deutschen Ostsee0 Pfg. Textblatt arbeit, besonder: jugendlich. Täglich außer Samstag 10Pf. Samstags mit illustr. Beilage 20 Pf. Gewerkschaften, der Bürgergesellder Gesamtver:„Die christliche Pirtschafts= und Gewerkschaften, bends 6 Uhr, im Fortsetzung des itglieder. Kollege verimentalvortrag Motor". atsekretärin“. Ab Lustspiel=Schlager r Film mit einer üller, die reie! Man muß sie c verfolgen, man d glücklich sehen, will. Sieht man h komischen Felix jann Thimig, as Beiprogramm den Spielplan. ein außergewöhn. in“, mit dem die wartet, Meisterilm„Zwei Menn Romans.“ Eine Lebensweg dieser den, ihre Qualen Leben, sind einilten worden, ein herzergreifend ist. röhlich als usa als Judith ill großen Erfolg. der den Mord ben ab heute den beging" nach dem arrères. An der Inzahl bekannter Kurt Bernhard. ich George, Trude afür, daß in dien werden. 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September, unverändert in Geltung bleiben soll, oder ob man nicht dazu kommen müsse, etwa durch Abkürzung der Laufz den veränderten Verhältnissen og. Hi. Bön, m. einbarung der dieser Hichtung sind bereits getan. Besprechung der Tarifkommission der Nordwestgruppe statt, bei der zuerst die Rahmentarifsache angeschnitten wurde. Rahmentarif läuft bis zum 31. Mai 1931 und kann ab 1. April erstmalig gekündigt werden. Vereinbarungsgemäß muß die Absicht dieser Kündigung einen Monat vorher der anderen Partei mitgeteilt werden. Arbeit Nordwest hat heute die Absicht der Kündigung Du der bentig=Grapper egerr(gisen. und Stahlder nordwestlichen Gruppe der Eisen= und Stahlindustrie gaben die Arbeitgeber den Vertretern der Gewerkschaften bekannt, daß sie am 1. März die Absicht der Kündigung des Rahmentarifes mitteilen würden. Im Verlauf der Aussprache wurden alle Fragen berührt, die für die schwierige Wirtschaftslage der Eisenindustrie von Bedeutung sind. Dabei wurden auch die Fragen des Arbeitsmarktes und die Möglichkeiten zu seiner Erleichterung besprochen. Mit zuasicht auf die Mittelung der Kündigungsabsicht wird die Aussprache am 9. März fortgesetzt werden.“ Man will, wie weiter verlautet, zunächst innerhalb des Rahmentarifs, der bekanntlich die Bestimmungen über Urlaub, Bezahlung von Ueber= und Sonntagsarbeit, Haushaltsgeld, Akkorde usw. enthält, versuchen, die für die Eisenindustrie notwendigen Erleichterungen in der Richtung einer Senkung der Selbstkosten zu erreichen. Jedoch wurde auch über den noch bis zum 30. September laufenden Lohntarif gesprochen. Während der heutigen Besprechung wurden von keiner der beiden Parteien konkrete Vorschläge für eine Tarifneuregelung gemacht. Dr. Curtius gegen private Außenpolitik Berlin, 27. Februar. Im Verlaufe der Aussprache über den Haushalt des Auswärtigen Amts im Haushaltsausschuß des Reichstages wies Reichsaußenminister Dr. Curtius darauf hin, daß für die Frage, ob Entschädigungen für im Kriege beschlagnahmtes Vermögen an solche Reedereien gewährt werden können deren Schiffe unter fremder Flagge fahren, das Reichsfinanzministerium zuständig sei. Der Minister widerstrach dann eingehend unter Anführung statistischen Materials der von dem Abgeordneten Dr. Schnee aufgestellten Behauptung, daß die Bezüge einzelner leiten: den Beamten auf Auslandsposten im Vergreich zi 1914 erheblich gestiegen seien. Wenn, wie dies in der Aussprache behauptet worden sei, tatsächlich Verbindungen von Zeitungen mit Angehörigen des Auswärtigen Amtes in Personal- und Haushaltsangelegenheiten bestehen sollten, so werde er mit allen disziplinarischen Mitteln gegen solche Beamte vorgehen, die sich Indiskretionen zuschulden kommen lassen. Der Minister betonte weiter, daß er stets bestrebt gewesen sei, eine gradlinige Außenpolitik zu führen. Wenn durch Pressemeldungen der Eindruck erweckt werde, daß das manchmal nicht der Fall sei, so komme das daher daß verschiedene nichtbeamtete Per sönlichkeiten glaubten, dazu berufen zu sein, an der Außenpolitik mitzuwirken und sie entscheidend zu beeinflussen. Solche Versuche habe er ständig entschieden zurückgewiesen. Sie hätten mit der amtlichen Außenpolitik nichts zu tun. Er werde auch in Zukunft alles veranlassen, um die amtliche Außenpolitik von solchen Schlacken freizuhalten. Nach Abschluß der allgemeinen Aussprache wurde der Haushalt des Auswärtigen Amts vom Ausschuß angenommen. Ministerpräsident Braun als Pelouimant. Berlin, 27. Februar. [Von unserer Berliner Schriftleitung.) Nach Ankündigung der Berliner Presse wird in den nächsten Tagen eine große Kundgebung gegen den Faschismus veranstaltet werden. Hier soll neben einem italienischen Antifaschisten der preußische Ministerpräsident Braun als zweiter Redner sprechen. Hieraus hat sich eine gewisse Zuspitzung zwischen dem Auswärtigen Amt und Preußen ergeben: denn es liegt klar auf der Hand, daß die antifaschistische Rede des preußischen Ministerpräsidenten nur das deutsch-italienische Verhältnis trüben kann. Die Haltung des Ministerpräsidenten Braun ist hier lebhafter Kritik unterzogen worden und hat zu wieder holten Aufragen an die preußische Regierung geführt. Braun erklärte demgegenüber, daß er auf der Tagung nicht als Ministerpräsident, sondern nur als vatmann" und Reichstagsabgeordneter Otto Braun sprechen wird. Man braucht u. E. keine derartige Haarspalterei über die Trennung mann zu treiben, wie dies von preußischer Seite aus geschieht. Bemerkt sei aber, daß sich der in höchsten Aemtern befindliche Regierungsbeamte eines Uebergriffs in die ihm nicht zustehenden Ressorts enthalten sollte, zumal der vorliegende Fall auf italienischer Seite unbedingt als ein unfreundlicher Akt angesehen werden wird. Preußen hat etwas anderes zu tun, als Außenpolitik auf eigene Faust zu treiben. Die zuständigen Reichsstellen erklären, daß sie ihrerseits keine rechtlichen Handhaben besitzen, um den preußischen Ministerpräsidenten von seinem Vorhaben abzubringen, daß sie sich aber alle Schritte vorbehalten, um auf Grund der Wirkungen der Braun=Rede in Italien Wege ausfindig zu machen, um eine solche Schädigung der deutschen Außenpolitik für die Zukunft unmöglich zu machen. twiges Licht Preugen= staggt nicht um Vollsiraudelag Immer noch Lanotagsaussprache über„Gesesselle Jusiiz“ sohrnar Abg. Hestermann(W..) meinte. Berlin, 27. Fedruar. Der preußische Landtag sollte in seiner Freitagssitzung zunächst über den deutschvolksparteilichen Antrag entscheiden, daß die öffentlichen Gebäude in Preußen am Volkstrauertag, dem 1. März, Halbmast zu beflaggen seien. Bekanntlich war dieser Antrag am Donnerstag abend im Verfassungsausschuß mit den Stimmen der Sozialdemokraten, des Zentrums und der Kommunisten abgelehnt worden, nachdem ein Regierungsvertreter erklärt hatte, daß man einer reichs gesetzlichen Regelung dieser Angelegenheit nicht. horgreifen wolle. Der Ausschuß hatte einen staatspurl##lichen Antrag angenommen, alsbald eine gesetzliche Regelung dieser Frage herbeizuführen. Im Plenum beantragten die Sozialdemokraten heute, die ganze Sache an den Ausschuß zurückzuverweisen. Da dieser Antrag keine Mehrheit fand, führte die S. P. D. namentliche Abstimmung herbei, in der sich zeigte, daß das Zentrum nunmehr für die Beflaggung war. Da aber die Sozialdemokraten und Kommunisten keine Karten abgaben und das Haus außerdem schlecht besetzt war, wurden nur 123 Stimmen gezählt, womit der Landtag bechlußunfähig war. Die Stellungnahme der Sozialdemokraten gründet sich vor allem auf einen Beschluß des Aeltestenrats, die Entscheidung über den volksparteilichen Antrag auszusetzen bis zu der bevorstehenden reichsgesetzlichen Regelung. In einer auf sofort einberufenen neuen Sitzung erklärte in der fortgesetzten Aussprache zum Justizetat Minister Dr. Schmidt gegenüber dem Deutschnationalen Weißermel, er habe nicht den geringsten Zweifel daran, daß die preußische Richterschaft den Inhalt des Moritzschen Buches„Gefesselte Justiz“ als ein tendenziöses Machwerk hemmungsloser Parteipolitik betrachte. Er(der Minister) habe gegen die Propaganda für das ch seine eigenen Ausführungen im Hauptausschuß Abg.„Hestermunn„W. P meinte, daß man nicht einfach an der Schrift„Gefesselte Justiz vorbeigehen könne, da bei uns heute im öffentlichen Leben alles politisch eingestellt sei. Es kam dann zu einem scharfen Rededuell zwischen dem Deutschnationalen Steuer und dem Sozialdemokraten Heilmann. Steuer blieb dabei, daß seine Fraktion keinen Druck auf Dr. Deerberg(der bekanntlich sein Landtagsmandat niedergelegt hat) ausgeübt habe, und erklärte sich hereitz auf seine Immunität zu verzichten, wenn diejenigen Blarter Strafanzeige erstatten wollten, denen er für die Verbreitung unwahrer Nachrichten über den Fall Deerberg zweckbewußte Fälschung vorzuwersen habe. Heilmann meinte, Dr. Deerberg habe darauf bestanden, daß sich der Richter parteipolitisch neutral und objektiv verhalte. Der Parteisekretär Steuer habe über einen angesehenen Richter gesiegt. Das kennzeichne die Bonzokratie der Deutschnationalen. Abg. Grebe(.) glaubt gleichfalls, daß der Gesundheitszustand nicht der ausschlaggebende Grund der Mandatsniederlegung Dr. Deerbergs war. Nachdem noch der Kommunist Steinfutth den Strafvollzug erörtert hatte, wurde die Weiterberatung auf Dienstag, den 3. März, vertagt. Berlin, 27. Februar. Zur Flaggenfrage am Volkstrauertag hört das Nachrichtenbüro des Vereins deutscher Zeitungsverleger noch, daß bei den zuständigen preußischen Stellen an einer Regelung gearbeitet wird, die den Totensonntag als allgemeinen Kriegsopfergedenktag, auch für die Toten des Weltkrieges, bestimmen wird. Man lasse sich von der Auffassung leiten, daß der Totensonntag schon in der VorkriegsTaa des Gedenkens für die Kriegsopfer war, Tag Justizetats übermitteln. vorschreiben zu lassen. Heale=Giegelwaft. über Wirtschaftslage, Lohnsenkung und Sozialversicherung in 9° Fohruar seite gemacht worden sind und auf eine Außerkre Bertin, 24. Februar. Im Haushaltsausschuß des Reichstags beginnt am Samstag die Beratung des Haushalts des Reichsarbeitsministeriums. Reichsarbeitsminister Dr. Stegerwald wird die Beratung mit einer großen Rede einleiten. Er wird dabei auf die drei großen Probleme der Gegenwart, Arbeitslosenfrage, Lohnpolitik und Sozialversicherung ausführlich eingehen. Der Minister wird von der augenblicklichen W lage ausgehen und die Sonderursachen der Krise für Deutschland schildern. Bei der Arbeitslosenfrage wird sich der Minister mit den einzelnen Reformvorschlägen, die von den verschiedensten Seiter gemacht worden sind, auseinandersetzen. Alle diese Fragen werden bekanntlich gegenwärtig von einem Sachverständigenausschuß unter Vorsitz des an arbeitsministers a. D. Dr. Brauns geprüft. Der winister wird dann die Lohnpolitik der letzten Zei begründen. Er wird darlegen, weshalb die Regierung die Unterstützung der Lohnsenkungspolitik für notwendig hielt. In diesem Zusammenhang wird der Minister die Vorschläge berühren, die von Arbeitgeberseire genuugt worden sind und auf eine Außerkraft: setzung des Schlichtungswesens und Tarifvertragwesens hinauslaufen. Wie er das schon beim Reichspräsidenten den Gewerkschaften gegenüber getan hat, wird er auch im Ausschuß nochmals wiederholen, daß er sich diesen Plänen aufs schärfste widersetzen und entsprechende Wünsche niemals erfüllen werde. Der Minister wird weiter Angaben über den Umfang der bisherigen Lohn= und Gehaltssenkung machen und darauf hinweisen, daß bereits 80 Prozent der Tarife erneuert worden sind, so daß etwa bis zum 1. April die Lohnsenkungsaktion zu einem gewissen Abschluß gekommen sein wird. Die weiteren Ausführungen des Ministers sind der Lage der Sozialversicherung gewidmet. Der Minister wird feststellen, daß in der Krankenversicherung durchschnittlich eine Beitragssenkung um ein Prozent eingetreten ist. Er wird die Lage der Invalidenversicherung schildern, die sich dauernd verschlechtert, und endlich die Notwendigkeit der finanziellen Sanierung der Knappschaftsversicherung betonen. Das Zollgesetz dem Reichsrat zageiener Berlin, 27. Februar. Amtlich wird mitgeteilt:„Das Gesetz über die Zolländerungen ist vom Reichsernährungsminister im Benehmen mit den beteiligten Reichsressorts endgültig formuliert und heute(Freitag) dem Reichsrat zugeleitet worden. Minister Schiele hat bereits heute den Reichsrat in einem eingehenden Referat über das Zollgesetz und das Agrarprogramm der Reichsregierung informiert, um eine Ahkürzung der Einlassungsfrist und eine schnelle Behandlung oer Gedie Gesebesvorloge, Bäll, von Getreide und HalZollermächtigung für die Doue.: Pezrzr festgesetz. enfrüchten unter Bezugnahme auf die Leuvenge za. 54. ten Richtpreise für Getreide, die Ermäctigung fur die gleitende Handhabung sämtlicher Positionen des deutschen Zolltarifs, die Ermächtigung für die Weiterführung des Einfuhrscheinsystems unter Ausdehnung auf Holz und die Ermächtigung zur Aenderung und vorläufigen Inkraftsetzung von zweiseitigen internationalen Handelsabkommen, ohne vorherige parlamentarische Mitwirkung. Die Ermächtigungen sollen nach der Vorlage auf ein Jahr begrenzt sein. Diplomatische Veränderungen Berlin, 27. Februar. Der Reichspräsident hat den bisherigen Gesandten in Brüssel, Dr. Horstmann, zum Gesandten erster Klasse in Lissabon ernannt. Der vortragende Legationsrat im Auswärtigen Amt, Freiherr von O dorf, wurde Gesandter in Luxemburg. Der Konsul in Bayruth, Dr. H. Schwörbel, ist zum Gesandten in Kabul ernannt worden und Legationsrat Dr. Ziemke zum Konsul in Bayruth. Berlin, 27. Februar. Deutschland blieb. Ihr aber welktet hin. Was Euer Opfer war, wurde Deutschlands Glaube. Ihr habt ihn uns gelehrt. Im Tode boga, Berhientäntge lebenden zu jenem Lebten aufggander, 8. Sang 4u, rung heißt. Ihr schlaft in Flanderns##d, in weiter russischer Heide, auf den Schneefeivern der Alpen und auf tiefem Meeresgrund. Nein, Ihr seid wach. Ihr lebt im Herzblut derer, die ihr Vaterland mehr lieben als sich selbst. Totes wird das Lebendige lehren. ist die Saat für Zukünftiges. Die Gegenwart lebt von Vergangenheit. Sie schaut auf Euer Heldenopfer zurück, streicht das Grauen jener Zeiten wie ein Schreckgespenst aus den Augen, aber ahnt, daß nur in tiefster Seele treu ist, wer seine Heimat liebt wie Ihr. Wie Graf Douglas haben wir Deutsche Leid mehr als sieben Jahre hindurch getragen. Wege sind wir geschritten. Ihr gabt uns Mut, nicht zu zweifeln. Ihr seid unser Gedächtnis und unser Glaube, unser Gelübde in Eurer stillen Stunde, nicht abzulassen vom Kampfe um unser Recht und unsere Ehre. Ihr seid unser Mut, wie Ihr im Granatenhammerschlag dieser schicksalverworrenen Zeiten auszuharren für ein kommendes Geschlecht. Man kann den Krieg verurteilen, man wird ihn vom gesunden Menschenverstand aus als jenes Gesetz immer wieder bezeichnen, wo menschliches Recht, menschliches Fassungsvermögen und irdischer Verstand versagen. Nur eines bleibi, wachn selbst aus dem Grauen von Schlachtfeld, Granattrichter und eingetrommelter Sappe empor: das große sittliche Opfer. Zeiten mögen nach uns kommen, die auf unsere Kriege zurückblicken, wie wir heute auf Kannibalen hinunterschauen. Das nazarenische Prinzip duldender Liebe ist heute noch nicht so tief im Menschen verwurzelt, als daß er sich vom Gedanken„Krieg" könnte. Wir Menschen, und das sind die Völker der Welt, sind noch zu sehr vom Selbstischen und von selbstischen Ideen befangen, als daß wir auf die des eigenen Ichs verzichten könnten. Weil wir uns kennen oder zu kennen glauben, erscheint uns der Krieg als eine Notlösung bestehender Konflikte zwischen Macht Deutschlands Weltkriegstote starben für jenes Recht, das man uns als Volk verwehrte, für unsere Macht, die wir in friedlicher Arbeit und Kulturleistung uns erschaffen hatten. Die Toten des Weltkrieges mögen manchem, der Machtprinzipien in der Weltgeschichte als unsittlich verdammt, wie ein schreckender Albdruck auf dem nationalen Gewissen erscheinen. Die Weit, zif, voen pire sem Machtglauben, den andere einen Götzentalt Wienen, noch nicht befreit. Ob diese Erlösung jemals Wirklichkeit wird, wer weiß darum?... Aber die Helden sind darum nicht stumm, ihr Opfer ist nicht wertlos. Gerade in dieser Zeit, die mit Gleichmacherei und Parteienge eine Heldendämmerung alles dessen heraufbeschworen hat, was über Durchschnitt und über durchschnittliches Denken hinausgeht, in dieser Zeit, gärender G fühle und Gedanken, die gegen die Halvheil aufbegehren, bleibt das selbstlose Opfer wie ein großes Ziel, für das vaterländische Prinzip einer jener Lichtpunkte, die den Menschen den Glauben an sittliche Gedanken in der großen Weltpolitik aufweisen. Andere mögen anders denken. Aber es hieße sich selbst und seinem politischen Denken, gleichviel in welchen Parteianschauungen, das Todesurteil sprechen, wollte man den Wert der Opferbereitschaft ableugnen. Das große Verneinung aufgefaßt werden. Die großen Gedanken jedoch, die die Menschheit von Anbeginn aus dunklem Schoße der Gefühle, des Blutes und des unterbewußtseins heraufwälzten, haben von je heldische Opfer verlangt. So glauben wir am deutschen Volkstrauertag von neuem an das große sittliche Opfer, das im Heldentod der zwei Millionen deutschen Männer lag. So beugen wir in stummer Ergriffenheit vor der schrecklichen Allmacht dieser Menschheitstragödie das Haupt und sinnen nach. Wir wissen, daß uber dem Einzelschicksal ein Volksschicksal steht. Aber immer werden wir als Zweifler zwischen den beiden Fragen, ob persönliches Glück oder Allgemeinwohl, einherwandeln, wenn uns die Härte unseres ugigzgtegugrung nicht die kehre gab, daß ohne die Selostaufopferung des Einzelnen auch der Staat oder das Vaterland ein federleichter Begriff bleiben muß, den ein bewußtes Machtprinzip auf der Gegenseite leicht hinwegzublasen vermag Ein tiefer Schmerz wacht in dieser Stunde allüberall in Deutschland auf, gesteigert durch das traurige Bewußtsein, daß selbst in dieser Stunde der Streit der deutschen Parteien nicht schweigen konnte. Die preußische Regierung hat eine amtliche Halbmastbeflaggung abgelehnt. Warum? Kann selbst vor dem Geoachtnis der Toten parteiische Rücksichtnahme nicht mehr schweigen?... Muß, nachdem keine deutsche Staats= oder Reichsregierung in langen dreizehn Jahren einen Ehrentag für unsere Weltkriegehelden festsetzen konnte, mit der Verweigerung der Halbmastbeflaggung neuer Zündstoff in dieses bis zum Bersten geladene Deutschland hineingelegt werden?!... Auch Regierungsmaßnahmen werden uns diese Gedenkstunde nicht stören können. Deutschlands Volk und seine Weltkriegstoten sind eins. Sie werden weiter zusammenstehen. Das Gewissen des deutschen Volkes ist mit seinen Toten nicht beschwert. Die Toten des Weltkrieges lasten nur auf dem Gewissen derer, die jenen Krieg zur Erfüllung ihres Machtwahnsinns intriguierten. Wenn je ein Volk so rein vor Geschichte und späterem Urteil zu bestehen vermag, wie das deutsche: Krieg und Machtpolitik würden aus menschlichem Denken verschwinden. Flaggen auf Halbmast! Beugt den Nacken in Glauben und Ohnmacht vor dem Schicksal unserer Nation! Neigt zum Gedenken das Haupt vor dem Golgatha=Gang dieser kraftvollen Söhne Deutschlands! Nicht alle Urnen werden heute mit Lorbeer bekränzt. Unbekannte Soldaten ruhen allüberall. Wer weiß, wo? Wir alle wissen's. Denn der Ehrenfriedhof dieser unbekannten Gräber ist Deutschlands stumme Dankbarkeit. Michael Haupt. Einigung über die Senkung der Hausziassteller Berlin, 27. Februar. Im interfraktionellen Ausschuß der Regierungsparteien des preußischen Landtags wurde heute eine Einigung über die weitere Senkung der Hauszinssteuer außerhalb der Notverordnung des Reichspräsidenten zugunsten der Hausbesitzer erzielt, die mit den höheren Aufwertungsverpflichtungen des Hausbesitzes begründet wird. Die Senkung soll für alle Staffelbeträge der Hauszinssteuer erfolgen in einer Höhe zwischen drei und fünf Prozent unter besonderer Berücksichtigung der hochbelasteten Hauseigentümer und der Eigenheime. Der Plan wurde in die Form gekleidet, daß die Zuschläge zur Grundvermögenssteuer, die sich in einem Rahmen von 1200 bis 375 Prozent bewegen, eine entsprechende Herabsetzung erfahren sollen. Die allgemeine Hauszinssteuersenkung von drei Prozent soll in diese Regelung eingearbeitet werden. Die Neuregelung soll am 1. April in Kraft treten und nur für ein Etatsjahr gelten. Das deutsche Agrarprogramm erregi hollands Landwirtschaft Amsterdam, 27. Februar. In der holländischen Landwirtschaft hat das im Deutschen Reichstag eingebrachte Agrarprogramm starke Erregung ausgelöst, da man für den Fall seiner Annahme neue Zollerhöhungen des Deutschen Reiches für landwirtschaftliche Erzeugnisse befürchtet. Die Besorgnisse fanden Ausdruck in einer Entschließung der gestrigen Tagung des Abwehrausschusses der holländischen landwirtschaftlichen Organisation, in der betont wird daß man es unter dem Gesichtspunkt des Selbsterhaltungstriebes für notwendig halte schon jetzt bestimmte Maßnahmen ins Auge zu fassen, falls das Programm des Ministers Schiele unverändert durch den Reichstag angenommen werden sollte, und daß man auch unverzüglich mit den landwirtschaftlichen Organisationen anderer Länder, nämlich Dänemarks, Lettlands und Belgiens, Fühlung nehmen müsse. Hauptversammlung der Preußischen Hauptlandioletschaftslammer Berlin, 27. Februar. Auf der 13. Hauptversammlung der Preußischen Hauptlandwirtschaftskammer hielt das Hauptreferat der Präsident Dr. Brandes über die Lage der preußischen Landwirtschaft. Der Präsident wies darauf hin, daß nicht nur mit einer weiteren Verschlechterung der Lage der Landwirtschaft, sondern mit deren Verfall gerechnet werden müsse, falls nicht bald eine energische Wendung zum Besseren erfolge. Den Vorwurf, daß die Landwirtschaft von sich aus wenig zur Besserung ihrer Lage tue, erklärte der Redner für ungerechtfertigt. Als unerläßliche Voraussetzungen für eine Belebung der N der Landwirtschaft forderte er Freiheit in wirtschaftspolitischen Maßnahmen für landwirtschaftliche Produkte und in handelsrechtlicher Beziehung. Das deutsche Volk müsse gegenwärtig in erster Linie das verbrauchen, was auf deutschem Boden wachse. Man dürfe auch nicht vor Beimahlungs= oder Verwendungszwang, vor Monopolen oder Aehnlichem zurückschrecken. Weiter sei äußerste Sparsamkeit aller öffentlichen Stellen zu fordern, eine Anpassung der sozialen Lasten und Löhne an die Tragfähigkeit der Wirtschaft und schließlich eine Abänderung des Versailler Diktates. Die Versammlung nahm den Ausführungen der Berichterstatter entsprechende Entschließungen an. Der preußische Landwirtschaftsminister Dr. Steiger erkannte an, daß die Rationalisierungsbestrebungen in der Landwirtschaft schon Erfolge gezeitigt habe. Indessen müßten die Genossenschaften ihre neue Aufgabe mit noch größerem Nachdruck in die Hand nehmen. Es sei dringend zu wünschen, daß die Landwirtschaft freiwillig und ohne Zwang alle erforderlichen Maßnahmen sowohl auf dem Produktions=, wie auf dem Absatzgebiete treffe. Eingehend verbreitete sich der Minister über die Möglichkeiten, die Zinssätze für den landwirtschaftlichen Kredit herabzusetzen. Zum Schlusse erklärte er, nicht nur der Osten bedürfe der Reichs= und Staatsfürsorge; sehr ernst seien die Verhältnisse auch in der Eifel, im Hunsrück, im Westerwald, in Teilen des Sauerlandes und der Emsniederung. Auch hier müßten Reich und Staat eingreifen. Neues i Kufz. In Düsseldorf sprach am Freitag im überfüllten Saale der Tonhalle der nationalsozialistische Reichstagsabgeordnete Dr. Göbbels. Auf dem Wege zu dieser Versammlung wurden verschiedene nationalsozialistische Trupps in der Oststraße von politisch Andersdenkenden angegriffen, drei Nationalsozialisten wurden durch Messerstiche verletzt. * Dr. Carl Georg Bruns, der sich um die deutschen Minderheiten in Posen und Westpreußen als Rechtsberater und Vertrauensmann der dortigen deutschen Volksräte besondere Verdienste erworben hat, ist gestorben. Dr. Bruns, der in Kiel geboren wurde, ist nur 40 Jahre alt geworden. Reichsaußenminister Dr. Curtius sprach der Gattin Bruns telegraphisch sein Beileid aus. * Der erweiterte Landesausschuß des Hessischen Landbundes sprach dem Reichsernährungsminister Schiele sein Vertrauen aus und bat ihn, auf seinem schwierigen Posten auszuharren. * Die Beratungen der vereinigten Ausschüsse des preußischen Staatsrates über die Finanznot der Gemeinden gehen in der Richtung, daß das Reich die Ausgaben für die Wohlfahrtserwerbslosen übernehmen soll. * Die Reichspost rechnet in dem am 31. März zu Ende gehenden Wirtschaftsjahr mit einem Einnahmeausfall von 120 bis 125 Millionen RM. Seit Juni 1930 haben sich die monatlichen Einnahmeausfälle der Reichspost, von saisonmäßigen Schwankungen abgesehen, fast stets auf gleicher Höhe gehalten. Die Reichspost sieht darin ein Zeichen, daß der Tiefstand der Depression erreicht ist. * Der neue deutsche Gesandte in Warschau, von Moltke, traf am Freitag vormittag in Warschau ein. * Auf den Hochofenanlagen von Villerupt(Belgien) verunglückten am Freitag sechs Arbeiter beim Abziehen von Schlacke. Vier Arbeiter wurden getötet und zwei leicht verletzt. * Oliver Baldwin, der Sohn des Führers der englischen Konservativen, ist aus der englischen Arbeiterpartei ausgetreten. * Der amerikanische Präsident Hoover hat eine schwere Niederlage erlitten. Obwohl er sein Veto gegen die 50prozentige Beleihung der Kriegsteilnehmerpolicen einlegte, haben Amerikas Kongreß und Senat die Vorlage mit großer Mehrheit bestätigt. Damit ist die Vorlage Gesetz geworden. * Die nordperuanischen Aufständischen des Bezirks Cuzco sind von Regierungstruppen geschlagen worden. * Bei den Besprechungen des indischen Nationalistenführers Gandhi mit dem indischen Vizekönig haben sich Meinungsverschiedenheiten ergeben, die die Notwendigkeit wahrscheinlich machen, London zu Rate zu ziehen. Für deutsch-französische Verständigung Berlin, 27. Februar. 199 deutsche Schriftsteller, Künstler und Gelehrte haben den 186 französischen auf ihre jüngste Kundgebung für ein friedliches Europa durch eine deutsch=französische Verständigung eine Antwort erteilt, in der sie den Schritt der französischen Intellektuellen begrüßen und auch ihrerseits für eine deutsch=französische Verständigung eintreten. Sie betonen aber, daß allein freie Verträge zwischen den Völkern Europas ihre gemeinsame Zukunft sichern können. Dem deutschen Volke seien seelische und materielle Lasten aufgebürdet, die es als ungerecht und untragbar empfinde. Die deutsch=französische Gemeinschaft müsse das nächste Ziel sein. Diese Antwort haben u. a. unterzeichnet: Martin Andersen=Nexö, Viktor Barnowsky, Professor Georg Bernhard, Rudolf Binding Walter Bloem, Professor Alois Brandl, Theodor Däubler, Lion Feuchtwanger, Leonhard Frank, Bernhard Kellermann, Heinrich Mann Thomas Mann, Walter von Molo, Jakob Schaffner, Wilhelm von Scholz, Adele Schreiber=Krieger, M. d.., Karl Sternheim, Eduard Stucken, Edgar Stern=Rubarth, Klara Viebig, Jakob Wassermann, Leo Weismantel, Theodor Wolff, Fedor von Zobeltitz, Karl Zuckmayer, Arnold Zweig. Deutschnationale Ländertagung Berlin, 27. Februar. Im preußischen Landtag trat am Freitag nachmittag eine deutschnationale Ländertagung zusammen, an der etwa 60 deutschnationale Länderminister, Reichsratsmitglieder und Reichstagsabgeordnete, Abgeordnete der Länderparlamente sowie Mitglieder des preußischen Staatsrates teilnahmen. Die Tagung verfolgt den Zweck, einheitliche politische Richtlinien für die einzelnen Parlamente zu schaffen. Der Vorsitzende, der preußische Landtagsabgeordnete von Winterfeld, eröffnete die Tagung mit einem inweis auf die gegenwärtige politische Lage. Da die Reichstagsfraktion gegenwärtig nicht in der Lage sei, zu dem Osthilfeprogramm Stellung zu nehmen, so liege die Verantwortung mehr als bisher beim Reichsrat und bei den Länderparlamenten. Es sei notwendig, in den Grundzügen an den Ent- und Umschuldungsplanen Hugenbergs festzuhalten. Die neue Agrarvorlage sei völlig unzureichend. Die neue Vorlage sei nur dazu da, der Landwirtschaft Sand in die Augen zu streuen. Es werde jetzt schon versucht, den Deutschnationalen die Schuld an dem voraussichtlichen Scheitern der Vorlage in die Schuhe zu schieben. Für die Deutschnationale Volkspartei müßten aber die großen Ziele ausschlaggebend sein. Es komme darauf an, daß das System geändert werde und daß eine Regierung der Rechten zustande komme. Der württembergische Finanzminister Dr. Dehlinger sprach über die Finanzlage des Reiches und der Länder. Der Landtagsabgeordnete Steuer setzte sich in längeren Ausführungen mit den zentralistischen Bestrebungen auseinander. Die Ausführungen dieser beiden Redner fanden ihren Niederschlag in einer Entschließung, in der es u. a. heißt: Die Wahrung des bundesstaatlichen Charakters des Reichsaufbaues ist eine der wichtigsten Aufgaben deutschnationaler Politik. Ein dankbarer Weg zu einer sachgemäßen Vereinfachung des Verwaltungsaufbaues ist in den Reformvorschlägen des Vorstandes der Deutschnationalen Volkspartei vom 9. April 1929 zu erblicken. Im gegenwärtigen Zeitpunkt ist jeder Versuch weiterer Einschränkung der Länderrechte unbedingt abzulehnen im besonderen die sogenannte Verreichlichung der Justiz und die Ausdehnung der Reichszuständigkeit auf kommunalpolitische Angelegenheiten. Die finanzielle Lebensfähigkeit der Länder und der Gemeinden muß gegenüber einer kurzsichtigen Finanzpolitik verteidigt werden, die sich auf äußerliche Balanzierung des Reichshaushalts beschränkt, gleichzeitig aber die Länder und vor allem zurzeit die Gemeinden in die Gefahr des finanziellen Zusammenbruches hineinstößt.“ Tumulte in Berlin h Berlin, 27. Februar.(Eig. Drahtber.) In den Mittagsstunden kam es in der Nähe des Alexanderplatzes zu Zusammenstößen zwischen der Polizei und Arbeitslosen. Eine Gruppe von Arbeitslosen, die auf einem in der Nähe des Alexanderplatzes befindlichen Arbeitsamt zum Stempeln erschienen waren, versuchte einen Demonstrationszug zu bilden. Einschreitende Polizeibeamte wurden mit Steinen beworfen und sahen sich gezwungen, infolge ihrer harten Bedrängung Schreckschüsse abzugeben. Unter Anwendung des Gummiknüppels konnten die Demonstranten auseinander getrieben werden. Was kostei die Verwallung des Reiches! Deutsches Theater in Paris h Berlin, 27. Februar.(Eig. Drahtber.) Seit einiger Zeit führt eine deutsche Theatergruppe in Paris deutsche Werke, so u. a. das bekannte Drama von Bruckner„Verbrecher", auf. In Paris hat dieses Theater eine geradezu katastrophale Presse gefunden, indem man diese Art von Bühnenwerken als einen kulturellen Niedergang bezeichnet. Die Reichsregierung ist gefragt worden, ob sie diese deutsche Theatertruppe irgendwie unterstützt. Heute wurde an zuständiger Stelle erklärt, daß das Auswärtige Amt erst durch die Presse von der Existenz dieses Theaters erfahren habe. Später hat dann der deutsche Botschafter in Paris einen ausführlichen Bericht erstattet. Die Reichsregierung hat keine Handhabe, gegen die Theatertruppe vorzugehen, da die Leiterin des Unternehmens eine Schweizerin ist und die Mitglieder der Truppe zwar deutsch sprechen, aber zum großen Teil nicht die deutsche Staatsbürgerschaft besitzen. Gehaftos Sochausgaben (Arbeiterlöhne) Venargungge Gebührnisse Vorubserth 11 300 donatiges oto 1927 1928 1929 1930 1931 Der Reichsetat, der zurzeit im Reichstag beraten wird, schließt mit der Summe von 10½ Milliarden ab. Zieht man über die Ausgaben des Reiches ab, die nicht für die Verwaltungsausgaben gebraucht werden so werden nur 15 Prozent des Gesamthaushalts für die reinen Verwaltungsausgaben verwendet. Von diesen 1,5 Milliarden Verwaltungsausgaben werden 51 Prozent für Gehälter ausgegeben und ein Drittel für sächliche Ausgaben der Behörden. Der Abbau der Gehälter bringt eine Ersparnis von 50 Millionen. Die Abstriche bei den Sachausgaben, in denen auch die Arbeitslöhne enthalten sind, bringen nochmals eine Ersparnis von 35 Millionen. In dieser Aufstellung sind natürlich die Kosten für die Reichswehr nicht mitenthalten. General Graziani verunglückt Rom, 27. Februar. Wie die„Tribuna“ aus Florenz meldet, wurde heute vormittag an der Eisenbahnstrecke Florenz—Brato die Leiche des Generalleutnants der Miliz und ehemaligen Divisionskommandanten General Graziani aufgefunden. Man nimmt an, daß der 67jährige General das Opfer eines Unfalles geworden ist, wahrscheinlich dadurch, daß sich eine Zugtür plötzlich öffnete. Der General befand sich auf der Fahrt von Rom nach Verona, wo sich seine Familie aufhält. General Graziani hat während des Krieges die tschechischen Legionen in Italien geschaffen. Schwierige Flottenverhandlungen in Kom Rom, 27. Februar. Die technischen Verhandlungen der Flottensachverständigen sind auch am Freitag von den politischen Unterredungen der Minister gewissermaßen eingerahmt worden. Es scheint ein fester politischer Einigungswille vorhanden zu sein, jedoch können die Sachverständigen nicht so leicht einen gemeinsamen Nenner finden. Anscheinend wird in erster Linie oder vielleicht auch nur eine Einigung über die Bauprogramme bis 1936 angestrebt, um den Anschluß an das Londoner Flottenabkommen und einen Ausgangspunkt für die Abrüstungskonferenz zu finden. Die heikle Frage der französisch=italienischen Flottengleichheit bzw. der von den beiden Ländern für ihre verschiedenen Bedürfnisse geforderten Gesamttonnage dürfte vertagt worden sein. Die große Frage bleibt nach wie vor, durch welche politischen Mittel die Verschiedenheit der gegenseitigen Standbunkte überbrückt werden kann. Hauseinsturz in Neapel. Neapel, 27. Februar. Ein eigenartiger Unglücksfall wird aus einer nahe gelegenen Ortschaft berichtet. Ein zweistöckiges Haus war über einer etwa zwanzig Meter hohen Erdhöhle erbaut worden. Das Grottengewölbe, das das Haus trug, stürzte heute mit dem gesamten Gebäude ein. Ueber die Anzahl der Hausbewohner, die dem Einsturz zum Opfer fielen ist noch nichts Genaues bekannt. Bisher sind drei Schwerverletzte geborgen.. Das Schülerdrama eines Schülers „Der Autor war nicht erschienen, weil er kurz vor dem Rbitur lteht!“ Wer erwartet, daß dieses Schülerstück,„Der Graue“ von Friedrich Forster, das im Kölner Schauspielhaus uraufgeführt wurde, aufwühlende Sensationen von der revoltierenden Hemmungslosigkeit eines Martin Lampel enthält, wer erwartet, daß Mißstände im Schulbetrieb schonungslos gegeißelt werden, wird enttäuscht sein. Der Sekundaner Hans Meyer, die Hauptfigur des Schauspiels, der durch Selbstmord endet, ist nicht ein Opfer eines Systems, sondern seines eigenen von Hemmungen bedrängten Ichs und seiner Familie. Hans, der in einem kleinen Internat erzogen wurde, kommt nach dem Tode seiner Mutter auf das Gymnasium. Seine Schüchternheit und die merkwürdige Uniform des Internats, die er auf Wunsch des Vaters auch auf dem Gymnasium anziehen muß, trägt ihm den Namen„der Graue“ ein. Der Junge leidet seelisch unter dem Hohn der Lehrer und seiner Klassengenossen. Alle seine Bitten, einen neuen Anzug zu erhalten, scheitern an der Unerbittlichkeit seines Vaters, eines trockenen Beamten, der vollkommen von einer geizigen Haushälterin beherrscht wird. In seiner Not nimmt er die Hilfe der alternden Filialleiterin eines Reinigungsgeschäftes an, die sich in den Jungen verliebt und ihm die Mittel für neue Garderobe gibt. Von dem Augenblick an, wo Hans neueingekleidet in der Schule erscheint, ist er ein anderer geworden. Seine Aktivität und Initiative erwachen. Er wird ein Musterschüler, der Liebling der Lehrer und der ganzen Klasse. Aber schließlich wird ihm das Verhältnis mit dem alten Ladenfräulein zum Ekel und er macht sich frei. Sie behält den Anzug zurück, und nun beginnt das Martyrium für den Jungen von neuem. Seine Leistungen lassen nach. Er fürchtet, nicht versetzt zu werden, und da sein Vater unerbittlich bleibt, sturzt er sich in den Lichtschacht. Es ist dem 17jährigen Verfasser nicht geglückt, den Helden zum Träger einer großen tragischen Idee zu machen. Der Konflikt des Sekundaners wächst über das alltägliche Einzelschicksal nicht hinaus. Am besten ist dem Dichter die Milieuschilderung in der Familie und in der Schule gelungen. Die einzelnen Lehrertypen sind mit überraschender Sicherheit gestaltet. Die Inszenierung des Oberregisseurs Dr. Ernst Geis dämpfte die grelleren Töne des Stückes und war von einem gesunden Naturalismus erfüllt, so daß die Szenen in der Klasse zu lebendiger Wirkung kamen. Eine hervorragende schauspielerische Leistung bot René Deltgen und Hans Meyer. Der Autor war nicht anwesend, da er kurz vor dem Abitur steht. Der Beifall des ausverkauften Hauses war sehr stark. Dr. A. Krüger. Dichlung und Welianschauung E. Ermatinger spricht in der Literarischen Gesellschaft. Die Literarische Gesellschaft läßt im Rahmen ihrer literar=historischen Vorträge am kommenden Montag, dem 2. März, wiederum einen namhaften Führer auf diesem Gebiete zu Worte kommen: Universitätsprofessor Emil Ermatinger, Zürich, spricht über„Dichtung und Weltanschauung". Der geistvolle Schweizer Forscher dem wir die glänzende Keller=Biographie verdanken, ist allen, die am deutschen Geistesleben teilhaben und teilnehmen, gewiß kein Fremder. Ihn hören zu dürfen, muß der Literarischen Gesellschaft ganz besonders gedankt werden. . Emil Ermatinger wurde weiteren Kreisen mit einem Schlage bekannt, als im Kriegsjahr 1915 die Biographie„Gottfried Kellers Leben“, den Literatur=Freunden unterbreitet wurde. Sie wird in der prachtvollen Geschlossenheit ihrer Darstellung als die Keller=Biographie schlechthin bewertet. Der Mensch und Dichter wird hier in fesselnder Schilderung vor den Leser hingestellt. Aus dem reichen Schaffen Ermatingers sei noch auf eine bedeutsame Veröffentlichung hingewiesen:„Die deutsche Lyrik seit Herder". Diese Geschichte der deutschen Lyrik wird von namhaften Literar=Historikern als die bisher umfassendste und am tiefsten eindringende Schilderung der lyrischen Kunst, die wir in Deutschland besitzen, bezeichnet. Auch seine Sammlung, die jüngst erschienen ist:„Krisen und Probleme der neueren deutschen Dichtung, hat großes Aufsehen erregt. Wühelm Tinder und München Ablehnung der Berliner Berufung.— Ein Münchener Kunstskandal. Die Frage, ob Wilhelm Pinder, der Münchener Kunstwissenschaftler, die Berufung auf den kunstwissenschaftlichen Lehrstuhl an der Universität Berlin annehmen wird, ist, wie jetzt mitgeteilt wird, noch immer nicht entschieden. Pinder hat offenbar sein Verbleiben in München an bestimmte Bedingungen geknüpft, deren eine mit der Person des außerordentlichen Professors A. L. Mayer zusammenhängt. Mayer ist jetzt mit Wirkung vom 1. März von seinem Posten als Hauptkonservator der staatlichen Gemäldesammlungen enthoben worden. Zunächst wurde das Ausscheiden Mayers mit Differenzen zwischen Pinder und ihm begründet. Und die Differenzen sollten ihren Grund in einer Meinungsverschiedenheit über die Honorare für Gutachten haben. Jetzt aber veröffentlicht Pinder eine Erklärung, die Mayer aufs schwerste belastet. Er teilt mit, daß der Leiter eines großen deutschen Museums eine Disziplinarunter suchung gegen Mayer wegen dessen zu engen Beziehungen zum Kunsthandel beantragt habe und daß er selbst diese Aktion unternommen haben würde, wenn ihm der Museumsleiter nicht zuvorgekommen wäre. Kunlt und Willen = Professor Spalteholz' 70. Geburtstag. Der Extraordinarius für Anatomie an der Leipziger Universität, Professor Werner Spalteholz, feierte am 27. Februar seinen 70. Geburtstag. Er hat besonders über die Verteilung der Blutgefäße im Muskel und in der Haut gearbeitet und prachtvolle Präparate davon angefertigt. Andere Arbeiten betreffen das Durchsichtigmachen von menschlichen und tierischen Präparaten sowie Mikroskovie und Mikrochemie. Sein Anatomischer Handatlas ist allen Anatomie=Studenten bekannt. Theater und Kunst in den Nachbarltädten Die Spielpläne der kommenden Woche Dortmund: Stadttheater: Samstag, 20 Uhr: Das Land des Lächelns: Sonntag, 15.30 Uhr: Boccaccio: 20 Uhr: Undine: Montag, 20 Uhr: Herodes und Mariamne; Dienstag, 20 Uhr, zum ersten Male: Angelina; Mittwoch, 20 Uhr: Vater und Sohn: Donnerstag. 20 Uhr: Sturm im Wasserglas; Freitag, 20 Uhr: Imal Rembrandt: Don Morte: Spiel oder Ernst: Samstag, 20 Uhr: Gastspiel Max Adalbert: Der Mann, der schweigt. Essen: Overnhaus: Samstag, 19.30 Uhr: Die Zirkusprinzessin: Sonntag, 19.30 Uhr: Die Bohème: Montag, 19.30 Uhr: Intermezzo; Mittwoch, 19.80 Uhr: Der Freischütz: Donnerstag, 19.30 Uhr: Die Zirkusprinzessin: Freitag, 19.30 Uhr: Fatme: Coppelia: Samstag, 19.30 Uhr: Adien, Mimil Schauspielhaus: Samstag 20 Uhr: Erstaufführung„Die Quadratur des Kreises"; Sonntag, 15.30 Uhr: Jedermann; 19.30 Uhr: Die andere Seite: Montag, 20 Uhr: Charleys Tante: Dienstag, 20 Uhr: Die Weber: Mittwoch, 20 Uhr: Trojaner: Donnerstag, 20 Uhr: Die Quadratur des Kreises: Freitag, 20 Uhr: Scherz, Satire, Ironie und tiefere Bedeutung; Samstag, 20 Uhr: Marguerite: 3. Saalbau: Dienstag, 20 Uhr: Sinfonie=Konzert (Dusolina Giannini). Duisburg: Vereinigte Stadttheater: Sonntag, 20 Uhr; Tiefland: Montag, 20 Uhr: Ballettabend; Dienstag, 19.45 Uhr: Die Judin; Mittwoch, 20 Uhr: Als ich noch im Flügelkleide; Donnerstag, 19 Uhr: Die Walküre: Freitag, 20 Uhr: Der Kaufmann von Venedig; Samstag, 19 Uhr: Siegfried. 1. Beslage zum Bochumer Anzeiger u. Gen. Anzeiger Gvot-Bochumer Nachrichten Nr. 50 38. Jahrgang Samstag, 28. Februar 1931 „ e K neueste Bochumer Spiel.— Eine tragikomische Geschichte mit ernstem Schluß.— Der Einzug ins neue Rathaus.— Die wunderbare Kaffeeküche. „Hahn odder Voß!“— „Lot mi loß!“ Sou spiellen wi as Junges fake, Nu owwer es’ne annre Sake In Old=Kaubaukum just passeert; Me rät't drüm, wä sik do blameert! „Kraus odder Voß“, son lut dat Spiell Un wä do hät gewunnen viell, Do käbbelt sik dä beiden drum Doch lachen dait dat Publikum. Wu waß't? De leiwe Papa„Krause“ Saht eenes Dags in siene Klause Un dachte:„Fang die doch dän Voß, Dann büst du olle Suorgen loß! Dä Voß, dat es en klauket Dier Dä wäit Beschäid wuoll do un hier, Dä kann di allerlei vertellen, Wat du noa Arnsbiärg kannst vermellen.“ Dä Voß, dä kam un leit sik spicken„ Un Krause meint„Dat sall woull glugen. Doch wuß hä nich, dat Reinecke Voß Hät et sitten ächter de Ohr'n at'n Kloß. Un sik verstellen kann met List Bit hä telest doch bouwen iß., „Nomen est omen“ siett dä Lateiner, Un Voß, dat was nu onk son einer. Hä brach' vör blanket Geld Popier Wo nix met antefangen was nohier, Un es hä dann dän Krämpel läid Do sagg Rot Krause hä Beschäid: „Krause odder Voß— Ik treck nu loß!“ Liebe Bochumer! Ihr sagt so oft„In Bochum ist nichts los!“ Und dabei passieren hier die reizendsten Sachen. So war es früher, so ists heut! Da beschloß einmal eine Stadtverordnetenversammlung, die Albertstraße zu asphaltieren und man bedachte damit die Adolfstraße, direkt am Moltkeplatz, auf dem man heute noch Schlammbäder nehmen kann. Da dachte nun eine hochwohlweise Fang mit einem„Voß“ zu tun und mußte die Erfahrung machen, daß es ein echter Reinecke war, der nicht nur wie sein sagenhaftes Vorbild den Isegrimm, Meister Lampe und, sogar den König Nobel auf gut deutsch„anschmierte", sondern selbst deren Spezialaufgabe es ist, jeden Schelmen zu entlarven. Ich will mich hier nicht auf das Gebiet der hohen Politik begeben, die nach einem viel angewandten Wort den Charakter verderben soll; es soll auch nicht meine Aufgabe sein, darüber zu richten, ob die Polizei Spitzel haben soll oder nicht— Kundschafter hat es schon im grauen Altertum gegeben und zu allen Zeiten und bei allen Völkern haben die herrschenden Gewalten„Spitzel“ gehabt; die hat Mussolini so gut wie Stalin, die Republik wie die Monarchie. Aber — darüber kommt man nicht hinweg: Die Bochumer Polizei hat eine schlechte Menschenkenntnis gehabt, als sie den Stadtverordneten Voß zu ihrem Kundschafter erkor und nun von ihm bloßgestellt wird. Denn ein Hereinfall ist es, darüber täuschen auch die Berliner Verlautbarungen aus dem preußielege, Hetrhhe aug des Innern nicht hinweg.