mmss S 1. Klatt Nr. 133 31. Jahrgang Gelsenkirchener Lonnerstag, den 13. Nak 1933 Anarhängige Tageszeitung. für Groß=Gelsenkirchen Aecn u m e Gelsenkirchener Generglanzeiger## umtliches kreisblatt für Gelsenkirchen wonatlich.2 kü mit Zustelgebühr— Illustrierte Bellage 13 Aysa monatlich ertra— Aumal=ümerstugung Ds 9 Page Jhtz s ei1: Budenbruchstraße 2n imn Duer Hecztrote P.„r Feistaut von 8 ühe! Ae Seionot zu. Sengungen.— Anleigengegigt, Zugaltg: bosg, Zamitenz=äguegen vad Bosil Gog=Louto, esen jzüc ehme, is uachatag, 5 Uhe Ar du nicha: Autgab.— Anzeigens uicht gechätlicher Gen 5 Nachapstennte, für Undwäitgs in Aeichasseunte, 2, hallamen 10 Meichipieunte für Groß=Gelsenkirchen Amtliches Kreisblatt für Gelsenkirchen Prone Hegen Tierate. Hitler steckt die Grenzen ab, bis zu denen Deutschlans in Genf entgegenkommen kann.— Diktate würden zum Austritt aus dem Völkerbund führen.— Fünfjährige Uebergangsfrist.— Abrechnung über die Riesenschäden des Versailler Vertrages.— Der Friede als höchstes Ziel. Eine historische Stunde von gewaltiger Eindruckskraft. Die Friedensrede des Kanzlers. (Drabtb. unserer Berliner Schriftltg.) Der Reichskanzler Adolf Hitler hat sich am Mittwoch einen sehr starken persönlichen und politischen Erfolg im Reichstag erkämpft. Innenpolitisch liegt die große Bedeutung dieser kurzen, aber eindrucksvollen Sitzung darin, daß sich die Möglichkeit eines Brückenschlagens über die ganze Volksvertretung hinweg gezeigt hat. Es ist erwiesen, daß trotz aller parteipolitischen und weltanschaulichen Gegensätze das ganze deutsche Volk Schulter an Schulter steht, wenn es sich um die Lebensbedingungen von Staat und Volk handelt. Sogar die sozialdemokratische Fraktion, die in ihren Bänken allerdings große Lücken aufwies, hat sich bei der Abstimmung geschlossen mit den übrigen Parteien erboben. Und wenn bei dem allgemeinen Beifallklatschen, das dieser Demonstration folgte, sich auch der Reichskanzler selbst beteiligte, so ist das dahin zu deuten, daß ihm zum ersten Male die Haltung der Sozialdemokraten Achtung eingeflößt hat. Indessen, diese Sitzung des Reichstags hatte in erster Linie nicht innervolitischen, sondern außenpolitischen Aspekt, und wir glauben uns nicht getäuscht zu haben, wenn wir in der Dipkomatenloge einige verblüffte Gesichter feststellen konnten, die auf die Beteiligung der Sozialdemokraten zum mindesten nicht vorbereitet gewesen sind. Diese Herren hatten auch sonst Gelegenheit zum Verwundern, denn die Rede des Kanzlers war eine Friedensrede ausgesprochenster Art, wie man sie vielleicht gerade im Ausland von diesem Kanzler nicht erwartet hatte. Hitler verzichtete auf beabsichtigte oratorische Wirkungen, ließ nur die Tatsachen sprechen und eppellierte an die Vernunft. Und gerade deshalb war es eine starke Rede, die Tat eines mutigen und verantwortungsbewußten Mannes, der mit seinem Volk gegen eine Welt von Feinden ankämpft. Was der Kanzler im einzelnen an Zahlen und Beweisen anführte, brachte kaum Neues. Aber das Ausland soll es hören, denn nur aus der Erkenntnis des ungeheuerlichen Unrechts von Versailles kann die Welt Verständnis gewinnen für die psychologische Entwicklung, die das deutsche Volk durchgemacht hat und die zur Bildung der nationalen Regierung geführt hat. Aber gerade aus des Erfahrungen dieser trüben Jahre heraus bekennt des Kanzler sich zum unbedingten Frieden, eine Feststellung, die die Welt hören mag. Nach dieser Rede wird kaum noch jemand der deutschen Regierung vorwersen können, daß sie sich mit Angriffsabsichten irgendwelcher Art gegen Franzosen oder Polen oder andere Nachbarn trüge. Aber der Kanzler propagiert auch das Recht des Besiegten und verlangt die Erfüllung der Zusagen, auf die wir solange gewartet haben und ohne die eine friedliche Entwicklung in Eurova unmöglich ist. Die sachliche und moralische Gleichberechtigung Deutschlands— das ist die entscheidende Forderung, die Hitler erneut mit größter Deutlichkeit angemeldet hat. Deutschland wird sich unter keinen Umständen zu einer Unterschrift zwingen lassen, die eine Verewigung der Disqualisizierung Deutschlands bedeuten würde. Das ist vom Kanzler nicht als Drohung gesagt, sondern gilt nur der Klärung des Tatbestandes, ebenso wie die Andeutung, daß unter Umständen der Augenblick gekommen sein könnte, wo Deutschland die Mitgliedschaft im Völkerbund aufgeben müßte, daß aber die Verantwortung für das politische und wirtschaftliche Chaos, das dann kaum mehr zu vermeiden wäre, nicht auf uns siele. Der Kanzler hat in dieser Rede immer wieder bekundet, daß bei uns niemand an einen Krieg oder an Kriegsvorbereitungen denkt, daß vielmehr die Welt an uns ein Unrecht gutzumachen hat. Wenn Politik nur eine Sache der Ueberlegung wäre, dann müßte mit dieser Rede nicht nur die Genfer Krise überwunden, sondern auch die endliche Befriedung Eurovas erreicht werden. Aber wir dürsen nicht verkennen, daß im Kreise unserer Gegner die Stimme der Vernunft gegenwärtig sehr wenig Kraft besitzt. Viel wäre schon gewonnen, wenn es dem Kanzler mit seinen Worten gelungen wäre, die Mauer des Hasses zu durchbrechen, die von geschäftiger Provaganda rings um uns errichtet worden ist. Gontuligren in Ceichslag. Auch die Sozialdemokraten billigen die Regierungserklärung. * Berlin, 18. Mai.(Drahkb.) Nach der großen politischen Rede des Reichskanzlers wurde folgender Aateag der vun den Raloanalsesalsen, den Lenschasbondten, den zer. krum und der Bäherischen boltspartei eingebracht worden war, einsrimmig angenommen: Der Deusche Keichelag als die Vertetug des denschen Volles billigt de Keleng der Lechnegsernuag und sellsich in üicher Nüle 1as Leben der Nation entscheidenden Schicksalsfrage der Gleichberechtigung der benscen Lalten gechasen honter die lechgnegsenmne. Auch die Sozialdemorraten fimmten für biesen Autrag. Das Ftücherde von Versälder. in Graf Zeppelin“ wieder daheim. Dr. Eckener ist in Amerika geblieben. X Friedrichshafen, 18. Mai.(Drahtb.) Das Luftschiff„Graf Zeppelin“ ist am Mittwochabend glatt gelandet. Führer war Kapitän Lehmann, an Bord befanden sich sieben Passagiere. Dr. Eckener in in Sadamerika zurückgeblieden. In der Nacht zum Mittwoch um 23 Uhr hatte „Graf Zeppelin“ programmäßig eine Zwischenlandung. in Seuillg ausgefühnt Auftakt zum Reichstag. Großer Menschenandrang. A3. Berlin, 17. Mai.(Drahtb.) ..„ Vor dem Reichstagsgebäude hatte sich den Mittagsstunden eine große Menschenmenge angesammelt, die den Abmarsch der Abgeordneten aus dem Reichstagsgebäude nach der Krolloper beiwohnen wollte. Die Polizei mußte umfangreiche Absperrungen vornehmen Eine Stunde vor Beginn der Plenarsitzung wurde auch die Krolloper wieder im weiten Umkreis durch Polizei und Hilfspolizei abgesperrt. Quer über den Platz vor der Krolloper wurde ein dickes Seil gezogen, das nur derjenige passieren durfte, der sich in der vorgeschriebenen Weise ausweisen konnte. Die meisten Abgeordneten waren schon längere Zeit vor Beginn der Sitzung in der Krolloper anwesend. Die Tribünen sind schon lange vor Beginn der Sitzung überfüllt. In der Diplomatenloge ist auch das diplomatische Korps fast vollzählig erschienen. Um 15 Uhr war der Sitzungssaal voll besetzt, lediglich in den Bänken der Sozialdemokraten zeigten sich einige Lücken. Um 15.15 Uhr ertönte das Zeichen zum Beginn der Sitzung. Reichskanzler Hitler in der SA.=Uniform, gefolgt vom Reichsinnenminister Dr. Frick schritt, während sämtliche Abgeordnete und die Tribünenbesucher sich von den Plätzen erhoben, zu seinem Platz auf der Regierungsbank. Präsident Göring eröffnete sofort die dritte Sitzung des Reichstags mit folgender Erklärung: Sie sind in einer ernsten Stunde zusammenberufen worden. Es gilt eine Schicksalsfrage unserer Nation. Wohl kaum jemals vorher war der Reichstag zu einer so ernsten Frage, zu einer so ernsten Stunde einberufen worden. Die deutsche Reichsregierung wünscht ihre Absichten und ihre Ziele in dieser schwierigen Frage dem ganzen deutschen Volke klarzulegen. Das Wort hat nunmehr unser Führer, des deutschen Volkes Kanzler. Reichskanzler Adolf hitler begab sich dann, von lebhaftem Beifall begrüßt, zur Rednertribüne und führte aus: Namens der Reichsregierung habe ich den Reichstagspräsidenten Göring gebeten, den Deutschen Reichstag einzuberufen, um vor diesem Forum zu den Fragen Stellung zu nehmen, die heute nicht nur unser Volk, sondern die ganze Welt bewegen. Die Ihnen bekannten Probleme sind von so großer Bedeutung, daß von ihrer glücklichen Lösung nicht nur die polltische Befriedung, sondern auch die wirtschaftliche Rettung aller abhängt. Wenn ich dabei für die deutsche Regierung dem Wunsche Ausdruck gebe, ihre Behandlung der Sphäre jeder Leidenschaftlichkeit zu entziehen, dann geschieht es nicht zum geringsten in der uns alle beherrschenden Erkenntnis, daß die Krise der heutigen Zeit ihren tiefsten Ursprung selbst nur jener Leidenschaft zu verdanken hat, die am Ende des Krieges Klugheit, Einsicht und Gerechtigkeit der Völker verdüsierte. Denn alle sene die Krisis verursachenden Probleme liegen in den Mängeln des Friedensvertrages begründet, der es nicht vermochte die wichtigsten und entscheidensten Fragen für alle Zutunft überlegen, klar und vernüuftig zu lösen. Weder die nationalen noch die wirtschaftlichen oder ge; die rechtlichen Angelegenheiten und Forderungen der Bölker sind durch diesen Vertrag in einer Weise gelöst worden, daß sie vor der Kritik der Vernunft für alle Zeiten de sehen könnten. Es ist daher verständlich, daß der Gedanke einer Revision nicht nur zu den dauernden Begleiterscheinungen und Auswirtungen dieses Vertrages gehört, sondern daß eine Revision sogar von seinen Versassern als notwendig vorgesehen wurde und daher im Vertrage selbst ihre rechtliche Verankerung fand. Wenn ich kurz auf die Probleme, die dieser Vertrag hätte lösen sollen, eingehe, dann geschieht es deshalb, weil durch das Versagen auf diesem Gebiete sich zwangsläufig die späteren Situationen ergeben haben, unter denen die politischen und wirtschaftlichen Beziehungen der Völker seitdem leiden. Die politisch nationalen Probleme. sind folgende: Durch viele Jahrbunderte entwickelten sich die europäischen Staaten und ihre Grenzziehung aus Auffassungen, die nur ausschließlich eines staatlichen Denkens lagen. Mit dem siegreichen Durchbruch des Nationalitätenprinzips im Lause des vorigen Jahrhunderts wurden infolge der Nichtberücksichtigung dieser neuen Ideale durch die aus anderen Voraussetzungen entstandenen Staaten die Keime zu zahlreichen Konflikten gelegt. Es konnte nach Beendigung des großen Krieges keine höhere Aufgabe für eine wirkliche Friedenskonferenz geben, als in klarer Erkenntnis dieser Tatsache eine Neugliederung der europäischen Staaten vorzunehmen, die diesem Prinzip in höchstmöglichem umfange gerecht wurde. Diese territoriale Neugestaltung Europas unter Berücksichtigung der wirklichen Volksgrenzen wäre geschichtlich jene Lösung gewesen, die mit dem Blick auf die Zukunft für Sieger und Besiegte vielleicht die Blutopfer des großen Krieges nicht ganz vergeblich hätte erscheinen lassen, weil durch sie der Welt die Grundlage für einen wirklichen, dauernden Frieden gegeben worden wäre. Tatsächlich entschloß man sich aber, teils aus Unkenntnis, teils aus Leidenschaft und Haß, zu Lösungen, die den Keim neuer Konflikte schon in ihrer Unlogik und Unbilligkeit trugen. Folgendes waren die wirtschaftlichen Probleme. die dieser Konferenz zur Lösung vorlagen: Die wirtschaftliche Situation Europas ist gekennzeichnet durch die Ueberfüllung des europäischen Westens und durch die Armut des Bodens dieser Gebiete an gewissen Rohstoffen, die gerade in jenen Gebieten mit alter Kultur dem dort gewohnten Lebensstandard unentbehrlich sind. Wollte man eine gewisse Befriedung Europas für menschlich absehbare Zeit herbeiführen, dann mußte man, statt der unfruchtbaren und gefährlichen Begriffe Buße, Strafe, Wiedergutmachung usw. die tiese Erkenntnis berücksichtigen, daß mangelnde Existenzmöglichkeit immer die Quelle von Völkerkonflitten gewesen ist.(Stürmischer Beifall.) Statt den Gedanken der Vernichtung zu predigen, mußte man überlegen, wie eine Neuordnung der internationalen politischen und wirtschaftlichen Beziehungen vorgenommen werden könne, die den Existenznotwendigkeiten der einzelnen Völker in höchstmöglichem Umfang gerecht wurde. Es ist nicht weise, die wirtschaftlichen Lebensmöglichkeiten einem Volke zu entziehen ohne Rücksicht darauf, daß die davon abhängige Bevölkerung darauf angewiesen ist, in diesem Gebiete weiterhin zu leben.(Zustimmung.) Die Meinung, durch die wirtschaftliche Vernichtung eines 65=Millionen=Volkes werde anderen Völkern ein nützlicher Dienst erwiesen, ist eine unsinnige. Selbsrmotberische Ersünungspolikik. Unter lautloser Stille im Hause fuhr der Kanzler zuger Gedanke der Reparationen und ihrer DurchLstzust#urd einmal in der Völtergeschichte ein Schulbeispiel dafür sein, wie sehr die Außerachtlassung der internationalen Wohlfahrt allen schädlich sein kann. (Zustimmung.) Tatsächlich konnten die Revarationen nur vom deutschen Export bezahlt werden. Im gleichen Ausmaß, wie, Deutschland wegen der Revarationen als internationales Exvortunternehmen betrachtet wurde, mußte aber der Export der Gläubigerstaaten leiden. Der wirtschaftliche Nutzen der Reparationszahlungen konnte daher in keinem Verhältnis zu der den Einzelvolkswirtschaften git den Revarationen zugefügt,wurde.(Sehr richtig.) Der Versuch, eine solche Entwicklung dadurch abzuweneine Beschränkung des deutschen Exports durch zur Ermöglichung der Zahlungen lsche7, purde, war wenis umsichtis und im Er„Denn die Umschuldung der politischen IIörigate, Veroflichtungen führte zu einem Zinsenessen Erfüllung zu denselben Ergehnissen führen mußte. Das schlimmste aber war, daß die Entwicklung des binnenwirtschaftlichen Lebens künstlich gehemmt und vernichtet Millionen unserer Arbeitslosen sind das letzte Ergebnis dieser Entwicklung Wollte man aber die Revarationsverpflichtungen auf Sachlieferungen beschränken, dann mußte dies zu einer nicht minder Binnenerzeugung der also heelückten, Völter führen, denn Sachlieferungen in dem infrage kommenden Umfange sind nicht denkbar, ohne den Bestand der eigenen Produktion der Völker auf das stärkste zu gefährden. Es ist die Schuld des Versailler Vertrages, eine Zeit eingeleitet zu haben, in der finanzielle Rechenkunst die wirtschaftliche Vernunft umzubringen scheint. .) Deutschland hat die ihm auferlegten Verpflichtungen trotz der ihnen innewohnenden Unvernunft und der vorauszusehenden, Folgen geradezu selbsttreu erslllt,„Die internationale Pirtischaiteteilsz., der unumstöhliche Beweie für die Richtigkeit dieser Behauptung. Der Gedanke der Wiederherstellung eines allgemeinen internationalen Rechtsemotindens ist durch den Versailler Vertrag nicht minder ver#e# worden, denn um die gesamten Maßnahmen dieses Ediktes zu motivieren, mußte Deutschland zum Schuldigen gestempelt werden. Dies ist ein ebenso einsaches wie allerdings unmögliches Verfahren. In Zukunft wird also die Schuld an Auseinandersetzungen immer der Besiegte tragen, denn der Sieger hat die Möglichkeit diese Feststellung einfach zu treifen.(Lebhafte Zustimmung.) Dieser Vorgang führte deshalb zu furchtbarer Bedeutung, weil er damit zugleich eine Begründung gab für die Umwandlung eines am. Ende dieses Krieges vorhandenen Kräfteverhältnisses in eine dauernde Rechtsnorm. Die Begriffe Sieger und Besiegte wurden damit förmlich zum Fundament einer neuen internationalen Rechts= und Gesellschaftsordnung gemacht. eines großen Volkes zu einer Nation zweiten, Ranges und zweiter Klasse wurde in einem Augenblick proklamiert, in dem ein Bundder Rationen aus der Tause gehoben werden sollte.(Zustimmung.) Saisge nicht Deutschlands konnte in der Befriedung der Welt führen. Abrüstung und WehrBesiegten, ein in der Geschichte der eurogäschen Rationen unerhörter Vorgang, war noch Konflitstasse e zu vermindern, sondern führte nur in jener ewigen Drohungen, Foreaserds üchrnse„Sanitioneg, die ale sort. und Unsicherheit zum Grabe der gesamten Weltwirtschaft zu werden drohen.(Beifall.) zur Befriedung des Lebens der er untereinander abgeschlossen werden, haben nur dann einen inneren Sinn, wenn sie von einer wirklichen und aufrichtigen Gleichberechtigung .#### gusgehen. Gerade darin liegt die Hauptursache der seit Jahren die Welt beherrschenden Gärung. Daß aber die heute vorliegenden Probleme eine gernünftige und endgültige Lösung erfahren, liegt im Interesse aller. Kein neuer euroväischer Krieg wäre in der Lage. anstelle der unbefriedigenden Zustände von heute etwas desseres zu setzen. Im Gegenteil, weder politisch noch wirtschaftlich könnte die Anwendung irgendwelcher Gewalt in Eurova eine günstigere Situation hervorrufen als sie heute besteht. Selbst bei ausschlaggebendem Erfolg einer neuen euroväischen Gewaltlösung würde als Endergebnis eine Vergröberung der Störung des euroväischen Amemetne Beinung Gleichgewichts eintreten. Neue Kriege neue Opfer. neue Unsicherheit und eine neue Wirtschaftsnot würden die Folge sein. Der Ausbruch eines solchen Wahnsinns ohne Ende aber müßte zum Zusammenbruch der heutigen Gesellschafts= und Staatenordnung führen Ein im kommunistischen Chaos versnkendes Eurova wurde eine Krise von unabsehbarem Ausmak und nicht abzuschätzender Dauer heraufbeschwören. Es ist der tie#,ernste, Wunsch der nationalen Regierung des Deutschen neiches, eine solche unfriedliche Entwicklung durch ihre aufrichtige und tätige Mitarbeit zu verbindern. Das ist auch der Die innere Sinn der in Deutschland vollzogenen Umwälzung. lution In drei Gesichtspunkte, die unsere Revol: recham im beimer Me beder ührigen Felt:n m emner Weise den Interessen 1. Verhinderung des drobenden kommunistischen Umsturzes und Aufbau eines die verschiedenen Interessen der Klassen und Stände einigenden Volksstaates und die Erhaltung des Begriffs Eigentum als Grundlage unserer Kultur: 2. Lösung des schwersten sozialen Problems durch die Zurückführung der Millionenarmee unserer bedauernswerten Arbeitslosen in die Produktion: 3. Wiederherstellung einer stabilen und autoritären Staatsfuhrung, getragen von dem Vertrauen und Willen der Nation. die dieses große Polk endlich wieder der Welt gegenüber vertragsfähig macht.(Lebhafter Beifall.) Wenn ich in diesem Augenblick bewußt als deutscher Nationalsozialist spreche, so mochte ich namens der nationalen Regierung und der gesamten Nationalerhebung bekunden daß gerade uns in diesem jungen Deutschland das tiefe Verständnis beseelt für die gleichen Gefühle und Gesinnungen, sowie für die begründeten Lebensansprüche der anderen Völker. Die Generation dieses jungen Deutschland, die in ihrem bisherigen Leben nur Not. Elend und Jammer des eigenen Volkes kennen lernte, hat zu sehr unter dem Wahnsinn gelitten, als daß sie beabsichtigen könnte, das gleiche den anderen zuzufügen. (Sehr richtig! und Beisall.) Wir konnen daber auch nicht den. Segrif des Germanisierens. Die geistige Mentalität des vergangenen Jahrhunderts. aus der beraus man glaubte, vielleicht aus Polon und Franzosen Deutsche machen zu können, ist uns genau so fremd, wie wir uns leidenschaftlich gegen jeden umgekehrten Versuch wenden.(Sturmischer. langanhaltender Beifall.) Wir sehen die euroväischen Nationen um uns als gegebene Tatsachen. Franzosen Polen usw. sind unsere Nachbarvölker, und wir wissen, daß kein geschichtlich denkbarer Vorgang diese Wirklichkeit ändern könnte. Es wäre ein Glück für die Welt gegesen, wenn im Vertrag von Versailles diese Realitäten auch inbezug auf Deutschland gewürdigt worden wären.(Erneuter stürmischer Beifall.) Denn es müßte das Ziel eines wirklich dauerhaften Vertragswerkes sein, nicht Wunden zu reißen oder verbandene ossen zu halten, sondern Wunden zu schließen und zu heilen. Eine überlegte Behandlung der euroväischen Prohleme hätte damals im Osten obne weiteres eine Lösung finden können, die den verständlichen Ansprüchen Polens genau so wie den natürlichen Rechten Deutschlands entgegengekommen wäre. (Zustimmung.) Der Vertrag von Versailles hat diese Lösung nicht gefunden. Dennoch wird keine deutsche Regierung von esich aus den Bruch einer Vereinbarung durchfuhren. die nicht beseitigt werden kann. ohne durch eine bessere ersetzt zu werden. Allein dieses Bekenntnis zum Rechtscharakter eines solchen Vertrages kann nur ein allgemeines sein Nicht nur der Sieger hat den Anspruch auf die ihm darin gegebenen Rechte. sondern auch der Besiegte. (Beifall.) Das Recht aber, eine Nevision dieses Vertrages zu fordern, liegt im Vertrag selbst begründet. Die Erfahrungen, die in den vierzehn Jahren gemacht worden sind, sind politisch und wirtschaftlich eindeutige. Das Elend der Völker wurde nicht behoben. sondern es hat zugenommen. Die tiefste Wurzel dieses Elends aber liegt in der Zerreißung der Welt in Sieger und Besiegte. als die beabsichtigte ewige Gxundtage aller Verträge und jeder kommenden Ordnung. Die schlimmste Auswirkuno findet diese Ordnung in der erzwungenen Wehrlosigkeit der einen Nation gegenüber den übersteigerten Rüstungen der anderen. abrnstung. Satsachen und Vorberungen. Wenn Deutschland, so fuhr Hitler fort. seit Jahren unentwegt die Abrüstung aller fordert. so aus folgenden Gründen:% 1. Ist die Forderung nach einer tatsächlich zum Ausdruck kommenden Gleichberechtigung eine Forderung der Moral. des Rechts und der Vernunft, eine Forderung, die im Friedensvertrage selbst anerkannt worden ist und deren Erfüllung unlöslich verbunden wurde mit der Forderung der deutschen Abrüstung als Ausgangspunkt für die Weltabrüstung. 2. Weil umgekehrt die Disqualtsizierung eines großen Volkes geschichtlich nicht ewig aufrechterhalten werden kann, sondern einmal ihr Ende finden muß. Denn wie lange glaubt man ein solches Unrecht einer großen Nation zufügen zu können? Was bedeutet der Vorteil eines Augenblicks gegenüber der dauernden Entwicklung der Jahr. hunderte? Das deutsche Volk wird bleiben, genau wie das französische und. wie uns durch die geschichtliche Entwicklung gelehrt wurde, das volnische Was sind Erfolge einer vorübergehenden Unterdrückung eines 65Millionen=Volkes gegenüber der Gewalt dieser unumstößlichen Tatsache? Kein Staat kann mehr Verständnis haben für die neu entstandenen jungen euroväischen Nationalstaaten als das Deutschland der aus dem gleichen Willen entstandenen nationalen Revolution (Lebhafte Zustimmung). Es will nichts für sich.“ was es nicht auch bereit ist, anderen zu geben. Wenn Deutschland heute die Forderung nach einer tatsächlichen Gleichberechtigung im Sinne der Abrüstung der anderen Nationen erhebt, dann hat es dazu ein moralisches Recht durch seine eigene Erfüllung der Verträge.(Zustimmung). Denn Deutschland hat abgerüstet, und Deutschland hat diese Abrüstung unter schärfster internationaler Kontrolle vollzogen. Sechs Millionen Gewehre und Karabiner wurden ausgeliefert oder zerstört. 130000 Maschinengewehre, 243000 Maschinengewehrläufe, 91 000 Geschütze. Minenwerfer und Geschützrohre, 28000 Lafetten. 59 Tanks. 38 750 000 Granaten, 490 Millionen Gewehrvatronen, 37 Millionen Kilogramm Pulver wurden vernichtet. Das Rheinland wurde entmilitarisiert. die deutschen Festungen wurden geschleift, unsere Schiffe wurden ausgeliefert, die Flugzeuge zerstört, unser Wehrsystem aufgegeben und die Ausbildung von Reserven dadurch verbindert. Selbst die nötigsten Waffen der Verteidigung blieben und versagt. Wer heute, so ruft der Kanzler mit erhobener Stimme. versucht, gegenüber diesen nicht wegzuleugnenden Tatsachen mit wahrhaft armseligen Ausreden und Ausflüchten aufzutreten(Stürmisches Händeklatschen) und zu behaupten. Deutschland hätte die Verträge nicht erfüllt oder hätte gar aufgerüstet. dessen Auffassung muß ich von dieser Stelle aus als ebenso unwahr wie unfair zurückweisen(Erneute Zustimmung). Der Stahlhelm ist entstanden aus der Erinnerung an die große Zeit des gemeinsamen Fronterlebnisses, zur Pflege der Tradition, zur Erhaltung der Kameradschaft und endlich ebenfalls zum Schutze des deutschen Volkes gegen die seit dem November 1918 das Volk bedrohende kommunistische Revolution, eine Gefahr allerdings, die die Länder nicht ermessen können, die nicht so wie wir Millionen organisierter Kommunisten besessen haben und nicht wie in Deutschland unter dem Terror litten. Denn der wirkliche Zweck dieser nationalen Organisation wird am besten gekennzeichnet durch die tatsächliche Art ihres Kampfes und durch ihre Opfer. SA. und SS. hatten zufolge kommunistischer Mordüberfälle und Terrorakte in wenigen Jahren über 350 Tote und gegen 40 000 Verletzte zu beklagen. Wenn heute in Genf versucht wird, diese ausschließlich innenvolitischen Zwecken dienenden Organitionen auf die Wehrstärken anzurechnen, dann könnte man genau so gut die Feuerwehr, die Tuenvereine. die Wach= und Schließgesellschaften und andere als Wehrmacht anrechnen.(Starker Peifall.) Wenn man aber weiter im gleichen Augenblick die ausgebildeten Jahrgänge der übrigen Armeen der Welt im Gegensatz zu diesen militärisch vollkommen unausgebildeten Menschen nicht in Anrechnung bringt, wenn man die bewaffneten Neserven der anderen bewußt übersieht, aber die unbewaffneten Angehörigen politischer Verbände bei uns zu zählen beginnt, dann liegt hier ein Verfahren vor, gegen das ich den schärfsten Protest einlegen muß.