Nr. 101, 38. Jahrgang Freitag, ben 1. Mei 1934. Täglich außer Samstag 10 Pf. Samstags mit illustr. Beilage 20 Pf. und Allgem Anzeigenpreiz: Für Millimeier Höbe in 25 Millimeter Breite 10 Vie, im Reklameteil 30 Psg.(Besondere Anzeigenpreise nach aufliegendem Taris.) Angebote von anderen Zeitungen und Vermittlern werden nicht befördert. Bei zwangsweiser Beitreibung der Anzeigengebühren durch Klage, bei Konkursverfahren usw. wird der bewilligte Nachlaß hinfällig. Für die Aufnahme von Anzeigen an bestimmten Tagen und Blätzen, auch für durch Fernsprecher aufgegebene und abbestellte, sowie undeutlich geschriebene Aufträge wird keine Bewähr übernommen.— Schluß, der Anzeigenannahme 4 Uhr nachmittags. Mr. 250.= Unfall=Unterstützung bei ködlichem Unfall laut besonderen Bedingungen General### Anzeiger für Bochum und umliegende Industriebezirke Redaktionsleitung: Dr. Paul Dierichs. Verantwortlich für Politik: Rudol! Foest: für Kommunalpolitik und Nachbargebiet: Adolf Peddinghaus: für Lokales: Hans Schulte: für Handel: Frivz Schmidl: für Sport: Hans Schulte und Baul Wegener: für Kunst und Unterhaltung: Ur Christian Gebring: für Briefkasten, Beilagen und den übrigen Textteil: Mar Flegel: für den Anzeigenteil: F. W. Pempe, Sprechstunden der Redaktion: 16=17 Uhr (außer Samstags)— Druck u. Verlag Bochumer Anzeiger und General Anzeiger, Lauvenmüblen& Dierichs. sämtlich in Bochum. Berliner Redaktion: Nichael Haupt Berlin S W 68, Zimmerstraße 28, Fernsprecher: Dönhoff 553 und Karlshorst 0340.— Für unverlangte Einsendungen übernimmt die Redaktion keine Hasipflicht. Zurücksendung erfolgt nur, wenn Rückporto beiliegt. Redaktion und Geschäftsselle: Rathausplatz 8. Fernsprech=Anschlüsse Sammelnummer 675 51— Postscheckkonto Dortmund 1760 Das Ergebnis der Kabinetisberatungen Neue Jontigehaugen. Regierung verspricht Verbraucherschutz bei der Preisentwickelung Berlin, 30. April. Die agrarpolitischen Beratungen des Kabinetts wurden gestern zu Ende geführt. Sie hatten folgendes Ergebnis; Der Zoll für lebende Schweine wird, zunächst mit Wirkung bis 1. November 1931 auf 40(bisher 27) RM. für den Doppelzentner festgesetzt. Für die Folgezeit bleibt die Entschließung des Kabinetts vorbehälten. Sie wird sich nach der weiteren Entwicklung des Schweinemarktes zu richten haben. „Diese Erhöhung des Zolles für lebende Schweine geht in der Linie der bisherigen gesetzlichen Bestimmungen. Danach war eine Zollerhöhung davon abhängig gemacht, daß der Richtpreis von 70 RM. unterschritten wurde. Diese Voraussetzung ist durch das Abgleiten der Schweinepreise auf etwa 45 RM. gegeben. Der Fleischzoll ist im bisherigen Verhältnis zum Viehzoll festgesetzt worden.(Erhöhung 50—60 Prozent, des alten Satzes.) Für Hafer wird der Zoll auf 16(bisher 12) RM. für den Doppelzentner erhöht. Für den für die landwirtschaftliche Produktions= umstellung unentbehrlichen Leguminosenbau sind die erforderlichen Zollerhöhungen vorgenommen, und zwar für Speiseerbsen auf 20(bisher 15) RM., für Futtererbsen und Bohnen auf 8 RM., für ungereinigte Linsen auf 6 RM. und für gereinigte auf 8(alles bisher 6) RM. Für Futterbohnen, Lupinen und Wicken wird der Zoll auf 5 RM. bemessen. Für Gänse tritt in der Zeit vom 16. Oktober bis 31. März eine Erhöhung des Zolles auf.10 RM. für das Stück oder 36 RM. für den Doppelzentner ein. Die Zwischenzölle für Speck und Schmal; werden aufgehoben Zeitpunkt des Inkrafttretens dieser Maßnahme wird noch bestimmt werden. Begründung und Versprechung Diese Maßnahmen bedeuten einen weiteren Schritt auf dem Wege zu einer Besserung der Lage der landwirtschaftlichen Veredelungsproduktion, die nachdrücklichst gefördert werden muß, zumal sie weitaus überwiegend auf den mittleren und kleineren bäuerlichen Betrieben beruht und für die Existenzgrundlage dieser Betriebe und der Landarbeiter entscheidend ist. Gleichzeitig wird der Reichsminister für Ernährung und Landwirtschaft von allen zur Verfügung stehenden Mitteln Gebrauch machen, um einer dem Verbraucherschutz nach dem Gesetz vom 28. März 1931 widersprechenden Preisentwicklung vorzubeugen. Er wird Sorge tragen, daß die Länderregierungen darüber wachen, daß die Handelsspanne auch in den Gemeinden gesenkt wird, in denen im Gegensatz zu anderen Gemeinden eine Senkung der Handelsspanne noch nicht im ausreichendem Maße erfolgt ist. Bei Fleisch wird dies umso leichter sein, als die Erhöhung der Zölle für Speck und Schmalz hierfür günstigere Voraussetzungen schafft. Weiter wird alles geschehen, um eine ungerechtsertigte Heraufsetzung des Brotpreises zu verhindern oder rückgängig zu machen. Es ist eine Reihe von Maßnahmen einFeleitt die es ermöglichen rsicher, Grundsage für die so einzuwirken, daß er eine sichere Grundlage für die entsprechende Berechnung des Brotpreises bieten wird. Auch ist vorgesehen, die Bestimmungen des Brotgesetzes aufzuheben, durch welche die Bewegungsfreiheit des Mühlen= und Bäckereigewerbes zum Nachteil der Brotpreisbildung eingeengt wird. Die Lage des Getreidemarktes bietet nunmehr die Möglichkeit hierzu. So weit der amtliche Bericht. Ueber die Maßnahmen, die das Reichsernährungsministerium zur Brotverbilligung treffen will, wird noch Stillschweigen bewahrt, da man sie erst in aller Ruhe vorbereiten und auf diese Weise ihrer Durchführung eine größere Wirkung geben will. Sicher ist aber jedenfalls, daß freier Wettbewerb un,d rationelles Arbeiten soweit wie möglich gefördert werden sollen. Vom Brotgesetz wird deshalb auch nicht mehr viel übrig bleiben, als die Gewichtsbestimmung. Ueber eine Aufhebung des Nachtbackverbotes, die vom Zentralverband deutscher Bäckerinnung abgelehnt wird, ist übrigens noch nicht entschieden. Die Haltung der S. J. 9. Berlin, 30. April. Der Vorstand der sozialdemokratischen Reichstagskraktion erörterte am Donnerstag die politische Lage. Er nahm zunächst einen eingehenden Bericht über die Unterredung der Fraktionsvertreter mit dem Reichskanzler entgegen. Im Vordergrund der Aussprache standen die Frage der Brotpreiserhöhung und die von der Regierung geplanten Maßnahmen zur Senkung der Brotpreise sowie die beabsichtigten Zollerhöhungen. Es wurden starke Zweifel geäußert, ob sich die von der Regierung in Aussicht genommenen Maßnahmen zur Senkung der Brotpreise auch als wirksam erweisen würden. Da die Regierung durch das ZollermächUgungsgesetz verpflichtet sei, einer Steigerung der Brotpreise über den Stand im letzten Halbjahr hinaus vorzubeugen, müsse verlangt werden, daß nicht nur weitere Brotpreissteigerungen verhindert, sondern auch dis in den letzten Wochen eingetretenen Erhöhnngen der Brotpreise rückgängig gemacht würden. Wenn eine solche Auswirkung der Regierungsmaßnahmen auf den Brotpreis nicht in kurzer Frist erzielt sei, so werde die Fraktion weitere Schritte unternehmen, um die Regierung zur Ausführung der gesetzlichen Verpflichtungen zu veranlassen. Im übrigen äußerte der Vorstand, wie aus dem Bericht der Fraktion weiter hervorgeht, starke Bedenken gegen einen etwaigen Versuch, durch einseitige Finanzpolitik notwendige soziale Einrichtungen und Leistungen einzuschränken. Eine endgültige Stellungnahme zu dem Regierungsprogramm könne erst erfolgen, wenn die Maßnahmen des Kabinetts deutlicher erkennbar seien. Erst dann könne auch eine Entscheidung der Fraktion über die Notwendigkeit einer etwaigen Einberufung des Reichstages gefällt werden. Das Reich auf der Anklagebank Oestlseegsch We.g Es geht um Millionen Berlin, 30. April. Vor der 36. Zivilkammer, der Spezialkammer für Angelegenheiten des öffentlichen Rechts, wurde heute der Prozeß verhandelt, den der Reichsverband für deutsche Gefrierfleischeinfuhr, der Verband deutscher Kühlhäuser und der Zentralverband deutscher Konsumgenossenschaften gegen das Reich, vertreten durch den Reichsminister für Ernährung und Landwirtschaft, wegen der Einstellung der Gefrierfleischeinfuhr angestrengt hat. Die Schadenersatzklage verlangt vom Reich die vorläufige Zahlung von je 10.000 RM. an jeden Kläger, einschließlich der Zinsen. Die wirkliche Schadenersatzforderung, die nur wegen der Kosten nicht gleich im vollen Betrag eingeklagt wird, geht aber in die Millionen.. Die Vorgeschichte dieses Gefrierfleischprozesses ist folgende: Im November 1923 regelte eine ReichsverordBochuns=Gial abgenhin * Bochum, 30. April. Stadtverordnetenkollegium lehnte nach###### ger Verhandlung in der heutigen Sitzung die vom Magistrat vorgeschlagene Erhöhung der Bürgersteuer um 200 Prozent ab, nahm aber die übrigen Deckungsvorschläge des Magistrats mit 52 gegen 30 Stimmen an. Daraufhin erklärte der Oberbürgermeister, daß er den Etat als abgelehnt betrachte und der Aufsichtsbehörde entsprechende Mitteilung machen werde.(Siehe auch den ausführlichen Bericht auf Seite 5 und.) Gegenwuntige Trldunaft untageal Deutschland baut in Amerika vor Berlin, 30. April. (Von unserer Berliner Schriftleitung.) Der Londoner„Daily Telegraph“ weiß heute zu berichten, daß der amerikanische Botschafter Sackett vom Reichskanzler beim letzten Empfang beauftragt worden sei, einen wichtigen Antrag der deutschen Regierung zwecks Ermäßigung der Reparatlonslasten in Washington zu übermitteln. Das Blatt glaubt, daß die Reichsregierung die Ermäßigung der Tributlasten unter dem Hinweis fordere, daß sich infolge Steigens des Goldwertes seit dem Abschluß des Young=Planes die deutschen Kriegsschuldenzahlungen um den Wert von 30 Prozent gesteigert haben. Diese Meldung hat nicht nur in Berlin Aufsehen erregt. Selbstverständlich können die amtlichen Stellen über die Aussprache zwischen Sackett und dem Reichskanzler keine Auskunft erteilen. Dennoch verlautet maßgeblich, daß die Reparationsfrage und die mit ihr eng zusammenhängende Kreditfrage Hauptgegenstand jener Aussprache gewesen sind. Natürlich ist es falsch, daß Sackett der Ueberbringer eines formellen Revisionsantrages ist, da ein solcher Antrag in Washington nicht an die maßgebende Stelle gerichtet wäre. Der Kanzler hat alle diese Fragen mit dem amerikanischen Botschafter durchgesprochen und dürfte hierbei Sackett davon in Kenntnis gesetzt haben, daß die gegenwärtige Tributlast für Deutschland untragbar ist. Daß der Kanzler hierbei auch die Tributhöhe in ein Verhältnis zum gesteigerten Goldwerte gebracht hat, dürfte zutreffen. Diese Gedankengänge decken sich im Prinzip mit den gestern vom Reichsbankpräsidenten Dr. Luther angeführten währungspolitischen Gedankengängen. Der Reichsbankpräsident hat hierbei in voller Uebereinstimmung mit dem Kabinett gehandelt. Wenn sich der Kanzler an die amerikanische Regierung auch nur informatorisch wandte, so geschah dies, da Amerika als Hauptgläubiger Europas mit seinem finanziellem Einfluß die wirksamste Position besitzt. Besonders wird sich die Aussprache um das Problem der Ueberführung kurzfristiger amerikanischer Anleihen in langfristige Kredite gedreht haben, um bei Aufrollung des Reparationsproblems vor finanziellen Rückschlägen, die sich stimmungsgemäß bei einem solchen Schritt an den Weltbörsen auslösen würden, zu sichern. Sollte der Vorstoß in der Tributfrage, der heute einstweilen nur vermutet werden kann, in absehbarer Zeit verwirklicht werden, so könnte die Regierung einer geschlossenen außenpolitischen Front sicher sein, zumal das Kabinett durch einen Reichstagsbeschluß bereits zu einem solchen Schritt ersucht worden ist. In jedem Falle würde aber ein solcher Schritt erst nach der Konferenz von Chequers erfolgen können, da bis dahin die außenpolitischen Arbeiten des Kabinetts festgelegt sind. Furchtbare Explosion in Brasilien 200 Tote und Verwundete Newyork, 30. April. Wie Associated Preß aus Rio de Janeiro meldet, sind bei einer Explosion im Marine=Laboratorium von Nietheroy 200 Angestellte, getätet oder verletzt worden. Das Laboratorium sowie ein benachbartes Gebäude sind gänzlich zerstört. Die Explosion fand vermutlich im Torpedoladeraum statt. Die Rettungsarbeiten sind im Gange. Nietheroy liegt an der Rio=Bay, direkt gegenüber von Rio=Stadt. Das Hospital war schnell überfüllt, so daß eine Anzahl der Verletzten in Barkassen nach Rio=Stadt gebracht werden mußten. Bisher wurden 45 Tote und 70 Verletzte seborgen.— Der Nellessenrat einbernsen h Berlin, 30. April(Eig. Drahther.) Der Aeltestenrat des Reichstages ist für Mittwoch, den 6. Mai, einberufen worden, um zu der Frage einer Zwischentagung des Reschstages im Juni Stellung zu nehmen. In der Sitzung wird Vizepräsident Dr. v. Kardorff den Vorsitz führen, da sich Reichstagspräsident Löbe wegen eines Gallenleidens einer Kur unterziehen mußte. Wie die Frage einer Einberufung entschieden wird, steht heute noch nicht fest. Jedenfalls macht sich in sozialdemokratischen Kreisen ein gewisser Druck auf Einberufung des Reichstages in Zusammenhang mit den Zollerhöhungen und der bevorstehenden Notverordnung über die sozialpolitischen Fragen bemerkbar. Hierauf deuten auch heute die Auseinandersetzungen im Fraktionsvorstand der Sozialdemokratischen Partei hin. 5950929 Volksbegehrler Berlin, 30. April. Der amtliche preußische Pressedienst teilt mit: Von den 26 368 215 Stimmberechtigten in Preußen haben sich nach den vorläufigen unverbindlichen Mitteilungen der Behörden 5 950 929 Stimmberechtigte in die Listen zum Volksbegehren„Landtagsauflösung" eingetragen. Das endgültige und amtliche Ergebnis kann erst festgestellt werden, wenn die Eintragungslisten, die sich jetzt noch in den Händen des Trägers des Volksbegehrens, des Stahlhelm, befinden, dem Landesausschutz zugeleitet und nachgeprüft sind. nung die Einfuhr von Gefrierfleisch und setzte das jährliche Gefrierfleischkontingent genau fest. Die Verordnung sollte zehn Jahre lang, also bis zum Jahre 1933, in Geltung bleiben. Um die Einfuhr von ausländischem Gefrierfleisch, das den Minderbemittelten zugute kommt, möglichst zweckmäßig und rationell zu regeln, schlossen sich die deutschen Gefrierfleischimporteure, die Kühlhallenbesitzer und die Konsumvereine zu einer Interessengemeinschaft zusammen. Man investierte ansehnliche Kapitalien im Gefrierfleischgeschäft, baute neue Kühlhallen und Speicher, kaufte modern ausgestattete Kühlschiffe an und sorgte in jeder Weise dafür, daß das erlaubte Gefrierfleischkontingent möglichst rasch und möglichst billig in die Hände des Verbrauchers kam. Auf Veranlassung des Landwirtschaftsministers Schiele, der sich von der„Grünen Front“ dazu gedrängt sah, hob der Reichstag später die Gefrierfleischverordnung vom Jahre 1923 auf. Die drei Interessenverbände fühlen sich durch die Aufhebung der Verordnung schwer geschädigt und wollen für den erlittenen Schaden das Reich haftbar machen. Als Vertreter der klagenden Verbände führte Rechtsanwalt Dr. Alsberg aus, es handele sich bei dieser Klage insofern um ein Unikum, als die Verordnung vom 3. November 1923 die Zeitdauer ihrer Geltung selbst bis zum Jahre 1933 geregelt habe. Den Verbänden sei also eine Schutzfrist von 10 Jahren zugebilligt worden, und im Vertrauen darauf hätten sie größte Kapitalien investiert. Die Interessenten hätten gar nicht auf den Gedanken kommen können, daß die Verordnung schon nach zwei Jahren durch Herabsetzung des Kontingents durchlöchert, nach weiteren zwei Jahren abermals eingeschränkt und schließlich im siebenten Jahr völlig beseitigt würde. Weiter machte Dr. Alsberg darauf ausmerksam, daß die Aufhebung der Gefrierfleischeinfuhr im Sinne der Reichsverfassung einer Enteignung gleichkäme. Der damalige Reichsernährungsminister habe sich einer Verletzung seiner Amtspflichten schuldig gemacht insofern, als er die Interessenten nicht auf die Möglichkeit einer Durchbrechung der zehnjährigen Geltungsdauer der Verordnung von 1923 aufmerksam gemacht habez Diesen Ausführungen gegenüber vertrat der Anwalt des Reiches, Rechtsanwalt Dr Heinitz, den Standpunkt, daß die angebliche Schädigung der Interessenten in Wirklichkeit gar kein Schaden sei, da es sich lediglich um eine Beschneidung der enormen Gewinne handele, die die Gefrierfleischimporteure bisher hätten machen können. Der zuständige Reichsminister könne niemals für gesetzliche Maßnahmen haftbar gemacht werden. Auch die Behauptung greife nicht durch, daß es sich um eine entschädigungspflichtige Enteignung handele. Im übrigen könne der Gesetzgeber jedes Gesetz ändern, außer Kraft setzen oder durch ein anderes ersetzen, ohne daß daraus gegen ihn Schadenersatzverpflichtungen geltend gemacht werden könnten.: Hier handele es sich um Interessen der deutschen Landwirtschaft, über deren Berechtigung ein Zivilgericht nicht zuständig sei. Die Klage sei abzuweisen, Das Urteil wird am nächsten Donnerstag verkündet werden. Newyorker Diskonk unverändert. Berlin, 30. Apretl. Die für heute von den europäischen Börsen erwahl###te Senkung der Newyorker Rediskontrate um ½ Prozet, auf 1½ Prozent ist ausgeblieben. Die Newvorker Federal Reserve Bank ließ ihren Satz unverändert. Die Hoffnungen auf eine Newyorker Diskontsenkung hatten heute an der Berliner Börse zu einer kräftigen Erholung des Pfundes geführt. Auch die übrigen Valuten zogen merklich an. Bemerkenswert war, daß der Ultimo an der Berliner Börse leicht überwunden wurde. Die Hoffnungen auf eine Diskontsenkung der Reichsbank sind in den letzten Tagen im Hinblick auf die angespannte Finanzlage des Reiches immer mehr zurückgegangen. Nachdem nun Newyork seinen Satz unverändert gelassen hat, dürfte vorerst kaum miteiner deutschen Diskontermäßigung zu rechnen sein. Der Tarifstreit in Nordwest Die Forderungen der Metallarbeiterverbände Bochum, 30. April. Die tarifbeteiligten Metallarbeiterverbände haben heute in gemeinsamer Sitzung ihre Forderungen für die Aenderung des Rahmentarifs der Gruppe Nordwest formuliert. Sie verlangen, daß wieder, wie vor dem Oeynhausener Schiedsspruch, die Bezirksleitungen der Verbände statt der Vorstände Tarifkontrahenten werden. Sie fordern, daß bei der Festsetzung der Arbeits: verhältnisse die Vertretungen anderer in der Metallindustrie beschäftigter Berufsgruppen zugezogen werden und daß die Tarife anderer Berufsgruppen anerkannt werden. Die wichtigste Forderung erheben die Gewerkschaften in dem Verlangen, daß alle Regelungen über Lohn, Akkord und Prämien aus dem Rahmentarif herausgenommen werden Bis zum Ablauf des jetzigen Lohntarifs sollen die bisherigen Bestimmungen koch in Kraft bleiben. In der Urlaubsregelung fordern die schaften, daß für jeden Urlaubstag der volle Tagesverdienst der betreffenden Berufs=, Werks= und Alters „ prachit virh, Kurzarbeit und Feiershichten len dabei unberücksichtigt bleiben. Den Lehrlingen len die Pflichtstunden der Fortbildungsschule bezahlt werden. Bei Arbeitsstreckung oder Uebergang zu einer anderen Arbeitsweise soll der alte Lohn noch auf acht Tage weiter gezahlt werden. Der Disziptinarhof sagt: d. S. J. u. P. ersikent „gewaltsamen Umsturz Berlin, 30. April. Auswirkung des Beschlusses des preußischen Staatsministeriums vom Juni 1930 war der Regierungsinspektor Hasse in Stade wegen seiner Mitgliedschaft bei der N. S. D. A. P. vom Disziplinargericht in Stade zur Dienstentlassung verurteilt. Seine Berufung hat der Disziplinarhof für die nichtrichterlichen Beamten am 9 März verworfen... Lus Ois.iuinarhofs wich In der Urteilsbegründung des Disziplikarhofs wird die Frage bejaht, ob das Ziel der Nationalsozialistischen Partei der gewaltsame Umsturz der bestehenden Staatsordnung sei. Der Eid Hitlers bei dem Ulmer Reichswehrprozeß sei kein Beweis für die legalen Bestrebungen der N. S. D. A. ebenso wenig wie seinerzeit das Ehrenwort Hitlers ein Schutz gegen den Münchner Putsch vom Oktober 1923 gebildet habe. Der Disziplinarhof kommt dann weiter zu der Feststellung:„Darin, daß in der letzten Zeit von der Führung des N. S. D. A. P. die Parole ausgegeben wurde, es werde erstrebt, das Parteiziel nur auf legalem Wege und mit legalen Mitteln zu erreichen, kann nur eine parteitaktische Verschleierung der tatsächlichen Ziele erblickt werden. Wenn revolutionäre Bestrebungen größeren Umfang annehmen und damit eine größere Gefahr für die Aufrechterhaltung der öffentlichen Ordnung darstellen, haben sie naturgemäß mit Gegenmaßregeln der bestehenden Regierung zu rechnen. In einem solchen Zeitabschnitt pflegen sie zum Schein Legalitätserklärungen abzugeben, um ein Einschreiten der staatlichen Gewalt abzuwenden und dadurch Zeit zu gewinnen, bis der Zeitpunkt zum Handeln die Partei in noch besserer Vorbereitung und Stellung trifft. Falls die N. S. D. A. P. nicht mit einem Gewaltakt zur Erreichung ihrer Ziele rechnete, wäre es auch unverständlich, daß sie eine derart gut organisierte, vollkommen militärisch aufgezogene Kampftruppe auch heute noch aufrechterhält. Werden hierzu noch die angeführten eindeutigen Aeußerungen namhafter Parteiführer wie auch der Parteipresse in Betracht gezogen, so ist der Schluß unabweisbar, daß zu gegebener Zeit ein gewaltsamer Umsturz geplant ist.“ Ein Monat Gefängnis für Göbbels Berlin, 30. April. Das Schöffengericht Charlottenburg verurteilte unter dem Vorsitz des Landgerichtsdirektors Dr. Rambke Dr. Göbbels unter Freisprechung von der Anklage der Beschimpfung der jüdischen Religionsgemeinschaft wegen öffentlicher Beleidigung in drei Fällen, wegen öffentlicher Beleidigung in Tateinheit mit übler Nachrede in zwei Fällen und wegen übler Nachrede in drei Fällen zu einem Monat Gefängnis und 1500 Reichsmark Geldstrafe. Die Vergehen richteten sich gegen den Kriminalkommissar Busdorf, den Polizeiwachtmeister Busse, den früheren Polizeipräsidenten Zörgiebel, den Polizeiobersten Heimannsberg, den Polizeivizepräsidenten Dr. Weiß und den Polizeipräsidenten und früheren Staatsminister Grzsinski. 8 In der Urteilsbegründung wird gesagt, während die sonstigen Beleidigungen mit Geldstrafen zwischen 100 und 400 Reichsmark geahndet worden seien, habe das Gericht im Fall der Beleidigung des Kriminalkommissars Busdorf Dr. Göbbels mit einer Freiheitsstrafe belegt, weil der Kriminalkommissar Busdurf in unflätiger Weise herabgesetzt worden sei. Busdurf sei mit einer reineren Weste aus dem Prozeß herausgekommen, als er hineingegangen sei. Da Dr. Göbbels den Anonymus des inkriminierten Artikels „Polente" durch seinen Namen gedeckt habe, müsse er auch dafür gerade stehen. Das rumänische Parlament aufgelöst Bukarest, 30. April. In der Kammer verlas Ministerpräsident Jorga die Regierungserklärung, in der es zum Schluß heißt, daß die Regierung eine Zusammenarbeit mit dem gegenwärtigen Parlament angesichts ihres Programms als unmöglich betrachte. Im Anschluß hieran verlas Jorga ein Dekret, wonach das Parlamen t aufgelöst und der Termin der Neuwahlen für die Kammer auf den 1. Juni und für den Senat auf den 4. Juni festgesetzt wird. Aeder Landtags umerfachunge nin. 0 Diatenturzung für Lanotagsabgeoronete und Staatsratsmitglieder h. Berlin, 30. April. (Von unserer Berliner Schriftleitung.) Der preußische Ländtag hat heute einen neuen Untersuchungsausschuß eingesetzt. Er wurde von den Deutschnationalen und der Deutschen Volkspartei verlangt, die Nachforschungen fordern, ob im Wohnungsbau öffentliche Gelder verwirtschaftet worden sind und ob zwischen amtlichen oder halbamtlichen und privaten Unternehmungen Beziehungen bestanden haben oder noch bestehen. Da sich ein Fünftel der Landtagsabgeordneten für den Antrag einsetzte, mußte der Ausschuß laut Verfassung bestätigt werden. In der Begründung wird gesagt, daß das heutige System der Verteilung der Hauszinssteuer=Hypotheken mit der Begünstigung der Wohnungsfürsorge-Gesellschaften unter Zurückdrängung des ppivaten Baugewerbes zu unverantwortlicher Verwirtschaftung und Korruption geführt habe. Der Landtag nahm dann eine Anzahl von Ausschußanträgen über Siedlungs=, Entschädigungs= und Verwaltungsfragen an. Bei der fortgesetzten Beratung des Forsthaushalts kritisierte ein deutschnationaler Redner scharf die Entlassung des Oberförsters Bütow(Sohrau) wegen seiner Zugehörigkeit zur N. S. D. A..; denn auch der preußische Ministerpräsident Braun habe wiederholt parteipolitische Stellungnahme als höchster Beamter des Staates Preußen betrieben. Das völkische Erwachen werde durch solche Drohungen nicht verhindert werden. Noch einmal ergriff dann Landwirtschaftsminister Dr. Steiger das Wort und erklärte, daß die Staatsforstverwaltung in keiner Weise daran denke, die Gemeindeforsten durch Konkurrenz zu schädigen. Zum Fall Bütow erklärte der Oberlandforstmeister, daß das Staatsministerium nach der Verfassung keinen Einfluß auf das Dienststrafgericht besitze, das gegen den Oberförster Bütow wegen nationalsozialistischer Betätigung auf Dienstentlassung erkannt habe. Der Gesetzentwurf auf Herabsetzung der Diäten der Landtagsabgeordneten wurde in zweiter Lesung angenommen, nachdem Abgeordneter Leinert(Soz.) erklärt hatte, daß die Diätenkürzung bereits seit dem 1. Novemher 1930 freiwillig durchgeführt werde. In zweiter und dritter Lesung wurde das Diätenkürzungsgesetz für den Staatsrat angenommen. Danach erhalten die Staatsratsmitglieder ein Tagegeld von 30 RM. statt bisher 37,50 RM. Das Haus vertagte sich auf Montag, den 4. Mai, wo die zweite Beratung des Haushalts des Staatsministeriums beginnen soll. Nedes in Kufze Im Fall Hansmann hatte das Bochumer„Volksblatt“ dem Landesführer des Stahlhelm, Studienrat Mahnken, vorgeworfen, er habe eine„gemeine Lüge" über Hansmann verbreitet. Einen Antrag Mahnkens auf Strafverfolgung hat der Oberstaatsanwalt in Bochum abgelehnt und M. auf den Weg der Privatklage verwiesen, die M. nunmehr eingereicht hat. * Die Reichsindexziffer für Lebenshaltungskosten beläuft sich im Durchschnitt des Monats April auf 137,2 gegenüber 137,7 im März. Rückgang 0,4 v. H. * Der Reichsrat stimmte gestern neben einer Reihe kleinerer Vorlagen einem deutsch=tschechischen Vertrag über Grenzwasserläufe und Gebietsaustausch an der preußisch=tschechischen Grenze zu und genehmigte die Ausprägung von 300000 Reichsmark Dreimarkstücke zur Erinnerung an den 300jährigen Gedenktag der Zerstörung der Stadt Magdeburg am 10. Mai. * Eine Entschließung des Gesamtvorstandes des Deutschen Landgemeindetages fordert die Schaffung einer Reichsarbeitslosenfürsorge, in die auch die Krisen= und Wohlfahrtserwerbslosenfürsorge einzubeziehen sind. Die Kosten sollen mit 50 Prozent auf das Reich, mit 35 Prozent auf die Länder und mit 15 Prozent auf die Gemeinden verteilt werden. * Die Löhne der Arbeiter bei der preußischen Staatsverwaltung sind laut Vereinbarung zwischen den Tarifparteien mit Wirkung vom 26. April um 1 bis 3 Pfennig die Stunde gekürzt worden. * Der zurückgetretene spanische Botschafter in Berlin, Dr. Espinosa de los Monteros, hat gestern die Reichshauptstadt verlassen. Der spanische Außenminister soll für Professor Americo Castro das Agrement als Botschafter in Berlin nachgesucht haben. * einem im preußischen Landtag eingebrachten Urantrag verlangt die Zentrumsfraktion vom Staatsministerium Maßnahmen gegen die Auswüchse des öffentlichen Badens. * Der 1. Mai ist in Braunschweig kein gesetzlicher Feiertag mehr. Der braunschweigische Landtag nahm gestern einen entsprechenden Gesetzentwurf mit 20 gegen 18 Stimmen an. * Das Arbeitsgericht in Frankfurt a. M. wies die Einspruchsklage der sieben Betriebs= und ArbeiterratsMitglieder ab, die am 18. April von der J. G. Farbenindustrie wegen Verdachts der Werksspionage entlassen worden waren. * Der Botschaftssekretär im französischen Außenamt de Noblet ist endgültig aus dem Dienst entlassen worden, weil er eine Abschrift des französisch=englischen Portugiesische Truppen sind gestern auf Madeira gelandet worden, um mit Gewalt gegen die Aufständischen vorzugehen. * Die Bemühungen des bulgarischen Demokratenführers Malinoff, ein Kabinett zu bilden, sind abermals gescheitert. Der König hat nunmehr den früheren Ministerpräsidenten Liaptscheff mit der Lösung der Kabinettskrise in Bulgarien beauftragt. Sparanweisung der Reichsregierung h Berlin, 30. April(Eig. Drahtber.) Das Reichsfinanzministerium hat an alle Behörden eine Anweisung herausgegeben, die vom Reichstag bewilligten Ausgaben einstweilen nur insoweit zu verwenden, wie es im Augenblick unbedingt notwendig ist. Es sollen in der Hauptsache nur die laufenden Ausgaben geleistet, alleübrigen sollen zurückgestellt werden. Von dieser Anweisung werden in der Hauptsache die bei den einzelnen Ministerien vorhandenen Fonds betroffen. Man rechnet damit, daß die Auswirkung dieser Anweisung vorläufige Ersparnisse von 40 bis 50 Millionen Mark bringen wird. Ueber die große Sparaktion der Regierung wird erst zu einem späteren Zeitpunkt Beschluß gefaßt werden. Nordpolflug Zeppelins zusammen mit der Nordpol-U Bootfahrt Wilkins? Paris, 30. Aprfl. Dr. Hugo Eckener hatte heute nachmittag eine längere Unterredung mit dem französischen Luftfahrtminister Dumesnil und seinen technischen Mitarbeitern. Es handelt sich vorerst um eine rein persönliche Fühlungnahme, um die Auffassung der in Frage kommenden französischen Persönlichkeiten über eine eventuelle Beteiligung Frankreichs an einem Luftschiffverkehr Deutschland—Amerika kennen zu lernen. Aus dieser Unterredung hat Dr. Eckener den Eindruck gewonnen, daß tatsächlich in hiesigen Kreisen ein lebhaftes Interesse für seinen Plan, 1933 mit einem regelmäßigen Luftschiffverkehr zu beginnen, besteht und daß man der Frage näher zu treten gewillt ist, sich durch Errichtung einer Zwischenlandestation, sei es in Orly, sei es in Tours, praktisch in irgendeiner Form an diesem Verkehr zu beteiligen. Nunmehr wird Dr. Eckener mit den maßgebenden französischen Instanzen in einen allgemeinen Meinungsaustausch eintreten, der der praktischen Verwirklichung dieses Planes gilt. Der Gedanke, eine Landestation in Frankreich zu errichten, beschränkt sich vorerst auf die Absicht, hier Post und Passagiere an Bord zu nehmen bzw. abzusetzen. Die Schaffung eines für längeren, namentlich durch die Witterungsverhältnisse bedingten Aufenthalt bestimmten Landehafens würde von dem Ergebnis der ersten praktischen Versuche abhängen. Dr. Eckener, der heute die deutschen Journalisten über seine Pläne unterrichtete, bestätigte auf Befragen die vom„Newyork Herald“ verbreitete Nachricht, daß ein Nordpolflug des Zeppelin kombiniert werden solle mit der Nordpolunterseebootfahrt des Amerikaners Wilkins. Dr. Eckener und seine Freunde haben sich hierzu bereit gefunden, weil sie unter Wahrung des wissenschaftlichen Zwecks ihrer Expedition zum Nikolaus II.=Land glauben, die von amerikanischer Seite angeregte Verbindung im Interesse der Sache nicht ablehnen zu sollen. Allerdings haben die amerikanischen Geldgeber eine endgültige Zusage noch nicht gegeben. Eine Begegnung mit Sir Hubert Wilkins am Nordpol würde den Zeppelin um 12 Stunden von seiner eigentlichen Route abbringen, könnte aber für svätere wissenschaftliche Forschungen nach Ansicht Dr, Eckeners Bedeutung haben. Wieder Revolution in China London, 30. April. Der chinesische General Tschen Tschi Tang hat, britischen Meldungen aus Schanghai zufolge, die Unabhängigkeit Südchinas von der Nanking=Regierung erkläxt. Die Proklamation erfolgte im Namen der Provinzen Kwangtung, Fokien. Kweitschou, Hunan und Kwangsi. Die Erklärung schließt mit der. Versicherung, daß die Ernennung einer revolutionären Regierung unmittelbar bevorstände. China scheint nicht zur Ruhe kommen zu sollen. Bisher ist noch im Frühling eines jeden Jahres der Bürgerkrieg neu entbrannt. Die Entwicklung der Lage hängt nun davon ab, ob Tschiangkaischeks militärische Macht stark genug ist, um die Gegner niederzuschlagen. Berlin, 30. April. (Von unserer Berliner Schriftleitung.) Heute nachmittag sollte auf dem Gelände des Flughafens Tempelhof ein neues Raketenauto vorgeführt werden. Bereits am Mittwoch hatte der Konstrukteur des Motors, Dr. Heylandt, diesen Vertretern der Polizei vorgeführt, um den Beweis zu erbringen, daß seine Konstruktion absolut sicher funktioniere und infolge dieser Eigenschaft keinerlei Gefahr für Fahrer und Zuschauer bedeute. Die neue Raketenmaschine beruht nicht auf dem System des in Bochum bekannten Max Valier, der im Vorjahre tödlich verunglückt ist. Es handelt sich hierbei um einen Rückstoßmotor, der durch flüssiges Gas betrieben wird. Der Konstrukteur ist von der Feststellung ausgegangen, anstatt der periodisch wirkenden Rakete eine dauernde Rückstoßkraft für den Motor zu schaffen. Das Explosionsgas besteht aus einer Mischung von Sauerstoff und Benzin. Beide Flüssigkeiten werden in getrennten Behältern aufbewahrt und in einen Kessel übergeführt, in dem die Gase durch einen elektrischen Funken zur Explosion gebracht werden da das Gemisch von Sauerstoff und Benzin hochexplosiv ist. Durch diese Gasexplosion wird ein Rückstoß ausgelöst, so daß der Erfinder mit einer GeFlottenabkommens von 1928 einem Vertreter der amerikanischen Presse ausgehändigt haben soll. Motors= für Kraftfahrzeuge, da die Explosion der Maschine einen Straßenverkehr unmöglich macht. Er denkt sich vielmehr den neuen Motor als Antrieb für Flugzeuge, besonders für Flüge in die Stratosphäre. Heute nachmittag wurde der Apparat geladenen Pressevertretern vorgeführt. Aus einem Tankwagen wurden beide Flüssigkeiten(Benzin und flüssiger Sauerstoff) in die Maschine übergefüllt. Der Rückstoßmotor ist auf einem einfachen Autochassis mit tropfenförmiger Karosserie eingebaut. Die Explosion wird durch einen Fußhebel ausgelöst, der durch Absperrung der in den Explosionsraum eindringenden Gase die Geschwindigkeit regeln kann. Der heutige Start mißlang. Nach langen Vorbereitungen wurde der Wagen auf die zementierte Rollbahn des Flugfeldes geschoben. Bald entwickelten sich Gase, die unter starkem Getöse Feuer fingen. Plötzlich war der Motorwagen in Dampf gehüllt. Stichflammen schessen empor, eine Explosion trat ein und ein ungeheurer Funkenregen trieb quer über das Flugfeld. Der Fahrer des Wagens, Ingenieur Pietsch, und sein Begleiter blieben unverletzt. Es wurde festgestellt, daß eine Ventilspindel gerissen war und die ausströmenden großen Mengen des Explosivgemisches Feuer gefangen hatten. Der Konstrukteur beabsichtigt, den Wagen bis Freitag nachmittag zu reparieren, um dann einen neuen Probestart vornehmen zu können. Die Lonnenkraftmaschine— eine Utopie chtung und Wahrheit um die Thotozelle— Elektriziidt aus Sonnenlicht unwirtschattlich Das künstliche Ruge Zeit sind mehrfach Nachrichten vunven, in unseren Wasserkruftwerten in elektrische Energie verwandeln läßt. Schon diese einfache Ueberlegung zeigt uns eins mit aller Deutlichkeit: wir gehen immer einen Umweg, wenn wir die Energie der Sonne in unsere edelste Energieform, die Elektrizität, verwandeln. Einen zum Teil sehr komplizierten Umweg sogar; denn auch die in der Kohle als chemische Energie gebundene Energie der Sonne können wir noch nicht unmittelbar in Elektrizität umwandeln. Wir müssen sie vielmehr zunächst in Wärme verwandeln und diese wieder in mechanische Energie, um aus jener schließlich Elektrizität gewinnen zu können. Es kann kein Zweifel sein, haß es von allergrößter Bedeutung für uns wäre, diesen Umweg zu vermeiden, das heißt Elektrizität direkt aus Sonnenlicht erzeugen zu können. Eine wirtschaftlich tragbare Lösung dieses Problems würde eine neue Aera in der Weltenergiewirtschaft herbeiführen, deren Auswirkungen heute noch unabsehbar wären. Das Kennzeichen der wirtschaftlichen Tragbarkeit spielt dabei eine entscheidende Rolle. Grundsatzlich sind wir nämlich bereits seit Jahrzehnten in der Lage, das Problem zu lösen, nur fehlt allen diesen Lösungen bis auf den heutigen Tag noch jenes überaus wichtige Kennzeichen der Wirtschaftlichkeit und Konkurrenzfähigkeit mit unseren anderen Energiegewinnungsarten. durch die Presse gegangen, wonach es Dr. Lange vom Kaiser=Wilhelm=Institut für Silikatforschung gelungen sein soll, aus Sonnenlicht Elektrizität zu erzeugen. Im Zusammenhang damit dürften die nachstehenden Ausführungen interessieren. Jenes muntere Liedlein, in dem wir dem Monde vorwerfen, daß er mit gepumptem Licht prangt, trifft eigentlich am meisten uns selbst; denn die strahlende Helligkeit, die der elektrische Strom uns ins Haus trägt, ist im Grunde doch nichts anderes als gepumpte Sonnenenergie. Sonnenenergie verflossener Jahrtausende, die, in der Kohle aufgespeichert, auf dem Umweg über das Elektrizitätswerk aufs neue zu strahlendem Leben erwachtzSonnenzneroie strzmenden„aste, und einer Bon;ugsich wäher betrachtet: wohl Wochen, die sich, im talwarts strömenden Wasser ge- einen Augenoli# näher Verrachtet zu werden. hen useren Wasserkraftwerken in elektr Die eingangs erwähnten Meldungen, wonach es Dr. Lange vom Kaiser=Wilhelm=Institut für Silikatforschung gelungen sei, Elektrizität aus Sonnenlicht zu erzeugen, schießen also am Kern vorbei, indem sie eine lang bekannte physikalische Erscheinung als Neuentdeckung hinstellen. Sie gehen aber auch insofern fehl, als sie die Energiegewinnung aus Sonnenlicht als das wesentliche Positivum der Langeschen Versuche zu bezeichnen. Das trifft nicht zu. Für heute und für absehbare Zeit liegt die Bedeutung dieser Versuche nach ganz anderen. Richtung, die es wohl wert ist, Das Mittel, mit dem wir Sonnenlicht in Elektrizität verwandeln können, ist die sogenannte lichtelektrische Zelle(Photozelle). In dieser Zelle spielen sich, wenn sie belichtet wird, ganz merkwürdige Vorgänge ab. Der Lichtstrahl fallt nämlich auf eine Metalloberfläche und löst aus dieser zahlreiche kleinste elektrisch geladenen Teilchen aus. Solche Teilchen, die wir Elektronen nennen, befinden sich in jedem Metall und sie schwingen darin rasch und in den verschiedensten Formen hin und her. Sie können aber normalerweise nicht aus der Oberfläche austreten, weil sie von Anziehungskräften daran gehindert werden. Um diese überwinden zu können, müßten sie sehr viel kräftigere und größere Ausschläge und Schwingungen vollführen, das heißt, sie müßten eine erhöhte Schwingungsenergie besitzen. Diese kann man ihnen aber von außen zuführen und einer der Wege zu diesem Ziel ist die Belichtung. Ein Lichtstrahl ist ja selbst nichts anderes als Energie(Strahlungsenergie). Der Körper, der ihn aussendet, verliert Energie, der Körper, der ihn aufnimmt gewinnt Energie. So verstehen wir, wieso ein Lichtstrahl die merkwürdige Fähigkeit besitzt, die elektrisch geladenen Teilchen in einer Metalloberfläche in so heftige Schwingungen zu versetzen, daß Oberfläche durchbrechen und als eine Schar elektrischer Teilchen nach außen wandern. Eine solche Schar ist aber nichts anderes, als ein elektrischer Strom. Wir haben also eine Vorrichtung vor uns, die uns Licht in elektrischen Strom verwandelt.