„Die Angereegge har auch eine ernste Seite— man kann nicht mit Lachen oder verlegenem Schweigen darüber hinweggehen. Die heutige, mit Elektrizität geladene politische Atmospoar verdirbt manchen Charakter und in dem gegenseitigen Aneinanderreiben der Kräfte wird viel Aufwand nutzlos vertan. Die Polizei, durch die vielen Demonstrationen nervös gemacht, sucht sich auf ihre Weise zu helfen. Wie viel besser stände es doch um uns, wir machten Sonntags bloß Demonstrationen hinaus in die Vorlenznatur, in die Ruhrberge, um bei Bauernstuten uns zu erquicken. Die„Spitzelangelegenheit“ sollte ein Anlaß sein zu ernster Prüfung in allen Lagern, ob es im Geiste der Gefallenen, denen der morgige Volkstrauertag gilt, gehandelt ist wenn das deutsche Volk in bitterer Notzeit nichts besseres zu tun weiß, als sich gegenseitig zu zerfleischen. man darauf Kaffee bereite für die Stadtväter und Stadtmütter, damit sie sich stärken können, wenn die Redeschlachten im Stadtparlament sich üblicherweise bis nach Mitternacht ausdehnen. Oder Eisgetranie zur Beruhigung erhitzter Gemüter aus den herausholen könne. Wie undankbar sind doch die Menschen! Da gibt es Leute, die mäkeln sogar an der Ausstattung der Zellen der Polizeiwache. Obschon Vater Staat dafür eine anständige Miete zahlt. Wenn man die beiden, von der evangelischen Gemeinde für 80000 Mark angekauften Häuser neben der Christuskirche und die anderen freiwerdenden städtischen, Gehändr, ebezie gut vermietet, dann tut das dem Stadrsackel wohl. Er soll, so hört man in den Haushaltsplan=Vorberatungen, einer Füllung bedürfen und man zerbricht sich den Kopf bei der Suche nach neuen Einnahmequellen, Auch darüber, was nun aus dem Labyrinth an der Trankgasse und aus dem Gummerts Hof werden soll. Das neue Rathaus, für eine Bevölkerung von einer halben Million berechnet, ist ja so groß, daß man alle städtischen Verwaltungsstellen darin unterbringen kann, auch die Sparkassen=Zweigstellen, die nur nuten von der Hauptstelle entfernt sind. So sparen wir auf der einen Seite und erschließen auf der andern neue Einnahmequellen.„Wir werden das Kind schon schaukeln,“ meinte Freund Bählamm. Er hat keine Furcht, daß wir den Etat nicht ins Gleichgewicht bringen werden.„Nur Mut, wenns auch schwer fällt.“ geht dem Lenz entgegen, das erfüllt die Herzen mit neuer Hoffnung. Darum freuen wir uns, daß das Rathaus nun fertig ist und sind gewiß, daß darin gute Arbeit geleistet wird zum Wohle der Stadt und ihrer Dazu Heldengedenkseier # Ort#erunge An der von der Ortsgruppe Bochum des Volksbundes Deutscher Kriegsgräberfürsorge veranstalteten Gedenkfeier am Volkstrauertage, werden sich außer den Behörden, zahlreiche Vereine beteiligen, auch die Bürgerschaft wird nicht fehlen bei der Ehrung ihrer Heldensöhne. Die Feier beginnt um 4½ Uhr am Ehrenmal an der Königsallee. Die Vereine des Westfälischen Sängerbundes„Ruhrgau“ und die Kapelle Baarz, wirken mit, die Gedächtnisrede hält Pfarrer Pitsch(Hofstede). Chrenseleohof in Bochum=Wecne Im landschaftlich schönsten Teile von Zracßzstätent fiung ganse„öigepffegphof dieses Stadtteiles angelegt. Die Hauseinstürze im Kohlenrevier Bergschäden oder Bakterien die Ursache? einer Erläuterung des Bergschäde gesetzes in einer oieser Tage stattgefundenen Versammlung von Besitzgeschädigten im Bereich des Oberbergamtes Dortmund, dem gesetzes= und verwaltungstechnisch als Behörde der ganze westheutische, Vgreheg unterstellt ist, wurden in einem Reseru########### interessante wissenschaftlich einwandfreie Tatsachen über die Ursachen von Hauseinstürzen bekannt gegeben. Bergbauschädenprozesse und damit Streitverfahren schweben an den Gerichten zur weit über 300. Es darf wohl mit Recht angenommen werden, daß letzte Ursachen bei Hauseinstürzen und schweren Beschädigungen überwiegend die Unterhöhlung der Erddecke ist. Andre Ursachen, die von wissenschaftlicher Seite auch für unseren Bezirk als bestehend geltend gemacht werden, sind in nachfolgendem beschrieben, haben jedoch nach unserer Auffassung mehr allgemein wissenschaftliches als rein örtlich bedingtes Interesse. Englische Gelehrte haben die Beobachtung angestellt, daß die morschen Fundamente einstürzender Häuser vollständig von Bakterien durchwühlt und gleichsam zerfressen waren. Damit scheint nun diese von Pasteur gemachte und seit Koch allgemein verbreitete Erkenntnis von der Gefährlichkeit der Bakterien für den menschlichen und tierischen Organismus und weiterhin auch für die pflanzlichen Lebewesen ihre erfahrungsgemäße Ausdehnung auf die anorganische Welt der Gesteine und Minerale bekommen. Es sind ganz bestimmte Arten von Bakterien, die ihren Wohnsitz auch in den Gesteinen haben und die es bei rascher Vermehrung in ihrer Gewalt haben, die Fundamente eines mächtigen Hauses zu zerstören und damit den Einsturz des Bauwerks zu verschulden. Allerdings ist der Hergang bei den festesten Gesteinsarten, ein so überaus langsamer, daß der Zusammenhalt von Blöcken und Quadern jahrhundertelang nicht gefährdet einer. gie„##es, Bergschädenzu sein braucht. Wesentlich leichter haben es die Bakterien bei den bei uns hier zum Bau verwendeten leichten und künstlichen Steinen, deren Atomisierung in einem knappen Jahrhundert erfolgen kann. Doch vermögen, wenn sie einmal von den bestimmten Bakterienfamilien zum Wohnsitz genommen würden, weder der härteste Marmor, ja nicht einmal das stahlharte Urgestein, der Granit, der würgenden Vernichtung durch die kleinsten Lebewesen der Welt zu widerstehen. Man hat neuerdings bereits Dutzende verschiedener Bakterienarten in den verschiedenen aber auch in ein und derselben Gesteinsart festgestellt. Gefährlich, ja zu einer, unmittelbaren Gefahr für den Menschen werden diese Gesteinsbakterien aber erst, wenn von den Baumeistern die bestimmten Bestandteile in das Baumaterial gemischt werden, die besonders günstige Lebens= und Ausbreitungsbedingungen für das kleine Völkchen der Bakterien aufweisen. Allerdings tappen wir bezüglich dieser Voraussetzungen mangels genügender Erfahrungen noch so gut wie völlig im Dunkeln. Immerhin, der Anfang ist mit der Entdeckung der Gesteinsbakterien und ihrer gefährlichen Wirksamkeit Auf alle Fälle bleibt doch diese Entdeckung der allgemeinen Anteilnahme wohl wert: daß eben so manches stürzende Gebäude, auf dessen vernichtende Fundamente wir lange allein hinzuweisen pflegen, von einer schweren Gesteinskrankheit befallen war, deren Erreger ebenfalls Bakterien gewesen sind. Zwei Faktoren können bei unseren westdeutschen Häusern, die unter den sogenannten Bergschäden leiden und zu stürzen drohen, zusammenspielen, die der vernichtenden Bakterien und die Unterhöhlung der Fundamente der Bauten, weil die Bodenbeschaffenheit an sich dem Wachstum der Bakterien in Bezirken, wo Kohlenberge vorhanden sind, äußerst begünstigen. Ueber den Löffel barbiert Die Untersuchungen bei der Bochumer FriseurZwangsinnung. Die Mitglieder der Bochumer=Friseur=Zwangsinnung waren zu einer außerordentlecheg, Zanungs: versangmlung in die Bürgergesellschaff, eiggelaven. Der neue Innungsvorstand hat sich#####nn, geschäftsführenden Vorstand gewählt:„1. Overmeister Wüst, 2. Obermeister Philipp, Schriftführer KleinHespel, Kassierer Thiesbürger, und Strafkassierer Richter. Gegen eine Opposition, die sich gegen ein Vorstandsmitglied richtete, wurde der Vor— Im Vordergrund des Interesses stand der Vericht über den Stand der Untersuchung gegen den früheren Obermeister. Obermeister Wüst betonte, daß der neue Vorstand alles versuche, damit die Innung keinen Schaden erleide. Der zweite Obermeister führte aus, der Vorstand habe durch Sicherstellung die Rückerstattung der veruntreuten Gelder zu ermöglichen versucht. Die Verfehlungen seien einwandfrei erwiesen, zurzeit beschäftige sich die Kriminalpolizei damit. Bisseien Veruntreuungen bei der Verwaltung der Verbandssterbegelder in Höhe von 4850 Mark und bei den Verbandsbeiträgen in Höhe von 650 Mark festgestellt. Die Untersuchung sei noch nicht abgeschlossen und die Gesamthöhe der veruntreuten Gelder noch nicht endgültig ermittelt. Die Sterbekasse sei indessen nicht Als seitens eines Mitgliedes die mangelhafte Kontrolle des Verbandes bemängelt wurde, teilte Obermeister Wüst mit, daß der Verband mehreremal energisch wegen der säumigen Zahlung vorstellig geworden sei. Diese Briefe habe aber der frühere Obermeister dem Gesamtvorstand nicht vorgelegt, sondern für Von einer weiteren Debatte wurde bis stellter Antrag auf Austritt aus dem Die Wahlen der Lebrlingsprüfungskommissign führ: ten zu einer scharfen Debatte. Ein Antrag, daß außer dem Obermeister kein weiteres Vorstandsmitglied bzm. Fachlehrer dieser Kommission angehören darf, wurde ecde####.—„Die Wahl hatte dann folgengsepo m pniz: Vorsitzender Wüst, stellvertretender schäfer. Prüfungsmeister Kumpmann(Damenfach), Krüger(Herrenigch). B; 60 Jahre alten Innungsmitgliedern son in Zukunft kein Innungsbeitrag erhoben werden. Die Schwarz= arbeit soll energisch bekämpft werden. Mein Freund Bählamm, mit dem ich mich über diese Dinge unterhielt, nickte und sprach vor sich hin:„Politisch Lied ein garstig Lied. Gehen wir lieber durch die Stadt bummeln.“ Gesagt, getan. Wir freuten uns, daß die Stadtbauverwaltung sich bemüht, daß da und dort die Straßen, die es am nötigsten haben, ausge bessert werden. Bald standen wir vor dem neuen Rathause.„Eine schöne Einrichtung, diese Sitzbänke rund um das Gebäude. Wenn man gleich Heizungsrohre drunter her geführt hätte, gäbe es keine Stadt in Deutschland die so das Angenehme mit dem Nützlichen verbände“: Dann standen wir vor dem Brettexgerschlag und äugelten durch einen Spalt in den Ehrenz, Welch prächtige Brunnen! Und wie herrliche Gestalten!„Alles vergoldet! Da sieht man, die Schweizer Goldanleihe war doch nicht eine so dumme Sache. Und dieser stolze Adler— das muß unseren Kredit heben. Bählamm redete sich ganz in Begeisterung hinein über diesen Riesenbau aus Muschelkalkstein mit seinen 329 Dienstzimmern und sieben Sälen und Beratungszimmern und hätte gern sich um den Posten beworben, die 1400 Fenster zu putzen, dann fehle es ihm niemals an Arbeit. Aber daß man, obschon nun nach und nach alle Dienstzweige in das neue Rathaus einziehen sollen, immer noch den Bürgern neidisch de freien Blick in den Rathaushof verwehrt und statt vergoldeter Bronzegitter den häßlichen Bretterzaun noch stehen läßt, das wollte meinem Freunde Bählamm nicht in den Sinn. Plötzlich schnupperte er mit der Nase:„Ich rieche die Küche. Weißt du, da unten im Ratskeller.“—„Mensch du bist nicht bei Trost, es gibt doch keinen Ratskeller, den haben die Stadtverordneten doch abgelehnt.“—„Die haben das„blaue Bild“ auch abgelehnt und es hängt doch im Stadtverordnetensitzungssaale.“ Was sollte ich darauf entgegnen? Es gelang uns, einen heimlichen Blick in die Küche des geplanten Ratskellers zu werfen und was sahen wir? Einen Riesenherd und Kühl= und Anrichteschränke— alles tipptopp. Mißtrauisch, wie mein Freund Bählamm nun einmal ist, wollte er nicht glauben, daß man diesen Herd nur benötige, damit Rutik um don Nia... Pecee. Genr Ea. Aut ia Eids amiche un Eigentlich ja„Rund um den nicht vorhandenen Rathausturm“, aber die Ueberschrift ist zu nett, als daß man sie sich entgehen lassen könnte. Nehmen wir deshalb das Glockentürmchen im Ehrenhof ruhig als Turm. Also, es tut sich so Einiges in der Bannmeile dieses Türmchens. Zunächst einmal ist am Freitag der Anfang gemacht worden mit der Begitterung. An linken Ecke dieses balkonartigen Etwas über dem Hauptportal erhebt sich vor den bewundernden Blicken der Bochumer der erste Teil des vergoldeten Gitters, das, bildlich gesprochen, dem Anblick des grauen Hauses die Würze geben soll, die der Mostrich dem heißen Würstchen verleiht. Wenn die Gitter erst einmal alle rings ums Rathaus dran sind, werden wir uns vor: kommen wie im goldenen Zeitalter. Vorläufig bleibt uns auf dem Rathausvorplatz diese optische Täuschung noch erspart. Besonders abends, wenn die ganze Gein Grau daliegt, kommt man sich vor, wie der Wanderer in der Steinwüste. Und es ist im Ernst gesprochen wirklich schade, daß der im Vergleich zur Höhe der Gesamtkosten nicht erhebliche Betrag für die Anstrahlanlagen, die abends eine blendende Lichtfülle auf die Rathausfront werfen sollten (so ähnlich wie am Stadttheater), zur Zeit nicht zur Verfügung steht. Es ist wahrhaftig greußlich dunkel in der Umgebung des Rathauses. Am Freitag hat es sogar schon im neuen Rathaus gespukt. Und noch dazu sehr zum Aerger der umwohnenden, mittagsschlafliebenden Bochumer am hellenichten Tage. Nämlich zwischen 3 und 4 Uhr nachmittags. Ganz von selbst hat sich die Feuermeldeanlage des neuen Rathauses bemerkbar gemacht, so daß mit heftigem Gepiepe die Berufsfeuerwehr anrückte. Feuerwehrleute, Schutzpolizei und eine große Ansammlung Neugieriger stellten erfreulicherweise gemeinsam fen, oaß sich selbst amtliche Anlagen irren können. Es war kein Feuer zu entdecken und auch keine Ursache des Alarms. Wenngleich man zugeben muß, daß in fast allen deutschen Kommunen derartige Alarme schon deswegen zeitgemäß wären, weil die Stadthauptkassen ständig in Brand sind. In der engsten Nachbarschaft beginnt sich das Stadtbild auch erheblich zu verschönern. Der Bauzann an dem Posterweiterungsgebäude ist jetzt abgexissen worden nachdem man das waur zuit Fuesigen,„Hitze: entwicklern und großen Röhrenanlugen in letzter Zeit schnell ausgetrocknet hat. Die Viktoriastraße hat dadurch erheblich an Breite gewonnen und man sieht nun erst recht, was noch alles an Häusern in Richtung Wilhelmsplatz weg muß, damit es Luft. Licht und ein schöneres Städtebild gibt. Aber bis dahin wird's noch gute Weile haben. Rom ist nicht an einem Tage erbaut worden und Bochum wird's noch viel weniger Um das Maß der erschütternden Ereignisse voll zu machen, haben sich einige friedliebende Bürger am Freitag abend auf der Drehscheibe erheblich verkamisölt. Sie wählten sich diesen Platz aus, den Verkehr nicht hindern wollten und gleichzeitig hofften, auf diesem ruhigen Fleckchen Bochumer Asphalts beste Gelegenheit zu einer netten, runden, solennen kleinen Keilerei zu haben. Leider erwiesen sich ihre Hoffnungen als trügerisch, da die Polizei außerordentlich schnell eingriff und izzgexstöndnisloseg Weise für Abbruch dieser Volksbelustigung sorgte. Es herrscht eben keine Liebe und kein Verständnis mehr unter den Menschen und ich bin nur froh, daß ich diesen traurigen Ausgang der frisch=fröhlichen schichte nicht persönlich erleben brauchte. Ein schwindelhafter„Osterhase“. siert, sächsischer Dialekt, trug Lodenmantel, Aktentasche und Musterkoffer. Ein Liebeswerk für Erwerbslose Eine Einrichtung zum Besten der Wohlfahrts=Unterstützungsempfänger ist seit 14 Tagen im Evangetischen groe eintMäitagtisch für Erwerbsbis abends 7 Uhr zur Venutzung frei, Eine, kleine gute Bücherei, Zeitschriften, Gesellschaftsspiele usw. stehen zur ausreichen. Uebersicht über die Jahl der Wohlfahrtserwerbslosen im Stadtbezirk Bochum am 21. Februar 21. Febr. 1931 14. Febr. 1931 17591 17364 * N e u e r S e e l s o r g e r f ü r d i e S t. A n t o n i u s p f a r r e i. Zum Nachfolger des im Vorjahre verstorbenen Tuschen von der St. Antoniuspfarrei ist jetzt vom Erzbischof Dr. Caspar Klein Vikar Ferdinand Simon von der St. Franziskuspfarrei in BochumRiemke ernannt worden. Pfarrer Simon wirkte sei seiner Priesterweihe im Jahre 1907 zunachst in Riemke, dann in Baukau und seit 1919 wieder in Riemke. * D e r T a r i f s t r e i t i m G r o ß h a n d e l s g e w e r b e b e e n d e t. Die langwierigen Verhandlungen über den Schiedsspruch im Großhandelsgewerbe konnten am Freitag in Gelser kirchen=Buer beendet werden. Der schon im Januar dieses Jahres gefällte Schiedsspruch, der einen Lohn in Höhe von 38 Mark für 48 Arbeitsstunden vorsieht, ist Schlichter für Westfalen für verbindlich erklärt worden. Für die im Großhandelsgewerbe Beschäftigten war schon seit Jahren kein Tarifvertrag vorhanden. zelnen Unternehmungen wurden bescaße pion geMer schiedliche Löhne gezahlt. Der Bohzeserpte Irheiter, Zür für 48 Arbeitstunden, gist. für. ungelg 33 Jurveiter, Für Handwerker und Kraftfahrer ist er um 12 Prozent höher. Das Geheimnis eines Milchwagens Frau Immergut aus Laugendreer und die Flaschenverschlüsse des Mischhofes am Lau" Vor dem Amtsgericht Langendreer stand Freitag eine Betrugsanklage gegen eine### gendreerer Milchhändlerin und ihren Helfer zur Verhandlung, die nach mehr als einer Richtung die größere Allgemeinheit von einer gelegentlichen Entnahme von Flaschenstähtichen g der Frau Immergut durch einen ##„Kontrollbeamten stellte man beim Städtischen Nahrungsmitteluntersuchungsamte fest, daß die Milch in Flaschen, welche Verschluß trugen „Edelmilch des städtischen Milchhofs Bochum“ eine ganz andere chemische und biologische Zusammensetzung batte, als die, welche a Edelmilch des Milchhofes sonst zeigt. Es wurde ein höherer Grad von Melkschmutz beobachind die in die Flaschen gefüllte Milch war RohMischhof; a 4s0 nicht pasteurisiert, wie es auf dem nicht vahrschiebt. Die Ware konnte also #stge##. öhhgf stammen, ohgleich der Verschluß,##en Einorua erwecken sollte und obgleich errertter,„zu den erhöhten Preise von zehn Pfennigen verrauft wurde. a Zurch, diesen Befund argwöhnisch geworden, be## Untersuchungsamt, eine umfangreichere Konrrolle durchzuführen, um zu ermitteln, Fälschung mit den Verschlüssen des lchgos vor.. e wo die Fälschung mit den Ver Milhgess vor sich gehe. Van konnte umso weniger die Sache auf sich beruhen lassen, als beim etwaigen Ausbruch einer Epidemie, bei der womöglich infizierte Milch die Ursache sein st Schuld dann fälschlicherweise auf den of geschoben werden würde, ohne daß später der wahre Sachverhalt noch ermittelt werden könnte. sehr verdächtiges(raghnis Pnoden batte wieder ein der Mische“ Ergeonis. unterdessen verstand es Flaschen Jhng“eu schon, die fälschlich verschlosenen „Sten gohne, weiteres herauszufinden, denn bei naherem Hinsehen konnte man entdecken, daß die Pappverschlüsse bereits einmal gebraucht waren. Frau Kannensnisch u 4ls9 alte Verschlüsse gesammelt, dem Verschluß, Flaschen geschüttet und diese dann mit liches g versehen haben. Ein einbringaubtes schäft, aber leider ein Um zu erfahren, wie die Frau und ihr Helfer vorgingen, machten sich der Kontrolleur und der Vor##her des Untersuchungsamtes eines frühen Morgens im Dezember v. J. auf die Achse und sahen, daß Frau Immergut ihren Wagen stillvergnügt in eine häuserarme stille Straße fuhr und dort die beiden etwa eine Viertelstunde lang der, Tierffergz begtachte“, odne daß man natürlich aus dem Versten nebbachten konnte, was sie eigentlich vorEine Stunde später stellte man den Milchwagen an der Abgabestelle des Milchhofes und man zum Füllen„est, einen Kasten mit Milchslaschen —, Fuuen und lose Verschlüsse. #.#„Zmmergut gab den Beamten gegenüber ihre hrungen, rundweg zu. Vor Gericht machten die Angellagten freilich eine große Anzahl Einwände, so daß der Verteidiger unter Hinweis auf die 9fchHäpszlerige ae... für die Milchhandlerin, die ihr Geschäft bisher 25 Jahre immer gut und rechtschaffen ohne jeden Verstoß geführt hätte die Ablehnung des Gutachtens des Leiters des Untersuchungsamts forderte oder Hinzuziehung eines zweiten Gutachters verlangte. Der vervoupene Gutachter sei stark befangen und stehe dem Miichhof zu nahe, sein Gutachten sei infolge seiner polizeiartigen Tätigkeit nicht unparteiisch, sondern einseitig auf die Ueberführung der Angeklagten gerichtet. Die von Frau Immergut verkaufte Milch sei der Edelmilch des Milchhofs mindestens gleichwertig und darum liege auch keine Täuschung und keinerlei Betrug vor. Von den Kunden der Frau Immergut habe sich auch niemand betrogen gefühlt. Die Sache sei nicht genügend klar, um hier eine so altbewährte Händlerin als Opfer zur Strecke zu bringen. mtsanwalt brachte gegen Frau Immergut einen Monat Gefängnis, gegen ihren Helfer 50 Mark Geldouße in Ansatz. Das Urteil, das Amtsgerichtsrat Plaas verkundete, sprach die beiden Angeklagten des Vergehens gegen das Nahrungsmittelgesetz in Verbindung mit Betrug für schuldig, sah wegen der bisherigen Unbescholtenheit der Frau Immergut jedoch von einer Freiheitsstrafe ab. Der Strafzweck sei durch eine Geldbuße zu erreichen. Betrug liege vor, da die Angeklagte für die bloß umgefüllte Rohmilch den erhöhten Preis nahm und sich mit der schon erheblichen Spanne von acht Pfennigen je Liter nicht begnügte, also aus schnöder Gewinnsucht sündigte. Es wurde gegen die Frau auf 300 Mark, gegen den Mann auf 60 Mark Geldbuße erkannt. Der weitere Handel mit Edelmilch in Flaschen wurde ihr untersagt. * Wundertabletten für die Dummen „Ein„redegewandtes Ebepaar vertrieb im Kohtenvezirt Wundertablettten gegen Kopf=, Herz= und Nierenleiden— sechs Stück nur „„„Mark. Ihr falscher Ausweis war unterzeichnet „Rlevizinalrät Dr. Busch“. Es scheinen viele Leute diese einfachen Klümchen gekauft zu haben, welche die beiden Angeklagten bei einem Dortmunder Zuckerbäcker herstellen ließen, das ganze Pfund für 50 Pfennige. Das Urteil lautete auf je fünf Monate Gefängnis. Wegen Verbrechens aus§ 176.3 wurden vom Erweiterten Schöffengericht unter Ausschluß der Oeffentlichkeit verurteilt: Der Arbeiter D. aus Bochum zu sieben Monaten, der Arbeiter K. aus Wattenscheid zu zehn Monaten Gefängnis. Es war wieder ein Jammer zu sehen, welchen Gefahren in der heutigen Zeit völliger Zerrüttung der Begriffe unsere Kinder ausgesetzt sind. „# Tötlicher Arbeitsunfall. Auf der Zeche„Prinzmegent“ kam der 29jährige Bergmann Johann von Dieken aus Bochum=Wiemelhausen unter herabfallende Gesteinsmassen und konnte nur noch als Leiche geborgen werden. Bochumer=Veranstattungen Vereine ste Hinweise Stadttheater Bochum. Am Sonntag kommt zum das„Schauspiel von Wolfgang Goetz Reidharkt,##g Enensenau“ zur Darstellung, Montag bigt 4.##i Trama„Der lebende Leichnam für Vormiete A und am Dienstag der Schwank„Der Mustergatte„Ps, Ovex verspricht für kommenden Mittwoch Luselsachpfeifer: Jtromir. Weinbergers“„ Schwanda, der (=) Skala=Varieté. Morgen, Sonntag, bringt das Skala=Varieté ein vollkommen neues Programm. Im sen Teil fallen besonders„Winnetou and Charly“ in ihrem Indianerakt auf. Im zweiten Teil Kölner Komiker Harry Bienenstein mit seinem Lachschlager„Reserveleutnant Linsemann" auf. lkskonzert der Polizei=Sängervereinigung und der Polizei=Musikkapelle des Polizeipräsidiums Bochum. Fe5. Phlizzi Sängervereinigung und die Musikkapelle des Sgg#pranidiums Bochum veranstalten am Sonntag, bosea zzaf 1 Uhr, im großen Saale des Schützenein Voitskonzert mit reichhaltigem Programm. Die zokalen und instrumentalen, Darbietungen sind inhaltlich vorwiegend ernsten, der Passionszeit angepaßten Inhalts. Unter anderen Vorträgen bringt die PolizeiSängervereinigung den Chor„Golgatha“ von Neumann und als urauffuhrung für Bochum das Chorlied„Starkmut“ von Fladrich zu Gehör.(Siehe Anzeige.) "(=) Bühnenvolksbund. Als Wahlvorstellung für alle Sexien wird, am 4. März(Mittwoch) die Operette da, der Dudelsackpfeifer“(Freitag) die Oper„Schwan= sind ah Mautag gegeben. Karten für die eisha sind ub Monlag und Karten für„Schwanda“ ib Tienstag in der Geschäftsstelle zu haben. (=) Das Hoffmannschen Konservatorium veranstaltet am kommenden Freitag im großen Saale des Parkhauses einen Mozart=Abend zur Erinnerung an den 175. Geburtstag des großen Meisters. Vorgesehen sind Gesangsoli, Duette, Terzette und Quartette aus den Opern„Titus",„Figaros Hochzeit“ und dem Requiem. Von den größeren Klavierwerken ist besonders hervorzuheben die=dur=Sonate für zwei Klaviere, ebenso werden Werke für Violine und Kammermusik zu Gehör gebracht.(Siehe Anzeige.) (=) Parkhotel Haus Rechen. Am Montag und Dienswird das bereits angekündigte Tischtennisturnier, offen für alle Amateure, durchgefuhrt. Berichte (=) Frauenverein Rechen. Der Frauenverein Rechen hatte am Mittwoch einen sehr lobens= und nachahmenswerten Nachmittag für die in seinem Bezirk wohnenden Erwerblosen veranstaltet. In großer Zahl waren alle der Einladung gefolgt. Die Vorsitzende, Frau Schrader, fand die richtigen Worte zur herzlichen Begrüßung. Die Stunden bis in den Abend brachten bei bester Verpflegung Unterhaltung mannigfacher Art. Pastor Engelbert hielt eine Ansprache und anschließende Rezitation, die mit Beifall ausgenommen wurde. Es war ein äußerst sinnreicher Gedanke des Vereins und voller Dank schieden die Teilnehmer. * Männergesangverein„Einigkeit“, Marmelshagen. In der vom 1. Vorsitzenden W. Wessel jr. geleiteten Roopatsgerlammlung lagen drei Neuaufnahmen vor. Nach verlesung des Protokolls der im Januar abgehaltenen Generalversammlung durch Erzfeld jr., stellte man folgendes Jahresprogramm auf: März: Volksliederabend, Mai: Pfingstlfrühskonzert, Juni: Frühkonzert, August: Ausflug verbunden mit Konzertreise, November: Hauptkonzert, Dezember: Nikolausfeier. u Verkehrsunfall. Am Donnerstag abend kurz nach 8 Uhr ereignete sich an der Kreuzung der York= und Friederikastraße ein Unfall. Ein aus der Yorkstraße kommender Motorradfahrer fuhr in der Dunkelheit eine Frau derart an, daß sie zu Boden stürzte. Der Motorradfahrer verlor die Gewalt über seine Maschine und sauste gegen den Bordstein. In großem Bogen flog er auf den Bürgersteig und erlitt einen Bruch des rechten Handgelenkes. Die Frau hatte eine Gesichtswunde davongetragen. * B e i m V e r k a u f g e s c h m u g g e l t e r Z i g a r e t t e n g e f a ß t. Der erwerbslose A. aus Bochum wurde am 26 Februar beim Verkauf von auswärtigen, unverzollten Zigaretten von der Polizei gestellt. A. wurde vorläufig festgenommen, ist aber nach Feststellung seiner Personalien wieder entlassen worden. Die Ware, etwa 1800 Zigaretten. wurde beschlagnahmt. S48744444 * Beim Fensterputzen gestürzt. In einer Wohnung auf der Märtischen Straße war am Freitag morgen eine Frau damit beschäftigt, ein Fenster zu putzen, wobei sie sich einer Leiter bediente. Plötzlich verlor die Frau das Gleichgewicht und stürzte so unglucklich von der Leiter, daß sie sich einen schweren linken Armbruch zuzog. Sie wurde kurze Zeit darauf ins Elisabeth=Hospital eingeliefert. Weitere Lokalnachrichten auf den Seiten 7 und 15. Vereinskalender Evangelischer Beamtenverein Bochum E. V. Am Sonntag, dem 1. März 1931(Volkstrauertag), nachmittags 4. Uhr, Antreten am Ernst=Moritz=Arndt=Haus, Konigsallee, zur Teilnahme an der Ehrung der im Weltkrieg Gefallenen am Ehrenmal, Königsallee. Deutscher Rentnerbund Bochum. Mittwoch, 4. März, nachm. 3½ Uhr, Versammlung Bürgergesellschaft. Zu der am Sonntag, dem 1. März, nachm. 4 Uhr, im Restaurant Morjan, Bochum, Alleestr. 54, stattfindenden Generalversammlung des Reichsbundes der Kriegsbeschädigten laden wir sämtliche Mitglieder ein. Der Vorstand. Wohin gehen wir? Stadttheater: 20 Uhr: Der Mustergatte. Sonntag 19 Uhr: Neidhardt von Gneisenau. Christuskirche: Sonntag 18 Uhr: Aufführung Oratorium Luther. Paul=Gerhardt=Haus: Sonntag 20 Uhr: GefallenenGedächtnis=Feier. Schützenhof: Sonntag 17 Uhr: Konzert(Polizei). Parkhaus: Sonntag 16 Uhr: Konzert. Apollotheater: 15 Uhr: Die zärtlichen Verwandten. Capitol: 17, 21 Uhr: Der Mann, der den Mord beging. Bilderschau: 20 Uhr: Der Mönch von St. Bartolomä. Ehrenfelder Lichtspiele: 16 Uhr: Alpine Majestät. Lichtburg: 15.40, 18.10, 20 Uhr: Zwei Menschen. Odeon: Mutter Krausens Fahrt ins Glück. Ufatheater: 15.45, 18, 20 Uhr: Die Privatsekretärin. Sonntag 11.15 Uhr: Alpen. Weltlichtspiele: 16 Uhr: Qualen der Ehe. Scala=Lichtspiele: 17 Uhr: Wolgamädchen. Lichtspielbühne: 16, 18 Uhr: Liebes=Kleeblatt. Parkhotel Haus Rechen. Nachmittags u. abends Tanz. Vergnügungs= und Gaststätten. Zillertal Tonhalle, Café Industrie, Tivoli, Konzert haus Strauch, Bahnhofshotel. Zur Waldesruh, Zum iesental, Zum Südpol, Gottschalk Wattenscheid, Wilh. Neuhaus, Cremer Zum Jägerhof, Maltheserhof, Kirmes Werne, Café Carl Hackert. oreirikm Wir melden den Fund an... „Das, Granitgebäude des staatlichen Bergk auamtes schlief in der milden Nachmittagssonne, als wir an Schalter mit der Aufschrift„Bergbau=Funde“ Ein lustloser Clerk fragte nach unserem Begehren. „Wir wollen einen Fund anmelden.“ Funde wurden viele angemeldet. Der Beamte verharrte in seiner lustlosen Haltung. füllt nur diese Formulare aus. Gewissenhaft füllten wir die Vordrucke aus. Ort: Koenigsbergh, Bezirk: Esmaralda, Staat: Colorado. Ein Gebiet von einer Meile im Quadrat, wie abgesteckt, und sichtbar an Ort und Stelle bezeichnet, alleiniges Grabungrecht wird heute, den 8. März 1915, gemeinsam erworben von James Westerman, Sally 'Neik, Ragl, Ey, alle zurzeit in Denver.“ —„Müden Teiuev lgs der Clerk das ausgefüllte Forir durch, trug den Fund in das Felderbuch auf unseren Namen ein. Und sagte dann: sich imn Pristen. 9 ühr ist 30 Dollar“, wobel er Gold in Königsbergs heinlich dachte: als ob es noch gäbe. Aber die Dummen werden nicht alle. Na, mir solls recht sein... „Humbug Jim“ zog seinen Beutel hervor: „Ihr habt doch eine Waage?“ gols war lange“; fragte der Clerk zurück. Feinsohlte worden Schalter gei„Jagig, eine Waage. Eine Unze sind nach dem ab Hier enzsecht 20 Dollar. Also wägt.5 Unzen Humbug öffnete seinen prallen Beutel. Das gleißende Metgll., floß in kleinen Körnern auf den Tisch. Der##ent war nicht länger lustlos. Es war den Zit eerseir Beagter, der setzt mit zitternden Hänund Saraute a in ein Pappkouvert schütse, i ia ie bohescgrl Mine n „Nichts hab' ich gesagt“, brummte Humbug,„ich Ghrten Ageng: Fund angemeldet und dafür bezahlt. sein mit 200 Dolar Monatsgehalt. ur Socheseh e ge i protestierend, in das Hotel schaftemn##ckt. vamen betraten in Amerika keine WirtZug fort., dumbus und ig aber setzten unseren O, wie leuchteten die Augen der alten Kneipiers, wenn sie die Getränke in Feingold bezahlt erhielten, wie vor zehn Jahren die Goldwaagen in den Händen hatten. Wie trist mußte den Gästen, die natürlich alle von Humbug, der sofort bei seinem Eintritt in jedem Lokal Freibier erklärte, freigehalten wurden, ihr Beruf vorkommen, wenn Humbug das Blaue vom Himmel flunkerte über die Ergiebigkeit der Fundstelle. Von Lokal zu Lokal schlossen sich uns immer mehr Leute an, die alle lauschten, wenn Humbug sagte: „Well, hier ist Prost auf Königsbergh. Ich wußte, die alte Stadt war noch nicht tot.“ Wie ein Lauffeuer jagte die Wunderkunde durch die Stadt. Neue Goldfunde. Wo? In den Rockies. Wie weit? Zwei Tagemärsche. Ach, ist ja alles Bluff. I, bewahre, die Funde sind schon angemeldet. alte Humbug Iim bezahlt überall mit Feingold und hatt die halbe Stadt frei. Spat abends kamen die Zeitungen mit Extraausgaben: „Neue Goldfunde bei Denver“. Glücklicher Finder zahlt in Feingold.— Morgen Beginn des Autoverkehrs nach Königsbergh. — Irgendwo stand in der Zeitung auch etwas vom Weltkrieg. Auf allen Lippen, in allen Hirnen aber spukten nur die Worte: Gold, Gold, Gold Humbug Jims Trick schien geglückt zu sein. Im Hotel erwarteten uns die Reporter.„Humbug Jim“ sprach zwar in gewählten, aber sehr vorsichtigen Worten von seinem Aufenthält in Königsbergh. Ja, er habe allerdings einen neuen Fund angemeldet, das sei doch wohl erlaubt, nicht wahr? Wie das Gold aus einer ergiebigen Fundstelle aussieht? So, Gentleman— Humbug schüttete etwas von dem Inhalt des schon stark geschwächten Beutels auf den Marmortisch, und die Augen der Reporter und Hotelgäste, die uns umstanden, leuchteten. Sie hatten mitten im einstigen Heldland noch niemals ungemünzte Goldkörnchen geHöchsle Eisenbahn — Am anderen Morgen war Humbug verschwunden. Er hatte seinen Zweck erreicht und das viele Fragen #tz., bekommen. Sally und mir ging es nicht viel Wenn wir auch nicht den Mund so voll genommen Seiten; wenino un... allenfalls als Komplizen sich der Bluff herausstellte, und niemand worden sond. dessen Hoffnungen getäuscht —. Sally hatte das Telegramm an ihren Vater in pittsburg abgesandt und die Antwort erhalten: „Ir hatten.ort. alten Herrn in Erscheg ude deraten, ob ich bei. dem schließlich dahin zz###einung treten sollte, und und schließlich buhin geeinigt, daß es besser sei, ich tauche gar nicht erst auf. Es hätte dann doch peinliche Frae. Ss uae eden ie Salz 6 Rater st za so reich aber ich uu; Saly dann,=mein Galer ist ja se krich, über ich möchte ihm doch zeigen, ig aher nicht gerah“ Mein Anteil an deinem Fund si aber nicht gerecht. Du weißt nicht, wie es dir noch gehen wird, und ich gehe zurück, wo die paar Dollar gar nichts sind. Laß sie mir aber, damit es nicht aussieht, als hätte ich aus Not telegraphiert. Aber das eine versprich mir auf Treu und Glauben, Charlie, wenn du die 300 Dollar oder auch mehr brauchst, dann schreibe mir nach Pittsburg. Willst du mir das versprechen?" Ich sagte zu, und das war das letzte Gespräch, das mit unserer verflossenen Partnerschaft zu tun hatte. Sallys Vater konnte erst am anderen Abend eintreffen. Mittlerweile saßen wir wie auf Kohlen. Die „News“ meldete, daß rund 2000 Leute nach Königsbergh aufgebrochen wären. Wir sahen auf den Straßen große Lastautos mit Bierfässern, Lebensmitteln und Werkzeugen nach der toten Stadt abfahren. Zweitausend Menschen unter 170000 ist zwar kein großer Prozentsatz, aber es sind viertausend Fäuste, wenn sie enttäuscht zurückkehren.... Endlich kam Sallys Vater an. Ich sah ihn im Bahnhof, wo Sally ihn mit ihrem neuen, eleganten Koffer erwartete. Sie wollte ihn überreden, mit dem nächsten Zug nach dem Osten, der eine halbe Stunde später abging, sofort zarückzufahren. Sally hatte noch mehr Angst als ich über den Ausgang von Humbugs Bluff. Ich sah, wie der alte Herr mit dem gestutzten grauen Bart nur sein Einverständnis nickte, während seine Augen seine schöne, gebräunte Tochter vor lauter Liebe verschlingen wollten.... Sally drängte zum Ost=Expreß, der schon auf dem dritten Gleise hielt. Sie blickte sich noch einmal suchend um, aber ich zeigte mich nicht, denn wenn ein Mann die Tränen verkneifen will, hat er ein lächerliches Gesicht.... Um.30 Uhr fuhr der Ost=Expreß aus dem Bahnhof von Denver hinaus. Es waren nicht viele Passagiere zugestiegen. Aus dem Fenster des PullmannWagens flatterte noch lange ein kleines Spitzentaschentuch. Vorbei, vorbei... Menschen kommen wieder, Zeiten nie.... Am letzten Abend im Palast=Hotel hatte Sally, als wir uns vor ihrer Zimmertür Gutenacht sagten, ihre festen, kleinen Hände auf meine Schultern gelegt, sich auf die Zehenspitzen erhoben und mir mit ihren kühlen, vollen Lippen einen Kuß auf den Mund gedrückt. Es war dies das einzige Mal, daß meine Lippen sie berührt hatten. Allerdings doch nicht— da war ja auch noch die Sache damals mit dem Schlangenbiß Um.18 Uhr nahm ich den Zug, der mich nach Dallas in Texas bringen sollte. Im goldenen Abendsonnenschein sah ich das weiße Denver langsam verschwinden, die strahlende Metropole des Felsengebirges—— Aufruf an alle Amerikaner gipfelte, einen Ballen Baumwolle zu kaufen. „Kauf einen Ballen Baumwolle!“ So brüllten puler die Plakate und die Zeitungen es der Yankeebevölkerung ins Ohr, und eine Million Baumwollballen vermoderten in den Gärten des Landes, ohne daß dadurch der Süden eine Verbesserung seiner Lage verspürte, denn Baumwolle ist nur dann ein„weißes Gold“, wenn sie in unabsehbaren Schiffsladungen versandt werden kann. Aber eine Million Ballen einIn als Expreßgut an eine Million Heime verschickt, können keinen Reichtum über das weite Land ausstreuen. Dallas ist eine Stadt zum Faulenzen, eine Stadt, in der es sich wunderbar schön auf den weiten Hotelveranden sitzen läßt, eine Stadt schöner, glutäugiger Frauen mit spanischen Profilen und echter Yankeegerissenheit, eine Stadt hübscher, weißer Bungalows, die sich rings um das Geschäftsviertel unter tropischem Grün verstecken, eine sündhaft schöne Stadt, eine sündhaft teure Stadt.... Kann man das beste Hotel von Dallas verlassen, um sich irgendwelche Arbeit zu suchen? Gewiß, aber man tut es nicht. Kann man sich aus einem herrlichen Sichtreibenlassen herausreißen und wieder ins Arbeitsgeschirr steigen, um die verblüffend schnell schmelzenden Dollars zu ersetzen? Ohne Zweifel, aber es gibt Hemmungen. Und diese Hemmungen sind die duftgeschwängerten violetten Nächte, die sich über der Hotelveranda türmen, sind närrische Träume bei einem eisgekühlten in denen irgendwo ein wehendes weißes Spitzentaschentuch herumflattert. In Dallas habe ich zwei volle Monate verträumt und für den Traum rund 500 Dollar bezahlt. Aber selbst später, als es mir in den Gossen von Newyork schlimmer ging als einem Hund, habe ich niemals diese leichtsinnige Faulenzerzeit bereut. Noch heute brauche ich nur den Namen Dallas zu hören, um vor meinen Augen ein ,verlockendes Bild von weißen Häusern, schattigen Veranden und tropischem Grün aufsteigen zu sehen und ein körperliches Wohlbehagen zu verspüren, so daß ich wie ein Kater schnur ren möchte. Auf dem mississippi Aus dem Lande des Weizens war ich nach der ertragreichen Etappe im Felsengebirge in das Baumwoll=Land geraten. Glänzende Gesichter über die „herrliche Lage“ auf dem Getreidemarkt hatte ich in St. Paul und Omaha verlassen, trübe Mienen über den durch den Weltkrieg erschütterten Baumwollmarkt sah man in Dallas. Und dabei war die Krise, die einige Jahre später die Südstaaten an den wirtschaftlichen Ruin brachte noch nicht erreicht. Alles hoffte noch auf baldigen Frieden und eine vergrößerte Aufnahmefähigkeit des Marktes. Erst als die Jahre vergingen, ohne daß ein Baumwollschiff den Kurs auf Bremen nehmen konnte und die Spindeln in Manchester immer noch ruhten, da kam jene lächerliche und doch so typisch amerikanische Idee zutage, die in dem Die Bekanntschaft in der„Colonial Bar“. Die bedrohliche Lage meiner Kasse machte es mir aber zur dringenden Pflicht, nach Arbeit Ausschau zu halten. In Dallas wollte ich es nicht versuchen, Diesen Sonnentraum wollte ich ungestört in mein Leben nehmen. Aber einen kleinen Eisenbahntag entfernt lag New Orleans. Das sollte für mich die Stadt der Arbeit werden.— In New Orleans mußte ich aber entdecken, daß es „Niggerarbeit“ gibt, die ein Weißer nicht anfassen darf. Die gelernten Handwerker waren zwar vielfach Weiße, aber wo war mein Handwerk? Schließlich fand ich durch einen Zufall ein Unterkommen, das aber mit der Herausgabe meiner letzten fünf Zwanzigdollarnoten verknüpft war. In der„Colonial Bar“ einem Lokal, das von einer unglaublich korpulenten Deutschamerikanerin, Mrs. Dahlmann aus Halle, geführt wurde, traf ich den alten Kapitän Pinax, einen ausgemergelten Yankee, der durchaus nicht der landläufigen Vorstellung eines Kapitäns entsprach, sondern sein Schiff, einen schwerfälligen Raddampfer auf dem Mississipi, in Hemdsärmeln und Panamahut hinter seiner— Registrierkasse leitete. r.(Fortsetzung folgt.). abend kurz nach Vork= und der Yorkstraße Dunkelheit eine er Motor. Maschine und Bogen flog er ruch des rechten Gesichtswunde saretten gefaßt. im 25, Februar lten Zigaretten ufig festgenomersonalien wie800 Zigaretten, einer Wohnung ig morgen eine itzen, wobei sie die Frau das on der Leiter, ich zuzog. Sie =Hospital einu 7 und 15. 5. Am Sonn)). nachmittags =Arndt=Haus, ihrung der im Königsallee. och, 4. März, gergesellschaft. m. 4 Uhr, im 54,„stattfindes Reichsgten laden r Vorstand. neisenau. frung OratoGefallenen(Polizei). erwandten. Nord beging. Bartolomä. Majestät. enschen. ck. vatsekretärin. latt. bends Tanz. ooli, Konzert desruh, Zum Wattenscheid, im Jägerhof, el Hackert. nen Ballen So brüllten der YankeeBaumwoll= landes, ohne seiner Lage ein„weißes idungen verBallen, einne verschickt, Land auseine Stadt, heiten Hotelglutäugiger ster YankeeBungalows, r tropischem eine sünds verlassen, bewiß, aber m herrlichen r ins Arnell schmelel, aber es chwängerten eranda türeisgekühlten des weißes verträumt: ahlt. Aber in Newyork h niemals Dallas zu s Bild von tropischem ches Wohliter schnurmir usschau zu versuchen, in mein hntag entmich die en, daß es anfassen ar vielfach ein Unterner letzten das von lerikanerin, traf ich semergelten n Vorstelin Schiff. ississipi, in — Regie folgt.) Nr. 50 38. Jahrgang 2. Beilage zum Bochumer Anzeiger und General Anzeiger Aus Westsalen und Rheinprovinz Rationelles Kulturprogramm im Best Recklinghausen ak Recklinghausen, 23. Februar. schen Kulturring" durch gemeinsame Arbeit der Städte und Gemeinden des Kreises Recklinghausen zusammengefaßten Bestrebungen zum planmäßigen Aufbau kulfurellen Lebens haben bereits in diesem Winterhalbjahr, also zu Beginn ehrer ersten Entwicklungsetappe, zu einem vollen Erfolg gefuhrt! Mil überraschend geringem kommunalen Zuschuß, der noch keine funfstellige Zahl erreicht, ist es bereits heute möglich, nicht weniger als 70 vollwertige Kulturveranstaltungen im Gebiet des Kreises Recklinghausen darzubieten. Gemeinsame Abschlüsse würden eine große Verbilligung auch bei der Heranziehung erstklassiger Kräfte zur Folge haben. Das sparende Essen Ih Essen, 27. Februar. Im Januar 1841 wurde die Städtische Sparkasse Essen gegründet. Sie besteht also jetzt 90 Jahre. Wenn trotz der Wirtschaftskrise der Zuwachs an Spareinlagen im Jahre 1930 mit rund 14 647·000 Mark nur um rund 4098000 Mark hinter dem Ergebnis des Vorjahres zurückgeblieben ist, so muß das Sparergebnis des verflossenen Jahres noch als ein gutes bezeichnet werden. Die Spareinlagen sind auf 114 363 605,48 Mark gestiegen. Die Zahl der Sparkonten erhöhte sich unter Berücksichtigung der fortgefallenen Konten um 8072 auf 143652. Die Aufwertungsbilanz ist fertiggestellt und durch den Rheinisch=Westfälischen Sparkassenverband, geprüft. Sie schließt nach dem Stande vom 30. September 1929 ab mit 43295 891,96 Mark. Der für die Rheinprovinz vorgesehene durchschnittliche Aufwertungssatz beträgt 23 Prozent. Die Essener Sparkasse gehört zu den Ueberschußkassen. Dem Vernehmen nach soll sie den höchsten Ueberschuß in der Rheinprovinz haben. Nach einem Beschluß des Sparkassenvorstandes soll von einer allgemeinen Kündigung von Aufwertungshypotheken Abkand genommen werden, wenn die Hxpothoeten; schuldner ihre Verpflichtungen„der Sparkasse prgenüber bisher erfüllt haben, die Aufwertungshypotheken satzungsgemäß gesichert sind und die Schuldner sich mit einer stärkeren Tilgung unter Zinszuwachs(je nach der Höhe der Hypothek etwa 2 bis 5 Prozent] einverstanden erklären. Aufwertungshypotheken unter 500 Mark sollen tunlichst in etwa fünf Jahren abgetragen werden. Ungetreue Stadtbeamte rwp. Gladbeck, 27. Februar. Bei der Stadtverwaltung Gladbeck ist man zwei Unterschlagungen auf die Spur gekommen. In dem einen Fall handelt es sich um den Oberinspektor Schneider vom Tiefbauan ud Schneider im Krankenhaus lag, wurde amt. Wahrene Schre...##. 9000 bei einer Buchprüfung ein Fehlbetrag von über 2000 Reichsmark festgestellt. Der Schaden ist von Schneider inzwischen ersetzt worden. Die Angelegenheit ist der Staatsanwaltschaft in Essen übergeben worden.— Gleichzeitig wurden Unterschleife des Verwaltungsanwärters Weber vom Grundstücksamt aufgedeckt. Weber fälschte Quittungen und setzte sich in den Besitz von einigen hundert Reichsmark, die auch in diesem Falle wieder ersetzt wurden. Auch gegen Weber ist Anzeige bei der Staatsanwaltschaft eingeleitet worden. Straßenbahnerstreik beendet + Wuppertal, 27. Februar. Nach einer dreistündigen Belegschaftsversammlung ist gegen zpei Stimmen der sofortige Abbruch des Straßenvahnerstreiks #beschlossen worden. Am Freitag morgen ist der [Dienst auf allen Linien wieder ausgenommen worden. Flözbrand auf„Neumühl“. rwp. Hamborn, 27. Februar. In der Nacht zum Donnerstag entstand in Flöz I der Schachtanlage„Neumühl“ infolge Funkenbildung an einer Schrämmaschine eine Kohlenstaubentzündung, die einen Flözbrand zur Folge hatte, der aver glücklicherweise schnell erstickt werden konnte, bevor er größeren Umfang annahm. Gegen morgen wurde jede weitere Gefahr beseitigt. Personen sind nicht verletzt worden, auch ist der Betrieb nicht gestört. Massenentlassungen in Hamborn * Hamborn, 27. Juli. Bei der Bergbaugruppe Hamborn der Vereinigten Stahlwerke dorf, fanden gestern unter dem Vorsitz des Oberbergrates Sommer vom Oberbergamt in Dortmund di Verhandlungen über die Stillegungsanträge der Vereinigte Stahlwerke.=., Düsseldorf, statt, wonach infolge der Stillegung der Hütte Ruhrort=Meiderich und des Rückganges des Kohlenabsatzes am 1. 