Samstag, den 2. März 1929 36. Jahrgang Nr. 32 Samstag, den 2. März 1929— und—„„ Siscseheit Pe Blilcshe bece ec hilscehcheileic chäie werden nicht befördert. Bel zwangsweiser Beitreibung der Anzeigengebühren durch Klage, bei Konkursverfahren usw. wird der bewilligte Nachlaß hinfällig. Für die Aufnahme von Anzeigen an bestimmten Tagen und Plätzen, auch für durch Fernsprecher saufgegebene und abbestellte, sowie undeutlich geschriebene Austräge wird keine Gewähr übernommen. Schluß der Anzeigenannahme 2 Udr nachmitags. — Unsal=Unterstätzung bei tödlichem Unsal laut besonderen Bedingungen— General## Anzeiger für Bochum und umliegende Industriebezirke Chefredakteur: Dr. Poslti, dr. Lerisches Fritz Kersting. Verantwortlich für die Polittk: Rudolt liches und Provinzielles: Adolf Fezdinshaue; für den Frisz Schmidt: für den Sport: Fritz Clauß: für den übrigen Teit: Max Flegel: für den Anzeigenteil: Willv Koß, Sprechstunden der Redattion von 11—12 Uhr vormittags. Druck und Verlag Bochumer Anzelger und General Anzeiger, Laupenmühlen& Dierichs. sämtlich in Bochum. unverlangte Einsendungen Abernimmi die Redaktion seine Su= un e Zurücksendung ersolgt nur, wenn Rückvorto beillegt. Redaktion und Geschäftsstelle: Alleestraße& Kernsprech=Anschlüsse Sammelnummer 675 51.— Postscheckonte Dortmund! Di Eir so Keuinten nach nin Eieiche Feschen!!. Kein Rücktritt des Reichskabinetts.— Angestelltenrente für 60 Jahre alte arbeitslose Angestellte. Die Tragödie des deutschen Purtuntonatek Berlin, 1. März. Die Große Koalition ist jetzt auch im Reiche gescheitert. Der Reichskanzler wird dem Reichspräsidenten morgen von dieser Entwicklung seiner Verhandlungen Bericht erstatten. Dies ist das niederschmetternde Ergebnis wochenlanger Verhandlungen im Roiche und in Preußen über die Bildung einer Großen Koalition, ein Ergebnis, das dem völligen Bankerott unseres heutigen parlamentarischen Systems gleichkommt. Die gemeinsame Besprechung des Reichskanzlers nit der hinter der Regierung stehenden Parteien und mit dem Zentrum begann um 3 Uhr. Sie war nach verhältnismäßig kurzer Dauer beendet. Der Reichskanzler übermittelte den Vertretern der fünf für die Regierungsbildung in Frage kommenden Fraktionen folgenden Entwurf zur gemeinsamen Beschlußfassung: 1. Die fünf Fraktionen des Reichstages unterstützen die Regierung der Großen Koalition. 2. Sie gehen dadurch koalitionsmäßig die VerFflichtung ein, der Reichsregierung mit allen Kräften zu helfen und die gegenwärtig schwebenden bedeutsamen volitischen Aufgaben in gemeinschaftlicher Arbeit zu lösen. Die koalitionsmäßige dentet nicht ein Festlegen der einzelnen Fraktionen auf Gesetzentwürfe in ihrer gegenwärtigen Gestalt. Bielnehr hat jede der fünf Fraktionen das Recht, ihre etwa abweichende politische Auffassung im Rahmen der zemeinschaftlichen Koalitionsarbeit zur Geltung zu bringen mit dem Ziel, daß dieser Versuch zu einer Einigung führt. 3. Um das in Ziffer 2 umschriebene Ziel zu erreichen, werden zwei Ausschüsse gebildet, einer für allgemeinpolitische Fragen und ein anderer für die zur Zeit im Vordergrund stehenden Fragen des Reichshaushalts und der Steuerpolitik. 4. Der erste Ausschuß tritt zusammen, sobald der Reichskanzler oder einer der Reichsminister oder eine der beteiligten Fraktionen dies wünscht. Dio fünf Fraktionen werden einer solchen Einladung sprechen. Der zweite Ausschuß zur Beratung der Fragen des Reichshaushalts und der Gestaltung der Steuern tritt unter dem Vorsitz des Reichsministers der Finanzen sofort zusammen. Den fünf Fraktionen bleibt es unbenommen, sich in diesem Ausschuß neben den Fraktionsvorsitzenden durch Abgeordnete mit besonderer Sachkenntnis auf finanz= und wirtschaftspolitischem Gebiete vertreten zu lassen. Diesem Ausschuß liegt die Aufgabe ob, den Reichshaushaltsplan für das Rechnungsjahr 1929 für die Abstimmungen im Reichstag entschoidungsreif zu machen. Die fünf Fraktionen sind einig in dem Bestreben, den Haushaltsplan für das Rechnungsjahr 1929 so sparsam wie möglich zu gestalten, und verden zu diesem Zwake durch Abstriche neue Steuern nach Möglichkeit zu vermeiden luchen. Diesem Ausschuß werden auch die Vorschläge des Zentralvorstandes der Deutschen Volkspartei zur Prüfung übergaben. 5. Die fünf Fraktionen sind sich darin einig, daß im Laufe des März jedenfalls der Nachtragshaushalt 1928 und ein Notetat für die ersten Monate des Etatsjahres 1929 erledigt werden müssan. Ebenso soll nach Erledigung des Reichshaushaltsplanes 1929 durch den Reichsrat noch die erste Lesung diesos Haushaltsblanes im März im Reichstag stattfinden, damit den Ziffer 4, Absatz 2, erwähnten AusschußberatunDamit war die Besprechung ergebnisdruck bringen. los beendet. Die Schuldfrage. Ueber die Frage, wen die größte Schuld an dem ergebnislosen Ausgang der Koalitionsverhandlungen trifft, lange Betrachtungen anzustellen, dürfte zwecklos sein. Zweifellos hat das Zentrum bis in die letzte Phase hinein eine starre und unnachgiebige Haltung gezeigt. Zweifellos ist aber auch die Deutsche Volkspartei nicht immer geschickt vorgegangen. Daß die Deutsche Volkspartei dieses Angebot des Reichskanzlers ohne weiteres abgelehnt hat, wird in weitesten Kreisen der deutschen Oeffentlichkeit wohl nicht verstanden werden. Es hat auch in sämtlichen parlamentarischen Kreisen— einen nicht geringen Teil der Deutschen Volkspartei mit einbegriffen— erhebliche Ueberraschung ausgelöst, daß die Unterhändler der Deutschen Volkspartei den Vorschlag das Reichskanzlers abgelehnt haben. Man ist sich jedenfalls nicht darüber klar, zu welchem Zweck der Zentralvorstand der Deutschen Volkspartei der Reichstagsfraktion wenigstens für die nächste Zeit freie Hand gelassen hat. Mit einem Rücktritt der Reichsregierung ist nicht zu rechnen, da das Reichskabinett in Uebereinstimmung mit dem Reichspräsidenten und auch mit der Mehrheit des Parlaments der Auffassung ist, daß eine Regierungskrise während der Reparationsverhandlungen in Paris unter allen Umständen vermieden werden muß. Da eine Umbildung der Regierung zu einem Kabinett der Weimarer Koalition nicht mehr in Frage kommt, da das Zentrum die Beteiligung an der Weimarer Koalition mit den beiden volksparteilichen Ministern als Fachminister oder eine andere Kombination, die nicht koalitionsmäßig gebunden ist, abgelehnt hat, so wird zunächst alles beim Alten bleiben. Das jetzige Reichskabinett wird nunmehr den Etat vor dem Reichstag vertreten und abwarten, ob sich eine Mehrheit für den Etat zusammenfindet. Wenn dies nicht der Fall ist, wird das Kabines politische Folgerungen ziehen und zurücktreten. Vorläufig liegt das aber noch in weiter Ferne. Der Reichstag wird in der nächsten Woche keine Plenarsitzungen abhalten, um dem Haushaltsausschuß Gelegenheit zu geben, seinen vorliegenden Stoff aufzuarbeiten. In der übernächsten Woche wird dann der Nachtragshaushalt für 1928 erledigt und die erste Lesung des Etats für 1929 vorgenommen werden. Da der Etat für 1929 nicht mehr bis zum 1. April verabschiedet werden kann, wird der Reichstag noch im März einen Notetat verabschieden. Dieser Notetat wird der Reichsregierung für den Monat April die Ermächtigung geben, die laufenden Verwaltungsausgaben nach den Etatplänen des letzten Etats zu vollziehen. Inzwischen wird man in den Ausschüssen versuchen, den Etat auszngleichen. Selbstverständlich werden hier noch harte Kämpfe entbrennen. Man rechnet aber in politischen Kreisen damit, daß bis zur endgültigen Festsetzung des Etats die Verhandlungen des Reparationsausschusses in Paris beendet sein werden. Es ist nicht ausgeschlossen, daß sich, wenn die Reparationsverhandlungen zu einer günstigen Lösung gelangen, die Etatfrage leichter wird lösen lassen als im — gegenwärtigen Augenblick, wo sich noch nicht der Ausgang der Pariser Verhandlungen übersehen läßt. Dr. Külz' an den Reichskanzler. : Berlin, 1. März., Reichsminister a. D. Dr. Külz hat laut„B..“ einen offenen Brief an den Reichskanzler gerichtet, in dem er ihn auffordert, ein Ministerium evtl. unter Heranziehung von Nichtparlamentariern, zu bilden und mit ihm vor den Reichstag zu treten. Einzelbesprechungen der Reparationssachverständigen. Paris, 1. März. Die zu erwartende mehrtägige Pause in den Verhandlungen der Reparationssachverständigen ist eingetreten. Die Ausschußsitzungen ruhen im Augenblick. Dagegen werden die Einzelbesprechungen weitergeführt. Ueber die Abhaltung einer Vollsitzung ist im Augenblick noch nichts bestimmt. Einsparungsmöglichkeiten beim Reichshaushalt. Berlin, 28. Februar. Die Geschäftsstelle des Hansabundes gibt bekannt: Der erste Band der im Auftrag des HansabundPräsidiums von dessen Mitglied Mosich auszuarbeitenden haushaltkritischen Denkschrift wird bereits in den ersten Märztagen zur Ausgabe gelangen. Es kann schon mitgeteilt werden, daß die Denkschrift, die auf etwa 150 Tabellenseiten zahlreiche Einsparungsanregungen enthalten wird, zu Ergebnissen von unerwartetem Umfang gelangt. Es wird der Nachweis erbracht, daß bei überaus maßvollen Drosselungen im Rahmen des Finanzausgleichs und unter voller Sicherung der gegenwärtigen und zukünftigen Leistungsfähigkeit der Sozialversicherungsträger im ordentlichen Haushalt des Reichs rund 490 bis 530 Millionen Mark von der Haushaltvorlage der Reichsregierung labgestrichen werden können. Wiihenn v. Böde s. Berlin, 1. März. Exzellenz Wilhelm v. Bode, der bekannte Kunstforscher und Organisator der Berliner Museen, ist am Freitag mittag im Alter von 84 Jahren gestorben. Wilhelm v. Bode war an einer Grippe erkrankt, von deren Folgen er sich nicht wieder erholt hat. Noch am gestrigen Donnerstag hattr ihn der Ministerialdirektor im preußischen Kultnsministerium, Professor Waetzold, besucht. Am Freitag vormittag saß Exzellenz v. Bode noch in seinem Stuhl, und man glaubte nicht, daß der Tod ihn so schnell erreichen würde. Wilhelm Bode wurde am 10. Dezember 1845 in Kalvörde im Herzogtum Braunschweig geboren, studierte seit 1864 die Rechte und arbeitete von 1867 bis 1869 als Auditor im braunschweigischen Justigdienst. 1869 sattelte er jedoch um, bezog die Universität von neuem und studierte 1869 bis 1871 in Berlin und Wien Archäologie und Kunstgeschichte. Reisen nach Italien vervollständigten sein Studium, das schon 1870 sein erstes größeres Werk zeitigte:„Franz Hals und seine. Schule“.— zugleich seine philosophische Toktordissertation. 1872 wurde er als Assistent an den Königlichen Museen und als Leiter der Abteilung für christliche Plastik angestellt. Schon damals gelang es ihm, eine Reihe von Meisterwerken für die Gemäldegalerie zu erwerben und seine Abteilung durch zahlreiche glückliche Erwerbungen zu einex Sammlung ersten Ranges zu erheben. 1880 wurde er Direktor dieser Abteilung, dann auch zweiter Direktor der Gemäldegalerie, und 1889 wurde er zum Geheimen Reozerungsrat ernannt, 1890 wurde er nach dem Rücktritt Meyers alleiniger Direktor der Gemäldegalerie und Mitglied des Senats akademie. Aus kleinen Anfängen des Museums, das im wesentlichen aus der Antikenabteilung und der Gemäldegalerie bestand, schuf Bode in jahrzehntelanger Arheit die große Sammlung der Berliner Museen. Mit Work und Schrift trat er für sein Lebenswerk ein, nur zu bald erkennend, daß zur Vollendung seiner Absichten große Erweiterungsbauten nötig wurden. Kurz entschlossen gründete er 1896, den Kaiser=Friedrich=Museum=Verein, um den Skulpturensammlungen und der Gemäldegalerie neue würdige Unterkunftsstätten zu schaffen. Am 18. Oktober 1904 konnte, dank seiner rastlosen Arbeit, das Kaiser=Friedrich=Museum eingeweiht werden, zu dessen finanzieller Unterstützung er die Finanzwelt geschickt heranzuziehen mußte, wie er denn überhaupt mit dieser zur, Förderung seiner! enge Freundschaft hielt. Am 1. Dezember 1905 wurde er an Stelle des zurücktretenden Richard Schoene zum Generaldirektor der Königlichen Museen berufen unter unter wird. Spartonten für den Wöhnungsdau. Großzügiges Projekt der öffentlichen Sparkassen. Berlin, 1. März. den die verhandlungstechnische Basis gegeben In der Aussprache eder diesen Vorschlag des Reichskanzlers erklärten die Vertreter des Zentrums, daß ihre Fraktion vorUussichtlich bereit sein werde, auf dieser Grundlage dieder in die Regieruag einzutreten. Es zeigte sich Alse mit ziemlicher Wahrscheinlichkeit im letzten Angenblick doch noch eine Möglichkeit zur Bildung Großen Koalition im Reiche. Aber diese letzte Aussicht wurde durch die Deutsche VolksLartgiznnichte gemacht. Der Fraktionsführer der Deutschen Volkspartei, der Abgeordnete Dr. Scholz, erklärte, daß die Deutsche Volkspartei zwar mit den in den Ziffern 3 bis 5 dargestellten Zielen einverstanden sei, dagegen vor völliger Klärung der Etatz. und Steuerfragen eine irgendwie geartete sestere Bindung der Regierung im Sinne der Ziffern 1 und 2 nicht zugestehen könne. Nach dieser Erklärung mußte der Reichskanzler feststellen, daß der Versuch zur Schaffung der Großen Loalition im Reiche als gescheitert angesehen werden müsse und daß er weitere Schritte nicht ehr unternehmen werde. Die Reichsregierung verde, wie bisher, gegenüber Anträgen der Parsie nicht verantworten könne, ihr ablehnendes rhalten auf alle Konseqnenzen hin klar zum Ausnis. Schon seit längerer Zeit war es offenes Geheimdaß die Spitzenvertretung der öffentlichen Sparkassen in Deutschland, die Deutsche Girozentrale ihren begreiflichen Widerstand gegen das Bausparkassensystem aufgegeben hat. Bereits für die nächsten Tage steht eine darauf bezügliche offizielle. Stellungnahme bevor. Die Bausparer der Sparra,, werden Bausparperträge von 3000 Mark aufwärts abschließen können. Sie sind auf Grund des Bausparvertrages während der ganzen Vertragsdauer zur Entrichtung von festen monatlichen zahlungen verpflichtet, deren Höhe sich nach Vertragssumme und nach Vertragsdauer richtet. Beabsichtigt ist bei einer Vertragsdauer von neun Jahren.29 von Tansend der Vertragssumme, bei einer Vertragsdauer von 12 Jahren.01 von Tausend der Vertragssumme und bei einer Vertragsdauer von 15 Jahren .66 von Tausend der Vertragssumme als monatliche Einzahlungen festzusetzegz, Die Pindestwartezeit beträgt 3 Monate, die höchste.12 und 15 Jahre. Je nach Art des Bausparvertrages werden als durchschnittliche Wartezeit bei neunjähriger Vertragsdauer 4 11/18 Jahre, bei 12jähriger Vertragsdauer 6½ Jahre und bei fünfzehnjähriger„Vertragsdauer 7% Jahre angesehen werden. Die Vertragssumme besteht aus dem Sparbetrag und einem unkü daren Tilgungsdarlehen der Sparkasse. Das Tilgungsdarlehen wird gewährt in Höhe desjenigen Betrages, um den an dem für die Zuteilung maßgebenden Stichtag der Sparbetrag hinter der Vertragssumme zurückbleibt. Das Darlehen ist mit jährlich 4 vom Tausend bis zum Ablauf der Vertragsdauer zu verzinsen. Die monatlichen Abzahlungen betragen bei einer Vertragsdauer von neun Jahren 11,63 vom Tausend der Vertragssumme: 12 Jahre.34 vom Tausend der Vertragssumme: 15 Jahren 7,99 vom Tausend der Vertragssumme. Nach Ablauf einer Kündigungsfrist von vier Wochen brauchen weitere Einzahlungen nicht mehr geleistet zu werden. Der Bausparer erhält dann den für den auf den Fristablauf folgenden Monatsersten berechneten Sparbetrag in Form einer jährlichen Zeitrente zurück, deren erste Rate zu Anfang des nächsten auf die Kündigung folgenden Vertragsjahres und deren letzte am Ende der Vertragsdauer fällig wird. Der Rentenverrechnung wird ein Zinsfuß von 3 Prozent zugrunde gelegt. Nach Beginn der Auszahlung der Vertragssumme kann der Bausparer, unbeschadet seines Anspruches auf die restliche Vertragssumme, seinen Vertrag jederzeit für sofort mit der Wirkung kündigen, daß die bis zum Ablauf der Vertragsdauer noch zu leistenden Abzahlungen abzüglich eines Diskonts von 3 Prozent sofort fällig werden. Jeder Bausparer bekommt gratis eine Lebensversicherung in Höhe des von der Sparkasse zu leistenden Tilgungsdarlehens. gleichzeitiger Ernennung zum Geheimen Oberregierungsrat mit dem Rang der Räte erster Klasse. 1909 wurde er wirklicher Geheimer Rat mit dem Prädikat Erselleng.###### in eiun Aarigle Als Generaldirektor entwickelte er eine geniale organisatorische Tätigkeit, und nicht sein geringstes, Perdienst ist es, den frühverstorbenen Architekten Alfred Messel als Museumsarchitekt für die geplanten Umbauten der Berliner Museen gewonnen und dessen Anstellung bewirkt zu haben. Das ganze Kunstgebiet unterzog er seinen meisterlichen Forschungen, er schuf die Sammlungen italienischer Plastik, der wundervollen Bronzen und der kostbaren arabischen und vorderasiatischen Bestände. Er trat warm ein für die Schaffung einer ostasiatischen Kunstsammlung, die bisher nur einen kleinen Bestandteil des Völkerkundemuseums bildete. Als Sammler ist er von großem Glück begünstigt gewesen, und ganze Säle voll Bilder verdanken ihm ihren War so seine Bedeutung für das Berliner Museumswesen allein schon epochal— eine große Zahl vorzüglicher Privatsammlungen in Berlin und im Reiche verdanken ihm ebenfalls ihre Gründung—, so ist seine Arbeit auf kunstschriftstellerischem Gebiete von weltumfassender Bedeutung. Es gibt kaum ein Gebiet der Kunstgeschichte, auf dem v. Bode nicht intensive und interessante Forschungen angestellt hat. Sichere Beherrschung des Materials, dazu ein seines sprachliches Stilgefühl und vorurteilslose Kritik zeichnen seine Arbeiten aus. Besonders seine Arbeiten über die Erforschung der Geschichte der italienischen Plastik des Mittelalters und der Renaissance sowie der niederländischen Malerei sind von zeitgeschichtlicher Bedeutung. Kaiser Wilhelm II. erhob ihn am 27. Januar 1914 in den Adelsstand. Am 1. Oktober 1920 schied Wils, helm v. Bode aus seinem Amt als Generaldirektor der preußischen Staatsmuseen: Otto v. Falke, der bisherige Direktor der Sammlungen des Berliner Kunstgewerbemuseums, wurde sein Nachfolger. Aus der Versteigerung seiner Bibliothek, die eine stattliche Summe ergeben hat, hat Wilhelm v. Bode mehrere Millionen Mark den staatlichen Museen zur Verfügung gestellt, die besonders der Vollendung des Asiatischen Museums in Dahlem dienten. Preußens Beileid. Berlin, 1. März. Der preußische Minister für Wissenschaft, Kunst und Volksbildung, Dr. Becker, hat an die Witwe des verstorbenen Professors Dr. v. Bode ein Beileidstelegramm gerichtet. Die Knrechtel UnnA 0 “" jeder Mitteilung hierüber zurück und Berlin, 1. Marz., Gegenüber den neuesten Mitteilungen des„Utrechtsch Dagblad“ über die Besprechungen hinsichtlich des französisch=belgischen Geheimvertrages müssen die von der belgischen, der französischen und der englischen Regierung veröffentlichten Dementis als vollkommen zwecklos bezeichnet werden. Sie wirken vielmehr lächerlich, und wenn noch weitere derart lächerliche Dementis erfolgen sollten, darf man annehmen, daß dann das„Utrechtsch Dagblad“. noch, die Photographien der Dokumente verostegzgen wird. An den zuständigen deutschen wie wir hören, ebenfalls kaum noch ein Zweifel an der Echtheit der Veröffentlichungen. In der Besprechung, die der deutsche Botschafter in London über die Angelegenheit im englischen Außenministerium hatte, ist Uebereinstimmung der deutschen und englischen Auffassung dahin festgestellt worden, dag der Rheinpakt von Locarno seinen Wert verlieren würde, wenn die Unparteilichkeit Englands durch einseitige Abmachungen mit Frankreich oder Belgien, deren Spitze sich gegen Deutschland richtet, beeintrachtigt würde. Von englischer Seite ist dazu mit Beziehung auf die Veröffentlichung des„Utrechtsch Dagblad“ ernent erklärt worden, daß keinerlei Zusammenarbeit englischer militärischer Vertreter mit militärischen Vertretern Frankreichs und Belgiens stattgefunden hätte, die mit der absoluten epglischen Unparteilichkeit in Widerspruch, stehe, und daß die Parität der sich aus dem Rheinpalt#ergebenden englischen Garantie in keiner Weise komproFerner hat der französische Außenminister dem deutschen Botschafter in Paris im Laufe einer diplomatischen Unterhaltung gestern von sich aus erklärt, daß die in Rede stehende Veröffgatischupe### Anfang bis zu Ende eine Fälschung dars...: Die franzosische Regierung habe niemals daran gedacht und werde niemals daran denken, Verpflichtungen zu übernehmen, die mit den Bestimmungen des Rheinpaktes oder auch nur mit seinem Geiste im Widerspruch ständen. Amsterdam, 1. März. „Allgemeen Handelsblad“ teilt mit, daß auch ihm das Protokoll über die französisch=belgischen Generalstabsberatungen vom Jahre 1927 zur Veröffentlichung angeboten worden sei, ohne daß das Blatt jedoch E sicht in das Dokument selbst erhalten habe. Bevor „Allgemeen Handelsblad“ die Veröffentlichung jedoch habe ins Auge fassen wollen, habe es einige Bedingungen, die sich auf die Untersuchung nach der Echtheit des Dokumentes bezogen hätten, gestellt, die jedoch nicht erfüllt worden seien. Später seien jedoch di wichtigsten dieser Bedingungen, die auch „Utrechtsch Dagblad“ bekannt gewesen seien, diesem Blatte gegenüber erfüllt worden, worauf das„Utrechtsch Dagblad“ zur Veröffentlichung geschritten sei. Erneutes belgisches Dementi. Brüssel, 1. März. Die Agence Belge meldet: Das„Utrechtsch Dagblad“ veröffentlichte gestern das Protokoll von Besprechungen, die im September 1927 zwischen Vertretern des belgischen und des französischen ,Gegergistahes, in Brüssel stattgefunden haben sollen. In amttichen velgischen Kreisen wird ertlart, daß dieses Schriftstück, ebenso wie das erste von der Utrechter Seitzug veröf: fentlichte in allen Stücken erfunden und in allen Punkten falsch sei. Anmaßende Sprache beigischer Zeitungen. Brüßel, 1. März. üsel wegen der Utrechter Enthällungen schreibt die mit jeder Einlenung hiefuber zurück und erklärt, daß Auskünfte erst moglich seien, wenn das preußische Kabinett den Entwurf verabschiedet habe. Dies sei bis heute noch nicht der Fall. Bevorstehende Abberufung des bayrischen Gesandten in Berlin. lin durch Dr. v. Preger nicht mehr zufrieden sei. Der genaue Zeitpunkt für die Abberufung stehe jedoch noch nicht sest. Zehnjähriges Bestehen des Reichsversorgungsgerichts. * B e r l i n, 1. M ä r z. Das Reichsversorgungsgericht blickt am 1. März 1929 auf ein zehnjähriges Bestehen zurück. Aus diesem Anlaß fand vor Beginn der Sitzungen eine interne Gedenkfeier statt, bei der Vizepräsident Dr. Rabeling in Vertretung des erkrankten Präsidenten Schäffer einen Ueberblick über die geschichtliche Entwicklung dieses obersten Gerichtshofes in Versorgungssachen gab. Brüh., begen ei W„# die „Nation Beige, die deutsche Regierung vemuhe sich, mit dem Ernst eines Esels an die Echtheit des veröffentlichten Textes zu glauben. Das Lano, welches das berüchtigte Wort vom„Fetzen Papier“, habe, wage, Erklärungen zu fordern! Das sei der Gipsel aller Gipfel. Die hollandisch=deutsche Mache sei klar und es sei an der Zeit, zu rufen:„Halt, es ist genug!“. — Die Zeitung„Libre Belgique“ nennt den deutschen Schritt eine Unverschämtheit. Berlin, 1. März. Die Aussprache über die Verfassungsreform, die in der heutigen Reichstagssitzung durch Ueberweisung des volksparteilichen Antrages an den Rechtsausschuß ihren Abschluß fand, war merklich beeinflußt durch das mit ihr zusammenfallende Scheitern der Verhandlungen über die Bildung der Großen Koalition. Die Redner der Deutschnationalen, der listen, der Kommunisten und der ChristlichNationalen Bauernpartei wollten von den Anträgen der Volkspartei deshalb wenig wissen, weil sie überhaupt von der Weimarer Verfassung wenig wissen wollen. Die Deutschnationalen verlangten, ein grundlegende Aenderung unter Stärkung de des Reichspräsidenten auf Kosten der Mach des Parlaments. Die Nationalsozialisten Wzehigher.## schismus, die Kommunisten für die Rutediktatur. Die übrigen Parteien aber, die Anhänger der Weimar Verfassung sind, hatten auch nicht viel übrig für den volksparteilichen Antrag. Sie geeignetes Mittel zur Abstellung der jetzt auftretennicht im parlamentarischen Spstem ader in der Vertionen geübten Methoden. Bei dieser Aus. richtet. Dr. Wirth vom Zentrum meinte sogar, das Verbleiben der volksparteilichen Minister in der Regierunz ohne Stützung durch fage, Fr etpien sei vereinbar mit dem parlamentarischen Syse#.. Im Rechtsausschuß— die von den Deutschnationalen verlangte Einsetzung eines besonderen Verfassungsausdie Versassungsreform fortgesebt, gerotziche, ber kaum damit zu rechnen, daß etwas kommt. Das hat sich schon bei der Behandlung des volksparteilichen Antrages im Plenum gezeigt. Vorher war ein vom sozialpolitischen Ausschuß vorgelegter Gesetzentwurf angenommen worden, der die Stellung der älteren Angestellten in der Angestelltenversicherung verbessert. Seine wesentlichste Bestimmung ist die, daß über 60 Jahre alte Angestellte, die ein Jahr lang arbei### los gewesen sind, die Altersrente verommen sollen und daß die Wartezeit für den Bezug der Unterstützung auf 60 Beitragsmonate herabge Die nächste Plenarsitzung findet erst am 13. März statt. Auf ihrer Tagesordnung steht der Nachtragsetat für 1928 und der Etat für 1929. Die Parteien der Rechten verlangen in Anträgen und Interpellationen, daß Reichsaußenminister Dr. Stresemann sich bei nächster Gelegenheit auch über die Entyutrungen über das belgisch=französische Militärabkommen äußern soll. peraturen an der Ostseeküste, wo teilweise Bewölkung herrscht. Die schmeren Stürme, die am Donnerstag Südeuropa heimsuchten, haben sich inzwischen gelegt Aus dem Osten kommen Meldungen über neuen strengen Frost. So hatte z. B. Wilna 25 Grad Kälte. An der österreichisch=ungarischen Grenze konnten die Verkehrsstörungen infolge neuer Schneeverwehungen noch nicht behohen werden Der Verkehr zwischen gen noch nicht behoden werven. Wien und Budapest ist noch immer unterbrochen. Die Schnellzüge stecken noch immer im Schnee. Auch der südslawische stellvertretende Außenminister konnte seine Reise nach Genf noch nicht fortsetzen. In Nordost= mähren haben die Schneeverwehungen den Bahnverkehr fast unmöglich gemacht. 25 Menschen verhungert. Agram, 1. März. Am Donnerstag gelang es, zu dem Dorfe Zovaie bei Karlstadt vorzudringen, das infolge der riesigen Schneefälle seit einem Monat von der Außenwelt vollständig abgeschnitten war. Den Ankommenden bot sich ein schrecklicher Anblick. Die Dorfbewohner hatten sämtliche Lebensmittel aufgezehrt und lagen schwach und erschöpft in ihren Betten. 25 Personen waren bereits verhungert. Von Karlstadt wurde sofort eine Expedition mit Lebensmitteln nach Zovaje geschickt, um die Ueberlebenden zu retten. „Mit beispielloser Frechheit gestöhlen! Eine Angriffsrede Pilsudskis gegen den Sesm. Warschan, 1. März. Das große politische Ereignis des gestrigen Nachmittags war eine Budgetrede des Marschalls Pilsudski im Heeresausschuß des Senats. Pilsudski erklärte zunächst u.., er habe keinen Referenten in den Militärausschuß des Seims entsandt, weil sein Vertreter Beleidigungen ausgesetzt sei. Die Offiziersehre erfordere aber bei Beleidigungen sofortiges tätliches Vorgehen, desgleichen erfordere die Dienstehre eine Verteidigung des Vorgesetzten. Da er aber der oberste Vorgesetzte sei, hätte er, um Konflikte zu vermeiden, nichts anderes tun können, als sich selbst in den Seim zu entsenden. Pilsudski kritisierte dann den Parlamentarismus, der sich in üblen Formen bewege, die in Widerspruch zum Leben, zur Arbeit und zum Recht stünden. Dies sei auch ein Grund, daß im Seim keine Arbeit geleistet werde. Dem früheren Budget habe er für seinen Privatgebrauch den Namen des„fröhlichen" Budgets gegeben, denn die traurige Geschichte des polnischen Militärbudgets wisse nur von Diebstahl und der Möglichkeit weit getriebener Defraudationen. Tatsächlich seien diese Militärbudgets fröhliche Budgets gewesen, denn er kenne Fälle, wie aus den Geldern des Militärbudgets der Kriegsminister für die Abgeordneten üppige Trinkgelage mit Mädchen veranstaltet habe. Das seien goldene Zeiten für die Abgeordneten im Seim gewesen. Aus diesen Budgets habe man nicht nur seine Geleoten, sondern auch die Parteien ausgehalten. Aus den Geldern dieses Budgets habe man mit beispielloser Frechheit gestohlen. Polen sei ein Paradies für Spionage. Er fühle sich heute zu jeder Zeit ebenso bespitzelt, wie vor dem Kriege die Teilungsmächte ihm auf Schritt und Tritt nachgespürt hätten. Abreise der deutschen Abordnung nach Genf. Berlin, 1. März. Die deutsche Abordnung für die Märztagung des Völkerbundsrates, reiste heute abend um 8 Uhr 20 unter Führung des Reichsaußenministers Dr. Stresemann von Berlin nach Genf ab. Zum Abschied hatten sich am Bahnhof verschiedene deutsche und ausläindische Didlomaten eingefunden. Damanszenn. iin Tandtage. Insehen daß sie gegen eine uneinnehm Das Preußenkonkordat. Berlin, 1. März. Die Mitteilung eines Berliner Mittagsblattes, wonach der Entwurf zum preußischen Konkordat im preußischen Staatsministerium fertiggestellt und über die Berliner Nuntiatur dem Papst zugeleitet worden sei, wird von Zentrumsseite bestätigt. Wie weiter verlautet, wird die Antwort des Papstes in vier bis fünf Wochen erwartet. An zuständiger preußischer Stele hält gon inmer noch Berlin, 1. Marz. Der preußische Landtag überwies in seiner Freitagssitzung zunächst den Gesetzentwurf über das bei Ottmachau zu errichtende Staubecken nach kurzer Beratung dem Hauptausschuß und stimmte in der Ausschußfassung dem Antrage ministeriums zu, die staatlichen„Elektrizi täts= und Bergwerksgeseirschaften im Westen in einer Holdingsgesellschaft zusammenzufassen. Während der dann folgenden Beratung des deutschnationalen Mißtrauensantrages, gegen den In nenminister Grzeftufri kam es zu, stürmischen Tumulten, denen gegenüber oft sowohl die Lautsprecheranlage als auch die Glocke des Präsidenten machtlos blieben. Namentlich die Ncationalsozialisten und die Kommunisten zogen sich eine ganze Anzahl Ordnungsrufe zu. Der Innenminister antwortete nämlich auf die Begründung des Mißtrauensantrages, die ihm unter Bezugnahme jüngsten politischen Mordfall in Pankow den Willen absprach,„das politische Verbrechertum in kommunistischen Kampforganisationen“ zu unterdrücken, mit einer längeren Rede, in der er darlegte, es sei gleichviel Material für politisches Rowdytum gegen Kommunisten wie gegen extreme rechtsgerichtete Organisationen vorhanden. Eindringlich ermahnte er die Anständigen jeder Parteirichtung, andersetzungen nur mit geistigen Waffen auszutragen und sich gegen diejenigen energisch zu wenden. die sich ohne Prügel den Polizisten nicht vorsteuen können. Wer von der Richtigkeit seiner Ideen durchdrungen sei, könne getrost auf die Anwendung der Faust verzichten.(Während die Regierungsparteien dieser Mahnung lebhaften Beifall zollten, nahm der Lärm bei der extremen Opposition überhaupt ke einsehen, duß sie gegen eine uneinnehmbare Festung anrennen.„ M In der Devatte ergab sich, daß außer den Deutschnationalen auch die Nationalsozialisten, die Deutsche Fraktion, die Wirtschaftspartei und die Deutsche Volkspartei für den Mißtrauensantrag stimmen werden, der am nächsten Dienstag zur Entscheidung kommt. Die Kommunisten werden sich der Stimme enthalten, weil ihnen die Begründung Das Haus beschloß noch die Aufhebung der Immunität für die Verfolgung einiger besonders schwerer Beleidigungen durch Zeitungen, in denen die nationalsozialistischen Abgeordneten Dr. Ley und Kaufmann(Elberfeld) verantwortlich zeichnen. Am Samstag soll die zweite Lesung des Wohlfahrtsetats abgeschlossen werden. Außerdem steht vie Beratung des Justizhaushalts auf der Tagesordnung. Politische Uebersicht. Verkehrstörungen in Südeuropa durch Schneefall. Berlin, 1. März. + Amtseinführung des neuen Präsidenten der Reichsschuldenverwaltung. Gestern vormittag.. fand im großen Sitzungssaal des Dienstgebau### ver Reichsschuldenverwaltung die Amtseinführung des neuen Präsidenten, Dr. Articus, statt. + Der deutsch=südafrikanische Handelsvertrag. südafrikanische Parlament hat den Handelsvertrag mit Deutschland mit 62 gegen 51 Stimmen rezitizig + Annahme des Kelloggpaktes in der Kammer. Die französische Kammer nahm gestern abend den Kellogg=Pakt mit 570 gegen Stimmen der Kommunisten an. + Beitrag der Türkei zum Litwinoff=Protokoll. Ses eliche Carl Schurz und das Auslanddeutschkum. Zu seinem hundertsten Geburtstage. Von Dr. Paul Ostwald. Die Frage, warum auch wir Deutsche uns verpflichtet fühlen müssen, den hundertsten Geburtstag eines Carl Schurz an diesem 2. März nicht vorübergehen zu lassen, sondern uns seiner erinnern erscheint zunächst ver=phers„aiugruhen in ihn wegen seiner. Teilnahme an den nignuhen Bonn, am pfalzisch=badischen Aufstand im Jahre 1849 besonders zu feiern, besteht für jeden, der die Ereignisse nicht vom parteipolitischrormokratischen Standpunkt aus betrachtet, sondern objektiv dazu Stellung nimmt, wenig Anlaß. Auch seine mutige Tat, durch die er Gottfried Kinkel aus dem Spandau befreite, wird immer nur als ein rührender Beweis treuer Freundschaft und aufopfernder Hingabe eines jungen Menschen für seinen von ihm so sehr ver ehrten Lehrer zu beurteilen sein. Sie dürfte aber wohl kaum dazu genügen, unsere Absicht, den Namen eines Carl Schurz an seinem heutigen hundertsten Geburtstag wieder im Herzen des deutschen Volkes lebendig werden zu lassen, wirklich zu rechtfertigen; denn das politische Märtyrertum Gottfried Kinkels ist nun einmak nicht frei von der Selbstschuld politischer#ologie und Verranntheit. Erst recht aber können wir es den Amerikanern selbst überlassen, Carl Schurz wegen seiner großen Verdienste zu feiern, die er sich um seine neue amerikanische Heimat als General im Bürgerkrieg, als amerikanischer Gesandter, als Minister des Innern und als politischer Schrisetpogg gupereger, nez Cani Schurz zu odenlent Rstadse ie ber eie e eich Heimat erlebte, daß er trotz seiner ken, daß er auch in der Ferne den Blick nicht von der deutschen Heimat wandte, daß er vielmehr mit steigender Anteilnahme und Begeisterung den Weg Deutsch lands zur nationale.re fühste mit aller Klarbeit seines politisch gereiften Blicks, von welcher Bedeutung für das gesamte Auslandsdeutschtum in der Welt die macht politische Stellung werden mußte, die sich das Deutschland durch den Sieg über Frankreich und unter der Führung des großen Staatsmannes Bismarck errungen hatte. Jetzt war auch für ihn die Stunde zum Handeln gekommen. Es drängte ihn dazu um so mehr, als er es nicht über sich hatte gewinnen können, Bismet zu fürderv. So wurde Carl Schurz zu dem, gro: mat zu fördern. So wurde Carl Schurz zu dem großen Vorkämpfer für die Idee der bleivenden kutturzum stolzen Bekenntnis zur tung war nun von besonderer Bedeutung, Schurz bei Ameriranern und Deut so hohes Ansehen genoß und daß er seinen Einfluß, den er durch seine amtliche und journalistische Tätigkeit besaß, in den weitesten Kreisen geltend machen konnte. Mit Erfolg hat er darum auch dem Deutschamerikaner= tum das Gewissen zu schärfen vermocht und bei ihm durch einen engeren Zusammenschluß ein innerliches Aufgehen im Yankeetum verhindert. Durch die une müdliche Tätigkeit, die hier Carl Schurz unter dem Deutschamerikanertum entfaltete, wurde der Beweis ei bracht, daß die Skepsis, mit der man dem Auslandsdeutschtum gegenüber gestanden hatte, mit der man jeder ausgewanderten Deutschen als einen verlorenen Soyn betrachtet hatte, nicht mehr berechtigt war. Vielmehr wurde durch die Tat eines Carl Schurz, die seloswel: ständlich auch im sonstigen Auslandsdeutschtum anspornend wirken mußte, immer mehr klar, welche hohe kultur= und wirtschaftspolitische Bedeutung das Auslandsdeutschtum auch für das deutsche Heimatland gewinnen konnte, sobald es sich seiner deutschen Abstammung bewußt blieb. Die Tat von Carl Schurz ist um so höher zu bewerten, als sie zu einer Zeit in der das Reich dem Auslandsdeutschtum noch den Rücken kehrte und in der Bismarck von seinem allerdings noch zu berechtigten macht= und staatspolitisch eingestellten Standpunkt aus erklärte:„Auswanderer, die Deutschland verlassen haben, sind nicht mehr wie jeder Ausländer Gegenstand der Fürsorge des Reichs, die Betätigung eines Interesses für dieselben seitens der Staates ist unpraktisch. Wir haben heute diesen Bismarckschen Standpunkt, der von der Gleichsetzung von Staat und Nation ausging, besonders unter den Folgen des Versailler Diktats grundlich revidieren müssen. Wir stehen heute in einer Zeit, in der für den Kampf Deutschlands um eine neue politische und wirtschaftliche Zukunft dem Auslandsdeutschtum eine ganz besonders wichtige Rolle zugewiesen ist, und wir haben auf die engste kulturpolitische Verbundenheit zwischen dem Auslandsdeutschtum und gegenwärtig den allergrößten Wert zu legen. Das Nationalitätenprinzitp, das noch ein genie por th,fongeret als maßgebend ablehnen konnte, ist heute ern###sonder“. Bedeutung geworden, und in ganz anderer Weise als früher wird heute Machtpolitik auch mit den Mitteln der Kulturpolitik getrieben. Wir müssen darum vorwärts auf den Wegen, die Carl Schurz dem Auslandsdeutschtum wies, auf den Wegen einer engen kulturel. Stadthenter Bochum. Heute, von 3 Uühr 19 gegen 11 Uhr, findet für die Vormiet=„agige, holung der komischen Oper von Bcrtrg., zigsem Glöckchen des Eremiten statt. Zu unterhaltsamen und launigen Wegi,g, vorhanden.