Nr. 171 Mittwoch, den 24. Juli 1929 36. Jahrgang 9n5— Bezugspreis.40 Mk monatlich, oder.20 Mk. baldmonatlich: Selbstabholer 10 Ml. bezw..05 Mi.: mit Beilage„Die Bochumer Illustrierte“, 20 Pig. per Ronat mebr. Anzeigenpreis: Für) Millimeter Höhe in 25 Millimeter Breite s0 und 12 Pig, im Reklameteil 50 und 60 Pfg. Angebote von anderen Zeitungen und Vermittlern werden nicht befördert. Bei zwangsweiser Beitreibung der Anzeigengebühren durch Klage. bei Konkursverfahren usw. wird der bewilligte Nachlaß hinfällig. Für die Aufnahme von Anzeigen an bestimmten Tagen und Hlätzen, auch für durch Fernsprecher aufgegebene und abbestellte, sowie undentlich geschriebene Aufträge wird keine Gewähr übernommen. uß der Enzeigenannahme 4 Uhr nachmittags Bedingungen Schluß der Anzeigenannahme 4 Uhr nachmittags. „ unsal=unterstüsung beil iödlichem Unsak laut belonderen Bel General## Anzeiger für Bochum und umliegende Industriebezirke Chefredakteur: Michael Haupt. Verantwortlich für die Politik: Rudolt Foest: für Oertliches und Provinzielles: Adolf Peddinghaus: für Handel I..: Max Flegel: für den Sport: Hans Schulte: für den übrigen Teil: Mar Flegel: für den Anzeigenteil: Willy Koß, Sprechstunden der Redaktion von 11—12 Uhr vormittags. Druck und Verlag Bochumer Anzeiger und General Anzeiger, Laupenmühlen& Dierichs, sämtlich in Bochum. Berliner Schriftleitung: Berlin W 57, Bülowstr. 63. Tel. Kurfürst 125. Für unverlangte Einsendungen übernimmt die Redaktion keine Hastpflicht. Zurücksendung erfolgt nur, wenn Rückvorto beiliegt. Redaktion und Geschäitsstelle: Alleestraße&8. Fernsprech=Anschlüsse, Sammelnummer 675 51— Postscheckkonto Dortmund 1760 Pr gc....7ci.. Wi WgeneWnten Der Nautsealerheorkeinen Ennspeach Das Gesetz tritt am 1. August in Kraft . Berlin. 23. Juli.(Eig. Drahtber.) Der preußische Staatsrat hat heute gegen die Stimmen der Komnunisten, der Wirtschaftspartei und des größten Teils der Arbeitsgemeinschaft den Einbruch gegen das rheinisch=westfälische üngemeindungsgesetz gemäß dem Antrage Ausschusses abgelehnt. Das Gesetz ist somit endgültig angenommen und wird gegen Ende des Monats verkündet werden und ab 1. August in Kraft treten. In der Aussprache gab Freiherr von Gayl für ie Fraktion der Arbeitsgemeinschaft eine Erklärung #eb in der es heißt:„Das jetzt vom Landtag verabshiedete Gesetz vermag die Arbeitsgemeinschaft in kei#er Weise als eine ihren Grundsätzen entsprechende Aiung anzusehen. Sie wird daher gegen den AusUtußantrag stimmen. Nur angesichts der Geschäftslage #es Hauses und der Abstimmungsverhältnisse im Aus#huß sieht sie von einer förmlichen Wiederholung des Einspruches ab.“ Gilsing(.] gab eine Erklärung ab, wonach ein Einspruch des Staatsrates das ganze Gesetz zu Fall Pringe. Die Zentrumsfraktion sei der Auffassung, daß ie durch den Beschluß des Landtages getroffene Re##elung in vielen Punkten nicht richtig sei. Sie beauere vor allem, daß in mehreren Fällen der Wille der Bevölkerung nicht beachtet worden sei. Auf der #nderen Seite erkenne die Fraktion an, daß in dem erheblichsten Teil des Gebietes die Neuregelung notwendig sei, die den Interessen der Bevölkerung gerecht berde und eine von der Bevölkerung begrüßte Verbesserung des gegenwärtigen unhaltbaren Zustandes ###rstelle. Nach sachgemäßer Erwägung der Gründe Aund Gegengründe komme die Zentrumsfraktion zu der lkerzengung, daß im Interesse des gesamten rteinisch=westfälischen Industriegebiets die Einlegung eines Einspruchs nicht verantworket werden könne. Koenen(Komm.) erklärte u.., was bei dem Gesetz an Korruption geschehen sei, sei selten dagewesen. Schon deshalb müsse man das Gesetz ablehnen. Der Einspruch gegen das Gesetz sei begründet. Die Kommunisten forderten namentliche Abstimmung. Da der Antrag auf namentliche Abstimmung von 10 Mitgliedern unterstützt werden muß, und nur die Kommunisten dafür eintraten, fiel die Entscheidung in einfacher Abstimmung. Der Ausschußantrag, einen Einspruch gegen das Umgemeindungsgesetz nicht einzulegen, wurde gegen die Arbeitsgemeinschaft, Wirtschaftspartei und Kommunisten angenommen. Bei der Arbeitsgemeinschaft stimmte nur der Oberbürgermeister von Remscheid, Dr. Hartmann, nicht mit seiner Fraktion. Beim Zentrum stimmten Pauli und Antoni gegen ihre Fraktion. Von der Arbeitsgemeinschaft nahmen an der Abstimmung von 30 Mitgliedern 26 teil. Das Ergebnis der Abstimmung wurde von den Kommunisten mit Protest aufgenommen. Auch gegen das Polizeikostengesetz wurde kein Einspruch erhoben. Ferner genehmigte der Staatsrat eine Abänderung der preußischen Ausführungsanweisung zur Gewerbeordnung, die durch die vom Reichstag beschlossene Handwerksnovelle notwendig geworden war, um die preußischen Bestimmungen dem Reichsrecht anzupassen, und das Gesetz zur Aenderung des Volksschullehrer=Diensteinkommengesetzes, wonach der für Ergänzungszuschüsse zu verwendende Teil des Beschulungsgeldes erhöht wird. Darauf vertagte sich der Staatsrat bis Ende September. mit Gesarschtein Weweidinntertal Alitz bestreitet das ihm zur Last gelegte Vergehen Kattowitz, 23. Juli. heute morgen um 9 Uhr begann unter ungeheuAndrang der polnischen, ostoberschlesischen, eschobgrschlesischen, reichsdeutschen und, auslän#hen Presse der Prozeß gegen den Geschäftsführer # Deutschen Volksbundes in Oberschlesien, Otto Mlitz, wegen Beihilfe zur Entziehung vom MilitärPst, Den Vorsitz führt, der Vizepräsident des Be####serichts, Dr. Herlinger. Als militärische ###werständige fungieren zwei Majore der polnischen rg Nach dem Zeugenaufruf und nach der Verlesung Eröffnungsbeschlusses erhielt der Angellagte Altz ##s Vort. Als er sich zunächst über die schwere Ver##rwvortung, die den Richtern obliege, äußern wollte, Wel ihn der Vorsitzende ins Wort und erklärte ihm, ####er sich nur zur Sache äußern dürfe. Ulitz bemtitt die ihm zur Last gelegten Straftaten in volUmfange. Die Anklageschrift enthalte eine ##; Reihe von Fehlern. Es sei eine UnmögAchleit, daß den Dokumenten vom 29. Mai und 9. ii 1925 eine Bescheinigung vorangehen könne, die .5„ Juni 1925 datiere. Er habe gar keinen ZweiPrsseniber, daß sich, als die Akten an den Nachrich##ch#s, selangten, die Bescheinigung vom 15. Juni ### nicht unter ihnen befand. Er hege vielmehr den mmten Verdacht, daß Vbiese Bescheinigung erst nachträglich hergestellt ##en sei. In politischen Prozessen i Sefälfehten B verlas dann einen Aufsatz aus der„Kattorichi Zeitung“ vom 18. Mai 1924, in dem er nach#e 1, mahnt, nicht zu optieren und auf der Heimat## verbleiben, und sagte dann, wenn er damals ##inn usende von Menschen aufgerufen habe, auf die ig der Aunk“ ichten, so bestehe gegenüber der Behaup##lucha anslogeschrift, daß er am 15. Juli 1925 dem Sichtena geraten haben solle, nach Deutschland zu ## mmüberbrichharr Xzilit ärdienstpflicht zu entziehen, ##riminierre 11. Kluft. Ulitz bestritt, daß die #rden ze:“ Urkunde in seinem Büro angefertigt Wdier zies: Ebenso bestritt er, daß die Unterschrift ##rage.%Dokument von ihm herrühre. Auf eine Palität 5 Vorsitzenden, ob Ulitz es mit seiner Phwerz,i vereinbar halte, wenn er sich mit einer Angessaat, eine fremde Regierung wende, erklärte #####rllagte ganz entschieden, daß er sich nie##ande za5.#remde Regierung in Minderheitsachen unmitzen Er würde das auch nie tun, da ja der #en Fate bar nach Genf gegeben sei. Bialuchas #sieferungsgnf zum ersten Male gehört, als der #um zis ntrag vor den schlesischen Seim gewerde Dokumenten häuobeAuch ein Angestellter seines Büros könne die Bescheinigung vom 15. Juni 1925 nicht ausgestellt haben, nach der Bialucha als Mitglied des Deutschen Volksbundes zwecks Entziehung vom Militärdienst nach Deutschland fliehen müsse. Ulitz verwies u. a. darauf daß in dem Dokument mehrere orthographische Fehler seien. Die Unterschrift betrachte er als gefälscht. Früher habe er angenommen, daß Bialucha selbst der Fälscher gewesen sei. Er sei aber jetzt anderer Auffassung geworden und werde im Laufe der Beweisaufnahme nochmals auf diese Frage zurückkommen. Ulitz wies auch ausdrücklich darauf hin, daß der bei der Abfassung der Urkunde verwandte Stempel nicht derjenige sei, den er zu verwenden pflegte. Nach der Vernehmung des Angeklagten erfolgte eine Pause. Die Beweisaufnahme begann mit der Vernehmung des Hauptbelastungszeugen Hauptmann Cychon, dem früheren Leiter des polnischen Nachrichtendienstes in Kattowitz. Er schilderte, wie der polnische Geheimdienst die Bescheinigung beschafft habe. U. a. seien Angestellte beim Volksbund und deutschen Generalkonsulat in Kattowitz bestochen worden. Von diesen seien auch Photographien der Akten beschafft worden. Der Zeuge behauptete weiter, daß Ulitz geheime Sitzungen abgehalten und die deutsche Presse inspiriert habe. Es kam zwischen dem Zeugen, dem Angeklagten und der Verteidigung zu scharfen Auseinandersetzungen, da festgestellt wurde, daß die vom Zeugen beglaubigten Abschriften der Bialucha= Bescheinigung nicht mit dem Wortlaut der Photographie übereinstimmen. Nach der Mittagspause wurde der ehemalige Marschall des aufgelösten schlesischen Seims, der Rechtsanwalt Wollny, auf Antrag der Verteidigung als Zeuge vernommen. Wollny erklärte, daß er nie an die Echtheit des Schriftstückes geglaubt habe und das auch heute nicht tne. Der Text des Schriftstückes habe ihn stets mehr in Verwunderung gesetzt, da er auch deutsch könne. Ulitz habe sich während seiner Tätigkeit als Abgeordneter stets loyal und objektiv benommen. Als nächster Zeuge wurde dann Hauptmann Lis vernommen, der im wesentlichen die Aussagen des Hauptmanns Cychon bestätigte. Weitere Belastungszeugen Der Belastungszeuge Pielawski mußte zugeben, daß er die Ulitz zur Last gelegte Bescheinigung niemals im Vosksbund gesehen habe und auch nicht sagen könnte, daß Ulitz eine solche ausgestellt habe. Pielawski ist wegen der Fälschung eines Dokuments bereits mit Gefängnis vorbestraft. Die Zeugin Martha Wurzik bekundete, daß sie die Ulitz zur Last gelegten Bescheinigungen niemals gesehen und auch derartige Bescheinigungen nie herausgegeben habe. Sie habe nur im Büro des Volksbundes von der Existenz derartiger Bescheinigungen gehört. Daß Ulitz selbst solche herausgegeben habe, könne sie nicht behaupten. Aus der weiteren Vernehmung ergibt sich, daß die Zeugin über die innere Organisation des Volksbundes überhaupt nicht im kkaren ist, da sie den Unterschied zwischen Bezirksvereinigung Kattowitz des Deutschen Volksbundes und der Zentralleitung nicht kannte. Die letzte Zeugin des ersten Verhandlungstages, Hedwig Knebel, die früher Angestellte des deutschen Generalkonsulats war, sagte aus, daß sich vielfach Personen im deutschen Generalkonsulat eingefunden und erklärt hätten, sie seien deutsch gesinnt, aber in Polen militärpflichtig und möchten, um ihrer Militärpflicht nicht zu genügen, nach Deutschland. Man habe ihnen dann geraten, sich an den Deutschen Volksbund zu wenden, wo sie weiter beraten würden. Die Verhandlung wurde hierauf auf Mittwoch vormittag ½9 Uhr vertagt. Kattowitz, 23. Juli. Die heutige Ausgabe des deutsch=sozialistischen „Volkswillen“ in Kattowitz wurde„wegen des Leitartikels„Wiedervergeltung", der auf den UlitzProzeß Bezug nimmt, beschlagnahmt. Urteil im Stinnesprozeß am Samstag Berlin, 23. Juli. Im Stinnes=Prozeß wurden heute die Dupliken der Verteidigung zu Ende geführt, wobei es zwischen Verteidigung und Staatsanwaltschaft zu Zusammenstößen kam. Dann erhielten die Angeklagten das letzte Wort. Angeklagter Schneid betonte nochmals, daß er von dem Charakter des Geschäfts erst nach seiner Verhaftung erfahren habe und um Freisprechung bitte. Leo Hirsch stellte das Ersuchen um Freisprechung. Der Angeklagte Nothmann erklärte, daß er stets in gutem Glauben gewesen sei. Waldow verzichtete auf das letzte Wort. Stinnes bat um seine Freisprechung. Das Urteil wird am Samstag vormittag verkündet. Neuer Vorschlag Chinas zur friedlichen Lösung des Konflikts mit Rußland ep Washington, 23. Juli.(Eig. Drabtber.) In dem Konflikt um den Besitz der ostchinesischen Eisenbahn ist von der Nanking=Regierung eine neue Note auf das russische Ultimatum abgesandt worden. Der Ton in dieser Note unterscheidet sich ganz wesentlich von dem der ersten Antwortnote der Nationalregierung an Rußland. China spricht in dieser Note eindeutig seine Bereitschaft aus, die ganze Streitfrage auf friedlichem Wege beizulegen oder den Fall vor den Völkerbund zu bringen. Es wird Rußland der Vorschlag gemacht, bevollmächtigte Vertreter zur Bereinigung der Streitfrage zu ernennen. Eine Note in diesem Sinne, in der auch das chinesische Vorgehen motiviert wird, hat die Nankingregierung auch an die Großmächte gerichtet. Tokio, 23. Juli. Der japanische Gesandte in China gab der Regierung in Nanking eine Erklärung ab, in der die japanische Regierung empfiehlt, den Streitfall mit Rußland beizulegen. Die japanische Regierung wolle es zu einem Kriegsausbruch nicht kommen lassen, da die japanischen Interessen dadurch erheblich leiden würden. Das japanische Außenministerium nehme von dem Abschluß eines Freundschaftsvertrages vorläufig Abstand, bis der Streit beigelegt sei. London, 23. Juli. Wie Reuter an zuständiger Stelle in Tokio erfahren haben will, hat der Befehlshaber der japanischen Besatzungstruppen in der Mandschurei die südmandschurische Eisenbahngesellschaft angewiesen, den Transport chinesischer Truppen und Munition abzulehnen und keine bewaffneten chinesischen Truppen ohne Genehmigung der örtlichen japanischen Kommandanten durch die Eisenbahnzone passieren zu lassen. ep Peking, 23. Juli.(Eig. Drahtber.) Die Sowjetbotschaft ist heute offiziell dem deutschen Gesandten übergeben worden. Paris, 23. Juli. Wie Havas aus Peking meldet, sind auf dem Amurflusse, 30 Kilomter von Blagowestschenst zwei chinesische Handelsschiffe von russischen Kriegsschiffen ausgebracht worder. Der Hinanspolitische Somumer Von Dr. Cremer Mitglied des Reichstages. Das mühsam zustandegekommene Finanzkompromiß ist noch eben vor dem 1. Juli 1929 durch Reichstag und Reichsrat verabschiedet worden, niemand aber darf glauben, daß damit nun vorläufig die Sorgen um die Reichsfinanzen behoben seien. Im Gegenteil: die Reichseinnahmen im April und Mai sind hinter den Vorschätzungen zurückgeblieben, der auf die beiden Monate entfallende Ausgabeanteil ist mehrfach überschritten worden; die Schwierigkeiten, welche sich um die endgültige Regelung der Reparationsfrage häufen, lassen die Verwirklichung des Young=Planes noch keineswegs als gesichert erscheinen, sodaß der erhoffte Reparationsnachlaß im laufenden Jahr vorläufig durchaus im Ungewissen steht. Umso notwendiger ist es, sich in der Beurteilung der weiteren Entwicklung der Reichsfinanzen an die z. Zt. vorliegenden Tatsachen zu halten, und nicht, wie es leider von verschiedenen Seiten während der letzten Beratungen des Reichstages geschehen ist, sich mit der Verteilung des Fells des noch keineswegs erlegten Bären zu beschäftigen. Angesichts dieser Lage beginnen nunmehr die Vorbereitungen des Haushaltsplans für das nächste Jahr im Schoße der Ministerien, und in kurzem steht das Finanzministerium vor der Aufgabe, das Haushaltsbild für das Jahr 1930/31 zu formen. Es ist gewiß richtig, daß durch die Ungewißheit über Ausmaß und Zeitpunkt der Reparationserleichterungen die Aufgabe noch schwieriger ist, als im Vorjahr; auch wird man billigerweise heute noch nicht verlangen dürfen, daß das Haushaltsbild bereits jene Reichsfinanzreform widergibt, welche die notwendige Konsequenz der Reparationserleichterung sein wird. Ebensowenig können so weitausgreifende Reformpläne jetzt bereits umrissen werden, wie sie beispielsweise in der Zeitschrift„Der deutsche Volkswirt" von dem bekannten Wirtschaftskritiker Gustav Stolper gemacht werden. Da aber nach den Vorgängen dieses Jahres auf keinen Fall damit gerechnet werden kann, daß neue Steuerquellen erschlossen, oder langfristige Anleihen größeren Umfangs begeben werden können, so ergibt sich als das Gebot der Stunde von selbst, daß das notwendige Gleichgewicht gxundsätzlich und vor allem durch eine erneute Ueberprüfung der Ausgabenseite herbeigeführt werden muß. Der Finanzminister darf in dieser Richtung nach den gemachten Erfahrungen der Zustimmung einer starken Mehrheit der Bevölkerung wie des Reichstags gewiß sein, wenn er hier mit unnachgiebiger Strenge in die Anforderungen der Ressorts hineinleuchtet und das im Frühjahr 1929 begonnene Werk der Haushaltsbereinigung zum Abschluß bringt. Schon deshalb ist notwendig, weil auf gewissen Gebieten zwangsläufig Mehrausgaben erwartet werden müssen, die durch Minderausgaben auszugleichen sind. Es sei nur an die Notwendigkeit erinnert, in den bedrängten Grenzpropinzen das begonnene Hilfswerk fortzusetzen, die Kleinrentnerfrage endlich befriedigend zu lösen und anderes mehr. Gegen manche der im Frühjahr durchgesetzten Ausgabenverminderungen haben sich die betroffenen Ressorts ebenso wie die beteiligten Kreise der Bevölkerung wie die Verzweifelten gewehrt. Es hat sich gezeigt, daß man schließlich gegenüber dem Zwang der Lage dennoch Auswege gefunden hat, sich zu behelfen, und daß die an die Wand gemalten Schädigungen wichtiger öffentlicher Aufgaben vermieden werden konnten, oder mindestens nicht in dem prophezeiten Maße eintraten. In einem je früheren Zeitraum der unmittelbare Druck auf die Herbeiführung weiterer Ersparnisse verlegt wird. umso leichter sind sie durchzusetzen, indem die Amtsstellen der Bürokratie selbst naturgemäß am leichtesten die Mittel und Wege kennen, mit denen sie ohne Schädigung ihrer lebenswichtigen Aufgaben an minder wichtigen Punkten Ersparnisse erzielen können. Daher kommt es bereits jetzt wesentlich darauf an, daß die Sommermonate nicht ungenützt verstreichen, sondern das Reichskabinett selbst die entsprechenden Vorschläge des Finanzministers sanktioniert, deren Ergebnis nur sein darf, das gegenwärtige Maß der Ausgaben unter keinen Umständen zu überschreiten, vielmehr es soweit zurückzuführen, daß es mit sicher zu erwartenden Einnahmen zu bedecken ist. Aber auch auf der Einnahmeseite wird der Finanzminister nicht umhin können, noch schärfer als bisher zum Rechten zu sehen. Es muß erreicht werden, daß die sämtlichen, den einzelnen Ressorts zufließenden Einnahmen und Rückeinnahmen restlos in das gesamte Finanzbild einbezogen werden, und, nicht„wie bisher immer noch in einem großen Umfang ohne weiteres zur Finanzierung von Mehrausgaben des betr. Haushaltstitels benutzt werden dürfen. Die letzten Haushaltsberatungen mußten# mit einer solchen Beschleunigung vollziehen, daß es und dem aber worden nicht möglich war, in diesem Punkt schon jetzt völlige Klarheit und Ordnung zu schaffen. Es liegen hier noch allerlei Reserven, die sich der einheitlichen Zusammenfassung der öffentlichen Finanzwirtschaft entziehen. Im weiteren muß es die Aufgabe der Finanzbeyörden selbst sein, bei aller Rücksicht auf die vielfach sehr schwierige Lage der Steuerpflichtigen dennoch zu erreichen, daß die vielen Hunderte von Millionen an Steuerrückständen aller Art nicht weiter anschwellen, sondern auf ein erträgliches Maß zurückgeführt werden. Diese Aufgabe ist ohne Zweifel sehr schwierig erfordert ein hohes Maß enger Fühlung mit Wirtschaftsleben und Menschenkenntnis. Daß sie bisher nicht mit genügendem Erfolg gelöst ist, beweist der Vergleich der ungünstigen Wirtschaftslage auf der einen Seite, mit dem immer noch wachsenden Aufwand weiterer Bevölkerungsgruppen auf der anderen Seite, der sich nicht nur in dem wachsenden Erträgnis gewisser Konsumsteuern, sondern auch in manchen Erscheinungen des Reiseverkehrs und der öffentlichen und privaten Lustbarkeiten ausdrückt. Wenn in der Gegenwart trotz der weiteren Steigerung des Reiseverkehrs in den deutschen Kurund Badeorten größtenteils über wenig befriedigende Besucherziffern geklagt wird, während anderseits die Reisen nach ausländischen Erholungsstätten erheblich weiter gewachsen sind, so geben diese Tatsachen ein eigentümliches Gegenstück zu den Klagen über unerschwingliche öffentliche Lasten ab. Gewiß sollen und können die Finanzämter nicht das Privatleben der Steuerzahler einer unerträglichen Ueberwachung unterwerfen, aber besonders auffallende Fälle krassen Widerspruchs zwischen den Kosten privater Lebensfuhrung und steuerlicher Leistung müssen im Interesse der Allgemeinheit und der„Steuermoral den Finanzbehörden Anlaß bieten, die Schuldigen wirksam an ihre Staatsbürgerpflichten zu erinnern. Schließlich gehört es zu den wichtigsten Gegenwartsaufgaben des Finanzministeriums, die laufende Verwendung der bewilligten Mittel durch die Ressorts noch viel schärfer zu kontrollieren, als dies bis in die letzte Zeit hinein geschehen ist. Unzweifelhaft hat die Arbeit des Rechnungshofs, und die vielfach für die beteiligten Ressorts beschämende Veröffentlichung seiner Arbeitsergebnisse schon jetzt dazu beigetragen, das Verantwortlichkeitsgefuhl aller Dienststellen zu schärfen, die über öffentliche Mittel verfügen dürfen. Aber auch heute noch dringen im großen und im kleinen manche bezeichnende Einzelheiten an das Ohr des aufmerksamen Beobachters, die zeigen, daß die Ausgabenwirtschaft bis ins Kleinste einer weit schärferen Kontrolle bedarf, als sie bis dahin bestand. Diese Kontrolle, die für die abgeschlossenen Rechnungsabschnitte vom Rechnungshof ausgeübt wird, muß für die laufenden Geschäfte durch die Finanzreferenten der einzelnen Ressorts und durch die Ressortminister selbst gehandhabt werden, und zwar ähnlich dem amerikanischen System, unter ständiger Durchführung des auch im deutschen Haushaltsrecht festgelegten Rechtsgrundsatzes, daß der Beamte oder Angestellte des Reichs, der eine nicht genehmigte Ausgabe anordnet oder vollzieht, oder den billigsten Weg zur Deckung eines notwendigen Ausgabezwecks versäumt, sich persönlich für den Schaden des Reichs verantwortlich macht. Würde diese Bestimmung in der Praxis so energisch angewandt werden, wie in Amerika, wo rücksichtslos Monat für Monat die betr. Beträge von den Verantwortlichen eingezogen werden, so würde das deutsche Volk jahraus jahrein in seiner öffentlichen Verwaltung erhebliche Beträge sparen können, da schon die bloße Möglichkeit, persönlich in Anspruch genommen zu werden, fast durchweg das höchste Maß der möglichen Sparsamkeit erzwingen würde. Die Ruhepause, welche die Sommerzeit dem Finanzministerium und den übrigen Ressorts dadurch beschert, daß die Parlamente vertagt sind, darf also in diesem Sommer noch weniger als in anderen Jahren zugleich eine Ruhepause für diese Behörde bedeuten; sie ist vielmehr unbedingt erforderlich, um eine sachgemäße Finanzgebarug für das laufende und das nächste Haushaltsjahr vorzubereiten. Die hier zwar nicht auf der Bühne der Oeffentlichkeit, aber umso emsiger in der Amtsstube sich vollziehende Tätigkeit steht an Bedeutung nicht hinter jener zurück, die im gegebenen Augenblick aufzuwenden ist, um die Gesetze zu vertreten und durchzusetzen, die die kommende Finanzpolitik des Reichs tragen sollen. So gut für die Außenpolitik schon seit einem Jahrzehnt die SaureGurken=Zeit abgeschafft worden ist und gerade der Sommer einen der wichtigsten Arbeitsabschnitte darstellt, so gut ist dies heute unter dem Druck der Not für die deutsche Finanzpolitik der Fall. Das Kleichesintunt ir Hennn!. Der Nachtragsetat und der neue Jahresetat Berlin, 23. Juli. Aus Reichstagskreisen wird dem„Demokratischen Zeitungsdienst“ mitgeteilt:..149|1153 für 64s Die Vorbereitungen des Haushaltsplanes für das nächste Jahr im Schoß der Ministerien haben bereits begonnen. In den Reichstagsfraktionen werden ebenfalls die Richtlinien für das kommende Finanzprogramm vorbereitet. Die demokratische Reichstagsfraktion hat diese Richtlinien vor den Sommerferien in einer grundsätzlichen Entschließung bereits festgelegt. Im Zusammenhang mit den Vorbereitungen des Haushaltsplanes des nächsten Jahres stehen aber die Arbeidie sich mit dem Nachtragsetat für den ten, use dhen. rbst 1929 beschäftigen. Ein solcher Nachtragsetat ist schon aus formalen Grunden notwenvig, da u. a. an neuen Ausgaben die 16 Millionen, die dieses Jahr auf Grund des deutsch-belgischen Markabkommens gezahlt werden sollen, vom Parlament noch genehmigt werden müssen. Die für dieses Jahr ersparten 400 Millionen Daweszahlungen werden voraussichtlich in erster Linie dazu Verwendung finden müssen, um die Kassenlage des Reiches zu bessern Weiterhin wird mit dieser Summe das voraussichtliche Defizit des laufenden Haushaltsplanes beseitigt werden müssen, das von Finanzkennern auf 250 Millionen geschätzt wird. Es bleibt dann zu überlegen, in welcher Weise das Defizit des vorjährigen Haushaltsplanes, das sich auf 154 Millionen beläuft, beseitigt wird. Das kann jetzt geschehen, muß aber spätestens im Jahre 1930 nach dem Haushaltsgesetz erfolgen. Mehreinnahmen sind nur durch die erhöhten Zölle zu erwarten. Diese Summe ist aber sehr gering. Sie wird in diesem Jahre auf etwa 25 Millionen Mark geschätzt. Dagegen werden u. a. Mehrausgaben noch nötig werden durch neue Anforderungen von Krediten und Anleihen. Daß mit erheblichen Mindereinnahmen zu rechnen ist, zeigt die zuletzt veröffentlichte Uebersicht über die Reichseinnahmen im Juni 1929. Insgesamt zeigen diese Zahlen, daß selbst bei sparsamster Finanzwirtschaft mit den 400 Millionen Ersparnissen in diesem Jahr die geplante Steuersenkung wohl kaum durchzuführen sein wird. Als frühester Termin einer solchen Steuersenkungsaktion wird der 1. April 1930 genannt. Auch in den finanzpolitischen Kreisen des Reichstages ist man sich klar darüber, daß eine Steuersenkung nur dann erfolgen kann, wenn eine Summe zur Verfügung steht, die mindestens 400 bis 500 Millionen betragt. Die Ersparnisse des Youngplanes bringen diese Summe aber nicht auf, da durch Reichsbahn, Industrieobligationen und durch das Defizit des Haushaltsplanes diese Summe so vermindert werden wird, daß neue Einnahmequellen gesucht werden müssen. Wieweit durch den Umbau der Sozialversicherung Beträge erspart werden können, wird zu prüfen sein, und ebenso muß offen erörtert werden, ob nicht durch eine erhöhte Tabak- und Alkoholbesteuerung Summen freigemacht werden können, die dann für eine gerechte Steuerermäßigung Verwendung finden. Bei einer Steuerermäßigung denkt man an einen vernünftigen Einkommensteuertarif. Von sozialdemokratischer Seite sind Wünsche nach einer Halbierung der Zuckersteuer geäußert worden, und endlich ging das allgemeine Bestreben auf eine Senkung der Realsteuern. Da das Reich hier nur die Grundsatzgesetzgebung inne hat, so muß noch eingehend erörtert werden, wie eine vom Reiche kontrollierte Steuersenkung der Realsteuern bei Ländern und Gemeinden durchgeführt werden kann. Es dürfte aber kein Zweifel darüber bestehen, daß für ein solches Gesetz eine Zweidrittelmehrheit im Reichstag notwendig ist. Im Zusammenhang mit diesen Fragen wird sich der Reichstag im kommenden Winter dann auch wieder mit dem Steuervereinheitlichungsgesetz zu beschäftigen haben, und weiter wird der endgültige Finanzausgleich im wesentlichen vorbereitet durch ein großes Gesetz, durch das alle Ansprüche, die jetzt von Länderseite gegen das Reich gerichtet worden sind, abgefunden werden sollen. Angesichts der gespannten Finanzlage kann man natürlich nicht daran denken, den Ländern erhebliche Abfindungskapitalien zu überweisen, sondern es dürfte wohl eher die Wiederaufnahme eines Zinsendienstes in Frage kommen. Poincarés Verschleppungsmanöver Tributkonferenz erst Ende September? Berlin, 23. Juli.