Die Westfältsche Zeitung ist am 6. April 1811 als„Oeffenrfür die Grafschaft Ravenoberg“ gegründet. Sie erscheint mit don Beilagen„Welt und Wissen“,„Literarische Welt der Frau“,„Auo dem Reiche der Technk“, Schole und Saus, shandwirscheft und Ganene bau“ an jede Wochentag. Geschäftestelle und Redaktion: Niederngteatze Nr. 27. Fernsprecher: 61, 62, 63. 64. b 181# BIELEFELDER TAGEBLATT 1811 Terngegceite monatlich 2.00 tlr. Im Falle höherer Gewalt, dei E oder Betriebestörung hat der Bezieher keinen Anspruch auf Rückzahlung des Bezugepreises. Anzeigenpreis 15 Ofg. e einspaltige Pillimeterzeile; Beilagen 15#k. das Tausend, bei Teilauflagen 20 Mark.— Olatzvorschriften mit erhöhtem Zeilenpreis.— Rabatt nach Tarif.— Bei späterer Jahlung und in Klagefällen kommt etwa gewährter Rabatt in Wegfall. 66 Nationen vertreten TF Srregbie ssunnt=eieKonwntschaftktenzereng London, 12. Juni. Weltmirischaftskant Lendon im Zeichen der Selsgelt. Scoen imn 32 uer saud eier gose ie, Ancunft, des Königs von Schloß Windsor zu Schufihef Der Hauptsaal sieht wie ein großer Schulsaal aus, wo die Teilnehmer in langen, Eischen sitzen. Desiud eiden und an grünen in der vordersten Reihede Abgeordneten sitzen Lel der zweiten Feihe, der Mite und in einen Die Tagespresse widmet der Weltwirtschaftskanikerenz große fetgedruckte Schlagzeilen. Ueberall seren: seit Verfailses gesprochzals schwersten Konferenz seil Versailles gesprochen. Die Versailler Konferenz, so heißt es in der„Evening=News“, beendete den Krieg, die Weltwirtschaftskonferenz so hofft man, wird die Depression beendigen. Die Einzugshalle des Konferenzgebäudes ist einem Baldachin für den König und sein Gefolge überspannt. Prächtige Ausschmückung der Treppen und in den Räumen bringt einen sreunds9 Png=Bld. Kurz vor 14.40 füllte sich der rechten Ser;s halle. Diplomaten nehmen auf der ga hetgenge t. d#., Saales, die 168 Vertreter beteiligten Nationen mit ihren Sachverständigen in der Mitte des Raumes Platz und rund herum gruppieren sich über 400 Journalisten aus aller Herren Länder. Es wird plötzlich ftil Der König ist in seinem Automobil vorgefahren. Am Eingang empfängt ihn der Ministerpräsident Lachonald in seiner Eigenschaft als Präsident der Konferenz, der frühere Generalsekretär des Völkerbundes Sir Erik Drummond und der Sekretär Avenol. Die Versammlung erhebt sich, der tritt ein, er verbeugt sich und betritt dann Pooium, von wo aus er seine Rede hält, die durch, den Funk in die ganze Welt übertragen Die Ansprache des Der König hielt eine längere Begrüßungsansprache, in der er u. a. ausführte: Shicht. skaube, dies ist das erste Mal in der Gezstugte, daß ein souveräner Herrscher bei der Eröffnung einer Konferenz aller Staaten den Vorgeführt hat. Ich wünsche meine Befriedigung darüber auszudrücken, daß eine solche Versammlung möglich war und meine Erwartung, daß diese allgemeine Berufung zur Beruhigung führen wird. —. Ohne den Völkerbund und die Ideale des Völkerbundes bezweifle ich ob diese Versammlung hätte jemals stattfinden können. Die Welt befindet sich in einem beunruhigenden Zustand und für Sie, meine Herren, die von heute das Werk der Wiederherstellung beginnen, ist die Aufgabe schwer. Sie kann nur mit gutem Willen und ernster Zusammenarbeit erzielt werden. Meine Herren Abgeordneten, ich reiche Ihnen die Hand „Alle Nationen leiden an einer gemeinsamen Krankheit“. und wünsche von ganzem Herzen, daß Ihre Bewerdens das die Pai Latilden Ergebnis führen Perven, dus die Völker der ganzen Welt mit Ungeduld erwarten. Ich erkenne die Größe der fgabe dieser Konferenz voll und ganz an. Aber es bestehen Anzeichen eines wirklichen Wunsches zu einer Einigung zu kommen, die mich mit Hostung ersüllen. die ui6h Alle Nationen leiden an einer gemeinsamen Krankheit. Sie zeigt sich nur zu klar durch das Ansteigen der Arbeitslosenziffer. Angesichts einer Krise, die wir alle erkennen, appelliere ich an alle, für das höchste Wohl der ganzen Welt zusammenzuarbeiten. Es kann nicht außerhalb der Kräfte der Menschheit Ueber dem Eingang zum Geologischen Museum in London prangt in englischer Sprache die Aufschrift: Währungs= und Wirtschaftskonserenz. Der neue amerikanische Warschafter Präsident Roosevelt hat den Professor für amerikanische Geschichte an der Universität Chikago, Dodd, zum Botschafter für Berlin erDie Abreise des Reichswirtschaftsministers Hugenberg(in der Mitte) nach London zur wirtschaftskonferenz. Links Ministerialdirektor Streil, rechts Prof. Ludwig Bernhard. Terste pgegen ronsrionsegfnich Genfer Ausschuß für Verbot der Arbeitsdiensipflicht! nannt. Dodd, der im 64. Lebensjahre steht, hat in Leipzig studiert und kennt somit Deutschland aus eigener Anschauung. Genf, 12. Juni. Der einzige hier noch tagende Effektivausschuß der Abrüstungskonferenz hat mit großer Stimmenmehrheit ein offensichtlich gegen Deutschland gerichtetes Verbot der Arbeitsdienstpflicht beschlossen. Auf englischen Antrag hin wurde zunächst die gesamte vormilitärische Ausbildung der Jugend den effektiven Truppenbeständen der einzelnen Länder nicht eingerechnet, jedoch auf französischen Antrag das Verbot der Arbeitsdienstpflicht mit der merkwürdigen Begründung des Vorhandenseins zweier militärischer Elemente der Disziplin und der straffen Zusammenfassung in Gruppen beschlossen. Gegen diesen Beschluß legte der deutsche Vertreter General Schönheinz formell Verwahrung ein. Von deutscher Seite ist energisch darauf hingewiesen worden, daß die Disziplin keineswegs ein besonderes militärisches Merkmal sei, da man nach deutscher Auffassung überall auch sonst im Leben, in der Schule, in der Fabrik und in der Familie Disziplin zu halten habe. Zur Frage der straffen Zusammenfassung in der Arbeitsdienstpflicht ist von deutscher Seite dargelegt worden, daß dies aus dem praktischen Arbeitszweck der Arbeitsdienstpflicht heraus erfolge und nicht nach militärischen Gesichtspunkten. Die Arbeitsdienstpflicht sei wesentlich ein Mittel zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit. Ihr Wert sei nicht militärischer, sondern sittlicher Natur. Wolle man die deutsche Arbeitsdienstpflicht international erörtern, so sei eher die Weltwirtschaftskonferenz ein geeigneter Ort hierfür. liegen, die großen Quellen der Welt zu benützen, um den materiellen Fortschritt der Zivilisation sicherzustellen. Keine Verringerung dieser Quellen ist eingetreten. Im Gegenteil haben sich die Erfindungen, die Entdeckungen und die Organisation ihrer Möglichkeiten zu einem solchen Ausmaß vermehrt, daß der Ueberfluß der Produktion selbst neue Wege geschaffen hat, und zusammen mit diesem erstaunlichen materiellen Fortschritt ist eine neue Erkenntnis der gegenseitigen Abhängigkeit der Nationen und der Wert der Zusammenarbeit zwischen ihnen in Erscheinung getreten. Jetzt ist die Gelegenheit, dieses neue Bewußtsein, die gemeinsamen Interessen der Menschheit auszuwerten in dem festen Glauben, daß gegenseitige Aussprache der erste Schritt zum richtigen Handeln auf dieser Konferenz ist.“ Nachdem der König von England seine Rede beendet hatte, begleitete Macdonald, Sir Drummond und Avenol den König aus dem Gebäude heraus. Hierauf hielt Ministerpräsident Macdonald seine Eröffnungsrede in seiner Eigenschaft als Präsident der Konferenz. Er sagte u. a.: daß die Aufgaben der gegenwärtigen Versammlung außerordentlich wichtig seien, daß die Konferenz mit einer Autorität sprechen könne, wie noch keine andere zuvor. Er wies dann auf die Schäden hin, die der internationale Handel im Verlauf der letzten Jahre erlitten habe. Er belegte dies im einzelnen mit Zahlen. Dieser Zustand könne nicht weiter andauern. Uebergehend auf die Frage der Kriegsschulden sagte er, daß diese als allererste behandelt und als allererstes Hindernis aus dem Weggeräumt werden müsse. Die Regelung der Kriegsschulden sei eine logische Folge des Lausanner Abkommens und, so sagte Macdonald, das Lausanner Abkommen dürfe unter keinen Umständen zusammenbrechen, sondern müsse vervollständigt werden. Er wies dann darauf hin, daß im Lausanner Abkommen die einzelnen Aufgaben für die Regelung der Kriegsschulden gestellt waren. Gegen Schluß seiner Rede umriß Macdonald kurz die Aufgaben der Konferenz dahin, daß sie sich darauf beschränken müsse, das zu tun, wofür sie die Regierung verantwortlich machen könne, so daß diese gemeinsam handeln sollten. Büro eingesetzt. Die Weltwirtschaftskonferenz beendigte ihre Eröffnungssitzung nach der Rede Macdonalds mit einigen technischen Maßnahmen, die rasch erledigt wurden. Zunächst wurde ein Ausschuß für die Blick in den Tag. Reichsbankpräsident Dr. Schacht hatte am Montag eine Unterredung mit dem Gouverneur der Bank von England, Montague Norma. Am heutigen Dienstag wird voraussichtlich der deut(Parestuehenminister auf der Konserenz das Wort * Die französisch=englischen Stabilisierungsverhandlungen sind angesichts der großen Meinungsverschiedenheiten auf dem toten Punkt angelangt. * Im Berliner Sportpalast fand eine gewaltige Kundgebung der RSBO. statt, auf der Oberpräsident Kube sprach. * Der Reichsrat wird voraussichtlich am 22. Juni zusammentreten, um einige inzwischen eingegangene kleinere Vorlagen zu verabschieden. * — In Marne(Schleswig=Holstein) wurde ein Waffenlager entdeckt, das u. a. 15 000 Schuß Infanteriemunition und rund 100 Gewehre enthielt. * Der Vorschlag der estnischen bürgerlichen Parteien zur Aenderung der Verfassung, der u. a. die Wahl eines Staatspräsidenten von Estland vorsah, ist durch Volksentscheid mit großer Mehrheit abgelehnt worden. Beglaubigung der Vertretermandate eingesetzt, dessen Bericht nach einer Pause entgegengenommen wurde. Auf Vorschlag des Konferenzpräsidenten Macdonald wurde darauf das Büro der Konferenz eingesetzt. Es besteht aus je einem Vertreter der folgenden 16 Staaten: Argentinien, China, Tschechoslowakei, Frankreich, Deutschland, England, Ungarn, Italien, Japan, Mexiko, Holland, Spanien, Schweden, Amerika, Rußland und Kanada. Macdonald lud je einen Vertreter der im Büro vertretenen Staaten zu einer privaten Sitzung unmittelbar nach Abschluß der Konferenz ein, die in einem Ausschußraum abgehalten wurde. Hierauf vertagte sich die Konferenz bis Dienstag vormitag 1030 Uhr.6 Der deutsche Außenminister wird wahrscheinlich im Laufe des Dienstag vormittag sprechen. Empfangsessen in London. Am Montag abend begann das gesellschaftliche Programm der Weltwirtschaftskonferenz mit einem von der englischen Regierung für alle Hauptvertreter veranstalteten glänzenden Empfangsessen im Grosvenor=Haus. Ministerpräsident Macdonald führte den Vorsitz. Schon eine Stunde vor Beginn der Veranstaltung hatten sich Hunderte von Schaulustigen eingefunden, die die Anfahrt der Diplomaten betrachteten und hier und da in Beifallsrufe ausbrachen. Gleichzeitig veranstaltete die Tochter Macdonalds, Ishbell Macdonald, im Dirchester=Hotel ein Festessen für die Damen der Länderabordnungen. Seneralungtif auf die Arbeitslosigkeit. Goebbels vor der ostpreußischen Presse. Königsberg, 12. Juni. Nach der Einführung des neuen Intendanten veranstaltete Dr. Goebbels einen Presseempfang, in dessen Verlauf er sich in 1½ stündiger Rede über das Wesen der deutschen Revolution äußerte. Die Ansicht, daß der 30. Januar nur einen Regierungswechsel gebracht habe, sei grundfalsch. Es sei vielmehr ein völliger Systemwechsel eingetreten. Nachdem wir die politische Bereinigung Deutschlands vollzogen haben, beginnt unser Generalangriff auf die Arbeitslosigkeit. Bereits heute sehen wir, daß die Arbeitslosenziffern über das saisonmäßige Maß hinaus zu sinken beginnen. Aber der Staat wird und muß auch selbst mit der Arbeitsvergebung in großem Ausmaß beginnen. Die Voraussetzung hierfür ist selbstverständlich, daß der Bauer lebensfähig bleibt und deshalb war es die erste Aufgabe, die Existenz des Bauern durch eine Reihe von Zöllen zu unterbauen. Um die Arbeitslosigkeit zu beseitigen, muß man sich große kühne Pläne stellen, um dem Volk auch bildlich zu zeigen, daß gearbeitet und geschafft wird. Das Programm der Regierung muß deshalb heißen: Bauen, bauen und nochmals bauen! Je früher sich die Regierung ihre Ziele steckt, je stärker sie das Volk aufrüttelt, desto früher lernt das Volk mitzuhelfen, desto eher werden auch die Säumigen mitgerissen, desto schneller wird es gelingen, die Arbeitslosigkeit zu beseitigen. Dieses gewaltige Werk ist schwer, aber nicht unmöglich. Wenn jetzt in London die Weltwirtschaftskonferenz zusammentritt, dann wird man auch den Ruf der Vernunft, der von Deutschland kommt, hören, denn die Welt kann nur durch Vernunft zur Ruhe kommen. Junglehrer im Arbeitsdienst. Die Reichsleitung für den Arbeitsdienst macht darauf aufmerksam, daß Junglehrer bis zum 25. Jahre, die auf dem Boden der Regierung Hitler stehen, im Arbeitsdienst Verwendung finden können. Wie wird das enden? Nede Bwischenfaue in Westelteich Verfolgungspolitik gegen die Nationalsozialisten. Wien, 12. Juni. In sämtlichen Bezirksgeschäftsstellen der Nationalsozialistischen Partei, ebenso im AdolfHitler=Haus, fanden Haussuchungen statt. Die Mehrzahl der Bezirksgeschäftsstellen ist bereits gesperrt und versiegelt, ebenso die SA.=Heime. Es erscheint lediglich eine Frage von Stunden, bis sämtliche Parteipokale der Nationalsozialisten in Wien gesperrt sind. In den Nachmittagsstunden wurde der Polizei angezeigt, daß Anzeichen dafür bestünden, daß auf öffentliche Gebäude ebenfalls Attentate geplant seien. Daraufhin hat die Polizei zahlreiche Sicherungsvorkehrungen getroffen und u. a. veranlaßt, daß das Kanalnetz nach Sprengkörpern durchsucht wurde. Gefunden wurde bisher gar nichts. * Das Bundesministerium für Heereswesen hat einen Erlaß herausgegeben, der Heeresangehörigen jegliche Betätigung für die N onalsozialistische Partei oder deren Behörden und Organe verbietet. Das Verbot gilt sowohl für den Dienst als auch für das Verhalten außer Dienst. Von Interesse ist die Schlußfolgerung. die zu diesem Verbote führte, da sie offenbar die Grundlage bildet, nach der auch weiterhin gegen die Nationalsozialistische Partei vorgegangen werden wird. Es wird gesagt, daß die Verpflichtungen der Heeresangehörigen es unvereinbar erscheinen ließen, daß ein Soldat sich für eine Partei betätige, die nach ihren programmatischen Zielen „Oesterreich in seiner derzeitigen Gestalt, also als selbständigen österreichischen Sta aufgeben wolle, immer wieder die Ruhe und Ordnung im Innern störe und das Ansehen der Regierung durch fortgesetzte Schmähungen herabzusetzen suche". Vaugoin gegen die Wien, 12. Juni. Heeresminister Vaugoin sprach am Montag in einer christlich=sozialen Versammlung über die Vorgänge der beiden letzten Tage und kündigte an, daß der Ministerrat am Dienstag Maßnahmen beschließen werde, für die bereits die Zustimmung des Bundeskanzlers Dr. Dollfuß vorliege. Er selbst, der Heeresminister, habe seit einigen Wochen Hunderte von Drohbriefen von nationalsozialistischer Seite erhaten, in denen ihm die verschiedensten Todesarten angedroht worden seien. Zu dem Attentat auf Dr. Steidle führte der Minister aus, es sei bereits der Besitzer des Wagens bekannt, der allerdings behaupte, daß er nicht wisse, wer mit dem Wagen gefahren sei. Jedoch sei bereits bekannt, daß die Lehrjungen des Automobilbesitzers, der Automechaniker ist, Nationalsozialisten seien. Es werde sich bald herausstellen, daß die Nationalsozialisten den Mordanschlag gegen Dr. Steidle verübt hätten. Auch die übrigen Gewalttaten vom Montag legte der Minister den Nationalsozialisten zur Last. Er berichtete weiter, daß bei den studentischen Kundgebungen in der Innenstadt einer der Studenten „Es Breillt an der Grenze.. Freilichtspiel der NSDAP auf Olderdissen. Bielefeld, 12. Juni. Regenschwere Wolken hingen am Samstag über den Bergen, grau in grau tönten sie die Freilichtbühne Olderdissen. Und dennoch wurde gespielt... Ja, diese drückende, drohende Atmosphäre stimmte gut zu dem Stück, das man als Auftakt zu den diessommerlichen Freilichtspielen der Kulturabteilung der NSDAP. gewählt hatte. Denn lastend und bleiern, gewittrig und entladungsträchtig wuchtet die Schwere auf dem Drama Hans Kysers, das des deutschen Volkes Ostleid klagt... Ein Stück deutscher Seelennot nannte Karl Wilke das Drama in seinen Begrüßungsworten. So soll es in und zu unserer Zeit sprechen und zugleich ein Baustein unserer Volkskultur sein, eine Werbung auch für das Theater, das zu seinem Teile mithelfen will, das aufzurichten, was lange verschüttet war. Symbolisch standen die„SiegHeil“=Ruse am Anfang, die dem Führer und den Kampffahnen seiner Bewegung dargebrach: wurden, sinnbildliche Grüße für die Zukunft. Mit schneidigen Märschen tröstete die SA.=Kapelle über Regenahnungen und unsommerliche Kühle. Und dann begann das Spiel... Hans Kyser hat das Drama seiner engsten Heimat gedichtet; aus Graudenz stammt er und kennt somit die Not. die eine schematisierende, willkürliche Grenzziehung über deutsches Land und deutsches Volk gebracht hat. Mit verlogener Grausamkeit und wahnwitziger Härte wurde deutschen Menschen die Möglichkeit genommen, in Ehre und Arbeit zu leben. Seit Hunderten von Jahren lebt irgendwo im Weichselland der Bauer Parsken. Aus seiner Scholle erwachsen ihm Kraft und Stolz. Hinter dem Stacheldraht der Schützengräben hat er für sie gekämpft und muß erleben, daß für die Grenzdeutschen der eigentliche Krieg erst nach dem Kriege begann, denn mitten durch sein Dorf geht der Messerschnitt der Trennung, mitten durchs Dorf zieht sich ein neuer Stacheldraht, der Freund und Freund scheidet und dessen Spitzen sich wie glühendes Eisen in deutsche Herzen bohren. Mitten in seinem Dorfe erhebt sich der Schlagbaum, holzgewordenes Symbol völkischen Leides auf der einen, aberwitziger Unvernunft auf der anderen Seite. Des Bauern halber Besitz liegt in Polen, Menschen die auf deutscher Erde sterben, müssen in polnischer Scholle zur letzten Ruhe gebettet werden. Friedhof, Kirche und Schule sind polnisch... Das Deutschtum an der Grenze kämpft einen schweren, aussichtslosen Kampf. Seine Frau hat Parsken zu Grabe getragen, in Fieberträumen hellsichtig geworden, gellte ihr immer wiederkehrender Schreckensschrei durchs Haus:„Es brennt an der Grenze..“ Vom Grabe zurückkehrend, kommt Parsken wegen einer Paßschwierigkeit mit der Grenzwache in Konflikt und muß mit drei langen Kerkermonaten seine Tat— er hat den Schlagbaum mit Gewalt geöffnet— büßen. Ein Märtyrer des Deutschtums! Und noch hat er den Kelch seines Leidens nicht geleert. Seine Tochter, jung und unerfahren, ist das Opfer eines polnischen Nachbarsohnes geworden, den sie zu lieben glaubt. Sie erwartet ein Kind von ihm. Der junge Pole fordert von Parsken die Hand seiner Tochter, die ihm aber verweigert wird, auch dann, als der Alte die ganze schmerzliche Wahrheit erfährt. Aus dem scheinbar Liebenden wird jetzt ein wütend Hassender. Er schikaniert die Grenzbevölkerung, jagt Familie auf Familie von ihren Stammsitzen, knutet Frauen und Kinder, denunziert und schreit Parskens Schande in alle Welt hinaus. Als gebrochener Mann lebt der Bauer dahin, nur einmal glüht in ihm noch der Wille zu rächender Tat auf... Seiner Tochter hat er vergeben, seinen Sohn, der das Erbarmen noch nich: kenni, läßt er vom Hofe ziehen, einem Flüchtlingskinde überläßt er das Erbe. In dem Augenblick in dem polnische Brandstifter den roten Hahn auf seine Scheune aufgesetzt haben, als der Josef die eine Flasche Petroleum und Benzin weggeworfen habe, und zog daraus den Schluß, daß der Plan bestanden habe, daß Bundeskanzleramt in Brand zu stecken. Der Minister berichtete dann, daß nunmehr alle Braunen Häuser in ganz Oesterreich gesperrt seien. Außerdem seien in allen Bezirken die sogenannten Nazikasernen— der Minister meint damit wohl die SA=Heime— von Polizei besetzt. Wir, sagte er, verhaften einen nach dem anderen. Der Minister besprach dann den Erlaß, der den Heeresangehörigen die Tätigkeit für die Nationalsozialistische Partei verbietet. Er ging hier sogar noch weiter, indem er sagte, es werde den Heeresangehörigen auch verboten, nationalsozialistische Zeitungen zu halten, mit Nationalsozialisten in irgend einer Weise in Verbindung zu treten und nationalsozialistische Versammlungen zu besuchen. Weiter kündigte er an, daß auch der Unterrichtsminister gründliche Ordnung machen werde.“ Zum Schluß seiner Nebo trat er dann für die Selbständigkei: Oesterreichs ein. Die Verhaftungen in Innsbruck. Innsbruck, 12. Juni. Unter den in den Montag=Morgenstunden in Innsbruck verhafteten führenden Nationalsozialisten befinden sich der Gauleiter von Tirol und Vorarlberg, Stadtrat Franz Hofer, ferner der stellvertretende Gauleiter Denz, der Bezirksleiter der NSDAP in Innsbruck, Ingenieur Ullmann, der Stadtamtmann Glück sowie mehrere Innsbrucker nationalsozialistische Gemeinderäte; außerdem sind noch zahlreiche Führer der SA und SS verhaftet. Barrikade an der Grazer Aniversität. Wien, 12. Juni. Nach Berichten aus Graz kam es dort an der Universität zu großen Kundgebungen. Plakate und Inschriften gegen die Regierung wurden angebracht. Die Studentenschaft verlangte, daß die für Montag angesetzte Vereidigung der Professoren nicht vorgenommen werde. Aus Bänken und Tischen, die aus den Hörsälen herausgebracht waren, wurde eine Barrikade am Eingang der Universität errichtet und auf dem Dach der Universität eine große Hakenkreuzfahne gehißt. In einem Hörsaal sind Hörer der katholischen theologischen Fakultät eingesperrt worden. Wie verlautet, ist die Vereidigung infolge dieser Vorfälle verschoben worden. Die Bedemung der Tondoner vionsereng Noch nie dagewesener Tiefstand des Welthandels.— Wiederherstellung des internationalen Vertrauens.— Das alles überschattende Problem der Kriegsschulden.— Englands Streben nach Wiedererlangen der finanziellen Vormachtstellung in der Welt. (Von unserem ständigen Londoner Vertreter.) London, 12. Juni. Die von England angeregte und ursprünglich auf den November 1932 einberufene große Weltwirtschaftskonferenz ist nun, mit einer Verspätung von über 7 Monaten, hier zusammengetreten. Der Augenblick, da dieses langerwartete Ereignis endlich erfolgt ist, kann ohne Uebertreibung die elfte Stunde der Weltwirtschaft genannt werden. Etwa 2 Wochen vor Zusammentritt der Konferenz veröffentlichte die Wirtschaftsabteilung des Völkerbundes Daten über den gegenwärtigen Stand der Weltwirtschaft. Diese Daten sprechen eine Sprache, die an Deutlichkeit und Tragik nichts zu wünschen übrig läßt. Der Wert des Welthandels(in Millionen von Golddollars gerechnet) betrug in den ersten 3 Monaten: des Jahres Einfuhr Ausfuhr Einfuhr in 7 Ausfuhr in% 1929 7972 7317 100 100 1930 7364 6520 92 89 1931 5154 4531 65 62 1932 3434 3027 43 41 1933 2829 2552 35 35 Mithin ist der Welthandel in keinem der letzten Flüchtlinge neuerdings quält... da schreitet er ruhig auf den Schlagbaum zu, reißt ihn hoch und erwürgt den Menschenschinder, dessen Kugel ihn selbst trifft. Durch die erstarrte Menge stürzt die Tochter mit weit aufgerissenen hellsichtigen Augen den Schmerzensschrei der Mutter auf den Lippen: „Es brennt an der Grenze" Der Schlagbaum aber ist geöffnet. Unter den Klängen des Freiheits= und Kampfliedes der nationalen Revolution marschiert S. A. in ruhig festem Schritt über die Grenze. Ueber die Grenze...? Nein, von deutschem in deutsches Land. Mit atemloser Spannung folgt man diesem groß gearteten Sinnbild deutscher Grenznot, denn über Einzelgeschehen und=schicksal geht das Drama weit hinaus und wird zum allgemeingültigen Memonto, zum unheimlichen Mahnruf. Der Schwerpunkt einer düsterverhangenen Tragik liegt auf der Gestalt des alten Parsken, mit dessen Gestalt der Dichter tatsächlich an das letzte Wesen deutscher Grenzbauernnot greift. Die Unmittelbarkeit, die Kraft und Unwiderlegbarkeit, mit der diese Figur dramatisch verdichtet ist, fehlt in der Formung der beiden jungen Menschen. Manche Einzelfigur erhält jedoch eine wirkungssichere Beleuchtung vom Menschlichen her. Aus tiefer menschlicher Charakterisierung wachsen dem Dichter Gestalten und Konflikte. Sie tragen im Gleichklang mit der tragödienhaften Wucht des Stofflichen die glühende Handlung im Sturm an uns heran. Hier spricht ein Dichter, den der Strom des nationalen Bekenntnisses mitgerissen hat, ein streitbarer Revolutionär, dessen einzige heiße Liebe seiner Heimat und ihren Menschen gilt. Dieses Werk gehört, wie kaum ein anderes, in die freie Natur, in die es Fritz Brünske der Regisseur, gestellt hat, und es ist nicht zuletzt sein Verdienst, daß ein ganz großer Gesamteindruck erreicht wurde. Mit wenigen Mitteln wurde viel geschafft. Drei Häuser, von denen das Bauernhaus vielleicht nicht ganz glücklich gewählt Bauerngeräte, setesaden Labguen:. Sonst ließ man die natürliche Weite der Lanoschaft mitspielen. Die Volksszenen waren mehr als bloßes Massenaufgebot. Wie die flüchtigen Bauern bei Fackelschein sich langsam im Hintergrunde fortbewegten wie sie in angstvoller Unruhe in der Schlußszene am waren Höhepunkte, die bildmäßig haften bleiven. In der Hauptrolle Jahre so erschreckend tief gesunken, wie dieses während der ersten 3 Monate des laufenden Jahres 1933 der Fall gewesen ist. Der Wert des Welthandels beträgt zur Zeit wenig mehr als ein Drittel des Wertes 1929, Dabei ist der Tiefstand allem Anschein nach noch keineswegs erreicht. Die Londoner Konferenz ist daher in der Tat eine Zusammenkunft, die für das Schicksal der Welt und das Wohlergehen der Menschheit von allergrößter und entscheidenster Bedeutung sein wird. Das Wort„Wirtschaft“ sollte die breite Oeffentlichkeit nicht irre führen. Es sollte die Welt nicht glauben machen, daß es sich hier bloß um die Erörterung technischer Spezialfragen handelt, die den „Mann auf der Straße“ nichts oder so gut wie nichts angehen. Es hat in der Geschichte— mit Ausnahme von Versailles, natürlich— selten eine internationale Konferenz gegeben, die die Interessen des Einzelnen in so unmittelbarer Weise berührte, wie das jetzt in London der Fall sein wird. Die Fragen, die auf der offiziellen Tagesordnung stehen, sind schon an und für sich wichtig genug, um einen jeden Einzelbürger im Ausgang der Londoner Konferenz aufs unmittelbarste interessiert zu machen. Das ist es aber nicht allein. Die Londoner Konferenz ist in gleichem Maße eine politische, wie eine wirtschaftliche Konferenz. Nicht umsonst senden fast sämtliche 50 Staaten, die an ihr beteiligt sind, ihre Außenminister gab Brünske dem Parsken die Düsterkeit und herbe Größe eines Menschen, der in unbeirrter Gradheit seinen Weg geht, einen Mann, der will und in dessen verzweifelten Vaterherzen grundgütige, mitleidende Liebe schwingt. Eine Leistung von oft niederdrückender Gewalt, erfüllt vom großen dramatischen Atem. Als Untergrund und Unterbau allen Hanließ Karl Mathias als Polen=Josef triebhaft Tierisches sichtbar werden. Dieser PolenJosef war in gekränkten Stolz, gebändigte Raserei und Haßliebe eingehüllt, wie ein gewittriges Gewölk. Aus den schlecht zu vereinbarenden Gegensätzen in der die Gestalt der jungen Luise, schuf Ursula van Gaarden eine Frau, die im Ungewissen zerbrechend, zwischen Bejahung und Verneinung des Geliebten hin und her schwankt, endend im Nichts. Margarete Schott, Wilhelm Schramm, Hans Grünhage, Adolf KemFalk, Gert Buchheim und viele andere Chargen, waren mit Begeisterung bei der . Die verhältnismäßig zahlreichen Zuhörer soigten mit stärkster Anteilnahme. Sie stimmten in das Horst=Wessel=Lied ein und sahen über die dunklen Schicksalsfarben im Werke nysers das Leuchten einer hellen Tapferkeit... Beim Anmarsch der S. A. schwang sich über alle Finsternisse der Glaube an die Zukunft deutschen Landes, die Hoffnung auf ein Wiedergutmachen bitteren Unrechts. K. U. .