e hse), 2. Hotuc. K— ted: 1. Suuus ode biefen). T.: 14 serg: 1. Meerethend, I. Soretin. erten Bertin e(Frl. Schloeste). S. 22; Pl. 14, 1K. erhau: 1. Amb3. Ephen II. Toto: 1. Bardenland oria. Toto: S. 29, Oktober. 1. Vordar(EgK 98:10; Pl. 38, I. Gasron(Narr), S. 29; Pl. 15, n: 1. Maiennacht übs, 4. Edeldame. 1. Marie Louise e. Toto: S. 42; Wiener Blut na. Toto: S. 16; nnen: 1. Epe2e. Toto: S. 36; oira(Huguenin), S. 29; Pl. 12. Dave Shade Mittelgewichtler ampf gegen Leu ung zur Mitschaft nach hm diesmal als Hoob entgegen. — er wog zehn — mußte er sich nit einem Unenthelle Lager uud dar. auch zur AufMaschinen, 3 X nebst Garage für I. 1000 gm unbe. er Ein= und Ausraße gelegen, im It zu vermieten „Bieleteld auch 190. 411 FELLEN ertin) chaft für Bielefelder segen hohe Provision entliche Auszahlung nach den Verkaust, ab und zurück. in die Westsäl. Zeite respondentin, flotte win. gute Stellung. Unch gründliche Kenn; iche. 1 dschriftliche Bewersabschriften erbeten. „ ITTTEIZ Die Westfälische Fettunn ist cm 4. April 1811 g“eene 99 Die Westfälische Jettung ist am 6. April 1811 ale„Oeffentliche Anzeigen für die Grafschaft Ravenoberg“ gegründer. Sie erscheim mit den Beilagen„Wels und Wissen“,„Literarische Rundschau“,„Die Welt der Frau“,„Aus dem Reiche der Technik“,„Schule und Haus“,„Landwirtschaft und Gartenbau“ an jedem Wochentag. Aeschäftostelle und Redaktion: Niedernstraße Nr. 27. Fernsprecher: 61, 62, 43. 64. Bezugspreis monatlich 2.30 UIk. Im Falle höherer Gewalt, bei Streik oder Betriebestörung hat der Bezieher keinen Anspruch auf Rückzahlung deo Bezugopreiseo. Anzeigenpreio 13 Dfobe gr. 82.### STg 1811 die einspaltige tsillimeterzeile; Beilagen 15 tnt. dao Causend, RIRIENETMYD WTSSD N PHE De. Tetlauslagen 2o Park.— Plazoorscheisten miüt ertöhuer. DIELEFELDER TAGEBLATT Seienpreis.- Raban nach Carf.— Beispäterer Zahlung und Es kriselt überall Se eee in Athen Ein Millkarputsch des früheren Diktators Pangalos vereitelt Athen, 30. Oktober. In Athen sind im Laufe des Donnerstags über 100 Personen wegen umstürzlerischer Umtriebe verhaftet worden. In der Nacht zum Donnerstag versammelten sich über 100 Offiziere unter der angeblichen Führung des früheren Diktators Pangalos in einem Privatgebäude in der Hauptstadt, um die letzten Vorbereitungen für einen Putsch zu treffen, der noch in der gleichen Nacht losbrechen sollte. Bei den Verschwörern handelt es sich um Leute, die mit der Außenpolitik Venizelos' und dessen Reise nach Angora unzufrieden sind und darin eine Verletzung des griechischen Nationalstolzes erblicken. Die Beteiligten wurden jedoch schon seit längerer Zeit von der Geheimpolizei beobachtet und diese schritt darauf im gegebenen Augenblick ein. Die Bewegung hatte auch bereits auf die Marine übergegriffen. Die Regierung verfügte hastige und übernervöse Maßnahmen; die Erregung wird dadurch noch gesteigert. Man erwartet weitere Verhaftungen. Gegen die Schuldigen soll sofort ein Prozeß wegen Hochverrats angestrengt werden. Hangalos verhaftet. Paris, 31. Oktober. Nach einer Havas=Meldung aus Athen wurde General Pangalos am Donnerstag abend in seiner Villa in Eleusis verhaftet. Im Lande soll völlige Ruhe herrschen. Sämtliche Offiziere der Armee sollen den Ereignissen gleichgültig gegenüberstehen. Der griechische Kriegsminister hat der Oeffentlichkeit eine Erklärung übergeben, wonach die Regierung bereits seit Tagen das Verhalten gewisser Offiziere aufmerksam verfolgt habe. Die Regierung habe nunmehr die Aufwiegler verhaftet. Venizelos, der zur Zeit in Angora ist, wo am Donnerstag der griechisch=türkische Freundschaftsvertrag unterzeichnet wurde, hat beschlossen, sofort nach Konstantinopel zu reisen, um dort den weiteren Verlauf der Ereignisse abzuwarten. Venizelos beabsichtigte ursprünglich, mehrere Tage in Angora zu verweilen. einseitigen Behauptungen und durch die Pressemeute ist in der Oeffentlichkeit der Verdacht entstanden, daß ich inkorrekt gehandelt habe. Aber dieser Verdacht besteht zu Unrecht. Ich bin der Einzige, der es unternommen hat, in allerkürzester Frist Klarheit in diese Angelegenheit zu bringen.(Zuruf von sozialdemokratischer Seite: Dann haben Sie 10 Tage gewartet, bis Sie die Berichtigung brachten?) Wenn man mir weiter vorwirft, daß ich einen Ausnahmezustand in Braunschweig habe schaffen wollen, dann muß ich fragen, ob es noch viele Leute gibt, die eine solche Langmut angesichts der verleumderischen Hetze des„Volksfreunds“, die sogar mit Plakaten betrieben worden ist, aufbringen werden? Im übrigen bin ich nicht der Meinung, daß man durch Verbote und Einschreiten der Polizei etwas erreichen kann, aber hier mußte ich eingreifen. Ich würde es als allererster begrüßen, wenn ich diese Maßnahme werde zurückziehen können.(Bei den letzten Worten des Ministers setzen wieder Zwischenrufe ein.) Im übrigen wird am nächsten Mittwoch, 5. November, eine Klärung der Angelegenheit in so eingehender Weise erfolgen, daß allen weiteren verleumderischen Beleidigungen die Spitze abgebrochen und über diese Affäre wieder Ruhe im Lande sein wird. Luther und der Staat. Von Pastor Cremer in Bielefeld. Luther und der Staat— fordert das Thema nicht sosort den Widerspruch der Gegenwart heraus? War Luther überhaupt ein Staatsmann? Hat das Luthertum befruchtend und gestaltend auf den Staatsgedanken eingewirkt? Hat nicht vielmehr der Calvinismus positive politische Bedeutung? Es soll nicht geleugnet werden: Luther war kein Staatsmann, kein Politiker; er hatte weder politische Begabung, noch politisches Interesse, auch nicht politische Absichten und Ziele. Er gehörte, wie der Kirchenhistoriker Hauck urteilt, zu den harten, in sich geschlossenen, einseitigen Naturen, aber diese Einseitigkeit war seine Stärke: er war eine durch und durch religiöse Natur, er war der religiöse Genius; von seinem GottesDie Urabstimmung GironEndo in Vern Die große Mehrheit der Arbeiter für Arbeitsaufnahme. Berlin, 30. Oktober. Bei der am Donnerstag stattgefundenen Urabstimmung sprach sich die Mehrheit der Berliner Metallarbeiter für die Wiederaufnahme der Arbeit aus und billigte somit das Ergebnis der unter Vorsitz des Reichsarbeitsministers gepflogenen Verhandlungen zwischen den Vertretern der Arbeitgeber und Arbeiter. Danach bleibt der alte Tarifvertrag vorläufig bestehen und ein vom Reichsarbeitsminister nach Benehmen mit den Parteien eingesetzter unparteiischer Ausschuß wird in den ersten Novembertagen eine endgültige Entscheidung treffen. An der Urabstimmung beteiligten sich 73.273 Arbeiter, von denen 40 431 für die Wiederaufnahme der Arbeit stimmten, während 32 847 die Fortführung des Streiks verlangten. An der Urabstimmung haben sich mehrere Großbetriebe, wie Siemens, A. E. G. und andere, mit über 62000 Arbeitnehmern nicht beteiligt, da sich die Funktionäre dieser Belegschaften für die Wiederaufnahme der Arbeit bereits am Mittwoch entschieden hatten. Die Arbeitsaufnahme wird im vollen Umfange am Freitag früh erfolgen. Anläßzlich der Eröffnung der Rudolf-Oetker-Halle in Bielefeld, der neuen Stätte für die Bielefelder Musikpflege, ist der heutigen Ausgabe der „Westfälischen Zeitung“ eine unter dem Titel „Musik und Gegenwart“ beigefügt. Der Fall Franzen. Der Minister fühlt sich unschuldig. Braunschweig, 30. Oktober. Minister Dr. Franzen gab im Verlaufe der Landtagsberatungen eine längere Erklärung ab, in der er u. a. sagte: Was den sogenannten Fall Franzen anbetrifft, so bin ich bisher der Einzige gewesen, der versucht hat, Klarheit zu schaffen und Licht in diese Angelegenheit zu bringen. Auf Grund der prälat Schofer 1 Der Führer des badischen Zentrums. Freiburg, 31. Oktober. Am Donnerstag Abend ist der Führer des badischen Zentrums, Prälat Dr. Josef Schofer, im Alter von 64 Jahren plötzlich gestorben. Noch am Donnerstag früh hatte er die Messe gelesen. Gegen 21,30 Uhr trat eine plötzliche Herzlähmung ein, die nach zwei Stunden den Tod des Prälaten zur Folge hatte. Meit Dr. Schoser ist eine der markantesten Persönlichkeiten des badischen politischen Lebens aus dem Leben geschieden. Er war vor 25 Jahren in dem damaligen 72. Landtagswahlkreis TauberBischofsheim in die zweite Kammer des badischen Landtags eingezogen, dem er dann ununterbrochen bis jetzt angehörte. Nach dem Krieg widmete er sich besonders eingehend den politischen Vorgängen. Es ist bekannt, daß er mit allem Nachdruck dafür eintrat, daß sich auch in Baden Zentrum, Sozialdemokraten und Demokraten in der Regierung vereinten. nerbters. 1# Dg. T.. Meister. 1 Dlick in den Tag. Bei der am Donnerstag stattgefundenen Urabstimmung in den Berliner Betrieben beschloß die große Mehrheit der Metallarbeiter den Streik abzubrechen und die Arbeit wieder aufzunehmen. * In Athen sind im Lause des Donnerstag über 100 Personen wegen umstürzlerischer Umtriebe verhaftet worden. Es war ein Militärputsch unter Leitung des ehemaligen Diktators Pangalos geclamt. * Nach den letzten Meldungen aus dem italienischen Erdbebengebiet wird die Zahl der Toten auf Stwa 50, die der Verwundeten auf 150 geschätzt. * In Nordfrankreich ist ein englisches VerkehrsAlugzeug abgestürzt, wobei drei Personen getötet und zwei verletzt wurden. * Der Dampfer„Zar Ferdinand“ mit dem bulwischen Königspaar an Bord ist jetzt in einem sischen Hafen eingetroffen. mnischen Füllhalter unter National befördert Rudolf urd 1. Touren in Rheinen wird von ein Herrenwäschefabrik durchaus tüchtiges Seste dschaft in nd grade Hoies er Lage 10. abe bish. Tätiglett F R 16198 an du en Zeitung. ing. nicht genüges Reichstag im Rundfunk. Wettbewerb um die Plätze der äußersten Rechten. Berlin, 30. Oktober. Der Aeltestenrat des Reichstages hielt am Donnerstag nachmittag eine Sitzung ab. Für die Diätenregelung wurde ein Unterausschuß eingesetzt, der ein neues Diätengesetz möglichst im Einverständnis mit dem Preußischen Landtag ausarbeiten soll. Die Relation der Diäten zu den Ministergehältern soll aufgehoben werden. Den sechs volksnationalen Abgeordneten wurden neue Plätze zwischen der Deutschnationalen Volkspartei und dem Christlich=sozialen Volksdienst zugewiesen. Bei dieser Gelegenheit wurde auch erneut der Anspruch der Deutschnationalen auf die Plätze der äußersten Rechten erörtert. Es bleibt aber dabei, daß die Nationalsozialisten diese Plätze behalten. Von Kommunisten und Nationalsozialisten wurde ferner eine frühere Einberufung des Reichstages verlangt. Die Mehrheit des Aeltestenrates stellte sich auf den Standpunkt, daß der Vertagungsbeschluß des Reichstages rechtsgültig gefaßt sei und nicht geändert werden könne. Dem Aeltestenrat lag schließlich ein Antrag vor, Tonfilmaufnahmen im Reichstag zu gestatten. Der Antrag fand keine Zustimmung. Dagegen sollen mit dem Rundfunk Verhandlungen über eine teilweise Uebertragung der Reichstagsverhandlungen angeknüpft werden. Hehes Abschied. Ein Dankbrief des Reichswehrministers. Berlin, 30. Oktober. Der Reichswehrminister hat an Generaloberst Heye einen Brief gerichtet, in dem es heißt: In schwieriger Zeit hatten Sie die Heeresleitung übernommen. Auf der von General von Seeckt geschaffenen Grundlage haben Sie den Wiederaufbau des Heeres in unermüdlicher Arbeit weiter gefördert. Wichtige Probleme aus der langen Dienstzeit harrten ihrer Lösung. Ihr Verdienst ist es, diese Probleme mit freiem, weitem Blick tatsächlich angepackt zu haben, insbesondere auf den Gebieten der Erziehung und Ausbildung. Auf beiden Gebieten sind bedeutende Fortschritte gemacht worden mit dem Ergebnis, daß hohe Persönlichkeitswerte durch alle Dienstgrade, vom einjachen Mann bis zum General, erzielt worden sind. Dieser Verdienst ist nicht hoch genug einzuschätzen für unsere kleine, Wehrmacht, deren freie Entwicklung durch unerträgliche politische Fesseln gehemmt ist. Ihre Leistung wurde getragen und ermöglicht durch die hervorragend loyale und vornehme Haltung Ihrer eigenen Persönlichkeit. Damit haben Sie jedem einzelnen Offizier ein unübertreffliches Beispiel gegeben. Sie sehen auf eine lange Dienstzeit in Frieden und Krieg zurück— glänzend am Aufstieg bis auf die höchste Sprosse— und können mit hoher Befriedigung auf Ihre Lebensarbeit zurückblicken. Wir empfinden mit Ihnen und gedenken auch Chefs des Generalstabes des Schlesischen Landwehrkorps, mit dessen Ruhm Sie aufs engste verwachsen sind. gedanken und Gotteserlebnis aus erfaßte er auch die Welt und ihre Einrichtungen. Luther hat niemals, wie viele Theologen vor ihm, eine Theorie über den Staat, dessen Wesen und Zweck aufgestellt, und doch ist sein Anspruch vollauf begründet, daß er sich um den Staat verdient gemacht hätte, und daß„seit der Apostel Tage kein Doktor, noch Scribent, kein Theologus noch Jurist so herrlich und klärlich die Gewissen der weltlichen Stände bestätigt, unterrichtet und getröstet“, wie er es getan habe. Selbst Kaiser Ferdinand mußte zugeben:„Es ist ein schönes und herrliches Stück ihrer, d. i. der Evangelischen Lehre, daß sie den Stand der Obrigkeit nicht so schlecht und gering halten, als der Papst, sondern Gottes Ordnung darin aufweisen.“ Luther hat eine klare Trennung des kirchlichen und staatlichen Gebietes, des kirchlichen und staatlichen Rechts herbeigeführt. Er hat der bisher geltenden Auffassung: die Führung, wie in der Kirche, so im Staate, gebühre dem Papst, ein Ende bereitet. Ihren schroffsten Ausdruck hat diese Theorie in der berühmten Bulle des Papstes Bonifacius VIII.„Unam sanctam“ von 1302 gefunden:„In der Gewalt der Kirche sind zwei Schwerter, ein geistliches und ein weltliches, es muß aber ein Schwert unter dem anderen und die weltliche Gewalt unter der geistlichen sein, die geistliche Gewalt überragt an Würde und Adel die weltliche, daher erklären wir feierlich, es sei für jede menschliche Kreatur eine Heilsnotwendigkeit, dem römischen Pontifer untertan zu sein.“ Begründet war diese Auffassung in der augustinischen Geschichtsanschauung, nach der dem Staat, wie allen menschlichen Institutionen etwas Sündiges anhaftete und er als ein Werk des Teufels und der Ungerechtigkeit galt. Luther hat den Staat als eine Gottesordnung betrachtet, stammend aus dem Schöpferwillen Gottes, eine selbständige sittliche Aufgabe in sich tragend, bestimmt, dem Menschen die rechtliche Freiheit zu vermitteln, welche die Vorstufe der sittlichen Freiheit ist. Damit wird dem Staat als eine gute Ordnung Gottes seine gottgewollte Eigenart gegeben und er steht nicht mehr unter der Kirche, sondern neben ihr, und die augsburgische Konfession bestätigt Luthers Auffassung:„Daß alle Obrigkeit in der Welt gute Ordnung Gottes, von Gott geschaffen und eingesetzt sei. Das Evangelium stößt nicht um weltlich Regiment. Christi Reich ist geistlich“. Es soll daran erinnert werden, daß Luther das Wort„Staat“ in dem uns gewohnten Sinne nicht hatte. Wohl aber hatte er den Begriff. Wenn er lateinisch schrieb, brauchte er wohl das Wort politia oder respublica, drückte er sich deutsch aus, so sprach er vom„Reich“. Inbezug auf die Staatsverfassung war Luther freidenkend. Nur zwei Extreme waren für ihn ausgeschlossen: die Tyrannis und die Anarchie, aber alle anderen Verfassungsformen gelten ihm als zulässig: er hat die römische Republik bewundert und fand in der Die Ansicht marzznossenschaft nichts zu tabdeln. ware verkehrt, daß Luther und die hätten, Lazu sehlten modernen Staat geschafsen Zeit, wo in Deuen die Voraussetzungen in einer ### in Teutschland nur die ersten Ansätze zu moverner Staatenbildung sich zeigten. Bedeutungsvoll aber ist, daß Luther den Staat als einen Versteichbar: wie 2örper Funktionen finden, d sich die verschiedensten den Bestand desselso au die Gesundheit und den Eisen r#sechen abzwecken, so erhält die mannigfache Tätigkeit der Glieder eines Volkes, Gelehrte, Bürger, Bauern, HandMesoahe in gaude...... Jedes Standes an iu g##### dem andern und damit dem Ganden Ttast sich k##iche, dat keine ausdrücklich auf den Staut sich beziehende Schrift geschrieben, aber weiche Jlarf de. Lum eig Ausogten er dem etaate und der Obrigkeit auf kulturellem und sorch hir dn Schen.. s. ein Für#e zur bur Schulwesen.(„An die Ratsherren auer Städte deutschen Landes, daß sie christliche Schulen aufrichten und halten sollen"). Weiter er die Armenfürsorge dem Staat zu und er drang auf völlige Beseitigung des Bettelns. Aber galt Luther auch als Patron der Volkssittlichkeit: die öffentlichen Häuser sollen verschwinden, der steigende Luxus soll durch ein Reichsgesetz werden. Als schwersten Schaden des Volkslebens betrachtete er den Wucher, der Zinssuß sollte 4—6 Prozent nicht übersteigen. Und er hatte einen offenen Blick für die Notwendigkeit der inneren Kolonisation, wenn er sagte:„es ist noch viel Land, das nicht umgetrieben ist“ und es Ziel bezeichnete, das Ackerwerk zu mehren. Per. spürte nicht aus solchen Aeußerungen Gedanven großem Wurf, die der Zeit weit vorausa„Einrichtungen erschien ihm auch der Staat als eine wanveware, der Fortbildung fähige Sache, und der Christ soll nach dem Grundsatz der Liebe auch das staatliche Leben pflegen und fördern. Und was die Stellung der Kirche im heutigen Staat anbetrifft, möchten wir mit Fendt „Der Wille der Reformation im Augsburger Berenntnis“) urteilen, daß die Kirche, die Glaubenskirche, im heutigen Staat keine ungünstigeren Arbeitsmöglichkeiten hat, als in früheren Staatsgestaltungen. Aber wie dem auch sei: Luther war nicht Staatsmann, aber er war von liefer, glühender Liebe für sein Volk und Vaterland erfüllt; davon gibt Zeugnis sein Wort, das von vielen vernommen werden sollte: „Ich besorge hart des deutschen Landes. Denn jetzund hat es den Tag der gnädigen Heimsuchung. So es ihn nicht aufnimmt, sondern verspottet, so ist es aus mit ihm und es wird über Deutschland man sagen wird: Da liegt das liebe deutsche Land verheert und zerstört um unserer Undankbarkeit willen. Gott gebe, daß ich Prophel sel=un in diesem Stück ein falscher Rote Feme? „ Nschee Kierreijach Ein Italiener in Paris niedergeschossen. Paris, 30. Oktober. In der Nähe des Pariser Vorortes Sartrouville wurde ein italienischer Staatsangehöriger mit einer schweren Schutzwunde im Kopf auf der Straße aufgefunden. Bei seiner Vernehmung ließ er sich nur zu der Erklärung bewegen, daß er von zwei Landsleuten überfallen worden sei. Die Polizei vermutete hinter der Angelegenheit ein weitverzweigte kommunistische Propagandazentrale zu ermitteln. Umfangreiche Schriften, falsche Ausweispapiere, Lehrbücher über Klassenkampf und Bürgerkrieg wurden aufgefunden. Im Keller des Hauses war Amerikas Abrüstungswille. Die Flottenfrage bleibt vorerst im Vordergrund, New York, 30. Oktober. Washington gemeldet wird, hat Präsident Hoover dem Botschafter Gibson, den Hauptvertreter der Vereinigten Staaten, bei der bevorstehenden Tagung des Abrüstungsausschusses Genf beauftragt, sich um das Zustandekommen einer Einigung in der Flottenfrage zwischen und Italien zu bemühen. Wahrscheinlich werde sich Gioson demnächst nach Rom begeben, um mit Mussolini persönlich die Angelegenheit zur besprechen, da das Weiße Haus an einem erfolgreichen Abschluß der Genfer Tagung auf das leohafteste interessiert sei und ein Vorwärtskommen in der Abrüstungsfrage ohne vorherige Bereinigung der französisch=italienischen Meinungsverschiedenheiten für unmöglich halte. politisches Attentat. erhebt sich die Frage: haben Luthers Gedanken über den Staat für die zukünftige Staatsgestaltung Bedeutung gehabt? Diese Frage ist zu bejahen. In einem geistvollen Aufsatz „Luther und die deutsche Staatsidee“ weist der Kirchenrechtler Günther Holstein den Zusammenauf, in dem die Staatsphilosophie des deutschen Idealismus mit den sittlichen Impulsen der lutherischen Reformation steht. Diese Impulse Zaxen. die Wertung des Staates als gottgewollte die Forderung an den Einzelnen: ou sollst dich einordnen in die Staatsgemeinschaft und sschein Fait sozialen Beziehungen mit christnicht ein Scgu.... daden diese Gedanken ##i Echo gefunden? Ein Echo in Friedrichs des Großen berühmten Wort von der Dienerschaft des Lönigs, gm. Staats in Bismarck's Ausspruch: „ der Ministel dieses Staats bin Christ und als solcher entschlossen zu handeln?" Luther's Gedanke vom Staat als Organismus ist von Fichte geradezu als der wesenhaft deutsche Staatsgebanke bezeichnet worden, und Hegel und Schleiermacher, „ in großer geschichtsphilosophischer, dieser in meyr soziologischer Ausführung haben ihn zu mächtigen Gedankengebilden ausgebaut. Wenn der deutschen Wiedergeburt vor 100 Jahren dies die Losung war: der Einzelne nicht sal sehn nach nicht so sehl nach neuen Rechten rufen, als vielmehr in der Pflichterfüllung sein sittliches Sein betätigen,„begeistere du das menschliche Geschlecht für seine Pflicht zuerst, dann für sein Recht"— sind das nicht Gedanken und Töne, die zuletzt von Luther und der Reformation geweckt sind? Es gelang ihr, in einer unbewohnten Villa in Sartrouville, in der nach Aussagen von Nachbarn italienische Staatsangehörige verkehrten, eine ein frisch ausgehobenes Grab, das für den glücklicherweise nur verletzten Italiener bestimmt war. Man vermutet, daß dieser ethhn in Zeitshiee der kommunistischen Organisution ist, bessen man sich entledigen wollte. Sobald sein Gesundheitszustand es erlaubt, wird die Poltesigren. durch ihn nähere Einzelheiten Politik und Kunst Pranattump, innn Prag Poincaré schreckt seine Landsleute mit einem vereinigten Deutschland—Rußland. Paris, 30. Oktober. Poincaré beschäftigt sich im„Exelsior“ mit ver notwendigkeit der Schaffung der Vereinigten Staaten von Europa gegen die„russische Gefahr“. Er bedauert, daß die europäischen Stiaten anstatt sich gegen diese Gesahr zu vereinigen, sich immermehr zersplittern und einige von ihnen(gemeint D., Red.) sich in Rußland sogar „die Mittel zu verschaffen suchten, um ihre geheimen Pläne zu verwirklichen". verteidigt dann den Standpunkt Rechbergs, der sehr richtig auf die Gefahr des Kremls hingewiesen habe. Alle Anzeichen deuteten auf Kriegsvorbereitungen Moskaus hin, das in Uebereinstimmung mit Deutschland(1) die Herstellung von Kriegsmaterial beschleunige. Schon jetzt tauche im Hintergrund der Schatten eines wirtschaftlichen deutschen Protektorats Ernste Nachwirkungen der deutschfeindlichen Ausschreitungen. Berlin, 30. Oktober. In der Donnerstagsitzung des Auswärtigen Ausschusses des Reichsrates berichtete der Reichsminister des Auswärtigen, Dr. Curtius, eingehend über die Völkerbundstagung in Genf. An diese Berichterstattung schloß sich eine Aussprache über die Minderheitenfrage an. Auf eine Anfrage des sächsischen Reichsratsbevollmächtigten, Dr. Gradnauer, über die deutsch=feindlichen Kundgebungen in Prag und den Boykott deutscher Tonfilme erklärte der Reichsminister des Auswärtigen u. a.: übt. Diese Haltung deutscher Kunst und deutscher Sportkreise war bei der ganzen Sachlage selbstverständlich. an In der. Gegenwart ist die Frage aufgeworfen: wurde Tutyer den heutigen Staat bejahen? Wir geben darauf die Antwort: Die Art, wie er zustande gekommen ist, durch Revolution, würde Luther verworfen haben. Ihm war jede Selbsthilfe Aufruhr, und Aufruhr war ihm das Furchtbarste auf Erden. Luther war ein Mann der Autorität und des Gehorsams, und Friede im Innern und Ordnung galten ihm als Vorbedingungen christlichen Lebens und christlicher Gemeinschaft. Alles Sichdurchsetzenwollen, aller Kampf um Rechte erschien ihm als Ungehorsam gegen das Gebot Jesu. Aber nun das andere: Den Staat, wie er nun einmal da ist, würde * D e n n n e b e n a n d e r e n m e n s c h „Die Vorgänge in Prag haben das deutsche Volk mit Recht erregt und empört. Mit Genugtuung kann ich feststellen, daß die für die tschechoslowakische Außenpolitik verantwortlichen Stellen die Ausschreitungen vorbehaltlos mißbilligt haben. Leider ist nicht die Wiederaufführung deutscher Tonfilme in Prag gefolgt. Darin liegt eine schwere Benachteiligung deutscher Kunsterzeugnisse. Dieser Zustand hat selbstverständlich Sie wird solange weiter dauern, bis eine Aenderung in Prag zu beobachten ist. Rückwirkungen in Deutschland zur Folge. Gleich nach den deutsch=feindlichen Kundgebungen haben deutsche Künstler ihr Auftreten in Prag abgesagt, deutsche Sportvereine die Mitwirkung an Sportveranstaltungen abgelehnt, deutsche Kunststätten gegenüber tschechoslowakischen Künstlern, die die größeren Resonanzmöglichkeiten Deutschlands für sich nutzbar zu machen wünschen, kühle Zurückhaltung geIn der Tat verträgt es sich nicht, mit der Würde der deutschen Kultur, ihre Leistungen in einem Lande zu zeigen, indem soeben aus Deutschenhaß eine deutsche Kunststätte wie das Deutsche Theater in Prag böswillig geschädigt worden ist. Es verträgt sich ebensowenig mit der Würde der deutschen Kultur, den Kunstwerken von Angehörigen eines Volkes besondere Förderung und Pflege angedeihen zu lassen, in deren Hauptstadt die Vorführung deutscher Kunsterzeugnisse durch Terrorakte verhindert wird. Es verträgt sich auch nicht mit der Würde des deutschen Sports, sich in Wettkämpfe mit den Sportverbänden eines Volkes einzulassen, bei dem die Deutschfeindlichkeit gewisser Kreise so offen zutage tritt. Solche Feststellungen sind schmerzlich. Die deutsche Außenpolitik muß eine baldige Aenderung dieser Verhältnisse wünschen. Sie erwartet im Interesse des kulturellen Austausches mit dem Nachbarvolk, mit dem sie gute Beziehungen weiter pflegen möchte, daß in Prag und der tschechoslowakischen Bevölkerung die Würde der deutschen Kultur und die Bedeutung des Deutschtums nicht länger verkannt werden. gun das sich bald mit Hilfe amerikanischen Kapi##rggeführt, über ganz Rußland erstrecken wurde. Deutschlano habe ein derartiges Protektorat gewünscht, wenn es auch noch weit von seiner Verwirklichung infolge seiner gegenwärtigen, zwar stark übertriebenen, aber doch bestehenden Wirtschaftskrise, entfernt sei. solle das traurige Schauspiel dazu beitragen, die Staaten zu lehren, daß jeder Vereinigung auf politischer Grundlage eine solche auf wirtschaftlicher Grundlage voraufgehen müsse. Die in Briand ursprünglich aufgestellte Reihenfolge für die Verwirklichung des Staatenbundgedankens sei schon die richtige gewesen. Oper des Symphonikers. Stadttheater:„Eugen Onegin“ von Tschaikowsky. Bielefeld, 31. Oktober. „Idyll. auf einem der schönen großen Güter im alten Rußland. Im biedermeierischen Rußland um 1820. Unabsehbar erstrecken sich die Felder mit rauschendem Korn und duftendem Raps... Da und dort eine ärmliche Hütte leibeigener Bauern... Unter hohen, alten Parkbäumen das Herrenhaus... Darin residiert die gutmütige Frau Larina—, schau, da sitzt sie im Garten und bereitet, zusammen mit der alten Filipjewna, patriarchalisch=gemütlich Obst zum Einkochen vor, nicht ohne mit Mutterstolz dem Gesang der beiden hübschen Töchter lauschend, die im Hause gar klangvoll musizieren...“ Und dann— heissa, hopsassa— stampft derb=lustiger Erntetanz der Bauern einher... Besuch kommt.. Zwei liebenswürdige Kavaliere... Die passen vortrefflich zu den hübschen Töchtern der Mutter Larina.. Nun ja, Olga und Herr Lenski, der Dichter, lieben einander vorläufig(wie man so sagt:) glücklich; mit Tatjana und Herrn Onégin aber klappt die Sache nicht: er will nicht. Also Tatjana liebt unglücklich... Dann machen wir Ballfeste dieser Landaristokraten des vormärzlichen Rußland mit... Da gibt's schmeichelnde Walzer und elegante Polonäsen und Konflikte und allerlei Leidenschaft... Wir erleben das Duell zweier Kavaliere, und einer wird sogar totgeschossen...“ Und Herr On'gin trifft nach ausgerechnet 26 Jahren die schöne Tatjana von einst wieder... Sie ist natürlich lange verheiratet... Aber jetzt, akkurat jetzt, verliebt sich der Herr Onégin in die Dame, doch nun will sie nicht... Und plötzlich ist die Oper aus. Und der Symphoniker Tschaikowsky, dessen eigenstes Gebiet eine glatte, elegant=sentimentale und manchmal von brillanten Tanzrhythmen durchfunkelte Lyrik ist, hatte durch jene Benamsung so eine Art Vorwand, sich um die Verpflichtung zu dramatisch gestraffter Theatermusik herumzudrücken; dafür aber umzierte er die losen, nach Puschkin nicht sehr bühnenmäßig geformten„Szenen“ mit einer so verschwenderischen Fülle wunderschöner, schwelgerisch=lyrischer Melodien, daß man hört und hört und sich des Ohrenschmauses freut, als wäre man im Konzert; und man vergißt, daß man im Theater ist und eigent— auch in der Oper!— Gestalten und Konflikte erleben will. tiges Talent auch kleinen Partien in der Oper auf wackere Art gerecht zu werden vermag. GDA. fordert den Siebenstunden=Arbeitstag. Berlin, 30. Oktober. „ Der, Gewerkschaftsbund der Angestellten nimmt feiner Zeitschrift in Form eines Aufrufes zur Wirtschaftskrise Stelung. Die außerordentliche Verschärfung der Arbeitsmarktlage, so wird u. a. scklärt, verlange sofortige durchgreisende Maßschnell wirkende Ssier uichev gramm bringe diese haltsahhe cht. Nicht Lohn= und GeNuttrabbau, sondern allgemeine Arbeitszeitverkürsei in einer technisch hochentwickelten, aber unterbeschäftigten Wirtschaft das wirksamste Mittel zur Bekämpfung der Massenerwerbslosigkeit. Deshalb müsse mit der wirtschaftsschädlichen Lohnsenkungspsychose Schluß gemacht und der Siebengeführt werden. oder die Fünstagewoche ein Im übrigen sei es unbestreitbar, daß die träge den Lebensstandard der Der GDa, forder de odrückten. e chth, baß die Resterung den Gestalt aber ist dem Symphoniker Tschaikowsky in diesem Werk gelungen: die holdselige, unglücklich liebende Tatjana. „Die, Musik, die dieses berückende Geschöpf eines echten Poeten charakterisieren soll, haftet im wirklich Abbild und Wesen des süßen schwärmerischen Mädchens. Wild=Geer verkörperte diese Rolle auf anmutvolle Art und blieb— von einigen Schärfen abgesehen— auch ihrer, an gabe nichts schuldig. auglichen Mädchengesta Zeichnung der anderen nicht ganz“ seich“ wast ebenfalls, wenn auch arit Ziegler“ gleichem Daße, eindrucksvoll. MarS###er wußte die Naivität und Munterkeit der Oigu=Weisen überaus liebenswürdig, obschon gesangstechnisch nicht immer völlig einwandfrei aufklingen zu lassen. Darstellerisch ist sie— wie stets— ausgezeichnet. miniebrigens: daß all diese kaleidostopischen „eine recht:„Oper“, d. h. kein musikaBeter Tschaf konnten—, das wußte darum sein Werk bescheiden„Lyrische Szenen“. minde Paris chargssuren sind vom Komponisten minver schalf charatterisiert. Daß sie in der Aufelanbhaft erscheinen das beweist von neuem die Leistungsfähigkeit unseres Opernensembles. Leo Falk ist mit seinem sympathischen Bariton und reisen darstellerischen Können ein trefflicher Vertreter der Titelrolle. Schauspielerisch und geSiliviemn.... zu sind Helena Braun („Fillpfeiona“), Artur Bednarczyk(Lenski), Leon Steppibgi““ Eremin“), Grüneke(„Triquet“) und Eieppuhn(„Hauptmann"). Margarete Schott („Larina“) zeigt wieder einmal, daß ihr vielsei.„ Besonders wichtige Aufgaben obliegen bei dieeines ausgesprochenen Symphonikers natürlich vem Orchester. Diese wundervoll gearbeitete, glänzend instrumentierte, in ihrer ganzen Faktur fast zu glatte Musik bedarf gleichermaßen eleganten, wie charaktervollen Wievergabe. Nun, als Tschaikowsky=Dirigent läßt Sahnbley, der auch mit Umsicht und Geschmack die Regie fühlle, keine Wünsche offen. Das Orchester blüht und funkelt in der melodischen und farbigen Partitur, daß es eine Lust ist. Der Hörer wird melovisch reich entschädigt für kleine Momente der Ermüdung mit denen der immanente Geist des Theaters sich hie und da an den unbühnenmäßig=lyrischen Neigungen des Opernkomponisten Tschaikowsky zu rächen scheint. Fritz Chlodwig Lange. Wedekind persönlich. Der dritte Teil der Wedekind=Biographie von Artur Kutscher. b id Pt e der Wedekind=ViograMülter(München slich bei Georg erschienen ist, stellt das Leben des Dichters in seiner letzten Periode dar, Während=Pre 1808,5s zu seinem Tode reicht. Wahrend Kurscher die Werke dieser Zeit, die Fragmente und Entwürfe ausführlich kritisch und eingehend verständnisvoll schildert, findet er Zeit, viele sicherlich zum erstenmale mutgetzilt, werden, denn Kutscher war mit Wedealso Gelegenheit, den Dichter in allen So erfah Der Nobelpreis der Niediziner. Preisträger: Professor Carl Landsteiner. ten zu beobachten. erjahren wir, daß Der diesjährige Nobelpreis für Medizin wurde dem Wiener Pathologen Prosessor Carl Landsteiner zuerteilt für die Entdscuns, der menschlichen Blutgruppen. Professor siner, ist seit 1912 im Rockefeller=Institut in die Hathasuu. Seine Arbeiten haben sowohl für # G logie und die Chirurgie, als auch für vie Gerichtsmedizin große Bedeutung. . Die Entscheidung über den literarischen Nobelpreis sallt am 6. November. Wedekind die Bedeutung der Reklame nie unterschätzte, daß er sie um so unbedenklicher betrieb, als er schließlich immer seine künstlerischen Ziele im Auge hatte.„Er ließ keine Gelegenheit unbenutzt, um auf sich und sein Werk hinzuweisen und hatte gar kein Gefühl dafür, wie sehr er sich durch die Zahl gund Wahllosigkeit seiner Notizen schadete etwas unrichtiges übr Zesauem Zutunstsaufsat chlißer über ben Paletot des vermummten Herrn(im letzten Akt von„Frühlings Erwachen") behauptete, suchte Wedekind seinen stellung eine„vor dur0h Richtigdie nätn Reklame für sich zu Vensation geworhe auini Wedelind eine kleine der für Wedetiag: Jureit lehnte ab mit dem zu empieb;“ erstaunlichen Bitte, ihn niemanig mohr Sesten; er habe alle Hände voll zu tun, = Georg Hermann, der Verfasser von„Jettchen Gebert" und„Henriette Jacoby“, hat einen endet, der ein Bild der nicht am Krieg, heteiligten stung.„Gute Ware Preisee“ Ketischen Veianschescht= Tais Aunze del der shage, Dleies Gerchisleprtaud bich bon RedPentschen Bettags=anscht, Stuttgart. Italien gestattet das Photographieren in Museen. Das bisher bestehende Verbot in den italienischen, Museen, Galerien und Ausgrabungsstatten, sorografische Aufnahmen zu machen, ist durch eine Verfügung der Generaldirektion der Schönen Künste aufgehoben worden. und sofort literarisch verwertet: uund schen ein anderes Beispiel für die Art Wedenen„Reisefosier Eine Frau Hofrat Z. bat shn, zun Zätsäg. i Dresden öffentlich vortragen„„en. Wedekind antwortete, bei der schriniten gen u e dei der fränkten Verachtung, die das Dresdener Publikum für sein Schaffen bezeuge, könne ihmn Gläubigerstaaten gegen soziale Lage der deutse Gelegenheit mit Energ eine neue Regelun verpflichtungen einzule Am die La Zerstörung der lan verwaltun Am Frankreichs Hegemonie. Der Westfälische Le -Wahrend im Reiche u Vernährungsministers Anahmen zur Behebung Tschaft eingeleitet word Reichspolitik im allgem Versten Ansätzen aus Bindungen zu lösen ver Landtag ein Gesetz beh schaft völlig dem Partei Abis zu diesem Frühjah #gewissen Grade sachlich wägungen im Vorderg der ersten Lesung des schuß für das Landw Landtag immer deutlich Charakter dieses Soll doch die geforderte nehmer dadurch, daß n politisch genehmen Ar sichtigt in Verbindung Verstärkung des Eingr damit der Parteien, da „Arbeit des Berufsstand ). Geht man die einze #so ist deutlich zu erke Gruppe der Arbeitgebe die Wahlbestimmungen, schäftsbetriebes, die Arbeitsweise von Vorf lung usw. systematisch andererseits der Gru Arbeitnehmern durch g mungen(Einberufungs: und Vollversammlunge setzung usw.) Rechte zug in keinerlei Verhältnis übernommenen Verpflic Berufsstandes steht. Das bisher für der der Kammern besonder Zuwahl von hervorre aus der Landwirtschaftst schaftswesen, der Hausft anderer, wird wesentlic neue Muß=Vorschrift, d. wählenden Mitglieder „anerkannten“ wirtschaft gewählt werden muß. erkannten wirtschaftliche die Anerkennung für welche bekanntlich nur di lichen Gewerkschaften wieder eine Ausschaltun Isheitnehmer und beson Fuhrerten Landarbeiter. Zu dieser Gruppe d im wesentlichen auf ein und des Einflußbereich Kammerarbeit beteiligte standes bezieht, tritt ein stimmungen, die den Ei Machthaber in Preußen wirtschaftskammerarbe Festsetzung des Beitrags von der Genehmigung gemacht worden. Dem ferner die Möglichkeit g von der Kammer aufzu Geist und Sinn des G den unklaren Bestimmun baren Bestimmungen d unmöglich daran liegen vorgeführt zu werden. llissentlich dafür, daß Presse kam, und zwar „Sehr galant klingt die wiro die Dame Herrn lehnung dankbar sein m zweideutige Gedicht off hat. Die Frau Hofrat w auf den Gedanken geke einer literarischen Matir Wedekind konnte Gerha und ließ von seinen Frü „Weber“ gelten. Kutsche heit fest, daß Hauptman Anleihen bei„So ist da macht habe: die lateinise direktors Ende eines Ki bedeutendes Motiv und der Lächerlichkeit. Wed zwar bemüht, zur Wiel lichen Inhalt seiner A Dramen zu beziehen, he Trotzdem klatschtee jedem Au und ließ sich durch Pfe das tat er aus Kolle K ingswille. im Vordergrund. ork, 30. Oktober. neldet wird, hat ster Gibson, den „Staaten, bei der utungsausschusses Zustandekommen enfrage zwischen „ Wahrscheinsi nach Rom beich die Angelegense Haus an einem Tagung auf das ein Vorwärtse ohne vorherige alienischen Meiöglich halte. egemonie. zute mit einem Rußland. s, 30. Oktober. „Exelsior“ mit der Vereinigten russische Gefahr“. Stiaten anstatt igen, sich immerihne(gemeint Rußland sogar en, um ihre geden Standpunkt die Gefahr des nzeichen deuteten us hin, das in nd(1 die Herleunige. Schon Schatten eines rotektorats ikanischen Kapißland erstrecken rartiges Proteknoch weit von seiner gegen1, aber doch besei. Schauspiel dazu daß jeder Vereine solche auf ehen müsse. Die llie Reihenfolge nbundgedankens Gläubigerstaaten gegenüber die ungeheuer schwere soziale Lage der deutschen Arbeitnehmer bei jeder Gelegenheit mit Energie zur Geltung bringt, um eine neue Regelung der Wiedergutmachungsverpflchtungen einzuleiten. 81n68 ng? m=Arbeitstag. 