Hiti ung Honanen usw. .13 Mmm Nr. 170 Dienstag, den 23. Juli 1929 36. Jahrgang 1. 1. I. .95 225 rr. .50 50. 85 9 15 S 45 De 298 s9..5 ück und— s0 und 12 Big, im Reklametell 50 und 60 Pig. und Vermitilern werden nicht beförder Anzeigengehühren durch Klage bei Kanfur Nachlaß bin Angebote von anderen Zeitungen nicht befördert. Bei zwangsweiser Beitrelbung der klage, bei Konkursverfahren usw. wird der bewilligte Nachlaß hinfällig. Für die Aufnahme von Anzeigen an bestimmten Tagen und Blätzen, auch für durch Fernsprecher aufgegebene und abbestellte, sowie undeutlich geschriebene Aufträge wird keine Gewähr übernommen. oc H lesett ur den Svortz, Hans Sohulte. Gegera) m VIRggh Mai Mlzel fkrben Ariesenelf pflöäek Spreg Generat i Anzeider son. 11,-½. ühr. ogrmittägg Zruck und Verlog BoWneer Mgege General, Anzeigen, Laupenmüblen..Dierichs WO Berliner Schriftleitung: Berlin W 87. Bölgwitr 68. „ unsal=Unterstützung bei Schluß der Anzeigenannahme 4 Uhr nachmittags. rstitzung hat tödlichem Unfall]ast befonde dlichem Unfall laut besonderen Bedingungen— für Bochum und umliegende Industriebezirke Chefredakteur: Michael Haupt. Verantwortlich für die Politik: Rudoll Foest;, für Oertliches und Provinzielles: Adolf Beddingbaus: für Handel I..: Mar Flegel: für den Svort: Hans Schulte: für den übrigen Teil: Sprechstunden der Redaktion ion 11.—12 Uhr vormittags. Druck und Verlag Zochumer Anzeiger und General Anzeiger. Laupenmühlen& Dierichs sämtlich in Bochum. Berliner Schriftleitung: Berlin W 57, Bülowstr. 63., Tel. Kurfürst 125., Für unverlangte Einsendungen übernimmt die Redaktion keine Hastpflicht. Zürücksendung erfolgt nur, wenn Rückvorto beiliegt. RS2sition und Geschäitsstelle: Alleestraße& Fernsprech=Anschlüsse, Sammelnummer 675 51— Postscheckkonto Dortmund 1760 „Bremen“ erobert das„Blaue Band“ Rekordzeit um 8 Stunden 17 Minuten unterboten— Jubelnder Empfang in Newyork Der Szean=Sxprrß in Rewydet Amerika ist begeistert Newyork, 22. Juli. Der neue Schnelldampfer„Bremen“ hat heute nach mittag um 3 Uhr 2 Minuten Newyorker Sommerzeit (8 Uhr 2 abends mitteleuropäischer Zeit) das Leucht schiff im Ambrose=Kanal passiert. Die Fahrtzeit der „Bremen“ von Cherbourg nach Newyork betrug 4 Tage 18 Stunden 17 Minuten. Dadurch wird die bis#herige Rekordzeit des Cunard=Dampfers„Mauretania" um 8 Stunden und 17 Minuten unterboten. Nach einem Funkspruch von Bord der„Bremen“ hat der Dampfer von gestern mittag bis heute mittag mit #einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 29,5 Stundenknoten 713 Knoten zurückgelegt. Auch diese Leistung stellt inen neuen Rekord dar. Das Katapultflugzeug verließ um 1 Uhr die„Bremen" und traf um 1 Uhr 45 in Newyork. ein. Kapitän Ziegenbein ließ das Flugzeug nicht eher abschießen, da er die Fahrtgeschwindigleit nicht vermindern wollte. Was man anläßlich der Indienststellung der„Bre#nen“ vorsichtig vermied, den neuen Riesendampfer des korddeutschen Lloyd als Rekordschiff hinzustellen, ist ##ennoch Wahrheit geworden. Die„Bremen“ hat mit Uhrer Jungfernfahrt über den Atlantischen Ozean das blaue Band des Ozeans, das seit 19 Jahren im Besitze des englischen Dampfers„Mauretania“ var, an ihre Masten heften können. Stolz und Bevunderung vor deutscher Arbeit, deutschem Geist und technischem Können erfüllen in dieser Stunde Tausende besseits und jenseits des„Weltmeeres, denen das Gefühl für die Größe zivilisatorischer und kultuxeller Leistungen noch nicht erstorben ist. Der jubelnde AEnpfang, der dem deutschen Schiff bei seiner Anunft in Neuyork bereitet wurde, beweist von neuem, iches Intgresse Amerika dieser neuen Großtat deut#### Schufstechnik und Seefahrt entgegenbringt. Aus#trücklich muß hervorgehoben werden, daß der Erfolg ###onders der vorzüglichen Navigation des Kapi##ans Ziegenbein zuzuschreiben ist. Kapitän Ziegenbein ist bekanntlich ein jüngerer Offizier des Norddeutschen Lloyd früher erster Offizier des Damp###rs„Columhus“. Es ist anerkennenswert, daß sich r Norddeutsche Lloyd nicht an das Prinzip der #niennität hielt, sondern einem seiner Besten ###nd Jüngsten die Führung des Ozean=Expreß anverrute. Kapitän Ziegenhein hat das Vertrauen zu Itren gewußt und sein Können bewiesen und damit # deutschen Handelsflagge auf dem Weltmeere stei###de Achtung erworben. Diese Fahrt der„Bremen" bleibt ein Gedenktag ##i der mühseligen jahrewährenden Aufbauarbeit der deutschen Wirtschaft, galt es doch von neuem zu beweisen, daß die im deutschen Volkskörper schlummernden Kxäfte lediglich friedlichem Wirken nutzbar gemacht werden. So wird auch diese Stunde des deuschen Erfolges nicht zu nationaler Ueberheblichkeit verleiten dürfen. Nachdrücklich muß der Auffassung entgegengetreten werden, als habe der Bau und die Jungfernfahrt des Ozeanriesen eine Herausforderung an die übrigen seefahrenden Nationen bedeuten sollen. Deutschland hat mit dem Bau der „Bremen“ getan, was es sich selbst und dem Weltverkehr schuldig ist, es hat damit einen neuen Ansvorn zum friedlichen Wettbewerb gegeben, dem andere Völker folgen werden. Möge darum die„Bremen“ ihrer großen nationalen und friedlichen Aufgabe weiter gewachsen bleiben und die schwimmende Brücke zwischen zwei Weltteilen bilden, auf deren kultureller Zusammenarbeit Weltfriede und Weltglück beruhen. „Den Erbauern des glückhaften Schiffes, seinem Führer, der wackeren Mannschaft und dem befreundeten amerikanischen Volke gilt in dieser Stunde unser Gruß. m. h. herzliche Begrüßung Newyork, 22. Juli. Als die„Bremen“ in Begleitung des Hafendampfers, der den Neuyorker Begrüßungsausschuß an Bord hatte, in den Neuyorker Hafen einfuhr, ertönten alle Sirenen. Es war ein majestätischer Anblick, als das stolze Schiff berankam. Tausende und Abervon tausende Menschen begrüßten die „Bremen“ jubelnd als diese um 5 Uhr nachmittags amerikanischer Zeit festmachte. Die Fahrgäste bewundern die Geschicklichkeit des Kapitäns, der trotz des Nebels der bei Long Island angetroffen wurde, die Geschwindigkeit von 29.3 Knoten eingehalten hat. Die Ankunft des deutschen Ozeanriesen bildet in ganz Amerika das Tagesgespräch. Sämtliche Zeitungen heben lobend hervor, daß seit der Zeit vor dem Kriege niemals einer Damperfahrt so ungeheure Beachtung geschenkt worden sei wie der ersten Fahrt der „Bremen“. Man bewundert die deutsche Leistung und weist darauf hin, daß es Deutschland trotz des Verlustes seiner Flotte nach dem Waffenstillstand gelungen sei, das größte Rekordschiff zu bauen. Die Blätter berichten eingehend über den ganzen Fahrtverlauf und veröffentlichen Bilder vom Schiff und dessen Kapitän. Die bisherigen Inhaber des„Blauen Bandes“ Bremen, 22. Juli. Die Strecke, die am schnellsten durchfahren werden muß, um das„Blaue Band“ zu erringen, umfaßt die Linie Cherburg bis zum Ambrose=Leuchtturm kurz vor Neuyork. Die bisherigen Rekordziffern des „Blauen Bandes“ waren folgende: von 1884 bis 1891 hielt das Blaue Band die erste Schnelldampferklasse des Norddeutschen Lloyds„Aller“,„Trave“ und„Saale“ mit einer Geschwindigkeit von 17 Seemeilen. Darauf holte sich den Rekord der Dampfer „Fürst Bismarck“ von der Hapag, der ihn von 1891 bis 1893 mit 19 Seemeilen Geschwindigkeit innehatte. Hierauf folgte der Dampfer„Lucabia“ von der englischen Cunard=Linie mit 22 Seemeilen für die Jahre 1893 bis 1897. Sodann ging das„Blaue Band“ wieder in den Besitz des Norddeutschen Lloyds mit seiner Schnelldampferklasse„Kaiser Wilhelm der Große" über und zwar mit 23 Seemeilen von 1897 bis 1900. Von 1900 bis 1902 hielt den Rekord mit 23.5 Seemeilen die„Deutschland“ der Hapag. Hierauf folgte wieder ein Dampfer des Norddeutschen Lloyds, nämlich„Kaiser Wilhelm II.“ mit 23.6 Seemeilen von 1902 bis 1909, worauf dann die„Mauretania“ der Cunard=Linie mit 26,7 Seemeilen den Rekord bis jetzt halten konnte. Der Leiter der Deutschen Reichsbahn Zum 60. Geburtstag Generaldirektors Dr. Julius Dorpmüller Der Generaldirektor der Deutschen Reichsbahngesellschaft. Dr. Julius Dorpmüller, der am 24. Juli d. J. sein 60. Lebensjahr vollendet, ist als Eisenbahn=Fachmann in allen Zweigen der Technik wie der kaufmännischen Verwaltung im Ausland und besonders in Ostasien bekannt gewesen— lange bevor er 1926 an die Spitze der Deutschen Reichsbahn gewählt wurde. Ursprünglich technisch vorgebildet, hatte er sich Kanzlers Zustand noch immer ernst Rückwirkungen auf die Innen= und Außenpolitik den 15 23.25 954 .10 are. Berlin, 22. Juli.(Eig. Drahtber.) Von unserer Berliner Schriftleitung.) In dem Befinden des Reichskanzlers ist bis heute Bebend keine Veränderung eingetreten. Die Aerzte sind ###t dem Krankheitsverlauf zufrieden. Hermann ##ller selbst ist verhältnismäßig guter Stimmang ### nacht einen durchaus zuversichtlichen Eindruck. ctotzden wird nach wie vor darauf hingewiesen, daß Zustand des Kanzlers ernst und daß trotz des veriinen befriedigenden Verlaufs der Krankheit die isis noch nicht überwunden ist. Man ##t jedoch allgemein, daß die kräftige Konstitution ###ermann Müllers die schwere Erkrankung überwin###a wird. Auch bei einem günstigen Verlauf der Krankheit #n der Reichskanzler längere Zeit von seinen Amtsgeschäften . ferngehalten ###. Zunächst steht es einmal fest, daß Hermann die deutsche Abordnung zu i, politischen Tributkonferenz führen Wanser=vi er ins ist heute noch nicht sicher, ob die wirklich am 6. August zusammentreten wird. selbst wenn die Daukerenz bis Fnde August odhum gt, wenn die Konferenz bis Ende August oder Ds September aufgeschoben würde, würde es zweiHermann Müller nicht möglich sein, seine Abverwirklichen und als Führer der deutschen tik auf der Konferenz aufzutreten. „###er auch die innerpolitischen Verhältnisse dürften ein langes Fernbleiben des Kanzlers von seinem sies, gicht unberührt bleiben. Hermann Müller hat ea bersch igdatden Situationen ausgleichend zwischen Tschiedenen, oft sehr hart gegeneinander kämpfenReinungen gewirkt. Sein Eingreisen in diese ist oft für die deutsche Pogewesen. Man würde ihn zweifellos hernzsag rischen Kreisen auf die Dauer schmerzPeterhof,.:. Es hat in parlamentarischen Kreisen Prkankung Jeg werden können, daß die schwere vten Wochen Reichskanzlers bereits während der den% der Reichstagssitzungen hemmend der daut; der Volitik eingewirit versucht.: Jat zwar trotz seiner Krank1cht, die Reichsgeschäfte zu führen, aber aug los en er konnte naturgemäß die Zügel nicht so in der Hand halten, wie es ihm bei völliger Gesundheit möglich gewesen wäre. Trotz seiner Erkrankung ließ der Reichskanzler es sich nicht nehmen, an wichtigen Abstimmungen persönlich teilzunehmen. Besonders aufgefallen ist, daß er zu der Abstimmung über den Panzerkreuzer A im Reichstag erschien, um, nachdem der sozialistische Parteitag in der Panzerfrage den Kabinettsmitgliedern freie Hand gelassen hatte, ein Beispiel der Koalitionsdisziplin zu geben und durch sein zustimmendes Votum zugleich die Zustimmung seiner sozialdemokratischen Kabinettskollegen vor dem Forum der Partei zu decken. Gleich darauf mußte der Kanzler aber wieder das Bett hüten und konnte auch dem Staatsdiner zu Ehren des Königs Fuad von Aegypten nicht beiwohnen. Offensichtlich hatte der Kanzler gegen Schluß der Reichstagstagung nicht mehr den nötigen Einfluß, um die innerhalb der Koalition auftauchenden schwierigen Fragen im Sinne einer einheitlichen Politik der Regierungsparteien zu lösen. Daraus erklärt sich die Tatsache, daß die Parteien der Regierung des öfteren gegeneinander stimmten. Wenn auch das politische Berlin in den Ferien weilt und nur wenige maßgebende Politiker in der Reichshauptstadt anwesend oder in erreichbarer Nähe sind, so ist doch unzweifelhaft eine gewisse Uervosität festzustellen, da heute noch nicht feststeht, ob bei den kommenden wichtigen innen= und außenpolitischen Vorgängen, die sich vielleicht auf zwei bis drei Monate erstrecken können, das Reichskabinett den Führer haben wird. Der Reichswehrminister hat die Stellvertretung des Reichskanzlers übernommen. Es wird selbstverständlich niemandem einfallen, den Rücktritt des Kanzlers zu fordern. Ein solcher Rücktritt würde die innerpolitische Situation auch außerordentlich komplizieren, da es keineswegs gesagt ist, daß die übrigen Regierungsparteien ohne weiteres zustimmen würden, daß ein anderer Sozialdemokrat das Kanzleramt übernimmt. Eine Kabinettskrise im jetzigen Augenblick würde aber geradezu verhäugnisvoll sein. Immerhin wird auf jeden Fall für eine ausreichende Stellvertretung des Reichskanzlers gesorgt werden müssen, die zugleich auch die parteipolitische Zusammenarbeit der Regierungsmehrheit bei den kommenden lebenswichtigen Fragen der Innenund Außenpolitik sichert. Wie diese Frage gelöst werden soll, läßt sich zurzeit noch nicht überblicken. Man nimmt an, daß eines der parteipolitischen Mitglieder des Reichskabinetts die Stellvertretung übernehmen wird. Als rangältester Minister käme Reichsaußenminister Dr. Stresemann in Frage. Es ist aber durchaus möglich, daß ein sozialdemokratisches Kabinettsmitglied, etwa der Reichsinnenminister Severing, mit der Stellvertretung des Kanzlers beauftragt wird. Keine Gallensteine gefunden Heidelberg, 22. Juli abends 8 Uhr 30. Ergänzend wird zu der Erkrankung des Reichskanzlers mitgeteilt, daß bei der Operation keine Gallensteine vorgefunden wurden, daß vielmehr lediglich, eine Infektion der Gallenblase vorlag. Infolgedessen war eine Beseitigung der Gallenblase nicht erforderlich. Die Aerzte beschränkten sich lediglich auf die Oeffnung des Abszesses, um dem Krankheitsstoff einen Abfluß zu verschaffen. Ob eine neuerliche Operation notwendig sein wird, hängt von dem Verlaufe des Heilungsprozesses ab. Wünsche für die Genesung des Kanzlers Berlin, 22. Juli. Der Reichspräsident hat durch Staatssekretär Dr. Meißner seine besten Wünsche für die haldige Genesung des Reichskanzlers aussprechen lassen. Reichsminister Dr. Gröner hat im Namen der Reichsregierung Frau Müller seine Wünsche für die baldige Wiederherstellung des Kanzlers zum Ausdruck gebracht, desgleichen Ministerialdirektor Dr. Zechlin für die Presseabteilung der Reichsregierung Von verschiedenen Blättern ist die Nachricht über eine neue Erkrankung des Reichsaußenministers Dr. Stresemann verbreitet worden. Wie hierzu mitgeteilt wird, ist Dr. Stresemann in der letzten Woche zwar an einer leichten Erkältung erkrankt, sein Befinden kann aber als durchaus befriedigend bezeichnet werden. Dr. Dorpmüller zunächst dem Bahnbau zugewandt; die Verhältnisse führten ihn dann aber— nicht zuletzt infolge seines hervorragenden Organisationstalentes— in die Verwaltungslaufbahn. Julius Dorpmüller. am 24. Juli 1869 in Elberfeld geboren, war nach Beendigung seines Studiums an der Aachener Hochschule zunächst als Regierungsbaumeister bei der preußischen Eisenbahnverwaltung tätig. 1907 aber ging er als Chefingenieur der chinesischen Staatsbahnen nach China, wo unter seiner Leitung großzügige Bahnbauten durchgeführt wurden. An der Spitze des chinesischen Bahnwesens verblieb er bis zum Eintritt Chinas in den Weltkrieg im Jahre 1917. Im Jahre darauf glückte es ihm, sich auf einer abenteuerlichen Flucht quer durch ganz Asien, durch die Mandschurei Sibirien und Rußland nach Deutschland hindurchzuschlagen. Hier wurde er alsbald zur Organisation der Transkaukasischen Bahnen nach Tiflis geschickt, wo er bis Kriegsende wirkte. Nach Friedensschluß bekleidete er das Amt eines Oberbaurats bei den Eisenbahndirektionen Essen. später Stettin; 1922 wurde er Präsident der Reichsbahndirektion Oppeln. Am 1. Juli 1925 wurde er stellvertretender Generaldirektor der Deutschen Reichsbahngesellschaft. In diesem Jahre verlieh ihm die Technische Hochschule Aachen in Anerkenung seiner Verdienste um das Eisenbahnwesen den Ehrendoktor. Nach dem Tode des Generaldirektors Oeser ist Dorpmüller am 4. Juni 1926 vom Verwaltungsrat der Reichsbahn zum Generaldirektor gewählt worden. Widerlegung der Kriegsschuldlüge durch die amtlichen französischen Akten Paris, 22. Juli. Der erste Band der offiziellen französischen Dokumentensammlung zur Vorgeschichte des Krieges ist heute erschienen. Der Band umfaßt die Periode vom 4. November 1911, dem Abschluß des deutsch=französischen Marokko=Vertrages, bis zum 7. Februar 1912, dem Tage der Abreise des englischen Kriegsministers Lord Haldane nach, Berlin, wo er den Versuch machte, zwischen England und Deutschand ein Abkommen über die Beschränkung der Seerüstungen zu erzielen. Diese erste Dokumentensammlung enthält wertvolles Material zur Widerlegung der Behauptung von der deutschen Alleinschuld am Kriege. Viele Dokumente dienen zum Beweis dafür, daß Bestrebungen unternommen worden waren, Deutschland von den ihm befreundeten Mächten zu trennen. Die Versuche begannen in Konstantinopel, wo der Einfluß Marschalls beseitigt werden sollte, und verschärften sich in Italien, das man damals bereits als sicheren Anhänger der Entente betrachtete. Die Bestrebungen, Italien zu gewinnen, wurden jedoch von Erwägungen politischer Art in gewissen Grenzen gehalten. Der französische Botschafter in Konstantinopel, Bompard, warnte davor, allzu weit zu gehen, weil die formelle. Einbeziehung Italiens in die Entente das europäische Gleichgewicht stören und England veranlassen könnte, sich von der Entente zurückzuziehen. Von besonderem Interesse sind die Berichte des französischen Botschafters in Wien, Crocier, über die angeblichen Bestrebungen des Grafen Aehrenthal, sich von Berlin unabhängig zu machen. Crocier hofft auf Grund dieser wirklichen oder vermeintlichen Unabhängigkeitsbestrebungen von Oesterreich gegen Gewährung eines Darlehens von einer Milliarde einen Neutralitätsvertrag zu erhalten. In dieser Hinsicht ist das Dokument 168 der Aktensammlung mit seinen Anhängen ganz besonders interessant. Den Bestrebungen Crociers setzte die russische Regierung ein Veto entgegen. Außlans kehn=Breintlung ne China nimmt an Kowno, 22. Juli. Wie aus Moskau gemeldet wird, hat der stellvertretende Außenkommissar Karachau die französische Vermittelung, die im amerikanischen Auftrag zur Beilegung des russisch=chinesischen Konfliktes erfolgte, abgelehnt.„„ Gasyington, un. Juli. „Die Antwort der chinesischen Regierung auf die Anregung des Staatssekretärs Stimson, den russisch= chinesischen Konflikt einem Schiedsgericht zu unterbreiten, ist hier eingetroffen. In dieser Note erklärt sich die chinesische Regierung bereit, den Streitfall einem Schiedsgericht zu übergeben. London, 22. Juli. Der chinesische Außenminister Dr. Wang erklärte nach Nankinger Meldungen am Montag nachmittag, daß China an den Völkerbund ein Ersuchen um Vermittelung in dem Streit mit Rußland richten werde für den Fall, daß russische Truppen die Mandschurei angreifen sollten. Sturgreirt Lein sTesehles Erriet 6 Entscheidung des Berliner Disziplinarhofes Die 2 Aus der Mandschurei selbst wird berichtet, daß russische Kanonenboote drei chinesische Flußboote, in der östlichen Mandschurei beschlagnahmt haben. Die Fahrgäste und die Besatzungen der Boote seien gefangen genommen worden. Wie verlautet, hat das chinesische Außenministerium eine weitere Note an die Sowjetregierung abgesandt, in der von neuem der Wunsch der chinesischen Regierung Ausdruck verliehen wird, die Eisenbahnfrage in friedlichen Verhandlungen beizulegen. Das chinesische Außenministerium hat ferner gesonderte Noten an die Signatarmächte des Kellogg=Paktes gesandt, in denen dargelegt wird, daß China zwar seine Rechte verteidigen wolle, aber nicht die Absicht habe, einen Krieg mit Rußland zu beginnen.„„ Pering, 22. Juli. Nach Nachrichten aus Urga hat die mongolische Regierung mitgeteilt, daß sie nach dem Abbruch der russisch=chinesischen diplomatischen Beziehungen auch ihre Beziehungen zu China als abgebrochen betrachte. Berlin, 22. Juli. Der Disziplinarhof für die nicht richterlichen Beamten hat kürzlich eine grundsätzliche wichtige Entscheidung über den Charakter„besetztes Gebiet" in Bezug auf das Saargebiet gefällt, die der amtliche preußische Pressedienst nachfolgend im Wortlaut wiedergibt: Durch den Artikel 7 der Anlage III des Schlußprotokolls der Londoner Konferenz vom 16. August 1924(RGB. Seite 345) ist festgesetzt worden, daß niemand wegen der in einem gewissen Zeitraum in„dem besetzten Gebiet“ aus politischen Gründen begangenen Handlungen irgendwie verfolgt werden darf. Das Saargebiet gehört nicht zu den besetzten Gebieten im Sinne jenes Abkommens. Im Artikel 428 des Friedensvertrages von Versailles ist bestimmt worden, daß zur Sicherstellung der Ausführung des Friedensvertrages durch Deutschland die deutschen Gebiete westlich des Rheins einschließlich der Brückenköpfe während eines Zeitraumes von 15 Jahren nach Inkrafttreten des Friedensvertrages durch die Truppen der alliierten und assoziierten Mächte besetzt bleiben. Eine entsprechende Bestimmung ist durch den Friedensvertrag für das Saargebiet nicht getroffen worden. In Bezug auf dieses Gebiet ist vielmehr durch Artikel 49 des Friedensvertrages lediglich festgesetzt worden, daß Deutschland zugunsten des Völkerbundes Prozeg un bestemlen.. kateriat Heute Beginn des Alitz=Prozesses Kattowitz, 22. Juli. Dienstag beginnt vor der Strafkammer des Bezirksgerichts in Kattowitz der schäftsführer des Deutschen Volksbundes, Ulitz. Die Anklage stützt sich auf die Paragraphen 89 und 102 der Allgemeinen Militärdienstordnung vom 23. Mai 1924 und wirft dem Angeklagten Beihilfe zur En ziehung vom Militärdienst in einem Fallevor. Von der Anklagebehörde sind acht Zeugen geladen. Bemerkenswert ist hierbei, daß es sic fast durchweg um die gleichen Personen Zeugen in den vorangegangenen Volksbundprozessen gegen Schulrat a. D. Dudek und die Bezirksgeschäftsführerin Fräulein Ernst und Genossen aufgetreten sind. Die Zeugen sind fast ausschließlich Mitglieder oder Verbindungsleute des polnischen Militärspitzeldienstes. Unter ihnen befindet sich auch eine frühere Angestellte des Deutschen Volksbundes und des deutschen Generalkonsukats in Kattowitz, die während ihrer Tätigkeit bei den deutschen Stellen mit dem polnischen Geheimdienst zusammengearbeitet hat. Interessant ist in diesem Zusammenhang, daß in den letzten Tagen bei der früheren Angestellten des deutschen Generalkonsulats, die jetzt bei der polnischen Zollbehörde tätig ist, von der Zollbehörde eine Untersuchung nach Schmugglerware vorgenommen wurde. Als sich die betreffende Angestellte mit ihren ständigen Auftraggebern in Kattowitz in Verbindung setzte, wurde sofort die gegen sie eingeleitete Untersuchung wegen Schmuggels auf höheren Befehl eingestellt. aus dieser Tatsache kann man wohl erneut feststellen, daß es sich bei der Beschaffung des Beweismaterials im Falle Ulitz, wie auch in den anderen Volksbundprozessen durch die gleichen Personen um bestellte Arbeit Von dem Angeklagten Ulitz sind etwa zwanzig Zeugen geladen worden. Weiter werden in dem Prozeß mitwirken eine Reihe von militärischen Sachverständigen und Schriftfachleute, darunter der Professor Ignatz Krol aus Krakau, der auch bereits im DudekProzeß mitgewirkt hat. Den Vorsitz wird der Vizepräsident des Bezirksgerichts Dr. Herlinger führen. Als Beisitzer sind Vizepräsident Miczke und Landrichter Borodzik vorgesehen. Die Anklage wird Staatsanwaltschaftsrat Malkowski führen. Die Verteidigung liegt in den Händen von Rechtsanwalt Dr. Baj(Kattowitz) und Dr. Smiarowski (Warschau). Letzterer ist für den vor einigen Tagen plötzlich erkrankten, zuerst vorgesehenen Verteidiger, den sozialistischen Seimabgeordnete (Warschau eingetreten. Smiarowsti hal bisher als Verteidiger in mehreren Prozessen in Warschau in Minderheitenangelegenheiten mitgewirkt. Das Interesse an dem Prozeß ist außerordentlich groß. Nach einer Auskunft des Gerichts haben sich etwa vierzig Pressevertreter, darunter zahlreiche ausländische Vertreter, zu dem Prozeß angemeldet. Ebenfalls ist die Nachfrage nach Eintrittskarten für den Zuhörerraum sehr stark. Zuhörerkarten sind mit Rücksicht auf die kleinen Raumverhältnisse nur in beschränktem Umfang ausgegeben worden. Man rechnet damit, daß der Prozeß zwei bis drei Tage dauern wird. So weit bis jetzt bekannt ist, wird der Prozeß nicht unter Ausschluß der Oeffentlichkeit geführt werden. auf die Regierung des Saargebiets verzichtet. Durch die Anlage zu Artikel 50. Kapitel II a a O ist dann die Regierung des Saargebiets, die durch einen den Völkerbund vertretenden Ausschuß geführt wird, näher bestimmt werden. Die alliierten und assoziierten Mächte haben jedoch durch den Friedensvertrag nicht das Recht erhalten, das Saargebiet durch Truppen zu besetzen. Aus dieser Regelung ergibt sich, daß das Saargebiet nach dem Frie. densvertrag nicht wie das übrige linksrheinische Gebiet als„besetztes Gebiet“ angesehen werden kang, Entsprechend muß auch der im Schlußprotokoll der Londoner Konferenz gebrauchte Ausdruck„besetztes Gebiet“ ausgelegt werden. Hierzu können nur die nach dem Friedensvertrag besetzten linksrheinisch gelegenen Gebiete einschließlich der Brückenköpfe, ferner die im Frühjahr 1921 besetzten rechtsrheinischen Gebiete(Düsseldorf=Duisburg=Ruhrort) und die am u. Januar 1923 oder nachher besetzten Gebiete(Ruhrgebiet) gerechnet werden. Preußische Beamte, die zum Dienst in der französischen Grubenverwaltung beurlaubt gewesen waren, können also nach ihren Rücktritt in die preußische Verwaltung wegen der in jenem Zeitraum im Saargebiet aus politischen Beweggründen begangenen Handlungen, die sich als Verletzung der Treuepflicht gegen den preußischen Staat darstellen, disziplinarisch verfolgt werden 1354 vi Angebe Henderson für die Versöhnungskommission London, 22. Juli. In Beantwortung von Anfragen im Unterhause, ob sich England für oder gegen den französischen Plan der Feststellungs= und Vergleichskommission im Rheinland festgelegt habe, antwortete Henderson, Großbritannien sei ebenso wie Frankreich, Deutschland, Italien und Japan durch die im letzten September in Genf gefaßten Beschlüsse an den Grundsatz der Dr. Liebermann[Einsetzung dieser Kommission gebunTmigrawst: hat', Jasden. Die Zusammensetzung, Ziele und die Dauer der Kommission sollen noch Gegenstand besonderer Verhandlungen sein. In diesen Punkten seien die Regierungen nicht gebunden und hätten auch nicht die Absicht, sich zu binden, bis die Konferenz zusammengetreten sei. Wenn in einer Anfrage angedeutet worden seidaß es sich um eine interalliierte Kontrollkommission handele, so sei dies ein Irrtum, da Deutschland in ihr mit den gleichen Rechten vertreten sein solle wie die anderen Mächte. Das Mitglied der Arbeiterpartei, Wedgewood, fragte, ob der Staatssekretär des Aeußern damit andeuten wolle, daß England genau so wie Deutschland an die Kommission gebunden sei. Stehe es nun angesichts der Tatsache, daß die deutsche Regierung jetzt offenbar ihre Ansicht in dieser Frage geändert habe, der britschen Regierung genau so frei wie der deutschen, ihr Ansicht zu ändern? Henderson antwortete, er wisse nichtsvor einer Meinungsänderung. Auf die Frage Wedgewoods, ob Henderson nichts von den Ausführungen Dr. Stresemanns in der letzten Woche wisse, erfolgte keine Antwort. In Beantwortung der Frage, ob seit September Verhandlungen über die angedeuteten Einzelheiten stattgefunden hätten, erklärte Henderson, davon sei ihm nichts bekannt. Strukturwandlungen ge des Krieges und liche Drang zur rtschaftszweige, beson hwankungen, haben es viele Hunderttausen kgleit zu einem Daue lstlichen und demorali Inen wie für die All terhaltung dieser Da Gesetz über„Arbeit ticherung vom 16.; ktungen den Städten Ehraufgaben, neue Be Weise, wie das, Ge nziv aufgehaut, die? ßte dazu führen, daßi sige Hilfsbedürftige d heut werden müssen. hnen: Die Verlänger #auf 26 Wochen, die stungsdauer von 52 c ##i erfolgende Regel ##schränkung auf nur #rlängerung der Wart unterstützungen, die p. Krisenunterstutzung Wien. Die weisen darauf, daß m schwerwiegenden A haltnisse auf die Kor als unabänderlich vom Reich die Sch digkeit als Weißer Das Inkrafttreten des Kelloggpaktes Neuyork, 22. Juli. Aus Washington wird gemeldet, daß im Haus große Vorbereitungen für die Verkündung des Inkrafttretens des Kelloggpaktes getroffen werden. Auch Coolidge und Kellogg werder daran teilnehmen, außerdem die Botschafter und Gesandten aller Staaten, die den Pakt unterzeichnet hoben. Die neus Tienststeafrbenlun.2 Der Entwurf des Reichsinnenministeriums Berlin, 21. Juli. teilweise abzuerkennen, und inststrafordnung, n Reichskabinett Ueber den Entwurf der neuen Dien## die vom Reichsminister des Innern dem Reichslabiner vorgelegt worden ist, werden jetzt Einzelheiten bekannt. Der Entwurf sieht u. a. vor, daß das Disziplinargericht an die Feststellungen des Strafgerichts nicht gebunden sein soll, sondern daß es sich nur selbst durch eigene Beschlüsse an die Feststellungen des Strafgerichts binden kann. Zu jeder dem Beschuldigten nachteiligen Entscheidung, die die Schuldfrage betrifft, ist eine Mehrheit von zwei Drittel der Stimmen erforderlich. Nach geltendem Recht ist mit der Dienstenklassung ohne weiteres der Verlust der Pensions= und Hinterbliebenen= Versorgungs= Ansprüche verbunden. Das Disziplinargericht kann jedoch dem Beamten einen Unterhaltszuschuß zubilligen. Das Reichsinnenministerium hat nunmehr vorgeschlagen, daß die Pensions= und Hintervliebenenversorgungsansprüche prinzipiell erhalten bleiben, daß aber die Gerichte befugt sind, sie in besonders schweren Fällen ganz oder krrtngeg, abgur ganrn, und zwar soll, das sowohl für den Fau des Amtsverlustes durch Disziptinarurteit, als auch für den Fall des Amtsverlustes durch Strafurteil gelten...