— im freien Verkauf in genügegdem Mage..:,#nz. Morgen, Sonntag, findet„„angekündigte matinée statt. Sie beging um 11 Uor 15.ugd, wi außer Vormiete gegeben. Kochmals sei auf greiz, eine musikalt##e Veranstattung sehr eegigesiermieter hingewiesen, auf die noch außerdem für„#5 Brg, als besonderer Vorteil eine Ermäßigung von zent angerechnet wird. Das Programm ist ggg.,#a# derer Reichhaltigkeit. Den zweiten„Tpot, gagr StraBallett in vier Bildern„Petrustzieg van Julian Algo, vinsky, in dem die solistischen Partte.„aranzz, von Maria Algo a.., von Eugen Poroz,gen„Be, Werner, Stammer„im Vorhszgzrchen.“ Das Leben truschla ist em Hie'schöne Ballering, in diese hoffnungslos verliebt Petruschka, der Hanswurst,„Hohr, deutschtum wies, auf den Wegen einer eng.##ng, ten Zusammenarbeit zwischen Heimat und Auslandsdeutschtum. Hierin liegt die Gegenwartsbedeutung ####8 Mannes, die wir gerade heute nicht genug une:: dieses Männer, die wir F„„Wie nicht,genug, unte.“ streichen können, und sie richtig zu erfassen, wird die Hauptaufgabe sein, die sein hundertster Geburtstag dem heimat= und Auslandsdeutschtum stellt. des Eremiten".— Sonntag, vormittags, außer Vormiete: „Tanzmatinée"; abends„Die Fledermaus..— Montag, A 18:„Cyrano von Bergerag.— Dienztag, Brauner Ring::„Der fliegende Hollander",— Mittwoch, D 19:„Die Königin von Saba:— Das erste Bild zeigt einen ruscheg, Ichopen durch all seinem bunten Leben, auf dem„geigt werden und ihren Besitzer, den Charlgag, zweste und dritte Bild bten eigentlich gleichzeit. in ibren spielr eigentlich gleichzeitig. Die Purten Donnerstag. Vormiete 9. Veranstaltung: Sym— Freitag, B 18:„Wienerinnen". — Samstag. außer Vormiete und Wahlvorstellung für alle Ringe: aust“, Zweiter Teil.— Montag, BühnenvolksEerie B:„Emilia Galoln. Aus der + Querenburg, palide Christian Ku Der alte Veteran vo Schwiegersohn Valer Anlaß seines Gebur sen Bild wir in der allen Seiten herzlich h Querenburg, Gemeinden der nah auch bei uns der Btüdern ein sicht keit zu errichten, g eingehenden Besprech Gemeinde geladen n schaft gebildet. Sie allen Gemeindeeinge von der staatlichen listen vorzuspreche derjahr 1928 mindes haben, können, wen falles, z. B. teil Frankheit, Ar steuerfreie Lohnbetr die nach dem Famil Laufe des Jahres 1 sind, Lohnsteu stellen. Der Erstatt 1928 beim Finanzar über die Erwerbs Vorjahren, beigebro formulare sind bei welche nach dem 3 werden abgelehnt. *. ö Gerthe, 1. saßte der erweiter hilfe folgende Ents# hilfe hat es sich Bethanien" Wohl über den Rahmen Gemeinde dienen des Hauses eifrig! einmütig, daß es hause„Bethanien“ gewähren, denen d #trmandensaal bis Vereinsräumen zu Heilturne vird erwogen, den Krabzusetzen, wen zehmern meldet. bird in dem Kur Teilnehmer haben Die Turnstunden Mittwochs statt. des evangelis gervereins C Schriftführer Ew Kassenverhältnisse Bericht. Es wur 40 Mark für den den Gustav=Adolft gräberfürsorge b wurden 200 Mar fshren. Puppen in ihag Be“ rgpachen vren. g..9 Pild) Petruschka ga Beren erwachen zum Leben(2. Rild). der den Charlazan, der ihn immer trennt vor Hexein, lerina, diese kommt einen Augenblick zu ihg, zz, bei getangt. Als sie fort ist, weiß Petruschko,„Nag ist dem Mohr. Um zu ihnen zu gelanggnn# findet verschlossen— springt er durch die War#### Mohren, (3. Bild) die Ballerina auch in der,„treggeetruschig flieht der ihn, rasend vor Wut, töten win.. gbenteuerliche (4. Bild) vor die Bude, mitten in####ch, pergebens, Jahrmarkttreiben. Die Ballerina vggstru###g. Das den Mahr zurückzuhalten, er tötet##### den Volk, entsetzt über diese Szene, holt ette###, doch nur latan, der bese nichtigend erklart, daß der#### Volk eine Puppe sei. Der Jahrmarkt ist zu Ende, zs4 e verläuft sich, da erscheint dengug der Puppenbude der Traum oder Wirklichkeit?.ng.— Zu der Ceist Retruschkas, klagend, drogt.—. a0 bi, 11 Ubg hif tag=Abendvorstellung, die von 7 Uhr 81, von Jogli den Blauen Ring, die„Flede Wert der Opersttze Strauß bringt, dieses klassische. Menf zur den geet, Literatur, find„Zen, gergtiogn Kor besonderen Eiepiez Verkauf bergig groger Anfrage rechnen seinlger 8n Montozie gormisete a uind Jleichfals 104 genügend Plätze zur Auswahl vor: aust Zweiter„ui Son bund,—.4 B:„Emilla Galotti“, Die ausscheiden Düppe, Reinhard stimmig wiederge trauensmann Kir gewählt. Es: fol das Siedtungswe stätten=Gesellschaft tuellen zu gründ zwanzig Mitgliel verein Harp 4 Uhr im Gem Jungmännern wi Kindergarte hat sich leider ni starken Frostes d werden konnten. gültig auf den 1 th. Gerthe, unfallverhü alles getan work völkerung auf di So sind an alle größe Plakate täglichen Gefahr den Schulen Mengen verteilt zur eingehenden rend der Ruwo bahn hat in a mit der Aufzic bringen lassen. haues und der gen hat eine st Sämtlichen Sch d. J. im Sch kehrsfilm„ Ferner wird an 8 Uhr, im Bore anstaltung anstaltung wird aufsichtsamt B# besohren in W Keierabend M. die Heide Besonders für Tanzabend bei da die Tänzer Lebenswirklichk Die Volksbüch geschlossen.— tags von 9 bis kend der übrig steie Wohnung tn Gerthe, Leche„Lothrin nann August in der Morge Mit schweren Krankenauto d □# Langen 5 Uhr wurde Hochstraße an von einem M worfen. Der ##, wurde jede so daß er von Eine der e Aus dem Nachtalerhi... Hesm. März. en Nachs Vil Pilsudski senten in weil sein Offizierstiges tätdienstehre aber der e zu verselbst in isierte sich in m Leben, auch ein et werde. 1 Privat= Buddes volebstahl efranärbudgets Fälle, wie r Kriegsrinkgelage u goldene sen. Aus Geliebten. Aus den eispielsei ein e zu jeder die Teinachgespürt ich Genf. Märg tagung des 8 Uhr 20 r. Stren Abschied e und ausre Festung außer den ationalion die he Volkstrag stimur Entscheiden sich der Begründung bung der iger besonitungen, in ten Dr. Ley lich zeichnen. des Wohlem steht die isidenten der ittag 10 Uhr gebäudes der uhrung des t. vertrag. Das Isvertrag mit tifiziert. französischen jahm gestern 0 gegen 12 soff=Protokoll. entsprechend, m LitwinoffAus dem Landkreis Bochum. + Querenburg, 1. März. Heute feierte der Inpalide Christian Kurofeiski seinen 81. Geburtstag. Der alte Veteran von 1870/71 wohnt hier bei seinem Schwiegersohn Valentin Hahn, Markstraße 2. Aus Anlaß seines Geburtstages wurden dem Jubilar, desBild wir in der gestrigen Nummer brachten, von allen Seiten herzliche Glückwünsche zuteil. * h Querenburg, 1. März Wie in den anderen Gemeinden der näheren und weiteren Umgebung hat bei uns der Gedanke, unseren gefallenen Btüdern ein sichtbares Zeichen der Dankbarkeit zu errichten, greifbare Gestalt angenommen. Nach eingehenden Besprechungen, zu denen alle Vereine der Gemeinde geladen waren, wurde eine Arbeitsgemeinschaft gebildet. Sie hat sich die Aufgabe gestellt, bei allen Gemeindeeingesessenen in den nächsten Tagen mit von der staatlichen Behörde genehmigten Sammellisten vorzusprechen.— Arbeitnehmer, die im Kalenderjahr 1928 mindestens 4 Mark Lohnsteuer entrichtet haben, können, wenn bei ihnen infolge Verdienstausfalles, z. B. teilweiser Arbeitslosigkeit, Trankheit, Aussperrung, Streik usw. der steuerfreie Lohnbetrag von regelmäßig 1200 Mark und die nach dem Familienstande sreibleibenden Beträge im Laufe des Jahres 1928 nicht voll berücksichtigt worden sind, Lohnsteuererstattungs- Anträge stellen. Der Erstattungsantrag muß bis zum 31. Marz 1928 beim Finanzamt gestellt werden. Bescheinigungen über die Erwerbslosigkeit usw. müssen, wie in den Vorjahren, beigebracht werden. Entsprechende Antragsformulare sind beim Finanzamt zu haben. Anträge, welche nach dem 31. März 1929 eingereicht werden, erden abelednt.. Iu seiner letzten Sitz * ö Gerthe, 1. Marz.„ In seiner, lecten Sitzung saßte der erweiterte Vorstand der Gerther Frauenhilfe folgende Entschließung: Die evangelische Frauenhilfe hat es sich zum Ziel gesteckt, in dem neuen Bethanien" Wohlfahrtseinrichtungen zu schaffen, die über den Rahmen einzelner Vereine hinaus der ganzen Gemeinde dienen sollen. Da sämtliche Einrichtungen des Hauses eifrig benutzt werden, erklärt der Vorstand einmutig, daß es unmöglich sei, in dem Wohlfahrtshause„Bethanien“ Vereinen Unterunft und Heim zu gwähren, denen das alte„Bethanien“ und der Kon#trmandensaal bis zum Bau eines neuen Saales mit Vereinsräumen zur Verfügung stehen.— Der Kursus für Heilturnen ist leider nicht gut besucht, darum bird erwogen, den Preis für die Stunde auf 1 Mark Krabzusetzen, wenn sich eine größere Zahl von Teilzehmern meldet. Nach den bisherigen Erfahrungen bird in dem Kursus Vorzügliches geleistet, und alle Teilnehmer haben an den Uebungen große Freude. Die Turnstunden finden nicht mehr Freitags, sondern Nittwochs statt.— In der Jahreshauptversammlung des evangelischen Arbeiter= und Bürgervereins Gerthe und Hiltrop erstattete der Schriftführer Ewers den Jahresbericht. Ueber die Kassenverhältnisse erstattete der Kassierer Kaiser Bericht. Es wurde beschlossen, aus der Vereinskasse 40 Mark für den evangelischen Bund, 30 Mark für den Gustav=Adolfverein und 30°Mark für die Kriegsgräberfürsorge bereitzustellen. Aus der Sterbekasse wurden 200 Mark dem Hilchenbachfonds zugeführt. Die ausscheidenden Vorstandsmitglieder Schulte, Düppe, Reinhardt, Häde und Skupsch, wurden einstimmig wiedergewählt. Für den verstorbenen Vertrauensmann Kirchhoff wird Otto Wilde einstimmig gewählt. Es folgte eine lebhafte Aussprache über das Siedlungswesen der deutsch=evangelischen Heimstätten=Gesellschaft. Für den Beitritt zu einer eventuellen zu gründenden Baugesellschaft meldeten sich zwanzig Mitglieder.— Der Jungmännerverein Harpen tagt jeden Sonntag von 2 bis 4 Uhr im Gemeindeheim. Ein treuer Stamm von Findergartens Di Eröffnugg des Flucergartens in Harpen zum 1. Marz hat sich leider nicht ermöglichen lassen, da infolge des starken Frostes die Installationsarbeiten nicht beendet werden konnten. Nun ist der Eröffnungstermin endgültig auf den 15. März festgesetzt. th. Gerthe, 1. März. Aus Anlaß der Reichsanfallverhütungswoche ist auch in Gerthe alles getan worden, um die Aufmerksamkeit der Bevölkerung auf die täglichen Unfallgefahren zu lenken. So sind an allen öffentlichen Plätzen und Gebäuden größe Plakate angebracht, die der Bevölkerung die täglichen Gefahren im Bilde vor Augen führen. In den Schulen sind Aufklärungsschriften in großen Mengen verteilt worden, die Lehrerschaft und Schüler zur eingehenden Beschäftigung mit dieser Materie während der Ruwo Veranlassung geben. Die Straßenbahn hat in allen Straßenbahnwagen große Plakate mit der Aufzichnung„Helft Unfälle verhüten“ anbringen lassen. Auch in den Betrieben des Berghaues und der Chemischen Werke Lothringen hat eine starke Arbeit für die Ruwo eingesetzt. Sämtlichen Schulklassen wird am., 5. und 6. März d. J. im Schumacher'schen Saale der Verkehrsfilm„Achtung! Aufgepaßt!“ gezeigt werden. #ferner wird am Montag, dem 4. März d.., abends 8 Uhr, im Borgmann'schen Saalbau eine Kinoveranstaltung stattfinden. Im Rahmen dieser Veranstaltung wird Herr Gewerberat Kuhl vom Gewerbegufsichtsamt Bochum einen Vortrag über Unfallbesohren in Werkstatt und Haushalt halten.— Die Keierabendgemeinde hat für Dienstag. 5. d. M. die Heide=Woog=Tanzaruppe verpflichtet. Besonders für die Industriebevölkerung wird dieser Lanzabend bei Borgmann von großem Interesse sein, ea die Tönzerin gerade in unserer Atmosphäre von Lebenswirklichkeit alle Herzen erhebt und mitreißt.— Die Volksbücherei(erthe I bleibt bis auf weiteres Leschlossen.— Das Wohnungsamt ist nur Monmas von 9 bis 11½ und 15 bis 17 Uhr geöffnet. Wähtend der übrigen Tage werden nur Meldungen über sreie Wohnungen entgegengenommen. " in Gerthe, 1. März. Im Untertagebetrieb der Seche„Lothringen“, Schachtanlage 4, geriet der BergRann August Sprung, Am Böckenberg wohnhaft, * der Morgenschicht, unter herabfallendes Gestein. Mit schweren inneren Verletzungen wurde er mittels Krankenauto dem Bergmannsheil Bochum zugeführt. „„□ Langendreer, 1. März. Mittwoch nachmittag 9 Uhr wurde eine 13½ Jahre alte Schülerin von der Hochstraße an der Eisenbahnunterführung Lindenstraße von einem Mann angefallen und zu Boden gevorfen. Der Unhold hielt dem Mädchen den Mund e wurde jedoch von diesem in den Daumen gebissen, s9 daß er von seinem Opfer ablassen mußte und das Mädchen um Hilfe rufen konnte. Darauf entriß er dem Mädchen das Portemonnaie und entkam in der Richtung Krankenhaus. Der Täter, der ungefähr.60 Meter groß, mit grauem Mantel und blauer Mütze bekleidet war, trug ein rotes Taschentuch vor dem Gesicht, um nicht erkannt zu werden.— Ein weiterer Ueberfall wurde, ebenfalls am Mittwoch gegen 8 Uhr, an einer Frau in der Nordstraße versucht. Scheinbar handelt es sich um denselben Im eigenen Interesse meiden möglichst weibliche Personen des Abends allein einsame Wege.— In der Nacht vom 25. zum 26. Februar drangen Diebe in den verschlossenen Stall des Steigers Pohle in Düren ein, schlachteten 34 Hühner und vier Enten an Ort und Stelle ab und entkamen unerkannt. Der Schaden beträgt 190 Mark. Der Stall liegt etwa 50 Meter vom Haus entfernt. In der vorherigen Nacht sind in Annen umfangreiche Hühnerdiebstähle beganLangendreer=Werne, 1. Mörz. Der Kurzschriftverein Werne=Langendreer möchte darauf hinweisen, daß der Deutsche Stenographenbund, der das ganze deutsche Sprachgebiet umfaßt, einmal Sonntag, 10. März, ein großes Bundesfernwettschreiben in Einheitskurzschrift veranstattet. Das Bundesfernwettschreiben ist örtlich eingerichtet, d. h. alle Einheitskurzschriftler können, ohne große Kosten auszugeben, an dem Wettschreiben teilnehmen, da in sämtlichen größeren Städten das Wettschreiben stattfindet. Für unser Gebiet findet das Wettschreiben in Bochum, in der Schule Trankgasse 10, statt, 6661#u.#. h Werne, 2. März. Vom Ortsausschuß für Jugendpflege soll unter Leitung des Kommunalarztes Dr. Frank für die Mitglieder der Jugendpflegevereine ein Krankenpflegerinnen= Kursus veranstaltet werden. Meldungen werden auf Zimmer 20 des neuen Amtshauses entgegengenommen.— Die Volksbildungsvereinigung„Feierabend“ veranstaltet am 6. Marz abends 8 Uhr, im Saale der„Deutschen Flotte“ im Rahmen ihres diesjährigen Programms einen Tanzabend, der ausgeführt wird von der Tanzgruppe Heide Woog. Aus dem Kreis hattingen. * Linden=Dahlhausen, 1. März. Der Superintendent der Kreissynode Hattingen, Pastor Neuhaus, Dahlhausen, macht darauf aufmerksam, daß die zur Wahl der Fachvertreter für die Kreissynode Berechtigten sich bis zum 1. April zur Eintragung in die Liste der Fachvertreter schriftlich beim Superintendenten anzumelden haben, Bescheinigungen über die Eintragung in die Wählerliste sind durch die Pfarrämter unverzuglich und unentgeltlich auszustellen. k Linden=Dahlhausen, 1. März. Trotzdem auf der Zeche„Dahlhauser Tiefbau" erfreulicherweise etwa 60 Arbeiter in diesen Tagen neu eingestellt worden sind, beträgt die Arbeitslosenzahl in unserer Gemeinde noch über 600, hierzu kommen noch etwa 450 in der Sonderfürsorge und 50 Krisenunterstützungsehch: Welper, 1. März. Ihren 82. Geburtstag konnte gestern in bester geistiger und körperlicher Frische die auf der Rathenaustraße wohnhafte Witwe Wigold feiern. 9s. Schmes. kr Bredenscheid, 1. März. Dne Schwelmer Wasserleitung ist am Hochbassin in Stüter eingefroren. Viele Leute holen das Wasser aus den zugefrorenen Bächen, der Wiedenkamp versorgt sich von einem Hattinger Hydranten am Schulenberge mit siad Bredenscheid=Stüter, 1. März. Die Gemeinde. vertretung will an die Stadt Hattingen eine Eingabe richten, wonach die Berufsschüler von Nieder= stüter, die bisher ohne Schule sind, die Verbandsberufsschule Hattingen besuchen sollen. hd- Niederstüter, 1. März. Ein schwerer [Autounfall ereignete sich in der Nähe der Station Bossel dadurch, daß ein mit drei Personen besetztes Personenauto beim Ausweichen eines ihm entgegenkommenden Lastwagens gegen einen Chausseebaum fuhr und dann in den Straßengraben rannte. Der Wagen wurde schwer beschädigt, eine Person erlitt Verletzungen.— An der Kurve der neuen Kreisstraße bei Nippus stießen zwei Lieferautos zusammen und wurden schwer beschädigt. Aus dem Stadttreis Wattenscheid. □ Wattenscheid, 1. März. In den letzten Tagen sind aus dem Keller eines Hauses in der Parkstraße in Wattenscheid eine Anzahl Pinsel und Bürsten sowie Lacke, Oel und Terpentin entwendet worden. Sachdienliche Angaben erbittet das Kriminalkommissariat Rathausstraße 3. Stadt Sieele. y Steele, 1. März. Beim Brand eines Personenautos schwer verbrannt hat sich der Chauffeur Heiler aus Essen. Auf der Bochumer Straße war plötzlich das besetzte Auto in Brand geraten. Das Auto hielt sofort und die Insassen flohen aus den beiden Türen des Wagens. Der Chauffeur verlor nicht die Geistesgegenwart, sondern griff tatkräftig zu, so daß ein weiteres Umsichgreifen des Feuers verhütet wurde. Nur er selbst hatte größere Brandwunden an den Händen und Armen davongetragen. Referat beleuchtete hier Direktor Möller die Zustände. die sich in den letzten Jahren bei der Wasserentnahme aus der Ruhr gebildet haben und wies nach, daß Organisationen, die als Schutzverbände eine ordnungsmäßige Wasserführung der Ruhr zu regeln bestimmt seien, der Ruhrtalsperrenverein und der Ruhrverband, diese Regelung erheblich zu Ungunsten der im Niederschlagsgebiet der Ruhr wohnenden Interessenten und zu Gunsten der außerhalb des Niederschlagsgebiets wohnenden Interessenten trügen. Es sei daher erforderlich, gegen diese Maßnahmen eine Einheitsfront der in ihren Interessen verletzten Ruhrbewohner zu schaffen. Nach kurzer Aussprache über den einzuschlagenden Weg wurde die„Arbeitsgemeinschaft zur Wahrung gemeinsamer Interessen der Bewohner im Niederschlagsgebiet der Ruhr, an der Wasserführung der Ruhr und ihrer Nebenflüsse gegründet. Es wurde ein vorläufiger Vorstand, sowie ein Verwaltungsausschuß von zunächst fünf Mitgliedern gewählt. Die Wahl des endgültigen Vorstandes, sowie weiterer sechs Mitglieder des Ausschusses bleib: einer demnächst einzuberufenden Versammlung vorbehalten. In Düsseldorf streiten die Anwälte. Düsseldorf, 1. März. Bei dem Oberlandesgericht Düsseldorf sind die Rechtsanwälte in einen Streik getreten. Sie haben beschlossen, vor dem 4. Zivilsenat nicht zu erscheinen, weil der Präsident dieses Senats einen Rechtsanwalt, der ein Schriftstück nicht rechtzeitig eingereicht hatte, in eine Ordnungsstrafe genommen hatte. Es konnte daher am Donnerstag vor diesem Senat nicht verhandelt werden. ra Lippspringe, 1. März. Der in weiten Kreisen durch seine Einrichtung für Tuberkulosenbekämpfung und als Begrunder der Volksheilstätte Augusta=Viktoria und des Kinderheimes Cäcilienstift in Bad Lippspringe bekannte Geheimrat Professor Dr. Raymund kann in dieser Woche auf eine 60jährige Tätigkei: als Arzt zurückblicken. Der Jubilar ist 85 Jahre alt und erfreut sich einer bewundernswerten geistigen und körperlichen Frische. (1) Münster, 1. März. In der Klage der drei Standesherren, Herzog von Arenberg, Fürst Salm=Salm und Fürst von Salmvistmar hat nunmehr das Obexlandesgericht Hamm endguttig entschieden. Der 11. Zivilsenat des Oberlandesgerichts hat durch Urteil den Standesherren eine Aufwertung ihrer Rentenansprüche von 60 Prozent zugeröliglgend zugleich die Kostenteilung des Prozesses beschlossen, Die Zivilkammer in Munster hatte bekanniluh als erstinstanzliche Entscheidung gegen den Fiskus eine Aufwertung der Ansprüche auf 40 Prozent festgesetzt. I Homberg, 28. Febr Bekanntlich wurde hier bei dem mißlungenen Raubüberfall am Freitag voriger Woche der Arbeiter Max Bißling festgenommen. Der Verhaftete hat nun ein Geständnis abgelegt, aus dem hervorgeht, daß er gemeinsam mit dem noch flüchtigen Arbeiter Gustav Utroff auch den Raubüberfall auf die Stationskasse der Mörser Kreisbahn ausgeführt hat. Bißling hat ferner einen schweren Einbruch eingestanden und verraten, daß Utroff in Homberg und Umgebung acht Einbrüche ausgeführt hat.„„ 9: s Duisburg, 1. März. Die Stabt Duisburg begeht im kommenden Monat ein bedeutsames Jubiläum. Am 8. März 1129 wurden ihr Stadtrechte verliehen. Sie begeht also ihr 800jähriges Jubiläum als Stadtgemeinde. Mit Rücksicht auf den Ernst der Zeit und die schweren wirtschaftlichen und politischen Sorgen, die Staat und Volk drücken, hat die Stadtverwaltung lobenswerter Weise beschlossen, von jeder Feier abzusehen. Es werden zum Gedächtnis dieses Tages nur die städtischen Gebäude beflaggt und entsprechende Schulfeiern abgehalten werden. Im Hause Lotharstraße 146 hat sich am Dienstag nachmittag, gegen 2¾ Uhr, eine erschütternde Tragödie abgespielt. Der dort mit seiner Frau im Erdgeschoß wohnende 49 Jahre alte Justizsekretär Fritz Everding der seit langer Zeit schwer leidend war, hatte im Laufe der letzten acht Tage eine Tochter und die Mutter durch den Tod verloren. Die beiden Sterbefälle sind dem Manne derart zu Herzen gegangen, daß er sich heute nachmittag den Hals abgeschnitten hat. □ Barmen, 28. Febr. Die Milchversorgung der Stadt Barmen G. m. b. H. ist in Konkurs geraten. Die Stadt Barmen, die selbst Gesellschafterin der G. m. b. H. ist, trat mit sofortiger Wirkung von K ihrem Vertrage zurück. Als Grund wird die hohe Verschuldung— man spricht von 200000 Mark — angegeben. Die Summe setzt sich in der Hauptsache aus ruckständiger Pacht und Schuld an die Gas=, Wasser= und Elektrizitätswerke zusammen.— Die „Milchversorgung der Stadt Barmen G m. b..“ wurde im Dezember 1916 gegründet und setzte sich zusammen aus der Stadtverwaltung, der Handlerschaft und der Landwirtschaft. Im Jahre 1925 verpachtete die Stadt den in der Mohrenstraße errichteten Milchhof an die Milchversorgungs G. m. b.., also zum Teil an sich selbst, da sie ja Gesellschafterin ist. Schon im Herbst vorigen Jahres erfuhr man, daß der Milchhof mit erheblichen Fehlbeträgen arbeitete. Mit der Kündigung— zu der sie allerdings vertraglich berechtigt ist— erreicht die Stadt, daß sie vorläufig einmal Alleinherrscherin des Betriebes ist.— Am Sonntag, 24. Februar, fand in der„Concordia" Barmen eine Pratestkundgebung der Barmer Bürgerschaft statt, in der gegen den Plan der Reichsbahndirektion Elberfeld, die Fern==Züge BerlinParis in Barmen durchfahren zu lassen, hoben wurde. Die Versammlung faßte eine tung gegen die„Nadelstichpolitik gegen die Stadt Barmen“..„„. 65. :: Much(Bez. Köln), 1. Marz. In Erlen, einem kleinen Ort im Bezirk Köln, können die heute noch alle lebenden 15 Geschwister Müller Anfang Januar kommenden Jahres auf ein Gesamtalter von tausend Jahren zurückblicken. Zur Zeit haben die Geschwister ein Alter von 987 Jahren. Alle Geschwister erfreuen sich der besten Gesundheit. (!) Mörs, 1. März. Am Donnerstag abend gegen 19,30 Uhr wurde die Feuerwehr nach dem Ortsteil Schwafheim gerufen, wo das Gehöft des Landwirts Großterlinde in hellen Flammen stand. Die große Scheune war in kurzer Zeit ein Raub der Flammen. Die Feuerwehr war dem Brande gegenüber machtlos und mußte sich auf den Schutz der benachbarten Gebäude beschränken. Neben vielen landwirtschaftlichen Geräten und Wagen verbrannte auch Großvieh. ** Kleine Provinznachrichten. In der vergangenen Woche sind in Dortmund bei 1637 neuen Grippeerkrankungen, die zur Anmeldung gelangten, 54 Todesfälle an Grippe zu verzeichnen gewesen.— In Detmold ist die älteste Einwohnerin des Lippelandes im Alter von 102 Jahren gestorben.— Auf der Eisenbahnstrecke Paderborn—Geseke wurde eine männliche Leiche gefunden, die in der Mitte überfahren und graulich verstümmelt war. Allem Anscheine nach handelt es sich um Selbstmord.— In Duisburg geriet auf der Hütte Bulkan ein Probeentnehmer beim Aussuchen von Eisenspänen mit einem Zipfel seines Halstuches in die Pohrmaschine, der er nahe gekommen war. Ehe man ihn befreien konnte, wurde er erdrosselt. Aus Westfalen und Rheinprovinz. Hittorf=Ausstellung in Recklinghausen. □ Recklinghausen, 1. März. Die Stadt hausen und die Literarische Gesellschaft von Recklinghausen veranstalten im März in der Aula der Freiherr vom Stein=Schule(Aufbauschule) eine Hittorf= Ausstellung. Sie wird zum ersten Male der breiteren Oeffentlichkeit die Erinnerungsstücke an den großen westfälischen Physiker und Chemiker Wilhelm Hittorf zeigen, der mit seinen wissenschaftlichen Forschungen auf vielen Gebieten bahnbrechend für die Entwickelung der Physik und Chemie geworden ist. * Eine Arbeitsgemeinschaft zur Wahrung der Interessen der Ruhrtalbewohner. p Fröndenberg, 1. März. Auf Einladung des Direktors Möller vom Kommunalen Elektrizitätswerk in Fröndenberg hatte sich eine große Zahl der im Niederschlagsgeviet der Ruhr wohnenden Interessenten an der Wasserführung der Ruhr und ihrer Nebenflüsse zur Zusammenkunft im Hotel Wildschütz in Fröndenberg eingefunden. In einem eingehenden Aus dem Gerichtssaal. Eine Kokainschiebergesellschaft. ss. Wattenscheid, 1. März. Vor dem erweiterten Schöffengericht hatte sich gestern eine siebenkopfige Gesellschaft von Kokainschiebern aus Essen, Krefeld, Wattenscheid und Höntrop zu verantworten. Im vorigen Jahre kamen die Kriminalhehörden einem großzugig betriebenen geheimen Kokaincanvel auf die Spur. dessen Fäden bis in das Saargebiet und in das Ruhrgebiet und sogar bis in das Ausland sich Im Zusammenhang mit einem Kokainprozeß in Düsseldorf, in dem verschiedene ermittelte Kokainschieber abgeurteilt wurden, gewann die Düsseldorfer Kriminalpolizei bestimmte Anhaltspunkte, daß auch in Essen und Bochum Gruppen der organisierten Kokainhändler ekistierten. Das Gericht verurteilte den Kolonialwarenhändler Haus zu fünf Monaten, den Monteur August Edei, der als Lieferant von Kokain in Frage kommt, zu sechs Monaten Gefängnis. Die übrigen Angeklagten erhielten je zwei Monate Gefängnis. Aus und mit dem Publikum. Eßt Seefisch! Die Reichsfischwoche soll Propaganda für vermehrten Genuß von Seefischen machen. Bei allen Vorzügen des Seefisches als Nahrungsmittel muß bemerkt werden, daß, so lange sich ein Gericht Seefische fast noch einmal so teuer stellt als irgend ein Fleischgericht, es mit der Konsumsteigerung noch sehr hapern wird. Bekannt ist auch, daß man eher ein Pfund Schellfisch resp. Seefisch auf die Person rechnen kann, als ein halbes Pfund Fleisch. Will man den Verbrauch von Seefisch steigert, was im allgemeinen volkswirtschaftlichen Interesse sicher nützlich wäre, dann muß man auch dafur sorgen, daß die Preise so sind, daß man ein Fischgericht(man vergesse die Butter nicht) dem Haushalt nicht teurer kommt wie ein Fleischgericht. Welegr unn.. Voruntersuchung gegen die Brüder Saß. Berlin, 1. März. Die Staatsanwaltschaft hat bei dem zuständigen Untersuchungsrichter die Eröffnung der Voruntersuchung gegen die Brüder„Saß wegen des Tressoreinbruches beantragt. Der uniersuchungsrichter muß nunmehr das gesamte vorliegende Material prüfen, was mehrere Tage in A nehmen wird, um dann seinen Entschluß zu fassen. Die Verhafteten selbst bestreiten nach wie vor jede Bbsch.. Aien ue Ccenr felterch Arbeitslosenzusammenroitungen in Charionlenburg. Charlottenburg, 1. März. Heute vormittag kam es zu großen Arbeitslosenversammlungen vor dem Arbeitsamt Charlottenburg. Die Arbeitslosen, die sich in immer wachsender Anzahl einfanden, nahmen eine drohende Haltung gegen den Vorsteher des Arbeitsamtes an und versuchten in das Arbeitsamt einzudringen. Hauptsächlich darch den Kohlenmangel erregt, forderten sie dringend, daß man ihnen mehr Unterstützungsgelder und Kohlen bewillige. Nachdem es dem Vorsteher des Arbeitsamtes nicht gelungen war, die Menschenmenge zu beschwichtigen, entschloß er sich, das Ueberfallkommando zu alarmieren. Die Arbeitslosen konnten zerstreut werden. Es wurden sechs Feststellungen vorgenommen. Ein Kraftwagen von einem Juge erfaßt. Halle, 1. März. Die Pressestelle der Reichsbahndirektion Halle teilt mit: Am 1. März fuhr auf dem unbewachten Bahnübergang an der Straße Ruhland=Senftenberg von der Strecke Ruhland=Lauchhammer der Personenzug 2330 in einen von Ruhland kommenden geschlossenen, mit vier Personen besetzten Personenkraftwagen. Das Auto wurde vom Zuge etwa 300 Meter mitgeschleift. Der Benzintank geriet in Brand. Von den Insassen ist der Arbeiter Erdmann tödlich verunglückt. Schwer verletzt wurden der Führer und Besitzer des Autos und Fräulein Erdmann, leicht verletzt wurde der Maurer Kramp. Die Verunglückten stammen sämtlich aus Grünewald. Sie wurden sofort dem Krankenhaus in Senftenberg zugeführt. Nach der Angaben eines Augenzeugen trifft den Zugführer keine Schuld, da er Zeit= und Läutesignale gegeben habe. Schiffe auf dem Schwarzen Meer in Not. Kowno, 1. März. Wie aus Moskan gemeldet wird, ist im Schwarzen Meer das russische Schiff„Alescha Dschaparidse“ gesunken. Die ganze Bemannung ist ertrunken.— Das deutsche Handelsschiff „Liedtke“ hat durch Funkspruch die russischen Funkstationen um Hilfe gebeten. Die Sowjetregierung hat sofort einen Eisbrecher entsandt, um der„Liedtke" zu Hilfe zu kommen Eine neue Sturmflut in Japan. Tokio, 1. März. Eine neue Sturmflut hat Japan heimgesucht. Drei Dörfer wurden vollkommen verDe heuige Naumer umich 2 Selen. In Ihrem eigenen Interesse liegt es, vor dem Kaufe meine Nöbel-Ausstellun gesehen zu haben. Täglich sagen neue Kunden: Aüc derartige Auswahl guter Einrichtungen hätten wir nicht erwartel! Ueberzeugen auch Sie sich davon und von den billigen Preisen Mobelklaus-Gdomt-Viennemann Gegründet 1886 An der Maarbrücke 15—17 Frankenstraße 20—20 8 Straßenbahn Haltestelle: Vereinsstraße Linie 1 r Hier einige Beispiele. 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Hindenburgstrabe Behcheisbuchhandlung Wattenscheld: Buchhandlung Hengstenberg. Hochstraße Bechhendlong Daum. Hochstrabe 7 Appendor: Verhautfshalle von Ewald Degge an Deohmel Oberdahlhausen: Verhautshalle von A. Reese. an der Hssenwinbeleretr. Dahlhausen: Verhaufshalle v. W. Gernhardt, am Bahnhof Buchhandlung Nase, Bahnbolntrahe Linden: Buchhandig. Eduard Beck, Königstrabe Buchhandlung Hübel, Bochumer Strabe 2 Hattingen: Zeitungeverrrich Arein, Bahehofstrabe Zeitungsvertrieb Alberti Buchhandlung SchulteSchrepping, Hetgeretr. 4 Am 2. März 1929 verlegen wir unsere bisherigen Geschäftsbetriebe Kirchstraße und Rathaus in“ den Neubau, Ecke Grabenstraße und Schützenbahn. Wir schließen die allen Kassenstellen deshalb an diesem Tage schon um 12 Uhr. Eröffnung der Hauptgeschäftsstelle im Neubau Ecke Grabenstr.— Schützenbahn 4. März 1929 am Montag, dem Kommunalbank Aktiengesellschaft in Bochum Brennholz Ssgeaine laufend abzugeben OBarkredite G f dnemte semd Enathasnidete. Bürstenfabrik Rob. Samuelsdorft, Wattenscheid, Tel. 1047. Amt Gelsen irchen. in seumte und Postbesoldete. Privatangestellte zu 9% p. a. bei Abschluß u. Lebensversich. Ohne Vorkost u. ohne Provision Rückzahlung in 12 Monatsraten. Max Weber, Köln Unter Bachsenhausen 33 1 Vertreter: Franz Rentemeister. Herne in Westtalen, Roons raße Beamter sucht lis z. 15 März., Prirath. 800 Mk. zu leihen. M. hoh. Zinsen in mon. Rat zurückzahlb. Sicherh. vorh. Ang. u. R. R. 80973 an d. Aysothen an erster Sielle besorgt zu zellgemößen Bedingungen, zur Zeit Zinssolz 7 ¼% Julius Mummenhoff, Bochum, Bergstr. 35 Stiepel: Verkautshalle v. los. Wienere. an d. Zeche Karl-Friedrich Wiemelhausen: Verkautshalle Getzenüber Wirt schalt Hahneteld, Brenschederntrahe Langendreer: Buchhandlung Bögelmenn, Hauptstraße 22 Bechhandlung Nußbaum. Kaiserstraße Bahnheicbschhaadeng Unterbrechung der Stromlieferung Wegen Durchführung dringenArbeiten an unseren Hochspander Arbeiten an unserg Gechsbannungsanlagen in der Transformatorenstation auf Zeche„General“ wird die Sromiteferung am FahrSchule Darlehnssuchende Beamte wend. s. weil schnell, reell, diskret an Vertretung A. Okolowitz, Albertstraße 31, 1. Et., r. Sprechz., tägl. von 10 b. 3 Uhr(außer Sonnt.). T. selb. a. 1. Hypotheken aller Art schnellstens und ohne Vorkosten. Staatsbeamt. sucht von Privatmann Die erfahrene Hlaustrau für torrd rad Fahrer von Moeädern und DreiLieserwagen werne: Buchbandlung Jeh. Hellves 170 Ortwe Sonntag, 3. März von 8 bis 10 Uhr im Bezirk Weitmar, Amtsplatz, Hattinger Straße von Höntroperbis Clevinghauserstraße, Franziskusstraße, Kolonie an der Blumenfeldstraße unterbrochen. Bochum, 2. März 1929. Die Direktion der Städt. Beleuchtungs= und Wasserwerke. Die zur Konkursmasse der Firma Franz Kappins, elektrotechnisches und Radio=Geschäft in Langendreer, Augustastraße 15, gehörigen, Warenvorräte sollen im Gangens#gl. 5 vertauft werden. Das Warentager Genehmigung. Auch enthält Beleuchtungskörper, Radio; Einzelausbildung bergl. Nähere Auskunft erteil II: Gegthenrich der Konkursverwalter S Teseon“3853 72. Rechtsanwalt Köllermann in Langendreer. 1500 Hark geg. mehrs. Sicherseit, hohe Zinse heit, hohe Ziulen u. monatliche Ratenrückzahlung. Ang. unt. U. S. 81158 an d. Geschst. schlen Koks Hefert sofort Friiz Carl Mubertusstr. 8, Telelon 81003 Poivaste besserer Mantel Drihotts für 4jähr. Knaben. Mühe, Wäsche. Daselbst(80775 — Dreirad— billig zu verkaufen. Müdlenstr. 20, 1. Et. Dariehen an Bearnte u. Festbesoldete au diskret u kostentr. Ludger Beckmann Bochum. Hattinderstraße 11. Zimmer 31. 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Vo es gebe Tauwetter. und die sibirische hauch. Die nimmt zu statt ab, sich von freundlick Stiepel und in an nicht überall eine man die Bewohne versorgen. Was schaffung ist, besit folgender, nachem Urahne, Großmu asserbol Beim Wasserhole use die L# man Urahne spricht: # wohl ###s wohl bald Von langen Wa Hort ihr's, wie d Großmutter spri Stundenlang wa Doch ohne Wass Seht ihr, wie vi Die Mutter spri Ob ich wohl vorz Mein Mann kon Kein Wasser zur Das Kind sprick Wenn ich gleich Kann Mutter K Seht ihr's, jetzt Sie sehen's nich Des Schutzmann „Das Rohr ist Ihr Leute, hier Vier Hoffnunger ist Feiertag. Unser städt mit Rohrbrüche tes Jahres 192 viele Aushilfski den der Frost mehrten Betriel städtische Straß im Haushaltst Schneebeseitigur worden. Und DEA Romanv 62 sinniger ersprür shwer Dieb Deb1 stens den E Stein habe? aus rd omm Jan denn bring diese an eg bei Abschlus ohne Provision natsraten. Köln on 3311 meister. sons raße ken zellgemöben nssolz m. Verger. 34 laustrau Nr. 32. 36. Jahrgang. 1. Beilage zum Bochumer Anzeiger und General Anzeiger Dochumer=Nachrichten. Der Lenzmonat.— Die Wassernot.— Weshalb Kohlenmangel?— Etwas über Lokalpatriotismus. Vom Haushalten. Mit blaugefrorenen Nasen begrüßten wir den März, den„Frühlingsmonat“, der uns Gras und Laub, die ersten Veilchen und die ersten Blüten an Sträuchern bringen soll. Sieht es danach aus, als ob es bald lenzen sollte? Vorigen Sonntag konnte man glauben, es gebe Tauwetter, aber da drehte sich der Wind wieder und die sibirische Luftwelle„umfächelte" uns mit Eiseshauch. Die Zahl der zugefrorenen Wasserleitungen nimmt zu statt ab. und Hunderte und Tausende müssen sich von freundlichen Nachbarn Wasser pumpen. In Stiepel und in anderen Ruhrgemeinden, in denen noch nicht überall eine Wasserleitung vorhanden ist, läßt man die Bewohner durch die Motorspritze mit Wasser versorgen. Was es für eine Not mit der Wasserbeschaffung ist, besingt mein Freund Piddewitt in nachfolgender, nachempfundener Ballade: samt, das doch keinen Menschen erfrieren lassen kann, an Mehrlasten verursacht hat, das geht in die Zehntausende. So wünscht denn alle Welt, daß sich der März als wirklicher Lenzmonat erweisen möge. Wenn erst mal der„Mätegeitling“ seine Strophe vom knospenschwellenden Baum herab singt, dann wird es wohl was werden. Bis dahin müssen wir uns gedulden. * Wir leben in einer kuriosen Welt. Von überall her im Reiche wird gemeldet, daß wegen Kohlenmangel Schulen und Badeanstalten geschlossen werden müssen, daß die frierenden Stadtbewohner Schlange stehen um einen Eimer Kohlen. Im Ruhrgebiet aber lagern riesige Mengen nicht abgesetzter Kohlen, und die Zechen 3 5 zu fahren, um dort Einkäufe zu machen. Sie wissen sehr wohl, daß man hier alles in ebenso reicher Auswahl wohlfeil haben kann. Und erst unsere Herrenwelt!„Blauweiß“ ist die Parole nicht nur beim schäumenden Bierglas, sondern auch im täglichen Handeln. Gibt ihnen die Stadtverwaltung doch ein leuchtendes Beispiel, die auch nicht einen Drahtnagel auswärts bestellen würde, wenn es hier eine Drabtstiftenfabrik geben würde. So offenbart sich in allen Kreisen, oben und unten, echter Lokalpatriotismus. Und dabei gedeiht Handel und Wandel, die Künste und Wissenschaften blühen, das Handwerk hat goldenen Boden, der Stadtsäckelmeister schmunzelt ob der steigenden Einnahmen, die Inhaber unserer Konzertkaffees freuen sich der vollbesetzten Lokale, und die Leiter der Vergnügungsstätten müssen bekennen, daß es sich lohnt, dem dankbaren Bochumer Publikum Hervorragendes zu bieten.