(Stürmischer Beifall.) Folgendes habe ich namens des deutschen Volkes und der deutschen Regierung zu erklären: Deutschland hat abgerüstet Es hat alle ihm im Friedensvertrag auferlegten Verpflichtungen weit über die Grenzen jeder Billigkeit, ja jeder Vernunft hinaus erfüllt. Seine Armee beträgt 100000 Mann. Die Stärke und die Art der Polizei sind international geregelt. Die in den Tagen der Revolution aufgestellte Donnerotag, den 18. Mai 1123 sowie alle technischen Mittel zur Führung des Krieges mit giftigen Gasen.(Hört! Hört!). der im Hat nicht Deutschland mehr Berechtigung, demgegenüber in seiner Wehr= und Waffenlosigkeit Sicherheit zu verlangen, als die durch Koalitionen miteinander verbundenen Rüstungsstaaten?(Stürmischer Beisall.) Beweise des guten Willeus. Dennoch ist Deutschland jederzeit bereit, weitere Sicherheitsverpflichtungen internationaler Art auf sich zu nehmen, wenn alle Nationen ihrerseits dazu bereit sind und dies Deutschland zu Gute kommt. Deutschland wäre auch ohne weiteres bereit, seine gesamte militärische Einrichtung überhaupt aufzulösen und den kleinen Rest der ihm verbliebenen Waffen zu zerstören, wenn die anliegendas gleiche tun würden. Wenn aber diese anderen Staaten nicht gewillt sind, die im Friedensvertrag von Versailles auch st: verpflichtenden Abrüstungsbestimmungen durchzuführen, dann muß Deutschland zumindest auf der Forderung seiner Gleichberechtigung bettehen.(Lebhafter Beisal.)snns „Die deutsche Regierung steht in dem englischen Plan eine mögliche Grundlage für die Lösung dieser Sie muß aber verlangen, daß ihr nicht die Zerstörung einer vorhandenen Wehreinrichtung aufgezwungen wird ohne die Zubilligung einer zumindest qualitgtipen„Gleichberechtigung. Deutschland muß Seuischland hich. äc pz, sondern uns erst vom Ausland auferteilten Weyreinrichtung Zug um Zug erfolgt im Maße der tatsächlichen Abrüstung anderen Staaten. Dabei erklärt sich Deutschland wesentlichen damit einverstanden, eine Uebergansperiode von fünf Jahren Hersellung einer nationalen Sicherheit anzunach dieser Zeit die wirkliche Gleichstellung Deutschlands mit den anderen Staaten erfolgt. Deutschland ist ferner ohne weiteres bereit, auf Angriffswaffen überhaupt Verzicht zu leisten, wenn innerhalb eines bestimmten Zeitraums die gerüsteten Nationen ihrerseits diese Angriffswaffen vernichten und durch eine internationale Konvention ihre Anwendung verboten wird. Deutschland hat nur den einzigen Wunsch, seine Unabhängigkeit zu und seine Grenzen schützen zu können. ministergi..1sspruch des französischen Kriegsgülge er ger enr ur ucher Ba der farbigen französischen Streitkräfte sofort auf dem frangosischen Festland verwendet werden. Er rechnet sie deshalb ausdrücklich zu den Heimatstreitkräften. Es nur der Gerechtigkeit, die farbigen Schen Abrüstungskonferenz als Bestandteil des franzusinen Heeres zu berücksichtigen. Wahrend man dies ablehnt, will man bei der deutschen Heeresstärke Verbände und Organisationen berucsichtigen, die nur volkserzieherischen und sportlichen Zwecken dienen und überhaupt keine miliusbildung genießen„ In den anderen Ländern sollen diese Verbände er überhaupt für die Heeresstärke nicht in Frage kommen. Das ist natürlich ein ganz unmögliches Verfahren. Deutschland, würde sich auch jederzeit bereiterklären. im Falle der Schaffung einer allgemeinen interKontrolle der Rüstungen bei gleicher Bereitwilligkeit der anderen Staaten die betreffenden Verbände dieser Kontrolle mitzuunterstellen, um ihren vollständig unmilitärischen Charakter eindeutig vor per ganzen Welt zu beweisen.(Lebhaftes Bravo). FernFerner wird die deutsche Regierung kein Wassenverbot als zu einschneidend ablebnen, wenn es in gleicher Weise auch auf die anderen Staaten Anwendung findet. Diese Forderungen bedeuten nicht eine Aufrüstung. sondern ein Verlangen nach Abrüstung der anderen Staaten. Ich begrüße dabei noch Regierung einmal namens der deutschen Regierung den weitausschauenden und wichtigen Plan ges ttarienischen Staatscheis. durch einen besonderen Pakt ein enges Vertrauens= und Arbeitsverhältnis der vier euroväischen Großmächte England. Italien und Deutschland berzustellen. Der Auffassung Mussolinis, daß damit die Brücke zu einer leichteren dauernden Verständigung geschlagen werden könnte, stimmt die deutsche Regierung aus innerster Ueberzeugung zu. Der Vorschlag des amerikanischen Roosevelt. Präsidenten veroflichtet Sie ist beheute Nacht Kenntnis erhielt. die deutsche Regierung zu warmem Danke. Sie, ist bereit dieser Methode zur Behebung der internationalen Krise zuzustimmen, denn auch sie ist der Auffassung, daß ohne die Lösung der Abrüstungsfrage auf die Dauer kein wirtschaftlicher Wiederaufbau denkbar ist. (Lebhafter Beifall). Sie ist bereit, sich an diesem Werk der Inordnungbringung der volitischen und wirtschaftlichen Verhältnisse der Welt uneigennützig zu beteiligen. Sie ist, wie ich schon eingangs betonte, ebenso überzeugt, daß es heute nur eine große Aufgabe geben kann; den Frieden der Welt zu sichern (Lebhafter Beifall und anhaltendes Händeklatschen). Ich fühle mich verpflichtet festzustellen, daß der, Srund Er die beutigen Rüstungen Frankreichs oder Polens unter keinen Umst Furcht dieser Nationen vor einer Invasion sein kann. inden die deutschen ihre Berechtigung ja nur im Vorbandensein jener modernen Angriffswaffen. Gerade diese modernen Angriffswaffen aber besitzt Zutschland überbaupt nicht, weder schwere Alstuerie noch Tanks. noch Bombenflugzeuge noch Giftgase. Die einzige Nation. die fürchten könnte, ist daher die deut stimmung), der man nicht nur die Angriffswassen verbot, sondern sogar das Recht auf Verteidigungswaffen beschnitt und auch die Anlage von Grenzbefestigungen untersagte. Deutschland ist jederzeit bereit, auf Angriffswaffen zu verzichten, wenn die übrige Welt ein gleiches ent. git Recht eine Invasion ie deutsche(Lebhafte ZuDeutschland ist bereit, jedem feierlichen Nichtangriffspakt beizutreten, denn Deutschland denkt nicht an einen Angriff, sondern es denkt nur an seine Sicherbeit. Deutschland würde die in dem Vorschlag des Präsidenten Hoover angedeutete Möglichkeit begrüßen. die Vereinigten Staaten als Friedensgaranten in die europäischen Verhältnisse einzubeziehen. Dieser Vorschlag bedeutet eine große Beruhigung für alle, die an der aufrichtigen Erhaltung des Friedens mitarbeiten wollen(Beifall). Wir haben keinen sehnlicheren Wunsch als dazu beizutragen, daß die Wunden des Krieges und des Versailler Vertrages endgültig geheilt werden. Deutschland will keinen anderen Weg dabei gehen als den, der durch die Verträge selbst als berechtigt anerkannt ist. Schärse, kein gegen Trrgewunigungen! hilfspolizei Ebenso unrichtig sind die Behauptungen. land etwa personell den Verpflichtungen des nicht nachgekommen wäre. Die Angabe, daß iß DeutschVertrages die SA. und 99. der nationalsozialisten in irgendeiner Beziehung zur Reichswehr in dem Sinne stünde, daß es sich hier um militärisch ausgebildete Bestände oder Reserven der Armee bandeln würde. ist unwahr!(Beifall). Die unverantwortliche Leichtfertigkeit, mit der solche Behauptungen erhoben werden, mag man nur aus einem Beispiel ersehen: Im vergangenen Jahre sand in Brünn der Prozeß gegen Angehörige der nationalsozialistischen Partei in der Tschechoslowakei statt. Durch vereidete Sachverständige der tschechoslowakischen Armee wurde damals die Behauptung aufgestellt. die Angeklagten stünden in Beziehung zur nationalsozialistischen Partei Deutschlands, befänden sich in Abhängigkeit von ihr und seien als Mitglieder eines Volkssportvereins damit gleichzusetzen den Mitgliedern der SA. und SS. in Deutschland. die eine von der Reichswehr ausgebildete und organische Reservearmee darstelle(Hört! Hört!) In derselben Zeit besaß aber die SA. und SS. genau so wie die nationalsozialistische Partei überhaupt nicht nur keine Beziehung zur Reichswehr, sondern sie wurde im Gegenteil als staatsfeindliche Organisation verfolgt, verboten und endlich aufgelöst! (Hört! Hört!) Ja. darüber hinaus Mitglieder der nationalsozialistischen Partei. Angehörige der SA. und SS. waren nicht nur von allen staatlichen Amtsstellen ausgeschlossen. sondern sie durften nicht einmal als Arbeiter in Heeresbetrieben ausgenommen werden(PfuiRufe und Sehr wahr!) Die Nationalsozialisten in der Tschechoslowakei aber wurden auf Grund dieser falschen Darstellung zu langjährigen Zuchtbausstrafen verurteilt (Erneute Pfui=Ruse). Tatsächlich ist die SA. und SS. der nationalsozialistischen Partei ohne jede Beihilfe, ohne jede sinanzielle Unterstützung des Staates, des Reiches oder hat ausschließlich politischen Charakter. Sie mußte in den kritischen Tagen des Umsturzes den von dem neuen Regime zunächst als unsicher vermuteten Teil der anderen Polizei ersetzen, und nach der siegreichen Durchführung der Revolution ist sie bereits im Abbau begriffen und wird noch vor Ausgang des Jahres vollständig aufgelöst sein. bedie Deutschland hat damit einen vollständig rechtigten moralischen Anspruch darauf, das anderen Mächte ihrerseits ihre Verpflichtungen. die sich aus dem Vertrag von Versailles ergeben, erfüllen. Die Deutschland im Dezember zugestandene Gleichberechtigung ist bisher nicht verwirklicht. Deutschlands bedrohte Lage. Wenn seitens Frankreichs immer wieder die These aufgestellt wird, daß neben der Gleichberechtigung Deutschlands die Sicherheit Frankreichs stehen müsse, so darf ich demgegenüber zwei Fragen erheben: 1. Deutschland hat bisher alle Sicherheitsverpflichtungen übernommen, die sich aus der Unterzeichnung des Vertrages von Versailles, des Kelloggpaktes, der Schiedsgerichtsverträge, des Kriegsverhütungs=Paktes usw. ergeben. Welches sind die konkreten Sicherungen. die von Deutschland noch übernommen werden können?(Sehr richtig.) 2. Welche Sicherungen hat demgegenüber Deutschland? Nach den Angaben beim Völkerbund besitzt Frankreich allein an in Dienst befindlichen Flugzeugen 3046 (Hört! Hört!), Belgien 350. Polen 700 die Tschechoslowakei 670(erneutes Hört! Hört!). Dazu kommen unermeßliche Mengen an Reserveflugzeugen, Tausende von Kampswagen, Tausende von schweren Geschützen deutsche Regierung und das deutsche Volk. so es###i sort, werden sich aber unter ben zu irgendeiner Unterschrift noligen lassen, die eine Verewigung der Disqualifizierung Deutschlands bedeuten würde.(Stürmischer langanhaltender Beifall im Hause und auf den Tri). D e r V e r s u c h, d a b e i d u r c h D r o h u n g e n a u f Regierung und Volk einzuwirken, wird keinen Eindruck zu machen vermögen. Es ist denkbar, daß man Deutschland gegen jedes Recht und gegen jede Moral vergewaltigt. Aber es ist undenkbar und ausgeschlossen, daß ein solcher Akt von uns selbst durch eine Unterschrift Rechtsgültigkeit erhalten könnte. daß man dem früheren Deutschland sehr wohl gewisse Sympatbien entgegengebracht hätte, so haben wir die Folgen und Auswirkungen dieser„Sympathien“ in Deutschland und für Deutschland kennen gelernt. (Erneuter bedauerliche tionen ar Beifall). den Reven Wenn in Zeitungsartikeln und in den versucht wird. Deutschland Sank####zugren, so könnte ein solches ungeheuer. liches Verfahren nur die Strafe dafür sein. daß wir durch die Forderung nach Abrüstung die Erfüllung der Verträge verlangen.(Zustimmung). Ein solcher Vorgang könnte nur zur endgültigen moralischen und tatjachlichen Außerkraftsetzung der Verträge selbst führen.(Erneute Zustimmung). Deutschland würde aber auch in dem Fall seine Forderungen niemals aufgeben. Die politischen und wirtschaftlichen Folgen, das Chaos, das ein solcher Versuch in Europa verbeiführen müßte, fiele zur Verantwortung derer, die gegen ein Volk, das der Welt nichts mit solchen Mitteln““ einer Vereiner einzu leide tut, mit wichen Miltern kampften. (Beifall). Jeder solche Versuch, jeder Versuch gewaltigung Deutschlands auf dem Wege fachen Majorisierung gegen den klaren Sinn der Verträge könnte nur durch die Absicht diktiert sein. uns Volk solchen Falle seine Mitarbeit den anderen Nationen nicht aufortrovieren zu wollen, sondern, wenn auch schweren Herzens, die dann einzig mögliche Konsequenz zu. zieben.(Erneuter starker Beifall). Als dauernd viffamiertes Volk würde es uns auch schwer fallen, noch weiterhin dem Völkerbund anzugehören.(Stärkster Beifall). .. Die deutsche Regierung und das deutsche Volk sehen die Krise der heutigen Zeit. Jahrelang ist von Deutschland aus vor den Methoden gewarnt worden. die zu diesem volitischen und wirtschaftlichen Ergebnis führen müßten. enn auf dem bisherigen Wege und mit den bisn Methoden weiter fortgefahren wird. kann das nicht zweifelhaft sein. Nach scheinbaren politiErfolgen einzelner Nationen werden umso swerere wirtschaftliche und damit politische Katastrovhen für alle die Folge sein Sie zu vermeiden sehen wir als erste und oberste Aufgabe an. Bisher ist Wirksames dagegen nicht unternommen worden. Wenn uns von der übrigen Welt vorgehalten wird als Urantrag der Regierungsparteien im Reichstag eingebracht. Der Wortlaut. Ausbildung gar der Reichswehr, ohne jede militärische und ohne jede militärische Ausrüstung en rein e schließ vie Ausbildung,vun: zede Anlebnung ar berechnet für Zwege der provaganda und klärung. psychologische Massenwirrung und brechung des kommunistischen Terrors. Sie ist eine Institution der Anerzierbung eines wahren Gemeinchaftsgeistes zur Ueberwindung früherer Klassengegensätze und zur Behebung der wirtschaftlichen Not. ohne jede Anlehnung an das Heei id der D# Berlin, 17. Mai.(Drabtb.) Im Preußischen Landtag ist am Mittwochnachmittag als Urantrag Kube(NSDAP.) und Dr. v. Winterfeld(DRF.) das preußische Ermächtigungsgesetz eingegangen: Es hat folgenden Wortlaut: Entwurs eines Gesetzes zur Behebung der Not von Land und Volk. S 1. Die vom Staatsministerium auf Grund des 5 1 des vorläufigen Gesetzes zur Gleichschaltung der Länder mit dem Reich vom 31. März 1933 beschlossenen Gekönnen auch zu anderen als den im§ 2. deswesetzes bezeichneten Zwecken von der Verug abweichen. Neben der Einrichtung des Landtages darf die des Staatsrates als solche durch diese Gesetzgebung nicht berührt werden. mit dem selben wes affung Halbsat satz 1 und 2. r Verfassung beschlossenen S 2. Die Artikel 6, 22 und 29 Absatz 1. 30. 40 Absatz 2 bis 4. 42 und 60 bis 62 der finden auf die vom Staatsministerium Gesetze keine Anwendung. S 3. .. Dielse Gesetz tritt mit dem Tage seiner Verkündung in Kraft. Es tritt mit Ablauf der lausenden Wahlveriode des Landtages. spätestens mit dem 1. Avril 1937, auder Kraft. „Insbesandere bezieht sich diese Ermächtigung auch aus die verabschiedung des Etats und auf die Kreditbeschaffung und Sicherheitsleistung. Das Ermächtigungsgesetz schließt weiter die Einleitung lksbegehrev gegen von der Regierung verkündete Gesetze aus Dem Staatsrat wird die Ermächtigung entzogen. Einspruch gegen solche Geseterbeben. (Sehr gut.) Seit dem Friedensvertrag von Versailles hat das deutsche Volk ein politisches und wirtschaftliches Elend erfahren. von dessen Größe sich die andere Welt keine Vorstellung machen kann. Millionen zerstörter Existenzen. ganze Berufsstände ruiniert und eine ungeheure Armee von Arbeitsein trostloser Jammer dessen ganzen Umfang und Tiefe ich am heutigen Tage der übrigen Welt nur durch eine einzige Zahl zum Verständnis bringen möchte: Seit dem Tage der Unterzeichnung dieses Vertrages, der als Friedenswerk der Grundstein zu einer neuen und besseren Zeit für alle Völker sein sollte. haben sich, so rief der Kanzler mit Nachdruck aus. in unserem deutschen Volk— fast nur aus Not und Elend— 224 900 Menschen mit freiem Willen das Leben genommen. Männer und Frauen, Greise und Kinder!(Lehhaftes Hört! Hört! im Hause.) Diese unbestechlichen Zeugen sind Ankläger gegen den Geist und die Erfüllung eines Vertrages, von dessen Wirksamkeit einst nicht nur die andere Welt. sondern auch Millionen Menschen in Deutschland sich Heil und Segen versprochen haben. Mögen die anderen Nationen daraus aber auch den unerschütterlichen Willen Deutschlands verstehen. eine Periode der menschlichen Irrungen abzuschließen. um den Weg zu finden zu einer endlichen Verständigung aller auf dem Boden gleicher Rechte!(Stürmischer Beifall und Händeklatschen.) Nachdem der Kanzler geendet hatte, erhoben sich die Mitglieder der nationalsozialistischen Fraktion von ihren Plätzen und brachten immer wieder stürmische Seilrufe auf den Kanzler aus. Als der von den Parteien eingebrachte und von uns an bevorzugter Stelle wiedergebene Antrag angenommen war, durchbrauste rauschender Beifall das Haus. Auch Reichskanzler Hitler beteiligte sich am Händeklatschen Die nationalsozialistische Fraktion stimmte das Deutschlandlied an. das von allen Fraktionen und von allen Tribünenbesuchern begeistert mitgesungen wurde. Reichstagspräsident Göring erklärte. er habe dem. was sich im Reichstag jetzt abgespielt habe, nichts mehr hinzuzusetzen. Die Welt habe gesehen, daß das deutsche Volk einig ist, wenn es sein Schicksal gilt. Der Präsident schloß damit die Reichstagssitzung. Die Nationalsozialisten sangen das Horst=Wessel=Lied. ehe sie den Sitzungssaal verließen. „Das war eine Erlösung. Generaloberst v. Einem an Hitler. X Mülheim(Ruhr), 18. Mai.(Drahtb.) Generaloberst v. Einem sandte nach der Rede Adolf Hitlers im Reichstage folgendes Telegramm an den Reichskanzler: Das war wie eine Erlösung. Deutschland hat wieder einen Kanzler. Dank und Gruß. vereinigten vaterländischen Verbände Deutschlands haben folgendes Telegramm an den Reichskanzler gesandt:„Begeistert stimmen wir Ihren wahre unseres lusführungen im Reichstage zu. Staatskunst. stolze und wurdige geknechteten Volkeo.“ Das war Vertretung Brüning bei Hiller. Wbe 19 D# Berlin, 17. Mai.(Drabtd.) Wie verlautet, dat Reichskanzler Hitler am mochvormittag den Führer der Deutschen Zer: vartei. Dr Brüning. zu einer Besprechung ubpolitische Lage empfangen. am MittZentrumsüber die der deutschsprachigen Presse.V. — — 2. Blatt Nr. 138 31. Jahrgang—— Gelsenkirchener Allgemeine Zeitung Lonnerstag, den 13. Mai 1933 Aus Groß-Gelsenkirchen. 18. Mai 1933 Alt-Selsenkirchen Verkehrserleichterung zum Spiel Schalte 04— 5B. Frankfurt. Anläßlich des deutschen Meisterschaftsspiels Schalke 04 gegen Fußzballsportverein Frankfurt(Main) am Sonntas. im Stadion am Uhlenkrug werden von allen Bahnhösen des Direktionsbezirks Essen Sonntagsrückfahrkarten nach Essen=Stadtwald ausgegeben, von wo aus der Sportplatz in wenigen Minuten in bequemer Weise zu erreichen ist. Es empfieblt sich deshalb die Durchlösung bis zum Bahnhof Essen=Stadtwald, um auch zeitraubende Nachlösungen in Essen=Hbs. zu vermeiden. * Wo steht Gelsenkirchen? Wann lernt es die Reichsbahndirektion Essen! Seit dem 15. Mai hat die Reichsbahndirektion Essen unter der Bezeichnung„Ruhrschnellverkehr“ eine wirklich anzuerkennende Verbesserung des Personenverkehrs zwischen Duisburg und Dortmund geschaffen. Allein von Duisburg über Gelsenkirchen nach Wanne—Dortmund verkehren täglich 29 Züge, eine Zahl, die beachtenswert ist und eine Verdichtung des Verkehrs bedeutet, wie man ihn nicht erwartet hatte. Die Züge fahren beschleunigt. der Aufenthalt auf den einzelnen Bahnhöfen ist auf die geringste Zeit festgesetzt. Daher ist die Mahnung der Reichsbahnbirektion an die Fahrtteilnehmer berechtigt: schnelles Ausund Einsteigen, eine Forderung, der wir uns voll und ganz anschließen. Aber nichts ohne Schatten: seit einigen Tagen hängen die Plakate, die zur Benutzung dieser Ruhrschnellverkehrszüge„auffordern, in den Bahnhofsballen. Schön. und aus! Aber daß sich die Reichsbahndirektion Essen den Scherz erlaubt, den Namen Selsenkirchen wieder einmal„zu vergessen“. soll bier nur registriert werden. Die Züge Duisburg nach Dortmund fahren über Altenessen—Wanne=Eickel! Ja, also auch über Gelsenkirchen! Diese Angabe erpart sich die Essener Reichsbahndirektion doch nur deshalb, um„Arbeit“ zu sparen! Man denke sich, daß in einem solchen Riesenbetrieb das eine Wort Gelsenkirchen nur ein einziges Mal umsonst gebraucht würde!! Nicht auszudenken!!! Dafür desto mehr natürlich Essen. Ja, das ist auch etwas anderes — und im übrigen wird sich die„Provinz“ ja inzwischen auch mit der Interessenpolitik, die von Essen für Essen beliebt wird, so ungefähr abgefunden haben, nicht wahr? Abgabe-Einer-Talchen Eidesttattlichen-Verticherung. Das Rechtsleben war gefährdet— Die Wahrheit muß wieder zu Ehren kommen. Amtsgericht Gelsenkirchen. Statsonmaltschaftsrat Krigoer erklärte in der Strafsache des Maurers Rudolf., daß das deutsche Rechtsleben in der Nachkriegszeit durch die häufigen Mezneide und falschen eidesstattlichen Versicherungen ernstlich ins Wanken geraten wäre. Delinquenten dieser Art erklärten sehr häufig, aus Not heraus gehandelt zu haben. Andere wieder woren der Ansicht, daß ein Meineid oder eine salsche Versicherung nur nachweisbar ist und vertrauten auf gut Glück. Um dieser Gefahr erfolgreich begegnen zu können, werden diese Delikte wider die Wahrheit beute schwer bestraft. Der Maurer K. hatte am 20. Dezember den Besuch eines Gerichtsvollziehers bekommen, der ihm u. a. ein Plüschsofa pfändete. Am 7. Januar agb K. beim Amtsgericht Gelsenkirchen eine Erklärung in Form einer eidesstattlichen Versicherung ab, wonach sein Schwiegersohn das Sofa in Essen gekauft und #iglich wegen Platzmangels in heiner Wohnung gelassen hätte. Auf Grund dieser Versicherung wurde die angesetzte Versteigerung ausgehoben. Schließlich klagte der Schwiegersohn auf Freigabe des Sofas. Im Verlauf des Prozesses stellte es sich beraus, daß K. das sofg in Helsenkirchen gekauft hatte. Nunmehr legte K. dem Gericht einen Kaufvertrag vor, der an sich rechtsunwirksam war Hiexnach sollte der Schwiegersohn das Sofa für eine Darlehnsschuld läuflich erworhen haben. Eine Besitzergreifung war jedoch nicht erfolgt Auch K. gab an, aus Not heraus gehandelt zu haben Immerhin hat er für seine falsche eidesstattliche Versicherung allerlei Lehrgeld bezahlen müssen. Einmal mußte er die Kosten der Pfändung tragen, und dann wurde auch sein Schwiegersohn mit seinem Klageanspruch kostenpflichtig abgewiesen. Das Gericht veructeilte K nunmehr zu zwei Monaten Gefängnis. Um den Angeklagten für die Zukunft unter einem gewissen Druck zu halten, wurde ihm die Strafe auf drei Jahre ausgesetzt. Redatttens: Spreckunden werktäglich(mit Ausnahme des Samstags) von 12 bis 13 Uhr und von 17 bis 18 Udr Unsere heutige Ausgabe umfaßt 10 Seiten Es wird deutsch buchstabiert! Im neuen Deutschland wird an alles gedacht. und nun müssen auch unsere Damen vom Amt sich umstellen, oder besser gesagt umlernen, denn das Reichspostministerium bat verfügt, daß die Buchstabiertasel für den Inlandsverkehr mit sofortiger Wirkung abgeändert wird. Wie bekannt, ist es im Fernsprechwesen Brauch einen Namen, der schlecht zu verstehen ist, zu buchstabieren und das geschieht in der Weise, daß man für jeden Buchstaben einen entsprechenden weiblichen oder männlichen Vornamen benutzt. Aus dem Buchstabierreglement verschwinden nun die jüdischen Namen David. Jakob, Nathan. Samuel und Zacharias: dafür sollen von nun ab folgende Namen gesprochen werden: Dora, Julius. Nikolaus. Siegfried und Zeppelin. Also nun aufgepaßt, es ist sehr einfach. Der Rlagpiatr-om Beraus fürdem Oportl Reiten, Traben, Fliegen, Segelfliegen, Motorradrennen u. andere Möglichkeiten Rheinisch-Westtälische Ein gemeiner Ueberfall! In der Nacht zum Mittwoch wurde ein Arbeiter auf der Bleckstraße in der Nähe des Rhein=HerneKanals von pier Männern aus Erle grundlos überfallen Das Fahrrod des Arbeiters wurde in den Kanal geworfen. Der Arbeiter erhielt vier Messerstiche, die glücklicherweise nicht schwerer Natur sind. Beim Erscheinen des Ueberfallkommandos flüchteten die Täter in Richtung Erle: ihre Personalien sind jedoch der Polizei bekannt. Die Polizei hat festgestellt. daß die rabigten Burschen schon vor dem Ueberfall noch andere Personen grundlos belästigt und geschlagen haben. Ein Strafverfahren ist eingeleitet Das Fahrrad wurde von der Polizei aus dem Rhein=HerneKanal gefischt. Erste Hilfe bei Unglücksfällen. Den Inhabern und Verwaltern von Tankstellen und den Kraftwagenbesitzern wird die Anschaffung eines Verbandskastens sowohl im eigenen wie im Interesse ihrer Mitmenschen für die erste Hilfe bei Verkehrsunfällen empfohlen. „Leiche im Rhein=Herne=Kanal.“ Zu unserer gestrigen Mitteilung unter diesem Stichwort sei mitgeteilt, daß einwandfrei nachgewiesen wurde, daß der Inpalide Wilke einen Unfall erlitten hat und auf diese Art seinen Tod fand. Auf jeden Fall liegen keinerlei Beweise dafür vor, daß er selbst seinem Leben ein Ende machte. Zusammenstoß. An der Ecke Vereins= und Kirchstraße stießen am Dienstagnachmittag ein Personenkraftwagen und ein Lastkraftwagen zusammen, Hierbei sind zwei Personen leicht verletzt worden. Beide Fahrzeuge wurden stark beschädigt. Die Schuldfrage ist noch ungeklärt. Personenkraftwagen angefahren. Am Neumarkt wurde am Dienstagnachmittag ein Personenkraftwagen von einem Lostkraftwagen angefahren. Beide Fahrzeuge sind leicht beschädigt worden. Personen wurden nicht verletzt. Die Schuldfrage ist noch ungeklärt. Gestörte Hühnerdiebe. Auf dem Grundstück AdolfHitter=Straße 29 versuchten in der Nacht vom Dienstag zum Mittwoch Diebe den Hühnerstall zu erbrechen. Anscheinend wurden sie gestört und ließen einen leeren Sack und eine Zeitung(Berliner Tageblatt) an der Einbruchstelle liegen. Für das Ehrenmal der Stadt überwies der Bürgerschützenverein Ueckendorf durch seinen Vorsitzenden einen Betrag von 25 RM. Gefährliches Spielzeug! Zu einem recht eigenartigen Unglücksfall kam es Mittwochvormittag in der Nähe der Emscher auf der Bulmkerstraße. Hier waren mehrere noch schulpflichtige Jungen und halbwüchsige Burschen damit beschäftigt. Karbid in Konservenbüchsen zur Exvlosion zu bringen. Nachdem die Burschen das Karbid eingefüllt hatten, wurde Wasser in die Büchse gegossen worauf sie versuchten, die entstehenden Gase mit einer Zündschnur, die aus einem Schuhriemen bestand zur Entzündung zu bringen. Ein etwa 14 Jahre alter Bursche, der sich zu nah an den aufgestellten Büchsen herangewagt hatte, wurde durch eine dieser gefüllten Dosen, die infolge des Luftdruckes fortgeschleudert wurde, so schwer im Gesicht getroffen, daß er schwere Verletzungen davontrug. Ein anderer Junge erlitt eine schwere Halsve: etzung in unmittelbarer Nähe der Halsschlagader. Die Schwere der Verletzung jäßt erkennen, wie leichtsinnig die Burschen sich durch ihre Handlungsweise in Gefahr gebracht hatten.