ach Simla zu vermmt, daß der AnEtienne Paris, 7. April. gnete sich am MonEin mit 28 Pern Vorort mit einer ertrümmert. Sämtbeniger schwer verhren von Holz= und n schweben in Le om getötel owno, 7. April. er von unbekannter geworfen worden getötet. Der Draht dchen berührt, das Es war auf der Nädchen zu retten,“ Frauen, als sie die den. Da sich in zugetragen haben, ntersuchung eingegrad, 7. Aprll, Nacht zum Osterbei Marburg in lois Dobah, seine wachsenen Töchter von einem Unbend die Leichen in er Dunkelheit geentkommen. Man ter größeren Geldrch Verkauf seiner vork, 7. April. Theaterdirektor er zu Ostern an abliefere, bei der habe. Daraufhin rend das Theater die keinen Einlaß en dadurch Luft, in die Front, des eilung des Direkng stattfinden, zu en werde, ganz icht, ließ die Ge: erhaufen bad, 7. April. 1 ereignete sich ein junge Frau kam nieder. Das neuauch die Mutter lange. Ein Arzt rgen sollte die verAngehörigen verauf den Scheiterlich bemerkte, daß hatte. Die Frau rückgeführt, da sie orden war. Im keine Folgen für Nr. 82 J 38. Jahrgang Donnerstag, den 9. April 1931 Täglich außer Samstag 10 pf. Samstags mit illustr. Beilage 20 Pf. Welt erbuchhalter Friz hen Allgemeinen 100 000 Reichs28. März flüchtig Ostrau festgenomag ist bereits gellbert Fall. Einer ge hat das Beruen Innenminister techungsgelder im uuf ein Jahr Gease lautete. Er erhalten, dem er Kalifornien verAutomobilexplo= te wurden am endes Automobil enzintanks schwer rankenhaus überitzlich auf offener zeugs nach Rom. st das italienische neue FlugverbinTempelhof zun rcardi, Dr. Molzum Abschied erehrsministeriums, zwärtigen Amtes irmsten Dank für Reichspauptstadt war mit seinen ntierherde. Der Nord=Schweden weniger als 70 stötet. ontag wurden in hruppe von el eine Frau gee Täter konnten nimmt an, daß handelt, sondern Veranlassung zu mnaten. Das in ersten Osternacht von Opfern gedurch Revolver ten elf Personen autmann, inen Kunzählt, das Kraftborn ines Vitaaltes nicht ostet, ale Malzbler. .-O. 24. T 88000 .22. f. 699 06 —. u0d— 0 Bezugspreis einschl. Botenlohn.40 Mk. monatlich, oder.20 Mk. balbmonatlich: Selbstabholer.10 Mk. bezw..15 Mk. Unsere Beilage„Die Bochumer Illustrierte“ kostet monatl. 20 Pfg., die Funkbeilage„Hör mit mir“ kostet monatl. 30) Pig. Algem Anzeigenpreis: Für 1 Millimeter Höbe in 25 Millimeter Breite 10 Vig, im Reklameteil 50 Pig.(Besondere Anzeigenpreise nach aufliegendem Taris.) Angebote von anderen Zeitungen und Vermittlern werden nicht befördert. Bei zwangsweiser Beitreibung der Anzeigengebühren durch Klage, bei Konkursverfahren usw. wird der bewilligte Nachlaß hinfällig. 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Berliner Redaktion: Richgel, Haupt, Berlin S W 68, Zimmerstraße. 28, Fernsprecher: Dönvoff 555 ald Satisdort, Gslt.2. Sür inbelanale Ein Redaktion keine*: Redaktion, und Geschäftskelle:, Rathausbigs ap; Fernsprech=Anschlüsse Sammelnummer 675 51— Bostscheckonto Dorimund 1760 u p Perlin s b. 68, Zimmerstraßs, use, Hornzenechag, Lönpos 555 rst 0340.— Für„unverlangte, Einsendungen ühernimmt die ne Hastpflicht. Zurücksendung erfolgt nur wenn Rückvorto beiliegt. daktian und Geschäftsstelle: Rathausplatz 8. Mehrheit nicht vorhanden Keinle Einderufung des Reichbiager Berlin, 8. April. (Von unserer Berliner Schriftleitung.) Der auf Antrag der Opposition heute zusammenberufene Aeltestenrat des Reichstages unter dem Vorsitz des Reichstagspräsidenten Löbe hat den Antrag auf Einberufung des Reichstages nach ausgiebiger Aussprache abgelehnt. Präsident Löbe mußte am Schluß der Sitzung feststellen, daß von den 557 Abgeordneten des Reichstags nach dem Stärkeverhältnis der Fraktionen nur 228 Abgeordnete für die Einberufung stimmen würden, daß also keine Mehrheit vorhanden sei. Für die Nationalsozialisten war der Abgeordnete Stöhr, für die Deutschnationalen der Abgeordnete Berndt erschienen. Die Reichsregierung war durch Ministerialdirektor v. Hagenow vertreten. Es entwickelte sich eine lebhafte Aussprache, in deren Verlauf die Sprecher der Opposition die schnellste Einberufung des Parlaments verlangten, das nach ihrer Ansicht eine Kontrolle über die Durchführung der neuesten Notverordnung führen müsse. Nationalsozialisten und Deutschnationale appellierten an Wirtschaftspartei, Landvolk und Christlichsoziale, um von ihnen eine Unterstützung des Antrags auf Einberufung des Reichstages zu erhalten. Aber auch diese Parteien zusammen mit den übrigen hinter der Regierung stehenden Gruppen hielten an der Vertagung des Reichstages fest. zumal die gewichtigen außenpolitischen Aktionen für die Reichstagspause sprechen. Die Reichstagspause sei dazu da, um der Regierung Zeit und Ruhe für die Inangriffnahme der außenpolitischen Probleme zu geben. Besonders scharf wurde von der Rechtsopposition mit Unterstützung des Landvolks und der Christlichsozialen die Durchführung der Notverordnung durch preußische Unterorgane kritisiert. Dagegen wurde der Erlaß Seberings zur Notverordnung anerkannt und seine streuge Turchführung gefordert. Weiter richtete Präsident Löbe an die Vertreter der Nationalsozialisten und der Deutschnationalen die Frage, ob sie eine bestimmte Zusage dafür geben könnrung dieser Maßnahme eine monatliche Ersparnis von 400 000 Mark. Leipzig ist die erste Großstadt im Reich, die, gestützt auf einen nach jeder Richtung gedrosselten Voranschlag, Abbaumaßnahmen dieser Art trifft. Nach Mitteilungen des Oberbürgermeister Dr. Goerdelers ist für den Entschluß des Rates der durch Stadtverordnetenbeschluß noch nicht bestätigt, durch Verfügung aber in Kraft ist, die Tatsache entscheidend gewesen, daß sich der Reichstag vertagte, ohne über die Anträge des Deutschen Städtetages, die Gemeinden von den Wohlfahrtslasten zu befreien, Beschluß zu fassen. Rückgang der Arbeitslosigkeit K000soAfbendldsedenger Berlin, 8. April. Wie die TU erfährt, ist die Arbeitslosigkeit stärker zurückgegangen alsursprünglicherwartet wurde. Die genauen Ziffern für die letzten Wochen, die am Donnerstag veröffentlicht werden sollen, liegen zwar noch nicht vor, doch verlautet, daß die Arbeitslosigkeit um etwa 200 000 Personen zurückgegangen ist. Die letzte Ziffer zum 15. März stellte sich auf 4 980 000. Damit ist eine Verminderung auf 4 780 000 eingetreten. Man nimmt nicht an, daß dieser Rückgang ausschließlich auf die Aufnahme von Arbeitskräften durch die Landwirtschaft zurückzuführen ist, sondern ist vielmehr der Ansicht, daß kleinere Anzeichen dafür sprechen, daß einzelne Zweige der Industrie eine etwas stärkere Aufnahmefähigkeit für Arbeitskräfte zeigen. Bedauerliche Verschiebung Guglandbesach eest um 8. Juni Englischer Flottenbesuch in Kiel Berlin, 8. April. (Von unserer Berliner Schriftleitung.) agr, Do sie eine bestimmte Zusage, bafur geven ronn:] Die Genugtuung über die an den Kanzlex, und an ten, daß sie bei Einberufung des Reichstages in das den Reichsaußenminister ergangene englische Einladung Parlament zurückkehren würden, wobei beide Parteien zur Antwort gaben, daß die Einberufungsanträge durchaus ernst seien und daß die feste Absicht bestehe, bei einem Wiederzusammentritt des Reichstages in das Parlament zurückzukehren. Der Auffassung der Oppositionsparteien, daß auf Grund des Artikels 24, der Reichstagsverfassung der Reichstag auf Verlangen eines Drittels der Abgeordneten einberufen werden müsse, konnte sich die Mehrheit des Aeltestenrats nicht anschließen, da ihrer Meinung nach diese Artikel nur für die Zeit zwischen zwei Reichstagssitzungsperioden angewendet werden könnten, nicht aber in vorliegendem Falle, wo sich der Reichstag mit Mehrheit auf einen bestimmten Termin, den 13. Oktober, vertagt hat. Es verlautet, daß die Oppositionsparteien ihren Einberufungsantrag in absehbarer Zeit wiederholen werden. Ueber die Einberufung des Auswärtigen Ausschusses wurde keinerlei Beschluß gefaßt. Der Reichsaußenminister Dr. Curtius hatte sich zwar in seiner letzten Etatrede bereiterklärt, dem Ausschuß nach den Osterfeiertagen Rechnung abzulegen, aber in Erkenntnis der gegenwärtig schwebenden außenpolitischen Aktionen hatte das Parlament auf den Zusammentritt des Auswärtigen Ausschusses verzichtet. Auf den 14. April vertagt Schlichtungsverhandlungen in der Nordwestgruppe Dortmund, 8. April. Die Verhandlungen, die am Mittwoch vormittag unter dem Vorsitz des staatlichen Schlichters, Professor Dr. Brahn, zwischen den Vertretern des Arbeitgeberverbandes der nordwestlichen Gruppe der Eisen= und Stahlindustrie und den Vertretern der tarifbeteiligten Angestelltenverbände begannen, wurden am Abend unterbrochen und auf den 14. April vertagt. * Bekanntlich hatten die Arbeitgeber eine 15prozentige Gehaltssenkung gefordert, die aber in den am 17. März in Essen abgehaltenen freien Verhandlungen zwischen den Tarifparteien von den Arbeitnehmervertretern abgelehnt wurde. Die freien Verhandlungen blirben daher ergebnislos, und auf Antrag der Angestelltenverbände leitete der Schlichter das Schlichtungsverfahren ein. Die gestrigen Schlichtungsverhandlungen, die zum Teil gemeinsam, zum Teil getrennt mit den beiden Tarifparteien geführt wurden, gestalteten sich äußerst langgierig und schwierig und wurden schließlich, ohne ein Ergebnis gebracht zu haben, auf Dienstag, 14. April, vertagt. Leipzig kürzt die Wohlfahrissätze Leipzig, 8. April. Der Rat der Stadt Leipzig hat mit Wirkung vom 8. April ab die Unterstützungssätze in der Wohlfahrtsund Krisenfürsorge um 10 v. H. gesenkt. Diese Maßnahme begründet der Rat in erster Linie mit der aus§ 88 der sächsischen Gemeindeordnung ihm obliegenden Verpflichtung, das Gemeindevermögen sorgfältig zu verwalten. Für Leipzig ergibt sich aus der Durchfühwird heute durch die Meldung getrübt, daß der zunächst auf Anfang Mai festgesetzte Besuch auf den 5. Juni verschoben worden ist. Hierüber wird folgende offiziöse Meldung ausgegeben: „Die auf englische Initiative eingeleiteten Besprechungen zwischen London und Berlin über den Besuch des Reichskanzlers Dr. Brüning und des Reichsaußenministers Dr. Curtius bei dem englischen Premierminister sind heute abgeschlossen worden. Die englische Regierung hat die beiden deutschen Staatsmänner eingeladen, am 5. Juni nach Chequers zu kommenund bis zum 9. Junials Gast derenglischen Regierung in Chequers und London zu bleiben. Geplant ist eine intime, freundschaftliche Aussprache über alle wichtigen Fragen, die beide Länder berühren. Die ursprünglich für eine der beiden ersten Mai=Wochen in Aussicht genommene Zusammenkunft mußte auf die Zeit nach Pfingsten verlegt werden, weil für die ersten Maitage der englische Premierminister und mehrere seiner Kollegen bereits anderweitig gebunden waren, und weil das zweite Wochenende im Mai zeitlich zu nahe an die Tagung des Europa=Ausschusses und die daran anschließende Ratstagung rückte.“ Wenngleich man die Begründung dieser Verschiebung als sehr stichhaltig ansehen kann, so ist doch der Argwohn unangebracht, als könnte die Verlegung des Besuches der Staatsmänner durch die heftige Propaganda französischer Blätter veranlaßt worden sein, die ja nach Bekanntwerden der Einladung gegen die englische Regierung Sturm liefen. Die Reichsregierung hätte es selbstverständlich begrüßt, wenn die deutsch=englische Aussprache noch vor der Völkerbundssitzung stattgefunden hätte. Man trägt aber den englischen Wünschen Rechnung und wird nicht weniger gern die Gelegenheit des Besuches auch zu einem späteren Termin ergreifen, zumal man annehmen kann, daß der Völkerbundsrat auf seiner Maitagung kaum die wichtigen Probleme der Abrüstung, der Paneuropafrage und der Zollunion klären, geschweige denn lösen wird. Zu der Meldung englischer Blätter, daß an die französischen und italienischen Staatsmänner keine gleichzeitige Einladung ergangen ist, wird an zuständiger Berliner Stelle betont, daß auch hier von einer solchen Einladung nichts bekannt ist. Sie wäre nach englischer Ansicht im Augenblick auch nicht notwendig gewesen, da sich Henderson bereits gelegentlich der Pariser Paneuropa=Tagung im März mit dem französischen Außenminister Briand und dem italienischen Kollegen Grandi über die schwebenden Europaprobleme eingehend unterhalten hat. In Berliner Kreisen sieht man jedenfalls in der Verschiebung der Londoner Reise keine Abschwächung der freundnachbarlichen Beziehungen zwischen Berlin und London. Mit Genugtnung wird vielmehr eine Londoner Nachricht verzeichnet, wonach, wie schon kürzlich angedeutet, die englische Admiralität einen Flottenbesuch in Kiel plant. Diese Nachricht ist von London noch nicht bestätigt, aber die englischen Blätter erklären, daß nur noch die formelle Einladung und ihre Annahme ausstehe. Den Besuch soll das britische Kreuzergeschwader, bestehend aus den Kreuzern„Hawkins“(Flaggschiff),„York“,„Dorsetshire“ und Norfolk“, sowie dem Minenlegerkreuzer„Adventure“ abstatten. Der Kreuzer,„Hawline“ wurde unmittelbar nach dem Kriege vollendet, aber alle anderen Schiffe sind späteren Datums und laut„Daily Herald“„Gegenstücke“ zu den neuen deutschen Kreuzern„Emden“, „Karlsruhe“, Königsberg" und„Köln“. Einige dieser deutschen Schiffe würden, wie das Blatt meint, vielleicht in Kiel als Gastgeber fungieren. Es wäre seit dem Jahre 1914 zum ersten Male, daß ein britisches Geschwader einem deutschen Hafen einen Besuch abstattet. Auch deutsche Kriegsschiffe haben bisher englische Häfen nicht angelaufen, da es als Gebot internationaler Schicklichkeit gilt, daß nach einem Kriege der Siegerstaat durch Besuch der Häfen des Unterliegerstaates den freundschaftlichen Verkehr zwischen den beiden Flotten wieder anbahnt. Auch das Reparationsproblem wird besprochen London, 8. April. Londoner Blätter berichten heute abend auf Grund von Informationen aus dem Außenministerium, daß bei der Zusammenkunft am 5. Juni auch das Reparationsproblem erörtert werde. Weiter wird zu der Zusammenkunft bekannt, daß möglicherweise 8. Juni eine Audienz beim englischen König stattfinden wird. Auch ein Empfang des diplomatischen Korps ist vorgesehen. Offiziell wird heute abend nochmals betont, daß Briand zu den deutsch=englischen Besprechungen nicht eingeladen worden sei. Henderson hätte ursprünglich lediglich beabsichtigt, Briand und Grandi zur Unterzeichnung des europäischen Flottenabkommens nach London kommen zu lassen. Es handle sich also um zwei voneinander getrennte Absichten. Im Zusammenhang mit dem Stennes=Konflikt hat Adolf Hitler den Reichstagsabgeordneten, Hauptmann a D. Hermann Göhring(im Bilde), als politischen Kommissar mit außerordentlichen Vollmachten für das gesamte Gebiet der Gruppe Ost(mit Ausnahme des Gaues Berlin) ernannt. Arbeitsdienstpflicht Zu diesem gegenwärtig besonders aktuellen Problem nimmt im Nachfolgenden der DintoLeiter, Oberingenieur C. Arnhold(Düsseldorf), Stellung, und zwar behandelt er die ganze Frage von der wirtschaftlich= pädagogi schen Seite. Arbeitsdienstpflicht! Was hat der Praktiker dazu zu sagen? Zunächst das Wichtigste: Erwerbslosen=Beschäftigung und echter Arbeitsdienst ist etwas grundsätzlich Verschiedenes.— Wer sich„beschäftigt“ oder gar „beschäftigt“ wird, dient noch lange nicht. Erst recht empfindet er nicht jene innere Befriedigung, die mit jeder echten Dienstleistung an einer übergeordneten Lebensgemeinschaft verbunden ist. Beschäftigung schlägt lediglich die Zeit tot, oder, wie der Engländer sagt:„weilt sie hinweg“. Echte Dienstleistung gibt der Zeit Inhalt— erfordert Anstrengung, Opfer, Einsatz der Persönlichkeit, Beschäftigung macht schlaff, Dienst macht straff, Beschäftigung demoralisiert, Dienst erzieht. Erkennt man diese Feststellungen an— und sie sind seit langem Allgemeingut arbeitspädagogischer Erfahrung— so ergibt sich, daß wirklicher Arbeitsdienst nicht Beschäftigung, sondern strenge, zweckgerichtete, veraniwortliche Arbeit sein muß. Die industrielle Handarbei des Schlossers, des Schmiedes, des Zimmermanns und des Schreiners, wie sie in neuzeitig geleiteten Lehr= und Anlernwerkstätten als Grundlage einer Arbeitsschulung für alle Berufe dient, erfüllt zubest diese Grundbedingungen. Von entscheidender Bedeutung aber ist, daß alle diese industriellen Arbeiten unter das harte Gesetz der Rentabilität gestellt werden. Arbei muß Ringen um ein Ziel in sich tragen: erst dadurch vermag sie die besten Kräfte im Menschen zu wecken. Gerade der Umstand, daß es nicht leicht sein wird. den erzieherischen Druck wirtschaftlicher Rentabilität auf die für die Arbeitsdienstpflicht bisher zumeist ins Auge gefaßten Arbeiten zu übertragen, erschwert die praktische Verwirklichung der Arbeitsdienstpflicht=Pläne erheblich. Weiterhin ist zu beachten, daß das Ziel jeder erzieherischen Arbeit sein muß: Sinnhaftigkeit und Geschlosserheit. Die Sinnhaftigkeit nuß darin bestehen, daß das Arbeitsprodukt prakrische Verwendung findet— die Geschlossenhelt darin, daß der Lernende an einem maßgeblichen und für ihn übersehbaren Teil des Herstellungsprozesses beteiligt ist. Die gesamte Tätigkeit muß aber unter der Verantwortung jedes Einzelnen für die von ihm geleistete Arbeit stehen. Kontrollen der technischen und wirtschaftlichen Leistungen müssen zeitlich und räumlich möglichst eng mit den einzelnen Arbeitsvorgängen verbunden und möglichst so gestaltet sein, daß sie der Lernende selbst auszuführen vermag. Mitarbeit am Ausschachten eines Kanalbettes mag nützlich und nötig sein, ist aber pädagogisch arm. Auf der Wertskala erzieherischer Arbeitsverrichtungen stehen daher alle handwerklichen Arbeitsarten an erster Stelle und alle primitiven Massenarbeiten an letzter. Da aber die Arbeitsdienstpflicht es notwendigerweise gerade mit den letzteren Arbeitsarten zu tun haben wird, sei rechtzeitig darauf hingewiesen, daß die dringlichste Aufgabe wahrscheinlich darin liegt, für die dienstpflichtigen jungen Leute nicht etwa die erzieherische am Kraft dieser Arbeit voll auszuschöpfen, sondern sie gegen die erziehungsfeindlichen Elemente dieser Arbeit zu schützen. 67 Eine hochgemute, begeisterungsfähige, opferfrohe Jugend wird die Lösung dieser Aufgabe erleichtern. Wenn aber die Arbeitsdienstpflicht allgemein wird und die Auslese der Dienstpflichtigen vorwiegend nach physischen Merkmalen geschieht, dann tritt die Problematik jeder öffentlichen Massenarbeit mit ihrem ganzen Gewicht in die Erscheinung. Mit der wirtschaftlichen Seite der für die Arbeitsdienstpflicht vorgesehenen Arbeit hat man sich schon mehr beschäftigt. Hier gilt in erster Linie der einfache Satz, daß die Dienstpflichtarbeit den Arbeitsvorrat, der herkömmlicherweise von der privaten Wirtschaft bewältigt wird, nicht schmälern darf. Denn solche Schmälerung würde bedeuten: Zunächsst Preis= und Lohndruck, dann Kapitalverlust und Arbeitslosigkeit. Das Gegenteil also von dem, was wenigstens zu einem Teil erreicht werden soll, würde eintreten. Wie weit daher die Arbeitsdienstpflicht an Kanalbauten, Straßenführung, Eisenbahnlegung usw. durchgeführt werden kann, bleibt mehr als fraglich. Zu diesen Fragwürdigkeiten wirtschaftlicher Art gesellt sich noch eine weitere. Das ist die Frage nach den Kosten. Die bisherigen Kostenberechnungen lehnen sich entweder an die Kosten pro Mann der Reichswehr oder pro Kopf der Strafgefangenen bzw. pro Einheit der alten Armee an. Vergleiche mit den Kosten dieser Einrichtungen geben aber nur sehr vage Maßstäbe, weil die Kosten für den Arbeitsplatz vorweg gar nicht mit ausreichender Genauigkeit festzustellen sind und ferner auch der wirtschaftliche Gegenwert der Arbeitsleistung zunächst ein papierner Schätzungswert bleiben muß, da über die Verkäuflichkeit oder die Erträge der Arbeitsdienstleistung von vornherein Sicheres nicht gesagt werden kann. Wenn man weiß, daß die Kosten für einen gewerblichen Arbeitsplatz auf mindestens 8000 Reichsmark Investition veranschlagt werden, dann darf man auch Zweifel darüber haben, ob Arbeitskosten, die auf Grund der Wohlfahrtsarbeitsleistungen errechnet worden sind, ausreichen. Hier darf sich nicht wiederholen, was der Reichskanzler Brüning in seiner Kölner Rede hervorhob, daß in Deutschland in der Vergangenheit vielfach Gesetze beschlossen worden sind, deren finanzielle Tragweite nicht rechtzeitig abgeschätzt wurden. Und nun die Führerfrage! Wer wird die Durchführung der Arbeitsdienstpflicht in Händen haden* Schon die Organisationsform des ganzen Unternehmens ist eine Aufgabe für sich.„Voraussetzung der Arbeitsdienstpflicht ist ein überparteiliches Regierungs lystem“, so heißt es in der Programmschrift der Reichsarbeitsgemeinschaft für deutsche Arbeitsdienstpflicht. Die überparteiliche Stellung der gesamten ArbeitsdienstpflichtOrganisation— etwa wie die der Reichswehr oder der Reichsbank— kann nicht stark genug unterstrichen werden. Mit dieser Feststellung ist ein wichtiges Problem angeschnitten. Wer soll für den Geist des ganzen Unternehmens maßgebend sein? Wie kann dieses selbst gegen die Einflüsse der wechselnden Parteipolitik geschützt werden? Wie soll sich die Führerauslese gestalten? Und welche Anforderungen an den Führer sollen Geltung haben? Der Schwerpunkt der ganzen Arbeitsdienstpflicht liegt auf praktischem Gebiet. Ohne " Zweifel wird die Entwicklung vom pädagogisch geschulten Ingenieur Ausgang nehmen müssen— von dem Manne, der die praktische Betriebsarbeit dem Gedanken industrieller Menschenführung dienstbar zu machen gelernt hat.— Es muß dies aber gleichzeitig auch ein Mann sein, der aus eigener Erfahrung weiß, daß es keine fruchtbare Arbeit im luftleeren Raume gibt, sondern allein in engster Verkettung mit der gesamten Volkswirtschaft. Aber auch die Schicht der unteren Führer darf unter keinen Umständen ohne tiefere handwerkliche Fachkenntnisse und erst recht nicht ohne betriebspädagogische Erfahrungen sein. Nichts wäre falscher als eine ängstliche Spezialisierung des Ausbildungspersonals im Zuschnitt auf die vorliegenden Sonderaufgaben. Es mußte die Blüte der aus neuzeitlichen Ausbildungsstätten hervorgegangenen Facharbeiter sein, die zu diesem Dienst herangezogen würde. In geeigneten Lagern und Werken müßten sie dann für das Besondere ihres Berufes ausgebildet werden. Wichtig dabei ist daß sie gleichzeitig zu einer Gemeinschaft zusammengeschweißt werden, in der sie sich bewußt sind, an einem gemeinsamen großen Werke zu schaffen. Allen erschwerenden Umständen zum Trotz sollte man in Deutschland vor dem auf vernunftgemäßer Grundlage aufgebauten Versuch einer Verwirklichung des Dienstpflichtgedankens nicht zurückschrecken— zumal kein Mißerfolg schlimmer sein kann als das Schicksal unserer heutigen Jugend, die besten und aufnahmefähigsten Jahre müßig und ziellos verbringen zu müssen. bestenfalls einmal erfaßt von kurzen Schulungs= oder Werkskursen. Aber selbst unter günstigsten Verhältnissen wird man zunächst nur sehr langsam und in beschränktem Umfange, vor allen Dingen aber nur auf der Grundlage von Freiwilligkeit vorgehen können. In tastendem Weiterschreiten muß dann gefunden werden, wo die Grenze ist, an der sich Mögliches und Unmögliches scheidet. • Z Fernsatteil denn=Bonvorgehren Ordnungsgemäße Durchführung Dr. Sahm in Berlin h Berlin, den 8. April.(Eig. Drahtber.) Wie der amtliche preußische Pressedienst mitteilt, hat der preußische Minister des Innern einen neuen Runderlaß an die nachgeordneten Behörden gerichtet, in dem er darauf hinweist, daß in Fällen, in denen Gemeindebehörden das Eintragungsverfahren nicht in der gesetzlich vorgeschriebenen Weise durchführen, die staatlichen Aufsichtsbehörden nicht nur berechtigt, sondern auch verpflichtet sind unverzüglich einzugreifen. Besteht begründeter Verdacht, daß die Beamten der Gemeindebehörden den gesetzlichen Vorschriften nicht Rechnung tragen, so haben die Aufsichtsbehörden alsbald die erforderlichen Feststellungen zu treffen, soweit das ohne Einsichtnahme in die Eintragungslisten geschehen kann. Wird durch falsche Handhabung dek Vorschriften ein unroten Krankheit zugrunde geht, ist vor Gott und seinem Gewissen verpflichtet, für das Volksbegehren zur Auflösung des Preußischen Landtages zu werben und sich in die Listen einzutragen.“ Deutschnationaler Werbefilm verboten Berlin, 8. April. Der deutschnationale Werbefilm zum StahlhelmVolksbegehren ist von der Kammer I der Filmstelle im Reichsministerium des Innern verboten worden. Es handelt sich um denselben Film, der unter dem Titel „Wohin wir treiben“ bereits im Wahlkampf 1928, beim richtiges Ergebnis des Eintragungsverfahrens vorsätz= standet in deutschnatig lich herbeigeführt, oder das Ergebnis verfälscht, so ist Auf... Versammlungen gelaufen machen sich die hierfür verant ril' K:sint. eich eine Frage der deutschnationalen Vertreter, ob eventuell nur die beanstandeten Stellen herausgenommen werden könnten, erfolgte die Antwort: Nein, der ganze Film ist verboten. Das ist ein Hetzfilm, derartige Filme macht man nicht.“ Das Verbot erging von derselben amtlichen Stelle, die im Jahre 1928 den Film als völlig einwandfrei für öffentliche Vorführungen freigegeben hatte. machen sich die vierfür veraniwortlichen Personen nach § 108 des Strafgesetzbuches strafbar. Werden im Laufe der Nachprüfung Feststellungen getroffen, die die Gültigkeit der erfolgten Eintragungen in Frage stellen, so ist dem Minister sofort unter Beifügung einer für den Landeswahlleiter bestimmten Abschrift darüber zu berichten. Bei der Vorbereitung der vom Landeswahlausschuß zu treffenden Feststellungen wird die Gesamtsumme der Eintragungen berücksichtigt. . h. Berlin, 8. April.(Eig. Drahlber.) Der ehemalige Danziger Senatspräsident Dr. Sahm, auf dessen Kandidatur für den Berliner Oberbürger= meisterposten sich, wie gemeldet, sämtliche Mittelparteien geeinigt haben, weilt bereits in Berlin und hat die Verhandlungen mit den einzelnen Parteien ausgenommen. Dr. Sahm hat ferner mit verschiedenen Persönlichkeiten Rücksprache genommen, die für die neu zu besetzenden Magistratsposten in Frage kommen. Auch der für den Posten des Stadtkämmerers ausersehene Frankfurter Kämmerer Dr. Asche weilt in Berlin. Entgegen der früheren Erklärung, daß er auf die Kandidatur verzichten werde, hat sich Dr. Asch nunmehr bereit erklärt, den Berliner Posten anzunehmen. Die Wahl Dr. Sahms ist gesichert, denn auch die Sozialdemokraten haben die Kandidatur ihres Parteimitgliedes Dr. Bauer anscheinend aufgegeben, da Bauer außer den sozialdemokratischen Stimmen keine anderen Stimmen auf sich vereinigen würde. Lediglich die Deutschnationalen lehnen die Wahl Dr. Sahms, der im volksparteilichen Lager steht, ab. Man hätte hier lieber einer Kandidatur des Oberbürgermeisters Dr. Jarres(Duisburg) zugestimmt. Am Mittwoch abend traten die Fraktionen der Stadtverordnetenversammlung zusammen, um ihren Vertretern im Wahlausschuß, der auf Donnerstag zusamEin Aufruf hugenbergs Berlin, 8. April. Der Führer der Deutschnationalen, Dr. Hugenberg, erläßt zum Volksbegehren einen Aufruf, in dem es heißt:„Eine gute Sache, wie die nationale Freiheitsbewegung und wie der Kampf gegen den nunmehr sturmreifen heuchlerischen Marxismus läßt sich nicht durch Arbeitsruhe im Berliner Baugewerbe Berlin, 8. April. Bei allen großen Berliner Baufirmen ruht seit Mittwoch früh die Arbeit so gut wie vollständig. In GroßBerlin gibt es etwa 53000 Bauarbeiter, von denen in letzter Zeit rund 20000 in Arbeit standen. Im Reich ist die Lage im Baugewerbe noch völlig ungeklärt. Deutsche Beschwerde in Kowno Verordnungen unterdrücken. Die ruhigsten Worte und Taten wirken bei der nunmehr in Deutschland erreichten Sachlage wie Sprengbomben gegen das heutige Regiment der schwarz=roten Parteien. Eine dieser Taten ist jetzt die Arbeit für das Stahlhelm=Volksbegehren. Wer verhindern will, daß Deutschland an der schwarzhieb- und Stoßwaffen Preußische Ausführungsverordnung Berlin, 8. April. Wie der amtliche preußische Pressedienst mitteilt, kündigt der preußische Minister des Innern in einem Runderlaß an, daß von ihm nach Anhörung des Staatsrates eine Ausführungsverordnung zum Gesetz gegen Waffenmißbrauch vom 28. März 1931 erlassen werden wird. Die Ausführungsverordnung wird die gleiche Zuständigkeitsregelung für die Erteilung der Ermächtigung zum Führen von Hieb= oder Stoßwaffen enthalten wie die Ausführungsverordnung des preußischen Innenministers vom 2. Oktober 1930 zu der Notverordnung gegen Waffenmißbrauch vom 25. Juli 1930. menberufen ist, die letzten Weisungen zu geben. Gegenüber Pressevertretern hat Dr. Sahm seiner Genugtuung darüber Ausdruck gegeben, daß fast alle Parteien seine Kandidatur günstig beurteilt haben. Er werde mit Ernst, Treue und Entschlossenheit an seine neuen Aufgaben herantreten. Programmatische Erklärungen hinsichtlich seiner neuen Kommunalpolitik abzugeben, hat Dr. Sahm jedoch abgelehnt. Tagung der Deutschen Volkspartei h Berlin, 8. April.