Freitag, den 6. Februar 1931 Nr. 31 7 38. Johrgang Täglich außer Samstag 10 Pf. Samstags mit illustr. Beilage 20 Pf. —„ und— Bezugspreis.40 Mk monatlich, oder.20 Mk. haldmonatlich: Selbstabholer 210 Mr. bezw..05 Mt. Unsere Beilage„Die Bochumer Illustrierte“ koster monatlich 20 Pfg., die Funkbeilage„Hör mit mir“ kostet monatl. 30 Pig. Augem. Anzeigenbreis: Für 1 Millimeter Höbe in 25 Millimeter Breite 10 Gig., im Reklameteil 50 Pfg.(Besondere Anzelgenpreise nach aufliegendem Tarif.) Angebote von anderen Zeitungen und Vermittlern werden nicht befördert. Bei zwangsweiser Beitreibung der Anzeigengebühren durch Klage, bei Konkursverfahren usw. wird der bewilligte Nachlaß hinfällig. Für die Aufnahme von Anzeigen an bestimmten Tagen und Blätzen, auch für durch Fernsprecher aufgegebene und abbestellte, sowie undeutlich geschriebene Aufträge wird keine Gewähr übernommen.— Schluß der Anzeigenannahme 16 Uhr. Nr. 250. Unsall=Unterstützung bei tödlichem Unsallaut besonderen Bedingungen General Anzeiger für Bochum und umliegende Industriebezirke Redaktionsleitung: De. Paul Dierichs. Verantwortlich für Politik: Rudol“ F rest(6: Lommunalpoltit und Nachbargeptet Adais Reddinghaus: für Lokakes: Hans Schulte, für Handel: Frivz Schmidt: für SportHans Schulte und Paul Wegener: für Kunst und Unierballung Dr Christian Gebring: für Briefkasten, Beilagen und den übtigen TerneilMax Flegel: für den Anzeigenteil: F. W. Pempe, Sprechstunden der Redaktion: 16-17 Uhr(außer Samstags)— Druck u. Verlag Bochumer Anzeiger und General Anzeiger Lauvenmüblen& Dierichs sämtlich in Bechum. Berliner Redakion: Michael Haupt. Berlin s G 68. Zimmerstraße 28. Fernsprecher: Dönhoff 553.— Für unverlangte Einsendungen übernimmi die Redaktion keine Hastpflicht. Zurücksendung erfolgt nur wenn Rückvorto beiliegt. Redaktion und Geschäftsstelle Ratbausplatz 8. Fernsprech=Anschlüsse Sammelnummer 675 51— Postscheckkonio Dortmund 1760 Tunzer. Munnlung un Sen Reichelag Dr. Brüning fordert parlamentarische Erledigung des Reichshaushalts— Zurückweisung der Diktaturgeruchte— Scharfe Opposttionsreden Berlin, 5. Februar. (Von unserer Berliner Schriftleitung.) : Während man sonst erst die dritte Lesung des Haushalts mit der großen politischen Aussprache begann, hat man mit Rücksicht auf die unkontrollierbaren Gerüchte der letzten Zeit diesmal bereits die zweite Lesung für die große politische Debatte bestimmt. Im Reichstag herrschte heute seit den frühen Morgenstunden geschäftiges Leben. Beim Glockenzeichen kurz vor 3 Uhr sind die Publikumstribünen längst überfüllt. Selbst einzelne Diplomaten erscheinen. Beweis, welche Bedeutung das Ausland den Kanzlererklärungen zollt. Auf der Presse=Empore herrscht bedenkliche Fülle. Das Haus zeigt wenig Lücken. Mit Ausnahme des Reichsinnenministers ist das Kabinett vollzählig versammelt. Der Kanzler, wie immer im eng anliegenden Cut, zeigt die bekannte stoische Ruhe, die diesen Staatsmann bei den größten parlamentarischen Stürmen nicht verläßt. Dr. Brüning spricht vom Regierungstisch. Dennoch klar verständlich. Die kommunistischen Zurufe„Hungerkanzler“ und nationalsozialistische Liebenswürdigkeiten fören Dr. Brüning nicht. Nur wenn die Zurufe in Sprechchören durcheinanderquirlen, läßt Dr. Brüning den Lärm sich legen und fährt sodann mit bewundernsperter Gelassenheit fort. Dieser Kanzler hat Format. Seine Gedankengänge sind logisch aneinandergefügt. Ran kann anderen Anschauungen huldigen, aber man vird diesem besonnenen Staatsmann nicht jenes unerkärliche Etwas abstreiten, das mit Vernunft, Ruhe, Sachlichkeit und Klugheit gepaart, den politischen Redier zum Staatsmann stempelt. Im Verlause der kanz'errede beobachter das Haus im allgemeinen die parlamentarische Pflicht, auch den Gegner zu hören. Antworten des Kanzlers auf Zwischenrufe werden teilweise mit großem Gelächter aufgenommen, das sich noch verstärkt, als sich der Kanzler an die Volkspartei wendet und ein Kommunist durch's Haus ruft:„Dingeldey, aufstehen!“ Der Eindruck der Kanzlerrede ist selbst bis in die Reihen der Opposition stark. Agitation erreichen Sie nichts für Ihre Partei, Herr Dr. Kleiner, sondern Sie erreichen damit nur, daß die Massen entweder dorthin(der Reichskanzler zeigt auf die Nationalsozialisten) oder dorthin(er zeigt auf die Kommunisten) gehen.“ Langanhaltender Beifall der Mitte folgt den temperamentvollen Ausführungen des Kanzlers. Bei einer persönlichen Bemerkung des nationalsozialistischen Abgeordneten Sprenger, daß er Diätenjägerei betreibe, kommt es zu stürmischen Heiterkeitserfolgen. Sprenger erklärt, daß er keinerlei Diätenjägerei betrieben habe, daß man ihn jedoch nicht für ein Korruptionssostem verantwortlich machen könne, das von den Weimarer Parteien eingeführt worden sei. Lange noch liegt das schallende Gelächter im Haus, bis schließlich der Präsident die Sitzung auf Freitag vertagt. Der Kanzler hat mit seiner energischen und temperamentvollen Rede den Eindruck seiner Regierungserklärung nur verstärken können. Die Regierungvertiatung Die Aussprache Als der kommunistische Sprecher die Debatte eröffnet, leert sich das Haus. Erst als der bekannte nationalsozialistische Abgeordnete Dr. Göbbels das Vort ergreift, füllt sich das Haus fast bis auf den letzten Platz. Göbbels spricht emphatisch, immer wieder von seiner Partei mit Händeklatschen begleitet. Scharf lritisiert er die Regierung und die Verfassung. Seine Kritik nimmt so scharfe Formen an, daß ihm Präsident Löbe zwei Ordnungsruse erteilen muß. Als Dr. Göbbels von der„schamlosen Bettgenossenschaft des Zentrums mit den Marxisten“ spricht, geht ein Sturm der Entrüstung durch das Haus. Man sieht namhafte Zentrumsführer über diese Geschmacklosigkeit nur den kopf schütteln. Zurufe von allen Seiten hageln auf den Redner, der schließlich seine Ausführungen mit dem Rufe„Deutschland erwache!“(den seine Fraktion mit einem dreifachen„Heil" beantwortet) schließt. Als dann der Abgeordnete Sollmann für die Sozialdemokraten das Wort ergreift, verläßt die gesamte Rechte das Haus. Sollmann wendet sich scharf gegen die Katastrophen=Politiker und betont die Bereitschaft seiner Partei, an der Sanierung der Finanzen und dem Viederaufbau der Wirtschaft mitarbeiten zu wollen. Der deutschnationale Redner Dr. Dähring kritisiert ebenso scharf die Reichsregierung und die Poliiik des Zentrums. Es kommt zwischen ihm und der Sozialdemokratie zu verschiedenen Zusammenstößen. Ein zweiter deutschnationaler Redner. Dr. Kleiner, beschäftigt sich eingehend mit der Osthilfe und betont, daß der Kanzler das Wort des Reichspräsidenten, der Landwirtschaft schnellstens zu helfen, nicht eingelöst habe. Dr. Kleiner kritisiert die Regierungspolitik und vor allem die Osthilfe in Grund und Boden. Scharfe Erwiderung Dr. Brünings Seine Vorwürfe gegen das Kabinett rufen den Kanzler nochmals auf den Plan. Selten hörte nan Dr. Brüning sich mit solcher Schärfe an einen darteipolitischen Gegner wenden. Der Kanzler beseichnet den Abgeordneten Dr. Kleiner als zu jung im Larlament, um wissen zu können, daß die Deutschnationale Volkspartei zusammen mit dem Zentrum als Regierung im Jahre 1927 einen Plan zur Ostbilse in Gang gesetzt habe. In großer Erregung hält der Kanzler den Deutschnationalen die Verleumdungen i Verdächtigungen vor, die in den Ostgebieten gegen se Regierung ausgestreut worden seien. Der Kanzter erklärt, daß man gelegentlich seiner Ostreise bei #en Demonstranten Kommunisten und NationalIelisten nicht habe unterscheiden können. Aber es dennoch in Ostdeutschland Männer von konserdativer Staatsgesinnung. Scharfe Worte findet der kanzler gegen die konfessionelle Hetze und führt weiter au5:„Glauben Sie denn, daß wir dem Geheimrat Fisenberg folgen und eine neue Inflation herbeien wollen? Seine Vorschläge zur Inlandwährung schzizten eine neue Inslation. Wer wie Sie nach .32t8/ dem Reiche die notwendigen Mittel versagt, Et damit auch die Hilfe für den deutschen Osten ab. kenne den deutschen Osten genau so gut wie Sie ½ reiß, daß hinter den Demonstranten ####, Mehrheit der Bevölkerung deutschen Ostens steht. Reichskanzler Dr. Brüning betont in seiner Regierungserklärung im Reichstage zunächst, daß angesichts der politischen und wirtschaftlichen Krise die parlamentarische Erledigung des Reichshaushalts eine Frage ersten Ranges sei, und sprach allen Stellen den Dank für ihre Beteiligung an den bisherigen Beratungen des Etats und seinem schnellen Vortreiben aus. „Die Beratung dieses Haushalts,“ so erklärt der Kanzler,„fällt in eine Zeit schwerster wirtschaftlicher Krise. Sie ist zum großen Teil bedingt durch wirtschaftliche Einwirkungen, aber sie ist zugleich eine Krise des Vertrauens in die Stabilität der deutschen Politik und der deutschen Wirtschaft. Deshalb hält die Reichsregierung es für außerordentlich entscheidend, daß der Haushalt auf normalem parlamenirischem Wege verabschisdet wird. Es gilt, alles dafan zu setzen, den Haushalt bis zum 31. März parlamentarisch zu verabschieden. Auf die Anfrage des Abgeordneten Stöcker (Komm.) erwidere ich, daß die Reichsregierung solchen Plänen, sollten sie überhaupt bestehen, ablehnend gegenübersteht. Die Reichsregierung ist der Ansicht, daß es im Interesse der Reichsregierung wie dieses Hauses liegt, daß vom Artikel 48 möglichst wenig Gebrauch gemacht wird. Bei gutem Willen und bei vollem Verantwortungsbewußtsein wird es und muß es möglich sein, auf parlamentrischem Wege die gesetzmäßigen Aufgaben zu lösen. Wir legen darauf umso mehr Wert, weil vielfach im Auslande eine falsche Vorstellung von den Möglichkeiten des Artikels 48 herrscht, die von den Oppositionsparteien ganz besonders genährt wird. Wir müssen auch im Insteresse der Kreditsicherheit wünschen, daß die parlamentarische Beratung unter allen Umständen die Regel bleibt. Der Haushalt ist so aufgestellt, daß Sparsamkeit und vorsichtige Schätzung obwalten. Bei gewissen Einnahmeschätzungen besteht allerdings eine Abhängigkeit von der weiteren wirtschaftlichen Entwicklung. Die Regierung ist schon seit langem der Ansicht, daß etwaige Mindererträgnisse bei den Einnahmeschätzungen nicht durch neue Steuern oder durch Schuldenvermehrung gedeckt werden können, sondern nur durch Senkung von Ausgaben und durch weitere Ersparnisse. Die Regierung befindet sich in dieser Frage in Uebereinstimmung mit einer Reihe von Parteien, vor allem mit der Deutschen Volkspartei. Die Regierung hat um die Ermächtigung gebeten, im Lause des Statsjahres weitere Ersparnisse zu machen, die aber erst möglich sind, wenn gewisse Reformen, vor allem auf dem Gebiet der Verwaltung durchgeführt sind. Ein solches Ermächtigungsgesetz soll die Garantie bieten, daß sich im In= und Ausland die Erkenntnis durchsetzt, daß die Regierung den Weg der Ersparnisse und der absoluten Fundamentierung des Haushalts weitergehen wird. Dieser Weg ist der sicherste, um die Bahn für eine Erleichterung der Reparationslasten freizumachen.(Gelächter rechts.) Wir sind mit allen Kreisen der Bevölkerung(Oho=Rufe rechts) darin einig, daß ein düsterer Schatten über dem ganzen Volke liegt. Agitatorische Lösungen der Reparationsfrage schwächen aber die Regierung in ihren Maßnahmen zur Vorbereitung der Reparationslösung.(Sehr wahr bei den Regierungsparteien.) Die Reparationsfrage ist nicht nur für Deutschland außerordentlich bedrückend, sondern sie greift auch in die gesamte Weltwirtschaft dauernd störend ein. Es ist bedauerlich, daß im Ausland die Erkenntnis nicht wächst, daß Deutschland manche wirtschaftspolitischen Maßnahmen treffen muß, die im Auslande nnangenehm empfunden werden, um überhaupt Reparationen bezahlen zu können. Wir müssen uns die Freiheit nehmen trotz aller handelspolitischen Ziele, die von der bisherigen Politik nicht abweichen, dafür zu sorgen, daß wir die Reparationsleistungen, solange eine andere Gesamtlösung nicht erzielt ist, so erfüllen, daß wir sie aus eigener Kraft unter Stärkung der eigenen Landwirtschaft und Industrie leisten. Teillösungen, wenn sie mit für uns ungünstigen Bedingungen verknüpft sind, sind für die Reichsregierung unannehmbar. Die Regierung ist vielmehr gesonnen, die gesamte Wirtschaft und Finanzpolitik so aufzubauen auf lange Sicht, daß wir eine Gesamtlösung sicher vorbereiten können. In den Dienst der Vorbereitung dieser Gesamtlösung wird die Reichsregierung ihre gesamte Kraft stellen. Im übrigen ist die Reichsregierung nicht gesonnen, sich das Tempo und den Zeitpunkt besonderer Schritte aus innerpolitischen Gründen diktieren zu lassen.(Beifall bei der Mehrheit, Unruhe rechts.) Die Regierung wird sich nicht aus Popularitätsgründen in Situationen hineinmanöprieren lassen, aus denen nicht eine Besserung der Lage, sondern eine Schädigung des deutschen Volkes entstehen kann.(Beifall und Unruhe.) Wir sind fest entschlossen, zu diesem Standpunkt unter allen Umständen zu stehen. Wir nehmen gern die damit verbundene Unpopularität in Kauf, aber wir werden nicht die historische Verantwortung dafür tragen, daß wir in eine Sitnation hineinmanövriert merden, aus der für Deutschland keine Rettung und Verbesserung entsteht. Bei der außenpolitischen Aussprache wird darüber weiter zu sprechen sein. Es ist gelungen, mit Vertretern der Landwirtschaft zu einer Einigung über einen Gesamtplan zur Rettung der Landwirtschaft zu kommen.(Lachen und Unruhe rechts.) Es besteht Uebereinstimmung darin, daß die Rettung der Landwirtschaft auf lange Sicht nicht allein auf Zollmaßnahmen beruhen kann. Die Regierung wird in kürzester Frist die Maßnahmen vorlegen, die in gemeinsamer Beratung mit Mit solcher Vertretern der Landwirtschaft als zweckmäßig erkann: worden sind. Diese Maßnahmen sollen aber nicht den Zweck haben, die Selbsthilfe der Landwirtschaft irgendwie zu lähmen. Sie sollen in Uebereinstimmung mit dem Telegramm des Herrn Reichspräsidenten an das Präsidium des Reichslandbundes dahin zielen, den Landwirten den Mut und das Vertrauen auf die eigene Kraft wiederzugeben. Mir ihrer Ostgrenzreise wollte die Reichsregierung dokumentieren, daß sie wie das gesamte deutsche Volk die Lösung der Aufgaben im Osten als besonders vordringlich ansieht. Die Reichsregierung steht auf dem Standpunkt, daß, soweit die finanziellen Mittel es zulassen, Umschuldung und Unterstützung der Landwirtschaft im Osten miteinander verbunden werden müssen, daß die Umschuldung unter keinen Umständen aufgegeben werden darf. Die Frage der Arbeitslosigkeit ist ganz besonders dadurch erschwert und verschärft worden, daß in den vergangenen Monaten Kreditabzüge aus dem Auslande zu erheblicher weiterer Steigerung der Arbeitslosigkeit beigetragen haben. Die Reichsregierung hat deshalb einen Ausschuß eingesetzt, um den Gesamtkomrlex der mit der Arbeitslosigkeit zusammenhängenden Fragen zu untersuchen.(Lärmende Zurufe bei den Kommunisten.) Die Möglichkeit einer Lösung hängt aber hier ebenso wie bei der Osthilfe davon ab, ob der Haushalt rechtzeitig verabschiedet werden kann. Die Regierung richtet an den Reichstag die Mahnung, sich der großen Verantwortung voll bewußt zu sein. Aus diesem Gesichtspunkt begrüßt es die Regierung, daß eine Mehrheit sich zusammengefunden hat, um im Interesse eines besseren Geschäftsganges die Geschäftsordnung zu ändern.(Zuruf rechts: Es lebe die Demokratie!] Wir sind überzeugt, daß eine Demokratie umso stärker und umso angesehener ist, je mehr sie die Verantwortung übt, die ihr auferlegt ist.(Lebhafter Beifall in der Mitte.) Die Vereinbarung über die Aenderung der Geschäftsordnung ist ein Zeichen dafür, daß dieses Haus entschlossen ist, ebenso wie die Reichsregierung unter allen Umständen dafür zu sorgen, daß die Fehler der Vergangenheit vermieden werden und daß eine Sicherung aller finanziellen Maßnahmen auch für die Zukunft gegeben ist, von der allein eine erfolgreiche Innen= und Außenpolitik letzten Endes abhängt.(Lebhafter Beifall bei der Mehrheit.) + Ueber das Erdbebengebiet von Neuseeland wurde der verschärfte Belagerungszustand verhängt. Gegen die Vertrauenskrise Berlin, 5. Februar. Die Bedeutung der heutigen Reichskanzlerrede vor dem Reichstag liegt auf psychologischem Gebiet. Jene mannigfachen Gerüchte, die in letzter Zeit die Oeffentlichkeit durchschwirrten und eine Unsicherheit des öffentlichen Lebens hervorriefen, sind von Dr. Brüning zerstreut worden. Erst heute hatten rechtsgerichtete Blätter davon berichtet, daß die Auflösung des Reichstages und die Ausschreibung von Nationalversammlungswahlen geplant sei, um auf diesem Wege die Wahlreform und die Verfassungsänderungen durchzuführen. Hierdurch sahen sich die Kommunisten veranlaßt, eine entsprechende Anfrage einzubringen. Der Kanzler betonte in seiner Rede, daß an diesen Gerüchten nichts Wahres sei und daß sich die Regierung solchen Plänen mit aller Entschiedenheit widersetzen werde. Damit allein ist den politischen Gesprächen ein Moment der Beunruhigung genommen worden. Was in den letzten Tagen von Diktatur und Verfassungsbruch geredet, teilweise auch unverantwortlich aufgebauscht wurde, ist mit der bündigen Erklärung des Kanzlers in nichts zerflattert. Es steht fest, daß die Reichsregierung nicht daran denkt, das Instrument der Notverordnung durch abermalige Anwendung beim Reichshaushalt abzunutzen, sondern daß das Kabinett die parlamentarische Verabschiedung der Etatsvorlage als den einzig gangbaren Weg ansieht. Wenngleich diese Gedankengänge des Kanzlers bereits in den letzten Tagen bekannt wurden und auch von uns wiedergegeben waren, so bedeutet die heutige Kanzlerrede doch einen staatspolitischen Akt, dessen günstige Folgen sich sowohl auf innerpolitischem wie auf finanzpolitischem Gebiet bald auswirken werden. Mit Rücksicht auf die Stagnation des Weltkreditmarktes, der sich seit ungefähr einem Jahr gegenüber fast allen privaten und öffentlichen Kreditgesuchen Deutschlands äußerst zurückhaltend verhielt, ist die Feststellung des Kanzlers, daß man auf dem ordnungsmäßigen Wege den Haushalt verabschieden werde, von entscheidender Bedeutung. Der ausländische Geldmarkt hatte bei den verschiedenen Kreditverhandlungen klar durchblicken lassen, daß die ordnungsmäßige parlamentarische Lösung in Verbindung mit einer stabilen Spar= und Sanierungspolitik die Vorbedingung für den Abschluß schwebender Kreditgeschäfte sei. In diesem Punkte hatten dann auch die Verhandlungen des Kanzlers mit der Deutschen Volkspartei eine Klärung gebracht, die umso wichtiger erscheint, als Dr. Brüning die Gedankengänge der Volkspartei in seiner heutigen Erklärung als richtig anerkannte und unterstrich. Damit ist eine Klippe geschickt umsegelt, die bei den kommenden Haushaltsberatungen dem Regierungskurs und dem Kabinettsstand leicht hätte verhängnisvoll werden können. Schon heute hebt sich die zukünftige Verteilung der parlamentarischen Kräfte aus dem dichten Nebel der letzten Wochen ab. Die Regierung darf auf die Unterstützung der Mittelparteien und der Sozialdemokraten rechnen. Möglichkeiten einer Regierungserweiterung nach rechts bestehen nicht mehr. Sie sind nicht zuletzt an der Haltung jener Parteien gescheitert, die bereits während der Dezembertagung des Reichstages in Opposition gestanden haben. So bleibt denn dem Kanzler schließlich kein anderer Ausweg, als sich in dieser Stunde mit einem eindringlichen Appell an das Verantwortungsgefühl und das Pflichtbewußtsein der Parteien zu wenden, die am begonnenen Sanierungswerk mitzuarbeiten bereit sind. Dr. Brünings Erklärungen gingen nicht ins Einzelne Der Kanzler umriß nur in großen Linien die schicksalsbedeutenden Probleme des Augenblicks: Osthilfe, Arbeitslosigkeit und Etat Wenn er hierbei die Reparationsfrage und die Revisionsmöglichkeit streifte, so nahm er damit der Opposition Wind aus den Segeln. Ebenso wie in seiner bekannten Kölner Rede betonte der Reichskanzler, daß er und das Kabinett sich das Tempo der Außenpolitik nicht vorschreiben lassen würden. Er sprach hierbei, wie der Beifall zeigte, den mittleren Parteien aus dem Herzen. Und der Kanzler hat recht, wenn er vor einer übereilten Politik warnt, an deren Ende nur ein noch größerer Wirtschaftsniedergang stehen kann. Die Durchführung der Haushaltssanierung und eine genaue Sparpolitik ist nach Ansicht des Kanzlers die erste Vorbedingung für eine Vertragsrevision. Die Opposition ist anderer Meinung. Schon der Beginn der Aussprache zeigte das. Im Augenblick werden aber die Ausführungen Dr. Brünings in weiten Kreisen des Volkes den Eindruck verstärken, daß der Kanzler sein in unermüdlicher Arbeit und unerschütterlicher Konsequenz begonnenes Werk ohne Rücksicht auf Ausnahmewünsche ordnungsmäßig mit einer Mehrheit Parteien durchführen wird, die sich ihm heute schon zur Verfügung stellen. Die deutsche Oeffentlichkeit und die deutsche Wirtschaft haben dieses Vertrauen notwendig. Auch die noch bestehenden Schwierigkeiten brauchen nicht unterschätzt zu werden. Sie sind vorhanden. Aber es gilt, einem Pessimismus entgegenzutreten, der die Verhältnisse nicht bessern, sondern nur verschlimmern kann. Michsel Haupt. Dac Preußen macht keine Schwierigkeiten Berlin, 5. Februar. (Von unserer Berliner Schriftleitung.) Das Volksbegehren des Stahlhelms zwecks Auflösung des preußischen Landtages nimmt in den politischen Gesprächen heute einen breiten Raum ein. Der Antrag ist heute vormittag dem preußischen Innenministerium zugegangen. Es steht fest, daß die preußischen Regierungsstellen dem Antrag stattgeben und keine formalen Schwierigkeiten machen werden. In den Parieien wurde heute über die Stellungnahme zu dem Stahlhelmantrag beraten. Man zeigte sich zwar erst etwas verschnupft, weil der Stablhelm die Parteien, die bereits früher hinter dem Plane standen, übergangen hat, aber es geht heute schon klar hervor, daß das Volksbegehren die Unterstützung verschiedener Oppositionsparteien in Preußen finden wird. Die Deutschnationale Volkspartei erklärt jedenfalls, daß sie an die Seite des Stahlhelms tritt, weil die sich hieraus ergebenden Notwendigkeiten erhöhter Anspannung und geschlossener Ausnutzung der Kräfte nur der Entwicklung der nationalen Bewegung zugute kommen können. Der Kampf um das Volksbegehren ist für die Deutschnationale Volkspartei der entscheidende Kampf um die Macht in Preußen. Die Wirtschaftspartei scheint sich, wenn nicht alle Anzeichen trügen, für den Antrag des Stahlhelms einzusetzen. Ihre Fraktion im Landtag betont, daß sie als erste nach den Reichstagswahlen die Auflösung des Landtages gefordert habe, fühlt sich jedoch gekränkt, daß man die Partei zu den Beratungen des Stahlhelms nicht zugezogen habe und macht deshalb ihre Stellungnahme von entscheidenden Beratungen innerhalb der Partei abhängig. Die Landvolkpartei hingegen will nach offizieller Erklärung das Volksbegehren unterstützen, um die Macht der Landwirtschaft in Preußen zu gewinnen und auf diesem Umwege über die Abanderung der Regierung eine durchgreifende Hilfe für die Landwirtschaft zu erreichen. Die Deutsche Volkspartei die ja in Preußen ebenfalls eine oppositionelle Haltung einnimmt, hat zu der Frage noch nicht endgültig Stellung genommen. Sie glaubt einstweilen wenig Anlaß zur Beteiligung zu haben, da sie zu den Vorbereitungen nicht hinzugezogen worden ist. Bindende Beschlüsse der Partei sind noch nicht gefaßt, aber es besteht immerhin die Möglichkeit, daß sich auch die Volkspartei aus ihrer oppositionellen Stellung heraus der Auflösungsforderung nicht grundsätzlich verschließen wird. Eine offizielle Stellungnahme der NSTAP. liegt noch nicht vor, ihr Eintritt für das Volksbegehren scheint aber sicher. An den zuständigen preußischen Stellen rechnet man nicht mit einem folg des auf das Volksbegehren folgenden Volksentscheides. Das Volksbegehren wird durchgehen, aber der Volksentscheid muß nach den gesetzlichen Bestimmungen die Hälfte aller in Preußen Stimmberech= tigten, also über 12½ Millionen aufbringen, die dem Verlangen nach Auflösung des Landtages zustimmen. Bei der Fürstenabfindung wurden bei dem damals durchgeführten Volksentscheid im ganzen Reiche nur 14 Millionen Stimmen aufgebracht. Der Stahlhelm hingegen beurteilt die ganze Lage natürlich zuversichtlicher. Der Termin für das Volksbegehren würde Ende März liegen. Der Volksentscheid selbst würde jedoch frühestens im September dieses Jahres stattfinden. Die Gesamtkosten des Abstimmungsverfahrens werden auf mindestens eine Million Mark beziffert, die der Staat trägt. Im Volksbegehren muß mindestens ein Fünftel der Stimmen aller Wahlberechtigten aufgebracht werden, das sind etwa fünf Millionen. Diese Stimmen werden aufgebracht werden. Hierauf legt die preußische Regierung dem Landtag den Auflösungsantrag vor. Sofern der Landtag diese Vorlage aber ablehnt, muß der Volksentscheid in die Wege geleitet werden. stande Bayerns im Reichsrat gescheitert ist, daß die Herabsetzung des Wahlalters und andere Ueberspitzungen des demokratisch=parlamentarischen Systems starke Förderungen radikaler Strömungen bewirkt haben, liegt auf der Hand. An den Folgeerscheinungen, die sich aus allem ergeben, kann ein verantwortlicher Politiker nicht vorübergehen. Wenn der Reichstag und wenn die entscheidenden Parteien versagen, so bleibt einer zielbewußten Staatsführung nichts anderes übrig, als auf dem Wegeüber dieEntscheidung des, Volkes mit den Mitteln, die die Verfassung dem Herrn Reichspräsidenten in die Hand gibt, die Quelle für solche Schäden zu verstopfen.“ Der evangelische Kirchenvertrag vor dem übschlag h Berlin, 5. Februar(Eig. Drahtber.) Der Vertrag der preußischen Regierung mit der evangelischen Kirche, das sogenannte preußische evangelische Konkordat, das seit dem Abschluß des katholischen Konkordats seit Jahren von den evangelischen Kreisen gefordert wurde, scheint vor dem Abschluß zu stehen. Die Verhandlungen zwischen der preußischen Regierung und den verschiedesten evangelischen Kirchengemeinschaften sind in das Schlußstadium getreten Bereits am vergangenen Samstag hat eine Beratung der Dekane der theologischen Fakultäten in Preußen mit dem Kultusminister stattgefunden. Man darf erwarten, daß die preußische Regierung nunmehr die Fertigstellung des Vertrages beschleunigt, auf den man allzu lange schon in sämtlichen evangelischen Kreisen gewartet bat. Vierfacher Raubmord um 75 Mark Bukarest, 5. Februar. Auf der Landstraße Orhe=Branica hat sich gestern ein vierfacher Raubmord ereignet. Der„Fuhrmann Sopronean brachte vier jüdische Kaufleule nuch Branica. Plötzlich drangen bewaffnete Banditen aus dem Gebüsch hervor, machten drei Kaufleute und den Fuhrmann nieder und verletzten den vierten Kaufmann schwer. Den Räubern vielen 3000 Lei(75 RM.) an Bargeld in die Hände. Der Kampf gegen die Arbenhösigien Der Gutachterausschuß beginnt seine Tätigkeit Tandlagesorberungen si Die Berlin, 5. Februar. Was der preußische Landtag auf dem Gebiet der Volkswohlfahrt als vordringliche Forderungen betrachtet, zeigte sich in seiner Donnerstags=Sitzung, als er die Abstimmungen über die sehr zahlreichen Anträge über den Wohlfahrtshaus halt durchführte und damit die zweite Lesung beendete. Die angenommenen Anträge wünschen u. a. hygienisch einwandfreie Wasserversorgung in den Kleinstädten und Landgemeinden, Neuregelung der Todesursachenstatistik, beschleunigte Ergänzung eines Reichshebammengesetzes, Ausbau der hygienischen Volksbelehrung in den Schulen, Denkschrift über den Gesundheitszustand der Volksschulkinder, Erweiterung der Gebührenfreiheit der Krankenkassen auf die Familienmitglieder, Bekämpfung des ungesetzlichen Arzneimittelhandels, Gründung eines Instituts zur Bekämpfung der Krebskrankheit, Fürsorge für die Friedensblinden, endliche Verabschiedung eines Rentnerversorgungsgesetzes, stärkere Förderung des Wohnungsbaues, vor allem auch bei Eigenheimen, durch Ermäßigung der hohen behördlichen Gebühren. Alle Anträge auf Erhöhung der Etatspositionen für die Volksgesundheit wurden mit Rücksicht auf die Finanznot des Staates abgelehnt. Im übrigen setzte das Haus die Beratung des Haushalts der Handels= und Gewerbeverwaltung fort. Ein Regierungsvertreter hob hervor, daß die staatlichen Elektrowerke an vielen Orten die Stromkosten bereits um 8 bis 10% gesenkt hätten und daß weitere Verbilligungsmöglichkeiten erwogen würden. Bis in die späten Abendstunden brachten die Redner aller Parteien ihre Wünsche zum Ausdruck. Bevor die Sitzung geschlossen wurde, gab es noch eine aufregende Geschaftsordnungsdebatte. Der Deutschnationale Borck verlangte namens seiner Partei, der Wirtschaftspartei und der Nationalsozialisten, daß das Haus am Freitag über einen Antrag entscheide, in dem die drei Parteien die Einsetzung eines Untersuchungsausschusses fordern, der zu prüfen hätte, ob sich die Preußenkasse oder der preußische Staat direkt oder indirekt an Zeitungen beteiligten. Mit den Stimmen Berlin, 5. Februar. Der von der Reichsregierung eingesetzte Ausschuß zur Beratung des Arbeitslosenproblems trat heute zur konstituierenden Sitzung zusammen. Reichsarbeitsminister Dr. Stegerwald begrüßte die Mitglieder des Ausschusses und erklärte u.., die gegenwärtige überaus große Zahl der Arbeitslosen erfordere eine erneute und ernsteste Prüfung der Abwehrmaßnahmen gegen die Folgen der Krise. Der Ausschuß solle völlig unabhängig von der Regierung seine Aufgaben lösen. Die Ministerien, besonders das Reichsarbeitsministerium, würden jede erwünschte Hilfe leisten. Darauf übergab der Minister den Vorsitz dem früheren Reichsarbeitsminister Dr. Brauns. Dieser führte u. a. aus, es könne nicht Aufgabe des Ausschusses sein, die Ursachen der Arbeitslosigkeit zu untersuchen, die einschlägigen weltwirtschaftlichen und hochpolitischen Zusammenhänge zu erörtern. Der Ausschuß müßte dahin streben, konkrete Vorschläge zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit und ihrer Folgen zu machen. Der Vorsitzende machte dann dem Ausschuß eine Reihe von Vorschlägen und stellte diese zur Besprechung. Der Ausschuß einigte sich dahin, sein Arbeitsprogramm vorläufig nach folgenden Gesichtspunkten zu ordnen: 1. Produktive Gestaltung der Arbeitslosenhilfe. 