früh ereignete sich, wie wir bereits ausführlich berichteten, auf dem Flugplatz in Saarbrücken ein schweres Flugzeugunglück. Das fahrplanmäßige Lusthansaflugzeug„D 1455“(ein, ZornierMerkur=Apparat) war kurz nach dem Start infolge einer Unregelmäßigkeit der Maschine wieder zum Flugplatz zurückgekehrt und stürzte dann aus bisher ungeklärter Ursache aus einer Höhe von 100 Meter über dem Flugplatz ab.— Bei dem Aufpran explodierten die Benzinbehälter, wodurch die beiden Passagiere sowie der Pilot Robert Weichardt und der Bordfunker Kampmeyer den Tod fanden. Unser Bild zeigt die Trümmerstätte. Polizei und Feuerwehr bemühen sich um Löschung des Brandes und um die Bergung der Leichen. Gante=EidkensrandEsrpienssen Jommertas Von Joseph von Lauff. Sommerstille, keine Regung, Schilfumkränzte Einsamkeit! Nur mit säuselnder Bewegung Strählt der Wald sein falbes Kleid. Nicht die allerfeinste Welle Plätschert ihr verträumtes Lied; Nadelscharf steht die Libelle Ueber dem verwaisten Ried. Da, die Ruhe von sich schüttelnd, Reißt die Einsamkeit entzwei, Und zwei Falken, stolz sich rüttelnd, Finden sich im Liebesschrei. Wie verflogen ist die Stille, Hellauf rauscht, was säuselnd glitt; Ausgelöst sind Wunsch und Wille, Und die ganze Welt jauchzt mit. Dinosauriern zutage fördern werden, die auf ähnliche Weise vor Verwesung geschützt wurden Nach den Vermutungen der Gelehrten sind diese kostbaren Proben uralten Holzes im Bett eines vorgeschichtlichen Flusses fortgeführt worden und blieben dann in dem Sand stecken, der mit einer dichten Schicht von Erdpech überzogen wurde woraus die vortreffliche Erhaltung zu erklären ist. Mikroskopische Untersuchungen des Holzes zeigen, daß die Wachstumsringe ganz klar zutage treten und daß das Holz auch in seiner Struktur und Färbung nicht gelitten hat. Es ist ein hartes Holz von tiefroter Farbe, das in seiner Maserung etwas an den Ahorn erinnert; man vermutet daß es zu einer Baumfamilie gehörte, aus der die modernen Koniferen sich entwickelt haben. Da die bisherigen Hölzer aus einer 60 Quadratfuß großen Grube stammen und die Ausdehnung des Teersandes sich auf 130 Quadratkilometer erstreckt, sind noch weitere bedeutende Funde zu erwarten. Kinaus in die Ferne... Eigener Herd— man will ihn auch einmal * Wenn jemand eine Reise tut, so sammelt er doch nicht immer neue Eindrücke. * Ruhe ist die erste Pflicht des Reisenden, wenn die Reise genußreich sein soll. Was in der Ferne liegt, braucht noch lange nicht schön und interessant zu sein. Sieh, das Schöne liegt so nah, das gilt auch oft für Reisen. * Ist das Land auch noch so fremd, Auskunft kann man immer erhalten. * Eine nervöse, reisende Dame stellt mehr Fragen, als zehn besonnene Schaffner beantworten können. Anläßlich der Wiederkehr des 700. Jahrestages der Gründung des Deutschen Ordenslandes, dem heutigen Ostpreußen, finden in Marienburg(Westpreußen) große Feiern statt. Dem deutschen Orden von St. Marien, dessen Ordens=Hochmeister seinen Sitz auf der Marienburg hat, ist die in damaliger Zeit begonnene Kolonisierung zu verdanken, wodurch Ostpreußen zu seiner späteren Blüte gelangte.— Hindenburg, der Ostpreußen während des Weltkrieges vor feindlichem Einfall und Verwüstung bewahrte, lieferte seine siegreichen Schlachten auf dem gleichen Tannenberger Schlachtfelde. auf dem der Hochmeister Ulrich von Jungingen 500 Jahre früher das Deutsche Ordensland vor der Entreißung des fruchtbaren und reichen Ostpreußen durch Polen und Litauen durch eine siegreiche Schlacht bewahrte. Unser Bild zeigt: die Aufführung des historischen Spiels„Bartholomäus Blume“(des heldenmütigen Marienburger Bürgermeisters) auf dem Marktplatz in Marienburg. 50 Mikkionen Zakre aktes ftotz Was mikroskopische Untersuchungen zeigen. Holz, von dem die Gelehrten annehmen, daß es vor einer Zeit zwischen 50 und 100 Millionen Jahren entstanden ist, wurde in trefflich erhaltenem Zustande in den Teersandlagern zu Port Momurray in der kanadischen Provinz Nord= Alberta aufgefunden. Dieser Fund ist jetzt von botanischen Sachverständigen in den kanadischen Staatslaboratorien näher untersucht worden, und man hofft, daß weitere Grabungen in den Teersandgruben auch die Körper von großen Rer E Abt. Mo#ten Wätcke! Onteressieren Sie die jetzt massgelenden Möbelpreise? Ein Blick in Schürmann's Schaufenster orientiert rasch und gründlich! Gekr. Sckürmann, Deutschlands größtes Haus für Wohnungseinrichtungen Sosen— Röln— Dortmund— Gieleseca Das undersenrurt Beoi ersanden Vorführung vor dem französischen Marineministerium Strengstes Schweigen über die Konstruktion Paris, 15. Juni. Es ist merkwürdig, daß ausgerechnet eine Landratte das unsinkbare Boot erfunden zu haben scheint. Die Erfindung des Mathematikers M. Chartrain aus Clermont=Ferrand muß unbedingt ernst genommen werden und ist zur Zeit schon Gegenstand der tollsten Kombinationen und Versuche ausländischer Agenten, in den Besitz des Geheimnisses zu kommen. Kein Tag vergeht, an dem nicht irgend eine Gesellschaft oder ein Schifffahrtstrust mit einem Angebot an Professor Chartrain herantritt. Die besten Angebote nützen nichts mehr, da der Erfinder sich dem Marineministerium gegenüber verpflichtet hat, zu schweigen und sich mit einem Bruch dieses Schweigens, des Landesverrates schuldig machen würde. Die Skeptiker haben darauf hingewiesen, daß dieser Erfinder nie in seinem Leben einen Fuß auf ein Schiff gesetzt habe. Aber das ist kein Grund, daß dieser Mann nicht in der Lage sein sollte, das„Ei des Columbus“ zu finden. Die ersten Verhandlungen mit dem französischen Marineministerium liegen schon sechs Monate zurück, damals wurden auch die ersten Versuche gemacht, die so gut verliefen, daß das Ministerium jede weitere Unterstützung zum Ausbau der Entdeckung zusagte. Auf den 29 Juni sind die ersten Probefahrten und Ver 29. Juni sing die ersten Prevrfaährten und Versenkungsversuche in Clermont=Ferrand angesagt, am 30. Juni werden sie in Vichy wiederholt. Die Marineingenieure, die den Erfinder beim Bau unterstützten, haben selbst ein Programm entworfen, wie man das unversenkbare Boot auf seine Dauerhaftigkeit prüfen könne. So wird man das Boot erst einmal rammen, ferner wird es angebohrt, schließlich jagt man mit einem Maschinengewehr 200 Kugeln in den Boden, der also zu einem Sieb wird. Trotz allem soll das Boot nie versinken. Man wird verstehen, daß der Erfinder aus rein persönlichen Gründen mit dem Geheimnis klug hinter dem Berge hält. Man schätzt in französischen Seefahrtskreisen seine Entdeckung auf viele Millionen, wobei freilich berücksichtigt werden muß, daß als erster Reflektant— und auch zwangsweise als einziger— die französische Regierung auftritt, die die Erfindung in erster Linie für die Kriegsmarine sichern will. Zu den verschiedenen Vermutungen über die technische Seite der Erfindung ist zu sagen, daß es sich nach des Erfinders eigenen Mitteilungen um ein Verfahren handelt, daß Schwimmzellen bei der näheren Berührung mit dem Wasser noch ihre Schwimmfähigkeit steigern. Man kombiniert daraus, daß es sich vielleicht um kleine Zellen handelt, die irgend ein Auftriebgas entwickeln, das natürlich nur immer die einzelne Zelle expandiert, die vom Wasser berührt wird. Aber Näheres weiß man, wie gesagt, nicht, da nie eine Erfindung sorgsamer vor den Augen aller Neugierigen geheim gehalten worden ist als gerade diese, obwohl der Erfinder, wie er selbst gesteht, seit rund 22 Jahren an ihr arbeitet. „Naullas“ im Schleppiala ser ist und als Elsässer in der deutschen Armee gedient hat. Nach deutschem Recht war Schwartz deutscher Staatsangehöriger. Nach französischem Recht ist er dadurch französischer Staatsangehöriger geworden, daß zufällig in zwei Generationen hintereinander die Geburt auf französischem Staatsgebiet stattgesunden hat. Es handelt sich also um einen tragischen Fall doppelter Staatsangehörigkeit und Schwartz, der als Deutscher behandelt wurde und sich auch immer nur als deutscher Staatsangehöriger gefühlt hat, ist deshalb vom französischen Kriegsgericht wegen Waffentragens gegen sein Vaterland(!) zu lebenslänglicher Verbannung verurteilt worden. Er wurde im Februar 1919 in Kehl verhaftet und befindet sich noch heute in Cayenne. Man hofft, daß der neue Schritt der Verteidigung einen Ausweg bietet, damit dieses letzte Opfer des Krieges endlich befreit wird. Großfeuer in Neu-Belgien . Aachen, 15. Juni. In dem dicht hinter der deutsch=belgischen Grenze gelegenen, ganz von Deutschen bewohnten Ort Raeren ist am Sonntag morgen die einzige größere Fabrik des Ortes, die Wollreinigungsanstalt von Lintermann, bis auf die Grundmauern aus bisher noch unbekannter Ursache niedergebrannt. Bis auf eines der beiden Maschinenhäusern sind die Hauptgebäude, das Hauptmaschinenhaus, mehrere Vorratsschuppen, vier Eisenbahnwaggons und Oelvorräte, die auf 20 bis 40 Eisenbahnwaggonladungen geschätzt werden, dem Feuer zum Opfer gefallen, Die Fabrik sollte in der nächsten Zeit vergrößert werden und der Plan dazu war erst zwölf Stunden vor Ausbruch des Brandes genehmigt worden. Aintäge in Feantsatler=Bamirach Newyork, 15. Juni. Einem Funkspruch des„Nautilus" zufolge, ist es in den Sonntagabendstunden dem Schlachtschiff „Wyoming“ gelungen, trotz des schweren Seeganges das völlig manövrierunfähige Polarboot ins Schlepptau zu nehmen. Der Kommandant der„Wyoming“ beabsichtigt, den irischen Hafen Cobh anzulaufen. Sir Hubert Wilkins hat über den Unfall des =Bootes„Nautilus“ folgendes Telegramm an die „New Chronicle“ in London gerichtet:„Der vierte Zylinder der Steuerbordmaschine hat einen Hüllenriß bekommen. Die Maschine ist unbrauchbar bis zu unserer Ankunft in Bergen, wo ein Ersatzzylinder zur Verfügung steht. Wir machen gute Fahrt von acht Meilen mit der Backbordmaschine, während der Hilfsmotor die Batterien auffüllt. Der Zylinderbruch ereignete sich gerade, als unsere Batterien fast leer gelaufen waren, weshalb wir die drahtlose Station während der Nacht nur beschränkt benutzen konnten Daher ist diese Mitteilung auch nur kurz. Das Wetter ist gut. Wir legten bis Sonntag mittag 192 Meilen zurück. Unsere Stellung um 18 Uhr(am Sonntag abend) ist 45,26 Dord und 24,6 West. An Bord alles wohl.“ 40: Druckseiten Antlageschrift in der Zavag-Angelegenheit Zwei Reisende wurden schwer, mehrere, leicht verletzt. 3 Monaie ullen in der Eiswaste Wie der Meteorologe Courtauld gerettet wurde Fast zur selben Zeit, da die Meldungen über das tra= tauld fand sehr rasch seine vollen Körperkräfte wieder, gische Schicksal Alfred Wegeners Europa erreichten, so daß er seine Gefährten bei ihrem schnellen Abmarsch kam aus Grönland eine knappe Nachricht von der glück= begleiten konnte. Nach Abschluß der ersten Tagesreise lichen Rettung des englischen Meteorologen Augustine wurde die kleiCourtauld, der mehr als funf Monate allein auf der Eiskap=Station, einige 100 Kilometer von der Ostküste Grönlands entfernt, ausgeharrt hatte. Die„Times“ bringen jetzt ausführliche Berichte sowohl von dem Geretteten selbst, wie auch von dem Leiter der Expedition, die zur Aufsuchung des Gelehrten ausgesandt worden war. Am 26. Oktober war Courtauld mit zwei anderen Männern, Chapman und Wager, von der der British Arctic Air Route Expedition,— sie hat die Aufgabe, die Möglichkeiten einer Luftverbindung von England nach Kanada über Grönland zu erforschen— aufgebrochen, um ihre beiden Gefährten, Bingham und'Aeth abzulösen, die bisher die sogenannte Eiskap=Station verwaltet hatten. Bei der Ankunft dort stellte sich heraus, daß die Station mit Lebensmitteln für zwei Mann nur bis Ende Februar versehen war, d. h. bis zu einem Termin, bis zu dem eine Neuversorgung außerordentlich schwierig, wenn nicht gar unmöglich war. Angesichts dieser Tatsache erbot sich Augustine Courtauld, allein in der Station zu bleiben, um auf diese Weise zu verhindern, daß die so wichtige und mit so vieler Mühe errichtete Station aufgegeben werden müßte. Das Wagnis erschien umso größer, als Courtauld durch schwere Frostwunden an Händen und Füßen an seiner Arbeit behindert wurde. Da Courtauld aber auf seinen Willen bestand, so wurde ihm die Station übergeben, und die anderen Mitglieder der Expedition kehrten wieder nach dem Hauptlager zurück. Courtauld war nun in der Arktis allein. Seine Arbeitsstätte bestand aus einem großen Zelt, über dem ein geräumiges Schneehaus errichtet worden war. Dieses war durch Tunnels mit zwei kleineren Schneehäusern verbunden, die als Vorratsräume benutzt wurden. Die ganze Anlage war von einem hohen Schneewall umgeben. Auf einem erhöhten Punkte flatterte die britische Flagge. Die ersten zehn Tage verliefen für den nunmehr von der Welt völlig Abgeschnittenen ganz angenehm. Das Haus war warm, die Nahrung gut und reichlich. Dann änderte sich das Wetter. Schwere Schneestürme setzten ein und verschütteten allmählich den Hof Auch der Eingangstunnel wurde zugeweht, und da die Kräfte von Courtauld nicht mehr ausreichten, um diesen Zugang freizuhalten, sah er sich genötigt, einen Notausgang durch das Dach des einen Vorratshauses zu schneiden, der sich auch bis zum Eintritt der klareren und kälteren Witterung vermittelst einer eingebauten Packkiste offenhalten ließ. Im Februar nahm die Kälte erheblich zu und das Thermometer sank bis auf 64 Grad. Am 18. März brach ein furchtbarer Schneesturm los, der eine derartige Schneedecke aufhäufte, daß es Courtauld trotz aller Anstrengungen unmöglich war, diese sechs Fuß hohe Schicht zu durchbrechen. Er war vollkommen eingeschneit. Seine Lage verschlechterte sich. Vier Gallonen Paraffin waren infolge Leckwerdens der Behälter ausgelaufen, so daß er sich darauf beschränken mußte, den spärlichen Rest zum Schmelzen des Trinkwassers zu verwenden, ein empfindlicher Verzicht auf warme Mahlzeiten. Tabak, Zucker gingen zu Ende und, was noch schlimmer war, auch die Kerzen, für die aus Ski=Wachs hergestellter Ersatz nur einen sehr kümmerlichen Notbehelf bot. Die völlige Dunkelheit war der schlimmste Feind des im Schnee Begrabenen, der, unfähig sich selbst zu helfen, mit stoischer Ruhe auf die Entsatz=Expedition wartete. Diese war, durch ungünstige Witterung aufgehalten, am 20. April vom Hauptlager an der Ostküste Grönlands aufgebrochen und erreichte am 5. Mai die Station am Eiskap, die vollkommen im Schnee begraben lag, aus dem nur noch der zerfetzte Union Jack emvorragte. Alles war still, und kein Lebenszeichen kam aus dem Innern. Von Unruhe erfaßt, eilten die Männer herbei und waren hocherfreut, als ihnen auf ihren Anruf Courtauld Antwort gab. In fieberhafter Eile wurde die Schneedecke durchbrochen, und nach sechs Wochen erblickte Courtauld zum ersten Male wieder das Licht des Tages. Er erholte sich rasch, so daß er nach kurzem Ausruhen imstande war, mit seinen Rettern den Marsch nach ihrem zwei englische Meilen entfernten Lager anzutreten. Der Sonnenschein, die frische Luft und die kräftige Nahrung taten Wunder. Courwurde die kleine Gesellschaft von dem ebenfalls auf die Suche nach Courtauld ausgesandten schwedischen Flieger Ahrenberg entdeckt, der von Malmö über Island nach Grönland geflogen war und nun neue Vorräte für Mensch und Tier abwarf. Wenige Tage nach dem Abmarsch vom Eiskap langte die Entsatz=Expedition mit Courtauld wohlbehalten im Hauptlager an, nachdem sie noch auf ihrem letzten Marsche nicht weniger 41 Meilen trotz weichem Schnee zurückgelegt hatte. Der letzte deutsche Kriegsteilnehmer in Cayenne Essen, 15. Juni. Wie wir erfahren, ist der Fall des letzten deutschen Kriegsteilnehmers, der noch in Frankreich zurückgehalten wird, Paul Schwartz, in ein neues Stadium eingetreten. Sein Verteidiger, Rechtsanwalt Dr. Grimm(Essen), hat nunmehr einen Antrag beim französischen Justizministerium eingereicht, daß Schwartz aus dem französischen Staatsverband entlassen wird. Es handelt sich im wesentlichen um einen Streit um die Staatsangehörigkeit des Paul Schwartz, der ElsäsFrankfurt a.., 15. Juni. In der Angelegenheit der Frankfurter Allgemeinen Versicherungs=Gesellschaft(Favag) ist nunmehr die Anklage erschienen. Sie umfaßt 407 Druckseiten. Angeschuldigt sind die früheren Vorstandsmitglieder der Favag Becker, Rechtsanwalt und Notar Dr. zur. Kirschbaum, Sauerbrey, früheres Vorstandsmitglied der Südwestdeutschen Bank.