1500 Bergleute der Schächte 4/8, 3/7, Beeckerwerth und Westende zur Entlassung kommen sollen. Die Gewerkschaften und Betriebsvertreter erhoben Einspruch gegen die Abkürzung der Sperrfrist, so daß EFrtlassung der bereits gekur Einspruch. gegen die Abtürzung. d. tex Vergleute erst die Entzassung per bereits gekündigten Vetgleu####rst am 14. März erfolgen würde, falls nicht noch nachträglich eine Verkürzung der Sperrfrist erfolgt. Die 121 Mann starke Belegschaft der Kokerei der Zeche Westende die ebenfalls stillgelegt wird, soll am 8. März entlassen werden. Sprengstoff-Fund auf einer Grube = Aachen, 27. Februar. Ein Bergmann wurde im unterirdischen Betriebe der Grube„Maria“ dabei angetroffen, als er beim Besetzen der Bstzalscher ger suchte, Sprengstoff auf die Seite zu schaffen. Der Samstag, 28. Jebruar 1931 Kleine Provinz-Rundschau * Verbindlichkeitserklärung für die kommunalen Straßenbahner Westfalens. Der am 14. Februar gefällte Schiedsspruch des Zentralausschusses in Berlin für die kommunalen Straßenbahner von Rheinland und Westfalen ist vom Schlichter für den Bezirk Westfalen für verbindlich erklärt worden. * Annahme des Schiedsspruches für die rheinischwestfälischen Brotfabriken. Der am 20. Februar gefällte Schiedsspruch für die rheinisch=westfälischen Brotfabriken, der eine Lohnsenkung von 6 Prozent vorsah, ist von beiden Parteien angenommen worden. (2 Attentat auf das Verlagsgebäude der„Buer Volkszeitung“. Am Donnerstag,. kurz vor Wittgenacht, wurde von einer bis jehl noch unbekannten dem Verlagsgebäude der„Buerschen Volkszeitung" in der Hagenstraße in Buer eine große Spiegelscheibe durch einen Steinwurf zertrümmert. Der mit großer Wucht geschleuderte Stein blieb in den Setzkästen mit den Trümmern der Scheibe liegen.. ge, glich iner □ Großes Diebeslager entdeckt. Gelegentlich einer Durchsuchung durch die Kriminalpolizei in Hüls wurden bei einem Bergmann aus der Fahrenhorster Straße eine Menge Wäsche= und Bekleidungsstücke, die im Münsterland von freihängenden Wäschesuchte, Sprengstoff auf die Seite zu schaffen,„Der Mann wurde verhaftet. Wie es heißt, son eine Schachtel mit Sprengstoff. gefungen worden sein, die mehrere Straße eine Menge Wäsche= und Bekleidungs Tage in einem Versteck gelegen habe. Die Polizei und größtenteils im Münsterland von freihängenden die Staatsanwaltschaft sind noch mit der Aufklärung leinen gestohlen wurden, vorgefunden und beschlagnahmt. beschäftigt. Der Neubau des Oberlyzeums Wattenscheid in Essens Straßen Die Beisetzung von Essen, 27. Februar. Obwohl die Beisetzung von Frau Geheimrat Margarete Krupp sich nach ihrem eigenen Willen in schlichter Form vollzog, hatte sich eine riesige Menschenmenge in den Straßen, durch die sich der Trauerzug bewegte, angesammelt. von der Friedrichstraße bis zum Krupp=Friedhof und in der Umgebung des Bahnhofs staute sich die schenmenge in unübersehbarem Maße, so daß es der Polizei zu Fuß und zu Pferde nur mit großer Mühe gelang, den Verkehr in Gang zu halten und dem Trauerzuge den Weg zu bahnen. Die Trauerfeier auf Villa Hügel, wo eine unermeßliche Menge von Blumen und Beileidsbezeugungen aus ganz Deutschland eingetroffen waren, fand im engsten Kreise statt. Es hatten sich etwa 120 Personen im Gobelinsaal eingefunden, wo der Sarg, umgeben von einer Fülle von Blumen und Kränzen aufgebahrt war. Einleitend sang der Gemischte Chor des Kruppschen BildungsMargarete Krupp Vereins den Choral:„Wer weiß, wie nahe mir mein Ende.“ Dann ergriff Generallupexintendegt Dr. Klingemann, ein alter Freuno der Familie Krupp, der auch schon Friedrich Alfred Krupp zur letzten Ruhe geleitete, das Wort zu einer tiefempfundenen Trauerrede, in der er Leben und Entschlafenen würdigte. Darauf setzte sich der Zug (die Gäste fuhren sämtlich in Autos nach dem Kruppschen Friedhof) in Bewegung. Auf dem Friedhof wurden dem Sarg die Kränze der Familie Krupp, des ehemaligen Kaisers, der Stadt Essen und der Kruppschen Werke vorangetragen. Des beschränkten Raumes wegen versammelte sich auch am Grabe nur eine klein Trauergemeinde. Geheimer Baurat Dr. Ehrensberger, Mitglied des Kruppschen Aufsichtsrates, sprach als Vertreter des Werkes. Für die Stadt Essen sprach Oberbürgermeister Dr. Bracht. Generalfuperintendent Dr. Klingemann sprach die Schlußworte. Feuerwehrleute tragen den Sarg Margarete Krupps zum Grahe. Im Hintergrunde Krupp v. Bohlen und Halbach mit Frau Berta geb. Krupp. Der Erweiterungsbau des Oberlyzeums ist fertiggestellt und der Unterricht in allen Räumen aufgenommen. Die feierliche Uebergabe findet endgültig am 28. dieses Monats statt. Architektur und Grundrißlösung bestehen durch Klarheit und Uebersichtlichkeit. Durch den Haupteingang, der an der Westseite des Gebäudes angeordnet ist, gelangt man in eine geräumige Halle mit einer breiten Treppenanlage. Die Halle wiederholt sich in sämtlichen Geschossen und ist zentral zum alten Gebäude angeordnet. Das Untergeschoß enthält: die Hausmeisterwohnung, bestehend aus Küche, drei Zimmern und Klosett, Frühstücksraum, Milchküche, Heizkeller, Waschküche und die Klosettanlagen für die Schüler= und Lehrerinnen. Der eigentliche Klosettraum ist durch 1,90 Meter hohe Wände unterteilt und jede einzelne Zelle mit einer Tür versehen. Im Erdgeschoß befindet sich links neben dem Eingang das Dienstzimmer des Hausmeisters, das mit einer breiten Glaswand versehen ist und sich gegen die Eingangshalle öffnet und zur Ueberwachung des Haupteingangs dient. Gegenüber an der Südseite liegt das Direktorzimmer mit einem Bürozimmer, diesem wieder entsprechend das Lehrerinnen= und Lehrerzimmer mit anschließender Garderobe, links von diesen vier Klassenzimmer. Alle diese Räume sind entsprechend den Klassenräumen, die in hellem, freundlichem Anstrich gehalten sind, durchgebildet. Die räumliche Gestau ist aus einer vollkommenen durchdachten Zweckmäßigkeit geDas 1. Obergeschoß enthält die physikalischen Unterrichtsräume, wie Physiklehrsaal mit Uebungszimmer, Vorbereitungszimmer, Sammlungszimmer und Dunkelkammer, einen Biologie= und Chemielehrsaal mit Uebungsraum und Sammlungszimmer. Die Uebungszimmer sind mit ganz außerordentlicher Sorgfalt und unter Berücksichtigung aller heutigen Erkenntnisse und technischen Erfindunge ausgestaltet; ein umfangreiches Leitungsnetz— Gas=, Wasser= und elektrische Leitungen für Gleich= und Wechselstrom— führt zu den einzelnen Im 2. Obergeschoß folgt die modern ausgestattete Turnhalle mit Empore. Die Turnhalle ist mit sämtlichen Geräten ausgestattet. Einzelne Turngeräte können in kurzer Zeit entfernt werden; das ist von Wichtigkeit, da man die Turnhalle auch zu bestimmten Zeiten und Zwecken als Aula benutzen wird. Neben der Turnhalle liegen der Geräteraum, ein Umkleideraum mit Turnschränken und Waschgelegenheit, ein Unterrichtsraum, Garderobenraum und zwei weitere Klassenräume, die durch Aufstockung des alten Teiles gewonnen wurden und ein Musiksaal, der früher als Zeichenklasse benutzt wurde. Dachgeschoß enthält dann noch einen geräumigen Zeichensaal mit entsprechenden Nebenräumen für Zeichenutensilien und Modelle. Vom Zeichensgal gelangt aufgestockten Mittelbaues, wie geZeichenutensilien und Modelle. Von man auf die Pachterrasse des aufgestockten Mi die für Freiübungen und Freihandzeichnen schaffen ist. Die gute Wohnungseinrichtung seit 1886(.830 Sustav Blennemann Möbelhaus A. d. Maarbrücke 15/17— Frankenstr. 20/20 a Hübscher Trotteurschuh in haselnuß u. neuartiger Kombin. Fescher Lackspangenschuh mit I. XV-Absotz Beliebter, gern gekaufter A75 Lack-Spangenschuh Hübscher brauner Spangen- K25 schuh mit Laufabsatz G Eleganter Lackschuh für den 775 Noen Liwera-Strümpfe in entzückenden Farben Herren-Straßenschuh, gut und billig Wie Mmmer Wie nien Höchstleistungen in Goalital C. Preiswerdigken Sicäaaerzfon Bochum, Kortumstraße 69 Bochumer Anzeiger u. Gen. Anz. Von Kunst und Künstlern Samstag, 28. Februar 1931 Man liebt wieder traditionelle Musik Von R. Xlugmauer, letzter Tambourmajor des Intanterte-Regiments Roch- und Deutschmellter Nr. 4, Wien Zwei Möglichkeiten gibt es, das Interesse eines Stückes zu überraschen. Das gelang ihm vollkommen. Menschen zu erwecken. Entweder man packt ihn durch Wir studierten eine lustige Weise ein, und eines Moretwas Neues, Eigenartiges oder man ergreift ihn, in= gens begrüßten wir den Kaiser damit. Der Kaiser war man längst Vergangenes, Liebgewordenes in ihm freudig überrascht, er war erstaunt, wie gut die Prinlebendig werden läßt. Reizt in dem einen Fall das zen das Horn blasen konnten, und als wir unseren VorV. T: Bsbu#.,. Unbekannte, Sensationelle, so rührt der Effekt im zweiten Falle aus dem Zauber der Erinnerung her Es gibt viele Leute, denen ein modernes expressionistisches Gemälde garnichts sagt, während eine alte Gravüre oder ein Kupferstich, der vielleicht eine Szene aus längst verklungenen Tagen darstellt, sie im Grunde ihrer Seele zu eegreifen ermag. In der Musik ist es ähnlich so. Viele Leute schwärmen für die moderne Jazzmusik. Ihr Rhythmus packt sie, elektrisiert sie. Andere dagegen wieder sehen in diesen Schöpfungen etwas Fremdartiges, Exotisches, eine Musik, die ihrem Kulturempfinden zuwiderläuft. Sie ziehen das schlichte Volkslied, den seligen Wiener Walzer oder einen flotten Militärmarsch jener modernsten Musik vor Ich habe festgestellt, daß es nicht die schlechtesten Musikliebhaber sind, die unter Ablehnung der modernen Richtung die traditionelle Note in der Musik hochschätzen. Wir Deutschmeister spielen ja nur tradtionelle Musik. Wir pflegen die Wiener Potpourris und Phantasien, den Wiener Walzer, die Wiener Lieder und die alten flotten Militärmärsche. Und trotzdem— oder ich möchte fast sagen vielleicht gerade deswegen— jubelt man uns zu. Reich ist der musikalische Schatz, aus dem wir schöpfen. Wien, die alte Musikstadt, hat stets die Ehrfurcht vor dem Traditionellen gehabt. In der Vorkriegszeit gab es genügend Leute, die über hinreichend Geld und Geschmack verfügten, um eine kultivierte Musik zu pflegen. Heitere Feste verbanden damals die Mitglieder des Hofes mit dem Volke. In jener Zeit war Wien die echte Kaiserstadt, die Stadt der vornehmsten Geselligkeit, ein Weltzentrum heiteren Lebensgenusses. Noch heute nennt man es ja die Stadt der Lieder und der Frauen. Rhythmus und Melodie liegen seinen Bewohnern sozusagen im Blute. Daher besitzt auch die typische Wiener Musik stets ihren eigenen Zauber. Ja, ja, damals war eine wundervolle Zeit. Verklungen, aber unvergessen. Der alte Kaiser Franz Joseph, dessen hundertsten Geburtstag wir kürzlich feierten, gab mit seinem Hofe der Residenz das Gepräge. Der Kaiser war ein gutseliger Mensch, eine Persönlichkeit von höchstem Pflichtbewußtsein und von edelster Ritterlichkeit. Er selbst war zweifelsohne die Verkörperung bester Tradition in seiner Dynastie. Die schlichte Art seines Umganges und seine Leutseligkeit eroberten ihm alle Herzen im Sturm. Wie gerne gab er, wie oft hat er Leuten, die in Not geraten waren, aus seiner Privatschatulle geholfen. Der alte Kaiser war bekanntlich leidenschaftlicher Jäger. Er liebte den Wald, das Rauschen der Bäume, das Grün der Fluren, die Pflanzen= und Tierwelt. Meine Aufgabe war es, bei seinen Jagden das Jagdhorn zu blasen. Noch steht jene glückliche Zeit lebhaft vor meinem geistigen Auge. In Ischl kam einmal der Ersherzog Franz Salvator, der ein Schwiegersohn des Kaisers und Gatte der Erzherzogin Valerie war, zum Besuch. Er beauftragte mich, seinen Kindern, die heute auch schon alle große Menschen sind, das Jagdhornblasen beizubringen. Der Erzherzog hatte es sich vorgenommen, den alten Kaiser durch den Vortrag eines trag beendet hatten, rief er aus:„Das war ja großartig, über diese Ueberraschung habe ich mich von Herzen gefreut!“ Auch den kürzlich verstorbenen Prinzen Leopold von Bayern, den zweiten Schwiegersohn des seligen Kaisers und Gattin der Erzherzogin Gesela, habe ich bei den Jagden des Kaisers oft gesehen. Im Kriege sah ich den Prinzen Leopold dann einmal unter ganz anderen Verhältnissen wieder. Es war in der Polturkastellung bei Brody, wo die 25. Wiener Truppendivision unter dem Kommando des Generals von Boog, dessen Division auch das Wiener Hoch= und Deutschmeister=Regiment Nr. 4 angehörte und unter dem Befehle des Regimentskommandanten Oberst von Dükelmann stand, als Prinz Leopold von Bayern als Feldmarschall und Höchstkommandierender sämtlicher Arnieen an der Ostfront die 25. Wiener Truppendivision inspizierte. Bei dieser Gelegenheit erfuhr er durch den Obersten von Dükelmann, daß ich durch meine Reaktivierung wieder zum Wiener Hochund Deutschmeister=Regiment Nr. 4 als Tambour= Major eingestellt wurde. Prinz Leopold ließ mich damals durch Oberst von Dükelmann rufen; es war in einer Waldlichtung, wo ich dem Prinzen vorgestellt wurde. Dieser meinte, er freue sich darüber, mich wieder im Militärdienst zu sehen, doch merkte ich ihm die Trauer an, die er darüber empfand, daß aus dem lustigen Waldhornbläser ein ernster Kriegsmann geworden war. Eingehend erkundigte sich der Prinz nach dem Schicksal meiner Kupelle, doch mußte ich ihm leider erklären, daß sie stark verkleinert war, da viele meiner Musiker im aktiven Dienst Verwendung gefunden hatten. Er ist eine psychologisch gewiß nicht uninteressante Feststellung, daß heute das Publikum von meinen musikalischen Darbietungen in starker Weise gepackt wird. Schon wenn wir in unseren alten bunten osterreichischen Uniformen auftreten und ich als Tambour den Stab schwinge,— es ist derselbe, der mich im Kriege an die russische und italienische Front begleitete— geht eine freudige Erregung durch die Reihen der Zuhörer. Und wenn wir dann erst zu musizieren anfangen, wenn die alten Wiener Lieder, die Potpourris, die Phantasien und Tänze ertönen, dann ist der Kontakt mit dem Publikum sofort da. Dann summt und singt es leise mit und erzwingt sich immer neue Zugaben. Diese Draufgaben sind mir das Wichtigste. Sie reißen das Publikum mit, pulvern es auf und lassen es förmlich aus dem Häuschen geraten. Besonders, wenn unser Leibmarsch erklingt:„Wir sind vom k. u. k. Infanterieregiment Hoch= und Deutschmeister Nr.!“ Adel Rrodhlatute der Eiltpatalter Die Hochschule für Liliputaner, die Schneidersorgen. Da sie viele Länder kennen, mischen neueste Berliner Errungenschaft, sucht Nachwuchs! sie ihr reines Deutsch mit dem Esperanto der Dutzende von Truppen sind auf erfolgreichen Gastspielreisen im Auslande. Aber es dauert zwei bis drei Jahre, ehe ein Neuling bühnenreif ausgebildet ist. Windsor begegneten, und mit denen sie heute noch Deshalb muß von Zeit zu Zeit für junge Kräfte ge ein interessanter Briefwechsel verbindet. Und wieviele räfte sorgt werden. Nur besonders begabte und hübsche Erscheinungen, die nicht größer als 1,20 haben Aussicht angenommen zu werden. 88ur Meter sind, zu werden. Und von den Glücklichen, die in engster Wahl stehen, werden auch nur solche als Novizen in Betracht gezogen, die wirklich Lust und Liebe zum Artistenberuf haben. Denn es handelt sich ja nicht um eine geschickt inszenierte „Schaustellung“ von Zwergen, sondern um hochwertige Leistungen, denen mancher Große an Wagemut und Fleiß nachsteht. Sechs bis sieben Monate hat der Neuling Zeit, sich in der Truppe einzuleben, die meistens ihr Dauerheim in Berlin hat. Die Familie Schäfer führt seit vielen Jahren eine„Kleine Künstler=Agentur“, die gleichzeitig Studio, Klubheim und Zufluchtstätte für all die Miniaturmenschen ist, die aus aller Herren Länder zusammenkommen und hier wie in einer großen Familie leben. Augenblicklich sind sechs Herren in den Liliputzimmern zu Gaste, die alle Gegenstände des täglichen Bedarfes im kleinsten Maßstab enthalten. Aber nicht etwa Kinderbetten oder „niedliche" Wandbilder. Die Miniaturmenschen schlafen in ernsthaften, dunkelbraunen Eichenbetten, sitzen auf 50 Zentimeter hohen, gediegenen Stühlen und beschäftigen sich in ihrer arbeitsfreien Zeit mit denselben Problemen wie wir. Sie schwärmen für Theater und Tonfilm, spielen einen Grand mit Vieren oder sitzen stundenlang über einem schwierigen Schachzug. Und da sie in der Oeffentlichkeit immer Aufsehen erregen, haben sie auch ihre besonderen Varietébühnen, und sie wissen auch von Menschen zu erzählen, die ihnen in Lissabon oder in nationale Lebensgewohnheiten werden in diesem Haus gepflegt! Es ist eine erwiesene Tatsache, daß aus Ungarn ein großer Teil dieser kleinen Menschen kommt. Da ist z. B. Herr Arpad, dessen fünf kleine Geschwister alle bekannte Vatrieté= und Revuestars geworden sind. Er erzählt, daß er als Kind von zwei Jahren so groß war, daß man allgemein glaubte, er werde es zum Riesen bringen. Man denke sich: Ein Riese in Ungarn! Wo doch Holland allein das Privilegium für Giganten in Anspruch nehmen darf! Einer seiner Brüder tanzt mit der reizenden„Prinzessin Tiny“ einer graziösen Landsmännin. Diese Damen sind ganz und gar nicht mit kleinen Mädchen ihrer Größe zu vergleichen. Sie haben den ernsthaften Wunsch, ebenso begehrenswert zu sein wie ihre großen Schwestern und nähen sich ihre kleidsamen Kostüme vielfach selbst. Es werden in den MiniaturGarderoben genau soviele Patienten gelegt und Handarbeiten gestichelt wie bei den Kolleginnen vom Bau. Ein Bild, das von den kleinen Herrschaften bseonders geschätzt wird, zeigt einen feierlichen Krönungsumzug der Truppe in einer irischen Stadt. Mag sein, daß die Irländer sich auf seltsame Zwischenspiele in der Natur besonders gut verstehen— man sagt ihnen ja auch nach, daß sie das„zweite Gesicht" haben — jedenfalls schmückten sie den Kleinen der Kleinen mit dem Mantel des Sheriff und ließen ihn den festlichen Umzug anführen. Er wiegt sieben Kilo. Wenn man eine Weile in Lilliput zu Gaste ist, sich an der Unterhaltung beteiligt hat und einen Einblich in ihre bunte Welt tun darf, wird man höchstens Herrn Wulff bedauern müssen, der seine 2,13 Körperlänge gewaltig tief zur Erde beugen muß, um mit ritterlicher Geste Fräulein Marischka hochzuheben, die 58 Zentimeter mißt. Aber Herr Wulff ist unentbehrlich. Denn wer sollte wohl auf Reisen die schrecklich hohen Coupétüren öffnen, die weiten Wege über und Bühnentreppen abnehmen und die Koffer auf den haushohen Schränken verstauen, wenn man im Hotel angekommen ist?... Taganini auf der Zollstation Als Paganini einst auf einer Konzertreise war, wurde er auf einer Zollstation angehalten. Er sollte für seine Geigen eine bedeutende Abgabe zahlen. Vergebens bemühte er sich, den Beamten klarzumachen, daß er mit den Instrumenten keinen Handel treibe. Endlich entschloß er sich, die Geigen abzuschätzen. Um bei der Abgabe zu sparen, gab er ihren Wert nur sehr gering an. Die Beamten boten ihm darauf fünfzehn Prozent mehr für die Instrumente, sich auf das Gesetz berufend, nach dem jeder seine Waren für den Schätzungswert nebst fünfzehn Prozent der Zollbehörde überlassen muß. Die Geigen schienen verloren. Paganini fluchte, schimpfte und eilte, aufs höchste erregt, umher. Da kam ihm ein rettender Gedanke. Er nahm das wertvollste der Instrumente aus dem Kasten und begann zu spielen. Die Beamten hörten staunend zu, immer mehr Leute sammelten sich um ihn. Da er geendigt hatte, reichte ihm der Zollvorsteher die Geigen bin und sprach: Sie sind ein großer Meister. Reisen Sie in Gottes Namen unbehelligt!“ Einiges über Charlie Chaplin Chaplin kann mit der rechten wie auch mit der linken Hand schreiben. Chaplin arbeitet sehr unregelmäßig und dann auch nicht viel. An seinem Bett steht ein„Diktaphon.“ Wenn Chaplin nachts aufwacht und über seine Arbeit nachdenkt. passiert es öfters, daß er seine Gedanken in den Apparat spricht. Doch wenn seine Sekretärinnen am folgenden Morgen schreiben sollen, was ihm nachts durch den Kopf gegangen ist, ist es ihnen fast nicht möglich, aus diesem Durcheinander von Gedanken klug zu werden. Chaplin komponiert auch gern Jazzmotive und klassische Musik durcheinander. Niemals aber hat er seine Kompositionen bekanntgegeben. Auch für seinen Film„City Lioths“ hat er die Musik geschrieben. Niemals hat er Musikunterricht genossen, und dennoch spielt er gut Piano, Orgel, Violine, Cello, Saxophon und Harmonika. M. N. Zuckerkranke verlangen Sie kostenlos hochinteressante Schriften durch Fr. Löw, Walldort, Hesson 601 ju3S Viramingraibern ist arm an Alkohol, reich an Vitaminen. köstlich im Geschmack.— C Vertreter, Kilan Schreiber, Bochum, Bülowstr. 24. Tel. 69064 lais H. Wrede,.-Weitmar, Karl-Friedrich-Str. 22, Tel. 68980 Zur Zeit ist ihr Geid in Mobeln am besten angelegt WVARUNTT Mein Haus ist wie eine Sftentliche Ausstellung zwanglos zu besichtigen 1. Weil 2. Weil 3. Weil 4. Well 5. Well 6. Well ich im Preisabbau Außerordentliches geleistet habe. z. Zt. Möbelkauf die beste Geldanlage ist. sch in Preisen und Modellen nicht zu unterbleten bin. 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Allein die Besetzung ist eine einzige Genugtuung. Wenig Personen, aber dafur hervorragendste Schauspieler. Allen voran Renate Müller, die noch in bester Erinnerung aus dem — mit dem Schicksal der Frau empfindet. Der Oberst möchte ihr helfen, aber der Lord ist zu mächtig; er würde ihr mit der Trennung auch das Kind nehmen. Die Verhältnisse wurden für die Frau im Hause des Lords immer unerträglicher. Sie zieht in das Gartenhaus. Eine nächtliche harmlose Szene, ein russischer Fürst, ein Freund des Lords, wird von dem Gatten bei der Gattin angetroffen. Er erpreßt von ihr die schriftliche Einwilligung, daß sie in die Scheidung einwilligt und auf ihr Kind verzichtet. Zufällig ist der Oberst heimlicher Zeuge dieser Ervressung. Am anderen Morgen ist der Lord ermondet. Seine Brieftasche, die die Verzichterklärung der jungen Frau enthielt, ist im Besitz des Offiziers, das Schriftstück ist vernichtet. Der Oberst verläßt die Stadt und verabschiedet sich schriftlich von der Lady.— Conrad Veidt als Oberst und Mörder spielt die geheimnisvolle Gestalt in außerordentlich gestraffter und vornehm abgestimmter Haltung. Verhalten im Ausdruck wirkt sein Spiel doch außergewöhnlich durchsichtig, da er in dieser Rolle es mehr denn je verstehr, den psychologischen Wandel mit kleinsten, aber umso treffenderen Mitteln deutlich zu machen. Trude von Molos bezauberndes Wesen bringt in die spannungserfüllte Atmosphäre Charme und Grazie, während George in seiner brutalen Wucht als Lord dem Spiel Schwergewicht gibt.— Im Beiprogramm wird noch der Großfilm„Die Launen einer Künstlerin" gezeigt. „Die zärtlichen Verwandten“. im Apollotheater, Alleestraße. * Lachen braust durch das schöne Theater bei Richard Oswalds Tonfilmschwank„Die zärtlichen Verwandten". Es ist viel Lärm um eine bescheidene Familiengeschichte. 1 Die gesamte Verwandtschaft überfällt das junge Ehepaar. Vom ewig grollenden Onkel bis zum durchbrechenden Bett ist alles zur Stelle. Aus der langen Reihe prominenter Persönlichkeiten sind vor allem der „Onkel Emil“ Felix Bressarts und die„Tante Betty" der Adele Sandrock hervorzuheben. Auch all die anderen: Ralph Arthur Roberts, Wilhelm Bendow, Harald Paulsen, Charlotte Ander und Gustl StarkGstettenbaur tragen mit zu dem großen Erfolge bei. Wenn dann noch die einschmeichelnden Melodien Willy Rosens„Warum geht das Glück an mir vorbei" und „Wenn heut Nacht die Jazzband spielt". gespielt von den Weintraub Syncopators, das Ohr gefangen nehmen, dann trennt sich das Publikum nur schwer von den „Zärtlichen Verwandten".— Im Beiprogramm sieht man ein Sensationsabenteuer in sechs Tagen und sechs Nächten„Marcco der Todeskandidat“, und ein urkomisches Lustspiel„Der brennende Cowboy". „Lualen der Ehe“ in den Weltlichtspielen. In den Weltlichtspielen sieht man diese Woche Pola eori in„Qualen der Ehe". Das Motiv des RoNeorign###gen,##; Mguy u 5 big. mans„Die Schuld der Lavinia Mooreland in hier filmisch neu gestaltet. Pola Negri, die ziemlich unbestritten als die bedeutendste Vertreterin ihres Genres gilt, spielt die Hauptrolle. Sie verkörpert eine gehetzte junge Frau, die von vielen Intrigen und Verfolgungen umgeben ist. Ihr Spiel ist und bleibt an allen Stellen groß und meisterhaft. Sie versteht es, Leidenschaft, Schmerz, Liebe und Leid einer Frau wiederzugeben, wie kaum eine zweite Frau der Welt. Ihr geschickter und interessanter Gegenspieler ist Einar Hanson. Ein guter stummer Film. Außerdem sieht man in dem Beiprogramm das köstliche Lustspiel mit Marion Davis in„Es tut sich was in Hollywood". Was diesen Film so interessant macht, ist in erster Linie die Tatsache, daß in ihm folgende Filmgrößen als Statisten auftreten: Charlie Chaplin, Douglas Fairbanks, John Gilbert, Norma Talmadge, Rod la Rossue usw. „Alpine Majestäten“. in den Ehrenfelder Lichtspielen. Höhepunkt des Programms, das von Samstag, 28. Februar, bis einschließlich Montag, 2. März, im Jugendheim, Meinolphusstraße, läuft, ist der Berg= und Der Toisnin„Hidel Menschen“ in der Lichtoueg Renate Müller und Felix Bressart in dem im Ufa=Theater Tonhalle laufenden TonfilmLustspiel„Die Privatsekretärin“. deier Fraut liet Frust und Hanor, Wib und lecher. legenheit, entschiedenes Wissen um was es geht und sicherer Erfolg. Ihr Partner, der Bankdirektor, wird von Hermann Thimig mustergültig gegeben. Seit hren hat man diesen großen Schauspieler nicht mehr im Film gesehen. Jetzt entdeckte ihn der Tonfilm neu und hat damit sich und dem Kinoliebhaber den besten erwiesen. Der Verbindungspunkt beider liegt bei Felix Bressart. Ueber ihn ist kein Wort zu verlieren. Dieses Unikum muß man sehen, zumal in diesem Film, wo er mit ganz neuen Mitteln arbeitet. Seine Komik ist unwiderstehlich. Lachen ohne die Leistung dieser drei Filmgrößen am besten. Die Begleitmusik würzt den Gesamteindruck delikat und bereitet jedem Besucher zwei Stunden befreienden Humors und erquickenden Lachens.— Im wird ein herrlicher Winterfilm, eine tolle Tiergeschichte des bayerischen Trickfilms und die aktuelle Wochenschau gezeigt. Es sind einige Jahre her, seit der Film„Zwei Menschen" nach dem viel gelesenen Roman von Richard Voß in der stummen Fassung eines starken Erfolges sich erfreuen konnte. Man erinnert sich noch, daß das Lebensschicksal der beiden Gebirgsmenschen in seiner erschütternden Tragik als einer der stärksten Filmstoffe jener Zeit sich erwies. Der Tonfilm hat an der Wirksamkeit der nicht alltäglichen, seltsam packenden Handlung nichts geändert. Das aber nur Dank einer außerordentlich vorsichtigen und geschmackvollen Regie Erich Waschnecks, der sich bewußt war, daß er den zweifellos sehr heiklen Stoff, diesen Roman tiefster seelischer Konflikte, durch wenige falsche Details und unkluge Uebertreibungen um sein Bestes bringen würde. So hütet er sich zunächst einmal, dem Ton in der neuen Fassung mehr Raum zu geben als notwendig, die Begleitmusik ist auf ein Mindestmaß stimmungsvoller Unterstreichung reduziert und der Dialog enthält nur kürze, eindringliche Szenen, Worte oft nur, die um so erschütternder die Situation beleuchten. Auch sonst ist die Handlung wohltuend straff gefaßt, nirgendwo eine Ueberflüssigkeit. Sehr schöne Bilder und Aufnahmen geben prachtvollen szenischen Rahmen. Wenn irgendwann, so war in diesem Film die Besetzung wenigstens der Hauptpartien eine Frage größter Wichtigkeit. Menschen, wie sie Voß hier meisterhaft ter. Wichtigten. hgst und schildert, ist nicht mit routinierter Schauspieltunn und gewandtem darstellerischen Vermögen allein beizukommen. Hier wirkt nur große, tiefe und echte Gestaltungskraft des innerlich erlebenden Künstlers, die aufwühlenden Seelenkämpfe und Herzensqualen überzeugend zu verdeutlichen. In hervorragendem Maße gelingt das Gustav Fröhlich, dessen ernste, frisch=herbe Männlichkeit den jungen Menschen auf seinem ergreifend schweren Lebensweg mit menschlicher und künstlerischer Größe zu stärkster Eindringlichkeit steigert. Prachtvoll dieser Kopf, ausgezeichnet die Sprache. Ueberraschend gut und echt findet sich Charlotte Susa in die Rolle der Judith Platter, schlicht und wahr in ungekunstelter Empfindung. Um diese Helden gelegentlich ein wenig gemachtes Komödiantentum, aber nicht gerade störend. Köstlich wieder Lucie Englisch in einer humorvollen Partie.— Viele haben mit Ergriffenheit den stummen Film gesehen, ehenso vielen wiro die neue Fassung ein starkes Erlebnis sein. * Um den herrlichen Sprech=Tonfilm„Zwei Menschen" möglichst weiten Kreise zugänglich zu machen, wird er am Sonntag vormittag 11.15 Uhr in der Lichtburg in einer Früh=Vorstellung zu halben Preisen auf allen Plätzen gezeigt. Kassenöffnung ab 10 Uhr morgens. Es empfiehlt sich, von dieser Gelegenheit regen Gebrauch zu machen. „Die Alpen“, Sonntag, 1. Märg, 11.15 Uhr, im halle“ zur Vorführung. Wo der Film bisher, Augun führung gelangte, war man des Lobes voll. In ounter Folge ziehen herrliche Bilder an dem freudetrunkenen Auge vorüber. Nur einiges: Rheinfall bei sen Zürich, Luzern, Vierwaldstättersee, Lötschbergbahn. dann die Riesen, die Drei= und Viertausender, das kantige, schwer besteigbare Matterhorn, Castor und Polins Engadin,„doß.„schöpite Hochtal Europas“, sieht Pis Bernina, Piz Palü und Piz Rosegg, die Boval= und Diavollezza=Hütte, staunt über die Tätigkeit der riesigen Schneeschieudern bei fünf Meter hohem Schnee und gelangt nach St. Moritz ins internationale Wintersportgebiet. „Der Mann, der den Mord beging“. im Capitol. Das Capitol zeigt einen Tonfilm, der ohne Zweifel zu den besten des Jabres gehört. Claude Far rères Roman„Der Mann, der den Mord beging“ ist zu einer packenden tet worden die eine künstlerische Höchstleistung darstellt. Eine hübsche Frau(Trude von wcolo) und ein brutaler reicher englischer Lord(George) führen keine glückliche Ehe. Die Frau hat sich anscheinend mir dem schweren Los, an das sie frühzeitig gebunden wurde, abgefunden. Ihre ganze Liebe gilt ihrem Kinde. Mit dem Tage aber, da ein französischer Oberst(Conrad Veidt) die Bekanntschaft der fürstlichen Familie gemacht hat, beginnt die Tragödie der Lady. Die vernachlässigte junge Frau wird unzufrieden. Sie erkennt, welche Fesseln ihr die Ehe angelegt hat. Nur ihres Kindes wegen trennt sie sich nicht von ihrem genußsüchtigen Gatten. Die tiefe Zuneigung des Offiziers zu der Lady ist zum großen Teil aus dem Mitleid geboren, das er 28. Jebruar 1931 Sportfilm„Alpine Majestäten“(Im Banne der Vermatter Eisriesen). Nicht ein Film, der durch eine mehr oder weniger unmögliche Liebesgeschichte, sondern ein Film, der durch die gewaltigen Bilder des eigentlichen Hochgebirges selbst und durch vorzügliche alpine und skiläuferische Leistungen Spannung und Freude auslösen wird.— Im Beiprogramm wird ein schöner„RinTin=Tin=Film" gezeigt. „Elappe 1918“ in der Lichtspielbühne, Marienstraße. Der Film„Etappe 1918“ mit'Brien George und Lois Moran in den Hauptrollen zeigt Leid und Freud der Spione. Man sieht eine tapfere deutsche Frau an der englischen Front und einen englischen Offizier in deutscher Uniform an der deutschen Fronl. Beide versuchen bis zum Ende ihrem Vaterlande als Spion zu dienen.— Der zweite Film„Liebeskleeblatt" oder„Noch ist die blühende goldene Zeit" ist ein lustiges Verwechslungsspiel in 7 Akten mit Lachen ohne Ende, Nur noch heute, Sonntag und Montag, abenos 8 Uhr: Sonntag ab 6 Uhr. Jugendvorstellung Sonntag.30 Uhr mit„Amor auf Ski“, zwei Stunden Lachen ohne Ende. Heute nachmittag um 4 Uhr und 6 Uhr läuft zum letzten Male der Lourdesfilm! „Der Mönch von St. Bartholomä“ in der Bilderschau. In Erstaufführung für Bochum gelangt ab heute der sehenswerte Film,„Der Mönch von St. Bartholomä“, in der Bilderschau zur Aufführung. Ein prächtiges Filmwerk, das in unvergleichlich schönen Bildern dem Beschauer angesichts der gigantischen unberechenbaren Kräfte der Alpennatur die Allmacht des Schöpfers aller Welten offenbart. Ganz besonders zu erwähnen sind Charles Willy Kayser als Pater Antonius, Hans Beck=Gaden als Mosner Lenz, Grit Haid, sein Weib, und der urfidele, nimmermüde Weiß Ferdl, der in jeder Szene die Lacher auf seiner Seite hat. Die Wochenschau und der lustige Teil bilden den Abschluß, des Spielplanes.— Sonntag nachmittag findet eine Jugendvorstellung statt. Beginn wie immer 3½ Uhr. „Das Wolgamädchen“. in den Skala=Lichtspielen. Mit einem abwechslungsreichen Programm warten die Skala=Lichtspiele auf. Im ersten Film,„Das Wolgamädchen", verkörpert Evelyn Holt die rührende Gestalt eines hilflosen russischen Waisenmädchens, das schuldlos rohen Ausbeutern preisgegeben ist. Das wirksame Gegenstück ist der zweite Großfilm,„Der geheimnisvolle Kavalier", in dem Richard Talmadge alle Register seiner artistischen und sportlichen Gewandtheit zeigen kann. Als dritter Schlager wird ein flotter Wildwestfilm gezeigt:„Zur Strecke gebracht". „Mutter Krausens Fahrt ins Glück“ im Odeon, Bochum V. Dieser Film, der zu Ehren Professor Heinrich Zilles unter Mitwirkung von Frau Professor Käthe Kollwitz und anderen namhaften Künstlern hergestellt wurde, ist ein Werk von außerordentlicher Wirkung und Gestaltungskraft. Es sind keine Schauspieler, denen wir in dem Film begegnen, sondern Menschen, Menschen aus dem ärmsten Viertel der Großstadt Berlin. Das Leben selbst schrieb das Manuskript. Harry Piel beherrscht den zweiten Teil des Programms mit seinem erfolgreichen Großfilm:„Eine Woche unter Apachen". Eine originelle Groteske und ein Lehrfilm sind sehenswerte Beigaben. Briefe an den Bochumer Anzeiger Die Erwerbslosen haben sich gefreut über die loyale Geste des Rundfunks gegenüber den Erwerbslosen, denen er die Teilnahme am Rundfunk auch ohne Gebühren erlauben will. Aber jetzt sieht die Sache doch etwas anders aus. Nach 1½jähriger Teilnahme am Rundfunk mußte ich den Rundfunk wegen Erwerbslosigkeit abbestellen. Jetzt kam die gütige Geste des Rundfunks, ein mitleidiges Herz schenkte mir eine Anode, und ich wiegte mich in der Hoffnung, wieder teilnehmen zu dürfen an einer der schönsten Kultureinrichtungen unserer an Illusionen so armen Zeit. Aber, wie gesagt, es war„Essig" damit. Denn es ist so: Gebührenfreier Teilnehmer kann man nur werden, wenn man bisher den Rundfunk nicht abbestellen brauchte. War man aber gen oder hatte man nie das Geld, sich Rundfunk zuzulegen, dann ist man auf dem Gebiet des Rundfunks vom kostenlosen Teilnehmen ausgeschlossen. Deshalb, lieber Rundfunk, warum gehst du nicht wenigstens einen Schritt weiter und gewährst den erwerbslosen früheren Teilnehmern die Freude des Zuhörens, des Anteilnehmens an allem, was der Rundfunk Schönes bietet Warum müssen unsere Empfangsgeräte in den Ecken verstauben? Dieser Schritt kostet dir doch keinen Pfennig, du erwirbst dir damit neue Freunde und machst damit — wie es deine Absicht wohl auch war— allen Erwerbslosen, soweit sie dich kannten und liebten, die Freude der Entspannung und Ableitung vom Grübeln über unsere trostlosen Zeiten. Charlotte Susa und Gustav Fröhlich im Tonfilm„Zwei Menschen“, der zur Zeit auf dem Programm T F WO F Lichtburg steht. „Krg,s, kaur appen Waschen Sie Ihre Wollsachen kaltes Wasser.) Ohne jedes Reimit dem unvergleichlichen Persil, denn gerade für Wolle eignet sich Persil wundervoll. (Man rechnet einen gehäuften Eßlöffel Persil auf je 2 Liter ben entzieht das kalte Persilbad der Wollfaser Schmutz und Flecke und läßt sie wieder farbenfroh, frischdustend und * tadellos sauber erstehen! 18913 Bochumer Anzeiger u. Gen. Anz. Laeienz Spler und Ezrel Samstag, 28. Februar 1931 Eilkelleidungenrioheniaheh Germanias 06 letzter Gang in Elfen Bezirksliga Wie nicht anders zu erwarten war, ist der Ruhrbezirk im W. S. V. mit der Ermittlung seines Meisters nicht in dem Maße vorangekommen, daß er diesen bereits für den ersten Termin der westdeutschen Endspiele, also 8. März, hätte melden können. In beiden Gruppen stehen die Entscheidungen noch aus, da einmal die Bochumer Germanen am Vorsonntage gegen Alemannia Dortmund nur einen Punkt verloren, und zum andern der Kampf„Schwarz= Weiß Essen— Gelsenkirchen 07 als Freundschaftsspiel gewertet wurde. Die noch ausstehende klare Sicht soll nun am 1. März geschaffen werden, und zwar in den Kämpfen Essen 99— Germania Bochum und Germania Herne— Schwarz=Weiß Essen. Germania Bochum erschließt sich hier die letzte Möglichkeit, mit dem Tabellenführer, Westfalia Herne, Punktgleichheit zu erreichen, und deshalb wird es zu einem Einsatz letzter Energien kommen. Vor der gleichen Notwendigkeit, unbedingt einen Sieg zu melden, steht auch der S. C. Schwarz=Weiß Essen, der sich mit der Hoffnung trägt, der Gelsenkirchener Union in der zweiten Staffel erfolgreiche Rivalität bieten zu können. Der Gesellschaftsspielbetrieb ist zwar nicht sehr rege, dafür aber mit einigen interessanten Paarungen durchsetzt. Es spielen in der Gruppe A: Essen 99— Germania Bochum. Horst=Emscher— Alemannia Dortmund. Gruppe B: Germania Herne— Schwarz=Weiß Essen. Freundschaftsspiele: B. V. Altenessen— Duisburger F. V. 08. Gelsenkirchen 07— Gerresheim 08. Westfalia Herne— S. T. V. Werne. Tus Bochum— S. V. Ehrenfeld. Schalke 04 weilt im benachbarten Niederrheinbezirk und wird gegen Duisburg 99 einen sicheren Sieg erstreiten. * Essen 99— Germania Bochum. Die Fahrt nach Essen werden die Germanen sicherlich nicht ohne gründliche Vorbereitung unternehmen, denn es wird ihnen bekannt sein, daß Essen 99 ein wirklich spieltüchtiger Partner ist, dessen Niederlagen mehr ein Mangel an Energie, denn an Können zuließ. Es wird zweifelsohne zu einem harten Strauß kommen, in dem der Gastgeber versuchen wird, sich einen guten Abgang zu verschaffen, während der Besucher weit wichtigere Interessen zu verteidigen hat. Wir glauben nicht in der Annahme fehlzugehen, daß sich Germania zahlenmäßig knapp in Vorteil setzen wird. Horst=Emscher— Alemannia Dortmund. Wenn auch dem Besucher, spielkulturell gesehen, der Vorzug zu geben ist, so weiß man doch, daß der Platzverein zu Hause eine gute Klinge schlägt. Ein Sieg des Besuchers wird vom Gastgeber nicht abzuwenden sein. Germania Herne— Schwarz=Weiß Essen. Das Gegenstück zum Essener Treffen und eine schwere Prüfung für den Besucher aus Essen. Er wird schon zu einer ganz großen Form auflaufen müssen, um den Germanen die Möglichkeit zum Erfolge zu vereiteln und sich diese selbst zu erschließen. Hat Schwarz=Weiß die Leistungsgrenze des Vorsonntags zur Verfügung, die Gelsenkirchen 07 eine:=Niederlage bereitete, wird ein knapper Sieg gelingen und damit die Frage der Meisterschaft in der zweiten Staffel weiterhin noch ungelöst bleiben. Westfalia Herne— STV. Werne. Die Herner Westfalia ist augenscheinlich bemüht, sich die Schlagkraft für die noch ausstehende Entscheidung in der Meisterermittlung zu erhalten. Sie hat sich einen recht spieltüchtigen Partner verpflichtet. Wir ziehen einen knappen Sieg des Gastgebers nicht in Zweifel. Tus Bochum— SV. Ehrenfeld. Dieser Kräftevergleich hat lediglich lokale Bedeutung. Tus, der nach vielen unglücklichen Kämpfen nur eine untergeordnete Rolle in der Meisterschaft spielen konnte, trifft auf einen Gegner, der in der Gruppe Bochum der ersten Bezirksklasse die besten Aussichten auf die Meisterschaft und damit auch den Eintritt in die Sonderklasse hat. Ehrenfelds größere Kampfkraft wird den Ausschlag in diesem Spiel geben. 1. Bezirksklaffe Gruppe Bochum: Preußen Bochum— Henrichshütte Rasensport Bochum— Union Günnigfeld Gesellschaftsspiel: Holthausen— Sodingen Gruppe Gelsenkirchen: Preußen Gladbeck— TB. Eickel Preußen Wanne— Hüllen 07 Schonnebeck 1910— Erle 08 SV. Röhlinghausen— Schwarz=Gelb Gladbeck Die Preußen werdens nicht ganz leicht mit den „Hüttenleuten" haben, denn von jeher war das Gewinnen über die Hattinger schwer. Eine Verlustpartie würde die Aufstiegsaussichten der Bochumer stark herabmindern. Rasensport empfängt in Union Günnigfeld einen gleichstarken Gegner. Das Ende wird sehr knapp werden. Es dürfte voraussichtlich zu Gunsten der Rasensportler ausfallen. Der Gast der Holthausener stellt eine der besten Mannschaften in der Dortmunder Gruppe. Da der Gastgeber in seinen letzten Meisterschaftsspielen mit mehrfachem Ersatz antreten mußte und daher versagte, so wird er es diesmal mit Neuaufstellung Bochum=West— Reichsbahn— dem Spiel BochumGewinner dieser Beaufsteigt. Gauklaffe Gruppe 1: Eppendorf Querenburg Gruppe 2: Harpen— Hordel Besondere Bedeutung kommt West— Eppendorf zu, da der gegnung in die II. Bezirksklasse Hohenlimburg bei Bochum-Welt Am Sonntag hat der Sportklub„Bochum=West" die kampfstarke Mannschaft des Kraftsportvereins„Hohenlimburg" zu einem Freundschaftstreffen verpflichtet. Der Ausgang des Kampfes läßt sich schwer voraussagen, da„Hohenlimburg“ in der Kreisliga ringt. Die Mannschaftsaufstellung ist folgende: Hohenlimburg Bochum=West. Bantam: Schmitz gegen Guttek. Feder: Knothe gegen Zinda. Leicht: Horstkotte gegen Sawischlewski. Welter: Glod gegen Lange. Mittel: Rüschenscheid gegen Watzke. Halbschwer: Bastian gegen Kloß. Schwer: Wellmann II gegen Völker. Werks- und Firmensport Am Samstag und Sonntag fallen die Meisterschaftsspiele aus. Lediglich zwei Gesellschaftsspiele sind zum Abschluß gekommen. Im ersten Treffen am Samstag nachmittag begegnen sich erstmalig„Glück=Auf" und „Westfalia=Dinnendahl= Gröppel". Der Ausgang dieses Spieles ist offen, da„Westfalia=Dinnen= dahl=Groppel noch Neuling in der Arbeitsgemeinschaft ist. Allem Anschein nach wird die Mannschaft der Knappschaft das Spiel gewinnen. Am Sonntag morgen spielen TuS.„Constantin"—„Bergmannsheil". Dieses Treffen dürfte eine sichere Angelegenheit für„Constantin" sein. versuchen. 2. Bezirksklaffe Gruppe 1: — Riemke Ein Städtckampf Bochumer Kunstturner in Krefeld. Die Turngemeinde Bochum folgt am Sonntag einer Einladung nach Krefeld, um gegen eine aus drei Krefelder Vereinen zusammengesetzte Stadtmannschaft. einen Wettkampf im Kunstturnen auszutragen. Zu jeder Mannschaft gehören sechs Turner und ein Ersatzmann. Der Kampf wird von den Krefeldern mit folgenden Turnern bestritten: Hackel(Tv. Krefeld 55), Esser(Tv.„Gut Heil“) Welter Tv. Krefeld 55), Lenders (Tv. Krefeld 55), Möllmann(Tv.„Gut Heil"), Hausmann(Tv. Inrath), Leppe(Tv. Krefeld 55). Die Turngemeinde entsendet folgende Mannschaft: Neuhaus, Platzek, Alfred und Ernst Kargol, Wittke, Seuff und Bauckhage. Die Aussichten der Krefelder Mannschaft sind gut, da sie vielfach erprobte Wetturner in ihren Reihen hat. Aber auch die Kampfstärke der Einheimischen ist hervorragend. Jedenfalls werden die Bochumer ihr Bestes geben und ihre Vaterstadt würdig vertreten. Jubiläumsspiel der Boruffia Borussia Bochum(DT.)— Sportklub Altenbochum (WSV.). Die„Borussen", die von ihren bisher ausgetragenen 99 Spielen neben 24 Verlust= und 15 Remisspielen 60 Siege zu verzeichnen haben, konnten in letzter Zeit von Sieg zu Sieg eilen und dabei spielstarken WSV.=Vertretern das Nachsehen geben. Das Spiel wird also Aufschluß zu geben haben, ob die spielstarken Altenbochumer den Siegeszug des DT.