-5.2 1c Wstend Der Untersuchungsfuhrer, der nach geltenoem Recht von der Verwaltungsbehörde ernannt wurde, soll in Zukunft von dem unabhängigen Präsidenten der Reichsdienststrafkammer im Benehmen mit der Verwaltungsbehörde ernannt werden. Für die Gehaltskürzung hat das Reichsinnenministerium eine Bewährungsfrist vorgesehen, die aber erst nach Vollstreckung eines Teiles der Strafe zugelassen werden soll. Nach der bisherigen Praxis wurden Disziplinargeldstrafen ohne Rücksicht auf die Pfändungsgrenze vollstreckt. Darin soll jetzt eine gewisse Aenderung eintreten. Ebenso ist eine Wiederaufnahme des Verfahrens auch dann möglich, wenn Urteile vor dem Inkrafttreten der Reichsverfassung rechtskräftig geworMit dem Gesetz, das an sich nur für Reichsbeamte Geltung hat, ist unmittelbar eine Vorschrift verbunden, die grundsätzlich für die Länder und Gemeinden sowie für die übrigen Körperschaften des öffentlichen Rechts gilt. 1000 Zuchthäusler im Aufstand Amerikanisches Militär herangezogen Newyork, 22. Juli. Im Clinton=Gefängnis bei Dannemora befinden sich 1000 Zuchthäusler im Aufstand. Ein Teil der Gefangenen überfiel die Wachen und nahn ihnen die Gewehre ab. Es gelang den Aufständischen, die Mauern zu erreichen, wo sich ein heftiger Feuerkampf entwickelte. Zwei Geffangene wurden erschossen, als sie die Mauern übertleue### wollten. Von den Aufsehern wurden gleichfalls zwei niedergeschossen. Da die Wachmannschaften nicht in der Lage sind, die Ordnung wieder herzustellen, ist Militär herangezogen un den. Der Aufstand im Clinton=Gefängnis, in dem in gesamt 1300 Gefangene, darunter die gefürchtetsta Neuyorker Schwerverbrecher, untergebracht sind, aus, als die Gefangenen nach dem Frühstück den#saal verlassen sollten. Augenblicklich herrscht Ruhe Das Militär hat in den Höfen Maschinenge= wehre aufgestellt. Ueberall stehen starke militärische Wachen. Die Gefangenen sind in die Zellengebäude zurückgedrängt worden. tungsfähigkeit mehr ein Bild über die 2 Gesetz über Arbeitsicherung zu erhalten schlossen, in Ergänzun riorgestatistik, erfaßte sriserwerbslosen durch gesamten Personen heitsfähigen Wohlfah bg nach wichtigen U eren wichtigen Gesich huf umfassende zahler ist denn auf Grund seinigung norddeutsch zuziehung des Verba neinsam beratenen F hung über die vom terstützten Arbeitsfähi n 15. Februar 1929 d 354 Wohlfahrts In Albert Politische Uebersicht + Staatsminister a. D. Albert Schwarz f. 53. Lebensjahre starb in Dresden der frühere, Landtagspräsident Staatsminister a. D. Schwarz(Soz.).„„..2 zsischel + Die Schuldenavkommen vor dem franzosischer Senat. Montag nachmittag begannen im französischel Senat die Beratungen der Schuldenabkommen mu England und den Vereinigten Staaten. In Bochum gab es 229— 1354 laufend stunterstützten Angehör ## keine weiblichen. A ##ielen 6,41 laufend überhaupt laufend Von den 1354 Wol hum waren 1090 M 3109 Angehörig erbslosen wurden in #gesamte Personenkre 3 Personen umfaßt ##dt Bochum macht da In der Erhebung de der Gruppe A. Im auf 1000 Einwok wensfähige.. Zu Gri Städte mit über 20 22 Städte mit 100 00 ##uve C 46 Städte mit sind insgesamt 154 * mitunterstützten Ar mit 107510 Person ##adie der Gruppe A , 17,17 Prozent, au #799 Personen oder 13 verteilen. Bochum Stadt Berlin hat a arbeitsfähige Wohl Wenn man zur Ei ##en Vergleiches zwise # der auf 1000 Einn Knut Hamsun Zar Vollendung seines 70. Lebensjahres. Von Frank Thieß. Man ist in Deutschland nicht prüde mit Geburtstagsfeiern. Vom 50. Jahre an darf jeder, der in der Oeffentlichkeit steht, sich in den rhytmischen Abständen der Dekade preisen lassen. So ist es anzunehmen, daß der deutsche Leser gar nicht mehr das Ohr für die Feier eines Geburtstages hat, daran die ganze gebildete Welt teilnehmen sollte, keines Deutschen zwar, doch eines Mannes, dessen Werke aus unserer Literatur nicht fortzudenken sind, des größten lebenden Dichters, Knut Hamsun. Ich sage das sehr diktatorisch und man wird mich sogleich verbessern und einfügen:„Ihrer Meinung nach des größten lebenden Dichters.“„Nein! Nicht nur meiner Meinung nach, sondern nach„objektivem Tatsachenbefund", trotz Bernhard Shaw, trotz Gerhart Hauptmann(dessen 70. Jahresfeier 1932 stattfinden wird, man macht jetzt schon in Breslau das Programm!). Es ist dagegen nichts vorzubringen; denn nicht Auflagenzahl und Beliebtheit entscheiden, sondern eine geschichtliche Tatsache, die niemand überspringen kann: Kein Dichter unserer Zeit hat diesen Einfluß auf den literarischen Stil Europas ausgeübt wie Hamsun, und, um ein Uebriges hinzuzufügen: es gibt keinen, von dem sämtliche Werke, einschließlich der ältesten, die vor vierzig Jahren und mehr geschrieben wurden, nicht eine Spur von Alterserscheinung aufweisen. Man lese die„Viktoria“, den„Hunger“, die„Mysterien“, sie sind zeitlos, erregen heute so stark wie einst; was sich in ihnen begiot, begibt sich stündlich in unserer scheinbar vollkommen veränderten Welt, was da geschrieben steht, sind die ewigen Runen der Liebe, des Hungers, der Einsamkeit. Doch sprechen wir zuerst über seinen Einfluß. Worin ist er zu sehen? Worin liegt er? In der höchsten Vollendung des Stils der Fortlassungen, ja in Erfindung dieses Stils; denn vor ihm wußte niemand in der Weltliteratur, daß Wichtiges am Einprägsamsten damit ausgedrückt wird, daß man es fortläßt. Was ist nun das für ein Unsinn? Wie kann das Wichtige durch das Nichtige, das Nichtige aber durch besondere Wichtigmachung ausgedrückt werden? Ja, wie kann es! Hamsun hat das Rätsel durch ein unglaublich einfaches Mittel gelöst, das nach ihm Hunderte von internationalen Schriftstellern, Feuilletonisten, Publizisten eifrig nachfabriziert haben, durch eine leichte Uebertönung der Gegensatzpaare. Wenn er also die innere Bedeutungslosigkeit eines Vorganges anzeigen will, übertönt er ihn um einige Grade, gibt ihm ein wenig Ballast der Würde mit, einen kleinen motorischen Druck, nicht viel, manchmal nür ein Lächeln, eine winzige Wendung übertriebener Zustimmung. Und wenn er etwas ganz Starkes geben will, eine tiefe Liebeserregung, ein furchtbares Schweigen, eine. Angst, ein verstummendes Leid, kappt er alle Worte, alle Epitheta, alles, was die Bedeutung der 5zene unterstreichen könnte, einfach weg. Er nimmt ihr jede Belastung, jede Spur von Pathos und Pointe und Akzentuierung, er nimmt ihr alle Fülle und Breite und läßt sie frei schweben in einem seltsam überlächelten Schweigen. Und der Leser fühlt alles, was nicht gesagt werden konnte, fühlt mehr als er selbst wüßte und sagen könnte. Die große Meisterschaft dieses Stils hat man, wie erwähnt, bis in die Zeitungsfeuilletons nachzuahmen unternommen, überall wurde nun überschwiegen, ironisiert, gelächelt, wichtig getan. Aber merkwurdig, es blieb Kopie. Schlechte Kopie, bessere Kopie. So wie die vielen Maler, welche seit Jahrhunderten vor der Venus von Giorgone sitzen und den Hauch dieses schlummers, den Atem dieses unsterblich süßen Schlases mit Pinsel und Farbe einzufangen bemüht sind. unbeschreiblich ist das nich einprägsamen “ Stil“. Szenen liegt. Sondern Stil Natürlich als Aus. uuge auein#ig: Sondern drua des Hamsunschen Weltsehens und Welterlebens ugleich mit u. anders haben wir alle vor Hamsuns Bildern Herzens, voll erlaubten Neides auf fes Nicht anbers„ gesessen, errezten Herzens, voll erlaubten Neides diese königliche Beyerrschung des Wortes, und haben schließlich ein bißchen nachzupinseln versrcht und unser Machwerk betrachtet, den Kopf geschüttelt und wieder die Lupe vors Auge genommen, und— am Ende hat man müde die Arme fallen lassen und, der eigenen Dürftigkeit bewußt, nur noch geschaut, nur noch bewundert, ein ewig liebender Schüler dieses Großen. Das wäre etwas über den Charakter seines Stils, aber ich füge gleich hinzu, daß es nichts ist, was ich da sagte. Man kann nicht erklären, worin der Reiz seines rhpthmischen Zeilenfalls, seiner Laune, seiner umfaßt zugleich mit unverwechselbarem Wortklang die Abfolge seiner Bilder, die unbestrittene Meisterschaft der Komposition, darin tatsächlich im Verlauf weniger Belanglosigkeiten das Belangvolle und Schicksalhafte jedes Lebens mit einer Suggestivität ohne Gleichen vorgebracht wird. So die drei größten seiner späten Romane:„Segen der Erde“,„Die Weiber am Brunnen",„Landstreicher“. Man könnte vielleicht sagen, daß nicht im Geschehen, in dem, was da berichtet ist, die Bedeutung der Werke läge. Aber das wäre falsch und würde den Akzent vom Was auf das Wie verlegen. Nein, Hamsun ist kein Artist verbaler Luftakrobatik, sondern Realist, dem es sehr darauf ankommt, daß man die Geschicke seiner Menschen genau so wichtig nimmt, wie sie von ihnen erlebt werden. Uebrigens kann man es gar nicht anders, denn nach wenigen Seiten ist man mitten in die Welt der Fischer, Bauern, Handwerker, kleinen und großen Kaufleute hineingerissen und nach abermals wenigen Seiten ist das schon unsere Welt geworden, und am Ende ist alles seltsam durchbuchtet; denn was um dich her geschieht, erkennst du als das, was ewig um dich und in dir geschieht, und du ahnst die Zusammenhänge am Grunde aller Verschiedenheiten und die großen Gesetze, unter denen auch dein Leben steht, die der Liebe, des Wanderns, der Erdsehnsucht, der Gemeinschaft. Ach Hamsun! Da schwatzt man vollen Herzens etwas hin, um zu sagen, wie groß er ist, dieser Sohn Norwegens, dieser Europäer, dieser mächtige Dichter der Weltliteratur. Man schwatzt hin und fühlt im Gestammel der Bewunderung und Liebe die Unzulänglichkeit des Dankes. Aber das tut nichts, man freut sich doch dieses Tages. Es ist schön zu wissen, daß Hunderttausende in der ganzen Welt ihm heute für seine Werke danken, hier in Deutschland und drüben in Amerika, wo er Tramp gewesen und wo man ihn noch eifriger liest als in Deutschland, das sich nicht rühmen darf, ihn weltberühmt gemacht zu haben. Obwohl Albert Langen einer seiner ersten Verleger und Entdecker ist und seine gesammelten Werke sehr sorgfältig übersetzt herausgedracht hat. Es ist schön, das zu denken und zu wissen, daß man dabei sein sozusagen ein Zeitgenosse und ein braver Iit#t# Aber das Schönste ist zu wissen, daß er lebt, im Jahre 1929, stark, groß, einsam, ein Interviewer und Biographen, ein Freund seiner 9 den und Aecker. Ja, er lebt, er ist keine Mythe, man kann an ihn eine Postkarte schreiben oder es auch b# ben lassen, aber man weiß, daß er mitten in ei### Zeit steht, dieser wesentliche, weise und wissende Mann Eine Insel der Ruhe mitten im Karussel. der fes tensprühenden Zivilisation. Ein Stern über den. bigen Bezirken. t Roman 10 Eine Straße voller nnene Kunst und Wissen beheneWonige.,., Hornbu Der #. Klänzen. Ihre #l. Dann ein Son! ##eln. = Der begehrte Koburger Intendantenpoften, durch den Weggang Hanns Schul###zceint seht freigewordene Koburger Intendantenggstzg., hereits 28 begehrt zu sein, denn es haben sich bis#####n Intendanten um den Posten beworben, obrr- zen keine Ausschreibung erfolgte. Es befinden sich Ugneihen Bewerbern eine Reihe bekannter Namenrig### von Kutzschenbach und Hans Fiala. Bis 16## 01. 90gahl Theaterausschuß noch niemand in die engere gestellt worden. Man will weitere Bewerbungen Purzten und außerdem das Projekt einer Fusion burg=Koburg im Auge besatzisdum und Walter v, = Danziger Hochschuhubiläum und Wulter Uraufführung. Die Technische Hochschule gahnen der feiert zurzeit ihr 25jähriges Bestehen. Im„gg#### vo#l Hochschuljubiläumsfeierlichkeiten wird ein Ein####ag d# Valter von Molo:„Ein fröhliches Vorspiel, zus## Dichter eigens aus diesem Anlaß geschrig, Studenten Taufe gehoben. In dem Werk treten viele# Kollen die in Gryphius'„Peteg. Fquentz" bedeutenv.: spielen, in studentischer Vu=Feuchtwangerschen Dichtroz = Bertonung einer„heuchtwangersche. das P Auf dem Deutschen Musikfest in Baden=Baden,z 27. Juli stattfindet, erlebt eine Kompositzeg gahr und Chor des Berliner Komponisten Warchtgr, Urauf# einer Dichtung von Lion Feuchtwangerin Opers führung.„Den Solopart wird die Bernnsängerin Inge van der Straaten singen.##ber.### — Die Dante=Gesellschaft teggsefzhrig „Dante=Gesellschaft" hält ihre Franzl——— 1 die schmalen wei Prre Draußen feierte d schlings. Die Hitz naßzen. Säfte kocht kten hing der Flie #tenzweige, die sich „Selige Fernen w Stat #b „zur Glut vertie Henen“ 0 In diesen Blüter euses Seele die höslesiten drohte. Nachtgespenste Er führte sie K fahrie sie au wuiten dichtbelaubte te sprühend Licht ogegeicert 59 ausgeleert ##ten, oie sich fort Beschz ihrer wehr Mi Mühe und sammlung nicht wie bisher in der zweiter agungste#### hälfte, sondern erst im Oktober ab. Dgtzggschaft, vo### nehmern wird das Jahrbuch der DanteProfessor Dr. Schafer herausgegeben und vollen Veiträgen versehen, ausgehändigt. mit wer“ Pse wa. Pirung Seeie w e und#. genöhnel Sam. und Farbenpracht der Nr. 170 36. Jahrgang 1. Beilage zum Bochumer Anzeiger und General Anzeiger Dienstag, den 23 Juli 1929 rzichtet. Durch a 0 ist dann irch einen den rt wird, näher d assoziierten Friedensyertrag Saargebiet us dieser Renach dem Frie, srheinische Ge. werden kann. ißprotokoll der druck„besetztes nnen nur die iksrheinisch geenköpfe, ferner cheinischen Gend die am 11. Gebiete(Ruhr. he Beamte, übenverwaltung so nach ihrem wegen der in politischen Beie sich als Verzußischen Staat olgt werden. habe, der britideutschen, ihre enichtsvon Auf die Frage den AusführurPoche wisse, erung der Frage, r die angedeuterklärte Henderggpalles k. 22. Juli. daß im Weißen für, die Verkinpaktes getroffen llogg werden chafter und Geikt unterzeichnet Aufstand ngezogen rk. 22. Juli., emora befinden ufstand. Ein achen und nahm n Aufständischen, ein heftiger Gefangene uern übertlettern urden gleichfalls die WachmannOrdnung wieder gezogen un nis, in dem indie gefürchtetsen bracht sind, breh frühstück den Erherrscht Rute Naschinenge: starke militäriche die Zellengebäute s1e Wettfaheloerwereeissen in Wochum 1354 von der Stadt laufend zu unterstützende Wohlfahrtserwerbslose mit 3109 mitunterstützten Angehörigen in Bochum— Auf je 1000 Einwohner kommen 21,12 Anterstützte in Bochum Ein wichtiges kommunalpolitisches Proviem Das Kriegerehrenmal in Langendreer icht Schwarz f. In frühere, jächsitr a. D. Albert dem französischen im fransosschen denabkommen ui ten. dabei sein dar braver Irze a er ert un 1, ein Fentr## reund seiner keine Mythe, mas oder es auch bler mitten in eine d wissende arussell der rai rn über den staut „„ idantenposten. 3= Dornburst bosten scheint. bis jest, beregre..) rben, obwohl n0 den be, verehn men wie se iest 1t. vor. A die engere, Hpog werbungen gutz Strukturwandlungen der deutschen Volkswirtschaft des Krieges und der Nachkriegszeit, der uner##che Drang zur Rationalisierung fast sämtlicher ##schaftszweige, besonders aber auch konjunkturelle #rankungen, haben es leider mit sich gebracht, daß # viele Hunderttausende Arbeitsfähigen die Arbeitszu einem Dauerzustand mit schwersten wirttlichen und demoralisierenden Folgen für den EinEen wie für die Allgemeinheit geworden ist. Die #erhaltung dieser Dauerunterstützungsempfänger ist ### der kommunglen. Kürsorgetätigeit. Gesetz über„Arbeitsvermittlung und Arbeitslosen##erung vog. 16. Juli 1929, hat in seinen Aus###ungen den Städten im Hinblick auf fürsorgerische ###aufgaben neue Belastungen gebracht. Die Art # Veise, wie, das, Gesetz,, guf, dem Versicherungs#ziv aufgebaut, die Arbeitslosenversicherung regelte, Eße dazu führen, daß in immer steigender Zahl arbeitsEiae Hilfsbedürftige durch die kommunale Fürsorge #eut werden, müssen. Da sind in erster Linie zu Enen: Die Verlängerung der Anwartschaftszeit von auf 26 Wochen, die Herabsetzung der Höchstunter#ungsdauer von 52 auf 26 Wochen, ferner die zuEi erfolgende Regelung der Krisenfürsorge unter schränkung auf nur einige Berufe, wie auch die rlängerung der Wartezeit. Hinzu kommen die Zu#nterstützungen, die Empfängern von ArbeitslosenKrisenunterstützungen dauernd gezahlt werden sen, Die Städte #reisen darauf, daß man ihnen nicht zumuten könne, schwerwiegenden Auswirkungen der bestehenden ##ältnisse auf die Kommunalfinanzen einfach als geen, als unabänderlich hinzunehmen, und sie verlanvom Reich die Schaffung eines Zustandes, der # Zuständigkeit als Träger der Fürsorge und ihrer tungsfähigkeit mehr als bisher gerecht werden soll. ein Bild über die Mehrbelastung der Städte durch Gesetz über Arbeitsvermittlung und Arbeitslosen#icherung zu erhalten, hatte der deutsche Städtetag #ossen, in Ergänzung der durch die vierteljährliche iorgestatistik erfaßten Ausgaben über die Wohl###erwerbslosen durch eine einmalige Erhebung über gesamten Personenkreis der laufend unterstützten eitsfähigen Wohlfahrtserwerbslosen unter Gliede## nach wichtigen Unterstützungsmaßnahmen sowie eren wichtigen Gesichtspunkten wie Alter, Geschlecht, umfassende zahlenmäßige Angaben zu gewinnen. ist denn auf Grund eines vom Städtetag und der einigung norddeutscher Wohlfahrtsdezernenten unter Buziehung des Verbandes Deutscher Städtestatistiker einsam beratenen Fragebogens eine einmalige Erung über die vom Bezirksfürsorgeverband laufend erstützten Arbeitsfähigen, und zwar nach dem Stande 15. Februar 1929 durchgeführt worden. 354 Wohlfahrtserwerbslose in Bochum In Bochum gab es am Stichtage— 15. Februar — 1354 laufend unterstützte Personen(ohne die unterstützten Angehörigen). und zwar 1354 männliche keine weiblichen. Auf je 1000 Einwohner der Stadt #ielen 6,41 laufend unterstützte Arbeitsfähige, auf überhaupt laufend unterstützte Parteien 25.84. Von den 1354 Wohlfahrtserwerbslosen der Stadt hum waren 1090 Männer verheiratet, 264 Männer r 3109 Angehörige der männlichen Wohlfahrtserbslosen wurden in Bochum mitunterstützt, so daß gesamte Personenkreis der Unterstützten in Bochum Personen umfaßt. Auf 1000 Einwohner der ##t Bochum macht das 21,12. In der Erhebung des Städtetages gehört Bochum der Gruppe A. Im Durchschnitt dieser Gruppe komn auf 1000 Einwohner 7,86 laufend unterstützte beitsfähige. Zu Gruppe A der Erhebung gehören Städte mit über 200.000 Einwohnern, zur Gruppe 22 Städte mit 100 000 bis 200 000 Einwohnern, zur #obe C 46 Städte mit 50 000 bis 100 000 Einwohnern. sind insgesamt 154 899 unterstützte Personen ohne mitunterstützten Angehörigen gezählt worden, die □ mit 107 510 Personen oder 69,40 Prozent auf die ###die der Gruppe A einschließlich Berlin, mit 26 590 1I.17 Prozent, auf die der Gruppe B, und mit 9 Personen oder 13,43 Prozent auf die der Gruppe verteilen. Bochum steht günstig da Stadt Berlin hat allein 32 441 laufend unterstützte arbeitsfähige Wohlfahrtserwerbslose gemeldet. Venn man zur Erzielung eines relativ einwandiches zwischen den einzelnen Gruppen die Einwohner entfallenden unterstützten an Wen-E7¾ Foman von Pred NellUs Eine Straße voller Blumen, voller Duften, voller inenglänzen. Ihre Seele bebte. Tastete nach einem Dann ein Sonnenhusch... ein mattes, süßes ##reng ##l. 2 #. ein malles, saßen Franzl———“ Die schmalen weißen Finger strichen über seine Pre XIII. die Welt das Fest des schönsten ner Fusion P Walteg Aange biogre 1. Im Rohner zraußen feierte die ###lings. Die Hitze stand jetzt drückend in den Fraßzen. Säfte kochten in den Bäumen. In den hing der Flieder in den Dolden... hingen lenzweige, die sich traumhaft nach der Erde neigMol Selige, Fernen waren Purpur, das der Sonnenaan####r Glut vertiefte. Blauer Himmel.„Traumkorene Stille. Darinnen brummendes Gesumme Bir Verspiel“; uis sod Sises T. Plizentagen kängste Treuenschwerdt eschriebeg, noeschen Par den=Baden, WPeaiher Gre PP r. Seteber. P entaseitg“ die ihm— kaum gewonnen— #ole zer drohte... gegen. Schatten, die wie unisschtgespenster ihre Fänge nach ihr streckten. ast suhrte sie aus ihrer Krankenstube in den Frie indichtbelaubter Riesenbäume. Hochtagsonne i“ Exühend Licht und Farben. Man war so eden. Zig"eleert und einer Schwermut preisn man: 19 fort und fort in Tränen ausgab, Besch, ihrer wehren wollte. Mühe und Geduld waren nötig, um die rist im Litevenzg# nung en Seele wieder an das Licht und an die sischege enentb= Ke vos B. gcnöhnen! Man mußte ihr das Köst ASg ,ragneut W Sxe. Bunderjeine weisen, das die Erde. hergab. 0taschaft,V sarben=.2, Teidenblätter mit dem Tagmel selite=Geselschaft., darbenpracht der Blumen. en und digt. mit wert #eenpracht der Blumen. Die feinen Gräser in Arbeitsfähigen berechnet, so ergibt sich für die Städte der Gruppe A eine Anteilsziffer von 7,86 einschließlich und 7,77 ausschließlich Berlins, für die der Gruppe B eine solche von 8,84 und für die der Gruppe C von 6,42, während die Anteilsziffer im Durchschnitt sämtlicher 90 Städte, also einschließlich Berlin, 7,77 beträgt. Ueber den durchschnittlichen Stand der Zahl der laufend unterstützten Arbeitsfähigen auf 1000 Einwohner ragen hinaus in der Gruppe A: GelsenkirchenBuer mit 15,75, Breslau mit 13,.28, Köln mit 10,81, Mannheim mit 10,45, München mit 10.04, Kiel mit.29, Leipzig mit.69, Magdeburg mit 8,68 und Dortmund mit 8,39, Berlin mit 8,.06, Duisburg mit 7,92, Königsberg mit 7,11 und Düsseldorf mit 7,08 stehen dem Gesamtdurchschnitt nahe, während Bochum mit 5,95, Dresden mit 5,40, Nürnberg mit.55 erheblich günstiger dastehen. Anteilsziffern, wie sie Bremen mit 2,14, Stuttgart mit 1,58, Chemnitz mit 1,37 und Stettin mit.27 aufzuweisen haben, legen die Vermutung nahe, daß hier nicht so sehr günstigere Verhältnisse als vielmehr andere Formen der Fürsorgeorganisation oder aber, wie bei Hamburg und Bremen, die Eigenschaften als Stadtstaaten sich auswirken dürften. In der Gruppe B haben unverhältnismäßig hohe Anteilsziffern Wiesbaden und Kassel mit 22.05 und 21.90 Unterstützungen auf 1000 Einwohner. Diese Städte haben von sämtlichen Städten aller drei Gruppen die überhaupt höchsten Anteilsziffern und werden nur noch von Koblenz mit 21,42 erreicht, übertroffen sogar von der hier außer Acht gelassenen Stadt Offenbach mit 28.06 laufend unterstützten Arbeitsfähigen auf je 1000 Einwohner. Weiter stehen in der Gruppe B über dem Gesamtdurchschnitt Aachen mit 17.97, Ludwigshafen und Karlsruhe mit 13,79 bezw. 13.05, Plauen und Augsburg mit 12,.37 bezw. 12.34, ferner Mainz mit 928, Hamborn und Oberhausen mit 8,85 bezw..28. Demgegenüber sind die Anteilsziffern von Erfurt, Münster und München=Gladbach mit.20 bezw. 6,16 und.04. Mülheim=Ruhr mit.66, Barmen und Elberfeld mit.13 bezw. 5,10 geringer als der Gesamtdurchschnitt. In der Gruppe C heben sich mit höheren Zahlen gegenüber dem Gesamtdurchschnitt die Städte Kaiserslautern, Trier. Bottrov Gladbeck, Heidelberg. Ulm, Herne, Bonn und Gleiwitz beraus. während Dessau, Potsdam, Remscheid, Jena, Rostock, Solingen, Kottbus, Wesermünde, Pforzheim, Görlitz, Bielefeld, Osnabrück, Brandenburg und Castrop= Rauxel sehr niedrige Ziffern aufzuweisen haben. Interessante Vergleiche In Bochum fallen auf je 100 in öffentlicher Fürsorge, überhaupt laufend unterstützten Parteien 25,84 Wohlfahrtserwerbslose. In der Stadtgruppe A, zu der Bochum gehört, 20,86. Die Erhebung des Städtetages hat im einzelnen folgende Vergleiche ergeben: Von den einzelnen Städten der Gruppe A haben besonders hohe Anteilsziffern Gelsenkirchen=Buer mit 43.98%5, das damit die Spitze sämtlicher Städte aller drei Gruppen überhaupt einnimmt, Köln mit 31,40% und Dortmund mit 30,99%, ferner Mannheim, Hannover, Düsseldorf und Leipzig mit über 28%, sowie auch Bochum mit 25,84 P5. Städte wie Kiel mit 21.89% und Frankfurt a. M. mit 21,87 25 stehen dem Durchschnitt nahe während Berlin mit 18,15% bereits unter dem Durchschnitt liegt, also relativ günstiger dasteht. Noch niedrigere Ziffern zeigen Magdeburg mit 17,15%, Dresden mit 14.95% und Königsherg mit 13.29%, während Städte wie Stuttgart und Chemnitz sowie auch Stettin nur ganz geringe Anteilsziffern der laufend unterstützten Arbeitsfähigen an der Zahl der überhaupt in städtischer Fürsorge laufend unterstützen Parteien aufzuweisen haben. In Gruppe B wird der Gesamtdurchschnitt erheblich überschritten von Ludwigshafen mit 39.70, Aachen mit 37,.6, Hamborn 37,.5, Plauen 36.08 und Wiesbaden mit 35,82 P. Beträchtlich über dem Durchschnitt liegen auch noch Münster mit 34,70, Augsburg und Kassel mit 32,56 und 31,19 ½, während Städte wie Elberfeld Harburg=Wilhelmsburg, Mainz, Mülheim um den Durchschnitt herumliegende Zahlen aufweisen. Ungleich günstiger stehen Barmen, Erfurt und Krefeld, müssen aber noch weit zurücktreten hinter den noch geringeren Ziffern von Braunschweig, Hindenburg und Halle. In Gruppe C fallen durch hohe Anteilsziffern der laufend unterstützten Arbeitsfähigen an der Gesamtzabl der überhaupt laufend unterstützten Parteien neben Koblenz vor allem Trier. Ulm, Recklinghausen, Kaiserslautern, Gleiwitz, Bottrop, Herne, Sterkrade und Hamm aufwährend mit ganz geringen Anteilsziffern Rostock, Solingen, Zwickau, Görlitz, Tilsit, Jena, Kottbus, Dessau, Wattenscheid und Potsdam vertreten sind. dem Schmuck taufeuchter Diamanten. Das Spiel der Sonnenstrahlen auf dem Laubgewind der Blätter. Die heiligen Mysterien des Lebens und des Blühens. Das Mysterium der Liebe———. Ja, das...! Es schien. als ob erst eine Rinde brechen müsse, ehe sich die Seele mit der ganzen Inbrunst diesem Höchsten auftat. Beide gingen durch den Garten, wenn der Sonnenball am Horizonte Gipfel und die Blumen in die letzte Inbrunst seines Glanzes tauchte. Verschlungene Wege gab es... zwischen alten Bäumen, Wiesenplan und Blütenpflanzen... Moos und bunten Troddeln von Wacholder. Seitwärts klingelte ein Bach. Weiße Lilien säumten einen kleinen Teich. Mitten darin war ein schmales Erdenfleckchen Insel. Fische spielten in der Abendsonne. Und die Finken schlugen im Gebüsch dazu. Sie saßen Hand in Hand auf dieser Insel. Es war für sie das Land der tausend Wonnen... der verschwiegenen Seligkeiten. Man war so köstlich losgelöst von aller Welt... von allem Alltagsklingen und dem dummen Denken. Man fühlte nur. Und ein Zauber legte sich auf alle Sinne, der sie groß und stark und weit geöffnet allem Schönen machte. Wenn die Nacht den großen, weichen Liebesmantel um sie hüllte, die Blumen ihre Brunft in über alle Maßen süßem Duft verhauchten... in den Frauenaugen heiße Wünsche hinter einem dünnen Schleier lohten———. Nein— nicht davon sprechen! Von diesen Stunden wußte nur der Mond. Der verträumte SAlbermond. Und er verriet es niemand, was er da geschaut. Er war der beiden Freund! Oftmals während dieser schwülen düfteschweren Nächte schlich der Mond an Suses Bett und bedeckte sie mit seinem Silbermantel. Diese Nächte flüsterten und raunten. Sie seufzten oft. Um Suses Lager war ein Klingen und Klagen. Draußen aber wartete das Leben. Es gab kein Leben ohne Kämpfen. Sie ward geschaffen, also hatte sie die Pflicht zu leiden. O Mensch...! Draußen wartete die Liebe, Liebe schrie in ihr und schrie nach ihr. Pflicht rief heim. In Kreise... eine Sphäre, die sich ihr verschließen mußten. Zwiespalt forderte in seine Schranken. Durfte sie sich schuldig bleiben? Man rüstete zur Fahrt. Eines Abends schritten beide durch den Garten. Suse langsam neben ihrem Alter und Veruf der Bochumer Wohlfahrtserwerbslosen Von den 1354 Bochumer Wohlfahrtserwerbslosen, die in der Stadt festgestellt wurden, waren 839 aus Arbeitslosenunterstützung Ausgesteuerte und 191 aus Krisenunterstützung Ausgesteuerte. In der ersten Gruppe der ausgesteuerten der 839 Bochumer Wohlfahrtserwerbslosen waren 37 noch keine 18 Jahre alt, im Alter von 18—45 Jahren standen 623 Wohlfahrtserwerbslose und 179 im Alter von 45—65 Jahren. In der Gruppe der aus der Krisenunterstützung ausgesteuerten 191 Wohlfahrtserwerbslosen war einer noch keine 18 Jahre alt. Im Alter von 18—45 Jahren standen 105 und im Alter von 45—65 Jahren wurden 85 verzeichnet. Welchen Berufen gehören die Bochumer Wohlfahrtserwerbslosen an? Die Zusammenstellung über die Berufstätigkeit und Zugehörigkeit der Bochumer Wohlfabrtserwerbslosen ergibt folgendes Bild. Von den 1354 Wohlfahrtserwerbslosen gehörten an: 8 der Land= und Forstwirtschaft, 281 dem Berabau und der Industrie der Steine und Erden, 102 der Metallverarbeitung, 6 der Chemischen Industrie, 1 der Zellstoff= und Papierherstellung, und dem Vervielfältigungsgewerbe, 3 der Lederindustrie, 168 dem Holz=, Schnitzstoff und Baugewerbe, dem Nahrungsmittel= und Genußmittelgewerbe gehören 19 an, dem Bekleidungsgewerbe 16, dem Gast= und Schankwirtschaftsgewerbe 12, dem Verkehrsgewerbe 16, Ungelernte Arbeiter 603, Maschinisten und Heizer aller Art 43, kaufmännische Angestellte und Büroangestellte 38, Techniker aller Art 2, keinem bestimmten Berufe 13, selbständig im Handelsgewerbe und Handwerk 19 und 4 sonstige(Gesundheits= und Körperpflege, Kunstgewerbe, Theater, Musik. soziale Berufe, Erziehung). Die meisten Bochumer Wohlfahrtserwerbslosen waren Angehörige des Bergbaues und ungelernte Arbeiter, die wenigsten Angehörige des Papier= und chemischen Berufes Die Ergebnisse der Erhebung sind in doppelter Hinsicht bedeutsam. Einmal sind die gewonnenen Zahlen für die Gesamtheit aller Städte bzw. der einzelnen Städtegruppen nach der Höhe der Einwohnerzahl Ausdruck des Notstandes und damit auch der Mehrbelastung der städtischen Fürsorge. Zum anderen sind die Zahlen außerordentlich aufschlußreich für die einzelnen Städte selbst und den Vergleich untereinander. E. C. * I m S c h m u c k d e r g o l d e n e n M y r t h e. A m 2 6. J u l i begehen die Eheleute Betriebsführer i. R. Heinrich Sonnenschein und Frau Anna geb. Förder in Bochum, Freiligrathstraße 18, das Fest ihrer goldenen Hochzeit. Herr Sonnenschein ist 74 und seine Frau 69 Jahre alt. Beide erfreuen sich bester geistiger und körperlicher Gesundheit. Betriebsführer Sonnenschein gehört einer alten Bergmannsfamilie an, die sich in der Hauptsache auf den Zechen an der Ruhr betätigt hat. Seine beiden Söhne haben sich ebenfalls der Kohle zugewandt und sind an hervorragenden Stellen im Bergbau und im Kohlenabsatz tätig. Im ganzen sind vier Kinder der Ehe entsprossen. Mit ihnen nehmen sieben Enkel am Ehrentage teil. * Man vergaß Bochum wieder einmal. Die Reichseisenbahndirektion Essen veranstaltete zu Anfang voriger Woche eine Instruktions= und Informationsfahrt durch den diesseitigen Industriebezirk. Zu dieser Fahrt, die in einem Sonderzug von Essen über Bochum nach Dortmund verlief und auf der die technischen Anlagen der Eisenbahn sowie der Dortmunder Hafen besichtigte wurden, hatte eine große Zahl Richter und Staatsanwälte der Essener und Dortmunder Gerichte Einladung erhalten. Die Fahrt bezweckte, die Teilnehmer mit den Eisenbahnverhältnissen des Industriebezirkes vertraut zu machen. Auffallenderweise waren Richter und Staatsanwälte der Bochumer Gerichte zu dieser gewiß wichtigen und interessanten Besichtigungsfahrt nicht eingeladen. Es darf ferner erwähnt werden, daß vor einiger Zeit bereits auf Einladung der Reichseisenbahndirektion Essen Essener Gerichtsherren und Staatsanwälte eine Autofahrt durch den Essener Landgerichtsbezirk machten, um an Ort und Stelle die Verkehrsverhältnisse bei Bahnübergängen im Straßennetz zu besichtigen. Die Fahrt sollte auch nach Bochum gehen, um den Bahnübergang an der Alleestraße in Augenschein zu nehmen. Im Jahre 1926 feierten die militärischen Vereine Langendreer's ein großes Kriegerfest, dessen schöner Verlauf heute noch in guter Erinnerung steht. Die Vorstände beschlossen bei diesem Anlaß, den Ueberschuß als Grundstock für ein Kriegerehrenmal festzulegen. 