„. Diese Vorrichtung wäre in der Tat eine ideale Sonnenkraftmaschine, wenn sie rationeller, das heißt, mit einem höheren Wirkungsgrad arbeiten würde. In ihrer heutigen Form setzt sie noch nicht einmal ein einziges Prozent der auftreffenden Lichtenergie in Elektrizität um. Nun könnte man zwar sagen: das ist weiter nicht schlimm: denn die Sonnenenergie kostet uns nichts und wir können daher die 99 Prozent, die sich unserer Maschine entziehen, neidlos dahinlaufen lassen; man würde dann aber vergessen, daß jede Energieerzeugung nicht nur Betriebsstoff, sondern auch Betriebsmittel erfordert. Hier liegt der wunde Punkt. Wollte man mit der lichtelektrischen Zelle elektrische Energie gewinnen, so müßte man, um ein KilowattLeistung zu erzeugen, mehrere Hunderttausend Mark anlegen, während wir heute in unseren Dampfkraftwerken mit etwa 300 bis 400 Mark je Kilowatt Leistung rechnen. Der nicht ganz unbeträchtliche Unterschied im Kapitaldienst jener Investitionen macht unsere Sonnenkraftmaschine zu einer Utopie. Das alles ist auch durch die Arbeiten von Dr. Lange unverändert geblieben. Der Kern der Langeschen Erfindung liegt wo anders: Dr. Lange hat einen neuartigen lichtelektrischen Effekt entdeckt, der an Metallen auftritt, die mit einem Halbleiter für Elektrizität bedeckt sind. Die neuen Zellen liefern zwar auch nur eine sehr geringe elektrische Leistung, aber diese ist doch soviel größer, als die ihrer Vorgängerinnen, daß man keine Verstärkung mehr braucht, um die entstehenden Ströme zu messen. Mit dem Verstärker aber fällt zugleich eine sehr wesentliche Fehlerquelle weg, die allen Lichtmessungen mit der lichtelektrischen Zelle bisher noch anhaftete. Wir haben also nunmehr einen zuverlässigen Ersatz für das menschliche Auge in bezug auf seine lichtmessenden Fähigkeiten aufgefunden. Und zwar gilt das nicht nur für die Lichtmenge, sondern auch für die Lichtart. Unser Auge ist ja nicht für alle Farben gleich empfindlich; seine Empfindlichkeit ist für Gelb am größten und fällt nach Blau und Rot hin ab. Ultraviolettes und ultrarotes Licht nimmt es garnicht mehr wahr. Um nun eine künstliche Lichtquelle, zum Beispiel eine Glühbirne, richtig, das heißt bezogen auf unsere Augenempfindlichkeit, messend beurteilen zu können, müßte man eine lichtelektrische Zelle haben deren Empfindlichkeit der Augenempfindlichkeit entspricht. Die gab es bisher nicht. Erst die neuen Photozellen nach Dr. Lange bieten voraussichtlich die Möglichkeit, erstmalig das Auge vollkommen durch ein objektives Meßorgan zu ersetzen. Darin und in dem wesentlich einfacheren Aufbau der neuen Zelle liegt ihr gewaltiger Vorsprung vor ihren Vorgangerinnen. Die Anwendungsmöglichkeiten des künstlichen Auges in der modernen Technik sind nahezu unbegrenzt. Vom Tonfilm und Fernsehen bis zur automatischen Verkehrszählung gibt es kaum technische Arbeitsgebiete, in denen nicht Funktionen des menschlichen Auges durch das künstliche Auge übernommen werden könnten. Für alle diese Gebiete wird die neue einfachere und zuverlässigere Zelle einen erheblichen Fortschritt bedeuten. Dr. Werner Köstling. Kunst und Wissen = Um die Neugestaltung der Berliner Kroll=Oper. Im Kultusministerium wurden gestern unter Beteiligung der Bühnengenossenschaft die Verhandlungen über die Gründung einer G. m. b. H. zum weiteren Betrieb der Kroll=Oper auf gemeinnütziger Grundlage fortgesetzt. Die Kroll=Oper soll bekanntlich geschlossen werden. Man wird weiter mit den interessierten. Publikums=Organisationen verhandeln und dann die Entscheidung darüber fällen, ob die Grundlagen für einen nicht staatlichen Betrieb geschaffen werden können. = Ein neuer Kapellmeister der Königsberger Oper. Als Kapellmeister der Königsberger Oper ist Bruno Vondenhoff(Gera) verpflichtet worden. = Vier Gemälde von Cézanne entdeckt. In Aix=enProvence, dem Geburtsort des Malers Cezanne, wo er auch sein ganzes Leben lang gearbeitet hat, sind von einem Kunstkenner vier bis heute unbekannt gebliebene Werke des Meisters entdeckt worden. Es sind unsignierte Werke: zwei Landschaften, ein Akt und ein Stilleben. 4. Beflage zum Bochumer Anzeiger u. Gen. Anzeiger Nr. 101 38. Jahrgang Freitag, 1. Mai 1931 Die Zogen aus nach Halpen... Das 343. Bochumer Maiabendfest ein voller Erfolg— Tausende in den Straßen Bochums und auf dem Weg nach Harpen Der Heimatgedanke Bochum, 30. April. Kein Propagandagedanke ist geeignet, dem traditionellen Auszug der Bochumer Maischützen nach Harpen jene Begeisterung mit auf den Weg zu geben, die sich am Donnerstag beim 543. Maiabendfest wieder offenbarte, wie der Heimatgedanke, dessen Pflege dieses Fest gilt! Fünf Jahrhunderte hindurch hat sich dieser Gedanke auch in schweren Zeiten lebendig erhalten. Unsere heutige schwere Zeit hat die Träger der Schützenbewegung vor schwer zu lösende Fragen gestellt. Aber diese Fragen wurden in dem Sinne gelöst, der das Maiabendfest historisch machte. Kein rauschendes Fest galt es zu feiern. Der Ueberlieferung zu dienen, an einem Heimatfest festzuhalten galt es, wie es im ganzen Industriegebiet einzigartig dasteht. Diese Ueberlieferung begründet es, noch mehr: sie rechtfertigt es vollauf, daß auch in diesen schweren Zeiten das Fest der Ahnen in herkömmlicher, wenn auch eingeschränkter Weise begangen wurde. Es war schön, zu sehen, mit welcher Freude die Bevölkerung Bochums vom Stadtinnern bis nach Harpen hinaus an diesem Heimatfeste teilnahm. Der blau=weiße und rot=weiße Flaggenschmuck, den die Stadt schon am Mittwoch abend zu Ehren der Maischützen angelegt hatte, war am Donnerstag morgen noch weit verstärkt. Ueberall grüßten den langen Zug der Bochumer Junggesellen die Fahnen und Blumen und trotz des unfreundlichen Wetters war die Stimmung in den Reihen der Schützen und Das Junggesellen=Offizierkorps mit Junggesellenhauptmann Prinzenberg(in der Mitte) vor dem Ausmarsch nach Harpen. Hinter der Kompagnie bewegten sich die Gruppen hinter Mann reihen sich die Schützen, um das solide, Schlachtenbummler, der alten Schützen, die im Geden= aber kräftige Mahl: Erbsensuppe mit westfälischer Mettihre Ingendzeit jedes Jahr wieder mit dobei wurst zu empfangen. Es mundet trefflich. Kapitulanten Junggesellenhauptmann Prinzenberg empfängt auf dem Neumarkt den Ehrentrunk aus der Hand der Tochter des ehemaligen Schützenkönigs Hugo Schulze. den dichten Massen der Zuschauer so, wie man es beim Maiabendfest gewöhnt ist! Früh am Donnerstag morgen erklangen die Trommeln, sammelten sich diejenigen um die blau=weiße Fahne, die auch in diesem Jahre den Brauch der Väter hochhalten wollten. Junggesellenhauptmann Prinzenberg hatte die stattliche Zahl seiner Schützen schon am frühen Morgen um 7 Uhr zur Fürstenstraße kommandiert, wo die Kompagnie mit! ihren Zügen und Gruppen Aufstellung nahm. Der Wetterleutnant, der seit Jahren bei den Maischützen für das Wetter verantwortlich gemacht wird, hatte allen Grund, eine bedenkliche Miene zu machen. Denn graue, regenschwangere Wolken hingen am Himmel. Aber die vereinzelten Regenschauer vermochten nicht, die Stimmung herabzudrücken. Die Schützen, unteroffiziere, Fähnriche und Offiziere formierten sich hinter ihrem längst aufgesessenen Hauptmann. Das Trommlerkorps, die Kapelle, das Birkemeier= Kommando schwenkten ein. Dann erscholl das kurze Kommando: „Kompagnie marsch!“ und unter den Klängen flotter Märsche setzte sich der Zug in Bewegung. Der Zug ging dann durch die Westfälische Straße, über die Hermannshöhe, durch die Kreuzstraße, Hellwegstraße, vorbei am Neumarkt, wo sich am Hause des ehemaligen Schätzenkönigs Hugo Schulze die Fahnenkommandos eingliederten. Weiter ging der Marsch durch die Luisenstraße. Wilhelmstraße über den Wilhelmsplatz, durch die ABC= und Humboldtstraße zur Alleestraße. Ueberall in den Straßen begrüßten Blumensträußchen und freudige Zurufe die Schar. Inzwischen hatte sich auf dem Rathausvorplatze bereits der Vorstand des Bürgerschützenvereins vollzählig eingefunden. Ihm galt der Gruß der herannahenden Schützen. Der Vorstand schwenkte zum Weitermarsch nach dem Schützenhof ein. Durch die Bongardstraße, Große Beckstraße, über die Castroper Straße ging es mit klingendem Spiel durch die spalierbildende Menge. Vor dem Schützenhof ließ der Junggesellenhauptmann seine Schützen zu kurzer Rast weatreten, um schon nach etwa einer halben Stunde den Weitermarsch zu befehlen. Bis zur Ritterburg ging der Zug geschlossen weiter. Dort wurden die Fahnen dem Brauche gemäß an der früheren Bochumer Stadtgrenze zurückgelassen. Am Abzweia Harpen traten die Schützen nach grupEnweisem Vormarsch erneut in Reih und Glied zummen, um die Grüße der entgegengezogenen Harpener und Gerther Schützen in geschlossener Formation entgegen zu nehmen. Am Abzweig nach Kornharpen trafen sich die Züge. der Schlachtenbummler, der alten Schüßze ken an ihre Jugendzeit jedes Jahr wieder mit dabei sind, wenn es nach Harpen geht. Zu Fuß, in Kremsern und in Automobilen folgen die Freunde der Schützensache dem Hauptzug nach. Am Abzweig Kornharpen erfolgt die gegenseitige Begrüßung der Schützenzüge. Schon lange vor der Ankunft steht Harpen in Erwartung und der Zug nach dem Stadion im Bockholt gleicht einem Volksfest. Von weitem erklingt die Melodie:„Wä üht met noe Hau pen?“ Der Schellenbaum wird sichtbar, dahinter hoch zu Roß der Junggesellenhauptmann, lau=weiße Mützen, weiße Schützenhosen schimmern über die frühlingsgrünen Wiesen und Felder. In den Reihen der Harpener Schützen regt es sich. Kurze Kommandos ertönen, die Bochumer Schützen sind da! Kurze Grüße werden gewechselt. Die Harpener Schützen treten ein. Weiter geht der gemeinsame Marsch zum Stadion nach Bockholt. Dort hat die gastfreundliche Gemeinde Aufstellung genommen. Blau=weiße Fahnen grüßen die Bochumer Jungens. Kurze Kommandos ertönen. Die Kompagnie macht Halt. Pfarrer Leich betritt die mit Bochums Stadtfarben geschmückte Rednertribüne. Herzliche Begrüßungsworte sind s,, die er den Bochumer Schützen entgegenbringt. Er betont die historische Bedeutung des Schützentages, die Verbunheit der Gemeinde Harpen mit der Stadt Bochum seit 543 Jahren. In dem Lande, wo die Herzen höher schlagen und jedes Wort Tat sei, sei unsere HeiWestfalen, das Land der Treue und der roten mat. Westfalen, Erde pflege einen Brauch, der im rheinisch=westfälischen Industriebezirk seinesgleichen suche. Ein dreifaches „Blau=Weiß“ aus den Kehlen der Maischützen und dann nimmt Stadtrat Stumpf das Wort zu einem kurzen Dank an die Harpener, die in jedem Jahr eine herzliche Aufnahme bereiten, wenn Bochums Maischützen den Marsch nach Osten antreten. Weiter geht der Zug. Die Gulaschkanone dampft. Der Hunger regt sich bei den Schützen. Bei Stratmann wird Halt gemacht. Die Kompagnie tritt ab. Picknäppe werden empfangen und Mann warst zu empfangen. Er munder krefftich. Kapilalahten treten heraus. Bald ist die Kompagnie gesättigt. Noch eine kurze Ruhepause und zurück geht der Marsch nach Bochum. Inzwischen hat eine Abordnung den jungen Eichbaum in Empfang genommen und mit klingendem Spiel, historisch überliefert, wird der Eichbaum nach Bochum getragen, wo im Stadtpark in feierlicher Form die Pflanzung in Bochumer Erde erfolgt. Das Birkemeier=Kommando tritt vor. Die geschichtliche Bedeutung des Maiabendfestes unterstreicht der Junggesellenhauptmann Prinzenberg. Möge auch über dieses Jahr hinaus die alte Tradition gewahrt werden, im Sinne der Väter. Ein kurzer Umtrunk aus dem Birkemeier, Kommandos ertönen und zurück gehts nach Bochum zum alten Markt. Dort hat sich inzwischen eine große Zahl von Freunden des Maischützenfest=Gedankens eingefunden, um der Auszahlung der Taler auf die Trommel des Tambours beizuwohnen. Leutnant Träger übergibt, dann die Taler dem Junggesellenhauptmann. Noch einige markante Schlußworte des Junggesellenhauptmanns, und der traditionelle Auszug nach Harpen ist beendet. Einzeln rücken die Truppen in ihre Quartiere, um sich für den Festabend zu erfrischen und zu stärken.„Auf-Wiedersehen heute obend auf dem Schützenhof!“ Die Kompagnie tritt weg. Der Schützenball im Schützenhofe, der in üblicher Weise am Donnerstag abend das Maiabendfest beschloß, brachte den Anhängern der Bochumer Schützensache noch einige frohe Stunden einfacher Kameradschaft. Zu Schützen, Chargen und Offizieren gesellten sich die Angehörigen der Festteilnehmer, um an der Stimmung, die in Reden und Gegenreden gipfelte, Anteil zu haben. Goldenes Militärjubiläum des Generas Maunenhof Am 1. Mai begeht ein Bochumer Kind. der General Willy Mummenhoff, sein 50jähriges Militärjubiläum. Am 15. Januar 1863 als Sohn des Kaufmanns Wilhelm Mummenhoff in Bochum geboren, trat General Mummenhoff. nachdem er auf dem Bochumer Gymnasium das, Abiturientenekramen, bestanden hattz, als Fahnenjunker beim Westfälischen Fuß=Artillerie=Regiment Nr 7 am 1. Mai 1881 ein und wurde mit 19 Jahren, Oktober 1882, zum Premierleutnant in demselben Regiment befördert. Nachdem Mummenhoff als Premierleutnant beim Regiment 8 in Metz Dienst getan hatte und drei Jahre zur Kriegs=Akademie nach Berlin kommandiert worden war, wurde er Hauptmann und Kompagniechef Was der Väter Brauch, wurde auch im schweren Jahre 1931 vollzogen. Wer die Sprüche bei der Pflanzung der Der kleinste Schütze vor der Frout seiner Gruppe. jungen Eiche im Stadtpark seiner Vaterstadt Bochum nur einmal mit angehört hat, weiß, daß es bei Bochums Maiabendfest nicht um ein rauschendes Veranügen geht. Daß bestimmend nur der Wunsch ist, die Tradition hochzuhalten, Bräuche zu erhalten, die das Gefühl der Bodenständigkeit, auch heute noch bewahren. beim Regiment 5 und 7. Als Major war er Bataillons= Kommandeur im Regiment 3, war tätig bei der Fußartillerie=Schießschule in Jüterbog und Lehrer an der Kriegsschule in Kassel. Am 1. Oktober 1912 wurde Mummenhoff, unter Beförderung zum Oberstleutnant Kommandeur des thüringischen Fußartillerie=Regiments Nr. 18. Mit diesem Regiment rückte er 1914 ins Feld und wurde schon Ende August 1914 mit dem Eisernen Kreuz zweiter Klasse ausgezeichnet, da er mit seinen 21=Zentimeter=Mör S unterstützt von der 42=Zentimeter=Batterie Solf, das größte und stärkste französische Sperrforts Manonvillers so zerschoß, daß es sich nach verhältnismäßig kurzer Belagerung dem bayrischen General von Brug, der mit der Wegnahme des Sperrforts beauftragt war, ergab und ein vorbereiteter Sturm daher unterbleiben konnte. Im September 1914 bekam Mummenhoff während der Beschießung des Forts Troyon bei Verdun das Eiserne Kreuz erster Klasse. Am 18. Oktober 1914 wurde Mummenhoff zum Oberst befördert. Anfangs 1918 wurde er zum General befördert, 1919 nahm er seinen Abschied. Mummenhoff erfreute sich bei seinen Untergebenen größter Beliebtheit, das konnte man auch auf dem im vorigen Jahr in Dortmund stattgefundenen ArtilleristenTag beobachten, wo seine alten Leute ihn mit so herzlicher Freude begrüßten. Mummenhoff. der jetzt in Berlin als General z. D. wohnt, weihte als alter Siebener vor zwei Jahren die Fahne der Vereinigung ehemaliger 7. Bochumer Fußartilleristen, deren Ehrenmitglied er ist, ein. Soviel wir wissen, ist es das erste Mal, daß ein Bochumer Kind sein 50jähriges Militärjubiläum begehen kann. Die größten Güterbahnhöfe des Ruhrgebietes Der soeben erschienene Jahresband 1931 der„Statistik“ der Reichsbahndirektion Essen bringt über die Güterbahnhöfe mit dem stärksten Versand des Ruhrbezirks folgende Angaben: Schützen=ehrenihre Wvien Anläßlich des 543. Maiabendfestes und des Ausmarsches nach Harpen, legten die Maischützen am Grabe des alten, im letzten Jahre verstorbenen Kompagnie=Feldwebels August Scheubly einen Kranz mit den blau=weißen Farben sauf dem Friedhof san der Blumenstraße nieder. Bochum=RKiemte 2 213296 Boch.=Langendreer 2 361 328 Bövinghausen 1851 40 Dortm.=Versch.=Bof. 1 149897 Tortm.=Odereving 1526 320 Dortmund=Eving 1174514 Dortmunderfeld 1194364 Quisburg=Hochs.=S. 1 103 436 dutsburg=Rudrort 1063 207 Essen=Altenessen 1538787 Essen=Altenessen Nd. 1 351 529 Gelsenkirchen=Bism. 1 248 236 Gelsenk.=Wattensch. 3375831 Gelsenkirch.=Schalte 1007 079 Hamm 1063 176 Herne 1 923 252 Krap=Nord 1030 167 Kupferdred 1 178 092 Oberhausen=Hütte 1 387 990 Oberhausen=West 3 835 200 Kaurel 1 100669 Recklingdausen=Gud.583 401 Einsen.. 2004 130 Wanne=Lickel=Hot. 1096 549 Dottrop=Gad 1266 319 Bedürftigkeitsprüfung in der Krisenfürsorge. Der Vorstand der Reichsanstalt für Arbeitsvermittkung und Arbeitslosenversicherung hat jetzt für die Mitwirkung der Gemeinden und Gemeindeverbände bei der Bedürftigkeitsprüfung in der Krisenfürsorge bestimmte Grundsätze aufgestellt. Danach kommt eine Heranziehung von Gemeinden überall da nicht in Frage, wo das Arbeitsamt in der Lage ist, die Prüfung allein durchzuführen. Vielfach werden die Arbeitsämter durch die Tätigkeit des verstärkten Außendienstes einen so weitgehenden Einblick in die wirtschaftlichen Verhältnisse der Arbeitslosen gewonnen haben, daß sich auch in diesen Fällen eine Einschaltung der Gemeinden erübrigen kann. Die Arbeitsämter werden zu beachten haben, daß die Uebertragung der Bedürftigkeitsprüfung in der Krisenfürsorge auf Gemeinden oder Gemeindeverbände eine sachlich bessere Durchführung gewährleistet. Es wird in den Grundsätzen besonders darauf hingewiesen, daß für die Krisenfürsorge nicht Hilfsbedürftigkeit im Sinne der Fürsorgepflichtverordnung Voraussetzung der Unterstützung ist. Bei Prüfung der Bedürftigkeit in der Krisenfürsorge sind stärker als in der öffentlichen Fürsorge die früheren Lebensverhältnisse des Arbeitslosen zu berücksichtigen. Dies geht auch aus der Ankehnung der Unterstützungshöhe an das Lohnklassensystem der Arbeitslosenunterstützung hervor. Im Zweifelsfalle ist die Frage, ob Bedürftigkeit vorliegt, schließlich vom Vorsitzenden des Arbeitsamtes zu entschieden. Unbeschadet der Rechtsauffassung der Reichsanstalt, daß die Mitwirkung der Gemeinden und Gemeindeverbände bei der Bedürftigkeitsprüfung in der Krisenfürsorge sich im Rahmen der Amtshilfe hält und nicht zu den Aufgaben gehört, für deren Uebernahme eine Entscheidung durch die Reichsanstalt zu gewähren ist, erklärt sich die Reichsanstalt bereit, eine Entschädigung für die Mitarbeit der Gemeinden zu zahlen. * Aenderung im Straßenbahnverkehr Richtung Laer. Vom 1. Mai kommen auf den Straßenbahnlinien 4 und 10 an Wochentagen die Beiwagen in Fortfall. Es wird dafür zwischen Bochum, Rosenstraße und Laer, Werner Hellweg, durch Einlegen von Motorwagen in der Zeit von 11.30 bis 20.30 Uhr ein Fünfminutenverkehr geschaffen. sl. Verschwindende Steinhalde. Nach Beendigung der Gleisverlegung von Schacht„Prinz=Regent" zur Bergehalde am Berneck ist man jetzt dabei, den Löffelbagger heranzuschaffen. Der Bergehaldenschutt wird mittels Baggers direkt in Förderwagen geladen, um als Bergeversatz in der Grube zu dienen. Nicht lange wird es dauern, bis Platz genug geschaffen ist, um die in der Flucht der Verlangerung der Königsallee liegenden Massen zu beseitigen. * Zweimal das gleiche Pech. Auf der Kortumstraße ereigneten sich am Mittwoch nachmittag zwei Unfälle, die glücklicherweise nicht mehr als größeren Sachschaden verursachten. In einem Kaufhaus waren die Angestellten mit der Dekoration eines Schaufensters beschäftigt, als einer der Leute mit der Leiter ausglitt, wobei die große Fensterscheibe in Trümmer ging. Zur selben Zeit ereignete sich wenige Meter von dieser Unfallstelle ein ähnlicher Unfall. Ein Mann mit einer Handkarre fuhr in das Eckschaufenster eines Geschäftes. Das Fenster wurde ebenfalls zertrümmert. Dieser Unfall wurde dadurch verursacht, daß ein Kraftwagen den Mann mit dem Handkarren anfuhr und über den Bürgersteig ins Fenster drückte. Eine Frau auf der Eifersuchtsfolter Bilder aus Bochumer Gerichtssälen Die Folterkammern und ihre Blutsknechte als Ausdruck mittelalterlichen Rechts= und grauenhafter Polizeigewalt sind verschwunden. Staat, Kirche und Justiz sind gereinigt worden. Der Aberwahn ist abgebaut. Und doch gibts noch heute Folterarten, mit denen falsche Geständnisse erpreßt werden. Das bewies eine Verleumdungsklage gegen einen Bergmann Sk. aus Bochum=Langendreer, in der als die gepeinigte Hauptzeugin die Ehefrau des Kumpels auftrat. Beleidigt ist ein Arzt, gegen den der Angeklagte in Bezug auf Frau Sk. ehrenrührige Dinge behauptet hatte, für die nicht nur kein Wahrheitsbeweis geführt werden kann, die vielmehr nachweislich direkt unwahr sind. Die Anklage lautete auch auf Bedrohung durch einen bösen Brief, den Sk. an den Arzt schrieb. Der Mann stellte einen dicken Knüppel bereit, mit dem er gegenüber dem Arzte„abrechnen“ wollte. Seinem kleinen Sohne empfahl er, die Mutter zu rächen, wenn er selbst es nicht könnte. * Der Bergmann Sk. macht einen sonderbar nervösen Eindruck. Seine Augen flackern unheimlich. Seine Art zu sprechen und auf die Fragen Antwort zu stehen, läßt auf das Vorhandensein gewisser Defekte schließen. Die Vernehmung der verängstigten kleinen und zarten Frau ergibt, daß sie an der Seite dieses gelblichblassen und blutleeren düsteren Mannes eine dauernde Leidenszeit in Angst und Schrecken durchmacht. Ein Martyrium, das sich fortgesetzt steigert und dessen böses Ende man vorausahnen kann, wenn nicht die polizeiliche Vorbeugung und ein Gerichtsspruch Schlimmstes verhindern. Der Mann peinigt seine Frau mit einer geradezu krankhaften Eifersucht. Und zwar ohne jeden Grund. Wie einst der Mohr Othello seine Desdemona. Noch viel schlimmer. Als die Frau eines Tages vom Besuch einer ärztlichen Sprechstunde nach Hause kam— sie war leidend und hatte sich untersuchen lassen müssen— packte den Mann wiederum ein unsinniger Wahnanfall. „Du siehst ja so sonderbar aus!“ rief er ihr zu und umkrampfte ihr Handgelenk.„Zwischen Euch beiden sind unerlaubte Dinge geschehen!“ behauptete er mit drohender Stimme und krampfte sein Weib noch heftiger. Die Frau bestritt natürlich, aber der Mann drosselte die Frau so lange, bis sie es mit der Angst bekam und zu allem ja sagte, was er wollte. Um nicht unter den Händen des von einem krankhaften Verdacht besessenen Mannes zu ersticken,„gestand“ sie eine niemals begangene Verfehlung. Sie sagte aber dann sofort ihrer Mutter, ihrem Bruder und auch den Hausgenossen, was sich in Wirklichkeit zugetragen hatte und daß sie nur aus Angst gehandelt habe. Der betreffende Arzt sei ihr in keiner Weise auch nur im allergeringsten zu nahe gekommen. Jedoch der Angeklagte erklärt kurzweg:„Die Frau lügt jetzt!“ Obgleich auch alle anderen Zeugen unter Eid gegen ihn aussagen. Aber alle Hausgenossen zittern vor ihm. Dem Gericht kamen selbst Bedenken gegenüber solchem mehr als wunderlichen Gebaren des Mannes, der seine Frau liebt und trotzdem so sehr kränkt und mißhandelt, so daß diese aus Furcht vor den Dingen, die jetzt mit ihr und den Kindern noch werden sollten, berechtigte Bedenken hat, nach Hause zurückzukehren. Ein Urteil wurde noch nicht gefällt, doch soll so schnell als möglich der Gerichtspsychiater Dr. Bombach den Mann einmal mehrere Wochen lang untersuchen. Es scheint in der Tat sehr nötig, daß die Frau einstweilen geschützt werde.... Bochumtei=Terunstanungre. (=) Stadttheater Bochum. Morgen(Samstag) von 20 bis gegen 23.30 Uhr findet die Erstaufführung von Carl Zuckmayers deutschem Märchen„Der Hauptmann von Kopenick" statt. Abgesehen von den Plätzen, die die Vormiete B bekommt, wurden 700 Karten für den freien Verkauf bereitgehalten, um der sicherlich stark einsetzenden Kartennachfrage möglichst gerecht zu werden. Gleich für die beiden nachsten Tage wurden Wiederholungen des Werkes angesetzt. Völlig außer Vormiete geht es am Sonntag abend in Szene(Vorverkauf ab gestern, Mittwoch). Die Vormiete A bekommt es am Montag, wofür der Vorverkauf der freiverkäuflichen Karten ab heute einsetzt..., g1.5 W4 (=) Revue=Operette„rieve mich" im Skala=Varieté. Auf die heute abend stattfindende Premiere von Peltinis lustiger Revue=Operette„Liebe mich“, 32 Bilder, wird heute nochmals besonders hingewiesen. Der Vorverkauf hat bereits stark eingesetzt, so daß es sich empfiehlt, sich rechtzeitig Karten zu besorgen. Wegen der großen Unkosten sind sämtliche Vergunstigungskarten aufgehoben, jedoch ist jedem bei den niedrigen Eintrittspreisen der Besuch möglich gemacht. Sonntag nachmittag findet eine einmalige Fremden= und Familien=Vorstellung bei ermäßigten Preisen statt. Msunis. (=) Richard=Wagner=Volkskonzert. Unter Mitwirrung des Städtischen Musikvereins findet am kommenden andern gleichen, so daß sich selbst die eigene Ehefrau nicht mehr austennt, das kann man sich nicht vorstellen. Man schwimmt in Lachtränen über die unbeschreiblich komischen Situationen, die sich aus den ständigen Verwechslungen ergeben, und stellt zum Schluß fest:„Der falsche Ehemann“ ist richtig. Die Hauptdarsteller sind: Johannes Riemann, Maria Paudler, Gustav Waldau, Jessie Vihrog und Tibor v. Halmay. Dazu ein auserlesenes Beiprogramm. Den vielen Wünschen entsprechend findet Sonntag 11¼ Uhr unwiderruflich die letzte Vorstellung„Die Drei von der Tankstelle" statt. Bedeutend ermäßigte Preise. Lichtburg:„Leutnant, warst Du einst bei den Husaren?“ mit Mady Christians in der Hauptrolle beweist seit Dienstag in der Lichtburg seine starke Zugkraft, was durch täglich sich steigernde Besucherzahlen zum Ausdruck kommt. Ueber diese schnittige Tonfilm=Operette wird herzlich gelacht. Sonntag vormittag, 11.15 Uhr, zeigt die Lichtburg diesen Tonfilm in einer Frühvorstellung zu halben Preisen auf allen Platzen. Die Weltlichtspiele im Sommer geschlossen. Die Weltlichtspiele waren bis heute das einzige Groß=Lichtspieltheater von Bochum, das noch in seinem laufenden rogramm stumme Filme zeigte. Die Entwicklung und der technische Aufschwung des Tonfilms brachte es mit sich, daß die gesamte Filmproduktion sich vom Stummenauf den Tonfilm umstellte. Die Folge war, daß kaum mehr stumme Filme gedreht wurden. Aus diesem Grunde sehen sich die Weltlichtspiele veranlaßt, ihr Theater auf den Tonfilm umzustellen. Die Direktion schließt darum ihr Theater in den Sommermonaten, um eine Renovierung und den Einbau der neuesten Tonfilm=Apparatur vorzunehmen. Die Wiedereröffnung wird im Herbst dieses Jahres erfolgen. Apollotheater, Alleestraße:„Der wahre Jakob“. Einmal kommt er doch an den Tag,„Der wahre Jakob", mogen ihn auch Konvention und Vorsichtsgründe immer hübsch im Innern des Menschen unter Verschluß gehalten haben. Der Tonfilm ist der Höhepunkt im heutigen Programm der Avollolichtspiele, die den vielerprobten Bühnenschwank„Der wahre Jakob" als Tonfilm servieren mit Felix Bressart und Ralph Arthur Roberts. Beginn der Vorstellungen 15, 17.10 und 21 Uhr.— Im Beiprogramm wird„Die Geisterstunde", eine MickyTonfilm=Groteske, gezeigt. (Weitere Lokalnachrichten auf Seite 5. 6, 9 und 15.) Vereinskalender Sonntag, 8. Mai, nachmittags im Schützenhof das letzte diesjährige volkstumliche Konzert des Städtischen Orchesters statt. Es werden Werke von Richard Wagner aufgeführt. Leitung: Generalmusikdirektor Leopold Reichwein. Solist: Ewald Kaldeweier(Bariton). (=) Bund„Königin Luise", Ortsgruppe BochumMitte. Der Bund„Konigin Luise", Ortsgruppe BochumMitte, begeht am Samstag, 2. Mai, sein 5. Stiftungsfest im großen Parkhaussaal. Beginn abends 8 Uhr. Die Festrede des Abends hält der Kreisführer des Stahlhelms, Major Donisch. Außer einem Einakter aus der Zeit Friedrichs des Großen und verschiedenen Reigen ist eine reichhaltige Verlosung vorgesehen. Die Musik wird ausgeführt von Mitgliedern der Kapelle Baarz.(Näheres siehe Anzeige am Samstag.) (=) Städtischer Musikverein. Die für heute(Freitag), 1. Mai, vorgesehene Chorprobe fällt aus. Filmschau Ufa=Theater=Tonhalle. Bochum:„Der falsche Ehemann". Heute startet die Ufa mit dem echten Tonfilmschwank„Der falsche Ehemann". Was man da zusammenlacht über den richtigen und den falschen Ehegatten, die sich als Zwillingsbrüder wie ein Ei dem English Conversation Club. Am Samstag, dem 2.., treffen sich unsere Mitglieder und Freunde um 3 Uhr am Neumarkt. Abfahrt.15 Uhr mit Straßenbahnlinie III nach Stiepel, Fußwanderung nach Blankenstein. Für Späterkommende Treffpunkt 8 Uhr Stiepeler Krone. Bund ehemaliger 55er, Ortsgruppe Bochum. Heute abend 8½ Uhr: Versammlung im Vereinslokal Fritz Velten, Brückstraße.(a4531 Wohin gehen wir heute? Stadttheater: 19.30: Carmen. Skala=Varieté: 20 Uhr:„Liebe mich". Capitol: 16, 18, 20 Uhr: Der Schrecken der Garnison. Lichtburg: 15.40, 18.10, 20 Uhr: Leutnant warst du einst bei den Husaren. Lichtspielbühne: 20 Uhr: Scapa Flow. Odeon: 16.30 Uhr: Liebeswalzer. Skala=Lichtspiele: 17.20 Uhr: Drei Tage Mittelarrest. Ufatheater: 16, 18, 20 Uhr: Der falsche Ehemann. Weltlichtspiele: Geschlossen. Apollotheater: 15, 17, 19, 21 Uhr:„Der wahre Jakob“. Park=Hotel Haus Rechen: Konzert und Tanz. Ehrenfelder Bierhaus: Sonderabend. 10) Endlich kam Gladys zu Wort; sie erzählte Madame Yvette von Lord Farnboroughs Einladung, von dem gefälschten Telegramm und all den seltsamen Dingen, die sie erlebt hatte. Madame Yvette schlug die Hände zusammen vor Erstaunen und Entsetzen. „Es gibt noch Richter in Brüssel! Armes Kind, was müssen Sie erschrocken sein.— Der reizende Lord Farnborough!— Ist es nicht so: immer, wenn ein Mann ausnahmsweise sehr nett ist, passiert was mit ihm... Mein Scheusal läuft dick und rund in Brüssel herum. Ohne mich, von jetzt an, Gott sei Dank! Ich bin geschieden, kleine Gladys.— Das hat er von seiner Langweiligkeit und Brutalität! Schuldlos selbstverständlich! Mein Gott— welchen Schreck!“ Gladys mußte lächeln, obschon zugleich eine Träne über ihre Wange perlte. „Der kleine Engel weint um seinen Vormund! Welch' ein Herz!" Jetzt mußte Gladys sogar herzlich lachen. Die nervöse Liebenswürdigkeit der Madame Yvette tat ihr wohl; sie weckte Erinnerung an viele harmlos= heitere Stunden in Genf. Gladys war glücklich, einen Menschen in dieser großen Stadt gefunden zu haben, der ihr nicht völlig fremd war. Madame Yvette schien das zu fühlen. „Ich bleibe selbstverständlich bei Ihnen, Gladys. Wo wohnen Sie eigentlich?“ Gladys entsann sich jetzt erst ihres Gepäcks. „Jener mysteriöse Bell hat mich in der Pension Robertson untergebracht...“ „Ah— die englische Familienpension— schrecklich! Wir bleiben natürlich hier im Fleury. Ich werde das gleich arrangieren.“— Sie ging zu Monsieur Albert hinüber.— Eine halbe Stunde später speisten sie im Grillroom des Hotels. Madame Yvette plauderte unaufhörlich und ließ Gladys nicht dazu kommen, trüben Gedanken nachzuhängen. „Das Leben ist eine merkwürdige Sache“, zwitscherte sie.„Mal kommt es unangenehm, mal erfreulich— stets aber überraschend; man sollte in jedem Falle lächeln. Das Leben ernst zu nehmen, ist beinahe unmoralisch. Sie trank Gladys zu. „Apropos unmoralisch— in einer Angelegenheit hat Ihr komischer Pfarrer recht, Kindchen. Paris ist nichts für Sie; noch nicht.... Wie wäre es, wenn wir morgen aufpackten und nach London führen? Sie müssen ia sowieso hinüber, und mir wird ein Trip ins Angelsächsische nur gut tun!“ Gladys zögerte. „Sollte ich nicht hier abwarten, bis endgültig feststeht, was Lord Farnborough geschehen ist?“ (Amerikan. Copyright by Egon Fleischel, Berlin) Warum sollten Sie, Gladys? Ebensogut könnten Sie nach Andéchy fahren— Nein, wenn ich an die Hotels in diesen Nestern denke! Ob sie in Andéchy sind oder in Paris oder in London, ist doch ganz gleich: Sie müssen eben abwarten. Und ich denke, hier ist Ihnen doch genug Unangenehmes zugestoßen, nicht wahr, Liebste?“ Gladys widersprach nicht mehr, sie fühlte sich müde und unsäglich abgespannt; dankbar ließ sie sich von Madame Yvette auf ihr Zimmer begleiten und zu Bett bringen, wie ein Kind... * Als Kommissar Patoux im Hotel Fleury erschien, glaubte er einen guten Fang zu machen.„Ein langgesuchter Hochstapier, der sich augenblicklich als Lord Farnborough ausgibt, sei im Hotel Fleury zu fassen", hatte eine anonyme Denunziation der Polizeipräfektur telephoniert. Und nun saß Kommissar Patoux bei einer Zigarre mit Grayton zusammen und entschuldigte sich bei seinem englischen Kollegen. „Ich bitte Sie, Herr Inspektor, sich in meine Lage zu versetzen! Vor drei Tagen der Millionenraub bei der Commerzbank; gestern das Unglück von Andéchy, von dem auch die amtlichen Stellen jetzt annehmen, daß ein Attentat dahinter steckt— dazu eine ganze Menge großer Sachen im letzten Jahr und jedesmal vom Täter keine Spur! Sie werden verstehen, daß man unter solchen Umständen alles aufgreift... „Ich verstehe es, Herr Kommissar; vermutlich hätte ich selbst nicht anders gehandelt. Ich habe förmlich auf Ihr Kommen gewartet!“ Grayton lächelte sein stilles Lächeln. Sir Arthur Carvin, der Gesandtschaftsrat, war trotz der späten Abendstunde persönlich gekommen, um ihn zu legitimieren; soeben hatte er die Präfektur verlassen. „Wir bekamen einen anonymen Brief, von einer Dame merkwürdigerweise, der uns auf Sie aufmerksam machte. „Ich dachte es mir; gestern versuchte man, mich mit Gewalt zu erledigen, heute mit List. Kann ich Ihr Album sehen?" Kommissar Patoux telephonierte; ein Beamter erschien mit dem Verbrecheralbum. Grayton sah Blatt um Blatt sorgfältig durch; er entdeckte eine Aufnahme des„Detektiv“. „Wer ist der Mann?“. Kommissar Patoux lachte.„Ein illegaler Kollege, Mabillon heißt er; ein verhältnismäßig harmloser Bursche. Er ist ein verkrachter Beamter, sein Spitzname ist„Detektiv“. Er erscheint bei kleinen Leuten, legitimiert sich als Detektiv und beschlagnahmt, was er in die Finger bekommt. Er hat zwei Jahre abgesessen und ist seit etwa fünf Monaten wieder in Paris; bis jetzt liegt noch nichts wieder gegen ihn vor.“ Grayton klappte das Album zu. „Dieser Mabillon ist ein Mitglied der„Mac=LeeBande." „Mac Lee— der große Mexikaner— was wissen Sie von ihm?“ „Einiges. Mabillon weiß mehr!“ „Mabillon weiß?— ich werde ihn für morgen vorladen und ihn mir gehörig vornehmen!“ „Ich würde es heute abend noch tun, Herr Kommissar; am besten schicken Sie mir einige Ihrer Leute mit einem Auto zum Jardin Luxembourg. Mabillon liegt dort im Geräteschuppen der Parkverwaltung zur Abholung bereit.“ Patoux war sehr erstaunt. Grayton erzählte ihm, wie er überfallen und in die Seine geworfen worden war. 4fr41gt 61: fgk. „Ich denke, der Mordversuch rechtfe###gl die sofortige Verhaftung.„„„ „Selbstverständlich, Herr stouege: Ich danke Ihnen für Ihr Eingreifen.„„ Grayton zog seinen Schreivvlock aus der Tasche. „Uebrigens wäre ich Ihnen verbunden, wenn ich so bald wie möglich an den Führer des Taxi P I 81226 eine Frage richten könnte.“ „Gewiß, ich werde ihn sofort zur verantwortlichen Vernehmung vorladen.“ Kommissar Patoux sah sehr respektvoll zu Grayton hinüber, während er telephonisch seine Befehle erteilte. „Haben Sie hier schon Genaueres über Mac Lee gehört?“ „Nein. Was ich weiß, entstammt den Akten von Scotland Yard und den Erfahrungen und Beobachtungen, die ich gestern und heute hier gemacht habe; alles ubrige ist Vermutung. Mabillon wird uns sagen müssen, inwieweit meine Annahmen richtig oder falsch „„ 1 M„ C. In gl. „Ihrer Meinung nach ist Mac Lee in Paris?“ „Heute, ja! Unm morgen wird er bestimmt in London sein, wenn wir ihn heut nacht nicht fassen.“ „Sie meinen, heute nacht? Ich werde sofort Kommissar Morboeuf verständigen lassen; seit einem halben Jahr spürt er Mac Lee und seiner Bande nach. Er war bis dahin in Cherbourg und wurde pensioniert, weil er einige Mißerfolge hatte.“ „Also ein beamtetes Opfer des großen Mexikaners. „Ein entamtetes, bitte. Er ist Spezialkenner aller Mac=Leer=Angelegenheiten.„ „Hat er eine Photographie oder Fingerabdrücke von ihm?“ „Leider nein!“ „Dann ist er nicht besser dran als wir alle.“ „Mac Lee ist Schotte?“ „Nein, Ire! Er ist 1877 in Dublin geboren. 1897 wurde er Soldat in der indischen Armee und ging 1903 nach Mexiko; er hat dort unter merkwürdigen Umständen geheiratet— natürlich sehr reich geheiratet — und ist unter noch merkwürdigeren Umständen nach einem Jahr Witwer geworden. Eine der landesüblichen Revolutionen ließ die eingeleitete Untersuchung im Sande verlaufen. Später hat er seinen Grundbesitz verkauft und wechselte in die Staaten hinüber, war wohl auch einige Jahre in Kanada ansässig; weiterhin ist nichts Effektives zu ermitteln.“ „Uns ist bekannt, daß er während des Krieges im amerikanischen Spionagedienst stand—“ „In Scotland Dacht glaubt man, daß er für Frankreich arbeitete— ich bin sicher, er hat auf allen Hochzeiten getanzt und auch Geld von den Deutschen genommen.“ In seiner Art ist er unstreitig ein Genie— Es klopfte; eine Ordonnanz meldete den telephonisch herbeigerufenen Chauffeur des Wagens P I 81226. Ein sympathischer junger Mann mit offenem Gesicht trat ein. Grayton verbeugte sich fragend zu Kommissar Patoux hinüber. „Bitte, Herr Kollege!“ beeilte sich Patoux zu versichern. „Guten Abend! Wie heißen Sie?“ „André Bergout, Monsieur!" „Sie sind heute abend.30 Uhr mit Ihrem Wagen durch die Rue'Assas gefahren?" „Gewiß!" „Ein Mann mit Vollbart lief Ihnen entgegen und stieg in Ihren Wagen. Ich möchte nun von Ihnen wissen, wohin Sie diesen Mann gefahren haben.