(Eig. Drahtber.) Die Deutsche Volkspartei veranstaltet am 18. April eine Tagung ihres Reichsausschusses, der am 19. April eine Sitzung des Zentralvorstandes folgt. Zur Aussprache stehen das neue Aktionsprogramm der Partei und das Thema„Kampf um Preußen". Ueber den letzten Punkt spricht der Vorsitzende der Landtagsfraktion, Abgeordneter Stendel, über das Aktionsprogramm der Führer der Reichstagsfraktion, Dr. Dingeldey. Anerlennung dei Reisezrügnssse Neue Vereinbarungen der Länder Berlin, 8. April. Weil die litauische Regierung die Ausweisung von fünf Reichsdeutschen aus dem litauischen Staatsgebiet nicht zurückgenommen hat, überreichte am Mittwoch der deutsche Geschäftsträger in Kowno eine Note, in der der litauischen Regierung mitgeteilt wird, daß die deutsche Regierung die Ausweisungsfälle dem vorgesehenen Schiedsgericht unterbreiten werde. Bei den Ausgewiesenen handelt es sich um Angestellte Memeler Zeitungen. Polnische Ichlane Ausweisung eines reichsdeutschen Journalisten aus Ostoberschlesien „„ 168, Gleiwitz, 8. April. Der seit dem Jahre 1922 in Polen tätige reichsdeutsche Redakteur Paul Solinski ist am Mittwoch als lästiger Ausländer ausgewiesen worden. Am ÖsterSamstag wurde ihm der Ausweisungsbefehl der Wojewodschaft Kattowitz zugestellt, in dem er ohne Angabe von Gründen aufgefordert wurde, bis zum 8. April das polnische Staatsgebiet zu verlassen, andernfalls zwangsweiser Abtransport erfolgen werde. Gegen die Ausweisung, die im Verwaltungswege endgültig ist, steht Solinski nur die Beschwerde beim Obersten Gericht in Warschau zu, so daß eine Rückgängigmachung der Ausweisung auch bei einem Erfolg der Beschwerde in absehbarer Zeit nicht zu erwarten ist. Es ist bezeichnend, daß der Ausweisungsbefehl ausgerechnet am Samstag vor den Feiertagen zugestellt wurde, so daß Solinski erst unmittelbar vor dem Ablauf der ihm gestellten Frist die Möglichseit hatte, sich mit dem deutschen Generalkonsulat und anderen Behörden in Verbindung zu setzen. Berlin, 8. April. Unter Aufhebung der bisher abgeschlossenen Vereinbarungen der Länder über die gegenseitige Anerkennung der Reifezeugnisse der höheren Schulen ist ein neues Abkommen abgeschlossen worden, das sich bezieht auf Gymnasium, Realgymnasium, Oberrealschule, deutsche Oberschule und Oberlyzeum. Die Vereinbarung, die im wesentlichen die bisher schon geltenden Bestimmungen aufrecht erhält und zusammenfaßt, drückt aus, daß das Reifezeugnis, das ein Angehöriger des Deutschen Reiches in einem deutschen Lande erworben hat, in einem anderen Lande alle Berechtigungen gewährt, die in beiden Ländern übereinstimmend mit dem Reifezeugnis der Schulgattung verbunden sind. Werden in den Ländern vor dem Berechtigungsnachweis verschiedene Forderungen gestellt, so ist die Gewährung der weitergehenden Berechtigung von der Entscheidung der Regierung abhängig, in dem das Reifezeugnis als Berechtigungsnachweis vorgelegt wird. Außerdem ist eine Vereinbarung der Länder über die sogenannte mittlere Reife getroffen worden. Das Zeugnis der mittleren Reife wird in diesem Abkommen als Vorbedingung für den Eintritt in Berufe oder Berufslaufbahnen der mittleren Stufe des Berufsaufbaues betrachtet. Für den Erwerb der mittleren Reife wird im allgemeinen ein mindestens zehnjähriger Gesamtschullehrgang vorgeschrieben, der eine mindestens der preußischen Mittelschule entsprechende allgemeine Bildung verbürgt. Privaten Schulen, die den von gleichartigen öffentlichen Schulen gestellten Anforderungen entspreschen, soll ebenfalls das Recht zur Ausstellung des Zeugnisses der mittleren Reise verliehen werden. Die thüringische Regierungsbildung Stennes auf der Wohnungssuche G„ Berlin, 8. April. „ Hauptmann a. D. Stennes und sein Anhang haben im Laufe des heutigen Tages die Räume in der Matthäikirchstraße wieder verlassen. Am Vormittag waren Stennes und die anderen Führer auf der Wohnungssuche, um neue Büroräume für seine Anhänger zu mieten. Mittwoch nachmittag erfolgte auf Grund einer einstweiligen Verfügung, die die Gauleitung der N. S. D. A. P. gegen Hauptmann Stennes erwirkt hat, die Pfändung der Büroeinrichtung und des übrigen Inventars. Die Pfändung vollzog sich ohne Schwierigkeiten. Zu dem gestern erwähnten angeblichen Briefwechsel zwischen Stennes und einem Reichswehroffizier, der angeblich die Absicht geäußert haben soll, zu den Nationalsozialisten überzutreten, teilt das Reichswehrministerium mit, daß bei der letzten Haussuchung in der Hedemannstraße ein Brief gefunden wurde, der von Stennes an die Parteileitung in München gerichtet war. In diesem Brief war von einem Oberleutnant a. D. aus Breslau die Rede, der als Angestellter bei der Reichswehr tätig ist. Ein Bruder dieses Oberleutnants wollte ihm eine Stellung in der Reichsführerschule der Nationalsozialisten vermitteln. Der Oberleutnant a. D. hat sofort, als er Kenntnis von diesem Brief erhielt, der zuständigen Stelle mitgeteilt, daß er nicht die Absicht habe, zu den Nationalsozialisten überzutreten. Die Reichswehr hält infolgedessen diese Angelegenheit für erledigt. . g„ Weimar, 8. April. Bei den am Mittwoch mittag eingeleiteten Verhandlungen zwischen den Koalitionsparteien um die Ergänzung der Regierung handelt es sich lediglich um eine erste Fühlungnahme. Als Vermittler wurde der Landstagspräsident v. Thümmel vom Landtagspräsidium beauftragt. Bemerkenswert ist, daß hierbei zwei Gruppen als Verhandlungspartner gegenüberstehen, und zwar auf der einen Seite die Wirtschaftspartei und Landvolkpartei, die bekanntlich gegen den sozialdemokratischen Mißtrauensantrag und den Sturz des Ministers Frick stimmten, und die Volkspartei auf der anderen Seite. Es verlautet, daß zunächst der Versuch gemacht werden soll, die Deutschnationalen, für deren Austritt aus der Regierung kein sachlicher Grund vorgelegen habe, wieder an den Verhandlungstisch zu bringen, um so wenigstens eine gewisse Verbreiterung der Koalitionsbasis zu erreichen. Demokratischer Wahlsieg in Chikago Das Prager Innenministerium hat auf Grund eines Kabinettbeschlusses einer Reihe von deutschen nationalsozialistischen Zeitungen und Zeitschriften die Postbeförderung für das Gebiet der Tschechoslowakei entzogen. Der bisherige Bürgermeister nicht wiedergewählt Chikago, 8. April. Bei den heutigen Bürgermeisterwahlen, bei denen sich der bisherige Bürgermeister Thomson(Republikaner) und der Kandidat der Demokraten, Cermak, gegenüberstanden, ist Thompson unterlegen. Der große Sieg des Demokraten Anton Cermak bei der Bürgermeisterwahl in Chikago wird als Zeichen des flammenden Protestes der Bevölkerung gegen die unglaubliche Mißwirtschaft der Stadtverwaltung angesehen. Der Erfolg ist um so bemerkenswerter, als Cermak, der gebürtiger Prager ist, in jungen Jahren als Mauleseltreiber in einer Kohlengrube und als Straßenhändler seinen kärglichen Unterhalt verdiente, während der bisherige Burgermeister Thompson als Sohn einer wohlhabenden Bostoner Familie und früherer Fußballstar der YaleUniversität hundertprozentiger Amerikaner ist. Cermak hat bereits angekündigt, daß er„den Augiasstall säubern und die meisten Thompsonianer an die Luft setzen werde". Der Stapellauf des Panzerschiffes„Ersatz Preußen“ findet am 19. Mai auf den Deutschen Werken in Kiel statt. 99 Josca" im Stadttheater Deutsche Auffassung glaubt zumeist, der stofflichen Blutrünstigkeit dieser Oper und der Brutalität ihrer veristischen Musik am echtesten mit klanglicher Gewalttätigkeit beikommen zu können. So haben auch wir das Werk stetig empfangen müssen, und jetzt nach längerer Pause hat man nur den Eindruck, daß sich Orchester und Bühne dynamisch noch mehr verausgabten als früher. Vielleicht ließ sich Richard Hillenbrand, der aus sich schon zu tonlicher Massigkeit neigt, durch den Gast in der Rolle des Scarpia verleiten, stellenweise das Orchester so stark heranzuziehen, daß die Auswirkung in unserem kleineren Haus unerträglich wurde. Siegfried Urias, vom Stadttheater Münster, den man in der genannten Partie kennen lernte, bringt rein äußerlich für die Rolle dieses Tyrannen sehr viel mit. Naturalistischer möchte man die Brutalität des schurkischen Gewaltmenschen nicht gespielt haben, und wenn man diese Eigenschaft als das hervorstechende Charakte= ristikum des Scarpia ansehen wollte, wären auch Stimmformat und Farbe des Sängers geradezu ideal für solche Partie. Man darf aber anderer Meinung sein: Scarpia ist nicht nur der brutale Lüstling, ist mindestens ebenso viel intelligente Grausamkeit und kühl berechnende Verhaltenheit. Die Einseitigkeit in der Gestaltung legt bei Urias den Verdacht nahe, daß er auch stimmlich zu einer harten bis brutalen Einfarbigkeit neigt. Er ist ein viel zu kluger und begabter Schauspieler, wie man in jeder Nuance sieht, um nicht von einer tonlichen Wandlungsfähigkeit zum Ziele einer größeren Charakterisierung Gebrauch zu machen. Die Art, wie er nebensächliche Rezitativstellen mit großer Betonung behandelt der oftmalige Gebrauch des gesprochenen Wortes statt eines leichteren Parlandos läßt die Möglichkeit der mezz## voce und mehr noch eines piano=Gesanges nach dieser Probe stark bezweifeln. So wirksam dieser Scarpia gewesen sein mag, bei dem Charakter des nicht sehr umfangreichen, aber an Format außerordentlich großen Organs ist gerade solche Partie nur begrenzt geeignet, die Qualifikation des Sängers für Trieloffs Fach e, was leid niemals angesagt wird— zu erweisen. Ein weiteres Gastspiel wäre unbedingt geboten. Die Tosca ist immer noch Lydia Mascheks beste Partie, ohne daß sie darin restlos beglückte. Ihr mangelt, wie auch Karl Jank=Hoffmann die südliche Leidenschaft, die sich nicht in wenigen, und auch nicht immer stimmlich schönen Höhepunkten erschöpfen läßt. Ernst Presber schuf neue, gute Bilder. Das Haus war sehr gut besetzt und der Beifall stark. Dr. Sch. Der„Eisbär“ war vollkommen eingeschneit und mußte in schwerer Arbeit ausgegraben werden. Die Motore sind in Ordnung. Herdemerten beendet den Schachtbau von 20 Meter Tiefe bei der Weststation. Wölken und Herdemerten haben mit den Eisdickemessungen begonnen.“ Die Hilfsgruppe zur Suche Prof. Wegeners konnte also nicht, wie vorgesehen, am 1. April starten. Es wird nun doch Mitte April werden, bis die Reise zur Zentralstation, auf der, wie man hofft, Professor Wegener überwintert hat, unternommen werden kann. Die Juche nach Altred Wegener Worldcopyright 1931 by„Akademia“ Berlin. Coypright 1931 für USA. by„New York Times“. Von der Deutschen Grönlandexpedition traf folgende Nachricht ein: Weststation der Grönlandexpedition, den 4. April an, die fast Wort für Wort aus dem Buche der Frau Lewis abgeschrieben sind, womit die Bezichtigung des Plagiats als erwiesen zu gelten hat. Die Orig' 30 000 Jludenten in Taris (via Godhavn=Radio):„Seit Ende Februar haben wir wenn er dafür in Frage kommen sollte, eider Verbindung mit der dänischen Kolonie Umanak. Die Hundefutterbeschaffung für die erste Schlittenreise zum Misas Wegeners war recht schwierig, weil der hierzu notwendige Fischfang erst im März beginnen konnte. Da die Eisdecke des Fjords zudem ständig wieder zerrissen wurde, verzögerte sich der Transport der Fische von Umanach nach dem Kamarujukgletscher. Mit ungeheurer Mühe wurde der Proviant dann über die tiefverschneiten Kamarujukgletscher zu unserer Station gebracht. Unter Anspannung aller Kräfte gelang es uns, die notwendige Proviantmenge für die erste Schlittenreise bis zum 1. April hier hinauf zu schaffen. Eine neue Schwierigkeit ist dadurch entstanden, daß wegen des späten Fangbeginns die Fische nicht genügend getrocknet sind und das Futtergewicht daher viel zu hoch ist. Am 3. April sind daher Weiken Jülg mit fünf Grönländern zur Anlegung eines Zwischendepots auf dem Inlandeis gestartet. Der Propellerschlitten„Eisbär“, den wir im Herbst wegen des starken Schneefalls auf dem Inlandeis liegen lassen mußten, ist am 30. März von Kelbl, Kraus und vier Grönländern zur Weststation gebracht worden. Zahlreiche Deutsche. Die Zahl der an der Pariser Universität immatrikulierten Studenten erreichte nach Mitteilung der Unterrichtsbehörde dieses Semester die sehr hohe Ziffer von fast 30 000. Von 17606 im letzten Vorkriegsjahr fiel sie auf 11 000 im Jahre 1919 und stieg in der Folge jährlich um ungefähr 1½ Tausend. Dieses Anwachsen der akademischen Bürgerzahl ist größtenteils eine Folge des Frauenstudiums und des Zustromes von Ausländern: gegen 2000 Studentinnen im Jahre 1914 ist deren Zahl heute fast 8000, entsprechend der Tatsache, daß heute annähernd ebensoviele junge Mädchen die Reifeprüfung ablegen, wie junge Männer. Die ausländischen Studenten zählten 3400 im Jahre 1914, jedoch 7800 im Jahre 1930; hierunter sind fast 500 Deutsche, die an dritter Stelle nach Rumänien(1700) und Polen(740) komden, nicht inbegriffen die sehr zahlreichen nicht immatrikulierten deutschen Studenten in Paris. Kunst und Wissen = Dreisers Plagiat erwiesen. Wie man sich erinnert, hatte der amerikanische Nobelpreisträger Sinclair Lewis seinen Kollegen Theodore Dreiser des Diebstahls von 8000 Worten aus dem Buche seiner Frau bezichtigt, eine Anschuldigung, die Dreiser mit ein paar Ohrfeigen beantwortete. Maulschellen haben aber noch niemals als schlüssiger Unschuldsbeweis gegolten. Jetzt hat der schwedische Professor Böök als Mitglied des Nobelkomitees den Text des Buches von Frau Lewis über Rußland mit dem Dreiserschen Reisebericht genau perglichen. Der schwedische Literarhistoriker führt verschiedene Stellen Plahlis als erwiesen zu getten hal. Die Originalstellen sind übrigens farbiger und humorvoller als die Kopie, und der schwedische Professor schwankt keinen Augenblick, dem Text der amerikanischen Verfasserin den Vorzug zu geben. Die Aufsätze von Frau Dorothy Thomson, der heutigen Frau Lewis, waren zuerst als Zeitungsartikel erschienen und wurden dann als Buch herausgegeben. Dieses Buch liegt jetzt vor, und dadurch ist jeder in der Lage, selbst Vergleiche anzustellen, die für den Ruf Dreisers nicht sehr schmeichelhaft ausfallen. Professor Böök schließt seinen Artikel mit der Bemerkung, daß bei der Ohrfeigengeschichte der eigentlich Getroffene niemand anderes sei als Theodore Dreiser selbst. = Zur Förderung der Beziehungen zwischen Deutschland und Südamerika. Anläßlich der Bolivar=Gedenkfeier im Dezember v. J. wurde eine Bolivar=HumboldtStiftung ins Leben gerufen, zu der bereits namhafte Beträge zur Verfügung gestellt wurden. Die Stiftung soll neben wissenschaftlichen Zielen vor allem allgemeine kulturelle und freundschaftliche Beziehungen zwischen Deutschland und Südamerika fördern und auch der engeren wirtschaftlichen Fühlungnahme die Wege ebnen Der Leiter des Ibero=Amerikanischen Instituts, der ehemalige preußische Staatsminister Dr. Boelitz, hat die Stiftung in die Verwaltung dieses Instituts übernommen. De der = Ehrung eines deutschen Künstlers in Rumänien. r Pianist Willi Backhaus konzertierte mit außergewöhnlichem Erfolge in Bukarest. Nach einer musikalischen Soiree bei Hof überreichte ihm der König eigenhändig die große Goldene Medaille für Kunst und Wissenschaft, Willi senschaft. Willi Backhaus ist der erste deutsche Künstler, dem diese Auszeichnung zuteil geworden ist. = Würzburg im Zeichen Tilmann Riemenschneiders. Die Stadt Würzburg steht in diesem Jahre im Zeichen Tilmann Riemenschneiders. Am 11. April 1931 wird die Riemenschneider=Gedächtnishalle, die von der Stadt Würzburg aus Anlaß des 400jährigen Todestages des Meisters als Anbau des Fränkischen Luitpoldmuseums errichtet wurde, feierlich eröffnet. Gleichzeitig mit der Eröffnung der Riemenschneider=Gedächtnishalle wird auch eine Riemenschneider=Gedächtnisausstellung eröffnet: diese Ausstellung befindet sich gleichfalls im Fränkischen Luitpoldmuseum. Als Ergänzung der Bestände des Museums werden bedeutende Werke des Meisters, die aus ganz Mainfranken zusammengebracht sind und alle wesentlichen Schaffensperioden des Meisters zeigen. der Oeffentlichkeit zugänglich gemacht. 1. Bellage Anzeiger 1 Pla Die Prüfun Der, Deut naten oie Fra einrichtungen ugen gene ziellen Schwil seibstverantiwo schaftepabtt stellen. Einr prüfung bestel in kleineren E mehr formale # von Kleinstäd haupt fehlt. # der Landesfür die Organ und der Aua* Prüfungsorga linien haben nahezu einmü einrichtungen tracht kommer erklärt; darur der überörtlich vinzialstädteta Revisionsabtei pführung ihrer selbständig sein die Prüfung d betriebee schen Betriebe sation und B Untersuchung sich sowohl auf Betriebe in P #unabhängige 1 einheitlich und einzelnen Län #rungen für d Teuische Stch sationen auf de ## wirtschaft und schaftsberatung # Verkehrsunter: ## gabe dieser Ge Erkenntnisse u #geichzeitig Auf #und mit den K mittelbar verbi selbst durchzufi Adieser Prüfung Adie einzelnen duktive Wirtsch Selbstl Die heutige Menschen, zur täglichen Bedar werkers hergeste mit eigener E #grunde steht de Es liegt den WVerdienstberech betrachten, dazi #man streift sie sich eine überst geschilderten C Kalkulationsre winn falsch we Verlust aufwei spiele aus vers kurz erläutern * Das Schu der Selbstrepat dem Verbrauch ##und rechnerisch gende Kehrseite Rtatigt ist. 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Er werde n seine neuen e Erklärungen abzugeben, hat lkspartei Drahtber.) am 18. April am 19. April t. Zur Ausm der Partei . Ueber den LandtagsfrakAktionspro= n, Dr. Dinsbildung 8. April. leiteten Vereien um die lediglich um er wurde der m Landtagst, daß hierbei r gegenüberWirtschaftsich gegen den nd den Sturz Volkspartei zunächst der itionalen, für licher Grund lungstisch zu erbreiterung Chikago edergewählt 8. April. u. bei denen son(Repuraten, Certerlegen. iton Cermak als Zeichen ng gegen die er Stadtst um so bee Prager ist, ser in einer en kärglichen ige. Bürgeribenden Bor der Yaleist. 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Der Deutsche Städtetag hat in den letzten Mo# naten die Frage geprüft, ob die vorhandenen Revisionseinrichtungen der Gemeinden den gesteigerten Anforderungen genügen, die die wirtschaftlichen und finanziellen Schwierigkeiten an eine ordnungsmäßige und selbstverantwortliche Führung der Finanz= und Wirt# schaftspolitik der Gemeinden und ihrer Betriebe stellen. Einrichtungen zur Kassen= und Rechnungs## p r ü f u n g b e s t e h e n s c h o n j e t z t i n a l l e n g r ö ß e r e n S t ä d t e n, in kleineren Städten beschränkt man sich meist auf eine # m e h r f o r m a l e P r ü f u n g, s o w e i t e s n i c h t i n e i n e r R e i h e # von Kleinstädten von Prüfungseinrichtungen überhaupt fehlt. In Verhandlungen mit den Vertretern der Landes= und Provinzialstädtetage sind Richtlinien für die Organisation des kommunalen Prüfungswesens # und der Aufgabenkreis der örtlichen und überörtlichen * Prüfungsorgane festgelegt. Auf Grund dieser Richt### linien haben die Landes= und Provinzialstädtetage nahezu einmütig beschlossen, überörtliche Revisions## einrichtungen zu schaffen. Die Mehrzahl der in Be# tracht kommenden Städte hat bereits ihren Beitritt ## erklärt; darunter auch die unseres Bezirks. Träger ## der überörtlichen Revision sind die Landes= und Pro### vinzialstädtetage. Zu diesem Zweck wird ihnen eine Revisionsabteilung angegliedert, die bei der Durch# führung ihrer Aufgaben durchaus unabhängig und # selbständig sein soll. Eine besondere Behandlung soll # die Prüfung der gemeindlichen Wirtschafts#betriebe erfahren. Es ist beabsichtigt, die städti## schen Betriebe auf die Wirtschaftlichkeit ihrer Organi# sation und Betriebsführung hin einer eingehenden # Untersuchung zu unterziehen. Die Prüfungen werden ### sich sowohl auf Regiebetriebe als auch auf kommunale Betriebe in Privatrechtsform erstrecken. Um eine solche unabhängige und leistungsfähige Wirtschaftskontrolle einheitlich und wirksam durchzuführen, und die in den ### einzelnen Ländern und Provinzen gemachten Erfahrungen für das ganze Reich zu verwerten, hat der Deutsche Städtetag gemeinsam mit den Fachorgani###sationen auf dem Gebiete der Elektrizitäts= und Gast##wirtschaft und der Verkehrsunternehmungen die„Wirtschaftsberatung Deutscher Städte, Versorgungs= und # Verkehrsunternehmungen.=.“ gegründet. Die Auf## gabe dieser Gesellschaft wird darin gesehen, theoretische Erkenntnisse und praktische Erfahrungen zu verbinden, ###gleichzeitig Aufträge zur Revision großer kommunaler und mit den Kommunalverwaltungen unmittelbar oder ##mittelbar verbundener Unternehmungen und Betriebe #selbst durchzuführen und auf Grund der Ergebnisse dieser Prüfungen und umfassenden Betriebsvergleiche Adie einzelnen Verwaltungen und Betriebe durch produktive Wirtschaftsberatung zu fördern. Selbsthilfe am falschen Platze Eine zeitgemäße Betrachtung Die heutigen wirtschaftlichen Nöte veranlassen viele Menschen, zur Selbsthilfe zu greifen. Manches Stück des stäglichen Bedarfs, das früher in der Werkstatt des Handwerkers hergestellt oder ausgebessert wurde, versucht man mit eigener Geschicklichkeit herzurichten. Im Vorder#grunde steht dabei die Frage:„Was spare ich dabei?" EEs liegt den Menschen sehr nahe, sich zuerst mit der WVerdienstberechnung zu beschäftigen; die Kehrseite zu betrachten, dazu nimmt man sich sehr selten die Zeit oder #man streift sie nur gefühlsmäßig. Verhängnisvoll wirkt ssich eine übersteigerte Selbsthilfe aus, wenn außer den geschilderten Gesamtgesichtspunkten von Anfang an die Kalkulationsrechnung über den persönlichen, eigenen Gewinn falsch war und die genaue Rechnung nur einen Verlust aufweist. Zwei wahllos herausgegriffene Beispiele aus verschiedenen Berufen mögen diese Gedanken kurz erläutern: Das Schuhmachergewerbe hat besonders unter der Selbstreparatur zu leiden. Ins Auge fallen dabei dem Verbraucher die gesparten Reparaturkosten. Bedacht sund rechnerisch festgestellt wird dabei nicht die nachfolgende Kehrseite, die aus der Praxis zu 90 Prozent bestätigt ist. Zum Ledersohleneinkaufe gehören fachmänInische Kenntnisse. Aus Fachunkenntnis und zum billigen Einkaufe neigend, verwendet der Nichtfachmann bil##iges, leicht verschleißbares Sohlenleder. Folgen: 1½. bis 3mal öfteres Besohlen ist erforderlich, der Kostenpunkt liegt ebenso hoch, wenn nicht höher als bei eininaligem Besohlen beim Fachmanne. Durch öfteres BeJohlen und nichtfachmännisches Vernageln wird dazu der Unterbau des Schuhes und damit der gesamte Schuh z viel kürzerer Zeit unbrauchbar. In die Belange des Mühlengewerbes wird von der Landwirtschaft durch Selbstschroterei eingegriffen, um die Kosten des Schrotlohnes zu sparen. Auch hier wird die Unkostenberechnung nur mangelhaft oder gar nicht vor Aufnahme dieser Art Selbsthilfe berücksichtigt. So könnte man alle Berufszweige, ob Schmied, Stellmacher, Tischler usw., durchgehen, es kommt immer dasselbe Bild heraus: neben der eigenen Verlustbilanz eine Störung des Kreislaufs. Vermehrte Beschäftslosigkeit, steigende Arbeitslosigkeit, welche wiePerum vermehrte Schwarzarbeit, die nicht steuermäßig erfaßt wird, höhere Soziallasten, größere Lebensbedürfiseinschränkung usw. mit sich bringen, alles Folgen, die auf Kosten derer gehen, die da meinten, sich durch Selbsthilfe besondere Vorteile zu verschaffen. Zuletzt muß noch auf eine andere Art Selbsthilfe, ie sie im übersteigerten Genossenschaftswesen liegt, auf#merksam gemacht werden. Gemeingeist ist gut und soll befürwortet werden, aber sobald eine Uebersteigerung intritt, wirkt er sich schädigend aus. ##e Rauns vee Die Raupe 174 KES stehen. Davon entfallen 60 400 RM.(1. V. 64 500 RM.) auf persönliche Ausgaben. Heizungsamt. Der Gesamtausgabe von 44 800 RM.(i. V. 44 600 RM.) steht eine Einnahme von 800 RM.(i. V. 400 RM.) gegenüber. Der Personalaufwand erfordert 34 300 RM.(i. V. 35 300 RM.). „Dem Kind im Menschen!" Das müßte eigentlich in großen, weithin leuchtenden Lettern über all den Rummel= und Kirmesplätzen stehen, die es in der ganzen Welt gibt, und die in der ganzen Welt immer wieder die Menschen anlocken. Im Berliner Lunapark, auf dem Hamburger Dom, auf der Münchener Oktober= wiese, so gut wie in Paris, Madrid, London, Kopenhagen, Buenos Aires und Newyork. Das es so ist, zeigt wieder die Bochumer Osterkirmes an der Castroper Straße. Da drängen sich zwischen den Schaubuden und Karussells, den Eß= und Warenständen Menschenmengen, Erwachsene und Kinder. Alles lacht und strahlt ob der Kirmesgenüsse, die sich in der verschiedensten Form bieten. Da kann man auf der Achterbahn, auf elektrischen Kärrchen, in Ketten=, Auto= und Pferdekarussells und auf Schiffsschaukeln fahren und jauchzen, wenn Schnelligkeit, Kurven und unerwartete Sturze von der Höhe in die Tiefe den Atem rauben. Fischsemmeln und Limonade, Bratwürstchen und Eiswaffeln, Türkischer Honig, echt aus Mazedonien, Pfefferkuchen Betriebsrätewahlen in der Metallindustrie Ueber die Betriebsrätewahlen im Bereich der Nordwestgruppe der Eisen=Metallindustrie liegen Teilergebnisse bisher aus 152 Betriebn vor. Danach haben erhalten: Deutscher Metallarbeiterverband. 53109 Stimmen, Christlicher Metallarbeiterverband 28 227„ Hirsch=Duncker 3 145 Kommunisten(R. G..)„ 26 315 Nationalsozialisten" 6 308 Deutsche Arbeiter 5 066„ Sonstige Gruppen...„„ 2634„ Auf dem Lande gibt es Arbeit Frauenberufe, die noch nicht überfüllt sind. Nicht sämtliche. Bochumer Mädchen, die Arbeit suchen, können in Bochum untergebracht werden. Die handwerklichen und kaufmännischen Berufe können die ihnen zuströmenden Berufsanwärterinnen nicht aufnehmen. Auch die hiesige Industrie hat wenig Arbeitsmöglichkeiten für Frauen und Mädchen und die städtische Hauswirtschaft ist für jugendliche Mädchen aus verschiedenen Gründen nicht sehr aufnahmebereit. Auf dem Lande dagegen sind gute Stellen in genügender Anzahl vorhanden. Es ist dahef ein e Ansicht, daß und Gummischlangen, Negergeld und Fruchtzucker: Wer will die Genüsse alle aufzählen, die zwischen Karussell und Schaubude verzehrt werden? Und was es alles zu sehen gibt. Kraftmenschen und kühne Motorradfahrer, die kleinsten Pferdchen der Welt und die dickste Dame Europas, Panoramabilder vom Hauptmann von Köpenick, den Christenverfolgungen Neros und vom Ende des Zaren. Weiß der Kuckuck, wo diese Raritäten herstammen! Und zu gewinnen gibt es neben den Nieten allerhand. Mit Würfeln nachgeh und Glücksrädern, Pferderennen und Angeln kann man innerhalb dieser Berufe is bei einem Groschen Einsatz die unmöglichsten Schätze Tätigkeit in der städtischen Hauswirtschaft; es gehört erraffen: Goldfische, Schokoladentafeln, Stoff=Teddy= unter anderem noch Gartenbau und die Aufzucht und bären, Kochtöpfe, Kanarienvögel, Kokosnüsse und Kaffee= Pflege des Jungviehes und Geflügels dazu. Ver siebe. An den Schießbuden wird“ wortlichkeitsgefühl und Kiakmit am hanben. Es ist oabei eine irrige unsicht, daß man in der Landwirtschaft keine Aufstiegsmöglichkeiten habe. Die Berufe der geprüften löndlichen Hausgehilfin und Wirtschafterin, der Meierin und der Geflügelzüchterin, auch der zwar weniger aussichtsreiche Beruf der sogenannten Gutssekretärin oder Rechnungsführerin stehen #der begabten Volksschülerin offen, ebenso der Beruf „Haushaltspflegerin, zu dem freilich „Mittlere Reife“, die aber in einem ½jährigen Kursus #ären, Kochtöpfe, Kanarienvögel, Kokosnüsse und Kaffee= Pflege des Jungviehes und Geflügels dazu. Verantiebe. An den Schießouben wird der erfolgreiche Schütze#ienen mut#### und Liebe zur. Natur und zu den nit bunten Schleifchen deroriert, und wer den Lukas#####n muß bei den Berufsanwärterinnen vorhanden im stärksten haut, geht auch nicht ungeschmückt nach site'hzieser(ichnschaften sinzvisen nicht, daß sie hause bieser Eizenschfteumud. Sie haben ja noch keine Hause, „Dem Kind im Menschen!