1800 Mark konnten überwiesen werden. Es wurde dann ein Ausschuß gebildet aus allen Kreisen der Bürgerschaft und Aufrufe erlassen, Listen in Wirtschaften usw. aufgelegt. Um den erhofften Erfolg zu erzielen, wurde der Verein„Kriegerehrenmal“ gebildet und der vierteljährliche Beitrag auf mindestens 50 Pfg. festgesetzt. Nach und nach wurden die Mittel ungefähr aufgebracht, so daß im vergangenen Jahre mit den Vorarbeiten zur Errichtung des Ehrenmals begonnen werden konnte, zumal die Witwe Oberwestermann in hochherziger Weise einen Platz an der Ecke Post= und Kaiserstraße zur Verfügung gestellt hatte. Man trat dann mit zwei Künstlern in Verbindung: von einem Wettbewerb sah man mit Rücksicht auf die hohen Kosten ab. Lange wurde hin und her beraten und endlich nach vieler Mühe und Arbeit dem Bildhauer Dammann in Berlin die Ausführung des Denkmals übertragen. Nun ist das Werk soweit gediehen, daß am kommenden Sonntag, 28. Juli, die Enthüllung vorgenommen werden kann. Das Denkmal bestebt aus einer.50 Meter hohen Säule aus wetterfestem Muschelkalkstein, worauf die 956 Namen der Gefallenen auf echter Broncetafel angebracht sind. Vor dem Ehrenmal steht ein feldgrauer Krieger mit„Helm ab zum Gebet“— 2,85 Meter groß. Auf der Vorderseite des Denkmals steht die AufsPrift: 98 iag.kfi bemen oue Gugehärie Ihren im Weltkrieg gebliebenen 956 Angehörigen errichtet die Bürgerschaft Langendreer's in Dankbarkeit dieses Ehrenmal. Auf der Rückseite steht: Einst kommt der Tag, da alle Welt Euren Ruhm verkünden wird. Die Kosten für das Denkmal sind ungefähr aufgebracht. Allen Spendern. Vereinen und Verbänden, insbesondere auch dem Vaterländischen Frauen=Verein gebührt aufrichtiger Dank; besonders auch dem Vorstand und den Vertrauensleuten, welche die Sammlungen vorgenommen haben. Mann... das Gesicht gehoben und dem Abend hingegeben. Immer mehr entfernten sie sich von dem Hause. Die Einsamkeit gewann an Kraft und an geheimnisvollem Leben. Unter Büschen von Syringen halb versteckt stand eine Bank. Im Silberdunst des Mondes lagen vor ihr Rasen und die Blumen. Suse hielt.„Wollen wir hier bleiben?“ fragte sie. Er nickte stumm. Sie setzten sich. Plötzlich hob sie ihren Kopf:„Franzl...“ Dann:„Ich muß dir etwas sagen.. sagen, wie es kam.“ „Nein!“. Eine Welle setzte an vom Herzen über seine Wangen. Sein Atem zitterte:„Was willst du mir sagen, Suse? Ich weiß es doch... alles. Bis zu jenem Tage, da die Régnier— dieser Vampir— dir die letzte Hoffnung, spurlos zu verschwinden, aus der Seele saugte. Ich weiß es oder könnte es erraten. Nein—“. Er schwieg. Der Mond stand schräg vor ihnen. Er entströmte eine sanfte silbergrüne Helligkeit. In einer Woge, die von keinem Windstoß hergetragen wurde, floß der Duft der Blumen um sie beide. Sie senkte ihren Kopf. Sie dachte nach. Plötzlich hub sie an Schnell... mit hastig hingehauenen Worten:„Du... das Letzte nur. Ich will zu Ende kommen. Hörst du? Das Geheimnis jenes Unglücksmorgens liegt in einem fest verschlossenen Schrein. Ich muß ihn heute und in dieser Stunde nochmals öffnen. Nur für dich. Sonst— —“ Sie stöhnte.„Diese Dinge müssen Ruhe finden. Vor den Menschen. Und vor uns. Du— hilf mir.“ Ihre, Finger tasteten, daß sie den Puls= und Aderschlag des andern spürten, bis sie stille wurden, ruhig ineinanderlagen. Ihr Herz schlug so, daß Treuenschwerdt den Gang zu hören meinte. * ———„Franzl, ach dein Haus... Dein liebes altes Haus in Hohen=Neudeck! Ich kenne jedes Zimmer, jeden Winkel, jeden Gang und jede Bodenecke: Ich kenne Dinze, die kein anderer weiß. Geheimnisse, die es mit keinem andern teilte. Ach warum? Vielleicht, weil ich in seine Seele lauschte, Auch ein Haus hat eine Seele, Liebster. Da ist das Königszimmer, das ich über alles liebte. Was hat es mir erzählt!... oh, was hat es mir erzählt! Das sind Dinge, über die ich heut' nicht sprechen Da die Fahrt sich schon sehr ausgedehnt hatte, mußte von der Besichtigung dieses Bochumer Bahnüberganges Abstand genommen werden. Es wäre erwünscht, daß eine solche Instruktionsfahrt zur Beleuchtung der vielfachen Uebelstände der Bochumer Bahnübergänge mitten in der Innenstadt auch für Richter und Staatsanwälte der Bochumer Gerichte erfolgt. (=) Evangelische Gemeinde Bochum=Altstadt. Mittwoch. 24. Juli, unternimmt der Frauenverein des 5. Pfarrbezirks(Glebe) seinen Sommerausflug. Um 13 Uhr 12 geht es mit der Eisenbahn nach MülheimEppinghofen, von dort durch die hübschen Anlagen zum Wasserbahnhof„Alte Schleuse“ und von da zu Schiff zur Hahnenfähre(„Haus Jugendgroschen“). Die Stunde der Rückfahrt wird an Ort und Stelle bestimmt. Die Teilnehmerinnen wollen sich Dienstag, 23. Juli, nachmittags 6 Uhr, am Hauptbahnhof einfinden, um von kann. Aber jenem Raum daneben, der durch ein Geheimschloß aufgeht, kennst du. Darin stehen Schränke. Blutigrote Marmorplatten sind dort an den Wänden. An der Rückwand eines dieser Schränke hatte ich ein Polygon entdeckt. Durch einen Zufall... einen sonderbaren Zufall. Es war das gleiche wie am Kasten in dem Königszimmer. Wenn man auf die Lilie in dem Fünfeck drückte, teilte sich auch hier die Rückwand. Man gelangte erst in einen kleinen dunklen Vorraum. Hinter diesem führten Stufen abwärts. Diese Treppe mündete in einen langen Gang. Dieser Gang——— Ein Blitz durchzuckte Treuenschwerdt.„Ich weiß es“, sagte er. „Auf den Uferkai. Wie in alten Rittermärchen. Aber euer Hohen=Neudeck ist ja auch im 16. Jahrhundert aufgebaut. Also dieser Gang... Durch ein Wunder hatte ich ihn aufgespürt. Keiner wußte von ihm, außer mir. Mein Geheimnis war er. Nur durch meine Träume spukte er. Durch die Phantasie. Lange noch, bevor ich an das Letzte dachte, Unser neuer Roman mit dessen Abdruck wir In einer der nächsten Nummern unseres Blattes beginnen, ist ganz der Reise- und Ferienzeit angepast. Flott und Hössig in Stil und Handlung, spielt er tells im Heseischen, teils am Rhein und stellt eine gute Mischung dar von rheinischem Frohelnn, Uebermut und zähem Bauernstolz. Wer ließe sich wohl nicht gern von rheinischer Fröhlichkeit mitreißen? „Das Erbe“ so betitelt sich das neue Werk, das den bekannten Schriftsteller Horst Bodemer zum Vertasser hat. Unsere Leser erinnern sich sicherlich noch seiner lieben, fröhlichen„Bögelmanne“, die wir Ende 1927 zum Abdruck brachten. Gleich diesem wirkt auch sein neuesles Werk nach den kriminal-peuchologischen Rätsein des zu Ende gehenden Romans geradezu entspannend. Es iet ein Roman, beweot in Tempe und Handlung, die durch Sport und Liebe bestimmt ist. Die Gestalten wirken so lebendig und ertrischend. well sie im Zeitgeschehen geschen und geschidert sind. Wir eind gewis, das auch unsere Leser und Leserinnen sie fecht bald lieb gewinnen werden Verbandsfest der evangelischen Arbeitervereine Or Zum erstenmal nach dem großen Weltkrieg hatte der Rheinisch=Westfalische Verband Evangelischer Arbeitervereine seine Mitglieder für den letzten Sonntag zu einem Verbandsfest nach .=Gladbach, der langjährigen Wirkungsstätte seines ersten Führers und Bahnbrechers für die evangelische Arbeiterbewegung, D. Weber, gerufen, das sich zu einer froßen Heerschau und machtvollen Kundgebung dieser Organisation gestaltete. Um 10½ Uhr fand zur Einleitung des Festes auf dem Turnplatz am Schweizerhaus ein Feldgottesdienst statt, an dem über 80 Vereine teilnahmen. Der Prases der Rheinischen Provinzialsynode, Pfr. D. Wolff(Aachen) hielt die Festpredigt. Nach dem Gottesdienst zogen die Fahnenabordnungen und die Ausschußmitglieder nach dem alten Friedhof, wo am Grabe des im Jahre 1922 verstorbenen Führers D. Weber eine kurze Gedächtnisfeier abgehalten wurde. Der Präses der Westfälischen Provinzialsynode, Superintendent Koch(Oeynhausen) gedachte in einer schlichten, eindrucksvollen Gedächtnisrede der verdienstvollen Tarigkeit des entschlafenen Führers. Am Nachmittag nahmen die Vereine auf dem Kaiserplatz Aufstellung zu einem gewaltigen Festzug, an dem über 130 Fahnenabordnungen teilnahmen. In der Volksgartenhalle fand die Festfeier statt. Der zweite Provinzialvorsitzende Schimmel(Unna) begrüßte die große Festversammsodann Pfarrer Neinhaus(Rheydt), Präses D. Wolff(Aachen) namens der rheinischen Kirche, Präses Superintendent Koch(Oeynhausen) namens der westfälischen Kirche, Oberregierungsrat Dr. Bremer für den verhinderten Regierungspräsidenten, Superintendent Becker, Dr. Kurzel, Pfarrer Hübener. Namens der christlichen Gewerkschaften grüßte der Vorsitzende des Ortskartells, Dörpinghaus, während Professor D. Weber(Bonn) in seinem und seiner Mutter Namen für die Worte der Ehrung seines verstorbenen Vaters dankte. Reichsminister a. D. D. Koch(Elberfeld) übermittelte zunächst als zweiter Vorsitzender des Gesamtverbandes evangelischer Arbeitervereine Deutschlands die Grüße der Gesamtorganisation. In seiner Festrede warf er einen Rückblick auf die Geschichte der evangelischen Arbeitervereine. Mit einer einstimmig angenommenen Entschließung in Sachen des Konkordats mit der katholischen Kirche, und einem Dankeswort des Generalsekretärs Martin (Witten) namens des Verbandes, fand die von Musikund Gesangvorträgen umrahmte Festversammlung ihren Ausklang. Frau Else Pfeilsticker alle nähere Auskunft zu erhalten. Die genaue Zahl der Besucher muß dem„Haus Jugendgroschen" am Dienstag abend gemeldet werden. * Der Wettkampf in den Lüften. Das wird ein interessantes Schauspiel werden am kommenden Sonntag, wenn um 11 Uhr morgens auf dem Füllplatz an der Wattenscheider Straße die sechs Freiballone in die Lüfte steigen und dann der Wettkampf in blauem Aether um die Palme des Sieges, den Wanderpreis, seinen Anfang nimmt. Zwei weitere Ballone werden von Autos verfolgt werden. Diesmal wird auch eine Dame Führerin sein, nämlich Fräulein Maria Hessing. Am Abend vorher, also am Samstagabend, wird Ingenieur Petschow, der Vorsitzende der Freiballonabteilung des Deutschen Luftfahrerverbandes, einen Vortrag halten:„Im Freiballon über deutschen Landen". Der Redner besitzt wohl die beste und reichste Sammlung von Bildern, die er auf seinen etwa 300 Fahrten aufnehmen konnte. Bei seinem Vortrage wird er 100 bis 150 Lichtbilder zeigen. * Wünsche aus dem Stadtparkviertel. Man schreibt uns: Im Stadtparkviertel ist man ungehalten über die geringe Beachtung der hier vorhandenen vielen ungepflegten Bodenflächen. Im Süden der Stadt wird alles getan; um diese Gegend zu verschönern. Im Stadtpark= viertel hingegen liegt seit Jahren zwischen der Freiligrathstraße und Augusta=Viktoria=Allee ein buckeliges Gelände, das anscheinend für Distel= und Huflattichzucht ausersehen ist. Die Vertiefungen könnten leicht verschwinden, wenn die Anschüttung von Ausschachtungserde, die oft Baulustige nicht zu lassen wissen, gestattet und die unebenen Flächen planiert würden. Augenblicklich macht die weite Fläche und einige andere einen äußerst verwilderten Eindruck. Wenn erst auf die Bebauung der vielen ungepflegten Flächen gewartet werden sell, dann können die Bewohner dieses Stadtteils noch lange auf ein besseres Aussehen warten. Sollte der Baugrund noch in privatem Besitze sein, so kann die Stadtverwaltung doch hier leicht auf eine Aenderung dringen. * D i e W a n d e r e r a n d i e R e i c h s b a h n. D i e O r t s gruppe Bochum im„Bund deutscher Wanderer" (einer der ältesten aus der Vorkriegszeit stammenden Bünde der deutschen Jugendbewegung) schreibt uns: „Seitens der Reichsbahn wird in den Tageszeitungen darauf aufmerksam gemacht, daß das Benehmen der jugendlichen Wanderer auf den Eisenbahnen bei ihren Ausflugen nicht immer einwandfrei sein soll. Es mag hier und da vielleicht vorgekommen sein, daß einzelne führerlose Gruppen. bzw. geleitete Abteilungen, deren Führer nicht mit dem nötigen Verantwortungsbewußtsein der Allgemeinheit gegenüber erfüllt waren, in der Beziehung gefehlt haben. Sicher ist jedoch, daß es selbstDonierabendlche Mästl in der Hiadl wußte ich, wie man vor aller Welt den See erreichen konnte... scheinbar ohne je von dort zurückzukehren. Dann kam jener Abend in Berlin... Der Zusammenbruch... Die fürchterliche Drohung Talhouêts... Und——— Ihre Stimme hatte keine Kraft mehr. Bröckelte. Zerbrach. Sobald die sengende Glut der Sonnenstrahlen nachzulassen beginnt, sucht der Städter die Abendkühle auf und lenkt seine Schritke zu den Parkanlagen, in die Gärten oder auf den Balkon. Hier kann er seine Nerven einmal ausspannen und weltvergessen der Sprache der Natur lauschen. Von der höchsten Baumspitze oder vom Dachfirst inmitten eines Häuserblocks pfeift die Drossel ihr Danklied an das scheidende Tagesgestirn. Freund Starmatz und die Sperlinge aber sammeln sich im Geäst zu Hauf und vollführen ein Massengezwitscher, daß man sein eigenes Wort nicht verstehen kann. Im Stadtpark ist es mittlerweile acht Uhr geworden. Da stehlen sich durch die abendliche Stille bis zu den entferntesten Bänken, wo die Bochumer auszuruhen pflegen, die anheimelnden Melodien der Gaben unseres Stadtischen Orchesters, denen die Konzertmeister Treichler, Hofmann und Loos als Dirigenten weichen harmonischen Fluß zu geben wissen. Das Ohr der vielen hundert Hörer vernimmt mit Wonne die lieblichen Töne, und Liebespärchen träumen sich wunschlos in glückliche Stunden hinein: Auch im Kaiserring und auf der Bergstraße mit ihren angrenzenden Wohnvierteln hat man die Fenster weit geöffnet und lauscht den Instrumentalweisen wie den Chordarbietungen unserer rührigen. Männergesangvereine mit Andacht. Im Schrebergarten vergnügen sich junge Burschen und Mädel beim ein= und mehrstimmigen Gesang von Volksliedern und wissen ihn durch Geigen= oder Lautenklang anmutig zu begleiten. Mitunter hört man auch die Töne einer Hand= oder Mundharmonika. Innerhalb der Häuserblocks jedoch dominiert heute in vielfältiger Auflage der Mund des Lautsprechers, der seine lieben Mitmenschen bis zu nachtschlafener Zeit in allen nur möglichen Varianten gut oder auch schlecht unterhält. Schallplattenmusik aus Manfardenwohnungen, Klavierübungen im„Salon“ und Hundegeheul vervollständigen schließlich das Sammelsurium von musikalischen Eindrücken. Ja, noch nach dem Zubettgehen will sich die Herrschaft des Tones behaupten, sobald die feine Musik der Flügel einer Mücke oder Fliege des Müden Ohr umschwirrt, ihn oft selbst zur Verzweiflung bringen kann. In der Ferne aber steigt brausend ein herber Choral aus dem Innern der riesigen erhellten Werkhallen und Schächte zum Himmer empor und singt, gleich einer grandios gefügten Orgel, den Hymnus der Arbeit. 50 Jahee Saareinnungsberoune Westsalen Der westfälische Bäcker=Innungsverband kann auf eine 50jährige erfolgreiche Tatigkeit zurückblicken. Eine gesunde Anschauung zur Beurteilung der wirtschaftlichen Lage hat zweifellos von Anbeginn den Zusammenschluß des westfälischen Bäckerhandwerks belebt; denn der westfälische Bäcker=Innungsverband gehört mit zu den ersten ins Leben gerufenen handwerklichen Organisationen. Seine Wiege stand in Lippstadt, wo Bäckermeister Moderson mit einer Reihe seiner Kollegen aus Lippstadt und Bielefeld die Gründung des Verbandes in die Wege leitete. Unter ihnen befindet sich auch der einzige noch lebende Gründer des Verbandes, Bäckermeister Wilhelm Wetekamp(Lippstadt). Allen Schwierigkeiten zum Trotz wurde der einmal beschrittene Weg innegehalten, von Jahr zu Jahr wuchs die Zahl der sich dem Verbande anschließenden Bäckerinnungen. Die Kriegs= und Nachkriegszeit brachte das Zusammengehörigkeitsgefühl unter den Bäckermeistern am stärksten zum Ausdruck. An seinem goldenen Jubeltage umfaßt der Bäckerinnungsverband Westfalens mit ganz geringen Ausnahmen das gesamte westfälische Bäckerhandwerk. Seine beruflichen und sozialen Einrichtungen haben einen vorbildlichen Ausbau erfahren. So hat er eine Sterbekasse, ein musterhaft ausgebautes Genossenschaftswesen, zahlreiche Innungskrankenkassen, eine Spiegelscheibenschäden=Unterstützungskasse, die mustergültig arbeitende Bäckerfachschule und ein großes Verwaltungsgebäude in Bochum. Die Vorsitzenden des Bäckerinnungsverbandes Westfalen waren bisher Gronemeyer(Bielefeld), Moderson(Lippstadt), Döhmann sen.(Bochum), Löbbert(Bochum), Dieck hoff(Bochum). Gegenwärtig steht an der Spitze des Verbandes Obermeister C. C. Grobe(Dortmund), der Obermeister C. E. Grobe(D zugleich Vorsitzender des Bäckermeister=Sangerbundes „Germania“ ist. Stellvertretender Verbandsvorsitzender ist Ehrenobermeister August Märker(Bochum). Ehrenmitglieder des Bäckerinnungsverbandes Westfalen sino die Herren Regierungspräsident a. D. Dr. Geschor(Münster), Johann Klosterberg(Bochum), Schulte(Iserlohn) und Eduard Döhmann(Bochum). An der Bäcker=Fachschule wirkt leitend Syndikus Dr. Wiebke(Bochum), in der Geschäftsführung des Verbandes sind tätig Syndikus E. Tuvbesing und stellvertretender Verbandsgeschäftsführer Bernhard Krimphove. Dem Verband sind zu seinem goldenen Jubiläum eine große Zahl Glückwunschschreiben zugegangen, darunter vom Ministerialdirektor Reichskommissar für das Handwerk und Kleingewerbe Dr. Reichardt(Berlin), Oberpräsident Gronowski, Regierungspräsident Amelunxen(Münster), Regierungspräsident Dr. Hagemeister(Minden), Regierungspräsident König(Arnsberg), Oberbürgermeister Dr. Ruer(Bochum), Reichstagsabgeordneten Hans Nientimp(Bochum), dem verdienstvollen fruheren Syndikus des westfälischen Bäckerinnungsverbandes. verständliche Pflicht der Führer der im„Ring der bündischen Jugend“ zusammengeschlossenen Wandervogelbünde ist, dafür zu sorgen, daß die ihnen anvertraute Gruppe sich in jeder Lebenslage einwandfrei benimmt. Bekannt ist, daß wohl heute die Gesamtheit der wanTreuenschwerdt gedachte seiner Wanderung durch den Golmer Wald. Der geisterhaften Rufe. Und —— Es war um sechs. Um sechs Uhr faßte Suse den Entschluß zu sterben. Um sechs Uhr war das Uhrwerk abgelaufen. Um sechs Uhr riß die Feder. ——— Sechs.... Er wollte seine Lippen öffnen. Dann war jäh und heftig etwas in ihm, das ihn zaudern ließ. Eine leise Scham Zartgefühl tiefes Mitleid mit der anderen. Sie zitterte. Schmiegte sich— dort Schutz und Glück und Wärme suchend— dicht an ihn heran „Suse...“ sagte er.„Liebe, arme Suse.“ Und dann:„Unsere Seelen müssen sich mit diesen Dingen auseinandersetzen. Wir allein. Mit niemand sonst. Ich will dich stützen... nein, nicht stützen— dicht auf Händen tragen. Nur du mußt Vertrauen zu mir haben, Suse. Mehr als früher. Willst du?“ Sie nickte. „Alles scheint mir klar und licht und einfach“, sagte sie.„Alle Wege, die wir gehen müssen. Alle Schwierigkeiten, die wir noch zu überwinden haben. Denn ich gehe sie an deiner Hand. Und ich bin geläutert... rein gebrannt in tiefster Seele durch das Fegefeuer, das ich in der letzten Zeit durchschreiten mußte. Soll ich dir noch einmal sagen, daß ich dir gehöre? Ganz. Ewig. Mit jedem Nerv des Leibes und der letzten Fiber meiner Seele? Dir allein.. Er ließ die Finger über Susis wie im Krampf gehallte Finger gleiten. Er fühlte, wie ihr diese leise, streichelnde Bewegung wohltat, ihre Spannung löste... Ueber das was noch in seiner Seele vorging, blieb er stumm. Man sollte nicht an schicksalsschwere und mit Herzblut aufgewogene Dinge rühren, über die das Grab geschlossen war. Talhouêt war tot——- Ende! nal belästigen, so daß auch durch diese Tatsache eine gewisse Haltung von vornherein gegeben ist. Die Reichsbahn ist im übrigen selbst nicht ganz schuldlos, wenn hier und da im Verkehr etwas nicht ganz klappt, denn in den besonders an Sonntagen im Industriegebiet übervoll gepfropften Abteilen ist das Reisen oft eine Qual. Wir möchten die Verwaltung der Reichsbahn bitten, sich für die Folge mit den etwas pedantisch anmutenden Bekanntmachungen nicht gleich in die Oeffentlichkeit zu flüchten und damit Unruhe und noch nicht bestehende Gegensätzlichkeiten in die reisende Bevölkerung zu bringen; die Jugendbünde sind sicher gern bereit, wo es nötig sein sollte, von sich aus für Abhilfe zu sorgen.“ im Der Tod in der Grube. Auf der Zeche„Hannibal“, Schacht 1. fand Montag morgen ein Feuermann bei seinem Revisionsgang durch die Grubenbaue den unverheirateten Grubenschlosser Möller leblos vor. Möller, der mit einer Pumpenreparatur beauftragt war, ist anscheinend einem Herzschlag erlegen. ** Müßiges Gerede. Im Stadteil Riemke wird erzählt, die dortige Nebenstelle des Wohlfahrtsamtes solle aufgehoben werden. Das ist leeres Geschwätz. In welcher Form nach der erfolgten Umgemeindung die Nebenstellen in den einzelnen Gemeindebezirken organisiert werden, darüber sind noch gar keine Beschlüsse ins Auge gefaßt. Eilauftrüge im Postscheckverkehr. Vom 1. August an kann bei Zahlkarten, Ueberweisungen und Schecks gegen eine Gebühr von 1 Mark Eilbehandlung verlangt werden, die darin besteht, daß die beim Postscheckamt bis 18 Uhr(Schlußzeit für Eilaufträge) eingehenden oder eingelieferten Zahlkarten, Ueberweisungen und Schecks sofort gebucht werden. Das Verlangen der Eilbehandlung stellt bei Zahlkarten der Absender durch den am oberen Rande der Zahlkarte niederzuschreibenden Vermerk„Sofort gutschreiben"; bei Ueberweisungen und Schecks kann der Antrag sowohl vom Aussteller als auch vom Empfänger, wenn dieser die Ueberweisung oder den Scheck vom Aussteller erhalten hat, durch den auf der Ueberweisung oder dem Scheck unten links anzubringenden und von ihm zu unterschreibenden Vermerk „Eilauftrag“ gestellt werden. Es empfiehlt sich, den Vermerk„Eilauftrag“ auch auf die Anschriftseite des Scheckbriefumschlags zu setzen, in dem der Auftrag vom Postscheckamt übermittelt wird. Die Gebühr trägt der Antragsteller. Sie ist bei Zahlkarten außer der Zahlkartengebuhr durch Aufkleben von Freimarken auf die Zahlkarte zu entrichten. Bei Ueberweisungen wird die Gebühr vom Konto des Antragstellers abgebucht; bei Schecks wird sie, wenn der Aussteller die Eilbehandlung beantragt, ebenfalls von seinem Konto abgebucht, hat aber der Empfänger des Schecks den Antrag gestellt, so wird sie bei der Auszahlung des Betrags einbehalten. X Fahrpreisermäßigung für Jugendfahrten. Anläßlich der Beratung des Haushalts des Reichsministeriums des Innern wurde im Reichstage eine Entschließung angenommen, in der die Reichsregierung ersucht wird, 1. auf die Reichsbahn= Hauptverwaltung einzuwirken, daß bei Fahrpreisvergünstigungen, für Jugendfahrten das bisherige Anerkennungs= und Ausweisverfahren vereinfacht und die erforderliche Mindestteilnehmerzahl von:1 herabgesetzt wird; 2. baldmöglichst dem Reichstag einen Bericht vorzulegen, aus welchem a) die in den letzten Jahren seitens der Reichsbahn nachweislich festgestellten Fälle des Mißbrauchs bei Gewährung von Ermäßigungen für Jugendpflegefahrten ersichtlich sind; d) die sonstigen vorsorglichen Erwägungen hervorgehen, aus denen die Reichsbahn glaubt, hinsichtlich der Ausweisbestimmungen für solche Fahrten an weit schärferen Bestimmungen als die übrigen Bahnen Europas und hinsichtlich der Mindestteilnehmerzahl an einer wesentlich höheren als die meisten derselben festhalten zu müssen. m Hundebesitzer verwirken Strafe, wenn ihre Hunde den Bürgersteig beschmutzen. Vielfach glauben Hundebesitzer, berechtigt zu sein, ihren Hunden zu gestatten, ihre Geschäfte auf dem Bürgersteig zu erledigen, weil sie auf dem Fahrdamm leicht von Kraftfahrzeugen überfahren werden können. Daß diese Ansicht durchaus unzutreffend ist, lehrt folgender Strafprozeß. Der Kaufmann S. aus der Genthiner Straße zu Berlin war auf Grund einer Polizeiverordnung des Polizeipräsidenten von Berlin zur Rechenschaft gezogen worden, weil sein Hund auf dem Bürgersteig in der Genthiner Straße sein Geschäft verrichtet habe. S. beantragte gerichtliche enisches—. De: Vrieer:— Jalgchte der Festgenommene Mittagsdiebe Neun Einbrüche in Bochum. In den letzten Monaten haben zwei „Mittagseinbrecher" Bochum, Herne, Wanne=Eiche andere Städte des Industriegebietes heimgesucht.# Spezialität war es, in der Mittagszeit, wenn Geschäfte geschlossen sind, mittels Nachschlüssels Dietrichs in diese einzudringen und dort die Laden### aufzubrechen und zu plündern. Die Ermittlungen## diesen„Spezialisten“ gestaltete sich sehr schwierg### überhaupt keine einwandfreien Personalbeschreib#### vorlagen. Die Bochumer Kriminalpolizei verfolgn## sich die Diebstähle mehrten, von Anfang an ein### stimmte Spur, die nun dank der Zusammenarben# den Polizeibehörden der Nachbarstädte auch zu## Erfolge geführt hat. Als Täter wurden der Arb### J. und der Fürsorgezögling Pf. ermittelt und genommen. Beide wurden eines Tages auf fr#### Tat ertappt. Während J. sogleich festgenommen#### konnte, gelang es Pf. zu entkommen, doch lief au###bald darauf der Kriminalpolizei in die Hände. erfolgreich diese beiden ihr„Gewerbe“ betrieben#e geht schon daraus hervor, daß ihnen allein in Bo# bisher neun solcher Einbrücke nachgewiesen wan konnten. Dazu kommt noch eine ganze Reihe ähn### Straftaten in den Nachbarstädten. Nr. 170 36. bicon Kaue Mon Die roten und gri z1 Monte Carlo flan Enssche wung. Das umtsgericht erachtete den Einspruch des Angeklagten für begründet und sprach S. frei. Diese Entscheidung focht die Staatsanwaltschaft durch Revision beim Kammergericht an, welches auch die Vorentscheidung als unzutreffend aufhob und S. zu einer Geldstrafe verurteilte, indem u. a. ausgeführt wurde, nach der in Frage kommenden Polizeiverordnung sei jede ungerechtfertigte Verunreinigung der Straße verboten. Für die Verunreinigung der Bürgersteige durch Hunde seien die Halter der Hunde verantwortlich, sofern ihnen Fahrlässigkeit zur Last falle.(Aktenzeichen 1. S. 346. 29.) X Das Entfernen von Wander=Wegezeichen wird streng bestraft. In den letzten Jahren konnte öfters festgestellt werden, daß die von Wandervereinigungen angebrachten Wegemarken in ländlichen Gebieten beseitigt oder zwecks Irreführung der Wanderer an falscher Stelle wieder angebracht wurden. Auch in dem Wanderstreckengebier der Stadt Bochum, um dessen Erschließung sich die Ortsgruppe Bochum des Sauerländischen Gebirgsvereins bemühte, ist mehreremale die Beseitigung der Wegemarken beobachtet worden. Die Ende April vom Regierungspräsidenten in Münster für den Regierungsbezirk erlassene Verordnung, nach der das Entfernen der Wegezeichen streng bestraft wird, soll im ganzen Bereiche des Siedlungsverbandes Ruhrkohlenbezirk Anwendung finden. In der Verordnung heißt es:„Es ist verboten, die mit Genehmigung der Ortspolizeibehörde und dem ausdrücklichen oder stillschweigenden Einverständnis der Verfügungsberechtigten, sowie der zuständigen Stelle für Naturdenkmalpflege angebrachten Wegemarken, die dem Zweck der Orientierung dienen, in irgend einer Weise zu verändern oder sie zu entfernen. Als derartige Wegemarken kommen besonders in Frage: Tafeln, Scheiben, Rechtecke, Quadrate, Dreiecke, Pfeile aus Holz oder Material und alle angestrichenen Farbenzeichen. Soweit nicht weitergehende Strafbestimmungen Platz greifen, werden Verstöße gegen die Vorschriften mit Geldstrafe bis zu 150 Mark oder mit entsprechender Haft bestraft.“ ka Kreuzottern im Industriegebiet. Hier und da tauchen wie alljährlich, so auch in diesem Sommer, Nachrichten in der Presse auf über Bisse durch Kreuzottern, denen Personen ausgesetzt waren. Der Regierungsbezirk Arnsberg ist der einzige in ganz Westdeutschland, der zu der Gruppe der durch Kreuzottern gefährdeten 18 Bezirke Preußens gehört. Demgemäß hat der Minister für Volkswohlfahrt angeordnet, daß in einigen Krankenhäusern des westfälischen Industriegebietes(in Lüdenscheid und in Lünen), wo die Otterngefahr am größten ist, Heilserum für eine schleunige Behandlung von Bißverletzten vorhanden sein muß. Demnächst sollen aber auch Apotheken mit diesem Heilserum beliefert werden. * Keine Winterhilfsmaßnahmen für Kriegsopfer. Seit Jahren hat das Reichsarbeitsministerium bereits in den Sommermonaten die Möglichkeit geschaffen, durch vorschußweise Zahlung von Zusatzrenten rechtzeitig die Anschaffung von Kohlen und Kartoffeln für den Winter zu sichern. Wie uns vom Reichsverband Deutscher Kriegsbeschadigter und Kriegerhinterbliebener mitgeteilt wird, hat der Reichsfinanzminister mit Rücksicht auf die gespannte Kassenlage des Reiches es abgelehnt, die hierfür notwendigen Gelder vorschußweise flüssig zu machen, so daß in diesem Jahre die an sich zur ständigen Einrichtung gewordene Unterstützung der Bedürftigen in Gestalt der Vorauszahlung eines Monatsbetrages ihrer Zusatzrente in Fortfall kommt. Es unterliegt keinem Zweifel, daß diese vom Reichsfinanzminister für notwendig gehaltene Maßnahme eine Verschärfung der sozialen Lage jener Kreise bedeutet, die ersten Anspruch darauf erheben können, weitgehendste Berücksichtigung zu erfahren. x Achtet auf den Kortoffelkäfer! Der gefährliche oradokäfer bedroht Deutschland und wird mit Kartoffeln und Pflanzgut verschleppt und vermag auch weite Strecken zu überfliegen. Der Käfer ist durchschnittlich 1 Zentimeter lang, oval, oben gewölbt, unten platt, rotgelb gefärbt, mit schwarzen Augen und einem schwarzen, herzförmigen Stirnfleck sowie mit 11 Flecken am Halsschild. Die Eier sind dottergelb, etwa 1,8 Millimeter lang, walzenförmig und werden zu etwa 12 bis 30 Stück in Häufchen dicht nebeneinanderstehend an der Unterseite der Blätter angeheftet. Ein einziges Weibchen vermag über 1500 Eier abzulegen. Aus den Eiern schlüpfen nach 4 bis 8 Tagen die zunächst blutrot, später rotgelb und zuletzt orangegelb aussehenden Larven, die eine Eirnegförmigg, zung 12 Millimeter lange Form haben. unf un, sechs Beine und zwei gteigen warzenbeiden Seiten des Körpers sind schwarz. Die Larve frißt ebenso wie der Käfer am# toffellaub, und zwar zunächst Löcher in die Blatts## später am Blattrande. Nach 16 Tagen ist sie ausgen## sen und geht in die Erde, verwandelt sich dort in mennigrote Puppe, um nach 11 Tagen als Käfer#### zukriechen. Der Kartoffelkäfer lebt auf Kartoffelt und allen anderen Nachtschattengewächsen, besonderz Tomaten, aber auch auf Kohl, Disteln, Knöterich, Hederich und Johannisbeersträuchern. Wo sich der radokäfer zeigt, ist unverzüglich der Polizei Minei### zu machen, damit sofort Gegenmaßnahmen ergui# werden können. X Jagdunfälle. Immer wieder liest man in Tagespresse Mitteilungen über Unfälle auf der### Diese Art von Unfällen hat in letzter Zeit eher zu abgenommen. Nur eine bessere Ausbildung des Ja## kann die Allgemeinheit vor den Folgen leichtfern# Handhabung der Waffe bewahren. Die Forderung ichelichen Organisationen, daß vor Erteilung des### Jagdscheines vor der Behörde eine Prüfung abzut## ist, die sich auf die sachgemäße Handhabung der Ba die Kenntnis unserer Tierwelt und die wichtigsten in lichen Fragen erstrecken müßte, ist durchaus bere## Ebenso gerechtfertigt ist aber auch das Verlangen,# die Erteilung des Jagdscheines vom Nachweis### ausreichenden Haftpflichtversicherung abhängig gen### werden soll. Einige deutsche Länder, z. B. Thuriz Baden und Sachsen haben bereits ein derartiges### In Preußen ist es leider noch nicht durchgefuhrt. jagdlichen Organisationen haben außerordentlich#### itige Versicherungen im Interesse ihrer Mitglieder# geschlossen. Es muß immer wieder gefordert wei# daß jeder Jagdausubende gegen Haftpflicht versag ist. auch in seinem eigenen Interesse. X Wer kennt ihren Aufenthalt? Vermißt seit dem 12. Juli das Dienstmädchen Maria Beite# geboren am 15. Juni 1911 in Berge, Kreis Hamm# schreibung: 1,70 Meter groß, schlank, dunkelblonder liger Bubikopf, gelbliches Gesicht, hohe Stirn, bi# Augen, vollständige Zähne. Sie trug einen gung Mantel. Die Vermißte treibt sich vermutlich wohnung los in dieser. Stadt umher. Zweckdienliche Anga#e nimmt die Kriminaldirektion entgegen. * V o m S c h l a c h t f e l d d e r S t r a ß e. S a m s t a g a b e gegen 7½ Uhr ereignete sich auf der Wittener# abermals ein Unglucksfall. In der Nähe der Emm## dung der Goystraße in die Wittener Straße wurde#### etwa siebenjähriger Junge von einem Motorradfah### überfahren, wobei der Ueberfahrene ziemliche Le## letzungen davontrug.