“ „Zur Rue St. Dominique, Ecke Rue Amélie! Ich dachte mir gleich, daß mit ihm was nicht in Ordnung ist. Er stieg an der Ecke aus und als er mich bezahlt hatte, lief er schnell in die Rue Amélie hinein. Ich fuhr hinüber zur Rue de Grenelle, weil man da eine bessere Chance hat. Dabei sah ich ihn in ein Haus auf der rechten Seite gehen, Nr. 43 war es.“ „Wissen Sie genau, daß es Nr. 43 war?“ „Ja, denn ich dachte noch bei mir, warum hat sich der Geizhals nicht bis vor die Tür fahren lassen!" Er lachte, und die beiden Beamten stimmten mit ein. Grayton bot dem jungen Mann eine Zigarette und entließ ihn; dann blätterte er wieder im Verbrecheralbum und tippte nach kurzer Zeit auf den Mann mit dem Vollbart.„Wer ist das?“ „Lefévre, ein alter Bekannter des Betrugsdezernats; bei jeder unsauberen Gründung, bei jedem faustdicken Schwindel hatte er früher die Hand im Spiele. Seit Jahren ist er ganz parterre; auch er war lange nicht hier.“ Mac Lee scheint seine Leute aus Anfängern und Aufhörern zu rekrutieren; jedenfalls beherrscht er sie unbedingt— vielleicht nicht zuletzt dadurch, daß er sie sich gegenseitig bewachen läßt.“ „Und dadurch, daß keiner ihn persönlich kennt...“ Die Ordonnanz trat ein und meldete, daß Mabillon eingeliefert worden sei. Patoux befahl, ihn sofort vorzuführen. „Selbstverständlich verhören Sie, Herr Kollege!“ Mabillon wurde hereingebracht; zwei Kriminalassistenten mußten den„Detektiv“ stützen.... Als er wehrlos im Dunkel des Geräteschuppens erwachte, hatte er zuerst gerast und geschäumt in irrsinniger Wut, aber als er sah, daß alles Toben und Bäumen nutzlos blieb, daß der Knebel im Mund, die Haudschellen, die Drahtschlingen um Knie und Füße sich nicht lockerten, war es mit seiner Nervenkraft zu Ende gewesen. Vollkommen apathisch stand er in dem nüchternen Amtszimmer. Grayton ließ ihm einen Stuhl geben und ihm die Handsckellen abnehmen. Ein Protokollführer ließ sich abseits nieder. „Nun, Mabillon, Sie haben Glück gehabt. Sie haben mich gestern ermorden wollen— Ihr Versuch ist mißglückt. Sie sind also, wenigstens in meinem Falle, kein Mörder. Sie sind ja nicht zum erstenmal hier; daher ist es Ihnen wohl bekannt, daß ein aufrichtiges Gesteindnis in Ihrer Lage das beste für Sie ist. Ich frage Sie: aus welchem Grunde wollten Sie mich beseitigen?“,.. De Serut. Der„Detektiv schwieg und starrte trübe vor sich hin; einmal öffwete er den Mund, als wollte er sprechen, aber er schnappte nur wie ein Fisch auf dem Trockenen. Grayton beachtete sein Schweigen nicht. (Fortsetzung folgt.) 2. Beflage zum Bochumer Anzeiger u. Gen. Anzeiger Unterhaltung, Wissen, Leben Nr. 101 38. Jahrgang Freitag, 1. Mai 1931 Im Joldland Tanami Ein neues Doracko in der Wütte— Menscken und Tierwelt wandern kinter dem Wasser kei— Cltéeitskose als Golderäßer Nachrichten aus Australien wissen zu melden, daß dort ein neues Rennen nach Gold eingesetzt hat. Tanami ist der Name, der angeblich in kurzem den gleihaben wird wie vor mehr Tanami, das Goldiste. Die Kunde von der Entdeckung von Goldfeldern an der Grenze des Nordterritoriums und Westaustraliens ist nicht neu. Der Engländer David Carnegie war der erste, der unter unsagbaren Mühen die Sandwüste durchquerte. Die Wanderdünen und der lose Sand, in den der Fuß tief einsank, wurden seiner Forschungsexpedition um ein Haar zum Verhängnis. Und wahrend Carnegie um einen Schluck Wasser ein Vermögen gegeben hätte, mußte er entdecken, daß der ihm mit jedem Schritt zur Qual werdende Sand Gold in ungeahnten Mengen enthielt. Carnegies Bericht fand keinen starken Widerhall, einesteils weil damals die großen Goldfelder im Süden bei Kalgoorlie und Coolgardie alle Goldgräber an sich zogen, anderenteils weil die Unzugänglichkeit und die Gefahren der Sandwüste selbst die wagehalsigsten Abenteurer abschrecken mußte. Trotzdem fanden sich einige Desperados, die den Zug in die Wüste wagten. Unter diesen war auch der Engländer Robert M. Macdonald, der wohl als einziger einen kurzen Bericht über seine Erlebnisse veröffentlichte, da die anderen, die vor oder nach ihm das Abenteuer überstanden, schweigen zu müssen glaubten. Macdonald brach in Gemeinschaft mit mehreren Weißen vom Eisenbahnendpunkt in Westaustralien auf. Die achthundert Kilometer lange Wanderung durch die westaustralische Wüste war ein Kinderspiel im Vergleich zu dem, was die Goldsucher an der Grenze des Nordterritoriums erwartete. Das Wasser ging zur Neige, und die wenigen Liter, die noch übrig blieben, konnten ihrer Dickflüssigkeit wegen kaum noch getrunken werden. Die Wüste schien endlos. Eine Wanderdüne reihte sich gleichförmig an die andere, als hätte die nämliche Riesenhand sie geschaffen. Der Sand hemmte jeden Schritt, als wollte er die Menschen höhnen:„Beibt doch, hier ist ja genug von dem Gold, das Ihr sucht!“ Wenn die Männer Sand in ihre Hüte füllten, so konnten sie sicher sein, Gold mit hinein geschaufelt zu haben. Sie brauchten den Sand nur langsam in einen anderen Hut laufen zu lassen, so zerstäubte ihn der leiseste Windzug, und Goldstaub oder=körner fielen zu Boden. Doch die Goldsucher waren schon zu erschöpft, um sich über die Entdeckung noch freuen zu können. Wasser war das Einzige, wonach sie sich jetzt sehnten. Da tauchte eines Tages völlig unerwartet ein Schwarm Papageien auf. Wo Lebewesen waren, mußte auch Wasser sein, und die erschlafften Lebensgeister wurden von neuem geweckt. Dann standen Emus zwischen den Sanddünen und betrachteten neugierig und ohne Scheu Menschen und Kamele. Känguruhs hüpften mit grotesken Sätzen über den Sand. Das Wasser mußte in nächster Nähe sein. Und doch kam die Nacht, ohne daß die Wasserstelle gefunden worden wäre. Die Weißen glaubten schon, in ihrem erschöpften Zustand das Opfer einer Sinnentäuschung geworden zu sein. In der Nacht träumte Macdonald von endlosen Strömen kristallklaren Wassers. Als er einmal aufwakte, sagte er sich: Das ist das kommende Ende! Dann schlief er wieder ein, um plötzlich durch das Zerren der aufgescheuchten Kamele geweckt zu werden. Eine Horde Australneger hatte das Lager überfallen. Die Weißen taumelten hoch und— lachten wie Irrsinnige. Lachend gingen sie zum Sturm auf die Schwarzen vor; denn sie wußten, wo Eingeborene waren, dort mußte auch Wasser sein. Sie glaubten, ein paar Schüsse würden die Angreifer vertreiben. Doch die Australneger, die vielleicht noch keinen Weißen mit Feuerwaffen gesehen hatten und deren Wirkung nicht kannten, wehrten sich tapfer, bis einer der Ihren fiel und sie so lautlos wie sie gekommen waren, auch verschwanden. Einer der Goldsucher hatte die Kraft, ihnen zu folgen. Er sah sie hinter einer Sanddüne verschwinden, lief bis an deren Rand, und zu seinen Füßen spiegelte sich der Mond in einer Wasserlache. Die Schwarzen wollten die Wasserstelle noch verteidigen, doch als die anderen Goldsucher nachkamen, flüchteten sie. Mensch und Tier dünkte die übelschmeckende Flüssigkeit wie der kostbarste Trunk. Die Karawane schlug neben der Wasserstelle ihr Lager auf und erholte sich langsam wieder. Jede Nacht versuchten die Schwarzen, die Eindringlinge anzugreifen und zu verjagen, doch sie konnten gegen die im Sande verschanzten und gut bewaffneten Weißen nichts ausrichten. Am vierten Tage litten sie derartig Durst, daß sie Frieden anboten. Sie durften trinken, soviel sie wollten, und gaben den Weißen zum Dank dafür Goldkörner in Massen. Durch Zeichen gaben sie den Goldsuchern dann zu verstehen, daß sie die Verwehung der Wasserstelle durch die Wanderdünen befürchteten. Die Weißen halfen ihnen, mit Reisig Faschinen zum Schutz der Wasserstelle zu bauen. Hierbei entdeckten sie, daß unter dem nur wenige Fuß hohen Sand goldhaltiges Vulkangestein lag, das eine noch reichere Ausbeute versprach. Die Wasserstelle war ein vor Millionen von Jahren erloschener winziger Krater. Von den Eingeborenen erfuhren die Goldsucher, daß die Schwarzen von einer der in der Wüste versprengten Wasserstellen zur anderen zogen, sobald die Wanderdünen ihnen das längere Bleiben an einer Lagerstelle unmöglich machten. Hierbei folgten Papageien, Emus, Känguruhs und Rieseneidechsen den Menschen. Nachdem sich Menschen und Kamele erholt hatten, zog die Karawane nordwärts weiter und erreichte nach Wochen den äußersten Vorposten der Zivilisation bei Hall's Creek und von dort aus den Hafen Darwin. Von dieser Expedition wurde damals in der Oeffentlichkeit nichts bekannt. Dagegen tauchten vor drei Jahren ungefähr neuerdings Gerüchte über das fabelhafte Goldland Tanami auf, und mancher der Arbeitslosen in den großen Städten glaubte, hier winke ihm das Glück. Ungenügend ausgerüstet und ohne Kenntnisse des Landes waren die meisten solcher Abenteurer zum Untergang verurteilt. Außerdem wurden damals die leichter erreichbaren Goldfelder im ehemaligen Kaiser=Wilhelmland entdeckt, die den Hauptstrom der Sucher anzogen. Inzwischen ist von Süden herauf eine Bahnlinie bis nach Alice Springs, dem Hauptort des neugebildeten Territoriums Zentralaustraliens, gebaut worden. Von dort aus sind es„nur“ noch 600 Kilometer bis zum Südrand des rund 150 Kilometer langen und dreißig Kilometer breiten Goldfeldes von Tanami. Drei Viertel dieser Strecke können noch dazu mit dem Kraftwagen zurückgelegt werden, so daß nach australischen Begriffen Schwierigkeiten für die Goldsucher kaum noch zu überwinden sind. Die ersten Goldgräber die Tanami auf diesem Wege erreichten, sind zurückgekommen und berichten nicht nur von dem stark goldhaltigen Sand. sondern auch von den schon von Macdonald und seinen Gefährten entdeckten vulkanischen Gesteinen. Diese sollen in der Tonne bis zu hundert Unzen Gold enthalten, eine Behauptung, die angesichts der bisherigen Erfahrungen fast unglaublich klingt und doch vielleicht durch Macdonalds Bericht eine Bestätigung findet. Ludwig Haßlinger. Wer daran zweifelt, kann sich durch folgenden einfachen Versuch überzeugen. In ein Fläschchen schüttet man etwas von dem aus der Photographie bekannten Fixiersalz(unterschwefligsaures Natron) und hält es in heißes Wasser, bis das Salz zu einer klaren Flüssigkeit geschmolzen ist. Dann stellt man das Fläschchen in eine stille Ecke und läßt es völlig abkühlen. Wirft man nun ein Körnchen festes Salz hinein, so erstarrt die Lösung im Nu, und dabei erwärmt sich das Glas derartig, daß man es kaum mit der Hand anfassen kann. Genau so gibt gefrierendes Wasser seine Wärme ab, und zwar hat es unter allen Stoffen die größte Schmelzwärme. SLemente Ich gehe in Felsen, ich gehe in Wind, Wo die fühllosen Geister der Oede sind. Am Meer, das die Grenzen der Welt nicht kennt Und mit donnerndem Schäumen die Küste berennt. Auf nebligem Grat, wo der Gipfel Gesicht Gespenstisch die jagenden Wolken durchbricht... Ich bin ihnen allen befreundet, verwandt, Doch keines— hat eines Menschen Hand. Leo Sternberg. Magdeburger Jackarinsabrik in Flammen tteizen mit Eis Keine Anpreisung einer neuen Erfindung, sondern läingst erprobt!,.n Gärter Shmeloen mill 6. Wenn jemand einen festen Körper schmelzen will, so muß er ihm Wärme zuführen. Erstarrt dagegen eine Flüssigkeit, so wird die Wärme, die zum Schmelzen hineingesteckt wurde, wieder frei und erwärmt die Umgebung. Wenn zum Beispiel 1 Liter Wasser zu Eis erstarrt, so wird so viel Wärme verfügbar, daß man damit 1 Liter Leitungswasser von 20 Grad Celsius zum Sieden bringen könnte. Deswegen wird in wasserreichen Gegenden große Kälte immer gemindert. Stellt man in Frostnächten Becken mit Wasser in einem Raume auf, so erhöht sich beim Gefrieren die Temperatur. Am 28. April entstand in einer Magdeburger Sacharinfabrik eine heftige Explosion. Sämtliche Löschzüge der Magdeburger Feuerwehr wurden sofort alarmiert, desgleichen je ein Kommando der Reichswehr und der Schutzpolizei. Zehn Tote und vier Schwerverletzte sind zu beklagen, darunter zwei Frauen. Unser Bild zeigt die Magdeburger Unglücksstätte. Tacken Zie mit Lehrerin:„Willi, angenommen, du hättest fünf, Marmeln und Max würde zu dir sagen:„ich gebe dir noch fünf dazu.“ Wieviel würdest du dann im ganzen haben?“ Willi:„Doch nur fünf. Max würde das nämlich nur im Spaß sagen. Sie kennen ihn nicht so, wie ich ihn kenne.“ * Besucher:„Sind Ihre Jungs aber ökonomisch, sie stecken den Groschen, den ich ihnen geschenkt habe, in den Gasautomaten." Vater:„Bloß still! Ich habe Ihnen gesagt, daß sei ein Spartopf.“ * „John und du, ihr seid doch erst so kurze Zeit verheiratet und jetzt sprecht ihr schon nicht mehr miteinander?" „Nein, wir hatten nämlich neulich einen entsetzlichen Streit miteinander, wer von uns beiden den andern mehr liebt.“ * „Ich wette mit dir um zehn Mark, daß du nicht rätst, warum ich zu dir komme." „Das ist doch nicht schwer zu raten, du willst natürlich Geld von mir haben.“ „Falsch, ich bin nur gekommen, um dich zu fragen, wie es dir geht— so, jetzt gib mir die zehn Mark.“ „Wir feiern heute das Jubiläum unserer Köchin.“ „Ist sie schon fünfundzwanzig Jahre bei Ihnen?“ „Nein, aber sie ist die fünfundzwanzigste, die wir in diesem Jahre haben.“ * George hat sich mit seiner Kate auf einer Straße in Aberdeen getroffen. Da er wie in allen Dingen auch sparsam mit Worten ist, bleibt sie schließlich gelangweilt an einer Litfaßsäule stehen, interessiert die Abendankündigungen verfolgend. „Ja, Kate, was ich sagen wollte“, läßt sich endlich George vernehmen.„Wie werden wir heute den Abend verbringen?“ „Oh“, sagte bescheiden das Mädchen,„ich werde natürlich dahin gehen, wo du mich hinführst.“ „Also gut,“ erwiderte der Liebhaber,„machen wir einen Spaziergang!“ Geschichtsschreibung „Ich bin jetzt Sekretär bei John Jenkins, dem Milifamiliengeschichte schreiben. DaThattannooga auf dem elektrischen tärprotz und soll seine bei hat sein Vater in Stuhl geendet.“ „Wie hast du das ausgedrückt?“ „Ich schrieb: Schon Mr. Jenkins senior wurde weithin bekannt durch seine bedeutenden Erfahrungen in der angewandten Elektrizität.“ Die Schuhputzdose im Querschnitt Die übliche Dose Bei Immalia glatte hat Winkel: Schuh- Rundung: Inhelt beputr bleibt stecken quem berauszuholen Mehr Schuhputz und mehr Glanz Schuhputz, den Sie aus ihre neue Form erlaubt, einer Dose nicht heraus- den Inhalt voll auszubekommen können, gibt nutzen. Soerhalten keinen Glanz. Die Im- Sie mehr Schuhmalin- Dose hat einen putz und damit reichlichen Inhalt und auch mehr Glanz. u- Cem wenigerbhet lumehin otforke, Moitmenn-Abld. Hausiraden prület unsere Preise und qualliäten! Schweineschmalz garantiert rein, Pfd. 54.3 Kokostett(Palmbutter) 1 Pfd.-Tafel 37• Kiesigermag. Speck ohne Rippen. Pfd. 943 Schweizer Käse sattig.. ½ Ptd. 64.8 Hligäuer Stangen-Limburger Prinz-Frühstückkäse Weiße Bohnen gut kochend Bruchreis prima grobkörnig Ptd. 46 Stück 18-3 Pfd. 18• Ptd. 15•9 Reisstärke garantiert rein.... Pfd. 448 Bernstein-Fußbodenlack 1 kg-Dose 1453 Bohnerwachs... ca. 1 Ptd.-Dose 50•3 5% Rabatt 5% vergüten wir auf sämtliche Artikel. Einlösung der Sparbücher erfolgt nach Wunsch in ber oder Waren. Alchderbradten .-O. VIktoriastr. 1, Dlbergstr. 2, Paralleistr. 23, Risenstr. 59. Möderhel Bebensmitter Pnlalbeirien Stedbanse In Chevreau: Schwarzweiß sonnenbrand Noisette und in Lack 12.60 Worauf es bei modernen Sandaletten ankommt Graziös, luftig, federleicht— doch gediegen verarbeitet. Hess-Sandaletten sind bis zur Spitze durchweg mit bestem Leder gefüttert und denkbar formbeständig. Ihre Linienführung macht sie auch für schwierige Füße passend. Wir zeigen Ihnen gern unsere große Modell-Auswahl mu RM. 12.90 Bochum, Hortumstraße 73 0 Elly Beinhorn in Berlin Berlin, 30. April. Die Afrikafliegerin Elly Beinhorn ist Donnerstag nachmittag, kurz nach 5 Uhr, in Berlin=Tempelhof gelandet. Tausende von Zuschauern hatten sich bereits am frühen Nachmittag auf dem Berliner Flughafen Tempelhof eingefunden, um die Rückkehr der Afrika=Fliegerin von ihrer 12000 Kilometer langen Reise zu erwarten.##. Trotz des schlechten Wetters harrte die Menge auf dem Flugfelde aus. Wenige Minuten vor 5 Uhr tauchte das Flugzeuggeschwader, das die Afrika=Fliegerin erwartet hatte mit ihrem Flugzeug in der Mitte, am Horizont von Tempelhof auf. Wenige Minuten später erfolgte die Landung. Kaum hatte die Maschine den Boden berührt, da stürzten auch schon Hunderte von bevorzugten Empfangsgästen auf die Maschine zu, um mit Blumensträußen Elly Beinhorn entgegenzueilen. Der Fliegerin erste Worte waren:„Kinder, laßt doch mein Flugzeug zufrieden!" Als Erster kam der Reichsverkehrsminister zu Wort, der die Fliegerin zu ihrer erfolgreichen Expedition beglückwünschte. In kurzer„Folge folgten die übrigen Begrüßungsansprachen der Spitzen der Luftfahrtverbände, der beteiligten Firmen usw. Es schloß sich dann im Gebäude des Flughafens ein Empfang durch die Berliner Flughafen=Gesellschaft und durch den Aero=Klub von Deutschland an. Das Magdeburger Explosionsunglück Magdeburg, 30. April. Die Ursache der Explosionskatastrophe in der Sacharinfabrik ist noch nicht geklärt. Das vollkommen zerstörte und ausgebrannte Gebäude läßt irgendwelche Schlüsse auf die Ursache nicht zu. Nach den Aussagen des leichter verletzten Betriebsmeisters Günther wurde am Unglückstage in der chemischen Anstalt der Sacharinfabrik eine neue Art der Horapatronen ausprobiert, deren bisheriger Zusammensetzung aus Salpeter, Schwefel und Sägespänen noch Posphor beigegeben wurde. Die Versuche wurden, nachdem sie bereits am Montag erfolgreich waren, am Dienstag fortgesetzt. Die Explosion muß in dem Augenblick erfolgt sein, als der Phosphor durch einen Arbeiter auf Veranlassung des Betriebsmeisters Günther in größeren Mengen in die Mischtrommel geschüttet wurde. Günther, der nur dem Umstand sein Leben verdankt, daß er sich im gleichen Augenblick auf den Gang hinaus begeben hatte, will noch gesehen haben, daß sofort nach dem Einschütten des Phosphors eine riesige Stichflamme emporschlug. Man vermutet, daß die Bestandteile der Patronenmischung durch zu langes Mischen so stark erwärmt worden sind, daß sich bei dem Zusatz des Phosphors die Masse entzündet hat......„ Die Trauerfeier und Beisetzung der 10 Todesopfer findet am Samstag vormittag 11.30 Uhr auf dem Salbker Friedhof statt. Der Betrieb des Werkes erleidet mit Ausnahme der betroffenen Abteilung keine Unterbrechung. Heiratsschwindler entführt die Braut im Flugzeug Stuttgart, 30. April. Ein vielseitiger Betrüger hat in einer süddeutschen Stadt innerhalb weniger Wochen ein kleines Vermögen erschwindelt und außerdem die minderjährige Tochter einer angesehenen Familie in einem Flugzeug entführt. In der Stadt tauchte ein Mann auf, der sich Paul Kowalewski nannte und Direktor einer holländischen Handelsgesellschaft sein wollte. Es gelang ihm, Zutritt zu mehreren angesehenen Familien zu erlangen, und mit einer der Töchter, einer 19 Jahre alten Lotte., verlobte er sich schon nach kurzer Zeit. Niemand weigerte sich, dem zukünftigen Verwandten mit einem Darlehn beizuspringen, und so brachte Kowalewski allmählich 32000 Reichsmark an sich. In seiner Begleitung befand sich eine Frau, die er für seine Schwester ausgab, die aber, wie später von der Polizei festgestellt wurde, seine Ehefrau war. Als der Schwindler befürchten mußte, daß man ihm näher auf die Finger sehen würde, veranlaßte er seine ahnungslose Braut, mit ihm einen Ausflug nach Genf im Flugzeug zu machen. Dort ist das Paar aber nicht lange gewesen, und wohin Kowalewski sein Opfer weiter verschleppt hat, steht noch nicht fest. Er wird von den Behörden wegen Betruges und Entführung einer Minderjährigen gesucht, ebenso seine Frau wegen Beihilfe. Auf der Suche nach einem Massenmörder London, 30. April. Nach einer Meldung des„Daily=Expreß“ aus Delhi ist die Polizei auf der Suche nach einem Massenmörder, der im Laufe der letzten zwei Jahre in den Vorstädten von Delhi nicht weniger als sechzehn Raubmorde begangen hat. Alle seine Opfer waren Männer. Die Methode des Massenmörders war in allen Fällen dieselbe. Er lockte sein Opfer nach irgendeinem abgelegenen Punkt außerhalb der Stadt und bot ihm eine Rupie für das Ausgraben einer Wurzel eines Medizinbaumes. Machte sich dann das Opfer an die Arbeit, so tötete er es mit einer sichelartigen Waffe. In jedem Fall hat der Mörder seinem Opfer die Ohren abgeschnitten. Um des ungeheuerlichen Täters habhaft zu werden, haben sich Eingeborenen=Polizisten als Hausierer verkleidet, in der Hoffnung, von dem Mörder als Opfer ausersehen zu werden und ihn auf diese Weise zu fangen, doch haben bisher alle derartigen Versuche fehlgeschlagen. Srobeden fordert soo Menscheineden Die ersten Nächrichten aus dem armenischen Erobebeugevirt Wat der Volkskommissare der Sawietunian 5 Moskan(über Kowno), 30. April. Laufe des Mittwoch sind die ersten amtlichen achrichten über das große Erdbeben in Armenien eingetroffen. Nach den bisherigen Feststellungen haben über 700 Personen, den Tod gesunden. 20 000 Menschen haben ihre Wohnstät ten verloren. Ihre Lage wird dadurch besonders erschwert, daß starke Regengüsse eingesetzt haben. Das Vollzugskomitee der Republik Georgien hat eine mit besonderen Vollmachten ausgestattete Kommission im Flugzeug nach Nachitschewan entsandt, um Hilfsmaßnahmen für die Bevölkerung einzuleiten. In Nachitschewan sind 60 Häuser zerstört worden. den Städten Gersu und Oschnubar fielen insgesamt 380 Häuser dem Erdbeben zum Opfer. Da in dem Erdbebengebiet Mangel an Lebensmitteln und besonders an Brot herrscht, wurde auf dem Bahnhof 6000 Tonnen Getreide beschlagnahmt und nach dem Erdbebengebiet abtransportiert. In dem Erdbebengebiet spielten sich erschütternde Szenen ab. uuch der Bat der Vollskommissäre der Sowjeiunion hat eine Hilfsaktion eingeleitet. Nach ergänzenden sowjetrussischen Berichten aus dem kaukasischen Erdbebengebiet sind die Zerstörungen, die in mehreren Gebieten zu gleicher Zeit angerichtet wurden, sehr groß. Das Erdbeben, dessen eigentlicher Herd in der Republik Nachitschewan liegt, wurde auch in Tiflis und in Eriwan verspürt und hat sich auf größere Gebiete von Armenien und Aserbeidschan erstreckt. In diesem Gebiet sind bisher 220 Tote und über 200 Verletzte identifiziert worden, in Nachitschewan 160 Tote und über 500 Verletzte. Unermeßlich ist der Verlust an Vieh, wovon die kaukasischen Gebirgsvölker besonders hart betroffen wurden. Der Bevölkerung hat sich eine Panik bemächtigt. Die Hilfe, die die örtlichen Sowjets leisten können, reicht nicht aus, um auch nur die Obdachlosen zu bergen. Da fast gar keine Medikamente vorhanden sind, wird der Ausbruch von Seuchen befürchtet. Die Erdstöße waren so stark, daß auch in dem vom eigentlichen Herd weit entfernt liegenden Eriwan Mauerrisse entstanden sind. Ragendumn toieo in Sparfommer gedaul Die Lösung der Kostenfrage— Was sich die Reichsbahn verspricht Stettin, 30. April. Der Bau des Rügendamms, der die pommersche Küste mit der Insel Rügen zwischen Stralsund und Altefähr verbinden soll, wird im Spätsommer dieses Jahres in Angriff genommen. Damit wird endli ein Projekt verwirklicht, das schon seit dem Jahre 1900 alls im Jahre 1909 die Fähre Saßnitz=Trelleborg eröffnet wurde, erfolgte Zurückstellung des Projekts, da die Schwierigkeiten bei dem damaligen Stand der Technik noch ungeheuere und auch die Kosten unerschwingliche waren. Nun hat man den großen Pian wieder aufgenommen, nachdem ihn alle zuständigen Stellen als durchführbar erklärt haben und auch die Finanzierung gesichert ist. Die Durchführung des Projektes wurde jetzt in einer Sitzung des Landeseisenbahnrats der Reichsbahndirektionen Berlin und Stettin beschlossen. Neben dem Eisenbahndamm ist auch der Bau eines Straßenbahndammes in Aussicht genommen, jedoch noch nicht gesichert, da die Kosten für den Straßendamm erst von der Provinz Pommern, dem zugehörigen Kreis und der Stadt Stralsund aufgebracht werden müssen, was bei der gegenwärtigen schwierigen Finanzlage der Kommunen aber im Augenblick noch nicht möglich ist. Die Kosten des gesamten Projektes werden auf etwa dreißig Millionen Reichsmark berechnet, wovon zwanzig Millionen auf den Eisenbahn= und zehn Millionen auf den Straßendamm entfallen. Die für den Eisenbahndamm erforderlichen Geldmittel werden durch ein schwedisches Konsortium, mit dem das Reichsfinanzministerium verhandelt, auf dem Wege der Anleihe aufgebracht. Die Schweden sind in hohem Grade zu einer schnelleren Verbindung zwischen Deutschland und Schweden interessiert. Gegenwärtig findet eine Prüfung der Baupläne durch die Baupolizeibehörden, durch das Wasserbauamt und alle anderen dafür zuständigen Stellen statt. Sie wird einige Wochen in Anspruch nehmen. Der Beginn der Bauarbeiten ist für Anfang August festgesetzt. Man wird dann zunächst auf dem Festland beim Bahnhof Stralsund beginnen. Der aufzuschüttende Damm wird aus technischen Gründen etwas seitlich von der jetzigen Fahrlinie zu liegen kommen. Die Bauzeit ist auf etwa ungehener groß ist die Arbeit, die hier werden muß. Hunderttausende von Kubikmetern Erde müssen in einer Tiefe von 10 bis 40 Metern aufgeschichtet werden. Dies wird in der Weise geschehen, daß die ganze etwa drei Kilometer lange Strecke im Wasser zu beiden Seiten durch Pfähle eingefaßt wird. Die Arbeiten im Wasser werden mit Hilfe von Caissons, d. h. riesigen metallenen Behältern, ausgeführt werden. Durch die Errichtung des Rügendamms wird der Zugverkehr zwischen Berlin und Rügen um etwa dreiviertel Stunden beschleunigt werden. Darüber hinaus ist die Reichsbahn aber überzeugt, daß sich der Rügendamm auch sonst rentieren wird; denn durch den Fortfall des kostspieligen Fährverkehrs, für den allein fünf Fährschiffe erforderlich sind, werden gewaltige Ersparnisse erzielt werden. Um den Schiffsverkehr zu ermöglichen, weist der Damm Lücken auf. Klappbrugen sind an diesen Stellen vorgesehen. Ursprünglich wurde anstatt des Damms eine Hochbrücke projektiert. Doch ist dieser Plan fallen gelassen worden, weil seine Durchführung erheblich teuerer sein würde, als der Bau des Damms. marin=Flugboote fertiggestellt sein, die vierzig Passagiere mitnehmen und 2000 Seemeilen ohne Unterbrechung fliegen könnten. Sobald man mit ihnen Erfahrung gesammelt hätte, würde man an die Konstruktion von Flugzeugen herangehen, die die 2100 Meilen lange Strecke Azoren—Bermudas befliegen könnten. Das Interesse Englands an der Konferenz bestände in erster Linie darin, sich die Kontrakte für die Azoren—Bermudas=Strecke und wenn möglich auch Aufträge für Flugzeuge zu sichern, die auf den anderen Teilstrecken Verwendung finden könnten. Die fahrende Hölle Die Katastrophe des Alexandrien—Kairo-Expreß London, 30. April. Nach einer Reutermeldung beträgt die Zahl der bei dem Unglück des Alexandrien=Kairo=Expreß Verunglückten 61 Toteund 41 Verwundete. Die genaue Zahl steht aber immer noch nicht fest. Alle Getöteten und Verletzten sind Eingeborene, mit Ausnahme einer Französin, die einen Beinbruch erlitt. Unter den Getöteten sollen sich 10 Kinder befinden. Es ist das schwerste Eisenbahnunglück, das Aegypten bisher heimgesucht hat. Der Unglückszug bestand aus ältestem Material. Der Brand ist offenbar durch die Erhitzung der Achsenlager eines am Ende des Zuges befindlichen Wagens dritter Klasse entstanden. Da keine Notbremse und überhaupt kein Mittel vorhanden war, um mit dem Zugführer in Verbindung zu treten, blieben die Bemühungen, ihn aufmerksam zu machen, lange Zeit fruchtlos. Infolge der raschen Fahrt des Zuges griffen die Flammen rasch um sich. Drei Personenwagen verwandelten sich in eine fahrende Hölle. Männer, Frauen und Kinder, soweit sie nicht im Qualm erstickten, stürzten sich aus den brennenden Wagen und blieben zerschmettert neben den Schienen liegen. Halbverkohlte Leichen, Sterbende und Wehklagende bezeichneten den Weg des Unglückszuges. Als der Zug endlich zum Stehen kam, war in den drei vom Feuer erfaßten Wagen nichts mehr zu retten. Ein musterhafter Ausbrecherkönig Ein Verbrecher, der kein Blut sehen konnte Paris, 30. April. Der Ruhm von Ausbrecherkönigen verblaßt beinahe ebenso schnell wie der Glanz der Schönheitsköniginnen. Wer weiß heute in Frankreich noch etwas von Georges Rème dem intelligentesten, witzigsten und dabei doch Inde in die Wenl Tetzuer wird am Sonnabend früh hingerichtet Regensburg, 30. April. Die Regensburger Staatsanwaltschaft hat am Donnerstag früh 7 Uhr dem zum Tode verurteilten Kaufmann Erich Tetzner davon Mitteilung gemacht, daß der bayrische Ministerrat das Gnadengesuch uogelehnt hat. Tetzner nahm die Nachricht gefaßt entgegen. Er machte von der Gnadenfrist Gebrauch. Hinrichtung Tetzners erfolgt demnach am Samstag früh 7 Uhr. Das Todesurteil wird mit dem Fallbeil vollstreckt. Explosion in einer Schule Artern(Kr. Sangerhausen), 30. April. Beim chemischen Unterricht in der hiesigen Volksschule ereignete sich am Donnerstag vomittag ein folgenschwerer Unfall. Während eines Experimentes erfolgte eine Explosion, bei der die Lehrerin Engelhardt und vier Schülerinnen schwer verletzt wurden. Die Verletzten wurden sofort in das Krankenhaus gebracht, wo ihnen ärztliche Hilfe zuteil wurde. Grund zu ernstlichen Besorgnissen niegr jedoch nicht vor. Die Kinder haben Verletzungen im Gesicht, an den Armen und den Händen erlitten. Massenmörder in Straßburg verhaftet Paris, 30. April. Ein Mordanschlag auf eine junge Polin in Straßburg führte am Mittwoch zur Verhaftung eines 22jährigen Oesterreichers namens Raviki, der bei seiner Vernehmung gestand, in Belgien bereits vier Frauen ermordet zu haben. Raviki hatte die junge Porin erst vor einigen Tagen in Paris kennen gelernt und sie überredet, mit ihm nach Oesterreich zu reisen, wo er sie heiraten wolle. Als das Paar auf der Durchreise in Straßburg übernachtete, versuchte Raviki das Mädchen zu erdrosseln, um sich in den Besitz ihrer Ersparnisse von etwa 160 Mark zu setzen. Alle zehn Minuten eine Ehescheidung Reno(Nevada), 30. April. Die Gerichte von Nevada bereiten sich schon jetzt auf den erwarteten ungeheuren Andrang von Scheidungs=Paaren vor, da das neue Gesetz, das nur einen sechswöchentlichen Aufenthalt in Nevada erfordert, um nach den Bestimmungen des Landes geschieden zu werden, am kommenden Samstag in Kraft tritt. Schon jetzt halten sich über 300 Scheidungsanwärter in Nevada auf. Man rechnet damit, daß in Zukunft alle zehn Minuten ein Ehescheidungsfall erledigt werden wird. Die trausatlantische Flugkonferenz London, 30. April. Einem englischen Blatt zufolge soll die transatlantische Flugkonferenz noch im Herbst dieses Jahres stattfinden, an der Vertreter der englischen Imperial Airways, der französischen Aero Postale und der amerikanischen Panamerican Airways teilnehmen werden, um Einzelheiten des neu einzurichtenden Flugpostdienstes Europa—Amerika zu erörtern. Die Linienführung würde von England nach Lissabon über die Azoren nach den Bermudas und schließlich nach Newyork gehen. In diesem Sommer würden die neuen englischen Superlang es ihm die Fesseln abzustreifen und seinen Schergen zu entkommen. Ein Rekord, den ihm nicht so schnell ein anderer Ausbrecher streitig machen wird. Georges Rôme sitzt seit 1925 im Zuchthaus. Im Dezember 1926 hat iyn das Lyoner Gericht wegen seiner zahlreichen Vergehen zu zehn Jahren Zuchthaus verurteilt. Ein hartes Urteil, das schon damals sehr vielen Leuten als Sühne für eigentlich ziemlich geringfügige Verbrechen zu streng erschien. Zwei Drittel seiner Strafe hat jetzt der ehemalige Ausbrecherkönig verbüßt. Seine Wärter versichern, daß er sich gut geführt habe. Georges Rôme steht heute im Alter von dreißig Jahren. Er hat vieles an der menschlichen Gesellschaft wieder gutzumachen. Gestützt auf allerlei gute Zeugnisse über den Ausbrecherkönig hat kürzlich die Familie von Georges Rôme bei dem Präsidenten der französischen Republik ein Gnadengesuch einreichen lassen. Die Anwälte, die dieses Schriftstück abgefaßt haben, weisen auf verschiedene gute Eigenschaften von Georges Réme hin. So oft Georges Réme auch aus den Gefängnissen und Zuchthäusern ausgebrochen ist, nie hat er das Leben eines Menschen angetastet. Bei allen seinen Ausbruchversuchen hütete er sich, Blut zu vergießen. Er ist im Grunde genommen kein verbrecherisch veranlagter Mensch. Seine Familie hofft, ihn nach der Entlassung aus dem Zuchthaus wieder in das bürgerliche Leben zurückführen zu können. Ob dem Gnadengesuch der Familie Rômes stattgegeben wird, weiß man heute noch nicht. Das eine ist allerdings gewiß: in Frankreich hat das Volk eine gewisse Vorliebe für die Verbrecher, die der Bizrokratie des Staates ein Schnippchen schlagen. Georges Réme, der nicht weniger als zehnmal die Behörden auf die eleganteste Art vor dem Volke lächerlich gemacht hat, genießt bei den breiten Massen trotz seiner kleinen Schandtaten ein ziemliches Ansehen. Man lächelt, wenn man sich gegenseitig von den tollen Streichen des Ausbrecherkönigs erzahlt. Wenn der Staatspräsident seine Entscheidung nach der Stimmung im Volke treffen wollte, dann müßte er Georges Rème wohl die vier Jahre schenken, die dieser noch hinter Zuchthausmauern zu verbringen hat. * Sechs Bergleute verschüttet. In einem Steinkohlenbergwerk in Hornu bei Mons(Belgien) wurden am Donnerstag sechs Bergleute durch herabstürzende schuttet. Die Rettungsc Kohlenmassen vers Gange. Die ninlungsarbeiten sind im * Ahrenberg in Bergen. Der schwedische Ozeanflieger Hauptmann Ahrenberg traf am Mittwoch um 22 Uhr auf dem Grönlandflugplatz in Bergen ein, nachdem er in Stawanger eine Zwischenlandung vorgenommen hat. Da zwischen der norwegischen Küste und den Faröer-Inseln stürmisches Wetter ist, startet Ahrenberg wahrscheinlich erst am Donnerstag früh über Island nach Grönland. Hobel Preise Wie 1914 unser Tiefpreise sind eine Sensation man kaufte nie so billig gute Möbel wie jetzt bei uns Kaufen Sie aber sofort auch für späteren Bedart es ist Ihr Vortel! Wir lagern kostenlos! Jedes Entgegenkommen selbstverständlich -Himmer-Buriehtoung * C Küche aparte Modelle schwere westf. Verarbeitung. m. Kühlschrank. Innentl Linol belegt, best Bül. 130 cm. Anrichte Tisch,8 Stühle und Handtuchhalter Schlatzimmer Ankleideschr. 180 cm. mit Innenspiegel komplett mit Bestuhlung und Patentmatratzen Regulär-Wert 116— 199.— ZLimmer-Boriestong Küche schönes Modell in Weißlack oder Natur, vollst. kompl. wie vor Schlatzimmer in Eiche mit Nußbaum-Ankleideschrank 180 cm. Frisiertoi lette, vornehme Ausführung. vollst., komplett einschl Pat.Matratzen und Bestuhlung.. Regulär-Wert 1330.— letzt sets: 855.— Küche natur lasiert, in Kirschbaum oder Schleiflack, komplett.. Schlatzimmer komplett wie vor... Spolsezimmer Büfett 180 cm. Kredehz, Ausziehtisch. 4 Lederstühle Regul.-Wert 1750.— S Jetzt 1185.— 3- Zinmer Borschtong Küche moderne Neuzelt-Küche, komplett wie vor Schlatzimmer echt Eiche. Messe-Modell. Ankl. u. Wäscheschrank 225 cm breit, formvollendetes Modell Spelsezimmer Kaukas. Nußbaum, pol. Büfett, Vitrine. Ausziehtiech. 4 Stühle mit Bezug.. Reg.-Wert 2150 setat 1575.— 3 Sonder-Preise Herrenzimmer Kauk. Nußbaum poliert, erstklassig. Fabrik. Bücherschrank 230 cm breit, Schreibtisch, Sessel, 1 rund. Tisch, 2 Stühle (Bezug nach Wahl) Reg-Preis 17r 1385,Herrenzimmer wie vog.... Reg. Preis 1/jo## 995.Speisezimmer Kauk. Nusbaum pol. komplett Reg-Preis#jgtr, 1245.Mobelllaus Willienn-Vergillal! Bochun, Brüichstr. 