„=„Neuorganisation der Stellenvermittlung für Bühnenkünstler. Der Intendant des Augshurger„Itadttheater, Erich Pabst, ist von der Reichslegierung beauftragt worden, die Reform dendese lenvermittlungswesens an ischen Bühnen in die Wege zu leiten. Er wird sich noch im Laufe des Sommers an die toeit machen, ohne jedoch seine Stellung in augsburg aufzugeben. „. Richard=Strauß=Premiere in Dresden. Am . Juli gelangt in Dresden Richard Strauß' heitere Oper„Arabella" unter Mitwirkung prominenter Wiener Künstler zur Uraufführung. Die musikalische Leitung hat Operndirektor Clemens Krauß übernommen, die beiden HauptViktoria, Ursuleac und Franz Jerger. Wenige Monate später soll dann, mit Lotte Leisatzsinden. nach London. Die Londoner Konferenz verspricht ganz allgemein zu einer großen internationalen Aussprache über die die Weltgesundung und Weltbefriedung verhindernden Probleme zu werden. Die bekannte These, daß in unserer Zeit Politik und Wirtschaft ein und dasselbe sind, gilt heute mehr denn je. Der Gesundungsprozeß der Wirtschaft wird bekantlich durch die Zerstörung des Vertrauens in der Welt hintenangehalten. Wenn die Regierungen einander nicht vertrauen, so tun es auch die Individuen nicht. Ohne internationales Vertrauen in eine gewisse Stabilität der Dinge können keine Geschäfte abgeschlossen, kein Handel getrieben, keine Bindungen auf lange Sicht eingegangen werden. Will man dieses, für ein reibungsloses Funktionieren des Mechanismus der Weltwirtschaft unerläßliches Vertrauen des Weltkaufmanns wiederherstellen, so müssen die Regierungen in erster Linie das Vertrauen in die politische Weltsicherheit wiederherstellen. Die von den Genfer Experten ausgearbeitete „Tagesordnung". die für die Arbeiten der Londoner Konferenz als Richtlinie dienen soll, stellt eine vorbildliche und erschöpfende Analyse der Wirtschaftskrise dar. Es ist aber ein Werk von Theoretikern der Weltwirtschaft und hat für die Praktiker der Politik, die die zur Konferenz kommenden Regierungsvertreter nun mal sind, nur einen recht beschränkten und akademischen Wert. In dieser Hinsicht ist besonders bezeichnend, daß Staaten, der nun immer mächtiger zur Entscheidung drängt. Nach Aufgabe des Golddollars fühlt Amerika sich allerdings durch die unstabile Pfundwährung auf seinen Märkten nicht mehr so unmittelbar bedroht wie zuvor. Doch die Präferenzpolitik von Ottawa, die sich mit ihrer Front vor allem gegen die amerikanischen Rohstoffe und Fabrikate richtet, bedroht die Interessen Amerikas nach wie vor in unverminderter Weise. Wird England sich nun geneigt zeigen, an Amerika, im AusStreichung der Kriegsschulden, Zugeständnisse in bezug auf die Ottawaer Verträge zu machen?. Diese Frage dürfte während der nachsten Wochen in London gewiß einen nicht geringen Teil der inoffiziellen Erörterungen zwischen den britischen und amerikanischen Delegierten ausfüllen. Srei bereus eng mit ihr verknüpft ist endlich die das wichtigste Wirtschaftsproblem unserer Zeit, die Kriegsschuldenfrage auf der offiziellen„Tagesordnung“ überhaupt nicht vermerkt ist. Daß die Konferenz dessenungeachtet gleich von Anfang an ganz unter dem Schatten dieses„inoffiziellen Programmpunktes“ stehen wird, versteht sich von selbst. England hat, wie an dieser Stelle bereits mehrfach hervorgehoben, längst anerkannt, daß die Kriegsschulden eine der Hauptursachen der Weltkrise sind und daß eine radikale Regelung dieses Problems der Inangriffnahme aller anderen Fragen unbedingt vorangehen muß. Schon die Verwirklichung des ersten, auf der Tagesordnung der Konferenz stehenden Programmpunktes, die Stabilisierung der internationalen Währungen, dürfte nach englischer Ansicht völlig ausgeschlossen sein, ehe nicht zuvor die eigentliche Ursache der dauernden Währungsschwankungen das Kriegsschuldenproblem endgültig geregelt ist. Von den weiteren, zur Erörterung der Londoner Konferenz stehenden Fragen sind die wichtigsten: Hebung des Preisniveaus und Beseitigung der Hindernisse im internationalen Handelsaustausch. An einer spürbaren Hebung des Niveaus der Weltmarktpreife, vor allem der Preise für landwirtschäftliche Produkte ist England kaum weniger als irgend ein anderes Land der Welt interessiert. In den verflossenen vier Jahren sind die Warenpreise katastrophal zurückgegangen, mit dem Ergebnis, daß namentlich in den ackerbautreibenden Ländern die Kauskraft der Bevölkerung fast auf Null gesunken ist. Dieser Umstand hat sich natürlich aufs nachteiligste auf den englischen Außenhandel ausgewirkt. Der britische Schatzkanzler, Neville Chamberlain, meint nun, daß zur Hebung der Weltmarktpreise eine Regelung der Probritische großredits. Ines so aus, als ob wirtlich greifbare Vorschläeg zur Hebung der Weltmarktpreise auch auf englischer Seite noch kaum vorhanden sind. Dieses ist jedenfalls eine der schwierigsten, zur Erörterung stehenden Aufgaben der Konferenz. Es hat sich mehrfach gezeigt, daß eine großzügige Bereitstellung von Krediten zur Ankurbelung der Wirtschaft keineswegs genügt. Es muß auch eine Inanspruchnahme derselben erfolgen. Solange aber die Verhältnisse in der Welt derartige sind, daß sie jeden Handel entmutigen, vermag selbst die liberalste Kreditpolitik den lahmgelegten Unternehmergeist nicht wiederaufzurichten. Die Frage der Hebung der Weltmarktpreise ist also letzten Endes ebenso mit politischen Voraussetzungen verknüpft, wie die meisten anderen wirtschafrlichen Probleme der Welt. Die Frage der Beseitigung der den internationalen Handel behindernden Zölle und Quoten Rückkehr Englands zum Goldstandard. Der britische Schatzkanzler hat während seiner erFähnten Unterhausrede einige unverbindliche neußerungen über die prinzipielle Wünschbarkeit einer Rückkehr Englands zum Goldstandard(aber natürlich keineswegs zum alten Goldstandard!) hatien lessen: Wie weit ist es England hiermit deiß zur Genüge, daß England in Wirklichkeit keineswegs darauf brennt, seine Goldwährung so schnell wie möglich wiederherzustellen. Doch vielleicht gibt es Gründe, die England veranlassen könnten, für sein Papierpfund eine Quasistaoilisierung auf einem für den britischen Handel erträglichen Niveau anzustreben? Und könnte nicht einer dieser Gründe eventuell der Wunsch Englands sein, erneut zum„Bankier der Welt" zu werden? An Anhaltspunkten hierfür fehlt es keineswegs. Die englische Geschäftswelt ist stets fest davon überzeugt gewesen, daß die Prosperität der Vorkriegswelt aufs engste mit der finanziellen Weltvormachtstellung Großbritanniens verknüpft war. Wollte man jetzt der Weltwirtschaft wieder auf die Beine helfen, so wird irgend eine der Großmächte den Hauptanteil beim Aufbringen der hierzu erforderlichen internationalen Anleihen, d. h. beim Finanzieren des neuangekurbelten Welthandels übernehmen müssen. Wer ist für die Ueberer Rolle am ehesten geeignet? Frankreich scheidet wegen seiner mangelnden Erfahrung mit den überseeischen Geldmärkten von vornherein aus. Amerikas Chancen haben sich nach dem letzten Bankkrach äußerst verringert. Bleibt nur Großbritannien übria. Die Londoner City drängt denn auch in dieser Richtung zielbewußt und beharrlich. Daher ist es durchaus nicht ausgeschlossen, daß nach Abschluß der Londoner Konferenz sich vor allem eine merkliche finanzielle Erstarkung Englands oder gar ein Wiedererlangen seiner traditionellen Rolle des Weltbankiers ergeben könnte. Dieses aber wäre ein Ergebnis, das der britischen Regierung Kosten, die ihr die Abhaltung der Weltwirtschaftskonferenz in London verursacht, doppelt und dreifach bezahlt machen würde... Folgerungen sich daraus unter Umständen zu ergeben hätten. preußische Justizminister Kerrl werde an die Spitze der Reichsorganisation treten und damit einem Sitz im Reichsführerrat des deutschen Beamtenbundes einnehmen. P. v. Bodelschwingh bei Frick. Berlin, 10. Juni. Reichsinnenminister Dr. Frick empfing, wie die„Kreuz=Zeitung“ hört, am Sonnabend den evangelischen Reichsbischof O. von Bodelschwingh. Es ist anzunehmen, daß in kürze Empfänge bei Hindenburg und Hitler stattfinden. Dem Blatt zufolge legt offensichtlich gerade der Reichspräsident großen Wert darauf, sein persönliches Verhältnis zur evangelischen Kirche jetzt deutlich zu bekunden. Fachgruppe Justiz. wird der Konferenz voraussichtlich nicht geringe Kopfzerbrechen bereiten. Die britische Regierung ist in dieser Hinsicht den übrigen Mächten noch keineswegs mit gutem Beispiel vorangegangen. Ihre gesamte Wirtschaftspolitik ist vielmehr vor der Hand noch darauf begründet, in ihren Verhandlungen mit den Mächten die Karte der OttawaPräserenzen auszuspielen und auf diesem Wege ihrer eigenen, schwer daniederliegenden Industrie neue Antriebe zu verschaffen. Von einem weltwirtschaftlichen Denken, geschweige denn Handeln ist auf britischer Seite bisher leider noch nichts zu merken gewesen. England ist ursprünglicher Einberufer der Konferenz, und diese Tatsache läßt annehmen, daß England am Abhalten derselben aus ganz besonderen eigenen Gründen interessiert ist. Als Weltmacht mit weitverzweigten, über den ganzen Erdball sich erstreckenden Bindungen ist Englands Interessiertheit an einem Wiederaufleben des Welthandels natürlich evident. Doch vieles deutet darauf hin, daß England an diese Konferenz noch eine Reihe eigener Sonderwünsche und Sonderhoffnungen knüpft. Das ist zunächst der gewaltige Positionsrampf zwischen England und den Vereinigten Ausbau des Ständestandes. Berlin, 12. Juni. Der Ausbau des deutschen Ständestandes fand am Montag seine Fortsetzung durch den Zusammenschluß der preußischen Justizbeamten in der„Fachgruppe Justitz“ des deutschen Beamtenbundes. Die Gründungsversammlung fand im Sitzungssaal des preußischen Landtages statt. An ihr nahmen u. a. sämtliche Oberlandesgerichtspräsidenten, die Generalstaatsanwälte und die Beamten der Strafvollzugsämter Preußens teil. zur heutigen Gründungsversammlung haben sich von rund 37000 preußischen Justizbeamten und Dauerangestellten 32 657 angemeldet. Darunter Hamm mit 4241. Präsident Justizminister Kerrl wies auf den grundlegenden und grundstürzenden Charakter der deutschen Revolution von 1933 hin und legte dar, wie notwendig die Ersetzung des Durcheinander von Beamtenverbänden durch eine einzige wirkliche Beamten=Organisation sei. Der Minister erklärte, daß in dieser neuen Organisation die Frage der Parteizugehörigkeit keine Rolle mehr spielen werde, denn die Zeit der Parteien sei endgültig und für immer vorbei. Der stellvertretende Reichskommissar für die Beamten=Organisation Neeft, erläuterte dann das Wesen des neuaufgebauten deutschen Beamtenbundes. Die Organisation könne lediglich beratend wirken. Die Entscheidung liege aber allgemein beim Minister. Die Beamten müßten daran denken, daß für die Entscheidungen des Ministers die Rücksicht auch auf die vielen Volksgenossen, die nicht Beamte sind, bestimmend sei. Der Redner teilt mit, daß Staatssekretär Dr. Kreisler das Amt des Landesfachgruppenleiter für die preußische Justizbeamtenschaft übernommen habe. Staatssekretär Dr. Kreisler hob hervor, daß es nicht Zweck der Organisation sei, die Justizbeamten auch in wirtschatflicher Art zusammenzuführen. Wenn einige wenige Verbände nicht um Teilnahme bei dieser Tagung gebeten hätten, so werde noch festzustellen sein, auf welche Gründe das zurückzuführen sei und welche Ostpreußen und die Wahl Bobelschwingys. Königsberg, 13. Juni. Auf einer Versammlung der ostpreußischen Pfarrerschaft in Königsberg, auf der von 500 Pfarrer nahezu 200 erschienen waren, brachten die „Deutschen Christen“ einen Antrag ein, der dahin ging, einen Ausschuß einzusetzen, der binnen zehn Tagen untersuchen sollte, ob O. von Bodelschwingh rechtmäßig zum Reichsbischof berufen ist. Bis zur Klärung dieser Fragen sollte jede Stellungnahme zu der Person des Reichsbischofs unterbleiben. Nach einer gründlichen Aussprache, an der der persönliche Adjutant D. von Bodelschwinghs, Pfarrer Stratenwerth und der Mitarbeiter von Wehrkreispfarrer Müller, Lic. Vogelsang, teilnahmen, wude der Antrag der„Deutschen Christen“ mit etwa zwei Drittel gegen ein Drittel der Stimmen abgelehnt. Die deutschen Christen verließen darauf unter Protest die Versammlung Kaiserslautern(Pfalz), 11. Juni. Die Vertrauensleute der„Positiven Vereinigung der Pfalz“ haben hier eine Tagung veranstaltet, in deren Verlauf sie an D. von Bodelschwing folgendes Telegramm sandten: Iertrauensleute der Positiven Vereinigung der Pfalz in Kaiserslautern zur Aussprache über Bischofsfrage versammelt, von schwerer Sorge über drohende Zerreißung des Kirchenvolkes erfüllt, bitten mit Rücksicht auf Frieden unserer Kirche, bei aller Anerkennung Ihrer Persönlichkeit und Bedeutung für die evangelische Kirche Deutschlands Ihr Amt als Reichsbischof wieder zur Verfügung zu stellen.“ Landesbischof für Baden. Karlsruhe, 12. Juni. Die evangelische Kirchenregierung Badens hat als vorläufiges kirchliches Gesetz beschlossen, daß an der Spitze der Vereinigten EvangelischProtestantischen Landeskirche Badens ein Geistlicher als Landesbischof stehen soll. Der Bischof wird von der Landessynode gewählt(Mehrheitswahl), eine Abberufung durch die Synode ist jedoch nicht zulässig. Die oberste Kirchenbehörde ist nach wie vor der Oberkirchenrat, ihm gehören der Landesbischof und die Oberkirchenräte an; letztere werden auf Lebenszeit ernannt. Arosessol Splanger viewi. Berlin, 12. Juni. .. Der bekannte Berliner Pädagoge, Univerniratsprofessor Spranger hatte am 25. April sein Urlausgesuch eingereicht. Diesen Schritt hat Professor Spranger nunmehr rückgängig gemacht. In einer Erklärung teilt Professor Spranger dazu mit, daß er bei der Einreichung seines Rücktrittgesuches die Maßnahmen des Ministers Rust zur Wiederherstellung des Vertrauensverhältnisses zwischen Studentenschaft und Professorenschaft nicht genügend gekannt habe. Da seine Besorgnisse nicht mehr als begründet anzusehen seien, habe er sein Urlaubsgesuch im Einverständnis mit dem Kultusminister zurückgezogen. Arbeit bereits gezeichnet worden. Es befinde sich unter den Zeichnungen, die zahlreich einlaufe u. a. namhafte Beträge in Höhe von 100 00 40 000, 30 000 Reichsmark. Bau eines Luftfahrtministerium Fahnenweihe der Beamtenfachschaft. Berlin, 12. Juni Im Reichsluftfahrtministerium fand am Me tag nachmittag die Weihe der Hakenkreuzfahn der nationalsozialistischen Beamtenfachschaft u Betriebszelle statt. Die feierliche Weihe vollz der Reichsluftfahrtminister Ministerpräsident H mann Göring. Der Minister verkündete den Ei schluß der Reichsregierung, für das Luftfahr ministerium ein eigenes Gebäude zu schaffen, d. auch in seiner äußeren Form den Geist der neue Zeit zeigen werde. Die an dieser Stelle erscheinenden Veröffentlichungen gebe nur die Ansicht der Einsender wieder. Die Redaktie steht ten Auslassungen völlig fern und lehnt es ab, den sa# lichen Inhaft der Einsendungen sich zu eigen zu mache Selbstverständlich trägt die Redektion in jedem Falle di. pretzgesetzliche Verautwortung. An den Herrn Beobachter. Auf die beiden im Sprechsaal der„Westfä Zeitung“ vom 6. und 8. Juni erschienenen Artike. die sich mit der Kortmannstraße beschäftiger möchte ich als Nachbar auch ein Wort sagen Im Jahre 1927 erbaute die Stadt an der Kort mannstraße eine Anzahl kleine Häuser und besetzt diese durchweg mit anständigen Familien, an denen nichts auszusetzen war. Anders wurde da. jedoch einige Jahre später, als die Stadt noc mehrere Häuserblocks erbaute und zum Teil, woh gemerkt, zum Teil mit Elementen belegte, die dieser Wohnungen nicht würdig sind. Auf die trifft die Bezeichnung„ehrlich verarmte Geschäftsleute und achtbare Arbeiter“ nicht zu. Um diese Elemente ging es wohl auch bei der Razzia. Es handelt sich hier um die Reste der Kommune, die hier zu verschwinden haben. Diese Elemente haben die vergangenen Jahre Unsicherheit genügend in die hiesige Gegend hineingetragen. Warum war das Ueberfallkommando faste jede Woche in der Kortmannstraße? Wer übte die letzten Jahre hindurch hier den Terror aus—!? Wer beschmierte Häuser und Wände? Wer schrie und johlte halbe Nächte auf der Straße umher und hauptsächlich in genannter Straße? Wer pöbelte Straßenpassanten an, so daß viele die Gegend mieden? Wer warf durchfahrende SA=Leute von den Rädern und bedrohte Kirchgänger mit Halsabschneiden?!— Die Kommune— und diese Leute sitzen noch in ihren schönen Wohnungen. Zählt der Artikelschreiber diese Elemente vielleicht auch zur neuen Volksgemeinschaft? Ich glaube nicht, daß die ehrlich verarmten Geschäftsleute und achtbaren Arbeiter in der Kortmannstraße sich von dem„Beobachter“ beleidigt fühlen. Wir Steuerzahler in hiesiger Gegend wünschen, daß die Kortmannstraße wieder ihren alten guten Rus erhält und daß dementsprechende Schritte unternommen werden. Einige Steuerzahler. Mit dieser Veröffentlichung schließen wir die Diskussion um die Kortmannstraße. Die ReNaßenpollisches Amt der ASDAp. Berlin, 12. Juni. des Außenpolitischen Amtes der NSDAP, Alfred Rosenberg, hat den Bundesführer des„Bundes Deutscher Osten", Dr. Franz Lüdtke, zum Hauptabteilungsleiter im Außenpolitischen Amt und Dr. Ernst Thiele zu seinen Stellvertreter berufen. Dr. Franz Lüdtke hat den Zeitungsverleger des Hannoverschen Anzeigers, Dr. Erich Madsack, in den Wirtschaftsausschuß Abteilung 1, Organisation, berufen. Förderung der nationalen Arbeit. Berlin, 12. Juni. Wie die RSK. erfährt, sind die ersten Beträge für die Spende zur Förderung der nationalen Der Schlag mit dem Schraubenschlüssel. Vom Amtsgericht Halle war der arbeitslose Stellmachergehilfe Oskar K. aus Bockhorst, am 16. März 1933 wegen gefährlicher Körperverletzung zu einer Woche Gefängnis und 60 Mark Buße verurteilt worden. Die Staatsanwaltschaft und der Angeklagte hatten gegen das Urteil Berufung eingelegt, so daß die Tat gestern vor der kleinen Strafkammer zur Aburteilung stand. In der Nacht zum 16. Januar 1933 gegen 1 Uhr, hatte ein gewisser F. in Versmold mit seiner Braut eine dortige Gastwirtschaft verlassen. Beide standen noch einige Zeit zusammen auf dem Bürgersteig. Da kamen vier Radfahrer an ihnen vorüber und einer von diesen, der Angeklagte, rief dem Paar eine unanständige Bemerkung zu. F. entgegnete:„Mach, daß du nach Hause kommst“. Die vier waren inzwischen vom Rade gestiegen und K. forderte F. nunmehr auf, doch einmal hinzukommen. Als dieser der Aufforderung nachkam, zog K. einen Schraubenschlüssel aus seiner Fahrradtasche und schlug sofort dem F. damit ins Gesicht, und zwar so heftig, daß die rechte Oberlippe auseinandersprang. F. mußte sich in ärztliche Behandlung begeben. Der Vertreter der Staatsanwaltschaft geißelte die Roheit der Tat und beantragte einen Monat Gefängnis. Die kleine Strafkammer verwarf die Berufung des Angeklagten und erhöhte die Gefängnisstrafe auf einen Monat. Die Verbüßung wurde auf drei Jahre ausgesetzt unter der Bedingung, daß K. außerdem noch eine Buße von 75 Mark an die Gerichtskasse Halle zahlt. Chefredakteur Carl Kühne. Verantwortlich für Politik, Allgemeines und Handel: Dr. Herbert Müller-Werth. für Feuilleton. Kommunalpolitik und Stadtnachrichten: Carl Ludwis Herbet für Sport, Gerichtssaal und Provinznachrichten 1 V. C. J. Herbermann für die Anzeigen Karl Weller Druck und Verlag von J D Köster Na:bf. in Bielefeld. W TA W W Fh Als Puderunterlage Matt-Creme, das edle 24711“ Erzeugnis, oder der mit Tosca reizvoll parfümierte 24711" Tosca-Creme, I N. S. D. A. P. „De Brehnt un der GronzeSchauspiel in fünf Akten von Hans Kuser Spiellettung: Fritz Brüneies 20 Mitwirhende— 8. A.Kepene Eintritt 1.— Mark und 50 Pfennig. Vorstellungen am 10., 14. und 17. Juni 20¼ Uhr, Sonntag, den 18. Juni, 16 Uhr. Bei schlechtem Wetter werden die Vorstellungen verschoben, Karten behalten Gültigkeit. Auf allen Plätzen gute Sitzgelegenheit OrETUERTOFT Heute Dienstag 4 Uhr (Kassenöffnung 8.80 Uhr) Beikühlem Wetter Premiere eines großen Programms Pizitteriein! mit Oskar Sima, Oskar Karlweis, Susl Lanner, Winterstein. Fahrt durch Neapel, Capri und Sizillen, eine Hochzeitsreise nach dem Geschmack von jedermann. Eine sensationelle Liebesaffäre aus dem fernen Osten: 4 Neue Sendung Bettfedern u. Daunen Maßkleidung. Liefere für 65—70 Mk. die besten Anzüge mit zwei Anproben, sowie billige Damenkleidung. Angebote unter L 2130 an die Westf. Ztg. la prime Qualltät. 6-eckig, am Stück verzinkt 4#-#ckig. a feuerverzinkt Spanndrähte, Bindedrähte, Stacheldrähte eiserne Zaunpfähle usw., liefert zu billigsten Preisen, direkt ab Fabrik Hermann Hüls Drahtfabrik Hakenort 37,Tel. 2071 Verlangen Sie unverbindlich ein Angebot. —"—— theater Nur noch 3 Tage! Eugen Klöpfer einer der größten Darsteller der deutschen Bühne, In dem von 8 -pannung ertüllten Tontilm AchenbachCaragen Schuppen, Jagdhütten, Fahrraustander, versetz- und zerlegbar. Gebr. Achenbach, G. m. b. H. Weldenau Sleg Postfach 242. Vertreter: Alexander Herrmann, Bleiefeld, Gabelsbergerstraße 2 Fernsprecher 2670. und Narmoniuma, Fabrikate I. Ranges. Einige wenig gespielte Instrumente, modern, billigst, auch zur Miete oder Teilzahlung Bielefelder Planou. Harmonium-Haus Otte Stierstadt Ellerstraße 17. Gegr. 1905 Teleson 3787 Verkäute Tapeten schöne, modern. Muster, enorm billig, einige tausend Rollen ältere Must., Rolle v. 10 Pfg. an Tapetenhaus Klöne Stapenhorftstraße 65. Tabeten billiger wie billig Kein Laden! Nur Lager! Lüttge Nt. 26. (Toreingang. direkt Ecke Steinstraße). Miet-Gesuche Das Schicksal eines unschuldig Vertolgten. 12 Stunden vor der Verjährung entdeckt] Eine Flucht durch das nächtliche Marseille Zuflucht unter Verbrechern/ Panik auf dom Rummelplatz Glücklick entkommen] Der wahre Täter gefunden] Ein neues Leben beginnt Das sind die dramatischen Höhepunkte des von furlosem Tempo erfüllten Filma, der den Schicksalsweg eines Bagno-Sträflings und seines achtjährig. Sohnes schildert Weitere Mitwirkende: Hans Feher. Magda Sonja, Camilla Spira Hierzu: Der beliebte Komiker des Tonfilms Szöke Szakal! * 5 Anmer, Küche, Bad u. Zentralheizung, evtl. mit Garage, zum 1. Oktober. Angebote mit Preis unter F L 7599 an die Westfäl. Zeitung. in seinem neuen Lachschlager: Mher Szök Szakall übertrifft sich selbst. Die neue Ufa-Tonwoche Suche zum 1. Juli eine hübsche 2-3-Zimmer wohnung. Angebote unter C 2171 an die Westf. Ztg. h Der Abendspaziergang wird zum vollkommenen Genuß, wenn er bei Ummelmanns Hof endet. Das ist wirklich eine Stätte, wo man sich ausruhen kann. F. Mertens Jahnplatz. Teleson 4696 Elegante Limousinen, mit und ohne Fahrer km 12—15 Pig. 5 Lackfabrik sucht bei der Industrie gut eingeführten Prooisions Beinent. A gebote erbeten unter F M 2099 an die Geschäftsstelle der Westfäl. Zeitung. 5 Zwangsversteigerung. Am 27. Juni 1933, 11¼ Uhr, soll an der Gerichtsstelle, Detmolder Straße Nr. 9. Zimmer Nr. 23, die Besitzung des Gastwirts Karl Elbracht in Bielefeld. Breite Straße Nr. 41 belegen, versteigert werden. 5 Bieleseld. den 15. Februar 1933. Das Amtsgericht. Oeffentliche Mahnung. als Abschutzahlung) aligen und die seuern werden dier Lalis gewordenen Reichs nicht rechtzeitger... Im Falle durch Postnachnat Zahlung erfolgt Einziebung reibung zwangsweise BeiSie Binanzamt. von Autobrennstoff für den Pa# gerzing Fuhepark soll vergeben werden. Verringungsunterlagen in einfacher Ausfertigung sind, sowe it der Vorrat reicht, bei der Verdingungsstelle im Rathaus, Zimmer 79, in der Zeit von 10—13 und 17—18 Uhr zu haben. u0 gum Angebote sind bis Dienstag, der —. Jani ds. Is., ebendaselbst abzugeben. Stadtbauamt Bielefeld. Haben Sie offene Füße? * Jucken? Stechen? Brennen? Dann gebrauchen Sie die tausendfach bewährte Universalheilsalbe„Gentarin“. Wirkung überraschend! Preise herabgesetzt. Zu haben in den Apotheken in Bielefeld. S mit Fritz Kampers Ery Boß Hans Stüwe Regie: Franz Seitz Wenn der Meisterdetektiv„Schnauzerl“ fragt: „Warum hat denn die Kokosnuß noch immer keinen Reißverschluß“ da kann man nicht ernst bleiben und schreit mit vor Vergnügen. Ferner: Dieser Film zeigt in packenden und dramatischen Bildern das harte Schicksal der Bergbewohner des Lötschentales. Alle Rollen sind von den Bergbewohnern gespielt nur für die beiden Fremden wurden Gustav Diesel und Beny Führer verpflichtet. Ufa-Tonwoche Verlag: J. D. Küster Nachf., Bielefeld Der beste Begleiter ist das Wanderbuch für den Penisburger Wala von Dr. Hartwig. Ein Führer von Brochterbeck bis Altenbeken und von Altenbeken bis Brochterbeck, nebst einigen Wenderungen in angrenzenden Gebieten: Senne, Ravensbergisches Hügelland, Lippisches Bergland u. Weserberge s1 In Leinen gebunden mit einer großen Generalstabskarte 1: 100 000 2.90 RM. Verrätig in allen Buchhandlungen Verlag: J. D. Küster Nachf., Bielefeld 9as Der Ta soll entsprech innenminister Jugend, a Mythologie werden, das Heimat und( Die Vorbe am Sonnabei feld in die der sich zusar Röser, P Dr. Schrad anwalt Koch, listischen Frar ring, Herrn Morgens nachmittags d# Ein Son auf der Ochs ner sind Prof ning in Aus Der Aum einem Zuge, a1 Mitglieder von einigungen usn Die vom vorbereitete E nisch in das Fe werden. Gemüs Von den mann pachtet 38.5 Scheffe 1700 Quadratn nig, die sie an im Wellen dratmeter zum meter abgab, nn hatten, 2 Pfeni ten. Diese zieherische wurde die Eig Kartoffeln wen Winterver bracht. Da sich gut bewährt h durchgeführt. gestrigen Sitzun Mietbeih Für fünfzig kinderreiche den letzten Jahr geleistet. Dies des Regierungs geschehen. Die 1 fall eingerechnet Monat. Seefür 1 Der Magistr Sitzung, in diese holungsbedürftig Soolbäder z zu entsenden. bereit gestellt, vo der vereinnahmt einen Zuschuß braucht. Die ortopi kinder, die an sollen künftig u Dr. Momburg Krankenhauses, vi ten Schwester, in durchgeführt werd berg, dem bish der Schulkinder o facheren Mitteln: bisher. Besuch be Dichte Wage Ravensberger= un der 5. Sternfahr Reichsverband d statteten den Ank sich die Registrie Mit großem Inte Werdegang der Ladenkassen bis; Erste Beilage Nr. 135. 