=G. und Prokurist der Favag Schuhmacher, Lindner, Mädje(Berlin), früheres Vorstandsmitglied der Vereinigten Berlinisch=Preußischen Lebensversicherungs=.=G. Fischer, früheres Vorstandsmitglied der Südwestdeutschen Bank.=G. Becker. Kirschbaum, Lindner und Schuhmacher wird vorgeworfen, in Frankfurt a. M. und Berlin in den Jahren 1923—1929 durch mehrere selbständige Handlungen als Vorstandsmitglieder der Favag absichtlich zum Nachteil der Gesellschaft gehandelt und hierdurch handelsrechtliche Untreue begangen zu haben. Zum Teil sollen die Taten gemeinschaftlich mit dem verstorbenen Generaldirektor Dumcke begangen worden sein. Ferner wird Mädje als Vorstandsmitglied und Becker als Aufsichtsratsmitglied der Vereinigten Berlinisch=Preußischen Lebensversicherung=.=G. Untreue im Sinne des Strafgesetzbuches zum Vorwurf gemacht. Sauerbrey ist der Beihilfe in den Fällen Becker und Dumcke der handelsrechtlichen Untreue und in einigen anderen Fällen ebenfalls der Beihilfe zur Untreue angeklagt. Sauerbrey soll den flüchtig gewordenen Kaufmann Hirsch=Ehrlich, der als Bevollmächtigter der Mitteldeutschen Uhrenfabrik.=G. über Lieferungen und andere Vermögensstücke seiner Auftraggeber zu deren Nachteil verfügte, Beihilfe geleistet haben. Becker, Lindner und Schuhmacher wird vorgeworfen, daß sie als Mitglieder des Vorstandes der Helios, Allgemeine Versicherungs=.=G. zum Nachteil der Gesellschaft handelten. Sauerbrey soll fortgesetzt Becker und Dumcke bei den strafbaren Handlungen zum Nachteil der Helios Beihilfe geleistet haben. Kirschbaum soll als Bevollmächtigter der Frankfurter Industrie=Kredit G. m. b. H. Untreue zum Nachteil der Gesellschaft begangen haben. Becker soll fernerhin als Vorstandsmitglied der Frankfurter Lebensversicherungs=.=G. mit Kirschbaum und Dumcke zu verschiedenen Vergehen zum Nachteil der Frankfurter Industrie=Kredit G m. b. H. Beihilfe geleistet haben. Der Angeklagte Sauerbrey soll als Mitglied des Vorstandes der Südwestdeutschen Bank.=G. über Wertpapiere, die dieser Gesellschaft von dritten zur Verwahrung übergeben waren, rechtswidrig verfügt haben. In anderen Fällen sollen Sauerbrey und Becker handelsrechtliche Untreue begangen haben. Becker soll Sauerbrey zu einem Teil der Strafhandlungen durch Mißbrauch seiner Stellung als Aufsichtsratsvorsitzender vorsätzlich bestimmt haben. Sauerbrey und Becker sollen als Gründer der Südwestdeutschen Bank.=G. bei der Eintragung dieser Gesellschaft in das Handelsregister wissentlich falsche Angaben gemacht haben, wobei ihnen Kirschbaum Beihilfe geleistet haben soll. Zwei Reisende wurden Die Strecke wurde vorlaufig für zwei Stunden gesperrt. Der Betrieb wird durch Pendelverkehr aufrecht erhalten. Die Ursache des Zusammenstoßes noch nicht geklärt. Untersuchung ist eingeleitet. ist Hochwasser im Inntal Das Städichen Hall gefährdet Innsbruck, 15. Juni. Die Ueberschwemmung im Inntal nimmt katastrophale Formen an. Besonders bedrohlich ist die Lage für die Stadt Hall, vor der der Damm gebrochen ist. Das ganze Tal zu beiden Seiten der Dammlinie steht fast ein Kilometer unter Wasser, so daß nur die Dämme hervorkommen. Das Wasser reicht bereits bis zu den ersten Häusern von Hall. Auch andere Strecken im Inntal gleichen stellenweise einem See von einem Kilometer Breite. Das Militär ist für die verschiedenen bedrohten Orte zur Hilfeleistung beordert. Zwanzig Mann des Radfahrbataillons in Hall haben Abflußgräben gezogen, so daß eine größere Gefahr für diese Häuser abgewendet werden konnte. Am Sonntag nachmittag kenterten in der Nähe von Hall zwei Faltboote. Die Insassen sind wahrscheinlich ertrunken. Auch bei Zirl ist gestern abend ein Faltboot gekentert. Beide Insassen, ein Herr und eine Dame verschwanden in den Fluten. Schwere Unwelter in England Autos fliegen durch die Luft. London, 15. Juni. Am Sonntag abend wurde England von schweren Unwettern heimgesucht. In Birmingham stürzten infolge des Sturmes und der Regengüsse zahlreiche Häuser ein, ganze Häuserreihen wurden ihrer Dächer und Schornsteine beraubt. Eine Frau wurde getötet, etwa zehn Personen wurden zum Teil schwer verletzt. Durch Blitzschlag wurden zwei Personen getötet. An vielen Stellen war das Unwetter von schweren Hagelschauern begleitet. Bei Birmingham wurde von dem Sturm ein Kleinauto fünfzig Meter weit durch die Luft getragen und in einen Graben geschleudert. In dem kleinen Orte Waddington wurde die Kirche vom Blitz getroffen und zwanzig Bauernhäuser eingeäschert. Meilenweit wurden Einrichtungsgegenstände und Trümmern von den abfließenden Fluten fortgeschwemmt. Riesenfeuer äschert Brotfabrik ein Zugzusammenstoß Mainz, 15. Juni. Im Bahnhof Auringen=Medenbach auf der Strecke Wiesbaden— Limburg stieß heute vormittag 9 Uhr ein Personenzug auf einen haltenden Güterzug auf. 100 Jüher Lechnische höchschale hanneree Hannover, 15. Juni. Am Montag vormittag wurde in der hiesigen Stadthalle die Hundertjahrfeier der Technischen Hochschule Hannover im Beisein von 1600 Gästen festlich begangen. Rektor Professor Dr. Blum begrüßte die Grt Festgesellschaft, besonders die Minister Dr. Grimme, Dr. v. Guérard, den Generaldirektor der Reichsbahn, Dr. Dorpmüller, die Vertreter der deutschen Universitäten und Hochschulen, die Gesandten Norwegens und Schwedens und die Rektoren aus den Nachbarländern. Als erster Behördenvertreter sprach der Minister für Wissenschaft, Kunst und Volksbildung, Dr. Grimme. Er führte u. a. aus: „Das Wachstum der höheren Gewerbeschule des Begründers Karmarsch zur technischen Hochschule und das Klettern des damaligen Etats von 36.000 auf 2½ Millionen Mark kann uns nicht wundern. Denn die Geschichte hat dazwischen das klassische Jahrhundert deutscher Technik eingespannt. Wer die letzte Entwicklung mitgemacht hat wie ich, der freut sich, daß die Staatsregierung der Technischen Hochschule Hannover ihre Glückwünsche zum hundertjährigen Bestehen mit einem Tatgeschenk zum Ausdruck bringen kann. Darf ich jedoch heute dieser Hochschule als eine der wichtigsten technischen Ausbildungsstätten Preußens den ersten Abschnitt ihrer Neubauten übergeben. Dabei weiß ich, wieviel noch zu tun übrig bleibt. Aber eines verantwortungsbewußten Staatsmannes wäre es nicht würdig, in dieser Notzeit nun auch ein Versprechen auf materielle Leistung für die Zukunft zu geben. Das ist aber nicht zuviel versprochen, daß die Unterrichtsverwaltung keine Mühe scheuen werde, ihrer zweitgrößten technischen Hochschule den Lebensraum zu verschaffen, den sie braucht. Der Minister gedachte sodann all derer, die an dem Neubau der technischen Hochschule hervorragend beteiligt sind. Besonderer Dank gebühre der Provinz und der Stadt Hannover, daß beide sich entschlossen haben, der Technischen Hochschule eine große Sportanlage zu schenken. Zum weiteren Ausbau werde die preußische Regierung eine entsprechende Summe zur Verfügung stellen. Reichsverkehrsminister v. Guérard übermittelte die Grüße des Reichspräsidenten und der Reichsregierung. Das Verkehrswesen sei es gewesen, das in der Frühzeit der Hannoverschen Hochschule ihrer Entwicklung einen besonders starken Aufschwung gegeben habe, als sie in den 40er Jahren des vorigen Jahrhunderts in der Zeit des jungen Eisenbahnbaues von der„höheren Gewerbeschule" zur„polytechnischen Schule“ sich entwickelte. Das Ergebnis ihrer Arbeiten und Forschungen tritt im Verkehrswesen plastisch in Erscheinung. Generaldirektor Dr. Dorpmüller dankte dann noch der Hochschule für alles, was sie im Laufe des Jahrhunderts zur Förderung des Eisenbahnwesens gean vor.„. g.. Ham Gachschas, Tharlatt= Der Rektor der Technischen Hochschule Charlotten= burg, Professor Dr. Krencker, sprach im Namen aller deutschen Universitäten und Hochschulen, sowie der Notgemeinschaft der deutschen Wissenschaft und des Hochschulverbandes. Er betonte daß Technik, Verkehr und Wirtschaft nicht Endzweck sein dürften, daß allerdings der Mensch heute in Gefahr sei, Sklave zu werden der Technik und Wirtschaft. Neben der Freude dieser Jubelfeier erlebten wir auch große Sorgen um das dunkle Geschick der akademischen Jugend, für die Arbeit und Lebensraum fehle. Unser armes deutsches Volk liege innerlich zerrissen, gedemütigt, krank an Seele und Leib, darnieder. Krencker schloß mit den Worten:„Und du Technische Hochschule Hannover, schmiede wie bisher weiter in Pflicht und Treue das Eisen. Das Eisen, das Herz der Jugend, ist heute glühender denn je. Schlage zu und forme deutschen Stahl, laß die Funken stieben. Schmiede deutsche Zukunft, deutsches Glück!“ Dann wurde eine Anzahl Persönlichkeiten zu Ehrendoktoren, zu Ehrensenatoren und Ehrenbürgern der Technischen Hochschule ernannt, darunter zum Ehrendoktor der auf dem Gebiete der Kohlenverflüssigung hervorragend tätige Dr. Bergius(Heidelberg). Für die Provinz Hannover hielt der Landeshauptmann Hagemann eine kurze Ansprache. Als Beweis der lebendigen Anteilnahme der Provinz an den Geschicken der Hochschule habe die Provinz zusammen mit der Stadt Hannover zum Ausbau des Hochschulstadions eine Stiftung beschlossen. Oberbürgermeister Dr. Menge, der die Glückwünsche des Magistrats überbrachte, bewies die herzliche Teilnahme, die die Stadt an den Geschicken der Hochschule nehme, indem er nochmals betonte, daß die Stadt gemeinsam mit der Provinz Hannover auf einem wertvollen Gelände eine Turnhalle mit einem Sportplatz erbauen werde. Für die gesamte niedersächsische Wirtschaft sprach Generalkonsul R. Klaps(Hannover), der Vorsitzende des Wirtschaftsbundes Niedersachsen=Kassel und Präsident der Industrie= und Handelskammer zu Hannover. Als Zeichen der innigen Verbundenheit der niedersächsischen Wirtschaft; mit der Technischen Hochschule Hannover habe der niedersächsische Wirtschaftsbund eine Jubiläumsgabe in Höhe von 140000 Mark zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung der Technischen Hochschule gestiftet. Für die ausländischen Hochschulen übermittelte der Rektor der Hochschule von Delft(Niederlande), Dr. Hallo, und der Rektor der Technischen Hochschule Wien ihre Glückwünsche. Nichtig zubereitet(drei Alinuten gekocht) schmeckt der Kathreiner Oabei kostet das ganze Pfunoparet nur 30 Hfg. Bochumer Anz Gollnow, 15. Juni. Sonntag früh kurz nach 4 Uhr wurde in der Mühle der Gollnower Brotfabrik ein Feuer bemerkt, das sich mit rasender Geschwindigkeit trotz der Windstille ausbreitete. In wenigen Minuten schlugen die Flammen bereits aus dem hohen Gebäude heraus. Die Freiwilligen Feuerwehren rückten auf großen Alarm an und setzten sofort zwei Motorspritzen ein. Es gelang, das angrenzende Wohnhaus zu halten, während aus dem Muhlenwerk auch nicht ein Stück gerettet werden konnte. Die stärksten Eisenträger bogen sich in der Gluthitze und mit Getöse stürzten die Maschinen in die Tiefe. Die Ursache des Feuers ist noch nicht geklärt. Immerhin ist eine Mehlstaubexplosion möglich. Der Schaden ist durch Versicherung gedeckt und dürfte eine Million Reichsmark betragen. Die Gollnower Brotfabrik befindet sich zurzeit in Konkurs. Die Mühle sollte am Montag zur Zwangsversteigerung kommen. Durch den Brand werden die Gläubiger voraussichtlich nicht stärker geschädigt werden. * 25 Grad Wärme auf den Feldberg. Auf den Diskontde (leit eb Desember 1923 ab 26. Februar 1925 ab 12. Januar 1926 ab 26 Februar 1926 ad 27 März 1926 ob 7. Juni 1926... ab 6 Juli 1926. ab 11. Januar 1927 ad 10. Juni 1927 ab 4. Oktober 1927 ab 12. Januar 1929 ab 25. Aptil 1929 ab 2. November 192 ab 14. Januar 1930 ab 5. Februar 1930 ab 8. März 1930 ab 25. März 1930 ab 20. Mai 1930 ab 21. Juni 1930 ab 9 Oktober 1930 ab 13. Juni 1931 Stempel erht Die Stemp der Erhöhung d zent per anno b die Habenzinssä visionsfreier Re her 2½ Prozent auf 4½ Prozent setzen. Der Zir 4 Prozent per Entsprechend d 1 Prozent über Kreditbedingun zent per anno Kreditprovision Die Preuß schluß an die F Lombardsatzes sie sich dem V sen hat, indem Soll- und H des Satzes für Sätze sind fol werden 4¾ Proz Einlagen auf e werden 7½ Pro Sonderkonto J die Sollzinsen Einlagen darau zent) vergütet. ##sich ausschließ mit ihrer Bank Privatkun für Einlagen n sind Abwarten Die Spar des WTB.-Hanc des Sparkasser zent beträgt, ei Sie betrachten lich auf auße führende Maßr Innerwirtschaft ist, die gerade nächst abgewa Dauer sind. J licher Anlaß: zinssatzes vor. Privatdisk Der Privatd ner Börse für Neue Dis Die Oest die erst vor k höhte, setzte und zwar von 1500 Meter hohen Feldberg wurden am Sonntag 25 Grad Wärme gemessen, was eine Höchsttemperatur seit vielen Jahren darstellt. * Wieder Paragraph 218. Wegen des Verdachts, sich des Verbrechens gegen Paragraph 218 schuldig gemacht zu haben, ist die Frauenärztin Dr. Müller in Wiesbaden verhaftet und dem Untersuchungsgefängnis zugeführt worden. * Die Hitzewelle in Spanien. Die Hitzewelle in ganz Spanien dauert an. Mehrere Personen sind am Hitzschlag gestorben. * Die Arbeiten, um das englische=Boot„Poseidon" zu heben, sind eingestellt worden, da das Boot zwölf Fuß tief im Schlamm liegt. Die Bergungsschiffe sind in ihre Häfen zurückgekehrt. Die neuer! hängt mit de. Geldmarktes der Oesterreic infolge der Ve tenen Schwief schen Industr Publikum ein gelöst und zu such seitens Grunde die g Die Ung: den Diskont Lombarddarlel Berline Reichebanke Industrien Oiri Pienvistoren AKU Veranderwerk A. E. 6. Asen Portland Ammend. Papier Anhalter Kohlen #sch ftb. Zellst. Augsb.-N. Masch. 0 0 14 10 5 12 egn. 4tice Baer& Stein Balcke Masch Bamberger Mait Baroper Walzw. #### Bast& Co. Bavr. Motoren 4. P. Bemberg ul. Berger Bergmann El. Berf. Gub. Hutt. 