— Auf der Hattinger Straße nuch am Samstag ein Motorradfahrer von einem Kraftwagen# angefahren. Die auf dem Soziussitz befmd##c Ebefrau des Führers fiel vom Rade und zog sich lein Verletzungen zu. Sie wurde vom Ehemann nach Hauss gebracht.— An der Ecke Obere Marktstraße un Schützenbahn wurde am Samstag eine Frau von m# Radfahrer angefahren und leicht verletzt. Ebenfali#### Samstag stieß an der Ecke Gahlensche= und Overn## straße ein Kraftwagen mit einem Motorradfabr### sammen; an der Ecke Obere Marktstraße und Schu#h bahn fuhr am Montag ein Kraftwagen gegen die Ang eines Hauses, es entstand nur Sachschaden.— Inn# Abendstunden am Sonntag erfolgte am Hauptbahn# ein Zusammenstoß zweier Autos. Eines dan eine Taxe, wurde erheblich beschädigt. Der darin findliche Herr wurde erheblich verletzt und erlinn# blutende Wunde am Kopfe.— Bei einem Zusammen# zwischen Motorrad und Fahrrad am Neumarkt nun der Motorradfahrer und sein Sozius erheblich verletzt# Am 21. Juli, gegen 9 Uhr 45, stürzte auf der be### hovenstraße infolge Straßenglätte der Führer### Motorrades und erlitt leichte Verletzungen. Das Moy rad wurde beschädigt. ** Kleine Tageschronik. Von der Alexandrin straße ist nach der Gerther Straße eine noch nicht nannte neue Straße offengelegt, die neues# gelände in ruhiger Lage in der Nähe des Stadu## schafft. Mit der Kanalisierung dieser Straßen die bereits im Rohbau fertigen tiefgebauten Neub## des Spar= und Bauvereins an der Alexan nenstraße und die noch zu bauenden Wohnhäuser bie nen worden.— Im Bahnhof Bochum=Nord augenblicklich umfangreiche Arbeiten an den Gleisen Gange. Ueber 60 Gleisarbeiter waren am Sonm beschaftigt. Die Hauptkreuzung direkt vor der Lob### brücke wurde am Sonntag neu gelegt. Ein neue#### fuhrgleis zur Ladestraße wurde ebenfalls jüngst Zwischen der Domberg= und Wasserstraße in Alte bochum sind nicht weniger als sechs Neubauten Entstehen begriffen. An der Velsstraße werden zwei Bauten in Angriff genommen.— Sonntag## gegen 11½ Uhr entstand auf der Kohlenstraße vor Wirtschaft zwischen einer Anzahl junger Burschen# Schlägerei. Beim Einschreiten eines ten ergriffen die Täter die Flucht. iinkelnden glühenden asserspiegel. Der Abend naht. Ein langer Nachm Pir haben ein recht schten Zeit abgebroche chkeit offen, die Zeit #n bis die Sonne gl s dem Feuermeer in Was machen wir nerwartet in den Sch ist gerade hall iner im Hotel de Pa In vergangenen T ergangenen Tagen) be #otel de Paris nur mi Par doch das Hotel der fren geweiht. Aberh eit angepaßt; wenn #en und Miulionäre i er gewöhnliche Sterl inieren hin— sond schl!. Besonders, wer ist, geht man auc Das ist ein merkt # den Kopf zu stellen bldigen dem Tanz, wä bd ihren Platz den ge roßvätern! Vor allem aber regi le Länder Europas si #n gesprochen. Nirge sel wie hier und nirge ksonders bei den„al kächte in den Cabare Das große Restau tängt voll von prächti #nd sie jung und entz hilfe von Kunst und rviert, wie es Römer ###nden haben. Nirge #ende Augenlider— en strahlend und gro andte Hand des Sch en können! Man ist richtig er sohe Sechzigerin ihr ##die Arme eines Ji ost ihr Großsohn hi Der Jopf. ähnlicher Flegen an aser A * 0 Die Kinweise auf Veranstaltungen. Vereine und radttionsecke sinden unsere Leser auf selle 8 Wetterbericht der Essener Wetterwartt vom 22. Juli 1929, abends 6 Uhr. (Nachdruck verboten Das Hochdruckgebiet über Mitteleuropa besteht zieht sich aber unter dem Einfluß neuer von nien herannahender Tiefdruckausläufer langsam zuen In Deutschland sind gestern vielfach Gewitter eingel## Heute früh war es aber überall trocken, heiter warm. Die heutigen Morgentemperaturen lagen schen 19 und 26 Grad, die höchsten Tagestempetn turen betrugen 30 bis 32 Grad.„.66 nach Vorhersage bis Mittwoch: Zunächst trocken, vielfach heiter und warm, jedoch zunen Gewitterneigung und später etwas kühler. Beobachtungen von 6 Uhr abends Ort Lustdruck Windricht. Temperain mim 1 u. Stärte 1 tur C. Essen.. Aachen Vorkum Hamburg. Swinemunde Berlin München. Kavle Asten“ Brocken Zugsvitze Vlissingen e Zurto Lugano Genua 764.4 4642 625 764.2 463.7 65 766.7 678.2 680.5 5 389 632 675 466. 166.7 8P 1 ESW 4 SO 2 W 1 WSW 2 WNW 1 S 2 WNW 1 SSW 1 RRW 3 TSw 2 O 1 N 1 tn wens heiter heiter heiter heiter klar klat, beite. beiter bensr beiter bewöll klat klar Gar gediebe achllm. ben zwei u Wanne=Eiche heimgesucht. AOE CE Nachschlüssels dort die Lade# Ermittlungen sebrg Chpriezie sonalbeschreibt olizei verfolene nfang an eine lammegarben dte auch zu urden der### ermittelt und Tages auf frch stgenommen### 1, doch lief aus 2. Beilage zum Bochumer Anzeiger und General Anzeiger Dienstag, den 23. Juli 1929 Nr. 170 36. Jahrgang Unsere Aufmerksamkeit wird von einem trente=etquarante=Spieler gefesselt; den Gerüchten nach ist es ein amerikanischer Zeitungsmagnat. Monokel im Auge, gewinnt er ununterbrochen; die vor ihm aufgetürmten Tausendfrank=Scheine würdigt er keines Blickes. Dieser Mann ist wirklich ein Wunder! Gelegentlich sieht er auf die Uhr; nun scheint er genug zu haben, er erhebt sich bedächtig und überreicht seinem wartenden Diener den Gewinn— einen ganzen Packen Tausender— ungezählt. Was ist das für ein Mann? Solche Leute sind sehr selten. Jahre vergehen, ehe man wieder einen ähnlichen trifft. Etwas abseits wird Roulette gespielt— der niedrigste Einsatz beträgt hier eine Hundertfranks=Note. Lieblich heben sich die glatten blauen Scheine vom grünen Tuch ab. Wir müssen auch einmal unser Glück versuchen. Letzte Nummer— Null. Glänzend! Drei Tausend in schönen Hunderten. „Merci“. Donnerwetter, wieder dreitausend. Siebentausend. Eine ganz nette kleine Ernte— für fünf Minuten Spiel. ge. gicht inmm#, mie aft win ast Leider geht's nicht immer so: wie oft, wie oft setzt man ausnahmslos auf falsche Nummern! „Doch wir wollen uns nicht aufhalten; die Nacht entflieht. Die Zeit vergeht rasend schnell— wie immer am Spieltisch. Es ist bereits zwei. Was machen wir nun? Geht man in Monte Carlo um halb drei schon nach Hause? I. bewahre. Der Gedanke allein ist schon lächerlich! Die Nacht hat ja eben erst begonnen. Außerdem ist halb drei die einzig mögliche Zeit zum Soupieren! Aber wo wollen wir speisen? Ein paar Schritt vom Kasino liegt in strahlendem Licht ein kleines Restaurant: natürlich könnten wir auch im Kasino speisen— ich ziehe es aber immer siron Naue Wo kommen sie alle her? Wo kommt das viele Geld her? Aber da alle französisch sprechen, bleibt die Frage offen. Wollen mal dem Barcarat=Tisch einen Besuch abstatten; wir lehnen uns an das Messinggeländer und verfolgen das Spiel. Wer ist jener ruhige, dunkle Herr, der ohne zu überlegen, auf einen Coup 50000 Franks setzt und nicht mit der Wimper zuckt, wenn er verliert? Wer sind diese geheimnisvollen Damen, die sich vor Geld kaum retten zu können scheinen, die Goldstücke setzen, als wären es Kupfermünzen? Sie sind schön, tatsächlich,— ja, und darin liegt auch die Antwort die Hände. e" betrieben allein in Bo## ichgewiesen ren# ize Reihe ähnle hebt sich mitten im Essen ein alter Admiral, klemmt sein Monokel ins Auge und umarmt eine zierliche Elfe, um mit ihr den Dreivierteltakt entschwundener Zeiten zu probieren. Gewiß sieht man auch junges Volk— aber es ist weit in der Minderzahl und rekrutiert sich in erster Linie aus Italienern. Nun ist das Diner vorüber und die Tänzer hinaus— wohin? Folgen wir ihnen— wandern wir die lange Promenade vom Hotel de Paris zum Kasino entlang. Es. ist schon nach 10 und die Stammgäste sammeln sich wieder zum Spiel. Es ist jetzt gerade die richtige Zeit, sich den Betrieb anzusehen: entzückende Frauen, prachtvolle Gewänder, herrliche Juwelen! der Käfer, am in die Blau##### n ist ie, ausgen lt sich dort in sen als Kafer auf Kartoffelt# hsen, besonderz Knöterich. A : Wo sich der Polizei Minei# ßnahmen ergun e liest man in älle auf der### r Zeit eher zu bildung des### folgen leichtfern Von der„Gruga" in Essen Die Forderung Erteilung des# Prüfung habung. der# die wichtigsten durchaus bere## das Verlangen im Nachweis abhängig ger## r, z. B. Thür n derartiges durchgeführt. zerordentlich hrer Mitgliete „ befgrhert## daftpflicht ver### esse..rie## 12 Vermißt# Maria. Be## Kreis Hamn dunkelblonde hohe Stirn, du## rig, i gch rmutlich wohn#### ckdienliche Angu### en. K *:„Saigstog # Pittener## Nähe der Straße, warte em Motorradie### rene zentg inger Stragenu einem Hram## soziussitz beimn und zog sich lein# hemann nach### Marktstraße ne Frau von letzt. Ebenial be= und, Loer Motorragietu traße uund eur 8 ggen die schaden.— J# am Hauptbo. ttos.„Eines igt. Der darin .kt und erli## inem Zusammen## m Neumarkt erheblich verleri.## ste aut br der Sührer ungen. Das Mauu# der Aleranzur# eine noch nicht st, die r gewöhnliche Sterbliche nicht mehr lediglich zum Pinieren hin— sondern auch um zu tanzen. JaSchll. Besonders, wenn man schon über die 50 hin##s ist, geht man auch hin, um zu tanzen! Das ist ein merkwürdiges Alter, es scheint alles # den Kopf zu stellen; die älteren und alten Herren #ldigen dem Tanz, während die jungen Leute zuschauen ##nd ihren Platz den gesetzten Herren abtreten— ihren Proßvätern! Vor allem aber regiert in Monte der Eintänzer: le Länder Europas sind vertreten, alle Sprachen wer##n gesprochen. Nirgends verdient der Eintänzer so #el wie hier und nirgends spielt er solch eine Rolle— ###onders bei den„alten jungen Damen“, die ganze #ichte in den Cabarets durchtanzen. Das große Restaurant des Hotel de Paris ist gerängt voll von prächtig gekleideten Frauen; zum Teil ##nd sie jung und entzückend, zum Teil alt, aber mit hilfe von Kunst und Wissenschaft so wunderbar kon#rviert, wie es Römer und Aegypter nicht besser veranden haben. Nirgends ein Doppelkinn oder hän##ende Augenlider— im Gegenteil. die Augen leuchAuf der Sommerblumenterrasse: links: Tierkeramik von Bildhauer Theilmann: rechts: Klinker Keramiken der Kieler Werkstätten und mit wildem Wein umrankte Spalierwände, die abends in elektrischem Licht aufleuchten. eschsäce sehcise Gerce bi. neues Steh ser Straße. gebauten Aer### an der Alexan Wohnhauser chum=Ng, an den Gseeun aren am Se# ekt vor der Lobt## 91 Ein neues nfalls jüngst rstraße in Alt 5 Neubauten raße werden mu — Sonntag an hlenstraße vor unger Burschen eines Polizeive## Neneue, Servus, Re somil#unk sssic, Baßt sie nie Vereine undu le 8 Wetterwarte ds 6 Uhr. chdruck verboten.) leuropa heiteht. ner von Grobertn der Lapsto, inch Gewitter eingen trocken, heiter eraturen lagen 0 sten Tagestempers) Bunächt becugg jedoch zunehmer eiete TembergLarion kennzelchnet die keue nuschin,“ wirklich vorzüglichen Burgunder haben, man muß nur wissen— wo. Hier in dem kleinen Restaurant findet man immer Bekannte; eben fahren ein paar Wagen vor und eine ganze Gesellschaft junger, lachender Nachtschwärmer — Männlein und Weiblein— fährt davon, um noch rechtzeitig eins der vornehmen Cabarets zu erreichen. Rechtzeitig? Gewiß es ist jetzt halb vier und die wichtigste Aufgabe der Nacht harrt der Erfüllung— es muß getanzt werden! Wir gehen durch einen teppichgeschmückten Gang und betreten einen weiten Raum, in dem abwechselnd zwei Jazz=Kapellen für pausenlose Tanzmusik sorgen. Hier ist das Souper schon vorüber, überall auf rischen stehen halbgeleerte Champagnerflaschen umher, die herrenloses Gut zu sein scheinen, denn hier und da wird eine Flasche von einem Vorübergehenden mitgenommen; besonders von einer gewissen Sorte Damen. Ja, es gibt hier auch viele„demis“, aber schön sind sie fast alle. Man sieht aber auch echte Ehepaare— eins scheint sogar auf der Hochzeitsreise zu sein. Plötzlich eine gewisse Unruhe an der Tür. Dem alten Admiral wird der Eintritt verwehrt! Selbst dieses freie und leichtfertige Cabaret fühlt sich verpflichtet, gewisse Grenzen einzuhalten! Es tanzen wohl noch zwei hervorragende Berufstänzer, aber einmal wird man schließlich doch müde und wir machen uns langsam auf den Heimweg... ... Was ist das plötzlich für ein kühler Luftzug? Die Erklärung ist schnell gefunden. Ich war auf dem Stuhl eingeschlafen— bin garnicht ins Bett gegangen, und nun hat mich der kühle Wind des anbre. heugen Tages, geweckt. 861 Aber es lohnt sich auch, den Schlaf zu unterbrechen.„„ 6: Fern im Osten hangt am Himmel eine rote Glut, wie ein Feuerschein sieht es aus. Der Schein wächst — wird leuchtender.. gug, 6:., ist. 2 Unendlich klar ist die Luft, die See ist vlau wie Stadt..„. 4-.— bem Gorigar# Neine Plötzlich erscheint üver dem Horizont ein kleines, rotes Auge als wollte es mal schauen, wie die liebe Erde die Nacht verbracht hat. Der rote Punkt wird zusehends größer und steigt immer höher— nun schwebt die Sonne als feurige Kugel über dem Wasser. Greifbar nah hebt sich in ihrem Glanz die Bergsilhuette von Corsica ab. Ein neuer Morgen ist da! ks ist die Srage gesteilt: 331 die Ehe denr sSerh, der stanHndertieh! Es antworteten: Evas Rückkehr zu Adam Von Diana Grey. Sie wird uns eher höchst erfreulich sein, diese diese Rückkehr zum Weiblichen, zum„Ewig=Weiblichen", die nach allem die Ergänzung des Männlichen war. Der Geist einer alten Zeit raunt uns zu, dem Bubikopf und vermännlichter Lebensführung Valet zu sagen und unseren„Adams“ wieder„Evas“ zu werden. Aber„die Welt bleibt nicht stille stehen", und wir werden wahrscheinlich niemals mehr zur eng geschnürten Taille, zum winzig kleinen Schuh, zur Krinoline oder zur langen Schleppe zurückkehren, die rauschend das Pflaster fegte... Aber wir wollen uns selbst mehr„Schönheit und Licht“ geben, weniger „polternd" und rücksichtslos sein. Wir wollen uns wieder mit der Halskrause schmücken, wieder ein wenig Spitzenschmuck tragen, dem ein Hauch m Parfüm entströmt, wir wollen wieder mildere, geshämpftere Farben wählen, einen lieblicheren Klang in = unsere Stimme legen und weibliche Anmut, weiblichen Reiz zur Schau tragen. Bisweilen mag ein gesellschaftlicher, ein psychologischer Grund bei unserer Methode mitsprechen, der tiefer liegt, als sich unser Schneider oder unser Modelieferant träumen läßt. Das nämlich sollte man sich immer vor Augen halten: daß unsere Knabenhaftigkeit gerade in diesem Stadium der Zivilisation notwendig war, um dem stärkeren Geschlecht, wie uns selbst zu zeigen, daß wir„Kraftmenschen“ sein können, ohne im Vulgären zu entarten; daß wir politisieren konnten, ohne„männlich“ zu werden; daß wir unsere geistigen Fähigkeiten„realisieren“ konnten, ohne Bilderstürmer zu werden; daß wir kurze Kleider tragen konnten, ohne gegen die gute Sitte zu verstoßen; daß wir Geschäftsfrauen werden konnten, ohne Heim und Kinder zu vernachlässigen. Und als wir bewiesen hatten daß wir im tiefsten Grunde unseres Wesens das„Ewig=Weibliche" nicht verloren hatten,— da machte es uns nichts aus, wie man uns deutete. Bestimmung führte uns zu dem „Typ“ zurück, der wir ewig sein werden, zur ungekünstelten, natürlichen Frau. Die Zeit hat uns und unseren Männern eine Lektion erteilt. Aus dieser Zeit sind wir hervorgegangen, fähig nun, Frauenschaft besser zu schätzen und zu würdigen. Joan Norris die erste amerikanische Richterin. Weder behindert die Ehe den Beruf der Frau, noch ist der Beruf irgendwie von der Ehe abhängig. Man darf da nicht verallgemeinern. Auch heute noch ist manchem Manne der Gedanke unsympathisch, daß eine verheiratete Frau außerhalb des Hauses tätig ist. Aber solche Männer sind schon verhältnismäßig selten, denn sie haben es mit der Zeit gelernt, daß es unberechtigt ist, von einer geistig hochentwickelten Frau zu verlangen, sie solle ihr Lebenswerk aufgeben. Das wäre ja das Gleiche, als wenn die Frau von ihrem Mann verlangen würde, er solle seine Tätigkeit als Jurist oder Mediziner aufgeben,— nur weil sie ihn mehr bei sich zuhause sehen möchte. Beides ist natürlich falsch. Außerdem haben sich die Lebensbedingungen in den letzten zehn Jahren wesentlich geändert. Die Wohnungen sind in der Regel so klein, daß eine intelligente, denkende Frau heute einfach nicht mehr für den ganzen Tag Beschäftigung finden kann, wenn sie sich auch von Anfang an darauf eingestellt hätte, ihre ganze Zeit der Häuslichkeit zu widmen. Früher verlangte man bei einer idealen Ehe, daß der Mann ein guter Versorger und die Frau eine gute Haushälterin sei, und daß Mann und Frau sich füreinander aufopferten. Aber die alte traditionelle Beschäftigung der Frau mit Töpfen und Pfannen entspricht nicht mehr der heutigen weiblichen Weltanschauung; und auch nicht mehr der Ansicht des Mannes; denn man erwartet heutzutage in der Ehe vor allem Kameradschaft. Kameradschaft— das ist heute der Grundton. Auch hat sich die Frau gefühlsmäßig und verstandsmäßig auf die heutigen Anforderungen des Lebens eingestellt. Was nun die Kinder anbetrifft— wenn überhaupt welche da sind— so können sie den bestehenden Zustand nur auf kurze Zeit ändern. Es liegt absolut kein Grund vor, warum eine Mutter— etwa ein Jahr nach der Geburt ihres Kindes— dieses nicht einer Amme übergeben und sich selbst nicht ihrer bisherigen Tätigkeit widmen sollte. Es ist ein Irrtum, daß ganz kleine Kinder darunter leiden sollen, wenn die Mutter nicht auf jeden Wink und Ruf sofort zur Stelle ist. Es muß angenommen werden, daß eine Frau, die irgend einen Posten bekleidet, auch eine kluge Frau ist;— und eine kluge Frau wird dafür sorgen, daß ihr Kind auch in ihrer Abwesenheit gut versorgt ist. Anderseits bin ich aber altmodisch genug, um ihr zurufen zu wollen:„Gib Deine Karriere auf und folge Deinem natürlichen Ruf Abschließend möchte ich meine Meinung dahin zusammenfassen, daß es sowohl vom Manne wie von der Frau abhängt, wie sie in jedem Fall ihr Problem lösen. Nur die, die sich von Anfang an Mühe geben werden Erfolg haben. Und ein jedes Paar muß die Angelegenheit individuell auffassen— feste Regeln lassen sich da nicht aufstellen. Als ich dann heiratete, sah ich, daß meine Theorie sich von selbst bestätigte; denn es hat nie Reibungen irgendwelcher Art gegeben. Und wenn sie recht aufeinander übergreifen, so geben Ehe und Beruf eine gute Verbindung ab. Jedesmal wenn ich in Gegenwart von Männern die Behauptung aufstelle, daß ein Beruf jeder verheirateten Frau von Nutzen sein kann und ihr im Notfalle einen Rückhalt gibt, bekomme ich die Antwort zu hören:„Gewiß, für Sie trifft das schon zu. Tanzen zählt nicht. Jede verheiratete Frau kann das mit Fug und Recht tun. Aber es gibt so unendlich viele Dinge, die die Frau nicht leisten kann, die sie aber doch in Angriff nimmt Sie ist dabei, sich einen Platz zu erkämpfen, auf den sie nicht hingehört.“— Das ist der Einwand. Halten Sie das nicht für einen Unsinn? Ich glaube bestimmt, daß die heutige Frau zu allem fähig ist. Ihren Fähigkeiten sind überhaupt keine Grenzen gesteckt. Es ist mir völlig unverständlich, wie die Männer das übersehen können. Mag sein, sie tun auch bloß so, damit die Frau den Eindruck gewinnt, es ist alles wirklich so, wie die Männer reden, und den Mut verliert. Ruhe haben. Wo Frauen allein sind, tritt die## lösung und Lockerung von selbst ein; sind Männer und wären es die gleichgültigsten, fremdesten, so nin### die Frau unbewußt sofort Haltung ein. Die Fremden Frauen aber stören sie nicht..### dieses Bedürfnis nicht empfindet und sich in der.## tagspause lieber zerstreut als sammelt, dem bleibt unbenommen irgendein anderes Lokal aufzusuchen.## Männer nicht ausschließt. Für alle anderen sprich# wer die neuzeitliche Forderung eines„Damenzimmer aufstellt. Wann entschließt man sich, den Versuch machen? Nr. 170 30 Zehn Minuten ohne Männer Von Dora Sophie. In den großen Pariser Warenhäusern gibt es eine ausgezeichnete Einrichtung. Man fährt mit dem Lift dorthin, wo es nicht mehr weiter geht und findet einen reizenden, hellen Raum, in dem Frauen essen, trinken, sich ausruhen. Männern ist der Eintritt verboten. Ventiliert man diese Frage in Berlin, so wird man immer wieder zu hören bekommen: Das kann sich nicht rentieren. Unsere Damen wünschen das nicht. Sie wollen nicht„unter sich“ sein, es macht ihnen mehr Spaß und sie unterhalten sich besser in Räumen, die auch von Herren besucht werden. Damencafés sind altmodisch wie Frauenabteile in der Eisenbahn. Wie so viele Verallgemeinerungen ist auch diese irrig. Ein Café oder Restaurant erfüllt nämlich mehrere Funktionen. Nach der Arbeit, also am späten Nachmittag oder Abend, ist es eine Vergnügungsstätte; am Tage, in der kurzen Pause, die mittags der arbeitenden Frau zur Verfügung steht, sollte es nichts anderes sein wollen als ein Ort, an dem sie sich wirklich ausruhen kann, ohne das„Gesicht zu wahren“ Man muß nur einmal die Frau von heute beobachten, wenn Männer anwesend sind. Ihr Gesicht trägt eine Maske, denn sie weiß aus Erfahrung, daß sie kein Glück hat, wenn ihre Züge abgespannt, ihre Augen müde, ihre Haltung schlaff ist. Acht bis neun Stunden am Tage, manchmal länger, muß sie sich beherrschen, muß der Welt— und diese Welt ist eine Welt der Männer— eine heitere, aufgepulverte Miene zeigen. Aber zwischendurch will sie zehn Minuten lang ihre Segen des Vollbarts Der„Vossischen Zeitung“ wurde erzählt: Bei## Eröffnung der siebzigsten Ausstellung der Dresdu### Kunstgenossenschaft wurde am letzten Sonntag### richs Büste von Theodor Däubler von zwei### ladenen für Brahms gehalten. Däubler lachte, als das hörte, und erzählte, wie er vor einigen Jahren##### Sylt mehrmals hinter sich die Worte„Hermann dermann“ gehört hätte. Kurz darauf habe ein and## rer seinem Begleiter vernehmhar zugeflüstert:„He#### mann Bahr, Hermann Bahr“, worauf er, Däub.# sich rasch umgewandt hätte mit den Worten:„Neu Johannes Brahms!“ Ein wahres Geschichichen Während meiner Amerikareise hatte ich folgende### sehr nette Erlebnis: Unser Dampfer wollte in den Hafen von Rio###### Janeiro einfahren, als ihm eine jämmerliche klei##### Kohlenharke in den Weg kam. „Geh aus dem Weg mit deiner schmutzigen alte Barke!“ rief ein Offizier. Ein wettergebräuntes Gesicht erschien in der Lu### der Barke und sagte:„Sind Sie der Kapitän von de#### Schiff?“ „Nein, ich bin der erste Offizier!" „Dann reden Sie mit Ihresgleichen. Ich bin### Kapitän!“ Heitere Ecke Zwei Schauspieler unterhielten sich. „Ich hab' mal in einem Stück so herzlich gelacht, bei# die Leute von den Rängen in die Gänge gelaufen#### und sich den Bauch gehalten haben. Wie sie nachher au dem Theater kamen, waren sie alle schief.“— „Das ist noch garnichts“, sagte der andere,„ich mal so natürlich gestorben, daß der Direktor schon ein andern engagiert hatte.(„Fliegende Blätter“. Schwer bezecht. Ein schwer bezechter Mann schwankte über Marktplatz des Städtchens. Er stieß an eine Litc## säule. Mit den Händen an der Papierwand entlu tastend, ging er um die Säule herum, einmal, zwein wieder und wieder! Endlich kam ihm die Einsicht,## ihn zu Boden warf: „Grauenhaft! Lebendig eingemauert!" Das Rettungsboot. Im Kritzendorfer Strombad ist eine Rettungszü verankert, ein gottsjämmerliches Wasservehikel, desen vuumpe Schwerfälligteit in merdwürdigem Gegeniagn seinem Verwendungszweck steht. Ich teile dem mann mal meine Bedenken mit.„Freuli, freuli“, er,„helf'n kann i mit dera elendig'n Schaluppn kau##Menschen net! Aber schaun', wann so aner vurn Dersauf'n a Rettungsboot siecht, so is dös halt do## beruhigendes Gefühl!" Die gesunde Luft. „Hier ist ja fabelhaft gesunde Luft, wie, stehts denn ba mit der Sterblichkeitsziffer!?“ „Was moana'?“ Wieviel mögen denn hier so im Jahre sterben?“ „Mög'n koana, aber müass'n— grad gnua!“ Gloria Sould Direktrice eines der größten Neuyorker Theater. Seit der Geburt meiner Tochter sehe ich erst, wie sehr die Ehe und der Einfluß eines Kindes das Leben bereichern und der Frau und Mutter auf dem Wege zum Erfolg ganz andere Möglichkeiten geben können. Man stellt es sich kaum vor, wie sehr Gesellschaft unser Leben ändert. Jedes Mädchen erhofft von der Ehe diese Art von Verwandtschaft, aber nur, wer es so glücklich getroffen hat wie ich, wird einsehen können, wie außerordentlich das zum Erfolg in jeder Hinsicht beiträgt. Wenn ich aber einem Mädchen in Heiratsangelegenheiten einen Rat geben soll, so lege ich stets besonderes Gewicht darauf, daß sie sich erst einmal vergewissert, ob„er“ sie auch als vollwertiges Menschenwesen anerkennt— und nicht nur als ein Mitglied des anderen Geschlechts. Ist das Gegenteil der Fall,— dann bloß keine Uebereilung! Aus solch einer Ehe wird nie etwas Rechtes. Und ich bewundere die Frau, die in solch einem Falle den Mut aufbringt, ihrer Ueberzeugung gemäß unverheiratet zu bleiben— einerlei was die Leute reden. Ich glaube, eine solche Frau muß sehr tapfer sein— und klug; glauben Sie nicht auch? Ich habe schon sehr früh im Leben die Erfahrung gemacht, daß das Berufsleben und das Privatleben zwei grundsätzlich verschiedene Dinge sind. Schon vor meiner Heirat habe ich mich viel mit dieser Frage beschäftigt, da ich Tanzunterricht gab, und mir schon einen Plan zurechtgelegt, wie ich meine beiden„Leben“ so auseinanderhalten könnte, daß sie nicht miteinander in Konflikt gerieten. Der wuchtener Seichnam Wirkung radioaktiver Substanzen Neuyork, im Juli. In einer amerikanischen Fabrik, die sich mit der Herstellung von selbstleuchtenden Uhrzeigern und Zifferblättern beschäftigt, erkrankte vor einer Reihe von Jahren eine junge Arbeiterin unter Erscheinungen, die man auf rheumatische und infektiöse Ursache zurückführte. Aerztliche Bemühungen blieben erfolglos, das junge Mädchen erlag der schweren und schmerzhaften Erkrankung. In der Folgezeit häuften sich in der Fabrikabteilung, in der der Anstrich der Zeiger und Ziffern mit der Spuren radioaktiver Substanz (Radium, Mesothorium usw.) enthaltenden Leuchtmasse vorgenommen wurde, solche rheumatische Erkrankungen vorspiegelnden Krankheitsfälle.„ Bald konnte man feststellen daß ein ursächlicher Zusammenhang zwischen dem Arbeitsvorgang und den Krankheitsfällen bestand. Das fortdauernde Eindringen kleinster Menge strahlender Materie in den Organismus war dafür verantwortlich zu machen. Die leidige Angewohnheit vieler Arbeiter, die zum Auftragen der Leuchtmasse verwendeten Pinsel zwischen den Lippen zu halten oder gar mit der Zunge anzufeuchten, begünstigte die Aufnahme der radioaktiven Substanzen, deren großartige Heilwirkung bekanntlich nur durch genaueste und sorgsamste Dosierung und Begrenzung der Wirkungsart und=dauer zum Wohl der Kranken ausgenutzt und von den schweren Schädigungen durch ein Uebermaß getrennt werden kann. Das Beispiel; des Sportsmannes zeigt Ihnen, wie I..-Rauen die Nerven berunigt M Haben Sie nicht schon häufig beobachtet, dass Sportsleute vor dem Wettkampf ein Stück Kaugummi langsam und gleichmütig im Munde bewegen? Das Kauen ist dem Sportsmann ein vorzügliches Mittel, um Aufregung und Nervosität zu beseitigen, Gleichmut und Ruhe zu gewinnen. Die rhythmische Bewegung des Kauens zwingt die erregten Nerven in den gleichen, ruhigen Takt.— Lernen Sie davon. Wo immer Sie Ihren Beruf ausüben— im Büro bei rasselnden Schreibmaschinen und schrillenden Telefonen, in der dröhnenden Maschinenhalle der Fabrik, im hetzenden Getriebe des Verkehrs— P..-Kaugummi erfrischt Sie und beruhigt Ihre Nerven.— Das kräftige Pfefferminz-Aroma des..-Kaugummi macht den Atem rein und frisch. Das Kauen erhält Zähne und Zahnfleisch fest und gesund. WRIGIH1 Jedes Stück ein langer Kaugenuss. Ein Paket für 10 Pf. enthält vier grosse Stücke. Kaugu Rauchen Sie gerne? Wenn Sie zeitweilig auf den Tabakgenuss verzichten müssen, hilft Ihnen ..-Kaugummi wohltuend darüber hinweg. Er hat eine ähnlich beruhigende und zugleich anregende Wirkung wie das Rauchen. ..9 K. Weiß 24 Rer D. S..-MA 4## Mit einem neu Staffel und zwei den die deutschen Le ner am Montag Die erbitterten En Zuschauer, die tri Stadion nicht gesch einem großartigen des S. C. Charlotte wann und Zamit di hart ging es in der des S. C. Charlot furt lieferten sich an-Brust=Kampf, de stellung Körnig, E lich knapp für sich neuen Weltrekord a furt, die den zweit noch um 0,1 Sek.1 „Eintracht„Frankf. 41 Sek. hielten.„ Die 4 X 1500 m= des S. C. Charlotte alte deutsche Best 16:41 Min. hielt,e =Staffel siegten Hamburger S. V. :21,8 Min. Vor d kampfmeisterschaft des Sonntags nich Kurt Weiß(Be von Weiß erzielt ebenfalls eine neu (D. S. C. Berlin) den 2. Platz vor He vert(Halle) 511 Schlußtages waren 4 X 100=S Sek.(neuer Weltr Sek.; 3.