59-63 s Haatesunger“ Kaltesteile Kortländer fenster! Nr. 101 38. Jahrgang 2. Beilage zum Bochumer Anzeiger und General Anzeiger Freitag, 1. Mai 1931 Eine bewegte Stadiverordneten-Sitzung Ginischoner! un dei Bärgeisirut! Bei der Hauptverwaltung soll mehr eingespart werden— Peinliche Auseinandersetzungen— Mißtrauensvotum gegen den Oberbürgermeister mit 29 gegen 27 Stimmen abgelehnt— Endlose Debatten Nutzlose Arbeit Da haben der Magistrat und die Stadtverordneten in unzähligen Kommissionssitzungen über den Etat beraten, da hat man in drei bewegten Vollversammlungen des Stadtverordnetenkollegiums Seite um Seite durchgehechelt, Anträge gestellt und Reden gehalten— und der Erfolg? Alles für die Katz! Denn die Erhöhung der Bürgersteuer auf das Dreifache wurde abgelehnt und da nunmehr der Magistrat sich einem erhöhten Defizit von über 10½ Millionen Reichsmark gegenübersah, erklärte der Oberbürgermeister, daß er die MagistratsDeckungsvorlage(die im übrigen mit schwacher Mehrheit angenommen wurde) als gescheitert ansehe. Nun hat die Aufsichtsbehörde das Wort. In einer Entschlietung, die nach der vorausgesehenen Erklärung des Magistratsdirigenten angenommen wurde, ersucht das Stadtverordnetenkollegium die Regierung, daß es gehört werden möge, bevor Entscheidungen getroffen werden. Man wußte schon vor Beginn der Sitzung, daß die Luft mit Elektrizität geladen war. Eine gewisse Gereiztheit machte sich von vornherein bemerkbar; sie führte auch verschiedentlich zu heftigen Entladungen. Eine Anfrage des Stadtv. Elfes rief den Oberbürgermeister auf den Plan, der die versteckten Angriffe gegen ein verdientes Magistratsmitglied mit aller Energie zurückwies. Im Laufe der Beratungen brachten die Kommunisten einen Mißtrauensantrag gegen den Oberbürgermeister ein, der mit nur schwacher Mehrheit abgelehnt wurde. Das zeigte schon, wie der Wind wehte und ließ den Ausgang erwarten. Vom Zentrum und anderen Parteien wurden verschiedene Abstriche gemacht am Etat der Allgemeinen Verwaltung, danach ergab sich infolge der Erhöhungen verschiedene Positionen ein Mehr von 260 000 Reichsmark. Da nun die erhöhte Bürgersteuer der Ablehnung verfiel verbleibt ein ungedeckter Fehlbetrag von über 10½ Millionen Reichsmark. Was nun? Eine Erleichterung kann nur eintreten, wenn Reich und Staat uns von dem größten Teil der Wohlfahrtslasten befreien. Wird der Staatskommissar dekretieren— oder findet sich noch ein anderer Ausweg? Dr. Laarmann Der Magistrat war Der Staatskommissar am Horizont Bochum, 30. April. Das Stadtverordnetenkollegium lehnte in der heutigen Schlußberatung des Etats gegen 4 Stimmen die vom Magistrat beantragte Erhöhung der Bürgersteuer um 200 Prozent ab, nahm aber die anderen Deckungsvorschläge des Magistrats mit 32 gegen 30 Stimmen an. Der Oberbürgermeister erblickte in der Ablehnung der Bürgersteuererhöhung eine Ablehnung des Gesamtetats. Die Regierung soll in diesem Sinne benachrichtigt werden. Das Stadtverordnetenkollegium faßte eine Entschließung, in der die Regierung ersucht wird, auch das Stadtverorduetenkollegium zu hören, wenn über die künftige Finanzgebarung der Stadt Bochum Entscheidungen getroffen werden. Der ungedeckte Fehlbetrag hat sich durch die Beschlüsse der Stadtverordneten auf über 10½ Millionen Reichsmark erhöht. Sitzungsbericht Der Stadtverordnetenvorsteher eröffnete die Sitzung um 5 Uhr. vollzählig vertreten. Eine Dringlichkeitsvorlage über die Kanalisierung eines Teiles der Hattinger Straße im Stadtteil Linden wurde angenommen. Die Kosten betragen 138 000 Reichsmark. Es sollen 60 Erwerbslose dadurch Beschäftigung finden. Die K. P. D. erneuerte ihren Antrag von der letzten Sitzung, den städtischen Arbeitern und Angestellten den 1. Mai freizugeben ohne Lohnabzug. Der Vorsitzende wollte den Antrag nicht auf die Tagesordnung setzen, sondern nur als Dringlichkeitsantrag behandeln. Die Mehrheit des Kollegiums trat ihm bei; der Antrag wurde mit 28 Stimmen abgelehnt. Allgemeine Verwallung Zunächst galt es noch zwei Etatabschnitte zu erledigen Der Etat der Allgemeinen Verwaltung sieht in Einnahme 2 556.000 Reichsmark(i. V. 2 449000 Reichsmark), in Ausgabe 3 775 100 Reichsmark(i. V. 4 721 300 Reichsmark) vor, der Zuschuß hat sich mithin von 2 272.300 Reichsmark im Jahre 1930 auf 1 219 100 Reichsmark im neuen Etatsjahr verringert. Stadtv. Nocke(Ztr.) regte die Zusammenlegung des Meldeamts mit dem Polizeimeldeamt an. Es lagen eine Reihe Anträge vor. Oberbürgermeister Dr. Ruer ging auf den Antrag ein, 60 000 Reichsmark zur Sicherstellung der Pensionsansprüche der Angestellten der Westfälischen Straßenbahn bereitzustellen; auch bei einem Konkurse würden Ansprüche sichergestellt. Den Antrag der Sozialdemokraten, 110.000 Reichsmark bei der Unterhaltung und Reinigung der Dienstgebäude zu kürzen, bitte er abzulehnen, ebenso die Anträge des Zentrums und der Sozialdemokraten, 10 000 Reichsmark bei den Reparaturkosten zu streichen. Auch eine Kürzung der Ausgaben für Kraftwagen möge man nicht vornehmen: in Wahrheit sei damit keine Ersparnis zu erzielen. Dem Antrag der Rechten, über die Schuldenlast eine spezifizierte Auskunft zu geben, solle entsprochen werden, sobald die Unterlagen beschafft seien. Nach der Erklärung des Oberbürgermeisters zog die Sozialdemokratie den Antrag auf Einstellung von 60000 Reichsmark für die Westfälische StraßenbahnPensionskasse zurück. Stadtv. Pieper(Soz.) meinte, da der Stadtbaurat im Vorjahr eine Verminderung der Ausgaben für Dienstgebäude nach Einzug in das neue Rathaus in Aussicht gestellt habe, sei der Antrag auf Absetzung von 110 000 Reichsmark wohl berechtigt. Die in den eingemeindeten Außenbezirken wohnenden übernommenen Beamten und Angestellten, die nun in der Stadt Dienst tut müßten, solle man weiterhin die Hälfte des Fahrgeldes vergüten. Stadtv. Schmidt(.) begründete den Antrag keiner Fraktion, das Gehalt des Oberbürgermeisters zu streichen und das der übrigen höheren Beamten auf 7000 Reichsmark herabzusetzen. Auch das Gehalt des Wohlfahrtsdezernenten könne man streichen.(Heiterkeit.) Man solle statt Gelder für Repräsentationen auszugeben, die Wohnhöhlen beseitigen. Seine Fraktion lehne den Etat ob.„„ 4e i8 uer k. Bürgermeister Dr. Geyer stellte fest, daß den Beamten und Angestellten der eingemeindeten Bezirke für eine Uebergangszeit ein Ausgleich zugestanden sei; nun aber müsse man das ganze Stadtgebiet als ein einheitliches ansehen. Stadtv. Ostwald(Ztr.) begründete den ZenFrumsantrag, statt 3000 Reichsmark jetzt 5000 Reichsmark zur Verfügung des Stadtverordnetenvorstehers zu stellen. Daraus sollen besondere Unkosten der Stadtverordneten gedeckt werden. Auch das Zentrum will 110 000 RM. gestrichen wissen bei Unterhaltung und Beleuchtung esw. der Dienstgebäude, ferner 20.000 RM. streichen Sei dem Posten Kraftwagen(eingesetzt mit 50 000 Reichsmark) und 5000 Reichsmark bei der Position Verkehrswerbung(eingestellt mit 15 000 Reichsmark). Die Abstriche Der Antrag der Sozialdemokraten, bei der Hauptverwaltung 110 000 Reichsmark zu streichen, wurde angenommen, ebenso der Antrag auch den Naturfreunden eine Beihilfe zu geben. Gestrichen wurden 10.000 Reichsmark bei den Repräsentationskosten, 5000 Reichsmark bei der Verkehrswerbung, 20 000 Reichsmark bei der Unterhaltung und Erneuerung des Inventars und der Kraftwagen, 1000 Reichsmark bei unvorhergesehenen Ausgaben. Die kommunistischen Anträge gegen die Verwaltung wurden abgelehnt und der Abschnitt Hauptverwaltung genehmigt. Der Abschnitt Finanzwesen verzeichnet bei 32 431 650 Reichsmark(i. V. 34 213 900 Reichsmark) Einnahme und 11 039 150 Reichsmark (i. V. 10=967 550 Reichsmark) Ausgaben einen Ueberschuß von 21 392 500 Reichsmark(i. V. 23 246 350 Reichsmark. Die Eingänge an Steuern sind mit 26 207 100 Reichsmark(i. V. 27951 000 Reichsmark) vorgesehen. Dienstwohnungen Die sozialdemokratische Fraktion stellte den Antrag auf Nachprüfung und evtl. Herabsetzung der Miete in städtischen Wohnungen. Stadtv. Ostwald(Ztr.) empfahl Revision der Mieten von Fall zu Fall nach beiden Seiten hin. Damit war Stadtv. König(Soz.) einverstanden und zog den sozialdemokratischen Antrag zurück. Stadtv. Elfes(Ztr.) erinnerte an frühere Beschlüsse des Stadtverordnetenkollegium, die vom Magistrat nicht ausgeführt worden seien. Die gewünschte Auskunft über Dienstwohnungen habe er verweigert. Der Redner erwähnt dann einen speziellen Fall. Oberbürgermeister Dr. Ruer erwiderte, das Vorgehen des Vorredners berühre eigenartig. Es sei dem betreffenden verdienten Beamten nichts anderes konzediert worden, als anderen städtischen Beamten auch. Stadtv. Knoop(.) bemerkte, daß angesichts des himmelschreienden Zustandes in den Asylen die Vergebung der Dienstwohnungen in der geschilderten Art Panama sei. Stadtv. Elfes(Ztr.) war der Ansicht, was in aller Munde’sei, könne auch öffentlich behandelt werden; ein persönlicher Angriff habe ihm ferngelegen. Stadtv. Surmann(D..) bedauerte den Vorstoß des Stadtv. Elses; man hätte die Frage ebenso gut im Ausschuß behandeln können. Es scheine eine besondere Absicht bei dem Vorgehen Elfes obzuwalten. Aufs schärfste erhob der Redner Einspruch dagegen, daß der Eindruck erweckt werden solle, als ob dem betreffenden Beamten ein Geschenk gemacht worden sei. Stadtv. Ostwald(Ztr.) hielt die Anfrage Elfes für wohl angebracht, da die Oeffentlichkeit sich mit den Dingen befaßte. Der sachliche Teil der Erklärung des Oberbürgermeisters befriedige. Stadtv. König(Soz.) tadelte die Art, wie der Oberbürgermeister geantwortet hak t. Oberbürgermeister Dr. Ruer, wandte sich gegen sozialdemokratische Zwischenrufe. Irgendwelche Parteirücksichten lägen ihm fern; er könne aber nicht dulden, daß der Eindruck erweckt werde, als ob Korruptionserscheinungen bei der Wohnungsvergebung vorgekommen seien. Mit der von Ostwald gegebenen Ehrenerklärung solle man die Angelegenheit als beendet betrachten. Ostwald unterstrich, daß auch Elfes sich der Ehrenerklärung anschließe.— Stadtv. Hardt(Ev..) stellte den Antrag auf Schluß der Debatte: dem midersprachen die Stadtv. König(Soz.) und Springer (.). Als letzterer das Wort nahm, verließen viele Stadtverordnete den Saal. Springer wandte sich leidenschaftlich gegen das Zentrum und auch gegen Führer der S. P.., die im Dienste am Volke genug verdient hätten.(Er erwähnte dabei die Abfindung des früheren Stadtrats Thöne.) Die K. P. D. beantrage ein Mißtrauensvotum gegen den Oberbürgermeister. Zwischen dem Stadtv. Jungen(Soz.) und den Kommunisten kam es zu heftigen Auseinandersetzungen, als er erklärte, die Torheiten der Kommunisten mache er nicht mit.(Springer nannte Jungen einen Lügner und wurde dafür zur Ordnung gerufen.) Die kommunistischen Anträge wurden abgelehnt. Ein sozialdemokratischer Antrag, Mietern, die weniger als 250 Reichsmark im Monat verdienen, die Miete in städtischen Gebäuden um 15 Prozent zu kürzen, wurde mit 31 gegen 29 Stimmen abgelehnt. Zum Kapitel Steuern lagen mehrere kommunistische Anträge vor so auf Aufhebung der Bier= und Wanderlagersteuer. Einführung einer Wohnungsluxussteuer usw. Den sozialdemokratischen Antrag auf Steuerfreiheit der Hunde der Wach= und Schließgesellschaft bat Bürgermeister Dr. Geyer abzulehnen, da es sich um gewerbliche Unternehmen handele. Die kommunistischen Anträge wurden von Stadtv. Knoop begründet.— Der sozialdemokratische Antrag wurde angenommen; die kommunistischen Anträge wurden abgelehnt.„„ 4 6 Mm 15 Der Gesamtabschnitt Finanzwesen ist damit erledigt. Die Rebenverwalungen Es handelt sich um durchlaufende Posten. Die Kommunisten stellten den Antrag, die Hauszinssteuer nur für 2= und=Zimmerwohilungen herzugeben. In viel zu großem Umfange habe man auch seitens der Baugenossenschaften Beamten= und nicht Arbeiterwohnungen gebaut. Es kam darauf an, billige Kleinwohnungen zu schaffen. Belebung der Bautätigkeit Stadtbaurat Diefenbach bemerkt, daß 600 000 Reichsmark, die man im Vorjahr vorweg genommen habe, zuerst abgedeckt werden müßten. Der Bauausschuß werde sich in Kürze mit den vorliegenden Anträgen befassen; zumeist sollten Kleinwohnungen errichtet werden. Stadtv. Kallenbach(Soz.) wies auf die Wichtigkeit baldiger Ankurbelung der Bautätigkeit hin: die Stadtsparkasse sei wohl in der Lage, eine halbe Million Vorschuß zu geben, da doch 2,5 Millionen Reichsmark an Hauszinssteuermitteln, in diesem Jahre eingehen würden.— Stadtbaurat Diesenbach erklärte, daß die Verwaltung den gleichen Wunsch gehabt habe, sich aber an die ministeriellen Vorschriften halten müsse. Stadtv. Voß(Nats.) erinnerte daran, daß im Vorjahre ein weitergehender Antrag an den Magistrat zur Berücksichtigung verwiesen worden sei, aber alle diese Anträge verschwänden in der Versenkung. Stadtv. Springer(.) warf den anderen Parteien Theatermacherei vor. Seine Ausführungen erheiterten das Haus. Stadtv. Kutscheid(Ztr.) hob anerkennend die Tätigkeit der Baugenossenschaften hervor. Er bat, tunlichst bald die Bauarbeiten in Fluß zu bringen, um so auch die Arbeitslosigkeit zu mindern.— Stadt. Voß(Nats.) wünschte vom Magistrat klare Antwort, wie er sich zu dem vorjährigen nationalsozialistischen Antrag stelle. Der kommunistische Antrag. Hauszinssteuermittel lediglich für Klein=(Zwei= und Dreizimmer=) wohnungen herzugeben, wurde mit 32 Stimmen angenommen. Ein Zentrumsantrag auf baldige Bereitstellung von Mitteln wurde dem Magistrat überwiesen. Nach der Pause wurde die Lesung des Abschnittes Nebenverwaltungen beendet. Die K. P. D. brachte einen Antrag auf Ruhegeldversorgung für städtische Arbeiter ein, den Knoop befürwortete.— Stadtv. Jungen(Soz.) bemerkte, daß diese Frage durch Tarif geregelt sei. Die Anträge der Kommunisten seien überholt oder unsinnig. Zwischen König(Soz.) und Knoop(.) kam es zu scharf zugespitzten persönlichen Bemerkungen.— Stadtrat Brauns gab die Erklärung ab, daß für die städtischen Arbeiter längst eine Ruhegehaltskasse bestehe. Der kommunistische Antrag wurde abgelehnt; das Kapitel Nebenverwaltungen war damit insgesamt erledigt. Die Deckungsanträge des Magistrats Wie schon mitgeteilt, kann der Haushalt für 1931, trotz Ausgabendrosselung und Ausschöpfung aller Einnahmen nicht ausgeglichen werden. Es verbleibt ein ungedeckter Fehlbetrag von 7977.600 RM., der sich um weitere 1,5 Millionen RM. Fehlbetrag aus 1930 auf rund 9,5 Millionen RM. erhöht. Der Magistrat unterbreitet folgende Anträge zur Deckung: Die Stadtverordnetenversammlung wolle 1. die Haushaltspläne für 1931 wie folgt festsetzen: a) laufende Verwaltung Einnahme..... 48·096 350 RM. Ausgabe..... 56 073 950 RM. d) Nebenverwaltungen in Einnahme und Ausgabe 14 389 800 RM. 2. beschließen, daß ein außerordentlicher Haushaltsplan für 1931 nicht aufgestellt wird, 3. genehmigen, daß der aus direkten Gemeindesteuern zu deckende Fehlbetrag von 13 694 000 Reichsmark teilweise gedeckt wird durch a) Zuschläge zurstaatlichen Steuer vom Grundvermögen, und zwar au) 375 bom Hundert der staatlichen Steuer vom Grundvermögen von dem nicht dauernd landwirtschaftlich, forstwirtschaftlich oder gärtnerisch genutzten Grundbesitz, ab) 375 vom Hundert abzüglich 10 vom Hundert Gemeindesteuersenkung und 10 vom Hundert Senkung der Staatsgrundsteuer= 327 bom Hundert der staatlichen Steuer vom Grundvermögen von dem dauernd landwirtschaftlich, forstwirtschaftlich oder gärtnerisch genutzten Grundbesitz, b) Gewerbesteuer auf Grund des in der Anlage beigefügten Beschlusses, 4. genehmigen, daß der Landessatz der nach der Verordnung des Reichspräsidenten vom 1. Dee zember 1930 eingeführten Bürgersteuer und ein Zuschlag von 200 vom Hundert erhoben werden, 5. beschließen daß der dann noch ungedeckt verbleibende Fehlbetrag mit 7 977 600 RM. zuzüglich des voraussichtlichen Fehlbetgages, aus dem Rechnungsjahr 1930 mit 1 500000 RM. zusammen 9 477600 RM. vorläufig vorgetragen wird, 6. genehmigen, daß die neue Schulgeldordnung für die höheren und mittleren Schulen der Stadt Bochum vom 1. April 1931 ab in Kraft tritt. Mißtrauensautrag gegen den Oberbürgermeister abgelehnt Vor Eintritt in die Beratung des MagistratsDeckungsantrages beantragte Stadtv. Knoop ein Mißtrauensantrag gegen den Oberbürgermeister. Er brachte diesen Antrag als Dringlichkeitsantrag ein, was Stadtv. König(Soz.) als abwegig bezeichnete, da ein Antrag zum Etat nicht der Dringlichkeit bedürfe. (Heiterkeit.) Im übrigen schließe sich seine Fraktion dem Mißtrauensantrag an. da der Oberbürgermeister wiederholt entgegen den Beschlüssen der Stadtverordnetenversammlung gehandelt habe. Stadtv. Voß (Nat.=Soz.) schließt sich an, da auch ihm die Methoden des Oberbürgermeisters nicht paßten. Der Oberbürgermeister wies darauf hin, daß nach dem Erlaß des Innenministers gegen Verwaltungsbeamte ein Mißtrauensvotum nicht zulässig sei. Auch die demokratische„Frkf. Ztg.“ verwerfe derartige Anträge, mit denen man sich nicht lächerlich machen solle. Zwischen den Stadtv. Voß und König kam es zu Auseinandersetzungen über die seinerzeitige Wahl des Oberbürgermeisters durch die Sozialdemokraten. Der Antrag wurde mit 29 gegen 27 Stimmen abgelehnt. Anträge der Fraktionen zur Beitungsnoriage Das Zentrum stellte den Antrag, nicht besetzte Stellen zu streichen.(Die zahlreichen Stellen werden einzeln aufgeführt.) Die kommunistische Fraktion erklärt in einem langen Schristsatz, daß sie den Etat ablehne. Zur Schulgeldordnung lagen ebenfalls mehrere Anträge vor, so von den Kommunisten auf Staffelung des Schulgeldes für höhere Schulen: von der Rechten auf Bemessung des Schulgeldes der Zubringerschulen in der Höhe des Mittelschulgeldes. Das Kollegium lehnt die erhöhte Biegersener aib Die Stellung des Zentrums. Stadtv. Ostwald(Ztr.) führt aus: Für das Jahr 1931 haben wir für die Stadt Bochum einen Etat beraten, der durchaus unvollständig ist. Rund 10 Millionen Reichsmark Fehlbetrag, das ist das Ergebnis. Straßenbauten und Gebäudeunterhaltung sind Posten, die in diesem Etat bis auf einen Betrag abgedrosselt sind, der noch unter den Sätzen liegt, die in dem kleineren Bochum vor der Eingemeindung maßgebend waren. Der Titel Volksschulen leidet in allen seinen Positionen Not. Ob man Lehr= und Lernmittel anfaßt oder die Aufwendungen für sportliche Ertüchtigung, überall sind die Beträge unzulänglich, ja wahrscheinlich überhaupt nicht ausreichend. Bei den Berufsschulen sind die Mittel knapper gehalten als es bei dem Ausbildungsbedürfnis an sich vereinbar ist. Dabei besteht das peinliche Gefühl bei breiten Massen der Bevölkerung, daß die Aufwendungen für Kunst und Wissenschaft, Theater und Orchester größer seien als in der heutigen Zeit und mit Rücksicht auf die notwendigen anderen Titel vertretbar wäre. Bei dem vorliegenden Etat drängt sich massiv in den Vordergrund die Summe von rund 20 Millionen Reichsmark, die im Gesamttitel Wohlfahrtspflege verausgabt werden müssen. Nach Abzug der Einnahmen vom Reich usw. verbleibt für diesen Titel eine Summe von 18 Millionen Reichsmark, deren Abdeckung aus städtischen Mitteln erforderlich ist. Es ist notwendig, zu betonen, daß diese riesige Belastung, hinter der sich Arbeitslosigkeit, Hunger, Not, Krankheit und Elend verbirgt und die gegenüber dem Vorjahre sich verdoppelt hat, nicht von der hiesigen Bevölkerung allein getragen werden kann. Es ist ungerecht, diese riesigen Arbeitslosenziffern, unter denen das Industriegebiet und vornehmlich die Stadt Bochum ganz besonders zu leiden haben, allein abstellen zu wollen auf den hiesigen Bezirk. Es ist ungerecht hier von der Bevölkerung Sonderlasten zu fordern, solange noch in anderen Bezirken des Deutschen Reiches die Arbeitslosigkeit nur verschwindend in die Erscheinung tritt oder gänzlich unbekannt ist. Es ist ungerecht, der hiesigen Bevölkerung Lasten aufzuerlegen, die in anderen Bezirken nicht getragen werden brauchen, angefangen bei der Getränkeverzehrsteuer, erhöhten Biersteuer bis zur Bürgersteuer herauf. Im preußischen Staatsrat ist zwar gestern ein Gesetzentwurf beschlossen worden, wonach den notleidenden Gemeinden mit Wirkung vom 1. April d. I. eine Summe vom Gesamtbetrage von 250 Millionen Reichsmark zur Verfügung gestellt werden soll. Wir begrüßen diesen Beschluß des preußischen Staatsrats. aber Hand in Hand mit der Durchführung dieses Beschlusses muß gehen eine gerechte Verteilung dieser Summen, damit in erster Linie die notleidenden Gemeinden und Städte des rheinisch=westfälischen Industriegebietes daran beteiligt werden. Von den 20 Millionen Reichsmark, die die Wohlfahrtspflege erfordert, bringen wir 10 Millionen Reichsmark aus eigenen Mitteln auf im laufenden Etat, während die restlichen 10 Millionen Reichsmark offen bleiben. Wir würden bei einer gerechten Verteilung der Lasten, die wir nicht verschuldet haben, in Bochum in der Lage sein, unsere Aufgaben zu erfüllen, ohne daß wir einen Etattitel, sei es Bauwesen oder Schulen oder irgend ein anderer Titel, notleiden lassen brauchten. Und daneben könnten wir noch eine wesentliche Senkung der Steuern herbeiführen. Die Steuern sind bis auf das Letzte angespannt. Die einzige Steuerquelle, auf deren weitere Ausschöpfung die Gemeinden verwiesen sind, ist die Bürgersteuer. Der vorliegende Etat verlangt eine Bürgersteuer in Höhe von 300 Prozent des Mossurt zur täglichen Pialspllege Landessatzes. Wenn dieser Beschluß angenommeg wird, so ist das zum größten Teil der vorsichtigen so bedeutet das eine Belastung für 75 bis 80 Prozeni der Bevölkerung, die einfach nicht getragen werden kann. Wir haben den Wunsch, daß auch für Folge entsprechend der Zusage aus 1930 Härten bei der Erhebung der Bürgersteuer vermieden werden. Die Steuervorlage des Magistrats lehnen wir ab und stimmen für 100 Prosent d. h. für den bisherigen Satz. Stellungnahme der Deutschen Volkspacter Stadtv. Schüler(DV.) erinnerte daran, daß seine Freunde auch hier stets die warnende Stimme erhoben hätten, mit den Steueranforderungen und sonstigeg##. lastungen unsere„Wirtschaft nicht zu erdrücken. Dafyden Nachtragsetai für das Rechnungsjahr lastungen unsere„Wirtschaft, nicht sei der Augenblick ernster gewesen als jetzt. Wie ernst die Situation sei, geht ja auch daraus hervor, daß sel der Preußische Minister des Innern einen Starerlaß herausgegeben hat, in dem es heißt:„Die Schwierig; keit des Haushalts=Ausgleichs wird Abstriche selbst bei dringenden, auch Pflichtaufgaben notwendig machen, die nicht als echte Ersparnis, sondern als die durch die diktierte Drosselung zu charakterisieren sind. sem Erlasse wird dann auf weitere Ersparnismoglichterten hingewiesen, die das Personal= und Schulwesen betreffen. Die Sparmaßnahmen auf dem Gebiete der Schulen seien ganz besonders schmerzlich. Er müsse aber doch fordern, daß nach wie vor eingehende Erwägungen darüber angestellt werden, ob z. B. auf dem Gebiete des Personaletats doch noch Sparmöglichkeiter vorhanden sind insonderheit, wenn das neue Rathaus bezogen wird und die Verwaltung einheitlich zusammengefaßt ist. Er erwarte, daß die Personalverwaltung jede Uebersetzung des Beamtenkörpers, wo sie vorhanden sein sollte, beseitigt. Er habe das Vertrauen in unsere Beamtenschaft, daß sie einsehe, daß derartige Maßnahmen nur zu ihrem eigenen Besten dienten. Die Maßnahmen der Reichsregierung seien teils verspätet gekommen, teils passen sie sich in keiner Weise dem Tempo an, in dem das Steroen unserer Wirtschaft erfolgt. Vor allen Dingen habe man es hierbei unterlassen, wirklich und energisch an eine Sanierung der Gemeinde=Finanzen heranzugehen. Diese Sanierung der Gemeindefinanzen könne doch nur in der Weise erfolgen, daß, wie es auch der Deutsche Städtetag verlangt, eine Neuregelung der gesamten Fewerbslosenfürsorge durch Reich und Staat erfolgt. Wenn der Vorschlag, die Krisenfürsorge und die Unterstützung der ausgesteuerten Erwerbslosen zusammen zu fassen und die Gemeinden im Verhältnis von 50:25 v. H. aufzuteilen, auch nach Ansicht der Verwaltung nur als Nowvehel anzusehen sei, so würde uns dieser Notbehelf doch schon weiter bringen. Eine Nichtbefreiung der Gemeinden von den Wohlfahrtslasten würde dazu führen, daß die Gemeinden ihre Gehälter nicht mehr zahlen und ihren sonstigen vertraglichen Verpflichtungen, Bezahlung von Rechnungen usw., nicht mehr nachkommen können. Der Redner hatte zu unserer Verwaltung und speziell zu den beiden Bürgermeistern das Vertrauen, daß sie nach einer vernünftigen Regelung der Wohlfahrts= und Erwerbslosenfrage wohl in der Lage sein werden, die Finanzen unserer Stadt gesund zu erhalten und sie nicht burch Unvernunft gefährden zu lassen. 9. g3, Staffelung Nach alledem würden seine Freunde die Staffelung und die Zuschläge zur Bürgersteuer absetzen, im übrigen die Anträge des Magistrats annehmen. Stadtv. Dr. Franz(D..) brachte Wünsche zur Schulgeldordnung vor; besonders trat er für ein niedriges Schulgeld für die Mittelschulen in den Außenbezirken ein. In Langendreer fehle eine zweite Turnhalle. Wirtschaftspartei verwirft den Etat Stadtv. Dr. Winkelmann(.) hätte gewünscht, daß der Etat noch einmal an den Magistrat verwiesen worden sei. Das habe man in der letzten Sitzung abgelehnt. Erst dann werde man mit einem ausgeglichenen Etat rechnen können, wenn man zu anderen Zuständen gelangt sei. Der Beschluß des Staatsrats eröffne aussichten, die man nicht unberücksichtigt lassen dürfe. Empfehlend trat der Redner noch ein für den früheren Antrag seiner Fraktion auf Kürzung des Etats 20 Prozent; er gebe dem Magistrat das Recht, von Fall zu Fall zu prüfen, wo noch Abstriche möglich seien. Die Vorlegung eines Stellenplanes sei ein berechtigtes Verlangen. Die Wirtschaftliche Vereinigung hätte, wenn mehr Verständnis an den Tag gelegt worden wäre, für den Vorschlag des Magistrats eingetreten. So aber lehne sie ihn ab...6 Stadug S Tuftk. Die gleiche Erklärung gas Scaotv. Schulrheiß ab. Er richtete Vorwürfe gegen die Rechte und das Zentrum, die die Stadtv. Weber(Ztr.) und Surmann(D..) zurückwiesen. Erklärung der Deutschnationalen Stadtv. Gerhard(Dn..) gab folgende Erklärung ab: Wenn es in den vergangenen Jahren möglich war, ohne größere Fehlbeträge durchzukommen, wirtschaft der Stadtverwaltung zu danken, wofür wir unsere Anerkennung aussprechen. Der Fehlbetrag von 9½ Millionen Reichsmark in dem uns vorliegenden Haushaltsplan ist durch die ungeheure Steigerung der Wohlfahrtslasten, besonders aber durch die Art der Verteilung der Lasten auf Reich, Staat und Gemeinden entstanden. Wir stellen fest, daß trotz aller Vorstellungen der Gemeinden, troß ber Prgierise, Hie hert hen Grundsatz huldigter u sanieren. Anstelle bes Villens der sädtischen Die Mitle in Bochun Die nachstehende Uebersicht hat Gültigkeit ab April 1931 für ganz Groß=Bochum, also auch für die seit dem Für die um 100% erhöhte Staatsgrundsteuer........ Umleobare Gemeindegrundtener(E522) zahfahr, Entwässrung) 13328 Umlegbare Gebührenerhöhung(Straßenreinigung. Mi 5 .K .— .— .— .— .— .— .— .— .— 10.— 11.— 12.— 13.— 14.— 15.— 16.— 17.— 18.— 19.— 20.— 21.— 22.— 24.— bei starker Herabsetzung der Löhne und Gehälter, weitere Lasten aufzulegen. Wenn den Gemeinden ein Zuschlagsrecht gegeben wird, ist die Durchführung nur dann möglich, wenn eine Umlagerung der Steuern, also eine Herabsetzung der Einkommensteuer zugunsten der Gemeinden stattfindet. Wir sind ferner der festen Ueberzeugung, daß eine Gesundung der Finanzen. der Gemeinden sowohl, als auch des Staates und Re#che#s solange unmöglich ist, als die Lasten des Youngplanes auf den Schultern des deutschen Volkes lasten, daß also jedes gebrachte Opfer umsonst ist und nur zur weiteren Verelendung des Volkes dienen kann. Sozialdemokratie lehnt den Etat ab Stadtv. Pieper(Soz.) wandte sich gegen die Ausführungen des Stadtv. Schüler; die Wirtschaft habe sich stets gegen Steuern gewandt. Der Redner lehnte dann in längeren Ausführungen den gesamten Etat ab. Stellung des Evangelischen Volksdienstes. Stadtv. Wonsak(Ev. Volksd.) machte in längeren Ausführungen für das Defizit die Politik des Reiches verantwortlich und lehnte die Verdreifachung der Bürgersteuer ab. In gleichem Sinne äußerte sich Stadtv. Hardt, der den Ernst der Lage kennzeichnete und um gegenseitiges Verstehen bat. Ablehnung durch die Kommunisten. Stadtv. Knoop[.),malte den Staatskommissgr 9# an die Wand; eine Selbstverwaltung gebe es nicht mehr. Seine Fraktion lehne den ganzen Etat ab. g# Gegen das Zentrum richtete der Redner scharfe Angriffe, ebenso gegen die Nationalsozialisten, wobei er mehrfach zur Sache gerufen werden mußte. aller in die Rationalisierung hineingesteckten Millionen seien Fehlinvestierungen. Nationalsozialisten gegen den Etat. Stadtv. Voß(.=.) wandte sich besonders gegen die Sozialdemokratie, die Regierungspolitik(der Vorsteher ruft ihn zur Ordnung) und lehnte zum Schluß den Etat ab.— Stadtv. Engel(Ztr.) wies die Angriffe der Kommunisten gegen die Regierung Brüning zurück. Stadtrat Gilsing erklärte, daß, wenn der Antrag auf Kürzung des Etats um 20 Prozent angenommen worden wäre, das Wohlfahrtsamt die bisherigen Unterstützungen nicht mehr hätte auszahlen können.— Dr. Winkelmann entgegnete, daß der Antrag der Wirtschaftlichen Vereinigung nicht das Wohlfahrtsamt treffen sollte. Um elf Uhr abends trat man in die Abstimmung ein. Die Erhöhung der Bürgersteuer wurde gegen 4 Stimmen der Wirtschaftspartei abgelehnt. Der Vorsitzende stellte fest, daß der Fehlbetrag nun auf 10 517 600 mark gestiegen sei. Der Antrag der Deutschen Volkspartei Hotr,.hu, geldordnung wurde angenommen. kommunistische Antrag wurde abgelehnt. Die vom Magistrat vorgeschlagenen Aenderungen wurden angenommen. Der Zentrumsantrag auf Stelleneinsparungen wurde angenommen bei zahlreichen Stimmenthaltungen. Der Gesamtetat wurde dann in der abgeänderten Fassung mit 32 gegen 30 Stimmen angenommen. Der Oberbürgermeister erklärte, daß er in der Abänderung der Vorlage eine Ablehnung erblicke. Er werde der Staatsbehörde Mitteilung machen. Auf Vorschlag des Stadtv. Ostwald wurde eine Entschließung gefaßt, daß die Staatsbehörde vor ihrer Stellungnahme erst das Stadtverordnetenkollegium hören soll. #r S S 6 5 5 55 .A .A ### S- 8 3• B 5 285 # S. ## ES 555 8 5#c 28 5 2 2 R. A S 55 2 0 R. 4 95 E 8 .A 8 28•2 e 56. P# 9a 8 S 5 R. 7 1 8 5 5 5 55 .5 .A 58 7 9 5 52 S Ee 83. .A .04 .08 .12 .16 .20 .24 .28 .32 .36 10.40 11.44 12 48 13.52 14.56 15.60 16.64 17.68 18.72 19.76 20.80 21.84 22.88 23.92 24.96 26.00 .18 .35 .53 .70 .88 .05 .23 .40 10.58 11.75 12.93 14.10 15.28 16.45 17.63 18.80 19.98 21.1 22.33 23 50 24.68 25.85 27.03 28.20 29 38 .04 .08 .12 .16 020 .24 .28 .32 036 .40 .44 .48 .52 .56 060 .64 068 .72 .76 080 .84 088 .92 096 .— .11 .22 .33 .44 055 .66 .77 .88 .99 .10 .21 .32 .43 .54 .65 .76 187 .98 .09 .20 231 .42 .53 .64 .75 .02 .03 .05 006 .08 .09 .11 .12 .13 .15 .17 .18 .19 .21 .23 .24 .26 027 .29 030 032 .33 .35 036 .38 .35 .68 .03 .36 .71 .04 939 10.72 12.06 13 40 14.75 16.08 17.43 18.76 20.11 21.44 22.79 2412 25.47 26.80 28 15 29.48 30 83 32.16 33.51 .38 .74 .12 5 49 .86 .23 .60 1097 1233 13.71 15.09 16.46 1783 19.20 20 58 21.94 23.32 2469 26.07 27•34 28.81 30.17 31.55 32.92 34.29 26.— 27.— 28.— 29.— 30.— 31.— 32.— 33.— 34.— 35.— 36.— 37.38.— 39.— 40.— 41.— 42.— 43.— 44.— 45.— 46— 47.— 48.— 49. 50.— 27.04 28.08 29.12 30.16 31.20 32.24 33.28 34.32 35.36 36.40 37.44 38.48 39.52 40.56 41.60 42.64 43.68 44.72 45.76 46.80 47.84 48.88 49.92 50.96 52.00 30.56 31.73 32.91 34.08 35.26 36.43 37.61 38.78 39.96 41.13 42•31 43.48 44.66 45.83 47.01 48.18 49.36 50.53 51.71 52.88 54.06 55.23 5641 57.58 58.76 .04 .08 .12 .16 .20 .24 .28 .32 .36 .40 .44 .48 .52 .56 .60 .64 .68 .72 176 .80 .84 188 .92 .96 .— .86 .97 .08 319 .30 341 .52 363 .74 385 .96 .07 .18 .29 .40 .51 .62 .73 484 .95 .06 .17 .28 5 39 .50 .39 .41 .42 044 .45 .47 .48 .50 .51 .53 .54 .56 .57 .59 .60 .62 .63 .65 .66 .68 .69 .71 072 .74 .75 34.85 36.19 37.53 38.87 40.21 41.55 42.89 44.23 45.57 46.91 48.25 49.59 50.93 52.27 5361 54.95 56.29 57.63 58.97 6031 61 65 6299 64 33 65.67 67.01 35.66 37.03 38.40 39.80 41.14 42.52 43.89 45.26 46.63 48.00 4937 50.75 52.11 5349 54.85 56.24 57.60 58.97 60 35 61.80 63.08 64 46 65.82 67.21 68.57 Wird von der Umlage des Wassergeldes Es wird in voller Höhe auf die gemacht, so ist es zu den Beträgen in einzelnen Mieter nach dem Verhältnis der reinen Friedensmiere rechnen. Es wirh ,u,volter Sode auf bseHrin der Vermieter A mit NDe. 38.—. Friedensmiete, mengtzischze igr ungelegt Zeitzegi zun eigem baute wogien der Vernigher. 4.. Mu, 16.— Friedensszet, tatzuch. Vister B mit Ror. 30,— Friedensmiete monatlich, der Deieter C mit 9. beträgt Ryg,.g, uut e unnach eime Gesamtriedensmzgte= 8v.9 2p, guf misker), Wisriebenemiete entfallen NeN. 934 ieter A 38 mal 11,33 RPf.= 4,30 RM. eld und der Mieter C 18 mal 11,33 RPf.— sep do, Doy ern eHracht Laträgt die gesetzliche Miete 1 34/5 75 der Friedenswiete, wenn das Wassergeld usig eioz uin uer uich urgdieng, ie. Aaureu e zgge Bsengen Gansecher Beiche dur wigen Siten abt es in belenderen Bühen, vo9) Zuseg Zrahr nicht gesacht baben, Knnen die bertir jetzt zur Erhebung gelangenden Gebühren nach der Verordnung des Magistrats vom 27. März 1931 in festen Hundertsatz der Friedensmiete umlegen. Es erhalten 1. diejenigen sind, einen 2. diejenigen en Hausbesitzer, welche nach dem 1. Juli 1914 für Kanalisation gebührenpflichtig geworden Zuschlag zur Friedensmiete, ,ven.... z.. Vhartanschluß gebührenuuuy due nach den 1. Jaul süie znon mit austiunsung bschog gep dezier, die nach den 1. JFauf löisd für Strasenreinigung, eehächrgeischise sen Straßen von bei gepflasterten sind, nochmals emnen Zuschlag zur Friedensgiete von...... der Tapenl. erttonen, man nd, wiederum einen Zuschlag zur Friedensmiete, und zwar bei un Hausbesitzer, die nach dem 1. Juli 1914 für Müllabfuhr gebührenpflichtig geworden sriecheneniete von...... g 1½ 7 1% 1½% 1½% Sen Stadttreis Wattenscheid Hochzeit begehen.— Das Fest ihrer silbernen Hoch= Stadtkreis Wanne=Eickel essengemeinschaft. Die eigentliche Gründungsversammlung der Interessengemeinschaft findet am Sonntag, zeit können am Samstag die Eheleute Bergmann rich Willi und Frau Hedwig geb. Jansen,.= Eppendorf, Adolfstraße 4, begehen. den Bochaiker=Paririen und Bereinen 75 Jahre Zeche„Königsgrube“. Im Jahre 1856 n die Magdeburger Bergwerksgesellschaft in Röhlinghausen mit dem Abteufen von Schächten, da sie hier oh Abschluß der Etatsberatung im Szichztausscher tar befaß Wit einer Steier Gewerischaft zusammen der Hauptausschuß bote aberBurchgearbeitet wurden verfüigte man über ein Aktenkapital von 15 Wilianen Haushaltsplan zu bef hauptsächlich die Kat rufschue und Veszonrnientv Die Enischliehung durch Zeche zu einem bebentenden Gruabenunternehnen beran, sind zum Abschluß geigiguren. Dn, guurzuu#u welsches dem Stadtteil Röhlinghausen zu seiner Blute das Stadtverordnetentolegium ,wiro am Donnerstag.. If. Vor etwa drei zJahren ließ die Bergwertsgesellnächter Woche stattzinden. Es sollen dann dem Stadt= verdo jzre Tagesanlagen moderniseren, so daß sich diese varlament auch die Steuerumlagevorschläige hezuglich der heute vorteilhaft im außeren Stadtbilde ausnehmen. Bürgersteuer unterbreitet werden. Ess Sannen=sheute vorn Bürgersteuer unterbreitet werden. Das Sonnen im wieder geöffnet werden. Es werden nur drei Aus den katholischen Vereinen. Die Marianische Jungfrauenkongregation der St.=Anna=Gemeinde unternimmt am Sonntag eine Wallfahrt zur Marienkirche in Stievel, Der Abmarsch ist 1 Uhr von der Kirche aus.— 2 Fur die Vorstandsmitglieder und Mitarbeiterinnen der dung für Jungfrauenvereine des Bezirks Bochum findet am nachsten Sonntag im St.=Vinzenz=Hause in Hontrop ein religiöser Einkehrsonntag statt.— Der Bund„N „Neudeutschland"(katholische Schuler höherer Lehranstalten) veranstaltet am Sonntag einen Neudeutschen=Tag, Morgens ist Gemeinschaftsmesse in der Kapelle des Marienstiftes. Um 11¼ Uhr ist in den Capitol=Lichtspielen eine Morgenfeier, zu der auch der Bundesführer, Jesuitenvater Esch, sein Erscheinen zugesagt hat. Ein Film „Unter Neudeutschlands Wimpeln“ zeigt die Arbeit der Neudeutschen im Reiche der katholischen Jugend Deutschlands.— Die Deutsche Jugendtraft Bochum=West unternimmt am Sonntag eine Wanderfahrt nach Wickede (Ruhr) zu einer Werbeveranstaltung. Für Pfingsten ist eine Wanderfahrt nach Münster vorgesehen. u Zentralverband der Angestellten, Ortsgruppe Bochum.„Die menschliche Arbeit im Wandel der Zeiten, über dieses Thema referierte in der gutbesuchten Quartals-Generalversammlung des Zentralverbandes der Angestellten, Ortsgruppe Bochum, Or. Gräfer vom Arbeitsamt Bochum. Der Referent führte seine Zuhörer im Geist zurück in die Zeit, als der Mensch noch im Urzustand. in Horden oder Sippen lebend, sich in primnivster Weise ernährte. In fesselnder Weise schilderte der Redner, wie sich aus den ursprünglichen Formen des Tauschhandels der Austausch von Gütern bis zum heute den ganzen Erdball umspannenden Welthandel entwickelte. Die verschiedensten Formen der Arbeitsorganisation in den Industrieländern wurde in ihrer Entwicklung vor Augen geführt. Gleichzeitig wies der Redner nach, wie sich analog der Entwicklung der Gütererzeugung und des Güteraustausches auch die volitischen Formen der einzelnen Menschengemeinschaften änderten. Nach Schluß dieses mit Beifall entgegengenommenen Referetes berichtete Geschäftsführer Görsch über verschiedene Verbandsangelegenheiten. In den letzten Monaten wurde die Organisation für die in allen Cruppen notwendigen Tarifkampfe in Anspruch geDorume!. Kampfbund für deutsche Kultur. Am Mittwoch abend veranstaltete der Kampfbund für deutsche Kultur im Evangelischen Vereinshaus einen Vortragsabend. Das Thema lautete„Die Jugendbewegung und ihre Bedeudung für das Volkstum. Der 1. Vorsitzende wies in seiner Begrüßungsansprache auf die Arveit des Kampfbundes hin. Darnach sprach der Führer der Bochumer Wehrtempler über das Thema des Abends. Er zeigte das Wachsen und Werden der deutschen Jugendbewegung. Die Jugend machte sich frei von großstädtischer Unkultur und fand ihre Heimat in der Natur. Im Wandern fand sie wieder deutsches Volkstum. Volkslied und Volkstanz lebten wieder auf. (=) Schlosser= und Maschinenbauer=Gesellenverein, Bochum(gegr. 1885). Der Verein hielt eine gut besuchte Monatsversammlung im Vereinsheim Philipp schoff, Alleestraße 26, ab. Es wurde der Beschluß gefaßt, den diesjährigen Familienausflug in althergebrachter Weise nach Wirtschaft Kleine, Engelsburger Straße, zu machen. Die Besichtigung der Henkelwerke und der Großmuhlenwerke Pange in Düsseldorf findet am Donnerstag, 28. Mai, statt. Zum Schluß hielt Studienrat Jansen einen mit grotem Beifall ausgenommenen Vortrag über das Thema„Demokratie und Klassenkampf im Altertum". Der erste Vorsitzende dankte ihm. * Kriegerverein 16. Armeekorps„Graf von Haeseler“, Bochum. Der Verein hielt am Sonntag bei reger Beteiligung auf dem Schießstande Wiesmann ein Uebungsschießen ab. Annähernd 60 Kameraden nahmen daran teil. Die Durchschnittsschußzahl war 27 Ringe. Im Anschluß fand die Versammlung im Vereinsheim Balkenhol statt. Der erste Vorsitzende eröffnete die Versammlung. Er gedachte der beiden in einer Woche verstorbenen Kameraden Jarka und Schröer. Nach lesung der Eingänge wurde beschlossen, an der Fahnenweihe des Kriegervereins„Westwacht", Bochum=Hordel, teilzunehmen. In der Versammlung fand eine rege Aussprache über die Beitragszahlung der Invaliden und Erwerbzlosen, ferner über Ausflug und Weihnachtsfeier statt. Die Provinzialgruppentagung des Verbandes der Kriegsbeschädigten= und Kriegervinterbliebenen=Gruppen findet am 10. Mai in Paderborn statt. bis vier Kuren stattfinden. * Neue Straßennamen. Der Polizeiprästhent,. ug 00 Sitan einen Bochum teilt mit: Auf Vorschlag der Stadtverwairung erhalten zwei in Wattenscheid entstandene neue Straßen die Bezeichnung Eintrachtstraße und Josephstraße. Sieger beim Funkschreiben der deutschen Welle. Funkprobeschreiben der deutschen Welle beteiligten sich 14 Mitglieder des Stenographenvereins„StolzeSchrey" Wanne=Eickel. Es erhielten in der Abteilung 200 Silben einen 1. Preis: Mary Fuhr, Käte Heimann, Max Hengstenberg, Milly„Monschuk, Kläre, Oelze, Inlus Ract, se Ricken, Eise Sanger, uenne Schagkt; mn 150 Silben erhielten einen Seseichnung Einteaa...... der Abtelung uo,Stben, erbiezten ziuen u. Preiz oh Neuerung bei der Eisenbahn. Die Reichsbahn= Marga Dickhaus, Marie Erdt, Fritz Goedecke, Hanni direktion Essen hat dem Antrag der Verwaltung der Lange, einen zweiten Preis erhielt Helene Sündhoff. Birektion Esen hat dem Antgag auf Einführung von Au Lunge, einen Zweiten Pre kh. Deutscher Ostbund. Im evangelischen Vereinsitionen hause an der Moltkestraße hielt der Deutsche Ostbund Kupferdreh, Lan=seine gut besuchte Monatsversammluing ab. Nach Tä! und Werden. Der tigung von sechs Aufnahmen mach; der Vorsitzende Stadt auf emfühlrung von Ausflugsrückfahr= karten entsprochen. Vom 6. Mai ab tritt diese Vergünstigung in Kraft, und zwar bbe„ee. e len Prettenbgch die Fraghurg,.