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Juni 1930 ab 9 Oktober 1930 ab 13. Juni 1931 Mit 163 Millionen Mark Kußenllandermkarwiederakn Rückgang der Rohltoffeinfuhr lowie der Gelamfausfuhr(Fertigwaren) *-hsendere“Ifte des wirblichen Finfr-hrrüchvanges entIm Mai 1931 betrug die Einfuhr nach Ausgleich der Lagerabrechnung 585 Millionen Reichsmark. Sie wird zwar in der Aufstellung mit 600 Millionen Reichsmark ausgewiesen, jedoch sind hiervon 15 Millionen Reichsmark als Ueberhöhung infolge nachträglich eingegangener Vierteljahrsabrechnungen abzusetzen. Gegenüber der tatsächlichen Einfuhr im April, die 654 Millionen Reichsmark betrug, hat also die Einfuhr um rund 70 Millionen Reichsmark abgenommen. An diesem Rückgang sind überwiegend die Rohstoffe beteiligt. Weiter beruht das Sinken der Einfuhr etwa zu einem Viertel auf dem weiteren Abgleitender Preise und ebenfalls zu einem Viertel aus einer durch jahreszeitliche Einflüsse bedingten Abnahme. Die andere Halfte des wirklichen Einfunrruckganges entfällt zum großen Teil auf Wolle und Baumwolle. Die Ausfuhr stellte sich im Mai auf 747 Millionen Reichsmark gegen 780 Millionen Reichsmark im April. Ferner sind im Mai Reparationssachlieferungen im Werte von 37 gegen 38 Millionen Reichsmark Im April ausgeführt worden. Der Rückgang der Ausfuhr entfällt ganz überwiegend auf die Fertigwaren, deren Ausfuhr um 27 Millionen Reichsmark zurückging. Auch hierbei beruht ein Teil auf dem Sinken des durchschnittlichen Preisniveaus. Die Ausfuhr von Textilfertigwaren ging um.1 Millionen Reichsmark zurück. Die Handelsbilanz für Mai 1931 ergibt mithin einen tatsächlichen Ausfuhrüberschuß von 163 Millionen Reichsmark. Köln: ebenfalls gebeffert Die Börse eröffnete freundlich, ohne daß es zu größeren Umsätzen kam. Die ersten Kurse lagen etwa 2 Prozent gegen den Samstag-Schluß gebessert. Im Verlauf gab es weitere Gewinne bis zu 1½ Prozent. Der Einheitsmarkt verlief fest. Der Schuß der Börse war freundlich. Asch.-Mönch. F. #achen Rück. #rpe. See Fl. I. Allianz Leben Aillanz u. Stuttgart. Vers. Colonis Feuer kleine Col. Röckvers. Gladb. Feuer Kölner Hagel Kölner Lioyd... Kölner Rückv. große Kölner Rückv. kleine Rn.-W. Lioyd Union Hagel... 99.—.— Vixtoris Allgemeine 12030- 2030 13. 6. 13. 6. 519.— 510.— 67.— 67.— 250.— 250.— 380.— 420.— 250.— 280.— Stempelvereinigung und Sechandlung erhöhen ebenfalls ihre Sätze. Die Stempelvereinigung hat aus Anlaß der Erhöhung des Reichsbankdiskontsatzes auf 7 Prozent per anno beschlossen, mit Wirkung vom 15. Juni die Habenzinssätze für täglich fällige Gelder in provisionsfreier Rechnung auf 4 Prozent per anno(bisher 2½ Prozent), in provisionspflichtiger Rechnung auf 4½ Prozent per anno(bisher 8 Prozent) festzusetzen. Der Zinssatz für Sparkonten bleibt mit 4 Prozent per anno vorläufig unverändert. Entsprechend der Festlegung des Soll-Zinssatzes auf 1 Prozent über Reichsbankdiskontsatz betragen die Kreditbedingungen mit Wirkung vom 13. Juni 8 Pro##tent per anno Soll-Zinsen zuzüglich der üblichen Kreditprovision. □ Die Preußische Staatsbank hat im Anschluß an die Erhöhung des Reichsbankdiskont- und Lombardsatzes ihrer Bankkundschaft mitgeteilt, daß sie sich dem Vorgehen der Reichsbank angeschlossen hat, indem sie zunächst in gleichem Ausmaß ihre Soll- und Haben-Zinssätze(mit Ausnahme des Satzes für tägliche Einlagen) erhöht hat. Die Sätze sind folgende: für täglich fällige Einlagen werden 4¾ Prozent(bisher 3¼ Prozent) vergütet. Für Einlagen auf einen Monat bis zu drei Monaten fest werden 7½ Prozent(bisher 5½ Prozent) gezahlt, auf Sonderkonto J(Darlehen im Monatsverlauf) betragen die Sollzinsen 6¾ Prozent(bisher 4¼ Prozent). Für Einlagen darauf werden 5½ Prozent(bisher 3½ Pro#zent) vergütet. Die vorstehenden Zinssätze verstehen sich ausschließlich für den Verkehr der Staatsbank mit ihrer Bankkundschaft. Im Verkehrmitder Privatkundschaft gelten andere Zinssätze, die für Einlagen nicht unwesentlich niedriger sind Abwartende Haltung der Sparkaffen Die Sparkassene nehmen nach Information des WTB.-Handelsdienst hinsichtlich einer Erhöhung des Sparkassen-Zinses, der durchschnittlich 5 Prozent beträgt, eine durchaus abwartende Haltung ein. Sie betrachten die Diskonterhöhung als eine lediglich auf außenwirtschaftliche Momente zurückzuführende Maßnahme, die in keiner Weise in der innerwirtschaftlichen Lage Deutschlands begründet ist, die gerade das Gegenteil verlange. Es müsse zunächst abgewartet werden, ob diese Momente von Dauer sind. Jedenfalls liege vorerst kein wirtschaftlicher Anlaß zu einer Erhöhung der Spareinlagenzinssatzes vor. Privatdiskont= Reichsbankdiskont Der Privatdiskont wurde an der gestrigen Berliner Börse für beide Sichten auf 7 Prozent festgesetzt. Neue Diskonterhöhung in Oelterreich Die Oesterreichische Nationalbank, die erst vor kurzem den Zinsfuß um ein Prozent erhöhte, setzte gestern abermals den Zinsfuß herauf, und zwar von 6 auf 7½ Prosent. * Die neuerliche österreichische Diskonterhöhung hängt mit der Anspannung des österreichischen Geldmarktes aus Anlaß der schwierigen Sanierung der Oesterreichischen Creditanstalt zusammen. Die infolge der Vorgänge bei der Creditanstalt eingetretenen Schwierigkeiten bei zahlreichen österreichtschen Industriefirmen haben beim österreichischen Publikum eine außerordentliche Nervosität ausgelöst und zu starken Verkäufen und Abhebungen such seitens des Auslandes geführt. Aus diesem Grunde die gerige Diskontheraufsetzung. Auch Ungarn erhöht. Die Ungarische Nationalbank erhöhte den Diskont, von 5½ auf 7 Prozent und den Satz für Lombarddarienen von 6 auf 7½ Prozent. Gellenberg 6(8) Prozent kirchener Berzwerks:&a G. in Gelsenkirchen Pürcde die Buu, Hechlossen, der am 8. Juli stattfindenden Generalversammlung die Verteilung einer Dividende von 6 Prozent gegenüber 8 Prozent im Vorjahr vorzuschlagen. Die Bilanz schließt auf beiden Seiten mit 535 054 564(554 565 668) Reichsmark ab. Nach Abzug einer nach den Grundsätzen des Vorjahres errechneten Abschreibung 5 702 912(2100000) Reichsmark verbleibt einschließlich des vorjährigen Vortrages von 6 618148 Reichsmark ein Reingewinn von 21 972 960(26 105 452) Reichsmark. Der nach Abzug der Dividende und der satzungsgemäßen Aufsichtsratstantieme verbleibende Betrag von 6 649 803 Reichsmark soll auf neue Rechnung vorgetragen werden. Der internationale Börleninden Nirgendwo ist es besser. Es wäre verfehlt, anzunehmen, daß sich die internationale Börsenbaisse am stärksten nur in Berlin auswirke. Die nachstehende Tabelle lehrt, daß sämtliche europäischen Börsen einschließlich,an vork in gleicher Weise wie Berlin von der ständig rückläufigen Bewegung ergriffen sind. Anfang 1929 113.6 102.6 156.8 133.8 104.5 109.5 101.0 91.4 109.2 108.3 124.0 137.3 Wochenend(1931) am aber die Tendenz etwas schwächer werden und die höchsten Tageskurse konnten sich nicht überall behaupten. Auch der Kassamarkt lag bei kleineren Käufen freundlich und die Kurssteigerungen bei einzelnen Werten waren verhältnismäßig groß. Am Geldmarkt zogen die Sätze naturgemäß stärker an. Tagesgeld 7 bis 9 Prozent. Monatsgeld schätzt man auf 8 bis 9½ Prozent und Warenwechsel auf 7½ bis 7¼ Prozent zirka. Elfen: kräftige Erholung Während noch im Frühverkehr eine ungewisse Stimmung herrschte, kam bei Beginn der Terminbörse eine beruhigtere Tendenz zum Durchbruch. Diese führte gegenüber den Sonnabend-Kursen zu kräftigen Erholungen. So gewannen Wintershall bei lebhaften Umsätzen zunächst 7½ Prozent und zogen unter Schwankungen um weitere 3 Prozent an. Rheinstahl waren zu Beginn 1¼ Prozent höher im Verkehr und gewannen weitere 2 Prozent. Die übrigen Terminnapiere waren entsprechend höher geTerminwerte Frankfurt: erhöht Infolge des Fehlens von Anregungen gestaltete sich der Verkehr an der Abendbörse sehr ruhig. Die Spekulation bekundete starke Zurückhaltung, da die angebliche Zuspitzung der Situation in Oesterreich ziemlich geschäftshemmend wirkte. Bei sehr geringer Umsatztätigkeit blieben die Kurse gegen den abgeschwächten Berliner Schluß aber gut behauptet. vereinzelt konnten sie sogar etwas anziehen. Im Verlauf nannte man im Zusammenhang mit dem festeren Newyork zum Teil noch weiter leicht erhöhte Kurse. Rheinisch-Wefffälische Vichmärkte vom 15. Juni 1931. cch * 5 Sr 8 Grobvieh Oersen Bullen Köhe Färsen 188 628 — 69 — 131 — 268 — 103 Fesser—— 73 Kälber 160 636 799# 61 Schafe— 8 26| 8 Schweine 975 4367 3884 423 Ziegen.—! 11-— Ende 1927= 100 Berlin London Paris Brüsse! Amsterdam Stockholm Zürich Wien Budapest Prag Mailand Newyork Durchschnitt: 116.0 Der noch nicht vorliegende Wochenindex für die Zeit vom 6. bis 13. Juni wird einen weiteren und dazu scharfen Rückgang ausweisen. Die ungünstige Entwicklung des Reise- und Güterverkehra auf dem Kordatlantik hat Jet:t Zagrpiganmäslce lischen Großreedereien gezwungen, fahrplanmanige Schiffe ausfallen zu lassen. Börlen vom 15. Juni Newyork, Anfang: Ueberwiegend fester. Amsterdam: Ruhig und nur wenig verändert. Brüssel: Gut behauptet. London: Zuversichtlicher. Paris: Im Verlaufe freundlicher. Mailand: Eher schwächer. Wien: Schwächer. Zürich: Uneinheitlich. Berlin: beruhigt, zuversichtlicher und erholt Die neue Woche ließ die Börse in freundlicher Haltung eröffnen. Die innerpolitische Situation wird für entspannt angesehen und auch sonst hat die vosität der Vorwoche einer Beruhigung Platz gemacht. Die Spekulation übte noch vielfach Zurückhaltung, schritt jedoch, als sie merkte, daß vereinzelt noch herauskommendes Material bei den Banken glatt Unterkunft fand, zu Deckungen. Einige Papiere erschienen anfangs mit Plus-Plus-Zeichen, während im übrigen die Besserungen etwa bis zu 2½ Prozent gingen. Im Verlauf blieb die Stimmung weiter zuversichtlich und die Kurse zogen unter Deckungen der Spekulation weiter an, zumal auch festere Londoner Kursmeldungen und festere deutsche Anleihen in London und Newyork anregten. Gegen 1 Uhr lag das Kursniveau ganz allgemein 1 bis 2 Prozent über der Eröffnung. Einige Spezialwerte hatten sogar bis 4 Prozent gewonnen. Unbestätigte Gerüchte aus Wien, daß Oesterreich ein Allgemein-Moratorium erwäge, ließen gegen Schluß Aschersieben Barmer Bankverein Darmst.-.Nat.-Rk. Oe-Di-Bank... Essen. Steinkohlen Feldmöhle Papier Gelsenberg Goldschmidt... Harpener Bergbau Hoesch..... Karstadt 15.6 24.— 45 53 50 38. 97.25 63 75 137.50 166.— 37.25 103.50 92.75 13. 6. 49.75 35.25 95.— 55.— 130.50 155.50 34.50 106.— 83.— auch Die freundlichere Stimmung übertrug sich auf den Kuxenmarkt. Hier waren von Kohlenwerten Carolus Magnus um 250 Reichsmark, Ewald um etwa 200 Reichsmark und Diergardt um 150 Reichsmark höher im Verkehr; Lothringen und Dahlbusch gewannen bei einigen Umsätzen 3 Prozent. Von Kallpapieren waren Beienrode 150 Reichsmark höher im Handel. Burbach-Aktien lagen etwa 10 Prozent gebessert. Für die übrigen Werte des Kuxenmarktes zeigten sich höhere Geldkurse. Sehlegueng Name Kohlen-Kuxe Alte Paase Carolus Machus Constantin d. Gr. Deutschland... Diergardt-Mev. Ewald Graf Schwerin Heinrich.... König Ludwig Langenbrahm Westtalen.... Kall-Kuxe Beienrode.... Bergmannssegen Braunschw.-Lüneb. Burbach Einigkeit Erichssegen Habighorst Hansa Silberberg Heimboldshausen Hindenburg-Königsn Hohenfels Hope Hugo Mariaglück Marie 315 3400 95 1200 4300 3700 200 110 1300 2805 4100 9300 Kohlen-Aktion Dahlbusch Lothringen Niederrn. Bergw. Braunkohlen-Werte Zellerhammer 1500 Bruckdort-Nietleben 925 Gute Hoffnung.. 1600 Leonhardt....—— Michel—— Vesta 3600 Kallwerte 1200 7900 6500 2700 1900 1300 8500 4000 3000 15 5325— 5000 6500 4000 Marie Luise Mar Neusollstedt Ransbach Reichsland. Siegfried u. II Wintershall 1300 1200 180• 2700 rsen.—)— Preise für 50 kg Lebendgewicht in Reichsmark — 47—50|46—48 — 44—46s41—44 — 40—43— — 37-39— 40—42140—43 40—42 35—40|37—3938—40 — 35—3634—37 —— 70- 82 58—6360—62|55—60 53—5753—5348—54 40—5040—52 36—46 48—50 40—4140—42 44—46|41—4342—45 44—4641-4343—45 40—4340—42|41—43 45—43|38—39|40—42 38—40—— — 34—38|34—38 37-4142-4339—41 30-36 38-—41 35—38 34—3730—33 28—33 25—28 47—4943—45 — 44—4639—42 e— 40—43]— * Ausgesuchte, über Notiz. Sochum: Martverlaut mitel.... gund Külber lanssam Schueins acbDortmund: Marktverlauf: Großvich schleppend, Karper langsam, Schweine sehr rege, mit Ueberstand Essen: Marktverlauf: schlecht für alle Gattungen, Grobvich Ueberstand Getreide- und Warenbörse in Essen Essen, den 15. Juni 1931 (Großhandel-Börsenpreise) Die Preise verstehen sich für 100 kg waggonfrei Essen bei Abnahme von Hoggonlattggen Inländ. Weizen. " Roggeg Pomm. Weid-Hafer Ausländ. Weizen " Roagen " Hafer " Gerste Plata-Mais.. Pata-CimtuantinoMais.... busch e usch 21.•218 34.-36. 27.-28. 21.-21. 21.-21. S 21.021.5 .0 35.-37 .027.-28.0 .S 21.-21.5 .521.-22.0 ro%ig. Roggenmen HOstd. Roggenmeh! .0Weizenkleie .0Weizenbollmehl 5 Roggenkleie .OTrockenschnitzel Stetfenszuckerschnitzel Duisburger Getreidemarkt Notierungen für 100 Kilo in Reichsmark, frei Waggon Quisburg Quisbura, 15. Juni 1931 6500 55000 Kall-Aktien Adler..... 90.— Bankf.andw. Aktien 39.— Hallesche Kall. 93.— Hannover Kall..— Kaliw. Burbach alte 113.— Burbach neue:14.50 Kali chem. 2900 2600 119.— Verschiedene Aktien(in Reichsmark für je 100 Mark Nennwert) Balcke Maschinen Duisb. Bankverein Hochtief.-G. Nabel Rheyot Holn Hausbesitzer Lüdensch. Metal Industrieaktien(in Reichsmark für je 100 Mark Nennwert) 126— 60.— Rheinmetall Rh.-Westf. Boden Schieß-Oefries Schlegel-Scharpens Waggon Uerdingen 61.— 7 Allg. Hochbau Alsberg Otsch. Lastaute Düsse d. Eisenhand. Geodhart Holl. Karstadt.... 60 Liebhold Masch.& Kranbau Rhein. Linoleum Schöndorff Gebr. Westf. Dinnendahl Westf. Metall Liopst. —.— 103.— 65 Inl. Weizen Iu1 Roggen 75% Ostee-Haver Pomm. Hafer Ostpr. Hater Inl. Gerste Ausl. Weizen Ausl. Roggen Ausl. Hater Ausl Gerste La Plata-Mais Goucte 20—21 vonge 293 19—21 20—21 84-39 274—29 205 212 202—215 21-22 /21—22 schaitrel...] 95 Plsta-Mais.. 215 124 Tendenz: Mehl stetig, Getreide behauptet, Futtermittel ruhig. Cinquantino-Mais Bäck.-Meh Weizenmehl-Grund Roggenmehl 70% Roggenmehl inl. Weizenkleie Weizenbollmehl Roggenkleie Stetiens Zuckerschnitzel 905 23 39—395 303—309 113—124 14- 145 113 vogge 25 394—395 304—395 12—135 144—15 9 Berliner Metallnotierungen Berlin, den 13. Jun 1971 Die mer umsen un un ut abontandane te wenete üinee und Bezahlung för je 100 Klogramm) Elektrolytkugter(wirebars) prompt, eif Hamburg. Bremen oder Rotterdam Stanoaro-Sleu per Orginalnüttenalumigum 38.— 99% in Blöcken desgl. in Walz oder Drantbarren. Banka-, Straits, Australzinn in Verkäuferswahl Hüttenzinn, mindestens 39% Reinnickel, 98-99% Antimon-Regulus... 1105.igtan.... Sliber, 1 Kilogramm, ca. 1000 Feinheit. Gold, io Gramm Altplatin per Gramm(Abfälle) Circapreis Techn. reines Platin per Gramm, detailpreis 15. Juni 79.25 170.00 174.00 350.00 13. Juni 79.75 170.00 174.00 350.00 48.00—51.0048.00—51.00 36.75—38.7536.25—38.25 28.00—28.20s28.00—28.20 .75.00 .80.20 Berliner Börsenkurse Reichsbankdiskont 7%— Lombardzinzfuß 6% Berlin, den 15. Juni 1931 Industriewerte Div-Hheutaggge kkumulatoren 450 Veranderwerk 4E. 6. Asen Portland Ammend. Papier Anhatter Kohlen #schaftb. Zellst. Augsb.-N. Masch. 8/125.0124.0 0 61.6 57.0 0 173 17.0 80. 76.7 14 76.0 74.0 10 70.5 69.7 S 47.0 43.0 12—.—. 6 47.0 47.0 I Sasr S 5 1chw 10 Baer& Stein Balcke Maschin. Bamberger Maiz Baroper Walzw. 8453 Bast& Co. Bavr. Motoren 4 P. Bemberg #ul. Berger Berg mann El. Berfi. Gub. Hutt. " Carler. Ind. Maschinen 0 19.5 19.5 12160.0162.0 31 0 37.5 72.7 66.5 20187.0117.0 0 61.5 59 5 16150.0149.5 0 34.5 33 5 33.0 30.5 Maschinen Bston u. Monier##—.—. Bösperd. Welzw. 0 36.5 35.0l Braunk. u. Brik. 10 101.0193.0 baunschw. Kohl. 10212.0212.0 " Jute 4—.— Breitenb. Zement 6 43.0— Bromen-Besigh. 0 46.7 " Wollk. Broun-Boveri Boderus Onk Gulden 46.5 108.2 5 48.0 48°0 4 34.0 27. 9 33.0 31.2 10112.0 Chan Veste Chem. Heyden " Geisenk. " Albert Concord. Spinn. Conti-Gummi Cröllwitz Papier 10 aie Weter Otsch. Atlant. Otsch. Conti 6as Asphalt Babcor Erdbl Jute Kabel Linoleum Schachtb. Steinzeug Tel. u. K. Ton u. Stein " Eisenh. Oittm. Neuhaus 0. Dörttler Otimd Akf.