„Bar=Kod sia"=Dresden 42,6 neuer südostdeutsch 4 X 400=St :21,8 Min.; 2. Ha garter„Kickers“ 3 4 X. 1500 m= burg 16:25,9 Mil tonia"=Berlin 16 17107,2 Min. Zehnkampf: 1 (neuer deutscher R (Stuttgart). Lamm Zur Klärung etwaiger Ansprüche der Hinterb#### benen der verstorbenen Arbeiterin wurde nun### Scientific American berichtet, fünf Jahre nach Tode eine Exhumierung der Ueberreste beschlossen Die chemische ud physikalische Untersuchung zeitigte außerordentlich bemerkenswertes Ergebnis: Trotz der fünfjährigen Zeitspanne seit erg#### scheiden, trotz des zerstörenden Wirkens der sung war in den Ueberresten noch mit unumstößlichet Sicherheit strahlende Materie nachzuwe### sen. Nicht nur elektrische Meßinstrumente, son###### auch die photographische Platte zeigte die von den#### chenteilen ausgehende Strahlung in augenfälliet## Deutlichkeit an. Sehr bemerkenswert ist es, daß in## Knochen eine besonders starke Speicherung radioaktu## Substanz stattfand. g7 Ner M Wenn auch die Verhaltnisse im toten Körper nattmit dem im lebenden verglichen werden können, da dem Erlöschen des Lebens auch alle Kreislauf=, Er## neuerungs= und Ausscheidungsvorgänge aufhören, den Organismus von eingedrungener Fremhluhit## befreien können, so mahnt doch diese Beobachtung#### eine bedrohliche Speicherung kleinster, an sich ungeschte licher Mengen radioaktiver Substanz im Organisn# sehr wahrscheinlich macht, alle diejenigen, die beru### fortdauernd mit diesen rätselhaften und bedeutung vollen Substanzen umzugehen haben, zur sorgfältige Einhaltung aller Vorsichtsmaßnahmen. Dr. Th. Die reichsoff Tolnesse den reichsoffenen Wett der D..=Meister Notte(Düsseldol .=Leichtathletikme war, an den Sta WRIGLEY.-G. Fabrik FRANKFUR 1.M. b. Pairt die uu## adesten, so ninein. sie nicht.#. sich in der ut, dem bleibt aufzusuchen, anderen spricht Damenzimmer“ den Versuch erzählt:„Bei## 9 der.„Tresin Sonntag r von zwei.. ler lachte, als nigen Jahren au# eamn en uf habe ein an#### geflüstert auf er, Dänhe Worten: heu itte ich folgente# afen von Rio immerliche klein## schmutzigen alte## hien in der Lu## Kapitän von de## hen. Ich bin hie 15 ich. erzlich gelacht uh inge gelaufen su# ie sie nachherau hief.“— r andere,„ich bu irektor schon eina gende Blätter“) bankte über an eine Lrüchh ierwand entliu## einmal, xpein. die Einsicht## eine Rettungsz asservehikel, igem Gegensat h teile dem Führ euliz, Hezli, en 'n Schaluppn#### inn so aner vurn## is dös halt do Nr. 170 36. Jahrgang 3. Beilage zum Bochumer Anzeiger und General Anzeiger Dienstag, den 23. Juli 1929 Voneel und Spreren k. Weiß Zehnkampfmeister Rchoraubielkuh HrBreslau p...-Männermeisterschaften beendet— Weltrekord in 4 K 100-Staftel und neue deutsche Rekorde der de der Hinteriug wurde nun,# Jahre nach ung erreste beschloss uchung zeitigteen gebnis: ine seit dem Hiu# rkens der Verre### nit unumstößlich## e nachzun trumente, sonhr## die von den in augentaltung ist es, Sgkeig.## erung radioaktirt## Breslau, 22. Juli. Mit einem neuen Weltrekord in der 4 mal 100 m= Staffel und zwei neuen deutschen Bestleistungen wurden die deutschen Leichtathletik=Meisterschaften für Männer am Montag in Breslau zum Abschluß gebracht. Die erbitterten Endkämpfe in den Staffeln hielten die Zuschauer, die trotz der großen Hitze den Weg ins Stadion nicht gescheut hatten, stets in Spannung. Zu einem großartigen Erfolg kam die Staffelmannschaft des S. C. Charlottenburg, die sämtliche drei Staffeln gewann und damit dreimaliger Meister wurde. Hart auf Seschase eliche hechiege ee stellung Körnig, Großer, Nathan, Schlößke II schließlich knapp für sich entschieden, um mit 40,8 Sek. einen neuen Weltrekord aufzustellen. Auch„Eintracht"=Frankfurt, die den zweiten Platz belegte, blieb mit 40,9 Sek. noch um 0,1 Sek. unter dem bisherigen Weltrekord, den Eintracht"=Frankfurt und Athletic=Club Neuyork mit 41 Sek. hielten.„Bar=Kochba“=Berlin wurde Dritter. 4 X 1500=Staffel wurde ebenfalls eine Beute des S. C. Charlottenburg. Mit 16:25,9 Min. wurde die alte deutsche Bestleistung, die„Teutonia"=Berlin mit 16:41 Min. hielt, erheblich verbessert. In der 4 X 400 =Staffel siegten die Charlottenburger sicher vor dem Hamburger S. V. und den Stuttgarter„Kickers" in .21.8 Min. Vor den Staffeln wurde die deutsche Zehnkampfmeisterschaft entschieden. Wie nach dem Stand des Sonntags nicht anders zu erwarten war, holte sich Kurt Weiß(Berliner S..) sicher den Ditel. Die von Weiß erzielte Punktzahl von 585 Punkten stellt ebenfalls eine neue deutsche Bestleistung dar. Ladewig (D. S. C. Berlin) brachte es auf 550 Punkte und belegte den 2. Platz vor Helber(Stuttgart) 541 Punkte und Siever:(Halle) 511 Punkte. Die Ergebnisse des Schlußtages waren: 4 X 100=Staffel: 1. S. C. Charlottenburg 40,8 Sek.(neuer Weltrekord): 2.„Eintracht"=Frankfurt 40,9 Sek.: 3.„Bar=Kochba"=Berlin 42,2 Sek.; 4.„Dresdensia“=Dresden 42,6 Sek.: 5. V. f. B. Breslau 42,8 Sek. neuer südostdeutscher Rekord). 4 N 400=Staffel: 1. S. C. Charlottenburg :218 Min.; 2. Hamburger S. V.:22,4 Min.; 8. Stuttgarter„Kickers“ 3·22.8 Min. 4 X 1500=Staffel: 1. S. C. Charlottenburg 16.25,9 Min.(neuer deutscher Rekord); 2.„Teutonia“=Berlin 16:35 Min.; 3.„Viktoria“=Magdeburg 17107,2 Min. Zehnkampf: 1. Kurt Weiß(Berlin) 585 Punkte (neuer deutscher Rekord); 2. Ladewig(Berlin); 8. Helber (Stuttgart). 4 Lammers wieder 10,4 Die reichsoffenen Volksturnkämpfe in Neuß. Teilweise hervorragende„Leistungen brachten die reichsoffenen Wettkämpfe in Neuß, bei denen u. a. auch der D..=Meister Lammers(Oldenburg) und Frl. Rotte(Düsseldorf), deren Teilnahme an den D. S. .=Leichtathletikmeisterschaften ursprünglich vorgesehen war, an den Start gingen. Lammers hatte über 100 Meter nichts zu schlagen und erreichte wieder die hervorragende Zeit von 10,4 Sek.: über 200 Meter lief er außer Konkurrenz 21,9 Sek. Im Hochsprung siegte Dreißigacker mit 1,85 m vor Schauenburg .80 m. Hervorragend war der D..=Meister Vach (Barmen) in Form, der den 800=Lauf in:57,5 Min. gewann. Großpitz(Emmerich) wurde mit 54,55 m Sieger im Speerwerfen. Frl. Notte(Düsseldorf) übersprang im Hochsprung 1,50 m und sicherte sich außerdem die Kreismeisterschaft im Vierkampf der Turnerinnen. Bochumer Leichtathleten in Kreteid An den aus ganz Westdeutschland beschickten nationalen Leichtathletikkämpfen der Krefelder„Preußen" nahmen auch verschiedene Bochumer Leichtathleten teil. T. u..=Bochum wurde in der 2. Klasse in der 4 mal 100=Staffel mit Brustbreite zweiter Meister hinter den Krefelder„Preußen“ und in der 3. Klasse in der 1600=Staffel mit 4 m Rückstand Zweiter hinter dem S. S. V. Elberfeld(:48.2 Min.). Voges(Bochum) belegte mit 10,72 m im Kugelstoßen den zweiten Platz hinter Künstler(Kempen), der 11,34 m erreichte, kam im Weitsprung mit 6,55 m auf den zweiten Platz hinter Rauch(Krefeld), der mit 6,62 m siegte, und wurde auch im Diskuswerfen Dritter. Der Stabhochsprung wurde bei der gleichen Sprunghöhe von 3 m zwischen Ohligschläger(Krefeld) und Voges nur durch Stechen zugunsten des Krefelders entschieden. Gegen England Deutschlands Leichtathletinnen zum Länderkampf am 18. August. Der Frauenausschuß der Deutschen Sportbehörde stellte im Anschluß an die deutschen Frauenmeisterschaften in Frankfurt a. M. die Mannschaft für den Länderkampf gegen England, der am 18. August in Düsseldorf stattfindet, zusammen. Die deutsche Mannschaft hat danach folgendes Aussehen: 100 Meter: Gelius, Kellner(München). 200 Meter: Lorenz(Frankfurt), Schmidt(Bremen). 800 Meter: Döllinger(Nürnberg), Stramm(Danzig). 80 Meter Hürden: Becker(„Brandenburg"=Berlin), Haupt(Frankfurt a..). Kugelstoßen: Heublein(Barmen), Fleischer(Frankfurt a..). Diskuswerfen: Heublein(Barmen), Fleischer(Frankfurt a..). Speerwersen: Jakobs(Charlottenburg), Hargus (Lübeck). Hochsprung: Braumüller(Berlin), Grieme(Bremen). Weitsprung: Hargus und Grieme. Die Mannschaft darf nach den getroffenen Vereinbarungen nur aus vierzehn Köpfen bestehen. Infolgedessen mußte in einzelnen Wettbewerben auf gute, aber nur auf eine Uebung spezialisierte Kämpferinnen, wie beispielsweise die deutsche Rekord=Weitspringerin Frl. Schlarp(Köln) Verzicht geleistet werden. Sharkey nimmt an Neuyork, 22. Juli. Der amerikanische Schwergewichtler Jack Sharkey hat die Vorschläge der Madison Square Garden=Gesellschaft für den Kampf gegen Max Schmeling endgültig angenommen. Falls Schmelings Suspendierung für Neuyork bis zu dem vorgesehenen Termin im September nicht aufgehoben ist, wird der Kampf in Chikago stattfinden. Sleger und Beslegte K — RR Paris meldet: Neue Frauen-Weltrekorde Bei einem leichtathletischen Frauen=Sportfest in Paris wurden zwei neue Weltrekorde aufgestellt. In der 4X75=Staffel verbesserte die Mannschaft des Sportclubs„Linettes"=Paris die alte Höchstleistung von 36,8 Sek. und 36,2 Sek. und unterbot auch in der 4X200=Staffel den alten auf:50,4 Min. stehenden Weltrekord auf:49,6 Min. Frl. Vellu verbesserte den französischen Landesrekord im Kugelstoßen von 10,15 m auf 10,28 m. Die Einzelspieler vom Davispokal=Interzonenfinal Deutschland— U. S. A. Von links: Moldenhauer, Exweltmeister Tilden(U. S..), Francis Hunter(U. S..), Deutschlands Meister Prenn. Die Deutschen mußten den Amerikanern ebenso wie im Doppelspiel, auch in allen Einzelspielen den Sieg überlassen. Turnier-Schluß in Düsseldorf Die letzten Doppel=Entscheidungen. Düsseldorf, 22. Juli. Am Montag konnten auch die restlichen Doppelspiele des internationalen Düsseldorfer Tennisturniers entschieden werden. Im Final des Damen=Doppels schlugen die Rheinländerinnen Frl. Krahwinkel=Frl. Peitz die deutsch=holländische Kombination Frl. Kallmeyer=Frau Stroink mit:5,:7,:4, während die Schlußrunde des Gemischten Doppels beim Stande von:2 im ersten Satz zugunsten von Frl. Kallmeyer=Malcolm gegen Frl. Peitz=Spence abgebrochen wurde. Weltrekorde auf der Rhön Bei dem herrlichen Sommerwetter und bei günstigen Flugwinden konnten auf der Wasserkuppe bereits in den ersten Tagen des Rhön=Segelflugwettbewerbs zwei neue Weltrekorde aufgestellt werden. Der Stuttgarter irth erreichte bei einem Flug von der Kuppe zum vier Kilometer entfernten Ehrenberg und zurück eine Höhe von 1000 m und landete schließlich 36 Kilometer von der Startstelle entfernt in Rimbach. Noch am gleichen Tage gelang es dem Oesterreicher Kronfeld, Hirths Rekordleistung mit einer Höhe von 2050 m über dem Startplatz erheblich zu verbessern und auch im Streckenflug mit 140 Kilometern einen neuen Weltrekord aufzustellen. 6..0 Die Fogsche Mürs Kant un! Rollialousien Zug-Jalousien Holzdrahtrollos Holladenfabrik Roy etcnh bo Diechof's Schworzbrot nahrhaft und bekömmlich zu 50 und 90 Pfg.,(a3908 1 Pfd, geschnitten 22 Pfg. kein Paket zu 400 Gramm! Julius Dieckhoff Aelteste Schwarzbrotbäckerei Bochums Grabenstraße 31, Hattinger Str. 20 Die Frauen des Altertume verbrachten zahllose Stunden des Tates bei der Toilette— Sie, gnädiße Frau, brauchen nur wenite Minuten dazu und erreichen mehr. 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Gleich zu Beginn der Veranstaltung ging ein heftiges Gewitter nieder, sodaß sich die Abwicklung sehr hinauszögerte. Von den Wettbewerben ist besonders der Westfalen=Vierer um den im Jahre 1899 gestifteten Wanderpreis des Oberpräsidenten von Westfalen Exellenz Dr. Studt zu erwähnen, der vom Akademischen R. V. Münster zum dritten Male und damit endgültig gewonnen wurde. Trotz schwerer Konkurrenz war der R. G. Linden=Dahlhausen auf dieser Regatta ein schöner Erfolg beschieden. Während der R. V.„Niedersachsen" die Lindener im 1. Rennen mit e: Vierer: 1. Akademischer R. V. Westfalen"=Münster :28,5 Min.: 2. R. V.„Niedersachsen"=Münster:47,6 Min. Junior=Vierer(Westfalen=Vierer): 1. Akad R. V. „Westfalen"=Münster:06,4 Min.; 2. R. V.„Deutschland"=Hannover:26,6 Min. II. Jungmann=Vierer: 1. R. G. Linden=Dahlhausen :52 Dein.; 2. R. V.„Niedersachsen"=Münster:44/8 Min. Erster Vierer: 1. R. V. Rheine:56 Min.; 2. R. C. „Hansa"=Dortmund(aufgegeben). Zweiter Achter: 1. R. C.„Hansa"=Dortmund:56 Min.; 2. R. G. Ruhrort:01,6 Min. Erster Achter: 1. R. V.„Deutschland“=Hannover:39 Min.; 2. R. V. Rheine:44,8 Min. deutendMainzer Ruderregatta Die große Mainzer Ruderregatta war die letzte betende Prüfung vor den deutschen Meisterschaften. Am erfolgreichsten war die Mannheimer„Amicitia“ während der Berliner R. C. enttäuschte. Auch die westdeutschen Vereine schnitten gut ab. Ergebnisse: Die wichtigsten Achter: 1. R. V. Mainz:18 Min.; 2.„Rhenania"Koblenz:24 Min. 2. Vierer: 1. R. G.„Sachsenhausen":58 Min.; 2. R. R.„Stuf"=Essen:59,6 Min. Gast=Vierer: 1. Universität Frankfurt:56 Min.; 2. R. R.„Stuf"=Essen:57 Min. Doppelzweier o. St.: 1.„Altwerder"=Magdeburg 7 Min.; 2.„Rhenania“ Koblenz:12 Min. 1. Achter: 1.„Amicitia“=Mannheim:14,8 Min.; 2. R. G. Kastell:21 Min. Zweier v. St.: 1. Heidelberger R. C. 1872:02 Min.; 2. Kölner Club für Wassersport:20 Min. Zweier o. St.: 1. Frankfurter R. V. 1865:20,8 Min.; 2. R. C.„Rhenania"=Koblenz:26 Min. Großer Vierer: 1.„Amicitia“=Mannheim:18 Min.; 2. Bernkastler R. V.:21 Min. 1. Einer(Rheinpokal): 1. Berliner R. C.:00:8 Min.; 2.„Altwerder“ Magdeburg:01,6 Min. Jubiläums=Achter: 1.„Amicitia"=Mannheim:24 Min.; 2. Frankfurter R..; 3.„Germania“=Köln. Deutscher Sieg in Kopenhagen Hamburger Ruderklub„Alemannia“ der im 1. ren=Vierer hinter dem in:58,4 Min. siegenden„SoröR..“ den zweiten Platz in:08,8 Min. belegte und im Junioren=Achter in:28,8 Min. vor„Koit"=Kopenhagen einen schönen Sieg herausfahren konnte. Und in Kärnten Bei der Kärntener Ruderregatta, die auf dem Wörther See stattfand, gingen auch einige deutsche und ungarische Vereine an den Start. Die deutschen Vereine schnitten sehr gut ab, da der Dresdener R. C. drei und der A. T. V. Berlin zwei Siege herausruderten. Neue Schwimmrekorde in Göppingen Das Jubiläums=Wettschwimmen des S. V. Göppingen stand im Zeichen guten Sports. Die zahlreichen Zuschauer bekamen zwei neue Rekordleistungen zu sehen, die der jetzt für Göppingen startende ehemalige Magdeburger Neitzel im Freistilschwimmen über 809 und 100 m mit 11:18 Min. bezw. 14:05 Min. aufstellte. Der jugendliche Sietas(Hamburg) zeigte sich ebenfalls in glänzender Form; er kam auch im Brustschwimmen über 200 m mit:50,6 Min. um zwei Zehntel Sek. schläger. In Abwesenheit von Küppers Günther(Gelsenkirchen) das 100=Rückenschwimmen in:10,4 Min. und das 200=Rückenschwimmen in :02,2 Min. gewinnen. Neuer Schwimm-Weltrekord Amerikas Meister im Brustschwimmen, Spence der langjährige Rivale Erich Rademachers, befindet sich zurzeit in Hochform; er legte jetzt 200 Yards in der neuen Weltrekordzeit von:30,8 Minuten zurück und schlug damit die von ihm selbst am 19. März 1927 in Brooklyn aufgestellte Welthöchstleistung von:31,8 Minuten. Kelselberg-Rennen Hans von Stuck fährt Streckenrekord. Das 4. internationale Kesselbergrennen des Bayrischen A. C. für Wagen und Motorräder war trotz der großen Hitze von etwa 40000 Zuschauern besucht. Die 5,2 km lange Rennstrecke mit ihren vielen Kurven und Steigungen stellte an die Bewerber nicht geringe Anforderungen. Trotzdem gelang es dem bekannten Bergspezialisten Hans von Stuck(Sterz) mit seinem Austro=Daimler=Rennwagen, den bestehenden Streckenrekord um 20 Sekunden auf:12,— Min zu verbessern. Bei den Motorradfahrern war Bussinger(München) auf A. J. S. mit:32,1 Min. der Schnellste. Leider blieben einige Stürze nicht aus. So kam die Motorradfahrerin Lore Keller(München) nach ihrer Siegesbrucker Mühlbacher(Rudge Withworth), der sowohl in der Halbliter= als auch in der 350 ccm=Klasse die beste Zeit herausfuhr. Bei den Sportwagen erreichte der Mercedes=Benz=Fahrer Graf Arco(Zinneberg) mit:34,4 die beste Zeit. Weitalen-Lippc-Fahrf der ADAC Ueber 300 Wagen und Motorräder wurden auf die vom Gau V des ADAC. veranstaltete Westfalen=LippeFahrt entsandt, die von Detmold durch den Teutoburger Wald und das„Land der Roten Erde“ führte. Die 428 Kilometer lange Fahrt stellte an ihre Organisatoren und Teilnehmer große Anforderungen, aber trotzdem kamen etwa 75 Prozent der Gestarteten, darunter auch der Bochumer Anton Jenau strafpunktfrei ans Ziel. Alle strafpunktfreien Fahrer erhielten goldene Plaketten und Ehrenurkunden. Erfolge Bochumer Rad-Rennfahrer Der Fahrer Seidel vom R. V.„Sturmvogel“ gewann in Köln das vom B. D. R. ausgerichtete Straßenrennen„Olympiapreis“. In der Jugendklasse Lohmann(R. V.„Sturmvogel") bei der gleichen anstaltung einen überlegenen Sieg heraus. fuhr Stiftung eines HindenburgSegelflug-Bechers Reichspräsident v. Hindenburg=hat zum 10. Rhönsegelflugwettbewerb einen Ehrenpreis gestiftet, einen Hindenburg=Segelflug=Becher, mit dem er vor allem eine sportlich und wissenschaftlich wertvolle, für die Weiterentwicklung des Segelfluges grundlegende Flugleistung belohnt wissen will. Ferner wurde der Prinz Heinrich=Rhönpreis im Interesse der Förderung der Segelflugforschung als Höhenpreis neu ausgeschri ben. Dieser Preis war im Jahre 1924 zum ersten Mal im Interesse der Entwicklung des Leichtflugzeuges ausgeschrieben. Die Stadt Bad Kissingen hat einen Preis für den Flug Wasserkuppe=Kissingen ausgesetzt. den begnügen mußte. Die Ergebnisse der übrigen Kämpfe waren: Fliegengewicht: Lehrke(.) schlägt Schrell(Hagen) nach Punkten; Bantamgewicht: Bastin(.) schlägt Hartmann(Elberfeld) n..; Leichtgewicht: Klein(Barmen) schlägt Hähne(.) n. P. Weltergewicht: Bettnarz(.)— Welter(Hagen) unentschieden; Mittelgewicht: Laßt(Düsseldorf) siegt über Hardt (.) durch Abbruch des Kampfes: Lehrke II(.) schlägt Krägeloh(Hagen) in der zweiten Runde k..; Halbschwergewicht: Wilkendorf(.) schlägt Schäfer (Elberfeld) n. P. Zweites Arbeiter-Turn-und Sportfelt Zehntausende von Menschen versammelten sich am Eröffnungstage des zweiten Arbeiter=Turn- und Sportfestes im Nürnberger Stadion, um dem Festspiel„Mach dich frei" beizuwohnen, das junge Arbeitersportler in stimmungsvoller Weise zur Aufführung brachten. Nach dem Festspiel bewegte sich unter riesigem Beifall ein vieltausendköpfiger Festzug junger Arbeitersportler vom Stadion zum Hallplatz, wo er um Mitternacht eintraf. Die hier abgehaltene Kundgebung der Jugend schloß mit dem Zusammenwerfen der Fackeln und dem Absingen der Internationale. Von herrlichem Sonnenschein begrüßt, bewegte sich am Haupttage vormittags der Festzug der Arbeiterturner, darunter Rad= und Motorradfahrer, durch die Hauptstraßen Nürnbergs. Der Vorbeimarsch an den am Hallplatz errichteten Tribünen vollzog sich in zwölfbis sechzehnfacher Reihe und dauerte von ½9 bis ¼12 Uhr. Außerordentlich zahlreich waren Oesterreich und Sachsen vertreten. Tausende von Fahnen und hunderte von Musikkapellen, Trommler= und Pfeiferkorps waren im Zuge vertreten. Schon beim Beginn der sportlichen Wettkämpfe waren gute Leistungen zu verzeichnen, von denen besonders die des Finnen Etholen im 100=Lauf mit 10,7 Sekunden zu erwähnen ist. Werks- und Firmen-Sportvereine „Tus Constantin"=Bochum—„Bochumer Verein“:2. Im Fußballspiel der ersten Mannschaften kam „Tus Constantin" durch das größere Stehvermogen mit :2 Toren zum Siege, nachdem der Gegner beim Seitenwechsel noch mit:1 geführt hatte. „Fortuna"=Bochum—„Deutsche Edelstahlwerke". Bochum. Der neugegründete S. V.„Fortuna"=Bochum spielte mit seiner ersten Fußball. und Handballmannschaft gegen die gleichen Einheiten der„Deutschen Edelstahlwerke"=Bochum.„Fortuna" gewann beide Kämpfe, das Füßballspiel mit:2(:1) und das Handballspiel mit :2 Toren. „Bbrussia"=Bochum siegt in Düsseldorf. lin und dem 1. F. C. Nürnberg trat„Borussia"=Bochum im Düsseldorfer Rheinstadion zum Revanchekampf gegen „Carsch"=Düsseldorf an. Die Bochumer waren in der ersten Halbzeit, die sie mit 3 Toren Vorsprung beendeten, klar überlegen, verloren aber 20 Minuten nach der Pause durch Verletzung ihren Mittelstürmer und schließlich aus dem gleichen Grunde auch den Mittelläufer. Trotz dieser Schwächung konnte sich„Borussia" mit:2 Toren siegreich behaupten. Westyatei Pochenpiosin Ahues Sieger Abschluß des Duisburger Schachturnier: Amateurboxkämpfe in Bochum Der Boxkampfabend' der Bochumer„Faustkämpfer“ in der Tonhalle war sportlich ein voller Erfolg, denn sämtliefliche Kämpfe verliefen spannend und fair. Den Hauptkampf bestritt der Bochumer Mittelgewichtler Burdinski gegen den belgischen Meister Spiewool, der sich trotz hervorragender Leistungen mit einem UnentschieIn der letzten Runde des Duisburger Schach=Meisterturniers verlor Mieses gegen Leonhardt durch ein Versehen zwei Bauern und unterlag im Endkampf. Helling übersah Qualitätsgewinn und verlor die Dame, worauf Dr. Seitz siegte. Babel wurde von von Holzhausen überspielt und gab auf. Die Partien Ahues=Förder und Dr. Antze=Wagner endeten remis. Leonhardt gewann seine Hangepartie gegen Babel. Sämisch schlug Orbach. Richter besiegte Blümich. Turniersieger wurde damit Ahues vor Leonhardt. Der Endstand war: 1. Abues 9 Punkte; 2. Leonhardt 8½.; 3. Sämisch 8.; Helling, Wagner, Richter und Dr. Seitz je 7½.: Dr. Antze, Mieses je 7.: Blümich 6½.: Orbach 6.; von Holzhausen 4½.; Förder 4.; Babel ½ P. Auch das Hauptturnier wurde in beiden Gruppen beendet. In der Gruppe A siegte Rellstab, während in der Gruppe Bvan Nüß, Engels und Rodl die gleiche Punktzahl erreichten. Der Stand: Gruppe A: Rellstab 7, Ripke 6½, Weißgerber 6, Gebhardt 3½, Kapfer 3, Rodatz 2½, Kroll und Hussong 2 P. Gruppe B: van Nüß, Engels und Rodl je 6, Henning 5½, Kramer 4, Koch 8½. Reinhardt und pers 2, Sikorski 1 P. von EvDer Kampf gegen die Rauchplage □ Recklinghausen, 22. Juli. Die Schlacken=Staubund Rauchbekämpfung bildet eine der wichtigsten Aufgaben der behördlichen Stellen im Ruhrgebiet. Für das Stadtgebiet Recklinghausen, dessen nördlicher Teil insbesondere schwer unter der Rauchplage zu leiden hat, erstrebt seit Jahren die städtische Baupolizeiverwaltung im Verein mit dem Verschönerungsverein die Errichtung sogenannter Rauchabzugsanlagen. Den unermüdlichen und nachdrücklichen Bemühungen der genannten Stellen winkt nunmehr der Erfolg. Wie die Reichsbahndirektion Essen mitteilt, wird umgehend die Herrichtung einer zentralen Rauchabzugsanlage im Lokomotivschuppen Bahnbetriebswerk Recklinghausen Hbf. vorgenommen. 150 Jahre Peter harkort& Sohn, Wetter Die Schönthaler Stahl= und Eisenwerke Peter Harkort& Sohn, G. m. b.., Wetter, blicken in diesen Wochen auf eine 150jährige Werksgeschichte zurück. Im Jahre 1779 legten I. C.& Peter Harkort in Schönthal bei Wetter einen Rohstahlhammer an. 1817 fügte Peter Harkort lI dem Rohstahlhammer einen Reckhammer bei. 1839 folgten Zementöfen, welche von 1844 bis 1849 unter der Firma C. Gravemann& Co. betrieben wurden und dann wieder an die Firma Peter Harkort& Sohn gingen. 1846 wurden bereits für 46000 Taler produziert. 1850 erfolgte die Anlage eines Walzwerkes. 1855 wurden Gußstahlösen gebaut, 1856 ein Puddel- und Walzwerk mit einem Dampfantrieb von 120 PS. 1864 neues Grobblechwalzwerk mit den erforderlichen Puddel- und Schweißöfen, 1880 neues Feinblechwalzwerk und zwei Turbinen zu je 90 PS. 1888 entstand das Siemens=Martin=Werk. Zeichnete sich das Werk in den 40er Jahren durch seinen vorzüglichen Zementstahl aus, so ragte es seit den 60er Jahren durch die Kesselblechfabrikation hervor. 1868 lieferte das Schönthaler Werk 1¾ Million Pfund Stahlblech, darunter besonders Kesselbleche aus Tiegelgußstahl. 1869 wurden berits 481 Arbeiter beschäftigt. 1908 errichtete die Firma unter Ausnutzung der Ruhrwasserkraft eine Turbinenzentrale, in der fünf mit Drehstromgeneratoren gekuppelte Wasserturbinen von je 425 PS aufgestellt waren, die den Strom an 52 Elektromotore lieferten.-Vor dem Kriege beschäftigte das Werk etwa 1200 Arbeiter. Die Martin=Oefen hatten eine Jahresproduktion von über 50000 Tonnen, die Walzwerke eine solche von rund 43000 Tonnen mit einem Jahresumsatz von etwa 10 Millionen Mark. Diese stetige Entwicklung unterbrachen Krieg und Inflation. In den letzten Jahren ist die völlige Reorganisation des Werkes gelungen, wenn auch an eine Weiterentwicklung im alten Stile nicht zu denken war. Ss. Gewitterschäden Hagen, 22. Juli. Gestern nachmittag gegen drei Uhr brach am Hengsteysee plötzlich ein heftiger Sturm aus, der ein Boot umriß und die Insassen ins Wasser warf. Das Rettungsboot fuhr sofort mit größter Schnelligkeit zur Unglücksstelle, doch waren alle Insassen des Schwimmens kundig und hatten sich bereits am jenseitigen Ufer in Sicherheit gebracht. 7000 Menschen badeten gestern im Hengsteysee. IH Attendorn, 22. Juli. Bei dem schweren Gewitter am Sonntag nachmittag schlug kurz nach 4 Uhr der Blitz in das Wohnhaus auf Domäne Ewig ein und zündete. Da das Feuer an den lagernden Getreide= und Heubeständen reichliche Nahrung fand, nahm es in wenigen Minuten riesenhafte Ausmaße an. Den Wehren gelang es, von dem Wohnhaus die untere Hälfte zu retten. Menschenleben kamen bei dem Feuer nicht zu Schaden, auch das Vieh und das Mobilar konnte ausnahmslos gerettet werden. Der Gebäudeund Sachschaden ist sehr erheblich, aber durch Versicherung gedeckt. Obwohl das Gebäude durch Blitzableiter geschützt ist, schlug der Blitz ein und verursachte diese Brandkatastrophe. * Köln, 22. Juli. Am Sonntag nachmittag ging über dem Rheinland ein schweres Gewitter nieder. In Köln wurde die Feuerwehr allein 21 Mal gerufen. Menschenleben sind nicht zu Schaden gekommen. In Düren fielen Hagelkörner von seltener Größe. Der Hagelschlag, dem ein wolkenbruchartiger Regen folgte, hielt etwa 20 Minuten an. tt Troisdorf, 22. Juli. Gestern nachmittag wurde auf dem Aggerdamm in Troisdorf ein junger Mann aus Siegburg, der im Begriff war, auf sein Fahrrad zu steigen, vom Blitz erschlagen. Ein hinter ihm folgendes Kind wurde leicht verletzt. Eine neue Siedlung für 14000 Düsseldorfer □ Düsseldorf, 23. Juli. Die Rheinmetall= werke wollen auf dem ausgedehnten Gelände ihrer ehemaligen Kanonenwerkstätten eine große Siedlung erstehen lassen, Inzwischen hat man mit dem Abbruch der großen Faorithallen begonnen. Nach dem Bauentwurf sind 4000 Wohnungen für etwa 14000 Bewohner vorgesehen. Das Baugelände, das im Norden der Stadt Dusseldorf liegt, ist begrenzt von den Straßen: Heinrichstraße, Ehrhardtstraße, Ulmenstraße,„An der Piwipp“ und Rather Straße. Das gesagte Grundstück hat eine Größe von rund 517000 Quadratmetern, 57.000 Quadratmeter sind in Händen von Privatleuten; die Rheinmetall besitzt 460000 Quadratmeter. Schwere Verkehrsunfälle w Heessen, 22. Juli. Der bekannte hiesige Motorradrennfahrer, Sieger im diesjährigen Teutoburgerwaldrennen, Anton Maier, ist bei der gestrigen Westfalen=Lippe=Zuverlässigkeitsfahrt, in der Nähe von Herford, gestürzt. Der Verunglückte wurde sofort in das Herforder Krankenhaus eingeliefert. id Annen, 22. Juli. Die Schwimm= und Badeanstalt in Annen erforderte am. Samstag in der Mittagsstunde ihr erstes Todesopfer. Der in Stockum, Provinzialstraße 6, wohnhafte 21 Jahre alte Josef Barowiak erlitt den Tod infolge Herzschlages beim Baden. wagen wurde vollständig zertrümmert. Sämtlichneun Fahrgäste wurden mit lebensgefähr, lichen Verletzungen ins Krankenhaus gebracht Der Eisenbahnverkehr auf der Strecke Mörs= Bluyn, sowie der Straßenbahnverkehr wurden vollständig lahmgelegt. Weiter erfahren wir noch: Bei dem Auto handelt es sich um einen Lieferwagen der Degerma Milch G. m. b. H. aus Krefeld. Der Führer des Wagens wollte anscheinend noch vor dem ankon, menden Zug, der die Rheinbergerstraße kreuzt, das Gleis überfahren. Als er sah, daß dies nicht mehr möglich war, bremste er, konnte aber den Anprall auf die Lokomotive nicht mehr verhindern. Großfeuer in der Maschinenfabrik Kopp :: Essen, 22. Juli. Um 13 Uhr 52 wurde die Berufsfeuerwehr fernmündlich zur Maschinenfabrü Kopp, Steeler Straße 444, gerufen. Hier war Benzol in Brand geraten. Der erste Löschzug rückte sofort zur Brandstelle aus. Gleichzeitig wurde der Schaumgenerator zur Brandstelle beordert. Beim Eintreffen der Feuerwehr brannte der an der Straße liegende etwa 50 Meter lange Holzschuppen in vollem Umfange. Drei in der Garage stehende Lastkraftwagen brannten ebenfalls schon. Während der Löscharbeiten explodierten mehrere in dem Schuppen lagernde Benzolfässer, sodaß bei der Bekämpfung des Feuers mit größter Vor. sicht vorgegangen werden mußte. Der die Bekämpfung des Feuers leitende Brandoberingenieur gab zur Hauptwache die Meldung„Großfeuer". Daraufhin rückte die zweite Motorspritze sofort zur Brandstelle aus. Das Feuer wurde mit 275er und 245er Leitungen bekämpft. Ein Uebergreifen des Feuers auf das angrenzende Wohnhaus und auf die Fabrik wurde durch starkes Wassergeben verhindert. Der Schuppen sowie die drei Lastkraftwagen brannten vollkommen nieder. Die Aufräumungsarbeiten waren erst gegen 17 Uhr beendet. Opfer des Badens * Wiesdorf=Manfort, 22. Juli. In einem Kiesloch am Heideweg, hinter dem Bahnhof Manfort, ertrank der 31 jährige Johann Amberg. Er hinterläßt Frau und vier Kinder. m Osterfeld, 20. Juli. Der 15jährige Sohn der Familie Zieroß, die in der Knappenstraße 38 wohnt geriet in einem Landwirtschaftsbetriebe in Mecklerburg, wo er als Landarbeiter tätig war, unter ein Ackerwalze. Als der Verunglückte unter der Walze herausgeholt war, erwiesen sich seine Verletzungen als so schwer, daß sie kurz darauf den Tod des jungen Mannes herbeiführten. Bochumer=Veranstaltungen und Verein Veranstaltungen und Vergnügungen (—) Heute Nordischer Abend im Stadtpark. Unter Leitung von Konzertmeister Curt Hofmann veranstaltet das Städtische Orchester heute(Dienstag) einen Nordischen Abend im Stadtpark. Es gelangen Werke von E. Grieg, W. Niels Gade, I. Svendsen, E. Hartmann, J. Sibelius, Ch. Sinding und M. Schmeling zu Gehör. Solistisch wirkt Konzertmeister Rudolf Loos (Violine) mit. Die Veranstaltung beginnt um 8 Uhr abends und findet nur bei günstiget Witterung statt. (Siehe Anzeige.) (hb) Wald= und Posaunenfest im Weitmarer Holz. Am 11. August veranstaltet der Evangelische Männerund Jünglingsverein Weitmar im Weitmarer Holz ein Wald= und Posaunenfest. Das letzte Fest dieser Art fällt noch in die Friedenszeit zurück; es zeichnete sich immer durch außerordentlichen Besuch aus. Die Vorbereitungen sind in vollem Gange. Man steht noch mit dem „Posaunengeneral“ Pastor Dr. Kuhlo in Verhandlung, um ihn zu bewegen, sich an diesem Fest mit seinem bekannten Kuhlo=Sextett zu beteiligen. Fest zugesagt haben schon über 100 Blaser. Es stehen aber noch ein ganze Reihe Zusagen aus. Aus dem Vereinsleben (x) Familienfest in der Constantia. Am Sonntag hatte der Verein seine Familienangehörigen zu einem schönen Familienausflug nach Stiepel(Wirtschaft Wengeler) eingeladen. Nach dem gemeinsamen Kaffeetrinken, bei echt westfälischem Bauernstuten mit guter Butter, begannen die Wettspiele der Kinder. Die Damen und Herren übten im Preisschießen und Speerwerfen. Die Beteiligung war sehr gut. Am Abend sollte ein Fackelzug den Heimweg verschönern, doch der Wettergott meinte es anders. Am Samstag abend hatte die Constantia in der Kaiseraue dem Kirchenchor von Meinolphus einen schönen Abend bereitet, aus Dankbarkeit für die hilfsbereite Mitwirkung des Chores bei Veranstaltungen der Constantia. Der Abend gestaltete sich sehr prächtig. 