“. Und die Menschen sind — glücklicherweise— auch im 20. Jahrhundert noch gerne kindlich! Zleressuntes aus dem Haushalsplan Eine bedauerliche Folge der Wirtschaftskrise ist der Rückgang der Steuerkraft der Bevölkerung. Nicht weniger als 60 Prozent unserer Einwohnerschaft sind einkommensteuerfrei. Seit 1925 war ein Ansteigen der Steuerkraft bemerkbar, 1928 aber trat die Wendung zum Ungünstigen ein und hat sich bis heute fortgesetzt. Ansätze für eine Besserung sind noch nicht zu erkennen und tritt selbst wenn sich die Wirtschaftslage beleben sollte, noch nicht gleich eine vermehrte Steuerleistungsfähigkeit ein. Die nachstehende Tabelle sagt mehr denn lange Abhandlungen, in wie hohem Maße die Verschlechterung der Wirtschaftsverhältnisse sich auf die städtischen Finanzen auswirkt. auf den Kopf der Bevölkerung Steueraufkommen nach der Personenstandsaufnahme des betreffenden Steuerjahres— umgerechnet) *) ausschließlich 3,24 RM. Bier= und Getränkesteuer. *) a u s s c h l i e ß l i c h 4, 8 6 R M. B ü r g e r s t e u e r. Haushaltsberatung am 17. April. Die nächste Stadtverordnetensitzung findet am Freitag, 17. April, nachmittags 5 Uhr, im kleinen Konzertsaal des Parkhauses statt. Einziger Punkt ist die Beratung des Haushaltsplanes für 1931. ** Volksbegehren. Seit gestern liegen die Listen für das vom„Stahlhelm“ beantragte und von den Fechts gerichteten Parteien unterstützte Volksbegehren zui Auflösung des preußischen Landtages auf. Die Listen werden am 21. April geschlossen. * Verbandstagung in Bochum. Der Verband der Beamten und Angestellten der Reichsunfallversicherung, Sitz Berlin, hält am 15. und 16. Mai. d. J. in BoHum seine Verbandstagung ab, an der etwa 100 Vereter aus allen Gebieten des Reiches teilnehmen. Für Freitag, 15. Mai, ist eine offizielle Veranstaltung vorgesehen, bei der Professor Dr. Dr. Weber(Münster) aber das Thema„Reform der Sozialversicherung“ sprecen wird. Der folgende Tag ist den Beratungen über ge inneren Verbandsangelegenheiten gewidmet. An der Tagung werden voraussichtlich Vertreter der höchsten eichshehörden teilnehmen. " Billigere Milch. Der Milchpreis ist ab gestern #.2 Pfg. auf 25 Pfg. je Liter gesenkt worden. Die zzun ist das wohlfeilste und bekömmlichste NahrungsTehrsigund für Kinder, Schwache und Kranke unent###rbrau Die Preisherabsetzung wird zu verstärktem vervrauch führen. .* Der neue Syndikus des Innungs=Ausschusses. pu der am Mittwoch nachmittag abgehaltenen VollverSpußlung des Innungs=Ausschusses wurde anstelle von Lstwald Dr. Grünewald, bisher Syngkus des Innungs-Ausschusses Eschweiler, gewählt. Angesichts der angespannten Geldlage hat auch der städtische Bauetat aufs äußerste eingeschränkt werden müssen. Nach dem Haushaltsplan für 1931 sind beim Abschnitt Bauwesen die Einnahmen mit 1 481 200 RM. Siadlisches Bäuwesen 1343300 RM.), die Ausgaben mit 4795 450 RM.(i. V. 5 062 050 RM.) veranschlagt. Der Zuschuß verringert sich also auf 3314 250 RM.(i. V. 3 718 750 RM.). Im Jahre 1929 betrug der Zuschuß— ohne Eingemeindung— 2490 032 RM. Ersparnisse beim Straßenbau Hervorzuheben ist: Bei der allgemeinen Bauverwaltung sind die Einnahmen mit 506000 RM. angesetzt(i. V. 450000 RM.), die Ausgaben mit 2763.600 RM. li. V. 2917500 RM.). Die Betriebsausgaben haben sich verringert: 883 300 RM. gegenüber 1225.000 RM. Bedenklich erscheinen muß die Herabminderung der Ausgaben für Straßeninstandhaltung von 900000 RM. auf 600000 RM., die hier gemachten Einsparungen belasten die kommenden Jahre. Auch bei den Kosten für Bürgersteige, Kanäle usw. hat man„geknäppt“. Einmalige Ausgaben. Neu eingesetzt sind 30000 RM. als Zuschuß an die Reichsbahn zur Erneuerung der Brücke im Zuge der Wittekindstraße in Bochum=Werne; die Ausführung dieses Vorhabens entspricht einem dringenden Wunsch der Werner Bevölkerung. Ferner sind 17000 RM. eingesetzt als Zuschuß für die Autobuslinie Bochum— Sexzem Witen und 11000 RM. für den Bahnbau Bochum—Castrop—Lünen, sowie für den Autobus= betrieb. Als Zuschuß für andere Autobuslinien sind 20000 RM. eingesetzt. Bei der Kanalbauabteilung sind an Einnahmen 796 800 RM.(689 800 RM. i..), an Ausgaben 824 950 RM.(i. V. 806 900 RM.) vorAuf die Betriebsausgaben entfallen 534000 RM.(i. V. 497700 RM.), darunter 250000(i. V. Löhne, 68 800 RM.(i. V. 728000 RM.) für Gehälter. Die Gartenverwaltung verzeichnet an Einnahmen 63.000 RM., darunter 20 000 RM. für die Stadtparkwirtschaft(1. B. 25000 RM.), 13000 RM.(i. V. 15 000 RM.) für Eislauf, Kahnfahrten, Fische, Bismarckturm, 12000 RM.(i. V. 15 000 RM.) für Verkauf von Blumen und Pflanzen. Die Ausgaben betragen: Persönliche Ausgaben 160050 RM.(i. V. 185 500 RM.), Betriebsausgaben 85 000 RM.(i. V. 104 600 RM.), für Verzinsung und Tilgung 40000 RM., verschiedene Ausgaben 800 RM., insgesamt 328 850 RM.(i. V. zug. Sie haben ja noch keine Gelegenheit geyaor, mit Tieren umzugehen und sind auch verhältnismäßig wenig mit der Natur in Berührung gekommen. Die meisten Stadtkinder können sich daher auch nicht vorstellen, wie befriedigend diese Arbeit gerade für Mädchen ist. Aber es heißt klein anfangen. Zunächst eine Anlernstelle in einem mittleren landwirtschaftlichen Betrieb annehmen, denn in eine ländlichhäusliche Lehrstelle kann man erst mit 16 Jahren eintreten. Die Lehre schließt mit einer Prüfung vor der Landwirtschaftskammer ab, so, wie jede handwerkliche Lehre. Dann kann für das strebsame Mädchen, das nicht auf der untersten Stufe der Berufsleiter stehen bleiben will, der Aufstieg von Stufe zu Stufe beginnen. Für gute Kräfte gibt es auch keine Arbeitslosigkeit in diesen Berufen: das sollten unsere Jugendlichen bedenken: In dieser Zeit der großen Arbeitslosigkeit hat man die Arbeit doppelt schätzen gelernt, und man ist froh, wenn man arbeiten und Werte schaffen darf, auch wenn diese noch so klein scheinen. Desbalb komme diejenige, die gerne arbeiten möchte und Genaueres über die einzelnen angeführten Berufe wissen will, zur Berufsberatungsstelle des Arbeitsamtes, Bismarckstraße 5. * Ledigenzuschlag. Das Reichsfinanzministerium weist darauf hin, daß die Arbeitgeber auf Grund der Notverordnung vom 1. Dezember 1930 verpflichtet sind, den Zuschlag zur Lohnsteuer der ledigen Arbeitnehmer, der ursprünglich am 31. März 1931 außer Kraft treten sollte, bis zum 31. März 1932— also für das ganze Rechnungsjahr 1931— weiter zu erheben. Der Zuschlag beträgt bei Tantiemen, Gratifikationen und anderen einmaligen Einnahmen 1 vom Hundert, die gesamte Lohnsteuer also 11 vom Hundert der einmaligen Einnahmen. Bei laufenden Bezügen ist der Ledigenzuschlag wie bisher zu berechnen. g Endlich erwischt. Bekanntlich wurden die öffentlichen Telephonzellen, besonders in den Nachtstunden, dazu mißbraucht, die diensttuenden Beamtinnen oft in gemeinster Weise zu belästigen. Trotz schärfster Beobachtung gelang es nicht, einen der Burschen zu fassen. Dieser Tage unternahm es wieder ein Tunichtgut, in den frühen Morgenstunden Beamtinnen zu belästigen. Während der Täter, ein erwerbsloser Schlosser, den Münzfernsprecher benutzte, wurde ein benachbartes Polizeirevier verständigt, so daß die Beamten den Täter noch in der Sprechzelle festnehmen konnten. groß war. Es notierten die Preise am S. April: 394 250 RM.), mithin Zuschuß 265850 RM.(1. B. Rotlodl.........:. Pid. 15-20 Pl. 316 250 RM.).— Wirsingkobl........ Pid. 20-—25 Pf. Friedhöfe. Den Einnahmen in Höhe von 108 200 RM.(i. V. 119 000 RM.) stehen Ausgaben in Höhe von 445 000 RM.(i. V. 490000 RM.) gegenüber, so daß sich der Zuschuß von 371 000 RM. auf 336.800 RM. verringert. Unter den Einnahmen sind bemerkenswert die Posten Grabpflege usw. mit 70 000 RM.(i. V. 75 000 RM.), Grabstellengebühren für Reihengräber mit 9000 RM.(i. V. 12000 RM.), Herstellen der Gräber und Leichenumbettungen 17·000 RM.(i. V. 20 000 RM.). Die persönlichen Ausgaben betragen 178900 RM. (i. V. 189000 RM.) die Betriebsausgaben 60 000 RM.(i. V. 80 800 RM.), die einmaligen Ausgaben 5000 RM.(i. V. 6500 RM.). Feuerlöschwesen. Die Einnahmen sind mit 6400 RM.(1. V. 1600 RM.) angesetzt, die Ausgaben mit 303 500 RM.(i. V. 320 000 RM., der Zuschuß beträgt also 297100 RM. (i. V. 313 900 RM.) Die persönlichen Ausgaben für die städtische Brandwache(49 Personen) betragen 187 500 RM.(i. V. 196 500 RM.) Die Betriebsausgaben beziffern sich auf 56 600 RM.(i. V. 55 100 RM.), darunter 29000 RM. Beihilfe an die Freiwilligen Feuerwehren(i. V. 22000 RM.), die sachlichen Verwaltungsausgaben auf 38 300 RM.(1. V. 34 100 RM.). Fur die Erweiterung der alten Feuermeldeanlagen müssen zehn Feuermelder je 1200 RM. angeschafft werden. Wohnungsamt. Die Gesamtausgaben belaufen sich auf 84 750 RM. (i. V. 88 800 RM.), denen keine Einnahmen gegenüberBörse der Hausfrau Der gestrige Wochenmarkt nahm trotz des schönen Wetters einen ruhigen Verlauf. Die Zufuhr an Gemüse und Obst war sehr gut. Guten Umsatz erzielten die Gärtner, da mit dem Beginn der Arbeiten in den Kleingärten die Nachfrage nach Pflanzen und Samen Grünkobl Blumenkobl..... Endiviensalat Feldsalat Kopfsalat Spinat Sommerspinat Wurzel Schwarzwurzel Kohlrabi Coigorte Schlangengurken. Stielmus Radieschen Aepsel Bananen Apfelsinen Zitronen Tomaten Eier Voim.. Holl. Sußravmoutter. Oldenburger Landbutter Suppenbübner Mastbübner Junge Häbnchen Rindfleisch Ochsenfleisch Schweinefleisch... Kalbfleisch Hammelfleisch Schellfisch fl. Schellfisch gr. Kabelsau Matrelen... So...... Rotvarsch Stint Pid. 20-25 Pf. .. Pfd. 40—80 Pf. .... Pfd. 60 Pf. Pfd. 60 Pf. .. Stück 25—35 Pf. Pid. 35 Pf. .. Pfd. 40—45 Pf. .. Pfd. 10—15 Pf. . Pfd. 40 Pf. .. Stück 10—15 Pf. ..... Pfd. 30 Pf. Stück 70 Pf. ..... Bund 15 Pf. .. Bund 20-30 Pf. . P f d. 3 0— 7 0 P f. ..... Pfd. 35 Pf. ... Stück—15 Pf. ... Stück-10 Pf. . Pid. 50—70 Pf. .. Stück-11 Pf. .... Psd. 1,70 Mt. .... Pfd. 1,60 Mt. .... Pfd..50 Mk. ... Pfd..20 Mk. .... Psd..25 Mk. .. Pfd. 1,35 Mk. .. Psd. 75—90 Pf. .. Pfd. 99—95 Pf. .. Psd. 75—95 Pf. Pfd. 1,10-.30 Mt. Pid. 1,10—.20 Mk. .... Psd. 25 Pf. Pfd. 30 Pj. ..... Pfd. 40 Pf. ... Pfd.- Pf. Pid. 40 Pf. Ald. 45 Pf. Pld. 30 Pf. Grüne Heringe......... Psd. 20 Pf. Flußbecht Pfd..20 Mk. Karpten....... Pfd..40 Mk. Fischsilet........... Pid. 55—70 Pf. Tcollen.... Psd. 40 80 Pf. Seelachs. Pid. 40 pi. am 1. Aprik: .... 15 Pf. ... 20 Pf. .... 20 Pf. .... 25 Pf. . 40—80 Pf. .... 60 Pf. 60 Pf. 35—40 Pf. . 30 Pf. 40 Pf. .... 15 Pf. .... 45 Pf. .. 15—20 Pf. 50 Pf. .. 90 Pf. .... 20 Pf. .. 15—30 Pf. " 30-70 Pf. . 3 0— 3 5 P f. ..—15 Pf. ..-—10 Pf. .. 50-60 Pf. ..—11 Pf. ....70 Mk. ....60 Mk. ....60 Mf. ....20 Mk. ....25 Mt. ..„.40 Mk. .. 75-90 Pf. . 90—95 Pf. .. 75-95 Pf. .20—.35 Mi. .10—.20 Mi. . 30 Pf. . 35 Pf. .... 40 Pf. .... 45 Pj. .... 40 Pf. ... 45 Pf. .. 30 U ... 20 Pf. ...20 Mt. " 1. 4 0 M k. 50—60 Pf. 60-90 Pf. 50—60 Pf. * 19 * 4 28 4 „Photographie ohne Platte“. Betrogene und enttäuschte Kunden— Bilder aus den Bochumer Gerichtssälen beirateter Mann, der sich als„Photograph; ausgst, o da Geld wieder herausgeben. Darauf sei niter der Anlage fortgesetzten Betrugs. In einer gro=worden. n6 obendrein frech ßen Anzahl von Einzelfällen hatte er photographische Bestellungen in Bochum, Herne, Wanne, Essen, Dörtmund, überhaupt im ganzen Kohlenbecken##macht. mund, aberhäupt im ganzen Kohlendeaen gemacht, Anzahlungen entgegengenommen und nachher entweder gar keine oder falsche oder ganz niederträchtig schlechte Bilder geliefert, so daß die erbosten Besteller in Mengen zur Polizei liefen. Als man den Betrüger, der gar nicht polizeilich gemeldet war, endlich erwischte, war gar nichts mehr bei ihm zu holen. Er mußte sieben Wochen in Untersuchungshaft sitzen, bis man über die üble Art und Weise endlich klar war, mit denen er Bilder, Geschäfte und Geld zu machen versucht hatte. Da der junge Mann mehrfach wegen Betrugs vorbestraft war, drohte die Sache für ihn diesmal recht brenzlich zu werden. Wie der Mann mit der Kamera„gearbeitet“ hat, ging aus den vielen Zeugenvernehmungen hervor. Vier junge Mädchen ließen sich im Weitmarer Busch, wo eines Sonntags der Angeklagte„knipste“, Arm in Arm als lustige Gruppe abnehmen. Der„Photograph" tat wer weiß wie wichtig, welch wunderbare Bilder er ihnen liefern würde. Die Mädels machten eine Anzahlung und bekamen nach drei Wochen die Bilder mittels Nachnahme. Aber leider war ein Eiskonditor mit seinem Verkaufswagen darauf zu sehen. Also ein Irrtum beim Versand? Wie ärgerlich! Man schreibt dem Manne, er solle die Bilder auswechseln. Nach wiederum drei Wochen kommen die neuen Bilder: die reine Geisterphotographie! Nichts darauf zu erkennen. .=Eine geradezu saumäßige Sache,“ sagt der Vorsitzende bei Betrachtung dieser Kunstprodukte.„Wie konnten Sie es überhaupt wagen, solche Bilder abzuliefern?" Die Söhne eines Bühnenmeisters, der in eine neue Kolonie einzog, wurden vor dem Hause geknipst. Anzahlung wurde geleistet. Bilder sind überhaupt nicht geliefert worden. Ein Zeuge behauptet, die Sache sei ihm so flink vor sich gegangen, daß er Verdacht darauf hatte, es sei überhaupt keine Platte im Kasten gewesen; die Aufnahme sei nur„markiert“ worden. Einwohner des Hauses der Ortskrankenkasse in Wanne=Eickel sagen ähnliches aus. Der Mann habe ihnen erklärt, er hätte einen Weitwinkelapparat, es gäbe„feine Bilder". Als er sie sandte, waren sie so schwarz, als ob sie auf eine bereits gebrauchte Platte geworfen wären, zu erkennen war überhaupt kein Mensch und trotz des Weitwinkels war das obere Stockwerk des Hauses überhaupt gar nicht mehr erfaßt worden. So geht das fort in langer Reihe, die man im einzelnen gar nicht festhalten kann. „. Herr Aerger, Frau Zorn und Fräulein Enttäuschung sitzen als Gefoppte auf der Zeugenbank. Der Angeklagte will geltend machen, daß er habe Ersatz leisten wollen, infolge widriger Umstände aber nicht dazu gekommen sei. So sei ihm ein Kasten Platten beim Versand unterwegs zerschlagen worden. Die Zeugen erklären dagegen, sie hätten wiederholt gedrängt, er solle entweder anständige Bilder liefern Vor Gericht hatte er freilich nicht mehr sehr viel zu melden. Die ganz bedenkliche Häusung der Fälle schließt die Annahme aus, daß es bloß um eine fehlerhafte Bedienung gehandelt habe. Die Umstände zwingen geradezu zur Annahme, daß Betrug vorliegt. Der Oberamtsanwalt geißelt das betrügerische Vorgehen des Angeklagten, der offenbar nicht einmal richtig photographieren könne, sonst müßten doch auch einige gute Bilder dazwischen sein. Er warnt den Burschen; denn er streife heute hart mit dem Rockärmel das Zuchthaus. Diesmal hat man ihm noch einmal mildernde Umstände bewilligt, weil er schließlich reumütig gesteht und wegen seiner jungen Ehe um Nachsicht bittet. Zudem sei er durch die schlechte Zeit in bittere Not gekommen. Wegen fortgesetzten Betrugs und Unterschlagung sowie Pfandverschleppung wird auf eine Gesamtstrafe von 4 Monaten erkannt. Die Untersuchungshaft wird voll angerechnet. Der junge Mann findet einen humanen Richter. Er mag sich aber in Acht nehmen, die nächsten Rückfälle bilden dann unbedingt sein Verhängnis. freiung nicht nur dann eintrete, wenn sie die volle Zusatzrente empfangen, sondern auch dann, wenn die Zusatzrente nur zum Teil gewährt wird.“ Wie der Reichsverband deutscher Kriegsbeschädigter und Kriegerhinterbliebener mitteilt, ist in dieser Frage die Entscheidung des Reichsfinanzministers herbeigeführt worden. Danach sind auch die Empfänger einer Elternbeihilfe von der Zahlung der Bürgersteuer befreit. ku. Verschönerungen am Lohberg. Das Gelände am Lohberg ist in verhaltnismäßig kurzer Zeit umgestaltet worden. Von der Reichsbahn ist eine hohe Grenzmauer direkt an der Brücke errichtet worden. Eine Gärtnerei und zahlreiche Gärten sind geschaffen. Schmucke Gartenhäuschen zieren die Gegend. Durch die Abtragung des Lehmberges am Lohberg ist eine ordentbürgersteigfläche geschaffen. Im Zuge der Har* Kriegereltern und Bürgersteuer. Nach den gesetzlichen Bestimmungen erhalten die Empfänger einer Elternrente stets die volle Zusatzrente. Demgemäß sind sie auch von der Entrichtung der Bürgersteuer befreit. Die Empfänger einer Elternbeihilfe sind indes von einigen Finanzbehörden zur Entrichtung der Bürgersteuer herangezogen worden, obwohl in den Ausführungsbestimmungen des Reichsfinanzministers zur Dezembernotverordnung ausdrücklich bestimmt wurde,„daß bei Empfängern einer Zusatzrente die Bepener Straße, beim Wasserturm, hat die Eisenbahn den alten Eisenzaun niedergelegt und eine massive Mauer errichtet. Das Wiesengelände zu beiden Seiten der Eisenbahnbrücke wird jetzt zu Gärten gemacht. * Steinwürfe gegen die Eisenbahn. Am 8. April, gegen 17.37 Uhr, wurde der Personenzug 2272 von Bochum=Langendreer kommend, von der Brücke der Blockstelle„Prinz von Preußen“ in Bochum, durch unbekannte Kinder mit Steinen beworfen. * Die täglichen Verkehrsunfälle. Am 7. April, gegen Uhr, wurden auf dem Hellweg, vor dem Kaffee Hackert, die Ehefrau Sch. und ihr Kind von einem Radfahrer angefahren und beide leicht verletzt. Die Schuldfrage ist noch nicht geklärt.— Kurz hinter der Haltestelle bei Kortländer an der Brückstraße, sprang eine ältere Frau von einer fahrenden Straßenbahn. Sie trug außer erheblichen Kopfverletzungen auch eine innere Verletzung davon. ** In den Tod gegangen. Als am Dienstag abend die Ehefrau B. von einem Ausgang in ihre Wohnung an der Bergstraße zurückkehrte, fand sie zu ihrem Schrecken den Ehemann an der Tür erhängt auf. Was den Unglücklichen in den Tod getrieben hat, ist nicht bekannt. Ein unbekannter Revolverheld. Ein noch Unbekannter schoß am 30. März, gegen 12 Uhr, mit einer Schußwaffe in die Schaufensterscheibe eines Geschäftes in der Pieverstraße. Die Schaufensterscheibe wurde beschädigt. Bochumer Veranstaltungen„ Vereine 2 Vergnügungen Hinweise (=) Stadttheater Bochum. Morgen, Freitag, eine abermalige Wiederholung von Schillers„Ton Carlos“, der von 20 Uhr bis gegen 23 Uhr für die Vormiete D und unter besonderer Berücksichtigung der freien Besucherschaft gebracht wird. Besonders hingewiesen sei auf die volkstümliche Aufführung am Samstag, die außer Vormiete den Schwank„Der Mustergatte" vorsieht (Porpexkauf dazu seit gestern, Mittwoch), und auf die evenfaus außer Vormiete angesetzte erste Wiederholung des Sheakespeare=Lustspiels„Ein Sommernachtstraum" am kommenden Sonntag(Vorverkauf dazu ab heute, Donnerstag). Als bevorstehende Neuheit des Spielplans wird Gogols fünfaktige Komödie„Der Revisor“ in der Inszenierung von Dr. Hans Buxbaum kommenden Montag erstmalig versprochen, und zwar für die Vormiete A. Berichte Bausparer=Versammlung. Im„Westfalenhaus" land erst einige Jahre alt. Seitens der Bausparer seien in den wenigen Jahren viele hunderttausend Mark dem Baumarkt zugeführt worden. Die Gemeinnützige Bausparkasse„Vorwärts"(Lübeck) sei im Frühjahr 1930 errichtet. Der Redner begrüßte es, daß die Regierung sich mit einem Gesetzentwurf mit der Bausparbewegung befassen werde. Eingehend befaßte er sich mit den Grundsätzen des zinslosen Bausparens. Dem Vortrag schloß sich eine Aussprache an. Gegen den Lohnabbau im Baugewerbe Eine Kundgebung der christlichen Gewerkschaften. Die christlichen Gewerkschaften hatten für Mittwoch abend eine Kundgebung in den Saal des Volkshauses einberufen, der zahlreich Folge geleistet wurde. Nach der Begrüßung durch den Ortsgruppenvorsitzenden Närdemann sprach Referent Koch über den in der Industrie, insbesondere aber im Baugewerbe, durchgeführten, bzw. noch beabsichtigten Lohnabbau. Der Reichstarifvertrag einschließlich des Vertrages für das Baugewerbe ist am 31. März abgelaufen. Auch im Baugewerbe sei ein Abbau der Löhne geplant gewesen. In Februar sei bei den Verhandlungen zum neuen Tarifvertrag von der Unternehmerseite der größte Wert auf die Neugestaltung der Löhne in den einzelnen Bezirken gelegt worden. Ein tarifloser Zustand hätte die Lage der Bauarbeiter ganz bedeutend verschlechtert. In den Verhandlungen im Tärifamte hatten die Arbeitgeber betont, daß man sich mit dem vorgesehenen Lohnabbau von 27 Prozent nicht zufriedengeben wolle. Ein Schiedsspruch kam mit einem Lohnabbau der Spitzenlöhne von 12 Prozent heraus, wonach der Spitzenstundenlohn von 1,30 Mark auf 1,14 Mark herabgesetzt war. Für das Industriegebiet sei ein Lohnabbau von 11,4 Proze Die Bauarbeiterverbände hätten am Karfreitag den Prozent herausgekommen. Traditionsecke Schiedsspruch abgelehnt. Nach einer zentralen Vereinbarung könne das Reichsarbeitsministerium in Nachverhandlungen die strittige Frage noch einmal zu lösen versuchen. Die Spitzenverbande hätten einen sogenannten Waffenstillstand bis zum 15. April vereinbart, der jedoch vom„Westdeutschen Baugewerbeverband" nicht anerkannt worden sei. Weiter habe der„Westdeutsche Baugewerbeverband“, die Arbeitgeberverbände, die den Schiedsspruch anerkannt hatten, veranlaßt, weitere Lohnabzüge vorzunehmen. Die Erbitterung über dieses Vorgehen sei unter den Bauarbeitern groß und man müsse damit rechnen, daß alle in Arbeit stehenden Bauarbeiter in diesen Tagen die Arbeit niederlegen würden. Nach den jüngsten Feststellungen sei sogar ein Lohnabbau bis zu 41 Prozent beabsichtigt. Bei der Gegenüberstellung der Bauarbeiterlöhne von 1914 und 1931 sei ein Lohnabbau in keiner Weise gerechtfertigt, im Gegenteil, der heutige Lohn reiche bei weitem nicht aus, da die Abzüge für Beiträge, Steuern, Mieten usw. ungleich höher seien als 1914. 52 Prozent der Bauarbeiter erhielten keine Arbeitslosenunterstützung, da die Karenzzeit nur in den seltensten Fällen vorhanden sei. Zum Schluß betonte der Redner, daß die christlichen Gewerkschaften mit Nachdruck gegen die geplanten Lohnkürzungen protestierten. Man sei in der Arbeiterschaft für den Frieden, aber man würde sich den geplanten Abbau der Löhne nicht gefallen lassen.— Für die im Holzgewerbe Arbeitenden sprach Kurtscheidt der zur Solidarität aller organisierten christlichen Arbeitnehmer sämtlicher Berufsgruppen ermahnte. Weiter sprach noch Gewerkschaftssekretär Rudolf, der auf den geplanten Abbau der Unfall= und Invalidenrenten hinwies. Gewerkschaftsvertreter Schröder mahnte ebenfalls zur Disziplin. Der Ortsgruppenvorsitzende schloß mit einem Dankeswort für die Einmütigkeit die Versammlung. (Weitere Lokalnachrichten auf Seite 11.) hielt die Gemeinnützige Volksbausparkasse„Vorwärts" m. h. H. Lühock eine Bansparer=Norsammlung ab m. b.., Tulbeal, eine Bauspärer=Versammiung ab. Pesterent K arst(Gühget) hoehandalte aunsalung ab Der meserent, Forn(Lubeck), behandelte einteitend die schwierige Lage auf dem Geldmarkt, die sich verschärfend auf den Hypothekenmarkt auswirke. Die Aussichten auf eine Besserung des öffentlichen Geldmarktes seien nicht vorhanden. Die Bauspar=Bewegung sei in Deutsch* Semper=talis=Bund. Ortsgruppe Bochum. Am vergangenen Samstag war bei Grafe die übliche Monatssitzung. Als wichtigster Punkt auf der Tagesordnung stand die Besprechung über die diesjährige am 25. und 20. April in Bochum stattfindende Gautagung. Wie nach eingehender Aussprache Gruppenführer Nölle ausführte, ist am 25. April Begrüßungsabend, am 26. April, vormittags, Gausitzung unter Leitung des Oberstleutnants a. D. Graf Merveldt. Für Sonntag nachmittag ist eine Besichtigung des hiesigen Bergbau=Museums vorgesehen. Gruppenführer Nölle erinnerte nochmals an die Regiments=Wiedersehensfeier am., 7. und 8. Juni in Potsdam. Zum Schluß der Sitzung berichtete Major a. D. v. Westernhagen über den Besuch bei der Ortsgruppe Gelsentirchen. Wohin gehen wir heute? Stadttheater: 20 Uhr: Der lebende Leichnam. Skala=Varieté: 20 Uhr: Vorstellung. Weltlichtspiele: 16 Uhr: Herrin der Liebe. Apollotheater: 16, 18.30, 20 Uhr: Wien, du Stadt der Lieder. Capitol: 16 Uhr: Walzer im Schlafcoupé. Lichtburg: 15.40, 18.20: Wiener Liebschaften. Odeon: Das alte Lied. Skala=Lichtspiele: Links der Isar. Ufatheater: 15.30, 17.45, 20 Uhr: Hoheit befiehlt. Parkhotel Haus Rechen: Konzert. Café Industrie: Konzert. 40 S vom 15) Konct Seftearcheug Zöderam dehnte die Frage verdutzt in die Länge. „Ja!“ „Dann muß die kleine Dame besagten Bräutigam sehr lieben. Man läßt dich doch nicht laufen und verheiratet sich mit einem deiner Beamten. Daß sie das nur nicht bereut!" „„Dir scheint das richtige Verständnis für die ganze Sachlage zu fehlen“, sagte Eschweiler schroff. „Heiliges Pech, jetzt fängst du gar mit mir noch Händel an. Ich möchte dir gern helfen. Sag', was ich tun soll. Ich vergifte auf deinen Befehl hin also diesen Menschen, der sich da erlaubt, höchst unerwünscht auf dem Erdball mit herumzusteigen. Aber jetzt Spaß beiseite, sonst springst du mir noch an die Kehle. Deine Augen versprechen im Zorn allerlei, wovon ich aber lieber keinen Gebrauch machen will. Also ich verstehe dich vollkommen. Du, küßt nicht eine Frau, die dein Beamter küßt. Aber dann trauere der Sache doch auch nicht länger nach— ich bitte dich herzlich darum. Es kommt doch nichts dabei heraus.“ „Vielleicht hast du recht. Ich bin nur vollständig irre an mir selbst geworden.“ „Darum eben stürze dich in irgend ein Erlebnis! Es ist das Beste, etwas zu vergessen, was an einem zerrt und das Herz schwer macht. Uebrigens, ich habe eine Beobachtung gemacht: deine reizende Kusine liebt dich!“ „Nein!“ „Aber ja! Bestimmt ist es so! Ich werde doch wissen, was ich sehe!“ „Alvens, ich dachte, daß du—“ „Daß ich? Wäre ich weniger wahrheitsliebend, würde ich jetzt sagen: Unsinn! Aber das sage ich nicht. Fällt mir nicht ein. Ich bleibe bei der Wahrheit und sage dir: Ich liebe Irmengard von Werther! Jawohl! Der Wirrwarr ist fertig! Und ich sehe zu! Ich denke nicht daran mich von der höchsten Zinne deines wunderschönen Schlosses zu stürzen, wie weiland dein Vor5 oe es ein recht dummer Bub gewesen sein muß. Graf Eschweiler trat zu dem Freunde, drückte ihm herzlich die Hände und sagte: „Alvens, wenn es doch recht viele solche Menschen gäbe wie dich!“ „Wieso denn? Ich bin eine Landplage! Und Irmengard wird das schon noch zu fühlen bekommen. Wenn ich erst weiß, daß du absolut keine Absichten hast in bezug auf deine schöne Kusine, dann werde ich mich schon mächtig ins Zeug legen: Ich wollte mich bisher bloß nicht biamieren, denn wenn sie dich liebt und du tust nur halbwegs, als komme sie deinen Wünschen entgegen, dann habe ich doch nicht die geringsten Chancen mehr. Aber nun ist das etwat ganz anderes. Nun Copyright by Martin Feuchtwanger, Halle a. 8. werde ich bald genug ein gefährlicher Bräutigam sein.“ „Glück auf, Alvens!“ „Danke! Wird freudestrahlend akzeptiert. Ich werde meine Taktik jetzt ändern.“ „Ich muß jetzt hinunter. Meine Inspektoren wollen mit mir etwas besprechen. Komisch, wie schnell ich mich hier wieder eingelebt habe!“ „Gar nicht komisch, lieber Karl=Christian! Es ist nur die Heimat, in der du eben schnell wieder heimisch bist.“ Zöderam wußte, daß der Freund jetzt das Gespräch über die vorherige Angelegenheit abgebrochen sehen wollte. Er begleitete ihn hinunter und ging dann selbst noch ein wenig in den Park. Augen war wieder die tiefe Traurigkeit, die] Wenn er doch dieses Mädchen vergessen könnte! Dieso lange Jahre darinnen gewesen war. ses Mädchen mit den wunderschonen, goldbraunen einem großen, wahren Glück in Augen, die doch auch getrogen hatten. Sie war die Eschenhöhe würde nie zur Wahrheit werden. Sie sah Braut Melenthins und hatte sich von ihm, dem Grafen „Liebste Helene, ich weiß, daß mein Sohn sich verändert hat. Aber manchmal kommen mir doch Bedenken. Vielleicht habe ich nicht das erreicht, was beabsichtigt war. Er scheint mir sehr von den Frauen abgewandt, und in den letzten Tagen, vornehmlich gestern, war er seltsam in sich gekehrt und verschlossen. Ich weiß beinahe nicht mehr, was mir jetzt lieber wäre. Der frohe, draufgängerische Bursche von einst, oder der finstere, wortkarge Mann, der er jetzt immer ist“, sagte Gräfin Marig, und ihre weiche Stimme klang recht verzagt. Ihre Schwester nickte. „Du magst recht haben“, sagte sie sinnend.