30. Oktober. jestellten nimmt 8 Aufrufes zur ußerordentliche , s o w i r d u. a. reisende Maßm bringe diese Lohn= und Gebeitszeitverkürwickelten, aber rksamste Mittel slosigkeit. Desädlichen Lohnid der Siebentagewoche eintbar, daß die sstandard der herabdrückten. Regierung den nlich. graphie von d=Biogralich bei Georg st, stellt das Periode dar, Tode reicht. ser Zeit, die ch kritisch und findet er Zeit, kinds zu samim erstenmale ar mit Wededet und hatte allen seinen klame nie etrieb, als er en Ziele im seit unbenutzt, sen und hatte sich durch die izen schadete ukunftsaufsatz es vermummrühlings Erekind seinen urch Richtigfür sich zu id eine kleine ihnte ab mit ihn niemanvoll zu tun. mer die Leisein Wahlvon Wedefindet es in Art WedeZ. bat ihn, entlich vortete, bei der 3 Dresdener könne ihe Am die LandwirtschaftsKammern. SelbstZerstörung der landwirtschaftlichen verwaltung in Preußen. Der Westfälische Landbund schreibt uns u. a.: wayrend im Reiche unter Führung des ReichsVernährungsministers Schiele umfassende Maßnahmen zur Behebung der Notlage der Landwirtworden sind und sich auch die Reichspolitik im allgemeinen wenigstens in ihren ersten Ansätzen aus den rein parteipolitischen Bindungen zu lösen versucht, wird im preußischen Landtag ein Gesetz behandelt, das die Landwirtschaft vollig dem Parteisystem preisgibt. Während ###bis zu diesem Frühjahr wenigstens bis zu einem gewissen Grade sachliche und organisatorische Erwägungen im Vordergrunde standen, hat sich seit der ersten Lesung des Gesetzentwurfes im Ausschuß für das Landwirtschaftskammergesetz im Landtag immer deutlicher der rein politische Charakter dieses Gesetzentwurfes enthüllt. Soll doch die geforderte Einbeziehung der Arbeitnehmer dadurch, daß man dabei nur die parteipolitisch genehmen Arbeitnehmergruppen berücksichtigt in Verbindung mit einer weitgehenden Verstärkung des Eingriffrechts des Staates und damit der Parteien, dazu dienen, die selbständige Arbeit des Berufsstandes zu unterbinden. Geht man die einzelnen Bestimmungen durch, so ist deutlich zu erkennen, wie einerseits die Gruppe der Arbeitgeber in ihrer Stellung durch die Wahlbestimmungen, die Organisation des Geschäftsbetriebes, die Zusammensetzung und Arbeitsweise von Vorstand und Hauptversammlung usw. systematisch geschwächt werden soll und andererseits der Gruppe von einem Drittel Arbeitnehmern durch gewisse Minderheitsbestimmungen(Einberufungsrecht zu Vorstandssitzungen und Vollversammlungen und der Gebührenfestsetzung usw.) Rechte zugesichert werden sollen, die in keinerlei Verhältnis zu den von dieser Gruppe übernommenen Verpflichtungen im Interesse des Berufsstandes steht. Das bisher für den Ausbau der Sacharbeit der Kammern besonders bewährte Prinzip der Zuwahl von hervorragenden Sachverständigen aus der Landwirtschaftswissenschaft, dem Genossenschaftswesen, der Hausfrauen=Organisationen und anderer, wird wesentlich eingeschränkt durch die neue Muß=Vorschrift, daß ein Drittel der zuzuwählenden Mitglieder aus den Angestellten der wirtschaftlichen Vereinigungen zugewählt werden muß. Als Maßstab für die anerkannten wirtschaftlichen Vereinigungen gilt aber die Anerkennung für den Reichswirtschaftsrat, nur die sozialistischen und christlichen Gewerkschaften besitzen. Also auch hier wieder, eine. Ausschaltung anderer Gruppen der Arbeimehmer und besonders auch der nicht organisierten Landarbeiter. Zu dieser Gruppe der Bestimmungen, die sich im wesentlichen auf eine Regelung der Stellung und des Einflußbereichs der künftig an der Kammerarbeit beteiligten Gruppen des Berufsstandes bezieht, tritt eine weitere Reihe von BeEinfluß der gegenwärtigen Machthaber in Preußen auf den Inhalt der Landwirtschaftskammerarbeit selbst bezweckt. Die Festsetzung des Beitragssatzes ist in jedem Falle von der Genehmigung des Ministers abhängig gemacht worden. Dem Landwirtschaftminister ist ferner die Möglichkeit gegeben worden, falls die von der Kammer aufzustellenden Satzungen dem Geist und Sinn des Gesetzes widersprechen bei den unklaren Bestimmungen und zum Teil dehnbaren Bestimmungen des Gesetzes ein weiter zwangsmäßig zu erlassen. Das Kassenwesen, das die Landwirtschaftskammern bisher selbständig regelten, wird abhängig gemacht von Richklinien und Bestimmungen #. Landwirtschaftsministers. Die Bildung von Ausschüssen und ihre Zusammensetzung, die bisen Händen der Berufsvertretung in der Har wpird durchsammer setzes geregelt, besondere Bestimmungen des GeAuch das Verhältnis der Landwirtschaftsihrer Spitzenvertretung der preußitlandwirtschaftskammer soll dadurch grundlegend geändert werden, daß die Hauptlandwirtschaftskammer nicht nur aus den Mit„eeperze, der, Landwirtschaftskammern gewählt wiro, dern das hier die wählbaren Berufsgesamten Kammergebiets in die Hauptlandwirtschaftskammer gewählt werden konnen. Auch hier will man sich die Möglichkeit sichern, daß Gewerkschaftssekretäre in die Spitzenvertretung gewählt werden können. wärtigen gerade unter den gegenltnissen die Hauptaufgabe der in der Neugestaltung der Produktions= und Absatzverhältnisse liegt, eine die die Mitarbeit und Zusammenfassung der besten und sachverständigsten Kräfte der Landwiltschaft erfordert und die die Unabhängigkeit von allen politischen Strömungen der Tages= und Parteipolitik zur Voraussetzung hat, so müssen die Bektimmungen des neuen Gesetzentwurfes um so underständlicher erscheinen, als gerade der Entdieser Frage vollkommen verständnislos vorübergeht. Das Notwendigste, was die Kammern gebrauchen, ist das Vertrauen des gesames. Dieses Vertrauen kann vorhanden sein, wenn den Landwirtschaftskammern das Selbstbestimmungsrecht und damit auch die Verantwortung in allen entscheidenden Punkten der Finanzgebarung, der Vertung, der Organisation usw. genommen und einem Minister übertragen wird, der abhängig ist von der Gunst der machthabenden Parteien. Unter diesen Umständen kann es für den gesamten landwirtschaftlichen Berufsstand einschließder vernünftig eingestellten Gruppen der Arbeitneymer nur ein Ziel geben, diesen Gesetzentwurf mit allen Mitteln zu bekämpfen. Wird der Entwurf zum Gesetz, so ist damit auch für die reichsgesetzliche Regelung des Selbstverwaltungsrechts ein nicht zu umgehender Präzedenzfall geder auch, nicht ohne Folgen für die anderen Berufsstanve in der Wirtschaft bleiben kann. Darum gilt es, die Selbstverwaltung als eine der wenigen noch vorhandenen Mittel zur neuer und unabhängiger wirtschaftlicher Kräfte im Rahmen des großen nationalen Kampfes um die Unabhängigkeit der Nation vor den Eingriffen der Gegner zu schützen. fühlten, das konnte auch nur gelingen, wenn die Ansetzung der neuen Elemente mit großer Vorsicht erfolgte. Gerade daran aber hat es gefehlt. Die Engländer haben damals geglaubt, daß sie mit ihrer zionistischen Politik sich im„gelobten Lande“ eine gute Plattform gegen Arabien und Aegypten schaffen könnten, haben inzwischen aber erkannt, daß ihre Rechnung falsch war. Im Ganzen sind vielleicht 150000 Juden dem Ruf gefolgt, die vorläufig den 700000 Arabern gegenüber in einer hoffnungslosen Minderheit sind, die aber außerdem die Vergangenheit und die seelische Einstellung einer Jahrhunderte alten Knechtschaft nicht rasch genug abstreifen konnten. Man hat ihnen in Tell Awiw eine künstliche Stadt gebaut, die von vornherein zum Tode verurteilt war, weil ihr der agrarische Untergrund fehlte. Was zuerst geschehen mußte, war die Ansiedlung von Bauern, aus der heraus sich dann eine Stadt entwickeln konnte. Statt dessen ging man umgekehrt vor indem man eine Stadt schuf mit Handel, Geschäften und einer Universität, die aber gewissermaßen in der Luft hing, weil ihr die Rückendeckung im Lande fehlte. Die rein kolonisatorischen Experimente sind meistens mißglückt, weil die jüdischen Einwanderer nur zum Teil den Heroismus mitbrachten, der zu einer solchen kulturellen Pionierarbeit notwendig ist, zum Teil dagegen in dem Glauben an eine neue städtische Existenz hinüberkamen und daran zerbrachen. Infolgedessen hat die englische Regierung unter dem Gesichtswinkel einer rein englischen Politik sich umgeschaltet und setzt jetzt wieder auf die arabische Karte, indem sie den Arabern zuliebe die jüdische Einwanderung derartig erschwert, daß an dem Aufbau eines zionistischen Staates kaum noch zu denken ist. Das Ende des Zionismus. Regierung hat vor einigen Tagen ein Weißbuch veröffentlicht, worin sie eine grundlegende Umstellung ihrer Palästinapolitik ankündigt und damit praktisch wohl der zionistischen Bewegung ein Ende macht. Wenn auch nicht formell, doch sachlich die Balfour=Deklaration von Zut die den Ausgangspunktz, bilden sollte für die Ansiidlung starker jubischer Bevölkerung in Palästina, wieder aufgehoben. Der Versuch, das jüdische Problem von der nationalen Seite her zu losen, ist damit wohl endgültig gescheitert. Ob von dieser Krise, die zunächst der Amtsniederlegung der meisten bisherigen Führer ihren Ausdruck findet, sich jemals wieder erholen wird, ist zum mindesten zweifelhaft. Der Grundgedanke war der, daß die jüdische Unterschicht, die ja vornehmlich in Osteuropa eine ellung einnimmt, herausgezogen und in Palästina angesiedelt werden sollte, um hier ein neues jüisches Reich zu schaffen, dem entwurzelten nationalen Judentum also wieder eine Heimat zu gewinnen. Das konnte nur geschehen auf Kosten der Araber, die sich bisher als Herren Palästinas politische Bücherschau. Diplomatische Unterwelt. Das neue, spannungsgeladene Buch H. R. Bernff„Diplomatische Unterwelt"(mit Wiedergabe von Geheimdokumenten im Anhang, Verlag Dieck& Co., Stuttgart, geheftet RM. 5.50, gebunden RM. 7.50) zeigt sonst streng verschlossener Quellen, was heute zwischen den Staaten wirklich gespielt wird. Berndorff schreidr reine großen, gelehrten Wälzer, er erzählt, was vorging, was im Staatenkampf vorgeschickte Männer und Frauen erlebten und wie sich dann die Waagschale der einzelnen Staaten schicksalsschwer hob und senkte. Aber er erzählt so, daß einem der Atem stockt und die sogenannte friedliche Welt sieht man mit einem Mal in ganz neuem Lichte. Um die Welt weht der Sturm. Er segt die Völker durcheinander, ein Hexentanz, ein Totentanz. Die Unterwelt wirft die Völker gegeneinander. Die Unterwelt tut ihre diabolische Pflicht. Ein Gedanke in der Nacht: Und wir? Sind wir all diesen Mächten ausgeliefert? Vom Proletariat zum Arbeitertum. Von August Winnig. 224 Seiten Oktav. Kart. RM. 4.50. In Ganzleinen geb. RM. 6.—. Hanseatische Verlagsanstalt, Hamburg 36 und Berlin—Leipzig. kommt aus der Arbeiterbewegung. ist er eng mit ihr verwachsen, hat der Arbeiterführender Stelle gedient und ist schließlich heitigen äußeren und inneren Kämpfen über sie hinausgewachsen. Jetzt legt Winnig dieses Buch„Vom Proletariat zum Arbeitertum“ vor. Es ist ein reifes, ausgetragenes Buch, die schwere Frucht vieler Erfahrunund historischer Studien. Im ersten Abschnitt„Erscheinung und Hintergrund“ schildert er die politische Zerselitterung der Arbeiterschaft, die ihm Beweis dafür nich. die ökonomischen Interessen, sondern die Gesinnung, also ein Inwendiges über den politischen Standpunkt entscheidet. So gewinnt er den Grund für eine neue, kühne Deutung des„Proletariats“. Die folgenden zwei Abschnitte„Verhängnis" und„Aufstieg" behandeln den schweren, vom gesamtdeutschen Verhängnis bedrohten Aufstieg vom Proletariat zum Arbeitertum: eine Geschichte der deutschen Arbeiterbewegung von gesehen. Der vierte Abschnitt„Zusammenbruch“ stellt das Scheitern dieser Standwerdung dar— das Zurücksinken auf die proletarische Ebene. Im abschliedeutet Winnig die noch gegebenen Möglichkeiten an: eine starke Staatsführung und die nationale Arbeiterbewegung können das Unheil noch wenden.„Das Buch ist, wie alles was Winnig bisher vervssentlicht hat, sehr bemerkenswert. Schlagwetterexplosion bei Charleroi. In der Kohlengrube Montigny bei Charleroi ereignete sich eine schwere Schlagwetterexplosion. Bisher konnten fünf Tote geborgen werden. Sechs Tote bei einem Autobusunglück. Wie aus Moskau gemeldet wird, ist bei der Goldgrube Aldan in Sibirien ein mit 29 Arbeitern besetzter Autobus umgekippt und in Brand geraten. Nach den bisherigen Feststellungen wurden sechs Arbeiter getötet und neunzehn zum Teil schwer verletzt. Steinbockjagd in Italien. Im Nationalpark für Großwild. Der Verwalter des italienischen Nationalparks„Großes Paradies“ gibt bekannt, daß in den gegenwärtigen Herbstmonaten einige Steinböcke ausnahmsweise unter bestimmten Voraussetzungen abgeschossen werden dürfen. Die Nachricht begegnet in der Welt der Jäger großem Interesse. Der italienische Nationalpark umfaßt ein riesengroßes Gebiet in den Grajischen Alpen, das der italienische König der Nation im Jahre 1919 zum Geschenke machte. Im Jahre 1923 wurde der Park in ein Schutzgebiet für Großwild umgewandelt. Die Verwaltung des Parks ließ es sich angelegen sein, den Wildstand wieder zu vermehren, der während des Weltkrieges durch Wilddiebe arg mitgenommen worden war. So zählte der Park ursprünglich mehr als 3000 Steinböcke. Davon war noch ein Drittel übrig. Inzwischen hat sich die Zahl wieder auf 2800 vermehrt. diesem Sommer konnte man in dem Schutzgebiet beobachten, wie ganze Herden von Steinböcken aus der Region des ewigen Schnees herabstiegen, um in den hochgelegenen Bergtälern zu grasen. Die Gemsen, die ebenfalls auf etwa tausend Stück zurückgegangen waren, werden jetzt wieder auf 1600 Stück geschätzt. Die Gelegenheit einer Jagd auf Steinböcke wird sicher Jäger aus aller Herren Länder anlocken. Sieigeneererbartentäugung in Deutschland. Nach den statistischen Berechnungen ist die Zahl der lebend Geborenen im ersten Vierteljahr 1930 um 4300 geringer als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Die Geburtenziffer erreicht damit einen Tiefstand von 18,4 auf 1000 gegenüber 27.2 im Jahre 1913. Der Bestand an fortpflanzungsfähigen Ehen ist in den letzten Jahren verstärkt angewachsen, so daß die weitere Abnahme der Ziffer der lebend Geborenen darauf hinweist, daß die bewußte Geburtenbeschränkung schneller um sich greift. Im Gegensatz zum Reichsdurchschnitt ist die Geburtenziffer für die Gesamtheit der Großstädte über 100000 Einwohner im ersten Vierteljahr etwas gestiegen, nämlich von 13,8 auf 13,9, während an der Steigerung der Heiratsziffer die vorwiegend landwirtschaftlichen Gebiete und die industriereichen mitteldeutschen Gebiete nicht beteiligt sind, hier sogar stellenweise eine Abnahme festzustellen ist. Der cont Bayl. Loschmänter auf Leinen und Roßhaar gearbeitet —breites Beseizen, vollsländige Oeltucheinlage, daber vollständ. wasserdicht, Höchstpreislage 52.—, sonst 45.— bis unmöglich daran liegen, mit diesem Gedicht dort füissentlich Hafür, daß dieser Zwischenfall in“ wird die Dame Herrn Wedekind für seine Abdankbar sein müssen, da sie das mehr als zweideutige Gedicht offenbar garnicht verstanden hat. Die Frau Hofrat wäre sonst schwerlich jemals auf den Gedanken gekommen, dieses Gedicht in einer literarischen Matinee zum Besten zu geben.“ Wedekind konnte Gerhart Hauptmann nicht leiden und ließ von seinen Frühwerken eigentlich nur die „Weber“ gelten. Kutscher stellt bei dieser Gelegenheit fest, daß Hauptmann in den„Ratten“ einige Anleihen bei„So ist das Leben“ und„Musik“ gemacht habe: die lateinischen Zitate eines Theaterdirektors Ende eines Kindes am Darmkatarrh als bedeutendes Motiv und die Bemerkung vom Fluch der Lächerlichkeit. Wedekind schrieb, er habe sich zwar bemüht, zur Wiedervergeltung den gedanklichen Inhalt seiner Arbeiten aus Hauptmanns Dramen zu beziehen, habe aber keinen gefunden. Trotzdem klatschte er im Theater jedem Autor Beifall und ließ sich durch Pfeifen nicht davon abhalten, das tat er aus Kollegialität; es war für ihn Ehrensache, die Aufführung lebender Autoren zu besuchen. Das brachte ihn dann freilich bisweilen in mißliche Lagen. Kutscher erwähnt, Wedekind habe in München bei einer Schnitzler=Aufführung in Anwesenheit des Dichters„wie rasend“ Beifall geklatscht. Nach der Aufführung traf er Kutscher in der Torggelstube und kennzeichnete ihm kurz und treffend die Schwächen des Stücks, das er eine dramatische Verirrung nannte, als die Tür aufging und Schnitzler persönlich eintrat, dem Wedekind sogleich„überschwänglich" zu seinem Stück gratulierte. Als er fort war, knurrte er:„Du nennst mich jetzt wohl einen Hund!“ und sank reumütig und grinsend zugleich über seinem Schoppen zusammen. Auch über die Buchliteratur hielt er sich auf dem Laufenden, aber während er das Theater nie vor Schluß verlassen haben würde, um nicht in den Verdacht eines ungünstigen Urteils zu kommen, las er sich in Bücher nur soweit ein, bis er Bescheid mußte. So schenkte er Hauptmanns kaum angelesenen„Emanuel Quint“ an Kutscher:„Das muß nur ein Literarhistoriker weiterlesen.“ Er hatte weder Kraft noch Lust, einem Autor eine Wahrheit zu bekennen, von der er wußte, daß sie unangenehm sei. Wedekind ist als Schauspieler bis zum Kriegsbeginn fünfhundertfünf Mal aufgetreten. Hanorare, die er dafür erhielt, waren an den Haupistaolen seines Wirkens nicht sehr hoch. Vom Berliner Deutschen Theater bekam er für ein Gastspiel mit seiner Frau 200 in München nur 150 Mark, an anderen Orten schwankten die Honorare zwischen 100 und 350 Mark. Für Vortragsabende erhielt er 200 bis 600 Mark. Bis 1911 hatte er ein Vermögen von 32000 Mark zurückgeleg!. Im März 1917 starb Wedekind. Bei seinem Begräbnis ereigneten sich, was kaum bekannt sein dürfte, einige Vorfälle, die sich ausnehmen, als habe er sie selbst gedichtet, so grotesk waren sie. Die Kunst und Literatur Münchens und Berlins waren anwesend, Reste der Schwabinger Bohème, Mädchen der Unterwelt und Halbwüchsige, die dem Toten so etwas wie die letzte Ehre erweisen wollten. Als die Reden gehalten waren und sich der Zug von der Leichenhalle zum Grabe bewegte, geriet das Gefolge der Zaungäste in wellenförmige Bewegung, und es entstand ein plötzlicher Wettlauf zu seinem Grabe: jeder wollte dort der erste sein— eine schauerliche Illustration zu des Toten Worten: „Glücklich wer gesund heiter über frische Gräber hopst. Heinrich Lautensack, damals seiner geistigen Auflösung schon nahe, setzte mit einem Filmoperateur hinterher und rief dem Gefolge dauernd zu, wohin man zu blicken und wie man sich zu halten habe. Nach den Reden am Grabe— hierbei wurden den Sprechenden die Hüte vom Kopf gestoßen und die Blumenspenden zerdrückt— stürzte Lautensack vor, warf sich nieder und schrie, indem er einen Kranz über das Grab schleuderte: „Frank Wedekind, dem geliebten Meister, sein getreuester Schüler!" Am Friedhofstor stand er auf einer hohen Leiter neben seinem Kurbelkasten. Ein Kapitel vom Ruhm. Im Sommer 1911 erregte es Aergernis, daß die erste Universitätsvorlesung über Wedekind in Berlin gehalten werden sollte. Der kühne Dozent wurde belehrt, Wedekinds Name dürfe im Vorlesungsverzeichnis nicht genannt werden, er dürfe nur„in größeren Zusammenhängen“ erwähnt werden. Auf den Einwand, Gerhart Hauptmann werde doch schon seit zehn Jahren in Uebungen und Vorlesungen behandelt, wurde von dem Dekan, einem namhaften Literaturhistoriker, erwidert, über Hauptmann„sei man sich doch einig". Als der Dozent zu fragen wagte, ob man denn warten solle, bis man sich offiziell über einen Dichter einig sei, ob man nicht vielmehr an dieser Einigung mitwirken solle, wurde er sanft aber entschlossen zur Tür genötigt. Preis: 70 Pig .. und bis zum 10. Jahre dürfen Sie für die zarte und empfindliche Haut Ihres Kindes nur die milde, reine ARVLA KINDERSEIFE verwenden. Nivea-Kinderseife wird nach ärztlicher Vorschrift hergestellt; sie dringt schonend in, die Hautporen ein und macht eine gesunde Hautatmung. ** sie frei für und kräftige Angenehmes Rasieren durch 4), Semdsen uchvor derm Pr. , massen sieh vor demn Linsellen mit Nivea-Creme einreiben jedoch „ nicht zu stark, damit die Schaumerzeugung nicht beeinträchtigt wird. dis werden denn sehen, dass auch tägliches Rasieren Ihre Haut nicht .. angreitt. sie werden nicht mehr unter schmerzenden Rötungen und aufgesprungenen Stellen zu leiden haben. Sie werden gleichzeitig feststellen, dass Ihr Aussehen jugendlicher, straffer und gepflegter wird. uersetzen ist Nivea-Creme nicht, denn nur sie enthält das hautpflegende Bucerit, und darauf beruht ihre besondere Wirkung. Dosen: RM o.20, 0.30, 0.60 und 1.20 1 Zinntuben: RM 0.60 und 1.00 Jedes Wort im Jext koster 8 Plennig, in du ketten Ueberschrißt s0 Pfeunig Anzeigen, die geschäftlichem Erwerb dienen, werden unter dieser Rubrik nicht aufgenemmen Worte mit mehr els 15 Buchstaben zählen deppelt. in dieser Rubrik werden Anzeigen am bei Vorauszahlung aufgenommen, andernfalle Berechnung von 25 Prerent Aufschlag für Geschäftsspesen# Kleine Anseigen eind ie dar „Westfälischen Zeitung“ anerkannt erfolgreich. Mädchen, jüngeres, besseres, gewandt im Schreiben, und Stenographie, zur Hilfe in der Sprechtunde gesucht. Angebote mit Lebenslauf, Bild und Ge haltsanspr. u. L 6665 an die Westfäl. Ztg.. erbeten. Plattstichstickerin, geübte, für sofort gesucht. Alleestraße 6, Hinterhaus. Junger Mann, 20 Jahre, sucht Stellung als Kutscher in der Landwirtschaft. Kaution bis 200 Mark kann gestellt werden. Angebote unter M 6667 an die Westf. Zig. Mädchen. 21 Jahre, Ostpreußin, sucht Stellung im Haus halt für soj. oder später. Ang. unter G D 16245 an die Westfäl. Ztg. v Krmskungg? Büglerin, perfekte, für Damenund Bettwäsche stellen ein Strathmann u. Co., Kaiserstr. 110. Elektrolehrling mit guter Schulbildung, evtl. sofort gesucht. Nur schriftliche Angeb. mit Zeugn. an Wedeking, Haller Weg 110. Kaufleute, die neuen, patentierten Haushalts=Massenartik. zu 5.50 Mk. auf eigene Rechnung vertreiben wollen, gesucht. Angeb. unter K 6672 an die Westf. Ztg. erbeten. v Suche zum 15. Dezember oder früher zur Aushilfe für 3—4 Monate Stütze mit besten Empfehlungen und vollkommen perfekt in Küche und Haushalt. Berta Hecht, Herforder Str. 26. Stellen-Gesuche Friseuse, erstkl., Eisen=WasserDauerwelle, sucht für sofort Stellung. Ia. Referenzen. Angebote unter S 6602 an die Westfäl. Zeitung. Damenschneiderin, 18 Jahre. sucht Stellung zur weiteren Ausbildung. Angebote unter Z 6071 an die West sälische Zeitung. s1 Wohnung, 2 Bodenzimmer, mit Licht und Wasser sof. zu vermieten. Osnabrücker Str. 33 a. Herrschaftliche 5=Zimmerwohnung z. 15. November zu vermieten. Angeb. unter F 6508 an die Westf. Zeitung. Bürooder Praxisräume zu 15. November in Zentrum der Stadt zu vermieten. Angeb unter F 6507 an die Westfäl. Zeitung. 2 Büroräume Nähe Rathaus sofort zu vermieten. Angeb. unter F W 16222 an die Westfäl. Ztg. Zimmer, möbliert, frei. therstraße 49. WerWohnund Schlafzimmer frendl. möbl., mit zwei Betten, an einen od zwei solide Herren zu vermieten. Bad im Hause. Bahnhofstraße 19. Eingang Arndtstraße. Wohn u. Schlafzimmer, mit zwei Betten, gut möbliert, frei. Altst. Kirchplatz 3, 2. Etage. Wohnräume, zwei leere, zum 15. November zu vermieten. Goebenstr. 20. Zimmer, großes, gut möbl., m. Morgenkaffee, auch m. voller Pension, an besseren Herrn oder Dame zu vermieten. Ed. Spangenberg, Schirmgeschäft, Gütersloher Straße 33. Zimmer freundl. möbl., mit oder ohne Pension zu vermieten. Kaiserstraße 165, 2. Etage. Zimmer, gut möbl., evtl. mit Pension, frei. Zimmerstraße 10. Gebildete ältere Dame od. Herr findet bei mir recht gemütliches Heim als Dauermieter. Angeb unter V 6614 an die Westfäl. Zeitung. Zimmer, ###röbl., mit guter Pension an besseren Herrn zu vermieten. Näh. Oberntorwall 13, p. Zimmer, freundl., gut möbl., mit nur Morgenkaffee oder ganz. Pension in gutem Hause an junge Dame zum 1. November od. später zu vermieten. Zu erfragen in der Westsälischen Zeitung. Zimmer, sehr gut eingerichtet, frei. Kaiserstr. 54, I. Zimmer, heizbar, möbl., Gehrenberg 16. frei. Zimmer, s. Zimmer, möbl., zu vermieten. freundl. möbl., zu Stapenhorststr. 44, I.(vermieten. Viktoriastraße 45, 1. Etage. Zimmer, freundl. möbl., zu vermieten. Viktoriastraße 57, parterre. Zimmer, gut möbl., frei. Paulusstraße 12, 1. v1. Zimmer, möbliert, zu vermieten. Breite Straße 18. v Zimmer, an Dame zu vermieten. Schloßhofstr. 18, III. v Mist-Gesuche — Zimmer, freundl. und sauber, an berufstätige Dame zu vermieten. Ritterstraße 18. Zimmer, freundl. möbl., heizbar, separat gelegen, sofort zu vermieten. Gr. Kurfürstenstr. 55. Zimmer mit Verpflegung an besseren jung. Herrn zu vermieten. Kaiserstraße 56, 2. Etage. Zimmer, gut möbl., heizbar, mit Morgenkaffee, zu vermieten. Gr. Kurfürstenstraße 64, I. Herrenzimmer frei. Güsenstraße 2, 2. Etage. Zimmer, gut möbl., mit zwei Betten, frei. Postgang 4, 1. Stage. Balkonzimmer, großes, gut möbliert, an soliden Herrn zu vermieten. Elektrisches Licht, Bad, Telephon vorhand. Kavalleriestraße 5, 2. Stage. Zimmer, gut möbl., mit Morgenkaffee Nähe Bahn an soliden Herrn zu vermieten. Gr. Kurfürstenstraße 74, I. Zimmer freundl. möbl., frei. Oelmühlenstr. 9, I. l. Zimmer frei. Nähe Hauptbahnhof. Märkische Straße 18, 1. Etage. Zimmer, möbl., elektr. Licht u. heizbar, zu vermiet. Arndtstraße 13, 1. r. Tausche meine moderne Wohnung Nähe Hellingskamp gegen 3—5 Räume. Auch Landgegend. Schnorbus, Bielefeld, postlagernd. Schildesche, Friedrichsplatz bei Schneidermeister Heinrich Hoiste befindet sich die Oeschäftsstelle der „Weatfällschen Zeitung“, AnzeigenAnnahme zu Originalpreisen. Dortselbst werden auch Neubestellungen auf die „Wostfällsche Zeitung“ entgegen geRommen. Schkassche, Prieurienspiatz Wohn= u. Schlafzimmer, elegant möbliert, sofort zu vermieten. Arndtstraße 26. Wohn= 5 Schlafzimmer, 2 Betten, Pension oder Kochgel. frei. Gehrenberg 5 fl. Zimmer, elegant möbl., elektr. Licht, Nähe Bahn frei. Kaiserstr. 65, Eingang Paulusstr. Zimmer, gut möbliertes, in gutem Hause zu vermieten. Wo, sagt die Geschäftsstelle der Westfalischen Zeitung.1 2 Mansardenzimmer, möbl., Licht, Wasser, Kochgelegenheit, frei. Wo, sagt die Westfäl. Zeitung. Wohnung, 4 Räume, von ruhig. älteren Ehepaar zum 1. März gesucht. Ang. unter F T 6608 an die Westfäl. Ztg. Lagerraum, zirka 150 gm, zu ebener Erde oder mit Laderampe von solventem Dauermieter für sof. oder 1. April gesucht. Angebote mit Preis und Beschreibung des Raumes u. C 6639 an die Westf. Zeitung. Verhäufe 2—3 Zimmer, möbl. oder teilweise möbl. mit Kochgelegenheit, in Bielefeld oder Umgebung von Brautpaar für bald zu mieten ges. Unterstellmöglichkeiten für Kleinauto im Hause oder Nähe erwünscht. Angebote m. Preis unter M 6424 an die Westfäl. Ztg. Kontor und Lager zu mieten gesucht. Angebote mit Preis und Größe unter H 6656 an die Westfäl. Zeitung. Felchonr sofort billig abzugeb. Angeb. unter R 6599 an die Westfäl. Ztg. Osen, Smoking, Größe 44, Ueberzieher, zu verkauf. Wertherstr. 49. Schweißapparat, Fabrikat Messer, zwei Kilo Füllung, mit allen Armaturen, für 75 Mark zu verkauf. Wilh. Jürging, Vilsendorf Nr. 54, Post Schildesche. 2 Bauplätze in der Nähe der Jöl lenbecker Straße, gm 3.50 Mark, an fester Straße, wo Gas und Wasser liegt. Auskunft Fernsprecher Nr. 327.„3.11 Auto, „Fiat“ 6/21 PS, Viersitzer, m. Verdeck, umständehalber f. 1000 Mark abzugeben. Anfragen unter E 6252 an die Westfäl. Zeitung. 31 Spiegel mit Untersatz, Kronleuchter, grün. Plüschteppich, versch. Bilder, Bauerntischchen, Stühle, Küchentisch, 2 Gasbügeleisen um zugshalber billigz verkaufen. Wertherstr. 4, Garteneingang. Kleiner Wagen, offen ode geschlossen, sofort ge## sucht. Angeb. unter * 6654 an die West. Zeitung. Gasbadeofen, gebr., gut erhalt gesucht. Preisau### unter D 6643 an Westfäl. Zeitung. Friseureinrichtung, evtl. Warenschrank Tresen, gut erhalter zu kaufen gesucht Angeb. unter W. 6#4 an die Westfäl. Zt, Der Kaufmann feld warf sich Mi der Nähe des Ost einen D=Zug. Er Seit einiger Zei journalistische Sum mit„Stadtwächter“ und körpe Blüten. Dieser sogenann verzerrt die Wahrhei Biedermanns vorgib appelliert an unter seine Leser Glauben ner Gesinnung sei. und tut so, als obe sei. Auf dunklen We len Ehrenmännern das Privatleben sei eine Unsauberkeit mi Licht der Oeffentlich Sensatione sind die Grundlage stenz. Die schwarze K eine Kunst des Anso ist im höchsten Gra sich„Informationen“ es nicht einmal, mit Telephongespräche un dem Namen eines Fr irgendetwas auszusp lichem Wortschwall de peln kann, die dem winn sichert. Wir würden uns produkt Stadtwächter Presse nichts gemeir uns nicht ein besonde Die Revolverjour hat einen Menschei über eine angesel bitteres Leid gebra Der Kaufmann 1 am Mittwoch abend vor einen D=Zug ge Osnabrück davon übe wächter zum zweiten Verfehlungen an eine gegen ihn erhoben hal Für ein Blatt, w naturgemäß keinen ge der Gelegenheit zu b * O R7 Pferdegeschirr, passend für Landwirte, zu verkaufen. Schildescher Str. 100. 3 Straßenanzüge für schlanke Figur, 1,80 Mtr. groß, zu verkaufen. Hölscher, Goldbach 63, Sonnabend zwischen 12—3 Uhr. Zu verkaufen: Sportwagen. Kabinenkoffer und Waschbecken, alles sehr gut erhalten. Rolandstr. 12, Laden. Auto, 6/22, umständehalber billig verkäufl. Wo, sagt die Westfäl. Ztg. 2 Küchenschränke, Tisch, 2 Stühle, Waschtisch 4 Mt., Stubenofen 4 Mk., Sofa billig zu verkaufen. Breite Straße 25. part. Zuglampe, elektrisch mit Schirm, billig zu verkaufen Augustastraße 3a 11 p Geld-Verkehr 300 Mark auf Akzept, gute Zir sen und Sicherheit gesucht. Angeb. untei B 6233 an die West Zeitung. Ein lust von Dr Copyright 1929 by Knort 7 Wirtschaft und Casé mit Gartes# betrieb, an allerbestt Verkehrslage, Stad nähe, sehr entwicklung fähig, ohne Bierv### pflichtung. bei 20—300 Mk. Anzahlung. V# käuflich. Angebote F P 16186 an M Westfäl. Zeitung. Fahrpelz für Chauffeur usw., gut erhalten, zu verkaufen. Anfragen unt G 6655 an die Westfälische Zeitung. Mehlwürmer mit zwei Zuchtkästen zu verkaufen. Dammbraße 7. Kanarienhähne, Stam präm. mit gr. gold. Med., weg. Umzug spottbillig zu ####sausen. Gebe auch zwei komplette Heckregale, 15= und 20teilig ab. Dammstr. Nr. 1 Kauf-Gesuche Falzziegel, 1000 Stück gebrauchte, zu kaufen gesucht. Telephon 2574. Wanylat 500—1000 am groß, mögl. Nähe d. Stadt, zu kaufen gesucht. Angebote mit Angabe d. Größe unter 2 6628 an die Westfäl. Zig. Schreibtisch, gebr., aber noch gut erhalten, zu kaufen gesucht. Gefl. Angeb. mit Angabe des Preises unter W 6625 an die Westfäl. Ztg. Vernehiadenn Da kam Herrn fall, daß er Müh schwung seiner Lai „Weißt du, Emmy mal mit ihm zum gleich heute nachm luft für Karlchen Ich werde euch n phonisch bei Dr. stunde um vier Uh Und so gescha Schmidt bei dieser über noch ganz be aber Frau Emmy dürfe. Und Dr. sche gern zu erfül fund der Untersuch wissen vereinbaren Vertreter mit großer kundschaft sucht bindung mit steuerfabrik. Angebos unter L 6547 an Westfälische Zeitunt. 300 Mark von der Goldstrat## bis Kreissparkassene loren. Der ehrl Fiuder wied ern das Geld gegen wu## Belohnung auf Frunbbüre abungt? Wer wäscht jungem## chen Wäsche mit! b# gebote unter E 6## an die Westfäl. Zt### „Denk dir, Männe.“en Abend ihren Gatten,„“ für Karlchen nur ein Am besten Sellin. Ein doch in Thale schon se Dr. Schmidt zeigte dann erklärte er seufze das Unvermeidliche füe gleich dieses Sellin?" stellend. „Dicht bei Binz, n ihren Kindern hingeht. einbilden, wir gingen „Wir brauchen ja davon zu sagen, mein ist sehr fraglich, ob ih überhaupt dort noch ur nichts übrig bleiben, hinüberfahre und für e Nlourantel elngernitne StulpenArnitur 8 75 Kleiner Wagen, offen odn geschlossen, sofort#### sucht. Angeb. untei F 6654 an die West. Zeitung. Gasbadeofen, gebr., gut erhaltz gesucht. Preisau### unter D 6643 an Westfäl. Zeitung. Friseureinrichtung, evtl. Warenschrank 1 Tresen, gut erhalten zu kaufen gesucht Angeb. unter W 644 an die Westfäl. Zt, Geld-Verkehr 300 Mark auf Akzept, gute sen und Sicherheit gesucht. Angeb. untei B 6233 an die West Zeitung. Vürrschalt isée mit Gartean allerbestil slage, Stadt hr entwicklung ohne Bierve ng.bei 20—300 nzahlung.## Angebote 16186 an Zeitung. Verrehlatenn Vertreter nit großer undschaft suht kh zindung mit 80 steuerfabrik. Angebe unter L 6547 an Westfälische Zeitung, 300 Mark son der Goldstrat is Kreissparkasse ven oren. Der finder wird gebete as Geld gegen belohnung auf Kunbbüre ahungt! Wer väscht jungem hen Wäsche mit! sebote unter E## n die Westsäl. Erste Beilage Kr. 255— 120. Jahrgang Aartsche Feitung Bielefeld, Freitag, 31. Oktober 1930 Der Stadtwächter wollte es s0 Dom=Liebowersouenansmus geidiel Der Tod des Kaufmanns Sinemus. Der Stadtwächter beschlagnahmt. Bielefeld, 31. Oktober. Der Kaufmann Walter Sinemus aus Bielefeld warf sich Mittwoch abend um 9.30 Uhr in der Nähe des Osnabrücker Hauptbahnhofes vor einen D=Zug. Er war sofort tot. Seit einiger Zeit treibt auch in Bielefeld eine journalistische Sumpspflanze, die sich anmaßend mit„Stadtwächter“ bezeichnet, ihre giftigen, seelisches und körperliches Verderben bringende Blüten. Dieser sogenannte Stadtwächter entstellt und verzerrt die Wahrheit, indem er in der Maske des Biedermanns vorgibt, für sie zu kämpfen. Er appelliert an unterste Masseninstinket und will seine Leser Glauben machen, daß er ein Hort reiner Gesinnung sei. Er verpestet die Atmosphäre und tut so, als ob er um ihre Reinigung besorgt sei. Auf dunklen Wegen und im Bunde mit dunklen Ehrenmännern dringt der Stadtwächter in das Privatleben seiner Opfer ein, um irgendeine Unsauberkeit mit hämischem Behagen an das Licht der Oeffentlichkeit zu zerren. Sensationen um jeden Preis sind die Grundlage seiner problematischen Existenz. Die schwarze Kunst ist für den Stadtwächter eine Kunst des Anschwärzens. Der Stadtwächter ist im höchsten Grade unbedenklich in der Art, sich„Informationen“ zu beschaffen. Er verschmäht es nicht einmal, mit seinen Opfern liebenswürdige Telephongespräche unter falschem Namen, unter dem Namen eines Freundes etwa, zu führen, um irgendetwas auszuspionieren, was er mit erheblichem Wortschwall dann zu einer Sensation stempeln kann, die dem Blättchen Absatz und Gewinn sichert. Wir würden uns mit dem unsauberen Druckprodukt Stadtwächter, mit dem die anständige Presse nichts gemein hat, nicht befassen, wenn uns nicht ein besonderer Fall dazu zwänge. Die Revolverjournalistik des Stadtwächters hat einen Menschen in den Tod getrieben und über eine angesehene und geachtete Familie bitteres Leid gebracht. Der Kaufmann Walter Sinemus hat sich am Mittwoch abend in der Nähe von Osnabrück vor einen D=Zug geworfen, nachdem er sich in Osnabrück davon überzeugt hatte, daß der Stadtwächter zum zweiten Mal den Vorwurf sittlicher Verfehlungen an einem dreizehnjährigen Mädchen gegen ihn erhoben hatte. Für ein Blatt, wie der Stadtwächter, gibt es naturgemäß keinen geeigneteren Stoff als solchen, der Gelegenheit zu breiter Ausmalung sexueller Dinge gibt. In solchen Fällen— auch in dem Falle Sinemus— verliert er den letzten Rest von Selbstbesinnung, wühlt gierig im Schmutz, um dort die nur für ihn gültige Wahrheit zu suchen. Die in ihren wesentlichsten Punkten unwahre Darstellung des Falles Sinemus im Stadtwächter ist nur durch eine blinde Sensationswut zu erklären. Ohne auf Einzelheiten, die nur ein Blatt, wie der Stadtwächter als„pikante Note“ empfinden kann, einzugehen, sei festgestellt, daß die Staatsanwaltschaft ein gegen S. schwebendes Verfahren wegen Sittlichkeitsverbrechens eingestellt hat, da das kurz vor Vollendung seines vierzehnten Lebensjahres stehende Mädchen körperlich wie eine Sechzehnjährige entwickelt war.— Unter diesen Umständen fiel die Notwendigkeit einer strafrechtlichen Verfolgung der Angelegenheit sort, wenn nicht der Vater des Mädchens Strafantrag stellte. Der Vater verzichtete darauf, ohne von irgend einer Seite zu diesem Schritt veranlaßt worden zu sein. Und wenn S. eine Summe von 4000 Mk. für das Mädchen bereitstellte, so tat er es nicht etwa, um einer strafrechtlichen Verfolgung zu entgehen, sondern deshalb, um zivilrechtliche Auseinandersetzungen zu vermeiden, die sich aus einer Erkrankung des Mädchens ergaben. Daß S. diese Erkrankung verursacht hat, muß überdies auf Grund eines ärztlichen Attestes bezweifelt werden und wurde von ihm selbst in Abrede gestellt. Und wenn sich die Parteien einigten, so lag das in erster Linie vielleicht im Interesse des geistig nicht in demselben Maße wie körperlich entwickelten Mädchens, das durch langwierige Gerichtsverhandlungen sicherlich nicht günstig beeinflußt worden wäre. Der Tote hat gewiß gefehlt. Er hat schwer dafür gebüßt. Und wenn er sich in seiner Verzweiflung vor den brausenden D=Zug warf, um sein Leben auszulöschen, so richtete er nicht sich selbst, sondern das Schmutzblatt, das das Leben dieses Mannes auf dem Gewissen hat. Erschütternder Abschiedsbrief. Dafür ist auch folgender erschütternder Brief ein Dokument, in dem der Tote Abschied nahm von seinem Chauffeur. 29. 10. 1930. Mein lieber Kl...! Wenn Sie diese Zeilen lesen, bin ich nicht mehr unter den Lebenden. Suchen Sie daher meinen Leichnam auf dem Bahnkörper bei der Unterführung hier in unmittelbarer Nähe von dem Restaurant, an dem wir vorbeifuhren und umkehrten. Der D=Zug 8.32 von Osnabrück wird meinen Körper zerstückelt haben. Es ist gut so. Der Stadtwächter wollte es so. Es wird ihm sicher gelingen, noch mehrere Men schen auf diese Weiseentehrt hinzumorden. Ein ideales Ziel dieser Zeitung. Sie verdreht Tatsachen, macht Sensationen aus Kleinigkeiten, entehrt Menschen und treibt sie zur Verzweiflung, nur um auf diese gemeine, schmutzige Art und Weise für so ein Schundblatt 20 Pfg. pro Stück zu erzielen. Ein seines Geschäft für diese sauberen Herren... Ihnen mein letzter Gruß! Ihr Walter Sinemus. Die jeder sachlichen Grundlage entbehrenden Beleidigungen, mit denen der Stadtwächter das städtische Jugendamt und einzelne Beamte überhäufte, führten gestern zu seiner polizeilichen Beschlagnahme. Die Bürgerschaft rückt weit ab von dem Stadtwächter und seinen durch den Fall Sinemus als gemeingefährlich entlarvten Methoden. Das städtische Jugendamt erklärt zu dem Fall Sinemus folgendes: „Das Jugendamt hat im Falle S. gegen M. durchaus pflichtgemäß gehandelt. Wir weisen die Behauptung, das Jugendamt„schütze einen Sittlichkeitsverbrecher" und„wolle verhindern, daß der Verbrecher gebührend bestraft wird" ebenso entschieden zurück wie die Behauptung, das Jugendamt hätte einen„unwürdigen Kuhhandel" begonnen. Das Jugendamt hat die Eheleute M. nicht veranlaßt, den Vergleich zu schließen; die Anregung dazu ging von den Anwälten beider Parteien aus, wie auch die getroffene Vereinbarung von beiden Anwälten vollzogen wurde. Dem Vater des Mädchens stand es frei, die Vereinbarung der Anwälte anzuerkennen oder abzulehnen. Das Jugendamt hat nicht auf ihn eingewirkt, die Vereinbarung anzunehmen; er hat die Vereinbarung freiwillig anerkannt, um durch weitere Verhandlungen der Angelegenheit den Ruf seines Kindes nicht weiter zu gefährden. Das Jugendamt hat als neutrale Stelle auf Wunsch der Eltern M und der Anwälte die Verwalrung der hinterlegten Summe übernommen und dabei nur die Interessen des Mädchens gewahrt. In keinem Stadium der Verhandlungen hat das Jugendamt die Einleitung von Fürsorgeerziehung erwogen, vielmehr sollte das Mädchen im vollen Einvernehmen mit den Eltern in einer Haushaltungsschule oder in einem guten auswärtigen Privathaushalt untergebracht werden. Es war auch schon eine Freistelle für zwei Jahre in einer Haushaltungsschule gefunden. In einem späteren Stadium wünschten die Eltern die Mitwirkung des Jugendamtes bei der Unterbringung des Mädchens nicht mehr; sie wollten es vielmehr selbst in einem Haushalt unterbringen. Die Organe des Jugendamtes haben auf die Eheleute M. auch keinen Druck ausgeübt, um bestimmte Einrichtungsgegenstände in einem bestimmten Geschäft zu kaufen. Sie hatten aber pflichtgemäß darüber zu wachen, daß die vorhandenen Mittel wirtschaftlich verwendet wurden. Es ist auch unwahr, daß der Vater des Mädchens im Zusammenhang mit dem Fall bei der Garte nverwaltung fest angestellt wurde; auch seine Einstellung als Notstandsarbeiter hat mit dieser Angelegenheit nichts zu tun. Er ist, da er und seine Familie laufend unterstützt werden mußte, als Wohlfahrtsarbeiter eingestellt worden und zwar lange vorher, ehe das Jugendamt Kenntnis von den Vorfällen hatte. Wir weisen auch den Vorwurf zurück, wonach der Jugendamtsleiter und die Jugendfürsorgerin N. Bescheid wissen könnten über den Verbleib „bestimmter Summen“.(Diese Summen sind in Wirklichkeit nicht vorhanden.) Mit diesen Feststellungen fallen auch die übrigen Behauptungen und Schlußfolgerungen des Stadt=Wächters in sich zusammen. Die strafrechtliche Verfolgung des Falles war und ist nicht Aufgabe des Jugendamtes; dieses hat jedoch seine Wahrnehmungen und Verhandlungen pflichtgemäß den dafür zuständigen Behörden mitgeteilt, wie überhaupt alle mit dem tief bedauerlichen Fall befaßten Behörden aufs engste zusammengewirkt haben. Gegen den Stadt=Wächter ist ein Strafverfahren eingeleitet worden. Gleine Einigung in der Welamnousirie Neue Vorschläge der Arbeitgeber.