1. Blatt Nr. 66 31. Jahrgang Gelsenkirchener Dienstag, den 7. .an Anarhängige Tageszeitung für Groß=Gelsenkirchen Gelsenkirchener Generalanzeiger### amtliches Kreisblatt für Gelsenkirchen Selbstabholer 90 Kpig.— Postdezug Hauptgeschaftsstelle Bildenbruchstraße 27. in Buer Hochstraße 12.— Seöffnet von 8 Uhr vormittags monatlich.21 ER mit Zustelgebühr— Illustrierte Beilage 15 Apig, monatlich extra— Amal=Untertugung om 7 Udr abends— Anteiaen=Annacme dis nachmittags 9 Uhr für die nächste Ausgabe nate oesonderen Bedingungen— Anzeigenpreiie; um einspaltig: Rpofg, Jamilen=Anzeigen und Hostscheck= Konto. 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Reichskanzler hat am Montagmittag dem Reichspräsidenten über die Wahlergehnisse Bericht erstattet und im Anschluß daran über die allgemeine politische Lage Vortrag gehalten. Man wird annehmen dürfen, daß Hitler bei dieser Gelegenheit die Pläne entwickelt hat, mit denen er sich trägt vielleicht schon in den nächsten Tagen ihre Auswirkung finden werden. „ Z1 Zienstagnachmittag ist das Reichskabigett einberufen. Man wird damit rechnen können. Frühester Ziceitering., den.„Reichstag zum denbar e Zeitpunkt einheruft und es dürfte dem Willen des Kabinetts entsprechen, daß dieser Reichstag einen gründlichen Umbau der Reichs#rfalsuns vornimmt. Es handelt sich in wesentlichen Punkten um die Ersetzung der Verfassung von Weimar durch die „Verfassung von Potsdam“. Der neue Reichstag erhält also die Bedeutung einer neuen deutschen Nationalversammlung. Man hatte zunächst daran gedacht, den Einberufungstag auf den 1. April, den Geburtstag Bismarcks, festzulegen, scheint jetzt jedoch einen früberen Termin vorzuziehen Wahrscheinlich wird es der 2 2. März sein, der Geburtstag von Kaiser Wilhelm I. Wie man hört, wird sich das Kabinett beute hierüber schon schlüssig werden. Die Formen des Verfassungsumbaues liegen ebenfalls noch nicht fest. Auch hierüber dürfte sich das Kabinett schon heute grundsätzlich aussprechen. Wir haben Grund zu der Annahme, daß das Ziel des Kabinetts etwa in der Richtung der früberen Gaylschen Vorschläge zu suchen sein wird. Freilich läßt sich ein solches Reformwerk nicht übers Knie brechen. Man scheint deshalb daran zu denken, dem Reichstag ein Ermächtigungsgesetz vorzulegen, das der Regierung ein Mandat zur Vorbereitung der Verfassungsreform gibt. Später hätte dann der Reichstag über die Anwendung zu entscheiden. Es ist aber auch möglich, daß inzwischen ein Interimsgesetz geschaffen wird, in dem schon einige wesentliche Aenderungen vorweggenommen werden, vornehmlich die Slaggenfrage. Die parlamentarisch-taktische Lage ist für solche Verfassungspläne insofern sehr günstig, weil die Regierungsparteien jetzt über die absolute Mehrheit verfügen, gleichzeitig aber die Sozialdemokraten und Kommunisten nicht mehr das Sperrdrittel besitzen, das qualifizierte Mehrheiten für Verfassungsänderungen verhindern könnte. Der Kanzler glaub; damit rechnen zu können, daß das Zentrum und die Bayerische Volkspartei ihm keine Schwierigkeiten machen werden. Wenn man allerrings die Presseäußerungen in den Organen dieser beiden Parteien liest, dann will man vorerst an eine Einigung nicht recht glauben. Man darf aber nicht vergessen, daß die Deutschnationalen und die Nationalsozialisten im Grunde genommen antiparlamentarisch eingestellt sind und daß sie jedenfalls entschlossen sind, das parlamentarische Schaukelspiel der letzten Jahre nicht zu wiederholen. Es geht nicht mehr um Mehrheit oder Minderbeit, es geht um ganz andere Dinge. Zu hoffen wäre nur, daß auch das Zentrum für diese ideenmäßigen und parlamentarischen Verschiebungen mehr Verständnis aufbringt. In diesem Zusammenbang verdient vielleicht noch Erwähnung, daß der„Völkische Beobachter“ am Tage nach der Wahl geschrieben hat, die zähe Bebarrlichkeit der letzten dreizehn Jahre werde nicht erlahmen, bis auch der zweite Teil des Weges vom Brandenburger Tor bis zum Berliner Schloß zurückgelegt worden sei. Ein vieldeutiger Satz, der möglicherweise, als Einleitung einer monarchischen Restguration interpretiert werden kann. Jedenfalls sind auch in dieser Richtung starke Kräfte am Werke und sie erhalten Nahrung aus Bayern, wo schon seit langem ähnliche Gerüchte für den Kronprinzen Ruprecht verbreitet werden. Weniger Frauen im Reichstag. D# Berlin, 7. März.(Drahtb.) Im neuen Reichstag werden nur noch etwa 30 Frauen sitzen, während dem vorigen Reichstag noch 35 Frauen angehörten. Die Zahl der Frauen, im Reichsparlament, die in der Nationalversammlung noch etwa 50 betrug, ist seitdem ständig zurückgegangen. hakenkreuzfahne auf dem Reichstagsgebaube. us hune Seliuien anten. 2 Berlin, 6. März.(Drahtb.) Auf dem Norbostturm des Reichstagsgebäudes wurde am Montagnachmittag eine Hakenkreuzfahne gebißt. Die Fahne ist, nachdem die Reichstagsverwaltung durch Anruf von dieser Tatsache unterrichtet worden war, auf Veranlassung der Hausinspektion nach einiger Zeit wieder entfernt worden Regierungsvortrag im Kundfunk. Rundfunkvortrag über die Laße nach der Reichstagswahl von Ministerialdirektoe Funk. ## Berlin, 7. März.(Drahtb.) Zur Laze nach der Reichstagswahl spricht auf Veranlassung der Reichsregierung der Leiter der Pressestelle der Reichsregierung, Ministerialdirekter Funk, am heutigen Dienstag, 7. März, von 19.30 bis 20 Uhr. Der Vortrag wird über alle deutschen Sender verbreitet. hakenkreuz und Schwarz-Weiß-Rot auf Isenlicen Geränden. Ein Erlaß Görings. A3. Berlin, 7. März.(Eig. Drahtb.) Im Laufe des Sonntags und vor allem am Montag sind auf zahlreichen Rathäusern und sonstigen öffentlichen Gebäuden des Reiches Hakenkreuzsahnen oder schwarz=weiß=rote Fahnen aufgezogen worden. Dieses Vorgehen hat verschiedentlich zu etlichen Protesten in Berlin geführt. Nunmehr hat Reichsinnenminister Göring in einem Erlaß an die Oberpräsidenten und Regierungspräsidenten in Preußen das Ersuchen gerichtet, dem Hissen von Hakenkreuzfahnen und schwarz=weiß=roten Fahnen auf öffentlichen Gebäuden in diesen Tagen keinen Widerstand entgegenzusetzen. General v. Stülpnagel# D# Berlin, 6. März.(Drahtb.) Der Vorsitzende des Reichskuratoriums für Jugendertüchtigung, General a. D. Edwin v. Stülpnagel, ist am Montag früh gestorben. Der geschäftsführende Präsident des Reichskuratoriums für Jugendertüchtigung. General Edwin v. Stülpnagel, dessen Tod infolge einer Embolie eingetreten, ist. noch nicht 57jährig, mitten aus der Arbeit an der Aufgabe herausgerissen worden, mit der er vor einem halben Jahr vom Reichspräsidenten beauftragt wurde. General v. Stülpnagel, der für seine Kriegsverdienste den Orden Pour le merite erhalten hat, hat schon immer mit besonderer Anteilnahme die Bestrebungen verfolgt, die der körperlichen Wiederertüchtigung der Jugend galten. Ein besonders gutes Verhältnis unterhielt er zu den großen Wehrverbänden, denen er Förderer und Berater war. SchwereSchießereien in Hamburg Drei Tote, vierzehn Verletzte. Polizei säubert Unrubeviertel. A3. Altona, 7. März.(Eig. Drahtb.) In der Nacht zum Dienstag ist es zwischen 22 und 23 Uhr zu schweren Schießereien gekommen. Privaten Berichten zufolge haben die Kommunlsten planmäßige Ueberfälle auf Polizei und SA=Kolonnen unternommen. Die Polizei hat zur Abwehr der Angreifer mehrere Kampfwagen eingesetzt und ganze Straßenzüge abgeriegelt. Mit starken Kräften gingen sie dann unter dem Einsatz von Schnellwagen gegen die Angreifer vor. Bei der systematischen Durchsuchung der Häuser kam es verschiedentlich zu neuen Auseinandersetzungen. Bisher werden drei Tote und 14 Schwerverletzte gemeldet. Ein Polizeibericht liegt noch nicht vor. Neue Peitzeima znahnten gegen Hessen, Lübeck und Bremen. Der Senat geht. De Bremen. 6. März.(Dradth.) toren in eree„Zichtrücktritts marristischer JenzErregung Fan otteruns Bremens bervorgerufene Ausbruch von Unruhen befürchten läßt, Innern auf Grund des Paragraphen 2 der Verordnung zum Schutze von Volk Staat für die Reichsregierung die Befugnisse 3e Bd#sbehöfde übernommen so weit zur Aufrechterhaltung, der öffentlichen Ordnung und der dies und der ist. Mit der Wahrnehmung Geschäfte des Polizeisenators hat er den lvertretenden Direktor des Arbeitsamtes Bremen, karkerr. bis auf weiteres beauftragt. „ Wie die Staatliche Pressestelle mitteilt, baben die Senatoren Kaisen, Klemann und Sommer in der Senatssitzung in einer schriftlichen Erklärung ihren Büchtritt aus, dem Senat angezeigt. Der Senat die Bürgerschaft, gemäß§ 37 der bremiPersalung die Neuwahl, nnerhalb zweier Wochen Mitteilung vorzunehmen. In Pürdigung, der Gesamtlage hat der Senat dann beschlossen, in seiner Gesamtheit zurückBürgerschaft die verfassungsrechtliche Möglichkeit dafür geschaffen hat. „„ Infolge Gefährdung der öffentlichen Ruhe und Sicherheit, die den Ausbruch von Ugruhen befürchten laßt, hat der Reichsminister des Innern ebenfalls die Befugnisse der ohersten Landesbehörden in &a SLen übernommen. Mit der Wahrnehmung der Geschäfte dieser Befugnisse wird bis auf weiteres Regierungsrat Müller vom Finanzamt Alsfeld (Oberhessen) beauftragt. Die bessische Regierung hat die sofortige Einberufung des Landtags zum Zwecke der Selbstauslösung beantragt. Wie in parlamentarischen Kreisen verlautet, ist angesichts der gestrigen Reichstagswahlergebnisse damit zu rechnen, daß der Antrag der Regierung auf Neuwahlen die ersorderliche verkassungswäßige Mehrheit im helsischen Landtag findet weil nun auch die Sozialdemokraten für die Auflösung stimmen dürften. Die Sitzung soll noch in dieser Woche stattfinden. Neuer Polizeiherr auch in Lübeck. Fünf Senatoren zurückgetreten. as asbseck, 6. März,(Draste.) Auf Anordnung des Reichsinnenministers Dr. Frick hat der Gauinspektor der RSDAP, Lübeck, Schröder, die Leitung der gesamten Polizei im Staate Lübeck(Stadt und Land) übernommen. Gegen 16 Uhr marschierten darauf die gesamte SS. und SA., der Stahlhelm und zwei Bereitschaften der Polizei vor dem Lübecker Rathaus auf. Nach einer Begrüßungsansprache des neuen Polizeiherrn wurde die schwarz=weiß=röte, die Halenkreuz= und die Lübecker Fahne gehißt. Die bürgerlichen Senatoren forderten die übrigen sechs Mitglieder des Senats, vier Sozialdemokraten und zwei Staatsparteiler, auf, zurückzutreten. Nach längerer Bedenkzeit lamen sie dieser Aufforderung nach. Verbrennung von sieben roten Fahnen auf dem Osnabrücker Markt. # Osnabrück. 6. März.(Drahtb.) Die SA verbrannte am Sonntagabend auf dem neuen Marktplatz in Osnahrück, an der Stelle, wo seinerzeit schwarz=weiß=rote Fahnen vernichtet worden sind, sieben Fahnen der Eisernen Front und SowjetFahnen, die sie aus den Hochburgen der Kommunisten und Sozialdemokraten geholt hatten. Ergebnisse der Wahltechnik. Das amtliche Endresultat über die Zusammensetzung des neuen Reichs= und Landtags haben wir unseren Lesern bereits mitgeteilt. Veränderungen in der Mandatszahl des Reichstags haben sich auch bei der weiteren Nachprüfung der Wahlresultate am Montag nicht ergeben. Von den 125 Sitzen der Sozialdemokraten und der Staatsvartei sollten anfänglich sechs Mandate der Staatsvartei übertragen werden. jedoch wird auf Grund der neuesten Berechnungen die Staatsvartei nur fünf Sitze und die Sozialdemokratische Partei 120 Sitze erhalten. Die Verteilung der von uns gemeldeten acht Mandate auf die Volkspartei, die Christlich=Sozialen, die Deutsche Bauernpartei und die Hannoveraner erfolgt in der Gestalt, daß die Volkspartei 2, die Christlich=Sozialen 4. die Bauernpartei 2 und die Hannoveraner kein Mandat bekommen. Hinsichtlich der Parteiverschiebungen ist noch interessant das Wahlergebnis in Prozenten. Hiernach ergibt sich für das Reich und Preußen folgendes Bild: Reich NSOAP. „Mit Hindenburg" SP9. K PD. Zentrum Kampffront Bayer. Volkspartei. Christl.=Soz. VD. Staatsvartei Di. Bauernpartei Württ. Weingärtn. Hannoveraner Polen Preußen H. (36.3) (—) (21.2) (12.8) (15.3) (.9) un) (.3 (.2) (.5) (—) — (.35 — Der Reichspräsident vor seinem Wahllokal. Die Schlußziffer für den Landtag hat sich im Laufe des Montags von 472 Mandaten auf die vorstehend genannte Ziffer von 474 Abgeordneten erhöht, und zwar durch die zwei Mandate für die Hannoveraner. Von der„technischen Fraktion". Die Deutsche Volkspartei hat bei der Reichstagswahl ein Grundmandot, der Christlich=Soziale Volksdienst 2. die Deutsche Bauernpartei 1 und die DeutschHannoversche Partei kein Grundmandat erhalten. Auf den gemeinsamen Reichswahlvorschlag dieser vier Parteien sind überwiesen von den Kreiswahlvorschlägen der Deutschen Volkspartei.„ 372 234 des Christlich=Sozialen Volksdienstes 264 146 der Deutschen Bauernpartei. 54 237 der Deutsch=Hannoverschen Partei 47723 Reichspräsident v. Hindenburg verläßt in Begleitung des Staatssekretärs Dr. Meißner das Wahllokal in der Kanonierstraße in Berlin, in dem er seine Stimme zur Reichstagswahl abgab. „ zusammen: 738 340 Da auf die angeschlossenen Kreiswahlvorschläge nur vier Abgeordnetensitze entfallen sind, können nach§ 32 des Reichswahlgesetzes dem Reichswahlvoxsch lag ebenfalls nur vier Abgeordnetensitze zugeteilt werden. Alterspräsident wieder General Litzmann. c# Berlin, 6. März.(Drahtb.) Alterspräsident des neugewählten Reichstags wird wiederum der nationalsozialistische Abg. General Litzmann, der 83 Jahre alt ist, werden. General Litzmann. der auch Mitglied des neugewählten Landtags ist wird auch in diesem Parlament die Geschäfte des Alterspräsidenten führen. Prominente Gewählte. c0 Berlin, 6. März.(Drahtb.) der Spitze der von den Nationalsozialisten in den Reichstag gewählten Männer steht der Reichskanzler Adolf, Hitter, dann folgen die Reichsminister Dr. Frick und Göring. Unter den weiterhin bereits bekannten Männern der RSDAP. sind gewählt: General v Epp, Rosenberg, Graf Reventlow. Stoehr. Dr Goebbels. Oberst a D. Hierl. Rechtsanwalt, Dr. Frank, Staatsminister Klagges. Feder, der Polizeipräsident v Levetzow. Prins August Wilhelm von Preußen, Kube. General a. D. Litzmann. Münchmeyer. Auch die im Ruhrgebjet bekannten Namen Dr. Meyer (Gelsenkirchen) und Dr. Wagner befinden sich darunter. Von der Kampffront Schwarz=Weiß=Rot sind insbesondere gewählt: der Vizekanzler g. Paven, die Reichsminister Hugenherg und Seldte. Dr. v. Winterjeld, Geheimrat Dr. Quaatz. Univ.=Prof. Spahn, Laverenz. Freiberr v. Freytagh=Loringhoven. Dr. Oberfehren Schmidt=Haggover. Reichsminister a. D. Hergt, Reichsminister a. D. Dr. Koch, Staatssekretär Dr. Bang, Domprediger D. Doehring, Dr. Everling. Gewählt ist auch Dr. Borchmeyer(Recklinghausen) „Die Deutsche Volkspartei mird wieder durch ihren Führer Dingeldey und durch Dr. Hugg vertreten. Vom Zentrum ist Reichskansler a. D. Dr. Brüning. Dr. Kaas, Reichsminister g. D. Dr. Stegerwald. Esser. Reichskanzler a. D. Dr. Wirth Reichsminister a. D. Dr. Hermes, Dr. Klöckner. Dte Vockel gewählt Unter den Zentrumsabgeordneten für den Reichstag befindet sich guch der Kaufmann Weiser aus Buer., Von der Staatspartei wird mag im neuen Reichstag den Reichsminister g. D. Dr. Dietrich, den württembergischen Wirtschaftsminister Dr. Maier und Lemmer sehen Von den Sozialdemokrgten sind gewählt: Wels. Chrispien. Dr. Breitscheid. Dr. Hilferding. Landsberg. und von der K P0 sind der zur Zeit verhaftete Thälmann, Pieck und Remmele wieder vorhanden. Durch das seit einigen Jahren üblich gewordene Verfahren, namhafte Parteiführer überall als Spitzen 8 * W Bllgemetee Beimuen kandidaten aufzustellen, ist auch jetzt wieder eine Zahl von Mitgliepern des neuen Reichstages vie als.„gewahlt worden. Auf den nationalsozialinischen Listen standen durchweg Reichskanzler Hitler und die Reichsminister Dr. Frick und Crsl#t3 Fvite, so daß diese drei Politiker „% 9 55 Mahs= mäblt worden ind. Kämtich###den.###nreien and einmal auf der wählt. Her fryd uncgberg wurden 26 Mal deber%an###berg.##eichskandler Dr. Brüning. der un der Spitze auler Hentrumslisten stand, ist außer auf dem Reichswablvorschlag des Zentrums 21 Mal auf Kreislisten gewählt worden. Vizekanzler v. Paxeg ist auf dem Reichswahlvorschlag der Kampf„#ei. Schwarz=Weiß=Rot und in sechs Kreisen gewanit. neichsminister Seldte ist auf dem Reichswahlvorschlag und auf fünf Kreislisten der Kampffront Schwarz=Weiß=Rot zu einem Mandat gekommen. Anschlag auf hitler geplant. Zwei Verhaftungen in München. ## München, 6. März.(Drabtb.) Der Polizeibericht meldet: Zwei Kellner, die sich im Arbeitsamt über die Möglichkeit der Ermortung des Reichslanzlers unterhielten und diesbezügliche Verabredungen getroffen hatten, wurden verhaftet und dem Amtsgericht zugeführt. Wegen Verbreitung hochverräterischer Schriften und Vorbereitung zum Hochverrat wurden sieben Personen festgenommen. Dienotag, don 7. März 1933 *Pring skur in dsihnner. Vor seinem Rücktrikt als deutscher Delegationsführer in Genf. Neurath bei Hindenburg. Für Hitler wird sich wahrscheinlich der Reichsaußenminister in Genf mit Macdonald treifen. (Drabtb. unserer Berliner Schristltg.) Der Reichspräsident v. Hindenburg hat Montag einen längeren Bort bura hat am zeutschen Dele bineg, kangeten Bortrag des Reichsaußen:##ttik übrigene ministers u. Neuratb entgegengenommen, wobei Rrichsregierung sicherlich auch bestimmte Vorfragen für die Kabinetts= scheinlich in abseh beratung am Dienstag geklärt worden sind. Der englische Premier Macdonald hat bekanntlich in diesen Tagen angekündet, daß er bald nach Genf fahren wird, und er scheint zu erwarten, daß sich der deutsche Reichskanzler ebenfalls auf eine Genfer Reise einstellt. Wie das Kabinett darüber beschließen wird. gerade in diesem Augenblick nach Gens zu geben, solange infolge der schwankenden und vielfach einseitigen englischen Polizei wenig Neigung gezeigt wird, den deutschen Forderungen, die sich aus dem Friedensvertrag ergeben. gerecht zu werden. Dagegen ist sehr wohl denkbar, daß der Außenminister nach Genf geschickt wird zur Entlastung des deutschen Delegationsführers Nadolnn, dessen nicht immer die Zustimmung der gefunden hat und der deshalb wahrzarer Zeit um seine Abberufung bitten dürfte, obwohl Neurath ihn vorderhand noch zu halten sucht. steht noch dahin. Im Augenblick ist es aber wenig wahrscheinlich, daß Hitler, der jetzt nach den Wahlen mit innerpolitischen Aufgaben überlastet ist. sich freimachen kann. Wir haben auch berechtigte Zweifel daran, ob Hitler Wert darauf legen wird. Ortminen des Kurtunder Zu der Wahlschlacht im Reiche und in Preußen. Begeisserung in Italien. Pariser Befürchtungen. D# Paris. 6. März.(Drabtb.) „Der Sieg der Nationalsozialisten hat in zäsischen, Oeffentlichkeit seinen Eindruck nicht der frannicht verfehlt. ationalsozjalistischen K. bie Tragweite zonichen Oeffentlichkeit sein Eine so stürte Zunahme der nat Stimmen hatte man nicht erwartet des Wahlergebnisses wird von den Pariser Morgenblättern gebührend hervorgehoben. Das„Echo de Paris“ spricht von einem Triumph und einem eklatanten Sieg Hitlers. Der Berliner Berichterstatter des„Journal“ erklärr: Deutschland zeigt uns heute ein Gesicht ohne Schminke und man müßte wirklich unfähig sein, die wahre Bedeutung dieser Wahl zu verstehen, wenn man sich nicht Rechenschaft ablegen würde, daß man einem nationalistischen Block gegenübersteht, der aus verschiedenen Volksschichten besteht aber homogen ist, weil er von den gleichen Forderungen beseelt ist. dem linken Flügel der Radikalsozialisten nahestehende„Republiaue" erklärt, seit acht Tagen sei Deutschland in einen revolutionären. Abschnitt eingetreten. Seit dem Reichstaasbrand hätten sich die Ereignisse so schnell entwickelt, daß die Wahl von gestern nur die Bedeutung einer Evisode in dem Kampfe um die Konsolidierung der neuen„Diktatur“ habe. .. Der„Figaro“ Cotys stellt unter anderem fest. die Schlacht sei gewonnen. Die werkliche Herrschaft Hitlers beginne. „Excelsior“ will. wie„Echode Paris“. voraussagen können, daß der völkische Sieg die Genfer Abrüstungsverhandlungen nicht erleichtern und die Verwirklichung des internationalen Gedankens einer Versöhnung der Völker nicht aktivieren werde. Englische Betrachtungen. Nach englischem Wahlsystem würden die deutscher. Regierungsparteien 80 v. H. der Mandate erhalten. #. London, 6. März.(Drahtd.) Der Wahlsieg des nationalen Deutschland wird von der englischen Presse in großer Aufmachung gemeldet. In London ist berechnet worden, daß, wenn man das englische Wahlsnstem. bei dem die Konservativen mit etwa 54 v. H. aller Stimmen 76.5 v H. aller Sitze im Unterhaus erhielten, auf die deutschen Verhältnisse übertragen würde, die deutschen Regierungsvarteien rund 80 v. H. aller Sitze im Reichstag, also ganz wesentlich mehr als die zu einer Verfassungsänderung notwendige Zweidrittelmehrheit, erhalten hätten. „Ein größeres Deutschland als die Welt iemals gesehen hat. wird aufgebaut werden", so schreibt der „Daily Expreß“. Ganz besonders ist die Presse über die nationalsozialistischen Erfolge in Bayern erstaunt, da man sich bisher in sensationellen Gerüchten über die feindselige Haltung Bayerns gegen Hitler und die Reichsregierung erging. Der Sieg der nationalen Regierung wird vom „Daily Telegraph" als ein Erdrutsch nach rechts bezeichnet. Es sei klar, daß die Kommunisten zu Tausenden zu den Nationalsozialisten abgewandert seien. In den Berliner Meldungen wird unterstrichen. daß die nationale Regierung nunmehr die Mehrheit des deutschen Volkes hinter sich habe und damit fest und unerschütterlich im Sattel sitze. D Rom, 6. März.(Drahtb.) Der Sieg der nationalen Parteien bei den Reichstagswahlen findet bei der italienischen Presse ein begeistertes Echo. Der„Messagero" betont, nachdem die rote Hydra zermalmt und die politisierenden Intriganten und Parteigeister unschädlich gemacht seien, werde der nationalsozialistische Kanzler ohne Behinverung durch ein feindseliges Parlament an die vielsachen Aufgaben herangeben können, die in Deutschland zu lösen seien. Das Wahlresultat spreche für sich selbst und bedürfe keiner Erläuterungen. „Giornale'Italia“ schreibt: Weimar sei endgültig tot. Mit Weimar falle zugleich auch die besonders in Frankreich gehegte Illuston, daß der Sevaratismus in den süddeutschen Ländern eine Rolle spielen könne. Die Braun=Reise nach der Schweiz. #. Berlin, 7. März.(Drahtb.) Von der Regierung Braun wird mitceteilt: bestätigt sich, daß Ministerpräsident Braun, nachdem er seinen selbstgesteuerten Kleinwagen bei Friedrichshasen über den Bodensee hat übersetzen lassen, um seine durch Lähmung an der Bewegung gehinderte Frau nach Ascona zu bringen, entsprechend seinen vorherigen Dispositionen nochmals nach Deutschland zurückgekehrt ist und am Sonntag in Konstanz sein Wahlrecht ausgeübt hat. Braun hat nur für den Reichstag gewählt und nicht— was in einer der nahegelegenen preußischen Enklaven auch am Bodensee leicht möglich gewesen wäre— zum preußtschen Landtag. Er hat bekanntlich die Anberaumung der Landtagsfrage durch den Reichskommissar vor dem Staatsgerichtshof als verfassungswidrig angesochten und diesen Standpunkt auch durch seine Nichtbeteiligung an der Preußenwahl gebracht. Uebrigens wird Brann schon Man spricht übrig. dapgn, daß der Co zens in unterrichteten Kreisen auch , daß, der Chefredakteur Rosenberg vom „Volkischen Beabachter in nicht allzu ferner Zeit deutscher Botschafter in London werden soll. hugenberg an die Deutschnationalen. X Berlin, 6. März.