=Neulings„Borussia“ hemmen können. Freier Deutscher Turnerbund Handball=Meisterschaft des Kreises I. Nach dem Terminkalender spielen Sonntag folgende Vereine:„Jahn“ Holsterhausen—„Jahn“ Hofstede, „Frisch Auf" Altenbochum—„Einigkeit" Bochum=Ehren== feld,„Einigkeit“ Herne—„Turnerbund“ Herne,„Einigkeit" Bismarck—„Club“ Holsterhausen,„Germania" Wanne—„Starke Eiche" Bochum. Die voraussichtlichen Sieger der Begegnungen müßten formgemäß„Jahn“ Holsterhausen,„Einigkeit", Bochum=Ehrenfeld,„Einigkeit“ Herne,„Einigkeit" Bismarck und„Germania" Wanne sein. Radlport Die D. R.., Ortsgruppe Bochum, eröffnet am Sonntag bei günstigem Wetter ihre diesjährige Saison mit einer Fuchsjagd, anschließend QuerfeldeinMeisterschaft. Start morgens 9 Uhr am Vereinslokal Reker. Ein rag der Seirwimer Das Gefallenen-Gedenkichwimmen des S. V. Blau-Weiß auch hier die Gewähr Das neben einigen Einladungswettkämpfen im Rahmen stadtinterner Wettkämpfe ausgeschriebene Gefallenen=Gedenkschwimmen am morgigen Sonntag hat ein gutes Meldeergebnis gefunden. Bochums Sportschwimmer waren sich der Ehrenpflicht bewußt, dem Rufe des Veranstalters Folge zu leisten, um durch zahlreiche Teilnahme diese Schwimmveranstaltung zu einer ernsten Kundgebung auf der Sportbahn zu gestalten. Im Mittelpunkt der Veranstaltung steht das Sternemann=Kerstein=Gedächtnisspringen. Eine hervorragende Besetzung, am Start sind Himmen(Lüdenscheid), Graumann(Dortmund), Kohlitz (Bochum) und Jungbluth(Barmen), wird Spitzenleistung deutschen Kunstspringens demonstrieren. Viel Kampf verspricht das Einladungsbrustschwimmen, das in einem Zweikampf über 100 und 200 Meter Herde(Bochum) und Beckmann(Dortmund) zusammenbringt. Während über 100 Meter Herde als der Schnellere bezeichnet werden kann, erscheint uns der Ausgang des 200=Meter=Rennens durchaus offen. Im Hamblock=Gedächtnisschwimmen, 100 Meter Herrenfreistil, kommt die mit Interesse erwartete Begegnung Hackenberg— Wingens durch Fernbleiben von Hackenberg leider nicht zustande. Beim Heinemann=Gedächtnisschwimmen, 100 Meter Brust, sind derart viel Meldungen eingegangen, daß der Veranstalter diesen Wettkampf in drei Leistungsklassen startet. In Klasse 1 haben Mäusezahl und der jugendliche Dieser(„Blau=Weiß"), in Klasse 2 die jugendlichen Kohlmann und Schlutius („Blau=Weiß") und der Werner Schwimmer Schminke und in Klasse 3 der Spartaner Balthasar die meisten Gewinnaussichten. Das Rückenschwimmen ist eine sichere Angelegenheit des„Blau=Weißen" Haaß. Im Jugendfreistil 100 Meter hat der Stadtmeister Mesche sich in erster Linie gegen den aufstrebenden Ströhm zu behaupten. Das weitere Programm sieht Damenwettkämpfe, Schulstaffeln und Jugendstaffeln bei guter Besetzung vor. Im abschließenden Wasserballspiel trifft„Blau=Weiß“ auf„Westfalen“ Dortmund. Die Dortmunder " d als Vertreter eines technisch hochstehenden Wassersind balls genügend bekannt, so daß für guten Sport gegeben ist. Höher ging’s kaum B. S. K. 19— Gladbeck 15:1. Der neunte Kampfabend des kleinen Rings im Griesenbruch war wieder ein voller Erfolg. Das Haus war bis auf den letzten Platz besetzt. Der alte Fehler bleibt die Pünktlichkeit, mit der es sehr schlecht bestellt ist. Nach der großen Enttäuschung des letzten Kampfabends bot die gestrige Veranstaltung spannenden und harten Sport, so daß die zahlreichen Besucher voll auf ihre Kosten kamen. Die Gäste konnten trotz guten Könnens nur einen Punkt im Bantamgewicht buchen, ein Beweis der großen Stärke des B. S. K. 19. Die Kämpfe nahmen folgenden Verlauf: Im Fliegengewicht zeigte der Gaumeister Kaiser(Gl.) mäßige Leistungen. Menne I(.) war dem Gaumeister in allen drei Runden stark überlegen und wurde hoher Punktsieger. Ein hartes Treffen gab es im Bantamgewicht zwischen Distelrath (.) und Orlick(Gl.). Unentschieden war ein gerechtes Urteil. Im Leichtgewicht standen sich Erbsner(.) und Gomilla(Gl.) gegenüber. Der Bochumer zeigte wieder gutes Können. Trotzdem er seinen Gegner viermal zu Boden hatte, langte es nur zu einem Punktsieg. Den Federgewichtskampf bestritten Jestedt(.) und Domke(Gl.). Nach einem harten Kampf blieb der Bochumer verdienter Punktsieger. Im Weltergewicht konnte Vlimzick(.) einen klaren Punktsieg über Schneck II (Gl.) erkämpfen. Der Bochumer nutzte die sichere Gelegenheit für einen entscheidenden Sieg in der letzten Runde nicht aus. Der Kampf im Mittelgewicht zwischen Fischer(.) und Schneck I(Gl.) konnte nicht gefallen. Der Bochumer wurde Punktsieger. Im Halbschwergewicht hatte Vienhoven(.) in Olk(Gl.) keinen gleichwertigen Gegner. Der Ringrichter stoppte den Kampf in der zweiten Runde zu Gunsten des Bochumers. Im Schwergewicht trafen sich Hochfeld (.) und Ky(Gl.). Beide lieferten sich einen verbissenen Kampf, den der Bochumer nach Punkten für sich entscheiden konnte. Langendreer 04 VfB. Werne— LFC. Laer Gruppe 2: Weitmar 09— Herbede Winz=Baak— Welper Gesellschaftsspiel: Phönix— Reichsbahn Tus. Liungendreer 04 wird es mit dem starken Gegner aus Riemke nicht ganz leicht haben. Der Sieg dürfte ebenso wie der des BCF. Laer sehr knapp ausfallen, Herbede und Welper haben in der Gruppe II die besseren Siegesaussichten. Von Haines bis Schäfer Zur Geschichte des Eiskunftlaufs So alt die Brauchkunst des Eislaufens ist, die schon in grauer Vorzeit ausgeübt wurde, umfaßt die Geschichte des Kunstlaufs doch nur Jahrzehnte. Wettläufe wurden nach Olaf Magnus zwar bereits 1855 in Skandina= vien ausgetragen und reichen sicherlich noch weiter zurück, aber erst 1863 erschien in Europa der Amerikaner Jackson Haines, den man als Vater des Kunstlaufs" bezeichnet. Er hat nie eine Weltmeisterschaft besessen, die zu seiner Zeit unbekannt war, aber es ist bezeichnend, daß die Spuren der größten Talente auf ihn zurückführen. Es dürfte bei uns wenig bekannt sein, daß die 1896 in Petersburg ausgetragene erste Weltmeisterschaft im Eiskunstlauf von einem Deutschen gewonnen wurde. Gilbert Fuchs ist der einzige Läufer von internationalem Format geblieben, den unser Vaterland hervorgebracht hat, und er war es auch, der zehn Jahre später in seiner Vaterstadt München die großartige Meisterschaftsserie des Schweden Ulrich Salchow unterbrach. Dieser begann um die Jahrhundertwende einen Siegeszug, der in der Sportgeschichte seinesgleichen sucht; nicht weniger als zehnmal sicherte er sich den stolzen Titel eines Weltmeisters. Damit hatte der nordische Stil einen Vorsprung, der bis auf den heutigen Tag nicht aufgeholt werden konnte, wenn auch die Wiener Schule mehr und mehr an Boden gewann. Nachdem Kachler den zehnfachen Weltmeister abgelöst hatte, blieben wohl Gösta Sandahl(1914) und nach dem Kriege Gillis Grafström(1922, 1924 und 1929) für Schweden siegreich, aber sechsmal sind dann Wiener in der Meldeliste verzeichnet, deren erfolgreichster Vertreter bisher der viermalige Weltmeister Böckl ist. Nicht lange mehr, so scheint es, wird ihn der junge Karl Schäfer überflügelt haben, dessen Stern mit der Sonja Henie so hell am Eislaufhimmel erstrahlt, daß man fast vergißt, wie diese Kunst gegen die Zeit zu kämpfen hat. Denn der Eislauf ist im Grunde ein sterbender Sport, durch die milden Winter kann ihm die Allgemeinheit nicht mehr so nachgehen, daß eine breitere Basis möglich wäre; zudem ist er auch noch etwas aus der Mode gekommen. Neben den Berufsläufern, die auf den Wintersportplätzen noch häufig in Erscheinung treten, können es sich heute nur wenige Amateure leisten, diesem schönen Sport regelmäßig nachzugehen. Seine Wurzeln ruhen in den Vereinen und Kunstbahnen einiger mitteleuropäischer Großstädte, wo das Publikum noch immer begeistert den Darbietungen einiger begnadeter Könner zujubelt, deren Programm freilich nur bei den Meisterschaftskämpfen stärker hervortritt und im übrigen schon ein Füllsel zum Eishockey geworden ist, das dem Zeitgeschmack mehr entspricht. Karl Schäfer und Sonja Henie verteidigen ihre Weltmeisterschaften in Berlin. Die Eislaufsaison erreicht mit den am Wochenende im Berliner Sportpalast stattfindenden Weltmeisterschaften im Kunstlaufen ihren Höhepunkt und Abschluß. Für die unter der Schirmherrschaft des Außenministers Dr. Curtius stehende Veranstaltung stiftete Reichspräsident von Hindenburg einen Ehrenpreis, der dem Sieger in der Herrenmeisterschaft zufallen wird. Das bisherige Meldeergebnis verspricht eine großartige Besetzung. Die Besten aus Amerika. Frankreich, Deutschland, Oesterreich, Ungarn, der Tschechoslowakei, Norwegen, Finnland und Schweden geben sich ein Stelldichein. Zur Herrenmeisterschaft liegen elf Anmeldungen vor. Dem Titelverteidiger Karl Schäfer (Wien) stehen sein Landsmann Dr. Distler, die Amerikaner Turner und Hill, die Deutschen Mayer=Labergo, Haertel und Bayer, die Tschechen Josef und Anton Sliva, der Finne Nikkanen und der Ungar Vadas gegenüber. Unter den zwölf Bewerberinnen um die DamenWeltmeisterschaft findet man allein fünf Norwegerinnen, neben der vorjährigen Meisterin Sonja Henie noch Egedius, Randem, Andersen und Gullichsa. Dazu zesellen sich die deutsche Meisierin Fräulein Flebbe, sowie Fritzi Burger, Hilde Holovski, Ilse Hornung (Wien), Vivanne Hulthén(Schweden), Maribel Winsor (Amerika) und Yvonne de Ligne(Belgien). Für die Paarlaufmeisterschaft stehen bisher zehn Paare bereit. Vor Ichwachem Beluch Beginn des Breslauer Sechstagerennens. . Breslau, 27. Februar. Gestern abend nahm das Breslauer Sechstagerennen vor nur 1500 Zuschauern seinen Anfang, trotz der guten Besetzung des Sechstagefeldes also eine recht schwache Anteilnahme des Publikums. Bis zur ersten Wertung verhielt sich das Feld vollkommen ruhig. Der Stand des Rennens nach dem ersten Wertungsspurt war: 1. Preuß[Resiger 11 Punkte, 2. Piinenburg Schön.„ 8„ 3. Bühler Renaud„„ 8„ 4. Dinale Negrini„ 6„ 5. Krüger Funda„ 6„ 6. Knappe Kutz 5„ 7. van Kempen Rieger 3„ 8: Thollembeek Braspening..—„ 9. Thierbach Siegel 3„ 10. Junge Goebel„ 2„ 11. Faudet Peix 0„ 12. Tietz[Maczinski0„ 13. Hoffmann[Maidorn„ Kurz nach den Spurts konnten Preuß, Hoffmann, Negrini, Knappe und Renaud den ersten Rundengewinn buchen. Eder schlug Meulebröck k. o. Der Freitag=Kampfabend im Spichernring. Obwohl die Namen von zwei Deutschen Meistern auf dem Programm standen, war der Kampfabend des Berliner Spichernringes am Freitag nur schwach besucht. Der internationale Hauptkampf zwischen dem Deutschen Weltergewichtsmeister Gustav Eder=Dortmund, und dem nicht mehr jungen Belgier Meulebröck endete mit einer Fehlentscheidung des Ringrichters. Der Belgier war bereits in der zweiten Runde zweimal zu Boden, war dann in der folgenden bis neun unten, als der Ringrichter beim Hochkommen das entscheidende „Aus“ sprach und Eder zum Sieger durch Niederschlag erklärte.— Der Deutsche Leichtgewichtsmeister Hainisch= Mühlhausen wurde über den Wiesbadener Zinndorf in acht Runden klarer Punktsieger.— Das gleiche Urteil erzielte der Berliner Mittelgewichtler Seelig gegen Walter Pönisch=Leipzig. Der übliche Skandal Eishockeykämpfe im Sportpalast. Berlin, 27. Februar. Mit einem großen Programm, das den Höhepunkt der diesjährigen wintersportlichen Veranstaltungen in der Reichshauptstadt bildet, wird der Berliner Sportpalast die Saison schließen. Neben den Weltmeisterschaften im Eiskunstlaufen am Wochenede nahm am Freitag abend ein von vier Mannschaften besetztes Eishockeyturnier seinen Anfang, an dem der Weltmeister Kanada, ein tschechisches Team, der Berliner Schlittschuhklub und der S. C. Rießersee Nach den jüngsten unerfreulichen Szenen anläßlich des Gastspiels der Amerikaner gab es aber leider gleich am ersten Tage des Turniers auch hier wieder einen großen Skandal, der dadurch hervorgerufen wurde, daß nach dem ersten Spiel nicht der angekündigte Walzerwettbewerb auf dem Eise durchgeführt wurde, sondern nur Sonja Henie und Karl Schäfer zweimal um die Bahn spazieren liefen. Als die Gegner des zweiten Kampfes das Spiel aufnehmen wollten, protestierte das zahlreich erschienene Publikum durch Gebrüll und Pfeifen. Der Tumult wurde immer größer, die Eisbahn wurde mit allen möglichen Gegenständen beworfen, so daß die Spieler oft zu Fall kamen und schließlich den Kampf abbrechen mußten. Erst dann wurde angekündigt, daß der Walzerwettbewerb nun doch nach dem ersten Drittel des zweiten Spieles stattfinden werde. Vorher hatten sich der Weltmeister Kanada und der Berliner Schlittschuhklub einen fesselnden Kampf geliefert, in dem die Gäste aus Uebersee klar ihr reiferes Können durch einen:=Sieg unter Beweis stellten. Deutsche Jugendkraft Das Hauptinteresse im Fußball wird am Sonntag das Entscheidungstreffen um die Führung in der Gruppe West der Gauklasse beanspruchen, das in Westerholt die dortigen„Adler"=Leute und„Antonen“ Bochum unter sich austragen. Für die„Antonen“ wird es schwer sein, sich zu halten. In dem Treffen A. f. B. gegen„Saxonia“ Grumme ist der Ausgang schwer zu sagen, haben doch die„Bewegungsspieler" die Vorteile des eigenen Platzes für sich. An der Freiligrathstraße geben sich die Bochumer Gesellen mit den „Preußen 11“ Bochum=Vöde ein Stelldichein, desser Ausgang ebenfalls offen gelassen werden muß.— Die Anhänger des Handballsports kommen durch das Treffen von A. f. B. Bochum und„Westfalia“ Welper auf ihre Kosten. Die Welpergner, die im Handball gute Klasse darstellen, dürften Sieger bleiben. Weiter. gibt es ein Treffen zwischen den Bochumer„Antonen“ und„Rasensport 09“ Weitmar, das erstere knapp für sich entscheiden sollten.— Im Turnen kommt der diesjährige Jugendwimpelkampf zum Austrag. Die besten Jugendturner der Vereine des Bezirks Bochum werden hier um die Meisterehre kämpfen. Im letzten Jahre konnte die Jugendriege der Ehrenfelder „Teutonen“ den Sieg erringen. Die Vereine Bochums, die Wert auf Behaglichkeit legen, finden nach Wunsch abgeteilte Räume im esi)e„ 193 Brückstr. 44 WILLV PIELKEN Bochumer Anzeiger u. Gen. Anz. Handel- Gewerbe- Indultrie Samstag, 28. Februar 1931 — VhAGane Urrohkar. Wo ltehen wir?— Wie wird das Mellegeschäft in Leipzig?— Englische Kohle wird verdrängt— Dic Rußlandreile deutscher Industrieller lasFälBochum, 27. Februar. Die Suche nach einem Ausweg aus der Wirtschaftsdepression, nach einer Lösung der Arbeitslosenfrage hat dazu geführt, daß man jetzt mehr denn je die Hauptversammlungen großer deutscher Konzerne dazu benutzt, um durch den Mund der Vorsitzenden wirtschaftspolitische Ausführungen machen zu sen, während man sich bisher in den meisten len auf eine Darstellung der geschäftlichen Lage des Unternehmens beschränkte. So geschah es in dieser Woche in den Hauptversammlungen des SiemensKonzerns und der A. E.., wo Dr. v. Siemens und Geheimrat Bücher ihre Auffassung über die derzeitige wirtschaftspolitische Lage vortrugen. Beide Rednerbetonten die Notwendigkeit der Verminderung der Produktionskosten zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit und die Beseitigung der Vertrauenskrise im Inund Auslande. Im ganzen genommen klang aus den Darlegungen v. Siemens’ eine optimistischere Beurteilung der Lage als aus denen Geheimrat Büchers, ler sich jedoch auch zu der Ansicht bekannte, wenn nicht neue politische Schwierigkeiten schiene der Tiefpunkt der Depression sein. Und da dieser Meinung gerade schaft“ bewirken werden. Das geschäftliche Ergebnis wird aber sicherlich davon abhängen, ob die Messe das bietet, was die Inlandskundschaft und sonders das Ausland eute an Wa iren FAuaufträten, erreicht zu in der letzten Zeit von verschiedenen Seiten Ausdruck gegeben aus eine worden ist, kann man zu der Ueberzeugung gelangen, daß wir uns tatsächlich an einem Wendepunkt der Krise befinden. Um so befremdlicher muß es daher erscheinen, daß das Institut für Konjunkturforschung, dessen wirtschaftliche Voraussagen schon lange in der Oeffentlichkeit auf Widerspruch stoßen, such jetzt wieder betonen zu müssen glaubt, ein Konjunkturumschwung sei im Frühjahr nicht zu erwarten. Die Frühjahrsbelebung werde höchstens eine gewisse vorübergehende Erleichterung verschaffen. Es besteht wohl kaum ein Zweifel darüber, daß es der größten Anstrengungen bedarf, um aus der gegenwärtigen Depression herauszukommen. Aber bei gutem Willen und ersprießlicher Zusammenarbeit aller muß es möglich werden. In dieser Richtung scheinen die Ausführungen Geheimrat Büchers weitgehend berechtigt. Besser ein Optimismus, wenn auch mit gewissen Einschränkungen, als der ewige Pessimismus des Konjunkturinstituts. Mit Recht hat Bücher die Forderung nach einer baldigen politischen Konsolidierung gestellt. Und in der Tat: die politische Konsolidierung in Deutschland und gute internationale Beziehungen sind die Voraussetzungen für die Erholung der deutschen Wirtschaft. Ohne Vertrauen kein Geschäft und keine Kreditgewährung, auf die wir nach wie vor ganz besonders angewiesen sind. Die Ueberwindung der Krise könnte sicherlich schneller vonstatten gehen, wenn man nicht die wirtschaftlichen Realitäten über den politischen Wunschbildern allzu stark vergessen würde. Sollten sich unsere Politiker nicht endlich zu dieser Ueberzeugung durchringen können? besonder: chen. Da die Kaufkraft in allen Ländern ungefähr in gleichem Ausmaß gesunken ist, werden alle Einkäufer, gleichgültig, oh sie für Deutschland oder sonst irgend ein Land einkaufen, vornehmlich nach Fabrikaten zweiter, aber immer noch guter Qualität Ausschau halten. Wer also mit seiner Produktion diesem Bedarf aller Märkte am besten und schnellsten entgegenzukommen weiß, wird das Rennen machen. Anzeichen einer solchen Umstellung sind in vielen Industrien zu spüren, werden wir uns doch wahrscheinlich auf längere Zeit auf dieses veränderte Niveau der Produktion einstellen müssen. Große Sorge bereitet naturgemäß der deutschen Exportindustrie im gegenwärtigen Augenblick die deutsche Handelspolitik bezw. die Bestrebungen, die Meistbegünstigung aufzuheben. Deutschland, das auf den Export angewiesen ist, sollte alles vermeiden, was im Ausland eine Boykottbewegung begünstigt. Wir haben bereits im vergangenen Jahr die Folgen einer Boykottbewegung zu spüren bekommen und sollten darLehre ziehen. Der unhaltbare Zustand, daß eine Großgaserei in Deutschland seit Jahr und Tag auf den Bezug englischer Kohle angewiesen ist, allein aus dem Grunde, weil dem Rheinisch-Westfälischen Kohlensyndikat eine entsprechende Abänderung des Syndikatsvertrages nicht gelegen kam, ist jetzt durch die inzwischen erfolgte Verständigung zwischen der Großgaserei Mitteldeutschland in Magdeburg und dem Kohlensyndikat aus der Welt geschafft worden. Zwar hat die für die Lieferung in Frage kommende Zeche Westfalen ihre Forderungen nicht hundertprozentig durchsetzen können, da sich die Lieferung im Rahmen des allgemeinen Syndikatsvertrages vollziehen soll. Die Frage soll jedoch noch geklärt werden. Wenngleich so beide Teile im Interesse der Einigung Konzessionen gemacht haben, bleibt doch weiter unverständlich, warum erst das Reichswirtschaftsministerium um ein Eingreifen angegangen werden mußte. Man hätte erwarten können, daß allein die Tatsache der Ausschaltung ausländischer Konkurrenz in Deutschland und damit eine Steigerung des Absatzes der Ruhrkohle das Syndikat zum Nachgeben hätte veranlassen sollen. Und doch dürfte auch die jetzige Einigung seitens des Syndikats nicht unter diesem Gesichtswinkel erfolgt sein. wenn man erfährt, daß die Zeche Westfalen der Verlängerung des Syndikats bis zum 30. Juni nunmehr zugestimmt hat. Lediglich dieser Umstand scheint die Sinnesänderung beim Syndikat hervorgerufen zu haben und es bleibt festzustellen, daß hier eigene Interessen der Allgemeinheit übergeordnet wurden. * Erst in dieser Woche konnten wir auf die große Bedeutung Rußlands als Exportland und als kommender Industriestaat hinweisen und die gestern erfolgte Abreise der achtzehn deutschen Industriellen gibt erneut Gelegenheit, sich mit der russischen Sphinx zu beschäftigen. Diese Reise auf Einladung des Obersten Volkswirtschaftsrats in Moskau muß als Glied einer fortlaufenden Informationstätigkeit der russischen Behörden gewertet werden. In den letzten Jahren bereisten mehrfach große amerikanische und englische Abordnungen Rußland, während bisher deutscherseits— ausgenommen umfangreiche Abordnungen für die Handelsvertragsverhandlungen — nur kleine Interessentengruppe, so z. B. aus Ostpreußen, in Rußland geweilt haben. Es ist bemerkenswert, daß die Russen nicht etwa die zuständigen Rußland-Ressortchefs der einzelnen Werke, sondern die leitenden Persönlichkeiten selbst zu sich gebeten haben. Zwar wird betont, daß über einzelne Geschäfte nicht gesprochen werden soll, dagegen erscheint die Annahme berechtigt, daß die Russen den Gästen die bisherigen Erfolge ihres FünfjahrsPlanes vor Augen führen und dem Ausland begreiflich machen wollen, welche wirtschaftliche Macht Rußland nach der 100prozentigen Erfüllung dieses Planes einmal darstellen wird. Damit soll offenbar den deutschen Gästen eine Erweiterung des Rußlandgeschäftes nahegelegt werden, obwohl, wie verlautet, an eine solche Erweiterung deutscherseits so lange nicht gedacht wird, als damit eine Zunahme der überaus langfristigen Kreditgewährung an Rußland verbunden wäre. Immerhin wird die Fühlungnahme der Industrievertreter mit den leitenden Persönlichkeiten der Sowjetwirtschaft Gelegenheit geben, über gewisse Schwierigkeiten und Unzuträglichkeiten im deutschen Rußlandgeschäft zu sprechen und weiter einen Ueberblick über die erzielten russischen Erfolge sowie über die laufende Leistungsfähigkeit zu ermöglichen. F. S. Börlen v. 27. Februar Newyork, Anfang: Uneinheitlich. Amsterdam: Fester. Brüssel: Fester und lebhafter. London: Schwankend, aber meist höher. Paris: Im Verlaufe wieder lebhafter und fest. Malland: Gehalten. Wien: Freundlicher. Zürich: Fest. Berlin: Kalfamarkt erholt, Terminmärkte Schwankend Die Börse zeigte im Einklang mit der Mehrzahl der Auslandsbörsen ein freundlicheres Aussehen. Das Geschäft war zu Beginn recht ruhig, und nur in einigen Spezialwerten bestand etwas Auslandsinteresse. Neue Anregungen lagen nicht vor. Im allgemeinen besserten sich die Kurse auf kleine Deckungen der Spekulation um 1 bis 2 Prozent. Montane lagen auf die Gefahr von Massenentlassungen im Ruhrbergbau vernachlässigt. Im Verlaufe kam es vorübergehend bei ruhigerem Geschäft zu Abbröckelungen um etwa 1 Prozent. Gegen ¾1 Uhr setzte sich jedoch eine neue Befestigung durch. Die Besserungen gingen bis zu 2 Prosent gegen den Anfang. Anleihen im großen ganzen behauptet. Ausländer ruhig. Tagesgeld zum Zahltag auf 6 bis 8 Prozent anziehend, die übrigen Sätze unverändert. Der Kassamarkt war auf kleine Publikumskäufe überwiegend erholt. Ausgehend von einem stärkeren Kursrückgang der Salzdetfurth-Aktien schlossen die Terminmärkte schwach und die Kurse gingen vereinzelt sogar unter Anfangsniveau. Dülfeldorf: befestigt Die Börse eröffnete am Terminmarkt in etwas festerer Haltung. Im Verkehr waren Wintershall, die 1½ Prozent über gestrigen Schluß lagen. Für Montanwerte bestand zu etwas erhöhten Kursen Nachfrage. Terminwerte Die Boriehwoche Morgen, Sonntag, eröffnet die diesjährige Leipziger Frühjahrsmesse ihre Pforten. Nur unwesentlich ist nach den Mitteilungen des Leipziger Messeamtes die Zahl der Aussteller zurückgegangen und auch das Ausland ist recht zahlreich vertreten. Natürlich nimmt die rheinisch-westfälische Industrie unter den ausstellenden Firmen wieder einen beachtlichen Umfang ein, ein Beweis, daß die Westindustrie die Leipziger Messe als den besten Absatzmarkt für das In- und Ausland betrachtet. Unter den gegenwärtigen Verhältnissen werden die Aussichten der Messe erklärlicherweise besonders stark erörtert. Alle Hoffnungen werden jetzt auf das kommende Frühjahrsgeschäft gesetzt. Es ist bekannt, daß überall die Läger stark zusammengeschmolzen sind, und daß sich der Handel bisher noch nicht hat entschließen können, aus der Reserve herauszutreten. Nichtsdestoweniger rechnet man in industriellen Kreisen damit, daß im Frühjahr die leeren Läger wie Saugpumpen wirken, die Waren anziehen und damit die so sehnsüchtig erwartete„Ankurbelung der WirtAmtliche Devisenkurse Berlin, den 27. Februar 1931 Für drahtlose Auszahlungen Disk. Suenos Aires London Neuyork Rio de Janeiro Amsterdam Brüssel Budapest Danzig.. Helsingfors Italien Jugoslawien Kopenhagen Oso Paris.. Prag Schweiz Spanien Stockholm Wien 1 Pap. Pes. 1 Pfund Dollar Milreis 100 Gulden 100 Belge 100 Pengö 100 Gulden 100 f. M. 100 Lire 100 Dinar 100 Kronen 100 Kronen 100 Franken 100 Kronen 100 Franken 100 Pes. 100 Kronen 100 Schilling 7 3 2 2½ 25 5½ 5 6 5½ 5½ 36 4 2 4 2 6 3 27. Februar Geld 1 Brief .395 .399 20.417 20.457 .203.211 .351.353 168.58 168.92 58.585 58.705 73.29 73.43 81.65 81.81 10.578 10.598 22.01 22.05 .386.400 112.41 112.63 112.43 112.65 16.468 16.508 12.431 12.471 80.91 81.07 44.11 44.19 26. Februar Geld 1 Brief .360 MönzParität .376 20.417 .204 .361 168.65 58.585 73.35 81.61 10.576 21 995 .400 112.39 20.457 .212 .363 168.99 58.705 73.49 81.77 10.596 22.035 .414 112.61 112.40 112.61 16.47316.513 12.448/12.468 81.03 581.195 43.66 43.74 59.06 59.18 59.05 59.17 .78 20.43 .198 .368 168.74 58.37 73.42 81.72 10.57 22.00 81.00 112.50 112.50 16.40 85.00 81.00 81.00 12.00 153.88 Berlin, 27. Februar. Unverkennbar hat in der letzten Börsenwoche die Intensität der Bewegung an den Effektenmärkten weiter nachgelassen und die Tendenz neigte rein kursmäßig zur Schwäche. Die Abweichungen gegen die Vorwoche sind zwar per Saldo in den meisten Fällen ganz minimal, die Reports per ultimo März mußten aber wieder einmal daran glauben. Trotz allem erhielt sich ein widerstandsfähiger Grundton. Die Kurse pendelten je nach der Einstellung der Spekulation, die auch in dieser Woche Hauptträgerin des Geschäftes war, hin und her. Die Unternehmungslust der Kundschaft war in der letzten Zeit merklich geringer geworden, zumal genügend ungünstige Momente vorhanden waren, um diese einzudämmen. Die Baissespekulation benutzte naturgemäß den geringen Auftragseingang von außen her und das kleine Geschäft zu Vorstößen und ging zu Leerverkäufen über. Sie unterstützte diese Abgaben mit Gerüchtemacherei, um die schon bestehende Nervosität zu steigern. Wie aber schon eingangs erwähnt, glich das Kursniveau mehr einer Wellenbewegung und die große Widerstandsfähigkeit der Börse mußte dem objektiven Beobachter ins Auge fallen. Wenn man hierfür nach Gründen sucht. so ist in erster Linie wohl die Festigkeit der Auslandsbörsen und das Ansteigen der Rohstoffpreise zu nennen. Aber auch in Deutschland gibt es schon unverkennbare Anzeichen für eine Besserung. An den Effektenmärkten ist es übrigens so, daß die Käufer meist die Ware abnehmen, so daß auch hier schnell eine Materialknappheit eintreten kann, wenn sicherlich noch bestehende Baisseengagements zur Auflösung kommen. Daran liegt es auch, daß der diesmalige Zahltag, trotz der teilweisen erheblichen Plusdifferenzen, der Liquidationskurse vom Ultimo Februar, nur geringe Schwierigkeiten macht. Es erübrigt sieh in dieser Woche beinahe ganz, auf Spezialbewegungen einzugehen. Am Kassamarkt war die Allgemeintendenz weiter unregelmäßig, einzelne Industriezweige hatten Spezialbewegungen. Am Anlagemarkt war die Tendenz etwa behauptet. Die Nachfrage war im allgemeinen nicht groß, genügte aber, um dem Markte trotz einiger Exekutionen Widerstandsfähigkeit zu sichern. Rheinilch-Welttalilcher Werrpapiermarn: Die Woche verlief am rheinisch-westfälischen Wertpapiermarkt recht ruhig und ohne besondere Anregung. Trotzdem die Nachrichten aus der Wirtschaft weiter wenig erfreulich lauteten, zeigte der 27. 2. 53.— 70.75 69— 55.75 133.— 72.— 162— 201.— 57.75 133.50 107.— 26. 2. 56.— 69.— 67.50 55.25 130.25 72.50 158.75 201.50 57.50 Markt eine bemerkenswerte innere Festigkeit. Auch die Ermäßigung der Dividenden bei vielen Gesellschaften konnte die Gesamthaltung nicht nennenswert beeinträchtigen. Allerdings hat die Unternehmungslust erheblich nachgelassen. Die Reichspoft „br Kulfdge Der Reichspost geht es von allen Reichseinrichtungen immer noch am erträglichsten. Sie hat deshalb auch für das Jahr 1931 eine größere Anzahl von Neuanschaffungen in ihren Haushaltsplan eingesetzt, um die Wirtschaft wieder anzukurbeln. Folgende Aufträge wurden erteilt: 74 Bahnpostwagen, 153 Kraftomnibusse, 635 Landkraftwagen, über 600 andere Kraftfahrzeuge. Außerdem wurden zur Verfügung gestellt für Anschaffungen im Fernsprechwesen im ganzen über 300 Millionen Reichsmark und zwar für die Erweiterung des Selbstanschlußbetriebes 41 Millionen, für Telephonapparate usw. 49,2 Millionen, für das oberirdische Fernsprechnetz 85.3, für das unterirdische Netz 57,9, für Kabelkanäle 24.3. für Kabel 31 Millionen Reichsmark, für den Rundfunkverkehr 10.5 Millionen und für den Auslandfunkdienst 13.2 Millionen Reichsmark. Besonderer Wert wird auch auf die weitere Ausgestaltung des Selbstanschlußbetriebes im Fernsprechwesen gelegt. Von allen Apparaten der Reichspost waren Ende 1930 bereits 55.8 Prozent automatisiert. 1931 sollen weitere 194000 Hauptanschlüsse eingerichtet werden. Der Bierverbrauch 1930 Unter Berücksichtigung des Ausfuhrüberschusses ergibt sich für 1930 ein deutscher Bierverbrauch von 50,948 Millionen hl. gegenüber 56.677 Millionen hl. im Vorjahre, was einem Konsumrückgang von 10.1 Prozent entspricht. Der pro Kopf-Verbrauch ist damit 1930 auf 79,3 Liter gegenüber 88.7 Litern im Vorjahre und 102,1 Litern im letzten Vorkriegsjahr gesunken. Einer Biereinfuhr nach Deutschland von 171 074 hl. im Werte von.28 Millionen Reichsmark(fast ausschließlich aus der Tschechoslowakei) stand eine Ausfuhr aus Deutschland von 590 336 hl. im Werte von 33,72 Millionen Reichsmark gegenüber. Aschersieben...—.— 123.50 Klrknerwerke Barmer Bankverein 100.75 100.—1 Köln-Neuessen.. Darmst.-.Nat.-Bk. 134 25 134.— Mannesmann De-.-Bank... 105 50 108.— 1 Phögix..... Essen, Steinkohlen„ k..... Feldmühle Papier 110.25 108.50 1 Rheinstahl Gelsenberg...] 77.— 76.— 1 Rhein. Braunk Goldschmidt...! 38.50—.— 1 Saizdetfurtn Harpener Bergbau—.— 71.25 ver. Stahlwerke Hoesch..... 64.25 63.— Westersgeln Alkal 133.50—.Karstadt..... 61.— j 60.25 1 Wintershall 107.— 106.50 Am Kohlenmarkt gingen Lothringen 1 Prozent höher um. König Ludwig und Langenbrahm wechselten einige 100 Reichsmark niedriger ihre Besitzer. Der Braunkohlenmarkt war umsatzlos. Von Kaliwerten lagen Beienrode 75 Reichsmark fester. Heimboldhausen büßten etwa 200 Reichsmark ein, Max wurden 75 Reichsmark höher bezahlt, neue Burbach gewannen etwa 3 Prozent. Hannoversche Kali wurden dagegen etwas billiger angeboten. Von Industriewerten waren Kabel Rheydt im Verkehr. Pfandbriefe blieben weiter gesucht. Kohlenwerte Verschiedene Aktien(in Reichsmark für je 100 Mark Nennwert) 75.— 132.50 69.— 130.— 115.— 72.— 118.— Industrieaktien(in Reichsmark für je 100 Mark Nennwert) Aachener Thermal Allg. Hochbau Alsberg Otsch. Lastauto Dortm. Vulkan Düsseld. Eisenhand. Goedhart Holl. Karstadt Liebhold 66 78 60 190 65 Masch.&Kranbau Remy Neuwied. Rhein. Linoleum Schittsw. Koch Schöndorff Gebr. Trierer Walz.. Ungswitter Gebr. Westf. Dinnendahl Westf. Metall Lioost. 79 100 — Berlinet Börsenkurse Reichsbankdiskont 5%— Lombardzinstuß 6% Berlin, den 27. Februar 1931 Industriewerte Div. heute vorig. H Cervistoren AKU Alexanderwerk A. E. 6. Alsen Portland 8110.5110.0 0 72.0 66.8 20.5 21.0 7104.41010 14 116.0115.0 eece Peser Chem. Heyden Gelsenk. Albert Concord. Spinn. Conti-Gummi Cröllwitz Papier Ammend. Papier 10 89.7 88.5 Anhalter Kohlen 6 53.5 52.0 Aschaftb. Zeilst. 12 70.0—. Augsb.-N. Masch, 6 65.0 64.0 #sag KLadon 10 74.1 750 Baer& Stein.7/.—. 96.0 Balcke Maschin. 10/111.5111.5 Samberger Malz Baroper Walzw. Basalt Bast&am; Co. Bavr. Motoren J. P. Bemberg Jul. Berger Bergmann El. Verf. Gub. Hutt. " Karisb. ind. " Maschinen Bston u. Monier Bosperd. Walzw. Braunk. u. Brik. 0 28.5 28.5 0 22.8 22.2 12/165.0166.0 7 70.5 68.5 0 65.0 61.7 20244.5241.0 9116.8115.5 16150.0146.0 0 53.5 53.71 35.2 34.0 12 75.0 75.0 39.5 39.0 10114.0114.0 Braunschw. Kohl. 10 220.0 220. 0 . Jute 4 68.0 68 5 Breitenb. Zements12 74.7 75.0 Bremen-Besigh. 4 50.1—. Wollk. 10131.0131.2 Brown-Boven 9 76.7 75.0 Buderus 6 48.5 47. ##k Gulden S 42.7141. 76 90.2 88.7 S 47.7 47.2 S 47.0 47.0 0 28.5 28.5 0 36.9 36.0 9 114.5111.6 8117.2117.2 aimler Motor Otsch. Atlant. Otsch Conti Gas Asphalt Babcor Erdöl Jute Kabel Linoleum Schachtb. Steinzeug Tel. u. K. Ton u. St. Eisenh. Dittm. Neuhaus Dörfler 0 23.5 23.0 8 92.0 91.0 9 118.2114.1 8 67.0 67.2 7 81.5 81.5 7 68.5 66.0 0 51.0 50.0 6 51.0 49.5 13101.0 99.4 .97— 15112.2115.5 0 88.0 87.0 11 77.5 78.5 7 36.0 37.2 0—.—. 10 Otmd. Akt.-Brau. 17/164.5163.0 Ritt.- Brau. 20188. 7 188.0 Umon-Brau. 18187. 2185.2 Dresd. Gardinen 6 46.21 46.0 " Schnellpr. 0 35.5 35.5 Ofreuer Metall 10105.0107.0 Dürkoppwerke" 0 Dusseld. Diet. Br. 17/235.2/235. Höf. Br. 8 59.5 59.0 Kammg. 0 40.0 40.0 Oynsmit Nobel 6 67.0 65.1 ggestortf Salzw.# 77.5 79.0 L Eisenb. Verkm. 15147.0147.0 Elektra Oresden 12194.0154. dur Nusführung aller börsenmäßigen Geschäfte empfichlt sien Bankhaus Mahnert& Düppe Bechum, Alleestraße 19 Elektr. Lieferg. Licht u. Kr. 10/118.0 Engelh. Brauerei 13/140.0 Enzinger Erdmannsd. Sp. Erlang. Baumw. Eschw. Bergw. Excelsior Fahrr. 10122.0119.0 115.5 138.0 60.0 25.5 73.0 193.0 .5 gahlb. List& Co. 7 Farbenind. I. G. 12 Feldm. Papier 12 Felten& Guill. 175 Frankf. Masch. Friedrichshütte Frister A. G. Froebein Zucker 60.0 25.5 73.5 193.0 .0 139.0 110.7 35.0 135.8 108.0 84.8 79.5 12.5 12.0 115.0 7 100.0 8 71.2 65398 C Köng Geisenk. Bergw. Germania Portl. Gerresh. Glas Ges. f. el. Untern. Gildemeist.& Co. Girmes& Co. Gladb. Wollind. Glasm. Schalke Glauz. Zucker Glückauf Gelsk. 10 Gebr. Goedh. Düs. 15 Th. Goldschmidt 5 Guano-Werke 5 Gritzner Masch. Grün& Biltinger Gruschw. Textil E. Grundlach 115.0 99.0 69.0 75.2 80.0 74.0 111.8 7—. 8 76.0 14 80.0 10 74.2 10116.|111.8 0—. 10 82.0 82.0 11 1000 16/118.|119.0 39 52.0 53.0 135.0135.0 106.0s100 38.0 37.5 44.7 44.7 34.0 34.0 Hirsch-Kupfer Hoch-Tiefbau Hoesch Hotfmanns Stärk. Hohenlohe-Werk Ph. Holzmann A. Horch& Co. Hotelbetr.-Ges. Hubertus Braunk. Huta Breslau Ise Bergbau Ise Genus Isenbeck Brau eserich Asphalt I#. A. John Akt. Mar Jüdel& Co. Junghans Gebr. 15/157.01510 47.5 47.5 weperm. 4 Gluck 12 Hacksthal Dra. 8 55.5 51.0 Hagecs„ 110 89.0 S8. Hallesche Masch. 7 68.0 64.0 Hamb. El. Werke 10 108. 7 /107.0 Hammersen 7 75.0—. Hann. M. Egest. 0 19.71—. Harb. Eis. u. Br. 8 48.0—. ".-Gummi 61—. 50.5 Harpener Bergbau 6 73.2 71.0 Hein, Lenm.& Co. 6 52.0 52. Hemmoor Port. 15/113.5117.0 Mipert Masch. 7 83.5 83.5 Hindrichs-Auft. 7 50.5 50.0 67.2 63.7 52.5 43.0 80.0 .5 98.7 45.0 78.0 .5 96.5 126.5/126.5 60.0 60.2 10168.5/168.0 10/105.5/105 4 7 86.0 87.0 0—. 34.0 8 39.2 38.0 9 114.0114.0 31.5 32.0 wahla Porz. I Kaiser-Keller Kaliwerke Asch. Karstadt Kirchner& Co. Hauser Spinn. Klöcknerwerke C. H. Knorr Koch, Adlernäh. Köln-Neuessen Gas u. E. Koisch Walzeng. Konigs- Brauere Konig Wihelm Kontinent Asph. Körting. Gebr. Kotitzer Leder IW. Krafft Kromschröder Kronprinz Metall Gebr. Krüger Kuppersb.& Co. ahmeyer& Co. L Laurahutte Leonnard Braun Leopoldgrube Lindes Eismasch. Cart Lindstrom IS. Loren: 26.0 45.0 132.0 60.5 34.0 Lüdenscheid Met. 67.2/Löneburg. Wachs 63.5 52.5agdeb. Allg. 6. IM Magdeb. Berg Magdeb. Möhlen Mannesm. Werke Mansteld Berab. Marie, kons. Bw. Martin i& Hünecke 10 Masch.-B. Untern. 0 Maximil. Hütte Mech. Web. Lind. Web. Sorau Web. Zittau Merkur Wollwed. Mlag Almosa.-G. Minimar Mix& Genest Motoren Deut: Mülheim Bergw. Muser Brau 26.0 45.0 128.2 61.5 34.0 58.5 12/153.0 0 64 70.0 69.5 0 42.5 42.0 0 23.0 22.0 110.|110.0 12/202.0202 —. 124 74.0 8 62.0 10 91.0 32.0 50.0 84.5 56.7 152.0 29.5 75.0 61.0 91. 30.0 37.5 66.7 34.1 79.0 31.4 24 50.0 84.5 ationale Auto Natronzellstoft Neckarwerke Niedert. Kohlen 1 Nordo. Kabel Steingut 1 Wolle Nornd. Herk.-W. orggchl..- 8. Oberschl. Koks Orenst.& Koppel Ostwerke ghönis Bergbau * Pnou: r Dullis Pinisch Pauen. Gardin. Polyenonwerke eeppe 4 Birih 31.0 0 33.0 3 36.2 7 69.0 35.5 0—. 79.5 35.5 7 138.0138.0 47.5 47.1 10—. 0 31.0 30.5 12 92.0 91.8 10 59.5 63.0 18 207.0 205.0 5 43.2/·42.0 8 105.0105.0 5 47.2 46.5 8 82.0 82.0 6 48.2 48.5 Richter David Riebeck Roddergr. Br.-K. Rosenthal Porz. Rütgerswerke 5 ·shtage Sächs. Webst. Salzdetfurth Sarotti Schering chem. Schlegel Brauerei 14 120.51120.5 .0.0 8 39.0—. 113.5115.2 10 116.2114.0 12 119.0119.0 136.0136.0 58.2 56.5 20.7 20.7 35.2 36.0 75.0 73.21 47.0 46.2 149.9/146.5 12/125.7/123.0 32.2133.2 8/134.|134.0 4 29.0 26.5 15 149.7/146.2 20 372.0375.0 .—. 34 86.0 S4.7 6 54.0 53.5 12/129.|129.0 „S. B2 25.0 20 155.0150.7 9 58.0 37.1 Basguin F. I Rauchw. d. 4—. Rauchw,.Walter 0—. Kheinteld Kraft 10/133.0s134.0 Rhein. Braunk. 10/160.5156.0 Elektr.Vorz. 6/113.2 Spiegelgl. 10 94.5 94.5 Stahlwerke 7# 71.80 70.0 12 68.0 66.0 .2 80.2 80.0 30 600.0600.0 7 55.0 53.0 5 50.1 48.5 75 81.7 80.0 6 48.5 48.5 15201.5195.5 10 88.5 81.0 15/293.0s293.0 Schles. Bg. u. Z. 6. Beuth. Cellulose E. u. Gas A. Pertland Schneider, Hugo Schött, Hermann Schub.& Salzer Schuckert& Co. Schultheis-Patz. Schwaben-Brau Schwelm, Eisen Fr. Seiffert& Co. Siegen Solingen Siegersdorf Wk. Siemens Glasind. 36.0 71.5 43.0 35.0 71.5 41.5 82.0 72.0 22.7 80.5 71.5 22.7 152.|149.0 125.|122.0 172.0s169.2 132.0s132.5 8 95.0 96.0 101120 S1205 11•2 10.5 0 50.0 47.0 10 86.0 85.1 Siemens& Halske 14/172|179.7 Sinner Aktien Sonderm.& Stier Sonder m.& St. B. Stadtberg. Hütte Stett. Chamotte Stohr Kammg. Stolberg, Zink Gebr. Stollwerk Stralsund. Spielk. 15 Swenska 15/1 rack& Co. I Tafeiglas Thoris V. Oelfb. Thür. Gas Leipz. Tietz Leonhard Transradis Triptis Akt.-Ges. Tuchfabr. Aach. 10 84.0 83.0 0/165.0165.0 0 44•0—. 47.0 47.0 5 42.3 42.0 5 11 5 70.5 45.0 44.0 90.0 50.0 164.8/101.0 266.0s2610 90.7 90.7 86.0 85.0 49.5 49.0 145.7/145. 10113.0s110.5 8/120.51121.0 3 30.0 30. 12 102.01100 arzin. Papierf. 10 VVer. BöhlStahlw. 10 1 Chem. Charl. Otsch. Nick. Glanzst. Eid Gothaniaw. Märk. Tuch Met. Haller Portland 1: Smyrna Tepp. Stahlwerke St.Zypen u. W. 10 123.|12 Thür. Metall Ultramarin Viktoriawerke Vogel Telegr. Vogt& Wolf Vogtl. Maschinen Volgt& Haeftner Vorwohl. Portl. Wagderenverte Warst. Gruben Wasserw. Gelsk. A. Woegelin Ruß Wegelin& Hübner! Westt. Draht Westt. Kupfer Wicking Portl. Z. Wicküler Brau H. Wisner Met. Wittener Gußst. Wittkopp Tiefbau 1 Sri " waldhot Darmst. u..-8. Oe-Oi-Bank Dresdener Bank Preuß. Bodenkr. Pfbr.-B. Reichsbank 8h.-W. Bodenkr. Westd..-Kr.-B. 12134.5 10105.5 10 105.2 10134.5 12 160.2 12/251.2 12 I. 10139.0 134.0 105.5 105.6 134.5 160.2 251.0 139.0 Reichsanl. 27 Reichssch. K 10 Berl. Pfandbr. " R. 3 und 6 Farbenbonds Kolonialwerta Otsch. Ostafrika 6 61.5 59.21 Neu Guinea 10195.0197.0 Otavi 165 35.0 34.8 Pestverzinsl. Werte 48.0 71.0 85.0 95.0 —Ablösung-3 —" Neubesitz S 0Wertbest. 23 10-1000 1 bis 5 85.1 87.2 85.0 67.2 93.0 98.0 94.5 93.5 Inleihen der Westfälischen Lendesank 3 Fg..Sch. 25.1 98.2 93.2 25 R. 93.7 93.7 3„„ 281293% 98.2 98.2 3„„ 30.4 93.2 98.2 3 Goldpfdbr..1 100.0100.0 7 Pfandbr. 3„ A..1 95.5 95.5 ..1 100.0 1000 0 40.1 6/105.|1 9 118.0 6 35.2 43.7 5 66.0 34.7 10 55.5 14 158.0 0 45.5 9 32.2 10 72.0 12 Pr. Ldptbr. R. 19 100. 5 100.5 R. 21 „.-0.20 Rh. W. Bod. 15 Goldrogg.-3 % Industrleobig. 7 Concord. Bob. 8 Cont. Coutch. S Daimier Benz 6 Hann. MMasch. 8 HoeschE. u. St. 3 Mockner 6 Fr. Krupp.8. 5„ R. M. 97.0 97.0 97.0 97.0 99.0 9. 79.0 96.0 63.4 66.0 95.1 93.8 90.7 92.0 73.2 93.0 97.0 96.0 78.8 95.2 68.3 65.9 96.0 93.0 91.8 73.1 93.0 96.0 Berliner Zeit- und Schwankungswerte Verkehrswerte A. 6. f. Verkehr Baltimore Ohio Boch. Geisenk. Otsch. Reichsbahn Hambg. Amerk. P. „ Südam Hansa Norod. Lioye Bankaktion Barm. Bankverein 10 100.0 100.7 Berl. Handelsges. 12 128.51122.5 „ Hypothekb. 1121243. 9 2480 Commerz- u. Pr. 11/106.7 108.7 Berliner Handels-Ges. Commerz& Privatbank Darmstädtor National De-Ol-Bank Dresdner Bank Deutsche Reichsbann Abg. Amerika-Paket Norddeutscher Lloyd ARU Allgemeine Elektrizität Bayrische Motoren J. P. Bemberg Bergmann Elektrizität Berliner Maschinen Contl-Caoutschuk Daimier Deutsche Contl-Ces. Er00 " Linoleum Elektr. Licht u. Kraft Essener Steinkohlen Farbenindustre Feldmöhle Papier Feiten& Gullleaume — heute gest. 116.7 39.0 61.5 85.7 57.7 70.5 69.5 35 2 33.2 58.0 79.5 63.7 33.2 35.5 38.0 86.0 153.0 155.5 162.|162.0 72.21 72.0 133.|133.5 30.5 51.0 201.0 116.5 113.2 38.2 37.7 72.0 64.50 67.0 79.7 18.0 169.0 168.0 130.0 129.0 153.5 123.7 172.5 57.7 133.0 A 196.0 152.5 125.2 57.5 70.0 67.7 36.0 31.6 55.5 152.2 166.0 70.6 131.5 49.5 199.5 152.5 124.5 171.6/181.5 38.2 87.6 137.0 133.5 97.1 96.5 Köln: felter Zn Beginn des offiziellen Verkehrs konnfe sich eine festere Stimmung durchsetzen. Das Geschaft blieb jedoch ziemlich klein. Am Montanmarkte traten Gewinne bis zu 1 Prozent ein. Darüber hinaus gewannen Mannesmann 1¼ Prozent. Ver. Stahl 1½ Prozent, Rheinische Braunkohlen und Deutsche Erd01 je 2 Prozent. Im Verlaufe konnten sich die Kurse unter Schwankungen ziemlich behaupten. Lediglich Kaliwerte lagen bis zu 3 Prozent unter Anfang. Der Einheitsmarkt hatte festere Tendenz aufzuweisen. Versicherungen freundlich. Die Börse schloß auf Abgaben eher leichter. #ch.-Mönch. F. Aschen Rück. Agripp. See Fl. I. Alllanz Leben Allianz u. Stuttgart Vers. Golonia Feuer kleine Cl. Rückvers. Gladb. Feuer Kölner Hagel... Kölner Lloyd Kölner Rückv. große Keiner Rückr. kieine Rh.-W. Lloyd Union Hagel Vistoris Allgemeine Frankfurt: behauptet Die Kurse an der Abendbörse lagen etwa auf dem ermäßigten Niveau des Berliner Schlusses. Das Geschäft bewegte sich in recht engen Grenzen und lag hauptsächlich in Händen der Spekulation, da von Publikumskreisen kaum neue Orders eingegangen waren. Eine beachtliche Widerstandsfähigkeit war jedoch unverkennbar und man begründete diese zum Teil mit der vorwiegend freundlicheren Eröffnung Newyorks. Etwas angeboten und 1 Prozent niedriger waren Salzdetfurth, während Farben und Elektropapiere bis ½ Prozent anziehen konnten. Anleihen vernachlässigt. Berliner Produktenbericht Amtlich festgesetzte Preise. Getreide und Oelsaaten per 1000 Kllogramm, sonst per 100 Klogramm heute 1, Vorige 19.-21.0s19.-21.0 21.-24.0s21.-24.0 17.-19.0 17.-19.0 18.-21.0s18.-21.0 13.0 15.5/13 0 15 5 21.0 24.0121.0 24 C 50.-55.0 50. O 55.0 15.-15.3s15.-15.3 ...9.7..9 12.613 012 6 13 0 eb: 85 Pferde, 406 Schweine, 2 Schafe, 1 Ziege. Verkaufspreise: Pferde: 1. Qualität 700 bis 1000 Reichsmark, 2. Qualität 300 bis 700 Reichsmark, 3. Qualität 150 bis 300 Reichsmark, Schlachtpferde 50 bis 150 Reichsmark. Schweine: a) Ferkel: bis 6 Wochen alt 14 bis 18 Reichsmark, von 6 bis 8 Wochen alte 18 bis 25 Reichsmark, von 8 bis 12 Wochen alt 25 bis 34 Reichsmark; b) Läufer: von 3 bis 4 Monate alt 84 bis 50 Reichsmark, von 4 bis 5 Monate alt 50 bis 57 Reichsmark. Schafe: 30 bis 50 Reichsmark. Ziegen: 25 bis 40 Reichsmark. HandelsverIauf: sehr langsam. Der nächste Viehmarkt findet am 25. März statt. Berliner Metallnoticrungen Berlin, den 27. Februar 1931 De tmar umdonen nen Air ommde tolongg und Bezahlung für je 100 Klogramm) Quer durch die Wirtschaft Wie der Verband rheinisch-westfällscher Brauereien berichtet, hat sich die Verschlechterung im Bierabsatz im Monat Februar weiter fortgesetzt. Das Faschingsgeschäft habe keine wesentliche Belebung gebracht. Die Gemeindebiersteuererhöhung habe den Absatzrückgang katastrophal beschleunigt. * Die Deutsche Bank& Discontogesellschaft warnt in ihrem neuesten Bericht vor allzu viel Pessimismus hinsichtlich der Beurteilung der wirtschaftlichen Lage. Wenn auch noch kaum Anzeichen für eine schnelle Ueberwindung der Krise zu beobachten seien, so könne doch eine weitere Verflüssigung des Geldmarktes eine Besserung der Kreditversorgung Deutschlands vom Auslande her zur Folge haben. * Generalversammlungsbeschlüsse. Aplerbecker Aktienverein für Bergbau(Zeche Ver. Margarethe) in Dortmund. Die Abwicklung der Geschäfte im Geschäftsjahr erbrachte einen Verlust von 961 Reichsmark. hierzu Verlustvortrag aus 1929 von 2023 041 Reichsmark. ergibt einen Gesamtverlust von 2 024 002 Reichsmark, der vorgetragen wird.— Zeiß-Ikon AG. in Dresden. 7½(6) Prozent. * Dividendenvorschläge. Losenhausenwerk Düsseldorfer Maschinenba'u AG. in Düsseldorf-Grafenberg. Erhöhung des Verlustvortrages(340 012 Reichsmark) erwartet.— Bielefelder A G. für mechanische Weberei in Bielefeld. Wahrscheinlich wieder dividendenlos(im Vorjahre 35 638 Reichsmark Verlust).— Brunsviga-Maschinenwerke Grimme Natalis& Co., AG. in Braunschweig 8(10) Prozent.— Eisenwerks-Gesellschaft Maximilianshütte in Rosenberg.(Interessenkreis Flick). 3½ Prozent für das sechsmonatige Zwischengeschäftsjahr.(Bisher 7 Prozent Jahresdividende).— Niederlausitzer Kohlenwerke in Berlin. Nach.8 Millionen(.45) Reichsmark Abschreibungen 10 Prozent auf das StammAktienkapital.— Stahl- und Walzwerk Hennigsdorf. Nach 700000 Reichsmark Abschreibungen über 280 000 Reichsmark Verlust. Stadttreis Wattenscheid hs Hohes Alter. Heute kann Frau Witwe Minna Küldenpfennig, Wattenscheid, Freiligrathstraße e 42in geistiger und körperlicher Frische ihren 88. Geburtstag feiern. b Verhand Kaufmännischer Grubenbeamten„Centrum". Der Verein Kaufmännischer Grubenbeamten, Ortsgruppe„Centrum", hielt im Vereinslokal Nagel unter dem Vorsitz des Bürobeamten Brennholt ab. Es wurde beschlossen, wie in den Vorjahren, mit dem GDA.(Gewerkschaftsbund der Angestellten) eine gemeinsame Liste für die Betriebsratswahl aufzustellen. Das Jahresfest wurde auf den 26. April Dipiom=Vergingenieur Dr. Ende hielt in der Monatsversammlung einen Vortrag über„Handwerksund Wirtschaftsfragen". * Das Grundstücksgeschäft Schalke. Auch Oberlandmesser Otto teilt mit, daß auch er kein Disziplinarverfahren gegen sich beantragt habe, da nicht die geringste Veranlassung zu einer solchen Maßnahme vorliege. Lödlich verletzt. Am Mittwoch morgen wurde der 54jährige Schießmeister Wilhelm Dönninghaus, Voedestraße, 73, im Untertagebetriebe der Schachtanlage „Froyliche Morgensonne“ von einem Förderkorbe, den er betreten wollte, erfaßt und schwer verletzt. Er wurde sofort ins Krankenhaus„Bergmannsheil“ gebracht. Hier ist der Bedauernswerte am Abend desselben Tages verschieden. Stadttreis Wanne-Eickel h. Pfarrer Gottschalk, Eickel, in Teistungen gewählt. Pfarrer Gottschalk, der seit dem 23. Januar 1916 als dritter Pfarrer an der Johanniskirche in Eickel tätig ist, wird in Kürze Eickel verlassen, weil er als Pfarrer der evangelischen Gemeinde Teistungen, Kreis Eichsfeld, gewählt worden ist. Pfarrer Gottschalk hat sich in Eickel besonders um die Jugendbewegung und Fursorgetätigkeit sehr verdient gemacht und man sieht ihn ungern scheiden. ur Kirchliche Gemeindefeier in Röhlinghausen. Am Donnerstag nahm die evangelische Gemeinde Röhlinghausen die goldene Hochzeit ihrer Gemeindeglieder Karl Vogt und Frau Christine geborene Speck zum Anlaß einer Gemeindefeier, die um 5 Uhr in der Kirche stattfand. Pfarrer Tigges baute seine Ansprache auf das Bibelwort 1. Samuelis 7, Vers 12, auf. Der Seelsorger überreichte sodann die goldene Ehegedenkmunze der evangelischen Kirche und überbrachte die Glückwünsche der evangelischen Kirche der Altpreußischen Union. Die Gemeinde Röhlinghausen ließ eine Bibel und die Stadtverwaltung ein Geldgeschenk übermitteln. h. Handarbeitsausstellung zu Gunsten der Mission. Im oberen Saal des evangelischen Vereinshauses findet eine Ausstellung von Handarbeiten statt, deren Reinertrag für die Barmer Mission bestimmt ist. Die Ausstellung ist Montag und Dienstag von vormittags 10 Uhr bis abends 6 Uhr geöffnet. ur Der Volkstrauertag in Wanne=Eickel. Morgen hier zwei Heldengedenkfeiern statt, und zwar auf dem Waldfried hof und dem Ehrenfriedhof im Eickeler Volksgarten. Bei erster hält Pfarrer Be dies, Gedächtnisrede und bei letzterer Vikar W außerdem werden die Feiern von Gesangund Leusitvorttagen umrahmt. 