(Eig. Drahtber.) (Von unserer Berliner Schriftleitung.) Die Aussichten der internationalen Konferenz 171 36. Jah Annahme des Young-Planes waren in keinem Augen, blick so schlecht wie im jetzigen. Bei dem Rundgang durch die verschiedenen Lander nach einem Tagungson ist man jetzt über London, Ostende und Brüssel glücklich in Ooyenhagen angelangt Man könnte„!" in Kopenhagen angelangt. Man konnte geneigt S Westdeu Tause des Postflugzeuges der„Bremen“ Newyork, 23. Juli. Unter großer Beteiligung vollzog Bürgermeister Walker auf dem Sonnendeck der„Bremen“ die Taufe des Postflugzeugs der„Bremen“ auf den namen„Newyork“. Heute fand auch die erste öffentliche Besichtigung des Schiffes statt. Ger ZindustrienelPresch Annnäutigi Reine Privatgeschäfte— Bedeutende Verbindlichkeiten sein, diesen neuesten Vorschlag, der aus London komm für einen Scherz anzusehen, wenn er nicht tatsächlich ernsthaft in Londoner politischen Kreisen erörtert wor, den wäre. Selbstverständlich hat Kopenhagen als gungsort nicht die geringste Aussicht. Die französische, Regierung hat erneut Paris vorgeschlagen. Aber aug hierfür besteht genau so wenig Aussicht wie etwa für die Stadt Brüssel, die für die deutsche Regierung nicht im Frage kommt. So ist auch heute das Rätselraten über den Tagungsort noch nicht beendet. In politischer Beziehung scheint sich eine Verschlechterung für Deutschland, je länger die Konferenz hinaus, geschoben wird, zu ergeben. Die Montagzerklärung des englischen Außenministers Henderson, wonach die englische Regierung durch die u Genf im September vorigen Jahres getroffene Entscheidung im Prinzip an die Versöhnungskommission gebunden sei, hat in Berliner politischen Kreisen großes Aufsehen erregt. Von zuständiger Stelle wird erneut festgestellt, es sei zwar richtig, daß man sich in Genf dahin geeinigt habe, eine Verständigungskommission für das Rheinland zu schaffen. Aber schon in Genf und auch später sei wiederholt von den deutschen amtlichen Stellen erklärt worden, daß eine Sonderkommission für das Rheinland über das Jahr 1935 hinaus für die Reichsregierung nicht annehmbar seiWenn also über die Zeitdauer und das Funktionieren einer solchen Kommission eine Verständigung nicht möglich sei, so entfalle damit die Kommission von selbs. Die Reichsregierung hält nach wie vor a# ihrer Forderung fest, daß die Konferenz nicht über den 6. August hinausgeschoben werden darf. Sie hat erst in den letzten Tagen wieder entsprechende Vorstellungen in Paris und London erhoben. Aber in politischen Kreisen ist man sich darüber einig, dai die Verschleppungsmanöver Poincare## Erfolg haben werden. Man befürchtet sogar, daß die Konferenz erst nach der Tagung des Völkerbundsrates, also frühestens Ende September oder Anfang Oktober stattfindet, sodaß der Youngplan am 1. September nicht in Kraft treten kann. Man wird sich also auf eine vorläufige Weiterführung des DawesPlanes sowie eine Anrechnung der Daweszahlungen nach dem 1. September auf den Young-Plan einigen müssen. Dort, wo noch vor wei sach träge seine Fluten älzte, ist ein neuer Stadtt zuzeitlichen Gesichtspunkter und Viehhof den Stempel Schlacht= und Viehhof an de Festakt seiner Bestimmt Jahrzehnten immer seit fürfnis findet nun seine Es ist eine wirklich gro #urch jahrelange Anschüttu wischen der Dorstener St siemke erstellt wurde: in d nachbarschaft hat man man die Zukunft aber wird, desse saß Bochum recht daran geto konmenden Zeit Rechnung Die Vor Der im Jahre 1876 Bödestraße— damals der er In 1. Oktober 1877 eröffn. entsprach er doch längst nich korderungen der kräftig em nan schon 1905 die Verle chloß. Im folgenden Jah snoße Gelände an der Bei andlungen mit der Eisenbe ahnanschluß kamen aber er im Stadtbauamt in Gemei hlachhofdirektor Dr. Doen einen Aufwand von 2 65 tuch des Weltkrieges ließ athausneubaues auch de sicht zur Ausführung gelan Kriege und in den erster nrückgingen, so kam man em alten Schlachthofe aus nmer mehr hervortraten. sie Verhältnisse aber imm kumer Anzeiger“ wies wied ringlichkeit der Schaffung nügenden Schlachthofes. Wie der B Das Berlin, 23. Juli.(Eig. Drahtber.) Berliner Abendblätter berichten: Wieder einmal wird der Name des Erben eines großen deutschen Industrievermögens im Zusammenhang mit verfehlten spekulationen genannt. An der Börse und in Handelskreisen munkelte man schon längere Zeit, daß die privaten Transaktionen des Direktors Generalkonsul Robert Hoesch vom Eisen= und Stahlwerk Hoesch unter einem gewissen Unstern ständen. Aber in die große Oeffentlichkeit war von diesen Gerüchten noch nichts gedrungen. Als jedoch heute morgen in Dortmund bekannt wurde, daß Herr Hoesch nicht nur seine sämtlichen Aemter im Stahlwerk niedergelegt hat, sondern auch unter vorläufige Vormundschaft gestellt ist, schlug die Nachricht wie eine Bombe ein. Wenn auch in Dortmund bedeutende Industrien ihren Sitz haben, so spielt doch das Eisen- und Stahlwerk Hoesch in der Wirtschaft eine maßgebende Rolle, und vor allem ist die gesellschaftliche Bedeutung der Familie Hoesch, die eine der ältesten Industrie-Patrizierfamilien des westlichen Westfalens ist, überragend. So ist es kein Wunder, daß die Meldungen über einen angeblichen Zusammenbruch des Direktors Hoesch überall das größte Aufsehen erregten und immer neue und wildere Gerüchte verursachten. Der Generaldirektor des Eisen- und Stahlwerks Hoesch, Dr. Springorum, der mit seinem Vater, dem Vorsitzenden des Aufsichtsrates, Kommerzienrat Springorum, die Seele des Hoesch=Werkes ist, teilt mit, daß die Transaktionen des Herrn Hoesch mit dem Eisen= und nicht das Geringste zu Wexen Stahlwerk als solchem tun hätten. Es handelt sich um reine Privatgeschäfte. Das Eisen- und Stahlwerk Hoesch dürfte daher auch nicht willens sein, wie stellenweise vermutet worden ist, irgendwelche Verbindlichkeiten zu decken. Wie groß diese sind, ist vorläufig noch nicht festzustellen. Zweifellos sind sie recht bedeutend, da Herr Hoesch, der sich übrigens schon im Jahre 1923 in wenig erfolgreiche Bankengründungen eingelassen hatte, in den letzten Jahren ziemlich wahllos große Aktienpakete der verschiedensten Unternehmungen aufgekauft hatte. Diese finanziellen Spekulationen des Herrn Hoesch sind umso merkwürdiger, als er Aktienpakete von Unternehmen erwarb, die keinen inneren Zusammenhang miteinander besaßen, so vom Dortmunder Vulkan, den Bielefelder Sattelwerken, der Dortmunder ElementeFabrik, der Großberliner Elektrizitäts.=., der Ruhr- und Hellweg=Bank usw. Diese ganzen Beteiligungen waren nicht etwa Majoritäten, ja nicht einmal qualifizierte Minoritäten, die unerwünschte Hauptversammlungsbeschlüsse hätten verhindern können, es waren im Grunde genommen nichts als Investierungen, die sich zum großen Teil als wenig glücklich erwiesen. Erklärlich wird das Verhalten des Herrn Hoesch, wenn man erfährt, daß er seit dem Jahre 1925 recht leidend ist. Er befindet sich auch jetzt in einem Sanatorium. Die Gerüchte, die davon wissen wollen, daß er nach Belgien verzogen sei, dürften dadurch entstanden sein, daß er als Gatte einer Belgierin auch belgischer Generalkonsul war. Direktor Hoesch war in erster Linie als Erbe des Namens Direktor des Eisen= und Stahlwerks geworden, doch spielte er schon lange nicht mehr eine maßgebende Rolle. K Befinden des Kanzlers zufriedenstellend Berlin, 23. Juli. Amtlich wird aus Heidelberg mitgeteilt: Das Befinden des Reichskanzlers ist nach dem heutigen Befund als zufrieden stellend zu bezeichnen. Die Tenperatur ist in den Abendstunden etwas zurückgegangen. Eine Reihe von Missionschefs und andere hochgestellte politische Persönlichkeiten haben in der Reichskanzlei vorgesprochen oder auf telephonischem Wege Auskunft über das Befinden des Reichskanzlers eingeholt. Die badische Regierung übermittelte dem Reichskanzler einen Blumenstrauß mit den besten Genesungswünschen. 19 Todesopfer eines Rennboolungtückes auf dem Wichigan=See London, 23. Juli. Bei einem Zusammenio# zwischen zwei Rennbooten auf dem Michiganstürzten, nach Meldungen aus Chicago, sämtliche It### sassen ins Wasser. 19 Personen sind ertrunken Politische Uebersicht Im Jahre 1926 faßte d Pllegium den Beschluß, en Bur Gewinnung von Entwü Schlachthofspezialisten und EStuttgart) und W. Frese( Pettbewerb aufgefordert. D Dezember 1926 einzurei üigige Entwurf von Frese sie weitere Bearbeitung dur Stadtbauamt gewählt. Die Magistrat bewilligten für ##ettes 5,1 Millionen Mark. Arbeiten begonnen, über de #n Zeit berichtet haben. E Die gewaltige Anlage, die hei Sachkreise und die Bewunde #weckt. Gewaltige Erdbewu das Gelände entsprech 50000 Kubikmeter Erde w. #nert sich noch, wie die b ###thausneubau gewonnenen ##=Transportwagen zum wurden. Besondere Zufahr Die Hauptkanäle mußten her #inte, zunächst an der Ost mnage des Gleisanschlusses Ausfuhrung eines Brückenb #ung des Schlachthofes unte + Dr. Stresemann in Wildungen. minister„Dr. Stresemann setzt ab Nadh „Gesang ist Leben.“ 66 verVon Jeodor Schalsapin Seltsam die Schicksalskraft, die dem Gesang liehen ist! Vermögen unsere Lippen ein Liedchen zu formen, so haben wir den Sorgen die Schwere, dem Unglück den Stachel genommen. Es ist nur zu begreiflich, daß auch der Berufssänger sich diesem geheimnisvollen Einfluß nicht entziehen kann und mag. Wenn ich im Konzertsaal singe, so vergesse ich Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Ich befinde mich in einer anderen Welt; ich sehe niemand von meinen Hörern und lebe nur in meiner Stimme: Auch auf der Bühne denke ich nie an das Publikum. Ich sehe selbst nicht die Theaterbesucher in der ersten Parkettreihe. Weder Freunde noch Verwandte existieren dann für mich. Trotzdem empfinde ich nur zu gut, daß ich nicht allein bin. Ich stehe unter dem Einfluß einer geheimnisvollen Kraft, im Banne eines wunderbaren Fluidums, das die wahre künstlerische Inspiration schafft. Die Anwesenheit der vielen Zuschauer bedeutet mir einen einzigen großen Impuls, und in meinem Gesang verschmelzen Kunstler und Zuhörerschaft zu eins. Es ist wie der Pulsschlag eines mächtigen Herzens, das in Berlin und Paris, in Neuyork wie in London ziemlich gleichmaßig schlägt.„=664 Wis. Singe ich nur in kleinem, ausgewähltem Kreise, so habe ich das Gefühl, daß jene seelische Kraft, die von einer großen Zuhörerschaft ausströmt, mich nicht in gleichem Maße umgibt. Im alten Rußland sang ich oft am Zarenhofe. Ich sang vor Kaiser Wilhelm, vor König Georg von England und vor König Alphons von Spanien. Alle diese Herrscher waren äußerst liebenswurdig zu mir. Sie überschütteten mich mit Anerlennung, aber trotz all ihrer schmeichelhaften Aeußerungen über meine Kunst waren doch wohl die Urteile künstlerisch bochstehender Persönlichkeiten von größerem Wert für mich. Einmal sang ich vor Tolstoi, und später unterhielten wir uns. Seine Ansichten über das Leben und über die Kunst bedeuteten außerordentlich viel für mich. Was e; mir über Musik und Gesang sagte, hatte einen großen Einfluß auf meine künftige Laufbahn Als ich noch ein kleiner Knabe war, besaß ich einen Kreund. einen Sammied, der oft an seiner Esse sang, Eines Tages lag ich auf einer Wiese auf dem Rücken und blickte in den blauen Himmel hinauf. Ich verfolgte die ziehenden Wolken am Horizont mit meinen Augen, sah die Lerchen immer höher ins Aetherblau steigen; ich fuhlte mich glücklich. Erst leise, dann etwas lauter begann ich zu singen. Ich stand ganz im Banne meines Gesanges und hatte nicht darauf geachtet, daß mein Freund, der Schmied, zu mir herangekommen war. Plötzlich sah ich ihn und hörte auf zu singen in kindlicher Befangenheit.„Fahr nur fort, mein Junge", sogte der.„Das Lied hat Flügel. Es trägt den Sänger in himmlische Gefilde. Es ist ein Vergnügen, nicht nur dem Gesang„zu lauschen, sondern auch von eigenem Zeiz, den Sänger zu beobachten." Das waren die Vorte eines einfachen Schmiedes im Ural. Ich habe oft an sie im späteren Leben denken müssen. Meine größte Freude war es, als ich das erste Engagement in einer kleinen Stadt im Ural erhielt. Ich wurde für den Chor angenommen und erhielt eine Cage von 20 Rubel in der Woche und 6 Rubel Vorschuß. Was für eine Unmenge Geldes bedeutete mir diese Summe damals!— Seit dieser Zeit habe ich viel Geld durch meinen Gesang verdient. Ich habe sehr wertvolle Kontrakte unterschrieben und hohe Summen als Vorschuß erhalten, habe jedoch nie mehr das Entzücken verspurt, das mich damals erfaßte, als ich in dem unscheinbaren Büro der kleinen Uralstadt das erste selbstverdiente Geld in Händen hielt. Diese 6 Rubel bedeuteten einen neuen Abschnitt in meinem Leben, sie ermöglichten mir die Verwirklichung meiner sehnlichsten Hoffnungen. Mein Vater wollte ursprünglich, ich sollte Tischler werden; dann wollte er einen Schuhmacher aus mir machen, und endlich wollte er mich als Schreiber in ein Regierungsbüro stecken. Mein Herzenswunsch dagegen war es stets gewesen, ein Sänger zu werden. Diese ersten verdienten 6 Rubel nun stimmten meinen Vater um, denn sie gaben ihm den greifbaren Beweis, daß man auch durch Gesang Geld verdienen kann. Bis zu meinem 28. Lebensjahre habe ich nie außerhalb Rußlands gesungen. Zu dem Gedanken, ich könnte ein Engagement im Ausland erhalten, verstieg ich mich in meinen kühnsten Hoffnungen nicht. Mein Vater war arm, und so hatte ich keine Gelegenheit, ausländische Sprachen zu lernen, und es fiel mir nicht einmal leicht, ein fehlerfreies Russisch zu sprechen. Wie also sollte ich damit rechnen, vor einem ausländischen Publikum singen zu können! Zu meinem größten Erstaunen— ja ich möchte beinahe sagen, Entsetzen— erhielt ich eines Tages ein Telegramm von einem Impresario, der mich einlud, in der Mailänder Skala zu singen, Widerstreitende Empfindungen durchzuckten mein virn. Was, so fragte ich mich, wird mir diese neue Welt bringen. Ich fühlte instinktiv, daß abermals ein neuer Abschnitt in meinem Leben angebrochen war; aber ich war in Sorge, ob ich mich auf das Instrument, das ich in meiner Kehle besaß, auch wirklich verlassen konnte. Nicht das Erscheinen vor dem großen, mir unbekannten Publikum fürchtete ich, sondern die Möglichkeit einer Indisposition. Gott war mir gnädig, denn an jenem schicksalsvollen Abend gab meine Stimme alles her, was sie zu geben in der Lage war, und mein Erfolg war gesichert. Auch heute bin ich noch sehr darum besorgt, ob meine Kehle stets ihren Dienst verrichten wird. Ich zittere, wenn ich daran denke, daß meine Stimme eines Tages ihren Dienst versagen könnte. Ichvermeide jeden Sport mit Ausnahme des Schwimmens und von längeren Spaziergängen, um so der Gefahr einer Erkältung zu entgehen. Ich weiß, daß eine schwere Indisposition, die mich zwingen wurde, das Zimmer zu hüten, die Pläne meiner Impresarios sehr erschweren würde, die ihre Hoffnung und ihr Geld auf mich gesetzt haben und durch meine Unachtsamkeit ruiniert werden könnten. Mein Leben wird von meinen Managern geregelt. Ich weiß nie, welche Programme sie für mich entwerfen. Ich folge ihnen, wohin sie mich auch dirigieren mögen. Ich reise hunderte von Meilen und weiß oft nicht, weshalb ich gerade in das von meinem Impresario gewählte Land muß. Trotzdem finde ich mich mit diesen Schwierigkeiten und mit den Anstrengungen meines Berufes ab. Denn die Freude am Ge sang macht alles leicht. Gesang ist mehr als Kunst. Gesang ist Elementargewalt, die den Menschen der irdischen Niederungen enthebt und ihn näher zu seinem Gott bringt. Für mich bedeutet Gesang Leben, Gesang ist meine Weltanschauung! blind in folgen li## sich um sie. Die Roux lockte den berühmten und Bildhauer Gérome in ihre Netze und machte zum willenlosen Sklaven ihrer Launen, der, ihre Fehler, deren hervorstechendster die Untreue immer wieder zu seiner„Mariette“ zurückkehrte den stürmischen Auftritten die Versöhnung Murger war das flatterhafte Ding der weiblicher Untreue, und so hat er sie auch in Roman in der Gestalt der Musette verewigt, die Puccinis Oper der ganzen Welt bekannt geworden Mit zunehmendem Alter wurde das Mädchen prat und sparsam. So erzählt der französische Re schriftsteller Champfleury, daß sie ihm eines### einen Schubkasten gezeigt habe, der bis zurg### mit Goldstücken gefüllt gewesen sei. Einen 2el# Geldes verwandte sie dazu, sich eine Besitzung Rainen zu kausten. Aber auch ihr war der Appetit mit dem gekommen. Das sparsam gewordene Vorbild Musette beschloß, nach Algier zu gehen, dese günstigsten Aussichten für die Zukunft zu bieten, zuu Mit ihrem Geld reiste sie in Begleitung mi blinden Mutter ab. Die beiden Frauen„Eepe# auf dem Dampfer„Atlas“ ein der am 3..u# 1863 nach Oran in See ging. Seitdem hat mighinng wieder von dem Dampfer gehört, der augen und Maus untergegangen ist. Murgers Musekte, ihr Glück und Ende Als Murger seinen berühmten Bohéme=Roman schrieb, diente ihm eine gewisse Marie Vignal als Modell für die„Mimi“. Jetzt hat ein französischer Schriftsteller auch dem frivolen Gegenstück der sentimentalen Mimi, der Musette, nachgeforscht und festgestellt, daß eine gewisse Marie Christine Roux aus Lyon für diese Figur als Vorbild diente. Das hübsche Mädchen war ohne einen Sou nach Paris gekommen und hatte dort als Malermodell Ruf erlangt. Bildhauer und Maler des Montmartre rissen irgendwo mit Mann erfahrt ReichsaußenDienstag seine Kur in Bad Wildungen fort. + Deutschland tritt dem Weltnothilfsverbande bei## Die vollzogene deutsche Ratifikationeurtunde des Feu#### Abkommens über die Grundung des Weltnothilfsve### bandes wurde gestern vom Generalkonsul Dr. Voern ckers dem Generalsckretär des Völkerbundes und geben. + Englands Abneigung gegen Paneuropa. der Ablehnung des politischen Teiles des Briandse Planes zur Schaffung der Vereinigten Staaten Europa ließ die britische Regierung am Dienstag Unterhaus verkünden, daß sie auch wirtschaft mit diesem Plan nichts zu tun haben wolle. perden. Im Mai 1928 war die Montage in den E #ngt, die Montage der 9 saschinenanlage einsetzen kr Ein Gang über den Eine Anlage von solche bedürfnisse einer stark ahrzehnte hinaus, muß in Maleg = Die Massary bei Saltenburg? Wie vestassag soll die Direktion des Lessingtheaters Fritzi g# die kommende Spielzeit engagiert habgn„iner### lerin wird nicht als Sängerin, sondern rolle auftreten.6 Vor einises =„Carmen“ im modernen Gewandr. Hugnach Zeit ging eine Nachricht durch die Pressczzugzenier## gsberger Stadttheater bei einer Neu;########## Oper„Carmen die Akteure in König von Bizet's die Akteure in gergg# Uniform aufgetreten seien. Ein weit moder#pielzen wand erhielt Carmen jedoch schon in Jfger en 9 3 26 bei iner Neuinh.g, u 1925/25 bei einer Neuinszenierung theater, wo unter der Regie de Martin nicht nur moderne spanische wandt wurden. sondern auch die Szene in einer Bar sich abspielte. Mniforner in der Su erz Eiaentshn-ftele ER E Sosevsch-A EEA SD0so be)P WE WI PK K Hugen-Suss *? htber.) .) Erenz ur. m AugenPundgang agungsort glückich te geneigt In lonmt tatsächlich riert worals Jr ganzösische Aber auc etwa fur rung nicht kätselraten Verschlechnz hinaus. ontagsrs Henirch die in fene Ent. kommissan itischen son zustärpar richtia eine Der u schaffen verholt von orden, d# Rheinfür bi bar sei nktionieren nicht mös, von selbi vie. vor u. t über da sie hat en de Vorben. Abr. einig,## inear Jogar. 585 ölkerbund der Ansien im 1. Set. wird s4 es DawesSzahlunger lan einigen u. 121 36. Jahrgang 1. Beilage zum Bochumer Anzeiger und General Anzeiger Rittwoch, den 24 Juli 1926 Der neue Schlacht= und Biechho, in Dochum Westdeutschlands modernster Schlachthof—. Baukunst und Technik schufen eine mustergültige Anlage enstelen 23. Juli. Das Be gen Beind Die Tenück gegangen. ndere bachder Reichsschem Were anzers einittelte den besten Gegatichee sammensoß Zichigan=3r imtliche Ju trunlen Reichsaußenenstag sene verbande bei e des Genirc tmothilfsver## Dr. Bo# undes übr uropa. Nas Briandscher Staaten Dienstag schaftlie le. imten Malet d machte er, blind# Untreue war## ückkehrte u# g folgen li#### der Soberig ich in serten igt, die durc# geworden chen Vrrkun ische eines uun# zum ver. Cen. Besitzung it dem Vorbild# sen 908 bieten schiet na mit in4 3. Novem# ur wer ue.# Mgen sangen ist. Dir San 1 i Wariagu# „Die Auu einer Spieh Vor einig Porse 5 odernerg, der Spzelh eselleg, Pn ndante“## niforie in der Sate Dort, wo noch vor wenigen Jahren der Hofsteder nach träge seine Fluten durch sumpfiges Gelände hälzte, ist ein neuer Stadtteil erstanden, dem der nach heuzeitlichen Gesichtspunkten angelegte neue Schlacht###nd Viehhof den Stempel aufdrückt. Heute soll der schlacht= und Viehhof an der Berggate mit einem kurn Festakt seiner Bestimmung übergeben werden. Ein #ei Jahrzehnten immer dringender gewordenes Be###urfnis findet nun seine Befriedigung. as ist eine wirklich großzügige Anlage, die auf dem ###urch jahrelange Anschüttungen vorbereiteten Gelände Awischen der Dorstener Straße und dem Bahnhof #iemke erstellt wurde: in der uns nicht wohlwollenden achbarschaft hat man manche Lippe darüber riskiert. Eie Zukunft aber wird, dessen sind wir gewiß, beweisen, Bochum recht daran getan hat, den Bedürfnissen der #mnmenden Zeit Rechnung zu tragen. Die Vorgeschichte. Der im Jahre 1876 erbaute Schlachthof an der odestraße— damals der erste im Ruhrgebiet— wurde n 1. Oktober 1877 eröffnet. Wiederholt vergrößert, #usprach er doch längst nicht mehr den wachsenden AnPorderungen der kräftig emporgeblühten Stadt, so daß #an schon 1905 die Verlegung des Schlachthofes betloß. Im folgenden Jahre wurde das 40 Morgen #roße Gelände an der Berggate angekauft: die Verndlungen mit der Eisenbahn über den erforderlichen Fahnanschluß kamen aber erst 1914 zum Abschluß. Der m Stadtbauamt in Gemeinschaft mit dem damaligen Schlachhofdirektor Dr. Doenecke aufgestellte Bauentwurf eh einen Aufwand von 2 650.000 Mark vor. Der Aus#uch des Weltkrieges ließ ebenso wie den Plan eines ##thausneubaues auch den des Schlachthofneubaues ####t zur Ausführung gelangen. Da die Schlachtungen Kriege und in den ersten Nachkriegsjahren erheblich rückgingen, so kam man einstweilen auch noch mit En alten Schlachthofe aus, wenngleich seine Mängel #imer mehr hervortraten. In der Folgezeit wurden e Verhältnisse aber immer unhaltbarer: der„BoEiner Anzeiger“ wies wiederholt in Aufsätzen auf die ##ringlichkeit der Schaffung eines modernen Ansprüchen nügenden Schlachthofes. Wie der Bau begann. Im Jahre 1926 faßte dann das StadtverordnetenElegium den Beschluß, endlich ans Werk zu gehen. ### Gewinnung von Entwürfen wurden die bekannten ##lachtdofspezialisten, und Architekten I. Henning Etuttgart) und W. Frese(Berlin) zu einem engeren Pethewerb aufgefordert. Die Entwürfe waren bis zum E. Dezember 1926 einzureichen. Der klare und groß#age Entwurf. von Frese. wpurde als.„Srundlage für ###.peitere Bearbeitung durch die Architekten und das Sadtbauamt gewählt. Die Stadtverordneten und der Magistrat bewilligten für die Ausführung des Pro#ettes.1 Millionen Mark. Alsbald wurde mit den Arbeiten begonnen, über deren Fortgang wir von Zeit Zeit berichtet haben. So entstand nach und nach Die gewaltige Anlage, die heute die Aufmerksamkeit aller achtreise und die Bewunderung der Vorübergehenden Sweckt. Gewaltige Erdbewegungen waren erforderlich. in das Gelände entsprechend zu gestalten. Rund 55000 Kubikmeter Erde waren zu bewegen; man er###ert sich noch, wie die beim Ausschachten für den ####kausneubau gewonnenen Erdmassen mit Straßen####Tranzportwagen zum Schlachthofgelände geschafft .scht., esondere Zufahrtstraßen waren anzulegen: E hauptkanäle mußten hergestellt werden. Erst dann Ninte, zunächst an der Ostseite des Geländes, mit der #rlage des Gleisanschlusses nebst Laderampe und der usführung eines Brückenbauwerkes zwecks Unterfühung des Schlachthofes unter dem Löbkerring begonnen Werden. Im Mai 1928 war der Rohbau soweit fertig, E; die Montage in den Schlachthallen, im folgenden nat die Montage der Kessel und anschließend der Faschinenanlage einsetzen konnte. Die Gesamtanlage des Bochumer Schlacht= und Viehhofes. Ein Gang über den Schlacht= und Viehhof. Eine Anlage von solchen Ausmaßen, berechnet für bedürfnisse einer stark wachsenden Stadt auf viele zehnte hinaus, muß in ihren Einzelheiten wohl überlegt werden. Wichtig ist die bequeme Zufahrt. Sie erfolgt von dem als Verbandsstraße gebauten, auf der Nordseite als Promenadenstraße hergerichteten Löbkerring; er erweitert sich längs des Verwaltungsgebäudes zu einem Grünplatz, von welchem drei breite Verkehrsadern nach dem Viehhof, dem Schlachthof und der Avholhalle des Kühlhauses führen. Durch das Gelände führt ein weitverzweigtes Straßennetz. Der Innenseite des Verwaltungsgebäudes ist ein großer Verkehrs= und Schmuckplatz vorgelagert. Das Verwaltungsgebäude ist in schlichter Architektur, doch repräsentativ gehalten. Durch die Durchfahrten und das Pförtnerwohnhaus untergeteilt, nimmt es die gesamten Verwaltungsräume auf. Im westlichen Teil befinden sich die Wohnungen für den Direktor und den Obertierarzt: außerdem sind noch drei Wohnungen für Beamte eingerichtet. Die Ausstattung der Verwaltungsräume ist zweckentsprechend und bei aller Einfachheit doch gediegen. Die Viehmarkthallen. Die Bahngleise(insgesamt 1700 Meter Länge) führen unmittelbar das heranrollende Schlachtvieh in die dafür bestimmten Hallen für Großpieh, Schweine und Kleinvieh. Von dort wird es den gegenüber liegenden Schlachthallen und Schlachtstallungen zugeführt. Ein Ueberständerstall nimmt das noch nicht verkaufte Vieh auf. Die erforderlichen Räume für Büros, Aerztezimmer, Futterküchen und Futterböden sind ausreichend vorhanden. Für die Abhaltung von Pferdemärkten ist ein großer Freiplatz vorgesehen. Zinfortfinden auf dem Moltkeplatzkeine Pferdemärkte mehr statt. Ein großer Quarantänestall für Auslandsvieh ist gleichfalls vorgesehen. Die Schlachthallen nehmen einen großen Raum ein: sie sind übersichtlich aufgeteilt, längs der dem Kühlhaus vorgelagerten Verbingungshalle angeordnet. Unter sich sind sie durch glasüberdachte Straßen verbunden. Eine Hochbahnanlage dient dem Transport der geschlachteten Tiere zu den Abstell= und Vorkühlräumen des Kühlhauses. Die Schweineschlachthalle zeigt im Innern eschchlie Se Kelce ce amt eingerichtet.„Die Großbieb ist vorerst mit 32 Winden ausgestattet und hat auf beichchaie eiese ist das TrichinenschauGroßpiehschlachthalle Ain der Kuroe—. 