„Wenn Alvens Zöderam nicht hier wäre, dann wäre es doch wohl ziemlich langweilig. So aber tollt der mit Irmengard um die Wette. Er gefällt mir sehr, der junge Schwede. Eigentlich paßt der heute viel besser zu Irmengard als Karl=Christian." Gräfin Maria zuckte zusammen. „So weit ist es schon, Helene?“ Die zuckte mit den schönen Schultern. „Wunderst du dich? Zöderam ist ein Sonnenmersch, während Karl=Christian ein finsterer Mann geworden ist, der nur selten lacht. Wenn du gerecht bist, mußt du dich wohl meiner Meinung anschließen. Mir ist es doch kaum zu verdenken, wenn mir heute Alvens Zöderam lieber ist als Schwiegersohn. Vor KarlChristian fürchte ich mich ordentlich, wenn ich ganz offen sein soll.“ Gräfin Maria hatte Tränen in den Augen. „Was hat die Welt aus meinem Jungen gemacht!?“ sagte sie leise. Dann herrschte Schweigen in dem schönen, behaglichen Zimmer. Aus dem Park herauf tönte Irmengard helles Lachen, und Zöderam rief irgend etwas. Gräfin Marias feine Brauen schoben sich zusammen. schon jetzt, welchen Ausgang alles nahm. Schweigend saß sie da und dachte immerfort an die Worte ihres eigenen Sohnes, der gesagt hatte: „Es wäre das Beste, wenn man dieses ruhelose Blut meines Geschlechtes ausrottete!" Furchtbar, daß er selbst so etwas gesagt hatte! Sprach nicht schon aus diesen Worten eine umdüsterte Seele? Wenn es das wäre? Das wäre das Schlimmste! Draußen hörte man noch immer das Tollen und Lachen im Park. Und da sagte Gräfin Maria mit zuckendem Munde: „Mein Sohn trägt den Fluch seines alten Geschlechtes mit sich herum. Liebe Helene, ich will mich herzlich freuen, wenn Irmengard ein echtes, wahres Glück mit Alvens Zöderam findet!" „Da stand Helene auf und küßte die Schwester herzlich. „Mir ist auch ein lange gehegter, liebgewordener Wunsch zunichte gemacht worden; aber wenn Irmengard ihr Glück nach dieser Seite hin findet, ist es auch gut. Mir tut Karl=Christian leid— sehr leid. Er sieht manchmal direkt schwermütig aus. Ob er irgend etwas in sich trägt, wovon wir alle keine Ahnung haben? Da hilft nichts weiter, wie ihn sich selbst überlassen. Männer wie er vertragen keinerlei Einmischung. „Das ist auch meine Meinung, liebste Helene! Ich bitte dich aber, noch möglichst lange in Eschweiler zu bleiben! Ich fürchte mich jetzt vor einem Alleinsein mit meinem Sohne.“ „Arme Maria, du hast wahrlich schon genug gelitten!“ sagte Frau Helene mitleidig. Dann fügte sie hinzu: „Am Sonnabend ist das Fest bei euch hier. Die Nachbarn sind alle eingeladen. Er wird sich zwingen müssen, als Hausherr höflich und freundlich zu sein. Wenn ihm nun nicht danach zumute ist, wird er das Fest noch hassen, denn er verstellt sich nicht gern, der stolze Karl=Christian.“ „Ich wollte Geselligkeit. Auch um unserer lieben Gäste willen. Ich denke, er wird sich zwingen“, sagte Gräfin Maria. Die Zofe meldete den Obergärtner, den die Gräfin hatte rufen lassen, weil sie noch über die Blumenarrangements für den Sonnabend mit ihm sprechen wollte. Sie nickte ihrer Schwester zu. „Vertiefe dich einstweilen in das Buch dort, liebe Helene. Ich kann es dir nur empfehlen. Es hat mir schon über manche trübe Stunde fortgeholfen, wenn du auch Gott sei Dank keine trüben Stunden bisher gehabt hast.“ Die Schwester sagte: „Das werde ich tun.“ Und Gräfin Maria ging hinaus mit ihrem stolzen, weichen Schritt. Die Schwester sah ihr nach und dachte: „Ob du die letzte Gräfin von Eschweiler bist, Maria? Wenn ich dir doch ehrlich sagen dürfte, wieviel Angst ich um den schönen Karl=Christian habe! So sieht einer aus, der langsam den Verstand verliert!" Graf Eschweiler lief in seinem Arbeitszimmer hin und her. Immer hin und her. Die Fäuste hatte er in die Taschen seiner Hausjacke vergraben. Eschweiler, küssen lassen. Sie war keinen Deut besser als die Frauen, die er kennen gelernt hatte und verachten mußte. Alle, alle hatten sich ihm an den Hals geworfen, und trugen nun allesamt die Schuld daran, daß er keiner Frau eine große, reine Liebe entgegenbringen konnte. Und nun hatte er es doch noch einmal gekonnt! Er hatte geglaubt, in der Heimat gefunden zu haben, wonach er sich sehnte. Das war nun das Ergebnis! Falsch, treulos und leichtsinnig waren sie alle! So war auch das junge, schlanke, blonde Mädchen mit dem süßen, blassen Gesicht. Irmengard! Sie war lieb und herzig. Und jemand, der die Liebe oberflächlich beurteilte, mochte vielleicht gar glauben, daß das braunhaarige Mädel ihn liebe. Er aber wußte es besser. Irmengard hatte ihn gern. Wenn sie sich aber ganz genau prüfte, dann würde sie sich doch eingestehen müssen, daß sie recht gut weiterleben würde, wenn aus der von den Müttern geplanten Ehe nichts würde. Daß sie vielleicht schon jetzt anfing, vielleicht ihr selbst noch unbewußt, den srohherzigen Zöderam scharmanter zu finden als den finsteren langweiligen Vetter. Finster und langweilig! Fast hätte Eschweiler laut herausgelacht. Finster und langweilig! Ein Begriff, den er früher nicht gekannt hatte. Nun, man würde sich daran gewöhnen müssen. Und wer wollte ihn denn daran hindern, überhaupt nicht zu heiraten? Er würde für die Mutter leben. Wenn sie nicht mehr war, konnte man ja sehen, ob man nicht doch lieber in die Welt hinausging. Die Welt? Schöne Frauen? Vielleicht! Gewiß aber war es doch nicht, ob er Frauen suchen würde. Sie mußten dann aber nur leichtsinnig und schön sein. Sonst würde er nichts von ihnen verlangen. Am allerwenigsten Treue! Graf Eschweiler lehnte sich an den hohen, schwarzen Bücherschrank, senkte den Kopf. „Ich hätte dich geliebt, kleines, süßes Mädel! Du# hast noch einmal alles Gute in mir geweckt. Schade! Du hättest einen neuen Menschen aus mir machen können, kleine, süße Verene!" Eschweiler wollte diese Entgleisung aus spöttischer Frauenverachtung heraus abtun. Aber es gelang ihm nicht. Es schmerzte ihn da in der Brust etwas viel zu sehr, als daß er hätte leicht darüber hinwegkommen können. Er hatte die kleine Verene wirklich geliebt! Es war lachhaft! Die Bekanntschaft von einigen Tagen konnte nicht so tief sitzen, nicht so einschneidend gewesen sein, daß sie in seine Leben eingriff! Doch es war so! Es blieb bestehen! Sein bestes Empfinden hatte er an dieses junge Mädel verschenkt. Sein bestes Empfinden, das je in ihm gelebt. Eschweiler ging zum Rauchtisch, brannte sich eine der schmalen, langen Zigarren an, die seine Lieblingsmarke waren, und trat dann ans Fenster. Sinnend blickte er in den blühenden Park hinunter. Und plotzlich kam ihm ein Gedanke! (Fortsetzung folgt. 2. Be Anzeig De: ne zur Uel Obata, Jahren matische und 190 China, 1930 zu 85 lieg Ein ugend wolken. Er Schaus Feuer.“ Sor nach. 95 Feuer nerei Brand in Flo Vorsch ist die festgest nossen ist im 5 vielleic Der das Rüf wolle er ko die 8 Boris setzte. Vorne KleinSofja einen gucken Sie troffer Wenn nen euch Baugewerbe Gewerkschaften. itten für Mittwoch i des Volkshauses et wurde. Nach der esitzenden Närden in der Industrie, urchgeführten, vzw. Reichstarifvertrag Baugewerbe ist am jewerhe sei ein Abn Februar sei bei eifvertrag von der die Neugestaltung gelegt worden. Ein Bauarbeiter ganz Verhandlungen im ont, daß man sich 27 Prozent nicht uch kam mit einem Prozent heraus, 30 Mark auf 1,14 dustriegebiet herausgekommen. n Karfreitag den zentralen Vereinerium in Nachvernmal zu lösen vereinen sogenannten einbart, der jedoch and“, nicht anerWestdeutsche Baurbände, die den aßt, weitere Lohnüber dieses Voriß und man müsse henden Bauarbeiegen würden. Nach in Lohnabbau bis Gegenüberstellung 931 sei ein Lohnim Gegenteil, der aus, da die Absw. ungleich höher arbeiter erhielten e Karenzzeit nur ei. Zum Schluß in Gewerkschaften hukürzungen vroaft für den Frieanten Abbau der e im Holzgewerbe der zur Solidaribeitnehmer sämtr sprach noch Geif den geplahten en hinwies. Geite ebenfalls zur schloß mit einem Versammlung. Seite 11.) heute? Schnam iebe. Wien, du Stadt oupé. schaften. oheit befiehlt. ssen könnte! Diesen, goldbraunen . Sie war die hm, dem Grafen inen Deut besser hatte und verim an den Hals e S c h u l d d a r a n, Liebe entgegenal gekonnt! Er n zu haben, woren sie alle! blonde Mädchen jemand, der die vielleicht gar ihn liebe. e sich aber ganz eingestehen müs, w e n n a u s d e r s würde. Daß ihr selbst noch scharmanter zu Vetter. selacht. Finster früher nicht gesaran gewöhnen dern, überhaupt Mutter leben. sehen, ob man Frauen suchen eichtsinnig und hnen verlangen. hohen, schwars Mädel! Du weckt. Schade! fir machen könaus spöttischer es gelang ihm ust etwas viel hinwegkommen geltebt! n konnte nicht esen sein, daß dieses junge en, das se in innte sich eine eine Lieblings= ster. Park hinunter. etzung folgt. 2. Bellage zum Bochumer Anzeiger u. Gen. Anzeiger Unterhaltung, Wissen, Nr. 82 38. Jahrgang Donnerstag, 9. April 1931 tensind, auch von PALMOLNE hergestellt werden. Das ist ein großerlertum. Es gibt nur eine PAL.MOLIE-Seife die ECHTE PALMOLWE. Undfür diese können wir natürlich nur garantieren. Viele Nachahmungen existieren von PALMOLIE. Das beweist, wie gut diese Seife ist. Es beweist aber noch nicht, daß die Nachahmungen ebensogut sind. Lassen Sie sich deshalb nicht irre führen— verlangen Sie stets die ECHTE PALMOLWE. Palmolive..b..Bin.-Wilmeredorf überenert, Aurch Pautchose ihe jugendliches Aussehen zu erhalten. Kein Wunder— PALMOLNE-Seife besteht aus Palmen-, Oliven- und Kokosnußölen. Ihre kunstvolle Zusammensetzung ist das Ergebnis eines 60 Jahre langen Seifenstudiume. Wie wir hören, glauben aber viele Frauen, daß Seifen, die in ihrer äußeren Aufmachung PALMOLNE sehrähnlich gehalKolerpoles Wtchhe. tun. Aber ihr wißt, die Aussendung der Wehr bedarf persönlicher Anordnung des Direktors, und er ist nicht zur Stelle. : Mit dem Fragebogen wurde der Angestellte ausgeschickt, der die Feuersbrunst zuerst bemerkt hatte; er brachte die verlangte Auskunft gegen 3 Uhr. „Das Büro arbeitete mit fliegender Hast, das Feuer geschwinder. Eine Viertelstunde nach drei erschien der Fabrikdirektor.„Alle Achtung!“, sagte er beim Eintreten, „ein gehöriger Brand. Hat mich etwas aufgehalten, habe 1½ Stunden zugeschaut.“ Man meldete ihm die Bitte um Entsendung der und überbrachte ihm die gesammelten Auskünfte. „Das Feuer scheint schon abzunehmen", bemerkte jemand. „Ja, beeilt euch. Es wird natürlich auf euch nicht warten.“ Wehr am Tatorte eintraf, stand sie vor kahlen Mauern, das Haus war ausgebrannt. Ein geplactei, aler glücklicker Vater Zapans neuer Botschatter in Berlin Di: neue japanische Botschafter Yukichi Obata ist zur Uebernahme seines Postens in Berlin eingetroffen. Obata, der im 58. Lebensjahr steht, ist seit langen Jahren im diplomatischen Dienst. Seine ersten diplomatischen Erfolge hatte er 1889 als Attaché in Wien und 1901/02 in London. 1918 war er Gesandter in China, 1925 Botschafter in London, bis er im Oktober 1930 zum Botschafter in Deutschland ernannt wurde. Es krennt im Sowjetdor# Von Wladimir Tawloft 5 Iin Bürgangestellter der Zuckersahrik in Woronesch durch das Fenster seiner Amtsstube auf das nahe#ende Dorf. Dort bemerkte er eine Hütte in RauchEr war nicht selbstsüchtig, gönnte auch anderen ein Schauspiel. „Sonetschka, kommen Sie schauen. Im Dorf ist Sonetschka sprang zum Fenster, andere stürzten ihr nach. Ipatoff zu brennen.“ „Nicht doch! Der wohnt am anderen Ende. Das Feuer ist in der Gegend der Konsumgenossenschaft.“ „Aber nein! Wo liegt das Haus der Genossenschaft, und wo flammt es! Bei Suprenenka ist es, der alte Säufer hat das Haus mit seiner Schwarzbrennerei in Brand gesteckt.“ #onn sein. Er wohnt da herum. Anständiger Ein Arbeiter flog ins Kontor: in Fsammensuun Feuerwehr! Dos Dorf steht Nash ertreter des abwesenden Direktors kam zum etwas leiser! Stört nicht die Arbeit! Wo ist die Feuersbrunst? Bei wem? Das muß erst festgestellt werden. Und ohne Genehmigung des Genossen Rüschkoff darf ich die Wehr nicht aussenden. Er ist im Augenblick nicht hier.“ bis sich der Direktor einfindet, ist das Dorf vielleicht schon eingeäschert. „Nicht meine Sache!“. bad Fernstert d Direktors trat achselzuckend an ##Hm, ja, mächtige Feuersbrunst! Aber der Genosse biuschroff versprach bald zurück zu sein. Inzwischen wollen wir alle Vorbereitungen treffen, damit, wenn er kommt, die nötigen Angaben zusammen sind und die Feuerwehr ohne Verzug abrücken kann. Sofja Borissowna! Seien Sie so gut: ich will Ihnen einen Fragebogen aufgeben. Bitte mit drei Durchschlägen.“ . Sonetschka verließ unwillig ihren Fensterplatz und setzte sich an die Schreibmaschine. Frtich,,# Schreiben Sie: Wann ist das Feuer gusgeprochen 1. In Klammern: Genaue Zeitangabe. Weiter: Wo ist es ausgekommen? In Klammern, Vorname, Vatersvorname und Familienname des Haushesitzers, sein Lebensalter, militärisches Dienstverhaltnis und seine soziale Stellung, ob Dorfarmer, Steig gopir Großbauer. Ja, schreiben Sie schnell, i Soxissowna! Es geht um das Feuer, nicht um einen Spaß. Ich kann wohl begreifen, daß Sie lieber gucken möchten. Dazu ist nachher Zeit genug. Haben Sie getippt? Gut! Nun weiter: Sind in dem beAroffenen Gebäude früher schon Schadenfeuer gewesen? Wenn nein, warum nicht? Haben Sie?" Haufen Arbeiter drang ins Kontor: „ Schigkt die Feuerwehr! Ein Riesenbrand! Können die Leute allein damit fertig werden?" „„Stört nicht die Arbeit, Genossen: Ich bin mit cuch darauf vedacht, dem Wüten des Elements Einhalt Sie ist jetzt vier Jahre alt und demnach beinahe erwachsen. Wenigstens in ihren eigenen Augen. Sie spricht mit einer Art elegischer Trauer von jener offenbar schon weit zurückliegenden Zeit, da sie noch gefüttert werden mußte, da sie sich tragen ließ, wenn ihr der Weg zu lang war; da sie noch keinen Kaffee trinken durfte und die Milch nur aus der Flasche nahm. Sie sagt„damals, als ich noch klein war“— mit großen, versonnenen Augen sagt sie das— und neulich ertappte ich sie, wie sie am Fenster hockte, auf die Zweige der Lindenbäume herabblickte und ein Lied lallte, von dem ich lediglich die Worte verstand: „Die Blätter fallen— bald sind wir alt“ Was sie für mich bedeutet, ist ziemlich klar.? Ein Mädchen, das höchst merkwürdige Dinge betreibt, ernsthaft hölzerne Würfel übereinander türmt und behautptet, das wäre eine Lokomotive, mir die Schreibtischlampe ausdreht mit der Begründung, ihr Teddy müsse schlafen, und sich vielen anderen Dingen mit erheblichem Eifer und großer Gewissenhaftigkeit widmet. Ein von allen Teufeln besessenes Ungeheuer zuweilen, dem man manchmal fast stündlich den Dämon aus dem Leib treiben muß, aber dann wieder— doch und doch— leuchtender Mittelpunkt meiner Welt, ein Engel mit dem reizendsten Lächeln, das sich bloß denken läßt, ein Unschuldslamm, das kein Wässerchen trüben könnte, Angelpunkt meines Lebens, meiner Hoffnungen und Sorgen. ist sie für mich. Was ich für meine Tochter bin, das freilich wird sich schwerer herausfinden, schwerer in Worte kleiden lassen. Zunächst wohl der Mann, der den größeren Teil des Tages außer Hause ist, den sie morgens nur flüchtig sieht und der des Abends nicht daran denkt, schlafen zu gehen, während sie selbst sich mit der ihr eigenen Grandezza oder auch mit mehr oder minder großem Widerstreben in ihre Gemächer zuFiczieht, Ein Mann, von dem sie deshalb mit einigem ## von dem„fremden Mann“ spricht, der ihr deim Avenoessen gegenüber sitzt. Aber natürlich bin ich Von Clerander Meding auch der„Papa“— und das bedeutet offenbar in ihren Augen: ich bin jene Instanz, an die man sich wenden muß, wenn einem das Herz nach Schokoladenplätzchen, nach einem Luftballon oder irgendeiner anderen Sache steht, die aus beleuchteten Schaufensterauslagen so lockend und verführerisch herübergrüßt. Papa— das ist ein Mann, der nur in die Tasche zu fassen braucht, und schon gehört einem alles: die Schokoladenplätzchen, der Tusloallon und sonst noch was. Natürlich: solche komischen alten Männer wollen behandelt sein. Man muß sie anlächeln, man muß seine kleine Hand zutraulich in deren große Fäuste stecken, man muß— wenigstens unmittelbar vorher— artig sein, wie die Erwachsenen es nennen, und nicht zu ausschweifend in seinen Wünschen. Aber wenn man diese Vorschriften sorgsam befolgt, so erhält man fast alles, was man haben will. Hinterher kann man dann gut und gernie so sein wie immer— das schadet ja dann nichts Zweifellos denkt mein Mädchen daß es gut sei, einen Papa zu haben. Sie liebt mich sogar, das ist offenkundig. Ich rangiere in ihrem Herzchen dicht hinter der Katze, und wer jemals beobachtet hat, welch leidenschaftliche Zärtlichkeit sie unsern vierbeinigen Hausgenossen entgegenbringt, der wird begreifen, wie ungeheuer stolz ich auf dieses Werturteil bin. Natürlich quält sie mich auch, sehr gern sogar. Aber macht sie es denn mit der Katze anders? Ist es ihr nicht eine Lust, dies seidenglänzende Wollknäuel manchmal so zu pressen und zu drücken, daß es seinen Gefühlen schließlich in einem klagenden„Miau" Luft macht? Hat sie nicht noch vor kurzem erklärt, sie wünsche sich einen lebendigen Hund und zwar lediglich aus dem einen Grunde, um ihn an die Leine legen und hinter sich herziehen zu können? Kinder sind eben grausam und ich habe mich mit dieser Tatsache allmählich abgefunden. .. Sie ist vier Jahre alt und deshalb vollständig selbständig. Sie hat trotz Grausamkeit und Besessenheit und alledem im Grunde ein gütiges Herz. Wäre sie sonst so nachsichtig gegenüber den Handlungen und Bemühungen der Erwachsenen, die ihr doch offensichtlich als Torheiten erscheinen müssen?. Daß wir uns zu der Das Museum der Jtüdenren=Witein heiten erscheinen müssen? Daß wir uns zu der auernevensachlichsten Mahrzeit an den Tisch setzen und eine halbe Stunde der kostbaren Zeit auf diese Art vergeuden, anstatt mit der Stulle in der Hand herunter zu gehen und im Sandkasten zu toben, daß wir im Wald mühselig mit eingeknickten Knien einen steilen Abhang herunterpilgern, während es doch viel amüsanter ist, sich lang auf dem Boden auszustrecken und jauchzend herabzurollen— das alles sind Dummheiten, die man den Erwachsenen nicht nachtragen darf. Sie sind nun einmal so komisch. Dennoch, da dieses unser Mädchen im Grunde ihres Herzens sanftmütig und zärtlich ist, so läßt sie sich zuweilen herab, mit ihrem Vater zu spielen. Das ist eine denn auch immer bei der nächsten sich bietenden Gelegenheit irgendwie erkenntlich zeige. Denn, nicht wahr: Väter verstehen das Spielen nur höchst mangelhaft. Sie leben in betrüblicher Unssnntris, über die wichtigsten Voraussetzungen dieser Kunst bahin, zwecklos, nutzlos. Und werden als Spielkameraden von ihren Kindern eigentlich nur geduldet, nachsichtig ertragen wie alle anderen Unvollkommenheiten sich so schönen Welt. Ja— ich habe sogar den Verdacht, daß meine Tochter mich nur als Notnagel betrachtet und benutzt, wenn ihre kleine Freundin, eine Treppe tiefer, mal nicht aufzutreiben ist, und daß ich sofort lieblos beiseite geschoben werde, sobald sich die Stimme dieser Freundin auch nur von fern vernehmen Ich begreife ja sehr gut. Denn wenn die Mutter schon Schwierigkeiten hat, es dem Kinde immer recht zu machen, um wieviel mehr gilt das vom Vater! Der sich selbst im besten Falle überaus dumm und ungeschickt anstellt. Sie schlingt mir die Pferdeleine um die Schultern und treibt mich an mit Hü und Ho— gehorsam immer um den Tisch rum, mich mühend, mit den Füßen einen sanften Galopp zu markieren. In meiner natürlichen Haltung selbstverständlich, und das ist seeicß, Pische Lachen— wo doch jedes Kind weiß, daß Aber fanse auf zwei, sondern auf vier Beinen laufen. Aber soist bin ich eigentlich recht unbrauchbar. Man kann mich nicht in den Puppenwagen legen— bei dem ersten Versuch würde das gebrechliche Gefährt plattgedrückt werden wie eine Briefmarke— und ich weigere mich unverständlicherweise energisch, eine Suppe zu essen, die meine Tochter aus Wasser, Sand und heimlich gemaustem Zigarettentabak kunstvoll zusammengebraut hat, während doch der Teddy diese Suppe anstandslos und offenbar mit Wohlbehagen vertilgt. Völlig unbrauchbar bin ich auch beim Versteckspiel. Ich begreife anscheinend nicht, daß es keinen besonderen Spaß machen kann, jemanden zu suchen, der sich hinter einer Schranktür so kümmerlich verbirgt, daß die Füße nisema l8 plenist sind. Und ich werde es meiner Tochter isivel machen können, daß ich zu groß und Hunen. Sosa und dem dem Singen. Jahos na versucht sie es schließlich mit schöpfe Hoffnung, denn habe ich eine wenn nicht, schöne, so doch wenigstens laute Stimmes Und have ich nicht auch eine große Anzahl von Liedern aus meiner Kindheit im Gedächtnis bewahrt? Aber nach fünf Minuten bereits bin ich von allem Hochmut geheilt. als ich selbst noch klein war, anscheinend andere Lieder gesungen, und die Kinder von heute kennen gedesinsinen Zhzählpers: Eene bene Tintenfaß, noch vas Tieo von der fleißigen Waschfrau. Meine Tochter singt etwas vom Fliegen und ein Lied, worin Zeppelin „Ich. bin keineswegs auf der Höhe. an„ Wich re, er die gellende Stimme der Freundin meines Maochens, die eben die Treppe herauftobt. Mein Kind ## mich mit jubelndem Geheul, und sehr bedrückt seye ich mich wieder an meine Arbeit, von meiner Unwichtigkeit und Unbrauchbarkeit durchdrungen. kteitere Ecke „Benze“ der Studentenwirtin Aennchen von Godesberg, der weit über Deutschlands Grenzen hinaus bekannten Lindenwirtin, ist zu einem Museum umgestaltet worden. Unser Bild zeigt einen Blick in das Heim der Studentenwirtin. In diesem Zusammenhang dürfte interessieren, daß Aennchen Schumacher, die weltbekannte Godesberger Studentenmutter, einen Geschäftsinhaber in Bonn, der eine Postkarte mit ihrem Bildnis verkauft hatte, verklagt hatte. Das Amtsgericht in Bonn hat jedoch die Klage abgewiesen mit der Begründung, daß Aennchens Bild ungefragt verkauft werden dürfe. Als Lindenwirtin sei sie vielen ein Sinnbild der Rheinromantik und des studentischen Lebens früherer Jahre. Dies habe sich ganz besonders gezeigt am Tage ihres 70. Geburtstages, an dem sie von Presse und Rundfunk geehrt worden sei. Also sei sie eine Persönlichkeit der Zeitgeschichte, und ihr Bild dürfe anstandslos verkauft werden. Zwillinge bekommen. Ein Mädel und einen Buben. tanfen lassen, volle er sie„Ursula“ und Müller ist Geschäftsmann. Und, zeitgemäß beschließt er, das Mädel„Konkursuia uno den Buben„Insolvenzel“ zu nennen. * was man so in der Gesellschaft von mir erzählt!“ sagt entrüstet Frau von Polla zu einem guter Freugde.„Ich soll erzählt haben, die Sixtinische in nom hätte mir ganz gut gefallen aber die Szshant in Toharin, sei mir lieber!“ Eine Unverschämtheir vhnegleichen: Wo ich doch die Sixtinische Kapelle in Rom gar nicht mal gehört habe!“ Im Zoo war das Lama krank. Pulver“, sagte der Arzt zum Volontär, „müssen Sie dem Lama mit einer Glasröhre in den Schlund blasen.“ Als der Doktor am nächsten Tag wieder kam, lag der Volontär im Bett und das Lama machte muntere Sprünge. „Was ist hier los?“ =slch, Herr Doktor, das Lama hat zuerst geblasen!“ Verstopfung ist eine Qual, darum raten wir Ihnen, abends vor dem Schlafenx= Kerne zu nehmen. Dieses prompt wirkende Mittel erhalten Sie in Apotheken(1,75 RM.). seibas. Polme Vierter Deutscher Nakurschutztag Smi..„. Berlin, 8. April. Bereits die Ostertage standen in Berlin im Zeichen der Naturschutzausstellung und des vierten Deutschen Naturschutztages, der hier vom 8. bis zum 12. April tagen wird. Er erhält eine besondere Note durch das 25jährige Jubiläum der staatlichen Stelle für Naturdenkmaipflege in Preußen, die auf dem Gebiete der Förderung des Naturschutzes in Deutschland schon Großes geleistet hat. Einer Anregung Preußens folgend, wurden die Deutschen Naturschutztage im Jahre 1925 in München ins Leben gerufen, weil man erkannt hat, daß die besonderen Ziele des Naturschutzes und der Naturdenkmalpflege von den schon damals bestehenden Organisationen für Heimatschutz nicht in dem Maße berücksichtigt werden konnten, wie dies im Hinblick auf die immer wachsende Bedeutung der Naturschutzbewegung erforderlich erschien. Seit dieser Zeit sind alle zwei Jahre Naturschutztage in Deutschland gehalten worden, und zwar 1927 in Kassel, 1929 in Dresden, und der pierte tagt jetzt in Berlin. Die Aufgabe der Naturschutztage ist es, die breiteste Oeffentlichkeit mit den Zielen und der Arbeitsrichtung des deutschen Naturschutzes bekanntzumachen. Im Mittelpunkt der diesjährigen Tagung steht der Gedanke der Landesplanung, d h. jener Bestrebungen, die größere landschaftliche Bezirke nach einem einheitlichen Plan und im Sinne einer künstlerischen Gesamtauffassung so gestalten wollen, daß den Siedlungen, den Industriewerken, der Forst= und Landwirtschaft, den Erholungsflächen, den Schutzgebieten jeweils die geeigneten Oertlichkeiten zuewiesen werden. Darüber werden verschiedene anerEin Mnister, der Wechsersnischt Der ehemalige finnische Innenminister Ilkonen wegen Wechselberrugereien verhaftel gewiesen werden. Darüber werden verschiedene anerkannte Redner Vorträge halten, u. a. auch vom Standpunkt des Künstlers. Ein besonderer Vortrag ist dem Thema der Reklame in der Landschaft und den besonderen Naturschutzfragen innerhalb der Großstadt vorbehalten. Zu dem Thema der Reklame in der Landschaft ist es interessant zu erfahren, daß der Naturschutzkommissar der Stadt Berlin, im Kampf gegen die Verschandelung der Landschaft durch Reklameschilder dem Polizeipräsidenten eine Anregung gegeben hat, in einer gemeinsamen Besprechung mit den zuständigen Behörden die Frage zu prüfen, wie den Auswüchsen der Reklame in der Landschaft entgegengewirkt werden kann Nachahmung „„„ H e l s i n g f o r s, 8. A p r i l. Der Sozialdirektor von Helsingfors, Risti Itkonen, ehemaliger Innenminister im Kabinett Tanner und Führer der sozialdemokratischen Reichstagsfraktion, wurde wegen Wechselfälschung vor dem Gebäude des Rathausgerichts von der Kriminalpolizei festgenommen Er hat im Namen des Reichstagsabgeordneten Puittinen drei Wechsel über 34000 Mark gefälscht. Der Verhaftete hat bei der Stadtverwaltung sofort um seinen Abschied gebeten. Man nimmt an, daß die Affäre sehr große Ausmaße annehmen wird. Von zuständiger Seite wird versichert, daß städtische Mittel nicht angegriffen sein sollen. In der Stadt herrscht über die Angelegenheit größte Erregung. Itkonen war einer der führenden Männer der finnischen Sozialdemokratie. Er war Vorsitzender der Parteileitung und verschiedene Male Reichstagsabgeordneter. Am Dienstag vormittag erschien er wie gewöhnlich im Rathaus. Am Abend wurde er vor dem Rathausgericht verhaftet, wo er als Rechtsanwalt in einem Prozeß auftreten sollte. Im übrigen wird Itkonen nachgesagt, daß er ein recht einfaches Leben geführt habe. Das Unglück, in das er jetzt geraten sei, soll durch unglückliche Bodenspekulation hervorgerufen worden sein. Zusammen mit einigen anderen Personen hatte er in einer Provinzstadt größere Grundstücke aufgekauft. Die Annahme, daß dort eine schnelle Preissteigerung stattfinden würde, bestätigte sich nicht. Gleichzeitig mußte er eine Anzahl Wechsel und Schuldbriefe für arme Verwandte unterschreiben. Seine Verhaftung wird einen Massenkrach nach sich ziehen. Viele von seinen Parteigenossen hatten Wechsel von ihm beliehen, die jetzt fällig werden. Kirchenschändungen in Sachsen Dresden, 8. April. Die Gottlosenpropaganda hat verheerende Wirkungen. In der Kirche von Bienenmühle bei Freiberg haben, wie die„Deutsche Allgemeine Zeitung" berichtet, mehrere