— Ein zweites Schlichtungsverfahren? Nachdem ein Vergleich des stellvertretenden Schlichters Klostermann, der eine Herabsetzung der Akkordlöhne um 5 Proz. und eine solche der Stundenlöhne um 3 Proz., sowohl von den Arbeitgebern wie den Arbeitnehmern der Metallindustrie abgelehnt worden waren, sind zwischen den Tarifparteien am vergangenen Dienstag und am gestrigen Donnerstag abermals Verhandlungen gepflogen worden, die ebenfalls ohne greifbares Ergebnis blieben. Von der Arbeitgeberseite wurde, wie wir hören, der Vorschlag gemacht, die Löhne in zwei Etappen, und zwar in folgender Form abzubauen: Die Akkordrichtlöhne sollen am 1. November 1930 um 7 Proz. und am 1. Januar um weitere 3 Proz., die Stundenlöhne am 1. November 1930 um 6 Prozent und am 1. Januar 1931 um weitere 2 Prozent gesenkt werden. Nachdem die Verhandlungen ergebnislos verlaufen waren, erklärten sich die Arbeitgeber bereit, eine Einigung auf dem Wege eines zweiten Schlichtungsverfahrens zu erzielen. Die Wiederholung des Schlichtungsverfahrens ist jedoch nur dann möglich, wenn beide Parteien entsprechende Anträge stellen. Voraussichtlich wird durch Urabstimmung in den Betrieben festgestellt werden, ob in 84 igggp eeihn cch ur fcchen KIATE nentisegtu beieben vürbandem Lundtn Ganbons *. f a a g e n lustiger Roman von Dollv Vunn Copyright 1929 by Knorr& Hirth. G. m. b. H., München 7(Nachdruck verboten.) Da kam Herrn Dr. Schmidt ein so guter Einfall, daß er Mühe hatte, den plötzlichen Umschwung seiner Laune der Gattin zu verbergen.— „Weißt du, Emmy, du solltest vorher lieber nochmal mit ihm zum Dr. Himmel gehen,— am besten gleich heute nachmittag. Wer weiß, ob Gebirgsluft für Karlchen überhaupt das Richtige ist.— Ich werde euch nachher vom Geschäft aus telephonisch bei Dr. Himmel anmelden zur Sprechstunde um vier Uhr.“ Und so geschah es auch. Doch äußerte Dr. Schmidt bei dieser Anmeldung dem Arzt gegenüber noch ganz besondere Wünsche, von denen aber Frau Emmy auf keinen Fall etwas erfahren dürfe. Und Dr. Himmel versprach, diese Wünsche gern zu erfüllen, falls er es nach dem Befund der Untersuchung mit seinem ärztlichen Gewissen vereinbaren könne. „Denk dir, Männe,“ empfing Frau Dr. Schmidt am * WEr, Win Abend ihren Gatten,„Dr. Himmel hat gesagt, daß für Karlchen nur ein Ostseebad in Frage käme! Am besten Sellin. Eine nette Bescherung, wo wir doch in Thale schon fest gemietet haben!“ Dr. Schmidt zeigte sich sehr verdrießlich. Aber dann erklärte er seufzend, daß man sich eben in das Unvermeidliche fügen müsse.„Wo liegt denn gleich dieses Sellin?“ fragte er dann, sich dumm stellend. „Dicht bei Binz, wo Frau Wieruszower mit ihren Kindern hingeht. Die wird sich natürlich einbilden, wir gingen ihretwegen hin.“ „Wir brauchen ja vorläufig noch gar nichts davon zu sagen,“ meinte Dr. Schmidt.„Aber es ist sehr fraglich, ob ihr so kurz vor den Ferien überhaupt dort noch unterkommt. Es wird wohl nichts übrig bleiben, als daß ich über Sonntag hinüberfahre und für euch Wohnung suche.“ „Vielleicht könnte man das auch schriftlich machen, Männe?“ meinte Frau Schmidt mitleidig. „Nein, nein, dazu ist es zu spät. In fünf Tagen fangen ja schon die Ferien an. Da muß ich schon in den sauren Apfel beißen.“ Und stöhnend machte sich Dr. Schmidt daran, nach Thale zu schreiben, um das gemietete Zimmer abzubestellen. Er schrieb aber noch einen anderen Brief— nach Binz— und er lautete: Hochverehrtes, liebes Fräulein Lilo! Da ich zufällig am nächsten Sonntag in Bad Sellin auf Rügen zu tun habe, von mittag ab aber frei bin, möchte ich die Gelegenheit benutzen, Sie zu fehen. Würden Sie mir die Freude machen, im Gasthaus Granitz(ein kleiner Spaziergang von Binz aus) mit mir zu speisen und auch den Nachmittag mit mir zu verbringen. Ich rechne fest auf Ihr Kommen und erwarte Sie um zwölf Uhr in besagtem idyllisch gelegenen Waldgasthof. Mit vielen herzlichen Grüßen und mich sehr auf das Wiedersehen freuend, verbleibe ich Ihr ganz ergebenster Dr. Willy Schmidt (in Firma Wieruszower& Schmidt G. m. b. H.) Geschwellt von Schadenfreude schlief Dr. Schmidt an diesem Abend ein: Es würde Wieruszower unter den Augen seiner Gattin natürlich viel schwerer fallen, mit Lilo zu flirten, als ihm selber von Sellin aus! Er würde der Gattin, die nicht besonders gut zu Fuß war, einfach sagen, Dr. Himmel habe ihm für die paar freien Tage möglichst viel Bewegung verordnet. Und nach der Landkarte im Ostscebäder=Führer zu urteilen, mußten ja die Waldungen zwischen Binz und Sellin herrliche Gelegenheit zu romantischen Stelldicheins bieten! 7. Splendid isolation. Das erste Abendessen in der Villa Seeblick war für Lilo Dornacker recht langweilig verlaufen. Frau Scharfschwert hatte sich ganz allein an einen der vier Eßtische gesetzt; wohl um die durch Lilos Schönheit zu erwartenden Verwicklungen so lange als möglich hinauszuschieben. Niemand wunderte sich über diese Isolierung von Lilos Person: Ein so berühmter Star war natürlich sehr exklusiv und trug kein Verlangen, sich mit Krethi und Plethi in Unterhaltungen einzulassen. Am nächsten Morgen beim Frühstück wurde Lilo diese Situation schon ungemutlich: Daß man sie zuerst als Neuankömmling etwas neugierig betrachtet, war ja begreiflich; aber was bedeutete jetzt wieder dieses sonderbare Betragen der übrigen Gäste? Die Beamtenfamilie aus Stettin am Tisch Nr. 1, Herr Wohlleben mit Frau und Tochter am Tisch Nr. 2, Dr. Treuherz, Fräulein Junghähnel und der Afghane am Tisch Nr. 3— alle warfen sie immer wieder schnelle, neugierige Blicke zu ihr hinüber und flüsterten dann miteinander. „Zu dumm, daß man sich als Dame nicht einfach selbst vorstellen kann!" dachte Lilo, und ein trostloses Gefühl von Vereinsamung kam über sie. Mit einem stummen, schüchternen Gruß, der allgemein als hochmütig gedeutet wurde, stand sie schließlich auf, um allein zum Badestrand zu gehen. „Nachher mache ich mich mit ihr bekannt,“ erklärte Dr. Treuherz, als Lilo das Speisezimmer verlassen hatte. Aurora Junghähnel fuhr auf:„Eine unerhörte Taktlosigkeit wäre das, Doktor! Sie sehen doch, daß sie nicht belästigt werden möchte.“ „Na, na, Fräulein Junghähnel, bleiben Sie mal parlamentarisch!“ wehrte Dr. Treuherz gutmütig ab.„So eine furchtbar große Persönlichkeit ist Li d'Orna doch nun wirklich nicht! Da zähle ich ganz andere Leute zu meinen Bekannten! Auf meiner letzten Studienreise durch China zwecks Erforschung der Uebertragung von Flecktyphus durch eine gewisse Läuseart war ich wochenlang Gast beim General Wang, dem Gouverneur der Provinz Kiang=Si! Caruso war ein Dutzfreund von mir! Der Boxer Dempsey mein...“ „Kennen Sie auch König Amanullah und seine Familie?" unterbrach Aurora gespannt;„den Onkel von...“.— Ein wütender Blick von Gul Asim Khan ließ sie jäh verstummen. „Nein, ich muß leider gestehen, daß ich zur afghanischen Königsfamilie keine Beziehungen unterhalte,“ erwiderte Dr. Treuherz und errötete dabei, wie auf einer schändlichen Verfehlung ertappt. Gul Asim atmete erleichtert auf. Dann sagte er düster und leise: Seine Majestät König Amanullah ist meine... Wie sagt man in Deitsch?“ „Sein Onkel—“ hauchte Aurora. chri.##D#„Treuherz neigte das Haupt in Ehrfurcht.„Das war mir neu, mon prince.“ Gul Asim spielte den Bescheidenen:„Sagen Sie nur zu mich einfach: Herr Gul Asim, mein lieber Doktor. Was bedeutet ein asiatische Prinz hier in Europa..““ Dr. Treuherz erhob sich leise und diskret. „Also, bitte, Doktor“, raunte ihm Aurora zu, „tun Sie mir den Gefallen und lassen Sie die d’Orna in Frieden. Und vor allem sagen Sie ihr nicht, daß wir sie erkannt haben. Sie würden sie vielleicht damit von hier vertreiben.“ Da vergaß Dr. Treuherz ganz den Respekt vor dem erlauchten Tischgenossen und sagte unwirsch: „Kriechen Sie mir den Buckel runter, mit Ihrer d'Orna! Wer hat denn die Sache überall herumgeschwätzt? Sie oder ich?“ Und damit verließ er das Zimmer. „Tun Sie, was Sie nicht lassen können!“ rief ihm Aurora erbittert nach.„Ich werde das füße Geschöpf schon vor Ihren Zudringlichkeiten zu bewahren wissen!" Später, als Fräulein Junghähnel ihre Körperfülle in den warmen Seesand gebettet hatte, kam Lilo an ihr vorüber. Schon war Aurora versucht, ihr nachzueilen, sie anzusprechen und ihr ihren Schutz gegen Leute vom Schlage dieses Dr. Treuherz anzubieten. Aber dann schien ihr diese Form der Annäherung doch gar zu unromantisch. Sie wollte lieber einen anonymen Zettel auf Li d'Ornas Zimmer legen, aus dem die junge Künstlerin ersehen sollte, daß es zwar jemanden hier gab, der sie erkannt hatte, aber daß dieser Jemand fest entschlossen sei, sie vor den Zudringlichkeiten einer sensationslüsternen Menge zu schützen.— Und sie schwelgte schon im Bewußtsein ihrer künftigen geheimnisvollen und edlen Mission. Kein Mensch wagte sich an diesem Tage an Lilo heran. Sie badete allein, ging allein spazieren, besuchte allein einen Tanztee im Kurhaus. Auch dort wurde sie angestarrt, und das Tuscheln an einigen Tischen galt ganz offenbar ihr. Das Gerücht von ihrer Identität mit der Filmschauspielerin Li d'Orna war schon über die Grenzen der Villa Seeblick hinausgedrungen und hatte begonnen, sich über Binz zu verbreiten. Niemand traute sich, den berühmten Star zum Tanzen zu engagieren, und Lilo saß einsam und verwaist.— Als sie nach dem Abendessen in ihr Zimmer kam, um durch einen Brief an die Eltern nach Muckenhausen ihr schweres Herz zu erleichtern, sah sie Auroras Zettel auf dem Tisch liegen: (Fortsetzung folgt.) * DrSSAOEFPAT der Arbeitnehmerschaft die Reigung besteht, ein zweites Schlichtungsverfahren einzuleiten. Der Arbeitgeberverband der Metallindustrie gibt von dem Verlauf der Lohnverhandlungen folgende Darstellung: Wie bereits durch Pressebericht bekanntgegeben, hatte der Arbeitgeber=Verband der Metallindustrie Bielefeld zum 30. September d. J. Rahmen= und Lohniarif gekündigt zu dem Zweck, durch eine Senkung der Löhne eine Verbilligung der Produktion herbeizuführen, um damit den Absatz zu mehren und zur Wiederbelebung der Wirtschaft und Neueinstellung von Arbeitnehmern zu gelangen; zum andern, um durch gewisse Abänderungen des Rahmenvertrages die Möglichkeit zu bekommen, seitens der Betriebsleitung die notwendige Verantwortung für die Betriebsführung tragen zu können. Es hat sich in den letzten Jahren und ganz besonders im letzten Jahre stark bemerkbar gemacht ein übermäßiges Mitregieren der Betriebsvertretungen in dem Produktionsverlauf, wodurch schwerwiegende Hemmungen eintraten. die gerade bei industrieller Produktion bei der Kurzfristigkeit der Aufträge, bei der scharfen Kalkulation, um überhaupt Aufträge übernehmen zu können, sich mehr als störend bemerkbar machten. Von diesem Gedanken getragen, hatte der Arbeitgeber=Verband einen Neuentwurf des Rahmenvertrages sowie eine Umgestaltung des Lohnabkommens vorgenommen, und dieses in den Verhandlungen zur Erörterung und Entscheidung gestellt. Nachdem die Verhandlungen im Schiedsverfahren unter dem stellvertretenden Reichs= und Staatskommissar, Herrn Klostermann, ergebnislos verlaufen waren, indem gar kein Schiedsspruch zustande kam, traten die Parteien am Montag dieser Woche erneut in sagen, daß sie sogar vor überkritischen Blicken ihrer Schwestern bestehen können. Nicht ohne Reiz war es, dem Amazonenheer der Scheuerfrauen zuzuschauen. Es war ein prometheischer Kampf gegen Staub und die letzten Reste handwerklicher Betätigung. Welch eine Symphonie der Arbeit. Welch eine Fülle von Instrumenten: Scheuerlappen, große Besen, kleine Besen, Bohnerbesen, Dreckschippe und der Saxophonstellvertreter Staubsauger. Der letzte Maler und die letzte Scheuerfrau werden das Haus wohl erst dann verlassen, wenn der erste Herr im Smoking auf der Bildfläche erscheint... Ein achtzigjähriger Arzt. Geheimer Sanitätsrat Dr. Warnek. Geheimer Sanitätsrat Dr. Gustav Warnek, der am 7. Oktober in Gesundheit und geistiger Frische mit seiner Gattin das Fest der goldenen Hochzeit begehen konnte und dessen Lebensarbeit zaudernde Wohnungsamt. direkte Verhandlungen ein, um zu versuchen, eine Lösung im Wege freiwilliger Verständigung über den strittigen Fragenkomplex herbeizuführen. In dieser Verhandlung wurden, ohne daß Anträge im einzelnen gestellt wurden, die maßgebendsten Streitpunkte, um die es im ArbeitgeberVerband der Metallindustrie Bielefeld geht, erörtert zwecks Klärung der gegensätzlichen Auffassung. Es wurde weiter beschlossen, seitens des Arbeitgeber=Verbandes diese Gedanken in eine schriftliche Antragsform zu bringen und sie nach Genehmigung durch den Arbeitgeber=Verband am Donnerstag, den 30. Oktober in einer erneuten gemeinsamen Beratung der Arbeitnehmerseite zur Kenntnis zu bringen. Das geschah. Diese Anträge, die in der angeführten Sitzung den Arbeitnehmer=Vertretern übermittelt wurden, erstreckten sich auf die Gestaltung der Arbeitszeit, die Bezahlung der Ferien bei Kurzarbeit, die Bezahlung von Arbeitnehmern, die als Akkordarbeiter Stundenlohnarbeit verrichten müssen und die Gestaltung neuer Akkorde, sowie eine Lohnsenkung für Akkordarbeiter und Stundenlöhner. Diese Vorschläge stellten ein überaus weites Entgegenkommen des Arbeitgeber=Verbandes gegenüber den Arbeitnehmer=Vertretern dar, indem nur die dringendsten Punkte noch zur Verhandlung gestellt wurden und eine Menge ebenfalls abänderungsbedürftiger Bestimmungen gänzlich fallen gelassen wurde, wobei außerdem arbeitgeberseitig in der Frage der Gestaltung der Arbeitszeit und der Bezahlung der Ferien für Akkordarbeiter sogar ein direktes Entgegenkommen gegenüber dem bisherigen Zustand gezeigt wurde. Die Arbeitnehmer=Vertreter lehnten nach kurzer Beratung die ganze Vorlage en bloc ab und verlangten Wiederinkraftsetzung des alten Lohn= und Rahmenvertrages auf ein ganzes Jahr, d. h. mit anderen Worten, Beibehalten der Lohn= und Arbeitsbedingungen, die in erheblichem Ausmaß Grund und Ursache dafür waren und sind, daß die Bielefelder Metallwirtschaft über das Maß des Vergleichsweisen mit den Metallwirtschaften anderen Orts erheblich schärfer und länger in einer Krise sich befindet und weiterhin, wenn keine Erleichterung eintritt, durch die Krise erfaßt wird mit dem Ergebnis weiterer Einschränkungen in Arbeiter=Beschäftigung und Arbeitsbeschäftigungsdauer. Von Arbeitgeberseite wurde dem entgegengehalten, daß der Arbeitgeber=Verband jederzeit bereit sei, sich einem neuen Schiedsverfahren zu stellen, um durch Fällung eines Schiedsspruchs eine klare Entscheidung herbeizuführen. Diesen Antrag lehnte die Arbeitnehmerseite ohne jede Erörterung ab. Seit einiger Zeit ist die Groneweg'sche Fabrik, die als Kulissenhaus des Theaters benutzt wurde, niedergelegt worden. Das Kindermann=Stift, mit dessen Bau schon vor ein paar Monaten„sofort begonnen“ werden sollte, konnte indessen noch nicht in Angriff genommen werden, weil sich die Niederlegung der beiden kleinen Häuser verzögerte, die auf dem Grundstück der KindermannStiftung stehen. Bisher hat das Wohnungsamt nämlich noch keine Ersatzwohnung für die in diesen Häusern wohnenden Mieter gefunden! Der Farmer Kindermann, der für das neue Kinderheim die großzügige Stiftung von 50000 Dollar machte, ist Mitte September nach Brasilien zurückgekehrt. Er beabsichtigt in zwei Jahren seine nächste Reise nach Europa und nach Bielefeld anzutreten. zurückgesetzt. Der oberhalb des liegende Fahrweg zur Kunstgewerbeschule ist jedoch durch die Verbreiterung des Bürgersteigs nicht verengert worden. Der bautechnisch sich gut ausnehmende kolonadenmäßige Ueberbau bietet zugleich den Fahrgästen der hier vorhandenen (!) Steuerhebestelle Bielefeld an Steuerzahlung für das 3. Vierteljahr 1930(Bekanntmachung von heute). nenten der organisiert des Großkapitals. Al habe die Kosten für d Diesem Zustand setzte aus individueller Leiß ständischen Staates ent Solange das Sp ämter und das Arbei zeitgesetz geregelt sundung der Wirtscha Zum Schluß forde der Zwangswirtschaft Abbau der Hauszinsf Volksnot geworden sei Verhältnis der Wirtsch das ein gutes sei, sow bewährte Berufsbeamt Die Missionsredn beifällig aufgenommen Freiheitskampf des Mittelstandes.# Vereine und: bei dieser Gelegenheit eingehend gedacht wurde, feiert heute seinen achtzigsten Geburtstag. Sanitätsrat Dr. Warnek, der sich als Mensch und Arzt bei seinen Patienten und in Berufskreisen größten Vertrauens und höchster Wertschätzung erfreuen kann, ist der älteste praktizierende Arzt in Bielefeld. 80 Jadre 2h. Polpers. Die Firma Th. Wolpers, Obernstraße, kann am morgigen Tage auf ein 80jähriges Bestehen zurückblicken. Der jetzige Inhaber, Kaufmann Ernst Wolpers übernahm vor 42 Jahren das Geschäft von seinem Vater und festigte den traditionellen Ruf des Hauses durch erstklassige Qualitäten. Versplitterung im bürgerlichen Lager? Resormationsvorfeter in der Altstädter Kirche. . Der„Evangelische Bund, Zweigstelle Bielefeld“ hatte für gestern abend zu einer Vorreformationsfeier in der Altstädter Kirche eingeladen, die von Orgelspiel umrahmt wurde. Die Kirche war ganz in Dunkel gehüllt; auf dem Altarplatz stand ein niedriger Tisch, von dreiarmigen Kerzenleuchtern und einzelnem Kerzenlicht erhellt. In ihrer farbigen Pracht leuchteten die großen Rundsenster in das Dunkel des Schiffs. Nach einleitenden Begrüßungsworten des P. Quistorp(Pauluskirche) las der Vortragsmeister Gustaf Hildebrant aus dem Werk Wilhelm Kotzdes:„Die Wittenbergisch Nachtigall“. Beginnend mit Luthers Einzug in Worms wurden die großen Marksteine in der Geschichte der Reformation lebendig. Kotzdes epische Erzählung fand wohl ihren Höhepunkt in der Unterredung Luthers mit dem Bilderstürmer Thomas Münzer, der zwar die spätere Entwicklung des autochthonen Fürsteniums und seines Untergangs geahnt hat, und darum Luther sein Paktieren mit den Fürsten zum Vorwurf macht,— aber von Luther abgewiesen wird, weil er keine Liebe, die Grundvoraussetzung christlicher Lehre hat. Kotzdes Worte wurden an besonderen Stellen von Orgelspiel begleitet, das ein stimmungsmäßiges Element in die Darstellung brachte. Mit dem Gesang des Lutherliedes„Ein feste Burg ist unser Gott“, fand die Feier einen erhebenden Ausklang.— Leister Schllft Der Besen tegsert.. Heute abend wird die Oetkerhalle zum ersten Male im festlichen Glanz erstrahlen. Hunderte von geschäftlichen Händen waren vorgestern noch am Werke. Da wurde noch geölt und gestrichen, da wurde zum letzten Male geprüft, ob dies blendende Weiß auch wirklich weiß sei. Ob die prächtigen sazzettierten Spiegel ohne Fehl und Tadel selen. Heute werden vor diesen Spiegeln zarte Frauenhände mit eleganten Handbewegungen widerspenstige Bubiköpfe zur Ordnung rufen. Das Venetianerglas wird schönen Frauen schmeichlerisch Das Ortskatell Bielefeld im deutschen Beamtenbunde teilt uns mit:„Ein hiesiges Blatt brachte gestern eine Notiz,„Eine Beamtenpartei im Stadtparlament?“, die zur Irreführung und zu einer falschen Stellungnahme der Beamtenschaft gegenüber Veranlassung geben kann. Richtig ist folgender Sachverhalt: Auf Veranlassung und Einladung des Gewerkschaftsbundes der Angestellten fand am Mittwoch eine unverbindliche Besprechung zwischen Angestellten= und Beamtenvertretern statt. Hierbei wurde unter anderm der Gedanke, bei den bevorstehenden Kommunalwahlen eine eigene Liste der Angestellten und Beamten aufzustellen, an die Beamtenschaft herangetragen. Das Ortskartell Bielefeld im deutschen Beamtenbunde weist darauf hin, daß die bei der Besprechung anwesenden Beamtenvertreter es nicht unterlassen haben, diesem Vorhaben gegenüber ihre starken Bedenken zum Ausdruck zu bringen. Die Beamtenschaft glaubt hierzu umsomehr Veranlassung zu haben, als ihr das sich anbahnende sachliche und gute Verhältnis zu allen politischen Parteien, keine Veranlassung gibt, diesen gegenüber Kampfstellung einzunehmen.“ ∆ Fallende Bauplanken. Die Absperrung des Bürgersteiges in der Bahnhofstraße wegen des Kaiserhofs Umbaues ist endlich beseitigt. Damit ist ein störendes Verkehrshindernis beseitigt, durch das auch die Wirkung des Straßenbildes erheblich beeinträchtigt wurde. + Der Schokoladenprozeß. Zu unserem Bericht über den Herforder Schnabel=hersois mit. die Firma Hermann Hoi'der varsarkenn t. daß sie mit der Firma Sch., bei der verdorbene Butter gefunden wurde, nicht identisch sei. Ansichtbarer Tod. Ein Mädchen durch Kohlenoxydgas vergiftet. Ein bei einer Familie in Bethel im Dienst stehendes junges Mädchen hatte am Dienstag Abend in einem in ihrem Zimmer stehenden Ofen Feuer angelegt und sich darauf zu Bett begeben. Am anderen Morgen fand man das junge Mädchen fast leblos in ihrem Bette vor. Das Mädchen wurde sofort ins Krankenhaus gebracht, wo es jedoch an der erlittenen Kohlenoxydgasvergiftung kurz darauf gestorben ist. Unter dem Vorsitz des Stadtrats Meinardus sand gestern abend im Kyffhäuser eine gut besuchte Versammlung statt. Der Versammlungsleiter stellte fest, daß es die Wirtschaftspartei mit einer gewissen Genugtuung erfüllen könne, wenn sie sich bei der letzten Reichstagswahl im Gegensatz zu anderen bürgerlichen Parteien in ihrem Bestand behauptet habe. Landtagsabgeordneter Hestermann verglich in einer kurzen Ansprache das Antlitz der nationalsozialistischen Partei mit einer Sphynx und betonte, daß der Mittelstand nur aus eigener Kraft sein Schicksal gestalten und meistern könne und seine Freiheit wieder gewinnen kann. Das Hauptreferat hielt Reichstagsabgeordneter Rhode. Der temperamentvolle Redner führte u. a. aus: Wenn Wahlen das Vaterland retten könnten, so fehlte uns nichts an unserem Glück. Der :: Bürgersteigverbreiterung. Der gefahrvolle schmale Bürgersteig gegenüber der Städtischen Badeanstalt an der Gütersloher Straße hat nunmehr auf einer Teilstrecke eine sehr zweckmäßige Verbreiterung erhalten. Die bis dahin stark vorspringende Sandsteinmauer ist auf einer längeren Strecke um etwa 1½ Meter hoffnungslose Zerfall der bürgerlichen Parteien beruhe darauf, daß sie das Privateigentum verraten hätten. Er richtete dann an die Nationalsozialisten die Frage: was verstehen Sie unter dem dritten Reich, was unter Sozialismus, wie stellt sich die Nationalsozialistische deutsche Arbeiterpartei zum Abbau der Zwangswirtschaft im Wohnungswesen? Die liberale Weltanschauung, die sich als Reaktion auf einen überwundenen Feudalismus historisch erklärt, bezeichnete der Redner als einen musealen Wert. Weiter setzte sich Dr. Rhode mit der Staatspartei kritisch auseinander. Die P. D. werde nicht durch die sozialistische Ider zusammengehalten, sondern durch Gewerkschaftsmaterialismus. Die vernichtenden Gesetze gegen den Mittelstand in der Nachkriegszeit seien nicht allein von der Sozialdemokratie, sondern unter Mitwirkung bürgerlicher Parteien, insbesondere Zentrum und Demokraten, gemacht worden. Der Fluch der bösen Tat ruhe auch darauf, wenn man einmal das Privateigentum leugne. Verleugnung geistigen Privateigentums sei es, wenn fachlich vorgebildeten Beamten Parteivertreter vor die Nase gesetzt würden. Der Redner griff dann das Siedlungswesen des neuen Wohlfahrtsstaates an. Wenn die Mißstände im Siedlungswesen im Untersuchungsausschuß einmal restlos aufgedeckt würden, so müßten, dagegen die Enthüllungen des Sklarekskandals verbleichen. Vielfach seien die Direktoren dieser Gesellschaften gesunder als die Wohnungen, die sie errichteten. Die Uniformierung der Häuser und Wohnungen durch den Staatssozialismus sei kein ästhetisch=kultureller Fortschritt gegenüber früheren Bauformen und nehme im übrigen den Menschen die Freude am eigenen individuellen Werk. Für den Mittelstand sei der Arbeiter stets ein Durchgang zur Selbständigkeit gewesen. Erst der Marxismus habe aus den Arbeiter einen Lohnsklaven und Arbeitslosen gemacht und unter dem Einfluß des Staatssozialismus sei das Kapital vielfach in eine unnatürliche Gegnerschaft zur Produktion gedrängt worden. Nur zwei Gruppen gehe es gut: den ExpoRistorische Jonlilm=Reportage. Universum=Iheater:„Die Alläre des Rauptmanns Dreukus". Bielefeld, 31. Oktober. Ein paar stimmungbereitende Musikakkorde—, dann erscheint auf der Leinwand ein Redner am Pult. Es ist Bruno Weil, der Verfasser eines vielgelesenen Buches über die„Dreisus=Affäre", und er spricht einige Einführungsworte, die knapp und sachlich zu den dramatischen Geschehnissen jenes französischen Justizskandals hinüberleiten, der um die Jahrhundertwende ganz Europa fieberhaft erregte. Und der uns Menschen von 1930 nicht weniger als damals unsere Väter erregt und zu leidenschaftlicher Anteilnahme fortreißt, wenn jetzt das ganze Drama menschlicher Niedertracht, bornierter Vorurteile, geknebelter Unschuld und glühender, selbstlos kämpfender Gerechtigkeitsliebe durch die tönende Leinwand vor uns lebendig wird. Ein Drama— Ja, vom Leben gedichtet. ein Drama im literarisch=formalen Sinne. Aber es ist einer der vielen Vorzüge dieses hervorragenden Films, daß er sich nicht an die Aufgaben anderer künstlerischer Ausdrucksmöglichkeiten herandrängt. Was wird hier mit den Mitteln des Tonfilms geboten? Reportage! Eine glänzende, unerhört lebendige und packende Geschichtsreportage. Virtuos gestaltete Bildszenen und Dialoge lassen ein alarmierendes Stück Menschenleben wahrheitsgetreu aus dem Schoß der Vergangenheit auftauchen. Gewiß, die Reden des hier gezeigten Zola atmen manchmal allzu melodramatisches Pathos, und es ist ein Fehler der librettistischen Bearbeitung, daß die dramatisierte Reportage an besonders wichtiger Stelle gewisse Lücken aufweist, z. B. die endgültigen Gründe für die schließlich doch erfolgende Freisprechung des Hauptmanns Dreysus eigentlich überspringt— aber was wollen diese kleinen Schwächen besagen gegen die starken Werte dieses Films, gegen die kluge, wirkungssichere Regie Richard Oswalds, gegen die ausgezeichnete technische Wiedergabe, vor allem aber gegen die darstellerischen Leistungen der Hauptakteure: Kortner als Dreyfus, George als Zola, Bassermann als Wahrheitsfanatiker Piquart, Grete Mosheim als Lucie Dreyfus, Homolka als Esterhazy—, das alles sind Gestalten, die man nicht vergißt. fcl. Kaffee Hag morgens, Kaffee Hag spät abends Mokka Hag nach Tisch- Hag bekommt immer Stadttheater.— Ni Freitag abend, pir Rudolf=Oetker=Ha bleibt das Theater geschlo 1 DamenStrick-Untertall gute Qualltät stück 50. Damen-Schlüpf mit angeraubtem Fut schwere Qualliät stück 950 DamenStumptesamsel Kunstselde Paar 1.50 Damen-Strüt schwafz. Wol Paar 1.45 Namen Sach weis glanzreiche Wi Stück 1.25 Romen-sschen rene Seide Ciepe de chin Stück 250 Damen-Hutth mit 4 Haltern, Jacqu ak Kunstseildeeffek Stück 1.95 Damen-Strün Seide plattier Paar 1.45 Nomen=Samen reine Wolle grau, schwarz, be Paar 95. Damen-Unterziehs II. Wahl reine Wolle Paar 953 Damen-Strün haltbare Quallta Nnr 45 Damen Nachthe mit farbiger Garbie Stück 1.95 Damen-Mantell mit Spitzeneinfass Stück 482 u. 2 Damen Unterzichse reine Wolle angestaubt Stück 750 ua, sesier: venig gezigt valtenun ichen Relalgung ihrer be reicht 9 K sclenge. des Bürgersteiges verbeschule ist jedoch Bürgersteigs nicht hnisch sich gut ausberbau bietet zuhier vorhandenen ünstiger Witterung 1 Viertetete nenten der organisierten Arbeitnehmerschaft und des Großkapitals. Alles, was dazwischen liege, habe die Kosten für diese Gruppen aufzubringen. Diesem Zustand setzte der Redner das Ideal eines auf individueller Leistung gegründeten mittelständischen Staates entgegen. Solange das Sparen durch die Finanzämter und das Arbeiten durch das Arbeitszeitgesetz geregelt werde, könne es keine Gesundung der Wirtschaft geben. Zum Schluß forderte der Redner den Abbau ##der Zwangswirtschaft im Wohnungsbau und den Abbau der Hauszinssteuer, die eine Quelle der V o l k s n o t g e w o r d e n s e i e n u n d c h a r a k t e r i s i e r t e d a s Verhältnis der Wirtschaftspartei zu den Beamten, das ein gutes sei, soweit es sich um das ehrliche, bewährte Berufsbeamtentum handle. Die Missionsredner meldeten sich nach dem beifällig aufgenommenen Vortrag nicht zu Wort. strals Mein.: i Vereine und Veranstaltungen. dirats Meinaryffhäuser eine g statt. Der Veres die Wirtschaftslugtuung erfüllen en Reichstagswahl rlichen Parteien in Stadttheater.— Rudolf=Oetker=Halle. Heute, Freitag abend, pünktlich 20 Uhr. Weihe der Rudolf=Oetker=Halle. Mit Rücksicht darauf bleibt das Theater geschlossen. Morgen Sonnabend „Husarenfleber". Am Sonntag morgen, 11½ Uhr, ist in dem kleinen Saal der Rudolf OetterHalle eine Morgenseier. Das ZilcherTrio aus Würzburg spielt Beethoven und Tschaikowsky. Im Gloria=Palast läuft noch bis auf Leiter.s Tonfilm=Operette„Drei von der Tankstelle“ mit Lilian Harvey, Willy Fritsch, Heinz Rühmann, KarlWeis, Olga Tschechowa, und der Kultur=Tonfilm „Donner, Blitz und Regen“, das Lustspiel KIOO bund für Religionsunterricht und religiöse die an jadem Freitag im Rauamber sta Erziehung, die an jedem Freitag im November stattfinden, und zwar über folgende Themen: 1. Von Rot und Sinn der Erziehung, 2. Die Bibel als Ziel und Weg, 3. Das Wunder im Religionsunterricht, 4. Kirche und Schule. „Keilerei auf Aktien“ und die neue Usa=Woche. Langes Künstlerspiele. Heute Ehren= und Abschiedsabend der gesamten Künstler und Kapelle H. M. Burneck. Konzerthaus Kulinna. Heute Ehren= und Abschiedsabend der Kapelle Dir. Emil Schmidt. # Im Lindenhof wird das Eröffnungskonzert in der Oetter=Halle durch Lautsprecher übertragen. Der Männer=Gesang=Verein Schildesche unter der Leitung von Willi Kornfeld veranstaltet am Sonntag nachmittag in der Turnhalle der Turngemeinde Schildesche ein Gesangs=Konzert. Mitwirkende Vereine sind: Damen=Sing=Verein Schildesche, Männer=Gesang=Verein Heiderose, Bielefelder Doppel=Quartett, Bielefelder Männer=Quartett von 1918. Es kommt ein gutgewähltes Programm zum Vortrag. verstätähr Vorträge, für die der Unt##sprofe ssor D. Dr. Stählin(Münster) gewonnen worden ist, veranstalten die Lehrervereine Bielefeld Stadt und Land in Verbindung mit dem ReichsEinheitsliste in Heepen. Heepen. In der am 28. Oktober bei Wedding in Heepen abgehaltenen Wahlversammlung wurden folgende Kandidaten für die Wahl zur Amtsvertretung, die am 30. November 1930 stattfindet, für die„Einheitsliste" aufgestellt: 1. Landwirt August Meyer zu Selhausen, Lämershagen Nr. 1. 2. Tischler= meister Paul Rabe, Brake Nr. 214. 3. Werkmeister Fritz Linnenbürger, Milse Nr. 106. 4. Landwirt Hermann Henrichsmeier, Heepen Nr. 3. 5. Gastwirt August Siekmann, Hillegossen Nr. 40. 6. Landwirt Walter Kolkmann, Übbedissen(Lippe) Nr. 13. 7. Bildhauer Julius Werning, Heepen Nr. 253. 8. Lehrer Gustav Heidemann, Altenhagen Nr. 27. 10. Apotheker Karl Mummenthey, Heepen Nr. 144. 11. Arbeiter Wilhelm Beckmann, Brake Nr. 238. 12. Landwirt August Sielemann, Brönninghausen Nr. 11. 13. Tischlermeister Julius Schlingmann, Oldentrup Nr. 67. Lagerhalter Ludwig Oberwittler, Heepen Nr. 343. 15. Landwirt Gustav Schürfeld, Milse Nr. 5. 16. Bauunternehmer Paul Siekmann, Hillegossen Nr. 126. 17. Holzschuhmacher Wilhelm Grabbert, Lämershagen Nr. 54. 18. Landwirt Fritz Meier zu Stieghorst, Oldentrup Nr. 3. 19. Mühlenbesitzer August Vogelsang, Brake Nr. 66. 20. Bäckermeister Heinrich zur Heide, Heepen=Lübrassen Nr. 23. Brackwede. Bei der Reformationsfeier, die heute abend in der Kirche stattfindet und bei der Pastor Lic. Vischer(Bethel) die Ansprache halten wird, haben auch die kirchlichen Vereine ihre Mitwirkung zugesagt. 0 Ummeln. Hohes Alter. Heute kann die Ehefrau Hermine Ramsbrock Nr. 2 ihren 70. Geburtstag seiern. Shchretchtens Cadl Kühne Verantwortlich für Politik und Handel: Dr. Herbert MüllerWerth: für Feuilleton und die Beilagen: Dr. F.stz Chlodwig Se 1; ahrig“. 7 4“.und Sport I.eage fin Konmsaslpellik., Sudlaschiebten Luschris u Gerichtssaal: Carl Ludwis Herbet: für Provinzielles, Sport und Allgcmeines: Hans König: für die Anzeigen: Karl Weller. Druck u. Verlac von J D Köster Nechf in Bielefeld. stermann verdas Antlitz der Partei mit aß der Mittelstand icksal gestalten und iheit wieder geReichstagsabgeordmentvolle Redner en das Vaterland chts an unserem gerlichen Parteien vateigentum i an die Nationalhen Sie unter dem lismus, wie stellt deutsche Arbeiterngswirtschaft im g, die sich als nen Feudalismus Redner als einen sich Dr. Rhode suseinander. Die sozialistische Idee zurch GewerkDamenStrick-Untertalllen gute Qualltät stück 500 Damen-Schlüpfer mit angerauhtem Futter schwere Qualliät stück 950 DamenStrumpf-Gamaschen segen den Mitteli nicht allein von mter Mitwirkung ere Zentrum und Der Fluch der in man einmal nateigentungs ildeten Beamten“ setzt würden. Siedlungsaates an. Wenn esen im Unteraufgedeckt würnthüllungen des elfach seien die gesunder als die ie Uniformierung irch den Staatskultureller Fortrmen und nehme jeude am eigenen littelstand sei der r Selbständigkeit habe aus den tslosen uß des Staatsfach in eine unduktion gedrängt gut: den ExpoKunstselde Paar 1.50 Nur einmal im Jahre ist R Uimrene Wöchre bei Außer diesen Angeboten finden Sie eine enorme Auswahl in Strümpten Strickwaren4 Handschuhe usw. in hochwertigen Qualitäten zu * Schlüpfer 4 Pullover a 4d se! Eine glänckende GeschichtsBildszenen und Stück MenschenSchoß der VerReden des hier Ulzu melodramahler der librettinatisierte Repore gewisse Lücken in Gründe für reisprechung des überspringt— hwächen besagen films. gegen die ird Oswalds, che Wiedergabe, erischen Leistunr als Dreyfus, inn als WahrKosheim al; sterhazy—, das st vergißt. fcl. HerrenUnterhosen mit Futter Gr. 4 Stück 1.50 Herren-Pullover englisch gemustert Stück 2.75 HerrenNormalhemden wollgewischt stück 2.45 Sonntag ist unser Geschäft von ½12 bis 6 Uhr abends geöffnet. öhere feistungen im Berufsin0 Ihr Zell Es zuierreichen hülft ein guter ARchuh. oon fuhl befreit sine die NORD WEST BFOUE sunge bei Gár inse Pfund 1.30 Ml., Cnten Pfund 1.40 Mk., Guppenhühner Voularden Hasen geteilt. Pfund 0.60—1.80 Mk., Wildkanin Stück 1—1.60 Mk. empfiehlt Diekemper, Golderr 3 Tel. 5268 BIELEFELD Unsere Geschäfte sind am Sonntag von 11½-6 Uhr geöffnet Lwangsversteigerung. S SDTENÖNT 80 Jahre Wolpers Delikatessen Meine Delikatessen sindwegen Ihrer Qualität bekennt und beliebt. Mein Namebürgt für erstklassige Beschaffenheit. 80 Jahre Wolpers Kaffee Für die Jubiläums-Weche habe ich eine besonders seine Jubiäums- Mischung zusemmengestellt, die eus den edelsten Gewächsen besieht und sich durch köstliches Aroma, sowie durch kräftigen Geschmack auszeichnet. Sichern auch Sie sich eiwas von diesem Sonderengebot. Diese Jubiläums-Mischung kostef nur 3.40 i,YSEPERS Connabend, den 1. November 1930, vormittags 11 Uhr, verstei ere ich in der Auktionshalle, Hermannstraße 1, hierselbst 1 Schuhmacher=Aus putzmaschine, 1 komplettes Beit, 1 Flurgarderobe, 1 elettrisches Klavier mit Besetzung, 1 Orchestrion„Hupfeld“, 1 Beutilator. Posten Hüte und Manschetten=Knöpfe öffentlich meistbietend gegen Barzahlung.# Bielefeld, den 31. Oktober 1930. Pleper, Obergerichtsvollzieber. Zwangsversteigerung. Sonnabend. den 1. Nov. 1930, vormittags 10 Udr, versteigere in der Auktionshalle, Hermann= straße 1, hierselbst: 1 Bülett, 2 Ausziehzische mit 6 Stühlen, 2 Teppiche 1 Sosa. 1 Bosten Bilder. 1 Regulator, 1 Bücherschrank, 2 Schreit# tische, 4 Sessel, 1 elet. trische Bohrmaschine, 1 2. Tisch, 1 Bosa, 1 Stehlampe 1 Badeo en iplt., 1 Ladenkasse, 1 Posten Einlegesohlen. 3 Paar Stischuhe Turnschuhe, 1 TischAufsatz, 1 Staubsanger(Protos, 1 Pistole, 1 Posten Kinderschirme usw. öffentlich meistbietend gegen Barzahlung. d Bielefeld, den 31. Oktober 1930 Se die erlolgreichslezehirinage einebessere Hlores Kienl. Walter Ober=Gerichtsvollzieher Zwangs versteigerung Sonnabend, 1. November 1930, vormitt. 10 Uhr, versteigere ich in der Auktionshalle, Hermannstraße 1, hierselbst: 1 Büsett, Hosen, 1 tisch. 1 maschine strand). grammophon. Schreibtisch, 1 1 Posten Marmor= Rechen(Sund1 Kosser1 Damenarm banduhr, 3 Fahrräder usw. öffentlich meistbietend gegen Barzahlung. Bielefeld den 30. Oktober 1930 Ulbricht, Ober= Gerichtsvollzieder sonnabend, 1. Novbr., vorm. 10 Uhr, versteigere ich in der Auk. tionshalle, Hermann straße 1, hierselbst: Piano, 2 Bücherschränte, 1 Chaiselongue mit Decke. Geldschrank, ein Schreibtisch, zwölf runde Marmortische öffentlich meistbietend gegen Barzahlung. Bielefeld, den 30. Oktbr. 1930. Warneke Gerichtsvollzieber Ehe Sie eine Miichzentrifüge kaufen lassen Sie sich beim nächsten Händ ler die neuesten Modelle zeigen und die günstigen Preise nennen. Sie können wohl mehr Geld füreine Zentrituge ausgeben, aber nie eine bessere käufen. Mielewerke A. G Größte Zentrifugen- Febrik Deutschlends Gütersloh Westfalen Ober 2000 Beamte und Arbeiter A Zimmer, gut möbl., zu verm. Wo, sagt die Westfäl. Zeitung. Fiie* ——— *— Zweite Nr. 255— Ursach In den letzten Deutschland wieder v heimgesucht worden,! ungeheure Schäden b Merkmal dieser Kata denen namentlich S regelmäßig bet Diese Worte kennzeichnen Ihre besonderen Vorteile, wenn Sie jetzt kaufen. Oberzeugen Sie sich selbst, daß Sie jetzt bei BUDDEBERG die guten Qualitäten in schönster Auswahl billiger erhalten. Dieser Mantel aus reinw Velour long mit großem Schalkrag aus schmeichelndem Seal electr., ganz auf vorzüglich. Kunstseide in flotten Formen, aus modern gemusterten Tweeds oder hübschen einfarbigen Stoffen 59.- 49.- 39.Nachmittagskleider in eleganter Ausführung, Glocken, Falten und moderne Tunikformen aus Crépe marocco od. Flamenga, neuart. Garnituren 89.- 69.- 49.Mäntel aus englisch gemusterten Stoffen, in guter Verarbeitung, schöne jugendliche Formen, mit und ohne Gürtel zu tragen 69.- 48.- 29.Mäntel aus feinfarbigen sow. Marengo und blau, mel. Wollstoffen, eleg. geschweifte Formen, mit reichen Pelzgarnituren ganz gefüttert 98.- 79.- 65.10. Moderne Strickkleidung fesche Kleider 29.- 19.50 Sonntag von 11½ bis 18 Uhr geöffnet. Praktische Westen und aparte Pullover 15.10. . O Wethee W N Plötzlichkeit und die sektensten Fällen vora maße sie annehmen we Meldungen über Dau Ausbreitungstendenz u man nicht daran, daß die Bäche und Flüsse Riesenströmen anwachs und die Talsperren ül Die Ursachen der südöstlichen Deutschlan fluten des südöstlichen an eine ganz besor 12.50 Blusenschoner u. Bettjäckchen in jeder Preislage. Besichtigen Sie unsere historische Strumpfausstellung R Geschäfts-Verlegung. Mit dem heutigen Tage habe ich meine Geschäftsräume nach(Bürgerweg) Stapenhorststraße 79, gegenüber Wittekindstr. imim m verlegt. Durch bedeutende Vergrößerung meines Ausstellungsraumes biete ich meiner werten Kundschaft eine große übersichtliche Auswahl moderner Poistermöbel Meine Abteilung: Gardinen, Teppiche u. Fensterdekorationen bietet ebenfalls eine reiche Auswahl für behagliche Ausstattung ihres Heimes Eröffnung heute nachmittag 3 Uhr. Karl Dickhöner, Ruf 3718 Poisterer und Dekorationsmeister Ruf 3713 Kauf-besuche die in keiner Weisen druckformationen Nord zu verbinden ist, und gewisser Wechselwirkun kennt sogenannte„Z pressionen", das liebe von den von West und Tiefdruckgebieten Hauptzugstraßen der e über Südengland und und Schottland nordo zahlreiche Glieder zerst straße führt von Süde nach dem Golf von Gei zentration mehrerer an über dem Adriatischen und an dieser Stelle besondere Zuglinien reich—Slowake nach Rußland hinein, führt. Diese Zuglinie Linie Europas wiederholenden gleiche in der Südostecke Deu dabei um ein Tief, das ist von Süden ge große Mengen feuchtAdria=Luft in Form v führt, sei es in den un größeren Höhenlagen, des Tiefs(ebenfalls 1 Nord= und Westluftma kühlen Nordwestluftm deutschen Tiefe stoßen feuchtigkeitsbelad hänge Südostdeutschlar Böhmer Wald, das Ei gebirge verkörpert werk den dort zum Aufsteig dabei gleichzeitig auf di seitwärts herankommen massen der„rechten Sei ist erstens, daß sich: Temperaturgegensätze g so entstehen die gewöhnlich diese die gleiten. Durch die Entwic Sturmfeld erfährt nati auf beiden Seiten weite weitere feucht=warme Worte kennen Ihre besonVorteile, wenn tzt kaufen. Jugen Sie sich daß Sie jetzt IDDEBERG die Qualitäten inster Auswahl per erhalten. 25. 10. 