(Drahtb.) Dr. Hugenberg hat an die Landesverbände und Kreisvereine der Deutschnationalen Volkspartei einen Aufruf gerichtet, in dem es heißt: „Die Wahl hat der nationalen Regierung die Mehrheit gebracht. Im Reich und in Preußen sind Möglichkeiten für eine durchgreifende Aufbauarbeit geschaffen. Dem Marxismus ist der Rückweg zur Macht versperrt. Dem Zentrum ist zum ersten Male seit 1918 seine verhängnisvolle parlamentarische Schlüsselstellung in der deutschen und in der Freußischen Politit genommen. Alle außerhalb der geschlossenen Gefolgschaft der Regierung stehenden schwankenden Gruppen sind zu völliger Bedeutungslosigkeit verurteilt. Die Wahlziffern des 5. März haben erneut bewiesen, daß die in christlich=konservativer Staatsauffassung unter der schwarz=weiß=roten a Volkskräfte einen starken und unerschütterlichen Block darstellen. Schon am nächsten Sonntag bei den preußischen Kommunalwadlen int eine neue ernste Probe für unsere Kampftraft abzulegen. Auch hier haben wir die feste Zuversicht, daß es gelingt, in der Selbstverwaltung überall Vertretungen zu schaffen, in denen Männer und Frauen unserer Anschauung im Rahmen nationaler Gesamtmehrheiten an dem großen Werke mitarbeiten können, dem sich nunmehr, von parlamentarischen Widerständen befreit, die Regierung der nationalen Einigung widmen kann.“ Reichsbanner und Eiserne Front in Thüringen verboten. Braunschweig verbietet marxistische Abzeichen. # Weimar, 6. März.(Drahtb.) die tbüringische Regierung hat das Reichsbanner , und Eiserne Front im Lande Thüringen verboten. Das braunschweigische Staatsministerium hat eine erste Verordnung zur Durchführung der Bestimmungen des Reichspräsidenten zum Schutze von Volk und Staat erlassen. Darin wird u. a. bestimmt: Das Tragen von Abzeichen jeder Art, die die Zugehörigkeit zu einer kommunistischen oder marxistischen Partei oder Organisation tennzeichnet, ist verboten. Rote Fahnen und Fahnen mit Abzeichen der bezeichneten Parteien und Organisationen dürfen in der Oeffentlichkeit nicht gezeigt werden. hilfspolizist erschossen. 1000 Mark Belohnung. X Berlin, 7. März.(Drabtb.) „Ein Feuerüberfall wurde am Montag gegen 3 Uhr auf den 25 Jahre alten Hilfspolizisten und SA.=Mann Kurt Eckert aus Berlin=Hohenschönhausen verübt. Durch zwei Bauchschüsse wurde Eckert schwer verletzt Im Krankenhaus am Friedrichshain ist er am Montagnachmittag den Verletzungen erlegen. Auf die Ergreifung der Mörder ist vom Polizeipräsidenten eine Belohnung von 1000 Mark ausgesetzt worden. Eckert gehörte der SA. an. Fereie sererrt eher,. Landung von To0 ponzeibeamten auf der Westerplatte. Domäne in Flammen. en Zeit zu einer Besprechung der preu= Provokatian. Polenschen Staaesminister zurücerwartet." Verwchklungen komm Den Vertragen zum Hohn. Danzig, 7. März.(Drahtb.) Im Laufe des Montagnachmittag traf aus Edingen der polnische Dampfer„Wilja" im Danziger Hafen ein und landete im Munitionsbecken auf der Westerplatte etwa hundert Polizeibeamte. Damit hat Polen allen Verträgen zum Hohn eine„action directe“ gegenüber Danzig begangen wie sie schwerer kaum gedacht werden kann. Wie verlautet, hat Polen den Danziger Völkerbundskommissar Rosting seltsamerweise von der Landung der Polizeibeamten Kenntnis gegeben. " Der. Senat der Freien Stadt Danzig hat beim Danziger Völkerbundskommissar sofort Protest gegen die polnische„action directe“ eingelegt. Man nimmt an, daß die Landung der hundert Polizeibeamten auf der Westerplatte im Zusammenhang mit der Forderung Polens auf eine eigene Hafenvolizei in Danzig steht. Man nimmt an, daß es infolge der erneuten gegenüber kommen kann. Danzig zu schweren in Ainternia. Ausfuhrverbot für Gold und Hilber. Notgeld im Druck. D# Neuyork, 7. März.(Drahtb.) Der Sprecher des Repräsentantenhauses, Rainey, erklärte, der neue Kongreß werde Nocsevelt alle verlangten Vollmachten geben. Er fügte hinzu, daß die Inslation in irgendeiner Form unumgänglich sei. Präsident Noosevelt hat eine Proklamation erlassen, durch die der Bundesregierung die absolute Kontrolle über die Goldvorräte der Nation gegeben wird. Die Proklamation erklärt ferner ein Ausfuhrverbot für Gold und Silber und verbietet das Bereitstellen von Gold für ausländische Rechnung. Außerdem gibt sie den Bundesbehörden die Ermächtigung zur Ausgabe von Clearinghouse=Zertifika zen und anderen Wal laten. Das Hamstern von Münln wird verboten. Bankfeiertag Schließlich wird ein nationaler B bis einschließlich Donnerstag erklärt. In Finanzkreisen wird erklärt, daß die Vereinigten Staaten noch etwa 4300 Millionen Dollar in Gold besitzen was mehr als einem Dritter der samten Goldreserven der Welt entspreche. geDie amerikanische Banknoten=Korvoration hat schon mit dem Drucken von Clearing=HausScheinen begonnen, die anstelle der Geldnoten benutzt werden sollen, sovald die Banken wieder eröffnet werden. Diese Scheine werden in Einheiten von 1. 5, 10 und 20 Dollar gedruckt. Man erwartet, daß zunachst einmal 250 Millionen Dollar dieser Scheine auf den Markt gebracht werden. Brandstiftung durch Linkoradikale? X Eschwege, 6. März(Drahtb.) Die Domäne Wellingerode bei Sontra im Kreise Eschwege steht in Flammen. Es lieat Brandstiftung vor. Nach einer Mitteilung der Regierung in Kassel sind linksradikale Elemente der Brandstiftung verdächtig. * Am Sonntag gegen 23 Uhr ging das Gut King Ching in Platjenwerbe bei Vegesack in Flammen auf. Es handelt sich um die Villa eines reichen Chinesen, der sich vor Jahren hier ansiedelte. In letzter Zeit war der Landsitz jedoch von vier Familien bewohnt. die der NSDAP. angehören Man vermutet Brandstiftung von kommunistischer Seite. Die polizeilichen Ermittlungen sind im Gange. Von der Leipziger Messe. Xm Leipzig, 7. März.(Drahtb.) Auf der Messe herrscht eine zuversichtliche Stimmung. Das Wahlergebnis festigt allgemein die Auffassung, daß die Zeit der Unruhen vorüber ist. und daß aue,„positio, grtimeten Kräfte zusammengrbeiten werden. Die Messe nimmt einen stör und wird bis zum werden. v gerichteten Kräfte zusammenarheiten zns Rumt einen Korungsfreien Verlguf sum festgesetzten„Schlußztag durchgefuhrt Das Schaupublikum fehlt dieswal ganz. Der Besuch beschränkt sich ausschließlich auf wirkliche Interessenten. Trotz der Krise ist die Zahl der ausländischen Besucher unerwartet groß. So sind aus England 800, aus Frankreich 720, aus Belgien 480, aus Spanien 750 und aus Holland 1100 Besucher angemeldet. Schwächer ist wegen der zollpolitischen Differenzen der Besuch aus Schweden mit 250 und aus Dänemark mit 150 Einkäufern. Troy der ungünstigen Zeit hat sich die Beschickung der Messe mit 6300 Ausstellern ziemlich auf der Höhe des Vorjahres gehalten, als ihre Zahl 6701 betragen hat. Der Ausfall durch Firmen, die der geschäftlichen Krise zum Opfer gefallen sint ist durch den Zuwachs von etwa 600 neuen Ausstellern größten Teil wieder wettgemacht vor9.. zum Die höhle des Todes. Ein Geheimnis des dunklen Erdteils.— Auf den Spuren des„schwarzen Navoleon“. „Eine Höhle. in der man einen neuen Eingang zur „Todeshöhle von Irene“ sehen will. wo Tausende von Menschen zugrunde gegangen sein sollen. wurde kürzlich bei der Bahnstation Irene in Südafrika von einem Steinarbeiter entdeckt. Nur ein Mann. der in der Todeshöhle gewesen ist, weilt heute noch unter den Lebenden. der letzte einer Expedition von sechs Mann. untersucht hatten. Unmittelbar nach diesem Besuch wurden alle von einer Krankheit befauen, der fünf erlagen. Der Mann. der mit dem Leben davonkam ist der Bergwerksingenieur Ernest Sheppard, der sich 1894 entschlossen hatte, den Ursprung der Geschichten. die über die Todeshöhle in Umlauf waren. aufzuklären. Er berichtet jetzt über die Expedition in einem Schreiben an die„Rand Dailo Auf der Höhe eines Bergsattels, der varallel mit der Eisenbahnlinie Johannesburg—Pretoria verläuft. gelangte Shevpard etwa anderthalb Kilometer von der Station Irene entfernt zu einer Art natürlichen Kraters in dem Dolomitengestein, wo nach der Erklärung der Eingeborenen die Pforte der Todeshöhle verborgen sein sollte. Sheppard stellte eine kleine Expedition zusammen, die aus zwei Freunden, hohen Beamten aus Pretoria. einem Farmer aus der Nachbarschaft und zwei Eingeborenen. im ganzen also seche Mann. bestand. Sheppard und seine Begleiter stiegen mit Fackeln in den Kraterschlund herab und gelangten unter dem Wurzelwerk eines hohen wilden Feigenbaums an einen unterirdischen Gana. Ungeachtet der schwülen und stickigen Luft. die ihnen entgegenschlug. stiegen sie den Gang abwärts. Als dort der Weg durch einen großen Felsblock versverrt schien. tastete sich Sheppard mit den Händen vorwärts und berührte dabei einen Menschenschädel. der bei der Berührung volternd fortrollte. Von dieser Stelle an war der Pfad. der sich zu einer Halle erweiterte, von der sich zahllose Seitengänge abzweigten, mit zu Staub zerfallenen Steletten buchstäblich geoflastert. Jeder Durchgang und jeder Seitenpfad schien Fragmente menschlicher Knochen zu enthalten. Nachdem die wagemutigen Männer noch eine Meile weitergewandert waren, hatten sie von dem spukhaften Gewölbe, in dem ungezählte Fledermäuse und Eulen hausten, genug gesehen. Sie traten den Rückweg an und fanden auch glücklich unter den Wurzeln der Riesenseige den Ausgang wieder. Die Eingeborenen. die zitternd folgten. behaupteten, daß sich die Höhle unendlich weit fortsetze. Im Lauf von wenigen Wochen waren fünf von den sechs Forschern tot. Sheppard. der einzige Ueberlebende, erlitt, wie die andern, einen schweren Anfall von Typhus. den er darauf zurückführte, daß er und die Gefährten zu lange die mevhistischen Ausdünstungen eingeatmet hatten. Angeblich hat in dieser Höhle vor bundert Jahren ein Gemetzel stattgefunden. Als etwa um 1830 Mozelikatse. der Gründer des Volkes der Matabels. der„schwarze Navoleon“. vom Zululand aus durch Transvaal zog. schlachtete er alle ab. die sich ihm in den Weg stellten. Bei Irene bestanden damals mehrere blühende Kraale friedsertiger Eingeborener. die in der nächsten Höhle Schutz gesucht hatten.— * Die Mosaiken der hagia Sophia. Als nach der Eroberung Konstantinovels durch die Türken die Hagia Sophia in eine Moschee umgewandelt worden war, wurden die Wandmalereien übertüncht, da der Islam ja keine bildlichen Darstellungen erlaubt. Vor etwa 18 Monaten erhielt der Direktor des Byzantinischen Instituts von Amerika Thomas Whittemore. von der türkischen Regierung die Erlaubnis. die alten Malereien wieder freizulegen und instandzusetzen. Vom Februar 1932 an hat er jetzt neun Stücke dieses Kirchenschmucks in ihrem ursprünglichen Zustand wiederbergestellt. Die Arbeit wurde von zwei Italienern ausgeführt, die sich auf diesem Gebiet besondere Erfahrung erworben und ihre Geschicklichkeit bei ähnlichen Arbeiten in der Markuskirche in Venedig erprobt haben In den im Stil der bozantinischen Zeit von keinster Künstlerband ausgeführten Mosaiken ind die berühmten Dekorationen der Hagia Sophia die schönsten ihrer Art. die es überhaupt gibt. und ihre deshalb von hoder distorischer und Wiederau künstleris# ierstehung desba scher Bedeutung. zu lebhaften Erörterungen Anlab gegeben. Manche Moslemin versteigen sich sogar zu der Behauptung, daß diese Renovierung der mohammedanischen Religion widerspreche und das Ziel verfolge. in der Türkei für das Christentum Provaganda zu machen. Solchen Verdächtigungen tritt Halil Bey. der frühere Direktor des Nationalmuseums und jetzige Abgeordnete der Nationalversammlung, mit einer Erklärung entgegen. in der er unter Anerkennung der Geschicklichkeit und Selbstlosigkeit Whittemores energisch bestreitet, daß von relegiös=politischen Absichten die Rede sein könne daß das Byzantinische Institut bei seinem Erneuerungswerk vielmehr nur von dem durchaus natürlichen Wunsch geleitet werde. die kostbarsten Stücke byzantinischer Kunst in ihrer ganzen Schönheit wieder erstehen zu lassen. Kinder spielen mit Diamanten. Die Herzogin von Rutland hat nach drei Jahren ein kostbares Dimant=Halsband, das sie bereits endgültig verloren wähnte, unter seltsamen Umständen wiedererhalten. In der Zwischenzeit haben die Kinder eines Stallknechtes mit diesen bunten funkelnden Steinen gespielt, sie auf der Erde herumgeworfen und im Sande derumgeschleppt. Am 7. Februar 1930 nahm die Herzogin, die damals auf ihrem Schlos Belvoir Castle weilte, in dem benachbarten englischen Orte Oakham an einem Ball teil, und als sie nach Hause zurückkehrte, fehlte ihr das Halsband, das sie getragen hatte, ein kostbares Schmuckstück mit 18 großen Steinen, das einen Wert von etwa 40000 Mark darstellt. Tage vergingen und Wochen, und trotz einer ausgeschriebenen Belohnung und eifriger Nachforschungen der Polizei sand man nicht die geringste Spur von den Juwelen. Die Versicherung zahlte der Herzogin 20000 Mark aus, die der Police entsprach. Aus den Wochen wurden Monate, und die Dame hatte den Verlust schon fast vergessen. Da kam kürzlich ein junges Mädchen in einer Stadt in Staffordshire in einen Juwelenladen und legte eine Hand voll kostbarer Steine auf den Tisch. Sie wollte von dem Eigentümer wissen, wie viel„das Zeug“ wert sei. Mit hochgezogenen Augenbrauen betrachtete der Juwelier die wundervollen Steine. denn so etwaz verirrt sich selten in eine kleine Stadt. und die Sache ist noch erstaunlicher, wenn ein einfaches Mäochen sie so mir nichts dir nichts auf den Tisch wi.“. Er forschte ste aus und erfuhr, daß sie kürzlich in dieser Gegend eine Stellung als Hausangestellte angetreten und den Schmuck von zu Hause mitgebracht habe. Sie hatte die Steine bei einem Tanz um den Hals und einem ihrer Verehrer fiel die Leuchtkraft auf, so daß er ihr riet, ste solle doch einmal nach dem Wert„dieser Dinger" fragen Ueber die Herkunft der Steine ergab sich, daß der Vater des Mädchens, ein Stallknecht, die Juwelen zu Oatham nach dem Fall auf der Straße gefunden hatte. Wie er der Polizei darstellte, hatte er keine Ahnung, daß diese an einer einfachen Schnur ausgereihten Steine eine Kostbarkeit darstellten; er nahm sie mit nach Hause und gab sie seinen Kindern zum Spielen. Drei Jahre lang vergnügten sich die Kleinen damit. bis schließlich die älteste Tochter das Haus verließ. Der Vater gab ihr das frühere Spielzeug als Abschiedsgeschenk, damit es ihr Glück bringe. Die Halskette ist der Herzogin wieder zugestellt worden. Seewasser, Sonne und Leben. Das gesamte Problem unserer Ernährung. vielleicht des Lebens selbst, läßt sich in einem Worte zusammenfassen: Stickstoff. Damit ist nicht das sogenannte Gas gemeint, sondern der Stickstoff. den Pflanzen und Tiere in chemisch gebundener Form zum Aufbau ihrer Gewebe benutzen. Bakterien, die Stickstoff zu binden vermögen, finden sich vornehmlich an den Wurzeln der Leguminosen oder Hülsen tragen Pflanzen zusammengeballt, wie Bohnen oder Wicken. Diese Bakterien verwandeln den Luftstickstoff in organisches Leben. Gibt es etwas Aehnliches nun vielleicht auch in der See? Zobell Seewasser zu züchten, indessen starben die wesen ausnahmslos ab. Dies schließt indessen nach Ansicht des Gelehrten nicht aus, daß es doch derartige Bakterien gibt, wenn sie auch von den im Erdboden lebenden abweichen mögen. Zweffellos enthält das Geewasser etwas, das den als Ammoniak auftretenden Stickstoff in Nitrate umwandelt. vor allem. wenn das Wasser den ultravioletten Strablen der Sonne oder einer Quecksilberlamve ausgesetzt wird. Dieser gebeimnisvolle Stickstoff bildende Faktor verschwindet auch nicht beim Filtrieren des Wassers durch das feinste Porzellan, er verliert aber seine Kraft, wenn er unter starkem Druck erbitzt wird. In sontbetischem Seewasser — also in destilliertem Wasser, dem man die richtigen Salze in gelöster Form und in entsorechenden Mengen zugesetzt hat— findet der Stoff sich nicht. Dem Bioröffnet sich hier auf Grund der Beobachtungen Kuntsichen Forschers ein neues höchst aussichtsMollaungstens chemiker eröffnet sie des ameritanischen reiches Be Mikrofilmarchiv der deutschsprachigen Presse.V. * 2. Blatt Nr. 68 31. Jahrgang Gelsenkirchener#lgemeine Seitung Dienstag, den 7. März 1933 Aus Groß-Gelsenkirchen. 7. März 1933 Alt-Selsenkirchen kein Tanz am Volkskrauertage. Der Polizeipräsident in Recklinghausen teilt mit: Am nächsten Sonntag findet der Volkstrauertag für die Opfer des Weltkrieges statt. Um die Würde dieses Tages zu wahren, dürfen Tanzlustbarkeiten nicht stattfinden. Soweit die Genehmigungen bereits erteilt sind, werden sie hiermit widerrufen. * Mittwoch schulfreit Wie der Amtliche Preußische Pressedienst mitteilt, hat der Kommissar des Reiches für das preußische Ministerium für Wissenschaft, Kunst und Volksbildung. Rust, anläßlich der geschichtlichen Wende. die der überwältigende Wahlsieg der nationalen Front für Deutschland bedeutet, erfügt, daß an sämtlichen ihm unterstebenden Schulen Preußens am Mittwoch, den 8. März, der Unterricht ausfällt. * Blutiger Streit im Alkoholrausch. In der Nacht zum Sonntag kam es auf der Mühlenstraße in unmittelbarer Nähe der Glückaufstraße zwischen mehreren jungen Leuten, die gemeinsam in einer Wirtschaft im Wiehagen Karten gespielt hatten, zu einem heftigen Wortwechsel, der in eine Schlägerei ausartete. Die Gegner, die sich mit Stücken. Zaunlatten und sonstigen gefährlichen Gegenständen zu Leibe rückten. trugen zum Teil leichte, zum Teil ganz erhebliche Verletzungen davon. Einem jungen Mann wurden durch einen Fußtritt mehrere Zähne ausgetreten. Ein anderer erlitt eine klaffende Stirnverletzung. Zwei ältere Männer, die auch zu dieser Gruppe gehörten. versuchten den Streit zu schlichten, was ihnen jedoch übel genommen wurde. Plötzlich wendete sich das Blatt und die Kampfhähne schlugen mit vereinten Kräften auf die beiden Friedensstifter ein, die arg zugerichtet wurden.(5) Tradition- Zukunftshoffen. Auf vielen öffentlichen Gebäuden wurden gestern offiziell die alten Reichsfarben und die Hakenkreuzfahnen gehißt. Opser der Naserei. Inwieweit Unvorsichtigkeit und bertriebenes Tempo zu Verkehrsunfällen führen kann, erlebten am Sonntagmorgen die Passanten der Alleestraße und der Kraftfahrer Heinrich Sch., der sich auf der Fahrt nach Rotthausen befand. Der jugendliche Kraftfahrer, der aus der Rheinelbe= in die Alleestraße eingebogen war, verwechselte schließlich den Fahrdamm mit einer„Rennbahn". Kaum hatet er die Brücke des Schwarzbachs passiert, mußte er infolge eines Verkehrshindernisses sein Kraftrad stark abstovpen. Das hatte zur Folge, daß der Fahrer die Gewalt über seine Maschine verlor und im gleichen Augenblick gegen einen Straßenbaum fuhr. Führer und Soziusfahrerin wurden auf die Straße geschleudert, wo sie mit Verletzungen am Kopf und an den Beinen liegen blieben. Der Motorradjahrer selbst trug noch einen Bruch des rechten kleinen Fingers davon.(5) Zusammenstoß. Gestern gegen 13 Uhr stieß auf der Bismarckstraße ein Lastwagen mit einem Straßenbahnwagen der Linie 2 zusammen. Der Lastwagen kam aus Richtung Roberrstraße, die Straßenbahn aus der Stadt. An der unübersichtlichen Stelle konnte trotz starken Bremsens des Straßenbahnführers nicht verhindert werden, daß der Lastwagen angefahren und auf den Bürgersteig gedrückt wurde. Die Folge war 20 Minuten Verkehrsstörung.(1) Reifeprüfungen. An der staatlichen Aufbauschule in Recklinghausen bestanden von vierzehn Oberprimanern, die in die Prüfung eintraten, dreizehn ihr Examen. Davon sieben mit dem Gesamtprädikat gut. Die Namen der Abiturienten sind: Dorrmann(Scholven). Höhle (Gelsenkirchen), Kahrmann(Gelsenkirchen). Lang(Recklinghausen), Mellmann(Wanne.9. Sachinii.,„(Maxl=Hüls), Wienforth (Wenerholt), Boening(Recklinghausen), Fechtrup (Münster). Krankenhagen(Gelsenkirchen), Erlins,„#####s wer), Schumann(Rodenboch), Teske (Recklinghausen).(d) Ehrenbezeugung der Pollzel, Stahlhelmer und Nationalsozialisten vor den kurz vorher gehißten Fahnen am Pollzeiamtsgebäude in Gelsenkirchen. . Sah man schon am Samstag und Sonntag auf vielen Gebäuden, deren Charakter nicht ausgesorochen als amtlich zu bezeichnen ist, die alte Reichsflagge neben dem Hakenkreuzbanner, so war die Hissung dieser Farben doch in den meisten Fällen privater Initiative zuzuschreiben. Gestern im Laufe des Tages wurden die Fahnen— man mag ihnen das Symbol „Tradition—. Zukunftshoffen" unterlegen— auch an offiziellen Gebäuden gehißt. Auf dem Hans=Sachs=Haus in Gelsenkirchen sah man SchwarzWeiß=nor bereits am Sonntag neben dem Hakenkreuz, und ebenfalls der Buersche Rathausturm hatte im Laufe des Sonntags bereits diesen Schmuck erhalten. Gestern sah man dann an vielen Stellen diese Fahnen — Arbeitsamt. Post usw.— und in den Mittagsstunden hißte die Polizei offiziell an den Polizeiämtern in Gelsenkirchen und Buer die alte Reichsflagge, das Hakenkreuzbanner und das Schwarz=Weiß Preußens In Gelsenkirchen hatten auf dem Vorplatz des Dienstgebäudes des Polizeiamtes in breiter Front Abordnungen der Schutzpolizei und der nationalen Verbände Aufstellung genommen. Auch alle Beamten der Verwaltungs= und Kriminalpolizei waren versammeln und schnell hatte sich auch eine große Zuschauermenge eingefunden. Nachdem die Flaggen gehißt waren, salutierten die Uniformierten und der Leiter des Polizeiamts. Regierungsrat Dr. Müllenmeister. hielt vom Balkon des früheren Sitzungssaales des Stadtvarlamentes folgende Ansprache: „Deutsche Volksgenossen! Der gestrige Tag. an dem das deutsche Volk noch einmal befragt wurde. in wessen Hände es sein Schicksal für lange Zeit legen wolle. bedeutet einen Wendepunkt in der Geschichte des deutschen Volkes. wie er noch nie erlebt wurde. Miteinem über: wältigenden Sieg. mit einer unzweifelhaften Mehrheit gingen die Parteien aus dem Wahlkampf hervor, deren Führer kürzlich die große schwere Verantwortung übernahmen. die Arbeit des Wiederaufbaues eines neuen nationalen Deutschlands zu vollziehen. Am heutigen Tage können wir erklären. daß die rote Fahne der Nevolution von 1918 und die bolschewistische Sowjetfahne überwunden sind. Und in einem helleren Licht der Hoffnung auf ein besseres und glücklicheres Vaterland erscheinen vor uns die Hakenkreuzflagge der nationalsozialistischen Freiheitsbewegung sowie die alte deutsche Flagge schwarz=weiß=rot und die altnreußische schwarz=weiße Fahne. Diesen Flaggen wollen wir heute die gebührende Ehrung erweisen. Mit festem Vertrauen blicken wir auf die Führer des neuen Deutschlands Wir hoffen, daß den neuen Staatsmännern, an der Spitze dem Herrn Reichskanzler Adolf Hitler, gestützt auf das Vertrauen des altehrwürdigen Herrn Reichspräsidenten v. Hindenburg, das schwere Werk gelingen werde. In diesem Sinne fordere ich Sie auf auf ein neues glücklicheres Vaterland, auf nationale Freiheit und Ehre mit mir einzustimmen in den Ruf:„Unser heißgeliehtes deutsches Vaterland, es lebe hoch, hoch. hoch!“ Mit dem Deutschlandlied. in das die Bürgerschaft begeistert mit einstimmte, wurde die Feier beschlossen. Am Buerschen Polizeihaus hatte sich gestern bereits kurz nach Mittag eine große Menschenmenge eingesunden die der Hissung der Fahnen beiwohnen wollte. Mit einiger Verspätung— und zwar weil, so hörte mans. auf die Musik aus Gelsenkirchen gewartet werden mußte— kletterte die alte Reichsflagge, das Hakenkreuz und das altvreußische Schwarz=Weiß an den Masten hoch. Polizeimajor v Sternberg=Biesolt hielt an die versammelten Polizeimannschaften. Stahlhelmer und Nationalsozialisten eine Ansprache. der das Deutschlandlied folgte. Ihren Abschluß erhielt die Feier vor dem Buerschen Polizeigebäude durch die Abnahme einer Parade durch Polizeioffiziere. Stahlhelm= und SAFührer. Vorsicht bei Verwendung von feuergefährlichen Flüssigkeiten. Schon des öfteren wurde an dieser Stelle von schweren Brandunfällen berichtet, die durch die Unvorsichtigkeit von Personen entstanden, die es bei dem Umgang mit feuergefährlichen Flüssigkeiten an der nötigen Vorsicht fehlen ließen. Zu einem solchen Unglücksfall kam es durch die Unvorsichtigkeit der Ehefrau Maria R. gestern vormittag in der Waschküche, in der sie mit der Reinigung der Wäsche beginnen wollte. Zwischendurch hatte die Frau unter dem Waschkessel 92, Feuer angelegt, das infolge des klammen Holzes nicht brennen wollte und sie kurzerhand eine Blechdose. die mit Benzol gefüllt war ergriff und einige Tropfen in die bereits vorhandene Glut schüttete. Ehe die Frau es sich versah. hatte eine blitzartig hervorschießende Stichflamme die ganze Flüssigkeit in Brand gesetzt. Nicht genug damit, daß die Frau durch ihren Leichtsinn schwere Brandwunden im Gesicht und an den Händen davongetragen hatte. waren ihre Kleider in Brand geraten, und da es ihr nicht gelang. sich schnell genug der brennenden Kleidungsstücke zu entledigen. erlitt sie noch Brandwunden an den Beinen und an der Brust. Auf die Hilferufe der Frau stürzte der Ehemann in die Kellerräume und leistete seiner Frau die erste Hilfe. 