4006 * Verlegung städtischer Dienststellen. Das Stan##samt wurde von Langekampstraße 19 zum RatSchwerinstraße 6, Zimmer 2 bis 6, parterre; das Wohnungsamt von Richard=Wagner=Straße 10 zum Rathause, Zimmer 32 bis 34, 1. Etage verlegt. Am Sumeigg erfolgt die Beurkundung von Geburten und Sterbefaulen in Zimmer 2 des Rathauses. h. Die Grippe grassiert. Im Stadtteil Röhlinghausen mußte die Barbaraschule wegen zahlreicher Erippeertrankungen der Schulkinder für einige Tage geschlossen werden. Von der Görresschule wurden einige Klassen der unteren Schuljahre geschlosder Lutherschule macht sich die Grippe ebenfalls in den unteren Schulklassen sehr bemerkbar. ur Gewerkverein Christlicher Bergarbeiter. Die im Gewerkverein christlicher Bergarbeiter organisierten Belegschaftsmitglieder der Zeche Pluto=Thies hielten bei Huttemann eine Versammlung ab. Der Vorsitzende Bernit streifte in seiner Ansprache die hohe Bedeutung des Betriebsrätewesens. Nach der Erstattung des Tätigkeitsberichtes sprach ein Vertreter der Bezirksleitung über die diesjährigen Betriebsratswahlen. X In der Wiege tot aufgefunden. Gestern morgen 8 Uhr wurde ein sechs Wochen altes Kind in der elterlichen Wohnung in der Katzbachstraße in der Wiege von seiner Mutter tot aufgefunden. Vermutlich ist das Kind in den Kissen erstickt. Es dürfte ein Unglücksfall vorliegen. Die polizeiliche Untersuchung ist eingeleitet. Ennepe=Ruhrtreis n. Volkstrauertag. Der Denkmalverein WinzBaak veranstaltet am Sonntag, dem 1. März, zur Ehrung seiner im Weltkrieg gefallenen Heldensöhnen am Denkmal in der Nähe der Wirtschaft Schepmann eine größere Trauerfeier. Der evangelische Gottesdienst findet um 10 Uhr morgens im Saale Krollmann in Winz statt, der katholische Gottesdienst zum Gedächtnis der Gefallenen wird um 10 Uhr in der Kirche zu Hattingen abgehalten. Um 11.30 Uhr erfolgt gemeinsamer Abmarsch aller Vereine von Wirt Krollmann zum Ehrenmal, wo um 12 Uhr die Gedenkfeier stattfindet. X Verdoppelte Biersteuer in Hattingen. Die Biersteuer ist hier auf zehn Reichsmark erhöht worden. Stuhlverstopfung. Nach den an den Kliniken für innere Krankheiten gesammelten Erfahrungen ist das naturliche„Franz=Josef"=Bitterwasser ein äußerst wohltuendes Abfuhrmittel. Erh. in Apoth. u. Drog.(AB5 theater Dochum Samstag, 28. Fedr., 20 bis gegen 22.15 Uhr. Zum ersten Male! C. 18: Lilerarische Goschischaft Parkhaus Montag, den 2. März. 20 Uhr: Emil Ermalinger „Dichtung und pel Müstergatte Weltanschauung“ Schwank in 3 Aufzügen von Avery Hopwood. Sonntag, 1. März, 19 bis gegen 22.30 Uhr. Zum letzten Male! Außer Vormiete: Reidhadt von Schauspiel von Wolfgang Goetz. Montag, 2. März, 20 bis gegi 23 Uhr. Der lebende Leichnam Drama in 12 Bildern von Leo Tolstoi. Dienstag, 3. März, 20 bis gegen 22.15 Uhr. Brauner Ring 8: Der Mustergatte Mittwoch, 4. März, 19.45 bis gegen 23 Uhr. Zum letzten Male! Die Geisha Operette in 2 Akten (9 Bildern) von Sidney Jones. Donnerst., 5. März, 20 bis gegen 22.15 Uhr. Zum letzten Male! Mein Vetter Eduard Schwank in 3 Akten von Fritz Friedmann=Frederich und RalphArtur Roberts Freitag, 6. März, 20 bis geg. 23 Uhr. Zum grrez, Male! Schwanda, der Maobelacheser Oper von I. Weinberger. Eintrittskarten bei Hengstenberg u. an der Abendkasse Ehrenfelder Lschlsglele im Jugendheim, Meinolphusstr. Achtung. ein glänzendes Programm! ur Sernie aenr en. matter Eisriesen) Ein Winterbergfilm in 6 Akten Dazu ein gutes BelProgramm! U. a:„Rin VIn vins schwerster Sieg“ Aufführungen: Sonnabend bis einschl Montag(28.—..) ugendvorstellungen: Sonntag 16 Uhr. Montag 16 30 Uhr im(255 Hellweg 1 und Kortumstraße 45 8 Orie haben und verkauf. zu jedem annehmbaren Preise: Aullegenatrnas. Chaisell Sofas (a2920 Ssenbebten Kommen Sie noch heute. BettenSchumer Trankgasse 3. 20 bis geg. 23 Uhr. Federbetten Weißer Ring 9 und Wahlvorstellung für alle Ringe: Der lebende Leichnum Sonntag, 8. März, 16 bis gegen 18.30 Uhr. Außer Vormiete: Sturm im Wasserglas Komödie in 3 Akten von Bruno Frank. 20 bis g. 22.15 Uhr. Blauer Ring 9: DerMusteraatte Montag, 9. März, 20 bis geg. 22 Uhr. Außer Vormiete: Bunte Tänze Solo=, Duo= und Gruppentänze. Der weileste Weg lohnt sich! Weißlack. Tochterzimmer Schrank.10 Meter br., Waschtisch mit Spiegel, Beit und Nachtkonsole 198 Ak. Im alten reell. FachKadus=Sust. 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Eigeistein 39.91, Krefeld, Hochstraße 124, Mülhelm-Ruhr, Loineweberetr. s, Oberhausen, Marktstraße 77 123 städtisches Orchester* Bochum Morgen, Sonntag. den 1. März 1931, nachmittags 4 Uhr. Konzert im Parkhaus Werke von: Beethoven, Liszt, Berllos. Wagner Leitung: Konzertmeister Curt Hofmann Eintrittspreis 30 Rpf. Zehnerheft.— RM.— Kinder 20 Rpf. ARKHAUS BSUNUN Samstag, den 7. März: TANZ-IURNTER Turnler-Form: Wintermeisterschaft von Bochum Sonntag, den 8. März: 4- UHR-IANZ-TEE Turniertellnehmer wenden sich verher an die Gesamtleitung: HI. WA WROWSK Lohrer für Gesellschaltstanz Bochum, Hugo-Schultz-Straße 34, Fernruf 6469 Zum Besten biesiger Woblfabrtspflege Sonntag, 1. März,—7 Uhr abende, in der Christuskirche: Aufführung des Oratoriums Mn von Aug. Große-Weischede Ausführende: Der Pauluskirchenchor mit 100 Damen u. Herren u. Knabenstimmen—(Chorleiter: Berthold Schmiedeknecht)— Irene Rust, Bochum (Sopran)— Karl Wolff, Bochum(Tenor)— Kurt Finkgarden, Dortmund(Bariton)— Hermann Schneck(Orgel) Gatrltanssie 18 Oemnig an der Selle.—Mask! Vorverkauf: Ev. Vereinshaus u. Buchhandl. Hengstenberg 88nDarkhaus) Groß. Saal Freitag, den 6. März, 8½ Uhr abends: zum 175. Geburtstage(27. 1. 1756) Werke von W. A. Mozart Ausbildungs- und Oberklassen des Hoffmannschen Konservatoriums. Gesang: Soli. Duette, Terzette und Quartette. Klavier: Soli und Werke für 2 Klaviere, Violine und Kammermusik. Vortragsfolgen 1 RM., und Schülerkarten 75 Rpf. bei Häßler, Wicharz, Abendkasse— berechtigen zum Eintritt. Ibach-Flügel aus der Firma Marks, Bochum. Safs Maustife Ab 1. März spielt nachmittags und abends mit seinen Künstlern vom Alster-Pavillon. Hamburg. Voranzeige Am 18. und 19. März 1931 dröne- Iierkalicnale-Nodenschau Sonntag, Früh-Vorstellung des herrlichen Sprech-Tontilma EVOT MOnischof nach dem Roman von Richard Voß zu halben Preisen Auch Jugendliche haben Zutritt BAHNHOFSHOTE direkt am Hauptbahnhof„ Inhaber Hans Billen Fernruf 68882 SAMSTAG, DEN 28. FEBRUAR 1931 EFFREN: UNO ABSCHIEDSABEND FBOCHUMT Vorstellung vormittags 11.13 Uhr Kassenöffnung 10 Uhr der selt 5 Monaten gastierenden beliebten Hauskapelle Walter Lengenberg Ab 1. März gastiert die in Braunschweig wiederholt prolongierte Stimmungskapelle DANTELZICK Restaur„Zur Waldesruh“.elikämper Tel. 61629 7 Bochum. Waldring 23 Nähe Ehren-Denkmal Kaffee-Konzert Angen. Familienaufenthalt.— Guter Kaffee und Bauernstuten Gepflegte Biere und Weine. Berliner Weißbler. Konzert-Rest.„Zum Jägerhof“. Dorstener Str. 37 Franz Cremer Fernruf 63083 Ab heute Samstag täglich großes Bochbierfest unter Mitwirkung der heute eintreffenden Original Tiroler Damenkapelle Plink in ihren originalen Trachten sowie Darbietungen in Gesang und Musik. Sonntag, von 11—1 Uhr: Matinee Trotz der erhöhten Biersteuer kein Preisautschlag 93992 Wo ist der gemütliche Aufenthalt Die gute, preiswerte Küche Das köstliche Bier Die erstklassige Hauskapelle Ständige Unterhaltung durch die beliebten Humoristen Die niedrigen Preise Im Samstag. 28. Fobr.: Konzerthaus-Straden Inhaber: Richard Wange Herner Straße 53— Fernsprecher 68697 TANZ und KonzertUnterhaltung Sonntag, 1. März: Arry Leese der bekannte Humorist und die beliebte Hauskapelle versprechen Stimmung und Humor Keunannen bun CTar-Pürnn Rlemehbanenn derrindet 1151 Gelalichen-Geuuufinislerer am Sonntag, dem 1. März 1931. abends 8 Uhr, Im Festsaal des Paul-Gerhardt-Hause: am Kühneplatz. Mitwirkende: Bas: Karl Koch(Bochum), Violine: Albert Walmann jun.(Bochum), am Flügel: G. Heimer, R. Bendler(Bochum), Ansprache: Pfarrer Reckert(Bochum), Gemeinde, Leitung: G. Lüttringhaus. — Eintritt 50 Pfennig— über das Wollen Sie verreisen? wenden Sie sich vertrauensvoll an der Verkehrsverein Bochum, * wenden Sie sich vertrauensvoll an den Rathausplatz 8 (im Gebäude des„Bochumer Anzeiger“) Sammelnummer 62141. Aut gemeinnütziger Grundlage arbeitend werden Sie in allen Reiseangelegenheiten kostenlos beraten und erhalten außerdem: Fahrkarten.-III. Klasse nach allen Richtungen, ohne jeden Aufschlag. Sonntagsrückfahrkarten, Fahrscheinhefte mit GOtägiger Sültigkeit(beliebige Fahrtunterbrechung). Bettkarten für in- und Ausland— Passagen nach allen Häfen der Welt— Geldwechsel Badopei Dn dachom: Aittugch abende 1hr. Gaststätte Fr. 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Oeschäftsstelle Industriegebiet: Telephon 45664 Sssen, Kortumstr. 61a. Abi Reilaurant u. Colischall Wattenscheld, Westen elder Str 95 Sonntag ab s Uhr Wiener-Walzer-Abend „Wein, Welb und Gesang“ von deh. Straus Die 3 besten Welserpaare werden prämiiert Sonntag: Ia Stimmungekapelle .— r Der Mönch von 81. Bartholomd Das Ccheimnis vom Königssee. Herrliche Landschaftsbilder, das Berchtesgadener Land, Watzmann, Steinernes Meer, der Könlgssee Im Reize seiner majestätischen Abgeschlossenheit umrahmen die spannende Handlung dieses Filme. Hauptdarsteller: Charles Willy Kayser, Hans Beck-Gaden, Weiß Ferdl Sandssausgesuchte Belrogamm bn Sonnabend, den 28. Februar bis Montag, den 2. Märs täglich abends 8 Uhr, Sonntag nachm 3½ Uhr: Große Iugendvorstellung: Das Gehelmnis vom Königsses, ###g Thapien#l Sspannende dlte und der lustige Tell. Gia-Theaterg“ Heine Preise: 330. 080..30 uid 190 M. Volks-Konzert Im Saale des Schützenhofes. Am Sonntag, dem 1. März, um 17 Uhr, veranstaltet die PolizelSängervereinigung unter Plitwirkung der Muslkkapelle im Saale des Schützenhofes ein Volkskonzert. Eintritt 50 Pt., Erwerbslose an der Kasse 30 Pl. Tonhalle Bochum Sonntag, den 1. März 1931. vormittags 11.15 Uhr: Einlas 10.30 Uhr Ende 1 Uhr Einmalige Früh-Vorstellung Der zweite große Alpen-Kulturfilm, der den bereits gezeigten, an gewaltigen Naturschönheiten bei weitem übertrittt. in den II. Tell Eine Symphonie einzigartiger Naturschönheiten, der gewal##tigste Film aus den Schweizer Hochalpen mit besonderer Musikbearbeitung für den Film unter Mitwirkung des vollen Orchesters. Hm Vierwaldstätter See Luzern. Brunnen und die Mythen. Rigi und Pllatus. Die Tellskapelle. Auf den Rütll. Schwyz. Url. Die St.Gotthard-Bahn. Die Glarner Nipen Das Lintal und das untere Sernftal. Doppelfall, des„Diesbaches, Glärnisch, 2920 Meter ü. d. M. Tödl, 3623 Meter 11. d. vi. Die Klausenstraße, 1892# bis 1899, mit einem Kostenaufwand von 4 Millionen Fr. erbaut. 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September 1931 Im Wege der Ausschreibung vergeben werden: 13 395 kg Reis, 3330 kg Kaffee(gebrannt), 3500 kg Kaffee (ungebrannt). 255 kg Tee. 1690 kg Kakao. 605 kg Schokolade. 6340 kg Haferflocken, 6150 kg gelbe Erbsen. 4950 kg grüne Erbsen, 6000 kg Bohnen, 5700 kg Linsen, 300 kg Graupen (grob). 575 kg Perlgraupen, 3810 kg Graupen(mittel), 2600 kg Gerstengrütze 7625 kg Grießmehl, 2425 kg Hutzucker. 45 900 kg Kristallzucker. 8595 kg Gemüsenudeln. 870 kg Würfelzucker, 555 kg Korinthen, 2000 kg Suppennudeln. 56 780 kg Margarine, 710 kg Rosinen, 1200 kg Makkaroni. 175 kg Stärke zum Kochen, 3135 kg Salatöl. 2150 kg Backöl (Rüböl). 5435 kg Silberseife(40—42%), 7830 kg Transparentseife(Glycerinseife 40—42%). 8600 kg gelbe Schnitzelseife (64—66%), 4895 kg Sparkernseife in Stücken(60—62%), 5125 kg Seifenpulver(30%). 4100 kg Seifenpulver(15%), 14 625 kg Kristallsoda, 4500 kg Ammoniaksoda(98—100%), 555 kg Strickgarn(grau und schwarz), 1545 kg Sohlieder(Cronpons). 1015 kg Sohlieder(Häute), 155 kg Oberleder. 300 kg Brandsohlleder und 4835 kg Bohnerwachs. 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Getunden Schllochund zugelaufen. Kleine Gutstablstraße 15. Die Verlobung unserer einzigen Tochter IIse mit Herrn Heinz Burgardt beehren wir uns anzuzeigen. Apolhcker Emil Peitier u. Frau Mia geb. Humberg Allendorn, Wasserstr. 20 Meine Verlobung mit Fräulein lise Peiller zeige ich ergebenst an. Heinz Burgardt Bochum-Engelsburg Im Februar 1931 Bochum Joselstr. 38 Stalt Karten Kurt Pieper BernyP irper geb. Lommerr Vermählte 28. Februar 1931 Duisburg Blamenthalotr. 26 FamilienNachrichten Geboren: Knaben: Heinrich Thiele(Klärchen Weber), Hamm. Erich Hache Schmidt), Zwillinge, Dortmund.— Mädchen: Dr. med. Tanner=Scharphuis(Else Dehne), Gelsenkirchen. Wilh, SchulzeGahmen(Elise Lueg), Remscheid. Gestorben: Dr. med. Karl Fuchs, 58., Buer=Resse. Wilhelm Pulger, 56 Jahre, Dortmund. Ein treues Vaterherz hat aufgehört zu schlagen. Gott dem Allmächtigen hat es in seinem unerforschlichen Ratschlusse gefallen, Mittwoch nachmittag um 4 Uhr meinen lieben Gatten, unseren treusorgenden Vater. Schwiegervater, Großvater. Bruder, Schwager, Onkel und Vetter, den Zechenbeamten Willl.Fiddriamnt im Alter von fast 62 Jahren, nach kurzem, schwerem Leiden, zu sich in die Ewigkeit zu nehmen. In tiefer Trauer: Frau Minna Haarmann geb. Rosenboom Emil Vogel u. Frau Wilhelmine geb. Haarmann Wilh. Haarmann u. Frauhledwig geb. Hehmann und 4 Enkelkinder Weitmar. Bochum V, Blankenstein, Wiemelhausen, Westherbede, Mehrhoog, den 27. Februar 1931 Die Beerdigung findet am Sonntag, dem 1. März 1931. nachmittags ½2 Uhr. vom Trauerhause, Kemnader Straße 11 (an der Zeche Karl-Friedrich), aus statt. Trauerfeier ½ Stunde vorher. Allen, denen aus Versehen keine besondere Nachricht zuging, diene diese als solche Am 27. Februar verschied nach langem, mit großer Geduld ertragenem Leiden mein innigstgeliebter Mann, unser herzensguter Vater, Schwiegervater, Großvater, Bruder., Schwager und Onkel Betriebsführer i. R. Piemmar Werdr im 68. Lebensjahre. Im Namen der Hinterbliebenen: Frau Henriette Werth geb. Beckmann Bochum, den 28. Februar 1931. Clemensstraße 8 Die Beerdigung findet am Montag, dem 2. März 1931. nachmittags 3¾ Uhr. vom Trauerhause aus statt. Hausandacht ¼ Stunde vorher Gestern morgen um 6 Uhr entschlief nach langer, schwerer Krankheit unser lieber Vater, Schwiegervater. Großvater, Urgroßvater, Bruder, Schwager und Onkel Herr Wilhelm Schildmann Im Alter von 75 Jahren. I Um stille Teilnahme bitten: Die trauernden Hinterbliebenen Bochum, den 27. Februar 1931 Die Beerdigung findet Montag, den 2. Märs, nachmittags 3½ Uhr. vom Sterbehause, Herner Straße 76, aus statt. Allen, denen aus Versehen keine besondere Nachricht zuging, diene diese als solche(93844 Nach Gottes heiligem Willen entschlief In der vergangenen Nacht nach schwerer Krankheit meine innigstgeliebte Frau und treusorgende Mutter meines Kindes, unsere liebe Schwester, Schwägerin und Tante Frau Heiene Boln geb. Pleper Neuereftn Berlin W. Prager Platz 4a Tel: Brabant 3310-14 * 1 TelesrPragerhaus-Berlin 75 Zimmer # er. 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An ihrem Grabe trauern: Der untröstliche Gatte drei Kinder sowie die anderen Hinterbliebenen Altenessen, Bochum, den 28. Februar 1931 Die Beerdigung findet am Montag, dem 2. PPhiug# morgens ½9 Uhr. vom Trauerhause. Altenessen, Bauninghausstraße 64, aus statt. Daran anschließend ist das SeelenIn der Marienkirche ist am Dienstag morgen 8 Uhr ein Allen, denen aus Versehen keine besondere Nachzicht zuging, diene diese als solche Ansehnl., 22 J. alt. Mädch., kath., von tadell. Vergangenb., möchte Hru. in sich. Levensst. kenn, lern. zwecks spät. Heirat. Nur Herr., d. mein. Wunsche entsp., mögen sich meld. Ansnym zwecklos. Zu schriften unt. K H. 93793 an die Geschst. Ich habe einen guten Kampf gekämpft. 2. Tim. 4,—8. Nach Gottes heiligem Willen entschlief heute vormittag 11½ Uhr meine liebe Frau, unsere herzensgute, treusorgende Mutter, Schwiegermutter, Großmutter, Schwägerin und Tante Frau Wilhelm Pomorin geb. Snopek nach langem, schwerem Leiden, vorbereitet durch einen christlichen Lebenswandel, im Alter von 58 Jahren. Um stille Teilnahme bitten: Die traueroden Bivlerbliebenen Bochum, Gelsenkirchen, den 27. Februar 1931 Die Beerdigung findet am Montag, dem 2. März 1931, nachmittags 3¼ Uhr, vom Trauerhause, Rottstr. 83, aus statt.(93997 Trauerfeler ¼ Stunde vorher im Hause Evangelischer Beamten- verein Bochum Unser liebes Mitglied„(43033 herr ist gestorben. Die Beerdigung findet am Samstag, dem 28. Februar, nachmitt. 2½ Uhr, von der Kapelle des Augusta=Krankenhauses aus statt. Nette Frau evang. 30., möchte sich mit solid. Beamt. in sich. Stellung wieder verheiraten. Witwer auch angen. Vollständ Aussteuer vorh.(später Vermögen). Nicht anonyme Zuschr. u. H. E. 93653 an die Gesch. Seit 12 Jahren vermittle ich gute Ehen auf nur reell., grundsolider Basis, ohne Millionen=Angaben. Tausende Partien vorgemerkt mit und ohne Vermögen, Geschäften, Güter Fabriken, Finanzheirat usw. 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Christuskirche..45: Liz. Schmidt; 11.15: KGD., Liz. Schmidt; nachm. 3: Tauffeier, Dr. Ehrenberg. Lutherkirche..45: Schmidt II: 11: K62. Schmidt II; 12: Tauffeier, Friedenskirche..30: Klose(Friedenskirchenchor), mit Vorbereitung und Feier des hl. Abendmahls: 11.15: KGD., Winnacker: 12.15: Tauffeier, Winnacker. Pauluskirche. 8: Klose:.30: Bockamp; .15: Schmidt II: Freitag abend 8: Passionsgottesdienst mit Vorbereitung und Feier des hl. Abendmahls, Berthold. Johanneskircge. KGD. 11.15; Pockamp: 3: Konfirmandenprufung, Epelhoff. Krankenhauskapelle..30: Dr. EhrenHerberge zur Heimat..30: Dr. Ehren6. Pfaxrbezirk(Gemeindeheim). Sonntag 11.15: KGD. Lebbrink: Mittwoch abend 8: Passionsgottesdienst mit Abend7 Pfarrbezirk(Jugendheim). Sonntag 10.45: Versammlung der Konfirmandeneltern(Konfirmandensaal der Lutherkirche): Montag abend 8: Bibelbesprechstunde des Evgl. Jungmännervereins. 10. Pfarrbezirk. Donnerstag abend 8: Bibelstunde(Castroper Straße 282). Bibelstunden. Mittwoch abend 8: Rottstraße 85 und Molikemarkt 12: Donnerstag abend 8: Lehrsaal Friedenskirche, Vereinshaus und Kleinkinderschule, Fabrendeller Straße 14. Evangelische Jugend, Bochum=Altstadt. Freitag abend 6: Teilnahme am Passionsgottesdienft. u###chr Arim: Christl. Verein junger Mädchen, Heim: Fahrendeller Straße 14. Dienstag abend 8: Missionsstunde für alle Mitglieder: Freitag abend 8: Teilnahme am Passionsgottesdienst. Gemeinschaft für entschiedenes Christeutum, Friedenskirche. Sonntag nachmittag 3: Gemeinschaftsstunde und Vortrag von Herrn Lehrer Schuhmacher (Thema„Eine unscheinbare Liebestat“): Dienstag abend 8: Gebetsstunde. Kirchlich=evangel. Gemeinschaftsverein, Bochum. Adolfstraße 20. Sonntag 11: Sonntagsschule:.15 Evangelisation: Montag abend 8: Jugendbundstunde: Donnerstag abend 8: Bibelstunde. Bochum=Weitmar. Sonntag 8: Frühgottesdienst, P. Sassenberg, anschließend Beichte und Feier des hl. Abendmahls: .45: Hauptgottesdienst. P. Kraemer: 11: Kindergottesdienst: 12: Kirchentaufen; Donnerstag abend 8: Gemeinschaftsstunde: Freitag abend 8: Passionsgottesdienst,°. Görtz.— Bibel=, Gemeinschaftsund Vereinsstunden: 1. in Weitmar: Mittwoch abend 8: Bibelstunde im Kindergarten an der Schützenstraße: Blaukreuzverein Weitmar: Sonntag nachm. 3: Vereinsstunde: Evang. Jungmädchenverein Weitmar: Sonntag nachm. 3: Bibelbesprechung: Jugendverein Eppendorf: Samstag abend.30: Bibelstunde: Evang. Männer= und Fünglingsverein Weitmar(Jungmänner=Abteilung) Weitmar=Mark): Mittwoch abend 8: Teilnahme an der Bibelstunde: Evangelischer Männer= und Jünglingsverein Bärendorf=Süd: Dienstag abend 8: Bibelbesprechung der Jugendabteilung.— 2. in Weitmar=Mark: Sonntag nachm. .30: Blaukreuz= und Gemeinschaftsstunde(Familienfeier): Mittwoch abend 8: Bibelstunde.— 3. in Eppendorf: Sonntag nachm..30: Bibelstunde im Kindergarten: Dienstag abend 8: Gemeinschaftsstunde. Bochum=Altenbochum. Sonntag.45: Gottesdienst, Superintendent Niederstein: 11: KGD.: 12: Tausen: 4: Jugendvereine: 5: Gemeinschaft; Donnerstag abend 8: Vorbereitung für den KGD.: Freitag abend 8: Passionsgottesdienst. Bochum=Engelsburg. Sonntag.30: Gottesdienst, Paulmann(Harpen): 10.45: Taufen: 11: KGD.: abends 6: Blaukreuzstunde; abends 8: Stadtmission, Evangelisation: Dienstag abend 8: Gebetsstunde: Mittwoch abend 8: Pasiionsgottesdienst: Donnerstag abend 8: Blaukreuzstunde: abends.30; Vorbereitung für den Kindergottesdienst. Bochum=Hamme. Frühgottesdienst, in der Kirche.30: Simon: Hauptgottesdienst in der Kirche 10: Falkenroth, in der Wegescheld 10: Simon: KGD. in der Kirche 11.15: Kraemer, im Gemeindehaus 11.15: Falkenroth: Taufstunde in der Kirche 2: Kraemer, in der Wegescheid 12.30: Falkenroth: Passionsgottesdienst in der Kirche Donnerstag abend 8, in der Wegescheld Donnerstag abend 8; Bibelstunde: Dienstag abend 8(Männerbibelkreis): Christl. Verein junger Männer: Sonntag nachmittag 3: Bibelstunde: Jungmädchenverein„Beibanien: Donnerstag abend 8: Bibelstunde der alteren Abteilung. „Hofstede=Riemke. Senntag.30: Pitsch: 20: Mübge: 11: KGD., Pitsch: Freitag abend 8: Passionsgottesdienst mit Beichte und Abendmahl. Bitsch: abends 9: Vorberettung für den K62.— Vereine: Jungfrauenvereig I:„Montag abend 8: Missionsstunde: Liauxeuzverein: Sonntag nachm. 4. Mittwoch abend 8 Jugendbund für entschiedenes Christentum, Bochum=Hofktede=Riemke, Riemker Straße 44. Sonntag nachm. 2: Sonntagsschule und Kinderbund; nachm. 4: Jugendbundstunde für junge Männer und junge Mädchen; Donnerstag nachm. .30: Kinderbund E..: Jugendbundstunde für junge Männer und junge Mädchen. Kirchl.=Evangel. Missionsverein e. V. Boch.=Hofstede=Riemke, Riemker Str. 44. Sonntag nachm. 3: Evangelisation; Mittwoch abend 8: Bibelbesprechstunde. Evangelische Schulgemeinde, BochumHofstede=Riemke, Hofsteder Straße 320. Dienstag abend 7: Musikstunde: Samstag nachm. 4: Kinderstunde. Uemmingen. Sonntag 9; Abendmahlsseier:.45: Hauptgottesdienst, Kuhlmann: 10.45: Kirchentaufen: 11: KGT.: Montag abend 8: Bibelstunde: Freitag nachm. 5: Passionsgottesdienst, KuhlBochum=Wiemelhausen(Melanchthon). Sonntag 8: Niedermeier: 9 45: Engelbert (Abendmablsfeier): 11.30: Kirchentaufen: 11.30: KGD.: Freitag abend 8: Passionsgottesdienst mit Abendmahl, Althüfer. Jugendbund für entschiedenes Christentum, Melanchthonkirche. Im Melanchthonsaal: Sonntag nachm. 3: Jugend= und Gemeinschaftsstunde, jung und alt ist berzlich willkommen: Mittwoch abend 8: Bibelbesprechstunde für Männer und Frauen: Donnerstag abend 8: Jugendbundstunde für junge Männer und Mädchen. Bochum=Wiemelhausen Sonntag(Volkstrauertag) 10: Festgottesdienst und Mitwirkung der Chöre, anschließend Beichte und hl. Abendmahl, Niedermeier: 11.30;„Tausen: 11.30: KGD.: Freitag 8: Vassionsgottesdienst. Niedermeier: 9: Vorbereitung für den KGD., Reckert.— Vereine: Sonntag abend 8: Konzert des Gemischten Chores: Mittwoch nachm. 5: Bibelstunde in Steinkubl, Niedermeier. Bergmannsheil: Dienstag abend.30: Altbüser. Landeskirchliche Gemeinschaft„Melanchthon“, Königsallee 163. Sonntag abend .30: Gebetsstunde: abends.30: Evangelisation: Donnerstag abend 8: Bibelstunde. Jugendbund für entschiedenes Christentum, Königsallee 163. Zweigstelle Weilenbrink 12. Sonntag nachm..45: Jugendbundstunde: Mittwoch abend 8: Bibelstunde für jung und alt. Stadtmission Bochum, Joachimstraße 8. Sonntag nachm. 2: Sonntagsschule: nachm. 5: Gemeinschaftsstunde: Tonnerstag abend.15: Bibelbesprechstunde. Bochum=Engelsburg,„Betsaal:„Jeden Sonntag abend 8: Bibelstunde: Dienstag abend 8: Bibelbesprechstunde.— Bochum=Hamme, Glückaufstr. 33: Freitag nachm, 4: Bibelstunde für jedermann. Christlicher Verein junger Männer e.., Jugendheim, Oskar=HoffmannStraße 14. Donnerstag abend.15: gemeinsame Bibelbesprechung. Hiltrop=Bergen. Sonntag.40; Gottesdienst. P. Fortmann: 11: Kriegergedächtnisfeier sämtl. Vereine Hiltrops am Ehrenmal in Bergen: 11.15: Kindergottesdienst: 12: Taufen: Freitag abend 8: Passionsgottesdienst.— Vereine: Sonntag 14: Jungmännerverein: 16: Jungmädchenverein: Montag 20: Posaunenchor: Dienstag 20; Jungmännerverein(Gemeindeheim): 20: Jungmädchenverein(Kindergarten): Mittwoch: Kirchenchor(Hubbert): Donnerstag 15—17: Frauenhilfe: 18: Chorsingen: Sonnabend 17—19: Jungschar des Jungmännervereins. Bochum=Werne. Sonntag.45; Hauptgottesdienst: 11.15: Kindergottesdienst: 12.15: Kirchentaufen: nachm. 2: masurischer Gottesdienst: nachm, 5: Bibelund Gemeinschaftsstunde:.30: Blaukreuzstunde— Gemeindeteil Kreta. Sonntag 10: Gottesdienst: 11.15: Kindergottesdienst. Gedaensdenbondungder iabenich. Gemeinden Sonntag, den 1. März 1931. Propsteikirche. 6,.45; Messe, 8: Singmesse, 9: Gymnasialmelse, Me, 4atrg 60 „Bochum=Langendreer. Sonntag.30: Morgenandacht: 10: Gottesdienst(Pastor Rüggelsiepe): 11.15: Kindergottesdienst; 11.15: Kirchentaufen. Bochum=Linden..30: Gedächtnisgottesdienst anl des Volkstrauertages, V. Bäumer,(Mitwirkung des Kirchenchores): 11: Kindergottesdienst: 12: Tauken. Mittwoch 5: Tausen: P. Bäumer, Freitag 8: Passionsgottesdienst, P. Bäumer. Bochum=Dahlhausen. 8: P. Treben; .30; Gedäcnnisgottesdienst.., Neuhaus: 11: Kindergottesdienst: 12: Tansen. Mittwoch 8: Passionsgottesdienst, P. Neubaus. Wattenscheid. Friedenskirche. Sonntag vorm. 8: Frühgottesdienst, P. Müller; 10: Hauptgottesdienst. P. Heuser: nachm. 2: Kindergottesdienst, P. Müller: 3: Tausen, P. Müller: 4: Prüsung, P. Bonne.— Alte Kirche. Sonntag vorm. 9: masur. Gottesdienst. P. Mückeley; Freitag abend 6: Passionsgottesdienlt, ., Ponne.— Krankenyaus. Conntag Hochamt: 11.15: Messe mit Predigt:.50: undacht. I612A#: 9. Messe..15.30“ Marienkirche: 6: Messe mit Predigt;.30: Hochamt: 11: Messe mit Predigt. Klosterkirche: 5. 6: Messe;, 7: messe; 8: Singmesse mit Predigt;.15: Schülerinnenmesse; 10.30: Singmesse mit polnischer Predigt: 5: Predigt, Andacht: Josephslirche:.30: Messe:.30, 845: Messe mit Predigt: 10: Hochamt mit Predigt: 11.15: Messe mit Predigt: .30: Andacht. M 9. Antoniuskirche:.30: Messe: 8: Messe mit Predigt:.30: Hochamt mit Predigt: 11: Messe, mit, Predigt:.30: Andacht. Meinolphuskirche:.30: Messe;.30: Messe mit Predigt:.30: Schulmesse; .30: Hochamt mit Predigt: 10.45: Kindermesse: 11.30: Messe mit Predigt; — Liboriuskirche: Ad.30„ Beichtgelegenheit: 7: Messe:.30: Messe mit Predigt: 10: Hochamt mit Predigt:.30: Hl. Kreuzkirche: Ab.30 Beichigelegenheit: 7 und.30: Messe mit Prediat: 10.30: Hochamt mit Predigt:.30: Andacht.„gzuche Haume v..g. 8 15. Herz=Jesukirche, Hamme. 7: Messe,.15: Messe mit Predigt: 10: Hochamt mit Predigt: 11.15: Messe mit Predigt:.30: Dreifaltigkeitskirche: 7: Messe: 8: Messe mit Predigt; 10: Hochamt mit Predigt:.30: Andacht. St. Anna=Kirche Bochum=West: Ab .45 Beichtgelegenheit:„7: Messe mit Predigt:.30: Schulmesse; 10: Hochamt mit Predigt:.30: Andacht. Franziskus=Kirche Bochum Riemke: .15: Messe:.15,.30: Messe mit Predigt:.30: Hochamt mit Predigt: 11: Messe mit Predigt:.30: Andacht. Liebfrauen=Kirche, Boch.=Altenbochum: .30..45: Messe: 9: Kindermesse: 10: Hochamt, mit Predigt:.30: Andacht. Bochum=Laer: Ab.30 Beichtgelegenheit;.30: Messe mit Predigt: 10: Hochamt mit Predigt:.30: Andacht. .=Wiemelhausen, Johannes=Kirche: 7: Messe: 8..15: Messe mit Predigt: 10.30: Hochamt mit Predigt:.30: And. Bochum=Linden: Ab.15 Beichigelegenheit: 7..10. 9: Messe mit Predigt: 10.30: Hochamt mit Predigt:.30: Andacht. Herz Jefu=Kirche, Boch.=Hordel:.30: Messe: 8: Messe mit Predigt: 10: Hochamt mit Predigt:.30: Andacht. Franziskus=Kirche,.=Weitmar:.30: Messe:.45: Messe mit Predigt: 9: Hochamt mit Predigt: 10.15: Schulmesse mit Predigt: 11.15: Messe mit Predigt:.30: Andacht. Bochum=Gerthe St. Elisabeth: 7, .30: Messe; 10: Hochamt mit Predigt: .30:„Andacht. Hiltrop=Bergen. Z. hl. Joseph..30: Messe mit Predigt: 10: Hochamt mit Predigt;.30: Andacht. Bochum=Harpen. Zum hl. Geist:.30: Messe: 10: Hochamt mit Predigt:.30: Andacht. Bochum=Werne:.45: Messe:.15: Messe mit Predigt: 10.15: Hochamt mit Predigt:.30: Andacht.„ Men Wattenscheid. Sonntag 6: hl. Messe; 7: hl. Messe mit Predigt, hl. Kommunion der Männer und des Männerapostolats: 8: hl. Messe mit Predigt, bl. Kommunion der Swidbertschule: H: hl. Messe mit Predigt für die höheren Schulen: 10: Hochamt mit Predigt: 11.30: hl Messe mit Predigt:.30: Rosenkranz=Bruderschaft mit Prozession, anschließend Rosenkranz der polnischen Abteilung:.15: Taufe: 8: Fastenpredigt;„Donnerstag abend von 5 bis 7: Beichtgelegenheit: Freitag(Herz Jesu) Aussetzung des Allerbeiligsten während der hl. Messen: die Kollekte am Sonntag ist für die erzbischöflichen Erziehungsanstalten. eis unr chung. meindesaal: Dienstag abend 8: Jungmännerverein: Mittwoch abend.30: Passionsandacht: Mittwoch abend.15: Kirchenchorübung: Donnerstag nachm. 3: Frauenverein: abends 8: Vorbereitung zum Kindergottesdienst. Evang.=Luth. Kreuzgemeinde Bochum, Kreuzkirche, Hamme: Sonntag vormittag .30: Gottesdienst, Pfarrer Stallmann: .30: Beichte, Pfarrer Kerle: 10: Hauptgottesdienst mit Abendmahlsfeier, Pfarrer Kerle: 11.30: Kindergottesdienst,( Pfarrer Kerle, und Taufen: Mittwoch abend 8: Passionsgottesdienst, Pfarrer Stallmann.— Gemeindeheim, Lutherhof. Sonntag nachm. 3: Generalversammlung des Jungfrauenvereins: Montag abend 8: Kirchenchor: Dienstag abend 8: Jungmännerverein: Mittwoch abend 9: Vorbereitung zum Kindergottesdienst: Donnerstag nachm. 3: Frauenverein: abends 8: Jungfrauenverein: Freitag abend 6: Jungposaunenchox, Evangel. Gemeinschaft, Auferstehungskirche, Bochum, Alleestraße 46. Sonntag vorm. 8: Männerchorprobe:.30: Gedächtnisfeier: 11: Sonntagsschule: nachm. 6: Predigt: abends.30: Jugendverein: Mittwoch abend 8: Bibelstunde: Donnerstag abend 8: Gem. Chor: Freitag abend 8: Gebetsstunde. Freie evang. Gemeinde, Rottstr. 34a. Sonntag.30: Bibelbesprechstunde: 11: Sonntagsschule: 6: Prediat. Montag 8: Gem. Chor. Mittwoch 8: Bibelstunde. Donnerstag 8: Jungmädchenverein.— Gerthe, Holthauser Straße 14. Sonntag .30: Predigt. Dienstag.45: Bibelstunde: 8: Jugendbund. Neuapostolische Gemeinde. Gottesdienst: Bochum, Rheinische Straße 7: Sonntag vorm. 9. nachm. 4 Uhr, Mittwoch abends 8 Uhr. Langendreer, Wallbaumweg 58: Sonntag vorm. 9, nachm. 4 Uhr, Mittwoch abends 7 Uhr Laer. Werner Hellweg 13a: Sonntag vorm 9, nachm. 5 Uhr, Mittwoch abends 8. Uhr. Weitmar, Kellermannsweg, 51: Sonntag vormittag 9. nachm. 4 Uhr. Mittwoch abends 8 Uhr. Weitmar. Hattinger Str 312. Saal: Sonntag vorm. 9. nachm. 4 Uhr. Mittwoch abends 8 Uhr. Linden, Kestenkamp 49a: Sonntag vorm. 9. nachmittags 4 Uhr. Mittwoch abends.30. Riemfe, Auf dem Dahlacker 42: Sonntag nachm. 4 Uhr. Mittwoch abends ###. Uhr., Wanne=Eickel, Königstraße, 21: Sonntag vorm. 10, nachm. 6 Uhr, Mittwoch abends 6 Uhr. Wanne=Röhlinghausen, Königstraße 21: Sonntag vorm. 8. nachm. 4 Uhr, Donnerstag abends 6 Uhr. Altkath. Gemeinde Bochum. Sonntag vorm..15: Gottesdienst mit Predigt in der Johanneskirche. Oekumenisch=(kath.) apostolische Kirche Bochum, An der Landwehr 11(Hinterhaus). Sonntag nachm. 5: Liturgischer Gottesdienst mit Predigt: Donnerstag abend 8: öffentliche Predigt. Achtung! Achtung! Habe meine Zahn-Praxis nach Viktoriastraße 45 verlegt. Zahnpraxis A. Peters, Teleion 69668 Filiale.-Weitmar, Wasserstraße 424, Teleion 69495 In den 40er Jahren brauchen Sie zum Lesen und zur Naharbeit Augengläser, wenn Sie in krüheren Jahren in die Ferne gut sahen Kortumstraße 101 Tel. 67931 glbt Ihnen nur das Beste für Ihre Augen HAUSSTANDUHREN direkt von der Spezial-Fabrik, ohne Zwischen handel, setzt schon von RN 55,- 1n Ober 20 000 zutriedene Kunden Tausende von Anerkennungsschreiben betr.Preis und Qualltät. Mehrlährige Garantie. Angenehmerellzahlung. Verlangen Sie noch heute kostenlos meinen neuesten Katalog. Achten Sie aber genau a. d. bekannte Firma .Iaufjor Spezlal-Fabrik E. Laufter möderner Hausstanduhren Schwonningen a. N.(Schwarzw.) Alleenstrabe 38 und Zietenstraße 55 So urtellen meine Kunden: 24 12 29. Bin mit der Uhr sehr zutrieden und heute noch erstaunt über den billigen Preis. R Hauptwachtmeister 965 Industrie. 4..... Zaptper 2# Futterkartofseln.... Zentner.50 Stearüben...23125Zentner..— Kohlen= und Kartoffelscheine werden angenommen. Bentlage Vereinsstr. 34. Tel. 68132 P. Bonne.— Dronkenhaus. 10: Hausgottesdienst, P. Bonne.— Höntrop. Sonntag 10: Hauptgottesdienst, P. Bechthold.— Leithe. Sonntag 10: Hauptgottesdienst., P. Müller. Honfüige Gemeinden Sonntag, den 1. März 1931. 1. Baptistengemeinde Immanuelskirche, Hermannshöhe 21. Sonntag .30: Bibelstunde: 11: Sonntagsschule: 4: PrPedigt: 6: Jugendverein.„Mittwochch 8: Gebeisstunde.— Gemeinde, saal Hamme. Hofsteder Straße 131. Sonntag.30: Bibelstunde: 11: Sonntagsschule. Donnerstag 8:„Bibelstunde. — Gemeindesaal Bärendorf, Goldhammer Straße 17. Sonntag.30; Bibelstunde: 11: Tonntagsschule. Donnerstag 8: Bibelstunde. Prediger Jansen. Gemeindesaal Werne. Am Born 4. Sonntag.30: Bibelstunde: 11: Sonn49RSAchule. Dienstag 4: Predigt:.15: Bibelstunde. Ev.=Luth.(Altluth.) Kirchengemeinden. 1. Gemeinde Bochum, Kirche Dibergstraße 52. Sonntag.15: Predigt. Superintendent Ziemer: Montag abend 8: Kirchenchor: Dienstag nachmittag.35: Unterricht.— 2. Gemeinde Hamme, Kirche am Hindenburgplatz. Conntag .30: Predigtaottesdienst, Pastor Greve: anschließend Beichte und Feier des heil. Abendmahls: 11: Kindergottesdiens ini VVeraolere bei mir sachgemäß, liebenswürdig, in angenehmer Weise POGTO Die Frage liegt mir sehr am Herzen, so sehr, daß ich für die Beantwortung RM. 1000.aussetze und am 31. März ds. Irs.— ganz oder geteilt auszchle. Die Beteiligung ist an keine schwierige Bedingung geknüpft und die Prämiierung ist nicht mit Kaufzwang verbunden. Von heute, den 28.., morgens.30 Uhr bis 13. 3. 31, abends 7 Uhr einschl., erhalten Sie an meiner Kasse einen Fragebogen über meine Bedienung. Dieser enthält die näheren Einzelheiten. Verschaffen Sie sich den Zettel: Bares Geid Wilhr! Ernst FIPEFEED GUT Bochum, u. Schatzsnbahn s Dortmund Quisburg e Düsseldorte Krefeld Essen Groß-Bochumer Nachrichten Gedenktafel 28. Februar. 1683 Der französische Physiker A. F. R. Réaumur geb.(gest. 1757). Personal-Nachrichten Am 2. März feiern die Eheleute Schneidermeister Gustav Jobski, Essener Straße 16, ihre Silberhochzeit, verbunden mit 25jährigem Geschäftsjubiläum. Am 1. März feiert Lehrer Hans Duchéne von der katholischen Schule an der Blücherstraße sein 25jähriges Dienstjubiläum. Vor dem Pädagogischen Prüfungsamt beim Provinzialschulkollegium in Münster bestanden die Studienreferendarinnen Fielitz und Thiele und die Studienreferendare Dr. Achenbach und Schilling die Assessorenprüfung., Am Gymnasium Petrinum zu Brilon bestand der Oberprimaner Friedrich Wilhelm Bering aus Bochum die Reifeprüfung. Im hohen ber Frau Witwe Anna Krafft, Bochum, Am Trottenberg 6, feiert heute in körperlicher und geistiger Frische ihrer 81. Geburtstag. X Aus der katholischen Gemeinde. Am Sonntag abend 6 Uhr findet in der Propsteikirche im Rahmen der monatlichen religiös=wissenschaftlichen Konferenzvorträge ein Vortrag über das Thema:„Drängt sich die Kirche zwischen Seele und Gott?“ statt. Redner ist der Jesuitenpater Kother aus Düsseldorf.— Der Bezirksverband der Marianischen Jungfrauenvereine hat am ersten Donnerstag im Monat im Kinosaal der Mühlenschule eine Filmvorführung für die erwerbslosen Mitglieder.— Donnerstag abend trafen sich die Vorstände der Jugendvereine der Josephspfarrei bei Balkenhol. Nach einem kurzen Begrüßungswort durch den ersten Vorsitzenden der Arbeitsgemeinschaft, Franz Menke wurden die Beratungen fortgesetzt. An der Aussprache beteiligten sich Pfarrer Schubert, Vikar Joch, Dr. Boßwinkel, Gewerbeoberlehrer Fickermann. Es wurde beschlossen, jeden dritten Donnerstag im Monat zusammenzukommen. kube-Versammlung aufgehoben Auf gestern abend hatte die nationalsozialistische Arbeiterpartei eine Versammlung in den Schützenhof einberufen, die aber alsbald geschlossen wurde, da die Polizei dem Abgeordneten Kube das Weiterreden verbot. Bei Eröffnung stellte der Vorsitzende Riemerschmied fest, daß das Parteimitglied Voß ganz im Sinne und im Auftrage der Partei gehandelt habe, als er für die Polizei als Spitzel tätig gewesen sei. Dann nahm der Landtagsabgeordnete Kube(Berlin) das Wort und teilte mit, daß die Polizei ein Einschreiten angedicht habe, wenn Kritik an der Regierung geübt werde. Ueber das Verhalten des betr. Beamten werde er sich beim„Staatsminister Dr. Severing"(Zwischenrufe) beschweren; er lehne es ab, sich mit subalternen Polizeielementen auseinanderzusetzen. Solange eine Versammlung anständig verlaufe, habe die Polizei den Mund zu halten und nichts zu sagen:(Stürmischer Beifall.) Bei Gelegenheit der Etatberatung im Landtage werde er ein deutliches Wort über die Bochumer Polizei sagen. Nach diesem Auftakt wandte sich der Redner dann seinem Vortragsthema zu„Hitlers Kampfumein deutsches Preußen". Im Vordergrunde stehe der Kampf um den Youngplan, der statt der versprochenen Vorteile das deutsche Volk ins Elend gebracht und ihm erhöhte Lasten gelegt habe. In diesem Augenblick erschien Polizei und schritt auf Kube zu; im Saale entstand großer Tumult. Den Hintergrund der Bühne nahm ein starkes Polizeiaufgebot ein. Der Polizeiführer sprach auf Kube ein, der sich darauf berief, daß er als preußischer Landtagsabgeordneter frei reden dürfé. Nun kam die Polizei heran und machte die Tribüne frei. Die Versammlung stimmte das Deutschlandlied an und brach in Heilrufe aus. Der Vorsitzende teilte dann mit, daß die Polizei Kube das Weiterreden verboten habe.(Dausendfaches Pfui.) Er schließe daher die Versammlung, da man nicht anstelle des Landtagsabgeordneten Kube einen anderen Redner stellen wolle. Mit einem dreifachen„Heil" entfernte sich dann langsam die den Saal bis auf das letzte Eckchen füllende Menge. Die Erregung war groß. Die Polizei sah ruhig zu, bis der Saal sich geleert hatte. Unter Trommelklang und Gesang zogen die Teilnehmer dann in Gruppen in die Stadt, wo sich dann allmählich die Menge zerstreute. * Erziehungsbeihilfen für Kriegerwaisen gekürzt. Wie uns der Pressedienst des Reichsverbandes Deutscher Kriegsbeschädigter und Kriegerhinterbliebener mitteilt, sind die Richtlinien über die Gewährung von Erziehungsbeihilfen mit Wirkung vom 1. April 1981 mit folgender Maßgabe geändert worden:„Die Erziehungsbeihilfe beträgt 10 RM. monatlich. Sie kann bis auf 20 RM. und in ganz besonders gelagerten Einzelfällen bis auf 80 RM. erhöht werden.“ Die bisherige Staffelung der Erziehungsbeihilfen betrug 10 25 RM. und 35 RM. monatlich, so daß mit der Neuordnung die Mittel= und Höchststufe der Erziehungsbeihilfen um je 5 RM. gekürzt worden ist. * Vorsicht mit Benzin. Der kaufmännische Angestellte C. von der Alsenstraße kam Donnerstag nachmittag durch eine Nachlässigkeit schwer zu Schaden: er wollte seine Schuhe reinigen, wusch sie mit Benzin gründlich ab und hielt sie dann über den Küchenherd. Plötzlich singen die Stiefel Feuer, und ehe der junge Mann sie von sich werfen konnte, hatte er sich bereits derartige Verletzungen an den Händen und im Gesicht zugezogen, daß er einen Arzt aufsuchen mußte. * Was alles gestohlen wird! In der Nacht zum 25. Februar wurde aus der Münzfernsprechzelle am Kaiser=Friedrich=Platz der Handapparat abgeschnitten und entwendet.— In einem Restaurant an der Rottstraße wurden vor einigen Tagen zwei Herrenmäntel gestohlen. Aus ven=Siabilenen Stadttell Riemle m Bestandene Prüfung. Die technische Schulamtsbewerberin Frl. Maria Köper bestand an der Schule Hiltexper Straße ihre zweite Lehrerprüfung unter dem Vorsitz des Regierungsrats Fürsich. Sie erhielt das Prädikat„Gut“. Stadtteil Hordel ur Aus der evangelischen Gemeinde. Im neuen Gesangbuch findet sich im Anhang eine Ordnung der Passionsandachten, die in den diesjährigen Passions= andachten innegehalten werden sollen. Das neue Gesangbuch wird zum ersten Male im Prüfungsgottesdienst am 8. März gebraucht werden. Stadtteil Gerthe ** Reifeprüfung. Außer den bereits genannten Abiturienten bestanden noch die Reifeprüfung Böhle (Architekt) und Lötz(Volksschullehrer). " pr. Verunglückt. Der 22jährige Sohn der Familie Sch. war mit Reparaturarbeiten im Untertagebetriehe einer Zeche in Gerthe tätig. Er erlitt hierbei durch einen entstandenen Kurzschluß Brust= und Armverletzungen. Durch das Hinzutreten von Blutvergiftung trat unter heftigen Schmerzen der Tod ein. g Entlarvi. Schon vor einiger Zeit trieben noch nicht fest ermittelte Personen in Herne Anzahlungsschwindeleien. Nach umfangreich eingesetzten Recherchen konnte nun ein gewisser August K. aus Gerthe ermittelt werden. Er hat mehrere fingierte Geschäfte abzuschließen versucht. Stadtteil Hiltrop ** Reifeprüfung. Toni Schulenburg, Tochter des Kaufmanns Schulenburg, bestand am 23. Februar am Reformgymnasium in Eisenach ihre Reifeprüfung. Sie wurde von der mündlichen Prüfung befreit. ( Krieger= und Landwehrverein Hiltrop. Am Sonntag(Volkstrauertag) tritt der Verein um.30 Uhr im Vereinslokal an. Nach Kranzniederlegung am Kriegerdenkmal Hiltrop gemeinsamer Kirchgang. Um 11 Uhr Aufstellung der teilnehmenden Vereine an Lothringen. Schacht 4, und Abmarsch nach Bergen. Daselbst am Denkmal Ehrung der gefallenen Helden. Alsdann Rückmarsch zum Vereinslokal Hubbert. gr. Kreiskonferenz der evangelischen Jungmännervereine. Am vergangenen Sonntag hielt im Gemeindehaus Hiltrop die Kreisverbindung evangelischer Jungmännervereine Wanne=Herne die Frühjahrskonferenz ab. Es waren sieben Vereine mit zusammen 145 Teilnehmern vertreten. Der nach Begrüßungsworten und Choral erstattete Jahresbericht gab ein Bild von vielseitiger Arbeit an der evangelischen Mannesjugend innerhalb der Kreisverbindung. Die Kassenverhältnisse sind als gut zu bezeichnen. Die nun folgenden Wahlen gingen in größter Einmütigkeit vor sich. Für Anfang Juni ist eine Kreiswanderung in das Bergische Land und für Juli das Kreisfest in Wanne=Eickel festgelegt. Weiter wurde auf den Singetag der Kreisverbindung am 8. März dieses Jahres in Hiltrop und auf den Vortrag am 19. April im Gemeindehaus Holsterhausen bingewiesen. Der im Januar in Baukau abgehaltene Mitarbeiter=Schulungskursus für Erwerbslose erfreute sich eines großen Zuspruchs; es soll im Herst ein zweiter Kursus folgen. Bundessekretär Ernst Schlenker vom Sittlichkeitsbund der Weißen Kreuzer, Berlin=Nowawes. behandelte in seinem Vortrag „Neue Sittlichkeitsideale und die Botschaft des Weißen Kreuzes". Vorgängen auf kommunalem wie auf kirchlichem Gebiete unterrichtet. Die Fördermaschinisten betrauern in dem Dahingegangenen den Gründer des Fördermaschinistenvereins. * Heimattreue Ost= und Westpreußen, Langendreer=Werne. Am Volkstrauertag, vormittags 9 Uhr, tritt der Verein im Vereinslokal Mußweiler an und marschiert geschlossen ab zum Denkmal, wo eine Kranzniederlegung stattfindet; anschließend daran Kirchgang und Gedächtnisfeier auf dem Friedhof. Keiner darf fehlen. hb Märchenabend der Vollmondschule. Im großen Saale Schulte=Trux veranstaltete die Vollmondschule einen Märchenabend. Vor vollbesetztem Hause wies Rektor Habich in seiner Begrüßungsansprache auf die Not der Volksschule und die Notwendigkeit ihrer Selbsthilfe hin. Solch ein Selbsthilfeakt sei dieser Abend, dessen Reinertrag für die Vervollständigung der Schülerbücherei bestimmt sei. Die Darbietungen standen auf beachtenswerter Höhe. Es war bewundernswert, mit welcher liebevollen Hingabe selbst die Allerkleinsten ihre Aufgaben lösten, so im Märchenspiel„Hänsel und Gretel im Walde", das von ganz kleinen Mädchen und Jungen dargeboten wurde. Ein größeres Märchenspiel„Jorinde und Joringel" bewies in Ausstattung und Ausgestaltung guten Geschmack der Regie, vor allem in den gebotenen Feenreigen. Neuartig waren hier die lebenden Schattenbilder„Die Heinzelmännchen von Köln“, die viel Heiterkeit auslösten. Der Schülerchor brachte unter der vorzüglichen Leitung des Lehrers Blößfeld eine Reihe schöner, altvertrauter Gesänge zu Gehör, die lebhaften Beifall auslösten. Stadtteil Harpen p. Im Silberkranz. Der Anstreichermeister Wilhelm Leuchter und seine Ehefrau Anna, geborene Zimmermann, konnten das Fest der silbernen Hochzeit in aller Gesundheit begehen. Gleichzeitig feierte auch der Ehemann das 25jährige Meisterjubiläum als Maler und Anstreicher in Harpen. Stadtteil Werne er Zur letzten Ruhe gebettet. Gestern nachmittag wurde der Rentner Carl Vinke von hier unter der größten Anteilnahme weitester Kreise unseres Stadtteils sowie seiner vielen Freunde aus nah und fern zu Grabe getragen. Als alt eingesessener Werner Bürger war er mit Leib und Seele trotz seiner 81 Jahre noch von allen Stadtteil Langendreer er Eisenbahnpersonalien. Reichsbahnobersekretär Meyer wurde von hier zur Güterabfertigung Bochum versetzt. ** Pensionärvereinigung. In der letzten Generalversammlung wurde nach Entgegennahme der Jahresund Kassenberichte der bisherige Vorstand und das alte Vereinslokal wiedergewählt. ** Eine dunkle Ecke. Es gibt manche Stellen in Langendreer, wo die Beleuchtung zu wünschen übrig läßt. Wohl am schlechtesten beleuchtet ist die Dördelstraße denn hier fehlt es überhaupt an Straßenlaternen. Hoffentlich wird das bald anders. Stadtteil Weitmar r Biblisches Alter. Der Altveteran Bernhard Paulfeuerborn in Bochum=Weitmar, Hattinger Straße, feiert heute mit seiner Frau, seinen Kindern und Enkelkindern in voller Rüstigkeit seinen 89. Geburtstag.