2. Verteilung der Arbeit nach arbeitsmarktpolitischen Gesichtspunkten(Arbeitsvermittlung, Arbeitszeitverkürzung, Doppelverdiener, Verlängerung der Schulpflicht und anderes). 3. Preisbildung und Lohnpolitik in ihrem Einfluß auf den Arbeitsmarkt. 4. Arbeitsmarkt und Landwirtschaft, Arbeitslosigkeit und innere Kolonisation. 5. Pflichtarbeit, Arbeitsdienstpflicht, freiwilliger Arbeitsdienst, Arbeitsfürsorge. 6. Die unterstützende Arbeitslosenhilfe: Versicherung, Krisenunterstützung, öffentliche Fürsorge, ihre Voraussetzungen und Grenzen, Leistungen, ihr Aufbau und ihr Verhältnis zueinander. Der Ausschuß wird am 23. Februar zu einer zweiten Sitzung zusammenkommen. K der Regierungsparteien wurde die morgige Erledigung des Antrages abgelehnt. zag Haus unf Darauf vertagte sich das Taus auf Freitag. Keilerei im Berliner Stadtparlament h Berlin, 5. Februar.(Eig. Drahtber.) Es ist an der Tagesordnung, daß sich bei politischen Auseinandersetzungen die Parteien in die Haare geraten. Die Reichshauptstadt und ihr Stadtparlament schießt aber in dieser Beziehung den Vogel ab. Am Donnerstag abend kam es in der Berliner Stadtverordnetenversammlung zu einer solennen Keilerei, die auf Grund eines kommunistischen Dringlichkeitsantrages sehr eindringlich wurde. Der nationalsozialistische Redner wurde von den Kommunisten geohrfeigt, was das Trompetensignal für die Kämpfer beider Parteischattierungen war. Es wurde tapfer drauflosgeschlagen. Erst dazwischentretende Stadtverordnete der Mittelparteien konnten die Kämpfenden auseinanderbringen. Da aber die Stimmung im Stadtparlament bedenklich gestört war, mußte man die Beratungen vertagen. Wenn das Parlament versagt... Eine Erklärung des Führers der 9. V. P. Berlin, 5. Februar. Der Vorwärts“ hatte von Staatsstreichauregungen der Deutschen Volkspartei berichtet. Daraufhin nimmt nunmehr der Führer der Deutschen Volkspartei, Dr. Dingeldey, im„=Uhr=Abendblatt“ in einer Erklärung Stellung, in der er u. a. sagt: „Wir stehen vor der Aufgabe nicht nur der Sanierung der Finanzen, sondern auch der Rettung vieler großer Städte vor dem Zusammenbrechen unter den Wohlfahrtslasten, der Notwendigkeit, einen Teil des Millionenheeres der Arbeitslosen von der Straße weg in die Arbeit zu überführen und, gestützt auf solche Maßnahmen, die Revision der Tributlasten zu fordern. Auf welchem Wege soll das möglich sein, wenn das Parlament versagt? Zeit ist nicht zu verlieren. Daß außerdem die Frage der Reichsreform in ihren leisesten Anfängen an dem WiderNeues i Kufz! König Gustav von Schweden weilte gestern auf der Durchreise einige Stunden in Berlin. Reichspräsident von Hindenburg stattete ihm in der schwedischen Gesandtschaft einen Besuch ab. * Der Oberpräsident der Rheinprovinz Dr. Fuchs und der Regierungspräsident von Trier Dr. Saassen hatten gestern mit dem Reichskanzler und dem preußischen Ministerpräsidenten Besprechungen über die Not im westlichen Grenzgebiet. Hilfe wurde zugesagt, soweit es die ernste Finanzlage gestatte. * Der Reichsrat wies gestern mit wechselnden Mehrheiten alle Einsprüche Thüringens gegen die von andern Ländern beabsichtigten Einbürgerungen von Ausländern zurück und beschloß, daß in der Regel der Einbürgerung ein Inlandsaufenthalt von 20(bisher 10) Jahren voraufgehen soll. * Der preußische Staatsrat stimmte dem Gesetzentwurf über die Aufnahme von Anleihen und Darlehen sowie die Ueberahme von Bürgschaften durch Gemeinden und Gemeindeverbände zu, wonach solche Kreditverträge der vorherigen behördlichen Genehmigung bedürfen. * Das Schöffengericht Berlin=Lichtenberg sprach gestern zwei Nationalsozialisten frei, die unter der Anklage standen, am 4. Mai 1930 ein Hindenburgbild auf einem Ast aufgespießt und dem Bild die Augen ausgestoßen zu haben, weil es nicht gelungen sei, die Angeklagten der Täterschaft oder Mittäterschaft zu überführen. * Der steckbrieflich gesuchte Funktionär der KPD. Werner Brodde wurde gestern in Breslau verhaftet. * In München wurde der kommunistische Stadtrat Huber wegen Hochverrats, begangen durch Ausführungen in der Münchener Stadtratssitzung vom 8. Februar verhaftet. * An der bayrisch=österreichischen Grenze wurde der Maurerlehrling Kollatz verhaftet. Er gestand, die beiden Reichsbannerleute Schneider und Graf in Berlin in der Silvesternacht getötet zu haben. * Der Geburtenüberschuß in Frankreich betrug im Jahre 1930 insgesamt 44383 gegen 37.504 im Jahre 1929. * Das französische auswärtige Amt dementiert alle Nachrichten über einen bevorstehenden Schub in der französischen Diplomatie. Auch für Berlin sei kein Botschafterwechsel vorgesehen. * Die französische Schönheitskönigin Jullia wurde gestern in Paris zur Miß Europa gewählt. Neben ihr standen die deutsche und die österreichische Schonheitsköniginnen in engerer Wahl. * Der Kriegszustand im Militärbezirk Madrid wurde aufgehoben. Die Wahlen zum Abgeordnetenhaus finden am 1. März, die zum Senat am 15. März statt. Die Eröffnung des spanischen Parlaments soll am 25. März erfolgen. * Auf einer Konferenz der Leiter der russischen Industrie trat Stalin in einer Rede für die Ausführung des Fünfjahresplanes in den Hauptzweigen der Industrie in drei Jahren ein. * In Elizabeth im Staate New Jersey wurde der Weltmeister Max Schmeling überraschenderweise verhaftet, weil er einen Bürogehilfen, der ihm im Auftrage eines Rechtsanwalts eine Zahlungsaufforderung bringen sollte, etwas unsanft aus seinem Hotel gewiesen hatte. Nach Stellung einer Bürgschaft von 10 000 Dollar wurde er wieder freigelassen. Einstein und dle Lialgesumikurghen Neues von der Amerikareise des großen Gorschers Auf seiner Amerikatournee hatte Professor Einstein eine Aussprache mit den Astronomen der großen kalifornischen Sternwarte auf dem Mount= Wilson. In diesem bestausgerüsteten Observatorium der Welt ist Einstein Gast des Direktors der Sternwarte. In diesem Observatorium steht das größte Teleskop der Welt, dessen Spiegel einen Durchmesser von zweieinhalb Meter besitzt. Die Glasmasse, aus der dieser Spiegel gegossen ist, wiegt nicht weniger als vier Tonnen. Die Eisenkonstruktionen, die den Spiegel halten, wurden von derselben Schiffswerft hergestellt, die während des Weltkrieges die amerikanischen Panzerkreuzer geschaffen hat. So verlockend auch dieses mächtigste optische Instrument der Welt auf europäische Himmelsforscher, die in ihrer Heimat dergleichen nicht besitzen, wirken mag, hat Einsteins Aufenthalt auf dem Mount=Wilson nichts mit dem großen Spiegelteleskop unmittelbar zu tun, denn der Schöpfer der Relativitätstheorie ist selber kein praktischer Beobachter, sondern ausschließlich Theoretiker. Sein Aufenthalt gilt vielmehr der experimentellen Ueberprüfung bestimmter Sätze seiner Theorie. Die Ueberprüfung selbst wird jedoch nicht von ihm, sondern von den Astronomen der Sternwarte vorgenommen werden. Insbesondere handelt es sich hierbei um eine genauere Bestimmung der Lichtgeschwindigkeit, die in der Relativitätslehre eine große Rolle spielt. Nach Einstein ist nämlich das 300000= Kilometer=Tempo des Lichtes in der Sekunde ein Grenzwert. Eine größere Geschwindigkeit könne es nicht mehr geben als die des Lichtes. Nun sind schon im vergangenen Jahre durch den amerikanischen Physiker Michelson grundlegende Experimente zu einer Neubestimmung der Lichtgeschwindigkeit und deren Zusammenhang mit den Bewegungen des Erdballs vorgenommen worden. Diese Experimente sollen nun auf dem Mount=Wilson wiederholt werden. Auch in Pasadena vermochte Einstein dem Ansturm der Journalisten nicht zu entgehen und willigte schließlich ein, einige der ihm vorgelegten Fragen zu beantworten. So waren die Reporter neugierig, zu erfahren, ob es einmal möglich sein wird, seine Theorie auf eine kurze, allgemein verständliche Formel zu bringen. Einstein:„Sicherlich wird eine Zeit kommen, wo diese Theorie ebenso allgemein verständlich durch eine kurze Formel zum Ausdruck gebracht werden wird, wie heute Newtons Gesetz von der Schwerkraft." Die Frage, ob er während seines amerikanischen Aufenthalts eine neue Entdeckung bekannt geben oder eine neue Abhandlung publizieren werde, hat Einstein verneint. Eine Frage der Journalisten galt dem Problem, ob Einstein glaube, daß auch andere Planeten ähnlich der Erde von Lebewesen bevölkert seien und ob unter diesen Lebewesen sich auch Menschen nach irdischem Schlage befinden.„n.. fich giß: 22 Lemahnt. Einstein:„Wahrscheintich givi es bewohnte Sterne. Ich halte es jedoch für unmöglich, daß auf einem anderen Planeten sich vollkommen menschengleiche Wesen vorfinden sollten. Die körperliche Beschaffenheit des Menschen ist so sehr an irdische Bedingungen gebunden, daß selbst bei der gewaltigen Anzahl der Sterne mit der Möglichkeit einer Wiederholung der tausendfältigen irdischen Voraussetzungen, die den Menschen hervorgebracht haben, nicht zu rechnen ist. Die Bewohner jener anderen Welten werden eben anders beschaffen sein als der Erdenmensch.“ Eine neue Theorte Einlleins In einer Reuter=Meldung aus Pasadenn(Kalifornien) heißt es: Professor Einstein hat eine neue Auffassung von der Kosmologie. In der Bibliothek der Mount=Wilson=Carnegie=Institution entstand am Mittwoch nachmittag ein großes Aufsehen, als Einstein sagte:„Welche Gleichungen auch immer gebraucht werden mögen, der Raum kann niemals etwas sein, was dem symmetrischen, sphärischen Raum der alten Theorie gleich ilt.“ Diese wenigen Worte haben somit Professor Einsteins eigene ursprüngliche Auffassung vom Weltall beiseite geschoben. Professor Einstein führte weiter aus, die Grundlage der allgemeinen Relativitätstheorie sei unbefriedigend und bedürfe der weiteren Entwicklung. Die erlte Tholographie der Erdkrümmung Als die erste Photographie, die die Krümmung der Erdoberfläche zeigt, wird eine Aufnahme bezeichnet, die den Mitgliedern der Amerikanischen Gesellschaft für Fortschritt der Wissenschaft bei ihrer Versammlung zu Cleveland in Okio vorgelegt wurde. Photographie wurde vom Flugzeug aus durch den amerikanischen Militärflieger Hauptmann A. W. Stevens über eine kleine Stadt in Südamerika aufgenommen. Unter Benutzung überempfindlicher Platten gelang es ihm, die Krümmung der Erde, die ihm selbst unsichtbar war, im Bilde festzuhalten. Er photographierte eine Kette der Anden, die 460 Kilometer entfernt war, den Gipfel des Vulkans Aconcagua in 480 Kilometer Entfernung und die dazwischen gelegene Pampa. Die Bergkette erschien auf der Photographie als eine gerade horizontale Linie, aber der entfernte Horizont der Pampa war nicht gerade, sondern nach der einen Seite leicht abwärts gebogen. Ein Nobelpreis für Kunst Ein Nobelpreis für Kunst: das ist, so schreibt der „Kunstwanderer“, ein Gedanke, der sicher überall auf lebendigsten Anteil und freudige Zustimmung stoßen wird; und daß es ein Land des Nordens ist, wo er gefaßt wurde und wo man ihn zu verwirklichen hofft, das nag vielleicht manchem die Augen darüber öffnen, daß Gewicht und Stellung des Nordens im europäischen Kunstleben sich in neuester Zeit ganz erheblich verändert hat. Dänemark ist es, das den Nobelpreis durch eine Ehrengabe an Künstler zu ergänzen plant. Der Preis, der etwa die Höhe der Nobelpreise erreichen soll, würde seinen Namen nach dem bekannten dänischen Kunstgönner und=förderer Carl Jacobsen tragen, aus dem Ny Carlsbergfond bestritten werden und jährlich oder alle zwei Jahre zur Verteilung gelangen. Der Vorschlag, die Preisverteilung mit der venezianischen Zweijahrs=Ausstellung zu verbinden, würde dann auf Bedenken stoßen, wenn man sie von den unvermeidlichen Zufälligkeiten einer Ausstellung abhängig machen wollte. Doch steht der ganze Plan vorerst noch im Stadium der Verhandlungen und Vorbereitungen; gewiß ist, daß seine Ausführung Dänemark ein großes Relief als internationales Kunstland geben würde, und wenn es zur Bedingung gemacht würde, daß der Ausgezeichnete einige seiner Werke Dänemark überließe, so dürfte der dänische Kunstbesitz mit wertvollen Bereicherungen rechnen. Für dieses und das nächste Jahr sind in Kopenhagen mehrere Ausstellungen von europäischem Format geplant; die bevorstehende belgische Kunstausstellung uin die spanische Kunstausstellung von 1932 werden lebhaft besprochen. Auch 1930 hatte ähnliche Veranstaltungen gebracht. Offensichtlich entwickelt sich die dänische Hauptstadt zu einem internationalen Ausstellungszentrum. Kunlt und Willen = Der letzte Nachkomme Kants gestorben. In Moskau starb im Alter von 70 Jahren Frau Lydia Fiedler geborene Kant. Sie war ein direkter Nachkomme des Philosophen Immanuel Kant und soll angeblich das letzte Mitglied der Familie des Philosophen sein. = Deutsche Mitglieder der Leningrader Akademie. In der feierlichen Jahresversammlung der Akademie für Wissenschaften der Sowjetunion sind die deutsche Universtätätsprofessoren Hiller von Gaertringpen, Norden und Wilken zu korrespondierenden Mitgliedern für archäologische, philologische und historische Klasse der sozialwissenschaftlichen Abteilung gewählt worden. Die Erhaltung des Erfurter Stadttheaters. Wie aus Weimar gemeldet wird, stimmten die Erfu#### Stadtverordneten der Magistratsvorlage zu, nach der jährliche Zuschuß zwar um 135 000 Mr., Iu 450000 Mk. herabgesetzt, das Theater aber in volle Umfange aufrechterhalten werden soll. Die Vü iche Vereinigung hatte ihre Entscheidung zunächst Gesamtetat abhängig machen wollen, stimmte aber da der Vorlage doch zu. 4. Beilage zum Bochumer Anzeiger u. Gen. Anzeiger Sonlc Aeshsschh Nr. 31 38. Jahrgang Freitag, 6. Februar 1931 Der Gefangene im Wiesenkal Ein Märchen für das Bochumer Heimatalbum Es war einmal ein Mann, und der hatte kein Geld. Und da war es das Beste, daß er den Plan faßte, sich ein Haus zu bauen. Siehe, da zeigte ihm eine gütige Fee auf der„Gruga“ in Essen das schöne Bild „Aus dem schönsten Wiesengrunde“. Und da las der Mann„Weg zum Ruhrtal" und„Planschwiese" und „Alpinum“ und wurde voll Hoffnung, denn wo konnte es herrlicher werden als in Kaubaukum am Marbach! „Ich sah dein Alpinum in der Perspektive“, sagte der Mann zum Schulten von Kaubaukum,„weise mir eine Alm auf, daß ich mir daselbst eine Sennhütte baue.“ Und der Schulte wies ihm eine Alm.„Du bekommst sie so billig nie wieder“, sagte er zu dem Mann, „denn wir haben sehr viel daran verdient. Dafür bauen wir Straßen, Futtermauern und hohe Holzstangen mit Leitungsdrähten, soviel du im Garten haben willst.“ Der Mann war gerührt von soviel Großmut, denn er schätzte die Leitungsstangen im Garten. Sie geben Schatten und ersparen Bäume. Und der Schulte sandte ihm Knechte, die bauten ihm Stangen und bauten ein Haus und fügten schön säuberlich immer eine Hypothek auf die andere Hypothek, so hoch wie ein Wolkenkratzer in Amerika, was eben diese Hypothek betraf. Und so klein der Mann war, da er noch kein Geld hatte, so lang wurde er, als er zwar auch nicht mehr hatte, aber zu zahlen bekam. Wenigstens sein Gesicht wurde täglich länger, als der Schulte ihm wiederum Knechte sandte, um seine anteiligen Straßenbaukosten zu kassieren und um das billige Land mit der Grunderwerbssteuer zu verschönen. Und als das Gesicht des Mannes lang genug geworden war, daß er sich selber richtig besehen konnte, beschloß er, wiederum auszuwandern. Seine Hypotheken verteilte er unter Freunde und Bekannte, huckte seinen Starkasten auf und stelzte davon. In alten Zeiten, so vor etwa drei Jahren, führte ein Weg von Weitmar durch den schönsten Wiesengrund an einsamen Kotten vorbei, durch schwarze Sümpfe und steile Hänge. Den beschloß der Mann, der wieder auswandern wollte, zu gehen. Aber wie war über Nacht das alles verändert! Wo ein Weg war, waren plötzlich viele Wege. Darin flossen Gießbäche, milchweiß und blaugrün, aus den einsamen sotten, darin wandelten die Knechte des Schulten und verboten den Durchzug Gegen das #r, Radfahrer und alleinstehende Hundg.urg# us kuhrtal waren Backsteinpfeiler gesetzt, durch die der Wind pfiff wie durch den Aquädun der römischen Campagna. Raben flogen durch die Luft, und es war ein Moderduft... Es war aber eine Straße neben den Ruinen, die ging teils unten, teils oben, und war vom Morgen= und Abendland gleichermaßen einpassierbar. Denn sie war außerdem für jeden Fahrverkehr gesperrt. Da beschloß der Mann einen anderen Weg. Der führte durch die ehemalige Kuhweide, aber der lief gegen einen Berg, und da war es vorbei. Und da ging der Mann am stillen Weiher entlang durch das Hochwasser vom Hunscheidsfeld zu der stolzen Treppe, die der Schulte für das Alpinum errichtet hatte. Doch auch diese Treppe lief gegen einen Berg, und die Leute dahinter riegelten ihre Gärten ab, damit der verzweifelte Mann nicht in ihren Kappus trete. Da war wohl eine Allee, aber die gehörte nicht mit zur Treppe. Und da standen auch die Sennhütten der Schatzgräber vom Wiesental plötzlich nicht mehr unter der felsigen Alp, weil auch die nicht zur Treppe gehörte. Oben aber in seinem Alpinum rannte der Schulte von Kaubaukum wie Tamino in der„Zauberflöte" gegen versperrte Türen. Da faßte den Mann, der ebenfalls wieder fortwollte, das Entsetzen, er besann sich auf den uralten Grenzweg, um endlich auf legaler Straße zu schreiten, wo der böse Zauber sein Recht verlor. Hatte der gute Schulte nicht auch diesen Weg durch Kesselasche und Warnungsschild verschönt, ja, hatte er nicht schon längst einen wohlabgegitterten Verbindungsweg nach dem Waldring, getreu den Verheißungen der Karte von der Gruga“ geschaffen, so daß allem Volk der schönste Wiesengrund nach Belieben offen stand? Als jedoch der Held unseres Märchens diesen wohlabgegitterten Pfad der Tugend zu wandeln gedacht, siehe, da war er durch eine Planke wie der Auslauf der Zebras im Zoologischen Garten geschlossen, ähnlich auch einer Kegelbahn, eine Sackgasse in Gottes freier Huflattighalde. Durch den uralten Grenzpfad aber zog sich ein Schützengraben mit Wehrgang und Wasserlauf, beiderseits der näheren Besichtigung durch Stacheldraht schonend entzogen. Da zeigte es sich, daß der Mann im Wiesental tatsächlich ein Gefangener war, und daß weder ihm noch dem Schulten von Kaubaukum ein Stein auf dem anderen gehörte, und die Geschichte hätte noch ein ganz dummes Ende genommen, hätte sich nicht wieder die gütige Fee des braven Mannes erbarmt und ihm und seinem Schulten ein schnellwirkendes Gas geschickt. Da gab der Mann sein Rennen auf, atmete stundlich einen Eßlöffel voll, und war alsbald mausetot. Spät kommt er, doch er kommt Der Schnee nämlich, der seine weiße Hülle seit der Nacht vom Mittwoch zum Donnerstag über Bochum und das westfalische Land gebreitet hat. Er hat keine sonderliche Kälte mitgebracht, dieser Schneefall, aber viel Freude für Alte und Junge. Prachtvolle Bilder bieten sich in Stadt und Land dem Auge dar. Besonders in den Parkanlagen der Stadt sieht es reizend aus. Auf den Straßen schlindern die Jungens und die Mädels(obwohl sie das eigentlich gar nicht sollen) und auch Erwachsene vergnügen sich noch mit dieser ältesten aller Sportarten, die sicherlich so lange bekannt ist, wie es Schnee und Menschen gibt. Natürlich kommen jetzt auch endlich die Freunde des Rodelns zu ihrem langersehnten Vergnügen. Böse wird kaum einer über den nicht mehr ganz erwarteten Schneefall sein, denn sicher ist's so schöner als vorher mit Regen und Schmutz auf den Straßen. Unser Bild zeigt „Haus Rechen“ an der Königsallee im Winterkleid aus einem früheren Winter, bevor noch der Umbau der ganzen Anlage zu der heutigen Form vollzogen war. Im Kranz der goldenen Myrche * Gegen=Viersieucfeihrhung und gegen die Getränkesteuer— Protest der Bochumer Wirte— Bierpreiserhöhung unabwendbar Eine äußerst gut besuchte Mitgliederversammlung hielt der Wirteverein Bochum e. V. am Donnerstag nachmittag in der„Bürgergesellschaft" ab. Vor Beginn der Versammlung bat der Vorsitzende die Mitglieder das Andenken der im Monat Januar verstorbenen Mitglieder durch Erheben von den Plätzen zu ehren. Vorsitzender Rose hielt sodann ein längeres Referat über die Bier= und Getränkesteuerfrage. Dem Vorstande sei es gelungen, das gesamte Stadtverordnetenkollegium davon zu überzeugen, daß es twärtig nicht möglich sei, einer Erhöhung der hier= und der Einführung der Getränkesteuer zuzustimmen. Für dieses Einsehen verdiene das Bochumer Stadtverordnetenkollegium Dank. Mit einem Gefühl der Befriedigung habe man den Bericht über die letzte Stadtverordnetensitzung gelesen. Umso größer sei das Befremden und die Entrüstung über das Vorgehen von Oberbürgermeister Dr. Ruer gewesen, der beim Ministerium in Berlin die Einführung der Bierund Getränkesteuern für ganz Westdeutschland erwirkt habe. Die Stadt Dortmund werde sich Eingriffe in ihre Befugnisse nicht gefallen lassen. In einem Verwaltungsstreitverfahren will die Stadt Dortmund die von ihrem Stadtverordnetenkollegium abgelehnte, nunmehr aber durch kommissarische Anordnung eingeführte Steuer anfechten. Der Vorstand des Wirtevereins Bochum behalte sich noch zu ergreifende Maßnahmen in der Bier= und Getränkesteuerfrage vor. Das Bierabkommen mit den Brauereien werde man nach dem 14. April 1931 nicht mehr verlängern. In der angeregten, aber in allen Teilen sachlich geführten Aussprache wurde besonders das Vorgehen des Oberbürgermeisters Dr. Ruer kritisch beleuchtet. Bochums Oberbürgermeister mache das Selbstbestimmungsrecht der Bürgerschaft und die Beschlüsse der Stadtverordnetenversammlung illusorisch. Die Frage der Festsetzung der neuen Bierpreise im Ausschank wurde von der Versammlung offen gelassen. Die Versammlung brachte jedoch einstimmig zum Ausdruck, daß sich eine Erhöhung der Bierpreise nicht umgehen lasse. Schuld an der neuen steuerlichen Belastung weitester Volkskreise trage allein Oberbürgermeister Dr. Ruer, der wenig Verständnis für Die Trümmer von„Stodts Kotten“. die Notlage der Bevölkerung gezeigt habe. Die Versammlung nahm einstimmig folgende Entschließung an: „Die am 5. Februar 1931 im Saale der Bürgergesellschaft“. Bochum tagenden Wirte Groß=Bochums erheben Protest gegen die durch den Herrn Oberbürgermeister Dr. Ruer herbeigeführte Zwangseinführung der erhöhten Biersteuer und der Getränkesteuer. Mit größtem Bedauern stellen sie fest, daß behördlicherseits im Gegensatz zur Stadtverordnetenversammlung der außerordentlichen Notlage des Gewerbes nicht im geringsten Rechnung getragen wird. Die Hast, mit der die Steuern von heute auf morgen eingeführt wurden, trägt zur weiteren Verelendung des Wirtestandes bei. Die Wirte Bochums verlangen von der Verwaltung zumindest eine Karenzzeit zwecks Umstellung, im übrigen werden sie alle erlaubten Mittel zur Anwendung bringen, um die rigorosen, existenzzerstörenden Steuern zu Fall zu bringen.“ Die Tagesordnung der Versammlung konnte reibungslos' erledigt werden. Dem Kassierer wurde nach Vorlage des Rechnungsberichtes Entlastung erteilt. Heute feiern die Eheleute Invalide Heinrich Fischen und Frau, Elisabeth geb. Engelhardt, Bochum-Gerthe, Heinrichstraße, das Fest der goldenen Hochzeit. Der Jubilar ist am 26. Oktober 1859 zu Ransbach, Kreis Hersfeld, die Jubilarin am 30. März 1863 zu Nippa an der Werra geboren. Sie sind vor 50 Jahren in Philippstal in Hessen getraut worden. Bis zu seinem 69. Jahre hat der Jubilar seine Arbeit bei der Zeche Lothringen treu verrichtet. 