Einbrecher während der Osterfeiertage skandalisch gehaust. Alle Altargegenstände wurden durcheinander geworfen. In der Sakristei wurden die Gesangbücher zerrissen und die Abendmahlskelche beschädigt. Eine Flasche mit Abendmahlswein ist ausgewordem Zum Trinken hatten die Einbrecher die Abendmahlskelche benutzt. Die Kirche wurde namentlich in der Nähe des Altars in der gemeinsten Weise besudelt. Daß es den Einbrechern nur um die Schändung der Kirche zu tun war, beweist die Tatsache, daß keine der gefüllten Opferbüchsen erbrochen worden ist. Auch in Nassau im Erzgebirge wurde, wie das Blatt weiter meldet, die Kirche am 2. Osterfeiertag von Einbrechern heimgesucht. Sie erbrachen dort sieben Opferstöcke und raubten den Inhalt. In Fällen konnten die Täter noch nicht ermittelt werden. Feneschaft enigegengewirtt werden kann. en Or tgegengewirk. werden kann. Nachnung an anderen Orten ware vienleicht zu empfehlen. Weiterhin wird eine der brennendsten Fragen des preußischen Naturschutzes, die Erhaltung der einzigartigen Vulkanlandschaften in Westdeutschland, behandelt werden. Im Rahmen dieser Tagung ist am vergangenen Donnerstag die Ausstellung in Berlin wieder eröffnet worden, die schon während der Grünen Woche viel Beachtung fand. Jetzt ist sie aber bedeutend exweitert und iyre Bestrebungen sind durch die Beschiaung der gleichen Organisationen aus England und Amerika unterstützt worden. „So wünscht man der Arbeit des Naturschutztages, , dessen Einrichtungen und Organisationen dazu angetan sind, einen Gegenvol gegen die Industrialisierung und die damit verbundene Entfremdung der Menschen von der Natur und gegen die Großstadtbildung mit ihren Schädigungen zu bilden, die besten Erfolge. Erste Tauchversuche des Nordpol-Bödtes Newyork, 8. April. Das Unterseeboot„Nautilus“, mit dem der englische Forscher und Nordpolflieger Sir Hubert Wilkins im Laufe dieses Sommers nach dem Nordpol fahren will, machte gestern in aller Frühe seine ersten Tauchversuche auf einer Probefahrt bei Portsmouth—Newhampshire. Der„Nautilus“ erreichte eine Tiefe von 103 Meter und brach zugleich den Rekord seines Schwesterschiffes bei der amerikanischen Marine. Die Probefahrt dauerte 4 Stunden und wurde in den verschiedensten Tiefenlagen durchgeführt. An Bord befanden sich mit icht Offizieren 80 Mann. Nach der Fahrt wurde die „Nautilus“, in das Marinedock von Newyork zur Ueberprüfung seiner Maschinenanlage gebracht. Goldrausch in Brasilien Nach MweIhungen 3 g: London, 8. April. Nach Meldungen aus Rio de Janeiro herrscht augenblicklich dort ein Goldrausch, wie er in seinem Ausmaße nur an die Zeit von Kalifornien 1849 erinnert. In der brasilianischen Provinz Minas Geraes sollen mehrere außerordentlich reichhaltige Goldadern aufgefunden worden sein. Tausende von Personen sind bereits mit Auto, Flugzeug und Eisenbahn an Ort und Stelle geeilt, um an den Goldsegen teilzunehmen. Obwohl Einzelheiten über tatsächliche Goldfunde noch nicht vorliegen, geht aus dem Bericht hervor, daß der Goldrausch an den Orten entstanden ist, wo vor hundert Jahren und auch bereits im Jahre 1693 durch Auflegung von Goldadern in einem Flußbett ein phantastischer Reichtum entstanden war, von dem allerdings bis auf eine überaus prunkvolle Kathedrale und im übrigen bis auf verlassene Gruben nichts übriggeblieben ist. Im Mittelpunkt des Goldansturmes steht die einstmals reichste Stadt Südamerikas, Quro Preto, wo noch Ruinen von goldenen Palästen von einer verschwundenen Pracht zeugen. Der 100000. Einwohner Regensburg begrüßt einen Neugeborenen „Regensburg, 8. April. Die aufblühende oberpfarzische Stadt Regensburg begrüßte dieser Tage feierlichst ihren 100 000. Einwohner, weil sie mit diesem Ereignis Großstadt geworden ist. Der 100 000. Einwohner Regensburg kam in der Familie eines armen Tagelöhners an, der über die Ankunft des neuen Sprößlings wenig erfreut war, denn er besaß schon ein halbes Dutzend Kinder. Das Bett des Neugeborenen wurde mit dem städtischen Wappen geschmückt. Wäsche und Kleider wurden im Ueberfluß gespendet, so daß der Kleine für viele Jahre versorgt ist. Zwei Dutzend silberne Löffel werden für seine späteren Mahlzeiten zur Verfügung stehen. Zahlreiche Armbanduhren, mehrere Fahrräder und eine große Zahl von Büchern wurden überreicht. Der Oberbürgermeister persönlich drückte mit entsprechenden Worten in die Händchen des Säuglings ein Sparbuch, das auf einen namhaften Betrag lautet. Es ist anzunehmen, daß der kleine Erdenbürger über diesen Empfang in der Welt recht erfreut war. „=Gdlgenios! Geheimnisvoller Ueberfall auf einen polnischen Dampfer Von polnischer Seite wird eine Nachricht verbreitet, Druckstellen oder andere Verletungen aufwies, wie sie wonach am zweiten Osterfeiertag abends 8 Uhr, bisher bei einem heftigen Kampf hätten unbedingt vorhanden gende, der polnischen Reichsreederei in Gdingen gehörige Schiff„Kopernik“ überfallen, den wachthabenden Matrosen, der sich in seiner Kabine befand, nach heftiger Gegenwehr überwältigt und ihm mit einem Taschenmesser angeblich ein Hakenkreuz in die Brust geritzt haben. Außerdem sei die auf dem Schiff hängende polnische Flagge zerschnitten und ein Zettel mit der polnischen Aufschrift„Dieses Kreuz für Pilsudski“ hinterlassen worden. Die Reichsreederei hat sofort ihr Schiff aus der Werft zurückgezogen. Von amtlicher polnischer Seite sei beim Senat interveniert und betont worden, daß sämtliche polnische Regierungsaufträge, die Fun, 5. London, 8. April. den Danziger Werften erteilt worden seien, rückstellig Der Cunard Dampfer„Berengaria“ lief gestern gemacht würden, wenn sich ähnliche Fälle wiederholen kurz nach 12 Uhr mittags in der Nähe von SouthampvIu, dieser Melbung, die bereits in der volnisg(ton auseine Sanbant. Der Danpser wurde erst heaute u, schr ea#rmnischen früh 3 Uhr nach Eintritt der Flut und mit Hilfe von sechs Schleppdampfern wieder flott. Ein Teil der Passagiere hatte sich bereits gestern in einem Fährboot nicht schon am gleichen Abend an die Werftwache oder an die Polizei gewandt hat, sondern den Vorfall erst am nächsten Tage und zwar direkt auf dem Polizeikommissariat zur Meldung brachte. In den Aussagen des Matrosen ergeben sich zahlreiche Widersprüche, so daß der Verdacht nahe liegt, daß es sich bei dem angeblichen Ueberfall um eine Mystifikation handelt. Die„Verengaria“ aufgelaufen Presse Eingang gefunden und zu sehr erregten Kommentaren Veranlassung gegeben hat, wird von zuständiger Stelle berichtet: Die kriminalpolizeiliche Untersuchung dieses angeblichen Ueberfalles hat bisher ergeben, daß die strenge Bewachung der Schichau=Werft durch Wächter mit Hunden das Eindringen fremder Personen in das Werftgelände so gut wie ausgeschlossen erscheinen läßt. Ferner wurde durch eine sehr genaue ärztliche Untersuchung festgestellt, daß der Körper des Matrosen an Land setzen lassen. Der Schaden, den die„Berengaria“, der frühere deutsche Dampfer„Imperator“ kurz vor der Ankunft in Southampton durch die Strandung erlitt, ist nicht bedeutend. Es ist aber nicht unmöglich, daß sich seine nächste Ausreise trotzdem um mehrere Wochen verzögert. Bnde in die Wenl Eifersuchtstragödie in Domslau V. Oienstga“ ieste r.:„Preslau, 8. April. um Dienstag spielre sich in Domslau(Kreis Breslau) eine Eifersuchtstragödie ab. Am Nachmittag erschien in der Wohnung seiner Braut, der 24jährigen Arbeiterin Selma Winkler, der 22jährige erwerbslose Schmied Kurt Nowaky und verlangte von ihr genaue Auskunft darüber, wo sie sich am Montag ausgehalten habe. Nach einem Wortwechsel mißhandelte er sie. Als darauf die älteste Schwester der Winkler das Zimmer verließ, um Hilfe herbeizuholen, gab Nowacky auf seine Braut mehrere Schüsse ab und richtete dann die haffe gegen sich selbst. In schwer verletztem Zustande wurden beide in das Krankenhaus geschafft, wo sie kurz darauf gestorben sind. Seine Frau erschossen 9— Mittnuck„:.. Berlin, 8. April. Am Mittwoch vormittag erschoß in Blankenburg bei Berlin der 71jährige Weichensteller a. D. Grönke seine von ihm getrennt lebende Ehefrau. Die Frau wollte mit Hilfe eines Gerichtsvollziehers einige ihr gehörende Sachen abholen, deren Herausgabe Grönke bisher verweigert hatte. Als der Gerichtsvollzieher ihn aufforderte, das Eigentum der Frau herauszugeben, zog er eine Pistole und gab in sinnloser Wut zwei Schüsse auf die Frau ab, an deren Folgen sie kurz nach der Einlieferung ins Krankenhaus verstarb. Gronke flüchtete, wurde jedoch nach kurzer Verfolgung festgenommen. Verzweiflungstat einer Mutter a„„* Bunzlau, 8. April. Am Dienstag nachmittag fuhr die Frau des Arbeiters Grafe aus Eckersdorf in Bunzlau mit einem Kinderwagen, in dem ihre beiden Kinder im Alter. von ein und zwei Jahren lagen, am Bober=Mühlgraben spazieren. An einer hohen Uferstelle machte Frau Grafe plötzlich Halt, hob die Kinder aus dem Wagen, nahm sie auf den Arm und sprang in den zurzeit sehr hochgehenden Bober= Mühlgraben. Im Laufe des Nachmittags wurden die Leichen der beiden Kinder gefunden, die Leiche der Frau konnte erst am späten Abend geborgen werden. Der Mann der Frau Grafe erklärt, von einem ehelichen Zerwürfnis könne in seiner Familie keine Rede sein, da er in geordneten Verhältnissen gelebt habe. Es wird angenommen, daß die Frau die furchtbare Tat in einem Anfall von geistiger Umnachtung ausgeführt hat. Die Freundin bestohlen Berlin, 8. April. Die Berliner Kriminalpolizei ist einer peinlichen Gesellschaftsaffäre auf die Spur gekommen, die auch die Gerichte beschäftigen wird. Vor einiger Zeit entdeckte die Gattin eines Berliner Großkaufmanns den Verlust eines Brillantkolliers im Wert von 15 000 Reichsmark. Bei den Nachforschungen der Polizei teilte ein Juwelier mit, das Schmuckstück sei ihm von einer Dame zum Kauf angeboten worden, die sich aber mit dem gebotenen Preis nicht zufrieden geben wollte. Die Beschreibung des Juweliers paßte auf die Freundin der Verliererin, die Gattin eines anderen Berliner Großkaufmanns. Die Verdächtigte legte nach langem Leugnen ein Geständnis ab. Sie habe das Kollier ihrer Freundin bei einem Teenachmittag gestohlen, um ihre Schulden zu bezahlen, die sie ohne Wissen ihres Mannes gemacht hatte. Das Schmuckstück wurde bei einem Brüsseler Juwelier, der schon der fünfte Besitzer geworden war, beschlagnahmt. Zeppelins Sommerfahrplan Beber den horaite Fesitze" Derlin, 8. April. Neven den bereits feststehenden Fahrten nach Aegypten, Spanien und Island wird das Luftschiff„L. Z. 127“ am Montag, dem 11. Mai, der Reichshauptstadt einen Besuch abstatten. Am 12. und 13. Mai finden Gesellschaftsrundfahrten von Berlin aus statt, während am 14. Mai die Städte Lübeck, Kiel, Flensburg, Kopenhagen, die Insel Rugen, Greifswald, Stralsund und angeflogen werden. Von Friedrichshafen aus sind dann noch verschiedene Landungsfahrten geplant. Der„Graf Zeppelin“ wird in diesem Jahre zwei Fahrten nach Südamerika unternehmen, die erste davon wahrscheinlich im August. Drei Touristen in Steiermark tödlich verunglückt M.„„ Wien, 8. April. Wie aus Admont gemeidet wird, sind gestern nachmittag in den Wänden des großen Buchstein die während der Feiertage tödlich verunglückten Wiener Touristen Ellingen und Ade und der St. Pöltener Tourist Lotz tot aufgefunden worden. Die Leichen werden morgen zu Tal gebracht. Die Touristen sind während der Feiertage tödlich verunglückt. Sparsamkeitszwang in der Türkei Der Oistattr.met mn#.. Berlin, 8. Aprik. Der Diktator Kemal Pascha sucht die Türken durch gesetzlichen Zwang und durch eifrige Propaganda zur Sparsamkeit zu erziehen. Eine seiner wirksamsten gesetzlichen Maßnahmen ist die Erschwerung des Schuldenmachens, dem durch eine Reihe von Strafbestimmungen sehr erhebliche Hindernisse in den Weg gelegt worden sind. Niemand bedarf der Erziehung zur Sparsamkeit mehr als der Türke. Besonders die in der Stadt wohnenden Türken sind bis auf Ausnahmen die geborenen Verschwender. Solange sie Geld haben, kennt ihre Gastfreundschaft und ihre Freigebigkeit keine Grenzen. Ist das Geld ausgegeben, so behilft sich der Durchschnittstürke mit dem Schuldenmachen. Die Vermögensbildung ist deshalb in der Türkei sehr weit zurück. Die Zinsen sind sehr hoch. Sie belaufen sich in Anatolien auf zwanzig bis dreißig Prozent. besonders kostspieliges Vergnügen sind in der Türkei die Hochzeiten, deren Feier niemals weniger als drei Tage dauert. Diese ausgiebigen Feiern sind verboten worden. Um die Sparsamkeit zu fördern, hat man unter die Bevölkerung billige Sparbüchsen verteilt, deren Inhalt von jeder Bank angenommen und verzinst wird. Ueber den Erfolg dieser Maßnahme sind sich die Türken selbst noch im Zweifel. Schreckliche Ungewißheit Newyork, 8. April. In Atlanta in dem nordamerikanischen Staate Georgia befindet sich Tom King, ein sechzig Jahre alter Neger, im Gefängnis der seit sechs Jahren auf die Voustreckung seines Todesurteils wartet. Sein Fall erinnert sehr stark an den der beiden amerikanischen Anarchisten Sacco und Vanzetti, die erst jahrelang nach ihrer Verurteilung zum Tode, den elektrischen Stuhl bestiegen, weil das Vollstreckungsverfahren immer wieder durch Berufungsverhandlungen unterbrochen wurde. Tom King steht unter der Anklage, während eines Polizeieingriffs auf eine Geheimbrennerei einen Polizeibeamten erschossen zu haben. Er selbst behauptet, in der Zeit, in der das Verbrechen geschah, ruhig zu Hause geschlafen zu haben. ersten Gerichtsverhandlung vor sechs Jahren wurde Tom King zum Tode verurteilt. Seitdem hat das Berufungsgericht von Georgia dreimal der Berufung stattgegeben, und der Neger ist noch drei Mal zum Tode verurteilt worden. Eine neue Berufungsverhandlung steht bevor, die an dem Schicksal des Negers, wahrschemlich nichts ändern wird. Tom King hat die lange Wartezeit mit philosophischer Ruhe ertragen. Er benimmt sich musterhaft, übt auf die anderen Gefangenen einen beruhigenden Einfluß aus und hat in den sechs Jahren seines Gefängnislebens an Geist erheblich zugenommen. Die Aegyptenfahrt des Zeppelins gn: 8i: Oustschifrr. Friedrichshafen, 8. April. Wie die Luftschiffoau=Leitung auf Anfrage mitteilt, wird das Luftschiff„Graf Zeppelin“ morgen, Donnerstag, früh, etwa um 5 Uhr, unter Führung von Dr. Eckener, der am Dienstag von seiner Amerikareise zurückgekehrt ist, zu der geplanten Aeapytenfahrt aufsteigen. An der Fahrt werden 24 Passagiere teilnehmen. „Graf Zeppelin“ wird auf der Hinfahrt wahrscheinlich die Strecke Rom, Neapel, fahrt entweder die Strecke über Konstantinopel, Schwarzes Meer oder Adria Karst oder Italken, Rhonetal wählen. Das Luftschiff wird voraussichtlich am Samstag früh um 8 Uhr in Kairo eintreffen. Nach der Zwischenlandung und Auswechslung der Passagiere wird es anschließend sofort zu der achtstündigen Rückfahrt über Aegypten und Palästina(Jerusalem) wieder aufsteigen. Die Passagiere, die in Kairo während der Rundfahrt zwölf Stunden Aufenthalt haben, nehmen verschiedene Besichtigungen vor. Der Hochverräter von Monaco Paris, 8. April. Ein kurioser Hochverratsprozeß wird in den nächsten Tagen vor dem Staatsgerichtshof in Monte Carlo beginnen. Es handelt sich dabei um ein Nachspiel zu der Revolution in Monaco. Ein Beamter des Gesundheitsministeriums des Fürstentums war dabei betroffen worden, wie er sich den revolutionären Kundgebungen gegen den Fürsten angeschlossen hatte. Der Verbrecher hatte es gewagt, den Fürsten auszupfeifen. In seiner Not verfiel der Schuldige auf den unheilvollen Gedanken, die Hilfe des französischen Konsuls in Anspruch zu nehmen unter Berufung darauf, daß er den Krieg im französischen Heer mitgemacht habe. Beinahe wäre es zu einem diplomatischen Zwischenfall zwischen Frankreich und Monaco gekommen. Schließlich begnügten sich die monagassischen Behörden, den Verbrecher wegen„Hochverräterischer Demarche bei dem Vertreter einer ausländischen Macht" unter Anklage zu stellen. Das Schönste dabei ist aber, daß der Vorsitzende des Staatsgerichtshofs von Monaco ein ehemaliger französischer Präfekt, der Staatsanwalt ein französischer Beamter und der Verteidiger schließlich der Pariser Rechtsanwalt Torrés ist. Rein monagassisch ist eigentlich nur der Thronsaal, in dem der Staatsgerichtshof seinen Sitz aufschlagen wird. Neuer Erdstoß in Managua ...„„„ Newyork, 8. April. Associated Preß meldet aus Managua: Ein erneuter Erdstoß von mäßiger Stärke verursachte gestern nachmittag den Einsturz einiger weniger noch stehender Gebäude. Menschenverluste sind nicht zu beklagen. Quer durch die Welt * Sie hat es geschafft. Die deutsche Schönheitskönigin des vergangenen Jahres, Fräulein Dorit Nitikowsky, dee an der Schönheitskonkurrenz in Rio de Janeiro teilnahm, hat sich dort mit dem früheren deutschen Kriegsflieger Rudolf Cramer von Clausbruck verheiratet. Der Bräutigam ist als Pilot beim südamerikanischen Condor=Syndikat angestellt. * Geheimnisvoller Tod eines vierjährigen Knaben. Am Dienstag mittag wurde der vierjährige Sohn Franz des Bauarbeiters Hildebrand mit einem Herzschuß tot aufgesunden. Nach Aussage des Vaters soll der Knabe in Abwesenheit der Eltern aus einem Schrank eine Pistole genommen und damit gespielt haben, wobei ein Schuß losging. Seltsamerweise ist es bisher nicht gelungen, die Waffe zu finden. Hildebrand, wurde bis zur Klärung des Vorfalles verhaftet. * Als ein rabiater Bräutigam erwies sich ein 28jähriger Arbeiter aus Spandau. In einem Anfall von Eisersucht stürzte er sich auf seine Braut und biß ihr die Nasenspitze ab. Die Verletzte mußte ins Krankenhaus gebracht werden, während der Täter verhaftet wurde. * Berliner Studiengruppe in Budapest. Die aus 30 Mitgliedern bestehende Studiengruppe des Berliner Zentralinstitutes für Erziehung und Unterricht stattete unter Führung Professor Lampes der Ungarischen Gesellschaft für Auslandspolitik einen Besuch ab und besichtigte hierauf das Parlamentsgebäude. * E i n T o d e s o p f e r d e s S c h ü l e r b e s u c h e s i n d e r L ü becker Reichswehrkaserne. Der Mitte des vorigen Monats bei einem Besuch in der Lübecker Reichswehrkaserne schwer verletzte Schüler Glamann ist nunmehr seinen Verletzungen erlegen. Ein zweiter Schüler, der bei dem Besuch eine schwere Handverletzung erlitt, befindet sich auf dem Wege der Genesung. * Der Berylliumgraf gesteht. Der angebliche Dr. Kurt Seidler, der durch seine Märchen von Berylliumbergwerken in der Steiermark und andere Schwindeleien u. a. eine Kölner Familie um ihr gesamtes Vermögen gebracht hat, ist von der Pariser Kriminalpolizei an die Schweizer Behörden ausgeliefert worden. Hier gab Dr. Seidler zu, mit dem wiederholt genannten Ernst Mehling identisch zu sein. * Ausgebrochener Orang=Utan treibt Unfug. Ein im Tierpark des Bois du Boulogne bei Paris ausgebrochener großer Orang=Utan versetzte das ganze Viertel in Aufregung. Im Nu waren die Straßen von den Menschen verlassen. Der Affe sprang auf einen Baum und von da in den Salon einer Villa. Dort hängte er die Bilder von den Wänden und schlug alles kurz und klein. Da man ihn nicht einfangen konnte, mußte er erschossen werden. * Explosion beim Bau einer Wasserleitung in New=. york. Bei Ausschachtungsarbeiten für eine in einer Tiese von über 184 Meter unter der Erde anzulegende Wasserleitung ereignete sich eine schreckliche Explosion, bei der zwei Arbeiter getötet und mehrere schwer verletzt wurden. An derselben Stelle haben sich bereits mehrfach Unglücke ereignet, bei denen Menschen ums Leben kamen. Bochumer Anzeiger u. Gen. Anz. Handel- Gewerbe- Industrie Donnerstag, 9. Aprll 1931 os brarrg..r. M„ih. VI. E. Die Zukunft der Erdölwirtschaft demnächst die Zusammenschlußverhandlungen zwischen R. W. E. und V. E. W. wieder aufgenommen werden. Die Hauptschwierigkeiten liegen dabei nach wie vor nicht in der Durchführung des Aktientausches aus der Betriebsgemeinschaft, sondern in der vorzeitigen Ablösung der der deutsch-amerikanischen Bankengruppe vorbehaltenen Option auf die Vorzugsaktien des V. E. W. bzw. die vorzeitige Rückzahlung des Schuldscheindarlehns von 76 Millionen Reichsmark. Auf Seiten des R. W. E. verhält man sich ziemlich reserviert, offeubar in dem Bewußtsein, daß man durchaus abwarten kann, wie sich die Dinge weiter entwickeln. Die anderweitigen Bemühungen der V. E. W. um eine Konsolidierung der kurzfristigen Verpflichtungen haben bisher noch zu keinem Ergebnis geführt. Vermutungen über eine Abänderung des R. W..-Angebotes hinsichtlich des Aktienumtausches sind zum mindesten verfrüht. Dies gilt zum mindesten von der Lesart, wonach das Umtauschverhältnis:3 aufrechterhalten bleibt, aber die Dividendengarantie in Fortfall kommen soll. Alle diese Dinge sind aber nicht so wichtig, wie die Bereinigung der Optionsangelegenheit, über die nunmehr von neuem verhandelt werden wird. Der schlechte Kohlenmarkt Der Versand für Rechnung des Syndikats hat Im März den niedrigsten Stand des Vormonats nicht ganz erreicht: er betrug nach den vorläufigen Ergebnissen arbeitstäglich 189 000 Tonnen gegen 191 000 Tonnen im Februar(207 000 Tonnen im März 1930 und 219000 Tonnen im Februar 1930). Der Absatz in das unbestrittene Gebiet ging von 94000 Tonnen im Februar auf 91000 Tonnen im März weiter zurück, während der Absatz in das unbestrittene Gebiet mit 98000 Tonnen gegenüber 97000 Tonnen im Februar sich behaupten konnte. Die Haldenbestände auf den Zechen haben wieder etwas zugenommen, und zwar von 8 700 000 Tonnen(einschließlich Koks und Briketts, in Kohle umgerechnet), Ende Februar auf 8 800 000 Tonnen Ende März. Die Zunahme entflel fast ausschließlich auf Koks. Wie find zweifelhafte Forderungen zu bewerten? Das Delkrederekonto in der Steuerbilanz gibt vielfach Anlaß zu Differenzen zwischen den Finanzämtern und den Zensiten. In einer neuerlichen Entscheidung des Reichsfinanzhofes spricht dieser mit dürren Worten aus, daß die Meinung des Kaufmannes in der Frage der Rückstellungen für zweifelhafte Forderungen vor der Steuerbehörde den Vorzug verdient. Das oberste Steuergericht begründet seinen Standpunkt folgendermaßen: Es kommt nicht darauf an, wie hoch die Finanzbehörden die Ausfälle eines Kaufmannes einschätzen, vielmehr muß das Finanzgericht nachweisen, daß ein Bilanzansatz den Grundsätzen des sorgfältigen Kaufmanns offenbar widerspricht, d. h. daß auch ein reichlicher Schwarzseher keine Ausfälle fürchten konnte. Daraus ergibt sich, daß bei der Möglichkeit widersprechender Schätzungen, die beide Im Rahmen des Möglichen und der Sorgfaltspflicht bleiben, die des Kaufmanns vorzuziehen ist, auch wenn seine Schätzung weniger optimistisch war als die der Finanzbehörde. Der Reichsfinanzhof zieht aus seiner Auffassung auch gleich die Konsequenz, indem er die Niedrigerbewertung einer Forderung auch dann schon für gerechtfertigt erklärt, wenn der Gläubiger annehmen muß, die Forderung werde nicht rechtzeitig eingehen und der nicht rechtzeitige Eingang könne seinem Betriebe schaden und zu Kosten und Weiterungen führen. Bankenzufammenschluß in Newyork Eine Gruppe hervorragender Newyorker Finanzleute plant die Zusammenfassung von zwanzig kleineren lokalen Bankfirmen in einem großen Bankinstitut mit 100 Millionen Dollar Depositen. Die Einzelheiten des Fusionsplanes und die Namen der beteiligten Firmen werden vorläufig geheim gehalten. Montague Normans Aufenthalt in Walhingion Der Washingtoner Besuch des Gouverneurs der Bank von England, Montague Norman, erregt dort allgemeine Aufmerksamkeit und veranlaßt allerhand Vermutungen, die aber, wie„Washington Star“ aus guter Quelle erfährt, zu weitgehend seien. Norman sei hergekommen, um den neuen Chef des Federal Reserve Systems, Eugene Meyer, kennenzulernen, und auch deshalb, weil nach dem Ableben des Präsidenten der Newyorker Bundesreservebank, Strong, die Finanzpolitik der amerikanischen Zentralbanken wieder vorwiegend in Washingten bestimmt werde. Sicher seien bei Normans Besuch alle internationalen Finanzfragen gesprächsweise erwähnt worden, dies bedeute jedoch nicht, daß in anderen Dingen als in den Fragen der Goldbewegung und der Beteiligung an auswärtigen Anleihen positive Pläne erörtert worden seien.— Norman wurde am Mittwoch vom Präsidenten Hoover empfangen, der sich aber nur wenige Minuten mit ihm unterhielt. Der Entschluß der Preußischen Bergwerks- und Hütten-.-G.(Preussag), im Zentrum der Hannoverschen Oelgewinnung eine Raffinerie mit einer Jahresleistung von 70 000 bis 80 000 Tonnen zu errichten, bedeutet einen wichtigen Markstein in der wechselvollen Entwicklungsgeschichte der deutschen Erdölindustrie. Wird doch diese Anlage, die bereits in einem Jahre fertig gestellt sein dürfte, die Verarbeitung einer für deutsche Verhältnisse so ansehnlichen Menge an Rohöl gestatten, daß durch sie die Aufsuchung und Ausbeutung neuer Felder kräftige Impulse empfangen wird. Freilich darf man nicht die Realitäten aus dem Auge verlieren und sich zu der Ansicht verleiten lassen, es werde nunmehr in wenigen Jahren möglich sein, den zunehmenden Oelund Treibstoffbedarf des Reiches aus inländischen Quellen zu decken. Das Vorgehen der Preussag bedeutet einen Anfang, der zweifellos große Zukunftschancen verspricht, aber nicht minder beträchtliche Risiken in sich schließt. Den entscheidenden Anstoß zur Interessennahme des preußischen Staates an der Hannoverschen Erdölproduktion im Herbst 1930 haben die erfolgreichen Neuaufschlüsse der Gewerkschaft Elwerath im Gebiet von Nienhagen und die der Racky.-G. im Berkhöpener Forst gegeben, die zum ersten Male die Annahme gerechtfertigt erscheinen ließen, daß die tieferen geologischen Schichten(800 bis 1000 Meter und darüber) ertragreichere Oelhorizonte enthielten, als die Lagerstätten, die man bisher(in Tiefen von 200 bis 600 Meter) ausgebeutet hatte. Daß sich das Vorgehen der Preussag mit einer gewissen Zwangsläufigkeit ergab, nachdem amerikanisches Kapital, vor allem die North European 01l Corporation, umfassenden Konzessionsbesitz in den als ölhöffig angesehenen Gebieten Nordwestdeutschlands erworben hatte, wird durchaus begreiflich, wenn man sich die Entwicklung der hannoverschen Erdölproduktion vor Augen hält. Bewegte sie sich schon in den ersten Nachkriegsjahren mit einer bemerkenswerten Stetigkeit nach oben. so ist im letzten Jahre eine geradezu sensationelle Steigerung eingetreten, die schließlich auch die großen Kalikonzerne, die Burbach-Kaliwerke.-G. und die Wintershall .-G. veranlaßte, sich in der Erdölindustrie zu betätigen. Die produktionelle Entwicklung wird durch nachstehende Ziffern, der deutschen Erdölförderung gekennzeichnet: Umsätzen gut behaupten. Am Kallmarkt war die Tendenz unverändert bei lebhaftem Geschäft. Im Handel waren Hallesche Salz, Burbach. Beienrode, Habighorst, Heimboldhausen, Hope, Mariaglück, Neusollstedt und Ransbach sowie die elsässischen Werte. Kohlenwerte gen investieren müssen, ehe sie, günstigste Aufschlußergebnisse vorausgesetzt, sichergestellt sind. Es wäre verfrüht, zu glauben, daß es schon in wenigen Jahren gelingen könne, Deutschland von seiner Auslandsabhängigkeit in der Versorgung mit Mineralölen zu befreien. Die Preussag-Raffinerie hat insofern Pionierdienste zu leisten, als sie auf der einen Seite die Unterbringung und Verwertung erheblich größerer Rohölmengen gewührleisten soll, während sie auf der anderen den Beweis zu erbringen hat, daß das deutsche Rohöl auch in einer relativ kleinen Anlage bei niedrigen Weltmarktpreisen für Erdölprodukte rentabel zu arbeiten imstande ist. Name Küdm techote Kohlen-Aktien 61 30 34.50 Dahlbusch... 59 50 Lothringen... 81.30 Niederrn. Bergw. 38.--—.Braunkohlen-Werte Zellerhammer..—-Bruckdort-Nistieben—— 1200 Gute Hoffgung Leonhardt.. schel Vesta verte Marie Luise Mar Neusollstedt Ransbach... Reichsland Siegtried u. u 2550 2650 — 5200 1750 1800 3105 4150 2900 10750 1850 1900 3300 4750 3100 11250 Kall-Aktien 82978.24#ch: 3— 120.— Bank.landw. Aktien 43.——.— Hallesche Kall 178.— 182.— Hannover Kall..—.——. Kalw. Burbach alte— Burbach neue. 173.— 173.