8 Sdege Schema der Anlage. Oben links Eingang vom Löbkerring aus: rechts die Maschinenhalle. Unten links die Abholhalle, rechts die Großviehschlachthalle. den Längsseiten Zutriebsmöglichkeit mit Lichtsignalen. Das Kühlhaus enthält neben den Kühlzellen für Frischfleisch solche für Auslands= und Gefrierfleisch, Pökelräume und Räume für Innereien. Große Holzkanäle sorgen für Kühlung und Belüftung. Die Abholhalle ist dem Kühlhaus vorgelagert, sie mißt 16 mal 100 Meter. Die Großviehkuttelei steht in Verbindung mit der Großviehschlachthalle. Im Norden des Geländes befindet sich der Seuchen= und Pferdeschlachthof mit eigenen Kühlräumen. Eine Kantine darf auf einem so großen verkehrsreichen Schlachthof natürlich nicht fehlen; sie enthält neben Erfrischungsräumen luftige Umkleideräume, Badezellen und Toiletten. Zwischen der Schweineschlachthalle und dem Seuchenschlachthof liegt der geräumige Ausspannhof. Das Kessel= und Maschinenhaus bildet das Herzstück der ganzen Anlage. Es ist mit allen Errungenschaften der modernen Technik ausgestattet. Werkstätten, Eisfabrik, Räume für die Freibank und die Wohnungen für das Maschinenversonal, Geschäfts= und Verkaufsräume der Fleischerinnung vervollständigen diese Abteilung. Zwei große Hochdruckflammrohrkessel mit je 100 Quadratmetern Heizfläche versorgen die Anlage mit Dampf und Wasser: letzteres wird in vier riesigen Voilern von je 15 Kubikmeter Inhalt gespeichert. Eine Dampfmaschine und drei elektrisch angetriebene Kompressoren dienen der Kälteerzrugung nach dem Ammoniakverfahren. Das Gebäude ist groß genug, um alle Anlagen doppelt so groß zu machen, so daß sie stets den größten Anforderungen der Zukunft angepaßt werden können. Die Baukosten der ganzen Anlage belaufen sich auf rund sieben Millionen Mark; an der Bauausführung sind über 100 Firmen beteiligt: man hat dabei daks hiesige Gewerbe bevorzugt berücksichtigt. Die Bauleitung hatte Stadtbaumeister Sohm, dem die Bauführer Brück, Greising und Unseld zur Seite standen. Der neue Schlachthof ist wirklich eine vorbildliche Einrichtung, auf die Bochum stolz sein kann. Denn sinnfällig zeigt sie, welch hohen Wert man heute auf Sauberkeit und Hygiene legt, um die fleischverbrauchende Bevölkerung vor gesundheitlichen Nachteilen zu bewahren. Weiche Bedeutung die sorgfältige Untersuchung des Fleinges hat, mo daraus erhellen, daß im letzten Jahre 92 ganze Tiere, darunter 41 Schweine, als für den menschlichen Genuß ungeeignet, beseitigt wurden und daß euf die Freibank 644 Tiere, darunter 168 Rinder, wegen Minderwertigkeit kamen. Bochum darf sich frauen, in dem neuen Schlacht= und Viehhof eine mustergültige Anstalt zu besitzen, deren Bedeutung für die Volkshygiene nicht hoch genug zu schätzen ist. Westsälische Verwaltungsakademie Am Donnerstag, 11. Juli, hat der von der Westfälischen Verwaltungsakademie„Abteilung Industriebezirk", Sitz Bochum, im Einvernehmen mit der Justizverwaltung veranstaltete Sonderlehrgang für Rechtspfleger sein Ende gefunden. Er hatte im Oktober 1928 begonnen, so daß seine Dauer sich über zwei volle Semester und fast über ein Kalenderjahr erstreckt hat. Zu dem Lehrgang hatten sich 66 Justizbeamte— vorwiegend aus dem Bezirk des Landgerichts Bochum— gemeldet, von denen 62 an den Veranstaltungen des Lehrgangs bis zu seinem Ende teilgenommen haben. Nach dem Urteil der Dozenten und Hörer bedeutete der Lehrgang einen vollen Erfolg. Dieses Urteil kam auch in seltener Einmütigkeit auf der einfachen Abschlußfeier zum Ausdruck, die nach der letzten Vorlesung Lehrer und Hörer im Erfrischungsraum der Verwaltungsakademie vereinigte. Der philosophisch=pädagogische Sechssemesterlehrgang hat mit dem Sommersemester 1929 sein Ende erreicht. Am letzten Vorlesungstage versammelten sich die Hörer mit ihern Dozenten in der Loge, um den Abschluß feierlich zu begehen. Aus Rede und Gegenrede klang die große Befriedigung aller über die geleistete Gemeinschaftsarbeit und den erreichten wissenschaftlichen Erfolg heraus. Von allen Seiten wurde auch dem Wunsche Ausdruck gegeben, daß die eigenartige, ja einzigartige Einrichtung dieses Sechssemesterlehrgangs Dauercharakter haben möge. Direktor Dr. Elleringmann gab für die Studienleitung der Verwaltungsakademie die Erklärung ab, daß diese alles tun Fricheseo. der Bochumer Voltsschuten 7. Banner-Wettkampf der Knaben Bochum, 23. Juli. Die Bochumer Volksschuljugend mißt in den Reichsjugend=Kämpfen in diesem Sommer wieder ihre Kräfte. Die Knaben hatten am Dienstag ihren Kampftag. Ein fröhliches Leben und Treiben sah man auf dem„Germania"=Sportplatz und im Bochumer Stadion an der Castroper Straße. Schon kurz nach Uhr morgens rückten die ersten Klassen an. Rund 1600 Bochumer Volksschüler nahmen an den Banner=Wettkämpfen teil. Die Gesamt=Kampfleitung lag in den Händen von Oberturnlehrer Raven. Die Kampfrichter konnten ihres durchaus nicht leichten Amtes reibungslos walten. #f1 G.: Tausgreifer hei der werde, um den philosophisch=pädagogischen S sterlehrgang fortzusetzen und zur dauernden Einrichtung der Verwaltungsakademie werden zu lassen. Nachuntersuchungen für Kriegsbeschädigte Frist für Rentenanträge. Vom Reichsverband deutscher Kriegsbeschädigter und Kriegerhinterbliebener, Ortsgruppe Groß=Bochum, . Straße 11 Zimmer 52—54. Geschaftssteue, Hattinger Strage 11, Zimmer 52—54, wird Aue Jungens waren mit Feuereiser bei der Sache und man konnte eine ganze Reihe famoser Einzelleistungen beobachten. Das Banner der Stadt Bochum errangen im Jahre 1922 die evangelische Schule an der Adolfstraße, 1924 die evangelische Schule an der Trankgasse, 1925 die evangelische Schule an der Adolfstraße, 1926 die evangelische Schule an der Alleestraße, 1927 die katholische Schule an der Castroper Straße. Der Bannerwettkampf ist ein Vierkampf, bestehend aus einem 100=Meter=Wettlauf, Hochsprung, Schlagballweitwurf und Freiübungen. Gewertet wird nach dem 20-Punkte=System. Einzelsieger in den drei ersten Kämpfen ist, wer mindestens 40 Punkte erzielt. 60 Volksschulen waren an den Knabenkämpfen beteiligt. Jeder Einzelsieger erhielt einen Eichenstrauß; Tagung des Deutschen Gerichtsvollzieher bundes Vom 18. bis 21. der Bund Deutscher de. L. Juli tagte in Gießen zum 18.9 Gerichtsvollzieher, die der 1. Nr. 171 36. Jah desvorsitzen##, Ohergerichtspollzigher, Gamm(Berins 69,57 Punkte 65,85 Die Temperatur blieb den ganzen Tag über erträglich und die Kinder damit bis zur letzten Stunde frisch und munter. Gegen zwei Uhr nachmittags waren die Kämpfe beendet. Die höchste Durchschnittspunkt: zahl, nämlich 69,57, erreichte die bekennini###reie Schule an der Herner Straße. Da aber für die Erwerbung des Banners eine Stärke von zehn Wettkämpfern festgesetzt ist, die Schule jedoch nur mit sieben Wettkämpfern vertreten war, konnte ihr das Banner nicht zugesprochen werden. Das Banner der Stadt Bochum erkämpfte die evangelische Schule an der Riemker Straße mit 65,85 Punkten. Die Ehrenurkunde der Stadtverwaltung erhalten nachstehende 15 Schulen: Bekenntnisfreie Schule Herner Straße Evangelische Schule Riemker Straße Katholische Schule Schragmüllerstraße Evangelische Schule Friedenstraße... Evangelische Schule Fahrendellerstraße: Katholische Schule Riemker Straße.. Evangelische Schule Bertastraße... Evangelische Schule Herner Straße.. Evangelische Schule Hammer Straße. Katholische Schule Gahlensche Straße. Evangelische Schule von der Reckestraße Katholische Schule Josefinenstraße. Katholische Schule Hermannshöhe Katholische Schule Feldsieperstraße. Katholische Schule Kohlenstraße... Der Rechnungsausschuß arbeitete buchstäblich im Schweiße seines Angesichts bis zu den späten Abendstunden an der Feststellung der Endergehnisse, Die Siegerverkündung ist am Donnerstag bei dem Spielfest der Knaben und Mädchen. Ueber die Einzelsieger unter starker Beteinigung der Bundesmitglieder san licher Lander mit Begrüßungsworten an die Be 65,13 65.06 63,80 62.21 61,87 61.60 61,13 60.57 59,28 59,27 58,83 58,70 57,66 licher Länder mit Begrützungsworten un vie Verte#g des Hessischen Justizministeriums, der Gerichtsbehor#### und der Hessischen Anwaltschaft eröffnete. Im Vorz# grund der Verhandlungen stand aus der sehr reichte rdnung die wichtige Frage des Gerscha und Anträgen zur Verwaltungsvereinfachung. Nachdder Vorsitzende des Landesverbandes Bavern in uud tiefschürfenden Vortrage:„Aus der Praxis für Praxis— Gedanken zur Zwangsvollstreckungsreforalle hierbei auftretenden Fragen eingehend vom#### tischen Standpunkte aus beleuchtet hatte, führte die schließende umfangreiche Aussprache über dieses zur einstimmigen Annahme einer Entschließung Sinne der Ausführungen. Bei allen maßgebendenu sonst interessierten Stellen sei dahin zu wirken, daß## Einzel=Gerichtsvollzieher=System etwa nach vu### ßischem Muster beibehalten werde und auch dort## Einführung gelange, wo es bisher noch nicht bestei Mit aller Entschiedenheit lehnt der Deutsche Ger### vollzieherbund die Bestrebungen zur Einführung des genannten Amtsbetriebes(behördliche### streckungsleitung) mit der Wirkung völliger oder##### weiser Ausschaltung des Parteibetriebes in der Zwan### vollstreckung ab. Eingehende Behandlung erfuhrs auch die Standesfragen, gleichstellung mit der Beam #esoldungsordnung in der näß festgelegt ist, gewann Zwang zur schroffen 25 ind meist deshab nicht der vollstrecku hent, müsse abgestellt gerd em G. V. gesetzmaßig Bewelührung der Zwangsvollstre Fälle, wo er aus seinen## aus und nach seinem pflick lleberzeugung kommt, daß sem Gläubigex und dem Klann. Zu§ 808 8PO. wur vom Gesetz geforderte Art fandstuckes für den Schuld #rfahrungsgemäß unbedenk! leichwohl sind die Gericht Lzeugung durchdrungen, bei Verster Linie ge die Gläubig wie die Amtsbezeichnung und Eingruppierung der#### richtsvollzieher. Die einmütige Auffassung der### sammlung, daß eine dem Leistungsprinzip entsprechen## Wertung der Diensttätigkeit der G. V. erst dann geben ist, wenn die Einstufung nach Gruppe 4c und der Dreikamuf dar sigs berichten. Am Mitwoch wird Hundert die des Reichsausschusses für Leibesübungen. der Bleitampf der Mädchen ausgetragen. uns gemelbet:.iäperTgmstgfet Durch die 5. Novelle zum Reichsversorgungsgesetz vom 1. 10. 27 wurde allen 20prozentigen Kriegsbeschädigten die Möglichkeit gegeben, ihre Ansprüche auch ohne den Nachweis einer Verschlimmerung geltend zu machen. Das Reichsarbeitsministerium will die Frist nunmehr beenden und diese Regierungserklärung mit dem 80. September 1929 außer Kraft setzen. Es können also heute Rentenanträge vom 1. Oktober 1929 ab an nur dann gestellt werden, wenn eine wesentliche Verschli rung des Versorgungsleidens eingetreten ist, so daß also in Zukunft derartige Versorgungsansprüche nur noch im Rahmen des Paragraphen 57 des Reichsversorgungsgesetzes gestellt werden können. Aus dem vorigen Etat für Kriegsopfer ist ein ungedeckter Fehlbetrag von 70 Millionen vorhanden. Regierung sucht nun nach Sparmaßnahmen. Zu einer dieser Sparmaßnahmen scheint auch die Nachunter suchung für Kriegsbeschädigte zu gehören. Bekanntlich waren für das Jahr 1929 die Nachuntersuchungen von Kriegsbeschädigten aufgehoben. Vom 1. Oktober ds. Is. ab an sollen die Nachuntersuchungen wieder beginnen. Man dürfte auf das Ergebnis der Nachuntersuchungen gespannt sein, insbesondere ob sie den Zwea#-: die Rentensätze für Kriegsbeschädigte niedriger zu gestalten. Hitze und Wasserverbrauch Ins Bad. Trotz der anhaltenden Gewitter tritt eine merkbare Abkünung der fast tropischen Temperatur nicht ein. Der Verbrauch an Wasser steigt; die Hersteller von Speiseeis machen glänzende Geschäfte, und die wenigen Erzeuger von Stangeneis zum Kühlhalten können den Anforderungen kaum gerecht werden. Die Eisfabrik im alten Schlachthause(die im neuen Schlachthause ist noch nicht in Betrieb) kann nicht mehr als 45 Zentner täglich erzeugen, die reißenden Absatz finden. Ebenso ergeht es der Eisvertriebsgesellschaft, die ihre höchsten Absatzziffern in diesen Julitagen erreicht hat. 116—120000 Kubikmeter Wasser täglich fördert das Bochumer städtische Wasserwerk, davon gibt es 10 Prozent an das Verbandswasserwerk ab. Betrachtet man den derzeit sehr niedrigen Wasserstand der Ruhr, so ist diese Leistung unseres Wasserwerks nur möglich, weil es technisch auf der Höhe ist; die in den letzten Jahren geschaffenen Anlagen machen sich befrüheren Jahren betrug die DurchschnittsWasserförderung in den Monaten Juli—August 95.000 bis 98000 Kubikmeter; sie ist also heuer beträchtlich höher. Für unsere Wasserversorgung besteht keine Gefahr. Um zu verhüten, daß bei dem niedrigen Wasserstande der Ruhr— noch dazu die Verunreinigung des Flusses durch heimlich hineingeleitete die Strandbäder— gesundheitsFahrikabwasser und vir#####ang##ee gest schadliche Keime in das Trinkwasser gelangen, wird dem Wasser auf je acht Kubikmeter ein Gramm Chlor zugesetzt. Zu dieser Vorsichtsmaßnahme sind jetzt alle Waserwerke gezwungep..2 Sehrangt für i.. Mehr Wasser wird auch gebraucht für die Straßenbesprengung. Während man einmal damit rechnet, daß im Jahre an 80 bis 90 Tagen insgesamt 75000 Kubikmeter Wasser zum Straßenbesprengen gebraucht werden, müssen jetzt täglich 1000 Kubikmeter verbraucht werden, Ganz natürlich, daß unsere Baveannalt an der Marienstraße doppelt soviel Besucher aufweist wie sonst. Statt 300 bis 400 Personen benutzen nun täglich 600 bis 700 Personen das Schwimmbassin— das dementsprechend auch öfter neu gefüllt werden müßte. Man hört vielerlei Klagen über das Aussehen und den Geruch des Wassers. Insgesamt besuchen täglich 1000 Personen die Badeanstalt. Wieviele Bochumer die uns fehlenden Freibäder in Nachbarorten besuchen, kann man nur schätzen; die Zahl ist aber groß. So sehr man auch nach dem kühlen Vorsommer Warme herbeiwünschte, so sehr hätte man jetzt nichts dagegen, wenn die Hitzewelle einer angenehmen Temperatur weichen würde. Es ap. weule einge ungzzsehmien Teniheratur weschen hat eben jedes Ding zwei Seiten. Der Taschenfahrplan für den westfälischen Industriebezirk #ahrnehmen zu müssen. 2 ie nicht die Notwendigkeit, ##und von der Rechtsprechu ungsvolle Behandlung Bührung zu bringen, soweit Pesen vereinbar ist. Eine Aussprache über undesrats vom 8. 10. 1914 #ei Versteigerungen #n gegen die weitere Beibe ###utage, so daß die Versamm Reseitigung derselben an r Sreten. Zu den neueren Vo #er Behörden, betr.„Reform burde ausführlich Stellung ####stellt, daß der Bund es al ansieht, bei den Verbesserun ##ollstreckungswesen seine r abrungen in dem Sinne zu # Wohl des rechtsuchenden #en müsse und alle Sonder ind. enthält nicht nur die Strechen der Reichsbahndirektionen Essen und Elberfeld, sondern auch die wichtigsten Linien der Direktionsbezirke Köln, Mainz, Frankfurt, Trier, Münsler. Hannover, Kassel mit den Anschlüssen nach den bedeutendsten Städten Deutschlands und des Auslandes. Er enthält ferner die Fahrpläne der heimischen Straßenbahnen und der Autobuslinien, der Rheindampfschilfahrt, sowie ein Fahrpreisverzeichnis ab Bochum und ein Verzeichnis der Sonntagsrückfahrkarten ab Bochum-Hauptbhl. und Bochum-Nord. Für nur 30 Pfennig ist dieser Taschen anerkannt zuverlässige Juscenfahrplan bei allen Buchhandlungen in Bochum und der Umgebung, bei allen Zeitungsverkäulern, unseren Zeitungsboten, sowie in unserer Geschäftsstelle erhältlich BOCHUMER ANZEIGER 1 Anfang Juli. Die Heuernte war geborgen, der Roggen verfarbte sich. Vierzehn Tage konnte der Landwirt sich einige Ruhe gönnen. Der Tag ging zur Rüste Kein Wölkchen zeigte sich am Himmel. Langsam ging der Oekonomierat Seltenwang durch seinen Park. Groß und hager, barmos vas Gesicht, graue Augen blickten versonnen vor sich hin. Die Mundwinkel hingen ein weniz herab. Heute war sein Geburtstag. Er überdachte in der Abeno######e sein Leben. Seine Pflicht hatte er immer getan, Glück war ihm wenig beschieden gewesen. Mit sechsundzwanzig Jahren hatte er geheiratet, das Gut übernommen, sechshundert Morgen Feld und Morgen Wald. Fast zwei Jahrhunderte war es im Besitz der Familie. Fruchtbares Land im Schwalmtal an der hessisch=waldeckschen Grenze. Der Vater hatte sich damals ins Altenteil zurückgezogen, weil ihm die Frau gestorben war. Aber die Macht hatte er nicht vollkommen aus der Hand gegeben. Da war schwer arbeiten gewesen für den Sohn und seine junge Frau. Einer konnte nur Herr sein. Es war die Zeit gewesen, in der man angefangen hatte, intensty, riit, künstlichen Düngemittein zu arbeiten. Der arteum war bedächtig gewesen, mahnte, das Geld zusummenzuhalten. Es war zu unerfreulichen austritten gekommen. Auch dann noch, als agge gegrgefeschge Ernten in den Scheunen lagen.#### Writzrin lies nicht ab. Zehn Jahre war der Soyn ourch ihn in der Bewirtschaftung gehemmt gewesen. Der Vater hatte die Augen geschlossen, als gerade die bösen Zeiten für die Landwirtschaft gekommen waren unter Caprivi... Ihm hatte seine Frau zwei Söhne geschenkt. Den Fritz und den Gerhard. Seit der Geburt des Jüngsten kränkelte sie. Nach fünfzehnjähriger Ehe hatte er sie begraben. Zu einer zweiten Heirat hatte er sich nicht entschließen können. Bei den Seltenwangs war es immer so gewesen: der älteste erbte das Gur, die anderen wurden abgesunden. Ihm war gar nicht de Gedanke gekommen, daß Fritz verzichten könne zugunsten von Gerhard... Der Fritz! Er war Art geschlagen. Saß gern hinter den Büchern. Bis zum Einjährigen hatte er auf dem Gymnasium bleiben, sich dann erst bei ihm, später auf anderen Gütern einarbeiten sollen und nachher eine landwirtschaftlsiche Hochschule besuchen Aber er hatte studieren Seine Lehrer versprachen sich viel von ihm. Als Vater und Landwirt hatte er sich dagegen gewehrt, aber schließlich nachgegeben. Weil der Gerhard ein Kerl nach seinem Herzen geworden war. Weit und breit gab es keinen jungen Mann, der so in seinem Berufe aufging. Und der auch sonst ein gehorsamer Sohn war. Ganz nach seinem Willen hatte er sich verlobt, eine tüchtige Frau würde ins Haus kommen... Fünf Tage vor der Hochzeit stürzte er durch eine Bodenluke in der Scheune und brach sich das Genick. Da hatte er aufgebrüllt vor Schmerz und sich dann hochgereckt. Nun mußte Fritz doch Landwirt werden. Aber der wollte auch jetzt nicht. Hatte gerade sein zweites Staatsexamen hervorragend bestanden. War als Hilfslehrer an einem Gymnasium in Erfurt probeweise angestellt worden. Sagte, daß er lieber auf die Erbschaft verzichten würde, als auf seinen Beruf, der ihm Herzenssache geworden. Wissense*““, arbeiten, sei ihm Bedürfnis, die Jugend gen könne er sich gar nicht denken. Seine Schüler jetzt, nachdem er erst ein halbes Jahr Lehrer sei, schon mit großer Liebe an ihm. Bald werde er als Overlehrer angestellt werden, vielleicht eröffnete sich ihm die Möglichkeit, die Universitätslaufbahn einzuschlagen, Privatdozent, Professor zu werden. Da müsse er natürlich hohe wissenschaftliche Leistungen aufweisen können. Um keinen Preis der Welt lasse er sich von seinem Berufe abdrängen... Da war er Vater in Unfrieden geschieden. Er hatte igig### immer noch gehofft, der Fritz würde schließzg##. noch nachgeben, über Jahr und Tag Gerhards Graut heiraten... und dann hatte er alle die Jahre allein in seinem großen Hause gesessen. Er verfügte über einen Stamm eingearbeiteter, zuverlässiger Leute, die im Dorfe ihr Häuschen und ein paar Acker Land besaßen Die Bewirtschaftung lief am Schnürchen, ab und zu schallte natürlich ein Donnerwetter über den Hof, das gehörte dazu Immer wieder raunte ihm eine Stimme zu: was wird aus dem Gute, wenn du einmal die Augen schließt? Da stellte er sich in den Dienst seiner Berufsgenossen, um die innere Stimme zur Ruhe zu zwingen. War der Gründer von Genossenschaften geworden, der Organisator der Landwirte im Schwalmtal. In den Reichstag hatte man ihn schicken wollen, er lehnte ab. In seiner Hand liefen vielg.## zusammen. Er mußte über seine Gründungen wachen. Aber die Anhänglichkeit tat ihm doch woh. Seine Mittel erlaubten ihm Versuche anzustellen, aus denen er und seine Berufsgenossen lernten... In den Ferien kam Fritz meist nach Hause. Aber auch dann saß er über seinen Büchern, gab wissenschaftlichen Arbeiten den letzten Schliff unter seiner Väter„ach. Zeigte stolz die guten Kritiken, die Schüler vor, die Zeugnis ablegten für das Vertrauen und die Anhänglichkeit, die sie ihrem Lehrer entgegenbrachten. Er hatte mit zusammengekniffenen Lippen zugehört, genickt. Nie war ein Wort der Anertennung gefallen. Sein Lebtag hatte er niemandem blauen Dunst vorgemacht... Und dann war der Fritz eine Tages strahlend nach Hause gekommen, er hatte verlobt mit der Tochter eines Kollegen seines Gymnasiums. Da war noch einmal die Hoffnung in ihm aufgekeimt. Er hatte Fritz' Hand ergriffen und ihn gebeten, wenn er einen Sohn haben sollte, iom den zu übergeven, wenn er alt genug geworden sei, um ihn in sein Erbe einzuführen. Kerngesund fühle er sich, warum solle er nicht siebzig, Fritz hatte es mit einigen Einwendungen Eine Enkelin schrie ins Leben. Sigrid wurde sie getauft... Es blieb bei diesem einzigen Kind. Nun, es war besser, als nichts. Das Mädel orggggn.„Og; An seiner Hand wanderte es über die Fewer. Saß neben ihm im Wagen. Liebgewinnen sollte es das Erbe der Seltenwangs... Und dann kam der Krieg. Gerade vorher war Fritz eine Professur in Kiel angetragen worden. Im Oktober 1914 hatte seine Universitätslaufbahn beginnen sollen... Ab und#u. kem die Schwiegertochter mit Sigrid in diesen Zeiten ins Schwalmtal. Aber lange hielt sie es nie aus. Es fehle ihr die geistige Anregung, sagte sie. Sigxrid, so lieb sie„Opa“, hatte, wollte sich, Zicht Und Sigxid, so lieb sie„Opa hatte, wox von der Mutter trennen. Sie durfte auch pie Schule schaftlich zu albenen, ser iym Hrvutime, un guglng von der Rutter trennen.„Sie durft„####, zu tuchtigen Männern zu erziehen, etwas Schöneres nicht versäumen... 1911 kiel Fritz al Reserveoit: zier in Flandern. Da hatte es für ihn kein Halten mehr gegeben. Er war zur Schwiegertochter gefahren, hatte ihr vorgestellt, daß sie nun zu ihm ziehen müsse. Für Sigrid werde eine Hauslehrerin genommen werden. Sie müsse ihr Erbe liebgewinnen. Hätte der Hunger nicht in den Städten gewütet, wäre wahrscheinlich eine Uebersiedlung abgeschlagen worden... Nun war Sigrid bei ihm. Um dieses Kindes Herz hatte er mit zaher Beharrlichkeit geworben. War nicht müde geworden, auf ihre Fragen zu antworten. Anfangs hatte er immer nachgegeben. Die Fohlenweide hatte es ihr von jeher angetan. Stundenlang blieb er mit dem Kinde auf ihr. Nahm es dann zart bei der Hand, führte es auf die Felder. Zeigte ihm das Sprießen der Saaten, erzählte ihm vom Fruchtwechsel, von der Düngung. Und merkte, daß auch in ihm ein guter Lehrmeister stak... Seine Schwiegertochter kümmerte sich um die Wirtschaft, sie war aber nur mit halbem Herzen dabei. Oft stöhnte sie, wie sehr ihr die Stadt mit ihren geistigen Anstrengungen fehle. Aber er tat, als höre er es nicht... Der Krieg ging zu Ende. Sigrid gedieh prächtig. Wurde ein großes, schlankes, blondes Mädel, die Jahre gingen dahin, nun war sie achtzehn geworden. morgens entgegen und küßte ihn ab, schlang abends den Arm um„Opas““ Hals und erzählte ihm von ihrem kleinen Pflichtkreis, den sie übernommen hatte. Führte ihn am Tage durch den großen Gemüsegarten, der unter ihrer Obhut stand...“ Und hatte seit kurzem gemerkt, daß seine Schwiegertochter auf ihn eifersüchtig geworden war. Sie redete auch neuerdings recht oft von der Stadt und daß man für Sigrids Bildung noch allerlei tun müsse. Es kamen in der letzten Zeit viele Briefe an Frau Maria Seltenwang.. Da war wieder die Unruhe in sein Herz gezogen. Mißtrauen. Er beobachtete die Schwiegertochter scharf. Lebhafter war sie geworden, willenskräftiger. Unruhe trieb sie hin und her. Und manchmal schien es ihm, als habe sie Sigrid angesteckt. Die redete auf einmal von dem langweiligen Winter auf dem Lande. man sei doch in guter Vermögenslage. Schlittenfahren mit den feurigen Rappen sei ja wunderschön und wenn im großen Kachelofen die Bratäpfel schmorten, da schnupperte sie schon heute, das könne man sich doch auch in der Stadt leisten, aber nicht Theater und Konzerte. Und auf ganz richtige Bälle möchte sie doch auch! So über spiegelglattes Parkett huschen! Ja — und Vorträge! Ihr Bildung sei eigentlich noch recht mangelhaft... Er hatte leicht gebremst, aber er fürchtete sich vor dem kommenden Winter. Sigridchen in der Stadt ihr Herz verlor? Und dann den Weg nicht wieder heimfand ins Schwalmtal— zu ihrem Erbe?... Warum gönnte ihm, dem fleißigen Mann, das Schicksal, nachdem es ihn so schwer geschlagen, wenigstens nicht einen behaglichen Lebensabend?... Nun, er war noch zäh! Ohne Kampf ließ er Schwiegertochter und Enkelin nicht in die Stadt. Aber, was wollte er machen, wenn sie darauf bestanden? Ein Ruf von fern. „—pa!—pa!“ „Ja—a! Ich ko—mme!“ Die Erdbeerbowle wartete als Abschluß der Geburtstagsfeier. Seine Berufsgenossen hatten in Massen erscheinen wollen, um ihn ihrer Liebe und Dankbarkeit zu versichern. Er hatte sie gebeten, fortzubleiben. Er sei nun ein alter Mann geworden und von jeher kein Freuno gesoesen von Veranstattungen, die ihn in den Vordergrund schöben. Er werde weiter seine Pflicht tun, daß er auf die Anerkennung der Landwirte rechnen könne, sei ihm auch ohne Aeußerlichkeiten eine köstliche Gewißheit. Da hatte man sich seinem Wunsche gefügt. Als er das Eßzimmer betrat, sprang ihn blonde Sigrid entgegen, nahm ihn bei der Hand u# führte ihn mit strahlendem Gesicht an den die Lehne seines Stuhles war eine Rosenguirlande wunden.,„ P755c „Kindchen! Aber Sigriochen!“ „Opa— freut's dich?“ „Aber sehr! Ich danke dir! Ich danke dir! Er küßte seine Enkelin ab. Und nickte## lächelnd seiner Schwiegertochter zu, die neben ih Stuhle stand. Man stieß an. Sigrid hatte ihre Hand au von Opa gelegt. Der reckte die Beine lang drückte die Brust heraus. Ach ja, er hatte es im hin noch recht gut. Undankbar wäre es, wenn er nicht zugeben wollte. Und dann sagte seine Schwiegertochter zu „Der Anton ist zur Abendpost gefahrez. ganzer Stoß Briefe ist noch für dich angelom Er liegt drüben auf deinem Schreibtisch!... einer fur mich. Ich habe in der letzten Zeit ost## Namen des Studiendirektors Doktor Molten gen## Er war ja Fritz's bester Freund. Der ist seiten Zeit drüben in Bad Wildungen und fragt an,#### für einige Tage herkommen darf, mich besuch „Allein oder mit Frau, Marial“ „Er ist, trotz seiner zweiundvierzig Jahre## unverheiratet. Fritz hat ihm eine glänzende La### vorausgesagt. In seinem Alter schon Studiendir, und noch dazu im herrlichen Köln!“ In den Stuhl lehnte brge hpiegerfoghtereriz Neubauten für die 5000 Reichsmark für Ne handgranatenwurfstandes Bochum.— 440 000 R hauten in Bochum und Der preußische Landt Perabschiedung des preuß ds für das Rechnungsjah n Neubau eines Schieß. Inndes für den Polizeibezi tue den Betrag von 5000 stellen. Im endgültigen, preußischen Landtages #nisterium handschriftlich #aatshaushaltsplan für de pheinen unter den einmali ###lts des preußischen Min das Rechnungsjahr 1929 Entwurfsrate für den ##nd Handgranatenwurfste eibezirk Bochum. Im endgi maushaltsplan für das Reck onter den einmaligen Ausg ##isteriums des Innern 957 iche Maßnahmen für die Minister des Innern h sionen seines Etats diesma diche Neubauten für die Ardings sehr kurz gehalt tindungen abgegeben. B Entwurfsrate für den Ner bandgranatenwurfstandes f hun beschränkt sich die Egegnigisters auf die Fe ### Handgranatenwurfstan #ihezirk bisher fehlt. zur Polizeineuba heine erscheinen im endgü hushaltsplan für das einmaligen Ausgaben z Innenministeriums 9/30: 440000 Reichsma bushalt des preußischen I Rtcchnuungsjahr 1929/90 er #rl für die Polizeineubau ###d zwar auch als Schluß: des preußischen Inne chnune. 14 positiond „#ungsjahr 1929/30 he tenwang zurück. Sah seine an. Die wurde rot und senkte den Blick. Ihm## nicht im Traume der Gedanke gekommen, daß sit einmal heiraten könne...