-Brau. 8 a8 0 73.0 5 36.5 34.5 5—. 42.0 0 24.0 24.7 0. 29.7 28.5 93.5 93.5 9—.— 0 20.1 18.6 8 65.0 65.0 9 109.0104.7 5 57.5 37.2 34.0 53.5 36.5 31.5 52.5 46.7 88.0 90.0 52.5 52.5 42.0 41.0 23 15 0 43.0 43.0 11121 9115.9 Akt.-Brau. 1 7/121 0115.0 Ritt.-Brau. 20144.5141.0 Union-Brau. 18134 3 brosd, Gerdigen####34.0 Schnellgr. 9 55 9 25.0 Ooroner Metell 10 78.9/—. Glnsik Se. oiencheute Hof. 8r. 9—.— "„ Kammg. O— Oynamit Hobel 6 62.8 38.2 ggestorff Salzw. 8 57.0 58.0 IEisenb. Verkm. 10 103.0 100. 0 Elektre Dresden 12128.5—. Zur Nusführung aller börsenmäßlgen Geschäfte empfichlt sich Bankhaus Mahnert& Düppe Bochum, Alleostraße 19 Elektr. Lieferg. " Licht u. Kr. Engelh. Brauerei Enzinger Erdmannsd. Sp. Erlang. Baumw. Eschw. Bergw. Exceislor Fahrr. gahlb. List& Co. Farbenind. I. G. Feldm. Papler Feiten& Guill. Frankf. Masch. Friedrichshütte Frister A. 6. Froebein Zucker GePstr“e Köng Gelsenk. Berg. Germania Portl. Gerresh. Glas Ges. f. el. Untern. Gildemeist.& Co. Girmes& Co. Gladb. Wollind. Glasm. Schalke Glauz. Zucker Glückauf Gelsk. Gebr. Gocch. Düs. Th. Goldschmidt Guano-Werke Gritzner Masch Grün& Biltinge Gruschw. Textil E. Gundlach -ber. 4 Soet Hackethal Dre. %9ss Hallsche Masch. Hamb. El. Werke Hammersen Hann. M. Egest. Harb. Eisen " Gumm HarpenerBergha Hein, Lehm.&a Co. Hemmoor Portl. M pert Masch. Hindrichs-Auft. 10 90.0, 86.5 10 93.0 89.0 13115.02 7 48.5 50.0 0—.„ 0 70.0 T0. 14 201.0 201.0 0.5.5 9 19.0 16.0 12 117.5/111.6 10 89.7 83.5 65 59.0 53.6 0 10.0 6 109.0 7—. 8 53.0 „Hirsch-Kupfer 71101.01101.0 F4 7 88.0 58.0 6 44.7 39.5 4 45.0 45.0 5—. 33.0 8 65.0 57.0 10 74.0 73.0 8 119.0119.0 6 45.5 46.0 Hoch-Tiefbau Hoesch Hoffmann Stärke Hoheniche-Werk Ph. Holzmann Hotelbetr.-Ges. Hubertus Braunk. Huta Breslau 85.0 33. 0—. 6 58.0 — 5 46.5 86.7 9— 10—. 11—. 10 106.0 3½ 49.0 51.0 10128.0127.0 12—. 0 33.0 32.0 3—. 27.5 24.1 15 150.0s149.7 0 36.5 37.7 69.0 89.0 9 49.0 30.0 0 42.0 40.0 70.5 70. 76.9 78. 10 99.0 96. 0 70.0 70. 0 19.0 19. 6—.—. 32.0 30 52.5 49. 6 33.0 33. 10 80.0 32. 7 59.0 35.0 Ise Bergbau IIse Genuß Isenbeck Brau Jeserich Asphalt J. A. Jonn Akt. Gar Jöde& Co. Junghens Gebr. ahle Porz. A Kaiser-Keller Kaliwerke Asch. Karstadt Kirchner& Co. Klauser Spinn. Klöcknerwerke C. H. Knorr Koch, Adlernsh. Köln-Neuessen „-Gas u. E. Köisch Walzeng. Konigs-Brauerei Gögie Wilhelm Kontinental Asph. Korting, Gebr. Kötitzer Leder W. Krettt Kromschröder Kronprinz Metall Gebr. Kröger Koppersb.&am; Co. ahmeyer& Co. C Laurahütte Leonherd Braun Leopoldgrube Lindes Eismasch. Cart Lindstrom .01C. Loren 5. Ofl. üdenscheid Met. Löneburg. Wache 10130.0 10 86.5 7—. 0 0 25.0 10 90.0 0 24.5 126.5 80.2 24.5 88.0 24.0 21.0 49.0 106.0 28.7 27.0 0 13.0 6 44.7 2 155.0 0 45.0 47.2 47.5 0 21.0 9 1 1 0. 0 2 208 0 71.5 0 14.5 51.3 33.2 —. 20.5 2 92.5 0 47.0 S 123.0 0 20.2 S 111.0 99.0 13.7 49.0 101.0 24.2 22.0 41.5 155.5 45.0 42.0 47.5 22.0 110.0 205.0 71.5 10.2 99 5 33.2 60.0 12.0 86.7 29.0 126.0 20.0 104.5 200.0 deb. Allg. 6. I Magdeb. Berg Magdeb. Möhlen Mannasm. Werke Mausfeld. Beigd. Marie, kons. Bw. Martini& Hönecke Masch.-B. Untern. Maximil. Hütte Mech. Web. Lind. Web. Sorau " Wed. Zittau Werkur Wollweb. Mlag Mimose.-6. Minimar Wix& Genest Mülheim Bergw. Müser Bräu I Naches Neckarwerke Nieders. Kohlen Nordd. Kabel Steingut " Wolle Nörnd. Herk.-W. ggsch. e- s. Oberschl. Koks Orenst.& Koppel phsoir Berpbau Pnönix Braunk. Julius Pintsch Plauen. Gardin 89pohonwerte Poppe ap; Wirth gesguin F. Fard. Rauchw. Walter Rheinfeld Kraft Rhein. Braunk. " Elektr.Vorz. " Spiegelgl. " Stahlwerke -Westf.-El.-W. Kalk 30.0 30.0. 39.0 51.7 27.0 38.5 49.0 26.0 46.5 28.5 119.0 28.2 56.0 18.7 77.0 47.0 47.5 30.5 119.0 27.5 55.5 17.2 78.21 46.0 47.0 168.1/165.0 31.0 31 0 100.0100 67.0—. 8 29.0 27.5 7 71.0.0 10 93.0 93.0 212 0/134.0s136.0 0 29.0 19.0 19.7 19.0 6 27.0 23.21 8 58.2 52.7 0 34.7 32.5 45 39.0 36.0 6 49.0 49.0 12—.— 34.0 36.0 12/115.2/109.21 0 43.0 43.0 4—.—. 01.— 101112.0112.0 10140.01300 6 81.0 31.0 6 79.5 80.5 6 63.2 57.4 10 99.5 97.0 720 Sprengst. 4. 8 46.0 46.0 Richter David 1#—. Riebeck.2 74.0 71.0 Roddergr. Br.-K. 30/390. 0 600.0 „Rosenthal Porz. 8 Rütgerswerke 0 Ccheg Sachs. Webst. Salzdetfurth Sarott Schering chem. Schlegel Brauerei 14 Schles. 8g. u. Z.## B. Beuth.# Cellulose 10 E. u. 6as A. 10 " Portland Schneider, Hugo Schött, Hermann Schub& Salzer Schuckert& Co. Schultheis-Patz. Schwaben-Brau Schwelm, Eisen Fr. Seiffert& Co. Siegen Solingen Siegersdort Wk. Siem ins Glasind. 8 Siemens&4 Helske 14 Sinner Aktien Sonderm.& Stier Sonderm.& St. 8. Stadtberg. Hütte Stett. Chamotte Stöhr Kammg. Stolberg. Zink Sebr. Stollwerk Stra sund. Spielk. Svenska 40.0 39.0 37.0 34.5 73.0 72.6 27.0 25.0 167.6— 73.5 70.0 273.0276.0 rack&am; Co. II Tatelglas Thörte V. Oeifd. Thür. Gas Leipz. Tietz Leonhard Transradio Triptis Akt.-Ges. Tuchfabr. Asch. IVer.Märk, uch 0)—.—. Met. Haller 4 17.5 16.5 Portland s15 79.0 79.0 Smyrna Tepp.]#### Stahlwerke 4 38.4 36.0 St. Zypen u. W. 6/114.0 116.0 Thür. Metall 0 34.2 33.2 Gitramarin 12/115.0s114.0 21.5 20 1 50.5 49.0 99.0—. 62.0 64.0 31.2 38.0 126.0s113.5 101.5 95.0 118.7/114.8 97.0 97.0 89.5 89.5 .2.5 34.233.71 52.0 51.0 133.51121.7 62.0 63.0 Viktoriswerke Vogel Telgg: Vost& Wolf Vogtl. Maschinen Volgt& Haeftner Vorwohl. Portl. 40.0 41.0 33.0 30.5 64.6 63.4 28.5 25.5 28.2 26.0 140 S1140.5 197.|192.0 83.0 89.0 93.5 95.0 37.1 38.7! 135.71139. 85.0 79.01 119.|1200 28.5 28.5 99.0 97.0 Rh.-W. Bodenkr. Westd..-Kr.-B. 31.2 28.7 20.0 ##gandererwerke W Warst. Gruben Wasserw. Geisk. 4. Wge, a Jegelin& Höbner Westt. Draht Westt. Kupfer„ 0 21.0 Nicking Portl. Z. 110 19.0 18.0 Nickdler Brau 14 157.0s187.9 H. Wiöner Met. 0 57.5 57.2 Wittener Guöst. 0—. Wittkopp Tietbau 10—. 30.0 39.2 6„ 115.0/106.0 6 19.0 19.0 30.5 30.2 S 60.0 60.0 9 31.9 12/ 12/119.0s118.0 Kolonlalwerte Otsch. Ostatrika 1 4 44.0 44.0 Neu Guines 6 182.0165.0 Otan 163 19.2 16.7 Pestverzinal. Werte % Anleihen —Ablösung-3 —" Neubesitz s 0 Wertbest. 23. 10-1000 91.2 91.6 6„1 bis 5—.—. Reichsanl. 27 83.2 83.2 3 Reichssch. K 87.2 87.2 10 Berl. Plandbr. " R. 3 und s Farbenbond: Anleihen der Westfällschen Landesbank # Fg. K. Sch. 25 R. I„ 26.1 28/29 R½ s„ 30 R. 4 3 Goldpfdbr. R. 1 7 Pfandbr. A. R. 1 8" A. R. 8Boch. Stadtanl. v. 1929— 95.0 88.0 88.2 98.2 96.2 93.7 93.2 98.2 98.2 98.2 98.2 100.0100.0 95.5 95.5 100.0100.0 % Handbriele s Berl. Hyp. 8. 10 84.0 86.0 10 Pr. Ctr. B. Gold— 3 27 95.0 95.5 10 Rh. W. 800.2 Pr. Loptbr. R. 19 100.0 100. 5 .21 96.5 97.0 "„-0.20 96.5 97.0 Rh. W. 800.15)—.— Goldrogg.-3 95.7 96.0 Pr. Z..Pf. R. 22 94.5 95.0 Pr..6. Pf..23 98.5 99.0 Pr. T. G. Pf..24 96.0 96.5 Pr. dto. 25/27 94.5 95.0 Pr. Z. 6. Pf. R. 28 95.0 95.5 % Industrieobig. 7 Concord. Bgd. 71.5 Cont. Coutch. 89.0 89.0 Daimler Benz 60.2 60.0 Hann. Masch. 60. HoeschE. u. St. 87.2 3 Klöckner 84.0 Fr. Krupp A. 8. " R. M. 82.7 II Mont Cenis 64.4 3½ Siem. Halske 80. I7 V. Stahl m. O. 70. 7½ Rhein. Stahlw. 88. A. E. 6. 1890 99 Bergmann Bl. 96. 99.0 60.0 87.0 83.0 63.5 69.0 89.5 98 2 96.7 vellstoff-Verein *" Weichet 6 26.0 22.7 6 64.5 61.5 Verkehrswerte 6. f. Verkehr Battimore Ohie Boch. Geisenk. Otsch. Reichsbahn Hambg. Amerk. P. Südam. Hanss Nordd. Lieye vexan, Pepieft.# Ver. BönlStanlw. 10 " Chem. Cherl. 3 " Otsch. Nick. 10 Glanzst. Eld. 0 " Gothanisw.## 95371 57.5 60.7 91.2 43.7 89.5 69.7 45.5 Bankaktien Berm. Benkverein 8 98.21 96.2 Seri. Handelsges. S 102.5 102.0 " Hypothekd. 12 210.0 210.0 33.6 32.0 Commerz- u. Pr. 7 100.0 100.0 Darmst. u..-S. 8 110. S 110.0 52.010s-0l-Bank 6/100.0100.0 72ores ner Bank 6 100.01100.0 86.010 Zentrbodkr.-Bk. 12/134.0 134.0 98.0iReichsbank 12/124.4/117.2 Berliner Handels-Ges. Commerz& Privatbank Darmstädter National Oe-Di-Bank Dresdher Bank Deutsche Reichsbann Abg. Amerika-Paket Norodeutscher Lloye Ako Allgemeine, Elektrizität Bawrische Motoren J. P. Semberg Bergmann Elektrizität Beriiner Maschinen Conti-Caoutschuk Daimler Deutsche Conti-Ges. " Er05 " Lineleum Elektr. Licht u. Kraft Farbenindustrie Feidmuhle Papier Felten& Guilleaume Geisenkirch. Bergwerk hepte gestr. 31.1 50.0 40.5 627 125.0 29.5 37.5 113.0 136.0 59.0 97.7 37.0 162.7 118.5 98.5 126.5 31.2 106.5 63.5 34.0 51.0 41.7 64.0 128.0 28.8 38.6 110.5 130.0 61.2 98.5 31.7 161.8 143.5 99.0 130.5 36.6 108.5 63.7 32.7 49.0 40.7 60.0 125.0 102.2 42.0 43.5 51.0 25.7 28.2 36.5 119.2 135.5 59.2 96.0 35.5 160.0 113.5 99.5 126.1 35.2 106.0 63.5 14 Bochumer Anzeiger u. Gen. Anz. Lacktell Opler und Sye de Dienstag, 16. Juni 1931 Neue Rekorde Holthuis läuft 7500 Meter in 23:10. Anläßlich der Einweihung eines neuen Sportplatzes in seiner Heimatstadt Weener stellte der friesische Langstreckenläufer Holthuis über 7500 Meter einen neuen deutschen Rekord auf. Holthuis siegte in 23:10 über den Berliner Polizisten Molitor, der 23:16,5 lief, Diekmann=Hannover(23:54,2) und DrekmannHamburg(24:21,4). Er verbesserte damit den seit 1929 bestehenden Rekord von Diekmann(23:26) ganz erheblich.„ g, W ig. ien i. 8. Neue Weltbestleistungen in Kairo. In Kairo zeigten die ägyptischen Gewichtheber wieder ausgezeichnete Leistungen und stellten sogar zwei neue Welthöchstleistungen auf. Sayed Nosseir, der auch in Europa bekannte Schwergewichtler, konnte im beidarmigen Stoßen seinen eigenen Weltrekord von 162,5 auf 165,5 Kilogramm drücken. Die zweite Höchstleistung stellte der Federgewichtler Anwar im beidarmigen Stoßen mit 122,5 Kilogramm auf. Hier war bisher der Oesterreicher Stadler mit 120 Kilogramm Rekordinhaber. Weltrekord im Kugelstoßen. Eillienlonennen-Hranes Rekordtahrten Bei einem vom Magyar Athletik=Klub in Budapest veranstalteten Leichtathletikmeeting gelang es dem bekannten ungarischen Werfer Darany, mit 28,04 Meter einen neuen Weltrekord im beidarmigen Kugelstoßen aufzustellen. Darany stieß die Kugel mit dem rechten Arm 14,80 Meter und mit dem linken 13,24 Meter weit. Der bisherige Weltrekord gehörte seit 1912 dem Amerikaner Ralph Rose mit 28 Meter, deutscher Rekordinhaber ist Emil Hirschfeld mit 27,96 Meter. Neuer deutscher Speerwurf=Rekord. Bei den Kreismeisterschaften von Insterburg=Gumbinnen, die in Insterburg stattfanden, gelang es dem bisher ziemlich unbekannten Ostpreußen Fritsch vom Sportverein Darkehmen, im Speerwerfen beidarmig mit einer Leistung von 107,63 Meter einen neuen deutschen Rekord aufzustellen. Fritsch warf den Speer rechts 60,33 Meter und links 47,30 Meter weit. Der bisherige Rekord wurde von dem Breslauer Stoschek mit 103,81 Meter gehalten. Eine erwähnenswerte Leistung vollbrachte bei der gleichen Veranstaltung Dzewas= Gumbinnen im Kugelstoßen mit 14,27 Meter. Vorort-Wechsel Sommertagung des Skiklubs Sauerland. Am Samstag und Sonntag hielt der Skiklub Sauerland in Kierspe seine Sommer=Vertretertagung ab, die von den einzelnen Ortsgruppen sehr gut besucht war. Eröffnet wurde die Tagung am Samstag mit einem Begrüßungsabend, der einen durchaus harmonischen Verlauf nahm. Gleichzeitig fanden sich die Mitglieder des Hauptausschusses zu einer Sitzung zusammen, die in erster Linie der Vorbereitung der Vertretertagung galt. Die eigentliche Vertretertagung wurde am Sonntag im Hotel Plate abgehalten und erhielt dadurch eine besondere Bedeutung, daß die Wahlperiode für den Vorort Bochum abgelaufen war. Infolgedessen stellte auch der bisherige Vorsitzende, Rechtsanwalt Breitenbach(Bochum), dem die Versammlung für seine großen Verdienste um den Verband ihren Dank aussprach, sein Amt als erster Vorsitzender zur Verfügung. An seiner Stelle wurde der bisherige Vorsitzende des Ausschusses für Touristik, Direktor Henn(Essen) gewählt. Die einzelnen Tätigkeitsberichte, die eine recht erfolgreiche Fortentwicklung des Verbandes erkennen ließen, wurden devattelos zur Kenntnis genommen. Der verflossene Winter stand im Zeichen reger Tätigkeit. Die Meisterschaften konnten bei günstigsten Witterungsverhältnissen glatt unter Dach und Fach gebracht werden. Außerdem fanden drei Hochgebirgsfahrten statt, deren gutes Gelingen zeigte, daß auch die alpine Skitouristik im Verband immer neue Anhänger findet. Einen zahlenmäßigen Rückgang hat nur die Mitgliederzahl erfahren, was zum größten Teil auf die wirtschaftlichen Verhältnisse zurückzuführen ist, doch konnte dieser Rückgang durch die Aufnahme neuer Ortsgruppen wieder ausgeglichen werden. Ein Fußball=Torhüter muß entschlossen und kaltblütig sein, wegg, ex Herg, Heiligterr geshr egie Gegner vor die Füße und vereitelte dadurch einen ziemlich sicheren gegnerischen Erfolg. Zanelli(Spanien) der Schnellste beim Kesselberg=Rennen. Der Bayrische Automobil=Club führte am Sonntag das traditionelle Kesselberg=Rennen durch. Die Rennen, die ohne nennenswerten Unfall verliefen, übertrafen die hochgeschraubten Erwartungen bei weitem. Der im Vorjahr von Hans von Stuck aufgestellte absolute Streckenrekord von.03.2 Minuten wurde nicht weniger als viermal verbessert. Der Held des Tages war diesmal nicht Rudolf Caracciola, sondern der Spanier Zanelli, der auf seinem National=Cescara= Rennwagen mit.00.02 Minuten bei einem Stundendurchschnitt von 74,875 Kilometer die schnellste Zeit des Tages herausfuhr und damit den vierten Lauf zur Europa=Bergmeisterschaft gewann. Von Stucks Zeit wurde außerdem noch von von Morgen mit.02 Minuten und bei den Motorrädern, die gleichzeitig den zweiten Lauf zur„Deutschen Bergmeisterschaft aus. trugen, von dem Salzburger Reheiß mit.00.03 Minuten und Schwelm=München mit.03 Minuten unterboten. Caracciola war natürlich das Rennen der Sportwagen nicht zu nehmen. Mit seiner Zeit von .03.4 Minuten blieb er nur.2 Sekunden hinter der alten Bestleistung zurück. Bei den Motorradfahrern siegten in den Klassen bis 250 ccm: 1. Hans Bauhofer(München)(DKW.).19.2 Min.(69,390 Std.= Kilometer): bis 550 ccm: 1. Schwelm(München) (Rudge).03 Min.(74,074 Std.=Kilometer); über 500 ccm: 1. Reheiß(Salzburg)(NSU.).00.3 Minuten(74,830 Std.=Kilometer), schnellste Zeit der Räder. Berlins Vertretung für den Vierverbändekampf. Zwlielenzwer zageri Glolfen zu dem...-Endspiel Zwei K..-Siege KSV. Werne 22—„Siegfried“. Gerthe 10:6. Bei sehr gutem Besuch kam dieser Meisterschaftskampf in Werne zur Durchführung, den die Gastgeber verdient und sicher für sich entscheiden konnten. Die einzelnen Kämpfe verliefen sehr spannend und erbrachten im einzelnen dieses Ergebnis: Fliegengewicht: Mondy(.) siegte nach Punkten über den Gerther Dorra(.). Bantamgewicht: Jeromin erhielt kampflos wegen Uebergewicht beide Punkte boxte gegen Willms(.) unentschieden. Federgewicht: Meuser(.) gab gegen Fischer(.) auf. Leichtgewicht: Langohr(.) holte gegen Kaczmarek(.) ein Unentschieden heraus. Auch hier erhielt Werne beide Punkte wegen Uebergewichtes. Weltergewicht: Jaschke(.) siegte durch technischen.o. über Szeßni (.). Mittelgewicht: Sisilski(.) mußte gegen Schapons II eine technische..=Niederlage hinnehmen. Halbschwergewicht: Schneiderat(.) bot einen großen Kampf gegen Schapons I(.) und wurde Sieger nach Punkten. Schwergewicht: Zastrau(.) unterlag gegen den Gerther Köster nach Punkten. Es ist etwas Sonderbares um die Gunst der Massen, das hat einmal mehr das Endspiel um die Deutsche Fußball=Meisterschaft zwischen„Hertha=BSC.