(b) Pilngst-Flagschau. D Gestern nachmittag hatte die Presse Gelegenheit. sich mit den einigen Dezernenten der Stadtverwaltung über aktuelle Angelegenheiten zu unterhalten. Den Anlaß zu dieser Pressebesprechung boten die verschiedensten Gelegenheiten. Im Vordergrund stand diesmal der Flugplatz in Rotthausen, der durch die verschiedensten Umstände in den kommenden Wochen im Mittelpunkt des Interesses— und nicht nur bei den Sportfreunden!— steht. Während der Pfingsttage findet auf unserem Flugplatz— dem ältesten der engeren und weiteren Umgebung— ein großes Fliegertreffen statt. das von der„Hamburgischen LustverkehrsGesellschaft“ ausgerichtet wird. Der Organisator Veranstaltung machte über das Programm ausführliche Mitteilungen, aus denen hervorging, daß alle Stadtverwaltung, Höherer Polizeiführer West, SA.= und SS.=Formationen usw. — die Veranstaltung aus all den Gründen zu unterstützen geneigt sind, die für das Erstarken unserer Flieaerei von Bedeutung sind. Die Anstrengungen, die die Veranstalter für die Ausgestaltung des Fliegertreffens machen, lassen es als sicher erscheinen, daß dem sportfreudigen Gelsenkirchener Publikum ein Ereignis geboten wird, wie es bisher noch nicht gezeigt wurde. Als ganz besonders aktuell— neben den Darbietungen Ssceshelce ebechice eichäke c ce senkirchen, um eine Stunde später int Gelsenkirchen einzutreffen. Am nächsten Tage startet, die Maschine in Gelsenkirchen, um in einstündigem Flug Hamburg zu erreichen. Auf das Programm zu den beiden Flugtagen kommen wir noch zurück.— jedenfalls darf aber nach dem, was wir bisher zu berichten hatten und nach den Ausführungen, die von der Organisationsleitung gemacht wurden, schon jetzt festgestellt werden, daß die „Rbeinisch=Westsälische Pfingst= Flugschau“ zu einem Ereignis für das Industriegebiet werden wird. * Die beiden Flugtage können als Gelegenheit genommen werden, auf all das hinzuweisen, was sich seit einigen Wochen und im Augenblick noch auf unserem Flugplatz tut. Es ist dort eine Sportanlage im Entstehen begriffen, die im Gegensatz zu den bisher in den Tageszeitungen behandelten Anlagen der Gelsenkirchener Begölkexung wenig oder garnicht zur Verfügung stand. Es handelt sich um den Bau einer Reitsportanlage, die von den Reitsportfreunden sicherlich mit besonders großer Freude begrüßt werden wird. Gegenüber anderen Städten besitzt unsere Stadt leider kein natürliches Gelände, in dem die Möglichkeit zur Ausübung dieses edlen Sportes gegeben ist. Aus diesem Grunde ist das Gebiet des Flugplatzes durch seine Ausdehnung und Geschlossenheit das geeignetste für diese Sportart. Ueberhaupt kann das Flugplatzgelände als das sogenannte Dorado für alle Möglichkeiten der sportlichen Betätigung bezeichnet werden. Schon seit Jahren übt der Westdeutsche Traberzucht= und Rennverein hier seine Tätigkeit aus und ist durch die Abhaltung seiner Trabrennen auf der fabelhaft ausgebauten Bahn weit über die Grenzen unseres Stadtgebietes hinaus bekannt geworden. Um nun diese ideal gelegene Bahn auch noch anderen Sportarten dienstbar zu machen, wurde im vergangenen Jahre die östliche Seite des Ovals der Bahn durch Anschüttung einer Zuschauerrampe weiter ausgebaut. Von hier aus erhält man eine sehr gute Uebersicht über die Motorradrennen, die schon mehrere Male von den Gelsenkirchener Motorradfreunden veranstaltet wurden. K, un die Seutsche Krau. Die A5-Frauenschaft appelliert an die Opferbereitschaft.— Massenversammlung im Tiergarten.— Aufklärungsvortrag über Wirtschaftspolikik und Preisgestaltung. Man hat es in den letzten Wochen wiederholt erleben müssen, daß Gerüchtemacher am Werk sind. die glauben, das Volk dadurch beunruhigen zu können. indem sie von einer Teuerungswelle wissen wollen. die eine notwendige Erscheinung der Wirtschaftsvolitik des Reichskanzlers Adolf Hitler lei Um diesen Gerüchten entgegenzutreten, hatte die R=Frauenschaft vorgestern zu einer großen Aufklärungsversammlung geladen, die aus allen Bevölkerungsschichten von den Hausfrauen außerordentlich gut besucht war. „ Die Führerin der Ortsgruvve Gelsenkirchen der RS=Frauenschaft gab ihrer Freude in den Grußworten darüber Ausdruck, daß man es auch bei den Frauen der nationalsozialistischen Bewegung einmal erleben dürfe, ein übervolles Haus zu sehen. Man dürfe das als einen Beweis dafür hinnehmen, das auch die deutsche Frau auf dem Wege ist, sich in die Reihen der nationalsozialistischen Bewegung einzusliedern „Das Referat des Abends hatte die Leiterin der RS=Frauenschaft Buer, Frau Hoffmann. übernommen, die etwa folgendes ausführte: Wenn die deutsche Frau sich über die Vorgänge auf dem Gebiet der Wirtschaft nach dem Amtsantritt des Reichskanzlers Adolf Hitler klar werden will. so genügt es nicht, wenn man sich mit den Gegenwartsfragen allein beschäftigt. Die nationalsozialistische Bewegung und alles, was sie im Gefolge hatte und noch haben wird, ist aus der Geschichte heraus entstanden und gehoren, und man muß sich schon aus der Geschichte heraus ein klares Bild für die gegenwärtigen Probleme zu machen versuchen, wenn man sie in vollem Maße erkennen will und dann schließlich auch anerkennen wird. Man braucht in dieser Geschichte nur um 20 Jahre zurückgreifen, man muß sich des Tages erinnern, als deutsche Männer in den Krieg zogen in den Augusttagen des Jahres 1914, um die nationale Revolution verstehen zu können, und man kann die nationale Revolution nicht betrachten, ohne sich die vergangenen Jahre vorher ins Gedächtnis zurückzurufen. Als sich Gewitterwolken des Weltkrieges drohend über Deutschland zusammenballten, leuchtete das eine Wort zu., Riesenlettern„auf:„Oofer.“ Zwei Millionen deutsche Männer kehrten nicht wieder. Opferbereit stand die Mutter, die ihren Sohn ins Feld ziehen ließ, die deutsche Frau. die die Sorge für die Kinder allein übernehmen mußte. Es kamen die Notjahre. der Hunger zog ins Land und immer wieder es die Frau, die aushielt, wenn das Los auch noch so hort war. Es folgte der unglückselige Kriegsschluß, die Repolution mit ihren verheißungsvollen Schlagworten Friede. Freibeit, Brüderlichkeit. Arbeit und Brot Sie waren nur allzu verfänglich die Sprüche für ein ausgehungertes Volk und manche deutsche Seele ließ sich von den Worten gefangennehmen. Es war zunächst ein Ausweg, man wollte sich an jede Hoffnung klammern, die sich bot. Es war der harte. zähe Lebenswille, der auch hier zum Ausdruck kam. Der Marxismus mit seiner wahnwitzigen Heilslehre hatte aber schon in Wochen ausgesvielt und seither war es ein Spiel von Lug und Trug. mit dem man das deutsche Volk hinterging. Hatte die deutsche Mark bis zum Kriegsende annähernd ihren Wert behalten, so ging es in den Nachkriegsjahren sehr schnell bergab. Und immer wollten die Marxisten die Unmöglichkeit ihres Sostems noch nicht einsehen und man bemühte sich kampfhaft, sich gegen die Einsicht zu verschließen. Statt dessen ließ man den Staat wirtschaftlich immer weiter in den Abgrund sinken. Als der eigene Bankrott drohte, wurden Anleihen über Anleihen ins Land geholt, um dem Volk eine Wirtschaftsblüte vorzutäuschen. Als schließlich auch hier die Ernüchterung kam, als man den Doungplan unterzeichnet hatte. der die Kriegsschuldenzahlung nur noch in Devisen vorsah, schritt man zur letzten katgstrovhalen Maßnahme. indem man der Einfuhr nach Deutschland die Grenzen öffnete, während sich das Ausland immer mehr gegen die deutschen Waren abschloß. Es setzte ein Warenstrom nach Deutschland ein, der dem deutschen Arheiter„Leine Beschäftigung nahm. Der Erfolg war schließlich unser großes Arbeitslosenheer und mit ihm wuchs wieder die Not. Fehlte es während des Krieges Nahrungsmitteln, so sehen wir heute Nahrungsmittel im Ueberfluß, aber es fehlt das Geld, sie zu kaufen. Grenzenlosem Elend auf der einen Seite, stand die Zusammenballung des Kapitals auf der anderen Seite gegenüber, dazwischen eine große Kluft. der zerschlagene Mittelstand. So sah es in Deutschland schließlich aus. als Adolf Hitler die Führung übernahm. Er hat sich die Aufgabe gesetzt in vier Jahren wieder aufzubauen, was Krieg und Nachkriegsjahre an deutschem Gut zerstört haben. Aber wie auch der kleine Unternehmer wenn er verschuldet ist, nur durch eisernen Fleitz, größte Sparsamkeit und zäheste Energie wieder auf den Weg der Wiedergesundung seines Werkes kommt, so müssen dieselben Dinge für ein Volk gelten, das sich wieder zum Licht durchringen willz Der Krieg hat uns gelehrt, daß der Wohlstand eines Volkes, wie der Bestand überhaupt davon abhängt, daß es sich selbst ernähren kann. Von diesem ehernen Grundgesetz ausgehend, hat die nationale Regierung die erste Hilfe der deutschen Landwirtschaft zukommen lassen. Der deutsche Boden darf nicht mehr brach liegen, dann wird auch deutsches Geld nicht mehr ins Ausland wandern, das uns noch heute im eigenen Lande die Kaufkraft nimmt. Soll die Wirtschaft organisch wieder aufwärts wickelt werden, so darf man auch vor Maßnahmen nicht zurückschrecken, die im Moment sich als Härte auswirken, wie es bei der Besteuerung der Margarine beispielsweise der Fall ist. Nehmen wir deutschen Hausfrauen dieses Opfer auf uns. Wir dürfen und müssen es tun in der Gewißheit, daß auch diese Maßnahme sich schon in kurzer Zeit als ein Segen auswirken wird, daß wir die Opfer, die wir heute bringen, unserem Führer schulden, dem wir die nationale Erhebung und Wiedergeburt des deutschen Volkes verdanken. Die Eckvfeiler des neuen Reiches stehen, das Haus muß noch werden und dazu bedarf es noch manchen Steines. die herbeizutragen, sich jeder Deutsche einsetzen muß. Die deutsche Frau hat in harten Jahren gelernt. Opfer zu bringen, sie darf auch heute nicht abseits stehen, wo es gilf, zum letzten Male alle Kräfte des Volkes zusammenzufassen zur Wiederaufrichtung eines Staates, den wir einmal unseren Kindern mit dem Bewußtsein übergeben wollen, daß wir unsere Pflicht erfüllt haben. entIn diesem Jahre hat man nun damit begonnen. den Plan für den Bau einer ReitsvortAnlage zu verwirklichen. Einem aus Reitsportfreunden gebildeten Verein ist die Anlage vervachtet, hierdurch ist die Möglichkeit gegeben, sich durch fachmännische Anleitung dem Reitsport zu widmen, besonders sind für die Jugendlichen günstige Bedingungen dafür geschaffen. Das Gelände. das bisher für die Unterkunft der Schutzpolizei in Anspruch genommen wurde, wird für diese Zwecke entsprechend vollkommen umgestaltet. Die Gebäude die baufällig waren und dadurch für die weiteren Bedürfnisse— speziell Wohnzwecke— unbrauchbar geworden sind, werden niedergelegt, um an ihrer Stelle die für den Reitsport notwendigen Anlagen zu errichten. Die gesamten Arbeiten werden durch die Arbeitsfürsorge, durch Einschaltung eines Unternehmers. ausgeführt. Dadurch wird ein fachgemäßes Abbrechen garantiert. Das anfallende Material, wie Steine. Holz, Türen. Fenster usw., wird, falls es nicht an Ort und Stelle wieder verarbeitet werden kann, für andere dem öffentlichen Interesse dienende Anlagen, wie Schießstände Bismarckhain usw., verwendet. Der Gedanke, das Gelände speziell für Wohnzwecke unter Benutzung der vorhandenen noch benutzbaren Gehände aufzuschließen, mußte nach sorgfältiger sachlicher Prüfung verworfen werden. da die einzige praktische Möglichkeit darin bestand, das gesamte Gelände der Allgemeinheit zugängig zu machen. Von den Gebäuden, die für die neue Anlage wieder Verwendung finden interessiert uns in erster Linie die große Reithalle der Schutzpolizei. deren Bahn durch geringe Arbeiten wieder gebrauchsfähig gemacht wird. Verbunden damit wird durch Umbau der vorhandenen Räume ein kleiner Zuschauerraum geschaffen, über dem sich ein Musikyodium befindet, auf dem, für die Ausübung des Schul= und Musikreitens, die Kavelle untergebracht wird. Anschließend daran werden einige Räume zu einem Aufsichtsraum, Tagesraum für Pferde und Sattelkammer, umgestaltet. Neben den entsprechenden Umkleideräumen mit Brausen und Toiletten ist in dem Gebäude noch die Wohnung für den Reitlehrer einschließlich Büroraum untergebracht. Außerhalb der Reithalle wird ein Sorunggarten angelegt, dessen reine Benutzungsfläche etwa 4800 Quadratmeter beträgt. Selbstverständlich sind die erforderlichen Hindernisse, wie Mauer. Graben. Hecke usw., vorhanden. Es wird überhaupt alles berücksichtigt werden, um eine den höchsten zeitgemäßen Anforderungen entsprechende Anlage zu schaffen. Der Sprunggarten wird durch die vorhandenen Erdmossen mit einem Wall umschlossen und durch eine grüne Hecke eingefaßt. Das Gelände um den Sprunggarten wird durch Grünanlagen und Wege aufgeschlossen, so daß hierdurch die ganze Anlage ein der Amgebung angepaßtes freundliches Bild erhält. Neben dem Sprunggarten liegt ein Zirkel, der speziell den Jugendlichen Voltigierabteilungen zur Verfügung steht. Ein weiteres bereits vorbandenes Gebäude ist das Kasino der Schutzvolizei, das zweckentsprechend umgebaut wird und durch Anbau einer Terrasse eine Vergrößerung erhält so daß von dort eine vollständige Uebersicht über den Sprunggarten und seine Anlagen möglich ist. Für die Unterbringung des erforderlichen Pferdematerials wird der vorhandene Pferdestall Verwendung finden An der Peripherie des Flugplatzgeländes ist den Reitern die Gelegenheit gegeben, außerhalb des Sprunggartens kleinere Geländeritte zu unternehmen, zu diesem Zwecke wird an der Nordseite des Gartens ein Ausgang geschaffen. durch den sie auf das offene Gelände gelangen. um hier im Freien den edlen Sport ausüben zu können. Wenn auch der größte Teil der vorhandenen und im Entstehen begriffenen Anlage von dem Reiterverein in Benutzung genommen wird so ist jedoch Vorsorge getroffen, um auch anderen Sportarten Unterkunftsmöglichkeiten in dem bestehenden Gebäude zu schaffen. So ist in dem nördlich des Sprunggartens vorhandenen Gebäude der Gelsenkirchener Kannklub untergebracht, der dort die für die Ausübung seines Svortes notwendigen Werkstattanlagen besitzt Durch die Heranziehung, jugendlicher Erwerbsloser werden in diesen Werkstätten die für diesen Svort erforderlichen Boote unter Leitung erfahrener Fachleute gebaut bzw ausgebessert. geden Bedü=fnissen der technischen thilse, deren Organisation allen bekannt sein ist insofern Rechnung getragen, als ihnen für die wird, Ae Zooerin. Pe. 2 VERTRETUNG: E. VOIGT, FAHRZEUOFABRIK, WANNERSTRASSE 47, TELEFON 2! S441-42 * Bügeraches Beitung Donnarstag, den 19. Mai 1919 Unterbringung ihres Wagenvarks entsprechende Räume zur Verfügung steben. Eine weitere Sportart, deren Existenz vor Jahren das Entstehen des Flugplatzgeländes überoaupt zu verdanken ist, hat ebenfalls seine Unterkunftsräume in den auf dem Gelände vorbandenen Gebäuden. Die vor kurzer Zeit noch von dem Essener Luftfahrtverein benutzten Hallen sind von dem Gelsenkirchener Luftfahrtverein. Abt. Segelflug. bezogen. Die Möglichkeit zur Ausübung dieses Sportes ist gegenuber dem ausgesuchten Segelfluggelände der Bortenberge eine andere. Durch die Benutzung von Motorflugzeugen und Motorwinden wird es ermöglicht. selbst im flachen Gelände diesen Sport zu pflegen. Um eine reibungslose Landung der Segelflieger zu gewährleisten, sind im vergangenen Jahre größere Drainage= und Planierungsarbeiten durch die Arbeitsfürsorge vorgenommen worden. Die bisherigen Werkstätten sind fur die Erlernung des Segelflugsportes in Form vorgesehen, daß in den Raumen Lehrkurse für die jugendlichen Segelflieger abgehalten werden. damit sie, bevor sie mit dem eigentlichen Fliegen beginnen, den Bau und die einzelnen Konstruktionsteile der Segelflugzeuge kennen lernen. Weitere Räume in diesem Gebäude sind für die Lehrkurse jugendlicher Erwerbsloser reserviert. Ein auf dem Flugplatz vorhandener Svortvlatz, der bisher von der Schutzvolizei benutzt wurde, bleibt bestehen. während die entsprechenden Umkleideräume in dem vorhandenen Gebäude untergebracht werden. 3Für einen Verein, der schon seit Jahrzehnten die ## Aufgabe ausübt, indem er unserer Jugend die Schonheiten der Natur durch große Wanderungen vor Augen führt, der Sauerländische Gebirgsverein. ist ebenfalls Vorsorge getroffen worden. ein Heim in den Räumen der vorhandenen Gebäude zur Verfügung zu stellen. Gleichzeitig ist auch ein kleiner Garten angeschlossen. Die noch bestehende große Flugzeughalle bleibt wie bisher dem öffentlichen Flugverkehr erhalten, während das westlich der bedeckten Reitbahn an der Nienhauserstraße liegende Gebäude ebenfalls für die Ertüchtigung der Jugend zur Verfügung gestellt werden soll. Recht interessant gestalten sich die Arbeiten, die mit Hilfe von erwerbslosen Handwerkern aller Art vom .=Fliegersturm, dessen Führer der bekannte Gelsenlirchener Kunstflieger Seelbach ist, vorgenommen wurden. Es handelt sich hier um die Unterbringung einer Reihe junger Leute. die ihre Freizeit der Sportfliegerei widmen wollen. Die Aufräumungsarbeiten, die an den betreffenden Baracken geleistet wurden, darf man als radikal hinstellen, nur in einem einzigen kleinen Stübchen erinnern Bilder an die Zeit in der französisches Militär bei uns unerbetenen Besuch machte. Nach Fertigstellung der Gesamtanlage ist zu erwarten, daß unsere Jugend von der sich ihr bietenden Gelegenheit zur geistigen und körperlichen Ertüchtigung regen Gebrauch machen wird. Dem Verdienste seine Krone! # Aus. Anlaß der Ernennung des Gauleiters der RSDup. für Westfalen=Nord. Landtagsabgeordneten Dr. Alfred Mever, zum Reichsstatthalter in Livve und Schaumburg=Livve, hat Staatskommissar Böhmer folgendes Telegramm an Herrn Dr. Meyer gesandt: Reichsstatthalter Dr. Meyer. Münster. Gertrudisstraße 21. Dem Verdienste seine Krone! Stadt Gelsenkirchen freut sich über die Anerkennung des Führers, der sich auch um unsere Stadt größte Verdienste erworben hat. und gratuliert zur Ernennung zum Reichsstatthalter aufs herzlichste. Böhmer, Staatskommissar. Die Sozialrentner, die Anspruch auf Verbilligungsscheine für Speisefette haben. werden nochmals darauf hingewiesen, daß die Ausgabe der Scheine heute, Donnerstag, erfolgt und zwar in Gelsenkirchen im Verwaltungsgebäude. Dickampstraße und Ahstraße, in Buer im Rathaus. Fürsorgeamt und in Horst im Sparkassengebäude, Fürsorgeamt. Als Ausweise sind mitzuhringen Rentenbescheide und Familien=Stammbücher. Näheres ist aus den gestern von uns veröffentlichten Bestimmungen zu ersehen. Waffenablieferung. Die Polizeivressestelle teilt mit: In einem Teil der Presse ist zur allgemeinen Ablieferung der Waffen aufgefordert worden. Hierzu wird bemerkt. daß von dieser Aufforderung nur die Anhänger der kommunistischen und sozialdemokratischen Partei betroffen werden und daß die Warfen bei der zuständigen Polizeibehörde abgeliefert werden müssen. *„ Die polizeilichen Belange stehen im Vordergrund. Wie der Amtliche Preußische Pressedienst mitteilt, hat Ministerpräsident Göring in seiner Eigenschaft als Preußischer Minister des Innern an alle Polizeibehörden und Gemeindevorstände folgenden Runderlaß gerichtet: „Die Namen der Straßen, Plätze und Brücken dienen der Ordnung, Sicherheit und Leichtigkeit des Verkehrs. Die Benennung der dem öffentlichen Verkehr gewidmeten Straßen usw. ist Sache der Polizei. Bei ihrer Entscheidung über die Benennung von Straßen usw. haben sich die Polizeibehörden in erster Linie von volizeilichen ErwägunHesspielsweise Pr#assen: andere Gesichtspunkte wie ispielslreise Eblung, Erinnerung, Pietät, dürfen nur im Rahmen solcher Erwägungen Berücksichtigung finden. An der Benennung der Straßen usw haben die Gemeinden ein erhebliches Interesse. Die Polizeibehörden sollen daher möglichst im Einvernehmen mit der zuständigen Gemeindebehörde handeln und demgemäß vor rhrer Entscheidung die Gemeindebehörde gutachtlich hören. Bei der Neuanlage von Straßen usw. liegt stets ein polizeiliches Interesse für ihre Benennung vor. Bei bereits vorhandenen Straßennamen sind polizeiliche Gründe für ihre Aenderung häufig dort gegeben. wo vor der nationalen Erhebung die Bezeichnung von Straßen usw. ohne sachliche Notwendigkeit lediglich zur Verherrlichung des Marxismus oder seiner Vertreter geändert worden ist. Hier besteht ein polizeilicher Anlaß zur Rück= oder Neubenennung vor allem dann, wenn es sich bei den seinerzeit beseitigten Namen um alt eingebürgerte, vaterländische oder historische Bezeichnungen handelt oder wenn der neue Name sich nur schwer bei der Bevölkerung eingebürgert hat und in weiten Kreisen der Bürgerschaft immer noch Anstoß erregt. .„ Anlaß der nationalen Erbebung sind in letzter seit in zahlreichen Gemeinden von den zuständigen ##tzeibehörden auf Anregung der kommunaten Körverschaften Straßen usw. umbenannt und mit dem Namen des Herrn Reichskanzlers bezeichnet worden. Der Herr Reichskanzler hat zwar grundsätzlich gegen diese Verwendung seines Namens nicht einzuwenden. Er bittet jedoch, von der Umbenennung von Straßen usw., die alte oder historische Namen tragen, absehen zu wollen. Soweit Straßen usw. auf meinen Namen umbenannt werden sollen, schließe ich mich so sehr ich mich über die mir zugedachte Ebrung freue, dem Wunsche des Herrn Reichskanzlers für meine Person hiermit an.