„Feldflüchter“ gibt es in Bochum nicht. Habe ich recht? Oder... Es mag sich jeder die Frage selbst beantworten. Das Eine aber bekräftige ich mit derbem Wispeltenschlag auf den Tisch: Wenn die Bochumer fest zusammenhalten, nicht bloß„met de Mule“. dann erringen wir uns unseren Platz an der Senge. Die aber da meinen,„da draußen“ müsse man Erholung und Freude suchen, die können mir den Buckel runterrutschen und wenn sie beim Bierpott noch so hohe Töne riskieren. Samstag, den 2. März 1929 Verkehrsverein Bochum. Beschlüsse von großer Bedeutung wurden in der am Donnerstag abend im„Bochumer Hof" abgehaltenen Re e e ece ece Herbst eingetretene Krise im Zusammenhang mit dem Fortgang des früheren Geschaftsführers war Gegenstand eines eingehenden Berichtes, den namens des von der letzten Versammlung eingesetzten Prüfungsausschusses Prokurist H. Kröger gab. Nachder, Her#r: kehrsverein bis zur Anstellung des hauptamtumg#### schäftsführers ein recht beschauliches Dasein geführt hatte, wurde unter dem ersten Geschäftsführer die Organisation erheblich ausgebaut. So verdienstlich diese Organisationsarbeit auch war, so ließ doch die kaufmännische Geschäftsführung zu wünschen übrig, und da diese nicht überwacht wurde, so kam es, daß mit der Zeit Mißstände zutage traten. die ein Eingreifen der Stadtverwaltung erforderlich machten. Die eingehende Prüfung hat nun ergeben, daß die Wege zu einer Neugesundung und Erstarkung des Verkehrsvereins führen müssen. Da der bisherige erste Vorsitzende sein Amt niedergelegt hat, so leitete Verleger Klagges die Sitzung, in der klarer Wein eingeschenkt wurde, bis zur Neuwahl des Vorstandes. An den Bericht schloß sich eine lebhafte Aussprache, in der bei aller sachlicher Kritik immer wieder der gute Wille betont wurde, mitzuarbeiten am Wiederaufbau. Bei Stumpf die Anlegen sogar noch Feierschichten ein. Wer ist denn nun schuld an der in vielen Orten außerhalb des Ruhrgebiets herrschenden katastrophalen Kohlenknappheit? Die Eisenbahn hat nachgewiesen, daß sie mehr als genügend leere Wagen zur Verfügung gestellt hat, sie also keine Verantwortung trägt. Nun zeigt man, da auch die Zechen keine Schuld haben wollen, auf den Großhandel hin. Mir scheint, daß die Fehler im mangelhaften Ineinandergreifen der einzelnen Räder der großen Bedarfsmaschine liegen, daß die überfeinerte Organisation vor lauter Kalkulationen nicht dazu kam, rechtzeitig die geeigneten Maßnahmen zu ergregseg. Daß es an Arbeitskraften gemangen huge zum AufUrahne, Großmutter, Mutter und Kind Beim Wasserholen versammelt sind. Zu Hause die Leitung fror längst schon ein: Jetzt steht man nach Wasser in langen Reih'n. Urahne spricht:„Morgen ist Feiertag! Ob's wohl bald Tauwetter geben mag? Von langen Warten der Fuß mir schwankt. Hört ihr's, wie der Schutzmann zankt?“ Großmutter spricht:„Morgen ist Feiertag! Stundenlang warten, das ist eine Plag'. Doch ohne Wasser nach Hause geh'n? Seht ihr, wie viele noch vor uns stehn!“ Die Mutter spricht:„Morgen ist Feiertag! Ob ich wohl vorzudrängen mich wag'? Mein Mann kommt gleich ungewaschen nach Haus. Kein Wasser zum Waschen, das ist ein Graus. Das Kind spricht:„Morgen ist Feiertag! Wenn ich gleich Wasser nach Hause trag', Kann Mutter Kaffee kochen, juchhei! Seht ihr's, jetzt sind wir an der Reih'!“ Sie sehen's nicht, sie hören's nicht, gu Des Schutzmanns Stimme den Wortschwall durchbricht: Das Rohr ist geplatzt, die Leitung ist leer, Ihr Leute, hier gibt— kein Wasser mehr!“.## Vier Hoffnungen enden mit einem Schlag, und morgen ist Feiertag. Unser städtisches Wasserwerk hat noch nie soviel mit Rohrbrüchen zu schaffen gehabt, als im Hornung des Jahres 1929. Die ständige Kolonne mußte durch viele Aushilfskräfte verstärkt werden. Den Schaden, den der Frost verursacht hat, wird man in den vermehrten Betriebsausgaben verbucht finden. Auch die städtische Straßenreinigung hat längst zugebuttert; die im Haushaltsvoranschlag vorgesehenen Mittel für Schneebeseitigung sind ganz erheblich überschritten worden. Und was die starke Kälte dem WohlfahrtsOrganisation vor lauter Kalkulationen nicht hazu iem, K Obeitg die veisräften gemangelt habe zum AufDaß es an Arbeitstraften gemanger huße zum Aufladen der Kohlenvorräte, ist durch genaue Feststellungen des Reichsarbeitsamtes bündig widerlegt. Man kann soviel Arbeitskräfte haben wie man will, und wenn die verantwortlichen Faktoren Handinhand arbeiten, dann braucht kein Deutscher in seiner Wohnung mit den Zähnen zu klappern; denn an Brennstoffen ist wahrlich kein Mangel. Es kommt nur auf die richtige Verteilung an. Unsere Stadtväter haben einen schweren Monat vor sch. Gestern begann die Beratung des Haushaltsplanes; sie soll an zwei folgenden Beratungstagen (15. und 19. März) fortgesetzt werden, nachdem die Sitzung gestern abend durch die Obstruktion der Linken aufgeflogen ist. Der Oberbürgermeister und der Bürgermeister leiteten mit längeren Reden, die man an anderer Stelle nachlesen möge, die Haushaltsberatung ein. Es klang ein ernster Ton durch diese Reden: Bochum ist ebensowenig wie andere Industriestädte auf Rosen gebettet, wennschon es besser daran ist, als manche Nachbarstadt. Auf den: Gedanken, daß der Luftraum über den Straßen der Stadt gehöre und daher die Lichtreklame zu besteuern. ist man bei uns noch nicht gekommen. Er hätte auch nichts genutzt; denn das Reichsgericht hat entschieden, daß die Luft noch steuerfrei ist. Man sieht aber, nach welchen Mitteln die Finanzhegernentez, exeisen, um die Löcher im Steuersäckel zu stopfen. Tja, es ist keine Kleinigkeit, einen Haushalt bei steigenden ausgaben ohne erhöhte Einnahmen ins Gleichgewicht zu bringen Davon können auch unsere Hausfrauen ein Lied singen, die jeden Monatsersten Etatsberatung haben. Wenn es doch erst Lenz wäre! Manches würde sich dann zum Besseren kehren. Und dräut der Winter noch so sehr, es muß doch Frühling werden! Euer Gottlieb vom Tippelsberg. gssweib“ ist die## 9 101 und lassen unsere Lokale, die sich ernsthaft bestreben, Gutes zu bieten, und die jeden Vergleich mit den Gaststätten in anderen Städten aushalten, nicht veröden! Unsere Damen halten ihre Kränzchen hier am Ort ab und denken garnicht daran, nach anderen Städten 2 Personalnachrichten. Anstelle des verstorbenen Lotterieeinnehmers Giesler wurde Heinrich Hoppe zum staatlichen Lotterieeinnehmer ernannt. * Die Wintersportzüge fahren! Am Samstag und Sonntag fahren die Wintersportzüge Duisburg=Hauptbahnhof— Winterberg— Willingen: ab Serug. Nord Samstag um 16 Uhr 15, Sonntag fruy um ur Der Autobus nach Querenburg ändert Ausgangspunkt. End= und Anfangspunkte der Autobuslinie Querenburg— Bochum„sind ab Sonntag, 3. März, nicht mehr Bochum=Neumarkt, sondern Hauptbahnhofs=Vorplatz. Steuerfälligkeit. Bis zum 4. März sind das Schulgeld für die staatlichen höheren Lehranstalten für März, bis zum 15. März die Gewerbesteuer von der Lohnsumme für Februar 1929, die Abgabgn vom Grundbesitz(Staatsgrund=, Hausztug;, meindegrundsteuer und Gebühren), die städtischen Schulgelder und die Vergnügung: für ständige Veranstaltungen für den Monat März 1929 an die städtische Steuerkasse, Trankgasse 5, Eingang C, oder in den bekanntgegebenen Zahlterminen zu entrichten. Vom Ablauf des Fälligkeitstages an sind Verzugszinsen zu zahlen. wp Das Landwirtschaftliche Untersuchungsamt in Bochum. Auf der gestrigen 35. Hauptsitzung der Westfälischen Landwigtschafts: kammer wurde u. a. auch die Frage des L o. schaftlichen Untersuchungsamtes in Bochum behandelt. Der Leiter,anh,psez Haßt,g Zahren ve., suchsweise eingerichteten Sguhwpigtschertige##e suchungsamtes in Bochum. Beurtsueror: Huthat.s (Bochum) erläuterte zunächst Zwegigund zin gngen. Untersuchungsamtes, die vornehmlich dayin gingen, allen Landwirten in Bergschädenfragen Rat und Hilfe zu leisten. Das Institut habe sich gut entwickelt. Der Vortragende zeigte an Hand eines reichen Kartenmaterials, was das Amt bisher geleistet habe, so vor allem die Anlegung von rund 500 Kilometer Wege. belogt wurhe, M# der Vorstandswagt machre Stadtrat Stumpf die Ansprüche der Stadt auf drei Sitze im Vorstand geltend: um diesem Wunsche nachzukommen und gleichzeitig dem Verlangen der Mitglieder, insbesondere denen aus den Kreisen des Handels und des Gewerbes, gerecht zu werden, wurde auf Vorschlag des Syndikus Dr. von der Vereinigten Kaufmannschaft ein Dringlichkeitsantrag angenommen, der die Zahl der Vorstandsmitglieder von sieben auf neun erhöht. Es wurden dann nahezu einstimmig gewählt als erster Vorsitzender Kaufmann Dr. Winkelmann, als erster Stellvertreter Stadtrat Stumps, als zweiter Oberingenieur Bering, als dritter Stellvertreter Verleger Fritz Klagges, als erster Schriftführer Syndikus Ostwald, als stellvertretender Schriftführer Baumeister Meyer, als Schatzmeister Großkaufmann C. Hofmann, als dessen Stellvertreter Stadtkämmerer Stotthut, ferner als Beisitzer Hotelier Schwiening. Dr. Winkelmann übernahm den Vorsitz mit dem Versprechen, alles daran zu setzen, daß der Verkehrsverein zu neuer Blüte gelange. Die Punkte„Entlastung des alten Vorstandes" und„Haushaltsplan“ wurden von der Tagesordnung abgesetzt und dem neuen Vorstand zur Vorentscheidung überwiesen. Nach dem Voranschlag zum Haushalt schließt dieser in Einnalme und usgabe mit 51 470 M. ab einschließlich des bisherigen städtischen Zuschusses in Höhe von 18000 Mark und einschließlich der Aufwendungen zum Ausgleich des Rechnungsabschlusses für 1928. Angeregt wurde eine zeitgemäße Abänderung der Satzungen. Diese sollen dann in einer, in einigen Monaten stattfindenden Hauptversammlung, in der auch die Wahl der 16 Mitglieder des Beirates erfolgen soll, vorgelegt verser. Sache der Landwirte sei es, das Untersuchungsamt in allen einschlögigen Pragen in Anspruch zu nehmen, um eine sichere Grundlage für spätere Entschädigungsforderungen zu erhalten. Gutsbesitzer Kühl,(Selde) dankte im Namer der Landwirte des Industriegebiets der Landwirtschaftskammer für die Errichtung dieses das eine Notwendigkeit für das Industriegebiet sei. Der vom Vorstand vorgelegte Antrag, das Untersuchungsamt zu einer dauernden Einrichtung für die Landwirtschaft des Industriegebietes zu machen, wurde einhellig angenommen. * Reichs=Unfallverhütungswoche in BochumStadt. Der Ruwo=Ortsausschuß schreibt uns: Die von den Arbeiter=Radfahrern und Ar, beiter=Samaritern Groß=Bochum für heute geplante Unfallvorführung ändert sich dadurch, daß der für 17 Uhr auf dem Wilhelmsplatz festgesetzte erste Unfall nicht dort, sondern um dieselbe Zeit auf dem Alten Markt vorgeführt wird. Die Vorführungen auf dem Moltke= und Kaiser Friedrichplatz bleiben bestehen. Für Sonntag hat die Berufs=Feuerwehr und die freiwillige Samariter=Kolonne eine gemeinsame öffentliche Uebung an der Feuerwache, Südstraße, mittags 12 Uhr, in Aussicht genommen. Nachmittags um 5,30 Uhr findet dann im Kinosaal der Feldsieperschule ein Vortrag Kaltheuner über Unfallverhütung beim autogenen Schweißen und Schneiden statt. X Der neue Geschäftsführer der Vereinigten Kaufmannschaft Bochum. Der stellvertretende Geschäftsfübrer der Industrie= und Handelskammer Düsseldorf, J. B. Marx, verläßt diese nach siebenjähriger verdienstvoller Tätigkeit, um die Stelle des ersten Syndikus bei der „Vereinigten Kaufmannschaft", dem Zweckverband für den Groß= und Einzelhandel und die Fabrikation im Stadt= und Landkreis Bochum, zu übernehmen. Vorher war Marx Geschäftsführer des Volkswirtschaftlichen Bureaus der Stadt Düsseldorf und als solcher die rechte PamhM Koman von kdmund Saburt iih 62 Nachdruck verboten. Aber er log nicht. Die Erpressung war ein unsinniger Versuch aus dem Stegreif gewesen. Er hatte ersprünglich einen anderen und klügeren Plan gehabt: er hatte sich gesagt, daß der Stein unzerleilt nur schwer verkäuflich, und daß den höchsten Preis Jan 805 zahlen würde. Allerdings war es gefährlich, als #leb zu einem Diebe zu gehen. Aber brauchte Fock denn zu erfahren, daß er— Jörgen von Fehr— der Dieb war? Mußte er nicht glauben oder sich wenignens gläubig stellen, wenn ihm erzählt wurde, daß irgendeiner aus der verdächtigen Gesellschaft Riojas den Einbruch verübt und nach der Abreise Focks den Steit beimlich seinen Bekannten zum Kauf angeboten habe? Er mußte auch glauben, daß Jörgen von Fehr hilfsbereiter Freundschaft und verschwiegenem herteefühl den Stein mit großen Opfern an sich gepracht habe in dem Bestreben, ein peinliches Vorsommnis aus der Welt zu schaffen und zu vertuschen. Van Fock würde niemals Nachforschungen anstellen; denn ihm lag nichts daran. Licht in diese Sache zu bringen. Jan dachte lange nach. Dann trat er dicht vor Eehr hin und sagte schonend:„Lassen Sie uns unter lese Geschichte einen dicken Strich ziehen, Herr von Daß mir dieser Abschluß leichter wird als der Sie wahrscheinlich in bitterer Not sind, #s ich. Das Messer sitzt Ihnen wohl abermals dicht der Kehle?— Hören Sie zu. Sie haben Ihre verfahren, und wenn ich Ihnen helfen könnte, eder auf glatten Weg zu kommen, wäre es mir eine Freude. Falls es Ihr Wunsch ist. Deutschland zu verlassen und in Brasilien eine auskömmliche Arbeit zu finden, so haben Sie meine Unterstützung. können Sie da drüben brauchen.„Ueberlegen Sie sich meinen Vorschlog! Es wird wohl Ihr Wunsch sein, mir einstweilen nicht mehr zu begegnen. Wenden Sie sich also an meinen Freund Orpp! Ich werde ihn verständigen. Mit ihm können Sie alles ebenso besprechen, wie mit mir.— Wollen Sie?“ „Ich— danke Ihnen, Herr Fock!— Ja!“ „Dann ist es gut! Geben Sie mir bitte Ihre Fehr streckte ihm zögernd die Hand hin. Jan drückte sie.„Ich hoffe, daß wir uns beide dieses Tages freuen werden, wenn wir uns einmal wiedersehen. Leben Sie wohl. Herr von Fehr!“ Er wollte ihm vorangehen zur Tür. um sie zu öffnen, aber Fehr hielt ihn mit ängstlichem Gesicht zurück.„Erlauben Sie mir bitte, dieses Zimmer durch einen anderen Ausgang zu verlassen...“ „Durch einen anderen Ausgang?“ fragte Jan verwundert.„Warum““„mir. Iränsin Bichubcch Fehr antwortete beklommen:„Fraulein Rickenbach wartet draußen auf Sie.“„„ 4875 Jan zuckte zusammen. Dann ging er zum Schreibtisch und drückte auf den Klingelknopf. Joe erschien.„Führen Sie Herrn von Fehr bitte in die Veranda und schließen Sie ihm dort die Tür auf!“ Fehr verbeugte sich und ging. Als Jan das Nebenzimmer betrat, fand er Erla, die noch in Hut und Mantel am Fenster stand. „Ich weiß alles.“ „Und glauben Sie mir nun, daß ich es war, der Ihnen den„Blue Star“ stahl?“ Sie kam auf ihn zu.„Ja, nun muß ich es wohl glauben, aber ich werde Ihnen auch jede Erklärung glauben, die Sie mir geben. Für Ihre Sünden sollen Sie endlich einen Beichtiger finden.“ „Ich habe schon einmal einen gefunden.“ Ben'o,. Eefliam „Den Obersten Holligan.“ „Und er hat Ihnen Ablaß gewährt?“ Erla lächelte.„Dann warte ich um so ruhiger auf Ihre Geständnisse. Als Sie vorhin die Polizei auf sich selber hetzen wollten, haben Sie viel abgebüßt, glaube ich.“ Sie strich ihm mit den Fingerspitzen über die Mundwinkel und über die Augen.„Nun machen Sie nicht mehr solche Armsündermiene, Jan Fock! Der„Blue Star“ ist ja wieder zur Stelle! Geben Sie mir das Unglücksding her!— Danke! Nun mag Sir Griffton mit seinen neuntausend Pfund in Gottes Namen kommen...... Emmenf Wemn I. „Nein! Er braucht nicht zu kommen! Wenn der einzige Grund zum Verkauf die schwierige Stellung Ihres Vaters ist.. „... dann werde ich ihn bitten, unsere Vertretung in Deutschland zu übernehmen.“ Erla blickte ihn verschmitzt an.„Sie sind ein heller Kopf, Jan Fock. und verstehen es. sich wichtige Leute gewogen zu machen. Daran tun Sie sehr klug, glaube ich. Wenn mein Vater sich aus eigener Anschauung von den schwergoldenen Grundlagen Ihrer Firma überzeugen kann, wird er unmöglich viel dagegen einzuwenden haben, wenn...“ „... wenn seine Tochter unkündbare Teilhaberin wird! Wollten Sie das sagen?“„..# i.#, „Wie scharfsichtig Sie sind! Sie haben mir die Gedanken vom Gesicht abgelesen!“, Jan mühte sich um ein Lächeln.„Das war nicht schwer. Als Sie vorhin gingen, haben Sie mir ja schon etwas von der Kunst des Lebens beigebracht. Ich hab es nicht veroessen.. „Angenehme Wissenschaften vergißt man nicht so leicht...“ JeinEr legte vorsichtig einen Arm um ihre, Schulter und tat es so behutsam, als sei sie ein zerbrechlicher Gegenstand. Sie lächelte noch immer, und als sich ihre Lippen ein wenig öffneten, küßte er sie. Dieser Kuß war wie eine Frage um Erlaubnis. Da sich aber ihre Hände um seinen Kopf legten und ihn niederzogen, nahm er die Erlaubnis als gegeben hin und küßte sie ein zweites Mal. Und hinter seinen geschlossenen Lidern sah er— wie damals in dem verdunkelten Arbeitszimmer Argentuelas zu Para— das weiße Schiff und die weiße Frau, die ihm als erste in jener Stunde seinen Reichtum verlockend gemacht hatten. Nun hiel: ter diese Frau umarmt und durfte sie küssen. Er tat einen Seufzer, der ebenso sehr nach Beklommenheit wie nach Erleichterung klang.„Muß man sich nicht schämen. Erla, so viel Geld zu haben und gleichzeitig so glücklich zu sein?“ „Man muß es hoffentlich nicht, wenn man Jan Fock ist!“ antwortete sie. — Ende.— Unser neuer Roman mit dessen Abdrck wir in der nächsten Nummem unserer Blattes besinnen, wird unserch Lesemn sicher wieder viel Freude bereiten Der Aswechsung heiber ist selbstverständlich en„Pilleu“ gewöhlt worden, des ganz aldeis geartet ist, eis das senes Vorgengers. Es hendelt sich hier um einen sehr jebensvollen, aber auch schr lebenswehren Romen, der tellweise Kriminstromen, teilweise Femilensomen, tellweise Könstierromen st. aiso eine glückliche Fischung derstellt die für ununterbrochene Spenung und wechseinde Bllder sorst. Berlin. Poris. Luzem. Honte Corlo. Gerue, Repelio und Zörch sind die Stätten, en denen sich des Schicksel unserer Romenheldin absolelt. Verlasserin ist die nicht nur unseren Lesem durch die „Schwester Cormen“, sondem auch der genzen deutschen Leserweit bestens bekennte Romenschritstellern Kôte Lindnet. hr neuser Romen betitelt sich Roman von Höte Auch dieser Romen trögt die cherekteristischen Hertmeie die der ertolgreichen Schittstellerin eigen sind. Gefühlswerme urd innigkelt ertöllen such ihe neuese Aroe.t. Des wechschrole Schlietsel unserer Heldin ist in spennenden Zogen festschalten, doch bleibt die Erzählern nicht an der Aubenselte heften, se fürmt nicht Unwehrscheinlichtel en aufeinender, sondem sie dringt in die Tlete des menschlichen Herzens ein und est die zortesten Seeienregungen bios. Abet such der suberliche Rahmen, in dem sich dieses trogische Frauenschick alobspielt, entochtt nicht wirtsome Spemungsmonente. Der leser uuR Eindlicke n die verschiedensten tebenstreise. s0 des uir sicher sind unseren Leserinnen und Lesem einen spamenden und semdbvollen Romen zu beten, der der Verlassern zu hren eitm Freunden geeet voch mbleiche nem ervechen wiec Hand des damaligen Besrordneten Dr. Wilden. Dieser holte ihn im Jahre 1922 zur Handelskammer, um dort ein Verkehrsdezernat zu errichten, das fast sämtliche Fragen des Verkehrs für die Stadt und die Kammer gemeinsam und mit bestem Erfolge bearbeitete. Wie die„Düsseld. Nachr.“ schreiben, bedauert namentlich der dortige Einzelhandel, daß die Düsseldorfer Handelskammer ihren Einzelhandelsdezernenten verliert. Er war der berufene Mittler zwischen dem Einzelhandel und der amtlichen Berufsvertretung. Außerdem hat Marx bei der Kammer namentlich die sozialen Fragen und die des Bildungswesens bearbeitet.— In Bochum erwächst dem neuen Geschäftsführer der Vereinigten Kaufmannschaft ein großes und dankbares Arheitsfeld, auf dem es noch viel zu tun gibt. Seine reichen Düsseldorfer Erfahrungen werden ihm gut zustatten kommen. * D i e S e x u a l k r i s i s d e r G e g e n w a r t. I n e i n e r g e meinsamen Versammlung der Pfarrer, Presbyter und Gemeindeverordneten und der Lehrer und Lehrerinnen aller Schularten aus dem Kirchenkreise Bochum wird heute Samstag, nachmittags 5 Uhr, im großen Saal des Evangelischen Vereinshauses, Geheimrat Professor D Schuster(Hannover) sprechen über:„Die Sexualkrise der Gegenwart im Lichte christlicher Grundgedanken. * Kinderrückkehr. Die zur Zeit im Kinderheim des Landkreises Bochum in Bad Rothenfelde weilenden Kinder haben die Kur am Dienstag, 5. März, beendet und treffen an diesem Tage um 12 Uhr 59 in Langendreer bzw. um 13 Uhr 10 in Bschum=Hbf. ein. * S t a d t l e i h a m t B o c h u m. A m D o n n e r s t a g f i n d e t im Stadtleihamt, Trankgasse 5, Versteigerung der verfallenen Pfänder aus der Zeit vom 1. bis 15. Juli 1928 statt. Die Einlösung ist nur noch bis zum 6. März 1929 vormittags zulässig. (=) Vortragsabend im Heimatverein. Auf Einladung des Bochumer Heimatvereins sprach Donnerstag abend im Schulkinosaal an der Mühlenstraße Emil Zander(Bochum) über die Eindrücke, die ihm eine mehrmonatliche Bereisung Afrikas im Sommer des vergangenen Jahres vermittelte. Der Vortragende, der von Constantine, am Rande der Sahara aus, Kreuzund Querfahrten durch den afrikanischen Süden unternahm und selbst die im Sonnenglast daliegende große Wune durchstreifte, verstand es, in fesselnder Anschaulichkeit über seine mannigfachen Erlebnisse voll exotischer Buntheit zu plandern. Da Emil Zander es ablehnte, nur dem Lauf der großen Aegrstfeanpeg., eu, hoegg und von den Terrassen der internationaten Luxusholelt das dem europaischen Vergnügungsreisenden zuge, gestellte Bild Afrikas in sich aufzunehmen, war es ihm vergönnt, tiefer in den Charakter des trotz Autoomnibus und Eisenbahn ursprünglich im Sinne tes und wescnsfremd dem Abendland gebliebenen Erdteils einzudringen, als es dem Nurglovetrotter, im allgemeinen wohl gelingen mag. In klarer Weise e die kolonialpolitischen Zusammenhänge heraus und wurde vollauf der Eingeborenenbevölkerung gerecht, die er abseits der gepflegten Promenadenstraßen des Euronäerviertels der Garnison Algier aufsuchte. Nur widerwillig trägt die Bevölkerung das ihr auferlegte Militärregiment. Die Stadt Constantine, die, wenige Stunden Bahnfahrt von der Kuste entfernt, in unmittelbarer Nachbarschaft der Sahara liegt, machie der Virtragende zu seinem Standquartier. Tageweite Abstecher im Kraftwagen, der im Verkehrsleben ganz Afrikas sich eine dominierende Stellung erworben hat, und der für den Gebrauch selbst im Wüstensand seine pezialkonstrukWie es un Bochamer Hanr Won=resicmist. Der Innungsausschuß und die großen beruflichen Zeitfragen.— Der Jahresbericht des Hyndikus Ostwald.— Verdingungsunordnung.— Soziale Sorgen. Unter der Leitung des Baugewerksmeisters Schrader fand die Vallversammlung des Innungs= Ausschusses statt. Die Tagesordnung wurde reibungslos abgewickelk. Kassenbericht 1928 und Haushaltsplan 1929 wurden einstimmig genehmigt. Satzungsgemäß ausscheidende Mitglieder des Vorstandes wurden einstimmig wiedergewählt. Eine besonders lebhafte Aussprache knüpfte sich an den sehr umfassenden Geschäftsbericht des Innungsausschuß=Geschäftsführers, Syndikus Ostwald. „Es heißt darin: Die erhoffte Besserung der Wirtschaftslage ist nicht eingetroffen. Bis zur Krise steigerte sich die Lage durch die Metallarbeiteraussperrung. Teilweise war die Beschäftigung des Handwerks gut, besonBau= und Baunebengewerbe. zenommen worden ist. In jüngster Zeit macht auch das Großkapital diesem Gewerbe eine Konkurrenz durch Aufstellung von Photoautomaten und als ganz besonBei den übernommenen Aufträgen konnten die Unternehmer jedoch durchweg kaum den eigenen Aufwand in den Lieferpreisen wieder herausholen, weil vielfach auswärtige Konkurrenz die Preise erheblich gedrückt hat Die Verdingungsordnung für Bauleistungen wird an ihre Wirksamkeit gehindert, teils durch eine gende Handhabung seitens der auftragvergebenden Stellen, andererseits durch erhebliche Preisunterbietung aus dem Handwerk selbst. Bei Vergebung an den vermutlich billigsten sind mehrfach Schaden erwachsen *“ am Verhältnis mehr die in gar keinem Ge#### mehr zur Lifferenz fu gute Arbeit stehen. Mit den behördlichen Steuen sollen Richtlinien vereinbart werden, die eine Auslegung und Anwendung der Reichsverdingungsordnung dem Sinne und dem Geiste nach ermöglichen. Das Bekleidungsgewerbe leidet außerordentlich stark unter der mangelnden Kaufkraft der Bevölkerung. Weite Kreise sind gezwungen, sich einer billigen Konfektion zuzuwenden. In den letzten Monaten 1928 wurde in starkem Maße geworben für den Einkauf in Beamtenwarenhäusern in benachbarten Großstädten. Diese warenwirtschaftliche Invasion des Westens der Beamtenorganisationen ist nachgerade zu einer Gefahr geworden für das selbständige Bekleidungshandwerk. Solche Verkaufsorganisationen versuchen, sich das Mäntelchen der Gemeinnützigkeit umzuhängen, weil sie die Borgwirtschaft organisiert haben. Es ist nicht zu verkennen, daß die Einräumung von Krediten in der heutigen Zeit eine Notwendigkeit ist, aber zu diesem Zwecke waren Beamtenversorgungsstellen nicht notwendig, weil das selbständige Handwerk schon seit Jahren dieser Notwendigkeit Rechnung getragen hat. Angesichts der großkapitalistischinternationalen Einstellung solcher Grundungen besteht die große Gefahr, der Einfuhr von Fertigfabrikaten aus dem Ausland, also zweifache Schadigung deutLebensbelange, nämlich Auswanderung des Kajewinns in das Ausland und Vermehrung der scher Arbeitslosigkeit durch Einführung von Fertigfabrikaten. Das Nahrungsmittelgewerbe hat auch im Jahre 1928 einen Kampf zu bestehen gehabt mit den immer stärker werdenden Verbraucherorganisationen und den großkapitalistischen Unternehmungen. Die Arbeitsschutzgesetze greifen vielfach sinnlos hindernd in die Leistungsfahigkeit der Klein= und Mittelbetriebe ein. Noch heute kampft das Konditorhandwerk darum, daß ihm von gesetzeswegen, ging, Srgei: stündige Arbeitszeit an Sonn= und Fere#ugn Herstellung leicht verderblicher Waren, nicht Backwaren, zugestanden wird.— Das schmückende Gewerbe, im besonderen das Uhrmacher= und Goldschmiedehandwert leidet stark an Absatzmangel. Eine Anzahl Betriebe sind im Jahre 1928 infolge der wirtschaftlichen Notlage auf der Strecke geblieben. Das Friseurhandwerkleidet unter der ständig zunehmenden Sch war arbeit, deren Ausübende nicht davor zurückschrecken, itz strengsten Verbotes Sonntagsarbeit auszuführen. Ganz besonders stark leidet das Photographenhandwerk, dem durch die Straßenphotographen und Filmleuten fast die gesamte Arbeit aus der Werkstatt Lad er igt, den Gellauthiggn tiönen— erwiesen bognsiesfen Hezüglichtdeg PLandes. eüle elise Die eie Dr eieher siche auid e. diesen Fahrten. Zahlreiche Lichtbilder illustrierten den Vortrag, der dankbare Zuhörer fand. * D i e A r b e i t d e r s t ä d t i s c h e n S i n g s c h u l e. E s s e i zunächst bemerkt, daß die Sinaschule bei Aufstellung ihrer Konzertprogramme unter Seichten, Oberflachlichen und musikalisch Wertlosen sich ausschließlich von ethischen und musikerzieherischen Gesichtspunkten leiten läßt. Es werden deshalb von den vier nacheinander auftretenden Kinderklassen Kinderund Volkslieder aus älterer und neuerer Zeit, die textlich wie musikalisch dem jeweiligen Standpunkt der Klasse angepaßt sind und in der Hauptsache Kindesseele und Kindesgemüt berühren, vorgetragen werden. Die Lieder sind teils mit, teils ohne Begleitung. Die Kinder=Fortbildungsklasse, die nun am vierjährigen Ausbildungszeit steht, wirkt außerdem beim Frauen= und gemischten Chor mit. Der Frauenchor singt zwei Kunstlieder von Schumann und Schubert (Lotosblume und Ständchen), den Wassermann und Spruch von Schumann, und den vierstimmigen kanonisch durchgeführten a cappella-Chor„ den durchweg polyphon gehaltenen gemischten Chören ist der„Frühlingsreigen von Jobst von Brant, den ein Schriftsteller des 16. Jahrbunderts einen„feinen, lieblichen, teutschen Komponisten" nennt, eine reizende Bearbeitung des damals allgemein bekgnnten Liedes „Drei Laub auf einer Linde".„Annelein von Orlando di Lasso ist von vollendeter Anmut. Diese Komposition ist eine der schönsten deutschen Lieder des Meisters, der, einer der Größten aller Zeiten, 87 meister in München lebte und starken Einfluß auf die Entwicklung der deutschen Musik ausübte. In einem reichen, kontrapunktischen„Gegande, erscheint,„Ma= Eigenschaften vielfach veranoetie. Schon dieser ruschka“ von Heinrich Isaat. Die Melodse ist in drei der Barlegungen vom Bernharoiner ois zum ZwergStimmen durchgeführt. Das„Regenlied“ von Gold= pinscher war eine interessante Studie. Noch mehr aber mark hatte ursprünglich niederdeutschen Text(„Regen, waren seine Ausführungen von Wer;, wie Mensch un sind, photographische Regiebetriebe damit die gelernten Photographen auszuschalten. Die Auswirkung der sozialpolitischen Gesetzgebung der letzten Jahre wird stärker und stärker auch in den Betrieben des Handwerks fühlbar. Das Handwerk steht durchaus auf dem Standpunkt der Notwendigkeit einer Sozialfürsorge, muß aber aus volkswirtschaftlichen Gründen eine Ueberspannung des Sozialgedankens ablehnen. An der Neuordnung des Schlichtungswesens hat auch das Handwerk insofern ein Interesse, daß durch diese Neuordnung eine Beruhigung für die Gesamtwirtschaft geschaffen wird. Die Ueberführung sämtlicher Streitigkeiten aus dem Arbeitsverhältnis in die Zuständigkeit der Arbeitsgerichte hat es notwendig gemacht, geschulte Beisitzer aus den Kreisen des Handwerks zu suchen. Ferner wurde es notwendig, weil die berufliche Vertretung durch Anwälte in der ersten Instanz ausgeschlossen ist, die Organisation in der entsprechenden Weise einzuschalten. Das Gesetz hat auch die Bildung von Ausschussen für Lehrlingsstreitigkeiten vorgeschrieben. Diese Ausschusse sind im Jahre 1928 gebilder worden und haben ihre satzungsmäßige Betätigung gefunden. Vielfach wird noch Klage darüber geführt, daß die Vorbildung der Handwerkslehrlinge in der Volksschule nicht genügt. Besserungen sind hier möglich, wenn sorgfältigere Auswahl der Lehrlinge erfolgt. Das teilweise vorgeschlagene weitere Volksschulpflichtjahr mit Rücksicht auf die Unmöglichkeit der Unterbringung sämtlicher Jugendlicher in Lehrstellen wird vom Handwerk nicht für zweckmäßig gehalten. Wenn aus wirtschaftlichen Gründen eine Erweiterung des Unterrichtes notwendig ist, so wird seine Angliederung an die Berufsschule richtiger sein, weil diese in enger Verbindung mit der Wirtschaft ,steht,„Hiserutnh den daß mehr und mehr zwischen den Berufsschulen und den Lehrherren eine beachtenswerte Zusammenarbeit festgestellt werden kann, die teilweise darin besteht, daß die Berufsschule mit den neu eingestellten Lehrlingen Prüfungen anstellt und über das Ergebnis den Lehrher Mitteilung macht. Es wäre deshalb zu empfehlen, wenn eine derartige Zusammenarheit zwischen, Werkstatt und Berufsschule nicht nur für die Dauer der Probezeit, sondern für die Dauer des Lehrverhältnisses nachdrücklichst gefördert würde. Das Gesamtproblem der Kreditwirtschaft des Handwerks ist immer noch ungelöst. Den Sparkassen muß len werden, der Bewilligung von Hyvothekendgrlehr, an Handwerker bei Gelegenheit von Erbauseinanvers#evungen und zum Zwecke der Rationalisierung und Intensivierung von Handwerksbetrieben ihre Aufmerksamkeit zu widmen. Das örtliche Finanzinstitut des gewerblichen Mittelstandes, die Gewerbebank, hat im Jahre 1928 eine schwere Krise durchgemacht. Die Krise ist überstanden. Der Gesundungsprzeß schreitet erfreulich schnell vorwärts. Die Leitung der Bank ist in duten Händen. Teilweise verloren gegangenes Vertrauen hat die Bank restlos zurückgewonnen. Das Bochumer Handwerk verkennt nicht die wertvollen Kräfte, die bei Erhaltung selbständiger Kleinund Mittelstädte frei gemacht ezxt geine#tenlungtu# dieser Erkenntnis leitet es allgemenn seine Eingemeindungsfragen her. Soweit die derzeitigen Eingemeindungen, die seitens der Stadt Bochum vertreten werden, jedoch in Frage kommen, vertritt das Bochumer Handwerk den Standpunkt, daß zur Erzielung eines gesunden Lastenausgleichs und zur Sicherstellung einer geordneten Siedlungspolitik die zur Zeit geforderte Eingemeindung berechtigt ist. nicht gedeckt, werden aber aus der Vereinskasse bestritten. Der gesammelte Betrag sließt aber dem Zweck. für den er bestimmt ist, restlos zu. Es das Interesse für die gute Sache ein weit lebendigeres werden! Die Zahl der Mitglieder müßte fünfzigmal so groß sein! Denn für die Kriegsgräberpflege zu sorgen, sollte Herzenssache jedes Deutschen sein. □ Allgemeiner deutscher Jagdschutzverein. Im Jägerzimmer bei Janzen(Roonstraße) hatten sich am Freitag zahlreiche Freunde des edlen Waidwerks versammelt, um einen Abend voll innerer Freude und hohen Genusses miteinander zu verleben. Studienrgt Michaelis sprach in seiner einfachen und voch so formvollendeten Weise über das erste und mein Hund". Er ging davon aus, daß auch der sding Laufe der Jahrtausende, seitdem er die Umpandlung. vum Hojach= peränderterte, Achon dieser Teu. Sitzegguften vielfach veränderte. Schon dieser Teil tigste Aufgabe in jetziger Zeit, das Evangelium vom Friedensreiche, das allein nach der Bibel die Menschen aus dem Chaos retten kann, allen Völkern zu verkundigen zu einem Zeugnis....„Noch einmal sollen alle Nationen erschüttert werden und das Ersehnn aller Völker wird dann kommen." Dazu gehört auch eine marrhatteun.#m im.*) Regen drus, wie sitt hie warm im Hu s.„ Tranen säen“ ist eine ergreifende Komposition, von Fr. Kiel. Das Konzert findet Ausklang in dem sechsstimmigen„Sanctus und„Hasanna" aus der„Missa Papae Marzelli“ von Palestrina, die unter des Meisters hervorragenden Werken eine einnimmt. Die Kompositionen dieses Fürsten der Tonkunst besitzen unvergänglichen Wert. Die leistungsfähigsten gemischten Chöre, nicht zuletzt der Berliner Domchor, lassen ihm jene Würdigung zuteil werden, Standpunkte aus nur allzu begesetzgebung erheblich verringert hat. Es ist ferner in der Zusammensetzung der Kammern eine weitgehende Stetigkeit eingetreten. Die beabsichtigte Aenderung ent spricht auch den Wünschen der beiden in Preußen er, richteten Arbeitskammern für den Kohlenbergbau des Ruhrgebietes und Niederschlesiens. *a Verbandstagung der oberen Bergbaubeamten. Der Verband oberer Bergbeamten e.., der seinen Sitz in Bochum hat, hält hier am 25. Mai seinen elften Verbandstag im Parkhause ab. Mit dieser Ta, gung ist die Feier des zehnjährigen Bestehens des Verbandes als gewerkschaftliche Orgnisation der oberen Bergbeamten des rheinisch=westfälischen Bergbaugebietes verbunden. Aus dem Ruhrbezirke gehören rund 97 Prozent aller Oberbeamten im Bergbau dem Ver2o Aus dem Stadteil Weitmar. Welch krasser Gegensatz zeigt sich jetzt im Weitmarer Holz gegenüber dem Vorjahre um diese Zeit! Am 1. März vergangenen Jahres breitete sich nach tagelanger Vorfrühlingssonne schon überall saftiges Grün im Weitmarer Walde; an den Haselsträuchern schaukelten die Kätzchen im leisen Wind und träumten den ersten Liebestraum der erwachenden Natur. Und in diesem Jahre? Alles ist noch tot im Walde, der Boden erstarrt in Frost und Eis. Alles in der Natur hält noch seinen Winterschlaf.— Den Bemühungen des Polizeihauptmanns Hohendahl gelang es, in der letzten Woche in unserem Stadtteil über 150 Mitglieder für den Verein Deutsche Kriegsgräberfürsorge zu werben. Die Zahl ist inzwischen erheblich weitergestiegen. X Unfälle durch Fall von Leitern. Im Tagesbetrieb der westfälischen Zechen ereigneten sich innerhalb drei Monaten(November 1926 bis Januar 1927) durch Fall von Leitern 122 Unfälle. Dabei sind die Ursachen mannigfaltigster Art: Die Leitern rutschen, kanten, es fehlen Sprossen, bezw. fehlende Sprossen sind durch Drähte ersetzt, die Leiterholme brechen usw. Die Sicherheitsmaßnahmen gegen das Ausgleiten von Leitern wie Sicherheitsfüße und dergleichen sind zwar Legion geworden, aber der Erfolg bleibt aus. Die einfachsten Sicherheitsmaßnahmen dagegen, wie Anbinden der Leitern, Anbringen von Haken an den Holmen usw. dürften denn doch nicht in einer Weise übersehen werden, wie es tatsächlich vielfach geschieht. Auch die Benutzung defekter Leitern muß mehr als bisher aufhören. Man lasse einmal alle Leitern des Betriebez zusammentragen und sie gründlicher Besichtigung unterziehen. X Wer kann Angaben machen? Am 25. Februar wurde in einem Garten„Am Gerstkamp“ der vordere Deckel eines„Atlantik Elektrisierautomaten“ gefunden. Da es sich um einen neuen Deckel handelt, muß angenommen werden, daß der dazu gehörige Automat von fremder Hand erbrochen und der Deckel von dem Täter fortgeworfen worden ist. Personen, die sachdienliche Angaben machen können, werden gebeten, bei der Kriminaldirektion in Bochum, Hattinger Straße 59/61, Zimer 72, bezw. bei den örtlichen Kriminalwachen vorStiprechen....29 Tkunas Sch Wem gehören die Sachenr unfangs Feoruar wurde auf der Wilhelmstraße in Herne ein Paket mit Fassungen für elektrische Beleuchtungskörper gefunden. Es ist anzunehmen, daß diese aus einer strafbaren Handlung herrühren. Am 9. Februar wurde in einen Garten an der Poststraße in Herne ein schwarzer Gehrock mit Weste gefunden. In beiden Fällen haben sich die Eigentümer trotz Aufforderung in der örtlichen Presse bisher nicht gemeldet. Es wird deshalb erneut ersucht, Eigentumsansprüche bei dem 11. Kriminal=Kommissariat in Herne, Mont=Cenisstraße 10 bezw. bei den örtlichen Kriminalwachen geltend zu machen. Am 2. Februar wurde in Herne eine Schreibmaschine, Marke „Urania=Piccolo“, Nr. 73461, von einem Milchwagen gestohlen. Die Maschine sollte von der Wohnung zum Büro befördert werden und ist unterwegs, während der in Milchwagen auf der Straße hielt, verschwunden. Vor Ankauf oder Inpfandnahme wird gewarnt.