65) Prevokdteuririemmladepilsle Ein Zug der Nationalsozialisten sollte beschossen und mit brennenden Petroleum- und Benzinflaschen beworfen werden. noch mit Steinen. brennenden Petroleum= und Benzinflaschen beworfen werden. Zum Glück hatte die politische Polizei von diesem beabsichtigten Blutbad erfahren und traf ihre Sicherheitsmaßnahmen. Kurz vor dem Durchmarsch wurden alle verdächtigen Ansammlungen zerstreut. Nur harmlos aussehende Passanten durften bleiben. Während des Durchmarsches der Nationalsozialisten kam es nur vor einem Hause zu einem Zusammenstoß. Einige vor dem Hause stehende Kommunisten hatten provoziert, und hierunter befand sich auch der Angeklagte. Auf Veranlassung von einigen Nationalsozialisten wurde K. assen durchslücht Der Plan des 12. Februar. Vor dem Schöffengericht Gelsenkirchen hatte sich der 31 Jahre alte Arbeiter Franz K. aus der Almastraße zu verantworten. Der Angeklagte ist einer der Haupträdelsführer, die im Herbst vorigen Jahres gemeinsam mit dem Reichsbanner und Kommunisten in der Almastraße und an der Luthenburg einen blutigen Kleinkrieg gegen die dort wohnenden Nationalsozialisten geführt haben. Bekanntlich kam es damals zu schweren Schießereien und nach den bisherigen Feststellungen traten Kommunisten und Reichsbannerleute als Verbündete auf Damals setzte die politische Polizei den Angeklagten mit dem Haupträdelsführer V. fest. Während V noch heute in Haft ist, wurde der Angeklagte K. auf Grund des Amnestiegesetzes Weihnachten in Freiheit gesetzt. Bekanntlich hatte die NSDAP. zum 12. Februar einen Aufmarsch durch Alt=Gelsenkirchen angekündet. U. a. wollte man auch durch die Olgastraße marschieren. Letzteres rief die Kommunisten auf den Plan. Auf der anderen Seite beharrten die Nationalsozialisten auf ihr freies Marschrecht. Darauf gaben die Kommunisten die Parole heraus, daß der beabsichtigte Durchmarsch der Nationalsozialisten durch die Olgastraße unter allen Umständen zu verhindern sei. Es sollte von den Dächern auf den Zug geschossen werden. Von den Fenstern aus follte der Zug auch nach Waisen burchsucht. Man fand bei K. eine schußfertige Selbstladepistole und einen zweiten gefüllten Patronenrahmen. Der Angeklagte erklärte vor Gericht, er sei nicht mehr Mitglied der KPD. und des„Roten Sports“, sondern politisch„neutral“. Weil er in Erfahrung gebracht hatte daß Nationalsozialisten ihn um die Ecke bringen wollten, will er sich die Schußwaffe zugelegt haben. Der politischen Polizei ist K. jedoch als ein äußerst rühriger und aktiver Kommunist bekannt, der sich stets mit anderen am Zeitungspaviklon am Neumarkt traf, um von hier aus die berüchtigten Blitzdemonstrationen in Bewegung zu setzen. Das Gericht verurteilte K. zu vier Monaten Gefängnis und erklärte ausdrücklich, daß eine Bewährungsfrist oder Strafaussetzung für den Angeklagten unter keinen Umständen in Frage kommt. heute Die Welt der Frau Redattione: Sprechitunden werktäglich(mit Ausnahme des Samstags) von 12 bis 13 Uhr und von 17 bis 18 Uhr Unsere heutige Ausgabe umfaßt 10 Seiten Glänzende Ueberführung. Aus der Untersuchungshaft wurde der 21 Jahre alte und schon mehrjach vorbestrafte Arbeiter August W. vorgeführt. Die Anklage legte dem W. zur Last, an zwei verschiedenen Tagen eine Anzahl Kellerein= brüche ausgeführt zu haben. Der Angeklagte leugnete und erklärte, er hätte die Einbrüche nicht ausgeführt. So war in der Nacht zum 31. März bei einem Anwohner der Luisenstraße der Keller aufgebrochen und daraus neun Flaschen Wein entwendet worden. Die Einbrecher hatten das Kellerfenster einfach mit Gewalt von dem Eisengitter befreit Von den Tätern fehlte jede Spur, und die Polizei hatte nicht einmal einen bestimmten Verdacht Als in der Nacht zum 26 Aug. Einbrecher in der Sophienstraße gleich vier Keller heimsuchten und daraus Weine, Lebensmittel. Eingemachtes usw. gestohlen hatten, fiel es der Polizei gleich auf, daß die Täter äußerst dreist zu Werke gegangen waren und sich nur die leckersten Früchte ausgesucht hatten. Die Ermittlungen konnten nun in einer bestimmten Richtung fortgesetzt werden. Nach den polizeilichen Ermittlungen kam als Täter nur W. in Betracht. Die Polizei erbrachte dem Gericht untrügliche Beweise, daß W. einer der Einbrecher gewesen sein muß. Nach dieser Ueberführung erklärte W. endlich: „Wenn ich der Täter gewesen sein soll, dann muß ich betrunken gewesen sein.“ Er entschuldigte sich mit seiner„kurzen Gesinnung". Das Gericht verurteilte W. wegen schweren Rückfalldiekstahls in zwei Fällen zu insgesamt 1 Jahr und 3 Monaten Gefängnis. Nur weil der Angeklagte noch jung ist und die gestoblenen Sachen einen geringen Wert hatten, billigte das Gericht dem Angeklagten mildernde Umstände zu und nahm von einer Zuchthausstrafe Abstand. Dreiste Tügenpropaganda Sowjetagenten beschuldigen Göring der Reichstags=Brauostiftung. Die Polizeivressestelle Recklinghaufen teilt mit:„Obschon einwandfrei feststeht, daß einer der Verbrecher, der an der frevelhaften Brandstiftung im deutschen Reichstagsgebäude beteiligt ist, nachgewiesenermaßen der kommunistischen Partei angehört. obschon feststeht, daß dieser noch in jüngster Zeit vor maßgebenden Funktionären der KPD. im In= und Auslande Vorträge gehalten hat, versucht die KPD. alles, um den Verbrecher von sich abzuschütteln. Es ist begreiflich, daß sie es nicht wahr haben will, die Vernichtung ungeheurer Sachwerte, eine kulturschänderische Tat verschuldet zu haben, die letzten Endes die breiten Volksmassen mit ihren Steuergroschen büßen müssen. In geradezu unglaublicher Dreistigkeit hat nun die KP2. in Recklinghausen und vielleicht auch anderwärts ein Flugblatt „Die Lüge vom Reichstagsbrand“ verbreitet, in dem die Nationalsozialisten und vor allem Reichsminister Göring als Drahtzieher des gegen das deutsche Volk gerichteten Attentats bezeichnet werden. In unglaublich hetzerischen Worten werden nationale Volkskreise„blutrünstige Kettenhunde der kapitalistischen Blutsauger" als Brandstifter bezeichnet. Unerträglich ist die Hetze dieser Volksverderber, die sich nicht scheuen, das arbeitende Volk durch eine lügenhafte Provaganda in die Irre zu führen und für ihre Umsturzpläne zu mißbrauchen. Die Hersteller solcher Schriften sitzen feige im sicheren Hinterhalt und werden meistens nicht gefaßt, während die irregeleiteten Zettelverteiler meistens in die Hände der Polizei fallen. Es ist daher auch kein Wunder, daß in dem fraglichen Flugblatt„weltberühmte Schriftsteller", die von Arbeitergroschen leben. verteidigt werden. Zur weiteren Bekämpfung des Kommunismus ist die polizeiliche Feststellung solcher kommunistischer Stellen erforderlich, die derartige hetzerische Flugblätter anfertigen und verteilen lassen. Hierzu ist aber auch die Mitarbeit der ordnungsliebenden Bevölkerung dringend erwünscht. Wer entsprechende Wahrnehmungen gemacht hat, wird gebeten, sofort bei der politischen Polizei auf der nächsten Kriminaldienststelle vorzusprechen. Strenge Verschwiegenheit wird zugesichert. * Neue Beitragsmarken in der Angestelltenversicherung. Vom 1. April 1933 an werden neue Beitragsmarken der Angestelltenversicherung ausgegeben, die das gleiche Markenbild wie bisher zeigen, sich aber durch die Farben und einen orangefarbenen Schutzdruck von den bisherigen Marken unterscheiden. Die bisherigen Marken werden von der Post nur bis einschließlich 31. März 1933 verkauft. Wer nach diesem Zeitpunkt noch Beiträge für die Zeit vor dem 1. April 1933 zu entrichten hat, erhält nur noch die neuen Marken. Es ist ratsam, etwaige Beitragsrückstände noch vor dem 1. April 1933 zu beseitigen. Die Gültigkeitsdauer der bisherigen Marken läuft mit dem 30. April 1933 ab. Sie dürfen also nach dem 30. April 1933 nicht mehr verwendet werden. Unbeschädigte Stücke der bisherigen Marken können bei der Post= bis zum 31. Juli 1933 gegen neue Beitragsmarken der Angestelltenversicherung umgetauscht werden. ReTecheg— Ne ue Weil sie besonders gut ist! Weil ihre Qualitätsfülle und Weichheit sich mit dem langstarken„Aeyyriier Sermat, vereinigt! Weil sie die Zigarette ist, die Sie sich schon immer gewünscht haben! Lamngelerker 85 Mit Fahnenbildern g ORIENTALISCHE CIGARETTEN COMPAGNIE„VOSMA“...M. BREMEN Engemeine Zeitung Dienstag, den 7. März 1933 Wirtschaftswende? Reichoberusowettkampf am 19. März 1933. Nähert sich die Krise ihrem Ende? Kommt ein neuer Konjunkturanstieg?— Wir wissen es nicht! Eines aber wissen wir: Auch bei einer Besserung der Wirtschaftslage werden nur die Leistungsfäbigsten sich behaupten können Nicht alle, die heute ohne Arbeit und Brot sind. können wieder eingereiht werden in die Front der Schaffenden. Nicht für alle bat die deutsche Wirtschaft Raum. Es wird sich deshalb nur der behaupten können, dessen berufliches Rüstzeug geschärft ist und der den Willen zur höchsten Leistung hat. Das gilt ganz besonders für die Kaufmannsgebilfen. Darum ist es gerade für sie notwendig jetzt eine Bestandsaufnahme über die eigenen Fähigkeiten zu machen, die Lücken festzustellen und die Möglichkeiten zu ihrer Beseitigung zu prüfen und zu nutzen. Eine günstige Gelegenheit dazu bietet der Reichsberufswettkampf des D5V. am 19. März 1933. Wir empfehlen jedem vorwärtsstrebenden Kaufmannslebrling und Junggehilfen, daran teilzunehmen. Der Wettkampf ist offen für alle männlichen deutschen Kaufmannsgehilfen auch für die, die nicht Mitglieder des DHV. sind. Für Gelsenkirchen findet der Wettkampf in der städtischen Handelsschule statt. Auskunft erteilt und Anmeldung nimmt entgegen die Geschäftsstelle des D5V., Gelsenkirchen, Zeppelinallee 3. Bund der Kaufmannsiugend im 25V. Mittwoch, 20 Uhr. im Heim“„Von Landsknechten und Soldaten.“ Fröbliches und Nachdenkliches aus dem Leben der Wehrhaften. Geschäftsführer Ziegler. Junggehilfengruppe„Gorch Kock“ im 26B. Mittwoch. 20.15 Uhr, im Heim Gedenkstunde zu Ehren ihres Paten:„Gorch Fock. der Klassiker der Nordsee.“ Vortrag. Musik. Vorlesungen. Leiter: Erich Stommel. Kirche— Schule—Haus. Evang. Elternvereinigung Schalke. Der Lichtbilderportrag für Kinder, der am 28. Januar stattfinden sollte. findet jetzt bestimmt Mittwoch, den 8. März, 17 Uhr, im evang Vereinshaus Grillostraße, statt. Karten sind zum Preise von 10 Pfg. bei den Schulfreundverteilern und an der Kasse zu haben. Bereits gelöste Karten haben Gültigkeit. Aus den evangelischen Kirchengemeinden. Konfirmations-Termine. Die diesjährigen Konfirmationen sollen in den einzelnen Gemeinden wie folgt vollzogen werden: Bismarck: Am 12. März durch Pfarrer Wiese. Am 19. März durch Pfarrer D. Schmidt=Lilienberg. Am 26. März durch Pfarrer Schumacher. Am 2. April durch Pfarrer Peter. Bulmke: Am 26. März durch Pfarrer Schmidt. Am 2. April durch Pfarrer Vlate. Am 9. April durch Pfarrer Emde. Gelsenkirchen=Altstadt: Am 26. Märe durch Pfarrer Wischhusen. Am 2. Aprih durch Pfarrer Jordan. ##m 9. April durch Pforrer Heonen. Gelsenkirchen=Neustadt: Am 9. April durch Pfarrer Bönnebruch. Heßler: Am 9. April durch Pfarrer Edelhoff. Hüllen: Am 2. April durch Pfarrer Dr. H. Plate. Am 9. April durch Pfarrer Fr Plate. Rotthausen: Am 19. März durch Pfarrer Mever. Am 26. März durch Pfarrer Rüter. Am 2. April durch Pfarrer Lic. Käsemann. Schalke: Am 19. März durch Pfarrer Bischoff in der Friedenskirche Am 19. März durch Pfarrer Kluge in der Kreuzkirche. Am 26. März durch Pfarrer Heberer in der Friedenskirche Am 26. März durch Pfarrer Meyer in der Kreuzkirche. Aeckenoorf: Am 19. März, um 8 Uhr, durch Pfarrer Sewing. Am 19. März. um 10.15 Uhr. durch Suverintendent Hubmann. 9 Am 26 März. um 8 Uhr durch Pfarrer Blindow. Am 26. März. um 10.15 Uhr, durch Pfarrer Krämer Die öffentlichen Prüfungen sind in der Regel am Sonntag vor der Konfirmation angesetzt. Zum ersten Abendmahlsgang der Neukonfirmierten wollen sich Eltern. Familien und Paten einfinden. ∆ Kotant dee-Kanrsloulungeverbundtt. Eingeengte finanzielle Leistungsfähigkeit durch zu schmale Finanzgrundlage.— Wohnungsmarkt und Siedlung. Nach dem Verwaltungsbericht des Ruhrsiedlungsverbandes für das Kalenderjahr 1932 habe das abgelausene Geschäftsjahr sich in finanzieller und mithin in verwaltungstechnischer Hinsicht als ein ausgesprochenes Notiahr dargestellt. Der Haushalt habe entsprechend den allgemeinen Wirtschafts= und Finanzverhältnissen nur die allerdringlichsten. im wesentlichen nur zwangsläufigen Ausgaben vorgesehen. Die durch die Arbeitslosigkeit besonders schwierige Finanzlage der Mitgliedskreise des Verbandes habe viesen die Zahlung der notwendigen Umlage nur zum kleinen Teil gestattet. Abgeseben davon, daß das Personal des Verbandes eine ganz ungewöhnliche Einschränkung dabe erfahren müslen, lei der Verband auch nicht in der Lage gewesen. seinen lausenden finanziellen Verpflichtungen nachzukommen. Der Haushalt für 1932 schloß buchmäßig mit.8 Mill. RM. Einnahmen und.8 Mill RM. Ausgaben gegen beiderseits.2 Mill. RM. im Jahre 1931 Nach den heutigen Stand der Ausschüttungen werde sich eine Verbandsumlage von.5 Mill. RM. rechnerisch ergeben. Zu dieser Umlage kommen sonstige Einnahmen mit.7 Mill., so daß insgesamt die Einnabmeseite zurzeit etwa.2 Mill. RM. ausweist. Auf der Ausgabenseite von.8 Mill. RM ließ sich durch weitere Drosselung selbst der allernotwendigsten Ausgaben und unter Hintanstellung selbst dringlicher Verpflichtungen eine weitere Erlparnis von 0. 5 Mill. R M erzielen: es bleiben daher ungedeckt etwa.1 Mill RM. Dieser Betrag entspreche dem bei der Aufstellung des Haushaltspland festgestellten ungedeckten Desizit das sich mit der für Amortisation der Reichs= und Staatsdarleben benötigten Summe decke. Es wurde ein Stundungsantrag bezüglich dieser Amortisatiopeleistungen bei der Staatsregierung gestellt: eine Entscheidung dierüber lei noch nicht erfolgt,„ 86arb. Die sinanzielle Grundlage des Verbandes. die lediglich in der Umlage bei den Mitgliedskreisen bestebe, habe sich, wie es in dem Bericht weiter heitzt. in den Notzeiten als unzureichend erwielen. Der Eingang dieser Umlagebeträge minderte sich von Monat zu Monat. so daß auch der Zinsendienst nicht mehr eingehalten werden konnte. Die Be strebungen des Verbandes. unmittelbar staatliche Zuschüsfe wie die Ubrigen Kommunalverbände zu erhalten, seien biober ohne Erfolg gewesen. Gleich notwendig erscheine es, daß die außerordentlich hohen Amortisationsraten und ebenso auch die Verzinlung der Erwerbslosenfürsorgedarlehen auf ein den beutigen Zeitverhältnissen entsprechendes Maß herabgeicgzt würden,„# A B4# Die Beschlüsse über die Vereinfachung des Geschäftsganges seien Im Lause des Geschäftsjahres durchgeführt worden insbesondere auch eine engere Zusammenarbeit mit dem Präsidium zwecks Vermeldung von Dopvelarbeit vereinbart. Ueber den Ausbau der Verbandsstraßen wird ausgeführt daß, wie im letzten Verwaltungsbericht erwähnt seit Beginn des Verbandsstraßenbaues im Jahre 1925 rund 142 Kilometer an Neubaustrecken fertiggestellt und dem Verkehr übergeben Aenderungen dem Freiwil bandestraßen worden seien und daß weitere 42 Kilometer sich im Bau befänden. An diesem Bauzustand seien wesentliche ien nicht eingetreten. Die Erjahrungen mit villigen Arbeitedienst. soweit sich beim Perenbau hierzu Gelegenbeit bot, leien günstig. Im Einvernehmen mit den zuständigen Reichsbahndirektionen und den Belegenheitsgemeinden hätten die Pläne für Verkehrsbänder. auf denen neue Reichsbahnstrecken von Essen über Buer nach Haltern. von Gladbeck=West nach Dinslaken. von Gelsenkirchen nach Bochum und von Bochum über Herne nach Recklinghausen vorgesehen seten. weiter geklärt und das Verfahren gefördert werden können. Mit einem Neubau von elektrischen Schnell= und Ueberlandbahnen sei bei der derzeitigen Wirtschaftslage vorab nicht zu rechnen Der weitere Verkehrerückgang habe eine fast vollständige Lahmlegung der Neubautätigkeit bei den Straßenbahnen zur Folge gehabt. die sich vorwiegend auf die Erhaltung ihres bestehenden Netzes beschränken mußten. Der Waldschutz innerhalb des Verbandsgebietes sei auch im Berichtsjahre, soweit es die vorhandenen Mittel erlaubten. wie bisher gefördert worden. Im Berichtsjahr wurden insgesamf 260 Ansiedlungsgenebmigungen für 1404 Wohnungen erteilt Mehr als die Hälfte der Ansiedlungsgenehmigungen, insgesomt 712. betrafen sog vorstädtische Kleinsiedlungen(Stadtrandsiedlungen). Bei der erwünschten und notwendigen Verlagerung der Bevölkerung innerhalb des Industriegebiets müsse wiederholt betont werden, daß Leitgedanke nicht die Erstellung neuer Wohnungen lein dürfe. Zahlenmäßig müßten wir im Industriegebiet sogar mit der Erstellung neuer Wohnungen in gewissem Umfange zurückbaltend sein während ein gewisser Bedari als Ersatz abhängiger Wohnungen und durch die Verlagerung der Industrie stets bestehen bleiben werde. Man werde den Weg einer selbständigen landwirtschaftlichen Kleinsiedlung. beginnend von etwa vier bis sechs Morgen. steigend bis 15 oder gar 20 Morgen als alleinige Lebenegrundlage nach Möglichkeit im Auge behalten müssen. vor allem in den noch unerschlossenen Gebieten der das engere Industriegebiet umgebenden Landkreise. Die Maßnahmen, die einzelne Landkreise mit dieser Maßnahme gemacht hätten, seien durchaus erfreulich. Verschts-erdhung der zaften undRochts Der Untergang der Selbstverwaltung der Städte.— Gesunde Entwicklung der Städte ohne eigenes Steuerrecht unmöglich.— Aenderung der Arbeitslosenbetreuung, Sicherung gegen wirtschaftsschädliche Steuersätze.— Berufs-, nicht Parteibuchbeamte. In einer Wahlkundgebung der Kampfiront Schwarz=Weiß=Rot, die am Samstagabend in Buer stattfand, behandelte Stadtverordneter Thalacker die allgemeinen Probleme der Geschäftsführung in den Städten. Da der Redner aus seiner langjährigen Tätigkeit als deutschnationaler Stadtverordneter in Buer und seit 1928 auch in Gelsenkirchen über genaue Sachkenntnisse verfügt und die ganze Entwicklung seit der Revolution mitgemacht hat, dürfen seine kritischen Bemerkungen und auch seine Anregungen und Forderungen besonderes Interesse beanspruchen. Unsere Leser werden feststellen, daß auch wir schon bei mancher Gelegenheit ähnliche Gedanken vertreten Thalacker behandelt Nachteile und Schäden der bestehenden Ordnung in der Kommunalpolitik, deren Reform mit dem Umbau in Reich und Staat ersten Schriftleitung. Die demokratische Repudlik hat die Selbstverwaltung in den Gemeinden im Verlauf eines Jahrzelintes zu Grunde gerichtet. Die Demokratie ist ihrem Wesen nach zentralist'sch. Sie ist engberzig und mißtrauisch und will alles im Staate von oben her kontrollieren Es begann in Deutschland damit, daß Mathias Erzberger, der Unterzeichner des Versailler Friedensvertrages und spätere Reichsfinanzminister. die Einkommensteuer verreichlichte und den Gemeinden das Recht nahm, selbständige, nach ihrem Bedarf bemessene Zuschläge zu erheben Damit wurde die Selbstverantwortlichkeit und die Selbstkontrolle der Gemeinden aufgehoben. Aber— und das ist für unsere Industriegemeinden besonders schwerwiegend— die verbleibenden gemeindlichen Steuerlasten wurden auf eine Minderheit, nämlich die Gewerbetreibenden und die Grundbesitzer, gelegt. Die von diesen Steuern befreite Mehrheit dagegen hatte ein ganzes Jahrzehnt lang die Entscheidung über die Ausgabenwirtschaft der Gemeinden in Handen.„ntat nicl ae Buer hätte seine Selbständigkeit nicht aufgeben müssen, wenn nicht eine demokratische Verwaltung mit einer sehr starken kommunisttsch=sozialistischen Gruppe eine user= und verantwortungslose Ausgabenwirtschaft betrieben hätte, die dem Wesen und dem Sinn der preußisch=deutschen Selbstverwaltung widersprach. Irrtum auf Irrtum hat dieses System gebäuft und dem Volke Illusion auf Illusion vorgegaukelt! Um den Blick von der wirklichen Verantwortung abzulenten, ist von den Schuldigen das Schlag: wort von der Zwangsläu#tigkeit der Ausgabenentwicklung ersunden worden. Wie immer in der Demokratie nahm der Bürokratismus überhand Parteibuchbeamte, von der demotratischen Verwaltung begünstigt und geradezu verbätschelt, waren wohl mit dem Schicksal ihrer Partei, aber nicht mit dem Schicksal ihrer Stadt innerlich verbunden und drängten zahlreiche wertvolle Kräfte, die an dem Aufblühen ihres Gemeinwesens tätig und erfolgreich mitgewirkt hatten, aus der Selbstverwaltung heraus. Soll ein Gemeinwesen sauber sein und gut verwaltet, dann muß es sich auf ein Berufsbeamtentum stützen können. Jus Unnöhängts von gesichtsvunkten der Sache dient und gans allein nach der fachlichen Eignung in sein Amt gelangt, wobei sich nationale Gesinnung und Cbarakterfestigkeit von selbst verstehen müssen. Es ist Zeit, daß wir zu den berrährten Traditionen des alten Preußen zurückkehren. Das Ziel muß die Ueberwindung des Parteistaates sein. Der Beamte muß Diener des Staates. bezw. seiner Stadt und nicht Diener der gerade herrschenden Mehrheit sein. Beamte. welche durch ihr Verhalten in den verflossenen Jahren bewiesen haben, daß sie für ihr Amt ungeeignet sind, müssen entfernt werden. Die rechtliche Möglichkeit. solche ungeeigneten Amtsinhaber zur Disposition zu stellen, muß geschaffen werden. Volk und Staatswesen sind durch die Mißzwirtschaft der nachrevolutionären Zeit an den Rand des Verderbens gebracht worden. Es ist eine gebieterische Notwendigkelt, daß die leitenden Verwaltungsorgane unserer Gemeinden am Wiederaufbau im Einverständnis mit der Staatsregierung mitarbeiten. Das nationale Deutschland fordert, daß der Marxismus aus den Rathäusern ausgekehrt wird und daß die verheerenden Wirkungen einer Futterkrippenwirtschaft beseitigt werden. Es muß zur Unmöglichkeit gemacht werden, daß die Futterplätze unter Berücksichtigung der parteipolitischen Stellung. aber unter Außerachtlassung der persönlichen Geeignetheit zur Verteilung gebracht werden. Entscheidend aber für die traurige Entwicklung der Selbstverwaltung in der Nachkriegszeit wurde der Umstand, daß die Demokratie in der Zeit der Not den Gemeinden immer unerträglicher werdende finantelle Lasten aufbürdett und ihnen damit schließlich jede Möglichkeit zu einer selbständigen Existenz nahm. Die In den Jahren 1924 bis 1928 in Buer und auch noch in den Flitterwochen der neuen Stadt Gelsenkirchen unter Außerachtlassung der finanziellen Selbstverantwortlichkeit gemachten riesigen Auswendungen, die einer die Zukunft bedenkenden Verwaltung nicht entsprachen hatten die Finanzkraft der Stadt so geschwächt, daß sie von der dann folgenden Erwerbssosigkeit mit ihren ungeheuren Lasten um so empfindlicher getrossen wurde. Alle dann folgenden Versuche, die Sünden und Fehler zu beheben. welche in der Zeit der sog. Scheinblüte begangen worden waLeitz würen von vornherein zum Mißerfolg vern# Insbesondere der Fürsorge für die ausgesteuerten Arbeitslosen, den Wohlfahrtserwerbslosen, die nach dem Ausscheiden aus der Arbeitslosenversicherung und der Krisenunterstützung den Gemeinden zur Last fallen, war die Gemeinde nicht mehr gewachsen. Die Wohlfahrtslasten betrugen in Gelsenkirchen 1928 gleich 11 Millionen, aber 1932 gleich 26 Millionen Mark. Der städtische Finanzdezernent. Dr. Schumacher, nannte diese Zunahme der Lasten eine erdbebenmäßige Verschiebung im städtischen Haushalt. Dies gilt umsomehr als die Steuereingänge 1928 noch 27 Millionen betrugen aber 1932 auf 20 herabsanten. 1932 waren die Wohlfahrtserwerbslosenlasten um 6 Millionen höher als das Steueraufkommen.