“ Und nahm dann na### Sigrid mit. Also deshalb das häufige Stadt und ihren Möglichkeiten, sich geistig weist bilden— über Parkett zu huschen— in der### Zeit. Mit dem Beigrfrsgfnghr Hersser### Kragen und Hals. Starg#schlug sein Herd, nicht genugend atmen zu können. und. Man.# nicht genügend atmen zu connen.„Deu die Frau.,„Stattisghaher sie, Besun Warum song die achtunddreitzig Juhre nicht an. Warum## nicht wieder heiraten wollen? Er hatte nie gen. Sie lebte hier doch nur neben ihm her. — Sigrid sollte sie hier lassen... Jetzt nig rühren. Den Mann wollte er sich ansehen. u. es hart auf hart kam, um sein Enkelkind rin#### Wenn die einen aus der Stadt beirgergzrzgen# was die Seltenwangs gehezt, gepflegt, Zeze, und# ten, wahrlich durch manche schwere#####; ehrlichem Schweiße, verkaufte? Wenn das Gul## Erbe, Ware wurde, die von Hark. Lizwert## Das Spekulanten Lühl auf den Errrogz,.## ten, um dieses Land feilschten und schmunzelnd in die Tasche steckten?... Siebgg##### auf dem Rücken! Faft fünfoia Johre“',gu## und gebessert! Für wen? Da bl Augen die Schwiegertochter herrisch, fast an. Aber ruhig sazt er: 611 85 „Der Mann soll mir willkommen.#..# gleich morgen früh in seinem Gasthof on## vater durchschaute. dr tei, vun ein ater Rlonn erworkes uod aunfgehmnen wolle, lieber dente Plis., Beslote.) endd ein ur ue edee g en ehs, Veirigerde ie Rann von siebzig Jahren Lu F gglegenheiten Entscheidung entgegenleiene Angelege lange Bank zu schieben. Ich danke dir, Boter“,„Ggscgun, ben im 18. U der m GBero lieder san ichtsbekareh Iin Sar## ehr reiche es Gerch# spogichgn 19. Nachte rn in eng ris für## ungsreiurn d vom vra## ührte die dieses bläsebane gebenden rken, daß# nag. un uch. dort## nicht, beise sche Ger### grung des dliche## der oder 1 der Span# na erfuncg rung der n0 der entspreten erst damn pe 46 und ur. 121 36. Jahrgang 2. Beilage zum Bochumer Anzeiger und General Anzeiger Mitwoch, den 24. Juli 1929 ##eichstellung mit der Beamtengruppe 4b der preußischen Wlsoldungsordnung in der Pensionierung besoldungsc= ####ts festgelegt ist, gewann hierbei berediesten ###er Zwang zur schroffen Durchführung der Zwangs###streckung, der oft zum Ruin der Schuldner führt Ad meist deshab nicht der Befriedigung der Gläubiger Aeat, müsse abgestellt werden, und zwar dadurch, daß Vsem. G. V. gesetzmäßig Bewegungsfreiheit in der DurchBisktung der Zwangsvollstreckung belassen wird für die #älle, wo er aus seinen praktischen Erfahrungen her#s und nach seinem pflichtmäßigen Ermessen zu der Uüeberzeugung kommt, daß durch kurze Fristenerteilung dem Gläubiger und dem Schuldner geholfen werden Slenn. Zu§ 808 3PO. wurde ausgeführt, daß die jetzt #oom Gesetz geforderte Art der Kenntlichmachung eines #andstückes für den Schuldner äußerst kränkend sei und Arsahrungsgemäß unhedenklich gemildert werden könne. Ahleichwohl sind die Gerichtsvollzieher von der Ueber#lugung, durchdrungen, bei der Zwangsvollstreckung in Beer. Kinie. Weie- boe. De Gchulbigerintereten ahrnehmen zu müssen. Andererseits aber verkennen # nicht die Notwendigkeit, die vom Gesetz anerkannte Acd von der Rechtsprechung ständig betonte scho: Aungsvolle Behandlung des Schuldners zur Durch##brung zu bringen, soweit es mit den GläubigerinterWen pereimnbar st. Eine Aussprache über die Bekanntmachung des esoldungsgeAusdruck. esis ie ie Kechise e cehäce ##tage, so daß die Versammlung beschloß, für die völlige Eseitigung derselben an maßgebender Stelle einzuAreten. Zu den neueren Vorschlägen der Wirtschaft und Der Behörden, betr.„Reformen in der Justizverwaltung“ kurde ausführlich Stellung genommen. Es wurde festEstellt, daß der Bund es als seine vornehmste Aufgabe Versieht, bei den Verbesserungsbestrebungen im ZwangsLholstreckungswesen seine reichen, praktischen Er##trungen in dem Sinne zur Verfügung zu stellen, daß # Wohl des rechtsuchenden Publikums ausschlaggebend #en müsse und alle Sonderbestrebungen zurückzustellen ochter zu gefahren. b. gneelon in Zeit ost Kolten gn ist seit en ragt an, nich s. Schr Sersg. e Studienburg Ueubauten für die Bochumer Polizei 3000 Reichsmark für Neubau eines Schieß= und handgranatenwurfstandes für den Polizeibezirk Bochum.— 440000 Reichsmark für Polizeihauten in Bochum und Herne als Schlußrate. Der preußische Landtag hat bei Beratung und #rabschiedung des preußischen Staatshaushaltspla# für das Rechnungsjahr 1929/30 beschlossen, für Neubau eines Schieß= und Handgranatenwurf#ndes für den Polizeibezirk Bochum als Entwurfs#ie den Betrag von 5000 Reichsmark zur Verfügung stellen. Im endgültigen, auf Grund der Beschlüsse # preußischen Landtages vom preußischen Finanz##nisterium handschriftlich korrigierten preußischen Saatshaushaltsplan für das Rechnungsjahr 1929 erteinen unter den einmaligen Ausgaben des Haus##is des preußischen Ministeriums des Innern für ##s Rechnungsjahr 1929/30: 5000 Reichsmark als Enourfsrgte für den Neubau eines Schieß##rd Hanogranatenwurfstandes für den Poli###bezirk Bochum. Im endgültigen preußischen Staats###shausplan für das Rechnungsjahr 1929 erscheinen Enter den einmaligen Ausgaben des preußischen MiEsteriums des Innern 9579000 Reichsmark für bauEiche Maßnahmen für die preußische Polizei. Der Minister des Innern hat zu den einzelnen Posi#onen seines Etats diesmal auch zu den Positionen, #ice, Neubauten für die Polizei betreffen, besondere, Brdings sehr kurz gehaltene, Erklärungen und Be##indungen abgegeben. Bei der Position über die Erturfsrate für den Neubau eines Schieß= und Endgrangtenwurfstandes für den Polizeibezirk BoWin beschränkt sich die Erklärung des preußischen #menministers auf die Feststellung, daß ein Schieß##nd Handgranatenwurfstand für den Bochumer Po##eibezirk bisher fehlt. Für Polizeineubauten in Bochum und rne erscheinen im endgültigen preußischen Staats#rshaltsplan für das Rechnungsjahr 1929/30 unter in einmaligen Ausgaben des Haushalts des preußi##„Innenministeriums für das Rechnungsjahr 99/30: 440000 Reichsmark als Schlußrate. Im #ushalt des preußischen Innenministeriums für das Bchnnungsjahr 1929/90 erschienen 2033000 Reichs##l für die Polizeineuhauten in Bochum und Herne, ## war auch als Schlußrate. Wie aus der Erklä## des preußischen Innenministers für die ent##rnge„Etatsposition des Haushalts für das ###ungsjahr 1929/30 hervorgeht mußte infolge Schwierigkeiten bei der Durchführung des Lohnschiedsspruches Neue Lohndewegung in Kahrdergoau Die Durchführung des Lohnschiedsspruches für den Ruhrbergbau stößt auf Schwierigkeiten. Bekanntlich beruht der letzte Lohnschiedsspruch für den Ruhrbergbau im wesentlichen auf der Novelle zur Lex Brüning, wonach für fünf Jahre der Ueberschuß aus der Lohnsteuer, der über 1300 Millionen Mark im Jahre hinausgeht, nicht zur allgemeinen Senkung der Lohnsteuer, sondern zur Sanierung der Knappschaft verwendet werden soll. Die Senkung der Knappschaftsbeiträge bildet einen integrierenden Teil des Lohnschiedsspruches. Gegen diesen Beschluß des Reichstages hat der Reichsrat Einspruch erhoben, diesen Einspruch jedoch dann eingeschränkt auf den Beschluß, daß das Gesetz nur zwei Jahre statt fünf Jahre gelten soll. Infolgedessen sind Verzögerungen bei der Durchführung des Lohnschiedsspruches eingetreten. In einer Konferenz der Funktionäre des Verhandes der Bergarbeiter Deutschlands wurde zu der Lage Stellung genommen und folgende Entschließung angenommen: „Der letzte Lohnschiedsspruch brachte für die Bergarbeiter 2 Prozent Lohnerhöhung. Das Ausmaß dieser Lohnerhöhung war völlig ungenügend, weshalb die Ruhrbezirkskonferenz im Einverständnis mit der Ruhrbezirksleitung die Ablehnung des Schiedsspruches forderte. Der Schiedsspruch hatte zur Voraussetzung, daß eine wesentliche Senkung der Knappschaftsbeiträge erfolgte. Die Bergarbeiterschaft durfte erwarten, daß dieselbe am 1. Mai dieses Jahres, spätestens jedoch am 1. Juni, wirksam werden würde. In dieser Erwartung sieht sich die Ruhrbergarbeiterschaft außerordentlich enttäuscht. Die Konferenz ersucht die Bezirksleitung, der Regierung gegenüber den Standpunkt der Konferenz mit aller Entschiedenheit zum Ausdruck zu bringen und zu verlangen, daß die gemachten Zusagen erfüllt werden. Sollten die Bemühungen der Ruhrbezirksleitung nicht den gewünschten Erfolg haben, soll in allernächster Zeit eine Ruhrbezirkskonferenz einberufen werden, um zu neuen Lohnforderungen Stellung zu nehmen, da bei Nichterfüllung der im Schiedsspruch gemachten Zusagen derselbe nicht mehr als zu Recht bestehend angesehen werden kann.“ Protest des Bergarbeiterverbandes Diese Entschließung wurde dem Reichsarbeitsminister durch die Ruhrbezirksleitung telephonisch übermittelt. Wie wir hören, sollen in den nächsten Tagen in Berlin Verhandlungen zur endgültigen Regelung der Angelegenheit stattfinden. Die Angestellten des Ruhrbergbaues zur Gehaltserhöhung. 9 In der am Sonntag in Wanne abgehaltenen Sitzung des Reichsverbandes deutscher Bergbauangestellter (Gedag) wurde nach einem Bericht des Geschäftsführers Schlegel(Essen) die Stellungnahme des Reichsverbandes zum Schiedsspruch der Techniker und zu der Vereinbarung der Kaufleute in folgender Entschließung festgelegt: „Obgleich eine zweiprozentige Gehaltserhöhung in keiner Weise den berechtigten Wünschen der Bergbauangestellten Rechnung trägt, ist der Reichsverband bereit, den Schiedsspruch anzunehmen und der Vereinbarung seine Zustimmung zu geben. Damit soll keineswegs gesagt sein, daß die so festgesetzten Gehälter den Teil des Wirtschaftsertrages ausmachen, den die Bergbauangestellten als Gegenwert ihrer Berufsarbeit beanspruchen dürfen. Ganz besonders ist es auch die Eingruppierung einer Reihe Angestellter in die niedrigeren Gehaltsgruppen, die den Reichsverband zu dieser Feststellung veranlaßt. Die längst vor der Gehaltskündigung fällige Senkung der anormal hohen Knappschaftsbeiträge um 22 Prozent unter Verzicht auf eine Einkommensteuerermäßigung kann der Reichsverband nicht als eine Gehaltserhöhung ansehen. Die Tatsache der Beitragssenkung ist deshalb auch für seine Stellungnahme zu der ungenügenden Gehaltserhöhung nicht entscheidend. Es liegen vielmehr andere Gründe vor, die ihn veranlassen, seine Bedenken und seine ablehnende Haltung aufzugeben. Ein besseres Ergebnis hält der Reichsverband nach wie vor für den Ruhrbergbau für tragbar.“ „„Weiter erfahren wir, daß auch die übrigen Angestellten=Verbände die gleichen oder ähnliche Einschränkungen bei ihrer Zustimmung, die nunmehr einheitlich festliegt, geltend gemacht haben. Damit ist von den Angestellten der Schiedsspruch und die Vereinbarung angenommen worden. Steigerung der Baukosten für die Neubauten der Polizei in Bochum und Herne eine weitere Schlußrate für diese Polizeineubauten in Bochum und Herne durch den preußischen Staatshaushaltsplan für das Rechnungsjahr 1929/30 angefordert werden. gw. * Bochums Fremdenverkehr. Auch in den ersten Monaten dieses Jahres hatte Bochum einen erfreulichen Zustrom von fremden Gästen aufzuweisen. Die Gesamtzahl der statistisch erfaßten Fremden betrug im ersten Vierteljahr 1929: 7635 mit 8189 Uebernachtungen (gegenüber 1928; 7530 mit 8395 Uebernachtungen). Von den 7635 Fremden waren 292 Ausländer. Die obengenannten Zahlen umfassen nicht die in privaten Fremdenwohnungen, bei Verwandten und Bekannten übernachteten Fremden. Auch ist hier der sogenannte Passantenverkehr außer Betracht geblieben, bei dem die Fremden nur als bloße Tagesbesucher auftreten, ohne in einem zur Fremdenanmeldung verpflichteten Lokal übernachtet zu haben. Bei den vorstehenden Zahlenangaben ist die mindestens einmalige Uebernachtung eines Fremden in einem Hotel oder Gasthof Voraussetzung gewesen. * Aus der Stadtverordnetenversammlung. Für den Bergmann Condermann(deutschnationale Fraktion), der sein Mandat als Stadtverordneter infolge Wegzuges niedergelegt hat. tritt Bergassessor Walter Vollmer in Bochum, Wittener Straße 182, als Ersatzmann in die Stadtverordetenversammlung ein. X Goldene Hochzeit. Die hier Fahrendellerstraße 12 wohnhaften Eheleute. Eisenbahnpensionär Hubert Bracht und Frau Elisabeth geb. Becker, feiern am heutigen Tage das seltene Fest der goldenen Hochzeit. Beide schlossen vor 50 Jahren in der Pfarrkirche zu Alme(Kreis Brilon) den Bund fürs Leben. Der Jubelbräutigam stammt aus Alme und steht heute im 73. Lebensjahr; die Jubelbraut wurde vor 71 Jahren in Bleipäsche(Kreis Büren) geboren. Vor 48 Jahren kamen die Jungvermählten nach Bochum, wo der Ehemann in den Dienst der damalig Preußisch=Hessischen Eisenbahnverwaltung eintrat. Fast 46 Jahre war er —zu letzt als Stellwerksbeamter— im Dienste des geflügelten Rades tätig, bis er im Jahre 1922 infolge Erreichung der Altersgrenze in den wohlverdienten Ruhestand trat. Das Jubelpaar erfreut sich allgemeiner Wertschätzung. Ihr gesundheitliches Befinden ist zufriedenstellend. Ein gutes Stück Bochumer Geschichte haben die beiden miterlebt. Auch heute noch nehmen sie lebhaften Anteil an den Geschehnissen ihrer zweiten Heimatstadt. 1“ Neue Schließfächer bei der Post. Der Verkehrsverein schreibt uns:„Der Wunsch vieler Interessenten, ein Postschließfach zu erhalten, wird demnächst erfüllt werden. Bekanntlich reichten bald nach Eröffnung der neuen Hauptpost die erweiterten Schließfachschränke nicht im entferntesten aus, um alle die Kreise berücksichtigen zu können, die ein Postschließfach wünschten. Zur Zeit ist man dabei, im Schalterraum aufgestellte Reklamekästen zu entfernen und Schließfachschränke anzulegen, so daß in ganz kurzer Zeit Postschließfächer reichlich zur Verfügung stehen dürften. Jedem, der an einem Postschlissfach interessiert ist, wäre jedoch zu raten, soweit dies noch nicht geschehen ist, eine Anmeldung umgehend vorzunehmen; denn durch die Großeingemeindung dürfte mancher in den Vororten Wohnende veranlaßt werden; sich ein Postschließfach bei der Hauptpost in Bochum zu sichern, da auch er auf diese Weise seine Post ganz bedeutend schneller erhalten dürfte, als wenn sie ihm durch den Briefträger zugestellt wird, zumal zu hoffen ist, daß mit den Eingemeindungen die Straßenbahnverbindungen nach den an der Peripherie liegenden Stadtteilen besser und auch billiger werden.“ * Streik der Holzarbeiter in Bochum. Die letzte Versammlung der Holzarbeiter nahm Stellung zu dem seit Monaten bestehenden Konflikt im rheinischwestfälischen Holzgewerbe. Gauleiter Kutscheidt (Bochum) gab einen Bericht über den bisherigen Verlauf der Verhandlungen und über die Gründe, die zum Scheitern der Verhandlungen geführt haben. Er betonte, daß sich die Holzarbeiter stets zu Verhandlungen bereit erklärt hätten. Auch seien sie bereit gewesen, an einer Schlichtungsverhandlung bei dem amtlichen Schlichter in Dortmund teilzunehmen. Die Ausführungen wurden von Stoever(Düsseldorf) noch ergänzt. Nach einer eingehenden Aussprache wurde der Beschluß gefaßt, in den Streik zu treten. Einzelzugeständnisse, die von Arbeitgebern gemacht werden, sollen abgelehnt werden. Dem Beschluß der Versammlung, in Streik zu treten, haben alle Folge geleistet, so daß sämtliche Schreinereibetriebe von Bochum ruhen, außer dem Schreinereibetrieb der Genobau, der als Genossenschaftsbetrieb für einen Streik nicht in Frage kommt, doch haben sich die Arbeiter dieses Betriebes bereit erklärt, die Streikenden zu unterstützen. 1* Plötzlicher Tod. Ein 52 Jahre alter Händler, der am Montag nachmittag auf dem alten Schlachthof in Bochum zu tun hatte, erlitt auf der Vödestraße einen Hitzschlag, der den sofortigen Tod herbeiführte. )* Tödlicher Absturz. Am Montag gegen 8 Uhr stürzte ein Maurer vom Gerüst eines Neubaues in der Herner Straße. Er wurde mit schweren inneren Verletzungen in das Josefs=Krankenhaus eingeliefert: dort ist er noch am gleichen Tage gestorben. Ob ein Verschulden dritter Personen in Frage kommt, muß die eingeleitete Untersuchung ergeben. „ m Errichtung eines Ehrenmals in Altenbochum. Der Ausschuß für die Errichtung eines Ehrenmals in dem Stadtteil Altenbochum hielt am letzten Samstag im Lokale Altegoer eine Besprechung mit den einzelnen Vereinen von Altenbochum ab, um das endgültige Programm für die im Monat Oktober dieses Jahres zu treffenden Veranstaltungen, deren Erlös dem Denkmalsfonds zufließen soll, aufzustellen. Nach den bisherigen Beratungen werden sich in den Dienst der Sache stellen der Männergesangverein Westfalig. der Theaterverein Kunstfreunde, der Sportklub Altenbochum, die DIK„Komet“ Altenbochum und der Sportverein„Blau=Weiß" Altenbochum. Der augenblickliche Kassenbestand beläuft sich auf rund 2000 Mark, wovon noch ein Betrag in gleicher Höhe kommt, der von anderer Seite in Teilbeträgen zu erstatten ist. Da sich die Kosten des Denkmales nach überschläglicher Berechnung auf etwa 10.000 bis 12.000 Mark stellen werden, hat der Ausschuß Bausteine herausgegeben, deren Verkauf durch die einzelnen Körperschaften vorgenommen werden soll. Einen nicht geringen Betrag erhofft man noch aus den sportlichen Veranstaltungen. Die Behörden sollen gebeten werden, einen geeigneten Platz zur Verfügung zu stellen. Weiteres Lokales liebe JSeite 8 Weiterbericht der Essener Wetterwarte vom 23. Juli, abends 6 Uhr. Das über Frankreich und Süddeutschland liegende Hochdruckgebiet zeigt wenig Aenderung, während sich nach Norddeutschland und Großbritannien Ausläufer des nördlichen Tiefdruckgebietes erstrecken. Heute früh war es in Deutschland fortgesetzt warm und im allgemeinen trocken, im Norden meist bewölkt, im Süden heiter. Die heutigen Morgentemperaturen lagen zwischen 19 und 26 Grad, die Nachmittagstemperatur betrug meist 26 Grad. Vorhersage bis Donnerstag: Wechselnd bewölkt, warm und Gewitterneigung, sonst trocken. Was Siemit Fülen treten muß widerstandsfähig sein. Die besten Deutschen Jeppiche finden Sie zu unstreitig niedrigsten Preisen bei Sebrüder Sckürmann.-S. Essen, am Rathaus AkIS Größtes Spezialhaus Deutschlands für Wohnungseinrichtungen M * □ M Nufsche Aie nigin Dei Mrele Jubelnder Empfang der„Bremen“ in Newyork Newyork, 23. Juli. Ueber den jubelnden Empfang, der dem Lloyddampfer„Bremen“ bereitet wurde, wird von Bord der„Bremen“ drahtlos berichtet: „Während unser gewaltiges Schiff in den Haeinfährt, erblicken wir die ungezählten Dächer von ungezähl Staten Island und Brooklyn. Zu unserem Empfang hat sich eine riesige Menschenmenge eingefunden, die dem Schiff zuwinkt. Unser Schiff fährt völlig ruhig, Erschütterungen sind kaum zu spüren. Der Kapitän erklärt, daß die Höchstleistung des Schiffes noch nicht erreicht sei. Während die„Bremen“ beim Dock anlegt, erklingt das Deutschlandlied. Alle Fahrgäste sind mit der Ueberfahrt sehr zuDen Lloyd=Pier in Brooklyn erreichte das Schiff gegen 18 Uhr. Das Eindocken erfolgte aufs glatteste. Riesige Menschenmengen umsäumten die Überstraßen von Brooklyn und Staten Island. Mehrere Schleppdampfer mit Photographen und Pressevertretern und eine Anzahl Flugzeuge waren der„Bremen“ weit über die Quarantänestation entgegengefahren,„„„..„ 16 628#5, Wie groß die Begeisterung ist, beweist, daß für die Besichtigung der„Bremen“ bereits gestern 30000 Karten ausgegeben wurden, und daß die Nachfrage nach weiteren Einlaßkarten unvermindert anhält, Die Morgenblätter berichten an hervorragendster Stelle über die Landung der„Bremen“, heben in den Ueberschriften ihre Rekordfahrt in 4 Tagen 17 Stunden 42 Minuten und den Sieg über die„Mauretania“ um 8 Stunden 52 Minuten hervor und feiern überhaupt die Fahrt der„Bremen" als ein epochemachendes Ereignis in der Schiffahrtsgeschichte. Sie veröffentlichen viele Abbildungen und Beschreibungen des Schiffes und seiner technischen Neuerungen und seiner Bequemlichkeiten. Ein hervorragender Vertreter der englischen Schiffahrt erklärte, der Rekord der„Mauretania“ sei in ehrlicher und redlicher Weise geschlagen worden. Die Deutschen hätten eine hervorragende Leistung mit einem wunderbaren Schiff erzielt. Als echte Sportsmänner hätten sie englische Schiffahrtsinteressenten in Southampon zur Besichtigung des Dampfers eingeladen. Kapitän Ziegenbein erklärte, er habe die „Bremen“ nicht überanstrengen wollen. Es sei aber möglich, noch mehr aus den Maschinen herauszuholen, und er hoffe daher, noch einen besseren Rekord aufstellen und 30 Knoten erreichen zu können. Die„Bremen“ schlug auf ihrer Ueberfahrt den sogenannten Mittelkurs ein, der 49 Meilen länger ist als die von der Mauretania“ bei ihrer Rekordfahrt benutzte nördliche Route. Brooklyn und Newyork werden heute den Kapitän Ziegenbein empfangen. Bürgermeister Walker wird am Nachmittag das Postflugzeug taufen. Die Tageszeitungen überschlagen sich geradezu mit Lobpreisungen über diese Großtat deutscher Technik. Die Ankunft der„Bremen“ in Amerika ist zweifellos eines der größten deutschen Ereignisse im neuen Erdteil, das nur durch die Ozeanflüge des „Graf Zeppelin“ und den kühnen Ost=Westflug von Hünefelds und Köhls teilweise überboten wird, wenn es ihnen nicht gleichzusetzen ist. Die gesamte Presse unterstreicht, daß niemals ein Ozeanschiff einen derartigen Empfang in Amerika erhalten habe. Der Erfolg des deutschen Ozeanriesen sei doppelt zu begrüßen, da das Schiff von einem Volk gebaut sei, das erst vor elf Jahren in dem größten Krieg aller Zeiten einer Welt von Feinden unterlegen sei. Nach Ankunft der„Bremen“ in Newyork erhielt sie von den Amerikanern den Beinamen„Neue deutsche Königin der Meere". Als Glanzleistung wird die Geschwindigkeit am letzten Reisetage angesehen, als das Schiff 713 Seemeilen in 24 Stunden zurücklegte, was einer Stundengeschwindigkeit von 29,7 Seemeilen gleichkommt. 15 W Positionen der„Bremen“ während ihrer ersten Reise zwischen der europäischen Küste und dem Hafen von New York Die Tochter bringt den Vater ins Zuchthaus Wieder ein Justizirrtum? Berlin, 23. Juli. Der Schuhmacher Langanke war vom Landgericht in Berlin zu drei Jahren Zuchthaus verurteilt, weil seine Tochter ausgesagt hatte, daß der Vater ein Verbrechen an ihr begangen hätte. Langanke hat bereits neun Monate seiner Strafe verbüßt, als die Haftenlassung auf Grund des Wiederaufnahmeverfahrens erfolgte. Langanke war wegen Blutschande angeklagt worden. Seine zwölfjährige Tochter war Mutter geworden und hatte behauptet daß ihr eigener Vater des Kindes Vater wäre. Obwohl der Angeklagte Langanke auf das Entschiedenste das schwere Verbrechen leugnete, wurde er in zwei Instanzen zu drei Jahren Zuchthaus verurteilt, und das Urteil wurde auch rechtskräftig. Das Gericht hatte den Aussagen des Mädchens geglaubt, weil die Lehrerin ihr ein günstiges Zeugnis ausstellte und weil dem Schuhmacher selbst ein weniger gutes Leumundszeugnis gegeben wurde. Langanke saß bereits fast dreiviertel Jahre im Zuchthaus, als eine Nachbarin an ihn einen Brief schrieb: Dieser Brief lautete: „Lieber Herr Langanke! Sie wissen; daß ich Sie hasse und daß ich Ihre Todfeindin bin. Deshalb habe ich auch bisher geschwiegen und Sie ruhig ins Zuchthaus gehen lassen. Mein Gewissen läßt mir nun aber keine Ruhe. Ich kann es nicht mit ansehen, daß Sie unschuldig im Zuchthaus sitzen.“ Die Nachbarin schildert dann weiter daß seine Tochter ein Doppelleben geführt habe. Während sie in der Schule und auch zu Hause sich den Anschein Das Heinkel=Postflugzeug des Schnelldampfers„Bremen“, das, wie bereits gemeldet, um 13 Uhr 35 hier landete, kreiste vor seiner Landung fünf Minuten lang über dem Pier des Norddeutschen Lloyd in Brooklyn und ging sodann auf dem Wasser nieder, worauf sechs große und zwei kleine Postsäcke auf den bereitgehaltenen Postkraftwagen geladen wurden, der sodann mit einer Eskorte von Polizisten auf Motorrädern nach dem Neuyorker Hauptpostamt fuhr. Postbeamte versicherten, daß die für Neuyork bestimmte Post innerhalb weniger Stunden in die Hände der Adressaten gelangen werde. zu geben verstand, als ob sie einen sittlichen Lebenswandel führe, schüchtern und unschuldig sei, habe das verdorbene junge Ding sich schon vom zehnten Lebensjahr an mit Jungen heimlich herumgetrieben und abgegeben. An demselben Abend, als die Mutter ins Krankenhaus geschafft werden mußte, habe das Mädchen einen älteren Mann nachts um ½1 Uhr in die Wohnung genommen. Auf Grund dieses Briefes hatte sich Langanke an die Liga für Menschenrechte gewendet, die Rechtsanwalt Dr. S. Feblowicz mit den weiteren Ermittlungen beauftragte. Dem Anwalt gelang es dann, nachzuweisen, daß die Angaben des Briefes vollkommen auf Wahrheit beruhen. Im Hause und in der Nachbarschaft wußte man allgemein von dem liederlichen Lebenswandel des Mädchens, und es besteht auch der Verdacht, daß die Mutter selbst von dem Treiben Kenntnis gehabt hat. Sie wollte anscheinend von dem Mann los werden, während das Kind fürchtete, daß es, wenn die Wahrheit herauskomme, in Fürsorgeerziehung gebracht werden würde. Trotz dieser erdrückenden Beweise wurde zunächst von der Strafkammer ein Wiederaufnahmeverfahren abgelehnt! Auf die Beschwerde von Rechtsanwalt Dr. S. Feblowicz, der sich auf eine Reihe von Zeugenaussagen stützen konnte, wurde vom Kammergericht jedoch das Wiederaufnahmeverfahren zugelassen. Am Sonnabend ist nun Langanke endlich aus dem Zuchthaus entlassen worden. Die neue Hauptverhandlung im Wiederaufnahmeverfahren wird demnächst vor dem Landgericht I stattfinden. lieh sich das Geld und übergab es### Gauner. In der Nacht zum 9. d. M. Thiemann seine Opfer aus dem Schlafe und schrie## „Euer ganzes Vieh ist verhext, das muß si zur Entzauberung mitnehmen, in drei Tagen bring, ich es zurück! Die Schweine muß ich natürlich aud haben!“ Tatsächlich wurde ihm von den abergläubischen## Leuten sämtliches Vieh, nämlich drei Kühe, eine Kal### und drei Schweine verabfolgt. Auf sein Verlangen# wurde ihm auch eine Bescheinigung darüber ausgestell## daß ihm das Vieh ordnungsgemäß ver### kauft worden sei. Thiemann verlangte strengse Verschwiegenheit und ließ sich von Schirmer schwören daß er von dem Geschehenen niemanden ein Wort sagen## auch müsse er den Stall drei Tage verschlossen halten Im Stalle kniete er mit dem Besitzer nieder und# veranlaßte diesen unter allerlei Hokuspokus, Gebeiz, worte nachzusprechen. Dann trieb der Schwindler da#### Vieh von dannen; hierzu hatte er sich mehrere Männe. mitgebracht.— Das Vieh hat er im Kreise Bunzla### und im Kreise Goldberg=Haynau verkauft. Er selbi# ist seit einigen Tagen verschwunden. Zwei Kinder verbrannt Schwerin, 22. Juli. Heute abend brannte ein von der Stadt erbaute Wohnbaracke nieder, in de## zehn mittellose Familien wohnten. Die Leute konn ten infolge des schnellen Umsichgreifens des Feuer### fast nichts retten. Zwei kleine Kinder im Alter von## einem und vier Jahren, die von der Mutter in de## Wohnung eingeschlossen waren, kamen in de### Flammen um. Postkraftwagen im Harz verunglückt Braunlage(Harz), 23. Juli. Ein Postkraftwagen mit zwanzig Fahrgästen, de. sen Führer die Gewalt über den Wagen verloren haue fuhr in der Nähe der Stieglitzecke gegen einen Baun## Fünfzehn Personen wurden verletzt. Sie wu# den durch den Anprall auf die Straße geschleudert u# erlitten schwere Rippen= und Beinbrüche. Der Führe# des Kraftwagens blieb unverletzt, der Wagen muß abgeschleppt werden. Großfeuer in einer kanadischen Stadt Edmonton(Alberta), 22. Juli. Das Geschäft viertel der Stadt Wainwright, 125 Meilen östlich vo#### hier, ist durch Feuer zerstört worden. Der Sachschaden wird auf drei Millionen Mar# geschäßzt. Gller durch die Wen Der Hexenmeister von Bunzlau Abelglauee einel Badernsamte aus Breslau, 23. Juli. Ein geradezu unglaubliches Vorkommnis wird Bunzlau berichtet. Einem raffiniertem Schwindler ist es danach gelungen, einer abergläubischen Familie auf dem Lande einen großen Teil ihrer Habe abzuschwindeln. Im Februar 1929 erschien beim Stellenbesitzer Schirmer in Ober=Groß=Hartmannsdorf der seit einiger Zeit in Bunzlau angemeldete Thiemann und bettelte. Plötzlich sagte er zu dem Ehepaar, sie würden in allernächster Zeit viel Unglück im Viehstall haben; er könne das aber verhindern. Er begab sich mit den Leuten in den Stall, machte dort allerhand Armbewegungen und meinte dann: „Nun ist die Sache gut.