39 Jahre hat er den HessenVerein als Hauptmann geleitet. Ueber 25 Jahre gehört er dem Krieger= und Landwehrverein und der Deutschen Volkspartei an. Die Jubilarin ist Mitglied der Evangelischen Frauenhilfe und des Roten Kreuzes. Der Ehe entsprossen drei Söhne und sieben Töchter, von denen drei Töchter gestorben sind und ein Sohn infolge eines Zechenunfalles verschieden ist. Zwei Söhne, eine Tochter, zehn Enkel und ein Urenkel können an ihrem Ehrentage den Jubilaren die Glückwünsche darbringen. Die Polizei, die regelt den Verkehr auch für die Bochumer Rodelbahnen Der Polizeipräsident in Bochum teilt mit:„Von den öffentlichen Straßen und Plätzen werden für Rodelzwecke freigegeben: 1. Von der Cäcilienstraße die Strecke zwischen Alexandrinenstraße und Gersteinring; 2. der Kaiser=Friedrich=Platz ohne die anliegenden Straßen außerhalb der Marktstunden; 3. die Straße„Am Schamberge“ in Bochum=Linden=Dahlhausen; 4. die Straße Bramheide und die Limbeckstraße in Bochum=Werne. Ferner ist beabsichtigt, Rodelbahnen auf dem Hang an der Grummer Straße, Im schönsten Wiesengrunde und am Henkenberg in Bochum=Stiepel einzurichten. * Mittlere Reife. Die Erwerbung der mittleren Reife, die das frühere„Einjährige" ersetzen soll, ist in Bochum und Umgegend durch den Besuch der Handelsschule der Industrie= und Handelskammer in Bochum, Bismarckstraße 13, möglich. Das Zeugnis wird dadurch erworben, daß Schüler, welche ein gutes Volksschulzeugnis oder die Reife für Untertertia haben, an einem dreijährigen Lehrgange teilnehmen. Diejenigen, welche nach Obertertia versetzt sind, brauchen dagegen die Handelsschule nur zwei Jahre zu besuchen. Der Besuch einer öffentlichen Fachschule ist die geeignetste und kürzeste Vorbereitung für das praktische Leben. Die Lehrpläne der Handelsschulen sind jetzt so ausgebaut, daß sie nicht nur für den künftigen Kaufmann, sondern auch für den Handwerker und den mittleren Beamten eine geeignete Vorbildung geben. schuldig geweiden... Bilder aus Bochumer Gerichtssälen burger### Donnerstag=Ausgabe berichteten, faut jetzt auf der Insel zwischen Wasser= und Queren„Straße„Stodts Kotten“ ein 200 Jahre alter Hof, der zuletzt nur noch eine baufällige Wohndie dar, dem Abbruch zum Opfer. Wie unser Bild zeigt, wird es nicht mehr lange dauern, bis dieses Haus, das vielen Generationen Raum gab, dem Erdboden gleichgemächt ist. Vom Leben zermürbt Ein arbeitsloser Bergmann aus Wattenscheid erscheint vor dem Erweiterten Schöffengericht. Anklage: Beamtennötigung, Hausfriedensbruch und Widerstand, verübt auf dem Wohlfahrtsamte, wo er durchaus einen Vorschuß haben wollte, obgleich seine Frau vorher vorgesprochen hatte und bat, die Groschen ihr zu geben, da kein Geld mehr im Hause sei und der Mann vielleicht nicht den rechten Gebrauch machen würde. In der Tat war der Mann angeheitert vor dem Beamten erschienen, hatte Drohungen ausgesprochen und dem Schutzmann dann erheblichen Widerstand geleistet. Der Angeklagte schilderte seine schwere Not. Er sei 50 Prozent Kriegsbeschädigter, zweimal verschüttet gewesen, mit seinen Nerven völlig zu Ende. Daß er sich das Leben noch nicht genommen habe, sei ihm unbegreiflich. Er könne die Not fast nicht mehr mitansehen. Irgendwelcher Gewaltakt habe ihm völlig fern gelegen. Der Wohlfahrtsbeamte schildert den Angeklagten in der Tat als einen sonst ganz ruhigen und ordentlichen Menschen. Seine Drohungen habe er auch nicht ernst genommen, er habe sich nicht in Gefahr gefühlt. Dem Manne seien wohl an dem Tage die Nerven durchgegangen. Das Gericht sah die Elendssache denn auch sehr milde an. Die Anklage auf Beamtennötigung wurde fallen gelassen. Wegen Hausfriedensbruchs und Widerstands wurden zwei Wochen Gefängnis festgesetzt. Auf eine Geldstrafe wollte das Gericht nicht erkennen, weil dadurch die Familie wieder noch weiter zurückgeworfen werde. Für die Gefängnisstrafe gewährte das Gericht dem Angeklagten ohne Buße eine dreijährige Bewährungsfrist, so daß der bisher völlig unbescholtene junge Mann und Vater einstweilen vor dem Gefängnis bewahrt bleibt. Mit neuer Hoffnung im Herzen und Dank für das menschliche Verständnis verließ der Beschuldigte die Anklagebank. Opfer einer elenden Zeit Milde Richter fanden zwei junge verheiratete Kaufleute aus Dortmund, die bei einer Auskunftei in Witten beschäftigt waren. Als man sie abbaute kamen sie in große Not. Man sagt„Not macht erfinderisch“. Und sie„erfanden“ einen Trick, um sich Geld zu verschaffen und über Wasser zu halten. Einer mietete in Witten in einer Wirtschaft zwei Zimmer, gründete eine Firma unter falschem Namen, trat mit Versandtgeschäften in Verbindung, erhielt Büroeinrichtung und Ware auf Grund tadelloser Kreditauskünfte die sein noch bei der Auskunftei beschäftigter Genosse selbst veranlaßte. Dann teilten sich beide in die Ware und verschleuderten sie. Es ist somit ein ungedeckter Schaden von etwa 14000 Mark entstanden. Als Polizei und Staatsanwalt dahinter kamen, war natürlich Holland in Not. Zwar wollen die beiden versuchen, den Schaden langsam wieder gut zu machen. Der eine ist bei einer Dortmunder Auskunftei wieder aufgenommen worden und wird sein Wort vielleicht halten können. Das Gericht sah auf Grund ihrer Notlage und ihres reuevollen Geständnisses den Fall der beiden Leute sehr milde an, betrachtete sie als Opfereiner grausamen Zeit und setzte sieben bzw. fünf Monate Gefängnis fest, erklärte jedoch, daß sie keine Aussicht hätten, daß ihnen auch nur ein Tag ihrer Haft geschenkt werden würde. Ihre Untersuchungshaft sei ihnen dagegen voll angerechnet worden und die Haftbefehle sind aufgehoben. Wenn man wissen will, was es für die deutschen Menschen bedeutet, wider Willen zur Arbeitslosigkeit verurteilt zu sein und Frau und Kind in Not zu wissen, so möge man einmal die Opfer dieser wahnwitzigen Zeit aus den Gerichtssälen zusammenzählen. Es werden furchtbare Zahlen herauskommen, die auch den Staatsmännern zu denken geben müßten. Das Elend des Volkes schreit zum Himmel. Der Revolver in der Tasche Bekanntlich werden infolge der vielerlei Schlägereien in politischen Versammlungen neuerdings die Besucher von den überwachenden Polizeibeamten auf Waffen untersucht. Das Mitführen von Waffen in politische Versammlungen ist neuerdings verboten. Ende November v. J. fand eine nationalsozialistische Versammlung auf dem Schützenhofe statt. Ein jugendlicher Kutscher, der keiner Partei angehört, wollte sich als politischer Neugier die Reden auch einmal anhören. Als man ihm die Taschen befühlte, fand man bei ihm ein kleines Tesching. Man nahm es dem Burschen ab, und verhinderte ihn am Besuch der Versammlung, indem man ihn zunächst einmal zur Wache begleitete. Das Verbot sieht schwere Strafandrohungen vor. Uebertretungen werden mit mindestens 3 Monaten Gefängnis geahndet. Der Angeklagte bekam einen panischen Schrecken, als er den Antrag des Staatsanwalts hörte, und sein Vater trat für den Jungen als Verteidiger vor die Schranke. Sein Sohn sei körperlich und geistig sehr zurückgeblieben und lange krank gewesen. Der wirklich so harmlos wie nur möglich ausschauende Junge gibt an, die Waffe schon seit anderthalb Jahren zu besitzen. Er müsse viel über Land fahren mit höheren Geldbeträgen. Zu seinem Schutze trage er das kleine Fünfmillimeterrohr öfters in der Tasche. Als er sum Schützenhofe hinausstieg, habe er gar nicht an gedacht, daß die Waffe— die ihrer Kleinheit wegen wassenscheinfrei ist— noch in selner Tasche steckte. Er hatte sie völlig vergessen. Und auch als er sah, wie vor ihm einige Leute auf Waffen untersucht wurden, erinnerte er sich noch nicht einmal daran, daß er das dumme Schießeisen in der Tasche trug, er hätte ja sonst umkehren können. Nein, er lief in seiner Torheit und Vergeßlichkeit blindlings dem Unheil in die Hände... Len geisseen Es fiel den Schöffen sichtlich schwer, den friedfertigen, etwas beschränkten Jungen auf Antrag des Staatsanwalts ins Gefängnis zu werfen; das Gericht glaubte dem Angeklagten, daß er sich nicht bewußt war, die Waffe in der Tasche bei sich zu führen. Das Urteil lautete daher auf Freispruch. Manchmal ist ein Bochumer Veranstaltungen„ Vergnügungen 2 Vereine Iowese (=) Stadttheater Bochum. Heute kommt erstmalig zur Aufführung die Komödie von W. Somerset Maugham: „Muß die Kuh Milch geben?“ für die Vormiete und Karten im freien Verkauf. Für morgen, Samstag, ist angekündigt Wagners„Walküre" für Vormiete C und als Wahlvorstellung für alle Ringe. Kranz Werfels 90 Garte in 23 gibt es im bißchen Dummheit also nätze auch zu etwas Sie wollte gründlich auswerten Mißglückter Betrugsversuch eines jungen mädchens mit gefälschter Bankgulttung )( Bochum, 5. Februar. Hilde., etwa 25 Jahre alt, war während der Inflationszeit bei einem Landwirt in Stuhr bei Osnabrück in Stellung. Ihr Dienstherr hatte für sie nach und nach 3000 Mark bei einer Bank in Papiermark eingezahlt, die natürlich heute nur einen ganz geringen Wert besitzen. Jedenfalls hatte Hilde, die sich seit einiger Zeit in Bochum aufhält. noch das Sparkassenbuch und gedachte, jetzt daraus Nutzen zu ziehen. Sie hatte wohl auch mal von Ar etwas von Aufwertung gehört und beschloß, diese 3000 uugi Tnenansar. Wumginng. Mark Papiergeld in Dreitausend Reichsmark umzuwandeln. Zusäuigerweise war nämlich bei den verschiedenen Eintragungen in ihr Sparbuch nicht das Datum des Jahres 1923 vermerkt. Hilde, der die Sache wohl etwas brenzlich vorkam, ließ durch einen verheirateten Freund, an die Bank schreiben und bat um Aufwertung des Betrages. Als Datum der Einzahlung gab sie jedoch das Jahr 1925 an. Das war ein großer Fehler, denn 1925 war die Inflation schon längst beendet und die 3000 Mark hätten wirklich keiner Aufwertung mehr bedurft. Auf Aufforderung der Bank wurde auch eine Quittung über 1000 Mark eingesandt. Bei genauer Prüfung der Quittung mußte man jedoch feststellen, daß die Jahreszahl 1925 ursprünglich 1923 gelautet hatte. Da Hilde M. nur„postlagernd Bochum“ mit der Bank verkehrte, setzte sich diese mit der Bremer Kriminalpolizei in Verbindung, die die Bochumer Kripo auf den Fall aufmerksam machte. Seitens der Bochumer Polizei wurde ein fingierter Brief hauptpostlagernd abgesandt und Hilde M. beim Abholen dieses Briefes festgenommen. Sie wird sich demnächst wegen dieses Betrugsversuches zu verantworten haben. Tragödie„Das Reich Gortes mn Böhmen“ Rahmen einer Sonntagsvorstellung. =) Skala=Varieté. Wieder wartet das Skala=Varieté mit einer Reihe bester Attraktionen auf. die Auswahl ist diesmal wieder so vielseitig, daß jeder Besucher voll auf seine Kosten kommt. Auf vielseitigen Wunsch beginnen die Abendvorstellungen erst um.15 Uhr (=) Parkhotel Haus Rechen. Im Parkhotel Haus Rechen findet heute abend eine Schönheitskonkurrenz statt. (=) Mozartabend. Zum Gedenken des 175jährigen Geburtstages von Wolfgang Amadäus Mozart veranstaltet die Wirtschaftsschule in Bochum am kommenden Sonnabend, 7. Februar, abends, im Vortragssaal der Verwaltungsakademie, Wittener Straße 61, einen Mozartabend. Den musikalischen Teil der Mozartfeier haben Frau Rechtsanwalt Dr. Koppel und Herr Werner Schüler übernommen. Studienrat Dr. Blome wird über„Mozart und wir“ sprechen. Die Feier ist öffentlich, der Besuch ist frei, (b) Kirchenmusikalische Feierstunve in der St.=AnnaKirche. Wie bereits mitgeteilt, findet am nächsten Sonntag in der St.=Anna=Kirche eine kirchenmusikalische Feierstunde statt, deren Erlös der Beschaffung neuer ocken dient. Die Vortragsfolge ist neben dem eintenden„Sanktus“ aus der deutschen Messe von Schu“ und einem Sovransolo, gesebet Biernt##e Cäcilianern für die Treue und lobte den Eifer im Probenbesuch. Zur Pflege des Choralgesanges in der eine Neuerung eingetreten.. In Bochum findet #toniuskirche am 15 Marz eten. In nnstirche am 15. März eine gemeinbert und einem, Sopransolo,„Gebet zu, Maria“ stimmt auf die Vorbereitungszeit für Os#rm, Der Gedanke von Sterben und Auferstehen dringt durch alle Darbietungen. Organist Esser(Bochum), Sopranistin Fräulein Milte(Bochum) und Lehrer Schneiders(.= Eppendorf) haben sich in den Dienst der Sache gestellt. (=) Bezirkskartell der christlichen Gewerkschaften, Vochum. Heute abend 6 Uhr Fortsetzung des Schulungskursus für die erwerbslosen Mitglieder. Dr. Hünig (Bochum) behandelt das Thema„Preis= und Lohnsenkung". Lokal: Volkshaus am Moltkemarkt. (=) Kunstverein Bochum. Am Montag, 9 Februar, abends 8 Uhr, findet im kleinen Saal des Parkhauses ein Vortrag mit Lichtbildern von Dr. Oskar Schürer (Prag) über„Die Stadt als Kunstwerk" statt. (=) Oeffentliche Versammlung der Radikaldemokratischen Partei. Die Radikaldemokratische Partei, Ortsgruppe Bochum, veranstaltet am Sonntag, 8. Februar, vormittags 10 Uhr, im großen Saale des Parkhauses Bochum ihre erste Kundgebung in Bochum. Als Referent ist der Parteivorsitzende. Rechtsanwalt Braubach, Berlin, angesagt, der über das Thema:„Unser Kampf für die zweite Republik“, sprechen wird.(Siehe Anzeige.) Kirche ist eirg, Neuerugo esochrtezn## zum ersten Male in per Anunmelicche von allen Chören des Dekanates Bochum same Choralmesse statt. * Kirchenchor 1 Hamme. Zu seiner diesjährigen Generalversammlung lud der Chor die Mitglieder zum Lokale Lohmann, Dorstener Straße, ein. Der erste Vorsitzende Sauerwein begrüßte die zahlreich Erschienenen. Der Jahresbericht gab ein klares Bild über Entwicklung und Stand des Chores. Wurde doch sechzehnmal aus besonderen Anlässen gesungen und außerdem noch ein Konzert und zwei geistliche Abendfeiern veranstaltet. Die Wahl des Vorstandes fiel wie folgt aus: 1. Vorsitzender Sauerwein, 2. Richter, 1. Schriftfuhrer Ernsting, 2. W. Jork, 1. Kassiererin Frl. Böhmer, 2. Krl. Kirchner, 1. Notenwart Gerstorff, 2. Battefeld, Beisitzerinnen: Frl. Spörle und Frau Sandrock. * Gewerkverein christlicher Bergarbeiter, Zahlstelle Wiemelhausen I. Die bei Reinert abgehaltene gut besuchte Generalversammlung wurde vom Vorsitzenden Bette eröffnet. Aus den Geschäftsberichten war zu ersehen, daß die Zahlstelle im vergangenen Jahre gut gearbeitet hat. Die Zahl der Mitglieder wurde etwas vergrößert, und gegenüber dem Vorjahre war eine Mehreinnahme zu verzeichnen. Fast die Hälfte der abgeführten Beitrage kam den Mitgliedern in Form von Unterstützungen wieder zugute. In der Vornanoswahl wurden bis auf einen alle wiedergewählt. Dem Vorstand gehören jetzt folgende an: 1. Vorsitzender Bette, 2. Beller, 1. Kassierer Hennemann. 2. Fischer, 1. Schriftführer Borgmann; L. Köhler, Beisitzer Schmitz und Hirseland, Kassenprüfer Tustrau und Wiemers, Krömmelbein(Bochum) hielt einen Vortrag über das, was sich in den letzten Wochen abgespielt hat. (:) Katholischer Gesellenverein. Die Deutsche Jugendkraft des Katholischen Gesellenvereins hielt im Gesellenhause ihre Jahreshauptversammlung ab, die stark besucht war. In den Vorstand wurden folgende Mitglieder gewählt: Abteilungsleiter Konrad König, Geschäftsführer„J. Butterbach, Kassierer A. Koch, Jugendwart J. Littmeier, Turnwart Josef Bausen, Geräteobmann K. Tepel, Sportobmann H. auf die Entwicklung des Reichsbundes(R. a..) in verflossenen Geschaftsjahr ging der Vorsitzende ein. An, schließend hieran waren aktuelle berufepolitische Fragen gen Aussprache. Die Vorstandswahl Gegenstand einer regen Aussprache. Die Vorstandswaßl für das kommende Geschaftsjahr hatte folgendes Ergeh. nis: 1. Vorsitzender Dr. Bardey(Bochum), stellver, tretender Vorsitzender Dr. Stoßberg(Gelsenkirchen). Schrift= und Kassenwart Dipl.=Volkswirt Brune(Bo. chum) und vier Beisitzer. In der nächsten Mitglieder, versammlung im März in Herne wird Dr. Möller(Bochum) ein Referat über die Neugestaltung des wirtschaftswissenschaftlichen Ausbildungsganges halten. (*) Brieftauben=Liebhaber=Verein„Vom Fels zum Meer“. Am Samstag fand im Lokale Backhaus, Bes. semerstraße, die Gründungsversammlung des Brieftauben=Lieberhaber=Vereins„Vom Fels zum Meer“ statt. Die Mitglieder beschlossen, dem Westbund, und zwar der Reisevereinigung„Zur Ruhr" beizutreten. Zilmschau Ufa=Theater Tonhalle:„Afrika spricht". Das UfgTheater Tonhalle setzt ab Freitag einen Expeditionsfilm amerikanischer Herkunft ein, der den Haupttitel„Afrika * Gehaltstarif im Einzelhandel. In einer gut besuchten Versammlung der im Zentralverband der Angestellten organisierten Bochumer Einzelhandelsangestellten referierte Geschäftsführer Görsch über die zurzeit schwebenden Gehaltsverhandlungen. Das Gehaltsabkommen ab 1. August 1930 habe sich außerordentlich nachteilig für die Angestellten ausgewirkt. Nunmehr sei das Gehaltsabkommen von Arbeitgeberseite zum 31. Januar aufgekündigt worden. Gegen etwaige Gehaltsverschlechterungen wandte sich der Redner mit aller Schärfe. In der lebhaften Aussprache wurden mancherlei Klagen vorgebracht. Ausführlich beschäftigte sich die Versammlung auch mit den bevorstehenden Angestelltenrats= wahlen. Mit dem Tarifstreit wird sich in Kürze der Schlichtungsausschuß zu befassen haben. Berichte (=) Kirchenchor St. Meinolphus. Der Pfarrkirchenchor von St. Meinolphus hatte Dienstag abend im Jugendheim seine diesjährige Generalversammlung. Studienrat Hoischen leitete sie. Aus dem vorgelesenen Jahresbericht ging hervor, daß der Chor auf dem Gebiete der musica sacra im verflossenen Jahre hervorragende Leistungen zu verzeichnen hatte. Allein bei 40 Messen wirkte der Kirchenchor mit. Der Kassenbericht schließt mit einem Plus ab. Die Kassenprüfer Kessen und Arbeiter wurden für das kommende Jahr wiedergewählt, Sievers wurde neu als Notenwart bestimmt. Der Chor zählt an aktiven Mitgiledern 114 Sänger und Sängerinnen, dazu viele Ehrenmitglieder. Dem Leiter des Kirchenchores, Studienrat Hoischen, wurde besonderer Dank ausgesprochen für die Einstudierung auch der neuen modernen Stücke. Pfarrer Meier dankte allen Sievering. Die von den Obleuten erstatteten Berichte konnten infolge der erfolgreichen Tätigkeit befriedigen. Der Abteilungsleiter König Ansprache zu weiterer fruchtbringender Arbeit auf. spricht“ und den Untertitel„Das Paradies der Hölle“ tragt. Afrikas grandiose Natur, das einzigartige Tierleben dieses Kontmnents, seine schwarzen Volksstämme, seine natürlichen Bedingungen, durch Klima und Art der Tiere zwischen Erhabenem und Grausigem schwankend. sind Gegenstand dieses Tonfilms aus teilweise unbekannten Landen. Ein Beiprogramm rundet den Spielplan ab. Lichtburg:„Stürme über dem Montblane“ verlängert. Der Erfolg des gewaltigen Natur=Tonfilms hat die Lichtburg veranlaßt, den Film um weitere vier Tage bis einschließlich Montag zu verlängern. Der Eindruck dieses Hochgebirgstonfilms ist auf die Besucher außerordentlich stark. Am Sonntag vormittag ist eine Frühvorstellung um 11 Uhr mit„Stürme über dem Montblanc" zu halben Preisen angesetzt. * K u r z s c h r i f t g r u p p e i m D. H. V. D i e K u r z s c h r i f t gruppe im D. H. V. veranstaltete im„Haus der Kaufmannsgehilfen", Alleestraße, ihren ersten Gesellschaftsabend, der durch seine künstlerischen Darbietungen einen werbenden Charakter hatte. Während das rührige Ortsgruppenorchester aus der„Kleinen Kammermusik“ von Mozart„Romanze" und„Menuett" und von Franz Schubert„Moment musical" zu Gehör brachte, erfreute Herr Koch durch ein Klaviersolo. Den Höhepunkt des Abends bildeten jedoch die Zwiegesänge zu zwei Lauten von Friederike Kaiser und Eugen Hey. Den Sängern wurde lebhafter Beifall zuteil. Im Programm folgten dann schwäbischer Humor und lustige Lautenlieder des Herrn Hey. (:) SGV. Wie in der Generalversammlung mitgeteilt wurde, mahmen an den 38 Wanderungen durchschnittlich 19 Personen teil.(In dem letzten Bericht war die Ziffer irrtümlich mit 9 angegeben.) * V e r e i n i g u n g a k a d e m i s c h g e b i l d e t e r V o l k s w i r t e Bochum. Im Parkhotel Haus Rechen fand die diesjährige Jahreshauptversammlung der Bezirksgruppe Bochum=Gelsenkirchen des Reichsbundes der akademisch gebildeten Volkswirte statt. Nach Eröffnung der Sitzung erstattete der Vorsitzende, Dr. Bardey(Bochum), den Geschäftsbericht, aus dem zu entnehmen ist, daß die Bezirksgruppe Bochum augenblicklich 70 Mitglieder zählt. Im Laufe des Jahres wurde eine Reihe von Vorträgen aus den verschiedensten Fachgebieten gehalten. Auch Capitol=Lichtspiele: Buster Keaton in„Die unvollkommene Ehe“. Ab heute kommt ins Capitol Buster Keaton, der Mann mit dem gefrorenen Gesicht. Er erscheint in dem Film„Die unvollkommene Ehe“, der zu den besten und komischsten Lustspielen gehört, die jemals in einem Filmtheater gezeigt wurden. Busters Partnerin ist Dorothy Sebastian. Dazu ein Kriminalfilm„Alibi“ und ein gutes Beiprogramm. Avollotheater, Alleestraße:„3 Tage Mittelarrest“, der lustige Tonfilmschwank aus der Vorkriegszeit, läuft im Avollotheater in Verlängerung. Die Vorstellungen beginnen um 3. 5, 7 und 9 Uhr. Ein amusantes Beiprogramm— auch Micky=Maus fehlt nicht— rundet den Spielplan ab. (Weitere Lokalnachrichten auf Seite 9, 10 und 13.) Stadttheater: 20 Uhr: Muß die Kuh Milch geben? Skala=Varieté: 17 und 20.15 Uhr: Varieté. Capitol: 16 Uhr: Unvollkommene Ehe Apollotheater: 15, 17 u. 19 Uhr: Drei Tage Mittelarrest. Lichtburg: 15.40 Uhr: Stürme über dem Montblanc. Odeon: 16 Uhr: Balalaika=Nächte. Ufatheater: 16 Uhr: Afrika. Weltlichtspiele: 16 Uhr: Liebeskleeblatt. Skala=Lichtspiele: 17 u. 20 Uhr: Die weißen Rosen von Ravensberg. Lichtspielbühne: 20 Uhr: Donauwalzer. Parkhotel Haus Rechen:.30 Uhr: Wahl von Frl. Bochum. Konzerthaus Strauch: Kappenfest. Was sagen Sie zu Roman von Warwick Deeping Copuright bu Carl Schünemann, Bremen 1929. Aus dem Englischen übertragen von Curt Thesing 34) Neunund zwanzigstes Kapitel. Am Morgen des großen Tages erwachte Alex bereits um 5 Uhr. Er hatte gebeten, daß Jalousien und Vorhänge offen gelassen würden und saß jetzt in seinem Bett und sah den blinkenden Fluß und die Pappeln im Sonnenschein blitzen, als hätte sie jemand mit einem riesigen Pinsel vergoldet. Es war ein strahlender Tag. Diese verwünschten Beine! Wie gerne wäre er aufgestanden und herumgelaufen, er sehnte sich nach einem Kopfsprung und einem Bad. Unerfüllbare Wünsche! So legte er sich wieder auf den Rücken und lauschte, ob sich Kitty nicht endlich in dem oberen Zimmer rühre. Auch sie würde sicherlich früh munter sein, und der alte George sollte heute schon um sieben Uhr statt um acht antreten, um den Rasen zu mähen und die letzte Hand an den Garten zu legen. Der Freitag war aufregend verlaufen. Die erste Post hatte einen Brief von Frau Sarah gebracht, die Kitty riet, Tee für drei Dutzend Gäste vorzubereiten.„Man muß immer gerüstet sein. Ich selber bringe ein oder zwei Freunde mit.“ Trotz der regen Geschäftigkeit an jenem Samstag morgen herrschte eine Atmosphäre naiver Feierlichkeit wie vor einer Hochzeit oder einem Begräbnis. Kitty und das Mädchen strichen in der Küche eifrig Buttersemmeln, ordneten Kuchenteller, putzten Geschirr und stellten ein Regiment Teekannen in Reih und Glied, jede Kanne mit dem nötigen Tee versehen. Sahnetöpfe standen aufgereiht auf der Anrichte, sechsunddreißig Kuchenplatten waren aufmarschiert; Phantasiegebäck und guter, solider Hefekuchen; das ganze Haus schien von Kuchen überzuquellen, selbst der Ladentisch mußte herhalten. Auf dem Fußboden lassen sich Kuchenschalen nicht arrangieren. Der alte George lief hin und her, kehrte die Wege, beugte sich nieder und rupfte Unkraut aus. Alex verwandte eine Stunde, um noch einmal den Tanzboden zu bohnern, und als er nach endigung dieser Arbeit nichts mehr zu tun fand, rollte er in seinem Stuhl durch das ganze Grundstück und hielt scharfe Ausschau nach Abfällen oder Papierfetzen oder nach den zahlreichen, vom Zimmermann fortgeworfenen Zigarettenstummeln. Punkt 12 Uhr war alles tipptopp. Die gelben Sonnenschirme waren aufgespannt, ein Dutzend und mehr Tische mit weißen Tischtüchern gedeckt, standen geschmückt mit kirschengezierten Tellern, Tassen und Untertassen. Kitty hatte jeden Teelöffel selber inspiziert. Der alte George war rasch nach Hause geeilt, um sich in seinen Sonntagsstaat zu werfen. Die Spannung ließ nach. Die Erregung, die sich mehr in äußerer Betätigung austoben konnte, schlug nach innen und blickte ruhelos aus zwei Augenpaaren und verdarb zwei jungen Menschenkindern gründlich den Appetit zum Mittagessen. Jeder Tisch, jedes Regal, jeder Stuhl im Hause war von Platten mit Kuchen und Butterbrot in Anspruch genommen. Teekannen hatten vom Tisch in der Anrichte Besitz ergriffen, und Kitty erwog mit heimlichem Stirnrunzeln die Fähigkeit ihrer Kessel, genügend heißes Wasser zu Das Mittagsmahl verlief unter zahlreichen Störungen. Eine fragmentarische Angelegenheit. Sie aßen im Laden auf einer Packkiste. Das Essen bestand aus Sardinen, Brot, Käse und Tee. Weder Alex noch seine Frau hatten den geringsten Hunger. Alex wandte den Blick nicht von seiner Armbanduhr. „Die Burschen sollten eigentlich schon hier sein.“ Er dachte an die Musikanten, während Kitty ihre Hofentlich gibt es keinen Ansturm. Wenn Anni üe Leinuer der beben Aluzgezaif ihes gesk aobz Möglichkeit eines Ansturms. Das Geführ der Hust und der Erwartung wandelte sich zu einer inneren Leere, die immer stärker von ihnen Besitz ergriff. Um halb Eins sprang Kitty auf, um ihr blaues Kartuntteid gegen schwarzen Crepe, eine jagdgrüne Schürze, schwarze Seidenstrümpfe und grüne Schuhe zu vertauschen. Alex war schon angekleidet. Er route sich in seinem Stuhl in den Garten und steuerte geschickt an den Kuchenplatten vorbei. Im Schatten eines der gelben Sonnenschirme machte er Halt. Ihm war heiß, und er trocknete sich die Hände an einem blendendweißen Taschentuch. Der Fluß lag verödet wie eine Straße in den Vorstädten an einem Sonntagmorgen um acht Uhr. sich aus und blickten über das Wasser nach„Kitty" hinüber. Ihr Gesichtsausdruck verriet Gleichgültigkeit. Die beiden Damen— a„„. „Oh, mein Gott", flüsterte alex kaum hörbar. Das Boot bedeutete eine Enttäuschung. Langsam tauchten die Ruder wieder ein, und das Boot glitt weiter. Eine Furche aufkeimender Angst ließ es hinter sich, diese Arche Noah von einem Boot. Kitty ordnete von neuem die Tassen auf einem der „Alle werden hoffentlich nicht diesem Beispiele Gleich Wasserkäfern huschten andere Boote über das gekräuselte Silber des Flusses, Boote, in denen bunte Flanelljacken, luftige Jumper und helle Blusen die Welt mit Farbe erfüllten. Lässig zogen Kähne vorüber, angefüllt mit roten und weißen und blauen Kissen und faul ausgestreckten jungen Menschenkindern. Sie kamen und glotzten und fuhren weiter, obwohl dann und wann ein Mann und ein Mädchen ein paar Worte wechselten: „Hallo— Tanz!“ Aber wenn auch ein Wunsch rege be„##dzmingend genug. Und Oitten an einem Sonntagmorgen Nicht ein Boot! Wo blieben nur Banks und Summervell? Die Burschen hatten doch nicht gar den Zug paßt. Der alte George mußte auch längst vom Mittagessen zurück sein! Verdammt!— Wie heiß es war! Und dann erschien Kitty. Kühl und rosig und erstaunlich hübsch. Sie war die Lebhaftigkeit in Person, versetzte Alex' Rollstuhl einen mutwilligen Stoß und blickte aus großen Augen in die Welt. „Du siehst zum— Fressen aus—“ Sie dankte ihm mit einem seltsamen, flüchtigen Lächeln und streichelte seine Backe mit den Fingern ihrer linken Hand. „Noch immer keine Boote?" „Der Teufel hole sie, nicht ein einziges!“ Stunden schienen zu verstreichen, ehe sich ein Kahn auf dem Flusse zeigte. War ganz London und die Vorstädte ausgestorben? Das erste Boot, das in Sicht kam, trieb die beiden in eine zitternde, unterdrückte Erregung. Die Musikanten waren eingetroffen und stimmten im Pavillon ihre Instrumente. Kitty stand neben Alex' Stuhl, beider Blicke hingen an dem Boot. Es war ein Ruderboot. Zwei weibliche Gestalten saßen am Heck, träge schlich es an der Fähre vorbei. Zwei kräftige Rücken in Oxfordhemden bewegten sich nachlässig. Der eine der Ruderer trug einen heruntergeschlagenen weißen Leinwandhut, der andere war barhäuptig. „Oh— mein Gott!“ rief Alex.„„ Das Boot befand sich auf der Höhe des Rebenhauses und zwei ältere Herren ruhten auf ihre Ruder gestützt wurde, nie war er statt und zwingend genug. Und Kitty stand unter der großen Platane neben einem ihrer Tische und hörte das Spiel von Alex' Orchester: „Klatsch— Peng!“ Ein lustiges Geräusch. Doch ihr Blick folgte jenen gelegentlich Vorüberrudernden, und sie wünschte sich eine Kaiserin oder eine Riesin zu sein, die nur die Hand auszustrecken brauchte, um jene Menschen aus ihren Booten zu reißen und sie gleich Küken in den Tanzpavillon zu werfen:„Zum Teufel, tanzt! Tanzt in meinem Hause!“. Ihr energisches, kleines Kinn streckte sich vor, Zorn blitzte in ihren Augen.— Sie trat in die Tür des Pavillons. Das Orchester spielte wütend mit Trommeln und Cymbeln Ragtime. Wo blieb Frau Sarah? Wo blieben all die anderen? Und plötzlich schwieg die Musik. Kitty merkte es erst, als Alex in seinem Rollstuhl neben ihr hielt. Er deutete mit dem Finger; sein Gesicht war gerötet und Sieh' nur, das Motorboot: Es hält auf uns zu!“ Wie albern, daß sie das gar nicht bemerkt hatte! Da nahte schon das schneeweiße Motorboot mit dem vergoldeten Bug und hinten am Stern flatterte der Union Jack. Es drehte an Kittys Landungssteg bei. Ein Herr in taubengrauem Rock und weißen Flanellhosen stand aufrecht und schwenkte grüßend den Hut über einem schneeweißen Haupt. 6c 6. „Onkel Jermyn—! Und Gäste— gleich eine ganze Schar—!“ „Der Gute!“ Jetzt betrachtete Kittys Auge nicht mehr mißbilligend den Fluß. Sie schwenkte die Hand. „Ich will ihm entgegeneilen. Laß das Orchester wieder spielen, Junge." „Hast recht— hm— ja— ich glaube, das ist das Richtige. Der liebe alte Jermyn.“ Das Bild des„lieben alten Jermyn“ im Herzen, lief Kitty zum Landungssteg, wo der alte George schon mit einem Bootshaken bereit stand. Die Barkasse war mit Menschen angefüllt, lachenden Gesichtern. Mr. Jermyn, Herr der Situation, stand noch immer gerade aufgerichtet wie der Kapitän des Schiffes und schwenkte in weitem Bogen seinen Flg. g7., St Georse.a „Meine Gesellschaft— Mrs. Alex Si. Gebrge. mrs. Alex St. George— meine Gesellschaft.“ Ich bin Kitty— ich freue mich, Sie bei mir zu Die Musik hat schon begonnen. Herzlich drückte ehen. Die Mcust. zu, 1uon begonnen. sie Ontel Jermyns Hande. Kaum waren die Gäste ausgestiegen und auf dem .