— Er wurde am 27. Februar 1842 geboren und machte die Kriege 1864, 1866 und 1870/71 mit. 1870 wurde er verwundet und kam in ein Bochumer Kriegslazarett. Nach seiner Wiederherstellung kehrte er zu seinem Truppenteil zurück und machte die Belagerung von Paris mit. Seit Kriegsende 1871 wohnt er ununterbrochen in Weitmar. Anfang nächsten Jahres feiert er mit seiner Gattin die diamantene Hochzeit. Stadtteil Linden-Dahlhausen + Totenglocke. Im 90. Lebensjahre starb Frau Witwe Hulda, Bongard, geb. Heuser, Hasenwinkeler Straße 120. *e Krieger= und Landwehrverein Dahlhausen. An der Versammlung der Kuffhäuser=Jugendgruppe nahmen 57 Jungmannen teil. Nach Erledigung der Tagesordnung ging es zum Preisschießen. Die Ehrenscheibe errang Josef Wirges. * D i e S t ä d t i s c h e G e w e r b e s c h u l e B o c h u m r i c h t e t i m Stadtteil Bochum=Linden=Dahlhausen zu Ostern eine weitere Klasse ein, um strebsamen Gesellen und Lehrlingen Gelegenheit zur fachtheoretischen Aus= und Fortbildung zu geben. Diese Maßnahme der Schulverwaltung ist getroffen worden, um den Gewerbeschülern durch die Ersparung kostspieliger Fahrten zur Zentralschule entgegen zu kommen. Die Ausbildung erfolgt in den ersten Semestern in Deutsch, Rechnen, Algebra Planimetrie, Maschinenzeichnen, Maschinen=Elemente, Physik, Chemie und Elektrotechnik. Der Unterricht ist in der evangelischen Volksschule an der Lindener Straße (früher Hohenzollernschule), und zwar an drei bis vier Abenden. * Krieger= und Landwehr=Verein Wiemelhausen. Die Hauptversammlung nahm einen glänzenden Verlauf. Der erste Vorsitzende eröffnete die Versammlung, zu der weit über 100 Mitglieder erschienen waren, mit einem Rückblick auf die Bedeutung des 18. Januar 1871, des Reichsgründungstages. Der erste Schriftführer erstattete den Jahresbericht und gedachte der vier verstorbenen Kameraden aus dem vergangenen Geschäftsjahr. Die übersichtlichen Darlegungen ergaben ein klares Bild von der regen Tätigkeit im Verein. Aus den Mitteilungen des Kassenwarts ergab sich, daß die Kasse ungefähr mit denselben Zahlen abschließt wie das vorige Mal. Die übrigen Punkte der Tagesordnung fanden programmäßig und reibungslos ihre Erledigung. Erwähnt sei nur noch, daß für zwei ausgeschiedene Vorstandsmitglieder die Kameraden Schlotthauer und W. Hock einstimmig gewählt wurden, daß 12 Kameraden für den Besuch aller Versammlungen ausgezeichnet und vier Mitglieder neu aufgenommen werden konnten. Anderseits hat der Verein durch Wohnungswechsel aber verhältnismäßig viele Mitglieder verloren. In dem gemütlichen Beisammensein bot der Saal wie durch Zaubergewalt in allerkürzester Zeit das Bild eines richtigen gemütlichen Kasernenlebens. Zur rechten Stimmung trug nicht wenig bei die Musikkapelle, beKoch, wählte man Kamerad Kopetsch. Als Beisitzer wurden die Kameraden Dr. Boeddicker, Raufholt und Rasche wiedergewählt. Zu Fechtmeistern wurden die Kameraden Furgoll und philipp bestimmt. Ersterem konnte für seine bisherige Tätigkeit das Fechtabzeichen verliehen werden. Dasselbe wurde auch den Damen Frl. Furgoll und Moneke überreicht. Kassenprüfer: Nahrstedt, Mann und H. Müller; Standartenkommando: Alex, Rasche und Wernecke. Führer der Karabinergruppe: Steinhausen und Mlyneck. Vertreter zum Kreis=Kriegerverband: Dr. Berger, Sintermann und Ackermann; zum Westdeutschen Kavallerie=Verband: Dr. Berger, Zimmermann, Kaufhold und der Schriftführer. Quartier= meister wurde Furgoll. An dem großen KavallerieTreffen in Dresden vom 11. bis 13. Juli wird der Kavallerie=Verein teilnehmen. Der Besuch der VortragsMarine=Vereins und des Unteraffizier Vereins wurde besonders empfohlen. Es soll nicht unerwähnt bleiben, daß der Kavallerie=Verein in der Sozialfürsorge im vergangenen Jahre an Unterstützung 2562 Mark ausgezahlt und sechs Kameraden Arbeit verschafft hat. Ein gemütliches Beisammensein, verschönt durch Militärmärsche und Liedervorträge des Männer=Quarettes„Lyra", unter seinem Dirigenten Folger, schloß sich an. Unbeständiges Wetter, aber Aussicht auf höhere Temperatur Wetterbericht der Essener Wetterwarte vom 27. Februar. Der Ostseesturmwirbel ist nordwärts gewandert und liegt heute über der Ostgrenze von Finnland. Auf seiner Nuckseite sind kalte Polarluftmassen rasch nach Süden und Osten vorgedrungen, so daß dem Wirbel die Warmluftzufuhr abgeschnitten ist und er sich damit schnell auffüllen wird. Ueber England und Westfrankreich liegt noch immer wärmere ozeanische Luft, die bei ihrem Vordringen nach Osten über der kalten Rückseite Luft aufgreift und allgemein stärkere Bewölkung und vereinzelt leichen Regen bringt. Auch unser Bezirk wird morgen wieder unter ihrem Einfluß stehen. Wetteraussichten bis Samstag: Nach kalter, meist heiterer Nacht, zunehmende Bewölkung und vereinzelt etwas Regen, im Sauerland zeitweise Schneefall, bei nach Südwest drehenden Winden Temperaturen wieder ansteigend. Wahrscheinliche Weiterentwicklung: Unbeständig, meist wolkig. Das Wetter der letzten Woche stand unter dem Einfluß eines stabilen Hochdruckrückens. Nur bei Island befand sich eine hartnäckige Zyklone, welche ihren Einfluß auf unser Wetter zeitweise geltend gemacht hat, vorwiegend im nordöstlichen Deutschland. Die allgemeine Druckverteilung läßt nun doch vermuten, daß die nächste Woche das erfüllen wird, was diese Woche nicht gehalten hat. Da vor allem das nordasiatische Kältereservoir die Schuld daran trägt, daß die Erwärmung durch Einstrahlung sich bei uns nur langsam durchsetzt, darf man annehmen, daß die Erwärmung noch eintreten wird, wenn nach der jetzt durch ein ausgedehntes atlantisches Tief wieder neu auftretenden Störung die atmosphärische Ruhe wieder hergestellt ist. Man muß also schätzen, daß nach vorübergehendem Schlechtwetter mit nicht sehr reichlichen Niederschlägen in der kommenden Woche eine neue Beruhigung der Atmosphäre wieder ein im allgemeinen heiteres Wetter bringt, und daß die Erwärmung dabei weiter fortschreitet. zunächst im westlichen, weiterhin auch im östlichen Deutschland. Barometer 7 Uhr 753.0 24„ Freitag, 27. Febr. Thermometer 13 Uhr+4C "+20 Wetterhäuschen im Stadtpark 117 m über dem Meeresspiegel (S Aufg..20, Unterg. 17.37; J Aufg. 12.20, Unterg..35 Schneebericht stehend aus drei Ziehharmonikaspielern, alte, liebe Soldatenlieder begleitend. Andere Kameraden verkürzten durch heitere Vorträge und durch zwei sehr gut gelungene Einakter die Zeit. Am kommenden Sonntag ½12 Uhr tritt der Verein im Vereinslokal an zur Kriegergedächtnisehrung am Denkmal an der Wasserstraße. Von dem geplanten gemeinsamen Kirchgang hat der Verein Abstand genommen, bittet aber alle Kameraden, in Mütze an den Festgottesdiensten sich zu beteiligen. * Kavallerie=Verein Bochum. Der Kavallerie=Verein hielt im Vereinsheim Koch(Hahnefeld) seine diesjährige Hauptversammlung ab. Die stark besuchte Versammlung wurde vom ersten Vorsitzenden, Kameraden Dr. Berger, eröffnet, der zunächst des kürzlich verstorbenen Kameraden Aug. Menne gedachte. Kamerad Rothkamp erstattete den Jahresbericht, der die anwesenden Mitglieder überzeugte, daß die Vereinsleitung in guten Händen gelegen hat. Der vom Kameraden Ackermann erstattete Kassenbericht zeigte einen finanziellen Fortschritt. Kassierer und Gesamtvorstand wurde Entlastung erteilt. Leider hat der erste Schriftführer seinen Posten niedergelegt. Da er eine Wiederwahl ablehnte, wurde Kamerad Sintermann neu gewählt. Für den von hier verziehenden 2. Kassierer. Kameraden Die henüge Nanmer umiaht 28 Selen Eamkommatolund kommahfsh bringen wir als die bekannte Spezialltät unseres Hauses Konfirmanden- und Kommunikanten-Anzüge In erprobten blauen Qualltäten von der einfachsten bis zur feinsten Ausführung In überragend großer Auswahl zu zeitgemäß niedrigen Preisen! Wollen Sie Ihrem Jungen eine besondere Freude machen, so suchen Sie diesen Anzug bei uns aus: Sie wissen dann, daß Sie gut gewählt und wirklich sehr billig gekauft haben DI Konfirmanden-Anzüge 18,- 22.je nach Größe, Qualität und Ausstattung 33,- 36.25,- 28.42.: 48: 276) In Frühlahrs-N Kommunikanten-Anzüge.50 je nach Größe, Qualität und Ausstattung.. 22.llen- M 4 15.— 18.28.- 32.züden Ac em norm große Auswahl „ Kaattatelt Wer sparen will, kauft bei Clemens! Ueberragendes Strumpf-Angebot! 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Die jungen unter den Wartenden sprachen noch miteinander, warfen sich Worte zu, die witzig sein und für Minuten über das Elend der Arbeitslosigkeit hinwegtäuschen sollten. Sie nahmen auch das Leben leichter. Die älteren hatten das Hoffen aufgegeben. Sie schwiegen. Sie ließen sich mitschieben im Gewühl der anderen, die langsam zur Kasse drängten. Sie waren wie Maschinen, denen man nicht genug Oel und Brennstoff gab. Ein Zufall wollte es, daß der vordere der beiden Männer den Kopf wandte. Er war es wohl müde geworden, die Tür dort vorn anzustarren, die nur so unendlich langsam einen Menschen nach dem anderen einAls er den Mann hinter sich sah, stutzte er. Der andere blickte auf. Ihre Augen trafen und erkannten sich.„Borchart, du!“—„Reifenstuel!“ Sie gaben sich die Hände und der eine dachte wie der andere:„Wie alt bist du geworden, seitdem wir uns nicht mehr sahen drüben in den Karpathen!" Aus diesen Gedanken heraus spann das Gespräch sich fort:„Bist du schon lange arbeitslos?“—„Anderthalb Jahre zuletzt! Vorher schon dann und wann ein paar Monate. Und du?“—„Ein Jahr erst. Daß wir uns nicht schon früher hier trafen! Doch weißt du etwas von den anderen in der Gruppe? Von Harbort, Dietrich, Wehrmann, Rust? Ich habe ja nichts mehr von der Gruppe gehört, seitdem ich damals mit erfrorenen Knoken vom Coman kam." „Harbort trieb das Elend nach Amerika. Dietrich und Rust habe ich aus den Augen verloren. Und weißt du nichts davon, daß Wehrmann ein paar Tage, nachdem sie dich fortgebracht hatten fiel?" „Nein! Wehrmann, der Spaßmacher der Gruppe, von dem der Spieß behauptete, er sei ein fürchterlicher Soldat, daß die Russenkugeln schaudernd einen Bogen um ihn machten? Ich traf ihn doch noch unten beim Regiment, als sie mich gerade in den Krankenwagen schoben. Er kam aus dem Urlaub.„Mensch!“ sagte er. „Hast du's gut! Darfst zu Muttern. und ich muß wieder dort oben auf den verdammten Berg hinauf, ausgerechnet auf die zugigste Ecke von der ganzen Front!“ Dann lachte er, und das war das Letzte, was ich von ihm hörte und sah." „Ja. Er erzählte uns davon und machte dazu seine Witze, während er die Mettwurst verteilte, die seine Frau ihm in den Brotbeutel gesteckt hatte. Dann zeigte er uns die letzten Bilder von ihr und den Kindern. Eins war ja noch dazu gekommen, seitdem er sie nicht mehr gesehen hatte. Er wurde plötzlich merkwürdig ruhig dabei. Wir dachten: Nun ja, es ist wohl noch Trennungsschmerz! Dann kamen wir beide auf Posten. Du weißt ja selbst, wie kalt es damals war. Bei den anderen Gruppen ließen sie die gefrorenen Mäntel Posten stehen und setzten den Stahlhelm obendrauf. Bei dem Hundewetter fiel es doch keinem Russen ein, die dreihundert Meter durch den kopfhohen Schnee zu rudern. Wir in unserer Sappe, einen Handgranatenwurf von den Panies entfernt, durften uns den Luxus nicht erlauben. So unterhielten wir uns flüsternd. damit wir nicht immer an das Frieren in den Füßen dachten. Da meinte Wehrmann plötzlich mitten drinnen zwischen anderen Dingen:„Du, ich komme hier nicht wieder heraus!“—„Unsinn!“ sagte ich.„Solche Gedanken darf man gar nicht haben. Ein Kerl wie du, der immer lachen und Witze machen kann, schon gar nicht.“ Er schüttelte den Kopf:„Doch! Hast du nicht gemerkt, daß es immer gerade die packte, die frisch aus dem Urlaub kamen? Ich hab' mich geradezu gewehrt. Ich wollte nicht nach Hause fahren. Und dann haben sie mich doch fortgeschickt, weil das Kind kam. Nun habe ich es ja gesehen und... ach, Unsinn! Zieh' mal an der Schnur, daß wir abgelöst werden!“ Als wir in den Bunker zurückkamen, schien er seine Rede schon vergessen zu haben. Er hockte sich an den Marmeladenofen und wollte sich auftauen.„Marie, bring' mir die Pantoffeln und den Hausrock!“ sagte er gerade, als sich einer von draußen hereinschob. An seinen langen Beinen merkten wir, daß es der Leutnant war. Sonst sah er wie ein Schneemann aus, weil er an der Windseite herumgelaufen war. Kaum stand er richtig im Bunker, da sagte er:„Ich brauche einen Freiwilligen. Die Ordonnanz hat sich's Bein gebrochen, und da meldete Gruppe Heise einen Bauchschuß. Einer muß sofort zum Bataillon— die Leitung ist schon wieder gerissen— und den Doktor holen. Wer?“ Zum Bataillon! In der Nacht! Du weißt, im Herbst brauchte man am Tage eine gute halbe Stunde dazu. Und jetzt im Winter bei Schneesturm und fünfunddreißig Grad Kälte! Wir sahen alle auf den Boden, als hätten wir ein schlechtes Gewissen. Da stand Wehrmann auf:„Herr Leutnant, dann will ich hinunterlausen. Ich bin wohl doch an der Reihe, weil ich erst Urlaub gehabt habe.“ Dann steckte er die Meldung des Leutnants in die Tasche.„Pump' mir einer'nen Halsschützer, damit mir bei dem Mailüfterl das hohe O nicht einfriert“, sagte er noch und zog los. Wir hörten später, daß er nach fünf Stunden mit dem Doktor in Heises Bunker ankam. Der Arzt war vollkommen erschöpft und mußte sich erst setzen, damit das Zittern aus seinen Händen kam. Dann untersuchte er den Bauchschuß. Er zog den Gruppenführer in eine Ecke und flüsterte ihm ins Ohr:„Schlimm! Wenn er überhaupt durchkommen soll, so muß die Kugel'raus. Aber hier, wo schon acht Mann einander auf dem Schoß sitzen, geht's unmöglich. Er muß in den Kompagnie= führerunterstand, wo er liegen bleiben kann, bis er transportfähig ist. Könnt ihr ihn dorthin schaffen?" Sie wollten es auf jeden Fall versuchen. So packten sie zwei Pelzmäntel auf eine Zeltbahn und legten den in Decken gewickelten Verwundeten darauf. Dann krochen ein paar auf den Bauch und zogen den armen Kerl hinter sich her über den Schnee gleich hinter dem Drahtverhau. Hinten herum, wo sonst die Verbindung zwischen den Bunkern war, konnten sie mit dem Vermundetzn nicht durchkammen. DDer Sturm hätte sie wundeten nicht durchkommen. Der Sturm hätte sie sonst den Felsen hinunter geweht. Wehrmann war einer von denen. die zogen. Nach einer Viertelstunde vielleicht kamen sie am Grabenstück vor dem Kompagnieführerunterstand an. Zwei Leute sprangen hinein.„Ich reich' ihn euch hinunter“, sagte Wehrmann. Er hob den armen Kerl im Knien auf die Arme. Dann mußte er sich einen Augenblick aufrichten. Zwei. drei Sekunden dauerte es, bis die beiden anderen den Verwundeten packen konnten. Dann trugen sie ihn weiter zum Unterstand. Sie dachten sich nichts dabei, als einen Augenblick später bei den Russen— es waren ja nur vierzig Meter bis zu den Panjes— ein Schuß fiel. Sie gaben auch nicht darauf acht, wo Wehrmann blieb. Erst als der Leutnant nach ihm fragte, merkte man, daß er fehlte. Zwei Mann suchten ihn. Sie fanden ihn draußen auf der Grabenwand im Schnee. Er lebte noch, als sie ihn in den Unterstand brachten, und versuchte noch einen faulen Witz zu machen.„Die Klappe müßt ihr mir...“ Er kam nicht weiter, weil er Blut hustete. Ein paar Minuten später war's zu Ende. Als das Wetter besser wurde, legten wir ihn zwischen die sechs Bretter und schickten ihn mit der Seilhahn ins Tal. Dann begruben sie ihn im Waldfriedhof des Regiments. Weißt du, gerade da in der Mitte, wo die himmelhohen Tannen standen und wo sie fürs zweite Bataillon das Holzdenkmal hingesetzt hatten, von dem Wehrmann behauptete, es sähe aus wie ein Bieraufsatz. Ohne eieen faulen Witz ging es bei ihm auch dann „Vielleicht hat er es gar nicht so schlecht getroffen. Was meinst du, wo sein Humor bliebe, wenn er zusammen mit uns hier stände!“ „Nein, da irrst du dich.„Menschenkinder“, würde er sagen,„wenn ihr lebendig aus dem Krieg herausgekommen seid, dann werdet ihr Euch doch nicht von lausigen Zeiten unterkriegen lassen. Einmal kommen auch wir wieder obenauf!“ stier plaudert Geilin... Berlin, Ende Februar. Goldmark oder Tapier Endlich haben wir einen Maßstab für Ministerreden. Wenn man früher behauptete, Schweigen sei Gold, so ist heute bereits nachgewiesen, daß auch Reden, gleichwenn sie auch nicht aus goldenen Worten bestehen, nur mit Gold aufzuwiegen sind, womit nicht gesagt sein soll, daß nun alles bare Münze ist, was Ministern vom Munde fleußt. Bezeichnend ist folgender Vorgang: Minister Treviranus, bekannt als frischer Draufgänger, im Reichstag nur unter dem Namen„Trevi“, hatte im Wahlkampfe gegen Polen jene Fanfare geblasen, darob man in Warschau sichtlich, ergrimmte. Selbst polnische Firmen waren verschnupft und entließen ihre deutschen Arbeiter und Angestellten. Unter ihnen befand sich Max Schmidt, seines Zeichens Monteur. Nunmehr erhebt Max vor dem Berliner Arbeitsgericht Klage gegen den Minister auf Schadenersatz in Höhe von 1000 Reichsmark. Die Justizbehörde erklärte sich als unzuständig. Neue Klage vorm Landgericht. Max glaubt im Recht zu sein und findet in Gestalt eines oberschlesischen Generaldirektors, der ebenfalls entlassen wurde, einen Leidens= und Prozeßgefährten. Nun, die beiden Prozeßhänsel mögen guten Glaubens sein. Denn Recht muß Recht sein. Aber schließlich steckt doch in einer solchen Klagebegründung eine derartige Unterschätzung ministerieller Geistesprodukte, wenn man die Rede eines Ressort=Allgewaltigen nur auf 1000 Reichsmark eintaxiert. Auf welchen Kurs müßten dann erst ReichstagsplenarReden gesunken sein! Mir scheint, daß die Redeinflation im geliebten deutschen Vaterlande in letzter Zeit so stark angeschwollen ist, daß sich sogar eine Aufwertung in Papier erübrigt. Osterboten Die Tage werden länger, die Lichtrechnungen endlich kürzer. Man atmet auf. Erste Vorfrühlingsfreude des Familienvaters, falls nicht inzwischen noch die Gas= und Strompreise mit den Schulden der Reichshauptstadt gestiegen sind. Man faßt Hoffnung wie ein Osterhase. Familienväter haben eine frappierende Aehnlichkeit mit diesem Nagetier. Anfang Oktober ist ihre Schonzeit vorbei, bis einem schließlich zu Weihnachten das Fell über die Ohren gezogen wird. Hase und Familienvater müssen daran glauben. Man muß die Ohren an den Kopf legen, muß durch alle die Wochen Männchen machen, ob Inventur= oder weiße Woche. Man liebäugelt mit dem Hasenpanier. Wochenlang nährt man sich von Grünkohl. Aber man blecht. Man trägt seine Haut zu Markte. Und erst im Februar! Das Wort„Mein Name ist Hase, ich weiß von nichts!“ hat bei Steuererklärung und Finanzamt sein Recht verloren. Man zahlt und zahlt. Dein finanzielles Gerippe ist keinen Schuß Pulver wert. Die Zeiten ändern sich zwar. Aber deine Valuta bleibt die gleiche. Du läßt den Kopf und die Löffel wie ein Hase in der Treibjagd hängen. Armes Häschen bist du krank? Die Kanone gegen den itunger Die Not ist überall groß. Die Mittel sind überall knapp. In Berlin, der Riesenstadt, ist die Zahl der Armen besonders groß. Da hilft jetzt die Reichswehr mit ihren Gulaschkanonen ein wenig mit, die schlimmste Not zu lindern. Um die Spender einer warmen Mittagsmahlzeit drängen sich die Frauen mit ihren Töpfen. Ein Reichswehrmann schwingt die Kelle und füllt hilfsbereit, solänge der Vorrat reicht, eine Portion nach der anderen aus....„ Izungen u. Sammein Eat Um Geld für die Speisungen zu sammeln, hat man kürzlich in der Reichshauptstadt einen Tag der„goldenen Herzen von Berlin“ veranstaltet. Freiwillige Helfer sind mit ihren Sammelbüchsen und ihren kleinen goldenen Pappherzchen durch alle Stadtteile Berlins gewandert. Man hat zwar einige zehntausend Mark zusammengebracht. Aber das ist natürlich nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Das Zehnfache brauchte man, um fürs Erste einmal die Speisung in größerem Umfange durchzuführen. Drum soll bald wieder an die„goldenen Herzen“ appelliert werden. Viele haben gegeben, denen die Zehn= und Zwanzigpfennigstücke knapp im Geldbeutel liegen, für die, denen es noch schlechter geht. Hoffentlich bringt die zweite Sammlung auch ein wenig größere Beträge von denen, die von der Not der Zeit noch nicht so hart angepackt sind..„ E kan 62 In Berlin=Niederschönhausen haben sich Mitglieder der evangelischen Kirchengemeinde mit der Reichswehr zusammengetan und speisen durch freiwillige Gaben aus einer von der Truppe geliehenen Gulaschkanone Arbeitslose und Arme. Unser Bild zeigt eine Aufnahme von der Arbeitslosenspeisung in BerlinNiederschönhausen. fragt Mausi. Du antwortest nicht aber steht schon Marzipan=, Schokoladen= und Nugateier vor deinen Augen, die du zum Osterfest legen mußt. Wut auf das gesamte Hasengeschlecht erfaßt dich so um Ostern. Von den Dächern her sorgen Dachhasen in lenzlicher Erregung für nächtliche Unterhaltung, wenn kurz nach ein Uhr der letzte Lautsprecher dich auf Antenne und Gashahn verweist. Du bist so von grundaus durch dein rücksichtsvolles Nebenan, das heute bereits seine Klarinette für den Umzug zum ersten Mai probiert, zermartert, daß du selbst von Antenne und Gashayn in selbstmörderischer Absicht Abstand nimmst. In diesen Tagen schläfst du wie ein Hase mit nur noch offenen Augen. Und wenn schließlich Mausi am nächsten Morgen mit verständnisinigem Lächeln dir zuflüstert, daß Frau Kulicke bereits einen Strohhut trägt, dann weißt du endgültig, wo der Hase im Pfeffer liegt. Okuli! Da kommen sie, die Frühjahrsmoden und die Rechnungen. Berlin stellt sich auf Frühling um. Auf den Bubiköpfen trägt die entzückende Weiblichkeit mit noch entzückenderen und teureren Strohhüten den Lenz, an den Füßen jedoch mit pelzbesetzten Reiterstiefeln den Winter oder einen gehörigen Schnupfen nach Haus. Wie die Damenwelt ist Berlin in diesen Wochen nicht Halbes und nichts Ganzes mehr. Man möchte sich umstellen, wie Marlene Dietrich ganz auf : Frühlingsmoden. Man möchte damit die Wirtschaft ankurbeln. Aber das Schmieröl fehlt, wie der Berliner sagt„det Fettooge uff der Jeschäftsbullion!“ Nein, nicht kurbeln! Es ist ja sowieso die alte Leier, und es ist ein schier unlösbares physikalisches Rätsel, wie man auf einem alten Leierkasten pumpen kann. Wer es lösen könnte, hätte die Anwartschaft auf den Finanzminister. Europahaus aussleigen! Berlin wollte von jeher hoch hinaus. Und geriet mit seinen Finanzen immer tiefer. Es hat keinen finanziellen Untergrund mehr. Mit dem Bau der neuen Untergrundbahnen hat es sich bodenlos verfahren. Dreihundertundfünfzig Millionen Baukosten bei einhundertachtzig Millionen Voranschlag. Man sieht, was andere Städte sich an Rechenkunststückchen leisten. Man hat versäumt, beim Bau des Alexanderbahnhofs nach gewitzter Börsianerart rechtzeitig„auszusteigen“. Aber dafür haben wir nun endlich den modernsten und größten=Bahnhof des Kontinents. Das allein schon ist etwas wert, gleichwenn die Umsteigerei von einer zur anderen Linie durch ein Labyrinth von Treppen und Gängen den Begriff Schnellbahn illusorisch macht. So tiefgründig wie hier hat sich selten eine kommunale Verkehrsgesellschaft festgefahren, und mit einigem Recht geht der Kalauer um: Unsere=Bahn ist schon immer nicht auf dem Damm gewesen... weil sie drunter weg fährt!... Nein. man soll nicht klagen! Nicht alles liegt so tief im Dunkel wie die Finanzpolitik der Berliner Verkehrsgesellschaft. Auch Berlin hat seine lichten Augenblicke und einen Zug nach oben. Sein Weichbild wird von Woche zu Woche wolkenkrätziger. Am Potsdamer Platz zwischen Friedrich= Ebert= und Bellevuestraße wird endlich mit dem Bau des geplanten Neunstockwerkhauses begonnen, und das Europahaus in der Stresemannstraße erhält seinen letzten Schliff. Sogar die Einrichtung eines Zeppelin=Landungsmastes auf dem Dache des Wolkenkratzers ist geplant. Perspektiven eröffnen sich, geradezu schwindelerregend. In des Wortes wahrster Bedeutung ist hier ein Luftschloß gebaut. Denn selbst Herrn Dr. Eckener scheint das Europahaus ein allzu windiger Anlegeplatz für seinen Zepp zu sein, Das Reldenmal Mitten in rauschender Hast der arbeitssummenden Stadt, wo der hetzende Mensch kaum der Geschichte denkt, die über Straße und Schlösser Zeitstaub streute und die Kuppeln mit grüner Patina überwucherte, hier unter den Linden ersteht ein Ehrenmal. Eifrige Männerhände bauen die ehrwürdige Schinkelwache zum Reichsehrenmal der deutschen Helden um. Bereits zu Ostern soll die Gedächtnisstätte geweiht werden. Unter der Leitung Professor Tessenows geht das Werk seiner Vollendung entgegen. Man hat sich von verschiedenen Seiten gegen den Plan gewandt. Spielten lokale Rücksichten mit? War dieser tagsüber lärmende Platz mit seinem Großstadtfieber nicht würdig genug?... Eine zu große Zeitspanne verstrich, bis das Reich sich zu diesem Entschluß aufschwang und unseren Helden ein äußeres Zeichen von Dank errichtete, der über menschliche Vergeßlichkeit hinaus reicht. Washington, Rom und London haben ihren Unbekannten Soldaten, und Frankreich beugt sich unter dem Arc de triomphe dem Monument des soldat inconnu. So wird auch Berlin an dieser Stätte großer deutscher Geschichte sinnende Rast halten. Um dieses schlichte Haus wird trotz knatternder Motore und jagender Menschen jener Geist wehen, der trotz unserer schließlichen Niederlage das Reich vor dem Auseinanderbersten schirmte. Ein Wald in Mitteldeutschland, wie man ihn als Ehrenmal vorschlug, die Klippen der Weserberge oder eine Insel im Rhein, mögen als Gedächtnisstätte Reiz und Sinn haben. Sollte aber nicht gerade in dem kleinen Haus unter den Linden eine Mahnung an ganz Deutschland sich auftun, dessen politische Fäden hier zusammenführen, nachdenklich zu werden und deutschen Hader und Zwist seitab zu tun, wie auch jene deutschen Helden nur eiserne Pflicht waren und sich in Vaterlandspflicht opferten?.. Motorenlärm und Großstadtrauschen werden den Schlaf deutscher Heldengeister nicht stören. Wie ein hoffnungsfroher Gruß strömenden Lebens wird diese Sinfonie der Weltstadt in ihren Ewigkeitstraum hinüberklingen, daß Deutschland arbeitet und aufbaut. Jukundus Gänsekiel. Mesichen erreichen Gewichtsabnahmen von 15—20 Pfd in Kürze durch Ebus=Tee. Versuch überzeugt! Orig.=Packung zu Mk..50 in Apoth. u. Drog. Bestimmt: Marktplatz und Rosenstr.=Ecke: Wilhelmsplatz 9: Hellwegstr. 10: Kortumstraße 112, 27; Bongardstraße 10: Moltkemarkt 39; Königstr. 16/18:.=Langendreax: Kaiserstr. 177:.=Linden: Hattinger Str. 791:.=Werne: Hellweg 521.(359 Gute Anzüge und Mäntel jetzt ganz besonders billig dei Cart Knepper, Wodiunt, Brackhr! Ecke Franzstr. Eineberg Aischinin? Die Oschungri.. Aufsehenerregende Aufnahmen vom Flugzeug aus— Expedition in die Trümmerfelder der Mayans ic: uden ist Elanzen aller Art winden sich Die Spanier haben, wie es scheint, aus ihrer IntoleNewyork, 27. Februar. Im westlichen Teil von Honduras und wuchern meilenweite Kakteenfelder und tropische Wälder, in die einzudringen bisher nur wenigen Pidnieren der Wissenschaft gelungen ist. Die Gegend gleicht einer Wüste, die bisher infolge ihrer Undurchdringlichteit allen Kuirivierungsbestrebuugen entgangrg###### Leute dieser Staaten haben viel Land. Di Crrr. kerungsdichte ist gering. Auf einen Quadratkilometer kommen nur 5 ois 18 Menschezntereze Hapog gaet sich lich, daß die Bevölkerung kein Interesse daran weitwuchernden Urwald für Siedtungszwecke auszusuchen. Kühne Forscher haben entdeckt, daß unter diesem Hewirr trovischer Kakten und.Pelter Biezegrgn Jahren ein hochkultiviextes Volk levie. Wiesgo, aen waren die Mayans, Sie wurden einst von den Azteken überrannt, diese wieder von den Spaniern. Die spanischen Eroberer zerstörten die Städte, verbrannten bei ihrer religiösen Intoleranz die dortigen Bibliotheken. und Schätze von unermeßlichem Kulturwerte versackten im Verlauf der Jahrhunderte in den Dschungeln. Die Kulturstädte der Mayans„gingen unter wie Troja, Ninive und Babylon. Die Wissenschaft nahm die Spuren vergangener Naturepochen wieder auf. Der bekannte Flieger Lindbergh flog über die tropischen Urwälder Mittelamerikas, photographierte das Land und brachte seltsame Kunde in seine Heimat. Die Platten zeigten die Umrisse ungeheuger, und sogar von Wolkenkratzern von 60 Unter Mahagoni, Zedern und Palmen ruhen die Ueberreste der Mayans und hin und wieder ragt ein solcher Hochbau weit über Kakteen und Urwald hinaus— als wolle er das Symbol der Glanzzeit des einstigen Kaiserreiches der Mayans wahren. Forscher begaben sich auf den Weg, um Lindberghs Beobachtungen zu prüfen. Sie lebten in den Dschungeln von Yukatan und fanden, daß men verschwunden ist. Wungen uu. Wineen.— an dem Kessel empor. Weinreben durch die Speichen der Räder. Langsam, sehr langsam dringt die Expedition zu den einstigen Kulturstätten der Mayaus vor, deren Hauptstadt vermutlich Chichan Hza gewesen ist. Erwähnenswert sind auch die Tempel der Krieger, deren gigantische Terrassen mit Gemälden von Adlern, Jaguaren und vielen jetzt unbekannten Tieren bedeckt sind. Es ist zu bezweifeln, ob man in absehbarer Zeit über das Gesagte hinaus Neues über die Geschichte der Mayans erfahren wird. Bisher ist es nicht gelungen, Namen oder sonstige lesbare Inschriften zu finden. Die Spanier haben, wie es scheint, aus ihrer, Intoleranz heraus alle schriftlichen Deutungen und Aufzeichnungen der Mayan=Kultur vernichtet. B. D. * Zwei Südamerika=Zeppelin=Fahrten in diesem Jahre. Der Luftschiffbau Zeppelin gibt sein erstes Fahrtenprogramm bekannt. U. a. sind mindestens zwei Südamerikufahrten in der zweiten Hä Jahres vorgesehen. Die erste Fahrt soll voraussichtlich im August stattfinden. Ferner sieht das Programm Nordlandfahrten, Aegyptenfahrten, eine Ungarnfahrt. Fahrten nach Frankfurt am Main, nach Stettin, nach Düsseldorf, nach Lübeck, nach Magdeburg und nach Hannover vor. der Kriminalpolizei, den Steindrucker Richard Pfister zu verhaften, der überrascht wurde, als er eine Nachahmung volnischer 100= Kloty= Noten entwarf. Durch die Festnahme ist es der Polizeibehörde gelungen, eines der berüchtigsten Geldfälscher habhaft zu werden, der wegen Munzverbrechens und Fälschungen von Steuerbanderolen bereits eine mehrjährige Zuchthausstrafe hat verbüßen müssen. Pfister steht auch im Verdacht, die Fälschungen der 100=Rentenmarkscheine verübt zu haben, die im Juni vorigen Jahres zuerst in Berlin auftauchten. Die Nachahmung war so gut gelungen, daß eine ganze Reihe von Geschäftsleuten betrogen wurde. Der Verdacht richtete sich schon damals gegen Pfister, doch konnten ihm die Fälschungen damals nicht nachgewiesen werden. Bombenanschiag auf ein Kloster Rom, 27. Februar. Nach einer Meldung aus Görz brachten gestern noch nicht festgestellte Täter, die offenbar Kreisen der Selan sder del dio Menscheinkern Der verheerende Wirbelsturm auf den Fidschi-Inseln die Aufnahmen vom Flugzeug nicht getrügt hatten. Manche dieser Wolkenkratzer waren gestein hergestellt und die Quadern mit Zement verbunden, diese ruhen auf Plattformen. Sie waren terrassenförmig konstruiert, die Türrahmen im Dreieck errichtet, durch Holz gestützt und ebenfalls mit Zement verbunden. Kein Stück Metall konnte bisher gefunden werden. Die Städte beschreibt der Forscher Dr. Spinden im„Hannoverschen Anzeiger“ wie folgt: In der Mitte einer Stadt befand sich ein ungeheurer Platz auf dem die Hochbauten der kommunalen Verwaltung und die Tempel für die Gottesdienste standen. Die Tempelwände waren mit kostbaren Steinen bedeckt. Von diesem Hauptplatz aus verliefen die Straßen strahlenförmig nach allen Seiten. Querstraßen wurden nicht gebaut. Die Straßen waren nicht gradlinig angelegt. Die Mayans kannten keine Zugtiere. Alle Lasten, auch das Wasser, mußten getragen werden. Die Privathäuser waren oval gebaut und hatten Strohdächer. Jedes Baus hatte seinen Garten. Man kannte auch Hängematten. Die Männer trugen Gürtel, an denen Schürzen befestigt waren, sowie Sandalen. Die Frauen verrichteten ihren Haushalt in weiten Gewändern. Die Mayans waren groß und bronzefarbig wie die Aegypter. Ihre Lebensweise war einfach. Sie hatten schwer zu arbeiten, um jenen Grad der Zivilisation zu erreichen, der ihrem Untergang vorausging. Ihre Kenntnisse in der Mathematik waren erstaunlich. Während z. B. unser Kalender eine Regulierung im Verlauf der Zeitrechnung infolge eines Irrtums von elf Tagen zeigte, hatte der Kalender der Mayans diese Irrtümer vermieden. Das augenblicklich so oft propagierte Kalenderjahr mit 13 Monaten war dort schon angenommen. Sie kannten auch die in den Tropen gegen die dortigen landläufigen Krankheiten üblichen Medikamente wie z. B. gegen die Malaria. Sie bauten ihre Straßen von einer Stadt zur anderen, hielten ihre Wochenmärkte ab und verkauften ihr Gemüse. Zweifellos kannten sie auch das Geheimnis der Herstellung der Schokolade aus den Kakaobohnen. Sie waren friedliebend. Ihre Städte zeigten keinerlei Spuren einer Befestigung. Daher wurden sie auch von den Azteken mühelos unterworfen. Eines der beachtenswertesten Merkmale dieses einstigen Volkes äußerte sich in der religiösen Auffassung. Sie besaßen eine furchtbare Angst vor den Sternen, Ihre astronomischen Kenntnisse verdankten sie Berichten über die Sternenbilder auf eine Zeitperiode von tausend Jahren. So kamen die Mayans in ihren astronomischen Erfahrungen zu ungefähr denselben Ergebnissen wie die heutigen Astronomen. Die Venus galt ihnen als ein unheilbringender Planet. In ihren Augen verschwand dieser Stern hinter der Sonne, um dann abends unter anderen Himmelseinflüssen wieder zu erscheinen. Die Sonne wurde als eine den irdischen Dingen übergeordnete Kraftquelle mit segnender Wirkung betrachtet. Während demnach die Astronomie der Mayans auf eine jahrtausendalte Erfahrung aufgebaut war, bewegte sich ihre Astrologie auf den Bahnen ungeklärter Empfindungen. Die Rechenart der Mayans war besonders interessant. Sie hatten eine Grundzahl. Wie bei einem Skatspiel erhielt diese Zahl je nach der Zusammenstellung mit einem bestimmten Begriff— vergleichsweise beim Skat Herz oder Kreuz— eine besondere Bedeutung. In Yukatan hat man nun alle Schritte eingeleitet, um durch die ungeheuren Urwälder Zugänge zu den verlassenen Städten der Mayans zu bahnen. Wie ungeheuer die Aufgabe ist, mag man daraus ersehen, daß eine Lokomotive, die man in jener Gegend vier Monate auf einer Gleisanlage stehen läßt, ohne sie zu benutzen, in den Dschungeln nach dieser Zeit vollkomNewyork, 27. Februar. Der verheerende Orkan, der am letzten Samstag die Fidschi=Inseln heimsuchte, hat, wie sich jetzt herausstellt, dort die furchtbarsten Verwüstungen angerichtet. Die Ortschaften Sigatoka, Lautoka und Ba gleichen Trümmerfeldern. Bisher sind 245 Tote gezählt worden. Eine riesige Sturmflut vergrößerte noch die Katastrophe. Große Viehherden sind in den reißenden Fluten des Rewa=Flusses umgekommen. Auf der Eisenbahnstrecke Ba— Lautoka wurde ein Personenzug aus den Schienen geworfen, wobei zahlreiche Reisende schwer verletzt wurden. Der Sachschaden beläuft sich auf weit über eine Million Mark. Rasende Stürme im Schwarzen Meer Bukarest, 27. Februar. Im Schwarzen Meer herrschen seit einigen Tagen katastrophale Stürme, denen mehrere Dampfer und zahlreiche Menschenleben zum Opfer fielen. Der britische Tankdampfer„Wielfield" strandete in der Nähe der türkischen Gewässer. Der britische Dampfer„Trevian“, der die SOS-Rufe des gestrandeten Schiffes auffing, versuchte, ihm zu Hilfe zu kommen, wurde aber während der Rettungsaktion selbst gegen eine Klippe geworfen. Beide Dampfer sind verloren. Vierzehn Mann von der„Wielfield“, die über Bord gespült worden sind, ertranken. Schließlich vermochte der norwegische Dampfer„Raina“ zu Hilfe und den Rest der Bemannung zu retten. Desgleichen strandete der deutsche Dampfer„Ceres“ sich mit einer Getreideladung auf der Fahrt von Rußland nach Konstanza befand. Mehrere Schiffe sind zu seiner Rettung ausgefahren. Trotz der Schwierigkeit der Rettungsarbeiten hält man die„Cexes“ nicht für verloren. Von verschiedenen Hafen des Schwarzen Meeres wird der Untergang einer großen Anzahl von Küstenfahrern und Seglnern gebebher. eshertng an.. Nach Meldungen aus Istanvu# hält der schwere Schneesturm mit ungeminderter Stärke an. Außer dem italienischen Dampfer„Campidoglio“ ist ein französischer Dampfer bei Gallipoli gesunken. Nach einer Exchange=Meldung aus Konstantinopel. befürchtet man, daß im Schwarzen Meer außerdem bei schwerem Sturm insgesamt sieben Fisch dampfer gesunken sind, darunter auch ein deutscher. er ie. Chlser als aute oher Keiher i. G. müsegarten des Klosters und die dritte in einem Gang des Klosters, in den sie durch ein Fenster des Erdgeschosses eingedrungen waren. Durch die Explosion der Bomben, die sehr primitiv hergestellt waren, wurden weder Personen verletzt, noch Sachschaden angerichtet. * Die Gemahlin des ehemaligen Kaisers in Potsdam. Die Gemahlin des ehemaligen deutschen Kaisers, die sich zur Zeit in Deutschland aufhält, legte am Freitag aus Anlaß des Goldenen Hochzeitstages des vormaligen Kaiserpaares einen Kranz am Sarkophag der verstorbenen Kaiserin Auguste Viktoria nieder. * Mord im Eisenbahnzug. Am Freitag früh fand an bei Waremme, westlich, von Lurrich, zwischen den man bei Waremme, westlich ven Puriz#, guischen de Schienen der Eisenbahnlinie Brüssel— Köln eine Leiche. Später konnte festgestellt werden, daß es sich um den Budapester Kaufmann Schwarz handelt. Die Nachforschungen ergaben, daß das Opfer, das Verletzungen am Kopfe aufwies, mit einem Hammer in einem Eisenbahnabteil zweiter Klasse erschlagen und dann aus dem Zug geworfen worden war. + 509 Personen in den englischen Großstädten an Grippe gestorben. In der vergangenen Woche sind in London und in anderen englischen Großstädten 509 Personen an Grippe gestorben. * Flugzeug=Unglück im Kongo=Staat. Das Passagierflugzeug, das jede Woche den Dienst nach Boma versieht, stürzte bei Bukana ab. Der Führer, der abgesprungen war, kam ums Leben. Fünf Fahrgäste und der Mechaniker wurden verletzt. 36. Preuß.=Süddeutsche Klassenlotterie 5. Klasse. Ziehungstag. 26. Februar. Chaplintage an der Themse Londons prominentester Gast— Chaplin lädt ein de vistadt hemüht Chavlin eu ehren London, 27. Februar. Als vor vielen, vielen Jahren der junge Chaplin aus seiner Heimat in England auswanderte, war er ein ganz unbekannter Mensch, dem wenige Freunde nachtrauerten. Inzwischen ist aus dem kleinen Chaplin der prominenteste aller Filmberoen geworden, sein Name erfüllt die ganze Welt. Die Gage, die er täglich bezieht, ist eine Sensation und die Menschen, die er täglich zum Lachen bringt, gehen in die Millionen. Kein Wunder deshalb, daß sich England auf einmal seines großen Landsmannes entsinnt und die englischen Zeitungen jetzt bei jeder Gelegenheit hervorheben, daß Chaplin kein Amerikaner, aber ein Dieter woschechte Eigiänder Phapin Zohzen eice Heimattadt London wieder einmal besucht, Der Empfang, der ihm dort bereitet wurde, entsprang der Prominenz seines Namens und der Freude der Londoner Bevölkerung einen der Ihren als den Filmliebling der ganzen Welt begrüßen zu können. Einladungen folgen auf Einladungen, Banketts auf Banketts, Empfänge auf Empfänge. Chaplins, Besuch in der kleinen Schule, auf deren Bänken er einn als Schüler saß, hat die sentimentalen Gefühle„der englischen Frauen in Bewegung gesetzt, so daß es nicht Wunder nehmen kann, wenn die Liebesbriefe, die Chaplin täglich erhält, Körbe füllen. Jetzt hat Chaplin den Wunsch ausgedrückt, auch dem Londoner Gefängnis einen Besuch abzustatten. Bekanntlich hat Chaplin noch kurz vor seiner Abreise von Newyork, Eeinen neuesten Tonfilm City Lights im Gefängnis von SingSing vorführen lassen. Man nimmt also an, daß er den englischen Gefängnisinsassen die gleiche Freude Inzwischen gehen die Vorbereitungen für die demnächst stattfindende Chaplinpremiere in einem der ersten Londoner Filmtheater recht lebhaft weiter. Der Vorverkauf mußte schon längst geschlossen werden, weil alle Karten im Nu vergriffen waren. Der Erstaufführung werden die führendsten Persönlichkeiten Englands beiwohnen. Der englische Ministerpräsident wird anwesend sein, der Schatzkanzler Snawden, Lloyd George, die bekanntesten Parlamentarier, Tichter sowie die Mitglieder der führenden Aristokratie haben ihr Erscheinen in Aussicht gestellt. Nach der Premiere wird Chaplin seine Freunde im Carlion Hotel empfangen. Diese Veranstaltung trägt den Charakter einer Sensation. Chaplin bietet seinen Gästen ein Bufett, das das Raffinierteste darstellen soll, was auf diesem Gebiete geleistet wurde, für den Ball, der den Abend beschließen wird, hat Chaplin die teuerste Tangokapelle der Welt engagiert; da sie zur Zeit in Paris gastiert und ihre Zeit knapp bemessen ist, wird sie eigens zu dem Ball im Flugzeug nach London kommen. Wie man sich in der englischen 16. Vormittagsziehung. Hauptstadt bemüht, Chaplin zu ehren, geht auch daraus hervor, daß im englischen Unterhaus ein ganz ernsthaft gemeinter Antrag vorliegt, Chaplin einen der größten britischen Künstler eine Auszeichnung zu teil werden zu lassen, die seiner Persönlichkeit und Prominenz entspricht. Der verhinderte Gattenmord Kattowitz, 27. Februar. Der Vorfall, der ebenso einem phantasievollen Roman, als dem wirklichen Leben entnommen sein könnte, hat sich in Rydultan im Kreise Rynik zugetragen. In der dortigen Apotheke erschien eine junge Frau und verlangte Arsenik. Da der Apotheker nichts Gutes ahnte, händigte er ihr ein ähnlich aussehendes ungefährliches Pulver aus, verständigte dann den Ehemann der Frau von dem Vorfall und teilte ihm mit, daß seine Frau ihn wahrscheinlich vergiften wolle. Pulver, das sie wohl in die Speisen mengen werde, sei jedoch gänzlich ungefährlich. Tatsächlich, schüttete 2 Gewinne zu 25000 M. 72073 2 Copinns in 10000 G. 85/,00 11696, 21e .Otwinne zu 5000 G. 108800 175987 275181 s6 Lewinne m 3000 Nr. 11103 35120 104002 138083 42 Lapiune ge 2000 Nr. 36326 38633 96162 103944 133135 162661 178718 174376 193412 209726 245257 259134 267335 272749 295297 324974 361425 362382 372642 382032 397575 142 Gewinne zu 1000 M. 1819 4233 5315 7649 25426 81093 31808 35801 39809 59196 68842 71671 75309 84941, 87735 89400 90626 98545 100903 101517 101581 108542 114240 117513 122728 33551 138732 138968 152395 160533 164476 74490 175301 190819 208792 211662 216053 222079 239732 239857 264461 294907 308860 328990 332054 345434 384953 386954 388654 144715 145589 151290 169102 172796 173683 194411 196318 197519 216714 222485 227476 240192 253337 263460 309236 316670 318353 364358 369291 373928 394517 144 Lewinne zu 500 N. 1713 7181 7250 7912 15800 38380 39633 42064 4449s 46040 650ss 63812 90657 95960 101486 107367 110928,128938 140508 152625 155361 156197 162720 165047 166377 177639 181745 186308 191235 192137 201631 205421 205976 217329 218048 249445 251522 259937 269523 272476 286232 291839 302245 306216 306225 319117 319854 333954 335336 335671 337405 347368 351889 357744 363835 368448 373273 394573 168141 189034 225278 280224 816358 336948 367755 Nachmittagsziehung. 130694 285544 sei jedoch gänzlich, ungefährlich.