— Mitte Februar wurde auf der Castroper Straße in Bochum ein gußeiserner Autoheber gefunden. Eigentumsberechtigte werden gebeten, bei der Kriminal=Direktion in Bochum, Hattinger Straße 59/61, Zimmer 44, vorzusprechen. ** Kleine Tageschronik. Der Plan über die Herstellung unterirdischer Telegraphen=Linien in der Wiemelhauser, Mark. Hunscheidt=, Bruch=, Brenscheder, Wald=, Steinackerstraße, Königsallee, Herner, Tippelsberger, Amts=, Halden=, Robert=, Vollbruch=, Richard=, Gustav=, Schmechting=, Hofsteder, Dorstener, Schacht=, Kloster=, Wittener, Romberg=, Vels=, Markgrafen=, Burggrafen=, Zeppelin=, Alsen=, Ferdinand= und Hannover Straße in Bochum liegt beim Telegraphenbauamt in Bochum von heute ab vier Wochen aus.— Am 28. Februar, gegen 9 Uhr abends, fand auf der Maxstraße zwischen zwei Arbeitern eine Schlägerei statt. Einer der Beteiligten erhielt einen Stich in die Lunge und wurde in das Elisabeth=Krankenhaus eingeliefert. Lebensgefahr besteht zur Zeit nicht.— Am 27. Februar, gegen 6 Uhr nachmittags, stießen zwei Personenkraftwagen die vom musikalischen Standpunkte aus nur allzu rechtigt ist. In satzrechnischer Beziehung bietet uns das„Sanctus“ eine kunstvolle Verwebung der sechs Stimmen zu einem idealen, erhabenen Schönheitssinn und wundervollen Klangzauber aufweisenden Tonsatz, der nirgendwo, selbst nicht bei den verwickelsten Kombinationen in uns das Gefühl des Gezwungenen und Gemachten aufkommen läßt. August Wilhelm Ambros nennt das Werk ein Mysterium reiner Schönheit. Es ssi ausdrücklich, Fernorgehoben, daß das„Sanctus im“)) vor die augen und vie Original zur aufführung gelangt.(Siehe auch heutige Anzeige.) + Unseren toten Helden. Die Ortsgruppe Bochum des„Volksbundes deutscher Kriegsgräberfürsorge" zählt nur 418 Mitglieder. Nur 300 Personen waren bei der so erhebenden Trauerfeier zugegen, nur 95,59 Mark sind bei allen veranstalteten Sammlungen eingekommen. Die Unkosten der Veranstaltungen wurden mit dieser Summe bei weitem =Ptegen, ware“ keine Ausführungen von Wert, wie Mensch und die 6“ Hund miteinander lernen und verkehren sollen. Hier “ w u r d e d e r V o r t r a g z u e i n e m t i e f e n E i n d r i n g e n i n d i e Tierseele, wie man es nur bei einem so hervorragenden Tierkenner und Menschenbildner, von einem wahren Erzieher im besten Wortsinne erwarten kann. Tierist auch zugleich Tierschutz. So mancher Jägersmann und Hundeliebhaber hat hier wertvolle Fingerzeige mit nach Hause nehmen dürfen. Im zweiten, wurden mehrere Comeniusfilme gezeigt, die u. Ins geheimnisvolle Reich des deutschen Hochwild, Damwild und Schwarzwild in der Natur belauscht! Die Nöte des Wildes im furchtbaren Winter! Das war im höchsten Grade zeitgemäß und spannend. Ferner, die wünderbare Beobachtung der Vögel: Adler, Reiher, Specht, Goldammer, Fink. Zum Schluß ein Spaziergang in die Alpen, wo das Murmeltier haust. Kurz, es war ein Abend voller bleibender den Mitgliedern den Wert solcher Vorträge und solcher tiefen Einblig in dos Hiise=See, geführt haben wird. wird uns bekruste überzogen sei, daß 1926 mehr Erdbeben gewesen seien, als in hundert Jahren vorher und vieles andere mehr, wovon ein aufmerksamer Leser durch die Tageszeitungen überzeugt werden kann. Alles Gesagte wurde mit Bibelstellen beleuchtet. * Schülerkonzert zum Besten eines Kirchenbaues in Bochum=West. Die Marienschule in WeitmarNord hat in den früheren Jahren.###roher Elternabende veranstaltet, die sich steis großer Beliebtheit und eines starken Besuches erfreuten. Eine ähnliche Veranstaltung findet morgen, Sonntag, um 4½ Uhr im Saale von Sigger, Kohlenstraße, statt. In nachbarlicher Freundschaft stellen sich die Marien= und Liboriusschule in den Dienst einer erziehlichen und wohltätigen Sache. Es kommen drei= und vierstimmige Lieder zum Vortrage, wie„Die Ehre Gottes aus der Natur“,„Des Kindes Klage",„Frühlings Ankunft",„Ave Maria". Fräulein Nilte aus der Josephspfarrei, die in Bochum auf dem Gebiete der Sangeskunst keine unbekannte mehr ist, singt das„Marienwürmchen“ von Schumann, „Ach, wer das doch könnte“ von Berger,„Das Mädchen und der Schmetterling“ von'Albert,„Der Zeisig“ von Wittich. Auch einige Reigen und kleine Theaterstücke kommen zur Aufführung. Man darf verlagert, wahrend da“ Fiefdruckgeviet über dem 9 hohe Genüsse erwarten. Der Eintrittspreis ist ganz##meer fortbesteht und das Tiefdruggeviet bei del gering. Der Reinertrag ist für den Neubau der St. Annakirche in Bochum=West bestimmt. auf der Wittener Straße zusammen. Beide Fahrzeug wurden beschädigt.— Am 1. März, gegen 9 Uhr, stiet der Radfahrer F. aus Witten mit einem Lastkraft wagen an der Ecke Wannenbach= und Sprockhövelet Straße in Witten zusammen. Schwer verlet! wurde F. ins Marienhospital gebracht.— An der Hofsteder Straße, kurz vor der Dorstener Straße. am Donnerstag abend ein Invalide, der bewußtlos an der Böschung lag, aufgefunden. Wie ein Arzt feststellte, liegen Alkoholvergiftungserscheinungen vor. Denkl an die Reichs=Ansallverhütungs-Wochet scher seine vielen Erfahrungen in Worten zu bruck, die jeden Zuhörer im vollbesetzten„Faufz,zi# berzen gingen. Alz russischer Lin' geben bereits seit Güter fur nichts achtend, hat er sein geven bereits se 1911 in den Dienst des wahren Evangeliums gestellt und zeigte trotz seines hohen Alters, wie ein rechter Christ besonders in heutiger Zeit seine Pflichten Gott gegenüber mit ungeteiltem Herzen erfullen muß und dazu reiche Gelegenheit findet. Evenso wie ein Shldat seinem irdischen Herrscher gegenüber nicht neutral sein darf, gibt es Gott gegenüber, entweder ein Für oder wioer den geistigen Konig Jesus Christus. Die Zeichen der Zeit kennzeichnen das Ende immer deutlicher. Das Jahr 1799 markierte bereits deutlich den Anfang einer neuen Treiheitsgedanken erwachten und das Bewußt: Prlichten, Jich ggenz 806 Spielt nicht auf den Jahrgleisen! Aera, da 6 sein persönlicher Rechte und verkehrte das erste Dampfschiff zwischen Teutschland und Amerika und von dieser Zeit an nahm das„Hinund Herrennen“, egn dem der Proppezt, ern##e und Herrennen von dem der Prophet Daniel, spricht, immer mehr an Lempo an, die Errennims mehrte sich auf allen Gebieten, Bibelgesellschaften kamen ins Leben, eine Erfindung überholte die andere, Maschinen ersetzten Menschenkräfte, und nun sehen wir, wie die Maschinen die Menschen selbst zu Maschinen gemacht haben. Das große Angebot von Arbeitern drückt auf die Löhne und lähmt den Wirtschaftskörper. Aus den Tageszeitungen werden die Schatten erkannt, die die großen Ereignisse vorauswerfen. Dem Christen erwächst die wich* Große Beteiligung am GDA.=Berufswettkampf. Aus allen Teilen des Reiches, wo jetzt überall die Berufswettkämpfe des GDA. stattfinden, laufen die Meldungen über eine außerordentliche Verstärkung der Teilnehmerzahlen ein. Es werden in diesem Jahr darum weit mehr als 10000 Teilnehmer(Beteiligungsziffer 1928) im Reich und mindestens 2000 hier im Gebiet teilnehmen. Alle kaufmännischen Lehrlinge, Lehrmädchen, Handelsschüler und Schülerinnen sowie tech nische Lehrlinge auf Büros können kostenlos teilnehmen. Der Wettkampf findet hier in Bochum in de kaufmännischen Schule der Indurie= und Handelskammer zu Bochum, Bismarckstraße 13, um 10 Uh vormittags statt. Federhalter und Bleistifte sowie Lineal (für den Techniker) sind mitzubringen. () Verwaltungskosten der Reichsknappschaft. Gemessen an den Ausgaben betrugen im Jahre 1927 die Verwaltungskosten bei den einzelnen Versicherungsträgern(in Prozent): Ortskrankenkassen.8; Landkrankenkassen 10,7; Innungskrankenkassen.8; ReichsInvalidenversicherung 6,1; Reichs=Angesteutenversicherung.9; Reichs=Unfallversicherung 10/4; Reichsknappschaft.0. p Verlängerung der Wahlperiode der Arbeitskammern für den Bergbau. Dem Reichstag ist der Entwurf eines Gesetzes zugegangen, der die Wahlperiode der Arbeitskammern im Bergbau, die zur Zeit zwei Jahre beträgt, auf vier Jahre verlängern soll. In der Begründung heißt es u.., daß der Wirkungskreis der Arbeitskammern im Bergbau sich seit deren Errichtung im Jahre 1918 durch den Ausbau der SozialDie Rinweise auf Fülme, Vereine und Veranstaltunngen finden unsere Leser auf Seite 6. Wetterbericht der Essener Wetterwarte vom 1. März 1929. (Nachdruck verboten.) Das Hochdruckgebiet hat sich noch westefgsenirong und seinen Kern von Großbritannien veringrr während das Tierruckgebiet über bergzand telmeer fortvesteht und das Tiefdruckgepier der####u etwas vorgedrungen ist. In Deutschland war es### früh trocken und meist heiter, nur teilweise etn belig bei 8 bis 17 Grad Frost. In Essen betrug zi; gestrige höchste Tagestemperatur minus 3,1 Grab, niedrigste der letzten Nacht minus.2 Graggrwiegen Vorhersage bis Sonntag:.“ misder, trocken bei wechselnder Bewölkung, tagsüver nachts jedoch zunächst noch ziemlich starker Frost. Shnechericht. edugg In den oste, mittel= und s# gerhebliche Mengen sind in den letzten Tagen ziemlich### hat Neuschnee gefallen. Der Brockengips=zu, 200 Zentimeter und die höchsten Erhebungen be####amt, ringer Waldes bis zu schneehöhe. Aber auch im norddeutschen Flegig#g, östlich der Elbe ist die Schneelage beträchtlich.### deburg meldet 26 Zentimeter und Bres Zentimeter Schnee. In der Umgegend von#### berg beträgt die Schneehöhe 40 Zentimet=, zentilingen hat 40 bis 75 Zentimeter, 50' gentimeter, meter Neuschnee, Usseln 30 bis Reinershagen auf den Peherft Zind meiß meter. Die Sportverhältnisse singut Der Frost hält noch an. * Vereins-Kalender 1664, Haupt, Evang. Arbeiter= u. Bürgerverein Bochug sihr im ergl versammlung am 3. März, nachw.„„wartet. Vereinshaus. Reger Besuch wi ggg Versamnt Burd obem Aider. Srigr Bohum. Polle, Samstag, 2. März, 20 Uhr, bei, Rtumerad E(61184 Gemeindehaus, Moltkemarkt STATT KARTEN BERNHARD BERLIN KXTHE BERLIN geb. Monsbacher VERMÄHLTE Bochum, Hochstreßs 1e. den 3. März 1929 Damen finden freundliche Aufnahme u. lachgemäße Pflege 1. m. staatl. konz. Entbindungsd. Dortmund. Hobest. 231, T. 3800 Dora Witte. Heb. Witwe nimmt ein Kind in Pflege. 81128) Zu erfr in der Geschäftsstelle. Nachruf Am 27. Februar 1929 verschied nach kurzer Krankheit der Rechtsanwalt und Notar Herr Eugen Windhaus Der Verstorbene hat 17 Jahre in seiner Vaterstadt mit vorbildlicher Pflichttreue in seinem Berute gewirkt und sich durch seine vornehme Gesinnung und sein gewinnendes Wesen unser aller Hochschätzung in reichstem Maße erworben. Sein frühes Hinscheiden hat uns tief erschüttert." Wir werden ihm ein treues Gedenken bewahren. Bochum, den 1. März 1929. Die Rechtsanwälte, Richter und Staatsanwälte des Land- und Amtsgerichts Am 27. Februar d. Is. verschied nach kurzer, schwerer Krankheit Herr Rechtsanwalt und Notar SäigenHianaus Tieftrauernd stehen wir an der Bahre des plötzlich und allzu früh Verstorbenen. Der Verschiedene war seiner Klientel ein zuverlässiger, kenntnisreicher Berater, uns allen dank seinem gütigen und offenen Wesen ein lieber, geschätzter Kollege, manchem von uns ein treuer Freund. Das Andenken des Verstorbenen werden wir stets in Ehren halten. Der Anwaltsverein Bochum Stets einfach war Dein Leben Nie dachtest Du an Dich Nur für die Deinen streben Galt Dir als höchste Pflicht Freitag morgen 12½ Uhr nahm der himmlische Vater meinen lieben Mann, unseren guten Vater. Schwiegervater. Großvater und Onkel Petertisel nach kurzem, schwerem Leiden, gestärkt durch den Empfang der heiligen Sterbesakramente der röm.-kath. Kirche, im 67. Lebensjahre zu sich in die Ewigkeit. Um stille Teilnahme bitten: Die trauernden Hinterbliebenen Bochum, den 1. März 1929 Die Beerdigung findet statt am Montag, dem 4. März. vormittags 8½ Uhr. vom Trauerhause Bochum-Weitmar. Trotenberg 11. Das feierliche Hochamt findet anschließend an die Beerdigung statt Sei getreu bis in den Tod Donnerstag abend 10 Uhr starb im festen Glauben an ihren Erlöser unsere liebe, gute Mutter. Schwiegermutter, Großmutter. Schwägerin und Tante FIO. WLL Die trauernuch Einterollebenen Bochum, den 1. März 1929 Vereinestraße 38 geb. Koletzkt im Alter von fast 70 Jahren. Dies zeigen an mit der Bitte um stille Tellnahme: Die Beerdigung findet am Montag, dem 4. Märe, nachmittags 3½ Uhr ## der Kapelle des Friedhofes Bochum-Hamme aus, statt. Allen, denen aus Verschen heine besondere Nachricht zuging, diene diene als solche Eine tückische Krankheit entriß mir am 27. Februar 1929 meinen Socius Herrn Rechtsanwalt und Notar "— Wind--aufe IAT im 2 Tebruur versterb unser Kamerad Eugen.utchcus 1#leinrich Schaub Ich verliere in dem Verstorbenen. dessen Leben ein Muster unermüdlicher. gewissenhaftester Arbeit war, den treuen Mitarbeiter vieler Jahre und besten Freund zugleich. Mit mir trauert das Büropersonal, dessen Wünschen und Bedürfnissen der Verstorbene jederzeit mit dem menschlichen Verständnisse und der Güte begegnete, die der Grundzug seines Wesens war. Bochum, den 28. Februar 1929. Constans Jersch Rechtsanwalt und Notar Gards- Verein Bochum mi dt. Pe tams Perdche ui sondtee: umimst Die Beardigung findet am Sonntat, dem 3. März, nachmitags.30 in Witten-Heven. Wannen 145 statt. Abjahrt der Tellochmer nachmittage .22 ab Bahnhof Nord " der B. d. v. Kreis Bochum Stadt Die Kameraden treten zur Beerdigung unseres Kameraden Brund reichert Agnesstr. 2. am Samstag. dem 2. März 1929. nachmittags.15 Uhr. bei Velten an Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme und die zahlreichen Kranzspenden beim Tode meiner lieben Frau. unserer guten Mutter, sagen wir allen. insbesondere Herrn Pastor Klose für die trostreichen Worte unseren innigsten Dank. Klempnermeister Heinrich Mlorjan und Kinder Bochum, Königetr 13 den 1. März 1929 Für die vielen Beweise wohltuender Tellnahme beim Heimgange unserer lieben Mutter sagen wir Amn unden herzlichsten Dank. Toni Dreyer Anselma Franke Bochum, den 28. Februar 1929 Heute abend 22¼ Uhr wurde, nachdem er ein schweres, mit größter Geduld getragenes Leiden scheinbar überstanden hatte, viel zu trüh und wider Erwarten mein teurer, unvergeßlicher Sohn, mein über alles geliebter, herzensguter Mann, unser bester unersetzlicher Bruder, Schwager und Onkel Hermann Seidemann im 40. Lebensjahre aus diesem Leben gerissen, an dem er mit allen Fasern seines Herzens hing. Eduard Seidemann Olly Seidemann, geb. Kaufmann Rose Studzinski geb. Seidemann Leo Seidemann und Frau Eise geb. Taub Julius Seidemann Mex Mischkowski und Frau Hanna geb. Seidemann Dr. Erich Jacobsohn und Frau Frieda geb. Seidemann Theo Seidemann Bruno Seidemann Heinz Studzinski Fredy, Senta, Helga Mischkowskig#### o r e J a- e h c o h n N i c h t e n Für die uns aus Anlaß des Hinscheidens meine: geliebten Gatten, unseres treusorzenden Vaters bewiesene berzliche Tellnahme, sprechen wir hiermit underen tiefgefühlten Dank Familie Gustav Habighorst Bochum, den 27. Februar 1929 Ellel-Verein Ortsgruppe Bochum Unser Mitglied Herr ist gestorben. Die Beerdigung findet am Montag. dem 4 März 1929, vormittags 8¼ Uhr. vom Trauerhause Wittenerstraße 95, aus statt. Wir verlieren in ihm ein eitriges Mitlied, dessen wir stets gedenken werden. Peter, Ingeiote„Stobsei Bochum. Dortmund, Barmen, den 28. Februar 1929 Rechenerstr. 18 Beerdidung Montag 14¼ Uhr vom Trauerhause, 15½ Uhr von der Feiedhotshalle Wasserstraße Beileidsbesuche dankend verbeten Danksagung Für den Beweis inniger Teilnahme und die zahlreichen Kranzspenden anläßlich des Todes unseres unvergeblichen lieben Vaters sprechen wir hierdurch allen Beteiligten unseren tiefstempfundenen Dank aus. Geschwister Michels Bochum. Dortmund, den 28. Februar 1929 Für die herzliche Teilnahme und vielen Kransspenden beim Tode unseres lieben Bruders, Schwagers und Onkels Willi und unserer lieben Mutter. Schwiegermutter. Urgroßmutter und Tante sprechen wir hierdurch allen Beteiligten unseren herzlichsten Dank Geschwister Tönshoff Bochum-Hordel, den 26. Februar 1929 Am 28. Februar verschied nach schwerer Krankheit unser hochverehrter Chef, Herr Hermann Seidemann * Mit ihm ist ein Mensch von edelster Gesinnung und tiefster Herzensgüte dahingegangen. Als Vorgesetzter war er uns nicht nur ein Vorbild kluger und umsichtiger Schaffensfreude, sondern auch ein aufrichtiger Freund, dem das Wohl seiner Angestellten sehr amHerzen lag. Wir alle empfinden den unersetzlichen Verlust aufs schmerzlichste. Das Personal der Firma S. Gärtner& Co. Für die vielen Beweise berzlicher Teilnahme und die zahlreichen Krausspenden beim Heimgange meiner lieben Frau unserer guten Mutter, sagen wir allen Beteiligten, besonders Herrn Pfarrer Schmidt III. für seine trostreichen Worte, und dem Frauenverein des a. Pfarrbezirks unsern herzlichsten Dank Familie Konrad Kraft nebst Anverwandten Bochum, im ärz 1929 Grdszohkmafe. Gebrüder Greve Blumenstraße, Telef. 684 77 Großes Lager in allen Gesteinsarten Statt besonderer Anzeige Gott dem Allmächtigen hat es in seinem unertorschlichen Ratschluß getallen, heute abend.15 Uhr meinen innigstgeliebten Mann, unseren treusorgenden Vater. Schwiegersohn. Bruder, Schwager und Onkel, den wohlachtbaren Backermeister Seser Carf nach kurzem, schwerem, mit großer Geduld ertragenem Leiden, wohlvorbereitet durch den Empfang der heiligen Sterbesakramente zu sich in die Ewigkeit zu nehmen. In tiefer Trauer: Frau Wwe. Maria Carl geb. Tewes und S Kinder Bochum, den 28 Februar 1929 Die Beerdigg###une een um gu„ Teluer ung üindet statt am Montag nachmittag 8 Uhr vom Jtausfhause Wittener Strase 74. Dar Beerdigungsamt ist Dienstag morgen um 8 Uhr in der Kapelle des St. Elisaberh-HospltalArtilerie-Verein Bochum E. V. Montag, den 4. März 1929 Beerdigung des Kameraden Andreas Komorouski Gablenschestraße 8 Antreten der Kameraden 815 Uhr im Vereinsheim Balkenhol, Klosterstraße 33 Der Vorstand Allen Freunden und Behannten, die uns am Tage unserer eilbernen und grünen Hochteil nebet Geschältsjubildum mit Glüchwünechen und hostbaren Biumenspenden bedacht haben. auch allen Vereinen, die unsere Feier mit ihrem schönen Gesang einletleten, sagen wntr bierud undern herzlichsten Dank Albert Wörmann und Frau August Ehrhardt und Frau Bochum, Vereinsstraße 21, den 1. Märr 1929 Knna(Linden) Schäterhund d. Frei= Rüde, mit StachelHalsband u. Steuermarke entlaufen. Scherr gart 24.. Wie verabred.. tag, 15.., im Kaffee nicht getroffen. Erw. Nichricht unt. Z. S. die Geschst. 81030 an du Geschst.! Am Mule. wech. Herr w. m. e. Dame, 51., in Vers. z. tret., zw. späterer Heirat? 4.=Wohn. rorbd. Ang.b. unt. E. L. 81013 an d. Geschst. Landwirtstöchter u. rermög. Damen aller Stände wünsch. glückliche Heirat. Ausk. sof. Herren, auch ohne Vermög. Stabreb. Berlin, Stolpischestraße. Witwe, 57., kath., sehr lebens. froh, sucht Bekanntchaft zwecks — Heirat— Wohn. vorhanden. Zuschr. unt. E H 81234 an d. Geschlt. U, diese HUSTEN-Anfälle! Greifen Sie in Ihrer Verzweiflung nicht nach den sogenannten„Mitteln“. die in Wirklichkeit Ihre Lungen erlahmen. Und doch brauchen Ihre Hustenanfälle Ihnen nicht den Schlaf zu rauben. Nehmen Sie nur den unschädlichen, aber schnell lindernden, schleinlösenden AKKERS Abier oinerGEGEN KATARRHE Die Mitglieder versammeln sich eine halbe Stunde vorher im Vereinslokal. Der Vorstand Ehevermitll ung Torlana Bochum gegründet 1913. Inhav.: Frau B. Wysockt. Moltteplatz Nr. 41. Eing. Kömgstr., h. stets beste Partien s. Herren u. Samen jed. Stand. bei streng reeller, diskret. u. billigster Bedienung. Jederz. a. Sonntag d. 8 U. z. spr. Rückv. erbet. Suche f m. Tochter. 25., mittlere Größe, kath., Lyz.= # Bild., m. vollstand. Aussteuer u. später. Verm., e. geb. kth. Herrn i. ges. 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Schmidt; Lutherkirche..45:,„Glebe, mit Vorbereitung und Feier des heiligen„Ahendmahls: KGD. 11: Schmidt 2; 4: PrüFriedenskirche..30: Schmidt 2: R6/2. 11.15: Winnacker: 12.15: Tauffeier; 3: Prüfung, Winnacker.„exenbera:.30: Pauluskirche. 8: Ehrenberg:.30: Althüser:.15: Prüfung, Schneider. — Freitag 8: Passionsgottesdienst mit Vorbereitung und Feier des heiligen Johanneskirche, 9: Masurischer Gottcsdienst mit Abendmahlsfeier, Schneider: K6D. 11.15: Bockamp:.:„esg, sung, Bockamp.— rische Passionsandacht,„chneider. Krankenhauskavelle..3, 34,g, Herberge zur Heimar.„.30; 6. Pfarrbezirk.(Dibergstr. 46). KGD. 11.15: Dr. Ehrenberg: 4 bis 6: mädchenverein. Dienstag 8: Jungmädchen. Mittwoch 5: Jungschar:.15: Jugendstunde: 8: Gemeindebibelstunde. Donnerstag.30: Frauenstunde:.15: 2. Pfarbezirk. So 4: Jungmädchengruppe: 6: Trutzschar: 8: Mütterabend (Castroper Straße 282). Mo 6: Frauenhilfschor. Mi 8: Bibelstunde(Jugendbeim). Do 8: Bibelstunde(Castroper Bibelstunden. Mi 8: Rottstraße 85: 8: Gemeindehaus 8: Vereinshaus: 8: Lehrsaal Friedens: irche:.15: Kleinkindersanzenicher zu. dellerstr. 14. Mi.30; evangelische„Zuflucht. Am Stadion 5a. Fr.(.30: Landesfrauenklinik:.15: Städtisches MänTirchenchöre. Christuskirche, Mo.15: die Tamen:.45: die Herren im Vereinshaus. Pauluskirche, Fr.15;„Vereinshaus: Lutherkirche. DI#8: Schützenhof: Friedenskirche, Di.15: bei Scheer, Ecke Rott= und Schillerstraße: Jugendchor der Friedensklirche, Fr.30: im Lebrsaal der Friedenslurge. Bibelkreis unter Schülern höherer Lehranstalten.,„.=2.(Pastor Farseo, roch), Weilenbrink 12. Mo, 4.., von 17.15: Kükenkreis: 18.15: Tertianerkreis: 1730: in Weitmar Fähnlein Klaus Störtebeckex, Handarbeitssaal. Mi, den 6.., 15: Fähnlein„Veit Stoßberg, Bülowstraße 58. Do, 7.., 18.30: Aelierenkreis im Weilenbrink.— Wer geht mit zur Os 1929 in die Jugendberberge in der Haardt? Anmeldungen an Franz Ernst Pfisterer!., Thristlicher Verein junger Mädchen, Heim: Marthahaus, Bergstraße 26. So, den 3. März, nachm. 4: Vereinsstunde für die ältere Abtellung und„Zugend. gruppe, im Marthabaus.— Abschluß= seier für die Opferwochen: 8: Leseabend Gemeinschaft. Di 8: Freundeskreis für lunge Mädchen. Mi 8: Gebetsstunde Do 8: Gesangstunde. Sa 8: Jungmännerftundg.#### Mamsinsaaste. Kirchlich= Evangelischer Gemeinschaftsverein Bochum, Adolfstr. 20, So.30 bis 3: Posaunenchor: 3 bis 5: Gemischjter Chor:.15: Evangelisation. Mo 8: Jugendbundstunde.„Do 8: Bibelstunde. Evangelischer Verein des Blauen Kreuzes Bochum. Evang. Vereinshaus, Mühlenstraße 25. So 3: Bibelstunde. Mo 8: Gebetsstunde. Di 8: Jugendbundstunde. Mi 8: Chorstunde. Do 8: Bibelbesprechund Gebetsstunde. So 2: HoffnungsZweigverein des evangelisch=ostpreus. Gebetsvereins Bochum, Weilenbrink 12. So 2: Versammlung im KonfirmandenWiemelhausen. Melanchthon..30: Niedermeier: 10: Ehrenberg: 11.30: Kirchentausen: 11.30: R6D. Fr. 8: sionsgottesdienst, Engelbext.— Im Melauchthonsaal: Mo.30: Missionsfrauenverein. Di 8: Kirchenchor.— Jugenp= bund für entsch. Christentum, Melanchthonkirche. Im Melanchthonsaal: So 7: Lichtbildervortrag in der Melanchthonkirche. Mo 3: Kinderbund im kleinen Saal: 8: Gemischter Chor., Di 8: Posaunenchgr. Mi;. Ptpekrreis für jedermann. Do 8: Jugendbundstunde für tunge,„Männer und junge Mädchen.— Petrikirche. 10: Gottesdienst, Niedermeier(anschl. Beichte und Feier des heiligen Abendmahls): 11.30: KGD.: 12.15: Tausen: 3: Prüfung der Konfirmanden, Reckert: H: Evangel.=kirchl. Männerverein. Monatsversammlung. Mo 8: Posaunenchor:.30: Gemischter Chor. Di.30: Jungmaggennereiz.„Mi.30: Frauenhilfe: 5: Bibelstunde in Steinsubl:.30: Jungmännerhund(Bibelstunde). Do 5: Frauengor., Fr 8: Passionsgottesdienst,„Niedermeier: 9: Vorbereitung zum KGD.— heil: Di.30: Niedermeter(Geistliche Abendmusik der Evangelischen Kurrende. Verein junger Männer. Jugendheim, Ottostraße 14. Jungmännerkreis: Sa: Helferstunde. So.30: Schwäbischer Abend. Herr Zimmermann(Stuttgart) liest aus eigenen Werken. Männer ohne besondere Einführung williommen! Jung=C..),P.:,4; Bibelstunde:.30 Vortrag von Paul Hünsche: „Italien— Land und Leute“. Mo .30: Jungscharstunde(für Jungen von 10 bis 14 Jahren). Do.15: Gemeinsame Bibelstunde. P. Hevendehl. Schllerabteilung(für Schüler höherer Lehranstalten),„Wir treffen uns jeden Freitag,.30 Uhr, im Heim. Ottostraße. Fr. 6: Bibelkreis:„Das Gleichnis von (Stadtmission Bochum, Joachimstr. 8. So.30 vorm.: Gebetsstunde: 2: Conntagsschule: 5 nachm.: Gemeinschaftsstunde für jedermann. Mi.30: Frauenverein: 6: Kinderbund: 8: bundstunde für junge Mädchen. To.15: Bibelbesprechstunde, Fr 8: Jugendbundstunde für junge Männer.— BochumEngelsburg. So 8: Evangelisation. Di 7: Bibelstunde.— Bochum=Hamme. Fr 4 Bibelstunde für, Frauen. Hen Li Venelndeistlet im Suilseisggt. Mo.30: Chorstunde des Arbeitervereins. Do.30: Frauenhilfsstunde; .30: Kirchenchor. Fr 8: PassionsSOtteSbien ig pelgburs Ge 930: Get. Bochum=Engelsburg. So.30: Gottesdienst, Henrici: 10.45: Tausen: 11: KGD.: 2: Jungmännerverein(Albert Schweitzer, ein weißer Pionier der Schwarzen); 4: Jungmädchenverein; 6: Blautreuzstunde: 8: Stadtmission, Evangelisation.„Mo 8: Jungmädchenverein, Arbeits= und Singstunde. Di 3: Frauenverein: 7: Stadtmistion, Bibelstunde: .30: Kirchenchor. Mi 8: Passionsandacht, Henrici. Do 4: Frauenchor: 8: Blaukrenzverein, Bibelstunde:.30: Kindergottesdienstvorbereitung. Fr.30: Jungschar: 8: Posaunenchor###. Bochum=Hamme. Gemeindehaus..30: Kraemer: 10: Simon: 11.30: Kraemer, KGD.; 2: Kraemer, Taufstunde in der Kirche.— Wegescheld, 10: Kraemer; 11.15: Falkenroth, KGD.: 12.30: Falkenroth, Tausstunde. Am Donnerstag 8 Uhr finden im Gemeindehaus und in der Mezischeid schaftsstungg,„Iz, Overdpck. Do S: Gemeindebibelstunde.— Frauenhilfe. Mi 3: 2. Bezirk.— Christl. Verein junger Männer. So 3: mittl. Abtl. Teilnahme an der Prüfung: I3: ältere Abtl. Teilnahme an der Prüfung. Mi 8: Bibelstunde der mittl. Abtl. Sa 5: Jungschar: 5: Posaunenchor.— Jungmädchenverein Bethanien. So 7: jüngere Abtl. und mittl. Abtl. Tertiglversammlung. Mo 8: ältere Abtl.— Kirchenchöre. Mi Jungmädchenverein. Stiepel. Sonntag 10 Uhr in der Kirche Prüfung der Konfirmanden des Bezirks Haar. P. Husemeyer: 3 Uhr in der Kirche Prüfung der Konfirmanden des Bezirks Dorf Buchholz, P. Lohmeyer. Bibelstunden: Dienstag.30 Uhr Haar II:„Tonnerstag 5 Uhr Schwick. Frauenverein=Dorf: Dienstag 4 Uhr Versammlung bei Haarmann=Thiemann, Ruhrstraße, Jungmädchenverein, Dorf: Dienstag.30: Donnerstag.30 Uhr: Haar: Mittwoch.30 Uhr. Jungmännerverein, Dorf: Freitag 8 Uhr Vereinsstunde: Haar: Sonntag 3 Uhr: Dienstag 7,30 Uhr Vereinsstunde: Donnerstag.30 Uhr gemeinsames Turnen. Frauenchor: Donnerstag.30 Uhr.: Kirchenchor: Donnerstag 8 Uhr. Linden..30: Suverintendent Neuhaus: 11: Kindergottesdienst, P. Weber: 12: Tausen. Freitag 8; Passionsgottesdienst, Superintendent Neuhaus. Dahlhausen..30: P. Bäumer: 11: Kindergottesdienst: 12: Taufen. Mittwoch 8: Passionsgottesdienst, Pastor Wegescheid Passionsgottesdienste Bäumer...90 Barste st.— Bilbelstunden. So H: Gemein= Uemmingen..30 Vorstellung, der, Sox. trrtenhaugenes 1. BGe: Jung: Kirchentaufen: 11: J Ju männerverein. Mo 20: Bibelstunde. Ti 15: Arbeitsstunde der Frauenhilfe 1: 20: Jungmädchenverein. Mi 17: Chorstunde bei Hartmann, Laerheide: 20: Jungmännerverein: 20.30: Kirchenchor bei Kuhweide. Do 20: Gemeinschaftsstunde. Fr 20: Chorstunde der Frauenhilfe 1. Fr., 17:„Passionsgottesdienst, Kuhlmann. B9.; gstär, Fortsetung„Die ernstenlbetsstunde: 2: Kinderktunde: Co 6: Vi. Bibelsorscher“ Hi. 5. März 8: Gesang, stunde im Kindergarten, Fahrendeller. straße 14. Mi., 6. März,.30: Junggesr-Sslceicie d.. heisstunde:, 2: Kinderstunde; Co 6: Pf. Woeckel, Elbingerode. Mo 8 Guttarrenstunde. Di 4: Frauenstunde: 8: Chorprobe. Do 8: Bibelstunde. Sa.30: 25.=Altesgunde 129. 2ö22., 25.2642, ü S Sehaie Kche Milnonssigge, im Martoovon g 8. März: Teilnahme am Vassionsgottesdenst in der Paulus'irche, abends 8. Jugendbung, für gntschiegeneg Chriventum, Friedengrigang..Po.8: Versammlung für den Jugendbund und die tum, Königsallee 168. So.30: Jungmädchenstunde:.30: Jungmännerstunde. Do S: Jungmännerstunde. Fr 8: Jungmädchenstunde. Altenbochum. So.45: Gottesdienst, Pastor Hardt, Bochum: 11: K62.: 12: (Lobmann): 8: Kireid(Mertens). Kirchenchor 1 chepchor. Wegescheid Hofstede=Riemke..30: Pitsch: 10: mit Beichte und Abendmahl Pitsch: 11: KGD., Pitsch: 12: Tausstunde., Fx. 8: Passionsgastesdienf,„Rübge: 9: Vorbereitung für den Vereine. Jungmännerperein: So 52, Bersammlung. Di 8: Bibelstunde.— Jungfrauenverein 1: So:: Versammlung. Do 8: Singen.— Jungfrauenverein 2: So 4: Versammlung. Di., 8: Bibelstunde.— Frauenverein Hofstede: Do 3. — Frauenverein„Marmelshagen: Do 4. — Kirchenchor Di.30.— Blaukreuz= verein: So. 4: Do 8. g. 8 Weitmar. Sa, 2.„März, H: Beichte, Pfr. Bertelsmann. So S: Frühgottesdienst. Pfr. Sassenberg:.30: Hauptgottesdienst. Pfr. Bertelsmann, anschl. Feier des beil. Abendmahls: 11: K8D.: 12: Kirchentausen. Mi. z, Zppernzpoeft Konstrmandeg des Beztzin, ezegunge Pfr. Görtz. Do 8: Gemeinschaftsstunde. Fr 8: Passionsgottesdienst, Pfr., Bertelsmann.— Bibel=, Gemeinschafts= und Vereinsstunden, 1. in Weitmar. So. 5: Blankrenzverein. Mg 7: Gemischter Chor Immanuel. Ti 8: Frauenchor Weitmar. Mi 8: Bibelbesprechstunde im Kindergarten. Schützenstraße.— Evang. Jungmädchenverein Westmar. So 3: sinterhaltung und Bibelbesprechung. Di Günnigseld, 10: Haupigoxxespienst. P. Hoene: 11: KGD: 11.45: Tausen. Do 5:„Passonsgottesdienst. P. Hoene. Hordel..30: Gottesdienst(Prüfung der Konfirmanden),„P. Wessel: 11.45: Tausen. Do 5: Passionsgottesdienst, Wattenscheid. Friedenskirche. 8: Frühgottesdienst. P. Heuser: 10: Hauptgottesdienst. P. Bechthold(Feier des heiligen Abendmahls): 2: KGD., P. Müller: 3: Tausen. P. Müller: 4: Prüfung der Konfirmanden, P. Bonne.— Alte Kirche. 9: Masur. Gottesdienst. P. Mückeley.— Kapelle zu Höntrop..30: Hauptgottesdienst. V. Müller: 2: KGD.- Evang. Krankenhaus. 10: Hausgottesdienst.„P. Heuser.— Ev. Schule zu Leithe. 10: Hanptaattesdienst. B Wessel: 2: K69, — Freitag, 6 Uhr: Passansgottesdienst. P. Heuser Die Amtswoche vom 3. bis 9. März hat P. Heuser. K 11.30: Messe mit Predigt:.30: Kreuzwegandgct#.8 fllch Liboriuskirche. Ab.30 Beichtgelegenbeit: 7: Messe:.30: Messe mit Predigt; 10: Hochamt mit Predigt;.30: FastenPl.“ Kreuzturche. 5: Messe: 7,.30: Messe mit Predigt: 10.30: Hochamt mit Predigt; 5: Fastenprediat. Herz=Jesu=Kirche, Hamme. 7: Messe.15; Messe, mit Predigt; 10: Hochamt; 11.15: Messe mit Pred.;.30: FastenPreisautigleitstirche. 7: Messe: 8: Messe mit Pred.: 10: Hochamt mit Predigt:.30: Fastenandacht. Bochum=West. 7: Messe mit Predigt: .30: Hochamt mit Predigt;.30: Faltenan ,Auoz##ame.#u..g. Franziskuskirche Riemke..15: Messe; .15..30: Messe mit Predigt:.30; Hochamt mit Predigt: 11: Messe mit Predigt:.30: Kreuzwegandacht. Liebfrauen, Altenbochum. 7, 8. 9: Messe: 10: Hochamt mit Predigt:.30: Christenlehre: 6: Fastenandacht m. Pred. Laer. Ab.30: Beichtgelegenheit:.30 Messe mit Predig:: 10: Hochantt mit Predigt:.30: Kreuzwegandacht. Wiemelhausen, Johanneskirche. 7: Messe: 8,.15: Messen mit Predigt: 10.30: Hochamt mit Predigt:.30: Areuzwegandacht.— Franziskuskirche, Wettmar..30: Messe mit Gesang: 8: Messe mit Predigt:.30: Hochamt mit Predigt: 11.15: Messe mit Predigt; 7: Fastenandacht m. Predigt. Stiepel. 7,30: Messe mit Predigt. 10: Hochamt mit Predigt; 3: Fastenpredigt und Andacht. Gerthe, St. Elisabeth. 7, 8,30: Messe, 10: Hochamt m. Pred.:.30; Fastenan192.-3g: Preitswegandacht für di10: Hochamt m. Preo.:.90: Umh..„, dacht:.15;. Kreuswegandacht„Jür, die Polen.. Zum hl. Joseph..30: Messe mit Predigt: 10: Hochamt m. Pred.: .30: Fastenandacht.— Zum hl. Geist. .30: Messe mit Predigt: 10: Hochamt;.30: Fastenandacht., Werne..45: Messe:.15: Messe mit Predigt: 10.15: Hochamt mit Predigt: .30: Fastenandacht. Wanne=Eickel. Marienkirche. 6, 7, .50: Messe, I9:(Hochau mir Piebigl, .30: Fastenandacht.— Franziskustirche. Hottesdienstordnung der katholisch. Gescheh. Sonntag, 3. März 1929. Propsteikirche. 6: Messe:.45 und 8: Messe mit Predigt, 9: Schülermesse: 10: Liturgisches Hechamt: 11.15: Meste mit Pred.:.30: Christenlehre, And. Marienkirche 6: Messe..15.30: Messe mit Predigt:.30: HochUnterbaltung und, Bibelbeh#rengngn## samt mit Predigt: 11: Messe mit Pre.30 Missionsstunde.— Vereinenunggn digt;.30: Kreuzwegandacht. des Augendvereins. So 2: Vereins= gnterogzirge 6en mene. sunde. Fr 8: Frnamsdchenbibeltrei. Ta 4; Spielahen! Jünglingsrerein Weitmar., So 11: Pe lannenchor: 6: Männerabteilung. Sa Missionsstunde.— Bexringzuungen digt:.30: Kreuzu Juggndyereins. Go 2: Vereinz: Josephskirche,.30, Messe,.30,.45 inde.„Fr. 8: Jungmädchenbiheltret:. Messe m. Pred.: 10: Hochamt m. Pred.: 4: Spielabend— Ev. Männer= und 11.15: Messe mit Predigt:.30: Fasteninalingsrerein Weitmar. So 11: Po= andacht. 30: Männerchor.— Ev. Männer= und Jünglingsverein Bärendorf: Güd. So .30: Irgendabteilung:, 5: Mönnerabte); sung. Mo.30: Spiefabend. 21. 7: Dibelbesprechung, Jungschar: 8:„Bibesbesprechung, Jugendabteilzna,— 2. in Weitmar=Mork. So 4: KonfirmationsNachseier. 21 7: Jungfrauenchor. Wi 8: Bibelstunde.— 3. in Eppendorf. So I3: Jungmödchenverein: 8; Mortverkündigung in der Kinderschrle. 21 8: Giemeinschaftsstunde. Mi 5: Frauenchor 2: Eppendorfer Heide; 7: Frauenchor Ep.30: Messe: 10: Hochamt mit Prediat: .•30: Fastenandacht.— Franziskustirche. 7 30: Messe: 9: Hochamt mit Predigt; 10.30: Messe mit Predigt;.15: Fastenandacht. Klosterkirche. 5, 8, 7: Messen: 8: Singmesse mit Predigt:.15: Schllergottesdienst: 10.30: Messe mit polnischer Predigt:.40: Rosen'ranz, Fasteupredigt und Andacht: 7: Rosenkranz:.30: Predtgt. Antoninskirche..30: Messe: 81. Nl. Messe m. Pred..30: Hochamt m. Pred. 11: Messe mit Predigt:.30: Fastenandacht. Meinolphuskirche..30: Messe:.80: Messe mit Bjzdigt:.30: Messe:.30: andacht und Predigt. Herz=Jesu=Kirche, Hordel..30: Messe: 8: Messe mit Predigt: 10: Hochamt mit Predigt: 5: Fastenpredigt und Andacht. Wanne=Eickel..30: Messe: 8: Messe mit Predigt: 10: Hochamt mit Predigt. Langendreer. St. Marien:.30: Messe: 8: Messe mit Predigt: 10.15: Hochamt mit Predigt:.30: Andacht.— St. Bonisatius:.30: Messe; 10: Hochamt:.30: Christenlehre:.30: Fastenpredigt. Höntrop..45. 8: Messe: 10: Hochamt mit Predigt:.30: Fastenpreßigt. Wattenscheid. 6: Messe: 7: Messe mit Predigt: 8: Messe mit Predigt: 9: Messe mit Predigt für die döheren Schulen: 10: Hochamt mit Predigt: 11.30:— Messe mit Prediat:.30: Fastenandacht: abends 8: Fastenpredigt. Baliag Genckoceh. Sonntag vorm. 11.30: Posaunenchor: nachm. 3: Jungfrauenverein, Pfarrer Kerle: 4: Jungmännerverein. Pfarrer Stallmann. Montag abend 8: Jugendbund. Dienstag abend 8: Kirchenchor. Mittwoch abend 9: Vorbereitung füe : d e n K i n d e r g o t t e s d i e n s t. : F r e i e e v. G e m e i n d e B o c h u m, R o t t straße 34a. Sonntag.30: Erbauungt: stunde: 11: Sonntagsschule: 6: Predigt. Mittwoch 8: Bibel= und Gebetsstunde. Donnerstag.45: Frauenverein: Si Jugendbund. 4— Ev.=luth. Gemeinde Bochum. Kirche: Tibergstraße 52. Sonntag vorm..15: Predigigottesdienst,„Pastor Greve. Evang.=luth. Erlösergemeinde BochumHamme, Saal Huck, Forstener Str. 213. So.45: Hauptagnesotenst.,„Pfr. Sgige (Witten): 11.15: Kindergottesdienst Pfr. Fritze(Witten): 12: Tausen: 5: Männerverein des 1. Bezirks bei Heiermagn, Mo 8: Arbeitsstunde des Jugendpungez bei Räder. Mi 8: Kirchenchorprobe bei Heiermann.— Bochum=Weitmar, Cold= hammer Str. 17. Mi 8: PassionsgottesEpangel. Gemeiuschaft Autersehunge, kirche, Bochum, Alleestraße. vorm..30 und abends 6: Predigt, diger Richter: 11: Sonntagsschule; abds. 7 30: Jugendverein. Mi 8: Bibelstunde. Fr 8: Gebetstunde. Altkath. Gemeinde Bochum. Sonntag, den 3. März, vorm..15: Gottesdienst mit Predigt in der Johannestirche. Pfarrer Kehren. Witten. Kirche Jesu Christi der Heiligen der letzten Tage. Jeden Sonntag, abends 8 Uhr: Predigtversammlung im Bochumer Hof, Alleestr. 17, 1. Etg. Keine Kollekte, Eintritt I/g1.,—u6e ammanuels. 