*„ Irgendwoher Frau frau Wege zum Paviuon, da erschten von irgenowöher F. Sarah mit einer kleinen Schar Gefolgsleuten. Fr Sarah war in strahlendster Laune. Sie küßte Kitty und wäre offensichtlich nicht abgeneigt gewesen, auch Mr. Jermyn einen Kuß zu geben.„Denk dir, Kind, das eine Auto hatte eine Panne. Aber da wären wir ja glücklich. Du findest ein paar alte Bekannte. Sir Maurice— und General Rideout— ich— ich bin ja so glücklich.“ uig uutriamns Es war ein wenig aufregend, aber es war herrlich. Nachdem Kitty jedem zugelächelt hatte, erinnerte sie sich ihrer Pflichten, machte sich frei und eilte zu ihren Wasserkesseln. Sie durfte den Kopf nicht verlieren, und Anni ebenfalls nicht. Würde, ruhige Aufmerksamkeit, nur kein Herumhasten, als sei man der Situation nicht gewachsen. Hoffentlich erwies sich Anni nicht als schwerfällig. „Wie steht's mit den Kesseln?" Annis Gesicht war gemütsruhig. Sie hatte schon häufig bei großen Festlichkeiten aufgewartet. „Zwei Kessel kochen, die anderen fangen an zu singen.“ „Famos!“ „Soll ich den Tee aufbrühen?“ „Warten Sie damit noch, bis die Herrschaften an den Tischen Platz nehmen. Tragen Sie zuerst Kuchen, Rahm und Zucker und die Butterbrote hinaus. Ah,— da ist ja auch Mutter.“ Frau Sarah hatte ihren Hut abgesetzt und faltete eine weiße Spitzenschürze auseinander. „Heute bediene ich ebenfalls, Schatz. Sie tanzen — denk' dir, sie tanzen bereits. Die Kapelle ist prima. Natürlich bezahle ich für meine Gäste.“ Ehe der Tee serviert wurde, huschte Kitty rasch zum Tanzpavillon und blickte durch eins der Gitterfenster. Lustig schmetterte die Musik; etwa ein Dutzend Paare tanzten, und ein paar Sekunden lang sah Kitty ihren Mann in seinem Rollstuhl neben dem Klavier sitzen. Er hatte den Kopf zurückgeworfen und lachte beim Spielen und ließ die Tänzer nicht aus den Augen. Der Klaverspieler hopste auf seinem Schemel auf und ab: der hübsche, schlanke Geiger bewegte den Kopf im Talt und wiegte sich in den Hüften. Alex, einen Trommelstock in jeder Hand, beugte sich vor und schlug klirrend gegen die Cymbeln und lachte und haschte die lachenden Augen der Tänzer. Wie sie ihn liebte! Sein Gesicht strahlte vor Triumph. Wie ein Kind freute er sich über das Fest und über seine Tromme und über seine Cymbeln, begeistert sah er den Tänzern zu, die sich lustig im Kreise drehten, trotzdem er selber wohl nie dazu im Stande sein würde. Aber seine Ingend tanzte mit ihnen und wünschte ihnen alles Glück. Die Trommelstöcke wirbelten auf dem Kalbfell. Das Schmettern der Cymbeln feuerte an, trieb vorwärts und schmetterte:„Rascher, Leute. Herrlich! Das Leben ist lebenswert." „Das Studium des Lebens gleicht dem Versuch, durch ein Schlüsselloch das Innere eines Zimmers zu erforschen. Wir alle schielen durch Schlüssellöcher“, schrieb der alte Jermyn in sein Tagebuch und dacht bei diesen Worten an Clara St. George. Er wußt freilich nicht, daß Mrs. Clara an jenem denkwürdiget Tage sich wirklich zu einem Schlüsselloch niedergebaug hatte. Am Samstag nachmittag befahl Mrs. St. George ihr Auto und fuhr nach Shelford herunter. Unter dem jungen grünen Blätterwerk verließ Mrs. St. Georgt den Wagen und ging ihres Weges, und ihr Weg wat Shelford Lane. Sie ging bis zum Rebenhaus und sal neben der Umzäunung des Obstgartens drei leere Autos und an den Zaun gelehnt drei Zigaretten rauchend Chauffeure. Sie las die an dem Hause befestigten Anschlagzettel; hörte die Klänge der Musik. (Fortsetzung folgt.) 2. Bellage zu Anzeiger u. C wohner. Unser Der Tag, vi war da. Glor die Vielgeliebte stand allein auf los dem Zugen Gloria hattlaubte ihm, ein Steffen begann verlassen. Er dem, worin Gli gewohnt— und liebte. Der tr Gloria ein. Al Fenster und sah Nebel. Der m Brief war wie mit seinem san das Frösteln v Zwei Jahre über das Meer Um ihretwillen wenig behagte; noch immer geg Die Briefe erregten immer ihnen, daß da Sehnsucht gerie Anbetung, die 1 niemals ihrer? liches Wesen m schien ihr, Ste Aufgabe, ihn z nach, wie ihm artig die Erleu sie fröhlich und Gedanken ein seidenes Röckch Steffen wu anfangen sollte. land geschickt; teln. Aber sein Höflichkeit. Susanne be dessen Mieteri zürnte ihn. B 0 im nde ein. An. itische Fragen jendes Ergeb. um), stellverHelsenkirchen), Brune(Von MitgliederMöller(Bong des wirthalten. m Fels zum ackhaus, Bes. g des Brief. zum Meer“ Lestbund, und beizutreten. Nr. 31 38. Jahrgang Freitag, 6. Februar 1931 2. Bellage zum Bochumer Anzeiger u. Gen. Anzeiger hilfreich eines Wesens anzunehmen, das wie keines sonst seiner Fürsorge bedürftig und würdig wäre. Wie wunderlich ist der Mensch! Er scheut sich nicht, diesen oder jenen mit Kühle oder Härte zu behandeln, ihn seine Abneigung fühlen zu lassen, ihn von sich zu entfernen. Doch reuevoll brennt ihn das Gewissen, wenn es ihm kund geworden, der andere sei ein vom Tode Gezeichneter. Was Steffen der Susanne versagte, die er für eine Lebensstarke hielt, brachte er auf fenen, verschwenderischen Händen jener entgegen, die er seit Glorias Brief als ein Lichtlein im Winde betrachtete, das der nächste Tag oder der übernächste zum Verlöschen bringen kann. Unsäglich rührend erschien es ihm, daß die Ahnungslose, mit dem Schein trugerischer Gesundheit auf den Wangen, heiter und leicht durch die Tage ging. Er tat alles, um sie in dieser Unwissenheit, die ihr das tragische Geschick verhüllte, zu bestärken. Er gewöhnte sich daran, sie zum Mittelpunkt seiner Gedanken, seiner Fürsorge, seines Handelns zu machen. Nein, Gloria sollte sich in ihm nicht getäuscht haben. Er tat für Susanne, was er an gütigem und hilfreichem Tun nur aufzubringen vermochte. Er fühlte sich dafür verantwortlich, daß sie nicht zu Schaden kam. Manchmal, wenn er sich um sie mühte, schien es ihm, er täte dies alles gar nicht um Glorias willen, sondern sein eigenes Herz triebe ihn wunderlicherweise zu derselben Susanne Jincks, der er zu Beginn ihrer Bekanntschaft so energisch zu entrinnen strebte. Die Bäume hatten zum zweiten Male Frucht getragen, als dem Ehepaare Steffen und Susanne ein blühendes Kindlein geboren wurde. An dem Tage, an dem es die Taufe erhielt, schrieb Steffen einen Brief an Gloria, in dem er sie um Verzeihung bat, daß er ihr seine Ehe mit Susanne Jincks wie ein Geheimnis verschwiegen. Es sei ihm zu schwer geworden, Gloria zu bekennen, daß die große, blühende Liebe, die er für sie empfunden, dem Wechsel der Jahre nicht stand gehalten. Heute aber, an diesem heiligen Tage, da man sein Töchterchen auf den Namen„Gloria“ getauft, wolle er Lug und Trug zerreißen und ihr die Wahrheit bekennen. Steffen hatte ein wenig Angst vor dem Antwortbrief aus England. Aber mit der Erwiderung zugleich kam eine Photographie, die eine junge Mutter mit einem Kinde zeigte, das gut zwei Jahre älter sein mochte als Steffens Töchterchen. Die junge Mutter war Gloria. Und aus ihrem Briefe strahlte es ihm entgegen wie ein Lächeln, denn sie schrieb, daß sie kurz nach ihrer Ankunft in England geheiratet und nie den Mut gefunden habe, ihm diese Ehe zu gestehen. Da sei ihr der Gedanke gekommen, ihm Susanne zu schicken. die zu Steffen passe wie keine andere Frau auf der Welt. Als er ihre Freundin abgelehnt, habe sie zu der kleinen List gegriffen, ihm die Gesunde als eine Todgeweihte hinzustellen, da sie wohl sein Herz gekannt und gewußt, nun würde er nichts mehr tun, was Susanne betrüben könne. Auch Steffen lächelte, als ihm aus diesem Brief das Schelmenspiel offenbar wurde, das Gloria listenreich und liebreich gespielt. Dann verließ er das Zimmer, denn drinnen im Hause rief ihn eine Frau. die Gloria ihm geschickt. Eidéebens befanenis Das schwere Erdbeben, das Neuseeland heimgesucht hat, und besonders die Städte Napier und Hastings verwüstete, hat in aller Welt Aufsehen erregt. Nach den neuesten Meldungen haben die Erderschutterungen in der Umgebung von Napier wieder begonnen. Durch neue Einstürze geriet die Bevölkerung erneut in große Panik. Die Räumung, die durch die schweren Erdstöße am Dienstagfrüh nötig wurde, gestaltete sich sehr schwierig, da die geeigneten Transportmittel fehlten, und die Straßen durch das Erdbeben zum größten Die Einwohner !". Das Ufaxpeditionsfilm pttitel„Afrika es der Hölle“ igartige TierVolksstämme. ima und Art sigem schwanaus teilweise m rundet den Teil zerstört sind. verließen unverzüglich die Gebäude und flüchteten aus der Stadt. Die Regierung hat einen Aufruf an die Bevölkerung erlassen, der Heilsarmee, dem Roten Kreuz und den Pfadfinderorganisationen sämtliche verfügbaren Transportmittel sowie Nahrungsmittel, Kleidungsstücke usw. zur Verfügung zu stellen. In Palmerston wird fieberhaft gearbeitet, um 5000 Menschen unterbringen zu können. Außerdem hat die Regierung angeordnet, daß der nächste Sonntag als Trauertag gefeiert wird. Nach Augenzeugenberichten ereignete sich das erste Erdbeben gerade während der Schulzeit. Die Eltern eilten sofort zu den Schulen, um ihre Kinder zu suchen, in vielen Fällen vergeblich. Als die ersten Erschütterungen verspürt wurden, stiegen die Angestellten in den Geschäften und Bürohäusern auf die Fensterbretter, um sich durch Hinabspringen zu retten. Die Gebäude stürzten jedoch sofort zusammen und lane“ verlänTonfilms hat weitere vier ern. Der Eindie Besucher nittag ist eine me über dem „Die unvollLapitol Buster besicht. Er erEhe“, der zu ört, die jemals Busters Partein Kriminalittelarrest“. der szeit, läuft im tstellungen benusantes Beiicht— rundet sute? begruben viele der unglücklichen Einwohner. Unser Bild zeigt die Hauptstadt Wellington von Neu=Seeland mit Blick auf den Courteney-Platz. Oiscater wieder krei Der bekannte Berliner Theaterdirektor und Regisseur Erwin Piscator, der am 30. Januar wegen Nichtleistung eines Offenbarungseides in Sachen einer Vergnügungssteuerschuld von 20 000 RM. vom Amtsgericht Charlottenburg verhaftet wurde, ist am 4. Februar aus der Haft entlassen worden. Der Rechtsvertreter Piscators hat nämlich inzwischen sämtliche Fragen des Bezirksamts Schöneberg einwandfrei beantwortet und die erforderlichen Angaben über die Vermögensverhältnisse Piscators beigebracht. Unser Bild zeigt Erwin Piscator unmittelbar nach der Haftentlassung vor dem Gefängnis. Frelia Sentienr Jusanne Zkizze von Grete Massé Tage Mittelm Montblanc. Der Tag, vor dem sich Steffen so gefürchtet hatte, nur Herren gewohnt, Ausländer, wie sie war da. Gioria, die Umschwarmte, die Bewupoerte, Hause asle wanr Monat: die Vielgeliebte, fuhr heim nach England. Steffen stand allein auf dem öden Bahnhof und starrte trostlos dem Zuge nach. te Steffen einen Trost geeben: sie erlaubte ihm, eine Brücke zwischen ihnen zu bauen. Und Herren gewohnt, Ausländer, wie sie in diesem Hause alle paar Monate kamen und wieder verschwanden. Nun lebte dort eine Frau. Eine Frau, die nicht Gloria war. Eine Frau, die ihn Gloria nur um so schmerzlicher vermissen ließ. Vor beiden Zimmern befand sich ein schmaler Balkon, nur durch eine dünne Holzwand getrennt. Gloria und er hatten sich hier oft getroffen, sich vorgebeugt, um einander über die trennende Wand hinweg anschauen zu können. Jetzt trat Steffen sofort von seinem Balkon aus ins Zimmerinnere zurück, sobald er nebenan Susanne den ihren betreten hörte. Und doch war die Kleine eine anmutige Erscheinung. Zwar nicht so prangend und blühend so feurig und phantastisch wie Gloria. Aber ihre Gestalt zeigte feinstes Ebenmaß, der Teint war klar und von schönsten Farben, die Nase zart, das Auge voll Güte und unwahrscheinlicher Bläue, die Stimme hell wie eine kleine, silberne Glocke. Ein sanftes, zärtliches, seelenhaftes Mädchen hatte Gloria dem Steffen geschickt. Doch er blieb blind und trotzig. Kühl wie Nordwind war er gegen die Fremde. Was kümmerte ihn Susanne Jincks? Er saß und schrieb Brief um Brief an Gloria, um die Brücke zu bauen, die von Küste zu Küste und von Seele zu Seele reichen sollte. Es kam ein Brief aus England, bei dessen Lektüre Steffen Beschämung empfand. Gloria schrieb, es verstimme sie, daß sich Steffen ablehnend gegen Susanne verhalte. Er solle nicht etwa glauben, daß jene sich über ihn beklagt habe. Nein— wenn jemand auf der Welt zu schweigen vermöge, so sei es Susanne. ader sie Gloria, ahne die Wahrheit. Sie fürchte sehr, daß er sich gegen das Mädchen nicht nett benehme. Daß Steffen Susanne zu entfliehen suche. Das mache ihr doppelten Kummer. Erstens darum, weil es sie schmerze, daß ihr Freund nichts von ihrer Freundin wissen wolle. Aber mehr noch, weil Susannes Lebensjahre gezählt seien. Die Aerzte hätten ihr die furchtbare Wahrheit verschwiegen. Nur die Famitie wisse darum und sie, Gloria als Susannes Freundin. Nun träfe die Enttäuschung sie bitter, daß Steffen ihren geheimen Wunsch, die letzten Lebensjahre des Mädchens ein wenig mit Güte und Freuden zu beschenken nicht erfülle. Sie sei sicher, es bedürfe nur Gloria hatte Jusanne, Steffen begann damit, sobald das Mädchen die Stadt verlassen. Er saß in seinem Zimmer— das lag neben dem, worin Gloria vier Monate lang in der Pension gewohnt— und schrieb einen Brief an die ferne Geliebte. Der traf drüben nicht sehr viel später als Gloria ein. Als man ihn brachte, stand sie gerade am Fenster und schaute in den dicken, grauen Londoner Nebel. Der machte sie frösteln. Der Hamburger Brief war wie ein bescheidenes Flämmchen, das ihr mit seinem sanften Schein die Finger wärmte und das Frösteln verscheuchte. Zwei Jahre baute Steffen eine Brücke von Briefen über das Meer. Er liebte Gloria immer glühender. Um ihretwillen blieb er in der Pension, die ihm sonst wenig behagte; aber irgendwie war Gloria ihm dort noch immer gegenwärtig. Die Briefe jedoch, die Gloria von Steffen erhielt, erregten immer mehr ihre Bestürzung.: Sie sah aus ihnen, daß da ein Mensch in eine gefährliche, uferlose Sehnsucht geriet, in eine Abhängigkeit ohnegleichen, eine Anbetung, die nur ihrem Idealbild gelten konnte, aber niemals ihrer Person, denn sie war doch nur ein sterbliches Wesen mit Fehlern und Unzulänglichkeiten. Es schien ihr, Steffen wäre sehr krank und es sei ihre Aufgabe, ihn zu heilen. Sie grübelte lange darüber nach, wie ihm zu helfen sei. Schließlich kam ihr blitzartig die Erleuchtung.„Ich schicke ihm Susanne", rief sie fröhlich und machte vor Freude über diesen famosen Gedanken ein paar Tanzschritte, so daß ihr buntes, seidenes Röckchen wippte und wirbelte. Steffen wußte nicht, was er mit Susanne Jincks anfangen sollte. Sie war ihm von Gloria aus England geschickt; daher konnte er sie nicht gerade abschütteln. Aber sein Ton ihr gegenüber blieb von frostiger Höflichkeit. Susanne bewohnte in der Pension das Zimmer, dessen Mieterin einmal Gloria gewesen. Das erdir, Kind, das wären wir ja Bekannte. Sir )— ich bin ja s war herrlich. erinnerte sie sich eilte zu ihren verlieren, und Aufmerksamkeit, Situation nicht Inni nicht als Faschisten-Fründungskeier in Otclien Herrschaften an zuerst Kuchen, hinaus. Ah,— 6. Sie tanzen apelle ist prima. Kitty rasch zum er Gitterfenster. Dutzend Paare sah Kitty ihren klavier sitzen. Er chte beim Spiei Augen. Der el auf und ab: n Kopf im Talt einen Trommel= d schlug klirrend hte die lachenden In Rom wurde der Jahrestag der faschistischen Miliz besonders festlich begangen. teten eine große Militärparade, die von Mussolini besichtigt wurde. Unser Bild schreiten der Faschistenfront auf dem Piazza die Siena in Rom. Im Vordergrund zürnte ihn. Bisher hatten in den zwei Jahren dort dieser Offenbarung, um Steffen zu veranlassen, sich *"".**... PBertcAotswtentaor . Wie ein Kind seine Trommel er den Tänzern rotzdem er selber Aber seine Innen alles Glück. 1 Kalbfell. Das eb vorwärts und Das Leben ist st dem Versuch, nes Zimmers zu Schlüssellöcher buch und dachtirge. Er wußt em denkwürdiget och niedergebaug Krs. St. George inter. Unter dem krs. St. Georg nd ihr Weg war seibstverstandlich Nernchmer Lack-Schnürschuh, der vorschriftsmäßige Gesellschaftsschuh die guten Tack-Qualitäten Original-Soodpear-Welt Herren-Halbschuhe 075 schw., Boxkalt, Lack S Kräft. schw. Knabenstief. für Schule u. 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Daß der Schuß vom Erdplaneten in den Weltraum aus dem Traum eines Dichters, der das Wissen eines Ingenieurs hatte, zum Problem von Ingenieuren geworden ist, die die hoffende Seele vom Poeten haben müssen, das ist das große Verdienst eines schlichten Mannes, der dieser Tage auf Einladung einer Schar begeisterter Anhänger aus Siebenbürgen nach Wien gekommen ist, um hier vor einem großen Auditorium einen Vortrag über die Zukunft der Raketentechnik zu halten. Darüber berichtet D. Papp im„Neuen Wiener Journal“: Professor Hermann Oberth, der geniale Miterfinder der Raumrakete— heute bereits Träger eines weltbekannten Namens—, ist ein noch junger Mann, der fernab von der großen Welt in einem winzigen siebenbürgischen Nestchen, in der Stadt Mediasch, an der Verwirklichung des ungeheuerlichsten technischen Problems arbeitet, das Erdenmenschen sich zu stellen je erkühnt hatten. Doch das bengalische, romantische Licht der Hochziele, denen er entgegenstrebt, lockt ihn nicht, er ist ein durch und durch nüchterner Mann der Wissenschaft, ein Forscher, der bei all seinem Phantasiereichtum ganz im Reiche der mathematischen Gleichungen und der chemischen Formeln eingesponnen ist und wie jeder schöpferisch geniale Geist ganz und gar beherrscht wird von einer Idee, die in seinem Falle wohl die größte ist, die dieses Jahrhundert bis nun aufzuweisen hat. Ruhig, ohne jedes Pathos spricht er von seinen Experimenten, von dem fortschreitenden Bau seiner Registrierrakete, von der Kommanditgesellschaft, die kürzlich gegründet wurde, um seine raketentechnischen Erfindungen auszuwerten. Doch hinter seinen leidenschaftlichen Worten steht unerschütterliches Vertrauen in die Sache, der er sich verschrieben hat. Heute noch ein Vielbekämpfter, ein Vielumstrittener, ja sogar ein Verkannter. Morgen— das kann man ihm nicht nur wünschen, sondern mit großer Wahrscheinlichkeit voraussagen— ein Erfolgreicher, ein Vielgefeierter, der Urheber einer Tat, die nicht ihresgleichen in der Geschichte hat. Mit Raketenkraft in den Lustozean Gewiß wird die Raumrakete nicht von einem Tag zum andern zur Wirklichkeit werden. Haben doch andere, kleinere Erfindungen— Dampflokomotive, Auto und Flugzeug—, Jahre, ja Jahrzehnte bedurft, um aus einer bloßen Idee zum Ingenieurproblem und darüber hinaus zur technischen Vollendung heranzureifen. Die allerersten Schwierigkeiten sind bereits überwunden. Professor Oberths Versuche haben dargetan, daß es möglich sei, Gase durch geeignete technische Vorrichtungen mit einer Geschwindigkeit von nabezu 4000 Metern in der Sekunde auszupuffen und dadurch Raketen ein noch viel höheres Eiltempo zu verleihen. Ein kleines Raketenmodell, zwei Meter hoch, wird derzeit in Mediasch gebaut. Diese Rakete, die wahrscheinlich noch im Laufe dieses Jahres fertiggestellt sein dürfte, ist bestimmt, in die Atmosphäre, vielleicht bis zu einer Höhe von 100 Kilometern hinaufzudringen. Der Apparat wird Registrierinstrumente in jene Hochgebiete des Luftmeeres unserer Erde mitführen, um von dort mit einem Fallschirm wieder unversehrt zur Erde zurückzugelangen. Die Instrumente, die die Reise der Rakete mitgemacht haben, werden den Forschern eifersüchtig, gehütete Geheimnisse der Natur verraten: die Beschaffenheit der Luftschichten in jenen Hochregionen. Wie tief ist die Kälte hundert Kilometer über der Erde? Wir wissen es nicht genau. Die Rakete wird hier Klarheit schaffen. Ratetenpost von Europa nach Amerika in zwanzig Minuten Der geglückte Versuch eröffnet der zweiten, größeren Rakete freie Bahn. Diese soll eine Doppelrakete sein, etwa acht Meter hoch, geeignet, 2000 Kilogramm Betriebsstoff aufzunehmen. In ihrer stählernen Spitze wird man Postpakete verladen und dann geht es in einer gewaltigen Ellipse hinauf ins Luftmeer, viele bundert Kilometer hoch: in einem kühn geschwungenen Bogen überfliegt die Rakete in jener schwindelnden Höhe den Ozean, der die Alte Welt von der Neuen trennt. Von einer europäischen Küstenstadt abgeschossen, wird sie nach gelungenem Experiment drüben in Amerika landen. Der Weg, der heute für die leistungsfähigsten Dampfer eine Fünftagefahrt bedeutet, wird für die Rakete bloß zu einem Flug von etwa zwanzig Minuten werden. Das alles ist keine Jules=Verneade, sondern eine höchst reale technische Möglichkeit,„Professor Oberth hat berechnet, daß die Herstellungskosten einer solchen Rakete etwa 12 000 bis 14000 Mark betragen dürften. Doch all diese Möglichkeiten sind nur Vorstufen für das wirkliche Hochziel. Die Rakete darf nicht im irdischen Luftmeer gefangen bleiben, sie muß hinaus ins All, in den luftleeren Planetenraum. Dort ist ihr eigentliches Reich, da können sich ihre Schwingen entfalten. Eine Sekundengeschwindigkeit von 11000 Meter entführt das Projektil der Erde. 11000 Meter in der Sekunde! Das klingt so einfach und ist leicht aufs Papier geschrieben, doch ein solches Blitztempo ist hundertachtzigmal schneller als unsere Aeroplane, zwanzigmal geschwinder, als eine abgeschossene Gewehrkugel, und selbst die Granate der größten Fernkanone bleibt als säumige Schnecke noch immer achtmal weniger flink hinter der Eile einer solchen Flugmaschine zurück, die den Atlantischen Ozean in weniger als sechs Minuten überqueren könnte. Professor Hermann Oberth hat noch genauer als sein amerikanischer Kollege Professor Goddard die technischen Voraussetzungen der Erzielung einer solchen Geschwindigkeit erforscht und es darf so gut wie sicher gelten, daß diese Leistung im Bereiche des bereits heute technisch Erreichbaren liegt. Die Spitze der ersten Rakete die bestimmt sein wird, den Planetengruß der Menschheit in den Raum hinauszutragen wird Blitzlichtpulver mit sich führen.„Ist der Versuch geglückt und trifft das Raketenprojektil zum vorausberechneten Zeitpunkt auf der finsteren Mondscheibe auf, so explodiert, die Pulverladung und dem Astronomen, der das Teleskop in der Erwartung des Ereignisses auf den Trabanten richtet, verkündet ein leuchtendes Signal, daß die Rakete auf dem Satelliten angelangt ist. Deutscher Dampfer in Toulon gepfändet Paris 5. Februar. Aus Toulon wird gemeldet, am 28. Januar traf ein aus Hamburg kommender deutscher Dampfer mit einer Ladung von 4800 Tonnen Pflastersteinen für die Stadtverwaltung in Toulon ein und legte am Handelshafen an. Seitdem die Ladung gelöscht ist, liegt der Dampfer im Hafen fest, da zwischen dem Kapitän Uhrens und einem Kohlenhändler der Stadt Oran (Algerien) Schwierigkeiten wegen einer nicht bezahlten Lieferung von Bunkerkohle entstanden sind. Die von dem Kohlenhändler verlangte Summe beläuft sich auf 60 000 Frank. Auf einen Antrag des Gläubigers ist der Dampfer von einem Gerichtsvollzieher mit Beschlag belegt worden, der ein Maschinenteil hat entfernen lassen. Kein Verkauf des„Do K“ nach Amerika Berlin, 5. Februar. Zu den amerikanischen Meldungen über einen beabsichtigten Verkauf des Großflugbootes„Do..“ an Amerika erfahren wir aus Kreisen des Reichsverkehrsministeriums, daß der„Do..“ Eigentum des Reiches ist und der Firma Dornier lediglich für den Transozeanflug zur Verfügung gestellt worden ist. Im Reichsverkehrsministerium ist von irgendwelchen Verkaufsplänen nichts bekannt. Auto auf dem Eise verunglückt Tilfit, 5. Februar. Bei einer Fahrt über das Eis des Seckenburger Kanals geriet ein Auto, in dem sich der Besitzer des Wagens und ein Arzt aus Seckenburg befanden, in eine sogenannte Blänke. Das Auto versank mit seinem Besitzer in dem eisigen Wasser. Dem Arzt gelang es, sich nach Zertrümmerung der Fensterscheibe aus dem Wageninnern zu zwängen und sich über eine Eisscholle hinweg ans feste Land zu retten, doch hat er dabei neben ernsthaften Handverletzungen eine schwere Lungenentzündung davongetragen. Anschlag in einem internationalen-Zug Stuttgart, 5. Februar. In dem internationalen Schnellzug Prag—Paris schoß heute nacht ein Reisender aus der Tschechoslowakei seinen ebenfalls aus der Tschechoslowakei stammenden Reisebegleiter nieder und sprang in der Station Mühlacker aus dem Zuge. Da aber sämtliche Bahnhofsvorstände der Umgegend von dem Vorfall verständigt worden waren, konnte der Täter heute morgen auf dem Bahnhof Mühlacker festgenommen werden. Der Angeschossene wurde nach dem Krankenhaus Pforzheim gebracht. Der Täter gab beim Verhör lediglich seine Personalien an, verweigerte aber über die Tat selbst jede Aussage. Bei Unteigung del Siadt Lebend begraben-Augenzeugen berichten Schrecken über Schrecken London, 5. Februar. Die Stadt Hastings, die vollkommen durch das Erdbeben zerstört worden ist, wußte bis Mitternacht nicht, ob die Außenwelt von ihrer Lage unterrichtet war oder nicht. Als der erste Stoß erfolgte, waren die Straßen und Geschäfte voller Menschen. Die zusammenstürzenden Gebäude hielten die Leute in Geschäften und Läden und auf der Straße wie in einer Falle. Viele stürzten auf die Straße und wurden, sobald sie den Bürgersteig erreichten, schon von den Trümmern erschlagen. Ein Polizeibeamter, der unmittelbar nach dem Erdstoß auf die Straße eilte, fand ein junges Mädchen, das auf der Straße mit bis an die Knie abgetrennten Beinen saß. Aus allen Richtungen kamen Schreie von Männern, Frauen und Kindern, die unter den Trümmern begraben lagen. Der Portier eines Hotels, der, als der Stoß erfolgte, in der obersten Etage war, entkam ohne Verletzungen aus dem zusammengestürzten Gebäude. Ein anderer Mann log neun Stunden lang unter einem Stapel von Steinen und kam mit nur geringfügigen Verletzungen davon. In Napier spielten sich herzzerreißende Szenen vor den Ruinen der Gewerbeschule ab, wo Mütter aus der Stadt und den umliegenden Orten angstvoll auf Nachrichten über ihre vermißten Söhne warten. Inzwischen konnten zwei unter den Trümmern begrabene Frauen lebend geborgen werden. Ein im Erdbebengebiet eingetroffener Journalist meldet: Als Stadt hat Napier aufgehört zu bestehen. Seine Einwohner irren in der Umgebung umher. Die Stadt ist ein Haufen von Ruinen. Im Zentrum der Stadt steht nicht mehr ein einziges Gebäude. Die auf den Anhöhen stehenden Häuser wurden durch das Erdbeben auf die tieferliegenden geschleudert. Wie die Einwohner berichten, wurde ein ausgedehntes Stück der Erdoberfläche durch einen ungeheuren Stoß in die Höhe gehoben und fiel dann in sich zusammen. Abteilungen von Marinefüsilieren patrouillieren in der Stadt, um zu verhindern, daß wieder neue Plünderungen begangen werden. K In Sienstag nis Meel Der Antergang des britischen Seeflugzeuges— Erst zwei Leichen geovigen London, 5. Februar. Die Bergungsarbeiten an dem bei Plymguth gesunkenen Militärflugzeug sind bisher nur teilweise geglückt. Von den acht Leichen, die sich im Innern des Flugzeuges befinden, ist die Leiche des Kommandanten und die eines Mechanikers geborgen worden. Die Taucher legten zunächst Stahltaue unter das Flugzeug. Bei dem Versuch, es zu heben, brachen aber die Flügel ab. Bei Scheinwerferlicht wurden die Bergungsarbeiten fortgesetzt. Das Flugzeug wurde durch lange Stahlleinen langsam an den Strand herangeholt. Dort stellte sich heraus, daß nur das Vorderteil geborgen war in dem sich keine Leichen befanden. Der Teil des Flugzeuges liegt noch im Wasser. Ein Fliegeroffizier, der sich an Bord des Flugzeuges befand, berichtet, der Kommandant habe wassern wollen, habe das Flugzeug aber nicht im richtigen Augenblick auf ebenen Kiel bringen können, so daß es mit einer Geschwindigkeit von 70 Seemeilen auf den Wasserspiegel aufschlug. Das Unglück habe sich so unerwartet und plötzlich ereignet, daß die im Innern befindliche Besatzung nicht mehr habe herauskommen können, obwohl drei Türen vorhanden gewesen seien. Es bestehen Meinungsverschiedenheiten darüber, wann sich die Explosion ereignet hat. Die meisten Zeugen sagen