10. . C JO er Preislage. stellung Kauf-besuche (aufe Nr. 255- 120. Jahrgang. * Ursachen der Unwetter „„„AM Srrpet Warme Adria=— und kühle Nordwesiluftmassen In den letzten Tagen ist das südöstliche Deutschland wieder von einer Unwetterkatastrophe heimgesucht worden, die in Form von Hochwasser ungeheure Schäden bereitet hat. Das besondere Merkmal dieser Katastrophen im Südosten, von denen namentlich Schlesien und Sachsen regelmäßig betroffen werden, ist ihre Der Mischungsprozeß der lühlen nordwestlichen Ratibor vom Wasser eingeschlossen südlichen Luft führt zu gewaltigen Landregen, im Winter zu mächtigen Schneefällen, die besonders auf der westlichen nördlichen Seite — in Sachsen und Schlesien— durch die sich entgegenstellenden Gebirgszüge, wie oben erklärt, Das Hochwasser in Oberschlesien hat sich noch sehr ausgedehnt. Ratibor ist jetzt völlig eingeschlossen und ragt aus einem langgestreckten See wie eine Insel hervor. Die niedriger gelegenen Oben: Mitten zwischen fruchtbarem Land lag dies Bauerngehöft bei Lauban, nun gleicht es einer Insel inmitten öder Wasserwüsten. Seine Bewohner konnten nur mit Mühe Hab und Gut retten. Daneben: Der Katzbachdamm wird durch Auflegen von Sandsäcken verstärkt, um ein weiteres Uebertreten der Wasser zu verhindern. Unten: In Liegnitz kann in vielen Straßen der Verkehr nur durch Boote aufrecht erhalten werden. Daneben: Die Bobertalsperre bei Marktlissa, in deren Stausee sich in den letzten Tagen 35 Millionen Kubikmeter ansammelten, wodurch die Gefahr des Bruchs der Sperre heraufbeschworen wurde. Bielefeld, Freitag, 31. Oktober 1930 und die Zuckerrübenernte haben schwersten Schaden gelitten. Aus Kreuzenort und Raschkau werden zwei Todesopser gemeldet. Neue Gefahren. Aus Görlitz wird gemeldet: Nach dem dreitägigen Sturm= und Regenwetter, das bis gestern früh anhielt, war in Niederschlesien vorübergehend Trockenheit eingetreten, doch setzten bereits gestern mittag erneut stärkere Regenfälle ein, die auch zurzeit bei lechtem Südost und milderer Temperatur noch andauern. Hierdurch ist ein erneutes Ansteigen der Neiße zu verzeichnen, und zwar steigt das Wasser zurzeit wieder stündlich um 1 bis 2 Zentimeter. Auch von Zittau wird heute vormittag ein leichtes Ansteigen des Hochwassers gemeldet. Hirschberg meldet: Im Riesengebirge ist ein Temperaturumschlag eingetreten. Das Thermometer ist gestiegen, und im Hochgebirge beginnen die ungeheuren Schneemassen zu schmelzen. Im Gebirge und im Tal regnet es, und es besteht daher erneut Hochwassergefahr. Frenzel=prozeß fortgesetzt. Aus Potsdam wird gemeldet: Der Donnerstag brachte als Ueberraschung die Mitteilung des Gerichtsvorsitzenden Landgerichtsdirektor Hellwig an die versammelten etwa 20 Pressevertreter, daß die Presse auch weiterhin ausgeschlossen bleibe in dem gegenwärtigen Zustand des Prozesses. Eine Aenderung würde nach Beendigung der Zeugenaussagen in Erwägung gezogen werden.— Gertrud Frenzel wurde durch Aussagen des Schornsteinsegers Wüstenfeld als lügenhafter Charakter geschildert, der auch zu Kleptomanie neige. Eröffnung des Canadatunnels. U. S. A. mit Canada unterirdisch verbunden. Aus New York wird gemeldet: Zwischen Detroit(U. S. A.) und Canada wird am Sonnabend ein neuer wichtiger Verkehrsweg, der mit einem Kostenaufwand von 25 Millionen Dollar erbaute Tunnel von Präsident Hoover und den Generalgouverneur von Canada feierlich eröffnet werden. Der Tunnel, der unter dem Detroit=Netz hindurchgeht, ist Plötzlichkeit und die Tatsache, daß man in den sektensten Fällen voraussehen kann, welche Ausmaße sie annehmen werden. Als am Sonntag die Meldungen über Dauerregen aus Oesterreich mit Ausbreitungstendenz nach Norden einliefen, dachte man nicht daran, daß bereits 48 Stunden später die Bäche und Flüsse der schlesischen Berge zu Riesenströmen anwachsen, daß die Dämme bersten und die Talsperren überlaufen würden.. Die Ursachen der Hochwasserkatastrophen des südöstlichen Deutschlands wie überhaupt der Hochfluten des südöstlichen Europas sind an eine ganz besondere Luftdruckverteilung gebunden, die in keiner Weise mit den gewöhnlichen Luftdruckformationen Nord=, West= und Mitteleuropas zu verbinden ist, und doch wieder mit ihnen in gewisser Wechselwirkung steht. Die Meteorologie kennt sogenannte„Zugstraßen der Depressionen", das heißt Linien, die mit Vorliebe von den von Westen heranziehenden Wirbeln und Tiefdruckgebieten eingeschlagen werden. Die Hauptzugstraßen der europäischen Wirbel führen über Südengland und dem Meere zwischen Island und Schottland nordostwärts, wobei sie sich in zahlreiche Glieder zersplittern. Eine andere Zugstraße führt von Südengland über Südfrankreich nach dem Golf von Genua. Hier findet eine Konzentration mehrerer anderer Zugstraßen statt, die über dem Adriatischen Meer aber wieder zerfällt, und an dieser Stelle geht eine besondere Zuglinie nordostwärts über Oesterreich—Slowakei—Schlesien—Polen nach Rußland hinein, die den Namen V. d“ führt. Diese Zuglinie V. b ist die berüchtigste Linie Europas und die Ursache der sich wiederholenden gleichartigen Wetterkatastrophen in der Südostecke Deutschlands. Es handelt sich dabei um ein Tief, das auf der Vorderseite— das ist von Süden gesehen die rechte Seite— große Mengen feucht=warmer Mittelmeer= und Adria=Luft in Form von Südwinden nordwärts führt, sei es in den unteren Luftschichten oder in größeren Höhenlagen, während auf der Rückseite des Tiefs(ebenfalls von Süden gesehen) kühle Nord= und Westluftmassen fließen. Diese kühlen Nordwestluftmassen, die von der norddeutschen Tiefebene heranfließen, stoßen feuchtigkeitsbeladen auf die hohen Gebirgshänge Südostdeutschlands, wie sie durch den Böhmer Wald, das Erzgebirge und das Riesengebirge verkörpert werden. Die Luftmassen werden dort zum Aufsteigen gezwungen und treffen dabei gleichzeitig auf die in großer Höhe oder von seitwärts herankommenden feucht=warmen Luftmassen der„rechten Seite" des Tiefs. Die Folge ist erstens, daß sich das V. b=Tief infolge der Temperaturgegensätze ganz erheblich verstärkt, und so entstehen die schweren Stürme, die gewöhnlich diese Unwetterkatastrophen begleiten. Durch die Entwicklung des Wirbels zum Sturmfeld erfährt natürlich die angesogene Luft auf beiden Seiten weitere Zunahme, es wird also Luft herangeführt, und noch erheblich verstärkt werden. Wir haben dann den Fall, daß 48 Stunden lang über dem gesamten sächsischen und schlesischen Gebiet, sowie über der Slowakei mehrere Tage ununterbrochen wolkenbruchartige Regenfälle niedergehen, die ein rapides Anwachsen der Bäche und Flüsse mit sich bringen. Im letzten Falle war die zur Entwicklung gekommene Depression so gewaltig, daß selbst in der Mark Brandenburg noch Sturm und Regen von ihr erzeugt wurden, und daß der äußerste Westen des Reiches ihm die prasselnden Hagelschauer verdankte. Auch die Schneefälle in den französischen Alpen standen mit dem V. b=Wirbel in Verbindung. Die Regunmengen, die in den letzten Tagen in dem Unwettergebiet niedergingen, hatten ganz außerordentsiche Höhe. Obschon die jahrhundertelange Erfahrung die südostdeutsche Wasserwirtschaft die erdenklichsten Schutzmaßregeln und Vorbeugungsmaßnahmen ergreifen ließ, erweist sich die Ungeheuerlichkeit dieser V. b=Unwetterkatastrophen doch sehr oft als Sieger, und das Grenzland, das schon genug mit wirtschaftlichen Nöten zu kämpfen hat, wird auch noch durch Naturkatastrophen in schlimmster Weise heimgesucht. Ein Plan, diese verderbliche V. b=Linie in eine andere Richtung zu lenken— auch daran hat man schon gedacht— würde wirklich ein Segen für Südosteuropa und nicht zuletzt für Südostdeutschland bedeuten. Leider wird dieses Projekt aber wohl, wie alle Theorien der Wetterbeeinflussung, undurchführbar bleiben. W. Lammert. Die Oder steigt weiter! Neue Dammbrüche und Ueberflutungen. Aus Frankfurt a. d. Oder wird gemeldet: Die Hochwassermeldungen von der oberen Oder und ihren Nebenflüssen lassen für Frankfurt einen Höchststand von 5 Meter erwarten, etwa 32 Zentimeter mehr als im Katastrophensommer 1926. Im Gebiet der Spree und des Bober mußten am Mittwoch zahlreiche Reichswehrkommandos eingesetzt werden. Unterhalb Spremberg mußte ein Damm durchstoßen werden, um das Stadtgebiet zu entlasten, doch durchbrachen die Wassermengen schließlich den ganzen Damm, so daß die zum größten Teil mit Wintersaat bestellten Aecker auf viele Kilometer überflutet wurden. In Cottbus wurden mehrere Straßen von Hochwasser überschwemmt. In Guben mußten die Schulen ausfallen, weil die Heizkeller zum großen Teil unter Wasser standen. Wie aus Croßen gemeldet wird, hat das Hochwasser den Oberdamm bei Alt=Rehfeld an mehreren Stellen überspült, so daß die nahegelegenen Wiesen größtenteils unter Wasser sind. Im allgemeinen ist das Wasser in den Nebenflüssen der Oder allgemein gefallen, während die Oder selbst, insbesondere in der Frankfurter Gegend, weiter steigt. Felder sind 3 bis 4 Meter hoch überschwemmt. Von den Bäumen sieht man nur noch die Kronen. Die Ratiborer Zuckerfabrik hat den Betrieb einstellen müssen, weil das Wasser in die Maschinenräume eingedrungen ist. Die Wintersaaten die erste unterirdische die jemalserbaut wurde, um einander zu verbinden. Fahrstraße, zwei Länder mitRote Hände oder brennend rotes Gesicht wirken unsein. Ein wirksames Mittel dagegen ist die kühlende, reizmildernde und schneeig=weiße Creme Leodor, auch als herrlich duftende Puderunterlage vorzüglich geeignet. Ueberraschender Erfolg, Tube 1 Mk., wirksam unterstützt durch Leodor=Edelseife, Stück 50 Pf. In allen ChlorodontVerkaufsstellen zu haben.! Vorkriegspreise! Skandal in Prag Fechstarterin und Gowzeispionin Tschechoslowakische Regierung gewährt Gastfreundschaft. Prag hat eine merkwürdige SkandalSensation. Eine Dame, die 12 Monate lang als Gast der Regierung in der Tschechoslowakei gelebt hat und in die führenden Gesellschaftskreise Eingang fand, wo sie eine hervorragende Rolle spielte, ist in dem Bade Podiebrad unter dem Verdachte, eine Sowjet=Spionin oder zumindest eine Hochstaplerin zu sein, von der Polizei verhaftet worden. Die Vorgeschichte ist romanhaft. Vor etwa einem Jahre fand in Prag der große internationale Kongreß der Frauen mit Hochschulbildung statt, an dem die bedeutendsten Akademikerinnen der ganzen Welt teilnahmen. Während der Dauer der Tagung waren die Damen Gäste der tschechoslowakischen Regierung. Unter ihnen befand sich auch Frau Dr. Klara Biske, eine sehr würdige Matrone von über 60 Jahren, die als Vertreterin einer esperantistischen Quäker=Organisation zu dem Kongreß gekommen war. Frau Dr. Biske wurde in Esperantistenkreisen sehr gefeiert und blieb auch nach dem Kongreß noch in Prag. Sie genoß hier großes Ansehen, schuf sich eine Reihe von Beziehungen, wurde zu Tees und Empfängen geladen und war auch auf verschiedenen Ministerien gern gesehener Gast. Insbesondere kam sie häufig zum Prager Stadtoberhaupt, und wurde schließlich von der tschechischen Universität aufgefordert, dort eine Gastvorlesung zu halten. Ueber den Winter blieb sie in Prag und wohnte bei der Direktorin einer Mädchenschule, mit der sie sich sehr angefreundet hatte. Ende Mai dieses Jahres starb der Vater ihrer Freundin, und Frau Dr. Biske nahm ihre großen Beziehungen in Anspruch, um der Direktorin einen längeren Urlaub zu erwirken. Beide begaben sich in das Bad Podiebrad, wo Frau Dr. Biske ihre Freundin treu pflegte. Auch hier spielte die würdige Dame eine große gesellschaftliche Rolle. Sie war durch Empfehlungen von Ministern ausgestattet, gründete Vereine und wurde bei repräsentativen Veranstaltungen stets als Ehrengast hinzugezogen Wie eine Bombe platzte die Nachricht herein, daß Frau Dr. Biske verhaftet und ins Kreisgerichtsgefängnis nach Kuttenberg abgeführt worden ist. Man erfuhr nun, daß ihre Wirtin schon vor längerer Zeit eine Anzeige gegen sie erstattet habe, daß sie von Frau Dr. Biske um das ganze große Erbe von dem verstorbenen Vater betrogen worden sei. Die Polizei wollte ursprünglich den Angaben der Schuldirektorin keinen Glauben schenken und hatte sie abgewiesen. Erst als die Gendarmerie eingriff und eine Haussuchung bei Frau Dr. Biske vornahm, kam merkwürdiges Material zutage und mußte nun wohl oder übel zur Ueberzeugung gelangen, daß die hochgeehrte Frau entweder eine internationale Hochstaplerin oder aber eine Sowjet=Spionin sein müsse. Es stellte sich heraus, daß sie den Doktortitel zu Unrecht führte. Sie ist eine Dentistin aus Kasan und besitzt einen Oxforder Paß. Jetzt, da die Maske von dem Ehrengast der tschechoslowakischen Regierung gefallen war, erfuhr man auch, daß die esperantistischen Vereinigungen die angebliche Dr. Biske schon vor 14 Jahren aus ihrer Mitte ausgestoßen und öffentlich vor ihr als einer Schwindlerin gewarnt haben. Auf unerklärliche Weise hatte sie es dennoch verstanden, sich das Vertrauen einer Quäker=Organisation zu erschleichen und in der Tschechoslowakei FilialOrganisationen zu gründen. Bei der Haussuchung wurden Beweise dafür gefunden, daß die Betrügerin in Moskau Verbindungen hat und über Japan größere Geldsummen bezog, so daß die Annahme besteht, daß sie eine kommunistische Emmissärin ist. Sie hat es verstanden, die Schuldirektorin in völlige Hörigkeit zu sich zu bringen und war eben im Begriff, die Entmündigung der Betrogenen zu betreiben und durchzusetzen, daß sie in eine Nervenheilanstalt gebracht wird. Dies zu dem Zwecke, um ihr Opfer ganz zu berauben und in den ruhigen Genuß der Beute zu halten. Die Verhaftung der Hochstaplerin hat in Prag größte Bestürzung und Aufregung hervorgerufen.— sich n Langenbeih! Art. Weses=eis=Tehhein. Der: Der dritte deutsche Großsender. „Sgeben erfahren wir, daß das Reichs. post=Ministerium die Verstärkung des Langenberger Senders auf 60 kW beschlossen hat. Durch den Ausbau der Station zu einem Großsender erfährt der westdeutsche Rundfunkbetrieb keine Unterbrechung. Der neue Großsender wird im Herbst 1931 in Dienst gestellt werden können. „Den Gefallenen“: Bündes Kriegerdenkmal ist fertig. Am Sonntag wird es eingeweiht. alten Wittekindskirche errichtete Kriegerehrenmal ist fetliggestellt. Der Entwurf für das Mal und die Umgestaltung des Kirchplatzes stammt von Professor Metzendorf und Stadtbaurat a. D. Schneider=Essen, denen bei dem seinerzeitigen Wettbewerb für den Entwurf: er Turm als Monument“ der 1. Preis zuerkannt wurde. Nach den Plänen dieser Herren hat der alte historische Kirchplatz eine grundlegende Pregestaltung unter Wahrung des besonderen Eharatiers erfahren. Die trutzige Wehrmauer, die Sehreinteresitea ugen.P u cließt, ist im VerAhlbillleresse zurückversetzt worden. Die alte hat neuen zweckmäßigeren Aufgängen weichen müssen. Die Anlagen auf dem Platz sind verbessert. Das eigentliche Ehrenmal ist von ssor Enseling=Essen ausgeführt. Am kommenden Sonntag soll das Denkmal feierlichst eingeweiht werden. Zahlreiche auswärtige Gäste werden an der Feier teilnehmen. Die Bevölkerung rüstet zu diesem Gedenktag für die im Weltkrieg dem „, 50jährigen Geschäftsfubiläum beging der Friseur Müller in Barkhausen seinen 70. Geburtstag. Veltheim. In der letzten Gemeinderatssitzung 1929 vorgengmman Au für das Eiatssahr vorgenommen. Die Einnahme betrug 85 089,31 RM., die Ausgabe 76 470,21 RM., so daß ein Ueberschuß von 8619,10 RM. zu verzeichnen war.— Die Kohlenlieferung für die Schule wurde dem Kohlenhändler H. Brennahl gegeben. breis Hertord Quernheimer Gemeinderat. Neesen. Da die Reichsbahn das Baustofflager auszubauen beabsichtigt, mußte der vom Sportverein gepachtete, dann eingeebnete und umfriedete Platz zurückgegeben werden. Ein neuer Platz wurde bei der Bismarckstraße gepachtet. Er wird zurzeit planiert, um ihn im Frühjahr verwenden zu können. Da die Gemeinde bisher noch keinen Sportplatz stellen konnte, gibt sie eine jährliche Pachtbeihilfe von 75 Mark. Zu der letzten Sitzung. Mehrere Quernheimer Bürger bitten um Aufnahme folgender Zeilen: — Stift Quernheim, 28. Oktober. In der itzung der Gemeindevertretung am Donnerstag, den 16. d. M., wurden unter anderem folgende Punkte beraten und erledigt: Zu einer neuen Decke für die Feldstraße wurde die Anfuhr von 300 chm Steinen sowie 75 bis " ebm Kies einstimmig beschlossen. Mit der Anfuhr soll sofort begonnen werden. Ferner wird Beschluß der Gemeindevertretung vom Mai Pn Pin geändert, daß der an Werkmeister Wilhelm Blase zu zahlende Mehrbetrag in Höhe von 461,70 RM. diesen nicht ausbezahlt Prsßziahr aus folgenden Gründen: Im 1927 ist vom Werkmeister Blase ein Grundstück(minderwertiges Gelände) zum Ausbau des Weges Stift Quernheim=Reinkenort von o gsg rprg. zu Preise von Smutt#e am erworben worden. Ferner wurde im Fruyjahr 1928 von dem Genannten ein GrundSensation im Landtag Kreis hinden Möbelwerke in Not. Entlassung von Arbeitern. Vennebeck. Die Möbelfabrik Friedrich Höltkemeyer sah sich wegen Absatzmangel gezwungen, sämtliche Arbeiter zu entlassen. Es sind etwa 30 Arbeiter, die hiervon betroffen werden. Wann die Arbeiter wieder eingestellt werden können, ist noch fraglich.— Auch die Möbelfabrik lm Höltemeyer wird sämtliche Maschinenarbeiter etwa 14 Tage lang entlassen Bad Oeynhausen. Hochzeit feierte das Ehepaar Wilhelm Bleckmann in Gewinghausen im Kreise Lübbecke.— Gleichzeitig mit Schwere Vorwurse gegen die Berwanung Der Kommunist Scholz spricht von Korruption. Klarstellung erwünscht. Detmold. In der Donnerstagsitzung des Lippischen Landtages kam es zu einer Sensation. Gelegentlich der Beratung über die Anleihe für das Bad Meinberg führte der kommunistische Abgeordnete Scholz aus, daß er zuerst dieser Anleihe nicht zustimmen wollte, da er mit manchen Vorgängen in der Badeverwaltung Salzuflen nicht einverstanden sei. Er meine damit vor allen Dingen die in den letzten Jahren vorgekommenen Vernntreuungen in der Badeverwaltung. Ein Mann, der im Jahre 1928 Vernntrenungen begangen habe, wäre seit 1929 wieder auf seinen Posten zurückgekehrt. Eine andere Person, die ebenfalls Veruntreuungen verschuldet habe, sei immer noch in ihrer Stellung. Eine Person, die Durchstechereien getrieben habe, bekäme heute noch ihr Gehalt. Das Mitglied des Landespräsidiums Geise teilte mit, daß dem Landespräsidium von den Veruntrenungen nichts bekannt sei. Abgeordneter Scholz behauptete, daß Herr Drake und andere Mitglieder des Landtages von den Veruntreuungen wüßten. Der Vertreter der Regierung bat, die Angelegenheit im Hauptausschuß zu beraten. Er hoffe, daß sie sich dort als harmlos herausstellen würde. Abg. Diestelmeier, der in der Badeverwaltung Salzuflen beschäftigt ist, bemerkte, daß der Badeverwaltung durch diese Vorkommnisse kein Schaden entstanden sei. Die Abgeordneten forderten sofortige Klarstellung der Angelegenheit im Hauptausschuß. Die dritte Lesung des Nachtragshaushaltsplanes wurde noch bis zur nächsten Sitzung ausgesetzt, die am Dienstag, den 4. November, stattfindet. stück zur Verbreiterung des Kirchweges Preise von 3 RM. pro am gekauft. Trotzdem diese Preise nach den örtlichen Verhältnissen als zu hoch zu betrachten waren, hat der damalige Vorsteher Menke nochmals eine Sitzung anberaumt, in der ein Durchschnittspreis von 1,25 RM. pro am festgesetzt wurde. Durch diesen Beschluß ist der Gemeinde eine Mehrausgabe von 461,75 RM. zugunsten des Ver käufers erwachsen. Obwohl einige Gemeindeverund mehrere Gemeindeeingesessene wegen dieses für die Gemeinde ungünstigen Beschlusses Beschwerde einlegten, hielt man es nicht für nötig, hier Abhilfe zu schaffen. Dieser Punkt stand am Donnerstag erneut zur Debatte. Nach heftigem Meinungsaustausch und Wortgeplänkel verließen die Anhänger des alten Planes demonstrierend den Sitzungssaal. Die übrigen Vertreter hatten jedoch die Majorität, und hoben den Beschluß auf. da ihr Verantwortungsgefühl es nicht zuließ. noch mehr Gemeindegelder zu verausgaben, als worden mar der Blase fesitgesetzt Lage. Im engst feierte im Amtshause ihr 50=jähriges und etwa 150 Angestel Schötmar. Se der Gärtner Wilhelm Pivitsheide. feierte in geistiger un Witwe Kramer Nr. Helpup. Ihre Frau Henriette Trotz des hohen Altei nach Kräften in der L . Bellenberg. schäftsjubiläum warengeschäft Fritz kleinen Anfängen hera standen, durch Fleiß u auf die Höhe zu bring Lodessturz4 Bünde. Die Sparabteilung der Stadtsparkasse ist nunmehr auf Buchungsmaschinen umgestellt. Dadurch ist der Umtausch der alten Sparbücher gegen neue erforderlich. Lippe-Deimold Störche mit Solidarität. Sie holen ihren Vetter ab. 11 Blombei Unfall ereignete sichi Der 32 Jahre alte kehrte von einer Fes und suchte alsbald sei einiger Zeit hörten einen dümpfen Au Sache nachgingen, fan zerschmetterter Hofe liegend auf. M Landwirt, welcher sofo dem Fenster gelehnt gewicht verloren hat. Oerlinghausen. Ein einzigartiges Raturschauspiel bot sich im benachvarten Asemissen. Vor einigen Wochen hatte sich dort ein Storch niedergelassen, der den Anschluß nach dem Süden versäumte. Tage=, wochenlang er sich auf den Feldern umher und übernachtete des Abends auf dem Dache eines alten Bauernhauses. Kürzlich überflog nun ein Trupp Störche die Gegend in südöstlicher Richtung, geden Einsamen auf dem Felde und schwebte kreisend allmählich zur Erde. Ein Schnabelgeklapper hier und dort. Dann erhob sich der Schwarm mit dem Einsamen und steuerte dem Süden zu. Sag. In-der letzten Ste wurde die Bilanz kasse abgenommen. Jahres 1929 beträgt Kaufleute und Weihnachten. Der 3. Sonntag vor dem Fest soll freigegeben werden. Lemgo. Der Verband der selbständigen Kaufleute kam in einer Versammzu dem Beschluß, bei den maßgebenden Stellen vorstellig zu werden, um den dritten Sonntag vor Weihnachten zum Oeffnen der Geschäfte frei zu geben. Für den Heiligen Abend soll der Ladenschluß einheitlich festgesetzt werden. Von der Veranstaltung eines Winterfestes sol ###t Rücksicht auf den Ernst der Zeit in diesen Jahre Abstand genommen werden. Summe gehen 10000 M konto. Der Umsatz 40 310·000 Mark.— D werks lag ebenfalls wurde ein Reingen erziehlt. Für Wohn Stadt vom Lande Lipt leihewege zur Verfügu Versammlung beschließ forderten Bedingungen Lage. Das Fest der feierten die Eheleute Marienstraße. Bad Salzuflen. Das Ehepaar Aug Minna geb. Güse, feiert Hochzeit. Brake. der Gemeinde erstes beschlossen, von Amt Brake vom Lande Verfügung gestellt wur Notstandsarbeiten aufz: legung eines ne spann sich eite länger endete, das der Antrag Arbeiten sollen als geführt werden. Als wurde der Ausba vorplatzes und genommen. Als letztes die Kosten für die Ue bei der Schule bewillig Oerlinghausen. Seinen 76. Geburt von hier. Dersonaler. „Kirchweges uum tauft. Trotzdem diese erhältnissen als zu n, hat der danochmals eine ein Durchschnittsfestgesetzt wurde. der Gemeinde eine zugunsten des Vereinige Gemeindeverdeeingesessene wegen jünstigen Beschlusses n es nicht für nötig, ser Punkt stand am tgeplänkel verließen nes demonstrierend en Vertreter hatten in den Beschluß auf. es nicht zuließ, u verausgaben, als rrn Blase festgesetzt adtsparkasse ist nunhinen umgestellt. er alten Sparsch. nold idarität. etter ab. einzigartiges sot sich im benachWochen hatte sich der den Anschluß Tage=, wochenlang umher und überDache eines alten log nun ein Trupp icher Richtung, gedem Felde und zur Erde. Ein ort. Dann erhob samen und steuerte soll freigegeben der selbstäni einer Versammden maßgebenden um den dritten Oeffnen der Gein Heiligen Abend festgesetzt werden. Winterfestes soll er Zeit in diesen den. Eiachache- Vorache Mujchinen-Schfeiden Schr=Brsch. Verlein. Nocht- Telef. 3903 Noctte Lntierftr. 32 Restlose sühneraugen Hornhautvertilgun durch schmerzlaßnach Tube 50 Pfennig. eformhaus Eden Neustädterstr. 8. 3 5 Brauchenbie selbstgearb., dauer stes Sofa, Chaisenaue, Klubsessel er Matraße. so ipfehle ich Ihnen eine große Auswahl ter schriftl. Garantie. ispolstern sehr preisnt. Geräuschlose Poitmatratzen. für jede ttstelle passend. Ein such lohnt sich beumi und Sie bleiben in dauernder Kunde bisterei norn elle. Ecke Obernstraße Telephon 5502 Verkäufe raucht gut erhalten. varz poliert, für RM — zu verkaufen. rlowskl, Laiserstr. 13 errschaftliches Fersehimmer „Lage. Im engsten Rahmen der Angestellten feierte im Amtshause die Firma H. Siekmann ihr 50=jähriges Geschäftsjubiläum. und etwa 150 Angestellte erschienen. Schötmar. Seinen 80. Geburtstag feierte der Gärtner Wilhelm Kracht, Breder Straße. Pivitsheide. Ihren 75. Geburtstag in geistiger und körperlicher Frische Frau Witwe Kramer Nr. 95. Helpup. Ihren 80. Geburtstag feierte Frau Henriette Langmann von hier. Trotz des hohen Alters hilft sie auch heute noch nach Kräften in der Landwirtschaft mit. „ Bellenberg. Das 50=jährige Geschäftsjubiläum beging das Kolonialwarengeschäft Fritz Deppe von hier. Aus kleinen Anfängen heraus hat es der Besitzer verstanden, durch Fleiß und Regsamkeit das Geschäft auf die Höhe zu bringen. Lodessturz aus dem Fenster. 11 Blomberg. Ein bedauerlicher Unfall ereignete sich im benachbarten Istrup. Der 32 Jahre alte Landwirt Otto Kuhlmann kehrte von einer Festlichkeit nach Hause zurück und suchte alsbald sein Schlafzimmer auf. Nach einiger Zeit hörten die Bewohner des Hauses einen dumpfen Aufschlag, und als sie der Sache nachgingen, fanden sie den Landwirt mit zerschmetterter Wirbelsäule auf dem Hofe liegend auf. Man nimmt an, daß der Landwirt, welcher sofort tot war, sich zuweit aus dem Fenster gelehnt hat und dabei das Gleichgewicht verloren hat. Lage. In-der letzten Stadtverordnetenversammlung wurde die Bilanz der städtischen Sparkasse abgenommen. Der Reingewinn des Jahres 1929 beträgt 26554,92 Mark.“ Von dieser Summe gehen 10000 Mark auf das Aufwertungskonto. Der Umsatz im Jahre 1929 betrug 40 310·000 Mark.— Die Bilanz des Gas werks lag ebenfalls zur Abnahme vor. Hier wurde ein Reingewinn von 30 123,29 Mk. erziehlt. Für Wohnungsbauzwecke sind der Stadt vom Lande Lippe 5500 Mark auf dem Anleihewege zur Verfügung gestellt worden. Die Versammlung beschließt, diese Anleihe zu den geforderten Bedingungen anzunehmen. Lage. Das Fest der silbernen Hochzeit feierten die Eheleute Schlachtermeister Schulze, Marienstraße. Bad Salzuflen. Das Ehepaar August Krumme und Frau Minna geb. Güse, feiert das Fest der silbernen Hochzeit. Brake. In der Gemeindevertretersitzung wurde als erstes beschlossen, von den 40000 Mk., welche dem Amt Brake vom Lande für Notstandsarbeiten zur Verfügung gestellt wurden sofort 5000 Mark für Notstandsarbeiten aufzunehmen. Ueber die Anlegung eines neuen Friedhofes entspann sich eite längere Aussprache, die damit endete, das der Antrag angenommen wurde. Die Arbeiten sollen als Notstandsarbeiten durchgeführt werden. Als weiteres Notstandsprojekt wurde der Ausbau des Bahnhofsvorplatzes und der der Dammstraße angenommen. Als letztes wurden dann auch noch die Kosten für die Ueberdrückung der Untreue bei der Schule bewilligt. Oerlinghausen. Seinen 75. Geburtstag feierte Herr Redeker von hier. Gesteigerter Oiksutz Krawall in Minden die mmunisien sineinen gegen das Anchaus Polizeiverstärtung aus Bielefeld. Ablehnung des Haushalts. Trotzdem von den verschiedenen Fraktionsführern zur gestrigen Stadtverordnetensitzung sämtliche Eintrittskarten zum Sitzungssaal, in dem über den Mindener Haushalt beraten werden sollte, vergeben waren, versuchten Anhänger der kommunistischen Partei Einlaß zur Beratung zu bekommen. Als ihnen das verweigert wurde, unternahm die Masse, die etwa auf knapp 1000 Mann geschätzt werden kann, einen Sturm auf das Mindener Rathaus. Die Polizei war gezwungen, mit Gummiknüppeln die Demonstranten, unter denen sich viele Frauen besanden, zurückzudrängen. Zur Verstärkung mußte der Mindener Reichswasserschutz alarmiert werden, mit dessen Hilfe es schließlich gelang, sämtliche Zufahrtsstraßen zum Marktplatz abzuriegeln. Da die Demonstranten noch immer nicht das Feld räumten, wurden 35 Mann Sicherheitspolizei aus Bielefeld angefordert. Wegen der Unruhen sah sich der Stadtverordnetenvorsteher gezwungen, die Versammlung auf kurze Zeit zu unterbrechen. Nach Schluß der Sitzung forderte der kommunistische Stadtverordnete Volkmann, der als einziger Vertreter der K. P. D. im Mindener Stadtparlament„wirkt“, die Massen zur Demonstra tionsversammlung auf dem Domhof auf, wo er einen Bericht über die Beschlüsse der Stadtverordneten geben wollte. Der verstärkten Mindener Polizei gelang es, dort die Versammlung zu sprengen. Von den demonstrierenden Frauen wurde versucht, mit Bierflaschen auf die Polizeibeamten einzuschlagen. Insgesamt wurden 11 Verhaftungen vorgenommen. Unter den Verhafteten befindet sich auch eine Frau. * Die nötigen Steuerbeschlüsse zum Haushaltsetat kamen nicht zustande. Die von den bürgerlichen Fraktionen befürwortete Bürgersteuer wurde mit 17 Stimmen(N. S.D.A.P., S. P. D., K. P. D.) gegen die 14 Stimmen der bürgerlichen abgelehnt. Auch für die Biersteuer kam keine Stimmenmehrheit zusammen. Der Mindener Haushalt ist also damit ins Wasser gefallen. Es wurde beschlossen, für die Notstandsarbeiten insgesamt 386 600 RM. auf dem Anleihewege zu beschaffen. Einschließlich des Ausbaues des Mindener Krankenhauses, der in Bälde in Angriff genommen werden soll, sind dann insgesamt für Notstandsarbeiten rund 700000 RM. eingesetzt. Durch diese Anleihen wächst die Schuld der Stadt Minden auf rund 9½ Millionen Reichsmark an. Die Geliebte getétot Bei ihm selbst fehlte der Mut. Das Ende eines Lippspringer Brautpaares. Dortmund, 30. Oktober. In einem am Hauptbahnhofe gelegenen Hotel hatte sich ein junges Liebespaar eingemietet. Es handelt sich um einen 25jährigen Maurer aus Bad Lippspringe sowie um eine gleichaltrige Hausangestellte aus Selm, die seit vier Wochen verlobt waren. In der letzten Zeit hat der junge Mann Rennplätze aufgesucht und hierbei die gesamten Ersparnisse auch seiner Braut durchgebracht. Auch die angeschafften Möbelstücke gingen so fort. Zuletzt mußte er Schulden machen. In dieser Lage hat, nach seinen Angaben, das junge Mädel die Anregung gegeben, doch gemeinsam aus dem Leben zu scheiden. Beide schrieben Abschiedsbriefe. Der Maurer kaufte ein langes Küchenmesser und tötete seine Braut auf ihr besonderes Verlangen zuerst durch mehrere Stiche in den Hals. Nach dieser grauenvollen Tat versuchte er zweimal, sich das Leben zu nehmen. Jedoch ohne Erfolg. Sodann ging er zur Polizei, stellte sich selbst und gab den angegebenen Bericht. Helpup. Seinen 70. Geburtstag feierte der Straßenwärter August Koch von hier. Herrentrup. In seltener Rüstigkeit feierte die Witwe Drifte ihren 80. Geburtstag. Horn. Seinen 85. Geburtstag feiert der Bahnwärter a. D. Hinrichs. Hiddesen. Die Gemeindevertretung hat beschlossen, den Ausbau des Bentweges als Notstandsarbeit durchzuführen. Desgleichen wurde beschlossen, den Bentweg an die Wasserleitung anzuschließen. Mit den Arbeiten wird zu Beginn des nächsten Monats begonnen werden. Wie wird das Wetter? Wetterbericht der Bremischen Landeswetterwarte. Von dem starken nordischen Tiefdruckgebiet hat sich eine kräftige Störung abgespalten, die heute über Dänemark südostwärts wandert. Ihr warmes Aufgleitregengebiet erstreckt sich von der Unterweser bis nach Südnorwegen. Weitere Warmluftmassen schieben sich über Großbritannien heran. Dadurch ist noch nicht die Möglichkeit zu einer durchgreifenden Aenderung gegeben. Aussichten f. d. 1. November: Böige westliche, zeitweise nach Nordwest drehende Winde, wolkig, Niederschläge in Schauern, geringer Temperaturrückgang. Bielefeld, 31. Oktober. Niedrigster Thermometerstand in der Nacht+ 10 Grad. Thermometerstand um 9 Uhr vormittags + 11 Grad. Barometer 750 Millimeter. Wind: SW. Himmel: bedeckt. Niederschläge am 30. Oktober: 12,2 Millimeter. e. 6 be. Cheuer Ohabbedeckt Cwoich Obodsch ORlogmn So Omst a Nebeif? Gewttter O stil--Orsehr *-Oechwuech-Orrélie-OefracfPOstgesObetes schOrclee Bügr Es Piel- Geger und dan! Renntiere und polarhunde auf der Zugspitze. Um den Wintersportlern auf dem durch die Zugspitzbahnen erschlossenen Platt= ferner den Skijörning=Sport zu ermöglichen, wird die Direktion der Zugspitzbahn Mitte Dezember eine Renntierherde von acht Tieren auf dem Plattferner ansiedeln, da in dieser Höhe Pferde nicht gehalten werden können. Zwei finnische Lappen werden die Tiere pflegen. Außerdem werden für Schlittenfahrten 20 Polarhunde gehalten werden. Die Hunde sind bereits auf der Zugspitze eingetroffen, während die Renntiere, acht ausgesuchte Tiere, bereits zum Skizörnung abgerichtet und sich zur Zeit im Munchener Tierpark befinden. Manche junge Dame wird es schon als äußerst peinlich empfunden haben, wenn sie festlich gekleidet in den Spiegel schaute und ihr Gesicht nicht die Klarheit und Reinheit zeigte, die man bei den Damen im allgemeinen so schätzt. Es ist aber nicht schwer, die unreine Haut wieder geschmeidig zu machen. Die moderne Kosmetik hat in der„Venus=Creme“ ein Mittel geschaffen, das schnell und sicher alle Hautunreinigkeiten entfernt. Beachten Sie bitte die heutige Anzeige, in der auch die Verkaufsstellen genannt sind. Warum beten die Männer Sie auf Nur einige Beispiele wie preiswert Sie Jetzt kaufen können! PVelse K ac Kleiderstolle Tweed. 1.25 Schotten".1.90 Natté 1.90 Popoline, 130 cm 2.90 Woll-Veleutine 4.80 Woll-Crape de chine 3.50 Seidenstolle Japan-Foulard 2.90 Crêpedechine uni, reine Seide 3.20 K.-S.-Crspe-Marocain bedruckt 3.90 Grspe-Satin, reine Seide 6.80 Waschsamt 2.40 8.00 1.901.70 44 — Mantelstolle 10 engl. Art 9.80 7.50 4.90 3.80 3.30 — W * Sonntag sind meine zwei Geschäfte von 11½—6 Uhr geöftnet Sie ist mehrere Jahre alter als ihre Freundinnen, aber sie hat einen unwiderstehlichen Reiz und ein frisches Aussehen, das sie jünger erscheinen läßt, als sie den Jahren nach ist. Ihr Geheimnis ist der regelmäßige Gebrauch von Pixavon-Shampoon. PixavonShampoon gibt dem Haar seidigen Glans und jene„lockende Linie“, die das liebliche, jagendliche, frische Aussehen hervorruft. Pixavon-Shampoon hat einen angenehmen Duft, der verlockend und bezaubernd ist. Der wöchentlich einbis zweimalige Gebrauch von PixavonShampoon gibt dem Aussehen jene unbeschreibliche Frische und den jugendlichen Reis, den die Männer anbeten. Ein Päckchen kostet nur 30 Pfennige ächten Sie auf den Namen„Pixavon“ * Dullmann, 12 40 PS, in guter Verfassung. ahrbereit, zum Spottpreis zu verkaufen. Fritz Brünger, Opel-Ceneralvertretung, Theesener Straße 22 Nouts abene Sersiche Nruge Uhr beginnt der 2. In meiner kautm. Privatschule Klasse B. 5 4 . Arndtstr. 11a. Ruf 2930. Anfang 8 Uhr. Erstklassige issige Preise. Hugust Hischhaupt, Arndtstraße 45. 83 Das ist das Wichtige, das Entscheidende in unserer Ausnahme-Woche Es gibt die neuen, hochmodernen, wunderschönen Hansa-Stoffe diesmal schon jetzt zu so billigen Preisen wie sonst am Ende der Saison Weie!? vennepete Be410 A. velsch Zinerstr. 10 Fernruf 4844 Ritterstraße 45 * Heute, Freitag Mantelstoffe und Kleiderstoffe Preise wie bekanot Anlang 8.30 Uhr. Heute: Ehren= und Abschiedsabend der beliebten Konzert= und Stimmungskapelle Dir. Emil Schmid: Ab 1. Nov. 1930: Neue Kavelle. Heute 8.30 Uhr Ehren- u. AbschiedsAbend der gesamten Künstler und Kapelle H. M. Burneck. Bar Tanz Wein- u. Bler-Abtellung Morger Wremtere mit Carichen Carstens Kurt ail und seine Solisten. Die Kapelle von Ruf. Sonntag von 11.30 bis 5.45 Uhr geöffnet! Langes Künstlerspiele Das führende Spezialgeschäft für Kleiderstoffe, Seidenstoffe und Herrenstoffe Niedernstr. 8-10 Der Lindenhof am empfichlt seine Lokalitäten vor und nach der Eröffnungsfeier der Rudolf-Oetker-Halle Heute Ehren-Abschiedsabend für CARLNAPP Wie Freschoounted der Gesellschaft und das gesamte Programm in den onzert-Wünstlerhaus 4 spielen Ab Sonnabend die große Attraktion Rolf Romany Deutschlands eigenwilligster Conferencier Küche und Keller bieten vom Guten das Beste Die Feier wird in sämtlichen Räumen durch Lautsprecher übertragen. Onduliere dich selbst in wenigen Minuten. Café Industrie! Westfalenschau 31. Oktober bis 2. November d. J. Städtische Ausstellungshalle 1400 Tiere und viele Geräte. Jeder 200., 500. und 1000. Besucher erhält gratis Taube, Huhn. Ente oder Gaus. Verein für Geflügelzucht und TierBielefeld=Gadderbaum. Gear. 1861. 5.1 ToMSUNGN und Café mit Gartenbetrieb, an allerbester Verkehrslage, Stadtnähe, sehr entwicklungssähig, bei 20—30000 Mark Anzahlung veriflich.— Angebote unter FZ 16226 an die Westsälische Zeitung. Versuchen Sie die leichte Art des Selbstondulierens, und Sie werden von dem Erfolg überrascht sein. Ohne Gas oder Elektrizität! Das Haar wird einfach um den Arm des Wellers gewickelt, und in 10 bis 15 Minuten erhalten Sie eine Welle, wie sie der geübteste Friseur nicht besser machen kann, Dabei sparen Sie Zeit und Geld Der„West Electrie Weller“. ist magnetisch, kann das Haar weder verbrennen noch brechen oder beschädigen. Versuchen Sie diese hervorragende Erfindung ohne Risiko, denn wenn Sie nicht zu frieden sind, werden wir Ihnen das Geld zurückerstatten. 1 Karte mit 4 Stück 1.20 Vorführung u. Alleinverk. in Blelefeld: Partümeris Schaefer Rathausstraße 7. Heute: Abschiedsabend der beliebten Kapelle Hatschbach, Peters, Niemann Ab morgen: Die Siimmungskapene-Rapper WIENER CAFE Inh. W. Pischer Bahnhofstraße 46— Fernsprecher 5350 Evenhauser Krug bei Leopoldshöhe 20 Minuten vom Bahnhof Oerlinghausen. Empfehle meine Lokalitäten, Vereinszimmer, Saal sowie Kegelbahn. — Solide Preise.— . Gustav Hilgenstöhler. Verkaufe In Bad Salzuflen Bekannt guter Kaffee meine niedliche Villa, gelegen in schöner Waldgegend, Nähe Kurpark, der Neuzeit eingerichtet, hauszinssteuerfrei. Bei Kauf gänzlich freiwerd. Angeb. unter F. V 6588. an die Westfälische Zeitung. b1 Pr. III 20-23 V. Montmartre Pr S 5 5 Sconde Nr. 255„ 120. Jah Inhaber: Wilhelm Schütze, Stapenborststraße 98. Meine Gasträume bieten dem werten Publikum vor und nach den Konzerten in der Rudolf-Oetker-Halle gemüll. Aufenthalt. Für gute Speisen und Getränke ist bestens gesorgt. Arortaralder Ein Miescheituig! Fragen Sie einen von den 11000 Besuchern, die den Film bisher bei uns sahen, alle waren hingerissen und begeistert! Darum noch S Tage: RO ** Lan)VIANTT In unsererneuen#-Tonfilm-Operette Die Brerden derTankstons Lesen Sie, was die Kritik sagt: Das Publikum war begeistert, entzückt hingerissen. Nachtausgabe. .... modern, überlegen, sprühend, ungewöhnlich viel Tempo und Leichtigkeit. Das Publikum zeigte sich belustigt, befriedigt, begeistert B. Z. am Mittag. Dieser Film ist eine große Erholung, eine prächtige Erfrischung... 12 Uhr Blatt. heiterkeits geladen... Die Musik, ganz leicht, ganz unbeschwert, schmeichelt sich ine Herz und fährt in die Beine. Lokal-Anzeiger. . h ö c h s t a m ü s a n t, s o l u s t i g. s o u n b e schwert, daß man seine helle Freude hat. Der Beifall war auf dem Siedepunkt, und mit Recht. Morgenpost. Endlich eine Tonfilm-Operette, zu deren Musik man ehrlich ja sagen kann. 5. A. Z. .... die beste bisher gesehene Tonkilm-Operette. Gute Musik, gute Texte. Rhythmus, Schmiß und Tempo. Beifall auf offener Leinwand Berliner Herold. .... ein Riesenerfolg Börsen-Zeitung. .. ü b e r t r i f f t a n k ü n s t l e r i s c h e r u n d t e c h nischer Qualität den Liebeswalzer. Volkszeitung. ... Eine Nichtkritik an dieser Stelle bedeutet nicht ichmer eine Verurteilung in Grund und Boden.... 0#, Versuch, das Spiel tänzerlsch zu be. leuen, int darin sogar ertreulich Westt. Neueste Nachrichten. Fragen Sie einen unserer Besucher, alle waren bisher redtios begeistert! Täglich um 4,30 6,40 8.50 Uhr. Dazu das gute Beiprogramm: Uia-Woche-lustspiel-Tönender Kulturtim Beginn des Programms. 