“ Hierfür verlangte er 10 RM., die ihm gegeben wurden. Etwa sechs Wochen vor Pfingsten kam Thiemann wieder und sagte zu der allein anwesenden Frau:„Ihr Mann wird sterben; er ist, ohne daß Sie es wissen, sehr krank.“ Er ließ sich einen Kalender geben, blätterte in ihm mit ernster Miene, rechnete den Tag des Todes aus und meinte, daß er in der Pfingstwoche liege. Er könne aber durch eine ihm verliehene Kraft das Unglück verhindern, aber nur, wenn sie ihm die 800 RM. übergebe, die sie in der Kasse des von großer übergab Raiffeisenvereins habe. Die Frau wurde Angst befallen, hob die 800 RM. ab und sie dem„Zauberer“. Kurze Zeit hierauf erhielt der Sohn einen Brief von Thiemann, er solle möglichst bald mit seiner Mutter zu ihm nach Bunzlau kommen, es handle sich um eine sehr wichtige Angelegenheit. Der Aufforderung wurde entsprochen, doch kam es in Bunzlau zu keiner rechten Aussprache, und er erklärte, es sei besser, wenn er mit nach Groß=Hartmannsdorf fahre. Unterwegs sagte er zu dem Sohne:„Sie müssen auch bald sterben. Das kann ich aber verhindern; dazu muß ich indes viel Geld haben.“ Mutter und Sohn gerieten in große Angst, und Thiemann erhielt für die Verhinderung des Sterbens 2000 RM. Einige Zeit später erschien er wieder, sah in den Stall, erklärte eine Kalbe für schwer krank und redete auf die Leute so lange ein, bis sie ihm das Tier übergaben. Bald stellte er sich wieder ein, nahm der Frau unter allerhand schwindelhaften Angaben 1750 RM. ab und führte eine angeblich schwerkranke Kuh aus dem Stalle, die ihm überlassen wurde. Am Sonntag, 7. d.., erschien er wieder bei den ausgeraubten Leuten und forderte 600 RM., um großes Unheil vom Gehöft abzuwenden; die Frau * Spuk auf dem Friedhof. In Marienfeld bei Muc## im Rheinland war ein sechzehnjähriges Mädchen dam beschäftigt, das Grab ihres kürzlich verstorbenen Bräutgams in Ordnung zu bringen. Plötzlich schoß aus# verdorrten Kränzen eine Schlange hervor und wickelt## sich um den linken Arm des Mädchens. Dieses fiel mächtig auf das Grab nieder. Als es wieder zu sch kam, war die Schlange verschwunden. Das Mädchan## anscheinend unversehrt, nach Hause, starb an# ging, anscheinend unversehrt, nach, Hause,„ltarb.(r genau zweimal 24 Stunden nach ihrem jurchtvalne# lebnis. Da die Aerzte ine Todesursache nicht festilelen konnten, wird angenommen, daß sie in den Nachvirkungen des Schrecks zu suchen ist. Es gibt mehr tt Ein energisches Eheweib. In Genf hat laut „Europapreß“ eine Frau auf sehr einfache und energische Weise die Freilassung ihres von der Polizei festgenommenen Ehegemahls erreicht. Sie begab sich mit ihren vier Kindern, darunter einem Säugling von fünf Wochen, zum Untersuchungsgefängnis und erklärte dort:„Wenn Sie meinen Mann nicht freilassen, vilasse ich meine Kinder!" und ließ den Worten au weiteres die Tat folgen. Die vier Nachkommen begeteten das Verschwinden ihrer Mutter mit einem durcdringenden Schrei= und Weinkonzert, und die verzweifelten Polizisten versuchten vergeblich, die Kinder beruhigen. Erst nachdem der Untersuchungsrichtet zu kurz entschlossen die Freilassung des Untersuchungsge## turg entschlogen die 8temnung.. ggg, Tran den sangenen verfügt hatte, befreite die energuche e# Polizisten wieder von ihren Sprößlingen, von unterdes der Säugling durch einen Wächter der Orb#### nung mit escheinwperzgestillt wozungeno, uen Schals * Riesenscheinwerfer. Es ist gelungen, einen Schei konstruieren, der an einer bestimmten perfer zu einstucktin, per an einer fast Sonnenhitze entwickelte. Man hat an dieser St die nicht größer als ein Zweipfennigstück ist, Hitze von 10.000 Grad Fahrenheit gemessen, also etn 5500 Grad Celsius. Nach den neuesten Messungen abe liegt die Oberflächentemperatur der Sonne zwische## 5700 und 6150 Grad Celsius. Man hat berechnet, man, wenn man das Licht dieses Scheinwerfers st nach oben richtete, es noch in einer Höhe von 150 Kilometern über der Erde wahrnehmen könnte. Zetzt erst ist Uhre Raut wirklich geschützt! Die Zeit gleitet epurlos an Uhnen vorüber. Wind und Wetter, Staub und Hitze vermößen nichts getzen die Zartheit Ihres Teinte, denn vom Morzen bis zur Stunde Ihrer Nachtruhe hütet ihn- unsichtbar, aber zuverläseit- Matt-Creme, das edle 4711“-Erseutznis. Jugendlich anmutige Schönheit wird Sie bis ins bohe Alter begleiten, wenn Sie in Ertänzung dieser Hlautpflege allabendlich vor dem Schlafengehen die Haut mit dem fetthaltigen#4711° Cold Cream einreiben. 2711“ Cold Cream ernährt das Hautzewebe richtig und erhält ihm Schmiegsamheit und Juzendfrische. Beim Kuuf echte min zeneu uuf die des. desch. 34717 und de bleu doldenen Hlausfarben. Tar Sionerk. 17 Entwickein Kopleren vergrößern Auzs vielfachen Wunsch habe und perne einen Kursus abzuhglzen, Zur schnell. billig und gut in der Matt-Creme Das edle SA Erzeugnis MauGei Photo-Drogerie Secech Brückstr. 55 Aulo- u. Molorrad 17 fachgemäß, billig u. schnell! Gerthenrich 8 Freudiger, Bochum, S MILCH•• R 8— * MKAKAT MEILEN Cieb Cicher Miechgeschmack KII Vertreter Paui Kunimann, Bochum. Nr. 121 36. Ja PrehT Das Exportg 0 Die Ausfuhr von Be genau wie die Inlandsum und Herbstgeschäft tyj konnte von 1925 bis 1928 pie Ausfuhr des Frühja ersten Male hinter der seaunzg und perne einen Kursus„abzu Pggnne, Ztag, Hens 25. Jul. von Anmeldungen werde ich am Dozgt##-hzzärzischer Hof## von 11 bis 7 Uhr in Bochum, im Hotel„Pcz#rzu, Hern und am Freitag, dem 26. Juli, von 11 bis 7 Uh im Hotel„Jägerhof“, anwesend sein. Es finden Nachmittags= und Abendkurse statt. Als lang)ätzig#rgz,### der Internationalen Sprechanstalt Dr. phll. Jag“Stoneng ich eine Meibode ersunden, die den hartnäckte##n5#iem von seinem Uebel befrett. Langsames Sprechen#tuge Ein## übungen kommen bei meiner Methode nicht in Kauer, sache, natürliche Metbode, daber auch wirklich„ähigteit,## Die Sprechangst muß beseitigt werden. Die,„F# sprechen, fehlt dem Stotterer nicht. Den Preis 1½ zu der Lag## werde ich so niedrig halten, daß jeder Stotterer!## daber sein wird, an dem Kursus teilzunehmen. Versäu kein Stotterer oder Eltern stotternder, Kinder, Petis eine voll zu mir zu kommen. Gie schenten#r“ Fgsschios. langsäbrigen Fachmann., Die Auskunst# Sprechanugng# H. Steinmeier, Leiter der Internationalen Dr. phil. Goercki& Co. in Hagenburg(Sch.=.). 125% Die Einfuhr von Klei Ausland hat sich seit 19 ist bis in die letzten Me galieben. Weiter geltieg Um Während die Gesam laut„Zeitschrift für W. März und April nur um # gleichen Zeit des Vorjal eine Steigerung von.3 durchschnittliche Umsatz Vorjahr betrug in den #I4 v. H. Dieser verhä rungssatz für die ersten Jahres ist vor allem dart Februarumsatz unter der gewöhnlichen Kälte un Vorjahrshöhe zurückblie Einigung im Eisen Der Kartellvertrag Rheinisch-Westfä händler und der W handels G. m. b. H.(I geschlossen worder handel) soll allerdings d knüpft haben, daß die G. m. b. H. ihre bekann wirtschaftsministerium Vertrages(Ende 1930) gung ist jedoch abgeleh derlassungen der Westde lergruppe 1 aufgenomme mit den höchsten Rabat delsfirmen gewährt wirc besellschafterfirmen de dels G. m. b. H. in diese Salzdetfur Die drei Gesellschafter die Kaliwerte Salzde verke Ascherslebe ten Alkaliwerke 1 Prospekte vor, auf Grun im Konzern neugeschafft der Berliner Börse zug Firmen berichten übere fende Geschäftsjahr, d. unter den Folgen der un tröste zu leiden gehabt h Wetters sei jedoch der lolgt, daß der anfänglic dem Vorjahr vollständig können Der Berichte kom Deutschland brau „ Der Kommissar dische Professor Br bericht für die Zei 30. Juni 1929 vor, statistischer Teil über # des Instituts beigefü In den Betrachtu: Auslandsversc internationale Geldn schwerung der Bedir landsgeld mit sich #uslandskrediten mi Stärker bemerkbar. Berliner Bört Reichsbankdiskont 7½%— Le Fallen, 62½ beseitigt sehnell und sicher, auch in hartnäch%ng#steg Sssümmt vorräug: Ale Apotheke, am Markt, Hosenll““ üur Hustührung aller börsen empfichlt sieh Sankhaus Mahnt Bechum, Alless 23 S un5 toin ind schrien 8 muß ic ern hrir irlich eine Kalte) Verlang AUSgesel äß ver * schwören, so. oeen sen halten. nieder und 8, Gebeis. indler das ie Männe e Bunzlau# Er selhg annte ein er, in der eute konn10 Jeuers Alter von ter in der n de# lückt . Juli. gästen, deoren hatt ten Baum Sie wur leudert und der Führr gen muße Stadt östlich bn er Sach. n Mar ld bei Mu# dchen, dans nen Bräutoß aus u und wickelt ses fiel ohn. eder zu Jo as. Mäkcten arb er chor nicht sesticen Nachvir gibt meh n f hat laut und enerdurs verKillr e au dene Cr Nr. 171 36. Jahrgang 3. Beilage zum Bochumer Anzeiger und General Anzeiger Mitwoch, den 24. Juli 1929 Pesider so Werso Alddchrie Das Exportgeschäft der Konfektion die Die Ausfuhr von Bekleidung und Wäsche, di genau wie die Inlandsumsätze die für das Frühjahrsund Herbstgeschäft typischen Spitzen aufweist, konnte von 1925 bis 1928 ständig gesteigert werden. pie Ausfuhr des Frühjahres 1929 ist jedoch zum ersten Male hinter der Ausfuhr der vergangenen Frühjahre zurückgeblieben. de Khadhe von Kaistane ud Plaese aun aeun Ausland hat sich seit 1926 beträchtlich erhöht und ist bis in die letzten Monate hinein ziemlich hoch geblieben. Weiter gelliegene WarenhausUmlätze Während die Gesamtumsätze der Warenhäuser laut„Zeitschrift für Waren- und Kaufhäuser“ für März und April nur um 1 v. H. über denjenigen der gleichen Zeit des Vorjahres lagen, konnte im Mai eine Steigerung von.3 v. H. erzielt werden. Die durchschnittliche Umsatzsteigerung gegenüber dem Vorjahr betrug in den Monaten Januar bis Mai 14 v. H. Dieser verhältnismäßig niedrige Steigerungssatz für die ersten fünf Monate des laufenden Jahres ist vor allem darauf zurückzuführen, daß der Februarumsatz unter den Auswirkungen der außergewöhnlichen Kälte um mehr als 5 v. H. hinter Vorjahrshöhe zurückblieb. Einigung im weltdeutschen Eilenhandel Der Kartellvertrag zwischen dem Verband Rheinisch-Westfälischer Eisengroshändler und der Westdeutschen Eisenhandels G. m. b. H.(Düsseldorf) ist nunmehr abgeschlossen worden. Der Verband(Werkshandel) soll allerdings daran die Voraussetzung geknüpft haben, daß die Westdeutsche Eisenhandel G. m. b. H. ihre bekannte Beschwerde beim Reichsrirtschaftsministerium bis zum Ablauf des neuen Vertrages(Ende 1930) ruhen läßt. Diese Bedingung ist jedoch abgelehnt worden. Sämtliche Niederlassungen der Westdeutschen sind in die Händlergruppe 1 aufgenommen worden und genießen somit den höchsten Rabatt, der den freien Eisenhandelsfirmen gewährt wird. Bisher waren nicht alle bssellschafterfirmen der Westdeutschen Eisenhandis G. m. b. H. in dieser Händlergruppe. gungen neue langfristige Kredite immer schwieriger zu erlangen seien. Solange am internationalen Kapitalmarkt keine entscheidenden Veränderungen einträten, werde die Zunahme des langfristigen Auslandskredites innerhalb enger-Grenzen bleiben. Auch die Konsolidierung bereits erteilter Kredite werde dadurch erschwert, so daß vorläufig nicht viel Aussicht bestehe auf eine baldige Besserung des gegenwärtig ungünstigen Verhältnisses zwischen lang- und kurzfristigen Auslandskrediten. Die kurzfristigen Auslandskredite würden auf etwa 7 Milliarden Mark geschätzt. Wenn sich auch nach und nach der Anteil der ausländischen an der gesamten langfristigen Krediterteilung verkleinert habe, und zwar auf 18.7 Prozent Ende April 1929 gegen 23.8 Prozent Ende 1925, so bestehe doch kein Zweifel, daß Deutschland zurzeit nicht in der Lage sei, ohne Auslandskredite auszukommen. Die Spannungen in der Kreditlage wirkten in mehr als einer Hinsicht auf das deutsche Wirtschaftsleben zurück. In den vergangenen Jahren habe der Akzent auf der Rationalisierung und Modernisierung des Produktionsapparats gelegen. Der Nachdruck falle nunmehr immer stärker auf das Funktionieren dieses Apparats, wobei sich zu zeigen haben werde, ob die wirtschaftlichen Ergebnisse den Erwartungen dauernd entsprechen würden. Die Ziffern über den Außenhandelsverkehr erlangten zunehmende Bedeutung. Viele der die Zukunft der deutschen Ausfuhr bestimmenden Faktoren aber, darunter die Zollpolitik der anderen Länder, habe Deutschland nicht in der Hand. Die Lage der Reichsbank habe sich seit der Aufhebung der Restriktionen wieder beträchtlich gebessert, jedoch bewegten sich die Geldsätze noch auf bedeutender Höhe. Als Gewinn ergebe sich, daß tatsächlich bewiesen worden sei: daß, wenn die Notenbank fest bleibe, eine Wertverminderung des Zahlungsmittelsnicht befürchtet zu werden brauche. Die Art und Weise, in der die Reichsbank diese Belastungsprobe durchgehalten habe, bedeute eine Bürgschaft mehr für die unbedingte Wertbeständigkeit des deutschen Zahlungsmittels. Salzdetturth-Konzern Die drei Gesellschaften des Salzdetfurth-Konzerns, die Kaliwerte Salzdetfurth A.., die Kallverke Aschersleben und die Consolidierten Alkaliwerke in Westeregeln, legen jetzt Prospekte vor, auf Grund deren die Anfang Januar in Konzern neugeschaffenen Aktien zum Handel an der Berliner Börse zugelassen wurden. Sämtliche Firmen berichten übereinstimmend über das lauiende Geschäftsjahr, daß der Absatz zunächst unter den Folgen der ungewöhnlich starken Wintertröste zu leiden gehabt hätte. Bei Eintritt wärmeren Vetters sei jedoch der Abruf derartig verstärkt erloigt, daß der anfängliche Minderabsatz gegenüber dem Vorjahr vollständig habe ausgeglichen werden können Der Bericht des ReichsbankLommilar: Deutschland braucht Auslandskredite. Der Kommissar bei der Reichsbank, der hollänGeries, Professor Bruins, legt seinen Zwischena1. Tur: für die Zeit vom 1. September 1928 bis sasaunt 1929 vor, dem wieder ein umfangreicher Natistischer Teil über den gesamten Tätigkeitsbereich Instituts beigefügt ist. +. In den Betrachtungen über Konjunktur und landsverschuldung heißt es u.., die Internationale Geldmarktversteifung habe eine Erder Bedingungen für kurzfristiges Ausundsgeld mit sich gebracht. Bei den langfristigen ##lendskrediten mache sich diese Anspanung noch ##rker bemerkbar, da selbst zu schlechteren Bedinbis 9 Prozent, Monatsgeld blieb dagegen mit 9½ bis 10½ Prozent. Warenwechsel zirka 7% bis 8 Prozent. Der Kassamarkt war bei kleinsten Umsätzen nicht einheitlich. Die Schwankungen nach beiden Seiten betrugen 1 bis 4 Prozent. Reiß& Martin verloren 8 Prozent. Im weiteren Verlaufe beobachtete man an verschiedenen Märkten, besonders am Farbenmarkt Interventionen. Daraufhin schritt die Spekulation zu Deckungen und zu einzelnen Küufen. Die Börse schloß meist 1 bis 3 Prozent über Anfang. Nachbörse: ruhig und unverändert. Düsseldorfer Börse Terminhandel Düsseldorf, 23. Juli. An der heutigen Düsseldorfer Börse setzten im Terminverkehr die Kurse etwas schwächer ein, konnten zum Schluß aber etwas anziehen. Kali-Industrie hatten einige Umsätze zu schwankenden Kursen. Von Montanwerten waren Ver. Stahlwerke vereinzelt im Handel. Sonst lagen noch R. W. E. im Verkehr. 60 Millionen-Kredit für die Berliner Verkehr.-d. Durch Vermittlung der Darmstädter und Nationalbank hat ein unter ihrer Führung stehendes internationales Bankenkonsortium, dem eine amerikanische Gruppe unter Führung von Cuhn, Loeb& Co. in Newyork, eine englische Gruppe unter Führung vom Bankhaus Henry Schroeder& Co. London, ferner die Schweizer Kreditanstalt in Zürich und die Internationale Bank zu Amsterdam angehören, der Berliner Verkehrs-AG. einen einjährigen Kredit in Höhe von 60 Millionen Mark eingeräumt. Nach schwachem Beginn leicht ercholt Berliner Börse. Berlin, 23. Juli. Im heutigen Vormittagsverkehr sah es so aus, als ob die Tendenz eher freundlicher werden würde. Der Grund hierfür waren einige günstige Momente, wie die Absatzsteigerung beim Ruhrkohlensyndikat, ein guter Eisenmarktbericht und Meldungen aus Rusland und China, nach denen zwischen beiden Staaten größere Friedensbereitschaft bestände, so daß die akute Kriegsgefahr beseitigt zu sein scheint. Der freundlichere Grundton konnte sich aber nicht lange behaupten, denn zu Beginn der offiziellen Börse wurde man schon wieder durch Angebot besonders am Farbenmarkt überrascht. Das herauskommende Material, obwohl nicht drängend, fand bei der herrschenden Order- und Geschäftslosigkeit nur zu weichenden Kursen Aufnahme. Die Spekulation selbst zeigte größte Zurückhaltung und hatte Sorgen für den Londoner Geldmarkt, die sich, durch weitere Goldverluste der Bank von England verstärkt, auch wieder auf eine evtl. Diskonterhöhung erstreckten. Schiffahrtsaktien, die durch die Rekordfahrt der„Bremen“ anregten, konnten ihre Höchstkurse nicht behaupten, eröffneten aber immer noch etwas über dem gestrigen Schluß. Schlesische Textil konnten gegen gestern zirka 15 Prozent ihres effektiven Wertes gewinnen. Auch nach den ersten Kursen war die an den meisten Märkten herrschende Geschäftslosigkeit ausschlaggebend, und die Tendenz neigte weiter zur Schwäche. Als aber in den anfangs besonders gedrückten Papieren leichte Erholungen erfolgt waren und am Farbenmarkt anscheinend etwas interveniert wurde, gab dies auch den übrigen Marktgebieten eine gewisse Stütze, so daß die Anfangskurse später fast überall wieder erreicht und teilweise sogar noch etwas überschritten werden konnten. Anleihen unverändert, Ausländer geschäftslos, Pfandbriefe gehalten, teilweise eine Kleinigkeit freundlicher. Am Devisenmarkt lag das Pfund weiter fest, während der Dollar zur Schwäche neigte. Der Ten konnte sich etwas erholen. Am Geldmarkt erfuhr der Tagesgeldsatz eine Erleichterung auf 6½ Kuxen- und Aktienhandel Auf dem Kuxen- und Aktienmarkt konzentrierte sich auch heute das Hauptgeschäft wieder auf den Kali-Kuxenmarkt. Besonders begehrt waren Wilhelm-Sauer-Werte, von denen Bergmannssegen mit einer Kurssteigerung von zirka 1000 Mark die Führung hatten. Außerdem setzten sich die Käufe in Burbach weiter fort, die einen Gewinn von 500 Mark erzielten. Von Aschersleben-Werten waren Heimboldthausen und Neusollstedt besonders befestigt. Von Kaliaktien wurden Adler-Kali mehrere Prozent höher bezahlt. Am Kohlenkuxenmarkt war eine behauptete Tendenz vorherrschend. Heinrich und Constantin waren höher gesucht bezw. im Handel. Der Kohlenaktienmarkt war kaum verändert. Von Braunkoblenwerten wurden BruckdorfNietleben auf letzter Kursbasis umgesetzt. Industrieaktien wiesen besondere Kursveränderungen nicht auf. Frankfurter Abendbörse gut Schauptet Frankfurt, 23. Juli. Die zum Schluß der Mittagsbörse eingetretene Erholung konnte an der Abendbörse zwar kaum Fortschritte machen, da die Geschäftstätigkeit auf ein Minimum zusammenschrumpfte, doch war die Tendenz im allgemeinen gut behauptet. Die Kurse waren gegen den Berliner Schluß geringfügig verändert. Glanzstoff lagen 2 Prozent höher. Renten umsatzlos. Im Verlaufe herrschte weitere Geschäftsstille. U. a. notierten: Gelsenkirchener Bergwerk 138, Harpener 147, Mannesmann 121½, Phönix 105½ Rheinstahl 125¾, Rheinische Braunkohlen 299, Vereinigte Stahlwerke 113½, A. E. G. 197. Bergmann 222¾, Elektrische Licht und Kraft 209½, Gesfürel 208, Felten& Guilleaume 137, I. G. Farben 225¼—½. Aus den Industriegesellschaften * Eisen- und Stahlwerke Hoesch A. G. In Dortmund. Die Gesellschaft, die sich erst vor kurzer Zeit die Beschlagteilefabrik Gebrüder Doerken A.., Gevelsberg, angegliedert hat, hat jetzt auch einen stärkeren Einfluß auf die Billstein Bandeisenwerke A. G. in Altenvoerde genommen. Daher wählte die Hauptversammlung der Billstein Bandeisenwerke A. G. die Direktoren Baberg und Brüninghaus der Eisen- und Stahlwerke Hoesch A. G. und Paul Jacoby (Wolff, Netter& Jacoby) neu in den Aufsichtsrat der Gesellschaft. Direktor Robert Hoesch ist aus dem Vorstand der Eisen- und Stahlwerke Hoesch A. G. ausgeschiedenSein Rücktritt wird mit Krankheitsursachen begründet. * Ver. Elektrizitätswerke Westfalen G. m. b. H. in Dortmund. Die Gesellschaft hat unter Abschlus eines dreißigjährigen Gas-Konzessionsvertrages das bisher gepachtete Gaswerk der Stadt Warendorf i. W. käuflich übernommen. Von diesem Gaswerk Warendort aus soll auch die Gemeinde Freckenhrost beliefert werden* Vereinigte Bierbachsche Drahtwerke A. G. in Altena. Die Gesellschaft schließt das Geschäftsjahr mit einem Verlust von 14 894 Mark ab. * Dragoco A. G. Aetherischer Oele und künstlicher Riechstoffe in Holzminden. Die Gesellschaft weist in der Bilanz für 1928 bei 110 000 Mark Aktienkapital Kreditoren mit 20 089 Mark, demgegenüber Debitoren mit 79 473 Mark, Inventar mit 16 300 Mark. Waren mit 89 230 Mark aus. Aus dem Aufsichtsrat ist durch Tod Bankier Fritz Wecke aus Uslar ausgeschieden. Der Aufsichtsrat wurde durch Zuwahl ergänzt. * Bllstein Bandelsenwalzwerk A. G. in Altenvoerde (Westf.). Das am 31. Dezember 1928 abgelaufene Geschäftsjahr erbrachte einen Bruttogewinn von 502 668 Mark. Nach Abzug der Handlungsunkosten von 294011 Mark, der Steuern und sozialen Lasten von 76009 Mark verbleibt nach Abschreibungen von 95 508 Mark ein Reingewinn von 37139 Mark(Aktienkapital 750 000 Mark). * Beuteler Werke.-G. In Bielefeld. Die Hauptversammlung genehmigte den Jahresabschluß und beschlos. aus einem Reingewinn von 256 000 Mark 50 000 Mark dem Reservefonds zuzuführen, 4 Prozent Dividende auf die alten und 2 Prozent auf die neuen Aktien zu verteilen und den Rest von 136 900 Mark auf neue Rechnung vorzutragen. Die Aussichten für das neue Jahr wurden als nicht ungünstig bezeichnet. * R h e i n- R e e d e r e i A. G. i n D u i s b u r g- R u h r o r t. D i e G e sellschaft erzielte im Geschäftsjahr 1928 nach Abschreibungen von 22 741(., V. 42 741) Mark einen Reingewinn von 35 536(88 943) Mark, nachdem dem Versicherungskonto 3419 Mark überwiesen waron. Im Bericht wird auf die mangelnde Beschäftigung auf die unzureichenden Transportsätze, die hohen Steuern und Lohnerhöhungen hisgewiesen. * Burger& Mayer G. m. b. H. in Düsseldorf. Unter der Firma Burger& Nayer G. m. b.., Düsseldorf, wurde mit einem Kapital von 300 000 Mark eine neuc Gesellschaft errichtet, die eine Eisengros: handlung betreibt, sich vor allem aber mit der Fortführung der Firma Burger& Mayer, offene Handelsgesellschaft, beschäftigen wird. * Preß- und Walzwerk.-G. In Düsseldorf-Reisbolz. Die Gesellschaft wird wiederum 10 Prozent Dividende verteilen. * Vereinigte Kölner-Welter Hebezeug- und Eisenwerke Heerdt.-G. in Düsseldorf-Heerdt. In der Hauptversammlung war ein Aktienkapital von 1 129 400 Mark mit 5647 Stimmen vertreten. Bilanz- und Gewinn- und Verlustrechttung wurden einstimmig genehmigt. Demnach wird der Verlust von 145 051 Mark durch Reserven (144 596) Mark gedeckt werden. Laut Gewinn- und Verlustrechnung brachte das Jahr 1928 einen Betriebsüberschus von 979012 Mark. Dagegen erforderten Unkosten, Zinsen usw. 778568 Mark, Abschreibungen wurden mit 124 159 Mark und Sonderabschreibungen mit 219070 Mark vorgenommen * S t a w a x A.- G. f ü r S t a h l u. W e r k z e u g i n K ö l n. D i e mit einem Aktienkapital von 45 000 Mark ausgestattete Gesellschaft schließt das abgelaufene Geschäftsjahr mit einem Warenüberschuß von 215 383 Mark ab. Nach Abzug der Unkosten von 191 159 Mark sowie nach Abschreibungen von 12 412 Mark und Ueberweisung von 300 Mark an die Reserve verbleibt ein Gewinn von 11 311 Mark. * Bergische Sprengstoff- und Zünderwerke A. G. in Köln. Die Gesellschaft, die 1927 von der Sprengstoft G. m. b. H.(Köln) übernommen wurde, legt ihre erste Bilanz vor. Bei 45 702 Mark Abschreibungen ergibt sich ein Verlust von 140239 Mark. * Citrosn Automobil.-G. in Köln. Die Generalversammlung genehmigte den Abschluß für 1928, der einschließlich des Verlustvortrages aus 1927 einen Gesamtverlust von 165000 Mark ausweist. * Stollwerckhaus A. G. In Köln. Die Gesellschaft erzielte 1928 Einnahmen von 325907 Mark. Die Verwaltungsund Betriebskosten sowie Zinsen erforderten 249 292 Mark, Abschreibungen 16380 Mark. Es verbleibt ein Rein: gewinn von. 60 234 Mark, der sich um 7332 Mark Vortrag auf 67 587 Mark erhöht. * Bremer Vulkan, Schiffbau und Maschinenfabrik in Vegesack. Die Hauptversammlung genehmigte den Abschluß für das Geschäftsjahr 1928 und setzte die Dividende wieder auf 8 Prozent fest. * S ü d d e u t s c h e L u f t h a n s a A.- G. i n M ü n c h e n. D i e G e sellschaft konnte im Jahre 1928 einen kleinen Gewinn von 2045 Mark(1. V. 6464 Mark Verlust) erzielen. Auf 18 (13) Strecken wurden.27(.32) Millionen Kilometer beflogen. 18097(17 830), Passagiere und 102 143(67 468) Kllogramm Fracht befördert. Berliner Eroduktenmarkt ruhig Berlin, 23. Juli. Die Hausse an den nordamerikanischen Terminmärkten führte an der heutigen Produktenbörse zwar zu einer Befestigung der Weizenpreise, das Geschäft bewegte sich jedoch weiterhin in ruhigen Bahnen. Für Inlandsweizen waren im Vormittagsverkehr für Herbstlieferung etwa 4 Mark höhere Preise gefragt worden, während Roggen neuer Ernte nur leichte Preisbesserungen verzeichnen konnte. Das Angebot auch in Roggen alter Ernte hat sich etwas verringert. Am Lieferungsmarkt war Weizen in den Herbstsichten anfangs 4 Mark fester. Roggen konnte lediglich per Oktober 2½ Mark höher eröffnen. Hafer und Gerste bei ausreichendem Angebot geringe Kauflust. Berlin. 23. Juli Kaich unscgaiche Bich. Schanite ut bhenin eur build benen. sonst per 100 Hlogramm Weizen märk... Roggen märk. Futtergerste.. Hafer märk. Mais, loco Berin Weizenmehl... Roggenged... Weizenkleie... Roggenkleie... Viktoriaerbsen.. Heine Erbsen. hode 253—256 191-183 180—190 181-190 231—232 305—3893 261—29 121— 13 12— 28.-34.0 vorige 251—254 188—190 180—190 180—188 2231 232 39.—354 265—29 124—13 125— 28.-34.0 Futtererbsen... Peluschken... Ackerbohnen... Wieken....:. Blaue Lupinen Gelbe Lupigen.. Seradella neu.. Rapskuchen... Leinkuchen.. Trocken-Schnitzel Kartoffellocken heute 21.-23.0 26.-29.0 22.-25.0 28.-32.02 7 21.-23.0 26.-29.0 22.-25.0 28.-32.0 21.-22.0s21.-21.0 29.-31.0/21.-31.0 19.3— 193 232-23.1/232-23.7 11.-11.6/11.-11 5 * Altenessener Schweinemarkt vom 23. Juli. Zum Schweinemarkt waren aufgetrieben: 786 Stück Ferkel und Läufer. Es kosteten im Großbandel Ferkel im Alter von —8 Wochen 33—42, von—12 Wochen 42-32. Läufer von —4 Monaten 52-65, von—6 Monaten 65-100 Mark. Der Handel verlief langsam. Berliner Metallnotierungen Berlin, den 23. Juli 1929 (Die Preise verstehen sich ab Lager in Deutschland für prompte Lieferung und Bezahlung für je 100 Klogramm) Elektrolytkupfer,(wirebars) prompt, eif Hamburg. Bremen oder Rotterdam.........! Originalhöttenaluminium 98—98%, in Blöcken, Walzo0. Drahtdarron........... desgl. in Walz- oder Drahtberren...... Banka-, Straits, Australzinn in Verkäuferswahl Höttenzinn, mindestens 38% Reinnickel. 98—99% Aatimon-Regulds............ Golc, 10 Gramm............. Silber, 1 Klogramm, ea. 300 Feinheit Platin, 1 Sramm Berliner Börsenkurse Reichsbankdiskont 7½%— Lombardzinstus 8 1% Berlin Industriewerte Div. Thestelvorig. 8/131.0130.0 10116.5120.0 0 50.0 50.0 den 23. Juli 1929 eundstoren 1 der Porland Wernerte eeanderrert I E. S. Mnaund.P Paoier Ichaker Kohlen lschaff, Zelst. Ppisrachte ####.-A. Nasch. Rachm. a Ladew. baer a. Steig Nasch. hge Beis S rJuat Walzwerk Sso hn ap Co. S hasonm. bnger Epwnne Bf. Gob. Hott. " Taried, Ind. : Naschgeg S hah— Hast.— #. Sok. 41.0 41.0se 194 8 195.0s8 185.5186 018 156.0156 0 34 2 85.7 155.2/161.0 46.0 46.5 33.5 88.5 Braunschw. Kohle 10/2 Jute lsreitend. Zem. Sremen-Besigh. Wollk. Broum-Sovor Buderus Byk Gulden 165.5/165.0 123.0123.0 . 112.00 93.0 79.0 44.9 44.0 205.5 2055 11 103.5 192.7 14 334.0 303.0 20 389.0 388.510 9 F. 221.2 16/279.027 0 36.6 68.8 .82.0 81.2 12122.5122.0 0—. 6 89.7 66 5 10 161. 2 136.0 s Genon Aabest Charl. Wasser Odam faden Gelsenk. Albert Coneord. Soinn. Conti-Caouichue Crölwpritz Papier -Sanier Moter Otsch. Atient. Otsch. Conti Gas " Asphelt " Babcon " Erod " Gubstahl Jote " Kabe " Linoieum " Schachtd. /236.0 122.0 125.2/125.0 64.5 84.7 173.0172 137.0137.0 76.1 55.6 24.023.5 108.2108.0 95.9 87.0 76.0 76.0 66.0 68.0 73.0 73.0 159.2139.0 189.3169.5 53.0 53.1 113.2114.0 195.5196.5 Juic 1 0 72.9 71. 15 303.0 303.5 S 104.0104.0 94 ü hustührung aller börsenmäßigen Geschäfte Bankhas upddt 1s venknaus Mahnert& Düppe Bechum, Allesstraße 18 Otsch. Steinzeug 11511 Tel. u. K. 0 Ton u. St. Eisenhand loitgn., Neuhaus O. Dörtfler Dind, Akt.-Brau. Ritt.=Brau. „ Unlon-Brau. Oresd. Gardinen[12 Schnellgr 10 looroner Hetell Urkoppwerte Odssela. Diet.-Br. m H61.-8r. „„ Kammg. opnamt Hobel pgestorff. Salzw. Iu Eisend. Verkm. 1 leiektra Dresden Elektr. Lieterz Licht o. Kr. lengelh. Brauerel EEatager Erdmanned. Sp. Erlanger Baumw. Eschw. Bergwert Essen. Steinkohl. Exselsior Fadrr. pehb. List&4 Ca. I. 6. Parbenind. 122 Feldmöhle Papies 12 Feiten& Sul. Frankf. Masch. Friedrichsh, Kall Friedrichehötte IR. Frister.-G. Froebein Zucher 200.0 70.2 135.0 71.5 34.5 116.2 233.0 295.2 255.0 114.7/120.0 118.7117.6 162 0/162.0 25.0 23.0 367.9/367.0 94 5 94.5 58 5 58.5 103.5108.0 111.0s112.0 169.21—. 196.6196.8 155.0155.0 210.0s209.0 225.0225. 112.78.0 100.0100 127.0s12:0 203.0/203.0 135.0133.5 29.7 28.5 83.5 88.0 224.0 192.7/194.3 134.1136.3 54.0 175.0 133.0 44.0 gPeri ie Kcag Geisk. Bergw. 8 Germania Portl. 114 137.7138.0 193. 0183.0 Siderresh. Glas 7 6es. f. el. Untern. Gildemeist.&Co. 9 0. Girmes& Co. 5 Glach. Wolind. AGlasm. Schalkte Olelaurig. Zucker Glockenstahl 16lück Auf Gelsk. lGebr. Goech. 00. OITh. 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Seiffort& Co. 10 136.5 Biegen Soingen O 10.1 .5SSiegersdorf Wr. 10 116.0 .8Siemens Glasind. 9 124.5 Fiemens&4p Halske 14 385.0 „Einner Aktien 10123.0 .Sonderm. 4 Stier 9—. .(Gondorm. 4 St. 8. 0 41.3 .GStactderz. Höne 0 98.2 Ftett. Chamotte 5 71.5 Stödr& Co. 10137.5 Stoewer Röhm... .AStolberg. Dias 61149.2 230.51 .2 155.5 0 297.0 610 148.0 142.2 125.6 236.7 112.0 84.7 .5 135.0 855.0 7 100.2 .0 550 .0/109.0 .5 88.0 .0 395.0 .0 155.0 .0 322.0 .0185.5 .5110.5 .0132.0 .0/137.5 .2189.0 G4 21289.0 2/229.5 5 0 302 6 .0/251.0 .0 140.9 .5138 5 .1 10.3 .0 118.0 .5 124.5 .0 285.2 .0/120.0 .3 41.5 S 2 88.0 .5 73.0 .5137.5 12.0 Ka15 1Gebr. Stollwerk 911 Stralsund, Spielk. 16 Snonsta reik i ce. Tafelolas Telegh, Berlin 7IThöris V. Oeifd. 5 Thör. Gas Leigz. fietz Leonbaro olfransradie Trots Akt.-Ges. Mrucht, dachen utarziner Papiert 10 V Ver. Berl. Fr. 6. 6 9 Ver. Söhl Stahin 10 Chem. Charl. 7 Dtech. Nick. 12 Slanzst. Eld. 183 Sothaniaw. 8/1 Märk. 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Lioxe 7 86.8 88 5 5 83.2 88.0 71123.5123.0s8 8 190.0 191.0 10183.5 184.0 B117.1/118.0 92.0 82.0 93 93.6 99D 90.2 102.7102.7 94.7 94.7 Bankaktien: Barm. Bankverein 10 127.0 127.0 Berl. Handelsges. 12 211.0211.0 „ Hypothekb. 112/200.0 203.0 Commerz- u. Pr. 11 183.0 189.2 39.7 70.5 29.5129.5 29.2129.5 17.01172 .0 83.0 Darmst. u. A. Oeutsche Bank lOiskonto-Komm. Oroscner Bank Preud. Bodenkr. Central-8. Dre. 4. 5 Pfödr.=8. Reichsbenk Westd. Bodenkr. 12 275.2/2770 10 170.0170.5 10154.2 134.2 101160.0160.5 10 126 5 128 5 10137.5137.0 10137.0137.0 12 185.0 183.0 12 314.1312.38 10126.0s128.0 Kolonlalwerte: Otsch. Ostafrike 81137.21139.|8 Neu Goines(10/417.0 417.05 93.00 83.OsOtan 12 89.7 84.515 Pestverzinel. Werto % Anleiben: —Ablösung-9 51.0 31.9 —„Neudesitz.5.5 s.Wertbest. 29—. 10b. 100—. 95.7 1 bis 9„ Beichsanl. 27 97.8 87.58 Reichssch. K 87.2 87.2 10 Berl. Pfanodr. 101.2/192.3 10 Pr. Zentral R4 100.4 100.5 „ K 3 und 6 83.0) 99.0 Farbendonds 121.2/121.3 % Flandbriels: Berl. Hyp..10 Norod. Gr. Kr.3 Broo. Komm.4 110 Pr. Ctr. S8. Gold 99„ 10 Pr. Pfädr 8. 38 109..— 10 Rd. W. B0g. 2 100.2 191.1 3—„„-4 93.0 95.0 8 Geldrogg.-3 93.3 95.7 Industriesbbg Concord. Bgd. 79.8 Cont. Cautch. 92.0 Daimler Bonz 76.8 Hang, Basch. 68.1 Hossch E. u. 8t. Höckger 92.0 Fr. Krogo 4. 8. 897 9 „. RA. 91.3 Hont Cenis 12.5 81, Siem. Halste 99.5 /7 Ver.Stahl m. 0. 84.4 " a0pi 12.2 s Harp. Bergo. 71, Rheig, Stahlu. 1s A. E. G. 1990 als Bargmann 9. 15 Const. d. 8. 28. Lurnen undOpbeli Los Hngeles 1932 Die Stätte der nächsten olumpischen Spiele— Das neue Stadion für 125 D00 Zuschauer— Fahrbare Tribünen, transportable Hotels überflog er den Thüringer Wald und landete nach Zurücklegung von 152 Kilometern in der Nähe von Hermsdorf bei Gera. Bei seiner Rückkehr zur Wasserkuppe war Kronfeld Gegenstand begeisterter Ovationen für seine nicht nur vom sportlichen, sondern auch in flugwissenschaftlicher Hinsicht überaus bedeutungsvolle Leistung. (Von unserem amerikanischen Korrespondenten.) Bekanntlich wird Los Angeles, die Filmstadt, 1932 der Schauplatz der 10. Olympischen Spiele sein. Während man in Europa über die bereits in vollem Gange befindlichen, umfangreichen Vorbereitungen so gut wie garnichts weiß, ist man in Amerika selbst über Li: Kortschritte auf das Genaueste unte die Fortschritte auf das Genaueste unterrichtet. Der neue Riesen=Stadionbau liegt mitten im Weichbilde der Stadt, kaum 10 Minuten vom Zentrum entfernt. Damit ist die heikle Zufahrtsfrage glatt gelöst. Auf breiten Alleen kann man mit dem Wagen bequem hingelangen. Das Stadion faßt insgesamt 125000 Zuschauer, also dreimal so viel als das Amsterdamer, die alle auf Sitzplätzen untergebracht werden Alles ist einfach und zweckmäßig gehalten. Die Architektur hat nichts Uebertriebenes oder Kolossales. Ueberall wurde der Komfort über die Linienführung gestellt, sodaß der Europäer vielleicht hier und da„Schönbeitsfehler" entdecken wird. Das Ganze ist in runder Ellipsenform erbaut. Die Brennpunkte, auf denen die Ellipsenform erbaut. Die Brennpunkte, auf denen, die Torstangen stehen, sind nahegerückt. Das Fußballfeld wird vom breiten Zementstreifen der Radrennbahn umzogen. Auf drei Seiten steigen die Tribünen mit unzähligen Sitzplätzen empor, sie werden fast alle gedeckt. Eine Schmalseite ist durch eine hufeisenförmige Säulenhalle abgeschlossen. Ein römischer Torbogen in der Mitte dient als Haupteingang In unmittelbarer Nähe des Stadions ist eine Schwimhalle mit einer 100 Yardsbahn und daneben die Halle für Boxen, Ringkampf und Fechten. Eine Neuerung bilden die vorgesehenen fahrbaren Tribünen für Ruder= und Segelwettkämpfe. Der nur 35 Kilometer entfernte Hafen von San Pedro weist eine Rennstrecke von 4000 m Länge auf. Längs des Ufers verkehren während der Kämpfe Autobusse mit stufenartig angeordneten, dem Meer zugekehrten Sitzplätzen als wirkliche Tribünen. Bisher wurden insgesamt 3 Millionen Dollar für die Vorbereitungen der Spiele bereits verausgabt; hinzukommen weitere 2 Millionen, von denen die Stadt Los Angeles allein eine Million bewilligt hat. Die andere Million wird von der kalifornischen Regierung Seit ggr. Wertht Ar in WWaumen Ausanbem ensPtrog b# Man erwartet einen enormen Fremdenzustrom, der der Stadt gute Geschäfte bringen soll. Zwischen den einzelnen Häusern liegen vielfach große freie Plätze, sogenannte„Luftschächte", wo transportable Hotels und Garagen aufgestellt werden. In 8 bis 10 Tagen stehen die vierstöckigen Häuser mit 200 Zimmern in Beton ausgeführt. Werden sie nicht mehr gebraucht, so sind sie in drei Tagen wieder abgebrochen. Vom Olympischen Komitee wurde ein riesiger Reklamefeldzug begonnen, doch rechnet man mit keinem finanziellen Erfolg. Bestenfalls können 2 Millionen Dollar Ueberschuß erreicht werden, die kaum die Hälfte der Ausgaben decken würden. Amerika ist reich und läßt sich die Olympischen Spiele, die man als gute Werbemöglichkeit und als hervorragende Repräsentationsgelegenheit für die„Staaten“ erkannt hat, Summen kosten, die für die verarmten, mit Kriegsschulden überbürdeten Nationen der alten Welt für diese Zwecke kaum erschwinglich wären. Bilanz der Meisterschaften 10 neue Rekorde Die diesjährigen DSB.=Leichtathletikmeisterschaften für Männer und Frauen haben mit einem vollen sportlichen Erfolge abgeschlossen. Sie zeitigten nicht nur drei Welt= und sieben deutsche Rekorde, sondern in verschiedenen Wettbewerben setzten sich auch neue Leute durch, ein deutlicher Beweis, daß die Breitenarbeit bereits ihre Früchte trägt. Von den sieben Landesverbänden der DSB. ging nur er gastgebende südostdeutsche Verband völlig leer aus, ille übrigen sicherten sich einen mehr oder minder grozen Anteil an den insgesamt 33 Titelkämpfen, teilweise mit überraschend gutem Erfolge. An Brandenjurg fielen neun Meisterschaften(drei Frauen), an Süddeutschland sieben(vier Frauen), an Miteldeutschland fünf, an den Baltenverband und an Norddeutschland je vier, und an Westdeutschland zwei Meisterschaften. Ein Titel wurde, wie schon im Vorjahre, von dem Karlshorster Turner Wichmann entführt. Die Krönung der sportlichen Ausbeute bildeten zehn Rekordleistungen, von denen die im 80=Hürdenlaufen der Frauen eine zweifache Verbesserung erfuhr. Die in Breslau und Frankfurt a. M. erzielten Höchstleistungen seien nachstehend nochmals aufgeführt: Männer: Neuer Auslandssicg Bremers Einen großen Erfolg errang der Bochumer Herrenfahrer Bremer bei seinem letzten dänischen Start in Aarhus. Bremer und auch der Dortmunder Senge qualifizierten sich für die Endläufe des internationalen Hauptfahrens, von denen Bremer die beiden ersten vor Senge und den dänischen Fahrern, Senge den dritten vor Bremer gewann. Im Gesamtergebnis siegte Bremer(.=V.„Sturmvogel“ 04=Bochum) vor Senge und dem jütländischen Meister Chr. Hensen. Senge gewann das Vorgabefahren vor Hensen und Bremer. „Hertha“ proteltiert Verlegung des D...-Endipiels? Berlin, 23. Juli. Gegen die Ansetzung des Entscheidungsspieles um die Fußballmeisterschaft nach Nürnberg hat„Hertha“BSC. Berlin beim Deutschen Fußball=Bund Einspruch erhoben. Berlins Meister, der nun zum vierten Male hintereinander im Endspiel steht, hat vor drei Jahren in Frankfurt a. M. und im Vorjahre in Altona, in beiden Fällen also im Landesteil des Gegners gespielt und verlangt nun, daß dieser wichtige Kampf an einem neutralen Ort ausgetragen wird. Als solcher ist Nürnberg nicht zu betrachten. „Hertha“ will unter keinen Umständen in Nürnberg gegen Sp.=Vg. Fürth antreten, wünscht vielmehr die Verlegung des Spiels in das Gebiet eines neutralen Landesverbandes. Der DFB. hat den Einspruch zur Kenntnis genommen und will erst eine Abstimmung unter seinen Vorstandsmitgliedern herbeiführen. Bis dahin dürften einige Tage vergehen, und so daß es nicht ausgeschlossen ist, daß der Kampf doch noch auf den 4. August verlegt wird. Bochumer Schwimmerfolge in Castrop Bei dem in Castrop abgehaltenen 4. Gaugruppenschwimmfest konnte die Tvg.„Eintracht"=Bochum(D..) einen schönen Erfolg erzielen. Frl. Lea Mono belegte im Springen der Turnerinnen(Mittelstufe) den ersten Platz, während bei den Turnern Heinrich Platzek das Springen der Unterstufe an sich brachte. Ein Eispalast im Westen Nach Berlin wird jetzt Westdeutschland die zweite deutsche Kunsteis=Anlage großen Stiles erhalten, da zur Zeit schon in der Kölner Rheinlandhalle alle Anlagen für eine künstliche Eisbahn, die das ganze Jahr über in Betrieb sein wird, geschaffen werden. Diese Neuanlage wird den Eislaufsport in Westdeutschland beleben und Gelegenheit geben. die internationalen Eishockeymannschaften auch im Westen zu sehen. Werks- und Firmen-Sportvereine Immer höher und weiter Segelflug Kronfelds über 152 Kilometer Länge und 3000 Meter Höhe Der 10. Rhön=Segelflugwettbewerb hat einen verheißungsvollen Anfang genommen. Gleich der dritte Tag der 14tägigen Veranstaltung brachte durch den Wiener Robert Kronfeld einen Rekordflug, wie er in der Geschichte des motorlosen Fluges einzig dasteht. Kronfeld nutzte ein aus Westen heraufziehendes Gewitter für sein Vorhaben aus, erreichte schnell eine bedeutende Höhe und ging dann bei weiterer Steigerung zum Streckenflug über. In einer Höhe von 3000 Metern „Respa“=Bochum Bezirksmeister und Pokalsieger. „Respa“=Bochum—„Respa"=Ruhrort:1. Auf dem„Preußenplatz“ in Essen trafen sich die beiden Gruppenmeister im Endspiel um die Bezirksmeisterschaft, aus dem die Bochumer Mannschaft nach hartem Kampf mit:1(:0) Toren als verdienter Sieger hervorging, obwohl ihr Torwart schon bald nach Spielbeginn verletzt wurde und nur noch als Statist mitwirken konnte. Kegelsport Um Klubmeisterschaft und Silberpokal. die Uns“ Im Kampf um die Bochumer Klubmeisterschaft in gurs. co#ct dam Edggaltlg#k. 111 Vollen konnte„Also Doch“ den Kegelklub„Unter Bochumer Nachrichten sicher mit 1584:1526 Holz schlagen. Beste Einzelkegler:„Also Doch“ Barthelmes 330, Greulich 321 Holz, „Unter Uns“ Drewermann 310 Holz. Der 74jährige Beuker erreichte dabei die Holzzahl 305. 4X100 m: SC. Charlottenburg 40,8 Sek.(Weltee 1500 m: SC. Charlottenburg 16.25.9 Minuten e zHch m: Kilb(Düsseldorf) 15:00.— Min.(Deutscher Stabhochsprung: Wegner(Halle).99 m(Deutscher Zehnkampf: K. Weiß(Berlin) 585 Punkte(Deutscher Rekord). Frauen: Kugelstoßen: Heublein(Barmen) 12,85 m(Welt10 100 m: SB.„Brandenburg“=Berlin:05,8 Miut= Weitsorung: Schlarp(Köln) 565 m(Deutscher Rekord). 80 m Hürden: Haux(Frankfurt a..) 12,/6 Sek. Becker(Berlin) 12,4 Sek.(Deutscher Rekord). Erziehung zum Sport R Rennen zu Berlin-Hoppegarten FA Dienstag, 23. Juli. 1. Rennen: 1. Weinbergs Machvoran(G. Streit), Prrwryntang.tg: 29. Platz: 12, I. Severus, 3. Tramontana. Toto: 20. 11, 12. 2. Rennen: 1. Samsons Senator(E. Hayn 2. Versöhnung, 3. Vergangenheit. Toto: 20. Platz: 21, 15. 3. Rennen: 1. Altefelds Dominica(E. Huguenin), 2. Tarquinia, 3. Arabella. Toto: 81(drei Pferde liefen). 4. Rennen: 1. Opels Cocktail(K. Narr), 2. Askari, 8. Teutone. Toto: 112. Platz: 15, 11, 14. 5. Rennen: 1. Palmers Goldwächter(Ch. Korb), 2. Dalibor, 8. Casanova. Toto: 20. Platz: 16, 35, 20. 6. Rennen: 1. Schumanns Osram(E. Grabsch), 2. Stromschnelle, 8. Putz. Toto: 28. Platz: 17, 63. 7. Rennen: 1. Böhms Rosenlippe(E. Grabsch), 2. Tannenberg, 8. Windspiel. Toto: 89. Platz: 16, 26, 18. K Boote klar ** Kleine Tageschronik. Zwischen der Otto= und Alsenstraße wird an dem Ausbau einer neuen Ver, bindungsstraße gearbeitet. Von der Wiemelhau, ser Straße, direkt gegenüber dem Betriebsbahnhof ist ein tiefer Einschnitt in das Gelände gemacht worden. Ober, halb der neuen Straße ist man mit der Anlegung eine eigenen Straßendammes beschäftigt. Sobald die Arbeiten an dieser neuen Straße fertig sind, wird mit der Errichtung von Neubauten angefangen. Der Kyff. bäuserbund beabsichtigt, an dieser neuen Straße Neubauten in Angriff zu nehmen. Die Neubauten an der Moritzstraße in Riemke, welche fast alle von den Baugenossenschaften der Kinderreichen, Kriegsbeschädig, ten usw. errichtet sind, haben die Straße zu beiden Sei. ten zugefüllt. Der Ausbau der Straße am Tippelsberg soll jetzt erfolgen.— Das neue Werkstätten= und Lagerhallengebäude der Städtischen Beleuchtungs= und Wasserwerke in BochumHamme sieht seiner Vollendung entgegen. Die Baugesellschaft Ruhr=Emscher ist mit den Fundierungsarbei, ten so weit, daß die Aufstellung der Eisenkonstruktionen begonnen werden kann. Das Gebäude, mit dessen Fertigstellung noch in diesem Jahre gerechnet wird, verdichtet das Industriebild unmittelbar in der Nähe der Zeche„Carolinenglück".— Die Arbeiten zur Erbreiterung der Brücke bei Haus Weitmar im Zuge der Hattinger Straße sind fast beendet, so daß die Brücke noch im Laufe dieser Woche dem Verkehr übergeben werden wird.— Gestern mittag gegen 11 Uhr wurde die siebenjährige Tochter der Eheleute F. von einem Motorrad an der Dorstener Straße überfahren und schwer verletzt. Veranstaltungen und Vergnügungen = Heute(Mittwoch) Konzert im Stadtpark. Bei günstiger Witterung veranstaltet das Städtische Orchester heute nachmittag um 4 Uhr im Stadtpark ein Gartenkonzert. Unter Leitung von Konzertmeister Curt Hofmann kommen Orchesterwerke von J. Möllendorf, L. van Beethoven, I. Paderewsky, R. Wagner, P. Tschaikowiky, J. Strauß, G. Meyerbeer, Golde=Gravert und M. Moszkowski zur Aufführung. Aus dem Vereinsleben (w) Naturheilverein Bochum. In dem schönen Licht Luft=Bad des Naturheilvereins an der Königsallee flatterten am Sonntag die blau=weißen Fahnen. Der bunt geschmückte Eingang lud mit einem„Herzlich willkommen“ zum KinderSommerfest ein. Ein Festzug, voran die Musiks vom West falenplatz durch die Königsallee zum Licht=Luft=Bad und ei Rundgang durch dasselbe leitete die Feier ein.— Feste der Kinder sind die Sommerfeste des Naturheilvereins. Viel Freude wurde allen geboten; Gelegenheit, froh zu sein in harmloser natürlicher Weise. Reigenspiel, Turnübungen usm zeigten Buben und Mädel. Ein Lustspiel von Hans Sach„Das Kälberbrüten“, das von Mitgliedern der Jugendgruppe des Vereins mit gutem Geschick und Verständnis zum Ergötzen aller Anwesenden aufgeführt wurde, fand großen Anklang. Eine frohe, heitere Feststimmmung hatte trotz der etwas unsicheren Wetters immer mehr Platz gegriffen, sodat sogar zu den Klängen der Musik ein kleines Tänzchen an dem grünen Rasen versucht wurde. So wuchs ein fröhlicher Nachmittag in den Abend hinein. Als die Dunkelheit sich über das Grün der Bäume senkte, sollte ein Fackelzug durch das Luftbad ziehen und ein kleines Feuerwerk den Schluß bilden. Der Wettergott hat es anders gewollt, er öffnete um 9 Uhr seine Schleusen und verhinderte dadurch, diesen Teil des Programms durchzuführen. Der Sonntag war eine überzeugende Werbung für die Naturheilsache in weiten Kreisen. Traditionsecke 9. Wiedersehensfeier der 87er. Am 27. und 28. Juli findet in Limburg a. d. Lahn die Wiedersehensfeier der Kameraden des ehemaligen Reserve=InfanterieRegiments Nr. 87 statt. Geschäftliches Gewerbebank Bochum. Die Gewerbebank Bochum e. G. m. b. H. Bochum verlegt ihre Büroräume von der Kaiserstraße zur Ecke Bahnhof= und Kirchstraße, der früheren Kommunalbank.=G. Bochum, Abteilung Kirchstraße.(208 Auch in den Mädchenschulen hat die Erziehung zum Sport eingesetzt. So besitzt die Fontane=Schule in Berlin am Stölpchensee ein eigenes Bootshaus, auf dessen Gelände man an schulfreien Nachmittagen das sonnenverbrannte Völkchen der Ruderinnen sieht. Unser Bild zeigt das Fertigmachen der Boote. Unausdenkbarwäre die Not des deutschen Volkes, wenn es in seinen wirtschaftlichen Krisen auch noch der Krankheit schutzlos ausgeliefert wäre. Man kann sich das Bild nicht ausmalen, das Deutschland böte, wenn nicht etwa die Hälfte seiner Bevölkerung sich unter dem Schutz einer Krankenversicherung befände. Was für den Arbeiter und Angestellten die Orts= oder Berufskrankenkasse ist, das ist den nicht minder bedrängten anderen Volksschichten die sogenannte freie Versicherung. Es bestehen wesent; liche Unterschiede zwischen Zwangskasse und freier Versicherung. Ein Beispiel der besonderen Leistungsfähigkeit zeigt der dem Deutschen Ring, Versicherungen jeder Art, angeschlossene Krankenversicherungsverein a. GHamburg 36.(Freie Mittelstandsversicherung.) ist der Krante dem Arzt gegenüber, den er wählen kann, Privatpatient, zahlt seine Rechnungen selbst und darf eine dementsprechende sorgfältige Behandlung erwarten. Verlangen Sie die Aufklärung: schrift, aus der auch die anderen Vorteile, die die Kasse bietet, ersichtlich sind.(Näheres siehe Anzeige.) Für die Gesundheit! Richard Jacobi, Bochum, Hiermannshöhe 10, Teleton 69339 Aber nicht nur zu Verbänden kannmenleutoglestveruenden. Nun Efteichten Verschliessen Wenn Sie einmel beschädigte Hausgeräte. Mappen, Puppen. Gummischlsuche durch Leukoplast wieder gebreuchstertig mechen, werden Sie manche Ausgabe für Neuanschaftungen erübrigen. 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Wer! schlecht beleuchte Salons— auf der wird mancher mi auf der Welt no als auf dem gel daran erinnern, mit seiner Lichtft Cafés nur auf de lich nur für d Bukarest dagegen heit ausmachen, d Bukarest wir besitzt stattliche C volle Läden; die London sein, und Rue de la Paix Autos fahren dur Kutschen; offene Kutscher sind ganz scharlachrote Schä dem Kopf. In! und bestgekleidetst Ich bin zier Nachtleben vieler Bukarests gibt a rumänischen Hofe wieder— dieser unter keinen Um nachkommen, da er den A Sta Und er hat scheidung. Bukar und florierenster Moral anbetrifft, irgend eine Kon mit der früheren Schriftstellerin un kannt— besprock das liebenswürdi Besuch abstattete. merten sie sehr. wundervollen Flü allein waren, sag nicht, wie wi Es wird von Ta sein Möglichstes machtlos. Die 2 verdammenswerte Was sie sagt saß der Kriegsmini und versuchte jed ein blutjunger O spieler aus Konsta zu angeln. Diese als gerissener Gal Freund Take Jon Finanzminister— und unlauteren S Es ist SSn G Schrift Preis, ganzen sellschaf zuhause schrieb Ich hat ich es einmal heimni endlich Mann velle namen Name lesen er läg 513 g und William De Quamse er Otto= und euen Verr Wiemelhau. bahnhof ist ein worden. Obernlegung eines obald die Arind wird mit . Der Kyff. neuen Straße Neubauten an alle von den riegsbeschädig. zu beiden Seim Tippelsberg ätten- und tischen Bein Bochumn. Die Baudierungsarbeiikonstruktionen nit dessen Fernet wird, verder Nähe der en zur Er8 Weitmar beendet, so daß dem Verkehr ttag gegen 11 heleute F. von ße überfahren gungen Stadtpark, Bei ädtische OrcheStadtpark ein ertmeister Curt iu I. MöllenR. Wagner, P. Golde=Gravert schönen Licht sallee flatterten bunt geschmückte en“ zum Kinderusik? vom West. uft=Bad und ein in.— Feste der eilvereins. 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Sicher wird mancher mit Erstaunen hören, daß es irgendwo auf der Welt noch mehr Lustigkeit und Freude gibt als auf dem geliebten Montmartre. Ich will aber daran erinnern, daß in Paris das ganze Nachtleben mit seiner Lichtfülle und seinen großen und teuren Cafés nur auf den Fremden eingestellt ist— eigentlich nur für den Fremden existiert, während in Bukarest dagegen die Fremden eine derartige Minderheit ausmachen, daß sie kaum ins Gewicht fallen. Bukarest wird von breiten Boulevards durchzogen, besitzt stattliche Gebäude, enorm teure Hotels, prachtvolle Läden; die Juwelierläden könnten ebensogut in London sein, und die Schneider stehen denen von der Rue de la Paix in keiner Weise nach... Prächtige Autos fahren durch die Straßen und noch prächtigere Kutschen; offene und geschlossene Wagen. Die Kutscher sind ganz in scharzen Sammet gekleidet, haben scharlachrote Schärpen um und Astrachan=Mützen auf dem Kopf. In den Wagen aber sitzen die schönsten und bestgekleidetsten Frauen Europas. Ich bin ziemlich vorurteilsfrei und kenne das Nachtleben vieler Städte. Das sittliche Niveau Bukarests gibt aber wohl der Ausspruch eines am rumänischen Hofe akkreditierten britischen Gesandten wieder— dieser erklärte mir nämlich einmal, er lasse unter keinen Umständen seine Frau und seine Tochter nachkommen, da er den Aufenthalt seiner Damen in der Stadt für unschicklich halte. Und er hat fraglos recht gehabt mit dieser Entscheidung. Bukarest ist wohl eine der interessantesten und florierensten Städte Europas, aber was die Moral anbetrifft, so gibt es in Europa wohl kaum irgend eine Konkurrenz! Ich habe diese Frage oft mit der früheren Königin von Rumänien— als Schriftstellerin unter dem Namen Carmen Silva bekannt— besprochen. Sie empfing mich immer auf das liebenswürdigste, wenn ist ihrer Hauptstadt einen Besuch abstattete. Die Zustände in Bukarest bekümmerten sie sehr. Als sie mir eines Abends auf ihrem wundervollen Flügel vorgespielt hatte und wir beide allein waren, sagte sie:„Ich weiß tatsächlich nicht, wie wir Bukarest säubern könnten. Es wird von Tag zu Tag' schlimmer. Der König hat sein Möglichstes getan, aber wir sind beide absolut machtlos. Die Wurzeln alles Uebels liegen in dem verdammenswerten Spiel.“ Was sie sagte, war die volle Wahrheit. Damals saß der Kriegsminister, ein würdevoller alter General, jeden Abend im Spielklub und versuchte jeden Vorbeikommenden— ob es nun ein blutjunger Offizier oder ein abgebrühter Berufsspieler aus Konstantinopel war— zu einem„Spielchen" zu angeln. Dieser Minister war in der ganzen Stadt als gerissener Gauner bekannt. Wenn auch mein alter Freund Take Jonesku— er war vor mehreren Jahren Finanzminister— alles daran setzte, der grenzenlosen und unlauteren Spielwut, die Nacht für Nacht in allen Teilen der Stadt ihre Orgien feierte, ein Ende zu bereiten so erreichte er doch nichts wesentliches; ein früher Tod hat seine segensreiche Tätigkeit auf diesem Gebiet jäh unterbrochen. Gauner, Schwindler und Diebe trifft man überall— selbst in den vornehmsten Hotels ist man vor ihnen nicht sicher. Bukarest ist die Stadt des Luxus par excellence. Die Bedienung in den Hotels ist tadellos, das Essen erstklassig, die Musik immer hervorragend und der Tanz ein Traum von dem, was Tanzen eigentlich sein sollte. Die Zigeunermusik— zauberhaft und sinnlich— die man überall, in jedem Café, in jedem Restaurant hört, wirkt berauschend. Und die dunklen Augen all der gutgekleideten Schönen sind wohl imstande, jeden Mann zu entflammen, der nicht so ein hartgesottener Kosmopolit ist, wie ich einer bin. Ich selbst halte mich für einen der wenigen, wirklichen Zuschauer beim europäischen Nachtleben. Ich bin einer von den wenigen, die lächelnd alles mitansehen können. Wenn der Leser mich auf einer nächtlichen Wanderung durch Bukarest begleiten würde, dann käme er aus dem Staunen nicht heraus, denn all diese nächtlichen Vergnügungen halten sich auf einer,— ich möchte beinah sagen— künstlerischen Höhe. Das Unromantische, Nüchterne und Gemeine, wie man es aus London her gewohnt ist, kennt man hier überhaupt nicht. Alles ist künstlerisch, alles ist entzückend, alles ist schön: über allem schwebt Musik— bezaubernde, süße, betörende Musik; selbst der wohlschmeckende Pilaff, der Goulasch verwirren mit ihrer scharfen, roten Paprika die Sinne. Wenn ich Sie führen sollte, würde ich mit Capsa's berühmten Restaurant beginnen. Schon an der Tür empfangen Sie die süßen, aber unbekannten Weisen der besten Zigeuner=Kapelle Europas. Sie besteht nur aus Zigeunern, die wirklich aus der unendlichen ungarischen Pusta stammen. Die Speisen sind das ausgesuchteste, was Sie sich denken können und Kaviar und Sterlet— beides müssen Sie essen, das ist einfach unvermeidlich!