123. Jahrgang. Westfaltsche Feitung Bielefeld, Bienstag, 13. Juni 1933 " N Arur omdenneme Das Fest der Jugend in Bielefeld.— Der Zug der 30000. Bielefeld, 13. Juni. Der Tag der Sommersonnenwende soll entsprechend einer Aufforderung des Reichsinnenministers Dr. Frick für die deutsche Jugend, anknüpfend an uralte, in der deutschen Mythologie verwurzelten Sitte, zu einem Fest werden, das sie die Verbundenheit durch Rasse, Heimat und Geschichte erleben läßt. Die Vorbereitungen für das„Fest der Jugend“ am Sonnabend, dem 24. Juni, wurde in Bielefeld in die Hand eines Ausschusses gelegt, der sich zusamemnsetzt aus den Herren Stadtrat Röser, Prof. Dr. Schrader, Schulrat Dr. Schrader, Lehrer Uthoff, Frau Rechtsanwalt Koch, der Führerin der nationalsozialistischen Frauenschaft, Sturmbannführer Detering, Herrn Brennecke und Herrn Bott. Morgens werden die Wettkämpfe der Schüler, nachmittags die der Schulentlassenen ausgetragen. Ein Sonnenwendfeuer wird abends auf der Ochsenheide abgebrannt. Als Redner sind Prof. Dr. Schrader und Dr. Warning in Aussicht genommen. Der Anmarsch zur Ochsenheide erfolgt in einem Zuge, an dem sich 25.000 bis 30000 Schüler, Mitglieder von Jugendverbänden, nationalen Vereinigungen usw bbeteiligen werden. Die vom Historischen Verein bereits vorbereitete Sonnenwendfeier soll organisch in das Fest auf der Ochsenheide eingegliedert werden. druckern Typ„Deutschland“. Besondere Aufmerksantkeit erregten auch die neuen endsummenrrssssden, Buchungsmaschinen, die mit bis zu nerwerken und als vollautomatische Saldiermaschinen mit bis zu 44 Addierwerken geliefert westesten Im, Musterzimmer wurden außerdem die Fayrradmodelle mit dem Plaketten= und Wimpelträger, sowie die modernsten Nähmaschinen im Nähschrank gezeigt. Gemüsebau im Wellensiek. Von den Landwirten Voltmann und Rottmann pachtete die Stadt im Vorjahre rund 38.5 Scheffelsaat Land(die Scheffelsaat= 1700 Quadratmeter) zum Preise von 2—3 Pfennig, die sie an Unterstützungsempfänger im Wellensiek in Parzellen von 400 Quadratmeter zum Preise von 1 Pfennig pro Quadratmeter abgab, während diejenigen, die noch Arbeit hatten, 2 Pfennig pro Quadratmeter zahlen mußten. Diese Maßnahme hatte zunächst einen erzieherischen Wert, zum anderen jedoch wurde die Eigenerzeugung an Gemüse und Kartoffeln wenigstens teilweise bei der Winterversorgung in Anrechnung gebracht. Da sich diese Beschaffung von Gartenland gut bewährt hat, wird sie auch in diesem Jahre durchgeführt. Der Magistrat hat sie in seiner gestrigen Sitzung gutgeheißen. Die deutsche Frauenfront. Zusammenschluß von 15 Verbänden in Vielefeld. Auch der Stadtverband der Bielefelder Frauenvereine ist geschlossen der Deutmarnn„Frauenfront beigetreten. Den Vorsitz, den bis jetzt Frau Klara Delius führte, hat Frau Koch, die Kreisleiterin der NS.= Frauenschaften, übernommen. Die Auflösung des bisherigen Stadtverbandes wurde allgemein beschlossen. Die neue Vorsitzende dankte Frau Delius für ihre aufopfernde Arbeit. Als zweite Vorsitzende wurde Frau Prieß allseitig bestimmt. Die anwesenden Vertreterinnen der 15 verschiedenen Verbände bekannten sich zu dem Ziel der Deutschen Frauenfront, jener großen Frauenbewegung, die beseell ist von einem einheitlichen Willen und Geist der nationalsozialistischen Weltanschauung. Die nächste Zusammenkunft des Stadtverbandes ist anschließend an die öffentliche Kreistagung der NS.=Frauenchaften, Kreis Bielefeld=Stadt, die am Freitag, den 23. Juni, abends 20¼ Uhr im großen Saale des Kyffhäuser stattfindet. * Weiterh'n wird auf die außerordentliche Generalversammlung des Bielefelder Hausfrauenvereins mit nachfolgendem Vortrag von Herrn Pfarrer Niemöller über „Die nationale Erziehung“ aufmerksam gemacht. Mietbeihilfen für Kinderreiche im Wellensiek. Für fünfzig im Wellensiek wohnende kinderreiche Familien hat die Stadt in den letzten Jahren besondere Mietszuschüsse geleistet. Dies soll, vorbehaltlich der Zustimmung des Regierungspräsidenten auch in diesem Jahre geschehen. Die Beihilfen betragen auf den Einzelfall eingerechnet durchschnittlich rund 20 Mark im Monat. See= und Soolbadekuren für 160 Bielefelder Kinder. Der Magistrat beschloß in seiner gestrigen Sitzung, in diesem Jahre 160 schwächliche und erholungsbedürftige Kinder in See= oder Soolbäder zur Kräftigung ihrer Gesundheit zu entsenden. Für diesen Zweck wurden 14000 M. bereit gestellt, von denen allerdings ein Teil wieder vereinnahmt wird, so daß die Stadt nur einen Zuschuß von 5400 Mark zu leisten braucht. Schwurgerichtstagung 1933. Die dritte diesjährige Schwurgerichtstagung beginnt am Montag, den 26. Juni 1933. Den Vorsitz wird Landgerichtsdirektor Dr. Lange führen. Die Namen der Geschworenen und die anstehenden Sachen stehen noch nicht fest. Drei Vertreter des Stadtfürsorgearztes. Der Stadtfürsorgearzt, der bisher nur einen Vertreter hatte, wird künftig von drei Aerzten vertreten, und zwar Dr. Hilburg, Dr. Buchheister und Dr. Rotthaus. Die bis zum 16. Juni, d. h. kommenden Freitag durchzuführende große Volkszählung hat nicht nur allgemeine volks- und sozialpolitische Bedeutung, sondern ist auch für die Angabe der Religionszugehörigkeit von besonderem Wert. Da die letzte Zählung aus dem Jahre 1925 stammt, wirken sich in dieser die mancherlei Veränderungen im Konfessionsstand des deutschen Volkes aus. So ist es von dringlichem Interesse, wenn die Zählbogen auch für diese Frage besonders genau ausgefüllt werden. Die Spalte 9 dient der Beantwortung der Frage nach der Religionszugehörigkeit. Sei ist eine statistische Angabe, zu der jeder gesetzlich verpflichtet ist; es kann darum nicht jemand, der etwa nicht mehr beispielsweise zur Evangelischen Landeskirche gehört, aber sich innerlich als Christ fühlt, einschreiben:„evangelisch“. Darum ist für unser Stadtgebiet folgendes zu beachten: 1. Alle Angehörigen der großen evangelischen Gemeinden(z. B. Altstadt, Neustadt usw.) tragen in Spalte 9 ein:„evangelisch". Die Angehörigen der hiesigen Reformierten Kirchengemeinde tragen ein:„reformiert". Dabei ist zu beachten, daß solche Personen bezw. Familien, die durch Familientradition zwar reformiert sind(zum Beispiel die aus Lippe Eingewanderten), aber keinen Wert darauf legen, zur hiesigen Reformierten Gemeinde zu gehören, sondern bei den Hauptgemeinden mitgezählt werden wollen, auch nur„evangelisch“ zu schreiben haben; denn die großen Kirchengemeinden(z. B. Altstadt usw.) sind nicht rein lutherische Gemeinden, sondern verfassungsmäßig sind sie„uniert“, d. h. in ihr gehören Lutheraner und Reformierte zu einer Kirchengemeinde, ohne daß damit der Bekenntnisstand des Einzelnen angetastet wird. 2. Solche Personen, die zur Altlutherischen Gem'einde, zu den Baptisten, Methodisten usw. gehören, dürfen nicht einfach„evangelisch“ schreiben, sondern müssen die Gemeinde, zu welcher sie gehören, genau bezeichnen. 3. Die Mitglieder der katholischen Kirchengemeinden schreiben„römischkatholisch“, weil außer ihnen in Bielefeld noch Mitglieder der Altkatholischen Gemeinde wohnen. In Mischehen ist genau zu bezeichnen, wer evangelisch und wer katholisch ist; bei den Kindern gilt entweder die Taufe oder aber die Schulerziehung. Wenn z. B. ein Kind katholisch getauft wurde, aber jetzt eine evangelische Schule besucht(was bekanntlich bei Zustimmung beider Elternteile möglich ist), so ist dann auch„evangelisch“ zu schreiben. 4. Die Anhänger der Sekten müssen, sofern sie aus der Landeskirche ausgetreten sind, Sienel des Rirutes Kommunalbeamte sollen Führer und Berater sein. Gerade Rücken. Durch einfache Turnübungen. Die ortopädischen Kurse für Schulkinder, die an Rückgratverkrümmungen leiden, sollen künftig unter der Aussicht von Professor Dr. Momburg, dem Chefarzt des Bielefelder Krankenhauses, von einer entsprechend vorgebildeten Schwester, in der Turnhalle der Handelsschule durchgeführt werden. Der Vertrag mit Dr. Mosberg, dem bisher die orthopädische Betreuung der Schulkinder oblag, wurde gekündigt. Mit einfacheren Mitteln wird das gleiche Ziel erreicht wie bisher. Besuch bei den Anker=Werken. Dichte Wagenreihen standen gestern in der Ravensberger= und Turnerstraße. Die Teilnehmer der 5. Sternfahrt des Gaues Westfalen im Reichsverband des Mechanikergewerbes e. V. statteten den Anker=Werken einen Besuch ab, um sich die Registrierkassen=Fabrikation anzusehen. Mit großem Interesse verfolgten die Besucher den Werdegang der Ankerkassen von den einsachsten Ladenkassen bis zu den vollendetsten EndsummenMehr als 700 Kommunalbeamte aus allen Teilen des Reiches waren am Sonntag im Marmorsaal des Berliner Zoo zu der großen Kundgebung der Reichsfachgruppen„Kommunale Verwaltung und Betriebe" und„Körperschaften des öffentlichen Rechts" im Deutschen Beamtenbunde zusammengekommen. Der Kundgebung gingen die Tagungen des Verbandes der Kommunalbeamten und=angestellten Deutschlands voraus. Zum Verbandsführer wurde im preußischen Verband Stadtinspektor Koschel=Berlin gewählt, während die Führung des Reichsbundes der Reichsfachgruppenleiter Ehrmann übernahm In einer an diese Tagung sich anschließenden Sitzung des neuen Beirates des Reichsbundes wurde der Beschluß gefaßt, den Reichsbund umzubenennen in „Deutscher Gemeindebeamtenbund.“ Der Reichsfachgruppenleiter Stadtrat a. D. Ehrmann=Berlin eröffnete die Kundgebung am Sonntag mit einer Ehrung der Gefallenen des Weltkrieges. Es sprach dann Oberbürgermeister FiehlerMünchen über das Thema „Der Gemeindebeamte im neuen Staat“. Nach einem Rückblick über die Stellung des Beamten im alten Staat sagte der Redner u. a., daß unter der neuen Staatsführung, die im Gegensatz zu der vergangenen nur den Dienst an der deutschen Nation kenne, der Beamte schon gemerkt haben werde, daß der Wille der Staatsführung mit seinen eigenen Gewissenspflichten wieder übereinstimme. In Zukunft dürften keine klassenkämpferischen Gegensätze innerhalb der Beamtenschaft mehr geduldet werden. Ein Volk könne nur leben, wenn jeder einzelne sich einsetze für das Interesse der Gesamtheit. Den Gemeindebeamten, die mit dem Volke in engster Fühlung kämen, falle hier eine ganz besondere Aufgabe zu. Es liege mit an ihnen, durch eiserne Pflichttreue die in der Vergangenheit entstandene Mißstimmung im Volke gegen die Beamten auszuräumen und Gegensätze auszugleichen. Dann werde der Gemeindebeamte wieder als Berater und Führer in seinen Gemeinden innerhalb der Bevölkerung anerkannt werden. Sauberkeit und Pflichttreue müßten wieder als Grundsätze für den Beamten herrschen. Der Dienst des Gemeindebeamten sei Dienst am Volk, und dafür sei der Beste gerade gut genug. Desholb müsse gerade für diese Laufbahn eine besondere Auslese getroffen werden. Wenn der Einzelne unter den Beamten nicht innerlich von dem Nationalsozialismus überzeugt sei, so solle er lieber weg bleiben. Derjenige Beamte, der seinen Dienst so auffasse, daß er sich als Diener des Volkes fühlt, habe keine innere Umstellung nötig. Kriecher und Heuchler könne der Nationalsozialismus nicht gebrauchen. Schwere Aufgaben harrten der deutschen Gemeindebeamten, die wieder Fühlung finden müßten zum Volke und die mit dazu berufen seien, den Geist der Wehrhaftigkeit und Erstarkung und damit die Garantie für Arbeit und Brot in unser Volk hineinzutragen. Der nächste Redner, stellvertretender Reichskommissar für die Beamtenorganisationen und stelvertretender Führer im Deutschen Beamtenbund, Neef, wies auf die Entwicklung innerhalb der einzelnen Beamtenorganisationen während der letzten beiden Monate hin, ehe es zur Vereinheitlichung gekommen sei. In der Vergangenheit hätten wir innerhalb dieser Organisationen einen Kampf aller gegen alle erlebt Ebenso wie im gesamten deutschen Volke habe sich auch in den Kreisen des Beamtentums in den verflossenen vierzehn Jahren eine immer mehr wachsende materialistische Auffassung bereit gemacht. Der Beamtenbund sei Selbstzweck in der Hand von einzelnen Organisationen geworden, die ihrerseits auf die Leitung einen Druck ausübten. Wenn irgendeine neue Steuer vom Kabinett beschlossen werden sollte, dann sei die ängstliche Frage innerhalb des Kabinetts aufgetaucht, was wohl die Länder dazu sagen würden. Heute fragten die Länder, was wohl die Reichsregierung dazu sagen werde. Die Schaffung einer Einheitsorganisation der deutschen Beamten sei dringend notwendig gewesen. Der Beamte sei kein Arbeitnehmer, sondern lediglich Diener des Staates. In einem möglicherweise kommenden Ständeparlament hätte deshalb z. B. der Beamte auch nichts zu suchen, da er ja in den Staat selbst miteingebaut sei. Der Nachwuchs in der Beamtenschaft müsse nach Charakter, und das ist das Wesentlichste, und Leistung ausgewählt werden. Aufgabe des Beamtenbundes werde es sein, die Regierungsarbeit zu fördern, sie aber nicht zu kritisieren. Der Nationalsozialismus sei kein Parteigeist, sondern sei nichts anderes als der Geist strengster Psichterfüllung. Vor der Geschichte werde die Weltanschauung des kommenden Jahrtausend der Nationalsozialismus sein. ihre Sekte genau angeben(z. B. Adventisten, Neuapostolische usw.). Kinder in solchen Ehen gelten nur dann auch als zur Sekte zugehörig, wenn sie ordnungsgemäß aus der Landeskirche abgemeldet sind. 5. Was haben diejenigen zu schreiben, welche aus der Kirche ausgetreten sind? Auf keinen Fall„evangelisch“ oder„katholisch“, weil sie dann automatisch in die Kirchensteuerliste einbezogen würden, ohne aber irgenowelche kirchlichen Rechte zu haben. Wenn in den letzten Jahren seitens der Freidenker immer wieder die Kirchen deswegen angegriffen und herabgezogen wurden, weil sie sogar den seit Jahren Ausgetretenen in einzelnen Fällen Steuerzettel zugesandt hätten, so lag das in 99=prozentigen Fällen daran, daß diese bei der polizeilichen Anmeldung oder bei der Zählung trotz ihres Austritts sich als„evangelisch“ ausgegeben hatten(wie das bei Krankenhausanmeldungen auch heute noch sehr häufig zu geschehen pflegt)! Aber warum denn nicht,„Dissident?" Der Name ist irreführend. Unter Dissident(engl.) verstand man eigentlich die nicht zur Staatskirche(!) Gehörenden. Das Wort ist also eine Sammelbezeichnung, die als solche auch die Sektenmitglieder und Mitglieder einer Freikirche oder freien Gemeinde einschließt. Für die jetzige Volkszählung genügt sie aber nicht! Darum müssen diejenigen, die zu einer bestimmten Weltanschauungsgruppe(z. B. Sekten oder auch Freidenkerverband) gehören, diese genau bezeichnen. Und diejenigen, die überhaupt keiner solchen Gruppe angehören, die müssen schreiben:„keine". Bei dissidentischen Menschen d. h. solchen Ehen, in denen ein Teil zur evangelischen oder katholischen Kirche gehört, der andere aber zu einer anderen Gemeinde oder Gruppe, ist das auch genau zu bezeichnen, desgleichen für die Kinder. Die Haushaltungsvorstände werden darauf hingewiesen, daß sie ihr Augenmerk auch auf die genaue Beantwortung der Frage nach der Religionszugehörigkeit zu richten haben, damit die Antworten klar und deutlich gegeben werden. Pfarrer Hans Deppe. Klärung der Eigentumsfrage. In den ersten Tagen der nationalen Revolution wurden in Bielefeld eine Reihe marxistischer Heime von der NSDAP. und deren Organisationen in nationale Regie übernommen. Schon um die auf den Heimen ruhenden Gelder zu sichern, scheint eine Klärung der Eigentumsverhältnisse unbedingt erforderlich. In dieser Frage ist der Regierungspräsident um eine Entscheidung angerufen worden. Dabei soll der Vorschlag gemacht worden sein, die Eigenheime in den Besitz der Stadt zu überführen. Die Heime würden damit praktisch Gemeingut, könnten aber zu jederzeit den nationalen Organisationen im Vertragswege zur Verwaltung übergeben werden. (!) Direktor Friedrich in Urlaub. Wie wir hören, hat sich der Direktor der Bielefelder Berufsschulen, Friedrich, auf Grund eines ärztlichen Attestes für mehrere Wochen beurlauben lassen. 1553 Reichsmark Das Ergebnis des Rottreuztags. Nachdem der Rotkreuztag am Vorabend durch Fackelzug, unter Beteiligung von SA, SS, Kriegervereinen und Sanitätskolonnen, Kranzniederlegung am Kriegerdenkmal, Ansprache des Oberbürgermeisters, Zapfenstreich, einen glänzenden Auftakt gefunden hatte, hegte man in den beteiligten Kreisen trotz des schon stark bedeckten Himmels die Hoffnung, daß alle für den Sonntag vorgesehenen Veranstaltungen durchgeführt werden könnten. Aber leider ist es anders gekommen; der Wettergott spielte einen argen Streich, indem er einen Dauerregen spendete, der für Feld und Garten dringend erwünscht, für das Rote Kreuz aber höchst unerwünscht war. Leere Straßen, leere Konzertplätze. Die Posaunenchöre konnten ihre schönen Weisen nicht ertönen lassen und die 300 Sänger mußten auch davon absehen, die Bielefelder zu erfreuen. Letzteres ist besonders bedauerlich, da der Genuß, starke Männerchöre einmal auf öffentlichem Platze zu hören, hier selten ist. Und nun die zahlreichen jungen Mädchen, die sich für die vorgesehene Straßensammlung freiwillig gemeldet hatten. Sie waren zwar nicht alle erschienen, aber mehr als hundert waren doch zur Stelle und antworteten auf die Frage, ob sie sich denn überhaupt hinauswagen wollten, mit einem einmütigen: Ja. So wurde dann gegen 9 Uhr das Sammelgeschäft eingeleitet und bis nach 13 Uhr ausgedehnt. Einige ganz Tapfere gingen auch am Nachmittag noch mit Sammelbüchsen los, namentlich in Wirtschaften, Cafés usw. Außerdem wurde am Nachmittag die Frühlingsfeier auf dem Johannisberge in das„Sammelgeschäft“ einbezogen; Rotkreuzfähnchen und Luftballons mit D Damentasche 6 von Croecs Niedernstr. 23 25 Obernstr. 29 konnte man erfreuticherweise in großer Anzahl wahrnehmen. ## Zun sind von der Stadtsparkasse alle Sammel##en geleert, der Inhalt ist festgestellt. Hatte mun fuu., an maßgebender Stelle hierüber schon mit einer gewissen Enttäuschung abgefunden, so konnte glücklicherweise an deren Stelle eine erfreuliche Ueberraschung treten: denn die Sammelbüchsen enthielten den Betrag von 1275,19 Rm., dazu kommen 108 Rm. für Fähnchen, die von Mitgliedern der Sanitätskolonne am Sonnabend vertrieben wurden und weitere 170,49 Rm., die von Sanitätsmannschaften und von jungen Mädchen des B. d. M. ebenfalls am Sonnabend gesammelt worden sind. Somit beläuft sich das Bruttvergebnis des Rotkreuztages auf 1553,68 Rm. und steht damit hinter dem des vergangenen Jahres nur unwesentlich zurück. . Allen Gebern, Helfern und Helferinnen danken berzlichst. Roten Kreuz an dieser Stelle unter Abgabe der Voranmeldung— Schoufrist 17. Juni 1933. Gruß und Dank. Mit nahezu 5000 Jungen konnte der Bund Deutscher Bibelkreise in den Pfingsttagen sein Reichslager bei Buschkamp durchführen. Wir haben bei der technischen Vorbereitung seitens der städtischen Verwaltung ein bereitwilliges Entgegenkommen gefunden. Darüber hinaus haben auch die Bewohner von Bielefeld und Brackwede uns in mancherlei Weise ihre Unterstützung und Freundlichkeit bewiesen. Wir erlauben uns, dem Herrn Oberbürgermeister der Stadt Bielefeld, dem Betriebsamt, dem Polizeipräsivium, der Presse und allen, die uns mit Rat und Tat geholfen haben, auf diesem Wege unseren ergebenen Dank auszusprechen. Johannes Schlingensiepen, Lagerführer. Udo Schmidt, Reichswar“ im Bund Deutscher Bibelkreise. (!) Vom Schlachthof. Für den Schlachthof ist eine neue Betriebsordnung erlassen worden. Von der deutschen Messe. überaus große Besuch der Deutschen Messe hat die Messeleitung veranlaßt, jetzt Freikonzerte der Fachgruppe erwerbsloser Berussmusiker der Stahlhelm=Selbsthilfe an folgenden Tagen in dieser Woche stattfinden zu lassen: Mittwoch von 4—7 Uhr, Donnerstag von ½12 Uhr bis 1 Uhr und von ½5 Uhr bis 6 Uhr, Freitag von 4—7 Uhr. Die Konzerte sind gedacht zur Werbung für diese Kapelle. Am Sonnabend betrug die Besucherzahl der Deutschen Messe wiederum etliche Tausend. Es herrschte ein regelrechter Messebetrieb; an allen Ständen war ein lebhafter Verkauf zu beobachten. B Chorsingen vor dem Rathaus. Am nächsten Sonnabend. .. Am 17. Juni, abends 8 Uhr veranstalten vie Chore der Petrigemeinde, der Kirchenchor und der Kinderchor der Petrischule, ein WochenschlußSingen vor dem Rathaus. Es werden Choräle und Volkslieder zum Vortrag gebracht werden. Pastor Mebus wird eine kurze Ansprache halten. Seit über 25 Jahren hat die edle Sangeskunst bei diesen beiden Chören der Petrigemeinde verständnisvolle Pflege gefunden. Anläßlich seines 25jährigen Bestehens im vergangenen Jahre legte der Kirchenchor durch die Aufführung zweier Bachkantaten mit Orchester eine allseitig anerkannte Probe seines Könnens ab. Ihm gleichwertig ist der Kinderchor, der immer wieder durch eine feine und wohltuende Schulung hinsichtlich der Stimmund Tonbildung erfreut. Jeder Chor verfügt über 100 Stimmen. Guter Besuch der Bühnenbild=Ausstellung. Die Bühnenbild=Ausstellung im Stadttheater muß morgen(Mittwoch, 14. Juni) von 11—14 Uhr wegen vorübergehender Inanspruchnahme des Foyers für andere Zwecke geschlossen bleiben. Im übrigen gelten nach wie vor die Besuchszeiten: wochentags von 11—14 Uhr und 17—19 Uhr, sonntags von 11—13 Uhr. Erfreulicherweise bringt die Bürgerschaft der BühnenbildAusstellung reges Interesse entgegen. In den ersten zwei Tagen betrug die Zahl der Besucher über 400. Ein guter Auftakt für eine hoffentlich recht rege Anteilnahme an unserem Theater in der kommenden Spielzeit. Das Rathaus am Tag der Volkszählung. Am 17. Juni 1933 ist der größte Teil der städtischen Beamten und Angestellten bei der Volkszählung beschäftigt. Deshalb kann an diesem Tage in den städtischen Büros und Kassen nur der notwendigste Dienst geleistet und Publikum nur in dringenden Fällen abgefertigt werden. (!) Die Reichssteuern im Juni. Das Finanzamt erinnert an die Zahlung der im Monat Juni 1933 fälligen Reichssteuern. Es sind zu zahlen: am 10. Juni: 1. Die Einkommenund Körperschaftssteuervorauszahlung für das 2. Vierteljahr 1933— ohne Schonfrist— nach dem letzten Steuerbescheid. 2. Die UmsatzsteuerVorauszahlung der Monatszahler für Mai 1933 Dorreiter Roman von Marie Diers Copyright by Karl Köhler& Co., Berlin-Zehlendorf 2)(Nachdruck verboten.) Ulrich Wessenter heiratete bald wieder. Es war eine Tat der Schwäche. Das plötzliche Alleinsein dünkte ihn schlimmer als der schlechteste Tausch. Er vergaß die Tote gewaltsam. Er holte sich eine Fabrikantentochter, deren Bildungsmängel er erst später bemerkte, und die ihm etwas Geld mitbrachte. Sie hieß Clementine Störgiebel und war ziemlich schön und voller Ansprüche. Das bäuerliche einfache Haus auf Uechlen gefiel ihr schon am ersten Tage nicht. An die Kinder dachten sie beide wenig; die gehörten den Dienstleuten. Als die erste Mutter starb, hatte sie bei der kleinen Schar ein junges Dienstmädchen hinterlassen, ein hübsches kraushaariges Ding, Rese Kammacher mit Namen. Die war eben erst aus der Schule entlassen, knapp fünfzehn Jahre, aber sie war bei kleinen Geschwistern an Arbeit und Umsicht gewöhnt. Als die Herrin, an der sie schärmerisch hing, tot war, stand die junge Rese herum wie dumm geworden, als sei sie im Leben zu nichts mehr zu gebrauchen. Aber im Durcheinander, das im Hause herrschte, lag das kleine Neugeborene ganz allein und quäkte, das weckte sie auf, und seitdem war sie die Wärterin, und niemand machte ihr den Posten streitig. Nun erlebte die Rese Kammacher mit der kleinen Annelore wunderbare Dinge, und sie erzählte sie morgens den andern Dienstleuten, die sie teils auslachten, teils ihr wirklich glaubten. In der ersten Nacht schon, zwischen elf und zwölf, sagte sie, habe sich die Tür der kleinen Stube, in der sie neben dem Kind am Wagen saß, leise geöffnet, aber so anders als wie sonst Türen aufgehen. Eine Gestalt sei hereingekommen, die sie nicht erkennen konnte, weil nur eine Nachtlampe hinter einem jener alten eigentümlichen Lichtschirme brannte, die man heute nirgends mehr hat. Da sei plötzlich das kleine Kind, das bisher immerfort gewimmert hatte, still geworden. Die Gestalt, Vereine und Veranstaltungen. Im Gloria=Palast nur noch 3 Tage das Doppelprogramm mit dem Komiker Weiß Ferdl in seinem Tonfilmlustspiel„Der Meisterdetektiv". Ferner der packende Hochgebirgsfilm„Der goldene Gletscher“ mit Gustav Dießl und Beny Führer in den Hauptrollen. Der Film zeigt das harte Schicksal der Bergbewohner des Lötschentales. Die Rollen werden z. T. von den Bergbewohnern gespielt. Die Ufa=Tonwoche berichtet Neues aus aller Welt. Palast=Theater zeigt noch 3 Tage Eugen Klöpfer, einen der größten Darsteller der deutschen Bühne, in dem spannenden Tonfilm„Steckbrief Z. 48“ Weitere Mitwirkende sind: Der kleine 8jährige Hans Feher, Magda Sonja, Camilla Spira.— Dazu läuft ein neuer Lachschlager mit Szöle Szakall:„Ahoi— Ahoi!". Im Beiprogramm die Ufa=Tonwoche. Universum hat, durch das kühle Wetter ermutigt, ein großes Beiprogramm eingesetzt, und zwar an erster Stelle den Film„Hochzeitsreise zu Dritt“ mit Brigitte Helm in der Hauptrolle und Oskar Karlweis, Oskar Sima und Eduard von Winterstein und der neuentdeckten Susi Lanner. An zweiter Stelle der Film aus dem fernen Osten„Der Rächer des Tong“ der wochenlang mit großem Erfolg in Berlin lief. Spielzeiten laut heutigem Inserat. Konzerthaus=Künstlerspiele. Täglich abends das Programm auserlesener Darbietungen. Naturwissenschaftlicher Verein. Die Monatsversammlung ist um 14 Tage vorverlegt worden und findet morgen(Mittwoch), 14. Juni, ab 20 Uhr, im Gymnasium statt. Dr. Schoneweg wird einen Lichtbildervortrag über das Thema halten: Das Museum für Naturwissenschaft und Technik in München, ein Denkmal deutschen Kulturwillens. Gäste willkommen. Gnkr Ratihenner, der Gekalt wachts! die ganz in Weiß gehüllt war, glitt heran, und sie habe gesehen, daß es die tote Herrin war, die doch drüben lag. Sie ängstigte sich und graute sich aber nicht ein bißchen, sondern sah nur regungslos zu, wie die Gestalt an den Wagen trat, sich tief über die Kissen beugte und das Kind an ihrer Brust trinken ließ. Und die Rese hörte das leise Schlucken und zuweilen ein ungeduldiges kleines Murren, wenn das Kleine wohl einmal die Brust verloren hatte, und gleich wieder ein wohliges Ziehen und Schmatzen, wie es alle ihre kleinen Geschwister zu Haus gemacht hatten, aber bei der lebenden Mutter. Plötzlich war die Gestalt fort wie zerflossen, und alles war so still, und das Kindchen schlief, und sie schlief selber auf dem Stuhl ein.