4,00 6,0S 8,10 Uhr. Jugendliche haben zur ersien Vorstellung Zutrill! Berlind Die Börse eröf Schwankungen. Nachd Kurse genannt hatte, la wieder schwächer. Die von einer Pressen nach der mit Ausnal kkeine von den mei Banken ihre Dividend Es kam aber nur weni mehr als zweiprozentig Falle ein. Im Verlauf 8% Prozent nach und Rückgang die gesamte Merten betrugen die zent, die übrigen Märk gedrückt. Auch im Geschäft ruhig, die e kaum Veränderungen. Tendenz bei recht ruhig kreundlicher. Bis zum klein, die Kurse nicht Nachbörse war di licher. Berliner 4 llg-.Dtsch. Kreditanstelt 99 2 Bank I. Brauindurtr.112— Barmer Bank Verein 106 50 Bayr. Hyp. u. Wechbk. 126 50 Bayr. Vereinsbank 131— Berl. Handels-Ges. 132 7 ommerz- u. Privat-Bk. 117 50 Dermst. u. Nationalbk. 154 74 Deutsche Bank 113 75 Disconto-Komm. 113 7 Dreedner Bank 113 S Aktg. für Verkehrsw. 59 50 Allg. Lokalb. u. Kltw.— Ot Reichsh. Vx. S.4 87 73 Hambg.-Amerik, Pak. 77% Hamburger Hochbahn 69— Hbg.-Südam. Opl.— Hanse Dampfschiff— Norddeutsch. Lloyd.. 77 75 Allg. Elektria.-Gea. 122 ½ Bayr. Motorenw.—— Bergmann Elektr. 1325 Berl. Maschinenben. 36 78 Buderus Eisenw. 54 25 Chartottb. Wasser. 83 50 Comp Hispano 299 50 Contin. Caouichoue 130— Daimler-Benz 24 50 Otsch. Cont. Gas Deutecbe Erdöl 68 Dtech. Linoleum-Werk 129 Dynamit A. Nobel...— Elektrizitäts-Lief. 117 Elektr. Licht u. Kraft 145 ssener Steinkohle— I G. Farbenindustrie 142 Feldmühle 120 relten& Guilleaume— Geisenkirch. Bgw. 90 Gen i. elck. Untern 127 Th. Geldschmidt 48 Hamburger Elektr. 115 Harpeser Bergbau... 90 Gossch Eisen u. St. 81 Kas: Anber-Werke 175— Biel, Mech. Weberei—— Dörtller 7375 Dürkopp—— Hoffmann Stärke—— Westlällsche Li 2% Kohlenanleibe 6% Dollar-Gold 2% Feingold Anleihe 25. „ 26 %%„„ n "" Goldpf. %%„„„ 2% Plandbrief-Amt %%„„ Wases P.gr ins einenhlie Wosttal. Prov.-Anl. einschlief %% Westf. Feingold Schuldve Testverzime 2% Preuß. Staatsechats Pr. Ldbfbr.-Anst. UM Pfd GM Ko GM PIL CM aA„ CM 5% E. Z. Dt. Anl.-Ablösunges 8 Westfäl. Lanoschaftliche G Preubische bodengredlt-Banl Preußische Centralbod. Beichsbenk beonse. Aires dapan.. New-York Rio de Janeire Amsterdam R. örderel.-Ante. Dansig Heistngiore Aegctarden 30. 10. 30 Geld Brit 1.432 1.4 2.084 2.( 20.37 20.4 4.193 4.20 0.423 0.4. 168.86 169. 58.435 58.: 81.50 81.4 10.548 10. 21.955 21.9 7.431 7.4 Frankfurte Fran An der Abendbö schäftsstille. Die Kur da die Kulisse etwas Für Kaliwerte bestan diese Papiere ca. 1½ Außerdem waren I. G. bank bis zu 1 Prozent nennenswerte Kursver im Verlaufe erfuhr d. Il. dA C Uhr Pr. 1. 202 waty v. Montmartre 23Pr, i 20-82 gu Scarten rgerpark“ die enborststraße 38. lkum vor und nach gemütl. Aufenthalt. veslene gegongt. HANDEL · INDLISTRIE · WIRTSCHAFT BEILAGE ZUR WESTFALISCHEN ZEITUNG in den e den sahen, in und Nr. 255„ 120. Jahrgang Berliner Börse. Berlin, 80. Oktober. Die Börse eröffnete unter mehrfachen Schwankungen. Nachdem man vorbörslich festere Kurse genannt hatte. lagen die ersten Kurse schon wieder schwächer. Diese neuerliche Verstimmung soll von einer Pressemeldung ausgegangen sein, nach der mit Ausnahme der Reichsbank wohl eine von den meist gehandelten deutschen Banken ihre Dividende ungekürzt lassen werde. Es kam aber nur wenig Ware an den Markt, und mehr als zweiprozentige Verluste traten in keinem Falle ein. Im Verlaufe gaben Zellstoffwerte bis Prozent nach und verstimmten mit diesem Rückgang die gesamte Börse. Bei den schwereren Werten betrugen die Rückgänge bis zu 2½ Prozent, die übrigen Märkte lagen bis zu 1½ Prozent gedrückt. Auch im weiteren Verlauf blieb das Geschäft ruhig, die ermäßigten Kurse erfuhren kaum Veränderungen. Am Kassamarkt war die Tendenz bei recht ruhigem Geschäft wieder etwas kreundlicher. Bis zum Schluß blieb das Geschäft klein, die Kurse nicht ganz einheitlich.— An der Nachbörse war die Tendenz etwas freundlicher. Ende der Flachsknappheit? Neue Experimente in Rußland. R- n e sch sperette kt hingeanahg. ngewöhnas Publibegelstert Mittag. ung eine Biatt. Sik, Ranz sich ins leiger un undehat. Der undmit ngogt. en Mpeik A. Z. Ilm-OpeRhyihoffenet erolch. itung. zd techtung. lelle hen Grund zu be ibden. Uhr. Kortum 8ll Seit Kriegsende hat die internationale Leinenindustrie unter einer sehr empfindlichen FlachsRohefekee ba##een. Die Verteuerung des Industrie an uch geuse Lage, in die diese seide un u.. dur%. die Konkurrenz der Kunstweie. und andere Faktoren geraten war, noch verschlechtert. Das Versiegen der russiSShg, Austzhr trug die Hauptschuld an dieser schräntuns der Dinge. Denn wenn auch eine Einschränkung des Flachsanbaues in den übrigen osteuropäischen Ländern das an den Markt gelangende Angebot erheblich reduzierte, so war es doch vor allem die Ungewißheit über die Höhe der russischen Produktion(etwa 60 Prozent der Melterzeugung!), die an den Flachsmärkten ein ständiges Unsicherheitsmoment bildete. Es ist daher vom Standpunkt einer normaleren Weltmarktversorgung lebhaft zu begrüßen, daß die Sowjets den Flachsanbau wieder steigern wollen. Bisher hatte das russische Getreideproblem in einer derartigen Weise dominiert, daß an eine Lösung des Flachsproblems nicht vor Behebung der Getreidenot zu denken war. Jetzt scheint jedoch der Augenblick für eine energische Flachspolitik in Rußland gekommen zu sein. Man muß sich hierbei daran gewöhnen, auch die Förderung des russischen Flachsanbaues als einen Bestandteil des Industrialisierungsplanes aufzufassen. Denn die Sowjets sehen die Lösung des Flachsproblems in der Schaffung großer Flachsgüter mit möglichst restloser Mechanisierung des Anbaues selbst, der Erntebearbeitung sowie der fabrikmäßigen Verwertung von Abfällen. Bereits im Frühjahr dieses Jahres wurden nach solchen Prinzipien in den neu eingerichteten staatlichen Flachsbetrieben nach einer russischen Quelle 7000 ha langfaseriger Flachs bestellt. Im Jahre 1981 sollen in Flachsgütern Anbauflächen von 50 000 ha mit Flachs bestellt werdenzin fünf Jahren sollen die Flachsanbauflächen der staatlichen Güter auf 500.000 ha gebracht werden. Dabei ist zu berücksichtigen, daß die Staatsgüter auf neu in Kultur gewonnenen Flächen entstehen, also nicht etwa direkt den bäuerlichen Flachsanbau verdrängen. Jedoch dürfte die viel größere Leistungsfähigkeit der Staatsgüter die bäuerliche Produktion allmählich unrentabel machen, so daß die Bauern dann doch vor die Alternative gestellt werden, entweder den Flachsanbau vollkommen aufzugeben, oder auf genossenschaftlicher Basis die Produktionsmethoden der staatlichen Betriebe zu kopieren. Vorerst werden erst 10 Prozent der russischen Flachserzeugung in Kollektivwirtschaften hervorgebracht. Das russische Flachsproblem ist heute in erster Linie eine Qualitätstrage. Sinkende Erträge pro Hektar in Rußland haben die Weltknappheit in Flachs verursacht, verbunden allerdings mit der Unübersichtlichkeit der sowjetistischen Eintreibungspolitik und den großen Exportschwierigkeiten der Sowjetunion. Wenn es jetzt wirklich gelingen sollte, auf Grund wissenschaftlicher Fabrikationsmethoden in Rußland die Erträge zu steigern, so darf die internationale Leinenindustrie mit einiger Zuversicht auf eine Sicherstellung ihrer Rohstoffbasis in den nächsten Jahren rechnen. 927 0 #6.000 84.75 0 97 50 98.25 "„„ k % Plandbriek-Amt : e Westial. Prov.-Anl. einschließlich ½ Ablös. Sch. % Westt. Feingold Schuldversch. 1930 Reihe IV Festverzinsliche Anleihen. Preut. Staatsschats 97% %# Pr. Ldbtbr.- Anst. 624 Plbr. Reibe 19 100. b0 v.„„" 81 Komm. Reibe 20.... 97. 0 """ GA4 Pfor. Reibe 21.... 9. 0 %„"" Gn" Reibe 17/18... 99. b0 9#:.: 6u" Relbe 1313... 99. b0 """ 6n" Reide 4.... 99. 50 5%. Z. Dt. Anl.-Ablösungeschuld ohne Auslosungesch. 6.6 B 8 Dostikl. Lanoschaftliche Goldrt. 889 b Preusische Bodencredi-Bank. 146. b0 Preuslsche Centralbod. 178.5 b0 Beichabank 228.5 b Devisen. Busses Aires dapen Landon Now-Tork Rie de Janeire Amsterdam R. Brenst- dnte Dansig Heistagiore kalles. Sngosisrion Frankfurter Abendbörse. Frankfurt a. M., 30. Oktober. An der Abendbörse herrschte ziemlich Geschäftsstille. Die Kurse waren jedoch behauptet, de die Kulisse etwas Deckungsneigung bekundete. Für Kaliwerte bestand einige Nachfrage, so daß diese Papiere ca. 1½ Prozent gewinnen konnten. Außerdem waren I. G. Farben, Gesfürel, Commerzbank bis zu 1 Prozent gebessert. Im übrigen traten nennenswerte Kursveränderungen nicht ein. Auch im Verlaufe erfuhr das Geschäft keine Belebung. Am Markt der ausländischen Renten bestand für Goldmexikaner kleines Interesse. Der französische Frank notierte amtlich 16,/475. Produktenbörse. Berlin, 30. Oktober Der Produktenmarkt zeigte heute wiederum ein festeres Aussehen. Das Inlandsangebot von Brotgetreide, namentlich von guten Qualitäten, bleibt am hiesigen Platze gering, während an der Küste vereinzelt Offertenmaterial herauskommt; die Qualitäten lassen jedoch zumeist zu wünschen übrig. Die Nachfrage für Weizen war angesichts des lebhafteren Weizenmehlgeschäftes recht gut, Umsätze kamen jedoch mangels passenden Angebots im Promptgeschäft nur vereinzelt zustande. Für märkische Waggonware waren etwa 2 Mark höhere Preise als gestern zu erzielen. Am Lieferungsmarkte lagen wieder Kaufaufträge aus der Provinz vor. so daß die Anfangsnotierungen bis 3 Mark über den gestrigen Schlußpreisen lagen. Roggen konnte seinen Preisstand um 1—2 Mark bessern. An der Küste werden unveränderte Preise bezahlt. Im hiesigen Promptgeschäft waren Preisbesserungen im Ausmaße des Lieferungsmarktes durchzuholen. Weizen mehl wird zu 25 Pfg. erhöhten Preisen lebhafter umgesetzt, Roggenmehl hat unter Bevorzugung billiger Provinzfabrikate ruhigen Absatz zu wenig veränderten Preisen. Hafer ist nur in feinen Qualitäten beachtet. Gerste schleppend.— Tendenz: Weizenlieferungsmarkt auf niedrigere Liverpooler Meldungen hin schwankend, gegen Schluß etwas erholt. Roggen nach vorübergehender Abschwächung gleichfalls auf Anfangsniveau erholt. Promptgeschäft auf erhöhtem Preisniveau ruhig. Zu morgen zur Begutachtung angemeldet: 60 Tonnen Weizen, 270 Tonnen Roggen, 210 Tonnen Hafer.— Kleie ruhig. Berlin 30. Oktober. Weizen(75—76 kg) 233—235,(73—74 kg) 228 waggonkrei Berlin; Roggen märkischer(70—71 kg) 148—150; BrauGerste 184—210, Futter- und Industrie-Gerste 165 bis 176; Hafer 141—152: Weizenmehl 27.75—36.25, Roggenmehl 23.75—26.75; Weizenkleie 7.25—7.75, Roggenkleie 6.75—7.25; Viktoriaerbsen 26—31, Kleine Speiseerbsen 24—26, Futtererbsen 19—21, Peluschken 19—20, Ackerbohnen 17—18. Wicken 18—20; Rapskuchen 8.75—9.25, Leinkuchen 14.50 bis 14.70; Trockenschnitzel 5—5.40; Soyaextractionsschrot 12.30—13.10. Tendenz schwankend. Berliner Kartoffelnotierung. Berlin, 30. Oktbr. Speisekartoffeln: weiße und Odenwälder blaue 1.00—1.20, rote 1.20—1.40, gelbfleischige 1.40—1.60. Bremer Getreidenotierungen. Bremen 30. Okt. Weizen: Manitoba I Oktbr.-Abldg. 7.30, Manitoba II Oktbr.-Abldg. 7.20. Roggen: Deutscher mit Eosin gefärbt 6.25, Eosinroggen mit zollbeg. Gerste durchsetzt 8.85. Gerste: Donau-Russen(62—63 kg) 3.50 und 6.00 Zoll, Russen(63—64 kg) 3.55 und 6.00 Zoll. Hafer: Dt. pomm. Weißfaser(alter) 10.30, deutscher gelber(alter) 9.70, mecklenburg.(neuer) 8.70. Mais: La Plats verzollt 12.85. Tendenz stetig. Amerikanische Getreidenotierungen. (Terminpreise.) Chikago, 80. Oktober. Weizen: Tendenz kaum stetig. Mai 88¾—83%, Dezember 78-77½, März 82—81 7/8. Mais: Tendenz willig. Mai 80½, Dezember 75, März 77⅞. Hafer: Tendenz stetig. Mai 38⅞, Dezember 36. März 37¾. Roggen: Tendenz kaum stetig. Mai 54¾—54½, Dezember 48¾—48½, März 52¾. (Lokopreise.) Durum Nr. 2 83, Mixed Durum Nr. 2 81. Manitoba Nr. 1 82½, Roter Sommer Winter Nr. 2 96½, Harter Sommer Winter Nr. 2 90. Mais: neu, ankommende Ernte 95. Roggen: Nr. 2 fob N. Y. 48½. Mehl: Spring wheat clears 440—465, Fracht nach England 1/6—2/3, nach Kontinent 6—7. Warenmärkte. Hamburger Zuckerterminbörse. Hamburg, 30. Oktober. November 7.25 B, 7.10 G; Dezember 7.30 B, 7.20 G: Januar 735 B, 7.25 G; Februar 7.50 B, 7.40 G: März 7.50 B, 7.45 G; Januar-März 7.50 B, 7.40 G: April 7.70 B, 7.50 G: Mai 7.60 B, 7.55 G: Juni 7.75 B, 7.65 G; Juli 7.80 B, 7.75 G; August 7.90 B, 7.85 G; September 8 B, 7.90 G. Tendenz ruhig. Magdeburger Zuckerterminbörse. Magdeburg, 30. Oktober. Oktober 7.20 B, 7 G; November 7.20 B, 7.10 G: Dezember 7.25 B, 7.15 G; Oktober-Dezember 7.40 B, 735 G: März 7.50 B 7.40 G; Mai 7.60 B, 7.50 G; August 7.90 B, 7.80 G. Tendenz ruhig. Hamburger Kaffeeterminbörse. Hamburg, 80. Oktober. Tendenz: Umsatz 4500 Sack. Dezember 34¾ B, 34 G: März 30½ B. 30 G; Mai 29¾ B. 29 G; Juli 29¼ B, 28½ G; September 29 B, 28¼ G. Metalle. Hamburger Metalle. Hamburg, 30. Oktober. Kupfer fest: November 86.75 B, 85.75 G; Dezember 86.75 B, 86 G; Januar 86.75 B, 86.25 G: Februar und März 87 B, 86.25 G; April 87 B. 86.50 G. 86.75 bezahlt; Mai. Juni und Juli 87 B. 86.50 G; August 86.75 B, 86.75 G; September 87 B, 86.75 G. Standard-Zinn ruhig. Kontrakt A: November 251 B. 245 G: Dezember 252 B, 246 G; Januar 253 B. 247 G: Februar 254 B, 248 G: März 255 B, 249 G; April 256 B, 250 G: Mai 257 B, 251 G; Juni 258 B, 252 G; Juli 259 B, 253 G; August 260 B, 254 C; September 261 B, 255 G. Banca- und Straits-Zinn ruhig: Kontrakt B: November 253 B, 249 G; Dezember 254 B, 250 G: Januar 255 B. 251 G: Februar 256 B. 252 G; März 257 B, 258 G; April 258 B, 254 G; Mai 259 B, 255 G: Juni 260 B, 256 G; Juli 261 B, 257 G; August 262 B, 258 G; September 263 B, 259 G. Hüttenrohzink per 100 kg RM. 29.25 B, 28.75 G; Feinsilber per kg 51.00 B, 48.75 C: Feingold per Gramm 2.82 B, 2.80 G; Platin per Gramm 5 B, 3 G; Antimon Regulus chines(4 per To.) loko 24, Abldg. 23.50: Quecksilber(4 per Flasche) loko 22.125 Abldg. 22.125; Wolframerz chines.(in Shg.) loko 19 B, Abldg. 17 G. Berliner Metallbörse. Berlin, 30. Okt. Elektrolytkupfer(wirebars) prompt, eif Hamburg, Bremen oder Rotterdam für 100 kg RM. 91.50; Original-Hütten-Aluminium 98—99proz. in Blöcken 170, desgl. in Walz- oder Drahtbarren 174; Reinnickel 98—99prozentig 350. Antimon-Regulus 47—49; Silber in Barren ca. 1000 kein per kg RM. 49.00—51.00; Gold Freiverkehr per 10 Gramm 28—28.20; Platin Freiverkehr per 1 Gramm 3—5. Chikago, 30. Oktober. Mais: gelber Nr. 2 80¼ weißer Nr. 2 90¾, gemischter Nr. 2 79½. Hafer: weißer Nr. 2 37½; Roggen: Nr. 2 51; Gerste: Malting 48—66. New York, 30. Oktober. Weizen Amber Londoner Metallbörse. London. 30. Okt. Kupfer fest: Standard per Kasse 48.625—43.750, drei Monate 43.375 bis 43.500, Settl. Preis 43.625: Elektrolyt 44.250 bis 45.250, best selected 43.750—45, Elektrowirebars 45.250.— Zinn stetig: Standard p. Kasse 118.75/0 bis 118.875, drei Monate 120.250—120.375. Sett Preis 118.750; Banka 124.250. Straits 124.— Bl stetig: Ausländ. prompt 15.750, entf. Sichten 15.625 15.750.— Zinkfest: Gewöhnl. orompt 14.750, entf. Sichten 15.125, Settl. Preis 14.750.— Quecksilber 22.625, Wolframerz cif. 18.500. Blelefeld, 31. Oktober 1930 Englands Kohlenpolitik. Auswirkungen des neuen englischen Kohlengesetzes.— Schnelles Portschreiten der KohlenKonzentration in England.— Ein Verhandlungsbasis mit Deutschland? Das Wahlversprechen der englischen Arbeiterpartei, die Arbeitszeit im englischen Kohlenbergbau ohne gleichzeitige Lohnsenkung wieder von 8 auf 7 Stunden herabzusetzen, war für den englischen Kohlenbergbau verhängnisvoll. Man hat den Grubenbesitzern die stärkere Lohnbelastung— auf nichts anderes Häuft die Arbeitszeitsenkung hinaus— dadurch schmackhafter zu machen versucht, daß der Arbeitszeitabbau in zwei Phasen vor sich gehen soll. Am 1. Dezember dieses Jahres soll die Arbeitszeit auf 7½ Stunden, und erst im Sommer 1931 auf 7 Stunden herabgesetzt werden. Als Ausgleich für die Arbeitszeitverkürzung hat man aber vor allem das neue englische Bergbaugesetz geschaffen, dessen Beratung im Parlament ungefähr ein volles Jahr in Anspruch genommen hat, so daß es formell erst am 1. September dieses Jahres in Kraft getreten ist und sich wahrscheinlich erst im nächsten Jahre praktisch wird auswirken können. In diesem Gesetz ist auf Grund eines ziemlich komplizierten Apparates, der im Coal Council gipfelt und in seinem Aufbau in gewisser Weise an den deutschen Reichskohlenrat erinnert, ein Preis- und Quotenschutz für die einzelnen Bergwerke festgelegt. Durch gewisse Druckmittel hofft man vor allem, eine Rationalisierung in technischer und wirtschaftlicher Hinsicht forcieren zu können. Zweifellos bestehen für den englischen Kohlenbergbau noch sehr große unausgenutzte Möglichkeiten einer Steigerung seiner Rentabilität, und gerade mit diesem gewiß stichhaltigen Argument begründen die Arbeitnehmer seit dem Kriege ihre Forderungen auf Besserstellung: sie erklären, daß eine Sanierung des Kohlenbergbaues, dieses Sorgenkindes sämtlicher englischer Regierungen, nicht auf dem Wege von Lohnersparnissen, sondern nur vermittels technischer Modernisierung möglich ist. Gerade jetzt wird eine Riesenfusion im englischen Kohlenbergbau bekannt, die vielleicht als der erste praktische Erfolg des Kohlengesetzes zu werten ist. Alle Gruben in Lancasbire und Ceshire sollen in ein einziges Unternehmen eingebracht werden, das mit einem Kapital von rund 400 Millionen Mark arbeiten soll. Dieses Unternehmen wird 85000 Bergleute beschäftigen und 18.000 To. Kohle jährlich fördern können. Die Konzentrationsbewegung ist in diesen Revieren und in Süd-Wales von jeher ausgesprochener gewesen, als in den anderen englischen Kohlendistrikten. Der deutsche Kohlenbergbau sicht den Vorgängen in der englischen Kohlenwirtschaft mit gemischten Gefühlen zu. Einerseits ist es zu begrüßen, daß jetzt endlich der englische Kohlenbergbau straffer organisiert ist, se daß ein Instrument existiert, mit dem bei späteren deutschenglischen Kohlenverhandlungen zu verhandeln wäre. Bisher ist es immer eo gewesen, daß für deutsch-englische Kohlenverhandlungen der verhandlungsfähige englische Partner fehlte. Auch die Arbeitszeitverminderung ist natürlich vom deutschen Standpunkt, namentlich vom deutschen Arbeitnehmerstandpunkt aus, durchaus willkommen zu heißen. Andererseits wird man damit zu rechnen haben, daß England seine Kohleninteressen noch mehr als bisher auf die Auslandsmärkte richtet. Von englischer Regierungsseite wird alles getan, um die englische Kohlenausfuhr nach dem europäischen Festlande, die sich immer noch nicht von den Folgen des Kohlenstreiks von 1926 erholt hat. zu forcieren. Und in den Rationalisierungsmöglichkeiten, die in England bestehen, liegt für Deutschland zweifellos eine Gefahr. Es ist zuzugeben, daß eine deutsch-englische Kohlenverständigung heute nähergerückt ist, aber man darf sich in dieser Hinsicht noch keinen Illusionen hingeben, und darf die vorhandenen Widerstände gegen einen derartigen Friedensschlus nicht unterschätzen. Textilien. Bremer Baumwollterminbörse. „„Bremen, 30. Oktober. Loko 12.46; Novbr. 11.87 Abr.; Dezember 11.90 B, 11.85 G. 11.87 bez., 11.87 Abr.: Januar 12.01 B. 11.99 G. 11.90 bezahlt, 11.99 Abr.: März 12.26 B. 1224 G. 12.26 und 12.24 bezahlt, 12.26 Abr.: Mai 12.54 B. 12.52 G. 12.58 und 12.52 bez., 12.53 Abr.: Juli 12.72 B. 12.68 G, 12.72 und 12.70 bez., 12.70 Abr. Tendenz stetig. New Vorker Baumwollkurse. New York, 30. Oktober. Loko 1125(neue Kontrakte), Januar 1144. Februar 1149, März 1158 bis 1160. April 1169, Mai 1181—82, Juni 1190, Juli 1200—01. August 1210, September 1220. Nov. 1100. Dezember 1125—27: Zufuhren in Atlantischen Häfen 14 000, in Golf-Häfen 59.000, im Innern 20 000. Export nach England 3000. nach Frankreich 6000, dem übrigen Kontinent 6000, Export nach Japan und China 3000. Fracht nach Livervool für stark gepr. Ballen 45, dito für Standard 60. Tendenz: willig. Zwangsmaßnahmen gegen die Tapetenbranche. Erklärungen des Reichswirtschaftsministeriume über die Aufhebung von Preisbindungen in der Tapetenwirtschaft sind ein deutliches Beispiel für die Richtung, in der die Regierung zurzeit vorgeht. Der Reichswirtschaftsminister erklärt zunächst die Abmachungen der Tapetenhändler für nichtig, soweit sie gewisse Preisfesteetzungen betreffen. Ferner existieren Vereinbarungen zwischen den Tapetenfabrikanten und den Abnehmern. also den Händlern wobei sich diese zur Innehaltung bestimmter Kartellpreise verpflichten. Den Vertragsparteien wird die Innehaltung dieser Bestimmungen kurzer Hand untersagt. * Shontgeitanne Wer wird Bielefelder Meister? Nächste Runde am 5. November. 29. d. Mts. begann der diesjährige Kampf um den Titel„Bielefelder Meister“. Das Meisterturnier sieht 16 Teilnehmer, die, entgegen den früheren Absichten, in einer Gruppe spielen. Die geplante Siegergruppe fällt dann aus und der Sieger der Gruppe erhält den Titel. gleichzeitig gespielte Werbeturnier erfreut sich eines regen Zuspruches. 18 Teilnehmer streiten sich um die Ehre der Beste zu sein. Das Werbeturnier wird in Gruppen von je sechs Teilnehmer ausgetragen, von denen die beiden Besten jeder Gruppe in einer Siegergruppe weiterPistulla—Spakow um die Europameisterschaft? Nachdem der Italiener Michele Bonag= lia plötzlich nach Amerika abgereist ist, sucht man für den deutschen Halbschwergewichtsmeister Ernst Pistulla einen Gegner für einen Europameisterschaftskampf. Wie jetzt bekannt wird, hat der Rumäne Spakow durch seinen Verband bei der J. B. U. seine Rechte geltend gemacht und dürfte wohl als Gegner für den Deutschen anerkannt werden. Eder gegen Poetsch. Für den internationalen Kampftag der Dortmunder Westfalenhalle am 9. November wird jetzt eine weitere interessante Paarung bekannt. Der Bostoner Turnier Die benischen Liener wener ersoigreich Zum Siege reicht es aber nicht ganz. Der zweite Tag des internationalen Bostoner Reitturniers war in jeder Hinsicht von einem vollen Erfolg begleitet. Die deutschen Teilnehmer konnten zum Teil achtbare Erfolge erringen. In einem der schwierigsten Jagdspringen mußten die Pferde vier Koppelricks in Höhe von 1,55 Meter aus dem Stand springen. Die Deutschen„Derby“(Oblt. Hasse),„Friedericus“(Oblt. Momm).„Wotan“(Frhr. von Nagel) blieben neben vier weiteren ausländischen Teilnehmern fehlerfrei, so daß ein Stechen notwendig wurde. Als einziger Bewerber ging„Shomme“ unter dem Amerispielen. Erfreulich ist es u. a., daß auch Damen an diesem Turnier teilnehmen und gewinnen. In der ersten Runde gab es im Meisterturnier zu 50 Prozent Hängepartien. Es gewannen Trebitz gegen Meier, Perlick gegen Reckendorf, Neander gegen Bröcker und Harms gegen Twelling. Im Werbeturnier gewann in Gruppe 1: Heidemann gegen Klocke, Homann gegen Baumeister. In Gruppe 2: gewann Madsen gegen Heil, Frl. Warneck gegen Stickdorn und Kirchhoff gegen Putsch. In Gruppe 3 gewann: Apelt gegen Kugelmann, Beermann gegen Schüler und Döning gegen Hüntzsch. Es wurde erbittert gekämpft und wenn es in einigen Partien haarscharf an der eigenen Niederlage vorbeiging, so half der Partner mit zum Gewinn! Die nächste Runde wird am 5. November an bekannter Stelle ausgetragen. P. Dr. DrR- bse Gemeinsame Deutsche HandballMeisterschaften. Der auf Grund der Arbeitsgemeinschaft D. T. — D. F. B.— D. S. B. eingesetzte gemeinsame Handballausschuß, trat erstmalig am 18. Oktober 1930 in Hamburg zusammen, um sich mit der Aufstellung des Spielplans für die gemeinsamen Meisterschaften 1931 zu beschäftigen. Jeder Verband ermittelt unabhängig von dem andern seine besten Mannschaften und stellt dann für die Entscheidung um die deutschen Handballmeisterschaften je zwei Männer= und Frauenmannschaften. Diese Endspiele werden nach dem Pokalsystem bestritten, so daß die unterlegene Mannschaft ausscheidet. Die erste Runde findet am 14. Juni statt; die Endrunde am 28. Juni. Bei den Endspielen soll die Flagge der beiden Verbände(D. T. und D. S. B.) neben der Reichsflagge gezeigt werden. Der Sonntag der 2T. Ein Repräsentativspiel. Westfalen=Lippe— Märk. Gau. Die seit Jahren zwischen Rheinland und Westfalen ausgetragenen Handballwettkämpfe endigten stets mit hohen Niederlagen der Westfalen. An Hand von Auswahlspielen unter den zehn Gauen des Kreises 8a siebte die Kreisspielleitung jedoch eine Kampfmannschaft aus, die den Rheinländern erstmalig im Mai d. Is. ein Unentschieden abtrotzte. Um das Zusammenspiel und Sichkennenlernen dieser Mannschaft weiter zu fördern, findet am Sonntag in Hagen ein Spiel gegen eine Auswahlmannschaft des Märkischen Gaues statt. Die Westfalenmannschaft bestreitet dieses Spiel in folgender Aufstellung: Ermshaus(Wanne); Brandtke(Witten), Wolff(Lüdenscheid); Hermeling(Minden), Adams(Niederschelden), König(Lemgo); Fleischhauer(Bielefeld), Hohmann(Minden), Mensel (Lüdenscheid), Flandermeyer(Minden), Klischat (ltenhagen). kaner Cancroft im Stechen fehlerlos über die erhöhten Sprünge. Er sicherte sich den Gesamtsieg vor Friedericus, Roxanna und Derby. Wotan beteiligte sich nicht mehr am Stechen, da Frhr. von Nagel als Hilfsrichter amtierte. Auch in einem Offiziers=Jagd= springen langte es für die Deutschen nicht ganz zum Siege. Oblt. Hasse mit„Elan“. war vom Pech verfolgt und kam hinter Proctor(Capt. Bradford) als zweiter ein. Auch im anschließenden Willwood=Hunt=Preis blieb Oblt. Hasse hinter der bekannten Stute„Hurongirl“ auf„Elan“ zweiter Preisträger. deutsche Weltergewichtsmeister Gustav Eder wird mit dem tschechischen Landesmeister dieser Klasse Tommy Poetsch, durch die Seile klettern. Für die Opfer von Alsdorf. Ein Spiel der Berufsspieler im Kölner Stadion. Wie wir erfahren, beabsichtigen die beiden aus dem WSV. ausgeschlossenen und zu Berufsspielern erklärten Mannschaften„Des Westens Meister" und 1. FC. Wuppertal(mit Swatosch) am kommenden Sonntag ein Wohltätigkeitsspiel im Kölner Stadion zugunsten der Hinterbliebenen der Alsdorfer Opfer auszutragen, vorausgesetzt, daß der Westdeutsche Spiel=Verband gegen ein derartiges Spiel keine Einwendungen macht. Die beiden Mannschaften wollen sich deshalb mit dem WSV. in Verbindung setzen. Achtung! Autler! Gebt ungepflegte Landstraßen an! Der ADAC. bittet uns um folgende Veröffentlichung: Es ist jedem Automobil=Touristen erwünscht, über den Zustand der für die Fahrt in Aussicht genommenen Straßen einwandfrei unterrichtet zu sein. Auf Veranlassung des Automobilclub von Deutschland werden ab 1. November 1930 in der „Straßensperrkarte Start“ diejenigen Straßen, deren Befahren infolge sehr schlechten Zustandes nicht ratsam ist, durch ein besonderes Zeichen hervorgehoben, und zwar sollen diejenigen Wege bezeichnet werden, die von den zuständigen Behörden(Wegeunterhaltungspflichtigen) selbst als schlecht befahrbar angesehen und deshalb von ihnen durch besondere Tafeln gekennzeichnet werden(wie z. B.„Achtung! Schlaglöcher“, oder„Schlechte Wegstrecke“ in Verbindnug mit der roten Gefahrentafel). Damit in der Straßensperrkarte in möglichst kurzer Frist solche Straßen bezeichnet werden können, bittet der A. v. D. die Automobilisten, ihm die bei Ueberlandfahrten gesammelten Beobachtungen mitzuteilen.(Formular wird auf Wunsch versandt). Die Meldungen müßten wie folgt lauten: Auf der Straße von 2... Stadt nach Y... Stadt ist die Teilstrecke von Kilometerstein...(... Kilometer hinter A... Dorf) bis Kilometerstein... .,: Kilometer vor B... Dorf) durch eine el„Achtung! Schlaglöcher" oder„Schlechte Wegstrecke" bezeichnet.(Wenn möglich, Skizze beifügen). DRA.=Termine. Die Verbandsmeisterschaften der DRU. für 1931 wurden wie folgt festgelegt: 31. Mai: Jugendmeisterschaft in Hamburg, 12. Juli: Bahnmeisterschaft in Stetten, 9. August: Straßen=Mannschaftsmeisterschaft in Bremen, 13. September: Straßenmeisterschaft in Dortmund, 4. Oktober: Saal= und Radball=Meisterschaften in Erfurt. Der Reichswandertag wurde auf den 28. Juli nach Wittenberg angesetzt und die nächste Generalversammlung der DRU. findet in den Tagen des 25. bis 26. Oktober in Breslau statt. Weiterhin will man bei der VDRV. wegen Durchführung der Meisterschaften auf der Straße am 6. September in Berlin und auf der Bahn am 30. August in Köln oder Lippstadt vorstellig werden. und Krammärkte im November In Westfalen. Bielefeld: 11. und 25. November Rindvieh=, Pferde= und Schweinemarkt. Brakel bei Höxter: 11. November Rindvieh=, Pferde= und Schweinemarkt. Ennigloh: 21. November Rindvieh=, Pferde=, Schweine=, Schaf= und Ziegenmarkt. Geseke 13. November Schweinemarkt. Gütersloh: 21. November Rindvieh-, Pferdeund Schweinemarkt. Halle: 20. November Rindvieh=, Pferde= und Schweinemarkt. Herford: 28. November Rindvieh=, Pferde= und Schweinemarkt. Höxter und Corvey: 5. November: Rindvieh=, Pferde= und Schweinemarkt. Lippstadt: 11. und 27. November Viehund Krammarkt. Lübbecke: 18. November Rindvieh=, Pferde= und Schweinemarkt. Minden: 4. November Rindvieh=, Pferde= Schweine=, Schaf=, Ziegen= und Krammarkt, ab 7. November (8 Tage) Krammarkt, 18. November Rindvieh=, Pferde=, Schweine=, Schaf=, Ziegen= und Krammarkt. Petershagen: 12. November Rindvieh=, Pferde= Schweine=, Schaf=, Ziegen= und Krammarkt. Rahden: 13. November Rindviehund Schweinemarkt. Rheda: 28. November Rindvieh=, Pferde=, Schweine= und Krammarkt. Vlotho: 6. November Rindvieh= und SchweineSchweine= und Krammart. In Lippe: Alverdissen: 27. November Vieh= und Krammarkt. Blomberg17. November Vieh- und Krammarkt. Bösing= feld: 13. November Viehmarkt. Heidenz 25. November Viehmarkt. Lage: 12. November Viehmarkt. Lemgo: 10. November Vieh= und Krammarkt. Oerlinghausen: 14. November Vieh= und Krammarkt. Salzuflem 3. November Viehmarkt. Schötmar: 13. vember Vieh= und Krammarkt. In Schaumburg=Lippe: Stadthagen: 5., 12. 20. und 26. November Viehmarkt Gelegenheit macht Diebe. Sichert die Fahrräder. Bei der Kriminalpolizei Viktoriastraße 9 sind mehrere Fahrräder, Marke Olympia. Bastert. Pfafferit, Dürkopp und Anker, sichergestellt. Die Eigentümer wollen sich Viktoriastraße 9, Zimmer Nr. 24, in der Zeit von 16 bis 18 Uhr, melden. Aus den zahlreichen bei der Kriminalpolizei erstatteten Fahrradoiebstahlsanzeigen geht hervor, daß die Fahrräder immer noch nicht genugend beaufsichtigt und ungesichert vor Wirtschaften, Warenhäusern und in Höfen usw. aufgestellt werden. Den Dieben wird hierdurch ihr unsauberes Handwerk erleichtert. eine Spitzenleistung der deutschen Margarine-Inaustrie Beste für den deutschen Westfälische Süssrahm-Margarine und Pflanzenbutter-Fabrik. Wilhelm Lindemann A. S. Doberges Bunde 1#. Eine fabelhaft günstige Kaurselsehen in hochfeinen Vatendchern und Cervtolten sowie Seidcnuscken mit Kunstseide mit kleinen, ganz unbedeutenden Fabrikationsmängeln Zu ganz erstäumlten Meuligen Preisen. Der Verkauf ist seit langer Zeit mit größter Sorgfalt vorbereitet und übertrifft meine bisherigen Leistungen. Hochfeine Fabrikate aus allerersten Webereien gelangen durchweg zum Verkauf. Die Beschaffenheit der Waren ist bekannt äußerst vorteilhaft in Anbetracht der außerordentlich niedrigen, der Jetztzeit entsprechenden Preise. Der Verkauf beginnt heute nachmittag von 3 Uhr ab. Zur Beschaffung von Tischwäsche usw. für Brautausstattungen, für Geschenkzwecke und zur Ergänzung des Hausbedarfs ist diese Gelegenheit selten günstig. Mein Geschäftsgrundsatz bleibt nach wie vor: aute Waren zu wirkhon Meunig. Pveisen Am Sonntag, den 2. November ist mein Geschäft von 11½ bis 6 Uhr geöffnet. „ Wäschegeschäft Oberntorwall 23c, 1. Etage, unmittelbar am neuen Hutopark. Unser Syste schaffung be Quabtäfanten e bei restloser sind die Gru „I. P. K.“ Preislagen: 28.- 3 Unser Einbe Vorteile: 1. Eine ke können 2. Ständig diesen 3. Eine L echlanke 4. Massen Einkauf durch( Wir wollen unverbindlich sowie unser zeugen, daß wirkli Sonn 11½— Chemnitze für Bielefeld und e bei Det gut eingefühl Nur intensiv arbeit gebote senden unte stein 4 Tanzse Beginn enes neuen Ant schritta-Zirkeis am 5 Anmeldungen höflichst Einzelunterricht, Rns#an ssen: 27. t. Blomberge imarkt. Bösin( markt. Heiden: ge: 12. November ember Vieh= und sen: 14. Novemt. Salzuflem hötmar: 13. Noippe: Stadtovember Viehmarkt. Diebe. räder. Ziktoriastraße 9 sind Olympia, Bastert, sichergestellt. Die iastraße 9. Zimmer 18 Uhr, melden. Kriminalpolizei ereigen geht hervor, r noch nicht geind ungesichert ern und in Höfen Dieben wird hierri erleichtert. Unser System der Einheitspreise bilft Ihnen die An schaffung bedeutend erleichtern. Qualitätssteigerung mit Warenverbilligung bis zu 60 PrSzent bei restloser Ausnutzung der modernen Werktechnik sind die Grundsätze des Einheitspreis-Systems. „I. P. K.“ verkauft nur Mäntel und Anzüge in den Preislagen: 28.- 38.- 48.- 68.- 88.- 108.Unser Einheite- Preis- System bietet Ihnen folgende Vorteile: 1. Eine kolossale Einkaufs-Erleichterung, denn Sie können mit abgezähltem Geld zu uns kommen. 2. Ständiges Lager von vielen hundert Stück in nur diesen Preislagen. 3. Eine Lagerhaltung von normalen, untersetzten schlanken und Bauchgrößen bis zu Weite 60. 4. Massenumsatz durch nur diese Preise, welche Einkauf und Herstellung verbilligt, was Ihnen durch Qualitäts-Verbesserung zu Gute kommt. Wir wollen Sie nicht überreden, jedoch soll Sie eine unverbindliche Besichtigung unserer großen Läger, sowie unserer modernen Ausstellungspassage überzeugen, daß unsere Leistungen wirklich hervorragend sind Hans Thielemann, Frau und Assistenz, Hermannstraße 44 Elg. Parkett-Saal. Ruf 2737. Einzelunterricht, geschl. Tanzzirkel, Aufführungen ... und wieder die Soitzenleistungen OrPUr Hr Unsere Pienle-Khlagen alfer!. Sonntag von 11½—6 Uhr geöffnet! Schaufenster beachten! Sonntag ist unser Geschäft von 11½-5¾ Uhr durchgehend geöffet JUUJSS EinheitsNeis Konfektion SEEEE Chemnitzer Strumpffabrik sucht für Bielefeld und eine Anzahl Plätze der Umgebung einen bei Detail= und Spezialgeschäften gut eingeführten Herrn als Veitreier. Nur intensiv arbeitende, zuverlässige Herren wollen Angebote senden unter A. K. 1638 an Ala Haasenstein& Vogler, Chemnitz. 16217# KEE Bahnhofstraße 19 Wir empfehlen: Seelachs, mittel, ohne Kopf Pfd. 38. Rollmops 1-Liter-Dose 90 Hering in Gelee 1 Liter-Dose 904 —— Delikateb-Würsichen 10-Stück-Dose 100 Eler, gestempelt u. durchleuchtet Stck. 134 Zucker Pld. 283 Rückvergütung 1.4# Pfd. 20. Benbone 1 Pid. 154 Welzen-Auszugsmehl Pfd. 25, Rosinen, gelbe..... Pfd. 45 Schnittnudeln Suppeneinlagen Fadennudeln PId. S0 garantiert p ungefärbt Pl0.90 Bohnerwachs, lose Mop-Politur, lose P14.55 ½ Pfd. 40 .. ½ Pld. 60 Seifenflocken lose... 100 g 24, Selfenpulver Paket 30 4 und 18. Tollettenseife 4 Stck. 48 Kernseife Doppelriegel 15 Aufnehmer Stck. 25 Unsere und Bahnhofstraße 13 sind am kommenden Senntag von 11½ bis 19 Uhr geöfinet. Auf alle Preise unsere Rückvergütung! Warenabgabe nur an Mitglieder. Aufgenommen wird jeder Verbraucher Keine Einzahlung auf Geschäftsantell Jedem Mitglied wird durch die Rückvergütung ein Geschäftsantell bis 30.-Mk.gutgeschrieben. Dieser Geschäftsanteil wird bei einem Austritt aus der Genossenschaft an das Mitglied ausbezahlt.— Der Konsumverein will keinen Gewion erzielen, daher wird der am Jahresschluß festgestellte Ueberschuß unter die Mitglieder verteilt.(Rückvergütung.) Vtolsleider Konsum-Vörei Eae dce cohe hactangeresche eur. bei einer Leislunge öhiren T##ma. bei, Krober ac hmas, netejeta, bremätn. Linderung Ihrer Beschwerdendurch unsere ärztl. empfohl. beschw. Salomon Spezialkorsetthaus Rathausstr. 12, Tel.2241 Austro-DaimierLimousine 6sitzig, 10/40er PS, in tadellosem Zustand, Luxus=Karosserie, m. elegant. Tuchpolster. u. Ausstatt., aus Privat= hand umständehalb sehr preiswrrt abzugeb. Besond. geeignet s. Aerzte, Rechtsanw. usw. Angeb unter K 6664 a. d. Geschäftsst der West. Ztg,. Zum Ultimo könnten Sie auch eine etwas größereAusgabewagen. Wie wäre es mit einem feinen Rollschinken oder Nußschinken oder Lachsschinken? ich habe ganz wundervolle Stücke, bitte, kommen Sie! von der Nahmer Gehrenberg mit Garten u. Garage, in bester Lage der Stadt, bestehend aus 8 Räumen u. Zubehör, eirung, zu verZentralheizu kaufen. An G B 16240 an die Wesis. Zeitung. d Drahtgetlecht Stacheldraht Spanndraht Bindedraht Eiserne Pfähle Alles für Ihre Einfriedigung rhalt. Sie bei Hermann Hüls, Blelefeld Drahtgeflecht- und Drahtwaren- Fabrik Hakenort 37 Telefon 2071 Benötigen Sie Uhren, Schmuck, Ringe, Uhrketten usw. Sie kaufen gut und preiswert bei Alex. Neubert, Kalserstr. 122 Das ist unser Dienst am Kunden! Allen wird die Ware munden Jede Prämie wird getallen! Tha-Ga-Mann verkünd“ es allen: Es gibt während der Unlsatzs Tamteinrage vom Mittwoch, 29. Oktbr. bis einschließlich Mittwoch, 5. Novbr., 1930 beim Einkauf von: 1 Pfd.„Thamsana“-Margarine zu 1.— Mk. oder 1 Pfd.„Landhaus“-Margarine zu 85 Pfg. oder 1„„Thagin“-Cocos-Speisefeit z. 70 Pig. eine 100-g-Tafel „Landhaus“-Creme-Schokolade beim Einkauf v. 2 Pld.„Thamsanas-Margarine oder 2 Pfd.„Landhaus“-Margarine oder 2 Pfd.„Thagin“-Cocos-Speisefett oder 1 Pfd. Margarine(Thamsana od. Landh. und 1 Pfd.„Thagin“-Cocos-Speisefett eine blaue Kompottschale mit abgeschliff. Rand, ca. 18½ cm Durchmese Außerdem werden die bekannten Tha-GaGutscheine verabfolgt. Ab 1. November wird unsere von Dresdner Bank nach Riemeier, Jahnplatz verlegt. Friedhoff& Koch. Unsere regelmäßigen Kunden erbalten die Prämien als äußeresZeichen unserer Dankbarkeit für die Treue zum„Tha-(a“ Laden. Neuen nungen geben wir die Prämien als werbende Aufmerk samkeit für das in ungeseizte Vertrauen Treue Kunden— Gute Waren— beide hat! xhamaane 1ch uich mit Behagen— auch Marke„Landhaus“ dient dem Magen „Thagin“ zum backen Kkochen, Braten— wer diese kauft, is gut beraten. Statt Karten. Für das ehrende Gedenken unserer lieben Entschlafenen sagen wir allen unseren autrichtigen Dank. Familie Karl Schlichting. Bielefeld, den 31. Okt. 1930. der„Tha Ga“-Laden. Khänss& Gars Bahnhofstr. 37 Blelefeld Bahnhofstr. 37 Sämtl Beerdigungs-Angelegenheit. auch Uberführung mittels LeichenTransport-Automobll übernimmt C. Schormann Beerdigungsanstalt, Pietät, Obernterwall 33:: Tel. 922 Reierensen aus ersten Kreisen. A.) Sonntag, den 2. November von ½12—57. Uhr durchgehend geöftnet So viel können Sie auch sparen! Jederzeit.... denn wir bringen jetzt schon für 75 Mark einen Mantel, der noch im vorigen Jahr nahezu 90 Mark gekostet hätte! Unser sleibeeprochene: PREIS- ABBAU macht siah in allen Abtellungen unseres Hauses deutlich bemerkbar— ihnen zum Vortell! Unsere 3 Hauptleistungen Kercen-Ulster 41— aus tragfähig m Stoff,. mit Rundgurt SO. Kerren=Ullster in modernem Muster und guter Verarbeitung 44.— Kercen=Ulster klottes Fasson, mit angew. Futter und tadelloser Sitz Regen-Mäntel in alen 111— erprobt. Stoffarten u. Gummi von VOsan Schlaraftia-Poister Rapen-Volstal Patent-Mairatzen ven F. Mertens Bleiefeld salt 39 Jahren bewährt Die Hebung der Steuern pp. für Bielefeld für das 3. Vierteljahr 1930 hat begonnen. Um ein längeres Warten an den Schaltern zu vermeiden, empfiehlt es sich, möglichst in den ersten Tagen der Fälligkeit zu zahlen. Nach Ablauf der Zahlungsfrist erfolgt gebührenpflichtige Mahnung durch öffentliche Bekanntmachung. Bei allen Zahlungen, vor allem durch die Post, Sparkassen pp. ist die Angabe der Hebe= oder Buchungsnummer sowie die Bezeichnung der Zahlung(ob Steuern, Schulgeld usw.) unbedingt erforderlich, da andernfalls leicht unliebsame Verwechselungen und damit verbundene spätere Mahnungen eintreten können. s16228 Steuerhebestelle Bieleseld. 1. Stadtheider Str. 38a, 2 R., sofort, Dachgeschoß, el., Fr. M. 160 Mk. 2. Kortmannstr. 15. sofort, 3 R., 1. E., Gas, el., abgeschl., Festmiete 320 Mk. Vermieter: Stadt, Rathaus, Zimmer 75. 3. Kurfürstenstr. 78, 3 N., sofort, 1. E., Gas, Fr. M. 280 Mk. 4. Ed.=Windthorststr. 6, 3 R., sofort, Part., Gas, Fr. M. 242 Mk. 5. Petristr. 38 3 R., sofort, Dachgesch., el., Land, Fr. M. 200 Mi. 6. An der Krücke 5. 4 R., sofort, 2. E., Gas, el., abgeschl., Festmiete 575 Mk., Vermieter: Siadt, Rathaus, Zimmer 75. 7. Hermannstr. 