=Ss. Suche Wesel berannt. um genverg(Rhl.) oder„Höfe. breis ist derseioe wr bei Sonnuahoranteuntg. schen Kundgebung am 14. Juni in Wesel ph St.=Johannes=Pfarrgemeinde. Am kommenden 26. Juli findet ein Jugendtreffen statt. Sonntag findet bei Kampmann, Zagndgzsegreich r###e Esenf eZeserat hallen wich über das Thena 12.40 Ubr, wiarde in Kaustause Ehove eis, nöniz., Unsere Rot und unsere Rettung: Rächst Person, dabei. beobachtet, wie sie von den eein sind die Deitglieder aller katholischen verschiedene Kleinigkeiten an sich nahm und damit, obne Vereine geladen. Im Anschluß an den Vortrag sollen zu wichtige Schulorganisationsfragen geregelt werden. 10 wollte. Der Täter etonstruagen geregelt werden. ägerge,jedgt, im Veshaindeikt sch iuern einen Sljäbrigen veronon g5hter einen Vercht über Vergmann aus Aonne= Eickel. In seizeg, Pelitz, purzen die Deleoiertentogun Haß ämtlische Vereine ag der 25. Eube Herdbutz und ein Stück Toilettenseife gefunden. den und teilte, mit, Dat,########— Die Sachen hatte er in Geschäften entwendet. Sie wurder Zahlsielle Günnigfeld teilnehmen. Böm. den ihm wieder abgenommen und den Geschadigten zuHerne * Rücksichtsloser Autler. Am 28. April gegen 15.45 Uhr, wurde ein Arbeiter, als er die Castroper Straße gliedern zählt der Verein zurzeit über 1000 Versicherte. in Richtung Herne passierte, von einem Personenkraftung des Sachsen= und Thüringervereins tagten die fahren und in den Straßengraben geschleubert, Berndt geehrt werden. Die, Kassenrevisoren ggßen den Quartalsbericht. Nach Absterben von neun reozus ver, Suug 1ad Thüringervereins tagten, diel fahren,und in ben. Fe..gun 6e. cmee. landsmännischen Vereine von Wattencgen und Am=)er e“ sicg ig ärztliche Bebandlung begeben.“ Gründung ei Interer v beiv Ez haten sich eingefunden Vorei Er er mußte si in alzliicht Pihnndlung begeren.— ein längeres Referat über Zweck und Ziel der Inter= Der Personenkraftwagen wurde leicht beschädigt. s. Beilage zum Bochumer Anzeiger u. Gen. Anzeiger Loreteer, Eptse Gite Nr. 101 38. Jahrgang Freitag, 1. Mai 1931 Bochums Vertretung zum Leichtathletikkampf gegen Effen und Dortmund Am 9. Mai findet in Essen am Uhlenkrug der diesjährige Industrie=Städtewettkampf Essen— Dortmund— Bochum statt. Bochums Stadtfarben vertreten in den einzelnen Wettbewerben folgende Leichtathleten: 100=Meter=Lauf: Jonath, Borgmeier, Tus Bochum, 400=Meter=Lauf: Schumacher, Cornelius, Tus Bochum. 800=Meter=Lauf: Feldmüller, Horstmann, Tus Bochum. 1500=Meter=Lauf: Cornelius, Schlüter, Tus Bochum 5000=Meter=Lauf: Nennstiel, Tus Bochum, Bodang Sp. V. Ehrenfeld. 4X100-Meter=Staffel: alle Tus Jonath, Borgmeier, SchuBochum. Feldmüller, Cornelius, macher, Mense, alle Tus 3X1000=Meter=Staffel: Löns, alle Tus Bochum. Weitsprung: Borgmeier, Schumacher, Tus Bochum. Hochsprung: Plieth, Lutterbeck, Tus Bochum. Speerwurf: Klamma, Tus Bochum, Born Polizei Sportverein. Diskuswurf: Born, Zinke, Polizei Sp. V. Das ist die stärkste Vertretung, die bisher zu diesem Kampf von Bochum gestellt wurde. Bochum geht diesmal in den Kampf als Favorit, da Essen und Dortmund kaum in der Lage sein werden, unseren Kämpfern gleichwertige gegenüberzustellen. D..-Fußball Tus Kornharpen— Bochumer Verein:4. Nach dem Sieg über den Tabellenzweiten„Fortuna“ Weitmar brachte es der Bochumer Verein fertig, auch den DT=Diplomsieger Tus Kornharpen zu schlagen. Beide Mannschaften traten mit Ersatz an. Das Halbzeitergebnis wurde bei Auslassung mehrerer Torgelegenheiten auf:0 für den Bochumer Verein geschraubt. Nach der Halbzeit zeigte das Spiel wenig Kampfmomente. „Germania“, Bochum(1. Reserve)—„Fortuna“ Weitmar:2. Die Fortunen spielten gegen die Reserve=Elf der Germanen. Nach viertelstündiger Spieldauer verwandelte Fortunas Rechtsaußen eine Flanke von links zum ersten Tor. Kurz vor Halbzeit konnte der Mittelstürmer der Fortunen nach einem Alleingang das zweite Tor für seine Farben buchen. Leider machte nach der Pause das schlechte Wetter de Ende. dem fairen Spiel ein frühzeitiges Weltrekord im Gewichtheben Die Aegypter treten auf dem Gebiete des Gewichthebens immer mehr in den Vordergrund. Neben Olympiasieger und Weltrekordmann Nosseir, sowie seinen nicht minder starken Landsleuten Hussein und Anta Arfa ist jetzt noch ein neuer Stern aufgetaucht, und zwar Guelil Youssef. Dieser 67 Kilogramm wiegende Leichtgewichtler verbesserte unter offizieller Kontrolle in Kairo den von dem Münchener Wölpert gehaltenen Weltrekord im beidarmigen Drücken um ein Kilogramm auf 101 Kilogramm. Vom Turf Die Dortmunder Frühjahrsrennen Am Sonntag(10.), Mittwoch(13.) und Christi Himmelfahrt(14. Mai) hält der Dortmunder Rennverein sein diesjähriges Fruhjahrs=Meeting ab. Er hat für diese drei Tage 3 Ehrenpreise und 70000 M. Geldpreise ausgeworfen. Die Glanznummer des geschickt zusammengesetzten Programms ist der am Mittwoch zur Entscheidung gelangende Preis von Westfalen mit einem Ehrenpreis und 15000 M. Dieses sportlich wertvollste Rennen im Jahresprogramm des Dortmunder Rennvereins beansprucht heuer ganz besonderes Interesse, da noch 41 Pferde startberechtigt sind, deren Qualität nichts zu wünschen übrig läßt. Der erste Maitag bringt gleich II über 1800 Meter mit einem Ehrenpreis und als Hauptereignis das Prunus=Rennen, einen Aus8500 M. Neben dem Preis von Westfalen sind am Mittwoch noch das Kronenburg=Jagdrennen, ein Ausgleich II über 3700 Meter; das Tribünen=Rennen für bessere Dreijährige und das Freischütz=Rennen, ein Ausgleich II über 2400 Meter mit 3500 M. Preisen, erwähnenswert. Am dritten Tag ragt der Frühlingspreis, ein Ausgleich I über 1800 Meter mit 4500 M. Preisen, aus dem Programm heraus. Das Meeting schließt mit einem Verlosungsrennen. Zwerkiafe Favornen Die entscheidenden Spiele der W...-Fußballmcilterschaft V..B. Bielefeld und Fortuna Düffeldorf voraussichtlich Sieger Nach dem überraschenden Unentschieden des Westfalenmeisters VfB. Bielefeld in Bochum gegen„Fortuna" Dusseldorf(:2) und dem sicheren Sieg der Westfalen in Aachen über„Alemannia“(:2) am letzten Sonntag weist die Endrunde zur westdeutschen Meisterschaft plötzlich zwei Favoritenmannschaften auf, denn bisher war„Fortuna der Auserwählte, der einzig und allein für den Titel in Frage kam. Da die Düsseldorfer das erste Spiel der Endrunde gegen den Meidericher Spielverein sicher mit:1 gewinnen konnten, stehen „Fortuna" und Bielefeld völlig gleich, und nur die beiden anderen Bewerber, Meiderich und„Alemannia“ Aachen, sind etwas zurückgefallen. Am bevorstehenden Sonntag steigen nun die beiden letzten Spiele der Endrunde, und es hat allen Anschein, als sollte es zur Ermittlung des„Westdeutschen Meisters 1930=31“ noch zu einem besonderen Entscheidungsspiel kommen.„Fortung" erwartet in Düsseldorf„Alemannia“ Aachen, die sie im Vorrundenkampf in Köln mit:1 schlug, während der Westfalenmeister in Bielefeld auf den Meidericher Spielverein trifft, den der im Gang der Vorrunde in Duisburg ein:1 Unentschieden abzwang. „Fortuna“ und Bielefeld müßten ihre Spiele sicher gewinnen. Sie wären dann die beiden ersten Vertreter des Westens, während um den dritten Platz der Meidericher Spielverein mit dem Trostrundensieger,„Schwarz=Weiß" Barmen, zu kämpfen hätte. Gibt es nun in einem — oder beiden— der obigen Spiele einen Punktverlust der Favoriten, dann würden neue Situationen entstehen, die die Terminnot des WSV. noch krasser hervortreten lassen werden. Bekanntlich müssen am 10. Mai die drei westdeutschen Vertreter zur Vorrunde antreten, und der DFB. will in der„Deutschen Meisterschaft" keine Verlegung vornehmen. Um den dritten Vertreter zu ermitteln, muß unter diesen Umständen schon ein Wochentag zu Hilfe genommen werden. In Düsseldorf:„Fortuna" Düsseldorf—„Alemannia“ Aachen. Für den bergisch=märkischen Meister steht am Sonntag alles auf dem Spiel. Wenn er das letzte Endrundenspiel, das ihn im Rheinstadion mit dem Rheinbezirksmeister„Alemannia“ Aachen zusammenführt, nicht gewinnt, dürften seine Aussichten auf Erringung des Meistertitels verloren sein. Da aber auch Aachen nach den Verlustspielen gegen Meiderich und Bielefeld seine letzte Chance in einem Siege über„Fortuna" sieht, ist mit einem überaus erbitterten Treffen zu rechnen. Es ist daher sehr wertvoll für die Fortunen, daß sie in ihrer Heimatstadt spielen können. Noch wichtiger ist aber die voraussichtliche Mitwirkung des repräsentativen Halbrechten Reisgen, der seit dem oben genannten Kölner Spiel wegen einer schweren Verletzung der Fortung sehr fehlte. Diese Verstärkung— Janes kann nun wieder als rechter Läufer amtieren— wird der„Fortuna" sehr zum Vorteil gereichen. Der Kampf wird aber sehr hart sein, und man kann daher nur wünschen, daß Guyenz(Essen) dem Treffen ein aufmerksamer und korrekter Leiter sein wird. In Bielefeld: BfB. Bielefeld— Meidericher Spielverein. Auch dieses Spiel ist für beide Kontrahenten von größter Wichtigkeit. Meiderich hat wohl bei einer Niederlage noch immer den dritten Platz sicher(der allerdings gegen Barmen verteidigt werden muß!), doch kann die Elf durch ein Unentschieden oder gar durch einen Sieg noch auf einen der ersten beiden Plätze kommen, je nachdem wie das Treffen„Fortuna“ gegen„Alemannia“ ausläuft. Im Spiel der Vorrunde zwischen den beiden obigen Mannschaften, das in Duisburg mit einem Remis von:1 endigte, hatte Meiderich nicht viel gezeigt. Die Mannschaft ist aber seitdem wieder kampfkraftiger geworden und hat„Alemannia“ Aachen in Köln schlagen können. Diese ausgesprochene Kampfmannschaft wird alles aus sich herausgeben, um diese letzte Chance wahrzunehmen. Aber auch die Bielefelder wissen, daß ihnen nur ein einziger Verlustpunkt die Westdeutsche Meisterschaft kosten kann. Wenn die Mannschaft mit der gleichen Energie und dem gleichen Siegeswillen wie in Bochum und Aachen in den Kampf geht und ihren Gegner nach diesen Erfolgen nicht unterschätzt, dann müßte es zu einem Bielefelder Siege langen. Schiedsrichter dieses sicherlich ebenfalls sehr harten Kampfes wird der Kasseler Lorey sein. gegen Tauhofer(G. 1910). Bantamgewicht: Korte (B. 29) gegen Stanek(G. 1910). Federgewicht: Kirstein(B. 29) gegen Liwow(G. 1910). Leichtgewicht: Goronzy(B. 29) gegen Jorewitz(G. 1910). Weltergewicht: Gölzenleuchter(B. 29) gegen Jeromin(G. 1910). Weltergewicht: Damaschke(B. 29) gegen Weiland(G. 1910). Mittelgewicht: Heidenreich(B. 29) gegen Wittig(G. 1910) Einlagekämpfe. Schwergewicht: Giesemann (B. 29) gegen Kamphoff(G. 1910). Kujarski(B. 29) gegen Wegler(G. 1910). Schmelings Gegner K— * 17 Welltalens Böker in Aampf Der weltfälisch-heifische Boxverband ermittelt in Bochum leine Pokalmannschaft Bochum wird am Samstag wieder der Treffpunkt der westfälischen Boxanhänger sein. Der Verband hat es sich zur Pflicht gemacht, ungeachtet seiner derzeitigen Meister die wirklich besten Boxer für die bevorstehenden Mannschaftskämpfe der Landesverbände um den Pokal des D. R. f. A. B. zu ermitteln und wickelt Ausscheidungskämpfe in Bochum ab. Die Auserwählten werden ihr bestes Können hergeben müssen, um sich die Anstellung in der Verbandsmannschaft zu sichern. Wie sind die Auslichten? Im Fliegengewicht treffen sich in Kaiser(Gladbeck) und Lehrke(Pol. Bochum) zwei alte Rivalen. Beide standen sich bisher mit wechselndem Erfolg gegenüber. Auf Grund seiner größeren Erfahrung dürfte Lehrke einen knappen Punktsieg über den 2. Landesmeister Kaiser erringen. Landesmeister Brinkmann(Boxring 27 Dortmund), einer der besten Bantamgewichtler im Verband, trifft auf den schlagstarken Sock(Hörde 29). Nach hartem Kampfe dürfte Brinkmann, wenn nicht gar vor Ablauf der Zeit, einen sicheren Sieg erringen. Einen Höhepunkt bedeutet das Aufeinandertreffen der beiden Bochumer Manzik(Astoria) und Jakubowsky (Pol.) im Federgewicht. Dieses Treffen durfte aufgrund des großen Tempos, das beide Kämpfer gehen können, zu einem der schönsten des Abends werden. Jakubowsky sollte es voraussichtlich wieder schaffen. Im Leichtgewicht wird zwischen Müller(Wattenscheid), der bekanntlich gegen Trippe ein Unentschieden erkämpfte, und Festerling(Dortmund 27) ein heißer Kampf entbrennen. Wenn Festerling die harten Schlage des Wattenscheiders meiden kann, wird es zu einem knappen Punktsieg für ihn reichen. Im Weltergewicht trifft Landesmeister Wawrzyk (Bottorp) auf Rößner(Iserlohn). Der frühere Dortmunder will gegen Adamzyk, der bekanntlich Ostendorf (Witten) bei den Meisterschaften ausschaltete, beweisen, daß mit ihm nach wie vor zu rechnen ist. Der Ausgang des Kampfes ist offen. Im Mittelgewichtskampf gibt es gleichzeitig ein Revanchetreffen zwischen dem Landesmeister Clebusch (Punching Dortmund) und Grigo(Pol. Bochum). Der Polizeiboxer muß seine ganze Erfahrung gegen den bedeutend schlagkraftigeren Clebusch ausspielen, wenn das Ergebnis diesmal umgekehrt lauten soll. Nach den letzten Leistungen könnte es zu einem knappen Siege für Clebusch reichen. Fritz Piotrowski(Polizei Bochum) wird sich nach langer Abwesenheit im Halbschwergewicht gegen Nidzolka(Schalke 04) vorstellen. Der Polizeiboxer(früher BSK. 19) wird hier gleich vor eine schwere Aufgabe gestellt. Wenn die kurze Zeit des Trainings für seine Vorbereitung ausgereicht hat, sollte er einen knappen Sieg erxingen. Im Schwergewicht wird es zwischen Hölscher(Dortmund 20) und Rudeck(Iserlohn) lebhaft hergehen. Der bessere Techniker, Hölscher, sollte aber dem starken und ehrgeizigen Iserlohner eine knappe Niederlage beibringen können. Wattenscheid 19— Polizei Bochum. Die Begegnung der beiden Boxstaffeln findet am Sonntag in Wattenscheid statt und sollte mit einem hohen Siege der Polizeiboxer enden. Arminia Dortmund— Polizei Bochum. Dieses Treffen steigt am Mittwoch in Marten und wird ebenfalls mit einem überlegenen Sieg der Polizeiboxer enden. Lokalrivalen kämpfen KSV. Germania 1910— Boxring 29 Bochum. Heute abend findet das Revanchelokaltreffen zwischen Boxring 29 mit Germania 1910 Bochum statt. Die erste Begegnung konnte Germania knapp:7 für sich entscheiden. Auch heute ist der Kampf vollständig offen. Die einzelnen Paarungen sind geschickt zusammengestellt, so daß harte und interessante Kämpfe zu erwarten sind. Die Paarungen lauten: Fliegengewicht: Becker(B. 29) Young Stribling, der Anwärter auf den Schwergewichts=Weltmeistertitel und Max Schmelings nächster Gegner im Stadion zu Cleveland, hat bereits mit seinem Training begonnen. Unser Bild zeigt ihn bei seinem täglichen Bad in Warm Springs. Der Amtsschimmel im Sport Um Westfalens Fußball=Meisterschaft. Der„Münstersche Anzeiger“ meldet, daß das Urteil in Sachen„Borussia" Rheine— VfB. Bielefeld vom Westdeutschen Spielverband gefällt worden ist. Es verlautet, daß die Unterhändler der beiden Vereine, die seinerzeit die bekannten Abmachungen trafen, auf Lebenszeit aus dem WSV. ausgeschlossen sind. Der Verbandsbeamte Gillmann, der den Verhandlungen beiwohnte, erhält einen Verweis. Nach Beendigung der WSV.=Endspiele wird auf dem Preußen=Platz in Münster der Kampf um die Westfalen=Meisterschaft zwischen Borussia“ Rheine und dem VfB. Bielefeld nachgeholt. Bielefeld gilt also noch nicht als Meister, sondern nur als Vertreter des Westfalen=Bezirks. Es kann nun das Kuriosum eintreten, daß der VfB. Bielefeld westdeutscher Titelträger wird, ohne indessen die Bezirksmeisterschaft erlangt zu haben. Mit Kugel und Kegel Die 3. Partie im Kampf um den Silberpokal. Im ersten Treffen„Säule“—„Böse Buben“ maßen zwei alte Gegner ihre Kräfte, in diesem Jahre gleich stark und erfolgreich. So war auch der Kampf völlig ausgeglichen, den diesesmal„Säule“ mit kurzem Vorsprung mit 1676:1662 für sich entscheiden konnte.— Die nächste Paarung„Also Doch“, gegen„Einigkeit". „Einigkeit" war in stärkster Verfassung. So entspricht das Ergebnis von 1730:1609 den Erwartungen. Bei diesem Gange zeigte der Meister Mogendorf wieder meisterliches, als er die bisherige Einzelbestleistung Spenners von 358 um 7 Holz überbot. Sonntag treffen zusammen„Säule“ gegen„Unter Uns“,„Also Doch“ gegen„Vereinigte" und„Blau=Weiß" gegen „Böse Buben“. Mündliche Auskunft nur nachmittags (außer Samstags) von 4 bis 5 Uhr in unserer Redaktion. J. S. Aus Ihrer Anfrage können wir nicht erkennen, um welche Gütergemeinschaft es sich in Ihrem Falle handelt. Der§ 1483 BGB. gilt nur für die Gütergemeinschaft des Bürgerlichen Gesetzbuches, als eine solche, die nach dem 1. Januar 1900 durch gerichtlichen oder notariellen Vertrag eingeführt und in das Güterrechtsregister des Amtsgerichts, in dessen Bezirk der Ehemann seinen Wohnsitz hat, eingetragen ist. Wenn die Eheleute in diesem Guterrecht gelebt hatten, dann kann der überlebende Ehegatte Rechtsgeschäfte nach§§ 1444 /1446 nur mit Zustimmung der Kinder tätigen— weil die Kinder an die Stelle des verstorbenen Elternteils treten. Das westfälische provinzielle Güterrecht kann seit dem 1. Januar 1900 nicht mehr vereinbart werden, es gilt nur, kraft Gesetzes für die Ehen, die zwischen 1. Januar 1861 und 1. Januar 1900 in Westfalen geschlossen, bzw. in denen der erste eheliche Wohnsitz in Westfalen genommen wurde. Auch bei diesem Güterrecht tritt beim Tode des Ehegatten— und beim Vorhandensein gescheftlicher Kinder die fortgesetzte Gütergemeinschaft, aber die im westfälischen Gesetz vom 16. 4. 1860 — ein, nach der der überlebende Ehegatte bis zu seinem Tode oder seiner Wiederverheiratung allein verfügungsund verwaltungs= und nutznießungsberechtigt ist in der gleichen Weise, wie in der bestehenden Ehe der Ehemann berechtigt war. O. F. 1. Besondere Schritte sind nicht erforderlich, Sie haben das Gewerbe aber beim Gewerbesteueramt anzumelden. 2. Sobald ein selbständiges Gewerbe angemeldet wird, fällt die Erwerbslosenunterstützung fort, der Unterstützte muß sich alsdann evtl. an das Wohlfahrtsamt wenden. Das Gewerbe muß sofort bei Beginn angemeldet werden. 8. Eine solche Stelle, die aus Reichsmitteln Darlehn gewährt, ist uns nicht bekannt. 4. Wenn Sie einen Raum Ihrer Wohnung für gewerbliche Zwecke also als Büro verwenden, kann der Hauswirt eine Mietserhöhung für diesen Raum beantragen. Eine Räumungsklage würde u. E. keinen Zweck haben und gegen eine Kündigung hätten Sie ja die Möglichkeit, Einsbruch zu erheben, worauf zunächst GüteVerhandlung stattfände. E. St. Der Gewerbesteuer unterliegen sämtliche stehenden Gewerbe, zu deren Ausübung eine Betriebsstätte in Preußen unterhalten wird. Dabei wird ein Unterschied zwischen den verschiedenen Berufszweigen nicht gemacht. Die Gewerbeertragssteuer erfaßt den innerhalb der selbständigen beruflichen Tätigkeit erzielsoweit er im Wirtschaftsjahr 1500 F. H. Laer. Da Ihr Erwerbseinkommen aus dem gelegentlichen Spielen bei Beerdigungen nicht 50 Prozent des durchschnittlichen Jahreseinkommens Ihrer Höchstgruppe erreicht bzw. übersteigt, kommt eine Kürzung Ihrer Bezüge nicht in Frage. W. K. Eine Ehefrau, die in versicherungspflichtiger Beschaftigung gestanden hat, kann die Arbeitslosenunterstützung auch dann in Anspruch nehmen, wenn der Ehemann noch als Arbeitnehmer tätig ist. Die Ehefrau muß aber jederzeit bereit sein, zumutbare Arbeit anzunehmen. W. 100 Sie haben Recht. Die Lieferung von elektrischem Strom durch ein Elektrizitätswerk, das Monopolstellung genießt, darf im Konkurse oder während der Zwangsverwaltung nicht deshalb gesperrt werden, weil der Schuldner mit seinen Zahlungen an das Werk im Rückstande ist und sich weigert, das Elektrizitätswerk mit den Zahlungen vor den übrigen Gläubigern zu bevorzugen. H. Fr. 1. Aus den beigefügten Ausschnitten kann der Onkel Ihnen nichts sagen, Sie müssen schon versuchen, das Rätsel selbst zu lösen. 2. Das„Abendmahl“ hängt im Refektorium der Dominikaner von Santa Mario delle Grazie in Mailand. 8. Regierungssitze von Rhodesien sind Livingstone(Nordrhodesien), Salisburg (von Südrhodesien). 4. Der Hafen Funkhal liegt an der Südküste von Madeira. Aber bester Leser, jedes Lexikon gibt Ihnen doch solche Auskünfte! Die Ausschnitte erhalten Sie beiliegend zurück. hier. Ohne genaue Kenntnis der Verträge ist hier die Rechtslage schlecht zu erkennen. Sie fragen an Hand der Verträge am besten einmal deim Wirtesyndikat, Märkischestraße. Wirtschaftskonzessionen und Wohnung werden wohl nicht ohne weiteres zusammenhängen, so daß beide einzeln gekundigt werden können; da es sich um Pacht, nicht um Miete handelt, kommen die Schutzbestimmungen nicht ohne weiteres zur Anwendung. W. L. 27 und Fr. R. Anfragen ohne Namen und Adressenangabe können im Briefkasten nicht beantwortet wrriden. 7 O. K. Soviel wir wissen, hat der Bezirksausschuß in Arnsberg noch nicht zur Frage der Berufsschulbeiträge entschiedene Stellung genommen. Es ist uns auch nicht bekannt, daß eine Klage schwebt. Sie würde jedenfalls von der Stadt bis in die höchste Instanz gebracht werden. Der Protest hat sich bisher nur in Zeitungsartikeln erschöpft. E. H. Nach der Krisenunterstützungsverordnung vom 11. Oktober 1930 kann Arbeitslosen unter 21 Jahren Krisenunterstützung nicht gewährt werden. Der Anspruch ist auch dann nicht gegeben, wenn der Arbeitslose nach der Aussteuerung aus der Arbeitslosenversicherung das 21. Lebensjahr erreicht, weil er in das Recht der Krisenunterstützung nicht hineinwachsen kann. Da in dieser Frage eine endgultige Entscheidung noch nicht gefällt ist, empfiehlt es sich, gegen die Ablehnung der Krisenunterstützung im vorliegenden Falle Einspruch beim Spruchausschuß des Arbeitsamtes Bochum einzulegen. W. B. Hier sind derartige Firmen nicht bekannt. Es besteht aber die Möglichkeit, daß ein Arbeitsamt des Grenzbezirks, z. B. Kehl am Rhein, hierüber Auskunft geben kann. Fr. I. Der neue Hauswirt kann an dem alten Mietsverhältnis einseitig keine Aenderung zu Ihren Ungunsten treffen, weder, was das Land angeht, noch was den Stall betrifft. Er hat, wenn die Aenderungen von ihm getroffen werden sollen, Ihre Zustimmung nötig, so daß neue Vereinbarungen zwischen beiden Teilen stattfinden. Findet keine Einigung im Guten statt, hat der Hauswirt das Recht zur teilweisen Mietaufhebungsklage. Er müßte dann nachweisen, daß er die Remise zur Aufrechterhaltung seines Geschäfts bauen muß, und dazu unbedingt Ihr Land nötig hätte. Es hat dann der Richter zu entscheiden unter Berücksichtigung der Rechte beider Teile. Hansi. Willi Ostermann in Köln läßt in seinem Verlage nur seine eigenen Karnevalsschlager erscheinen. Adressen gibt der Briefkasten nicht an. Lassen Sie sich zunächst von einer hiesigen größeren Musikalienhandlung bewerten. H. Z. Im Juni 1980 betrug die gesetzliche Miete ohne Wassergeld bei 27 M. Friedensmiete nach der Bochumer Tabelle 40,10 RM., im Juli 86,86 RM. Bei 14 Mark Friedensmiete betrug sie im Juni 20,79 samen ete im Juni 17,82, im Kaufmann E. P. Zu den Erfordernissen einer wirkPfändung gehärt das varschriftsmäßige AnbrinKaufmann E. B. Zu den Erfordern. 401 en Plandung gehort das vorschriftsmäßige undrinder Siegelmarken. Bei verschiedenen EinzelgegenSeiten durch Pfandtafeln sofort erkennbar für jeden zeichnet werden. Auf der Pfandtafel sind die vetreffenden Gegenstände nach Art, Zahl oder Gewicht aufzuführen. Die Anbringung von Siegelmarken an Regalen, in denen die Gegenstände liegen, ist nicht ausreichend für eine wirksame Pfändung. Für den durch die unwirksame Pfändung entstandenen Schaden kann der Staat wegen des Verschuldens des Gerichtsvollziehers in Anspruch genommen werden, wenn nicht der Schaden auch ohne dessen Verschulden eingetreten wäre.(III 105/30.) Einkommen= und Körperschaftssteuer. Wer der Aufforderung des Finanzamts, eine Steuererklärung abzugeben, nicht nachkommt, hat(wie Sie) zu gewartigen, daß das Finanzamt ihn„einschätzt". In diesem Falle hat der Steuerpflichtige den Nachteil, daß ihm der ordentliche Rechtsmittelweg bis zum Reichsfinanzhof verschlossen ist; es ist ihm nur die Beschwerde beim Landesfinanzamt möglich.,„n Sämtik.!. Hauszinssteuer in Preuten. Samtliche im Steuerjahr 1930(1. April 1930 bis 31. März 1931) gestellten Stundungsantrage mit dem Ziel der Niederschlagung liefen am 31. Marz 1931 ab. Haben sich die wirtschaftlichen Verhältnisse bei dem Steuerpflichtigen nicht geändert, muß der Antrag für die Zeit ab 1. April 1931 unter Benutzung der amtlichen Vordrucke erneuert werden. W.., Wattenscheid. Es ist durchaus richtig, daß ein Hausbesitzerverband ein Wirtschaftsverband ist, nicht aber ein Berufsverband im steuerlichen Sinne. Ein Winls fürs Raffeekechen. Bohnen besser ausnutzenNatürlich mit Damit holen Sie alle Kraßt und worze aus den sonnen. Sie werden Raunen, was des bischen leeßers ausmacht! A Bochumer Anzeiger u. Gen. Anz. D Sargr Ihre Abgabe und ihre Folgen wieder 1 Prozent aufholen konnten. Aueh die Schlußkurse der übrigen Werte waren durchweg fester. Terminwerte in der notwendige durch Beibringung zu sichern. zur Sicherung seiner übernommen hat, hat es ja, der im lichkeit für den auch Klarheit in Der Bürgschaftserklärung kommt heute Zeit der wirtschaftlichen Not und besonders bei dem allgemeinen Geldmangel eine erheblich größere Bedeutung denn je zu. Nicht nur, daß beispielsweise Sicherheitsleistungen bei Gericht auch von Bürgen erfolgen können prveh vehzusprüchen durch Stellung von Bürgen Forderung einer Bürgschaft ein berechtigtes Interesse daran, die gesetzlichen Bestimmungen über die Bürg. schaft zu kennen, sondern in größerem Maße noch derjenige, der eine Bürgschaft übernimmt. Er is fer im Falle der Nichterfüllung der VerbindSchuldner einzutreten hat. Und diese Fälle sind nicht selten, so daß mit Recht darauf hingewiesen werden muß, daß derjenige, der eine Bürgschaft übernehmen will, sich über die schaftlichen Verhältnisse des Schuldners eingehend unterrichter.. 05 der Bürzer Daneben mus sien uer nurger aber.rz, zungtande darüber verschaffen, ob er selbst notfalls ist, für seine Bürgschaft einzustehen, um nicht eigene wirtschaftliche Schwierigkeiten zu geraten. Der Gesetzgeber hat diese Gefahrenmomente für den Bürgen weltschauend erkannt. und das Bürgerliche Gesetzbuch das die Bürgschaftserklärung schriftlich erteilt werden muß. Nur soweit eine Bürgscnart unter Kauf leuten in Frage kommt, hat das Handelsgesetzbuch von dieser Formvorschrift eine Ausnahme zugelassen: Die Bürgschaft unter Kaufleuten mündlich gültig. Die Bürgschaft unter„zseugg leuten dagegen kommt im Falle nicht schriftl Erteilung überhaupt nicht zustande, sie gilt als gar Durch den Bürgschaftsvertrag selbst verpflichtet sich der Bürge gegenüber dem Gläubiger, für die Er füllung der Verbindlichkeit des Dritten, also eigentlichen Schuldners, einzustehen. Abgeschlosser Bürgschaftsvertrag zwischen dem Bürger Die Mitwirkung des Schuldners ist nicht erforderlich, wenn notgregent Püirgen aer Schuldner derjenige sein wird, de auf Grund persönlicher oder wirtschaftlicher Beziehungen zur Uebernahme veranlassen wird. Gegenstand des Bürgschaftsvertrages ist dann die Ueberder Ferptlichtune.-), Ainzustehen, falls der der Bürge dier Fiagec## dan fruchtlos ausgefallen ist. Pif Bürzgallert picht sn einer derartige Zpangspollstreckung des Urtells erergebnislosen Prozesses zwischen Gläubiger und Auf diese sogenannte Einist auch Nichtkaufwird der und dem Gläubiger. wird der Bürge lieis die Kosten des es zwischen Gläubiger und Schuldner zu ersparen, für rede der Vorausklage kann allerdings der Bürge vornherein verzichten. Man spricht in solchen Fällen von sogenannter selbstschuldnerischer Bürgschaft. In welcher Form dieser Verzicht im Bürgschaftsvertrag ausgesprochen ist, ist wiederum gleichgültig. Soweit der Bürge auf Grund der Uebernahme der Bürgschaft den Gläubiger befriedigt, geht die Forderung des Gläubigers gegen den Hauptschuldner ihn über, d. h. der Bürge kann jetzt von sich von dem Schuldner Ersatz des auf Grund der Geleisteten verlangen. Der Gläubiger hat damit nichts mehr zu tun, da er ja infolge der Befriedigung durch den Bürgen in seinen Ansprüchen gedeckt ist. auf aus Bürgschaft Aschersieben Barmer Bankverein Darmst.-.Nat.-Bk. De-Ol-Bank Essen. Steinkohlen Feldmühle Papier Gelsenberg... Goldschmidt Harpener Bergbau Hoesch.... Karstadt Klöcknerwerke Köln-Neuessen Mannesmann Phönix R. W. E. Rheinstahl Rhein. Braunk Salzdetfurtn Ver. Stahlwerke Westeregeln Alkali Wintershall 30. 4. 63.— 74.— 59.50 130.— 77.— 161.— 223.— 53.80 145.— 120.50 29. 4. 64.25 67.50 73.50 131.25 76.50 166.50 226.50 55.25 150.— 125.50 Balche Pn. Wie, Prezenl 412 249 Mark) eine Dividende von 4 Pi (Im Vorjahr 10 Prozent) zu vertellen. 84 366 Vorjahr 92 249 Mark) sollen auf neue Recl vorgetragen„werden.„Die Generalversammlun nahme der Verpflichtung seitens des Bürgen, eben für die Erfüllung der bchlu. nicht in der Lage ist. Ob dabei in der Uebernahme der Bürgschaft, beonder in der derübergüpzg giert-Burgchalt er. wähnt ist, ist gleichgültig. Als Bürgschaft ist vielmehr jede schriftliche Erklärung anzusehen, aus der nur der Wille des Bürgen hervorgeht, eben für die Erfüllung der Verbindlichkeit des Schuldners einzuUnsere Rechtsprechung hat Die gestrige Bllanzelt-gg#e Vor Boghon, der gen, aus dem Reingewinn von 212 336(Im 366 Mark Rechnung vorgetragen werden. Die Generalversammlung findet am 2 9. Mai In Bochum statt. Die starke Dividendenherabsetzung von bisher 10 auf 4 Prozent kommt einigermaßen überraschend. Die Börsenschätzungen der letzten Wochen, lauteten das Geschäftsergebnis stark beeinflußt wordigg## s 1930 bestimmt hat, wird sich erst nach Vorliegen des Geschäftsberichtes erkennen lassen. Immerhin kann schon jetzt nach unseren Erkundigungen mitgeteilt werden, das sich Reingewinn von 212 336 Mark nach reichlichen Abschreibungenergibt, die im Vorjahr von 197074 Mark vorgenommen wurden. der B. I. Z. auf So sicher zeichnen gewesen. Ergebnis des Jahres 1930 Finanzwelt mit einem Verzicht deren Hauptfunktionen abgefunden habe. es freilich sei, daß bisher politische Rücksichten die B. I. Z. an der Entfaltung ihre Kräfte gehindert hätten, so gewiß dürfte es sein, daß auch ein Ersatzinstitut für seine Emissionsaufgaben auf die finanzielle und politische Unterstützung Frankreichs angewiesen sei. Selbst der Norman-Plan könne nur unter der Einschränkung wirksam werden, daß sich die Richtung des Kapitalstromes ändere. * Dividendenvorschläge. Gebhard& Co..-G. in Wuppertal-Vohwinkel. Keine Dividende. Der Reingewinn von 123 743(421 283) Reichsmark wird teils der Rücklage .-. in Frankfurt a. M. Nach Abschreibungen von.39 (.65) Millionen Reichsmark verbleibt ein Reingewinn von 1 909 225(1 907 630) Reichsmark. Daraus wie gemeldet wieder 8 Prozent.— Elektrizitäts-.-G. v Schuckert& Co. in Nürnberg(Siemens-Konzern). Nach etwa unverändert.23 Millionen Reichsmark Unkosten und Abschreibunge .39(.79) Millionen Reichsmark. Von Kohlenwerten wurden Ewald und DahlbuschAktien niedriger gehandelt. Unveränderte Preise erzielten Lothringen-Aktien. Einiger Nachfrage begegneten Carolus Magnus und Constantin auf ermäßigter Basis. Braunkohlenwerte umsatzlos. Zu etwa 100 Reichsmark niedrigerem Kurse waren Bruckdorf im Verkehr. Kaliwerte vernachlässigt. Besitzveränderungen vollzogen sich in Burbachaktien, Marie und Beienrode. Köln: Beruhigung Nach den Kursrückgängen der letzten Tage konnte man zu Beginn des heutigen Verkehrs eine gewisse Beruhigung feststellen. Von Montanwerten büßten Deutsche Erdöl 1½ Prozent, Rheinstahl 1 Prozent, Rheinische Braunkohlen und Harpener je 2½ Prozent ein, dagegen konnten sich Mannesmann, Phönix und Ver. Stahlwerke ziemlich behaupten. Im Verlaufe blieb das Geschäft gering. Die Kurse konnten sich jedoch bis zu 1¼ Prozent bessern. Der verlief bei wenig veränderter KursRheinische Braunkohlen büßten Prozent ein. Versicherungen gehalten. Die Börse schloß gut behauptet. Freihungen verbleibt ein Reingewinn von daß er Geld bekomme beispielsweise die schriftlich abgegebene Prhligigzupiger Bergprhaft anerkannt, in der jemand dem dafür Sorge tragen werde, daß dieser sein oder„daß er dafür gerade stehen würde, daß dem Gläubiger ein Verlust nicht entstehe.“ Die Gültigkeit der Bürgschaft ist davon abhängig. daß die Hauptverbindlichkeit, also die keit zwischen Gläubiger und Schuldner, tatsächlich zu Recht besteht. Erlischt die Hauptverbindlichkeit, durch direkte Erfüllung, beispielsweise durch der Schuldsumme seitens des Schuldners, durch Hinterlegung der Bürgschaft. s# seiner Verpflichtung berreit. teilweise abgetragen, dann Unternehmertum und Sozialpolitik im Kapifallsmus gestern abend in der sei es Bezahlen oder auch wird der Bürge von Wird die Hauptschuld wird der Bürge insoweit aus seiner frei; die Bürgschaft bleibt nur noch schuld bestehen. Verpflichtung für die RestGläubiger Kann der Schuldner gegenüber Einwendungen machen, so steht dasselbe Recht auch der Bürgen zu Solche Einwendungen wären beiZn diesem Thema sprach Jami, Industrie. Aula der Vervaltunges. Znivereitätsprofessor Dr: Dr. Weber(Münster). In der kapitalistischen Verkehrswirtschaft obliege die Angzngnngur##. produktiven Kräfte, so betonte der Pgrupdzatzlich weg privaten Unternehmungen, die grundsätzlic nach freier Entschließung das Ausmaß und die Richtung der Produktion bestimmten. Die sozialpolitische Stellungnahme des deutschen Arbeitgebertums sei Laufe der Zeit nicht einheitlich gewesen. Gewiß, sei die deutsche Arbeitgeberschaft mit manchen Mahnahmen der fortschrittlichen Sozialpolitik der Voriun ztipwende sich das deutsche bedentet, als sich gegen Kriegsende eine gewisse Annäherung vollzogen habe, die 1918 zum Abschluß der Zentralarbeitsgemeinschaft habe. Besonders positiv wendet sich das deutsel Untermeitischen Autgaben: e“„einigen penchpgen sozialpolitischen Aufgaben zu. Das Streben nach Schaffung von Werkgemeinschaften, die grundsätzliche Bejahung der Arbeitsgemeinschaften, der Wille Es liege im Wesen Jeder Soyorhondengging bene n-—. Tehar ailem Meinungsstreit, der, Per. habe. wicklung Daraus 11(12) Prozent. Emil Köster, Deutsche Beamten-Einkaufs-.-G. in Berlin(Michael-Konzern). Umsätze wieder 80 Milllonen Reichsmark. Zahl der Kaufhäuser letzt 22. Reingewinn.44(.46) Millionen Reichsmark. raus wieder 5 Prozent.— Habermann& Guckesvohler Portland-Oeme g t## I HE 4 5 Ing-Budern: A. G. in Wetzlar. Nach 445 798(440 329) 11 012(15 225) Reichsmark, der vieder vorgetragen wird. Börten voll 30. April Newyork, Anfang: Unregelmäßig. Amsterdam: Weiter schwach. Brüssel: Stark schwankend. London: Lustlos und meist schwächer. Paris: Trotz späterer Erholung meist niedriger. Malland: Freundlicher. Wien: Weiter flau. Zürich: Schwach. Berlin: Terminmärkte im Verlauf erholt, Kaffamarkt noch schwach Bei ruhigem Geschäft war die Eröffnung der Börse stimmungsmäßig eher etwas beruhigter. mäßig allerdings gegen den gestrigen Schluß schwäDie Gesamtlage war recht undurchEinheitsmarkt basis still, nur 3 Asch.-Münch. F. Aachen Rück. Agripp. See Fl. Allianz Leben Alllanz u. Stuttgart. Vers. Golonis Feuer kleine Cl. Rückvers. Gladb. Feuer Kölner Hagel Kölner Lloyd.. Kölner Rückv. große Kölner Rückv. kleine Rh.-W. Lloyd Union Hagel Viktoris Allgemeine[2025. 30. 4. 540.— 60.— 250.— 415.— 270.— 29. 4. 530.— 250.— 420.— 280.— 2080— Frankfurt: befeitigt An der Abendbörse konnten die Kurse gegenüber den Berliner Schlußnotierungen, auf die Befestigung der Newyorker Börse, leicht anziehen. Das Geschäft war sehr gering, da Kauforders von außen nicht vorlagen und die Kulisse nur geringe Abschlüsse tätigte. Für Spezialwerte ergaben sich, da Material nicht heraus kam, Erhöhungen bis 1½ Prozent. Die Anleihemärkte blieben behauptet. Im Verlauf wurde es auch am Farbenmarkte auf neue eintreffende Kauforders ziemlich lebhaft, die Kurse, befestigten sich allgemein weiter, die Börse schloß in recht fester Haltung, wobei neue Gerüchte von einer Diskontsenkung in Newyork anregten. Dortmunder Produktenmarkt Gortmund ton Pfl. 1orf. 1156 Puar ur ih uite Kachoanut un in Ladungen von 10—15000 kg. Raußt We rnet rurter per Zentner I. Oole 1 8o10c Westfälisch. Weizen 29-29.5/29.-29.7 Roggen 20.-21.0s20.-9 Einwendungen machen. dem Burken, au. Poiche.;..