— Aber morgens in der sechsten Stunde, als es eben hell wurde, fing das Kind wieder an zu wimmern und zu schreien und war nicht zu beruhigen. Als die große Hofuhr am Mittelbau dann sechs schlug und draußen schon Leben war, die Pumpenschwengel gingen, die Hufe klapperten und die Räder polterten, glitt wieder etwas herein; sie wäre nur schnell vom Wagen weggetreten. Aber weil es schon taghell war, hätte sie niemand gesehen, sie hätte nur gemerkt, daß etwas da war, und gleich danach hätte sie auch das Kleine, das still geworden war, ziehen und schlucken hören. Den Tag über kam nichts; aber in der nächsten Nacht war es wieder so, und als die Frau begraben war, hatte Rese Kammacher erst Angst ausgestanden, nun werde die Mutter nicht mehr kommen, aber sie kam in jeder Nacht und an jedem Morgen wieder. Man könnte ja auch sehen, sagte die Rese, wie Annelore so schön gedieh. Später hat das dann wohl aufgehört, aber nun war Annelore auch schon soweit, daß Rese Kammacher sie mit der Flasche großziehen konnte. Es war ja ein Wunder, wie die mutterlose Kleinste reizend aufblühte und eher als alle ihr Geschwister, schon mit zehn Monaten, laufen konnte. Manchmal wurde die Rese dafür gelobt, aber sie schüttelte immer nur ihren blonden Krauskopf, sah geheimnisvoll aus und sagte:„Ich war's ja nicht.“ Die neue Mutter wollte von den Kindern nicht behelligt werden. Der Aelteste, Klaus, war damals fast zehn Jahre und hatte einen Hauslehrer; er war ein strohblonder Bub mit der vorgebauten Wessenterstirn, die die Stiefmutter häßlich fand. Die vier Mädel waren samt und sonders rothaarig. Sie sah damals schon, daß das Reize geben konnte, die ihr im Wege sein würden. CleDer Neisterschuß des SS=Mannes. Schützenfest in Seune I. Senne I. Am Sonnabend und Sonntag feierte der hiesige Schützenverein in der Gastwirtschaft des Schützenbruders Sprungmann sein diesjähriges Schützenfest. Auf den Montag hatte man diesmal aus wirtschaftlichen Gründen verzichtet. Das Schießen um die Königswürde wurde bereits am Sonnabend nachmittag auf dem Schießstand ausgetragen. Die beiden ersten Schüsse wurden für den Reichspräsidenten und den Reichskanzler abgegeben. Major Kaminsky schoß den Apfel und bereits sechs Minuten später wurde durch einen Meisterschuß der SS=Mann Herr Wilh. Weber Schützenkönig. Kurze Zeit später holte Herr Herm. Fink das Szepter und Herr Herbert Horstbrink den Rest des Adlers herunter. Abends war Zapfenstreich. Die Schützen marschierten mit klingendem Spiel zum Major und dann weiter über Bentkamps Hof— Heimatglück zum alten Schützenkönig Hermann Fink. Hier hielt Schützenoberleutnant Wagner eine kernige Ansprache. Dann ging es weiter zur Königin(Frau Ruschepöhler) wo nachmals kurze Ansprachen von Oberleutnant Wagner und Hauptmann Ruschepöhler gehalten wurden. Ein gemütliches Beisammensein beschloß den Tag. Am Sonntag nachmittag war Empfang der auswärtigen Vereine. Nachdem Oberst Osthus die Parade abgenommen hatte, setzte sich der Zug in Bewegung. Unter Vorantritt eines SA=Reitertrupps wurde das neue Königspaar(Herr Wilhelm Weber und Fräulein Klara Landwehrmann) nebst Gefolge abgeholt und zum Schützenlokal geleitet. Der Bindfadenregen vermochte dem Frohsinn keinen Abbruch zu tun. Um 18 Uhr erfolgte die Proklamation des neuen Königspaares: Es lebe König Wilhelm l. und seine Königin Klara! Ein Lehrer 97 Schüler. Um das neue Verwaltungsgebäude. Senne I. In der letzten Gemeindevertretersitzung wurde die Beaussichtigung des Waldbades den Herren Steffens und Friedrichs übertragen. Es lag ein Antrag der Schicksalsgemeinschaft der Neuhausbesitzer 1924—31 vor auf Niederschlagung der Zuschläge zur Grundvermögenssteuer. Die Vertreter waren sich darüber einig, daß eine generelle Niederschlagung nicht möglich sei. Im Fall der Bedürftigkeit der Besitzer soll jedoch evtl. die Grundvermögenssteuer für staatssteuerfreien Neuhausbesitz um 50 Prozent ermäßigt werden. Bedürftigkeit liegt dann vor, wenn der Grundeigentümer vermögenslos ist und sein Einkommen die jeweiligen Fürsorgegerichtssätze nicht übersteigt. Die Beschaffung von fünf Hakenkreuzfahnen für die Schulen soll in den nächsten Tagen erfolgen. Das Hauptinteresse konzentrierte— wie schon berichtet — sich auf die Verlegung des Gemeindebüros. Es ist bisher in dem Hause des Gemeindevorstehers untergebracht, liegt also an der Peripherie. In der letzten Sitzung hatte der Gemeindevertreter Windel der Gemeinde unentgeltlich drei im Zentrum liegende Räume zur Versügung gestellt. Der Umbau würde jedoch etwa 3000 Mark kosten und außerdem müßte sich die Gemeinde fest für vier Jahre verpflichten. Die Vertreter waren sich darüber einig, daß man sich auf eine derartig lange Zeit bei der außerordentlich regen Bautätigkeit in der Senne nicht binden könnte. So plant u. a. auch die katholische Gemeinde die Errichtung einer größeren Siedlung. Es wurde deshalb beschlossen, ein eigenes Haus in der Nähe des Ehrenmals zu bauen, das außer den vier Räumen für das Büro auch je eine Wohnung für die Gemeindeschwester und für einen Verwaltungsbeamten enthalten soll. Dank der umsichtigen Finanzpolitik des Vorstehers kann der Bau aus vorhandenen Mitteln finanziert werden. Das Haus würde Anfang 1934 beziehbar sein und zugleich das Standesamt beherbergen. Die Fertigstellung der Straße Bahnhofsschule— Waldbad wird sofort in Angriff genommen. Der Ausbau der Schulen hat mit der Entwicklung der Gemeinden nicht Schritt halten können. So kommt es, daß z. B. ein Lehrer in einer einklassigen Gemeindeschule 97 Kinder unterrichtet. Die bereits erfolgten Schritte zur sofortigen Abhilfe wurden gutgeheißen. Rot=Kreuz=Tag im Regen. Ueberraschend gutes Sammelergebnis. Isselhorst. Das Sammelergebnis für das Rote Kreuz übertraf trotz strömenden Regens das des Vorjahres. Der Eifer der Mitglieder der Sanitätskolonne im Verein mit SA, SS und Stahlhelm brachte die erfreuliche Summe von über 471 Mk. Nach dem Kirchgang erfreute der Posaunenchor des Jünglingsvereins durch einige Darbietungen. Der Vorsitzende der Sanitätskolonne, Dr. med. Möhlenbeck wies auf die besondere Bedeutung des diesjährigen Rotkreuztages hin. Ueber das schlechte Wetter klagten die Sammler nicht, vielmehr trug der Hinweis auf die segensreiche Wirkung des Regens für die Landwirtschaft noch sehr zum guten Gelingen der Sammlung bei. Der Dornberger Hausbesitz gleichgeschaltet Groß=Dornberg. Die Haus= und Grundbesitzer bekundeten in einer gutbesuchten Mitgliederversammlung ihre Verbundenheit mit dem nationalen Staat Die Vorstandswahl im Sinne der Gleichschaltung ergab einstimmige Wiederwahl des bewährten Vorstandes: Ed. Weber, Vorsitzender, Heinrich Wulfmeier, Stellvertreter und Rud. Gieselmann, Kassierer. Im weiteren Verlauf der Versammlung wurden Steuerfragen, die neue Einheitsbewertung, Steuergutscheine und Bau= und Reperaturfragen im Sofortprogramm der Reichsregierung eingehend erörtert. Der Vorsitzende erteilt Interessenten in diesen Fragen gern Auskunft. Für August ist ein Familien= ausflug geplant worden, um gesellschaftlich alle näher zu bringen. Der neue Gesellschaftstanz. Durch die nationale Auferstehung, durch die alles Wesensfremde vom deutschen Volke abgestoßen wurde, wird naturgemäß auch der deutsche Gesellschaftstanz ergriffen. Die in Kürze stattfindende Hochschultagung des A. D. T. V.„Akademie Deutscher Tanzlehrer“ in Bad Kissingen wird es als ihre wichtigste Aufgabe ansehen, durch deutsche Neuschöpfungen unseren Gesellschaftstanz wieder auf eine kulturelle Höhe zu bringen. In den letzten Jahren verfiel der Allgemeintanz immer mehr der Verflachung, weil nur ein verschwindend kleiner Teil des Publikums sich für den Turniertanz interessierte, zumal dieser ein fortgesetztes Training erforderte. Der Tanzlehrerberuf setzt in unsere nationale Bewegung die Hoffnung, daß die Gewerbefreiheit für diesen Beruf verschwindet. Solange diese nicht aufgehoben wird, müßte durch dauernde Aufklärungsarbeit versucht werden, die Jugend, für deren Erziehung ein guter Tanzunterricht, verbunden mit Vorträgen über gesellschaftliche Umgangsformen unerläßlich ist, vor Schäden zu bewahren. Es wird nun Aufgabe der deutschen Tanzlehrertagung sein, deutsche Tänze erstehen zu lassen und diese zum kommenden Herbst mit Hilfe einer großen Propaganda dem Publikum zugänglich zu machen. Mitteilungen „Sie verstehen sicher gut zu kochen. Gleichwohl will I. ähnen nricht immer gelingen, den Speisen den vollen#hlgeschmack zu geben. Irgendetwas sehlt trotz Gewürzen. Das sind die Fälle, wo Maggi's Würze verwendet werden soll. Denn diese mit wenigen Tropsen schwache Suppen, Soßen, geschmacks zu bringen. die vole Höhe bes mentine war nicht gut zu den Kindern, von einer heimlichen Gehässigkeit, der sie nur schwer Zügel anlegte. Nun scharten die Kinder sich alle um das kleinste Schwesterchen in der Hinterstube, und die junge Rese erzog sie auf ihre Weise, mit Geistergeschichten und frischer Lebenstüchtigkeit in seltsamem Gemisch. Das Kind der Clementine, ein Knabe, kam tot zur Welt. Sie erholte sich nicht von diesem Ungemach, bei dem sie auch ihre Schönheit verloren hatte. Von der Ehe war der letzte Glanz gestreift. Ulrich dachte wieder oft an die Tote. Er saß dann verbittert, innerlich zerrissen in der Kinderstube, in die Clementine nie kam. . Dort blühte ihm eine ganz neue, stürmische keine Welt entgegen. Eine junge, ganz gut geordnete, freie Republik. Präsident war Rese Kammacher, aber sie konnte ohne die Ständeversammlung ihres gesamten Volkes nicht die geringste Regierungstat vollziehen. Sogar Annelore, das süßeste Kind der Erde, das Abbild der Toten, aber mit einem viel ausgeprägteren Lebenswillen, zuweilen etwas geradezu Rackerhaftem, behauptete ihr Recht als stimmberechtigte Bürgerin. Von zu, schweeigen. Der legte sogar starke Absichten auf ven Prasiventenstuhl an den Tag, die vorläufig von dem gegenwärtigen Präsidenten mit, verachtender Hoheit abgetan wurden. Doch hatte unich Wessenter, der in seinem Zuschauertum neu auflebte, in dieser Hinsicht ernste Besorgnisse für die nächste Zukunft. Lieber hätte er dann auch, statt des Klaus, dem er nicht genug Uneigennützigkeit zu diesem Posten zutraute, die merkwürdig ernsthafte und verständige kleine Janne=Johanne als künftige— e hem 3½c haldige Nachfolgerin der Kammacher geEs war eine drollige und allerliebste Verständigkeit an diesem Gör. Eine Nüchternheit war an ihr, die einfach erschlagend wirkte. Wenn ihres Kindermädchens ihr „Du lügst ja schon wieder“, entgegenwarf, dann zogen sich alle Gespenster in die wi ae gornir!“logte manchmal:„Die Janne, nich up'n Disch steiht oder in't Mul geiht.“ Aber Repuchlit nie erschütter. der jungen Kammacher der Janne fehlte, das hatte Ortrud im Uebermaß. Fhantaue, Romantik, Liebe für Geistergeschichten. Das ging oft ein bißchen weit. Einmal ir Ortrud nicht zu finden,— um die Welt nicht. wurde später und später, das Ding war fort u blieb fort. Der Rese waren vor Angst ihre krauf Zöpfe aufgegangen, sie lief in Haus und§ herum, sie machte die Leute alle mit verrückt. Z1 es ein kochwarmer Sommeraber Rese sah schon wieder Gespenster im Spiel. Pli es Paus der eben hinten am Gän sleine Bucht mach liches Gesicht und schießt dann davon, über d Ereg, die kleine Weidenbrücke, hinter der gle der ansteigende Kiefernweg beginnt. Stunde ist er fort, da schreit's vo hei jol hei hett ehr!“ Er hat sie, schleppte sie an. Und sie ist ganz zerzau hechtnschreit immer wieder den Satz:„Ich hal rad: falit's losgeben sollie gerade losgehnl 6 labe sollls lopgehen, nun hab ich's nicht gehört lonah 8, war's! Im Sputhaus oben, in d ##### crete, war die Ortrud gewesen und wol geisterhafte laute Atmen hören, das aber er kam, wenn alles stockfinster war. Sie hatte a der grünen Bettstelle gesessen, und voll Angst we naß geschen. ganze Hemdchen hatte das Amen. Kammacher haben Mund und Auge Eien, gestarrt.„Das haft du dir getraut, Trul chenr Das hätt ich mir nicht getraut!“ heulte wie eim Schloshund schön, so graulsch. sa Nu hab' ich's do sechendig wa seine Kinder— für die us###e junge Leben hatte er eine Puppe eing kuscht, eine— Zerstörerin seines Heims. Marthochen seine, geschickte klein mit Finger zu ntliger als die andern, abe winn zern wie die einer Fee. Sie war ja no wmnzig, taum schulreif, und malte doch schon Bild Kindesklexereien waren, sonder Perspektive hatten, Farbtöne; merkwürdig. Un sie lernte bei Rese stricken und häkeln wie nichts mir Kinder, gabst mir uner ich bok Haute...8 und tram (Fortsetzung folgt.) W. F.-Sport-Zeitung. Deutschland gegen Oesterreich. Dte deutsche Mannschaft zum Länderspiel in Frankfurt. Anläßlich des Fußball=Endspiels in Köln ellte der Spielausschuß des Deutschen FußballBundes auch bereits seine Nationalmannschaft für das Länderspiel gegen Oesterreich am 25. Juni in Frankfurt a. M. auf. Mit einer Ausnahme: Verteidiger Busch vom SV. 1899, der mit Haringer als rechten Verteidiger und Jacob im Tor das deutsche Abwehrtrio stellt. Ueberraschenderweise findet man keine Spieler der beiden Kölner Finalisten Fortuna Düsseldorf und Schalke 04 in dieser Mannschaft. Der DFB. will den Spielern der Meisterschaftsendrunde die wohlverdiente Ruhe gönnen. Es spielen: Jacob(Jahn Regensburg). Haringer(Bayern München), Busch(Duisburg 99). Breindl, Goldbrunner (beide Bayern München), Oehm(1. FC. Nürnberg). Trumpler(Eintr. Fr.), Krumm, Rohr(beide Bayern München), Lachner(München 1860), Lindner(Eintr. Frankfurt). Der Gauführer ruft die Jugend auf. Zu dem Tage der Jugend, den der Gau Ravensberg im WSB am 16. Juni als groß aufgezogenen Wandertag veranstaltet, ruft der Gauführer alle ihm angeschlossenen Vereine in einem umfänglichen Rundschreiben auf. Die Zahl der teilnehmenden Jugendlichen ist bis zum 20. Juni zu melden. Es gilt besonders die Landjugend zu erfassen. Nach Möglichkeit soll eine Beihilfe für die weiter anmarschierende Jugend gewährt werden. Neben einem kostenlos verabreichten Mittagessen erhält jeder Teilnehmer nock Kaffee zu seinem mitgebrachten Mundvorrat. Am Vormittag sind Gottesdienste, nach Konfessionen getrennt, vorgesehen. Am Nachmittag wird das bunte Lagerleben durch Vorführungen der einzelnen Jugendgruppen ergänzt und bereichert. Der Gau erwartet, daß neben den Jugendlichen und den Vereinsjugendfachwarten auch die Vereinsführer mit den übrigen Fachwarten an der Wanderung teilnehmen. Wer nicht mitmacht, beweist dadurch, daß er im neuen nationalen Deutschland die hohen Aufgaben der Ertüchtigung unserer Jugend nicht erkennen will. gegen BfB. R 2 114 amchst S. k. 6. Westdeutsche Auslese. Die wichtigsten Pokalspiele. Hagen G— Hagen 72 13 6:5 .... und Freundschaftstreffen. Ratingen 04— Berg.=Märk. Bezirkself 10:10. Barmen— Schwarz=Weiß Barmen 7•3. Schwelm 06— Tura Barmen 3:8. Duisburg=Hamborn 11:7. Essen West 81— S. u. S. 05 Essen 9:6. Posze, Prmund— StG, Sterkrade 73. Herten 2:6. Jahn Weidohl— Schalke 04 8:13. A Die Düsseldorter Fortunen daheim. Handball Handballtriumph. Spiel und Sport Lage— V. f. B. 1:9. Hatte V. f. B. vor 14 Tagen in Hörste anläßlich des Sportfestes einen knappen 10:9=Sieg herausgeholt, so sollte dieses Spiel einen einwandfreien Sieg bringen. Bereits die 3. Minute bringt durch Rewitt die 1:0=Führung. Kaum eine Minute später erhöht derselbe Spieler auf 2:0. Dann kommen die Lager in der 11. Minute zum einzigen Tor des Tages. Bis zur Halbzeit erzielt V. f. B. einen 6:1=Vorsprung. Nach Wiederbeginn hielt die Ueberlegenheit der VfBer weiter an. Sie warfen noch 3 Tore und Düsieleneu Deutsche, Fußballmeister Fortuna 95 Lusselborf, der erste Vertreter des Westdeutschen ####elnerbandes, der diesen hohen Titel errungen hat, lluf am Montag nachmittag wieder in seiner Heimatstadt, ein, per siegreichen Mannschaft wurde in Tusseldot ein begeisterter Empfang Schon lange vor der Ankunft des Kölner Zuges waren Bahnsteig und Bahnhofvorplatz von Tausenden begeisterter Sportler dicht besetzt. Ein großes Aufgebot von Schupo und SA mußte Ordnungsdienst verrichten, damit der gewohnte Reiseverkehr keine Störung erlitt. Als die erfolgreichen Spieler eintrafen, und den Zug verließen, it großer Mühe die Absperrungen aufrechterhalten werden, die begeisterte Menge war kaum zu halten. Unbeschreiblicher Jubel die Spieler das Bahnhofsgebäude verließen. Nach den ersten Begrüßungen wurden mehrere Autos bestiegen und in einem wahren Triumphzug durch die Innenstadt zum Rathaus. Die Abordnungen der Düsseldorfer Sportvereine mit dem Gaubanner und zahlreichen Wimpeln übernahmen die Führung im Zug. Musikkapellen und Spielmannszüge der SA und der Schützenvereine schlossen sich an. Auf dem Alten Markt war der offizielle Empfang durch die Düsseldorfer Stadtverwaltung. Auch hier hatten Tausende begeisterter Anhänger Aufstellung genommen. Nach einem Marsch der SA=Kapelle ergriff Düsseldorfs komm. Oberbürgermeister Dr. Wagenführ das Wort zur Begrüßung. In seiner Ansprache gab er seiner Freude darüber Ausdruck, daß erstmalig ein westdeutscher Verein den höchsten Titel erlangt hat, den der Deutsche Fußball=Bund zu vergeben hat, und daß es gerade Fortuna Düsseldorf wäre, die die Meisterschaft errungen habe. Die Fortuna=Mannschaft stehe damit an der Spitze von einer Million deutscher Fußballspieler. Mit den Fußballfreunden erwartete auch die Stadt Düsseldorf, daß die Elf in Zukunft in der gleichen bescheidenen, fairen und ritterlichen Weise ihre Kämpfe austrage. Der komm. Oberbürgermeister ließ sich sodann in seinem Amtszimmer die einzelnen Spieler vorstellen und überreichte der Mannschaft ein Gemälde, das den alten Kurfürsten darstellt. Für den Westdeutschen Spielverband sprach Gauführer Manger(Düsseldorf). Mit einem Sieg=Heil auf den Reichspräsidenten und auf den Reichskanzler schloß die eindrucksvolle Feier. Die begeisterte Menge verlangte sodann nach Hochgesang, Breuer und Trainer Heinz Körner, die vom Balkon des Rathauses einige Dankesworte an die große Anhängerschaft richteten. Im Verkehrslokal der Fortuna fand eine kurze Feier statt und dann formierte sich ein Fackelzug zum Stadtteil Flingern, der engeren Heimat des neuen Deutschen Meisters. Auch in Mannheim Neisterempfang. Wie Fortuna in Düsseldorf, so erhielt auch der neue DSB.=Handballmeister SV. Waldhof am Montag in Mannheim einen glänzenden Empfang. Nicht weniger als 15000 Sportler warteten auf die Ankunft der Spieler, so daß auch hier Schupo und SA. große Schwierigkeiten hatten, die Ordnung und den Verkehr aufrecht zu erhalten. Nach dem Eintreffen des Zuges konnten sich die Spieler kaum der vielen Blumen erwehren, die ihnen zugeworfen wurden. In zahlreichen Ansprachen von Vertretern der Behörden und der Sportverbände wurde die neue Meisterelf gebührend gefeiert. Dann setzte sich ein rieZug in Bewegung, der zum Klubhaus des S3.„Waldhof führte, wo am Abend eine schlichte Meisterschaftsfeier stattfand. Tausende und Abertausende jubelten den Spielern auf den Straßen begeistert zu.— Stuhze M Erfolge des Bielefelder Reiterclubs Die Fahnen der nationalen Erhebung wehten am Sonnabend und Sonntag über dem idyllisch im Walde bei Schloß Steinhausen gelegenen Turnierplatz der Reit= und Fahrvereine des Kreises Halle i. W., der in diesen beiden Tagen Schauplatz großer reiterlicher Wettkämpfe war. Seit ungefähr zehn Jahren hat unter der zielbewußten und sicheren Führung von Freiherr von Eller=Eberstein in Patthorst, und Landwirtschaftsrat Kersken in Halle der Reitsport im Kreise Halle einen Aufschwung genommen, der von Jahr zu Jahr in den Turnieren immer deutlicher erkennbar wurde. Das 8. Kreisturnier stand wieder unter der Leitung der obengenannten Führer der Reiterbewegung des Kreises Halle. Die Beteiligung der jungen Reiter aus dem Kreise war groß. Aber auch von auswärts trafen zahlreiche Reiter ein, da gleichzeitig die Arbeitsgemeinschaft Minden=Ravensberg ihr 9. Gauturnier Strandpullover gestreift und einfarbig, mit kleinem tragen Strandblusen hübsche Neuheiten, mit tiefem Rückenausschnitt 3.60 3.25 Strandhosen aus Polo-Stoff, flotte Form Strandhosen reine Wolle, kurze Form Strand-Anzüge auch für Garten bellebt, In schönen modernen Ausführungen. 11.75 7.90 Bademäntel 5 75 In geschmackvollen Ausführungen,##h 11.50 a.50 UiPO 0.30 ZLU 2.90 9.03 9.30 In Sonne, Luft und Wasser tummelt man sich gerne in farbenfroher, leichter und praktischer Kleidung. Alles was dazu gehört, finden Sie In herrlicher Auswahl, preiswert wie immer in guten Qualitäten bei BUDDEBERG. Damen-Badeanzüge reine Wolle, mit modernem Rückenausschnitt........ 4.90 3.90 Herrentrikots reine Wolle, gute Pabform 4.30 25D 2.50 0.40 1.30 3.25 1.30 Für Herren die beliebten blauen und weißen Waschjoppen; ferner Liegestühle Kissengarnituren usw. in großer Auswahl. Badehauben In vielen Farben, moderne Formen 1.45 0.95 0. 60 Badetücher feste Kräuselware, In schönen Farben, 140/180 cm 4.50, In 130/160 cm 3.25... in 100/150 cm Gartenkleider aus modernen Belderwandstoffen, In hübschen kleid samen Ausführungen.. 5.90 4. 50 Gartendecken 130/160 cm, In geschmackvollen, farbenfreudigen Musterungen 4.50 3.25 mit abwickelte. Weiter beteiligten sich an dem Turnier der Reiterverband Fürstentum Osnabrück und der Landesverband der lippischen Reitervereine mit einer stattlichen Zahl von Reitern. Von den 116 Nennungen fielen nur wenige aus. Um das umfangreiche 11 Ausschreibungen und zwei Schaunummern umfassende Programm am Sonntag schnell abwickeln zu können, wurden die Vorprüfungen zu den Hauptwettkämpfen bereits am Sonnabend ausgeführt. Hierfür war infolge der zahlreichen Beteiligung der ganze Tag erforderlich. Bereits um 8 Uhr morgens stellten sich den Richtern Oberstleutnant a. D. Graf v. Brühl(Minden), Hauptmann a. D. Fricke(Bad Rothenfelde), E. Frevert(Remmighausen), Sattelmeister Sobczak vom Gestüt Lopshorn sowie Obermeister Armbrecht und Unteroffizier Müller von der Kavallerieschule Hannover die ersten Wettkampfteilnehmer für die Vielseitigkeitsprüfung (Dressurprüfung Kl. A und Jagdspringen Kl. A). Zwischen den 35 Teilnehmern entspann sich ein harter Wettstreit, der viele gute Leistungen brachte. Diese Vielseitigkeitsprüfung wurde mit für den Wettkampf um die Gaustandarte gewertet, für den außerdem noch eine Fahrerprüfung abzulegen war und ein Findigkeitsritt über 10 Kilometer durchgeführt werden mußte. Die Vielseitigkeitsprüfung der Jugend verlangte eine Dressurprüfung Kl. A und ein Jagdspringen Kl. A, das über acht Hindernisse von 90 cm Höhe ging. Der reiterliche Nachwuchs war zwar nur in geringer Zahl vertreten, doch schnitten von den zwölf Teilnehmern die meisten verhältnismäßig gut ab. Der Bielefelder Reiter R. Oetker erhielt ein uneingeschränktes Lob der Preisrichter.— An dem Wettkampf unter den der Arbeitsgemeinschaft angeschlossenen Reit= und Fahrvereinen Minden=Ravensberg im Abteilungsreiten beteiligten sich der Reiterverein Jöllenbeck, der Reiterverein Bünde und der Reiterverein Halle mit den Abteilungen: Borgholzhausen, Bockhorst, Halle, Versmold, Steinhagen, Werther und Hesselteich. In Verbindung mit dem Abteilungsreiten wurde zugleich der Wettkampf für den Kreis ausgetragen. Nach Beendigung der einzelnen Vorstellungen, wofür dem Reitlehrer jeder Abteilung 20 Minuten Zeit zur Verfügung standen, unterzog Graf A. von Brühl die Gruppen einer scharfen Kritik. Er lobte gute Leistungen, mußte aber auch noch mancherlei Ratschläge zur Beseitigung verschiedener Fehler geben. Den Abschluß der reiterlichen Wettkämpfe bildete ein Findigkeitsritt, an den sich acht Patrouillen— jede Patrouille umfaßte einen Führer und drei Reiter— beteiligten. Die Patrouille mußte nach einem auf einer 1:100 000Landkarte besonders eingezeichneten Wage reiten und unterwegs drei Kontrollposten passieren, die versteckt standen, aber doch zu finden waren. Wurden die Kontrollposten innerhalb einer Minute nicht entdeckt, so hatten sie sich der Patrouille bemerkbar zu machen. Ferner bot ein über den Weg gespanntes Strick den Reitern ein unbekanntes Hindernis. Im letzten Drittel des Weges gab der gräflich Korff=Schmisingsche Förster Schreckschüsse ab. Der Findigkeitsritt soll bezwecken, daß die Reiter nach der Landkarte reiten und beobachten lernen. Die Patrouillen starteten in Zeitabständen von fünf Minuten in folgender Reihenfolge: Neuenkirchen, Groß=Aschen, Bünde, Gütersloh, Lützow=Lippe, Buer(Kreis Melle), Herzebrock. Sie hatten eine Strecke von 10 Kilometern zurückzulegen. Sieger im Findigkeitsschritt blieb Reiterverein Herzebrock, der die Strecke in 45 Minuten bewältigte. Im Anschluß an die reiterlichen Wettkämpfe begrüßte Freiherr von Eller=EbersteinPatthorst mit herzlichen Worten die zahlreichen Gäste. Ein gemütliches Beisammensein in den Zelten beschloß den an Anstrengungen reichen und von Erfolgen gekrönten ersten Festtag. Ein imposanter Festzug bildete den Auftakt zu den Turnierspielen am Sonntag nachmittag. Unter den flotten Marsch= klängen der Brockhagener Turnerkapelle zogen etwa 80 Reiter hoch zu Roß mit wehenden Standarten, gefolgt von SA., Stahlhelm und Kampfring, durch die mit Fahnen und Pfingststräuchern reichlich ausgeschmückten Straßen dem Turnierplatz entgegen. Trotz des wenig günstigen Wetters wohnten etwa 1500 Zuschauer den Turnierspielen bei. Die Sieger: Preis um Minden=Ravensberg. 1. H. Altrogge jun.(Lützow Lippe). 2. K. Potthoff(Abt. Halle). 3. Heinrich Meier zu Knolle(Rv. Bünde). #.## 5. Prange(Abt. Halle) wertrampf um die Gaustandarte und Dreiländerkampf. austandarte erwarb der Reiterverein Zione shm folasen Lippe, iym folgren Herzebrock und v. Lützow=Buer. Im Abteilungsreiten siegte Steinhagen und eroberte damit gleichzeitig die dem„Kommerzienrat=Kisker=WanderHesselteich(0,8). 3. Halle(0,9). 3. Borgholzhausen. 4. nbeck(1,1). 5. Werther. 6. Bünde. 6. Bockhorst Länderjagdspringen. 1. Westfalen(Gesamtwertung 229). 2. Hannover(Gesamtwertung 254). 3. Lippe(Gesamtwertung 312). Dressurprüfung für Reitpferde Kl. L. 1. U. Oetker, Rkl. Bielefeld, auf Schampus(Wtg. 1.4). Steinmann, Werther, auf Asra(Wtg. 1.5). 3 Hauk soret Lale, auf Alpenrose(Big. 146). „ 8.# n o r n f e l d, S t e i n h a g e n, a u f C u n o( W i g. 1, 7) o. ruowig Knemeyer, Halle, auf Apfelblüte(Wtg. 1,9). 