50, Meldg. bei Fa. Louis Stratemann, Schillerplatz 4, 5 R., 1. Dezember, 2. E., abgeschl., Gas, el., Fr. M. 660 Mi. 8. Albrechtstr. 25, 5 R., 1 Mansarde und Loggia, sofort, 2. E., Gas, Bad, abgeschl. Fr. M. 550 Mi. Brunnenstr. 16, 5 R., sofort, 1. E., Gas, el. Fr. M. 480 Mi. Kurze Str. 15, 5 R., sofort, Part., Gas, Fr. M. 220 Mi. Ravensberger Str. 59, 5 R., sofort, Part, abgeschl., Gas, Fr. M. 560 Mk. Vermieter: Ernst Liebenberg. Bleichstr. 7. 12. Sedanstr. 22, Vermieter: Hch. Janzen. Bleichstr. 50, 2 R.(Neubau), sofort. Part., Gas, el., abgeschl., Festmiete 400 Mk. 13. Petristr. 12, 3 R. und Laden, sofort, Part., Gas, el. abgeschl., Fr. M. 450 Mi. 14. Breite Str. 25, 3 R., 15. November, Part., abgeschl., Gas, el., Fr. M. 380 Mk. 15. Volimann=Lakemannstr., Vermieter: Herm Quermann, Schildesche, Im Bracksiek 75. 3 R.(Neubau), 1. Dezember, Gas, el., Stall, 1. Et., Festmiete 404 Mt. 16. Sennehof, 2. Bauabsch. Meldg Sennehof, L. Böttcher, 3 R. und Kochnische, Festmiete monatl. 30 Mt. Sämtliche Wohnungen kommen für Inhaber von roten Mietberechtigungskarten, die Wohnungen Nr. 12 bis 16 auch für andere Wohnungsuchende in Betracht. Letztere müssen nach Besichtigung der Wohnung sich schriftlich unter Angabe der Nummer ihrer grünen Ausweiskarte beim Wohnungsamt bis zum 4. November 1930 bewerben. Wohnungsamt Bieleseld. 9. 10. 11. Der gemäß§ 8 des Gesetzes vom 2. Juli 1875 förmlich seftgestellte Baufluchtlinienplan für die Grünstraße und die Querstraße liegt vom 3. November d. Is. ab 14 Tage lang in giesigem Amtshause— Zimmer Nr. 1— zu jedermanns Einsicht offen. 16243 rackwede, den 29. Oktober 1930. Der Bürgermeister: Aschoff. Nues fül den Schuh zur richtigen Pflege und Instandsetzung.: Leder=Remmert, Gehrenberg 22 Palis Gute Fabrikate— Langjährige Garantie zu Außerst niedrigen Preisen mit kleinen An- und Abzahlungen kaufen Sie bei Orlowski, Kalserstraße 15. Gebrauchte Instrumente ständig am Lager. Werden auf Teilzahlung billig abgegeben In bester Ausführung und Qualität zu billigen Preisen so scheuen Sie nicht den Weg und überzeugen sich.es lohnt sich bestimmt, oder holen Sie Angebote ein. Lieferung frei. Zablungserleichterung auf Wunsch. Möbelhaus Seiger, Aschen, Bahnst. Dissen-Rothenfelde. Besichtigung auch Sonntags. Unreines Gesicht Pickel, Mitesser werden unter Garantie durch: VENUS IStürke Al beseit gt. Preis 4 2.73 Sommeraprossen (Stürke B) Preis-4 2.75. Markt=Drogerie, Niederwall 9, BahnhofsOrogerie, Bahnhofstr. 36, Drog. Gambo, Deimolder Straße 41. pf Das beste Hörrohr der Welt! Zu haben bei u14.11 Arnold Festerling Blelefeld Viktorlastraße 6 Pernruf 1197 Haus für den Aerztebedart. WaUgen. Lager Dezimal-, Kippmulden-, in: Tafel-, Neigungs-, Vieh-, Bettiedern-, Personen-, Lautgewichts- Waagen Joh. Höhnle Waagenfabrik, Reparaturen Blelefeld, Arndt- Lützowstr. (nebender Eisenbahnbrücke) Gegründet 1910 1 Telephon 2471 ich ziehe am 1. November nach HooperUu8“ Motorrad-Spezlalhaus Hermann Schnoider Jr. Bleiefeld Der von mir seit Jahren im November gebotene OrerOrPOrkaur extra billiger Papier- und Schreibwaren, Büro- und Geschenk-Artikel 23.)(va.)(78.)(G.)(125)(150)(17)(193 2.50)(295)(199)(193 beginnt Sonnabend, den 1. November und dauert 6 Tage, soweit Vorrat vorhanden. OrBTRUUFENNAUNTT Paplerhandlung Niedernstraße BIE RUDSET SEIRER VINEEE Gang durch die Oetkerhalle. In dem Wettbewerb unter den Architekten von Westfalen und Rheinland erhielten die Architekten Tietmann und Haske in Düsseldorf den ersten Preis, eie wurden daher auch mit der künstlerischen Durcharbeitung der Ausführung betreut, welche im übrigen vom Stadtbauamt unter Oberleitung des Stadtoberbaurats Schultz durch den Stadtbaurat Laspeyres und den Regierungsbaumeister Petri erfolgte. Diesen standen die Techn. Stadtinspektoren Köppler als Bauführer, sowie Olemens und Müller für die Tischlerarbeiten zur Seite. Die Berechnung und Leitung der Ausführung der Eisenkonstruktion der Saalwände und des Daches erfolgte durch den Oberingenieur Schilling. Die Heizungs- und Lüftungsanlage sowie die elektrischen Anlagen wurden entworfen und durchgeführt durch den Oberingenieur des Heizamtes Wendt, dem der Stadtinspektor Schroer und der Ingenieur Kunze dabei zur Verfügung standen. In musikalischen Fragen haben als Berater der verstorhene Prof. Lamping und Intendant Cahnbley, sowie als akustischer Bausachverständiger Prof. Michel in Hannover mitgewirkt Der Bau wurde Ende Oktober 1928 begonnen, also in zweijähriger Bauzeit fertiggestellt. Für die Wahl des Platzes war vor allem maßgebend, daß die Gegend vom lärmenden Straßenverkehr fern liegen mußte. Dabei ergab sich ferner als besonderer Vorzug die Lage im Gebiet der offenen Bauweise, noch dazu an dem schönen, vom städtischen Garteninspektor Meyerkamp ausgeführten Bürgerpark, so daß die Halle niemals durch zu hohe Nachbargebäude beeinträchtigt werden kann, und in dem Grün der Umgebung einen stimmungsvollen Rahmen findet. Ueber einem durch Gartenterrassen geschmückten Vorplatz hebt sie sich wirkungsvoll aus dem ansteigenden Park hervor. Ihre Formensprache trägt den Ausdruck schlichter Vornehmheit. Gelbgrauer Edelputz mit Gesinmsen und Fensterumrahmungen aus Weiberner Tuffstein bilden die Wände, deren Abschluß eine kupferne Dachrinne ist. Das flache Dach gibt mit seiner grünen Bekiesung die einzige Farbe. Die Vorhalle mit den schlanken Pfeilern und Bögen, welche etwa an eine Orgelwand erinnert, gibt dem Bau eine Feierlichkeit, welche unbewußt im Geiste eines musikalischen Beschauers Klangempfindungen zu wecken vermag. Die Bestimmung des Hauses als Fest- und Musikhalle tritt so in ihrem Aeußeren gut zutage. Durch die oben erwähnte Vorhalle an der Stapenhorststraße betritt man zunächst einen als Ehrenhalle gedachten Raum, in welchem eine Inschrift den Namen der Halle erklärt; praktisch dient sie auch als Kassenhalle. Links stößt an sie ein Konferenzzimmer für Tagungen, rechts schließt sich die Vorhalle des kleinen Saales für Kammermusik an mit besonderem Kassenschalter, Kleiderablage und Toiletten. Geradeaus kommt man in die geräumige Kleiderablage des großen Saales, hinter welchem Probesaal, Stimmraum für das Orchester und Toiletten liegen. Den großen Saal erreicht man auf vier Treppen in den Ecken der Kleiderablage durch einen breiten Umgang, der auf drei Seiten den Saal umgibt. Die Treppen führen weiter auch in das nächste Geschoß zu den Rangplätzen, die über den Umgang den Saal auf drei Seiten umziehen. Der große Saal hat unten 765 Sitze, der Rang 216 und die dem Orchester gegenüberliegende Empore 404. Sie hat auf jeder Seite einen Vorraum mit Toiletten und liegt über dem kleinen Saal. Zu ihm führt von seiner Vorhalle an der Lampingstraße eine besondere Treppe durch einen foyerartigen Vorraum. Er hat 306 Sitze. Im großen Saal liegt über dem Probesaal das Podium für Orchester und Chor, dessen Rückwand die Orgel bildet. AN DER AUSARBEITUNG DER HALLE HABEN FOLGENDE FIRNAEN MI GEWRKT: H. WALKENHORST BAU-GESCHAFT s: HOCH- UND TIEFBAU TELEFON 338 AUSFUHRUNG DER ERD-, MAURER- UND BETON-ARBEITEN August Vogt EDUARD KASSING Welle 41 Telefon 891 BIELEFELD, KAISERSTR. 151, TELEFON 1755 Erstkl. Spezial-Geschäft für elektrische Anlagen Goldene und sllberne Medaillen Werkstätten für seine Bronzeware und Elektrotechnik. Soncer=Auterigung, Kunstgewerbliche fermgerechte Lichtträger in höchster Vellendung BELEUCHTUNGEN KUNSTOEWERBEHAUS PAUL OEHLMANN· BIELEFELD Paul Oltrogge— Baubeschlag Turnerstraße 15 G. m. b. H. BIELEFELD Telefon 4616-4617 Die elektr. Kraftanlage führte aus Liefert als Spezialität Bauseschlage Zentralheizungen Sanitäre Anlagen velwahe 18 Installationsgeschäft für elektrische Licht-, Kraft- und Schwachstromanlagen, Klempnerei, Gas- und sanitäre Anlagen. FRITZ MICHEL Welle 9, Fernsprecher 1554 Reinrich Meerkötter Mauerstraße 44 Fernsprecher 2622 Maschinen-, Kunst- und Bauschlosserei, Eisenkonstruktion Roll- u. Scherengitter, Bronzegitter, schmiedeeiserne Fenster, kittlose Glasbedachung Friedrich Altenköner Baugeschält Bielefeld, Ellerstraße 29 Fernspr. 3839. Ausführung der Kunststeintreppe und Zementplatten-Belag. BIE RODSE-SERERTNEEE Daneben befinden sich noch Räume für den Dirigenten und die Solisten, und der Notenraum, welche durch zwei Nebentreppen mit dem Probe- und Stimmraum verbunden sind. Die sehr umfangreiche Heizungsanlage, sowie der Maschinenraum für die elektrischen Schaltungen liegen in der einen Gebäudeecke der Lampingstraße nach der Bergseite, von wo aus auch die Anfuhr des Brennstoffes zu einem unterirdischen Bunker erfolgt, der in den Heizkellern mündet. Großer und kleiner Saal können durch breite Türen nach dem Umgang miteinander in Verbindung gebracht werden, wenn besondere Veranstaltungen dies verlangen. Ueber der Empore liegt noch eine Kinozelle für den großen Saal an einer Nottreppe, welche in der Ecke der Parkseite durch alle Geschosse reicht. Zu der Ausstattung im Innern ist zu sagen, daß auch sie mit Einfachheit, aber in dauerhaften Baustoffen durchgeführt ist. Die Vorhallen haben Solnhofener Kalksteinplatten, die große Kleiderablage Terrazzoplatten als Fußboden erhalten. Die Saaltreppen sind mit deutschem gelben Marmor belegt. Die Saal-Vorräume erhalten Linoleumbeleg, ebenso wie die sonstigen Nebenräume, außer den mit Tonfliesen verlegten Toilettenräumen. INE Der große Saal hat bis zur Rangbrüstung Holzverkleidung in poliertem Rio-Palisanderholz, eine gestrichene Holzdecke und ebensolche Auskleidung der Wände des Orchesterpodiums. Der Parkettfußboden und die vorgenannten Holzbekleidungen sind aus akustischen Gründen gewählt, welche auch für die Stoffbespannung der Emporenwände Veranlassung waren. Diese sollen den Schall schlucken, um den Nachhall zu verhindern, die Holzteile aber als Resonanzflächen verstärkend wirken. Demgemäß ist auch der kleine Saal mit Parkettfußboden, Holzpaneel aus amerikanischem Nußbaum und Wandbespannung verschen. Die elektrische Beleuchtung aller Räume hat neben guter Verteilung des Lichtes sich die künstlerische Steigerung der Raumwirkung zum Ziel gesetzt, die mehr auf Behaglichkeit, als auf Prunk ausgeht. 8 Technisches aus der Musikhe Die Vorstellungen des Laien von den technischen Einbauten in einem Hallenbau beschränken sich meistens auf den örtlichen Heizkörper, den sichtbaren Ventilator in der Wand und den Beleuchtungskörper. Der Umfang und die Bedeutung einer zeitgemäßen Versorgung der Musikhalle mit Licht, Kraft, Wärme und frischer Luft wird ohne weiteres durch die Höhe des erforderlichen Anlagekapitals von über ein Fünftel der Bausumme gekennzeichnet. Die laufenden Betriebskosten dieser Anlagen sind für die Unkosten der Stadthalle entscheidend. Aus diesen Gründen ist von der Projektierung bis zur Ausführung eine harmonische Gemeinschaftsarbeit von Architekt und Ingenieur erforderlich. Hierbei ist auf die architektonischen Anforderungen, auf die Baukonstruktion und auf die Akustik in jeder Hinsicht Rücksicht zu nehmen, da falsch geführte Luftströmungen und ein Austrocknen der Holztäfelung infolge zu geringen Feuchtigkeitsgehaltes der zugeführten Frischluft die Akustik stark beeinträchtigen. Die Wärme wird aus dem Koke gewonnen, der vom städtischen Gaswerk angefahren, unmittelbar von der Straße über Schüttkegel in die Bunker fällt, so daß ein Verteilen des Brennstoffes mit der Hand überflüssig ist. Der Heizer füllt im Bunker den Kokshandwagen, fährt ihn auf Gleisen auf die Kessel mit oberer Beschickung und entleert mit einem Griff den Koks durch die verschließAN DER AUSARBEITUNG DER HALLE HABEN FOLGENDE FIRNEN MAITGEWIRKT: Die geschmackvolle Ausstattung für jeden Raum mit modernen Gardinen, Dekorations-Stoffen, Teppichen, preiswert stets von * HEÖDDEBERG Niedernstraße 5—9. Fernsprecher 2, 67, 68 Größte Erfahrung in Innendekorationen aller Art. Unverbindliche Muster. Vorschläge und Besuch meines Dekorationsmeisters. Galdinen-Jnnendekofation Ernst Weltz Neustädter Straße 6 Ruf 1536 Elektr. Licht-, Kraftund Signal-Anlagen. Radio-Apparate erster Firmen. In 6 Etagen zeige ich die moderne Raumgestaltung mit Möbeln, Teppichen u. Dekorationen Friedrich A. Eggert, Blelefeld Werkstätten für Wohnungskunst, Niedernstr. 17 Billigste Preise auch bei Zahlungserleichterungen. Verlang. Sie Vorschläge Die Klempnerarbeiten (Kupferarbelten) wurden ausgeführt von Gustav Borchert Bleiefeld, Weststr. 60 Ruf 1920 Vernäben& Tatenhorst Elektrofechnisches Geschäft Meller Strahe 45 Fernnt 8983 Inst. elektr. Licht- und Kraftanlagen Beleuchtungskörper: Radio. Larl Benteler Baubeschläge 8 Telef. 1888-1837 Gegründet 1876 Lieferung sämtlicher Baubeschläge in Jeder gewünschten Ausführung Bielefeld Gr. Kurtürsten-Str. 6 Oberingenleur Otto Zänker Bleiefeld, Königstraße 5 Pernruf 4776-77 Eisenbau, Kunstschmiede Georg Jung Dachdeckermeister Ehlentrupper Wegé, Tel. 1237 Ausführung der Wetternehr-Bedachung an der Rudolf-Oetker-Halle. HEINR. VORTMANN TEICHSTRASSE 4 TELEFON 656 Glasgroßhandlung, Seseseleberkh. Siauchielerst Büscher& Uphoff Zimmerei und Holzhandlung Bielefeld Jöllenbecker Straße 99, Fernspr. 509 Wilhelm Waldhecker Maybachstraße 8 Fernruf 830 Ausführung von Feinelsen- u. Blechkonstruktionen BIE RODSET-SERERTIELE bare Bodenöffnung des Wagens in die Kessel. Die gesamte Kesselheizfläche mit 246 Quadratmeter hat eine Höchstleistung von rund 2 Millionen Wärmeeinheiten in der Stunde. Die Kokswärme wird an das Kesselwasser abgegeben, in Niederdruckdampf verwandelt und durch eine besondere Verteileranlage den einzelnen Verbrauchsstellen zugeführt. Aus wirtschaftlichen Gründen und wegen der Frostgefahr kam hier nur eine Dampfheizung in Frage. Die Nebenräume besitzen örtliche Heizkörper, die am Verteiler der Zentrale gruppenweise je nach der Benutzung der Räume an- und abgestellt werden können. Für den großen Saal wird die Dampfwärme in einer besonderen Heizkammer an die Luft über Dampflufterhitzer abgegeben und durch Ventilatoren dem Saal zugeführt. Hierdurch kommen die örtlichen Heizkörper in Fortfall, so daß Platz für Gestühl frei wird und mit der gleichen Anlage der Saal gleichzeitig geheizt und belüftet wird. Der kleine Saal, die Garderoben und einige Nebenräume haben bei örtlichen Heizkörpern eine zusätzliche Lüftung mit vorgewärmter Frischluft. Entsprechend der Forderung, daß der Gehalt der Raumluft 1,2 Prozent UIE Kohlensäure nicht übersteigen soll, errechnet sich die pro Kopf zuzuführende Luftmenge in der Stunde. Der Kohlensäuremaßstab ist nur ein Anhaltspunkt, da die Wärmebildung durch die Menschen der Kohlensäureproduktion nicht immer paralel geht. Der Luftbedart wechselt mit der Jahreszeit, den Verunreinigungen der Luft durch Staub, Keime usw., deshalb ist die erforderliche Wärmemenge, die die Luft einbringen soll und eine kurze Anheizzeit für die Berechnung der Luftmenge bestimmend. Die gesamte Luftmenge von 90000 Kubikmeter in der Stunde wird gemeinsam für alle Räume durch einen Kanal von draußen angesaugt und über einen Filter geführt, in dem infolge künstlicher Luftwirbelung die Staubteilchen an ölbenetzte Oberflächen abgeschleudert werden. Die Luftreinigung verhindert die Verschwelung von Staubkörnchen beim Durchgang durch den Lufterhitzer, ein Vorgang, der bereits bei 70 Grad eintritt. Die Atmungsorgane werden von auftretenden Schwelgasen des zersetzenden Staubes angegriffen, die Atmung wird erschwert und der Hustenreiz verursacht. Der Mensch spricht irrtümlicherweise von trockener Luft und vergißt, daß nicht der Feuchtigkeitsgehalt, der bei kalter Winterluft im Freien am geringsten ist und durchaus nicht als unangenehm empfunden wird, sondern die Staubteilchen die Ursache sind. Nach der Reinigung durchströmt die Luft den Lufterhitzer, in dem sie vorgewärmt wird und anschließend die Luftwäsche. Hier werden durch einen Sprühregen die letzten Staubteilchen entfernt und der Feuchtigkeitsgehalt soweit gesteigert, wie es für die Atmung des Menschen und den Sättigungsgrad des Holzes erforderlich ist. Die bei dem Berieseln sich bildenden Wassertropfen werden an Blechkannen abgestreift, so daß gleichmäßig befeuchtete Luft den Nachheizflächen zugeführt wird. Hinter den letzten Lufterhitzern liegen die Luftventilatoren, die die Luft durch die genannten Einrichtungen saugen und durch ein Kanalnetz in die mit Luft zu beheizenden und belüftenden Räume führen. Im großen Saal wird durch gleichzeitiges Absaugen mit Abluftventilatoren ein vierfacher Luftwechsel in der Stunde erzielt, der maximal auf einen sechsfachen getrieben werden kann, das heißt in einer Pause von zehn Minuten wird die Luft vollständigerneuert werden. Beim Anheizen wird die Saalluft im Kreislauf aus dem Saal angesaugt, erwärmt und in den Saal gedrückt, bis die geAN DER AUSARBEITUNG DER HALLE HABEN FOLGENDE FIRNAEN NIGEWIRKT: Die großen Aufgaben, die den HOLZBEARBEITUNGSFIRMEN gestellt wurden, sind von folgenden Geschätten in bekannt mustergültiger Weise gelöst worden: Die MALERARBEITEN in der Rudolf-Oetker-Halle beweisen die Güte des Schaffens der Blelefelder Handwerker. Es waren folgende Firmen beteiligt: Wilhelm.Barkey, Blelefeld, Waldhof 2, Tel. 440 Friedrich Becker, Blelefeld, Spindelstr. 52, Tel. 1287 Blelefelder Holzindustrie, G. m. b. H., Märkische Str. 16, Tel. 4675 Ed. Brockmann, Blelefeld-Schildesche, Blelefelder Str. 101, Tel.1921 August Dophelde, Brackwede, An der Güterabfertig., Tel. 4505/06 Werkstätten Ed. Essen, Blelefeld, Gütersloher Str. 1-3, Tel. 207 Fust& Steinmeler, Blelefeld-Sieker, Oldentruper Str., Tel. 5772 J. H. Generotzky, Bielefeld, Rohrteichstr. 30, Tel. 2026 Alwin Goldkuhle, Feldstr. 111, Eingang Herforder Str., Tel. 5087 Ernst Habicht, Blelefeld-Schildesche, Herforder Str. 2, Tel. 6071 Gustav Kopp, Bielefeld, Heeper Str. 122, Tel. 2531 Hermann Meinert, Bielefeld, Am Bach 19, Tel. 1106 Friedrich Thleschäfer, Gütersloher Str. 58 u. Sandhagen 13, Tel. 1508 Wostbrock& Uffmann, Bleiefeld, Holländische Str. 6, Tel. 5847 Heinrich Stern, Bielefeld Marmor-Industrie Heeper Str. 60, Telefon 2825 Sämtliche in- u. ausländische Marmorarbeiten für Bau, Elektrizität u. Möbel Ernst Voßberg Bielefeld-Gütersloh Arndtstraße 22, Telefon 2355 Kunstglaserei Konrad Bittort, Blelefeld, Slekerstr. 9, Tel. 4991 Heinrich Fohrmann, Blelefeld, Slegfriedstr. 30, Tel. 839 Wllhelm Hawer, Blelefeld, Marktstr. 29, Tel. 3266 Erhard Kehlenbrink, Bielefeld, Ravensberger Str. 34 Hermann Kroos, Bielefeld, Gütersloher Str. 9, Tel. 1256 Gustav Manter, Bielefeld, Hakenort 27, Tel. 5771 Friedrich Milberg, Blelefeld, Goebenstr. 57, Tel. 1321 August Poggemeier, Bielefeld, Turmstr. 11, Tel. 3789 Adolf Reupke Bielefeld, Jöllenbecker Str. 74, Tel. 2991 Hugo Stenner, Bielefeld, Augustastr. 12, Tel. 721 C. Strüwe, Bielefeld, Hermannstr. 60, Tel. 3192 Wilhelm Wölker, Bielefeld, Kriemhildstraße 14, Tel. 2332 Th. Weber Bauglaserei u. Glashandlung Bielefeld Metzer Str. 15 1 Pernruf 521 PETER STAHLBERG MECHANIKERMEISTER APPARATEBAU BIELEFELD: LUISENSTR. 63• RUE 1696 S.Wedegärtner Zimmermeister B. D. Z. Schloßhofstraße 50—54 Telefon 3035 Moderne Konstruktionswerkstätten für Holzbearbeitung Ausführung der Fußböden im groß. Saal und der Orchester- Tribüne. MAK FIEDLER BIELEFELD Kunstschmiede und Eisenkonstruktions-Werkstätten Erstkl. Arbeiten in Bronze und Weihmetell Emil van Kempen Kavalleriestraße 1, Telefon 523 Parkettboden „Wellen’s“- Patent- Roste Prismen-Oberlichte Karl Czarnowsky Isollergeschäft für Wärme- und Kälteschutz Bielafeld Haller Weg 37e Haller Weg 37a BIERUDOEISEIRERVINELE wünschte Saaltemperatur erzielt wird. Die Abluftventilatoren arbeiten dann nicht, so daß unnötige Wärmekosten und Stromkosten gespart werden. Eine Lufterneuerung ist während des Anheizens nicht erforderlich. Die Säle erhalten Ueberdrucklüftung, bei der mehr Luft zu— als abgeführt wird, um Zugerscheinungen von den Nebenräumen zu unterbinden. In der Garderobe werden die Ausdünstungen der Mäntel bei feuchter Witterung durch stärbare Abluttventilatoren bei Tinterdruck durch stärkere Abluftventilatoren bei Unterdruck abgesaugt, damit die schlechte Luft nicht in die Wandelgänge und in die Säle zieht. Die Luft tritt über Kopfhöhe in die Säle ein, erwärmt und durchspült die Räume, um als verbrauchte Luft an der Saaldecke abgesaugt zu werden. Die Lüftung von unten nach oben ist mit Rücksicht auf die Bauart, auf lüftungstechnische Forderungen und wegen der Feuersicherheit gewählt. Bei einem etwaigen Brande wird der Rauch nach oben abgeführt. Die Bedienung der Lüftungs- und Heizungsanlage liegt in den Händen eines Heizers und eines Maschinisten, der von der Schaltzentrale aus sämtliche sechzehn Ventilatoren die Lüftungsklappen und die Hauptdampfventile betätigen kann. An Hand der Ablesungen der verschiedenen Meßinstrumente regelt er die Luftmengen, die Wärmezufuhr, den Feuchtigkeitsgehalt und damit den Luftdruck und die Temperatur, die für das Behaglichkeitsklima in den Räumen maßgebend sind. Auf der gleichen Schalttafel liegt auch die Verteilung der gesamten Licht- und Kraftanlage und die Signaleinrichtungen, wie Pausenzeichen, Lichtrufanlage, Telephon usw. Von dem durch das Elektrizitätswerk gespeisten Transformator in der Stadthalle führen über die Hauptschalttafel die Lichtkabel zu den Unterverteilungstafeln. Die Schalttafeln für die Säle sind so gelegt, daß der Beleuchter den Chor- und Musikerraum jederzeit beobachten kann. Vor Beginn eines Konzertes schaltet er die volle Beleuchtung ein, die während der Vorführung aus Ersparnis--und bühnentechnischen Gründen auf ein Drittel der vollen Lichtfülle verringert wird. Das störende Lichtzucken wird vermieden, in dem die Glühbirnen allmählich über Lichtwiderstände ausgeschaltet werden. Bei der Wahl der Brennstellen und der Ausführung der Lichtquellen ist, soweit es die architektonischen Forderungen zuließen, Rücksicht auf gleichmäßige und ausreichende Raumhelligkeit genommen. Soweit es möglich war, ist ein Blenden der Lichtquellen verhütet worden. Das Verhältnis zwischen dem weichen Licht und den gerichteten Lichtstrahlen sowie der Schattigkeitsgrad sind dem natürlichen Licht angenähert worden, ohne den Stromverbrauch und das Anlagekapital zu steigern, so daß die Wirtschaftlichkeit der Beleuchtung gewahrt bleibt. Aus diesem Grund ist von der zur Zeit beliebten aber teuren indirekten Beleuchtung Abstand genommen worden. Trotzdem beläuft sich die gasamte Rohrnetzlänge der elektriechen Lichtleitung noch auf 7 Kilometer, durch die rund 1000 Glühbirnen versorgt werden. Versagt der Lichtstrom vom Transformator, so schaltet sich automatisch eine elektrische Notbeleuchtung mit Akkumulatorenspeisung ein. Die Projekte und Berechnungen bis zu den ausführlichen Kostenanschlägen, die Ueberwachung der Ausführung, sowie das Einregulieren der Lüftung, der Beleuchtung und der Heizung sind durch das städtische Heizamt ausgeführt worden. Die Bielefelder Firmen und Handwerker haben durch ihre solide und gute Arbeit bewiesen, daß sie in der Lage sind, die schwierigen technischen Arbeiten, die ein Stadthallenbau mit sich bringt, unentchren.— t aich bringt AN DER AUSARBEITUNG DER HALLE HABEN FOLGENDE FRNEN MIGEWIRKT: H. Spilker Dampfziegelei und Betonwarenfabrik Bielefeld Jöllenbecker Str. 80 Ferasprecher 262. Gepreßte Stahltüren und Tore in feuerhemmender und feuerbeständiger Konstruktion, in allen Ausführungen und Größen, von der eleganten Wohnhaustür bis zum größten Flugzeughallentor. Deutsche Metalltüren-Werke August Schwarze: Aktiengesellschaft Brackwede 1. W.: Berlin NW 7 Werkstätten für Metallveredelung Herm.& Heinr. Wehmeyer, Bielefeld Theesener Strehe 14 Teleion 3279 Prompie Bedienung— Mäßige Preise Schleiferei— Poliererei— Metallfärberei— Emaillieren Galvanische Metallüberzüge in Silber— Nickel Kupfer— Mossing— Bronze— Stehlblau— Zink— Zinn Neu- und Auferbeitung von Metallgegenständen aller Art Licht=, Kralt=, SchwachstromAlagen Reinrich Stockmeuer Spezialgeschäft für Elektrotechnik Bieleseld Schloßhofstraße 22 0 Teleion 5311 Motore: Elekte. Anparate: Radio KARLMOLLER KUNST-UND BAUSCHLOSSEREI BIELEFELD FRIEDRICHSTR. 10 FERNRUF 5493 AUSFUHRUNG SAMTLICHER SCHLOSSERARBEITEN ZU MXSSIGEN PREISEN Fritz Bohle, Bielefeld Jöllenbecker Straße 38, Fernsprecher 3906 unnnmmmmmmmmmmmmmmmm Linoleum Liekerung u. Verlegung Ragust Kreier, Dadgesclafg Bielefeld, Detmolder Straße 100. Uebernahme von Bauarbeiten aller Art. Hoch-, Tief- und Eisenbeton-Bau. Die Rabitz-Arbeiten der Lüftungs-Anlage wurden von mir ausgeführt. Belsdchhungskesper aus Glas in Metalllassung Westfällsche Glasmanufaktur G. m. b. H. Blelefeld, Sudbrackstraße 27/29, Pernruf 484314849 Herm. Diekmann Klempnerel und installationsgeschäft Bielefeld Wertherstraße 81 Fernruf 5899 Ausführung von Gas-, Wasserund sanitären Anlagen. DIE BESTUHLUNG DER RODOLF-OETKER-MALLE LIEFERTE DIE FIRMA SITZMOBEL-FABRIK KAMPHÖNER& HOFFMEISTER BIRLAFALO, Gr. HOUE—9 Wilk. Oltrogge Niedernstraße 41 Fachgeschäft für Küchen- und Wirtschaftsbedart Staubsauger Sonderabtellung für Olen/ Herde Vögeding& Co. Inh. F. Vögeding und Walter Mannel Bielefeld, Meindersstr. 11, Tel. 3554 Ausführung der Stuckarbeiten Steinholz- u. Korkestrich Gustav Gaese Eisenbau, Maschinen- u. Bauschlosserei Telephon 1158 Eisenkonstruktionen, feuersichere Türen und Deckenabschlüsse, Garderobeneinrichtungen, maschinelle Anlagen und — Bauschlosserarbeiten— Dekorationen und Wandbespannung Uer gusdau Saet gida Im großen Saal sind ausgeführt durch Wilh. Barkey Werkstätten für Wohnungs-Zinrichtungen und Innenausbau Erstes Spezlalgeschäft für Innendekorationen Ausstellung: Schillerplatz 23124 Nr. 255 Die Eröffnung der 9 einen Markstein in de und Kunstlebens Biele im Felde gebliebenen gefallenen Bielefelder soll der stolze Bau die den Musiklebens werde Die Gaben sind ver gegeben zu musizieren nen. Nicht jeder find Art von Musik. Aber muß von jedem, daß er Liebhaberei einiger w — sofern das Musizier trägt— sie anerkennt kündigung aus andere Großes und keineswe sames, wenn solcher e voller Musik in unsere Stätte geschaffen worde In gesunder Entw feld zuerst gelernt zu hören, ehe man den Ra Stande des Musikleben geschaffen werden dürfe innere Beziehung zu d. Diefste die Tragik em Lamping verwehrt hat arbeiten und zu führen. geschaffen, errungen und doch zum Einzug ins städvische Orchester, de der Bielefelder Volksch der Lehrergesangverein, Dazu treten die besondund neuen Ansätze in unserer Schulen, der T bewegung und manch kommt schließlich die unermüdliche, meist#s# die unendliche Vielheit de Lehrer und Künstler. I von der reinen Pflege mit gegebenen stärksten kungsmöglichkeiten bis von Kunstliebe und Ge Allen diesen Fakt gegenüber hat die neue stellt auch Aufgaben. dem Streben nach hohe geben. Bei dem gemei übenden, wie in der soll die Halle dazu bei schwinden, die heute noc wille und Verengungen zelnen Gruppen unsere aufrecht erhalten wollen wur einem Herrn Höhe wird nur erreiche und, wenn er musizie neben ihr kennt. In solchen Möglich Zusammenfassung darf Halle nicht erschöpfen. des Theaterbetriebes mi das städtische Orchester vor viel breiteren Krei einwandfreie Darbietun gleich im ersten Winter winter sein wird, gelin Aussicht genommenen Konzerten einen au verschaffen, steht dahi werden da nicht schrecken ger haben immer wieder lichst weitreichende Leif Orchesters angemeldet. sen der Bevölkerung bei Oetkerhalle geboten wer daran gewöhnen müssen von Kaffee=, Bier= oder folgen kann. Wenn die Halle in Ihren adusstischen Werhel Hoffnungen erfüllt, da Möglichkeit geschaffen mäßig kleinen Mitteln auf die Größe des aufzi dern auf die künstlerisch men. Je geeigneter de dem gerecht zu weredn wird in ihren eigenen Richtung wirken und Bürger beweisen müssen sondere Aufwendungen seins des neuen Hauses hat eben erst wieder dur Zinsen für die ersten di aussetzung einer wesentli Stadt in Aussicht gebühren bewiesen, daß Stadt der gesamten Bü Stätte der Kunst und Wachr und Gegerl Se- SEEEEE EE Nr. 255 Bielefeld, Preitag, 31. Oktober 1930 120. Jahrg. Bielefelds Mlusik im neuen H. aUS. Von Stadtverordneien Dr. Jechmus. Die Eröffnung der Rudolf=Oetber=Halle bedeutet einen Markstein in der Entwicklung des Kulturund Kunstlebens Bielefelds. Dem Gedächtnis des im Felde gebliebenen Rudolf Oetter und seiner gefallenen Bielefelder Kriegskameraden gewidmet, soll der stolze Bau die Heimstätte unseres gesamden Musiklebens werden. Die Gaben sind verschieden. Nicht jedem ist es gegeben zu musizieren oder Musik hören zu können. Nicht jeder findet ein Verhältnis zu jeder Art von Musik. Aber gefordert werden darf und muß von jedem, daß er Musik nicht als luxuriöse Liebhaberei einiger weniger mißachtet, sondern — sofern das Musizieren künstlerischen Charakter trägt— sie anerkennt als ein Mittel der Verkündigung aus anderen Welten. Es ist etwas Großes und keineswegs nur äußerlich Bedeutsames, wenn solcher echter und künstlerisch wertvoller Musik in unserer Stadt jetzt eine würdige Stätte geschaffen worden ist. In gesunder Entwicklung hat man in Bielefeld zuerst gelernt zu musizieren und Musik zu hören, ehe man den Raum dafür schuf. Nach dem Stande des Musiklebens hätte er allerdings längst geschaffen werden dürfen, und wer nur irgend eine innere Beziehung zu den Dingen hat, wird aufs Diefste die Tragik empfinden, die es unserem Lamping verwehrt hat, in dieser Halle noch zu arbeiten und zu führen. Aber was er und andere geschaffen, errungen und erkämpft haben, steht nun doch zum Einzug ins neue Haus bereit: das städtische Orchester, der Bielefelder Musikverein, der Bielefelder Volkschor und der Volkschor=Oft, der Lehrergesangverein, die Männergesangvereine. Dazu treten die besonders begrüßenswerten alten und neuen Ansätze in der musikalischen Arbeit unserer Schulen, der Volkshochschule, der Singebewegung und manch anderer Stellen. Hinzu kommt schließlich die Befruchtung durch die unermüdliche, meist stille Wirksamkeit privater die unendliche Vielheit der Möglichkeiten und Mittel, Lehrer und Künstler. In dem allen verkörpert sich von der reinen Pflege höchster Kunst und den damit gegebenen stärksten und umfassendsten Wirkungsmöglichkeiten bis zu allerlei Verbindungen von Kunstliebe und Geselligkeit. Allen diesen Faktoren unseres Musiklebens gegenüber hat die neue Halle Aufgaben; aber sie stellt auch Aufgaben. Die neuen Räume sollen dem Streben nach hoher Kunst Hilfe und Ansporn geben. Bei dem gemeinsamen Streben der Ausübenden, wie in der Gemeinsambeit des Hörens soll die Halle dazu beitragen, daß Schranken verschwinden, die heute noch politischer Organisationswille und Verengungen anderer Art zwischen einzelnen Gruppen unseres Musiklebens krampfhaft aufrecht erhalten wollen. In der Musik kann man wur einem Herrn dienen, der Kunst. Ihre Höhe wird nur erreichen, wer sich ihr ganz ergibt und, wenn er musiziert, keine anderen Götter neben ihr kennt. In solchen Möglichkeiten der Erziehung und Zusammenfassung darf sich aber die Wirkung der Halle nicht erschöpfen. Da in ihr ohne Störung des Theaterbetriebes musiziert werden kann, so kst das städtische Orchester in der Lage, häufiger und vor viel breiteren Kreisen als bisher künstlerisch einwandfreie Darbietungen zu geben. Ob es gleich im ersten Winter, der ein besonderer Notwinter sein wird, gelingen kann, den hierfür in Aussicht genommenen 10 VolkssymphonieKonzerten einen ausreichenden Hörerkreis zu verschaffen, steht dahin. Auch erste Mißerfolge werden da nicht schrecken dürfen. Bielefelds Bürger haben immer wieder ihren Anspruch auf möglichst weitreichende Leistungen ihres städtischen Orchesters angemeldet. Sie sollen jetzt allen Kreisen der Bevölberung bei billigsten Preisen in der Oetkerhalle geboten werden. Nur wird man sich daran gewöhnen müssen, daß das nicht in Form von Kaffee=, Bier= oder Promenaden=Konzerten erfolgen kann. Wenn die Halle in der Raumwirkung und chren akustischen Verhältwissen die in sie gesetzten Hoffnungen erfüllt, dann wird eine besondere Möglichkeit geschaffen sein auch mit verhältwismäßig kleinen Mitteln Großes zu leisten. Nicht auf die Größe des aufzubietenden Apparates, sondern auf die künstlerische Leistung soll es ankommen. Je geeigneter der Raum, desto leichter ist dem gerecht zu weredn. Die jüngste Großstadt wird in ihren eigenen Veranstaltungen in dieser Richtung wirken und auch damit dem besorgten Bürger beweisen müssen, daß beineswegs neue besondere Aufwendungen die Folge des Vorhandenseins des neuen Hauses zu sein brauchen. Man hat eben erst wieder durch Erlaß der BaukapitalZinsen für die ersten drei Jahre unter der Voraussetzung einer wesentlichen Senkung der von der Stadt in Aussicht genommenen Benutzungsgebühren bewiesen, daß durch Vermittlung der Stadt der gesamten Bürgerschaft Bielefelds eine Stätte der Kunst und Kultur dargeboten werden soll, an der jeder ohne neue Lasten der Allgemeinheit teilhaben kann. An der Bürgerschaft selbst wird es liegen, ob sie den rechten Gebrauch von den ihr gebotenen Möglichkeiten macht und sie dadurch erst zu voller Auswirdung bringt. Die Entstehung der Großstadt Bielefeld und die Fertigstellung der Rudolf=Oetker=Halle treffen Aeußere Voraussetzungen dazu sind— in musikalischer Hinsicht— die Aufrechterhaltung des Städtischen Orchesters im jetzigen Umfange, die Sicherung der Stellung des Städtischen Musikdirektors neben dem Intendanten, die Fortführung der Arbeit der das Musikleben wesentlich mittragenden Vereine. Um sie muß trotz aller Notzeiten gerungen werden. Die äußere und innere Anteilnahme der gesamten Bürgerschaft muß hinzutreten, um der Arbeit den Boden zu erhalten und immer wieder neu zu geben. Die Musik hat sich in guten Tagen eine sohen Platz in Bieleselds Bürgerschaft errunger Sie Die Rudolf-Oetker-Halle Pbotograph Walter Walkenhorst zeitlich fast genau zusammen. So sind dem Bielefelder Musikleben die neuen Räume zu einem Zeitpunkt gegeben, in dem ihm neue kulturelle Aufgaben gestellt werden. hat in Zeiten der Sorge und Not umso größere Aufgaben und Wirkungsmöglichkeiten. Halten und pflegen wir unser altes hohes Gut im neuen Hause! Von der Bielefelder Stadtpfeiferei TMphionnleöichesler! zum Die Instrumentalmusik in Bielefeld. Von einer öffentlichen Pflege des musikalischen Lebens findet man in Bielefeld bis zum Anfang des 19. Jahrhunderts keine Spur. Um das Jahr 1800 hatte unsere Stadt nur 3500, in der Mitte des vorigen Jahrhunderts etwa 10.000 Einwohner; die Bewohner führten das beschauliche, gemächliche Leben kleinstädtischer Beschrändung und pflegten die musikalische Kunst nicht, um ihrer selbst willen, sondern benutzten sie nur als dienstbare Magd bei gesellschaftlichen und öffentlichen Veranstaltungen. Die Stadtmusikanten(Stadtpseiser), die zünftig gewordenen sich höhere künstlerische Ziele zu stecken. In den siebziger Jahren leistet Roßberg, selber ein tüchtiger Geiger, mit seiner kleinen Kapelle von 16 Musikern recht erfreuliches; auch sein Nachfolger Riedel bot verhältnismäßig gute Leistungen und sand mit den von ihm in der„Eintracht“ ausgeführten Symphonie= Konzerten, bei denen er zur Verstärkung Dilettanten heranzog, lebhaften Anklang. In den achtziger Jahren gewährte die Stadt der Kapelle einen kleinen Zuschuß, aber auch unter den folgenden Kapellmeister Köhler, Schirbel, Maull und Eckert Heupteingang der Rudolf-Oetker-Halle Musiker, die eine Art Innung bildeten, hatten bei allen bürgerlichen Vorkommnissen(Aufzügen, Bällen, Hochzeiten, Begräbnissen) gegen jedesmalige Bezahlung die Musik zu besorgen. Die ganze Gilde der Musikanten stand unter dem Stadtmusikus(Stadtpseifer), der seine Lehrlinge und Gehilfen in Lohn und Verpflegung hielt. Ihre „Kunstleistungen" beschränkten sich vornehmlich auf Marsch= und Tanzmusik, so daß 1818 bei der ersten Aufführung der„Schöpfung“ die Kapelle des 16. Inf.=Regts. herangezogen werden mußte. Bis in das letzte Drittel des vorigen Jahrhunderts war die kleine Stadtkapelle nicht fähig, stieg die Zahl der Musiker wenig über zwanzig. Dem Musikverein erwuchsen bei seinen Aufführungen durch die zu schwache Besetzung der Kapelle erhebliche Schwierigkeiten; er sah sich genötigt, zur Verstärtung auswärtige Musider und „geschätzte Dilettanten“ heranzuziehen. Däs künstlevische Resultat war aber so wenig befriedigend, daß der Musikverein an Stelle dieses buntscheckigen Ensembles die Kapelle des 13. Inf.= Regts. unter Grawert aus Münster für seine Konzerte verpflichtete. (Fortsetzung auf Seite 2.) Chormusik in Bielefed einst und jetzt. Chorvereinigungen von Dilettanten kannte man in Bielefeld um das Jahr 1800 noch nicht. Die Anregung zur Begründung gemischter Chöre war von England gekommen, und Fasch rief 1792 die Berliner Singakademie ins Leben, die das Muster für ähnliche Chorvereinigungen in anderen Städten wurde; aber erst in den ersten Jahrzehnten des 19. Jahrhunderts entstanden sogenannte Singtees, Gesangvereine und Liedertafeln, teils für gemischten, teils für MännerChor. Auch in unserem entlegenen Landstädtchen wurde das Musikinteresse wach. Im Jahre 1811 bildete sich auf Veranlassung des Musikers Lüders ein gemischter Chor, der die Rombergsche Komposition von Schillers„Lied von der Glocke“ zur Aufführung brachte. Nach den Freiheitskriegen erklang 1818 im Reckmannschen Saale an der Obernstraße(heute A. Kempe) unter der Leitung des Sängers Heinrich Hesse „Die Schöpfung“ von Haydn. Das Interesse für Chormusik war geweckt, und unter der Führung des Musikdirektors Heinrich Aloys Präger bildere sich ein„Musikverein“, der sich eine geordnete und dauernde Pflege des musikalischen Lebens in unserer Stadt zur Aufgabe machte und am 31. März 1820 zum ersten Male unter diesem Namen in einem Konzert auftrat. Es ist der Geburtstag des noch heute existierenden Musikvereins. Der verdienstvolle Gründer des Musikvereins wurde bald als Theaterkapellmeister nach Leipzig berufen, übernahm aber 1835 wieder die Leitung des Vereins und brachte u. a.„Messias“, „Paulus" und„Freischütz“ zur Aufführung. Sein Nachfolger wurde 1844 Dietrich, der seine Tätigkeit mit Mozarts„Requiem" begann. In den unruhigen Zeiten nach 1847 entfaltete der Verein nur eine bescheidene Tätigkeit; reger wurde das musikalische Leben erst wieder unter Musikdirektor Hahn(1864—72), besonders aber unter Nachtmann(1872—82), der mit unermüdlicher Tatkraft die Leistungen des Vereins zu heben suchte und zum ersten Male in Bielefeld Werke Bachs zum Erklingen brachte„Weihnachtsoratorium" und„Matthäuspassion"). Nach einer kurzen, aber bedeutungsvollen Wirksamkeit von Arnold Mendelssohn(1883—85) trat dann 1886 Wilhelm Lamping an die Spitze des Vereins; durch seine zielbewußte, von künstlerischen Idealen getragene 43jährige Tätigkeit ist sein Name mit dem Aufstieg des Musiklebens in den letzten Jahrzehnten untrennbar verbunden. Zahlreiche Männergesangvereine sind durch die Pflege des deutschen volkstümlichen Liedes zu einem bedeutungsvollen Faktor im Musikleben unserer Stadt geworden. Die 1809 durch Friedrich Zelter, den Leiter der Berliner Singakademie, gegründete„Liedertasel" war der erste selbständige deutsche Männerchor und bald begann ein kräftiges Aufblühen dieses Zweiges musikalischer Kunst. Der älteste Männerchor Bielefelds ist die„Liedertafel von 1831“, die sich jetzt rüstet, im nächsten Jahre ihr 100jähriges Bestehen zu feiern. Das Jahr 1848 ist das Gründungsjahr der„Harmonie“, die bald zur Blüte gelangte und sich 1890 mit dem„Sängerbund“ verschmolz. 