1 Kollegiale Sterbehilfe. Zur Zeit der Inflation, als große Summen kleine Werte waren und die Lebensversicherungen und Sterbekassen die Auszahlungen einstellten, vereinigten sich die Lehrkräfte der höheren Lehranstalten und die der Volksschulen zu der„Kollegialen Sterbehilfe". Beim Todesfalle eines Mitgliedes wurde der auszuzahlende Betrag durch ein sogenanntes Umlageverfahren aufgebracht, später wurde ein monatlicher Beitrag von 50 Pfennig erhoben und ein Sterbegeld von 300 Mark ausgezahlt. Auch Angehorige der Mitglieder(Frauen, Kinder und Eltern) konnten für einen monatlichen Betrag ausgenommen werden. Die Mitgliederzahl stieg auf über 600. Die Kassengeschäfte wurden vom Vorstand unentgeltlich ausgeubt. Leider ist der Abgang durch Todesfall nicht wieder durch Neueintritt gedeckt worden und dadurch die Mitgliederzahl zurückgegangen. Am Freitag tagte eine Mitgliedetversammlung in der Restauration Uhlenbruch, um über das Fortbestehen der Sterbehilfe zu beraten. Die noch vorhandenen Mitglieder möchten für ihre bis jetzt gezahlten Beiträge bei Auflösung der Kasse nicht leer ausgehen. Es wurden manche recht gesunde Vorschlage gemacht, um den Verein noch lebensfähig zu erhalten. In der nächsten Generalversammlung im Herbste wird man einen definitiven Beschluß fassen. X Düsseldors 22. Juli. Am Sonntag abend, kurz nach 11¾ Uhr, stießen auf dem an der Gustav=Poensgen=Straße vorbeiführenden Bahndamm, aber noch im Bereich des Düsseldorfer Hauptbahnhofes, zwei Personenzüge aufeinander. Es handelt sich um die gleichzeitig nach Köln und nach Neuß fahrenden Züge Nr. 268 und 1846, die sich gegenseitig in die Flanke fuhren. Beide Lokomotiven wurden durch den Anprall aus den Gleisen geworfen, ein Packwagen und ein Personenwagen schoben sich hoch. Sechs Personen wurden leicht verletzt. Innerhalb fünf Minuten war ein Hilfszug zur Stelle. Da die Strecke nach Neuß. durch die ineinandergeschobenen Lokomotiven verbaut war, mußte ein Güterzuggleis für den Personenzugverkehr freigehalten werden. □ Mörs, 22. Juli. Gestern abend, gegen 7 Uhr, raste, als über Mörs ein schweres Gewitter niederging, an dem Bahnübergang Rheinbergerstraße, ein mit neun Personen besetzter Lieferwagen aus Krefeld, gegen einen Kleinbahnzug. Der Liefer∆ Verein der Verdun= und Argonnenkämpfer. In der Monatsversammlung am Samstag wurde des verstorbenen Kameraden Süßmund Kameg Werner als zweiter Schriftführer gewählt. I0 August findet ein Familienausflug statt. Neuaufgenommen wurden drei Mitglieder.„„ 5 um∆. Verein ehemaliger 67er von Bochum uno um gegend. Die im Vereinslokal Hasselkuß abgehaltel Monatsversammlung war von 69 Kameraden besucht Zur Aufnahme meldete sich ein Kamerad. Kangg, Kenter, der infolge Krankheit seinen Posten als biti treter der Kriegsbeschädigten beim Kreisverband mehr weiter versehen kann, stellte sein Amt zur Be fügung. An seiner Stelle wurde Kamerad Finke stimmig gewählt. Der erste Vorsitzende, Kamerad Obe leutnant a. D. Peters gab einen eingehenden Bersch über die Vorbereitungen und die Festfolge zum 2saht gen Stiftungsfest, das am 7, September im###c Saale des Parkhauses festlich begangen werden son.“ Beifall nahmen die Kameraden von der Teilnahme Generale Bode und Schramme und des Bunde## führers Major Mattenklott Kenntnis. Den sanglichen Teil hat der Männergesangverein„Gub', glocke" übernommen. Auch die Turngemeinde stellt wieder ihre besten Krafte in den Dienst der“ Sache. Einstimmig wurde die Festfolge genehmigt. Berlin, 22. Juli heißesten Tag des regens in den frül ganzen Tag über ei der Stadt. Um die trum der Stadt 35 fast 40 Grad Celsius liner Bevölkerung si in den zahlreichen S Freibäder Wannsee besuch aufzuweisen. Sonntag wieder ein beim Baden zu bek Wegen des groß bädern am Wannse Vorsichtsmaßregeln in diesen beiden Bal Unglücksfälle ereign Teil in sogenannter an denen das Bader trunken. Auch in Duisbr Hier mußten fünf ben lassen. 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Um die Mittagsstunden wurden im Zentrum der Stadt 35 Grad Celsius im Schatten und fast 40 Grad Celsius in der Sonne gemessen. Die Bersiner Bevölkerung suchte in großen Scharen Erholung in den zahlreichen Seen in der Umgebung. Die großen Freibäder Wannsee und Grünau hatten einen Rekordbesuch aufzuweisen. Leider sind auch am gestrigen Sonntag wieder einige Unglücksfälle durch Ertrinken beim Baden zu beklagen. Wegen des großen Andranges waren in den Freihädern am Wannsee und am Müggelsee besondere Vorsichtsmaßregeln getroffen worden. Während sich in diesen beiden Bädern bis zum Abend keine tödlichen Unglücksfälle ereigneten, sind an anderen Stellen, zum Teil in sogenannten wilden Freibädern, an Stellen, an denen das Baden verboten ist, 9 Personen ertrunken. Auch in Duisburg wurden Unglücksfälle gemeldet. hier mußten fünf Menschen beim Baden ihr Leben lassen. So badeten an einer Baggerstelle an der linken Rheinseite gegenüber der Badeanstalt die 19 und 22 Jahre alten Brüder Emil und Wilhelm Schirrmacher aus Brockhausen. Anscheinend ist zunächst einer der Brüder in Ertrinkungsgefahr geraten. Als der andere ihn dann retten wollte, fanden beide den Tod in den Wellen.— Im Strandbad am Rhein ertrank in der Abteilung Schwimmer ein Badegast und ein anderer Mann beim Bade im offenen Rhein unterhalb der Badeanstalt. Ihre Personalien konnten noch nicht festgestellt werden. Der Arbeiter Heinr. Lücken ertrank am Sonntag morgen gegen 7 Uhr ebenfalls beim Baden im Rhein in der Nähe der Bliersheimer Fähre. Der Verunglückte stand im 26. Lebensjahr. Seine Leiche konnte noch nicht geborgen werden. Auch außerhalb der Reichsgrenzen hält die Hitzewelle an So hat die Hochsommerhitze in der vergangenen Woche in Wien in Oesterreich am Sonntag ihren Höchstand erreicht. In Wien zeigte das Thermometer in den Mittagsstunden in der Sonne 40 Grad, im Schatten 36 Grad Celsius. Die Hitze war umso fühlbarer, als kein Luftzug zu spüren war. Schon in den frühen Morgenstunden waren alle Verkehrsmittel überfüllt. Hunderttausende erkämpften sich einen Platz, um ins Freie zu gelangen. In den ersten Vormittagsstunden bereits waren die Ausflugsorte von Wienern überschwemmt. Wie die Budapester Morgenblätter berichten, sind im Laufe des Sonntags, der der heißeste Tag des Jahres war, insgesamt 15 Personen beim Baden in der Donau ertrunken. In Italien hat die Hitze in den letzten Tagen eine fühlbare Steigerung erfahren. In verschiedenen Städten zeigte das Thermometer 37 Grad Celsius im Schatten. Es herrscht eine drückende Schwüle. Aus Norditalien wurden wieder leichte Erdstöße gemeldet. In England sind schwere Gewitter niedergegangen. Teile der Ost= und Südküste wurden von Sturzwellen überschwemmt. In Folkestone ist hierbei ein Mann ertrunken, zwei Kinder und zwei Frauen wurden verletzt. In verschiedenen Fällen gelang es die auf dem Wasser befindlichen Gruppen im letzten Augenblick vor dem Ertrinken zu retten. Die Sturzwellen erreichten eine Höhe bis zu zehn Metern. Durch Hitzschlag wurden in verschiedenen Landesteilen mehrere Personen getötet und eine große Anzahl verletzt. Ein Teil des Eisenbahnnetzes der Südbahn in der Nähe von London wurde unbenutzbar, da die Schienenanlagen 90 Zentimeter unter Wasser standen. und von seiner Gattin weggetrieben hatte. Als er sein Ende nahen fühlte, da seine Gesundheit völlig zerrüttelt war, kehrte er nach seiner Vaterstadt Detmold wieder zurück und starb in den Armen seiner Gattin, mit der er sich kurz vorher versöhnt hatte. Einer der trefflichsten Dichter, Ferdinand Raimund, der mit seinen Zauberspielen und seinen Märchendramen sich eine große Gemeinde von Verehrern geschaffen hatte, war trotz seiner scheinbaren Heiterkeit ein Hypochonder, der durch Selbstmord endete. Er litt unter dem Wahn, von einem tollen Hund gebissen worden zu sein und wählte zur Erlösung von seinen seelischen Qualen den Freitod. Vielleicht liegt darin die Ursache dafür, daß sein Humor einen tiefernsten Zug aufweist. Ungewöhnlich haufig werden große Dichter von Geisteskrankheiten befallen, so daß bereits bekanntlich die Aerzte einen Zusammenhang zwischen Genie und Wahnsinn feststellen zu können glaubten. Nietzsche, der große Dichter=Philosoph, hat seine letzten Lebensjahre in Geistesumnachtung verbracht, und das gleiche Schicksal traf den großen deutschen Lyriker Nikolaus Lenau. Er wurde im Hause seines Freundes, des Hofrates Reinbeck in Stuttgart, kurz nach seiner Verlobung im Jahre 1844 vom Wahnsinn befallen und nach der Irrenanstalt Ober=Döbling bei Wien gebracht. Hier lebte er noch sechs Jahre, bis er durch einen gütigen Tod von seinen furchtbaren Qualen befreit wurde. Die Zahl der Dichtertragödien ist noch ungewöhnlich groß, und es würde der Platz dafür fehlen, sie in Vollständigkeit darzustellen. Es sei nur an den schrecklichen Tod des großen deutschen Dramatikers Heinrich v. Kleist erinnert, der aus seelischer und wirtschaftlicher Not heraus ebenso wie Ferdinand Raimund durch Selbstmord endete. Die Wolfsplage im amerikanischen Norden Von einer ungewöhnlichen Gefahr sieht das Gebiet von Alaska bedroht. Durch die außerordentliche Vermehrung der„Coyotes“, der berüchtigten Präriewölfe, die unter die Stammväter der amerikanischen Haushunde gerechnet werden, sind die Renntierherden der Karibus und die Zugvögel, die am Yukon nisten, von der Ausrottung bedroht. Die gejagten Karibus sind in großer Zahl bereits über die kanadische Grenze geflohen, was für Alaska eine schwere wirtschaftliche Schädigung bedeutet. Infolgedessen sind auch bereits 30000 Dollar zur Aussetzung von Kopfprämien auf die wildernden Präriewölfe ausgeworfen worden. Der Coyote lebt in der Hauptsache von kleinen Tieren, jagt daneben aber in Rudeln auch größeres Wild. Er ist so listig und verschlagen wie der Fuchs. So sind bei der Jagd auf den Hasen, der das bevorzugte Opfer des Coyote bildet, stets zwei Tiere in gemein'amer Arbeit verbunden Während der eine den Hasen jagt, erwartet der andere, wohl vertraut mit der Gewohnheit der Hasen, sich der Verfolgung durch Beschreiben eines Kreises zu entziehen, bis das arme Geschöpf bei seinem Rundlauf wieder am Start erscheint. Dann übernimmt er die Verfolgung, während der Gefährte die Wache übernimmt. Die Coyotes sind längs der Rocky Mountains von Kanada bis nach Guatemala verbreitet. Ulnbtiäufer der Absturz im damaltinischen Gebirge Wien, im Juli. Nachträglich erst erfährt man näheres über den Tod eines jungen Wieners, der in den Bergen von Podgora an der dalmatinischen Küste abgestürzt ist. Der traurige Vorfall ist um so bemerkenswerter, als die ganze Art und Weise, in der der junge Bergsteiger den Tod erlitt, vollkommen rätselhaft ist und wohl auch immer bleiben wird. Man muß sich die Situation vergegenwärtigen, um von diesem tödlichen Unfall ein Bild u betommen:. Set.men 905 Podgora ist ein ganz kleiner Ort, sogusagen das Seebad weltflüchtiger Urlauber, die ihre Nerven in aller Gründlichkeit in Ordnung bringen wollen. Gleich hinter dem Orte steigen die Berge mächtig an und erheben sich bis zu einer Höhe von achtzehnhundert Meter. Zuerst gibt es aalglattes Kalkgeröll, dann einen mehrere hundert Meter hohe senkrecht ansteigende Wand, über der knapp der Gipfel zu liegen kommt., ga 11h der i. Gegen Anfang dieses Monats cam auch der junge Wiener Rudolf L. dorthin und erging sich schon happ nach seiner Ankunft in einer nicht ungefährlichen Bergtour. Am nächsten Tage äußerte er den Wunch, den eben beschriebenen Gipfel zu ersteigen, doch riet ihm der Besitzer des Hotels, in dem er wohnte, ernstlich ab, da die Bewältigung der dalmatinischen Berge besondere Technik erfordere. 4„5 L. ließ sich jedoch nicht warnen und ohne im Hotel das Ziel seines Ausfluges anzugeben, verließ er am frühen Vormittag sein Quartier. Kaum, daß er sich angeschickt hatte, die Höhe zu besteigen, würde er von den in der Umgebung arbeitenden Bauern nochmals auf das nachdrücklichste gewarnt. Die Bauern machten L. auf die Tücken dieser Anhöhe aufmerksam, dieser aber erwiderte, er sei ein geübter Bergsteiger und habe schon schwierigere Touren bewältigt. Auch die engende Hitze schreckte ihn nicht ab, von seinem Vorhaben zu lassen. Es ist ein sehr schönes Zeichen für die hilfsbereitschaft der Bevölkerung, daß eine Anzahl der Bauern dem waghalsigen Touristen in angemessener Entfernung folgten, um im Falle eines Unglücks zur Stelle zu sein. Unter immerwährenden Zurufen erstieg L. in einem fast rasend zu nennendem Tempo den ersten Teil des Weges, stets gefolgt von den Einheimischen, die mit ihm nicht gleichen Schritt halten I konnten und sich demgemäß immer weiter von ihm entkernten. Als L. am Fuße der vorhin beschriebenen senkkechten Wand angelangt war, gaben es die Bauern auf, Im weiter zu folgen. Staunenden Blickes blieben sie schließlich stehen,# L gleich einer Katze und mit solcher Schnelligkeit dse Wand erstieg, die selbst den berggewohnten Einheimischen rätselhaft schien. Das Staunen der Einheimischen war um so größer, als L. die Tour, die sonst vier Stunden in Anspruch zu nehmen pflegt, in nicht ganz zwei Stunden bewältigte. Er war schon knapp vor dem Gipfel angelangt, da sah man, wie er sich plötzlich umwandte, die Hände ausbreitete wie bei einem Sprung ins Eine Mädcheilhandlereune? Pngustel Kattowitz, 22. Juli. Mehrmonatigen Bemühungen der Kriminalpolizei ist es gelungen, einem weitverzweigten Mädchenhandel auf die Spur zu kommen, deren Zentrale in Sosnowitz und Bendzin lag und deren Beziehungen bis nach Deutschland, Frankreich, Belgien und sogar nach Brasilien reichten. Das Geschäft beruhte hauptsächlich auf Lieferung von lebender Ware für die ausländischen Freudenhäuser und auch auf dem Schmuggel von polnischen Militärpflichtigen, die sich dem Militärdienst entziehen wollten. Die ahnungslosen jungen Mädchen im Alter von 15 bis 25 Jahren, denen bestbezahlte Stellungen im Auslande versprochen wurden, sind zunächst über die Grenze und dann mit Autos meistens nachts quer Menschenschmuggel aus Polen durch Deutschland nach Frankreich und Belgien transportiert worden, nachdem man den armen Opfern noch die letzten Ersparnisse„zur Deckung der Unkosten" abgenommen hatte. Ein solcher Transport von jungen Madchen und Militärpflichtigen wurde in Liegnitz rechtzeitig festgehalten, doch läßt sich nicht feststellen, wie viel derartiger Transporte bisher stattgefunden haben. gesamt wurden bisher 32 Personen, zumeist aus Bendzin und Sosnowitz, und verschiedene Helfer aus Beuthen, die mit Verkehrskarten die Grenze überschreiten durften, verhaftet. Weitere Verhaftungen stehen bevor, da die Untersuchung noch nicht endgültig abgeschlossen ist. Wasser um knapp darauf in die Tiefe zu stürzen. Nicht einen Augenblick sah man ihn im Kampfe mit dem Terrain, für jemand der die Verhältnisse nicht kennt, mußte es so aussehen, als oäre L. freiwillig in den Tod gegangen. Man muß jedoch annehmen, daß.s Kräfte infolge der abnormen Anstrengung erschöpft waren und daß er unter dem Einfluß der enormen Hitze plötzlich einer Sinnesverwirrung unterlegen sein muß. Es kann auch sein, daß er, als er die Unmöglichkeit fühlte, den Rest der Wand bis zum Gipfel zu ersteigen, den Sturz in die Tiefe in einen regelrechten Sprung verwandelte. Einige hundert Meter tiefer blieb L. mit zerschmettertem Schädel und gebrochenen Gliedern liegen..... 15 Die Einwohner Podgoras, auf die vie kühne Leistung .s den Eindruck eines Wunders gemacht zu haben schien, hielten bis zum Abtransport der Leiche Tag und Nacht Totenwache, an der sich stets mehrere Mann beteiligten. Dichtertragödien Es ist eine seltsame Fügung des Schicksals, daß die Dichter, die Schöpfer der Tragödien, oft selbst in vielen Fällen, ein tragisches Lebensschicksal erfahren haben. Viele der hervorragendsten Dramatiker und Lyriker sind unter schrecklichsten Umständen gestorbenVon diesem Geschick blieb auch Hugo v. Hofmannsthal nicht verschont, der unter einem Glücksstern geboren zu sein schien. Auch Hofmannsthal hat das Philosophenwort an sich erfahren, daß niemand vor seinem Tode glücklich zu preisen sei; denn der Selbstmord seines Lieblingssohnes wurde der Anlaß zu seinem eigenen tragischen Ende. Ein grauenhafter Tod war Heinrich Heine vorbehalten. Ihn befiel bekanntlich im Jahre 1848 ein Rückenmarksleiden, daß ihn vom Jahre 1848 bis zu seinem Tode am 17. Februar 1856 an das Krankenlager fesselte, das er selbst die„Matratzengruft“ nannte. Er hatte allerdings bis zum letzten Augenblick noch seinen Spott bewahrt; denn als ihn sein Arzt fragte: „Können Sie noch pfeifen?“, antwortete er:„Nicht mal mehr auf ein Stück von Scribe.“ Der Tod Grabbes war eine Erlösung von einem wüsten Leben, das ihn von seiner Vaterstadt Verhaftung Eckermanns in Guatemala Berlin, 22. Juli. Der Bericht der deutschen Behörde in Guatemala über die Verhaftung des des Fememordes beschuldigten Eckermann liegt jetzt vor. Es ist daraus ersichtlich, daß die Anhänger Eckermanns verschiedentlich versucht haben, ihn durch Kraftwagen mit Regierungsabzeichen zu entführen. Die Gesandtschaft mußte Vorsichtsmaßnahmen ergreifen, um Schießereien zu vermeiden. Der Transport ist in den Morgenstunden durchgeführt worden und hat zu keinerlei Erregung Anlaß gegeben. Flugunglück in Tempelhof Berlin, 22. Juli. Heute nachmittag um 3,30 Uhr mußte, wahrscheinlich wegen Kurbelbruchs, ein Zeitungsflugzeug kurz nach dem Start vom Flughafen Tempelhof wieder zur Landung übergehen. Die Maschine konnte im Gleitflug den Flugplatz nicht mehr erreichen und geriet auf einen Bahndamm des Güterbahnhofs Tempelhof. Das Flugzeug wurde schwer beschädigt. Der Flugzeugfuhrer Loeb fand durch den Anprall den Tod, während der Bordmechainker schwere Kopf= und Beinverletzungen davontrug. 65 Tote einer Schiffskatastrophe Lahore, 22. Juli. Ein furchtbares Schiffsunglück hat sich auf dem Chenan=Fluß in der Nähe der Stadt Ghaniot ereignet. Ein Schiff mit etwa hundert Personen an Bord geriet plötzlich in einen Wirbelsturm und kenterte. Von den Passagieren konnten nur 45 gerettet werden, während die ürigen 65 den Todin den Wellen fanden. Treibende Eisberge unter Spitzbergen Hamburg, 22. Juli. Die Deutsche Seewarte in Hamburg teilt mit: Der Dampfer„Resolute“ meldet: Sichteten westlich auf 74 Grad Nord und 18,50 Grad Ost vier große Eisberge südöstlich treibend. 20 Seemeilen südöstlich von Cap Bull(südlich des Cap der Bäreninsel zwei große Eisberge, Süd=Südost treibend. 20 Seemeilen südwestlich Cap Bull ein großer Eisberg, Süd=Südost treibend. Durchschnittshöhe 40 bis 50 Meter, Länge 200 Meter, Bäreninsel auf 50 Seemeilen gesichtet. Verhaftung des Mörders von Innsbruck Innsbruck, 22. Juli. Der 19 Jahre alte kaufmännische Angestellte Peter, der am Freitag in Brandenburg in Tirol das Ehepaar Hummel aus Hochstetten in Niederösterreich erschossen und beraubt hatte, konnte am Sonntag in Landl in der Nähe der bayrischen Grenze verhaftet werden. Peter leugnet zwar, die Tat begangen zu haben, doch bestehen dringende Verdachtsmomente, die auf seine Täterschaft schließen lassen. Peter wurde ins Gefängnis eingeliefert. it Start des deutschen Dornier=Wal=Flugbootes nach Island. Das deutsche Dornier=Wal=Flugboot D 1422, das von Sylt nach Island geflogen ist, ist am Montag früh 9 Uhr 50 nach den Faroer-Inseln gestartet. * Wenn man seine Frau verhaften muß... In eine kitzlige Situation ist der Hüter der öffentlichen Ordnung in Fairhaven, einem Dorf im Staat New Jersey, geraten. Herden ist der einzige Polizist in diesem Nest. Eines Tags läutete eine frühere Schauspielerin namens Mack heftig bei ihm an und beschwerte sich, daß eine Frau vor ihrer Tür randaliere. Herden eilte zur Wohnung von Fräulein Mack und sah in der Tat eine Frau, die an die Tür der Schauspielerin hämmerte und mit Ausdrücken um sich warf, die nicht sehr fein waren. Schwer legte sich die Hand Herdens auf die Schulter der Friedensbrecherin. Zu seinem Schrecken erkannte der Polizist in der Verhafteten, als diese sich umdrehte, seine eigene Frau. Da half kein Sträuben— die Schauspielerin verlangte, daß die Friedensstörerin abgeführt werde, und so mußte es geschehen. In Ermangelung eines Gefängnisses mußte Herden seine Frau in ihr Schlafzimmer einsperren. Sie erlangte ihre Freiheit erst nach der Gerichtsverhandlung wieder, wo sich herausstellte, daß ihr Lärmen der Eifersucht gegen die Schauspielerin entsprungen war. Zur Aufklärung! Es gibt viele Suppenwürzen, aber nur eine MAGgi-Würze! Achten Sie beim Einkaut auf den Namen MAGGI, die gelb-roten Etiketten und die typische Form der Flaschen. 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KianderaewerseAladehrie Erhöhter Ruhrkohlenabsatz Der Gesamtkohlenabsatz des RheinischWestfälischen Kohlen-Syndikats im Monat Juni 1929 (Kohlen, Koks und Briketts durcheinander gerechnet) beträgt 10 009022(Mai: 0629 059) Tonnen bezw. arbeitstäglich 410 627(395.038) Tonnen. Davon kommen auf die Verkaufsbeteiligung in Anrechnung: 7 115 713(6 693 581) Tonnen, und hiervon für den Absatz ins unbestrittene Gebiet 3692047 (3 563 525) Tonnen, ins bestrittene Gebiet 3 423 666 (3130 056) Tonnen, weiterhin also der Absatz ins unbestrittene Gebiet weiterhin gestiegen ist, ist der Absatz ins bestrittene Gebiet in diesem Monat wesentlich höher als im Vormonat. Auf die Verbrauchsbeteiligung(Werkselbstverbrauch) entfallen: 2 225 283(2 223 475) Tonnen, während der Zechenselbstverbrauch sich auf 668 026(712 009) Tonnen stellt. Der Gesamtabsatz ausschließlich Zechenselbstverbrauch gliedert sich folgendermaßen: Kohlen 5 710 603 (5 473723) Tonnen. Koks: 2 639 410(2502 801) Tonnen, Briketts: 254 004(241 257) Tonnen. Die öffentlichen Geldinftitute der Provinz Weittalen Die westfälischen Sparkassen. Die allgemeine Geldknappheit hat auch im Juni einen ungünstigen Einfluß auf den Zufluß an Spareinlagen ausgeübt. Die Spareinlagenzunahme in Westfalen betrug nur 6 Millionen Mark gegen 13 Millionen Mark im gleichen Monat des vorigen Jahres. Den Sparkassen fällt es deshalb schwer, ihre am Anfang des Jahres erteilten Kreditzusagen zu erfüllen. Gegenüber neuen Kreditanträgen halten sie sich zurück, vielfach ist die Kreditgewährung ganz eingestellt. Die Giro-Scheck- und Kontokorrenteinlagen betragen wie im Vormonat unverändert 109 Millionen Mark. Die Gesamteinlagen belaufen sich mithin auf 873 Millionen Mark. An neuen Sparbüchern wurden 17500 ausgestellt.„„„„ Die Landesbank und das Pfandbriefamtfür Hausgrundstücke. Die Landesbank hatte einschließlich der Stellen Bielefeld, Dortmund und Hagen einen Umsatz von 743 Millionen Mark zu verzeichnen. Die Bilanzsumme belief sich im Monat Juni auf 457 Millionen Mark gegenüber 443 Millionen Mark zu Beginn des Jahres. Die Geldknappheit wird in absehbarer Zeit die Wiederaufnahme der Kreditgewährung nicht gestatten. Provinziallebensversicherung. Sie hatte im Monat Juni 1929 einen Antragszugang von rund 2 Millionen Mark. Mellezahlen Das Leipziger Messeamt erstattet zum fünften Male den mit dem Konjunktur. Forschungsbericht zusammengestellten Bericht über die Wirkung der Frühjahrsmesse auf die verarbeitende Industrie. Der Bericht, dessen allgemeiner Teil diesmal der Frage der Exportförderung und der Werbetechnik gewidmet ist, stellt gegen das Vorjahr eine Verschlechterung des Inlandsgeschäfts und stärkeres Exportinteresse fest. Er verzeichnet darüber hinaus eine Verschiebung des Erfolges der Messe innerhalb der teilnehmenden Branchen. Am besten haben diesmal chemisch- technische Erzeugnisse, Möbel, Textilwaren und Glaswaren, am ungünstigsten Sportartikel und die Baumesse abgeschnitten, wenn man die Betriebsausnutzung am 1. März 1929 als Maßstab anlegt. Der Durchschnitt der Anforderungen von Verkaufsunterlagen betrug je Messestand bei der Technischen Messe 96 inländische und 44 ausländische Firmen, bei der allgemeinen Mustermesse 60 und 37. Groß waren die Schwankungen innerhalb dieses Durchschnitts bei den einzelnen Branchen. Die höchste Zahl wies die Möbelbranche auf, die geringsten Schuhe, Kunstgewerbe und Sportartikel. Durchweg forderten die Inländer mehr Unterlagen als die Ausländer. Die Zahl der tatsächlich erteilten Messeaufträge und deren Wert liegt unter denen des Vorjahres. Der deutsch-amcrikanische Warenverkehr Den zahlreichen Protesten anderer Länder gegen die neue amerikanische Zollvorlage hat sich bekanntlich auch Deutschland angeschlossen. Es ist an sich von untergeordneter Bedeutung, ob ein formeller Protest oder nur einfache„Vorstellungen“ des deutschen Botschafters in Washington erfolgten. Wie berechtigt der deutsche Protest war, zeigt die Gestaltung des deutschen Warenaustausches mit den Vereinigten Staaten. Es betrug nämlich: die Ausfuhr das Passivum: nach Amerika 776 Mill. Mk. 796 Mill. Mk. Die Einfuhr aus Amerika 1927 2033 Mill. Mk. 1928 2027 Mill. Mk. 1247 MIlI. Mk. 1231 Mill. Mk. 2 Milliarden Während Deutschland für über Reichsmark Waren aus den Vereinigten Staaten besicht, kann es auf der anderen Seite nur ungefähr Milliarde Mark Waren auf dem amerikanischen Markt absetzen, sodaß der deutsch-amerikanische Warenaustausch mit ungefähr 1¼ Milliarde zu ungunsten Deutschlands passiv bleibt. Ein solches einseitiges Verhältnis ist auf die Dauer auBerordentlich ungesund. Die amerikanische Zollvorlage in der Jetzigen Form würde dieses Verhältnis zum Schaden Deutschlands eher noch verschlechtern. Von diesem Standpunkt aus kommt dem deutschen Protest eine besondere Bedeutung zu. Die Weizenbilanz Der große Zuschußbedarf Deutschlands an Welzen kommt in hohen laufenden Importziffern zum Ausdruck. Der starke Rückgang der Weizeneinfuhr im Februar und März dieses Jahres ist auf die Vereisung von Häfen und Wasserwegen zurückzuführen. Dieser Rückgang wurde durch eine besonders hohe April-Einfuhr ausgeglichen. Immerhin scheint die Weizeneinfuhr wegen des guten Ausfalls der heimischen Ernte, diesmal nicht so hoch zu werden, wie es sonst in den letzten Monaten des landwirtschaftlichen Betriebsjahres auszufallen pflegt. Bemerkenswert ist die Tatsache, daß seit Oktober des Vorjahres eine beachtliche Weizenausfuhr stattfindet, während sonst die Weizenausfuhr— von den anormalen Verhältnissen des Wirtschaftsjahres 1925/26 abgesehen— unbedeutend zu sein pflegte. Abgeschwächt und geschäftslos Berliner Börse. Berlin, 22. Juli. Gegen Schluß der Freitagsbörse tauchte verschiedentlich die Ansicht auf, daß das Kursniveau jetzt einen kaum noch zu überwiegenden Stand erreicht habe, und daß die Börse nun endlich wieder einmal aus ihrer Lethargie erwachen müsse. Auch am Samstag rechnete man nach Bekanntwerden der günstigen Außenhandelsbilanzziffern(Aktivität von 2 Millionen), der gebesserten Ruhrkohlenförderung, des wider Erwarten gar nicht so kritischen Zwischenberichts des Reparationsagenten und der günstigen Auslassungen des Reichsbankkommissars für heute mit einer festeren Börse. Ferner hätten der freundliche Schluß der letzten Neuvorker Börse und die Nachrichten, nach denen der Beginn der Reparationskonferenz für 6. August gesichert zu sein scheint. anregen müssen. Aber schon heute vormittag trat wieder eine stärkere Geschäftslosigkeit zutage, und es waren unvorhergesehen einige schlechte Momente vorhanden, die die Hoffnung auf eine baldige Besserung zuschanden werden ließen. Neben den Meldungen vom russisch-chinesischen Kriegsschauplatz war es vor allem die lebensgefährliche Erkrankung des Reichskanzlers Dr. Müller, die die Börse beunruhigte. Hinzu kamen die beginnenden Ultimovorbereitungen, Befürchtungen für den Geldmarkt, obwohl der Tagesgeldsatz heute eine kleine Erleichterung erfahren hatte. Beachtet wurden auch die erneuten Londoner Goldverkäufe. Bemerkenswert war wieder das anhaltende Angebot in Farben-Aktien und-Bezügen. Aber auch an den übrigen Märkten waren Abschwächungen von zirka 1 Prozent der Durchschnitt. Darüber hinaus verloren Glanzstoff sogar 13 Prozent. Anleihen lagen ruhig, und von Ausländern waren Bosnier etwas gefragt, Pfandbriefe bei stillem Geschäft im allgemeinen gehalten. Devisen uneinheitlich, Dollar international schwächer. Pfunde fester. Am Geldmarkt nannte man Tagesgeld mit 7½ bis 9½. Monatsgeld 9½ bis 10½, Warenwechsel 8 bis 7¾ Prozent. Auch im Verlaufe blieb das Geschäft bei atbbröckelnden Kursen sehr ruhig. In Dessauer Gas. Conti Caoutchouc war vorübergehend etwas Geschäft. Im allgemeinen überwogen aber erneut 1- bis 2prozentige Kursverluste. Polyphon verloren gegen den Anfang 6½ Prozent. Der Kassamarkt ist vollkommen lust1os. Die Kursveränderungen hielten sich im Rahmen von—2 Prozent nach beiden Seiten. Der weitere Verlauf blieb unverändert ruhig. Auf kleine Deckungen setzten sich mäßige Erholungen durch. Die Börse schloß zum Teil—1 Prozent unter Anfang, meist aber unverändert. Nachbörse: abwartend. Essener Börse Terminhandel Essen, 22. Juli. An der heutigen Essener Börse war der Terminmarkt fast völlig geschäftslos. Von Montanwerten, die meist zur Schwäche neigten, wurden nur Klöcker zu ermäßigten Kursen umgesetzt. Sonst war noch einiges Geschäft in Kallindustrie zu wenig veränderten Kursen zu beobachten. Im Verlaufe konnte der Kurs jedoch stärker anziehen. Kuxen- und Aktienhandel Der Kuxen- und Aktienmarkt zeigte demgegenüber eine gut behauptete und teilweise festere Haltung. Am Kohlenkuxenmarkt wurden Deutschland zu gut behaupteten Kursen umgesetzt, während Graf Schwerin und Heinrich zu nachgebenden Kursen im Verkehr waren. Von Kohlenaktien wurden Lothringen und Niederrheinische Bergbau etwas höher bezahlt. Industrieaktien wiesen wesentliche Veränderungen nicht mehr auf. Kohlen-Werte Kall-Werte Kall-Kuxe 4s86 Beienrode.... Bergmannssegen Braunschw.