aus, daß sie unmittelbar nach dem Aufschlagen auf das Wasser erfolgte, während eine Frau steif und fest behauptet, daß das Flugzeug schon in der Luft unmittelbar vor dem Aufschlag auf das Wasser explodierte. Die Ursache des Unglücks wird fast allgemein darin erblickt, daß der Führer sich durch die glitzernde Wasserfläche hat beirren lassen und den Ab stand von der Wasseroberfläche falsch beurteilt hat. n Eine Irrsinnige stört eine Staatsratssitzung Berlin, 5. Februar. Die 50 Jahre alte Frau Betty Tarnowski, die in einem Hotel am Stuttgarter Platz in Charlottenburg wohnt, betrat heute nachmittag plötzlich den Plenarsitzungssaal des Staatsrates, in dem gerade eine Sitzung abgehalten wurde. Die Frau hielt wirre Reden. Sie wurde durch hinzukommende Beamte aus dem Saal entfernt und der Polizei übergeben. Die Untersuchung durch den Kreisarzt ergab, daß man es in der Festgenommenen mit einer gefährlichen Geisteskranken zu tun habe. Sie wurde in die Irrenanstalt Herzberge gebracht. Neuer Postraub im Landkreise Oppeln Oppeln, 5. Februar. Am Mittwoch abend verübten zwei maskierte Männer einen frechen Raubüberfall auf die Postagentur Schurgast(Landkreis Oppeln). Einer der Räuber stürzte sich auf die Postagentin, die gerade mit dem Durchzählen der am Tage eingegangenen Gelder beschäftigt war und würgte sie. Inzwischen raffte der andere die auf dem Schreibtisch liegenden Geldscheine zusammen, worauf beide flüchteten. Das Hartgeld ließen sie zurück. Als die Ueberfallene sich von ihrem Schrecken erholt hatte und Hilfe herbeirief, war von den Tätern keine Spur mehr zu entdecken. Die Beute beträgt etwa 2000 Mark. Die Räuber müssen mit den örtlichen Verhältnissen genau vertraut gewesen sein. Es besteht der Verdacht, daß es sich um dieselben Personen handelt, die kürzlich im Landkreise Oppeln den Raubüberfall auf den Postkraftwagen verübten. Dem Galgen entflohen Konstantinopel, 5. Februar. Die Massen=Hinrichtung in Menemen begann Dienstag nacht um halb drei Uhr und dauerte bis fünf Uhr. Ein Todeskandidat konnte unter dem Galgen entfliehen. Er hielt die Hände auf dem Rücken, als ob er gefesselt sei, durchbrach aber plötzlich die absperrende Truppenkette und verschwand im Dunkeln. Ein hirsch mit drei Läufen Gießen, 5 Februar. In den Waldungen der benachbarten Gemeinde Wißmar konnten Arbeiter beim Holzsammeln einen Hirsch ergreifen, der nur auf drei Läufen herumspazierte. Die Die Wenl Leute banden das Tier an einen Baum und holten den Förster herbei, der ihm durch einen Gnadenschuß ein rasches Ende bereitete. Wie sich herausstellte, war dem Hirsch schon vor längerer Zeit durch einen Schuß der eine Vorderlauf nahezu weggeschossen worden, so daß sich das Tier nur noch mühsam fortbewegen konnte. Durch die Verstümmelung war auch die Bildung des Geweihes außerordentlich kümmerlich geblieben. Lawinenunglück im Engadin Zuos(Engadin) 5. Februar. Am Mittwoch geriet am Piz Albana von zwei Skifahrern der eine infolge Loslösung einer Schneewächte in eine Lawine. Die sofort alarmierte Rettungskolonne war gleich zur Stelle. Trotz eifrigen Suchens gelang es ihr jedoch bis Mittwoch abend nicht, den verunglückten Skifahrer zu bergen. Es handelt sich um einen Kurgast aus Deutschland. Unglaubliche Verbrecherfrechheit Zwei Bauernmädchen überfallen, mißhandelt, beraubt und dann nach Haus gebracht. * Meppen, 5. Februar. Ein 16jähriges Dienstmädchen war von seinem Dienstherrn, dem Landwirt Josef Steinkamp in Schlepper, zur Emsländischen Bauernbank geschickt worden, um dort Geld einzuzahlen. In seiner Begleitung befand sich die siebenjährige Tochter des Landwirts. Als die beiden Mädchen auf der Landstraße Haselünne—Meppen an einer abgelegenen Stelle waren, wurden sie von einem etwa 30 Jahre alten Radfahrer angehalten. Der Mann drängte sie unter Drohungen in ein Kieferndickicht, wo er dem Dienstmädchen 100 Mark abnahm und sich obendrein an ihm in Gegenwart des Kindes verging. Dann zwang er die völlig eingeschüchterten Mädchen, die ebenfalls zu Rade waren, ihm nach dem Meppener Bahnhof zu folgen. Hier löste er drei Fahrkarten und fuhr mit ihnen nach Lingen, wo er sich für das geraubte Geld neue Schuhe kaufte. Er mietet dann ein Auto und beförderte die Mädchen, denen er unter Drohungen mit dem Tode Stillschweigen eingeschärft hatte, bis an die Meppener Stadtgrenze. Er selbst raste in Richtung Lingen davon. Die Mädchen wurden in völlig verstörtem Zustande am Bahnhof aufgefunden. Der Verbrecher wurde noch am gleichen Abend verhaftet. Ist der Artist Urban der Mörder? Berlin, 5. Februar. Kurz nach Mitternacht, nachdem auch die letzte Vorstellung schon lange vorüber war und Zwischen. fälle mit dem Publikum nicht mehr zu erwarten waren, wurde im hiesigen Mercedes=Palast, in dem bekanntlich unlängst der Geschäftsführer des Theaters Schmoller, von einem Unbekannten erschossen wurde. von der Mordkommission ein Lokaltermin gehalten. Der Lokaltermin, der mit großer Sorgfalt durchgeführt wurde und erst nach zwei Stunden beendet war, ergab aufs neue eine schwere Be. lastung des unter dem Verdacht der Täterschaft verhafteten Artisten Urban. Dieser wurde im Anschluß an den Lokaltermin einem kurzen Verhör unterzogen, damit er sich zu den Vorgangen außere. Er erklärte immer wieder, daß er am Mordabend nicht im Theater gewesen und an der Tötung des Geschäftsführers nicht beteiligt sei. Revision im Albrich-Prozeß Berlin, 5. Februar. Der Verteidiger des zum Tode verurteilten Stolpe, Rechtsanwalt Dr. Mendel, sowie der Verteidiger der Angeklagten Luise Neumann, Justizrat Davidson, haben gegen das Urteil des Schwurgerichtes Revision beim Reichsgericht eingelegt. Das Urteil gegen Benziger wird wahrscheinlich in den nächsten Tagen rechtskräftig werden. Tausend verurteilt München, 5. Februar. Im Tausend=Prozeß wurde am Donnerstag mitta, folgendes Urteil verkündet: Tausend ist schuldig fünf Vergehen des vollendeten und ein Vergehen des versuchten Betruges und wird zu einer Gesamtstrafe von drei Jahren, acht Monaten Gefängnis verurteilt. Auf die erkannte Strafe werden ein Jahr, acht Monate Untersuchungshaft angerechnet. Dagegen wird Tausend von der Anklage eines Vergehens des versuchten Betruges freigesprochen. Soweit verurteilt, hat Tausend die Kosten des Verfahrens zu tragen, soweit Freispruch erfolgte, werden die ausscheidbaren Kosten auf die Staatskasse übernommen. Eingezogen werden die von Tausend verwendeten Materialien. einschließlich des in der Kassette gefundenen Goldes. Das Verfahren gegen Tausend wegen Betruges zum Schaden Buckeleys wird antragsgemäß vorläufig eingestellt. Buckeley erhält wegen Nichterscheinens 500 RM. Geldstrafe oder 20 Tage Haft. In der Urteilsbegründung zum Urteil hob der Vorsitzende u. a. hervor: Das Gericht stehe auf dem Standpunkt, daß eine künstliche Goldherstellung wohl theoretisch aber nicht praktisch möglich sei. Bei einer Elementeumbildung seien Energiemengen in einem Umfange nötig, über die die Menschen nicht verfügten. Wenn bei Tausends Versuchen ein Ergebnis vorgekommen sei, dann sei das Gold dem Material hinzugefügt worden, ohne daß die Anwesenden es bemerkten. Tausend habe seine Versuche mit künstlichen Manipulationen solange weiter geführt, bis seine Beobachter ermüdet gewesen seien. Tausend sei nach dem Gutachten der medizinischen Sachverständigen für seine Handlungen verantwortlich. Bezüglich des Strafmaßes geht das Gericht davon aus, daß Tausend ein Mann von nicht gewöhnlicher Intelligenz sei, der seine Gaben rücksichtslos verwendet habe, um die Welt zu täuschen. Tausend habe auch nicht aus vaterländischen Gründen gehandelt, sondern sich von Gewinnsucht leiten lassen. Er sei ein gewissenloser Betrüger. Zu seinem Gunsten wertete das Gericht die Leichtgläubigkeit der von ihm betrogenen Personen und den unheilvollen Einfluß seiner Frau. Von der Aberkennung der bürgerlichen Ehrenrechte wurde abgesehen, da Tausend noch nicht vorbestraft ist. Wegen Fluchtgefahr bleibt die Haft bestehen. Ein zweisaches Todesurteil Torgau, 5. Februar. Das Torgauer Schwurgericht verurteilte am Mittwoch den 28 Jahre alten Melker Friedrich Lüdicke, ohne festen Wohnsitz, zweimal zum Tode. Lüdicke hat im Walde bei Lebusa(Kreis Liebenwerda) und im Forst bei Kraupa zwei Wanderburschen erschlagen. Die Mordtaten, die seinerzeit großes Aufsehen erregten, sind mit unglaublicher Rohheit ausgeführt. Der Mörder freundete sich mit seinen Opfern an. Er übemnachtete auch gemeinsam im Walde mit ihnen und, als sie dann eingeschlafen waren, erschlug er sie mit dicken Knüppeln, die er sich von den Bäumen geschnitten hatte. Lüdicke machte vor Gericht den Eindruck eines sehr brutalen Menschen. Der Staatsanwalt beantragte lebenslängliche Zuchthausstrafe. Das Gericht ging jedoch über diesen Antrag hinaus und verurteilte Lüdicke zweimal zum Tode. Der Verurteilte nahm den Spruch des Gerichts gelassen entgegen. TEPPICHE Gdeo sten VORHANGE KAUFT MAN BEI E 1 C K S Ö HNE E S S E N Stadttreis Watte hs Launen bei verwachsener Obst Hause Ov de Veih 5 Obstbäume sind z. B. erstreckt sich 4 Meter weit über seine Aeste gen# inden sich übrigen zwei Kiefern, die: Gesicht bekommt. 1 Katholischer katholische Pfarrge 8 Uhr im Pfarrha kursus für Erwer Elses(Bochum) b Ostpreußische scheid. In der au wies der Vorsitzen gleichen Lokale erf gab einen Ueber wurde beschlossen, und 29. Juni fest März und April n tätigkeit entfalten. sitzenden„Joswig. Hagen. Anschließ noch über das T. lung nach Ostv größere Siedlungs hs Krieger= u Lokale B. Weyers die vom ersten# wurde. Die Kamer erhielten das Kuf Schluß erörterte E Beschlüsse des Sta Stadttreis Wann ur Weiterer A bauten der Bergn Der Kurhausgart Verlegung des Pa werden in Kürze Tage wurden die Grünfläche an der griff genommen. Kirche, die kaum und durch schmal driges Strauchwei der Pfarrei zum längs der Langeke fährt durch diese schönerung. h Generalversar tenstädter“ aus der gen Jahre einen e..“ gegründet. Generalversammli besitzern der Gart des Abends stand beler, der von und Ziergärten so schon ihr schönes derart sein, daß tenstadt dadurch e tische Zuschüsse wurde geschlossen ör Reichsverb preußen. Die Or einshaus ihre Hau bericht geht hervor, wurden: 36 traten storben. Insgesar zu verzeichnen. 261 Erwachsene u 205 bei der Rückfa gewählt, als Verei Moltkestraße bestir Preita ko □ D □ — 0 □ □ ein Ka bä Dil ein ga eig de he 18 Au Fil B06 BOf 806 806 9161 Zeit Alll Hll auß Aill Alll Hlll dem Nachbargebiet Ge Stadttreis Wattenscheid hs Launen der Natur. Eine interessante Gruppe verwachsener Obstbäume ist in Höntrov auf der zum Hause Ov de Veih 50 gelegenen Wiese zu sehen. Etwa 5 Obstbäume sind in eigenartigen Formen verwachsen, z. B. erstreckt sich der Stamm eines Birnbaumes etwa 4 Meter weit über den Boden hin und sendet dann erst seine Aeste gen Himmel. An dem Wiesenabhang befinden sich übrigens viele Weiden und vor allen Dingen zwei Kiefern, die man hier sonst selten oder garnicht zu Gesicht bekommt. i Katholischer Schulungskursus für Erwerbsiose. Die katholische Pfarrgemeinde St. Joseph wird Freitag abend 8 Uhr im Pfarrhause St. Joseph mit einem Schulungskursus für Erwerbslose beginnen, den Arbeitersekretär Elses(Bochum) halten wird. b Ostpreußischer evangelischer Arbeiterverein Wattenscheid. In der außerordentlichen Generalversammlung wies der Vorsitzende kurz auf die vor 40 Jahren im gleichen Lokale erfolgte Gründung des Vereins hin und gab einen Ueberblick über die Vereinsgeschichte. Es wurde beschlossen, das 40jährige Stiftungsfest am 28. und 29. Juni festlich zu begehen. In den Monaten März und April will der Verein eine besondere Werbetätigkeit entfalten. Die Versammlung wählte den 1. Vorsitzenden Joswig als Delegierten für die Tagung in Hagen. Anschließend hieran referierte der Vorsitzende noch über das Thema„Siedlungswesen bzw. Umsiedlung nach Ostpreußen,„wo man beabsichtigt, eine größere Siedlungsfläche zur Verfügung zu stellen. hs Krieger= und Landwehrverein.=Höntrop. Im Lokale B. Weyers fand die Monatsversammlung statt, die vom ersten Vorsitzenden Hugo Zissina geleitet wurde. Die Kameraden Jos. Henkel und F. Ridder erhielten das Kyffhäuser=Ehrenkreuz 2. Klasse. Zum Schluß erörterte Schriftführer Sawitzki eingehend die Beschlüsse des Stadtkriegerverbandes Wattenscheid. Stadttreis Wanne-Eicke! ur Weiterer Ausbau des Grüngürtels. Die Neubauten der Bergmannssiedlung schreiten schnell voran. Der Kurhausgarten wird gänzlich umgestaltet. Nach Verlegung des Pavillons, Beseitigung des Tennisplatzes werden in Kürze neue Sträucher angepflanzt. Dieser Tage wurden die ersten Arbeiten zur Anlage einer Grünfläche an der Löwenkirche in Wanne=Eickel in Angriff genommen. Die beiden Straßen zur Seite der Kirche, die kaum benutzt werden, werden eingezogen und durch schmale Fußpfade ersetzt. Hier wird niedriges Strauchwerk gepflanzt. Weiter wird die Mauer der Pfarrei zum Teil niedergelegt und der Hausgarten längs der Langekampstraße verlegt. Das Stadtbild erfährt durch diese Ausgestaltung eine bedeutende Verschönerung. h Generalversammlung der Gartenstädter. Die„Gartenstädter“ aus der Gartenstadt in Eickel haben im vorigen Jahre einen Verein„Gartenstadt Wanne=Eickel e. V. gegründet. Der Verein hatte jetzt seine erste Generalversammlung, die von etwa 100 Eigenheimbesitzern der Gartenstadt besucht war. Im Mittelpunkt des Abends stand ein Vortrag des Obergärtners Göbbeler, der von der Pflege und Anlage von Strauchund Ziergärten sprach, etwas was der Gartenstadt jetzt schon ihr schönes Bild gibt. Die Auswirkungen könnten derart sein, daß eine Verschönerung der ganzen Gartenstadt dadurch erreicht würde und man nicht auf städtische Zuschusse angewiesen wäre.— Der Vorstand wurde geschlossen wiedergewählt. ör Reichsverband heimatttreuer Ost= und Westpreußen. Die Ortsgruppe Wanne=Eickel hielt im Vereinshaus ihre Hauptversammlung ab. Aus dem Jahresbericht geht hervor, daß 56 Landsleute neu ausgenommen wurden: 36 traten zum Zentralverband über, 2 sind gestorben. Insgesamt hat die Ortsgruppe 220 Mitglieder zu verzeichnen. An den Sonderzugsfahrten nahmen 261 Erwachsene und 26 Kinder bei der Hinfahrt und 205 bei der Rückfahrt teil. Der Vorstand wurde wiederjewählt, als Vereinslokal das Evangelische Vereinshaus Koltkestraße bestimmt. ur 50 Jahre im Artillerie=Verband. Bei Schulte hielt der Artillerie=Verein Wanne=Eickel seine vom Vorsitzenden Sylbe geleitete Monatsversammlung ab. Mehreren Mitgliedern wurde das Verdienstkreuz 2. Klasse verliehen. Einer Reihe von Kameraden konnte der Vorsitzende für 25jährige Zugehörigkeit zum Kuffhäuserbund und Artillerieverband eine besondere Auszeichnung überreichen. Ein Höhepunkt des Abends war die Ueberreichung des goldenen Abzeichens an den Kameraden Hüls für 50jährige treue Mitgliedschaft im Artillerieverband. X Einbruch in ein Kolonialwarengeschäft. In der geschäft des Kaufmanns Sch. in der Rottbruchstraße durch Einbruch verschiedene Lebensmittel, sowie Tabakund Schokoladenwaren gestohlen. * Schwestern als Ladendiebinnen beim Juwelier. In dem Juweliergeschäft Menne in der Hindenburgstraße erschienen zwei Mädchen, die sich Ohrringe vorlegen ließen. Nach langem Suchen entfernten sie sich jedoch wieder, ohne etwas gekauft zu haben. Da der Geschäftsinhaberin das Verhalten der beiden verdächtig E. W. aus Gelsenkirchen festgestellt. Die Begleiterin war ihre Schwester. Ennepe=Rubrtreis n Schulabbau. Der Schulvorstand der Gemeinde Buchholz beschloß den Abbau der Lehrerinnenstelle an der vierklassigen simultanen Vo.ksschule. r Z u r F r e m d e n l e g i o n g e w a n d t. Z u d e n z w e i H a t tingern, Sohne hochangesehener Familien, die seit drei Jahren bei der franzosischen Fremdenlegion in Algier dienen, ist kürzlich ein dritter Ortsbewohner hinzugekommen. Es handelt sich um einen gewissen Schnell, heiratet und sucht als Arbeitsloser Arbeitsgelegenheit in Essen. Von diesem Wege ist er jedoch nicht zurückgekehrt. Anscheinend ist er Werbern in die Finger gesallen. Stadttreis Gelsenkirchen X Vom Kran der Brustkorb eingedrückt. Auf der Zeutralkokerei der Zeche„Nordstern“ machte sich Baftringaperin das Verhalten beigogsden verbachtin der Elektriker Paul Pierenkemper an einem elekvorkam und sie inzwischen auch das Fehlen von einem trischen Kran zu schaffen. In diesem Augenblick setzte Paar Ohrringe, bemerkt hatte, rief sie die Mädchen zu: sich der Kran in Bewegung, wobei dem Elektriker der Brustkorb vollkommen eingedrückt wurde. Der Tod trat lauf der Stelle ein. rück und durchsuchte ihre Taschen. Dabei fand sie bei einer die vermißten Ohrringe, die sie der Diebin wieder abnahm. Die Täterin wurde als die 22 Jahre alte uns 15 Mo Tagung des Bundes der Niederländer O Dortmund, 5. Febr. Der Bund Niederländischer Vereinigungen in Deutschland, eine Organisation, die in fast sämtlichen Städten des Reiches Ortsgruppen unterhält, begeht am 24. Oktober die Feier seines zehnjährigen Bestehens. Aus diesem Anlaß wird in Dortmund ein Festkongreß abgehalten werden, zu dem die Bundesleitung die bekannte niederländische Gesangsvereinigung„Rottes Mannenkoor" eingeladen hat, die bei dieser Gelegenheit in Dortmund ein Konzert geben wird, dessen Programm aus Werken ausschließlich niederländischen Ursprungs zusammengesetzt werden soll. Vor wirtschaftlichem Aufschwung in Marl 0 Marl, 5. Februar. Der große Wirtschaftsmotor für die Gemeinde Marl ist die I. G. Farbenindustrie mit ihrer Bergbau= Gewerkschaft„Auguste Viktoria“ in Marl=Hüls. Vor wenigen Jahren wurde mit der Teufe zur Doppelschachtanlage 4/5 in DrewerNord begonnen. Heute steht bereits ein massives Fördermaschinenhaus da, dem im Laufe der kommenden Monate Bürobau und Waschkaue folgen werden. Die Arbeiten an der neuen Doppelschachtanlage werden so gefördert, daß unter Umständen noch in diesem Jahre die volle Förderung ausgenommen werden kann. Inzwischen ist schon in der unmittelbaren Umgebung der neuen Doppelschachtanlage ein neuer Siedlungskomplex(Westfälische Heimstätte= und Baugenossen schaft Marl) erstanden, der in seiner musterhaften Anlage ein durchaus erfreuliches Bild bietet. Der Häuserkomplex umfaßt einstweilen 160 Wohnungen, denen sich jedoch im Laufe der nächsten Jahre einige weitere hundert Wohnungen anschließen werden. Ein Weg ist damit gebahnt zum begrüßenswerten Zusammenschluß von Hüls und Alt=Marl in städtebaulicher Hinsicht. Der Auguste=Viktoria=Industriehafen am Lippekanal ist seit einiger Zeit voll im Betrieb. Die gesamte Kohlenproduktion von„Auguste=Viktoria“ wird neuerdings auf dem Wasserwege versandt. Dazu kommt bis zur Fertigstellung des Brassert=Hafens noch die Produktion der Zeche„Brassert". Nach Inbetriebnahme der vollen Förderung auf der neuen Schachtanlage„Auguste Viktoria 4/5“ wird sich, wenn nicht alle Hoffnungen trügen, die Gewerkschaft erneut dem seinerzeit abgesoffenen Schacht 3 in Sickingmühle zuwenden können. Wann dort allerdings der volle Ausbau des Betriebes, namentlich über Tage, zu erwarten ist, steht einstweilen noch dahin. Neue Entlassungen im Ruhrbergbau tu Essen, 5. Februar. Angesichts der anhaltenden Absatzschwierigkeiten im Ruhrbergbau haben wiederum mehrere Zechen Stillegungsanträge für einzelne Betriebsteile gestellt. Auf der Zeche„Baldur“(Hoesch=KölnNeuessen) sollen 500 Mann, auf der Zeche„Holland III/IV/VI“ in Wattenscheid 210 und auf der Zeche „Friedlicher Nachbar“ in Bochum=Linden(wie bereits mitgeteilt) 300 Mann zur Entlassung kommen. Einweihung des Aennchen-Heims * Bad Godesberg, 5. Februar. In der AennchenSchumacher=Straße in Godesberg ist zur Erinnerung an die Godesberger Lindenwirtin ein stilvolles Aennchen=Heim, das aus mehreren Räumen besteht, errichtet worden. Dieses Heim birgt die Erinnerungen der Godesberger Lindenwirtin. Durchweg bestehen diese Erinnerungen aus Photographien, Karikaturen, Zeichnungen und aus unzähligen Kartengrüßen an die Lindenwirtin aus allen Teilen der Welt. Am Sonntag vormittag wurde das Heim mit einem schlichten Festakt eingeweiht. Bürgermeister Zander würdigte die Verdienste von Fraulein Aennchen Schumacher. Das Aennchen=Heim soll eine Pflanzstätte rheinischer und deutscher Art sein. Kleine Provinz-Rundschau s Dortmunds Einwohnerzahl. Dortmunds Einwohnerzahl betrug nach den Feststellungen des Statistischen Amtes am Ende des abgelaufenen Jahres 535 170, das sind 2730 weniger als am Jahresbeginn. □ Garnisonwechsel. Eine Bereitschaft der hiesigen Schutzpolizei ist in Stärke von 160 Mann von Hagen nach Iserlohn verlegt worden. □ Schiedsspruch im Siegerländer Bergbau. Unter dem Vorsitz des Schlichters für Westfalen, Professor Dr. Brahn, wurde im Lohnstreit im Siegerländer Bergbau folgender Schiedsspruch gefällt: 1. Sämtliche Löhne werden um 7 Prozent, die Löhne des Bergbaues in Meggen um 5 Prozent herabgesetzt. Im übrigen bleibt der Lohntarif vom 21. August 1929 unverändert bestehen. 2. Dieser Tarif gilt vom 1. Februar 1931 bis zum 31. Juli 1931. Er ist zu diesem Termin erstmalig am 1. Juli 1931 kündbar. □ Dreister Ueberfall im Essener Hauptbahnhof. Im Essener Hauptbahnhof schlug am Mittwoch abend ein junger Mann die Scheibe eines Fahrkartenschalters ein, riß einige Geldscheine an sich und entfoh. Passanten konnten den Täter einholen und der Polizei übergeben. Briefe an den Bochumer Anzeiger Eine Milchgenossenschaft von Herne sammelte hier über 500 Unterschriften zum Bezuge einer billigeren Milch, das Liter kostete am ersten Tage 23 Pf., am zweiten Tage 22 Pf. und soll in Kürze nur 20 Pf. kosten. Auf Veranlassung der hiesigen Milchhändler hat die Ortspolizeibehörde der Genossenschaft von Herne den Verkauf der Milch im Stadtteil Gerthe verboten mit der Begründung, daß sie für Gerthe nicht konzessioniert sei. So muß die Bevölkerung wieder einen höheren Preis(27 Pf.) für das Liter zahlen. Für die Erwerbslosen ist das bitter. B. Vorsum“— müß dus ein? Wer heute seine Tageszeitung zur Hand nimmt, liest nur von Lohn= und Gehaltsberabsetzungen, von Massenkündigungen, von steigenden Erwerbslosenziffern und von Selbstmorden und Konkursen infolge wirtschaftlicher Notlage. Wenn man weiterhin von all den Schwierigkeiten liest, in denen die Regierungen von Reich und Ländern sich befinden, ebenso wie die Verwaltungen von Klein= und Großstädten infolge steigender Wohlfahrtsauslagen, dann versteht man nicht, wie ein Parkhotel Haus Rechen— eine Gründung von den Spitzen der Kaufmannschaft, der Banken und der Großindustrie — eine Wahl zur Schönheitskönigin veranstalten kann. Ist eine derartige Wahl schon in wirtschaftlich guten Zeiten eine Geschmacklosigkeit sondergleichen, so ist kein Ausdruck scharf genug, um diese Handlungsweise in einer Zeit, wo mancher Familienvater nicht weiß, wie er das Notigste zum Leben schafft, zu kennzeichnen. Man möchte nur wünschen, daß die Herrschaften, die Freitag die Schönheitskönigin Fräulein Bochum zu wählen haben, für die Wohlfahrt eine ebenso offene Hand haben, wie sie bereit sind, für derartige Sinnlosigkeiten Geld wegzuwerfen. F. B. Geschäftliches Hautpflege gewinnt täglich an Bedeutung. Ein Hautpflegemittel, das ganz nach den Anforderungen moderner Lebensweise geschaffen wurde, ist der neue, hochaktive„4711“ Allwetter=Creme. Die wirksamen Bestandteile des„4711" Allwetter=Cremes dringen leicht und rasch in die Tiefe des Hautgewebes ein, das nun auch unter der starken Sonne des Hochgebirges nicht leidet. Aber„4711" Allwetter=Creme verhindert nicht nur den unangenehmen Sonnen= oder Gletscherbrand, sondern wirkt auch heilend bei bereits entstandenen Schäden und begünstigt zudem die natürliche, gesunde und gleichmäßige Bräunung der Haut. Bei jedem Sport, im Sommer wie im Winter, am Badestrand, auf Autofahrten, beim Wandern und überhaupt bei jedem Aufenthalt im Freien, bei Sonne und rauhem Wetter ist„4711“ Allwetter=Creme vorzüglich geeignet, die Haut zu schützen und gesund zu erhalten.(134 Freitag und Samstag 13 " Kauf-Gesuche 2Schnellwaagen und eine Aufschnittmaschine zu kaufen gesucht gegen Kasse. Angeb. m. Preis u. G. S. 91037 an die Geschäftsst. d. Ztg. 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Februar. .45: Selbstverteidigungskursus. .00: Hamburg: Glocken vom Großen Michel.— Hafen=Konzert. .00: Morgenkonzert Schallplatten. .30: Esperanto für Ansänger— Programmvorschau. .00: Uebertragung des Geläuts aus der Trinitatiskirche. .95: Evangelische Morgenfeier Ansprache: Psarrer Gizewski. 11.00: Fritz Worm: Wert und Ehre deutscher Sprache. 11.20: Pror Dr. Th. Steinbüchel: Dostojewski(zum 50. Todestag). 11.40: Unsere Städte in Rheinland und Westfalen„Xanten“. 12.20: Dr. Rockenbach: Bericht eines Arbeiters: Industrie=Vagabund 12.40: Wirtschaft und Gesellschaft im Buch. 13.00: Mittagskonzert des Orchesters des Westdeutschen Rundfunks 14.30: Jungmädchenstunde. Clär Hoffmann: Wie sollen wir lesen? 14.45: Die Liebe in der Musik. Einführung: Dr. M. Friedland Mitw.: Hansen(Sopran). Strienz(Baß) Grape(Klavier). 15.25: Edgar Manfred Eber: An der afrikanischen Westküste(Bericht mit Schallplatten). 1. Ein Abend in der Küstenstadt. 16.00 Aus Krumhübel: Vierer=Bobrennen der deutschen Winterkampfspiele Ein ausführliches, reich illustriertes Programm des Westdeutschen Rundfunks und vieler anderer Sender finden Sie in der kritischen Funkwoche des„Bochumer Anzeiger“. Erscheint Freitags und kostet monatlich nur 30 Pf. Bestellungen nehmen unsere Zeitungsboten und Geschäftsstelle jederzeit entgegen. 16.30: Vesperkonzert. 18.00: Otto Brües: Der rheinische Optimismus. 18.20: Oberregierungsrat Dr. Burchardt: Aus der Praris des Arbeitsrichters. 18.40: Eine Stunde Kurzweil. 19.15: Rektoi Haßfeld: Das Paderborner Land. 19.40: Svortvorbericht 19.50: Alte und neue Tanzmusik. Das kleine Funkorchester. 20.30 Intermezzo: Amors Guckkasten. Overette in einem Aufzug von Christian Gottlob Neefe. Anschl.: Meldungen. Bericht über das geistige Leben. Sportbericht Anschl.: Nachtmusik und Tanz. Montag. 9. Februar. 11.20: Schulfunt Uebertragung aus einem Sägewerk am Rhein. 13.05; Mittagskonzert des Orchesters des Westdeutschen Rundfunks. Solist: Rhein(Violine). 14.30: Schlachtviehmarktberichte. 15.50: Kinderstunde. Fabeln und Gedichte. .20: Jugendfunk Rektor Simon: Der gefleckte Fremdling.— Lehrer Bock: Briefmarkenfunk für die Jugend. (.00 Konzert Hermine Zeitschel=Szenkar(Mezzosopran), Aramesco (Tenor 18.15 Elternstunde. Dr. med. H. Kaupe: Das einzige Kind. .40: Spanische Unterhaltung. a Me. .25; Edgar Manfred Eber: An der afritanischen Westruste(Bericht mit Schallplatten). 2. Im Negerdorf. .00 Aus dem Kleinen Haus der Städt. Bühnen, Düsseldorf: Collegium Musicum. Der Rhythmus von„Alt=Wien“(in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts). 21.40: Reichsminister a. D. B. Dernburg: Aus meinem Leben. Inschl.: Letzte Meldungen. nschl.: Konzertübertragung Kavelle Sascha Swertloff, Dortmund. 11.20: 13.05: 15.50 16.15: 16.35 Dienstag, 10. Februar. Schulfunt Bilder aus der deutschen Holzwirtschaft. Erni Werther: Kinderturnen. Am Flügel: Hans Hügers. Dr. Hans Behle: Mitteilungen aus dem Schulfunk. i Charlotte Rauh: Bei Frau Rat Goethe. 17.00 Besverkonzert Schallplatter.„„" 166 18.15: Für den Landwirt. Dir. Faust: Die Narlonel=Absatzgenossen.40 Framiösische Unterhaltung.„iriscaftelage in Wbeinland 19.25: Dr Friedrich Schlünz: Die Wirtschaftstage in Rhemlans und Westfalen im letzten Vierteljahr 1930. 19.45: Abendmusik. Josef Rodens(Bariton), Hilgers(Orgel), der Kammerchor und das Orchester des Westdeutschen Rundfunks. 21.00: Uraufführung: Drei fahr'n nach Südamerika. Ein Berichtspiel für Radio von Borlan. Musik von Hans Ebert. Mittwoch, 11. Februar. .00: Mutter und Kind. Gespräch.„,.. 636.r,.kraust, 11.20: Musikalischer Schulfunk für die Overstufe hoherer Lehranstalten Das geistliche Sololied. 13.05: Mittagskonzert. 15.50: Kinderstunde. Mia Achenbach singt Kinderlieder. 16.20: Was will ich werden? P. Schloßmacher: Der evangelische Theolose.