-Außerdem sollten aber die Gehälter für 1176 Beamte und Angestellte gezahlt und die hohen Zinsverpflichtungen erfüllt werden, abgesehen von allen sonstigen Verpflichtungen, wie Polizeilasten, Schullasten, Unterbaltung der Straßen, Plätze. Friedhöse. Anlagen der städtischen Gebäude ganz zu schweigen von Kulturaufgaben, die eine große Stadt wie Gelsenkirchen nicht ganz bei Seite lassen kann Der städtische Zuschußbedarf erreichte 19332 die schwindelhafte Höhe von 42 Millionen Mark. für die jede Deckung fehlt. Bei Inkrafttreten der Städtevereinigung hatte die alte Stadt Gelsenkirchen rund 80 Mt. Schulden auf den Kopf der Kenn ORRRGrONS Ein fröhlicher Zeitroman Von Adolf Augustin Urheberrechtschutz für die deutsche Ausgabe: Orei Quellen-Verlag Königsbrück 8a. S „Vielleicht bast du recht. Onkel, aber... die Ehen. die auf der Kamergdschaft aufgebaut werden, müssen die schlechte werden?“ Onkel Otto lächelt. „Schlechte. nein! Das kommt drauf an, wie man sich hineinschickt Aber eins lernen die Menschen, die ihre Eben gus der Kameradschaft aufbauen. nicht kennen. Diri] Das große Glück!“ „Wem fällt das wohl in den Schok. Onkel? Selten einmal kommts zu einem Menschen.“ „Ja. 1a. das ist wohl so. Du wirst dich vielleicht wundern, daß ich, dein alter Onkel so zu dir spreche Ich. der nie verheiratet war. nie Weib und Kind hatte. Ich hätte auch manch wackere Frau als Kameradin bekommen. Aber das war mir zu wenig. Ich wartete auf die große Liebe und die kam nicht, darum blieb ich mit der Arbeit zusammen. Ader meine Augen waren hell und manchmal lab ich zwei Menschen, die die große Liebe zusammengeführt dat. Und das war immer wie ein Wunder Diri.“ „Du hist gut. Onkel. aber warum sorgst du dich so um mich?“ „Das will ich dir sagen!“ entgegnet Onkel Otto nachdenklich.„Vor etwa zwei Jahren, als du noch ein kleiner Backsisch warst, da schriebst du mir einmal einen Brief. Und dem Brief lag ein anderer bei der nicht für mich bestimmt war, den du versehentlich dem Kuvert anvertrauf battest. An eine Tante Eleonore war er gerichtet In Berlin!" Diri wird über und über rot. gle ex, das erzählt „Dix habe ich den Brief mitgeschickt?“ „Ja! Du brauchst dich nicht zu schämen. Diri. Du haft in dem Briefe der Tante dein Herz ausgeschüttet. hast ihr erzählt von deiner Liebe zu Rudi und aus jedem Wort drang diese große Liebe, daß sich mein Herz mit Andacht erfüllte. Ich spürte: hier in eine große Liebe im Werden Und da vackte mich die Sehnsucht. Ich wollte beim. Ich wollte dich und ihn seden. wollte auch aus euern Wegen räumen, was nur möglich war. Euer Glück... um das gings mir. Ich bin ein alter Kerl. ich habe nicht mehr viel zu erwarten. aber euch wollte ich glücklich sehen. Das war meines Alters großer Wunsch So ergriffen war ich von dem kindlichen Briese, der dein Herz zeigte, wie es war und wie es gewiß heute noch ist, daß ich immer an dich gedacht habe. kleine Dixi! Nichts zog mich sonst nach Pulkenau. Die Heimat ist mir bitter geworden beinabe hätte ich mein bißchen Lachen verloren. aber am webesten tats mir doch, als ich spürte, daß eure Herzen sich trennten.“ „Onkel. laß die alten Geschichten!,.. „Ich will dir nicht wehe tun. kleine Dixi, aber drüben im„Ochsen“. der nun der Stadt zum Opfer fallen wird, sind zwei unglückliche Menschen. Peter Lenz, den der Gram um Haus und Baum schier kranf gemacht hat, und sein Sohn, der mit kinsteren, bitteren Augen herumläuft, der mit geballten Fäusten am Fenster steht, wenn er bier herüberschaut. Spürst du nicht, wie weh du ihm getan hast, wie er leidet.. weilg er dich liebt?“.„—n utasenst Sii 6l. „Das war einmal. Onkel!“ entgeanet Diri bitter. „Es war nicht, es ist heute noch genau so. Rudolf Lenz gehört zu den Männern. die mit ganzer Seele lieben. Er hat dich nicht vergessen".—9# Dixis Augen funkeln auf.„Nicht vergessen? So... nein. Onkel! Weißt du., soll ich mich ihm an den Hals werfen und betteln? Er, der mit so weh gean hat. Warum kam er nicht? Ich war einmal töricht. das war, als ich aus der Pension kam. Das ist vorbei Ich bin längst nicht mehr das dumme, eitle Ding. lch, das hielt nur ein vaar Wochen an. Er hats auch gemerkt, aber er steht starr und wartet, daß ich komme. Und ich will nicht kommen! Ich komme nicht. Nun nicht mehr! Onkel. es ist keine Täuschung; das ist nicht mehr Liebe, das ist gekränkter Ehrgeta.“ „Mädel. Dirt.“. es ist nicht so!“ „Onkel. wenn einer liebt, so denke ich. so fühlen wir Mädchen alle dann nimmt er sein Mädel in den Arm und fragt nicht, dann stutzt er ihr. tute not, den Kovf zurecht, aber er hält es fest mit beiden Armen. Das ist Liebe! Nein. Onkel. sprich nicht wieder! Mein Weg ist vorgezeschnet. Ich kann nicht zurück Graf Ugo lieb mir das Geld das du eingeklagt hast“ „Ich gebe es dir zurück! Gibs dem Grasen wieder! Mache dich frei! Ich will nicht schuld sein an deinem Unglück.“ dittet Onkel Otto. Aber da schüttelt Diri ernst den Kovf„Er dat mein Wort... und ich„ ich werde... kein Unglück finden Vielleicht ein.. kleines Glück. aber... doch ein Gtück“ Traurig geht Onkel Otto von Diri. Auf der Trevve begegnet Onkel Otto seinem Reisen Frank Der Hotelier wird vor Verlegenheit rot, wie ein beim Apfelstehlen, exwischter Schulbube. „Huten Tag. Onke!!“ würgt er dann hervor. Guten Tag. Frank!“„Inkel reicht iom die Hand „Wie geht es dir. Frank?“ Die beiden Männer sehen sich an. „Mir? Schlecht. Onkel! Das... Leben sorgt für Ausgleich Ich; ich war einmal miserabel., auch zu dir, jetzt zahlts zurück, jetzt fällts zurück auf mich Grollt du mür noch Inkel?“„ e4an was, Sauld „Nein. Frank. Alt vorbei! Wein swon, was schuld dran war. Aber es„ist doch ein Glück, daß du dich wiedergefunden haft." 26.4444.. Frank sieht zu Boden. es arbeitet in seinem Dann beugt er sich vor und sagt leise zu Onkel:„Ich halte es hier nicht mehr aus. Diri beiratet diesen Herbst noch. Wenn, wenn ich das dinter mir habe dann. mache ich ein Ende. Ich gebe aus diesem „Warum willst du das tun. Fxank?“ „Ich..ich bin fertig. Onkel. Ich halts hier nicht mehr aus Ich habe mir einmal eine Frau genommen mit allem Vertrauen... und aller Liebe Und jetzt.. jetzt muß ich mich meiner eigenen Frau schämen Ist das nicht das, Furchtbarste, das ein Mann im Leben finden kann?,„.41 „Das Grausamste. in. Nefse“ „Was ist aus meinem ehrlichen Hotel geworden? Ein Spielerlokal und meine Frau ist selig über das Sündengeld, das allmonatlich abfällt. Bei jeder mehr verkauften Flasche Sekt kommt sie in Verzückung. Sie Alles andere existiert nicht Sie kennt keine Skruvel denkt nur an eins: Geldmachen, nur Geldmachen Alles ist ihr recht Mann und Kind, das sind die nicht mehr da sind. Nur Geld. Das gottverfluchte Onkel sieht, wie der Mann letdet. In den vaar Monaten ist er um Jahre gealtert. Weiße Fäden zieben — Zrüßen“ Intel Lenz.., jett muß er aus dem „Ochsen“. Ich dade früher selber einmal dafür gestimmt Jetzt.. schäme ich mich. Mich jammert er so Bald wird der schöne Baum verschwunden sein, dazu das alte schöne Haus. Du... das ist noch das einzige in dem die Bebaglichkeit, steckt. in dem man sc woblfühlen kann Kein Glücksritter= und Spielertum macht sich dort dreit.“ Onkel Otto tun die Worte wobl. „Deine Tochter. wird sich nun doch mit dem en 8 ervor.„Mir wäre ein dwiegersohn lieher„Der... führt sie mir weg, der nimmt mir die Tochter, das fühle ich. „Heine Tochter;„wird sich Gräfen Ugo verloben. Freust du d „Nein!" stößt Frank heitig dern# anderer Schwiegersohn lieder Der Irgendwa in der Welt werden sie leben. Und... er hat la Pulkenau zum Spielernest gemacht. Das vergeßz ich ihm nicht.“ Peter hat heute Lenz sitzt trübselig in der Gaststube. Auch er heute die Stuve voller Gäste, seine Zimmer sind sämtlich belegt. Das Geschäft geht, aber er hat keinen Trieb, sich zu betätigen, und Überläßt alles dem Sohn der heute rascher denn je bedient. Da kommt Onkel Otto und setzt sich zu ihm. „Wo kommst du der. Ottok“„, „Von drüben! Ich habe mit Dixi gesprochen... und auch Frank habe ich gesprochen. Er läßt dich grüßen!" Peter macht ein finsteres Gesicht „Du kannst von dem Frank, wie er jetzt ist, den Grüß gern annehmen Eln ganz anderer ist das jetzt, gewandelt hat er sich. Er verurteilt ehrlich, daß man so schroff gegen dich vorgebt. Er leidet selber drunter. Ist ein armer Teufel!" „Mit der Frau... kein Wunder. Die ist dreimal der Satan. Na, bald wird sie strahlen. Tochter verlobi sich mit dem Grafen. Im Herbst... in sechs Wochen soll Hochzeit sein.“ Ontel siett vor sich bin. Ihm wills noch nicht in den Kopf., „Noch ist nicht aller Tage Abend!“ * Am nächsten Toge.g, 1 ge## e# met Potizeirat Horst holt sich Geld vom Postamt. Es ist sein überwiesenes Gehalt. Oberinspektor Altenbosen bealettet ibn. 2# Der Postbeamte zählt das Geld auf. Altenhofen sagt scherzend:„Wollen doch mal genau nachschauen. daß kein salscher Schein drunter ist.“ „Bitte. Herr Kollege!" lacht der Polizeirat und schiebt iom die Scheine, Aug, uud taat hril Sch#lAltenhofen betrachtet sie, stutzt und legt drei Scheine .. einen Hunderter und zwei Zwanziger heraus. „Die sind falscgh!“, m. „Nicht möglich!“ sagt Horst erregt. Altenhofen zeigt tom die kleinen Abweichungen. Sie verlangen den Leiter des Amtes zu sprechen, werden zu dem Inspektor, der der Post vorsteht, geführt und setzen ihm auseinander, um was es sich dandelt. Der Postinspektor läßt den Schalterdeamten rufen und fragf ihn, woder die Scheine kommen. Mean Der Beamte weiß sich nicht genau zu entsinnen. „Sie sind bestimmt heute mit eingezahlt worden, aber von wem weiß ich natürlich nicht Wir datten bis setzt üder dreißig Postanweisungen. Es ist der gewesen, da sind immer viele Zahlunge (Fortse Erste gestern en.“ (Fortsetzung folgt.) Mikrofilmarchiv der deutschsprachigen Presse.V. — Der Schöpfer der französischen Küche. Alle Köche und Feinschmecker in Frankreich gedachten dieser Tage des Mannes. dem die französische Kochkunst ihren großen Ruf verdankt und der es auf seinem Gebiet in der Tat zu einer von keinem anderen erreichten Kunst gebracht hat: Mari=Antonin Careme. Denn ein Jahrhundert war vergangen seit dem Tode dieses eigentlichen Schöpfers der modernen französischen Küche. Gewiß, man hat auch schon früher in Frankreich gut gespeist. Aber es fehlte der verseinerte einheitliche Geschmack. Man suchte den Gaumen auf hunderterlei Art zu reizen, ohne den Geschmack nach einer bestimmten Richtung hin zu lenken. Die französische Küche litt bis dabin unter einem chaotischem Wirrwarr von Rezevten. In einem Kochbuch aus dem Jahre 1750 kamen nicht weniger als 55 verschiedene Rezepte für die Zubereitung einer Taube vor und für das Braten. Schmoren. Dünsten usw. von Hammelfleisch brachte man es sogar auf 129 Rezepte. Damit räumte Careme auf. Rezevte, die sinnlos waren denen die innere Logik fehlte, wurden über Bord geworfen. Bei anderen wieder wurde verbessert, kombiniert.„zugedichtet", es kam ein gewisses System in die ganze Zubereitungsmethode und Caremes verseinertem Geschmack, seinem unübertroffenem Harmoniegefühl ist es zu danken daß die französische Küche im Gegensatz zu der englischen die Küche der wahren Gourmet wurde. der Leute, die sich nicht nur satt essen. sondern in erster Linie mit Genuß essen wollten. denen die Mahlzeit zu einer wirklichen Weihestunde werden sollte. Abenteuerlich ist der Lebenslauf des großen Kochkünstlers. Er war das 16. Kind eines armen Zimmermanns. Der reiche Kindersegen war dem Vater zu viel. Er wußte sich nicht anders zu helfen. er setzte den unwillkommenen Sprößling aus. In einem Findelhaus wuchs der künftige Kochkönig auf. Als Junge mußte er Botengänge machen. Dabei kam er auch zu dem damals berühmten Pastetenbacker Bailly. Der fand Gefallen an dem Jungen und nahm ihn als Küchenlehrling auf. Schon nach kurzer Zeit zeigte sich seine besondere Begabung im Erfinden neuer Gerichte. Wenige Jahre und der Küchenlehrling war Küchenchef. Er sprach sich herum, wie ausgezeichnet man bei Bailly seiste. Talleyrand. der große Divlomat und noch größere Genießer engagierte Careme für seinen Haushalt. Nun war sein Glück gemacht. Talleyrand schätzte Careme so. daß er keinen Tag begann, ohne mit seinem Küchenchef den Sveisezettel heraten zu haben.„Mit Careme“, schrieb er sväter,“ habe ich meine schwierigsten divlomatischen Schlachten gewonnen.“ Von Paris kam Careme nach Petersburg. Alexander von Rußland hatte ihm ein verlockendes Angebot gemacht. Ein Monatslohn von 2400 Goldfrancs und dazu unbeschränkte Vollmacht für die kaiserliche Küche Das reizte Careme und so wurde er der Leibkoch des Zaren. Nach Navoleons Sturz vertauschte er den russischen Hof mit dem von St. James. und genau wie einst mit Talleyrand besprach er jetzt mit König Georg IV von England jeden Morgen das Menue des Königs Tode engagierten ihn die Rothschilds. die ihm, als er 3 Jahre später starb. ein fürstliches Begräbnis zuteil werden ließen. „Wenn man beute von der„guten alten französischen Nuche spricht, denkt man in erster Linie an die Küche von Careme. die ihre Blütezeit unter dem Bürgerkönigtum und dem zweiten Kaiserreich fand die auch jetzt noch in allen Galtstätten von Paris zu Hause ist. Der Lrobe Turide FNEgen 2 K5581. Kleinkariertes Wollstoffkleid mit großem weißem Pileekragen, im Rücken rund, vorn spitz zulaufend.— K 5576. Schwarzes Kreppkleid mit einem riesigen runden hellblauen Kragen, der mit Wickelhohlnähten verziert ist.— Rechts: K 5007. Rotes Jerseykleid mit doppeltem in Bogen ausgearbeitetem Kragen, der sich wie Epauletten über die Schultern legt.— K 5610. Mantelkleid aus hellgrauem Jersey. Der runde Kragen endet an den Seitennähten und ist von drei schmalen Blenden begrenzt.— K 5612. Mantelkleid aus steingrauem Wollkrepp mit orangerotem Vilee. Der Kragen schließt im Rücken u. ist abnehmbar. K 5566. Kleid aus in Grätenmuster bedrucktem Marocain. Kragen aus dem Stoff des Kleides oder weiß, passend dazu der Gürtel. ULLSTEIN-SCHNTTTT Schaltundtenager F „Backen mit Frost.“ In unserer Nahrungsmittelindustrie spielt die Kälte eine wichtige Rolle. Meist wird sie zum Frischhalten verderblicher Waren benutzt, z. B. in Kühlhäusern und Küblanlagen. Auch zum Kondensieren mancher Flüssigkeiten, die das Kochen nicht vertragen, wendet man sie an. Man läßt zu diesem Zweck die betreffende Flüssigkeit gefrieren. Die ersten Eisklumpen, die sich darin befinden, enthalten reines Wasser, man fischt sie heraus und wiederholt das Verfahren. So erhält man allmäblich eine konzentrierte Lösung, die sich leicht verschicken läßt und die man zum Gebrauch verdünnen kann, ohne daß sie durch die Konzentrierung an Geschmack und Wirtungskraft verloren hätte. Das originellste Verfahren, durch Frost zu konzentrieren, wendet man aber entschieden in Japan an. Ein beliebtes Gericht ist dort„Tofu“, ein Eiweißkörper, der aus der Sojabohne bereitet wird. Die Sojabohne enthält aber fast 90 Prozent Wasser und die Masse hält sich deshalb nicht lange, sondern mußte noch bis vor kurzem täglich frisch bereitet werden. Die Versuche, sie durch Wärme zu trocknen und so genießbar zu machen, schlugen fehl, denn in der Hitze wird die Sojabohne zäh und geschmacklos. Man nimmt deshalb seit einiger Zeit den Frost zu Hilfe. Man formt aus der Sojabohnenmasse Tafeln und läßt diese gefrieren, und es bilden sich dabei zahlreiche nadelförmige Eiskristalle in der Masse. Nach einiger Zeit taut man die Tafeln wieder auf, wovei die Eisnadeln schmelzen und das Wasser abtropft. In der Masse bleiben dabei zahllose kleine Löcher zurück. Man wiederholt das Verfahren mehrere Male, und die nun ganz porös und wasserarm gewordenen Tafeln werden dann noch in einem geschlossenen Raume bei Zimmerwärme einge Tage lang nachgetrocknet. Die verlieren fast neun Zehntel ihres Gewichtes bei diesem Prozeß. In derselben Weise wird übrigens auch ein japanisches Gebäck bereitet, bei welchem das Gefrierverfahren die Aufgabe der Teiglockerung ersetzt, die wir durch Hefe oder Backpulver zu erzielen pflegen. Man kann also tatsächlich von einem„Backen mit Frost“ sprechen. Wirksame Bekämpfung von Büchermötten. Mancher Bücherfreund ist schon durch die Verheerungen, die von den Larven von Büchermotten, =läufen und anderen Schädlingen in seinen Schätzen angerichtet worden sind, zur Verzweiflung gebracht. Die Tiere leben von dem Papier der Bücher und fressen sich meist auch ohne Schwierigkeit durch die dicksten Einbände hindurch. Alle Versuche, ein wirksames Abwehr= und Vertilgungsmittel zu finden, haben sich bislang als vergeblich erwiesen, selbst das stärkste Gift, wie z. B. Blausäure, sicht die Schädlinge wenig an Neuerdings hat man nun einen ganz neuen Weg eingeschlagen. Man legt die Bücher in einen luftdicht abzuschließenden Behälter, der darauf luftleer gepumpt wird. Die Folge ist, daß die Larven, die eigentlichen Vernichter des Papiers, eingehen. Zugleich zerplatzen aber auch die mikroskopisch kleinen Eier, die von den Motten zwischen das Pavier gelegt sein mögen, da ihre hauchdünne Hülle dem durch das Leerpumpen des Behälters entstandenen Innendruck nicht gewachsen ist.— Auch ein chemisches Kampfmittel, eine Mischung von Jethylenoxyd und Kohlensäure, eine nicht brennbare ind nicht explosible Flüssigkeit, hat sich gut bewähr und wird in den Büchereien vielfach verwandt. Alben Ulstein„52 echien ande erhältlich. Reichsgericht spricht Nora frei. Von Rechtsanwalt Dr. Ernst Emil Schweitzer. In Ibsens Nora beruht bekanntlich der dramatische Konflikt darauf. daß die Heldin eine Wechselfälschung begeht. um die Geldmittel zu erhalten. von denen die Rettung ihres schwerkranken Gatten abhängig ist. Der Mann. um dessentwillen sich Nora zu einer solchen Abweichung von den Regeln der bürgerlichen Gesellschaft entschlossen hat, erfährt hiervon und verurteilt eine Handlung aufs schärfste. der er die Rettung seines Lebens verdankt Nora ist hierdurch im Innersten verletzt, empfindet ihre Ehe als ein„Pupvenheim" und verläßt ihren Mann. Bei dieser ganzen Schilderung gebt Ibsen davon aus, daß die Tat Noras vom Standvunkt des Gesetzes ohne weiteres zu verurteilen sei und daß nur gerade der Ebemann, um dessen willen die Tat begangen wurde. verpflichtet gewesen wäre, zu seiner Frau zu halten. Auch von deutschen Juristen ist Noras Handlung vielfach gewürdigt worden. und es hat eigentlich niemals ein Zweifel darüber bestanden, daß Nora sich vom Standpunkt des deutschen Strafgesetzbuches schuldig gemacht hat. Umso überraschender wirkt nunmehr, daß in neuesten Entscheidungen das Reichsgericht Grundsätze ausspricht. die. folgerichtig angewandt, dazu führen müßten. Noras Handlung zu rechtfertigen und sie für straffrei zu erklären. Ein Urteil vom 26. April 1932(veröffentlicht in der Juristischen Wochenschrift vom 15. Oktober 1932) befaßt sich mit der Frage, ob eine Ehefrau wegen Meineids strafbar ist, die einen falschen Offenbarungseid geleistet hat. und zwar aus Furcht davor, daß sie andernfalls körverlichen Mißhandlungen ihres Mannes ausgesetzt wäre. Das Reichsgericht nimmt an daß in einem solchen Falle ein Notstand im Sinne des§ 52 des Strafgesetzbuches angenommen werden könne. Das Urteil führt aus: „Dem Schwurgericht ist darin beizustimmen, daß die Angeklagte zur Leistung des wissentlich falschen Offenbarungseides durch eine mit einer gegenwärtigen Gefahr verbundene Drohung ihres Ehemannes mit körverlichen Mißhandlungen im Sinne des§ 52 StGB. genötigt worden ist. Insbesondere brauchte diese Gefahr nicht deswegen eine erst in der Zukunft drohende zu sein, weil der Ehemann bei der Eidesleistung nicht zugegen war. sondern erst nachträglich vom Ausgang des Eidestermins Kenntnis erlangte. Denn für die Angeklagte war, wie das Schwurgericht feststellt. ein dauernder Zustand der Gefahr schon dadurch bezusammentreffen mit ihrem Manne und damit die Verwirklichung seiner Drobung nicht vermeiden konnte." Wenn also auch im vorliegenden Falle das Reichsgericht die Bestrafung wegen Meineides ablehnt. so ist nach dem Urteil doch zu prüfen. ob nicht wenigstens ein fahrlässiger Falscheid gegeben sei:„Es fehlt jede Erörterung darüber, ob sie nicht die Verwicklung dadurch hätte lösen können daß sie der Eidesleistung auswich. Noch vor dem Richter konnte sie erklären sie lehne den Eid ab Zwar war sie verpflichtet, den Offenbarungseid zu leisten und der betreibende Gläubiger konnte die gesetzlichen Mittel zur Erzwingung des Eids anwenden: aber trotzdem konnte sie den Weg der Eidesverweigerung geben und war keineswegs mit Notwendigkeit auf den Weg des Verbrechens gedrängt. K Ebenso wäre es denkbar, daß sie den betreibenden Gläubiger oder dessen Vertreter durch Vorstellungen. allenfalls unter vertraulicher Offenbarung ihrer Zwangslage. dazu hätte bringen können. von der Erzwingung des Eides überhaupt Abstand zu nehmen. Daß sie sich dieser Möglichkeiten nicht bewußt gewesen wäre. kann nicht ohne weiteres angenommen werden und hätte daher näherer Prüfung und Erörterung bedurft.“ Wenngleich das Reichsgericht auch im vorliegenden Falle den letzten Konsequenzen auszuweichen sucht, so lätzt sich doch nicht verkennen, daß dieses Urteil zu außerordentlich schwerwiegenden Schlüssen führt und daß es daher in hohem Grade bekenlich ist. Mit Recht wendet sich der Rostocker Professor Mayer in der Juristischen Wochenschrift gegen das Urteil indem er ausführt:„In Anwendung der ausgesprochenen Grundsätze dürfte ein Angestellter straflos in die Kasse greifen, um seiner lunkenkranken Frau einen Sanatoriumsaufenthalt zu zahlen.“ Man sieht, daß Mayer zwar nicht ausdrücklich das Beisviel von Ibsens Nora wählt, aber doch einen ganz gleich liegenden Fall Auch sonst weist Mayer in überzeugender Weise auf die Gefahren des reichsgerichtlichen Urteils hin:„Diese Rechtssprechung ist auch praktisch unerträglich. Insoweit der durch eine„Dauergefahr" Bedrohte sich gegen körverliche Gefahr schützen will. wird das Merkmal der Gegenwärtigkeit im Notwehrbegriff völlig illusorisch. denn was Notwehr mangels Gegenwärtigkeit der Gefahr nicht gestatten würde, das gestattet nun der Notstand.“ „ Man wird sich diesen Ausführungen nur anschließen können. und man darf der Erwartung Ausdruck geben. daß unser höchstes Gericht seine Grundsätze einer Nachprüfung unterzieht. Die Begriffe von Notwehr und Notstand dürfen nicht zu einer Verweichlichung der Rechtsprechung führen. Von jedem Staatsbürger muß eine gewisse Energie verlangt werden mit der er sich der Zumutung strafbarer Handlungen widersetzt. Gerade der Fall Noras ist ein besonders tragischer Konflikt. Aber wohin kämen wir. wenn etwa jeder Bürger straflos Unterschlagungen oder Fälschungen besehen dürfte, mit der Begründung, daß er oder seine Frau das Geld unbedingt für einen Kuraufenthalt zenötige. Wie der Fall Noras beweist, darf man keinesfalls den Rechtsbegriff des Notstandes soweit auslegen, daß der einzelne, der sich oder seine Angehörigen vor einer dauernden Gefahr sieht. nunmehr schon deshalb berechtigt sei, jegliche sonst strafbare Handlung zu begehen. AAig, aufheeruirt und kall gedrochen. Ein galanter alter Postalmanach erzählt.— Die Frauenzimmer sind Gnadenbriefe der Schöpfung an die Männer.— Was kostet das Riechen an einem Parfümfläschchen? 66 Der kommende Sommerfahrvlan der Deutschen Reichsbahn wird bekanntlich der schnellste der ganzen Welt sein, weil er den„Fliegenden Hamburger bereits als regelmäßige Verkehrsverbindung enthält. Die bei zwei deutschen Werken im Bau befindlichen Ergötzlich zu lesen ist die bewegliche Klage eines schwindigkeit von nicht weniger als 360 Stundenkilometer aufweisen. Das Dampfroß muß sich also gewaltig anstrengen, wenn es nicht das gleiche Los erleiden will, das es vor rund hundert Jahren dem munteren Postillon bereitete. Ergötzlich zu lesen ist die bewegliche Klage eines solchen„Schwagers", wie man sie beisvielsweise in einem Postalmanach für das Jahr 1848 findet:„Fürwahr, ich möchte meine Kanonenstiesel mit Pulver laden und mit in die Luft sprengen. wenn ich so auf die Eisenbahn hinaussehe und alle die schönen Passagiere erblicke, welche früher in unsere Hände fielen. Wie manches Glas Kümmel habe ich nicht von einem so proveren Herrn bekommen, wie manches Glas Bier wurde mir nicht auf den Bock gereicht! Glückliche Tage. als wir bliesen:„Wir winden dir den Jungfernkranz“ und„Schier dreißig Jahre bist du alt.