-Lüned. Burbach.... Carlshall Oesdemons... Einigkeit.... Erichssegen.. Güntershall... Habighorst... Hansa Sülberberg Heimboldshaus.. Gindenburg-Königsh Hohenfels. Hope Hugo 7500 3350 16000 7750 10900 1600 7200 8550 6400 3200 4650 13250 4150 12000 10600 7600 11750 3600 16750 8050 11500 9000 6700 4950 14250 5450 13000 11400 8300 12500 Mariaglück Marie Luise Mar Neusollstedt Ransbach.. Reichsland. Siegfried u. 1 Siegfried-Gießen Volkenroda. Wintershall 8750 1100 5400 7150 1500 8400 12000 4600 9250 1500 5800 7755 1600 8850 13000 —.— 130000 Kall-Aktion. 165.— 48.— 239 00 188.— 109.00 Aktien ##g. Hochbau.. Alsberg Gebr. Deutsch. Lastauto Dorstener Eisen Dortm. Vulkan.. Duisburg Bankv. Eisen- u. Hüttenw. Bochum 7% Vrz.-A. Elsa-Zement Funke Gebr. Houbenwerke Kabel Rheyot Köln-Lindenthaler Metall-Aktien ohne Börsennotiz Frankfurter Abendbörse behaupfet Frankfurt, 22. Juli. An der Abendbörse blieb die Tendenz behauptet. Die Umsatztätigkeit blieb unverändert minimal. Am Markte der Schiffahrtswerte bestand für Nordd. Lloyd, die 1½ Prozent anziehen konnten, einiges Interesse. Außerdem konnten sich I. G. Farben und Schuckert leicht erholen. Stahlaktien und Glanzstoff blieben dagegen bei stillstem Geschäft knapp gehalten. Etwas schrächer lagen Elektr. Lieferungen. Sonst ergaben sich gegen den Berliner Schluß keine nennenswerten Veränderungen. Die Rentenmärkte blieben vernachlässigt. Der französische Frank notiert 16.43¾. U. a. notierten: Gelsenberg 138½, Harpener 146, Mannesmann 122, Phönix 105½, Rheinstahl 125½,Ver. Stahlwerke 113%, AEG. 196½. Bergmann 222, Lieferungen 154½, Licht und Kraft 209½, Felten 137,.G. Farben 225½, Zellstoff Waldhof 239. Aus den Industriegesellschaften vorjährigen Verlustvortrages von 193#nI Mark##.# Verlust von 761 558 Mark aus. Das ungünstige Ergas nis wird, wie die Verwaltung ausführt, auf die start, Zurückhaltung der Eisenbahnverwaltung, der Kommung sowie der Privatbaufirmen mit Aufträgen zurückgeführt Von den Warenmärkten Berliner Produktenmarkt abgeschwächt. Berlin, 22. Juli. Während im Vormittagsverkehr und im Anschlus an die schwachen Meldungen von den nordamerike, nischen Terminmärkten das Preisniveau für Weizen und Roggen bis 2½ Mark unter dem des Wochen, schlusses lag, machte sich bei Börsenbeginn unter dem Eindruck der verhältnismäßig festen Liverpool-Mel. dungen für Weizen eine stetigere Haltung bemerk. bar. Vom Inland wird Weizen alter Ernte nur noch vereinzelt angeboten und 2 Mark niedriger bewertet, Dagegen ist Roggen alter Ernte aus allen Landez. teilen weiterhin freundlich offeriert, da man für den neuen Roggen Platz schaffen muß. Am Lieferungs. markt setzten die Juliaussichten 2 bezw. 3 Mark nie. driger ein. Weizen für Herbstlieferung war ziemlich behauptet, Septemberroggen verlor 1½ Mark. Der Mehlmarkt bleibt ruhig. Berlin, 22. Juli Kunich bulsgatihn Brioen. Aktnick aunt dchauntin er üid blhgnen sonst per 10 Hiogaing Weizen märk. Roggen märk... Futtergerste Hafer märk. Mais, loco Berlin Weizenmehl... Roggenmehl... Weizenkleie. Roggenkleie Viktoriaerbsen. Heine Erbsen 0 21.-23 25.-25.5 31.555 540-400 20.-23 28—305 19.3 23.-255 11.21-14 * Bochumer Schlachtviehmarkt vom 22. Juli.(Amtlicher Bericht der Notierungskommission.) Auftrieb: 36 Stück Großvieh, 125 Kälber, 2 Schafe. 443 Schweine, 216 dänische Rinderviertel. Es kosteten 50 Kilogramm Schlachtgewicht in Mark: Bullen: vollfleischige, ausgemästete und flei. schige 85—87, gering genährte 82—84: Kühe: jüngere vollfleischige höchsten Schlachtwertes und sonstige vollfleischige oder ausgemästete 96—102(ausgesuchte über Notiz), fleischige 86—94, gering genührte 65—78: Kälber. beste Mast- und Saugkälber 140, mittlere Mast- und Saug. kälber 125—135, geringe Saugkälber 90—110; Schweine: vollfleischige Schweine von zirka 200—300 Pfund Lebend. gewicht 110, vollfleischige Schweine von zirka 120-29 Pfund Lebendgewicht 108-110, Sauen 96—103. Marktver. lauf: langsam. Berliner Metallnotierungen Berlin, den 22. Juli 1829 (Die Preise verstehen sich ab Lager in Deutschland für prompte Lieferung und Bezahlung für je 100 Klogramm) Elektrolytkupfer,(wirebars) prompt, cif Hamburg, Bremen oder Rotterdam......... Originalhüttenaluminium 98—99%, in Blöcken, Walzod. Drahtbarren........... desgl. in Walz- oder Drahtbarren....... Banka-, Straits, Australzion in Verkäuferswahl Hüttenzinn, mindestens 99%...... Reinnicke 98—99%....... Antimon-Regulus Gold, 10 Gramm Silber, 1 Klogramm, ca. 300 Feinhest..... Platin, 1 Gramm............. 22. Juli 170.75 190.— 194.— 330.— 64.00—68.00 19. 194.00 350.00 64—65 28.00—28.25 75.00-7 .00—10.0 Konkursnachrichten aus dem Oberlandesgerichtsbezirk Hamm Amtsgericht Firma, Wohnort Gegenstand Dortmund... Dortmund... Dortmund-Hörde Essen * Gebrüder Alsberg A. G. in Gelsenkirchen-Buer. Die Gesellschaft erzielte 1928 einen Warenbruttogewinn von 3 466 602 Mark. Nach Abzug der Unkosten von 2 510 582 Mark, der Steuern von 421 506 Mark und der Abschreibungen von 312 054 Mark verbleibt einschließlich 4910 Mark Vortrag ein Reingewinn von 227 368 Mark, über dessen Verwendung Angaben nicht gemacht werden Die ordentliche Hauptversammlung genehmiste den: Abschluß und wählte C. Frankenstein(Berlin) neu in den Aufsichtsrat. *.-G. für Eisenindustrie und Brückenbau(vorm. Joh. Caspar Harkort). Die Hauptversammlung genehmigte die Bilanz für 1928. Der Abschluß weist einschließlich des Herne Witten Noue vterahran Kolonialwarenhdl. Emil Ries Dortmund. Dortmund... Essen ***** Kamen Fa. Fellmer& Hessel, Automobilhandelsges. m. b. H. Ehefrau Helene Buschenhofen geb. Stumpf, Putz- u. Pelzwarengeschan Fabrikbesitzer Dr. Paul Tielmann, Inh. d. Fa. Siebensterner Glashüttenwer. Paul Tielmeng Fa. Herner Glas- u. PorzellanNiederlage Carl Böhrer Kim, Josef Hardenberg In Annen Beendete Konkurse Ehefrau Aenne Gertz Af. 27.., 6IV. 27. I. M. 12. 8. Af. 31.., 8W. S L. M. 12. 8. Af. 3.., 61V. 10.., M. 24. 8. Af. 10.., 6N. S.., PR. 24. 1. Af..., 6IV. u. Prfl. 1. 1. Af. 7.., 6IV. 16.., P. 16. 6. Ehefrau Maria Suchard Dortmund Gelsenkirchen Geisenkirchen Hattingen Recklinghausen Recklinghausen Witten Kfm. Wilhelm Hubert Peters. Inh. d. Fa. Wilhelm Hubert Peters Einkaufsgenossensch. selbstständiger Bäcker und KonGitoren Neue Vergleichsverfahren Fa. Gebr. Lewin. Manufakturwarengeschäft Juweller Wilh, Krewet Gmbfl. Fa. Ernst Sondermann, Manufaktur und Wollwaren Ktm. C. Alfr. Buchfeld in Linden-Dahihausen Kfm. Karl Vasen, inh. d. Fa. Hertener Kaufh. Karl Vasen Fa. Blank& Co., inh. Kfm. 1125. Buria □ Putzgeschäftsinh. Frl. Emilid Jäger Aufgehobene Vergleichsverfahren Fa. H. Stern. Manufaktunvaren, inh. Hermine Stern Kfm Wilhelm Hegemann Abkörzungen: Af.= Anmeldefrist: Wi.= Wahltermin; Prft.= Pröfungstermin; OffA.— Offener Arrest mit Anmeldsfrist: GIV.= Gläubigerversa unlung: VerglT.= Vergleichstermin. Verglf. 31. 7. Vergir. 6. a. Vergif. 6. a. Verglr. 27. 7. VerglT. S. a. VerglT. 29. 7. VergiT. 2. 8. Geisenkirchen Bottrop Berliner Börsenkurse Reichsbankdiskont 7½%— Lombardzinstuß 8 1/2% Berlin, den 22. Juli 1929 Industriewerte Div. Theotewvorig. Tesassomn 81300 Adler Portland 10 120.|116.0 Adernerte 0 59.0 50.0 Aieranderwerk 0 41.0 41.0 A. E. 6. 8 195.0s197 5 Alsen Portland 15 186.0186.5 Ammend, Papier 12 156.0 158.0 Anhalter Kohlen 8 85.7 84.1 Aschaff. Zellst.[121161.0158.0 Askaniawerke 0 46 5 46.0 Augsb.-N. Masch. 6 88.5 88.7 Braunschw. Kohle 1 10]—. 235.0 Jute Breitenb. Zem. Bremen-Besigh. Wollk. Oroun-Borec Buderus Syk Gulden Pachmn. Klatemr 161650163: Baer& Stein Baicke Masch. Bamberger Maiz Barop Waizwerk Basalt Bast& Co. Bayr. Motorenw. J. P. Bemberg Jul. Berger Bergmann E. Berl. Gud. Hutt. " Karisb, ind. Maschinen Beton u. Monier 10—.— 10123.0123.5 9 112.0—. 0 79.0 79.0 6 44.0 44.5 12/205 5 205.0 14 102.7 102.5 14 303.0392.0 20 368 5 385.1 9 221.2s222.5 16 279.0 280.0 0l 66.8 36.0 0 81.2 82.0 12|122.0s121.2 Siel, mech. Wed. 9—. 72.0 Bösperde Walzw. 6 68.5—. Braunk. u. Brik. 10/138.0—. . 1275 12125.0124.0 4 64.7 64.5 12 172.7174.5 9 137.0 137.0 5 75.0 73.6 8 58.0 58.0 malmon Asbest U Charl. Wasser Chem. Heyden, Gelsenk. Aboch Concord. Spinn. 8 73.0 73.51 Conti-Caoutchue 7/159.0159.0. Gröllwitz Papier 12/169.51170.0 0 23.5 23.5 8 108.0110.0 5 87.0 86.7 5 76.0 76.0 C 68.0 69.0 7a0 73.5 Otsch. Steinzeug Tel. u. K. son u. St. Eisenhand, Dittm., Neuhaus O. Dörfler Otmd. Akt.-Brau. Ritt.-Brau. Union-Brau. Oresd. Gardinen Schnellpr. Dörener Metall Dürkoppwerke Oüsseld. Diet.-Br. Höf.-Br. „Kammg. Opnamit Hobel 15/199.5—. 0 76.7—. 10 136.0138.0 7 72.0 71.5 0 3 4. 5 3 4. 5 10 116.2 115.5 15 233.0 233.0 20 295 5 296.0 16 257.0 260.0 12 120.0120.0 10 117.0115.2 10 162.0162.0 0 25.0 25.0 16 367.0 387.0 6 94.5 94.0 4 58.5 58 56 6 106.0106.0 Gerresh. Glas 9 /114.5112.0 Ges. f. el. Untern. 10 296. 5 210.0 Gildemeist& Co. 75 108.0 109.0 Girmes& Co. 15 230.0 231.51 Gladb. Wollind. Glasm. Schalke Glauzig. Zucker Glockenstahl Glück Auf Gelsk. Gebr. Goedh. 00. Th. Goldschmict Guano-Werke Gritzner Masch. Grög& Sillinger Gruschw. Textil Ammdlach Neimler Motor Dtsch. Atlant. Otsch. Conti Gas Asphalt Babcor Erdol Gußstahl Sute Kabel Linoieum Schachtbd. 53.1 54.0 114.0 114.1 8 196.51196.7 10—. 141.0 9—.135.0 7/114.7/116.0 Pgestorff. Saizw. H Eisenb. Verkm. Elektra Dresden 1 Elektr. Lieferg.1 Licht u. Kr. Engelh. Brauerei Enzinger Erdmannsd. Sp. Erlanger Baumw. Eschw. Bergwerk Essen, Steinkohl. Exseislor Fahrr. 9 1130 0 71.8 70.2 15/303. 5 305.7 5/104.0104.0 Zur Nusführung aller börsenmäßigen Geschäfte angfichlt diech Bankhaus Mahnert& Düppe Bochum, Allesstraße 19 8/112.0 10—. 12/196.8 14 gehth. Uist 4 o I. 6. Farbenind. Feldmöhle Papier Felten& Suil. Frankf. Masch. Friedrichsh. Kall Friedrichshötte R. Frister.-G. Froebein Zucker 155.0 209.0 225.5 76.0 1002 12•.0 203.0 197.5 155.1 209 5 225.0 75.5 100.0 128.0 203.0 133.5136 5 28.5 29.0 96.0 87.0 —. 226.0 194.5195.7 138 5 136.5 4 54.0 55.0 7 175 0176.5 .—.—— 7 134.5134.51 5 44.9 11 159.7160.0 16 200.02000 7 75.5 78.0 0 23.0 23.7 74133.0133.0 15 212.2213.5 S 75.0 75.0 52.0 6 68.7 12/177.0 6 67.0 6 87.7 Max Jödel& Co. Junghans Gebr. 52.5 geppers t Köaig Gelsk. Bergw. Germanis Portl. aberm.& Gluck. O/109.5 Racksthal Ora. 81 93.7 Hagece„ 10 98.5 Hallesche Masch. 6 95.5 IHamb. El. Werke 10/142.5 Hammersen Hann. M. Egest. Hard, Eis. u. Br. .-Gummi Harpener Bergb. hlein, Lehmann Hemmoor Portl. Hülpert Maschin. Ihindrichs-Auff. Hirsch-Kupfer tloesch Hoftmanns Stärke Hoheniohe Werk Ph. Holzmann A. Horch& Co. Hotelbstr.-Ges. Hubertus Braun Hute Brosieu 177.7 67.0 87.5 106.0 95.0 98.5 97.0 138.2 9 S 138.0 139.0 14 188.0/188.0 130.0 130.0 45.0 46.0 84.5 84.5 66.5 66.0 147.0 84.5 84.5 184.0 185.0 101 0101.0 89.5 89.5 138.2139.0 133.0 134.5 8 88.5 68.5 6— 94.0 106.0109.5 6 94.0 93.70 1710177.5 6/126.3 126 70 10125.0125.2 65 aise Bergbau lise Genus industriebau Meschert 10|213.0215.0 10121.0 121.5 11 120.0 120.0 7/123.0s125.0 Jeserich Asphalt 110 106.0 106. 7Magdeb. Möhlen J. A. John Akt. 10 104.0 104 5Mannesm. Werke 9 141.7142 0Magetag 6 84.5 74.0 7 0 10/234.5 12/185.0 6 73.5 .48.0 6109.2 10/162.0 4 80.0 z1130.8 6 78.0 0 62.0 Krp Por. Kaiser-Keller Kaliwerke Asch. Karstadt Kirchner& Co. Klauser Spinn. Klöcknerwerke C. H. Knorr Koch, Adlernäh. Köln-Neuessen Kölner Gas u. E. IKöisch Walzeng. Königs-Brauerei König Wilhelm Kontinent Asph. „ Wasser Körting, Gedr. Körtings Elektr. Kötitzer Loder W. Krofft Kromschröder Kronprinz Metall Gebr. Kröger Köppesbusch& Col 10 148.0 142.0ansfeld Bergb. 64. 5Mare, kons. Hu. Martini&Hügecke 10 Maximilian Hötte 10 74.Oech. Wed. Lind. 10 Wed. Sorau 14 232.3„ Wed. Zittau 7 186.0Merkur Wollwed. 12 76 Siliag 48. OMimoss A. 6. 102.OMinimar 162. Olhir& Genest 80.0Motoren Deutz 136.SMöhlheim Bergu. 78.5 61.0 tesgeliene 12/205.0 202.0 5 110.5 110.Seckarwerke 29 35.0 6 65.8 8 95.0 121134.5 10107.7 12/163.0 7 70.5 12 82.0 A. ahmeyer& Co. U Laurahötte Leonhard Bcaun. Leopelsgrust Lindes Eismasch. 14 165.0 165.0/F Phönix Bergd. ICarl Lindström[20 860.0 860.0Phönix Braunk. loswe& Co. 10 196.0 200. Oolius Piatsch IC. Lorenz Lödenscheid Met. Löneburg. Wache! u Me Megdeb. Berg 69.5 69.5 121.7122 135.5135.5 42.0 117.01115.2 130.2130 193.0190.0 65.2 66.0 151.0151 124.0s124. 246.0250.0 122.0122.5 133.0 64.2 108.5 36. 7Wjederl. Kohlen 66.ONordd. Kabel 94.7„ Steingut 134.7. u. Wolle 107.0örnb. Herk.-W. 162 5 70.3g 84.0 Uberschl..-B. 149.00berschl. Koksw. E. F. Ohles Erd. Orenst.& Koppei 10168.5/170. 2Ustwerke 0 67.5 69.21 8 154.0 154.0 64.5 64.|geters Union 22.0 123.2 131.51131.5 144.0 145.0 135.0 135.0 197.0197. 133.2134.0 9— 5 89.0 88.0 6/106. 4 106. 14.5 14. 90.5 91. 2234.0235 54 116.5/118.0 104.6 105. 6—. 65.6 6/169.0 159.0Pauen. Gardin. 6 76.0) 80.0Polyphonwerte 8—.—. Poppe&4p; Mich 2 112.0 111. 20 391.0393.5 8 77.0 76.6 pasquin Fr. Fard. 10 Nauche Kales! 61.2 61. .5 Reisholz Papierf.1 Oheinfeld, Kraft 5Rhein, Braunk. .9„ Elestr.-V. 9„„Spegelg. I„ Stahlwerke .9Rh.-Westf. Elekt. 0„„ Kalk .0" Sprengst. .OOavicd Richter Ißiebeck .Ooddergr. Br.-K. .5sTh. Rosenth. Porz. Scütgernnacte .Ooschsenwerk 19 Sächs. Webst. Salzdetfurth .1Sarotti .5/Schering chem. „SISchlegel Brauer. 5.0/Schles. Bergb.Zink .0„ 8. Beuth. .0„ Cellulose .0„ E. u. 693 A. 1„ Portland Hugo Schneider Schott, Hermann .0/Schub.& Salzer .1/Schuckert& Co. .5Schustheis-Patz. .OSchwaben-Bräu .5Schwelm-Eisen Fr. Seiffert& Co. Siegen Solingen .0Siegersdorft Wr. S ASiemens Glasind. 5. Giemens& Halske Finner Aktien .0Sonderm.& Stier .Wonderm. ap St. B. .OStadtberg. Hütte IStett. Chamotte Stohr& Co. Stoswer Nähm. .##8tolberg. Zink 122305—. 10 155.5155.2 10 297.0257.5 9 148.0 76.0 10 142.2 1410 6 125.6 126 6 236.7239.0 8 112.0112.0 5 84.7 85.0 18.5191 9 71136.0 137.0 27/865.0 860.0 7 100 2 100.2 6 85.0 86.0 74 109.|109.5 10 88.0 90.0 15 395.0 393.2 10155.0 155.0 9. 322.0322.0 14 185.5 188.0 8 110.5113.5 10132.0129.0 10137.5/138.0 10—.—. 12/189.0190.2 10„ 112.0 0 41.—. 16/289.0291.2 11/229.5230.0 15 302.6 304 1 16/251.0 254.0 S 140.9 140.0 10 136.5 136.5 0 20.5 10.51 10 116.0 115.0 9 124.5124.5 14 285.2 390.0 10 120.0123.7 0 41.5 86.21 0 88.0 41 5 5 73.0 13.0 10 137.5 137.5 0 12.0 13.0 6/130.01152.5 Gebr. Stollwerk Stralsund, Spielk. Swenska S reF 4 Co. Tafelglas Teleph. Berlin Thöris V. Oelfd. Thür. Gas Leigz. Tietz Leonhard Transradio Triptis Akt.-Ges. Tuchf. Aachen 9 128.0128.5 16 258.0 258.0 15/415.21—. /110.0 5 110.0 45.0 91.3 174.7 215.0 144.5 61.0 103.5 warziner Papiert. IV Ver. Berl. Fr. 6. Ver. Böhl Stahlw. Cdom. Charl. Disch, Nick. Glanzst. Eld. Gothanisw. Märk. Tuch Metall Haller Portond Smyrna Tep. Stahlwerke St. Zyp, u. W. Thör, Metal), „ Otramarin viktoriswerke Vogel Telegr Vogt& Wolfl Vogtl. Maschinen Vogt& Haeffner Vorwchl. Portl. 121.0 77.7 132.7 70.5 163.0 385.0 114.5 48.2 47.0 224.0 12/201.0 6 111.7 174.0 57.7 157.0 64.5 77.0 87.5 80.0 222.0 12145.7 Westf. Kupfer Wicking Portl. Z. Wicküler Brau. H. Wiöner Met. Wittener Gußst. Wittkop Tiefbau wegssurnerte el nos mao Warst. Gruben 10/129.5 128.5 Wasserz. Gelek. 9 1298 1295 A. Wegelin Rus(11/117.2 118. Wegelin&4mp;Höbnerl 8 93.0 94. Westfalie Oina. 8—.—. Westt. Drast S 83.0 83.0 mellstoff-Verein "" Waldhof 66.2 137.0 241.0 121.0 116.5 10118.0 13/237.5 117.0 31.0 S1. 19 5 108.7 238.5 Verkehrswerte: 6. f. Verkehr Baltimore Ohlo Bochum-Geisenk. DeutscheReichsb. Elektr. Hochbahn Hambg,. Amerk. P. " Södam Manes Nordg. Lioye 111141.2/142.0 Pestverzinal. Werte Aeso Koleihen: —Ablösung-3 —„ Neubesitz s.Mertbest. 29 10 b. 1000 6„ 1 bis 5 6 Reichsanl. 27 3 Reichssch. K 10 Berl. Pfanddr. 10 Pr. Zentral R4 8„. R 3 und 8 Farbenbonds 0104.0— 7 86.5 84.5 5 88.0 87.8 123.0s123.2 8191.0192.0 10164.0168.0 [116.0s116. Bankaktien: Barm. Bankverein 101127.0127.2 Berl. Handeisges. 12/211 0212.0 Hypothekd. Commérz- u. Pr. Oarmst. u..-8. Oeutsche Bank Oiskonto-Komm. Oresdner Bank Preus. Bodenkr. Central-B. Nre. 4. 5. Pfödr.-8. Reichsbenk Westd. Bodenkr. 12/200.0 203.0 11 183.2 183.0 12 277.0 277.5 10 170.5 171.2 10 154.2155.0 10 160.5 160 10 126.5126. 10157.0 158.5 10 137.0137.0 12 185.0 185. 12 312 5 316 5 101126.0s127.0 Kolonlalwerte: S 139.5140.0 10 417.0 418. 12 64.5 84.5 Otsch. Ostatrike Neu Goinee Aoter 1% Handbrisle: 6 Berl. Hyp..10 Norod. Gr. Kr.3 8 Nroc. Komm.4 110 Pr. Ctr. 8. Gold „ 27 10 Pr. Pfodr. 8. 38 10 Rd. W. Bod. 2 „„-44 s Goldrogg.-3 #o lotustrieobig. .0 Concord. Bgd. Cont. Cautch. Daimier Benz Hann, Masch. Hoesch E. u. St. Köckner Fr. Krupe A. 8. Rend Genie 8½, Siem, Halske I7 Ver. Stchl m0. .00 s Harp. Bergd. 71/, Rhein, Stahlw. 4 k. 6. g 82.0 B2. 845 S; 993 901 102 1100 94.7 94. 95.0 85.0 93.7 85. 79.7. 9211 900 73.6 73. 83.7 89. 91.4 M4.5 91.7 91.5 97.0 72.5 I2.; 99.0 99. 91 4 815 92.31 144.0145.5 1020 910 Mi5 Der geben. und Bic De Monia: Zur Boc beir. den Groß vol Auf Grund der Polizeivenwaltung 265) in Verbindung setzes über die alle Juli 1883(G. S. Verordnung über T Februar 1924(R. den Umfang der S des Großhandels n oder von außerhall Schlachtvieh mit 3 Polizeiverordnung Im Gebiete der an Wiederverkäufer Schlachthof ausgese ich in dein erschem in den zu dieser zur Verfügung geste Im übrigen S solchem Fleisch verb Unter dem Beg zu verstehen, in den gewerbsmäßigen V betriebe(Metzgerei geliefert wird. Zu den Gegenst hören: 1. Frisch= und G Schafen und S 2. Eingeweide der nereien und S tung). a) Der während der Verk ordnung den Metzge - Fleischhändlern, we Fleischverkaufshalle selben zwecks Aufsu d) Personen, w stören, sowie Betrut und dem Schlachtho in demselben Tage c) Für den Zut die Betriebsordnung Juni 1929 maßgebe ausgesprochenes Sch ordnung) auch für d) Kindern unt der Verkaufshalle u e) Hausierern betrieb in der Fleisch hose verboten. Personen, die Fleischträger zugela Ausweis, den sie b während der Ausüb führen haben. Diese r. Fleischträger zu kaufer oder der zug hört. „ Den Anordnung Schlachthofverwaltur Der Fleisch gesetzten und und Stunden Teertagen Shluß der V granntgegeben nagszeit darf zeichen haben zu verlassen. " Die Hallen verwaltun 85.7 912 192.21925 100.4/101 93.0 35.0 121.21212 „ Kein Stand a ung ist wenn die und der sch= für besti; Nark-bn ünstige Ercet. auf die starte ier Kommune, surückgeführ. en hwächt. 1, 22. Juli. im Anschlus nordamerika. u. für. Weizen des Wochen. inn unter den Avexpool-Ael. tung bemerkente nur noch iger bewertet. allen Landes. man für den m Lieferungs. 7. 3 Mark vie. war ziemlich Mark. Der Berlin. 22. Juli Jund Aonnun Honta 21.-23.0 26.-29 0 22.-25.0 28.-320 1 c 21 21.-31.0 193 232.2313 11.-115 wobon 340h 25.-24 3 631 3 6 05 3a6415 295—90 193 31005 11.3111 ull.(Amtlicher rieb: 36 Stüek e. Zis dänache schlachtgericht istete und flei. ühe: Jüngere sonstige volsgesuchte über —78: K älber, last- und Sang, Schweine, Prand Lebant. zirka 121-.99 103. Marktrer ungen den 22. Jui im mpte Lieferuag und 194.00 800 380.0 4 8 2800-215 75.00-—71 .00—10.00 Gegenstand .., 6W. 2. 7. M. 2. 8. HI.., Sw. 11, M. 2. 3. .8. Jw. 10. 4, M. 4. 3. 10.., 6N. S.., P. 4 .., BIV. u. Prfl..1. T.., 6IV. 16.., Pf. S. 4. 925 955 90: Honnang des- nodon-Gondont- und-Vionneise-Secham Der neue Schlacht- und Viehhof der Stadt Bochum wird am 25. Juli 1929 seiner Bestimmung übergeben. Die Anlage ist mit allen erforderlidten Einrichfungen der Neuzeit ausgestatter und biefet Viehhandel und Metzgergewerbe alle erdenklidten Bequemlichkeiten. Der erste Sclachtviehmarktt findet am 29. Juli staif und für die Zukunft an jedem Monfag. Zur Besichtigung und Benutzung der Anlage wird eingeladen. Bochum, den 13. Juli 1929 Der Magistrat k.= Prüfungstermin; Gläubigemonann. Werte 15 2 92.2 1020 00.4 101. 83.0 B50 21 3 12: Polizeiverordnung betr. den Großhandel mit frischem Fleisch von Schlachtvieh. Auf Grund der§§ 5 und 6 des Gesetzes über die Polizeiverwaltung vom 11. März 1850(G. S. S. 365) in Verbindung mit den S§ 143 und 144 des Gesetzes über die allgemeine Landesverwaltung vom 30. Juli 1883(G. S. S. 195) und des Artikels III der Verordnung über Vermögensstrafen und Bußen vom 6. Februar 1924(R. G. Bl. 1 S. 44) wird hierdurch für den Umfang der Stadtgemeinde Bochum zur Regelung des Großhandels mit im Schlachthof ausgeschlachtetem oder von außerhalb eingeführtem frischem Fleisch von Schlachtvieh mit Zustimmung des Magistrats folgende Polizeiverordnung erlassen: § 1. Im Gebiete der Stadt Bochum findet der Verkauf an Wiederverkäufer(Großhandel) von im hiesigen Schlachthof ausgeschlachtetem oder von außerhalb, einFührtem frischem Fleisch von Schlachwieh ausschließin den zu diesem Zwecke im Schlachthof zu Bochum zi Verfüigung gessellten Räumen statt., Im übrigen Stadtgebiet ist der Großhandel mit seilchem Fleisch verboten. Unter dem Begriff Großhandel sind auch die Fälle zu verstehen, in denen frisches Fleisch von auswärts zur zewerbsmäßigen Verwendung an Bochumer Gewerbebetriebe(Metzgereien, Wurstfabriken, Gastwirtschaften) glliefert wird. S 2. Zu den Gegenständen des Fleischgroßhandels gehören: 1. Frisch= und Gefrierfleisch von Rindvieh, Kälbern, Schafen und Schweinen. 2. Eingeweide der genannten Schlachttiere(sogen. Innereien und Schlachtabfälle für die Wurstbereitung). § 3. ) Der Zuteitt zu der Fleischverkaufshalle steht während der Verkaufszeiten nach Maßgabe dieser Veroddnung den Metzgern und sonstigen Interessenten frei. -Fleischhändlern, welche Fleisch nicht regelmäßig in der Fleischverkaufshalle feilhalten, ist das Betreten derselben zwecks Aussuchens von Bestellungen verboten. d) Personen, welche die Ordnung oder den Handel wren, sowie Betrunkene können aus der Verkaufshalle und dem Schlachthof ausgewiesen werden und dürfen sie an demselben Tage nicht mehr betreten. c) Für den Zutritt zum Schlachthof ist im übrigen die Betriebsordnung für den städt. Schlachthof vom 27. Juni 1929 maßgebend, insbesondere gilt ein nach dieser ausgesprochenes Schlachthofverbot(§ 26 der Betriebsordnung) auch für die Fleischverkaufshalle. 4) Kindern unter 14 Jahren ist der Aufenthalt in der Verkaufshalle untersagt. e) Hausierern ist der Zutritt sowie der Geschäftsbetrieb in der Fleischverkaufshalle und auf dem Schlachthose verboten. § 4. Personen, die von der Schlachthofverwaltung als Fleischträger zugelassen sind, erhalten von dieser einen Ausweis, den sie beim Aufenthalt in den Hallen und pährend der Ausübung ihres Gewerbes stets bei sich zu ühren haben. Dieses Ausweises bedarf es nicht, wenn der Fleischträger zu dem ständigen Personal der Verkiufer oder der zugelassenen Fleischfuhrunternehmer gehört. § 5, „ Den Anordnungen der Beamten und Angestellten der Schlachthofverwaltung ist unbedingt Folge zu leisten. 9. ST.5RRESE. 1 ,8 6• Der Fleischgroßhandel findet an den behördlich festgesetzten und durch Anschlag bekanntgegebenen Tagen und Stunden statt. An Sonntagen und gesetzlichen Feiertagen findet kein Verkauf statt. Beainn und Schluß der Verkaufszeiten werden durch Glockenzeichen bekanntgegeben. Vor Beginn und nach Schluß der Verhufszeit darf nicht gehandelt werden. Nach dem Schlußreichen hoben die Käufer die Verkaufshalle unverzüglich zu verlassen. § 7. Die Zeiten für das Einbringen des Fleisches in die hollen und Verkaufsstände werden von der Schlachthofserpaltung, festgesetzt. Diese regelt auch die Zuweisung der vorhandenen Verkaufsstände. „Lein Verkäufer ist berechtigt, den ihm zugewiesenen Stand an andere zu überlassen. Die Schlachthofverwalung ist berechtigt, die Stände anderweitig zu vergeben, dieselben nicht regelmäßig benutzt werden. Wähnd der Verkaufszeit haben alle Standinhaber für Fanhaltung ihrer Sünde zu sorgen, insbesondere dürfen guios hkit, oder sonsige Abfälle oder Papier nicht zür 2#.##seite geworfen werden, vielmehr sind die hierfür bestimmten Behälter zu benutzen. S 8. un L. den für den Fleischgroßhandel bestimmten Räulen des Schlachthofes ist verboten: I. Das Einbringen von Tierhäuten und das LiegenEaiien der in der Verkaufsständen selbst abgezogenen . gaute nach Schluß der Verkaufszeit. * Das Stehenlassen von Wagen und Karren und sonstigen Geräten in den Türen und Gängen der Fleischverkaufshalle, sowie das Stehenlassen von und sonstigen Gegenständen in der Abholhalle, in den Straßen und vor der Fleischverkaufshalle des Schlachthofes nach Schluß der Verkaufszeit. *. Lärmen, Singen. Pfeifen und Streiten, sowie BeSeuns und Behinderung anderer Personen und ( 94, Störung der Ordnung. gen, Izischdigung, der Gebäude und Einrichtun, Wasser= und Dampfverschwendung, eigenmächDes Benutzen der Beleuchtungsanlage und der Versdatung secheante üshenchalt in der Letant halle. § 9. Die Notierung der Fleischpreise zum Zwecke der Veröffentlichung und Statistik erfolgt durch die Schlachthofverwaltung, an deren Beauftragte sowohl Verkäufer wie auch Käufer jede einschlägige Auskunft zu geben haben. s 10. Zuwiderhandlungen gegen vorstehende Anordnungen werden, soweit sie nicht nach anderen Gesetzen und Verordnungen eine höhere Strafe nach sich ziehen, mit einer Geldstrafe von.— bis 150,— Rm. oder entsprechender Haft bestraft. S 11. Diese Polizeiverordnung tritt mit ihrer Verkündigung in Kraft. Gleichzeitig wird die Polzeiverordnung vom 25. 2. 1927 betr. den öffentlichen Fleischgroßhandel im Stadtbezirk Bochum ausgehoben. Bochum, den 19. Juli 1929. Die Stadtpolizeiverwaltung. Der Overbürgermeißer. Erlaß neuer Bestimmungen für den städtischen Schlacht= und Viehhof Zur Regelung des Verkehrs auf dem neuen Schlacht= und Viehhof hat der Magistrat die nachstehend benannten Ordnungen erlassen: 1. Betriebsordnung für den städtischen Schlachthof zu Bochum: 2. Betriebsordnung für den städtiichen Viehhof zu Bochum; 3. Vorschriften betr. das Ausschlachten und Verwiegen des nach Schlachtgewicht gekauften Viehes im städtischen Schlachthof zu Bochum(Wiegeordnung); 4. Geschäftsordnung für das städtische Trichinenschauamt zu Bochum: 5. Geschäftsordnung für die auf dem städtischen Schlachthof zu Bochum zugelassenen Lohnschlächter. Die genannten Ordnungen liegen bei der Verwaltung des städtischen Schlachthofes zur Einsichtnahme auf. Bochum, den 19. Juli 1929. Der Ponzeidel bronung betr. die Durchführung der für den städt. Schlachtund Viehhof erlassenen Betriebsordnungen Auf Grund der§§ 5 und 6 des Gesetzes über die Polizeiverwaltung vom 11. März 1850(G. S. S. 265) und der§§ 143 und 144 des Gesetzes über die allgemeine Landesverwaltung vom 30. Juli 1883(G. S. S. 195) sowie des Artikels III der Verordnung über Vermögensstrafen und Bußen vom 6. Fehruar 1924(R. G. Bl. I S. 44) wird hierdurch mit Zustimmung des Magistrats für den Umfang der Stadtgemeinde Bochum folgende Polizeiverordnung erlassen. S 1. Jeder, der den städtischen Schlacht= oder Viehhof benutzt oder betritt, ist verpflichtet, den jeweils in Geltung befindlichen Bestimmungen beider Betriebsordnungen für den städt. Schlacht= und Viehhof nachzukommen. Wer die im§ 1 erwähnten Bestimmungen übertritt, hat Entfernung aus dem Schlacht= und Viehhof zu gewärtigen und verfällt, soweit er nicht auf Grund des Gesetzes vom 18. März 1868/9. März 1881 betr. die Errichtung öffentlicher Schlachthäuser und des Gesetzes vom 29. Mai 1902, betr. Abänderung des vorgenannten Gesetzes oder anderer Gesetze und Bestimmungen eine höhere Strafe verwirkt hat, in eine Geldstrafe von .— bis 150.— Rm., an deren Stelle im Unvermögensfalle entsprechende Haft tritt. § 3. Diese Polizeiverordnung tritt am Tage ihrer Veröffentlichung in Kraft: gleichzeitig wird die Polizeiverordnung betr die Benutzung des städtischen Schlachthofes zu Bochum vom 15. April 1909 hiermit aufgehoben. Bochum, den 19. Juli 1929.(LM6. Die Stadtpolizeiverwaltung. Der Oberbürgermeister. 4. Jeder gm zwecklose, mit dem Fleischgroßhandel nicht in Durchführung des zwanges in den im Jahre 1926 eingemeindeten Stadtteilen Durch Magistratsbeschluß vom 10. Juli 1926 und 20. Oktober 1926 sowie durch Beschluß der Stadtperordnetenversammlung vom 29. Oktober 1926 ist der S 1 des Ortsstatuts betr. das Schlachten von Vieh in der Stadt Bochum wie folgt abgeändert worden: Innerhalb des Bezirkes der Stadt Bochum darf das Schlachten von Rindvieh, Schweinen, Schafen, Ziegen, Pferden und Hunden, das Abhäuten, Brühen und Ausnehmen derselben, das Reinigen des Fleisches, der Eingeweide und Gedärme, das Talgschmelzen und die Verwertung des Blutes mit Ausnahme des zum Wurstmachen zu verwendenden, nur noch im städtischen Schlachthaus vorgenommen werden. Bis zum 1. Oktober 1927 sind hiervon ausgenommen die gewerblichen Metzgereibetriebe der früheren Gemeinde Altenbochum, nebst dem eingemeindeten Teil der Gemeinde Laer, der Gemeinden Bergen, Hordel nebst dem eingemeindeten Teil der Gemeinde Eickel, der Gemeinden Riemke und Weitmar nebst den eingemeindeten Teilen der Gemeinden Eppendorf. Höntrop und Westenfeld. Bis auf weiteres dürfen die Bewohner der in Absatz 1 genannten früheren Gemeinden— jetzigen Stadtteilen— ihr Vieh auch weiterhin in diesen Bezirken schlachten(sog. Hausschlachtungen).„Ausgenommen sind Schlachtungen von Rindvieh im Alter von 3 Monaten und darüber, sowie Schlachtungen von Rindvieh im Alter bis zu 3 Monaten, Schweinen, Schafen, Ziegen, Pferden und Hunden, sofern das Fleisch nicht ausschließlich im eigenen Haushalt verwendet wird.(S 2 Abs. 3 des Reichsfleischbeschaugesetzes hetr. die Schlachtvieh- und Fleischbeschau vom 3. Juni 1900, R. G. Bl. S. 547, sowie Regierungspolizeiverordnung über die Schlachtvieh= und Fleischbeschau bei Hausschlachtungen vom 26. 7. 1919.) Bochum, den 7 Dezember 1926. Der Magistrat. Genehmigt. Arnsberg, den 29. November 1926 Der Vorsitzende des Bezirksausschusses, Abt. II. B. A. II. C. XV a 87/26. Die vorstehende, bereits am 11. 12. 1926 veröffentlichte Bekanntmähung wird hiermit nochmals zur Kenntnis gebracht mit dem Hinweis darauf, daß die seit dem 1. Oktober 1927 in Kraft befindlichen Bestimmungen nunmehr vom 25. Juli d. J. ab zur Durchführung gelangenz Bochum, den 19. Juli 1929. Der Magistrat Shlsten Plund .60 15 .P 4 880 □ .0 Sselachsschelben in Oel 1Ptd..50 Mlsthn.ren..23 Malonalss..... 1 Pund.25 Prsgnde uneue e Fleischsalat m. Piajonatse. 1 Ptd..05 Fett. Speih gerluchert. 1 Pfund.98 Plockwurst..... 1 Plund.75 Jagdwurst: Plund.05 Fleischwurst....: Plund.85 Brühwürstchen.. 1 Pkund.95 Hausmacher Sülze 1 Ptund.55 Schwelz. Höss volliett. 1 Pkund.40 Goudakäse vollfett.. 1 Pfund.05 Tllsiter Häss„ellert. 