1. Baptisten=Gemeinde, Ingmapuel: kirche, Hermannshöhe. Go.30: Bibelstunde; 5: Predigt, Prediger 11: Sonntagsschule: 6: Jugenigegigz Mi 8: Gebetstunde.— JsEg 11: Hamme, Hoffteder Straße, 1 3/1 660.. Jonntagsschule,„Do 8: Bibelstunde. Gemeindesaal Bärendor“. Straße 17. So.30: Bibelstunde: 11: Songtagsschutern„Do ug# Bochumechen 2. Bavttsten=Gemeinpe Bochug.spit mar, Am Steinknapp 56. digt; 11: Sonntagsschule: 4: Predigt. Mi 7: Andacht. Prediger Krämer. Was die Sonne für die Bflanze.u1s das Inserat für den Szechiez=gungPringe dich immer wieder deiner Kund, schaft in Erinnerung Wer nur einmal inseriert, dat auch nur einmal Ersols. Eine Wohltat ist der empöndliche Fotz. hu den vom Publikum vielbegehrten und bequemen Otophuh-Senu. Hochamt; Kindergottesdienst: Evangel.=Lutherische Kreuzgemeinde, Bochum. Kreuzkirche, Hamme. Conntag vorm..30: Gottesdienst. Pfarrer Stallmann:.30: Beichte, Pfarr. Stallmann: 10: Gottesdienst. Pfarrer Kerle: 11: Abendmahlsfeier. Pfarrer Stallmann und Pfarrer Kerle: 11.30: Kindergottesdienst. Pfarrer Kerle: 11.30: Tansen. Mittwoch abend 8: Christenlehre. Bfarr. Btedimanm.— Gemdireheien Barchen * Geee u aenen. Großes Lager in Straben- und uur— schafteschuhen iüs Daem Fienen. Ausführung in Farben und Mlodellen. Eachminnlsche Bedlenset Stallmann.— Gemeindeheim, Lutherhof. Schuhhaus Sch-chaus Eickmann issenbergetrge 19 Nr. 52. 36. Die Etatsrede Stin Unser Stadtpa haushaltsplanes fi nachdem in zahlrei jede einzelne Positic war. In zwei weit intensiver geschehen März zwei Plenar Werk unter Dach bringung der,## „großen Tag“ den Magistrat Veranla politischen Ueberbl programm zu ent gestrigen Stadtvere in die Tagesordn: Ruer und Bürge Einbringung des Oberbürgerm nächst eine allgeme lage, deren Ver Daweslasten, in de Steigerung der beitslosigkeit ihre Fragenkomplex de den. Es waren un über das Gegenei doch eigentlich ein Bochum gegenübe Provinzialausschu sicht der inbetrach Zum Schluß wan durch diese das Bürgermeister Dr der westfälischen tonte das Festhalt satz einer vorsicht Hand von Zahlen virtschaftliche, Lac ker Gilbert verker bescheidenes Anre lich setzte er sich preisvergünstigun lin habe, und lehr im Westen schädi zanzausglei setzes ab. Das keine Steuersenk durch die Finanz ursachen.— B Ohren und fander nugtrung wurde. Haushaltsplan fi Fehlbetrag Die übrige 2 r. nachdem man bühren von der scharfe Polemik Fürsorgebezirksdie Linke fand, minierenden Zen neter Dr. Ray struktion an, zwecks Berücksich Zentrum wurde von Stadtrat C togungsantrag n Saal verließ in zu machen. Die und dann die allen Seiten! teten Ausgang, im Stadtparlan wirkungen sein — sie n wahlen Der Nuer Stum einige Anfrag rettent nistische eingela für jel sollen von A mende Insass Der zur B dann 1926 der des Kcc Samstag, den 2 März 1929 * Josaunenchor: in. Bsarrer eig. Pfarrer 8: JugendKirchenchor. ereitung füs ochum, RottErbauungs„8: Predigt Gebetsstunde. nverein: 8: sum. Kirche: vorm..15: Greve. inde Bochumner Str. 213. Pfr. Fritze tesdienst : 5: MännerHeiermann. Zugendbundes schorprohe bei eitmar, GoldsassionsgottesAufersiehungs. de. Sonntag Predigt, PreSschutet a * Wibelstunde chum. Sonn.15: Gottesten der sends8 ochume Kollekie, Geseflmann gastraße 32. 36. Jahrgang. 2. Beilage zum Bochumer Anzeiger und General Anzeiger Bostruttion der Tinten macht bas Sit Die Etatsreden.— Kein Fehlbetrag im Haushalt.— Angriffe der Linken vornehmlich gegen das Zentrum.— Der Auszug der Linken führt Beschlußunfähigkeit herbei. Die Elasbieven.* dem Vertttug..„ 4 Onssammenkang bes Gebiets Davon unter InanspruchStimmungsbild. ap Bochum, 1. März. Unser Stadtparlament ist an die Beratung des Haushaltsplanes für 1929 im Plenum herangetreten, nachdem in zahlreichen Sitzungen der Hauptausschüsse jede einzelne Position unter die Lupe genommen worden war. In zwei weiteren Ausschußsitzungen soll dies noch intensiver geschehen und dann werden am 15. und 19. März zwei Plenarsitzungen folgen, ehe das schwierige Werk unter Dach und Fach gebracht wird. Die Einbringung des Etats bedeutet immer so etwas wie einen „großen Tag“, denn bei dieser Gelegenheit nimmt der Magistrat Veranlassung, einen umfassenden kommunalpolitischen Ueberblick zu geben und ein„Regierungsprogramm“ zu entwickeln. So geschah es auch in der gestrigen Stadtverordnetensitzung. Gleich nach Eintritt in die Tagesordnung nahmen Oberbürgermeister Dr. Nuer und Bürgermeister Dr. Geyer das Wort zur Einbringung des Haushaltsplanes. für 1929. Oberbürgermeister gab in seiner Etatsrede zunächst eine allgemeine Uebersicht über die Wirtschaftslage, deren Verschlechterung in den untragbaren Daweslasten, in der mangelnden Kapitalbildung, in der Steigerung der sozialen Lasten und in der großen Arbeitslosigkeit ihre Ursachen habe, um sich sodann dem Fragenkomplex der Umgemeindungen zuzuwenden. Es waren ungeschminkte Tatsachen, die er anführte über das Gegeneinanderarbeiten der Kommunen, die sch eigentlich ein grobes Gonzes, eingig, gesunten Bochum gegenüber nicht gerade fre rgi, gggere sgier Provinzialausschuß appellierte er an die höhere sicht der inbetracht kommenden preußischen Instanzen. Zum Schluß wandte er sich der Gesetzgebung zu, soweit durch diese das Leben der Gemeinden bedroht wird. Bürgermeister Dr. Geyer, der zugleich Vorsitzender der westfälischen Finanzdezerrentenvereinigung ist, betonte das Festhalten der Stadt Bochum an dem Grundsatz einer vorsichtigen Finanz= und Steuerpolitik.„An Hand von Zahlen bewies auch er, wie ernst unsere wirtschaftliche Lage ist, die der Reparationsagent Parker Gilbert verkenne. Auch das deutsche Volk habe ein bescheidenes Anrecht auf kulturelle lich setzte er sich ein für die in habe, und nach aus sleichs und des Polizeikostengesetzes ab. Das Steuervereinheitlichungsgesetz bringe keine Steuersenkung; die Gewerbesteuerveranlagung durch die Finanzämter werde wieder Mehrkosten verursachen.— Beide Reden begegneten aufmerksamen Ohren und fanden die gebührende Beachtung. Mit Genngtnung wurde die Mitteilung aufgenommen, daß der Haushalisplan für 1928 aller Voraussicht nach ohne Fehlbetrag abschließen werde. Die übrige Tagesordnung fand schnelle, Erledigung nachdem man die Erhoyung der En# bühren von der Tagesordnung abgesetzt hatte. Eine scharfe Polemik knüpfte sich aber an die Wahl von Fürsorgebezirks-Vorstehern und deren Stellvertretern; die Linke fand, daß sie wiederum zugunsten, des dominierenden Zentrums zurückgesetzt sei. Stadtverordneter Dr. Rawitzki[Soz.) kündete ärgste Obstruktion an, wenn die Vorlage nicht vertagt werde zwecks Berücksichtigung der Wünsche der Linken. Vom Zentrum wurden die Angriffe zurückgewiesen, ebenso von Stadtrat Gilsing. Der sozialdemokratische, Vertagungsantrag wurde abgelehnt, worauf die Lit Saal verließ in der Absicht, das Haus beschlußunfähig zu machen. Die Beschlußunfähigkeit wurde festgestellt und dann die Sitzung geschlossen. Verblüffung auf allen Seiten! So fand die Sitzung einen unerwarteten Ausgang, der auf die künftigen Verhandlungen im Stadtparlament möglicherweise nicht ohne Folgevirkungen sein kann. Im Herbst sind Kommunalwahlen— sie werfen ihre Schatten vorauf. Der Sitzungsbericht. Kuer, Stumpf, Krüsmann. Brauns, Gilsing! Nagistratsrat Wolf, Magistratsbaurat, Groth. Stadtverordnetenvorsteher Nien timp brachte zunächst einige Eingänge und Antworten des Magistrats auf Anftagen zur Renntnis, weiter eine Eingaße. Pea. hepe: nistischen Fraz covierut;# Von der kommueim sauten ggn Prielchteltäagfen Oberbürgermeister Dr. Auers Elalsrede. Das zu Ende gehende Etatsjahr, über das Ihnen der Magistrat auf Grund der Vorschrift der Städteordnung vor Beratung des neuen Haushaltsplanes zu berichten hat, stand im Zeichen einer absteigenden Koniunktur, die sich zur Krise zugespitzt hat. Die Ziffer der Erwerbslosen hat sich weit mehr als verdoppelt. Sie ist seit dem 1. April 1928 von 1 010 763 auf über 2% Millionen gestiegen. In die Zahl der Erwerslosen am 1. April 1928 3171 und am 19. Februar 1929 8002. Worin sind die Ursachen dieses niederganges suchen? Der 1. September 1928 bedeutete den AnPitel nrsies ficgeälestr dar cechsktelstenesedber 1nd If hfhste älse seiheich eice elsehen die wirliche Kapialbildung in Deuschland sei der fentlichseit zurückgeblieben zst. technisch auf der Höhe ist, fehlt es an BeschäfReben der Reparationsleistung, neben dem Kabaß die Vezigti, Päetgsebung bürken, daß in der Sozial= und Lohnpolitik die Dv., Hgefe.“ zwischen el: und Sohrhenhel die Synthele, zwischen dem für die arbeitenden Schichten Wünschenswerteg und dem wirtschaftlich Erträglichen bisher in Deutschland nicht gefunden Denn der so oft betonte Zusammenhang des Gebiete zwischen Emscher und Ruhr läßt sich nicht leugnen, wird auch in der Vorlage der Staatsregierung nicht bestritten. Nur hält man im Augenblick die Durchsetzung einer Zusammenfassung, des Gebildes für politisch so schwierig, daß man davon abgesehen hat, diesen Zusammmenschluß im Gesetzgebungswege vorzuschlagen. Wiederholt habe ich im völligen Einvernehmen mit den städtischen Körperschaften betonen dürfen, daß wir die Eingemeindung nicht vom Standpunkt irgendwelcher Prestigepolitik aus betreiben, daß wir in unserem jetzigen Umfange uns stark und leistungsfähig fühlen, daß wir aber mit Rücksicht auf das höhere Ziel einer Verwaltungsreform dringend einer Zusammenfassung des Gebiets zwischen Emscher und Ruhr bedürfen. selh ser Sälie aths selesel sesfr uit eiere und Wanne=Eickel, ich erwähne die unzweckmäßige und in unserer kapitalarmen Zeit nicht zu verantwortende Verlegung von Gas= und Wasserrohren nebeneinander mit Auslandskapital aus rein kommunalen Prestigegründen, ich erwähne die Zersplitterung des Straßenbahnwesens, die nirgends so stark ist wie in unserem engeren, Gebiet und zu einer unhaltbaren Verteizgenzg, des Betriebes zum zschadenheggs gen arbeitenden Verogzerzung führt—, nicht, im Wege von losen Arbeitsgemeinschaften erfolgen, wie die Staatsregierung es sich vorstellt. Am allerwenigsten von Arbeitsgemeinschaften, die neben Bochum, den um Bochum herum gelagerten Mittelstädten noch Gelsenkirchen=Buer und Dortmund umfassen sollen. Hier gibt es nur die Arbeitsgemeinschaft, die auch die Finanzgemeinschaft umfaßt, das heißt die kommunale Zusammenfassung zu einem Gebiet. Wie außerordentlich glücklich 1924= 456 Wohnungen 1925= 425 1926= 848 1927= 983 1928= 1350 Davon unter Inanspruchnahme von Hauszinssteuerhypotheken 313 Wohungen 365 714 842 1280 Wir dürfen also feststellen, daß von Jahr zu die Zahl der hergestellten Wohnungen beträchtlich gewachsen ist. Die stärkste Ausgabenhöhe neben der WohlE58mten.rmaitung beansprucht das Schu die Eingemeindung des Jahres 1926 in finanzieller Beziehung sich ausgewirkt hat, darf man betonen, indem man auf die Steuersätze der damals eingemeindeten Aemter Weitmar, Hordel und Altenbochum verweist, die 4500 Prozent, Lohnsummensteuer und entsprechende Ertragssteuern erhoben haben, und die seit ihrer Verschmelzung mit Bochum auf die ermäßigten Sätze des alten Bochumer Stadtgebiets von 2500 Prozent Lohnsummen= und 600 Prozent Ertragssteuer herabgedrückt zind, wobei noch die Schulden dieter eingemeingeten Vgrorte mit drei Millionen Maxk worden ist. Diese Tatsache trifft mit ein isgnt Fraktion ist ein Dringlichtei fingelaufen, der fordert, daß den Erwerbslase in Anbetracht der Kätte je Familienporstand 30 Mark, für jedes Haushaltungsmitglied 9 wrart progzit, Igerhe sollen als einmalige Beihilfe: ferner die von Wärmehallen mit kostenlosem Ausschank wärnender Getränke(Kaffee, Tee), die Belieferung der Insassen des Asyls mit je zehn Zentnern Kohlen usw. Der Antrag soll nach erledigter Tagesordnung für Veratung genellt werden. Der Vorsitzende wihmete dann dem verstorbenen Wirt Schütz, der von 1924 bis 1926 Mitglied des Stadtverordnetenkollegiums und zwar der Wirtschaftspartei war, einen ehrenden Nachruf. Schütz habe sich besonders um den Mittelstand verdient gemacht und durch sein loyales Wesen sich ein dauernbes Andenken gesichert...tzmann einge Nachdem dann der als Ersatzmann eingetretene Karl Roste!(K. P..) durch den Oberbürgermeister Froflichtet worden war, sprach Nientimp seinen Dank aus für seine Wiederwahl zum Vorsteher. Das Port erhielt nunmehr der Oberbürgermeister zum BeAcht des Magistrate gemäß,§ 61 der Städteordnung und Einbringung des Haushaltsplanes für 1929. Grausamkeit gerade die arbeitende Bevölkerung, die schon gerade sie durch die Sozial= und Die Folge der inneren Preissteigerung, die auf die oben erwähnten Faktoren, zurückzuführen istz, ist Zurückdrängung deutscher Produkte auf dem Weltmarkt. Von der Landwixtschaft aus hat sich die Krise fast auf unsere gesamte Wirtschaft erstreckt. Steigende Wohlfahrisausgaben. 86u2 dene Zautften geworfen werden, so muß alles gezu kommen. Trotz dieser außergewöhnlich steigenden Belastung, die der Wohlfahrtsetat des Jahres 1928 bedeutet, wird vermutlich das laufende Etatsjahr ohne Fehlbetrag abschließen. gesund sind, so daß sie, selbst überwinden: Ein, erfreulicher, Gegensatz zu manchen lichen Deszih gesen, laufende Clatschr abschliefen, sesese eshe eche ese e e elsgegengeben. Perkgestell, iZezeage 65 Slsche Serfceie eaie c eshe boamtenden Zake Bähaiect Beik= P 3= a. erize s eoch hecece Sssealinbüscteie leheaitge eise Kishauis 2i5 Jahres auswirken wird. Ablichen boben Zinssäten aufgelegt is Ssis fälcs Säste Die Vorbereitungen der großen Umgemeindungsvorlage unerhörter stoßen und Einrichtungen in diesen, Orten geiggfe unerbörter fen sind, zu denen diese aus eigener Kraft nie fen sind, zu denen diese aus eigener„Kraft nie gewesen wären. Besonders wertvoll ist in dieser Beziehung das Zeugnis unseres bisherigen Bochumer Polizeipräsidenten, jetzigen Regierungspräsidenten Stieler in Aachen, der in der Neujahrsnummer des„Bochumer Anzeiger“ wörtlich folgendes sagt:„—ans Jagiche Wat„Ich habe es als eine überaus glückliche Maßnahme angesehen, daß die Stadtverwaltung Bochum in ganz außerordentlichem Umfange sich der neueingemeindeten Gebiete angenommen hat. So sehr dies zu begrüßen ist, muß man andererseits darauf hinweisen, daß die Sorge um den Ausbau der Innenstadt nicht fehlen darf.“ 916e e Also ein Hinweis darauf, daß die Stadt bewußt den Ausbau der 1926 eingemeindeten Vororte betrieben und darüber ein wenig die Innenstadt vernachlässigt hat und damit 6 1 ein schlagender Beweis gegen die immer wieder auftauchende Behauptung, daß bei Eingemeindungen die Außenbezirke vernachlässigt würden. Bochum muß zur Ruhr. Damit übernimmt es Gemeinden, deren Leistungsfähigkeit außer Streit ist: ich erwähne unter anderem Linden= Dahlhausen. Wenn aber der Ausbau der Straßen und der Verkehrsverbindungen zur Ruhr und die Schaffung von Erholungsstätten im Ruhrtal von Bochum geleistet werden sollen, und zwar unter Ausschaltung von Steuererhöhungen, so ist es unbedingt erforderlich, daß neben den leistungsschwachen Gemeinden ein Lastenausgleich durch Zuteilung leistungsfähiger Gemeinden herbeigeführt wird. Hierzu rechne ich einmal die Gemeinde Gerthe, deren Steuerkraft aber für den Aushau ihres eigenen Kernes wird verwendet werden wuyte Aubedingt netwendig ist aber, und das hat auch die Staatsregierung anerkannt, die Bei Gemeinden Werne und Langendreer mit der Stadt Bochum. Es wäre das Gegenteil der Rationalisierung, wollte man diese innerlich zusammeghanglasen,„durch einen lohen Bahndamm getrennten, Gemeruuen zu einer Mittelstadt zusammenschließen, die mit weniger als 50.000 Einwohnern zwischen den Großstädten Dortmund und Bochum keine Existenzberechtigung hatz,„Bürde der Landtag eine solche Vereinigung der beiden Gemeinden einer Mittelstadt gutheißen, so würden darunter die Pläne zum Ausbau der südlichen Gemeinden an der Ruhr als Erholungsplätze für die arbeitende Bevölkerung unserer Stadt und der benachbarten Mittelstädte ins Hintertreffen geraten, wenn nicht aufgegeben werden müssen, da unsere Wirtschaft Steuererhöhungen für diese Zwecke einfach nicht zu tragen vermag. Wir hoffen, daß im Landtage diese Frage von höherer Warte betrachtet wird, als es vom ben ist, und daß die rein sachlichen Gesichtspunkte Lund sechs Milionen Mark. sHhusebehgrszel erforher, die 37 Prozent des gesamten Zuschußbedarfs, erfordert die Schulverwaltung. Immer noch verlangen die Städte vergeblich eine gerechterg, Verteilung. lasten, immer noch vergeblich vermehrten Einfluß auf dem Gebiet der höheren Schulen. Statt dessen sehen wir gerade im Schulwesen eine planmäßige Zurückdrängung des Einflusses der Städte in Verwaltung und Gesetzgebung. Der Gesetzgeber muß sich darüber klar sein, daß die Städte kein Interesse daran haben werden, lediglich das Recht des Zahlens für die Schulen zuübernehmen, während man ihren Einfluß planmäßig zurückdrängt. Ein Wort zum Theatereiat. Das Theater fordert im wesentlichen die Zuschüsse des Vorjahres. Wir bleiben damit trotz anerkannt besserer Leistungen hinter den Zuschüssen zurück, die Nachbarstädte für Theaterzwecke auswenden. Es ist das ein Beweis, daß die Arbeitsgemeinschaft auf kulturellem Gebiete, wie sie zwischen Duisburg und Bochum gepflegt wird, günstige Auswirkungen erzielt. Bochum ist bereit, materiell und„örtiich die Auswirkung„dieser„Arbeitsgemeinschaft zu erweitern.— Unser Voranschlag, der mit einer Besserung der Wirtschaftslage rechnet, würde vollends über den Haufen geworfen werden, wenn eine Verschlechterung des Finanz= ausgleichs, die immer wieder von einzelnen wohlhabenden Städten verlangt wird, Gesetz würde. Wir müssen verlangen, daß der jetzige preußische Finanzausgleich bis zur endgültigen Gestaltung des Reichsfinanzausgleichs, der mit der Lösung der Reparationsfrage zusammenyangt, aufrecht erhalten bleibt. Beunruhigend wirkt in diesem Zusammenhange, daß die preußische Staatsregierung dem Landtag den Entwurf eines Polizeikostengesetzes vorgelegt hat, der eine Verschlechterung gerade der westlichen Städte bezgl. der Polizeilasten zur Folge, hat. Die Neuverteilung der Polizeikosten, wie der wurf sie vorsieht, würde eine weitere Belastung unserer Stadt für das Etatsjahr 1929 um 144399 Mark bedeuten, während Berlin um 3 300,000 Mark erleichtert werden soll. Man scheint in Berlin immer noch nicht zu erkennen, daß das westliche Industriegebiet endlich einer schonsamen Behandlung bedarf, wenn nicht die Wirtschatf unter den öffentlichen Lasten erliegen soll. Ganz augemein aber haben die Städte gegen eine Bestimmung des Entwurfs sich zu wenden, die die Kosten für alle Verkehrseinrichtungen einschließlich der Kosten für Erweiterung, Aenderung oder Verlängerung von Wegen, den Wegeunterhaltungspflichtigen, also, den Gemeinden, auferlegt. Art, Umfang und technische Ausgestaltung der Einrichtungen sollen sich forderungen der Verkehrspolizeibhehörden nach lich zu erlassenden Vorschriften richten. Diese Bestimmung bedeutet, daß den Polizeibehörden die völlige Verfügung über die Straßenbaupolitik der Gemeinden und ihre finanzielle Auswirkung überantwortet wird, daß wir keine Möglichkeit mehr hätten, Art und Tempo zu bestimmen, in dem nach Maßgabe unserer Kräfte die Verkehrseinrichtungen und Straßenerweiterungen in den Gemeinden auszuführen sind. Gleiche Beobachtungen machen wir auf anderen Gebieten. Ich darf an die Entwicklung erinnern, die der Gedanke der Ferngasversorgung durchlaufen hat. Die Städte des Industriegebietes haben ein dringendes Bedürfnis daran, daß der Absatz der Koble in Farm von Fernggs geförderr wird. Bei der praktischen Durchsetzung dieses Gedankens tauchten aber Versuche auf, die sowohl seitens der Provinzen, als auch seitens interkommunaler Werke, bei uns namentlich der Vereinigten Gaswerke Westfalen, einer Tochtergesellschaft der Ver. Elektrizitätswerke Westfalen, unternommen wurden, die Städte von dem unmittelbaren Eigenbezug von Ferngas abzuschneiden und sie auf die Abnahme von Ferngas von provinziellen und anderen interkommunalen Gesellschaften zu verweisen. Diesen Versuchen mußten wir vor mehr als Jahresfrist mit aller Energie entgegentreten, um uns nicht durch Zwischengesellschaften, die den Einkaufspreis des Gases verteuert hätten, von dem unmittelbaren und billigeren Bezuge des Ferngases von, den Zechen abdrängen zu lassen. Wir werden waghi#e sein müssen wegen, der Tarifhoheit derjenigen Nachbargemeinden, die mit uns durch Eingemeindung demnächst verbunden werden sollen. Der Oberbürgermeister wandte sich dann gegen die rlage der Staatsregierung, daß den Landkreisen die kommunaler Beziehung alles übrige überochunt fproblem Werne.Laggenhreex vop seigen irtgresserzten escheane e esehsche Vorlage fertagestelt, de eine Zeie gesensen= saltuge ist klar daß der Rationalisierung der Wirtschaft eine Rationalisierung der öffentlichen Verwaltung folgen Gerade bier in der Mitte des Industriegebietes Industrialisterung und die Besiedlung am dichtesten, die kommunale Zersplitterung aber am größten. Die Vorlage der Staatsregierung für die Mitte des betrieben wird, die Oberrand gewinnen wergen., Gelingt es, die Eingemeindungsvorlage, im Laufe des Sommers im Landtag zu verabschieden, so wird unser Stat vermutlich nur eine zeitlich„beschränkte Bedeutung gewinnen. Wir schlagen Ihnen die Beibehaltung der vorjährigen Steuersätze vor in der Hoffnung, daß eine Herminderung der Woblfghatzlasten im„enuregden Jahre uns Erleichterung, schaffen„möge., Wenn ich zu einzelnen Fragen noch ein paar Bemerkungen machen darf, so hat manchmal eine gewisse Kritik gegenüher den Leistungen der Stadt Bochum auf dem Gebiete des Rechoenachene in der Stadtverordnetenvexsammlung duschgeklungen, eine Kritik, die am besten durch Ziffern widerlegt wird. Es sind errichtet und in Benutzung genommen in den vergangenen Etatsjahren: Provinzialausschusses, daß auch den Provinzen eine Kompetenz: Kompetenz gegenüber den angehörigen Stadt= und Landkreisen gegeben werden müsse. Zum Schluß berührte der Magistratsdirigent noch die Neugesetzgebung im Reiche und gab dem Wunsche Ausdruck, daß der Ertrag der Wirtschaft sich steigern möge, daß die Kapitalbildung wachse, daß unser Wirtschaftsbarometer aufwärts zeige. Nur auf einer gesunden Die weltberühmten Pfarrer Kneipp-Pillen zuverlässig zur Blutreinigung und Stuhigang-Regelung üheum. Sapo se 2, Col. 3. Jonig. 1. Rloe 4. In allen Apotheken Mk..— Kneipp-Kur-Wegueisgr# besienfrei durch Kneipp-Haus-Cenirels Wöraburg be e uen au##e behgun herkta zur eine Ssappentöfung durtelt vungunen Gatzpskren:. Sächatent Sire Gandsen d Gung gnee n gee. ugg. ichen Gerien und pekerslcneschten de enenen Unsere Frühlsahrs-Aussteluns zeist lhnen aut dem Oeblet, mo, gelt.— Unsere Preise sind die denkbar niedrigsten bei coulantesten Zahlungsbedingungen. ese Ke eusdeedene Guh Au Aanz ur Bodterne Bohnungselnrichngen Faais a Bichhgarrer-Num- und heinriaisn.zufe lun Dabei ammen * meinden verlieren den Ueberblick über ihre Steuerquelle. Die Steuerpflichtigen werden erst spä im Geschäftsjahr ihre endgültige Belastung erfahr Gerade mit dem wirtschaftlichen Verhältnis der mittleren und kleineren Gewerbetreibenden sind die Gemeinden als örtliche Verwaltungsstellen, die an dem Schicksal der Steuerpflichtigen unmittelbgr sind, besser vertraut als eine Reichsveyorde, die nach zentralen, Anwpeisungen arbeiten muß. Die hat wie der Steuerpflichtige an schnellster und reibungsloser Veranlagung das größte Interesse, um die Einnahmen für die Durchführung des Haushalts zu bekommen. Selbstverständlich will und kann das Vereinheitlichungsgesetz auch die VexscPhedzirzrien nich Steuerzuschlage nach den örtlichen, Leourfnessen nicht abschaffen. Es besteht dagegen bei Uebergang des Veranlagungsgeschäftes auf das Reich geradezu die Gefabeiner späteren Inanspruchnahme der Gewerbesteuer durch das Reich. Den Gemeinden bliebe dann nur noch die Möglichkeit eines Rückgriffs auf die Tarife f Gas=, Wasser= und Elektrizitätsversorgung, was letz Endes nicht zu einer Entlastung, sondern zu einer neuen Belastung führen würde. Im Ringen um die Gesunderhaltung ihrer Finanzen liegen die Gemeinden im Kampf nach mit Reich und Staat, mit Regierung und Parlament untereinander und schließlich auch mit den eigenen Steuerzahlern. Der letzte Grund für diese volkswirtschaftlich unproduktiven Reibungen liegt in den unlerträglich hohen Reparationslasten des #alt Gnnten vir unsere Arbeit aufbauen. sten Kapitul und Arbeit zusa. sunen nur gemeinsam gedeihen. Bürgermeister Dr. Geyer über die Finanzlage. Zehn Jahre nach Kriegsende kann die städtische Finanzverwaltung noch nicht als stabil bezeichnet werden. Sie wird auch im Jahre 1929 noch bedroht von den schweren Störungen einer unsicheren Wirtschaftslage und einem unerträglichen Schwebezustand der Steuergesetzgebung für fast alle den Gemeindehaushalt tragenden Steuern. Der Bochumer Vorschlag für 1929 verfolgt das Ziel, die gesunde Grundlage der städtischen Verwaltung wie hisher auch für das Rechnungsjahr 1929 trotz aller Fahrnisse zu erd. Die Stadt Bochum muß ihrem Grundsatze einer vorsichtigen Finanz= und Steuerpolitik treu bleiben, weil sie als der starke Kern eines einheitlichen, zu Zeit noch von einer großen Zahl selbständiger Stel len verwalteten Wirtschaftsbezirkes bei bevorstehen den Verwaltungsverbesserungen den finanztellen Aus gleich tragen muß. Es ist die gesunde Mitte zu alten zwischen einem lähmenden Pessimismus in der Beurteilung der Entwicklung unseres Gebietes und seiner Wirtschaft und einem leichtfertigen Optimismus. Die Verwaltung ist gewillt, mit allem Ernst die Ausgaben im Rahmen der Ansätze zu halten und Ueberschreitungen zu verhindern. Mehrausgaben könnten nur durch erhöhte Steuerbelastung ihre Deckung finden. Die Schwierigkeiten der laufenden Steuerverwaltung mahnen, die Steuerschraube nicht zu überspannen. Im Jahre 1928 wurden in der Stadt 58 Konkursverfahren eröffnet. Von der städtischen Steuerverwaltung mußten 10 820 Stundungen und Ratenzahlungen gewährt, in rund 48·000 Fällen Zwangsbeitreibungen und 24 Versteigerungen von Grundstücken durchgeführt werven. Die Zahl der Stundungsgesuche und Erlaßantrage betrug 12 267. Die Bewegungsfreiheit innerhalb der Etatsgebarung ist gegenüber den Vorjahren noch weiter zurückgegangen. Die Selbstverwaltung wird durch die steigende Zwangsläufigkeit der Ausgaben auch nach innen heraus mehr und mehr Was will es noch bedeuten, wenn die Entschließungsfreiheit der Selbstverwaltungsorgane sich auf knapp 10 v. H. der Gesamtausgaben beschränkt? Es ist unvermeidlich, daß angesichts dieser Sachlage mancher durch aus berechtigte Wunsch für das Jahr 1929 noch zurück gestellt werden muß. Im Raymen der wirtschaftliche Zwangslage ist aber für die notwendigsten Straßenund Wegebauten durchaus befriedigend gesorgt. Gebiete der früheren Gemeinde Hordel solld Sechsbrüderstraße ausgebaut werden, die zu dem di geführten System der Dorstener Straße gehört. Auch die 1929 mit erheblichen Anleihemitteln weitergeführte Tenthoffstraße kommt den eingemeindeten Ortsteilen Bergen und Riemke zugute. Außer 856000 RM. und rund 250000 RM. für Kanalbauten im ordentlichen Haushalt werden für Straßenbauzwecke Straßenbaustock einmalig für ellt. Es liegt im Zwang dedringende Projekte aus Mangel an Mitteln vorerst noch zurückgestellt werden müssen. Das gilt u. a. auch für die neue Badeanstalt, gilt für manche Wunsche der Sportfreunde Immerhin ist an Einrichtung von Spiel= und Spplätzen in den Vorjahren viel geschehen und für 1929 wieder der sehr erhebliche Zuschuß von rund 180000 RM. vorgesehen. Auch Reich und Staat, deren Aufgal die Volksgesundheit in erster Linie ist, muß aufd Gebiete der Förderung der Leibesubungen mehr als bisher gerade für das Ruhrgebiet das Gewissen geschärft werden. Eine bessere und billigere Verkehrsregelung nach unseren näheren und weiteren Erholungsgebieten an der Ruhr und an der Lippe, im bergischen Lande 9 und im Sauerlande zur besseren sportlichen Betätigung ist eine dringliche und berechtigte Forderung. Was Berlin recht ist, ist dem Ruhrland billig. Das gleiche gilt für das Gebiet der kulturellen Belange. Die: dustriestädte haben Anspruch darauf, auch hierin vom : Staat gebührende Berücksichtigung zu finden. Der Staat darf im eigenen Interesse die Statten der * Massenbevölkerung und der zermurbenden Arheit auf dem Gebiete der Geisteskultur nicht versacen lassen. .. Für den Neubau einer weiteren Volksschule sind trotz der finanziellen Bedrängnis weitere 100000 RM. vorgesehen. Der diesem Betrage die Höhe von rund 450000 RM. Auch an anderen Stellen bei den Volksschulen etwa ersparte Beträge sollen als nicht verbrauchter Zuschuß am Jahresschluß dem Schulbaustock zugefuhrt werden. Das Notvorzeichen des neuen Haushalts ist der steigende Zu; schuß zu den Wohlfahrtsausgaben. er verrag 28,62 v. H. des Gesamtzuschusses und wird nur vom * Zuschuß zum Gesamtschulwesen mit 37,13 v. H. überholt, während er den Zuschuß zum Bauwesen mit 15,49 v. H. beinahe um die Hälfte hinter sich läßt. Dabei beruht die Schätzung dieser Ausgaben auf oer Annahme einer Mittellage in der voraussichtlichen Wirteine gleiche Grundlage für die Realsteuern schaffen will Das Gesetz, das jetzt dem Reichstage vorliegt, bedeutet einen großen Fortschritt in der Richtung der Vereinfachung des Steuerwesens, soweit die Bestimmungen Begriffe, über den Kreis de über die steuerlichen veneiffe, über den K Steuerpflichtigen und der Steuerobjekte, über die Steuergrundtarife und die Rechtsmittelvorschriften in Betracht kommen. Gänzlich irreführend aber ist es, wenn die Begründung von einer Vereinfachung, Kostenersparnis und Steuersenkung spricht. Die Veranlagung der Gewerbesteuer soll den Gemeinden genommen und den Finanzämtern übertragen werden. An Stelle der Gewerbesteuerämter der Gemeinden mit ihren Beamten tritt die nicht billigere Gewerbesteuerabteilung der Finanz ämter. Daneben werden die Gemeinden, die ihren Haushalt wesentlich aus der von den Finanzämtern verwalteten Realsteuern decken, für die eigene Kontrolle ihre Gewerbesteuerbüros beibehalten mussen. Nac' den bei der Einkommensteuer gemachten Erfahrungen wird sich das Veranlagungsgeschäft bei der Belastung der Finanzämter langsamer vollziehen und das Fließen steuern spater erfolgen. Es wird also keine ErVerteue wissen. Magistratsrat Grothentgegnete, daß die Ausgestaltung des Moltkeplatzes 160000 Mark erfordere. Stadtv. Schultheiß wunschte eine Bedürfnisanstalt in der Nähe der Sportplätze; er wie Stadtv. Schrg.## wünschten auch Berücksichtigung des nördlichen Staviteils wie des Moltkeplatzviertels bei Neuherstellung von Kinderspielplätzen.— Die Vorlage wurde hierauf einstimmig angenommen. Um die Fürsorge-Bezirksvorsteher. Die Neuwahl der Vorsteher und Stellvex: treter der Fürsorgebezirke 1 bis 2; brachte die Unzufriedenheit der Linken mit der vorgelegten Vorschlagsliste zum Ausdruck. Die sozialdemokratische und die kommunistische Fraktion forderten, daß eine bestimmte Zahl Bezirksvorsteher aus ihren Reihen entnommen werde. Stadtv. Ranft(K. P..) meinte, daß bisher auffällig das Zentrum begünstigt worden sei, zum teil der Arbeiterschaft. Der Redner richtete heftige Angriffe gegen die Mehrheit des Hauses. Stadtv. Dr. Rawitzk:(Soz.) wollte nicht, daß der heutige Zustand verewigt werde, denn es sei ungerecht, daß bestimmte Parteien in dieser politischen Stellung über Gebühr befestigt würden. Es sei auch unklug, im Hinblick auf die Eingemeindung die Wohlfahrtspflege in ein Zuleitiges politsch=konfestonehee S umt gie Liste den bescheidenen Wünschen der Linken entsprechend umzugestalten. Sollte scheuen. Eines Tages kommt der neue Jager Beri, der Vertagungsantrag abgelehnt werden, so könne dis um der Wilddieberei ein Ende zu machen. In der Nacht Sitzung bis 4 Uhr morgens dauern, da man 40 Matrosen, welche sich auf Landurlaub befinden, über, mütig hereinstürzen, um ihren alten Kapitan als ersten zu begrußen. Man ist in fröhlicher Stimmung, als Türrahmen Mary Lou erscheint. Es erübrigt sich, wei, ter zu erzählen.— Als zweiter Film ein Origingl. Wildwestfilm: Banditen der Prairie. In Montang dem viehreichsten Distrikt des wilden Westens, treibt seit Wochen eine größere Bande ihr Unwesen. Einem jungen Cowboy, namens Kerry, gelang es, durch List und Mut die Bande zu sprengen. Dieses mutige, spannende Husarenstuckchen bringt Sensation vom Anfang bis zum Ende. Nur noch heute, Sonntag und Montag 8 Uhr dieses auserlesene Programm. Sonntag 8 Uhr 46 große Jugendvorstellung. -) Avollo=Lichtspiele, Alleestraße. Die neue Spielfolge bringt drei interessante Großfilme und eine Bühnenschau.=Im übrigen verweisen wir auf die bereits in der gestrigen Nummer erfolgte Besprechung des Programms. (1) Bilderschau. Ein Lied der Liebe und der Sehnsucht aus den Bergen ist der augenblicklich in der Bilderschau zur Vorfuhrung gelangende Film„Wo die Alpenrosen blühn“. Auf der Kreuzalm wirtschaftet die schöne Sennerin Resel, genannt das Almreserl. Martl, ihr Brotherr, zählt zu den berüchtigsten Wildschtitzen des Ortes, aber auch zu den verwegensten Burschen, die vor keiner Gefahr zurück. zu jeder Einzelwahl zehn Anträge stellen werde.— daß die starke Ver800000 RM. aus dem schaftsentwicklung 1928/1929. In Rochum bezifferte sich die Zahl der vom Arbeitsamte unterstützten Erwerbslosen einschließlich der Familienangehörigen im Juli 1928 e# auf 6465 und im Januar 1929 auf 18.802, also eine Steigerung auf über das Doppelte. Infolge der steigenden Notlage der alten Rentner stiegen die vom Wohlfahrtsamt gezahlten Unterstützungssummen bei ungefähr gleicher Zahl von durchschnittlich 1700 Unterstützungsfallen von Jahr zu Jahr, nämlich von 168 000 RM. und 1499 Fällen in 1924 auf 360000 RM. und : 1100 Fällen in 1928 und 600000 RM. bei 1370 Fällen K; in 1929. Die Zahl der unterstützten Sozialrent= ner stieg Januar 1929 sogar auf 1508. In der allgeer: meinen(Armen=)Fürsorge wurden in denselben Jahren * entercktäbht: ugeng um ... 567 Faue mit 1 242000 RM. * 900„„ 1 493000 RM. 1140„ 1 792 400 RM. Dazu kommen noch die Zahlungen aus den Mitteln zur Verfügung des Wohlfahrtsamtes und die Nachbewilligungen. Auch von außen drohen der Finanzin wirtschaft der Industriegemeinden weiterhin zahlreiche Gefahren, insbesondere von Seiten der Gesetzgebung. Die Erörterungen gegen die Vergnügungssteuer, insbesondere die Kinosteuer, sowie gegen die Getränkeg steuer spuken noch immer im Reichstage. Einflüsse, die er: auf eine Verkürzung dieser Einnahmen abzielen, sind noch nicht endgultig abgetan. Auch im vorläufigen e Reichsfinanzausgleich sollen bekanntlich nach den Regierungsvorschlägen 120 Millionen für das Reic in Anspruch genommen werden, von denen etwa 60 Millionen zu Lasten der Gemeinden zu verduchen wären. Maßgebliche parlamentarische Kreise wollen diese Drosslung der Gemeindeausgaben durch Verkürzung Steuerüberweisungen beim endgültigen„Finanzausgleich aus. Seiner Ansicht nach könnten gierourch allein Hunderte von Millionen für das Reich gespart e. Erfülung der Wünsche des Reparations. agenten wäre für die Gemeinden katastrophal, seine Gründe dafür sind objektiv unrichtig. sovv Zuischaß ging nach Einfübrung deie Jshöße nach der Neuregelung ganz beträchtlich. Sie betrug im Juli 1928 172 Köpfe und im Januar 1929 nach Einfuhrung der Arbeitslosenversicherung 622 Köpfe, zu als gisach gigerung des Unterstütungobetrages b her Ses helice e schehe Sea. o. Se ie. aud“=Rerseüberschüssen schwer arbeitende Bevol unzulängliche Pflege kultureller Bedürfnisse. Abgesehen von dem Hindernis vertraglicher Bedingungen muß auch einem befür die zur Zeit schwebende Neuregelung der Reparationslasten. Auch die Gemeinden haben an diesen Verhandlungen Die Jahreslast der Reparationer Die Städte sollen sehen, wie sie mit dem zuozläng: um der, Waberrgetere gm. A überrascht der Jäger den Wiloschutz, dem es nur mit knapper Not gelingt, sich in Sicherheit zu bringen. stadtv. Schäfer(Ztr.) bemerkte, vug vir stärkg, Ver= Bei der Sennerin findet er Unterschlupf, und nachdem tretung der beiden großen Konfessionen histortsch be=ser von den Verletzungen wieder genesen, ein Heim für eue ch“: chahlen sollten duch nicht politisiert immer. Die Handlung ist sehr, spannend aufgebaut. Die Hauptdarstellerin, Gritta Ley, spielt das Almreserl, wahrend Hanns Beck=Gaden Martl, den Wildschützen, spielt.— Eine sehr lustige Groteske, die UfaWochenschau, und ein äußerst interessanter Lebrfilm umrahmen den Spielplan. Sonntag nachmittag findet eine Jugendvorstellung statt.(Alles Nähere in der Anzeige.) Veranstaltungen und Vergnügungen. (=) Auf zu Sarrasani! Die Losung von ganz Bochum und Umgebung, nachdem die glänzend verlaufene Première im gesamten westfälischen Industriegebiet einen kaum zu überbietenden Eindruck hinterlassen hat. Allabendlich strömen Tausende und Abertausende in Sarrasanis prächtigen Winterbau, der auch von den Fachleuten des Industriegebiets als ein Meisterwerk angesprochen worden ist. Einen würdigen Abschluß erhält die Riesenschau durch den imposanten Indischen Akt, der in der großen Manege auf einmal 150 Menschen und Tiere vereinigt und seinen Höhepunkt in dem Auftreten der Marokkaner und Rifkabylen, die durch die Manege toll einherwirbeln, erreicht.