“ Ja, einen Totenkranz haben sie uns gewunden." Dabei taten doch die wackeren Postillone ihr Möglichstes um die Geschwindigkeit ihrer Rösser zu steigern. So lep. so wird von dem Lenker einer Extrapostfuhre berichtet, daß er einst. als es sich um eine besonders eilige Sache handelte. am Fuße einer Anhöhe still hielt. Er ging an die Wagentür und öffnete sie. Der Fahrgast, war recht entrüstet:„Was soll das heißen. Schwager?“ Darauf der Postillon:„Still. Euer Gnaden. still! Ich will nur dem Vieh was weismachen. Wenn ich mit der Tür klapvere. so denkt es. Sie seien ausgestiegen, und wird den Berg hinaufrennen wie der Teufel. Recht trübselig waren die Schicksale, die man den künftigen Erdenburgern vorausverkündete:„Bis jetzt hat jeder Mensch bloß seine Laufbahn gehabt, jetzt wird jeder Mensch bald seine Eisenbahn haben müssen. Die Welt wird ganz klein werden. Der Mensch wird zum Briefe werden. Bevor man sich Zeit nehmen wird. erst eine Feder zu schneiden, zu schreiben und zu siegeln, wird man uns von den Eisenbahnen die frankierten Menschen ins Haus bringen Sind denn die Menschen etwas anderes als Briese? Die Männer im allgemeinen sind bloß Frachtbriefe, mit welchen die Schöpfung das kostbare Gut. das weibliche Geschlecht. in die Welt sendet Die Frauenzimmer sind die Gnadenbriefe der Schöpfung an die Männer. Die Verheirateten sind schon an ihre Adresse gekommen Die Ledigen sind die Postrestanten. die noch abgeholt werden müssen. Di= Witwen. das sind die Briefe die der Empfänger gar nicht zu Ende lesen konnte. Diese Exadenbriese besiegeln ihr Wort mit Küssen und Awuren, und diese, Küsse, und Schwüre gleichen oft den wirklichen Siegeln darin, daß sie heiß aufgedrückt und kalt gebrochen werden.“ Man siebt, es fehlt jener Zeit auch dann nicht an Humor. wenn ausreichend Grund zu Klagen bestand. Man war dazumal eben von großer Bescheidenheit. ohne sich dessen jedoch bewußt zu sein. So stellt ein Postbeamter mit einem weinenden und einem lachensepfropft von gelehrien und schönen Kenntnissen in den praktischen Postdienst und bringen natürlich eine ganz andere Idee vom Leben und Ansprüche mit. Es ist kaum ein halbes Jahrhundert her. als der sorgsame Vater seinen lieben Sohn zur Erlernung der Schreiberei und des Postdienstes beim Postmeister in die Lehre brachte und beide Teile ihre Verpflichtungen schriftlich aufzeichneten. unter denen namentlich die. daß der Postmeister den Burschen bei treuer Erfüllung seiner Obliegenheiten außer anderen schönen Sachen jährlich ein Paar neue Stiefel, zu schenken habe, eine große vossierliche Rolle spielte.“ An solchen Geschenken würde auch heute der mit dem Titel Postreferendar versehene junge Mann kein sonderliches Vergnügen finden. Immerhin schuf man sich damals eine Art von kleiner Entschädigung durch die prächtige Uniform. die beisvielsweise bei den Obervostassessoren„Evauletten. Hutquasten und Degengehänge von Silberjaden ohne Bouillons" versah. Wenn wir Heutigen dem ungeheuren Elend entrinnen und die Grundlage für einen dauerhaften Aufstieg legen wollen. wird es uns nicht erspart bleiben. unsere Lebenshaltung wieder mehr der Sparsamkeit unserer Vorfahren anzunähern. Ein Bazar allerdings. in dem„das Riechen an, einem Parfümfläschchen für fünf Groschen mit Erfolg“ angeboten wird. ist für den Zeitgenossen schwer vorstellbar und der schönen Zeitgenossin sicherlich auch wenig erwünscht. Und doch hat einst der vreußische Prinzregent der svätere Kaiser Wilhelm der Siegreiche, mit seiner Gemahlin dieses Kaufhaus ebenfalls mit senem Besuche beehrt, wie Professor Levsius in seinen Aufzeichnungen über„Das Haus Levsius" berichtet. Kennzeichnend für die Sinnesart und Einfachheit in der Hauptstadt war ferner das Glück, das man über die Geburt des fünften und sechsten Kindes empfand: es gab Familien, wie die des hervorragenden Germanisten Müllenhoff. die 22 Geschwister im Alter von 45 bis 18 Jahren zählten. Und in der Bendlerstraße. einem heute hochmodernen Verkehrswege, den auch das Kriegsministerium ziert. baute 1854 der weltberühmte Aegyptologe Levsius sein Haus und sicherte sich dabei alle Vorteile des Landlebens“, darunter das Halten einer Milchkuh. während in seinem Heim Alexander von Humboldt. die Brüder Grimm. Mommsen. Liebig und andere Gelehrte und Diplomaten aus= und eingingen. Aus der Kargheit iener Zeit kamen dann die Männer. die das geeinte Deutsche Reich schufen. Dr. Benno Zelter. Als eine Frau Amerika beherrschte.... Sensationelle Enthüllungen über Mrs. Woodrow Wilson. Gerorg Sylvester Viereck. der bekannte englische Schriftsteller, hat gewußt, warum er gerade jetzt sein Buch„Die seltsamste Freundschaft der Geschichte" berCire K Heinrich Grewer, Kreuzstr. 11, Buer, Marienstr. 12 Sae Slgermates Beitung Dienstag, don 7. Mürz 1913 ausgegeben hat. Es behandelt die Freundschaft zwischen dem früheren amerikanischen Präsidenten Wilson und Oberst House. Mehrere Kapitel sind aber der Frau des Präsidenten. Mrs. Edith Bolling Wilson. gewidmet. Mehr als alle anderen Ereignisse beweg“ das amerikanische Volk augenblicklich der Einzug des neuen Präsidentenpaares in das Weiße Haus. und sast mehr noch als Franklin Roosevelt selbst steht seine Gattin im Mittelpunkt des Interesses. Das ganz besonders, weil sie, eine Kusine ihres Gatten, die Lieblingsnichte des früheren Präsidenten Teddy Roosevelt war. Es lag nur zu nahe, daß Vierecks Buch. das das Leben einer der Vorgängerinnen von Frau Roosevelt behandelt, großes Interesse finden würde. Frau Wilson kommt in dem Buch nicht sehr gut weg. Der Verfasser beschuldigt sie, daß sie sich selbst die Macht eines Präsidenten angeeignet hätte, ig daß sie in den letzten Monaten vor dem Tode ihres Gatten sich als regierende Königin Amerikas aufgespielt hätte. Ein Kavitel des Buches trägt den Titel„Als eine Frau Präsident der Vereinigten Staaten war“. Mit dieser Frau ist niemand anderer als Mr. Edith Bolling Wilson gemeint. Der Schriftsteller Viereck trat während des Krieges offen für Deutschland ein. Wie er in seinem Buch selbst sagt, war damals seiner Ansicht nach Wilson der Schurke in der Weltkriegstragödie. Erst später, als er Gelegenheit hatte, die historischen Vorgänge noch einmal genau zu studieren, erkannte er daß Wilson von seiner Frau immer mehr in den Hintergrund gedrängt wurde, und er geht sogar so weit, Wilson als Märtyrer zu bezeichnen. Edith Bolling Wilson hatte zwar keinen volitischen Ehrgeiz. aber ihre Eitelkeit ließ sie jede Gelegenheit benutzen. um ihren Namen unsterblich zu machen. Mrs. Wilsons höchste Aufgabe war es, ihren erkrankten Gatten vor Kummer und Sorge zu bewahren, aber es besteht kein Zweifel, daß auch andere Beweggründe ihr Handeln beeinflußten. Es erschien ihr als höchstes Glück, mit dem Gedanken der Allmacht zu svielen. die Donnerkeile Jupiters schleudern zu können. Nichts geschah. wovon sie nicht unterrichtet gewesen wäre. Kein Senator. kein Minister, nicht einmal der Privatsekretär des Präsidenten konnten Wilson obne ihre Erlaubnis auch nur einen Augenblick sprechen.„Ihre Laune entschied, ob ein König oder ein Gesandter empsangen wurde ob ein Gesetzentwurs vom Präsidenten unterschrieben werden mußte. Gesetz wurde oder nicht“. Vor einigen Tagen beschäftigte man sich in Amerika mit der Frage, wer sortan im Weißen Haus herrschen würde— Franklin Roosevelt oder seine Gattin. der der Ruf einer sehr energischen Frau vorangeht. Furchtsame Gemüter, die ängstlich über die Rechte des Mannes wachen, werden sorgenvoll in die Zukunft blicken.... Eine Frau erbt ein Abgeordnetenmandat. Vor einigen Tagen starb der sozialistische Abgeordnete der englischen Kammer, Oberstleutnant Wats=Morgau, der sich vom einfachen Bergarbeiter zum hohen Offizier heraufgearbeitet hatte. WatsMorgan, der während des Krieges an der Spitze seiner selbstaufgestellten Bergarbeitertruppen bei Cambrai gekämpft hatte, zog schon im Jahre 1928 in das Parlament ein, dem er bis zu seinem Tode angebörte. Die Partei hat jetzt beschlossen, die Gattin des Gestorvenen an seiner Stelle mit dem Mandat zu betrauen. Bisher hat keine von den zuständigen Stellen gegen diese Regelung Einspruch erboben, so daß Mrs. Wats=Morgan in Zukunft den Platz ihres Mannes einnehmen dürfte. Aus der Küche. Linsen aus Mecklenburgisch. Man weicht die Linsen einige Stunden ein und kocht sie dann mit kleingeschnittenen Porrestangen und einer halben geraspelten Sellerieknolle mit Maggibrühe weich. Einen Lössel Mehl läßt man in einem Lössel Fett unter Zutat von geriebener Zwiebel hellbraun andünsten und schüttet die Linsen dazu. Es muß ein „Löffelgemüse“ sein, das trotzdem mit der Gabel gegessen wird. Man gibt Bratwürstchen oder Halberstädter Würstchen, auch Scheiben von gebratenem Speck dazu und stellt bereits in der Küche abgeschälte Pellkartoffeln neben die Gemüseschüssel. Piroggen. Von gebratenem Nierenstück nimmt man Niere. Fett und etwas Fleisch, dazu seingehackte Zwiebel 1 Lössel Butter, 1 Lössel Bratensauce, kocht es gut durch und läßt es erkalten. Nun nimmt man den Butterteil wie zur Schüsselvastete oder bereitet einen steisen Teig von zwei Eiern. 1 Tasse süßer Sahne, dem nötigen Mebl und Salz. Der Teil wird dünn ausgerollt und in Butter auf der Pfanne langsam gebacken. Die Piroggen dürsen nicht gewendet werden. sondern werden während des Backens mit der heißen Butter begossen, bis sie braun sind. Von ersterem Teig bereitet, bestreicht man sie mit Eigelb und bäckt die im Osen bellbraun. Kleine Nachrichten. Frau Divl. Mod. Die seit zwei Jahren in München bestehende „Deutsche Meisterschule für Mode“ hat jetzt nach Abschluß der vier Semester erstmals dreiundzwanzig Schülerinnen entlassen, die ihre Meisterprüfung bestanden haben. Die jungen Mädchen erwarben sich das Divlom der Deutschen Meisterschule für Mode zusammen mit dem Meisterdivlom der Handwerkskammer. * Das Auto als Scheidungsgrund. Vor einem Pariser Gericht wurde kürzlich eine Ebe geschieden, weil die Frau. eine leidenschaftliche Autlerin, wie es in der Urteilsbegründung beißt.„ihrer ehelichen Pflicht, an der Seite ihres Mannes in dessen Beruf mitzuarbeiten, nicht nachgekommen, sondern statt dess immer mit ihrem Auto unterwegs gewesen sei.“ Aus unserei verbrelungepester tait-eiftensehels Tödlich verletzt. In Höntrov auf dem Hellweg ereignete sich vor dem Hause Nr. 82 ein schwerer Zusammenstoß zwischen einem von dem Bäckermeister B. aus Wattenscheid geführten Rollfix=Lieferwagen und einem Personenauto aus Essen.=B. erlitt dabei einen dopvelten Schädelbruch und wurde ins kath. Krankenhaus gebracht. Hier ist er gestorben. Dem Führer des Personenwagens wurde ein halber Finger abgequetscht. Beide Fahrzeuge wurden stark beschädigt. Tankstelle erbrochen. Die an der Ecke Hellweg= und Höntroverstraße gelegene Tankstelle wurde in der Nacht zum Sonntag erbrochen. Gestohlen wurden Oel= und Fette. Persönliches. An der Viktoriaschule zu Frankfurt g. M. bestand Frl. Bertel Pitschner, Tochter des Oberfeuerwehrmannes H. Pitschner in Wattenscheid, die Abiturientinnenprüfung mit„gut“. Frl. Pitschner beabsichtigt Jura zu studieren. Ein 80jähriger. Am Donnerstag kann der Reichsinvalide Lorenz Müller, Hüllerstraße 39, bei bester körperlicher und geistiger Frische seinen 80. Geburtstag begehen. Er ist geboren am 9. März 1853 zu Riesel bei Brakel, Kreis Hörter. Während die erste Ehe mit zwei Kindern(ein Sohn und eine Tochter) gesegnet war, waren ihm in der zweiten Ehe fünf Kinder(zwei Söhne und drei Töchter) beschieden. Zwei Söhne und drei Töchter sind verstorben, wovon ein Sohn im Weltkrieg auf dem Felde der Ehre verblieb. Im Jahre 1872 nach Wattenscheid übergesiedelt, ist der Jubilar bis zum Jahre 1917 auf den hiesigen Zechen„Holland 1/2" und„Hannover 3/4“ seinem Beruf nachgegangen. Auf„Hannover“ konnte er das silberne Arbeitsjubiläum begehen. Seiner Militär= pflicht genügte der Jubilar in den Jahren 1875 bis 1878 beim 55. Inf.=Reg. in Hörter. Zu seinem 80. Geburtstag können dem Greis neben den zwei noch lebenden Kindern auch drei Enkelkinder ihre Glückwünsche darbringen. 6 Das Hakenkreuz auf öffentlichen Gebäuden. Gestern nachmittag wurde auf dem Rathaus die Hakenkreuzfahne und die schwarz=wei=rote Fahne aufgezogen. Auf dem Postamt weht das Hakenkreuz. 5 Die Ernte des Todes. In den Abendstunden des Sonntag verschied nach kurzer Krankheit infolge Lungenentzündung der vornehmlich in der Altstadt allseitig bekannte Reichsinvalide Karl Demberg. An der Papenburg 12, im Alter von nabezu 74 Jahren. Der Verstorbene wurde geboren am 24. Mai 1859 zu Wattenscheid. Er war bis zum Jahre 1925 über 39 Jahre bei der Stadt els Kanalisationsarbeiter beschäftigt. Vier Kinder und 13 Enkelkinder trauern dem Verstorbenen nach. 8 Die Stadt Wattenscheid als Grundbesitzer. Es dürfte nicht allgemein bekannt sein, daß die Stadt Wattenscheid über einen größeren Grundbesitz verfügt, nicht eingerechnet die öffentlichen Straßen und Plätze. Diese Liegenschaften haben insgesamt eine Größe von 122 ha. Soweit diese nicht zu Lagerplätzen, Sportplätzen usw. Verwendung finden, sind sie zu landwirtschaftlichen Zwecken verpachtet und zwar zum Teil auch für die Zwecke der Kleingärten. Die hierfür verpachtete Fläche beträgt insgesamt 80 Morgen, nicht eingerecnet die für Kleingärten selbst angepachteten Ländereien. Die Zahl der Städtischen Sportplätze ist sechs und zwar sind das im einzelnen der Sportplatz an der Hansastraße, Sportplatz an der Hüllerstraße, Sportplatz in Leithe, Sportplatz an der Ruhrstraße, der Sportplatz auf dem Zechengelände der ehem. Zeche„Maria Anna“. sowie der Sportplatz im Stadtgarten. Von diesen sind drei selbst angepachtet: der Sportplatz an der Hansastraße, der Sportplatz in Leithe und das Sportgelände auf dem besagten Zechenplatz. Im Verhältnis größer aber als der städtische Grundbesitz ist der städtische Hausbesitz. Man darf wobl sagen, daß die Stadtverwaltung der größte Hausbesitzer Wattenscheids ist. Nennt sie doch nicht weniger als 40 öffentliche Miethäuser ihr eigen. Zu den öffentlichen Gebäuden sind gerechnet die Schulen, zu den Miethäusern die Wohnbaracken.(hp) Wattenscheider Kandidaten für die ProvinzialLandtagswahl. Wie sonst sind auch diesmal Wattenscheider unter den Kandidaten für die ProvinzialLandtagswahl vertreten. Diesmal ist die Zahl der Kandidaten wobl größer als sonst und es ist damit zu rechnen, daß Wattenscheid zahlreicher als bisher im Provinzial=Landtag vertreten sein wird, stehen doch drei Kandidaten an aussichtsreicher Position. Wir geben nachstehend die Namen der Wattenscheider Kandidaten bekannt: Nationalsozialistische Liste: Otto Kleeschies, Bergmann: Paul Rathke, Elektromeister: Friedrich Ochel, Studiendirektor und Wilhelm Werner, Buchhalter.— Kommunistische Liste: Johannes Haas, Bergmann.— Sozialistische Liste: Reinhard Rauschenberg, Wohlfahrtsamtsdirektor: Friedrich Werner, Grubenkontrolleur. Zentrum: Anton Thiemeyer, Pfarrer: Mathias Michels. Bergmann: Wilhelm Düsenberg, Lehrer und Maria Stolze, Studienrätin.— Deutsche Volkspartes: Wilhelm Harde, Rektor.— Deutsche Freibeitsbewegung Schwarz=Weiß= Rot: Ernst Hanisch, Schmiedemeister.(hp) Itait-lenne-bichel Eigentümer gesucht. Bei der Kriminalvolizei, Gelsenkirchenerstraße 27, sind zwei Flaschen Weißwein Marke Heinfelder=Capelle" und„Zeller Schwarze Katz“, eine Flasche Likör Marke„Batgvia=Verschnitt“. eine neue Fahrradlampe und ein Dynamo Marke „Berko“ sichergestellt, deren Eigentümer bisher nicht ermittelt werden konnten. Die Sachen rühren vermutlich aus Diebstählen her. Weiter ist ein altes Herrenjahrrad, ohne Markenbezeichnung. Nr. 98231, sichergestellt, dessen Eigentümer bisher nicht zu ermitteln war. Es wurde vor einigen Tagen vor dem Hause Florastraße 27 herzenlos aufgefunden, Vermutlich rührt es aus einem Diebstahl her. Die Sachen können bei der genannten Dienststelle besichtigt und vom rechtmäßigen Eigentümer in Empfang genommen werden. Straßenraub. Gestern gegen.40 Uhr wurde ein Lehrling der Bäckerei., als er mit einem Pferdefuhrwerk unterwegs war, an der Bahnunterführung an der Kürassierstraße plötzlich von zwei unbekannten Männern unter Vorhalt von Waffen bedroht und zum Halten genötigt. Die Täter sprangen auf den Wagen und raubten dem Lehrling einen Beutel mit 54 Mark in Münzengeld(Ein= und Fünfmarkstücke). Sie flüchteten dann auf Fahrrädern durch die Hernerstraße in Richtung Dorstenerstraße. Sie sind unerkannt entkommen. Beschreibung: Täter mit der Pistole: 26 Jahre alt..75 Meter groß, kräftig, schlank, er trug schwarze Augenmaske, gestreifte, helle Schlägermütze, hellgraue Jovve, braunfarbige, lange Hose und schwarze Schuhe. Zweiter Täter: 20 Jahre alt,.60 bis.65 Meter groß, schmächtig, an der linken Gesichtsseite unterhalb der Kinnlade eine etwa fünf Zentimeter lange Narbe: er trug blaue Schlägermütze, gut erhaltenen hellen, gestreiften Anzug. lange Hose und schwarze Schuhe. Wer hat die beiden flüchtenden Täter gesehen, bzw. wer kann über diese nähere Angaben machen? Mitteilungen, die auf Wunsch vertraulich behandelt werden, an die Kriminalvolizei. Gelsenkirchenerstraße 27, bzw. an die nächste Polizei= oder Landjägereidienststelle erbeten. Veränderungen an der Hindenburgstraße. Eine hiesige Firma hat das Haus, Hindenburgstraße 351, käuflich erworben und will hieraus ein modernes Geschäftshaus herrichten lassen. Ein großer Lagerraum soll im Anschluß an die Umgestaltung gebaut werden. Mit der Ausführung der Arbeiten wird demnächst begonnen.— Die Loeven'sche Besitzung an der Ecke Mozartstraße wird zurzeit modernisiert.(Ae) Oeffentliche Gebäude geflaggt. Gestern hatten Rathaus, Reichspost, Eisenbahn usw. die Hitlerfahne gehißt. Auch auf dem Gewerkschaftshaus in der Stöckstraße war die Hitlerfahne gehißt.(Ae) : Volksmission. Heute abend beendet Evangelist Müller(Lieme) die Volksmissionswoche in WanneSüd.„Die Wiederkunft Christi“ heißt das Thema des heutigen Abends. Sonntagabend war die Männerwelt geladen, vor denen er das Thema„Der gejährlichste Frind der Männerwelt" behandelte.(Ae) D6V. Heute findet um 20 Uhr im Vereinsheim Kurhaus die Monatsversammlung statt. Gaujugendobmann Boie(Düsseldorf) spricht über das Thema: „Ostpreußens Kampf und Not.“(Ae) Der Evang. Männerchor Röhlinghausen veranstaltet am Sonntag um 20 Uhr in der Kirche ein Kirchenkonzert unter Leitung von Erwin Köster=Bismarck. Außer dem Chor wirken Frl. Butschkus=Kray (Sopran) und Herr Sommer=Gelsenkirchen(Orgel) mit. Der erste Programmteil ist dem Volkstrauertag gewidmet, während im zweiten Teil die Kirchenmusik zu ihrem Recht kommt Pfarrer Tigges wird in der Pause eine kurze Gedächtnisrede halten.(br) Haus= und Grundbesitzerverein. Die Ortsgruppe Röhlinghausen hielt ihre Jahresversammlung ab. Vorsitzender Hilburg, der sein Amt zur Verfügung gestellt hatte, wurde wiedergewählt, ebenso der zweite Vorsitzende Rauh. Dr. Schaaf sprach dann über die gegenwärtige Lage und behandelte Testamentsangelegenheiten.(br) Kirchenmusikalische Feierstunde in Wanne=Süd. In der Wanne=Süder Kirche fand am Sonntag eine Orgel=Feierstunde von Gerard Bunk=Dortmund (Rheinoldi) statt. Bunk ist ein Meister, der bei der neuen Orgel die rechte Plattform fand, um sein Können zu zeigen. Mit Paschelbels„Chaconne FMoll“ begann er die Vortragsfolge. D. Buxtehudes „Präludium und Fuce=Moll“ folgte. I. S. Bach war durch zwei Orgelchoräle„An den Wasserflüssen Babylons“ und„O Lamm Gottes unschuldig“ sowie das prächtige Trio„Sonate=Moll“ vertreten. Den Ausklang bildete G. F. Händels„Orgelcorcerto D= Moll“, das den Besuchern wegen seines äußeren Glanzes besonders gut gesiel.(Ae) Westerkolt Einführung der neuen Presbyter. Am Sonntag wurden die Presbyter Freund. Schlüter. Deußen. Paßmann. Peuser und Krause während des Gottesdienstes der Kirchengemeinde vorgestellt und in ihr Amt eingeführt. Pfarrer Barlen führte den Eingeführten ihre Pflichten vor Augen. Die kirchliche Feier wurde durch Lieder des Kirchenchors verschönt. Deutscher Werkmeisterverein. Am Sonntag versammelte sich der Verein im Lokal Kampmann. Der 1. Vorsitzende. Steiger Löbbert, gab einen Ueberblick über die augenblickliche Lage der Wirtschaft. Die Gewerkschaften wollen zur Betriebsratswahl eine gemeinsame Liste aufstellen. Bottlich Die kirchlichen Gemeindevertreter von Bertlich beginnen von Mitte des Monats März ab mit der regelmäßigen Sammlung des Kirchbauvereins. Der Gemeindeteil Bertlich ist in vier Bezirke eingsteilt. Kirchenvertreter Alb. Ferkan, Bezirk 1, ist mit folgenden Straßen betraut: Schulstraße, Birkenstraße, Drosselweg und Buchenstraße: Bezirk 2, Kirchenvertreter Karl Mücke: Bertlicherstraße und Amselstraße: Bezirk 3, Kirchenvertreter Ferd. Grätsch: Wallstraße, Möllmannsweg und Hesselbruchstraße: Bezirk 4, Presbyter Krause: Finkenweg, Meisenweg, Feldstraße und Pulsum. Alle Sammler werden mit einem Ausweis vom Pfarramt versehen.(au) Rtag Der Kriegerverein feierte am Sonntag den Tag seiner Gründung und sein 30jähriges Bestehen. Vorsitzender Schäpers. der seit Gründung des Vereins dieses Amt bekleidet, wurde zum Ehrenvorsitzenden ernannt. den Kam. Schließer. Mesenhold und Lichtenstein für 25jährige Mitgliedschaft das Abzeichen des Landes=Kriegerverbandes überreicht. Es wurde beschlossen, am Volkstrauertag teilzunehmen. Ab 1. April sind die Versamlungen um 11 Uhr(nächste Versammlung am 9. April).(ch) Heimattr, Ost= und Westvreußen. Zu der am 6. Mai in Dortmund stattfindenden Vertretertagung soll ein Delegierter entsandt werden. Nächste Versammlung am 1. April.(ch.) Evang. Männer= und Jünglingsverein. Als neuer Zweig ist ein Männerchor gebildet worden. Zum vorläufigen Leiter wurde Wilh. Goldbach gewählt Am 5. und 6. April wird Bundesgauwart Porsch aus Barmen in Kray weilen. Es wird schon jetzt gebeten. diese Tage nach Möglichkeit frei zu halten. Ferner werden die Mitglieder gebeten, die Vorträge, die vom 7. bis 11. März. 20 Uhr. in der Erlöserkirche. Friedrich= straße und Kreuzeskirche. Webervlatz. stattfinden, zu besuchen. Redner sind Geheimrat Eismann(Berlin) und Sportsekretär Michaelis(Berlin). Der Eintritt ist frei. Sonntag nach dem Hauptgottesdienst Antreten am Gemeindehaus zur Teilnahme am Volkstrauertag.+ Rakonnborg Diebstahl. In der Wirtschaft K. in der Heßlerstraße verschafften sich Diebe nach Herausnehmen einer Füllung aus der Blendlade durch ein Fenster Eingang. Sie nahmen eine Lautsprecherapparatur im Werte von 500 Mark mit, außerdem eine Menge Rauchwaren, sowie Liköre und Schnaps.(So) Sladbeck Rücktritt städtischer Beamter gefordert. Wie die Nachrichtenstelle der Stadtverwaltung bekannt gibt, erschien gestern vormittag beim Oberbürgermeister Dr. Hackenberg eine Abordnung von Angehörigen der=DAP. und verlangte die Entfernung des Beigeordneten Krahn und des Stadtobersekretärs Bönninghaus. Der Oberbürgermeister lehnte das Verlangen ab. Kurze Zeit darauf erschien eine Anzahl SA.=Leute im Rathaus. um nach Bönninghaus zu suchen, doch blieb die Durchsuchung der Büros erfolglos. Bönninghaus hatte unter polizeilichem Schutz das Rathaus verlassen. Dem Vernehmen nach hat Beigeordneter Krahn einen Urlaub angetreten.— Zur Erläuterung des Vorgehens sei mitgeteilt, daß Krahn der SPD. angehört und 1922 von der Stadtverordnetenversammlung zum besoldeten Beigeordneten gewählt wurde. Bönninghaus war lange Jahre Vorsitzender des Reichsbanners Schwarz= Rot=Gold, das unter seiner Führung verschiedentlich schwere Zusammenstöße mit Angebörigen der RSDAP, hatte.(K) Nach siebzehn Jahren aus Rußland zurückgekehrt. Die Familie des Gastwirts Dahmen wurde in diesen Tagen von einem seltenen Ereignis überrascht. Nach siebzehnjähriger Abwesenheit kehrte plötzlich der Bruder des Gastwirts D. aus Rußland zurück. Der Heimkehrer ist im Jahre 1914 ins Feld gerückt und wurde im Jahre 1915 als vermißt gemeldet. Vor vier Jahren war er schon einmal in Deutschland, mußte aber auf Geheiß der russischen Regierung mit Rücksicht auf seine Familie nach Rußland zurückkehren. Nunmehr endlich ist es ihm gelungen, den Weg nach Deutschland freizubekommen. In seiner Begleitung befanden sich außer seiner Frau, einer Deutsch=Russin, die er in Rußland heiratete, die der Ehe entsprossenen drei Kinder.