4 Fr. Rieyer zu g.p.1: 29 Löntshasar, 8 u. Heiter Zu uemmeln, Steinhagen, auf Mieze; gungt“ Rc. Bieleseld, auf Harald und Meyer, Groß=Aschen, auf Hanna(sämtlich Vereinsjagdspringen(Kreis). 1. Hans Wellmann, Werther, auf Herold(Wig. 0.45). (Big. 9.55), Vorgholzhausen, auf Golbmänne 3. Gust, Rudorf, Werther, auf Condor(Wig. 8.50). a. w. Holscher, Versmold, auf Colly(Wtg. 8,52). Außer Konkurrenz beteiligte sich Wilh. Detert, dem Weitstreit hervorging.0 Sehlern Gau. 1. Meier z.. Knolle, Bünde. 2. G. Hunewinkel, Herzebrock. 3. J. Pavenstädt, Gütersloh. 4. Meloh, Herzebrock. 4. Bockschatz, Gütersloh. Eignungsprüfung für Wagenpferde. Jugendpreis: 1. Ernst Meier=Jöllenbeck auf Lilie; 2. Willi DevertSteinhagen auf Cuno; 3. R. Oetter=Bieleseld auf Harrald; 4. Rud. Hachmeister=Bünde auf Puppe. Besonders sehenswert war das Rekordhochspringen, das vom Publikum mit Spannung verfolgt wurde. Von den 8 Teilnehmern gingen W. Overbeck=Borgholzhausen auf Bubi und Walter Dedert=Steinhagen auf Burafriedchen als Sieger hervor. Sie bezwangen beide Surunge. Hürdenhöhe von 1.57 Meter mit glattem Eine wirkungsvolle Quadrille in historischen iformen, geritten vom Bielefelder Reitklub, bildete den würdigen Abschluß der interessanten Wettkämpfe. erfreulicherweise in dem Rotkreuz konnte man großer Anzahl wahrnehmen. büchsen geleert, der Inhalt ist festgestellt. Hatte man sich an maßgebender Stelle hierüber schon kannte aln gewissen Enttäuschung abgefunden, so siche ueher ## berraschung treten: denn die Sammelbuchsen enthielten den Betrag von 1275,19 Rm. dazu kommen 108 Rm. für Fähnchen, die Mitgliedern, der Sanitätskolonne am Sonnabend Vertlieden wurven und weitere 170,49 Rm., die dhen des B. v. M. ebenfals... sammelt worden sind. Somit beläuft sich das Rrt und febde dami 155368 steht dumit hinter dem des vergangenen Jahres nur unwesentlich zurück.90 die Vereine vom Heisern und Helferinnen danken berzlicht. Roten Kreuz an dieser Stelle Gruß und Dank. Jungen konnte der Bund Peischs Z#etreise in den Pfingstagen sein Wir haben bei sbes Buschkamp durchführen. tens der städt; ver zechnischen Vorbereitung seiEutaggenstuetischen Verwaltung ein bereitwilliges Entgegenrommen gesunden. Darüber hinaus haben auch die Bewohner von Bielefeld und Brackwede uns in mancherlei Weise ihre Unterstützung und Freundlichkeit bewiesen. Wir erlauben uns, dem Herrn Oberbürgermeister der Stadt Bielefeld, dem Betriebsamt, dem Polizeipräsidium, der Presse und allen, die uns mit Rat und Tat geholHank auszusprechen. Wege unseren ergebenen Johannes Schlingensiepen, Lagerführer. Udo Schmidt, Reichswar“ im Bund Deutscher Bibelkreise. unter Abgabe der Voranmeldung— Schoufrist 17. Juni 1933. (!) Vom Schlachthof. Für den Schlachthof ist eine neue Betriebsordnung erlassen worden. Von der deutschen Messe. Der überaus große Besuch der Deutschen Messe hat die Messeleitung veranlaßt, jetzt Freikonzerte der Fachgruppe erwerbsloser Berussmusiker der Stahlhelm=Selbsthilfe an folgenden Tagen in dieser Woche stattfinden zu Mirrwoch von 4—7 Uhr, Donnerstag von 12 Uhr bis 1 Uhr und von ½5 Uhr bis 6 Uhr, Freitag von 4—7 Uhr. Die Konzerte sind gedacht zur Werbung für diese Kapelle. Am Sonnabend betrug die Besucherzahl der Deutschen Messe wiederum etliche Tausend. Es herrschte ein regelrechter Messebetrieb; an allen Ständen war ein lebhafter Verkauf zu beobachten. Chorsingen vor dem Rathaus. Am nächsten Sonnabend. Am 17. Juni, abends 8 Uhr veranstalten die Cyore der Petrigemeinde, der Kirchenchor und der Kinderchor der Petrischule, ein Wochenschlußgund Pofrslicher au Es werden Choräle Pastor Mebus wird eine kurze Ansprache halten. Seit üver 25 Jahren hat die edle Sangeskunst bei diesen beiden Chören der Petrigemeinde verständnisvolle Pflege gefunden. Anläßlich seines Guter Besuch der Bühnenbild=Ausstellung. Die Bühnenbild=Ausstellung im Stadttheater muß morgen(Mittwoch, 14. Juni) von 11—14 wegen„vorübergehender Inanspruchnahme des Foyers für andere Zwecke geschlossen bleiben. Im übrigen gelten nach wie vor die Besuchszeiten: wochentags von 11—14 Uhr und 17—19 Uhr, sonntags von 11—13 Uhr. Erfreulicherweise bringt die Bürgerschaft der BühnenbildAusstellung reges Interesse entgegen. In den ersten zwei Tagen betrug die Zahl der Beber 400. Ein guter Auftakt für eine hoffentlich recht rege Anteilnahme an unserem Theater in der kommenden Spielzeit. 25jährigen Bestehens im vergangenen Jahre legte in neuer Lachschlager mit Szöte Szakal:„Ahoi der Kirchenchor durch die Aufführung zweier Bach Aboi!“. Im Beiprogramm die Ufa=Tonwoche. Der Kiichenichordulch die Auffihtung Zweier Bachkantaten mit Orchester eine allseitig anerkannte Probe seines Könnens ab. Ihm gleichwertig ist der Kinderchor, der immer wieder durch eine feine und wohltuende Schulung hinsichtlich der Stimmund Tonbildung erfreut. Jeder Chor verfügt uber 100 Stimmen. Vereine und Veranstaltungen. Im Gloria=Palast nur noch 3 Tage das DoppelTonsilmlutzpiet....“ Ferdl in seinem uie hende Hächarn: Der Meisterdetektiv“. Ferner der pacenoe Hochgevirgsfilm„Der goldene Gletscher“ mit Lustap,„Dießl und„Beny Führer in den Hauptrollen. Der Fim zeig das harte Schicksal der Bergbewohner des Lötschentales. Die Rollen werden z. T. von den Bergbewohnern gespielt. Die Ufa=Tonwoche berichtet Neues aus aller Welt. „Das Palast=Theater zeigt noch 3 Tage Eugen niopfer, einen der größten Darsteller der deutschen Bühne, in dem spannenden Tonfilm„Steckbrief Z. 48“ Weitere Mitwirkende sind: Der kleine 8jährige Hans Feher, Magda Sonja, Camilla Spira.— Dazu läuft Rathaus am Tag der Volkszählung. Am 17. Juni 1933 ist der größte Teil der Beamten und Angestellten bei der Volkszählung beschäftigt. Deshalb kann an diesem Tage in den städtischen Büros und Kassen nur der notwendigste Dienst geleistet und Publikum nur in dringenden Fällen abgefertigt werden. Universum hat, durch das kühle Wetter ermutigt, ein großes Beiprogramm eingesetzt, und zwar an erster Stelle den Film„Hochzeitsreise zu Dritt“ mit Brigitte Helm in der Hauptrolle und Oskar Karlweis, Oskar Sima und Eduard von Winterstein und der neuentdeckten Susi Lanner. An zweiter Stelle der Film aus dem fernen Osten„Der Rächer des Tong“ der wochenlang mit großem Erfolg in Berlin lief. Spielzeiten laut heutigem Inserat. Konzerthaus=Künstlerspiele. Täglich Programm auserlesener Darbietungen. abends das (!) Die Reichssteuern im Juni. " Das Finanzamt erinnert an die Zahlung der im Monat Juni 1933 fälligen Reichssteuern. Es sind zu zahlen: am 10. Juni: 1. Die Einkommenund Körperschaftssteuervorauszahlung für das Vierteljahr 1933— ohne Schonfrist— nach dem letzten Steuerbescheid. 2. Die Umsatzsteuersorauszahlung der Monatszahler für Mai 1933 Naturwissenschaftlicher Verein. Die Monatsversammlung ist um 14 Tage vorverlegt worden und findet morgen(Mittwoch), 14. Juni, ab 20 Uhr, im Gymnasium statt. Dr. Schoneweg wird einen Lichtbildervortrag über das Thema halten: Das Museum für Naturwissenschaft und Technik in München, ein Denkmal deutschen Kulturwillens. Gäste willkommen. Gnkr Katienter, OER ODMDDES Der Neisterschuß des SS-Mannes. Schützenfest in Seune l. Senne I. Am Sonnabend und Sonntag feierte der hiesige Schützenverein in der Gastwirtschaft des Schützenbruders Sprungmann sein diesjähriges Schützenfest. Auf den Montag hatte man diesmal aus wirtschaftlichen Gründen verzichtet. Das Schießen um die Königswürde wurde bereits am Sonnabend nachmittag auf dem Schießstand ausgetragen. Die beiden ersten Schüsse wurden für den Reichspräsidenten und den Reichskanzler abgegeben. Major Kaminsky schoß den Apfel und bereits sechs Minuten später wurde durch einen Meisterschuß der SS=Mann Herr Wilh. Weber Schützenkönig. Kurze Zeit später holte Herr Herm. Fink das Szepter und Herr Herbert Horstbrink den Rest des Adlers herunter. Abends war Zapfenstreich. Die Schützen marschierten mit klingendem Spiel zum Major und dann weiter über Bentkamps Hof— Heimatglück zum alten Schützenkönig Hermann Fink. Hier hielt Schützenoberleutnant Wagner eine kernige Ansprache. Dann ging es weiter zur Königin(Frau Ruschepöhler) wo nachmals kurze Ansprachen von Oberleutnant Wagner und Hauptmann Ruschepöhler gehalten wurden. Ein gemütliches Beisammensein beschloß den Tag. Am Sonntag nachmittag war Empfang der auswärtigen Vereine. Nachdem Oberst Osthus die Parade abgenommen hatte, setzte sich der Zug in Bewegung. Unter Vorantritt eines SA=Reitertrupps wurde das neue Königspaar(Herr Wilhelm Weber und Fräulein Klara Landwehrmann) nebst Gefolge abgeholt und zum Schützenlokal geleitet. Der Bindfadenregen vermochte dem Frohsinn keinen Abbruch zu tun. Um 18 Uhr erfolgte die Proklamation des neuen Königspaares: Es lebe König Wilhelm l. und seine Königin Klara! Ein Lehrer 97 Schüler. Um das neue Verwaltungsgebäude. Senne I. In der letzten Gemeindevertretersitzung wurde die Beaussichtigung des Waldbades den Herren Steffens und Friedrichs übertragen. Es lag ein Antrag der Schicksalsgemeinschaft der Neuhausbesitzer 1924—31 vor auf Niederschlagung der Zuschläge zur Grundvermögenssteuer. Die Vertreter waren sich darüber einig, daß eine generelle Niederchlagung nicht möglich sei. Im Fall der Bedürftigkeit der Besitzer soll jedoch evtl. die Grundvermögenssteuer für staatssteuerfreien Neuhausbesitz um 50 Prozent ermäßigt werden. Bedürftigkeit liegt dann vor, wenn der Grundeigentümer vermögenslos ist und sein Einkommen die jeFürsorgegerichtssätze nicht übersteigt. Die Beschaffung von fünf Hakenkreuzfahnen für die Schulen soll in den nächsten Tagen erfolgen. Das Hauptinteresse konzentrierte— wie schon berichtet — sich auf die Verlegung des Gemeindebüros. Es ist bisher in dem Hause des Gemeindevorstehers untergebracht, liegt also an der Peripherie. In der letzten Sitzung hatte der Gemeindevertreter Windel der Gemeinde unentgeltlich drei im Zentrum liegende Räume zur Verfügung gestellt. Der Umbau würde jedoch etwa 3000 Mark kosten und außerdem müßte sich die Semeinde fest für vier Jahre verpflichten. Die Vertieter waren sich darüber einig, daß man sich auf eine derartig lange Zeit bei der außerordentlich regen Bautätigkeit in der Senne nicht binden So plant u. a. auch die katholische GeErrichtung einer größeren Siedlung. Es wurde deshalb beschlossen, ein eigenes Haus der Nähe des Ehrenmals zu bauen, das außer den vier Räumen für das Büro auch je eine Wohnung für die Gemeindeschwester und für einen Verwaltungsbeamten enthalten soll. Dank der umsichtigen Finanzpolitik des Vorstehers kann der Bau aus vorhandenen Mitteln finanziert werden. Das Haus würde Anfang 1934 beziehbar sein und zugleich das Standesamt beherbergen. Die Fertigstellung der Straße Bahnhofsschule— Waldbad wird sofort in Angriff genommen. Der Ausbau der Schulen hat mit der Entwicklung der Gemeinden nicht Schritt halten können. So kommt es, daß z. B. ein Lehrer in einer einklassigen Gemeindeschule 97 Kinder unterrichtet. Die bereits erfolgten Schritte zur sofortigen Abhilfe wurden gutgeheißen. Rot=Kreuz=Tag im Regen. Ueberraschend gutes Sammelergebnis. Isselhorst. Das Sammelergebnis für das Rote Kreuz übertraf trotz strömenden Regens das des Vorjahres. Der Eifer der Mitglieder der Sanitätskolonne im Verein mit SA, SS und Stahlhelm brachte die erfreuliche Summe von über 471 Mk. Nach dem Kirchgang erfreute der Posaunenchor des Jünglingsvereins durch einige Darbietungen. Der Vorsitzende der Sanitätskolonne, Dr. med. Möhlenbeck wies auf die besondere Bedeutung des diesjährigen Rotkreuztages hin. Ueber das schlechte Wetter klagten die Sammler nicht, vielmehr trug der Hinweis auf die segensreiche Wirkung des Regens für die Landwirtschaft noch sehr zum guten Gelingen der Sammlung bei. Der Dornberger Hausbesitz gleichgeschaltet Groß=Dornberg. Die Haus= und besitzer bekundeten in einer gutbesuchten Mitgliederversammlung ihre Verbundenheit mit dem nationalen Staat Die Vorstandswahl im Sinne der Gleichschaltung ergab einstimmige Wiederwahl des bewährten Vorstandes: Ed. Weber, Vorsitzender, Heinrich Wulfmeier Stellvertreter und Rud. Gieselmann, Kassierer. Im weiteren Verlauf der Versamm lung wurden Steuerfragen, die neue Einheitsbewertung, Steuergutscheine und Bau= und Reperaturfragen im Sofortprogramm der Reichsregierung eingehend erörtert. Der Vorsitzende erteilt Interessenten in diesen Fragen gern Auskunft. Für August ist ein Familien= ausflug geplant worden, um gesellschaftlich alle näher zu bringen. Der neue Gesellschaftstanz. Durch die nationale Auferstehung, durch die alles Wesensfremde vom deutschen Volke abgestoßen wurde, wird naturgemäß auch der deutsche Gesellschaftstanz ergriffen. Die in Kürze stattfindende Hochschultagung des T. V.„Akademie Deutscher Tanzlehrer“ in Bad Kissingen wird es als ihre wichtigste Aufgabe ansehen, durch deutsche Neuschöpfungen unseren Gesellschaftstanz wieder auf eine kulturelle Höhe zu bringen. In den letzten Jahren verfiel der Allgemeintanz immer mehr der Verflachung, weil nur ein verschwindend intereierte. u s10h für den Turniertanz ersorderte, zumal dieser ein fortgesetztes Tratning wagung Jienzlehrerberuf setzt in unsere nationale Begegung die Hoffnung, daß die Gewerbefreiheit für diesen a# verschwindet. Solange diese nicht aufgehoben wird, ahle durch dauernde Aufklärungsarbeit versucht werven, die Jugend, für deren Erziehung ein guter verbunden mit Vorträgen über liche umgangsformen unerläßlich ist, vor Schäden zu Es wird nun Aufgabe der deutschen Tanzlehrertagung sein, deutsche Tänze erstehen zu lassen und diese zum kommenden Herbst mit Hilfe einer großen Propaganda dem Publikum zugänglich zu machen. Gesthäftliche Mitteilungen Dorreiter Roman von Marie Diers Copyright by Karl Köhler& Co., Berlin-Zehlendorf (Nachdruck verboten.) Ulrich Wessenter heiratete bald wieder. Es war eine Tat der Schwäche. Das plötzliche Alleinsein dünkte ihn schlimmer als der schlechteste Tausch. Er vergaß die Tote gewaltsam. Er holte sich eine Fabrikantentochter, deren Bildungsmängel er erst später bemerkte, und die ihm etwas Geld mitbrachte. Sie hieß Clementine Störgiebel und war ziemlich schön und voller Ansprüche. Das bäuerliche einfache Haus auf Uechlen gefiel ihr schon am ersten Tage nicht. An die Kinder dachten sie beide wenig; die gehörten den Dienstleuten. Als die erste Mutter starb, hatte sie bei der kleinen Schar ein junges Dienstmädchen hinterlassen, ein hübsches kraushaariges Ding, Rese Kammacher mit Namen. Die war eben erst aus der Schule entlassen, knapp fünfzehn Jahre, aber sie war bei kleinen Geschwistern an Arbeit und Umsicht gewöhnt. Als die Herrin, an der sie schärmerisch hing, tot war, stand die junge Rese herum wie dumm geworden, als sei sie im Leben zu nichts mehr zu gebrauchen. Aber im Durcheinander, das im Hause herrschte, lag das kleine Neugeborene ganz allein und quäkte, das weckte sie auf, und seitdem war sie die Wärterin, und niemand machte ihr den Posten streitig. Nun erlebte die Rese Kammacher mit der kleinen Annelore wunderbare Dinge, und sie erzählte sie morgens den andern Dienstleuten, die sie teils auslachten, teils ihr wirklich glaubten. In der ersten Nacht schon, zwischen elf und zwölf, sagte sie, habe sich die Tür der kleinen Stube, in der sie neben dem Kind am Wagen saß, leise geöffnet, aber so anders, als wie sonst Türen aufgehen. Eine Gestalt sei hereingekommen, die sie nicht erkennen konnte, weil nur eine Nachtlampe hinter einem jener alten eigentümlichen Lichtschirme brannte, die man heute nirgends mehr hat. sei plötzlich das kleine Kind, das bisher immerfort gewimmert hatte, still geworden. Die Gestalt, die ganz in Weiß gehüllt war, glitt heran, und sie habe gesehen, daß es die tote Herrin war, die doch drüben lag. Sie ängstigte sich und graute sich aber nicht ein bißchen, sondern sah nur regungslos zu, wie die Gestalt an den Wagen trat, sich tief über die Kissen beugte und das Kind an ihrer Brust trinken ließ. Und die Rese hörte das leise Schlucken und zuweilen ein ungeduldiges kleines Murren, wenn das Kleine wohl einmal die Brust verloren hatte, und gleich wieder ein wohliges Ziehen und Schmatzen, wie es alle ihre kleinen Geschwister zu Laus gemacht hatten, aber bei der lebenden Mutter. Plötzlich war die Gestalt fort wie zerflossen, und alles war so still, und das Kindchen schlief, und sie schlief selber auf dem Stuhl ein.— Aber morgens in der sechsten Stunde, als es eben hell wurde, fing das Kind wieder an zu wimmern und zu schreien und war nicht zu beruhigen. Als die große Hofuhr am Mittelbau dann sechs schlug und draußen schon Leben war, die Pumpenschwengel gingen, die Hufe klapperten und die Räder polterten, glitt wieder etwas herein; sie wäre nur schnell vom Wagen weggetreten. Aber weil es schon taghell war, hätte sie niemand gesehen, sie hätte nur gemerkt, daß etwas da war, und gleich danach hätte sie auch das Kleine, das still geworden war, ziehen und schlucken hören. „ Den Tag über kam nichts; aber in der nächsten Nacht war es wieder so, und als die Frau begraben war, hatte Rese Kammacher erst Angst ausgestanden, nun werde die Mutter nicht mehr kommen, aber sie kam in jeder Nacht und an jedem Morgen wieder Man könnte ja auch sehen, sagte die Rese, wie Annelore so schön gedieh. Später hat das dann wohl aufgehört, aber nun war Annelore auch schon soweit, daß Rese Kammacher sie mit der Flasche großziehen konnte. Es war ja ein Wunder, wie die mutterlose Kleinste reizend aufblühte und eher als alle ihr Geschwister, schon mit zehn Monaten, laufen konnte. Manchmal wurde die Rese dafür gelobt, aber sie schüttelte immer nur ihren blonden Krauskopf, sah geheimnisvoll aus und sagte:„Ich war's ja nicht.“ „Die, neue Mutter wollte von den Kindern nicht behelligt werden. Der Aelteste, Klaus, war fast zehn Jahre und hatte einen Hauslehrer; er war ein strohblonder Bub mit der vorgebauten Wessenterstirn, die die Stiefmutter häßlich fand. Die vier Mäder waren samt und sonders rothaarig. Sie sah damals schon, daß das Reize geben konnte, die ihr im Wege sein würden. Cleaa Hhuem u. zu zu lochen. Gleichwohl wil Bohlgeschnag gelingen, den Speisen den vollenSatz und allerleazug.u geben. Irgendetwas sehlt trot Gewürzen. Das sind die Fälle, wo Maggi's Würze verwendet werden soll. Denn diese eiermgsge, mit werztate Trovsen schwache Suppen, Soßen, geschmacks zu bringen. die volle Höhe des Boht. nicht gut zu den Kindern, von einer anleste Gehässigkeit, der sie nur schwer Zügel ." Nun scharten die Kinder sich alle um das kreinste Schwesterchen in der Hinterstube, und die heshschten.. st au ihre Weise, mit Geistersamem Gemisch, frischer Lebenstüchtigkeit in seltgemach hei dam sie auch ihre Schönde: gentach, bei dem sie auch ihre Schonheit verloren mrich dach gestreift. wieder oft an die Tote. Er saß dann verbittext, innerlich zerrissen in der Kinderstube, in die Etmentine nie kam. blühte ihm eine ganz neue, stürmische nete freie Republik Frsside“ ganz gut geordnere, stene Repudlik. Plasivent war Rese Kammacher, aber sie konnte ohne die Ständeversammlung ihres gesamten Volkes nicht die geringste vollziehen. Sogar Annelore, das süßeste Kind der Erde, das Abbild der Toten, aber weiten enrgsgu gteren Lebenswillen, zugeradezu Rackerhaftem, behauptete ihr Recht als stimmberechtigte Bürgerin. Von Rlsisheguzu schweigen. Der legte sogar starke die vorläusig von dem gegen.. mit verachtender Hoh, tigen Präsidenten hatte ulr!“ Wvohelt abgetan wurden. hatte ulrich Wessenter, der in seinem Posten zutraute, die mertwürdig verständige kleine Janne=Johanne als künftige— nich up'n Disch steiht oder in't Mul geiht“. Alber von diesem Zwiespalt wurde die## Republik nie erschüttert. Reanzgesesite, das Hate Srtenhz uumacher der bißchen weit. Einmal war zu finden,— um die Welt nicht. Es rieh fort. Der Feseate“, das Ding war fort und Zöpfe ausgegangen, u n. Angst ihre krausen herum, sie macht: zi se dien in Haus und Hof machte die Leute alle mit verrückt. Zum G## ettar, es ein kochwarmer Sommerabend. birse suy schon wieder Gespenster im Spiel. Plötzder Klaus, der eben hinten am Gänseleige Bucht macht, E Fraben eine liches Gesicht und shebt da, macht ein nachdentStea die sein schießt dann davon, über den #,„e keine Weidenbrücke, hinter der gleich vei anseigende Kiefernweg beginnt. heult, schreit immer wieder den Satz:„Ich habs sie schon gewesen: Dassenz und voll Angst war naß geschwitzt. Ahar a“ gaste Hemdchen hatte sie das Atmen." Mund und Augen Wier, Sexagrt,.„Das haft du dir getraut, TrudDas hatt ich mir nicht getraut!“ heulte wie ein Schloßhunh zulte wie em Scchloßhund, und der Bock stieß sie. Martschen, zarter aus das seine geschicte leire mit Fingern wie msatliger als die andern, aber winzig, kaum schulreif0 chen, die nicht Kindese hon BildPerspektive hatten. sie lernte bei Rer Pharbtöne; merdwürdig, und gat#n tese nricken und häkeln wie nichts. schöpflsiche gabst mir Kinder, gabst mir unermich volt Horte Ling und trank (Fortsetzung folgt.) Deutschland gegen Oesterreich. Dte deutsche Mannschaft zum Länderspiel in Frankfurt. Anläßlich des Fußball=Endspiels in Köln Hundes auh Fußballauch bereits seine Nationalmannschaft für das Länderspiel gegen Oesterreich am 25. Juni in ankfurt a. M. auf. Mit einer Ausnahme setzt die Elf nur aus süddeutschen Spielern zummen. Diese Ausnahme bildet der Duisburger Verteidiger Busch vom SV. 1899, der mit als rechten Verteidiger und Jacob im Tor das deutsche Abwehrtrio stellt. Ueberraschenderweise findet man keine Spieler der beiden Kölner Finalisten Fortuna Düsseldorf und Schalke 04 in dieser Mannschaft. Der DirB. will den Spielern der Meisterschaftsendrunde die wohlverdiente Ruhe gönnen. Es spielen: Jacob(Jahn Regensburg). Haringer(Bayern MünBusch(Duisburg 99). Breindl, Goldbrunner (beide Bayern München), Oehm(1. FC. Nürnberg). Trumpler(Eintr. Fr.), Krumm, Rohr(beide Bayern München), Lachner(München 1860), Lindner(Eintr. Frankfurt). Der Gauführer ruft die Jugend auf. Zu dem Tage der Jugend, den der Gau Ravensberg im WSV am 16. Juni als groß aufgezogenen Wandertag veranstaltet, ruft der Gauführer alle ihm angeschlossenen Vereine in einem umfänglichen Rundschreiben auf. Die Zahl der teilnehmenden Jugendlichen ist bis zum 20. Juni zu melden. Es gilt besonders die Landjugend zu erfassen. Nach Möglichkeit soll eine Beihilfe die weiter anmarschierende Jugend gewährt Neben einem kostenlos verabreichten Mittagessen erhält jeder Teilnehmer nock Kaffee zu seinem mitgebrachten Mundvorrat. Am Vormittag sind Gottesdienste, nach Konfessionen gevorgesehen. Am Nachmittag wird das bunte Lagerleben durch Vorführungen der einzelnen Jugendgruppen ergänzt und bereichert. Der Gau erwartet, daß neben den Jugendlichen und den Vereinsjugendfachwarten auch die Vereinsführer mit den übrigen Fachwarten an der Wanderung teilnehmen. Wer nicht mitmacht, beweist dadurch, daß er im neuen nationalen Deutschland die hohen Aufgaben der Ertüchtigung unserer Jugend nicht erkennen will. segen BfB. R 2:14 Mannschaft S. u. S. Westdeutsche Auslese. Die wichtigsten Pokalspiele. Hagen geil D. Gewelgeng G du pagen G5— Hagen 14“ 983 8:6 11•3 6:5 und Freundschaftstreffen. 04— Berg.=Märk. Bezirkself 10:10. — Schwarz=Weiß Barmen 7•3. m 06— Tura Barmen 3.8. im Wen an.— a Pol. Duisburg=Hamborn 11.7. west 61— S. u. S. 05 Essen 9:6. Postze, Permung.— SB6. Sterkrade 73. — SVG. Herten 2:6. Jahn Weidohl— Schalke 04 8:13. Die Düsseldorter Fortunen daheim. Handball BfB.8 Handballtriumph. Spiel und Sport Lage— V. f. B. 1:9. vor 14 Tagen in Hörste anläßlich des Sportfestes einen knappen 10:9=Sieg herausgeholt, so sollte dieses Spiel einen einwandfreien Sieg bringen. Bereits die 3. Minute bringt durch Rewitt die 1:0=Führung. Kaum eine Minute später erhöht verselbe Spieler auf 2:0. Dann kommen die Lager in der 11. Minute zum einzigen Tor des Tages. Bis zur Halbzeit erzielt V. f. B. einen 6:1=Vorsprung. Nach Wiederbeginn hielt die Ueberlegenheit der VfBer weiter an. Sie warfen noch 3 Tore und Düsieldors, der. Jubballmeister Fortuna 95 Sontstrafbam dohen Titel errungen Seimatlichr. Feimarstabt ein. Der siegreichen Mannschaft wurde in Düsseldorf ein begeisterter Empfang Schon lange vor der Ankunft des Kölner Zuges waren Bahnsteig und Bahnhofvorplatz von Tausenden begeisterter Sportler dicht besetzt. großes Aufgebot von Schupo und SA mußte verrichten, damit der gewohnte Reiseverkehr keine Störung erlitt. Als die erfolgreichen Spieler eintrafen, und den Zug verließen, konnten nur mit großer Mühe die Absperrungen Seutme Die Balten Unbeschreiblicher Jubel brach los, als die Spieler das Bahnhofsgebäude ersten Begrüßungen wurden mehrere Autos bestiegen und in einem wahren Triumphzug ging es durch die Innenstadt zum Rathaus. mit Ihordnungen der Düsseldorfer Sportvereine mit dem Gaubanner und zahlreichen Wimpeln übsrnahmen die Führung im Zug. Musikkapellen reine schparnszüge der SAl und der Schützenwar der osien sich an. Auf dem Alten darstellt. Für den Westdeutschen Spielverband sprach Gauführer Manger(Düsseldorf). einem Sieg=Heil auf den Reichspräsidenten volle Feier. Die gedler schloß die eindrucksbann nach Hochgesang, P Körner, die vom aei, reuer und Trainer Heinz Korner, die vom Balton des Rathauses einige Dankesworte an die große Anhängerschaft richteten. der Fortuna fand eine kurze Feier statt und dann formierte sich ein Fackelzug zum Stadtteil Flingern, der engeren Heimat des neuen Deutschen Meisters. Auch in Mannheim Neisterempfang. in Düsseldorf, so erhielt auch DSB.