— Die Abendvorstellungen beginnen täglich 7½ Uhr. Außerdem finden gründet sei. Diese Wahlen sonlen.u f. politistert werden! Stadtv. Behnecke(Du..) steute wie sein Vorredner fest, daß die Woh fahrtspflege auch in der schlimmen Kriegszeit einwandfrei gearbeitet habe. Die Bezirke hätten bisher selbst die Vorschläge für die Vorsteherwahlen gemacht. Stadtv. Ostwald(Ztr.) sich zunächst gegen die Angriffe Ranfts; unterstrich, daß die sozialdemokratische Fraktion habe, ihre Abänderungsanträge zur Vorschlagslikte, er machen. In die von freien Bürgern aufaneingetragen geltliche Tätigkeit dürfe keine werden! Das bisherige System habe sich bewährt.— Stadtv. Springer(K. P..) polemisierte gegen das Wohlfahrtsamt und gegen das Zentrum. Stadtrat Gilsing lehnte es ab, auf die Gedankengänge Ranfts einzugehen; die Behauptung von Springer, daß in Weitmar der Wohlfahrtsdezernent einen von der Bevölkerung abgelehnten Mann zum steher gemacht habe, entbehre der Wahrheit. sei einwandfrei aufgestellt worden. Er wünsche, daß aus allen karitativen Kreisen, auch aus der Arbeiterwohlfahrt, Pfleger und Pflegerinnen genommen würden; die Fürsorge müsse aber frei bleiben von politischen Rücksichten wie bisher. Den bisher in der Fürsorge tätigen Personen gebühre Dank und Anerkennung. Stadtv. Keinhorst(Ztr.) stellte fest, daß Stadtrat Gilsing bei der Wahl in Weitmar ganz habe.— Stadtv. Frau Hoffmann(Du..) bezeichnete das Vorgehen der Linken als einen Kampf um die Macht; die Tüchtigkeit müsse entscheiden. Ohne die Kräfte der Religion sei die materielle Hilfe allein nicht ausreichend. Ein Antrag auf Schluß der Debatte wurde gegen die Linke angenommen. Für den Vertagungsantrag Dr. Rawitzki traten 22 Stadtverordnete, dagegen 25 ein. Der Vertagungsantrag wurde also abgelehnt. Stadtv. Klein(Soz.) stellte den Antrag auf Einzelabstimmung über jeden Wahlvorschlag; Stadtv. Surmann(D. V..) stellte den Antrag auf en bloc=Abstimmung. Vor der Abstimmung über letzteren Antrag verließ die Linke geschlossen den Saal bis auf den Stadtv. Klein, der die Beschlußfähigkeit des Hauses bezweifelte, dann aber hinausging und erst so die Beschlußunfähigkeit herbeiführte.(Es waren im Saale noch 30 Stadtverordnete anwesend.) Der Vorsteher schloß hierauf die Sitzung. Seine Bitte an die wiedererschienene Opposition, noch zur geheimen Sitzung dazubleiben, in der auf Wunsch des Oberbürgermeisters noch einige wichtige Vorlagen zur Verabschiedung gelangen sollten, war ohne Erfolg. So ging man dann auseinander. Auch der kommunistische Antrag für die Erwerbslosen fiel so unter den Tisch Bochumer=Veranstaltungen und Vereine. meinden. Der Haushaltsplan soll am 5. und 12. März den Vereinigten Ausschüssen, am 15. und 19. März Stadtverordnetenkollegium beraten werden. Die übrige Tagesordnung. te. Ufa=Thaur Rhapsodie" Ufa(Produktic heater„Tonhalle".„Ungarische Ein sehr wirkungsvoller Großfilm der c. Regie Haus Schwarz). geigen, staft. Kiuder ge allen Sitzplätzen halbe Preise. Am kommenden Sonntag findet von 11 bis 1 Uhr eine Tierschau, verbunden mit Massenkonzert des Mann starken Sgrrasgpi=Oxchesters, erozur## reten Vorführungen, der Asperssstem.. grenetischen 80 Usa Irbbultion Erich Pommer, Regie Haus Schwarz). Ein Film von dem Feuer eller ungarweine und dem Schneid der Honvedoffiziere. Ein Liebesroman wie eine Rhapsodie von Zigen Fritsch) um die Gunst der schönen Marika(Dita Parlo), die sich in ergreifender Opferfreudigkeit vor den heimlich dennoch Geliebten stellt, wo es nur seine Ehre als Mann und Offizier geht, die er in einer Stunde der Leidenschaft vergaß. Sodaß der, der das arme Kind des Gutsverwalters als ebenso armer Leutnant nicht freien konnte, den verschnürten Rock auszieht und den Säbel mit dem Pflug vertauscht. Happg end. Willy Fritsch glauht man es, daß ihm die Leumantsw##### eines ungarischen Regiments„ehrenhalber verlieh, wenn man ihn in diesem Film gesehen hat. Ein saineidiger Offizier und von einer betonteren Männlichkeit als in manchem früheren Film, in dem Fritsch, der unerreichte Liebling unserer Frauen, in die Gefahr geriet, etwas süßlich zu wirken. Die Frauenrollen Dita Parlos und Lil Dagovers sind nicht weniger eindrucksvoll. Der auch an Spannungsmomenten nicht arme Film bietet nebenher schöne Einblicke in das Leben des ungarischen Landvolkes und seines weiten, fruchtbaren Landes.— Ein unterhaltsames Lustspiel ist „Die blaue Maus“, voll erfrischenden Humors und guter Einfälle. Jenny Juga und Harry, sind die Helden der witzigen, ganz im„Heute wuridlung.— Dazu gibt es noch eine amerikae, einen Kulturfilm und die mit zahlreichen neuesten treter f anstelle von Eduard Dobke Malexzeiher gugeigt Sel. urde Uhrmacher Alfred Schöbel, Königstraße 7, gewuros uhrmucher—.— Schöbel, Königstraße 7, gewählt. Ministerien, aber andere Kreise nach wie schlechterung des preußischen d en gan sich der westlichen Iuduutriegergzngren ten wo uch, die reicheren Woßf=„reguflegg leisten stul vohere Ar Finanzausgleichs zu UnMag sein, reicheren Städte mit einer alten Kultur hohere Ausgaben„ür Wohlfahrtopfl#e isten können als die armen Industriegemeinden, bei denen es meist an den notwendigsten Einrichtungen fehlt. Zweifellos wurden sich auch die Wohlfahrtsleistungen der in Betracht kommenden Industriestädte noch steigern, wenn aus Mangel an Mitteln nicht oft Notwendiges versagt eden güß erneut mit allem Ernst betont werden, daß jede Verkürzung der Steuerüberweisungen die Industriegemeinden in die Gefahr des Bankrot Große Hoffnungen hat in den Kreisen der Steuerpflichtigen der Entwurf eines Steuervereinheitlichungsgesetzes erweckt, der im ganzen Reich Eine Reiße Kasigr. zetiege enntnis genommen. Der cünfläche 73 an der Goldbach=Allee Vorlage in Nr. 44 mit) wurde zugestimm Autobusgesellschaft Mark. n wurde zur der Verbands(wir teilten ausschuß gegebenen Zusicherungen aus dem Wege geräumt. An der Erschließung des Hinterlandes habe die Stadt ein Interesse. Das Zentrum stimme der Vorlage Magistratsborrat Groth bat, den Vertagungsantrag ensehdnoen, Erodher Gegiagse ule Sadn. S ze ge) schaftspartei stimmte Dr. Winkelmann zu, der gerne gesehen hätte, wenn man dem Perkehrsausschuß eher Aufklärung gegeben, hätte. Die Vorlage wurde gegen die lozialusg### Fraktign angenommen. die Lfa=Wochenschau Bildern. :( Weltlichtspiele. eeee e9erncen die Krimipa.„HHapsteslete ktivo= „ Die Reitternachtstaxe. Hauglogrschuletist bekannte Schauspieler Harry Piel, ber une Im Mittelpunkt der neuen * und Detektiv=Sensation ist der auen etongu### tignen# T: gefährlichen SituatioKönig der Sensationen, der alle gefährlichen Situationen meistert und auch diesesmal wieder als Ritter ohne Furcht und Tadel auf der Leinwand erscheint. Diejenigen, die ihn kennen, überrascht er mit neuen Sensationen, während die anderen ihn von seiner besten Seite kennen lernen. Wie alle Harry Piel=Filme, so treten Vorführungen der Tscherresse wilden Reiterkunststuge das Puviitum zu frenetischen Beifall hinreißen. Erwachsene zahlen hierzu, 1 Mart. Eintritt für Kinder 50 Pfennig.— Wer sich einen guten Platz sichern will, besorge sich Karten im Vor(.) Morgen kein Parkhauskonzert. Das Parkhausnachmittagskonzert des Stadtischen Orchesters fällt morgen aus.(Siebe Anzeige.) 6 )* Eiskonzert im Stadtpart. Sonntag findet von bis 12½ Uhr auf dem großen Stadtparkteich Eiskonzert statt. (?) Operetten=Theater. Die unwiderruflich letzten Aufführungen der erfolgreicheg, großen, Piener Ausstattungsoperette„Die Wshlag.rz.„inden heute, morgen Sonntag und Montag aveno 8 Uhr statt.„Als nächstfolgende Operette geht das beliebte dreiatnge Werk„Ein Walzertraum“ von Oskar Strauf in vollständig neuer Ausstattung in Szene. Die Sonntagspreise sind in Anbetracht der auswärtigen Besucher bedeutend ermäßigt. (=) Lichtbildervortrag in der Melanchthonkirche. Der schon seit längerer Zeit geplante Lichtbisderpartige findet nun endlich am Sonntag, 8. März, 7 Uhr uwends, statt. Zwei Bilderreihen kommen zur Vorführung. Im ersten Teil:„Reiseerlebnisse eines Streiters“ wird gezeigt, wie der Streiter die größten Schwierigkeiten überwindet und das sich Ziel erreicht.„Der Seele Flügelschlag“ so lautet die Ueberschrift des zweiten Teiles. Hier wird sehen, wie tief im Herzen der Menschen ein Verlangen verborgen liegt; ein Verlangen der Seele, sich auf Flügeln emporzuschwingen zum wunderbaren Licht, zu den höchsten Hohen. Solo= und Choreinlagen und Posaunenvorträge werden zur reichen Abwechselung bei Saitenspiel. Die Bochumer Trio=Vereinigun für das kunstgemäße, kleine Saitenspiel: Zither, Schoßgeige und Gitarre veranstaltet am Sonntag in der Loge ein Haus= und Kammermusik=Konzer (Siehe Anzeige.) Aus dem Vereinsleben. ∆ Königin Elisabeth=Bund, Ortsgruppe Die auf vergangenen Samstag angesetzte Versamzertan mit Damen war gut besucht. Die Tagesor, rasche Erledigung; denn es galt, das Zischwung einzuweihen. Mit den Worten des Dichters Ernst# ritz Arndt:„Gebete gehn zur Himmelshieg, ges,### fezern heut' ein graßes Fest,— Ein schöner prs## der Treu— Wir nagein unsere Fahne fest#, tete der erste Vorsitzende Longerich die gehaft##n Weiherede ein. Nach dem Weiheakt folgten Gesangvorträge sowie etliche Rezitationen, die gz, aufgenommen wurden. Der Abend verlief Stimmung. abend 7 Uhr spricht im, Lokale vun, der Landwirtschaftslehrer Dr. Dahlmann von vri. Lundw. schaftlichen Schule Bochum über Bodenbearbeitung, Düngung und Bekämpfung von Krankheiten auf Klei eartenland...., Vereinen. Der Vereil (b) Aus den ratholischen Vereinen. Der katholisch=kaufmännischer Gehilfinnen undizgen amtinnen hält morgen Sonntag im kattggizung Waisenhause einen Einkehrsonntag ab. dieses Tages hat Rektor Rill Der Tag beginnt morgens mit einer Senzeirschenß; messe mit Komxpunion um Pzrz#rhalt Frauleen G. auch gespickt ist, die die Zuschauer nicht aus dem Lachen herauskommen lassen. Auch das Beiprogramm ist abwechselungsreich..... Gr Spitze 5 (2) Lommerlicht, teieninaltelepatbische n neuen der Zuschauer voll in Anspruch nimmt. Die viel umstrittene freigesprochene Hellieherin, Günther=Geffers, findet besondere Beachtung. Man sieht sie in diesem Film zweimal im Trancezustand mitwirren. In den übrigen Rollen sind u. a. Erna Morena, Fritz Kortner und Fritz Kampers beschäftigt, die ihre Aufgabe zu aller Zufriedenheit lösen. Im zweiten Teil des Programms, in dem der Bildstreifen„Der Geisterzug" zur Aufführung gelangt, kommen die Freunde der Abenteurer voll auf ihre Rechnung. In sieben fabelhaften Akten folgt eine Gensation der anderen, so daß man vom Anfang bis zum Schluß in großer Spannung gehalten wird. Ein interessantes Beiprogramm beschließt die Spielfolge. (=) Lichtspielbühne Bochum, Marienstraße 14. In dieser Woche läuft der große Zirkusfilm„Mary Lou". Die Hauptrolle dieses Films fuhrt die bekannte Schauspielerin Lya Mara. Etwas abseits von einem kleinen Hafenort lebt ein alter Kapitän mit seiner Nichte. Er bee stimmte der Vorlage zu, wollte aber sitzt allein in der guteg Stube hinter dem warmen uch das Griesenbruchviertel nicht vergessen Ofen, als plötzlich die Tür aufgerissen wird und etwa na gegeben hätte. Die gegen die soziglder.## Prattion „Für die Anighe dis 9 gPrupplatzes und Ersatzsportplatzes mit Kinderspielplatzen Krümmede wurden 22 000 Mark nachgefordert.— es uind eines an der Stadtv. mit Kommunion um 8½ Uhr und. ertin nehgegen 6 Uhr. Mittwoch, 6. Marg, 99, bng Gemeinrerin Ahring einen Voxtrag über das The, häst schaft— Freundschaft“.— In der Veagzorsetherein an der im Jahre 1867 gegründete Meßfgzndo theggndere AnSonntag nachmittag um 4½ Uhr einen Heamdacht mit Predigt ab.— Im katbe g,xpgtungsschultenverein Sonntag abend hält lehrer,„Dr. Steffens einen Vortrag über dag ehrer, Dr. Steffene einein,“gffggggtr.— Der Neu„Der katholische Beamie im Volhene“.. Fr Perrdeutschlandbund der katholischen Schuler bo#tholischen anstalten veranstaltet Sonntag abend imau Gesellenkause einen ElternabgenrgFohgt die vogel, der Leiter ver Wssto undegspelschar wirk ansprache übernommey, ell zur Aufführung brindas,„Apostelspiel“ von Mar###c gen.— Der Bezirksverband vochum des„Päunerverhält Montag abend im Marienstift eineten werden sammlung ab, in der altuelle Pragen einer Bezirkt: sollen. 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Beilage zum Bochumer Anzeiger und General Anzeiger Samstag, den 2. März 1929 Lurnon und Opben* Westfalen ermittelt seine Voxmeister. Die Landesmeisterschaften des westtälisch-hessischen Boxverbandes.— Heute abend im Schützenhof. Bochum, 2. März. Bochum dessen Amateurboxsport einer der Wegbereiter in Westfalen gewesen ist, hat sich in den letzten Jahren zu einer Hochburg des westfälischen Amateurborsports entwickelt. Ds kommt nicht nur durch die Tatsache zum Ausdruck, daß Bochums Amateurboxvereine des Reichsverbandes einige westfälisch=hessische Landesmeister stellen und daß Bochums amateurboxsportliche„Veranstaltungen, die immer ein gutes Stück westdeutsches Interesse schlechthin beanspruchen infolge der guten qualitativen Ausbeute mit die besten Häuser erzielen, die wir in Westfalen aufzuweisen haben, sondern auch dadurch, daß der Landesperband von Westfalen=Hessen Bochum abermals als Austragsort der Landesmei“ Venn am heutigen Samstagabend der Gong zu den Kämpfen ertönen wird, so wird der Schützenhof sicher ausverkauft sein, dafür spricht nicht nur der Umstand, daß es eben Meisterschaftskämpfe sind, sondern auch die erfreuliche Tatsache, daß wieder mehrere Bochumer Boxer um den Titel kämpfen werden. Das Ergebnis schöner Erfolgarbeit in Von den acht Gewichtsklassen sind drei ohne Titelverteidiger, da die Meister im Fliegen=(Uwis). Bantam=(Piotrowski II) und Leichtgewicht(Hans Wieser) aus ihrer Klasse herausgewachsen sind. Im Fliegengewicht stehen so„Schmitz(Dortmund 20) und Schweer(„Asloria“ Bochum) in der Entscheidung. Der fleißige Bochumer Fighter trifft auf einen sehr guten Gegner, gegen den er schwerlich zum Titel kommen kann. Das Bantamgewicht sieht den inzwischen international gewordenen Uwis(Dortmund) gegen den Wattenscheider Nertkowski als Favoriten. Im Federgewicht hat Stange(BSK. 19 Bochum) seinen Titel gegen so gute Leute wie Schwager(„Borussia" Dortmund) und Bader(Günnigfeld) zu verteidigen. Durchweg alle drei harte Fighter. Die Partie ist für Stange nicht aussichtslos. Der Ausgang ist jedoch schwer vorauszusagen, zumal man naturgemäß nicht wissen kann,„mwe## dreien, ebenso wie in den anderen Kämpfen, das Freilos für die Endrunde zieht. Einen hervorragenden Kampf darf man im Leichtgewicht erwarten; denn hier treffen sich mit dem Internationalen„Schmedes (Tortmund 20) und Piotrowsti. I1,(TSK. 29 Bochum) zwei technisch aufs beste gerüstete Rivalen, die schon einmal(in Dortmund) unentschieden fochten. Setzt der Bochumer sein ganzes Können mit viel Temperament ein, so kann ihm der Wurf gegen den etwas ruhigeren, aber sehr hart schlagenden Gegner gelingen. Zu denken gibt allerdings das Unentschieden, das Schmedes lürzlich mit Markert machte, auf der gnderen Seite konnte Piotrowsli Schimaniak n. P. während Schmedes unentschieden focht. Im Weltergewicht scheint es nun endlich zu einer Begegnung Hans Wiesers(BSK. 19 Bochum) mit, Markert (Dortmund 27). zu komen. Der dritte Wettbewerber, Weitzmann(Münster) gewiß nicht zu unterschätzen, müßte vor beiden die Segel streichen. Wieser und Markert sind schnelle, technisch hochklassige Leute. deren Kampf ein Genuß sein würde. Erreicht Wieser seine letzte Hacform, so git ihm unseg Fepfngr,(„Astorig“ Vokum), Piotrowsti!(EEK. 19 Bochum), unz. 3e=; min(Münster) bestritten, sieht in dem stark geförderten, schlagstarken Skibinski den Favoriten. Wir stellen Piotrowski, der sich wieder immer mehr herausgearbeitet hat, aufgrund seiner technischen Vielseitigkeit über den schnellen und schlagstarken Mürsteraner. Im Halbschwergewicht sind vier Ban unwärter: Titelverteidiger Stich(Hagen), der ehemalige Istorianer Horsthofer(Mengede),„Hgn#e Hamm) und Berger(Lütgendortmund##rt#hter ist nicht mehr ganz der Alte, der einst die Meisterschaft hielt, und Henke dürfte noch nicht Sggs grei, Heigze ehr glauben, daß des Ende zwischen Stich und liegen und daß Stich, ein harter Fiahter, den Titel behalten wird. Da im Schwergewicht der Dortmunder Kolberg ausgeschieden ist, tritt an seine Stelle Hölscher(Hamm), ein guter Kämpfer. In die engere Wakl stellen wir jedoch Titelverteidiger Wörmann(Polizei Münster) und Neusel(BSK. 19 Bochum). Wörmann hat in seinem Stehvermögen eingebüßt, er ist aber nach wie vor ein herzhafter Kämpfer, der alles aufbieten wird, um nicht der größeren Jugend des ehe maligen Wanners Neusel weichen zu müssen, Neusel, der sehr hart nehmen und auch gut austeilen kann, wird also in bester Kondition sein müssen, wenn er: was nicht ausgeschlossen ist— den Titel erringen will. Die Bochumer Vereine BSK. 19,„Astoria" und Polizei=SV., die im Auftrage des Verbandes die technische Leitung dieser auf der ganzen Linie hochklassigen Sport und erbitterten Kampf versprechenden Veranstaltung haben, werden bereits um 7 Uhr den Einlaß öffnen, damit die Kämpfe um 8 Uhr pünktlich beginnen können. Pünktlichkeit ist bei der Zahl der Paarungen unerläßlich. Hoffentlich bewirkt man auch in dieser Hinsicht einen guten Eindruck, der dem Verbande zeigt, daß man in Bochum veranstalten kann. F. C. Prominente ehren Schmeling. Offizieller Empfang Schmelings im Hotel Adlon. Berlin, 1. März. Am Freitag nachmittag um 5 Uhr gab die Deutsche Borsportbehörde dem erfolgreichen Amerikafahrer Max Schmeling im Hotel Adlon einen Tee, zu dem zahlreiche höhere Persönlichkeiten, u. a. Oberbürgermeister Dr. Boeß, der Berliner Polizeipräsident Zörgiebel, der Kommandeur der Berliner Schutzpolizei. Heimannsberg, Geheimrat Führ und Legationsrat Davidsen, beide von der Amerikaabteilung des Auswärtigen Amtes, Stadtmedizinalrat Professor Dr. Drigalsky, erschienen waren. Der Ehrenvorsitzende des Verbandes Deutscher Faustkämpfer, Josky, begrüßte im Namen der B. B. D. die Anwesenden und überreichte Schmeling die goldene. Ehrennadel des Verbandes. Im Namen der Amateurboxer sprach der erste Vorsitzende des Reichsverbandes, Burger, während Franz Diener den Amerikafahrer im Namen von Breitensträter, Samson=Körner und der übrigen erschienenen Vertreter des Berufsboxsports in Deutschland willkommen hieß. Oberbürgermeister Boeß gab seiner Freude Ausdruck, daß Schmeling durch sein Auftreten in Amerika das Ansehen des deutschen Sportes gefördert habe und feierte ihn als einen vorbildlichen Menschen. „Blau-Weitz“ ehrt seine toten Helden Heldengedächtnisfeier im.=V.„Blau=Weit“. Bochum 1896. Die vornehmste sportlche Tat für den Schwimmverein„Blau=Weiß“=Bochum 1896 ist es, in jedem Jahie am Volkstrauertage seine Mitglieder und die Angehörtgen der gefallenen Klubkameraden vor seinem kranzund grüngeschmückten Ehrenmal in der städtischen Badeanstalt zu versammeln. So hatte sich auch in diesem Jahre eine stattliche Gemeinde zusammengefunden, um der Kriegstoten in Treue zu gedenken. Nach dem gemeinsamen Liede„Wir treten zum Beten“, das vom Jugendschwimmer=Orchestex, begleitet wurde, versetzte der bekannte Bochumer Pianist, Lyz.=Obermusiklehrer Heinz Meyer, die Hörer mit dem Chopin'schen Trauermarsch in die rechte Stimmung. Dankbar wurde die Bertb. Schmiedeknecht'sche Motette„Wie sind die Helden gefallen im Streit“, gesungen vom Tenoristen Fritz Poebel aufgenommen. Ebenso verinnerlicht sang er das Trostlied„Sei nur still“ von Frank. Ein schönes Geschenk bot der städtische Kammermusiker Franz Rotermund(Violine) mit dem meisterhaften Vortrag des„Adagio“ aus dem=moll=Konzert, von M. Bruch, das von H. Meyer ebenso wie die Gesänge mit künstlerischer Noblesse am Klavier begleitet wurde. In dieser Weihestimmung fielen die kernigen Worte des ersten Vorsitzenden Dr. Hoevelhaus auf fruchtbaren Boden. Seine Gedächtnisworte gipfelten in dem Gedanken und dem Gelöbnis„Kameradschaft", und weil sie aus altem Kämpferherzen kamen, rissen sie hin und gingen tief in junge und alte Herzen. Mit dem Liede „Ich hatt' einen Kameraden“ fand die erhebende Gedenkfeier, zu der selbst alte Schwimmkameraden aus der Ferne herbeigeeilt waren, ihr Ende. Der bekannte Bochumer Mittelstreckenläufer Cornelius, der in Berlin studiert, ist vom Berliner Sportklub zum.=V. Zehlendorf übergetreten. Ehrenfeld=Rechen tritt um 3 Uhr gegen Herner Turnklub auf dem Sportplatz an der Freiligrathstraße an. Die Damen des Turn= und Spielvereins EhrenfeldRechen treffen um 4 Uhr auf dem gleichen Platz auf die Damen von Duisburg 48. Auch im Fußbalt steigen die ersten Spiele der Endrunde um die Kreismeisterschaft. In Dortmund treffen sich Tv.„Eintracht" Dortmund und Tv. Bochum 48 und in Wattenscheid„Sportfreunde“ Watte! scheid und Tv. Wennemen. Nachgeholt muß noch werden in der Kreisklasse das Spiel Bochumer Verein gegen Tv. Gerthe und in der Gauklasse die Spiele To. Brenschede gegen Tura Günnigfeld und Bochumer Verein gegen Tv. Gerthe.— In Herford gelangen am Samstag und Sonntag Fechtwettkämpfe der Fechter des Turnkreises Westfalen=Lippe zum Austrag. Gerk- und Firmensportvareina. Heute nachmittag 3 Uhr fällt auf dem städtischen Sportplatz an der Freiligrathstraße die Entscheidung in der Pokaltrostrunde zwischen Deutsche Edelstahlwerke und Sportfreunde „Borussia"= Stadttheater. In der PotalvorKaul Bagener seagl Ssias K. 6. Deutsche Siege auf dem Kölner Boxabend. Köln, 2. März. Die Kölner Rheiulandhalle hatte am Freitag einen großen Tag. Das ausgezeichnete Foxsportprogramm hatte seine Anziehungskraft auf die Anhänger des Boxsports nicht verfehlt. Etwa 10000 Personen füllten die geräumige Halle bis auf den letzten Platz. Der gebotene Sport stand auf sehr hoher Stufe und befriedigte. Besonders bemerkenswert ist die erfreuliche Tatsache, daß sämtliche Kämpfe deutsche Siege erbrachten. Den Hauptkampf bestritten der deutsche Exmeister Rudi Wagener(Duisburg), 180.5 Pfund, und der argentinische Riese Epifanio 3 8 g“ n# Pag. Das Treffen wurde mit sünf Unzen und harten Bandagen durchgefuhrt. In der ersten Runde waren Gegner sehr vorsichtig. Wagener ergriff zuerst die Initiative und brachte verschiedene Schläge an, die aber keine Wirkung hatten. In der zweiten Runde ging Wagener sofort energisch zum Angrift über und nun gab es starken Schlagwechsel. Islas versuchte durch kurze Stopper Vorteie für sich zu gewinnen, fand aber wenig Gegenliebe bei dem Duisburger. Schon die dritte Runde brachte das Ende; denn nach einem harten Schlagwechsel schlus Wagenerden Bgg###ce einen Leberhalen zusammen. des Negers war besiegelt. Unter außerordentlich lebhaftem Beifall der Zuschauer verließ Rudi Wagener, selbst erstaunt ob seines schnellen Sieges, den Ring, Bedenkt man, daß Haymann dem Argentinier in der vierten Runde durch k. v. unterlag, so darf man also jetzt mit Recht auf den in Kürze steigenden Titelkampf zwischen Wagener und Haymann gespannt sein. Einen guten Abschluß fand die Veranstaltung mit dem Kampf Ernst Rösemann(Hannover) gegen den italienischen Schwergewichtsmeister Panfilo. Technisch brachte der Kampf zwar nichts besonderes; denn beide lieferten sich eine regelrechte Schlacht. Rösemann wie Panfilo kamen schwer angeschlagen in die erste Pause. In der zweiten Runde griff dann Rösemann energisch an, konnte aber Panfilo, der ziemlich groggy war. nicht entscheidend schlagen. In der fünften Runde ließ sich Panfilo zwei Tiefschläge zu schulden kommen, die aber keine Anerkennung fanden. Erst als Rösemann in der sechsten Runde wieder einen Tiefschlag reklamierte, wurde dieser vom Arzt anerkannt und Panfilo daraufhin disqualifiziert. Im Einleitungskampf kam der Kölner Dübbers über den Italiener Diaconelli in der zweiten Runde zu einem Siege, da das Schiedsgericht den Kampf wegen zu großer Ueberlegenheit des Kölners Auch das nächste Treffen Jakob Domgörgen gegen Biacchetti endete bereits in der zweiten Runde. Der Italiener ließ sich einen Tiefschlag zu schulden kommen und wurde daraushin disqualifiziert. Ein noch schnelleres Ende fand der Kampf zwischen Hülsebuß(Bremen) gegen Dobrez(Italien). Der Bremer ging sofort energisch an den Gegner und konnte ihn schon innerhalb von zwei Minuten für die Zeit auf die Bretter bringen. Deukl an die Reichs-Unfallverhätungs-Wochel Das Sportprogramm. Peitsche seitwärts strecken und nach vorn bewegen heißt: Ueberholen. (Aus der RUWo=Broschüre„Gugen auft“ an jedem Bostschalter zu haben.) Bochum, 2. März. Einmal war es die überaus große Kälte, die den Sportbetrieb der Fußballer und Handballer fast völlig lahmlegte, das andere Mal war es das Tauwetter, das alle guten Vorsätze der Verbände im Morast versinken ließ. Das Ende vom Liede ist eine wachsende Terminnot und ein großes Durcheinander im Terminkalender, in dem sich schon bald keiner mehr zurechtfindet. Und dabei ist es noch sehr fraglich, ob man am kommenden Sonntag wieder ins rechte Gleis kommt. Die Plätze sind wohl allerorts im Westen wieder zu Eisflächen geworden, und wenn es wieder wärmer wird, haben wir die gleiche Bescherung wie am vergangenen Sonntag. Aus diesem Grunde sehen wir den Ereignissen im Fußballsport wieder sehr skeptisch entgegen. In der 1. Ruhrbezirksklasse darf man die Lindener„Märker“ im Essener Treffen gegen„Preußen“ Essen als Sieger erwarten, ebenso sollte Gelsenkirchen 07 gegen„„Germania“ Herne das bessere Ende haben. Die„Preußen 07“ Bochum treffen an der Wasserstraße auf die Essener„Schwarz=Weißen“, gegen die sie schon am vorigen Sonntag antreten sollten. Wir haben unsere Ansicht zu diesem Sviel schon geäußert und fassen sie noch einmal in dem Sinne zusammen, daß die„Preußen“ hoffentlich wieder zu dem Widerstand, den sie in den früheren Spielen gegen „Schwarz=Weiß" aufgebracht haben, fähig sind und sich mit einem Ergebnis aus der Affäre ziehen, das man in jedem Falle als ehrenvoll betrachten kann. Im übrigen könnten die Preußen“, wenn ihnen— was wir nach Lage der Dinge nicht erwarten können— ein Sieg gelingen würde, beste Schrittmacherdienste für die Lindener„Märker" leisten, die den Essenern noch immer dicht auf den Fersen sind. V. Dortmund hat gegen Schalke 96 Aussicht auf Gewinn. In der Gruppe B beansprucht die Begegnung Schalke 04—.=V. Altenessen großes Interesse. Altenessen dürfte jedoch trotz hartem Widerstand an einer Niederlage nicht vorbeikommen. Im Spiel Castrop 02—Horst=Emscher wird Castrop erheblich um den Erfolg kämpfen müssen. In der 2. Bezirksklasse gibt es zwei interessante Lokalkämpfe in der 1. Gruppe. An der Westhofstraße stehen sich „Westfalia" Bochum und„Tus“ Bochum gegenüber. Der„Tus“ ist zwar als Spitzenreiter als aussichtsreicher zu betrachten, er wird jedoch eine inzwischen wieder erstarkte Mannschaft antreffen außerdem auf die etwas ungewöhnlichen Platzverhältnisse der Gastgeber einstellen müssen. Der.=V. Ehrenfeld erwartet die Weitmarer„Westfalia 09“, die sich auch erst nach erbitterter Gegenwehr geschlagen bekennen wird. Witten 92 sollte selbst auf eigenem Platze gegen die Leute des V. f. T. u. B. Henrichshütte den Kürzeren ziehen. In, der Gruppe 2 fällt, das, Spiel Witten 07—S..=V. Werne aus.„Phonik.„ochum weilt bei den Martener„Arminen“ und sollte dort zu einem Erfolge kommen können. Offen ist das Spiel Lütgendortmund—Bövinghausen. Das Programm der 1. Gauklasse Plasfrage biösher grg in Mitleidenschaft, gezogenen „Germanis, uerenburg“ im Treffen, gegen Sprockhövel sind wenig günstig.„Osfergr, it. der In Harven wird dos„EIggeug, Kum nachgeholt, .=Vg. Harpen—.=C. Altenbochum nachgeholt, das einen interessanten Kampf zeitigen wird. Dar Handballfport bringt die Fortsetzung der Meisterschaftskämpfe im ganzen Reich. In Westdeutschland werden die Endspiele der Bezirksmeister mit zwei Begggnungen fortgesetzt.„Tura“ Barmen trifft mit den Rasensportlern aus Mülheim=Ruhr zusammen und sollte nach seinem glatten Siege über den V. k. B. Aachen auch gegen den Niederrheinmeister die Oberhand behalten können. Sehr heiß wird es in Bielefeld zugehen, wo der Polizei=Sportverein die technisch guten„HessenPreußen" aus Kassel zu Gast hat. Dautiche Turnerschaft. Der Sonntag bringt im Handig.„eisersgha der Endrundenspiele um die westfaltscoe Veisterschgft, Von den beiden angesetzten Spielen interessietzug.# lich in erster Linie das Treffen am Orte nachmittags 4 Uhr auf dem„Germania“=Sportplatz zwischen der Tygg.„Eintracht" Bochum und dem Tv. Dorstfeld. Bei gleichbleibenden Leistungen wie in den letzten Spielen sollten die Hiesigen durchaus in der Lage sein, den Gästen, die sie noch kürzlich im Gesellschaftsspiel mit :0 schlugen, beide Punkte abzuringen.— Im zweiten Kampf stehen sich in Minden der Tv.„Jahn“ Minden und Tv. Siegen aegenüber. Als stärkste Mannschaft gilt hier„Jahn" Miden. Weiter steigt Sonntag das Entscheidungsspiel der beiden Gaumeister„Germania" Hagen— Tv. Neheim. Der Sieger ist fünfter Teilnehmer an der Endrunde um die westfälische Meisterschaft.— Der Turn= und Spielverein Walter Sawall, Berlin Deutschlands zuverläsigster Dauerfahrer, ist nicht nur Steberweltmeister, sondern auch ein guter Skiläufer. Das Bild zeigt ihn als Gast in Oberwiesenthal. runde fertigte DEW die Sp.=Vg. Gabo mit:2 Toren ab, unterlag aber im entscheidenden Pokalspiel der DrOtto=Mannschaft mit:2 Toren. Die„Borussen mußten sich in der Vorrunde dem Pokalsieger Dr. Otto mit:6 beugen, siegten dann in der Trostvorrunde über Gabo :2 und sicherten sich endlich durch einen:=Sieg über „Constantin“, die Berechtigung zum heutigen Spiel. Eine Voraussage des Siegers läßt sich schwer treffen. Im Anschluß an dieses Spiel findet um 7 Uhr in den Räumen der Kaiseraue die Ehrung der bei den Pokalsieger im festlichen Rahmen statt. Die Feier ist gut vorbereitet und verspricht den Teilnehmern einige angenehme Stunden. Zur Verschönerung des Festes tragen Mitglieder des Bochumer Stadttheaters bei. Preie Spartvereinigung. Am Sonntag nachmittag 2 Uhr beginnen in der Bürgergesellschaft(großer Saal) die BezirksRiegen=Wettkämpfe der Arbeiterturne: des 6. Kreises(Rheinland=Westfalen) um den Kreismeistertitel. Aus Anlaß dieser Kämpfe findet am Abend, 7 Uhr, im selben Saale eine turnerisch=sportliche Bühnenschau der„Freien Sportvereinigung Bochum" statt. Radlport. Von den radsportlichen Veranstaltungen des Sonntags interessiert vor allem das DreistundenMannschaftsrennen in der Westfalenhalle, dessen internationale Besetzung seine Anziehungskraft nicht verfehlen wird. Die Paarung sieht wie folgt aus: Faudet=Louet(Fxankreicht,„TharliggDuray(Belgien), Linari=Göbel(Italzen=Deugug##= Tonani=Jocksch(Italien=Deutschland), De Martini=Benninghoff(Italien=Deutschland), Rausch=Hürtgen (Deutschland), Schorn=Bragard(Deutschland), Stübecke=Meyer(Deutschland), Krollmann=Zysk(Deutschland), Wawrik=Schenk(Deutschland), Figge=Rustenbach (Deutschland). Der Hannoveraner Fricke ist nach Mentone verpflichtet worden und trifft dort im Großen Flisgsnereis, mit dem Weltmeister Michard und dem Italiener Moretti zusammen. Der Radsportverein 1928 Bochum eröffnet am Sonntag sein heuriges Sportprogramm mit einer Fuchsjagd, zu der man morgens 9 Uhr am Vereinslokal Köhler startet. Pfardasport. Nachdem man zuerst damit gerechnet hatte, daß die Eröffnungsrennen in Gelsenkirchen verschoben werden müßten, hat sich der Westdeutsche Traberzucht= und Rennverein doch entschlossen, die Eröffnungsrennen in Gelsenkirchen am kommenden Sonntag unter allen Umständen abzuhalten. Der Rennverein hat alle Vorkehrungen getroffen, um den Besuchern den Aufenthalt angenehm zu machen. Bei Fettausatz oder Reigung zur Korpulenz nehmen Dei Feltausah Sie morgens und abends zwei TolsdaKerne. Diese settzebrende Toluba=Kerne erhalten Sie schon in Mengen von 30 Gramm in Apotheken. Hunte]Grceir??........ Die Wirtschaft der Woche. In diese Woche fiel die Hauptversammlung der Vereinigten Stahlwerke. Dieser größte deutsche schwerindustrielle Konzern gibt ein getreues Spiegelbild der Lage unserer heimatlichen Industrie; er ist ja auch in Bochum maßgebend vertreten. Die Ausführungen Dr. Ernst Poensgens über die Lage und die Aussichten haben deshalb einen größeren Wert und zeigen ziemlich deutlich die Kurpe, die die Kohlenund Eisenindustrie im vergangenen Jahre gegangen ist. Bezeichnend ist auch hier, daß Produktionshöchstleistungen auf vielen Gebieten erreicht sind, während die Gewinnergebnisse nicht befriedigend blieben. Die besonderen Ereignisse, wie die Aussperrung, haben natürlich eine erhebliche Beeinträchtigung der Produktion zur Folge gehabt. Auch im neuen Geschäftsjahr hat die ungewöhnliche Kälteperiode große Unordnung in das Geschöft gebracht, ganz besonders durch die Einstellung der Schiffahrt und durch die dadurch hervorgerufene Erschwerung der Rohstoffversorgung. Die zukünftige Lage ist recht wenig übersichtlich. Sie wird zum großen Teil von dem Ergebnis der Reparationsverhandlungen in Paris abhängen.„Auch der Geschäftsabschluß der Deutschen Edelstahlwerke in Bochum gewährte nicht gerade einen freundlichen Die entscheidende Bedeutung der Pariser Verhandlungen wird in der ganzen Wirtschaft immer deutlicher. Richt nur an der Börse, wo ein neues Unsicherheitsmoment dadurch aufgetreten ist, sondern auch in vielen anderen Wirtschaftszweigen ist ein gewisses Stagnieren der Unternehmungslust eingetreten. Man weiß nicht, was werden soll. Die trost##. Auc; fuhrbilanz des letzten vergangenen Mconats mit ihrer erhöhten Passivität hat auch nicht dazu beigetragen, das Vertrauen in die wirtschaftliche Konjunktur zu fördern. Ihr weiteres langsames Absinken tritt nach allen Berichten der prüfenden Stellen immer mehr Durch den neuerdings wieder schärfer gewordenen Frost hat sich die Lage weiter kompliziert. Ein greifbares Stück davon ist die plötzliche und starke Erhöhung des Wagenstandgeldes der Reichsbahn. Mit dieser Maßnahme bezweckt man offenbar einen schnelleren Wagenumlauf, um die augenblickliche günstige Beförderungskonjunktur auszunntzen. Vor einiger Zeit veröffentlichte der Berabauverein eine Denkschrift über den Ruhrbergbau, die auch an dieser Stelle besprochen wurde. Einen Ausweg aus den Schwierigkeiten zu suchen, fanden in Berlin Verhandlungen zwischen beiden Parteien unter dem Vorsitz des Reichsarbeitsministers statt, die allerdings zu einem greifbaren Ergebnis nicht geführt haben. Es wurde vielmehr ein gemischter Ausschuß gebildet; dig, Gewexkschgften weuen ihre Einwände gegen die Denkschrift des Bergbauvereines schriftlich niederlegen. Auch im Völkerbund begannen erneut Besprechungen über die internationale Kohlenmisere und ihre Behebung. Als Vertreter des alten Verbandes in Bochum ist Dr. Berger anwesend. Nach allem, was bisher in dieser Sache verhandelt ist, und bei der geringen Aufrichtigkeit. Englands in dieser Frage, wird schwerlich viel dabei herausrommen. Während sich die Kohlenförderung ziemlich auf gleicher Höhe hielt. hat der Eisenmarkt in letzter Zeit auffällige Geschäftsstille gezeigt. Die Ursache ist ebenfalls in dem starken Frost zu gewerbe völlig lahmlegt.„Die, sonst gewohnte Frühjahrsbelebung des Gerc#######t bislang nicht eingetreten. Die Werke sind unzureichend beschäftigt. Die Erzeugung der Walzwerke ist normal. Die deutschen Lokomotivfahriken haben erneut eine Denkschrift an die Reichsregierung gerichtet, in der sie ihre traurige Lage und die Notwendigkeit der Erteilung von Aufträgen auseinandersetzen. Die neue Konzentration in der Waggonindustrie zeugt davon, daß die Lage der für die Reichsbahn liefernden Industriezweige durch die Zurückhaltung der Aufträge seitens der Reichsbahn krifisch geworden ist. Die Beantwortung der Teufschrift durch die Reichsbahn zeigt, daß sie auf, das Verlangen der Lokomotivindustrie nicht eingehen kann, und zwar aus finanziellen Gründen. Es ist schon richtin, wenn man neuerdings immer mehr daraur mnweist, daß die „zu stark an den Reparations leistungen beteiligt ist und daher ihre Finanzkraft zum Schaden der heimischen Industrie an der verkchrten Seite ansparnen muß.„ 44, Sparein Eine interessante Statistik über die lagen im Reiche und in Preußen finden wir in der„Deutschen Sparkassenzeitung..