— Kall chem...—.——.— Verschiedene Aktien(in Reichsmark für je 100 Mark Nennwert) Quer durch die Wirtschaft Die für den Monatsdurchschnitt März berechnete Groß. handelsrichtzahl des Statistischen Reichsamts war mit 113,9 gegenüber dem Vormonat(114.0) leicht abgeschwächt. * Die Berliner Handelsgesellschaft sagt in ihrem neuesten Wirtschaftsbericht, daß die Bedarfsstockung auf den meisten Gebieten den Höhepunkt erreicht habe. So sei eine gewisse Belebung in der Textilindustrie erkennbar. * Die Remscheider Bohrerfabrik AG. In Remscheld hat ihre Zahlungen eingestellt. Man rechnet mit einer Quote von 35 Prozent. * In Gemeinschaft mit der Eisen- und Metallhandelsgesellschaft Hannover hat die Firma J. Adler jun., Frankfurt a. M. die gesamte Fabrikeinrichtung des Werkes Rheinau der Rheinischen Gummi- und Zelluloldfabrik AG.,(Mannheim-Neckarau), zur Verschrottung erworben. Die Aktienmehrheit der Gesellschaftging Im Oktober 1929 in den Besitz der Rheinisch-Westfälischen Sprengstoff AG.(Köln), über, die ihrerseits Wieder der AG. Farben nahesteht. * Eine Hamburger Bankengruppe, die dem Aufsichtsrat der Hamburger Hypotbekenbank nahestcht, hat Ende März ein Paket von einer Million Hypothekenbankaktien aus dem Besitz der Hamburger Bankfirma Ludwig Tillmann erworben. Die Transaktion steht im Zusammenhang mit den wiederholten Bemühungen, die Hamburger Hypothekenbank in die Gemeinschaftsgruppe einzubeziehen * Einer der bekanntesten französischen Industriellen, Andre Michelln, starh im Alter von 79 Jahren in Paris. Michelin, der französische Automobilreifen-König, galt als ausgesprochener Deutschenhasser. * Die volnische Presse meldet aus Warschau, daß die für diese Woche In Moskau anberaumte Sitzung polnischer Industrieller mit Vertretern der Sowjetindustrie für unbestimmte Zeit vertagt wurde. * Die Internationale Handelskammer hält vom 4. bis 9. Mai in Washington eine Versammlung ab, die von tausend oder mehr Wirtschaftsführern der gesamten Welt besucht sein wird. Auch der Wirtschaftsausschuß des Völkerbundes und verschiedene andere internationale Organisationen werden Vertreter entsenden. * In diesem Sommer steht ein Massenbesuch amerikanfscher Industrieller in der Sowietunlon bevor. Die Sowjetregierung hat sich an 2000 prominente amerikanische Industrielle gewandt. Aus den Erwerbsgesellschaften * Generalversammlungsbeschlüsse. Wintershall AG. in Berlin-Kassel. 12(18) Prozent, gegen die Stimmen von 18 Aktionüren genehmigt. Flüsslgkeit der Bilanz hat sich gegen das Vorjahr erhöht. Generaldirektor Rosberg bezeichnete eine höhere Dividende mit Rücksicht auf das internationale Geschäft als nicht tragbar. * Dividendenvorschläge. Mathias Hohner AG. in Trossingen. Wieder 8 Prozent.— R. Dolberg AG. in Berlin. Keine Dividende(im Vorjahre 6 Prozent).— Land- und Seekabelwerke AG. in Köln.(Konzern Felten& Guilleaume AG. in Köln.) 7(10) Prozent. — Herdfabrik und Eisengießerei AG. in Herne. Wieder 8 Prozent.— Dürrwerke AG. in Ratingen. Wieder 6 Prozent aus einem Reingewinn von 209 692(207 991) Reichsmark. 99199 Reichsmark werden vorgetragen.— Bicker& Co. AG.(Erzhandel) in Essen. 22(12) Prozent aus einem Reingewinn von 155 107 (66 703) Reichsmark. 35 251 Reichsmark kommen zum Vortrag. Börlen vom 8. April Newyork, Anfang: Meist etwas erholt. Amsterdam: Im Verlaufe meist erholt. Brüssel: Nach teils schwächerem Anfang erholt. Paris: Mäßig fester. London: Gegen Schluß freundlicher. Malland: Gehalten. Wien: Still und überwiegend schwächer. Zürich: Rückgängig. Berlin: uneinheitlich Nach einem unsicheren und fast geschäftslosen Vormittagsverkehr machten sich bereits vorbörslich leichte Anzeichen einer Besserung bemerkbar. Die Tendenz zu Beginn des offiziellen Verkehrs war dann bei uneinheitlicher Kursgestaltung im allgemeinen wieder freundlicher. Gegen die schwachen Frankfurter Abendkurse ergaben sich meist leichte Erholungen, trotzdem wiesen viele Kurse 1- bis 2prozentige Abschwächungen gegen gestern mittag Schluß auf. denen jedoch auch Besserungen bis 1 und 2 Prozent gegenüberstanden. Die Festigkeit der Rentenmärkte gab der Börse eine kräftige Stütze. Die Spekulation, die gestern an einzelnen Märkten zu Blankoabgaben geschritten war, nahm Deckungen vor, ebenfalls konnte man Rückkäufe der Arbitrage beobachten. Hoffnungen auf eine baldige Senkung des Reichsbankdiskonts brachten eine gewisse Anregung. Im Verlauf schritt die Spekulation zunächst weiter zu Deckungen, später wurde es aber wieder ruhiger und etwas schwächer. Gegen 1 Uhr setzte sich, vom AEG.-Markte ausgehend, wieder eine Befestigung durch, nur Farben blieben etwas vernachlässigt. Deutsche Anleihen nicht einheitlich fest, Tagesgeld erleichterte sich auf 5½ bis 7½ Prozent, Monatsgeld unverändert 5 bis 7 Prozent, Warenwechsel 5⅛ Prozent. Der Kassamarkt zeigte bei ruhigem Verkehr unausgeglichene Haltung. Gegen Schluß des Verkehrs an den Terminmärkten bewirkte die Ablehnung der Oppositionsanträge auf Einberufung des Reichstages im Aeltestenausschuß, daß sich die Kurse fast durchweg wieder auf Anfangsniveau erholen konnten. Vielfach setzten sich sogar Besserungen bis zu 3 Prozent durch. Dülfeldorf: uneinheitlich Die Börse eröffnete in uneinheitlicher Haltung. Am Terminmarkt konnten Kali-Aktien den Kursstand gut behaupten, während Montanwerte eine Kleinigkeit nachgaben. Im Handel waren Wintershall, Rheinstahl und Mannesmann. Terminwerte Industrieaktien(in Reichsmark für je 100 Mark Hennwert) Koln: im Verlauf abbröckelnd Im Gegensatz zu dem Frankfurter Abendverkehr war die Grundtendenz zu Beginn der heutigen Börse wieder freundlicher. Am Montanmarkt lagen Rheinische Braunkohlen 1 bis 1½ Prozent, Rheinstahl, Mannesmann ½ Prozent niedriger, Vereinigte Stahlwerke und Phönix unverändert. Deutsche Erdöl wurden dagegen 1 bis 1½ Prozent höher gehandelt. Im Verlaufe bröckelten die Notierungen allgemein ab. Der Einheitsmarkt hatte schwächere Tendenz. Versicherungen gesucht und fester. Die Börse schloß leichter. ##sch.-Münch. F. aachen Röck. Agripp. See Fl. I. Allianz Leben Allian- u. Stuttgart. Vers. Celonis Feuer kleine Cl. Rückvers. 7. 4. 125 260.— 410.— 270.— Frankfurt: beteitigt An der Abendbörse erhielt sich die freundliche Tendenz des Mittagschlußverkehrs, da auch weiterhin Deckungsbegehr bestand. Die Ablehnung der früheren Einberufung des Reichstages durch den Aeltestenrat bot auch weiterhin eine Anregung, zumal A. E. G. und Kunstseidenpapiere ihre Aufwärtsbewegung fortsetzten. A. E. G. gewannen 1 Prozent und Aku sogar 2 Prozent. Hiervon ausgehend, vermochte sich eine leichte Geschäftsbelebung durchzusetzen, so daß auch auf den übrigen Marktgebieten vielfach Besserungen bis zu 1 Prozent eintraten. Die Börse blieb im Verlaufe und bis zum Schluß durchaus freundlich, und es ergaben sich überwiegend neue Besserungen bis zu 1 Prozent. Im Freiverkehr lagen Reichsschuldbuchforderungen ½ Prozent fester. Berliner Produktenbericht Serin, 8 Aoni 197. Amtlich festgesetzte Preise. Getreide und Oelsaaten per 1000 Kilogramm. sonst per icoKlogramm Weizen märk. Roggen märk. Aschersieben Earmer Bankverein Darmst.-.Nat.-Bk. Oe--Bank... Essen. Steinkohlen Feldmöhle Papier Gelsenberg... Goldschmidt... Harpener Bergbau Hoesch..... Karstadt.... 7. 4. 74.50 51.50 84.— 64.75 140.— 90.50 191.— 265.— 62.25 177.— 137.50 Von Kohlenaktien wurden Lothringen zu etwas festeren und Dahlbusch zu leicht ermäßigten Kursen mehrfach umgesetzt. Von Kohlen-Kuxen konnten Carolus Magnus, Deutschland, Graf Schwerin, Heinrich und Langenbrahm ihre Kurse bei einigen heute 1 vorige 288—290288—290 187—189 187—183 212-228 212—228 Futtergerste Hater.ark., alt— neu 1167-1711167—171 Weizenmehl Roggenmehl Weizenkleie Roggenkleie Vikioriaerbsen Kleine Erbsen 34.-40 5 34.-40.5 26.-29.526.-29.5 13.-13 613.-13.6 13.-13.5s13.-13.4 24.-29.6 24.-29.0. [23.-26.0s23.0 26.0 Futtererbsen Peluschken Ackerbohnen Wicken.. Blaus Lupinen Gelbe Lupinen Seradella neu Rapskuchen Leinkuchen Trocken-Schnitzel heute„., vorige 19.-21.019.-21.0 25.-29.025.-29.0 18.-20.0s18.-20.0 23.-26.0 23.-46.0 13.515 5/13.5155 22.0 26 022 64.0 68.0 64..68.0 .-10 4.-10.8 14-12.6/14.-15.0 .7..0...0 Kartoffelflocken 14.-15.0s14 7 15.0 * Altenessener Schweinemarkt vom 8. April 1931. Auftrieb: 1220 Stück. Es kosteten im Großhandel: Ferkel(Durchschnittsqualität), 6 bis 8 Wochen alte 10 bis 17 Reichsmark, 8 bis 12 Wochen alte 17 bis 24 Reichsmark; Läuferschweine: 8 bis 4 Monate alte 24 bis 30 Reichsmark, 4 bis 6 Monate alte 30 bis 50 Reichsmark(größere entsprechend höher). Marktverlauf: schleppend. Berliner Börsenkurse Reichsbankdiskont 5%— Lombardzinztuß 6% Berlin, den 8. April 1931 Industriewerte Div. heute wvorig Cemviatoren — Aleranderwerk A. E. 6. Aisen Portliand 8130.0136.1 0 87.5 89.7 0 22.0 22.0 9112.5112.2 14 116.0118.0 Ammend, Papier 10 95.7 94.0 Anhalter Kohlen 6 57.7 59.71: Aschaftb. Zeilst. 12 85.8 85.0 Augsb.-R. Masch. 6 88.5 69.8 geshm. 4 Laden 10 81.0 80.5 Baer& Stein7—.—. Baicke Meschn. 10—.—. Bamberger Maiz 9—.—. Baroper Walzw. 0 30.5 31.0 Basalt Bast& Co. Bavr. Motoren J. P. Bemberg Jul. Berger Bergmann El. Berl. Gud. Hutt. 0 26.5 12— 171.0 7 80.0 81.5 0 98.0101.0 20267.0272.0 9 97.5102.5 16187.0182.0 Carisd. ind. 0 55.5) 56.7 : Maschinen 0 54.1 55.2 Beton u. Monier 8 91 7 92.0 Bösperd. Wolzw. O 43.5 43.5 Braunk. u. Brik. 10 130.0131.5 Braunschw. Kohl. 10 220. 0 220.0 " Jute 4. Breitenb. Zement 12 76.0 76.0 Bromen-Besigh. 8 45.2) 45.2 Wolk. 10142.0139.0 Broun-Boven Boderus Byt Gulden 9 78.5 78.5 9 56 5 57.71 6 47.5 48.7 ghei. Peser Chem. Heyden " Gelsenk. " Albert Concord. Spinn. Conti-Gummi Gröllwitz Papier 74 92.2 93.5 5 56.5 58.0 5 58.0 57.5 0 38.7 39.2 0 50.7 53.0 9 114.1115.5 8 117.0117.0 neimier Motor U Otsch. Atlant. Otsch. Conti 6as Asphalt Babcor Erd0 Jute Kabel Linoleum Schachtb. Steinzeug Tel. u. K. negaler Hotor 0 33.7 35.0 Otsch. Atlant. S 97.0 97.2 9 142.0145.0 8 75.0—. 7 84.5 84.5 77.7 777 9 53.2 6 51.0 51.8 15 94.0 94.7 7 87.5 87.5 15119.5120.0 u. K. 0 79.0 79.5 Ton u. Stein 11 80.0 80.0 : Eisenh. 2 44.7 45.0 Oittm. Neuhaus 0 28.8 28.5 0. Oörtiler 1910 Otmd. Akt.-Brau. 17 169. 7 169.5 " Ritt.=Brau. 20192. 5194.5 Union-Brau. 18 191.0190.0 Oresd. Gardinen 6 50 0 50.8 " Schnellgr. 0 47.0 46.0 Oörener Metall 10124.5124.0 Dürkoppwerke9 Oüsseld. Diest. Br. 17/235-2/235.2 Hof. Br. "„ Kammg. Oynamit Robel Salzw. 8 56.0 55.0 0—.— 9 78.0 79.0 S. B33. 0 ggestork Seirw..738.78.0 Leisenb. Verkm. 15/157.0 159.0 Eiektra Dresden 12157.5157.0 Zur Rustührung aler bbrsenmdagen Gschins empfichlt sich Bankhaus Mahnert& Düppe Bochum. Allesetraße 1e Elektr Lieferg " Licht u. Kr. Engelh. Brauerei Enzinger Erdmannsd. Sp. Erlang. Baumw. Eschw. Bergw. Excelsior Fahrr. gahlb. List& Co. I Farbenund. l. 6. Feldm. Papier Felten& Guill. Frankf. Masch. Friedrichshötte Frister A. G. Froebein Zucker gephard 4 Könlg Gelsenk. Berg. Germania Portl. Gerresh. Glas Ges. f. el. Untern. Gildemeist& Co. Girmes& Co. Gladb. Wollind. Glasm. Schalte Glauz. Zucker Glöckauf Gelsk. Gebr. Goech. Dös. 1 Th. Goldschmidt Guano-Werke Gritzner Masch. Grün& Siltlinger Gruschw. Textil E. Grundlach urbsg. 4 dluck Hackethal Ore. Hagede Hallesche Masch. Hamd. El. Werke Hammersen Hann. M. Egest. Harb. Eis. u. Gr. .-Gummi HerpenerBergbau Hein, Lehm. a Co. Hemmoor Portl. H pert Masch, Hinddriche-Aufi. 10139.5149.7 10128.0129.4 13 145.5/144.5 8 74.5 74.5 —. 29.0 6 85.0 84.5 14 210.0 205.0 0 11.2 12.7 7 36.5 37.0 12/155.0159.7 12 138.0141.5 F 93.2 94.8 0 17.4 16 5 6 114.0114.0 101.5101 5 67.0 65.0 76.5 85.0 4 10 88.0 10132.5 0— 0 83.2 128.7 10—. 9 80.0 0 136.0 136.5 5 134.7/136.6 53.0 54.2 55.0 55.0 44.7 44.8 5 173.5173.5 5 52.0 50.7 82.0 82.0 57.7 58.0 96.0 96.0 79.0 76.5 121.2123.0 94.0 81.0 26.0 26.0 59.5 81.0 79.2 7. 49.2 49.1 131.0130.5 92.9 G20 „Aürsch-Kuofer 71—. 120.0. Hoch-Tiefbau 7 80.0 80.0 ltioesch 6 74.2 74.7 Hoffmanns Stärk. 4 59.0 59.71 Hioheniche-Werk 5—.— Ph. Holzmang 8 96.0 94.7 A. Horch& Co. 0 15.0 15.8 Hotelbetr.-Ges. 10 107.5 107.5 Hubertus Braunk. S 118.2 118.2 Huta Breslau 10 65.0 65.0 ise Bergbau IIse Genuß Isenbeck Brau egrich lstalt J. A. Jonn Akt. Mar Jüdel& Co. Junghans Gebr. Kede Pon. Kalser-Keller Kaliwerke Asch. Karstadt Kirchner& Co. Kauser Spinn. Klöcknerwerke Ic. H. Knorr Koch, Adlernäh. Köin-Neuessen -Gas u. E. Rdisch Walzeng. Königs-Brauerei Kögte Wihelm Kontinentel Asph. Höring, Gedr. Kötitzer Leder 12 W. Krefft Kromschröder Kronprinz Metell Gebr. Krüger KOpperod.& Co. sahmeyer& Co. I Laurahotte Leonhard Braun 3322 ache Lindes Eismasch. Carl Lindstrom C. Loren: Lödenscheid Met. Mdreburn Nachel 102010 10 110 2114.5 7 89.0 0 43.0 8 41.0 10112.0 0 35.2 89.0 40.7 113.5 39.7 36.0 35.0 45.0 45.0 171.0173.7 64.5 64.2 41.2 40.0 27.0 27.0 72.5 74.8 163.0165.0 47.0 46.0 81.5 81.5 50.0 50.0 28.5 29.0 110.0 1100 232.0s232.0 34.7 34.2 79.7 79.5 68.0 66.2 90 0 95.0 35.0 38.2 30.0 50.0 12 131.2/133.5 0—. 37.5 8 135.0135.0 4 38.0 38.5 15 164.0 164.0 20 384.0 385.0 0 40.2 40.2 9 87.3 56.7 Mgseb Ale. 6. Magdeb. Berg Nagdeb. Möhlen Mannesm. Werke Mausfeld. Bergd. Marie, kons. Bw. Marin& Hönecke Masch.-B. Untern. Maximil. Hütte Mech. Web. Lind. " Web. Sorau " Wed. Zittar Merkur Wollwed. Miag Mimose.-6. Minimer Mix& onest Motoren Deutz Mülheim Bergu. Müser Bräu Rsssae Neckarwerke Nieder. Kohlen Norod. Kabel " Steingut " Wolle Nörnb. Herk.-W. %gsschl..-8. Oberschl. Koks Orenst.& Koppel phönir Bergbau 65 Phönix Braunk. 6 Julius Pintsch /12 Plauen, Gardin. 8 Polyphonwerke 20 Poppe&4 Wich 0 Brsovin F. Fard. Rauchw. Walter Rheinfeld Kraft Rbein, Braunk. " Elektr.Vorz. " Spiegelg " Stahlwerke Rh.-Westl.-El.-W. " Kalk : Sprengst..8 Richter Davie s12 Rlebeck...8 Rooderor. Br.-K. 130 34.2 39.2 82 7 37.2 81.5 47.2 39 130.0 0 61.0 10 0 39.0 12 110.0 10 69.0 18222.0 5 44.0 8 113.0 53 5 8 89.2 6 45.0 8 50.0 9 106.0 10117.5 10128.0 12 140.0 0 69.5 0 28.0 6 41.5 8 82.5 6 58.0 64.1 82.5 33.0 174.0 46.5 18.5 140.0 10186.2 6 81.5 6 80 5 75 88.6 10139.6 62.5 62 5 63.0 92.0 35.24 39.5 39 2 84. 37.7 81.5 46.7 130.0 58.0 38.7 118.5 68.0 226.0 44.08 113.0 52 5/8 89.0 43.5 50.5 106.0 120.0 130.0 140.0 71.8/8 28.0 41.5 83.1 58.7 65.5 62.5 35.0 178.0 47.0 18.2 140.0 190.0 81.2 83.0 90 5 141.7 62.5 62.0 66 5 94.5 Rosenthal Porz. Rütgerswerke 75 90.: 6 46. 15 263. 10 110.0 15 299.0 8 Sage Sachs. Webst. Sa zdefurth Sarott Schering chem. Schlegel Brauerei 14 127.0 Schles. 8g. u. Z. 0 33.5 " B. Beuth. " Cellulose E. u. 6as A. " Portland Schneider. Hugo Schött, Hermann Schub.&am; Salzer Schuskert& Co. Schultheis-Patz. Schweben-Bräu Schweim, Eisen Fr. Seifert& Co. Siegen Solingen Siegersdort WR. Siem ns Glasind. Siemens&a Halske 14 186.6 Sinner Aktien Sonderm.& Stier Sonderm.&4 St. B. Stadtberg. Hötte Stett. Chamotte Stöhr Kammg. Stolberg. Zink 0 47.4 Gebr. Stollwerk S 57.0 Stralsund. Spielk. 15 171. Swenske(15/265.5 10 79.5 0 40.0 10138.5 12 92. 10 65. 0 38. 12 165. 12/140 15 180. 12 128. 9— 10 120 0 14.0 5 51.: 98.0 9 99.1 0/165.0 0 9 35. 5 49. 8 1024 rack& Co. II Tafelglas Thöris V. Oelld. Thör. Gas Leiez. Tietz Leonhard Transradio Triotis Akt.-Ges. Tuchfabr. Asch. warzin, Paplert. VVer. SöhlStahlw. Chem. Charl. Otsch. Nich Glanzst. Eld. „Setbanien 64.7, 64.01 .2 58.0 .5 92.0 .0 48.7 .0 262 2 .0 117.0 .0 299.0 .0 127.2 .5 33.5 9 5 80.5 .0 40.0 .5/139.0 .0 94.0 5 85.2 .7 39.0 .7170.4 5 142.2 .0 182.5 .5128.0 98.0 .0 119.0 9 14.5 .5 52.0 .0 98.0 .6190.7 ..97.0 0/165.0 10 55.0 .0 48.7 .0106.0 .0 45 5 .0 57.0 .0 173.0 .S 2700 9 85.2 95.5 1 6 63.7 101159. 10 123.5 S 124 3 33 12 120.8 .7 64.0 SS 7 182.0 23 5124.5 24.0125.2 33.0 34.4 20.8s121.5 Ver. Märk, luch Met. Haller Portland Smyrna Tepp. Stahlwerke St. Zyoen.W. Thör. Metall Ultramarin Viktoriawerke Vogel Telegr. Vogt Wolf Vogtl. Maschinen Voigt& Haeffner Vorwohl. Portl. Weodererrerte Warst. Gruben Wasserw. Gelsk. A. Wegelin Rus Negelin& Hübner Westf. Draht Westt. Kupfer Wicking Portl. 2. Wickdler Brau IH. Wisner Met. Wittener Goöst. Wittkopp Tiefbau zellstoff-Verein 4" Weldhof 0.—. 330 4 30.6 30.2 15 104.0 104.0 8 114.0 115.0 4 61.5 62.0 6— 0 37.5 37.7 12 135.5 135.0 5 45.0 45.0 50.2 50.2 37.7 37.7 57.7 99.0 57.5 99.0 126.0125.5 6 44.7 42.5 5 48.7 46.7 5 70.5 70.5 0 34.6 34.5 10 47.0 47.0 14 162.0162.0 0 81.5 78.5 0 34.2 34.2 10 72.0 72.5 6 44.2 44.0 12109.|113.0 Verkehrswerte A. 6. f. Verkehr 51 68.2· 70.2 Saltimore Ohie 7 76.0—. Soch. Geisenk. 0—.—. Otsch. Reichsbahnl 7 94.0 94.0 Hambg. Amerk. P. 6l 72.7 74.0 " S0dam. 8/121.0—. Hanss 10 95.0 95.1 Vorac. Lloys 6 74.8 75.4 Bankaktien Barm. Bankverein 8 110.7110.7 Berl. Handelsges. S 129.0 129.5 " Hypothekd. 112 205.0/202. 5 10 62.0) 61.0 Commerz- u. Pr. 71117.0 116.2 10—.—. Oarmst. u..=8. 8149.0 151.0 3 63.0—. 10e-Ol-Bank 6 114.0 115.0 10 116. 7 117.010read ner Bank 6 113.1 113.7 0 118 5 120.0sPreus. Bodenkr. 10 144.6144.5 9 90.2 98.00„ Pfdr.=B. 121175.0s176.0 Reichsbank 1121270.0263.0 Rh.-W. Bodenkr. 12.—.—. Westd..-Kr.-8. 12 154.0154.2 Kolonialwerte Otsch. Ostafrika 1 61 64.0 65.5 Neu Guines 10285.0 230.0s Otavi 163 31.7 32.5 Festverzinal. Werte % Anleihen —Ablösung-3 —" Neubesitz 6 O Wertbest. 23 10-1000 S.1 b5 5 6 Reichsanl. 27 8 Reichssch.K 10 Berl. Pfandbr. 9 R. 3 und 8 6 Fardendonds 104 7 8Boch. Stadtanl. v. 1929 93.5 59.0 58.7 .2.4 92.4 92.6 101.0 35.0 35.0 97.2 87.2 99.0 99.0 104.7 105 0 Anleihen der Westidlischen; Landesbank I8 Fg. K. Sch. 25 R. 98.21 98.2 I7: 26.1 93.7 93.7 28/29R2 98.2 98.2 . 30 R. 4 98.2 98.2 s Goldpfobr. R. 1/100.0 100.0 II.6fanddr. A..1 95.5 95. 5 3" K. R. 1/101.0 100.0 % % Handbrisle Berl. Hyp. B. 10 88.5 88.5 10 Pr. Str. 8. Gold 100.0 100.2 5„„„ 27101.5/101.3 10 Rh. W. 800. 2—.—. 3 Pr.Ldpfbr..19 100.5 100.5 " R21 97.0 97.0 "„-0.20—. 97.0 Rh. W. 800.15—. Goldrogg..3 98.7 98.75 13 Pr...Pf..221 I8 Pr. C..Pf..23 8 Pr...Pf R. 4 3 Pr. dto. 25 27 7 Pr...Pf..28 olndustrieohig. 7 Concord. Bgb. 8 Cont. Coutch. 6 Daimier Benz 5 Hann, Masch. 8 Hossche. u. St. s Köckner 5 Fr. Krupp A. B. " R. M. Mont Cenis 3½ Siem. Halske I. V. Stadl m. 0. 1½ Rhein. Stahlw. 5 A. E. G. 1890 5 Bergmann 81. 99.21 99.7 99.2 95 990 100.0100 96.0 1013 85.1 81.6 99 9 100.5 76.0 76.0 74.2 74.2 98.2 98.5 96.0 960 91.5 90.7 82.0 77.9 95.0 88.2 82.0 78.0 96.0 96.0 Berliner Zeit- und heute„(gestr. Anfang Schlus Schlus Berliner Handels-Ges. Commerz& Privatbank Darmstädter National Oe-Di-Bank Dresdner Bank Deutsche Reichsbahn Hbg. Amerika-Paket Norodeutscher Lioyd Aku Allgemeine Elektrizität Baurische Motoren J. P. Bemberg Bergmann Elektrizität Berliner Maschinen Conti-Caoutschuk Daimier Deutsche Contl-Ges. " Erdol Linoleum Eiektr. Licht u. Kraft Essener Steinkohlen Farbenindustrie Fetdmühle Papier Felten& Guilleaume Gelsenkiroh Bergwert 129.0129.0129.5 116.0 117.0 115.6 150.0 150.0 150.2 123.8 113.7 113.7 94.2 73.1 74.7 88.7 113.5 31.9 93.7 101.0 54.8 Schwankungswerte heute gestr, Anfang Schlus Schus 114.0 114.0 94.2 730 .7 86.7 111.2 80.5 98.5 55 1 115.2 34.0 142.5 77.6 94.4 128.6 128.0 113.4 94.2 73.2 75.5 972 110.8 80.0 98.5 102.5 55.5 115.2 115.7 33.7 33.7 142.0 142.2 77.5 76.8 94.5 94.1 128.0 135 5 156.0 156.5 139.0 133.0 138.2 93.7 99.7 94.5 85.4 85.0 83.7 Ges. für eiektr. Untern. Th. Goldschmidt Harpeneg Hoesch Stahl Ph. Holzmann Iise Bergbau Kall Aschersieben Köckner Köln-Neuessen Mannesmann Mansfelder Bergbau Masch.-Bau-Untern. Phönix Bergbau Polyohon-Werke Rhein, Braunkohlen Rheinstah! Rn.-Westt.-Elektr.-W. Rütgerswerke Salzdetfurth Schubert&a Seizer Schuckert Siemens-Halske Vereinigte Stanlwerke Westeregeln Zeilst.-Waich. 132.0132.7 52 78.5 78.0 75.0 74.2 96.0 101.0 201.0 203.0 170.5 189.0 73.2 72.7 81.7 83.0 36.2 46.7 63.7 175.5 176.7 188.2 188.0 89.2 88.6 139.2 138.7 57.5 57.2 57 2 262 0 260.7 259.5 166.7 168.0 169.0 141.0 141.5 141.4 187.0 188.0 187.2 61.0 60.7 61.5 175.5 174.5 176.0 109.2 1091 1105 31.5 33.2 35.7 45.6 64.1 132.5 52.5 77.5 74.2 93 202.0 170.5 73.2 81.2 83.7 38 2 46.7 64.1 177.7 187.7 89.0 139.0 57.2 Bochumer Anzeiger u. Gen. Anz. Brtsogtp Sgtss Ehh Donnerstag, 9. Aprll 1931 *. Enranginie der Seirwimer Deutschland an zweiter Stelle kräsident des Internationalen Schwimm=VerDer Präsident des Internationalen Schwimm=Verbandes, E. G. Drigny(Paris), veröffentlicht, wie alljährlich, eine Ranaliste der Schwimmer unter Berücksichtigung der olympischen Schwimmstrecken nach den im Vorjahre von den Schwimmern aller Welt erzielten Bestzeiten. Diese Liste gibt ein aufschlußreiches Bild und ist gleichzeitig auch für viele Nationalverbände wertvolle Unterlage in Bezug auf die Vorbereitungen zu den 10. Olympischen Spielen in Los Angeles. Wie immer, ist Amerika natürlich tonangebend mit fünf ersten, sieben zweiten und vier dritten Plätzen. Die übrigen fünf Bestleistungen aus den zehn gen verteilen sich auf Frankreich, Ungarn und Japan je einem ersten Platz der Herren, sowie England mit zwei ersten Plätzen der Damen. Deutschland schneidet in dieser Statistik noch verhältnismäßig günstig ab und rangiert in der Gesamtwertung noch vor Japan und Ungarn an zweiter Stelle, obwohl man annehmen muß, daß unsere Vertreter in Länderkämpfen mit den beiden vorgenannten Nationen den Kürzeren ziehen würden. Insofern gibt also die Statistik ein falsches Bild, sie spiegelt aber dennoch mit großer Deutlichkeit wider, wie weit das Können unserer Schwimmer, abgesehen von ganz wenigen Ausnahmen, noch von dem internationalen Leistungsstandard entfernt ist. Im einzelnen zeigt die bg afrika schickt für die vom 1. bis 3. Mai in Düsseldorf stattfindende Begegnung mit Deutschland bekanntlich Kirby, Raymond, Condon und Farquaharson ins Gefecht. Bei der vom 22. bis 25. April in Plymouth stattfindenden Ausscheidung England— Monaco wirken für England Austin, Olliff, Kingsley, Sharpe und Collins mit, auf der anderen Seite spielen, wie stets in den letzten Jahren, Landau und Galeppe. Griechenland und Oesterreich treffen sich vom 16. bis 18. April in Athen. Während die österreichische Auswahl in Artens und Matejka bereits feststeht, hat Griechenland bisher nur Zerlendi krüfun= und Garantziotis namhaft gemacht. Die Tschecho slowakei schickt vom 1. bis 3. Mai Menzel, Rohrer, Hecht und Novotny gegen die Spanier Maier, Sindreu und Flacquer in den Kampf; bei Ungarn— Italien vom 1. bis 3. Mai in Budapest werden auf italienischer Seite de Morpurgo de Stefani, Gaslini und del Bono, für Ungarn v. Kehrling und Takacz zu streiten haben. In dem restlichen Treffen der ersten Runde zwischen der Schweiz und Irland vom 1. bis 3. Mai in Montreux Ferkreren Reschlimann und Gischer dir schbeiSre#h Pesegnogtp engsernt yst. Liste der zehn besten Herrenschwimmer jugendes Bild: 100 Meter Kraul: Barany(Ungarn):58,6 Kojac(USA.) Kalili(USA.)... Schwartz(USA.) Brine(USA.)... Taris(Frankreich) Lauffer(USA.).. Bockensky(Polen). Wannie(Ungarn) Coppieters(Belg.) 400 Meter Kraul: Taris(Frankreich):51 Kalili(USA.)... Ruddy(USA.) Kalili(USA.)... Costoli(Italien) Crabbe(USA.) Clapp(USA.) Takemura(Japan) Vonemahag „onenähn(Japan) 1500 Meter Kraul: Makino(Japan). 19:35,4 Crabbe(USA.) 20:06,6 Taris(Frankreich 20:14,8 Costoli(Italien) 20:25,8 Kalili(USA.). 20:36 Shields(USA.) 21:29 Neitzel(Deutschl.). 21:39,3 Kigoro(Japan) 21:50 Gambi(Italien) 21:53,8 Halassy(Ungarn). 22:12,6 :59,2 :59,6 :59,8 :00 :00,2 :00,2 :004 :00,4 :00,6 :53,2 :55,6 :56,4 :56,8 :58,8 :00 :04,6 :08,2 :09 100 Meter Rücken: Kojac(USA.)...:09 Kauli(USA.)...:10 Küppers(Deutschl.):11,4 Iriye(Japan)...:12,2 Koller(Oesterr.)":12,8 Nagy(Ungarn):13,2 Rüdiger(Oesterr.):13,2 Lundahl(Schwed.):13,6 Bitskey(Ungarn).:14,6 Deutsch(Breslau):14,7 200 Meter Brust: Spenec(USA.):44,8 Schwartz(Dtschl.):48 Spence(USA.):48,4 Koppen(Deutschl.):50 Wittenberg(Dtschl.):50,2 Tsurutra(Japan):53 Steiner(Oesterr.):54 Berger(Oesterr.):54 Van Parijs(Belg.):54,4 Blankenberg( USA.):54,8 4X200 Meter Kraul: Newyork A. C...:27 Honolulu=SC.(USA.):29,4 Ungarn......30,6 Univ. Meye(Japan):37,4 Deutschland. Frankreich...... S. Z. U..=Budapest Hollywood(USA.) :39,6 :46 :50,6 :57,4 10:00 Poseidon(Leipzig) 10:08,8 Gesamtergebnis: 1. Amerika 146; 2. Deutsch= land 43; 3. Japan 36; 4. Ungarn 31; 5. Frankreich 27; 6. Italien 21; 7. Oesterreich 17; 8. Belgien, Polen und Schweden je 3 Punkte. vertreten Aeschlimann und Fisher die schweizerischen, Rogers, Mc Guire und A. Smith die irischen Interessen. Auch Nordamerika hat nach einigen Schwierigkeiten jetzt eine Mannschaft beisammen. Für die Einzelspiele wurden Lott, Doeg und Wood aufgestellt, während für das Doppel wieder auf die bewährte Kombination Allison= van Ryn zurückgegriffen wird. Zwei Niederlagen Cochets bei der Hamburger Hallenveranitaltung Die Hamburger Klipper veranstalteten kurz vor Beginn der Freiluft=Tennissaison noch eine größere Hallenveranstaltung, und zwar in Gestalt eines Klubkampfes gegen die aus Dänemark zurückkehrende französische Auswahlmannschaft mit Henri Cochet an der Spitze. Die Veranstaltung wurde zu einem Erfolg auf der ganzen Linie, denn auch sportlich vermochten die Norddeutschen überraschend gut abzuschneiden. In ganz hervorragender Form befand sich der Kandidat für die deutsche Davispokalmannschaft, Dr. Dessart, der sich im Einzel von Cochet erst nach drei harten Sätzen:6,:2,:6 geschlagen gab, dafür aber den erstklassigen Franzosen in zwei Doppelspielen niederringen konnte. Dr. Dessart gewann mit Frl. Ellen Hoffmann zusammen das Gemischte Doppel:7,:6,:6 gegen Frl. Barbier[Cochet und auch das Herren=Doppel wurde eine Beute Dr. Dessarts, der jetzt Mackenthum zum Partner hatte, und die französische Kombination Cochet]Bernard in zwei Sätzen überraschend glatt:2.:3 schlug. Frl. Ellen Hoffmann, die übrigens am Dienstag zum letzten Male vor ihrem Uebertritt ins Berufsspielerlager spielte, unterlag im Einzel gegen die französische Ranglistenvierte Frl. Barbier:6,:6, dagegen konnte Frl. Lorenz die zweite französische Vertreterin Frl. Gallay in drei Sätzen:7,:7,:4 schlagen. Uthmöller endlich unterlag in einem weiteren Einzelspiel gegen Bernard glatt mit:6,:6. Im Gesamtergebnis siegten die Franzosen mit:3 Siegen. Bullus fährt in England N. S..=Mannschaft bei der Tourist Trophy. Der Meldeschluß für die englische Tourist Trophy, die in drei Abschnitten am 15., 17. und 19. Juni auf der Insel Man zum Austrag gelangt, läuft zwar erst am 25. April ab, doch zeigt schon das vorliegende Teilergebnis, welches Interesse die Industrie und die privaten Fahrer an dieser Veranstaltung nehmen. Diesmal ist auch die deutsche Motorradindustrie vertreten, und zwar haben die.=.=.