=Handballmeister SV. Waldhof am Mannheim einen glänzenden Empfang. Nicht weniger als 15000 Sportler warauf die Ankunft der Spieler, so daß auch hier Schupo und SA. große Schwierigkeiten hatten, die Ordnung und den Verkehr aufrecht zu schalten„Nach dem Eintreffen des Zuges konnwehren die shnien;(um der vielen Blumen erreichen Ansprachen useworsen wurden. In zahlvon Vertretern der Behörden und der Sportverbände wurde die neue Meister##evuyrend gefeiert. Dann setzte sich ein rie. Rasobo der zum Rlubhaus des führte, wo am Abend eine schlichte tanssende subelten den Aberbegeistert zu ven Spielern auf den Straßen M Erfolge des Bielefelder Reiterclubs offizielle Empfang durch die Düsseldorfer Stadtverwaltung. Auch hier hatten Tausende begeisterter Anhänger, Aufstellung genommen. Nach einem Marsch ## S####gpelle ergriff Düsseldorfs komm. Oberburgermeister Dr. Wagenführ das Wort zur Begrüßung. In seiner Ansprache gab er seiner Freude, darüber Ausdruck, daß erstmalig ein westVerein den höchsten Titel erlangt hat, den der Deutsche Fußball=Bund zu vergeben hat, Fid es g#rade Fortuna Düsseldorf wäre, die die Meisterschaft errungen habe. Die Fortuna=Mannschaft stehe damit an der Spitze von einer Million deutscher Fußballspieler. Mit den Fußballfreunden erwartete auch die Stadt Düsseldorf, daß die Elf in Zukunft in der gleichen bescheidenen, fairen und ritterlichen Weise ihre Kämpfe austrage. Der komm. Oberbürgermeister ließ sich sodann in seinem Amtszimmer die einzelnen Spieler vorstellen und überreichte der Mannschaft ein Gemälde, das den alten KurDie Fahnen der nationalen Erhebung wehten am Sonnabend und Sonntag über dem idyllisch im Walde bei Schloß Steinhausen gelegenen Turnierplatz der Reit= und Fahrvereine des Kreises Halle i. W., der in diesen beiden Tagen Schauplatz großer reiterlicher Wettkämpfe war. Seit ungefähr zehn Jahren hat unter der zielbewußten und sicheren Führung von Freiherr von berstein in Patthorst, und Landwirtschaftsrat Keroren in Halle der Reitsport im Kreise Halle einen Aufschwung genommen, der von Jahr zu Jahr in den Turnieren immer deutlicher erkennbar wurde. Das 8. Kreisturnier stand wieder unter der Leitung der obengenannten Führer der Reiterbewegung des Kreises Halle. Die Beteiligung der jungen Reiter aus dem Kreise war groß. Aber auch von auswärts trafen zahlreiche Reiter ein, da gleichzeitig die Arbeitsgemeinschaft Minden=Ravensberg ihr 9. Gauturnier mit abwickelte. Weiter beteiligten sich an dem Turnier der Reiterverband Fürstentum Osnabrück und der Landesverband der lippischen Reitervereine mit einer stattlichen Zahl von Reitern. Von den 116 Nennungen fielen nur wenige aus. Um das umfangreiche 11 Ausschreibungen und zwei Schaunummern umfassende Programm am Sonntag schnell abwickeln zu können, wurden die Vorprüfungen zu den Hauptwettkämpfen bereits am Sonnabend ausgeführt. Hierfür war infolge der zahlreichen Beteiligung der ganze Tag erforderlich. Bereits um 8 Uhr morgens stellten sich den Richtern Oberstleutnant a. D. Graf v. Brühl(Minden), Hauptmann a. D. Fricke(Bad Rothenfelde), Socerek hom(Remmighausen), Sattelmeister vom Gestüt Lopshorn sowie Obermeister Armbrecht und Unteroffizier Müller von der Kavallerieschule Hannover die ersten Wettkampfteilnehmer für die Vielseitigkeitsprüfung A und Jagdspringen Kl. A). Zwischen den 35 Teilnehmern entspann sich ein harter Wettstreit, der viele gute Leistungen brachte. Lisse,„Vielseitigkeitsprüfung wurde mit für den einampf um die Gaustandarte gewertet, für den Strandpullover gestreift und einfarbig, mit kleinem Kragen Strandblusen hübsche Neuheiten, mit tiefem Rückenausschnitt 3.60 Strandhosen aus Polo-Stoff, flotte Form 3.25 Strandhosen reine Wolle, kurze Form Strand-Anzüge auch für Garten beliebt, In echönen modernen Ausführungen. 11.75 7.90 Bademäntel In geschmackvollen Ausführungen 11.50 8.50 9.30 EzU 2.90 3.00 0.30 U.TO In Sonne, Luft und Wasser tummelt man sich gerne in farbenfroher, leichter und praktischer Kleidung. Alles was dazu gehört, finden Sie in herrlicher Auswahl, preiswert wie immer in guten Qualltäten bei BUDDEBERG. Damen-Badeanzüge reine Wolle, mit modernem Rückenausschnitt........ 4.00 3.90 Herrentrikots reine Wolle, gute Paßform. 4.80 Badehauben In vielen Farben, moderne Formen 1.45 0.95 O. 60 Badetücher feste Kräuselware. In schönen Farben. 140/180 cm 4.50, in 130/160 cm 3.25... in 100/150 cm Gartenkleider aus modernen Belderwandstoffen, in hübschen kleid samen Ausführungen. 5.90 4.50 Gartendecken 130/160 cm, In geschmackvollen, farbenfreudigen Musterungen 4.50 3.25 290 290 5.40 130 5.20 150 Für Herren die beliebten blauen und weißen Waschjoppen: ferner Liegestühle Kissengarnituren usw. in großer Auswahl. uumpf um die Gaustandarte gewertet, für den eine Fahrerprüfung abzulegen war Findigkeitsritt über 10 Kilometer durchgeführt werden mußte. Die Vielseitigkeitsprüfung der Jugend verlangte eine Dressurprüfung Kl. A und ein Jagdspringen Kl. A, das über acht Hindernisse von 90 cm Höhe ging. Der reiterliche Nachwuchs war zwar nur in geringer Zahl vertreten, doch schnitten von den zwölf Teilnehmern die meisten verhältnismäßig gut ab. Der Bielefelder„Reiter R. Oetker erhielt ein uneingeschranttes Lob der Preisrichter.— An dem Wettkampf unter den der Arbeitsgemeinschaft angeschlossenen Reit= und Fahrvereinen Minden=Ravensberg im Abteilungsreiten beteiligten sich der Reiterverein Jöllenbeck, der Reiterverein Bünde und der Reiterverein Halle mit den Abteilungen: Borgholzhausen, Bockhorst, Halle, Versmold, Steinhagen, Werther und Hesselteich. In Verbindung mit dem Abteilungsreiten wurde zugleich der Wettkampf für den Kreis ausgetragen. Nach Beendigung der einzelnen Vorstellungen, wofür dem Reitlehrer jeder Abteilung Vinuten Zeit zur Verfügung standen, unterzog Slaf A. von Brühl die Gruppen einer „Kritik. Er lobte gute Leistungen, mußte aver auch noch mancherlei Ratschläge zur Beseitigung verschiedener Fehler geben. #en Abschluß der reiterlichen Wettämpfe ####ein Findigkeitsritt, an den sich ach Purcouillen— jede Patrouille umfaßte einen Führer und drei Reiter— beteiligten. Die Patrouille mußte nach einem auf einer 1:100 000Landkarte besonders eingezeichneten Wage reiten und unterwegs drei Kontrollposten passieren, die versteckt standen, aber doch zu finden waren. Wurden die Kontrollposten innerhalb einer Minute nicht entdeckt, so hatten sie sich der Patrouille bemerkbar zu machen. Ferner bot ein über den Weg gespanntes Strick den Reitern ein unbekannzwecken, daß die Reiter nach der Landkarte retten und bebbachten lernen. Die Patrouillen starteten von fünf Minuten in folgender Reihenfolge: Neuenkirchen, Groß=Aschen, Bünde, Gütersloh, Lützow=Lippe, Buer(Kreis Melle), Herzebrock. Sie hatten eine Strecke von 10 Kilometern zurückzulegen. im Findigkeitsschritt blieb Reiterversi# rzebrock, der die Strecke in 45 Minuten beAnschluß an die reiterlichen Wettbegrüßte Freiherr von Eller=EbersteinPatthorst mit herzlichen Worten die zahlreichen Zesten berin gemütliches Beisammensein in den e beschloß den an Anstrengungen reichen und von Erfolgen gekrönten ersten Festtag. Ein imposanter Festzug bildete den Auftakt zu den Turnierspielen am Sonntag nachmittag. Unter den flotten Marsch= Sthrg 3o Feiter ro4hagener Turnerkapelle sogen yocg zu Roß mit wehenden Standarterz, gejolgt von SA., Stahlhelm und Kampfting, balch die mit Fahnen und Pfingststräuchern reichlich ausgeschmückten Straßen dem Turnierplatz entgegen. Trotz des wenig günstigen WetSieem ei... 1500 Zuschauer den TurnierDie Sieger: Preis um Minden=Ravensberg. 1. H. Altrogge jun.(Lützow Lippe). z. u. Potthoff(Abt. Halle). 3. Heinrich Meier zu Knolle(Rv. Bünde). stande an9:(Abt. Hall) ### Laustandarte und Dreiländerkampf. Her#### narte erwarb der Reiterverein roa. Im Dreiländerkampf siegte v. LützowLippe, ihm folgten Herzebrock und v. Lützow=Buer. Im Abteilungsreiten ehrenpreis"(Wertung 0,7). Den 2. Platz behauptet Länderjagdspringen. 1. Westfalen(Gesamtwertung 229). 2. Hannover(Gesamtwertung 254). 3. Lippe(Gesamtwertung 312). Dressurprüfung für Reitpferde Kl. L. . ½, Leiter, Rkl. Bieleseld, auf Schampus(Wtg. 1.0). "„eiglich Steinmann, Werther, auf Asra(Wtg. 1,5). I..) an6e, Halle, auf Alpenrose(Wig. 1.6). Razl., Kornfeld, Steinhagen, auf Cuno(Wig. 1.7) Ee Fenerann, Hale, auf Konigzehasgr, 81.0Pav Rever, Grotz=Aschen, auf Hanna(sümtlch Vereinsjagdspringen(Kreis). 1. Hans Wellmann, Werther, auf Herold(Wtg. 0.45). Big. a.c... hausen, auf Goldmänne 3. Gust. Rudorf, Werther, auf Condor(Wig. 8.50). I. W. Hölscher, Versmold, auf Colly(Wig. 8,52). Konkurrenz beteiligte sich Wilh. Detert, Gau. 1. Meier z. Knolle, Bünde. 3. S. Kauswinkel, Herzebrock. 3. J. Pubenstädt, Gütersloh. 4. Meloh, Herzebrock. 4. Bockschatz, Gütersloh. Eignungsprüfung für Wagenpferde. bagen. 2 Ang. Hasessel=Steinhagen. Jugendpreis: Meier=Jöllenbeck auf Lilie; 2. Willi DevertSteinhagen auf Cuno; 3. R. Oetker=Bieleseld Harrald; 4. Rud. Hachmeister=Bünde auf Puppe. Besonders sehenswert war das Rekordhochspringen, das vom Publikum mit Spannung verfolgt wurde. Von den 8 Teilnehmern gingen W. Overbeck=Borgholzhausen auf Bubi und Walter Dedert=Steinhagen u 1,57 Meter mit glattem igen Abschluß der interessanten Wettkämpfe. 86 Haben Sie 6s nicht olt selbst emptunden? Dieser stechende Schmerz ist nicht zu ertragen. Da hilft nur eine Stütze, die die kranke Stelle gut entlastet. Kommen Sie heute noch zu uns. Unsere Orthopädin beratet Sie unverbindlich. Bleisfeich Niedernstr. 28 Soeben erschienen: Hansfritz Solms, Kampf und Aufstleg Der Nationalsozialismus zum dritten Reich. Die Geschichte der nationalsozialistischen Bewegung in der Darstellung eines alten Mitkämpfers. 34 Textseiten, 85 ausgewählte Doppeltonbilder. Preis nu. 2.80. Buchhandlung J. D. Küster Nachf., Blelefeld. 25 Jahre Karl Schröder Schneldermeister Hasenbwchstr. 10.. Koterse Herren- und DamenGarderoben n. Maß von den einfechsten bie zu den feinsten Qualltäten. Aenderungen, Reparaturen, preiswert u. gut. Familien-Nachrichten Am Sonnabend, dem 10. Juni, abends, entschlief sanft nach langem, mit großer Geduld ertragenem Leiden, meine liebe Frau, unsere treusorgende Mutter, Schwiegermutter, Großmutter, Urgroßmutter, Schwägerin und Tante Lina Trunkart geb. Kreimeler aus ihrem arbeitsreichen Leben. Um stille Teilnahme bittet Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Heinrich Trunkart. Bielefeld, den 13. Juni 1933. Die Beerdigung findet statt am Mittwoch, dem 14. Juni, nachmittags 2 Uhr, von der Kapelle des Sennefriedhofes aus. Vorfeler 1.40 Uhr. Wir danken allen herzlich für die uns beim Heimgang unseres lieben Vaters erwiesene Tellnahme Geschwister Mattulat Brackwede, im Juni 1933. Beerdigungs-Institut H. Vormbrock Rohrteichstraße 5, Telefon 5344 Aeltestes Geschäft am Platze Gegründet 1878 übernimmt sämtliche BeerdigungsAngelegenheiten, Ueberführung mittels Leichenautomobil, Erd- und Feuerbestattung. Heute verschied nach kurzer, schwerer Krankheit infolge Herzschlages im 41. Lebensjahr mein ionigstgeliebter Mann, unser herzensguter Vater, Sohn, Bruder, Schwager und Onkel Herr Bankdirektor Franz Bruse Um stille Teilnahme bitten: Eltriede Bruse geb. Neu Detmar Meinolf Bruse Franz Wiltried Bruse Familie Bruse Famille Neu Bielefeld, den 12. Juni 1933. Die Beerdigung findet am Donnerstag. den 15. Juni, 15.30 Uhr, auf dem Sennefriedhof statt. Vorfeier daselbst 15.10 Uhr. Feierliches Seelenamt am Mittwoch, um 8 Uhr, in der St. Jodokuskirche am Klosterplatz. Von Belleidsbesuchen bittet manfreundlichst abzusehen. Aus einem arbeitsreichen Leben heraus im Alter von 40 Jahren entriß uns heute der Tod nach nur kurzem Krankenlager unseren stellvertretenden Kollegen Herrn Franz Bruse Der leider allzulrüh Verstorbene war seit Gründung der hiesigen Niederlassung der Deutschen Bank im Jahre 1914 in unseren Diensten. Intolge seiner Fähigkeiten und umfassenden Kenninisse wurde er bereits 1920 Prokurist und 1922 stellvertretender Direktor. Sein unermüdlicher Fleiß und seine gute Veranlagung machten ihn zu einem wertvollen und lieben Mitarbeiter. Wir werden das Andenken an den lieben Kollegen stets in Ehren halten. Bielefeld, den 12. Juni 1933. Direktion der Deutschen Bank und Disconto-Gesellschaft Filiale Bielefeld. Am Montag früh entschlief sanft nach schwerer Krankheit Herr Bankdirektor Franz Bruse Allzu früh stehen wir trauernd an der Bahre dieses tüchtigen Mannes, der lange Jahre hindurch in für uns elle vorbildlicher Weise seine große Schaffenskraft und sein ausgeprägtes Pflichtgefühl in den Dienst unseres Institutes gestellt hat. Darüber hinaus war er uns persönlich durch seine vortrefflichen Charaktereigenschaften stets ein sehr angenehmer und hoch geachteter Vorgesetzter, dem wir immer ein gutes Angedenken bewahren werden. Die Angestellten der Deutschen Bank u. Disconto-Gesellschaft Fillale Blelefeld. Heute morgen 7¼ Uhr entschlief sanft nach längerem, schwerem, mit großer Geduld ertragenem Leiden mein lieber Mann, mein guter Schwager und Ookel. der G.... Bruder, Konrektor Karl Wann Im Alter von 57 Jahren. In tiefem Schmerz: Marte Mann geb Schlothage-Seimenn Gertrud Poeschel geb. Wann Robert Poeschel Eva Poeschei. Werther, den 11. Juni 1933. Die Beerdigung findet am Donnerstag, dem 15. Juni, nachmittags 4½ Uhr. von der Turnhals, der Schule aus statt. Vorfeier daselbst „ REKE WAKE! DAS WERKZEUG DER HAUSFRAUEN wollen Sie bitte genau beachten. Es bietet Ihnen besondere Vortelle. Gute Qualitäten Niedrige Preise sleiefelc WVE.TEEE Obernstr. 8 Wir veranstalten NORDDEUTSCHER Nordkapfahrten S Toge von RM. 270.—„ Prochtvolle Fohrt in die Horde Norwegen: mit O.:Sierre Cordobor(11 469 br.-R.-T.) om 4. Juli, 21. Juli u. 7. August 1933 POLARFAHRT 25 Toge von RA. 520.—. mit O. Generol v. Steubene(14690 br.-R.-T.) öber Schottland, Spitzbergen noch Norwegen vom 19. Juli bis 13. August 1933 Andere preiswerte Ssereisen Austoaft und Prossekte dusch: Bielefeld, Brüderstr. 7 LLOVD BREMEN IndanthrenGarten-u. Balkon-Schirme In größter Auswahl! Neubeziehen in kürzester Zeit. Man fordere unverbindliche Angebote. B. Hoppe, Schirmfabrik Blelefeld Teleton 1863 Zentrum Ruf 2045 Klosterplatz Ruf 2045 seinigt, gepariert, bügelt pseiswest Waldkran Saal-Terrassen- Garten das beliebte Familienlokal der Sieker Schweiz. Jeden Bonntag ab 3½, Uhr: Konzert. Neue Kapolle: Solisten-Trio„Gramath“ DRUCKSACHEN J. D. Küster Nachf. Statt jeder besonderen Anzeige. Am 10.Juni, abends 19.30 Uhr, entschlief sanft nach schwerer Krankheit mein lieber, guter Mann, unser treusorgender Vater, Schwiegervater, Großvater, Urgroßvater und Onkel Wilhelm Lindemann Im 76. Lebensjahre. Blelefeld, Hamburg und Bentheim, den 12. Juni 1833. Söllenbecker Straße 65. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Frau Friederike Lindemann geb. Welscher Die Trauerfeler findet am 14. Juni, um 10.30 Uhr, in der Kapelle de aacr-chspelesrischet 9 999 1 Uhr auf Von Belleidsbesuchen bitten wir abzuschen. Küche, 160 cm, Elsenbein, da in Zahlung genommen, billig zu verkaufen. Bleichstraße 66. Radio, Telefunken, 3 Röhren, neu ganz billig. Rohrteichstraße 26, II. 1. Verschiedenes Darlehen von 300 bis 30000 RM. Bed. u. kostenl. Auskunft durch Gustav Kroll, Betbel, Saronweg 30. Darlehen an Reichs., Staatsund Kommunalbeamte vorschußlos innerhalb einer Woche durch Carl Pieper, Arndtstraße 13, 1I., Telef. 613 " H e u t e n a c h m i t t a g e n t s c h l i e f s a n f t n a c h langerem, mit großer Geduld ertragenem Leiden, liebe, gute, unvergeßliche Mutter. Großmati Sch wiegermutter Schwester, Schwägerin Frau Witwe Johanne Gehner gen. Horstmann, geb. Helenbrock im fast vollendeten 76. Lebensjahre. die Mhrssag:“ Ueben wur trene Fürsorge für Die trauernden Kinder „Nieder-Jöllenbeck,(Oerkenweg Nr. 217). Bochum, Neuß, Bielefeld, den 10. Juni 1933. 14. Juni, nachmitag.0 aune gnt pschmintage 3 Uhr, vom Trauerbause Bremer Kaffee-Vertretung Hotels, Restaurants u. Private) 20% Provision u. Barzuschuß. Bewerb. unter F G 7593 an die Weitäliche Zeitung. G L un Prau M. P. in#l. schreibt. Sin mit Luhns WaschExtrakt sehr zufrieden u. werde L.UHNS Oberall welter emgieblen, riobe frühee. gebraucht, aber immer Flecken in der Wäsche gehabt. LUNNS SPAR-RABATT gibt die Möglichkelt, den Einkeuf aller LUHNS-SEIFEN noch um 2½ Pig. au verbilligen. Deshalb sammie man unter allen Umständen die auf den Luhns-Packungen eufgedruckten Rabattmarken: LUHNS-LOHNTS Zweite Beilage Kr. 13- 123 Jahrgang. 78= Genung Bieleseld, Bienstag, 13. Juni 1933 be Oheh M Edinburgh. Nachttoge„Nan soll dem MenNachatade schen bestimmt nicht immer nur Schlechtes nachreden, aber trotzdem kann ###.##ehende Geschichte eben nur in Edinburgh abgespielt haben. Schottland ist nun einmal das Land der sprichwörtlich gewordenen Sparsamkeit. #nsbureb, in der Dawsonstreet, wohnte der Mitchell, ein lieber, freundlicher Herr in den mittleren Jahren, der über eine gute Praxis verfügte und darum nicht besonders erbaut war, wenn er nachts aus dem Bett geholt wurde. Er hatte es eben nicht mehr so nötig. Womit aber nicht gesagt sein soll, daß er seinen ärztlichen Pflichten, auch wenn sie ihn nachtens an ein Krankenlager riefen, nicht minder gewissenhaft erfüllte. Es war in diesen merkwürdig kühlen Maitagen, in Schottland hatte es strichweise in Strömen geregnet, als nachts um ½3 Uhr— es reg— die Arztglocke den guten Dr. Mitchell jählings aus dem schönsten Schlafe riß. an das Fenster, mißmutig und verärgert, beugte sich hinaus und sah im Regen einen Herr Doltor Sie haben. Der Kaun soht eiched Stunden von hier eni Stmapen von iuer entfernten Dorse?“. „Die Taxe für einen solchen Nachtbesuch beträgt 25 Schillinge.“ cunm schmelle“ von unten:„Bitte kommen Sie . Der Arzt machte sich immer noch mißmutig und brummend fertig, nahm die Medikamententasche git, fuhr das Auto aus der Garage, hieß dann den Fremden einsteigen und fuhr mit ihm trotz des Regens und der aufgeweichten Straßen in schnellem Tempo nach dem bezeichneten Dorf. In einer halben Stunde hatten sie ihr Ziel erreicht. Der Fremde, bat den Arzt, vor einem hübschen Hause Der Fremdling stieg aus, zog die Geldbörse heraus und überreichte dem Arzt die verSchillinge. Dr. Mitchell fragte:„Und wer ist denn nun krank, was denn für eine Krankwissen Sie, Herr Doktor,“ meinte der Fremde,„bei uns ist glücklicherweise niemand rank, aber die Taxichauffeure verlangten von mir achganrd.. linge, da habe ich mich eben an Sie höflichst und verschwand in einem Seitenwege des Gartens. nes smoronen Bulkerjahn chätste salsch. Berlin. Der große Betrieb begann um sieben Uhr in der Frühe schon mit seiloge as Heras v. Pi. ians ausenr dariber wache schle er Hial ertein tonmte, bieß Frih BulerAmte, und seine Arbeitgeber aus zufrieden, viel zusriegeruu om überBorahr# zt gedener als mit seinen Vorgangern, denn seit Bullerjahn im Amte war, wegen Zuspätkommens Ankunft das ganze Personal der verzweigten Büros von einem wahren Pünklichkeitsfanatismus besonal war durchaus nicht pun sonst, jeden Tag sast Tug gast kam jemand zu spät. Der tüchtige Pförtner Bullerjahn aber pflegte in diesen ### ten den Schuldigen oder die Schuldige in seine Loge hereinzuwinken, und ihn oder sie mit einer nicht mißzuverstehenden Handbewegung eindringlichst zu fragen:„Sagen Sie mal, wollen Sie denn wirklich zu spät gekommen sein, es ist doch noch gar nicht zu spät,“ so fügte er dann hinzu, wenn er, ein Geldstück des Verängstigten in seiner Hand fühlte, dabei zog er eine andere Uhr aus seiner Tasche, auf der es tatsächlich ganz gegen die Normalzeit noch nicht sieben Uhr war. Bei einer der reizendsten Angestellten aber hatte er damit kein Glück. Er stellte seine Frage, er hob seine Hand geöffnet vor, er plinkerte mit den Augen und griff schon nach der Wunderuhr, als zu seinem größten Erstaunen das nette Fräulein ihn von oben bis unten komisch ansah und schweigend an ihm vorbei, zu den„Bürgräumen hinaufschritt. Fritz Bullerjahn besann sich auf seine Pflicht und zeigte an. Das nette Fräulein erfüllte auch ihre Pflicht und erstattete schonungslos die Gegenanzeige. Es ergab sich bei der folgenden peinlichen Untersuchung, daß Fritz Bullerjahn tatsächlich aus dem Zuspätkommen der einzelnen Angeklagten für sich einen guten Verdienst geschaffen hatte. Er wurde entlassen und der Betrieb wieder auf Normalzeit umgestellt. Autoschieber auf der Aultaselark Vor der fünften Strafkammer beim Landgericht l in Berlin begann jetzt der auf mehrere Tage berechnete Prozeß gegen die AutoschieberKolonne„Erban und Genossen“. Angeklagt sind der 31 jährige Kaufmann Erwin Cohn, der 37 jährige Rechtsanwalt Willi Scheer, der 29 jährige Gerichtsassessor Dr. Richord Kiwit und der 28 jährige frühere Referendar Werner Noa. Den Angeklagten wird gemeinschaftliche gewerbsmäßige Hehlerei, den Angeklagten Scheer und Noa außerdem schwere Urkundenfälschung zur Last geDie Angeklagten haben sich nach der Anklage in großem Umfange gewerbsmäßig mit der Veräußerung gestohlener Kraftwagen befaßt. Um höhere Preise zu erzielen, bedienten sie sich bei dem Absatz der gestohlenen und umgebauten Autos der Einrichtung von Zwangsversteigerungen. Es wurden gegen vorgeschobene Personen Zahlungsbefehle erwirkt, mit denen sich die Angeklagten in dem Kraftwagen, der gerade versteigert werden sollte, in die Provinz begaben. Der jeweilige Gläubiger teilte dem zuständigen Gerichtsvollzieher mit, daß seine „Schuldner“ sich mit einem Auto in einem Lokal des Ortes aufhielten und ließ den Kraftwagen durch den Gerichtsvollzieher pfänden und versteigern. Auf diese Weise gelang es den Angeklagten, zahlreiche Kraftwagen zu erheblich hohen Preisen zu veräußern. Das Verfahren gegen das Haupt der Hehler=Kolonne, den ins Ausland geflüchteten Kaffeehausbesitzer Prokop Erban, ist wegen dessen„Abwesenheit“ vorläufig eingestellt worden. Weiber von Weinsberg. Manden Als der Belagerer von Weinsberg die tapfer sich wehrende Stadt ausgeBürger urs Vartei hungert hatte, mußten die ###er und Verleidiger sich auf Gnade und Ungnave den Feinden übergeben. Der Eroberer wollte die Frauen schönen und erlaubte ihnen, unbehelligt die Stadt zu verlassen, ihr Liebstes könnten sie auf dem Rücken davontragen. Am anderen orgen wurden die Tore geöffnet, und die Weiber von Weinsberg hatten ihren Eheliebsten huckepack auf dem Rücken und zogen mit ihm durch das Tor. Die tapfere Tat der Weiber von Weinsberg Schutsebaszert e desannt, steht in allen Spzarteishichenn als sprechender Beweis für die Opferfreudigkeit der Frauen. Solche opferfreudigen Frauen gibt es auch heute noch. In Münatte man einen Arbeitslosen beim Betteln erwischt. Er erhielt daher den Polizeibefehl: drei Trod-chtft dag Stzig un und hatte das Gmuck, in der Zeit bis zur Einberufung des Termins Arbeit zu finden. Der Tag des Termins konnte aber für ihn ein doppelter Unglückstag werden. Wenn das Gericht den Polizeibefehl bestätigt und der Arme auf drei Tage ins Gefängnis kommen müßte, dann würde er seine Arbeitsstelle wieder verlieren. Er ging darum überhaupt nicht zum Termin, sondern zur Arbeit und schickte seine Frau aufs Gericht. Die Frau erklärte dem Richter:„Mein Mann will den Einspruch zurückziehen, wenn das Gericht mir erlaubt, an seiner Stelle die Strafe abzubüßen.“ Leider ist die Opferwilligkeit der Ehefrau im Gesetz nicht festgelegt und ein Richter kann keine Ausnahmen machen. Er mußte daher das Angebot der Frau e gech RBORC 1.„An, eceUomm rür 30 Bilder„Zeppelin-Weltfahrtens, die Sie doppelt H haben, erhalten Sie eine Serie von 6 echten Bromsilber. Großaufnahmen- Insgesamt werden 4 Serien und zwar die 24 schönsten Motwve dieser Sammlung ausgegeben Die 4 Serien sind in allen Tausch-Zentralen ausgestellt und werden dort auch kostenlos getauscht. Außerdem versendet die Bilderstelle Lohse, Dresden A 24, die Serien gegen portofreie Einsendung von je 50 Zeppelin-Bildern oder 100 ZepWir bitten um Angabe, welche Serie gewönscht wird, de andernfalls stets Serie Nr.I gesondt wird. A „* T E P UYOD VIN Kugler=prozeß mit Hindernissen. Verhandlung vertagt. Vor der dritten Großen Strafkammer beim Landgericht l in Berlin begann am Montag die Verhandlung gegen den Postsekretär Franz Kugler und den Dentisten Willi Griebel wegen schwerer aktiver und passiver Bestechung im Amt und wegen Betruges zum Nachteil der Reichspost. Der Dentist Griebel war durch Vermittlung des Kug##ler mit der alleinigen Anfertigung des Zahnersatzes für die Postkrankenkasse beauftragt worhat hierdurch in sechs Jahren nahezu eine Million Mark verdient, während Kugler dafür etwa 75000 Mark an Bestechungsgeldern erhielt. Die Verhandlung mußte vertagt werden, weil die angeklagte Ehefrau Kuglers nicht erschienen war. Durch einen Fall hat sie eine Fußverletzung erlitten und durch Tabletten= oder sonstigen Medikamentegebrauch in einen Schläfrigkeitszustand gekommen war, der ihre Verhandlungsfähigkeit beeinträchtiet hatte. Auf Antrag der Staatsanwalt men uns au Kugler in Untersuchungshaft genommen und die Verhandlung auf Mittwoch vertagt. Hemmnisse für Innungskrankenkassen. In Auswirkung des politischen Umschwungs, durch den der berufsständische Aufbau der Wirtin starkem Maße gefördert wurde, im Handwerk ein vermehrtes Bedürfnis nach Errichtung von Innungskrankenkassen begerkhar gemacht. Verzögernd wirkt hier noch der der Reichsversicherungsordnung, wonach zur Errichtung von Krankenkassen eine Abder Arbeitgeber und Arbeitnehmer erforderlich ist. Die Erfahrungen der jüngsten Vergangenheit ergeben nach Meinung des Reichsverbandes des deutschen Handwerks, daß sich die st stets für die Einrichtung der zskrankenkassen ausgesprochen hat. Der Reichsverband hat deshalb beim Reichsarbeitsminister beantragt, diese hemmende Bestimmung nunmehr aufzuheben, zumal die Bestrebungen des Innungskrankenkassen zu gründen, ca. mit den. Ziel der Reichsregierung auf Ausbau durchaus deckest indisch gegliederten Virschaft Jieseler deutscher Munn Flugwoche schließt am kommenden Sonntag mit der Nationalen Flugschau 1933 des Aeroklubs von Deutschland. Gerhard Fieseler wurde nach seinem Siege im Kampfe um die deutsche Kunstflugmeisterschaft berzlich beglückwünscht. Auf unserem Bilde sieht man links Ministerialdirektor Christiansen, rechts hinter ihm Liesel Bach, und ganz rechts im Vordergrunde Major v. Kehler, Vorsitzender des Aeroklubs. bof sanden am Sonnt.2 az Ausscheiden pan 3ach dem Titel der Meisterflieger Gerhard Fieseler und Gerd Explosionen in Wien. dierten edenfalls ungeführ um die gleiche Zeit in den Haustoren Feuerwerkskörper mit starker Rauchentwicklung. An der Universität demonKtrierten zu gleicher Zeit nationalsozialistische Studenten. Die Polizei rückte mit starken Kräften an. In der Nähe des Burgtheaters und des Rathauses kam es dabei wiederholt zu Reibereien, wobei einige Personen erheblich verletzt wurden. 88000 Jugendliche im Rotwerk. Wien, 12. Juni. In Wien verlief der Montag vormittag in äußerster Unruhe. Gegen 10,20 Uhr wurde auf der Meidlinger Hauptstraße von einem unbekannten Täter ein Explosivkörper, der in Papier eingewickelt war, in ein Juweliergeschäft geschleudert. Der Juwelier Futterweiß wurde getötet und vier weitere Personen schwer verletzt. Die Auslage sowie die Geschäftseinrichtungen wurden teilweise zertrümmert. In der Uhrenstadt in der Stadiongasse, die in unmittelbarer Nähe des Rathauses liegt, exploFür Sentung der ReichsbahnPersonentarife. Der Deutsche Industrie= und Handelstag hat in einer Eingabe an die Hauptverwaltung der Reichsbahn erneut darauf hingewiesen, daß ihm in der gegenwärtigen Zeit für eine Wiederbelebung der Wirtschaft eine allgemeine durchgreisende und wirksame Ermäßigung dieser Tarife unerläßlich erscheine. Bezüglich des Ausmaßes verwies der Deutsche Industrie= und Handelstag auf seine früheren Anträge, worin er eine allgemeine Senkung der Personenfahrpreise um mindestens 20 v. H. für notwendig hielt, ebenso eine Aenderung der Schnellzug=Zuschläge.