1859 schlossen sich„fangeskundige und demokratisch gesinnte Männer" zu einer Sängergemeinschaft zusammen, die zunächst nur aus 13 Mitgliedern bestand und den Namen„Arion“ erhielt. Seit 1871 wurde der sich kräftig entwickelnde Verein meist von den Führern des Musitvereins geleitet, und seine zahlreichen Konzerte legten Zeugnis ab von dem ernsten musikalischen Streben der„Arionisten". Die„Neue Liedertafel“ wurde 1884 als„Turnergesangverein“ gegründet, löste aber 1893 die Abhängigkeit von der Turngemeinde. Zum Schluß seien von den vielen Männergesangvereinen noch der„Lehrer= Gesang= verein“, der 1880 ins Leben trat und im November d. J. sein 50jähriges Bestehen festlich begehen kann, der„Deutsche Männerchor“, die „Germania" und„Sängerwarte“ genannt. Unter den gemischten Chören ragt besonders der„Bielefelder Volkschor“, der durch Zusammenschluß des Männerchors„Frisch auf“ und des„Frauenchovs“, die beide dem Arbeiter=Sängerbund angehören, entstanden ist, durch Leistungsfähigkeit hervor, die er durch erfolgreiche Aufführungen großer Chorwerke bewiesen hat. Den gemischten Chorgesang pflegen noch die Kirchenchöre und der„Bielefelder Chorverein“. Ein regsamer Frauenchor ist der„Damensingverein"; gesangliche Feinkultur zeigten immer die Konzerte des HedwigWens=Frauenchors. W. My. Von der Bieleselder Stadtpfeiserei zum Symphonieorchester.(Fortsetzung.) Neugestaltung des Orchesters wurde immer dringender; der am meisten dabei interessierte Musikverein nahm sich nun energisch der Orchester=Angelegenheit an, berief eine Versammlung der Interessenten und veranstaltete eine Sammlung, die etwa 40000 Mark ergab und der Stadtertretung zur Neubildung des Orchesters zur Verfügung gestellt wurde. Aber erst im Dezember 1900 wurden seine Wünsche erfüllt: Der Zuschuß der Stadt wurde auf 10000 M. erhöht und ein neues Orchester von 36 Musikern gebildet, als dessen Leiter Musikdirektor Traugott Ochs gewählt wurde. Als er 1907 einem Rufe als Hofkapellmeister nach Sondershausen folgte, trat der jetzige Leiter Max Cahnbley an die Spitze des„Städtischen Orchesters“, der es in Gemeinschaft mit dem Städvischen Musikdirektor Lamping in langjähriger Erziehungsarbeit auf eine hohe Stufe künstlerischer Leistungsfähigkeit erhoben hat. Der Zuschuß der Stadt reichte natürlich zur Unterhaltung des Orchesters nicht aus; der Kapellmeister war gezwungen, durch Ausführung von Unterhaltungs= und Tanzmusik, Blas= und Marsch= musik für seine Musiker Existenzmittel zu schaffen. Das war natürlich nicht geeignet, das künstlerische Niveau des Orchesters zu heben. Nach dem Kriege wurde auch die Oper in den Spielplan des Theaters eingefügt. Sie erforderte ein leistungsfähiges Orchester,„Tanz= und Blasmusik mußten fallen. Tus Stovische Orchester wurde auf 43 Musiker verstärkt und in die städtische Regie übernommen. Aus der kleinen Stadtpfeifergilde ist ein stattliches Symphonie=Orchester geworden, das rein künstlerischen Zielen dient und sich mit bestem Erfolg an die schwierigsten Aufgaben in der Wiedergabe klassischer und moderner Musik wagen * Die Kammermusik wurde nicht nur durch hervorragende auswärtige Quartette vertreten, sondern auch durch einheimische Künstlervereinigungen. In den letzten Jahrzehnten des vorigen Jahrhunderts gaben Nachtmann und Professor Sahla mit Ergänzung durch Mitglieder der Bückeburger Hofkapelle gut besuchte Kammermusikabende. Das 1900 von Barkhausen gegründete avensberger Streichquartet!“ mußte nach langjähriger erfolgreicher Tätigkeit wegen mangelhafter Unterstützung sich leider auflösen. Ihm folgten das Benda=Trio, das Benda=Streichquartett, gegründet vom Direktor unseres Konservatoriums, das„BieleStreichquartett“, bestehend aus Mitglieder des Städtischen Orchesters und das Püttbach=Trio. W. My. Die Aufgabe des städt. Mlusikdirektors. Von F. Mex Anton, Generalmusikdirekter der Stedt Bonn. Da jede größere deutsche Stadt ein individuelles Gepräge hat, das sie nicht nur der Stammesart ihrer Bürger, ihrer Geschichte und ihrer Landschaft, sondern auch ihrer Wirtschaftsform und der hieraus entspringenden Einstellung zu den materiellen und ideellen Forderungen des Lebens verdankt, so ist auch die Aufgabe individuell, die sie dem Führer ihrer Musikpflege stellt. Eine individuelle Aufgabe kann natürlich nur von einer, der Aufgabe adäquaten Individualität restlos gelöst werden. Der innere Zwang nun für eine Gemeinschaft und mit einer Gemeinschaft zu arbeiten, ist allein bei Künstlern mit schöpferischer Potenz lebendig, die das Menschentum in anderen ebenso schicksalhaft wie ihr eigenes Menschentum in ihrer Kunst lieben. Vorschau auf den Musikwinter. Die Konzerte des Städtischen Orchesters. Die Symphonie=Konzerte des ersten MusikWinters in Bielefelds neuer Stadthalle werden einen Querschnitt durch das Musikschaffen dreier Jahrhunderte geben. Von Bach erklingt eins der sechs„Brandenburgischen Konzerte“, die Bach für den Markgrafen Christian Ludwig, den jüngsten Sohn des Großen Kurfürsten, geschrieben hat; gestaltendes Prinzip in diesem Werke ist die Ablösung und das Gegeneinander zweier Klanggruppen, des stark besetzten Tutti und des solistischen Concertino. Neben bekannten Symphonien von Mozart und Beethoven, sowie der 6. Symphonie von Tschaiberuht das Schwergewicht der Konzerte in der Aufführung dreier machtvoller Werke von Bruckner und Mahler. Bruckners 7. Symphanse Edur für großes Orchester, König LudII. von Bayern gewidmet, hat einst nach der Uraufführung durch Arthur Nikisch(Leipzig 1884) den Namen des Meisters berühmt gemacht. Dieses Werk, das ganz stark das Vorbild Wagners verrät, birgt eine der schönsten Eingebungen der gesamten Musikliteratur, das wundervolle Adagio in cis-moll. Noch größer, noch gewaltiger aber I Spmphon Franz Joseph gewidmete— ie in c-moll, in der die Erlösung durch den Glauben als ethische Idee zum tönenden Erlebnis wird. Lange hat man sich vor diesem Werk gescheut, um seiner außergewöhnlichen Länge, um seiner enormen Schwierigkeiten willen; und erst in letzter Zeit wurde erkannt, daß gerade diese monumentale Schöpfung wie kein anderes Werk Bruckners charakteristisch ist für seine reine Kunst, der stärkste Ausdruck seines Heimatgefühls und urwüchsigen Humors, vor allem aber seines religiösen und mystischen Empfindens. Eine große Idee, geprägt in den Worten:„Sterben werd' ich, um zu leben“, liegt auch Mahlers 2. Symphonie c-moll, der„Auferstehungs=Symphonie“ zugrunde.„Totenfeier“ lautet der Titel des ersten „Der große Appell“ der des Finale. Mit der Musir der Instrumente verbinden sich(im 4. und 6. Satz) der Gesang der Altstimme und des Chors zum ergreifenden Lied vom seelischen des Menschen.— Das tonmalerische Element kommt vor allem in drei programmatischen Werker, zur Geltung: im„Römischen Carneval“ von Berltoz, im„Zauberlehrling“ von Dukas, Komponisten piedel“ von Rh Eulenchard Strauß, einem der geistvollsten Werke aus des Meisters Frühzeit, 28 bereits im Jahre 1895 entstanden. Die Solisten bereichern das Programm mit einigen wesentlichen Werken: Gaspar Cassado, der hervorragende Schüler des größten lebenden Cellisten Pablo Casals, spielt das Cello=Konzert von Haydn und Schuberts— ursprünglich ## ein der Guitarre ähnliches sechssaitiges Streichinstrument geschriebene—„Arpeggione= Sonct.“ in einer eigenen Bearbeitung für Cello. August Schäfer wird das Violin=Konzert D.dur op. 35 von Tschaikowsky, und Otto Wetzel eins der beiden Klavier=Konzerte von d'Albert spielen. Auch eine Opern=Ouvertüre, das poetisch reizvolle und ungemein tonschöne Vorspiel zur Märchenoper„Christelflein" von Fans.„Psitzner fehlt nicht im Programm. everleitung zur Moderne ist Schönbergs Streichsextett Verklärte Nacht“, eine lyrische Ballade ohne Worte: dieses frühe Werk des VorSempfers neuer Musik steht noch ganz unter dem Einstuß Wagners, erinnert wie so viele KomDeutsche Musik ist klingendes Ethos. Zwar redet die Jugend unserer gefühlsmüden Zeit laut vom sachlichen Selbstzweck der Musik und leugnet die Tatsache, daß die Musik nur das Medium ist, um das Inkommensurable der menschlichen Seele sinnlich zu manifestieren, und die Anwälte unserer real verarmten, noterfüllten Zeit reden mit Recht von der Notwendigkeit, den Anspruch auf körperliche Nahrung zeitweilig über den Anspruch auf geistige Nahrung zu stellen. Und doch würden die einen wie die anderen längst vertiert sein, wenn nicht auch sie unbewußt von dem Seelengute der Kunst zehrten, das ihre Vorfahren für sich und die Zukünftigen erahnt und gestaltet haben. Dieses Seelengut, manifestiert durch die Musik, ist die Gabe, die der ethisch bewußte Führer einer städtischen Musik= pflege austeilt an alle, die nach den Mühen des Alltags eine Feierstunde halten wollen. Dem Bewußtsein, zu solch erhöhter Tätigkeit als Führer von einer Gemeinschaft bestellt worden zu sein, Künstler gern seine Einsamkeit; er fühlt sich als Priester, zwiefach gebunden durch die innere Berufung und das von außen her angetragene Amt. An diesem Bewußtsein prallt ab die eigene Schaffensnot, die Not der Zeit und die Not aller Widerstände. Verhältnismäßig leicht wird es dem Führer der Musikpflege sein, den politischen und konsessionellen Parteigängern klar zu machen, das doch gerade das Reich der Musik das einzige und letzte itz. in dem sich alle Menschen ohne Unterschieo Bruder und Schwester nennen dürfen. Schwieriger ist es schon, sich der aufdringMitarbeit der in jeder Stadt geschäftigen Kunstdemagogen zu erwehren. Es in besser, sie zum Feinde zu haben, als sich durch ihren Mitbestimmungseifer und durch ihr Geltungsbedürfnis um die tatsächliche Führerschaft bringen zu lassen. Sehr störend wirkt sich der Klüngel ästhetisierender Kreise aus, denen der Musikdirektor bald nicht modern, bald nicht reaktionär genug ist. Auch die Gesellschaft versucht, des neuen Mannes habhaft zu werden, um ihn damit, gewollt oder ungewollt, anderen Schichten der Bevölkerung zu entfremden. Ortsansässige Künstler, die sich als Solisten oder Komponisten übergangen wissen, werden oft zu Feinden des Direktors und damit zu Feinden seiner Arbeit. Die Vertreter prosaischer Lebenseinstellung bekämpfen jede Ausgabe für öffentliche Musikpflege ebenso als Verschwendung, wie die Armen, die unsere noterfüllte Zeit um Arbeit und Verdienst gebracht hat und die nun aus verbittertem Herzen heraus den Aufwand für Kunst als Benachteiligung empfinden. Allen Widerständen setzt der bewußte Führer den unbeugsamen Willen entgegen, der alltagser gen„ Idee seines Amtes unbedingt die Treue Aus solchem Quell schöpft der Führer stets neue Kraft zur praktischen Arbeit. Allen Musikfreunden verantwortlich, bringt er Werke jeder Stilrichtung heraus und stellt selbst die Kunst Widerstände! Ach, deren gibt es viele, in jeder Stadt anders betont. Die Tätigkeit des städtischen Musikdirektors in dem idealen Sinne gelten zu lassen, ist nur wenigen Einsichtigen in jeder Gemeinde gegeben. Viele verquicken ihre idealen Forderungen mit nüchternen Einschränkungen, eitlem Besserwissen und Besserkönnen, mit persönlichen, politischen und konfessionellen Interessen. zur öffentlichen Diskussion, der er selbst nicht mieuborne.... n Kunst lst. Pfeuobrunst aber, leere Artistik, Sensationsmacherei, Starwesen sollten keinen Zugang zu ihm finden. Als Freund der Jugend veranstaltet persönlicher Prägung, arbeitet mit Schulmusikern und Kirchenmusikern an der Erziehung der Jungen und der Alten zu Feiertagsmenschen, bringt dem Idealismus der Männergesangvereine Verständnis entgegen und erstrebt festliche Musiktage, die alle und erheben. Und niemals vergißt er die Armen, denen er das geistige Brot reicht mit verstehendem Herzen. „ Wenn ein städtischer Musikdirektor die ihm gestellte Aufgabe in idealer Weise zu lösen vernur das Werk, sondern auch die dankbare Bürgerschaft den Meister loben. Es gelang damals wenigstens in der Richtung de## Vesltenndsset, dem Ziel nicht allzu semn m "„Heute leidet die Gesamtheit unter einem Druck argwer Not, der zur Bescheidenheit auch in kulturellen Forderungen zwingt. Aber wenn wir einmal die Auswahl getroffen haben, wenn wir im Ganzen erkannt haben, was wir uns aus innerer Lebensnotwendigkeit leisten müssen, dann sollen wir auch nicht nachlassen, die letzten Dinge. die höchsten Werke, die reinsten Klänge immer wieder verehrend zu betrachten. Wer ein wahres. unabweisbares Kunstbedürfnis hat, der weiß, daß Rettung der echten Kunst und reine Lebensluft dieselbe Wonne und dieselbe Notwendigteit siud. 891 Opernmuuche Von Dr. Wie aber genau bestimmen, was alles vor der Sintflut der Not in die Arche gerettet werden soll? Wer will eine unbedingt gültige Auswahl treffen? Wer ist dazu befugt? Das Publikum? Die Musiker selbst? Die Wissenschaft? Die Kritiker? .. Sofern wir in heutiger Zeit von einem Musikleven reden dürfen, dürfen wir auch sagen, daß der lebendige Strom der Zeit, wie in allen seinen Betten und Tälern, auch im Kunstgebiet mitreißt und liegen läßt, verschlingt und wieder freigibt— die Auswahl wird im Ganzen doch sehr gut und genau von der Zeit besorgt. Freilich, auch die relative Vollständigkeit die an Stelle der nie erreichbaren und gar nicht so erwünschten Totalität gefordert werden soll, muß heute mehr oder minder Forderung bleiben. Denn die Masse der Produktion, so wenig Dauerwerte die anderthalb Lüstren seit dem Kriegsbeginn aufgebracht haben, hat sich riesig vermehrt, neue Reiche der Musik sind erschlossen worden, vor allem die vorbachische Zeit und das Mittelalter, Zeiten, die dem neuen Schaffen Wege gewiesen haben. Die Mittel zwar, die ein planmäßig gelenktes Musikleben erfordert, sind vielerorten gar nicht mehr aufzutreiben. Dazu kommt noch, daß Jugendbewegung und Singegemeinden, sodann die Hausmusik und ihre bequemen Bastarde technischer Abkunft das öffentliche Musikleben schädigen, daß der Rundfunk noch immer nicht in wünschenswertem Maße in den Dienst der reinen, unbeengten Kunstübung gestellt worden ist. Wenn': drinnen singt und klingt. dieser Periode an die Klänge des positionen „Tristan". Eine ansehnliche Zahl von Werken wird in den kommenden Monaten in Biebefeld zur Erstgai is hrugg. gelangen. Stilistisch gehören sie e der Spätromantik an, sind typisch für die Musir um die Jahrhundertwende. Die größte der neuen Kompositionen ist wohl die 1886 entstandene 3. Symphonie c-moll op. 78 von SaintSüllner eintrag. Ein Franz außerordentlicher musikaliApparat wird benötigt: zu dem großen Orchester tritt außer dem Klavier auch die Orgel, die an allen Höhepunkten einsetzt; außergewöhnlich sch die sormale Gliederung in zwei Teile, die heide gen Wechsel der Stimmungen vom Leid zur darstellen; mit einem mächtigen Hymnus schließt oas Werk, das der französische Meister Ipe-Rss#issts geschaffen hat. Von Zimish=######off, dem großen russischen B4 Komponisten und Meister der Instrumentation, wird man einmal nach so vielen programmatischen Klapier=Konzert cis-moll op. 30. Ein echt deutscher Hugo Kaun, seit langem Mitglied der Preuß. Akademie der Künste, von dem hier die Ouvertüre„Juventuti et patriae“(„Der Jugend und dem Vaterlande") aufgeführt wird. Paul Jugn, Kompositionslehrer der Berliner Hochschute für Musik und gleichfalls Mikglied der Akademie, ist durch sein Tripel=Konzert op. 45 „eisodes concertantes“ für Violine, Violoncell, Klavier und Orchester vertreten. Joses Haas, in Musiker voll echten Humors, durch die heitere Serenade ov. 41. Weniger bekannt ist der junge Schweizer Komponist Erhard Ermatinger, essnar Werk. für, Streichorchester“ hier erstmalig ertlingl. Im letzten Konzert hört man als modernstes Stück Hindemiths Ouvertüre zu seiner lustigen Oper„Neues vom Tage“, der der Somzersschu kürslich einen wirkungsvollen Konzertschluß angefügt hat. Programm-Probleme Von Friedrich Matzenauer. In den sorgenärmeren Jahren vor dem Glanz, wenn auch u usteben seinen ftürrsten #ch nicht seine reinste Blüte erreicht Konzertpragnamme nach der Gestaltung der leichter zu beantworten als war, die in unseren Nachkriegstagen ständig drohende soziale Not, der heute entscheidend gewordene Kostenpunkt eine Nebenfrage; es und diese Möglichkeit galt auch für Städte mittlerer Einwohnerzahl, mäßigen Wohlstandes—, das Alte zu pflegen und das Neue zu nicht gleich auf Verständwis traf, von der Breite, der langsamer erfassenden Hörerschaft zunächst abgelehnt wurde, konnte, war nur der Maßgebende zu Entscheidung über Gut und Besser fähia, neuerlich vorgeführt werden und Desser fuhig, neuerrich vorgefichrt wrrven und errrseich i zweiten Treffen Verstandnis oder gar die Liebe der ernsthaften Musikfreunde. So glücklich war es damals um die Förderung des guten Neuen bestellt; es blieb immer noch daneben reichlich Raum für die alterkannten, immer gültigen Werte der klassischen und romantischen Literatur in den Programmen. Die Konzertprogramme einer Stadt wie Bielefeld müssen: Reflex eines Arbeitsplanes sein, der Vielseitigkeit mit kluger Auswahl verbindet. Bei der großen Unsicherheit der Erhaltung muß von der sonst geübten und gewiß oft verdienstlichen Spannung eines Programmbogens über mehrere Spielzeiten abgesehen werden müssen. Klassisches, Romantisches, der sichere Besitz der Vorkriegsjahre, den die Namen Strauß, Pfitzner, Reger umschreiben, einiges aus dem Aeltesten und— mit strenger Siebung— vom Neuesten, Pflege des wahren Volksliedes und richtige Pflege—das ist es, was man fordern muß. Immer wieder hindern Finanzschwierigkeiten und allerlei Zufälliges die wünschenswerte Durchführung solcher Programmpläne. Snobismus oder Personenkult gewisser überhebLaienkliquen, Ausländerei, zum Allerletzten entschlossene Mitläuferei mit allerlei Moden, die anmuten, als ob man eine Zucht von Eintagsfliegen anlegen wollte—, das alles sind Schwierigkeiten, von denen Künstler, Kritiker und echte Kunstfreunde ein Lied zu singen wissen. Daß vom Neuen nichts gebracht werden sollte, was einen gewissen Studienwert nicht übersteigt und auch dem bereitwilligen, allerdings nicht blind und taub billigenden Prüfer nur als Kuriosität gelten kann, ist nicht allgemein befolgte Satzung. Daß wir vom Fremden die interessanten und starken Führer, richt aber die gleichgültigen, vielleicht angenehmen weitteltalente in unseren Konzerten zu Wort komsollen, ist gleichfalls vorerst ein selbstverständlich klingender Wunsch, lange keine Tatsache. Was für die großen Zyklen der Chor= und Orchesterkonzerte gilt, muß auch für die Kammermusiker, für die Instrumentalsolisten, für die Sänger richtig sein. Hier spielt der Geldaufwand eine geringere Rolle; dieser Vorteil wird freilich durch das hier viel stärkere Hereinspielen persönlicher Bindungen, die oft bis zu deutlichen Gefälligkeitsprogrammen führen, nicht selten mehr als aufgewogen. Nicht minder schwierig, aber kaum einsinnig und für alle verbindlich zu lösen ist die Aufgabe, das Programm des einzelnen Konzerts auf einen Ton, einen Stil zu stimmen, es überhaupt zur Einheit zu runden. Viele— auch Furtwängler— lehnen die sogenannten„Stilprogramme“ überhaupt ab. Abwechslung, nicht im Amüsiersinn, aber doch als Wirkung gut ausbalanzierter Kontraste, ist die Parole ihrer Programmbildung. Gewiß kann die Aufeinanderfolge je einer Symphonie von Haydn, Mozart, Beethoven einigermaßen langweilig wirken: die Gleichheit oder doch innere Verwandtschaft der Form gibt nicht genügend Gegensatz. Richtig. Aber gerade Furtwängler hat an solchen und ähnlichen Programmen gezeigt, daß eine bis ins Letzte durchleuchtete Aufführung die Verschiedenheit der drei genialen Schöpferindividualitäten so stark herausbringt, daß das Bedürfnis nach Gegensatz und Abwechflung vollste Befriedigung erfährt. Auch die Frage der Aufeinanderfolge ist nicht ohne Rest einzelpersönlichen Zustimmens oder Ablehnens zu entscheiden. Gewiß wirkt Haydn nach Tschaikowsti klanglich nicht als Steigerung. Vielleicht wirkt er aber als Reinigung! Aber hier ist auf keinen Fall zwingend Bündiges, allgemein Bindendes zu erreichen. . Hat das Konzert nur in Auswahl und Ausführung die Höhe, die der Hörer ersehnt, hat es den vollen Zauber, dessen die Werke fähig sind, der Wiedergabe. so tritt jede Forderung darüber hinaus, da sie übermäßig wäre und nicht mehr empfunden wird, von selbst in den Schatten der Abgetanheit. Haben wir nur das volle Licht der Kunst vor unseren an so viel Finsternis grausam gewöhnten Augen, das volle, strahlkräftige, nicht augenschmerzende Licht, das aus den Werken der Meister dringt, wenn es gelingt, den Schrein zu öffnen, das Sesam zu dann fragen wir nicht nach Not und nicht nach Mehr. Im Augenblick des Glücks erleben wir unsere Ewigkeit, am wahrhaft musikbeschenkten Abend die Ewigkeit und Einheit der Kunst An solchem Abend haben wir ein wahres MusikLeben“, eine Mehrzahl solcher Abende ergibt ein vollkommenes Konzertprogramm. Die Oper, die schen Ausdrucksformen, und Dichtung, darstell Jede Wandlung inner gattungen muß früher ihren Niederschlag finde sche Umwälzung der let durch die gewaltige soz Weltkrieg, konnte nicht wirkung bleiben— die bild unseres von Extre Die Antithese Indi die unser ganzes Sein neuen Oper überzeugen spältigkeit im Wesen u. weit stärker noch als da einander nachromantisch die Gegensätzlichkeit im Typische Beispiele sind bergs und Weills, die morgen" und das Lehr sublimster Ausdruck ei dessen Werk nur noch w verständlich ist, hier Ge die Zwecke der Schule, Diese beiden Werke be Begriff„Die Oper un dingt durch die musikali i Jahrzehnte. Uebermächtig stand # ners hinter dem gesam hundertwende. Alle, 50 sich mit seinen schöpfe andersetzen, sie bejahen eigene Bahn zu erke Pfitzner, Schillings und Ideen in persönlicher A Musikdramen mit neue Heer talentloser Epig ahmen; nach gleichem zählige, heute längst v und Erlösungswerke. Gesetz der Geschichte Gegenbewegung, jeder ginnen.„Abkehr von 1 Parole unseres Jahrhu Rußland brachte der Führung Debussys und Loslösung von Wagner, sich der Realismus, die: und zugleich erwachte i Musizierwille, jeder li abgeneigt. Elementar 6 mus in die Musik ein, den zu scharfen Waffen fühlsinhalte der romai des Ausdrucks, Zusam schen Ablaufs in der K stisch für die veränderte der Gestaltung wurden von Musikern und Kün an der Erneuerung der Inhalt unserer Zeit an und Drangperiode setzt Gegensätze aufeinander, nungen für und wider jedoch, nach einem Experimentierens, hebei Chaos bereits zahlreiche tung und Ziel weisen. Die Geschichte gliedert sich(nach Mei Phasen der Entwicklung, zur vorangegangenen is und Schönbergs Auflösung des romant — harmonischen Bindunger volksmäßiger Elemente Phase, in der Straw und Hindemith die Fü chaotischen Durchbruch n wärtig erkennen wir, al vielen Werken der letzten Ordnung der neu gewi nach Bindung in neuer Entwicklung, in den kur Jahrzehnten zusammen Beginn einer neuen e# machte den Weg frei für bestimmte künstlerische e Sprengung des tonalen Mon ermöglichte eine un kompositorischen Material neuer Beziehungen der untereinander. So stel berg das Zwölftonsysten die Reihe der zwölfch bezogenen Halbtöne ein * H i n d e m i t h n a c h d e m V o r tischen Musik die Stimm Milhaud und zahlreiche Herkunft verbanden St Tonarten und verschied ander(Polytonalität un winsky, Bartök und a metrische Vielfalt der sl Volksmusik zu eigen, er durch ständigen Wechse Tendenz zu letzter Konz Schönberg deutlich und vortretend— zeitigte äuf Verwendung der neuen male Zusammenfassung. Jahre hindurch das bevo nen Komponisten, der Stil gewann— wie allder„Neuen Musik“— auch für die Oper. De mit seinen großen rauf wurde mehr und mehr di ersetzt, dessen Instrumer und unter Auswertung farben zur Charakterisie Parallel mit der Erneue sich— im Zusammen Händel= und Verdi=Rena der Oper in Form und I Nummernoper, von der nommen, löste vielsach drama ab; Busoni( *) Bergl. Pros. Di sprache der Neuen Musik der Richtung der st allzu fern zu inter einem Druck denheit auch Aber wenn wir haben, wenn wir s wir uns aus sten müssen, dann die letzten Dinge, i Klänge immer Wer ein wahres, at, der weiß, daß reine Lebensluft leselbe Rotwas alles vor der ettet werden soll? Auswahl treffen? Publikum? Die ? Die Kritiker? von einem Musikich sagen, daß der in allen seinen nstgebiet mitreißt wieder freigibt— och sehr gut und reilich, auch die , die an Stelle zt so erwünschten soll, muß heute eiben. Denn die g Dauerwerte kriegsbeginn aufvermehrt, neue forden, vor allem ittelalter, Zeiten, diesen haben. inmäßig gevert, sind vielern. Dazu kommt Singegemeinden, quemen Bastarde iche Musikleben immer nicht in sienst der reinen, orden ist. le einer Stadt 8 Arbeitsplanes r Auswahl verit der Erhaltung gewiß oft verrogrammbogens jesehen werden es, der sichen Namen Strauß, niges aus dem ebung— vom solksliedes und , w a s m a n f o r ndern Finanzlliges die wünProgrammpläne. zwisser überhebzum Allerletzten lei Moden, die s von Eintagssind Schwierigitiber und echte issen. Daß vom , w a s e i n e n g e und auch dem lind und taub tät gelten kann, Daß wir vom starken Führer, cht angenehmen zu Wort komrerst ein selbstnge keine Tater Chor= und r die Kammeristen, für die r Geldaufwand il wird freilich spielen persöndeutlichen Gest selten mehr kaum einsinnig st die Aufgabe, serts auf einen überhaupt zur Furtwängler— ramme“ übernüsiersinn, aber rter Kontraste, ldung. Gewiß er Symphonie einigermaßen der doch innere richt genügend irtwängler hat nmen gezeigt, te Aufführung ilen Schöpfernat, daß das echflung vollste ge der Aufeinzelpersönlichen cheiden. Gewiß glich nicht als er als Reinifall zwingend erreichen. ahl und Ausrsehnt, hat es ke fähig sind, de Forderung däre und nicht den Schatten Haben wir unseren an so Augen, das erzende Licht, ingt, wenn es 8 Sesam zu Not und nicht s erleben wir nstbeschenkten er Kunst. An hres„Musikde engicht en Opernmusik unserer Zeit. Von Dr. Arno Huth. D#e Oper, die umfassendste aller künstlerischen ausdrucksformen, umschließt zugleich Musik und Dichtung, darstellende und bildende Kunst. Jede Wandlung innerhalb einer dieser Kunstgattungen muß früher oder später in der Oper # ihren Niederschlag finden. Und auch die künstleriiche Limwälzung der letzten Jahrzehnte, verursacht # durch, die gewaltige soziale Umschichtung und den Welttrieg, konnte nicht ohne weittragende Aus# w i r k u n g b l e i b e n— d i e O p e r w u r d e z u m S p i e g e l bild unseres von Extremen bewegten Lebens. Die Antithese Individuum und Gemeinschaft, die unser ganzes Sein beherrscht, findet in der neuen Oper überzeugenden Ausdruck. Diese Zwiespältigkeit im Wesen unserer Zeit kennzeichnet— weit stärker noch als das selbstverständliche Neben## einander nachromantischer und moderner Opern— # die Gegensätzlichkeit im modernen Schaffen selbst. Typische Beispiele sind die letzten Opern Schön### bergs und Weills, die Satire„Von heute auf # m o r g e n" u n d d a s L e h r s t ü c k„ D e r J a s a g e r"; d o r t sublimster Ausdruck eines subjekviven Künstlers, # dessen Werk nur noch wenigen Eingeweihten ganz verständlich ist, hier Gebrauchsmusik, bestimmt für die Zwecke der Schule, den großen Kreis der Hörer. Diese beiden Werke begrenzen gleich Polen den Begriff„Die Oper unserer Zeit", beide sind bedingt durch die musikalische Entwicklung der letzten Jahrzehnte. Uebermächtig stand das Genie Richard Wag5 ners hinter dem gesamten Schaffen um die Jahrhundertwende. Alle, die nach ihm kamen, mußten sich mit seinen schöpferischen Gedanken auseinandersetzen, sie bejahen oder verneinen, um ihre eigene Bahn zu erkennen. Strauß, Schreker, Pfitzner, Schillings und viele andere führten seine Ideen in persönlicher Abwandlung weiter, schufen Musikdramen mit neuem Inhalt. Doch auch ein Heer talentloser Epigonen suchte ihn nachzuahmen; nach gleichem Schema entstanden unzählige, heute längst vergessene Helden=, Liebesund Erlösungswerke. Aber nach dem ewigen Gesetz der Geschichte folgt jeder Bewegung die Gegenbewegung, jeder Vollendung das neue Beginnen.„Abkehr von der Romantik“ wurde zur Parole unseres Jahrhunderts. In Frankreich und Rußland brachte der Impressionismus unter Führung Debussys und Scriabines allmähliche Loslösung von Wagner, von Italien aus eroberte sich der Realismus, die veristische Oper die Bühne; und zugleich erwachte in Deutschland ein neuer Musizierwille, jeder literarischen Programmatik abgeneigt. Elementar brach der tanzhafte Rhythmus in die Musik ein, Satire und Parodie wurden zu scharfen Waffen im Kampf gegen die Gefühlsinhalte der romantischen Oper. Prägnanz des Ausdrucks, Zusammenballung des dramatischen Ablaufs in der Kurzoper waren charakteristisch für die veränderte Einstellung. Neue Wege der Gestaltung wurden gesucht, eine Generation von Musikern und Künstlern aller Art arbeitete an der Erneuerung der Oper, um sie in Form und Inhalt unserer Zeit anzugleichen. Eine Sturmund Drangperiode setzte ein, hart prallten die Gegensätze aufeinander, tobte der Streit der Meinungen für und wider die neuen Ideen. Heute jedoch, nach einem Jahrzehnt unentwegten Experimentierens, heben sich aus dem einstigen Chaos bereits zahlreiche Werbe heraus, die Richtung und Ziel weisen. Die Geschichte der„Neuen Musik“ gliedert sich(nach Mersmann*) in drei große Phasen der Entwicklung, von denen jede Reaktion zur vorangegangenen ist. Der Impressionismus und Schönbergs expressive Musik waren Auflösung des romantischen Musikstils, Befreiung von melodischen, rhytmischen und vor allem harmonischen Bindungen; die Invasion tanzhaftvolksmäßiger Elemente führte in der zweiten Phase, in der Strawinsky, Bartök, Milhaud und Hindemith die Führung übernahmen, zum chaotischen Durchbruch neuer Kräfte; und gegenwärtig erkennen wir, als drittes Stadium, in vielen Werken der letzten Jahre das Streben nach Ordnung der neu gewonnenen Ausdrucksmittel, nach Bindung in neuer Form und Gestalt. Diese Entwicklung, in den kurzen Zeitablauf von zwei Jahrzehnten zusammengepreßt und zweifellos Deginn einer neuen Stilepoche in der Musik, machte den Weg frei für das von neuen Gesetzen bestimmte künstlerische Schaffen unserer Zeit. Die Sprengung des tonalen Systems von Dur und Moll ermöglichte eine ungeahnte Erweiterung des kompositorischen Materials, eine Fülle vollkommen neuer Beziehungen der Töne und Tongruppen untereinander. So stellte beispielsweise Schönberg das Zwölftonsystem auf, dessen Grundlage die Reihe der zwölf chromatischen, aufeinander bezogenen Halbtöne einer Oktave bildet, führte Hindemith nach dem Vorbild der alten vorromantischen Musik die Stimmen in freier Polyphonie; Nilhaud und zahlreiche Komponisten romanischer Verrunft verbanden Stimmen in verschiedenen Tonarten und verschiedenen Rhythmen miteinander(Polytonalität und Polyrhythmik); Strawinsky, Bartök und andere machten sich die metrische Vielfalt der slavischen und ungarischen Volksmusik zu eigen, erzielten starke Bewegtheit durch ständigen Wechsel der Rhythmen. Die Tendenz zu letzter Konzentration— schon bei Schönberg deutlich und dann immer stärker hervortretend— zeitigte äußerste Sparsamkeit in der Verwendung der neuen Mittel und straffe formale Zusammenfassung. Die Kammermusik war Jahre hindurch das bevorzugte Gebiet der modernen Komponisten, der neue kammermusikalische Stil gewann— wie alle Bewegungen innerhalb der„Neuen Musik“— entscheidende Bedeutung auch für die Oper. Das romantische Orchester mit seinen großen rauschenden Klangwirtungen wurde mehr und mehr durch das Kammerorchester ersetzt, dessen Instrumente vorwiegend solistisch und unter Auswertung ihrer spezifischen Klangfarben zur Charakterisierung verwandt wurden. Parallel mit der Erneuerung der Musik vollzog sich— im Zusammenhang mit der Mozart=, Händel= und Verdi=Renaissance— die Wandlung der Oper in Form und Inhalt. Das Prinzip der Berg(„Wozzeck“) und Hindemich(„Cardillac“) schufen in den geschlossenen Formen der absoluten vokalen und instrumentalen Musik, Weill(„Mahagonny“) und Milhaud(„Christoph Kolumbus“) gestalteten die einzelnen Szenen gleich Kapiteln einer Chronik von Dingen und Ereignissen. In betonter Abkehr vom Pathos und dem Gefühlsüberschwang der Romantik bekannten sich die Komponisten zur These Busonis„Oper als Spiel"(im Sinne Mozarts und der Commedia dell'arte). Das spielerische Element gab in verschiedenartigster Abwandlung zahllosen neuen Librettisten meist mit dem Austausch von Namen und Kostüm der Opernhelden und ihres Milieus. Die Gespreiztheit der Sprache, die Unwahrscheinlichkeit der Handlung und das Unvermögen zu dramatischem Aufbau, lassen unsere zeitgenössischen Komponisten ebenso am Textbuch verzweifeln wie die meisten ihrer Vorgänger in früheren Jahrhunderten. So manches Werk, das sich— wie etwa Kreneks„Jenny“ oder Autheils„Transatlantie“— als Zeitoper ausgibt, mit dem musikalischen und szenischen Requisiten des Tages — Jazz, dissonante Akkordit, Maschinen und tmn Aus der Baugeschichte der Rudolf-Oetker-Halle 2iedem sache ung he. fi die Rudolf=Oetker=Halle waren z. T. sehr schwierig. So mußte 3. B. perden Auf unsern dezu angelegt wurde, das Erdreich bis zu 16 Meter Tiefe ausgehoben nunseren Bildern sind interessante Mamente der Sprengungsarbeiten festgehalten. Vor der Sprengung. Der Bohrmeister bei der Arbeit. Die Sprengung. Das gesprengte Gestein wird abtransportiert. Werken ihr eigenes Gepräge, den Musikopern ebenso wie den kleinen heiteren Stückchen von wenigen Minuten Dauer, dem Märchen und Mysterium ebenso wie dem Ballett und der Groteske. Und Spiel, in anderer Weise, sind auch die kultischen Dramen eines Egon Wellesz. Verlangen nach Monumentalität, das Suchen nach bleibenden Werten war Ursprung der großen klassizistischen Bewegung, die auch auf das antike Drama zurückgriff. Hier wie dort wird überpersönliche Gestaltung menschlichen Schicksals erstrebt, wird der betrachtende Chor zum wichtigen Träger des Geschehens. Strawinsky ist der Vorkämpfer und Führer dieser Richtung, sein „Oedipus Rex“— von ihm selbst als OratorienOper bezeichnet— das erste vollgültige Werk des Neoklassizismus. Unbekümmert um die Problematik der Gegenwart, stark in der eigenen erdhaften Kraft, drang die Volksmusik von allen Seiten vor; das Wiederaufleben alter volkstümlicher Werke und mehr noch der sensationelle Erfolg der„Schwanda"= Oper von Weinberger sind beachtsames Symptom. Die neue Oper muß, wenn sie Besitz aller werden will, ursprünglich und echt im Gefühl, klar und einfach in ihrer Sprache sein. In dieser Erkenntnis schreiben heute junge Komponisten unter Führung von Hindemith und Weill bewußt für Laien, entstehen Werke, bestimmt für den Gebrauch in Haus und Schule, Chor= und Jugendbewegung. Die Neue Musik, lange Zeit ausschließlich Angelegenheit der Fachkreise, will Pngig#. wieder„Volksmusik“ werden. Hier ist der Kreis Nummernoper, von der Moderne wieder ausge= der Entwicklung geschlossen, die von Schönberg zu Autos— arbeitet, ist nichts anderes als eine Erscheinung der Mode. Die Zeitoper, auf die wir warten, ist noch nicht geschaffen, die großen Themen dieses Jahrhunderts haben ihre künstlerische Gestaltung in der Oper noch nicht gefunden. Die neue Zeit forderte auch Wandel der Bühnengestaltung, neues Gewand für das neue Werk und— entsprechend dem heutigen Empfinden— Erneuerung der alten Oper. Gleich den schaffenden wandten sich auch die nachschaffenden Künstler gegen den Stil der Romantik. Pathos und große Geste wurden durch einfache, ausdrucksvolle Gebärde abgelöst, durch natürliche Bewegung des Einzelnen wie der Masse; der Sänger wurde Teil des Ganzen, bewegter Körper im Raum. Und dieser Raum ist nicht mehr die alte Dekoration mit ihrem Drum und Dran, ihrer Häufung an ornamentalem Beiwerk, sondern das nur szenisch andeutende oder streng stilisierte Bühnenbild. Die moderne Architektur, sichtbarster Ausdruck der Zeit, gewinnt bestimmenden Einfluß; die Formen der neuen Bauten werden auf die Bühne übertragen, Farbe und Licht, stark kontrastierend verwandt, dienen der Auflockerung und Aufteilung der glatten Flächen. Sinn und Aufgabe des neuen Bühnenbildes ist die Konzentration auf das Wesentliche, auf das szenische Geschehen, dessen Ablauf sich durch die bewegliche Dekoration oder durch Einbeziehung des Films rascher als bisher, oft sogar pausenlos vollzieht. Und zugleich will diese Reform durch Sparsamkeit der Ausstattung der bedrängten wirtschaftlichen Lage der Opernbühnen Rechnung tragen. Noch sind diese Forderungen jedoch keineswegs überall erfüllt, sieht man in jeder Stadt und in jedem Theater die widersprechendsten Stilarten künstlerischer Darstellung nebeneinander. Doch man kann auch bereits— beispielsweise in der Berliner Krolloper, im Frankfurter Opernhaus und im Landestheater in Darmstadt— wegweisende Inszenierungen sehen, die von neuem Geist erfüllt sind. Weit über die einzelnen Städte hinaus haben die Arbeiten der Bühnenbildner Prof. Ewald Dülberg und Caspar Neher, der Regisseure Dr. Herbert Graf und Artur Maria Rabenalt Beachtung und Anerkennung gefunden. Aber es ist nicht zu verkennen, daß sich ein neuer Bühnenstil durchzusetzen beginnt, der in seiner Einfachheit und Geradlinigkeit Prägung der Ideen der Gegenwart ist. Die Umformung der Oper war bedingt durch die innere Umbildung der Hörerschaft, den Wandel des Geschmacks und des Empfindens der neuen Generation. Das Operntheater ist heute nicht mehr eine rein gesellschaftliche Institution, sondern beginnt Kulturstätte aller Schichten des Volkes zu werden. Die großen Bühnenorganisationen— Volksbühne, Bühnenvolksbund und Theatergemeinschaften— haben im letzten Jahrzehnt vollkommen neue Hörermassen an die Musik herangeführt, Millionen erstmalig den Besuch des Theaters ermöglicht. Diese neuen Besucherkreise, die den Mangel an Vorbildung durch freudige Aufnahmebereitschaft wettmachen, sondern vom Theater Zweierlei: Ueberlieferung der großen Werte der Vergangenheit und Vermittlung der wertvollen Werke der lebenden Komponisten und Dichter, Musiker und Regisseure, Bühnenbildner und Darsteller müssen durch höchste Intensität den Hörer und Zuschauer— den zumeist nicht ästhetisches Vergnügen ins Theater treibt, sondern das Verlangen nach Erleben oder Entspannung— menschlich zu packen suchen. Dies ist für die Dauer nur zu erreichen, wenn eine Form der Gestaltung gefunden wird, die, obwohl über den Alltag herausgehoben, dem Leben vor den Toren des Theaters entspricht. Den Künstlern erwächst heute mit der Einwirkung auf die unbegrenzt bildungsfähigen Massen eine ethtsche Aufgabe von höchster Verantwortlichkeit, stärker als je ist das Theater Mittel der Volkserziehung. Die Oper steht auch heute noch— ebenso wie einst zur Zeit Monteverdis, Glucks oder Wagners— im Zentrum des musikalischen Schaffens und der künstlerischen Entwicklung überhaupt. Und es scheint, als würde die Oper auch in den kommenden Jahrzehnten— vorausgesetzt, daß es gelingt, sie rechtzeitig auf die neuen Forderungen umzustellen— das große Gesamtkunstwerk der Zeit sein und bleiben. = Glückliches Dessau! Die für diese Saison vorgesehenen 12 Sinfonie=Konzerte des Friedrich= Theaters in Dessau, die unter Leitung von Generalmusikdirektor Artur Rother stehen, sino vollkommen ausabonniert. = Uraufführung einer Goethe=Sinfonie. Die Uraufführung der von Josef Reiter komponierten Goethesinfonie(CMoll) findet am 15. Februar 1931 in Wien durch das Wiener SinfonieOrchester unter Leitung von Generalmusikdirektor Prof. Franz Mikorey=München statt. = Der Rheinische Sängerbund bittet in einer in der Koblenzer Mitgliederversammlung des Rheinischen Sängerbundes abgefaßten Entschließung alle Chorleiter, der wegen der wirtschaftlich schweren Zeit in allen Gesangvereinen hervorgetretenen geldlichen Notlage entsprechend Rechnung zu tragen. Anerkennenswerterweise haben schon zahlreiche auf einen Teil ihrer Vergütung und die für eigene Konzerte verzichtet. Die übrigen werden gebeten, diesem Beispiel zu folgen. Wegen des 1932 geplanten Deutschen Sängerbundfestes in Frankfurt a. M. sollen erst alle Unterlagen gewissenhaft geprüft, und auf äußeren Glanz verzichtet werden. nommen, Iö drama ab; te vielsach das romantische Musikuson!