(kg) „Adoli Stöcker.“ Ueber den Vorkämpfer christlichsozialer Arbeit hielt Pastor Einhoff im Evangelischen Arbeiterverein II einen Vortrag. Oberstudienrat Ludwig referierte über die Aufgaben der Kommunalen Evangelischen Vereinigung in Gladbeck. Man bewilligte 50 Mark für den Ehrenmalfonds.— Das zehnjährige Bestehen geht mit Gottesdienst und Festversammlung vor sich.— Für den Gemeindefilm, der gedreht werden soll, stellt sich der Verein zur Verfügung. Evans. Frauenhilfe Zweckel. In der am Mittwoch um 16 Uhr stattfindenden Generalversammlung wird Frau Liebe=Harkort aus Hagen sprechen über das Thema:„Deutschlands Zukunft hängt von seinen Müttern ab.“ Der Vorsitzende wird außerdem den Jahresbericht erstatten, Kaffeekarten sind zum Preise von 40 Pfg. bei den Bezirksfrauen zu haben. Evang. Gemeinde und Kommunalwahlen. Heute um 20 Uhr findet im Saal an der Söllerstraße eine Versammlung der evang. Gemeindeglieder des Bezirks Zweckel stati. Es wird ein Vortrag gehalten über das Bibelwort:„Suchet der Stadt Bestes!“ Die Versammlung soll dazu dienen, die Stellungnahme der evang. Kirchengemeindeglieder zu den Stadtverordnetenwahlen am kommenden Sonntag vorzubereiten.: Was Willen sie von der Selaitverwaltung der rrevinz! Zur Neuwahl des Provinziallandtages am 12. März. Nachdem wir in den beiden voraufgegangenen Aufsätzen den organischen Aufbau der kommunalen Selbstverwaltung der Provinz und aus ihrem Aufgabengebiet die Verkehrspflege und Wirtschaftsförderung behandelten, haben wir nunmehr über das wichtige Gebiet der Volksfürsorge zu sprechen, die im Haushalt der Provinzen den weitaus größten Teil der Gesamtausgabe beansprucht(in Westfalen nach dem Haushaltsplan 1931 über 70 Prozent). An erster Stelle ist hier die Fürsorge für die Geisteskranken, Idioten und Epileptiter zu nennen, deren Pflege die Provinz in den von ihr errichteten Provinzialheilanstalten ausübt(in Westfalen: in Marsberg, Lengerich. Münster, Eickelvorn, Aplerbeck, Warstein, Gütersloh, Soest), die Gesamtzahl der von der Provinz betreuten Geisteskranken usw. betrug 1931 etwa 11 000 bis 12.000. Aus dieser Zahl mag man ermessen, welch ein großes Tätigkeitsgebiet die Geisteskrankenfürsorge darstellt. Für die Erziehung und Ausbildung der Taubstummen wird in vier Provinzialtaubstummenanstalten(in Büren, Soest, Petershagen und Langenborst) gesorgt, für die der Blinden in zwei Anstalten(Soest und Paderborn). An Krüppeln, für deren Pflege und Behandlung private Anstalien benutzt werden, betreute die Provinz 1931 rund 5000. Um die Unterbringung der schulentlassenen und ausgebildeten Blinden, Taubstummen und Krüppel ist die Provinzialverwaltung in enger Verbindung mit den Anstalten ebenfalls bemüht. Die Ausbildung und Fortbildung von Hebammen und Säuglingspflegerinnen findet in zwei Landesfrauenkliniken(in Paderborn und Bochum) statt. Der Provinz ist ferner vom Staate die Durchführung der Fürsorgeerziehung übertragen, für die ebenfalls private Anstalten benutzt werden. Die Zahl der Fürsorgezöglinge betrug Ende 1931 rund 5540. Auch diese Zahl läßt den Umfang dieses schwierigen Aufgabengebietes erkennen. Eine weitere wichtige Aufgabe ist die Fürsorge für die Wanderer, d. b. diejenigen, die ziel= und arbeitslos auf den Landstraßen umberziehen. Die Betreuung dieser Wanderer erfolgt in Arbeiterkolonien, Wanderarbeitsstätten und Wanderheimen, der privaten Wohlfahrtspflege, für die die Provinz Pflegegelder oder Zuschüsse gewährt. Landstreicher. Zuhälter, Arbeitsscheue, Trinker, sowie Personen, die sich ihrer Unterhaltsverpflichtung entziehen, werden im Provinzialarbeitshaus(Benninghausen) und der Trinkerheilstätte der Provinz untergebracht. Die Fürsorge der Provinz erstreckt sich weiter auf die sog. Landeshilfsbedürftigen, d. b. auf solche Arme und Hilfsbedürftige, für deren Betreuung kein Stadtund Landkreis zuständig ist. An der Fürsorge für die Kriegsbeschädigten und Kriegsbinterbliebenen, wirkt die Provinz ebenfalls mit, woran sich zugleich eine besondere Fürsorge für die Schwerbeschädigten und Erwerbsbeschränkten anschließt. Ferner sind die ausgedehnte Heil= und Erholungsfürsorge für Kinder und die besondere Fürsorge für kinderreiche Mütter, sowie die Unterstützungsmaßnahmen für viele andere Gebiete der Gesundheitsfürsorge, z. B. der Tuberkulosebekämpfung, zu nennen.— Ein umsangreiches Arbeitsgebiet der Provinz ist ferner die durch das Landesjugendamt geübte Jugendpflege: Unterstützung des Jugendherbergswesens und des Jugendwanderns. der Jugendverbände, der Jugendbildung, ferner die Bekämpfung von Schmutz und Schund usw. Im übrigen gibt es noch eine ganze Reihe sonstiger fürsorgerischer Aufgaben der Provinz, z. B. die Unterstützung hilfsbedürftiger Deutscher im Ausland zur Vermeidung der Ausweisung(namentlich in Holland), die alle hier näher zu behandeln der Raum fehlt. Kulturpflege. Die preußischen Provinzen als die berufenen Träger einer landschaftlichen Kulturpflege im Rahmen der gesamtdeutschen Kulturpolitik haben sich seit langem den vielseitigen Aufgaben der Pflege von Kunst und Wissenschaft, des Denkmal= und Naturschutzes und der Pflege des heimischen Volkstums gewidmet. So hat die Provinz Westfalen dem Ausbau der Wilbelms=Universität zu Münster, der einzigen Universität Westfalens, stets große Aufmerksamkeit und kräftige finanzielle Hilfe geschenkt. Mit erheblichen Mitteln sorgt die Provinz für die Erhaltung wertvoller Kunst= und Baudenkmäler der Vergangenheit, die unter den Schutz eines auch vom Staat mit besonderen Befugnissen ausgestatteten Beamten, des Piovinzialkonservators, gestellt sind. Das Landesmuseum zu Münster dient der Darstellung westfälischer Kunst, Kultur= und Landesgeschichte. Es vereinigt seit seiner Eröffnung im Jahre 1908 die alten und neuen Sammlungen des Vereins für Geschichte und Altertumskunde Westfalens. Abteilung Münster(gegründet 1825), des Westfälischen Kunstvereins(gegr 1831) und des Provinzialvereins für Wissenschaft und Kunst (gegr. 1872). Es enthält eine Fülle wertvoller altwestfälischer Kunstwerke. Durch Erwerbung von Arbeiten lebender westfälischer Künstler belebt und fördert es die westfälische Kunst der Gegenwart. Eine besondere vorgeschichtliche Abteilung des Landesmuseums gibt einen Ueberblick über die Vor= und Frühgeschichte Westfalens. deren weiteren Erforschung ihre wissenschaftliche Arbeit gilt. Die heimatlichen Eigenarten in der Natur und hervorragende Naturschönheiten sucht die Provinz durch eine sorgfältige Naturschutz= und Naturdenkmalpflege zu erbalten. Das Provinzialmuseum für Naturkunde in Münster vermittelt durch seine umfangreichen Sammlungen die Kenntnis von der Tier= und Pflanzenwelt Westfalens und ist darum bemüht, die Liebe zur heimatlichen Natur zu wecken und zu pflegen. Dem von der Provinz zusammen mit schon vorhandenen wissenschaftlichen Vereinigungen gegründeten Institut für westfälische Landes= und Volkskunde zu Münster ist die Erforschung der Landesgeschichte und Volkskunde Westfalens zur Aufgabe gestellt, wodurch der Wissenschaft und der Heimatbewegung zugleich gedient wird. Die Archivberatungs= stelle der Provinz übt die Beratung aller nichtstaatlichen Archivbesitzer bei der Ordnung und Sicherung der für die Wissenschaft und Landesgeschichte wertvollen Archivbestände aus. Auch alle sonstigen Bestrebungen, welche das Gefühl für Stammesart, Voltstum und Heimat stärken, werden von der Provinz nach Kräften unterstützt. Diese Forderung erstreckt sich auf zahlreiche mittlere und kleinere Museen in der Provinz, auf Bibliotbeken, kulturelle Vereine und Veranstaltungen, Bildungseinrichtungen usw., die hier nicht im einzelnen aufgeführt werden können. Aber auch dieser kurze Ueberblick wird erkennen lassen, daß der provinziellen Selbstverwaltung in der Pflege der Wissenschaft, der Kunst und des Volkstums in Westsalen eine bedeutungsvol'e Aufgabe zufällt. Damit beschließen wir unsere Darstellung der kommunalen Selbstverwaltung der Provinz, ihres Verwaltungsaufbaus und ihrer Aufgaben und Tätigkeit. Wir hoffen, daß unsere Leser daraus eine deutliche Vorstellung gewonnen baben, welche Bedeutung! und welche Besugnisse die maßgebende Körverschaft der provinziellen Selbstverwaltung, der Provinzial= landtag, bat, zu dessen Neuwahl die Wahlberechtigten am 12. März an die Wahlurnen gerusen werden. Dienstag, den 7. März 1933 Bügemetnee Keitung Bevölkerung. Die Verschuldung je Kopt gestie Jahren auf 270 Mk. je Kopt gest .s Problem, an dem wir ist in den wenigen hren auf 270 Mk. je Kopt gestiegen. Dus Plovtem, un dem wir in Deutschland kranken, wird solange nicht gelöst werden, als man das letzte Glied im staatlichen Aufbau, der Gemeinde, die Hauptbürde zuschiebt, ohne zu fragen, ob und wie sie mit dieser Last fertig wird. Unter solchen Umständen existiert die Selbstverwaltung nicht mehr. Es gibt für die Gemeinde keine Möglichkeit mehr, selbst bei sparsamster Wirtschaftsführung, die finanziellen Verhältnisse selbst in Ordnung zu bringen. Die Erzbergersche Finanzreform und die Lastenverteilung des verflossenen schwarz=roten Systems hat die Gemeinden in eine trostlose und verbeerende Lage gebracht. Durch die Notverordnungen der Brüningschen Zeit ist die Selbstverwaltung auch formell aufgeboben wonden. In fast allen Gemeinden herrscht ein staatlicher Sparkommissar. der den Schlußpunkt unter das Erbe des Werks des Freiherrn vom Stein gesetzt hat Der Sparkommissar entscheidet, was im Vergleich zu den ungeheuren finanziellen Verpflichtungen mit den kümmerlichen Mitteln bezahlt wird. Der Sparkommissar ist frob. wenn noch die Erwerbslosenfürsorge und die Gebälter bezahlt werden können. Die durch die Notverordnungen der Regierung Brüning eingeleitete Sanierungsaktion, die durch die Bürgersteuer, die Blersteuer und die Getränkesteuer gekennzeichnet sind. kümmerliche Versuche, aus einem blutlosen Körver noch etwas verauszupressen, machten viel böses Blut. brachten aber keine fühlbare Entlastung oder Besserung. Der nationalen Regierung fällt die schwere Aufgabe zu. durch eine grundlegende kommunale Finanzreform den Grundstein für eine neue Entwicklung zu legen. Im Rahmen dieser Finanzreform muß zunächst die gesamte Erwerbslosenfürsorge zusammengefaßt, die Arbeitsämtei müssen mit den Wohlfabrtsämtern der Gemeinden organisatorisch verbunden werden. Die den Gemeinden zu Unrecht ausgebürdete Last der Arbeitslosenfürsorge muß ihnen im wesentlichen abgenommen werden. Weiter muß die Finanzhodeit der Kommunen wieder hergestellt werden Es geht nicht an. daß die Finanzvirtschaft der Gemeinden in völliger Abhängigkeit von Finanzbeihilfen und Zuwendungen aus Sonderfonds des Reiches und des Staates bleibt. An sich wäre es richtig, die Finanzwirtschaft der Gemeinden im wesentlichen auf eigene Steuereinnahmen zu stellen, damit die finanzielle Verantwortlichkeit, das Streben zu sparen und mit möglichst niedrigen Steuersätzen auszukommen. wiederhergestellt würde. Die Industriebevölkerung und die Industriestädte sind aber arm. Es muß daher darauf Rücksicht genommen werden. daß eine Industriestadt, wie z. B. Gelsenkirchen, nicht zu verg'eichen ist mit Städten, wie z. B. Wiesbaden, die in norihalen Zeiten ein weit besseres Steueraufkommen hät..... Pamens. Wenn dann die Finanzboneit der Gemeinde wiederhevgestellt ist. müssen für Industriegemeinden mit starken marxistischen Fraktionen Sicherungen eingebaut werden, daß bestimmte Steuersätze nicht überschritten werden. Sie müssen von der Zustimmung der Aufsichtsbehörde abhängig gemacht werden. Wenn eine neue finanzielle Basis des kommunalen Lebens gesunden ist. hört die Ausschaltung der Gemeindevertretungen zu Gunsten der Verwaltungsorgane auf. Dann ist es wichtig, daß Vertreter der Bürgerschaft auf dem Rathaus sitzen. die Notwendiges von Wünschenswertem zu unterscheiden wissen, die in der Lage sind. den Grundsätzen eiserner Sparsamkeit Geltung zu verschaffen, die die Voraussetzung für einen neuen Aufstieg und für eine in einer ferneren Zukunft zu erhofsende neue Blüte der Stadt sind Die Rechte kann für sich in Anspruch nehmen, nach diesen Grundsätzen gebandelt zu haben. Sie bat zeitig in der Oeffentlichkeit auf die Gefahren, die mit der Bewilligungsfreudigkeit der schwarz=roten Stadtväter verbunden waren, hingewiesen. Kurz— aderschnied, sehr schnra. Fertigkeitsprüfung in Kurzschrift in den städtischen Handelslehranstalten. In den städtischen Handelslehranstalten in Gelsenkirchen sand unter sehr großer Beteiligung am Samstagnachmittag durch den für Gelsenkirchen eingesetzten Prüsungsausschutz des stenographischen Prüfungsamtes der Industrie= und Handelskeitsprüfung in Kurzschrift isses waren ium eine litaljeder des Prüfungsausschuger Ku# )r Linneweber. Direktor der staotiuls Prüf: *r Bochumer Schlüte: als Verenkirchen:„Rektor kammer B statt. Als anwelend: I, g schen Handelslebranstatten Gelsenrirchen, als Prufungsleiter: Hr. Stöltina als Vertreter der Bochumer Handelskammer: Stadtamtmann Schlüter alz treter der Stadtverwaltung Gelsenzirchen: R Christes als Vertreter des Stadtverbandes für Einheitskurzschrift Gelsenkirchen: Kaufmann Elke als Vertreter des Systems Stolze=Schrey. Zur Prüfung waren 41 Teilnehmer erschienen. die sämtlich unter Anwendung der Einheitskurzschrift stenographierten. Es wurde geprüft in den Geschwindigkeiten 150. 180. 200. 220 Silben in der Minute. Jeder konnte die Prüfung nur in einer Geschwindigkeit ablegen. In jeder Schnelligkeit mußten kurz nacheinander drei Diktate von je fün Minuten Dauer mit inhaltlich verschiedenem Stoff nach Ansage stenographisch aufgenommen werden. Das erste Diktat wurde durch die Prüflinge nach dem Stenogramm vor dem Prüfungsausschuß vorgelesen, die beiden anderen Aufnahmen mußten zur schriftlichen Wertung mit der Hand oder auf der Maschine in Langschrift übertragen werden. Die Prüfung haben 25 Teilnehmer bestanden und zwar in der Geschwindigkeit zu 150 Silben 19: Maria Abbing. Hugo Barein. Adolf Bartelworth. Berta Becker.=Wilhelm Graf, Gustav Gresch. Hedwig Jäger. Karl Koba. Elisabetb Krämer. Alfons Löken. Albert Peters. Otto Pich. KarlAugust Pott, Wilhelm Schmitz, Hedwig Stern. Adolf Stirnberg. Willi Vennebusch. Hermine Wehnes. Maxgarete Weißbart: 180 Silben 3: Perner Hobusa, Josef Schlagbaum. Wilhelm Spanka: 200 Silben 2: Kurt Götz. Wilhelm Hoos: 220 Silben 1: Gustav Niemann. Unter den Bestandenen waren acht Schüler bzw. Schulerinnen der städtischen Handelslehranstalten Gelsenkirchen und zwar zwei zwei aus dem letzten Schuljahr 1932/33 und sechs aus früheren Schuljahren. Staten Inir Tod eines Alt-Bueraners. Gemeindevorsteher Otte 4. Am Samstag verstarb in Sutum der unter den länger ansässigen Bewohnern Buers gut bekannte ehemalige Gemeindevorsteber Theodor Otte Er wurde am 25. April 1858 in Buer geboren. Die Jahre seines Wirkens für die damalige Gemeinde Buer fallen in die Zeit vom 7. April 1901 bis zum 1. April 1911, also bis zu dem Tage, an dem Buer die Stadtrechte verliehen wurden. In diesen Tagen hat Theodor Otte an der Spitze der damals größten Landgemeinde Preußens einen großen Teil der äußerst 1? Ein Bemohner der Hageneinige Wirtschaften besucht den Verlust seiner Taschenestohlen oder sonst abhanden klung Buers miterlebt. Von 30.000 Einwobnern im Jahre 1901 stieg die Einwohnerzahl bis 1911 auf über 60000. Die Industrialisierung Buers machte große Fortschritte. Oeffentliche Gebäude wie das Rathaus, Lyzeum. Gymnastum und der Schlachthof entstanden. Sein Wesen und sein Hetmatsinn erwarben ihm viele Freunde. Der Hof, der von dem ältesten Sohn verwaltet wird, wurde von dem Harpener Bergbau erworben. Unfall mit dem Fahrrad. Gestern gegen.30 Uhr wollte der Bergmann G. mit seinem Fahrrad an der haltenden Straßenbahn vorbei vom Neumarkt kommend in die de la Chevalleriestraße einbiegen und fuhr gegen einen Personenwagen. G. wurde davei mit dem Kopf durch das Seitenfenster des Autos geschleudert und erlitt Schnittwunden an Hals und Kopf. Die Unfall= und Rettungswache brachte eon ins Krankenhaus. Das Fahrrad wurde vollständig zertrümmert. Perloren oder gestohlen? nin ggonnirt. der gupen; straße hatte am Samstag und bemerkte dann, später den, Be uhr nebst Kette. Do sie gestohlen oder sonst abhanden gekommen ist, konnte noch nicht festgestellt werden. Es handelt sich um eine goldene Uhr mit Klavpdeckel. Die Innenseite des Deckels trägt treue Hanni, Weihnachten 1929“ Folgen der Vergeßlichkeit. Ein Invalide aus Hervest=Dorsten hatte am Samstag in einem hiesigen Kaufhaus Einkäufe besorgt und sein Portemonnaie mit.65 Mark versehentlich auf einem Verkaufstisch liegen lassen. Als er dies bemerkte, war es bereits verschwunden. Ein Herrenfahrrad wurde am Samstag einem Bewohner aus Resse gestohlen, der das Rad in einem Hausflur an der Hagenstraße stehen hatte. Evangelischer Gesellenverein. Ein Theater= und Musikabend im Gemeindesaal zugunsten der bedürftigen Konfirmanden findet am 22. März statt. Heute. 20 Uhr. Versammlung. Der Rotfrontkämpferbund hett weiter. In der Nacht zum Montag wurden im Stadtteil Resse fünf Kommunisten festgenommen weil sie Flugblätter des Mllegalen Rotfrontkämpferbundes verteilten. Ein Strafverfahren ist eingeleitet. Zwei Schützenkompanien im Training. Die 1. und kompanie des Schützenvereins Buer 1826 nahmen betrachten: Vom„Wahlvorschlag 1 4L kundes epangetischer Lozigllsten; am Kaxt Roding. beinrig, ue#gne Vros. Kaspar Huthex: vom Wahlvor###las 2(Vereinigung evangelischer Vereine und christlicher Gemeinschaften): Friedrich Pupper. Ernst, Grönner, Wilhelm Ruhwedel. ## des Volksmil Rothemann. ferdinand Grob. (Lisse E Das Gute bleibt doch das Billigste! Für die Kleidung gilt dies doppelt. Jede erfahrene Mutter wird deshalb stets die gesunde, praktische und flotte Bleyle-Kleidung wählen. am Sonntag an schleßen, auf den 40./266. Preußisch=Süddeutsche Klassenlotterie. 5. Klasse(Hauptziehung), 22. Ziebungstag. In die Gelsenkirchener Lotterie=Einahmen sielen folgende Gewinne zu 250 RM.(Einsatzgewinn): 21 496 21 505 21 533 43 548 42262 61 175 62774 112751 114 238 114274 114 339 114 362 169 599 224612 231 319 848 115 348118 348 126 348132 Ueber die höheren Treffer erhalten die Spieler eine besondere Mitteilung durch verschlossenen Brief. Die Hauptziehung dauert ununterbrochen noch bis zum 14. März. Am letzten Ziehungstage gelangen die beiden Hauptvrämien à 500000 RM. und die 100 Schlußprämien à 3000 RM. zur Ausspielung. Neuanmeldungen zur 1. Klasse werden schon jetzt entgegengenommen. dem fälligen Bataillons=Uebungsn auf den Büchelschen Schießständen teil. In der 1. Kompanie wurde um einen Deckelkrug und um Nadeln geschossen Es wurden in zehn Schuß folgende Siege errungen: 1 Unteroffizier Haugk 112 Ringe (Deckelkrug;. 2. Schütze Hovestadt, 108 Ringe(11er Nadel), 3. Schütze Beßling 107 Ringe(10er Nadel). 4 Schütze Döweling 106 Ringe(10er Nadel). 5 Unteroffizier Lohmann 104 Ringe(10er Nadel). 6 Fähnrich Lüneburg 100 Ringe(10er Nadel). bei fünf Schuß folgende Siege: Schütze Maulhardt 52 Ringe(10er Nadel). Schütze Kern 52 Ringe(10er Nadel) Schütze Gebhardt 51 Ringe(10er Nadel). Schütze Michel 45 Ringe(9er Nadel). Unteroffizier Eirundt 42 Ringe (8er Nadel). Außer Konkurrenz schossen in der 1. Kompanie in zehn Schuß Hauptmann Hußmann 109 Ringe und Schütze Kern 103 Ringe.— Bei der 4. Komnanie wurde die Fünf=Schuß=Bedingung geschossen. Dabei wurden folgende Ergebnisse erzielt: 1. Schütze Rotb 59 Ringe. 2 Gefreiter Trogant 57 Ringe, 3. Schütze Ringe. 5. Schütze Dölle 54 Ringe, 6. Schütze Karau 53 Ringe.(kg) Oa cn Neue evang. Kirchenvertretung. Bei der auf die drei Wahlvorschläge nach Verhältniswahl verteilten Zusammensetzung der kirchlichen Vertretung sind folgende Personen als gewählt Friedrich Pupper. Ernst, Grönner. Wilhelm Ruhwedel. Wilhelm Hinsen. Karl Weichhaus, Augun Vorlander, Gottlieb Führer, Samuel Bednarz. Friedrich Wovker, Adam Bastek. Gustav Salamon, Rudols Meißner, Christoph Mroß. Karl Danz. Julius Hoffmann. August Rostek. Wilhelm Niestradt Julius Hentze. Frau Auguste Panke. Wilhelm Majewski. Friedrich Grigoleit. Friedrich Bialuch; vom Wahlvorschlag 3(Deutsche Christen): Edmund Guthardt. Karl Henke. Gottlieb Bogdan. Paul Göller. Gustav Livka, Fritz Folgmann. Johann Tyska. Gustav Rosowski, Gustan Rohde. Paul Elias. Johann Golinske. Karl Gunich Gottlieb Stern. Wenn nicht bis zum Samstag Ablebnung bei dem Vorsitzenden des Presbyteriume. Pfarrer Wolfslast. erfolgt, so gilt die Wahl als angenommen. Die Bekanntmachung von der Kanzel erfolgt am kommenden Sonntag. Einsprüche gegen einzelne Gewählte können bis zum 1. Avril bei dem Vorsitzenden des Presbyteriums schriftlich mitgeteilt oder zu Protokoll gegeben werden Die Einführung wird am 9. April in der Kirch: erfolgen. An diesem Tage wird auch der Termin für die Wahl des neuen Presbuteriums bekanntgemacht, die ebenfalls nach Verhältniswahl durch das alte Presbuterium und die neugewählten Vertreter erfolgt. Eine dunkle Angelegenheit. Am Samstag., 4 Uhr. erschienen in der Grabenstraße an einer Wohnung zwei männliche Personen und verlangten dort Einlaß. Eine Person rief:„Aufmachen hier ist die Geheimpolizei.“ Obwohl ihnen der Zutritt nicht gestattet wurde, versuchten sie sich Einlaß zu verschaffen. Erst als die Ehefrau um Hilfe schrie entfernten sich die beiden Täter auf Fahrrävern, die sie auf einem Hofe stehen hatten. Sräter wurde in dem Hausflur, eine leere Patronenhülse vorgefunden. Beide Personen trugen dunkle Anzüge. Eine Wanduhr gestohlen. In der Nacht zum Samstag verschafften sich Diebe Einlaß schule des evangelischen Jugendheimes an der Kirchstraße und stahlen dort eine Wanduhr. Sie ist mit einem hellbraunen Gehäuse, einem weißen Emaillezifferblatt und römischen Zahlen versehen. Ein billiger Shawl. Einem Bewohner der Hochstraße wurde in Schloß Horst in der Nacht zum Donnerstag ein Shawl gestohlen. Die Konfirmation der Knaben erfolgt am 19., die der Mädchen am 26. März, die Prüfung ist jedesmal am Sonntag vorber. Der evangelische Kn Sonntag„bei Wgn; ein ab. Der Vorntzende Wopker gedachte der Ritglieder Fritz Kempmeier und Ergu Gottse Am 25. Juni findet ein Familtenausflug nach Kür pers(Welheim) statt. Am Volkstrauertag versammeln sich die Mitglieder um 9 Uhr im Pereinslokal, um geschlossen an dem Kirchgang und anschließend an der Kriegergedächtnisfeier im Gesellenhaus teilzunehmen. Die nächste Versammlung ist am 9. April.