=Werke eine komplette Mannschaft gemeldet, die sich aus den beiden Engländern Bullus und Baker sowie aus dem Wiener Runtsch zusammensetzt. Der Ausgleich bei Pferderennen Amerikas beiter Fußball-Trainer gestorben Der berühmteste Rugby=Fußball=Trainer der U. S.., Knut Rockne, ist bei dem schweren Verkehrsflugzeug=Unglück in Amerika tödlich verunglückt. Rockne wollte in diesem Jahre auch Deutschland besuchen, um die Möglichkeiten zu studieren, auch hier das amerikanische Fußballspiel einzuführen. Davispokallpiele Vor dem Beginn der Interzonenbegegnungen. Mitte des Monats beginnen in Europa die Interzonenspiele um den Davispokal, während die Bewerber der neugeschaffenen Südamerika=Zone in Argentinien und Chile bereits ihre Schlußrundengegner ermittelt haben. Bei den bevorstehenden Ausscheidungsspielen interessieren natürlich die Kandidaten die sich für die Vertretung ihrer Landesfarben einzusetzen haben. Die europäischen Tennisverbände haben ihre Spieler mit wenigen Ausnahmen bereits namhaft gemacht. Für Deutschland wurden Dr. Dessart, Kuhlmann, Nourney, Dr. Landmann und Dr. wuß in die engere Wahl gezogen, jedoch wird die genaue Aufstellung von verschiedenen Uebungsspielen abhängig gemacht. Fernerhin besteht die Möglichkeit, daß dieser oder jener Nachwuchsspieler noch Berücksichtigung findet. SüdIm Hinblick auf die Eröffnung der neuen Rennsaison dürfte eine Schilderung der Tätigkeit des insbesondere auf internationalen Rennplätzen tätigen Handikapers von besonderem Interesse sein. Unter„Handikap" versteht man ein Wettrennen mit Pferden jeden Alters und jeder Fähigkeit, bei dem die ungleichen Aussichten der einzelnen Pferde durch die von einem Unparteiischen, dem„Handikaper", zu bestimmenden Gewichtszuteilungen ausgeglichen werden. Das Wort entstammt dem Englischen und ist eine Zusammenziehung aus„hand in the cap“, einen Ausdruck, der beim Tauschhandel in Irland üblich gewesen sein soll. Praktische Anwendung fand er zuerst auf den großen englischen Pferderennen. Heute kennt fast jeder Sport die Vorgabe, das Handikap, insbesondere natürlich der Pferdesport. Neu ist allerdings der damit in engem Zusammenhang stehende Beruf des Handikapers, der erst seit wenigen Jahren auf den großen Bahnen des internationalen Rennsports als Posten für bezahlte Kräfte geschaffen wurde. Seine Schaffung ist auf eine Zwangsmaßnahme der Rennbesucher zurückzuführen, deren Klagen gegen die Amateur=Handikaper sich von Tag zu Tag steigerten und sogar einen Meldungsausfall der großen Rennställe nach sich zogen. Der Beruf des Handikapers ist nicht leicht. Es gehört ein geschicktes Hantieren mit Längenangaben, mit Gewichten, sowie angewandter Addition, Subtraktion und einem kühnen Schluß dazu. Auf jeder großen Rennbahn gibt es eine kleine Gruppe von Leuten, die sich mit den erforderlichen Einzelheiten befassen, die sich im Programm hinter den Namen des Pferdes, des Jockeis, des Stalles und der Rennstrecke befinden. Was der gelegentliche Besucher nur flüchtig, wenn überhaupt beachtet, wird bei ihnen zu großer Wichtigkeit. Wie war das Wetter? Wie war der Boden beschaffen? War der Start gut? Wo lag der Sieg im ersten, wo im zweiten Viertel? Das sind so einige Fragen, die der Handikaper zu beantworten pflegt. Es arbeiten stets mindestens vier Handikaper zusammen, denen die Bahn entlang besonders gute Beobachtungspunkte zugeteilt sind. Die Regel verlangt, daß mindestens einer am Start, einer am Ziel, einer auf dem ersten, und einer beim Einschwenken in die Zielgerade postiert ist. Ist der Renntag vorüber, werden alle Punkte eingehend besprochen. Es werden zunächst die Zeiten bekannt gegeben und verzlichen, denn nicht einmal dem offiziellen Zeitnehmer chenkt man Glauben. Da jedem Handikaper vor dem Die Rolle des Handikapers Rennen bestimmte Pferde zur Beobachtung anvertraut werden, hat er über ihre Leistung zu berichten, soweit er sie verfolgen konnte. Anhand dieser Beobachtungen wird festgestellt, oh das Pferd gut vom Start kam, ob es gleich scharf, ausholte, bei den Führern blieb oder selbst die Führung behielt. Ob es schließlich ausbrach oder die Bahn blockierte. Es sind dies jedoch noch längst nicht alle Fragen, die in Betracht gezogen werden. Ehe für ein neues Rennen das Handikap ausgegeben und die ausgleichende Gewichtszuteilung vorgenommen wird, werden noch einmal alle Rennen jedes einzelnen Pferdes überprüft. In der Mehrzahl der Fälle wird das beste der letzten zehn Rennen als mitbestimmender Faktor gewertet. Außerdem wird bei der Festsetzung des Handikaps noch berücksichtigt, mit welchen Konkurrenten die bisherigen Rennen gelaufen wurden. Dieser Vergleich des Stärkeverhältnisses eines Pferdes zu dem einer bestimmten Gruppe kann in manchen Fällen von Nutzen sein. Sind die Beobachtungen des Tages gemacht und ist die Konferenz vorüber, dann beginnen die Verhandlungen über die Zuteilungen des nächsten Tages und oft wird bis in die späte Nacht hinein über Büchern und Karten gesessen und um ein Pfund mehr oder weniger gestritten. Am nächsten Morgen heißt es dann trotzdem früh auf sein, damit noch die letzte Trainingsarbeit beobachtet und womöglich noch Aenderungen in der letzten Minute vorgenommen werden können. Der Handikaper der Bahn ist nur der Rennleitung direkt unterstellt und grundsätzlich zum Schweigen verpflichtet. Es ist ihm weiter verboten, irgendwelche Wetten zu tätigen, Wetten zu vermitteln oder Wetten durch Auskünfte zu unterstützen beziehungsweise zu beeinflussen. Die ständigen Besucher der Rennbahnen haben in manchen Fällen ihre eigenen Handikaper, die sich aber nicht mit den vielen Einzelheiten der Bahnhandikaper abgeben, sondern ausschließlich die Rennstrecke der Pferde, Bodenbeschaffenheit, Wetter und Zusammensetzung des Feldes usw. für ihre Kalkulationen verwerten. Sie legen selbstverständlich genau so Wert auf alle Kleinigkeiten und Beobachtungen, wie erstere, aber trotzdem kann Fortuna heute dem Letzten von gestern zulächeln. Das Suchen nach dem voraussichtlichen Sieger wird in diesem Falle trotz aller wissenschaftlichen Beigaben stets ein Risiko bleiben. Die Praxis lehrt eben, daß immer nur ganz Wenige das Glück haben, sich auf die Dauer auf der Rennbahn ein Vermögen zu erwerben. Kardenr Wege Zulil Siart In Karlshorst wurde am vergangenen Sonntag die neue Rennsaison eröffnet. Unser Bild zeigt die Teilnehmer des vierten Rennens auf dem Wege zum Start. Vorn der Sieger Mannestreue. Eine Frau flog über 10000 m hoch Die amerikanische Fliegerin Frankie Renner hat mit 10000 Meter Höhe einen neuen Höhenrekord für Frauen aufgestellt. Die bisherige Rekordinhaberin im Höhenflug war Ellinor Smith, die jedoch nur 8400 Meter Höhe erreichte. Fräulein Renner ist 30 Jahre alt und als Verkäuferin im Flugzeughandel tätig. Ein Gegenbeluch Länderkampf Deutschland—Amerika im Boxen. In Erwiderung eines Besuches, den eine deutsche Amateurstaffel im vergangenen Frühjahre in Amerika abstattete, ist ein Gegenbesuch einer amerikanischen Vertretung in Deutschland in Vorbereitung. Der Deutsche Reichsverband für Amateurboxen hat im Einvernehmen mit Dänemark, Italien, Spanien und Schweden an den amerikanischen Verband eine Einladung ergehen lassen, auch in den angeführten Ländern an den Start zu gehen. Wie der Präsident des amerikanischen Verbandes mitteilt, hat diese Aufforderung größtes Interesse ausgelöst. In der im Mai in Newyork anläßlich der amerikanischen Meisterschaften stattfindenden Sitzung wird der amerikanische Verband über diese Einladung vorbehaltlos der Genehmigung des amerikanischen olympischen Komitees, Beschluß fassen. Vom Turf Enghien, Miltwoch, 8. April 1. Rennen: 1. St. Looup de Naud(Luc), 2. Morceau de Roi, 3. Mah Jong. Toto: 46, Platz 18, 25, 21. 2. Rennen: 1. Selkirk(Luc), 2. Belluaire, 3. Hunting Jack. Toto: 142 Platz 37, 21, 22. 3. Rennen: 1. Etoile du Soir(Lock), 2. La Comete, 3. Aurore Boreale. Toto: 87, Platz 25, 4. Rennen: 1. Pavot(Tremeau), 2. Dianthe, 3. Galerien. Toto: 38 Platz 14, 16, 25. 5. Rennen: 1. Le Drapeau(Lock), 2. Dark Mystery, 3. Saint Bernard. Toto: 117, Platz 36, 79, 21. 6. Rennen: 1. Bloundleß(Kalley), 2. Le Val, 3. Ave Caesar. Toto: 28, Platz 12, 12, 22. Peltzer—Ladoumegue Die erste größere internationale Leichtathletik=Veranstaltung in Frankreich gehr am 10. Mai in Marseille vor sich. Neben der besten französischen Elite sollen zahlreiche gute Ausländer am Start erscheinen. Auch der Stettiner Dr. Peltzer hat eine Einladung erhalten, die ihn für einen Kampf gegen Ladoumegue verpflichtet. Der Stettiner hat zugesagt, wodurch dieser Zweikampf der Veranstaltung einen besonderen Reiz verleiht. Deutsche Turnerschaft Tura Eppendorf(WSV.)—„Borussia“ Bochum (DT.):1(Fußball). Auf völlig aufgeweichtem Boden und bei andauerndem Regen trafen sich in Eppendorf die Gegner. Gleich zu Beginn legten die„Borussen" mächtig los, doch hinderte der schwere Boden die Spieler an der Entfaltung ihres Könnens. Eppendorf dagegen ist zunächst im Vorteil und führt bald mit:0. In der zweiten Halbzeit waren die„Borussen" besser, aber erst vier Minuten vor Schluß schoß der Mittelstürmer den Ausgleich: Sofort darauf folgt ein Strafstoß. Der Borussenmittelläufer schießt scharf und Halblinks lenkt präzise ein. Unverständlicher Weise gab der sonst gute Schiedsrichter dieses einwandfreie Tor nicht. Moerser Tv. v. 1850— Weitmar 82:1(Handball). Das Spiel hatte unter dauernden Regenschauern sehr zu leiden. Moers stellte eine flinke kampffreudige Mannschaft ins Feld, der jedoch die Weitmarer technisch überlegen war. Moers warf das erste Tor durch den Halblinken. Kurz vor Halbzeit warf Weitmars Mittelstürmer den Ausgleich. In der zweiten Halbzeit, in der die Weitmarer tonangebend waren, wurde vergeblich um den Siegestreffer gekämpft. Tv. Langenberg 1861— Ev. Gesellenverein Bochum :8. Die Gesellen waren Gäste beim Turnverein Langenberg. Mit kompletter Mannschaft fiel es dem E. G. V. nicht schwer, einen glatten Sieg zu landen und den Langenbergern mit:8 das Nachsehen zu geben. Gaufelt der D. T. Wattenscheid erwartet 20 000 Turner. Am 27. und 28. Juni begeht die Wattenscheider D. T. ihr 30jähriges Bestehen, gleichzeitig damit verbunden ist das Gauturnfest der D. T. Der schon vor zehn Tagen stattgefundenen Sitzung des Gauvorstandes des Ruhrgaues der D. T. mit dem Wattenscheider Vorstand der D. T. folgte nun eine große Sitzung, in der sämtliche Ausschüsse gebildet wurden. Es wird mit einer Teilnehmerzahl von annähernd 20 000. Turnern gerechnet. Handball Polizei=SV. Bochum— Homberger Sp.=Vg.:1. Die Bochumer weilten in Homberg und konnten gegen den spielstarken Gegner einen verdienten Sieg erzielen. In der ersten Halbzeit lieferten die Gastgeber ein gleichwertiges Spiel. Sie konnten bis zur Pause mit:0 in Führung gehen. Nach dem Wechsel hatten die Bochumer das Spiel vollkommen in der Hand und stellten mit vier Gegentoren den Sieg sicher. Statt Karten! „ Prächtiges Ostermädel kommen Hubert Schäler und Frau Hanna geb. Jneobeche Bochum, Ostermontag, den 6. April 1931 z. Z. Landestrauenhlinik Stalt Karten Dr. Rudolf Hermes Ria Hermes geb. Fricke Vermählte Bochum, 9. April 1931 Harmonie (63763 Ihre Vermählung geben bekannt: Hans Bussemas Mia Bussemas geb. Große-Helweg Bochum, den 9. April 1931 Westialenhaus, Brücstraße#4 198898 FamilienRacheichten Geboren: Knaben: Otto Krämer(Tilla Brüggemann), Essen.— Maochen: Richard meyer(Gertrud Risse), Dortmund. Verlobte: Klara Hilsenrath mit Dr. Ernst Levy, Hamm und Krefeld. Vermählte: Ewald Höfert mit Therese Evers, Gelsenkirchen. Pfarrer Werner Hübner mit Hilde Aghie, Recklinghausen. Kurdirektor Ellermeyer mit Anna Jahnke, Bad Meinberg und Bergen. Dr. phil. Wilhelm Pflüger mit Maria Tacke, Karlsruhe und Essen. Gestorden: Robert Arenz. 66., Wanne=Eickel. Frau Elfriede Coerdt, 53., Brakel. Ing. Friedrich Wagner, 30., Dortmund. Frau Aenne Wilmsmann, 45., Wattenscheid. Frau Emma Kötter, 51., Gelsenkirchen. Karl Krause, Herne. Heinrich Kellermann, 65., Hattingen. Frau Mathilde Dahlmann. 83., Bredenscheid. Frau Clara Göcke, 53., Hagen. Verkause B. aldie. Kina=Abtft. Befruchtung. Witten 1298. H. Schulte=Steinberg, Witten=Düren bei Stockum. Zwangsversteigerung 14 K 87/29 Gemarkung Bochum 1 30 GtorunT Grundbuch von Bochum, Band 3, von 2= u. mehrjähr., Blatt 42„(schwer., weiß, amer. Flur 22, Parzelle 218/12, Beb. Hof=]Pfg., s. Leger Fall. raum, Herner Straße 77a, groß nest.=Kontr., Wilbel13,00 ar mive=Ahest 90 a2 Flur 22, Parzelle 133/13, Acker, im langen Siepen, groß 0,75 ar Grundsteuermutterrolle 2871 Gebäudesteuerrolle 339 Gebäudesteuernußzungswert: 1600 M. Eigentümer: Schmiedemeister Heinrich Grillmeier in Bochum Versteigerungstermin: am 3. Juni 1931, vorm. 10 Uhr, an der Gerichtsstelle, Viktoriastr. 14, Zimmer 45(2212 Bochum, den 28. März 1931 Das Amtsgericht Zwangsversteigerung 14 K 23/31 Gemarkung Altenbochum Kleines Haus massiv, gut imst., m. —5 Zimm. für sof. od. später zu kaufen ges. Angeb. m. Ang. d. Lage u. d. Preis. unt. B. C. 99074 an die Geschäftsstelle. Moderne, mögl. kpl. Priseureinrichlung Grundbuch von Altenbochum, Band zu kaufen gesucht.— 5. Blatt 276:(Ang, mit Preis u. BundesVerelbeahn C, StatkETO Flur 1, Parzelle 1836/134, Wittener Straße 201, beb. Hofr., groß 9,19 ar Flur 1, Parzelle 1818/134, Acker, Auf'm Felde, groß 1,95 ar Flur 1, Parzelle 1930/142, Acker, Auf'm Felde, groß 7,16 ar Parzelle D. H. 99024 an die Geschäftsst. d. Ztg. Flur 1, rzelle 1936/112, Acker, Auf'm Felde, groß 6,51 ar Gebäudesteuerrolle 293a v. Nud.!. Gebäudesteuernutzungswert 1274 für Donnerstag abd. Eigentümer: Straße 28.(33s Fabrikbesitzer Fahrrägon Emil Albert Drechsel TantTadet zu Gornsdorf bei Chemnitz Getragene Anzüge, Mänt. usw. kauft reell zahlend Brand, Brückstr. 21. — Tel. 61303. wenginscher Jungtier(Rüde) zu kaufen ges. Schriftl. Angeb. m. Preis u. A. St. 99065 an die Geschäftsst. d. Ztg. neu u. gebr., wegen Räumung, billig zu verkaufen. Röder, Weilenbrink 21. " Ein treues Mutterherz hat aufgehört zu schlagen. Der liebe Gott nahm heute morgen 2¼ Uhr meine liebe Frau, unsere gute, treusorgende Mutter. Schwiegermutter, Großmutter, Schwägerin und Tante, die wohlachtbare Zheirau-Prieurien Wichusel Alwine geb. Brinkmann nach langem, mit großer Geduld ertragenem Leiden, jedoch plötzlich und unerwartet, im Alter von beinahe 61 Jahren, zu eich in den Himmel. Die trauernden Hinterbliebenen Bochum-Stiepel, Recklinghausen und Welper-Hüttenau, den 7. April 1931 Die Beerdigung findet statt am Freitag, dem 10. April. nachmittags 5 Uhr, vom Trauerhause, Bochum-Stiepel, Brockhauser Straße 151, aus. Trauerfeier um 3½ Uhr. Allen, denen aus Versehen keine besondere Nachricht zuging, diene diese als solche(99089 Gebrauchte Telechonzelle zu kaufen gesucht. Bülowplatz Nr. 3. Telephon 69390. 1 gut erhaltener Hell eich. Tisch zu kaufen gesucht.— Angeb. mit Preisangabe unter P. A. 99159 an die Geschst. Versteigerungstermin: 17. Juni 1931, vormittags 10½ Uhr, an der Gerichtsstelle, Viktoriastr. 14, Zimmer 45(2912 Bochum, den 2. April 1931 Das Amtsgericht Zwangsversteigerung an die. Geschäftest. 14 K 9/31/11 Gemarkung Wiemelhausen Grundbuch von Wiemelhausen, Band 12, Blatt Nr. 679 Flur 3, Parzelle 3432/52 etc., Bebauter Hofraum, Königsallee 62, groß 2,08 ar Flur 3, Parzelle 3823/53 etc., Hofraum daselbst, groß 1,05 ar Grundsteuermutterrolle 1098, Gebäudesteuerrolle 15238 Eigentümer: 1. Bauunternehmer Paul Niederwemmer zu Bochum, Königsallee Nr. 62, zur ideellen Hälfte 2. Witwe Ingenieur Emil Nierhaus, Elisabeth geb. Nürenbörger, daselbst, zu 5/16 ideellen Anteile 3. Frau Bauingenieur Paul Schmidt in Wattenscheid, Sedanstraße Nr. 1, zu 3s16 ideellen Anteile Versteigerungstermin: am 3. Juni 1931, vorm. 10¼ Uhr, an der richtsstelle, Viktoriastr. 14, Zimmer Nr. 45(2212 Bochum, den 28. März 1931 Das Amtsgericht Nur Arbeit war dein Leben, nie dachtest du an dich. stets für die Deinen streben, war deine höchste Pflicht. Heute nachmittag um 5½ Uhr entschlief sanft und gottergeben, nach kurzem, schwerem Leiden, meine innigstgeliebte Frau, unsere treusorgende Mutter, liebe Schwester, Schwägerin, Tante, Cousine und Nichte Frau Friedrich Rathke Wilhelmine geb. Reinke im Alter von fast 46 Jahren. In tiefem Schmerz: Friedrich Rathke und Kinder Bochum-Gerthe(Schwerinstr. 27), den 7. April 1931 Die Beerdigung findet am Samstag, dem 11. April 1931, nachmittags um 4¼ Uhr, vom Trauerhause aus statt. Trauerfeler daselbst um 2¼ Uhr(99160 Zwangsversteigerung 14 K 21/31 Gemarkung Weitmar Grundbuch von Weitmar, Band 5, Artikel 9 Flur 9, Parzelle 373/9, Hausgarten, Siedlung, groß 7,71 ar Flur 9, Parzelle 389/9, Gartenstraße, Acker, groß 9,38 ar Flur 9, Parzelle 477/8, Brockhauser Straße, Acker, groß 12,13 ar Flur 9, Parzelle 476/7, Brockhauser Gebr., gut erhalten. Herrenzimmer dunk. Eiche, zu kausen gesucht. Ausf. Angeb. mit Preis unter L. R. 28a an die Geschäftsstelle. 9.-mompsons SchwanV. ehenpulber! U Uimm r..I Dr. Thompson's Schwag erzeugt durch seine unübertroffene Güte eine blen. dend weiße Wäsche; wegen seiner Milde greitt es Hände und Gewebe nicht an, sein hoher Seifengehalt aus allerbesten Rohstotten macht es außerordentlich ergiebig und zugleich ausgezeichnet für alle AbseifArbeiten in Küche und Haus. Schwan-Pulver ist billig. 2/20 PS.= Hanomag (o. Dixt, B. M..) zu kaufen gesucht.— Angeb. unter H. A. 99184 an die Geschst. Die lausenden Instandsetzungsarbeiten an elektrischen Anlagen der städtischen Gebäude und Schulen, sollen auf dem Wege der öffentlichen Ausschreibung vergeben werden.„ 65 Die Verdingungsunterlagen sind im Stadtbauamt. Heizungsabteilung. Albertstraße 13, Zimmer"5, aufgelegt und können, solange der Vorrat reicht, von dort bezogen werden. Zusendung erfolgt nicht. Verschlossene, mit entsprechender Aufschrift versehene Angebote, sind bis Samstag, den 18. April 1931, vormittags 10 Uhr, an die oben genannte Dienststelle einzureichen, wo zu gleicher Zeit im Beisein etwa erschienener Bieter die Oeffnung der Angebote erfolgt.(LM6 Bochum, den 8. April 1931. Der Magistrat. 83 Zum Bleichen und Klerspülen der Wäsche Selfix. Paket 15 Pig. Zwangsversteigerung Am 10. April 1931, vormittags 11 Uhr, werde ich in Gerthe folg. Gegenstände: Zwangsversteigerung Am Freitag, dem 10. Aprik 1931, vormittags 11 Uhr, werde ich in Gerthe Bücherschrank, 1 Grammophon, 5 Platten,#e 16 52#57. 1. 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März 1931 Das Amtsgericht Zwangsversteigerung 14 K 95/30 Gemarkung von Hamme Grundbuch von Hamme, Band 6, Blatt 274 Flur 5, Parzelle 590/46, bebauter Hofraum, Gahlenschestraße 196, groß 8,35 ar Flur 5, Parzelle 591/46, Hofraum, Gahlenschestraße, groß 0,43 ar Flur 5, Parzelle 592/46, Hofraum, Gahlenschestraße, groß 0,51 ar Grundsteuermutterrolle 695 Gebäudesteuerrolle 645 Eigentümer: cand. phil. Walter Engel * in Bochum, Gahlenschestraße 196 Versteigerungstermin: 3. Juni 1931, vorm. 10½ Uhr, an der Gerichtsstelle, Viktoriastr. 14, Zimmer 45 Bochum, den 28. März 1931 Das Amtsgericht Heinrich Sehr beeidigter und öffentlich angestellter Anktionator und Taxator, Oskar=Hoffmann=Str. 29, Telephon 65384. Kapitalien Wer sucht Teilhaber m. Kapital, still od. tätig. Ang. u. Postlagerkarte 33, Bochum. Von Geschäftsfrau 1500 bis 2000 RM. Tilnig zu Seeraufen! ist eine moderne Geschäftseinrichtung. geeignet für Lebensmittelgeschäfte, Weißu. 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In den Jahren 1924/25 hat die Provinz Westfalen auf Verlangen der preußischen Staatsregierung Bürgschaft für Saatgutkredite in Höhe von 20,5 Millionen Mark übernommen. Es galt damals, besonders schlechte Witterungsverhältnisse geschädigten Lanowirtschaft, soweit sie noch in der Lage Saatgut aus eigenen Mitteln zu erwerben, zur Beschaffung von Saatgut staatliche Kredite zur Verfügung zu stellen. Die Kredite liefen über die Preußenkasse an die Ländliche Zentrale in Münster zur Weiterverteilung. Bei der Ruckzahlung stellten sich SchwierigFeitzn, einz,„ die der Zentralkasse.„Verluste in Höhe von ug ½0 Meillionen Mark vrachten und für die die Zenrrattasse die Provinz aus der Bürgschaft in Anspruch nehmen wollte. Die Provinz erkannte die Ansprüche nicht an da„die Verluste aus Gründen entstanden seien, die die Provinz nicht zu vertreten habe.“ Dagegen stellte sich das Landwirtschaftsministerium zu Gunsten der Zentralkasse auf den entgegengesetzten Standpunkt und erklärte die Provinz zur Deckung der Verluste für verpflichtet. Es wurden langwierige Verhandlungen geführt, die das Ergebnis hatten, daß von den inzwischen auf 830000 Mark heruntergedrückten Verlusten der Zentraikasse der Preußische Staat 450000 Mark, die Pravinz Westfalen 150000 Mark und der Oberpräsident der Provinz Westfalen aus dem ihm zur Deckung von bereitgestellten Fonds 70000 Mark trägt. Ueber eine entsprechende Vorlage wird, soweit die Verluste die Provinz Westfalen treffen, der am 19. April beginnende 77. Westfälische Provinziallandtag beschließen. der Altwarenhändler aus Hamm wurden verhaftet, die Diebe bis auf den Anführer wieder auf freien Fuß grsetzt, weil sie im vollem Umfange gestandig waren. sie noch schwebenden polizeilichen Ermittlungen ziehen größere Kreise. Man ist anscheinend weiteren umfangreichen Diebes= und Hehlergeschäften auf der Spur, so purde z. a. bereits festgestellt, daß ein Elektriker der Heche Werne an einen Landwirt in der Umgebung von Hamm einen Motor der Zeche verschoben hat. In zwei Wochen 5000 Arbeitslose weniger X Herford, 8. April. Eine erfreuliche Besserung hat die Arbeitsmarktlage innerhalb des Arbeitsamtsbezirkes Herford zu verzeichnen. In der zweiten Hälfte des Monats März verminderte sich die Zahl der Hauptunterstützungsempfänger um 4260 Personen. Sie beträgt jetzt noch rund 16.000, wovon 1890 auf die Krisenfürsorge entfallen. Die Zahl der Arbeitslosen beträgt jetzt insgesamt noch 17600, während man noch am 15. März 22300 zählte. Innerhalb von vierzehn Tagen sind also 5000 Arbeitsuchende untergekommen. Den Hauptanteil an dem starken Abgang hat das Tabakgewerbe. Elektrowärme-Ausstellung Essen 1932 „“ Essen, 8. April. Die Deutschen Zentralverbände der elektrotechnischen Industrie, der Elektrizitätswerke und eine Reihe anderer Verbände auf dem Gebiete S5chur schgzsitätswirtschaft haben sich entschlossen, im #.#re, 1932 die erste Ausstellung dieser Art in Essen # Juni bis zum 20. August durchzuführen. Die aussteuung soll zeigen die Bedeutung der Elektrowärme auf dem Gebiete des Haushalts, der Gastwirtsund Nahrungsmittelgewerbe, der Eisen- und Metallindustrie, der übrigen Gewerbe, der Landwirtschaft, der Elektromedizin, der Hilfsindustrien und anderer Gebiete. Trager der Ausstellung ist der Verein„Elektrowärme“, dem die maßgebenden Verbände der Elektrizitätsindustrie, der Elektrizitätswirtschaft und eine Reihe anderer Verbände angehören. Die Geschäftsstelle des Vereins ist bei der Verwaltung des Rheinisch-Westfälischen Elektrizitätswerks in Essen. .34 Millionen RM. Fehlbetrag in Bottrop □ Bottrop, 8. April. Der in der gestrigen Pressebesprechung vorgelegte Haushaltsplan der Stadt Bottrop weist für das Etatjahr 1931 einen ungedeckten Fehlbetrag von 2,34 Millionen Mark aus. Der Etatseiner Gesamtsumme von rund 14,8 Millionen Mark ab, wovon 9,8 Millionen Mark gedeckt werden können. Den größten Zuschuß erforderte auch in Bottrop das Kapitel Wohlfahrtspflege, der von 2,24 Millionen Mark im Jahre 1930 auf 4,09 Millionen Mark im Jahre 1931 anstieg. Es sollen folgende Steuersätze erhoben werden: Grundvermögenssteuer vom bebauten Gelände 325 Prozent, vom unbebauten Gelände 292,5 Prozent, 2800 Prozent Lohnsummensteuer und 540 Prozent Gewerbeertragssteuer. Man erwartet als Ersatz für die Ausfälle, die durch die Senkung der Realsteuern entstanden sind, einen Zuschuß von rund 450000 Mark. Ungetreue Beamte „. Oberhausen, 8. April. Die Unterschlagungsangelegenheit bei der Stadtverwaltung zieht immer weitere Kreise. Am Karsamstag schritt die Polizei wiederum zur Verhaftung von zwei Beamten, die beim Fürsorge= bzw. Rechnungsprüfungsamt beschäftigt waren. Inzwischen ist man seitens der Stadtverwaltung dazu übergegangen sich an dem Vermögen der unter dem Verdacht der Unterschlagung stehenden Beamten schadlos zu halten. Verirrk und ertrunken 100. Todestag des Freiherrn vom Stein wp Münster, 8. April. Zur Erinnerung an den 100. Todestag des Reichsfreiherrn vom und zum Stein, der am 29. Juni zu verzeichnen ist, wird der Westfälische Provinziallandtag am Tage seines Zusammentrittes(19. April) eine Gedenkfeier veranstalten, die dem ersten Oberpräsidenten der Provinz Westfalen und ersten Landtagsmarschall unserer Provinz gewidmet ist. Die Feier bildet ein Festakt im Schlosse, der abends 7 Uhr beginnt und durch Rundfunk übertragen wird. Der Pirzeg gegen Massenmörder Karten Der Turnsaal der Düsseldorfer Schupokaserne ist für die Verhandlung hergerichtet.— 20 Telephonzellen für die Pressevertreter. Keine Sensationshascherei Spitzbuben montierten Fördermaschinen ab * Rünthe, 8. April. Auf der aus wirtschaftlichen Gründen stillgelegten Zeche„Werne“ in Rünthe waren Leute mit Aufräumungsarbeiten beschäftigt. Sie gaben sich aber daran, die Fördermaschine abzumontieren und Kupfer und Rotguß auf ihre eigene Rechnung zu verkaufen. Das Material wurde an einen Altwarengroßhändler in Dortmund zu Tagespreisen verkauft. Dieser handelte jedoch im guten Glauben, weil der Hehler ein Schwager von zwei ihm gut bekannten konzessionierten Altwarenhändlern in Hamm war, mit denen er seit Jahren in geschäftlicher Vervinoung stand. Die Diebe, der Hehler und einer Am 13. April beginnt in Düsseldorf der Mordprozeß gegen Peter Kürten. Die Verhandlungen finden in Der. Turnhalle der Schupo=Unterkunft Nord statt, da die Dusseloorfer Gerichtssäle nicht so groß sind, um den zahlreichen Pressevertretern, den vielen Zeugen und Sachverständigen, genügend Platz zu geben. Die Justiz= pressestelle, in deren Händen ein gutes Teil der Gesamtvorvereitungen zu diesem Monstreprozeß liegt, hat nun ihre Organisation beendet. Für die Pressevertreter stehen 20 Telephonapparate für die Durchgabe der Berichte zur Verfügung. Ein besonderer Raum ist während der Prozeßpausen für ihren Aufenthalt bestimmt. Etwa 70 Pressevertreter werden zum Prozeß zugelassen. Der„B..“ ist durch einen eigenen Berichterstatter bei allen Verhandlungen vertreten. Ueber 100 Journalisten hatten sich angemeldet, doch konnte nur den Vertretern der größeren und wichtigeren Zeitungen Zulassungskarten ausgehändigt werden. Man will keinesfalls die Presse an der ausführlichen Berichterstattung hindern, sie aber so geführt wissen, daß jegliche Auswüchse vermieden werden. Gerade die deutsche Presse wird sich in ihrer Prozeßberichterstattung größte Schranken auferlegen, sachlich und ernst berichten, ohne jede Sensation. Vielfach wird man sich beschränken müssen, nur das Wesentlichste mitzuteilen, weil die Darstellung der einzelnen Taten so unnatürlich und grausam ist, daß ihre Schilderung kaum angebracht erscheint. Wenn auch auf der anderen Seite Einzelheiten aus dem Prozeß abschreckend wirken könnten, so ist demgegenüber zu betonen, daß die ganze Schilderung der Taten Kürtens an und für sich nichts Neues bringen wird. Hierüber ist bereits gelegentlich seiner Verhaftung und seiner Geständnisse genügend mitgeteilt worden. Das Düsseldorfer Gericht will unter allen Umständen Auswüchse in der Berichterstattung vermieden sehen und mit ihm die Gesamtheit der deutschen Presse. Kürtens Verbrechen sollen nicht durch breitgehende Schilverungen verrohend und entartend, besonders auf die Jugend wirken. Was nach der soziologischen und psychologischen Seite hin einer eingehenden Darstellung wert erscheint, dürfte den wissenschaftlichen Fachblättern vorbehalten sein. Wenn auch das Gericht nach Möglichversuchen wird, ohne Ausschließung der Oeffentlichkeit durchzukommen, so werden doch besondere Fälle eintreten können, wo es erste Pflicht sein wird, die breitere Oeffentlichkeit der Verhandlung fernzuhalten. Ja, wer nur einigermaßen mit den Taten Kürtens vertraut ist, wird es als Wohltat empfinden, wenn er nicht bei allen Einzelheiten zugegen sein braucht. = Emmerich, 8. April. Ein in Isselburg beschäftigt gewesener Arbeiter geriet auf dem Heimwege nach Heelden vom Wege ab stürzte in die Lander und ertrank. Am anderen Morgen fanden ihn Isselburger Bürger als Leiche in dem Fluß. Ein Dorf in Flammen # Adenau, 8. April. In Waldorf brach in einer scheune ein Brand aus, der schnell um sich griff, so daß in kurzer Zeit mehrere Gebäude in hellen Flammen standen. Da eine Feuerwehr zunächst nicht zur Stelle war, beteiligte sich die ganze Einwohnerschaft an den Rettungsarbeiten. Schließlich griffen die Wehren aus Sinzig, Niederbreisig und Burgbröhl ein, denen es gelang, das die ganze Ortschaft bedrohende Schadenfeuer einzudämmen. Alle Getreide= und Futtervorräte und eine Anzahl Maschinen wurden zerstört. Die Geschädigten sind nur zum Teil versichert. □ 2000 Anzüge verbrannt. In einem Kölner Konfektionsgeschäft brach ein Großfeuer aus. 2000 Anzüge wurden durch das Feuer vernichtet, dazu wertvolles Ladeninventar. Als Entstehungsursache nimmt man einen Kaminbrand an. Aus jugendlichem Uebermut den Wald in Brand gesteckt. In Schnathorst bei Oeynhausen steckten aus purem Uebermut junge Burschen einen zwölf Morgen großen Bestand junger Fichten in Brand. Auf der trockenen Grasnarbe konnte sich das Feuer so schnell ausbreiten, daß der ganze Bestand vernichtet wurde. Durch das tatkräftige Eingreifen der Feuerwehr und der Bewohner aus der Nachbarschaft wurde eine weitere Ausdehnung des. Brandes glücklicherweise verhindert. □ Die Holthofervank unter dem Hammer. Im vergangenen Jahre ist bekanntlich die Petershagener Holthöferbank infolge umfangreicher Wechselfälschungen zum Zusammenbruch gekommen. Am 1. Juni wird das Gebäude mitsamt den Grundstücken vom Amtsgericht Petershagen versteigert werden. Stadt theater Bochum Donnerstag,.April, 20 bis gegen 22.45 Uhr. Zum letzten Male! Der lebende Leichnam Drama in 12 Bildern von Leo Tolstoi. Freitag, 10. April, 20 bis geg. 23 Uhr. Café Industrie, Bochum Reute abend 8 Uhr: KESNSEAEN der Kapelle Rans Müler. Motto: Musik aus Ost und West. KI Skala-VarietéC un Gailes Ein dramatisches Gedicht in 5 Akten von Fr. von Schiller. Win Gule im(255 Hellweg 1 und Kortumstraße 45 Bettiedern .65..95 .95,.80 Halbdaunen .60,.50 4,90,.25 I. 