“ 66 „epsa, ie Törche“. Ein neues Pausenzeichen des Westdeutschen Kundfunks. " Der Westdeutsche Rundfunk bediente sich vekanntlich, bisher eines Pausenzeichens. das mit dem Glockengelaute des Kölner Doms identisch ist. Wie jetzt erfahren, wird das bisherige Pausenzeichen abgeschafft. um an seine Stelle die Melodie des alten rheinisch=westfälischen Volksliedes:„Hopsa me' Loxche, dreh dich mal'num!", das bis in das 17. Jahrhundert zurückverfolgt werden kann. treten zu lassen. Außerdem sind noch zwei wesentliche Neuerungen zu, verseichnen. Zum Schluß des Programms wird der Westbeutsche Rundfunk in Zukunft allabendlich den alten Nachtwächterruf:„Hört ihr Leute, laßt euch sagen... erschallen lassen. Nach kräftigen Stößen in das„Tuthorn wird man die Stimme des Nachtwächters horen. Ferner beginnen die Programme des Westdeutschen Rundfunks mit sofortiger Wirkung Mittwochs und Samstags schon um.15 Uhr mit einem Morgenruf. Shrenschuh der Geamten. Um die Autorität richterlicher Instanzen. Wie der Amtliche Preußische Pressedienst mitteilt, Justizminister folgende Ve hat der Preußtsche erlassen: Verfügung „Nachdem die Regierung der nationalen Erhebung die Macht ergriffen und Vorsorge dafür getroffen hat und weiter treffen wird daß die Handhabung der Staatsgewalt und insbesondere auch die Wahrnehmung der richterlichen Geschäfte sowie der Geschäfte der Staatsanwaltschaft nur Männern anvertraut ist, für deren Amtieren im Sinne einer sauberen und vom Geiste nationaler Gerechtigkeit erfüllten Rechtspflege Gewähr besteht, muß alles geschehen, um die Autorität der bei den Justizbehörden tätigen Richter und sonstigen Beamten zu sichern. Wo Anlaß gegeben ist, gegen einen Beamten einzuschreiten, steht dies Einschreiten mir und den von mir berufenen oder im Amte belassenen Dienstvorgesetzten zu: es ist kein Grund zu der Besorgnis gegeben, daß ich es erforderlichenfalls an der gebotenen Entschiedenheit werde fehlen lassen. Auf der anderen Seite werden jedoch Richter und sonstige Beamte, die ihre Amtspflichten treu erfüllen, auf meinen besonderen Beistand rechnen können. Werden sie während der Ausübung ihres Berufes oder in Beziehung auf ihren Beruf beleidigt, so sind die Beleidiger rücksichtslos zur Verantwortung zu ziehen. Ich bestimme daher unter Aufhebung früherer Rundverfügungen, daß in Fällen dieser Art die nach § 196 StGB. zuständigen amtlichen Vorgesetzten von ihrem Recht, Strafantrag zu stellen, stets dann Gebrauch zu machen haben, wenn es zur Stärkung des Ansehens der Rechtspflege und der Autorität der Staatsgewalt erforderlich erscheint. Ist dies der Fall. so ist auch das öffentliche Interesse an der Strafverfolgung im Sinne von§ 376 StGB. zu bejahen. Unter den genannten Voraussetzungen wird ferner das Vorliegen eines öffentlichen Interesses an der Strafverfolgung regelmäßig auch dann anzunehmen sein, wenn der beleidigte Beamte selbst nach§ 194 StGB. Strasantrag stellt. Große Volkswohllotterie. Die Ziehung beginnt bereits am Freitag dieser Woche. Als Höchstgewinn gelangen 75 000 RM. auf ein Einzellos und 150 000 RM. gus ein Doppellos zur Ausspielung. Einzellose zu eine AM. und Dovvellose zu zwei RM. sind bei den Staatlichen Lotterie=Einnehmern noch zu haben. Persönliches. . Im„Namen der preußischen Staatsregierung hat ver polizeiprasident den Eheleuten Heinrich Kreter und Johanna geh Lemburg in Gelsenkirchen. Kronensttraße 3. aus Anlaß ihrer Goldenen Hochzeit am 16. Mai ein Geschenk, überreichen lassen. * Im Namen der vreußischen Staatsregierung hat der Polizeivrasident den Eheleuten Anton Eller und Susanne geb Wiesel in Gelsenkirchen. Gewerkenstraße 10, aus Anlaß ihrer Goldenen Hochzeit am heutigen Tage ein Geschenk überreichen lassen. Gewerkschaftliches. Verband kaufmännischer Grubenbeamten. Der zirksverein Getsenkirchen hält heute um 20 Uhr im Lokale Piever. Ecke Liborius= und Viktoriastraße, seine Bezirksversammlung ab. U. a. Vorstandswahl. der Dentisten. Nachdem schon vor einigen Wochen die Gründung einer„Fachschaft nationalsozialistischer Dentisten unter außerordentlich starker Beteiligung vollzogen wurde. kam es am Samstag innerhalb der Bezirksgruvve Gelsenkirchen im Reichsverband Deutscher Dentisten zur Gleichschaltung des Vorstandes. Seitens des mit der Gleichschaltung beauftragten Kreisfachberaters wurden den ausscheidenden Herren Worte des Dankes und der Anerkennung für ihre bisher geleisteten Dienste ausgesprochen. Die Neuwahl resp. Ernennung ergab das Bild vollstandiger Einigkeit. Als ein Zeichen von nationalem Sozialismus der Tat im Sinne unseres Volkskanzlers Adolf Hitler kann wohl folgender Antrag gewertet werden, der in der Versammlung die freudige Zustimmung aller Anwesenden fand: Die Mitglieder der Bezirksgruppe Gelsenkirchen im Reichsverband Deutscher Dentisten verpflichten sich, im laufenden Jahr etwa 100 Zahnprothesen mit 1200 Kaueinheiten für verarmte Volksgenossen anzufertigen in den Fällen, wo die kommunalen Fürsorgeämter nach verangegangenem Antrag nicht in der Lage sind. die geldlichen Mittel für die Beschaffung bereitzustellen. Die Leistung der Zahnersatzstücke erfolgt für die genannten Patienter völlig kostenlos und entscheiden nach Rückfrage bei den zuständigen amtlichen Stellen die beauftragten Vertrauensdentisten in den Städten Gelsenkirchen. Bottrov. Gladbeck. Recklinghausen. Herne. Wanne und Wattenscheid über die Notwendigkeit der vorliegenden Fälle. Theater— Veranstaltungen— Vereine. Gelsenkirchener Frauenverein. Vor einigen Tagen feierte der Verein sein erstes Frühlingsfest. Schon lange vor Beginn war der Saal Schwietering bis auf den letzten Platz gefüllt. Die 1. Vorsitzende. Frau Kemning. hien alle Gäste und Mitglieder willkommen. Zur Einleitung svielte ein Trio den FridericusMursch. dann wurde von der Schülerin Hildegard Kömpke ein selbst versaßter Prolog gesprochen. Dann wurde von Frayen, der Gruppe ein lustiggr, er energische Gatte gespielt. Auch das Theaterstück „Das Zwillingspaar erbielt Beifall. Das Fest wurde durch einige Herren aus einem Gesangverein verschönt. Es folgte eine Verlosung und eine Versteigerung und schließlich gab es auch einen Tanz. I. ZI, Schalter Quartettverein(Qugrtettverein des Staothelms Schalke=Heßler). seierte Sonntag in den gemütlich hergerichteten Raumen seines Vereinslokals ein Frühlingsfest in Form eines Volksliederabends mit Tanz. Verlosung und Preisschießen. Zu Beginn des Festes war der Saal bie auf einige Platze gefüllt. Gegen Abend zeigte sich, daß die Räume des Vereinslokals nicht hinreichten, um all den Besuchern Platz zu geben. Der Quartettverein brachte unter der bewährten Leitung des Dirigenten August Schönenberg eine Reibe bekannter Volkslieder zu Gebör. die eine gute Stimmbegabung der jungen Sänger erkennen ließ. Als Munk hatte man eine gute Kavelle verpflichtet, aus deren Reihe Josef Furen als Humorist und Komiker auftrat. Mit großem Erfolg brachte er mit seinen Couplets Stimmung in die Gesellschaft und erntete reichen Beifall. Bei der Verlosung hatte auch nur der wieder Glück, der im allgemeinen vom Glück begünstigt ist. x * Muttertag in Bismarck. . Am Sonntag feierte der Bund Königin Luise. Bezirksgruppe Bismarck=West. im Saale des Jugendheims seinen Muttertag. verbunden mit der Geburtstagsfeier aller Kameradinnen. Der Saal war bis zum letzten Platz gefüllt. Die Führerin. Frau Peter. begrußte Gäste und Kameradinnen. besonders die Großmütter. die recht zahlreich der Einladung gefolgt waren. Im Verlauf ihrer Ausführungen begrüßte die Führerin den Zusammenschluß der Frauenbewegung unter oberster Führung des Kanzlers Adolf Hitler. dem auch der Bund Königin Luise das vollste Vertrauen schenkt. Anschließend sang man den Choral„Großer Gott. wir loben dich“. Nach der Kaffeevause bekam jede Kameradin ihr Geburtstagsgeschenk. Auch den Großmüttern bereitete man eine Freude. Es folgten Gedichte, Vorträge und eine Aufführung:„Die Liebe höret nimmer auf. Kameradinnen der Bezirksgruppe und Kameraden vom Stahlhelm hatten sich in freundlicher Weise zur Verfügung gestellt. Die Leitung der Aufführung lag in den Handen des Kameraden Lukas. Nach einer Verlosung endete die Feier. Aus den evangelischen Vereinen. Frauenhilfe Altstadt. Am Dienstag, den 23. Mai. wird die Frauenhilfe Altstadt einen Ausflug zur Hohensyburg machen. Fahrt mit Autobussen um 11.30 Uhr von der Gabelsburg. Der Fahrpreis für Hin= und Rückfahrt betragt.50 Mark. der im Wagen eingesammelt wird. Vorherige Anmeldung bis zum Sonntag, den 20. Mei ist unbedingt notwendig. Der Kaffee auf der Burgterrasse kostet für die Person 60 Pfg. Miss. Lombeck wird in der uralten Kirche von Syburg eine Feierstunde halten. Vor der Rückfahrt am Abend Besuch des Hengsteysees. Anmeldungen in den Pfarrhausern. im Schwesternhaus oder beim Küster Sender. Evang. Arbeiterverein Heßler. Zur Teilnahme am 50jahrigen Jubelfest in Wattenscheid. verbunden mit Kreisverbandesfest Sammeln am Sonntag 13.30 Uhr am Vereinslokal Bonnkamp. 14 Uhr Abfahrt von der Kanzlerstraße mit der Straßenbahn. Evangelischer Bund. Die vom Vorsitzenden Pfarrer Meyer geleitete Tagung des Zweigvereins Schalke nahm einleitend den Jahresbericht 1932 entgegen. der von bedeutsamen Vortragsabenden, vom Reformationsfest und von unentwegter Kleinarbeit manches mitteilen konnte. Der vom Kassenwart Böseke zur Kenntnis gebrachte Kassenabschluß 1932 wurde stimmend gefunden und dem Kassenwart dankende Entlastung erteilt. Beim Provinziälverein Westfalen soll der Antrag unterstützt werden. den Westfälischen Bundesboten in Anbetracht der heutigen Zeitlage vorläufig nicht mehr erscheinen zu lassen. Zu der 40. Provinzialtagung des Hauptvereins Westfalen am 27. bis 29. Mai d. J. in Bielefeld wird als Vertreter Kam. Lehmann, als dessen Stellvertreter Rektor Theesen teilnehmen. Alle Mitglieder sind zur Teilnahme dringend eingeladen, müssen sich aber vorher beim Vorsitzenden melden. Zur Reichstagung am 23. bis 26. Juni d. J. in Greifswald wird kein Vertreter entsandt. Eine äußerst lebendige Aussprache über Bundesangelegenheiten und wichtige Zeitfragen beschloß den gehaltvollen Abend. ∆ Der evang. Arbeiterverein Hüllen hielt am Sonntag unter Leitung des 1. Vorsitzenden Friedr. Beyer eine außerordentliche Generalversammlung ab. Eine längere Aussprache bedingte die Sterbebeihilfe. Nach einer regen Aussprache wurde man sich einig. einstweilen von einer Sterbeversicherung Abstand zu neh2. Warum (Antwort auf unser Preisausschreiben) Es bleibt ein treuer Kunde Wer Chlorodont probiert, Weil täglich er im Munde Die gute Wirkung spürt. Lu Draute Roman von Wilbelm Herbert Copyright br Dr Verberich. München 27 (Nachdruck verboten) Doch in seiner Spitzbüberei lag Stolz und sein Schwindlertum hatte einen gewissen Charakter. Ihn reizten Schwierigkeiten. Und der Reiz übertrug sich aus das Hirn. Und das Hirn begann zu arbeiten— fünfzig Schritte von der anderen Mauer. Er blieb stehen und legte die Hand auf Mathildens Arm. „Nein! Es geht nicht!“ Sie schaute ihn groß an. „Heute nicht. Frau Mathilde! Morgen— heute nicht. Ich muß es ihr erst allein sagen. Ihre zarte Seele würde um die Ruhe kommen, wenn ich nicht erst allein mit ihr spräche.“ Er sah— noch von dem Schrecken vorher— so angegriffen aus, daß kein Argwohn dagegen aufkamt. Der Mann war ja so voll von Tugenden, daß man jede Minute auf eine neue gefaßt sein mußte. Man würde ihm später manche davon abgewöhnen müssen. Denn einen Heiligen wollte man ja doch nicht heiraten. „Sie haben recht", lenkte sie ein.„Es ist besser so. Wir gehen dann auch erst morgen zu meinem Manne, Herr Müller." „Müller“ dankte ihr mit herzlichem Händedruck. „Ich wußte, daß Sie mich verstehen!" An der Friedboftür wollte er sich bescheiden zurückziehen.„Ich möchte Sie nicht vor der Zeit ins Gerede bringen. Gott, war das ein Engel! „Sie könnten aber heute nachmittag bei mir eine Tasse Kaffee trinken! Chriembildenstraße 217— zwei. Dort sieht Sie niemand.“ Sie lachte ganz vergnügt dabei. Ja! Ja! Wenn so eine Witwe erst mal warm geworden ist. Er grüßte sehr respektvoll und blieb stehen, um sie hundert Schritte Vorsprung gewinnen zu lassen. Wie er drei Minuten spater aus dem Friedhofe trat, lief er Kathi in die Hände, der Schenkmadd vom „Letzten Tropfen“. Sie hatte den Kopf in den Boden gesteckt und war atemlos vor sich hingerannt. „Ja!“ stammelte sie im Wonneschreck.„Kommen Sie schon von draußen?" Er zögerte nicht länger als für Eins, Zwei, Drei. „Freilich! Ich komme schon von draußen. Ich habe rich berauswinken wollen, daß mich nicht gleich die Alte steht. Wo=warst Du denn? Na, Du, doch nicht ein Rendezvous?“ „Was denken Sie?!“ rief sie erhitzt und ängstlich. „Der Drache! Gerade, wie wenn sie's gewußt hätte, hat sie mich um Oel in die Stadt geschickt". „Schon wieder Oel!“ murmelte er unwillkürlich. Sie verstand das nicht.„Ich habe mir die Füße aus dem Leibe gelaufen. Es ist auch noch nicht Mittag. „Nein, liebe Kathi, es ist noch nicht Mittag. Aber ich bin mittags zu einem Baron geladen, mit dem ich acht Tage verreisen muß. Es ist ganz plötzlich gekommen. Darum wollte ich Dir doch Adieu sagen.“ „Acht Tage!“ murmelte sie entsetzt.„Das ist aber lang“ „Selbstverständlich ist es lang. Der Kuckuck soll die Geschäfte holen! Aber ein paar tausend Mark kann man doch nicht hinten lassen— oder meinst Du?!“ „Nein! Nein!" Der Baron und die paar tausend Mark taten's ihr, an „Acht Tage gehen auch herum.“ Er drückte ihr die Hand.„Brauchst bloß wie ich jede Stunde sechstausendmal an Deinen Schatz zu denken. Versprichst du mir das?“ Natürlich versprach sie es und schaute ihm alle zehn Schritte nach, daß sie bold mit dem Oelkrug über einen Scherenschleifer gestolpert wäre, der sie einen verrückten blinden Blasbalg nannte. Aber sie gab nichts darauf und war doch sehr glücklich... Bulljahn lachte unterwegs und strich sich behaglich den Bart. Was es doch für Zufälle mit den Weibsleuten gab! Aber er merkte: sein Weg lag auf der Sonnenseite. Es ging immer wieder alles gut. So kam er kreuzvergnügt und hungrig gelaufen zu Bibi, wo nach der Marksuppe ein Riesenbraten und dann ein gewaltiger füßer Auflauf seiner wartete. Beim Vater legte er Ehre ein mit allerlei klugen Reden über Rindermarkt, Fleischpreise und Viehzucht. Der Mutter schmeichelte sein zärtlicher Appetit— und Bibi schwamm bei allem, was er sagte und tat, wie ein plätschernder Cherubim im siebenten Himmel. Der stämmige Hausvater begann beim Kaffee, zwischen dem ein guter Familienschnaps gereicht wurde, von den Vorzügen des Gewerbes und der Nährkraft der Wurstbereitung zu sprechen. Er hütete sich, eine Mißachtung gegen das Flötenspiel auszudrücken. Aber doch klang aus seinen Reden eine warme Empfehlung der kräftigeren Töne des Fleisch= hackens gegenüber dem müßigen Gezirpe der Musik. Seine Frau hielt vorsichtig eine wohlwollende Mitte ein. Bibi aber verteidigte mit siegreicher Wortfülle das Reich des Klanges und deutete an daß ein Kapellmeister von jeher der Traum ihrer Träume gewesen. Sie verschwieg dabei, daß sie noch vor sechs Wochen stark zur geräuschloseren Philosophie hingeneigt hatte. Aber der junge Philosoph, der damals gegenüber in ein möbliertes Zimmer eingezogen war, hatte nach allerlei schnöden Pumpereien in der Nachbarschaft und mebreren nicht bezahlten Salamis das Weite gesucht, und es war hinterher ruchbar geworden, daß es nichts anders als ein verkrachter Schaukelbesitzer gewesen. Diese trübe Erfahrung sagte sie der Musik in die Arme. Sie versicherte, als der Vater sich nebenan zum Mittagsschläschen legte und die Mutter in den Laden gerusen wurde, dem Gaste so feurig ihre Einbürgerung im Reich der Töne, daß er sie wiederholt küßte und dazwischen hinein eine ganz leise und sanfte Andeutung wagte, wenn er eine Kaution von fünfzehntausend Mark stellen könnte, die etwas über das Maß seiner Ersparnisse hinausging, könnte er schon in der nächsten Woche das Orchester im„AlbambraTheater" übernehmen, wo der Eigentürmer für die äußerst wertvollen Instrumente eine Sicherheit in dieser Höhe verlange. Sie überschlug die Rücklagen aus ihrem Taschengeld und beschloß einen Sturmlauf auf das weiche Herz der Mutter. Eine halbgeflüsterte Bemerkung hierüber veranlaßte Bulljahn zu einer dreimaligen innigen Umarmung, nach der sich beide„Du“ nannten und zwei geheime Verlobungsschnäpfe tranken. Dann empfahl er sich, weil er um vier Uhr in das Theater bestellt sei. Bei sich meinte er damit das Kaffetheater bei Frau Mathilde. Bibi aber warf sich nachher der Mutter an den Hals, die gerade einen großen warmen Leberkäse abwog und dabei lächelnd zusagte, aus ihren Erübrigungen die Fünfzehnhundert Mark aufzubrringen. „Wir haben uns heimlich verlobt“, seufzte Bibi. „Er kommt morgen mittag wieder. Du mußt einen Schweinsbraten machen.“ Auch der Schweinsbraten wurde zugestanden. Was tut ein Mutterherz nicht für das Glück seines einzigen Kindes?! Bulljahn ging vollernährt nach der Chriemhilden= straße 217— zwei, wo er in einen sehr wohlgeordneten Haushalt an einen sehr wohlgeordneten Tisch geladen wurde, hinter dem Frau Mathilde, schwarz, mit weißen Vorstößen am Hals und an den Aermeln, saß und ihn nötigte, das Papiergeschäft genau zu entwickeln. Der genossene Schnaps und die Aussicht auf die „Kaution“ gaben ihm Schwung und Phantaste, mit glaubhaften Tatsachen und Ziffern diese schwere Prüfung zu bestehen. Dann zeigte sie ihm ihre schöne Dreizimmereinrichtung, in der alles gediegen war und nach Kampfer und Mottenpulver roch. Sein Herz erkältete sich dabei immer mehr. Aber der Blick auf einen kleinen verheißungsvollen Kassschrank im Schlafzimmer, über den die Witwe im Vorübergehen mit liebkosenden Händen strich, gab ihm wieder Wärme und Elastizität. Wenn hier der Angriff gelang, war vielleicht mit den Früchten anderswo— fern von dieser Stätte kühler kaufmännischer Zahlen— ein behagliches Leben aufzuschließen, das ihm doch noch jene Seßhaftigkeit brachte, die er heute noch nicht in sich fühlte. Drei Tassen reiner Bohnenkaffee, drei Schnitten etwas altgebackenen Hefekuchens, fast drei Stunden sachgemäßer Besprechungen führten die Witwe bei seiner vorsichtigen und klugen Zurückhaltung zu der Ueberzeugung, daß man es wirklich mit Herrn Eberhard Müller riskieren könnte, das Papiergeschäft und die Ehe in Erwägung zu ziehen. Auch Frieda Wilhelmine hatte— wie er nicht ohne Rührung erklärte— dem Vorhaben eine Weihe gegeben. So gingen Frau Mathilde und Bulljahn, sich nähergekommen, auseinander. Sie wollte ihn am anderen Morgen zwar nicht ihrem Verliebten, aber ihrem Rechtsbeistand vorstellen, auf dessen Urteil sie außerordentlich viel gab. Das freute ihn nicht. Aber er sagte zu und stieg über die Treppe hinunter als ein Mann, der vieles erwog und sich schließlich gestand, diese kühle Mathilde sei zwar keine Herzensangelegenheit und doch vielleicht geeignet, gerade weil sie so ungemein berechnend und vorsichtig war, sie um so gründlicher hineinzulegen. Es kam immer nur auf die Methode an. Als Bulljahn auf die Straße kam, zog dreigliedrig und schnatternd ein Mädchenpensionat vorüber, das er mit behaglichem Wohlgefallen passieren ließ Manche straften ihn kaum mit einem Blicke voll kühler Backfischhoheit. Einige kicherten und hatten ihren Spaß an seinem Schneid. Das letzte Paar, zwei gleichgesinnte kunstgerichtete Seelen, verschossen sich in seine bunte, rotbärtige Gestalt und vermuteten in ihm einen Mann von Bedeutung. Er pflanzte ein zierliches Lächeln auf, so daß Fräulein Susanne, die Vorsteherin, die mit einer einzelnen hageren Schutzbefohlenen als letzte schritt, das schwarze Doppelsteckglas an das Auge nahm und zuerst die Flachscheitel der beiden Schwärmerinnen, dann ihn selbst strafend beaugapfelte. Da schoß er ihr einen schmachtenden Blick zu. Sie maß ihn empört vom Kopf bis zur Sohle, was er mit einem neuen, noch höherprozentigen Glutblicke beantwortete. Würdig senkte sie erst das Glas, dann das Auge. und hatte dabei eine Empfindung, die sie bei ihren Zöglingen auf das äußerste mißbilligt hätte. Zuwartend und auf ihre weiteren Entschlusse gespannt, blickte er nach. An der Ecke beugte sie ihren Schwanenhals gemessen seitwärts und schaute verschleiert zurück. Man konnte annehmen, daß sie den Pfad ihrer Herde gegen plötzliche Gefahren von hinten sichern wollte. Veit, der Frauenoptimist, saßte es anders auf und folgte abenteuerfroh in gemessener Entfernung. Auch das entging ihrem besorgten Auge nicht, das nach zweihundert Metern neuerdings die Lage prüfte. Sie war aufs innerste empört und hatte für eine derartige Keckheit nur noch das Gefühl widerstredender Bewunderung. In ihrem Herzen erwachten weiche, zarte sehnsüchtige Regungen, die sie mit einem energischen Drucke der linken Hand gegen die Taille vergebens zu erdrosseln suchte. (Fortsetzung folgt.) der deutschsprachigen Presse.V. — tu * 3. Mlatt Nr. 138-31. Jahrgang Gelsenkirchener Allgemeine Seitung...... Lonnerstag, den 13. Mai 1933 Aus uniseren Verbrelungspesfer Btaft Blalftenschels RSDAP., Ortsgruppe Stadtmitte. In der Mitgliederversammlung referierte Kreiskompfbundleiter Pötter über den Kampf gegen das Judentum und gegen das internationale jüdische Großkavital. Kreisschulungsleiter Könia wies auf die stattfindenden Schulungsabende din Kreisleiter Kleschses sprach üöber die Struktur und Organisation der Bewegung. Alle Sammlungen innerhalb des Stadtgebietes dürfen nur mit Genehmigung des Kreisleiters und des Ortsguppenleiters erfolgen. Zum Kreisfunkwart wurde Rathle ernannt Zum Schluß, wies der Kreisleiter auf, die am 29 und 30. Jul stattfindende Feier anläßlich des 10jährigen Bestehens der Ortsgruppe bin.:; Geschäftsstelle der NSBO. Die Sprechstunden im Hause Hagenstraße 12, sind folgendermaßen eingeteilt: Kreisleiter Gräwert Dienstag und Donnerstag von von —19 Uhr. Kreislchatzmeiter Harbord täglich 18—19 Uhr, Kreisprovaganbaleiter Baum täglich von 18.15—19 Uhr. Leiter der Rechtsabteilung. Jäger. zeontes„Nittwoch und Freitag,von 15—19 Uhr.“ Die Geschäftsstelle ist täglich geöffnet von—12 und ##7 15.19 Uhr. Samstagnachmittags rubt der Geschäftsverkehr. verbandesitzung z. Föhligshgusen Weiter wurde die Arbeit des Stadtverbandes berichtet und zu den Fachgrupven A Tschirner und zu C Striemer als Vertreter benannt. Zu der 50jährigen Jubelfeier treten die Mitglieder on: Samstag um 16.15 Uhr, Sonntag um 9 Uhr zum Festgottesdienst, 14.15 Uhr zum JubelHt ##r die Durchfhhjg-Zunfe Bolt- z20zägle, von Perse hscahsie e Milsecde Seice eite ih Zäblungskommissar ist Stadtoberinspektor Drever ergannt worden. Damit die Zählung möglichst an einem Tage durchgeführt wird, ist das Rathaus am 17. Juni geschlossen. Für das Amt eines Zählers sind vorbeseben: 250 Lehrer, 120 Kommunalbeamte bzw. Angestellte, ferner 50 bis 60 geeignete Kräfte aus den Reiben der Arbeitslosen.:: „Allgemeiner Ostpreubenverein. In der Monatsversammlung berichtete Vorsitzender Jendreitzik über die Delegiertentagung des Hauntverbandes und über die Ostland=Kundgebung. Die Führung des Vereins wurde Landsmann Rud Jendreitzik übergeben, dieser bestimmte zum Geschäftsführer Lojewski, zum Kassierer Mlodoch. In einer Entschließung wurde der treue und feste Wille der heimattreuen Ost= und Westpreußen zur nationalen Regierung unter Führung des Volkskanzlers Adolf Hitler zum Ausdruck gebracht.:: Krieger= und Landwehrverein. Der Vorstand wurde wie folgt neu gewählt; 1. Vorsitzender Fricke. 1. Schriftführer Mahne, Fahnenoffizier Henze.:: Die Vorarheiten für das Epvendorfer Kriegerehrenmal sind so weit fortgeschritten, daß am Sonntag die Grundsteinlegung vorgenommen werden kann. Sie erfolgt um 11 Uhr durch den kommissarischen Oberbürgermeister Petrl. uarichen Per Itackt Wanne-Sickel aer brnhce eun ceheen Juli zum Garten Bergmann an der Niemkerstraße unternommen werden.(.)“ Der Stadtverhand der Amateur=Billardsportler begine„lein, 2. Stistungsfest. Nach einem Turnier zwischen Grün=Weitz Crange und Holsterhausen am Nachmittag nahm am Abend Vorsitzender Aug. Richter die Siegerehrung der Stadteinzelmeisterschaft sowie der Klubmeisterschaft in der A= und=Klasse vor. Ein gut. zusammengestelltes Programm sorgte dann für Unterdaltung. 4ramm lorate, Lgn (0r) Raag Ein großer Et=Tressen findet Pfingsten in Kran statt. Bei dieser Gelegenheit werden über 3000 SSLeute erwartet. Um sie unterbringen und verpflegen zu können, bittet die Ortsleitung um Unterstützung der Bürgerschaft. Mit Ausweisen versehene Sammler werden zur Sammlung von Geld und Lebensmitteln vorsprechen.. 1benomge Im Evang. Gesellenverein sprach Dr. Jennis=Essen über Freiw, Arbeitsdienst und die Arbeitsdienstoflicht. Der 2. Vorsitzende Künklex, berichtete über die Schulungstagung des Gaues Rheinland in Essen. Es wurde beschlossen, am 18 Juni einen Familienausflug nach Sprothöpel zu unternehmen. Als Festag für das 25jährige Jubelfest wurde der 16. Juli bestimmt.(ch) Im Hessen=Verein berichtetMaul über die Verbandstagung in berichtete * auf der 2. schließt ab in Einnahme und Ausgabe mit Ab Erstattungen innerhalb der Verwaltung.........„ * Perd siet em Retzesazebeit von Der Fedlbetrag heläuft sich auf Er soll gedeckt werden durch: A Ueberweisungen aus Reichs= und Landessteuern....... B Indirekte Gemeindesteuern... 0 Direkte Gemeindesteuern: Bürgersteuer mit dem Landessatz und einem 500prozentigen Zuschlag 368 000 Zuschläge zur staatlichen Grundvermögenssteuer„ 1 175 850 Hewerbeertragssteuer: 640 Prozent Zuschlag„.. 487 750 Gewerbelohnsummensteuer 2960 Prozext, Zuschlas... 643 250 Filial=., Schankgewerbesteuer: 768 Pros Zuschlag 3000 Lohnsummensteuerantei! auf Grund des 5 52 Gew.=St.=V. 100 000 R9 26 189 237 3048 366 23 140 871 14 008 929 1 103 630 254 000 Vorsitzende Sterheumlage wurde von 9 auf 10 Big pro Mitglied erhöht: als Verbandsbeitrag wurden 25 Pfg. pro Mitglied festgesetzt.(ch) Raienabeng Rasse=Geflügel=Zucht=Verein. In der nur schwach besuchten Monatsversammlung berichtete der Vorsitzende über die Jahreshauptversammlung des Stadtverbandes und den Abschluß der letzten Growega. Erfahrungen über die diesjährige Brut wurden ausgetauscht. Die Feier des 25jährigen Bestehens soll im August stattfinden.(So) Beiklick Im Sportverein Preußen fand Sonntag die feierliche Eröffnung des Fußballbetriebes auf dem Sportplatz statt mit einem Freundschaftsspiel gegen die 1. und 2. Mannschaft des Sportvereins Marl. Vor dem Anstoß hielt Vorsitzender Smok eine kurze Begrüßungsansprache. Bürgermeister„Dr. Willeke hielt im strömenden Regen die Eröffnungsansprache. Das Spiel der ersten Mannschaften wurde trotz des starken Regens ausgetragen.:1 für Bertlich.(au) Stadbeck Das Freibad am Stadtwald ist vom 15. Mai ab wie folgt, geöffnet: Montggs von 7 bis 20 Uhr für Herren, Dienstags von 7 bis 20 Uhr für Damen, Mittwochs bis Sonntags von 7 bis 20 Uhr Familienbad. Frauen= und Mutterbilse! Am Sonntag geben junge Mädchen mit Marqueriten durch die Straßen, um im Auftrage der Frauenhilfe für das Mütterhilfswerk dieses Verbandes zu sammeln. Die Gelder werden ausschließlich dazu verwendet, erholungsbedürftige Mütter in Müttererbolungsbeime zu senden. Marler Autoschmuggler im Münsterland festie iüe Veischrch büinr bchchet ollfahndungsstelle Borken den neuen wertvollen Pernenkraftwagen eines Borkener Autohauderers, als Wagen auf dem Rückweg vom Industriegebiet her war. In dem Wagen befand sich eine sechsköpfige Schmugalerbande aus Marl, die nachdem sie vier Zentner Schmuggelaut an ihre Abnehmer im Industriegebiet abgeliefert hatte, bereits unterwegs zu einer neuen Schmuggelunternehmung war. Bis zur Aufklärung des Sachverhalts und Festnahme der Hintermänner, die in Buer vermutet werden, hat man die sechs Marler festgehalten.(2) Der älteste Feuerwehrmann Westsalens gestorben. In Gladbeck starb am Mittwoch der älteste Feuerwehrmann Westsalens, der Dachdeckermeister Johann König im Alter von 78 Jahren. Im vergangenen Jahre konnte K. sein 50jähriges Jubiläum als Feuerwehrmann feiern. Bei der auf Gladbecker Gebiet stillgelegten Verbandsstraße OW 2, die auf Buerschem Gebiet fertiggestellt ist, hat der Teil zwischen der Zweckeler= und der Feldbauserstraße für den Verkehr eine erhebliche Bedeutung. Deshalb wird dieser Teil vorweg so ausgebaut, daß er auch für den Fuhrwerksverkehr nutzbar ist. Ueber sechzig Arbeiter sind zur Zeit dort beschäftigt, so daß damit zu rechnen ist, daß der Verkehr baldigst aufgenommen werden kann.(k) Ueber 800 Arbeitsdienstwillige im Arbeitsamtsbezirk Gladbeck. Mie Arbeitsamtsdirektor Dr. Flotho gelegentlich der Einweihung eines neuen Arbeitsdienstlagers in der Gemeinde Lembeck mitteilte, befinden sich zur Zeit im Arbeitsamtsbezirk elf Arbeitsläger mit über 800 Arbeitsdienstwilligen.