1 Ptd.25.00 Hlig. Stangenkäss in Stan. 1Pr..68 Romadour.. Stock a 280 kr..40 Harzer Häse....3 Stack.25 Zitronensalt naturell...... 1 Liter Ananas in Schelben 4. Dose.35 Mirabellen......J. Bess.00 dunge broße Bohnen., Dose.78 Erbsen mit Karotten 1,. Dose.75 Pfaumen mit Stein Vl. Dose.70 Reran gerucket...... 1 Liher giah SAR O .15 Vr gogn Stamplaucker..1 Pkund.27 Plattenzucker..1 Puns.35 Weinessig.....1 Liter.33 Esslgessens... Rasche.55 Moselwein-Essig-Extr. v. O. 50 Gewürzs.....3 Beutel.25 Preise ohne Glas“ Apielwein 1 Liter .58 Sihhelerer 105 sle .00 Miersteiner Luna 1 Liter .10 Kornkaßles.....1 Pund.26 Malskaffes......4 Pnd.29 Perlkaffes....1 Plund 299.68 Bohnenkaffes Ausisse, 1 Pland 1. 85 Puddingpulver...1 Pand.38 Vollreis.......! Pund.20 Spirituosen p.#0 Alter Korn 3s%, 1 Lar. Flasche.50 Doppelkorn 38% 1 Tar-Flasche.85 Deutsch. Weinbr.Verschnilli..95 Deutscher Weinbrand Hausmarks...: Lar.-Rasche.55 Wacholder Sp...1 Lar-n..50 Bei Einkauf in mehreren Abtellungen nehmen Sie zwechmäb ein Sammelbuch, Sie zahlen dann nur an einer Kasse. Niersleiner Domial.#.95 Alsterweilerer Vogeksang. 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Juli 1929 Die Beerdigung nachm. 3 Uhr. vol Von Beileidsb zu wollen Nach Gettes beilige kurzem, scherem Leiden Mutter, Schwester. Schu und Tante, die wohlach Ehefrau E im Alter von 71 Jahren. Um stille Tellnahme Bochum, Plettenber Die Beerdigung find 2 Uhr, vom Trauerhause Am Sonnabe Krankheit unser K Herr Im Alter von Tiefbewegt treuen und all jähriger Tätigk Wertschätzung Bochum, Die Geschäftsleit! Matschen 91 Bei un Atuihe Aüber u. Oold ##sckerahe 11 N Kors BU % Julia Rüger. Otto Bartel Verlobte Bochum, den 21. Juli 1929 Meyerstraße 26 Dibergstraße 22 Georg Löwenherz Käte Löwenherz-Rosenberg Vermählte Amelith-Solling. 2.u 4920 . Bochum Ruhrlandloge Kreuzstraße " Trauung.30 Uhr in der Synggoge Nachruf Am 21. Juli verschied nach kurser Krankheit der Verwalter der Einhom-Apotheke Hlerr Apotheker Hermann Kayser Wir betrauern den Verlust eines guten Menschen. den wir, sum Tell in langjähriger gemeinsamer Arbeit. besonders auch während seiner zweijährigen Tätigkeit als Verwalter, wegen seines heiteren und gutherzigen Wesens achten und lieben gelernt haben. Allzutrüh nahm ihn der Tod aus unserer Mitte. Wir werden dem lieben Verstorbenen für immer ein ehrendes Andenken bewahren Bochum, den 22. Juli 1929 Die Angestellten der Einhorn-Apotheke Sonntag morgen 6½ Uhr entschlief sanft nach kurzem. schwerem Leiden meine liebe Frau, unsere gute Mutter. Schwester, Schwägerin und Tante, die Lhefrau Carl Briel Hedwig geb. Vöhl im Alter von 51 Jahren. Um stille Teilnahme bitten: Die trauernden Hinterbliebenen Bochum, Marburg(Lahn), Ernsthausen, Münchhausen, Erksdorf, Kostheim a.., Unterrosphe und Cölbe, den 22. Juli 1929 Die Beerdigung findet am Mittwoch, dem 24. Juli 1929, nachm. 3 Uhr, vom Trauerhause Baarestr. 72 aus, statt. Von Beileidsbesuchen bitten wir Abstand nehmen zu wollen Es ist bestimmt in Gottes Rat, daß man vom Liebsten, was man hat, muß scheiden. Nach Gottes heiligem Willen entschlief Samstag abend 9½ Uhr, nach kurzem, scherem Leiden, meine innigstgeliebte Gattin, unsere treusorgende Mutter, Schwester. Schwiegermutter, Großmutter, Urgroßmutter, Schwägerin und Tante, die wohlachtbare Ehefrau Elisaberh Sallmann verw. Johann Zülch, geb. Dietrich Im Alter von 71 Jahren. Um stille Tellnahme bitten die trauernden Hinterbliebenen: Familie lohann Sallmann Familie Zülch Geschwister Dietrich Bochum, Plettenberg. Melsungen, Kassel, Trier, Amerika, 20. Juli 1929 Die Beerdigung findet am Mittwoch, dem 24. Juli 1929, nachmittage 2 Uhr, vom Trauerhause Dlbergstraße 32 aus, statt Am Sonnabend verschied nach kurzer, schwerer Krankheit unser Kassenbote Herr Joseph Pehle Im Alter von 65 Jahren. Tiefbewegt stehen wir an der Bahre dieses pflichttreuen und allzeit arbeitsfreudigen Mannes, der in langjähriger Tätigkeit bei uns es verstanden hat, sich die Wertschätzung all' seiner Mitarbeiter zu erwerben Bochum, den 22. Juli 1929 Die Geschättsleitung, Prokuristen und Angestellten Deutschen Ammoniak-Verkauts-Vereinigung, des Bentol-Verbandes und des Eumaronharz-Verbandes der Phauen-Verein Ehrenfeld rau Sallmann Selmang sestienb. 11 Neuhelten in Warners Korscieftes, Hüffhalter Büstenhalter Hochstraße 20 LW2 Neue Auslage! Beachten Sie unser Spezial-Eckfenster Bongardstraße Von der Reise zurück! Dr. med. Metting Alleestraße 8 Zurückgekehrt Dr. med. Schütte Bochum-Weitmar Kohlenstraße Von der Reise zurück Julius Jacobi, Dentist Alleestraße 36. Teleion 68433 über 5000 Tcher P. ieter Halelocido Der Artikel des Tages bedeutend unter Preis! Erste Fabrikate, nur diesjährige Pluster, in vielen Farben! 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Mastholte bei Rietberg, infolge eines Herzschlages, geduldig und gottergeben, wohlvorbereitet durch einen christlichen trommen Lebenswandel im Alter von 65½ Jahren. .. Um ein andächtiges Gebet für die Seeie der lieben Verstorbenen bitten in tiefer Trauer: Eberhard Bartels nebst Kinder und Anverwandte Bochum, Thülen, Duisburg, Lette bei Oelde, Wollbeck bei Münster, Köln-Kalk, Herne, Mastholte, den 22. Juli 1929. #.„ Die Beerdigung findet am 25. Juli 1929, morgens 9 Uhr. vom Trauerhause, Bülowstraße 4 aus, statt. Das feierliche Levitenamt ist am gleichen Tage um .10 Uhr in der St. Meinolphus-Pfarrkirche. Von Beileidsbesuchen bittet man höflichst Abstand zu nehmen Für einen zahlungsfähigen Käufer suche ich ein freiwerdendes Haus an der Witteuer Straße bis Nähe Stadtgrenze.— Angebote an M. Elschner, Bochum, Friedrichstr. 17, Fernr. 62739. Mitgl. d. RDM. Gebrauchter, aber tadellos erhaltener Kudte Eine große, 2rädr. Handkarre zu kaufen gesucht. 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Veräußerung einer ##brünfläche an der Augi #ner; 6. Es. wird vorgeschl # wie in früheren Jahren zu bewilligen; 1. Mittei ## der Ein= und Umge Gerthe, 22. Juli. Die E ##ngnn in Harpen, Buche ne Fest der goldenen Hi Statistik des Standesam #=Gerche einschließ ##hausen und Castroper M chmen, daß die Gebur #angen ist. Es entfielen #also in dem Jahre, in dem lgekommen waren, 211 Geb S12o: 202, 1928: 192 und in #— Die neue Turnhall ihrer Vollendung entgegen #cnrschteraßee wergen. Abeinrichstraße, die mehrere se wird abgebrochen. Werne, 22. Juli. Am 27. #dschule in Werne ihr 5 n Anlaß findet seitens der haltung eine besondere Festf ## Werne, 22. Juli. Der Tein Werne beabsichtigt ien Schießstandes. Geeign Figung. Für den Grundstüc ###ind etwa 1000 Mark erfo Nachbarvereinen den Sch und die Kosten anteilig Endlungen sind bereits in Mittwoch veranstaltet ###wald einen Elternaber ###auf, in Gottes schöne? ### Werne, 22. Juli. Zum Bsfest wurden an Gaben #n aufgebracht insgesamt 6 ##rbezirk brachte 303,25 Mar # der dritte 164,25 Mark. onsgaben beziffert sich a Langendreer, 23. Juli. De Ziegelei ist nunmehr #rreste, ein Schornstein n # sind jetzt auch umgelegt innssiedlung hat hinte Häuserviereck errichtet. hen den Häuserreihen hat welvlatz, angelegt, Langendreer, 22. Juli. #alt in Langendreer m ##t= und Luftbad hat ##n einen Hochbetrieb( ldie Vorjahre nicht gebracht ##täglich über 800 Karten vi ttwa 200 Abonnenten.— sihm acher= Zwangsir erne fand im Bahnhofs r Schreiber erstattete; ##uber die Verbandstagung # von einem Mitgliede üb ###, Verbandes berichtet, die ###faßt. Zei Sterbefd #utung gezahlt. Nach lär umig der Beschluß gefaßt, eindung von Langen die Innung in der #. Ein Anschluß an die* welehnt. Dem Beispiel. wurde die gesamte Gesch ##erband übertragen. Klausners Bochunn,Gomchardetr.• Rotwein=, Kognak=, Literflaschen kauft an(13777 Josef Dammeier, Alsenstraße 20. Osttarkunder An die werten Schuh-Käufer von Bochum um0 Umgebung! Diese Neugründung, die auf klein Geschäftsunkosten eingestellt ist durch Großeinkauf mit verwandt Firmen, Qualitätsware zu Außerst niedrigen Preisen Kundschaft bringen. Je gröbg, Umsatz, umso niedriger die Aus dem Kreis Nach der Vereinigung ## Linden=Dahlhausen, 23. ###ung mit Bochum m ##n ziehen und zwar durch #erkehrs. Da die Zahl berige ademeinde nach ###igse Mann zusammense die Auswahl der neue en werden. Ein großes Be ##r einen Bürgerver # dem eine Abteilung V medert werden könnte. ##ausen hat bisher einen VVerkehrsverein Hattingen #rg ist in den letzten Tager genden Bitte heranget ##derung, wie wir ung schon mal hatten vo Enhof Bochum=Nor der Umgruppierung hie# ###h Wunsch geht, ist! g# damit sie beseitigt weNähmalchinen! s5oh Auswadl, v. 5 M. an zu verk. Langohr, Kronenstraße 49, 2. Etage. Mähe kaufen Sie Hober gutu. billig bei Wilh. 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Veräußerung einer.42 Quadratruten gro##rünfläche, an der Augustastraße gu Wilhelm ##er: 6. Es wird vorgeschlagen, dem„Ziegenzucht# wie in früheren Jahren einen Zuschuß von 300 zu bewilligen; 7. Mitteilung über den zeitigen #oder Ein= und Umgemeindung. Gerthe, 22. Juli. Die Eheleute Dietrich Zim#nann in Harpen, Buchenstraße 24, können das Fest der goldenen Hochzeit feiern.— Aus Statistik des Standesamts I Gerthe, das den .is Alt=Gerthe einschließlich eines Teiles von ##hausen und Castroper Mittelfeld umfaßt, ist zu Chmen, daß die Geburtenziffer zurück#ngen ist. Es entfielen auf das erste Halbjahr also in dem Jahre, in dem noch keine Gebietsteile ##kommen waren, 211 Geburten, 1914: 223, 1920: .925 202, 1928: 192 und im ersten Halbjahr 1929: — Die neue Turnhalle an der Heinrichstraße ihrer Vollendung entgegen. Am Samstag konnte lichtfest gefeiert wergen.— Die Schulbaracke an beinrichstraße, die mehrere Jahre als Unterkunft e wird ahgebrachen, Berne, 22. Juli. Am 27. Juli begeht, die Voll##schule in Werne ihr 50jähriges Bestehen. Aus En Anlaß findet seitens der Schule und Gemeindehaltung eine besondere Festfeier statt. b Werne, 22. Juli. Der Bürgerschützenein Werne beabsichtigt die Errichtung eines en Schießstandes. Geeignetes Gelände steht zur Figung. Für den Grundstückskauf und den Schießsind etwa 1000 Mark erforderlich. Man will mit Nachbarvereinen den Schießstand gemeinsam er##n und die Kosten anteilig umlegen. Entsprechende andlungen sind bereits im Gange.— Am komen Mittwoch veranstaltet die Schillerschule Uevald einen Elternabend unter dem Motto ###uuf, in Gottes, schöne Welt“. ### Werne, 22. Juli. Zum diesjährigen Missfest wurden an Gaben aus Missionsdankopferen aufgebracht insgesamt 620,83 Mark. Der erste rbezirk brachte 303.25 Mark auf, der zweite 163.33 ## der dritte 164.25 Mark. Der Gesamtertrag an #nsgaben beziffert sich auf 1036.25 Mark. Langendreer, 23. Juli. Der Abbruch der DüreZiegelei ist nunmehr beendet. Die letzten rreste, ein Schornstein mit anschließendem Ge### sind jetzt auch umgelegt worden.— Die Bergnssiedlung hat hinter dem Amtsgericht ein es Häuserpiereck errichtet. Auf dem freien Platz #en den Häuserreihen hat man einen schönen Kinielplatz angelegt. Langendreer, 22. Juli. Die Gemeindebadealt in Langendreer mit dem anschließenden t= und Luftbad hat an den letzten warmen kn einen Hochbetrieb aufzuweisen gehabt, wie ie Vorjahre nicht gebracht haben. Durchweg wurstäglich, über 800 Karten verkauft. Dazu kommen ###wa 200. Abonnenten.— Eine Versammlung der bihmacher= Zwangsinnung, von LangenLerne fand im Bahnhofshotel Mies statt. Ober###schreiber erstattete zunächst eingehenden Beüber die Verbandstagung in Hamm. Anschließend ## von einem Mitgliede über die Begräbnis=Hilfsdes Verbandes berichtet, die augenblicklich 4000 Mitumfaßt. Bei Sterbefätzen werden 500 Mark Ertützung gezahlt. Nach längerer Aussprache wurde #nnig der Beschluß gefaßt, für den Fall der Einkeindung von Langendreer und Werne nach in die Innung in der bisberigen Form zu erEin Anschluß an die Bochumer Innung wurde belehnt. Dem Beisviel anderer Innungen folwurde die gesamte Geschäftsführung dem Wirt#verband übertragen. Aus dem Kreis Hattingen Nach der Vereinigung mit Bochum. ### Linden=Dahlhausen, 23. Juli. Aus der Ver#tung mit Bochum muß Linden=Dahlhausen ### siehen und zwar durch die Hebung des FremVverkehrs. Da die Zahl der Gemeindevertreter unserer Gemeinde nach der Eingemeindung auf venige Mann zusammenschmilzt, muß umso sorger die Auswahl der neuen Stadtverordneten gen verden. Ein großes Betätigungsfeld würde sich #üir einen Bürgerverein Linden=Dahlhausen ## dem eine Abteilung Verkehrsverein an###., perden könnte. Die Gemeinde Lindenbisher einen ansehnlichen Beitrag für VVerkehrsverein Hattingen gezahlt. Die Amtsver###ng ist in den letzten Tagen an die Reichsbahn mit Bringenden Bitte herangetreten, die Personen##erung, wie wir das während der Beo schon mal hatten, von der Talstraße zum nhof Bochum=Nord aufzunehmen. Daß der Umgruppierung hier und da sogleich nicht nach Wunsch geht, ist klar. Aber Unebenheiten damit sie beseitigt werden. Ein Unglückstag in St #atlete. 22. Juli. Als ##frau mit ihrem Kinde in die Stiepel. gestern nachmittag postg gi##er Kinde in, die Straßenbahn, ein# vollte, glitt sie aus und schlug so heftig auf, daß sie schwere blutende Kopf= und Gesichtswunden davontrug. Die Kind erlitt ebenfalls schlimme Kopfwunden. Ein Arzt nahm sich der Verletzten an. Eine dritte Frau, die ebenfalls noch einsteigen wollte, riß man schnell von den Schienen, da sonst der Anhänger der Straßenbahn ihr beide Beine abgefahren hätte. Die Straßenbahnwagen waren bei dem ungeheuren Ausflugsverkehr auf der Strecke nach Stiepel stets überfüllt.— Ein weiterer Unfall ereignete sich abends auf der Hauptstraße. Mann und Frau, die sich auf dem Heimwege mit blumengeschmückten Rädern befanden, fuhren die Straßenbahnschienen entlang. Als die Frau einem Fahrzeug ausweichen wollte, blieb sie mit ihrem Rad in den Schienen stecken; der Mann sah dies nicht und fuhr weiter. Die Frau kippte um mit dem Rad und fiel in einen Graben. Auf ihre Hilferufe eilten mitleidige Menschen herbei und holten mit einem Rad den Mann zurück. Man half der schwerverletzten Frau aus dem Graben und brachte sie zum nächsten Arzt. x Linden=Dahlhausen, 22. Juli. In der Lutherkirche in Dahlhausen wurde Kreisvikar Stallmann durch Superintendent Neuhaus ordiniert. Der Vater des Kreisvikars, Pfarrer im Mindenschen, legte seinem Sohne am Altar die Worte des Ev. Joh. 21, Vers 15, 16 und 17. ans Herz. Superintendent Neuhaus predigte über Jeremias 23, Vers 28, der Kreisvikar über Korinther 2, Vers 1 und 2. Der Kirchenchor sang passende Lieder. à Linden= Dahlhausen, 23. Juli. Am Samstag abend gegen 11 Uhr kenterte auf der Ruhr wiederum ein Paddelboot des Kanuklubs. Der Insasse, der 24jährige Fr. Arnscheidt, war des Schwimmens unkundig und ertrank. Um 2½ Uhr Sonntag morgen landete man die Leiche und überführte sie dem Krankenhaus.—4 à Linden=Dahlhausen, 21. Juli. Am Freitag abend kenterte an der Gemeindebadeanstalt ein Paddelboot des hiesigen Kanuklubs mit zwei Insassen. Unter diesen„#esand sich einer in Zwil. Sie kamen, da das asser an der betr. Stelle nur eine Tiefe von einem Meter beträgt, mit einer kühlen Abreibung und dem Schrecken davon:— Der„Feuerwehrwagen unserer Gemeinde ist fertiggestellt worden und wurde am Samstag abend auf dem Marktplatz unter Beiwohnung von Vertretern der Behörde den Bürgern vorgeführt.— Die katholische Pfarrgemeinde von Linden unternimmt am 1. Sonntag im August eine Wallfahrt nach Stiepel. Um 8½ Uhr ziehen die Wallfahrer aus, um schon am Hochamte in der Wallfahrtskirche teilzunehmen. Nach der Andacht geht's dann wieder der Heimat zu. X Hattingen, 22. Juli. Essener Lehrer und Lehrerinnen weilten in einer Zahl von mehreren Hundert einen ganzen Tag im Hattinger Land und ergötzten sich sowohl an den Naturschönheiten des Ruhrtals und der Ruhrberge, als auch an den Winkeln und Eigenbauten des alten Nestes auf märkischer Erde an des Bergischen Landes Grenze. Eine Wande rung durch den interesschntesten Teil der Altstadt schloß mit einem Stelldichein im Weiltorsaal. Schulrat Reiniger(Essen) sagte in seinem Begrüßungsworte u. a. Vom Hattinger Lande nehmen wir die besten Eindrücke mit, so daß wir versichern, bold wieder zu kommen, nicht allein, sondern mit unseren Schulklassen. Bürgermeister Keller(Hattingen), der den Damen und Herren den Gruß der Stadt entbot, dankte für diese Zusage und erörterte in humorvoller Art und Weise den von seinem Vorredner angeregten Gedanken einer gemeindlichen Verbindung zwischen den Grenznachbarn Essen und Hattingen. Oberregierungsrat Nicol(Düsseldorf) bezeichnete den Ausflug ins Hattinger Land als eine neue Etappe der Zusammenarbeit und des Gegenseitigsichverstehens und als guten Auftakt für den Gedanken der Ganztagswanderungen. Studienrat Dr. Gecks vom Hattinger Oberlyzeum erzählte aus Hattingens reicher Geschichte und erläuterte am Abend die Film=Aufführung„Das Hattinger Land auf einer Wanderung am Wochenend,;, kurz und ingpp, re Buchholz, 23. Juli. In den letzten Jahren ist die Gemeinde Buchholz eifrig bestrebt gewesen, ihre Wegeverhältnisse dem zunehmenden Fremdenverkehr immer mehr anzupassen. Die Hauptverkehrsstraße der Gemeinde durch das Hammertal vom Steinenhaus bis Sprockhövel ist Provinzialstraße und von der Provinz vor längerer Zeit mit einer Teermakadamdecke versehen worden. Die Gemeinde folgte dann mit dem Neubau des Weges vom Hammertal an der Gemeindeschule vorbei nach Holtbausen. Mit dem Bau der Kemnader Brücke wurde auch der Weg vom Steinenhaus bis zur Kemnader Brücke ausgebaut. Bei dieser Gelegenheit hat man den Fehler gemacht, daß man diesen Wegeabschnitt nicht höher legte und hochwasserfrei machte. Ein ganz neuer Weg wurde jetzt geschaffen vom Hammertal über Siepmann bis Rievenberg. Der alte, kaum noch befahrbare Weg von der Kopperschlägerschen Besitzung nach Westherbede und Durchholz ist vollständig ausgebaut worden. Der schöne Waldweg von Blankenstein nach Sprockhövel hat im Abschnitt von Wengeler bis Küthgen in jüngster Zeit eine ganz neue Decke erhalten. Aus dem Stadttreis Wanne-Eickel + Wanne=Eickel, 22. Juli. Die nächste Stadtverordnetenversammlung, findet am Freitag nachmittag 4½ Uhr im Sitzungssaal der Verwaltungsstelle Richard=Wagnerstraße statt. Auf der Tagesordnung stehen 16 Punkte.— Die Badeanstalt im Osthafen erfreut sich während der heißen Tage eines dauernd guten Besuches. Es wurden durchschnittlich 1800 bis 2000 Badegäste gezählt.— Am Samstag verschied nach halbjähriger Krankheit der Konrektor Schollenhofer von der Görresschule in Röhlinghausen. Er war als ausgezeichneter Pädagoge bekannt. An der Görresschule hat er seit der Stadtwerdung Wanne=Eickels gewirkt, damals kam er durch die Eingemeindung des Hordeler Teiles in unsere Stadt. Schollenhofer stand im 51. Lebensjahre. Aus dem Stadttreis Wattenscheid O Wattenscheid, 22. Juli. Aus einem Hause am Sevinghauser Weg stürzte sich am Samstag abend ein angetrunkener Ehemann, da ihm seine Frau über sein Verhalten Vorwürfe machte, aus dem Fenster seiner in der zweiten Etage gelegenen Wohnung. Er erlitt eine schwere Kopfwunde und anscheinend innere Verletzungen. Auf der Zeche„Morgensonne“ wurde ihm ein Notverband angelegt. Später wurde er in ein Krankenhaus gebracht. Stadttreis Herne X Herne, 22. Juli. Näher rückt der Tag der kriegsverletztenfahrt, der— wie in all den letzten Jahren— ein Tag der Freude und Erholung sein soll für diejenigen, die in dem großen Weltenringen Blut und Gesundheit für die Heimat opferten. Von feinem sozialem Verständnis zeugt diese Veranstaltung, die wie keine zweite geeignet ist, Gegensätze zu überbrücken, das Band der Volksgemeinschaft zu knüpfen. Zum vierten Male will— am 28. Juli— der Automobilklub Herne im ADAC unsere Kriegsverletzten hinaus führen in Gottes freie Natur. Diesmal geht die Fahrt über Haltern und Wulfen zum idyllisch gelegenen Schloß Lembeck, in einer der schönsten Gegenden Westfalens. Fast nur durch Wälder führt der Weg. Romantisch liegt die alte historische Wasserburg. In Schloß Lembeck wird ein Pfefferpotthastessen eingenommen und Kaffee und Kuchen ist auch vorhanden. ko Herne, 21. Juli. Ein schweres Verkehrsunglück ereignete sich auf der Riemker Straße. Ein Modelleur fuhr mit dem Bildhauer C. auf dem Sozius des Motorrades. Auf der Herner Straße kam aus einer Nebenstraße ein Fuhrwerk, dem die Motorradfahrer auswichen. Von einem entgegenkommenden Lieferauto wurde jedoch das Motorrad derart gestreift, daß beide Fahrer in großem Bogen auf den Fahrdamm geschleudert wurden. Wählitt C. neben einem schweren Schädelbruch einen rend der Fahrer sich leichtere Verletzungen zuzog, errechten Oberschenkelbruch. Mit dem Krankenwagen wurde der Schwerverletzte dem katholischen Krankenhause zugeführt. = Herne, 21. Juli. Im städtischen Schwimmbad am Herne=Recklinghäuser=Kanal war heute nachmittag ein Mann ohnmächtig geworden und ertrank, ehe man ihn retten konnte ein Herzschlag war hinzugetreten: der Mann hinterläßt Frau und zwei Kinder. „- Herne, 22. Juli. In der Nacht zum 21. Juli wurde die Trinkhalle in der Schadeburgstraße in Herne erbrochen. Gestohlen wurden zwei angebrochene Kisten Zigarren, ein Karton mit zehn Pfund Bonbons und zirka 100 Zigaretten. Stadt Sieele Abschiedsfeier in Steele. th Steele, 22. Juli. Im Saale der Stadtschänke am Marktplatz hatten sich sämtliche Stadtverordneten versammelt, um gemeinsam eine Abschiedsfeier zu veranstalten. Sie hatten nämlich tags vorher zum letzten Male vor der Eingemeindung getagt und wollten jetzt bei einem gemütlichen Glas Bier das letzte Plauderstündchen halten. Stadtverordneter Hohoff gedachte der Verdienste des Bürgermeisters Disch. Schulrektor Bülow feierte den bisherigen zweiten Bürgermeister Dr. Hechelmann. In launiger, ihm eigenen Weise, redete Dr. Hechelmann den Damen das Wort. Bürgermeister Disch dankte gerührten Herzens für all die wertvollen Gedanken, die hier zum Ausdruck kamen und gab der Hoffnung Raum, daß es in Zukunft bewährten Männern aus Steele auch im neuen Parlament der Großstadt Essen vergönnt sein möge, die Belange der lieben Vaterstadt Steele nach Kräften zu vertreten. Die Abschiedsfeier verlief in der schönsten Weise. * p Steele, 22. Juli. Auf der Bochumer Straße in Freisenbruch wurde Freitag nachmittag der einzige, zwölf Jahre alte Sohn der Eheleute Bockermann von einem in der Richtung nach Steele fahrenden Automobil überfahren. Die erlittenen Verletzungen waren so schwer, daß das verunglückte Kind sofort ins Krankenhaus transportiert werden mußte, wo es am Samstag verschied. Aus dem Gerichtssaal Anonyme Briefschreiberei. §a Bochum, 22. Juli. Vom Schöffengericht waren der Invalide Robert Steinmann aus Witten und dessen Ehefrau wegen Beleidigung in anonymen Briefen zu je einem Monat Gefängnis verurteilt worden. Gegen dieses Urteil legten beide bei der Großen Strafkammer des Landgerichts Bochum Berufung ein. Im Anfang des Januar 1929 lief bei einer Wittener Firma ein anonymer Brief ein, in dem eine Verkäuferin der Fixma bezichtigt wurde, die Firma geschädigt zu haben. Der Brief hatte zur Folge, daß die Angestellte eine Zeitlang beobachtet wurde. Es stellte sich aber die Haltlosigkeit der im Briefe gegen die Verkäuferin gemachten Vorwürfe heraus. Als Schreiber dieses Briefes wurde nach Auffassung des ersten Gerichtes einwandfrei der Invalide Roberr Steinmann aus Witten festgestellt. Durch diesen Vorfall war die Zeugin Ebefrau Steinmann, eine Verwandte des beschuldigten Ehepaares, die gleichfalls durch anonyme Schreiben beleidigt worden war, auf die Beschuldigten aufmerksam gemacht worden. Dieses anonyme Schreiben war an den Eigentümer der von der Frau Steinmann benutzten Wohnung im März 1928 gerichtet worden, in dem Zeugin Steinmann in ganz übler Weise verleumdet wurde. Auch dieses Schreiben enthielt bemußte Unwahrheiten. Die Nachforschungen ergaben, daß dieser Brief von der Hand der Angeklagten Ehefrau Justine Steinmann in Witten stammte. Die Berufung der Angeklagten Frau Steinmann wurde kostenpflichtig verworfen. Da die Verteidigung des Angeklagten Ehemann Steinmann einen Beweisantrag gestellt hatte, beschloß das Gericht, die Verhandlung gegen ihn zu vertagen.— Aus und mit dem Publikum Das alte Lied von Bochums Bädernot! In diesen heißen Tagen spürt jeder Bochumer die unzulänglichen Schwimm= und Badeverhältnisse so recht am eigenen Leibe. Jahraus, jahrein erklingt seit langem das alte Lied von Bochums Bädernot, dieweil im Stadtarchiv immer wieder neue Versprechungen, Hoffnungen und Pläne„zu den Akten“ gelegt werden. Ringsum in Nachbarstädten und Gemeinden sind über Nacht die herrlichsten Badeanlagen erstanden. Voll Neid schauen wir nach Werne=Langendreer, wo neuerdings ein prächtiges Sommerbad errichtet wird und dessen Kosten wir nach der Eingemeindung stillschweigend tragen müssen. Wir Bochumer Schwimmer, Schwimmerinnen und Badelustigen schnüren aufs neue in jedem Jahre in den wenigen Freistunden unser Bündel und fahren für gutes Bochumer Geld in hellen Scharen nach Herne, Wattenscheid, Dortmund, Gelsenkirchen, Haltern, Duisburg oder in die steinigen Strandbäder der ausgetrockneten Ruhr. Dort muß man sich schämen, als Bochumer zu gelten. Bei gutem Willen läßt sich mit wenigen Mitteln Abhilfe schaffen, davon zeugen hunderte von zweckmäßigen und preiswerten Bäderanlagen selbst in den kleinsten Nestern unseres Vaterlandes. In Bochum gilt der Grundsatz, daß eine Badeanstalt sich selbst erhalten und Ueberschüsse machen muß anscheinend bekommen wir auch in den nächsten Jahren kein Sommerbad und kein zweites Hallenbad. 10000 Menschen ertrinken alljährlich! Wasser hat keine Balken. Uns modernen Menschen fehlt eben die Naturverbundenheit und dazu verhilft in erster Linie das Schwimmen, das gesunde Menschen und selbstlose Lebensretter erzieht. Stadtväter Bochums!— Warum verklingt alljährlich der Notschrei der Bochumer Schwimmer und Schwimmerinnen ungehört in euren Ohren? Warum nur Versprechungen und keine Erfüllung zum Danke für unsere opferreiche Arbeit im Dienste der Jugend und des Menschentums?— Der Jugend zuliebe lassen wir nicht locker und wenn wir die Schande Bochums, das sich mit seinen 800 000 Einwohnern mit einem kleinen Schwimmbecken aus dem Jahre 1893 begnügt, in alle Gaue tragen müssen. Heiß ist der Tag und sauer unser Tagwerk Glücklich der, wer schnell und billig Körper und Seele in Wasser, Luft und Sonne baden kann. Wann wird uns Bochumern des Recht und die Möglichkeit hierzu zuteil? Hecht. * Die Windfahne Bochums. Man ist im Industriegebiet nicht verwöhnt. Sirenenkonzerte, Räderrollen, Maschinengestampfe, kleine Erdbeben, Ruß und Rauch, alles nimmt man als Unvermeidbares hin. Aber in einem Punkt ist der Mensch empfindlich, auch der Industriemensch. Wenn man die Industrie nicht nur sehen und hören, sondern auch einatmen und riechen muß, das ist zuviel. Wir Bochumer brauchen keine Windfahnen mehr, um uns über Sonnen= oder Regenwind zu orientieren, wir haben jetzt eine Konzern=Windfahne, die Windfahne der Vereinigten Stahlwerke. Sie steht als höchster aller Riesenkamine auf dem Bochumer Verein. Hier entfaltet sie sich in großer Höhe als eine schraubenartig gewundene, gelbe, dicke Schlotwolke. Sie quillt mit Gewalt wie ein entfesseltes Element aus dem Riesenschlot und lagert sich in geringerer oder weiterer Entfernung immer tiefer, in Form von gelben Schleiern in die Straßen und Häuser fallend. Man riecht sofort, woher der Wind kommt, aber dieser Geruch ist auch für uns Industriemenschen eine zu starke Dosis. Schwefelige Säure beklemmt den Atem und jung und alt stöhnt und klagt. Wehe, wenn der West die Rauchfahne in den Stadtpark treibt, dann ist der ganze Berg mit seinem herrlichen Grün in gelbe Schleier gehüllt, und die Menschen fliehen anstatt zu rasten. Hunderttausende Menschen leiden darunter, und die Anpflanzungen werden vernichtet. Ist unsere Technik wirklich so arm, daß sie solche Verheerung an Volksgesundheit und Lebensfreude anrichten muß? Es soll ja eine besondere Behörde hier in Bochum bestehen, welche uns Schwache gegen Uebergriffe des Moloch Industrie zu schützen berufen ist. Muß erst der Notschrei durch die Presse dringen, bis der Staub von dem Aktenstück der genehmigten oder nicht genehmigten Anlage fällt, um zu prüfen, unter welchen Bedingungen die Anlage arbeiten soll? Wir leben von der Industrie und deshalb schätzen, fördern und lieben wir sie, aber wir sollen und wollen auch von ihr verlangen, daß sie unser Leben ebenfalls schätzt und schützt zum Wohle beider. Also handle man! ks. * Klagen von der Jakobstraße. Im Stadtteil Ehrenfeld, in der Nähe des Stadttheaters, liegt die Jakobstraße, eine kurze, voll bebaute, aber noch nicht gepflasterte Straße, die scheinbar als Abladestelle für allerhand Schmutz und Unrat benutzt wird. Jeden Mantag und Donnerstag, wenn auf dem nah gelegenen Westfalenplatz, Wochenmarkt abgehalten wird, stehen hier zu beiden Seiten der Straße Reihen von Gemüsewagen und Karren, von denen dann allerband Reste von Heu. Stroh, Gemüse usw. herunterfallen. Die Wagen stehen dort von 6 bis 7 Uhr morgens bis nachmittags 2 bis 3 Uhr. Die Straße sieht dann nachmittags aus, als wenn dort eine große Menagerie gestanden hätte. Der ganze Dreck bleibt immer einige Tage liegen, und dann ist auch schon wieder neuer Wochenmarkt. Die Anwohner bedanken sich für solche Zustände. Eine Anzeige, die ich dieserhalb beim zutanoigen Polizeirevier 4 machte, ist erfolglos geblieben. (Will man dorthin gehen, muß man eine halbe Tagesreise machen) Außerdem bietet die Baumbepflanzung auf dieser Straße ein trostloses Bild. Die städtische Gartenbau=Verwaltung macht hier scheinbar allerhand Versuche mit Anpflanzungen; denn jeder dritte Baum steht kahl oder verkümmert dort. Warum pflanzt man keine Platanen an, wie auf der Fürstenstraße und auf der Königsallee, die sich doch für unsere Gegend tadellos bewährt haben? Die heutige Nummer umsaßt 16 Seien ven jeder Käu dr A Ssuch Ie Aais Voer Forchr getet Ihnen die größte Möglichkeit zu sparen. Die gesamten Warenvorräte sind im Preise ganz gewanig nerabgesetzt Kaufen Sie Jetzt 886 es ist Ihr Vortell G □ Pes Das größte maßgebende Spezialhaus für GUTE Herren- und Knaben-Kleidung fertig und nach Maß SalsonK 1 aber Be 10 P N A K S TONRARRARAARA SP DAR 0 O APR 5 S e eg #00 9 e 800 eg DRAR DR □9 ROER DRAPRK DAPR R e R 0 Ae e 95 DAR * 05 0 DRARK ge P 0 e 0 OR egk1 0 e ROR RERT ∆ 0 A. 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