— sind sogar noch besser als im Slavianski Basar in Moskau, der auch heute noch in den Tagen der Bolschewisten zu den teuersten Hotels der russischen Metropole zählt. Die Rechnung wird gerade nicht niedrig bemessen sein, aber Sie werden entschädigt durch die dunklen, sprühenden Blicke der herrlichen Frauen um Sie her. Wenn Sie Ihren Kaviar mit einem kleinen Gläschen Wodka hinuntergespült und zum Schluß noch etwas Vanille=Eis von vorzüglicher Beschaffenheit verzehrt haben, werden Sie sicher den Wunsch äußern, die Kabaretts kennen zu lernen. Wir besteigen einen kleinen, offenen Wagen, dessen Kutscher in einen dickgefütterten, schwarzsamtenen Rock gekleidet ist und die obligate rote Schärpe um hat, und jagen beim Klang der kleinen Glöckchen, die die Pferde tragen, in schärfstem Trabe durch die Stadt, bis wir an eine enge, kaum beleuchtete Gasse gelangen. Hier steigen wir aus und haben bald eine lichtüberflutete Passage erreicht, an deren Ende wir einen in weiß und gold gehaltenen Tanzraum entdecken. Ueberall stehen Tische, an einer Wand ist eine Bühne. Wir nehmen Platz und bestellen natürlich teueren Champagner, wobei uns als Pfand für jedes Glas noch extra fünf Franks abgenommen werden. " Notdürftig gekleidete Mädchen aller Völker und Sprachen, auch niedliche, junge Armenierinnen und ks ist die Srage gestellt: 581 die Ehie denr seih, der stun Hindertiel! Es antworteten: Anna Sarrisch Schriftstellerin; erhielt in diesem Jahr den HarperPreis, die höchste literarische Auszeichnung Amerikas. Wenn mein Mann morgens fortgeht und ich den sanzen Tag über nichts anderes zu tun habe, als Gesellschaften zu besuchen,— dann bleibe ich am liebsten zuhause und schreibe. Als ich meine erste Novelle schrieb, durfte mein Mann noch nichts davon wissen. hatte nicht den Mut, ihm davon zu erzählen, da sch es mir nicht träumen ließ, daß meine Sachen auch einmal gedruckt werden würden. Ich hütete mein Gesorgfältig, daß ich meine Arbeit, als ich sie endlich doch zu einem Verleger brachte, mit meinem Madchennamen unterzeichnete, um den Namen meines Mannes auf keinen Fall zu mißbrauchen. „Was meinst Du“, fragte ich ihn als meine Nogelle angenommen war,„soll ich meinen Mädchenlamen stehen lassen oder soll ich mit meinem jetzigen Namen zeichnen?“—„Solange ich die Sache nicht geer% Lobe, lasse mich ruhig aus dem Spiel,“ meinte * tachennd. Und so bin ich denn in meinen Novellen auf den heutigen Tag Anna Parrish geblieben. : In meinem Falle ist die Ehe gewißkein Hin„nis für eine Nebentätigkeit; wir haben leider Kinder und ich arbeite nur, wenn mein Mann 4%##hause ist. Die meiste Zeit meines Lebens habe in Philadelphia zugebracht, wo wir so viel geselligen #r hatten, daß man sich nie um Fremde zu beung..: grauchte. Als ich vor zehn Jahren heiratete, gs nach Neuyork übersiedelte, war es mir bei dem sdanken, in ganz fremde Verhältnisse zu kommen, keichlich ungemütlich zu Mute. esssert i, die meisten Leute, sah ich mich anfangs interder Einsiche Stadt um, gelangte aber bald zu und das 2; daß es im eigenen Hause viel schöner sei, nit sich des Schreiben viel mehr Glück und Freude Stadt drachte, als alle Vergnügungen der großen zuf geset man über die Gegnerschaft von Ebe und Beleben mit sell man nie vergessen, daß das Zusammenbertkommen Hehilich#.“ Manne oft genng beim Eine Frau, die immer allein ist, kann leicht über kurz oder lang ihr seelisches Gleichgewicht verlieren. Dagegen geben ihr fremde Ideen und ein reger Gedankenaustausch eine gesunde Lebensauffassung. Die Männer beginnen das einzusehen, und sie sind auch dahinter gekommen, daß die Frau unter übertriebenen Festlichkeiten— die sich im Grunde genommen doch immer gleich bleiben— nur leidet und dabei nicht genügend Betätigung findet, um ihren Geist frisch zu erhalten. Mit Ausnahme einiger weniger stehen die Ehemänner den neuartigen Bestrebungen der Frau, die ein weiteres Betätigungsfeld zu erringen sucht, wohlwollend gegenüber. Im übrigen ist es aber für die Frau von ungeheurer Wichtigkeit, daß sie das richtige Einschätzungsvermögen besitzt, und niemals zuläßt, daß ihr Beruf der Ehe Nachteil bringt. Diese Gefahr ist jedoch nicht allzu groß. Die meisten Frauen denken ganz instinktiv in erster Linie an ihren Mann und an ihre Kinder. Ist es nicht so? Nennu Jorten Die Beantwortung dieser Frage birgt große Gefahren in sich. Entweder ich gebe zu, daß mein Mann mir für meine Karriere förderlich ist: dann wird er größenwahnsinnig. Oder ich sage, daß er für meine Karriere hinderlich ist: dann habe ich zu Hause Mord und Totschlag. Wer hilft mir also aus diesem Dilemma? * Shea von Harbon Meine Karriere ist eng verbunden mit der meines Mannes, so eng, daß ich nicht imstande bin, festzustellen, ob meine Heirat für meine oder seine Karriere vorteilhafter war. Daß meine Heirat überhaupt vorteilhaft ist steht über allem Zweifel, wie ich annehmen darf. Aber im allgemeinen: es kommt immer auf den Mann an... (Copyright by’nternational Newepaper Service, Berlin.) Araberinnen und dunkelhäutige Negerinnnen, wetteifern in Tanzdarbietungen. Sie können hier sogar Tänze sehen, die man sonst nur in Biskra oder im Eingeborenenviertel von Kairo zu Gesicht bekommt. Wirklich jeder nur mögliche Tanzstil wird gezeigt, aber lange können Sie das eintönige tam-tam der Trommel und den betäubenden Duft orientalischen Räucherwerkes nicht ertragen. Von allen Seiten klingt fröhliches Lachen, überall herrscht Ausgelassenheit. Aus den verhängten Logen, wo nur Champagner serviert wird, tönen lustige Frauenstimmen. Nun wollen wir in nächster Nähe ein ganz anderes Kabarett, ein viel lasterhafteres, aufsuchen. Hier wird offen Kokain verkauft und das Etablissement stellt alles in den Schatten, was der Montmartre einem bieten kann. Dieses hier ist der Haupttreffpunkt aller Kokainhändler und hätte schon längst geschlossen werden müssen,— denn schon die Gesichter der Besucher zeigen einem, in was für eine Stätte man geraten ist. Aber in Bukarest werden der Unmoral keine Grenzen gezogen— überall kann das Laster öffentlich florieren — und da ist es nicht weiter verwunderlich, daß dieses Lokal— von den Eingeweihten„Die gefleckte Katze" genannt— ungeniert weiterflorieren darf und daß die Besitzer— griechische Händler— hier ein Vermögen verdienen können. Nach der„gefleckten Katze" und dem Besuch eines Kinos verspürt man um zwei Uhr nachts allmählich Appetit auf ein Abendessen. Der Appetit aber lockt uns hinaus aus der Stadt zur„Villa Regala“, einem eleganten und teuren Nachtklub. Wir übergeben unsere Mäntel einem Diener und lassen uns von einem gewandten mäitre dhôtel in einen der kleinen, aber prächtig ausgestatteten Speisesäle führen, wo etwa ein Dutzend Männer und Mädchen uns fröhlich begrüßen. Alles setzt sich zum Souper um den langen Tisch und ein stattlicher Oberkellner erscheint mit einer Platte gebackener Hühner, die er vor uns auf die Tafel stellt. Ich habe hier einmal eine tolle Nacht erlebt. Ein stolzer, tadellos rasierter amerikanischer Finanzmann— sein Name hat in der Wall Street einen guten Klang— übernahm das Tranchieren, als plötzlich Hühnerflügel,-Beine und Brustknochen durch die Luft wirbelten und von der versammelten Gesellschaft mit großem Hallo aufgefangen und zurückgeworfen wurden. Aber es blieb nicht bei Fleisch und Knochen allein: auch Kartoffeln, Gemüse, Gefrorenes sausten im Saal umher und es entstand schließlich ein Durcheinander, das einem regulären Handgemenge nicht unähnlich sah. Die Wände waren über und über mit Fettflecken bedeckt und meinen neuen Abendanzug konnte ich nachher wegwerfen! Sehen Sie, eine solche Nacht kann Bukarest Ihnen bieten. Aber wenn Sie von Ihrem Begleiter vor dem Hotel Boulevard in früher Morgenstunde Abschied nehmen, werden Sie feststellen, daß Ihnen der Spaß einen Haufen Geld gekostet hat. Ja! Aber Bukarest ist trotzdem die lustigste Stadt Europas. Erlebnis in der Sommerfrische: Der Sincskafer! Von Jaul Ratonek „Reizend, entzückend, einfach süß ist es hier!“ rief enthusiasmiert Frau Berta Markel ihrem Manne zu. Und während Herr Markel sich den buschigen Schnurrbart in Erwartung des kühlen Bieres mit seiner Zunge leckte, und sich den Schweiß von der Stirne wischte, informierte sich Frau Markel mit gewohnter Gründlichkeit über Zimmerpreise mit und ohne Pension, ob der Wasserfall auch echt sei und ob es echte Schweizer Milchkühe auf der Alm gebe und Berliner Familien in der Pension. Herr Markel erholte sich eben beim dritten Glas Bier von den Strapazen des glühenden Julitages, als die Gattin von ihrer Informationstour zurückkam und strahlend verkündete:„Hier bleiben wir!“ „Übi bene— ibi patria“, dachte Herr Markel; denn das Bier war gut gekühlt, verriet kundige Hand und Zunge, und bestellte das vierte Glas, was ihm einen strafenden Blick der Gattin eintrug, den er in seiner Wirkung abzuschwächen suchte, indem er sich beeilte zu sagen:„... Wenn es dir hier gefällt, natürlich, selbstverständlich bleiben wir hier...“ „Die Aussicht von der Schillerhöhe, 1200 Meter karte an ihre beste Freundin.— Was glaubst du, wie die sich ärgern wird“—, wandte sie sich an ihren Mann. Der Mann aber dachte in diesem Augenblick gerade daran, wie schön es zu Hause wäre und antwortete zerstreut:„Da hast du recht, immerzu muß man sich hier herumärgern...“ Obgleich Frau Markel dasselbe dachte, sagte sie verächtlich:„Mit dir kann man sich eben über nichts unterhalten—“ und schob ihm ein Sontiment Ansichtskarten zu—“ hier unterschreibe!“ Herr Markel wurde immer unzufriedener: Das Bier war miserabel(nur seine ausgedörrte Kehle hatte ihn damals bei seiner Ankunft über die Qualität täuschen können) überdies fand Markel, daß ein künstlicher Wasserfall wie in der Sächsischen Schweiz, den man an= und abstellen konnte, viel angenehmer sei, als ein natürlicher, der auch in der Nacht weiterlärmte, den Schlaf störte und höchstens Erinnerungen an die kaputte Leitung im Badezimmer zu Hause weckte. Auch hatte Markel eine empfindliche Nase und das Odeur, das von dem benachbarten imposanten Misthaufen herüberzog, störte Markels Erholung. So entstanden aus schlechtem Bier, echten Wasserfällen und Senkgrubendüften allmählich Komplexe, durch die Markels bisherige Auffassung über Sommerfrischenfreuden eine radikale Aenderung erfuhren. Aber Markel sagte nichts darüber zu seiner Frau— aus dem einfachen Grund, weil er doch nichts zu sagen hatte— bis, ja, bis... Das kam folgendermaßen: Markel hatte nicht nur eine sehr sensible Seele, sondern auch eine empfindliche Epidermis. Wenn ihn etwas stach, schwollen die Pusteln wie kleine Krater auf der Haut, und Nacht für Nacht wurde Markel in seinem Bett von„etwas“ gestochen... Markel bat, Markel bettelte:„Berta, ich halte es nicht mehr aus! Die Viecher fressen mich auf— seit acht Tagen kann ich kein Auge schließen", und er wies seiner Frau die zerbissenen und geschwollenen Stellen seines Körpers. Doch an Frau Markel war nichts sensibel, weder Seele noch Körper, und sie schob nur bissig über die nächtliche Störung ihr verschlafenes Gesicht zur Wand und sagte schon halb im Schlaf:„Nichts beißt, gar nichts beißt, alles nur Einbildung!“ * In der Nacht vom 28. zum 29. Juli ereignete sich etwas Furchtbares im Zimmer 9 des Hotels „Zum Wasserfall“. Es schlug eben zwölf Uhr vom Kirchturm, als Markel trotz seiner hochgradigen Kurzsichtigkeit plötzlich einen dieser rotbraunen, kleinen Quälgeister zwischen seinen Fingern zerdrückte. Erregt über sein Jagdglück und um seiner Frau zu beweisen, was in diesem Hotelzimmer herumkroch, weckte er seine Frau:„Hier— hier— nun, was sagst du dazu...?“ Frau Markel rieb sich schlaftrunken die Augen, sah sich die Sache zwischen den Fingern ihres Mannes mit bösem Blick an und sagte:„Deswegen weckst du mich? Deswegen?“ Herr Markel echote nur blöde:„Deswegen?"... Und die Gattin wiederholte nochmals:„Deswegen weckst du mich? Weißt du, was das ist— ein Glückskäferchen, ein Marienkäfer ist das!“ Hier muß bemerkt werden, das Einzige, was Herr und Frau Markel gemeinsam in ihrer Ehe trugen, war ihre Kurzsichtigkeit, und da Frau Markel ohne Lorgnon und Gebiß zu Bett ging, keifte sie mit zahnlosem Mund nochmals:„Einen Menschen wegen eines Glückskäfers aus dem Schlaf zu wecken!“ und zog voll Bosheit die Decke über den Kopf. Da geschah das Unfaßbare, daß nach zwanzigjähriger Ehe, Herr Markel, vom„kuror teutoniqus“ erfaßt, zum Mann wurde. Markel klingelte— zum Entsetzen seiner Gattin, die vor Schreck sprachlos geworden war(und das will was sagen)— mitten in der Nacht, zuerst einmal nach dem Stubenmädchen, zweimal nach dem Zimmerkellner und dann dreimal nach dem Hausdiener, und hielt dicht vor den verplexen übernächtigten Gesichtern, zwischen gespitzten Fingern, das rotbraune, halbzerquetschte Insekt.„Ist dies hier eine Wanze oder ein Glückskäfer—?“ herrschte er die Verdutzte an,„eine Wanze oder— ein Marienkäfer — ider— nein?“ Selost der Geschäftsführer und der Hotelier, die von dem Sturmläuten aus den Betten gescheucht, herbeigeeilt waren, konnten nicht in Abrede stellen, daß es sich hier um ein Exemplar der Gattung Acanthia toctularia, zu Deutsch: Bettwanze, handelte. „Wissen Sie,“ schrie Markel den Wirt an, die Wanze in 24 Stunden Großmutter wird— wissen Sie, daß sie als Krankheitsüberträgerin eine Gefahr für die Gäste hier bedeutet— wissen Sie, daß ich und dieses infame Insekt den Ruf ihres Hotels ruinieren können?.. Der Wirt starrte erbleichend in das zorngerötete Markelsche Gesicht. Das Personal hatte sich inzwischen verdrückt. „Was zum Teufel gedenken Sie nun zu tun?“, robte Markel. Der Wirt, zu konsterniert über den Vorfall, um zu erkennen, daß aus Angst vor der eigenen Courage, sich Markel künstlich in Wut setzte— bat unentwegt, vor Markel dienernd, und ihn beschwörend:„Herr Markel, um Himmelswillen, nur kein Skandal, nur kein Aufsehen!“ Dieser Szene machte Frau Markel, die sich inzwischen ihr Kleid umgeworfen hatte ein Ende, indem sie zum Wirt sagte:„Regen Sie bloß meinen Mann nicht noch weiter auf!“. Und zu ihrem Mann sagte sie mit falscher zärtlicher Stimme:„Geh, bitte, beruhige dich nur, Lieber— geh, leg dich nur nieder. ich werde schon alles in Ordnung bringen!" * Und Frau Markel brachte alles in Ordnung: Der Wirt des Hotels„Zum Wasserfall“ vergütete den zehntägigen Aufenthalt zurück, wofür sich das Ehepaar Markel verpflichtete, nichts Nachteiliges über das Hotel zu verbreiten. Frau Markel hat dann triumphierend das Geld eingesteckt und zu ihrem Manne gesagt:„Wenn ich dir nicht gesagt hätte, daß die Wanze ein Glückskäfer ist, hättest du dich doch nie und nimmer getraut, so einen Skandal zu machen stimmts?“ Wozu Herr Markel nur traurig zu nicken vermochte... So endete Markels erste und letzte Heldentat auf der Sommerfrische im Hotel„Zum Wasserfall“. Heitere Ecke Gerhart Hauptmann hat auch seine Feinde. Da ist doch zum Beispiel ein Portier in einem großen Berliner Hotel, dem Hauptmann vielleicht einmal zu wenig Trinkgeld gegeben hatte. Vor kurzem nun betrat Hauptmann wieder das Hotel und verlangte ein Zimmer. Der Portier wollte ihn nicht erkennen. „Ihr Name?“ schob er ihm das Fremdenbuch hin. Gerhart Hauptmann rollte würdig. „Gerhart Hauptmann.“ „Beruf?“ „Schriftsteller.“ „Bei welcher Zeitung?“ fragte der Portier boshaft. D. die 1 d. dugunt: 2. 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Juli 1929 Die Beerdigung findet am Donnerstag nachmittag um 2¾ Uhr, vom Sterbehause Herner Straße 136 aus, statt Danksagung Für die innige Tellnahme, die uns aus Anlaß des Hinscheidens meiner lieben Frau, unserer guten Mutter erwiesen wurde, sprechen wir allen, ganz besonders aber Herrn Pastor Engelbert für seine trostreichen Worte am Grabe, unseren herslichen Dank aus. Bochum, den 22. Juli 1929. Heinrich Wietell und Kinder Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem herben Verlust meines lieben Oatten, unsere guten Vatere, sprechen wir hiermit allen unsern Innidsten Dank aus. Stiepel, den 23. Juli 1929 Frau Karl Niggemann Lins geb, Hörster nebet Kindern 13 Ich din zum Notar ernang! Dr. Meyersberg Rechtsanwalt und Notar Viktoriastr. 9 Fernsprecher 682 73 IhreVermählung.gelangt allen Verwandten. Freunden und Bekannten zur Kenntnis durch Behanngabe im„Bochumer Anzeiger“, der als beliebtes Familien- und Heimatblatt in fast jedem Hause gelesen wird Zurückgekehrt Dr. med. 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Bongardstr. 19, Drog. F. u. H. Knepper Dorstener Sraße 93 Nach kurzer Krankheit verschied in der vergangenen Nacht, im 43. Lebensjahre, mein inniggeliebter Gatte. unser treuer, herzensguter Vater, unser liebevoller Sohn. unser Bruder und Schwager, der Kaufmann E. WIT STGUT Die trauernden Hinterbliebenen Bochum, den 23. Juli 1929 Die Beerdigung findet Donnerstag, den 25. Juli 1929. nachmittags 3½ Uhr, von der Halle des israel. Friedhofs, Wasserstraße aus, statt. Von Beileidsbesuchen bitten wir Abstand zu nehmen Statt besonderer Anzeige Am Dienstag morgen 8 Uhr entschlief sanft nach kurzem, schwerem Leiden, im fast vollendeten 70. Lebensjahre unsere liebe Mutter. Großmutter, Schwester, Schwägerin und Tante Frau Friedrich Sohn Auguste geb. Huland Ein inhaltsreiches Leben hat damit den Abschluß gefunden, den die Verstorbene sich immer gewünscht hat. Um stille Teilnahme bitten: Die trauernden Hinterbliebenen Bochum, Oberhausen. Königsberg 1. Pr., den 23. Juli 1929. Die Beerdigung findet Freitag, den 26. Juli 1929. nachmittags 4 Uhr, vom Trauerhause. Mauritiusstr. 10 aus, statt. Trauerfeier ½ Stunde vorher Erois Bechümer-Beeruigungsanstalt PIRPNugGr Schützenbahn 12—14——— Telephon 1235 Uebernahme sämtl. Angelegenheiten für Erdund Feuerbestattungen. Ueberführungen mit elgenem erstkl. Leichenauto bei billigster Berechnung. Größtes Lager in allen Sorten Särgen, sofort lieferbar### Vertragslieferant d. Begräbnisversicherungsvereine Deutscher Herold Bochumer Krlegeru. Landwehr-Verein III. Bezirk Donnerstag, den 25. Juli 1929: Beerdigung des Kameraden,(2B19 Fahnenträger Franz Krüger Antreten:.20 Uhr nachm. am Sterbehause: Brandenburgstraße 16. Der Verstorbene hat den Feldzug von 1914/18 mitgemacht. Bühuns er c. he. Rote Kreuz6337 Gewinne= Rm. 40000 15000 19500 Hauptgewinne etc. Lose nur 1 Rm. Porto u. Liste 40 extra empf. auch unt. Nachn. EAR STIIER Hamburg, Holzdamm 39 Auswärtige JamilienNatbrichten Vermählte: Dr. med. 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Gemarkung Bochum Grundbuch von Bochum=Stadt Band 21, Blatt 917 Flur 20, Nr. 284/15 pp., a) b) c) bebauter Hofraum mit Hausgarten, Dorstener Str. 22, groß 13,97 ar Gebäudesteuernutzungswert 4752 Mk. Eigentümer: Kaufmann Franz Mepering in Bochum. Versteigerungstermin am 7. August 1929, vormittags 10 Uhr, an der Gerichtsstelle, Wilhelmsplatz, Zimmer 45. Bochum, den 6. Juni 1929. Das Amtsgericht Ueber das Vermögen der Firma Rob& Co., Offene Handelsgesellschaft in Bochum, wird heute, den 20. Juli 1929, 12 Uhr, zur Abwendung des Konkurses das Vergleichsverfahren eröffnet. Als Vertrauensperson wird der Rechtsanwalt Muckenheim in Bochum bestellt. Termin zur Verhandlung über den Vergleichsvorschlag wird auf den 3. August 1929, vormittags 9½ Uhr, vor dem unterzeichneten Gericht, Zimmer Nr. 45, anberaumt. Bochum, den 20. Juli 1929. Das Amtsgericht Der Antrag auf Eröffnung des Vergleichsverfahrens nebst Anlagen und das Ergebnis der Ermittelungen liegt auf der Geschäftsstelle, Zimmer 46, zur Einsicht der Beteiligten auf. RRR 14 K. 61— 29. Grundbuch Grumme, Band 4 Blatt Nr. 238 Flur 18 Nr. 361/100, Hofraum usw. Vierhausstr. Nr. 84, groß 2,37 ar Gebäudesteuerrolle Beschluß Ueber das Vermögen der Firma Weftfalen. Fahrrad= u. Maschinen 6. m. b. H. in Bochum wird heute, den 20. Juli 1929, 12 Uhr, zur Abwendung des Konkurses das Vergleichsverfahren eröffnet. Als Vertrauensperson wird der Bücherrevisor Karl Koop in Bochum bestellt. Termin zur Verhandlung über den Vergleichsvorschlag wird auf den 17. August 1929, vorm. 10 Uhr, vor dem unterzeichneten Gericht, Zimmer 45, anberaumt. Bochum, den 20. Juli 1929. Das Amtsgericht Der Antrag auf Eröffnung des Vergleichsverfahrens nebst Anlagen und das Ergebnis der Ermittelungen liegt auf der Geschäftsstelle, Zimmer 46, zur Einsicht der Beteiligten auf. Grundsteuermutterrolle: 373 Eigentümer: Kaufmann Franz Bombolowski in Bochum. Versteigerungstermin: 25. September 1929, vormittags 10½ Uhr, an der Gerichtsstelle, Wilhelmsplatz, Zimmer Nr. 45. Bochum, den 15. Juli 1929. Das Amtsgericht. RO g ger g 8 P g Vergebung von Erdarbeiten Die Ausführung der Erdarbeiten für den Ausbau der Verbandsstraße O W III/IV, zwischen Hofsteder und Herner Straße, soll im Wege der öffentlichen Verdingung vergeben werden. Die Verdingungsunterlagen können bei der Straßenbauabteilung des Stadtbauamtes im städtischen Verwaltungsgebäude Trankgasse 7, Eingang B, Zimmgr 48/50, gegen Zahtung von.— Rwc. in Empfang genommen werden. Die Angebote sind versiegelt und mit entsprechender Aufschrift versehen bis zum Donnerstag, dem 1. August 1929, vorm. 11 Uhr, bei der Straßenbauabteilung einzureichen. Verspätet eingehende Angebote bleiben unberücksichtigt. Bochum, den 22. Juli 1929. Der Magistrat Am Donnerstag, dem 25. Juli 1929, vormittags 10½ Uhr, werde ich in chum folgende Gegenstände: 1. 1 groß. Posten Haushalt= u. Rüchengerate Deutscher Ring Krankenversicherungsvereln.G. Die Krankenversicherung für Mittelstand, Beamte, treie Berue Hamburg 36, Ausgabe. Auskunft ertellt die deschäftastelle Bochum, AlbertStraße 32, Pernsprecher 64630(a 4037 Ev. Kirchengemeinde Aemmingen Hausverwaltung einschl. Regelung aller einschlägigen Angelegenheiten übernimmt Heinrich Deiß Bankkommission Oypotheken— Immobillen Bochum, Friedrich Lueg=Haus. Ruf 6839 An die Zahlung der Kirchensteuerreste pro 1. Vierteljahr 1929 wird hierdurch erinnert. Dieselben können noch bis Freitag, den 26. Juli 1929, in der Wohnung des Kirchenkassenrendanten in Laer, Schulstraße 2, entrichtet werden. Am 29. Juli 1929 beginnt die kostenpflichtige Beitreibung der verbliebenen Rückstände im Verwaltungszwangsterfahren. Bochum=Altenbocht m.(94044 den 23. Juli 1929. Amtskasse Bochum=Süd als Vollstreckungsbehörde. Konkurs=Ausverkauf Das Warenlager des Sportgeschäftes Schindler wird ab heute ausverkauft. Der Verkauf findet im Geschäft Rott= und Kaiserstraße=Ecke täglich statt. Es sind Sportgeräte u. Sportausrüstung. all. Sportart. vorhand. insbesondere für Schwimm=, Fußball=, Tennis=, Hockey=, Wandersport und Leicht- und Schwerathletik. Auch die Ladeneinrichtung ist zu verkaufen. Rechtsanwalt Dr. Cohn Konkursverwalter. TuuadVerkteigerung Mittwoch, den 24. Juli 1929, mittags 12 Uhr, werde ich im Hofe Trankgasse 5 4 hunde (Schäferhund, Pinscher, rasserein) öffentlich meistbietend gegen bar versteigern.(14271 Verkauf bestimmt. Wehmeier Vollz.=Beamter. Vergebung von Pflasterarbeiten Die Pflasterung der Castroper Straße zwischen Harpener Hellweg und Stadtgrenze(rd. 3500 am Kleinpflaster) soll vergeben werden. Verdingungsunterlagen sind gegen eine Gebühr von 1,— RM. bei der Straßenbauabteilung des Stadtbauamtes Bochum, Trankgasse 7, Eingang B, Zimmer 48, erhältlich. Termin für die Angebote: Sonnabend, den 27. Juli 1929, vorm. 11 Uhr. Bochum, den 22. Juli 1929. Der Magistrat Jagsverpachtung Große Versteigerung Donnerstag, den 25. 0 Uhr, werde ich im Saale der Ktip, Der mit dem Landwirt Theodor Werge Tochun, Josefmanstt. 40, abschrossene Jagdpachtvertrag über Schümn-Bahnhottei0 Gcbernchamnt Ietoren- ∆ Motorräder beiumph, K. M. 10., N. S.., Opel### Reparaturwerkstatt. Eigene Fahrschule! 13ch6 H. Scherzek Hattinger Strabe(Eche Ehrenfeldstr.) s. Michels selsenhirchen Meuste. 24 Nimphius Schirme Bongardst. 18 Spazierstöcke Eigene Fabrikate## Alle Reperehuren Helf, Bochum, Josefinenstr 40, al ges-itene- Jagrpachwbertigg über den Jagdbezirk u Bochum-Grumme liegt vom 24. Juli ab zwei Wochen lang im Rathause, Zimmer 4, zur Einsichtnahme aus. Während der Auslegungsfrist kann jeder Eigentümer eines zu diesem Jagdbezirk gehörenden Grundstucks gegen den Pachtvertrag Einspruch erheben, der bei dem unterzeichneten Jagdvorsteher einzulegen ist. Der Einspruch darf sich jedoch gegen die Art der Verpachtung und gegen die Pachtbedingungen insoweit nicht richten, als dieselben durch das im§ 21 der Jagdordnung vorgeschriebene Verfahren festgestellt sind. Bochum, den 23. Juli 1929. Der Jagdvorsteher Sommerspressen Pickel, Mitesser beseitigt garantiert schnell u. sicher Soma-Creme, Preis.50. Bestimmt zu haben: Glückauf=Drogerie Th. Börgmann, Bochum, Ecke Königstr. KAS T Aus dem Lan Querenburg, 23. Juli ermin für Sauglinge: Freitag, 26. Juli, nachm Eumer der Gemeindeverwa hI Laer, 23. Juli.„Der sehrverein„Kaiser 1 kamstag und Sonntag im 55jährigen Beste hl Werne, 28. Juli. kerne—Laer) ereignete sic schen 12 und 1 Uhr ein M ##oß. Der Motorradfahre Motorradfahrer Fr. kürzte mit seiner Maschi ein- und Handverl Werne, 23. Juli. In * Getreide durchweg gut, den. Die Hackfrüchte verspr u zu der Notiz in Nr. 1 er Bramheide mitgeteilt w in der Wohnungseinricht eir. Person war nicht in e hndern in einer Nervenheile ko Gerthe, 23. Juli. bohnender junger Mann ist rtrunken. L Gerthe, 23. Juli. A ionslehrer an der hi # bestand das philologisch sergmann Heinrich Bod Shiedsmann wiederg krichtspräsidenten als solch Ortsteil Harpen, Buheleute Invalide Diedrich den nächsten Tagen das eit feiern. Der Jubelbrä raut 74 Jahre. Beide erf Fohlbefindens. * Gerthe=Harpen, 24. Ju Kinderkuren sindj öhren: zum Kinderheim Zuli ab Bochum Nord um 2 runshaupten am 26. 20 Uhr; zum Ludgeristift Bochum Hbf. um.14 Uh sünster am 26. Juli ab? #d zum Kinderheim Roth ochum Hbf. um 11.18 Uhr. ne Viertelstunde vor Abga (! Langendreer, 23. Ju meldefrist für en wie: Emaille=Schalen, Beche, Kaffeekannen, Durchschläge, Siel, Kartoffelreiben, Löffel, Gabelz, Besteckkasten, Wäschetrockner, Pfefermühlen, Lampen, Spiegel, Känme, Bohnerwachs, Putzzeug, Vorhängeschlösser, Matten u. v. mehr; .2 kompl. 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Bei der Erneuerung ingendreer=Bahnhof konnte its seit drei Wochen been der Ausmalung der Kirch mit Pfarrer Franke sein sbiläum. Da man bis bbeiten in der Kirche nicht Jubiläumsfeier auf den siger Zeit wurden die ergleisigen Ausbau der zngendreer—Bochum nach ktonmauer eingestellt. Mi len die Arbeiten wieder welt sich aber zunächst ni gliichtung des neuen Bahr der neuen Betonmauer iheren Wohnhause an der nmenden Freitag findet itere Versammlung des der auch der Vorstand di blnehmen wird. Es soll ei hlt werden. Somborn, 23. Juli. 17 Uhr in der Melde kundvermögenssteuer und ) Stockum, 23. Juli. kundvermögenssteuer und krnerstag, 25. Juli, von eldestelle statt. Stockum, 22. Juli. Alien., Thauffeur Augu ##m Nororrad durch Eich verwagen überholt hatte, Peres Motorrad von hinte ##rz erlitt H. schwere Ges ungen. Seine auf dem E #tt dagegen nur leichtere # anderen Motorrades bl Soziusfahrer schwei pater ins Krankenhau hinzugerufener Arzt leis Aus dem Kre Im Ruhrtal viel Ste re Stiepel, 28. Juli. D selten gute K Ernte der F# strschen und gut. Noch 3 Sofas, 1 Standlampe, 1#Pt Kleiderschrank, 1 Roßhaarauflagen, 1 Waschkonmode mit Spiegel, 1 komtht Radio=Anlage mit Laut####### 1 eich. Wohnz.