(k) Das Missionsfest in Gladbeck ist am Sonntag. Im Hauptgottesdienst predigt Missionar Momeyer(früher Sumatra). Um 16 Uhr im Vestischen Hof sprechen Missionar Momeyer und Pfarrer Sassenberg. BochumWeitmar. Evang. Arbeiterverein Zweckel. In der Monatsversammlung erläuterte Vorsitzender Guntsch den Jahresbericht des Bezirkssekretärs Hutwelker. Die Mitglieder werden arf die Beratungsstunden des Bezirkssekretärs aufmerksam gemacht, die jeden letzten Freitag im Vestischen Hof stattfinden. Eine Aussprache ergab sich über den Antrag des Verbandes, dem Verbandsvorsitzenden Dr. Koch uneingeschränkte Vollmacht für den Reichsverbandstag in Danzig zu geben. auf dem ein Verbandskommissar bestellt werden soll. der die Gleichschaltung des Verbandes vornehmen soll. Pfarrer Meier berichtete eingehend über die gesamtkirchliche Lage, die anwesenden Gemeindeverordneten über die Beratungen der größeren Gemeindevertretung. Himmelfahrt findet um 13 Uhr eine ao. Generalversammlung statt mit der Schlußabstimmung über die Gleichschaltung des Gesamtverbandes. Aus Westsaten und erheinprovinz. Das Saarflugzeug in Essen gelandet. Am Dienstag des Flugsporzvereins Essen, 17. Mai. 17 uyr ist das Saarflugzeug Saarbrücken mit den beiden D Verwaltungskostenzuschuß der Reichsbahn und Reichspost..... Unerbeiter Zehlbetnos 277 850 20 000 4 155 480 9943 449 Sa. 14098 929 Für den ungedeckten Fehlbetrag von 9 943 449 RM besteht eine Deckungsmöglichkeit nur in der Form von Sonderzuweisungen des Reiches bew. des Staates. Am Samstag, 8 Uhr, wird die kädtische Badeanstalt am Osthafen eröffnet und zur Benutzung freigegeben. Benutzungsvlan: Montag: X. bis 18 Uhr Familienbad, 18 bis 21.„Uhr, SA., SS. und 53. Dienstag: 8 bis 13 Uhr Frauen und Mädchen, 18 bis 18 Uhr Familienbad. 18 bis 21 Uhr Poseidon. Sparta. Mittwoch: 8 bis 18 Uhr Familienbad, 18 bis 21 Uhr Stadtverband für Leibesübungen. Donnerstoa: 8 bis. 18 Uhr Familienabend. 18 bis 21 Uhr SA., SS, und 5J. Freitg.g: 8 bis 13 Uhr Frauen und Mädchen, 13 bis 18 Uhr Fawilienbad. 18 bis 21 Uhr Poseidon. Sparta und Stadtverband Sesgerie n, Sehech arsib Abe zmilienbad. Sonntas.: 8 bis 20 Uhr Familienbad. bulen, nach besonderer Vereinogrung, vexwerbslose, sohlfahrtsunterstützte und Sozialrentner haben mit Ausnahme von Mittwoch, Samstag und Sonntag an allen Tagen freien Zutritt. Bürgermeister Oberdrevermang beurlaubt. Bürger; meister Oberdrevermann dat jetzt,ebenfalls sein esuch eingereicht, da die lgubsgesuch eingereicht, Vertrauen entzogen hat. RSDAP. ibm, das (Ae) Schach=Stadtverband. Dienstagabend fand eine Tagung der Schachvereine statt, die Lehrer Hennemann als kommissarischer Leiter eröftzete. Sportkommisar Groll wies in längeren Ausführungen auf die ideelle Seite des Schachspiels bin. Marxistischer ihe De Veicn Bokrnscelen die u. Lalpaunt zu gewinnen. Am kammenden Mantag, Mittwoch und Samstag sind alle Vereine mit Werbeveranstaltungen auf dem Plan. Der Beginn der heutigen Stadtvexordnetenpersammlung ist von 16.30 auf 15.30 Uhr verlegt. Zugleich ##e, lolggn#.ZAßt auf: Pusbebung der Diesterfolgen Rochtragstagesordnung mitgeteilt: Antrage der RSOAP. auf: Aufhebung der Diesterwegschule und Uebergabe an die BS.=Nrözz, und Jugendverhände., Ueberführung der Aschenbruchschule in die Pestalozzischule. Uebergabe der freien Räume im Holsterbaus an den Bund Deutscher Mädchen und RS. Frauenschaft, Verfügung„über die Aschenbruchschule und Fichteschule. Vereinfachung des Hilfsschulund Berufsschulwesens Bewilligung von drei Zentner Kohlen an die Unterstützungsemofänger des Wohlfahrtsamtes einschl. der Wohlfahrtserwerbslosen. " Syans. Mängerverein Wanne=Süd. In der Versammlung hielt Dr Locarius einen Vartrag über das eang Krankendaus in Eickel. Der Ausflug soll im elcs ecechecen. Die Paiden Boselasce alie dem abgetrennten Saargebiet wurden von dem Standartenführer Mahr und Major Warendorf vom Stahlhelm im Mutterlande herzlichst begrüßt. Es wurde der Hoffnung Ausdruck gegeben, daß Reich und Saargebiet bald wieder eins seien. Die Gäste überbrachten die Grüße der Saarbrüder, die Überzeugt seien, daß die Rückkehr zum Vaterland nicht mehr lange auf sich warten lasse. Große hauswirkschaftliche Ausstellung. Essen, 17. Mai. Man kann heute schon sagen, daß mit der Veranstaltung einer hauswirtschaftlichen Ausstellung einem Bedürfnis der Zeit entsprochen wurde. Wenn man ein paar Stunden durch die Hallen gewandert ist, kann man sich erst einen Begriff von der Vielseitigkeit und der Qualität dieser Schau machen. Gegliedert ist die Ausstellung in zwei Gruppen, die Systematische Abteilung in Halle V und die Gewerbliche Abteilung in Halle] und VI. Die Systematische Schau enthält folgende Gruppen: Hauswirtschaftliche Einrichtungen und Hilfsmittel, Hygiene und Ernährung, Wohnungsausstattung und Hausrat. Familienleben im Haus der Gegenwart, Blumenpflege, Haus= und Küchengarten, Kleintierzucht. Das Haus der Gegenwart. Um pulsiterendes Leben in die Ausstellung zu bringen, veranstaltet die Leitung täglich Schaukochen, sodann Wettnähen, Modenschauen, Märchen=Nachmittage. Hausmusik, gymnastische Vorführungen. Mütter=Bastelkurse und dergleichen mehr, Dem Kinde ist eine hervorragende Berücksichtigung eingeräumt worden es ist sogar ein Kindergarten vorhanden. Im übrigen hat die hervorragende Arbeit des Ausstellungs=Architekten Portten allgemeine Anerkennung gefunden. Strafverfolgung der Feiheren dandeals Hausnann. Essen, 17. Mai. Die nat.=soz. Fraktion im preußischen Landtag hat einen Antrag eingebracht, worin um die Aufhebung der Immunität des sozialdemokratischen Abg. und früheren„Landrats Hansmann(Dortmund) ersucht wird. Die Immunität soll zum Zwecke der Ermöglichung einer Strafverfolgung des Landrats Hansmann erhoben werden. Hansmann wird von den Nationalsozialisten vor allem vorgsworsen, daß er sich in verächtlicher Weise über die deutschen Frontkämpfer geäußert habe. Auch werden ihm andere kriminelle Vorwürse gemacht. Da die Nationalsozialisten im Geschäftsordnungsausschuß über die Mehrheit verfügen, kann schon jetzt die Einleitung des Verfahrens als sicher gelten. einige Stunden später geborgen werden. Es handelt sich um einen 32jährigen Mann aus Bochum. Das Motiv ist noch unbekannt. Folgenschweres Aukounglück. Ein Toter, zwei Schwerverletzte. Düsseldorf, 17. Mai. In Büderich ereignete sich gegen 22.15 Uhr ein schweres Autounglück, das durch die Trunkenheit eines Thauffeurs verursacht wurde. Der Ehaufseur juhr mit seinem Wagen von hinten in eine aus vier Personen bestehende Fußgängergruppe, überfuhr diese, raste dann gegen einen Baum, wo der Wagen zertrümmert liegen blieb. Einer der Uebersahrenen, Hermann Zillekens aus Düsseldors=Heerdt, war auf der Stelle tot, zwei weitere, eine Dame und ein junger Mann, wurden schwer verletzt, während der bierte einen Nervenchock erlitt. Der Führer des Wagens blieb unperletzt. Der tödlich Verunglückte war ein bekannter Fußballspieler und gehörte der Düsseldorfer Fortung an. Er kam mit den übrigen Passanten vom Sportplatz in Büderich, wo er einen Sportklub trainierte. das Programm der Schlageler Gedächniseiern, Selsgane n. al. Die Aufmarschleitung der Schlageter=Gedächtnisfeier gibt das vorläufige Programm bekannt. Die Zahl der angemeldeten Verbände ist hereits lo groß, daß für die Düsseldorfser Bevölkerung schwerlich noch Plätze auf der Golzheimer Heide zur Verfügung stehen: die Zahl der teilnehmenden Mitglieder darf schon jetzt auf 300 000 geschätzt werden Am Samstag um 17 Uhr findet ein Geschwaderflug der angekommenen Flugzeuge über der Stadt statt. Um 19 Uhr trifft die Hitlerjugend ein, für deren Unterbringung in Massenquartieren gesorgt ist. Um 21 Uhr Aufmarsch auf den Rheinwiesen in Oberkassel mit Zapfenstreich der vereinigten Standartenkavellen. Der Sonntag beginnt mit der Gedächtnisseier am Schlageterdenkmal um 10.30 Uhr, während um 12 Uhr die deutschen Flieger die Schlageterehrenrunde fliegen. Der Führer wird um 16.30 Uhr auf den Rheinwiesen an die Hitlerjugend eine Ansprache halten. Um 17 Uhr spricht Adolf Hitler im Stadion an die SA. und SS. Auf den Rheinwiesen wird am Samstag ein Riesenfeuerwerk abgebrannt. Die Fahnen der alten Freikoros, die vor zehn Jahren in Oberschlesien und an der Ruhr von den Kämpfern für deutsches Recht und deutsche Freiheit mitgeführt wurden, werden in der Schlageter=Ausstellung, die unter der Leitung des ehemaligen Freikorvsführers Heinz Hauenstein steht, aufgestellt und am Sonntagmorgen feierlich zu der Kundgebung auf der Golzbeimer Heide gebracht. Bochum, 17. Mai.(In den Kanal gesprunscheseale Soheikt oiset bost Schthsel Keilieke versuche unternommen wurden, gelang es nicht, den Lebensmüden zu retten. Seine Leiche konnte erst Gegen das Katzenwürgen bei Leistungsprüfungen von Jagdhunden. Bei den ständig wiederkehrenden Klagen über Tierguälereien wird immer wieder die Schärfeprüfung für Jagdhunde durch Hetzen auf lebende Tiere(Katzenwürgen) als ein besonderer Mißstand bezeichnet. Daraus ist zu ersehen, daß derartige Veranstaltungen mit dem Empfinden weiter Volkskreise nicht in Einklang stehen. Mag auch aus jagdlichen und wirtschaftlichen Gründen die Erziehung der Jagdhunde zur Schärse gegen Raubzeug geboten und ein Ersatz für die Abrichtung hierzu schwer zu finden sein so läßt sich doch eine staatliche Unterstützung solcher Veranstaltungen nicht rechtfertigen, selbst wenn das Würgen unter Beachtung bestimmter Vorschriften und unter tunlichster Kürzung der Qualen der Tiere erfolgt. Der Staat kann sich dem Vorwurf nicht aussetzen, daß er Maßnahmen unterstützt, die auch von nichtüberempfindlichen Kreisen als kulturseindlich angesehen werden. Das Landwirtschaftsministerium sieht sich deshalb veranlaßt, die Bestimmungen betreffend die Beantragung, Bewilligung und Verleihung von Staatsehrenpreisen für Leistungen in der Hundezucht und für Leistungsprüfungen von Jagd= und Herdenhunden sowie für hervorragende Leistungen in der Tierzucht dahin abzuändern, daß Staatsehrenpreise nur noch für solche Leistungsprüsungen von Jagdbunden zur Verfügung gestellt werden, bei denen das Hetzen der Hunde auf lebende Tiere nicht einbezogen ist. Diese Bestimmung trat am 15. Mai in Kraft. Bei den fortan vorzulegenden Anträgen auf Bereitstellung von Staatsehrenpreisen für Leistungsprüfungen von Jagdhunden ist eine Erklärung darüber abzugeben, daß bei den Prüfungen Hetzen der Hunde auf lebende Tiere nicht stattfindet. Anträgen ohne diese Erklärung wird nicht stattgegeben werden. Soweit Staatsebrenpreise für nach dem 15. Mai stattfindende Veranstaltungen bereits in Aussicht gestellt worden sind, dürfen diese nur dann Verwendung finden, wenn vorstehende Anordnung beachtet wird. Bei den Berichten über solche Leistungsprüfungen von Jagdhunden ist eine entsprechende Erklärung abzugeben. Volkswirtschaftlicher Teil. Berliner Börsenstimmungsbild. # Berlin, 17. Mai.(Drahtb.) Die Börse war allgemein fest und belebter, wenn auch die cehr festen Vorbörsenkurse nicht überall erreicht wurden. Größeres Geschäft entwickelte sich in I. G. Farben, die bei etwa ¾ Million Mark Umsatz Prozent höher einsetzten Man bemerkte Rückkäufe des Publikums, speziell auch am Rentenmarkt. Man glaubt, daß die Entspannung der internationalen Werte nach dem Appell Roosevelts und durch die heutige Kanzlerrede erweitert werden wird. Auch die Mittellungen des Industrie- und Handelstages über die Wiederherstellung des Wirtschaftsfriedens, um die Bahn für den Wiederaufbau freizumachen, fanden Beachtung. Im Verlauf störte der bekanntwerdende Reichsbankausweis, der neue Verluste an Deckungsmitteln aufweist, wobei allerdinge weitere Kreditrückzahlungen zu berücksichtigen sind. Am Montanmarkt betrugen die Besserungen durchschnittlich 1 bis 1% Prozent, Harpener + 2 überschritten wieder den Parikurs, Braunkohlenwerte waren durchschnittlich 2 bis 4 Prozent höher. Am Elektromarkt hatten Siemens(+ 2) die Führung, Akkumulatoren erholten sich um 4, die übrigen gewannen bis zu 2. Sehr fest Elektrische Licht u. Kraft (+ 3¾). Deutsche Kabel stiegen auf 72(69/4). Kall. werte gewannen weitere 3 Prozent zurück. Am Anleihemarkt konnten Altbesitz 75½ bis 75%(757) den Vorbörsenkurs mit 76¾ nicht erreichen. Neubeeitz gewannen ½ Prozent, Obligationen varen 1 bis 2 Prozent erholt. Am Valutamarkt lag der Dollar fest gegen London.91¾, gegen Mark.73. Tagesgeld erforderte 43. Steuergutscheine notierten am 17. Mai an der Berliner Börse: Fällig 1. Aprll 34 96% Fällig 1. April 33......... 90% Fällig 1 April 36....... 84 Fällig 1 April 97... 79% Fällig 1. Aprü 36 76% Essener Börsen-Tendenz. Die Essener Börse verkehrte in freundlicher Haltung. Von variablen Werten wurden Wintershall zu gestrigen Kursen gehandelt. Größeres Geschäft entwickelte sich in Ver. Stahl, die im Verlaufe ca. 2 Proz. anzogen. Kohlenkuxe zeigten weiter feste Haltung bei einigen Umsätzen in Carolus Magnus, Ewald, Graf Schwerin und König Ludwig. Langenbrahm gingen etwas niedriger um. Von Kallwerten waren Beienrode, Bergmannssegen und Hope zu letzten Kursen im Handel. Lothringen, Dahlbusch und Westfalia Dinnendahl bei einigen Abschlüssen wenig verändert. Wieder stärkere Devisenverluste. Reichsbankausweis für die zweite Malwoche. Das Bemerkenswerteste an dem Reichsbankausweis für die zweite Malwoche ist der Verlust von Deckungsmaterial in der Höhe von 27.6 Millionen. Er verteilt sich mit 15,8 Mill. auf Gold und 11.8 Mill. auf Devisen. Der Verlust resultiert aus einer Tellrücksahlung des sogenannten Lee Higginson-Kredits an das Reich. Es wurden.2 Mill. Dollar zurückgezahlt. weiter.4 Mill. Dollar an Zinsen gezahlt Schließlich beanspruchte auch der Dienst der Younganleihe in der vergangenen Woche erheblichere Mittel. Das gesamte Deckungsmaterial ist nunmehr auf 472.5 Mill. zusammengeschmolzen, wovon noch der bekrnnte Golddiskontbankkredit von 45 Mill. Dollar in Abzug zu bringen wäre. Im übrigen waren die Rückflüsse in der Kapitalanlage der Reichsbank in der Berichtswoche mit 155.2 Mill. relativ erheblich. Die Inanspruchnahme der Reichsbank zum Ultimo ist bereits in den ersten beiden Wochen des Mai wieder naheru ausgeglichen. Der Notenumlauf ermäßigte sich um 73.4 auf 33365 MIlI. RM. Die Steigerung der sonstigen Aktiven um 33.4 Mili. hängt mit einer stärkeren Inanspruchnahme des Betriebskredtte des Reiches zusammen. Das Deckungsverhältnis ging von 147 weiter auf 142 v. H. und nach Abzug des Golddiekontbank-Kredite von.1 anf.5 v. H. surück. Der Zahlungsmittelumlauf beträgt 5300 Mill. gegen 5921 Mill. zur gleichen Zeit des Vorjahres. Rheinstahl investiert 4 Mill. RM. Wie wir erfahren, haben auch die Rheinischen Stahlwerke. Essen, durch Verteilung von Aufträgen zur Belebung der Wirtschaftstätigkeit beizutragen versucht. In Fortsetzung des schon gegen Ende des vorigen Jahres in Angriff genommenen Ausbauprogramms wurden insgesamt mehr als 4 Mil), RM. für Instandsetzung und weiteren Ausbau der Zechenanlagen der Gesellschaft ausgegeben. Die Investierungen verteilen sich auf die Zechen„Zentrum“,„Prosper“ und„Brassert“. . Bericht der Viehverkaufshalle.-., Lehrte vom 16. Mal. Auftrieb: 892 Ferkel und 187 Läuferschweine. Es kosteten im Groshandel: Ferkel(Durchschnittsqualität):—6 Wochen alt bis 13.50 RM.,—8 Wochen alt 14-17 RM.,—12 Wochen alt 18—23 RM.; Läuferschweine:-4 Monate alt 24-29 RM, —5 Monate alt bis 36 RM. Volkswirtschaftliche Bücherreihe. „Machtwille und Maschinenwelt.“ Von Georg Foerster. Verlag: Alfred Protte, Potsdam.— Ist 11e Technik eine tödliche Krankheit, die sich über die Welt ausbreitet oder gleitet das Maschinenzeitalter hinüber in eine neue Welt in der Seele, Geist und Menschentum sich in höherer, von vielen erdgebundenen Hemmnissen befreiten Kultur treffen: Georg Foerster geht vom Standpunkt des lebensnahen Philosophen an die Betrachtung und Deutung unseres technischen Zeitalters heran und insbesondere gelingt ihm der Nachweis, daß die Entseelung und Entgeistigung in der maschinellen Epoche nur eine beschränkte Gel-ung hat und das nach einer Zeit der Krise sich ein neuer Ausdruck einer umfassenden Knltur finden werde In seiner Vision vom„Willen zur Macht“ sei Nietzsche einer der größten Deuter der neuzeitlichen Welt geworden. Das Werk verlangt ein Ja-Sagen zu der vom Menschen neu geformten Welt und ist nicht nur für den Philosophen, sondern auch für den Techniker und Pädagogen ein aufschlußreiches Handbuch. K. #gemeine Zeitung Donnerotag, den 18. Moi 1933 „Mannschaft in den Wanten“. Paradeaufstellung der Besatzung eines Schulschiffes „Mausi“ liebten sie alle, die blauen Jungens der „Niobe“. Sie wurde maßlos verwöhnt und behielt dennoch ihren angenehmen und friedlichen Charakter. Erst als die Präsidentin von Finnland ihr anerkennend über den Rücken gestrichen und ihr herrliches Aeußere gelobt hatte, wurde sie überheblich. Sie sah niemanden an, machte den ganzen Tag Spektakel und weckte die gesamte Mannschaft Punkt.30 Uhr. Und das kann kein Seemann verzeihen. Kurz entschlossen aß man sie auf und war noch so kaltblütig, sie sich gut schmecken zu lassen. So geschehen im Sommer 1931 auf dem Segelschulschiff„Niobe“ mit— einer herrlichen Edelzuchtsau. Aus dieser kleinen Episode geht schon hervor, daß das Leben auf dem Segelschiff recht unterhaltsam sein kann. Und jeder Seemann wird es bestätigen, seine Segelzeit war die schönste. In den paar Monaten ist man richtig Seemann, kommt man mit Wind und Wellen in direkte Berührung. Kein Motorengeheul stört die Zwiesprache zwischen Meer und Mensch. Jeder Offiziers= und Unteroffiziersanwärter verbringt nach einer infanteristischen Ausbildung an „Rise!— Rise“ Morgens um vier Uhr großes Wecken— der Weckruf wurde aus dem Englischen übernommen und heißt„Aufstehen“ Land die ersten drei Monate Seeleben auf dem Segelschulschiff. Bis zu ihrem tragischen Uniergang war die„Niobe“ das Schiff, das den gesamten Offiziersnachwuchs der Reichsmarine gesehen hat. Jetzt stellt man am 1. Juli den„Gorch Fock“ in Dienst und will ihm die Segelausbildung der jungen Seeleute anvertrauen. Drei Wochen Arbeit an der Brücke! Die jungen Leute siebern schon dem Moment entgegen, in dem sie endlich herauskommen und auf See ihre Fähigkeiten beweisen können. Und immer und immer wieder werden Segelmanöver abgehalten, immer .„Mel. 1933 lief in Hamburg das neue Schulschiff der deutschen Reichsmarine, ein Eraats für die„tl#be“, die Deutschland Im Vorjahr unter so tragischen Umständen verlor, vom Stapel. Des Schiff, das als Dreimastbark getakelt, 89 Meter lang und 12 Meter breit ist und eine Segelfläche von 1899 Qusdratmeter hat, erhlelt den Namen„Gorch Fock“. Gorch Fock, das war der Fischersohn aus Finkenwärder, den jeder Deutsche aus seinen Seegeschichten kennt und der als Matrose 3. der Skagerrak-Schlacht fiel. Wieder ein Segler als Schulschiff! Von der Notwendigkeit dieser bildung für unseren Marinenachwuchs, von der Ar beit an Bord und von der echten Romantik des Lebens auf einem Schulschiff weiß der nachfolgende Beitrag Interessantes zu berichten. wieder heißt es„Boje über Bord“. Niemals aber geht es schnell genug. Aber endlich kommt dann doch der Tag, an dem der Kommandant es wagt, mit der jungen Mannschaft in See zu gehen. Im Lauf der dreimonatigen Ausbildung lernen dann die zukünftigen Offiziere und Unteroffiziere, sich in jeder Situation dem Meer gegenüber einzustellen, sie lernen den Umgang mit der Takelage, sie erhalten Unterricht in theoretischen Dingen, die der Offizier beherrschen muß. Im Segelexerzieren sind sie sicher und gewandt und haben es gelernt, an ihrem Teil für die Sicherheit des Schiffes zu wirken. Sie werden seefest und körperlich tüchtig, lernen das Meer in all seinen Ausdrucksformen kennen und meistern und haben eine gute Vorbildung für den späteren Beruf des Führers bekommen. Das sind die tatsächlichen Ergebnisse, auf denen aufbauend die weitere Ausbildung aus dem Kreuzer vor sich geht. Viel wichviel Neues stürmt auf den jungen Menschen ein. Der Ton ist oft alles andere als höflich und sein. Aber dennoch: jeder Offizier, jeder Unteroffizier wird mit Begeisterung von der Segelausbildung sprechen als von der Zeit, in der er am meisten für seinen Führerberuf lernte. Deutschland hat heute 729 Seeoffiziere, dazu kommen noch 182 Ingenieuroffiziere, 100 Sanitätsoffiziere und 81 Zahlmeisteroffiziere. Sie alle haben— allerdings nur soweit sie nach 1920 und vor 1908 eintraten— eine Ausbildung auf dem Segelschiff erlebt. Nach 1908 gab man diesen Teil der Schulung auf, weil die schnelle Entwicklung unserer Marine dazu keine Zeit mehr ließ. Und erst 1920, als die Größe unserer Flotte uns von Versailles diktiert war, kam man wieder aus die gründliche Durchbildung auf dem Segler zurück. Bei diesen Zahlen sind die Unteroffiziere noch nicht berücksichtigt, die nach 1920 auch sämtlich eine Segelausbildung durchgemacht haben. Die Mannschatf ist in zwei Wachen eingeteilt. Jedes Kommando muß also nur mit der Hälfte der Besatzung geübt werden und für Ausnabmefälle noch einmal mit beiden Wachen. Abwechselnd haben die beiden Abteilungen Dienst. Um aber die Leute zu schonen, begnügt sich der wachthabende Offizier häuBedienen des Ankerspills Seekadetten und Schiffsjungen gemeinsam bei schwerer Arb eit tiger aber sind für den jungen Seemann und auch seine späteren Untergebenen die anderen Momente, die eben nur eine Ausbildung auf dem Segelschiff geben kann. Heute, im Zeitalier der Technik, kann die Besatzung eines Schiffes leicht die Verbindung mit dem Meer verlieren. Wenn der Motor aussetzt, wenn die Maschine nicht mehr arbeitet, dann ist das Schiff und seine Mannschaft in Gefahr. Naturgewalten wirken sich bei den riesigen Schiffen, die durch Dampfkraft fahren, verhältnismäßig gering aus Es muß dann schon eine Titanic=Katastrophe eintreten, um die absolute Herrschaft der Natur zu beweisen. Das Segelschiff dagegen ist vollkommen den Naturgewalten überlassen. Kluges Hand=in=Hand=Arbeiten der Mannschaft beim Bedienen der Segel ist notwendig, wenn man das Schiff unbeschädigt durch die Wellen lenken will. Gewandte junge Männer müssen es sein, die jedem Befehl des Kommandanten unverzüglich Folge leisten. Kein Motor heult, nur der Wind fängt sich in den Segeln und läßt sie prall anschwellen.— Die Sonne strahlt und das ganze weiße Schiff scheint blitzend zu schweben. Alle Romantik, die nun einmal zum Seemannsberuf gehört und die schon sehr gelitten hat unter der Technisierung, wacht auf dem Segelschiff wieder auf. In den drei Monaten der Ausbildung auf dem Segler führt der zukünftige Offizier und Unteroffizier wirklich ein echtes Seemannsleben. Treue Kameradschaft, wie man sie selten findet, wird gepflegt. Der Gemeinschaftssinn wird wach. Man lernt es, sich auf den anderen zu verlassen: denn nur wenn alle für einander einstehen, ist eine Arbeit auf dem Segelschiff möglich. Frohe Freizeit verleben all diese Jungen, die bisher nur die Schule kannten und im allgeminen recht zart angefaßt wurden. Es ist sicher keine leichte Arbeit auf einem Segler. Zu fig mit der Hälfte der Leute seiner Wache. So daß also ein Manöper in den denkbar verschiedensten Ausführungsarten geübt werden muß. Mit dem Ererzieren allein ist es aber nicht getan. Der theoretische Unterricht will auch bewältigt werden, der meist um die Mittagsstunden herum gruppiert wird. Und man muß es sagen: auf dem Segelschulschiff hat auch der größte„Streber“ mehr Lust zum Segelexerzieren, als zur. Mathematitstunde. Was man bei strahlender Sonne und bei der Trockenheit der anderen Materie auch sicher verstehen kann.— Und noch eins ist zu bedenken. Auf dem Schulschiff gibt es keine Rangunterschiede unter den Schülern. Ob der Abiturient sich gleich zur Marine gemeldet hat und angenommen wurde, ob der „Mann“, der als einfacher Matrose eintrat, durch seine Fähigkeiten zur Offizierslaufbahn vorgeschlagen wurde; sie alle sind auf dem Segelschiff Matrosen. Sie haben das gleiche zu lernen und machen dieselben Fehler. Sie kämpfen gemeinsam gegen Wind und Wellen und singen gemeinsam ihre Seemannslieder, wenn sie Freiwache haben. Diese gemeinsame Ausbildungszeit gerade der verschiedenen Menschen ist ein ganz großes Plus für den Geist im Offizierkorps der Marine. L. Bauer. Mittags zwei bis drei:„Navigationsunterricht“. Ganz ohne Theorie geht es selbst auf einem Schulschiff nicht ab Primitiv aber praktisch! Morgentoilette an Bord des Schulschiffs * Stärkste Eisbrecher der Welt. Schweden hat nach soeben erfolgter Probefahrt den neuen Eisbrecher„Dmer“ übernommen. Mit diesem Schiff, das mit deutschen dieselelektrischen Motoren ausgestattet ist, wurde eine Spitzenleistung auf dem Gebiet des Schiffsbaus erreicht. Der Eisbrecher ist 75 Meter lang, 18,5 Meter breit und hat einen Tiefgang von 6,4 Meter, der mit vollgepumpten Oeltanks noch auf 7 Meter erhöht werden kann. Bei Eisbrechern spielt nämlich der Tiefgang eine besonders wichtige Rolle, weil das Aufbrechen der Eisfelder von der Wucht des angesetzten Schiffskörpers abhängt, die um so nachhaltiger wirkt, je tiefer das Schiff im Wasser liegt. Während zwei Schrauben wie üblich hinten angebracht sind, befindet sich noch eine unter dem vorderen Bug des Schiffes, so daß in besonders schwierigen Verhältnissen der Eisbrecher sowohl durch die hinteren Schrauben, die als Druckpropeller wirken wie die vordere, die als Zugpropeller dient, durch die Eisfelder vorstoßen kann. Das Schiff hat eine Besatzung von 82 Mann und Platz für Oelvorrat auf 3 bis 4 Monate. Da der Verbrauch des Brennstoffs das Schiff allmählich aus dem Wasser hebt, so ist eine Einrichtung getroffen, die leergewordenen Oeltanks mit Wasser vollzupumpen, um den jeweils benötigten Tiefgang wieder zu gewinnen. Das Schiff soll die nördlichen schwedischen Häfen möglichst offen halten. Onoere-biadenTungener Ausbildung auf dem Segelschulschiff. Nach einem Gespräch mit Korvelten-Kapitän Kümpel, ehemaligem Kommandanten der"Riobe“. Aus Geisenkmcherer Sichispfemlausenn. Capitol=Theater. Ab Freitag läuft in den Capitol=Lichtspielen der neue Film:„Raszzia in St. Pauli“ von Werner Hochbaum mit Gina Falckenberg, Friedrich Gnaß und Wolfgang Zilzer in den Hauptrollen. Dieser Film zeichnet sich besonders dadurch aus, daß er das Milieu der Unterwelt von St. Pauli echt und wahrheitsgetreu schildert. Der Regisseur hat für die Aufnahmen echt St.