„Tatsächl die Frau ihrem Manne eine ausreichende Menge des „Giftes“ in das Abendessen. Der Arbeiter spielte seine Rolle zu Ende und stellte sich nach dem Essen leblos. Die Frau rief nun ihren Liebhaber herbei, der seine Genugtuung über den Tod des Mannes zum Ausdruck brachte. Als beide schließlich versuchten, dem„Toten“ einen Strick um den Hals zu legen, um einen Selbstmord vorzutäuschen, wurde plötzlich der Ehemann wieder recht lebendig und verprügelte zunächst einmal den Liebhaber seiner ungetreuen Frau, der entsetzt flüchtete. Dann wandte er sich seiner Frau zu und brachte ihr so schwere Verletzungen bei, daß sie in bedenklichem Zustande ins Krankenhaus geschafft werden mußte. Raubüberfall auf einen Postwagen Ortelsburg, 27. Februar. Am Freitag früh vor Morgengrauen wurde in der Nähe der polnischen Grenze der Postwagen, der nach dem Kirchdorf Lipowitz unterwegs war, von zwei Räubern überfallen. Der begleitende Beamte wurde vom Fahrrad geworfen und der Kutscher ebenfalls vom Wagen heruntergezogen und in den Schnee geworfen. Dann machten sich die beiden Räuber mit den fünf Postsäcken, die der Wagen enthielt, davon. Zwei müssen ihnen zu schwer geworden sein; denn man fand sie nachher auf der Landstraße, während die drei anderen verschwunden blieben. Den Räubern sind nach den bisherigen Feststellungen etwa 3000 Mark in die Hände gefallen. Berüchtigter Geldsälscher verhaftet Berlin, 27. Februar. Bei der Aushebung der Fälscherwerkstatt in der Friedrichsstadt, die gestern gemeldet wurde, gelang es 2 Gewinne zu 75000 M. 355817 4 Gewinne uu 10000 M. 34894 342437 10 Gewinne zu 5000 a. 11860 45207 221176 313952.—. 14 Gewinne zu 3000 M. 3446 261598 320532 323541 336618 356429 42 Gewinne zu 2000 M. 38458 55849 71323 74581 76821 89821 101353 121027 136702 181882 187972 210364 246417 277868 318087 819136 830133 348538 360288 380002 396082 94 Gewinne zu 1000 M. 6591 18139 31891 37734 48428 61014 63789 66801 70779 85722 89910 95682 113527 118552 135828 138039 143799 162469 169414 172956 176797 184734 196437 198047 206230 208757 211491 222048 225313 236387 247350 254326 273641 273936 275831 305026 311600 330793 344343 346122 348206 348723 361264 352082 353609 36125] 368882 156 Gewinne zu 500 M. 418 7953 9737 10573 13970 15295 16574 43387 63827 65722 66215 66402 64907 102809 108018 113015 124368 125333 127263 127754 128670 129483 140330 148020 148634 152600 159502 171659 179538 185516 190239 190532 194173 199379 205657 216531 217851 223559 224064 232676 238580 244338 244981 247217 248608 250788 254550 260233 266784 271574 275962 276535 277600 283398 285126 294904 303502 304236 306382 309675 311237 313154 320031 322749 325957 33483] 335595 356911 367197 368702 376016 376763 380160 884094 386040 392615 396894 397591 Billomr: Sh Snee. In unserem großen Ausstellungshause bieten wir die größte Auswahl zeüiegcher Wohnunge Eintanngen AL-E Grrte Ge jeder Geschmacksrichtung, einfachsten und verwöhntesten Ansprüchen angepaßt Herne Bochum Dortmund Reinrich Reilana, Dochum, Ecke Bruck- und Kortumstrabe Nr. 30 38. Johrgang W 13) Roman von Woljgang Marken 7 Urheber-Rechisschulz: Verlag Oskar Meister, Werdeu Sa. „He... guter Freund!“ rief er ihn an.„Müßt mich schwer irren, wenn wir uns nicht kennen!“ „Euer Gnaden besinnen sich noch auf den Josef Auenthaler?"„„ „Hab' ich nicht auf deinem Feld gepflugt: „Ja, Euer Gnaden!" „Willst du nach Wien, Alter?“ Der Alte nickte und seufzte auf.„ „Akkurat zu Euer Gnaden wollt ich! um ein Hilf' wollt ich Euer Gnaden bitten.“ „Gehr's dir schlecht, Alter?“„. nauz m. „Mir net. Euer Gnaden. Trag auewen mein Päckl gern. Haben's meine Väter net anders gekonnt, Euer Gnaden... Hab' eine Tochter, die Katharina, ist ein Mädel an die achtzehn Jahr, ist versprochen dem Jan Botters, einem ehrsamen Zimmermann aus Holland, der schon jahrelang in Wien lebt und ein auskömmliches Handwerk ausübt. Wollten's heiraten. Aber der Herr, der Graf von Altenau, gibt die Erlaubnis net. Weiß net, was ich tun soll.“ „Warum gibt denn der Graf von Altenau seine Einwilligung nicht?“ Der Bauer senkte traurig den Kopf. 8 „Hat der gnädige Herr gesagt... ist die Dirn' zu schön zum Heiraten, soll sie erst ein halbes Jahr auf meiner Schlosse dienen.“ „Ein halbes Jahr dienen! Ist das so arg, Alter? Dann warten halt die Brautleut' noch ein halbes Josef Auenthaler seufzte tief auf. „Euer Gnaden... es ist net um das Dienen. Würd' dem Paar nix ausmachen, noch ein halb Jährlein zu warten, aber... das... Dienen bei unserem gnädigen Herrn, das... Euer Gnaden werden net schelten... das Dienen, das ist immer ein Ehrloswerden.“ Da begriff Fritz und eine flammende Röte der Scham ging über sein Antlitz. ∆ Mit bebender Stimme sagte er:„Hab nicht gedacht, daß die Kaiserin solche Ding' duldet.“ „Die kaiserliche Majestät... o, Euer Gnaden, ob's die Majestät weiß, wie's uns Fronbauern zumute ist, ob sie ein biß'l weiß von alledem, die Kaiserin... sie wird's wohl net dulden wollen, aber wollt' ich zur Majestät, könnt' mir die Füße wundlaufen, käm net zu ihr, und käm ich zu ihr, dann... was könnt ich sagen.. wissen's wohl alle... ist so, sind viel Mä+.3#wa##n seit die selige Gräfin von Altendbei ehrios geworben, sen.,### Anchaf Weiß an gestorben ist. Arge Zeit, Euer Gnaben! Welp mir net Rat! Würd' die Majestät dem Grafen, meinem Herrn, Vorwürf' machen, würd' der Graf sagen, daß er net die Absicht hat, Unrecht's zu tun. Stockhieb’ auf meine alten Tage... das wär' der Lohn.“ Da überlegte Fritz und fand einen Ausweg. „Hör', Alter... müßt Vertrauen zu mir haben. Ich führe in Wien, ein großes Haus... hab' viele Dienerschaft. Es wird nicht schlimm sein, wenn ich noch eine fleißige Dirn' mehr hab'. Es wird keiner wagen, die Dirn, die ich ins Haus nehme, anzutasten ... der Herr nicht und nicht die Knechte. Wollt Ihr mir Eure Tochter verdingen?" Der Bauer überlegte. M116 „Euer Gnaden, ich... darf's ner. wurd' mir übel bekommen."„„ „Müßt Ihr dazu die Erlaubnis Eures Herrn haben?“ Ja, Ew. Gnaden.“(614 I. Gimi. elrust „Gut! Aber... wenn Euch die Dirn forttauft, ohne Euch zu fragen?“ Josef Auenthaler sah vor sich hin. „Der Herr, er würd's ahnen, daß ich dahinter steck'. Würd' mir net gut bekommen... ist net wegen mir, ist wegen die anderen Kinder. Hab' noch Söhne, Herr, mit sieben Enkeln. Die Katharina ist mein jüngstes Kind... ist nachgekommen.“ Fritz überlegte wieder. Dann sagte entschlossen: „Alter, hör'! Ich will jetzt mit dir nach dem Dorfe reiten, will deine Tochter sehen und dann... nehm' ich sie mit nach Wien. Sie soll mir dienen. Und wenn es nötig ist, werde ich sorgen, daß du einen anderen und besseren Herrn findest.“ * Fritz fand in der Tochter des Bauern ein hochgewachsenes Mädchen mit klaren, anmutigen Zügen, nicht schön gerade, aber höchst reizvoll. Ihre Gestalt aber war doch wohl schön zu nennen... g74em uns Er sprach mit dem Mädchen, das bescheien und zurückhaltend antwortete. Ein reger Geist sprach aus den Worten. Fritz bot ihr den Miettaler. Sie nahm ihn an und hatte sich somit in seinen Dienst begeben. Fritz gab ihr nähere Anweisungen und das Mädchen versprach, am nächsten Tag in Wien zu sein. Dann ritt der Graf vom Berge heim. * Dieter hatte von der plötzlichen Abreise der Marquise erfahren und wartete mit zwiespältigen, erregten Gefühlen auf den Bruder. Um die Mittagszeit kam er. Ernst waren seine Züge, aber doch voll Frieden. Eine wohltuende Ruhe lag auf seinem Antlitz. „Fritz, guten Morgen! Bist endlich zurückgekehrt?“ traurig:„Muß doch, Bruder!“ Bei Hofe war alles in Aufregung, selbst Maria Theresia wußte nicht, was sie denken sollte. Die Marquise von Savigny war plötzlich, ohne Abschied zu nehmen, mit ihrer Tochter von Wien abgereist. Was hatte das zu bedeuten?..„ Selbst Bartenstein, der sich sonst um personliche icht kümmerte zeigte Interesse daron Geschichten nicht tummerte, zeigle Inleresse vuran. „Graf Fritz vom Berge hat sie begleitet!“ „Hat er etwa auch Wien verlassen?“ „Nein, Majestät, der Graf vom Berge ist zurückgekehrt. Weilt gegenwärtig in seinem Palais. Das ist verbürgt.“ 8 Die Kaiserin schüttette den Kopf. „Versteh' das alles net! Müssen Herzensdinge im Spiel sein. Meint Er net, Bartenstein?" Der alte Minister lächelte. „Könnt' sein, Majestät! Es ist viel geklatscht worden in Wien über die Besuche des Grafen vom Berge bei der Frau Marquise.= Ich habe einmal das Vergnügen gehabt, der schönen und geistreichen Frau zu Ei, wie artig Er sprechen kann, Bartenstein?“ Der Minister lachte laut auf. „Majestät... ich bin zwar alt, aber noch sind meine Augen nicht ganz schlecht. Ich muß ehrlich sagen: War eine interessante Frau... und eine verliebte Frau. Wenn sie den Grafen vom Berge ansah, die Augen, der Glanz in ihren Augen... sie konnt' sich noch so gut beherrschen... das konnte sie nicht verbergen.... gaum Minister ist 8i. 8 „So meinen's, Herr Minister, ist die Frau... vielleicht geflohen vor ihrem eigenen Herzen.“ „Es könnte wohl sein, Majestät!" Maria Theresia sah lange vor sich hin.„„ „Arme Frau! Ist sie es net, Bartenstein? Es ist dach das Aermste für ein Weib... lieben und net Erfüllung finden. Was wär' aus mir und Oesterreich geworden, hätt' ich meinen Franzl net gekriegt. Das kann Er mir glauben, Bartenstein!“ Eindrucksvoll hatte sie gesprochen.„ Der Minister nickte schweigend. Er verstand sie. Währenddessen hatte sich Fritz zum Regiment begeben und hatte bei dem Oberst um einen Jagdurlaub von drei Wochen gebeten. Der Urlaub wurde sofort bewilligt. Wie ein rohes Ei behandelte man Fritz. Allen fiel auf, daß er stiller war, daß er keine Lust zum Reden und auch nicht zum Zechen hatte. Wohl saß er mit den Kameraden eine Weile zusammen, dann verabschiedete er sich.„ Elemer, Graf Terzany, gab ihm ein Stück das Geleit... g9. ist warm Druchkt's „Freund“, sagte der Rittmeister warm.„Drucis dich irgendwo! Ich spür das! Sind net umsonst Freunde.“ „Hast recht... es drückt wo!“ „Möcht dir gern helfen, Freunderl! Sag's mir doch, was z' tun is!“..„ „Sorg' dich nicht, Elemer! Wir vom Berge mussen ab und zu einmal vom Schicksal einen Druckser kriegen, sonst werden wir zu, übermütig.., und ich vollends gar. Ist immer alles zu was gut“, so sagt mein Vater.„Ich will denken, daß er auch jetzt recht hat.“ Wobin willst reisen?“,.24 uacg ice „Nach Ungarn! Ich kenne das Lano noch nicht! Denk' mir's schön und interessant.“ „Das ist's, Bruder, aber... laß dein Herz net in Ungarn. Sind heiß, die Mädchen.“ Fritz sah in die Weite und sagte leise:„Mein Herz ist in die Fremde geflogen wie ein Vogel. Ich weiß nicht, wohin es geflattert ist, muß Geduld haben, bis es wieder zurückkehrt.“ Dann trennten sie sich. * Die Prinzessin kauerte auf den Kissen in ihrem Stübchen, warf bittende Blicke auf das Bild der Madonna... ein stummes Beten war auf ihren Lippen. sah wie ihr Liebling litt, Anna, die Kummerfrau, satz, kam und streichelte das Lockenhaar des Mädchens. „Ist's denn so herb, Cilly?": Das Köpfchen sank nieder und trotzig stieß, Cilly hervor:„Ich... kann ihn net heiraten: Ich will net nach Spanien gehen. Würd' sterben in dem fremden Land... und... und an seiner Seit'.“ „Kindl,'s stirbt sich net so rasch! Begehrt unser Herz so oft auf und dann wird's doch so still und fügt sich.“ 3 „Ich will mich net fügen, Annerl. Ich... ich lieb ihn net und müßt mich schämen, wenn ich zum Altar tret' und„Ja“ sprechen sollt. Ich will ihn net heiraten. Der Fürst war eben eingetreten. Er hatte die letzten Worte gehört und war tief erschrocken. „Cilly!“ Das Mädchen sah den Vater mit wehen Augen an. „Vaterl... ich... ich kann ihn net heiraten! Ich sterb, wenn d’ mich dem Prinzen gibst. Mußt mich frei machen.:.,.....9 S, icht netils faste „Cilly, wie son ich das tun? Das geht ner: saglder Bauer traurig.„Hast doch„Ja“ gesagt! Bin ich doch zu den Majestäten gegangen, haben Erlaubnis gegeben, hat sich die Kaiserin gefreut, hat mich auf die Schulter geklopft und hat'sagt:„Vetter, ich freu' mich um dich und um die Cilly!. Macht eine Karrier', ist ein Glück, ein ganz großes!"....„„ Da weinte Cilly auf und leidenschaftlich kam es aus ihrem Munde:„Vaterl...'s is' kein Glück! 'wiß net! Habt's mich ja dazu gezwungen, habt's Tag um Tag nix andres'red', als der Prinz und die Karrier'! Solang habt's'red’, bis ich net mehr aufbegehren konnt. Vaterl, willst, daß und net mehr froh im Leben bin? Ich hab' ihn net lieb, kann ihn net lieben! Bin doch so jung! Sou ich gar net ein bisserl Glück finden?" Dem Fürsten blutete das Herz. Er liebte sein Kind abgöttisch, aber er fühlte sich hilflos in der Situation. „Kindl... was kann ich tun! Bist die Prinzessin Cilly... da hast Pflichten... mußt daran denken.. mußt—. Bacht Rater kin uach „Hab' ich net auch ein Recht, Vater... bin noch net siebzehn Jahr'. Bin so jung, so jung... darf ich net glücklich werden? Du mußt den Prinzen bitten, daß er mich laßt.“ „Kindl... das geht net!" „Vaterl“, weinte das Mädchen,„es muß gehn! Ich sterb' sonst!“.... 668 0 Da verließ der Fürst stumm das Zimmer, das Leid des Kindes zerrte an seinem Herzen. „Cilly...“ nahm die Kammerfrau wieder das Wort,„mußt mit dem Herrn Pater reden. Ist doch so arg fromm! Wird net wollen, daß dem Herrgott zum Spott eine solche Ehe geschlossen wird.“ „Der Hieronymus... Annerl, der ist ja schuld! Der hat doch das alles eingerenkt. An den kann ich 8 #mit der MIEBINBKALA Oringt Bezir-Und Gotsender Die Großsender haben eine Verschiebung der Empfangsverhältnisse verursacht. Darauf haben wir uns bei der Entwicklung des Siemens22 bewußt eingestellt. Das Gerät besitzt die bewährte Riesenskala und zeichnet sich durch besonders große Lautstärke. aus. Seine gefällige Form u. seine Preiswürdigkeit machen es mit Recht zum Empfänger für alle, die dem Rundfunk noch fernstehen. Vollnetzanschlußs Preis mit Röhren. RM 98.50 SIEMENS ap; HALSKEAU. Wernerwerk, Berlin-Sterlians Ntedt Raucher ebr. Bene. 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Wird mich ansehen mit seinen kalten Augen, daß mir die Angst aus dem Herzen kriecht und dann... kein Wörtel kann ich dann sagen.“ * Die Fürstin Antonie von Leuven=Attersberg besuchte kurz darauf Cilly und fand die Prinzessin noch weinend. Sie schloß die Freundin in die Arme. „Aber, Cilly, was drückt dich denn so herb?“ „Was mi' drückt? Hab' Vaterl gebeten, daß er mir hilft. Ich will und kann den Prinzen net heiraten, soll sich ein' andere Prinzessin suchen. Gibt genug!“ Die Fürstin fühlte sich hilflos. Sie sah, wie das schöne Wesen litt und konnte ihm doch nicht belfen. „Cilly, wie kann dir dein Vater heifen! Er ist bei der Maiestät gewesen und hat gebeten...“ „Soll er noch einmal gehen, soll bitten, daß ich den Spanier net heiraten brauch'! Ich kann's net! Ich sterb’ eher, daß ich ihn heirat'.“ „Das hat manches Prinzeßchen schon gedacht: angen. De Cilly fand außer ihrem Perlobten auch ihren Bruin der meinen Gatten heiraten mußte! Hab's mit zusammengebissenen Zähnen getan, ist auch gegangen.“ „Ja, Toni! Aber... das Glück hast net in deinem Herzen ghabt." „Freilich net, aber.. Glück! Ciuy... wenn du etzt den Prinzen net heiratst, weißt dann so gewiß, da daß... du Glück findest'g....5 „Ja... ich glaub's! Mit ganzem Herzen glauo 74 „Ich hab' vor einer halben Stund' vom Grafen Terzany gehört, daß Graf Fritz vom Berge Urlaub vom Regiment erbeten hat. Er wird morgen Wien verlassen... will nach Ungarn... jagen. Cilly wurde bleich bis in die Lippen. „Uno... was meinst... hat das zu bedeuten?“ Eily kaon.—....„enschen von dreißie Jobder Karl, einen hübschen Menschen von virißig Juyren, und den Onkel, den Jesuitenpater Hieronymus, Der Prinz schritt seiner Braut entgegen, verbeugte sich und küßte die Hand. Prir esin uud. „Ich war in Unruhe um Sie, Prinzessin, und es treibt mich zu hören und zu sehen, daß es Ihnen wieder besser gebt.“...2 ubir Krin „Ich... bin... wieder wohler, Prinz.“ Der Pater war herangetreten. „Mein liebes Kind“, hub er salbungsvoll an,„dein Verlobter, Seine Hoheit, war in ernster Sorge um dich. Erkenne daraus, wie innig und stark die Zuneigung Sr. Hoheit für dich ist.“ „Iich erlenne es an, Onkel.“ 8f dur 6a Dann fielen ihre Augen auf Karl, der sich erhoben hatte, auf Cilly zukam und sie an beiden Händen faßte:„Kind, wollt's net glauben, als ich heimkam, daß unsere Cilly heirat'. Kindl, machst ein Glück, auf das man stolz sein kann.“ Cilly zitterte, sie versuchte ein Lächeln, was ihr aber nur schlecht gelang....2 g6ermi, Ueber zwei Stunden mußte sie sich uverwinden und mit dem Prinzen zusammensitzen, die salbungsvollen Ermahnungen des Paters anhören. Als sie endlich wieder nach ihrem Zimmer ging, brach sie zusammen... 6, 113„ 5 mestit dem Die Kammerfrau kleidete sie uus und meldele vem Die alte Kammerfrau hört's im Nebengemacht. Sie erschrickt und es zerreißt ihr das Herz... das grenzenlose Weh ihres Lieblings... und sie kann ihr nicht helfen. er Und... tas, meinst... bu.,## Jaub, dat „Den... Abschied von Wien! Ich glaub', daß net heimkehren wird nach Wien. Unrast wird ihn Fürsten, daß Cilly krank sei. Es kam die Nacht. Cilly konnte keinen Schlaf finden. Das Herz in der Brust, es wollte nicht zur Ruhe kommen. Sie stand auf und trat zum Fenster, öffnete es leise und sah in die Nacht. Stimmen klangen an ihr Ohr. 9. Ein verliebtes Paar war es, das dort unten im Park lustwandelte. Sie küßten sich! Jetzt hatten sich Cillys Augen an die Dunkelheit gewöhnt. Sie sah es. Cillys Herz schlug stürmisch. Sie preßzte die Hande an die junge Brust, dachte im Herzen:„Hat mich der liebe Herrgott geschaffen, hat mir alles mitgegeben, was ein Mensch braucht, um zlücklich zu werden. Bin schön, bin voll Freuden und Lachen, ist soviel Sehnsucht in mir... ihn, den ich liebe, zu umschlingen, möcht' ihm dienen in nimmermüder Liebe und nichts andres möcht ich als Dank, als daß er mich wiederliebt. Soll mich nehmen in seine starken Arme und küssen, soll gute Worte zu mir sagen, will spüren in jedem Ton, der von seinem Munde kommt... daß er mich liebt! die lauschte und zitterte. treiben in die Welt.“ Da schluchzte das Mädchen auf vor Weh. Die Fürstin fühlte, wie es ihr im Halse würgte, wie die Tränen emporstiegen. Sie sah, wie unsäglich das Mädchen litt. Und nicht helfen können! Sie hatte sich neben Cilly niedergelassen, wartete bis die Tränen versiegten,„.4c gim S..5 Nach und nach wurde das Madchen still. Sie sah Toni mit einem herzzerreißenden Blick an und stammelte leise:„Ich... hab' ihn... so lieb! So lieb, Toni.“ Da schraken die beiden Frauen empor. Es hatte geklopft. Der Diener stand draußen. Toni öffnete. Er meldete, daß Seine Hoheit der Prinz von Granada gekommen sei. Der Fürst lasse Cilly bitten, zu erscheinen. Cilly war wie ein Automat. Sie duldete es, daß Toni ihr Gesicht mit wohlriechenden Essenzen abwusch, sie puderte und ankleiden „Als sie fertig war, sagte Cilly:„Die Guckerln, Toni... die kannst net ändern... gell... da ist alle Kunst umsonst... und d' Lieb im Herzen“. die kannst auch net ändern. Will jetzt alles! Keiner kann-mir helfen, net einer! Wie glücklich wär' ich, wenn er gekommen wär' und hätt' mich geholt, hätt' mich auf seinen Rappen genommen und mit sich fort ins Glück!"„6„„ Sie nickte der Freundin noch einmal zu. Dann verließ sie mit starrem Automatengesicht das Zimmer. In den Augen beneidete sie das ärmste Mädel, das ihr Glück findet, weil ihr Herz wählen darf. „Wär' ich doch net eine Prinzessin!“ Sie denkt an ihn. Strahlend steigt vor ihren Augen das schöne Gesicht, die ritterliche Gestalt auf. Sieht seine und deucht ihr, als wenn alles Glück der Welt als wenn die ganze Welt in den Augen liege, die strahlende Sonne, der blauende Himmel, die duftenden Gärten, die grünenden Wiesen und reifenden Felder. Alles, alles was ist, in ihm ist's vereint... in seinen Augen liegt alles. Lange, lange liegt sie noch wach und lauscht auf das Brausen des Aeites, dann wirft sie sich in die Kissen und benetzt sie mit Tränen, schluchzt tief auf. „Du!“ sagt sie leidenschaftlich.„Eine Todsünd'. kännte sie iun für dich! Du... weil ich dich ich konnie sie tun für bich: liebe! Weil ich dich liebe!“ Am anderen Morgen zog im Palois der Grafen vom Berge die Tochter des Bauern Auenthaler ein, um ihren Dienst treulich zu tun. Die Dienerschaft war gerade beim Packen. Aber schon um die Mittagsstunde meldete Geschwandtner seinem Herrn den Grafen von Altenau. „Ab...“ dachte Fritz,„er hat's erfahren und ist gekommen, den Vogel wieder einzuholen.“ „Ich lasse bitten!“ 80 Graf von Altenau trat ein. Es war ein Mann Anfang der Fünfzig mit kurzgeschnittenem Spitzbart, den er nach der französischen Mode trug. Er war im höfischen Kleid, trug den Degen und den Dreimaster... 42u6t, Erit „Willkommen, Graf von Altenau!“ grußte Friß und lud ihn mit einer Handbewegung ein, Platz zu nehmen. Das geschah... anVuuer Snmmüher faben b. Als sich die beiden Manner gegenuber saßen, begann der Graf von Altenau:. Gians „Erlaucht haben ein Mädchen in Ihren Wienst genommen, das die Tochter eines meiner Bauern ist.“ „Richtig, Erlaucht! Heute morgen ist es angetreten. „Ich habe heute bei der Kaiserin eine Audienz und bin da zufällig in Wien, kann also die Angelegenheit mit erledigen. Ich bitte Sie, von dem Dienstverhältnis zurückzutreten, denn Katharina Auenthaler hat mir ein halbes Jahr zu dienen.“ 2.u Frem „Ich bedaure, Graf von Altenau, ich kann Ihrem Wunsche nicht entsprechen.... oder doch... unter einer Bedingung.... Sie geben mir Ihr Ehrenwort, daß man das Mädchen in diesem halben Jahre auf dem Schlosse nicht antastet. Dann bin ich bereit. Der Graf von Altenau sprang erregt auf. „Erlaucht... ich mache Sie darauf aufmerksam, daß die Dingung der Tochter eines meiner Bauern unzulässig ist, daß Sie kein Recht dazu haben.“ „Vermutlich haben Sie auch kein Recht dazu. Will doch einmal die Gesetze genau studieren, werd' wohl finden, daß zu den bestehenden noch viele hinzu gemacht worden sind aus eigener standesherrlicher Machtvollkommenheit. Aber warum wollen wir uns streiten.. ich halte Sie für einen Ehrenmann, Graf von Altenau. wollen Sie das Mädel nur aufs Schloß nehmen, um es ehrlos zu machen?“.„ u6 9um „Ich bin der Herr über meine Bauern und kann tun, was ich will. Mit ihnen und allen Angehörigen.“ „Nicht ganz, Erlaucht! Es gibt noch ungeschriebene Gesetze, über die ein Ehrenmann, ein Edelmann nicht „Was sol das heißen, Graf vom Berge.“ „Das soll heißen... Sie haben Ihre Bauern in Fron! Es blutet einem das Herz, daß es das noch gibt! Leider kann ich nichts dagegen tun aber ich werde es nicht dulden, daß man des Auenthalers Tochter entehrt.“ W gund tami. Der Graf von Altenau stano zornig vor dem Grasen vom Berge, der ruhig geblieben war. „Ich werde mich bei Majestät beschweren.“ „Steht Ihnen frei, Erlaucht! Ich denk' mir, daß es die Majestät sehr, sehr interessieren wird, wenn Sie hört, daß der Graf von Altenau die Töchter seiner Bauern zur Frönung seiner Lüste begehrt.“ Das war zuviel für den Altenauer. „Ei,“ sagte der Erregte,„der Graf vom Berge nimmt doch die ganzen Mädels von Wien. Hat doch noch mehr... der... der Bauerngraf!" Fritz sah den Erregten ruhig an, in seinem Gesicht zuckte keine Muskel. Er klingelte. Gschwandtner erschien rasch. „Eine Reitpeitsche!“ sagte Fritz knapp. Gschwandtner starrte seinen Herrn entsetzt an, verschwand aber gleich. Der Graf von Altenau hatte sich entfärbt. „Was.. soll daß heißen!“... „Das soll heißen!“ kam es aus Fritz wrunde,„daß den ehrenwerten Grafen von Altenau mit der peitsche aus meinem Hause jagen werde, wenn er nicht augenblicklich geht.“,„.gfeam achen G. „Sie werden mir Satisfattion geven, Graf!“ „Ihnen nur mit der Reitpeitsche!“ Der Diener erschien.„ Da verließ Graf Altenau fluchtartig das Zimmer. Nach wenigen Augenblicken kam Dieter. „Was hat es gegeben„. G5r— u— „Ein hochgeborener Lump war oa. Hol zu und sage, ob ich richtig gehandelt habe.“ Fritz erzählte, und als er geendet hatte, sagte Dieter:„Ist gut, Fritz. Werden's ausfressen!“ „Jawohl, das werden wir!“ Am Nachmittag besuchte Fritz den Kaiser, ihm für ein paar Wochen Abschied zu nehmen. Erst mußte er die Neuerwerbungen seiner um von Eese mußle er die Remzrntruumn#nner Sampz ngen bewund sie plauderten. er die Wntggn lungen Vewundern, dann ließ er Wein kommen und Ungarn willst, Fritzl! Hoff', daß d' Magyaren und Magnaten gut ausmit den Herren Magharen und Mapngten gur auskommst. Kenn die Herren Ungarn... sehr gastfreundschaftlich, zu gastfreundschaftlich schier. Wenn du nach Budapest kommst, werd' dir Empfehlungen mitgeben ... wirst merken, wie d' strapaziert bist, wenn die ganze Woch' das Festfeiern vor sich geht. Weißt... mal mit,’hagt's mir gut... zum Beispiel zum... Fasching!“„ nuer sach Die beiden Manner lachten. „Franzl! Franzl!“ drohte Fritz mit dem Finger. Dann kamen sie auf das zu sprechen, was Fritz besonders am Herzen lag. Auf die Leibeigenschaft der Der Kaiser hörte ihn an, wie er sein Erlebnis mit dem Grafen Altenau schilderte.,„ „Weißt, da hätt' ich nix andres gtan. In eine Schufterei... und wenn das Reserl die näheren Umständ' hört, da wird's sicher dem Altenau gehörig den Kopf waschen. Das Reserl mag das net. Die Fron abschaffen ist arg schwer, das wird das Reserl auch net'Wege bringen aber... gute Sitte, das will das Reserl haben. Da mach' dir keine Sorgen. „(Fortsetzung folgt.) Schwan=Seifenpulver Jetzt nur noch 25 Pfennig bei gleichbleibender, allerbester Qualltöt. Jede Haustrau, die in der jetzigen Zeit auf Sparsamkeit bedacht sein muß, nehme zum Einweichen und Waschen, zum Putzen und Scheuern nur noch das wirklich gute, vollkommen unschädliche DR. 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Lange nachher begriffen wir den Sinn solcher Worte. Eines Tages ging man selber den Weg, den die Soldaten des Weltkrieges lauernd und gebückt gegangen waren. Die kalkweißen Straßen von Reims aus führen in die Todeslandschaft der Champagne. Eine unübersehbare Ebene, Getreidefelder ohne Baum und Strauch. Es ist, als ob aus dem Blute der Gefallenen den Halmen eine seltsame Kraft zuströmte. Zwischen den Stätten des Friedens die Wundmale des Krieges. Zusammengeschossene Forts mit eingestürzten Laufgräben und zermäultem Stacheldraht. Autocars, von geschäftstüchtigen Unternehmern gelenkt, sausen durch die endlose Ebene. Vorbei an wieder aufgebauten Dörfern, die mit roten Dächern friedlich in der Sonne liegen. Vorbei an ehemaligen Wäldern, die aussehen, als ob Käferfraß sie um ihre Baumkronen beraubt hätte. Abseits der schnurgeraden Straßen Kriegerfriedhöfe, zahllos wie Sand am Meere. Schmucklose, weiße Kreuze auf den Grabhügeln, die einander vollkommen gleichen. Die Kameradschaft des Todes vereint die Soldaten, die sich im Leben treue Kameradschaft hielten, Millionen Kreuze recken sich in Flandern und an der Somme, in der Champagne und dem Maastal. Millionen Mütter und Bräute haben an den kleinen Grabhügeln schon Tränen vergossen. In den Tränen löste sich ihr Schmerz. Niemals aber kehren die Toten wieder. Andere Völker gedenken ihrer toten Krieger am flakkernden Feuer, das für den unbekannten Soldaten brennt. Reminiscere, der erste März=Sonntag ist uns Deutschen heilig. Unsere Gedanken schwingen dann zu jenen hinüber, die Frankreichs Erde deckt. Wir sprechen dann vom Tode für das Vaterland und versuchen, dem * Opfertod der Väter, Brüder und Freunde einen Sinn zu geben. Trösten mag uns die Gewißheit, der ein Soldat des Weltkrieges Ausdruck verlieh:„Opfer, das heißt etwas sehr Schönes, sehr Wertvolles hingeben, aber es für ein noch Größeres hingeben.“ Das Größere, von dem hier die Rede ist, ist das Leben der Nation. Auf Gedeih und Verderb waren die Soldaten des Weltkrieges mit dem Schicksal der Nation verbunden. Sie gaben ihr Leben hin für eine bessere Zukunft ihres Volkes. Reminiszere— Sonntag der gefallenen Soldaten. grauenhafter Nähe tauchen die Schatten des Krieges manchmal noch auf. Lasen wir nicht erst vor ein paar Tagen von jenen furchtbaren Entdeckungen im Kampfgebiet um Verdun? Kaum ein anderer Abschnitt der Westfront trank so viel Blut wie das Maastal. Namen wie Douaumont, Vaux, Toter Mann, tauchen aus dem Dämmer der Erinnerung auf. Um eine Handbreit Bodens flossen hier Ströme kostbaren Blutes. Niemand zählt die Soldaten, die im erregenden Sturmangriff zersetzt niedersanken oder in den engbrüstigen Laufgräben unter dem Schutt, der auf sie hereinbrach, verkamen. Man hatte kaum Zeit, die gefallenen Kameraden oberflächlich zu beerdigen. Fünfzehn Jahre nach dem Sturmlauf gegen Verdun steigen die toten Soldaten wieder an die Erdoberfläche. Zwölftausend Leichen hat man erst in der letzten Zeit zusammengelesen. Nicht einmal in der Gruft ihrer Massengräber ist ihnen die Ruhe des Todes vergönnt. Am Sonntag Reminiszere gedenken wir der Kriegsopfer. Nicht nur der Soldaten, die mitten im Vorwartsstürmen zusammenbrachen, sondern auch derer, die * heute noch verwundet und verkrüppelt unter uns leben. Längst haben Zahlenjongleure die Verlustliste des Weltkrieges fertig gestellt. Fast genau 13 Millionen Soldaten starben den Soldatentod auf dem Schlachtfeld. Anderthalb Millionen junge deutsche Krieger im Alter von 19 bis 24 Jahren ruhen in den Massengräbern im Osten und Westen. Eine furchtbare Verlustliste, hinter deren nüchternen Zahlen sich viel Leid und Tränen verbergen. Reichen wir auch den 20 Millionen Verwundeten die Hand. Unter ihnen befinden sich viele Verkrüppelte, Erblindete, Einarmige, Einbeinige. Sie tragen ihr ganzes Leben lang die Last jener vier Kriegsjahre. Ihr Schmerz brennt weniger heiß, wenn wir ihnen unsere Verbundenheit mit ihrem Schicksal Versuchen wir, zu werden, was sich Walter Fler, der auf Oesel gefallene Kriegsdichter wünschte: Wir sanken hin für Deutschlands Glanz, Blüh' Deutschland uns als Totenkranz! Der Bauer, der den Acker pflügt, Ist nur ein Denkmal wohlgefügt. Die Mutter, die ihr Kindlein hegt, Ein Blümlein über'm Grab mir pflegt. Die Büblein schlank, die Dirnlein rank, Blühn mir als Totengärtlein Dank. Dr. Erich Stock. Ich hatt einen=Kaltteruren??* Nur ein Holzkreuz n einem sonnigen Frühlingstage war's. Da senkten deutsche Soldaten ihre Gefallenen in flandrische ef gter Fter der dumpfrallenden An einige deutsche Soldaten ihre Gefallenen in flandrische Erde. Wenige Kilometer hinter der bumpfrouenden Front. Behutsam trat der Führer, ein junger Offizier, an den Rand des Grabes, nahm langsam seinen verbeulten Stahlhelm vom Kopfe und wandte sich mit einer hilflosen Gebärde seinen Leuten zu.„Kameraden—“, murmelte er. Wollte viel, unendlich viel sagen. Aber der Anblick der aschgrauen Gesichter rings um ihn herum kniff ihm die Lippen zusammen. Er bückte sich, griff in die lockere Erde und warf dann eine Handvoll schwarz= brauner feuchter Schollenkrumen auf die Toten. Und in dieser schlichten Gebärde lag mehr Liebe und Kameradschaft, als Worte es im Augenblick hätten kundtun können. Mann für Mann traten danach die Soldaten an das Grab. Erdklumpen polterten. Schaufel und Spaten versahen den letzten Liebesdienst. Ein mäßiger Hügel deckte bald die Ruhestätte, und ein hölzernes Kreuz nannte Regimentszahl und Todestag der stillen Männer, die hier beerdigt worden waren. Jahre des Friedens kamen ins blutgetränkte Land. Schnee und Regen verwischten die letzten Spuren von der Inschrift eines schmucklosen deutschen Grabkreuzes. Das Kreuz selbst aber trotzte allen Unbilden des Wetters. Auf heiligem Boden stand es segnend und schirmend über den Gebeinen namenloser Soldaten, die hier eines höheren Friedens teilhaftig geworden waren, als menschliche Einsicht je zu gewähren vermag. Nur ein Holzkreuz! Aber wieviel starkes, pflichtgetreues Kämpfen und Leiden für die deutsche Heimat sprach daraus... Die schwarze Tafel Schräg fallen die Strahlen der Morgensonne durch eins der hohen gotischen Fenster des alten Universitätsgebäudes auf eine schwarze Tafel, die an einer Wandseite im Vorraum der Alma Mater hängt.„Den Tod für's Vaterland starben unsere Kommilitonen..“ Eine schier endlose Reihe von Namen einst blühender junger Menschen, die mit dem Schutzwall ihrer Leiber die Heimat vor dem Einfall feindlicher Heere bewahrten. Langemarck! Da sank unsere sieggläubigste Jugend mit Vernachritts Alle lieben Brüder, die schon gefallen sind, Reden aus Stein und Scholle, sprechen aus[olke und[ind, Ihre Stimmen erfüllen mit II2acht den Kaum, Ihre letzten Gedanken weben in jedem Craum. Wieder dle Stimme, gehalten und prlesterlich: „Bruder im Leben, lebendiger Bruder, hörst du mich?“ Schrelbe:[Denn in würgender Schlacht ein Bruder sällt, Geht nur sein Lelb verloren, bleibt doch sein[Derk in der[Delt. Daß kein wirkender[ille von seinem[Derke läßt, Ilacht den Sinn des Lebens hiebsicher und kugelfest. Brandgewölke, verzieh! Herteil dich, Dulverdampf! Stärker als alle Kämpfer und ewig ist der Kampf. Schreibe: Jeder gefallene Bruder wirbt 2eue Hände, daß sein verlassenes[Derk nicht surbt. Darum ist der toten Brüder letztes Gebot: „Haltet das[erk am Leben, so ist kein Geopferter tot! l2acht um 2acht sich in meine Seele brennt Tief der toten Brüder[ille und Testament. Wieder hör ich die Stimme voll dunkler Krast: „Rlagt nicht... schafft!" Karl Beöger dem Deutschlandlied auf den Lippen, sank regimenterweise vom Schnitter Tod gefällt. Eine unvergeßliche Jugend, die noch nichts von der erbärmlichen Zersetzungsarbeit der letzten Kriegsjahre wußte, sondern im Rausch des winkenden Sieges opferfreudig in den Tod hineinstürmte. Daß sie so jung ins Jenseits hinüberwechseln mußten, diese Jungen! Wie sagte doch einer der ihren, den längst der grüne Rasen deckt?„Schwerttod nimmt immer die Besten.“ Furchtbar mähte unter ihnen die knöcherne Faust des Sensenmannes. Aufblinken die hellen Lettern von den Namen der Gefallenen wie flüssiges Gold, wenn die ersten Sonnenstrahlen verstohlen darüber gleiten, als wollten sie streicheln, lindern. Andächtig sei unsere Trauer um diese herrliche, frühvollendete Jugend! Sein Es steht vergrößert und eingerahmt auf dem Schreibtisch. Im Wohnzimmer eines in Ehren ergrauten Kleinrentner=Ehepaares. Ein Immortellenkranz friedigt es ein, der, von zitternden Händen manchmal berührt, ein wenig raschelt und knistert, als wolle er erzählen... Die Geschichte ihres Einzigen! Wie oft haben zwei alternde Menschen mit ihrem Schicksal gehadert, das ihnen alles nahm, woran sie zwanzig glückliche Jahre gehangen, ihren, Sohn, um den sie gebangt und gelitten, bis sie die Kunde erreichte:„Gefallen auf dem Felde der Ehre.“ Allmorgendlich beim Staubwischen führt eine Mutter dies Bild ihres Einzigen dicht an die altersschwachen Augen. Aus ihrem Jungen lächelt ein sorgloses, glückhaftes Dasein. Frisch und fröhlich. Und manchmal überrascht sie den Vater, wie er, in Gedanken versunken, das Bild dessen betrachtet, der seinen Namen weitertragen sollte und dessen Lebensfaden so plötzlich zerriß.„Sein" Bild ist ihre Welt, in der sie leben. Rein und klar wie ein verborgener Waldsee, in dem sich die Gestirne spiegeln, strahlt diese Elternliebe. Es liegt nichts Abgöttisches noch Kulthaftes in ihr, aber viel Herzblut und seelische Stärke.„Mutter, heute ist Volkstrauertag", mahnt des Vaters Stimme. Versonnen blicken zwei Menschen auf das Bild ihres Sohnes. Irgendwo deckt ihn die fremde Erde, Das Grab, das ihm geschaufelt ward, kennen sie nicht. Sein Bild aber lebt. Schweigen... Der Pförtner hat das Fabriktor geschlossen und humpelt zurück in seine kleine Dienstwohnung, wo Frau und Kinder ihn zur Vesper erwarten. Schweigsam verläuft das einfache Mahl. Der Mann liebt keine Unterhaltung bei Tische, und die Seinen tun ihm den Gefallen, sie reden nicht. Reden ist Silber, Schweigen ist Gold! Unzählige Male hat es der Pförtner erfahren. Während die Frau das Geschirr abräumt und die Kinder ihre Alltagserlebnisse austauschen, zieht sich der Mann in die Sofaecke zurück, entzündet umständlich seine kurze Stummelpfeise und blickt nachdenklich auf den glühenden Kanonenofen. Feierabend und morgen Volkstrauertag! Im Bunker war's auch ganz schön warm gewesen, wenn man steif gefroren vom Sappenposten kam und die Sperrfeuer=Leuchtkugeln einem nachts heim zum schmalen Lichtschlitz des Unterstandes leuchteten. Ne tolle Nacht damals. Ein Wintergewitter und Trommelfeuer zugleich. Im Halbschlummer dösten sie so vor sich hin, er und der Karl. Bei jedem Einschlag erzitterte der schwere Bunker in seinen Fugen. Kalk bröckelte ab. Ein paar Mann kloppten Skat. Dann Stimmengewirr, polternde Schritte im Graben.„Alles raus! Tommy kommt! Gaaas!“ Koppel, Knarre, Handgranaten. Gasmasken auf. Sie taumelten vorwärts. Um sie barst eine Hölle von Stahl, Feuer und Erde, war das Grauen der Materialschlacht. Sie wühlten sich in die naßkalte Erde der Grabenbrüstung. Zielten und schossen. Karl stand neben ihm. Wie lange noch? Dann kam das Gräßliche, der Volltreffer in die Gruppe... Als er wieder zu sich kam, war der Angriff abgeschlagen. Fünf Tote lagen um ihn herum. Von Karl aber fehlte jegliche Spur. Seit dieser Stunde schwatzt der Pförtner Wendler nicht mehr vom Krieg. Seine Gedanken aber sind oft bei Karl, der in einer stürmischen Winternacht verlöschte.„Ich hatt' einen Kameraden, einen besseren find'st du nicht". Karl war einer, und morgen ist Volkstrauertag! Werner Freytag. Bochumer Anzeiger und General Anzeiger 45 A4. An — Loerzeruallder 2. Seite der Sonntagsbellage Mein siebzehnter Lustsieg Von Hauptmann a. D. Hermann Göring. Wenn ich heute auf die vier Jahre meiner Kriegserfahrungen zurückblicke, also auf jene Zeit, da fast jeder Tag sein gerüttelt Maß an Abenteuerlichem und Spannendem brachte, fällt es mir schwer, genau darüber zu entscheiden, welches Fronterlebnis den nachhaltigsten Eindruck in mir hervorrief. Rein versönlich gewertet, war es zweifellos jener zwischen einem berühmten englischen Piloten und mir ausgefochtene Luftkampf, der mir schließlich meinen siebzehnten Sieg unter sehr sensationellen Begleitumständen bescherte. Im Februar 1918 flog ich in Begleitung von vier Maschinen meines Geschwaders zur flandrischen Front. Obwohl wir uns noch diesseits ver deutschen Linien befanden, wurden wir von zwei englischen Kampffliegern, die ich kurze Zeit vorher über uns gesichtet hatte, angegriffen. An einem bestimmten Zeichen seiner Tragflächen erkannte ich sofort den Führer dieser feindlichen Luftpatrouille. Ohne daß es irgend einer Vereinbarung bedurft hätte, ließen er und ich uns auf einen Zweikampf ein, der— das spürte ich sogleich— auf Tod und Leben ging. Auf und nieder wogte das Ringen. Befanden wir uns eben noch in einer Höhe von 4500 Metern, so fielen wir einen Augenblick später um 2000 Meter, um dann im nächsten in einer Höhenlage von 3000 Metern erbittert weiterzukämpfen. Unaufhörlich hämmerten unsere Maschinengewehre aufeinander. Es dauerte nicht lange, so hatte ich bereits über 30 Schußlöcher in meiner„Kiste“. Wie durch ein Wunder blieb ich selbst dabei unversehrt. Noch nie war ich auf einen gleich zähen und erbitterten Gegner in der Luft gestoßen wie hier. In diesen wenigen Minuten, die unser hartnäckig geführtes Duell währte, ließen wir beide alle Minen unseres fliegerischen Könnens springen, wir schraubten uns in Spiralen um einander, machten unsere Loopings, flohen und verfolgten uns, schossen aufeinander los, um im letzten Augenblick vor dem Zusammenprall hart aneinander vorbeizugleiten, wobei keiner dem anderen auch nur die geringste Atempause gönnte. Ich spürte, dieser hitzige Kcampf konnte nicht lange mehr währen, und war schon nahe daran, die Geduld zu verlieren, als es mir endlich durch eine unerwartete Rechtsdrehung in einer Höhe von ungefähr 1000 Metern doch noch gelang, um den Schwanz des feindlichen Flugzeugs zu kurven und meinem Gegner aus nächster Entfernung eine volle Ladung durch die Rippen zu jagen. Dieses Manöver gewann mir den Kampf. Der Engländer fiel unaufhaltsam. Die Maschine stürzte Sie wurde kurz danach als Trümmerhaufen dicht hinter den deutschen Linien gefunden. Als man den Piloten darunter hervorzug, zeigte es sich, daß er drei Kopfschüsse und nicht weniger als sieben Brustschüsse empfangen hatte. Er hatte überaus tapfer gefochten. Wir bestatteten ihn mit allen militärischen Ehren. Aus den Papieren des Toten erfuhren wir übrigens den Namen meines Gegners. Es war kein Geringerer als der berühmte Kapitän Craig,; ein an der ganzen Front wegen seiner Kühnheit und Verwegenheit bekannter englischer Pilot, dessen Geschwader infolge der Verluste, die es ständig erlitt, niemals vollständig erschien. Auch die zweite feindliche Maschine wurde im gleichen Treffen abgeschossen, ihr Insasse entkam jedoch als der letzte Ueberlebende dieses berüchtigten Geschwaders. Alein erbittertster Kampf dei Lambrat Von Hauptmann a. D. Bruno Loerzer. Es war am 16. September 1918. Mit einer Gruppe von insgesamt acht Flugzeugen befand ich mich auf einem Erkundungsflug über den englischen Linien westlich von Cambrai. Unter uns war gerade ein heftiger englischer Angriff auf unsere Linien im vollen Gange. Wir hatten die Aufgabe, unsere„Arbeitsflugzeuge“(so nannten wir damals unsere Bomben= und Beobachtungsflugzeuge) zu decken und sie, wenn nötig, gegen etwaige Angriffe feindlicher Flieger zu schützen. Auf dem Fluge bis zu unseren eigenen Linien ereignete sich nichts Besonderes. Wie üblich schlugen wir auch dieses Mal unseren Zickzackkurs in der stillen Hoffnung ein, auf versprengte englische Flugzeuge zu stoßen, und wir hatten Glück. In einer##en 3000 Metern sichtete ich plötzlich ein britisches Erschwader, das von Norden nach Süden unsere Linien uberflog. Im Schutze des Nebels führte ich meine acht Maschinen ganz nahe an den Feind heran, ohne von ihm gesehen zu werden. In Gedanken beglückwünschte ich mich gerade selbst zu dieser Chance, als aus der gleichen Nebelwand zwei andere feindliche Formationen zu meiner Rechten hervorstießen und dann etwas höher als wir parallel zu dem von ihnen beschützten Geschwader flogen. Ich zählte alles in allem zwanzig gegnerische Flugzeuge. Meinem geübten Auge erschien diese fertige Schlachtordnung unheilvoll; denn ich erkannte, daß der Gegner sehr geschickt geführt wurde und wir geradeswegs ins Verderben steuerten. Entgegen allen Gesetzen des Luftkampfes eröffnete ich bereits aus einer Entfernung von 500 Metern das Feuer auf eins der feindlichen Flugzeuge vor mir. Die Sicht war denkbar schlecht, so daß ich mir in dieser Entfernung kaum einen Erfolg versprechen konnte. Wer aber beschreibt meine Verwunderung, als ich unverhofft die Maschine meines Gegners sozusagen auf Anhieb nach kaum fünfzig Schüssen zerschmettert zu Boden stürzen sah! Ich flog etwas tiefer, um ihren Aufschlagplatz genauer in Augenschein zu nehmen, und stieß dann schleunigst wieder zu meiner Gruppe, die inzwischen die Engländer angegriffen hatte. In meinem Kampfeseifer war es mir völlig entgangen, daß mein Feuerüberfall das Signal zum allgemeinen Angriff gegeben hatte. Wir hatten es hier mit sehr tüchtigen Fliegern zu tun, und sie blieben uns den Beweis dafür nicht schuldig.„„„ Es dauerte nicht lange, so loste sich über mir ein englisches Flugzeug aus dem gegnerischen Gros los. Es war der Geschwaderchef, wie ich an den Tragflächen seiner Maschine deutlich erkannte. Er stürzte sich auf mich und überschüttete mich mit einer Feuergarbe. Instinktiv warf ich das Steuer meines Flugzeuges herum. Seine Schüsse prasselten jetzt zu meiner Freude weit hinter mir vorbei. Der kritische Moment war damit für mich vorüber, denn im Niedergleiten konnte er seine Geschwindigkeit nicht so vermindern, um mit mir auf gleicher Höhe zu bleiben. So wendete sich das Blatt zu seinem Nachteil. Gleich einem Pfeil schoß er an mir vorbei, ich aber gelangte durch eine blitzschnelle Schleife senkrecht über ihn und versuchte ihn nun von hinten zu fassen. Gleichzeitig aber stieß er schon wieder von unten her geradeswegs auf mich zu. Ich eröffnete das Feuer auf ihn und zielte auf seinen Motor, obwohl ich aus Erfahrung wußte. wie wenig erfolgversprechend ein solcher Angriff im allgemeinen ist. Immer wieder überschütteten wir uns gegenseitig mit Wirkungsfeuer. Jeden Augenblick schienen unsere beiden Flugzeuge zusammenzuprallen. Ich flog gerade über meinen Gegner weg, wendete schnell, stand fast in Rückenlage über ihn und beobachtete haarscharf jede seiner Bewegungen, denn ich wußte, wie wichtig dieses im Luftkampf ist. Unvermutet ging der Engländer tiefer, und ich folgte ihm. War er gefechtsunfähig, oder wollte er seine Maschine retten? Immer tiefer und tiefer glitten wir hinunter und näherten uns bereits bedenklich dem Erdboden. Da— die ersten Schützengräben! Englische oder deutsche? Ich wußte es nicht. Im Fallen feuerte ich unausgesetzt auf meinen Gegner. Plötzlich sackte er vollends ab und zerschellte auf dem Boden. Die Unfallstelle befand sich ganz knapp hinter den englischen Linien. Zahlreiche Maschinengewehre und einige Flugabwehrgeschütze feuerten auf mich. Es schien, als sei die Hölle los. Unaufhörlich hämmerten die einschlagenden Geschosse ihre schaurige Melodie auf die Holz= und Metallflächen meines Flugzeuges. Mit unheimlicher Präzision schossen die Engländer sich auf mich ein. Ein Gefühl der Mutlosigkeit überkam mich. Die Stoffgewebe der Tragflächen rissen. Kopfgroße Fetzen lösten sich ab. Kam jetzt das bittere Ende nach einem Kampfe, in dem ich zwei Gegner niedergerungen hatte? In diesem Augenblick eilten mir zwei Kameraden unserer Gruppe zu Hilfe und stürzten sich todesmutig auf die feindlichen Linien herab. Gewiß keine leichte Aufgabe in nächster Reichweite der englischen Gräben. Von neuer Hoffnung beschwingt, schraubte ich mich steil empor. Die Batterien unter mir konzentrierten nunmehr ihr Feuer nicht ausschließlich auf mich, und bald befanden wir uns außerhalb jeder Gefahrenzone.