“ und München 1860 bewiesen. 70 Prozent der Fünfzigtausend war schon, bevor das Spiel begonnen hatte, für die Süddeutschen eingestellt. Dabei muß man berücksichtigen, daß die Hertha schon zum zweiten Male hier im Westen ein.=.=.=Endspiel bestritten hat. Es gibt eigentlich keine erkenntliche Ursache, womit die Antipathie gegen den Deutschen Fußballmeister zu begründen wäre. Die Reichshauptstädter haben sich auf dem Sportplatz immer als korrekte Sportsleute aufgeführt. Sie spielten stets fair, eine Tatsache, die nicht auf alle bisherigen Endspielteilnehmer zutrifft, sie zeigten einen vorbildlichen Kampfgeist und gaben auch dann ein Spiel noch nicht verloren, wenn es fast aussichtslos war, zu gewinnen. Im Allgemeinen genügen solche Eigenschaften, um die Massen zu begeistern. Aber trotz allem, von Hertha will man hier im Westen nichts wissen. Es besteht ein gewisses Vorurteil gegen die Meistermannschaft, von der man allzugerne sagt: die können ja nichts! Es ist müßig, darüber zu streiten, ob eine Fußballelf, die sechsmal ununterbrochen im Endspiel stand und zweimal hintereinander Deutscher Meister wurde, etwas kann oder nicht. Die Unbeliebtheit hat eine zivile Ursache. Die Berliner sind im Reiche im großen und ganzen nicht sonderlich geschätzt, von wegen der„Angeberei“ den Provinzlern gegenüber. Wenn die Spreeathener dann mal in der Provinz zu Gast sind, läßt man ihnen gern den stillen Groll fühlen. Das ist sehr kleinlich, aber man kann nichts daran machen... 1. Lchauhten 84. Es wäre übertrieben zu behaupten, die Süddeutschen repräsentierten die rücksichtsvollste Bescheidenheit. Sicher, über das untadelige Benehmen der Spieler von München 1860 ist nach beiden Vorstellungen in Duisburg und Köln kein Wort zu verlieren. Es sind ebenso wie die Leute der Hertha=Elf, Prachtkerle. Aber ihr Anhang kennt vom„Angeben“ ebensoviel wie der der BerWer noch nicht Zeuge eines solchen Großkampfes war, der weiß wahrscheinlich nicht, daß so ein Fußballspiel eigentlich aus zwei Kämpfen besteht. Der kleine Kampf wird auf dem Rasen ausgetragen, und der andere, der große, auf den Zuschauer=Rängen und=Wällen. Das ist sehr nett im Sport, im Gegensatz zur Politik, daß es auf dem Kampfplatz nur zwei Parteien gibt. Im allgemeinen geht der seriöse Sportsmann nicht als Parteimitglied zum Kampfplatz. Er orientiert sich an Ort und Stelle und wenn er sich für eine Partei entschieden hat, dann setzt er sich auch ernsthaft für sie ein. Den Bayern=Anhang konnte man in Köln unschwer erkennen an großen Kuhglocken, am Seppl=Habit und endlich am Geschwätz. Wo die große Glocke fehlte, da produzierten sich bayrische Sprechchöre. Alle Augenblicke noch vor dem Beginn des Spiels klang eine Kuhglocke oder das Wunschgebet der Münchener„He! Ho! Hertha ist k..“ durch das weite Oval. Auch durch Fähnchenwinken gab man, das ist schon lange üblich, seine Parteizugehörigkeit kund. Ein ganz älterer Herr repräsentierte in würdiger Haltung hoch oben auf der Tribüne durch weiße Hose, weißes Hemd und knallblauer Weste die Farben der Bayern. Er war sich seiner Würde durchaus bewußt und ließ sich stolz die vielen Blicke seiner Bewunderer über sich ergehen. Mit seiner Ruhe war es aber vorbei, als das Spiel zu Ende war. Da erwachte er aus seinem Traum. Schiebung wähnte er, sei das gewesen.,##x: kine v Man konnte schon auf den Gedanken Schiebung kommen. Fissenewerth(.=Gladbach) entpuppte sich gerade nicht als Schiedsrichterperle. Das zweite Tor der Berliner wax bestimmt, das dritte höchstwahrscheinlich abseits.(Der Linienrichter hatte abseits gewinkt.) Wenn er sich nicht für Elfmeter entscheiden wollte, das ist durchaus verständlich, dann darf er im Strafraum überhaupt kein Foulspiel sehen. Niederwurf geben, wenn offensichtlich regelwidrig gespielt wurde, ist UnDie Masse vergißt sehr schnell. Als das Spiel zu Ende war, strömten die Zuschauer in hellen Scharen in den Kampfplatz, um die Sieger auf den Schultern durch die Arena zu tragen. Dieselbe Mannschaft, die während des Spiels fast kaum im Gegensatz zu den Bayern, angefeuert worden war, stand im Mittelpunkt der Begeisterung, aus der nur hier und da mißfällige Aeußerungen hörbar waren. Der Sieg, die Meisterschaft, ließ die Antipathien vergessen. So ist's im Sport. Das Sportvolk will einen König. Hertha=BSC. hat wahrscheinlich in diesem Jahre zum letzten Male, vorläufig wenigstens, den höchsten Triumph im deutschen Fußballsport, gefeiert. Die Elf bedarf der Erneuerung durch jüngere Spieler. Man sah zu deutlich, daß sie an Altersschwäche litt. Diesmal hat noch einmal die große Erfahrung über das technische Können gesiegt. Große Kampfkraft besiegte feine Technik. Das ist schon so oft vorgekommen. Es gibt keinen Wertmesser dafür, welche von beiden höher einzuschätzen ist. Richtig ist, über beide zu verfügen. In diesem Sinne haben wir keinen Meister. P. W. Wieder daheim Der Verband Brandenburgischer Athletikvereine hat am Sonntag seine Mannschaft aufgestellt, die am 21. Juni in Leipzig im Vierverbändekampf gegen Mittel=, Süd= und Westdeutschland anzutreten hat. Es sind dies: 100 und 200 Meter: Körnig; 400 Meter: Engelhardt; 800 Meter: Dr. Peltzer; 1500 Meter: Krause; 5000 Meter: Kohn;=mal100=Meterstaffel: SC. Charlottenburg(Körnig, Großer, Liersch, Schlößke); 110=Meter=Hürden: Peschetznik; Weitsprung: Meier; Hochsprung: Beetz; Stabhochsprung: Ritter; Kugelstoßen und Diskuswerfen: Hänchen; Speerwerfen: Wedekind; Staffel: 800, 400, 200, 100 Meter: Peltzer, Engelhardt, Schlößke, Großer. Die lüddeutsche Mannschaft 100 Meter: Eldracher(Eintracht Frankfurt); 200 Meter: Metzner(Frankfurt); 400 Meter: Münzinger (Kickers Stuttgart); 800 Meter: Paul(Stuttgarter Kickers); 1500 Meter: Schilgen(SV. 98 Darmstadt); 5000 Meter: Helber(.=E u. PSV. Stuttgart); 110Meter=Hürden: Welscher(Eintracht Frankfurt); Weitsprung: Scheck(Stuttgarter Kickers); Hochsprung: Brodbeck(VfB. Stuttgart); Stabhochsprung: Reeg (SC. Opel Rüsselsheim); Kuselstoßen: Heblier(PSZ. Nürnberg); Diskuswerfen: Rödl(ESV. München); Speerwerfen: Barth(Stuttgarter Kickers);=mal=100= Meterstaffel: Eldracher, Niermann.(Eintracht Frankfurt); Kohler. Schuhmacher(?)(Stuttgarter Kickers); Olympische Staffel: Paul 800, Kohler. Schuhmachet je 200 und Metzner 400 Meter.— Die Aufstellung des Bochumer Schuhmachers dürfte wohl auf einen Irrtum beruhen, denn der Sprinter startet in diesem Jahre für„Tus“ Bochum. Der deutsche Fußballmeister in Berlin. Nach ihrem schwer errungenen Siege am Sonntag in Köln wurde der Deutschen Meisterelf von„Hertha“] B. S. C. bei ihrer Ankunft am Montag in Berlin ein festlicher Empfang bereitet. Ueber 5000 Fußballbegeisterte hatten sich an dem von der Polizei abgesperrten Bahnhof Friedrichstraße eingefunden und begrüßten die Spieler mit herzlichem Beifall. Auf einem besonderen Platz brachten die Vertreter des Bundes und des V. B. B. V. ihre Glückwünsche dar und Sobek dankte im Namen der Spieler für den herzlichen Empfang. Kirsei, der glückliche Torschütze des dritten und Siegestreffers, erhielt einen Lorbeerkranz, aber auch die übrigen Spieler wurden mit Blumen reichlich bedacht. Pahbalkanpfbcgentert die Niafien sesigehalten der sich vor dem„Heriha“=Tor abspielle. Lachner, Hhönen, fairen Kampfmogenze, Hnie es, die derz, Futzhggstizigzrange, nene Anbäzgen zufähren. Im Bildgrechts sieht man eine Massenkunggetang vor der Tribüne zu dem Augenotis, als der Mannschaftsjugret ver Berliner, Hanne Sober, von dem B. F..=Vorstand den Ehrenkranz empfängt. Endlich geschafft Krefeld=Oppum schlägt Tib Berlin:3. Bei prächtigstem, nur etwas zu heißem Sommerwetter standen sich auf der Krefelder Kampfbahn„Grotenburg" vor einer Rekordzuschauerzahl von etwa 20 000 Personen die Finalisten um die Handballmeisterschaft der Deutschen Turnerschaft der TV. Krefeld=Oppum und die Tib Berlin in bester Aufstellung gegenüber. Die Krefelder konnten nach einem spannenden, fast dramatischen Kampf unter Einsatz aller Kräfte einen knappen, aber doch verdienten:=Sieg davontragen, der in Krefeld mit einem unbeschreiblichen Jubel aufgenommen wurde. Der Weg der siegreichen Mannschaft zur Preisverteilung in Blumenau wurde zu einem wahren Triumphzuge. Der Endsieg des TV. Krefeld=Oppum hat die jahrelangen Bemühungen einer Mannschaft gekrönt, die immer schon zu den besten deutschen Einheiten gehört hat, aber das Finale noch nicht erreichen konnte. Die Oppumer haben den Sieg nicht zuletzt ihrer klugen Taktik zu verdanken. er Stadttreis Wat Kundgebung Narxmeierschen scheid einberufen führer Behme sitzenden Hentsch Zuschlag zur Fr stützte sich auf U Erhebung der C zulässig Jei. De dotten(Bochum ein Gebot der( Jahre 1924 und Preisabbau nicht zu der Ueberzeu Osthilfe=Aktion schaffen verpflich bereits allen In behörden zugega hilfe=Aktion ford auf 100 Prozent dem in der Abe lichen„Gesetzbuch eine Entschließu übrigen in Betr. der die jetzige W urteilt wird. Erstes Haupt bruch. In dem der Komponister geführt. Anzue mit diesen Wer! tenen Wege ab tung von Karl Leifall aufgeno 1 seinem guten Essen-Steele Bochumer Stral St Sams schied Krankh mein Schwieg Bocl 15. Jun Die den 17 Trauerh Das St. Jos Für Teilna meine mit a Boc Füll nahmt unver Schui Al Für lieben im Nar Boch Küh Ein füchtiger Fahrer Der Bochumer Lohmann ist bei den Straßenfahrern in letzter Zeit stark in den Vordergrund getreten. Bei allen größeren Rennen, an denen er sich mit den besten Bundesfahrern beteiligte, endete er im Vordertreffen. Am letzten Sonntag gewann er die klassische Fernfahrt Köln—Cleve—Köln mit drei Längen Vorsprung vor dem Berlin—Kottbus—Berlin=Sieget Schöpflin(Berlin). Lohmann ist Mitglied des.=V. „Sturmvogel“ Für nahme lust m wir al Boc Juni 1931 n sselberg=Rennen. hrie am Sonnen durch. verliefen, überzen bei weitem. aufgestellte abten wurde nicht beld des Tages la, sondern der ational=Cescara= einem Stundenschnellste Zeit vierten Lauf zur n S t u c k s Z e i t rgen mit.02 gleichzeitig den eisterschaft ausnit.00.03 MiMinuten unterdas Rennen der seiner Zeit von unden hinter der Motorradfahrern 1. Hans Baun.(69,390 Std.= elm(München) kilometer); über SU.).00.3 Miiellste Zeit der thletikvereine hat estellt, die am sändekampf gegen sutreten hat. Es rnig; 400 MeDr. Peltzer; Kohn;=mal(Körnig, Grorden: Peschetzg: Beetz; Stabd Diskuswerfen: d; Staffel: 800, hardt, Schlößke, nschatt Frankfurt); 200 deter: Münzinger aul(Stuttgarter 98 Darmstadt); Stuttgart); 110= frankfurt); Weit); Hochsprung: ochsprung:„Reeg I: Uebler(PsV. ESV. München); kers);=mal=100Eintracht Frankittgarter Kickers); ler, Schuhmachet ie Aufstellung des wohl auf einen startet in diesem #tt #erlin:3. heißem SommerKampfbahn„Grorzahl von etwa en um die Handterschaft der TV. in bester Aufstelinten nach einem unter Einsatz aller rdienten:=Sieg n unbeschreiblichen eg der siegreichen Blumenau wurde Endsieg des Bemühungen einer zu den besten deutFinale noch nicht en den Sieg nicht * X * Aus demn iit walcher Hingobe an manchen Schulen stadttreis Wattenscheid Kundgebung des Mietschutzvereins. In der in den Marxmeierschen Saal vom Mieterschutzverein Wattenscheid einberufenen Mieterkundgebung sprach Geschäftsführer Behme nach einem Willkommengruß des Vorsitzenden Hentschel über die Frage„Sind die 4 Prozent Zuschlag zur Friedensmiete berechtigt?" Der Redner stützte sich auf Urteile verschiedener Gerichte, wonach die Erhebung der Gelder für Schönheitsreparaturen nicht zulässig sei. Danach äußerte sich Verbandsvorsitzender Hotten(Bochum) zu dem Thema„Senkung der Mieten, ein Gebot der Stunde: Da der von Dr. Luther im Jahre 1924 und von Dr. Brüning 1930 angekündigte Preisabbau nicht gekommen sei, seien die Mietervereine zu der Ueberzeugung gekommen, daß die Regierung zur Osthilfe=Aktion ein Gegenstück, die Westhilfe=Aktion zu schaffen verpflichtet sei. Eine entsprechende Eingabe sei bereits allen Instanzen, Gewerkschaften und Kirchenbehorden zugegangen. Die Auswirkungen dieser Westhilfe=Aktion fordere man in der Herabsetzung der Miete auf 100 Prozent um die der Lebensindexpreise, außerdem in der Abänderung der§§ 530—580 des Bürgerin Gesetzbuches. Nach einer langen Aussprache wurde eine Entschließung an die Reichsregierung und an alle übrigen in Betracht kommenden Instanzen gefordert, in der die jetzige Wohnungspolitik der Reichsregierung verErstes Hauptkonzert des MGV.„Niegedacht“, Aschenbruch. In dem Konzert wurden ausschließlich Werke Komponisten Erwin Lendvai und Rudolf Buck aufgeführt. Anzuerkennen ist das Bemühen des Vereins, mit diesen Werken einmal von dem gewöhnlich beschritien Wege abzuweichen. Die Wiedergabe unter Leitung von Karl Kuhn war gut und wurde mit dankbarem Beifall ausgenommen. Rektor Dr. Kölsche zeigte mit seinem guten Schülerchor der Vinckeschule Castrop=Rauxel mit weicher Hingabe an malichen Schulen auf dem Gebiete des Gesanges gearbeitet wird. Tod auf den Schienen. Am 15. Juni, gegen.45 Uhr. wurde auf der Bahnstrecke Bochum=Präsident—Gelsenkirchen—Wattenscheid bei Kilometer 46,0 eine männliche Leiche gefunden, die vom Zug überfahren worden war. Nach den kriminalpolizeilichen Ermittlungen handelt es sich um den in der Blücherstraße in Wattenscheid wohnenden 40 Jahre alten Arbeiter Hermann., der vermutlich dort den Tod gesucht hat. Die Diebe nehmen alles. Am 10. Juni wurde aus der Hilfsbude 4 bei Kilometer 8,1 der Strecke Wattenscheid—Kray=Süd von noch unbekannten Tätern ein Streckenfernapparat entwendet. Die Täter haben die Tür mit einem Nachschlüssel geöffnet. Auf die Ergreifung der Täter ist von der Reichsbahn eine Belohnung von 50 RM. ausgesetzt.— Die in der Zollstraße in Wattenscheid befindliche Trinkhalle wurde in einer der vergangenen Nächte erbrochen. Entwendet wurde Zigarettenpapier.— Aus dem Eingang zum katholischen Krankenhause in Wattenscheid wurde ein Herrenfahrrad entwendet. Stadttreis Wanne-Eickel Hohes Alter. Im Evangelischen Altersheim Eickel feierten drei Insassen ihren 89. Geburtstag in körverlicher und geistiger Frische. Die Namen dieser drei Alten sind: Witwe Bernhard Schuchert, Friedrich Wölk und Torothea Lotz. Neuer Stadtverordneter. Aus Gesundheitsrucksichten hat der sozialdemokratische Stadtverordnete August Rostek sein Amt niedergelegt. An seine Stelle tritt der nächstfolgende Kandidat Bürschinger in die Stadtverordnetenversammlung ein. ur Der Reichsverband deutscher Kriegsbeschavigter und =Hinterbliebener veranstaltete am Sonntag eine gutbesuchte Kundgebung, in der Verbandsschriftleiter Riemer(Berlin) über die Benachteiligung der Kriegsbeschädigten durch die Notverordnung sprach und sofortige Einberufung des Reichstages zur Ablehnung der Notverordnung forderte. Die Notverordnung treffe die im Staats= und Kommunaldienst beschäftigten Kriegsbeschädigten besonders hart. Die Hauptstelle des Reichsverbandes habe gegen diese großen Harten, bei denen amputierte Kriegsbeschädigte zum Teil 60 vis 70 Mark monatliche Rente einbüßten, bereits beim Reichsarbeitsministerium Einspruch erhoben, das eine Nachvrüfung der Härtefälle zugesichert habe. Bezirksvorsitzender Rimbach wandte sich besonders gegen die Erhebung des 400prozentigen Gemeindezuschlags zur Notverordnung, die für die Kriegsopfer, insbesondere alle Kriegerhinterbliebenen, die in den letzten Jahren ein Eigenheim errichtet hätten, eine schwere Belastung bedeute und forderte für die Kriegs= und Arbeitsopfer weitgehende Erleichterungen. Ferner protestierte er gegen jede Verschlechterung in der Wohlfahrtsfürsorge. Provinzial=Gustav=Adolf=Fest. Für das vom 20. bis 22. Juni in Wanne=Eickel stattfindende ProvinzialGustav=Adolf=Fest ist jetzt das endgültige Programm festgelegt. Samstag abend 8 Uhr ist im Eickeler Gemeindehause die Begrüßungsfeier mit Ueberreichung der Festgaben. Sonntag morgen findet in sämtlichen Kirchen Festgottesdienste statt. Danach marschieren die Gemeinden geschlossen zum Eickelplatz, wo in der um 12 Uhr beginnenden Kundgebung Pastor Haverkamp (Dortmund) spricht. Am Nachmittag sind zwei Versammlungen in der Stadthalle und im Gemeindehaus Wanne=Süd. Montags sind interne Beratungen und zwei Frauenversammhzugesz# 266an 12.50 lb. Verkehrsunfälle. Am 13. Juni, gegen 12## Uhr, wurde auf der Straßenkreuzung Herner und Schwerinstraße ein Radfahrer von einem Lastkraftwagen angefahren und vom Rade geschleudert. Hierbei wurde er schwer verletzt und mußte dem Krankenhause zugeführt werden.