=Pauli=Typen benutzt. Außer den drei Hauptdarstellern wirkt in dem Film der berühmte St.=Pauli=Volkssänger Charly Bittong mit. Ein solcher Film ist in der Flut belanglosen, in Kitsch und Einfallslosigkeit erstarrten Unterhaltungsgeflimmers auf jeden Fall erfreulich. Hier stellt sich ein neuer Mann vor, der das Manuskrip: verfaßt und Regie geführt hat: Werner Hochdaum. Er hat einen interessanten Film geschaffen, einen Film, mit dem sich eine Auseinandersetzung lohnt.— Drei Schauspieler haben hier einen Text zu sprechen, der fern vom Herkömmlichen in, fern vom Blödsinn, St. Paulis dunkle Lieder steigen auf. Ballhauselse hat ihr großes Erlebnis, das nur eine Nacht dauert und in Nichts zerfällt, wie diese ganze Welt des Scheins. Ein Lonfilm voll packender Milieuschilderung, voll Spannung und Bahrheit.„Ballhauselse“—„Matrosenkarl“—„Rusiker Leo,“ die sind die wirklichkeitsmachenden Typen des neuen Tonfilme.— Als zweiter Schlager zeigt das Capitol den Tonfilm=Schwank „Die zürtlichen Verwandten“ mit den Hauptdarstellern Charlotte Ander, Fetix Bressart, Harald Paulsen, Ralf A. Roberts und Adele Sandrock, eine Tonfilmkomödie von Witz und Laune— mnerreicht, unerschöpflich, unübertroffen in ihrem Lacherfolg.— Außerdem läuft wieder großes Beiprogramm und die neue FoxLonwochenschau. Industrie=Kino. Nur noch heute L. Tibbet und Lupe Belez in„Das Mädel cus Havanna“ und J. Kowal=Samborsti in „Marco, der Clown“. Morgen ein ganz hervorragendes Doppelprogramm: Zwei wundervolle, soeben fertiggestellte Erstaufführungs=Tonfilme! Gustav Fröhlich und Nora Gregor in„Was Frauen träumen“. Ein eleganter, spannender und zugleich lustiger Tonfilm. Die Entlarvung einer Beillantendiebin urd eines verwegenen Hochstaplers. Nora Gregor, die aus Hollywood zurückgekehrte, vornehme Schauspielerin, spielt die weibliche Hauptrolle in durchaus sympathischer Weise, ihr Partner Gustav Fröhlich ist wie immer frisch, natürlich und angenehm. Zwei Privatdetektive, die in jeder Szene viel Erheiterndes bieten, sind Otto Wallburg und Peter Lorre.— Als zweiter Schlager der erste und letzte Tonfilm des derühmten Schäferhundes Rin=Tin=Tin: „Rin=Lin=Eins größte Heldentat.“ Eine spannungsreiche und sensationelle Episode aus dem Wilden Westen mit aufregenden Indianerkämpfen. Ein großes, lustiges Beiprogramm und die neue Tonwoche ergänzen dieses Erstaufführungsprogramm. * Apols=Theater. Heute zum letztenmal Tony van Eyck und Hans Brausewetter in„Was wissen denn Männer“, und Maurice Chevalier, Jeanette MaeDonald in„Eine Stunde mit Dir“. Ab morgen ein ganz großes Programm! Der neueste, Instigste UfaTonfilm„... und es leuchtet die Pußta“. Wild dahersagende Pferde in der unendlich weiten Steppe, melancholisch schluchzende Geigen, braune, fröhliche Hirten— das ist die Atmosphüre der Pußztal Uebermätig tanzt die blonde Rosy Barsony durch diesen Film, singt bald die schwermütigen Weisen, der ungarischen Zigeuner, bald die temperamentvollen Lieder, nach denen die Volkstänze getanzt werden. Ein forscher Husaren. leutnant kommt und es beginnt ein zartes Spiel, wie es nur ein echtes Ungarmädel und ein fescher Leutnant in zärtlicher Tändelei spielen können. Reben Rosy Barsony sieht man Wolf AlbachRetty, T. v. Halmay, Hansi Arnstädt und Magda Kunn.— Als zweiter Schlager zeigt das Apollo=Theater den deutsprachigen Tonfilm„Die Sünde der Madelon Clauder. Die ergreifende Darstellung eines Frauen, und Mutterschicksals: Der Leidensweg einer Frau, der kein Opfer für ihr Kind zuviel ist. Helen Hayes, die Hauptdarstellerin, erhielt für diesen Film den Preis der amerikanischen Filmakademie für die beste schauspielerische Leistung dieses Jahres.— Im weiteren Teil ein lustiges Beiprogramm, u. 6.„Petersburger Marsch“ und die meue Tonwoche. * Uhn=Lichtspiele Heute letzter Tag der großen Spielwoche mit dem Greta=Garbo=Film„Helgas Fall und Aufstieg“ und„1000 für eine Nacht“. Ab morgen gelangt ein neues, ganz außergewöhnlich großes Programm zur Aufführung und zwar eine Sensation ohnegleichen: Der Liebling des Gelsenkirchener Kinopublikume, Hans Alber=, in seinem letzten und neuen Greßtonfilm:„Heut' kommte drauf an, ein Film, der Hano Albers als einen tollen Allerweltskerl mit allen möglichen neuen Einfällen zeigt. Einmal brilliert er ale Cowbov=Darsteller, ein anderes Mal ale Neouestar, wieder ein anderes Mal al's Jazskapellmeister mit seiner Kapelle um die Meisterschaft des goldenen Saxophons. Sein Schlager„Ich bin der Hans im Glück“ ist bereits heute so populär wie die Schlager des Ufa.=Filme„Der Sieger“, Außerdem wird ein glänzender neuer Ufa=Film und zwar „Manfred von Brauchitsch“, der bekannte Mereedes=Rennfahrer in dem Rennfiln.„Kampf auf dem Rürburgring“ gezeigt. Neun Akte lassen einen wahren Wirbel von Liebe, Auto, Rennen und Sersa. tionen erst zen. Die Außenaufnahmen wurden bei dem letzten Autorennen auf dem Rürburgring gemacht. Die weiblichen Hauptrollen spielen Evelyn Holt. Jessie Viroah, Otto Walburg, Anton Pointer usw. Dazu großeo tönendes Beiprogramm und die For tönende Wochenschau. Beginn täglich 14 Uhr. Das letzte Programm beginnt 20 Uhr. Geschäftliche Mitteilung. Für die Gesundheit ist das Beste gerade gut geuug! Hüten Sie sich vor minderwertigen, schädlichen Mitteln und experimentieren Sie nicht mit Ihrer Gesundheit! Greifen Sie von vornherein zu ärztlich empfohlenen und klinisch erprobten Redikamenten. Mehr als 6000 Aerzte haben sich in höchst anerkennender Weise über die Wirkung des Togal ausgesprochen und eine große Anzahl davon hebt besonders seine Unschädlichkeit und Bekömmlichkeit hervoe, Togal ist ein prompt wirkendes, schmerzstillendes Mittel bei Rheuma, Gicht, Jochias, bei neroösen Schmerzen sowie Erkültungeksankheiten. 17 Semerschg den 11. Mtol 1ne men. 20 Hof“ die Pereins=Sterbebeihilse ab 1. Juni um Mai, 19 R erboben. Auf den om Sonntag, den 21. stattündens#n evang. Gemeindebaus bedwiastr. 7. stuttindenven Theaterabend wurde empfehlend dingeen. Zur Aufführung gelangt das Lustspiel in drei „Pension Scholler“. Der Eintrittspreis beträgt 14 Uhr findet am genannten Tage eine unverkürzte Jugendvorstellung zum Preise von zehn Rof. statt. Der diesjährige Familienausflug findet am Sonntag, den 25. Juni. zum Asbachtal statt. Der Fahrpreis fur die Wagenfahrt beträgt eine RM. für Vereinsangebörige. fremde Personen zahlen.20 RM. Die letzten Anmeldungen sowie die Entrichtung des Fahrpreises müssen bis zur nächsten Versammlung getätigt sein. Den Kreisverbandsbericht von Röhling= hausen erstattete der Schriftführer. Zu der am Sonntag in Wattenscheid stattfindenden Jubelfeier verbunden mit dem Kreisverbandsfest entsendet der Verein die Fabnenabordnung, jedoch wird man sich am Samstag um 15.30 Uhr im Gemeindebaus einfinden, um geschlossen an der Jubelvorfeier teilzunehmen. Der Vorsitzende machte bekannt, daß ein Teil der Frauen der früheren Frauengruppe der Deutschen Volksvartei sich zu einer Frauengruppe des evang. Arbeitervereins zusammen schließen wolle. Alle weiteren Vorbereitungen wurden den Vorständen beider Organisationen überlassen. Stadtkriegerverband Gelsenkirchen. .„##er„Selamtvorstandssitzung des Preußischen Landestriegerverbandes am Sonntag, den 14. Mai, ist folgender Beschluß gefaßt worden, den wir hiermit zur ver unserer Mitglieder bringen:„Der GesamtVorstund des Preußischen Landeskriegerverbandes stellt Boden der vom Vorstand des Deutschen Reichskriegeroundes„Kyffhäuser am 7. Mai abgeErklärung. Er ermachtigt den Prasidenten. getragen vom Vertrauen des ganzen Bundes. diejenigen Maßnahmen zu treffen, die geeignet sind. die Führung und Verwaltung des Bundes zu vereinfachen und den Bund den Forderungen anzuvassen. welche die große neue Zeit an ihn stellt. Der Präsident soll insbelondere auch berechtigt sein, seine Besugnisse an die Unterführer(Führer der Provinzial= und Regierungsbezirksverbände) weiter zu übertragen. Itadtteil Zuer Eine weitere Verhaftung in der Angrlegenheit Bauamt. Auf Grund der weiteren Feststellungen des Unteruchungsausschusses der nationalsozialistischen Stadtverordneten=Fraktion wurde im Zusammenhang mit den Durchstechereien beim städtischen Bauamt gestern der Bauunternehmer Bernhard Lüneburg aus dem Stadtteil Buer durch die Kriminalpolizei verhaftet. * Stadtrandsiedlung„Im Löchter“ im Bau. Dreißig Siedlerstellen an der Marlerstraße.— Ein Werk der Westfälischen Heimstätte. „Ver. Reichskommissar für vorstädtische Kleinsiedlunniats sif Kroß=Gelsenkirchen 134 Siedlerstellen ge##it Ruasicht darauf, daß die Kleinsiedlungen vei den kommunalen Körverschaften ohnebin keine allzu starke Gegenliebe fanden, hatte die Verwaltung die Zahl der zu erbauenden Siedlerstellen, die sämtlich für vorgesehen waren, auf 66 ermäßigt. a Beischlußge mäß wurde darauf die Ausführung von Kleinstevlersteuen im Groß=Gelsenkirchener Stadtgebiet der Pestfälischen„Heimstätte überlassen. die sich durch den Reichsromminar die Mittel für dreißig Siedlerstellen in Buer bereitstellen ließ. Die Stadtverwaltung kam den Plänen der Westfälischen Heimstätte dadurch entgegen, daß sie das zwischen der Marlerstraße. der prozektierten Bahnlinie Essen—Haltern und der Bergmannsglück=Westerholter Zechenbahn östlich der Löchterstebtung gelegene Gelände zum Bau der Randsiedlung zur Verfügung stellte. Mit dem Bau von dreißig Stellen, die den Namen Stadtrandsiedlung„Im Löchter" tragen, ist vor kurzem durch die Dorstener Baufirma Greiling& Co. begonnen worden, die den Gesamtkomplex schlüsselfertig zu erstellen hat. Die Siedlung liegt beiderseits einer projektierten Straße, die als Verlängerung der Flachsstraße(Löchtersiedlung) die Verbindung zwischen der Marler= und Polsumerstraße herstellt.= S und ein Personenkraftwagen zusammen. Der Rubfühlet wurde am linken Knie leicht verletzt. Das Fahrrad ist leicht beschädigt worden. Die Schuldfrage ist ungeklärt. Noch glimpflich abgelaufen. Dienstag gegen 14 Uhr ereignete sich auf der Bochumerstraße in Höhe der vom Steinstraße ein Zusammenstoß zwischen einem Lastauto und einem Personenkraftwagen. Letzterer wurde von dem Lastwagen auf den Bürversteig gedrückt Hierbei wurden beide Fahrzeuge erbeblich beschabtsr und mußten abgeschlevpt werden. Der Führer des Personenautos erhielt einige Verletzungen am Kopfe. Die Schuldfrage ist noch ungeklärt. Verbotener Verkauf. Auf der Zechenanlage Bis7/8 wurde ein Arbeiter beim Verkauf unverzollter Tabakwaren betroffen und zur Anzeige gebracht. Nacht zum Mittwoh einer Wirtschaft gn, der Allgrmeine Beituung TEMAEITNERSS SEI Schlageter-Aufführung in Gelsenkirchen. Der zehnjährige Todestag Albert Leo Schlageters. der überall im Reich mit besonderen Gedenkseiern begangen wird, wird in Gelsenkirchen eine Aufführung # Schauspielg„Schlagetex von Hanns Jobst bringen. Das Stuck burdete beranntlich das am meisten erörterte Theaterereignis der letzten Wochen und wird zweisellos auch in Gelsenkirchen das starke Interesse aller vaterländisch gesinnten Kreise finden. Die Aufführung. die vom Rheinisch=Westfälischen Volkstheater Essen besorgt wird, findet am Freitag. 26. Mai. in der Stadthalle statt. Veranstalterin ist die Deutsche Bühne(Bühnenvolksbund). die vor allem eine lebhafte Teilnahme aus der dem Kampfbund für deutsche Kultur angeschlossenen Vereinigungen erwartet. Eine Voraufführung des Stückes findet am 25. Mai(Himmelfahrtstag) in der Stadthalle statt. Zutritt haben nur die SA. und So. Verbilligte Karten dazu werden nur im Braunen Haus abgegeben. Außer für die SS. und SA. ist die Vorstellung am Himmelfahrtstage auch für die minderbemittelten stahlhelmmitglieder bestimmt. Die Preise für die Hauptaufführung sind solgende: Abendkasse:.50 Mk.,.75 Mk.,.20 Mk..65 Mk. Vorverkauf:.25 Mk.,.60 Mk.,.10 Mk.,.65 Mk. Die bisherigen und neuen Mitglieder des Bühnenvolksbundes erhalten im Vorverkauf noch eine weitere Verbilligung. Für sie betragen die Eintrittspreise:.00 Mk.,.40 Mk.,.00 Mk. und.50 Mk.— Weitere Mitteilungen folgen. Neustädter Frauenkreis. Heute. 16 Uhr, im kleinen Saal des evang. Vereinshauses Versammlung mit Muttertagfeier. Nationaler Mieterschutzverband. Heute. 19 Uhr. findet im Lokal des Wirts Volmer. Wannerstraße 134. eine Mitgliederversammlung des Nationalen Mieterschutzverbandes. Georgshaus statt. Gleichzeitig findet im Bezirk Ueckendorf in der Wirtschaft Engelhardt. Dessauerstraße, um 19 Uhr ebenfalls eine Mitgliederversammlung des Nationalen Mieterschutzverbandes für den Bezirk Ueckendorf statt. Bund deutscher Frauen. Donnerstag um 15.30 Uhr findet bei Winkler. Kirchstraße. eine Versammlung statt. U. a. Kassenbericht. Kafsee wird gereicht. Tassen und Zubrot mitbringen. Der Tierschutzverein Gelsenkirchen ladet seine Mitglieder für Freitag, den 19. Mai. 20.15 Uhr, zu seiner im Restaurant Josef Tigges stattfindenden 53. Jahres=Hauptversammlung ein. Nacht#, nt on der Lolsumerstraße zwe. Milllautomäten, enthaltend Spielmarken und Zigaretten, gestohlen. Die Avvarate wurden in der Näbe des Tatorts im Felde aufgebrochen und liegengelassen. Auto erbrochen. Dienstag gegen 4 Uhr wurde einem Kaufmann aus Horst in Gelsenkirchen vor dem Lokal Handelshof in der Augustastraße aus einem unverschlossenen Auto ein heller Herrenmantel(Slivonmuster) gestohlen.— Aus dem Flur der Rockschule wurden folgende Sachen gestohlen: ein Damensommerhut und ein blauer Herrensommermantel im Gesamtwert von 55 Mark. Die Sachen wurden während einer dort tagenden Konferenz gestohlen. * Erweiterung des Resser Jungdo-FAd.= Lagers. .. Mit Rücksicht darauf, daß nach den neuen Arbeitsdienstrichttinten Arbeitsdienstlager eine Mindeststärke von 120 Mann haben sollen, ist eine bedeutende Verstärkung auch des in Resse stationierten Arbeitsdienstreiwilligenlagers des Jungdeutschen Ordens, Bruderschaft Gelsenkirchen, vorgesehen. Zugleich damit wird diesem Lager neben der restlichen Fertigstellung der Resser Dauergärten noch eine weitere Aufgabe zugeteilt, nämlich die Durchführung der Erdarbeiten für den Verbandsstraßendurchbruch in der Hülserheide, eine Arbeit, die allerdings täglich erhebliche Fußmärsche erfordert.= * Generalversammlung im Roten Kreuz Buer. Die Freiwillige Sanitätskolonne vom Roten Kreuz. Ortsgruppe Buer=Mitte, hatte ihre Mitglieder am vergangenen Sonntag im Lokale Große=Lohmann zur Heneralversammlung eingeladen. Eine große Zahl Nole=Kteuz=Männer hatte sich eingefunden. Der 1. Vorsitzende. Stadtoberinspektor Sieber. begrüßte die Kameraden und gedachte der im vergangenen Berichtsjahr gestorbenen Mitglieder Schneidermeister Steinhauer und Dr. med. Szymanski. Die Ehrung der soten Kameraden erfolgte durch das Versprechen des steten ehrenden Gedenkens. Dann gab der Vorsitzende Vertretung des erkrankten Schriftführers einen Ueberblick über die praktisch geleistete Arbeit des verflossenen Jahres und dankte zum Schluß der gesamten Kolonne für die stets bewiesene Hilfsbereitschaft. Ebenfalls dankte er dem Kolonnenarzt Dr. med. Meese. dem Kolonnenführer Elschen und allen anderen Führern der Gruppe für ihre segensreiche Arbeit. Koonnenführer Elschen erstattete als technischer Leiter der Kolonne einen Tätigkeitsbericht an Hand von Zahlenmaterial. Es wurden im Geschäftsjahr allein bei Kino= und Theaterveranstaltungen 650 Wachen mit 3074 Wachstunden. 50 Wachen bei sportlichen Veranstaltungen, 732 Krankenpflegestunden und 531 erste Hilfeleistungen ausgeführt. Ferner fand die Kolonne bei Sammlungen der verschiedensten Art Verwendung. anderem wirkte sie auch tatkräftig mit bei der Erhöhung des Ehrenmal=Fondo. Kassierer Wilke gab Rechenschaft über den Kassenbestand. Die Kasse wurde in Ordnung befunden und dem Kassierer sowie dem gesamten Vorstand Entlastung erteilt. Zeugwart Lesniakowski gab eine Uebersicht über den Bestand der Kolonne an Kleidungs=. Ausrüstungsstücken und Verbandsmaterial. Der Bestand wurde als mustergültig befunden. Die satzungsgemäß ausscheidenden Vorstandsmitglieder Langenberg. Krahn und Bahn wurden in anschließender Wahl einstimmig wiedergewählt. Der Versammlung wurde mitgeteilt, daß der Inspekteur des 3. Sanitätsbezirks Sanitätsrat Dr. med. Löwenstein(Herten) freiwillig von seinem Posten zurückgetreten sei. Die Neubesetzung des Inspekteurpostens wird in den nächsten Tagen erfolgen. Die weiteren Punkte der Tagesordnung fanden eine schnelle Erledigung. Aus dem Lager der Kurzschriftler. Im Hotel zur Post kam Dienstagnachmittag der Schülerstenographenverein Buer zu einer außerordentlichen Versammlung zusammen, in deren Mittelpunkt Festlegung der Uebungsstunden für die einzelnen Kurse im neuen Schuljahr stand. Der Vorsitzende Schlaabaum begrüßte alle erschienenen Mitglieder. Gerade die neue Regierung legt großen Wert auf stenographisches Können und darum habe ein jeder mit aller Kraft seine Fähigkeiten im Schnellschreiben zu verbessern. Wie aus den Bestrebungen und Verfügungen der in Frage kommenden Instanzen zu ersehen sei. werde über kurz oder lang Stenographie als Pflichtfach an höheren Schulen eingeführt werden. Der Protektor des Vereins. Oberschullehrer Faßbender. teilte mit, daß im Sinne volitischer Gleichschaltung ein Ausschuß einiger Herren des Lehrerkollegiums das Protektorat des Vereins übernommen hat. Sodann stand im Mittelpunkt der Besprechung der Verbandstag. der am 29. und 30. Juli in Buer tagen wird und zu dem 36 Vereine des Jugendverbandes Westfalen teilnehmen werden. Bis dahin muß aber noch tüchtig geübt werden. wenn das gestellte Ziel. als Sieger aus dem Wettschreiben hervorzugeben, erfüllt werden soll. Zwölf preisgekrönte hunde. Der Polizeihundeverein Buer veranstaltete am Sonntag eine Polizei= und Schutzhundeprüsung. Am Vormittag fanden auf dem Maischen Gelände an der Dorstenerstraße die Suchprüfungen statt, während am Nachmittag auf dem Uebungsplatz an der Löchterheide die Geborsams= und Mannarbeitsprüfungen abgenommen wurden. Prüfungsrichter waren die Herren Voutta (Westerholt) und Lehmann(Wattenscheid). Insgesamt konnten zwölf Hunde prämiiert werden, und zwar drei Polizeihunde und neun Schutzhunde. Die Bestleistung unter den Polizeibunden zeigte Elko vom Schwarzbach (Besitzer Johann Ridderskamp, Führer A. Markewitz). die Bestleistung unter den Schutzhunden Arno vom Schrebergarten(Besitzer und Führer Frau Beckmann).= Reger Straßenbaubetrieb. Die seit einigen Monaten in Gang befindlichen teilweise umfangreichen straßenbaulichen Arbeiten in Buer nähern sich nach und nach dem Abschluß. Der Ausbau der Fahrbahn der Verbandsstraße NS 6 zwischen dem Krankenhaus„Bergmannsheil“ und der Resserstraße ist seit einigen Wochen beendet. In diesen Tagen sind auch beiderseits die Bürgersteige und Radfahrwege zur Fertigstellung gelangt. so daß nur noch die Bevflanzung der zwischen Radfahrwegen und Bürgersteigen gelegenen Grünflächen(im Bett der ehemals projektierten Ortsfahrbahnen(aussteht.— Am inzwischen beendeten Durchbruch des Berger Weges zwischen Verbandsstraße und Bochumerstraße werden zurzeit die Mosaikbürgersteige angelegt, deren Fertigstellung die beiderseitige Ausgestaltung von Grünanlagen und Schmuckflächen folgen wird.— Der Durchbruch der NS 6a in der Hülserheide zwischen Gladbecker= und Feldhauserstraße wird in Kürze in Angriff genommen. nachdem das Gehölz bereits geschlagen ist.— Im Ortsteil Resse ist der neue Verbindungsweg von der Hertenerstraße zum neuen Friedhof fertiggestellt. Die„Stadtwald=Straße zwischen Resse und dem Buerschen Zentralfriedhof befindet sich gegenwartig zwischen Gallwie= und Schievenstraße im Ausbau.— In allernächster Zeit erfolgt in Scholven der Neuausbau der Nienkampstraße, die mit Kleinpflaster versehen werden wird.— Das drei Straßen umfassende Teermakadam=Programm für Beckhausen ist in diesen Tagen zum Abschlus gelangt, zugleich auch der Ausbau von Bürgersteigen.— Hassel hat die bereits früher erwähnte neue Bürgersteiganlage beiderseits der Polsumerstraße zwischen Löchtersiedlung und Ortseingang fertiggestellt bekommen.— Aus Buernoch der umfassende„Umbau der Röckstraße erwahnt, deren tiefergelegte, begradigte und bedeutend erweiterte Fahrbahn jetzt eine Decke und beiderseits Bürgersteige und Radfahrwege bekommt. um spaterhin noch bis zur Düppelstraße gleichfalls erneuert und umgelegt zu werden in Verbindung mit einer geplanten Durchlegung der Sedanstraße.= Evang. Gesellenverein. Am Sonntag fand die Arbeitstagung der evang. Gesellenvereine Deutschlands für die Gaue Westfalen und Rheinland in Witten statt. Arbeitstagung stand unter dem Gedanken: „Gesellenvexeinsarbeit im nationalen Teutschland. uever dieses Thema sprach Pfr. Lic. Przybilski. Er gab zunächst einen Ueberblick über die geschichtliche Entwicklung vorwiegend der Kriegsund Nachkriegszeit. Die junge Frontkampfergeneration. aus dem Kriege hervorgegangen. trotzte allen Wirren der Nachkriegszeit. wo Materialismus. Atheismus und Monismus im Vordergrunde standen. Mit dem Siege der nationalen Revolution hat die junge Frontkämpfer= generation über Individualismus und Sentimentalität gesiegt. Das Allgemeinwohl steht wieder im Vordergrunde. Die Kirche müsse sich innerlich fester gestalten zur Ausüdung reinster Seelsorge. Die Gesellenvereine verlangen. gleichgeachtet gegen andere kirchliche Organisationen zu bestehen. Ehre und Achtung für den Arbeitnehmerstand ist Grundbedingung in der heutigen Zeit. Ständische Gliederung. Schulung der Meisterschaften müsse wieder Wurzel fassen, damit der Handwerkerstand zu seinem Recht kommt. Mit dem Deutschlandlied schloß die Tagung, die von 22 Vereinen besucht war. Stadtteil Rorst Die horster Falschmünzer-Affäre. Im vorigen Spätberbst tauchten in Buer. in Gelsenkirchen und den eingemeindeten Stadtbezirken, vor allen Dingen im Stadtteil Horst, auf einmal in großer Menge falsche Fünf=Mart=Stücke auf. die hauptsächlich in kleineren Geschäften verausgabt wurden. Der Gelsenkirchener Kriminalvolizei gelang es schließlich, den Verausgabern auf die Spur zu kommen. und nachdem man die Leute unschädlich gemacht hatte. verschwanden plötzlich die Falschstücke aus dem Verkehr. . Die Falschmünzereigeschichte batte gestern ihr Nachviel vor der Großen Strafkammer in Essen. Unter Anklage standen fünf Personen. die in die Sache verwickelt waren. nämlich der 25 Jahre alte Bergmann Franz Hentrich, ferner der 55jährige Arbeiter Wilbelm Schönwald nebst Ehefrau und 23jährigen Sohn. der Arbeiter Walter Schönwald und schließlich sitzt als fünftes Mitglied der Gesellschaft auf der Anklagebank die 54 Jahre alte Ehefrau Josefine Rohde. Sämtliche Angeklagten sind in GelsenkirchenHorst ansässig. Die Ehefrau Schonwald. die sich auf freiem Fuß befindet, war zur Verbandlung nicht erschienen, so daß das Strafverfahren gegen sie abgetrennt werden mußte. Wie sich aus den kriminalpolizeilichen Bekundungen ergab, stebt die ganze Familie Schönwald, die in Horst. Grabenstraße 4 wohnt. schon lange in dem üblen Ruf. Falschmünzerei zu betreiben. Der Angeklagte Hentrich hat in verschiedenen Fällen die Falschstücke verausgabt, vor allen Dingen auf dem Gelsenkirchener Großmarkt. In der Voruntersuchung hat er zunächst die Unwahrheit über die Herkunft der Falschstucke gesagt, später die Familie Schönwald als diejenige bezeichnet, von der er das Geld erhalten habe. Dabei blieb er auch in der gestrigen Verhandlung. Die Angeklagten Schönwald bestritten. Es blieb leider nichts anderes übrig, als sie freizusprechen. weil ein einziges Glied in der Beweiskette fehlte. Hentrich erhielt ein Jahr drei Monate Gesängnis. die Ehefrau Rohde sechs Monate Gefängnis. Vor einer schweren Prüfung der Horster Brieftauben. Die Züchter in den Vereinen der Emschertaler Brieftauben=Reisevereinigung rüsten zu einer schweren flugsportlichen Veranstaltung. Die Reihe der Preisflüge wird am kommenden Sonntag. den 21. Mai, fortgesetzt. Start und Auflaßort ist Oebisfelde mit einer Entfernung von 295 Kilometer Trotz der schweren Prüfung haben die einzelnen Vereine starke Nennungen abgegeben, so daß wieder mit einem Massenstart zu rechnen ist. Der Abtransport der Tauben erfolgt vom Zentrallokal Hollmann bereits am Samstag nach dem Bahnhof Karnap. X Spiel= und Turnvereinigung Horst=Emscher. Heute 20 Uhr im Lokal Wilmes wichtige Sitzung des Svielausschusses. Die aktiven Svieler werden um ihr pünktliches Erscheinen gebeten. X Gleichschaltung in den Zwangsinnungen. Die neuen Vorstände verschiedener Horster Zwangsinnungen setzen sich nach der Gleichschaltung wie folgt zusammen: Zwangsinnung für Klempner, Schlosser. Schmiede und Mechaniker: Heinrich Kleier Ehrenobermeister: Heinrich Kleinebrink Obermeister: Eduard Träh stellvertr. Obermeister: Anton Lüdtkehaus und Heinrich Scholten Beisitzer. Schornsteinsegerzwangsinnung: Schornsteinsegermeister Hettenroth(Horst) Obermeister. In der Dachdeckerzwangsinnung: Dachdeckermeister Friedrich Wewers(Horst) Obermeister.(n) .=.=V. Sanssonci. Der Verein veranstaltet am kommenden Sonntag in seinem Vereinsheim Wilmes ein Kaffeekränzchen mit anschließendem gemütlichen Abend.