— elzug Ueber den Stand des Notwerks der deutschen Jugend sowie der beruflichen Bildungsmahnahmen für Ende April 1933 wird von maßgebender Stelle mitgeteilt, daß zu diesem Zeitpunkt innerhalb des Notwerks 1579 Maßnahmen liefen, an denen insgesamt 88021 Jugendliche beteiligt waren. 85 991 von diesen Jugendlichen erhielten eine gemeinsame Mahlzeit. Die überwiegende Mehrzahl der beteiligten Jugendlichen stammt mit nahezu 50.000 aus dem Landesarbeitsbezirk Brandenburg. An beruflichen Bildungsmaßnahmen in der Form der lausenden Lehrgänge wurden Ende April 2636 gezählt. Daran waren 68249 Jugendliche beteiligt, davon 18 856 weibliche Jugendliche. Schmuggler von Zollbeamten erschossen. Die diesB#usgern der dieuerzanter berzmtbecte bag er sich im Jahre Bei Straelen(Niederrhein) stießen Zollbeamte auf einen seit langem gesuchten: Schmuggler. Dieser versuchte, in einen nahen Wald zu entkommen und beachtete auch die Haltrufe und Schreckschüsse des ihn mit einem Fahrrad verfolgenden Beamten nicht. Darauf schoß der Beamte scharf und traf den Schmuggler, einen 21jährigen arbeitslosen Bergmann aus Kevelaer, tödlich. An Schmuggelgut trug der Erschossene verhältnismäßig geringe Mengen bei sich. Kleine Nachrichten. a#5 8„ Rit 270 Punkten gingen beide Kämpfer Bilatan... tcr bab Kürprogramm. Beide Piloten gaben ihr bestes und zum Schluß gelang ad si- schlagen, einen jüngeren Gegner noch eingagen z3n3 Punten, sieste mit 1535 Punkten 1373 Pumten, die Achgelis aus seinem Programm herausholen konnte. Die Berliner Der amerikanische Flieger Mattern ist nach einem amtlichen Funkspruch aus Chabarowsk dort am Sonntag um 3 Uhr nachts gelandet. 2 Angler, die am Sonntag mit einem kleinen Boot auf den Ristow=See bei Belgrad gefahren waren, um zu angeln, sind ertrunken. In Halle a. S. stürzte auf der Radrennbahn Nachwuchsfahrer Pawlack=Forst so schwer, daß er seinen Verletzungen erlag. einem Walde 1928 mit einem Kostenaufwand von 14900 Mark einrichten ließ. Arbeite unter Palmen! wohl die Lofung gewesen zu sein. n!— scheint In einem Walde bei Limburg wurde eine kommunistische Geheimversammlung ausgehoben; 17 Teilnehmer, darunter eine russische Studentin, wurden festgenommen. In Saarlouis fuhr bei einer Motorradveranstaltung ein Rennfahrer in das Publikum; 4 Personen wurden schwer und drei leicht verletzt. Das Luftschiff Graf Zeppelin ist in Sevilla um 17 Uhr gelandet. dem Dorfe Nantikow bei Arnswalde ist Gutsangestellter unter paratyphusähnlichen Erscheinungen erkrankt, die auf den Genuß von nicht einwandfreien Lebensmitteln zurückzuführen sind. 11 Personen wurden in das Arnswalder Krankenhaus übergeführt. Einige der Erkrankten liegen schwer darnieder. In der Wojewodschaft Warschau ist ein großer Sezschreckenzug beobachtet worden, der an tropische Ausmaße erinnert. Gestern überflog er eine Warschauer Vorstadt. Die Wolke der fliegenden Hezschrecken war so dicht, daß für eine Stunde und Minuten der ganze Himmel bedeckt war. MAGGI' Suppen Quaeitätsware g w ey wehlschmeckend-ausgiebig-billig.Hchr al 30 Sorten Jedes Wort im Text kostet 8 Pfennig, in der fetten Ueberschrift 20 klennis 4 Anreigen, die geschäftlichem Erwerb dienen, werden unter dieser Rubrik nicht aufgenommen. Vorte mit mehr als 15 Buchstaben zählen doppelt. In dieser Rubrik werden Anzeigen nur bei Voraussahlung aufgenommen, andernfalle Berechnung von 25 Frosent Aufschlas für Geschäftaspesen 44 Kleine Anseigen eind in dur =Westfälischen Zeitungs anerkannt erfolgreich. Mädchen, junges, für Küche und Hausbalt aus sofort gesucht. Café des Westens, Wertberstraße 5“. b Mädchen, ordentlich, zuverlässig für Küche und Haus. zum baldigen Eintritt gesucht. Zu melden 4—6 Uhr. Drees, Goldbach 63. 1. Morgenhilfe, wöchentlich dreimal, für kleinen Haushalt gesucht. Zu erfragen in der Geschästsstelle der Wesisäl. Zeitung.Londitorleheling ocer Volontär für sof. gesucht. Angeb. unter B 2236 an die Geschäfts stelle der Westfälischen Zeitung. Halbtagsmädchen, erfahrenes, für besseren Haushalt zum 1. Juli gesucht. Angebote unter W 2221 an die Westälische Zeitung. b Halbtagsmädchen zur Ausbilfe sofort gesucht Viktortastraße 15. „Norgenmädchen. jüngeres. gesucht. Zimmerstraße 10. v Mädchen ordentliches, zuverlässges, welches zu Hause schlafen kann, gesucht. Martgratenstr. 1, pir. Putzirau. saubere, oder Mädchen für halbe Tage gesucht. Nachzufragen in der Geschäftsstelle der Westtätischen Zeig. u2235 Tischlergeselle 18—20 Jahre, oder Lebrling für sofort gesucht. H. Hünnefeld, Dissen Teutoburgerwald.# Lehrling, weibl., für hiesige Großgandlung zum 1 8 gesucht. Schriftl. Bewer bungen unter P 2177 an die Westi. Zig. u 1. Etage. schöne, helle Räume. 5 Zimmer, Küche, Bad und Balkon zu vermieten. Heeper Straße Nr. 8. u17.6 Malergeschäft mit Wohnung, krank heitshalber für sofort zu vermieten oder verkaufen. Angebote unter M1 2143 an die Westsälische Zeitung. 217.6 Elagen=Wohnung, 5 Zimmer, Küche. Mansarde, Bad. EtagenHeizurg,„Baxrwasser s51.3 mmer,„#. Räume, mödtiert, billig zu ver=[2, evtl. 3, leere, mögl. mieten. Niedernstr. 19. mit Keller, von berufsZimmer. freundlich möbliert, sofort oder zum 15. Juni zu vermieten. Altstädter Kirchstraße 6. 3. Eig. Zimmer, gut möbliert, frei, evtl. Pensiog. Zimmerstr. 10. in Küche und 2 Schlafzimmer, zum 1. Juli od. später zu vermieten. Wesistraße 93. 217.6 Zum Patinieten von Gipsmodellen wird zu sofort Facharbeiter gesucht. Angebote unt. G A 7635 an die Westtäl Zeitg. r Werkstatt, helle, 38 gm, mit Rebenraum, zirka 25 gm groß, mit elektr. Kraft und Licht sofort zu vermiet Arndistr. 21. Wohn und Schlafzimmer, möbtiert, evtl. unmöbtiert, im E'asamilien= vermiet. Trudtstr. 27. haus, Westen. ZentralZoologische Handlung Telefon, krankheitshalber zu ver= od. später zu vermieten. Zimmer. mit Kochgelegenheit, zu vermieten. Webereistr. Nr. 21. Zimmer, frdl. möbl., an berufstätigen, soliden Herrn zu vermieten. Breite Straße 18 Vermietungen Stütze. zur selbständigen Füh rung meines 2= Personen-Haushalts, nicht unter 25 Jahre alt, für sofort gesucht. Angebote mlsr, B 2175 an die Westiälische Zeitung. 5 iimmer. teilweise möbliert, an zwei nette, junge Mädchen in gutem Hause zu vermieten. Wertherstraße 128. 22243 pachten oder zu verkaufen. Geschäft kann sofort übernommen werden. Angeb. unter F W 7625 an die Westf. Zeitung. Mädchen nettes. jüngeres, für dalbe Tage, sucht Frau Musikdirektor Jordan, Stapenhortstr 49, 11. Zum 15. Juli wird ein tüch Landwirtssohn auf etuen Hof bei Bieleseld zesucht. Angeb. unter * S 2:22 au die Gechäftsstelle der WestStischen Zeitung. Zimmerwohnung, Gütersloher Str.(Nähe Martinikirche), zum I. August oder später zu vermieten. Preis 80.- Mi monatlich. Angebote unter C 2246 an die Geschäftsstelle der Westiäl, Zeitg 2156 Eckladen, kleiner, mit 2 Zimmer zu vermieten Friedenstraße 13, Ecke Arndt straße. möbliert, frei. 3.50 Ml. Wörthstraße 6. b I. Elage. 6 sonnige Räume, mit Zentrasheizung, zum I. Oktober mietfret.— Baulussr. 28. 512 Mohnung, Zimmer und Küche, Bad, Mädchenkammer, Heizung, warm u kalt. Wasser, um nändehalber sofort oder später zu vermiet. Wih. Scholle Wesistr. 93. 115 und Museanuitzung des Wohnzimmers, mit oder ohne Pension, zu vermieten. Siekerwall 1. Laden. 5 Angebote unter 1 2151 an die Wesfäl. Zeitg. trei Zimmer Heinrichstr. 6 II. tätiger Dame zu mieten gesucht. Gütersloher Straße bevorzugt. Angebote unter V 2218 an die Westfäl Zug. b Rellerräume. hell und trocken, mit einem Zimmer, im Mittelpunkt zum. Juli Brautpaar sucht 2 bis 3= ZimmerWohnung zum 1. oder 15. Juli. Angebote unt. B 2170 an die West. lälische Zeitung. e Teme. berpistätige, sucht sofort ein möbl. Zimmer. Angebote unter S 2210 an die Wenfi. Ztg. b gesucht. Angebote mit u. Küche, abgeschlossG 2182 anjsucht Beamtenwilwe mit Tochter in BieleMotortad Standard, 500 ccm, steuerfrei, für Reichsm. 1200.— abzugeben Angebote unter M 408 an die Westf. 31g. 18 die Westfäl. erbeten. Zeitung Mädchen, alleinstehend, sucht zwei leere Zimmer, möglichst im Zentrum der Stadt. Preisangebote unter K 2185 an die Westfäl. Zeitung. Etage, abgeschlossene, 5 bis 6 Räume, mit Bad, evil. Garage, für sofort oder später gesucht. Angeb. mit Preis unter H 2184 an die Westsälische Zeitung. Zimmer, sreundl. möbl., separat, zu vermieten. Obernjorwau 23. lI. Zimmer, einsach möbliert, billig zu vermieten. Herforder Straße 93. 27636 Zimmer, möbliert, sofort frei. Bahndosstr. 19. Eingang Arndistraße Möbliertes. freundl., kleines Wohnund Schlafzimmer an berufstätigen Herrn zu vermieten. Kreuzstr. 38. Nebelstor—. 6 Zimmer, gut möbl, an Herrn zu vermieten Siekerwal 19, L. 9 Zimmer. kleines frei. Turner straße 11a. k. 5 Miet-besuche 2-3 Zimmer mit Küche und Zubehör zum 1. 7. von Lehrerin gesucht, auch außerhalb. Preisangebote unter F V 2232 an die West, fälische Zeitung. 1 Lehrerin sucht 4 Zimmer, Küche. Bad, Zubehör. zum I. Oktober. Preisangebote u. Besichtigungezeit erbeten unt. F 2098 an die Wenf. Zeitg. 6 feld zum 1. Juli oder später. Angebote unter A 2169 an die Westfälische Zettung. e 2-3=Zummerwohnung, mit Küche, evil. Bad, in zentraler Lage zu mieten gesucht. Angebote unter F P 7622 an die Westfälische Zeitung. r Herren=Mantel für älteren Herrn, dunkelgrau, neu, halbschwer, solide gearbeitet, spottbillig zu verkaufen. Rathausstr. 7, 2. Etage..20 Hercules, 200 ccm, mit Licht und Horn, RR.K 350.—. W. Kleine=Beek. Gütersloher Straße 52. Pros. Innkers Heißwass.=Gasautomat. ein Doppelwaschtisch mit Marmorplatie und sämtlichen Armaturen und 2 kleinen Gasösen, weil überzählig, billig zu verkaufen. Näheres durch Install. R.Wittler, Bieleteld, Telef. 645. Bienenschwärme kauft Dr. A. Wolf, Chemische Fabrik. Bettstelle 2 schläfig mit Patentmatratze und Auflegepolster zu verkaufen. Ed.=Windthorst= Str. 6. parterre links. 4=Zimmer=Wohnung, mit Küche, Bad und Mansarde, sucht älteres Ehepaar zum1 Oktober. Angeboie mit Preisangabe unter R 2127 an die Westfäl Zeitg.: Bäderei von enstem Reflektanten zu pachten und evil. späterem Kauf gesucht. Angeb. unter F R 7624 an die Geschäftssielle der Westsöl. Zeitung. m Schusidertische. Rollständer für Konfektion, Bügel, spottbillig abzugeben. Nievernstr. 24. Laden). 5 Handwagen, kleiner, zu verkaufen. Deutel, Bleichstr. 86a. Tichen#Lochlalzimmer, neu, da in Zahlung genommen, spottbillig zu verkaufen. Zu beKinderwagen sehr gut erhalten, nur wenig benutzt, preiswert zu verkaufen. Frau Professor Tümpel, Goldbach 42, 1. Etage. Lichtanlage, elektr, kompl., für Motorrad, gut erhalten, gesucht. Angeb. unter 2 2167 an die Westf. Zeitung. d Klavier, gut erhalten, nicht über 150 Mark, zu kaufen gesucht. Angebote unt S 2149 an die Westfäl. Zeitung. Geldvertehr Ael 8r vom Angestellten für 6 Monate von Selbstgeber gesucht. Angeb. V 2162 an die unter V 2162 Ztg. sichtigen Engersche Str. Nr. 1. Brautpaar sucht zum 1. Sept. 3 Räume. Angebote mit Preis unter L 2190 an die Wessi, Zig. d 10 Zim Wohnung in guter Wohnlage, mit Garten gesucht. Angebote unter F T 2234 an die Geschästsstelle der Wests. Z4g. 2 Prosessor a. D., f. z. 1. Juli, neuztl. 4.5-Zimmer Wohnung, w mögl. m. Eig. Heiza jeot Gartenland. Part od I. Eig., i. B. od Vorstadt. Angebote m. Preis (bis9 Mi.) unt F27634 an die Wesifäl. Zeutg. Kostüm. helles, ein schwarzer. Woese ech Schillerplatz 16 l. Wellensittich, sehr viel sprechend, u. a. Heil Hitler, billig zu verkaufen. Zu ertragen in der Geschäftsstelle der Westf. Zig Stroh. alle Sorten, liefert Nacke, Langeuhof, Post Heepen. „dere sucht sofort sauber möbl. Zimmer mit voller Pension. Elektr. Licht und Badbenutzung erwünscht, Nähe Jahn. platz Angebote unter P 2144 an die West sätische Zeitung Bestreauenzeer Mlapparat Hrlapparat), fast neu, goubillig abzugeben. Weberetstraße 24 Laden. Mezeg-Fahrrab abzugeben. Angebote unter M 410 an die Westf. Ztg. 18 Schlafzimmer, Eiche mit Nußbaum, z. Preise von 295.— Mi. Schleiflagig Schran 120 2igrüche, Schrank mit Tisch und Stühle. 180.— Mark Wittekindstraße. 41. 1.5. Federwagen billig abzugeben.— Weriberstraße 32.=166 Lonz= Zugmaschine und Rond Balosroße Ummel.mannshof zu verkaufen. Angebote unter D 2252 an die Westsäl. Zeitg. Men. gut erhalten für 8 Mark zu verkaufen. Detmolder Straße 182. Autodecken, neu, mit Schläuchen, Typebalaniern 15, u verAnfragen unt. seiang. die Berst. Speiseeisbereitungsmaschine für Motorantrieb, zu kaufen gesucht Angeb. unter G B 7638 an die Westfälische Zettung. Feldschmiede, gut erhalten, zu kaufen gesucht. Angebote unter an die Westfälische Zeitung. r17.6 Motorrad bis 200 ccm zu kausen gesucht. Aeußerstes Angebot mit genauer Beschreibung u. äußerstem Preis unter B 2075 an die Geschästsstelle der Westfäl. Zeuig. 2 Rotorrad guterhalten, gegen Kasse gesucht. Angebote bei äußerster Preisangabe unter F K 7596 an die Westfältsche Zeitung. Bücherschrank, Möbel, gebraucht gesucht. Preisangebote unter P 2205 die West. 84g.— n che Bettstelle und Kond Schwer vustauten. Beoua, Ggeke. Sbogepen se. 3.13 Uhr odr) Angebote unter H 2128/7 U 7 uhr. Ror 00 an die Wests. Zig. kl Straße 63. II. rechts. Harmonium. gut erhaltenes. zu kaufen gesucht. Angeb. G 2100 an die Weßti. Zeitung. Wer liefert neue oder guterhaltene Wohnz.=Einr. gegen sichere monatl Ratenz. von 30.—Marks Angebote unter C. 2076 05 an. die Geschästsstelle 5 der Wesisäl. Zeiig. 2 * Dezimalwaage. etwa 500—1000 Kilo Tragkrafi, kauft KönigMtabe 22— Peteiligung, se Nile mit 10—15 Mille, an gesundem Unternehmen gesucht. Kapital muß sichergestellt werden. Verschwiegenbeit zugesichert. Ausführliche Angeb. unter G 2183 an die Westfäl. Zettung 20000.— Me. im ganzen oder geteilt vom Privaimann auf erste Hypothek auszuleiben. Angebote unter 2 2231 an die Geschäftsstelle der Westsälischen Zeitung.— 3 8000 Mk. auf 1. Hypothek vom Selstgeber gesucht. Angebote unter M 2194 an die Westf. Zia. Miliagditer guter. Siekerwal 1. Lehrerin, pens., 35 Jahre, zugezogen, sucht Gesellschaft. Angebote unter T 2211 an die Westi. Ztg. 1 Pssenplane waherdicht, ca. 4X6 m taust Teleson 129. R-ce an die Westf. Zig. 1—2=Familienhaus oder Villa,„möglichst im Westen gelegen, sofort zu kaufen gesucht. Ang. unter E L 7515 an die Westsäl. Ztg. Wann fährt leerer Möbelwagen von Bielefeld nachKölnk Poggenpohl, Heeper Straße 19. 5 —„Targen=ühe I verloren. Gegen Belohnung abzugeb. Niedernstraße i8, 1. Etage. Tel. 3148. 3 „Lgugrundstück zu kaufen gesucht. Angebote mit Preis unt. I 1955 an die Westfäl. Ehepaar, inderloses, über 40 J., wünscht ein ev. Mädchen von 4 bis 6 Jahren in Pflege zu nehmen. gegen Vergütung Angebote unter D 2172 an die Westfälische Zeitung.e 1 on 87 Bürsenbagin weiteren kle und Spekul Trotz fast die Kursrüc Abgesehen R. W. E., C Verkauf vol markt war d zeigten über Teil 1 Proze winne und V Börsenstunde ten etwas le Käufe für 8 zogen um 3 Rhein. Braus waren weite schloß hierdt und meist u denz weiter Disch. Anl. Aueinschl. ½ Ab Schuld Disch. Anl. Abl Schuld ohne losungeschein 9% Hoesch Eiss Stahl-R24-Anl6% Fr Krupp-Rl PPlsstistteichentach 834-Anleibe P%l. Ver. Sachl R9 S 8 4% Westt. Feing Schuldr 19301 becumnlateren-Fa Allg-Kunstzidie Allgemeine Elektr Aschaffenb. Zellst Bayerische Motore I. P. Bemberg Julius Berger Tie Berl.-Karleruher Berliner Kraft u. Berl. Maschinenb. Braunkohlen u. B. Bremer Wollkämm Buderus Eisenwer Charlottenburg. Chem. von Heyden Companie Eispano Cost. Gummi- We Cont. Liooleum 24 Dasmier-Bens Disch. Atlant. Tele Dtsch. Conti-Gas D Deutsche Erdöl Deutsche Kabelwer Dtsch. Linoleum- u Disch. Teleton u. Denischer Eleechan Dortmunder UnienEintracht Braunkoh Bleepb.Vertsahremtt Elektrisitäts-Liefern Elektr. Werke Schl. Elektr, Licht und Endeihartb-Beuneert I. G. Farbenindustris Feldmähle Papies Folten& Coillaume Gelsenkirch. Berzwe Gesfürel-Ludwis Le ap Co Th. Goldschmidt Hamburger Elektr. Harburger Gummi Harpener Bergbau Hoesch-Köln-Neuese Philipp Holzmann Hotelbetriebsgesellse Use Bergden... Anker-Werse Blei. Mech. Weberei Dörfller Dürkopo Hoffmann Stärke Dortm. Akt. Gr. Durchschnittsver gutscheine Dev Reichsbank Lombard 6% Diakont 5% Buenos-Aires Canada... S# Japan Kolro Stanbul.... London.... do. kleine Now York... do kleine Rio 1e Janeiro Urugusy. Amsferdam.. Atben.... Grüssel.... Buk aren.. do. unt 900 L. Bodapes. Danz: Heisiastore Italte Jugosis vien.. Kaunas Kowno) Lepenhagen Liesabon... Oelo.... Paria.. Pras 14 gig nd ke. s#Fklavik(lald.) Riga... Schweis Bolle Spanien Stockholm.. Talinn(Bstild.) Wien Warschan Kastowits Posen Täglichen a Gei 80 Prtrratclst Tendenz: Pfunde leicht bef Die M. London 14.46 58.10); Zürich 1. (28.2754). e im Rotwerk. otwerks der deutschen chen Bildungsmahs wird von maßdaß zu diesem Zeits 1579 Maßnahmen 8021 Jugendliche besen Jugendlichen enahlzeit. Die überiligten Jugendlichen aus dem LandesAn beruflichen Form der lausenden pril 2636 gezählt. liche beteiligt, davon Zollbeamten sein) stießen Zolllangem gesuchten in einen nahen hiete auch die Haltin mit einem Fahrsicht. Darauf schoß Schmuggler, einen nann aus Kevelaer, ug der Erschossene gen bei sich. chten. Mattern ist nach is Chabarowst dort gelandet. mit einem kleinen Belgrad gefahren trunken. der Radrennbahn so schwer, daß er nburg wurde eine nlung ausgehoben; russische Studentin, einer Motorradin das Publikum; drei leicht verletzt. lin ist in Sevilla bei Arnswalde ist unter varatyphust, die auf den Gedensmitteln zurückrden in das Arnst. Einige der Erschau ist ein großer n. der an tropische iherslog er eine lle der fliegenden r eine Stunde und jedeckt war. rden Geldvertehr Dul 8r I Angestellten für Ronate von Selbster gesucht. Angeb. er V 2162 an die ff. 316. 3 Veteiligung 10—15 Mille, an nidem Uniernehmen icht. Kapital uus ergestellt werden schwiegenbeit zugeit. Ausführliche eb. unter G 2188 an Westsäl. Zeitung HANDEL · INDLISTRIE· WIRTSCHAFT Berliner Börse Berlin, 12. Juni. bie anhaltende Orderlosigkeit führte bei Börsenbeginn auf den meisten Marktgebieten zu weiteren kleinen Kursabbröckelungen. Kundschaft und Spekulation zeigten weiter Zurückhaltung. Trotz fast völliger Geschäftestagnation betrugen die Kursrückgänge aber selten mehr als 1 Proz. Abgesehen von einigen Spezialbewegungen in R. W. E., Conti Gummi und Farben war auch der Verkauf vollkommen uninteressant. Am Rentenmarkt war das Geschäft sehr ruhig und die Kurse zeigten überwiegend Rückgänge von ¾ bis zum Teil 1 Prozent. Am Kassamarkte hielten sich Gewinne und Verluste etwa die Waage. In der letzten Börsenstunde wurde das Geschäft auf Spezialgebieten etwas lebhafter, da eine Großbank anhaltend Käufe für Stillhalterechnung ausführte. Siemens zogen um 3% Prozent an, aber auch Conti-Gummi, Rhein. Braunkohle, Schuckert und Reichsbank waren weiter fest veranlagt. Die übrige Börse schloß hierdurch angeregt in freundlicher Haltung und meist über Anfangeniveau. Nachbörse: Tendenz weiter freundlich, Schlußkurse waren Geld. Diach. Aal. Ausl-Sch. Iiae Bergben Gaaußsch. 124— einschl. ½ Ablösungs. Gobrücker Junghans.. 34— Schuls...... 75 75 Kal Chemie.... 88 30 Disch. Anl., Ablösungs: Kaliwerke Aschersieben133— Schuld, ohne Aus: Klöckner Werke. 39— losungeschein.... 12 75 Kokswerke& Chem. 9% Hoesch Eisan- und Fabrik......... 84 30 „Stehl-RRA-Anleibe. 86— Lahmeyer& Co.. 125 30 6% Fr Krupp-RM.-Anl. 83 75 Laurahötte— 7% Mitteldeutsche Stahl- Leopoldsg. ube...... 45— Agleibe. 77- Mannssmangröhres2% Ver. Stahl R9.-Anl. Werke..... 69 ½ Kast, bo. Kusdandaursgter 3.8 Aceumalsteren-Fabrik 186 75 Mazimilianchote Allsz Kunstricse Unie 99% Petaligesellschaft.... 99% AUtergeige Blekv.=Gos. 25 ½,„Rostaeatur.....—. Aschaffenb. Zellstoff.. 29— Niederlausitzer Kohle 177 50 Gegsrlich; Hoteren: Vis1 8, Oreosteia amp Kopoal. 3 I. P. Bembers.. 48 25 Phoenix Bergban.... 41 28 Julius Berger Tiefbau.167— Polyphonwerke..... 36— Berl.-Karleruher Indust. 77 28 Rheia Brauskohle und Berliner Kraft u. Lichtli4 30 Brikett.........212 30 Kanstbolten 2 Keitetutsg. Auuuete Kastente: 948 Bremer Wollkämmerei 167— Rhein-Westl. Elektr. 98 7, Buderus Eisawerke. 75 78 Kütgerzwerke..... 40% Chariottenburg, Wasser 81 ½/, Saledefurth Kall....— Chem von Heyden.. 69— Schles. Bergban u. Zink—— Companis Fliepano..169— Schles. Elektr. u. Gas B.103— Saet Jage Peste 162—. Jehuber& Solzur..... Cont. Lisoleum Zürich. 49 25 Schuckert& Co. 113 1 Hact Ceticl.=sKerele 3 Jangn 4 Kaltr 1.36 Danteche Erdsl.... 119 75 Stolbarger Zink..... 4. 30 90. Thdziager Gas.... 12 75 b. Talgter., g. Kabal 60 M0 Landuns Tlatz....34— Deutscber Eisenhandel 31 75 Verein, Stahlwerbe 40 75 Dortmunder Union-Be. 214— Vogel Telege. Draht.—— Eintracht Braenkchle.—— Wasserwerhe Gelaaat..—— Paischelse sheung P Ventargie Aital.20— 91— Zelstofl-Vereia...... Verte Schleden 83 75 Tellstok-Valchol... 9— Licht und Kratel1s— Bank elektr. Werte Engelharst-Brauerei 118— Bank für Bau-Industeie 96— eseätePaeten. 284 ½, Kalchataont....0 25 velen a Callen.#&am# C i Vatehrnzum 91 50 Felten& Guillaume 57% Allgem. Lokalb. und Gelseakirch, Bargwerk.48 90 Krattn...... 91 90 Gesfürel-Ladwig Loewe Canads-P. Abl.-Sch.—— m. Saug::: 9 Dentsche Raichbahs Th. Goldschmidt 5S 30 Vorzüge 96% Hamburger Elektr..105. kiamburg= Amerika PaHarburger Gummi...25 30 ketfahrt...... 18 ½ Harpeser Bergbes.106 75 do Südamerik. Dampf. 29 30 Hoosch-Köln-Neuesses. 49 30 Hanss Dampfschißl. 25 50 Philipp Holamann...39— Norddeutscher Liord 19— Hotelbstriebsgesellsch..—— Otari Minen..... 18 28 Use Bergdan......— Kassawerte. Anker-Werse—— Vogi a Woll..„.—— Biel. Moch. Weberel..— Gildemeister— Dörkler....... 29— Gundlach....— Dürtopo.......—.— Kochs Adler...—— Hoflmann Sürke... 81— Ravensberg. Spinnerei 28— Dortm. Akt. Gr. 161 80 Durchschnittsverrechnungskurs der Steuergutscheine 85.50 Devisen und Noten. Die Märkte notieren... Produktenbörse zen Sesetsche 800.-000, Roggenkiein agg. Weiuentlete befestigt, uosgenkleie 900-020. Tondoas: Pise in. alshstestenr 1r.16 Re e ce sceiche ech 1046 B. 1048 G. 1938 besr, 1080 Abr; Oktober 1000 B. 1050 G. 1050 d 1045 Abr: Deuember 1055 B 1064 G. 1c 10 ben., 1050 Adr: Januar 1088 B. 1000 G 103..0 bei., 1065 Abr: Nür: R. 1005 G 1099; 1080 dez. 1081 Abr.; Nai 1008 B, 1005 G, 1097 vez., 1097 Abr. Von den EdekaZentralorganisationen Bremer Getreidebericht. 190 Gerits: de Weizen: Nanitohe 1 Weißfaser 8.05, Mecklenburg 8.00; Mais: L.a 985, Pensenn ggt i Breke 995, onauchator Warenmärkte. Magdeburger Zuckerterminnotierungen. 570 B. 5.40 C, J-f arg ui Tenden: ruhlg. Juni 588 S. Fetenber 580 B. 510 G; Oktoder 590 B. 650 Gag. 645 B. 545 G;, Nr. 650 B, Hamburger Zucker-Terminnotierungen. 510 B. 338 G. S. 1P Juni. Tendenz: ruhig. Juni 8ao G. 832 6: Juli 5.70 B, 5.40 G; August 5.70 B, 5.60 G; September 5.75 B, 5.65 G; Oktober 5.80 B, 5 de hast a Ke i d bearie i5 5 115 Sio B. 6206P 625 C., korl 650 B. 635 0; Liverpooler Baumwollkurse. Notierungen für Sakellaridis und Upper F. G. F. ans Ghger P.. 1 Juni. Loko: Sakelaridis 905 Jrch Jr.: 9. F. 741) Juli 770(712), Oktoder 815(702), Januar 821(706), März 820(710), Mai 825(714). Juni 1934 825(714. Amerie. Universal. Stand Middl.) „ Ligerpool, 12. Juni. Loco 621, Juni 500, Juli 588, August 588, September 588, Oktober 588, November 589, Dezember 590. Januar 591, Februar 593, März 595, April 596, Mai 598. Juni 1984 599, Juli 603, Oktober 603. Januar 1935 668, März 611. Tendenz: ruhig, stetig. New Vorker Baumwollkurse. aus g sr. 460 k. 18. Juni. Loko 9.45. Juni 932, 9 25. U#-August 9.43, Septbr. 9.54, Oktober 9.62—63. November 9.70, Dezember 9.78—79. Januar 9.86, Februar 9.92. März 9.90—10.00, April 10.06, Mai 10.18—15. Tendenz stetig. Metalle. Hamburger Kaffeeterminbörse. Hamburg, 12. Juni. Juli 35.75. Viehmärkte. Berliner Metall-Notierungen. Berlin, 12. Juni. Elektrolytkupfer(wire##r%grempg#f Hamburg, Bremen oder Rotterdam i0 Bisereß 1e9: de.“; Grisiual-=Kütten-Akuminium 164, Reinniekel ga.r iu Wals- oder Drahtbarren 30 do—4p#. K 380. Antimon-Regulus 39.00—41.00 RM.; Silber in Barren ca. 1000 fein per kg 41.00—44.00 RM. Dortmunder Schlachtviehmarkt. Dortmund. 12. Juni. Auftrieb: Grovieh 790, Kälber 547, Schafe 24, Schweine 2575. Bpilän ursen„##15#50 kg Lebendgewicht. #g: 8) 29—31. b) 25—28, c) 21—24: Kühe: a) 31—33. b) 26—30. c) 21—25, d) 16—20; Fär33 B6 24a, b. a- ie. c) 84-8, Kilder: J) S8. G. Hg.-W) 80-.30, Schweine: J.#, W8. d)#r. B. e) 34.- 36. d) 32.-94, Sauen —„ M a r k t v e r l a u f: G r o ß v i e h i n g u t e n Tieren mittel, eonst langsam, Kälber langsam, geräumt. Schweine sehr langsam, geräumt. Elberfelder Schlachtviehmarkt. „Elberfeid, 12. Juni. Auftrieb: Grosvieh 796, Kälber 500. Schafe 7. Schweine 2667. Be50 kg Lebendgewicht. Ochsen: 2) 32—94, b) 90—31, e) 25—29: Bulion: a) 28 bis 30, b) 26—27. c) 94—25; Kühe: a) 28—30: b) 25—27, c) 20—24. d) 15—19; Färsen: a) 30 bis 38, b) 25—29; Fresser: a) 22—25; Kalder: a) 86—68, b) 30—35. c) 25—29; Schweine: a) u. b) 39—41, c) 38—40. d) 36—38. e) 33—35, Sauen 30—34. Marktverlauf: Großvieh ruhig, sonst langsam, der Markt wurde geräumt. Erwerbsgesellschaften. Victoria Versicherungs-Gesellschaften. In den Aufsichtsratssitzungen der Victoria Versicherungs-Gesellschaften wurde übereinstimmend über einen günstigen Geschäftsgang im Rechnungsjahr 1932 berichtet, der erhebliche Abschreibungen und Rückstellungen ermöglichte. In der Lebensversicherung kann, trotz der Einwirkungen der wirtschaftlichen Verhältnisse auf Bestand und Neuzugang, sowohl bei der Victoria an Berlim. Allsemeine Vereicherungs A-G. zu Berlin, Allgemeine Versicherungs A.-G., als Victora am Rhein, Allgememe verzuch bei der Vietarig am Pbein, Aulgemeine Ven. sicherungs A.-G., der gleiche Dividendenprozentsatz für die Vereicherten festgesetzt werden wie im Vorjahre. Die Aktionärdividende bei der Victoria zu Berlin wurde wie i. V. mit 90 RM. P##. äeie Aktie vorgeschlagen, bei der Rheinischen Victoria für die Aktien Lit. A. mit 90(102) RM., für die Aktien Lit. B mit 60(72) RM. Das Sachgereigberungsgeschäft hatte einen günstigen Schadensverlauf, so daß in allen Vereicherungszweigen ein angemessener Gewinn blieb. Dieser fand zunächst zur Stärkung der Rücklagen Verwendung. Die Dividende bei der Victoria, Feuerversicherungs A.-G., wurde mit 25(30) RM. für Textilien Bremer Baumwollterminbörse. Bremen, 12. Juni. Tendenz: sehr stetig. bsce db 3 aie.i. a.c si. ae Victoria„Rückversicherungs A.