„„ e g* 17.00: Konzert des Orchesters des Westbeutschen nundfunks. 18.15: Martha Schipper: Die Frau in der Sozialversicherung. 18.40: Die Welt im Buch. Franz. P. Brückner: Nordamerikanische Erzähler der Gegenwartz.,. g(.marfr4r5est, 19.25; Redakteur Georg Beyer: Eisen= und Walzwertsarbeiter im Siegerland. 20.00: Aus Budapest: Ungarischer Abend. U..: Zigeunermusik. 22.25: Ungarische Volkslieder. Franz Torror(Bariton). 22.45: Aus Budapest: Militärkonzert. Donnerstag, 12. Februar. 10.45: Kat Kloß: Hauswirtschaftliche und pflegerische Berufe. 13.05 Mittagskonzert.„„„„ G 624.c5 15.50: Kinderstunde Els Vordemverge: Großmutter hal Geourtstag 16.15: Dr. Hans Behle: Mitteilungen aus dem Schulfunk. 16.30: Funkpädagogische Arbeitsgemeinschaft. Pädagogische Führergestalten: Eduard Spranger. 17.00: Konzert. Hilde Liesendahl, Leonie Hähner(Klavier), Elly Unbehau(Alt). 18.00: Hans L. Oeser: Aufstieg zur Hochlandhütte. 18.20: Die Welt im Buch. Dr. Blume: Stresemann u. Hindenburg. 18.40: Spanisch. 19.25: Prof Walb: Börse und Wirtschaft. 19.45: Arien=Abend. Funkorchester. Solisten: Hansen(Sopran), Aramesco(Tenor), Strienz(Baß).— Intermezzo: Fastnacht heiß ich Schelmenstücke weiß ich! Vier Sznen von einst und heute. Musik von Gustav Kneip. Dichtung von Wolf Frapek. Einmal im Jahr lustig und ledig sein.— Weiberfastnacht.— Kinderfastnacht zu Großvaters Zeiten.— Der Erbsenbär. Ausf.: Orchester und Kammerchor des Westdeutschen Rundfunks. Anschl.: Nachtmusik und Tanz. Freitag. 13. Februar. 11.20: Schulfunk. Französische Unterhaltung. 13.05: Mittagskonzert des Orchesters des Westdeutschen Rundfunks. 15.50: Bastelstunde Wir machen einen Fallschirm. Material: Seidenpapier, Garn oder dünne Kordel.„„„ 16.20: Jugendfunk Ein Groschen auf der Wanderschaft. vorspiel von Otto Wollmann. 17.00: Vesverkonzert 18.15: Lebende Dichter. Paul Ernst: Eigenes. 18.40: Englische Unterhaltung.„ Grat I. Surset Amtral. 19.25: Die weltwirtschaftlichen Raume. Plos. Dr. Kustei Henikalund Vorderasien. 19.40: Abendmusik. Leitung: Wolf. 20.30: Zum 150 Todestag Lessings(gest. 15. Februar 1781). „Minna von Barnhelm“ oder„Das Soldatenglück". Lustspiel in fünf Aufzügen von Gotthold Ephraim Lessing. Anschl.: Nachtmusik und Tanz. Samstag, 14. Februar. 11.20: Deutschkundlicher Schulfunk. Aus alten Schwanksammlungen. 13.05: Mittagskonzert„m„„..44 zm Smeier Bab 14.30: Aus Oberhof: Weltmeisterschaftim Zweier=Bob. 15.50: Kinderstunde Kasperltheater.— Schneeweißchen und Rosenrot. 16.20: Helene Wellershaus: Die Verwertung der Kaninchenzuchterzeugnisse., 16.40: Engusch..... gm G5eut hem 8. 17.00: Konzert des Orchesters des Westbeurschen Rundfunks. Solist: Fritzsche(Flöte). Zeitgenössische Tonsetzer. 18.15: Johanna Jost: Zusatzversicherung für Angestellte. 18.40: Dr Philipp Hupvert: Rheinische Fastnacht. 19.15: Mitteilungen der Bezirksfunkhilfe beim westd. Rundfunk. 19.25: Dr. P. Graebner: Westfälische Moore. 19.45: Lustiger Abend. Im Zeichen des Karnevals. Ca. 22.15: Nachtmusik und Tanz. 24.00: Meister des Jazz. Schallvlatten. Draht. Drahtgewebe und Draht geflechte aller Art am Lager Rösler& Lönne Drahtwerk Sechem, Redemptoristenstraße 28/30 (trüh Unt. d. Lind Wattenscheld Gertrudisstr 58/62 elephon 61098, mit sämtl. Bädern. Hugo=Schultzstr. 5. Ratzenione ganz vorzügl. gegen Rheuma. Große Auswahl. Drog.„Zur Altstadt“ J. Kneider Boch., Gr. Beckstr. 11, Fernruf 65176. PhotoApp., seltenste Gelegenheitsk., Tausch. Teilzahlung. Sond.= Liste u. Versand fr. Photo=Brenner, Köln 44, Hohestr. 88 (Größt. Photobaus) Nadr Schäft werden Rasiermesser, Scheren, Haarmaschinen in d. Schleiferei von Walter Grah, Kortumstraße, gegenüb. v. Döhmann Zu verkaufen Der Triumph dessiummen Films Wir bringen von Freitag bis Montag: Ferner: Tom Tuler in Das Land Uhne necht BaldlalNa Nachte Ein Film v. 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Nach Entgegennahme des von Kassierer Berens erstatteten Kassenberichtes, der äußerst zufriedenstellend lautete, wurde dem gesamten Vorstande Entlastung erteilt. Die Jugendaruppe unter Führung des Kameraden Scholz zählte am 31. Dezember v. J. 30 Jungmannen. Der gesamte Vorstand wurde neu gewählt. 1, Vorsitzender Soddemann, 2. Meister; 1. Schriftführer Schiller I, 2. Frost; 1. Kassierer Berens, 2. Schiller II: Beisitzer Lewe, Maul, Rojalla, Wolf. Seier und Dörendahl: Kassenrevisoren Möller, Trever und König; Delegierte Berens und Offele: Fahnenkommando Schmidt, Riecke und Brause. Der Vergnügungsausschuß besteht aus den Kameraden Möller, Riecke, Busse und drei Mitgliedern des Vorstandes. Der Jugendgruppenführer Schols wurde neu gewählt. Das Vereinslokal wurde beibehalten. ∆ Verein ehemaliger Soldaten des 11. Armeekorps. In der am Sonntag abgehaltenen Monatsversammlung im Vereinsheim Wilh. Lotz verlas der erste Vorsitzende Pfeilsticker die Kundgebung vom 17. Januar des Reichstriegerbundes„Kyffhäuser". Ferner gratulierte er Frau Ludwig(Mitglied der Frauengruppe), die am 81. Januar ihren 70. Geburtstag hatte, und gab das vorjährige Ergebnis der Fechtschule zugunsten der Kriegerwaisen bekannt. Das 11. Armeetorps steht mit dem gesammelten Betrage von RM. 445,20 an zweiter Stelle, prozentual sogar an erster Stelle, an der Spitze sämtlicher Kriegervereine des Kreis=Kriegerverbandes Bochum=Stadt. Kamerad Berens als Vertreter des Fechtverbandes brachte die Glückwünsche zu dem schönen Ergebnis; er konnte acht Damen der Frauengruppe und zwei Kameraden Fechtauszeichnungen überreicen, Auch in diesem Jahre können wieder erholungsbedürfnige Kinder der Kameraden unentgeltlich in den Kriegerwaisenhausern Aufnahme finden. Ichütre Dich, nimm täglich NrügerolRatarrh-Bonbons mit antiseplisch wirk Zusetz Dem unsere mutter. Herrn über liebe Frau, Tante Leben und Tod hat es gefallen, Mutter, Großmutter, SchwiegerRlad Tfane Crohe geb. Wollt im Alter von 74½ Jahren zu sich in die Ewigkeit abzuberufen. In tiefer Trauer: Hermann Crone und Anverwandte Uemmingen, den 4. Februar 1931 Die Beerdigung ist am Samstag, dem 7. Februar 1931, vom Trauerhause, Wittener Straße 640, aus. Allen, denen aus Versehen keine besondere Nachricht zuging, diene diese als solche Versteigerung Für die herzliche Teilnahme beim Hinscheiden meiner lieben Frau, unserer guten Mutter, sagen wir hiermit unsern innigsten Dank Fritz Gerkens und Kinder Bochum, im Februar 1931 (91091 Für die herzliche Anteilnahme beim Hinscheiden meines lieben Mannes, unseres guten Vaters, sagen wir hiermit unsern innigsten Dank Familie Wilh. Stockhausen Bochum. im Februar 1931 (89999 Verkrauens und Veratungssteue für seelische Lebens= und Ehenot aller Stände des Vaterländischen Frauenvereins vom Roten Kreuz BochumAltstadt. Ziel der Gründung ist, seelisch Unglücklichen, vor allem in der Ehe Bedrückten, durch Aussprache von Mensch zu Mensch und gestützt auf gegenseitiges Vertrauen, zu helfen. Die Sprechstunden finden jeden nachm. von 5—7 Uhr in dem Geschäftshause des Vaterländischen Frauenvereins, Sedanstraße 6, statt. Die Beratung ist vertraulich und kostenlos. VersichertEuch gegen Verlust durch Krankheit bei der Deuischen Kranken-Versicherungs A.., Berlin Geschäftsstelle für Bochum: Heinr. Strotmann& Co. Bürchaus, Hattinger Straße 19, Telephon 65230. Verlangen Sie Prospekt oder unverbindlichen Vertreterbesuch.— Mitarbeiter gesucht. ZwangsVerkteigerung Am 7. d. Mis. vormittags 11 werde ich in Bo chum folgende Gegenstände: 1. 1 Chaiselongue, 1 Ofen, 2. 1 Ladentheke mit Glasaussatz, 1 Ausstellschrank, 3. 2 Standuhren, 1 Geldschrank, 4. 1 Küchenschrank, 5. 1 Bücherschrank, 1 Schreibtisch mit Sessel, 1 runden Tisch, 2 Stühle m. 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Februar 1931, vormitt. 10 Uhr, werde ich in Bochum solgende Gegenstande: 1. 1 Tafelklavier, 2. 1 Büfett, weiß lack., 1 Sofa, 8. 1 Büsett. 1 Kredenz, 1 Ausziehlisch, 4 Stühle, 1 Schreibtisch, 1 Eisschrank, 1 Chaiselongue, 1 Laventhete mit Marmor, 4. 1 Klubsosa, Leder, 1 Schreibtisch, 1 Büfett, 1 Ausziehtisch, 1 Teppich, 1 Bücherschrank, 1 geschn. 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Es erscheine wicht Erfahrungen gesammelt. sachgemäßen Ausgestattu dienstbar gemacht werden tusministerium habe v einer Reform des juristi leit unterbreitet, mit de ters beschäftigte. Als 8 zeichnen sein, die Wiederl de Universität und die habe den Vorschlägen des simmung erteilt und es n dieser Woche die orga kultusministerium veröf Aechisf des Gewerkvereins chr Eine der segensreichst Uewerkvereins christliche ###echtsschutzerteilungen #ichen Fragen, welche d rosge s acha betref nosgesetzgchung b gder Vergaubeier 108 Erhälthen in Apolneken, Grogerten u. Reformhäusern in Packungen von Mk. 0,30 an(1240 bestrebt, die Rechtsschutze mustergultiger Weise dur ind für den Ausbau des hroße Erfolge für die M helt worden. Er hat fe hbaut, daß er allen A stellt werden können, ge achlen: Das Rechtsschutzbüro i vergangenen Jahre v senommen. 1862 münd ind 1898 Schriftsätze luskünfte und Schriftst scherungszweige wie fol Auskünfte: Unfal Ersen 381, Iuvaliden= #. Arbeitsvertrag 322 ), Krankenkassenangel Eumma 1862. Schriftsätze: U schaftswesen 226, Inva scherung 142, Arbeitsvebilsachen 67, Krankenkas 23, Summa 1898. In der Unfallversich ängelegt und drei Reku In Knappschaftsangel geb in ur velen, 0 Verufungen eingel cenat für Knappschafts In der Invaliden= irden burden 40 Berufungen angestrengt. Beim Arbeitsge Klagen erhoben; beim [Dortmund sechs Be In Versorgungsange kugen angefertigt; bei nerurse angestrengt. Für die Mitglieder kochum wurden im ver netungen wahrgenomme davon mit Erfolg 42, K bersicherungsamt 4(), beitsgericht 63(41), Lan Durch diese vielgest den dem Rechtsschutzbu# höhe von 40 177,76 Reieerteilt, sich auf die ein oigt: Unfallversicherung haftswesen 12 095,33 9 erbliebenenversicherung bertrag 5088,08 Reichsm nark, Sonstiges 1866,10 „Unter der augenb ## hat der Bergmann ßu recht zu, wenn er ldität nicht mehr in de können. Es entstehen die im Streitverfahren en müssen. Die wurratigkeit steht ihm * Die täg vollte ein W Straße nehm Autschen un burde gefaß #haß er b seschlen Purd schne udert: uwere Kopf Fehauser auf de stürzte Stadtteil . Beruit ae ein gertin d. G 0 Jahre in #### Drei werten die Groß-Bochumer Nathrichten Gebeniaser 1919 6. Februar. Eröffnung der deutschen Nationalversammlung in Weimar. Kardinal Ratti wird Papst(Pius XI.). Der Konzertdirigent Siegfried Ochs in Berlin gestorben(geboren 1858). Gleichzeitig feierte ihre Tochter die grüne der Silberjubilar seinen 50jahrigen GePersonal-Nachrichten Herr Bernhard Cornelius, Bochum, Wittener straße 78, kann heute auf eine 25jährige Tätigkeit beim Bochumer Verein zurückblicken. Der Invalide Johann Stewert, Herner Straße 344, feierte am 30. Januar seine silberne Hochzeit. Die Eheleute Wilhelm in der Beek, Bochum, Legescheid 20, feiern heute das Fest der silbernen Klochel. * Totenglocke. Im Alter von 76 Jahren starb nach ###urzer Krankheit der Reichsbahnbeamte Josef Hucht Aus Bochum. Er war eine in der Propsteipfarrei beinnte Persöneichreit. „Die juristische Studienreform“. Ein Vortrag in der Verwaltungsakademie. Ueber das Thema„Die juristische Studienreform" ##rach am Donnerstag abend in der Verwaltungs###ademie an der Wittener Straße Universitätsprofessor 9 fr. Peters. Der Redner ging davon aus, daß die Reformbedürftigkeit des juristischen Studiums heute ##on fast allen Seiten anerkannt werde. Der Redner ###ng dann auf die verschiedenen Krisenerscheinungen ##en, die sich in den letzten Jahren an den deutschen unversitäten bemerkbar gemacht hätten und stellte #dabei fest, daß im Zusammenhang hiermit der Ruf nach #krennung von Forschung und Lehre erstehe. Dabei #verde sich jeder klar darüber werden müssen, daß der###tige Aenderungen nicht von heute auf morgen in ##vollem Umfange durchgeführt werden könnten. Sinn ###nd Inhalt des Grundrechts der Freiheit von WissenAschaft und Lehre müßten bei den Erörterungen jeder ##eform klargestellt werden. Anschließend beschäftigte nich der Vortragende mit der Bedeutung der Freiheit der Lehre. Es erscheine wichtig, daß neue Wege versucht und Verfahrungen gesammelt würden, die einer weiteren ###achgemäßen Ausgestaltung des juristischen Unterrichts ##enstbar gemacht werden könnten. Das preußische KulAusministerium habe vor einiger Zeit Vorschläge zu geiner Reform des juristischen Studiums der Oeffentlichleit unterbreitet, mit denen sich anschließend Dr. Pe##ters beschäftigte. Als Ziel der Reform werde zu beseichnen sein, die Wiederheranführung der Studenten an ###e Universität und die Wissenschaft. Der Staatsrat ###abe den Vorschlägen des Kultusministeriums seine ZuAimmung erteilt und es sei damit zu rechnen, daß noch un dieser Woche die organisatorischen Aenderungen vom Akultusministerium veröffentlicht würden. Rechtsschutztätigkeit des Gewerkvereins christlicher Bergarbeiter, Bezirk Bochum. Eine der segensreichsten Einrichtungen innerhalb des Uewerkvereins christlicher Bergarbeiter ist die kostenlose chutzerteilungen in allen bergmännischen und schen Fragen, welche die Arbeiterschutz= und Versicheungsgesetzgebung betreffen. Der Gewerkverein christsher Bergarbeiter war vom Tage seiner Gründung an estrebt, die Rechtsschutzerteilung an seine Mitglieder in ustergültiger Weise durchzuführen. Bedeutende Mittel nd für den Ausbau des Rechtsschutzes aufgewandt und soße Erfolge für die Mitglieder des Gewerkvereins ersielt worden. Er hat ferner seinen Rechtsschutz so auspbaut, daß er allen Ansprüchen, die billigerweise geellt werden können, gericht wird. Dafur nachstehende Das Rechtsschutzbüro im Bezirk Bochum wurde vergangenen Jahre von 2800 Besuchern in Anspruch genommen. 1862 mündliche Auskünfte wurden erteilt And 1898 Schriftsätze angefertigt. Diese mündlichen lluskünfte und Schriftsätze verteilen sich auf die Vercherungszweige wie folgt:.., Prannschaft Auskünfte: Unfallversicherung 557, Knappschafts##resen 381, Invaliden= und Hinterbliebenenversicherung ##2, Arbeitsvertrag 322, Steuersachen 101, Zivilsachen #8, Krankenkassenangelegenheiten 19, Sonstiges 217, Summa 1862. Schriftsätze: Unfallversicherung 833, Knappschaftswesen 226, Invaliden= und Hinterbliebenenverscherung 142, Arbeitsvertrag 317, Steuersachen 47, Zilbilsachen 67, Krankenkassenangelegenheiten 6, Sonstiges V8. Somma 16585. a Muu In der Unfallversicherung wurden 204 Berufungen ängelegt und drei Rekurse.. 1 In Knappschaftsangelegenheiten wurde der Geschäfts#uusschuß in 37 Fällen zur Entscheidung angerufen, IA Verufungen eingelegt und drei Revisionen beim Cenat für Knappschaftsangelegenheit angestrengt. In der Invaliden= und Hinterbliebenenversicherung burden 40 Berufungen eingelegt und zwei Revisionen egestrengt.. 44. m achum w. 8 Beim Arbeitsgericht Bochum, wurden 74 Llagen erhoben; beim Landesarbeitsgericht [Lortmund sechs Berufungen angestrengt. In Versorgungsangelegenheiten wurden vier Berulfungen angefertigt; beim Reichsversorgungsgericht zwei Keurse angestrengt..:(amarshereins im Masirs Für die Mitglieder des Gewervvereins im Bezirk kochum wurden im vergangenen Jahre rund 204 Verketungen wahrgenommen, und zwar in Unfallsachen 74, davon mit Erfolg 42, Knappschaftssachen 50(26), Ober###ersicherungsamt 4(), Versorgungsgericht 5(). ArEitzgericht 63(41), Landesarbeitsgericht 8(). Durch diese vielgestaltige Rechtsschutztätigkeit wureen dem Rechtsschutzburo die sofortigen Barerfolge in döhe von 40 177,76 Reichsmark gemeldet. Diese Summe verteilt sich auf die einzelnen Versicherungszweige wie blgt: Unfallversicherung 17 986,20 Reichsmark, Knappcaftswesen 12 095,33 Reichsmark, Invaliden= und Hinkerdliebenenversicherung 2983,20 Reichsmark, vertrag 5088,08 Reichsmark, Steuersachen 158,85 Reichsnark, Sonstiges 1866,10 Reichsmark. Unter der augenblicklich herrschenden Wirtschaftsmse hat der Bergmann schwer zu leiden. Dieses trifft ii recht zu, wenn er wegen seines Alters oder Invanoität nicht mehr in der Lage ist, erwerbstätig sein zu Straße 344. Hochzeit und burtstag. Stadtteil Hordel ur Neuer Kirchmeister in Hordel. An Stelle des von Hordel verzogenen Kirchmeisters August Oberdiß wurde der auf der Magdeburger Straße in Eickel (kirchlich zu Bochum=Hordel gehörend) wohnhafte Ingenieur Otto Wülfing zum Kirchmeister der evangelischen Kirchengemeinde Hordel gewählt. Stadlteil Gerthe al Kirchliches. Am Sonntag, 8. Februar, findet in der Christuskirche zu Gerthe um 10 Uhr vormittags ein Jugendgottesdienst unter Mitwirkung des Posaunenchores statt.— Die Generalversammlung des Jungmädchenvereins Gerthe wird am 10. Februar, abends 8 Uhr, in dem Jugendheim an der Heinrich= straße abgehalten.— Am Sonntag, 22. Februar, hält Pastor Lohmann in der Christuskirche seine Abschiedspredigt, verbunden mit Konfirmation und Abendmahl. Nachmittags findet die Abschiedsfeier im Saale Cöppencastrop statt..— Der Evangelische Männer= und Jünglingsverein Gerthe hielt seine Generalversammlung im Jugendheim Gerthe ab. Der frühere erste Schriftführer Stachowiak erstattete den Jahresbericht. Die Kassenverhältnisse sind gesund. Da der 2. Vorsitzende Gamper sein Amt niedergelegt hatte, wurde an dessen Stelle Stachowiak und für ihn als 1. Schriftführer Middelmann, für diesen als 1. Kassierer Alexander gewählt. Der Vorstand setzt sich danach zusammen: 1. Vorsitzender Tegeler, 2. Stachowiak, 1. Kassierer Alexander, 2. Vaginer, 1. Schriftführer Middelmann, 2. Schwekutsch, Dirigent des Posaunenchores Regelmanns, Bibliothekar Flentje, Jungscharführer Wieschemann. )°( Grippeerkrankungen in Bövinghausen. Die Zahl der Grippeerkrankungen hat in Bövinghausen in der vergangenen Woche weiter zugenommen. Auch unter den Schulkindern sind neue Fälle aufgetreten. Eine Klasse der katholischen Schule ist bereits bis zum 6. Februar geschlossen worden. Jetzt sind in zwei weiteren Klassen 40 bis 50 Prozent der Kinder erkrankt, so daß damit gerechnet werden muß, daß auch diese geschlossen werden müssen. Schon Stadtteil Harpen m. Der Schulneubau wird immer nötiger. oft ist an dieser Stelle betont worden, daß es geradezu ein Erfordernis ist, daß im Ortsteil Harpen ein Schulneubau entsteht. Als Harpen noch mit Gerthe eine Gemeinde bildete, wurden bereits die Pläne dafür aufgestellt; sie wären, wenn nicht die Eingemeindung gekommen wäre, sicher wohl schon ausgeführt. Jedes Jahr nimmt die Schülerzahl und damit die Klassenzahl zu. In dieser Woche mußten die Lernanfänger für 1931 angemeldet werden. Ein überraschendes Ergebnis ist es, wenn man hort, daß wieder zwei Lernanfängerklassen gebildet werden müssen. Das ist nun „schon das fünfte Jahr, in dem jedesmal zwei Parallelklassen gebildet werden mußten. Wie aus den Statistiken zu ersehen ist, soll in den nächsten Jahren noch so bleiben. Wohin nun mit der neuen Klasse? Die jetzigen zehn Klassen sind schon auf drei Stellen verteilt: Bockholtschule, Kirchschule und Amtsnebenstelle. Diese zehn Klassen behelfen sich sowieso schon mit acht Klassenräumen. Nun kommt die elfte Klasse dazu, im nächsten Jahre die zwölfte. Es ist bekannt, daß man schon Unterricht des Morgens und des Nachmittags abhält, da keine Räume vorhanden sind. Eine weitere Frage ist die:„Wird uns die Stadtverwaltung für die elfte Klasse eine Lehrkraft bewilligen, oder werden wieder Jahrgänge zusammengelegt?“ Hier muß Abhilfe geschaffen werden. ae Kornharpens Klagen. Die Kornharpener Straße, Verbindung zwischen dem Harpener und dem Castroper Hellweg, früher Herdeweg, ist derartig verschlammt, daß er noch kaum zu begehen ist. Die Kinder, die von den Häusern an der Ziegelei nach der Henesschule Kornharpen müssen, versinken im Schlamm. Bei der früheren Gemeinde Harpen wurde der Weg noch in Stand gesetzt, ferner richteten auch die Landwirte, als sie noch selbst Besitzer ihrer Höfe waren, ihr Augenmerk darauf. Nach der Eingemeindung zu Gerthe wurden noch die Gräben gereinigt, während jetzt nichts mehr geschieht. Eine Familie hat ihre Kinder aus der Schule halten müssen, da die Straße unbegehbar ist. Ferner treibt sich dort lichtscheues Gesindel umher, da die Straße an beiden Seiten hohe Böschungen aufweist und nicht zu übersehen ist. Ven=Siddilen=Tinden=Bahthäufen n. Auf dem Friedhof. Der evangelische neue Friedhof auf der Nettersheide, der anfangs der 90er Jahre des vorigen Jahrhunderts angelegt wurde, hat im vergangenen Jahre in seinem vorderen Drittel eine gründliche Umgestaltung erfahren. Die Aufteilung dieses Friedhofteiles durch Wege in zweckentsprechende Begräbnisfelder soll im Laufe des neuen Jahres erfolgen, so daß das Friedhofsbild am Eingang des Gottesackers auf die Besucher und Besucherinnen dann— wie beim evangelischen„alten Friedhof“,— einen freundlichen Eindruck machen dürfte. Auf dem mittleren und hinteren Teile des Kirchhofes bemerkt man leider zahlreiche Grabstätten und Gräber, deren Instandhaltung in Vergessenheit gekommen zu sein scheint. Im neuen Friedhofsteil an der Ostseite sind die Erweiterungsarbeiten vollendet. n. Der„Graffwiäg". Der uralte Lindener Leichenweg führte den Namen„Grabweg", im Volksmunde plattdeutsch„Graffwiäg". Er begann als schlechter Hohlweg in der Bauernschaft Linden zwischen dem „Groten und Kleinen Dörle“, ging über„Kesterkamp", Dr.=.=Otto=Straße: am„Trappen" vorbei erreichte der Grabweg beim Neubau Bings in Dahlhausen wieder die eben genannte Straße, um dann nach kurzer Benutzung in scharfer Biegung die frühere Ruhr=(jetzt Lewacker) Straße zu erreichen. In Dahlhausen„Am Kirchenhecke“ ging der„Grabweg“ dann weiter als Wasserweg über die Ruhr zum Friedhof nach Niederwenigern. Bei Leichenbegängnissen hatten damals die Lindener und Tahlhauser im Sommer und im Winter mit Hitze und Kälte, Regen und Schnee usw. zu kämpfen. Das waren bei der großen Entfernung und bei den schlechten Wegeverhältnissen Hindernisse, die die heutige Generation bei den schön ausgebauten Strasen des Stadteils Linden=Tahlhausen kaum noch zu würheutige Generation bei den schön ausgebauten Straßen ausbau in Linden= Dahlhausen fast ganz von der Bildfläche verschwunden. Nur in Dahlhausen am„Trappen“ vorbei ist im unteren Teil nach ein Stuck des uralten Grabweges erkennbar zwischen den hohen schungen. In letzter Zeit hat die Wegeverwaltung diesen engen Straßenzug bis zur Mündung auf die Dr.=.=Otto=Straße schön durch Instandsetzung hergerichtet, so daß„man auf roter Asche bequem die Höhe zum„Trappen ersteigen kann. Da aver, wo das alte, baufällige Häuschen stand, hat man Erde auffahren lassen und alles schön geebnet, so daß das Ganze auf den Wanderer einen freundlichen Eindruck macht. Wie verlautet, wird hier demnächst ein Wohnhaus erbaut, das eine Zierde der Gegend bilden soll. * Nothilfe. Bei dem Liebeswerk, von dem wir unter der Ueberschrift„Nothülse“ in der letzten Montag=Ausgabe berichteten, handelt es sich um den Vaterländischen Frauenverein vom Roten Kreuz, Linden. Stadtteil Weitmar * Aus der evangelischen Gemeinde Weitmar. Auf Beschluß des Prebyteriums sind die Konfirmationen, wie folgt, festgesetzt worden. 1. Bezirk Weitmar: Prufung am Mittwoch, dem 18. März: Konfirmation am Sonntag, dem 22. März, im Frühgottesdienst. 2. Bezirk Bärendorf: Prüfung am Donnerstag, dem 19. März: Konfirmation am Sonntag, dem 22. März, im Hauptgottesdienst. 3. Bezirk Eppendorf; Prüfung am Mittwoch, dem 25. März, Konfirmation am Sonntag, dem 29. März, im Frühgottesdienst. 4. Bezirk Weitmarmark: Prüfung am Donnerstag, dem 26. März; Konfirmation am Sonntag, dem 29. März im Hauptgottesdienst. Stadtteil Stiepel ** Wie ist es mit dem Ausbau des Lottentals? Wiederholt wurde im„B..“ auf den unhaltbaren Zustand im Lottental hingewiesen. Wenn ein ordentlicher Ausbau wegen der schlechten Finanzen nicht sogleich erfolgen kann, so sollte man doch den Fußgängersteig so ausbessern, daß man ihn ohne Lebensgefahr begehen kann. Hunderte von Bergleuten müssen große Umwege machen, bis sie zur Arbeitsstätte gelangen. Eine Basaltsplittdecke und Sand oder Asche genügen einstweilen. Dann würden auch die Städter nicht zurückschrecken vor einem Spaziergang ins Lottental, der einzigen Erholungsstätte im Süden, in der kein Benzingestank die Luft verdirbt. n Volkstrauertag. Die hiesige Ortsgruppe der Deutschen Kriegsgräberfürsorge wird auch in diesem Jahre am Volkstrauertag eine öffentliche Gedenkfeier am Ehrenmal vor dem Verwaltungsgebäude veranstalten. Es wirken mit die Kavelle der freiwilligen Hohe] Feuerwehr und der Gesangverein„Einigkeit". Die Gefrüher dächtnisrede hat Pfarrvikar Plitt übernommen. Ausbesserung dem starken Verkehr ganz und gar nicht gewachsen. Der Zustand der Straße ist heute schlimmer denn je, und sofortige Abhilfe tut dringend not.— Auch der Zustand der Friedrich=Geisel=Straße am Knappschaftskrankenhaus läßt viel zu wünschen übrig. Die vorhandenen Aschenburgersteige sind infolge ihrer abfallenden Lage nur schwer begehbar, da man, zumal bei Regenwetter, Gefahr lauft, abzurutschen. Der Fußgänger ist daher gezwungen, die Straße selbst zu benutzen. Hier aber fehlt die Aschendecke, die mit der Zeit ,von Regen, fortgewaschen wurde, und das Gehen auf den herausstehenden spitzen Steinen ist kein Vergnügen. Besonders für die Fußkranken, die diese Straße vom Krankenhaus zur Straßenbahn benutzen müssen, ist dieser Zustand recht unangenehm. er Verkehrsunfall. Auf der Hörder Straße ereignete sich am Dienstag ein Verkehrsunfall. In der Nähe der Bömmerdelle verlor ein Automobilführer infolge Reifenschadens die Gewalt über seine Maschine und fuhr mit voller Geschwindigkeit gegen einen Chausseebaum. Personen wurden glucklicherweise nicht verletzt, während der Lieferwagen, der einer rheinischen Firma gehört. abgeschleppt werden mußte. Aus dem Gerichtssaut Rücksichtsloser Kraftfahrer verurteilt § Dortmund. 5. Februar. Einen sensationellen Ausgang nahm ein Prozeß vor dem erweiterten Dortmunder Schöffengericht, vor dem sich der in Rheine geborene 28 Jahre alte Kraftwagenführer Heinrich Bruning wegen fahrlässiger Tötung und Führerflucht zu verantworten hatte. Am Abend des 2. Februar v. J. war die auf dem Heimwege befindliche aus vier Köpfen bestehende Familie des Maurers Heinrich Wiemann aus Hemmerde auf der Provinzialstraße Unna=Marl von einem unerkannt gebliebenen und dahersousenden Automobil angefahren worden. Die Folgen waren schrecklich. Als Frau Wiemann wieder zum Bewußrsein kam, fand sie neben dem wie durch ein Wunder unversehrt gebliebenen 3½jährigen Sohn die Leiche ihrer acht Jahre alten Tochter. Der Vater Wiemann war etwa 30 Meter weit mitgeschleift und so schwer verletzt worden, daß er auf dem Transport zum Krankenhaus verstarb. In der Folgezeit wurde Brüning, der mit seinem Kraftwagen um die fragliche Zeit die Unfallstelle passiert hatte, unter dem dringenden Verdacht der Täterschaft verhaftet. Er leugnete zwar die Tat, doch spnachen am Auto vorgefundene Haare, anscheinend von Menschen herrührend, für das Gegenteil. In der ersten Verhandlung blieb Brüning beim Leugnen der Täterschaft, so daß das Gericht Vertagung und Herbeiführung eines Gutachtens über den Ursprung der vorgefundenen Haare beschloß. Kurze Zeit später legte Bruning in einem Brief an den Vorsitzenden des Gerichts ein Geständnis ab, da seine Ueberführung als sicher galt. Die Untersuchung der Haare ergab, daß es sich nicht um Menschenhaare, sondern um solche von einer Wolldecke handelte, die in dem Wagen gelegen hatte. Brüning wurde wegen fahrlässiger Tötung und Führerflucht zu 1 Jahr 9 Monaten Gefängnis verurteilt. „Glauben Sie, daß ich rauche, Herr Präsident?“ § Münster, 5. Februar. Erna Engelbrecht aus Enger stand vor dem Amtsgericht wegen Hehlerei. „Haben Sie die Zigaretten von den Männern angenommen?“—„Ne, det habe ick nich. Ick rauche jarnich. Einmal habe ick's versucht, da wurde mir ganz schwummelig. Mich geht keinen Zug über die Lunge. Glauben Sie denn, daß ick rauche, Herr Präsident?"