(n) Der Bürgerschützenverein Horst hielt am vergangenen Sonntag in den Anlagen des Schützenbruders Göbel ein Uebungsschießen ab Am Freitag muß der Verein auf dem Schützenstand des Wirtes Küpvers in Karnav ein letztes Probeschießen abhalten. Am kommenden Sonntag wird dann in Karnav ein Preisschießen um ein Banner veranstaltet, welches die Schützenvereine Karnav und Horst in gleicher Weise bei der Scheibe sieht, wo um den Besitz des Banners gekämpft wird. X an die „Stiftung für Opfer der Arbeit“. Einzahlungen an Reichskreditgesellschaft AG., Berlin W. 8. Behrensstraße 21 /22. sowie auf Reichsbankairokonto und deren Postscheckkonto, Berlin 120, unter Angabe der Kontobezeichnung: „Stiftung für Opfer der Arbeit.“ Gottes Botschaft an unsere Erziehung. Die Evang. Vortragsgemeinschaft hatte am Dienstagabend wieder einen ihrer Vortragsabende im Altstadtvereinshaus. Zu Beginn wies Pfarrer Schumacher auf den Zusammenbruch des Liberalismus und Marxismus hin, der sich in den letzten Monaten vollzogen habe; auch die Kirche fordere heute Führer zu neuer Wegweisung, um zu einem starken Weiterbau des Werkes Dr. Martin Luthers, zu einem tiefen Einbau der evang. Kirche in das deutsche Volkstum und zu einer innigeren Vermählung der deutschen Volksseele mit dem Evangelium zu kommen. Dann nahm Pfarrer Lic. Dr. Joachim Beckmann(Düsseldorf), der langjährige Geschäftsführer der Evang. Frauenhilfe Westsalens, das Wort zu dem Dhema:„Gottes Botschaft an unsere Erziehung“. Er wies kurz auf die besondere Erziehungsnot hin, die wir über die immer vorhandene Not hinaus heute haben von den Voraussetzungen, den Methoden, Zielen und Idealen der Erziehung her. Die herrschende Erziehungsarbeit der letzten Jahrzehnte habe die Frage nach Gottes Botschaft und Verheißung an den Menschen nicht gekannt und sei daher zu einem entscheidenden Versagen und Irregehen gekommen. An die Stelle der Gottesb schaft sei und ein Erziehungsideal menschheitlicher Art getret indem man unter Erziehung wesentlich die Bil dung des Menschen durch Werte und Güter irgendwelcher Art verstand und als das Erziehungsziel die freie, sich selbst bestimmende und sich selbst verantwortliche Persönlichkeit setzte. In eingebenden Ausführungen legte der Referent dann dar, daß diese herrschende pädagogische Denkarbeit von dem Menschen ein Bild entworfen habe, das der Wirklichkeit nicht entspricht, wie sie in der Bibel gesehen wird, und zeichnete dann ein genauet Bild von dieser Wirklichkeit, bei der es gilt, die Botschaft Gottes für unsere Erziehung ganz ernst zu nehmen. Denn erst durch die Wahrheitserkenntnis der menschlichen. Wirklichkeit win die Grundiage geseat. auf der wir erziehen können. Gottes Wort gibt uns Einsicht in unsere Erziehungsmöglichkeiten, zeigt uns aber auch die Begrenzung dessen, was wir können und nicht können. Die Erkenntnis unserer menschlichen Wirklichkeit wiederum kann nur vom Glauben an Gott kommen, der sie aufdeckt, richtet und bestimmt durch das Wort von der Schöpfung, Sünde und Erlösung. Der wirkliche Mensch ist Gottes Geschöpf, d. h. er ist in keiner Weise schöpferisch, frei schaffend, sondern er ist geschaffen, d. h. er hat einen Herrn, „verantwortlich ist. Von dieser Grundthese häng. aues weitere ab, durch sie ist aber auch jeder individualistischen Lehre eine radikale Absage erteilt. Dieser Mensch, das Geschöpf Gottes, ist zugleich aber ünder. Damit ist die Notwendigkeit gegeben, daß Gott sein schöpferisches Handeln an uns aufrecht erhält, weil der Mensch den Willen Gottes nicht erfüllt, zugleich damit aber auch immer im Ungehorsam steht dem anderen Menschen gegenüber, dem ex in den gottgegebenen Ordnungen gegenübergestellt Ueber allen Ordnungen aber steht der Staat, den Gott geschaffen hat, um den Menschen zu erhalten, weil er ihn erlöst hat durch Jesus Christus. Unser Sein ist zum Tode verurteilt, aber diese Verurteilung ist durch Gott zum Gnadenspruch gewandelt worden, das ist das alles umfassende und sieghaft beherrschende Wort von der Wirklichkeit des Menschen, ein Wort, das nur von der Kirche Christi aus gehört und bekannt wird. in der auch alle Eltern, Erzieher und Lehrer in der Gemeinschaft Christi stehen durch Wort und Sakrament. zweiten Teile seines Vortrages wies dann Pfarrer Beckmann nach, wie diese Erkenntnis von der Wirnichten des Menschen für die Erziehung fruchtbar werden kann. Die Kirche, so führte er etwa aus, stellt das Kind durch die Tause unter die richtende und rettende Botschaft Gottes. Darum fällt auf unsere ganze Erziehungsarbeit dieses rettende Licht, daß das Kind als Geschöpf Gottes geboren, als Sünder erkannt und als begnadetes Glied der Kirche angenommen wird. Zwischen Tause und Abendmahl geschieht eigentlich die Erziehung der Kinder. „Weiset meine Kinder, das Werk meiner Hände, zu mir“, dieses Bibelwort ist Gottes Ruf und Besehl an unsere Erziehungsarbeit. Daraus folgt die klare Erkenntnis, daß die Kinder, die wir zu erziehen hahen, uus nur anvertraut uind, daß wir nicht seber sie zu verfügen haben: Gott fordert sie von uns und zieht alle Fehler der Erziehung zur Rechenschaft. Aber auch das Erziehungsziel ist damit umrissen: Gott schuf den Menschen ihm zum Bilde, das heißt: wir können unsere Kinder nur so erziehen, wie Gott sie uns gab, wir können ihnen nur Wegweisung sein, daß sie Menschen werden, wie Gott sie will; wir uns ein Erziehungsziel nicht selbst stecken. Der Mensch soll zu der Persönlichheit werden, die von Gott her ihre Verheißung nimmt, die von der Verbundenheit mit den anderen, aus der Liebe lebt. So wird der Mensch nicht die Frucht unserer Erziehungsarbeit, sondern die Frucht des Wortes Gottes. das über und jenseits von uns durch uns als Werkzeug macht uns demütig und wirft uns ganz auf die Gnade Gottes. Die Frage schließlich, wodurch wir zu erzieben haben beantwortet sich nach dem Bibelwort:„Ihr Väter, reizet eure Kinder nicht zum Zorn, sondern ziehet sie auf in der Zucht und Vermahnung zum Herrn". Eine Erziehung, wie sie hier gefordert wird ist nur möglich durch die Autorität der Liebe, nicht der Strafgewalt, des Zwanges noch der Macht. Diese Autorität der Liebe ist die entscheidende Aufgabe unserer Erziehung, denn sie ist Gabe Gottes, wir haben sie als fündige Eltern und Erzieher nicht; sie muß uns gegeben werden, sie wird uns gegeben werden, wenn wir uns täglich neu unter die Autorität der göttlichen Liebe stellen. Damit erfassen wir die Erziehung von der Verkündigung des Wortes Gottes her, denn: es ist erschienen die heilsame Gnade Gottes, die uns zukommt! Die tief durchdachten und theologisch=wissenschaftlich fundierten Darlegungen, die durch die starke Persönlichkeit des Redners getragen wurden, hinterließen einen nachhaltigen Eindruck auf die leider nicht allzugroße Zahl der Zuhörer. dn. Der Künstler und die neue Zeit. Nationale Kulturtagung der westfälischen Künstler. Aus Anlaß der Vollversammlung des Reichsverbandes bildender Künstler des Gaues Westfalen versammelten sich die Mitglieder des Gaues. neben Vertretern der Behörden und in Anwesenheit des General= sekretärs des Reichsverbandes, Pros. Bosselt=Berlin, und des Oberpräsidenten der Provinz Westfalen, Freiherrn von Lüninck, zu einer nationalen Kulturtagung. — In den verschiedenen Reden. die die Führer des Bundes hielten, kam der feste Wille des Anschlusses der Körverschaft an die neue geistige Struktur des Staates und der Wunsch nach dem Sichwiederfinden der Kunst und ihrer Verbundenheit mit dem Volksempfinden zum Ausdruck. Auch Kunst und Künstler hätten die Pflicht, so betonte der Gauführer Schödder, an dem Werke der Befreiung der deutschen Kultur son der. Unkultur, wie sie„vielsach, besonders aber in der lesten Beit, in Erscheinung getreten sei. mitzuden Ausführungen von Professor Boselt=Berlin war ebenfalls der starke Drang. aus den kammen uwie mnatexiellen Röten der Zeit herauszukommen und einen Weg zu finden, der zu einem Neuaufbau vom Materialismus befreiter Kunst führe, zu erkennen. der Iutske machtammatische Ausführungen zu Fragen Ansicht, daß der Gradde.. Lüninc. Er lei der dauerndem Wert nich... Kuut von nur sein könne, ob irgendein Saß Der Patstad fsar. Lunst richtig finde, sondern schendt“ den Lauerwert immer die innere sein mitse. d unverbildeten Zeitvon einem Kunstmer Wo der einfach denkende Mensch Kunstwert gestärkt werde, könne man der dieser glai, daß das Kunstwerk von Dauer ist. Wo Fer Einbrug aller Sachverständigenurteile nicht mitbehe, seien wenigstens Zweifel am Platze. Es sei nicht zu bestreiten, daß die Ursache für die mangelnde Volksverbundenheit der Kunst zu einem großen Teile in dem gelegen habe, was an Kunst dem Volke geboten worden sei. Entsprechend bei der Ausdrucksjorm der Kunst. die auf völkische Verbundenheit Wert sei daß diese Kunst besser den Herzschlag des Volkes abhöre. Aufgabe des nationalen Staates sei es. eine volksverbundene Kunst in jeder Weise zu fördern nach dem Maß der ihm zur Verfügung stehenden Mittel. Starke Worte für die Abirrung der Kunst in Volksfremdheit fand auch der Führer des Kampfbundes für deutsche Kultur. Dr Marquard=Dortmund. Wir werden die beiden programmatischen Reden in unserer Freitag=Ausgabe ausführlicher bringen. Bülgemectne Beitung Donnerotag, don 19. Moi 1933 Jamun= Isatr= Ssiet Glasgow Rangers guter Start. Bundesels in Berlin:1 besiegt. der zu Lehrspielen gegen Bundesmannschaften verpflichteten Elf des zwanzigfachen schottischen Fußballmeisters Glasgow Rangers scheint der DFB. einen guten Griff getan zu haben. Die Schotten erfüllten so ziemlich alle auf sie gesetzten Erwartungen und schlugen die bunt zusammengewürfelte Auswahlmannschaft leicht mit:1. Mit dem Spielbeginn sind die Schotten sofort im Angriff. Ihre Ausheute sind vorerst aber nur drei ergebnislose Ecken. In der 12. Minute erzielen die Deutschen den ersten Eckhall, den Sobeck gut bereingibt. aber der Rangers Torwart ist auf dem Posten. Zweimal versäumt Kirsei gute Gelegenheiten, auch Rohwedder verfehlt knapp das Ziel. aber schließlich geht der Hamburger Halbrechte Noack mit einer Vorlage von Normann auf und davon und schießt aus nur fünf Meter Entfernung so scharf auf das schottische Tor. daß Dawson geschlagen ist. Bis zum Pausenpfiff dann verteiltes Feldsviel. Nach Wiederbeginn waren die Schotten nicht mehr zu halten. Sie hatten sich jetzt eine andere Taktik zurechtgelegt. Nachdem sie vorher nur drei Stürmer in Linie geschickt hatten, stürmte nunmehr die ganze Angriffsreihe und entwickelte dabei einen gewaltigen Druck. der die Reihen der Deutschen schwer erschütterte Der Rechtsaußen Archibald schoß den Ausgleich(11. Minute), sein Nebenmann Marshall (18. Minute) die Führung. der Linksaußen Flemming Tor Nr. drei und mit zwei weiteren Treffern des Sturmführers Smith war die DFB.=Elf rettungslos verloren. Am Sen Gas.Porat Schwerer als gedacht! Gelsenkirchen 07— Schalke 96:1. Vor verhältnismäßig gutem Besuch standen sich gestern die Kontrahenten im Spiel um den Pokal der „Gelsenkirchener Allgemeinen Zeitung“ gegenüber. Alle, die da gekommen waren..„07“ im Kanter siegen zu sehen, wurden eines besseren belehrt. Schalke 96 entvuppte sich zum wenigsten im ersten Spielabschnitt als ein ebenbürtiger Gegner. Eifer ersetzte technische Mängel, so daß 07 tatsächlich zu kämpfen hatte. Rosen war der Reißer im Sturm und machte 07's Verteidigung sehr viel zu schaffen. Leider wurde er in der zweiten Halbzeit verletzt und schied aus. Damit schwand der Zusammenhang im Angriff. Linker Läufer. Verteidigung und Torwart zogen sich ganz annehmbar aus der Affäre.— 07 zeigte sich technisch dem Gegner weit überlegen. Vor allen Dingen hatte die Läuferreihe ein bedeutendes Uebergewicht, der überragende Mann war der Mittelläufer Im Sturm waren die Außen die treibenden Kräfte. Ihre Flanken waren stets gefährlich. Das Hintertrio erwies sich als zuverlässig. ersten 25 Minuten sind offen, man ist erstaunt über die 96er, die durch Eifer überraschen. Ihr rechter Läufer kann 07's schnellen Linksaußen nicht halten. Seine Vorlagen rufen manche heikle Situation vor 96's Tor hervor. Eine Vorlage des Rechtsaußen der Gelben nimmt der Linksaußen aus der Luft an und unhaltbar landet das Leder im Netz. 10 Minuten später überrascht Rosen durch plötzlichen Schrägschuß den Hüter des Platzvereins und die Partie steht:1. Krupka. 07°s Linksaußen, schießt zwei Minuten später aufs Tor. Der Hüter von 96 läßt den Ball fallen. Lezinski ist zur Stelle und drückt den Ball zur:=Führung ein. Kurz vor dem Seitenwechsel läßt Schalkes Halbrechter die unausgenutzt.— Im zweiten Abschnitt spielt nur noch 07: 96 baut ab. In der fünften Minute lenkt 96's Torwart einen Schuß des gegnerischen Halbrechten ins eigene Gehäuse. Mit dem Ausscheiden von Rosen beschränkt sich 96 fast nur noch in der Abwehr und dies mit Erfolg. Der korrekt leitende Schiedsrichter, der es vor allen Dingen verstand. Härten rechtzeitig zu unterbinden, setzt dem Kampfe ein Ende. Sitzplatzkarten zum Essener Spiel vergriffen! Es ist überflüssig, besonders herauszustellen, welch großes Interesse der Kampf in der Zwischenrunde zur Deutschen Fußballmeisterschaft zwischen Schalke 04 und FSV Frankfurt am kommenden Sonntag in Essen findet. Sehr erforderlich dagegen ist, daß man alle Befürchtungen. die wissen wollen, es werde Schwierigkeiten machen, einen guten Platz zu erwischen. als unsinnig bezeichnet. Die Karteninhaber werden am Sonntag auf dem Gelände von Schwarz= Weiß alles in bester Ordnung finden, denn es werden alles in allem nur 30 000 Karten ausgegeben. . Für Frwerbslose und Schüler wird eine beschrankte Anzahl von Karten für 50 Pfennig ausgegeben. Auch die Schwerkriegsbeschädigten hat man nicht vergessen. Der Vorverkauf wird am Freitag geschlossen. * Diese unsere Meldung stammt aus Essen. und wir nehmen sie als Anlaß zu einigen Worten, die sich die betreffenden Stellen„hinter den Spiegel stecken" können. Gestern vormittag— auch in Gelsenkirchen hatte man mit einem riesigen Interesse gerechnet— stand man beizeiten auf. um sich„möglichst eine Sitzplatzkarte zu sichern. Im Zigarrengeschäft Ernst Kuzorra lagen insgesamt 1050 Voranmeldungen vor, denen— zugestanden— nicht nachgekommen werden konnte, da der Platz am Uhlenkrug nur über etwa 1200 Tribünenplätze verfügt. Man hatte der Vorverkaufsstelle Kuzorra rund 300 Sitzplatzkarten zugestanden, dem Vereinsheim der Schalker aber keine einzige Sitzplatzkarte— und dem Gelsenkirchener Verkehrsverein ganze 25 Trihunenausweise. Wenn wir recht unterrichtet sind, hatte man es bei der maßgeblichen Stelle für erforderlich gehalten, in Essen neun Vorverkaufsstellen einzurichten, die den Großteil des Restes der Sitzplatzkarten — ein paar mögen noch nach Duisburg. Düsseldorf und Köln gegangen sein— zum Verkauf erhielten— und Sportfreunde aus Gelsenkirchen, die Sonntag für Sonntag den Schalkern das Geleit gaben, die gewissermaßen durch ihre Anwesenheit den Schalkern Rückendeckung waren. die möglicherweise sogar mit dazu beitrugen, daß die Schalker sich bis zu dem am Sonntag in Essen vor sich gehenden Sviel durchrangen— diese Leute durften sich auf den Weg nach Essen machen— um hier auch keine Sitzplatzkarten mehr zu erhalten. Uns erscheint die Art und Weise, in der das Gelsenkirchener Sportpublikum behandelt wird, geradezu unerhört. und die entgegenkommende Bereitstellung eines übergroßen Teiles von guten Zutrittskarten für die Essener onteressenten, die erst durch die Anwesenheit der Schalker nach Jahr und Tag zum ersten Mal wieder hinter dem Ofen weggelockt werden erscheint uns hingegen mehr als nur eine Höflichkeit zumal diese öflichkeit" doch in ganz erheblichem Maße auf Kosten der Interessenten geübt wird. die ihre Treue und Freundschaft zu den Schalkern auch Sonntag am Uhlenkrug beweisen möchten— nun aber am Rande steben. Zu retten ist im Augenblick an der Geschichte nichts mehr. weil man im Vertrauen auf die Fairnen der mit der Verteilung der Karten beauftragten Stelle sich seitens des FC. Schalle 04 nicht sicherte— immerhin sollte man auch diesen Fall wieder registrieren, um dem Wind, der uns jetzt wieder aus Essen. und zwar in allererster Linie vom Uhlenkrug ber entgegenweht, demnächst einmal entsorechenden Sturm entgegen::#asen.(ek) Prheleris Stachheiter-Mromkara. " Der Stadtverband für Billardsport beendete seine diesjährige Meisterschaftssaison bei Greitemeier mit der Einzelmeisterschaft der ersten Klasse. In Thielens wurde der Meister vermutet, was sich dann auch bestätigte. Sein größeres Können bürgte trotz zwei verlorener Partien für den Meistertitel. Seine Serien über 100 waren 116. 121 und 134. Die zweite Stelle errang Poweleit, dessen Spiel den weitaus besten Fortschritt seit dem Vorjahre zu verzeichnen hat. Die Klasse spielend. führte sich Knoov sehr gut ein. Seine Spielstärke läßt die gute Schule des Billard= meisters Lillie=Münster stark in Erscheinung treten. Der alte Stratege Papajewski kam nicht so recht ins Fahrwasser. Die von ihm absolvierten Partien. gemessen an seinen sonstigen Leistungen, stellen ihm das beste Zeugnis aus. Den Schluß der Tabelle bilden Zech und Gremme. Während Zech im Spiel mitunter recht nervös erscheint, kann man von Gremme Unser Bild zeigt die Spitzenspieler des Stadtverbandes für Billardsport Gelsenkirchen: Sitzend, von links nach rechts: Schmidt, Poweleit, Thielens,(Stadtmeister 1933) Schnaithmann, Greitemeier, Konstanz.— Stehend: Tischer, Fischer, 1. Vorsitzender des Stadtverbandes Knoop. Gremme, PapaJewski, Koppers, Zech. von ihm während des Turniers gespielte Serie von 200 Punkten war eine Bravourleistung. Schnaith= mann, ebenfalls noch sehr entwicklungsfähig, belegte mit nur 2 Verlustpunkten den dritten Platz. Sein geschicktes Serienspiel entflammt das Herz eines jeden Billardspielers. Greitemeier. an vierter Stelle stehend. ist ein sehr zuverlässiger Svieler. Seine Leistungen sind stets gleichbleibend. Eine Serie von 101 Punkten stellt ihm das allerbeste Zeugnis aus. Nach einem verhältnismäßig schwachen Start im Anfange lief Schmidt im Verlauf des Turniers zu seiner vollen Form auf. Der erreichte G. D. von 7,76 rechtfertigt im Allgemeinen seine augenblickliche Spielstärke. Steinfurth landete an sechster Stelle. Eine Kämpfernatur im wahrsten Sinne des Wortes ist nach wie vor Tischer. In überaus schweren Kämpfen des öfteren erprobt schraubte er seine Leistungen in die Höhe und ließ sich den siebten Platz nicht nehmen. Koppers konnte sich zu seinen in den Städtespielen gezeigten Leistungen nicht aufrasfen. Sein überlegendes Spiel rechtfertigte ihm eine etwas höhere Placierung. Zum erstenmale in der ersten Randball Union Gelsenkirchen— Fortuna Gelsenkirchen:1. Die Gäste hielten nicht ganz das, was man sich versprochen hatte, denn im zweiten Abschnitt fielen sie dem Tempo zum Opfer und hatten nichts mehr zuzusetzen. In der ersten Halbzeit waren sie sehr gut und gaben einen ebenbürtigen Gegner ab. Die bessere Durchschlagskraft der Rot=Weißen stellte das Ergebnis bis zur Pause auf•0. Der Schiedsrichter war gut. Fortuna Gelsenkirchen gegen Tkl. Gelsenkirchen 74 :4. Einen anerkennenswerten Erfolg errangen hier die Fortunen gegen den Neuling in der Gauklasse. Tkl. Gelsenkirchen 74. In der ersten Hälfte gab es ein völlig gleichwertiges Spiel. doch vor dem Tore hatten die Gäste ein wenig mehr das Glück zur Seite. Sie schafften eine:=Führung. Doch unverdrossen kämpften die Fortunen weiter, auch dann noch, als die 74er sogar einen weiteren Treffer anbringen konnten. Eine Umstellung. die der Platzverein vornahm, war erfolgreich. Angriff auf Angriff wurde vor das Tor der Gäste gebracht, doch vorerst noch klärte der Hüter alles. Zehn Minuten vor Schluß gab es den ersten Erfolg. dem eine Minute später ein zweiter folgte. Ein Durchbruch verhalf den Gästen zum vierten Treffer. doch machten die Fortunen ihn sofort durch einen Gegentreffer wieder wett Fast mit dem Schlußpfiff hatten die Heimischen die letzte Gelegenheit. den verdienten Ausgleich zu erzielen. aber der zugesprochene Strafwurf wurde vom Hüter gehalten. Tisch=Tennis= Stadtverband. Wegen technischer Schwierigkeiten muß das für heute, 20 Uhr, im Berliner Hof angesetzte Training in das Vereinshaus, Rotthausen, Karl=Meyerstraße, verlegt werden. Aus den Sportvereinen. TuS. Blau=Weiß Schalke. Freitag 20 Uhr Versammlung. Erscheinen eines jeden Mitgliedes ist Pflicht. forne.. Trabrennen zu Hamburg-Farmsen. , 1. Rengen: 1. Monarchie, 2. Leonidas. 3. Wenzel. 4. Cäsar Worthy. Toto: Sieg 43:10. Platz 20. 35. 27. 54:10. Ital. 135:10. 2. Rennen: 1 Palamedes? Anne Marie, 3. Donatello. 4. Norman Axworthy. Toto: Sieg 94:10, Platz 15. 35, 13. 12:10. Ital. 237:10. 3. Rennen: 1 Desdemona. 2. Elisabeth., 3. Krieger. 4. David Stout. Toto: Sieg 14:10. Platz 14. 32 58. 27:10. Ital. 157:10. 4. Rennen: 1. Lee Nelson. 2 Miß.. 3. Editha. 4. Dr Wagner. Toto: Sieg 27:10. Platz 12. 12. 19. 35:10. Ital. 41:10. Prezen un das„Sehwündgeid von weergl. Ein Schwundgeldschein der Gemeinde Woergl über einen Schilling. Die Tiroler Industriegemeinde Woergl war im Vorjahr durch die Stillegung sämtlicher Betriebe in eine gefährliche Lage geraten. Deshalb beschloß der Gemeinderat. Arbeitsbestätigungen zu je 1, 5 und 10 Schilling Nennwert auszugeben, zu deren Annahme sich Arbeiter und Geschäftsleute freiwillig verpflichteten. Durch die Auferlegung einer 1prozentigen Entwertungssteuer pro Monat(durch Aufkleben einer Marke zu kennzeichnen) erlitt das Geld eine große Umlaufgeschwindigkeit. Die Aktion war von außerordentlichem Erfolg begleitet.. Die gesamten Steuerrückstände der letzten vier Jahre konnten in fünf Monaten hereingebracht werden und es gab in ganz Woergl keine Arbeitslosen mehr Jetzt hat die österreichische Regierung aus Währungsgründen das Schwundgeld verboten. worauf sich die Stadt an das Verwaltungsgericht wandte. Inzwischen haben amerikanische Nationalökonomen größtes Interesse für diesen interessanten Versuch gezeigt. Wilterungsberian. Deutschland liegt mit Ausnahme des oberen Rheingebietes noch im Strömungsfeld des über der südlichen Nordsee rasch absterbenden Wirbe!s. Die gesamte Luftbewegung hat wesentlich nachgelassen, und strichweise ist Aufheiterung eingetreten. Somit können die Kaltluftmassen nur noch langsam gegen Mitteleurova vordringen wobei sie sich auf ihrem Wege immer weiter erwärmen. Aus dem westlichen Deutschland wird bei meist bedecktem Himmel noch vielerorts Regen gemeldet. Der große Ozeanwirbel hat seine Lage noch nicht verändert. Auf seiner Vorderseite befördert er milde Meeresluft gegen Nordosten die über England strichweise Niederschlag veranlaßt. Ausläufer dieses sich auffüllenden Störungsfeldes verursachen auch über Holland vereinzelt leichten Regen und geben über dem westlichen Deutschland zu stärkerer Bewölkung Anlaß. Das westliche Mitteleurova gelangt langsam in den Bereich der maritimen Warmluft, so daß die Temperaturen weiter ansteigen werden. Vorbersage für Donnerstaa: Bei schwacher Luftbewegung noch meist stärker wolkig. Zeitweise aufgeheitert. Nachts noch kühl. tagsüber weiterer Temperaturanstieg. Wahrscheinliche Weiterentwicklung: Wenig Wetteränderung. 5. Rennen“ 1. Beta Lee. 2. Laudon. 3. Annv. Toto: Sieg 31:10. Platz 14. 26. 21:10. Ital. 98:10. 6. Rennen: 1. Louise., 2. Brabant. 3. Lebensglück. 4. Elastik. Toto: Sieg 24:10. Platz 14, 22. 43. 35:10. Ital. 92:10 7. Rennen: 1. Trudbert. 2. Turkestan 3. Alma Guv. Toto: Sieg 20:10. Platz 13. 24. 15:10. Ital. 116:10. 8. Rennen: 1. Garde du Corvs. 2 Luise Marie. 3. Schelde. Toto: Sieg 24:10. Platz 14. 33. 14:10. Ital. 104:10 9. Rennen: 1. Dollarfürst, 2. Adet. 3 Omar. Toto: 352:10. Platz 35. 15. 16:10. Ital. 33:10. Le Tremblay. 1. Rennen: 1. Louv Cervier(Brethes), 2. Music Hall. 3. Joveux. Toto: Sieg 34:10. Platz 24. 35:10. 2. Rennen: 1. Castorine(Rabbe), 2. Joca, 3. Pomara. Toto: Sieg 19:10. Platz 11. 11. 11:10. 3. Rennen: 1 Golden Manna(Dusorez) 2. Masked Parade, 3. Gold Leaf. Toto: Sieg 55:10, Platz 19. 32. 28:10. 4. Rennen: 1. Pin Money(Villecourt), 2. Canathos. 3. Perfect Love. Toto: Sieg 62:10, Platz 21. 16. 44:10. 5. Rennen: 1. Gennari(Herve), 2. Savon de Marseille, 3. N. npart. Toto: Sieg 57:10, Platz 17. 16. 15:10. 6. Rennen: 1. Eldora(Duvuit), 2. Courageux. 3. Teddys Double. Toto: Sieg 250:10. Platz 44, 13:10. 7. Rennen: 1. Montreal(Semblat), 2. Le Styr. 3. Gars Pierre. Toto: Sieg 64:10, Platz 24, 46, 72:10. Briefkasten. August L. Sch. 9. Wir raten Ihnen nicht dazu. selbst einen Anzug zu färben, da Ihnen der Versuch sehr teuer zu stehen kommen könnte Ueber die Färbemittel unterrichtet Sie gern jeder Drogist. E. Sch., Heßler. Wenden Sie sich schriftlich an das Reichswehr=Ministerium Berlin. Sie müssen die Truppenteile, bei denen Sie standen, genau angeben. ebenfalls den Zeitpunkt Ihres Eintritts und Austritts. In der Stammrolle steht auch die Verleihung des E. K Fritz., Prinzenstraße. Der Wohnungsinhaber ist für die Reinigung und für die Beleuchtung verantwortlich. Der Hausherr kann allerdings eine besondere Regelung für die Reinigung treffen, wodurch alle in der Etage wohnenden Familien zur Reinigung herangezogen werden. A. H. 17. Ueber die Anfänge des Kohlenbergbaues im Ruhrgebiet gehen die geschichtlichen Quellen etwas durcheinander. Nach sicheren Unterlagen wurden die ersten Kohlen im Tagebau bei Bommern an der Ruhr in der Gemarkung Ov te Mutte(Muttental) um 1300 gefunden Die weiteren Nachrichten sind verbürgbar: 1302 bei Dortmund(Avlerbeck) 1317 bei Essen(Werden). In all diesen Fällen handelt es sich um Tagesbau. der sich später in Stollenbau auswirkte. Du. Bornstraße. Die Fahrt geht über Dortmund. Paderborn. Holzminden. Quedlinburg. Dessau, Cottbus. Grünberg. Die Entfernung beträgt 620 Kilometer. Scharnhorst. Sie brauchen keine Sorge zu haben. Der Anzeige wird unter allen Umständen nachgegangen. Moltkeplatz. In diesem Falle beträgt die Verjährung 30 Jahre. Das Waktenscheider Ehrenmal. Unser Bild veranschaulicht die geplante Gesamtanlage nach dem Plan des Stadtbauamtes. über den wir gestern bereits berichteten. Wie zu ersehen ist, soll von der Ecke der Bahnhofstraße und des Bußmannsweges eine breite Allee zum eigentlichen Ehrenmal führen, das schlicht und einfach als Vierkanrsäule gen Himmel ragt Die Umgebung des Ehrenmals sollen gärtnerische Anlagen zieren. die ebenso wie ein kleiner Weiher zur Einkehr und Sammlung führen sollen. Die weitere Anlage ist gleichzeitig als Grünanlage gedacht und soll breite Promenadenwege und Blumenschmuck tragen. Hauptschriftletter: Otto Zobel. Verantwortlich für Politik und Handel: L. H. Hamp; für Kommunalpolitik und Feuilleton: Dr. Wilh. Brepohl: für Musik sowie„Verbreitungsgebiet“ Dr. Wilh Riemöller; für den Anzeigenteil: Wilh. Ehlerding; sämtlich in Gelsenkirchen. Berliner Schriftleitung: Dr. Curt Meiger Berlin SW 61— Druck und Verlag der„Gelsenkirchener Allgemeinen Zeitung“ * Carl Bertenburg. Geschäftliche Mitteilung. Im Anzeigenteil der heutigen Ausgabe erscheint ein interessantes Rätsel der Dontola=Gesellschaft m. b.., München 2. Co wird jede richtige Lösung des Dontola=Preisrätsels mit Mk. 30.