# g eicherung. spielsweise die der ungerechtfertigten Bereichg### des Zurückbehaltungsrechts an Sachen des Glauploder auch die Einrege der der Schuldner aus irgendweichen Gründen, davon stand, die Einrede geltend zu machen, so hat das auf das diesbezügliche Recht des Bürgen keinenu fluß. Ohne Rücksicht auf den Willen des Schuniners kann der Bürge von sich aus dieselben Einwendungen erheben. Im übrigen haftet der Bürge neber der eigentlichen Schuldsumme, für die er die Bürgschaft übernommen hat, auch für die dem von dem Schuldner zu ersetzenden Kosten der Kündigung der Schuld und der evtl. Rechtsverfolgung. Allerdings kann der Bürge die Befriedigung des Gläubigers verweigern, solange dieser nicht die Zwangsvollstreckung gegen den Hauptschuldner ohne Erfolg versucht hat. Diese sogenannte Einrede der Vorausklage ergibt sich aus der Natur der Bürgschaft, denn nach dem Inhalt der Bürgschaft erklärt auf der Spannungen, bever Vuru joch-gp#geef ae. teien und Gruppen müsse jedoch das Ideal der Volksgemeinschaft stehen. Internationale Finanzierungspläne Die Commerz- und Privatbank zur Wirtschaftslage Die Commerz- und Privatbank sagt neuesten Wirtschaftsbericht, daß, wenn, Hezegchpg## über das Saisonausmaß hinausgehende Geschotug# bung noch recht klein sei, die optimistische zukunftsauffassung keiner Revision unterzogen werden brauche Sonst befaßt sich der Bericht im wesentlichen mit den internationalen Finanzproblemen. Der Bei meint, daß langwierige und anhaltende Bemühungen dus Streben, tschaftspolitischen Masnahmen in Bindie Bank für Internationale Zahlungen ihrer Bestimmung gemäß für den Dienst der Reparationen zr leisten hob-, jasig die Wgrmnntung zn, das eich die Westf. Hafer Osttr. Haf. alte Ernte neue„ Inländische Gerste Ausländisch. Weizen Roggen Hafer Gerste La Plata-Mais Cinquantino-Mais Bäckermehl cher zu nennen. Die Gesamtlage war sichtig; das flaue Newyork von gestern wirkte sich jedoch nicht mehr stärker aus. Im allgemeinen lagen die Kurse 1 bis 2½ Prozent unter dem gestrigen Schluß, einige Spezialwerte hatten bis zu 6 Prozent eingebüßt. Das amerikanische Angebot am Bankenund Schiffahrtsmarkt hat scheinbar weiter nachgelassen, dagegen lagen Elektro-, Kali- und Kuns seideaktien ziemlich stark angeboten. Bei letzteren soll es sich um die Auflösung eines größeren Engagements handeln und nicht um holländische Abgaben. Die Frage, ob von seiten der Großbanken Verkaufsorders nicht durchgelassen worden sind, sondern die Ware von diesen Instituten aufgenommen worden ist, läßt sich naturgemäß kaum beantworten; einer geregelten Stützungsaktion an der Börse konnte jedoch nicht die Rede sein. Im Verlaufe, Grundstimmung etwas freundlicher, und die Kurse konnten sich, trotz der schwächeren Eröffnung der Auslandsbörsen, etwa behaupten. Anleihen ruhig, später leicht abbröckelnd. Geld zum Ultimo versteift, Tagesgeld, das ist heute auch Geld über Ultimo, 6 bis 8 Prozent, die übrigen Sätze unverändert. Am Schluß der Terminmärkte schritt die Spekulation zu Rückkäufen und Deckungen, wodurch sich das Kursniveau auf vielen Märkten um 2 bis 8 Prozent über Anfang hob. Der Kassamarkt verkehrte weiter in schwacher Haltung. Effen: zum Schluß feiter Der Terminverkehr eröffnete in schwacher Haltung. Bei kleineren Umsätzen verloren Wintershall Prozent, von denen sie bis zum Schluß der Börse 20.-41. s2v.-20.2 22.-22.2 21.-220 22.-23.0s22.-22.7 22.-22.5121.-22.0 26 5[26.—. 28.5 26.—. Weizenmehl Grundpr 43.-43.2/43.-44.0 Roggenmehl 70%[30.-30.7/30.-30.5 Ostd. Roggenmehl 29.7[29.-29.51 Tendenz: Neute., 0ge Weizenkleie. 113.-14.0s13.-13.5 Roggenkleie.. 13.-14.0s13.-13.5 Miked Mais Trockenschnitzel 75-.71.5.7 Zuckerschnitzel 10.-11.0.-.7 Gebdl., Rhein. Rogg. und Weizenstroh Gebdl. Westf. Rogg und Weizenstroß --Wiesenheu gut gesund, trocken “-Hleeheu gut, gesund, trogken Södtranz. Eitler v. Luzernheu, gud—.—“ gesund, trocken—.—. stetig * waggonfrei hiesiger Stationen *) waggonfrei ost-westf. Stationen * Bochumer Viehmarkt vom 29. April 1931. Auftrieb: 104 Pferde, 661 Schweine, 2 Schafe, 1 Ziege. Verkaufspreise: Pferde: 1. Qualität 700 bis 850 Reichsmark. 2. Qualität 500 bis 700 Reichsmark, 3. Qualität 200 bis 500 Reichsmark, Schlachtpferde 100 bis 200 Reichsmark: Schweine: a) Ferkel bis 6 Wochen alt 10 bis 14 Reichsmark, von 6 bis 8 Wochen alt 14 bis 21 Reichsmark, von 8 bis 12 Wochen alt 21 bis 30 Reichsmark, Läufer von 8 bis 4 Monate alt 30 bis 44 Reichsmark. b) Schafe: von 4 bis 5 Monate alt 44 bis 52 Reichsmark: 25 bis 45 Reichsmark: Ziegen: 20 bis 35 Reichsmark. Handelsverlauf: mittel. Der nächste Viehmarl findet am 27. Mai statt. Berliner Metallnotierungen Berlir, den 30 Anril 1931 Aie kng wrichen ach al unr gbenstaschant e onacte lüline ePn. n- uug Sezahlung für je 100 Klogramm) Berliner Börsenkurse Reichsbankdiskont 5%— Lombardzinzfuß 6% Berlin, den 30. April 1831 Industriewerte Div heute worig. A hen-sene 9 S6 S 68 L 9102.51030 Alsen Portland 14 101.0101.0 Ammend. Papier 10 92.7 93.2 Anhalter Kohlen 6 56.5 56.7 Aschaftb. Zeilst. 12 82.0 84.0 Augsb.-A. Masch. 6 83.1 64.7 pachm. 4 Lade 10 75.0 75.0 95 7h 84.8 85.2 gg Vercen S 325 325 e 10 Gelsenk. Albert Concord. Spinn. Conti-Gummi Gröllwitz Papier Baer& Stein Baicke Maschin Bamberger Maiz Baroper Walzw. Basalt Bast& Co. Bavr. Motoren J. P. Bemberg Jul. Berger Bergmann El. Berl. Gub. Hutf. 0 30.S 30.5 0 22.0 23.0 12177.0176.0 75.5 76.5 0 93.1 94.2 20261.8264.0 9 85.8 90.0 16 178.0179.0 " Carisb. ind. 0 45.2 47.5 " Maschinen 0 42.6 44.7 Bston u. Monier# 82.5 94.0 Bösperd. Walzw. 9—. 47.7 Braunk. u. Brik. 10128.( 139.0 Braunschw. Kohl. 10/212. 0 21I. 0 Jute 4 73.2 73.0 Breitenb. Zement S 66.5 65.0 Bramen-Besigh.# 998, 355 " Wollk. 10/1 Brown-Boveti S 68. Buderus 4 44.6 49.5 0 36.0 37.0 0 41.0 41.0 9117.0118.5 8107.0108.0 Elektr. Lieferg " Licht u. Kr. Engelh. Brauerei Enzinger Erdmannsd. Sp. Erlang. Baumw. Eschw. Bergw. Excelsior Fahrr. gahlb. List& Co. almler Motor U Otsch. Atlant. Otsch. Conti 6as Asphalt Babeor Er00 Jute Kabel Linoleum Schachtd. Steinzeug Tel. u. K. Ton u. Stein 11 Eisenh.7 0 29.4 30.8 8101.0103.0 9126.6128.1 8—. 73.0 7 81.9 81.0 7 70.0 70.7 0 50.0 50.0 G 47.5 47.0 15 86.6 86.7 7 83.0 83.5 15— 112.0 0 73.5 73.5 66.0 65.0 36.0 36.5 Oittm. Neuhaus 1 0 26.0 26.5 Dörtfler„ 10 55.0 56.0 Otmd. Akt.-Brau. 17/194.0157. 0 Ritt.-Brau. 20178.5180.5 Union-Brau. 18 169.0173.0 Orssd, Gardinen 6 44.5 41-9 Schneulpr! 9 41.2 41.0 Dürener Metall 10 104.0104.0 Oürkoppwerke 0—. Düsseld. Diet. Br.17—. " Höf. Br. 8 54.0 " kammg. 9 63.5 Oynamit Kobei /6/ 72.8 54.5 63.5 72.5 xgestorft 4 risend. Eisend. Vertm 13142. S145.0 #t Guldes G 46.1 46.0seiektre Oresden 112137.0159. 101117.5/120.5 13/145.0147.7 8 76.0 74.0 26.2 25.0 6 81.2 33.0 14/203.5/203.5 .5.5 26.2 30.0 Farbenind. I. 6. 12/145.4/145.2 Feldm. Papier 10|121.0s122.5 Felten& Gulll Frankf. Masch. Friedrichshütte Frister A. 6. Frosbein Zucker 82.0 82.0 0 15.0 16.5 6/112.|112.5 7 101.0s101.0 38.7 68.5 gebhard& König u Geisenk. Berg. Germania Portl. Gerresh. Glas Ges. f. ei. Untern. 9 Gildemeist.& Co. 0 Girmes& Co. 10 Gladb. Wollind. /11 Glasm. Schalke 110 Glauz. Zucker Glöckauf Belek. Gebr. Goedh. Düs. Th. Goldschmidt Guano-Werke Gritzner Masch. Grün& Bilfinge Gruschw. Textll E. Grundlach 82.0 85.5 120.0120 35 61.5 61.5 10140.013.2 15/135.2135.0 0 44.7 46.1 45.044.0 38.0 38.0 13/174.8/174 Zur Nusführung aller börsenmäßigen Geschäfte empfichlt sich Bankhaus Mahnert& Düppe Bechum, Alleostraße 19 ucham. 4 Gluck 1s Hacketnal Dra. 0 Hagede„ 6 Hallesche Masch. Hamb. El. Werte Hammersen Hann. M. Egest. Harb. Eis. u. Br. ".-Gummi HarpenerBergbau Hein, Lehm.& Co. Hemmoor Portl. Hi pert Masch Hindrichs-Auft. 47.0 91.0 47.5 65. 55.0 55.5 91.0 8 76.7 Hoch-Teiben Hoesch Hoffmanns Stärk. Hoheniohe-Werk Ph. Holzmann Horch& Co. Hotelbetr.-Ges. HNubertus Braunk. Hute Broslau Ise Bergbau IIse Genus Isenbeck Brau - eet! J. A. John Akt. Mar Jüdel& Co. Junghans Gebr. ahla Porz. Kaiser-Keller Kaliwerke Asch. 73.21 73.2 77.0 77.0 79.7 81.5 74.0 74.2 gliwert 121.3123.0sHarstagt Kirchner& Co. 82.0 62.0 54.2 42.2 99.7 .0 103.0 8 120.0s120.0 60.5 60.0 174.0s179.7 104.1/102. 84.0 84.0 41.0 36.2 36.2 10103.5/105.5 0 25.5 27.2 12 30.0 49.0 30.2 49.0 139.0144.0 101130 Klauser Spinn. Klöcknerwerke Ic. H. Knorr Koch, Adlernäh. Köln-Neuessen -Gas u. E. Koisch Walzeng. Konigs-Brauere König Wilhelm Kontinentel Asph. Körting, Gebr. Kötitzer Leder W. Kreift Kromschröder Kronprinz Metall 84.0j0 abr. Kroger 77.0 Köppersb.& Co. 7.. 0 29.7 0 49.1 6 87.1 6 41.0 &a Co. 233.0 27.7 77.0 59.0 86.5 350 46.7 96.5 —. 120 92.0ssahmeyer& Co. /12 30.51 Laurahütte 0]—.—. 55.0Leonhard Braun##129.0 11 50.0Leopolsgrube# 69.(Lindes Eismasch. 15 151.0 20 376.0 61—. 0 40.2 52.0 6. Berg Magdeb. Mühlen Mannesm. Werke Mansteld. Bergb. Marie, kons. Bw. Martini& Hönecke Masch.-B. Untern. Maximil. Hütte Mech. Web. Lind. Web. Sorau 10 Web. Zittau Merkur Wollweb. Miag Mimose.-6. Minimar Mix& Gonest Motoren Deutz Mölheim Bergu. Möser Bräu atronzellstoft Neckarwerke Niedert. Kohlen 10 Norod. Kabel s10 Steingut 12 Wolle Nörnd. Hert.-W. berschl..-B. Oberschi. Koke Oranst. 6p; Koppel prssi: Bersbes Phönix Braunk. Julius Pintsch Plauen. Gardin. Polyohonwerke Poppe à Mirth pasguin F. Fard. ∆ Rauchw. Walter Rheinfeld Kraft Rhein. Braunk. Elektr.Vorz. 41.0sCari Lindström 10 107.0 107 7 C. Loren 7 81.5 81. 51L Odenscheid Met. 7—. 87.0sLöneburg. Wache 32.5 37.2 40.4 74.0 35.4 20.0 61.0 41.5 38.0 41.2 74.5 36.0 20.0 62.0 42.0 126.5128.5 55.2 56.0 35.0 34.2 96.5 100.5 66.5 68.0 201.02040 41.0 108.0 90.0 39.5 45.6 84.5 41.0 108.0 90.0 41.0 44.5 90.6 115.0s116.0 0133.0135.0 21138.0138.0 53.3 38.0 23.0 34.1 74.1 30.0 59.7 59.2 2/144.0 43.0 150.2 0 45.1 4 46.0 13.0 10138.2 101162.0 23.0 38.0 75. 50.0 905 144.0 134.0 45.1 Spiegelg!. Stahlwerke werke Rh.-Westf.-El.-W. 10 " Kalk 12 " Sprangst..8 Richter David 112 Riebeck...2 97.7 76.7 130.0 Roddergr. Br.-K. 130 822. 01622.01„ Sothanlem. 14.0 139. 164. 96. 76. 131. 57. 57. 84. achsenwerk Säche. Webst. Salzdetfurth Sarotti Schering chem. Schlegel Brauerei Schles. Bg. u. Z. B. Beuth. Cellulose E. u. 6as A. OIe. bane—0 Schneider, Hugo Schött, Hermann Schub.& Salzer Schuckert& Co. Schultheis-Patz. Schwaben-Bräu Schweim, Eisen Fr. Seiffert& Co. Siegen Solingen Siegersdorf Wk. Siemens Glasind. Siemens&a Haleke Sinner Aktien Sonderm.& Stier Sonderm.& St. B. Stadtberg. Hôtte Stett. Chamotte Stöhr Kammg. Stolberg. Zink Gebr. Stollwerk Stralsund. Spielk.I Sweneka 85.0 85.2 6 43.6 43.7 151222.0226.0 7 95.0 95.8 15299.0299.0 14/126.0126.6 29.5 30 8 79.0 38.0 101123.0 85.2 52.5 32.2 145.0 136. 138. 131.0 102.0 119.0 13.0 45.2 92.5 14168.7 9 750 Rr ch Portland Smyrna Tepp. Stahlwerke St. Zypen u. W. Thür. Metall Ultramarin Viktoriswerke Voge! Telegr. Vogt Wolf Vogtl. Maschinen Volgt& Haeffner Vorwohl. Portl. #tandererwerke W Warst. Gruben Wasserw. Gelsk. A. Wegelin Ruß Megelin 4p Hübner 119.0 13.2 46 5 92.5 167.0 80 0 Fack& Co. Tafelgias Thörts V. Oelfb. Thör. Gas Leipz. Tietz Leonhard Transradio Triptis Akt.-Ges. Tuchfabr. Aach. 165.0/165. warzig, Papiert. SöhlSte WVer. B8h Stahlw. Chem. Charl. Otsch. Nick. Glanzst. Elb. 44.0 500 43.0 83.2 44.0 46.2 164.0 245.0 53.0 44 85. 44. 46. 166.0 244.0 103.5 100.0 53.5 141.0 10 108.0 8/126.0 0 35.0 12|119.0 10 51.5 10 9 54.5 10 105.0 o/117.0 8 90.7 107.0 96. 54. 140 110.0 125.7 35.5 30.0 79.0 38.0 124.0 85. 52.0 32.2 150.0 136.2 163 5 130 5Wege 102.0Westf. Draht Westf. Kupfer Wicking Portl. 2. Wicküler Brau H. Wisner Met. Wittener Gußst. Wittkopp Tietdau vellstoff-Verein *" Waldhof 127.2 42.0 42.5 66.2 32.0 99.0 58.0 103.0 124.5 35.5 43.2 68.2 33.5 39.8 161.2 55.0 129.0 42.2 43.1 66.2 32.5 4 5 0 10 14 0) 64.7 0— 10 70.5 58.7 103.0 125.0 40.0 45.0 68.5 33.7 40.0 161.2 64.7 Reichsbank Rh.-W. Bodenkr. Westd..-Kr.-B. Kolonialwerte Otsch. Ostafrika 4 62.0 61.0 Neu Guines 6/256.0s257.0 Otav 465 Festverzinel. 29.4| 29.5 Werte eshe e —" Neubesitz 6 0 Wertbest. 23 10-1000 6.1 bis 5 6 Reichsanl. 27 s Reichssch. K 10 Berl. Pfandbr. 6 R. 3 und 6 Farbenbonds Boch. Stadtanl. v. 1929 28/29 R½ 8„„ 30 R. 4 Goldpfdbr. R. 1 I7 Pfandbr. A..1 95.5 " A. R. 1/100.0s100.0 57.4 .6 97.0 93.0 85.0 97.2 99.0 100 5 91.7 57.8 .5 92.6 87.2 99.0 100.2 91.9 % Handbriels 8 Berl. Hyp. B. 10 10 Pr. Ctr. B. 6old s 27 10 Rh. W. 800. 2 Pr. Lopfbr. R. 19 ".21 -0 R. 20 88.5 99.7 101.0 88.5 100.0 100.5/1002 97.0 97.0 97.0 97.0 Pr. C..Pf. R. 22 Pr. C..Pf. R. 23101.01 Pr. C..Pf..24 99.2 Pr. dto. 25/27/100.0 Pr. C. 6. Pf. R. 28 96.0 % industrisobig. I Concord. Bgb. Cont. Coutch. Daimier Benz Hann. Masch. HoeschE. u. St. Klöckner Fr. Krupp A. B. " R. M. Mont Cenis 6½ Siem. Halske V. Stahl m. O. Is Rh. W. 800.15—. s Goldrogg.-3 100.|100.0 7½ Rhein. Stahl w. 5 A. E. 6. 1890 s Bergmann Bl. 83. 96.6 40.7 96.0 70.5 40.5 98.0 Verkehrswerte A. 6. f. Verkehr Baltimore Ohio Boch. Geisenk. Otsch.Reichsbahn alHlambg. Amerk. P. " Södam Hanse Norde. Lioyd 117.0 98.77 Bankaktien Barm. Bankverein 8/100.1/100.5 123.0 Berl. Handelsges. " Hypothekb. 56.0 Commerz- u. Pr. Darmet. u..-B. De-0l-Bank 54.710 106.0Oresdener Bank Preus. Bodenkr. Pror.-* 81119.2/120.3 12/212.0— 109.0s116.2 81132.5134.0 104.0104 6/103.2/104. 10139.5139.5 12/153.0/133.0 Berliner Zeit- und Schwankungswerte heute Anfang Schluß Berliner Handels-Ges. Commerz& Privatbank Darmstädter National De-Ol-Bank Dresdner Bank Deutsche Reichsbahn Hbg. Amerika-Paket Norddeutscher Lioyd Ako Allgemeine Elektrizität Baurische Motoren J. P. Bemberg Bergmann Elektrizität Berliner Maschinen Conti-Caoutschuk Deimier Deutsche Conti-Ges. Er00 " Linoleum Elektr. Licht u. Kraft Essener Steinkohlen Farbenindustrie Feldmöhle Papier Felten& Guilleaume Gelsenkirch. Bergwert 121.|122.0 94.0 44.7 66.5 67.5 60.2 61.0 100.0 100.0 1750 136.5 140.5 63.2 63.2 66.7 73.2 40.7 59.7 .7 73.5 35.5 41.4 59.7 130.0 153.0 161.01163.5 75.5 129.1 50.7 222.5 135.0 164.7 54.0 144.0 95.2 gestr. Schlus 122.2 46.5 68.4 62.0 98.7 180.0 143.5 64.5 68.0 74.0 35.5 41.5 60.4 131.5 167.0 76.4 77.7 129.|130.0 51.5 52.7 225.0 148.0 137.2 167.0 54.2 145.2 225.1 148.5 136.1 166.0 35.0 146.7 96.60 Aus Westfalen und 15. Verbandstag des Konditoren-Verbandes Westfalen-Lippe s Dortmund, 30. April. Die aus Anlaß der 7. Westfälischen Gastwirtsmesse nach Dortmund einberufenen Tagungen wurden gestern mit dem stark besuchten 15. Verbandstag des Konditoren=Verbandes WestfalenLippe im„Gewerbeverein" eingeleitet. Der 1. Verbandsvorsitzende Obermeister Wilhelm Termehr(Dortmund) gab eingangs seiner Begrüßungsansprache einen kurzen Ueberblick über die katastrophate Wirtschaftslage und deren Auswirkungen insbesondere auf das Konditorenhandwerk. Verbands=Geschäftsführer DiplomVolkswirt Kopp erstattete den Geschafts= und Tätigkeitsbericht. Der Stand der Organisation ist gut. Dem Verband gehören die 18 Innungen des Gebiets Arnsberg, Bielefeld, Bocholt, Bochum, Buer, Dortmund, Hagen, Hamm, Herne, Gelsenkirchen, Iserlohn, Lippe, Lüdenscheid, Münster, Recklinghausen, Rheine, Schwelm, Gevelsberg und Siegen mit insgesamt 538 Mitgliedern an. Der Redner kritisierte scharf die Gemeindegetränkesteuer und fordert ihre Abschaffung. Sodann verbreitete er sich über die vom Verband eingerichtete GlasschädenHilfskasse und die Sterbeunterstützungskasse. Die Frage der Sonntagverkaufszeit(jetzt von—4 Uhr) fand eine eingehende Behandlung, weil im Regierungsbezirk Arnsberg beabsichtigt ist, sie entgegen den Wünschen und Bedürfnissen der Konditoren früher zu legen. Der Bäckerinnungsverband wurde gebeten, in dieser Frage mit den Konditoren an einem Strang zu ziehen. Der Kassenbericht gab ein Bild von den gesunden Finanzverhältnissen des Verbandes. Der Haushaltsylg### für 1981 wurde in Einnahme und Ausgabe mit 11 000 mM. genehmigt. Sodann wurde der 1. Verbandsvorsitzende bei Grundung des Verbandes, Gerhard Clostermann(Dortmund), und ebenfalls der 2. Vorsitzende, Wilhelm Buchheister(Bielefeld), durch die Ernennung zum Ehrenvorsitzenden ausgezeichnet. Der Verbandsvorstand wurde durch Zuruf wiedergewählt. Der Bundessyndikus Dr. Otto(Berlin) sprach sodann über das Thema„Wo steht das deutsche KonditorenHandwerk.“ Er wies darauf hin, daß in naher Zukunft eine Besserung der katastrophalen wirtschaftlichen Verhältnisse nicht zu erwarten sei. An den Vortrag knüpfte sich eine kurze Aussprache, die sich vornehmlich mit der Autorenfrage beschäftigte, wobei erklärt wurde, daß Schallplattenübertragungen gebührenfrei sind. Mordsache Spieß aufgeklärt Mordkommission festgenommen. Er wurde zum Polizeipräsidium gebracht und legte bei der Vernehmung der Mordkommission unter der Wucht des Beweismaterials in der Mordsache Spieß ein Geständnis ab. Er habe die Tat allein ausgeführt. Das Mordmesser stamme von den Werkzeugen seines Großvaters, wo auch ein zweites ähnliches Messer vorgefunden wurde. Bei der Haussuchung wurde in einer Konsole ein Geldbetrag von 200 Mark vorgefunden, der von der gestohlenen Summe herrührt. Weiter gab Wilhelm an, daß er die Tat aus Nahrungssorgen ausgeführt habe.— Der Händler Spieß wurde am Abend des 25. Januar in seinem Laden in der Weißenburger Straße ermordet und beraubt. Der Fall Mengelkamp s Dortmund, 30. April. Zu der Meldung von der Verhaftung des früheren Direktors der Konsumgenossenschaft„Eintracht", Ferdinand Mengelkamp, wegen Meineids teilt die Konsumgenossenschaft mit, daß der hier in Rede stehende Ferdinand Mengelkamp nicht der Vorsitzende des Aufsichtsrates Stadtrat Heinrich Mengelkamp, sondern dessen Bruder ist. Auf eine anonyme Anzeige hin ist F. Mengelkamp verhaftet worden, weil er in einem Strafverfahren gegen den Chauffeur Bohle einen Meineid geleistet haben soll. Mengelkamp bestreitet das entschieden. Man erwartet, daß die Angelegenheit in Kürze geklärt sei und die Haftentlassung Mengelkamps erfolgen wird. Provinzial-Wirteverband * Dortmund, 80. April. Im„Kölnischen Hof“ hatten sich gestern vormittag die Delegierten der dem Westfälischen Provinzial=Wirteverband angeschlossenen Vereine in großer Anzahl zu ihrer Frühjahrs=Delegierten=Versammlung zusammengefunden. Der Verbands=Vorsitzende Neputh(Dortmund) überreichte den Verbandsmitgliedern Kaup(Höxter) und Richter(Annen) als Anerkennung fur ihre langjährige verdienstvolle Arbeit im Verband die goldene Ehrennadel. Zunachst erstattete Stens(Hagen) Bericht über die auf Wunsch der letzten Verbandsversammlung eingerichtete und von ihm geleitete Verbands=Pressestelle. Dr. Hans Schußler(Hagen) berichtete über die Tätigkeit und den Aufbau der Provinzial=Versicherungsstelle. Ueber Tariffragen äußerte sich kurz der Verbands=Syndikus Hoppstädter. Auf Grund der Notverordnung mußten neue Lohnabschlüsse getätigt werden. Vom Verband ist eine Kontrollstelle fur alle Lohnverhandlungen eingerichtet worden. Die im nächsten Rundschreiben zu erwartenden Richtlinien müßten bei kunftigen Lohnverhandlungen streng beachtet werden. Die Neuwahl des Verwaltungs=Ausschusses der Franz=Dervenich=Stiftung ergab die Wahl des Verbandsvorsitzenden Neputh zum Vorsitzenden, Pfeifer(Hagen) zum Kassierer und der vorgeschlagenen Beisitzer. Der Vorsitzende Neputh teilte mit, daß der Deutsche Gastwirtstag 1932 wahrscheinlich im Westen tagen wird. Der Ordentliche Verbandstag des Westfälischen Provinzialverbandes 1932 ist in Bielefeld. Kampf gegen Brandstifter + Arnsberg, 30. April. Bekanntlich haben sich in der letzten Zeit im Kreise Arnsberg zahlreiche große Brände ereignet. Es besteht der Verdacht, daß vorsätzliche Brandstiftung vorliegt. Aus diesem Grunde hat der Oberstaatsanwalt einen Betrag von 3000 Mark für die Personen ausgesetzt, die einen vorsätzlichen Brandstifter so zur Anzeige bringen, daß er gerichtlich verfolgt werden kann. Vom Blitz erschlagen = Warburg, 30. April. Reisende sahen vom Zuge aus auf einem Felde des benachbarten Dorfes Haueda einen Mann und zwei Pferde wie tot auf dem Boden liegen. Die sofortige Verständigung und Untersuchung ergab, daß der 26jahrige Landwirt Karl Ehle beim Pflügen von einem Gewitter überrascht und durch Blitzschlag auf der Stelle getötet war. Die beiden Pferde waren ebenfalls bei dem April=Unwetter durch Blitzschlag getötet worden. Internationaler Flughafenbetrieb Essen, 30. April. Am Freitag treffen, aus London und Brüssel kommend drei Großflugzeuge der belgischen Luftverkehrsgesellschaft„Sabena“ mit englischen und belgischen Journalisten auf dem Flughafen Essen=Mülheim ein. Nach kurzer Besichtigung der Flughafenanlagen geht die Luftreise weiter nach Hamburg, Kopenhagen und Malmö. Die Pressevertreter fliegen also die ganze Strecke London— Malmö über Essen=Mülheim planmäßig ab. Schwindlergesellschaft„Klöcknerkonzern“ □ Düsseldorf, 30. April. Wegen umfangreichen Provisionsbetruges wurden festgenommen die Witwe August Egen und der Kaufmann Heinrich Braun. Die Festgenommenen hatten sich mit einer größeren Anzahl anderer Personen zu einer Schwindlergesellschaft zusammengetan und waren in einzelnen hiesigen Lokalen unter dem Namen„Klöcknerkonzern“ bekannt geworden. Die Mitglieder dieser Gesellschaft übernahmen Vertretungen einer großen Anzahl von Firmen und schoben sich gegenseitig Auftrage zu. Hierdurch war es ihnen möglich, Provisionen zu erhalten, die unter ihnen verteilt wurden. Die liefernden Firmen ahnten von den Machenschaften ihrer Vertreter nichts und sind in allen Fällen um die gelieferten Waren und die ausgezahlten Provisionen geschädigt worden. Die Zahl der geschädigten auswartigen Firmen ist eine recht große und die Summe, die die Betrüger auf die geschilderte Weise erlangten, ebenfalls sehr groß. Eine Million Zigaretten eingeschmuggelt O Köln, 30. April. Beamte der Zollfahndungsstelle Köln gelang es, dem gewerbsmäßigen Schmuggler, Johann Nydegger aus Köln, 85000 belgische unversteuerte Zigaretten, die er am Dienstag mit einem geliehenen Kraftwagen eingeschmuggelt hatte und an verschiedenen Lagerplätzen im hiesigen Stadtbezirk unterbrachte, abzunehmen. Es handelt sich um denselben Schmuggler, der am vergangenen Samstag die 99000 Zigaretten gelagert hatte, die ebenfalls von Beamten der Zollfahndungsstelle beschlagnahmt wurden. Nydegger hat nachweislich in den letzten drei Wochen über 1000000 Zigaretten aus Belgien eingeschmuggelt und in Köln verkauft. die Hinterbliebenen der Opfer der Eschweiler Katastrophe = Eschweiler, 30. April. Die Reichsregierung und die preußische Staatsregierung haben für das Hilfswerk zugunsten der Hinterbliebenen der auf Grube„Eschweiler Reserve“ am 21. Februar 1931 tödlich verunglückten Bergleute je 36000 Mark zur Verfügung gestellt. Nachdem dankenswerterweise auch von anderer Seite erhebliche Spenden eingegangen sind, kann nunmehr diesen Hinterbliebenen die gleiche Fursorge zuteil werden, wie sie anläßlich des großen Grubenunglücks in Alsdorf gewährt worden ist. 250 Jahre Wallfahrtsort Hardenberg=Neviges. Die Jubiläumsfeierlichkeiten wurden am Sonntag mit einer Kundgebung eingeleitet, an der 8000 Personen teilnahmen. Briefe an den Bochumer Anzeiger Kaum ist der Frühling ins Land gezogen, so beginnen wieder die Straßenumzüge mit Trommeln und Pfeisen, Pauken und Trompeten und anderen melodischen Larmmitteln. Hofstede scheint ein besonderer Tummelplatz dafür zu sein— wahrscheinlich weil dieser fast ausschließlich von Männern der Arbeit bevölkerte Ortsteil kein besonderes Ruhebedürfnis hat! Auch am letzten Sonntag wieder, in aller Herrgottsfrühe, als alles— mit Ausnahme der„Musikanten“— sich des erquickenden Schlummers noch erfreute, ging es los, ohne Rast und Ruhe, hin und her, mit mehr Beharrlichkeit als Abwechslung in den dargebotenen Genüssen für Ohr und Hirn. Sind denn ausgerechnet die frühesten und frühen Morgenstunden des Sonntags, des einzigen Tages, an dem Körper und Geist ausgiebiger ausruhen dürfen, dafür da, um eine Jahrmarktskakophonie aufzuführen? So geht es dann den ganzen Sonntag hindurch.„Nun Stille nah und fern— das ist der Tag des Herrn!" Wäre es nicht besser, die Polizei sorgte für Abstellung des Lärmes, anstatt ihn gewissermaßen durch ihre Begleitung zu sanktionieren? Dann ware Friede in Hofstede und allen, nicht zum wenigsten den geplagten Schupoleuten, ein Wohlgefallen. Die unablässigen geräuschvollen Straßenumzüge wachsen sich zu einer wahren Plage aus. Und ihr Nutzen?!— e— Kärnten ist nicht nur eines der schönsten deutschen Länder, sondern auch ein sehr günstiges Siedlungsgebiet für deutsche Landwirte. Bisher haben sich in Kärnten über 100 reichsdeutsche Landwirte niedergelassen, die Liegenschaften in allen Größen und Preislagen kauften. Die Siedler kamen gut vorwärts und sind zufrieden. Das milde Klima, die guten Absatzmöglichkeiten sichern eine günstige Rentabilitat. Land steht noch genügend zum Verkauf. Es kann daher jungen Landwirtssöhnen nur empfohlen werden, statt das Experiment einer Auswanderung nach Uebersee, den Versuch einer Siedlung in Kärnten zu machen. Anfragen werden durch den Oesterreichisch= Deutschen Volksbund Berlin an den Kärtner Heimatbund weitergeleitet. Ortsgruppe Bochum. Kataloge kostenlos durch die Fabrik Paul Kübler& Co., G. m. b.., Stuttgart 13 ihr habt nicht nötig weit zu lauten. Bel HERZ, de könnt ihr bilig kauten, Ihr findet dort was Euch getält: Kalbsragont.60 Nacken u. Brust.70 Heule u. Schulter....80 Hotelett....... 1 Ptd..85 Nackenstück.... 1 Pid..83 Lummerstück.... 1 Pfd..85 Bratwurst grob u. fein, 1 Ptd 0,90 Ganze Eisbeine.50 1 9• Schweinetleisch durchwachsen, bei S Pfund.50 Schinken..... bei S Pid. 0,70 Rollbraten. bei S Pid..75 Flomen...... bei S Pid. 0,55 Speck trisch.... bei S Ptd..50 Schinken geräuchert, bei S Pid. 1,10 Schweinekopf. bei S Pid..30 Im einzeinen S Pf. mehr Ochsen- und Rindtleisch eigene Schlachtung Suppentleisch..... 0,70 Bratentleisch....70 Rouladen 0,80 Gehacktes trisch....70 Schabetleisch.....90 Blut- und Leberwurst 700 Hans Glücklich, jüngster Stift des Hauses Speler. Nun beginnt für mich der Ernst des Lebens. Da muß man die Augen auf und die Ohren steif halten, wenn man ein tüchtiger Schuhfachmann werden will.— 4 Heute wurde mir gleich die Zentrale gezeigt, Da habe lch aber die Augen aufgerissen, Wie hätte ich das gedacht, so etwas Großmächtiges! Keln Wunder, daß die schlaue Tante Klara immer sagt: „ich kaufe bei Speler. Es hat seinen Grund“. Jetzt sehe ich die Gründe. in den nächsten Tagen werde ich ihnen davon erzählen. Heute geht's nicht, heute brummt mir ein bißchen der Schädel von den vielen neuen Dingen. Aber das kann ich ihnen schon sagen, diese„Vernunftschuhe“-etwas ganz vortreffliches für empfindliche Füße. Wenn Sie die sehen, lacht ihnen das Herz Im Leibe, so bequem und formenschön sind sie,— und laufen muß man derin können........ Dabei kosten Sie nur 12.50 16.50 18.50 19.50 Anschauen u. Anprobleren kostet nichts. Auf Wiedersehen! Kaufen Sie bei Gheten „es hat seinen Heute Premiere .00,.00 und.00 Uhr! Humor— Witz und fesseinde Sensatlons- Komik bringt der neueste Tonfilm-Schwank der Ufa mit Johannes Riemann in der urkomischen Doppelrolle als„Peter und„Paul“ und Maria Paudler die von Bühne und Film bestens bekannte temperamentvolle Schauspieleri Stadttheater Bochum Freitag, 1. Mai, 19.30 bis 23 Uhr. C. 26: Carmen Oper mit Ballett in 4 Akten von G. Bizet Samstag, 2. Mai, 20 bis geg. 23 Uhr. Zum gteg, Male! Der Hauptmann von Köpenick Ein deutsches Märchen in 3 Akten (18 Bildern) von Carl Zuckmaver. Kapitalien Freihetene! Darlehnsanträge für Au= und Darlehn Larsehnsvermittlung: Bochum, Freiligstunden: Mittwochs und Sonnabends, nachm. von—5 Uhr.(99918 * aulals Beamter in LebensBdetehlsstell. sucht 600 Mark an Beamte u. Fest= Selbstgeber zu leih. in dem UfaTonfilm-Schwank im(255 Hellweg 1 und Kortumstraße 45 besold. zu 9 Proz. Jahreszins., diskr. u. ohne Vortosten geg. Lebensversicherungs. abschluß. Ludger Beckmann, Bochum, Hattingerstr. 19,8.31, Opelhaus.(VV# Telephon 68181. Sprechz.—7Uhr tgl. Sonnabends geschl. Sicherheit vorhand. Angeb. unt. M. M. 22188 an die Gesch. Barkredit an Beamte u. Festangest. ohne j. Nebenverpflichtung, ohne Vorkosten.(20317 F. W. Schröer, Osk.=Hoffmannstr.99 —7 nachm. ist geratichrig! Zwei Frauen verwechseln ihre Männer— ein heilloses Durcheinander!— * Ein Tonfilm-Lustspiel allererster Or dnung. Produktion B. Duday.— Regie: Joh. Guter. Ort der Handlg.: Das schöne St. Moritz u. Berlin. Dieser köstliche Lustspielschlager fand bei der soeben in Berlin erfolgten Uraufführung begeisterte Aufnahme u. stürmische Heiterkeit Sonntag, 3. Mai, 11¼ Uhr Früh-Vorstellung unwiderruflich zum letzten Male Die Drei von der Tankstelle“ Ab heute bringen wir die herrlichste u. bezauberndste Fonklmoperette der Gegenwart Lillan Harveg. Willi Fritsd. Liebestuner Gesang— Humor— Liebe, das ist der Pulsschlag dieses entzükkenden Tonfilma, mit den bekannten Schladern: Du bist das sübeste Mädel der Welt: Sellges Schweigen, ee eingen die Geigen den Walzer der Liebe Die keusde Sünderin mit Cooleen Moore. Kurztontiim Kulturtiim AomdPrars CKaldFreitag bis Montag VrerrageMiktolalrsct Die Lachbombel Der unübertroffene Tontilmschwank! Felix Bressart als Knufke Novotnu. Ein Lachbazillus in Reinkultur „Die Velschbundens-Waumit Harry Halm und Mary Kid Flock und Flickie in ihrem neuesten Tonfilm- Lustspiel Sonntag, 2 Uhr, Kinder-Vorstellung, mit großem lustigen Tonfilm-Programm Achtung! Sonntag. Beginn 4 Uhr ehrenscd. Inh. Wilh. Stöwe, Oekar-Hoffmann- u. Kronenstr.-Lene Heute, Freitag: der Bochumer Kapelle! Schorsch Wüst, Fred Franzen, Konrad: -Jos. Pöppe usw. Kleine Blerpreise! UReia.. Heute 8 Uhr Freitag Premiere der Max-Peltini- Revue Sie0Uun! Rovue-Operette in 32 Bildern, voll Tompo, Humor und Witz Trotz der onormen Unkosten kleine# Sämtliche Vergünstigungen sind während Mady Chrishans charmant, bezaubernd, wundervoll wie immer, ist der große tohmm-Eriois der Wodle in Louthaht-furol DuCmot Der don nacuren.!. Gretl Theimer und Max Eh. Eine Tonfilm-Opereite von Format de de Kaodbanusche. eresde Helen. de siteh Verich LSeicht und ur. in bester Form aut seine uu..4. b. vir, dich guch goschen hertertrischenden Stoffen sehnt. Wieder hat man einen wirkungssicheren benu..0 und abende 8 ThAufführungszeiten: Nachm..40,.10 12 9 Uhr IÖ —BOCHUN Wochentags bis 5 Uhr nachmittags halbe Preise Sonntag, vormittags 11.15 Uhr, Frühvorstellung: Leutnant warst vu einst bel den Husaren halbe Preise Araisser wccne Einng K. Sapbennunher Pia!,E. Suppenhahnen, Poulets, Puter, Kapaunen, 1931er Gänse, Enten Feinkost u. Autschnitt Waschmaschinen „ Wassermotorenbau Tel. 62766, Rechener Str. 3a, gegenüber der Ortskrankenkasse Durch Ausschaltung des Zwischenhandels und Vermeidung der Ladensgesen linden große 6. Qualitse Größtes Wassermotoreg- und Waschmaschinenlager am Platze Verringerte Kauflust erzeugt eher Preissteigerung als Verbilligung! der ntt Matratze u. Le. ertuchsofa billig zu eckaufen.(226 M. Tolcziner, =trade 8. ia beueraussemitte erima Arbelisschuhe, Stadt- und Reischoffer, Itentaschen, Ledergamaschen u. Schultornister E kaufen Sie gut und orelswert Im E Lederhaus Schröder Marienstraße 22 /Brüchstraße 60 Aut sämtliche Waren 10% Rabatt LU2 Vielfach glaubt man wohl mit vis die preite nch medr eeZer Fal ea, Wilro, chaude nicht klar daß dies kaurznitlsiche Abgaben ebenfals entspreete Herabgesetzt werden. Bel den großen geldlichen Schwievon Staat und Stadt ist damit aber wohl vorläufig aum zu rechnen. nur bei(118 lüdinghaus Fernruf 64072 Hattinger Straße 57. Dorstener Straße 36 Seelache-Schnitzei ¼ Ptd..19 Seelachs in Scheiben ¼ Pfd..35 Edellache-Schnitzei. ¼ Ptd.45 Bratheringe.-Liter-Dose 0,69 Gerducherter Seeiaene Pid..38 Hering in Gelee-Liter-Dose.# kuf. önleertinan II. Sinh-ees un d ffl.(dseen titer. in bekannt feinster Qualität! Wanz-Brahnstein Schützenbahn 1„ Aut 683 08-99 LB9 Ein Spitzentlim der Salson: OTTO GEBUHR in Gabliau ohne Kopf.. Pid..19 Flechfilet Pid Bücklinge Rauchtiech ed. Gerducherter Beelache Pid..30 Lebbenemfdde Semüse Erbeen-Pld-Dose.43 Gemiechtes Semüee„.50 Junge Erbeen"-Pid-Dose Erbsen mittelfein.-Pid.-D. O,72 Pflaumen ohne Stein Birnen...-Ptd.-Dose Span. Aprikesen-Pid-Dose.90 Erdbeeren-Pid.-D. 29 Asobillla: Holländer Aäse volltett. Pid..75 Edamer Häse volltett Pfd..,85 Limburger in Stanniol Pid..42 Mainzer Küse Roll..10, Kist..95 Dieker, fetter Spock.. Pfd. Hleeiger, durchw. Speck Pid. 1 Westfällsche Pleckwuret Pid..89 Westl. Oerveiatwuret. Psd..2# Haarausfall beseitigt sofort und endgültlg Papillantin ein ernsthaftes, wissenschaftlich ausprodiertes Mitte! Vollkkur Ras. Ausführliche Prospekte und Auskunft in den nachstehenden Niederlagen Eiabern. Wpot, Poee Orate Suit beisaz, Larhamtr. 112 Drog, Gisa Hoffmann, Haltinger Sir. Deag Fischer, Kormumstr. Scke Ronstr. Das Grab der deuischen Fotte! Seichen) Reiglggs 3r hi., 5 denkmal den Blauer Kammgernanzug, reine Wolle, zweireihig RM. 49.Slipon, Gabardine, in hellen mod. Farbtönen, auch in Blau RM. 42.Mod. einreih. Anzug, 2 Knopf, Kammgarn, mod. Streifen RM. 58.GebardineMantel, für Frühling und Sommer RM. 52.Moige des grössen Skaranses konnten wir unseren Kunden nicht gerecht werden. Wir haben deshalb die Volksbekleidungstage um acht Tage verlängert. Inzwischen ist wieder neue Ware hereingekommen; schöne neue Anzüge und Palctots finden Sie jetzt in reicher Auswahl. 9. m. b. J. Bochum, Bongardstr. 25 Siur laüche, wert- ist, als die Kortel27 cm groß, aus la Vollrindieder, mit Reißverschluß, In den Farben braun, blau, schwarz und beige— sie wird gern als Einkaufstasche benutzt. Das ist wirklich wieder eine Tasche, die Ihre Beachtung verdient. ALETGATUN Seit über 10 Jahren der Name für gute Lederwaren Kortumstr. 44(früher Friedrichstr. 17) Weltlichtspiele bleiben ab heute die über geschlossen Kauf Gesuche Gute Preise für getrag. Kleider, Schuhe und Möbel zahlt Jäckel, Gr. Beckstraße 8, Tel. 62526. besre Flaschen Liter= u. Weinflasch. kauft und holt ab Jos. Dammeier, Alsenstraße 20. Porn. Looder und Kanthölzer für Schuppenbau zu kaufen gesucht. Angeb. unt A. M. 22085 an die Gesch. -Ps-OpelLimousine, =Sitzer, bill. gegen bar zu kaufen ges., auch reparaturbedürftig. Angeb. mit Preis unter O. S. 22059 an die Gesch. Gebr. 1½=TonnenLielerwagen sow. gebr., gut erh. Kleinwagen zu kausen gesucht. Angeb. unt. G. S. 22162 an die Gesch. Eine gebrauchte s. Wirtschaftsbetrieb zu kaufen gesucht. Ang. u. W. Z. 4485 d cch Tiefgeb. wag. zu Ait dloene kaufen ges. Angeb. unt. P. H. 22174 an die Gesch. Allen Besuchern danken wir an dieser Stelle für die freundliche Unterstützung. Nach Renovlerung u. Einbau der neuesten Tonfilm-Apparatur Wiedereröffnung im Herbst Millionen werden nutzlos für Werbemittel ausgegeben, die noch nie Ertolge gebracht haben. Stehen Sie jedem Universal- Werbemittel mißtrauisch gegenüber. Schenken Sie Ihr Vertrauen erprobten Werbemitteln, geben Sie Ihre Anzeigen dem „Bochumer Anzeiger“ Inserate im Bochumer Anzeiger erhalten die Kundschaft. FELIX BREVUPHNT Ralph Arthur Roberts, Paul Henkels, Anny Ahlers in DER WAMNZTAAUD Ein hinreißend lustiger, kräftig pikanter Tonfilmschwank ein Meisterstück an Witz und Humor mit schönen Frauen lockeren Mädchen und sittengestrengen Provinzonkein Dazu: Die Geistersiunde- Midsu-Tonfilm .. unnd ein siolzer Hahn dabel, Lustspiel. Und dies alles in der einzig dastehenden Wiedergabe der Berliner Urautführung im Fir Ouue Alleestraße Vorführungszeiten: 3, 5, 7, 9 Uhr Preise von 40 Pf. an AaE. 5 müssen sparen. Wenn Sie sich einen Anzug oder Mantel zulegen wollen, dann kommen Sie bitte erst zu uns. Wir führen von besseren Herren nur kurze Zeit getragene Man Anzüge und Mäntel, auch für ganz dicke Herren terner fast neue Smoking-, Frack- und Sehreck-Anzüge. Ebenfalle neue Herrenund Knaben-Kleidung, für jede Figur passend. Durch Ereparnie der teuren Ladenmiete verkaufen wir alles Wir verleihen Oesellechafts-Anzüge. Neuete-Garderaben Wol& Co. Sochem OR I. Hortumstr. w0 Llage Orittes Haus ven der bengerdetr. Fahrt wird vergätet. Wir verlängern nochmals infolge des unerhörten Andranges den größten Tenk-BressarlErieig! Der Schrecken der Garnison Ein Aillfär-Tonfilm-Schwank Alles ist begeistert. Noch nie ist so viel und so herzlich gelacht worden. CIPPrOD Bochum QualltätsWaschmaschinen Helßwringer Wäschemangein Wassermotore nur bei(.Sch1s Bochum Koromstack 1o Ai KReisum liefern und verlegen durch eigene geschulte Leute Schreder& Baum Größtes Linoleum-Spezialgeschäft Kortumstraße 50, nrüher Friedrichstraße 1sch „ unserer Billigkeit: # Schmierselle. W0en: ## S99l.„PG. Gergg " Süberseite,:. Flasche 0, p Se. ein Pd oas-cihts.s. sel.. Pd. ege. segpepeulezmit 25r u Seit zel, ½, PId. 0,15 4nnbürste 0 I. Seeten Seheset, ieP d ae gre i ict en Joss wachs,#ssemm, mit Etul.2 Mopé: ½ PId. o, 38 Kamillenseite, Schaug:: r. 0,25., Wr. Flasche.84 sverlappen Granzbranntwein, Sishsete seh 8. nier pr. Gual.: Parig“ Flasche.50 este es eun Hercoutz:. Fl. 815 wiacher viesisess Ibe Sas Schusber, 1en.33 Paket, i Sidck.28 Cocosbageg v..15 shppaste, Tube.25 eilanting9.28 Klopfer..95 . slange.as Rederbörise v..350 Bitae. Sesisser Pime Goeisten Smatten....... n.. von.50 scher mit Stial.......... on 0,25 u0 Der Auftakt zu unserer Söhder-Verdneiur Siige Osserraschunger. Großer Posten bedruckte reinseidene Crêpe de chine 100 cm breit, nur moderne Dessins, gute Qualitäten..... niss*.. Bettuch-Haustuch Meter.95 Wäsche-Mako 80 cm breit, gute Qualität Meter Meter Käse Holländer Käse 20%. Pfd. 62-3 Holländer Käse 40%. Pfd. 30Edamer Käse 20%... Pfd. 65Edamer Käse 40%.. Pfd. 85Schweizer Käse... ¼ Pfd. 33-3 Emmenthaler o. R. ¼ Pfd. 34-8 #Limburger i. Stan.... Pfd. 43-9 Tilaiter. ¼ Pfd. 28-8 In d S ATOTADT worsen 9 Uhr 9 Rabatt Rabatt Bochum, bekannte Verkaufsstellen CHZIS Jeanmeyer gegr. 1825 Kortumstr. 125 Telephon 67173 empfichlt aus eigen. Schlachtung in nur allerfeinster Qualität la Mastochsenfleisch das Beste Pid. 1,00 u. 90. S Feinstes Mastkalbfleisch Ptd. ab 1,00 Schweinefleisch, durchwachsen Pid. 65. Kotelett und Rollbraten Pfund 90•9 Ia hiesiger Speck (mager und geräuchert) Pta 95-9 bei 5 Pfund...... 2% Schinkenspeck... Ptd. 1,30 u. 1,15 Nußschinken........ Ptd. 1,35 Bierwurst, delikat (im ganzen). ca.—1½ Ptd. 1,00 Fleischwurst mit und o. Knoblauch 308) ft. Leberwurst tein u. grob, Ptd. 85-) Plock- und Cervelatwurst.... Ptd. 2,20 1,80 u..20 ff. Aufschnitt...... Pid. ab.20 (mit Schinken) Gek. Schinken extra mild ¼ Ptd..40 ¼ Pfd. nur 32.3 . ¼ P f d. 4 8 Plechwurst Gervelatwurst Gek. Schinken.... ¼ Pfd. 38-8 Ulsardinen... Dose 55-8 308 ger. fetten Speck... Pfd. 83hies, ger. Bauchspeck.. Pfd. 88-8, Helles Salatöl..... Ltr. 50-9 Tafelöl........ Ltr. 75 A MTUL 5% 5% Rabatt Rabatt Bochum, bekannte Verkaufsstellen LH121 von 0. DenUTER URDSEITEN RRDOOFZOZE Witiener Str. 9(neben Here) Marienstr. 27 Gelegenheits. Kauf: Speisezimmer Mahagon.pol Büfett 230 cm. Vitrine, Tisch, oval 100/130. 4 Stühle, 2 Sess. Herrenzimmer kaukas. Nußb. pol., Bücherschrank, 240 cm. Schreibtich, Tisch, O 1 m, 2 Stühle. 1 Sessel In erstkl. Qualliat aus erster Möbelkunstwerkstätte. direkt an Privat. gegen Kasse zu verkaufen. Lieferung frei. Ansicht in Bochum. Gefl. Anfr.u. I..18 a. d. Geschst. d. Z. Blinden-Verein, Bochum Vertrieb von Blindenarbeiten aller Hrt Verkaufsstelle: Rottstraße 26/ Telephon 63513 Die Vereinsanschriften sind folgende: 1. Vorsitzender: Winkler, Bochum, Humboldtstr. 33. Ruf 663 68(Bock), Klavier= stimmer: 1. Kassierer Hamblock, Bochum, Rottstr. 12; 1. Schriftführerin Frl. Hermann, Bochum, Hattinger Straße 75. Es wird gebeten, nachstehende Handwerker mit Aufträgen zu bedenken: Korbflechter: Heinr. Thubeauwille, Bochum, Roonstr. 