„„„ Wir flogen zum Lager zurua. Bei der Besichtigung meiner Maschine fanden wir Loch an Loch; sie war übersät mit Einschlägen, nur Motor und Pilot blieben seltsamerweise völlig unverletzt. Als ich dann in unserer Messe mein Abenteuer erzählte, kam es mir erst so recht zum Bewußtsein, wie nahe ich an der Schwelle des Todes gestanden hatte und wie ich nur durch ein Wunder ins Leben zurückgestoßen worden war. läßt doch Schiller den Soldaten sprechen:„Und setzet ihr nicht das Leben ein, nie wird euch das Leben gewonnen sein.“ Alein Kampf mit einem lapferen=Tranzozen Von Hauptmann a. D. Ernst Udet. An einem Junimorgen gegen sechs Uhr früh— es war im Jahre 1918 wahrend des großen französischen Angriffs— stieß ich in der Gegend von Soissons in einer Höhe von 800 Metern auf einen Bréguet=Artillerieflieger. Auf 40 Meter herangekommen griff ich an; der andere verschwand unter mir, wie ich glaubte, in raschem Sturze, und ich folgte ihm, ständig feuernd, erdwärts. Von einem Beobachter war nichts zu sehen, ich nahm daher an, er sei schwer getroffen und außer Gefecht gesetzt, zumal das Flugzeug stark seitlich abzugleiten begann. In der ersten Aufregung über einen meiner Ansicht nach mühelosen Sieg machte ich nun einen schweren Fehler; übrigens war dies nicht der einzige Fall, in dem meine allzu große Zuversicht mich in eine schwierige Lage brachte. Der Kampf war, wie ich meinte, so gut wie vorüber, und ich wollte landen, um meinen Gegner vollends zu erledigen und zugleich an den Kennzeichen seiner Maschine auszumachen, zu welchem Geschwader er gehörte. Näher und näher kam ich, ihn von der Seite angreifend, wobei ich mich dem standigen Feuer seines Maschinengewehrs aussetzte, das, wie ich mir eingebildet hatte, längst außer Gefecht war. Man kann sich meine unangenehme Ueberraschung vorstellen, als ich auf eine Entfernung von 20 Metern feststellen mußte, daß der andere noch höchst lebendig war. Gerade dies Flugzeug wies nicht den üblichen Turm für den Beobachter auf, und der Grund, warum ich diesen nicht hatte erblicken können, war ganz einfach der, daß er gegen Sicht gedeckt saß. Nur sein Kopf blieb sichtbar. Jetzt sah ich den Gegner sehr deutlich hinter seinem Maschinengewehr kauern, das auf einem Drehgestell befestigt und gerade auf mich gerichtet war! Ich sollte meine Unvorsichtigkeit teuer bezahlen! Im Laufe von zwei, drei Sekunden war ich vollkommen hilflos: Motor, Benzintank, Flügel, kurz, buchstäblich alles außer mir selbst war von Kugeln durchlöchert. Inzwischen fiel mein Flugzeug kopfüber und kreiselnd rasch zur Erde, ungeachtet all meiner Bemühungen, es mit Hilfe der Steuerflächen wieder aufzurichten. Ich wußte, es ging mit mir zu Ende. Als gar der rechte Flügel zu brechen begann, Reiegerdeinmal in Monkataler 3 00, INNBEREN VERWEITEL MPWTRTOTT ORS KONDE LO MAUSE WE WIRRS WO TREUE ZURHEINHAT sah ich ein, daß ich zu einem verzweifelten Mittel grei. fen mußte, um wenigstens einigermaßen mit heiler Haut davonzukommen. Ich löste mich also aus meinem Sitze, warf alles irgendwie Hinderliche über Bord, um meinen Sturz zu mildern, kroch mit dem Fallschirm den Rumpf der Maschine entlang nach hinten und stand im Begriff, abzuspringen, als ich zu meinem Entsetzen bemerkte, daß ich mich irgendwie in die Steuerungsdrähte verwickelt hatte. Ehe ich mich frei machen konnte, waren wir der Erde bedrohlich nahe gekommen; aus vielleicht noch 80 Meter Höhe sprang ich ab. Meine Kameraden, die mich beobachteten, ohne indessen bei der Entfernung den Fallschirm sehen zu können, glaubten nicht ohne Grund, ich sei erledigt. Dicht neben mir sahen sie meine Maschine zur Erde stürzen. Diese 80 Meter kamen mir entsetzlich lang vor. Ich stürzte und stürzte, um dann zu meiner Ueberraschung gesund und munter auf einem trostlosen Fleckchen Erde zu landen, das infolge der fürchterlichen Beschießung auch nicht die geringste Spur von Deckung aufwies. Abgesehen von einigen Schrammen hatte mein Sturz mir nicht weiter geschadet; als ich mich umblickte, um meinen Standort auszumachen, erkannte in den ursprünglichen vordersten deutschen Graben, den die Franzosen bei khrem Vorrücken besetzt hatten. Ich lag bewegungslos und befand mich daher für den Augenblick in Sicherheit; aber schließlich konnte i# dort nicht ewig bleiben; so begann ich ungesehen in der Richtung unserer Linien vorwärts zu kriechen. Ich kam auch glücklich ans Ziel, hatte aber vorher nochmein aufregendstes Erlebnis. Ganz in der Nähe jener Stelle, wo ich lag, feuerten französische Maschinengewehre auf unsere Gräben, und es war geradezu ein Wunder, daß ich unbemerkt an ihnen vorbeikam. Langsam, vorsichtig, unter Ausnutzung jeder Deckung kroch ich auf den Bauch auf die deutsche Stellung zu. Schon hatte ich eine beträchtliche Strecke zurückgeregt, als ich gerade in einen üblen Gasangriff geriet. Die Sache wurde ernst, ernster als mein Sturz und das französische Maschinengewehrfeuer es gewesen waren, und nur dem Umstande, daß ich glücklicherweise auf einen toten Kameraden stieß und dessen Gasmaske nehmen konnte, verdankte ich damals mein Leben. Indessen kam ich schließlich verzweifelten Anstrengungen zu dem deutschen Graben, zur größten Ueberraschung der in ihnen befindlichen Soldaten, die meinen Flug beobachtet und mich für verloren gehalten hatten. Nach einigen Stunden der Erholung stieg ich von neuem auf, um doch noch auf meine Kosten zu kommen; bald bot sich auch die erhoffte Gelegenheit. In der Ferne sah ich ein Spad=Jagdflugzeug, das ich nach kurzem Gefecht etwa einen Kilometer von der Stätte meines morgendlichen Abenteuers abschoß. Ich hinter ihm her zur Erde, wobei ich dieser ganz nahe kam, um womöglich meine verlorene Maschine zu entdecken. Da lag sie noch an der Stelle, wo sie abgestürzt war, das Kopfstück buchstäblich in der Erde vergraben. Glücklich und zufrieden flog ich dann heimwärts. Das ist der Bericht meines aufregendsten Erlebnisses im Weltkrieg. Bei zwei anderen Gelegenheiten kam ich noch gerade so davon, unter kaum weniger wunderbaren Umständen, als die oben geschilderten. Einmal war es gleichfalls in der Gegend von Soissons, das andere Mal in Flandern. Aber wenn es auch dramatisch und aufregend dabei zuging, so kann ich doch nicht sagen, daß ich wirkliche Besorgnis empfunden hätte. Für mich war der Krieg eine großartige Leistungsprobe; gerade dann, wenn ich besonderes Pech gehabt hatte fühlte ich mich für eine erhebliche Zeit hinterher besonders zuversichtlich. Meiner Ansicht nach empfängt niemand mehr als das ihm zugemessene Teil Unglück, und ich wußte— oder besser: fühlte— stets, daß ich eine bestimmte Zeit lang ziemlich sicher sein wurde, wenn ich einmal eine ausreichende Pechsträhne hinter mir hatte. bag der beauer— bag des Jegens Eine nächtig schwarze Wolke, Die ein Unheil bergen mag, Dunkelt über allem Volke: Heut der Trauertag. Schärfer wühlt in tausend Herzen Die Erinnerung sich ein, Neu entzündet sind die Kerzen Manchem Totenschrein. Und es riß nach stolzen Siegen Doch der Sieger Tod hinab, Die als Namenlose liegen Fern im Massengrab. Kaum ein Kreuz ragt an der Stätte, Wo die Hingemähten ruhn, In der nackten Erde Bette Ew'gen Schlummer tun. Wieder tönt die Totenklage Und, vor Tränen stumm, Wagt sich kaum hervor die Frage: Alles das, warum? Warum mußten sie hinüber? Segen schuf ihr Opfer nicht! Scheint nicht trüb und immer trüber Heut der Sonne Licht? Fragt nicht! Uns're heil'gen Grenzen Schirmte doch ihr Heldentum. Ihre Totenstirnen kränzen Wird ein ew'ger Ruhm! Die für Euch sich hingegeben, Schützend deutschen Hof und Herd, Sollen Eure Herzen heben, Zeigt Euch ihrer wert! Fest, wie eine erz'ne Mauer Einig schließt die deutschen Reihn, Und es wird der Tag der Trauer Tag des Segens sein! Max Grube. Unzere Wentzalt“ Roine. D 4 cpo* O P„f. innre, sondern im Gegentheil die großen Ausschweifun=sund das nöthige nag I Fwoispau von Bodelichwingn enenlutd gesz enehr als senaklks,., Hewehrkeit, werden, po. Ser Wie die verwittivle Vreistan von Locheheheng., Memals in ihrem Berichtsbeziek für Sucht und Grunung jorgie iß: Die Wirte sollen ihre Gäste schon um 9 Uhr aben Zu allen Zeiten hat die verantwortungshewut. Obrigkeit gegen Schlemmerei und Alkoholismus kämpfen müssen. In dem Gerichtsbezirk Bodezesegeggh=Pegerde hatte seit urdenklichen Zeiten das Avetsgeschlecht derer von Bodelschwingh für Zucht und Ordnung zu sorgen. Es liegen uns zwei Aktenstücke vor, die uns zeigen, wie die verwittibte Katharina Sophia Louysa Bodelschwingh auf Bodelschwingh im Jahre 1756 ihre Pflicht in dieser Beziehung zu erfüllen gesucht hat. Das erste Schriftstück geht gegen die Verschwendung des Korns vor, das zum Fuselbrennen gebraucht wurde und daher das Korn für das tägliche Brot fehlte. Das Schriftstück ist datiert vom 6. November 1756. Der Prediger Johann Theodor Moritz Reinbach in Bodelschwingh wird gleichzeitig angewiesen, diese Verordnung zu publizieren. Das geschah in jenen Zeiten dadurch, daß solche Bekanntmachungen von der Kanzel aus(ex ambone) verlesen wurden. Die Verordnung bate solgenden Vorklaut: Bernommen wie k. —„Demnach man ausfällig Vernommen, wie bey diesen Betrübten und Kümmerlichen Zeiten Das Fuselbrennen dergestalt eingerissen, und im Schwange gehen, daß sonst alles Korn, was nur zu erhaschen ist, Von denen Fuselwirthen herbeygeschleppt, zu dem sogenandten Fusel VerBrandt, und Liderlicher Weisen Verzehrt wird, folglich nicht nur der Korn Mangel dadurch Täglich anwächset, sondern auch der Bauer= und Hausmann durch das Aufkaufen des Korns außer Stande gesetzt wird, seinem Herren die schuldigen Pachten zu liefern und also auch selbst Korn= und BrodMangel leiden muß: Diesen Unfug nun, und daraus entstehende bösen Folgen bey Zeiten auf alle mögliche Art abzuhelfen so hat man diesem üblen Betragen, einmahl Ziel und Maaß setzen alle diese Unordnungen abstellen, und zu dem Ende nachstehende Puncten denen Fuselbrennern und jedermänniglichen offentlich bekandt machen und Verordnen wollen. Erstlich wird sämtlichen Fuselbrennern jeden Vorhaupts bey 10 Rtlr. Strafe anbefohlen, sofort nach Publication dieses sich des Fuselbrennens bis zur näheren Verordnung zu enthalten, so dann Helme oder sogenandten Köpfe an den FuselKesseln Bey nemlicher Strase Binnen 8 Tagen bey Gericht zu bringen, widrigenfalls dieselbe Von den Gerichts Dienern herbey geholet, und die wiederspänstigen der Gebühr nach gestrafet werden sollen, Da nun auch Drittens die Anzahl der Fuselbrenner in dem Bodelschwing und Mengedischen Gericht täglich größer wird, mithin nunmehro die Erfahrung bezeugete, daß einige sich unterstehen, das nöthige Holtz zum Fuselbrennen aus hiesigen Gerichtsherrlichkeiten Waldungen Diebischer Weise zu entwenden, und folglich allemahl dabey das Königl. allergdste. Baumschänders Edict zu übertretten; Als wird denien neuen sowohl als andern Fuselbrennern nachdrücklich Bedeutet, sich dieses Holtzhoehlens bey Vermeidung der darauf gesetzten Strafe hinführe zu enthalten, auch hinführo Keinen fusel eigenmächtiger Weise zu brennen, er habe dann eine schrifftliche Erlaubnis Von seiner Gerichtsherrschafft darüber erhalten. Indem im Wiederlebungsfall die Uebertretter aufs schärfste davor angesehen werden sollen. Wornach sich also ein jeder im hiesigen Gericht zu achten, und Vor schaden zu hüten hat.“ Diese verwittibte Freifrau von Bodelschwingh hatte aber noch eine andere Sorge. Es ging auf den Hochzeiten allzu liederlich und ausgelassen zu. Sie hat an dieser„Unordnung“ keine Freude. Deshalb gibt sie bekannt, daß 10 Uhr abends überall Feierabend sein soll. Die Witte spurn iyre Gäste schon um 9 Uhr abends an Sonn= und Feiertagen an den Feierabend erinnern. Auf den Hochzeiten soll es ordentlich zugehen. Wir wollen auch dieses Schreiben, das vom 4. Dezember 1756 stammt, dem Wortlaut nach hier abdrucken: „Da die Erfahrung Lehret, daß man Bey gegenwärtigen Betrübten Zeitläufften sich der göttlichen Strafgerichten zu seiner Besserung fust innre, sondern im Gegentheil die großen Ausschweifungen mehr als iemahls zur Gewohnheit werden, wo Von Besonders die höchstliederliche Aufführung auf Hochzeiten ein Beyspiel gibt. So hat man nöthig gefunden, Dieser Unordnung so viel möglich. Bey Zeiten abzuhelfen und desl.* nachfolgendes Zu jedermans Nachricht öffentlich zu Verordnen, und Bekant machen zu lassen. Als Erstlich wird sowohl denen, so Hochzeiten halten, als auch allen andern Wirthen im hiesigen gerichte Bey 10 rtl. Strafe anbefohlen, nach Zehen Uhr Abends keinem, wie er auch Namen haben möge, Bier oder Brandtwein zu schencken, worauf der Gerichts Diener besonders Bey Hochzeiten genau zu vigiliren Val und Bar in Baukumsken Tialt Et was üme siemziger Et kam oft vüar, dat eck an Winterobende Langewiele kräig und dann was mien Wiag nom Kötterbiärg. Do wuenere en ollen Invalide, dä hadde do sone kleine Küatterigge te gange. Dat was noch en Boukümschken vam ollen Schrott un Kohn. Un Döhnkes konnte dä vätellen, do was me van dä Strümpe. Aeines Owends was eck mol wier bie däm Ollen. Hä sat wier op sien gewouenten Platz am Uawen op dä Lächnbanke un hadde sine Faite in dä Brotkastenluke gestoppt. „Na, olle Junge,“ sagte hä tau mie,„et is guet, dat du äs mol wier kömms. Kuem, set die dal oppen Sessel, eck well die äs son klein Stücksken ut dä olle Schwuptig sat eck niawen öm. Dä Olle niammen en Spöhnken vam Eckbriattken stiakern siene Piepe an, do en paar däftige Züge un vatallte: „Et was inne siemziger Johre, do mok dä olle Bur, dä domols ock Ortsvürstoher in Grumm was, bekannt dat hä ennige Muargen Strippraiwen te västeigern hädde. Am bestimmten Dag mok sik dann ok en ganzen Schwunk Grümmschen oppen Drapp no däm Striepraiwenfeld. Dä olle Bur was awer noch nich te soin. Köupers wassen am berotschlohn, wat sa juar dä Rute boien wollten.„. 62— Gugswign mn 2 Op äinmol kam de Bur ut däm Hualwiag ov et Feld. Sien Knecht Hannes druag an äine Hand ne Kuarffläsche met Schnaps. Aeiner stoutere dän „Guodden Dag te houpe“, sagte dä Bur.„Na, sin sit alle lgnge hier?“ 955 Wi „O jo“, sagte äiner ut däm Houpen Luy.„Wie hät all lange op ink gewachtet un gefraun as dä Schnieders.“ „Dat dait mie läid“, gafte dä Bur trügge.„Na, eck häwe ok äinen inne Pulle mitgebracht. Wellt us äs einen oppe Lampe Hostery, L anmlmstinmsten mit Un schon gonk dat Halfschoppenspinneten met Giällen üm.„Hä,“ kom et do ut däm Houpen,„dä is awer nich von schlechte Ellern. Wellt us noch äinen niamen.“ Dä Bur grinsere sik äinen un dachte, met Speck fänkt me Müse un ink met Schnaps.„Mientwiägen“, sagte dä Bur,„drinkt dä Fläsche ut. Ek lot noch äin hahlen. Hannes, loup no Halsstrick un lot dä Pulle noch äs Bolle was Hannes trügge. Nu gonk dä Superigge wier van niggen los. Un lansam kräigen dä Lüh Krot.„Lot us jetzt anfangen,“ säig de Bur un stellere sik op son Houpen Jarrapelslouf un fonk an te västeigern. Dä Lüh stören dat wennig. Sä hollen sik ant süppeln.„Na, well dan kenner baien.“ Füar en Moment was Pause. Op äimol wackelere äiner heran, stelle sik ganz dicht vüar dän Bur un sagte:„Wat goht us inke Strieppraiwen an. Wie flait wat drop. Jattet se selwst oder fohert se ant Väth.“ „Wat is dat,“ schreiere dä olle Bur,„sin wie hier, üm Schnaps te supen? Eck well ink helpen. Hannes, dä Pulle hieren!" „Wann sä lirg es“, raip äiner.„Verdexte Süappers, runner van mien Feld, awer hennig!"„# „So ielig hett wie et nich. Et is noch Fuessel do.“ Dä Bur wor krebsrout im ganzen Gesichte.„So wat es doch tä dull“, sagte hä un sprutek van sienem Loufhoupen herunner. „Dä, händet git inke Pulle, wie häwt se bis oppen letzten Truappen lierg gemakt, dänn schäwigen Rest könn git ink sur kuoken!“ A# Un domet schmaiten se däm Bur dä Pulle vüar dä Faite un wackelen vam Felle. Dä dicke Bur awer woll siene Wut utloten un diaschen dä Fläsche an dä olle Baike in Granatenbrocken. Sou hadden dä Lüh dän schlauen Bur schwor an dä Hammelbäine gekriegen, sagte dä olle Mann niawen mi. Lachere ut bullem Halse un stiakere sick siene Piepe wier an, dä hä sick biem Vätellen hadde utgohn loten. Eck luawen dän Ollen en bietken. Dat doh äm tesaihens guet un hä väsprok wie biem nächten Besaik noch son Döhnken te vätellen. Doch et sollte nich mä sien, denn no ennige Tiet hören eck, dat dä guedde, olle Mann am Herzschlag gestorwen wör, wat mie kolosal läid gedohn hät. Franz Treitz. und das nöthige nach Ihrer erhaltenen Instruction Vorzukehren haben. An Sonn= und Fest=Tagen aber sollten Wirthe um Neun Uhr Abends Ihre Gäste erinnern, sich zu entfernen, und ihnen bey doppelter Strafe keinen Aufenthalt mehr Verstatten, noch einiges GeZwestens soll lein wirth an Sonn= und Festagen das gewöhnliche Tantzen oder einige Music in seinem Hause dulden, bey gleichmäßiger Strafe Von 10 rtl. Solte jemand gegen diese beyden Puncte handlen, so hat derjenige, der solches bey Gericht anzeigen mögte. nebst Verschweigung seines Nahmens den Vierten Theil der Strafe zu erwarten. Drittens wird ein jeder gewarnni, sich hinführs auf Hochzeiten und Bey andern Gelegenheiten alles Balgens und Streitens zu enthalten, indem zu solchen Ende den Gerichtsdiener anbefohlen ist, darauff genau Acht zu haben, und die Uebertretter sofort mit Zuziehung einiger nächst gegenwärtiger Gerichts Eingesessenen: welche sich dessen bey 3 rthlr. Straffe Vor jede Person nicht weigern dürfen: in Arrest zu ziehen und an einen sicheren Ort zu führen, da dann dieselbe befundenen Umständen nach entweder mit großen Brüchten, oder gar der Gefängnüß bestrafet werden sollen. Da auch Viertens Hiesiges Gericht die Böse Gewohnheit einreißen lassen, daß man auf den sogenandten Schützenspielen, Krüge Bier und andere dergleichen Gelegenheiten sich im Saufen und Schwelgen übe; So sollen allen diesen Sauf=Gesellschafften, wie dieselbe auch Nahmen haben mögen, hierdurch einmahl Vor allemahl und Bey 10 Rtlr. Strafe Verbotten seyn und Damit nun Niemand sich dieserhalb mit der Unswissenheit entschuldigen könne, so wird Herr Prediger zu Mengede ersuchet, dieses offentlich ex ambone zu jedermanns Nachricht und Warnung bekandt zu machen.“ Dr. Adolf Sellmann. Dat Nödigste Van Fromme Fränzken. Wat is dat Liäwen doch so nett, Wäme blous düchtig Pennige hätt. Dann schient de Sunn' noch mol so warm, Dann schlätt de Frau ouk käin Alarm. Doch is de Geldbül schmal un licht, Dann mäkt de Frau en bois Gesicht. Dann lährste kennen äis dien Wiew, Dann bliew ehr man fief Schritt vam Liew. Bie Müllers, do wast kort för knapp, Do waß ouk boll käin Broud im Schapp. Den Müsen wast schlecht to Gemeute, Se leigen sik Blosen unre Feute. Dat waß Frau Müller doch te dumm, Se gäng im Hus rüm met Gebrumm. Wat schmätt se ärgerlich de Düren, Me konn käin örndlich Wort met küren. „Wiew,“ sag de Mann,„dat is doch stark, Do lett im Schapp jo noch ne Mark. Jetz könnt wiet Broud doch noch betahlen, Ek lot mie'n Päcksken Tabak halen.“ „Holt!“ reip de Frau,„du bis wull geck, De Mark de hätt all sienen Zweck, De lot man liggen, du olle Knopp, De bruk ek för mien Bubikopp.“ (Werkszeitung B..) Alle beide! Ein westfälischer Schwank aus Großvaters Zeiten erzählt: Ein Kirchendiener mußte einmal für die Kirche einsammeln. Es war gerade Dezember. Und da es in der Nacht tüchtig gereift hatte, so war es recht fingerkalt. Unser Küster traf einen Bauern auf dem Felde, der pflügte und hatte ganz blaue Hände und keine Handschuhe an.„Gott helfe euch!“ entbot der Küster nach damaliger Sitte den Gruß.„Gott lohn's,“ antwortete der Bauer.„So fleißig? Es ist heute morgen mächtig kalt.“„Ja, freilich, und ich habe meine Handschuhe vergessen, die Hände frieren mir wie toll.“ Tausend! Das ist schlimm! Ich gehe nac eurem, Hause, soll ich den eurigen sagen, daß sie euch die Han bringen sollen?"„Ja, damit tut ihr mir einen großen Gefallen, Küster. Und wenn ich auch nur einen Handschuh habe für die Hand, mit der ich den Psiug halte! Die andere kann ich in die Tasche stecken. ihr doch einmal zu unserem Hause geht, so laßt mir nur beide Handschuhe bringen.“—„Recht gern. Der Küster ging zu dem Hause, das höchstens einen Büchsenschuß von dem Felde entfernt lag. Als er in das Haus trat, bot er der Bäuerin guten Tag und sagte dann, er soll, eine Vestehaßge von zaoste sthmrohier geiden richten, der ihm gesagt habe, sie solle iym die beiden Schinken geben, die dort oben im Rauchfange hingen.“ —„Was!“ rief die Frau erstaunt,„beide Schinken?“— „Ja, fragt ihn nur selber.“ Und die Bäuerin ging vor das Haus und rief:„Janbernd, alle beide?“ Der Bauer aber, der die Handschuhe im Kopfe kann doch nicht helfen!: Da gab die Frau blutenden Herzens dem Küster die beiden Schinken. OerBei.n. Margen um heim hollen Taa guef den richtigen Weal wandte und zwar an Stelle An einem späten Septemberabend kehrte einst ein Wanderer in seine Heimat zurück. Es trieb ihn die Sehnsucht nach seinen Lieben. Schon viele Jahre war er fort, hatte fast die ganze Welt bereist und wußte nun viel zu erzählen.— Aber während seiner Abwesenheit hatten sich einige Wege geändert, die zum Heimatdorf führten, und da die Dunkelheit immer mehr zunahm, verirrte sich der Wanderer, ohne daß er es wußte. Der Weg erschien ihm so weit. Er lief und lief immer mehr in die Dunkelheit hinein, doch von seinem Heimatdorf war nicht eine Spur zu entdecken. Doch plötzlich sah er in der Ferne ein Licht aufblicken. Sein Herz klopfte freudig erregt. Das war das Heimatdorf! Mit schnellen Schritten und fröhlichem Herzen steuerte er dem Lichtschein entgegen. So schnell er auch lief, doch kam er dem Lichte nicht näher. Im Gegenteil, es schien, als leuchtete es jetzt in einer ganz anderen Richtung, die er eingeschlagen hatte. Sollte er den Weg verfehlt haben?— Er wandte sich jetzt wieder dem Lichte entgegen. Als es aber plötzlich erlosch, wußte er, daß es ein Irrlicht war, und er sich also in der Nähe des grausigen Moores befand. Der Boden unter seinen Füßen war weich und lehmig. Ein Schrecken durchzuckte sein Herz. Sollte er weitergehen und hier vielleicht einen schrecklichen Tod finden? Er bückte sich und tastete mit den Händen im Umkreis. Er erfaßte einen alten Weidenstumpf, auf den er sich niederließ. Dicht vor ihm flammte ein bläuliches Itrlicht auf. Da klagte der Wandersmann das Licht an: „Warum täuschst du mich so und führst mich in die grausige Irre? Weißt du nicht, daß ich mein Elternhaus suche und ich darauf fiebere, bald bei meinen Lieben zu sein?“—„Wer hieß dich, mir nachzulaufen?“ spottete das Irrlicht. Der Wanderer erwiderte darauf:„Du hast mich mit deinem Schein gelockt und willst mich ins Verderben, ja sogar in den Tod ziehen!" Da sprach das Irrlicht:„So machen es die Menschen immer. Sie lassen sich von manchem Blendwerk täuschen, jagen jahraus, jahrein hinter einem trügerischen Schein her— um dann ins Verderben zu stürzen. Mögen sie besser auf sich achtgeben!" Darauf verschwand es. Dem Wanderer fröstelte. Er schlug seinen Mantelkragen hoch und erwartete auf dem Baumstumpf kauernd den Morgen, um beim hellen Tag auf den richtigen Weg zu kommen. Viel kleine Irrlichter tanzten vor ihm herum, er beachtete sie nicht——— Im Zwielicht des grauenden Morgens erhob sich der Wanderer von seinem unbequemen Sitz. rieb sich die steif gewordenen Glieder dehnte und streckte sich und besah sich nun eingehend seine Umgebung. Wahrhaftig, er hatte schon den Rand des tückischen Moores betreten.— Noch ein paar Schritte hin— und er wäre versunken und hätte so einen grausigen Tod gefunden. Vorsichtig, Schritt für Schritt, näherte er sich dem festen Wege. Gottlob! Jetzt hatte er ihn erreicht. Im ungewissen Lichte sah er auch in der Ferne die kleinen Häuschen seines Heimatdorfes liegen. Ein Jubelschrei entrang sich seinen Lippen. Als das erste Frührot am Horizont auftauchte, erschollen aus einem kleinen Häuschen Jubel= und Freudenrufe zum Himmel empor. Aber sein Erlebnis hat der Wanderer bis auf den heutigen Tag nicht vergessen, lernte er doch daraus, daß es nur Verderben bringt, wenn man blindlings einem Irrlicht nachfolgt. Und Irrlichter gibt es viele auf der Welt— sie lauern überall, um Opfer zu finden, doch dem, der mit Bedacht seinen Weg geht, können sie nichts anhaben! Alleelei Fragen und Antworten Wo kamen die Schlittschuhe zuerst als Sportgerät auf? In den Niederlanden verwendete man Schlittschuhe als Sportgerät zuerst im 17. Jahrhundert. Von dort gelangten sie allmählich nach England und Deutschland. Es ist bezeichnend, daß Klopstocks Oden„der Eislauf“ u..) besonders dazu beitrugen, das Schlittschuhlaufen in Deutschland volkstümlich zu machen. Wo wird Platin gefunden? Platin wird vorwiegend gediegen mit einigen anderen Metallen(Osmium, Palladium, Iridium) im Flußsand gefunden in Rußland und Kolumbien, neuerdings auch in Süd=Afrika. Woher hat der Rigi seinen Namen? Der Rigi besteht aus tertiäer Nagelflub deren Schichten nach Südosten abfallen. Hier haben sich Verwitterungsterrassen entwickelt, die in der Landschaft so auffallen, daß danach der Berg benannt wurde. Das althochdeutsche Wort Riga bedeutet nämlich Band oder Stufe. Rigi heißt also eigentlich der gebänderte oder stufenförmige Berg. Wer hat die Benennungen Teleskop und Mikroskop erfunden? Es war der Grieche Demiscianus. der 1614 zuerst die Bezeichnungen Teleskop und Mikroskop anwandte und zwar an Stelle der für diese Instrumente bis dahin gebräuchlichen Benennungen Perspicilia, Conspicilia und Occhiali. Wieviel Lehrer gibt es in Deutschland? Augenblicklich gibt es in Deutschland 173000 festangestellte Lehrer und 44000 Lehrerinnen, die insgesamt 6650000 Schüler und Schülerinnen in 188000 Schulklassen unterrichten. Gibt es auch Schnee am Aequator? Ihr lieben Kinder, die Frage, ob es am heißen Aequator auch Schnee gibt, ist nicht zum Lachen, wie ihr wohl meint. Nur zehn Grad südlich vom Aequator im heißen Ostafrika liegt der Berg Kenia. Er erhebt sich bis zu 5520 Meter Höhe und trägt trotz seiner Lage in der heißen Zone das ganze Jahr hindurch Schnee. 1899 gelang es zum erstenmal, den Gipfel zu ersteigen. Jeder Reisende, der den Berg zum erstenmal sieht, staunt, wenn er mitten in Afrika einen Schneeberg sieht. Wie hoch war der Turm von Babel? Bisher war durch Ausgrabungen nur festgestellt, daß der Turm unten viereckig war und 90 Meter Seitenlänge hatte. Nun ist es Professor Eckhard Unger gelungen, eine babylonische Keilinschrift zu entziffern, die alle Maße des Turmes angibt. Darnach trug der siebenstufige Götterberg auf seiner Spitze einen 15 Meter hohen Tempel, der zugleich als Observatorium für die Sterndeutung diente. Der bergartige Unterbau war ziegelrot, dagegen waren die Tempelmauern mit blauen Favenceziegeln bekleidet. Die Gesamthöhe des Turmes betrug 90 Meter. Was vergißt man am leichtesten? Auf dem Pariser Fundbüro wurden im vergangenen Jahr nahezu 200000 Gegenstände abgegeben, worunter sich 30000 Schirme befanden. Der Welches sind die größten Städte der Welt? Die sechs größten Städte der Welt sind London (7476 168), Newyork(6103384), Berlin(4 lionen), Paris(3 Millionen) Chikago 2 701 705) und Tokio(2270000). Wer hat die meisten Unterseeboote? Die Flotte der Vereinigten Staaten hat die meisten Unterseeboote, nämlich 83; dann kommt Frankreich mit 82, Japan mit 67 und Großbritannien mit 58. Natzenmutter Von Erna Wilsky. Denkt nur, uns're brave Mietze, Weiß das Fell mit schwarzen Tätzchen, Zeigte mir im Körbchen gestern Leise schnurrend sieben Kätzchen! Sieben weiße, warme, kleine, Wunderzarte runde Bällchen, Schwarz die Pfötchen wie die Mietze, Und schneeweiß die Sammetfellchen! Sorglich wusch sie ihre Kleinen Mit dem Züngelein, dem roten, Leckte Fellchen, Mäulchen, Oehrchen Und die kleinen, schwarzen Pfoten, Trug sie emsig in die Sonne, Nacheinander alle sieben, Liebte zärtlich ihre Kleinen, Wie nur gute Mütter lieben! Sorgte, daß zu trinken hatten Ihre Kinderlein, die braven, Führt' spazieren sie und legte, Stets zur rechten Zeit sie schlafen! Jetzt sitzt sie im Körbchen schnurrend— Meine liebe, treue Mietze, „Gleich bring ich dir auch dein Futter, Brave, kleine Katzenmutter!“— Eine werhwürdige. Besehlette Wortktalt der Opopelit!.erT.. Die 400 Worte Schiller=Jubiläum. Die weltstädtische„Presse" bittei allerhand berühmte Zeitgenossen, darunter auch Karl Schönherr, telegraphisch um eine Aeußerung über unsern Nationaldichter. Schönherr, mit einem neuen Bühnenwerk beschäftigt, hat sich in ein entlegenes Tiroler Bergdorf zurückgezogen und legt die Aufforderung unerledigt beiseite. Nach einer Weile schickt der Herr Postverwalter einen Boten: Ob der Beitrag für die„Presse" noch nicht fertig sei? Schönherr, einigermaßen erstaunt: Nein; er wolle überhaupt nicht. Der Bote geht, der Bote kommt: Ader das Rücktelegramm sei bezahlt— vierhundert Worte; es sei doch schade drum! Schönherr, aus seiner Arbeit gerissen, wird grob:„Zum Teufel, nein, laßt mich in Ruh! Was geht das überhaupt den Postverwalter an!" Der Bote geht, der Postverwalter in Person rückt an:„Bitt schön, Herr von Schönherr, telegraphierens mir zuliebe!“ Der Dichter, gerührt, glaubt zu begreisen:„So sehr verehrt man hier in den Bergen unsern Schiller?" Darauf der Postverwalter, hoffnungsfroh und eifrig:„Nicht wege dem, Herr von Schönherr, nicht wege dem! Aber wenn unser kleines Telegraphenamt im Jahr eine gewisse Wortzahl überschreitet, da bekomme ich die höhere Zulage, und dies mit dem verstorbenen Herrn Schiller wäre so eine schöne Gelegenheit, die gehörig ausgibt.“ So triftigem Argument kann selbst Schönherr nicht widerstehen; erweicht, telegraphiert er vierhundert Worte lang, daß in der Tat auch er den verstorbenen Kollegen für einen großen Dichter halte. Auch ein Grund Frisch gestrichen! 74 1* 1 —4. „Geben Sie sich keine Mühe,— ich trete in Ihre Lebensversicherung nicht ein. Mein Nachbar war auch drin und ist doch vor vierzehn Tagen gestorben. „Himmel, ein entsprungener Sträfling!“ „Quatsch, der saß auf der gestrichenen Bank“. Deinlich In einer Tanzpaufe setzt sich Minz mit seiner hübschen Partnerin abseits auf ein Sofa und klagt ihr „Deulen Sie sich mein Pech, gnädiges Fräulein“, meint er,„ich habe zu einem Herrn gesagt, daß ich die Hausfrau reichlich lächerlich finde, und dieser Idiot war ausgerechnet ihr Gemahl..".. „Ah“, lächelt die Hübsche,„Sie meinen Papa!“ Drohung Das Kindermödchen kam. „Baby will nicht schlafen.“ Madame sagt: 3noem2 „Ich werde hinübergehen und ihm etwas vorsingen.“ Das Kindermädchen erwiderte: „Damit habe ich ihm auch schon gedroht, gnädige Frau.“ Protz Busse bewirbt sich um Bella. Der besorgte Vater frägt: „Können Sie auch eine Familie ernähren?“ „Ernähren? Gar kein Ausdruck! Mästen kann ich sie.“ Gedankenfreiheit Er:„Ich weiß, was Sie von mir gedacht haben, als Sie mich das erstemal sahen! Ich bin nämlich eine Art Gedankenleser!“... i Si pielmals Sie:„So?— Dannhitteich Sie vielmals um Entschuldigung!“ Naturalwirtschaft Ein Besucher stand bewundernd im Atelier des Malers Corot.„Eine köstliche Landschaft!“ sagte er. „Was kostet das Bild?“„Lh. sagen wir“, erwiderte Corot,„Sie bezahlen die Bäcker= und Schneiderrechnung meines Freundes Millet, und Sie bekommen das Bild!“—„Einverstanden!“ Und der Kunstfreund hatte etwa 20000 Franken zu bezahlen. Denn Millet hatte seit zwölf Jahren keinen Pfennig bezahlt... Der Kunde zahlte, ohne mit der Wimper zu zucken. Und heute ist das Bild mindestens zehnmal so viel wert! Nur nicht stören Der Parkwächter findet auf der Bank in der Dämien Schlafenden wertug einen Schlafenden..6 62 M „He! Sie!“ rüttelt er ihn,„ich schließe jetzt hier zu! „Schön— aber machense die Tür recht leise zu!“ brummelt der verschlafen. Des Lebens Widerspruch „Welche Möbel sind jetzt am modernsten?" fragte das Brautpaar.—„Die antiken", antwortete der Möbelhändler. Erbschaften „Ihr Sohn hat einen großen Wissensdurst. Woher hat er das?“— Mutter:„Das Wissen hat er von mir und den Durst von seinem Vater.“ Das Wäschezeichen „Mutter, hast du früher Fräulein Mitropa geheißen?“—„Nein, wie kommst du darauf?“—„Weil fast alle unsere Wäsche so gezeichnet ist!“ Das gutmütige Seelchen Doktor:„Was, Sie haben mit meinem Oel Ihre Nähmaschine geschmiert? Ja, sind Sie denn nicht gescheit? Dies Oel ist reines Olivenöl, und ich benutze es nur, wenn ich mir mal eine Mayonnaise bereite?“ Wirtin:„Na, nu reien Se sich man nich uff. Herr Doktor! Wenn ick wieder Maschinenöl habe und Sie woll'n sich’ne Mayonnaise machen, denn kriejen Se von mir voch wat ab!“ Rund um den Benzinwagen Immer wieder die Ratenfrage. „Wann wollen Sie denn die letzte Rate für Ihr Auto bezahlen?“ „Weiß ichs? Binich ein Prophet Im Sande verlaufen. Grech trifft Grust. „Na, wie sehen Sie denn aus! Zerkratzt, zerbeult, geschunden!“ „Tja, ich habe meine erste selbständige Ausfahrt im Auto gemacht.“ „Wie ist sie denn verlaufen?" Grust reibt sich verzweifelt die Birne: „Im Sande...“ Auch ein Ehemann. „Sag mal, mein lieber Schuck, du könntest dir doch eigentlich ein besseres, nettres Auto leisten als diesen veralteten Wagen.“ Warum tust du das nicht?“ „Gott, meine Frau hat zu mir gesagt: Ich fahre nicht eher wieder mit dir aus, bis du dir einen anständigen Wagen gekauft hast. Du verstehst doch?“ „Ichverstehe!" Der beleidigte Chauffeur. Der Chauffeur fragt einen vorübergehenden Reichswehrmajor: „Taxe gefällig, Herr General?“ Der Offizier verneint. Meckert der Chauffeur: „Na denn nich, Herr Leutnant.“ Feines Leben. „Ein Freund von mir führt ein feines Leben. Der fährt den ganzen Tag im Auto und hat immer die Taschen voll Geld.“ „Ein Millionär?“ „Nein, ein Autobusschaffner.“ Umschau „Max ist doch reif zur Ehe. Er sollte sich endlich nach einer Frau umsehen.“ „Max sieht sich nach jeder Frau um.“ Schneidig Sie(heimkehrend zu ihrem Manne):„Ich war eben bei meinem Arzt.“—„So? Was hat er dir verordnet?“— Eisen, viel Eisen. Und da hab ich mir gleich ein Auto bestellt.“ Das kleinere Uebel „Hat Ihre Frau niemals versucht, dem Kind etwas vorzusingen, wenn es schreit?“ „Doch.“ „Na, und?“ „Die Nachbarn haben erklärt, daß es ihnen lieber wäre, wenn das Kind schreit.“ Die kleine Eva „Du mußt einmal schön gewesen sein, Mutti!“ „Warum?" „Weil du so ein reizendes Töchterchen hast.“ Sehderr Problem Nr. 9 von Hermann Reihert, Bochum(Urdruck) Schwarz: Kf4. Bd4. ds. 66(4) Weiß: K12. Tab, Les, Scs. t5. Bez. 13. 84(8) Matt in 3 Zügen Nr. 11. Schottisches Vierspringerspiel Aus dem Turnier 1930 um die Pariser Meisterschaft. Anm. von Dr. Tartakower(Kagans N. Sch.=.) Weiß: Lazard— Schwarz: Zuckermann 1. e2—e4 e7—e5 2. Sb1—c3 888—16 3. S81—13 Sb8—c6 4. d2—44 Altstil. Das in der Mitte hiermit entstehende Vakuum soll für flotte Angriffe ausgenutzt werden. 4. e5Xd4 5. S13X44 L18—b4 6. Sd4Xc6 b7Xc6 7. Le1—5 Fast neu. Mitten in der offensten. Partieanlage wendet W. einen seinen Positionszug an, der den gegnerischen Befreiungsstoß... as mit sanfter Gewalt verhindern soll. Ueblich ist hier 7. Lo3. woraufhin eben.. 45 8. exd Oe7+(Bogoljubows Zwischenschach, während 8. cXd.—0 —0, 10. Lgs immerdin noch eine zeitlang mit der Initiative des Anziehenden rechnen muß), 9. De2 DXe2-+, 10. KXe2. LXc 3, 11. bXc. cXd usw. einen öden Remiskampf ergibt. .... 57—h6 Instinktiver Verjagungsversuch, da hier.. ds zuverdächtig, bezw...46 zu passiv erscheint. Kaum wünschenswert dürfte ihre —0 wegen auch 7. 8. 0ts sein. 8. Les-h4 Dd8-e7 Hiermit faßt Schwarz den Plan, zwei gegnerische Bauern zu erobern, was er als eine genügende Kompensation für den Entwicklungsnachteil betrachtet. Bescheidener war es zwar sich mit einem Bauern zu begnügen, was durch 8.. g5. 9. Lg3 SXet. 10. Dd4 LXc3-, 11 bXc —0 erreicht werden konnte doch lauern dann erst recht nach 12. Lds sehr große Gefahren auf die nachziehende Partei. 9. 111—43 97—65 10. Lh4—83 St6Xet Die Entfesselung ist zwar vollzogen, doch muß sich dafür die Aufreißung des Königsflügels von Schwarz früher oder später rächen. 11.-0 SeiXc3 12. b2Xc3 Lb4Xc3 13. Ta1—51 47—05 Nicht gerne öffnet Schwarz, dessen Figuren gefährbet stehen, die Mitte, doch würde nach 13. 46 14. 141 usw. der Anlauf von Weiß viel zu stark wirken. Auch auf 13....—0 braucht sich W. nicht mit dem Dreinschlagen, 14. LXc7(14. d62, 15. LXdé) zu begnügen, sondern er würde vielmehr mittels 14.14 zum Oeffnen maßgebender Linien gelangen. Viele andere Züge stehen aber dem Nachziehenden überhaupt nicht zur Verfügung, da eigentlich alle seine Offiziere wie gelähmt stehen! 14. 12—14 Da Schwarz durch seine folgende Autwort den Linienbruch nicht zuläßt, wird dieser Bauer im Weiterkampf die entscheidende Einkeilungsrolle spielen. 14.::. 85—64 15. 14—151 h6—h5 16. T51—53 Lc3-4417. Kg1—h1—0 18. h2—h3 Mit größter Seelenruhe und als ob es sich um eine geschlossene Positionspar= tie handeln würde, unternimmt hiermit W. die Sprengung des vorgeschobenen Flügelpostens von Schw. 18. c6—05 19. 753—51 K98—87 Da 19.. et wegen 20. LXc4 und 19.. eXh wegen 20. OXhs wenig einladend aussieht, versucht Schwarz, sich die Königsturmlinie zunutze zu machen. Der Kampf reift zur Krise. 20. c2—c3 Eine wichtige Einschaltung. Auf sofortiges 20. hXg könnte 20.... h4 versucht werden. 20.. L44—16 Die vorgeschobenen Truppen werden unter einigen Materialeinbußen auf den inneren Festungsgürtel zurückgezogen, ohne jedoch hiermit den Schwung des Angreifers zu schwächen. Freilich wäre auch das rücksichtslose Geplänkel 20... LXc3. 21. Ob3 Lié 22. DXd5 La7 23. LXe7 für Schwarz kaum annehmbar, z. B. 23 Lat 24. L06 1108 25. LXe7 TXdS 26. Let und Weiß erobert die Qualität. W dei Sreit 21. h3X94" 118-h8 Auch hier kommt 21.... h4 in Frage(22 Lf4!). doch erhofft Schwarz nunmehr auf der-Linie Gegenspiel. 22. 84Xh5 65—04 23. Dd1-84- K87—18 24. Tb1—e1 De7-e5 Bescheidener und doch besser wäre 24... Das 25. L3—h4 Das logische Kombinationswunder:„. Was braucht denn Weiß seinen Läufer d3, wenn der gegnerische Damenflügel sowieso gelähmt steht und ferner, wie bereits vorerwähnt, die vorgeschobenen Bauern von Weiß Offiziersdienste zu leisten vermögen! Auf 25. Lc2 würde selbstredend 2s.... La7 folgen 25. Lf6Xh4 Oder 26. 788 26. Di4 LXh4 27. Dh6+- T87 28. 16 LX16 29. Dh8-+ T68 30. DX16 Leé(30... T87 31. Dasa) 31. TXes T87 32. bé nebst baldigem Matt. Verhältnismäßig den zähesten Widerstand bot 25.... Dh6. 26. De4Xh4„CIX43 Schwarz ergibt sich in sein trauriges Schicksal, statt mit etwa 26. La7 27. Lc2 usw. das Aergste abzuwehren; obwohl die Angriffsstellung von Weiß auch dann überwältigend wäre. 27. Oh4—48Alles mit Tempo! 27. K18—47 28. Da8-65+ K67-18 29. h5—h6 Mit der doppelseitigen Mattdrohung auf ds bezw. 87. Auf 29. 16 könnte immerhin 29... Th7 erwidert werden. 29.. Les—es 30. De5—67- Aufgegeben, denn es folgt 30. Ke7 31. TXe6-(am einfachsten) Kd7 32. DX17- Kč8 33.7e8-+TXeS 34.DX e8Kb7 35. Tb1- Kab 36. Dat 4 Das 37. De6- usw. mit Raubsieg. Eine Glanzleistung von Weiß, die im Zeichen des kombinierenden Positionsspieles steht. Kreuzworträtsel a a a a aaaab bbeeddd Be eeeeee. eeeeeeetgg hh mmnnnnnnnno pI:: S S S S S S 8 stttt tun W Badeort, ein Tal in der Diamanträtsel Die Buchstaben der beistehenden Figur sind derartig zu ordnen, daß die waggerechte und senkrechte Mittellinie gleichlautend den Namen eines deutschen Dichters nennen. Die anderen Reihen bezeichnen, aber in anderer Reibenfolge: eine Hülsenfrucht, eine Volksgemeinschaft, einen ein Tal in der Schweiz, ein altdeutsches Volksepos, eine Vogelart, eine geographische Bezeichnung, je eine Stadt im Regierungsbezirk Magdeburg, in Bayern und in Persien, die erste und letzte Reihe besteht aus je einem Buchstaben. * Kreuzrätsel 1. 2= Ort in der Schweiz 3. 4= Stadt in der ehem. Provinz Posen 5. 6= Stadt in Schlesien 7. 8= Fluß in Bayern 4. 2= Volksstamm 3. 5= Stadt in Württemberg 3. 1= Stadt in Belgien 7. 6= Stadt in Bayern 8. 4= Komponist 5. 7. 8= Vogel Waagerecht: 1. russischer Fluß, 3. Zugang, 5. Fluß und Gebirge in Rußland, 8. Teil des Hauses, 10. Ausruf, 12. englischer Schnaps, 13. altnordische Göttin, 15. Familienglied, 18. Ausdruck im Lottospiel, 20. brasilianisches Tier, 21. Gottgeweihte, 22. Umstandswort, 23. Vorläufer der Geschichte, 24. Nutzgewächs. Senkrecht: 1. Musikstück, 2. Zeit, 4. Meinung anderer u. Aufforderung, 6. türkischer Titel, 7. wohlschmeckende Frucht, 8. atmosphärischer Zustand, 9. englisches Getränk, 11. Anruf, 14. Geliebte des Zeus, 16. Teil des Auges und griechische Göttin, 17. alte Naturgottheit, 19. Teil des Gesichts. Schnell verwandelt Herzenskummer, Seelenpein Rätselwort schließt in sich ein. Doch wie anders findest du's. Wort, gibst du ihm Kopf und Fuß; Anmut(fremdes Wort) es drückt Aus jetzt, die dich sehr entzückt! * Bilderrätsel 8 Bearbeitet von Fritz Oborsky, Bochum. Silbenrätsel al, grä, ko, le, ma, mi. ne, ne, ni, o, 09, ot, pold, scha, sa, ter, tin, win Aus vorstehenden 18 Silben bilde man 7 Wörter von folgender Bedeutung: männlicher Vorname, männlicher Vorname, männlicher Vorname, Raubtier, Bezeichnung für Kopfschmerz, Bezeichnun für Türke und Gift. Die richtig gefundenen Wörter ergeben in ihren Anfangs= und Endbuchstaben(beim letzten Wort nur der Anfangsbuchstabe) nacheinander gelesen den Vorund Zunamen eines bekannten Polarforschers. * Versrätsel Vier Zeichen hat mein Rätselwort: Es ist ein König in seinem Reich. Ein Zeichen füg' ein!— Und allsogleich 'ne nordische Landschaft steht plötzlich dort. # I11 446/1 Auflösungen aus voriger Nummer Altes wahres Sprichwort: Gewinn, Essig, Leutnant, Degen, Urbino, Nachhut, Donau, Grabein, England, Isaak, Zither, Brisbone, Radau, Ignaz= Geld und Geiz bringt Not und Kreuz. Wilhelm Busch als rezeptverschreibender Arzt: Rotwein ist für alte Knaben Eine von den besten Gaben. Verwandlung: Bremen, Barmen, Ballen, Falten, Halter, Heller, Weiler, Weimar,— Lauban, Tauben, Tanten, Mantel, Mündel, Minden. Silbenrätsel: Marburg, Aschaffenburg, Nürnberg, Dresden. Apolda, Remscheid, Iserlohn, Neuwied, Eichstätt.— Mandarine. Anagramm: Erich, Islam, Basel, Ampel, Jason= Essen. Rätselhafte Inschrift: Kann ich Armeen aus der Erde stampfen, wächst mir ein Kornseld in der flachen Hand. GrUr PbasbrdhrarP „Zwanzig Jahre nachher“ des Films gleichen Namens mit Fortsetzung reich illustriert mit Bildern Ihn in einer hübschen Ausgaber Benützen SIE Haben SIE. sonst diese einzig dastehende Gelegenheit! Dieses Subskriptionswerk Die ürer Kashellere mit Fortsetzung„Zwanzig Jahre nachher“ der Verlag anläßlich des 60. Todestages des Dichtere ausgibt, vird in 24 Großheften versandt, jedes à 64 Seiten und versehen mit vielen Illustrationen vom Film gleichen Namens. 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Man folgt dem Helden des Buches, dem scharmanten und ritterlichen Adelsmann’Artagnan und seinen unzertrennlichen, forschen Begleitern, den drei königlichen Musketleren Athos, Porthos und Aramis durch alle möglichen, spannenden Abenteuer, wo es oft um Kopf und Kragen geht und wo sie dank ihrer Jugend, Kraft und phänomenalen Waffentüchtigkeit in der Regel Im Kampf gegen die verhaßte Garde des Kardinals Immer slegreich aus dem Streite hervorgehen. Die geschieht in Frankreich unter dem Regiment des Kardinals Richelleu und gibt uns gleichzeltig eine lebendige und fesseinde Schilderung des Lebens am französischen Hofe der damaligen galanten Zeit. Ein spannenderer und interessanterer Roman wurde nie geschrieben. Man kann ihn immer wieder ohne Ermüdung lesen. Er sollte in jedem Bücherschrank au finden sein. Gutschein M77 (Für den Verlag nur 10 Tage bindend) Gelion-Vertag G. m. b. H. 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