=Büsett, gan Tische, Bücher, und sonstige haltungsgegenstände: 2 einen Posten Kinderkleider, Bher 40 bis 100, Kinderanzüge, hemden, Blusen und Strickwok“ 3. im Auftrage des 8 ters: mehrere Oelgemälde ter Maler, als Moog, v. Riele Claus Berchem ulp,;, geelt 4. im Wege der Selosyi! Rechnung dessen, den es anges 2 Fahrräder meistbietend gegen dar freund“t) sio steigern. Die Sachen zu 1) gebraucht, zu 3) und 4) neu. be und gut. Noch # der“, der. Jogenannte Anniekeife stehen. um i0ggren von den Prozent billiger Pesetzt und lassen auf ein #iens“ kasen auf, eine Biten. Mirabellen, 90or isn sieht beiber #irfte sie in diesem Jahr #ürfte sie in virsem Huht wenn nicht sog eine Stunde vorder## Verkaus orniamt. beeidiger: Heinrich ner u. öffentl. angest. Al uu Sn Oltobraße 1. und Taxator, terbe##fertiglei alter Liefer: euen vollfändig er der We Fr Schläuche de erne einer Feueine Verbess twagen mit seinen“ Brschre wurd VI. Weiter ist kaschineuk mon.8 schinenhaus der Gem — 2S.45 Juli 1929, ; i c h i n B e Hausfgeräte u, Beche, läge, Siel, I, Gabelz, ckner, Pfesiegel, Känzzeug, Voru. v. mehr; Cutaway, 1 hreibtisch, 1 1 Rauch= ernraf 659 Aus demr Raufbürgebier #erne— Aus dem Landtreis Bochum Querenburg, 23. Juli. Der nächste Fürsorge###nin für Sauglinge und Kleinkinder findet am Ereitag, 26. Juli, nachmittags 3 Uhr, im SitzungsEnmer der Gemeindeverwaltung statt. h1 Laer, 23. Juli. Der Krieger= und Land Lhrverein„Kaiser Wilhelm 1874“ begeht am Eamstag und Sonntag im Vereinsheim die Feier sei5jährigen Bestehens. z1 Werne, 28. Juli. Auf dem Hellweg(Grenze —Laer) ereignete sich am Montag abend zwiten 12 und 1 Uhr ein Motorradzusammen ##.„Der Motorradfahrer Heinrich K. wurde von #n Peotorradfahrer Fr. K. angefahren. Letzterer Kürzte mit seiner Maschine und erlitt erhebliche ein= und Handverletzungen. * Werne, 23. Juli. In unserer Feldmark steht , Getreide durchweg gut, nur Weizen läßt zu wünven. Die Hackfrüchte versprechen guten Ertrag.— Wie zu der Notiz in Nr. 162 über einen Vorfall auf #er Brambeide mitgeteilt wird, sind keine Beschädigunin der Wohnungseinrichtungen vorgekommen. Die hr. Person war nicht in einer Heilanstalt in Aplerbeck, Endern in einer Nervenheilanstalt in Essen gewesen. ko Gerthe, 23. Juli. Ein in der Hellwegstraße ohnender junger Mann ist am Sonntag in der Ruhr ttrunken. L Gerthe, 23. Juli. Vikar Heer, der als Reliionslehrer an der hiesigen Oberrealschule tätig bestand das philologische Staatsexamen.— Der ###gmann Heinrich Bode, Heinestraße 11, ist als schiedsmann wiedergewählt und vom LandSrichtspräsidenten als solcher bestätigt worden.— Die Ortsteil Harpen, Buchenstraße 24, wohnhaften heleute Invalide Diedrich Zimmermann können #den nächsten Tagen das Fest der goldenen Hochseit feiern. Der Jubelbräutigam zählt 80, die JubelDraut 74 Jahre. Beide erfreuen sich noch des bestens ehlbefindens. * Gerthe=Harpen, 24. Juli. Die Abfahrtszeiten für Kinderkuren sind jetzt festgesetzt. Die Kinder ee Seecien Gerteaiuen m uli ab Bochum Nord um 21.38 Uhr; zum Kinderheim runshaupten am 26. Juli ab Bochum Hbf. um 20 Uhr; zum Ludgeristift Norderney am 30. Juli Bochum Hbf. um.14 Uhr; zum Kinderheim Weilkünster am 26. Juli ab Bochum Hbf. um 10.16 Uhr zum Kinderheim Rothenfelde am 26. Juli ab ochum Hbf. um 11.18 Uhr. Sämtliche Kinder müssen ne Viertelstunde vor Abgang des Zuges am Bahnhof In ! Langendreer, 23. Juli. Am 1. August läuft die meldefrist für die Teilnahme am Blumenwett sewerb ab. Es sind schon zahlreiche Anmeldungen eegangen. Mancher aber, der sich mit seinen Blun wohl sehen lassen kann, hat seine Anmeldung bis#r noch versäumt.— Wegen Bedrohung seiner Elin mußte in vergangener Nacht der Erwerbslose W. # der Blücherstraße in Schußhaft genommen werden. bl Langendreer, 23. Juli. Vier Mitglieder des #tillerievereins Langendreer, Damm, Ridden dorf, Wünnenberg und Emil Wieg kann, erhielten vom Kriegerbund das Ehrenkreuz Klasse verliehen, das ihnen am Sonntag feierlichst ##rch den 1. Vorsitzenden des Artillerievereins über#icht wurde. b Langendreer, 23. Juli. Restaurierung der MarienEche. Bei der Erneuerung der katholischen Pfarrkirche ##ngendreer=Bahnhof konnten die Maurerarbeiten be##is seit drei Wochen beendet werden. Man hat jetzt ##der Ausmalung der Kirche begonnen. Am 19. August ##dt Pfarrer Franke sein 25jähriges Priester#bilaum. Da man bis zu diesem Zeitpunkt die stteiten in der Kirche nicht fertigstellen kann, hat man Jubiläumsfeier auf den 6. Oktober verlegt.— Vor ##iger Zeit wurden die Bahnerweiterungsarbeiten zum Ergleisigen Ausbau der Personenzugstrecke nientreer—Bochum nach Fertigstellung der großen #ionmauer eingestellt. Mit Beginn nächster Woche len die Arbeiten wieder ausgenommen werden. Es ##ndelt sich aber zunächst nur um die Planierung und „s des neuen Bahngelandes in dem Abschnitt in der neuen Betonmauer bis zu dem abgebrochenen Aheren Wohnhause an der Rheinischen Straße.— Am mmenden Freitag findet im Hotel Kaiserhof eine eitere Versammlung des Bürgerschützenvereins statt, der auch der Vorstand des Werner Schützenvereins ##cimen wird. Es soll ein vorläufiger Vorstand geihlt werden. Somborn, 23. Juli. Freitag, 26. Juli, ist von 17 Uhr in der Meldestelle Hebetermin für Frnzvermogenssteuer und sonstige Abgaben. (9 Stockum, 23. Juli. Der Hebetermin für Fundvermögenssteuer und sonstige Abgaben findet ##rnerstag, 25. Juli, von 15 bis 17 Uhr, in der gebestelle statt. beiocum, 22. Juli. Als am Samstag abend gegen der Chauffeur August Hermann von hier mit egrstorad durch Eichlinstosen fubr und einen terwagen überholt hatte, wurde er plotzlich durch ein Motorrad von hinten angefahren. Durch den hungen tc; schwere Gesichts=, Arm= und Beinver.n Seine auf dem Sozius sitende Pitsahbrerin e g e n„ u r l e i c h t e r e V e r l e t z u n g e n. D e r F a h r e r unveren Motorrades blieb unverletzt, wahrend vel, Soziusfahrer schwere prverlebtz, währenz später ins###cer verlett liegen blieb hhnzs Krankenhaus gebracht werden mußte. unzugerufener Arzt leistete die erste Hilfe. Aus dem Kreis Hattingen Im Ruhrtal viel Stein= und Kernobst. Stiepel, 28. Juli. Das Ruhrtal hat in diesem selten gute Kirschenernte zu verder Frühkirschen ist voruber, sie loch hesser wird bi Fr. 10 kre eine ihnen. Die A reichlich hattirscher Ernte und gut. Noc Roch besser wird die Ernte der der sogenannten Sauerkirschen, die jetzt uniekese stehen. Die Stachel= und Joum 100ren, von denen namentlich die ersteren b. un Prozent billiger sind, gerieten überreich. Die besetzt und1ustwetschen haben vielversprechend hnlenstein lassen auf eine gute Ernte, in Stiepel und eße. zteilweise sogar, auf eine sehr gute Ernte gibt es sie vorhanven, hre ebenfalls besser als in den Ueber das Kernobst läßt sich jetzt von Ge# gen. Mirahestse sogar auf eine sehr gute u kuhrtal.“ Aprilosen und Pfirsiche gi Wn sie in Zieseme 6; aber dort, wo. sie vorha Jahre Ueber ##gen angesetzt. Ueber re im Ruhrtal diabzeh““ Wahrend im vergangenen Aürfte sie in diesem Jahre siagtt e fast völlig ausRelernte wenn nicht gc; sogar eine gute Ernte verdie Birnenbe.. sieht es noch besser torsirene aufzumontieren. Diese Sirene wird der Polizeiwache aus bedient werden.— In der meindebadeanstalt wurde einem Badegast aus seinen abgelegten Kleidern ein Betrag von 32 Mark gestohlen. Es gelang jedoch bald, den Dieb in Gestalt eines Schuljungen zu ermitteln. hd Blankenstein, 28. Juli. Hier ertrank beim Baden in der Ruhr der fünfzehn Jahre alte Rudolf Vieth aus Velbert. Die Leiche konnte noch nicht geborgen werden. hd Welper, 28. Juli. Unterhalb der„Friedenseiche" verlor ein Motorradfahrer die Gewalt über seine Maschine und rannte gegen einen Baum. Der Fahrer O. und sein Sozius., beide aus Langenberg, blieben besinnungslos liegen und mußten dem Blankensteiner Krankenhaus zugeführt werden. Aus dem Stadttreis Wattenscheid * Wattenscheid, 23. Juli. Im Kreise Oststernberg, Provinz Brandenburg, ertrank bei einer Kahnpartie mit andern Kindern ein Wattenscheider Junge im Alter von 18½ Jahren. Die Fahrt ging zuerst gut vonstatten. Doch als man auf der Mitte des Sees war, fing man an zu schaukeln, wobei der Wattenscheider ins Wasser fiel und nicht wieder auftauchte.— Auf dem neuen Sportplatz in Höntrop ereignete sich ein Unglücksfall. Beim Fußballspiel stürzten zwei Spieler so unglucklich, daß dem einen der Gelenkknochen des rechten Armes hervortrat, wahrend der andere Hautabschürfungen erlitt. Ein hinzugerufener Sanitäter leistete dem Verletzten die erste Hilfe. p. Wattenscheid, 23. Juli. In fast allen Stadtteilen, auch in den eingemeindeten Bezirken, sind neue Kinderspielplätze angelegt worden. Gegenwärtig wird wieder ein solcher Spielplatz im westlichen Bezirk der Stadt hergestellt, und zwar direkt neben dem großen Garten des Wirtes Sonnenschein. Im Stadtteil Höntrop ist ein öffentlicher Kinderspielplatz ebenfalls erforderlich.— In der letzten Versammlung der Zentrumspartei berichtete der Vorsitzende eingehend über die Eingemeindungsverhandlungen im Landtage. Dem Vortrage schloß sich eine rege Aussprache an. Aus dem Stadttreis Wanne-Eickel kl. Wanne= Eickel, 23. Juli. Der Hauer Schula aus Buer=Resse wurde auf Schachtanlage„Pluto=Wilhelm von fallendem Gestein verschüttet und konnte nur noch als Toter geborgen werden, obwohl die Bergung sofort ausgenommen wurde.— Durch das Hinzukommen der Zeche„Carolinenglück“ hat der Umschlag des Grimberg=Hafens eine beträchtliche Erhöhung erfahren.— Das Masurische Blaue Kreuz feierte Sonntag sein 24. Jahresvom Roten Kreuz in Röhlinghausen ließ man Ballons zur Wett=Fernfahrt auf. Am weitesten flog der von Anni Junghenn aufgelassene Ballon, der an einem See bei Stegers in der Grenzmark Ost landete.— Das städtische Jugendamt Wanne=Eickel entsendet am 26. dieses Monats 50 erholungsbedürftige Kinder in das Kinderheim in Kappenberg für eine siebenwöchige Kur. Die Abfahrt erfolgt 8 Uhr 46 vom hiesigen Hauptbahnhof.— Am Freitag kehren die Kinder, welche am 14. Juni dieses Jahres vom städtischen Jugendamt in das Städtekinderheim Wanne=Eickel und Wattenscheid auf Norderney zur Kur entsandt sind, zurück. Sie treffen voraussichtlich 17 Uhr 56 auf dem hiesigen Hauptbahnhof ein. * Wanne=Eickel, 23. Juli. In der Verwandtschaft eines Bergarbeiters auf der Wiesenstraße bestand schon länger heftiger Familienstreit. Der Schwiegervater wollte nun die Frau seines Sohnes tätlich angreifen. In ihrer Angst sprang sie aus dem Fenster der hochgelegenen Etage auf den Hof, wo sie mit einem Unterschenkelbruch sowie Kopf= und Armverletzungen liegen blieb. Der Krankenwagen brachte sie nach Herne zum evangelischen Krankenhaus. (!) Wanne=Eickel, 23. Juli. Eine Lehrerin wurde am Sonntag gegen 23 Uhr 40 an der Straßenkreuzung Friedrichstraße— Auf der Wilbe von einem unbekannten Burschen überfallen, der sie mit Gewalt zu Boden drücken wollte, um sie zu notzüchtigen. Infolge der heftigen Gegenwehr mißlang das Vorhaben des Täters. Er entriß ihr nun einen Hutbeutel mit einem Hut und flüchtete. Der Bursche war etwa 20 bis 21 Jahre alt und trug grauen Anzug, graue Schlägermütze und helle Turnschuhe. Personen, die zweckdienliche Mitteilungen machen können, werden jebeten, bei den örtlichen Kriminalwachen vorzusprechen. Aus dem Stadttreis Gelseukirchen-Buer * Gelsenkirchen=Buer, 23. Juli. Der in Katernberg beheimatete Robert Preßler, ein guter Schwimmer, der bereits sechs Menschen vom Tode des Ertrinkens gerettet hatte, bemerkte, wie unweit der Brücke am Bismarckhain ein etwa zwanzigjähriges Mädchen beim Baden im Rhein=Herne=Kanal versank. Kurz entschlossen„sprang er nach, und es gelang ihm, auch dem jungen Madchen das Leben zu erhalten. Ziele des Frauen=Weltbundes Die Frauen für Gerechtigkeit und Frieden Nachdem die Tagesberichterstattung über den Frauen= Weltkongreß in Berlin mehr den äußeren Verlauf der Woche und der Persönlichkeiten, die ihn bestimmten, berücksichtigt hat, erscheint es angebracht, auch über die Ziele des Weltbundes und seine Arbeitsweise etwas zu sagen. Die laufende Zusammenarbeit der 48 angeschlossenen Nationalverbände wird in Ausschüssen geleistet, deren Berichte auf dem Kongreß diskutiert und in Entschließungen zusammengefaßt wurden. Eine der wichtigsten Fragen für staatsbürgerliche Fraueneinflüsse ist die Rechtsstellung der Frau. So wurde für die zivilrechtliche Stellung der Frau gefordert, daß sie innerhalb und außerhalb der Ehe der des Mannes gleich sein soll. Die Mutter soll über die ehelichen Kinder die gleichen Rechte haben wie der Vater. Meinungsverschiedenheiten der Eltern in Bezug auf die Kinder sollen nicht durch väterlichen Machtspruch entschieden werden, sondern können Gegenstand eines rechtlichen Verfahrens sein. Bei Trennung der Ehe soll das Interesse der Kinder für ihre Zuteilung an Vater oder Mutter entscheidend sein.— Für die Lage der unehelichen Mutter und ihres Kindes wird die Sicherung des Unterhaltungsbeitrages des Vaters für wesentlich erklärt, für entscheidend aber die Bekämpfung von Vorurteil und Makel, die ihre Stellung in der Gemeinschaft erschweren. Allgemein soll der Zustand ein Ende haben, daß im Fall der Verheiratung mit einem Ausländer die Frau ohne ihren Willen und gegen ihren Willen die Staatsangehörigkeit verliert.— Bei der Forderung gleichen Lohnes für gleiche Arbeit besteht Meinungsverschiedenheit innerhalb des Weltbundes, ob ein spezialisierter Arbeiterinnen= bes. Wöchnerinnen= und Mutterschutz die Konkurrenzfähigkeit des weiblichen Geschlechts herabdrückt. Eine Sonderkonferenz bei der nächsten Gesamttagung soll dieser Frage gewidmet sein, in der die deutsche Delegation für Berücksichtigung der weiblichen Konstitution und Gattungsaufgabe eintritt.— Unter einer ähnlichen kritischen Beurteilung steht die Frage des Lastenausgleichs für die kinderreichen Familien. Es soll nicht als gesetzlicher Lohnzuschlag, wohl aber in Form von Familienversichermug, öffentlichen Wohnund Erziehungserleichterungen und Mutterschaftsrente angestrebt werden, unter dem Leitgedanken, die Mutterschaft als öffentliche Leistung zu bewerten.— Der Ausschuß für die Stimmrechtsländet verfolgt die Fortschritte der staatsbürgerlichen Gleichstellung und die Wirkung der politischen Frauenarbeit, da, wo sie zugelassen ist. Seine Entschließung stellt fest, daß die Frauen in den Parlamenten erfolgreich in den Fragen der sozialen Fürsorge, des Unterrichtswesens und der Jugendwohlfahrt arbeiten. Die Arbeit des Weltbundes für die Volkssittlichkeit ruht auf dem Grundsatz der gleichen Moral für Mann und Frau und richtet ihren Kampf in erster Linie gegen die Reglementierung der Prostitution, gegen Bordelle und Madchenhandel. Zur Kennzeichnung der innerhalb des Weltbundes bestehenden Zustände sei bemerkt, daß Sonderentschließungen für standesamtliche Eintragungen der Heiraten und für gesetzliche Unterbindung der Kinderehen eintreten.— Eine Gewissensaufgabe stellt die Arbeit des Ausschusses für Frieden und Völkerbund, der erst beim vorigen Kongreß in Paris eingesetzt, mit Begeisterung und sachlichem Ernst seine Ziele zur Anlehnung an die Grundsätze des Völkerbundes verfolgt. Seine Entschließung fordert Anerkennung des Schiedsgerichtsgedankens und des Kelloggpaktes durch alle Staaten; sie erklärt sich für die Abrüstungsverpflichtung und verwirft jegliche Unterdrückungsmaßnahmen wirtschaftlicher, militärischer, politischer oder kultureller Art. Der Wille zur Verständigung. In den Verhandlungen des großen Frauenkreises wirkte der Unterschied von Temperament und Rasse, die Prägung von Sitte und Vorurteil mit, und auch der Ton nationaler Empörung und völkischer Ueberspannung wird vernehmbar. Doch gelang es immer, Stimmung und Meinungen zu überbauen mit dem Willen der Verständigung und der Ueberordnung des gemeinsamen sozialen und kulturellen Zieles. Als Vollendung der Weltbundidee fand das Bekenntnis zum Weltfrieden in einer Abendversammlung in gehaltreichen Reden, in einer Morgenfeier in der Volksbühne, in künstlerischen Darbietungen und Symbolen ergreifenden Ausdruck. WeshyatenPSthenptornis n es angeht: u n uag uu. Sehr est. Auttionst auEn hoß die gum nentlich*. neste sch P tichen Obstsegen Ruten. inben2 ####e, daß die 9u tragen vielfach derartig viele #### hat nun auch die Großstadtbevölkerung Juli. Durch die Anbie S cmp; 5 Auto=Geräte= und Mannschaftswagens terwes-###ertigleit der Dahlhauser alter Ji2; deutend verbessert worden. verkern vollstänsi,ist dierzu von Dahlhauser Er der Mehr" s umgebaut worden. Das In#r Schläuch..“ ferner durch die Anschaffung einer Feuerine, Verbesserung erfahren. Gelegentwagen mit:.“ wurde der schmucke „Vorjahre wurd.“ schönen Anstrich vorgeführt. Weiter zu. der große Motorspritzwagen be). 3t, damit beschäftigt, auf Gem Hinenhaus der Eeneinde=Ziegelei eine De Tödliche Motorradunfälle s Annen, 23. Juli. Kürzlich hatten, wie berichtet, zwei Söhne der Eheleute Olek auf der Provinzialstraße einen Motorradunfall. Einer der Oleks starb sofort; jetzt ist auch der zweite seinen Verletzungen erlegen.— Die Frau des Invaliden Aßmann in Rüdinghausen, die in Eichlinghofen von einem Motorradfahrer angefahren worden war, ist infolge der dabei erlittenen Verletzungen gestorben. Das Ende eines Liebesdramas s Dortmund, 23. Juli. Der 27 Jahre alte Ingenieur Rudolf Roßbach aus Dortmund=Hörde erchoß vor einem Monat in Langewiese bei Winterberg seine aus Schwerte stammende Braut, die 24 Jahre alte Grete Degenhardt, und verletzte sich durch einen Schuß in die Brust schwer. R. wurde im Berleburger Krankenhaus wieder auf die Beine gebracht und nach Hörde entlassen. Gestern fand die Polizei ihn in der fest verschlossenen und verdichteten Wohnung seiner Schwester, nachdem dort die Türen erbrochen worden waren, tot auf dem Sofa liegen. R. hatte sich durch Gas vergiftet. Schweres Motorradunglück &a Recklinghausen, 23. Juli. Am Montag abend gegen 12 Uhr hielt auf der Marlerstraße hinter der Wirtschaft Sonderkamp ein Lastkraftwagen. Von Marl kommend fuhr ein Motorradler mit einem Mädchen auf dem Soziussitz direkt in den hinteren Teil des Wagens hinein. Der Motorradler blieb mit seinem Rade in dem Lastkraftwagen hängen und wurde durch den gewaltigen Anprall auf der Stelle getötet. Das blutüberströmte Gesicht hing aus dem Lastkraftwagen heraus. Bei dem Mädchen wurde ein linker Oberschenkelbruch, ein Bruch des rechten Oberarmes und mehrere Fleischwunden festgestellt. Sie wurde sofort dem Krankenhause überführt. Bei dem Mädchen handelt es sich um die Katharina Wichlitz aus Hüls. Die Personalien des Toten konnten nicht festgestellt werden. Feuerwehrvertretertag des Bezirks Arnsberg, Sauer= und Siegerland. ap Arnsberg, 22. Juli. Unter der Leitung des Vorsitzenden des westfälischen Feuerwehrverbandes, Magistratsbaurats und Branddirektors Verfürth(Münster), trat am Sonntag vormittag in Arnsberg der Vertretertag des Bezirks Arnsberg, Sauer= und Siegerland zusammen. Etwa 400 Abgeordnete aus dem Bezirke waren als Vertreter anwesend. Außerdem eine sehr große Zahl von Ehrengästen. Der Vorsitzende begrüßte vor allem den Landrat des Kreises Arnsberg, Reichsminister a. D. Dr. Haslinde, dann den Oberbürgermeister Kiwit von Wanne=Eickel, der an allen Veranstaltungen der Tagung teilnahm. Der Freiwilligen Feuerwehr Arnsberg, die das Fest ihres 50jährigen Bestehens feierte, sprach der Verbandsvorsitzende die herzlichsten Glückwünsche aus. Nachdem der Vorsitzende eingehend über den Verlauf des 39. Feuerwehrtages in Gelsenkirchen=Buer berichtet hatte, hielt Branddirektor Brüggemann(Paderborn) zwei Vorträge, die mit dankbarem Beifall ausgenommen wurden. Der eine behandelte„Die Rechte und Pflichten der freiwilligen Feuerwehr", der zweite„Das neue Reichsunfallversicherungsgesetz für Feuerwehrleute". Das Interesse für diese beiden Vorträge zeigte sich am besten in der regen Debatte, die sich an sie knüpfte. Nach Schluß der Sitzung war große Schauubung der Arnsberger Wehr an dem freistehenden Turm der oberen Stadtkirche unter Einsetzung der automobilen Löschzüge. Daran schloß sich ein Umzug von rund 1800 Feuerwehrleuten durch die Stadt. Die Feier nahm dann örtlichen Charakter an. Die„Namenlose Gemeinde“. Gesundbeterunfug in Essen Essen, 23. Juli. In der nächsten Zeit wird sich die Essener Staatsanwaltschaft mit einer wohl einzig dastehenden Angelegenheit zu beschäftigen haben. Seit mehreren Monaten erschienen in einer Essener Krankenanstalt fünf bis sieben Frauen, die von Bett zu Bett gingen und durch Handauflegen, Singen und Beten die Kranken gesund machen wollten. Sie erklärten den Schwestern, sie seien von Gott gesandt, um ihren Mitmenschen das Heil zu bringen. Nach anfänglichem Gewährenlassen versuchte man schließlich die Frauen mit sanfter Gewalt los zu werden, aber sie widerstanden allen Bemühungen. Man mußte schließlich die Polizei herbeirufen, die mit Gewalt vorging, aber von den Frauen durch Beißen und Kratzen an ihrer Aufgabe gehindert wurde. Es wurde hierauf Strafantrag wegen Widerstand, Hausfriedensbruch usw. gestellt. Nachdem ihnen hier das Tätigkeitsfeld genommen war, wurde die„Heilung“ in einer anderen Anstalt fortgesetzt. Auch hier schritten Polizei und Personal ein, um die Kranken vor Belästigungen zu schützen. Trotzdem erscheinen jeden Mittwoch- und Samstagnachmittag die Frauen wieder am Krankenhaus. Polizei und Personal stehen bereit, um an den betreffenden Tagen die Mitglieder der„Namenlosen Gemeinde", wie sich die Sekte genannt hat, der Anstalt fern zu halten. Nachdem die„Namenlose Gemeinde" festgestellt hat, daß der Eingang versperrt ist, zieht sie vor dem Tore auf und ab und betet für die Leute, die sie gerade an die Luft gesetzt hat. Deutsche Gartenbau=Tagung a Essen, 22. Juli. Aus Anlaß der großen ruhrländischen Gartenbauausstellung veranstaltet der Reichsverband des Deutschen Gartenbaues vom 1. bis 15. August seine Sommertagung in Essen. Auf den Sitzungen des Verbandes werden wirtschaftliche und technische Fragen der verschiedenen Berufsgruppen behandelt, während im Mittelpunkt des siebenten deutschen Gartenbautages, der am 4. August im Stadtischen Saalbau stattfindet, drei Vorträge stehen, die die Beziehungen des Gartenbaues zu den Industriegebieten behandeln werden. Zu der Haupttagung werden etwa 5000 Berufsgärtner aus allen Teilen des Reiches erwartet. Lohnerhöhung in den Rheinhäfen v. Duisburg, 23. Juli. Hier fanden unter Vorsitz des Regierungsrats Dr. Heidmann vom Reichsarbeitsministerium die Nachverhandlungen über die Schiedssprüche für die Hafenarbeiter in Duisburg, Düsseldorf und Köln statt. Die Vertreter der Arbeitnehmer widersetzten sich jeder Abänderung der durch den Schlichter in Köln gefällten Schiedssprüche. Die Arbeitgeber erklärten sich im Interesse der Aufrechterhaltung des Friedens in der Rheinschiffahrt bereit, einer bindenden Entscheidung des Vorsitzenden zuzustimmen. Der Vorsitzende entschied darauf, daß der Schiedsspruch des Schlichters in Köln, der eine 4% ige Lohnerhöhung für die Zeit vom 1. 7. 1929 bis zum 15. 10. 1930 vorsieht, inkraft gesetzt wird. * n C a s t r o p= R a u x e l, 2 3. J u l i. N a c h d e m G e n u s s e von Leberwurst erkrankte eine in der Grünberg= straße im Stadtteil Schwerin wohnende Frau mit ihren vier Kindern unter Fleischvergiftungserscheinungen. Die Erkrankten wurden alsbald ins Krankenhaus gebracht. ::: Castrop=Rauxel. 23. Juli. In der Nacht zum Dienstag wurde die Berufsschule in der Münster Straße von Einbrechern heimgesucht. Die Täter*c öffneten die Haupteingangstür mittels Nachschlüssels oder Dietrichs und erbrachen im Gebäude vier weitere Türen zu den Klassenzimmern. Entwendet wurden 74,52 Mark Bargeld und eine Stoppuhr. ko Castrop=Rauxel, 23. Juli. In der Grube der Zeche„Ickern“, 1/2 verunglückte in der Morgenschicht am Montag der ledige Bergmann Peter Hans aus der Vörstestraße durch eine herabfallende große Eisenblechplatte tödlich. Die Platte hat den H. förmlich erdrückt. Der Verunglückte war der Haupternährer seiner Eltern und Geschwistern. rt Erkenschwick, 23. Juli. An den Folgen der Vergiftung gestorben ist der Mann, der wegen Verbußung einer Gefängnisstrafe von sechs Monaten hier von der Polizei festgenommen wurde. Er hatte kurz vor seiner Festnahme blitzschnell ein Glas Wasser getrunken, wobei er, wie später festgestellt wurde, Luminaltabletten genommen hatte. m Kirchhellen, 23. Juli. Auf der Provinzialstraße nach Sterkrade geriet die 30jährige Frau Anna Riesener aus Bottrop mit ihrem Fahrrade infolge der starken Einengung der Straße durch Instandsetzungsarbeiten, vor einen Lastkraftwagen und wurde überfahren. Ohne sich um die Verletzte weiter zu kümmern, machte sich der unbekannte Wagenführer mit seinem Wagen aus dem Staube. Später fand ein mit seinem Personenkraftwagen die Unfallstelle passierender Mülheimer Kaufmann die schwerverletzte Frau und schaffte sie nach Kirchhellen ins Krankenhaus. Hier ist sie, ohne das Bewußtsein wiedererlangt zu haben, ihren fürchterlichen Verletzungen erlegen. * Lünen, 23. Juli. Bei Arbeiten auf einem Gerüst stürzte der Klempnergeselle Schütz ab und mußte mit lebensgefährlichen Verletzungen dem Krankenhause zugeführt werden, wo er seinen Verletzungen erlegen ist. X Dortmund, 23. Juli. Im Stadtteil Wellinghofen starb ein Schulmädchen nach dem Genuß von Wasser, nachdem es vorher Stachelbeeren gegessen hatte. wo Münster, 21. Juli. Bei der Fahrt von Wolbeck nach Münster mußte der Matorradfahrer Karneyger mit seiner B. M..=Maschine nebst Beiwagen einen Wagen überholen. Dabei sauste er gegen einen Baum und wurde anschließend die Böschung an der Wersebrücke hinuntergeschleudert. Mit einem Beckenbruch, Rippenbrüchen und zerschmettertem Unterkiefer wurde der Verunglückte dem Klemens=Hospital in Münster zugeführt. Der Beifahrer kam mit leichteren Verletzungen davon. Aus dem Gerichtssaal Die Sühne für den Gladbecker Bankraub. § Essen, 22. Juli. In dem seit mehreren Tagen geführten Prozeß gegen die Heidgergenossen Hübsche und Lindemann verkündete am Samstag nachmittag das Gericht folgendes Urteil: Das Urteil vom 30. April 1929 wird aufgehoben. Der Angeklagte Hübsche wird wegen schweren Raubes zu fünf Jahren Zuchthaus verurteilt, der Angeklagte Lindemann wegen schweren Raubes in zwei Fällen. wegen schweren Diebstahls und wegen verbotenen Waffenbesitzes zu zehn Jahren Zuchthaus. Lindemann und Hübsche verlieren jeder die bürgerlichen Ehrenrechte auf die Dauer von fünf Jahren. Polizeiaufsicht wird bei Hübsche für zulässig erklärt. Lindemann erhält neun, Hübsche vier „rongte der Untersuchungshaft angerechnet. Die Verrteisten bahen mit den Brudern Heibger den al urteitten haben mit den Bankraub ausgeführt. saft angerechnet. Die Verdern Hewdger den Gladbeaet Die heutige Nummer umfaßt 14 Seiten *** S * Nr. 1: Nal Hin die Frage ur Sie Helan! Die letzten Tage im SalsonAusverkauf Nochmals ohne Rücksicht auf Verluste große Preisherabsetzungen! Bezuespreis.40 Mk. monat 210 Mr. bezw..05 Mk.; mit Monat mehr. Anzeigenpreis 10 und 12 Pfg., im Reklametei und Vermittlern werden nie Anzeigengebühren durch KlaNachlaß hinfällig. Für die A Plätzen, auch für durch Fer deutlich geschriebene 9 Schluß der An — Unfal=Unterstützung bei: * Nachstehende Preise beweisen, daß unsere Leistungen so hervorragend sind, daß Sie un*=forderund folden miissen aber bitte bald, denn Samstag ist Schluß! Praktische Mäntel aus haltbaren Stoffen, für Regenwetter und kühle Tage.75,.75 ur bedingt unserer Aunorderung loigen massen, Waschseiden- u. 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