75: Konrad Obach, Altenbochum, ilflechter: Karl Gottschalk, Bochum. Kronprinzenstr. 12; Paga, Bochum Elsaßstr. 17: Hoffmann, Hattinger Straße 198a: Frl. Schulte, Bochum, Mayerstr. 3: Hamblock. Bochum, Rottstr. 12: Lischewski, Bochum, Rottmannstr. 13. Handarbeiterinnen: Frl. Keller, Bochum, Bahnhofstr. 11; Frl. Koch. Bochum. Alleestr. 108a. MaschinenKostümstickerin E. Deis, Von=der=ReckeStraße 100a.(L63 Rechtsbüro Ermeling (Rechtsanw.= u. Notar=Bürovorst. a..) Osk.=Hoffmannst. 772 Ruf 63321. SAmer PrUSes. Das garantiert einzig wirksame Mittel ist und bleibt Frucht's Schwanenweiß u. 158 Zu hab. in den Drogerten Altmikus, Bongardstr., Störing, Hellweg, Reinhard, Moltkemarkt, Kneider, Gr. Beckstr., Fischer, Kortumstr., Parf. PrachtKortumstr., Drogerie Marquardt, Gerthe, Linden, Drogerie Feuerstein. SerstenkornHandtücher Fchlern, sollde Fabrikate Stück Reinleinene Dam.-Taschentücher teils mit Hohlsaum Stück.48 Handtuch-Reste mit kleinen Fehlern Meter Angestaubte Stickerei-Tücher Stück Damen-TrikotHandschuhe Fantasie- Stales gute Farben...... jedes Paar Plattierte Damenstrümpfe Küttner-Seide mit Mako unterlegt, besonders solide Qualität, gute Farben Paar Herren-TrikotHandschuhe ben, sollae er Qualitäten.... jedes Paar 45 1 Herren-Binder solide Qualitäten, geschmackvolle Dessins. Stück.95 Kein Kükensterben mehr! Füttern Sie in den ersten Wochen Kükenerstlingsfutter(Marke Pillardin). Hühnerfutter, Taubenfutter. Nur bei Pillartz, Zoologische Handlung. Rottstr. 13 Hohe Preile für getrag. Kleider, Schuhe und Möbel zahlt Fruchter, Marienstr. 31. Tel.63762 Zwangsversteigerung Vannahemt von 2 MDai 1931 vor=] Am Sonnabend, dem 2. Mai 1931, eonnaveno, ven 2. Mai 1931, vormittags 10 Uhr, werde ich in Bochum folgende Gegenstände: 1. 2 Lautsprecher(„Famed“), 2. 1 Aufschnittmaschine, 3. 1 Schnellwaage, 4. 1 Eisschrank, 5. 1 Ledersosa,(Wachstuch), 6. 1 Klubsessel, 7. 1 Büfett, 8. 1 Spiegel, 1 Chaiselongue, 1 Teppich, 9. 1 Kasseetresor, 1 Registriertasse, 1 Schreibtisch, 1 Sekretär. 10. 1 Bücherschrank, 1 Sofa mit Umbau, 1 Steylampe, 11. 1 Bücherschrank, 1 Schreih: tisch, 12. 1 Warenschrank, 13, 1 Buselt, 14. 1 Schreibtisch, 15. 1 Klavier, 16. 1 Schreibtisch(Diplomat, Eiche), 17. 1 Sschet d, Leisik. a8 P- hsisae. Registrierkasse, 19. 1 Chaiselongue, 20. 3 Patent=Rolleaux, 6½ Meter Möbelbezugstoff. 21. 1 Bitrine, 22. 1 Klavier, 1 Schreibtisch, 1 Bücherschrank, 1„Ter, vich, 1 Sessel(Klubsessel, Leder), 2 Seh#e(Stoff), 23. 1 Bücherschrank, 1 Schreiotisch(Diplomat), 1 Tisch, 4 Lederstuhle, 1 Teppich, 1 Ofen, 24. 1 Busett, 1 Kredenz, 1 Tisch, 6 Lederstühle, 1 Kaminofen, 1 elektr. Krone, 25. 1 Ausstellschrank mit Schiebetüren, 1 Theke mit Glasaufsatz, 1 Ladenkasse, 26. 1 Klavier mit Stuhl und Notenständer, 1 Büfett, 1 Kredenz, 2 Klubsessel(Stoff), 1 ziehtisch, 1 Kaminosen, 1 kl. Gessel, 27. 1 Schreibmaschine(Continental), 1 drehdarer Papierverkaufsständer, 28. 1 Blllard, 29. 1 Chaiselongue mit Decke, 1 Klavier(schwarz), 1 Vasen, 1 Bowle, 1 Teppich, 2 Bilder. 30. 1 Geldschrank, 1 Rollaktenschrank, 1 Dopvelschreibtisch, 1 Schreibmaschine mit Tisch, 31. ferner 1 Omnidus=Karosserie mit Polsterung, hier, Oskar=Hoffmann= öffentlich meistbietend vormittags 11 Uhr, werde ich in Bochum folgende Gegenstände meistbietend gegen bar versteigern: 1. rersch. Heizungskörper, 1 Eßzimmer und 1 Wohnzimmer, 2. 1 Chaiselongue mit Decke, 1 Tisch mit 2 Stühlen, 1 Tepvich, 3. 1 Junkersbadeosen, 4. 1 Standuhr(Eiche), 1 Schreibtisch(Diplomat, Eiche u. Gessel), 1 Vitrine, 4 Stühle(Ledersitz) 1 Chaiselongue, 1 Kaminosen, 1 Bücherschrank, 1 Büserzchertiscgeng Ausziehtisch, 1 runder Eamrntisch, 5. 1 Chaiselongue mit Decke, 1 Klubsosa und 2 Gessel(Gobelinbezug), 6. 1 Büfett, 1 Kredenz. 3 Klubsessel mit 4 1 Vitrine, 1 runden Tisch, 1 Ausziehtisch mit 6 Stühlen(Polstersitz), 2 große Teppiche, 7. 1 Personenwagen(„Adler“), 8. 1 versenkbare Nähmaschine, 9. 1 Bucherschrank, 1 runden Tisch, 2 Stühle, 2 Sessel, 1 Tisch, 1 Kord, 10. 1 Eßservice, bestehend aus: 3 Terrinen, 12 flache und 12 tiese Teller. 1 Fleischplatte, 2 Schüssel, 12 kleine Teller, 2 Soncieren, 11. 1 Schreibtisch(Diplomat, Eiche), 1 Chaiselongue mit Decke, 1 Schrankgrammophon, 1 Sofa, 1 Tisch, 1 altes Klavier, 1 alte Nähmaschine, 1 tiko, 1 Standspiegel, 4 sitz. 1 großes Ladenregal mit Einlegefächer, 1 große Ladentheke, 12. 1 Kachelvsen, 1 Auszichtig. gLrggg. Wirtschef, Sammelpunkt für Kauser: Willschäft Morjan, Alleestraße 54. Bochum, den 30. April 1931. Heckmann. Obergerichtsvollzieher in Bochum, Kronenstraße 48. Arterienverkalkte Ghraige versteiger, F 1 Am Samstag, dem 2. Mai 1901, werde ich in meiner Auktionshalle, Alten Markt Nr. 8, neben brik. Eingang von der Brück= und Groken Beckstraße, nachmittags 3 Uhr, folgende Gegenstände: 1 kompl. hochmod. eich. Schlafzimmer, 1 eich. Ausziehtisch und 4 Stühle mit Ledersitz, 1 Vitrine(mahagoni, franz.), 1 zweitür. Geldschrank, mehrere zweitür. Kleiderschränke, 3 Küchenbüfetts, 1 Küchentisch, mehrere, Betistellen nait Matratzen, 1 Schreibmaschine(Mignon), 1 fast neuer Gasbackofen, 1 Dielenlampe, 9 große elektr. Lampen(für Geschäfte), 1 Brockhaus=Lexikon 1 groß. cher(bekannter Schriftsteller), mehrere Oesen, 1 moderner Dauerbrenner(Küpversbusch), 1 Kaffee= und Teemaschine (Nickel), 1 Obstservice, 1 Eßsexpice für 12 Personen, 1 Eßservice für 6 Versonen, 1 Bowie mit 12 Gläsern(Kristall), 1 wertvolle Sammlung Zinnsachen, 1 großen Reisekosfer und sonstige Sachen meistbietend gegen bar freiwillig versteigern. Besichtigung eine Stunde vorber. Die Sachen sind gebraucht und gut erhalten. Der Verkauf findet bestimmt statt. „Albert Muller Versteicherungäanstäige Heardsen Hosch angenommen. Ein gutes Inserat im Bochumer Anzeiger ersetzt Ihnen das schönste Schaufenster in der Laufstraße. Es wird täglich von dem größten Teil der hiesigen Bevölkerung geseden und gelesen. Zwangsversteigerung Am Sonnabend, dem 2. Mai 1931, vormittags 11 Uhr, werde ich in Bochum folgende Gegenstände: .24 Tischdecken, 40 Bettücher. 44 Bettgarnituren. u. 12 Tischdecken, 10 Bettücher, 10 Betigarntturen. S. 8 Bettgarnituren. 6 Bettucher 4. 1 Friseureinrichtung, 5. 1 Büfett, 6. 1 Bücherschrank, öffentlich meistbietend gegen bar versteigery. Die Verkäufe zu 1 bis o finven beSammelpunkt für Käufer: Wirtschaft Morsan, Alleestraße. Bochum, den 30. April 1931. Jost, Obergerichtsvollzieher chum. Gabelsbergerstraße 12. in Bogegen Straße 127, Autoreisen 0 Reparatur.- Neugummierung erledist schnell u. billigst Bromer’e Vulkanielerbetrieb, Bochum. Wittener Str. 27 a. Tel. 63718 Zwangsversteigerung Am Sonnabend, dem 2. Mai 1931, vormittags 10½ Uhr, werde ich in Bochum folgende Gegenstände: 1. 1 Fristerronlette, 1 Radioanlage, 2. 13 Bilder(Stahlstiche und Farbenlichtdrucke) 1 Anzahl Bücher(Klassiker), 8. 1 Pfaff=Nähmaschine(versenkbar), 4. 1 Schnellwaage(Ade), 1 Ausziehtisch, 6 Stühle mit Ledersitz, 1 Rauchtisch, 5. 1 Anker=Registrierkasse mit Motor, öffentBochum, den 30. April 1931. Schoppmeier, Obergerichtsvollzieder in Bochum, Dorstener Straße 38. erbeiten für unsere Kundschaft wie für die uns angeschlossenen Geschäfte bedienten wir im Jahre 1930 in unseren und den uns angeschlossenen Geschöhen. Diese gewalth gen Diere sellen ihnen Hier vor Augen Sühren. we Sie ihre Hüte kaufen sollten, wenn Sie Wert auf Billigkelt, Goschmack 2. pösie Aunuaht logen Die Jugendliche Modekappe in v. Farben, o. Nad. Eleg. Ganetier in tweedartig Borto.... Jugendl. Kappe mit Band- u. Lackgarnttur Vern. Fraueneste m ewelt andgerniter. Fesche Rasello-Kappe Elegante Gleche in mod. grob. Geflecht... -Röhren-Wechselstrom einschl. 3 Röhren und Kabel, für Ortsemplang ohne Antenne und Fernemplang mit Hochantenne KIR. 55.— Radio-Binder -Röhren-Wechselstrom einschl 4 Röhren und Kabel für Bezirks- und Pervem,.. #ks. 20. Löhren-dlelaunen 110 und 220 Volt einschl. Röhren und Kabel. Fernempfänker #ks. 65,-Röhren-Wechselstrom Hochleistungsempfänger, auch ohne Antenne, einschl. 4 Röhren und Kabel K. 95.-. „Auch als Krettverstärker verwende. -Röhren-Schirmeitter Wechselstrom, Fernempfänger, einschl. S Röhren und Kabel. Hochleistungsgeröt FIR. 125.Fabrikgarantie Sämtliche Geräte haben Grammophon-Anschlus Fillale Bochum, Kortumstr. 92, Tel. 64079, gegenüber Café Döhmann. Deutschlands größtes Fachgeschäft, Zentr. Dulsburg 205 kaufen Sic Mööhe biniger* Rotistr. 34 Gegenüber der SKALA KaUVorkac wegen Geschäfts-Aufgabe zu Aufsehen erregeng billigen Dreisen!! Ferner Windjacken. Regenmäntel. Hosen. Loden- u. LüsterJoppen, Pullover. Westen, Strickkleider usw., alles fast # z u r M ä l f t e a Wersparcholli, käuiejenz! 101 Bodum, Horfumstr. neben Restaurant„Zum Ritter“ Eln großer Eriolg sind meinebilligenPreise Geben auch Sie mir Ihre Fotoarbeiten in Auftrag, damit Sie sich von der erstklassigen Ausführung überzeugen können. Meine Preise sind: LK 17 Draht, Drahlgewebe und Drahtgehlechte aller Ant am Lager Rösler& Lönne 102 Is(Posterten)I, Rolldim.4268 8 Chobe — Panzicheinf2. Stück.1812 Stack 023 Enirichan 940 2 1 Srück.13 Kopieren[2 Stüch.13/2 Stück.23] 1 Stück.15 Radio-Kirsch-Foto Vortumotr. 41 Reichebank) Drahtwerk Bochum, Redemptoristenstraße 28 30 (trch Unt. d. Lind.) Wattonscheid Gertruchisstr 38/62 kaufen Sie gut und billig in Franks Röschus Bochum, humdoldtstraße 32. Möbel-Fabrik oder Möbel-Händler? Wollen Sie sparen, se besichtigen Sie unverbindlich meine Modelle in eonten Gichen und pollerten Schhläfzimmern Fabrik-Musterlager Humboldtstraße 47 C433 Binliger Kasser .80,.30,.50,.90,.50,.80,.00 das Pfund ab Rösterei, frei p. Post bei 9 Pid. gegen Nachnahme. Wiederverkäufer erlten Rabatt. Frau Schulten, Bochum. Viktoriastraße 26, eigene Rösteret.(a4530 Vosrschel werden Rastermesser, Scheren, Haarmaschinen in d. Schleiferei von Walter Grad, ea b. v. Tödmani RadhelK. 275 M. 1 Bösen, 180 breit, 1 Anrichte. 1 Tisch, 8 Stühle. Alleestraße 14 Möbelgeschäft. Bochum, mur Rottstr. 34 gegenüber der SKALA und Anrichte billig zu verkaufen.(TT6 M. Toleziner, ABC=Straße 9. Anrichie u. Klappwagen billig zu verkaufen. Herm. Liedau, Boch., Grabenstr. 37. Pelielh mit Matrate und Kleiderschrank billig zu verkaufen. M. Toleziner. ABC=Straße d. Schreibtich mit Geffel u. Ausziehtisch, sehr gut erd., dill. dc verrs. Alsenstr. 26, 3. Etg., r. Eichene Waichkommode m. Marmor. 2türig. Kleiderschrank, Tisch usw. billig zu verk. Kranz Angelsty, Dorstenerstr. 314... R zu verkaufen. N. Tolcziner. ABE=Straße 9. n Geschäften mit großen oder kleinen Inkosten? Durch enorme Mietverbilligung in ich jetzt in der Lage, meine bestbekannten Qualitätsmöbel zu unerhört niedrigen Preisen zu verkauten. Jeder vergleich führt zum Kauf! MODEE EEHROGNE Rundfunk=Programn. Köln(227), Laugenberg(273) Zwischensender: Aachen(227) und Münster(227). Gleichbleibendes Werktagsprogramm..45: Leibesübungen# I: Morgenkonzert# 7, 8: Frühvorhersage, Zeit. v 10.15: Schallplattenkonzert. 10.30: Wasserstände.+ 12.10: Mechanische Musik. D 12.50: Wetter. 12.55: Nauener Zeit. D 13.05: Konzert.# 15.30: Wasserstände, Zeit, Wirtschaftsberichte.* 15.50: Kinderfunk. e 17: Besnerkonzert. S 19: Wirtschaftsmeldungen, Wetter u. Sport. O 19.15: Vom Tage(außer Sa.). o ca. 22.00: Meldungen, Sport. Sonntag, 3. Mai. 7,00: Hamburger Hafenkonzert. Glocken vom Großen Michel. .00: Morgenkonzert. .30: E. Bischoff: Was muß ich von der Fototechnik wissen? .00: Morgenseier. Menschen im Kampf. 10.40: Wien: Einweihung der Heldenorgel auf der Feste Geroldseck bei Kufstein. 11.30: Kantate Nr. 108:„Es ist euch gut, daß ich hingehe.“ Mitw.: Städt. u. Gewandhausorchester, Thomanerchor. Emmi Neiendorf (Alt). Prof. A. Fischer(Baß), G. Ramin(Orgel), F. Sammler (Cembalo). 12.00: O. A. H. Schmitz: Die Angst vor der Einsamkeit. 12.20: Unsere Städte in Rheinland und Westfalen: Zons. 13.00: Davispokal=Runde Deutschland=Südafrika. 13.00: Mittagskonzert. 14.30: Jungmädchenstunde. 14.50: Pros. Janson: Arbeiten am Bienenstand im Frühling. 15.25: Verbandsdirektor Feldmann: Die Genossenschaften als Mittel der Kapitalversorgung. Eln ausführliches, reich Illustriertes Programm des Westdeutschen Rundfunks und vieler anderer Sender finden Sie in FATEEN der kritischen Funkwoche des„Bochumer Anzeiger“. Erscheint Freitags und kostet monatlich nur 30 Pf. Bestellungen nehmen unsere Zeitungsboten und Geschäftsstelle jederzeit entgegen. dhe, I. Shaeckeing: Das Nouamtum die bnucdlage unseres Volkstums. 16.05: Verliche Musi.„rr4ere#.d Lamb. 16.30: Vesperkonzert des Kurorchesters Bad Homburg. 18.00: A. d. Frauen=Friedenskirche Franksurt a..: Frauenkundgebung zum Friedensgedanken. 18.40: Der Pächter. Erzählung von Ernst Glaeser. 19.05: Eine Stunde Kurzweil. 2000: Handn Mozart, Schubert. Orchester des Westdeutschen Rundfunks. Solisten: Riele Queling(Violine), Kläre Hansen, Aenne Herbrand(Sopran), L. Aramesco(Tenor). 22.15: Letzte Meldungen. Bericht über das geistige Leben, Sport. anschl. V. d Rheinterrasse Rodenkirchen: Tanzmusik der Kapelle Herry Head. Montag. 4. Mai. 10.15: Hilde Bremus: Gymnastik für Frauen. 11.20: Schulfunk. Essener Mundart. 18.15: Pros Dr. Kaufmann: Die Menastadt in der Lybischen Wüste. Zum 25. Jubiläum meiner Entdeckung und Ausgrabung. 18.40: Spanisch. 19.30: Dr. Voigt: Wirtschaftliches Schicksal am Mittelrhein. 20.00: Abend mit Austin Egen. Kl. Orchester des Westd. Rundf. 22.00: Frankfurt: Zeitbericht. Der Prozeß Lady Owen. anschl. Tanzmusik der Kapelle Herro Head. Dienstag, 5. Mai. 11.20: Schulfunk: Essener Mundart.„eesue 16.15: Dr. H. Behle: Mitteilungen aus dem Schulfunk. 16.30: Oberschulrat Dr. Huhnhäuser: Wesen und Aufgaben der staatsbürgerlichen Erziehung. 18.00: Privatdozent Dr. B. v. Wiese: Klassiker von heute. 18.20: Dr. M. Rockenbach: Neue deutsche Versdichtung. 19.15: Zehn Minuten Funknachrichten. 19.30: Chefredakteur K. Fischer: Moderne Zeitungsprobleme. 20.00: Volkskonzert. Das Orchester des Westd. Rundfunks. Intermezzo: Des Knaben Wunderhorn. Mitw.: Lore Schröter(Sopran). Wocke(Bariton). Grape(Begleitung). der Kammerchor des Westdeutschen Rundfunks, P. H. Gehly(verbind. Worte). Mittwoch, 6. Mal. an guumatanes .05: Dr. Käthe Radtke: Die Aufgaben der Wohnungsfürsorge. 10.15: Hilde Bremus: Gymnastik für Frauen. 11.20: Musikalischer Schulfunk: Die Ornamentik in der Musik. 16.15: Dr. Kritzinger: Sternschau im Mai. 16.30: Pädagogische Führergestalten: Eduard Spranger. 18.00: Susanne v. Beckerath: Blumenpflege im Hausgarten. 18.20: Dr. B. Rang: Aus der Welt des Tieres. 18.15: Dr. P. Schaaf: Der Schwarzwald. Land der Alemannen. 18.40: Kurt Lubinsti: Sibirienfahrt. g611g.rans. 19.15: In Westdeutschen Forschungsstätten. Besuch im Kaiser=Wilhelm=Institut für Kohlenforschung, Mülheim=Ruhr. 2000: Meister der Operette,„„ m g Pemöfrnse.nn. a 20.30: Sinfoniekonzert. Orchester d. Westd. Rundfunks. Solist: N. Orlost(Klavier). anschl. Tanzmusik der Kapelle Herry Head. Donnerstag, 7. Mai. .00: Schulfunk: Von Stätten deutscher Arbeit: Aus der Reichs16.10: Dr. H Behle: Mitteilungen aus dem Schulfunk. 16.20: Funkpädagogische Arbeitsgemeinschaft der Lehrer an Volks18.00: Pfarrer Clarenbach: Einführung der Reformation in West18.20: Dr. P. Schaaf: Der Schwarzwald. Idyllische Landschaft. .95 Haschgaisen a. Jot: Du Madtaun in Mlasce. fälischen Eisenindustrie. 20.00: Abendmusik.— Bamäti. e— a 21.00: Der Lampenschirm. Komödie von Kurt Goetz. anschl. Von der Rheinterrasse Rodenkirchen: Tanzmusik der Kapelle Herry Head. Freitag. 8. Mai. 11.20: Schulfunk: Englische Unterhaltung. 16.20: Jugendfunk.,.— Srimm Eauist. 18.00: O. Heller: An den Grenzen Sowjet=Asiens. 18.30: Frau Schloßmann=Lönnies: Gesunde Mütter— gesundes Volk. 19.30: Dr. H. Stein: Von der Zeitung. 20.00: Ständchen und Serenaden. Ausf.: Dortmunder Kammerorchester. Ewald Kaldeweier(Bariton). anschl. Nachtmusik.,.ug, 6#. 23.00: Tanzmusik der Kapelle Herry Head. Samstag. 9. Mai. 10.45: Prof. Dr. Feld: Grundsätzliches zur Lehrplangestaltung in der Berufsschule. 14.35: Wochenend=Konzert.(Schallplatten) 16.20: Carola Simson: Blumenschmuck im Hause. 18.00: H. Groksohann: Von der Lenne über das Rothaargebirge zum Kahlen Asten.„n.sugh 2. i 18.20: Bauleute am Werk. Besuch in einem Fabrikneubau. 19.15: Zehn Minuten Bezirksfunkhilfe. 19.30: Iise Dieckmann: Fortbildungsmöglichkeiten für Frauen in gärtnerischen Berufen.„ 6 20.00: Lustiger Abend. Kapelle: Eysoldt. 23.30:.v Pheinterrasse Rodenkirchen: Tanzmusik der Kapelle Herry Head. Auto-Batterien Radio-Akkumulatoren Sammeln Sie unsere Inserate, sie sir aller Systeme u. Fabrikate liefert und repariert Akkumulatoren-Industrie 6. Hattinger Straße 73, Größtes Rechtsbüro G. Bulle Diekampstraße 7. Ruf 69070. Zum Verkauf gelangen die gesamten WarenVorräte in Herren-, Damen- u. KinderKleidung, Schuhwaren, Wäsche usw. Einige Beispiele: Anzüge 10,-20.-30.Ulster 15,-20,-25,-1 Mäntel 8,- 12,-16,-1 Mleider 3, 10,- 19, h. Modell-Anzüge Ia Maßstohe auf-Seide.... 69.00, 59.00 und Es sser Winter-Mäntel Herren- Wil z. I. auf-Seide 38.00. 29.00 und Koch Inh: Richter; Co. 6..b. H. 4entrale Leipzig Fillale: Bochum, Bongardstraße 37 SULE müssen unser Lokal schnellstens Fadioh und veranstalten daher ab heute einen E 8TTEc Gamen-wasche Taghemden mit solider Klöppelspitze. besonders billig... Taghemden Achselform, m. Gitterfeston 1 95 gutes Wäschetuch......0 Taghemden mit Handklöppel und eingearbeitetem Gittermotiv Nachthemden garniert mit teiner Klöppelspitze und Durchsatz Nachthemden langer Arm. reich mit## solid Gitterfeston garniert Prinzeßröcke mit zarter Klöppelspitze und Gittermotiv garniert. 30 Kunstsela. wasche Unterkleider mit breitem. eingearbeitetem S 75 Durchsatz, enorm billig.. B,1 U Unterkleider Charmeuse, mit aparter.05 Crèpe-Georgette-Passe Unterkleider schw. Charmeuse-Ware m. 0) 95 vornehm. Georgette-Passe Prinzeß-Röcke Kunstseide plattiert, mit 5 breiter Achsel 2190 Damen-Schlüpfer Kunstseide, in zarten Wäschefarben Damen-Schlüpfer 1 seine Charmeuse-Ware, in#Nn allen Pastelltarben..45 f,2.0 Bamen-Biaseh Damen-Blusen Trikot- Charmeuse, langer Arm. alle Farben. Damen-Blusen aus uni u. gemustertem Char-in 00 meuse, langer u. kurzer Arm 7,30 Damen-Blusen aus Trikotine, die große Mlode, neue Farben... G, Damen-Blusen 0 Crépe-Chinette, mit Falten### und Biesen, hochmodern.S, Damen-Blusen 1• aus Crépe-Maroc. aparte# Formen, helle Farben. 1O, Trikotagen Damen-Schlüpfer solide, krättige Trikotware, alle Modefarben u. Größen Damen-Schlüpfer echt ägyptisch Mako, feinfädige Ware Damen-Schlüpfer Kunstseide plattiert, Außerst# solide Qualität....45 Damen-Schlüpfer m. Doppelsitz. extra schwere## 065 haltbare Ware.. 2/20 Kinder-Schlüpfer 0E kräftige Qual., alle Farben##### . L ä n g e 3 0 jede weitere Größe+ 10• Kinder-Schlüpfer Kunstseide plattiert, extra tein... 30 cm 00. Jede weitere Größe+ 15-9 Mädch.-Hemdhosen ME kräftige Mako-Qualität Gal, .„ 50 cm jede weitere Größe+ 15Dam.-Trikot-Hemden mit Achsel oder Träger ...„ 95• Hleider-Stoffe Wasch-Kunstseide mod. Muster, solide echttarbige Qual., Mtr. 1,25, 85. Wasch-Kunstseide neue Tweedmuster, Ia Fa-#A5 brikate Meter.95,.75.40 Woll-Mousseline ME reine Wolle, in vielen hüb#n schen Druckmust.,.45,.25 Tweed-Schotten hübsche Dessins, äußerst billig Meter 1,95,.45 Woll-Crépe-de-chine 1 prima reinwollene Kleider-###n ware, alle Farben Meter 1/20 Fleur de laine 130 cm E brt., primareine Wolle, für.90 Mäntel.Kostüme. Mitr. 7,90 Duppion-Kunstseide letzte Neuheit, für Sportkleider, helle Sommerfarben Crêpe-MaroC ca. 100 cm unsere bekannt guten Qual.# 00 alle Farben, Mtr. 4,90,.90 Crêpe-Georgette 0 100cm brt., elegant bedruckt# 50 auch Bemberg. Mitr. 5, 90, 4, 78 O. 50 Serge und Duchesse* Kunstseide, prima Mantel-AAE lutter, enorm billig. Mtr. 1,98 A, 40 Baumwoll-Waren Hemden-Nessel bekannt gute Ware. Ia Fabrikate.. Mtr. 28, 24 Bettuch-Nessel 140—160 cm breit, nur solide Qualitäten Mtr. 68, 54 Hemdentuch solide brauchbar. ReklameQualitäten Mtr. 39, 32 Linon u. Cretonne prima Ware, beste westf. Bleiche, 130cm 78-), 160 cm Rein Mako-Damast# eleg. Ware, neue Dessins.## nE 130 cm 1,95, 160 cm 2,.20 Bettdamast 1 glanzreiche Ware, schneew.* DE Bleiche, 130 cm 85%, 160 cm 5520 Nessel-Bettücher fertig gesäumt, 140X220 cm A 25 groß... Stück 4,00 Bettkattun 10 80 cm breit, Indanthren.#E# solide Ware Meter 58-9 Bettinlett federdichte, bewährte Qualitäten, 130 cm 2,25. 160 cm Zefir-Indanthren eintarbis und gestreitt Whal Meter 45# Aitterund Schaften Berutskittel aus uni Zefir, mit bunter Kante Größe 42.95 Berutskittel 9 aus einfarbigen Trachten- 4p; A stoffen, mit hübsch.Garnier. 0 Berutskittel1 aus gutem Wäschetuch, wein# BE oder Zefir, indanthren 60 Berutskittel 9 aus Ia Indanthrenstoff. mit 9 AE tarbigem Kragen....—.10 Berutskittel amerikanische Form. mo- F 00 dern gemust. Aufschläge.80 Berutskittel 9 weiß, amerikanische Form. 9 05 Ia Wäschetuch 2,90 Jumper-Schürzen aus uni Zefir, mit tarbiger Paspel Jumper-Sclürzen aus kombinierten Indanthrenstoffen Jumper-Schürzen aus solidem Trachtenstoff mit mod.Blendengarnit..65 b; Jumper-Schürzen aus gestreittem Siamosen. extra weit, auch Indanthrenstoff .25 Gardinen Stores-Meterware gute Oberstoffe, mit Seidenstreifen u. Fransen..45 Stores-Meterware1 der mod. Gitterstoff, neueste 1 50 Ausführ. u. Einsätz. 2,25, 1,95 4,80 Stores-Meterware der eleg. Stores, allerbeste Grundstoffe„ 4,25,.45 Landhausgardinen ein groß.Sortiment. in allen Austührung., Mtr. 38-.25-) Einzel-Stores in Tüll-Etamine, Gitterstoffe. enorm billig.45,.75 Schweden-Streifen in großer Auswahl, bek. gute Ware 120 cm br.,.20, 1,10 Flammen-Rips der beliebte Dekorationsstoff. für Herren- u. Speisezimmer, 120-130 br., 2,75..25 Jacquard-Rips neuzeitl. Dekorationsstoff. in schönen Farben,.25..95 Dekorations-Mulle für Schlatzimmer in duttigen### Indanthren-Farben..25, 95 Gitterstoffe 150 cm br., weiß u. ecru. für mod. Stores, Mitr..25, 95 c Strümpfe Damen-Strümpfe aus künstl. Waschseide, mit Spitzhochterse, mod. Farb. Damen-Strümpfe auskünstl. Waschseide, mit######, Mako platt., extra stark Damen-Strümpfe prima künstl. Waschseige. kräft. Florsohle u. Keilferse„ Damen-Strümpfe la Waschseide platt., 4fache# Florsohle, Spitzhochterse# Damen-Strümpfe Waschseide platt., hochwert. 4fache Sohle u. Ballenverst.*; Damen-Strümpfe Bemberg, ganz feine Qualir., in nur guten Farben Herren-Socken Jacquard, Mako, mit Kunstseide platt., neue Dessins Herren-Socken Kunstseide plattiert, in vielen modernen Mustern Kinder-Strümpfe aus krättiger, gestr. Baumwolle, uns. Hausmarke. Gr. 1 Steigerung+ 5· Knie-Strümpfe aus Makogarn, meliert. mit I Seidenflor-Rändern. Gr. 3 S05 Steigerung+ 10 J Herren-Trikotagen Einsatz-Hemden Trikot mit feinen Trikotine-Einsätzen.25 Einsatz-Hemden Mako mit modernen, fri.##### schen Einsätzen....88.40 Mako-Hosen gute Qualitäten, besonders## 25 solide und billig...78.20 Herren-Garnituren A Jacke und Hose in allen##E modernen Farben.50 5,40 Einsatz-Hemden Rumpf aus teinem Wäsche-+ 10 tuch, mit eleg. Einsätz..45 Aj10 Einsatz-Hemden 1 Rumpf aus gut Nessel, Per-„ 75 kal od. Trikotin Einsätz..10 b, 1 0 Sporthemden aus prima Zefir uni und##5 gestreift, enorm billig,.45 4/90 Trainings-Anzüge# für Kinder, mit Reißver- nl E0 schluß, für 6 jahre jede weitere Größe+ 30• Trainings-Anzüge für Herren, mit Reißver- 14 70 schluß... Größe 3 f,10 jede weitere Größe+30 SL Trainings-Blusen mit Reißverschluß, sehr# solide Größe 5 Bochum Das Kaufhaus für alle, die gut und billig kaufen wollen! Garagen AB9 Rchenbach ab Lager Wellblech-,Stahl-und Betonbauten jeder Art. Angebote u. Prospekte kostenlos Gebr. Achenbach C. m. b.., Weidenau Sieg Fisen- und Wellblechwerke. Postfach Nr. 252 Zweisbüro: Ernet Hauet. Quisburg. Elisabethstr. 22, Telephon 32033 Deutsche Bau Ausst llung Berlin: Frei velände, Abt. Garagen Der Schmuck der Dame Für den Ausgang und für die Reise ein passender Schirm zum farbigen Kleid. Lassen Sie sich bitte die erlesenen Qualitäten in allen Preislagen unverbindlich vorführen. 1943 Nimphius, Bongardstraße 9 Modewaren Kleiderkragen a. Crepe de chine od. Seiden-## rips, glatt od. gebogt 50. 38 5U Schalkragen Crepe de chine und Seidenrips mit Stickerei 95. 65 Jabotkragen1 Georgette und Crèpe de chine 25 mit Spitze garniert.75,.50 f, 20 Kleiderkragen Hochmod, Formen, Sgr 2 60 1. 95 Sortimente Kragen u. Garnituren für Kinder, gebogt und mit Stickerei 75, 48 Schlauch-Gürtel der große Modeartikel in vielen Farben... 75. 60 20. Ansteck-Blumen Leder, in großer Auswahl.##### hochmodern 75, 58 20• Imit. Hermelin 9 weiber Sommerpelz, für# Mäntel.95 Stickereien hübsche Gittermust., solide Qualitäten..60 Mtr..93 Hemden-Passen aus fein. Klöppelspitzen, bes. J Gelegenheit, Stück.38,0.25 IO.) Spitzen-Decken ovale Form. mit Einsatz und Spitze garniert.....85 Damen-Schürzen vorgezeichnet, aus guten Stoffen Kinder-Schürzen vorgezeichnet, aus guten Stoffen, alle Größen.48 Wollwaren Kinder-Pullover langer Arm. gute Wollquar.## aparte Dessins.95 5 Kinder-Sweater Wolle plattiert, mit modern## 75 gemustert. Kragen. Größe 1 b/1 0 Damen-Pullover langer Arm. in schönen 4 05 Dessins.auch weißgrund..95M,E. 0 Damen-Westen 2 reine Wolle, besonders#1 05 günstiges Angebot.90.OU Sport-Pullover extra schwer, ärmellos, in neuen Farben Basken-Mützen 9½ doppelt gestrickt, reine### Wolle mit Seide Se Herren-Artikel werden unter Carantie durch VENIG Stärke B beseiVENUSUgI. Preis M. 275 Stadt-Drogerte, Bongardstr. 10; Drogerte P. u. H. Knepper, Dorstener Strabe 93 u Castroper Strabe 203 ommerprossen Unterricht 3 und Klavier-Unterricht ertellt Frau Bertha M. Scipio diplomierte Klavierlehrerin und Musikakademikerin mit staatl. Anerkennung. — Hattinger Straße 17II— Relealg. A. d. Akad. bill. Meld. sof. u Ch 22117 a d. Geschst. Herren-Oberhemden welb u. farbig, nur la Qual 11 75 alle Weiten. 475 SirO Herren-Sporthemden#### hochmod., mit passenden b1 O5 Kragen u. Krawatte.450.O0 Selbstbinder 0 in vielen neuzeitigen Must###### gute Formen....35 Des Stehumlegekragen 20 unsere bekannte Marken####1 4tach Mako 65Herren-Hosenträger Ia Gummi, mit und ohne Lederpatte...45. 95Herren-Sport-Gürtel gute Lederqualitäten. n eleganter Schnalle.35 Herren-Nachthemden# weiß mit buntem Besatz* .50 A Garnitur Socken und Armelhalter zusammen gute Lederqualitäten, mit Juls NähmaschinenRepernturen gut u. bill. Langohr, Kronenstr. 49, 2. Et. Autokahrten Kilometer 20 Pf. Ruf 68089 Schlafzimmer echt Eiche neu, 180 breit, mit Innenspieg., kompl. mit Matratzen usw. 450.- TIIk. 14 Abeestr. 14 Möbel. Gus Sn#n Soa Aürnn ocan bie chung unchirnlienn und gute Kleidung kaufen Sie bei mir stets außergewöhnlich billig. Hauptpreise für Mäntel und Anzüge: 26.- 32.- 39.- 48.56. 64.- 78.- 83.Die Stste für cie Hausfreus ist der neue Kreift-BlumeQualitäts-Gasherd Modell 1931 und kostet 100 nur Mark 100.“ Wen Was Gott tut, das ist wohlgetan. Nach Gottes unerforschlichem Ratschlusse verschied heute nach kurzem, schwerem Leiden, nach fast 50jähriger, glücklicher Ehe, meine innigstgeliebte Gattin, unsere herzensgute Mutter, meine liebe Schwester, unsere liebe Großmutter, Schwiegermutter, Schwägerin und Tante, die wohlachtbare Ehefrau Luise Salomon geb. Warda nach einem recht christlichen Lebenswandel, im Alter von fast 70 Jahren. In tiefem Schmerz: Die trauernden Hinterbliebenen Bochum, Wanne-Eickel, Eppendorf, den 29. April 1931 Die Beerdigung findet am Sonnabend, dem 2. Mai nachmittags 4 Uhr. vom Trauerhause, Bochum-Hamme, Vereinestraße 23, aus statt. Trauerfeier eine halbe Stunde vorher. Allen, denen aus Versehen keine besondere Nachricht zuging, diene diese als solche. Lerne leiden ohne zu klagen. Gott dem Allmächtigen hat es in seinem unerforschlichen Ratschluß gefallen, heute abend 11 Uhr, meinen innigstgeliebten Mann, unsern guten Vater. Schwieger vater und Großvater, meinen lieben Sohn, Bruder, Schwager und Onkel Heinrich Brinkmann nach langem, mit großer Geduld ertragenem Leiden, im festen Glauben an seinen Erlöser, im Alter von 71 Jahren 4 Monaten, zu sich in ein besseres Jenseits abzurufen. In tiefer Trauer: Wwe. Lina Brinkmann geb. Krause nebst Kinder Bochum-Stiepel, Volmarstein, Wattenscheid, Querenburg. Laer und Pommern, den 29. April 1931 Die Beerdigung findet am Montag, dem 4. Mai. nachmittags 4 Uhr, vom Trauerhause, Wittener Straße 100. aus statt.(L L 18 Hausandacht.30 Uhr. Annette von Lienen geb. Thellen ein Preisausschreiben I. Preis 300.- Mark 2. Preis 150.- Mark -S. Preis je 50.- Mik. 10 Sutscheine a 20.- Mik. 20 Sutscheine a 10.- Mk. SO Sutscheine a.- Mik. Alles nühere In unseren Fenstern bis zurn 10. Mal 1931 Die Beerdigung findet Sonntag, den 3. Mai, nachmittags 3 Uhr. vom Sterbehause. Kemnader Straße 251, aus statt. Allen, denen aus Versehen keine besondere Nachricht zuging, diene diese als solche. Plötzlich und unerwartet verschied heute nachmittag nach kurzem, schwerem Leiden, meine innigstgeliebte, herzensgute Frau, unsere liebe Schwiegertochter, Schwester und Tante im eben vollendeten 49. Lebensjahre, nach 27jähriger, glücklicher Ehe. In tiefer Trauer: E. H. von Lienen und Anverwandte Bochum, den 30. April 1931 Weinend legen wir dich nieder. In dies stille Grabgemach, Niemals kehrst du zu uns wieder. Darum trauern wir dir nach. Doch getrost, es schlägt die Stunde, Wo wir einst uns wiedersehn. Und vereint zu höherem Bunde ver dem Throne Gottes stehn. Mittwoch mittag, 13.20 Uhr, verschied unerwartet nach kurzem Leiden meine liebe Gattin, unsere liebe Mutter, Schwiegermutter, Großmutter, Schwägerin und Tante, die Ehefrau Heinrich Nölle Lina geb. Fuchs im Alter von 68 Jahren und 3 Monaten. In tiefer Trauer: Heinrich Nölle nebst Kindern und Anverwandten. Bochum, Bochum-Stiepel, Buer-Scholven, Dortmund, Elberfeld und Oberhausen, den 29. April 1931 Die Beerdigung findet statt am Samstag, dem 2. Mai, nachmittags 4 Uhr. vom Trauerhause, Markstraße 328, aus zum Friedhof Wiemelhausen.(22087 Trauerfeler 3½ Uhr. Allen, denen aus Versehen keine besondere Nachricht zuging, diene diese als solche. Essen— Bochum— Duisburg— Mülheim— Bottrop— Essen-West— Gladbeck— Borbeck Köln-Mülheim— Oberhausen— Bocholt— Hagen— Recklinghausen— Hamborn Bonsardstraße 13 Epangelicher Renschiche Bochum. Unser liebes Mitglied. Herr Stellwerkmeister sien Giant ist gestorben.(a4483 Die Beerdigung findet am Samstag, dem 2. Mai, nachm. 3 Uhr, vom Sterbehause, Goldhammer Straße 9. aus statt. der in Ennadoge Freitag abd. 7 Uhr, Samst. morg..15, Samstag abd..30. Familien= Nachrichten Geboren: Knabe: Wilh Bitter (Käthe Hebler) Recklingbausen. Verlobte: Margot v. Braucke m. Hermann Laar, Ihmerterbach u. Iserlohn. Marga Hübner mit Dem, Veo Gzelefeld. demer u. Bielefeld. Gestorben: Frau Josefine Heidenreich 82., Hamm. Mathias Spieß, 54 ., Essen. Otto Neubaus, 54 Jahre, Steele. Habe meine Praxis nach Kortumstraße 17(a. Engelbertbrunnen) verlegt Zahnarzt Dr. med. Vordenbäumen Facharzt für Mund- und Kielererkrankungen Von der Reise zurück Dr. med. Garnatz Bochum V. Herner Straße 304 Fesibanh Fleischverkauf am Samstag, dem.Mai 1931, vormitt. von 4½ Uhr ab.(22160 Schlachthofverwaltg. Vergebung von Lebensmitiellleterungen Für die städtischen Pflegeheime in Bochum=Langendreer und Bochum=Werne sollen die Lebensmittellieferungen vom 1. Juni 1931 ab neu vergeben werden. In Frage kommen für beide Heime monatlich etwa folgende Lieferungen; 210 kx Fleisch= u. Wurstwaren, 80 kg Fettwaren(fetten Speck und Schmalz). 950 kg Backwaren, 335 kg Kolonialwaren; außerdem 900 Liter Milch für das Pflegeheim Bochum=Langendreer. Angebote sind in einem verschlossenen Briefumschlag mit der Aufschrift„Angehot für die Belieferung der Pflegebeime Langendreer und Werne" bis zum 15. Mai 1931 an die Stadtverwaltung, Woblfahrtsamt zu richten. Aus den Angeboten muß die Qualität der Waren bervorgeben. Es ist außerdem anzugeben, welche Prozente auf die ortsüblichen Ladenpreise gewährt werden.“ Bochum, den 25. April 1931. Der Magistrat. Herren=Fahrrad Mittwoch abend abhanden gek. zwischen Bochum u. Querenburg,, Wiederbring. erh. Belohn. Zu erf. in der Gesch.(22168 LCL wie neu durch Rutinok##n 1122 Alleinverkauf:, M 40 11" Teifanfnäs d. Affar Gröckstraße 11. Schützenbahn Telefon 69476(Kommunalbank) Nach Gottes heiligem Willen verschied heute morgen.30 Uhr, infolge Herzlähmung, unsere herzensgute, allezeit für uns besorgte Mutter, Schwiegermutter. Großmutter. Schwester, Schwägerin und Tante Frau Wwe. Iisabeth Krioger geb. Gieselmann. Sie starb nach einem vorbildlichen, christlichen Lebenswandel, versehen mit den Heilsmitteln unserer hl. Kirche, im Alter von 76 Jahren. Um ein stilles Gebet für die liebe Verstorbene bitten: Die tiefbetrübten Kinder und Anverwandten Bochum. Essen, Herne und Blankenstein, den 29. April 1931 Die Beerdigung findet statt am Samstag. dem 2. Mai, morgens 8 Uhr, vom Trauerhause. Grabenstraße 35, aus zum Friedhof an der Blumenstraße; daran anschließend das Seelenhochamt in der Propsteikirche. Allen, denen aus Versehen keine besondere Nachricht zuging, diene diese als solche.*(22194 Für die uns bekundete Teilnahme beim Heimgange meines lieben Mannes und treusorgenden Vaters, unseres lieben Sohnes, sprechen wir hiermit allen Beteiligten, ganz besonders Herrn Pastor Bechthold für seine trostreichen Worte unseren tiefgefühlten Dank aus.„„„„(22205 Familie Wwe. Friedr. Pottkamp Familie Friedr. Pottkamp sen. Bochum- Dahlhausen, Wattenscheid-Höntrop. im April 1931. Deutsche CentralbodenkreditAktiengesellschaft Kündigung. Wir kündigen hiermit sämtliche 10% Gold-Pfandbriefe Abt. III u. IIIe der vorm. Deutschen Grundcredit-Bank Gotha und sämtliche 10% Gold-Comm.-Schuldverschreibungen v. J. 1924 der vorm. Preuß. Central-Bodenkredit-Aktiengesellschaft zur Rückzahlung am 30. Juni 1931. Zugleich machen wir den — freibleibend— folgendes Besitzern der gekündigten Stücke Umtauschangebot: Gegen Einreichung der gekündigten Pfandbriefe werden unsereneuen 7% igen Gold-Hypotheken-Pfandbriefe Em. 2, gegen die gekündigten Schuldverschreibungen unsere neuen 7% igen Gold-Kommunal-Obligationen Em. 3 — unkündbar bis Oktober 1936— mit Zinsscheinen per 1. Okt. 31 u. fl. geliefert und 1% unter dem jeweiligen Verkaufskurse berechnet. Hierbei werden die 10% igen Stückzinsen bis zum 30. Juni 1931 im voraus sofort bei Einreichung in bar vergütet. Bei dem gegenwärtigen Verkaufskurse der%igen Pfandbriefe von 97% und der 7% igen Obligationen von 94,50% ergibt sich somit für je GM 1000 Nennwert eine bare Herauszahlung seitens der Gesellschaft beim Bezuge von 7% igen Pfandbriefen Em. 2 RM 72.50, beim Bezuge von 7% igen Obligationen Em. 3 RM 97.50. Der Umtausch kann sofort erfolgen sowohl bei unseren Kassen als auch durch Vermittelung der bekannten Zahlstellen und anderer Banken und Bankfirmen. Die Zulassung der neuen Emissionen an der Berliner Börse wird demnächst beantragt werden. Berlin NW 7, den 29. April 1931. Unter den Linden 48/49. Der Vorstand. Ollene Stellen Fünfräumige Wohnung gute Wohnlage, berrschaftlich, mit allem Zuoebör u. all. Bequemlichteiten, vermieten.(220 W. A. Freisenhausen, Architekt, Kkar Kortumstr. 4a, 2.., links, Hvof., mödl. Zimmer, sep. Eing., m.—2 Bett. z. vm. Kortumstr. 56, 2. E. frol. möbl. Frontz. sver.(om Hauptr gupgt, Zimmer Nähe Kronenstr. 18, part. 3 Heeren 2 U. Lu Zirche, sof.1 beh. u. gut mödl. bute Ag,, Aemter Zzu erfr. in Zium. mit el. Licht. Geschst.(22141/800 u. Po terren gute Kleidung, 1a Auftreten, Vermitttungsbeamte, hoher Ver= zu verm. A dienst zugesichert, Cs. kommen nur der Geschst. Herren mit besten Referenzen In 9 Mans„Zimm Kronenstr. 14, 1. Frage. Vorzustell. v. 10—12 Udr im 2. Mans.=Zimdt. Nahe Hof., gut mbl. hei= Herrn Mertel, im Perhon sof. ad. Zimmer zu vermiet. Heiz., z. vm. Frage. Vorzustell, v. 10—12 M. 1572 /a. Müns. Jimm. Näbe Hbf., gut mbl. Hotel seugsbof der Herrn.#### im Nrubau fof: Vo. Hmmer zu vermiet. spät. bill, zu verm, Metzstr. 15, 1. Eppendorf, Waldst. s./ clafstollo Herrschgtzliche. A ATtor für eine altbekannte Bürgerwirtschaft in bester Geschäftslage gesucht. schäftserfabrene Fachleute, die Schmene stei. 37 =Zimmer=Woynung Moltkemarkt Nr. schöner groß. Vor= möbl. Zimmer an garten, einger. Bad, kinderl. Ehep. z. v. große Speise= und# Men Rottstr. 8, 2. Stage mb. Frontzimm. an besseren Herrn zu vermieten.(22163 Bidumestr.:, 1. E. gut möbl. Zimmer zu vermieten.(21775 Viktoriastr.73, a. Hbf., 2. Schelle von oben, behagl. möbl. Zimm. mit elektr. Licht z. v. Wilhelmstr. 5, obere Schelle, möbl. Frontzimm. an 1 od. 2 berufst..od.D. b. abz. Viktoriastr. Nr. 36 2 gut möblierte Zimmer einzeln od. zusamm., preisw. zu vermiet. 66: eine Besenkamm., evtl. mit gerader „ Aum im####ins### sof. zu verm. Kaution stellen konnen, wollen sich Sgggoffmannst.166 melden unter R. W. 86 an die Es;'giglunze: 66 schäftsstelle d. Ztg. Suche Vertreter(innen) zum Verkauf eines erstkl. Konsumartik. in Wattensch., WanneEickel u. Herne. Anfragen u. Ch. 22037 an die Gesch. d. Ztg. Selbständ. arbeitend. Schlosser für Maschinenbau Kl. V. 43 an dielven, Zazegrs u. Geschäftsst. ds. (LSchlz#. Cluge, rechis. Leer. Zimm.(NeuAlleinvertrieb 24 (Haushalt=Massenartikel) f. Bochum u. Josefstr. Umg. verg.leistungssof, zu verm. str. 20, 2. Etg., r. Frdl. möbl., sonnig. Gantfore„ewpertpigte mt Hegeleg. Sicht de Herren. Geggero, w. Baory gill, zu, ver. sich melo. Samstag mieten. Natz in#. 11—15 Uhr Bah, Pegten,# m d. bofs=Hotel.(AB2 Geschaftest.(22159 Abgeschlossene Westdeutscher Werbe= 4 Zimmer(Man ist Moarbeim sarde) zu vermiet. Ang. unt. L. H. 44a an die Gesch. d. Ztg. Abgeschlossene =Zimmerwohnung mit Bad zu verm Ang. u. L. H. 44 an für die Geschst. ds. Zig. Balk., Mühlenstr, 8 etzg. gut möbl. Zimm. preisw. zu vermiet. Osk.=Hoffmannstr.25 1. Etg.,., ein möbl. Zimmer an 1 od. 2 Herren zu vermiet. Redemptoristenstr. 14 part., frdl. möbliert. Mansarden=Zimmer zu vermieten.