(gr) Krieger= und Landwehrverein Horstermark. Im Lokale Wallner fand am Sonntag unter der Leitung des 1. Vorsitzenden Erker eine gutbesuchte Monatsversammlung statt. An der Gefallenengedächtnisfeier am nächsten Sonntag im Gesellenhaus nimmt der Verein mit dem Ortskriegerbund Horst zusammen teil. Der Abmarsch erfolgt von Horst=Süd vom Lokale Kröschel. Der Zug wird unter Vorantritt einer 20 Mann starken Musikkapelle kurz vor 12 Uhr dort eintreffen und mit den Fahnen vor dem Podium Aufstellung nehmen. Weiter wurde ein Antrag der Kb= und Kh=Gruppe um finanzielle Unterstützung abgelehnt In der Lokalfrage entschied sich die Mehrheit für die Beibehaltung des jetzigen Vereinsheimes. Dann erfolgte die Ausgabe der bestellten Kuffbäusernadeln an die Kameraden,„Nächste Versammlung 9. April, 11 Uhr, bei Wauner. Der Verband der Bergbau=Angestellten=Pensionäre und=Hinterbliebenen, Ortsgruppe Horst=Emscher hält morgen um 17 Uhr im Lokale Hollmann eine wichtige Versammlung ab. X lst undbertroffen in Qualität und Preiswürdigkeit. am ab Horst=Süd Knappenverein### illner seine Monatsversammlung gestorbenen Gottschling. vom 1. Vorsitzenden Otto geleitet. Nach der Begrüßung gedachte er der gefallenen Helden des Krieges. In der letzten Sitzung des Ortskriegerbundes legte der 1. Vorsitzende. Rechtsanwalt Funke, wegen Arbeitsüberlastung seinen Vorsitz nieder Er wurde zum Ehrenvorsitzenden ernannt. An der Totengedenkfeier der Kriegehelden am kommenden Sonntag im Gesellenhaus nimmt der Verein geschlossen teil. Die Mitglieder treten um 11.30 Uhr mit Mütze und Ordenszeichen im Vereinslokal an Das Bannerschienen findet am 17 September statt. An dem 25jährigen Stiftungsfest des Marinevereins nimmt der Verein teil. Dann folgte die Ehrung langjähriger Mitglieder Das bilaumsabzeichen für 25jährise„Mitgligdschaft erKrakowski. Heinrich Johann Zuxeck. Josef Rodner. Hermann Bartel, Heinrich Torwesten. Eine besondere Ehrung wurde den Mitgliedern Erker und Berghorn zuteil. Für vierzigjährige Pereinszugehörigkeit erhielten beide vom Verein einen Blumenstrauß und vom Preußischen Landeskriegerverband ein Hindenburgbild mit einem Glückwunschschreiben. Der Ehrenvorsitzende Bredenbräcker hatte zu diesem Zweck mehrere Lieder komvoniert und zum Vortrag gebracht. X Falsche Zähne bequem.fest den ganzen Tag! Soll ihr künstl. Gebiß den vanzen Tag lang hequem, sicher urd fest sitzen, so herorgen Sie sich„Dentofix“, ein neu erprohtes antiseptisches Pulver, und bestreuen dam die Platte. Nie werden mehr als zufrieden sein und können alles Unbequeme mit Ihrem Gebiß vergessen. Lachen, Sprechen, Essen Sie wie Sie wollen.„Dentolix“ ist erir## schend und verhindert üblen Mundgeruch ist eine Wohltat für den(iaumen. Zutriedenheit wird garantiert. Besorgen Sie sich roch heute eine Streudose„Dentofix“ fül nur.— Mk. F. Hillgers& Co., NiederJahnsteln. Bestimmt erhältlich: Drogerie H. Wiele jr. Wannerstr. 78. Monatsversammlung des Kriegervereins. Die Mitgliederversammlung im Vereinsheim Klaut wurde Bankhoishotel im Giackauf Brau. Aus unseren Sonderveranstaltungen! Heute Dienstag: Willi Wiskott von der Skala, Berlin. Der Komiker von Ferm Ludel Wera die lustige Soubrette in ihrem Lachschlager und Skeisch „Die Versöhnung“. Evang. Männergesangverein Rokthausen Die musikalische Feierstunde, die der Evang. Männer=Gesang=Verein Rotthausen am Sonntagnachmittag zum Besten bedürftiger Konfirmanden in der evang. Kirche veranstaltete. stand im Zeichen der Passionszeit und brachte eine Reihe schöner ernster Musikwerke zu Gehör, die in Text und Ton dem Gedanken vom Sieg der ovfernden Liebe gerecht wurden. Schuberts„Deutsche Messe“, von Neumann für Männerchor a ceppella gesetzt gab dem Verein gleich zu Beginn Gelegenheit, sein Wollen und Können unter Beweis zu stellen. Man stellt mit Genugtuung fest. wie sehr das Streben des Chorletters. Musikdirektor Fischer=Essen. nach Vervollkommnung in Tonschönheit und Klangreinheit wie auch musikalischer Ausdruckskraft von Jahr zu Jahr mehr von Erfolg begleitet ist. Das gute Stimmenmaterial wird immer abgeschliffener und in den Uebergängen der einzelnen Lagen verbundener und abgerundeter. Wenn sich weiterhin noch kleinere Fehler ausmerzen lassen in Aussprache und Tongebung(vor Verflachen und Offensingen beim Forte hüten!). so dürfte man mit den Leistungen des Chores immer aufriedener werden. Jedenfalls zeigte er auch in dem Neumann'schen Männerchor„Golgatba“ seine Porzüge im besten Licht: ein duftiges Piano, sein nilancierten Vortrag und eine lobenswerte Atemtechnik. Aus Bacho Matthäuspassion“ bot der Verein in ebenfalls recht glücklicher Form den Choral„Wenn ich einmal soll scheiden". Besonders gut geriet in der Steigerung und Ausdrucksfähigkeit das„Gebet“ von Erwin Lendvat, dem sich die Rhavsodie für Altsolo, Männerchor und Orchester(Orgelbearbeitung) von Joh. Brahms anschloß, allerdings nicht so befriedigend betreifs Reinheit und Verschmelzung mit dem Gesamtkörver wie die vorgehenden Werke. Herta Miebach=Beehum datte dier den Altvart übernommen, diesem Abend. Anton Dvorak gleiche Vorzüge. am besten gelang ihr das Lyrische in den verschiedenen Werken. An der Orgel bot Hanna Schulte=Essen zwei Soli von Bach: Toccurg Beazon und Frrer-ig. „Herzlich tut mich Variationen über ccata=Moll und Choralvorwiel verlangen“, dann Franz Liszt's. und sauber durch. sble 5o war das anzusprechen und Pfarrer Mever nisch recht zuverlässig Konzert durchweg als wohlgelungen verdiente den Dank der Zuhörer, den in seiner sion sdeit patzten Schlusworten schloß, die Feierstunde mit den gemeinsamen Eies„Das mich dein sein und Sleiben seiner Ansprache vermittelte. Nach seinen der Pasiszeit wie der heutigen ereignisreichen Zeit angesten Schlußworten, schloß, die Feierstunde mit dem insamen Lied Laß mich dein lein und bleihen"“ Kunst, und Wissenschaft geehrt wogden, mit der des Pour 1e Merite. Aus diesem keinigung für Kunst und Wis und möchte die Vereinigung für Kunst und Wissen ihren Mitgriedern und Freunden die Bedeutung Barlachs in der Geschichte der Plastik der letzten 50 Jahre darstellen lassen Der Redner. Dr. Max Deri. ist seit Jahren in Gelsenkirchen bekannt und wegen seiner vorzüglichen Darstellungskunst besonders geschätzt. Er wird mit Hilfe von vielen Lichtbildern im Rahmen legten Geschichte der neueren Plastik end Bedeutung des„Branzsgge,# ildern. De Ankündungen. Bühnenvolksbund Gelsenkirchen. Es wird nochmals auf das dette um 20 Uhr in der Stadtballe stattfindende Gastspiel des Rbeinischen Städtebundtheaters Neuß erinnert. Das Lustspiel „Geschäft mit Amerika" verspricht nach den bisherigen Erfolgen und nach den übereinstimmenden Aeußerungen der Presse einen sehr unterhaltsamen Abend. Karten für Nichtmitglieder sind bis zum Mittag noch in den Vorverkaufsstellen, abends in der Theaterkasse zu haben.— Es wird schon jetzt darauf hingewiesen daß am kommenden Mittwoch auf vielseitigen Wunsch— außer Vormiete— Leo Falls unsterbliche Operette„Der fidele Bauer“ gegeden wird. * Vereinigung für Kunst und Wissen. Lichtbildervortrag über den Bildbauer Varlac. den jüngiten Inbaber des Beur ie Merite. Proselsox Wötfflin der Bilddauer Exnkt Baxtag.— der hochten deutschen Auszeichnung fur Verdlenste um einer, groß ange die überragenee und des Deutschen Var##### schildern. Daoei gibt sich Gelegenheit. über allgemein kunstwissenschaftliche Fragen Klarheit zu schaffen. Der Vortrag verspricht ebenso interessant zu werden wie Deris frühere Darstellungen etwa über Kitsch und Kunst. über den Sinn der Rembrandtschen Kunst usw. Der Vortrag, findet im kleinen Saal des Hotels Hans Sachs. Eingang Munckelstraße. statt. er beginnt um 20.15 Uhr. Mitglieder haben freien Eintritt. Nichtmitglieder und Schüler können Einzelkarten an der Abendkasse erhalten. Preise wie früher. zw. des ersten Bühnenbildwechsels Einlaß in den Theatersaal erhalten." Es wird desersten Pause bezeg. ver, Fsrz, Einlaß# in den Theatersaal erh halb freundlichst gebeten, oas Möglichkeit zu vermeiden. Zuspatkommen Mit Städtische Ankündungen. Das dreiaktige Lustspiel„Der Kranke in der Einbildung“ von Moliere wird als zehntes Vormietegastspiel durch das Bochumer Stadttheater in der Gelsenkirchener Stadthalle am Donnerstag aufgeführt. Das Gastspiel dat eine vorzügliche besetzung aufzuweisen, so dah ein paar vergnügte Stunden erwartet werden dürfen. Beginn 20 Uhr. Ende gegen 21,50 Uhr. Nichtvormieter erdalten Karten zu.20 Mk.,.50 Mr.,.90 Mk.,.30 Mt.,.95 Mi im städtischen Bildungsamt(Weststraße 12/14), in den Verlaufsnebenstellen und am Donnerstag an der Abendkasse. Die Theaterbesucher werden höflichs darauf aufmerksam gemacht, das künftig dei Feginn der Vorstellungen alle Eingänge zum Tdeatersaal geschlossen werden, um die in letzter Zeit immer wieder laut gewordenen Beschwerden über Störungen durch Zuspätkommende zu unterdinden. Nicht pünktliche Theaterbesucher können erst zu Beginn der einem neuen, fesselnden Programm warten Robert und Liesl Kotde in einem Konzert am Samstag im kleinen Saale des Hans=Sach'=Hauses auf. Es kommen zum Vortrag: Zwiegesänge mit zwei Lauten, Sololieder mit Laute und Gesänge mit Begleitung der Viola da gamba und Baßlaute Die Veranstaltung beginnt um 20 Uhr. Eintrittkarten zu.— Mt. und.75 Mk., Schülerkarten zu.50 Mt., sind im städtischen Bildungsamt(Weststraße 12/14), in den bekannten Vorverkaufsstellen und am Samstag an der Abendkasse zu haben. Städt. Musikverein. Heute erste Probe zu Bachs =Moll=Messe: Damen 19,30 Uhr, Herren 21 Uhr. Ausgabe der Notenstimmen ab 19 Udr. Gangeskundige Damen und Herren, die dem Verein beitreten wollen, sind willkommen. Neuaufnahmen finden nur statt bis zum 21. März. Voltstanzkreis Gelsenkirchen. Morgen fällt der Tanzavend im Volkshaus Rotthausen wegen einer Veranstaltung der Bismarckschule aus. „Heimakkundliche Studien.. Auf Veranlassung der Kreisstelle fur Naturden lmalspfiege Gelsentirchen#lt Dr. Steuslof morgen 20 Uhr im städtischen Iozeum. Gelsenkirchen, Rotthauserstraße, an Land von Lichtvildern und anderm Demonstrations mater:al einen Vortrag über„Hetmatkundliche Sindlen wädrend eines Aufentdaltes in der Jugendberberge am Halterner Stausee“. Zu dem Vortrag können auch Interessenten eingeführt werden. Der Eintritt ist frei. Nädere Auskunft erteilt die städtische Kunstadteilung ch4 Haus, Zimmer 202. im Hans=Sache. 88 Angemeine Zeitung Dienstag, den 7. März 1933 —* e ScMdmmm P Wrmrt 0 Gautag der handballer. Ge iseiezece jad“ Tagung der Handballer des Gaues ####stt##en hatte ebenfalls unter dem mangelnden Interesse zu leiden, wie die Tagungen anderer Sportarten. Nur sieben Vereine bekundeten ihr Interesse an dem weiteren Aufschwung der Handballbewegung im Gau Gelsenkirchen, die leider nach der günstigen Aufwärtsentwicklung in den letzten Jahren nunmehr jäh zum Stillstand gekommen ist und augenblicklich sich in einer harten Krise befindet. letzten Ereignisse lassen jedoch wieder darauf schließen, daß einzelne Vereine fest entschlossen sind, sich auf dem einmal beschrittenen Wege nicht aufhalten zu lassen. In diesem Sinne war auch der Jahresbericht des Gauhandballsachbearbeiters gehalten. der in kurzen Zügen einen Rückblick über die Ereignisse des verflossenen Jahres gab. Die in kleinen Gruppen durchgeführten Meisterschaftsspiele brachten eine unerhörte Härte in die einzelnen Spiele, so daß Platzverweise an der Tagesordnung waren. Ein großer Erfolg war der 15:=Siea der Stadtmannschaft gegen die allerdings schwache Dortmunder Vertretung. Finanziell waren die Meisterschaftsspiele für die einzelnen Vereine ein Mißerfolg. .„ Nach der Wiederwahl des Sochberaters für die kommende Saison wurden zwei Anträge angenommen, die einerseits dem Bezirksvorstand den Vorschlag machten. die kommenden Meisterschaftsspiele in größeren Gruppen durchführen zu lassen, andererseits die Forderung geltend machten, die Jugendmannschaften und Damenmannschaften ebenfalls dem Handballsachbearbeiter zu unterstellen was schon seit Jahren geplant war, aus technischen Gründen aber immer wieder verzögert wurde Von Vereinsseite wurde angeregt, Sviele von Gau= oder Stadtvertretungen gegen Auswahlmannschaften anderer Verbände abzuschließen. Großes Interesse dürfte für diesen Plan allerdings nicht vorhanden sein. Am Jugendovfertag will man mit der Handballwerbung nicht zurückstehen. Auf allen Sportplätzen sollen Handballspiele stattfinden, um zu zeigen. daß allen Unkenrufen zum Trotz der Handballsport gewillt ist, sich weiter die Sportvlätze Gelsenkirchens zu erobern. Eine ungezwungene Aussprache der Vereinsvertreter über die verschiedensten Belange im Spielbetrieb schloß die nicht allzu aufschlußreiche Gautagung.( den Sportvereinen. Turnerklub Gelsenkirchen 1874. Hocken=Abteilung. Samstag. 19.30 Uhr, Jahreshauptversammlung in der Bismarckhalle.— Neuwahl des Vorstandes. Gelsenkirchener Kanuklub. Die Monatsversammlung findet heute 20.15 Uhr in der Bismarckhalle statt. Tagesordnung: Bootshausneubau, Filmabend. Pasban-Fank aus Entscheidungen in Wesidentschland. * ) Im Bereiche des WSV. gab es Sonntag eine Reihe wichtiger Spiele. Erfteulicherweise waren die Spielfelder in guter Verfassung, so daß eine einwandfreie Abwicklung des Programms gewährleistet war. Und da auch noch prächtiger warmer Sonnenschein vom Himmel lachte machten sich die Anhänger des Lederballes in Massen auf die Beine. Im Rheinbezirk ist der Meister der ersten Abteilung noch nicht ermittelt, da die drei Anwärter(Sülz. BfR. Köln und Viktoria Rheodt) ihre Sviele glatt gewinnen konnten Sülz schlug Jugend Bergheim:0. der VmR. Köln den SV Düren ebenfalls:0 und die Viktoria den Kölner CfR.•2 Die Entscheidung dürfte am nächsten Sonntag zwischen dem VfR. und Sülz fallen. Eine Schwächeveriode scheint der Meister der Gruppe 2 Alemannia Aachen. durchzumachen, denn ein Spiel nach dem anderen geht verloren. Diesmal konnte der Mülheimer SV. mit nicht weniger als:1 über die Meisterelf triumphieren. Im Mittelrheinbezirk setzte der Svitzenreiter Kottenheim seine Siegesserie fort, da der TV Mayen mit:0 geschlagen wurde Die SyVag. Andernach konnte nur ganz knanp:1 den früheren Meister Neuendorf bezwingen. Engers und Limbura trennten sich unentschieden:1 und Neuenahr schlug überraschend Rheinland Mayen mit:0. Im Hessen=Hannover=Bezirk steht nun endgültig Borussia Fulda als Meister fest. Germania Marburg mußte diesmal mit 10:1 daran glauben. Hessen Hersfeld hatte Tura Kassel zu Gast und konnte einen schönen:=Sieg feiern. Im Westfalenbezirk ist die Meisterschaftsfrage noch offen denn das zweite Entscheidungsspiel zwischen den Gruppenmeistern Arminia und Herten endete abermals unentschieden :2. Der nächste Sonntag wird vielleicht die Klärung bringen. Im Pokalvorschlußrundensviel trafen Viktoria Recklinghausen und der VfL. Osnabrück auseinander. Die Viktorianer waren den Osnabrückern in manchem atten-Wontungen. voraus und behielten mit:1 die Oberhand Zwei Gastspiele absolvierte Schalke 04 auf der Roten Erde mit großem Erfolge. Am Samstag wurde der VfB. Bieleseld mit:2 geschlagen und am Sonntag bekam Teutonia Livpstadt eine Probe Schalker Fußballkunst zu kosten. Die Schalker trafen siebenmal ins Schwarze, während die Einheimischen nur einmal erfolgreich sein konnten. Im Niederrheinbezirk stand das Entscheidungsspiel um die Meisterschaft der Gruppe A im Vorgerund der Geschehnisse. Verdient siegte Duisburg 99 über Duisburg 08 mit:1 nach hartem Kampf— Union Krefeld trug am Samstag gegen die Würzburger Kickers ein Freundschaftsspiel aus und konnte mit:1 siegreich bleiben. * Im Berg.=Märk. Bezirk machten die Grupvenmeister den ersten Gang um die Bezirksmeisterschaft. Knapv aber verdient behielten die Fortunen über den ViL. Benrath die Oberhand. und zwar mit:2. In den weiteren Punktespielen siegte Eller 04 erwartungsgemäß mit:0 über den Tabellenletzten•0. Hilden 03 kehrte wider allen Erwartungen aus Lüttrinahausen mit einer:=Niederlage heim. Turn Düsseldorf fertigte den SSV. Oberkassel mit•1 ab und der SSV Elberfeld mit :1 den BV. Düsseldorf 04. Im Freundschaftsspiel mußte Ratingen 04 mit:5 vor Essen=West 81 kapitulieren. Aus den übrigen Landesverbänden. Berliner Fußball. Das größte Interesse der Berliner Fußballspiele am Wahlsonntag fand die Begegnung zwischen BlauWeiß und Tennis=Borussig, die 4000 Zuschauer angezogen hatte. Die Berliner Meisterelt gewann den Kampf verdient mit:1. Durch diesen Sieg steht Tennis Borussia wieder an der Tabellensvitze der Abteilung A. Die Entscheidung fällt erst am kommenden Sonntag in dem Kampf zwischen Blau=Weiß und Viktoria 89.— Wacker 04 besiegte Wedding knanp mit :1.— In der Abteilung B brachte es die Bewag fertig, den Ballspielnerein Luckenwalde mit:3 abzufertigen. Hertha BSC. hatte mit Ersatz für Sobeck. Hahn Ruch und Gehlhaar menig Mühe, die absteigdenden Preußen mit:0 zu schlagen. Start zur Baltenmeisterschaft. Leite=Piste Ian mie ssie? n. Die Gerätemeisterschaften des Kuhrgaues. luch sonst: erfreuliche Erfolge. Im Saal des„Burgacher“ in Duisburg fanden sich Sonntagnachmittag die Turner und Turnerinnen des Ruhrgaues ein, um die Besten zu ermitteln Etwa 80 Turner und Turnerinnen traten zu diesem Kampf an. der dem Sieger die Ehre des Meistertitels bringen sollte. Zehnkampf der Turner. Bei den Turnern der ersten Abteilung war von den Gelsenkirchenern Dembinski vom Tus Gelsenkirchen 3 der Beste. Er war derjenige, der einen Kranz erzielen konnte, während Henrichs vom gleichen Verein sehr viel Pech hatte und die zu einem Kranz nötige Punktezahl nicht erreichte. Meister des Ruhrgaues wurde der Essener Fleckhaus. der 185 Punkte für sich beanspruchen konnte. Auch den Zweiten stellten die Essener in dem Turner Deppe, der 170 Punkte schaffte. Als Dritter ist dann Stein von Duisburg zu nennen, der den Gelsenkirchenern vom Städtewettkampf noch bekannt sein sollte und 165.5 Punkte erreichte. Dembinski vom Tus Gelsenkirchen 3 erzielte 141 Punkte und kam auf den 5. Platz. In der zweiten Abteilung waren die Gelsenkirchener etwas besser und hatten auch hier den nötigen Erfolg. Als erster ist Meier vom To Rüttenscheid zu nennen, der 170 Punkte erreichte. Theiße von Duisburg=Neuenkamp folgte ihm dichtauf und schaffte 167.5 Punkte. Den dritten Platz belegte dann der Turner Bary vom Tv. Ueckendorf. der seine Uebungen sehr gut durchturnte und besonders mit seiner Barrenübung Anklang fand. 165.5 Punkte erkannte man ihm zu. Weiter folgte von den Gelsenkirchenern als 10. Marczinke vom Tv. Ueckendorf mit 150 P. 14. Klein vom Tus Gelsenkirchen 3 und Matheusek vom Tklb Gelsenkirchen 74 je mit 141 Punkten., 16. Spittka vom To. Ueckendorf 135 P. und 17. Mander vom Tklb. Gelsenkirchen 74 mit 133 P.— In der dritten Abteilung stellen die Hiesigen den Zweiten mit 157,5 Punkten. Hier ist es Wildenhues vom Tus Gelsenkirchen 3. der sich behauptete. Siebenkampf der Turnerinnen. Bei den Turnerinnen hatten die Gelsenkirchener die Meisterin in ihren Reihen. Lotte Pisko vom Tklb. Gelsenkirchen 74 zeigte sich von ihrer besten Seite und schaffte mit 112 die höchste Punktezahl, um die Meisterehren für sich in Anspruch nehmen zu können Aber nicht nur sie hatte Erfolg, auch eine ganze Reihe Turnerinnen vom Tklb. Kray sicherten sich einen Kranz. In der zweiten Abteilung erzielten folgende Turnerinnen die zu einem Kranz erforderliche Punktezahl: 1. Dillmann, Tv. Rüttenscheid. Schudnagis. Tbd. Ueberruhr, je 114, 2. Janutta vom Tklb. Kray 113. 4. Wacker 108, 5. Geisler 106.5 Punkte.(ma) Randbal der Seischktrencher-Türher! Tv. Heßler— WTSV. Hugo:5 Die Gäste spielten in der ersten Hälfte mit dem Wind, und zudem zeigten sie einen starken Eifer. Da die Heßleraner sich in der ersten Hälfte nicht recht finden konnten, gab es eine ziemliche Ueberlegenheit der Gäste, die beim Wechsel mit:3 führten und kurz nach Wiederbeginn das Ergebnis sogar auf:4 stellten. Dann aber machten die Heßleraner sich langsam frei, während bei den Hugoleuten der Zusammenhang etwas riß. So gab es einen knappen Sieg der Heimischen nach einem gleichwertigen Spiel. WTSV. Gelsenkirchen— Tbd. Beckhausen:7. Die Beckhausener zeigten ein technisch schönes Spiel. In der ersten Hälfte wehrten sich die Lehrlinge noch einigermaßen, so daß Beckhausen nur ein Tor erzielte. Dann aber war die heimische Hintermannschaft durch die dauernde Abwehrarbeit stark ermüdet. Bei den Gästen gab es in der ganzen Mannschaft keinen schwachen Punkt, während beim Platzverein die ersatzgeschwächte Verteidigung und der Lauf an der hohen Niederlage die Hauptschuld tragen. „Tv. Wattenscheid— Tv. Schalke 77:1. Die Schalker hatten ihre Mannschaft umgestellt und der Erfolg blieb nicht aus. Man lieferte dem Gegner ein schönes Sviel, das manchmal leicht im Zeichen der Schalker stand. Vielleicht wäre für den Gast ein knapper Sieg herausgekommen, doch hatte er mit seinen Torwürfen reichlich Pech. Wattenscheid zeigte, wie immer eine starke Beständigkeit Das Sviel der zweiten Mannschaften endete mit einem:=Siege der Wattenscheider. Tklb. Bismarck— Tv. Heßler 2:0. Die Bismarcker haben einen Sieg erkämpft, der auch in dieser Höhe wegen des starken Eisers vollkommen verdient ist. Besonders der Halblinke des Platzvereins der neu in die Mannschaft hineingenommen ist bewährte sich sehr gut. Heßler war technisch nicht schlecht, sogar besser als der Gegner, doch fehlte der Rannschaft der Kampfgeist, der zum Sieg unbedingt Voraussetzung ist. Turnfestrunde der Fußballer. Blau=Weis Schalle— Fortuna Gelsenkirchen:0. Gleich nach Beginn legten die Mannschaften in schnellem Tempo los und dieses sorsche und energische Spiel hielt die ganze erste Hälfte hindurch an, ohne daß aber auf der einen oder anderen Seite Erfolge erzielt worden wären. Blau=Peiß Schalle steigert dann seinen Eifer. während die Fortunen etwas zurückfallen, ohne daß aber der Platzverein zu Toren kommt. Erst ein Strafstoß. der vom Mittelstürmer durch scharfen Schuß verwandelt wird, bringt eine:=Führung. Die Fortunen kommen dann noch einmal kurz auf, aber die Hintermannschaft der Blau=Weißen ist auf der Höhe. Gegen Schluß wurde die Ueberlegenheit des Platzvereins manchmal sehr groß, doch die Torlatte und der Pfosten retteten die Fortunen mehrfach. Tam. Dahlbusch— Reichsbahn Bismarck:0. Nach normaler Spielzeit hieß das Ergebnis:0, doch in der Verlängerung schoß der Halblinke des Platzvereins schon nach der ersten Minute ein. Die Mannschaften waren sich im großen und ganzen ebenbürtig und lieferten sich einen schönen Kampf. Reichsbahn Bismarck stellte eine ausgeglichene Elf. Bei Dahlbusch fiel der Halblinke angenehm auf, der auch das Siegtor trat. * Turner=handballmeisterschaft von Wesisaten. In Westfalen=Lippe stehen jetzt die Gruppenmeister fest, nachdem am Sonntag die beiden rückständigen Spiele erledigt worden sind. Weilinghoven mußte sich Jahn Minden mit:5 beugen und Tkl. Wanne gab dem MBV. Linden mit:9 das Nachsehen. Die Vorschlußrunde, die am nächsten Sonntag zum Austrag gelangt, sieht folgende Paarungen vor: VfL. Hagen gegen Tklb. Wanne: Germania Eilve gegen Jahn Minden. Die Sieger bestreiten einen Sonntag später das Endspiel. * Westfalia 1884 Buer— WTSV. Westerholt:4. Die Westfalen standen Sonntag aus eigenem Platz dem WTSV Westerholt zum Rückspiel gegenüber. Die Bueraner siegten mit:4. Nach ungefähr zehn Minuten Spieldauer gingen die Westerholter in Führung und konnten schon kurz darauf auf:0 erhöhen Jetzt besann sich Westfalia und erreichte schließlich den Ausgleich. Mit:3 wurden die Seiten gewechselt. Nach der Pause nahm das Spiel sehr harte Formen an. Westerholt kommt in der zweiten Halbzeit zu seinem 4. und letzten Tor. das der Halbrechte der Westfalen aber bald darauf ebenfalls wirft. Nach einem kräftigen Endspurt gelingt es den Westfalen sogar, das Ergebnis auf:4 zu erhöhen.— Die 2. Mannschaft Westfalias siegte über die Gäste mit dem Ergebnis von:0. Nach dauernd überlegenem Spiel werden die Seiten gewechselt, als das Ergebnis.:0 steht. In der zweiten Halbzeit kann noch auf 810 erhöht werden, während Westerholt nicht einmal zu seinem Ehrentreffer kommt.(c) Die Endrunde um die Baltenmeisterschaft begann am Sonntag mit dem Sviel zwischen dem zweiten Vertreter von Ostvreußen und Grenzmark. Prussia Samland Königsberg und Preußen Danzig. Obwohl der Platz in Danzig keineswegs den Anforderungen eines so wichtigen Meisterschaftstreffens entsprach, bestanden beide Mannschaften auf Austragung. Prussia Samland gewann vor 1500 Zuschauern mit:3 Die süddeutsche Meisterschaft. Bei den süddeutschen Endspielen gab es am Wahlsonntag einige Ausfälle. Abgesagt wurden die Sviele Fürth—München 60 und Union Böckingen gegen Phönix Karlsruhe. In den ausgetragenen sechs Spielen wurde hart gekävft: Ueberraschungen blieben aus. Allerdings büßte in der Abteilung 1 der 1. FC. Nürnberg durch ein:0 gegen Phönir Ludwigshafen einen wertvollen Punkt ein. Die 5000 Zuschauer sahen ein Sviel der vervaßten Gelegenheiten. Beide Angriffsreihen boten sehr mäßige Leistungen.— Der Deutsche Meister Bavern München mußte mit voller Kraft spielen, um vor 8000 Zuschauern seinen Sieg über den FK. Pirmasens mit:2 sicherzustellen. Der 1. FC. Kaiserslautern tat den bayerischen Vereinen den Gefallen. dem SV. Waldhof Mannheim ein:1 abzutrotzen. Die Tabelle in der Abteilung 1 hat jetzt folgendes Aussehen: 1. München 60 12:2 Punkte. 