— Ein Zeuge:„Erna hat doch geraucht!"— Angeklagte: „Mensch, Heini, ick bin sprachlos über dir. Machst'e mich das wohl an meinem Herzen antun, wo ick dir so liebe, auch heute noch?“ Heini mochte das wohl mit Recht. Urteil: Vier Wochen Gefängnis für Erna, die „Nichtraucherin“. entstehen dann erhebliche Schwierigkeiten, honnen. die im verden müssen. Die Organisation Mit gutztätigkeit steht ihm beratend und helfend zur Seite. Stadtteil Altenbochum b Vereinsleben der Liebfrauen=Pfarrei. Die Marianische Jünglingssodalität wählte in ihrer Jahresversammlung folgenden Vorstand: Präfekt Hans Nelde und Fr. Graf, Schriftführer H. Strätling und Joseph Nottebaum, Kassenwarte Alfons Schweißthal und Joseph Beine. Jahres= und Kassenbericht ließen eine ersprießliche Tätigkeit im letzten Jahre erkennen.— Die Deutsche Jugendkraft wählte ihren bisherigen Vorstand wie folgt wieder: Abteilungsleiter Milles und Cremer, Geschäftsführer Grosche und Milles, Kassenwart Kestermann. Auch die Obleute für die einzelnen Sportgattungen wurden größtenteils wiedergewählt. Seit dem Weggang von Vikar Schilling ist Vikar Wiemann Vorsitzender.— Die Vorstands=Ersatzwahl im katholischen Bergmannsverein ergab als ersten Schriftführer Hacker. als zweiten Kassierer Leuniger, als Beisitzer Wieseotte und Salzmann. Auch die anderen Wahlen fanden glatte Erledigung. Der Verein kann in diesem Jahre auf ein 40jähriges Bestehen zurückblicken. Das Sterbegeld wurde für dieses Jahr wieder wie für das vergangene festgelegt.— Die Altenbochumer Ortsgruppe des Kreuzbundes (V. a..) erkor sich für dieses Jahr folgenden Vorstand: als Vorsitzende Böckmann und Finnemann, als Schriftführer Meischen und Martini, als Kassenwarte Kriegel und Feldkamp. Der Jahresbericht und dem Kassierer EntLeichte Schneefälle Wetterbericht der Essener Wetterwarte vom 5. Februar. Die russische Kaltluft hat heute auch ganz Frankreich überflutet. Nur die Küstengebiete haben unter dem Einfluß der Wassertemperaturen noch wenige Grade über null. Verbreitet sind im Bereich der Kaltluft leichte Schneefälle niedergegangen. Die gestern erwähnte Divergenzlinie hat sich über England etwas weiter nach Süden verlagert, so daß heute ganz Irland wieder von maritimer Warmluft überflutet wird. Die westlichen Küstenstationen von England melden vielfach Regen. Ueber dem Ozean westlich von Irland liegt ein kräftiger Sturmwirbel, auf dessen Rückseite jedoch schon wieder kühle Luftmassen bis etwa 50 Grad nördlicher Breite vorgerückt sind. Vorhersage für Freitag: Fortdauer des wolkigen bis beiteren Frostwetters. Vereinzelt noch immer leichter Schneefall. Wahrscheinliche Weiterentwicklung: Wenig Aenderung, Temveraturen etwas ansteigend, aber unter null. Barometer 7 Uhr 760.0 24. 758 Donnerstag, 5. Febr. Thermometer 13 Uhr—.20 24"—20 Streitverfahren ausgetragen mit ihrer Rechtsliche Schwierigkeiten, wurde zur Kenntnis genommen und dem en und entschieden lastung erteilt.— Die Pfarr=Ste dollk, Die täglichen Verkehrsunfälle. Am Mittwoch abend #eüte ein Motorx etts ein Motorradfahrer die Kurve an der Hofsteder Juzsch nehmen. In der Kurve geriet das Motorrad ins # burdg 4 110 kam auf den Bürgersteig. Ein Passant Fucde gefaßt und einige Meter weit fortgeschleudert, P daß er besinnungslos liegen blieb. Der Motorradenter wurde in großem Bogen auf den Bürgersteig schperg g“# er erlitt im Gegensatz zu dem Passanten Koptverletzungen.— Ein Lehrling von der Wiegehauser Straße gcriet mit dem Vorderrade seines auf dem Südhellweg in die Schienen der StraßenVon, stürzte und zog sich erhebliche Verletzungen zu. Stadtteil Riemie „“ Berufsjubiläum. Der Elektromeister Heinrich 'geding vom Schachte 1 und 2 der Zeche„Con*.“ d. Gr.“, wohnhaft Emscherstraße 27, steht heute Jahre im Dienste der Zeche. ###rt Dreifache Feier. Das Fest der Silberbochzeit een die Eheleute Johann Siewert, Herner erbekasse St. Barbara hat nach dem Jahresbericht über 1400 Mitglieder. Im letzten Jahre starben 19 Mitglieder. Der bisherige Satz an Sterbegeld(180 Mark) nebst den kirchlichen Bestattungskosten wurde für das Geschäftsjahr beibehalten. Nach dem Kassenbericht ist nach Einnahme und Ausgabe ein Bestand von rund 3550 Mark vorhanden. Die statutengemäß ausscheidenden Vorstandsmitglieder wurden in der bei Drewermann abgehaltenen Jahresversammlung einstimmia wiedergewählt; zu Kassenprüfern wählte man die Mitglieder Beiske und Wickenburg. Den Vereinsfunktionären widmete der Vorsitzende ein herzliches Dankwort für die im letzten Geschäftsjahr geleistete Mühewaltung. Stadttell Laer 2 Im Silberkranz. Am Sonntag feiern die Eheleute Reichsbahnsekretär Wilhelm Kirchner, Hemkestraße, das Fest der silbernen Hochzeit. 2 Mehr Licht. Die Beleuchtung in Laer, hauptsächlich auf der sehr belebten Wittener Straße, ist sehr mangelhaft, die gute Beleuchtung hört vor der Wirtschaft Stodt auf. Zwischen der evangelischen Kirche und der Westerholtstraße fehlt sie ganz. Daß da nicht mehr Unglücksfälle vorkommen, ist ein Wunder, weil dicke Bäume in der Mitte des Bürgersteiges den Fußgangerverkehr stark behindern und teilweise zum Betreten der an sich schmalen Fahrstraße zwingen. 2 Bodensenkungen. Infolge den vielen Wühlereien an den Straßenseiten bilden sich Bodensenkungen, die teils von der Stadt, teils von der Zeche angefüllt werden. Seit längerer Zeit befindet sich in der Einfahrt von der Wittener Straße in die Straße„Am Pallenberg“ ein Loch, das anscheinend übersehen wird. Die Stelle ist schlecht beleuchtet und hauptsächlich für dort einfahrende Motorradfahrer sehr gefährlich. rs Konfirmationstermine. Während im vergangenen Jahre die Kinder des ersten Pfarrbezirks den Reigen der Konfirmationsfeiern eröffneten, beginnt in diesem Jahre der zweite Pfarrbezirk. Die Prüfuna der Konfirmanden findet am Sonntag, dem 8. März, statt, am folgenden Sonntag, dem 15. März, ist dann die Konfirmation und Abendmahlsfeier. Die Prüfung der Konfirmanden des ersten Pfarrbezirks findet am Sonntag, dem 22. März, statt; am Sonntag, dem 29. März, ist deren Einsegnung mit Abendmahlsgang. Stadttell Werne er Im Silberkranze. Das Fest der silbernen Hochzeit begehen am heutigen Tage die Eheleute Thomas Loks, Werne. Auf der Scheffeln 88. er Bürgerschützenverein. Am letzten Sonntag fand auf dem Scheibenstand an der Zeche„Vollmond“, ein Schießen der 1. und 2. Kompagnie statt, das, wie früher, ein lebhaftes Bild entwickelte. Ueberraschend gut waren die Schußergebnisse, selbst 36 Ringe wurden geschossen, und eine Reihe von Schützen erzielte die beachtliche Zahl von 35 und 84 Ringen. Die 3. Kompagnie veranstaltet am Samstag dieser Woche einen Familienabend im Gasthof Berg. Werner Hellweg, die 1. Kompagnie folgt am 15. Februar. er Aus dem Kurzschriftenverein. Die erste Versammlung dieses Jahres brachte im Vereinsheim Wwe. Kersten einige wichtige Besprechungen. Vier neue Mitglieder wurden eingeführt. Die vom Vorstand in Vorschlag gebrachten neuen Beitragssätze betragen.40 RM. für Berufstätige und für=Schüler und Erwerbslose 20 Pfennig. Weiter beschloß die Versammlung, die Bibliothek auszubauen. Stadtteil Langendreer st Reparaturbedürftige Straßen. reits vor einiger Zeit darauf hingewie Uemminger Straße in einem se stande befinde. Daraufhin hat das bauamt die vielen Schlaglöcher mit Kleinsplitt und Teer ausfüllen lassen. Wie sich aber schon nach kurzer Zeit herausstellte, ist die gewählte Wetterhäuschen im Stadtpark 117 m über dem Meeresspiegel (2 Aufg..32, Unterg. 16.57; C Aufg. 22.01, Unterg.10 Schneebericht Wir haben besen, daß sich die hr schlechten Zustädtische Straßeneinem Gemisch von Die heutige Nummer umfaßt 14 Seiten aan ernen Mäle D. 15: Muß die Kuh geben (Der Brotverdiener) Komödie in 3 Aufzügen von W. Somerset Maugbam. Samstag, 7. Fedr., 19 bis geg. 23 Uhr. Zum letzten Male! C. 16 und Wahlvorstellung für alle Ringe: Der Ring des Nibelungen Erster Tag: Die Walküre in 3 Aufzügen von Richard Wagner. Tischbestellung, erb Telephon 68301. Sämtl. führend. Biere in Siohon oolorn zu haben ## im(205 Senmig 1 md Sorumtraße 45.) Bundeskegelbahn Dienstags abends zu vergeben. Restaur. Hahnefeld, Hermannsböde. S stet SEDERIRAM Täglich s u..15 Uhr 8 ArrnAKTIONEN die jeder gesehen haben mus, u. a RECHA 2 BALDWINS KUNSTVEREIN ?? Montag, 8. Februar. 20 Uhr. im kl. Saal des Städt. Parkhauses VORTRAG MIT LICHTBILDERN von Dr. Oskar Schürer(Prag) über: „DIE STADT ALS KUNSTWERK“ EIntritt für Mitglieder frei Erwachs..00 Schüler 0,75 Graue Haare verschwinden rasch aus(2548 natürliche Weise ohne Färben durch „ Haar wie fleue Fl. zu.80,.50 und extra stark.— Stadt-Drogerie Bochum, Vongardstraße 10. Drogerie z. Altstadt, Gr. Beastraße 11. schwarz, wenig gebraucht, zu günstig. Beding. abzugeben. Rebbert Pianohandlung, Griesenbruchstr. 12. Konzerthaus Strauch Inhaber: Richard Wange, kierner Straße 53 Heu ": Großes Kappenfest mit Tanz Stimmung und Humor verbürgt die beliebte Hauskapelle mit S Loo Sander Gemütlicher Familienaufenthalt Sochum, Marienstraße 14— one Harry Liedtke Peggy Normann Hermann Picha Der große Lustsplelertolg! Achtung, Falschmünzer! Wese schmniten. Ssnss Geksmoten-Pollzeiseltzels Freitag bis Montag 8 Uhr, Sonntag ab 6 Uhr Jugendvorstellung: Sonntag.30 Uhr L Lidnspiele Preitag bis Montag, 5 und 8 Uhr Die weißen Rosen von Ravensberg Ein ergreitendes Spiel von tiefem Leid und spätem Glück Mikosds rüdd ein! Endlose Lachstürme! Der beste Kasernen hofschwank Lustsple! Kulturtilm Sonntag..15 Uhr: große Jugendvorstellung sprich. eht ES SPTIC „#kiehlebt Ee 9reb„4 * WOG se. Fims Hen Fehen h0. e au Se int dem en„denen Ger uhtelieg bun- ugend. S. ihrer benteuern in mnden Landen We von erSchüttert von den e4he De vermittelt. Ein Tonfilm in deutscher Sprache Es ist das aufregendste Dokument aus der afrikanischen Wildnis. In Bild und Ton erfährt man die gefahrvollen Abenteuer der kühnen Forscher, ihren Kampf mit der Natur, mit blutdürstigen Bestien. Man erlebt die unbeschreibliche Schönheit unberührter Lande, die tausendfältige Tierwelt im Kampf um's Dasein, die Schrecken der Landplagen, das primitive Leben der Urvölker im undurchdtinglichen Urwald Was schreibt die Presse des In- und Auslandes? -Uhr-Abendblatt vom 23. Dezember 1930: Afrika spricht! Ein Film, wie wir ihn nie sahen! Angesichts dieses abenteuerlichen Films, der bisher völlig Unbekanntes und nicht für möglich Gehaltenes ins Licht des Bildes reißt, bleibt dem Kritiker nichts übrig, als marktschreierisch auszurufen:„Hereinspaziert, meine Herrschaften!. Hier ist für jedermann mit eigenen Augen zu sehen, mit eigenen Ohren zu hören das innerste Atrika, dessen Geheimnisse selbst den kühnsten Forschern verschlossen blieben. Dally Review vom 19. September 1930: ... dieser Film ist ein ganz großes Erlebnis. man könnte stundenlang von diesen Naturwundern Afrikas berichten. Es ist ein außergewöhnliches, aufrüttelndes Erlebnis, das noch tagelang nachher im Bann hält. Wir gratulieren allen, die das Glück haben, den Film zu sehen. The San Francisco News vom 8. September 1930: ... die außerwöhnlichsten Szenen, die je in einem Film aufgenommen wurden, es ist der größte Film, der je gedreht wurde.. niemand sollte den Film versäumen. Dabard-Peesch in Parlip in 42 ragen 93997 soaucher, da noch täglich ausverRekord-Besden MBeilil kaft, wird noch mit einer Lautzeit von—8 Wochen gerechnet Außerdem ein besonders interessantes Beiprogramm Aufführungszeiten: 4, 6 und 8 Uhr- Sonntag ab 3 Uhr Jugendliche haben keinen Zutritt B uis Im Parthaus(großer Saal) spricht am Sonntag, dem 8. Februar, vormittags 10 Uhr, in 9 öffentlicher Versammlung für die Radikaldemokratische Partei Parteivorsitzender, Rechtsanwalt Braubach(Berlin) über: „Unser Kampf für die zweite Republik“. Freie Aussprache Ein doten diadger trinkfrisch, z Ganzk. 10 Stück 70 Pfg. 10" 80„ 10„ 95„ Nur frische Ware! Seelm. Spezial=Gesch. Rottstr. 89 Perseriane Zentner 1,10 Ml., liefert frei Bestesl. unter. 2. M. 91090 an die Gesch. Wir verkaufen aus unseren Beständen mehrere feinste Stuttgarter Zimmer=Sinrichtungen in Sdelhölzer, Schlaf-, Speise-, WDohn- u. Herrenzimmer zu und unter Fabrikpreis ich bitte um Besichtigung Wifh. Köflermann jun. 12.24 s. Bellage zum Bock umer Anzeiger u. Gen. Anzeiger Handel- Gewerbe-Indultrie Nr. 31 38. Jahrgang Freitag, 6. Februar 1931 2 Prozent Dividende weniger beim Stahlverein 21,41 Millionen Mark Reingewinn weniger— Starker Rückgang der offenen Abschreibungen Abnahme der Liquidität Rheinische Handel Braunkohlen zu erhöhten Kursen im Terminwerte Das große Rätselraten der Börse um die vermutliche Höhe der Stahlvereinsdividende hat mit der gestrigen Aufsichtsratssitzung der Ver. Stahlwerke sein Ende gefunden. Hatte man noch in der vergangenen Woche auf eine unveründerte Dividende von 6 Prozent gehofft, so waren die Erwartungen in den letzten Tagen bereits auf 4 bzw. 5 Prozent zurückgeschraubt worden, und das Ergebnis der Aufsichtsratssitzung hat diesen Kreisen recht gegeben. Die Dividende, die in den letzten Jahren immer auf der Höhe von 6 Prozent gehalten vorden war, hat eine Verminderung auf 1 Prozent erfahren. Daraus ergibt sich, daß die Gruppe um den Mehrheitsaktionär Flick, die sich, wie gemeldet, für eine unveränderte Dividendenhöhe einsetzte, unterlegen ist. Unterzieht man die Abschlußziffern einer eingehenden Würdigung, so entspricht die Verminderung der Dividende um ein Drittel etwa dem Verhältnis des zurückgegangenen Reingewinns. Streicht man jedoch die aus dem Vorzahr übernommenen.372 Millionen Reichsmark von dem diesjährigen Reingewinn ab, dann ergibt sich Hlar, daß die Dividendenverminderung eine noch stärkere hätte sein müssen. So liefert auch der Stahlvereins-Abschluß ähnlich wie der von Krupp einen eindeutigen Beweis für die starke Belastung infolge der schlechten Konjunktur und der hohen Unkosten.„ VIastabnung ENach der Gewinn- und Verlustrechnung ging der Rohüberschuß von 284.76 Millionen Reichsmark im Vorjahr auf 262.21 Millionen Reichsmark zurück. Davon erforderten Anleihezinsen 33,66(34.03) Millionen Reichsmark, soziale Aufwendungen 54,74(57.10) Millionen Reichsmark und Steuern den fast unveränderten Betrag von 61,77(61.57) Millionen Reichsnark. Abschreibungen wurden in Höhe von 80.75 (83.52) Millionen Reichsmark vorgenommen. Es verbleibt einschließlich.37(4,17) Millionen Reichsmark Gewinnvortrag aus dem Vorjahre buchmäßig somit ein verringerter Reingewinn von 35,66 (52,70) Millionen Reichsmark Gegenüber dem letzten Jahr werden danach rund 1 Millionen Reichsmark weniger ausgewiesen, wobei außerdem noch berücksichtigt werden muß, daß vieder rund 3 Millionen Reichsmark weniger abgeschrieben worden sind. In der Bilanz(in Millionen Reichsmark) erscheinen bei unverändert 800.-K. und 80 gesetzlicher Rücklage Anleihen nach normaler Tilgung mit 494,30(504.15), aufgewertete Anleihen und Hypotheken mit.93(10.22), Wohlfahrts- und Unterstützungskassen mit 7,09(6,72), Sparguthaben von Verksangehörigen mit 16.75(15.). Langfristige Verpllichtungen erhöhten sich auf 145.65(120.56), Warenschulden und sonstige kurzfristige Verpflichtungen auf 157.05(116.00), Rembours-Kredite auf 26.26(20.98), Banksch iden auf 23.08(10.69) und Anzahlungen der Kundschaft auf 12.59(.03). Rückständige Löhne betragen 18.20(23.19). Rückstellungen für Ofenerneuerungen usw. 84,03(95.43), Abschreibungen auf Werksulagen haben sich um 80,75 erhöht, so daß insgeumt seit Gründung der Gesellschaft für Abschreibungen 362.69(281,94) aufgewandt worden und. Auf der Aktivseite ermäßigten sich Forderunmauf 163.05(204.10), Bankguthaben auf 70.09(76.14). lüssige Mittel betragen 11.51(11.15). Warenbestände degen auf 269.69(190.82), Beteiligungen und Wertppiere auf 317.79(289.28), Bergwerks- und Hüttenulagen stehen mit 1439.33(1372.17) zu Buche. Bei dem Zugang von 67 Millionen Reichsmark bei Bergw.- und Hüttenanlagen handelt es sich in der Hauptsache um Neuanlagen, weiter um Rückerwerbung der Bochumer Stahlindultrie von den Deutschen Edelstahlwerken. Der gesamte Vert der Anlagen steht heute etwa mit der gleichen Summe(1076,64 Millionen Reichsmark) zu Buch, wie in der Bilanz vom 1. April 1926(Gründungsjahr). Die Zugäuge seitdem betragen rund 860 Millionen Reichsnark, die Abschreibungen 362 Millionen Reichsmark. Der Zuwachs auf dem Konto„Beteiligungen“ ergibt sich aus dem Erwerb der verschiedenen Mehrheitsbeteiligungen, wie bei der Rewag. Wittener Guß, Friedrichshütte, Ruhrstahl.-G. usw. Bei der Zunuhme der Warenbestände tritt der Rückgang der Konjunktur in die Erscheinung, die m einer Zunahme der Rohstoffvorräte(Kohle, Koks, Erze) führen muß. Dieser Umstand führt auch zum Rückgang der Außenstände. Bankguthaben und Wechsel haben sich wenig vermindert. Die Verminderung der Anleihen ergibt sich aus der planmäßigen Tilgung. Die Steigerung der langfristigen Verpflichtungen erklärt sich aus neuen Verpflichtungen aus Restkaufgeldern für Neuerwerbungen, Beteiligungen usw. Die Erhöhung der Warenschulden entspricht der Vermehrung der Warenbestände auf der gegenüberliegenden Seite. Anzahlungen der Kundschaft schwanken je nach dem Vorliegen gröBerer Aufträge. Die Rückstellungen haben sich dadurch vermindert, daß ein Teil der Rücklagen für den vorgesehenen Zweck verwendet wurde. Die Zunahme der Warenschulden und kurzfristigen Verpflichtungen ist zum Teil auf die holländische Anleihe des Phoenix zurückzuführen, die einstweilen bei den Vereinigten Stahlwerken liegt, weil die bestimmten Plünc, für die diese Anleiho aufgenommen wurde, zurückgestellt worden sind. Die gesamte Bflanzsumme betrügt 2 278 885000 Reichsmark gegenüber 2 145 792000 Reichsmark im Vorjahre. Hauptversammlung am 18. März. Weiterer Rückgang des Kohlenabsatzes Der Versand für Rechnung des Rheinisch-Westfälischen Kohlensyndikats hat sich im Januar wieder dverschlechtert; er stellte sich nach den vorläufigen Ergebnissen auf arbeitstäglich 224000 Tonnen gegenüber 237000 Tonnen im Vormonat und 260 000 Tonnen im Januar 1930. Auf das unbestrittene Gebiet entfielen 108 000(119 000 Tonnen im Vormonat), auf das bestrittene Gebiet 116000 Tonnen(118000 Tonnen). Die Haldenbestände auf den Zechen haben im ganzen nicht zugenommen; sie beliefen sich Ende Januar auf rund 85 Millionen Tonnen(einschließlich Koks und Briketts, in Kohle umgerechnet) wie Ende Dezember. Die Bestände an Kohle, die bis Mitte Januar etwas verringert werden konnten, bewegen sich seitdem wieder in ansteigender Richtung. Auch die Koksbestände, die mit geringen Schwankungen ziemlich unverändert gebliehen waren, haben sich gegen Ende des Monats wieder vergrößert. Quer durch die Wirtschaft Der Güterumschlag In den Häfen der Industrie- und Handelskammer zu Bochum betrug im Jahre 1930 8 811 243 Tonnen gegenüber 7 558 234 Tonnen 1929, davon im letzten Vierteljahr 1930 2 766 675 Tonnen gegenüber 2020 748 Tonnen im gleichen Zeitraum 1929. * Im Konkurse Küchel-Rothmann wurde beschlossen, einen Betrag von 670000 Reichsmark an die Gläubiger auszuschütten Voraussichtlich erhalten hiervon die nicht bevorrechtigten Gläubiger, soweit ihre Forderungen festgestellt worden sind, eine Abschlagsquote von 5 Prozent. Die Ausschüttung dürfte Anfang März erfolgen. * Eine der größten Möbelfabriken in der Oeynhauser Gegend, die Franz Ottensmeyer-AG. in Oeynhausen, hat jetzt ihre Zahlungen vollkommen eingestellt und ihren Betrieb geschlossen. * Ueber das Vermögen der Maschinenfabrik J. Schröder In Oedingen bei Grevenbrück wurde der Konkurs eröffnet. * Die Stärkefabrik Felix Battig In Bielefeld hat ihre Zahlungen eingestellt. Man ist zurzeit mit der Aufstellung eines Status beschäftigt. Im Januar ist Deutschlands Emissionstätigkeit an den ausländischen Kapltalmärkten, die sich bereits in den 1beiden letzten Monaten des vergangenen Jahres auf die Unterbringung von je einer kleineren Kirchenanleihe in Holland beschränkte ganz ins Stocken geraten, obgleich dieser Monat an sich im Hinblick auf den Anlagetermin als eine der lebhaftesten Emissionsperioden des Jahres zu gelten hat. Im Laufe des Januar sind an den Frachtenmärkten keine besonderen Veränderungen eingetreten. Die Zahl der aufgelegten Dampfer hat zugenommen, und schätzungsweise sollen mindestens 1° Prozent der Weittonnage außer Verkehr sein. Unter diesen Umständen dürfte auch mit einer wesentlichen Besserung der Marktlage, die den Dampfern wieder Verdienstmöglichkeiten schafft, vorläufig nicht zu rechnen sein. * Zwecks Fabrikation von Gas- und Kohlenberden. GasHeiz- und Badeöfen in den Räumen der in Liquidation befindlichen Eisenwerke Gaggenau AG. wurde die Eisenwerke Gaggenau G. m. b. H. mit einem Kapital von 150 000 Reichsmark gegründet. * Die seit 1892 bestehende Bankfirma J. Herrmann in Würzburg hat ihre Zahlungen eingestellt. Die Ursache hierfür ist in auswärts erlittenen Verlusten sowie in dem Rückgang der Börsenkurse zu schen. * Der stellvertretende Präsident der Preußischen Zentralgenossenschaftskasse in Berlin, Gehelmer Oberfinanzrat Wilhelm Gläser, starb am Mittwoch in Berlin. * Das von Dr. Mayer erfundene neue deutsche Verfahren zur Verbilligung des Brennstoffs durch eine Mischung von Benzin mit Alkohol und Aether ist nun auch von einer englischen Gruppe erworben worden, die unter der Leitung des früheren Direktors der Russischen Oel-Produkte, Terakapoff, den Verkauf in England organisieren will. * Die Schwedische Reichsbank hat den Wechseldiskont von 3½ auf 3 Prozent mit Wirkung ab 6. Februar herabgesetzt. * Nach Siam transportiert wird eine komplette Zündholzfabrik des schwedischen Zündholz-Trustes, womit Herr Kreuger also auch das Zündholz-Monopol für Siam erlangt haben wird. * Die amerikanische Automobilfabrik General Motors weist einen von 248 Millionen Dollar im Vorjahr auf 151 Millionen Dollar zurückgegangenen Reingewinn aus. * Das Wirtschaftsministerium der Vereinigten Staaten teilt mit, daß 1336 amerikanische Banken im Jahre 1939 in Zahlungsschwierigkeiten gekommen sind. Die Verpflichtungen dieser Banken betrugen mehr als 900 Millionen Dollar Linoleum-Ueberfremdung Wermtiecien Nach einer Meldung der„Weser-Zeitung“ ist es einem Konsortium deutscher Banken gelungen, die Gefahr der Ueberfremdung der Deutsche Linoleum-Werke.-G. abzuwenden und den bestimmenden Einfluß in der Confinentalen LinoleumUnion zu retten. Bekanntlich bestand die Gefahr, daß aus dem Besitz von Generaldirektor Heilner ein schwach gewordenes Aktienpaket, das den Majoritätseinfluß auf die Deutsche Linoleumwerke.-G. sichert, für holländische Rechnung durch die N. V. Nederlandsche Linoleum Fabriek, Krommenie, erworben wurde. Börlen v. 5. Februar Newyork, Anfang: Wieder unregelmäßig. Amsterdam: Unregelmäßig und eher schwächer. Brüssel: Gut behauptet. London: Unregelmäßig. Paris: Höhere Anfangskurse nicht voll behauptet. Malland: Nicht einheitlich. Wien: Freundlich. Zürich: Fest. Berlin: Kaffamarkt felt, Terminmärkte schwankend Zu Beginn des offiziellen Verkehrs machte sich eine etwas stärkere Unsicherheit bemerkbar, die ihren Ausgang vom Markte der Stahlvereins-Aktien nahm. Die Depositenkassen-Kundschaft hatte zwar weitere Orders hergelegt, und auch aus dem Reiche und dem Auslande war eher Kaufneigung festzustellen, die großen Deckungen blieben aber aus und die Umsatztätigkeit war nicht ganz so groß wie gestern. Die Spekulation selbst wurde zu Realisationen und Gewinnmitnahmen veranlaßt, da man einerseits die politische Ruhe durch das Stahlhelmbegehren auf Auflösung des Landtages gestört glaubte, und andererseits schon zu Beginn der Börse ziemlich positiv verlautete, daß man sich für eine nur 4prozentige Dividendenausschüttung beim Stahlverein entscheiden werde, und daß die Abschlußziffern entsprechend ungünstiger seien. Dies hinderte jedoch nicht, daß sich die ersten Kurse gegen gestern mittag immer noch überwiegend 1 bis 2 Prozent höher stellten, und daß besonders einige Nebenwerte mit Plus-Plus-Zeichen erschienen. Andererseits waren im Zusammenhang mit den herabgestimmten Dividendenhoffnungen beim Stahlverein Phönix und Gelsenkirchen bis zu 2 Prozent gedrückt. Auch im Verlaufe gaben die Stahlvereinswerte weiter nach und die Tendenz wurde allgemein etwas schwächer. Trotzdem später die nur 4prozentige Dividende bestätigt wurde, setzte sich doch ausgehend von Farben und Siemens, allgemein eine Erholung durch, da die Börse unter dem Einfluß festerer Auslandsmeldungen zu Deckungen schritt. Eine ganze Reihe von Papieren erzielte daraufhin gegen den Anfang 1- bis 2prozentige Kursgewinne. Anleihen ruhig. Neubesitz schwächer. Tagesgeld erfuhr eine Ermäßigung auf 5¾ bis 7¾ Prozent, vereinzelt 5½ Prozent, die übrigen Sätze blieben unverändert. Die Tendenz am Kassamarkt war heute ausgesprochen fest, an fast allen Märkten konnte man Publikumskäufe beobachten. Ueberwiegend ergaben sich 1- bis Sprozentige Besserungen, denen nur vereinzelt Abschwächunen im selben Umfang gegenüber standen. Die feste Haltung des Kassamarktes wirkte auf die ganze Börse, zumal man weitere Auslandskäufe beobachten wollte. Gegen Schluß schritt die Spekulation jedoch an den Terminmärkten wieder zu Gewinnmitnahmen, so daß die im Verlaufe erzielten Gewinne meist wieder verloren gingen. Vereinzelt waren jedoch noch zirka einprozentige Besserungen gegen Aufang festzustellen. Die Terminmärkte schlossen uneinheitlich. Eflen: felt Die Aufwärtsbewegung machte an der heutigen Essener Börse weitere Fortschritte. Auf dem Terminmarkt kam es zu lebhaften Umsätzen in Wintershallaktien, die auf gestriger Basis einsetzten und im Verlauf weitere 2 Prozent gewannen. Ferner waren noch Mannesmann, Rheinstahl, Ver. Stahlwerke und „schersieben Barmer Bankverein Oarmst.-.Nat.-Bk. 0s--Bank... Essen. Steinkohlen Feldmöhle Papisr Geisenberg Goldschmidt Harpener Bergbau soesch darstadt.... .2. 55.75 64.75 54.75 135.50 67.50 158.— 201.— 56 25 139 50 120.— 6. 2. S5.— 65.30 64.50 54.25 133.75 65.— 154— 196.50 59.— 136.— 117.— Constantin. konnten im Lothringen Ewald, Graf Schwerin und Diergardt Kurse anziehen, auch Dahlbusch und höher umgesetzt. Gute Hoffnung wurden verschiedentlich höher gehandelt. Bruckdorf-Nietleben heute nach längerer Zeit vereinzelt im Verkehr. Sehr lebhaftes Geschäft entwickelte sich in Beienrode, die gegen den Vortag 150 Reichsmark höher den Besitzer wechselten. Für Braunschweig-Lüneburg. Heimboldhausen und Mariaglück bestand weiter Nachfrage. Sie konnten 350 Reichsmark bzw. 250 Reichsmark im Kurse anziehen. Ransbach konnten bei einigen Umsätzen gegen den Vortag bis zu 600 Reichsmark im Preise gewinnen. Elsässische Werte waren zu steigenden Preisen im Handel. Von Kaliaktien waren vor allem Hallesche Salz stark begehrt und wurden im Verlauf bis zu 8 Prozent höher gehandelt. Burbach-Aktien unverändert. Die Börse schloß zu gut behaupteten Kursen. Köln: im Verlauf befeltigt Entgegen den Erwartungen des Vormittagsverkehrs eröffnete die Börse in unsicherer Haltung. und gegen die hohen Frankfurter Abendnotierungen traten zumeist Rückgänge ein. Montanwerte gaben auf die Meldung von nur einer 4prozentigen Dividende beim Stahlverein stärker nach. So gingen Phönix um 2 Prozent, Deutsche Erdöl um 1¾ Prozent, Gelsenkirchen um 2¾ Prozent, Ver. Stahlwerke und Harpener um je 3 Prozent zurück. Lediglich Rheinische Braunkohlen und Mannesmann konnten sich behaupten. I. G. Farben wurden 1 Prozent niedriger zu 132¼ umgesetzt. Elektrowerte ohne Geschäft. Siemens büßten 2% Prozent ein. Felten und Schuckert 1½ Prozent. Bankaktien mit Ausnahme von Danatbank, die 2½ Prozent verloren, weniger verändert. Nach den ersten Notierungen bröckelten die Kurse zunüchst etwas ab. Im Verlaufe wurde die Tendenz wieder freundlicher, und die Kurse lagen etwas über Anfang. Der Kassamarkt hatte ziemlich feste Tendenz. Versicherungen gehalten. Die Börse schloß gut behauptet. Frankfurt: am Schluß abgeschwächt An der Abendbörse herrschte in Erwartung der Kanzlerrede stärkste Zurückhaltung und auch eine gewisse Unsicherheit, die durch die Stahlvereinbilanz hervorgerufen war. Die Spekulation schritt auf den erhöhten Mittagskursen eher zu weiteren Gewinnmitnahmen, das Angebot war jedoch nicht sehr umfangreich. Da auch von den Auslandsbörsen keine Anregung ausging, kam im Verlaufe der Börse eine bessere Stimmung nicht zum Durchbruch. Die Anleihenmärkte lagen vernachlässigt. Die Börse schloß auf angebliche Auslandsabgaben merklich schwächer. Berliner Produktenbericht Berlio, S Februar 1031 Amtich testgesetrte Proise. Getreide und Oelsaaten per 1000 Klogramm. sonst per 100Klogramm Weizen märk. Roggen märk. Futtergerste Hafer.