(22116 Roonstraße Nr. 85 gute, billige Schlafstelle frei. Frd. möbl. ParterreZimmer m. Kohlenu. Gasberd an berufstät. kinderl. Ehepaar sof. zu verm. Angeb. unt. K. A. 22182 an die Gesch. Gut möbl. Zimmer im Wiesental, Wasserstr., ev. v Pens., an Hrn. od. Dage z. v. Zerf. Ehrenservst. 22. Guter, preiswerter Prial-Mitansiseh Kreuzst. 17, Nähe Hbf. Damen o. Herren bewäbrte pon ig Hey, His hei Aufgabe der Kaution von 6 KM., bie dei Aufgabe der Vertretung zurückgezahlt werden. Ang. u. D. H. 22130 an d. Geschäftsst. d. Miets-Gesuche Abgeschl. Neuggywehnung, 4 Zimmer mit 2gtag.: 41 R Hr. Miete, ges., waldr. Geg. d. Münsterl. gegen 3. m. Mans. od. 3 Zimmer in Bochum T. A. 22098 an die Geschäftsst. d. Ztg. verm. Rub. Familig.. in ertm[Mietezahler, sucht H 44 an schöne Ladenlokale badenloka (nicht unter 18, mmein von eperbele bzw. Büroraum preisw. zu vermiet. 22039) Rottstr. 42. Ladentchat billig zu verkaufen. M. Tolcziner, ABE=Straße 9. legen und Einsammern von Werormaterial ein. Meldung nur am Freitag, dem 1. Mai 1931, im Restaur. Joh. Klein, Bochum, Hellweg 25 für (Hauseingang), von 10—12 P. Hor.####### Goldbammerstr. Suche toton wchten evangelisches(22187 — Mädchen— v. 18—20 Jahr., w. Tüchtiges Mleinmäüchen für alle Hausarbeiten, mit nur guten Zeugnissen, zum 1. 5. gesucht. Zu erfr. in der Geschst.(21833 Jüngeres, gesundes bt gonmaggg gesucht.(22129 o f. Reichshof 4. Metgere Uhr und geeignet, m. Wurste u. zuche, 10), au berzg. (Neubau). Gefl. Angeb. u. V. N. 1076 an die Gesch. d. Ztg. zu vermiet.„Jung. Rottstr. 42.=Zimmerauch Tachgesch. Sich. Mietezahler. Miete bis 30 Mark. Geil, Ang. u. E H. 220/8 gut an die Gesch. d. Ztg. 2 abgeschlossene v. 18—20 Jahr., w. zu Hause schlafen., für alle Hausarbeit. Adolfstraße Nr. 11 Vorzust..½3nachm. Zimmer mit zwei Herner Str. 132, pt. Schlafftellen frei. Antoniusstr. 18 prt. eater kane Schastele sel. Salt. Mächel für einige Stunden vorm. in kl. Haushalt gesucht. Vorzustellen ab 9 Uhr. Alsenstr. 46, 1. Etg. Tüchtiges Mädchen gesucht.(a4482 Frau Otto Doppmeier, Bochum, Querenburgerstr. 40. Tüchtige Friseuse für Samstags zur Aushilfe sofort gesucht, ev. Dauerstell. Parfümerie Rob. Pracht, Kortumstraße 3, am Hauptbahnhof, Telephon 67418. Elektrotechn. Geschäft sucht für den Ladenverkauf tüchtiges Lehrmädchen Ang. u. C. D. 4528 an die Gesch. d. Ztg. 1 möbil. Zimmer## Antoniusstr.22, part. saub. Schlafstelle billig zu vermieten. Brückstr. 10, 3. Etg. ep. möbl. Zimmer Fräulein, 30., im sof. zu verm.(22107 Fräulein, 30., im sof. zu perm.(22107 Jahre im Hatel Ta, Brückstr. 60, 1 Tr. geJahre im Hotel=Re. radeaus, Zimm. m. 1 od. 2 Bett. z. vm. Bülowstraße Nr. 54 bess. mbl. Zimm. sofort zu vermieten. füchle im Tutente staur. am Buf. tät. gewesen, sucht Vertrauensstellung. Angeb. u. W. Z. 22094 an die Gesch. d. Ztg. Tücht. Mädchen Elemensstr.182. G. 1. sucht Stelle z. 1. 5. möbliertes Zimmer in Haush., auch aufs für sof, zu vermiet. Land, am liebst. Nähe Chemensstr. 25, prt., I. Bochums. Ang. unt. Clemensstr.25, prt., I. L. L. 22054 an die Hptobf., Ehrens. zu v. Geschäftsst. ds. Zt6. Dibergstr. 6, 1. Eig. #en sucht gut möbl. Zimmer Jung. Mädchen sucht Wohnungen von—7 u.—3½ Zimmern zum 1. 7. od. früh. v. 2 Beamten gesucht.„Angeb. unt. P. H. 22125 an die Gesch dfr. Ztg. Kinderl. Ebev. sucht eine abgeschlossene -=.=Pohna. Altbau. Karte vorb. Angeb. unt R. P. 22128 an die Gesch. Rub. Ehep., 1 Kind, Mann berufstätig, sucht sofort —3 Zimm.=Wohng. mit Zubeböx,„Ang. unt. N. W. 22150 an die Geschst. ds. Ztg. =.=Wohng., Altbau, bei längerer Mietevoraus zahlung Schöne=ZimmerWohnung vorband. Ang. u. Sch. 22157 an die Gesch. d. Ztg. Montags, Dienstags, .elekt. Licht bill..v. Donnerst., Freitags Diekampstr. 20 gut putzstelle mbl. Frontzimm. zstenstr ug mit Pens. zu verm. Redemptorinensr.10 Franzstr. 2, 2. Eig., r. Junge Frau suchtsz. 1. u gu=u. Puh- u, Waichlft. Genüb Haus Fechen u T. H 2133 gut möbl. Frontzimmer in gut. Hause 1. Mai zu verm. Ang. u. T. T. 2415 an die Gesch. d. Zig. Zu vermieten uv. Haus Rechen freundlich möbl. Zimmer zu vermieten.(a4484 Hattingerstr 9,3..,l. Wohn= u Schlafzimmer od. Einzelzimm. zu vermiet., elektr. Licht und Bad. Schöne=.=Wohng. m. elektr. Anlage im Ehrenf. ges. Witwe m. ein. Kind, feste Rente. Ang. u. L. M. 22139 an die Gesch. -Zimm.=Altwohng. in gut. Hause und Wohnl., n. pt., ges., evtl. steht abgeschl. •.- Tauschwohng. m. reichl. Beigel. z. Verfüg. Ang. m. Pr. u..P. 22097 a. d. G. Kleine Fam.(3 Personen) sucht für sof. —=Zimm.=Wohng. Alt= oder Neubau. Angeb. unt. K. A. 22189 an die Gesch. 2 große, saubere * Matratzen* bill. zu verk.(22086 Zechenstraße 3, part. Gelegenbeitskauf! Küchen 230 u. 200 M. Schlafzimmer 390 M. Speisezimmer, echt kaukas. Nußb., 650 M. Einzelmöbel — sehr billig.— Bongardstraße 38, am alten Markt. Tabrik-hiederiage in Schlafzimmern, Küchen, Speise= und Herrenzimmern. Lieferung direkt ab Fabrik franko Haus. Bongardstraße 38, am alten Markt. Nur solange Vorrat! Speilezinter Büfett, Kredenz, Ausziehtisch, 4 Stühle mit Ein. lagepolster, neu, Spottpr. 285. Borgmann, Brückstraße 59. Plüschsosa u. 2tür. Kleiderschrank bill. zu verk.(22072 Düppelstr. 35.., r. Ein neuer, eintür. Kleiderschrank sehr bill. zu verkauf. Wiemelhauserstr. 212. Wenig gebrauchte bill. zu verk. Borgmann, Brückstr. 59. Gut erhalt.(21959 Gasbackofen und Gasherd sehr bill. zu gerkauf. Hattingerstr. 19,4..l. Dachgeschoß eines 3 Jahre alten Neu=Bürohaus, 1 bis 2 ies in der Oskar=Hoffmann=Straße, behagl.möbl. Zimmer eingehauter„Badewanne, Waschtisch zu verm. Pers.=AufSyiegel Kachelosenheizung, Bu#on, zug. Bad, Fernspr. -Zimmer-Wohnung im Dachgeschoß eines 3 Jahrs.ap. baues mit eingehau gr, Bea gtgn zu verm. u. Spieger, nzuetien zug, Bad, sofort sehr preiswert zu vermieten. Des= Herner Str. 235, 1. F. gleichen ist im selben Hause eine 128 nub “-Zimmer-Wohnung fro.mol. Zimmer m. gleicher Einrichtung zum 1. Juni 1931 sofort zu vermieten. der Geschsftsele. B. 34h 104519 Ebtenfeld)„misel. herrschaftiche Suserausftr.=täctg, Etage frdl. möbl. Zimmer billig zu vermieten. Lache Mansarde. Humboldtstr 31..:, Ruche,„Mansare=, frol. möbl. Zimmer Partett(Stadtmitte) an Herrn od Dame museten guthones(zu vermieten.(21950 mobt Zimmer. Tol. derr 11ch möbl. Zimmer nebst Unterstellraum für kl. Wagen. Preisang. u. A. B. 4520 an die Gesch. d. Ztg. wohnungen Landhaus ea. 1 Km. von Bahnstation Asbach(Westerwald) geleg., best. aus Flur, Küche, 5 Zimm., Stallung, ev. mit etw. Ackerland, sof. zu verm. Näh. bei Joh. Stroh in Krumbach bei Asdach(Westerwald). mieren. Naheren Augustastr. 12, 1. Ek. Humboldtstr. 2,2. Etg. =Zimmer= Wohnung m. Diele, eingericht. Bad, Mans. sof. zu om. Ang. u. M. K. 22106 an die Gesch. Radt 2: Era ge, schön möbliertes besteh. aus 6 Zimm. u. Mans.,§ 1. Juli Zimmer 1931 für 120 Mk. Zmit elektr. Licht so22038 an die Gesch. lort zu verm.(2183 Zimmer — Schön=— Jägerstr.sa, 1. Etg.,r. 2 0 Mahnz- treundlich möbliert. 2e3.-Wohnung— part., wegzugshald. zu vermieten.(22171 abzugergg.„Ang. u. Kanalstr. 29. L. M. 22042 an die Geschäftsst. ds. Zig. Kanalstr. 29, 1. Et. gut möbl. Wohn. u. Schlafz. m. eig. Ein=ZimmerAichaumotag. 1. Etg., abgeschloss. mit allem Komfort, sof. geg. rote Karte zu vermieten. Anged. u. M. K. 22071 an die Gesch. d. Ztg. Vollst. renv., sonn. 2. Etage, 7 Räume, Badezimm. o. 1. Et. für gewerbl. Zwecke zu vermieten. Gefl. Angeb. unt. M. G. 31466 an die Geschst. dies. Zeitung. von der gang, an Herm od. Stadtärztin Frl. Dr. Dame bill. zu verm. Overthun bewohnt. Kanalstraße Nr. de 3 Porierre-Käume gut möbl. Zimm. sind, sogleich bezieh= Kanalstr. 23, 2. Etg. bar, anderweitig zu frol. möbl. vermieten. Näh. da- zimmer, zu vermiet., selbst, 1. Etage. seventl. mit Pension. Leichgut mit fast neuen Geb., 40 Forellenteich., gr. Schweinemäst., Land für 2 Kühe, großem Obstgarten, sof. für 15 000 RM. bei 6000 RM. Anzahlung zu verkaufen.(AMS P. H. Thomsen, Böklund. Schleswig=Holstein. Ausziehtilch echt Eiche,.4 Stühle m. Federvolst. u. Bezug, für 125 Mk. zu verkaufen. Neu! Borgmann, Brückstraße 59. Wegen Platzmangel Schalbdion, 4 Polsterstühle, 1 ovaler Tisch .9„Pahnzr Kanalstr. 4, J. Eig. 2e3.= Wöhnung möbliertes Zimmer sof. od. später ohne billig zu vermieten. Karte zu vermieten. Klosterstr. 12. 2. Im Brause 12 (Velsstraße). billig abzugeben Hattinger Str. 17, 3 Etage. 1 Kleiderschr., 1tür. 1 Waschkommode, 1 Kinderbett(Holzgitter), 1 Kind.=Korbdetich., 1 weiß. Kinverwagen, 1 Fellschaukelpferd, 1 Gram. Klosterstr. 12, 2. Eig. mophon(Schranksand. Schlafstelle für n. K 2 La5. Soo s 164 Herren frei. apparat) bill zu vr. Rottstr. 10, 2. Erg. Neustr.., 2. Eig. Küche neu! Büfett,.70 Mtr., mit Kühlschr., Tisch, 2 Stühle, Handtuchhalt., natur u. elsenbein, schwere, westf. Verarbeitung, 285.—. Borgmann, Brückstraße 59. Zimmerosen— mit Rohr für 10 M. abzugeben.(22040 Robertstr. 21, part. Chaiselongue und Korbgarnitur billig zu verkaufen. M. Tolcziner, ABE=Straße 9. Gut erhalt.(22055 — Plüschteppich— billig zu verkaufen. Boch.=Wiemelhausen, Kampmannst. 10, p. I. *• DU So SsoeSeTT u Herreit-Can GE tadelloser Sitz, vorzügliche LederQualitäten, nur Rahmen-Arbeit, Sooduear-Welt, in einer gewaltig großen Auswahl, die sprichwörtlich ist ME * In diesen Preislagen erhalten Sie nur Original-Samson-Modelle Sansch Extra Schaufenster zeigen unsere Riesen-Auswahl SU O I Damen=Fahrrad sowie ein Cutaway Weste spottb.z. ork. Herner Straße 91a. Plüschsofa u. Korbgarnitur billig zu verkaufen. Herm. Liebau, Boch. Grabenstr. 37. Mehrere gebrauchte Hianos sehr gut erhalten, preiswert auch geg. — Teilzahlung— abzugeben. Reuter, Dorstener Straße 3. Plüschlola Flurgarderobe billig zu verkaufen. M. Toleziner, ABC=Straße 9. Moiorrad 750 com,„Imperia“, fast neuwertig, elektr. Licht u. Horn, billig zu verk. oder gegen neue Mödel zu tausch. gesucht. Angeb. u. T. B. 22169 an die Gesch. d. Ztg. Herrenras gut erhalten, für 30 Mark abzugeben. Heemann Juliusstr. 8, 3. Etg. Gut erb. Dam.= rad zu verk. Maarbrückerstr. 33, 2. Ct., r. Gut erhaltener Hanomag 2/10 PS, billigst abz. Multhaupt, Essen=Steele, Beulestraße 2. Telephon 20552. OpelLieferaulo 4/16 PS, mit fast neuer Bereif., Motor und Fahrgestell. Ganz überholt, auch a. Personenwag. zu fahren, geeignet für Bäcker, Metzger und sonstige„. Geschäfte, Preis(50 Mark, zu verkaufen.(a4475 Heinr. Klein, Herne, Bahnhofstraße, 7a, Telephon 51875. Ein wen, gebraucht. Rchnihengur billig zu verkaufen. Blücherstr. 9. 2. Et. Wülloniges * Bandoneon* zu verk. Hattinger Str. 218, part., r. 2 Anzüge, 1 Gehrockanzug bill. zu verkf. Redemptoristenstr. 36, pt. Getragene Herren=Anzüge s. starke Fig., 2 Knaben=Paletots(f. 8 u. 12.) zu verkäufen. Wittener Straße 60, Toreingang.(22145 Ein neuer(a4481 * ITIahanzug* u. sast neuer Smoking bill. zu verkauf. Alowstraße 54. Küchenschrank, Tische, Stühle, 2flamm. Gasherd, 1 großer Spiegel zu verkaufen.(22113 Kortumstr. 115, 1. Etg. Rüde, selten schönes Tier, umständeb. in gute Hände zu verk. Das. schw. Handkarre, 12 Ztr. Tragkr., bill. zu verkaufen.(a4476 Humboldtstr. 54, pt. Sschschen. bill. zu verk. Steenken, Pleperstr. 1. 1 Küchenherd, 1 Dauerbrenner mit Marmor, 1 Babewanne, 1 weiß. Kinderwag. alles fast neu, billig zu verk. Lehmann, Vorkstraße 8.(22123 Rüchenbülett und Bevertuchsofa billig zu verkaufen. Herm. Liedau, Boch., Grabenstr. 37. Bettstelle mit Matr. u. Chalselongues billig zu verk Herm. Liebau, Boch., Gradenstr. 37. 9 Gut erh. Sitzliegewag. u. Sportwag. bill. zu verk.(22096 Dibergstr.5b, a. Hbbf. Gebrauchte ZementKönre bill. abzug. Wiemelhauser Straße 250. Ailseier Boldg sowie Flachwagen 439. Str.) 3u, verkauf. Näheres Obststand, Bongardstraße 24. Zwei 10 Woch, alte Schweine verkauft Fritz Reim, Eppendorf, am Teich. Katen 3 Mon. alt. 8 Tage alte Rhodeländ. usw., tuge Gänse, lunge Enten zu verraufen. Alw. Vorthmann, Lindenstraße 11“. Rasseküken mit Glucke, auch einzeln, lausend billig zu verkaufen.(22186 Braun, Hernerstr. 105 Telephon 65567. Etwas gebrauchter Rüchentisch 20 Mi. 2 Rohrstühle 10 Mk. Eichen=Speisezimmer 295 Mark, Ledertuchsofa 45 Mk. 2tür. weiß. Kleiderschrank 75 Mark. Johanniterstr. 5 im Hof, 3 bis 6 uhr. Gebräuchtes Kaviel schwarz, wie neu, billig, auch gegen Teilzahl., zu verkf. Redbert Pianohandlung. Griesenbruchstr. 12. Hollst. Landrotwurst.... Plund.48 Weinsülze............ Pund.48 „Ahrbergs“ Rotwurst.... Bamns 0,68 „Ahrbergs“ Weißwurst... Pland 0,98 Holländer Häse„ollen..... Pkund.78 Oldenburger Trinkeier.. 10 Stock.70 Allert. oldenburger Molkereibulter Ba.48 Schnittbohnen Kohlrabl in Schalben s. Pund-Doss 0, 50 aPlund-Doss.38 Neu eingetroften: verrero ul Torino ½1 Nl. o. Olas .93 al Vorind weis und ret der behömmliche Nermutwein Wilh. Onts-Bisohnann Rottstraße-10 Fernrut 69536 .08 Gedenktafel 1218 Rudolf I. von Habsburg auf Schloß Limburg geboren(gestorben 1291). 1821 Der Forschungsreisende Karl Ritter von Scherzer in Wien geboren(gestorben 1903). Personal-Nachrichten Herr Franz Schmitz, Wittener Straße 101, blickt heute auf eine 25jährige Tätigkeit bei der Holzhandlung Jos. Schäfer& Co. zurück. Uhrmachermeister Heinrich Gödde und Frau Käte geb. Müller, Bochum, Mozartstraße 7, feiern heute ihr silbernes Ehejubiläum. Die Eheleute Otto Mohrenz und Frau geborene Greger, Hedwigstraße 10, feiern heute das Fest der silbernen Hochzert.„... Aunr.5. Die Eheleute Adoif Hoffmann, unna gevorene Entelbracht, Uhlandstraße 12, feiern heute das Fest der silbernen Hochzelt. P6.114, Wigen Mutt.— Heute feiern die Eyeieute Michael Busse und Frau, Alsenstraße 29, ihr silbernes Ehejubiläum. Der Invalide Peter Heuchesberg, Bochum, Baarestraße 1, feiert heute in körperlicher Frische seinen 75. Geburtstag." gl. hme m. Der ehemalige Bürodiener am Bochumer Verein, August Katzmareck, Bochum, Wielandstraße 18 feiert am 3. Mai seinen 72. Geburtstag. Im wunderschönen Monat Mai „Maienzeit bannet Leid“ heißt es in einem alten Volkslied. Des Maien Blütenpracht läßt keine Traurigkeit aufkommen. In helles Licht getaucht ist die nun ganz aus den Winterträumen erwachte Natur. Ueberall hat der Lenzwind die Knospen gesprengt, in allen Hecken, Sträuchern und Bäumen ist frohes Leben zu spüren. Gegen Abend, etwas später in der Jahreszeit als sonst, vernimmt man wieder das unaufhorliche Schwirren und Summen der brannen Maikäfer. Der Mai ist einer der meistbesungenen Monate im Jahre, das Blühen und Singen in der Natur überträgt sich auch auf die Menschen, die, wenn die warme Maiensonne scheint, in vollen Zügen die schönen Tage genießen. Zahlreiche alte Völker, die Germanen, Griechen und Römer, begingen zu dieser Zeit eine Frühlingsfeier, deren Gebräuche sich noch zum Teil in den christlichen Festen erhalten haben. So werden im Wonnemonat Mai in den ersten Nächten Maibäume, kurz Maien genannt, aufgerichtet. Anderswo gibt es die Maienumzüge mit Spiel und Gesang, mit Tanz und Klang. Was rankt sich auch alles um das Wort Mai? Fur die ABC=Schützen ist das Maifest ein froher Tag erster Ordnung, wenn sie mit dem Lehrer hinausziehen ins Grüne. Der alte schnurrige Kinderreim vom„Maikäfer flieg“ wird bald wieder zu hören sein, wenn die schwerfälligen Gesellen heruntergeschüttelt werden und ins Gras purzeln. Wer wüßte nicht eine Bowle Maiwein mit dem würzig duftenden Waldmeister zu würdigen! Wieder andere halten es mit dem Maibock als Frühlingskur, und wiederum andere, die Verächter von Wein und Bier, sammeln an den Rändern munter fließender Bäche des Waldes Kräuter und Wurzeln für ihre Frühlingskur.E.. E. Der erste Mai ist der Tag der heiligen Walpurga. In der Walpurgisnacht sind alle bösen Geister entfesselt, denn auf dem Blocksberg versammelt der Teufel seine Getreuen, und alle Hexen reiten auf Besen durch die Luft zu dem Versammlungsplatz, wo wilde Feste gefeiert werden. Gefürchtet sind die drei Eisheiligen, die in der Regel in der Mitte des Monats starke Nachtfröste bewirken. Sonntag zu ihrem Cäcilienchor dieses Fest feiern konnte rüstet sich die meinschaft ist nicht zuletzt darin zu erblicken, daß die BeMarianische Jungfrauenkongregation für den nächsten mühungen des Ruhrsiedlungsverbandes um die BekämpAls Vorbereitung fan=lsung der Rauchplage und der Rauchschäden bisher noch fast kein Resultat gehabt haben. Seitdem das große Gutachten des Oberbürgermeisters a. D. von Wedelstaedt erschienen ist, hat man nichts weiteres über die Bekämpfung der Rauchplage gehört. Wohl aber laufen immer wieder Beschwerden ein über Belästigungen, die die Rauchwolken im Gefolge haben. Das ganze Problem ist gewiß nicht leicht zu lösen, denn es ist mit großen technischen Schwierigkeiten verbunden. Aber die Erfahrungen, die man in anderen Gegenden und Ländern gesammelt hat, zeigen, daß die Rauchplage, wenn auch nicht ganz beseitigt, so doch wenigstens vermindert werden kann. Auch hier im Ruhrgebiet hat sich dies gezeigt. So kann z. B. darauf hingewiesen werden, daß die Betriebsanlage des RWE. in Essen, die eine Anzahl großer Schornsteine besitzt, fast rauchlos arbeitet. Allerdings hat die Betriebsleitung auch die strengsten Vorschriften für das Heizpersonal erlassen, um die Rauchplage auf das Mindestmaß herabzudrücken. Solange nicht in allen Industriewerken und Zechenanlagen mit größtem Nachdruck auf eine möglichst geringe Rauchentwicklung hingewirkt wird, werden sich in dieser Angelegenheit kaum greifbare Erfolge erreichen lassen. Endlich ein würdiges Heim Vor dem Umzug der Stadtbücherei in das ehemalige Landratsamt. Die bisher von der Stadtverwaltung so stiefmütterlich behandelte Stadtbücherei am Südhellweg bereitet sich zum Umzug in ihr neues Heim im ehemaligen Landratsamt an der Bismarckstraße vor. Die Bochumer Stadtbücherei mußte in der Nachkriegszeit dreimal ihren Standort wechseln.„Nach dem Umzug in das ehemalige Landratsamt wird die Bücherei über ein Heim verfügen, das auch fremde Besucher der Stadt Bochum getrost in Augenschein nehmen durfen. Die nicht leicht zu lösende Frage der Schaffung eines ausreichenden Lesesaales wird nach dem Umzug ebenfalls zur Zufriedenheit aller Lesesaalbesucher gelost sein, und zwar wird der große Sitzungssaal des Landratsamtes, in dem in früheren Jahren manche heiße Redeschlacht ausgetragen wurde, als Lesesaal hergerichtet werden. Der Lesesaal am Südhellweg wurde im Jahre 1930 von rund 50000 Besuchern in Anspruch genommen. Im neuen Lesesaal wird sich die Besucherzahl voraussichtlich bedeutend erhöhen da er in jeder Hinsicht bequemer und freundlicher sein wird. Ob man die großen, in Buntglas ausgeführten Fenster des neuen Lesesaales durch gewöhnliche Fensterscheiben ersetzen wird, steht noch nicht endgültig fest. Wenn man die bunten Fenster im Saale belassen will, müßte an mehreren Stunden des Tages Licht gebrannt werden, da die bunten Fenster das Tageslicht ganz bedeutend dämpfen. Daß sich die Zahl der Buchentleiher in dem neuen Heim der Stadtbibliothek erhöhen wird, ist anzunehmen, da mancher Bücherfreund die Benutzung der Bücherei am Südhellweg wegen der damit verbundenen Unbequemlichkeiten in den unzureichenden Räumen gemieden hat. Die Bücherei am Hellweg hat im vergangenen Jahre rund 126000 Bände ausgeliehen. Einschließlich der Zweigstellen in den Außenbezirken wurden im Jahre 1930 etwa 200000 Bücher ausgeliehen. den in dieser Woche Dienstag, Mittwoch und Donnerstag in der Kirche religiöse Vorträge statt. Die Feier am Sonntag besteht aus einer kirchlichen und einer Saalfeier. Der Jubelverein wurde am 6. Mai 1906 von dem damaligen Pfarrer v. Hähling gegründet und unter dem Titel„Mariä Verkündigung“ eingeführt. Aus der Marienpfarrei als Muttergemeinde übernommen und neu aufgenommen wurden im ganzen etwa 350 Mitglieder. Heute zählt der Verein 650 Mitglieder. Obwohl ein Jugendverein, kann die Kongregation doch 26 Mitglieder buchen, die dem Verein ein Vierteljahrhundert als aktives Mitglied angehören. Als Präsides standen dem Verein in den 25 Jahren vor: Pfarrer v. Hähling von der Gründung bis 1918, Generalpräses Klens(jetzt in Düsseldorf) bis 1926, Vikar Eckhardt(jetzt Dreifaltigkeitsgemeinde) bis 1929, seit 1929 hat die Leitung Vikar Schnitz.#.„.1 — Arbeiter=Wallfahrt nach Werl. aus unluß des 40jährigen Gedenktages der Verkündigung der Arbeiter=Enzyklika„Rerum novarum“ durch Papst Leo XIII. findet am nächsten Sonntag eine große Wallfahrt des Diözesanverbandes der Arbeiter= und Knappenvereine nach Werl statt, an der sich auch der Bezirksverband Bochum beteiligen wird. Das Hochamt in der Wallfahrtskirche in Werl beginnt um 10¼ Uhr. Die Festpredigt hat Erzbischof Dr. Caspar Klein übernommen, der während der Zeit seiner früheren Bochumer Tätigkeit als Vikar und Pfarrer führend in der Arbeitervereinsbewegung tätig war An der Wallfahrt beteiligt sich auch die Bochumer Werkjugend. Grubensicherheitskommission Bekämpfung des Steinfalls Sitzung der Grubensicherheitskommission für den Oberbergamtsbezirk Dortmund. Die Grubensicherheitskommission beim Oberbergamt in Dortmund war am 31. März zu einer Beratung zusammengetreten. Der bisherige Vorsitzende, Oberbergamtsdirektor Schlattmann, ist zum Berghauptmann des Oberbergamts in Breslau ernannt worden und scheidet aus. Sein Nachfolger im Vorsitz wird Oberbergrat Nolte, der auch das polizeidezernat am Oberbergamt Dortmund übernommen hat. Auch bei den Vertretern der Arbeitgeber und Arbeitnehmer sind Personalveränderungen eingetreten.„ Die Kommission befaßte sich zunachst mit der Entwicklung der Unfallziffern. Sodann wurde auf Grund der Befahrung einer Schachtanlage des Bergreviers Hamm durch den Unfallausschuß der Kommission die besondere Unfallgefahr im Hammer Bezirk besprochen. Im Zusammenhang damit berichtete der Vorsitzende an Hand von Lichtbildern über weitere bergbehördliche Maßnahmen zur Bekämpfung des Steinfalls. Er berichtete ferner über die Schritte des Oberbergamts zur Ueberprüfung der Gefährlichkeit des Kohlenstaubes. Bekanntlich ist im Oberbergamtsbezirk Dortmund das Gesteinstaubverfahren gegen Grubenexplosionen in sehr weitem Umfange durchgeführt. Wo sich bei der Ueberprüfung noch Lücken zeigen sollten, sollen diese ausgefüllt werden. Schließlich wurde der Kommission noch über den Wassereinbruch auf der Zeche„Engelsburg“ und einen Kohlenbrand berichtet, der beim Schrambetrieb auf der Zeche„Neumühl“ entstanden ist. Gegen die Rauchplage Eine Notgemeinschaft. Die Notgemeinschaft zur Bekämpfung der Rauchplage, zu der sich verschiedene Gemeinden im nördlichen Teil des Industriegebietes zusammengeschlossen haben, hat in der letzten Zeit einen nicht unerheblichen Zuwachs zu verzeichnen gehabt. Die Verkehrsvereine mehrerer benachbarter Gebiete haben sich der Notgemeinschaft angeschlossen. Die Ursache für die Erstarkung der GeDie täglichen Verkehrsunfälle K in Bochur sefahre Auf der Alleestraße in Bochum wurde am 29. April Schlosser aus Dochum=Weitmar von einem Perein Schlosser aus Bochum=Weitmar, por. einem, Fersonenkraftwagen anges#hen. Er erlitk einen Schluffelbeinbruch und Kopfverletzungen und mußte in ein Krankenhaus geschafft werden. Lebensgefahr besteht Auf der Unter= und Overlakerstraßen=Ecke in BochumLangendreer erfolgte am 29. April, gegen 18 Uhr, ein Zusammenstoß zwischen einem Motorrad und einem Personenkraftwagen. Der Motorradfahrer erlitt leichte Verletzungen. Beide Fahrzeuge wurden beschädigt. Am Bülowplatz stießen zwei Radfahrer so heftig zusammen, daß beide mit Verletzungen liegen blieben. Die Räder wurden vollständig ineinandergedrückt. Einer der Radfahrer mußte nach Hause geschafft werden; er hatte eine schwere Kopfwunde davongetragen. Osterfest ist die pelische Iu Läßt sich das wirklich nicht verhindern? Schon wieder ein nächtlicher Schaufenstereinbruch in der Kortumstraße. Wie der Polizeibericht meldet, wurde in der Nacht zum 29. April die Schaufensterscheibe eines Geschäftes in der Kortumstraße zertrümmert und aus der Auslage drei Hemden mit Kragen, vier bis fünf Paar Handschuhe, sechs Krawatten und Strümpfe im Gesamtwerte von zirka 50 M. entwendet. * Der Schaden ist in diesem Falle nicht so groß, daß Grund zu übertriebener Aufregung vorhanden wäre. Dafür läßt aber die Regelmäßigkeit derartiger Einbrüche in der Innenstadt— denn so muß man es allmählich schon bezeichnen— die Frage dringlich werden, ob solche Einbrüche nicht zu verhindern sind. Schon zu Zwecken der Wirtschaftskontrolle und zum regelmäßigen Streifendienst sind nachts doch stets an den verschiedensten Stellen der Stadt Polizeibeamte anzutreffen, so daß man annehmen sollte, daß durch entsprechende Beobachtung der Hauptstraßen dieser Art von Einbrechern das Handwerk zu legen wäre. * Reiche Diebesbeute in einer Wirtschaft. Unbekannte Täter drangen in der Nacht zum 29 April in eine Wirtschaft an der Dorstener Straße ein. Es wurden gestohlen größere Mengen Zigarillos, Zigarren, Zigaretten, Schokolade und etwa 85 RM. Wechselgeld. — Schonzeit im Regierungsbezirk Arnsberg. Nach einer Entscheidung des Bezirksausschusses ist für Rehwild im Bezirk Arnsberg folgende Schonzeit festgesetzt worden: Für Rehböcke ist Schluß der Schonzeit am 29. Mai. Männliche Rehkälber stehen das ganze Jahr unter Schonung. Für das weibliche Rehwild läuft die Schonzeit vom 1. Januar bis 31. Oktober. G. Bürger=Schützenverein Bochum=Weitmar. Infolge fernmundlicher Hörfehler wurde unsere gestrige Meldung entstellt wiedergegeben. Es muß richtig heißen: Die Stammkompagnie des Bürger=Schutzenvereins Bochum=Weitmar unter Leitung des Schießoffiziers Spangenberg veranstaltete am Mittwoch nachmittag bei Clevinghaus in Eppendorf ein Pflicht= und Uebungsschießen. Stadttell Linden-Dahlhausen n Kanalisation. Unterhalb der Verbandsstraße N. S. 7a liegt zwischen den Gemarkungen„Im Wickerschen“ und„Im Surenfelde“ ein Wiesental, durch das die Abwässer von Unter=Linden zur„Donnerbecke" abfließen müssen. Durch Erdeinwirkungen war der Wasserabfluß in letzter Zeit gehemmt, so daß eine große Teichbildung im Wiesengrunde entstand. Um diesen Uebelstand dauernd zu beseitigen, läßt die Stdat Bochum von der „Donnerbecke" gufwärts einen Kanal graben, der die Wasserhemmungen im lieblichen Wiesental dauernd von der Bildfläche verschwinden lassen soll. n Ein alter großer Steinbruch verschwindet. Südwestlich vom Schlachthof Linden=Dahlhausen liegt ein alter großer Steinbruch, der vor vielen Jahrzehnten vorzügliches Bruchsteinmaterial zum Bau von dort errichteten Bruchsteinhäusern lieferte. Als der Steinbruch am Tiefbauweg außer Betrieb gesetzt wurde, diente er den Anwohnern als Ablagerungsstatte für Müll und allerlei Unrat, so daß er sich mit der Zeit durch seine unangenehmen Ausdünstungen recht unliebsam bemerkbar machte. In letzter Zeit hat man fruchtbaren Erdboden aufgeschüttet und damit den Unrat bedeckt, so daß hier nach Ebnung ein schönes Stück Ackerland entstehen dürfte. n Neues Leben erblüht am alten Schlachthof in Linden=Dahlhausen. Der Schlachthof im Stadtteil Linden=Dahlhausen, der vor ungefahr 30 Jahren mit großen Kosten erbaut wurde verfiel bekanntlich nach der Eingemeindung nach Groß=Bochum zum Leidwesen der hiesigen Metzger und Bürger der Stillegung. Jetzt ist seit einiger Zeit reges Leben in dem stillgelegten großen Gebäude erwacht. Das Innere des Gebäudes bekommt durch Umbauarbeiten zu Notwohnungen ein vollständig verändertes Aussehen. Die Einrichtungsarbeiten, die ziemlich schwierig und zeitraubend sind, werden mit Nachdruck betrieben. Stadtteil Hordel „De olle Ziegenkoarl“. Wir berichteten gestern von dem Tode des AltHordeler Karl Schulte.„De olle Ziegenkoarl“ erfreute sich um die Mitte des vorigen Jahrhunderts in Hordel allgemeiner Beliebtheit, besonders bei den Ziegenhaltern. Er galt als Ziegendoktor und hat in sehr vielen Fällen helfen können. Niemand wußte, wo der Ziegekoarl eigentlich wohnte. Bald kampierte er hier, bald dort und niemand, der ihm böse gewesen wäre, wenn er in seinem Stalle sein nächtliches Lager aufschlug. Nur einer Familie war Karl nicht hold. Seitdem er vergeblich um die Hand der Tochter dieser Familie angehalten hatte, sann er auf Rache. Eines Tages ließ man ihn rufen, die Ziege lag laut meckernd in Krummungen am Boden. Niemand wußte Rat.„De olle Ziegenkoarl" besah sich die Bescherung, zuckte die Achseln und mit den Worten„Help di selbst, so helpt die Gott" verließ er mit ironischem Lächeln den Stall. Geld nahm er für seine ärztliche Tätigkeit nicht, aber desto lieber einen guten Tropfen in der Flasche. Einmal führte man ihn in einer Eickeler Wirtschaft arg hinters Licht. Man lud ihn zum Glase Bier ein. Schnell war der Wirt verständigt, der das kostbare Naß stark mit Rhizinus mengte. Als Koarl sein Glas geleert hatte, soll er heimlich still und leise nach Hause geschlichen sein. Später hat er auswärts geheiratet, Die immer weiter um sich greifende Industrie hat auch ihn unserer Stadt entführt. Ihn zog es in stillere Gegenden, und als sein Sohn im Schwarzwald ein Anwesen gekauft hatte, da zog er gerne zu ihm und beschäftigte sich als Holzhauer. Aus den=Siadneien Stadttell Gerthe X Das Gerther Ehrenmal. Das von der früheren Gemeinde Gerthe zur Errichtung beschlossene Ehrenmal ist nun soweit von Künstlerhand fertiggestellt, daß mit seinem Aufbau begonnen werden kann. Fleißige Hände sind bereits dabei, das Fundament zu errichten. Das Ehrenmal wird sich auf dem Platze vor der neuen Turnhalle an der Heinrichstraße erheben und eine Zierde für den Stadtteil sein. ko Heftiger Hagelschlag. Am Mittwoch abend ging über dem Stadtteil Gerthe, insbesondere jedoch über Hiltrop=Bergen, ein außerordentlich starker Hagelschlag hernieder, durch den in den Gärten ein nicht unerheolicher Schaden angerichtet wurde. I. Bürgerschützenverein. Die 3. Kompagnie des Bürgerschützenvereins veranstaltet am kommenden Sonntag auf dem Schießstand Duppe. In der Wanne, ein Uebungsschießen. ko Katholischer Mütter= und Elisabethverein. Am Mittwoch nachmittag hielt der katholische Mütter= und Elisabethverein Gerthe nach voraufgegangener Monatsandacht im hiesigen Vereinshause seine Generalversammlung ab, die einen sehr guten Besuch aufwies. Der Präses des Vereins, Pfarrer Dr. Mantel, hieß die Erschienenen willkommen. Alsdann brachte die Schriftführerin Frau Schürmann den Tätigkeitsbericht des vergangenen Jahres zur Verlesung, aus dem folgende Einzelheiten interessieren: Dem hiesigen Verein gehören zur Zeit 612 Personen als Mitglieder an. Acht Mitglieder verlor der Verein durch Tod. Aus der vor einigen Jahren gegründeten Sterbekasse konnten im verflossenen Jahre den Hinterbliebenen insgesamt 800 M. gezahlt werden. Nach der Protokollverlesung hielt Pfarrer Dr. ## Mantel einen Vortrag über die christliche Ehe. Sodann die Zeit wieder gekommen, oaß wurde der gesamte Vorstand einstimmig wiedergewahlt. sugend wirbt um die Herzen der Ju= Das Elisabeth=Jubiläum 1931, der 700. denv auch die Jugendvereine und Schutzpatronin des Vereins, der hl. Elisabeth, soll dem* W chen die nächst festlich begangen werden.. g smer## X Selbstmord. In einem Hause des Cafroyer Hellweges in Bochum=Gerthe wurde am 29. April eine Ehefrau erhängt aufgefunden. Wiederbelebungsversuche waren ohne Erfolg. Die Frau war infolge krankheit schwermütig. Es liegt einwand##### mord vor. * Aus der evangelischen Kirchengemeinde Wiemelhausen(Melanchthonbezirk). Nach den Konfirmationen und dem die evangelische gend. So haben denn uud gr-.1g Mache#. gemeinschaften in den letzten Tagen und Wochen die Einladungen zu fröhlich-ernster, charakterbildender Gesinnungsgemeinschaft ergehen lassen, und es kann allen Eltern und Jugendlichen nur angeraten werden, die dargereichte Hand von Jugendleitern und Jugendfreunden nicht auszuschlagen.— Heute(Freitag) abend steht der Festsaal des schönen Ernst=Moritz=Arndt= Hauses im Zeichen der Jugendfreude und Jugendwerbung. Der evangelische Jungmädchenkreis Rechen veranstaltet dort um 7¾ Uhr einen Familien= und emeindeabend, bei dem die große Mädchenschar sich schöpferisch betätigt in Chorgesängen, Volkstänzen und freier Rhythmik und vor allem in dem Laienspiel der Jugendbewegung„Gudrun“ nach der Aten deutschen Sage. Zugleich will der evangelische Jugendkreis damit auch einen Querschnitt durch seine Arbeitsweise und ein Bild seines fröhlich-ernsten Wesens geben, um Eltern und Jugend zu gewinnen. * Silbernes Jubiläum in der Antoniuspfarrei. In der Antoniuspfarrei ist dieses Jahr ein Jahr der silbernen Jubiläen. Nachdem kürzlich der PfarrNervenfrei SelbstStadttell Harpen er Aus der Deutschen Volkspartei. Der Frauenausschuß der Deutschen Volkspartei in Verbindung mit dem Bezirksverein Harpen hielt am Mittwoch im Lokale Witwe Hoffmann einen Volksliederabend ab, der guten Besuch aufzuweisen hatte. Die Vorsitzende, Frl. Scheffer, begrüßte die Erschienenen. Nach einem Cellosolo von Herrn Röhken(Herne) und einem Prolog von Frl. Luise Kröger(Harpen) ergriff Herr Porrmann das Wort zu einem Vortrage, in dem er den die Wirtschafts=Staatskrise, Abrüstungskonferenz und die Internationale schilderte. Sodann sprach Frau Anneliese Weber über„Das Volkslied". Frl. Koesting, die heitere und ernste Volkslieder zu Gehör brachte, die Rednerin und der Redner ernteten stürmischen Beifall. Stadtteil Altenbochum ** Marktplatz in Altenbochum. Der frühere Spielund Sportplatz an der Wittener Straße im Stadtteil“ Altenbochum wird allem Anschein nach jetzt verschwinden, und es wird wahrscheinlich mit der Anlegung des langersehnten und unbedingt nötigen Marktplatzes begonnen werden. Zurzeit werden zwei neue Wege vom Freigrafendamm, auf den Marktplatz zuführend, angelegt, und der Platz wird mit dem ausgehobenen Boden angefüllt. Wie sieht es aber aus mit dem Ausbau der Wasserstraße, von der Wittener Straße bis zum Freigrafendamm?„Die Anlegung dieser Straße ist ein dringendes wedürfnis. Die schön gelegene katholische Kirche, mit der Front zum Marktplatz, könnte somit offengelegt und das Hauptportal derselben, das jetzt sehr selten, fast garnicht benutzt wird, zweckentsprechend benutzt werden.„Eine Pflasterung der neuanzulegenden Wasserstraße wäre ja nicht sogleich erforderlich, es genügte einstweilen, den Weg vom Marktplatz zur und vor der Kirche mit einer Steinlage zu versehen. Vor Jahresfrist ist mit dem Ausschachten für das Schwesternhaus neben der Liebfrauenkirche begonnen worden, aber man sieht nicht, daß die Sache weiter geht. Stadttell Laer wo Unhaltbare Straßenverhältnisse. Auf dem Abschnitt der Uemminger Straße vor der Wirtschaft Brinkmann bis zur früheren Brauerei herrschen Zustände die den gesamten öffentlichen Verkehr hemmen. Die Uemminoer Straße, als Hauptstraße von Langendreer nach Bochum=Mitte, wird besonders viel von Kraftfahrzeugen benutzt. Sie ist derart von Schlaglöchern übersät, daß das Befahren des bezeichneten Abschnittes nur mit größter Gefahr verbunden ist. Dringende Abhitfe tut not. Stadtlell Werne er Brand im Stromnetz. Auf dem hiesigen Werner Hellweg an dem Kolonialwarengeschäft Dieckmann ereignete sich heute mittag, gegen 1,30 Uhr, im Leitungsnetz der VEW. in den Verbindungen zum Eisenmast ein Kurzschluß. Große Flammengarben mit starker Rauchbildung loderten auf, die stark eine Viertelstunde dauerten, so daß die ganzen Isolierungen dem Feuer zum Opfer fielen. Binnen kurzer Zeit war die verkehrsreiche Straße voller Menschen. Zum Glück war die Gefahr bald beseitigt. er Werbeabend des Hindenburgbundes der DBP. Gut besucht war der Werbeabend der Jugendgruppe des Hindenburgbundes der Deutschen Volkspartei, der für Mittwoch abend im Lokale Kraney einberufen war und unter der Leitung vom Leiter Flores stand. Frau Höpker (Soest) sprach über„Faschismus, Bolschewismus und unsere Kultur“. Stadtteil Weitmar n Zum Schulstreit in der Weitmarmark. Ein Vertreter der Arnsberger Regierung weilte in Weitmar und Stiepel, um Feststellungen zu der viel erörterten Frage der Umschulung zu treffen, 80 Jahre alt Frau Charlotte Kornewald, Bochum V, Verkehrsstraße 18, wird heute 80 Jahre alt. Sie ist geistig und körperlich wohlauf. Mai kühl und naß Wetterbericht der Essener Wetterwarte vom 30. April, Das schon seit einigen Tagen zwischen Island und skandinavien liepende Tiefdruckgebiet, gespeist durch neue Warmluft, die vom Schwarzen Meer her über Polen und Rußland nordwärts strömt, hat die Hochdruckbrücke, die sich gestern von Grönland über England nach den Pyrengen erstreckte, auf ihrer Ostseite abgebaut und in eine nordwest=südöstliche Richtung gedrängt. Das unser Wetter beherrschende Tiefdrucksystem hat sich bisher über Dänemark und der südlichen Ostsee verflacht, nimmt aber bei Störungen des neu entstehenden Schlechtwettergebiets Gelegenheit, sich nach Südosten hin auszubreiten. Es ist somit noch keine durchgreifende Aenderung des trüben für die Jahreszeit noch zu kühlen Wetters zu erwarten. Vorhersage für Freitag: Meist bewölkt und trübe. Vielfach auch Regen. Nur zeitweise aufheiternd. Temperaturen unverändert. Wahrscheinliche Weiterentwicklung: Fortbestand des Witterungscharakters. Barometer Donnerstag, 30. April Thermometer Uhr 7350 13Uhr+8 C 24. + 76 Wetterhäuschen im Stadtpark 117 m über dem Meeresspiegel (2 Aufg..04, Unterg. 19.51: J Aufg. 19.29, Unterg..34 Ort Ossen. Aachen... Frankfurt Kahler Asten Vorkum Hamburg Rügenwalde Berlin Königsberg München Zugspitze Zürich Gens Lugano TEnibruck in min 763.8 762.9 67333 7593 757.3 759.1 75965 760.8 763.9 Windricht. u. Stärke WSW 3 W 3 W 3 29 5 B43 5 WSW 3 S 2 WSW 2 NW 1 Tempera#uTE Wetter Slaubregen Regen bedeckt Nebel bedeckt Regen klar bedeckt bewölkt Beger bewölkt better klar Die heutige Rummer umsaßt 20 Seiten 71# C C 0 eie gner Ein Spezial-Angebot Damen-Hüte Gtade zwelferbige StrohGlocke mit schöner Sandgerpitoss kerche lugenaliche StrohKappe aus Visce, mit schön. Nadelgernitu Aparte StrohKappe aus feinfädig. Cellophanborde, mit fesch. Garnit. u. Seldenfutter Ein Spezial-Angebot Schuhwaren Die große Mode Opanken ein- und zwelferbig B reune SpangenSchuhe mit echter Schlangengarnitur, CubaAbsatz, schön. Modell... HerrenHalbs Chuhe braun, lack und schwarz. welß gedopp., neue Formen. 10.90,.75