„Danach sind in Jahre 1928 die größten Spareinlagen auf den Kopf der Levölkerung in Breweo grst nä, /12.51 Mark an zehnter den, während Preußen,ern mit 112.51. Mark an zehnter Stelle steht. In Preußen aber steht die Provinz Westfalen mit 186,74 auf den Kopf der Vevölkerung an dritter Stelle. Die Spareinlagen bei den westfälischen Svarkassen haben sich im Ignuar sehr stark, nämlich um 33 Millionen vermehrt. Im ganzen Reiche sind im Jahre 1928 2¼ Milliarden neue Spareinlagen hinzuDer Geldmarkt, der so lange flüssig geblieben war, zeigt neuerdings eine recht erhebliche Verstei fung. Der Londoner Diskonterhöhung ist nunmehr auch eine solche in Holland gefolgt. Auch die Begebung großer Meugen Reichsschatzanweisungen drückt auf den Markt. Der Ultimo hat sich bei weitem schwieriger angelassen als das letzte Mal. Auch die Entlastung der Reichsbank ist nicht besonders stark. Auffallend ist allerdings, daß weit weniger Devisen wie fruher abgegeben worden sind. Der Privatdiskont erfuht eine die Börse litt in dieser Woche unter einer ganzen Reihe unglücklicher Umstände. Die Empfindlichkeit war so groß, daß schon kleine Verkäufe verhältnismäßig große Kursverluste nach sich zogen. Vor allem um die Mitte der Woche fand ein ziemlich erheblicher Kurseinbruch auf fast allen Gebieten statt, für den eigentlich so recht gar kein Grund vorlag. Düsseldorf und Essen paßten sich der Berliner Stimmung ziemlich getreu an, obwohl auf dem Kohlenkuxenmarkt vorübergehend eine gewisse Widerstandsfähigkeit zu bemerken war. Eine vorübergehende Erholung änderte an der Grundtendenz nichts. Dr. J. gerichtlichen ausgleichsverfahreg.#### beizuführen und den Gläubigern entsprechenoe Mitteilung zu machen mit dem Ersuchen, zunächst keine Schritte gegen den Konzern und die Konzernkunden zu unternehmen. Teilweise Preiserhöhung beim RheinischWestlschen Aossensgaodick. Mit Wirkung vom 1. März hat das RheinischWestfälische Kohlensyndikat für eine Reihe von Koks= sorten, die hauptsächlich zu Heizzwecken dienen, eine Preiserhöhung von 2 Mark je Tonne und vereinzelt 1,50 Mark je Tonne und für Mager=Eiformbriketts um 2 Mark je Tonne vorgenommen. Die Preiserhöhungen halten sich im Rahmen der von den Organen der Kohlenwirtschaft seinerzeit bewilligten Preisspanne. Die neuen Preise stellen sich wie folgt: Brechkoks 1 31 Mark(bisher 29). Brechkoks 2 40/60, 40/70 Millimeter 34 Mark(32). Brechkoks 2 30/50, 30/55, 35/60 Millimeter 32,75 Brechtots 3 20/40 Millimeter 2850(27) Marl). Gesiebter Knabbel= und Abfallkoks 29(27) Mark. Gesiebter Kleinkoks 40/60, 40/70 Millimeter 29.50(27.50) Mark. Gesiebter Kleinkoks 30/50, 30/60 Millimeter 28.50 Gesiebter Kleinkoks 20/40 Millimeter 2650(25) Mager=Eiformbriketts 23.75(21.75) Mark. Neue Pfandbrief=Ausgabe zur Finanzierung des Wöhllungsbaues. Die Preußische Landespfandbriefanstalt in Berlin, die satzungsgemäß Darlehen zur Herstellung und Erhaltung von Klein= und [Mittelwohnungen gewährt, legt laut Veröffentlichung im heutigen Anzeigenteil in der Zeit vom 5. bis 25. März dieses Jahres 3 Millionen Goldmark achtprozentige Goldmark=Pfandbriefe, Reihe 15, zum Vorzugskurs von 97,50 P(letzter Börsenkurs 98 26) und eine Million Goldmark siebenprozentige Goldmark=Pfandbriefe, Reihe 10, zum Vorzugskurs von 89,50*(letzter Börsenkurs 90 ¾6), ferner eine Million Goldmark achtprozentige Goldmark=Kommunal-Obligationen, Reihe 16, zum Vorzugskurs von 94,75 26(letzter Börsenkurs 95,25%) zur öffentlichen Zeichnung auf. Sämtliche Werte sind reichsmündelsicher und werden an den Börsen zu Berlin und Frankfurt am Main amtlich notiert. Die Reihen 10 und 15 sind bei der Reichsbank in Klasse A beleihbar. Für die Reihe 16 ist die Lombardfähigkeit demnächst zu erwarten. Schwankende Tendenz an der Berliner Börse. Der Schluß freundlich. Berlin, 1. März. Die im Vormittagsverkehr erwartete freundliche Stimmung war zwar zu Beginn der heutigen Börse festzustellen, das Geschäft blieb aber enttäuschend still, da bei den Banken ziemlicher Ordermangel herrschte. So konnten die ersten Notierungen gegen gestern zwar immer noch Kursbesserungen aufweisen, im allgemeinen waren; sie aber nicht so fest wie vorbörslich erwartet. Außer den aus dem bereits genannten Grunde festen Kupferwerten fielen eigentlich nur Reichsbank, Hansa und Schubert& Soiz, aus, derg allgemeinen Rahmen. Junghans und Rurgerswerke lagen zu Beginn schwächer. Vereinigte Stahlwerke wurden exklusive Dividende notiert. Nach den ersten Notierungen machte sich die Geschäftsstille stärker fühlbar, da die Deckungen der Spekulation zum Stillstand kamen. Nicht immer konnte sich das Kursniveau behaupten, jedoch zeichneten sich R. W.., Schubert& Salzer, Daimler, Otavi und einige Montanwerte durch Widerstandsfähigkeit aus. Polyphon setzten auf festere Londoner Meldungen ihre Aufwärtsbewegung auf 358 fort und Hapag stiegen um 3 P auf 129¼. Anleihen lagen ruhig, Ausländer geschäftslos. Pfandbriefe lagen uneinheitlich und bei stillem Geschäft eher angeboten. Devisen lagen ruhig. Pfund und Yen etwas leichter, Spanien schwankend, durch Interventionen aber gut behauptet. Der Geldmarkt war zwar in den Sätzen etwas leichter, Tagesgeld war aber mit 7½ bis 9½% immer noch gesucht. Die übrigen Sätze, plieben unverändert. Auch nach 1 Uhr standen Schiffahrtswerte, Polyphon, Dessauer Gas und Kaliwerte im Vordergrunde des Interesses. Kurssteigerungen in diesen Papieren erhielten auch an den übrigen Märkten den freundlichen Gründton.— Nachbörse: Der Schluß zeigte bei kleinem Geschäft weiter anziehende Kurse. Gegen 2½ Uhr notierten: A. E. G. 167, Farben 2485, Gelsenberg 131,5, Harpener, 141,7, Mannesmann 123.6, Phönix 96.6, Rheinstahl 130.6, Schukkert 226,5, Siemens 377, Vereinigte Glanzstoff 427, Vereinigte Stahlwerke 94. Frankfurter Abendbörse freundlich. Frankfurt, 1. März. An der Abendbörse. bestand bei im allgemeinen nicht umfangreichen Geschäft für verschiedene Werie weiter etwas Kaufneigung. Gegen den Berliner Schluß traten überwiegend neue Kursbesserungen bis zu etwa 1 3 ein. U. a. notierten: Gelsenberg 131¼, Harpener 141, Mannesmann 124, Phönix 96, Rheinstahl 131, Vereinigte Stahlwerke 93½, A. E. G, 167¼, Bergmann 208½, Elektrisch Licht& Kraft 212. Gesfürel 230, Felten 137½, J. G. Farben 249½, Zellstoff Waldhof 261. Rauten. * Rheinisch= Westfälischer Kassenverein.=G. in Essen. Für 1928 werden aus 14.034(i. V. 8499) Mark Reingewinn 5(4) 7 Dividen de vorgeschlagen. Der Umsatz stieg von 246 Millionen in 1927 auf 379 Millionen in 1928.„.. Lamkurg Ser Wäschlut * Norddeutsche Bank in Hamburg. Der Abschluß des Instituts, das zum Konzern der DiscontoGesellschaft gehört, wurde in der Generalversammlung genehmigt. Es gelangen wieder 10%6 Dividende zur Verteilung. Allerdings hat sich der Reingewinn, der sich im Vorjahr noch auf 1,8 Millionen Mark stellte, um nicht weniger als eine halbe Million auf 1,3 Millionen Mark verringert. Düsseldorfer Börse. Terminhandel. Düsseldorf, 1. März. Der Terminverkehr zeigte ein festeres Aussehen. Neben Kaliindustrie, die 1 3 gewannen, standen Montanwerte im Vordergrunde des Interesses, von denen namentlich Gelsenkirchen, Harpen, Mannesmann und Rheinstahl zum Teil rege und zu anziehenden Kursen umgesetzt wurden. Gläubiger-Versammlung des KüchelRochiaunn=Konzerus. Unter Ausschluß der Oeffentlichkeit fand in Berlin eine Gläubigerversammlung des Küchel= Rothmann=Konzerns statt. Nach einem Status, der in der Versammlung bekanntgegeben wurde, weist die Firma Heinrich Küchel(Köln) an Aktiven einen Bestand von rund 5¼ Millionen Mark auf, wovon noch die Kosten des Verfahrens und die Schadenersatzansprüche abzusetzen sind; ihnen stehen Passiven von etwas über 12½ Millionen Mark gegenüber. Bei M. Rothmann& kirchen) betragen die Aktiven rund 4¾ Millionen Mark, während sich die Passiven auf 12¼ Millionen Mark belaufen. Im Gesamtkonzern stehen also rund 10 Millionen Mark Aktiva nahezu 25 Millionen Mark Passiva gegenüber. Die Gläubigerversammlung wählte einen 16gliedrigen vorläufigen Gläubigerausschuß, der seinerseits wieder einen fünfgliedrigen Arbeitsausschuß wählte. Es ist beschlossen worden, die Einleitung des Barmer Bank Essen. Steink. Gelsenberg Goldschmidt Harp. Bergbau Hoesch Kall-Industrie Klöcknerv. Köln-Neuess. Mannesmann R. W E. Rheinstahl Salzdetfurth Ver. Stahlv. Anfk. 141.3 124.13 131.1 91 424.— 224 3 106— 122.½2 124.— 232 ½ 127.12 1. Märs Endk. 141.½ 125.— 131 ¼ 65 1 141.— 124 ¼ 224.— 106.½ 122.4 124.— 233.½ 129.— Kassak 141.— 94.— 131.½2 87.1/4 141.½ 123.03 223.¼ 106.— 122.— 123.12 233.19 127.9/4 98.¾ Kuren= und A Am Kuxen= und #nts. 138.— 28. Februar 129.13 871/8 133.½ 120 ½ 321.13 105 ¾ 120.— 121.7/8 231.— 126.1 305.— 97.½8 Endk. 139.— 130.— 86. ¼ 140½ 122.— 223.3 106.— 121.½ 123.— 233.½ 126.14 30.½ 97.18 Kassak 136 ¾ 121.¼ 129. 6194 138.14 120 ¾ 220.— 105¼ 120.¼ 121.13 230.— 125.% 303.97.14 Aus den Industriegesellschaften. * Mannesmann=Röhrenwerke.=G. in Düsseldorf. Die Storch und Schöneberg.=G. für Bergbau und Hüttenbetrieb in Geisweid, die zum Mannesmann=Konzern gehört, wird für 1928 dividendenlos bleiben. Für das vorhergehende sechs Monate umfassende Zwischengeschäftsjahr wurden 2½% Dividende verteilt.„„.„. D. ge * Hephaestus=Werre.=G. in Vohwinkel. In der ordentlichen Hauptversammlung wurde der Abschluß für 1927/28 einstimmig genehmigt. Der Vorjahrsverlust von 152 235 Mark hat sich um 5145 Mark auf 157380 Mark erhöht, der wiederum vorgetragen : Wicküler Küpper=Brauerei.=G. in Elberfeld. Die ordentliche Generalversammlung setzte die sofort zahlbare Dividende auf 12% fest und wählte drei ausscheidende Aufsichtsratsmitglieder wieder. Mitteilungen über die Geschäftslage wurden nicht gemacht. * Fahrradwerke Bismarck.=G. in Köln. Die Hauptversammlung genehmigte einstimmig den Abschluß für das abgelaufene Geschäftsjahr, das mit einem Verlust von 120000 Mark abschließt li. V. 51 155 Mark Gewinn). Die ausscheidenden Aufsichtsratsmitglieder wurden wiedergewählt. * Roth=Büchner.=G. in Berlin. Der Aufsichtsrat beschloß, der Generalversammlung für das Geschäftsjahr 1928 nach stark erhöhten Abschreibungen die Verteilung einer Dividende von 20 ¾6(16) or. Ferdinaub Rückforth Nachfolger.= G. in Stetin. Im Jahre 1928 wurde ein Reingewinn von etwa 300000 Mark erzielt. Es ist beabsichtigt, diesen Betrag auf neue Rechnung vorzutragen, so daß eine Dividende auf die Stammaktien wieder nicht ausgeschüttet wird. 8 * Gewerkschaft Deutschland in Oelsnitz. Der Abschluß für 1928 ergibt einen Rohüberschuß von 1 160 102(i. V. 608730) Mark, der wieder zu Abschreibungen verwandt wird. Im Berichtsjahre stieg die Förderung von 752777 auf 765 703 Tonnen. Die Verwaltung glaubt unter dem üblichen Vorbehalt die Ausbeutezahlung bald wieder aufnehmen zu können. Die Mehrheit der Kuxen, die an der EssenDüsseldorfer Kuxenbörse gehandelt werden, befindet sich im Besitze der Stadt Leipzig. Schiffahrt. * Deutsche Dampfschiffahrts=Gesellschaft Hansa in Bremen. Die Gesellschaft verteilt wiedr 10 06 Dividende. 1 99 ½ ktienhande Aktienmarkt waren Kohlenwerte kaum verändert. Von Kohlenkuxen wurden Diergardt zu letzten und Deutschland zu leicht gebesserten Preisen umgesetzt., Auf dem Kohslenaktienmarkt erzielten Loryringen auf stärkere Interventionskäufe einen Kursgewinn von zirka 2 26. Von Braunkohlenaktien hatten Bruckdorf=Nietleben auf erhöhter Kursbasis einiges Geschäft. Der Kalikuxenmarkt lag ebenfalls etwas fester, das Geschäft war jedoch wenig umfangreich. Zu gebesserten Kursen wurden Burbach, Einigkeit, Habighorst und Mariaglück gehandelt. Am.#1; aktienmarkt gewannen Burbach und Hau#sche Kali bei angeregtem Geschäft zirka 2 F. Von Industrieaktien waren Kabel=Rheydt zu letzten Kuten in Veriche. * Ministerialrat Dr. Fritzen Generaldirektor der Rheinischen Bahngesellschaft. In der Aufsichtsratzsitzung der Rheinischen Bahngesellschaft in Düsseldorf wurde mit großer Mehrheit Ministerialrat Dr. Karl Fritzen zum Generaldirektor der Rheinischen Bahngesellschoff, OPöpt, urax#ent i. Kari.## * Neuyorks Börsenprasivenr in Berlin. E. H. H. Simmons, Neuyorks Börsenpräsident, weilt seit einigen Tagen in Berlin. Sein Besuch gilt vorzugsweise dem Berliner Börsenvorstand. * Konkurse im Februar 1929. Im Februar ist die Zahl der Konkurse zurückgegangen, während die Zahl der Vergleichsverfahren eine beträchtliche Erhöhung aufweist. Nach einer Zusammenstellung der Finanzzeitschrift„Die Bank“ wurden im Februar 817 Konkurse gegen 859 im Januar d. J. eröffnet und 365 Vergleichsverfahren gegen 276 im Januar eingeleitet. Berliner Börsenkurse Reichsbankdiskont 6½% — Lombardsinsfuß 7½% Berlin, den 1. Märs 1929 Reichsanleihen Deut. Ablösungs. schuld(kleine) do.(große) do.(0. Ausl.) %% Deutsche Reichsanleihe 4½% Reichspost. 6% Schutzg.-Anl. adieh 34.0 54.0 13.0 MMitteld. Kreditd. Osnabrück. Bk. Ostb. f. H. u. G. Preus. Hyp. A. B. Preuß. Bodenkr. Preuß. Zentralb. do. Pfdbr.-B. Reichsbank Westd..-Kr.-B. Verkehrewerte Div. Aachen. Kleinb. A. G. f. Verkehr. Baltimore Ohlo Bochum-Gelsenk Disch. Reichsb. Elektr. Hochb. Hamb. Hoch bahn Hamb. Amerik. P. Hamb. Südamer. Hansa Nordd. Lloyd Oest-.-Scaatsd. Pennsyivantg Schantungbahn Var. Elbe-Schifl. 65 91.5 905 11/169.9/163.5 9/194.51195.0 5 106.0105.7 8[115.0s115.0 9 144.0144.0 9 139.5139.7 9 174.51745 10178.0 12/303.5 9/139.5 Jndletrleaktlen 10 9—.— 3t 90.0#.0 5 92.7 93.0 8 77.0 77.0 8/129.0s124.6 8186.0183.5 10171.0/169.0 [127.0s124.8 — 13.5 14.0 der Perior ndler Fortland Adlerhütt.-Glas Adlerwerke Akt. f. Bauaust. Alexanderwerk Altred Delligsen„ Allg. Elektr. G. V. 8 98.0 85.6 163.21 140.0 118.5 51.5 85.5 50.0 35.5 166.0 Allg. Häuserbau Alsen Portland Ammend. Papier Anhalter Kohlen Anker-Werke Annab. Steingut— Aplerb. Bergbau Aschaffb. Zellst. Askaniswerke Augeb. N. Masch. Has. Brau. 10/139 2 15252.5 8 853 Bankaktien Bank f. el. Werke 10 152.0/151.5 Bank f. Brauind. 11/108. 9 167.5 Barmer Bankr. 10/140 1/138.7 Kreditb. 4)—. 80.5 Berl. Handelsg. 12/230.0 228.0 " Hypoth.-B. 12/198.0 197.5 Comm.- u. Pr.-B. 11 196 2 194.5 Darmst. u..- B/j3/339 3 760 Deuische Banr 101630 1552 Diskonto-Komm. 121437 P 1839 Dresdener Bank 10/167.2/166.7 12 183.2 — 53.0 6 98.2 9 77.7 Basar J. P. Bemberg Bendix Holzb Jul. Berger Bergmann B. erl. Gud. Hutf. Holzkont Kindel-Br. Karsl. Ind. " Masch. Berth. Messing Beton u. Mon Blel, mech. Wed. Bösperd. Walzw. Braub. Nürnb. Braank. u. Brik. Braunschv. K. Jute " Masch. Breitenb. Zem. Bremen-Besigh. Vulkan „ollk. Brown-Bovert Buderus Busch Lüdensch. h Waggon Büttnerwerke Butzke& Co. Byk Gulden 20 373.0/371.0 207.0s294.5 330.5/330.0 75.0 76.2 66 0 65.51 78 0 76.0 67 0 67.0 124.0s121.5 85.0 87.0 —. 67.0 198.5/167.5 164.61163.0 339 9 335 Parkopp 130.0s131.0 Düsseld. 77.5 77.5 158.51157.0 65.2 68.7 148.7/148.7 81.0 81.0 91.5 94.5 Dast a-adev. Daer& Stein Balke Maschin, Bamberger Maiz Banning. Masch. Baroper Walzw. Barts& Co. Lag. Basalt Bast& Co. Bayr. Motorenw. Bayr. Spiegel 16 194.5 10. 8/128.0/126.0 9/120.0s1200 245 250 — 92.5 925 — 70.0 70 5 6 32.5 52.5 12— 2164 14 202 7/200.0 — 87.5 67.0 6almon Auber wapito u Klein Carolin. Braunk. Charl. Wasser Chem. Buckau Grünau Heyden Gelsenk. Albert Chillingworth Concord, chem. Berg " Spinn. Conti Caoutch. Corona Fahrrad Cröllwits Papier 47.2 470 110.0111.0 76.0 75.8 41.0 65.0 65.5 —. 214.0 122.0s121.2 100.0 100.0 73.0 70.0 106.2/102.0 01 59.51 50.5 5 36.5 86 5 103.0s103.5 15/230.0s230.0 7 83.0 83.5 Otsch. Maschin. Schachtb. Spiegel Steinz. Tel. u. K/-3 830 Ton u. St. 10152.0s147.5 Wolle——. " Eisenh.#90.4 Dittm., Neuhaus 9 51.5 O. Dörffler 10126.2 Dtmd. Akt. Brau. 12/232.0 Ritt.-„ 20/296.9 "„Union- 14/270.0 Dresd. Gard. 12/125.0 # Schnellpr. 19 Dürener Metall 10 mpwerke 1— Dia.-Pr. 14 Eisenh.— Höf.-B. 6 Kammg. 4 —." Maschb.— 213.5/212.3 Dynam, Nobel# 112.0 218.0 34.5 79.0 51.0 126.2 231 0 239.0 268.5 125.0 111.5 217.0 33.7 Ges. f. el. Unter. Gildemeist& Co. J. Girmes& Co. Gladb. Wollind. Glasm. Schalke Glauzig. Zucker Glockenstahl Glück Auf Gelsk. Gebr. Goedh. Dü. Th. Goldschmidt Guano-Werke Georg Grauert Greppiner, Werk. Gritzner Masch. Grün& Billdnger Gruschw. Textil E. Gundiach 61.5 103 2 86.5 130.2 115.2 61.5 103.0 86.5 130.7 114.0 3/121.2 10160.5 12/195.0195.0 10/163.11160.2 205.5 pgestort Salzw. Disenb. Verkm. Elektra Dresd. eiektr. Lieferg. 19/1534 El. Licht u. Kr. 10/210.0 Engelh. Brauerei 13/ 217.0 Bnzinger 0 760 Erdmannsd. Sp. 7/103.5 Erlang. Baumw. 10|144.0 Eschv. Bergw. 14/220.0 Essen. Steinkohl. 8/125.0 Excelslor Fahrr. 6 49.2 124.0 160.0 195 0 216.0 76.5 103.0 143.5 215 0 122.0 48.2 10s2290226.5 7/115 2 115.5 15/2525252.5 11/149 5150.0 15/209.7/209.7 Max Judel& Co.] 6/145.0 Jüdlich Zuckert 6) 68 7 Junghans Gebr. 9 700 7 89 7 270 74136.2 10341.0 5 877 61 0 — 490 101142.5 11 98.0 89.0 136.2 340.2 87.7 61.2 49.0 140.0 100.0 12/1700 170.1 7 73.0 75.0 6 95.0 95.0 gahlb. List& Co. 10 114.5s112.5 II G. 12 Der tumhrng dn Birmmibien ssune empfichlt sich Bankhaus Mahnert& Düppe Bochum, Alldestraße 19 Daunier Motor Deutsche Atlant. Desch. Conti Gas Asphalt Babcox Erdo# Gusstabl 1n10 Kabel Linoleum S 11.5 104.0 103.4 235 65.9 68.0 98.2 98.21 141.0 140.2 II. G. Farbenind. 12 246 22 440 Feln-Jute-Spinn. 8/111.0 112.0 Feldm. Papfer[12/224.0s218.2 Felten& Gulll. Flöther Masch. Frankf. Gas Masch. 41.0 58.0 40.0 Fraust. Zucker 34 73.0—. 53.5 130.2 127.0 213. 2/211.5 1240 124.0 Gehhard& Co.8 123.0121.5 Gebbard& König 83.0 .954 68.4 326.5322.0 6/138.0136.0 4 45.0 45.0 6 60.7 60.2 Freund Masch. Friedrichsh. Kall Friedrichshütte R. Frister.-G. Froebein Zucker 11.7 12.0 S173.5169.0 — 111.01115 96.5 39.5 Raggenau Gebhard* 2. ca. .5 Gchhard&Könie——. Gelsenk. Bergy. 8/130.8/129.0 .Gentsch.& Co.- 91.5 91.2 Germania Portl. 14/191.5/189.5 Gerresh. Glas1 8/140.0—. Hackerhesf Guck. nackernal Draht Hägeda HallescheMasch. Hamb. El. Werke Hammersen Hann. M. Egest. Harb. Eis. u. 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Krüger Kapperab.& Co. 101.9 82.0 203.5 214.7 200.0 92.9 48.2 105.0 157.2 90.5 175.5 119.5 85.5 48.5 1020 — 920 10209 0 12/217.0 6 940 0 47.9 6106.0 10157.5 .90.5 12/1755 7122.4 6 86.0 — 56.0 4 173 5/173.5 12/209.02040 .— 24.|23.0 41255/1255 — 400 38.2 .— 100.0100 70.5— 192.5/101.7 11/145.2/145.7 610 60.5 10 118 5/118.0 12 189 0187.0 8 80.0 11.0 7 97.5 97.5 121185 5/185.0 Marimil. Hütte Mech. Web. Lind. " Soran ".„ Littau Merkur Wollw. Mayer Kaufm. Mläg Mimosa A. G. Minimar Nix& Genest Motoren Deutz Mühle Rüningen1 Mühlhelm Brgw. 10 189 21187.0 15 167..168.0 14/200.0201 7 79 7 80.0 121572/157.2 7 65 0 64.7 10 141 0142.0 17/269 5/268.0 101125 51255 9 109 5109.0 — 66.0 65.5 101119 11 7 1108 5/105.0 Rh.-Westf.-Kalk. 8 " Sprengst. 45 David Richter 15 Riebeck.:1 Roddergr. Br.-K. 24 Th. Rosent. Porz. 7 Rositzer Zucker 4 Ferd. Rückforth— Rütgeswerke 6 nettenele Auto atronzellstoft Neckars. Fahrz. Neckarwerke Niederl. Kohlen Nordd. Kabel Steingut Wolle b. Herk.-W. Fürnd. 32.5 35.6 10 145 9/145.0 — 27.0 26.7 9 135.0134.5 10 160.0164.5 S 140.5140.5 10 194 5/194.5 12 166.0160.5 430 43.0 erd 179.2 141.7 850 0 106 2 53.6 72.7 94.5 106.5 90.5 172.0 140.0 850.0 106.2 51.6 70.2 90.5 Priedr. Thomee####. Thörls V. Oelt. 6 96.7 96.2 Thür. Gas Leipz. 3/451 2 1815 Tietz Leonhard 10/262.512597 Fransradio 8/151.0 1472 Triptis Akt.-Ges. 6 67.0 69.0 Tuchfabr. ch.121102 Tüllfabr. Plöhs 61—.— 790 berschl..-B. S/ 932 91.0 Koksv. 8/1022 100.7 Oesterr. E. V. S 39 5 30.5 Siemens 0 Oekling Stahlv.— E. F. Ohles Erb.— Orenst.& Koppell 5 Ostwerke Lahmeyer& Co. Haurahütr5 74 2 75.0 6 76.0 74.5 125 4122.7 108 5 108.2 13 1780|1750 0 439 44.2 131.5131.0 6 31.2) 31.2 S 131.9s129.5 84 75.0 74.0 6— 9— Ueurahütte Leipz. Landkraft Leonhard Br. Leopoldgrube Linde's Eism. Carl Lindström Lingel Schuhfab. Lingner Werke L. Loewe& Co. C. Lorenz Lüdenscheid M. Ldnebrg. Wachs. aise Bergbau I" Genuss Industrieben isenbeck 8/2130 2130 8 133 7/134.0 10137.711375 7/127 8/126.2 Jeserich Asphalt 10 119 0 113.0 J. A. John Akt. 10 120.|120.0 139.6 66.0 92.0 72.2 10160 — 65.7 6— 71—. 0 74.2 12 160.0159.0 15 854.0/845.0 0 47.0 46.5 71 85 0750 10— 211.0 61167.21166.0 6/106 0 105.0 6 71.0 R2.1 M 8se. Bosz r. 810 338 Magdeb. Mühlen 5 64 5 63.5 IC. D. Magirus— 36 5 84.0 Mannesm. Werkel 8/124 2/122.0 Mansfeld Bergw. 1/118 7/113.0 Marie, kons. Bu. Nartial& Hon. 10 118 2/118.2 Buckau 10 129.0/130.0 Kappel 9 Sn.—. 13.5 13.6 31.0 31.0 26.5 25.2 88.0 85.0 12/232 5 228.0 sachsenwert#. vachs. Gust. D. 6 " Webstuhl 12! Salzdetfuhrt— 6: Sarottl— G. Sauerbrey M. 10 Schering chem. 7 Schlegel Brauer. 14 Schles. Bg. u. Z. 8 schles. B. Beuth. 12 Cellulose 10 El. u. Gas A. 10 Lein. Krg.„ Portland[12 " Textl Hugo Schneider s Schött, Hermann 4 Schub.& Salzer 16 Schuckert& Co. 8 Schultheis-Patz. 15 Schwaben Brau 16.4 Schwelm. 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Seiffert& Co. 10 144.0s143.0 Siegen Solingen— 17.0 16.7 ### brE 9 120 21221 142 5 142.0 315.0/3632 135 0s137.0 178 0 180.0 90.0.0 ngen Siegersdort Wk. 10 Stemens Glasind. 9. Siemensakmp;Halske 14 Sinner Aktien 10 Sonderm.& Stier— Sonderm. u. St. B.— Spinn. Rean& Co.— stadrberg. Hütte— Staßf. Chem. F.— Stett. Chamotte S " Elektr.-W. 12 stöhr& Co. 10 Stoewer gahm 0 Stolberg. Zink 61 Gebr. Stollverk s Strals. Spielk. 16 Svenska s11 74.5 26 2 74.5 1330 181 0 20 5 70 0 25.8 750 136 8 176.7 21 5 15351522 148 8 148 6 243.0 248.0 1120/419 pack& Co. 7/1030|103 0 Laleigles S 114.0 113 0 Teleph. Berlin— 88 5 87.5 Thafe Eisenhütt-I7—.— nion Chem. Pr. 4 alon Gießerel— 62.0 13 0 130 garzin. Papiert 10133.01335 Ver. Berl. Pr. G. 6 81.5 81.5 Böhl. Stahlw. 94/137.0137.0 Chem. Chari 7 90.0 890 Dtsch. Nick. 11 171.5 1710 Glanzst. Elb. 18/415.0 410. Gothanlaw. 0/125 5 125.5 Märk. Tuch 7 74.0 72.0 Met. Haller 6 485 485 Portl. Cemnent 9 128 5 1285 Schm. u. 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Petrot.— 910 9 Slomann Der Sport Seit einiger Ze elscher Sechel tung gemacht, daß von überaus häufig. wobei diese betrübli dige Eigentumlschre höhte Sterolichkeit Per nals, und wa Umstand, der sich di treffenden erklären len sich nicht etwa Monats, sondern e einem und dem türlich, daß sich inf ter=Sterbens“ die ternehmens an ihre laub wenden. Bes Ruderregatta war kritisch. In Ermangelu Sterben, der Angek nitäre Maßnahmer englischen Handels geregelte Bahnen ten der„trauernde übersichtlich zu ma besannten Londone folger Aliausgeiack setzung ihrer Grof oder irgendwelche nen wollen, sind d als um 12 Uhr des treffenden Wettbal machte es der Dir der am Tage de England—Schottla mit folgender, nich überraschte:„In Sterblichkeit unte sonals an bestimm Samstag, dem Ta —Schottland, gesch Dienstes haben sic finden, deren Tage der Ru dge gestor brid Bürger Eine kostbare0 Die Bürger einigten Staaten Schmuckstück aufg baren Anerkennur denten Coolidge k Alh ul 9 hi aus einem ger aus massiver halben Meter lat mit 100 Brillank A LOXL1 h. Närz. gemeinen ne Werte Berliner ingen bis 131¼ 6, Rheinu. E. G. Kraft 212, en 249½, .=G. in 99) Mark agen. Der 379 MilAbschluß scontosammlung vidende eingewinn, nen Mark illion auf Düsseldorf. für Bergum Manividen sechs Moden 2½% nkel. In der AbDer Vor5145 Mark vorgetragen Elberfeld. die sofort vählte drei der. Mitht gemacht. köln. 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So betrifft die erhöhte Sterblichkeit vor allem die Großmütter des Per nals, und was noch sonderbarer ist als dieser Umstand, der sich durch das ehrwürdige Alter der Betreffenden erklären lassen dürfte, die Todesfälle verteilen sich nicht etwa vereinzelt auf verschiedene Tage des Monats, sondern ereigneten sich massenweise an einem und demselben Tage. Es ist ganz natürlich, daß sich infolge dieses periodischen„Großmutter=Sterbens“ die Angestellten und Arbeiter des Unternehmens an ihre Vorgesetzten mit der Bitte um Urlaub wenden. Besonders bei der Oxford-Cambridge Ruderregatta war die„Großmütterkonjunktur“ gerade Ermangelung der Möglichkeit, das massenhafte Sterben der Angehörigen ihrer Angestellten durch sanitäre Maßnahmen zu bekämpfen, versuchen jetzt die englischen Handelsunternehmungen, es wenigstens in geregelte Bahnen zu bringen und für die Vorgesetzten der„trauernden Hinterbliebenen" gewissermaßen übersichtlich zu machen. So hängt im Vestibül einer besannten Londoner Firma seit einigen Tagen folgende Bekanntmachung: „Urlaubsgesuche der Angestellten, die der Beisetzung ihrer Großmütter, Großväter, Onkel, Tanten oder irgendwelcher entfernter Angehöriger beiwohnen wollen, sind dem Chef des Personals nicht später als um 12 Uhr des Tages zu überreichen, der dem betreffenden Wettkampf vorausgeht.“ Noch witziger machte es der Direktor einer großen englischen Bank, der am Tage des berühmten Fußball=Wettkampfes England—Schottland seine sportliebenden Angestellten mit folgender, nicht allen angenehmen Bekanntmachung überraschte:„In Anbetracht der ungewöhnlich hohen Sterblichkeit unter den Großmüttern unseres Personals an bestimmten Tagen wird das Bankhaus am Samstag, dem Tage des Fußballwettkampfes England —Schottland, geschlossen sein. Zur Verrichtung des Dienstes haben sich nur diejenigen Angestellten einzufinden, deren Großmütter bereits am Tage der Ruderregatta Oxford=Cam bridge gestorben sind.“ Bürgerdank an Frau Coolidge. Eine kostbare Erinnerungsgabe an die scheidende Präsidentin. Die Bürger aller größeren Städte in den Vereinigten Staaten haben die Mittel für ein kostbares Schmuckstück aufgebracht, das als Zeichen der dankbaren Anerkennung der Nation der Gattin des Präsidenten Coolidge bei ihrem Scheiden aus dem Weißen Seieh ang re. wed soll, Die Erinnern ggagahe st aus eltem mit 200 Briuanten besetzten Anyanger aus massivem Platin, der an einer üver einen halben Meter langen Platinkette hängt, die ebenfalls mit 100 Brillanten besetzt ist. Neues aus alter Wen. Eine Mutter: die ihr Kind bleuden läßt. Durch Zufall ist in einem Dorf bei Belgrad eine Schandtat ans Licht gekommen, die schon zehn Jahre zurückliegt. Im Jahre 1919 wurde eine Bäuerin, die Mutter eines fünfjährigen Knaben, die Geliebte des serbischen Zigeuners Georgswitsch, der mit einer Schar verkrüppelter Kinder im Lande herumzog, um auf das Mitleid der Bewohner zu spekulieren, eine Spekulation, die sich auch durchaus als richtig erwies; denn die mitleidigen Bauern konnten sich nicht genug tun, die armen Kinder zu beschenken, die das eingenommene Geld dem Zigeuner abliefern mußten. Eines Tages schlug er seiner Geliebten vor, auch ihr Kind zu verstümmeln, um es besser zum Betteln benützen zu können. Die unnatürliche Mutter stimmte zu, und der Zigeuner ergriff vor ihren Augen ein glühendes Eisen und blendete damit den kleinen Milan. Zehn Jahre lang zog der blinde Knabe mit dem Zigeuner herum und bettelte in den Häusern. Eines Tages verschwand seine Mutter. Georgewitsch hatte sich in einem Dorf niedergelassen, und dort war es einem Gendarmen aufgefallen, daß sich in der Begleitung des kohlschwarzen Burschen ein hellblondes Kind befand. Man unterzog dieses einem Verhör, in dem der Junge von dem grausigen Verbrechen erzählte, das, wie er sich dunkel erinnerte, an ihm begangen worden war. Er wurde in eine Blindenanstalt uberführt, der Zigeuner festgenommen, und die Polizei erließ mit dem Bilde des Kindes versehene Rundschreiben an alle Behörden, um den Aufenthalt der Mutter zu ermitteln. Aber alle Schritte waren bis jetzt vergebens, die Frau ist wie vom Erdboden verschwunden. * Die Dase Siwah vom Eis blockiert. Selbst Siwah, die zur ägyptischen Provinz Behera gehörige Oase in der libyschen Wüste ist von der großen Kältewelle nicht verschont geblieben; sie zeigt sich, zum erstenmal seit Menschengedenken, im Eisschmuck. Sie ist identisch mit der berühmten Kultstätte des Jupiter Ammon, dessen Orakel an Dunkelheit und Autorität mit dem von Delphi wetreiferte, und das unter anderem auch von Cäsar und Alexander dem Großen befragt worden war. Siwah ist noch heute eine Hochburg des Fanatismus. Die Bewohner sind Berber, die der iflamitischen Bruderschafft der Senussi angehören und griesgramige Puritaner strengster Observans sind. Sie sprechen einen libyschen Dialekt, der im Aussterben begriffen ist. Die Oase Siwah wird selten von Europeärn besucht, da die Reise einen mehrtägigen Kamelritt durch die Wüste erfordert. Sie war tatsächlich von der Karte der bekannten Welt 1700 Jahre verschwunden und wurde erst im letzten Drittel des 18. Jahrhunderts von William George Brown, einem verdienten Mann, dessen Name heute zu Unrecht vergessen ist, wieder entdeckt. Ein glühender Anhänger der französischen Revolution, wandte er angesichts der Aussichtslosigkeit der Verwirklichung der republikanischen Ideeen in England, der Heimat den Rücken und trat eine Forschungsreise nach dem Orient an. In der Verkleidung eines Mamelucken war er nach Siwah gelangt, wurde aber entdeckt und wäre um ein Haar ein Opfer der fanatischen Senussi geworden. Sein Schicksal erreichte ihn endlich im Jahre 1813, als er bei dem Versuch, als Türke, in Teheran einzudringen, entlarvt und getötet wurde. * tt Tragisches Ende eines Menschenfreundes. Der Vorstand der Wiener Kinderklinik, Professor Klemens Pirquet, und seine Frau wurden in ihrer Wohnung tot aufgefunden. Es handelt sich um Freitod. Wie das„Neue Wiener Journal“ aus Bekanntenkreisen Picquets erfährt, hat er gestern nachmittag seinem ersten Assistenten und Freunde, dem Professor Nobel, sein Testament ausgehändigt, wie er es stets vor längeren Reisen zu tun pflegte. Schon vor zwei Jahren soll Pirquet einen Selbstmordversuch unternommen haben, der aber mißlungen war. Er sprang damals aus dem Fenster seiner Wohnung und zog sich einen Bruch der Beine zu. Es hieß damals, daß er durch einen unglücklichen Zufall aus dem Fenster gestürzt sei. Die Blätter bringen in ausführlichen Artikeln die Lebensgeschichte des hervorragenden Kinderarztes, mit- dem eine Leuchte der österreichischen Wissenschaft erloschen sei. Ferner wird an sein Schaffen auf wissenschaftlichem ärztlichem und pädagogischem Gebiet erinnert, das in allen Kulturländern anerkannt wurde. Der Name Pirquets wurde auch genannt, als es sich um die Neuwahl des Bundesprasidenten handelte. * Zwei Kinder verbrannt. Aus Einsiedeln (Schweiz) wird gemeldet: Am Donnerstag nachmittag brach in Unterberg in einem Wohnhause Feuer aus. Zwei Kinder, ein zehnjähriger und ein fünfjähriger Knurr, tamen in den Flammen um. Der Vater der Knabe, kam Kinder war zur Zeit der Entsteyung des Brandes auf Arbeit im Walde und die Mutter im Nachbarhause, wo sie Wasser holen wollte, weil die Wasserleitung in dem Hause nicht funktionierte. tt Das Residenzhotel in Geuf niedergebrannt. Eins der größten internationalen Genfer Hotels, die„Résidence“ ist abgebrannt. Das Feuer breitete sich infolge des starken Sturmes mit größter Geschwindigkeit aus und ergriff bald das ganze Gebäude. Nach kurzer Zeit stürzte bereits das Dach und ein Seitenflügel mit ungeheurem Getöse zusammen. Die Löscharbeiten, zu denen die gesamte Genfer Feuerwehr aufgeboten worden war, stießen auf außerordentliche Schwierigkeiten, da die Wasserleitungen zugefroren waren. Die„Résidence“ ist erst vor acht Jahren völlig neu aufgebaut worden und umfaßte 165 Betten. Das Hotel diente als Quartier für zahlreiche Völkerbundsdelegationen. So hatten besonders die deutsche Militardelegationen zu den Abrüstungstagungen des Völkerbundes sowie stets auch die ungarischen Delegaitionen mit dem Grafen Appony im Hotel„Résidence“ Wohnung genommen. * Zahlreiche Todesopfer der Grippe in London. Die Grippe in London hat in diesem Jahre außergewöhnlich zahlreiche Todesopfer gefordert. Seit der ersten Januarwoche sind insgesamt 1653 Personen der Krankheit erlegen, gegen 146 Personen im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Seit Anfang Januar sind ferner 3371 Personen an Bronchitis und Lungenentzündung gestorben. Allein in der letzten Woche verliefen in London 473 Grippefälle tödlich, desgleichen 1001 Bronchitis= und Influenzafälle. Fast die Hälfte der Todesfälle war unter Personen über 65 Jahren zu verzeichnen. Orienk in Berlin-Neukölln. Ein seltenes Schauspiel bot sich den Zuschauern des Neuköllner Amtsgerichts. Mehrere Orientalen, Nafi Tschelebi aus Aleppo, Hedayat Khan aus Indien und ein Berliner W. Hoffmann hatten gegen eir i jungen Deutschen, der vor einigen Jahren zum Islam übergetreten war, eine Privatbeleidigungsklage angestrengt. Beide Parteien waren mit einem großen Zeugenaufgebot, das sich vornehmlich aus Orientalen zusammensetzte, zur Hauptverhandlung erschienen, die ein interessantes Bild über die islamitische Bewegung in Berlin bot. Dem Beklagten, Hadj Bruno Kramer, war es als erstem und einzigstem Deutschen gelungen, nach der heiligen Stadt Mekka zu gelangen, wo er längere Zeit als Gast des Königs von Hedjas und Nedid, Ihn=Saud, weilte. Sein damaliger Begleiter, der jetzige Hauptkläger Nafi Tschelebi, sah dies nicht gern und trat darauf mit dem deutschen Botschafter in Djidda, der Hafenstadg„ in Verbindung. Nach der Rückkehr von Mertn wundte er sich von Kramer ab und versuchte, diesen unmöglich und sich selbst bei Ihn=Saud beliebt zu machen. So soll er sich Gesinnungsgenossen gegenüber als Vertrauensmann des Königs ausgegeben und erklärt haben, daß er große Aufstände in Mesopotamien, Syrien und den anderen Mandatsgebieten provozieren würde. um England und Frankreich dort vollauf zu beschäftigen. Weiterhin soll er versucht haben, sich zum Haupt der Berliner otientalischen Organisation zu machen. In einer von ihm einberufenen Versammlung der Islamia, einer von Professor Dr. Jabbar Kheiß gegründeten Studentenorganisation, kam es wegen der Bestrebungen Tschelebis seinen Widersacher abzusetzen, zu Lärmszenen. Der Beklagte war durch diese Vorfälle so erregt, daß er eine spätere Einladung zu einer Versammlung mit Bemerkungen wie„Ausländische Schmarotzer" und„Orientalische Lümmel" zurückschickte. Der Beklagte gab die Beleidigungen zu, das Gericht verurteilte ihn zu einer geringen Geldstrafe von 10 Mark, da die Beleidigungen ideellen Gründen entsprungen seien. st Ein Dampfer in die Luft geflogen. Nach einer Meldung der AmerikaKabel=Gesellschaft ist der englische Dampfer „Tritonia, der eine Dynamit= und Gasolin=Ladung an Bord hatte, am Donnerstag im Hafen von Buena Ventura(Columbien) in die Luft geflogen. Der Kapitän und zwei Offiziere habei den Tod gefunden. Die übrige Besatzung befand sich zur Zeit der Explosion nicht an Bord. Der Dampfer wurde völlig zerstört. Ein Leichter, der neben der „Tritonia“ lag, fing Feuer und verbrannte. st Explosion im Staate Georgia. Bei Stone Mountain ereignete sich eine Explosion eines Preßlufttanks. Acht Personen wurden getötet und fünfzehn verletzt. Bei veraltetem Husten nehmen Sie alle 4 Stunden 1 Eßlössel voll Faguvin.„Von der hervortagenden Wirkung dieses Spezialpräparates wer#.. sich schnell überzeugt, haben. Faguvin in in Abbihelen Mellanbtsit# Sie erhältlich. Bestandteile 9 886.5 74.0 + 90 Osle lhsssehllelt Settden Ku! 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Schälkuren kann man nur mit Hilfe eines Arztes machen. Nachher Tragen von roten oder blauen Schleiern, da die Sommersprossen sonst wieder nachkommen. R.., Langendreer. Es gibt verschiedene Ursachen des Haarausfalles. Sehr viel spielt die erbliche Veranlagung mit. Es gibt Familien, deren Mitglieder förmliche Haarprotzen sind, dann wieder andere, in denen es nur so von Glatzen wimmelt. Sehr oft kommt Haarausfall bei zu trockenem Haarboden(Seborrhoe, Schuppenbildung) oder bei zu fettem Haarboden vor. Gegen übermäßige Schuppenbildung hilft Waschen der Kopfhaut mit 2 Prozent Resorcinspiritus oder mit alkalischem Seifenspiritus, gegen zu fetten Haarboden Waschen mit alkoholischen Haarwässern, die den Haarboden entfetten. 951161,— 88 I. 100., Lütgendortmund. Wer häufig an Abführen leidet, soll seinen kranken Darm genau ärztlich untersuchen lassen. Auf eigene Faust Stopfmitte! (Opiumtropfen, Doversche Pulver usw.) zu nehmen, ist nicht ratsam. Zuerst muß der gärende und abnorm zersetzte Darminhalt, der den Durchfall verursacht, aus dem Körper hinaus. Dann erst kann man darangehen, die Diarrhöe mit den entsprechenden Mitteln zum Aufhören zu bringen. Abwechselnd Diarhöe und Verstopfung deutet immer auf chronischen Darmkartarrh füh hin. Große Kälte kann ebenso wie große Hitze Abführen hervorrufen.„ Pgun I. 4 ant. Klara., Herne. Junge Mädchen in der Entwicklungszeit sind sehr oft blutarm, was sich auch neben Kopfschmerz, Schwindel und Appetitlosigkeit in unregelmäßiger Periode zeigt. Eisen als Medikament, ferner in Form frischer Gemüse(Spinat, Kohl usw.) sowie Leberdiät wirken da sehr gut. Wenig Bewegung, viel Ruhe. Sesheader Keileie sos cinten Sie eis gheker wenn eine neue Untervermietung eintritt. W. M. Qu. 13. Der schnelle lichen Vorgehens fraglich. Da Sie in die neue Wohnung nicht einziehe können, müssen Sie sich den Schutz des Wohnungsamtes bezw. der Polizei sichern, damit Sie die hiesige Wohnung nicht zu räumen brauchen, bis der Streitfall mit dem dortigen Wohnungsamt entschieden ist, den übrigender Hauswirt ausfechten müßte. Nr. 32. A. Nr. 36, Wattenscheid. 