-rk., alt „ neu Weizenmehl Roggenmehl Weizenkleie Roggenkleie Viktoriserbsen Kleine Erbsen Berliner Metallnotierungen Berlin, den 5 Februar 1931 OePass verteten ger idlagern deutenangüir grungte tet und Sezahlung für je 10 Klogramm) Elektrolytkupfer(wirebars) prompt, cif Hamburg. Bremen oder Rotterdam......... Standard-Bleu per............. Originalhüttenaluminium 98—99% in Blocken Gesgl. in Walz oder Drahtbarren....... Banka- Straits, Australzinn in Verkäuferswahl Huttenzinn, mindestens 39% Reinnickel 98-99% Antimon-Requlus............. Gold, 10 Gramm Silber, 1 Kilogramm, ca. 1000 Feinheit.... Platin,1 Gramm............ leterung Berliner Börsenkurse Reichsbankdiskont 5%— Lombardzinstuß 6% Berlin, den 5. Februar 1931 Industriewerte Div, heute vorig. ##kumuistoren Ah Leranderwert LE 6. Aien Portland 8 110.2109.5 0 57.7 56.2 0 14.5 14.8 9 95.4 94.5 lans.: Bane, 18 1100105.0 Inmend. Papier 10 88.0 86.0 Anhalter Kohlen 6 51.0 47.0 Achatto. Zellst. 12 75.0 71.0 Ggsb.-R. Masch. 6 57.5 57.0 Juchm. K Ladsw. 10—.—. ##er 4 Steia 7 97.8—. ste schg. 10112.01120 ingen“ 2 9—. 108. unger Walnw. 0 29.0 29.0 0 22.7 22.7 12167.0167.0 7 60.5 61.0 0 56.8 52.7 20 210.0206.0 9 106.0101.0 16 142.7139.0 0 45.0 44.5 0 33.4 33.7 Monier 12 66.0 63.0 Bosperd. Walzw. 0 33.0 33.0 Buunk, u. Brik. 10 108.0 105.5 Graunschw. Kohl. 10 220. 0 220.0 # ddte 4. Voitend. Zement 12 73.5 89.0l t. Sact 819 80 10113.01100 Porn.-Aover. 9 71.0 74.5 6 46.5 44.71 6 38.0 38.5 ehesi. Waser Chem. Heyden Gelsenk. " Albert Concord. Spinn. Conti-Gummi Cröllwitz Papier basalt u& Co. Buyr. Motoren ##. Semberg AA. berger Bspmann El. Bufl. Gub. Hutt. Karisb. Ind. Naschinen Bton u. Monier -Soren eders ### Gulden Naimler Motor Otsch.Atlagt. Otsch Conti Gas Asphalt Babcor Erdol Jute Kabel Linoleum. Schachtb. Steinzeug Tel. u. K. son u. St. Eisenh. Oitim. Neuhaus 10. Dorfler Otmd. Akt.-Brau. Ritt.-Brau.2 Union-Brau.1 Oresd. Gerdinen Schnellgr. 05 Feuer Metall Dürkoppwerke Dusseld. Oiet. Br.1 " Höf. Br. " Kammg. Oynamit Nobel ggestortt Salzw. I Eisend. Verkm. 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Bergw. 8 Germania Portl. 14 Gerresh. Glas Ges. f. ei. Untern. Gildemeist& Co. Girmes& Co. Gladb. Wollind. Glasm. Schalke Gauz. Zucker Glückauf Gelsk. Gebr. Goech. Dös. 15 Th. Goldschmidt Guano-Werke Gritzner Masch. Grun&am; Büilfinger Gruschw. Textil E. Grundiach heerm. 4 Gluch 12 Hackethal Dra. 6 Hageda„ 10 Hallesche Masch. 7 Hamb. El. Werke 10 Hammerzen 7 Hann, M. Egest. 0 Hard. Eis. u. Br. 8 ".-Gummi 6 Harpener Bergbau 6 Hein, Lenm.& Co. 6 Hemmoor Portl. 15 Hülgert Masch. 7 Hindriens-Auti.7 62.71 62.7 75.2 75.5 81.0 76. 81.0 81. 104.6 99. 70.0 67.0 —. 75. 97.0 95.5 . 123.5 57.0 54.0 135.0135. 95.0 91. 36.0 35 2 47.0 43.1 31.0 301 155.0/148. 51.0 50. 71.0 fI. 79.7 70. 55.5 52. 98.1 85. 73.5 74. 106.2103 63.5 20.0 45.5 48.0 74.0 45.5 115.0 77.0 77. —. 40.0 .Hirsch-Kupfer Hoch-Tiefbau Hoesch Hoffmanns Stärk. Hioheniohe-Werk Ph. Holzmann A. Horch& Co. Hotelbstr.-Ges. Hubertus Braunk. Hute Breslau Ise Bergbau Ise Genus lindustriebau Isenbeck Brau jeserich Asphalt J. A. John Akt. 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S 78.0 78.0 Seiegetol. 10 78.0 74.5 " Stahlwerke 75 89.8 86.5 Rh.-Westf.-El.-W. 10. „ Kalk 1 7 " Sprengst..8 Richter David s12 Riebeck.2 Roddergr. Br.-K. 30 Rosenthal Porz. 7 Rütgerswerke 5 3Pchsgou 18 Sächs. Webst. 6 Salzdetfurth 15 1330 134.7 53.7 51.2 44.0 79.5 52.0 46.0 41.0 76.5 49.7 45.5 .7 Sarotti Schering chem. Schlegel, Brauerei Schles. 8g. u. Z. " S. Geuth. " Cellulose E. u. 6as A. s Perland Schneider. Hugo Schött, Hermann Schub.& Salzer Schuckert& Co. Schultheis-Patz. Schwaben-Bräu Schwelm, Eisen Fr. Seiffert& Co. 10 Siegen Saligen 0 Siegersgogr Wk. 0 Siemens Glasind. 10 Siemens& Halske Sinner Aktien Sonderm.& Stier Sonderm. 4 S t. 3. Stadtberg. Hütte Stett. Chamotte Stöhr Kammg. Stolberg, Zink Gebr. Stollwerk Stralsund. Spielk. 18 Swenske 15 76.0 31.0 201.0195.7 82.0 32.0 299.0 298.0 115.5112.5 39.5 30.5 61.0 58.0 36.0 32.0 105.5 103.0 80.7 76.0 71.0 70.0 19.7 19.7 127.7119.5 110.2 107.0 157.5153.5 125.0125.0 100.5 100 5 120.5 .7 38.5 87.5 173.0 61.5 165.0 120.5 .0 37.0 85.5 170 5 60 0 165.0 45.0 rack& Co. I Tafeiglas Jeleph. Berlin Thöris V. Oelfd Thür. Gas Leipz. Tietz Leonhard Transradio Teiptis Akt.-Ges. Tuchfabr. Asch. 45.0 40.0 69.7 67.1 39 S 37.0 44.0 43.5 176.0 170.0 242.02400 95.0 72.0 93.0 75.0 146.0s144.5 102.0 99.0 124.0125.0 31.0 30 101.0 99. VS:-8,-Rapiert. WVer. BöhlStahlw. „ Chem. Charl. „ Disch. Nick. Glanzst. Eld Gothaniaw. Märk. Tuch Met. Haller Portland „ Smyma Tepp. „ Stahlwerke St.Zypen u. W. Thür, Metall „ Ultramarin Viktoriawerke Vogel Telegr. Vogt& Wolf Vogtl. Maschinen Voigt& Haeffner Vorschl. Port. Wigers werte Warst. Gruben Wasserw. Gelsk. A. Wegelin Rus Negelin&Hüödner Westt. Draht Westt. Kupfer Wicking Portl. Z. Wichdler Bräu H. Wiöner Met. Wittener Guöst. Wittkopp Tiefbau 101 50.0 47.0 10—. 3 42.0 42.0 101114.0 0—. 96.0 30.0 18.0 92.7 120.0 57.5 125.0 28.2 113.0 45.5 42 5 69.7 30.0 zelstofglagin 6l 39.7 34.5 "" Waldhof[12 92.7 88.5 111.2 71.0 96.5 30.0 17.0 90.2 120.0 58.0 125.0 112.0 43.0 40.0 69.7 26.6 147.5 88.0 90.0 37.5 106.0 116 5 46.0 53.0 67.5 33.2 64.5 160.0 158.0 40.2 40.0 31.2 31.2 72.0 71.5 33.0 105.0 115.5 46 2 42.5 68.0 32.5 64.5 Verkehrswerte A. 6. f. Verkehr Baltimore Ohio Boch. Geisenk. Otsch. Reichsbahn Hambg. Agerk. P. „ Südam Manes Norod. Loye 48.8 70.0 86 1 62.5 128.5 102.7 63.5 49.7 70.0 85.7 81.0 125.0 62.5 Bankaktien Barm. Bankverein 10 100.7 100.2 Berl. Nandelsges. 12 120. 4 119.7 Hypothekd.[121219.0 219.0 Commerz- u. Pr. 11/111.0, 110.2 Darmst. u..-8. 12 140.51 De-Oi-Bank 10,110.0 Dresdener Bank 10110.5 Preuß. Bodenkr. 101136.2 „ Pfdr.=8.[12 163.5 Reichsbank 12 239.0s2 Rh.-W. Bodenkr. 11—. Westd..-Kr.-B. 10/137.2 Kolonialwarte Otsch. Ostafrika 6 48.5 47.8/8 Neu Guines 10178-2s174.0 Otavi 165 30.6 30.0 Postverzinal. Werte 140.015 109.7 103.7 136.2 163 5 237.4 137.0 —Ablösung-3 —" Neubesitz 6 OWertbest. 23 10-1000 s:1 bis 5 51.7 51.7 .9.1 91.7 91.7 3 Reichssch. K 10 Berl. Pfancdr. 3 R. 3 und 6 Farbenbonds 84.8 37.2 84.81 97.2 97.5 97.5 93.7 94.0 Anleihen der Westfälischen Landesbank 3 Fg.K. Sch. 25.1 98.2 98.2 I7"„ 26.1 93.7 93.7 3„„28/296¾ 93.2 98.2 3:„ 30.4 93.2 98.2 3 Goldpfdbr..1 100.0100.0 7 Pfanddr. A..1 95.5 95.5 :" A. R. 1 100.0100.0 % Fiandbriele s Berl. Hyp. 8. 10 84.0 81.0 10 Pr. Ctr. B. Gold 100.3100. 4 s... 27 99.5 93.2 10 Rh. W. 8od. 2 100. 6 100.7 De dache ao „„„.21 8.-0.20 8 Rh. W. 8od. 15 3 Goldrogg.-3 % Industrisobig. 7 Soncord. Bgb. 8 Cont. Coutch. 6 Daimier Benz 6 Hann, Masch. 8 HosschE. u. St. 8 Klöckner 6 Fr. Krupp A. 8. 5„.A. 6 Mont Cenis 65 Siem. Halske 7 V. Stadl m. O. 72 Rhein, Stahlw. 5 A. E. 6. 1890 5 Bergmann 81. 100.0 100.5 97.0 97.0 97.0 97.0 96.7 96. 76.0 94.0 63.7 64.2 93.2 90.3 92.0 91.5 68.7 92.9 .5 96.0 96.7 75.0 93.7 63.5 64.0 92.7 90.0 92.0 90.5 68.0 91.0 77. 85.7 Bochumer Anzeiger u. Gen. Anz. Kactens Ostel und Gpeer Freitag, 6. Februar 19319 Arieizierstünde. Gosel-Billale Ueberraschender Ausgang des 4. Frankfurter Scchstagerennens Frankfurt a.., 5. Februar. Von allen Nächten des Frankfurter Sechstagerennens war die letzte, die vom Mittwoch zum Donnerstag, die interessanteste. 9000 Zuschauer hatten bis in die fruhen Morgenstunden Gelegenheit, sehr fesselnden Kämpfen beizuwohnen, denn von Mitternacht an bis gegen 5 Uhr war das Feld in dauernder Unruhe. Besonders van Kempen=Rieger und Rausch=Hürtgen sorgten immer wieder für Jagden. Die Sieger der 2 Uhr=Nachtwertung waren nacheinander: Kroll, Louet, Piinenburg, Piinenburg, Pijnenburg, Hürtgen, Pijnenburg, Piinenburg, Schön, van Buggenhout. Während der ganzen Wertung gab es fortgesetzt Vorstöße und besonders Schön=Pijnenburg versuchten— allerdings vergeblich— den Abstand zwischen sich und dem Felde zu vergrößern. Endlich, gegen 3 Uhr, glückte Göbel=Dinale der große Schlag. Die Mannschaft rückte nach erbittertem Kampfe zu Schön=Pijnenburg vor und diese Spitzengruppe wies dann alle weiteren Angriffe ab, so daß die folgenden Jagden lediglich Verlustrunden für einige schwächere Paare im Gefolge hatten. Um 6 Uhr morgens, nach 128 Stunden, waren 2748,990 Kilometer zurückgelegt. Der Stand des Rennens lautete bei Eintritt der Neutralisation: 1. Schön=Vijnenburg 312 Punkte 2. Göbel=Dinale 244„ zwei Runden zurück: 3. van Kempen= Rieger 205„ 4. Rausch=Hürtgen 119„ drei Runden zurück: 5. Kroll=Miethe 74„ vier Runden zurück: 6. Louet=Mouton 68„ fünf Runden zurück: 7. Rielens=van Buggenhout 117„ sieben Runden zurück: 8. Gilgen=Bühler 163„ Am Donnerstag nachmittag hielten sich die Fahrer des Frankfurter Sechstagerennens ziemlich reserviert, um sich für die zu erwartenden Kämpfe in den Abendstunden zu schonen. In den Wertungen dominierten siinenburg und ven Hemyen Der Stand des wieder Pimenvurg und van zrempen. Der Stand Rennens nach 139 Stunden, in denen 2896,650 Kilometer zurückgelegt wurden, änderte sich nicht mehr. Die letzten Stunden des Rennens brachten die große Ueberraschung! Nur zwei Stunden waren noch zu fahren, als Göbel. Dinale eine wilde Jagd entfesselten, die sofort das ganze Jeld aus die Beine brachte. Besonders SchönPiinenburg, die ihren Sieg nach ständiger Führung gefährdet sahen, setzten alles daran, um das deutsch-italienische Paar an der Ueberrundung zu verhindern. Ein Schwächeansall Pijnenburgs im kritischen Augenblick brachte aber doch die Entscheidung zugunsten von Göbel=Dinale, die damit glänzende Revanche für ihre Niederlage in Dortmund nahmen. 3057,500 Kilometer hatte das siegreiche Paar nach Abschluß der 145=Stunden=Jagd, die mit der üblichen Spurtstunde beendet wurde, durchfahren. Das Endergebnis des Rennens, das von acht Paaren beendet wurde, war: 1. Göbel=Dinale 278 Punkte eine Runde zurück: 2. Schön=Pijnenburg 294 Punkte zwei Runden zurück: 3. van Kempen=Rieger 287 Punkte 4. Rausch=Hürtgen 153 Punkte drei Runden zurück: 5. Kroll=Miethe 98 Punkte vier Runden zurück: 6. Louet=Mouton 101 Punkte sieben Runden zurück: 7. Rielens=v. Buggenhout 147 Punkte neun Runden zurück: 8. Gilgen=Bühler 207 Punkte. Zum erlten Male Deutiche Reitmeisterschatten beim Internationalen Berliner Reitturnier. Berlin, 5. Februar. Das Donnerstagsprogramm des Internationalen Berliner Reitturniers brachte, wieder vor vollem Hause, die neugeschaffenen Reitmeisterschaften 1931, die in vier Klassen für Amateure, Angehörige der Reichs. wehr sowie ländliche Reiter zum Austrag gebracht werden. Von den Bewerbern wird das Vorreiten eines drei Monate vor der Prüfung allein bearbeiteten Pferdes verlangt, mit einem Springen und Schleifenritt verbunden. Den Reitern, die die Prüfung mit Gut" bestehen winkt das Goldene Reiterabzeichen, ebenso wie im Reiter=Fünfkampf, wo das Reiten fremder und schwieriger Pferde noch hinzukommt. An beiden Prüfungen, deren Ergebnis erst Sonntag verkündet werden wird, nahmen insgesamt 48 Reiter teil. Im Familien=Preis stellten sich vier reiterlich begabte Familien vor, von denen der Stall F. Wolff als Einheit am besten gefiel, während in der Fahrerprüfung die Ostfriesen des Stalles Klopps erneut mit der Goldenen Schleife ausgezeichnet wur illerie einst den.,„ Die große Schaunummex„Kavallerie einst und# jetzt“, die unser untenstehendes Bild zeigt, erntete wieder rauschenden Beifall und beschloß den genußreichen mittag. K..-Sieg in der 1. Runde bei den Krefelder Berufsboxkämpfen Krefeld, 5. Februar. Im Mittelpunkt der gutbesuchten Berufsboxkämpfe. die am Freitag abend in der Krefelder Stadthalle abgewickelt wurden, standen die Begegnungen Weiher— Uffelmann und Metzner— Hinz. Der Krefelder Wei her konnte seinen ersten Professionalkampf zu einen k..=Sieg in der 1. Runde über den Barmer Schwerge. wichtler Uffelmann gestalten. Der deutsche Flie. gengewichtsmeister Metzner(Köln) hatte sich anscheinend von dem Titeltreffen des letzten Sonntags## in Dortmund noch nicht ganz erholt, denn es reichte gegen den Barmer Hinz nur zu einem Unentschieden. Wenfafens Fürherpariälllenn Der D..-Vorfitzende Staatsminifter a. D. Dominicus auf dem Kreisturntag von Weitfalen-Lippe Vier Tage Kampf im Schnec Von Freitag bis Montag dauern die deutschen Skimeisterschaften Norweger, Finnen, Engländer und Oefterreicher vertreten das Ausland Im Dortmunder Eintrachthaus hält der Turnkreis 8a (Westfalen=Lippe), der über 84 000 Mitglieder zählt, am kommenden Sonntag seinen alle zwei Jahre stattfindenden Kreisturntag ab, an dem neben den Vorständen und Fachwarten der zehn Turngaue und des Kreises die Vertreter von über 700 Turnvereinen der Deutschen Turnerschaft teilnehmen. Die Tagung, die unter Leitung des 1. Kreisvertreters, Professor Dr. Burgaß, steht, erhält ihre besondere Bedeutung durch die Anwesenheit des ersten Vorsitzenden der Deutschen Turnerschaft, Staatsminister a. D. Dominicus, der auch vor Eintritt in die Tagesordnung die Ansprache hält. Die Tagesordnung ist recht umfangreich; große Beachtung verdienen die Wahlen; so sind der Kreisoberturnwart, der zweite Kreisvertreter, der Kreiskassenwart, der Kreisspielwart, Kreisfrauenturnwart, Kreisjugendwart und Kreisfechtwart neu zu wählen. Der Arbeitsplan, in dem die Kreisveranstaltungen für das Jahr 1931 festgelegt sind, wie Kreisvolksturnmeisterschaften in Dortmund, WestDeutschlands Skiläufergarde versammelt sich zurzeit in Lauscha=Ernstthal in Thüringen um den „Goldenen Ski“, der dem neuen deurschen Meister, dem Siegex im kombinierten Lang= und Sprungl Das Meldeergebnis ist außerordentlich gut ausgefallen, ein Beweis dafür, wie sehr der deutsche Titel geschätzt wird. Das ist auch daraus zu ersehen, daß sich das Ausland durch einige namhafte Vertreter mit um den deutschen Titel bewirbt. Finnland entsendet den Langstreckenläufer Esko Jaervinen, England den Springer Wyatt, Norwegen einige seiner besten Läufer. Selbstverständlich fehlen die Deutsch=Böhmen und die Oesterreicher nicht. Von den 383 Einzel= und 15 Mannschaftsmeldungen entfallen auf die Kombination deren Sieg den Meistertitel erbringt, 75, auf den Sprunglauf 105, auf den 18=Kilometer=Langlauf 157 und auf den 50=Kilometer= Langlauf rund 50. Die deutsche Staffelmeisterschaft wird von 15 Mannschaften bestritten. und Sprunglauf, winkt. ner(Berlin):2,:1. Der Franzose Broquedis benötigte drei Sätze, um den Westfalen Windthorst mit :6,:2,:1 hinter sich zu lassen. Der Däne E. Ulrich fertigte hintereinander den Londoner Peters mit:5, :4 und Schweiker(Berlin) mit:1,:2 ab. Der Berliner hatte zuvor Kuhlenkampff(Bremen) mit:6,:3, :3 geschlagen. In der unteren Hälfte zeigte sich der Franzose Landry dem jungen Berliner Henkel mit:2, :4 überlegen, während dessen Landsmann Lorenz nach seinem Erfolge über Mackenthum(Hamburg) mit:6, :2,:2 von dem Engländer Avory mit:3,:3 ausgeschaltet wurde. Die besten Aussichten, die Liste zu vervollständigen, besitzt der Däne H. Plougman, der Wittkowsky(Berlin) mit:1, 10:8 aus dem Rennen warf. Der schwedische Titelverteidiger, Kurt Oestberg, wurde bereits am Vortage als Gegner von Avory ermittelt.— Bei den Damen hat als letzte Frl. Stöckel deutsche Volksturnmeisterschaften in Lüdenscheid, Gerätemannschaftskampf in Hamm, muß genehmigt werden. Einen der wichtigsten Punkte bildet die Besprechung und Genehmigung des Haushaltsplanes für 1931 322# Mit Rücksicht auf die wirtschaftliche Notlage sind er## hebliche Sparmaßnahmen auf allen Gebieten vorgesehen. Die Einrichtung einer eigenen Kreisunfall=Unterstützungskasse sowie verschiedene Anträge seitens der## Gaue bilden weitere Punkte der Tagung. Dicht vor dem Abschluß Die Handballspiele im Emscher=Ruhrgau der D. T. Termingemäß kommen am Sonntag im EmscherRuhrgau die vorletzten Spiele der A= und=Klasse zum Austrag. In der=Klasse spielen: 1. Gruppe: Sportvg. Laer—„Tura“ Hattingen. Tamde Welper— Tamde. Herbede; 2. Gruppe: Tv. Börnig— Tkb. Wanne, The. Herne=Vöde—„Jahn“, Günnigfeld, Tv. Wanne 85 T. u. S. Holsterhausen. Ein Freundschaftstreffen kommt zwischen den ersten# Mannschaften der Tvg.„Eintracht" Bochum und des To.### Gelsenkirchen=Heßler zur Durchführung. Im Zeichen des Wintersports Ein umfangreiches Sportprogramm am Wochenende Großveranstaltungen auf den meilten Sportgebieten Der zweite Februarsonntag steht wieder vollständig die im Vorjahre des schlechten Wetters wegen ausfalln Zeichen des Wintersports. Landesmeisterschaften im mußten. In Wiesbaden soll die deutsche Rodelmeister## Der### Ski, Bob und Rodel allerwegen, Eisschnellauf=Europameisterschaften in Stockholm und das Finale der Eishockey=Weltmeisterschaft in Krynica. In den Hallen rollen sich Sechstagerennen ab, eine Reihe internationaler Schwimmveranstaltungen sind gemeldet, die Hallentennismeisterschaften gehen zu Ende, die Turner treffen sich in Kunstturnwettkämpfen, die Ringer im Den Reigen der Wettbewerbe eröffnet der 18=Kilometer=Langlauf am Freitag morgen. Unter den 158 Bewerbern haben von aussichtsreichen Teilnehmern besonders der zweifache Reister Gustav Müller(Bayrisch=Zeu), der deutsche Hochschulmeister Harald Reinl(Innsbruck), ferner Leupold(Breslau), Burkert(Polann), Ponn(Berchtesg#den), Walter Glaß(Klingenthal) die günstigsten Startnummern erhalten. Der Titelverteidiger Erich Recknagel(Oberschönau) startet mit im Vordertreffen. Im Mitteltreffen liegen u. a. der Finne Esko Järvinen und Hans Bauer (Bayrisch=Zell). Zur 40 Kilometer=Staffelmeisterschaft am Samstag morgen sind 15 Mannschaften angemeldet worden. Von diesen haben besonders der Bayrische Skiverband, die Deutschböhmen, der Fränkische Skiverband und die Goslarer Jäger gute Aussichten. Für den Sprunglauf am Sonntag auf der bestens hergerichteten Pappenheimer Schanze stehen 105 Bewerber bereit, von denen Walter Glaß, Erich Recknagel, Alois Kratzer, Harald Reinl, Rud. Burkert, Strischek, Gumpold, Gustav Lantschner, Walter Herberger, Esko Järvinen und die Norweger gute Leistungen zeigen werden. Den Abschluß der Wettkämpfe in Lauscha-Ernstthal bildet am Montag morgen der 50=Kilometer=Dauerlauf, bei dem Otto Wahl(Zella Mehlis) die Favoritenstellung einnimmt. Um den Meistertitel im zusammengesetzten Lauf wird es wieder einen erbitterten Kampf geben. Walter Glaß hat durch seinen Sieg bei der Oesterreichischen Meisterschaft seine große Form bestätigt, sein Rivale Gustav Müller, der ihn 1928 und 1929 jedesmal knapp in der Meisterschaft zu schlagen vermochte, wird es diesmal schwerer, haben, Weiterhin müssen der vorjährige Meister Erich Recknagel, sowie Harald Reinl, Gumpold, Leupold und die Nordländer in die engere Wahl gezogen werden. Auf jeden Fall stehen große Kämpfe in Aussicht, die gleichzeitig als Generalprobe für die wenig später in Oberhof stattfindenden Europameisterschaften anzusprechen sind. hagen) die=weite Runde erreicht, da sie Frl. Repräsentativkampf. Von den Freiluftveranstaltungen Kopenhagens die zweite Humt erteigr, da sie Ptt. interessiert natürlich zumeist der Volkssport. Kuhlmann mit:0,:2 distanzierte. Die Unterlegene„ G1 war vorher über Frau Kornitzky(Berlin) mit:1,:2 erfolgreich geblieben. Frl. Rost schlug hintereinander Frl. Lorentz(Hamburg) mit:3,:4 und Frau Sperling[Kopenhagen) nach Dreisatzkampf mit:5,:7, Fuhpall :2. Weitere Ergebnisse: Herrendoppel: Schwenker=Lorenz Fritz=Meinecke schaft auf„Natuxbahnen nachgeholt, werden. dem klub Schwarzwald trägt auf dem Feldberg seine Stait felmeisterschaft aus, die Schwaben veranstalten Stafchfelläufe in Leitkirch. Im Auslande sind Skiwettlau#c in Davos und die französischen Meisterschaften in Vi lard de Lands angesetzt. " Am Samstag und Sonntag sieht Stockholm die Schnellauf=Furonameisterschaften, an der die besten Lau## fer aus fünf Nationen teilnehmen. Deuteschland ist nicht vertreten. Endlich ist das Finale der Eishockey= Weltmeisterschaften in Krynica(Polen) zu erwähnen. Eine Fülle weiterer Veranstaltungen In Westdeutschland sind weitere Gruppenmeister zu erwarten. Der Niederrheinbezirk bringt bereits das erste Entscheidungsspiel um die Bezirksmeisterschaft zwi= wendet sich an die Freunde der verschiedensten Sport schen dem Meidericher Sp. V. und der Sp. Vg. Sterk= gebiete. Der Handball bringt im Westen weitere rade. Im Süden wird die Runde der Meister fortge=Entscheidungsspiele in den Gruppen. Im Tennis seost., Iu Wutchenischgand piecd de Vorschlatgunde un Paster die Kausten, Laluntanziagesterschet Pen •1,:1; Dr. Dessart=Frenz—. N. Körner=Plougman den Verbandspokal umkämpft. Ein gutes Programm :2,:6, Oestberg=Ulrich— Mackenthum=Kuhlenkampff steht im :2,:2. Gemischtes Doppel: Strawson=Avory— Pflügner= Pachaly:1,:2: Hoffmann=Mackenthum— Stöckel= Ulrich:4,:6,:6. Auch..V. Werne Handball-Gruppenmeister Nachdem das Verfahren gegen„Westfalia" Herne die Teilnahme eines unberechtigten Spielers ergeben hatte, wurde den Hernern der Meistertitel wieder aberkannt. Dadurch kommt die Mannschaft des STV. Werne zu dem Meistertitel und greift nun ebenfalls in die Kämpfe um die Ruhrbezirksmeisterschaft ein. Am kommenden Sonntag trifft die Mannschaft bereits auf den MBV. Linden. Schwimmlport bevor. In Düsseldorf steigt ein Kreis=Wasserballtur= nier, in dem die Gaumannschaften teilnehmen. In Paris veranstalter der Club des nageurs ein Internationales, an dem„Poseidon“ Köln teilnimmt. Im Mittelpunkt des Interesses steht das 200=Meter= Freistilschwimmen, bei dem der Rekordmann Taris auf die Kölner Derichs und Haas trifft. Besonders umfangreich ist der Terminkalender für den bereits an anderer Stelle besprochenen Wintersport In erster Linie sind die deutschen Skimeisterschaften in Lauscha=Ernstthal zu nennen. In Krummhübel werden die Bobmeisterschaften der Kampfspiele nachgeholt, werden die deutschen Hallentennismeisterschaften in Bres# men beendet. In der Leichtahtletik kommt der Verband Brandenburgischer Athletik=Vereine im Sport# valast Berlin mit dem traditionellen Hallensportsei heraus. „Emkfl und Jjeizi 66 Der Kampf kann beginnen Lauscha=Ernstthal, 5. Februar. Reges Leben herrschte am Donnerstag in den Austragungsorten der diesjährigen Deutschen Skimeisterschaften, Lauscha—Ernstthal. Sämtliche Teilnehmer sind inzwischen eingetroffen und wurden in den flaggen= und blumengeschmückten Städtchen herzlich empfangen und bestens untergebracht. Die Schneeverhältnisse in Lauscha und auf dem Rennsteig sind ausgezeichnet, so daß die Garantie für eine reibungslose Durchführung der Meisterschaften gegeben ist. Außerordentlich stark sind die Deutschböhmen vertreten, bei denen leider die Gebrüder Burkert fehlen; dafür hat aber der HDW.=Meister, Fritz Wende=Freiheit, nachgemeldet. S A Die Spitzenkönner fehlen Deutsche Hallentennismeisterschaften in Bremen. Bremen, 5. Februar. Die schwache Besetzung der diesjährigen Internationalen Hallenmeisterschaften von Deutschland stellt die Bremer Turnierleitung vor keine allzu schwere Aufgabe. Am Donnerstag konnte auch das Herreneinzel gut gefördert werden, so daß hier mit nur einer Ausnahme bereits die„letzten Acht“ feststehen. Dr. Dessart (Hamburg) erledigte gleich zwei Runden; er schlug Lengemann(Bremen):1,:0 und anschließend EichDer Bochumer Jonath trifft dabei erneut auf Körnig und Lammers. Dr. Peltzer, Danz, Boltze, Helber Troßbach und de# .=.=Zehnkampfmeister Wegner(Odermünde) sind wei# tere der namhaftesten Teilnehmer. Vom Turnen itder erstmalig zum Austrag kommende Dreistädtekamr## im Kunstturnen zwischen Berlin, Leipzig und Halberstadt in Halberstadt zu nennen. Der Radsport bringt ans Samstag ein internationales Bahnrennen in Brüssel während am Sonntag in Paris Weltmeister Möller (Hannover) abf die besten französischen Dauerfabre#t trifft. Die Sechstagerennen in Stuttgart und Chicagon werden fortgesetzt. In der Schwerathletik steiat bereits am Samstag in Dortmund der Rückkampf der Ringer= Auswahlmannschaften von Westfalen und Rheinland. Vom Pferdesport interessiert besonders der Schluß des großen Berliner Reitturniers. Vom Turf Kurt v. Tepper-Laski+ Der Altmeister der deutschen Herrenreiter, Kurlv. Tepper=Laski, ist am Donnerstag vormittagtim Alter von 82 Jahren verstorben. Tepper=Laski, del als Herrenreiter von 653 Rennen 260 gewann, warrauch in späteren Jahren als Manager und Traincttüberaus erfolgreich. Eine besondere Vorliebe hatte### stets für Karlshorst, und im Jahre 1908 konnten seine Pferde dort allein 133000 Mark gewinnen. Auch### Lehrmeister hat sich der Verstorbene einen guten Rcrcs### gemacht. Die Herrenreiter v. Wallenberg, Graf und Raven sowie der Jockey Rastenberger sind aus se ner Schule hervorgegangen. Rennen zu Cannes Donnerstag, 5. Februar. 1. Rennen: 1. Epanoissante(Petit), 2. Frontignal 3. Lutetia. Toto: 68; Platz: 21, 19. 50. 8101 2. Rennen: 1. Scandal(Leridon), 2. Scarabee 3. Rochelidoux. Toto; 81: Platz: 14, 14... Jpa. 3. Rennen: 1. Monroe(Kalley), 2. Energio, 8. Toto: 30; Platz: 18, 20.„„ 4. Rennen; 1. Hamlet II(Kalley), 2. Le Semillant 8. Durglaß. Toto: 54; Platz: 19, 17, 18. 5. Rennen: 1. Baoule(Bedeloup), 2. Darlas, Dark Story. Toto: 20; Platz: 11, 11. Rennen zu Pau Die Schaunummer des großen internationalen Reitturniers in Berlin. Unser Bild zeigt die aufgesessenen ZiethenHusaren vor der Veranstaltung der Kavallerie=Schaunummer. Donnerstag, 5. Februar. 1. Rennen: 1. Le Nenuphar(Dubus), 2. Fellay, Ad Hoc. Toto: 15; Platz: 12, 14. 2. Rennen: 1. Souviens Toi III(Angely), 2. 60 lantine, 3. Altesse. Toto: 72; Platz: 21, 16, 28/0 fl. 3. Rennen: 1. Sybillin(Luquet), 2. Louis dOr 3. Fete Galante. Toto: 145; Platz: 23, 14, 15.„ 6 4. Rennen: 1. Mon Camarade(Beschembes). Belle Bleue II, 3. Flotte. Toto; 40; Platz: 24, 19. 5. Rennen: 1. Olive Noire(Brillet), 2. 'Antifer, 8. Herisson. Toto: 26; Platz: 18, 20. Nr. 32 Reznaspreis 2 210 Mk. bezw. monatlich 20 9 Allgem. Anzeig im Reklameteil Angebote von Bei zwangswei verfahren usw. Anzeigen an be gegebene und Gewähr Mr. 250.- Unsall 2440e (Von unser Die Hoffnun, sition befleißigen zu tragen und z schläge sachlich Reichstagssitzung über die Kanzlei wie wenig mai Willens ist. Der betäubenden Lär aus. Man muß bringen, um der sich ergehen zu! Der Staatsp Kanzler und seidie Rechtsopposi Redner nur mit einander. Mit) politikers weist Inlandwährung sozialistischen# Schluß seinerR losenproblems u durchführbar sei und die Rückkehr des Auslandska schen Volkes zu Welt zu Deutsa Den Ausfüh bauer hört u lamentarier zu. ministers Dr. Joos das Wor wird sogar zum trotz wiederholte er selbst sagt, Ordr erteilen muß un der Rechtsoppos Joos zieht einen und Opposition Sec Brünings (Von unser. Nachdem de Beratungsplan sitzung geände sitzung, abgeseh keiner Ueberrase Plenum die Ab vornehmen und schärfung der C Somit wird politische minister Dr. C tischen Red anträge der Kor der Antrag der Reichstages wei keit nach der 2 sich, daß sich A demokraten werden. Die wie die bürger glieder angewie um Zufallsüber schließenden Au schäftsordnung setzungen komm Opposition wird gefaßten Beschli gen die Abände kunft Abg nicht mehr teure einer per dürfen. Auch licher Abg verfahren heben, wir stoßen. Hierbe tische Fraktion hat, obwohl Strafverfahren In Besprech Blätter der M Bis hinein in tendenzen des opposition den! gegnet und die Polemik und der Schärfe de erwarten. Best durch das Urte lischen Presse, 1 Weg sieht, um und Sparpläne Auslandes in