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Viktor von Scheffel (geb. 1826). in Kronszewnia in Karlsruhe gestorben Personal=Nachrichten Herr Franz Sänger, Bochum, Hermannshöhe 12, feierte gestern seinen 77. Geburtstag in bester Gesundheit. An der Folkwangschule Essen, Abt. Tanz, bestand Friedel Scheyer ihr Examen als Gymnastiklehrerin mit sehr gut. Aus den katholischen Pfarreien. Die Vorarbeiten für die Inangriffnahme des Baues der ChristKönig=Kirche an der Oskar=Hoffmann=Straße— Steinring schreiten gut voran. Die Baupläne, die von einem Düsseldorfer Architekten angefertigt werden, liegen den kirchlichen und kommunalen Behörden zur Begutachtung vor. Die Vorarbeiten für die Inangriffnahme hatten dadurch eine Verzögerung erfahren, daß durch die Abtretung von Gebietsteilen der benachbarten Pfarreien unvorhergesehene Schwierigkeiten finanzieller Art entstanden. Nachdem diese nunmehr behoben sind, ist damit zu rechnen, daß der Neubau der Kirche, die in romantischem Stil errichtet werden soll, in Kürze in Angriff genommen wird.— Die katholische Gemeinde Stiepel, die bisher als Filialgemeinde nach Blankenstein gehörte, wurde vor kurzem dem Dekanat Bochum zugewiesen. Da Stiepel keine selbständige Kirchengemeinde ist, mußte es einer anderen Kirchengemeinde angegliedert werden. Dieses ist nunmehr erfolgt, indem die Muttergemeinde, die Propsteipfarrei, sich dazu entschlossen hat, die Filialgemeinde Stiepel zu betreuen. Stadtteil Riemte ur Hohes Alter. In großer Rüstigkeit feierte gestern der auf der Flottmanstraße wohnhafte Veteran Gustav Schroer seinen 83. Geburtstag. + Aus der katholischen Pfarrei Riemke=Hofstede. Als Nachfolger des Vikars Simon, der zum Pfarrer an St. Antonius in Bochum eingeführt wurde, kommt Vikar Schnettler aus Hohenlimburg nach hier. Er ist 1892 geboren und wurde 1917 zum Priester geweiht. — Peter Zimmermann aus dem hiesigen Redemptoristenkloster wurde nach Breslau versetzt. Er wirkte vier Jahre in Bochum. * Vom Dahlacker. Man schreibt uns aus dem Leserkreise:„Nach der Eingemeindung der Vororte nach Bochum wurde in der ersten Zeit der Anfang für die Instandsetzung der Straßen gemacht. Jetzt liegt wieder alles darnieder. Man muß nur in Riemke die viel begangene Straße„Auf dem Dahlacker" bei schlechtem Wetter besichtigen, um die Verwahrlosung derselben kennen zu lernen. Die großen Löcher lassen sich nicht mehr zuwerfen, da muß endlich mal Wandlung geschaffen werden. Der untere Teil der Straße ist bei Regenwetter kaum passierbar. Hier tut eine Neupflasterung not.“ Stadtteil Hordel n Frühlingsstimmung in der Kruppschen Kolonie. Wenn die Fruhlingssonne ihre warmen Strahlen sen##det, dann wird auch die Kruppsche Kolonie wach. Allent#halben sprießt Grün aus Baum= und Strauchwerk. Fast Jjeder Hausgarten sieht fleißige Hände, die schon jetzt den Aufeuthalt für Mußestunden des„blühenden„Sommers sicherstellen wollen. Die traulichen engen Straßen und Gäßchen haben wieder neuen Glanz und frisches Leben bekommen. ur Schwerer Zusammenstoß. Auf der Sonnenscheinstraße in der Kolonie Dahlhausen kam es zu einem schweren Zusammenstoß zwischen einem Bierwagen und einem Personenkraftwagen. Der Führer des Biertwagens hatte die Kurve zu scharf genommen und wurde dabei von dem Auto angefahren. Der linke Kotflügel Jund Scheinwerfer wurden eingedrückt. Personen sind glücklicherweise nicht verletzt. Stadtteil Gerthe ko- 25jähriges Dienstjubiläum. Die an der katholin schen Schule auf der Bövinghauser Straße tätige Lehrerin Fraulein Lenninghaus konnte auf ihre 25jäh###rige Dienstzeit zurückblicken. =ko- Straßenbauten. Die Arbeiten an der Böving###hauser Straße sind wieder aufgenommen worden. Die Bürgersteige werden mit Platten und Kleinpflaster ver# s e h e n, s o d a ß n a c h F e r t i g s t e l l u n g d e r S t r a ß e d i e l ä s t i g e Staubplage gebannt sein wird. Stadtteil Bergen ::: Theateraufführung. Am 1. Östertage trat der #Theaterverein„Bühnenfreunde", Bochum=Bergen mit #einem umsichtig vorbereiteten Schauspiel„Die ZigeunerAspionin“ an die Oeffentlichkeit. In der kurzen Zeit seines # Bestehens hat sich der Verein in allen Kreisen unseres Ortsteiles eine große Anhängerschaft erworben. Schon ## lange vor Beginn war das Haus bis auf den letzten Platz # besetzt. Die einzelnen Mitwirkenden und besonders auch die Leitung verdienten uneingeschränktes Lob. In eini#gen Wochen soll in Verbindung mit dem Stiftungsfest das Schauspiel„Alt=Heidelberg“ zur Aufführung kommen. Stadttell Harpen a Harpener Beschwerdebuch. Seit mehreren Wochen brennt die Bogenlampe am Harpener Hellweg, früher Berghofer Hellweg, Besitzung Scheffer, nicht mehr nachts durch. An dieser Stelle endet die abschüssige ## von hohen Böschungen eingefaßte Straße in einer # s c h a r f e n K u r v e u n d f e h l t b e i N i c h t b e l e u c h t u n g d i e s e s Teiles der Straße eine Uebersicht für den äußerst regen Fahrzeugverkehr. Ferner fährt auch hier die WestA fälische Straßenbahn. Auf der ganzen Straße von der Besitzung Scheffer bis zur Grenze DortmundLutgendortmund befindet sich keine einzige Lampe, so za5 diese in eine ägyptische Finsternis gehüllt ist. Bei viegenwetter kann man hier Schlammbäder nehmen. Wiederholt ist auch auf die Verkehrsunsicherheit des Grünen Weges hingewiesen, bisher ist aber eine Bessetung noch nicht eingetreten. ae Führung durch die Bergschule. An den Führungen der Arbeitslosen durch die Museen der Bergschule nahmen beim ersten Mal 28, beim zweiten Mal 50, beim britten Mal 80 und beim letzten Mal 55 Personen von Harpen teil, darunter auch einige aus der näheren Umgebung. Die Führung lag in den Händen des sachkundigen Pfarrers Leich. ae Im evangelischen Gemeindeheim bei der Kirche in Harpen wurden in einer Weihestunde von Schwester Luise Distelkamp vierzehn jungen Mädchen des Jungmadchenvereins Harpen das Vereinskreuz feierlich überkeicht. Die Ausgezeichneten waren von der Gemeindeschwester Anna Werbeck vorgeschlagen. Stadtteil Altenbochum d Im Dienste der Wohltätigkeit. Von Erfolg gekrönt waren die Aufführungen, die der katholische Bergmannsund Arbeiterverein der Liebfrauenpfarrei zum Besten der hilfsbedürftigen Eltern der diesjährigen Erstkommusanten veranstaltete. Die Theatergruppe brachte das biblische Schauspiel„Das verlorene Paradies" zur Aufführung. Die einzelnen Rollen lagen in guten Händen. Eine erhöhte Wirkung erzielten die Veranstattungen durch die Mitwirkung der Orchesterabteilung des Jungmännervereins und der Gesangabteilung der Jungfrauenkongregation. s Foxterrier= und Teckelklub. Am zweiten Ostertag hielt der Verein im Jägerhof bei Menze seine Monatsversammlung ab. Den Kassenbericht für das erste Quartal 1931 erstattete der Kassierer Helmich. Im Mai fahren 40 Mitglieder zum Fuchsgraben nach Ahaus. Zu dem Preisschliefen im gleichen Monat liegen bereits zahlreiche Hundemeldungen vor, außerdem ist ein Klubschliefen geplant. Sodann findet in nächster Zeit eine Verbandshundeschau statt. Der Langendreerer Klub nahm an der Versammlung in Altenbochum mit einer stattlichen Anzahl Mitglieder teil. Stadttell Langendreer er Vom Knappschaftskrankenhaus. Der abgebrannte Dachstuhl des Knappschaftskrankenhauses ist bereits abgetragen. Eine Bochumer Firma war gestern und vorgestern mit einer größeren Arbeiterkolonne mit dem Abbruch beschäftigt.„Vorläufig erhält das Gebäude einen provisorischen Bretterbelag, mit Dachpappe überzogen, damit das Haus zunächst gründlich austrocknen kann. Sodann ist beabsichtigt, anstelle des Dachstuhls, entsprechend den Erweiterungsbauten, nur einen flachen Plattformstuhl in Beton hochzuziehen, um für später jeden Brandherd zu unterbinden. Durch diese Maßnahme würde das Gebäude architektonisch leider sehr entstellt werden, aber die Sicherheit der vielen in dem Hause untergebrachten Kranken zwingt die Verwaltung der Ruhrknappschaft zu dieser Vorsicht. Die im Dachstuhl untergebrachten Reservoire der Warmwasserheizung sind nunmehr entfernt worden; durch eine behelfsmäßige Umlegung der Zuleitungsrohre in den unteren Stockwerken will man diese wieder an die Heizung anschließen. Die unteren Stationen können dann in etwa vierzehn Tagen wieder mit Patienten belegt werden. * Neue Entlassungen. Die Harpener Bergbau=AG. zeigt wegen Absatzmangels die Betriebseinschräntung der Zeche„Neu=Iserlohn" an. Zur Entlassung kommen 255 Arbeiter und Angestellte, er Bergmannssiedlung. Die Arbeiten an der neuen Bergmannssiedlung an der Oberdorf= und Brundelstraße machen bei dem augenblicklichen guten Wetter schnelle Fortschritte. Die Häuser sollen Ende Juni bezugsbereit sein. er Maschinendefekt verursacht eine Verkehrsstörung. Ein gegen 9½ Uhr den Bahnhof Langendreer verlassender Guterzug blieb gestern infolge eines Maschinendefekts auf der Strecke nach Witten liegen und versperrte hierdurch auch das Personenzuggleise. Durch diese Sperre konnte der Verkehr mit Witten nur eingleisig aufrechterhalten werden, wodurch die Züge eine beträchtliche Verspätung erhielten. Den Güterzug mußte man zum Einwechseln der Maschine wieder in den Bahnhof Langendreer zurückziehen. * Schwerer Unglücksfall. Mittwoch abend gegen 18.50 Uhr ereignete sich auf der Verbandsstraße unweit der Heroldstraße ein schwerer Verkehrsunfall. Ein Dortmunder Lieferwagen überfuhr das vierjährige Kind der Familie Ernst Heitmann, Heroldstraße. Der Beifahrer brachte das Kind in ein benachbartes Haus. Ein herbeigerufener Arzt stellte einen doppelten Schädelbruch fest. Das Kind verstarb bald an der schweren Verletzung. er Kind überfahren. Der Radfahrer Fr. H. überfuhr am Dienstag nachmittag gegen 6½ Uhr die vierjährige Tochter Else der Eheleute Klaus, Unterstraße wohnhaft. Erheblich verletzt wurde das Kind in die elterliche Wohnung gebracht, während H. mit geringen Hautabschürfungen davonkam. Vei Stabilen Wenmat i Bemerkenswerte Erwerbslosen=Selbsthilfe. Einen bemerkenswerten Akt der Selbsthilfe führen mehrere erwerbslose Bergleute, die beim großen Zechensterben vor zwei Jahren ihre Arbeitsstätte und damit ihre Verdienstmöglichkeit verloren, gegenwartig im Stadtteil Weitmar aus. Sie erwarben gemeinsam ein hinter dem großen Weitmarer Holz gelegenes und bereits geschlagenes Waldarundstück, um dasselbe zu roden und urbar zu machen. Die erforderlichen Arbeiten, die von den Leuten mit großem Fleiß ausgeführt werden, sind inzwischen in das abschließende Stadium gelangt, so daß in Kürze mit der Bepflanzung der Ftäche— es sollen hauptsächlich Gemüsearten herangezogen werden— begonnen werden kann. (9 Böser Zusammenstoß. In der Mittagsstunde des zweiten Ostertages wollte ein Anwohner der Hennigfelder Straße sein Motorrad ausprobieren. Als er in die Hattinger Straße einbog, wurde er von einem Auto erfaßt. Dabei erlitt er so schwere Verletzungen an den Beinen, daß man ihn ins Krankenhaus„Bergmannsheil" bringen mußte. i Unglücklicher Sturz. Die Haustochter Emma R. aus der Hattinger Straße stürzte am Mittwoch vormittag beim Transport einer Waschmaschine die Kellertreppe hinunter und trug bedauerlicherweise einen Armbruch davon. Stadtteil Linden-Dahlhausen n Persönliches. In den Ruhestand trat am 1. April der Obersteiger Hahne nach einer 30jährigen Dienstzeit auf„Hasenwinkel" und„Baaker Mulde= Friedlicher Nachbar II“, die jetzt im Besitze der Vereinigten Stahlwerke sind. n Aenderungen im Schulwesen. Durch Kinderrückgang, Klassenzusammenlegung und Ueberweisung von Schulern nach dem Schulsystem am Lewacker wurden am evangelischen Schulsystem Augusta=Wilhelm=Schule im Stadtteil Dahlhausen zwei Klassen zur Auflösung gebracht. Dadurch wurden die beiden Lehrkräfte Fraulein Schwarz und Lehrer Lops hier dienstfrei. Da aber die Schülerzahl an der Bismarckschule in Oberdahlhausen durch die Errichtung großer Neubauten zugenommen hat, so erhalten die obengenannten beiden Lehrpersonen dort mit Beginn des neuen Schuljahres Anstellung. Dagegen wird der Junglehrer Rademacher, der am dortigen Schulsystem längere Zeit tätig war, dem Vernehmen nach eine neue Lehrstelle im Osten erhalten. n V o r s i c h t b e i H a u s b e s u c h e n d u r c h H ä n d l e r i n n e n. Von einer Handelsfrau wurde vor kurzem eine Hausfrau an der Lindener Straße-besucht. Als die Händlerin ihre Waren anbot, begab sich die Hausfrau für kurze Zeit in ihre Kammer, um das für den Einkauf benötigte Geld zu holen. Einige Zeit nach Entfernung wollte die Hausfrau einen Gang in den Stadtteil Linden machen. Wer aber beschreibt ihren Schreck, als die Bestürzte trotz eifrigen Suchens nirgends ihre Ausgehschuhe entdecken konnte. Die Schuhe waren der Handelsfrau wahrscheinlich an den Diebesfingern hängen geblieben. Stadtteil Stiepel * Selbstmord. Im Stadtteil Stiepel erhängte sich am 7. April eine 60 Jahre alte Frau in ihrer Wohnung. Die sofort angestellten polizeilichen Ermittlungen ergaben, daß einwandfrei Selbstmord vorliegt. Die Tote war seit längerer Zeit nervenleidend. Aad dein=Rachbargrotel Stadtkreis Wattenscheid b. Deutsche Volkspartei, Kreisverein Wattenscheid. Am Dienstag fand im Lokale Marxmeier eine Sitzung des Hauptvorstandes statt. Nach einem Willkommensgruß durch den ersten Vorsitzenden, Rektor Harde, sprach dieser dem langjährigen Leiter des Bezirkes 1, Schichtmeister Ludwig König, anläßlich der Vollendung seines 60. Lebensjahres den Glückwunsch der Partei aus. Darauf ergriff Reichstagsabgeordneter Winnefeld das Wort. Er berichtete kurz über den Gang der letzten politischen Ereignisse. Dann sprach er über die politische Entwicklung nach Schaffung der Regierung Brüning im März 1930. Er behandelte dann die Etatsverabschiedung für das Jahr 1931. Zum Schluß nahm er Stellung zur Frage des Volksbegehrens. Dann erörterte Stadtverordneter Ebeling kommunalpolitische Fragen. Beschlossen wurde, in diesem Jahre wieder einen politischen Bildungslehrgang abzuhalten. ph Ostern der Waisenkinder. Wie in den vergangenen Jahren, so beschenkte auch in diesem Jahre der Rassegeflügelzuchtverein Wattenscheid=Günnigfeld die beiden Waisenhäuser in Wanne=Eickel und Wattenscheid. In Wanne=Eickel wurden 47 Kinder, darunter acht aus Wattenscheid und im Wattenscheider Waisenhaus 96 Kinder mit einem Körbchen voll bunter Eier beschenkt. Reigen und Gedichte wechselten in bunter Reihenfolge ab, wofür noch besondere Geschenke verteilt wurden. Dem Rassegeflügelzuchtverein gebührt wieder besonderer Dank. ph Eingabe der katholischen Elternbeiräte. Die Interessengemeinschaft der katholischen Elternbeiräte der Propsteipfarrei=Schulen hat eine Eingabe an die zuständige Behorde gerichtet, in der auf die Ablehnung der bekannten Beschwerde wegen der Swidbertschule durch das Kultusministerium hingewiesen wird. Die Entscheidung beruhe auf irrigen Voraussetzungen und Informationen. Die Schuldeputation hat der Auflösung des Swidbertschulsystems mit einer Mehrheit von einer Stimme gegen das Zentrum und der katholischen Elternvereinigung beschlossen. Die katholische Elternvereinigung beantragt eine Revision des Beschwerdebescheides. b Der evangelische Jungmännerverein WattenscheidLeithe hielt im Gemeindehaus sein Jahresfest ab. Nach einem Gedichtvortrag hielt Lehrer Berg die Begrüßungsrede. Den Mitgliedern Nievis und Reschke konnte für fünfjahrige treue Vereinsarbeit die Ehrennadel überreicht werden. Nach mehreren Gedichtvorträgen folgten Bodenturnen und Stabübungen und das Theaterstuck„Der Glockenguß zu Breslau". O Mieterversammlung in Wattenscheid=Eppendorf. Am Dienstag morgen fand bei Eichholz eine Versammlung der Mieter der Bergmannssiedlungen von hier, Bochum=Weitmar und Wattenscheid=Höntrop statt. Auch die Vertreter der beiden Bergarbeiterorganisationen nahmen daran teil. Durch das Ersaufen der Zeche„Engelsburg“ sind wieder viele Bergarbeiter erwerbslos geworden. Da die Mieten zwischen 84 und 40 Mark liegen, ist es fast allen unmöglich, dieselbe von den spärlichen Bezugen, Renten usw. zu bezahlen. In einer Entschließung wurden die maßgebenden Stellen gebeten, der Not der Mieter Rechnung zu tragen und den Mietsatz zu ermäßigen. Dieselbe hat folgenden Wortlaut:„Die am 7. April 1931 bei Eichholz in Wattenscheid=Höntrop versammelten Mieter der Bergmannssiedlungen von Eppendorf, Weitmar und Höntrop ersuchen die Treuhandstelle um Herabsetzung der Mieten, weil die Einwohner fast restlos erwerbslos sind, oder nur geringe Renten beziehen und sie daher nicht in der Lage sind, die in Frage kommenden Mieten von 84 bis 40 Mark aufzubringen. Die Wenigen, die noch in Arbeit stehen, befinden sich durch die vielen Feierschichten in der gleichen Lage. Es wird erwartet, daß der Notruf von den in Frage kommenden Instanzen gehört wird.“ Vorstehende Entschließung soll außerdem dem Präsidenten des Ruhrkohlenverbandes und dem Preußischen Wohlsahrtsministerium zugeschickt werden. ph Ueberfahren. Auf der Bochumer Straße wurde das vierjährige Söhnchen des Arbeiters Johann Treswig von einem aus der Richtung Bochum kommenden Personenwagen überfahren. Der Chauffeur des Autos holte gleich ärztliche Hilfe, da das Kind schwere Kopfund Armwunden erlitten hatte. Stadtkreis Wanne-Eicke! ur Pfarrer Lenz. Am gestrigen Mittwoch verließ Pfarrer Lenz, der jahrelang an der St.=FranziskusPfarrei gewirkt hatte, den Stadtteil Holsterhausen, um in Bad Lippspringe Heilung von einem schweren Leiden zu suchen. Auf ausdrücklichen Wunsch des allseits beliebten Geistlichen hatte man von der Veranstaltung einer besonderen Abschiedsfeier Abstand genommen. ur Personalnachrichten. Der Leiter des 12. Polizeireviers, Polizeihauptmann Stein, ist nach Frankfurt a. M. versetzt worden. Er verläßt bereits in der nächsten Woche seinen Posten. ur Kommunalpolitische Fragen in Röhlinghausen. Am Dienstag abend kamen bei einer Zusammenkunft hiesiger Bürger eine ganze Reihe kommunalpolitischer Fragen zur Erörterung, die von besonderer Bedeutung sind. Als große Unterlassungssünde wurde es bezeichnet, daß die damalige Gemeindevertretung der selbständigen Gemeinde Röhlinghausen nicht für die Einrichtung einer Verwaltungsstelle gesorgt, sondern das in Frage kommende Gebäude an Kreter verkauft habe. Mit dem Ankauf des Volkshauses während der Inflationszeit habe man zwar keinen Fehlgriff gemacht, wenn auch die Gaststätte und die Gartenanlagen ihren Zweck völlig verfehlten. Besser wäre es gewesen, wenn man hier ein Stadion mit Badeanlage geschaffen hätte. Bedauert wurde, daß man bei der Bildung der Gemeinde Röhlinghausen nicht darauf geachtet habe, die Hauptgebäulichkeiten im Zeutrum der Gemeinde anzulegen. So liege beispielsweise die Apotheke im entferntesten Winkel, so daß viele Röhlinghauser der Einfachheit halber die Apotheken in Wanne und Eickel in Anspruch nehmen. Der Bahndamm an der Bahnstraße gegenüber der Wirtschaft Kann bietet einen trostlosen Anblick. Die Anpflanzungen von Sträuchern, die man an anderen Stellen vorgenommen hat, würden hier das Straßenbild merklich beleben. Gerügt wurde ferner, daß man die neuerdings aufgestellte Fernsprechzelle nicht in den Mittelpunkt des Stadtteiles, etwa in der Nähe des Bahnhofes aufgestellt habe, wo sie mehr benutzt würde und jedenfalls vor Mißbrauch durch unlautere Elemente hinreichender geschützt sei als es heute leider der Fall ist. Auch verschiedene andere Uebelstände wurden gerügt, an deren Beseitigung aber bei der gegenwärtigen Finanzlage vorläufig nicht zu denken ist. ur Der Bau der neuen Emscherbrücke. Die Arbeiten zum Bau der neuen Brücke der Harpener Bergwerks .=G. über die Emscher schreiten rüstig voran. So wurde in den letzten Tagen ein Eisenkoloß von rund 28 Meter Länge, 2 Meter Höhe und 26 Tonnen Gewicht über die Emscher geschoben. In einiger Zeit soll ein zweiter solcher Koloß folgen; mit den Querverstrebungen zusammen wird die Brücke insgesamt ein Gewicht von 85 Tonnen erhalten. Die Montagearbeit wird in etwa 4 bis 5 Wochen beendet sein. Für die zweite Brücke, die zum Rundverkehr erforderlich ist, werden jetzt die Widerlager gestampft. Deren Spannweite ist, weil die Emscher diagonal überspannt wird, einige Meter größer als die der zuerst gebauten Brücke. Für beide Brücken kommen insgesamt 190 Tonnen Eisen zur Anlieferung. Bis Mitte Juni dürften beide Brücken fertig montiert sein. n Die„Wilhelmsquelle“ 40 Jahre alt. Es war im Jahre 1891, als man auf der Zeche„Pluto" bei Aufjahrung des nördlichen Muldenquerschlages der 4. Sohle in einer Tiefe von 500 Meter eine salzhaltige Quelle erschloß. Dieselbe lieferte pro Minute zwei Kubilmeter Wasser in einer Temperatur von 350. Die Heilkraft des Wassers führte darum zur Ausbeute durch das Solund Thermalbad. Mittelst eines Pumpwerkes und einer unterirdisch geführten Rohrleitung führte man die Sole zum Kurhaus, wo sich im Laufe der Jahre ein regelrechter Kurbetrieb entwickelte. Langsam voran ging es mit dem Ausbau. Heute steht der Kurbetrieb unter Leitung von Schlachthofdirektor Büscher und die Einrichtungen sind durch ihn modern und ausreichend geworden. Besonders aus der ganzen Nachbarschaft Bochum, Gelsenkirchen, Wattenscheid, Herne wird der Zuspruch verzeichnet. Durchschnittlich rechnet man täglich mit einem Besuch von 200 Personen. n Verbesserte Grünanlagen in Wanne=Eickel. Zurzeit ist man im Wanner Stadtgarten dabei, die letzten Arbeiten zur Fertigstellung der Terrasse vor dem Stadtgartenrestaurationsgebaude fertigzustellen. Im übrigen ist man allenthalben im Stadtgarten beschäftigt, den Mitbürgern Erholungsmöglichkeiten durch Anlage schöner Blumen= und Grünanlagen zu schaffen. Die schon lange erwarteten Bänke sind auch jetzt wieder aufgestellt. Die„Flora“ hat durch den umfangreichen Ausbau des Tiergartens eine merkliche Verbesserung erfahren. Im Stadtkern interessiert die Neuanlage der Grünanlagen rund um die Löwenkirche und gegenüber der Reichsbank. Es fehlt hier noch die Belebung der Grünanlagen am Realgymnasium und die Einfassung des Bismarckdenkmals in Eickel. Im Eickeler Park sorgt man für mustergültigen Ausbau. In Röhlinghausen sind die Anlagen um das Volkshaus sehr nett geworden. af Neuer Schmuckplatz in Röhlinghausen. Mit erfreulicher Opferbereitschaft sind gegenwärtig Mitglieder der katholischen Kirchengemeinde St. Barbara am Werke, das von der Kirchengemeinde gekaufte Grundstück an der Westfalenstraße, vor der Kirche, zu einem gärtnerischen Schmuckplatz umzugestalten. Der Plan für die Anlagen wurde von einem Gärtner, der gleichfalls der Kirchengemeinde angehört, zur Verfügung gestellt. * Drei Kinder verunglückt. Am 7. April, gegen 11.25 Uhr, wurde auf der Bochumer Straße, in Höhe des Südfriedhofes, ein neunjähriger Schüler von einem Pferdefuhrwerk überfahren. Das Kind wurde zu einem Arzt gebracht, wo Beinquetschungen und leichte Hautabschürfungen festgestellt wurden.— Am 7. April, gegen 17 Uhr, stürzten zwei sechs Jahre alte Knaben von der Steinhalde der Zeche„Hannibal II“ ab. Sie erlitten dabei erhebliche Verletzungen und wurden dem Josephs=Krankenhaus zugeführt, wo einer der Knaben unter Lebensgefahr darniederliegt. Ennepe=Ruhrkreis □ Flämmen hat am Beul in Hattingen die Anpflanzung vernichtet. Scheinbar wurde das Feuer in der Koppel angelegt, und im Nu stand der ganze Hang in Flammen. Gierig griff es auf die von der Flanschenfabrik vor zwei Jahren angelegte, mehrere Morgen große Eichenschonung über und vernichtete sie größtentens.„ His52 un ka O Schule niedergebrannt. aus bisher unbekannter Ursache brannte Ostermontag, gegen 8 Uhr abends, die Schule in Hobeuken bei Haßlinghausen fast vollständig nieder. Die herbeigerufene Feuerwehr konnte nicht mehr viel retten. Stadttreis Castrop-Kauxe! X 64 Schaufensterscheiben beschädigt. In der Zeit vom 2. bis 4. April wurden von bisher noch unbekannten Tätern an 27 verschiedenen Geschäften in der Kronprinzenstraße insgesamt 64 große und kleine Schaufensterscheiben dadurch mehr oder weniger beschädigt, daß sie vermutlich mit einem Glasschneider oder einem Diamanten der Breite nach eingeritzt wurden. Als Täter kommen vermutlich junge Burschen in Frage, die in ihrem Uebermut im Vorbeigehen die Scheiben beschädigt haben. Stadttreis Herne hg Brand auf der Zeche„von der Heydt“. Auf der stillgelegten Zeche„von der Heydt“, die behelfsmäßig als Einfahrts= und Luftschacht dient, brach in den Abendstunden des Dienstags in einem abgebauten Maschinenraum sowie in einem Lagerschuppen auf noch nicht geklärte Weise Feuer aus, welches rasch um sich griff, wobei hohe Flammen aus den Gebäuden hervorschlugen. Die eigene Brandwache, die Zechenwehr von„Julia“ und die städtische Feuerwehr löschten den Brand, der ziemlichen Sachschaden anrichtete. Stadttreis Gelsenkirchen () Mädchen niedergestochen. Die Haustochter Agathe Kretschmann wurde, 100 Meter von der an der Belforter Straße gelegenen elterlichen Wohnung entfernt, von dem Arbeiter Wilhelm Trowzek plötzlich mit einem Dolch in Lunge, Hals und Hände gestochen. Das Mädchen brach ohnmachtig zusammen und mußte sofort dem Krankenhause zugeführt werden. Am Aufkommen wird gezweifelt. Es besteht Lebensgefahr. Die Ursache ist darin zu suchen, daß die K. die Beziehungen zu T. plötzlich abgebrochen hatte. Der Täter stellte sich selbst der Polisei. Schönes Wetter in Wetterbericht der Essener Wetterwarte vom 8. April. Das gestern im Entstehen begriffene Hochdruckgebiet über Skandinavien hat Anschluß an das Hoch über dem Eismeer gefunden. Auf seiner Ostseite konnten kalte Luftmassen weiter nach Süden hin vorstoßen, die, noch begünstigt durch kräftige Ausstrahlung über Mitteleuropa, hier und über Nordeurona den Luftdruck kräftig ansteigen ließen. Somit konnten sich die Störungen über dem Ozean auf ihren an und für sich schon nach Norden gerichteten Bahnen weiter nach Westen zurückziehen, so daß das schöne Wetter heute bereits bis zum Kanal reicht. Noch immer anhaltender Druckanstieg über dem gesamten Festland deutet auf einen Fortbestand der Schönwetterlage hin. Vorbersage für Donnerstag: Hochdruckwetterlage. Stärkere Temperaturschwankung zwischen Tag und Nacht. Kein Nachtfrost. Wahrscheinliche Weiterentwicklung: Fortbestand des schönen Wetters. Barometer Mittwoch, 8. April Thermometer Wetterhäuschen im Stadtpark 117 m über dem Meeresspiegel 2 Aufg..20, Unterg. 18.45: C Aufg..30. Unterg..05 Die heutige Aummer umfaßt 12 Seiten Tafelbutter tägl. frisch, 9 Pfd. für 11,70 M. ver— sende frko. Nachn. Mallée. Tollmingkehmen (Ostpreußen). Autofahrten Klm. 20 Kuf 68080 Hotzancden kompl 31.50, Zahlungserleichterung. Funkhaus=Radio G. m. b.., Humboldtstr. 25 Ruf 65664 Mhtei-Planos Günst. Bedingungen. Marks Veiser- Wit. heim-Str. Ein gutes Mittel f0 Nervenkopfwen Blutandrang geg. Kopt. Schlaflosigheit ist Tomend obrheumst. od. gichtart. Seit Jahren erprobt,vielseitig emplohlen Viele Dankichr. Flaiche.504 Zu haben in den Apotheken, sicher Engel-Apotheke sich für wenid Geld die schöne. und moderne Frühjahrskleidung% s8 Geserlahen. Neuc englische Damen-Mäntel moderne Sportformen, gute Qualitäten, zum größten Teil ganz getüttert Unsere Preise 0,90 T0,9 20.00 30. 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