-G. wurde die gleiche Aktionärdividende wie i. V. vorgeschlagen. Nr 6ic. A kten, 1z. 4 10 RAl., Lit. B 4750 Pl. Der G.-V. wird die Zuwahl der Herren Werner Aus dem 25. Jahreebericht des Edeka-Verbandes ist zu entnehmen, daß am 1. Januar 1933 die Orgapisation 431 Mitglieder zählte, darunter 426 Einkaufgenossenschaften, vier Zentralorganisationen und eine Handelskammer. Einem Zugang von acht Einkaufsgenossenschaften stand der Abgang von ebenfalls acht gegenüber, und zwar zwei infolge Verschmelzung mit anderen Genossenschaften und sechs infolge Auflösung. Von den Genossenschaften führen 362 die Bezeichnung „Edska“(zumeist in der Verbindung„Edeka Großhandel“) in ihrer Firma, um ihre Zugehörig. keit zur Bewegung offen zu zeigen. Besonderen Wert legte die Verbandsleitung auf die Erziehung der Genossenschaften zu weitschauender Reservenpolitik und vorsichtiger Ueberwachung der Debitoren zwecks Sicherung des Bestandes gegen die in krisenhaften Zeiten stets drohenden unangenehmen Ueberraschungen. Die Spar- und Arbeitsgemeinschaft der Jungkaufleute des Deutschen Kolonialwaren- und Feinkost-Einzelhandels(Spara) hat weitere Fortschritte gemacht. In den 2½ Jahren ihres Bestehens hat die Spara, die durch Anregung zum gemeinschaftlichen Sparen und zur beruflichen Fortbildung einen tüchtigen Nachwuchs heranziehen will, bis Ende 1932 in 81 Ortsgruppen 3321 Mitglieder, darunter 652 fördernde in ihren Reihen zusammengefaßt. Die Edeka-Zentrale, die zentrale Einkaufsgenossnschaft der rund 430 örtlichen EdeksGenossenschaften, erzielte im Jahre 1932 einen Gesamtumeatz voni 142,6 Millionen Reichsmark. Gegenüber dem Vorjahr verminderte sich der Umsatz der Edeka-Zentrale, und zwar erstmalig im Verlauf der Krisis, um 23 Millionen RM. Der Rückgang betrug also nur 4.6 Prozent. Die mengenmäßige Steigerung des Gesamtumsatzes gegenüber dem Vorjahr belief sich jedoch auf rund 25 Prozent. Trotz vermehrter Kleinaufträge betrugen die Gesamtunkosten der Edeka-Zentrale nur 1.28 Prozent vom Umsatz. Die Edeka-Zentrale schließt ihr Geschäftsjahr 1932 mit einem Gewinn von 54681 RM. ab. Der Generalversammlung wird die Verteilung einer Kapitaldividende von 5 Prozent, wie im Vorjahre, vorgeschlagen. Die an die Edeka-Genossenschaften im letzten Geschäftsjahr ausgeschüttete Warenrückvergütung betrug rund 385 000 RM, gegenüber 349000 RM. im Geschäftsjahr 1991. Die Edeka-Bank konnte im Jahre 1932 ihren Gesamtumsatz auf einer Seite des Hautpbuches von 986,7 Millionen RM. auf 991/2 Millionen RM, erhöben. Der Mehrumsatz betrug also rund 4.5 Mill. RM. Auch die Spareinlagegn haben eine verhältnismäßig günstige Entwicklung genommen Sie erhöhten sich von Ende 1931 bie Ende 1932 um 888.321 RM. auf 15 771 704 RM. Mit dieser Steigerung des Umsatzes und der Spareinlagen im Krisenjahr 1982 stcht die Edeka-Bank so ziemlich allein da. Die bisher bekannt gewordenen Umsatzziffern führender deutscher Banken trächtf. Pi. Senesggneeh iten, geisen zügemein de. trächtliche Rückgänge gegenüber dem Jahre 1931 auf. Während die Spareinlagen bei den deutschen Sparkassen von Ende 1991 bis Ende 1932 um Prozent stiegen, erhöhten sie sich bei der Edeka-Bank in der gleichen Zeit um 56 Prozent. Die Edeka-Bank schließt ihr Geschäftjahr 1932 mit einem Reingewinn von 92 000 RM. ab. Ihre Liquidität ist vorzüglich. Der Generalversammlung(20. Juni) wird die Verteilung einer KapitalDividende von 5 Prozent(wie im Vorjahr) vorgeschlagen. Lombard 6, Diakont 3%, Kinbel 175 Geton 41916 Alcos.— 8. zanzen oder getellt Privaumann auf Hypothek auszun. Angebote unter I1. an die Geschäftsder Westsälischen 1ng.——1 Soood mlc. 1. Hppotbek vom geber gesucht. Ane unter M 2194 an Selif. 31g. 2 Müllggbite. Siekerwal 1. Lehrerin, 35 Jahre, zugesucht Gesellschaft. ote unter. 7 221 Westi. 346. 4 Wann leerer Möbelvon Bielefeld ink Voggenpohl. Straße 19.—3 1 Pap.-Pes. 1 E. Doll 1 Ten Leitr. 1 Dollar Dollar 1 kürei 10 Le 100 Popgö 100 Gulden 896 117 487 1450 2438 1432 samen= Uhr n. Gegen Belohbzugeb, Niedern18, 1. Stage. Wetterdienst der meieorolog. Station „ Peobachter: Paul Opitz, Gartenbau. Tel 110. P Pecere Wahrer Mittag 12.26. Zeit: 799 uaum ue pg Tag: 12 6 1933 Tag: 13 d. 1938 Jemy am Grd= l. boden gemesen Barometerstend Tendenz steigend von Alvensleben(Berlin) und Dr. Otto Christian Fischer(Vorstandsmitglied der ReichskreditGesellschaft A.-G., Berlin) vorgeschlagen. 11288 +7.60 +5.90 Luftfeuchtigkeit 75% Niederschlag des vorhergehenden Tages: 0,5 mm Bemerkungen: Sonnenscheindauer des vorhergehenden Tages: 0.20 Stunden. wird das Werter! Wetterbericht der Essener Wetterwarte hepaar, dses, über 40 J. ein ev. Mädchen bis 6 Jahren in u nehmen.gegen ung. Angebote 2172 an die sche Zeitung. Ueber England, Frankreich und Holland strömen immer noch kühle seuchte Lustmassen heran und weiter verbreiteten Regen. Ueber dem liegt ein selbständiger uf seiner Rückseite anhaltende Niederschläge veranlaßt. Die auf seiner Nordseite Fessc Peran.mus führt warme Lust nach vorach. J Limie Hamburg.= S räicse riggen st. Da die leine Sibrung 16 Gr ömming de.8. bewegt, wird mit der Ostströmung die Warmluft auch unsern Bezirk überfluten und langsam Wetterberuhigung und Erwürmnung mit sich bringen.——bsung Rheinisch-Westfälische Versicherungsbank V. a. G. zu Wuppertal-Barmen. S e inn- und Verlustrechnung schließt mit # vu 316.56 RM. in Einnahme und 2933 201.12 RM. in Ausgabe ab. In den Einnahmen sind Prämienund Nebeneinnahmen mit 820 954.91 RM.(713 757.28 Bur Aise Horind Bhx 5(Pialerträge mit 1l1 75023 IM.(132 907.79 RM.),„Vergütungen des Rückversicherers mit 504 129,61 RM.(482617.54 RM.); Ueberträge aus dem Vorjahre mit 1 498 571,71 RM. und Sonstige mit 5970,10 RM. ausgewiesen. Die 965shn p. asen Versicherungeleistungen Rückstai. BAl.(172 403.70 RM.); Zahlungen und Rückstellungen für aufgelöste Versiche erhersage für Mittwoch: Wechselnde Bewöllung, weiterer Temperaturanstieg. Wahrscheinliche Weiterentwicklung: Freundliches warmes Wetter.8: 64 T echerungen 62.72 RM(139 010.35 RM.): Gewinnanteile an Versicherte. 3195.33,RM.(0); Rückversicherungeprämien 546 242.79 RM.(572 125.78 RM.): Prämienreserven 1 153 440.02 RM.(1 097374.32 RM.); Prämienäberträge am Schlusse des Geschäftsjahres 185 188.45 RM.(228 112.23 RM.); Gewinnreserve der Versicherten 88 858.09 RM(O); sonstige Reserven und Rücklagen 59 885.01 RM.(168 229.19 RM.). Neu abgeschlossen, wieder in Kraft gesetzt, erhöht 9987a Psrändert in der Vereicherungsart wurden 19 043 Versicherungen in Höhe von 13 450 899,16 I. Gür robssPapgen###,„Vereicherungen mit 11 857 709.21 RM. Der Versicherungsbestand am Ende des Jahres 1932 betrug 69021 Versicherungen in Höhe von 25-602 742.29 RM, gegen 73.062 Versicherungen mit 24 009552.34 RM. Versicherungssumme im Vorjahre. Von den ausSterbefällen lagen 35 mit einer Summe von 12 156 RM. im ersten Versicherungsjahre. Orte mit gleichem Luttdruck wolkig, Regen 2° Celstos 000 Filliber 1020 Evangelische Vorsorge AG, Berlin. 108—echchen 3 959 smiöhte sich der Vewicherungebesund svg 1388 567 Versicherungen über 388 210 411 36529 596 Rül. Vardeen über 385 229536 RM. Versicherungssumme. Die Prästieg. von 18409 450 RAl. auf 20 253 616 RM., während die Zahlungen und Rückstellungen für Sterbefälle 5 151 231 RM. erforderten gegenüber 4391 245 RM. im Vorjahre. Der Gewinnanteil der Versicherten wird wieder auf 10% des Jahresbeitrages festgesetzt. Die ersten vier laufenden Jahres haben eine erfreuliche Bestandzunahme von mehr als netto 45.000 Versicherungen mit über 9 Millionen RM. Versicherungssumme gebracht. 5 Beruf und Familie. Porroneinechrichten ans unseren Verbreitungegebiet. Lage. Der älteste Einwohner unserer Stadt, Ziegler Adolf Koch, Werrestraße 17, &a. Geburtstag. Rustigteit und Erische seinen m###emberg. In bester Gesundheit und Ge Feierte der älteste Bewohner unserer Stadt, Abis Pohl, seinen 85. Geburtstag. Der Jubilar ist Veteran des Krieges von 1870/71. „ Kirchlengern. Der Invalide Otto noyrig(Nr. 235), einer der ältesten Einwohner der Gemeinde, feiert seinen 80. Geburtstag. Obst= und Gemüsezüchter. Durch Verladekontrolle zu deutschen Qualitätserzeugnissen. Im Stadtgarten des Bades Hamm fand die 8. Vertreterversammlung des Obst= und Gemüseverbandes für Westfalen und Lippe statt. Zwei wertvolle Vorträge aus den beiden Fachgebieten und deren Aussprache standen im Mittelpunkt der Tagung. Direktor Menger(Nürnberg) referierte in stark mit Humor durchwürzten Ausführungen, anschaulich unterstützt durch eine Lichtbildserie, über deutsche Verladekontrolle für Obst und Gemüse. Der Zweck der Verladekontrolle, die jetzt für ganz Deutschland durchgeführt wäre, sei ein vielfacher: 1. solle den Großstädten, die weitab von den Erzeugergebieten lägen, die Möglichkeit gegeben werden, sich ohne zu große Unkosten mit handelsfähiger Ware einzudecken; 2. solle dem ehrlichen Handel eine Garantie gegeben werden, daß er marktfähige Ware erhalte; 3. solle der Erzeuger zur Züchtung von Qualitätsware erzogen werden: 4. bezwecke man eine Absatzsteigerung. In der Aussprache machte Professor Spieckermann von der Hauptstelle für Pfanzenschutz in Münster interessante Ausführungen. In Westfalen wären zurzeit nur 500 Karrenspritzen zur Bekämpfung der Obstbaumschädlinge vorhanden, während 2000 notwendig seien. Deshalb könne man auch noch nicht den notwendigen Druck zur allseitigen Bekämpfung vor allem der Blutlaus ausüben. Es seien Bestrebungen vorhanden, in Westfalen einen Versuchsring für Schädlingsbekämpfung auszubauen. Im Gemüsebaugebiet Bielefeld sei die Einrichtung einer geplanten ähnlichen Station einstweilen noch zurückgestellt worden. Man sei bestrebt, von den metallhaltigen Giften abzukommen und Gifte, die aus Pflanzen stammten, zu verwenden. Diplom=Gartenbauinspektor Badke(Wolbeck) sprach über Bodenpflege und Düngung im Gemüsebau. Starre Angaben und genaue Vorschriften ließen sich nicht aufstellen. Er forderte Humuszufuhr in Form von Stalldünger anstelle des dauernden Kunstdüngens.— Als Ort der Hauptversammlung wurde Dortmund bestimmt. ArAr Tdses=dis=Secheldl PU SA Der 1. Präsident des Reichslandbundes sprach in Lübbecke. Großer Autmarsch. chen Lübbecke. Wehende Fahnen in dem Städtam Wiehengebirge ließen vergessen, wie grau und verhangen der Himmel war. Zu Fuß, zu Rad, im Bus, mit der Bahn, in Last= und Personenautos fanden sich mehrere Tausend Besucher zur Kreislandbundkundgebung in Lübbecke ein. Unter Vorantritt einer 20 Mann starken SA.=Kapelle marschierten etwa 650 SA.=Leute, Stahlhelmer, Junglandbündler, Hitlerjugend und SS. mit ihren Fahnen am Markt an ihren Stäben vorbei, hinauf zum Schützenhof, bessen große Halle mit allen Nebengelassen nicht Raum genug bot, so daß das große Zelt gleichfalls benutzt werden mußte. Der 1. Präsident des Reichslandbundes, M. d. L. Meinberg, sprach über das Thema: „Der Bauer im neuen Staate“ und führte in seiner Rede aus: Es ist m'r, der ich in der Großstadt zu leben gezwungen bin, immer eine besondere Freude, wenn ich wieder bei meinen westfälischen Landsleuten sein darf. Das ist keine Phrase, denn in der Großstadt weht eine Luft, wie wir sie auf dem Lande nicht kennen und in Großstadtkreisen kann sich der Bauer nicht wohlfühlen, denn die jungen Leute lassen sich beim Schneider gleich die Muskeln mit in den Anzug arbeiten. Endlich wieder frischer Schollengeruch aus gepflügtem Acker, der seit Januar bis in die Amtsstuben vorgedrungen ist. Wohl kaum einer von uns hätte vor einem Jahre geglaubt, daß der Gedanke des Deutschen Bauerntums so schnell Eingang gefunden hätte im deutschen Vaterland. Schröder=Bielefeld Verbandsvorsitzender. Tagung der Kaninchenzüchter. Die Bezirkstagung der Minden=Ravensberger Kaninchenzüchter fand am Sonntag in Minden statt. Der Vorsitzende des Bezirksverbandes Schröder=Bielefeld leitete die Jagung., Fünf Mitglieder konnten durch ihn für jayrige Zugehörigkeit zum Bezirksverband mit einem Ehrendiplom ausgezeichnet werden und zwar Schmidt und Pöttker aus Brackwede, Schnarre und Heinz aus Herford und Fischer aus Vlotho. Kassenbericht und Vorstandswahlen fanden seitens der Versammlung einmütige Zustimmung. Der Vorsitzende Schröder wurde einstimmig als Bezirksvorsitzender wiedergewählt, da er nicht nur die erforderlichen Führerqualitäten besitzt, sondern auch seine Person in jeder Weise dafür die Gewähr biete: daß der Verband im nationalen Sinne geführt wird. Die Reichsregierung soll ersucht werden, zur Belevung des im sehr niedrigen Kurs stehenden Fellmarktes. eine Einfuhrsperre ausländischer Rohraninchenfelle zu verhängen, da Millionendeutscher Fellqualitäten unverwertet in den Abraum gelangen, dagegen aber die Fellimitationen aus dem Ausland, die heute der Fellmarkt feilbietet, Absatz finden. Als nächster Tagungsort wurde einstimmig Versmold gewählt, die Bezirksausstellung soll im Oktober in Halle in Westf. stattfinden.— Zum Schluß der geschäftlichen Beratungen wurde an den Regierungspräsidenten in Minden eine Entschließung gerichtet, in der treue Gefolgschaft gelobt wird Kreis Herford Razzia in Eilshausen und Lippinghausen. Eilshausen. In den letzten Tagen waren in Eilshausen und Lippinghausen kommunistische Agitatoren am Werk. Während der Nacht wurden verbotene Druckschriften, u. a. der„Kommunistische Kämpfer“ in die Häuser gebracht. Am nächsten Morgen veranstaltete die Polizei unter Heranziehung von Hilfspolizei eine umfassende Razzia, bei der das gesamte Material beschlagnahmt wurde. Bei ehemaligen Mitgliedern und Funktionären der K. P. D. und S. P. D. wurden Haussuchungen abgehalten. Als einer von denen, der ein Alibi für die fragliche Nacht nicht nachweisen konnte, verhaftet werden sollte, entzog er sich der Festnahme durch die Flucht. Durch Abriegelung des Ortsteiles konnte man ihn fassen. Die verbotenen Druckschriften, von denen auch in Lippinghausen ganze Stöße beschlagnahmt werden konnten, sind mit einer Typendruckerei hergestellt. Alle Anzeichen deuten darauf hin, daß es sich hierbei um den seit einigen Monaten spurlos verschwundenen Druckapparat der früheren Ortsgruppe Südlengern der K. P. D. handelt. Spenger Kirmes. Spenge. Am Mittwoch findet die weit und breit bekannte Spenger Kirmes in althergebrachter Weise statt. Wenn der deutsche Bauer nicht mehr über die Schulter angesehen wird, so verdanken wir das Adolf Hitler. Vor uns liegt eine Zukunft, noch aber ist die nationale Revolution nicht zu Ende, der Marxismus ist erst dann vernichtet, wenn auch die Voraussetzungen dazu, der Liberalismus und der Standesdünkel, vernichtet sind. Im Bauerntum liegt Tradition und Verbundenheit mit der Scholle. Bauer sein legt Verpflichtungen auf dem Staat gegenüber und die Verpflichtung, seinen Hof den Kindern zu übergeben. Daß das Anerbengesetz herausgebracht worden ist, sehe ich als eine der größten Taten der preußischen Regierung an. Wenn erst das neue Gesetz da ist, daß ders da ist Boden nicht mehr beleihbar ist, dann ist das Bauerntum in alle Zukunft hinein mit der Scholle verankert. Niemals werde ich die Hand dazu bieten, daß unsere deutschen Bauernorganisationen verkammert werden, daß man das deutsche Bauerntum in die Organisation hineinzwängt. Eine Organisation ist niemals Selbstzweck, eine Verkammerung würde die lebendigen Kräfte des deutschen Bauerntums abtöten. Das Wort „Kampf“ wid aus dem deutschen Portschatz nicht gestrichen, denn erst der Kampf gibt Leben und ohne Kampf geht ein Volk zu Grunde. Ein solcher Kampf im neuen Staate aber wird sich in anderen Formen abspielen, als die Interessentenklüngelkämpf; der letzten 14 Jahre. Auch der Fuorer hat gesagt, er denke nicht daran, das Volk in. starre Organisationen hineinzupressen. Die Verbundenheit Adolf Hitlers mit Darré ist ein günstiges Schicksal. Darré wird an der Spitze des Landstandes stehen, dessen 1. Abteilung oder Spalte Berufsstand und wirtschaftliche Organisation sind. Das wird die Organisation, deren Aufgabe es sein muß, Berater und Sprachrohr des Bauern zu sein. Die 2. Spalte: Die Landwirtschaftskammer, die Wahrnehmung der Betriebswirtschaft und Technik, die den Hof zu betreuen hat. Die 3. Spalte: all die Organisationen, die den Verkauf der Waren des deutschen Bauern durchführen. Heute, wo es uns gelungen ist, jene Vampyre und Nutznießer aus der deutschen Landwirtschaft herauszuwerfen, hat das deutsche Bauerntum riesige Aufgaben. Die Genossenschaften sollen wieder Treuhänder des deutschen Bauerntums werden. Die alten Organisationen waren nicht für die Bauern da, sondern die Bauern mußten für die Drahtzieher, die hinter den Organisationen standen, zahlen. Ich kann aus vollem Herzen und reinstem Gewissen sagen, es gibt nichts Schöneres als das Vertrauen, das der deutsche Bauer uns entgegengebracht hat. Es mag vieles passieren, wer aber dieses Vertrauen mißbraucht, muß ein großer Verbrecher sein. Noch ein Zweites: Jeder Pfennig, der mir als Präsident in der Kasse zur Verfügung steht, ist erst vom deutschen Bauer erarbeitet worden. Kein Pfennig, an dem nicht der Schweiß des deutschen Bauern klebt. Wer das Bewußtsein hat, wird auch die Steuergroschen so behandeln, daß sie des Schweißes wert Wir haben noch manchen schweren Weg uns: das Ausland, das Freimaurertum, das Weltzuventum warten darauf, die Aufbauarbeit des deutschen Volkes zu vernichten. Bei allem was wir tun, bei jedem Opfer das wir bringen, geht es nicht um dich und mich, nicht um Beamte und Bauern, sondern um Deutschland, unser Vaterland und immer wieder um Deutschland. Nach den mit großem Beifall aufgenommenen Ausführungen dankte der Kreisleiter der NSDAP und kommissarische Bürgermeister der Stadt Lübbecke Meyrink dem Präsidenten für seine jahrelange Arbeit. Auch dem Gauinspektor Homann, der im Auftrage des Regierungspräsidenten anwesend war, sprach er den Dank der Bewegung aus und dem Landrat v. Borries, der darnach das Wort ergriff und die Arbeitsamkeit, Sparsamkeit und Treue des Minden=Ravensber= ger Bauern lobend hervorhob. In seinem Schlußwort wies Präsident Meinberg darauf hin, daß der Führer die Treue und Gefolgschaft der westfälischen Bauern als einen bedeutsamen Faktor zur Erringung des Sieges bezeichnet habe und der Reichspräsident von Hindenburg habe erklärt: In Westfalen lebt ein besonderer Bauernschlag. Wenn ich als junger Offizier in Westfalen in Quartier kam, wurde man begrüßt wie von einem König in seinem Königreich. „Unsere Bodenverbundenheit wollen wir behalten, aber auch unser steifes Genick. Denn wenn unsere Väter mit krummem Buckel zur Kirche gehen, kommt es von der Arbeit, nicht vom Katzbuckeln! Mutiger Lebensretter. Nettelstedt. Ein hiesiger Maler war nach Hille zu m Baden in den Kanal gegangen. Mitten im Schwimmen verließen ihn plötzlich die Kräfte und mit einem röchelnden Laut sank er ins Wesser. Der später hinzugekommene Lehrer Schermeyer, der sich kaum seiner Kleidung entledigt hatte, sprang dem bewußtlos gewordenen sofort nach und konnte ihn, als er zum zweiten Mal an die Oberfläche kam, erfassen und ans Ufer bringen, wo er sich nach einiger Zeit von seiner Bewußtlosigkeit erholte. Freistaat Lippe Schwerer Junge erwischt. Almena. In der Langenstraße stahl ein Bettler eine Lodenjoppe. Die Aufforderung, dieselbe wieder herauszugeben, beantwortete der Bettler aber damit, daß er mit einem schweren Stock auf den Besitzer der Lodenjoppe einschlug, so daß dieser bewußtlos zusammenbrach. Doch hatte ein Hilfspolizist den Vorfall beobachtet. Diesem gelang es auch, den Burschen nach längerer Verfolgung zu erwischen. Als man den Täter später nach den rechtmäßigen Besitzer der Lodenjoppe fragte, erklärte er, daß er diesen totgeschlagen habe und für die zu erwartende Strafe nicht bange ei.„denn, er sei daß gewohnt. Der gefährliche Bursche int 36 Jahre alt, gebürtig aus Elberfeld und 27 mal vorbestraft. Detmold. Ein anderer schwerer Verkehrs. unfall ereignete sich in der Nähe des„Neuen Kruges“ in Detmold. Der Kaufmann K. aus Detmold fuhr mit seinem Motorrade das noch mit zwei Personen besetzt war, in schnellem Tempo, und nach Aussagen von Zeugen sogar freihändig, die schlüpfrige Straße hinunter und kam zu Fall. Bei dem Sturz wurde K. so schwer verletzt, daß seine sofortige Ueberführung in das Krankenhaus erforderlich war. Wie durch ein Wunder blieben die beiden Mitfahrer unverletzt. Ein Haus brannte nieder. Wöbbel. Am Montag nachmittag wurde die Detmolder Motorspritze zu einem Schadenfeuer nach Wöbbel gerufen. Aus bisher noch nicht ermittelter Ursache war im Wohn= und Pensionshaus des Gärtnermeisters Albert Bruns Feuer entstanden, daß binnen kurzer Zeit den Dachstuhl des massiven Hauses und Teile des ersten Stockwerkes vernichtete. Neben der Ortsfeuerwehr griffen die Feuerwehren aus Blomberg und Belle zur Hilfeleistung ein. Nach zweistündiger Arbeit konnte das Feuer auf seinen Herd beschrändt werden. Nach den bisherigen Feststellungen ist ein Schaden von etwa 8000 RM. entstanden. Die Entstehungsursache konnte noch nicht ermittelt werden. Es dürfte interessieren, daß bereits vor 5 Jahren in demselben Hause schon einmal ein Dachstuhlbrand ausgebrochen ist. Fünf Arbeitslager in Lippe. Detmold. Am Montag nachmittag gab Pressestelle der Lippischen Landesregierung Schwere Verkehrsunfälle. Schieder. Ein folgenschwerer Verkehrsunfall ereignete sich in der Nähe des„Deutschen Hauses“ in Schieder. Der sieben Jahre alte Schüter Willi Schelp wollte hinter einem vorbeifahrenden Lastwagen schnell die Straße überqueren, rutschte aber auf der anderen Seite auf dem Bordstein aus und geriet vor einen Personenkraftwagen. Dem Fahrer war es nicht mehr möglich, den Wagen anzuhalten. Der Knabe wurde von der Stoßstange des Wagens erfaßt, zu Boden geschleudert und überfahren. Schwerverletzt wurde er dem Krankenhaus zugeführt, wo ein komplizierter Oberschenkelbruch, Rippenbrüche, Kopf= und schwere innere Verletzungen festgestellt wurden. Im Laufe des Sonntags verschied der Junge. die bekannt, daß in einer Konferenz beim Staatsminister Riecke über Arbeitsdienstfragen wichtige Beschlüsse gefaßt worden seien. Die gesamte Organisation soll in Zukunft in Stammabteilungen bezw. Stammlager zu je 216 Mann eingeleitet werden. Es sollen in Lippe fün Arbeitslager geschaffen werden. Für jedes Lager muß greifbare Arbeit für rund 300 000 Tagewerke vorhanden sein. Verwarnung für eine DNBP.=Zeitung. Detmold. Der lippische Staatsminister Riecke hat am Montag nachmittag der Redaktion der deutschnationalen Lippischen Tageszeitung eine Verwarnung zugehen lassen, in der es heißt: mehren sich die Fälle, in denen Sie über angebliche Tagesereignisse mit politischem Einschlag falsch berichten und an richtig wiedergegebenen Vorgängen dieser Art abfällige, hämische Bemerkungen knüpfen. Ich bin nicht gesonnen, dieses bedauerliche Vorgehen, das sich auf das von Ihrer politischen Richtung stets betonte Zusammenarbeiten aller aufbauwilligen Kräfte und damit auf die Belange des Landes nachteilig aus. wirken kann, länger zu folgen und werde im Wieder. holungsfalle unnachsichtlich dagegen vorgehen“. Kreis Wiedenbrück SA-Mann tödlich verunglückt. morgen gegen 6¾ Uhr ereignete sich in der Kurve bei der Wirtschaft Kampwirth, wo die Gütersloher Straße im rechten auf die Dorfstraße mündet, ein gräßliches Unglück. Mitglieder des SA.=Motorsturms befanden sich auf der Fahrt nach Detmold. Ein mit 2 SA.=Leuten besetztes Motorrad konnte die Kurve nicht ganz nehmen und geriet an den Bordstein. Der Beifahrer, der 33 Jahre alte LandBernhard Dieding aus Langenberg (Westf.) flog im hohen Bogen vom Soziussitz und in voller Wucht vor das Haus des Friseurs Bergmegin.„Er wurde in das hiesige Krankenhaus einund starb dort nach einigen Stunden infolge der schweren inneren Verletzungen. Der Motorradfahrer kam ohne nennenswerten Schaden davon. Die Maschine wurde stark beschädigt. sacra in Rödingkauser „Linget dem Rerrn ein neues Lied!“ nghausen. Das Glockengeläut war verhallt. Elektrisches Licht erstrahlte. Zwei Mikrophone waren aufgebaut. Bevor die Feier begann, verlas Pastor Schirrmacher(Berlin) einen Gruß Wehrkreispfarrers Müller an seine Rödinghauser Gemeinde, in dem er hervorhob, daß er gerade hier Kräfte gesammelt habe für seine spätere Tätigkeit und der Gemeinde, in der er an zahlreichen Totenbetten gestanden habe, mit Dank und Freude gedenke. Leider sei es ihm heute wegen wichtiger, unaufschiebbarer Arbeiten nicht moglich, in ihrer Mitte zu weilen. begann die Rundfunkübertragung der liturgisch=musikalischen Feier, die in Wortverkündung und Musik im Zeichen des Trinitatissonntags stand. Das Motto lautete: „Heilig, heilig, heilig ist Gott der Herr“. Nach dem einstimmigen Chor a cappella„Der du biß drst. in Ewigkeit“, nach einem alten Hymnus Darbietun. standen die übrigen glauchen asen unte dem Grundgedanken: 1.„Wir an Jesu Christe g Got: 2.„Wir glauben auch Geiste““ So, muistalfsVir glauben an den heilgen dem sieghasten. Feier klang mit Stimmen von Ph. Heyes„Ubi sunt gaudia?“ Müller hielt eine markige, kurze Ansprache:„Singet und spielet dem Herrn in eurem Herzen“. Der deutsche horal und das deutsche Lied treten da ein, wo die Sprache versagt. Gerade der deutsche Choral machte unsere Väter frei und wirkte Wunder. Jede Zeit hat ihr Lied, und wir hoffen, daß auch alten deutschen Choräle und Freiheitslieder dazu beitragen, daß dieses Ziel erreicht wird. Gott woue es uns in Gnaden schenken.“ 11 Funi kizrsischmusitkalische Abendseier am Fätigkeit gedete einen würdigen Abschluß der Tuligleit Pfarrer Herrings. Leider verläßt Peatramt in feinausen, um das in seinem Heimatort Wersen(Kreis Tecklenburg) anzutreten. Die Segenswünsche der tungstreig. letten ihn in seinen neuen Wir voll Wäsche stehen vor Frau Hoffmann, Feines, „Na“ saat Frag... will gewaschen sein. wun Binseien, Voagen: Lushiange ise: Smücht Seitdie guten Sachen.— denn sie Die schont mit außerdem gibt Sunlicht Seife gumantiert rein. und geindsch und per„hoit die Wösche wirtich sonel. wich: unn vor allem ohne große Arbeit gereinigt Polar= und Nordkapfahrten Lloyd. des Norddeutschen reisendampser„Genena Bremen in den Monaten Jauli bis August eine Polar(.„General von Steuben“) wu de Potartahrt Ger und F;“; Sttuven, werden Schottland, Fär bergens und een i scherrerichen Buchten SpizFiorden besucht.(Hönsten Punkte an den norwegtschen Die drei Nordkapfahrten sühblichen und mördlichen n ordwalt bei wegens. Ale vier Hahrr Tells der Bestüste Rov unvergeßliche Eindrüge. Teinechmers dentschen Alopo.(Stiehe Anzeige. —