1. Bei all diesen Mitteln konmt es auf die persönliche Veranlagung an. Tem einen hilft es, dem anderen nicht. Probieren Sie immerhin. Gewähr dafür kann niemand leisten. Vielfach liegt ihr Wert darin, daß sie eine andere Blutzusammensetzung bringen und somit auch den Appetit und den Stoffwechsel anregen. 2. Adresse: Stuttgart. Silberburgstraße 189. A. M. Das Prädikat mangelhaft ist eine 4, während nicht genügend= 5 ist. Kaiser-Karls-Bad# Lunge. in Bad Lippspringe(Bite Adtesss beschten“ preußische Landespfandbriefanstalt Körperschaft des öfseutlichen Rechte Mohrenstraße=8 Berlin.8: Fernspr. Zentrum 8033=37 Grundkapital und offene Reserven rund 27 Millionen RM. 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Bochum, Hattinger Str. 11 (Singang Clemensstr.) 60 Jahre wachsender Verdreitung und interessierten Vertrauens des Leserkreises begründen zuverlässig seine Werbestärke. Dreise für Sie direkt oder durch eine Annoncen=Expedition heribe Eine Erinnerun Karl Schur Staaten ein be wurde, war noc Landsmannschaft dem Dichter un den Wirbel des lischen Marsch machte und wäh schärler verfolgt während Kinkel länglichem Zuch Gottfried 8 Hochschullehrer, Spandau ur Händen jene A. verbrecher und Karl Schur Bonn im Haus Verabredungen, ehemaligen Leh feierliches Vers. 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Karl Schurz, der später in den Vereinigten Staaten ein berühmter General und Staatsmann wurde, war noch Student in Bonn und Bursch der Landsmannschaft Frankonia, als er von seinem Lehrer, dem Dichter und Professor Gottfried Kinkel in den Wirbel des Jahres 1848 gezogen wurde, den kläglischen Marsch nach dem Siegbürger Zeughaus mitmachte und während des badischen Feldzuges als Freischärler verfolgt, knapp die rettende Fremde erreichte, während Kinkel gefangen genommen und zu lebenslänglichem Zuchthause verurteilt wurde. Gottfried Kinkel, der Dichter, Kunstgelehrte und Hochschullehrer, saß zuerst in Naugard und dann in Spandau und verrichtete mit seinen ungeübten Händen jene Arbeit' am Rade, mit der Gewohnheitsverbrecher und Raubmörder leichter fertig wurden. Karl Schurz tauchte plötzlich eines Nachts in Bonn im Hause seiner Eltern auf und traf wichtige Verabredungen, besonders gab er der Gattin seines ehemaligen Lehrers, der Frau Johanna Kinkel, ein feierliches Versprechen. Für die Behörde war er ins Ausland verschwunden, man sagte, er sei in Paris. Andere hatten ihn in Zürich dem Zufluchtsort der gesprengten Achtundvierziger aller Nationen gesehen. Um diese Zeit traf in Berlin ein junger Mann ein, dessen mit ehrbaren amtlichen Stempeln verehener Reisepaß auf den schönen Namen„Heribert Jüssen“ lautete. Bei zwei befreundeten ehemaligen Frankonen wohnte er und kein Mensch sah ihn und seinem sauberen Paß an, daß er ein steckbrieflich verfolgter Freischärler sei. Er besuchte Theater, Schaustellungen und Museen, schien zu studieren und studierte doch im Geheimen nur die Eigentümlichkeiten des Spandauer Zuchthauses. Um nicht durch häufiges Hin= und Herfahren auf der Eisenbahn, wo damals genau wie in späteren bewegten Zeiten fast täglich Pässe und Ausweise nachgesehen wurden, trotz des meisterhaften Passes aufzufallen, zog er bald zu einem Bekannten nach Spandau. Langsam pürschte er sich an die Beamten heran. Zehntalernoten, die ausgegeben wurden, um für Gottfried Kinkel stärkende Zukost zu kaufen, spielten dabei keine Rolle. Der erste brauste auf als von Befreiung des Gefangenen einmal wie spielend geredet wurde. Das war nicht der Richtige. Der zweite und dritte auch nicht. Die große Gefahr, die darin lag, daß nun schon drei Wächtern mit verdächtigen Zehntalerscheinen und noch verdächtigeren Reden gewinkt worden war, verkannte herr Heribert— der Name klingt doch wirklich wie der eines Paladinen vom Hofe Karls des Großen— in keiner Weise und verreiste deshalb nach feierlichem Abschied, sogar von allen Bekannten. In Wirklichkeit war er nach zwei Wochen wieder da und verhandelte mit einem Vierten, einen niedersächsischen Westfälinger der offenbar den Fall Kinkel jenseits der Staatsraison menschlich betrachtete. Brune hieß er und sagte zu; wer war da froher als Herr Heribert Jüssen. „In der Nacht zum 6. November ist es mit den Wachen, wie es sein muß," sagte er. Von einer Belohnung sprach er nicht. Da bot ihm Heribert, lediglich auf sein treuherziges Aussehen und sein Wort hin, die erhebliche Summe, die für Kinkels Befreiung gesammelt war, als Sicherheit für Frau und Kind an, wenn ihm, dem Beamten, selbst etwas bei der Sache geschehen sollte. Nun fuhr Heribert Jüssen die ganze Strecke entlang, die als Fluchtweg geplant war und die über Oranienburg, Neustrelitz nach Rostock führte, von wo die Flüchtlinge sich zu Schiff nach England begeben wollten. Jetzt mußte ein ziemlich großer Kreis von Eigentümern und Fuhrwerksbesitzern in das Geheimnis hineingezogen werden und das erhöhte die Gefahr einer Entdeckung bedeutend. Aber Heribert hatte einmal Glück, das wohl vor allem aus der zwingenden Kraft und Liebenswürdigkeit seines Wesens sich ergab, dem sich auch später ein ganzer Staat und ein Staatsmann wie Bismarck nicht entziehen konnte. Dabei waren es keineswegs nur Leute, die Heribert als Gesinnungsgenossen ansprechen konnte, im Gegenteil, im Innern vom Strelitzer Ländchen fand er den besten Helfer an einem alten Herrn, der ihm freundlich lächelnd, erklärte:„Sehen Sie, ich bin so was man einen Vollblutreaktionär nennt und um Eure Freiheit und Gleichheit glaube ich nicht! Aber daß man den Kinkel, einen Dichter und Gelehrten, wegen seiner idealistichen Hirngespinste ins Zuchthaus gesteckt hat, das ist ein empörender Skandal, und, obgleich ein gut konervativer Mecklenburger, bin ich jederzeit bereit, ihm fortzuhelfen!“ So war, wenn auch unter Sorgen und Bedenken, für die Fluchtnacht alles fertig bis Rostock. Alle zwei Stunden standen frische Pferde bereit, alle Freunde waren gerüstet.„ Als nun am Vorabend Herivert auf seinem Stübchen das Kästchen mit dem vielen Geld hervorzog schossen doch zweifelnde Gedanken durch seinen Kopf. ... Wie, wenn Brune doch nicht getreu wäre? Venn er das Geld nähme und verriete den Plan? Er, Heribert Jüssen, wäre dann ehrlos gewesen; niemand hätte ihm geglaubt, daß er mit der großen Summe vorsichtig umgegangen wäre. Und vor allem, Kinkels Rettung wäre unmöglich gewesen; denn, das sch er deutlich, ein zweites Mal würde es nicht gelinEine Kiesentorte auf der Verliner Konviloren Messe. R W Carl Schurz Auf der Berliner Konditorenmesse, die in den Räumen des Zoo stattfindet, wird eine noch nie dagewesene Bäckerei, eine Riesentorte des Korinthen=Syndikats Athen im Gewicht von 350 Pfund gezeigt. Sechs Angestellte arbeiteten drei Tage lang an der Fertigstellung dieser Uebertorte, zu deren Herstellung man 75 Pfund Korinthen, 60 Pfund Mehl, 50 Pfund Zucker, 50 Pfund Butter und 1000 Eier benötigte. Die Torte hat einen Durchmesser von 1,50 Meter, einen Umfang von 4,60 und eine Höhe von 20 Zentimetern. ren Verschworenen zu; als die Dämmerung einfiel, schaffte er die Zigarrenkiste mit dem schweren Geld in Brunes Wohnung. „Hier ist es, zählen Sie es!“ „Da kennen Sie mich schlecht", entgegnete der, „wenn es bei uns nicht aufs Wort ginge, hätten wir nichts miteinander anfangen sollen. Was von Ihnen kommt, zähle ich nicht nach!".„„ „Ist irgend etwas an unserm Plan zu ändern!“ fragte Heribert. „Nichts!“ „Auf Wiedersehen also heute Nacht!“ „Auf Wiedersehen und gut Glück!“ Um Mitternacht war jeder draußen vor dem Zuchthaus aus seinem Posten. Sogar einige weitere Freunde kräftigen Muskelbaues waren zugezogen, hielten die nächsten Straßenecken im Auge, bereit einzugreifen, wenn nicht alles nach Wunsch gehen sollte. Heribert. schwer bewaffnet, zu allem entschlossen, wartete im Torweg, die Türen zur Wachtstube und zur Wohnung des Direktors waren von ihm zugebunden... Die verabredete Zeit verstrich, fünf Minuten später, zehn Minuten später, nichts regte sich. Heribert klopfte das Herz. Er beschloß aber auszuhalten, um sich Gewißheit zu verschaffen, koste es, was es wolle. Die Pistole in der Linken, das Jagdmesser in der Rechten.„„ 16. Da plötzlich tauchte Brune allein auf:„Ich bin unglücklich", flüsterte er,„ich habe alles versucht, es ist mißlungen! Die Schlüssel waren nicht im Spinde, wie sonst immer. Kommen Sie morgen zu mir und holen das Geld ab.“ Der Wagen, der bereit stand, Kinkel zu entführen, wurde benutzt, um dem nächsten Relais, und damit der ganzen Strecke bis Mecklenburg hinauf Nachricht von dem Mißlingen des Planes zu geben. Den ganzen Tag über versuchte Heribert, den schweren Schlag zu überwinden, aber, wenn er an Kinkel dachte und die Herzensnot, die er, der Gefangene, ausgestanden haben mußte und noch litt, konnte ihn heißer Schmerz übermannen. Abends in der Dunkelheit suchte er Brune auf. .. Er fand ihn entschlossen:„Ich habe mir, sagte er, heute die Sache überlegt, es ist eine Schande, daß der Mann da noch einen Tag länger sitzen soll, ich will versuchen, ihm diese Nacht herauszuhelfen, wenn er den Mut zu einem halsbrecherischen Stück hat!" Auf Heriberts Frage entwickelte er seinen Plan: Kinkel sollte sich von der Dachluke aus an einem Seil bis unten herablassen. Eine senkrecht hin und her bewegte Laterne sollte das Zeichen sein, das Seil sollte besargt werden.„. Jn 4544— 8 Das Seil war bald gesunden, ein tuchtiger Wagen, den der Besitzer Hensel selbst führte, auch, doch fehlte die Umtauschmöglichkeit der Pferde bis nach Rostock hin, auf gutes Glück mußte man die Flucht beginnen. „Unser nächster Freund wohnt in Neu=Strelitz, Herr Hensel, werden die Pferde es bis dahin aus„Der Teufel soll sie holen, wenn sie's nicht tun!" antwortete der. 446 z, 4 g. mirtschaft# Der Zufall wollte, daß in der Gastwirtschaft, deren Besitzer mit im Bunde war, in dieser Nacht die Herren Zuchthausbeamten bei einer Punschbowle Geburtstag feierten. Die Nacht kam. Wieder waren die Gruppen am Zuchthaus verteilt; in kluger Voraussicht, daß bei der Seilarbeit Sparren und Schiefer herabfallen und die Aufmerksamkeit erregen würden, hatte Heribert den Wagen in die Nähe kommen lassen, um durch das Knattern der Räder auf dem Kopfpflaster das verdächtige Geräusch zu übertäuben. Die Nacht war still. Das Licht tauchte in der Dachluke auf. Heriberts Herz klopfte zum Zerspringen, denn wirklich klatschten Mauerbröckel und Tachziegel mit lautem Getöse auf die Straße. Zugleich aber rasselte pflichtgemäß Hensels Wagen über die Steine, und das eine Geräusch verschlang das andere. glitt der dunkle Körper des Flüchtlings hoch über dem Boden, nun stand er auf der Erde. „Gott sei Dank! Nun rasch das Seil ab,“ rief Heribert leise. Aber der Knoten war nicht zu lösen. „Ich kann nicht helfen," flüsterte Kinkel,„das Seil hat mir die Haut an den inneren Händen abgeschunden!“* Das Jagdmesser Heriberts half. 46 Der Wagen fuhr, er hielt am Gasthaus, wahrend Kinkel das Gewand eines Forstbeamten anzog, sangen nebenan die Zuchthausbeamten bei ihrer Punschbowle. „Wir sitzen so fröhlich beisammen!“„Sogar ein Glas der Bowle holte der Wirt für den Fluchtling, der fand Worte des Dankes, die alle aufschluchzen ließen. In Richtung Hamburg fuhr der prächtige Hensel hinaus, vor Nauen bog er nach Oranienburg ab, Löwenberg, Gransee und weiter. Als das Morgenlicht kam, konnte Heribert oder besser Karl Schurz erst bemerken, welche Verheerungen in den Zügen Kinkels die Zuchthausluft getan hatte. Erst nachmittags, nach einer Fahrt von mehr als dreizehn Meilen, kamen die Freunde in Neu=Strelitz an. Die beiden schönen Braunen, mit denen Hensel aus Spandau abgefahren war, legten sich hin, sobald sie in den Stall kamen. Hier waren Kinkel und Schurz bei guten Freunden, und es dauerte nur kurze Zeit, bis die Ostsee und die„Kleine Anna“ erreicht war, auf der Gottfried Kinkel noch einen schlimmen Feind bestehen mußte, der ihm schärfer zusetzte, als das Seil seinen Händen, die verfluchte Seekrankheit. Aber auch das ging vorüber, und als sich die Gatten Gottfried und Johanna in England in den Armen lagen, war Schwerer trug Brune an seiner Tat, er wurde wegen Gefangenenbefreiung zu drei Jahren Gefängnis verurteilt, das Geld fand man aber nicht. Diese drei Jahre hatte er richtig abgesessen, dann ging er nach Westfalen, gründete sich mit dem Inhalt der Zigarrenkiste einen behaglichen Hausstand und fand bis ins hohe Alter hinein eine gute Vertrauensstelle in einem Eisenwerk. Als Karl Schurz als berühmter Mann 1888 nach Deutschland kam, empfing er auch einen Brief von dem ehemaligen Gefangenenwärter Brune, der sich für Kinkel geopfert hatte. Gesehen haben sich die beiden aber nicht mehr. Das sind die Aeußerlichkeiten dieser denkwürdigen Flucht, was sie aber an seelischen Erlebnissen birgt, an Gesagtem und Ungesagtem, an Klarempfundenem und Dunkelgefühltem, das auszusprechen, reichte nicht einmal die große Lebensgeschichte von Heribert Jüssen alias Karl Schurz aus, das erhielt erst Wort und Bedeutung durch das weitere neuen Welt seine zäh festgehaltenen Ideale zur Wirklichkeit führte, dabei aber in tiefster Seele erkannte, daß nicht das geschäftige Weltbürgertum erlöst, sondern die national gebundene Arbeit am eigenen Volke. Nur einer hat bei der Flucht sein Leben lassen müssen; einer der tapferen und schönen Braunen, die von Spandau bis Neu=Strelitz in einem Zuge gelaufen waren, ist nicht mehr aufgestanden. Die rechten Wege. Zu stehn in frommer Eltern Pflege, Welch schöner Segen für ein Kind! Ihm sind gebahnt die rechten Wege. Die vielen schwer zu finden sind. Uhland. als Kommandierender Generalmajor 1863. (Siehe auch den Aufsatz auf der 2. Seite des Hauptbl.) Heitere Ecke. -1 Begründeter Verdacht. „Edgar, ich glaube, du liebst mich nicht mehr?" „Wieso denn, Schatz?“ „Früher hast du es niemand beanstandet, wenn der Kellner zu wenig herausgab.“ * Fachmännische Erklärung.„Wie lange dauert es noch, bis deine Frau mit der Toilette fertig ist?"— „Nicht mehr lange! Mit dem Rohbau und dem Putz ist sie soweit, soeben hat der Anstrich begonnen!" Stilblüte. Die reichen Leute im Tale schauten mit ten mit Verachtung auf die armen Bergbewohner herab. Der graue Star ohne Operation heitbur! 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Sie speiste auch in ihrer Kabine. Kabine 13 ist mir Kabine 12 verbunden. Die Bedienung geschah durch Kabine 12 hindurch. „Und wer wohnt in Kabine 12?“ fragte ich. „Ein Herr, ein Major Mac'lonnor von der indischen Armee. Ein Passagier, der sich fast garnicht veiet. „Ist die Dame beraubt?“ „Nein, das ist das Seltsame. Der ganze wertvolle Schmuck lag unangetastet auf dem Spiegelbrett, nur Ich hörte doch von einer Perlenkette?“ „Eine kleine Perlenkette ttug sie um den Hals. Beim Fall riß diese Kette wahrscheinlich. Die Perlen wurden zerstreut. Es war eine Kette von zwölf Perlen. Elf Perlen fanden wir in der Kabine vor. Die wöste fehlte.“ 46 „Woher wußten Sie denn, daß es zwölf waren?“ „Als die junge Dame zu Bewußtsein kam, sagte „Nun, ich habe sie gefunden,“ versicherte ich wie der. „Seltsaomerweise....44#ur 11 „Ja, es ist seltsam: Sie haben recht, Young!“ „Hm, hm...“ „Ahnen Sie ein Motiv?“„ „Nein, weder ich noch die junge Dame, noch sonst traendwer hat eine Ahnung über die Ursache. Es ist tirekt unheimlich. Der Schuß war völlig sinnlos. Richts geraubt oder gestohlen. Nicht die Spur eines Notivs. Weder Haß, noch Rache, noch Liebe... „Woher wissen Sie das so genau?“ „Ich hatte eie lange Unterredung mit der Verpundeten!“....uumbung fLiuher nicht „Dann ist die Verwundung scheinbar nicht * (Nachdruck verboten) „Nein, Gottseidank nicht! Es ist nur ein Streifschuß, wenn auch mit starkem Blutverlust, der sie ohnmächtig machte.“ „Was erzählt sie denn über den Vorfall?“ Young blickte einen Augenblick zu Boden. Er überlegte seine Taktik. War es vernünftig, mich ganz einzuweihen? Mußte ich nicht wahrscheinlich alles viel besser wissen, als er, wenn... sein Verdacht begründet war?..— Eptgre.6 Schließlich aber schien er einen Entschluß gefaßt zu haben. Er griff in seine Tasche und brachte einen Bogen zum Vorschein, den er mir, immer noch mit einigem Schwanken schließlich doch übergab: „Dies ist ihr Bericht. Lesen Sie ihn und sagen Sie mir Ihre Meinung.“ Während ich las, fühlte ich förmlich durch das Papier hindurch, wie Young mein Gesicht mit neugierigen Augen abtastete. Würde ich mich verraten? Würde es irgendwie in meinem Gesicht verräterisch aufgucken?. 46t ki ummf wir bict 15Erblaßte ich nicht oder warf mir nicht jähe Röte das Schuldbewußtsein ins Gesicht? Ich glaube, Young lauerte vergeblich; denn ich bin überzeugt, daß mein Gesicht nicht sprach. XI. Wenn der Unsichtbare schießt. Der Bericht war von Youngs Handschrift geschrieben. Er war ihm augenscheinlich von der Verwundeten diktiert worden. Die Schrift machte hin und wieder einen nervösen und unsicheren Eindruck. Der Bericht lautet: „Wenn ich auch ständig allein war, so war es doch eine Art Zeitvertreib von mir, mich des öfteren am Tage umzuziehen. Ich hatte gerade mein Nachmittagskleid angelegt und stand vor dem Spiegel, als ich ein Geräusch hinter mir hörte, das mich veranlaßt hätte, mich umzusehen, wenn ich nicht etwas ganz Seltsames im Spiegel vor mir gesehen hätte.„ Der Spiegel ist gerade gegenüber meiner Kabinentür aufgestellt, die Tür ist vollständig im Spiegelrahmen sichtbar. Die Kabinentür war während der ganzen Reise fest verschlossen und ist nie von mir oder irgend einem anderen benutzt worden. Die Bedienung erfolgte durch die Kabine Nr. 12, die eine Verbindungstür zu meinem Raum besitzt. Dies war bisher der einzige, benutzte Zugang zu meiner KaJetzt aber sah ich im Spiegel etwas, das mich zuerst mit Erstaunen, später mit Schrecken erfüllte. Die bisher fest verschlossene Tür öffnete sich eine Handbreit. Aber es. trat niemand ein, und die Tür schloß sich wieder. Ich hörte deutlich, wie das Schloß wieder einschnappte. Ich lief zur Tür. Die Tür war fest verschlossen und nichts deutete darauf hin, daß sie eben geöffnet worden war. Ich mußte einer Sinnestäuschung ausgesetzt gewesen sein. „„Vielleicht das Schaukeln des Schiffes, der Mangel an frischer Luft, den ich durch meine freiwillige Verbannung in meiner Kabine erlitt, oder auch ein stärkerer Konsum an Zigaretten als sonst, ja, es mußte eine Täuschung gewesen sein. Nichts weiter... So mich selbst beruhigend, trat ich wieder vor den Spiegel mit dem festen Vorsatz, meinen Zigarettenverbrauch einzuschränken, als ich abermals ein Geräusch hinter mir hörte. Ich drehte mich um... die Kabine war leer. Niemand war zu erblicken, aber auch das Geräusch war verstummt. Ich hörte nichts mehr, als das Rauschen meines erregten Blutes in den Ohren. Täuschung... Täuschung... schrie es in mir... Du bist erregt... die See narrt dich mit ihrem Rauschen und ihrem Wellenschlag. Ich riß das Bullauge auf und ließ mir Wind und Wassergischt ins Gesicht schlagen... went Das beruhigte, und ich wollte wieder zur Tür treten.„. 512 Lgtin##c Aber ich kam nicht bis dahin. Ich fühlte plötzlich einen rasenden Schmerz in der Seite und schwarze Wolken bedeckten mich......6 ig. Als ich wieder zu mir kam, sah ich das Gesicht des Stewards über mir. Doch wie ich seine blutbesudelten Hände sah, fiel ich aufs Neue in Ohnmacht. Mehr weiß ich nicht. Ich gab Young den Bericht zurück Youngs Augen lauerten noch immer über mein Gesicht. Er schien unzufrieden; denn eine steile Falte stand zwischen seinen Augen.. Ich mußte ein wenig lächeln: „Fürwahr, Mr. Young, nie las ich Seltsameres „Und Ihre Meinung?“ „Ich zweifle, daß Sie gleich diesen Bericht für bare Münze nahmen. Momentane Geistesverwirrung der jungen Dame durch den Schrecken... nichts liegt näher, als daß sie noch unter den Folgen des Schusses stand.“ „Sie haben recht. Ihre Logik imponiert mir. Aber ich fragte Dr. Jeffers, den Schiffsarzt.“ „Und?... „Er behauptete, er kenne keinen Menschen, der geistesklarer sei, als die Verwundete. Auch auf mich machte die junge Dame den vorzüglichsten Eindruck. Ihre Schilderung war ohne jede Erregung gegeben. Nichts Exaltriertes oder Erregtes, was nach solchem Schrecken natürlich gewesen wäre. Die junge Dame scheint mir einen ungewöhnliche großen Mut zu haben,“ „Und gestohlen wurde nichts? Es braucht ja kein auffälliger Wertgegenstand zu sein. Vielleicht ein Pavier, Brief oder ähnliches.“ „Nicht das geringste, wie sie selbst behauptete.“ „Und sie hat wirklich keine Ahnung, nicht den Schatten eines Verdachts?“ „Sie steht vor einem Rätsel!“ „Niemand hörte einen Schuß?" „Nein, sie selbst nicht einmal... „Wirklich, das ist seltsam!“ „Nicht wahr?" „Und wie kam nun das Gerücht über das Geschehnis unter den Passagieren auf?“.. Sichusig wig Youngs Augen wurden in diesem Augenlick wieder scharf und drohend. Sein Mund verlor auf einmal sein Lächeln, und zwei Falten zerschnitten sein Gesicht. Er sah aus wie eine Dogge, die einen Feind wittert. Er sagte: „Das ist vielleicht nicht so seltsam, wie es aussieht. Ein tiefer Zweck scheint mir in dieser Gerüchtverbreitung zu liegen. Ein Zweck, der eine furchtbare Drohung für das ganze Schiff zu sein scheint. Aber noch bin ich ein Faktor in der Rechenaufgabe des Mörders, ein unbekannter Faktor, den er unterschätzt.“ Ich behielt mein Lächeln, als ich sagte: „O. das ist interessant, Mr. Young.... Sie haben eine Vermutung? Wollen Sie mir diese verraten?“ 82 Young schlug mit der geballten Faust in die Luft nach einem unsichtbaren Feind. „Ich vermute, daß der Mörder selbst dieses Gerücht verbreitete.“ „Young fixierte mich von oben bis unten, und sein Lächeln kroch wieder vorsichtig und behutsam in sein Gesicht. zus Higamstte an wicht Ich zündete mir ruhig eine Zigarette an. Nicht ein bißchen zitterte die Streichholzflamme in meiner Hand, als ich antwortete: „Sie haben Recht. Und ich will Ihnen den Grund sagen..... M4 gu. u. Young sah mich verdutzt an. Sein Gesicht war von den Wölkchen meiner Zigarette wie von einem zitternden Rahmen umgeben. „Den Grund?" „Warum nicht... Unter Freunde...“ Ich sah einen Augenblick Youngs Zähne, weiß und bissig. Aber gleich fielen die Lippen darüber, wie ein roter Vorhang. „Ja, ich will eine Frage an Sie richten, die Grund und Erklärung zugleich enthält,“ sagte ich, mein Bein über den Sesselrand legend. Youngs Augendeckel klappten nach oben, daß ich das Weiße leuchten sah Ich aber stellte meine Frage: „Haben nicht die Werteinlagen in dem Schiffstresor in den letzten Stunden in erheblichem Maße sugenommeg'“ Där.„ ing ein 9. chem J. wanl. Durch Youngs Körper ging ein Zucken, als wolle er auf mich zuspringen. Doch mit einer wütenden Schulterbewegung schüttelte er die Erregung von sich ab und sank in sich zusammen. Er stand einen Augenblick klein und verlegen vor mir und sagte heiser: „Ja... ja... seit...“ „.. seitdem das Gerücht umläuft, häufen sich die Werteinlagen. Das aber wollte das Gerücht." „Es ist wahr,“ sagte Young und sah mich mit einem unbeschreiblichen Ausdruck an. Lal Mlacsestnanesbies u— Aizech Keust. EOWWOTNen! 0 4 — Obneen Mou###ster. 14—. zuezunühn#uns Oleten Woue Schlatzimmer echt Eiche ganz moderne Form. Ankleide- und Wäscheschrank 180 cm breit, mit Innenspiegel. Waschkommode mit Spiegelautsatz. 2 Konsolen beid m. echt, weiß. Marmor. 2 Beitstellen 2 Stühle sepolstert. Bezus nach Wahl. 1 Handtuchhalter, 1 Krawattenhalter nur Bük. Speisezimmer sch. prima Qualitätsarbeit, geschmackvolle Ausführung, Bolett 180 cm breit. mit polierten Innenflächen eingebauten Silberkästen und Marmorzug, Kredenz. Auszugtisch und 4 echte Rindledernchle nuur Aük. Schlatzimmer echt siche vornehme Ausführung. Ankleide- u. Wäscheschrank. 2 m brt., m. Innenspiegel. Türen innen mahasontpoliert. 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Erschrocken über die Offenherzigkeit, mit der ich den Zweck der Gerüchtverbreitung erklärte. Sicher zweifelte er in seinem Innern keine Minute daran, daß ich irgendwie an diesem Mordversuch mitschuldig sei. Aber wie war das in Verbindung zu bringen mit meine Ossenberzigleit: ag uag Am. Stag Gig Ses Young trat nervös nach einem Stück Eis, das noch immer zwischen den Scherben des zertrümmerten Glases an der Erde lag. Es zersplitterte in hunder: kleine Diamanten, die funkensprühend über den Tepvich liefen....., K4.manten gur Germigies „Und doch sind diese Diamanten nur harmloses Wasser...“ sagte ich, einen Eissplitter aufhebend... „man irrt sich so leicht, Mr. Young!“ „Young fuhr zusammen. Er hatte nur halb hingehört und knurrte nun: . Irrtum?... Irrtum?“ und dann sagte er. mich mit einem unergründlichen Blick ansehend: „Aber diese Nacht... da werden wir ihn fangen, nicht wahr, Mr. Svendrup? Um seine Lippen zitterte ein Lächeln, das stetig wurde, und er schob die Maske meines Freundes Young wieder über das Gesicht. Um 11 Uhr wollen wir unsere Wache am Tresor beginnen. Bis dahin habe ich einige sichere Leute dahin postiert...“ „Sichere ,„ f 74— M 6. „Ei, Sie haben recht, sicher ist bei diesem Höllenspuk von einem Gauner niemand mehr. Nicht einmal ich oder— Sie...“ Youngs Lachen gluckste tief im Halse und hörte sich verhältnismäßig echt an. „Ich gewiß nicht!“ antwortete ich mit toternstem Gesich.„ ug, Sehu im ungs Lch. Zwischen Youngs Lachen gerieten einige falsche Töne- und seine Augendeckel sprangen. Er hielt meine Frechheit sicher für impertinent. Aber er behielt seine Raste und Glnchte:..i6t Jumt us uuch so W. „Ha... ha... vielleicht kommt es noch so, Mr. Spendrup. daß Sie mich verhaften müßten... Aber kommen Sie, dort höre ich den Ruf nach Tänzern... ein Tänzchen dürfte vor der Nachtwache nicht schaden..“ „Toujours lustigk... aber tanzen wir nicht schon die ganze Zeit... auf einem Vulkan?" flüDoung hörte nicht mehr hin, was ich sagte er hatte den Kopf vorgestreckt und lauschte in das Stimmengewirr hinein, das aus dem Tanzsaal kam. Eben warf sich ein schneller Trommelwirbel darüber und löschte es aus.„ Young schob seinen Arm unter den meinen und trat mit mir in den Tanzsaal. Es kostete ihm lich einige Ueberwindung, aber dafür hatte er auch im Moment das Gefühl, ein großer zetektiv zu sein. Hielt er nicht das Schicksal des Schiffes in seinem Arm? Und war nicht der Sieg schon in seine Hand Ach, armer Doung! Die nächsten Stunden sollten ihm alle Karten aus der Hand schlagen. XII. Das Opalauge. Um 1 Uhr ging ich mit Young in die Nacht, die das Schiff wie in einen schwarzen Sammetmantel hüllte. Durch tausende von Löchern dieses Mantels floß die silberne Unendlichkeit und vertropfte. Nur hier und da wuchs noch ein schwärzerer Schatten aus dem Dunkel hervor. Er stand lautlos und stumm, doch aus ihm tropften Funken, die erst fielen und dann wie tausend kleine feurige Insekten lebendig und sprühend in die Nacht entschwirrten. Matrosen, die den feurigen Rest ihrer Pfeifen ausklopften oder ihre Zigarrenstummel Als wir auf das Oberdeck kamen, wo der Tresorraum in einem Deckaufbau untergebracht ist, sprang ein Wind auf und fiel uns jäh wie ein wildes Tier aus dem Hinterhalt an. Lauter wurde der Gesang des Meeres und eine Orgel schien mit vollen Akkorden einzufallen. Aber es war kein Choral. Es war ein drohendes, dumpfes Kampflied, dem die Wellen klatschend Beifall brüllten.„krag.g,#i. Mit einem schmatzenden Geräusch leckte die Zunge des Windes über die Planken, als koste sie ein lekkeres Gericht. Hinter dem Schornstein drohte auf einmal der Mond mit einer roten Faust in das Dunkel hinein. Der Schatten des Schornsteins lief wie ein jäh aus tiefem Schlaf erwecktes Untier murrend über das seltene Rot der Planken, das wie Blut aus den Poren des Holzes auszutreten schien. „Ein roter Mond?“ „Eine Boe ist aufgesprungen. Es scheint schlechtes Wetter im Anzuge zu sein, das sagt die seltsame Farbe des Mondes...“ antwortete Young und hielt sich die Jacke fest an den Leib, die ihm eben wie zwei schwarze Flügel entfliehen wollte. Wie eine riesige schwarze Kröte hockte der Deckaufbau vor dem Schornstein. Da aber öffnete die Kröte ihr Maul und spie einen blendend weißen Weg in die Nacht. Die Tür des Tresorraums hatte sich geöffnet, und in den weißen Weg standen breit und trotzig die Schultern des Kapitäns als schwarze Sil„Nur herein! Ah. Mr. Svendrup und Mr. Young... ich hörte Schritte...“. Eine angenehme Wärme schlug uns entgegen. Eine elektrische Sonne glühte uns mit dunklem Rot an. Ein Windstoß warf mit dröhnender Faust die Tür hinter uns ins Schloß. Des Kapitäns Kopf lag in den Rauchschwaden seiner Pfeife wie in einer grauen Rettungsboje. Er lächelte oder wollte vielmehr lächeln; denn es blieb in Wahrheit nur ein verzerrtes Grinsen. Angst und Unruhe schwelten in dem dunklen Brand seiner Augen und warteten darauf, heimtückisch und verzehrend hervorbrechen zu können. Der Deckaufbau des Tresorraums besaß nur einen einzigen Zugang. Man trat durch diese Tür zuerst in ein sehr großes, geräumiges Kartenzimmer. Die Wände waren mit Seekarten aller Art bedeckt. In der Mitte des Raumes befand sich ein großer Kartentiich, der fest in den Boden eingeschraubt war. Das Licht fiel am Tage durch ein dickes Glasdach, jetzt aber quoll aus einer pendelnden, alabasternen Schale die weiße Helle. Der Boden war mit einem schweren Teppich belegt. Neben dem Kamin stand ein Schreibtisch, der mit Büchern über Tiefenmessung und Seefahrtsstraßen bedeckt war. Eine große Scheinwerfer=Schreibtischlampe mit einer Messingkuppel stand auf dem Schreibtisch, Vom Kartenzimmer führte eine Tür in den zweiten Raum. Vor dieser Tür standen zwei schwere rindlederne Klubsessel. Sie wuchteten schwer in den Raum hinein und gaben ihm ein strenges und herrisches GeDas war ungefähr das ganze Mobiliar, so wie es beim Durchschreiten des Raumes in meinem Gedächtnis hasten blieb.. A4ue immer 25 Der Raum, den man von dem Kartenzimmer aus betrat, war der Tresorraum. Auch er war ziemlich kahl.6 An der einen Wand stand der große, massive Tresorschrank, der eine Unzahl kleinerer und größerer Fächer barg. Von den Klappen aller Fächer schrien Zahlen herüber. Wie ein kleines, spitzes Maul mit einem scharfen Zahn drohte aus jedem Fach das Schlüsselloch. Patentschlösser. Mir schien der Schrank ein wenig altmodisch. Die Glasur war hier und da abgesplittert, und an einem offenen Fach sah ich, daß er nur eine einfache Panzerung besaß. Auf der Höhe der Zeit stand dieser Schrank Ich erlaubie mir, Doung gegenüber eine Aeußerung hierüber zu machen. Wge e. Young zuckte verlegen die Achseln und sagte: „Bisher hat er ausgereicht. Seitdem ich auf der „Imperia“ fahre, ist nie etwas passiert...“ Young strich unwillkürlich an seinem Embonpoint herunter, und es fuhr mit einem Stoßseufzer aus ihm heraus... =Gotzeidanf nicht!“„ 1ug vn ume Kmtt „Die„Imperia“ ist auch kein neuer Dampfer Nein, er fährt diese Strecke nur aushilfsweise für die Nicaragua“, die einen Schraubendefekt hatSonst haben wir kaum so illustre Gäste an Bord wie jetzt, und der Tresor hat immer noch seine Dienste „und jene Tür?“ fragte ich und wies auf eine Tür, die vom Tresorraum abging. „... führt in meinen Schlafraum!“ sagte Young und Ifnete die Tür. Nu Kr Junt 4 Ich sah einen kleinen, aber sehr elegant und genütlich eingerichteten Schlaf= und Wohnraum. mütlich eingerichtefen Schlof, und Bohnrgzn,u. „Eine vorzügliche Sicherheitsmaßregel!“ sagte ich. Youngs Kopf fuhr aus den Schultern heraus. Seine Augen liefen über mein Gesicht und sprangen wieder zurück, nein, Hohn war wohl nicht in meinem Gesicht zu beisen! Dananenschuf kam Dien Laiter Wie mit einem Kanonenschuß kam ein kalter Windstoß hereingefegt. Wir sahen auf. Ein Schatten fiel durch die Tür. Er wuchs groß und massiv auf und wurde zu einer vierschrötigen Form, auf der ein kantiger Schädel saß. In diesem Schädel saßen zwei glühende Augen.„. W W 2 Ssr Aber ihre Glut schien nur zu mir zu verströmen. In dieser Glut war Haß, aber große Ehrlichkeit. Das war der erste Steuermann, der mein Feind war. Ein Feind, wie jeder schwere Felsblock der Feind eines Nachens sein muß, der durch und über die Fluten „Wah, al bands an Deck...“ sagte der Kapitän und klopfte dem Eintretenden auf die Schulter. Aber wie der Herr seinen bissigen Hund an der Leine von seinem Feinde fortreißen muß, so mußte auch der Kapitän den Steuermann erst am Aermel ziehen, ehe er seine Blicke von mir losriß. Ich machte eine etwas ironische Verbeugung vor dem Steuermann. Er knurrte. Tief saß dieses Knurren in seiner Kehle. Aber da sprang ihn ein Blick des Kapitäns an, der seinen Nacken niederriß. Wie eine Drohung war diese kurze Verbeugung. Er war ein schlechter Schauspieler und ein noch schlechterer Diplomat. Er begriff den Kapitän nicht. Mußte nicht ein Mann wie ich, in Eisen liegen? Young stellte sich wie eine spanische Wand zwischen dem Steuermann und mich. Von seinem Gesicht floß aer sict hael cecle e Ich ging auf seine tropfende Freundlichkeit nicht ein, sondern fragte weiter:„..„ durg 8 „Es ist kein anderer Ausgang hier als durch das Kartenzimmer D. Lus Tenster dart nicht gia gi„Nein, wenn Sie das Fenster dort nicht als Eingang bezeichnen wollen?“..4 gin 6cms Das Fenster war klein und hoch. Ein schmaler Mensch mußte hindurch können, aber da war eine eiserne Sperre vor dem Fenster. Schwere gekreuzte Stäbe bildeten diese Sperre. Drohend wie ein Gefängnisgitter hing sie in der Luft. Wie eiserne Fäuste hielten Scharniere das Schloß, das sich in diese Tür hineinbiß. Klein, befangen wirkte das Fenster dahinter. „Es ist fest, aut geschlossen?“ Statt einer Antwort stieg Young guf einen Tritt und rüttelte daran. Das Eisen schien häßlich und grausam. Es klirrte bös aufeinander, aber je mehr Young rüttelte, umso fester bissen sich Tür und Schloß zusammen. Young zog sich mit beiden Händen daran hoch, und es sah einen Augenblick aus, als habe ihn ein furchtbares eisernes Maul gepackt und schüttelte ihn. Young kam herunter. Wie kleine blaue Schlänglein liefen zwei Adern über seine Stirn von der Anstrengung des Rüttelns. Er keuchte: „Es ist fest... übrigens prüfe ich es jeden Abend.“.— Mache? „Aber wo beziehen wir unsere Wache? Halten Sie es für vorteilhaft, hier im Tresorraum zu bleiben? Vielleicht verhindern wir dadurch einen neuen Angriff, wir wollen doch den Kerl an die Leber. Wir wollen ihn erwischen... in flagranti? Wäre das nicht das Beste?“ Ich hatte mich mit meinen Worten an den Steuermann gewandt. So schwer und ungefüg auch alles an ihm gezimmert war, Arme und Beine, Rumpf und Kopf. Gehirn und Nerven, so verstand er doch den leisen Hohn in meiner Stimme... gune nach Nuune.. „Er machte eine Handbewegung nach Young, als wolle er ihn fortwischen. Er trat vor, und seine Faust erschien mir größer, als der ganze Young. Diese Faust hatte ein seltsames Leben, die öffnete und schloß sich. Sie wurde zum Rachen eines Tieres. Die Nägel waren wie scharfe Zähne und lauerten, aber da legte sich eine andere Faust hinein. Eine schmale, zierliche Faust, und am kleinen Finger leuchtete ein Brillantring wie ein aufmerksames Auge. Die Hand des Kapitäns. Die große Faust fiel wie von einer unsichtbaren Gewalt getroffen auseinander... Wuerzu „Sie haben Recht, Mr. Svendrup! Wir müssen. ihn in flagranti erwischen... Aber Mr. Young muß uns sein Geheimnis enthüllen...“ antwortete der Kapitän für den Steuermann. „Ein Geheimnis?“ Ich sah fragend auf Young. Young strich sich über die Stirn, seine spärlichen Haare. In dieser Bewegung lag ein wenig Stolz. Und sein Lächeln wurde auf eine Sekunde wahr und echt. „Es ist mehr Spielerei, wenn auch nicht ganz unnütz,“ antwortete Young und öffnete wieder seine Kabinentür, g.2..1, Zimmerch„Bitte.“ Wir traten in sein Zimmerchen. Young placierte uns alle auf Korbsesseln, die nebeneinander an der Wand standen. Es war sicher kein Zufall, daß ich zwischen den Kapitän und den Steuermann zu sitzen kam. Wie zwei große Wachthunde saßen sie neben mir. Ich fühlte, wie sich die Faust des Steuermanns an mein Jakett heranschob wie ein witterndes Tier. Plötzlich schaltete Young das Licht aus. Wir ertranken in der jähen Dunkelheit wie in der Tiefe des Meeres. Von draußen schlug der Wind knöchern und hohl gegen die Wände, jäh und jäh in ein schrilles Pfeifen übergehend, wie gellende Warnungspfeifen überraschter Polizisten...... Einen Augenblick zogen sich meine Nerven schmerzhaft zusammen, und in meinem Hirn zuckten rote Signale auf... Gefahr... Gefahr... Gefahr... Wollte man über mich herfallen? Mich im Dunkel unschädlich machen? (Fortsetzung folgt.) Wenn Ihre Wohnungs-Einrichtung die Note besonderer Behaglichkeit tragen soll wenn sich Qualität und Preiswürdigkeit vereinen sollen, dann kaufen Sie im Wobelkaus Wramm, Esseh, Eimbecker Strabe 91—103 Guter Rat Ist billig denn meine fachmännische Beratung und Augenprüfung stcht Ihnen zur Vertügung, auch wenn Sie sich zum Kauf einer Brille nicht entschließen können. 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