— von der Dontola=Gesellschaft prämiiert. Zweck des Preisausschreibens ist die rasche Einführung eines ganz neuen und modernen Artikels der Mund= und Zahnpflege, auf die heute kein auf Hygiene bedachter Mensch mehr verzichten kann. DontolaMundwasser in der Tube und Dontola=Zahnpasta sind von hervorragender Wirkung und werden unbedingt Beifall finder. Der Preis von Mk..— für beide Artikel in vornehm gehaltener Kassette ist gering. Man mache den Versuch und beteilige sich an dem Preisausschreiben, denn Mk. 30,— winken für die richtige Lösung.(Giehe Anzeige.) der deutschsprachigen Presse.V. Donnerotag, den 19. Mat 1929 Allgemeins Zeitung Laserste=Weneche. Frankreich und die Hitlerrede. Schon heute außenpolitische Debatte. 2# Paris, 18. Mai.(Drahtb.) Das lebhafte Interesse, mit dem die französische Oeffentlichkeit die Erklärungen Hitlers im Reichstag erwartet bat, kommt in den Stimmungsbildern der Berliner Vertreter der Pariser Presse deutlich zum Ausdruck. In Pariser politischen Kreisen wird die Rede als Tagesereignis besprochen. Allgemein hört man anerkennende Aeußerungen über die geschickte Fassung. I Vowmachten in=Verbehatten. in die europäischen Beziebungen einzuspannen, wie Dr. v. Reuteln doch nicht Präsident des Deutschen Industrie- und handelstages. Hugenberg an die Wirtschaftskommissare. Jassung.„In französischen Kreisen wird ferner zugegeben, daß Hitler mit Mäßigung, selbst über den Versailler Vertrag und über das Abrüstungsproblem, gesailler prochen hat. übrigen wartet Paris vorerst mit Spannung auf den Eindruck der Hitlererklärungen in England und Amerika. In der Kammer wird heute eine große außenpolitische Debatte stattfinden, in der sicherlich schon auf die Hitlerrede eingegangen wird. Starker Eindruck in London. o# London, 18. Mai.(Drahtb.) Ganz England hat mit ungeheuerer Spannung die Rede Hitlers im Reichstage erwartet Tausende von gundsunkhörern baben. soweit sie der deutschen Sprache mächtig waren. die Rede des Reichskanzlers angehört. Soweit sich nach den ersten flüchtigen Eindrücken sagen läßt, hat der sachliche Ton auf die Zuhörer einen starken Eindruck gemacht. Viele hatten nach den entstellenden Beschreibungen der Presse und nach Aeußerungen führender Persönlichkeiten, wie Chamberlains. über Deutschland. eine „militärische" Rede mit Säbelrasseln und Kriegslärm erwartet. Die Presse bringt besonders den Teil der Rede gut heraus in dem Hitler den klaren Frie: denswillen Deutschlands unterstreicht, was schon viel zur Beruhigung der Gemüter beigetragen hat, die in den letzten Tagen fest glaubten, daß Deutschland den Krieg wolle. Der„Evening Standard" legt besonderen Wert auf das Angebot Hitlers, den anderen Mächten eine Zeitdauer von fünf Jahren für die Durchführung ihrer Abrüstung zur Verfügung zu stellen. Selbst der dem neuen Deutschland feindlich gesinnte liberale„Star“ erklären, daß Hitlers Rede friedensliebend ist. Die liherale Presse hat aber die Neigung. Hitler wegen seiner Drohung, möglicherweise die Abrüstungskonferenz und auch den Völkerbund zu verlassen, zu tadeln. * Macdonald bekont seine Deutschfreundlichkeit. X London, 17. Mai.(Drahtb.) Premierminister Macdonald hielt auf einem ihm ich, wir sind es nicht. Wenn semand sagt, wir seien gegen Deutschland als Nation, so erkläre ich nicht nur, daß wir das nicht sind, sondern ich fordere auf, sich die Tatsachen anzusehen.“ Seit 1924, so erklärte Macdonald, habe kein europätscher Staat immer wieder bis in die jüngste es mit seiner Selbstachtung zu vereinbaren sei und es bis zum dußersten in Stand zu setzen, seine Verpflichtungen zu erfüllen. England wünsche, Deutschland als Staat zu sehen, der an der europäischen Einigkeit und dem europäischen Frieden mitarbeite. Er bestreite, daß England sich, soweit es Deutschland angebe, in Dinge zu mischen wünsche, die lediglich international zu regeln seien. Beifällige Aufnahme im Weißen hause und in den ganzen Vereinigten Staaten.— Roosevelt persönlich am Lautsprecher. X Washinaton, 18. Mai.(Drabtb.) Die Rundfunkübertragung der Rede des deutschen Reichskanzlers vor dem Reichstag war ausgezeichnet. Wegen der frühen Morgenstunde— die Zeitdifferenz zwischen der mitteleuropäischen Zeit und der amerikanischen Zeit beträgt sechs Stunden— hatte die National Broadcasting Co. nur die letzten 35 Minuten der Rede übertragen. Der Eindruck, den die Kanzlerrede in Washington hinterließ, ist als vorzüglich zu bezeichnen. Präsident Roosevelt, der einen Teil seiner Jugendzeit in Deutschland verbracht hat und die deutsche Sprache gut versteht, schaltete sich während der Uebertragung der Rede des Reichskanzlers ein und hörte. umgeben von seinem gesamten Sekretariat, die Rede an. Sowohl im Weißen Hause wie auch in Kreisen des Staatsdepartements wurden die Ausführungen des Reichskanzlers mit großem Beifall aufgenommen. Man erkennt Hitlers weitgebendes Entgegenkommen in der Frage der Angriffswaffen hoch an und begrüßt seine Zustimmung zu Roosevelts Vorschlag eines Nichtangriffspaktes. Man erwartet jetzt mit Zuversicht eine erhebliche Besserung der Atmosphäre sowohl in Genf wie auch bei den bevorstehenden Beratungen der Weltwirtschaftskonferenz. Der Pressechef Roosevelts erklärte:„Der Präsident ist von Hitlers Eingehen auf seine Vorschläge begeistert.“ hendersons weitere Bedenkzeit. Henderson vertagt wegen der Kanzlerrede die Aussprache in der Abrüftungskonferenz auf Freitag. D Genf, 18. Mai.(Drahtb.) Noch nie hat ein deutsches Ereignis das allgemeine Interesse so beherrscht, wie die große Kanzlerrede. Die Erklärung vor dem Reichstag ist von der gesamten Abrüstungskonferenz und allen Abordnungen am Lautsprecher gehört worden. Der Präsident der Abrüstungskonferenz, Henderson, hat die ursprünglich auf Donnerstag festgesetzte Sitzung des Hauptausschusses auf Freitagnachmittag verschoben. Die Verschiebung wird in unterrichteten Kreisen auf den Wunsch der Großmächte die Rede des Reichskanzlers auf D# Berlin, 17. Mai.(Drabtb.) Veichswirtschaftsminister Dr. Hugenberg dat en die Reichskommissare Wagener und Möller ein Schreiben gerichtet, in dem er sie darauf hinweist, daß sie mit der Ernennung Dr. v. Neutelus zum Präsidenten des Deutschen Industrie= und Handelstages ihre Besugnisse überschritten haben, daß also diese Ernennung ungültig sei. Das Schreiben hat folgenden Wortlaut: Hinsichtlich des Umsanges der Ibnen unter dem 2. Mai übersandten Vollmacht sind Zweisel entstanden und Klagen wegen Ueberschreitung der Vollmacht aus dem Lande eingegangen. Grundsätzlich muß ich darauf hinweisen, daß die Vollmacht keinesfalls eiter gehen kann als die mir zustehenden Befugnisse da ich nicht mehr Rechte zu übertragen vermag, als ich selbst habe. Darüber hinaus weise ich insbesondere darauf hin, daß nach der Vollmacht die Einsetzung von weiteren Kommissoren ausdrücklich meiner Zustimmung unterliegt. Demgemäß bedurften und bedürfen selbstverständlich auch Personalveränderungen. die in den dem Reichsverband angegliederten Verbänden vorgenommen werden sollen, meiner Zustimmung. Die Vollmacht beziebt sich nur auf den Reichsverband der deutschen Industrie und die ihm angeschlossenen: Verbände und schließt insbesondere nicht Maßnahmen in sich, die von der gelienden Rechtsordnung abweichen. Derartige Maßnahmen können nur auf gesetzlichem Wege durch die versassungsmäßig berufenen Organe vorgenommen werden. Die im Vorsitz des Industrieund Handelstages vorgenommene Veränderung bitte ich sofort rückgängig zu machen. des Industrie= und Handelstages richteter Seite wird mitgeteilt. „Die Pressestelle des Industrie= und teilt mit:„Von unterrichteter Seite wird mitgete daß durch das Schreiben des Reichswirtschaftsministers Dr. Hugenberg an die Reichskommissare Dr. Wagener und Möller über die Führung im Industrie= und Handelstag insosern Aenderungen nicht eintreten, als der neue Präsident des Industrie= und Handelstages. Dr. v. Renteln, die Amtsgeschäfte weiterführt. Eine Entscheidung über die entstandene Meinungsverschiedenheit zwischen dem Reichswirtschaftsminister und den Reichskommissaren wird demnächst von zuständiger Stelle getroffen werden.“ FRener Ontlnuschungen über den Inhalt der Roosevelt-Botschaft. „Kalde Venlungsalt. 44 ächte zurückgeführt, das praktische Abeengehnt der Werhandlungrn " nferenz bilden. der AbrüstungsNeder Haßhesung Ohamevernen= Der deutschfeindliche Geist im englischen Unkerhaus. Geistesverwirrung. # London, 17. Mai.(Drahtb.) Während Reichskanzler Hitler vor dem Reichstage seine große Friedensrede hielt, sprach Sir Austen Chamberlain im Unterhause von dem„gefährlichen Geist" Deutschlands. Er könne nicht viel zu dem hinzufügen, was er bereits früher über Deutschland gesagt habe, aber er habe nichts davon zurückzunehmen. Der Geist, von dem er gesprochen habe, sei voller Haß in seinen innerpolitischen Bezeugungen. Er sei engstirnig, unchristlich und unbarmherzig und eine Gefahr für die ganze Welt. Das liberale Unterhausmitglied Mander hielt es für angebracht, die Einbringung einer Vorlage anzuregen, durch die die Regierung ermächtigt werden soll, die Einfuhr deutscher Waren zu verbieten, falls es sich um die Durchführung einer durch die Völkerbundssatzung vorgesehenen Sanktion handele. Mander begründete diese Aeußerung damit, daß man sich jetzt schon mit der Frage beschäftigen müsse, was geschehen solle, wenn Deutschland ohne Rücksicht auf die Haltung der anderen Mächte wieder aufrüsten sollte. Allerdings soh sich Mander dann doch veranlaßt, diesen Antrag zurückzuziehen, was vom Haus mit Beifall begrüßt wurde. Weiterhin bezeichnend für den im Unterhaus herrschenden Geist scheint es auch, wenn der konservative Abg. Boothby den Premierminister fragt, ob die Regierung nicht angesichts der augenblicklichen Lage in Europa ins Auge fassen werde, die Stärke der britischen Luftstreitkräfte heraufzusetzen. Macdonald erwiderte, daß man eine solche Frage nicht erörtern könne, solange nicht die Ergebnisse der Abrüstungskonferenz vorliegen. A89Ap. und Reichsbahn. Ein Führerstab für Reichsbahnfragen. Versammlungs= und Flugschriftenverbot. D0 Berlin, 17. Mai.(Drahtb.) der RSDAP. Der Leiter des Verbindungsstabes teilt mit: „Der Leiter des Verbindungsstabes der NSDAP. zur Mitarbeit und zur Klärung der Reichsbahngen und insbesondere von Vorwürfen, die in der stentlichkeit erhoben worden sind, einen Führerab bestimmt, der sich aus Vertrauensleuten der De Neuyork, 17. Mai.(Drahtb.) In den Redaktionsberichten sämtlicher Neuyorker Blätter einschließlich der franzosenfreundlichen„New Vork Herald Tribune“ wird festgestellt, daß alle europäischen Nationen den Aufruf Roosevelts sympathisch begrüßten außer der französischen Regierung, die tief enttäuscht sei, weil sie das französische Publikum auf eine aggressive Intervention Roosevelts gegen Deutschland vorbereitet hatte. * Aus Paris drahtet uns unser Korresvondent: Trotz der besonderen Vorsicht, mit der Frankreich die Vereinigten Staaten zu behandeln pflegt. kommt die Enttäuschung über die Botschaft Roosevelts in der Pariser Presse so deutlich zum Ausdruck, daß kein Zweifel darüber besteht, welches Aufsehen die Forderungen des amerikanischen Präsidenten an zuständiger französischer Stelle erregt haben. Zwar versucht man die Ausführungen Roosevelts irgendwie in das System der französischen Forderungen einzubauen. aber es besteht kein Zweifel darüber, daß in politischen Kreisen die Botschaft aus Washington als unangenehme Ueberraschung gewirkt hat. Das rechtsstehende„Echo de Paris“ sagt. die Naivität der Denkungsart Roosevelts entwaffne. Die Vereinigten Staaten träten im Tone sarsse Moxggnredigers für eine Aenderung des militärischen Gleichgewichts ein, wollten dabei aber keine Eitsverantwortung übernehmen. Kein Wort von der berühmten automatischen Rüstungskontrolle. die Herriot versprochen worden sei, kein Wort von der möglichen, Aufgabe des amerikanischen Standpunktes in der Sicherheitsfrage(Preisgabe der Neutralität gegen den Angreifer) Anspruch auf Vorherrschaft und Allmächtigkeit, Ablehnung der Mindestverpflichtung, so wenig umschrieben, sie auch sei. „Journal“ erklärt, man müsse sich fragen. ob Roosevelt die Verteidigung der Ordnung nicht der angelsächsischen Wahnidee geopfert habe, wonach Abrüstung allein Sicherheit bewirke. Das Stillschweigen der Botschaft über die zwischenstaatlichen Schulden errege Erstaunen. die besagte, er habe mit aufrichtiger Genugtuung von der Botschaft des Präsidenten Roosevelt Kenntnis genommen. Amerika und Frankreich würden darin einig sein, eine wirksame Aktion zur Beseitigung jener berechtigten Befürchtungen, von denen Präsident Roosevelt in so eindringlichen Wendungen spreche, zu unternehmen. Gekeilte Aufnahme in London. Aber auch sehr zurückhaltende Grundtendenz. ## London, 17. Mai.(Drahtb.) Die Botschaft des Präsidenten Roosevelt ist von der englischen Presse mit einer gewissen Zurückhaltung aufgenommen worden. Die„Times" ergreift diese Gelegenheit, um als einen der Gründe für das Mißtrauen in Eurova die Art der Deutschland zuteil gewordenen Behandlung anzuführen. Den von Lloyd George aufgeführten Gründen müsse man hinzufügen. daß Deutschlands Verärgerung auch durch die Art wie man ihm das Diktat auferlegt habe, ferner durch die Kriegsschuldklausel und durch den volnischen Korridor geschürt sei. Der diplomatische Korrespondent des„Daily Telegraph“ sagt, daß englische Kreise zunächst erheblich enttäuscht waren. Man habe einen neuen und greifbaren Beitrag Amerikas zur Sicherheit Eurovas etwa in der Form eines Beitritts Amerikas zum Konsultativpakt. sowie ein Versprechen erwartet, daß Amerika den Handel mit einem Angreiferstaat ablehnen werde. Die Botschaft sei jedoch nur eine Art Notstandserklärung gewelen, die in der Eile herausgegeben wurde, um die Entscheidung des Reichstags zu beeinflussen. Die konservative„Morningpost" begrüßt die guten Absichten Roosenelts bezweifelt aber den praktischen Zweck seiner Vorschläge Vor allem wird die Unterscheidung zwischen Angriffs= und Verteidigungswaffen als verfehlt bezeichnet. Früherer Staatspräsidenk im Kbuzentranduslager. X Karlsruhe, 16. Mai.(Drahtb.) „Der frühere hadische Innenminister und Staatspräsident. Adam Remmele, der ehemalige Staatslarum und einige andere Angehörige der SP0. wurden im Polizeiauto unter starker Bedeckung durch die Stadt nach dem Konzentrationslager Kislau bei Bruchsal geführt. Auf dem Wege. der guch, am Landtagsgebäude vorbeiführte, hielt eine dichte Menschenmenge die Straßen umsäumt, die gegen die Häftlinge erregte Zurufe richtete. Zu Zwischenfällen ist es nirgends gekommen. zur Klärung der Angelegenheit ist es den D klären. Untergliederungen, der RSDAP. einse Reichsbahnfachschaften untersagt, betreffende Versammlungen abzuhalten oder weite Flugschriften gegen die Reichsbahn zu verbreiten. Verstärkung des Bahnschutzpersonals. ## Berlin, 17. Mai.(Drahtb.) Die zunehmende Tätigkeit auswärtiger Nachrichtenund Spionagedienste macht eine verschärfte Aufmerksamkeit auf der Reichsbahn als Hauptverkehrsmittel erforderlich. Im Hinblick auf die wiederholten Versuche kommumistischer„Elemente, Sahotageakte Rei communistischer Elemente, Sahotageakte zu verühen. soll eine Verstärkung des Bahnschutzversonals der keichsbahn in Vorbereitung sein. Se ggPe. Deutschland, Ikasien und Augarn wehren sich gegen die falschen Mekhoden im Genfer Effernd-Ausschuß. Die unhaltbaren Beschlüsse gegen die Wehrverbande. D. Genf. 17. Mai.(Drabtb.) Die Vertreter Deutschlands, Italieus und Ungarns gaben im Effektiv=Ausschuß der Abrüstungskonferenz am Mittwoch eine übereinstimmende scharfe Erklärung ab, die sich gegen die bisher angewandte unverantwortliche Beweisführung bei der Behandlung der Wehrverbände der einzelnen Länder richtet. Die drei Vertreter wiesen darauf hin, daß der militärische Charakter der Wehrverbände einiger Länder mit unkontrollierbarem Material des Spionagedienstes, mit Zeitungsartikeln und anderen unverantwortlichen Aeußerungen begründet worden sei und, daß der Effektiv=Ausschuß seine offiziellen Beschlüsse auf ein derartiges amtlich niemals anerkanntes Material aufgebaut habe. Aus diesen Gründen mußten die Beschlüsse des Effektiv=Ausschusses als völlig unhaltbar und gegenkandelos angesehen werden. Raturliche Entsellung 20 Pid..Kürze erreich Sie durch, ärstz exrghohl., oblschm. Edus=Tee 4.50 (extrastark 6. ich. 4..50 lvoth. u. Drog. Versuch überz.! Der Effektiv=Aussch als eine militärische 58 000 Mann bei der schai Or — hus bat auch die. dregnisatign erklä russische GPI. klärt und mit 58000 Mann bei der künftigen Festsetzung der sowietrussischen Effektivstärke in Anrechnung gebracht. Deutscher Schrift in Prag wegen der Verhaftung von acht Reichsdeutschen. ## Prag, 17. Mai.(Drattd.) Die deutsche Gesandtschaft in Prag ist bei den zuständigen Behörden wegen der Verhaftung von acht reichsdeutschen Staatsbürgern in Asch(NordwestBöhmen) vorstellig geworden. Sie hat sich nach den bisher unbekannten Gründen erkundigt und um Beschleunigung des Verfahrens gebeten. Schweres Explosionsungkück. Ein Toter, sieden Schwerverletzte. X München, 18. Mai.(Drahtb.) Münchener Ostbahnhof gelegenen Namdruk Donnerstag, den 18. Mai. .45—.00 Leibesübungen. Dr. Ludwig Bach: Atmungs700 und Haltungsgymnastik Fettexporbersage und Zeitangabe .03 Morgenzuf mit deiner Gnade " ISchallplatte) 2. Spruch des Tages 3a Peiser Paudonelbungen .00— Aus der Arbeit der Hochseefunkstation Norddeich greu: Fornakin she Franen. Erste Meldungen, Zeitangabe meldungen .45—10.00 10.00 Erste meldungen Hilde Bremus und WasserstandsMittags„In, der am Münchener Oybahndof gel Reichsbrannwweinmonopol=Gesellschaft ereigneten zwei Spirituserplosionen, durch die ein Arbeiter getötet und sieben schwer verletzt wurden. 4 und Welt, Gemeinschaftoempfang schulsunk für Schüler vom 7. bis 10, Lebensjahr. Käthe Martin: Kinderturnen mit Musik 11.25—12.00 Schulfunk für Schüler vom 16. bis Shichalswege(5) Dand Roselieb: 12.00—12.50 Vom Südwestfunk Frankfurt 12.50 Wetterbericht, Zeitangabe und Mit meldungen I 13.00—14.30 Mittagskonzert, Leitung: Eysoldt. Solistin: Friedel Schröder(Sopran), Begleitung: Egbert Grave 1. Bayrischer Artillerie=Marsch „Barbara“ 2. Ouvertüxe zur Overette„Karneval B. 37-P. d Joh. 5. Drei Lieder Frühlingsglaube Ganomed Lachen und Weinen Friedel Schröder 4. Szenen aus„Ariadne auf Naros“ 5. Aus dem Zoklus„Hamburg“ 1) Mondnacht. 5) Werfthämmer Zallettmusik aus„La Gioconda“ Im Reiche der Venus. 8. a) Havotte Nr. 2 5 Spanischer Tanz Nr. 5 9. Westfalenklänge. Potvourri Gegen 14.00 Mittagsmeldungen II 14.30—14.45 Kunkwerbung mit Schallplatten 15.99-—15.30 Kinderstunde. Kleine Helden irtschaftsmeldungen und Zeitangabe Gombrähegug i: E On Sig. Wiih 5. Aus 8 Ball 7. Im lalger Schlenk Strauß Schuber! R. Strauß Niemann Poge öähe „„Povver Moszkomfky Ritter —16.00 Mitteilungen aus dem Schulfunk —16.30 Funkvädagogische Arbeitsgemeinschaft der Lehrer an Polksschulen. Dr. Leo Weismantel: Erdkunde als Lehrsach von der Gestaltungs(Mitglieder des Reichsverbandes Deutscher Tonkünstler und Musiklehrex, Ortsgruppe Köln) Moderne Werke von Jol. Haas— Heinr. Kaspar Schmid— Mar Neger 1. Klaviersoli„„„„ Jos. Haas a) Auswahl aus„Hausmärchen“. op. 35 b) Elegie Nr. 1 aus dem Zoklus „Alte unnennbare Tage“, ov. 42 „# Martin H. Steinkrüger 2. Vier Lieder für Sovran„„. Jos. Haas a) Aus d.„Christusliedern" ov. 74: Eingang Sehnen abends b) Aus den.„Heimlichen Liedern der Nacht“. ov. 54: Leises Lied„Ständchen ". Angela Littersti 3.„Heimat“. acht Stücke für Violine und Klavier„, H. K. Schmid An die Heimat] Im Reigenschritt Gedicht# Alter und Jugend Feiertag.#ans aul Richartz— Martin H. Steinkrüger 4. Klaviersoli a) Gavotte aus dem Zyklus„Aus meinem Tagebuch“ 5) Aus den„Träumen am Kamin“. ov. 143 " Martin H. Steinkrüger 5. Vier Lieder für Sovrag Aus den„Schlichten Weisen“ op. “„Maiennacht“.„Mein Schätzelein“ ". Angela Littersti 6. Suite=Moll für Violine und Klavier. on. 103 a Reger Reger Beger 1750—Kaul Richartz— Maxtin H. Steinkrüger „Sihner Sosche, Disthat. Jckantes ugns, Lebensraum, Dr. GroßeDresselhaus: Fritz Reuters westfälischer Freund S 2 Hermann Grashof Französische — Lektor Freund Lektor Le Bletschaftomelbungen vädgspatt der sich 16.30—17.45 De gesehen Angsla Littersti(Sopkan) Maktin& Sa., 205 Lette Reldnagen. Vericht Ader das geistig Aubei Kllteine gibzang„Martig, 5. Stein= Leben, Sportbericht krüger(Klavier), Paul Richartz(Violine)— 22.30—24.00 Nachtmusik und Tanz. Leitung: Eysoldt 19.und Sportvorbericht 19.00—20,00 Reichssendung „undeder Rtiet Von der Funkstunde Berlin „Neurode Hörspiel von Kurt Hennicke 20.00 Erste Abendmeldungen 20.05—20.30, Rekrutenvereidigung beim 1 eiskommando Münster. Hörbericht von Wach-blatten 20.30 Konzert mit Edwin Sischer Das Orchester des Westdeutschen Rundfunks. Leitung: Buschkötter 1. Klavierkonzert=Dur „. Edwin Fischeg 2 Sinfonie Nr. 2=Dur 22.00 Neste Meldnagen. Vericht über Brahms Brahms das geistige * 1— Blgemehne Beitune CoRold-Preisaussehreisen (Dieses Preisaussebreiben antspricht den gesetzlichen Raatimmungen der Motverordnung vom 8 M5- 1P) (Wiesee, Preisäusschreiben entsprieht den gOsstznenen Besilmmungen der Nolveroranung vom S. 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In tiefer Trauer: Familie Max Reum Familie August Wülfing Familie Heinrich Poth Familie Rudolf Hülshoff Gelsenkirchen-Bismarck, den 17. Mai 1933. " Die Beerdigung findet am Sonnabend, den 20. Mai, nachmittags 3 15 Uhr, vom Trauerhause, Kanalstraße 6, nach dem Friedhof Rosenhügel statt. Zwangsverfleigerungen Es werden ösfentlich meissb end gegen sofortzige Barzahlung versteigert: Freitag, 19. Für die uns beim Heimgange meines lieben, unvergeßlichen Gatten, unseres treusorgenden Vaters. in so reichem Maße entgegengebrachte Teilnahme, insbesondere für die vielen Kranzund Blumenspenden sowie den Vereinen, die ihm das letzte Geleit gaben, sagen wir hiermit unseren tiefgefühlten Dank Käte Lucht und Kinder. Gelsenkirchen, den 17. Mai 1933. vorm. 10 Uhr, Arminstraße 8: 1 Ladentheke, Büscherschrank, Standuhr, Büfett, Plüschsofa usw., 1 Waage, Schreibtisch, Geldschrank; anschließend an Ort und Stelle 1 Klavier. Lieberum, Obergerichtsvollz., Schalker Markt 5. Freitag, 19. 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Der Gau beteiligt sich an der Kundgebung der Verbände heimattreuer Oberschlesier am Sontag, den 21. Mai. Antreten 14 Uhr in der Vattmannstraße. Näherer Besehl durch die Ortsgruppen. Stahlhelm BdF., Kreis Alt=Gelsenkirchen. Zu der Beerdigung des gestorbenen Kameraden Bielinsti von der Ortsgruppe Rotthausen treten sämtliche dienstfreien Kameraden Samstag 15 Uhr auf dem Rotthauser Markt an. Beerdigung um 15.30 Uhr vom Trauerhause Achternbergstraße 38. Stahlhelm BdF., Wehrsport. Zu den Ausscheidungskämpfen in den leichtathletischen Uebungen(Keulenweitwurf. 800=Meter=Lauf. Hochsprung), viermal 100Meter=Staffel und Fausthallwettspiele für das Wehrsporttreffen in Horst=Emscher treten sämtliche Wehrsport=Kameraden des Kreises Samstag 16.30 Uhr auf der Kampfbahn am Schürenkamp(Herzogstraße) an. Frauenkreis Altstadt. Heute 15 Uhr Handarbeitsstunde bei Nettebeck, Schalkerstraße 23: anschließend Muttertag=Ehrung. Jede Frau erhält ein Geschenk. Kaffee wird gereicht, Gebäck im Saal. 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Einsichtnahme und Verkauf der Angebots. hefte im Hars=Sachs=Haus, Zimmer 521, und im Rathaus Buer, Zimmer 78. Die Verkaufsgebühren betragen: zu a) 3,— RM. zu).),),), 1) und h) je.— RM. und zu g).50 RM. Einreichungs= und Oeffnungstermin: Freitag, 2. Mai, im Rathaus Buer, Zimmer 62, um 10 Uhr für a) beginnend und für die übrigen Buchstaben mit je 10 Minuten Abstand folgend. Gelsenkirchen, den 16. Mai 1933. Oberbürgermeister. Auto-Transporte für neh und fern, in Möbeln, Planos und Flagela, prompt und billig. Passen, Helmutstr. 6, Teleton 22372 Wil urdonen! Imghetlungstsesteiben Tristbogen Rechnungen Felke-Verein Freitag, den 19. Mai 1933 Vortrag des Hern 1511 Wattenscheig! Krampfadern u. Ramerrhoidalteiden Beginn 20.15 Uhr, im großen Saale des Innungehauses am Kaiserplatz. Auschl Ausprache, Unhostesbeitrag 20 Pig. 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Greis, Bochumerstraße 102. Fernruf 23531. der deutschsprachigen Presse.V.