— Am 13. Juni, gegen 15.30 Uhr, stieß auf der Dorstener Straße ein Lastkraftwagen mit einem Motorfahrer zusammen. Der Motorradfahrer wurde leicht verletzt. Die Schuldfrage ist in beiden Fällen noch ungeklart.— Am 14. Juni fuhr ein Kraftomnibus beim Ausweichen eines ihm entgegenkommenden unbekannten Kraftwagens in den Straßengraben. leicht beschädigt. Personen wurden nicht verletzt. Die Schuld trifft den Führer des unbekannten Personenkraftwagens Stadtkreis Witten Beim Baden ertrunken. Am 14. Juni, gegen 18.30 Uhr, ist in der Ruhr in Witten=Bommern beim Baden an verbotener Stelle ein Bergmann aus BochumLangendreer ertrunken. Ennepe=Ruhrkreis Stadtverordnetensitzung in Hattingen. Seaviberbronennnauug,mn Auginger.„„Die gnächste Stadtverordnetensitzung findet am Donnerstag, 18. Juni, im Rathause mit folgender Tagesordnung statt: Erstattung des Verwaltungsberichtes 1930, Kommissionswahlen, Abnahme der Jahresrechnung(ordentlich und außerordentlich) der Stadtkasse fur das Rechnungsjahr 1930, Abnahme der Jahresrechnung 1930 für die Sparkasse nebst Gewinn= und Verlustrechnung, Erlaß eines Stellenplanes für die städtischen Beamten und Angestellten, Antrag des Stadtv. Werner betr. Zwangsverkäufe von Grundstücken, Finanzierung dringender außerordentlicher Ausgaben. Stadttreis Herne Selbstmordversuch. Am 14. Juni, gegen 21.45 Uhr, versuchte eine Ehefrau auf der Haldenstraße durch Oeffnen der Gashähne sich und ihrem 11jährigen Kind, das Leben zu nehmen. Hausbewohner, die ven Gasgeruch bemerkten, drangen in die Wohnung ein. Während das Kind noch keinen Schaden erlitten hatte, war die Frau bereits besinnungslos. Die sofort angestellten Wiederbelebungsversuche waren von Erfolg. Der Gruno zur Lat st in zerruttelen samtlienverbaiulen zu suchen. — Statt Karten Ernst Böke Toni Böke geb. Niermann Vermählte — Essen-Steele, 16. Juni 1931 Bochumer Straße 97 28186 „Gut Schlauch!“ Unserm allverehrten Brandmeister Johann Gieschler Malermeister, Bochum, Stensstr., zu seinem heutigen Wiegenteste ein dreitach krättiges„Gut Schlauch“! Gewidmet von seinem treuen Löschzug Bochum-West Fräul., Ende 20, sucht nette, solide Freundin Zuschrift. u. M. G. 28234 an die Geschst. Warne einen jeden, mein. Frau a. meinen Namen etw. zu borgen, da ich für nichts aufkomme. Wilh. Ziltz, Adolfstraße Nr. 6. Statt besonderer Anzeige Samstag nachmittag 2½ Uhr verschied nach kurzer, hoffnungsloser Krankheit unser lieber, guter Vater, mein lieber Sohn. Bruder. Schwager, Schwiegervater, Großvater, Onkel, der Rentner Im Alter von 62 Jahren. Um stille Teilnahme bitten: 15. Die tradernden Hinterollebenen Bochum, Riemke, Werne, Köln, den Juni 1931. Verloren Reirats-Gesuche uur) menallee b. Hellweg Funst= 1 Perlenrosenkranz Aufgebot! 1) Es wird zur allgemeinen Kenntnis gebracht: daß Beramann Otto Rudolf Rosenbaum ledig, wohnhaft in Bochum, Krachtstr. 2 2) Alma Selma Klewin ohne Beruf, wohnhast in Nalzeza. Kreis Chodziez, die Ebe miseinander eingeben wollen. Einwendungen sind zu richten an das Standesamt in Szamocin (Polen) Szamocin, 5. czerwca 19311. Rhein, und 3 Medaillen in schwarzem Etut verloren. Bitte abzugeb. Hellwegstr. 23, parterre, links. (Teotsuer.) R. Robeien 5000 Mk., 12%, te, sucht zwecks Heirat eräul. od. Witwe. ög. erwünscht. u. I K. 5642 Gesch. d. Ztg. Alleinst., ält. 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Gold Bochumer Blumephalle Große Beckstraße 22 Erdbeer Marmelade bereiten Sie Rezept Rein aus Früchten gewonnen 3½ Pfund Erdbeeren(jedoch ohne Wasser) gut zerdrückt(nach Belieben Satt einer Zitrone) mit 3½ Pfd. Zucker, aber keinestalls weniger. zum Kochen bringen. Nachdem es auf der ganzen Oberfläche brausend kocht. noch—10 Minuten gründlich durchkochen. Topf vom Feuer, 1 Flasche Opekta„flüssig“ zu 95 Pf.—2 Minuten gut einrühren. Auch aus sämtlichen anderen Früchten kann man köstliche Marmeladen mit Opekta bereiten. Es gibt auch Trocken-Opekta, das ist Opekta in Pulverform. Beutelchen zu 25 und 50 Pf. Vorsicht beim Opekta-Einkauf. Nicht zu verwechseln mit ähnlich lautenden Bezeichnungen. Opekta ist nur echt mit dem dampfenden 10-Minuten-Topt Achtung! Fordern Sie nur Opekta-Flaschen mit Kartonhülle, denn diese enthalten das diesjährige verstärkte Opekta und die neuesten Gratis-Rezepte Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme, die uns beim Tode unserer lieben, unvergeßlichen Mutter, Großmutter und Schwiegermutter entgegen gebracht wurden, danken herzlich Geschwister Sippel-Szesny Altenbochum, den 15. Juni 1931(28296 Wiederbolung ist die Seele der Reklame. Ein oft gelesenes Inserat erweckt den Eindruck, als wenn es alle Leute sagen. Für den Sommer die haltbare Baderwone vom Spez.-Dam.-Frisler-Salon RITTMANN Bongardstr. 7, Teleph. 63817 Baferrr. Tösr= Alarni=Claksl sr.3. Scehistes enschsige cheheln Wlost mit Johanne Wittener Straße 36. Jung. Essen und Düsseldorf. Bar-Darlehn auf gute Wohn= u. Gestorben: Frau Geschäftsb. tät. verMarie Schrian, 52 sönlich Ida Goch, ., Hagen. August Dechenstr. 2, 1. Et., Kampmann, 52., von 2 bis 5 Uhr. Bottrov. Heinrich—.— Sellwig. Ernst Ho. DATKTEDIf war, 50., Essen. an Beamte u. 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Zurückgesetzte Zwangsversteigerung Bullenkörung Am Mittwoch, dem, 17., Jurn,chuu der im Jahre 1931 bebensmittelvormitags 11 Uhr, werve iu., in D. zgen sin Bochum angckör= geschäft folgende Gegenstände meistbictend ohne ien Zuchtbulen kann Boschall vers1 Padiogerät Lautsprecher im Ratbaus und in smit groß, Barumsatz und Akku., 1 Waage mit 3 kI, Gewichten, den städtischen Ver= günst zu verkaufen. 1 Kunstledexsofg, 1 Vertiko, 1 oteil. Korb=swaltungsstelen ein= Erforderl. 6000 bigarnitur, 2. 1 Klarier(Ibach), 3. 1 Plüschsofa, 1 Radio, 4. 1 Klavier, 1 zimmerbüfett, 1 Kredenz, 1 achteckiger Tisch, 1 Badeeinrichtung u. a.., 5. 1 Anrichte, 6. 1 Geldschrank, 2 Rollschränke, 1 Schreibtisch, 1 Tisch, 1 Schreibmaschi nentisch, 1 Schreibmaschine(Continental), 7. 1 Klavier, 8. 1 Chaiselongue, 9 1 Schnellwagge, 1 Ladenregal, 1 Ladentheke mit Aufsatz, 10. 1 Gasofen, 1 eich. Auszientisch, 4 Stühle mit Ledersitzen, 1 Salonspiegel mit Tisch u. a.., 11. 1 Bücherschrank, 1 Schreibtisch mit Gessel, 1 kl. Geldschrank, 1 Schreibmaschine (Underwood) mit Tisch, 3teil. Klubgagnitur, 1 Eßzimmer u. a.., 12. 1 Levertuchsofa. 1 Anrichte, 14. 1 versenkbare Nähmaschine, 14. 1 Rauchtisch, 2 Korbsessel, 1 Büfett, 1 Kredenz u. a., 15. 1 Grammophon. 16. 1 Nähmaschine(Singer), 1 Tisch. Sammelpunkt für Käufer: Wirtschaft Morjan, Alleestraße 54. Eckenhoff. Gerichtsvollzieber kr A. in Bochum, Normannenstraße 33. Für die Teilnahme beim Heimgang unserer lieben Entschlafenen danke ich herzlich im Namen aller Angehörigen. Wilhelm Hock Hauptlehrer i. R. Bochum, 15. Juni 1931. Kühneplatz 6 billig zu verkaufen. M. Tolcziner, verpachtants 326 an Li. Geson, Boch. A8C.=Sir. 9. Die Verpachtung der Jagd in dem gemeinschaftlichen Wenn Ihr Vogel nicht mehr singt, JagdbezirkHerbede soll in zwei Bezirken erfolgen und versuchen Sie mein Bezirk I: ca. 1100 ha groß Singfutter Marke Kuckuck Mhtute, Zogsog, Hanblung. Routste. Iu., straße— Weg zum Kuhschiff— bis zur Einmundung Piuartz, Zoviog. Ganolung, Rottstr. 13. des Mühlengrabens in die Ruhr liegen. Ausgenommen sind: a) der Eigenjagdbezirk Graf von Wedel, b) der Grundbesitz des Oberingenieurs Arnhold. und Nach zeder Ardeit reine Hände und reine haushalt=Eryenstaner durch Dr. Jonson zu haben in allen einschl. Geschäften Oeffentliche Mahnung b der Grundbesitz des Oberingenieurs L.„e, gesamten Stadtbezirk fällig, gewordenen c) die dem Eigenjagdbezirk Haus Kemnaoe angeschlo)= ruckständigen Steuern und Abgaben, und enen Grundstücke..lscgen Scss==p S,grantasten für Bezirk II: ca. 800 ha groß zwar das Schulgeld für den Besuch der städtiichen hoheren Leyranstalten für Bezirk II: ea. 800 ha aros„.„ Juni 1931, die Geträntesteuer, die Bierumfassend die Grundstücke, die vom Scheideweg av ost= steuer und die Gewerbesteuer von der lich der Kohlenstraße, Vormholzer=, Thie= und Bahn= Loynsumme für Mai 1931, die Abgaben hofstraße, Eisenbahnunterführung— Weg zum Kuh= vom Grundbesitz(Staatliche Steuer vom schiff—.Einmüdung des Mühlengrabens in die Jruhr Grundvermögen. Hauszing- und Gebelegen sind. ausgenommen sind: a) der Eigenjagdbezirk Dünkelberg, b) der Eigenzagdbezirk Graf von Wedel,, c) bis zum 31. Januar 1933 die in der Gemeinde Versteigerung Am Mittwoch, dem 17. Juni 1931, vormittags 11 Uhr, werde ich in Bochum folgende Gegenstände öffentlich meistbietend gegen bar versteigern: Zwangsweise: 1. Wandbilder, 2. 1 Standuhr, 1 Schrankgrammophon, div. Kolonialwaren u. a. ., 3. 1 Billard, 1 Radioanlage m. Lautsprecher, 4. Ladenschränke, Ladentheke, 5. 1 Harmonium, 1 Standuhr. 1 Kredenz, Tisch, Schreibtisch, Ausziehtisch, Hobelmaschine, Dicktenhobelmaschine, Kreissäge u. a.., 6. 1 Ausziehtisch, 1 Stehlampe, 1 Büfett, 1 Kredenz, 1 Standuhr, 7. 1 Wohnzimmer(bestehend aus: Büfett. Kredenz, Tectisch, Stühle, Ausziehtisch, 1 Teppich u. a..), 8 1 Radtoapparat, 9. Rasterstühle und Spiegel, 10. Konserven, Fensterleder, Pralinen u. a.., 11. Pavierwaren. Bleistifte. Zeichenutenstlien, 12. freiwillig: Fundsachen der Straßenbahn: wie Schirme, Stöcke, Taschen u. a. m. Versteigerung zu Nr. 7 bis 12 bestimmt! Sammelpunkt für Käufer: Wirtschaft Morian, Bochum Alleestraße 54. Bochum, den 15. Juni 1931. C. Clausen, Obergerichtsvollzieher. Freiliaratbstraße 54. Ihrer den Straßenfahrdergrund getreten. en er sich mit den ete er im Vordernn er die klassische drei Längen Vorus—Berlin=Sieger Ritglied des.=V. Für die zahlreichen Beweise herzlicher Tellnahme und Kranzspenden beim schweren Verlust meines lieben Sohnes und Bruders sagen wir allen unseren aufrichtigsten Dank. Frau Auguste Klotmann Winl und Sohn Wully Bochum, den 15. Juni 1931 (28195 meinvegrunosteuer nevst Gebühren), die Vergnügungssteuer für ständige Veranstaltungen, das Schulgeld für den Besuch der städtischen höheren Lehranstalten und der Haushaltungs= und Gewerbeschule für Mädchen für den Monat Juni 1931, bis zum. 81. Januar 1933 die„in der vsenuindesserner die Beiträge tür die Westistische Herbede belegenen zum Jagdbezirk 1 der fruheren sandwirtschaftliche Berufsgenossenschaft Gemeinde Bommern gehörigen Grundstücke.(werden hierdurch angemahnt. werven hierbillch ungemähnt. Schriftliche Einzelmahnungen werden nicht mehr zugestellt. Die nach den Bestimmungen vom Abuf des illigkeitstages an zu berechVorkommende Wildarten: Hasen, Fasanen, Hühner und vereinzelt auch Rehe. Die Verpachtung der vorbezeichneten zwei Bezirke findet am Sonnabend, dem 27. Juni,#1## ittag; nenden Verzugszinsen nach dem Jahres5 Uhr, im Lokale des Wirts August„„easce inssatz von 10 vom Hundert sind mit zu entHerbede=Vormholz öffentlich meistvietend statt. richten. Der Kreis der Bieter ist unbegrenzt... Nach dem 20. Juni 1931 werden die Die Bedingungen, die dem Vordruck des Allgemei= noch vorbandenen Rückstände im Verwalnen Jagdschutzvereins entsprechen, können im Amtsbüro turge warg Harauf ein gewpgesegn Bag#. — Zimmer 11— eingesehen werden, sie werden auch zige Zahlungen nur an empfangsberechim Termin bekannt gegeben.. ngte Beamte geleistet werden können. Herbede, den 13. Juni 1981.(a5678 Bochum, den 16. Juni 1931. Der Jagdvorsteher. Die Stadtkasse Horst 4 als Vollstreckungsbehörde. Einmaliges Angebot: 5 Pf. Zigarillos von.80 M an, =Pf.=Zigarillos von.— M an, Zigarettentabak(Haarschnitt) von 30, 40, 50 und 60 Pf. O. Neuhaus Bochum, Herner Straße 2. Wienert Essen=Vorbeck Verrenkungen jeden Dienstag und Freitag, wie vorber, von 5 bis 7 Uhr.(98775 Sprechstunden bei Hahnefeld. Hermannshöhe. Tel. 62189 Zwangsversteigerung Am Mittwoch, dem 17. Juni 1931, nachmittags 4 Uhr, werde ich im Auftrage der Allgemeinen Ortskrankenkasse für die Stadt Bochum folgende Gegenstände und zwar: 1 Kleiderschrank(Eiche), 1 Waschkommode(Eiche), 1 Flurgarderobe, 1 Bild(Frühling), 1 Bild(Sommer), 1 Radio=Apparat, 3 Röhren(Telefunken), 1 Winterpaletot braunkariert (halbsertig), 1 Standuhr(klein), 1 Posten (ca. 100 Stück) bunte, geslochtene Filzvorlagen, 1 Grammophonkasten(schwarz) rund Ultraphon mit unvollständigem Zubehör, 1 Telephonkabel(ca. 88 m lang. 31 Adern,.75 amm, 1 Mittelader.5 amm), 24 Bettücher, 24 Tischtücher, 1 Bücherreal öffentlich meistbietend gegen bar versteigern Interessenten werden gebeten, sich ½ Stunde vorher im Kassengebäude, Rechenerstraße 6. einzufinden. Bochum, den 15. Juni 1931. Quest: Vollziehungsbeamter. Bei Magenleiden jeder Art, wie Magenkrampf, Magenschmerzen und deren Folgen, so Unverdaulichkeit, Appetitlosigkeit, nervösem Magen, Erbrechen. Entkräftung. Gemütsleiden wirkt der über 60 Jadre bewährte Hubert Ullrich'sche Kräuterwein infolge der eigenartigen, glücklichen Zusammensetzung auf die Magensäfte und den Gesamtstoffwechsel. Zu haben in Flaschen zu RM..75 u. RM.—,1 Liter zu RM..50 in allen Apotbeken, bestimmt zu haben in der Alten Apotbeke, Marktplatz und Einvorn=Apotheke, Gr. Beckstr. 1 Bochumer Veranstattungen Vereine? Vergauglagen Hinweise (=) Stadttheater Bochum. Morgen, Mittwoch, ist als Abschiedsvorstellung für Jank Hoffmann, Wilhelm Trieloff und häthe Teuwen Wagners Oper„Dex fliegende Holländer“ angesetzt. Außer den genannten Darstellern sind in den Hauptpartien von den Damen beschäftigt Else Dröll=Pfaff, von den Herren: von der Linde und Kistemann. Die erste Wiederholung von Schillers„Kabale und Liebe“ ist für Donnerstag in Aussicht genommen(außer Vormiete und Buhnenvolksbund, Serien B und). Heute beginnt der Vorverkauf zu der zweiten Veranstaltung des Schüler=Zyklus, die am Freitag nachmittag Wagners„Tannhäuser" bringt. Desgleichen setzt heute der Vorverkauf ein zu der Abschiedsvorstellung des Tanzmeisters Julian Algo und der scheidenden Mitglieder der Tanzgruppe, die am Freitag abend mit einer eigenen Ballettveranstaltung zum letzten Male vor das Bochumer Publikum treten werden. Den Vormietern werden für diese Außer=Vormiete=Veranstaltung besondere Teilnahmevergünstigungen eingeräumt. „Skala"=Operettentheater. Heute, Dienstag, ist die Erstaufführung des Groß=Lachschlagers von Arnold und Bach„Stöpsel“(Ein Abenteuer am Lido:), mit dem beliebten rheinischen Komiker Heinz Kleint in der Titelrolle. Dieses Erfolgstück wurde von über 200 deutschen Bühnen angekauft und wurde noch vor kurzem an den Stadttheatern Essen, Elberfeld und Dortmund mit großem Beifall aufgeführt. In den Hauptrollen sind beschäftigt: Irma Kruger, Trudi Schäfer, Thea Sutor, Paula Genesius, Cläre Stutemann, Otto Böhnke, Walter Friedrich, Heinz„Roggenkamp (Spielleitung), Curt Seifert und Paul Westphal. Waldbühne Wattenscheid=Höntrop. Das schöne Naturtheater Waldbühne Höntrop, das sich dank seiner prächtigen Lage und der geschickt ausgewählten Theaterstücke großer Beliebtheit bei jung und alt erfreut, wartet in dieser Woche mit Märchenvorstellungen auf. Hatten sich am Sonntag die Großen der näheren und weiteren Umgebung in der Waldbuhne Höntrop eingefunden, um sich das amüsante Lustspiel„Die Annaliese" anzusehen, so kommen jetzt die Kleinen zu ihrem Recht.