(„Doktor Faust“), Alban *) Bergl. Pros. Dr. Hans Mersmann„Die Tonsprache der Neuen Musik“, Melosbücherei 1. Weill führte, von der Auflösung der Romantik zur Schaffung einer neuen Gemeinschaftsmusik. Die Stoffe der Oper sind naturgemäß vielfach andere geworden, suchen Beziehung zum Leben unserer Tage. Aber leider begnügen sich die 5 Chormeisterkursus in Berlin. Oktober fand, wie alljährlich, in Berlin ein stattlicher Chormeisterkursus statt, zu dem auch 24 vom Deutschen Sängerbunde vorgeschlagene Teilnehmer zugelassen waren. Der Kursus ist eingerichtet vom Preußischen Kultusministerium bezw. von der Interessengemeinschaft für das deutsche Chorgesangswesen, dem der Deutsche Sängerbund, der Deutsche Arbeitersängerbund und der Reichsverband der gemischten Chöre angehören. In mehr als 70 Unterrichtsstunden hatten die Kursusteilnehmer Gelegenheit, Einblick zu nehmen in die vielseitigen Fächer und Disziplinen, deren Beherrschung heute vom Chormeister verlangt wird. Bei den Chormeistern wird selbstverständlich ein großes Maß von praktischer Erfahrung vorausgesetzt. Der Kursus hat den Zweck, Fortgeschrittenen Anregungen mit in ihre Heimat zu geben, die sie ihrerseits in„Provinzkursen" verwerten können. Als Dozenten waren bekannte Lehrer der Staatlichen Hochschule sowie Chorpraktiker gewonnen worden. Es dozierten u. a. Professor Dr. Schünemann, Professor Dr. Moser. Professor Heß, Dr. Kickhefel, Coetsier, Rankk, Studlenrat Schmibt, Lenbvai u. E. In einer bei einem geselligen Zusammensein in der Hochschule gehaltenen Ansprache gab Professor Schunemann einen geschichtlichen Rückblick über die Entstehung der Kurse im Jahre 1922 und führte aus, wie sich der Ausbau aus kleinen Anfängen heraus bis heute vollzogen habe. Der jetzige Kursus sei der zehnte seit Bestehen dieser Einrichtung, reiche Erfahrungen, viele Versuche hätten ihm seine heutige Gestalt gegeben. Schünemann hob den Opfersinn der beteiligten Sängerbünde besonders hervor, die durch große finanziele Zuschüsse die Aufrechterhaltung der Kurse ermöglicht hätten. Einsonle=Orchester unter Beitung dei Komponisten statt. Neue Männerchöre mit Orchester. Arnold Ebel vollendete ein Werk für Männerchor, Baritonsolo und Orchester, einen Freiheitsgesang, op. 40 nach einer Hymne von Friedrich Hölderlin. Das Werk erscheint in dem Musikverlag B. Schott's Söhne, Mainz. Die Uraufführung findet am 12. November ds. Is. im Konzertsaal der Hochschule für Musik durch die Schöneberger Liedertafel und das Berliner Kurt von Wolfurt beendete ein Chorwerk„Landsknechtschoral“(für Männerchor, sechs Blasinstrumente und kleine Trommel), das im Lause des Winters in Dresden unter Generalmusikdirektor Fritz Busch mit dem Dresdner Lehrergesangverein und den Bläsern der Staatsoper seine Uraufführung erleben wird. „Woche neuer Musik“ in München. Die„Vereinigung für zeitgenössische Musik“ München, die sich in letzter Zeit nachdrücklich für das moderne Schaffen einsetzt, kündigt schon jetzt für Mai 1931 eine„Woche neuer Musik“ an. Zwei Opern gelangen im Rahmen dieses durch sein Programm hochinteressanten Musikfestes zur Urauführung, Francesco Malipieros „Komödie des Todes“ und die Vierteltonoper von Alois Haba„Die Mutter". Ferner wurden zur Uraufführung angenommen: Darius Milhaud „Die Leiden des Orest“, Werner Egk„Fruchtlosigkeit und Wohlwollen“, Chorwerke von Butting, durch die Oper„Mahagonny“, Strawinst, dunc den„Oedipus Bex“ und Honegger durch die„Amtgour vextreten.„Eine Veranstaltung bringt Spielmusiken für Laienorchester, eine andere wie jetzt oft bei modernen Musikfesten dem Schatzsen der alten Meister gewidmet— das berühmie Werk von Cavalliert„La Rappresentazione## anima et di corpore“ und Monteverdis„Tanz Spröden“ in Bearbeitung von Orff). Festdirigent öst Generalmusikdirektor Hermann Scherchen, bei den Aufführungen der Bühnenwerke wirden Kräfte der Bayrischen Staatsoper und Mütnchener Kommerspiele mit. Hindemith bildet ein neues Trie. Paul Hindemith hat zusammen mit dem bekannien Geiger Julius Wolfsthal und dem Gellisten Emanuel Feuermann eine neue TrioVereinigung gebildet. Hindemich selbst wird dem Trio die Viola übernehmen. Schriftleitung: Dr. Pritz Chlodwig Lange. Verlag von J. D. Käster N.# Druck und Verlag von J. D. Küster Nacht. Bas Seudgs=Rozerrsruusert. VeiierrSe Albs=Reielo Der Langenberger Sender überträgt heute von 20 bis 21 Uhr die I. Symphonie von Brahms und die Festrede. gue mehr sreben empfindliche Menschen dahin, den Radio-Apparat zu einem treuen Hausgenossen zu machen. Er soll sich einpassen in die Lebensform der Familie, er soll kein technischer Tyrann werden. Die Hausfrau fürchtet oft mit Recht, daß so ein Dreh— kasten mit Drahtgewirr und X Batterien in ihre friedliche Wohnung Einzug hält. Alles Unschöne der Radio-Apparatur zu nehmen, war uns schon oft zur Aufgabe gestellt. Als Selbstverständlichkeit aber auch, daß Bedienungleicht und Wiedergabe erstklassig sein sollten. Eine Ausführung, die solchen Bedingungen entspricht, zeigt die Photographie aus einem Bielefelder Heim. Der ganz der Einrichtung angepaßte Schrank enthält unten Netzanschluß und Kraftverstärker, darüber das Radiogerät, ein trennscharfes, geeichtes 5- Röhren- Gerät. In den weiteren Fächern befinden sich das Elektro# Laufwerk und Abtastvorrichtung für Schallplattenwiedergabe, ferner die Plattenaufbewahrungsfächer. Der dynamische Lautsprecher auf akustisch günstiger Schallfläche ist unterhalb des Schreibtisches aufgestellt und meist durch den Schreibsessel nicht sichtbar — aber doch klingt der ganze Raum.— Der Druck auf einen einzigen Schalter genügt, und die Klänge der Welt strömen in Ihr Heim, ein zweiter Hiebel läßt sie verstummen und ersetzen durch selbstgewähltes Schallplattenprogramm, sei es nun das einer Heimoper oder das einer flotten Tanzkapelle zu einem Tänzchen in der Familie. Wenn Sie schöne zuverlässig arbeitende Radio-Anlagen mit natürlicher Wiedergabe haben wollen, dann führt Sie Ihr Weg in das Radiohaus SAUERLAND GEHRENBERG 15. Hätten Sie nun einen Beratung und Vorführung unverbindl. Radiohaus Petring& Co. Blelefeld Heeperstraße 42 Ruf 1743 WADTO kauft man nur Im Fachgeschäft Schallplattenlager Lieferung sämtl. Fabrikate zu Original-Fabrikpreisen. AKKIf werdenabgeholt, fachgemäß geladen und giedergebracht— alles für 50 Pig. BEHRENS& WACHTER Ecke Arndt- und Slechenmarschstraße OIST 2-Röhren-Bezirksempfänger) Gleich- oder Wechselstrom masalv echt Nußbaumgehäuse, Vollnetzbetrieb, A-poliger Lautsprecher, 1 Jahr Garantle anschlußtertig far Nik. 89.50 Forver zümtliche BachsanwertSerüfe W. Ude, Herforder Straße 105 „RadlolobStorschutzgeräte für Motore, medizinische Geräte usw. Niedriger Preis. Verblüffende Wirkung. Zu haben in allen Fachgeschäften. Herm. Ebeling, Ing. Werkstätten für Elektrotechnik Bielefeld, Mühlenstraße 13. Oetkerhalle ausverkauft? Aber!! Sie schalten Langenberg ein und hören tonschön eine vollendete Ubertragung. Auch mit meinen eintachen Geräten hören Sie, als süßen Sie Im Konzert. Bequeme Zahlungsweisel 9•° Sofortige Lieferung! SADLER mapEnusrr. 45 Grtah., Sie finden bei uns die neuesten Schöpfungen der Redie-Industrie. Bitte besuchen Sie uns und lassen Sie sich von uns unverbindlich beraten. lich ven uns unvethindich bereten. MLD E Autorislerte Velerunken-Verkäufsstelle Arpreuh Pernrut so74:-: Stresemannstraße i t Mannes der Vergan wird im Banne de übersehen, daß die zwischen wirklich u viel oder gar alles nicht mehr im Bewi die klngenden getten Leicht wäre es 6 gen uud bie Tatbach Nachgeborenen wirkl würde auch nicht geä jener Tempelhüter, gern zur Ketzerei sten Aber es ist bez gleich einigen(verhe Großen der Vergan oder gar heuchlerisa Seine einztgarti e ece ehrender Tat gerecht auch Robert Schuma hundert hundertjähr solcher Gigantenschri Fläche Landes. Od Form wie den he Maggiore, damit, w über Berg und Tal Schifse vorbeifliegen was der Riese bedeu worten: Beethov meinen, es sei ein Kein Meister de Beethovens Wesen u Augen gestellt, als— Klinger, der in der Marmor=Rhythmen von Adlern kaum er Gewaltiger aber noch so giganvischen? Beethoven auch für wirklich lebt. Hat trete auch jetzt noch Italiener nahe, so gi in seiner Beziehung päischen Menschheit. tende Erinnerung Heroen=Bildwerk ode Gesichtsmaske, die i hängt, oder gar an d Schmermut der Tot denen bei Nennung d. dieses monumentale unvergeßlicher Weiß Sehnsucht, weltüber Dinge zu künden sche Tausenden und! — mehr als 100 Jak dieses Mannes Werk aufrüttelndsten Kun Gemeingut aller den haupt für die Sprac Eine Sprache aber Sonaten, Ouvertüren Kommermusik, dem uns entgegentönt; 1 ersten Mal und iin rache nach ihm: Spr So bedarf der B einer fühlenden, mit sich ihm jenes Reich zuerst dem großen R. in Beethovens In Zünftige Begriffe un haben keine Bedeutu Um sie zu verst keine Kenntnis eines einer vergangenen Geschmackes. Wie an und Haydn(um zw nahestebende große ihrer Musik spricht Schönheit zu uns, ihre Weltanschauung, Wenn wir nicht Haltr Rokoko überhaupt ve ganzen Kultur mani Wie Ral Außel Erinnern Sie # os. St#t Strawinsty dunch ger burch die ut. ianstaltung bringt r. eine andere— sitfesten dem Schat4— das berühmie appresentazione d teverdis„Tanz der Orff). Festur. Hermann ScherBühnenwerke wiraatsoper und der neues Trio. umen mit dem bei hal und dem Geleine neue Triofelbst wird in 91 hlodwig Lange. ). Küster Nacht. tung für rner die Der dyakustisch rhalb des 1d meist sichtbar Raum.— RO 15. Rolare. usw. die Wirkung. eliten. ttechnite aße 13. E 16 hören ragung. Beräten onzort. derung! Was ist uns Beeth Ven Frit Chledwis Longe. Svei! 7 ##n bus Andenten aned großen Mannes der Vergangenheit ehrend erneuert, dann wird im Banne der historischen Einstellung oft übersechen, daß die Bedeutung des Geseierten inzwischen wirklich nur noch— histovisch ist, daß viel oder gar alles an der bedeutenden Leistung nicht mehr im Bewußtsein unserer Zeit lebt. daß die Elngenden Ehren eben nur einem Toten getten Leicht wäre es hier, berühmte Namen zu nennen, und die Tatfache, daß es für die Mehrheit der Nachgeborenen wirklich nur noch Namen sind, würde auch nicht geändert durch das Pharisäertum jener Tempelhüter, die eine ehrliche Erkenntnis gern zur Ketzerei stempeln. Aber es ist bezeichnend, daß gleich einigen(verhältnismäßig wenigen!) ganz Großen der Vergangenheit, solcher übereifrigen oder gar heuchlerischen Lobredner nicht bedarf. Seine einzigartige Bedeutung und durch ein beeinträchtigte Lebenskraft über das begreifliche Untern. einem ihrer. ins Heroische gesteigerten Artgenossen mit rühmendem Wort und ehrender Tat gerecht zu werden. Das fühlte wohl auch Robert Schumann, als er vorschlug:„Nehmt hundert hundertjährige Eichen und schreibt mit solcher Gigantenschrift seinen Namen auf eine Fläche Landes. Oder bildet ihn in riesenhafter Form wie den heiligen Borromäus am Lago Maggiore, damit, wie er schon im Leben tat, er über Berg und Tal schauen könne. Und wenn die Schifse vorbeifliegen und die Fremdlinge fragen: was der Riefe bedeute— so kann jedes Kind antworten: Beethoven ist das— und sie werden meinen, es sei ein deutscher Kaiser...“ Kein Meister der bildenden Kunst hat umns Beethovens Wesen mit stärkerer Sinnfälligkeit vor Augen gestellt, als— sogt, was ihr wollt!— Max Klinger, der in der Phantasiepracht seiner barocken Marmor=Rhythmen den einsamen Heroen auf den von Adlern laum erflogenen Wolkenthron erhöhte. * Gewaltiger aber als ein Erinnerungsmal von noch so giganvischen Ausmaßen ist die Tatfache, daß Beethoven auch für den heutigen Menschen noch wirklich lebt. Hat man von Dante gesagt, er trete auch jetzt noch in irgend einer Form jedem Italiener nahe, so gilt Aehnliches von Beethoven in seiner Beziehung zur deutschen, zur europäischen Menschheit. Und wäre es nur die hafsende Erinnerung an Klingers phantastisches Heroen=Bildwerk oder den erhabenen Ernst jener Gesichtsmaske, die in unzähligen Musikzimmern hängt, oder gar an die erschütternde, abgrundtiefe Schmermut der Totenmaste, es gibt nicht viele. denen bei Nennung des Namens„Beethoven“ nicht dieses monumentale Gesicht erschiene, das in so unvergeßlicher Weise von Einsamkeit, Größe, Sehnsucht, weltüberlegenem Wiffen um betzte Dinge zu künden scheint. Tausenden und Abertausenden wird jetzt noch — mehr als 100 Jahre nach Beethovens Tode— dieses Mannes Werk zum größten, nachhaltigsten. aufrüttelndsten Kunsterlebnis. Diese Musik ist Gemeingut aller deren Ohr und Herz nicht überhaupt für die Sprache der Töne verschlossen ist. Eine Sprache aber ist es, die aus Beethovens Sonaten, Ouvertüren und Symphonien, aus der Kammermusik, dem„Fidelio“ und der„Missa“ uns entgegentönt; Musik ist bei Beethoven zum ersten Mal und in einem Grade wie nie wieder nach ihm: Sprache der Seele. * So bedarf der Beethoven=Hörer eigentlich nur einer fühlenden, mitschwingenden Seele, damit sich ihm jenes Reich erschließe, dessen Kunde sich zuerst dem großen Romantiker E. T. A. Hoffmann in Beethovens Instrumentalmusik offenbarte. Zünftige Begriffe und„Lart vour Clart“-Finessen haben keine Bedeutung vor dieser Seelensprache. Um sie zu verstehen, braucht man auch keine Kenntnis eines historisch gewordenen Stils, einer vergangenen Mode, eines entschwundenen Geschmackes. Wie anders ist das schon bei Mozart und Haydn(um zwei andere, Beethoven zeitlich nahestehende große Musiker zu nennen). Auch in ihrer Musik spricht sehr vieles mit unmittelbarer Schönheit zu uns, aber ihre innerste Haltung, ihre Weltanschauung, ihr Lebensgefühl ist: Rokoko. Wenn wir nicht Haltung. Geist und Rhythmus des Rokoko überhaupt verstehen, wie er sich in seiner ganzen Kultur manifestiert, wird uns auch das Bei Beethoven aber fühlen wir— von weniger„Jugendwerken abgesehen— beinerlei zeitliche Bedingtheit. Er greift uns gleichermaßen durch den tragischen Ernst und die kiese Empfinlangsamen Sätze, wie durch den strotzenden Humor seiner Allegro=Inspirotionen mit unmittelbarer Kraft ans Herz. Das Neue, ja Einzigartige seines künstlerischen Wesens gegenüber seinen Vorgängern läßt sich sehr wohl mit Goethes aus dem Schnörkelwesen der RokokoDichtung in neue menschliche und künstlerische Höhen sich emporschwingende Erscheinung vergleichen. Der Komponist und der Dichter, beide Hanten, ihrer Kunst eine neue Sprache, ihrem uhe in Seiteitk in mechunt er ückendes Erleben. Die gesamte Musikentwicklung letzten hundert Jahre, von der tönend=architektowischen Form bis zum Dichtwerk in Tönen und zumAllkunftwerk—, sie wäre undenkbar ohne Beetwenn jetzt auch schon wieder neue künftlertsche Ziele am Horizont auftauchen, so ist Beethovens Werk doch noch immer die höchste und an innerer Fülle reichste musikalische Gestaltung seelischen Erlebens bis auf den heutigen Tag geblieben. Wie aber wäre solche, in ihrer hinreißenden Wirkung ans Wunderbare grenzende LebensAistung möglich, Wenn Auder all beesen undergleichlichen Kunstwerken nicht die Gestalt des zuvergleichlich, großen Menschen stünde; wenn diese musikalische Seelensprache nicht von einer berotschen Aufhöhung all des Leidens und Kämpfens kündete, das im Kleinen und Beserden gi. dem Srtasten undr uns dr Goethe wor es, der mit untrügbichem Blick Beethovens Wesen ersaßte:„Zusammengerafster, energischer, inniger habe ich keinen Künstler gesehen.“ Beethoven sprach das sieghafte Wort:„Ich will dem Schicksol in den Rachen greisen; niederbeugen soll es mich gewiß nicht.“ Dies Trutzwort kann recht eigentlich als Leitspruch gelten für das heldische Schauspiel des ese al gesehe e. e Die bese licher Vervollkommnung in jedem Sinne, dann im Kampf mit kleinlichen Enttäuschungen und Miseren des Alltags, endlich das unendliche Dulden körperlichen Leidens—, immer bietet vieser Musiker den Anblick eines heroischen Kämpfers, dessen Lippen gleichwohl die höchste Lebensbejahung mit dem Worte sprechen:„O, es ist schön, das Leben tausendmal zu leben!“ Nur auf solchem Seelenboden konnte die C=Moll=Symphonie, konnte der Chor an die Freude wachsen. Beethovens Gesamtwerk gibt— wie kaum ein anderes Werk der Kunst— das schönheitsvoll geformte Abbild eines wahrhaft großen Menschentums. Aus der Einheit des Mannes und Künstlers Beethoven aber erwächst auch für uns Menschen von 1930 die lebenströstliche, lebenbejahende und heroisch lebenüberwindende Zauberkraft der Beethovenschen Musik. PirheitBrucktier undsehfred eum. Von Ernst Deesey, Wien. den achtziger Jahren des vorigen Jahrhunderts wandelte durch die Straßen Wiens ein Mann von wunderlichem Aussehen. Eine breitgedrungene Gestalt erschien, die Beine staken in absonderlich weiten Hosen, aus dem schwarzen Rock hing ein blaues Taschentuch, den mächtigen Schädel bedeckte ein schwarzer Schlapphut— aber dieser Schädel, der aus einem bis zum Schlüsselbein reichenden Hemdkragen hervorspringt, ist so machtvoll und edel wie das Haupt des Kaisers Claudius. Und er machte es wohl, daß jeder sich nach dem Mann umsah. Man hätte glauben können, ein römischer Caesar, ein streitbarer Bischof oder ein Lehrer vom Lande rücke an: aber jedes Kind in Wien wußte, es war Anton Bruckner, Professor am Konservatorium, Organist am kaiserlichen Hof und Komponist gewaltiger, schwer verständlicher, ebenso bekämpfter wie bejubelter Symphonien. Man erzählte einander von Anton Bruckner zahlreiche Anebdoten und er war auch ein Original in seiner Pracht, geradezu geboren für die Anekdote. Einmal wird er vom Fürsten Hohenlohe zum Souper geladen, und als er dessen Palais betritt, stellt er respektvoll seinen Zylinder auf den Absatz der Treppe und geht barhäuptig hinauf. Als er zum ersten Mal nach Bayreuth kommt, geht er mit einem Frack auf dem Arm durch die Straßen spazieren, denn er wollte, wenn zufällig Richard Wagner des Weges kommen sollte, rasch unter ein Haustor springen und den Frack dem Meister zu Ehren anziehn. Wagner war überhaupt für ihn der Meister aller Meister, in Bruckners Wertschätzung stand Wagner etwa zwischen dem Bischof von Linz und dem lieben Gott, und als ein Pietätloser Bruckner einmal fragte, ob es nicht ein Mangel sei, daß Wagner nur Opern, keine Symphonien geschrieben habe wie andere, antwortete Bruckner mit schlagsertigem Tiefsinn:„Mein Lieber, wenn einer eine Krone auf dem Kopf hat, braucht er sich keinen Zylinder aufzusetzen...!“ Am verlegensten war Bruckner im Umgang mit Frauen. Er verehrte diese Symbole der Weltschönheit, war oft verliebt und wollte heiraten — einmal sogar eine Berliner Krankenschwester— aber geheiratet hat er keine. Er wagte es nicht. Als Zeichen seiner besonderen Huldigung bot er Damen gelegentlich seine Schnupftabaksdose an, was auf keinen Fraueneroberer schließen läßt. Er blieb der große Junggeselle der Musik wie Brahms und Beethoven, nur ihm verbunden, dem seine Musik dienen sollte, dem Schöpfer. Alle diese Züge bezeichnen einen Mann mit einer Kinderseele, das große rührende Kind Gottes. Anton Bruckner stammte vom Lande- er war am 4. September 1824 in Ansfelden, Oberösterreich, geboren— und hatte alle Kraft des Landes in seiner Künstlerseele versammelt. Aber er war einer der Künstler, die inkognito durchs Leben gehen, im Gewand des Unscheinbaren wie Franz Schubert, denn Gott verbirgt oft seine Wunder in Menschen, die gering aussehen und verkannt sind. Er kam aus den Tiefen des Volks, und wird als Sohn eines frühverstorbenen bäuerlichen Lehrers im Stift Sankt Florian bei Linz erzogen. Zeitlebens betrachtet er sich auch als Angehöriger des großen und wunderbaren Stifts. und als er später vom Hofkapellmeister Herbeck aufgefordert wird, Linz zu verlassen und als Lehrer am Konservatorium nach Wien zu gehen, und Bruckner weiß nicht recht, soll er den Antrag annehmen oder nicht,— er ist, wie man bei ihm zu Hause sagt: im Wiegel=Wagel—, da setzt er sich in Sant Florian, in der hellen weiträumigen Stiftskirche an die Orgel und spielt. Und erklärt nachher, ja, er wird nach Wien gehen, die Orgel, seine alte Kameradin hat„Ja!“ gesagt... Bruckner war erst Sängerknabe, dann Stiftsorganist in Sankt Florian. Dazwischen liegen schwere Jahre, die er als Unterlehrer in Dörfern wie Kronstorf und Windhaag zubrachte, mit geringem Lohn in bäuerlicher Unterwürfigkeit. Dort hat er als Tanzmusiker ausgespielt, wenn die Burschen die Diandeln im Wirtshaus drehten, dort sammelte er den Rohstoff, den er später in seinen symphonischen Scherzi verklären sollte; dort aber hat er auch in seiner„Wohnung“, einem Speckkammerl. nachts über Theorie studiert und auf einem alten Spinett seine ersten Werke komponiert. Später, während er schon Domorganist in Linz war, hat er noch sieben Jahre lang beim Altmeister des Kontrapunkts, Simon Sechter. studiert, zu dem er immer mit eignem Urlaub nach Wien fuhr. Die Notenbeispiele die er dort arbeitete, füllten sein Zimmer knöchelhoch. Sein Können wächst ins Ungeheure und kommt eigentlich aus seiner Demut her: die Kunst gehört Gott, man muß sie bis ins Letzte und Verborgenste beherrschen, wenn man Gott dienen will.. Gern läßt er sich prüfen, lieber als andere Studenten, er fürchtet die Prüfungen nicht, er begehrt sie. Einmal bewirbt er sich in Wien um eine Organistenstelle, eine Kommission tritt in der Kirche Maria Trell zusammen, und Kapellmeister Herbeck schreibt ihm ein schweres Fugenthema auf, vier###umig. Bruckner Ktarrk dus Popter an, oie Kommission glaubt schon, er wird es ausgeben. Da setzt er sich an die Orgel und spielt ein Prälrdiurm samt Fuge aus dem Stegreif, daß den Herren die Haare zu Berge stehen. Die Kommission läuft auseinander.„Der hätt uns prüsen sollen“, ruft ein Mitglied im Abgehen... Sein ungeheures Wissen, seine Meisterschaft als Organist, seine Kirchen=Komposivionen in Linz, und seine ruhmvollen Auslandreisen nach England und Frankreich waren es, die ihm schließlich die Berufung nach Wien eintrugen. Er kommt ans Konservatorium, entwickelt eine früchtereiche Wirksamkeit als Lehrer für Theorie und Orgelspiel— die Zahl seiner bedeutenden Schüler ist sehr groß— Wien aber, das damalige üppige, in Geld und Lebensgier schwelgende Wien, dessen schönste Frauen sich von Makart nackt auf einem Akademietableau verewigen ließen, dieses altliberale und doch so urreaktionäre Wien wurde sein Hakeldama, sein Blutacker. Denn in Wien schuf er, abgesehen von der schon in Linz 1867 vollendeten ersten Symphonie, eine Reihe von Symphonien, die sich nicht an das materiell gestimmte Publikum, sondern an eine ideale Gemeinschaft von Gläubigen richteten. Bruckner, der zwar kein„Gebildeter“ war, sondern ein Begnadeter, der innere Formung und Gestalt im Sinne Goethes besaß, schuf neun Symphonien von einem neuen domhaften Typ und stellt in diesen Werken die religiöse Seite des österreichischen Menschen, sein naturnahes und transzendentes Gemütsleben dar wie Johann Strauß in seinen Tanzformen die vergnügte, lebensfrohe, die ekstatische Seite des Oesterreichertums repräsentiert. Er stellt sich damit neben Brahms, seinen Zeitgenossen, und neben Beethoven, seinen Stammvater von dem er immer zu sagen pflegte:„Gegen den Beethoven bin ich doch nur ein ganz ein kleines Hunderl...“ Aber während Beethoven gebieterisch und knapp ist, ist Bruckner weiträumig, cyklopenhaft, wieder als Abkömmling streitbarer Bauerngeschlechter im Scherzo gigantisch, im Finale aber ein Gottsucher, einer der mit dem Engel ringt, bis er Gott in seiner Glorie schaut. Die Symphonien dieses Typs sind der Schrecken der lustigen Kaiserstadt gewesen. Bei jeder Aufführung seiner Werbe toben Schlachten im Großen Musikvereinssaal, die alten Abonnenten vertragen keine lange Symphonie zu Mittag, sie wollen essen, nicht beten, sie flüchten aus dem Saal, und nur die Jugend nimmt sich mit dem Instinkt der Jugend des greisen Meisters an, der hilflos auf dem Podium stehend, seine Niederlage erlebt und sich den Schweiß mit dem riesigen Bauernsacktusch vom Antlitz wischt. Angesichts einer bösartigen Presse, die ihm Verworrenheit, Mangel an Formgefühl und an Logik vorwirft— ein gewisser Dömpke schrieb sogar einmal:„Bruckner kompomiert wie ein Betrunkener!“— gehört ein ungeheures Selbstvertrauen dazu, nicht zusammenzubrechen, sondern gestärkt durch die Gottesnähe weiterzuschaffen. An seiner Vierten Symphonie(Es=Dur) wurden die „Angstpausen, Rettungstonleitern, Notsequenzen, Verzweiflungs=Fansaren“, gerügt, an seinem Streichquintett(1885) der„Wagnerstil auf fünf Streichinstrumente abgezogen“ getadelt— den ersten wirklichen Bruckner=Erfolg in Wien brachte überhaupt nicht eine Symphonie, sondern das große Tedeum, aufgeführt im Gesellschaftskonzert vom 10. Januar 1886. Zwar gab es auch hier Widersacher, die von einem„ketzerfleisch=duftenden Tedeum" des großen Katholiken sprachen, die ihn ohne innere Hemmungen einen„impotenten Römling" nannten; aber der tonangebende Ludwig Speidel war erlebnisfähig und ließ ihm Gerechtigkeit widerfahren:„Es ist ein enthusiastisches Werk und sollte eigentlich nach einem großen Staatsakt oder einem siegreich beendeten Feldzug zu Gehör gebracht werden. Von der katholischen Kirche, deren wehmütiger Diener der begabte alte Knabe durch lange Jahre gewesen, hat er den Mut gehabt, mit seiner Begeisterung herzhaft herauszugehen. Mit Stimmen und Geigen und Pauken und Trompeten lobt er seinen Gott... Es ist ein verzückendes Schauen und Hören der Geheimnisse des Glaubens, ihrer Höhen und Abgründe...“ Bruckner war ein Sechziger, als er dieses Werk schrieb(1883/4), er stand an der Schwelle des Greisenalters wie er denn überhaupt ein Spätblüher ist, gleich Tizian, gleich dem Verfasser des Robinson und anderer leidbewegter Menschen, die im Alter ernten. Sein Tedeum ist— außer dem 150. Pfalm— das einzige große nichtweltliche Werk, das der Symphoniker Bruckner in Wien schrieb. Der Text(vom heil. Ambrosius, Bischof von Mailand, und dem heil. Augustinus gestaltet) ist ein Preisgesang auf Gott, durchbrochen von Gebeten. Das stand ihm besonders Wie Ratskeller und Theater-Restauration wird nunmehr auch der eppgupugpggggggnguegnegugeugupeupeggpn nnmnmmrgenegunnnge, Mdlbugudundnggnbgng durch die Ratskellerbetriebe fachmännisch und in bekannter Sorgfalt betreut. Das Merkmal meiner Betriebe: Hervorrag. Qualitäten Billige Preise Vom Besten das Beste! Außer Haus lefert die Stadtküche Erinnern Sie sich bei Bedart, gleich welcher Art, an die bereitwilligen Dienste der der Ratskellerbetriebe jeder Zeit und in sorgfältigster Ausführung zu allen Anlässen prompt und billig durch eigenen Wagen sämtliche Essen sämtliche kalte Platten/ alle Edel-Blere In Syphons. Ratskeller-Betriebe(Inh. Helnr. Meyer) Bielefeld A nahe. Mit der Vollkraft von Chor und Orchester, mit einem C=Dur-Fortisstmo geht Bruckner dann gleich in medias res:„Te deum laudamus!“ Er ballt den Chor zum Unisono, Trompeten, Posaunen, Tuba singen im Einklang mit, und die paukendurchdonnerte, festliche Gegenwart des Hauptthemas wird von lapidaren Begleitfiguren Streicher umspielt, kirchlich empfunden Figuren, die der Zeitungswitz alsbald als „Riesenschaukel" verhöhnte, weil sie in großen Intervallen auf und abgehen. Dem ersten Gewaltsatz folgt als Kontrast das , das erste Gebet, eine lyvische Verklärungsmusik(Solovioline, Solotenor), das „Aeterna fac“ als zweiter Gebetsteil. Mit dem „Per singulos“ beginnt der Schlußteil, der zu den Höhen der Final=Ekstatik führt. Die unbesiegliche Hoffnung auf Gott findet hier zwei Formen, den wunderbaren Choral„Non confundar in aeternum“ und die Fuge„In te domine speravi“. Bruckner steigert seine Riesenkräfte noch durch seine Riesensechmik, Er erfindet die Inbrunstgewalt des Chorais, der verwandt ist mit dem DurchbruchsThema aus dem Adagio der Siebenten Symphonie, er zwingt die Stimmen bis an die Grenzen und erfüllt den Chor mit einer ungeheuren Druckkraft; er hält die Stimmen in ihren Höhen mit äußerster Spannung fest bis sie zuletzt die Kolonne des Chor=Unisonos bilden und in Allabreve=Freude in alle Welt verkündigen:„Non confundar in aeternum— ich werde nicht verworfen sein in Ewigkeit!“ Bruckners Tedeum hat übrigens noch eine besondere Aufgabe. Der greise Meister bestimmte in hora mortis, daß an Stelle des seiner Neunten Symphonie fehlenden Finales— er konnte es nicht mehr vollenden— das Tedeum treten möge. An Stelle des Finales, nicht als Schluß=Satz, sondern als Epilog. Bei der Uraufführung der Neunten Symphonie(1903 in Wien) machte denn auch Ferdinand Löwe dieses Tedeum, aber er schied es von der Symphonie durch einefast halbstündige Pause. Mit Recht. Er fühlte, daß der Verklärungsstil des letzten Adagios und das viel ältere, mannesstarke Tedeum nicht zur Einheit zusammenklingen. Und doch hatte Bruckners Wunsch schöne Sinnigkeit: als Abschluß, nicht der Neunten allein, sondern aller Symphonien, ja aller seiner Werke, als ihre erhische Essenz und Summe gab es nur die stimmenvereinende Glaubenshymne: Te Deum laudamus. Als das Tedeum zum ersten Male von Siegfried Ochs in Berlin aufgeführt wurde(1891 mit den Philharmonischen Chor), war Bruckner von der Wiedergabe derart entzückt, daß er aus Dankbarkeit alle vom Podium herabkommenden mitwirkenden Chordamen abzuküssen suchte, mit sorgfältiger Auswahl der jüngeren und hübscheren... Wort aber„Non confundar in aeternum“ wurde sein Lebenswort. Er war selbst eine Tedeums=Natur und es gab einige Schauende schon zu seinen Lebzeiten, die ihn erkannten und wußten, daß sein Reich nicht von dieser Welt war. Als 1891 die Universität Wien Anton Bruckner den Ehrendoktor verleiht, da findet ein Festkommers statt und bei dieser Gelegenheit hält der Rektor Avolf Exner eine Rede mit den seither berühmt gewordenen Worten:„Wo die Wissenschaft Halt machen muß, wo ihr unübersteigliche Schranken gesetzt sind, dort beginnt das Reich der Kunst, welche das auszudrücken vermag, was allem Wissen verschlossen bleibt. Ich, der Rector magnificus der Wiener Universität beuge mich in Ehrfurcht vor dem ehemaligen Unterlehrer von Windhaag...!“ Am 11. Oktober 1896 schließt Anton Bruckner die Augen, er stirbt in den Armen seines getreuen Sekretärs und Schülers Meißner. Dann kehrt Bruckner, der einst die uralte Völkerstraße längs der Donau herabgewandelt war, ins Land seiner Jugend zurück, um im Stift Sankt Florian unterhalb der großen Orgel zu rasten vom Leben eines Märtyrers und Künstlers. Nicht auf dem offenen Friedhof ruht er, sondern in den Katakomben, gleichsam zwischen Himmel und Erde in einem freistehenden Sarg. Nachdem er tot war, begann er entdeckt zu werden, und wird seither fortentdeckt als der Antonius, das Kind Gottes, das sein Kredo mit taulerischer Bekenner=Kraft sang, als ein deutscher Nothelfer der Musik. Es gibt ein reizendes Schattenbild von Otto Boehler, Bruckners Ankunft im Himmel. Man sieht darauf, wie Bruckner oben ankommt und eben den Fuß über die letzte Wolkenstufe setzt. Da schweben die Engel heran, da wartet schon Richard Wagner und streckt ihm beide Hände entgegen, Liszt kommt herbei, Bach lehnt sich über die Orgel, Schubert nickt ihm ein Wiener„Servus!" zu, und selbst der Herr von Beethoven, die Hände unwirsch auf dem Rücken, versucht ein freundliches Die IOetsälsche Zeienn Uche Anzeigen für die 6 erscheint mit den Beila; Rundschau",„Die We Nechns“,„Schule und dau“ an jedem Wocher Niedernstraße Nr. Nr 256 Der Bom Der große Saal der Rudolf-Oetker-Halle Zwinkern, kurz der ganze Himmel zeigt sich in Sonntags=Stimmung, denn alle wußten, daß der Mann in seinem Organistennock mit reinen Händen und reinem Herzen ankam, daß er in seinem Kinderglauben nicht wankte zur Rechten und zur Linken, und daß er recht behalten hatte mit seinem Tedeums=Trost: Non confundar in aeternum, ich werde nicht verworfen sein in Ewigkeit! Erneuerung der Mlusikkultur. Rückblick auf die Tagung des Reichsverbandes Deutscher Tonkünstler und Musiklehrer. aber das Nationalgefühl immer in den Zeiten schwerster Bedrückung am kräftigsten entwickeln konnte, so werden sich auch die Kräfte der künstlerischen Kultur im allgemeinen und der musikalischen Kultur im ganz besonderen am stärksten in den Zeiten künstlerischer und kultureller Not sammeln. Vor einigen Wochen fanden sich aus allen Teilen des deutschen Reiches in Dresden die Abgesandten der deutschen Tonkünstler und Musiklehrer zusammen, um in festlicher Tagung— oder war es nicht vielmehr eine Nottagung?— den Weg zu suchen und die Grundlagen zu schaffen zu einer neuen, lebenskräftigen Musik= kultur. Hier galt es nicht, wie bei den allermeisten Musikfesten sich in den Bann einer der großen Musikergestalten zu stellen und unbekümmert sich tagelang einem gemeinschaftlichen künstlerischen Erlebnis hinzugeben, hier galt es, in ernsten Beratungen dem Kulturabbau unserer Zeit entgegenzuwirken. Die Fortschritte der Technik in den letzten Jahren haben vor allem in der Musik gewaltige Umschichtungen hervorgerufen, die geeignet sind, unsere gesamte Musikkultur, um die uns alle Welt beneidete, zu vernichten. So war denn auch diese Tagung des Reichsverbandes der Deutschen Tonkünstler und Musiklehrer weit mehr als die Angelegenheit eines in seinen Grundfesten erschütterten Berufsstandes, dessen Schaffen ja in Wirklichkeit Arbeit an den Gütern der Nation ist. Diese Dresdener Tagung war eine Angelegenheit des ganzen deutschen Volkes. In der Tiefe des Volkes schlummert die Sehnsucht nach Erlösung aus der Nüchternheit unserer trüben Gegenwart. In der Tiefe des Volkes schlummern die urewigen Kräfte der Musik, Kräfte, die der Erweckung harren und die— wie es scheint— nur überschütet sind von den Erfolgen einer technischen Epoche. Darum muß die Musik wieder die selische Hygiene des deutschen Volkes werden, wie Reichsminister a. D. Dr. Külz im überfüllten Festsaale des Hygiene=Museums forderte. Denn Musik ist nicht nur dazu da, Unterhaltung zu geben und zu berauschen Musik ist ein eigenes besonderes Reich. Musik ist ein Heiligtum mit eigenen Priestern und einem eigenen besonderen Gottesdienst. Dieses Religionhafte der Musik wieder lebendig zu machen in der Seele des Volkes, damit es wieder zum inneren Erlebnis des Menschen werde, das ist die hehre Aufgabe, die die erneuerte Musikpflege, die neue umgestaltete Musikerziehung in der Zukunft zu erfüllen haben. Die Verhandlungen leitete der Vorsitzende Arnold Ebel. Soweit öffentlich, wurde neben Orchesterfragen die Schaffung einer Musikerkammer analog den Handels= und Gewerbekammern besprochen, wofür sich außer Schillings besonders Prof. v. Waltershausen, der Münchener Komponist und Akademiedirektor, einsetzte. Haus= und Schulmusik sollen in engere Verbindung gebracht werden; ist bei letzterer das„Wie" das Entscheidende, so ist es beim Privatunterricht zunächst das„Wer“, und diese Frage: Wer darf unterrichten? wurde von dem Inspirator der staatlichen Musiküberwachung in Preußen, Prof Kerstenberg, zu einer Propagandarede dafür, auch anderwärts allgemein nur solche Kräfte zuzulassen, die eine staatliche Geeignetenprüfung abgelegt haben. In der Praxis hat sich das aber noch nicht glatt durchführen lassen; die Opposition gegen derartige staatliche Bevormundung ist groß und hat bereits Spaltungen gezeitigt, obwohl an sich ein Schutz vor die Jugend ausbeutenden Lehrern gewiß gut und berechtigt erscheint. Dann wurden noch die Beziehung zum Rundfunk, die Musikseminare und Orchesterschulen besprochen u. a. m. Der musikalische Dezernat des Kulutusministeriums, Ministerialrat Prof. Kestenberg hatte für seinen Festvortrag das Thema gewählt: Die kulturellen Forderungen der Musikerziehung an Staat und Gesellschaft. Leo Kestenberg sieht im Staate die Macht, die die Kultur am wirksamsten beschützen und auch am schwersten bekämpfen kann. Es ist selbstverständlich, daß damit auch in einem politisch und wirtschaftlich gärenden Staate die Kulturfragen noch ungeklärt liegen müssen. Wie sich Leo Kestenberg glaubt mit überzeugendem Optimismus an die große Sehnsucht des Volkes nach Erlösung aus der gegenwärtigen Rüchternheit. Und in diesem Sohnen sieht er die urdeutsche musikalische Bildungsfähigkeit des Volkes, in dessen Brust es unaufhörlich singt und klingt. In der Brust eines jeden Deutschen glimmt das künstlerische Feuer und wartet nur der Anfachung. Deshalb auch das staatliche Drängen nach zahlreichen Volksmusikschulen, nach Singschulen, die berufen sein sollen, diesen Funken zu behüten und anzufachen zur lodernden Flamme. Im großen Vom abend kurz nach 6 U der Angeklagten wur Rehling, v. Salomor übrigen 18 Angekle brechens gegen das haus, zu Gefängnis strafen verurteilt. So produktiv wie diese Aussprachen, so außer. ordentlich war der Querschnitt durch das Schaffen der Gegenwart und Vergangenheit — nicht nur in der Mannigfaltigkeit und Intensität, auch in der fast restlosen Hochwertigkeit der Leistungen. Mit einer Gedenkseier zu Ehren des um den Verband verdienten Adolf Göttmann(so wie man auch Herm. Kretzschmars, Stors, Marsops gedachte) hoben die Veranstaltungen an, die vom sonstigen Konzertrahmen abweichend ein Konzert mit Partiturprojektionen von Bruch(Mannheim) brachten, ganz lehrreich diese Musik in Ton und Bild, praktisch aber doch nur beschränkt verwertbar, weil an die Voraussetzung geknüpft, daß man überhaupt Noten und insbesondere Partitur lesen kann. Das sonstige Fazit(summarisch betrachtet): zwei Kammermusikabende, vier Kirchenkonzerte(Vesper, Gottesdienst, Messe usw.), drei Symphoniekonzerte, abwechselnd von den Dresdner Kapellmeistern geleitet, davon eines in der Oper als Gabe der klangkörperlich allgemein bewunderten Staatskapelle. Nicht weniger als ein Dutzend Werke erlebte hierbei die Uraufführung auch eine Komponistin war vertreten. Alles wurde mit Achtung, nur selten mit Widerspruch aufgenommen, manch neuer Name ließ aufhorchen, mancher in diesem Kreise schon bekannte erfüllte nicht ganz die Erwartungen. Es war im Durchschnitt auf gutem Niveau stehende, erfreulich wenig ultramoderne Musik, aber auch keine Offenbarung einer ganz außergewöhnlichen Könnerschaft ###r Inspiration. Und wenn in den Kirchen dezwischen Weisen unserer großen Meister erklangen. es, als ob sie über die Jahrhunderte hinweg durch ihre Nachbarschaft, wenn auch im Geiste oft kopfschüttelnd, den jungen Kollegen von der Zunft die Hand reichten. alter Korn-Genever auch in der Rudolf-Oetkeer-Halle Selz des Brauses leinster Doppelkorn Hofbesitzer Klaus (vom Staatsanwo haus), Schriftsteller Vol trag: 6 Jahre 6 Kaufmann Nickel fängnis(Antrag: Kunstmaler Schm haus), Hofbesitzer Rath (vom Staatsann Zuchthaus), Juwelier Rehlin Zuchthaus), Kraftwagenbesitzer Monate Gefängni Kaufmann Johns Zuchthaus(sieben Syndikus Weschl 50 Mark Geldstra Zuchthaus), Hofbesitzer Matth Monate Gefängni Hofbesitzer Henni nate Zuchthaus( Hofbesitzer Vick se Jahre Zuchthaus). Hofbesitzer Luhma (sieben Jahre Zuc Hofbesitzer Becker Zuchthaus(sieben Hilfsweichensteller 2 haus(fünf Jahre Expedient Riepe Zuchthaus(fünf I Hofbesitzer Hollän nis(ein Jahr Zuck Frau Hollände Geldstrafe). Hofbesitzer Bossen nis(6 Monate Gi Hofbesitzer Hamken nis 500 Mark Geld Hauptschriftleiter 2 gesprachen. In der Begrü führte Landgerichtsdire die Angeklagten dieses zen Dauer der Verha geschwiegen hätten. S ausgeübt, das ihnen zu gen dürften ihnen recht! erwachsen. Das Schy dürfe nicht als Geständ werden. Abgesehen von und Rehling hätten Ein Dichter wird: Lord früher Unterstaatssekret rium, wird als Nachfol schlag gebracht. Gorrell Gedichte, Novellen und literarischen