„Rotkappchen und der böse Wolf" wird bis Freitag in Vorstellungen, die bereits 10.30 Uhr beginnen, die hiesige Kinderwelt erfreuen. der Vorsitzende, Herr Jäger, alle Anwesenden. Anschließend nahm der Festredner, Herr Elias, das Wort. Er verglich das einjährige Bestehen mit einem Geburtstag und wünschte der Jugendgruppe für das kommende Lebensjahr viel Freude an der Arbeit. Nach der Festrede erscholl das Lied„Deutsche Jugend, heraus". Herr Huy erfreute durch einige Vortrage, die mit gro*“ gnommen wurden Im zweiten Teil ßem Beifau aufgenommen warden. Inghleien Teil des Abends trat unter anderem auch die Jungmadchengruppe unter Leitung von Frl. Schmidt mit einem humoristischem Quartett auf. Geschäftsführer Weber sprach das Schlußwort. Traditionsecke Berichte -- Deutsche Volkspartei, Jugendgruppe Griesenbruch. Der Hindenburgbund, Jugendgruppe der Deutschen Volkspartei Griesenbruch=Präsident, versammelte seine Mitglieder, um des einjährigen Bestehens der Jugendgruppe zu gedenken. Nach dem Einführungsmarsch wurde ein Vorspruch vorgetragen. Danach begrüßte Verein ehemaliger 159/219er. Im Vereinslokal „Haus Düppe“ fand die gutbesuchte Versammlung statt. Der erste Vorsitzende Otto Heide wurde als Delegierter zur Bundessitzung, die diesmal in Herne stattfindet, beauftragt. Im nächsten Monat findet ein Familienausflug statt. Aus Anlaß seines 50jährigen Geburtstages stiftete Kamerad Kardinal für das nächste Wanderpreisschießen eine Hindenburgbüste. Frl. Lange und Wehmeier unterhielten den Verein mit gesanglichen Darbietungen. Der Krieger= und Landwehrverein Bochum=Brenschede hatte zu seiner Versammlung am 13. Juni auch die Damen eingeladen. Nach Erledigung des geschäftlichen Teiles wurde ein großes Bild enthüllt, das die Photographien der verstorbenen Kameraden Ehrenvorsitzender Bennemann, Ehrenvorstandsmitglied Möller und Kassenwart Berke zeigt. Herr Borgmann hob die Verdienste der Geehrten hervor. Der Deklamator Watermann trug wirkungsvoll vor. Hauptlehrer Hemp würdigte noch besonders die Verdienste des alten Hauptlehrers Bennemann als Jugend= und Volkserzieher. Anschließend hielt Vikar Menke, Mitglied des Vereinz. einen Vortrag mit Lichtbildern über Brasilien. Filmschau Ufa=Theater„Tonhalle“:„Das gelbe Haus des KingFu". Liebe, Tempo, Schmiß, Schwung, Spannung und Pariser Unterwelt, das ist die Lösung des sprechenden Kriminal=Tonfilms„Das gelbe Haus des King=Fu". Charlotte Susa, Gustav Dießl, Carl Günther und ein Ensemble erster Schauspieler sind in den Hauptrollen beschäftigt. Dazu das tönende Beiprogramm. Der Film läuft nur drei Tage, vom 16. bis 18. Juni. Lichtspielbühne. Der Film„Quo vadis“ mit Emil Jannings in der Hauptrolle läuft noch am Mittwoch und Donnerstag dieser Woche täglich in zwei Vorstellungen, und zwar um 5 Uhr und um 8 Uhr. * Odeon, Bochum=Hofstede. Der Otto=Gebühr=Tonfilm„Das Flötenkonzert von Sanssouci“ läuft noch drei Tage im Odeon. Im Beiprogramm reizt Reinhold Schünzel in„Hallo Cäsar“ die Lachmuskeln. Mickys spanisches Abenteuer:„Auf in den Kampf Torero“, die neue Emelka=Tonwoche und ein Kulturfilm sind die Leigaben des Programms. Abgeschlossene =ZimmerOffene Stellen Alt=Wohnung (part.), in tadellos. Zustand, z. 1. Juli preiswert zu verm. Märkische Straße 4. Peoic- hache Männlich Tucht. Mudchen Wahnune gesucht Sofort Sofortig. Verdienst. Nur Buroarbeit. Angeb. unt. C. 3414 an die Geschäftsst. Suche eine geeign. erstklass. Kraft, die befähigt ist, einen Kurz=Lehrkursus in AmateurPhotographie zu leiten.— Angeb. unter R. 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Die Die Po Eine Funktio Preu Die am Monte Ialiene„Funktionar #fscher Polizeibean Aenem eingehenden lußle, einstim beiagt „Mit Ernst und ##taates und um #mten, haben n #enntnis genomm ##gen:„Wann u ##n der allergrößt #nten, die nachw #en unter rücksich #ag für Tag und mur das Wohl ihr ## Mittel zum Le #ei dem allergroßt Erntenzmöglichkett ir mussen festste netaates ist, eine Die den Staatsint nund zwar durch Oensinteressen. 2 nich haufenden Ang #on Polizeibeamt ## klar und unzw wöflichkeits= und #und den Umstände #riffen auf Lei Eriordersich“ .sutich, daß ##uommen, die ##nd ihrem Abweh Frrhest, einräume wer porizei-Offizi manisation als #eamten bestanden #ative Verschme mseibeamtenver Ronzeibeamten z1 ##uch hier wieder, ##ndern auch ein sichem Wege erzu Vermißt wird Wchl, geboren an ##um,„Ostar#### Meter groß #lenes Gesicht, Sihne. Bekleidu #egrüne Weste Eporthemd und #arze Strümp #er Vermißte Schwimmen zur ##utgekehrt. 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Der Film in dis" mit Emil ) a m M i t t w o c h n. zwei VorstelUhr. to=Gebühr=Tonläuft noch drei reizt Reinhold uskeln. Mickhs pf Torero“, die irfilm sind die S Bothumer Nachrichten Gedenktafel 16. Juni ###si5: Blücher wird von Napoleon bei Ligny gePlag et, 4zr, Lisehrer Georg Jelinek in Leip1851: Der Staatsrechtelehrer gegrg Jeuiner in Leip“ aie, aeborgn.(eenorben H91 Asr: Einzug der aus Frankreich zurückkehrenden * Truppen in Berlin. 2: Teilung Oberschlesiens, ##e9: Der General der Heilsarmee William Booth in London gestorben(geboren 1856). ∆ Renovierungsarbeiten in der Propsteikirche. In der #rgangenen Woche sind in der Propsteikirche Gerüste Nasgebaut, worden. Der Hochaltar wird teilweise reno#ret. Im übrigen soll die Kirche,von, Grand auf: Betischt werden. Vorläufig werden im ersten Abschnitt ###ur der Hochaltar und die Seitenaltäre aufgefrischt. ###an hofft in etwa drei bis vier Wochen die Gerüste us der Kirche zu entfernen. Die Stadthauptkasse mahnt.„Von der Stadtkasse rchum, werden in der heutigen Ausgabe die im Monat Wiani 1931 fällig, gewordenen rückständigen Steuern, AbNaven us173g, öffentlich angemahnt,„Die nach dem Juni 1931 noch vorhandenen Rückstände werden einStadtleihamt Bochum. Auf die Donnerstag, 18. Juni, Vim Stadtleihamt, Trankgasse 5 stattfindende Versteige#ung wird hiermit nochmals aufpierksam gemacht. Feuer. Iu. der Nacht zum 15. Juni brach in einem ##ause Am Lohberg ein Brand aus, der von der FeuerTrehr und den Haushewohnern in kurzer Zeit gelöscht rerden konnte. Die Brandursache ist noch nicht bekannt. Die Polizeibeamten zur Lage Eine Funktionärversammlung des Verbandes Preußischer Polizeibeamten. Die am Montag im Lokale Philipy Bischoff abgekaliene Funktionär=Versammlung des Verbandes Preu#icher Polizeibeamten, Ortsgruppe Bochum, faßte nach ##em eingehenden Referat des Voxsitzendenz, Kollege Rüßle, einstimmig eine Entschließung, die u. a. „Mit Ernst und großer Sorge, um die Sicherheit des Getaates und um die Existenzmöglichkeit, der Polizei#nten, haben wir vay der dritten„Gehaltskürzung Eenninis genommen. Man muß sich hier unwillkürlich Birngen:„Wann und wo hat jemals ein Staat in Zei# der allergrößten, Not und.Gefahr. denienigen Be#nten, die nachweislich mit zusammengebissenen Zäh###en untex rücksichtslosem„Einsgtz, von Leib und Leben ## für Tag und Nacht, für Nacht für den Stagt und Ffir das Wohl ihrer Volksgenossen zm. Hampfe, stehen, ## Mittel zum Leben, so gekürzt und eingeschränkt, daß #i dem allergroßten Teil der Polizeibeamten von einer Estenzmöglichter, nicht mehr gesprechen, werden kann Wir müssen feststellen, daß es die heiligste Pflicht des Staates ist, eine Agitation unter den Polizeibeamten, ## den Staatsinteressen zuwiderlaufen, zu berhindern, ##rd swar, durch ausreichende, Sicerstellung ihrer ###nsinteressen. Durch die überall vorkommenden und Fo baufenden Angriffe, Mißhaudlungen und, Totschießen #on, Polizeibeamten ist eine Situgtion geschaffen, die ##lar und unzweidentig zum„Ausdruck bringt, daß die hoflichteits= und Schießerlasse keinesfalls mehr der Zeit Erd den Umständen Rechnung tragen,„Mit den tätlichen ###riffen, auf Leib und Leben der Polizeiheamzen muß ###lich. Schluß gemacht werden. Es ist deshalb, dringend Krigrderlich, daß so schnell wie möglich Vorigerizen. ##skommen, die den Beamten mehr Schutz, gewähren ##d ihrem Abwehrkampf mehr selbständige, BewegungsErbest einrdumen.„Wenn auch hier in Bochum,(außer #er Polizei=-Offiziersverzugung) teine andere Verufserganisation, als der Verband Preußischer,„Voligi: ranten heitanden hat, so beggüsßen, wir doch, die. kaxpoErive„Verschmelzung, des Allgemeinen, Preußischen ###zeiheamtenverbandes mit dem Vexhand Preußischer #zeibeamten zu einer Reichsgewertschaft. Man sieht ##. hier wieder, daß die Not, nicht nur beten lernt, Andern auch ein Zusammenarbeiten auf ganz natürEichem Wege erzwingt.“ Bochum. Zur Teilnahme an dem Kreistreffen sind zugelassen die Männergruppen, sowie das Jungvolk und die Jungscharen, Aus dem katholischen Vereinsleben. Der katholische Gesellenverein St. Franziskus in Bostum=Weitmar veranstaltet am Donnerstag, 18. Juni, im Waldschlößchen(Arens) eine Gesellschaftsfeier mit Jugendstunde. Die Vortragsfolge sieht vor ein Einleitungsspiel, Weihe der Jünglingssodglitght, Radioübertragung der Rede des Generalpräses, Wolker(Köln) von der Jugendbund=Reichstagung in Trier und Schlußfeier. Sturmschäden. Der Sturm, der nach dem Gewitter am Sonntag folgte, hat in Gärten und auf Feldern und auch an Häusern und Dächern Weitmars nicht unerheblichen Schaden angerichtet.— Auf einem der Franziskusstraße wurde ein großer Kirschbaum umgelegt. Stadtteil Linden-Dahlhausen Dr. C. Otto stellt wieder ein. legung des Werkes Dr. C. Otto in Dahlhausen ist, erfreulicherweise nicht, von langer Dauer gewesen.„Das Werk stellt am 15. Juni wieder 36 Arbeiter ein zu Vorbereitungen und zur Wiederaufnahme der Steinoroduktion. Aus Vein Siabilen=Warlendurg Aus dem Bürger= und Verkehrsverein BochumQuerenburg. Die letzte Versammlung des Gesamtvorstandes und des beratenden„Ausschusses des Bürgerund Verkehrsvereins befaßte sich zunächst mit Verkehrsfragen. Der Vorsitzende Stratmann gab einen kurzen Rückblick auf das Erreschte und das für die Zukunft noch zu Erstrebende. Im allgemeinen ist Querenburg durch die Angleichung der Fahrpreise der Autobuslinie an die Preise der Straßenbahn zufriedengestellt. Allerdings sind diejenigen Bewohner Querenburgs, welche auf die Endstelle Eggermann angewiesen sind, recht verstimmt darüber, daß das„Endchen“ von Eggermann bis Wirtschaft Richmann 10 Pfennig mehr kostet. Man ist hier der Meinung, daß die ganze Strecke Bochum—Querenburg mit 30 Pfennig gut bezahlt ist. Man beruft sich auch darauf, daß man bisher für 85 Pfennig von der Endstelle Querenburg (Betriebsbahnhof) fahren konnte, wogegen diese Strecke jetzt 40 Pfennig kostet. Weiter verweist man darauf, daß die Vewohner Laers vom Bahnübergang Laer bis zum Rathaus in Bochum auch für 30 Pfennig fahren können. Die Querenburger erwarten, daß auch die Linie Bochum—Querenburg für 30 Pfennig gefahren wird. Weiter wurde lebhaft kritisiert, daß der erste Wagen an Sonntagen erst nach 8 Uhr vormittags von Bochum nach Querenburg fährt, wodurch dem Ausflugsverkehr in dieser Jahreszeit jedenfalls nicht gedient sei. Der erste Wagen von Querenburg nach Bochum kommt dort sogar erst um 9 Uhr an. Gerade Sonntags möchte der„Städter“ gern recht, früh hinaus ins Grüne, und umgekehrt möchten die Querenburger gern recht früh in die Stadt(zum Bahnhof und dergl. mehr) kommen können. Auch hier rechnet man im beiderseitigen Interesse auf baldige Verbesserung. Nachdem die neuen kleinen Wagen eingeführt sind, ist es jetzt an der Tagesordnung, daß zu den Hauptverkehrszeiten 2 bis 8 Wagen hintereinander von Bochum nach Querenburg und umgekehrt fahren müssen, um alle Fahrgäste befördern zu können. Da dürfte es sich doch wohl empfehlen, anstatt allstündlich mit mehreren Wagen fahren zu müssen, den Verkehr derart zu verdichten, daß alle halbe Stunde ein Wagen verkehrt. Auf diese Weise würde dem Verkehrsbedürfnis besser gedient werden, ohne daß dadurch eine Vertenerung des Betriebes einzutreten brauchte. Außerdem würde ein Halbstunden=Verkehr diese Strecke noch weiter heben. Dem Vernehmen nach hat man sich auch bereits an zuständiger Stelle mit dieser Frage näher befaßt. Hoffentlich nutzt man gerade diese Jahreszeit durch baldige Einführung der angeregten Verbesserungen richtig aus. Die Buscheystraße und die Straße Auf dem Aspei, die auch von dem Autobus tagtäglich befahren werden, müssen unbedingt instand gesetzt werden. Auch die Sprengung der Straßen läßt noch zu wünschen übrig. So wünschen die Anwohner der Stiepeler und Schattbachstraße mit ihrem großen Friedhofsverkehr vermehrte Sprengung. Die Overbergstraße wird überhaupt nur bis zum Busch gesprengt. Die noch sierte Stiepeler Straße leidet infolge ihrer Abschüssigkeit sehr unter Wasserschäden. Die unlängst gepflasterte Rinne hat sich nicht bewährt; sie ist zum Teil ausgespült. Obwohl diese Straße bereits 1902 ausgebaut wurde, ist sie bis heute noch unbeleuchtet. Dabei führt sie direkt in das vielbesuchte Lottental: auch liegt an dieser Straße ein städtischer Friedhof. Genau so ist es an der Schattbachstraße mit dem großen Friedhof der Kirchengemeinde Uemmingen. Auch die Straßengräben machen hier viel zu schaffen. So liegt an der Markstraße gleich bei der Schule, der Straßengraben meist derart versumpft da, daß eine Gefahr für die Gesundheit, namentlich in der heißen Jahreszeit, besteht, taux dem sich die Städtische Kapelle Bochum hier im Winter durch volkstiümliche Konzerte gut eingeführt hat, warten die Querenburger immer noch auf ein paar Platzkonzerte ausgeführt von der Schuvokapelle. Die musikliebenden Querenburger würden es an Interesse und Dank nicht fehlen lassen. Daß die Querenburger Gasabnehmer trotz Eingemeindung immer noch eine Gasmessergebühr von.25 Reichsmark monatlich zahlen müssen, ist etwas, was sie mit ihrem Untertanenverstand nicht begreifen können. Gleiches Recht für alle! Die kleinen Kinder in Querenburg warten leider immer noch vergebens auf den Spielplatz. Etwas guter Wille und etwas Sand genügen, um den„Friedensplatz“ auf der Ecke der Buschey= und Lennershofstraße zu einem idealen Kinderspielplatz zu machen.„Da Laerheide die gleichen Verkehrs= und sonstigen Interessen hat wie Querenburg, will sich dieser Ortsteil dem Bürgerverein Querenburg anschließen. ausweichen. Hierbei verlor der Fahrer die Gewalt über die Maschine und rannte gegen einen Baum. Eiting wurde bei dem Anprall sofort getötet, seine Frau wurde mit schweren Verletzungen dem Krankenhause zugeführt. Mit dem Auto auf den Bürgersteig. Barmen, 15. Juni. Am Sonntag nachmittag, gegen 15 Uhr, ereignete sich in Wuppertal=Barmen, an der Ecke Schafbrücken= und Rödigerstraße, ein schweres Verkehrsunglück. An der besagten Stelle geriet ein Auto auf den Bürgersteig, das eine junge Frau mit ihrem dreijährigen Töchterchen, sowie eine ältere Frau erfaßte und gegen eine Hauswand drückte. Alle drei wurden mit schweren Verletzungen dem Krankenhause zugeführt. Bei dem Kinde besteht Lebensgefahr. Opfer des Rheins Düsseldorf, 15. Juni. Am Sonntag mittag versuchte ein Paddler, sich an der Rheinbrücke an einen zu Berg fahrenden Schleppkahn zu hängen. Das Paddelboot wurde von den Wellen umgeworfen, der Paddler konnte jedoch von den Insassen eines Motorbootes gerettet werden.— Kurze Zeit später versuchten an der gleichen Stelle ein Herr und eine Dame mit ihrem Boot an einen Schleppkahn zu kommen. Auch dieses Boot schlug um. Während die Dame gerettet werden konnte, versank der Mann in den Fluten, ehe ihm Hilfe gebracht werden konnte.— Beim Baden im Rhein ertrank am Sonntag abend in der Nähe von Volmerswerth ein Mann, der seine Kleider in einem Bootshaus abgelegt hatte. Die Persönlichkeit des Toten konnte noch nicht festgestellt werden.— In der Nähe des Pappelwäldchens versank am Sonntag vormittag ein junger Mann aus Gladbach=Rheydt, der des Schwimmens unkundig war. Durch einige Schwimmer wurde er dem nassen Element wieder entrissen. Wiederbelebungsversuche hatten Erfolg. Adenauer 25 Jahre Kommunalbeamter kr Köln, 15. Juni. Oberbürgermeister Dr. Conrad Adenauer feierte am Samstag sein 25. Dienstjubiläum als Kommunalbeamter., Adenauer hat eine glänzende Karriere hinter sich. Schon als junger Jurist lenkte er die Aufmerksamkeit führender Kommunalpolitiker auf sich, die seine außerordentlichen Fähigkeiten erkannten und ihn veranlaßten, sich der kommunalen Verwaltungstätigkeit zu widmen. Bereits mit 30 Jahren wurde er Beigeordneter im Steuerdezernat der Stadt Köln und drei Jahre später erster Vertreter des damaligen Oberbürgermeisters. Im Jahre 1917 wurde er mit großer Mehrheit zum Oberhaupt der Stadt Köln gewählt. Unter Adenauers Leitung nahm Köln nach dem Kriege einen glanzvollen Aufstieg. Vor allem hat sich Oberbürgermeister Dr. Adenauer dadurch große Verdienste erworben, daß er mit großen politischem Geschick die Gefahren der Besatzungszeit von seiner Stadt abzuwenden verstand. Seine Wiederwahl im Jahre 1929 nach abgelaufener Amtszeit bewies, welches Vertrauen die Bürgerschaft in seine Führung setzt. Ein Mord nach sieben Jahren aufgeklärt Die Geliebte im Roggenfeld mit dem Taschenmesser getötet Vermißt wird seit dem 13. Juni der Bergmann Karl #, geboren am 7. Dezember 1901 zu Bochum, zuletzt ###um, Ostax=Haffmann=Straße, 83. Beschreibung: ##„Meter groß, schlank, dunkelblondes. Haar, einge##enes Gesicht, braune Augen, schwarze lückenhafte Peine. Vekleidung: Blaue Tuchmutze, Windigse, dun##rüne„Weste mit hellen, Streifen, blaue Tuchhose, Evorthemd, und weißes Oberhemnd, blaue„Krawatte, warze Strümpfe, schwarze Halbschuhe, Schuhgröße 41. er Vermißte ist, am 13. Juni gegen 9 Uhr zum #wimmen zur Ruhr gegangen und von dort nicht zu#tgekehrt. Es ist daher nicht ausgeschlossen, daß er ## der.„Nuhr ertrunken ist. Lurschen, die Prügel verdienen. Mebrere, HausPeiter in der Vieperstraße„schädigten, rohe Burschen Ka#ch, daß sie die schweren. Sgpzertüren, aus den ###eln hoben und auf, der Straße warren. Am Sonntag Fruh standen mehrere beschädigte Türen an den Bäumen. ##n einem Gartentor wurden sogar die Angeln heraus#isen und, die Scharniere zerschlagen. Eine wüste Schlägerei. Auf der Metzstraße, gerieten junge Leute in Streit und schlugen, sich io. hertig, # ein Schaufenster vom KonsumzVerein,„Wohlfahrt ##rrrümmert wurde. Erst der herbeigeholten Polizei #egig es, die beiden Leute auseinanderzuhringen. X. Linge, die ihren Eigentümer suchen, In. Verwahr der Erninalpolizei befinden sich ein großes Aquarium, eine ###ubanduhr, einige Fahrrager, eine Lenkstange und eine Vowarze, lederne, Hexrengelavarte. Die, Sachen rühren Liebstählen her. Das Aquarium soll vor etwa neun Monaten aus einem Hause am Freigrafendamm zusam##en mit Konserven entwendet, worden sein. Die Uhr Sammt vermutlich aus Diebstählen in der städtischen #adeanstalt in der Marienstraße. Die Täter geben an, # sie hier mehrere, Diebstähle ausgeführt, haben, wobei . Geldbörsen mit Bargeld und Uhren erbeuteten. Ge##iote sind, aber bisher noch, nicht bekanpt, geworden. Diese Diebstähle sollen im letzten halben Jahre ausge###rt worden sein. Die Lenkstange wurde von einem Wihrad, das in einem hiesigen, Negbau, stand, abmon##ert und mitgenommen. Die Fahrräder sind alt und ver##lich umgeändert., Sie wurden im letzten Jahre ge##ien.„Der Geschädigte, dem vor einiger Zeit aus ##em, Neubaukeller, an der Ecke Eulezbaum= und #annebaumstraße Schuhe gestohlen wurden, hat sich ###ch immer noch nicht gemeldet. Padltell Weitmar„grien#. 4 Ehrung eines Siebzigjährigenz. Der Berginyalide Penrich Börnke, Lochuim=Weitmar. Erlenkamp, ##lendete am Sonntag sein 70. Lebensjahr. Aus dieWen Anlaß brachte ihm der Posaunen= und Männer##r des evangelischen„Männer= und Jünglingsvereins Pochum=Weitmar am Vorabend ein Ständchen. Kreisverbindung Bochum der evangelischen Junginnervereine. Am 2. August findet in Bochum=Stieauf den Ruhrwiesen unterhalb der Kemnader ##ce ein großes Kxeistreffen statt. Nach einem, Fest□ Dortmund, 15. Juni. Am 28. Juni 1924 verschwand aus Barop die ledige 17jährige Stanislosa Fima. Sie war nach einer Besorgung bei Bekannten, gefolgt von ihrem Liebhaber Hermann ,Wolff, zuletzt gesehen worden. Man fand die Leiche des Mädchens mit zahllosen Stichverletzungen in Brust und Rücken später in einem Roggenfeld in der Nähe von Barov auf. Der der Tat verdächkige, erst 20jährige Wolff war, als er verhaftet werden sollte, geflüchtet. Er tauchte später in Berlin unter dem Namen Ernst Krause auf. Bei der Festnahme versuchte man, Wolff zu einem Geständnis zu bewegen, jedoch schlugen alle Mittel fehl. Er konnte daher nicht überführt und mußte mangels an Beweisen im Februar 1925 auf freien Fuß gesetzt werden. Wolff hielt es aber in seinem elterlichen Hause nicht mehr aus und begab sich ziel= und planlos auf die Wanderschaft. Auf seiner Wanderung trat er mit den dunkelsten Elementen zusammen und mußte wiederholt wegen kleinerer oder großer Straftaten verurteilt werden. Zuletzt wurde er in Chemnitz zu einer mehrjährigen Freiheitsstrafe verurteilt. Kriminalkommissar Gabe aus Dortmund wurde durch die Castroper Lustmordsache im Jahre 1928 nach Einsichtnahme der Akten auf diesen Fall aufmerksam. Auf Grund des von ihm konstruierten Beweismaterials veranlaßte die Staatsanwaltschaft erneut die Aufnahme des Falles Wolff. Darauf wurde Kriminalkommissar Gabe mit einem Kriminalsekretär nach Chemnitz gesandt, wo Wolif seine Strafe verbüßte. Beide Beamten konnten Wolff überzeugen, daß es besser wäre, sein Gewissen zu erleichtern. Nach langem Zögern brach dann Wolff unter dem Druck des Beweismaterials zusammen und gab die Tat zu. Er gestand, sich mit dem Mädchen an dem fraglichen Abend in der Nähe von Barop in dem Roggenfeld niedergelassen zu haben. Bei ihrer Unterhaltung sei es zu Meinungsverschiedenheiten gekommen. Die Fima habe sich darauf entfernen wollen. Im letzten Augenblick hatte Wolff die Fima am Handgelenk gefaßt und zu sich herunter gezogen. Hierbei hat die Fima ihm einige Schläge in das Gesicht versetzt, worüber er derartig erbost gewesen sei, daß er mit einem Taschenmesser die Fima gegen den Kopf schlug, so daß sie besinnungslos zu Boden hinschlug. Er habe dann das Taschenmesser geöffnet und blindlings auf die am Boden Liegende eingestochen. Wolff wird sich nunmehr wegen Totschlags zu f verantworten haben. Westfalen und Rheinprovinz ein großes Kxeistreffen statt. Nach einem. Fest##iesdienst in der Melanchthonkirche an der Königs##e erfolgt der geschlossene Abmarsch der Teilnehmer im Festplatz, wo ein Zeltlager errichtet wird. der Ankunft werden nach Gruppenbesprechungen einsame Spiele, Schwimmvorführungen, Abkog Nach lochen #nd S Wgmnmgtgtunhe un,Wpochen Posaunenchordarbietungen im bunten Wechsel den ungmännern angenehme Stunden vermitteln. Abends iolgt der ebenfalls geschlossene Rückmarsch nach Westfälische Metallarbeiter-Tagung Hagen, 15. Juni. Aus den Unterbezirken Hagen, Dortmund und Hamm hatten sich aus über 80 Industrieorten Westfalens zahlreiche Vertreter aus dem neunten Gesamtbezirk des Gewerkvereins Deutscher Metallarbeiter H. D. zur Bezirkstagung versammelt. Hauptvorstandsmitglied Kaever(Berlin) leitete die Tagung durch einen Vortrag:„Der geue. Kurs in der Wirtschafts= und Sozialpolitik“ ein. Deutschlands Wirtschaft leide seit Monaten unter der Auswirkung einer Wirtschaftskrise ungeahnten Ausmaßes. Wirksame Vorschläge der Gewerkschaften zur Behebung der Notlage sind weder von der Regierung noch von den Unternehmern durchgeführt. An die Stelle systematischen Aufbaus des Binnenmarktes, sei Verkümmerung der Löhne und Gehälter getreten. Die Verbilligung der Lebenshaltung werde durch die Zollpolitik der Regierung verhindert. Weiterer Lohnabbau, Einschränkung der Tarifverträge. Ausschaltung der Schlichtungsinstanzen, weitgehendste Einschränkung der Sozialpolitik sind ihre hervorstechensten Forderungeg zur Bekämpfung der Krisenzustände. Dazu die neue Notverordnung. Diese erdrossele die Lebensbedingungen der Arbeiterschaft und treibe sie zu Verzweiflungsausbrüchen.„Nur beschleunigte Aenderung könne Schlimmstes verhüten. In der anschließenden Aussprache klang die verhaltene innere Erregung durch, die ihren Niederschlag in der Annahme einer Entschließung fand. Bezirksleiter Braun(Dortmund) erstattete dann Bericht des abgelaufenen Geschäftsjahres. Darin wurde besonders die Zahl der Abwehrkämpfe, die auf tariflichen und arbeitsrechtlichen Gebiet beträchtlich gewachsen sei, hervorgehoben. Schwerer politischer Iusammenstoß Mit Schüssen und Brandstiftung. Walsum, 15. Juni. Als am Sonntag abend ein Demonstrationszug der Internationalen Arbeiterhilfe die Wilhelmstraße passierte kam es zu einem Zusammenstoß zwischen einer in dieser Straße wohnenden Familie. die der RSDAP. angehört, und Teilnehmern des Demonstrationszuges. Während von der Familie behauptet wird, die Kommunisten hätten mit Steinen das Haus beworfen, wird von den Gegnern gesagt, daß aus dem Hause heraus auf den Zug geschossen wurde. Die Demonstranten gingen schließlich dazu über, das Haus zu sürmen, wobel das Moblior teilmeite gerggagen wurde. Die Familienmitglieder flüchteten jetzt in die Scheune und verbarrikadierten sich hier. Aus der Scheune heraus fielen auch einige Schüsse, wodurch zwei Kommunisten durch Beinschüsse verletzt wurden. Noch waren die Belagerer vor der Scheune versammelt, als diese von Unbekannten in Brand gesetzt wurde. Die sofort alarmierte Feuerwehr konnte die anstehenden Gebäude retten; die Scheune selbst brannte nieder. Die polizeilichen Ermittlungen sind noch nicht abgeschlossen. Von Zigeunern um 10000 mark erleichtert * Höxter, 15. Juni. Einem hiesigen Fleischermeister sind von Zigeunern 10.000 Mark gestohlen worden, davon für 5000 Mark Wertpapiere. Die braunen Söhne der Pußta hatten ihre Beute aber schnell in Sicherheit gebracht, denn als man in Holzminden ihren Wagen anhielt und durchsuchte, fand man von dem Gelde keine Spur. Dagegen konnten zwei Schußwaffen beschlagnahmt werden. Es scheint, als ob die Diebe kurze Zeit nach der Tat ihre Beute einem Personenkraftwagen anvertraut haben, der sie dann in Sicherheit brachte. Nach diesem Auto ist die gesamte Landjägerei der Umgebung auf der Suche. Vier Mädchen vor dem Ertrinken gerettet Altena, 15. Juni. Beim Baden in der Brucher Talsperre gerieten vier Mädchen, von denen nur eines schwimmen konnte, in eine Untiefe. In ihrer Angst umklammerten sich alle vier und zogen sich gegenseitig in die Tiefe. In diesem Augenblick passierte ein Uhrmachermeister aus Gummersbach mit Frau und Tochter in einem Paddelboot die Stelle. Die Tochter sprang mit Todesverachtung sofort ins Wasser und rettete unter der Gefahr, selbst umklammert und in die Tiefe gerissen zu werden, die dem Tode nahen Mädchen. Die mutige, vierfache Lebensretterin heißt Fräulein Zapp. Opfer des Verkehrs Mit dem Motorrad gegen einen Baum. Bocholt, 15. Juni. Auf der Landstraße zwischen Rhede und Rhedebrügge kam es am Sonntag abend zu einem schweren Verkehrsunfall. Der Weber Eiting aus Bocholt wollte mit seinem Motorrad, auf dessen Soziussitz seine Frau saßz, einem Trupp Radfahrer Kleine Provinz=Rundschau Beim Rangieren getötet. Am Sonntag nachmittag gegen 4 Uhr fand man auf der Duisburger Bahngelände in der Nähe der Personenwagen=Abteilung den 50 Jahre alten Weichenwärter Johann Heißmann aus Duisburg tot auf. Die Untersuchung hat ergeben, daß Heißmann, der in der Rangierabteilung des Duisburger Hauptbahnhofs tätig ist, bei der Ausführung seines Berufes zwischen zwei Wagen totgequetscht wurde. Der Verunglückte hinterläßt. Frau und zwei Kinder, I Großfeuer in einer Möbelfabrik. In dem Fabrikgebäude der Vereinigten Möbelwerke AG. in Andernach brach aus noch nicht bekannten Gründen am Sonntag morgen gegen 3 Uhr ein Feuer aus. Die zahlreichen Holzvorräte und Möbelteile verursachten ein gewaltiges. Feuer. Der entstandene Schaden wird auf mehrere hunderttausend Mark geschätzt, ist aber durch Versicherung voll gedeckt. Was Genaues weiß man nicht Wetterbericht der Essener Wetterwarte vom 15. Juni. Infolge der starken Temperaturgegensätze zwischen der subtropischen Warmluft und der maritimen Kaltlust, entwickelte sich der europäische Tiefdruckern zu einem Sturmwirbel und liegt heute zwischen Schottland und Skandinavien. Ein Teilwirbel, der auf seiner Südseite gestern morgen Frankreich verbreitete Gewitter brachte, überquerte an der Luftmassengrenze gestern abend unseren Dienstbezirk und brachte somit Abkühlung und unbeständiges Wetter mit sich. Auf der Rückseite der Kaltfront baut sich über Frankreich erneut ein kräftiges Zwischenhoch auf, das jedoch in seinem westlichen Teil von neuem ozeanischen Störungen angegriffen wird. Die Witterung wird sich somit nur vorübergehend beruhigen. Bei zunehmender Erwärmung sind erneut Gewitter zu erwarten. Vorhersage für Dienstag: Abflauende westliche Winde. Noch unbeständig. Einzelne Regenschauern, jedoch zunehmende Beruhigung und Erwärmung. Wahrscheinliche Weiterentwicklung: Auf Südwest bis Süd drehende Winde, wechselnd bewölkt, wieder zunehmende Gewittertätigkeit. Barometer 7 Uhr 754,0 24„ 760,0 Montag, 15. Juni Thermometer 13 Uhr+18C 24" 130 Weiterhäuschen im Stadtpark 117 m über dem Meeresspiegel ( Aufg..13, Unterg. 20.48: C Aufg..43; Unterg 22.02 Die heutige Aummer umfaßt 12 Seiten IDEE der völlig unschädliche, echte Bohnenkaffee J. DARBOVEN, Hamburg 15 Das grobe 200 g Paker köster nur noch RM. 1,35 theater Bochums Tonfilm-Ereignis das mit großer Begeisterung aufgenommen wurde, ist bis einschließlich Donnerstag in der Lichtburg Sie sehen u. hören Gerda Maurus in dem hinreißenden Tonfilm-Lustpigl Bochum Dienstag, 16. Juni, 20 bis nach 22.30 Uhr. In neuer InszenieEs läßt nicht nach! Darum noch einmal verlängert! Heute, Dienstag, bis einschl. Donnerstag rung und Ausstatt. 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