2. 1. FC. Nürnberg 12:6. Waldhof Mannheim 11:9. Bayern München 10:6. Sv. Vag. Fürth:7. In der Abteilung 2 haben sich die beiden Frankfurter Mannschaften Eintracht und Sportverein einen klaren Vorsprung gegen die nachdrängende württembergisch=badische Konkurrenz gesichert. Eintracht siegte in Mainz über den dortigen FSV. 05 erst nach hartem Kampf mit:1. FSV. Frankfurt besiegte Wormatia Worms mit:1 und ist damit anscheinend aus seiner Pechsträhne heraus. Zwei wertvolle Punkte und damit den Anschluß an die Svitzengruppe büßte die Stuttgarter Kickers in Karlsruhe ein. wo sie vom Karlsruher FV mit:0. allerdings nicht ganz verdient, geschlagen wurden. In der Tabelle der Abteilung 2 führt die Eintracht mit 13:5 Punkten knapp vor dem FSV. Frankfurt mit 12:6; es folgen Stuttgarter Kickers mit 10:8. In Mitteldeutschland. Mit einigen Svielen der Vorrunde wurde am Sonntag die mitteldeutsche Fußballmeisterschaft in Angriff genommen. Da noch nicht alle Gaumeister feststehen gab es nur kleine Vorgefechte. Mit Klassenunterschied gewann der SC. Erfurt gegen den Meister des Eichfeldgaues. VfL. Duderstadt mit 13:1. Der VfB. Glauchau schaltete den Erzaebirgsmeister Sturm Beierfeld mit:0 aus und Viktoria Zerbst warf Singer Wittenberge mit:1 aus dem Rennen. Wacker Gera gewann gegen Wacker Gotha mit:1 und TuR Weißenfels siegte über VfL. Bitterfeld mit:1. In den Pokalspielen der 6. Runde bewies der Dresdner SC. seine wiederansteigende Form durch einen Bombensieg von 11:1 über den keineswegs schlechten Zwickauer SC. Der Pokalverteidiger SuBC Plauen gewann dagegen nur knavv mit:1 über Steinach 08. Mit dem gleichen Ergebnis triumphierte der Riesaer SC über Fortuna Leinzig.— In Nordwest=Sachsen ist der langwierige Meisterschaftskampf endlich beendet. Wacker Leinzig holte sich mit:1 die noch fehlenden Punkte von Eintracht Leipzig und verteidigte damit den Gaumeistertitel erfolgreich. Zur norddeutschen Meisterschaft gestartet. Von den vorgesehenen vier Svielen in den einzelnen Gruppen um die norddeutsche Fußballmeisterschaft kamen nur drei zum Austrag. In allen drei Kämpfen gab es nur knappe Ergebnisse. VfB. Peine schlug Werder Bremen nur:1. Torlos endete der Kamp' zwischen Hannover 96 und Union Altona. Ein zweites Unentschieden gab es in dem Kampf zwischen BfB. Komet und Algermissen 11. die sich:1 trennten Hamburgs neuer Fußballmeister heißt Altona 93. der im Entscheidungsspiel am Sonntag von 15.000 Zuschauern den Hamburger SP. mit :1 besiegte. Erst in der Verlängerung schoß Jentsch das Siegtor für Altona. Fünfter Hamburger Vertreter bei den norddeutschen Endsvielen wurde Eimsbüttel durch seinen Sieg über Uhlenhorst Hertba. Die südostdeutsche Meisterschaft. Mit nur zwei Spielen wurde am Sonntag die Endrunde um die südostdeutsche Fußballmeisterschaft im Kreise 1 fortgesetzt. In Breslau siegte Vorwärts Rasensport Gleiwitz etwas glücklich mit:1 über den Breslauer FV. 06. Die Oberschlesier liegen nach 5 Spielen noch ungeschlagen an der Tabellenspitze. Der Titelverteidiger Beuthen 09 gewann zwar in Hoyerswerda mit:2. aber bis 10 Minuten vor Schluf stand der Kampf noch:2, erst dann klappten die Niederlausitzer zusammen und mußten sich in dem kurzen Zeitraum noch vier Treffer gefallen lassen. Das einzige Spiel im Kreise 2 zwischen Gelb=Weiß Görlitz und dem SC. Jauer siel wegen der schlechten Platzverhältnisse aus. Abschluß des Dortmunder Reit- und Fahrturniers. Das große Westfalenturnier des Reichsverbandes für Zucht und Prüfung deutschen Warmblutes in der Dortmunder Westfalenhalle wurde trotz der wirtschaftlichen Notzeit zu einem vollen Erfolg, denn auch am Sonntagabend wohnten etwa 5000 Interessenten dem abschließenden Jagdspringen um den Preis der Provinz Westfalen in der Klasse SA bei. Wie schon an den Vorabenden. so gab es auch diesmal gute Ritte und ausgezeichnete Leistungen der Pferde zu sehen. Gesamtsieger bei dem aus vier Abteilungen bestehenden Jagdspringen wurde Holst auf„Eglo“ vor v. Salviati auf„Faktotum“. Jagdspringen um den Preis der Provinz Westfalen: 1. Abt: 1. Oblt= v. Salviatis Faktotum(Bes.) 0 Fehler. 81.1 Sekunden:? Hptm. Feuchtingers Gina(Frau v. Hartlieb) 0 Fehl. 86.2 Sek.: 3. v. Sydows Abendglanz 4 Fehl.. 87 Sek.(8 Teilnehmer) Toto: Sieg 91:10. Platz 42 38. 18:10.— 2. Abt.: 1 Pol.=Proy; Reitlehrgang Krefeld Olaf(Pol.=Obm Schmidt) 4¼ Fehl. 91 Sek.: 2 B. Behrs Eichenkranz(Obl. v. Sahla) 8 Fehl. 85.2 Sek.: 3 Tattersall Beermann Flamme (Frau Franke) 10½ Fehl., 104 Sek.: 4. G. Landes Welsblüte(Bes.) 12¾ Fehl 973 Sek(11 Teilnehmer). Toto: Sieg 57•10. Platz 11. 19. 13 22:10.— 3. Abt.: 5 Abt. 3 AR. Fansare(Lt. Schlickum) 3 Fehl., 84.4 Sek.: 2 Frl. Broscheks Senator(v. Salviati) 8 Fehl., 78 Sek.: 3. Langes Torville(Bes) 8 Fehl., 94 Sek.; 4. Frau Dr. Pivo=Rahms Sigmund 2 (Kordes) 11¾ Fehl., 103.3 Sek.(12 Teilnehmer). Toto: Sieg 93:10. Platz 37. 30. 62. 49:10.— 4. Abt.: 1. Stall Georgens Egly(Holst) 0 Fehl., 88 Sek.: 2. 5. Abt. 3. AR. Gisela(Lt. Schlickum) 4 Fehl., 78.3 Sek.: 3. Oblt. Bushes und v Sydows Baigzzo(v. Sydow) 4¾ Fehl., 912 Sek.(9 Teilnehmer). Toto: Sieg 95:10. Platz 20. 18. 19:10. Stechen um den Sieg: 1. Ealy(Holst) 5 Fehl.; 2. Faktotum(v. Salviati) 8 Fehl. 60 Sek.: 3. Gina(Frau v. Hartlieb) 8 Fehl., 65 Sek.: 4. Fanfare(Lt. Schlickum). 2 Rot=Weiß Dahlhausen— Turnerklub Gelsenkirchen 1874:7. Die Dahlhausener Rot=Weißen erlebten Sonntag auf eigenem Gelände eine recht unangenehme Ueberraschung. Die 74er führten ein vor allen Dingen taktisch glänzendes Sviel vor. Sie kämpften nur mit vier Stürmern, den fünften verwendeten sie in der Läuferreihe, die noch dazu in der ersten Halbzeit mit Ausnahme des Mittelläufers reichlich defensiv spielte. Hierdurch erzielten die Turner, daß der Gegner seine Mannschaft stark nach vorn warf und sich müde lief. ohne zu Erfolgen zu kommen. Dann aber auch stand den Gästestürmern durch diese Taktik nur noch eine zahlenmäßig recht schwache Verteidigung gegenüber. die leicht zu überspielen war. Schon bald nach Svielbeginn konnte der Gelsenkirchener Halbrechte den Führungstreffer anbringen. Kurz darauf erzielte der Rechtsaußen den zweiten Erfolg. dem der Mittelstürmer noch vor der Pause den dritten folgen ließ. Nach Wiederanfang traten bald beim Gastgeber große Ermüdungserscheinungen auf. Die Gäste verschärften das Tempo und drängten stark. In kurzen Abständen fielen durch den Mittelstürmer. Rechtsaußen. Halbrechten und Linksaußen noch vier weitere Tore, womit sich die Turner dann zufrieden gaben. Die Gastgeber kamen gegen, Schluß ein wenig auf, doch blieben ihm Erfolge versägt. Auch die rot=weißen Damen konnten trotz sehr eifrigen Syielens eine:=Niederlage nicht verhindern. Die Gästedamen waren in großer Form. Alle drei Tore schlug die sonstige Halbrechte die dieses Mal für Fürstenberg die Sturmführung übernommen hatte. Das Ehrentor hätten allerdings die Rot=Weißen verdient gehabt: es war ihnen aber nicht möglich, durch die Gelsenkirchener Hintermannschaft, in der die linke Verteidigerin eine glänzende Partie lieferte, hindurchzukommen. Versammlungs-Kalender der Parteien ulw. Die Sspaltige Kolonelzeile kostet 20 Rpi. Mitteilungen sind auf je 5 Zeilen zu beschränken und mindestens? Tage vor der beabsichtigten Aufnahme an die Geschäftsstelle unserer Zeitung einzusenden. Schalker Frauenbund. Donnerstag Versammlung bei Laarmann. Schalkerstraße 159. Herr Berthold hält einen Vortrag. Gäste willkommen. Kaffee wird gereicht. Tassen mitbringen. Kuchen im Saale käuflich. Frauengruppe 2BP. Altstadt. Donnerstag 15 Uhr Handarbeitsstunde bei Nettebeck. 16 Uhr Versammlung. Kaffee wird gereicht. Gäste willkommen. Das Kranzgeld für das verstorbene Mitglied wird eingesammelt. Bund Königin Luise, Bez.=Grupve Schalke. Heute 20 Uhr im Lokale Schenk. Pflichtversammlung. Besprechung Geburtstagsfeier. Gäste willkommen. Frauengruppe DBP. Schalke. Donnerstag 15.30 Uhr Versammlung im Evang. Vereinshaus. Grillostraße 110. Vortrag von Herrn Wuvver(Horst). Anmeldung der Geburtstage des 1. Quartals. Bund Königin Luise. Bezirksar. Ueckendorf=Neustadt. Mittwoch 20 Uhr Pflichtversammlung bei Husmann (Vertr. Evers), Ecke Nord= und Ueckendorferstraße. Gäste willkommen. Der Stahlhelm BdF., Kreis Alt=Gelsenkirchen. Heute Wehrturnen in der Turnhalle. 2. Zug der Aktiven= und Reserve=Kompanie. Dienstanzug mit Turnzeug. Antreten 20.15 Uhr. DBP. Frauengruppe Bismarck=West. Heute 16 Uhr bei Heiden. Luisenstraße. Versammlung. Anschließend Handarbeitsstunde. Deutsche Volkspartei Altstadt und Neustadt. Alle Obleute. Vertrauensversonen Helfer und Helferinnen der Ortsgruppe. Frauengruppen und Jugendgrunven werden gebeten Mittwoch 20 Uhr zu einer Versammlung im Lutherzimmer des evang. Vereinsbauses der Altstadt. Vereinsstraße 58. zu erscheinen Die Stadtverordnetenwahl steht zur Besprechung. Es darf niemand fehlen.— Deutsche Volkspartei Schalke. Mittwoch 20 Uhr im evang. Vereinshaus Schalke. Grillostraße 110. gemeinsame Versammlung der Ortsgruvve mit der Frauenund Jugendgruppe. Stadtverordneter Graumann spricht über die letzte Stadtverordnetenversammlung. Wer hat praktische Arbeit geleistet? Um allseitiges Erscheinen wird gebeten. Bund deutscher Frauen Gelsenkirchen. Donnerstag 15.30 Uhr bei Winkler Versammlung. Es wird erinnert an die Handarbeitsstunde und die Einzahlung für die Fahrt nach Königswinter. Kaffee wird gereicht. Tassen und Zubrot mitbringen. Gelsenkirchener Frauenverein. Donnerstag im Saal Schwietering 15 Uhr Versammlung. Kaffee wird gereicht. Tassen und Zubrot mitbringen. Jungdeutscher Orden. Gefolgschaft Ueckendorf=Neustadt. Heute 20.15 Uhr in Wattenscheid. Wirtschaft „Jägerhof“. Gertrudisstraße Hefolgschaftsabend mit Gästen.„Was wurde in der Landnahme bisher erreicht, was hat weiterbin zu geschehen?“ der deutschsprachigen Presse.V. Dienstag, den 7. März 1933 Allgrmeten Heitung ***** 4 Wcc.**„*.*.. Ein verdächtiger Russe an der Grenze festgenommen. Verdächtige Brandwunden. An der Grenze bei Frinasbaus wurde ein Mann festgenommen, der sich dadurch verdächtig machte. daß er am Samstagabend ein Telegramm nach Paris aufgegeben hatte. Bei dem Mann wurden an Händen und Armen Brandwunden festgestellt. die die Vermutung austauchen ließen daß der Mann. der nach seinen Angaben ein in Berlin ansässiger russischer Emiarant ist. mit der Reichstagsbrandstiftung im Zusammenbang gebracht werden könne. Als Grenzbewohner die Polizei verständigten. flüchtete der Mann auf belgisches Gebiet. konnte aber später auf deutsches Gebiet abgedrängt und festgenommen werden. Die Ermittlungen sind noch im Gange. Deichbruch und Ueberschwemmung in England. Im südlichen Vorkshire sind die Deiche des Flusses Don durchbrochen, wodurch eine riesige Ueberschwemmung entstanden ist Hunderte von Familien sind in ihren Häusern vollkommen von der Außenwelt abgeschnitten. so daß ihnen in Booten Nahrungsmittel gebracht werden mußten. Vielfach ist die Strömung so reißend. daß Boote nicht dagegen anrudern können. In Bendley ist es 3000 Ar.beitern unmöglich gemacht, sich zu ihrer Arbeitostelle zu begeben. Bürgermeister Cermal gestorben. Das Ovfer des Anschlags auf Roosevelt. Wie aus Miami gemeldet wird. ist der bei dem Anschlag auf Noosevelt ichwerverletzte Bürgermeister von Chicago. Cermak. nunmehr gestorben Bereits am Sonntag hatte sich sein Zustand von Stunde zu Stunde verschlechtert. Er erkannte weder seine Töchter noch die Verwandten. Bürgermeister Cermak war insbesondere durch seinen energischen Kampf gegen das Verbrecher= und Schmugalerunwesen in Chicago bekannt geworden. hakenkreuzfahne auf weiteren Rathäusern. In der Nacht zum Sonntag wurde auf dem Turm des Rathauses in Lennev von Nationalsozialisten die Hakenkreuzfahne gehißt. Auch auf dem Rathaus in Remscheid wurde in der Nacht zum Montag von Nationalsozialisten die Hakenkreuzfahne aufgezogen. Montagvormittag wurde von der SA. auf dem Turm des Duisburger Nathauses die nationalsozialistische Flagge gehißt. In einer darauf stattgesundenen Besprechung ist eine Verständigung erzielt worden und der Oberbürgermeister hat sein Einverständnis dazu gegeben, daß die Flagge am heutigen Tage auf den Rathäusern von Duisburg und Hamborn gehißt wird Es ist ferner eine Vereinbarung dahin getroffen worden, daß die Flaggen am Dienstag um 10 Uhr wieder feierlich eingeholt werden. In den frühen Morgenstunden wurde in Bochum durch SA. auf mehreren öffentlichen Gebäuden die Flagge der NSDAP. gehißt und zwar auf dem Rathaus, der Post, dem Landrats= und Knappschaftsgebäude. Aus Westsaten und Ehennprevinz. Feuerüberfall auf zwei Bergleute. Dortmund, 6. März. „Wie, die Polizei meldet, wurde am Montag gegen .30 Uhr im Fredenbaumerwald auf zwei mit dem Rade zur Arbeit fahrende Bergleute geschossen. Der Bergmann Gustav Agata aus Dortmund=Deusen wurde so schwer verletzt, daß er ins Krankenbaus geschafft werden mußte. Im ganzen wurden von den Schützen. die sich im Gebüsch versteckt hatten, etwa zehn Schüsse abgegeben. Die Polizei suchte sofort den Wald ab. konnte aber von den Tätern nichts mehr entdecken. Feuerwehr wurde beschossen. Hagen, 6. März. In der vergangenen Nacht kurz vor 2 Uhr wurde die Feuerwehr zu einem Brande eines Wochenendhauses gerufen. Als die Feuerwehr mit den Löscharbeiten beschäftigt war, fielen etwa sieben Schüsse. Zwei Schüsse wurden auf die Motorspritze. fünf auf die Wehrleute abgegeben. Verletzt wurde glücklicherweise niemand. Die Polizei nahm sofort die Verfolgung der Täter auf. die jedoch vergeblich war. Zwei Kommunistenführer erschossen. Oberhausen, 6. März. Wie wir erfahren, wurden am Montag um 6 Uhr die inhaftierten Kommunistenführer de Longewille und Classen bei einem Fluchtversuch auf dem Hofe des Realgymnasiums in Oberhausen erschossen. Classen hat einen Kovfschuß. de Longewille einen Brustschuß. Die polizeilichen Ermittlungen sind eingeleitet. Schwere Brandstiftungen im Kreise Bergheim. Köln, 6. März. In der Nacht zum Montag brach in den Sindorfer Glaswerken im Kreise Bergheim ein Großfeuer aus. Das Feuer flammte gleichzeitig unter mehreren Detonationen auf. Der Nachtwachter wurde von den flüchtenden Brandstiftern beschossen. Die Feuerwehren aus Sindorf und Herrem. die Motorspritzen des Kreises und der Rheinischen AG. verhinderten ein Umsichgreifen auf die Glashütte. Das Hauptlagergebäude brannte nieder. Es gelang jedoch, den großen Benzinbehälter vor der Explosion zu sichern. Sieben Kommunisten wurden unter dem Verdacht der Brandstiftung festgenommen. In der Nacht zum Sonntag wurde in Zieverich (Kreis Bergheim) das Gehöft eines protestantischen Pfarrers von Kommunisten angezündet. Vier Kommunisten sind festgenommen. Ungefähr zur gleichen Zeit versuchten bisher unbekannte Täter aus Schloß Schlenderhahn in Vergheim, ebenfalls einen Brand anzulegen. Als die Branoutister von einem Stahlhelmer überrascht wurden, gaben sie Schüsse ab und schlugen den Stahlhelmer zu Boden. Ein Hünengrab aus der Steinzeit entdeckt. Bingen, 6. März. Auf der Strecke von Gensingen nach Grolsbeim wurde beim Ausmachen eines Nußbaumes ein Grab aus der Steinzeit entdeckt. Das Grab liegt ungefähr .50 Meter unter der Erdoberfläche. In dem Grab wurden neben Menschenknochen Scherben großer Krüge und einer kleinen zierlichen Schale gefunden. Die Scherbenreste des kleinen Schälchen weisen ein geschnitztes Ornament auf. das man bisher in unserer Gegend noch nicht antraf und das auf südlichen Einfluß hindeutet. Ig 1. Hass Große WerbeWoche bei Erdbeun. 1000 de bab. sich schen davon überseugt, daß man eich bei mir für wenig Geld elesent und gut einbleiden hann Auch Sehönnen jetst ein netwendiges Kleidungestück bei mir heuten, ich brit ge di se Woche einen gtoß. Gelesenbeits posten elegeale neue und bessere, wenig getragene Anzüge, Smokinge u. 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Dr. Ludwig Bach: Atmungsund Haltungsgymnastik .00 Wettervorhersage und Zeitangabe .05—.00 Morgenkonzert(Schallvlatten) .00 Wiederholung der Wettervohersage, Zeitangabe a0 UP- 2½serstandemeldungen 10.00 Erste Meldungen. Zeitangabe und Wasserstandsmeldungen 10,05—11 15 Mensch und Welt. Gemeinschaftsempfang für Arbeitslose 10.10—10 50 Schulfunk für Schüler vom 12. bis 15. Lebensjahr Jugend musiziert Mitwirkende: Chor der Luisen=Mittelschule in Bielefeld. Leitung: Mittelschullehrer W. Heidemann: Orchester der Lessing=Oberrealschule in Bielefeld. Leitung: Studienrat W. Oetzmann 1. Langsamer Satz aus der TrioSonate Nr. 4 Steffani 2. a) Innsbruck, ich muß dich lassen Isaak b) Wie schön blüht uns der Maien * K„kand 91.#., Sat von Götich c) wolben erstand die Sonne Madrigal von Gastoldi d) Nun laßt uns tanzen, springen Madrigal von Morler 3. Erster Satz aus einem Flötenkonzert.... g, von Mosart 4. a) Drei Laub auf einer Linden u K. 9ll.. J gäasr mos; Süt von Knad D. Es dlies ein Jager wohl in sein Horn..„ Satz von Götsch c) Wie lieblicher Klang Doppelchöriger Kanon MendelssohnBartholdo 5. Flötenduett(Allemande und Sara=. bande) Cbebeville 11.20—11.50 Funkwerbung mit Schallplatten 12.00—12.50 Schallplattenkonzert„ 12.50 Wetterbericht. Zeitangabe und Mittagsmeldungen I 13.00—14.30 Mittagskonzert. Leitung: Wolf 1. Deutschland Heil. Marsch 2. O Frubling, wie bist du schön. Walzer 3. Ouvertüre zur Operette„Der Overnball" 4. a) Einsame Nacht. Knfonische Andante irbarina. Tanzszene aus der Over„Die ver5. 6) Barbar Relodten inkene Glocke“ #ldus Lincke Heuberger Clemus Clemus Beipieb! „Der Lindsay Schmeling Taepe Fall Blon 6. a) Poranek Walzer=Intermezzo b) Spanischer Tanz 7. Festzug der Bacchantinnen 8. Potvourri aus der Overett fidele Bauer“ 9. Im=Zug. Galopp Gegen 14.00 Mittagsmeldungen II 14.30 Funkwerbung mit Schallplatten 15.30 Wirtschaftsmeldungen und Zeitangabe 15.50—16.20 Kinderstunde. Kasverltbeater. Liesel Simon: Kasperl unter den Wilden 16.20—16 30 Mitteilungen aus dem Schulfunk 16.30—17.00 Gegenwartsfragen der geogr. Wissenschaft und des geoar. Unterrichts. Universitätsvrofessor Dr. Fiedrich Metz: Die geogr. Aufgaben der „Grenzlandforschung 17.00—18.15 Vesperkonzert. Leitung: Wolf 1. Fest=Ouvertüre=Dur 2. Der ewige Verdi. Fantasie 3. Musikanten=Suite. sechs Orchesterstücke aus„Friedemann Bach“. 4. Morgenblätter, Walzer 5. Musik zu„Pole Ponvenspäler“. 6. Potvourri aus der Overette„Epg“ 18.15—18.45 Italienisch. Universitätsprofessor Dr. Heinermann 12.45—19.00 Wetterbericht. Zeitangabe. Mirtschaftsmeldungen und Sportvorbericht 19.00—19.20 Für den Landwirt. Landwirtschaftsrat Dr. Weber: Weidekoppeleinteilung im Kleinbetrieb 19.20—19.30 Vom Tage 19.30—19.55 Kreditfragen des Einzelhandels. Dr. Müser: Der Einzelhandel als Ki 19.55 Erste Abendmeldungen 20.00—20 45 Konzert auf zwei Klavieren Egbert Grave(Klavier), Dr. Karl Lenzen (Klavier) 1. Sonate=Moll für zwei Klaviere ov. 34 b„ Brahms 2. Marsch„ Nachmaninom Taxanteug. Rachmaninom Kalliwoda Morena Geislex Strauß Stierlin Lebar tredttgeber 20.45 „# Flucht vor der Freiheit vorspiel von Kred von Hoerschel börspiel von Fred von Hoerschelmann Spielleitung: E. W. Freißler a. c. Pegel Wolfaang Langhoff ank. Walter Richter Kaete Bierkowfki Paul Anel Ernst Ludwig Franken d. Polizeiabteilung Albert Oettexsbagen Junger Mann Kichard Weimar bas seiltige immen am Telephon: Sprecher im Hafenamt Leiter d. Polizeiabteilung Junger Warn 22.05 Letzte Meldungen. Bericht über Leben. Svortbericht — Soniuille— befindet, wurde eine Menge Waffen und Munition beschlagnahmt: darunter befinden sich zwei gebrauchsfertige Bomben und Dynamit nebst lieben Sorengkapseln. Die beiden Bomben sollten nach dem Geständnis des Täters in Umzüge der RSDAP. geworfen werden. Weiter fand man Karabiner, Armeevistolen zum Teil geladene Trommelrevolver bis zum Kaliber zwölf Millimeter. Schreckschußvistolen. Seitengewehre. Do che. feststehende Messer. Gummiknüppel. Schlagringe. Totschläger und Dietriche. Ein Verkehrslokai der KPD. wurde polizeilich geschlossen Beim Anhören von Wahlergebnissen erschossen. Trier, 6. März. In der Nacht zum Montag kam es in der Krahnenstraße zu einem blutigen Zwischenfall. In einer vor einem Lautsprecher versammelten Gruppe, die sich Wahlergebnisse anhörte, wurde plötzlich ein Schuß abgegeben, der einen jungen Mann tödlich traf. Die näheren Umstände der Tat werden zurzeit von der Polizei noch geprüft. Zehn Personen wurden zur Untersuchung des Sachverhalts festgenommen. Bochum, 6. März(500 Mark Belohnung.) Der Regierungspräsident in Arnsberg hat auf die Ermittlung der Täter. die am 28. Feoruar den Bergmann Cubulski auf der Weitmarstraße durch einen Pistolenschuß töteten. eine Belohnung von 500 Mark ausgesetzt. Es wird angenommen, daß Cubulski einem kommunistischen Anschlag zum Opfer gefallen ist. ss Willerungsberidn. Während in Nordeurova weiterhin strenges Frostwetter herrscht und aus dem nördlichen Finnland Temperaturen bis zu—33 Grad gemeldet werden. hält in Westdeutschland das frühlingsmäßig milde Wetter an. Zwar konnten die Temperaturen auch in der letzten Nacht allgemein bis in die Nähe des Gefrierpunktes. im Münsterland sogar einige Grade unter Null sinken. doch tritt bei südlicher Luftzufuhr und der jetzt schon starken Sonneneinstrahlung tagsüber rasche Erwärmung ein. Ohne wesentliche Ortsveränderung verharrt der Kern des umfangreichen ozeanischen Tiefdruckgebietes südwestlich von Island. Der neue Ausläufer, der gestern westlich von Irland auftauchte, hat England und Nordfrankreich erreicht, und sein Wolkenfeld macht sich bis zur Weser hin bemerkbar. Da die Wolken aber allgemein eine Tendenz zur Auflösung zeigen. wird nur vorübergehend Wetterverschlechterung eintreten. Vorhersage für Dienstag: Lebhafte südwestliche Winde, nur vorübergehend Eintrübung und leichter Regen. später wieder aufheiternd. Weiterhin mild. Wahrscheinliche Weiterentwicklung: Noch keine wesentliche Aenderung des berrschenden Witterungscharakters. Geschäftliche Mitteilung. Eine frohe Botschaft für die Besitzer falscher Zähne bedeutet die Erfindung von„Dentofix“, wodurch künstliche Gebisse bequem und sicher den ganzen Tag im Munde festgehalten werden. Wer sich darüber orientieren will, frage seinen Zahnarzt oder Drogisten. Informieren Sie sich! Verliner Borschstunmungsund. # Berlin, 6. März.(Drahtb.) Der Wahlsieg der Regierung löste an der Börse eine stürmische Aufwärtsbewegung aus. Das Publikum hatts auf allen Gebieten neue Kauforders erteilt, denen sich die Spekulation, die vor der Wahl ihre Engagements teilweise glattgestellt hatte, mit Rückkäufen anschloß. Die Kurssteigerungen waren teilweise beträchtlich, da so gut wie gar keine Abgeber vorhanden waren und die Nachfrage in der Hauptsache durch die vorliegende Limite befriedigt wurde. Die Ereignisse in Amerika konnten dio Stimmung nicht dämpfen. Man hat die amerikanischen Erklärungen, daß eino Aufgabe des Goldstandards nicht zu erwarten sel, mit Befrie-ligung vermerkt. Für den Dollar war international und in Berlin kein Kurs zu hören. Das Interesse erstreckte sich hauptsächlich auf Montan- und Aufbauworte. Auch der Rontenmarkt verkehrte in sehr fester Haltung. Alle Hoffnungen eind Hunmehr auf das Arbeitsbeschaffungsprogramm der Reichsregierung gesetzt, dessen Inangriffnahme durch die Schaffung Itabiler politischer Verhältnisse unmittelbar bevorstehen dürfte. Die Aufwärtsbewegung machte auch nach den ersten Kursen weitere Fortschritte. Farben notierten 116¼ bis 118(113¼). Siemens sogen um 5 Prozent an. Eletrische Licht & Kraft gewannen 4. Sehr fest lagen auch Tarifwerte. RWE(plus 4) überschritten den Kurs von 100 Prozent. Lahmeyer waren 2½ befestigt. Am Montanaktienmarkt waren Gelsenkirchen 2 Prozent, Harpener 3 Prozent. Ver. Stahl 2 Prozent, Rheinstahl 2 Prozent befestigt. Etwas niedriger nach den vorangegangene: Steigerungen eröffneten Rheinisone Braunkohlen(minus). Bayerische Motoren erreichten den Kurs von 100 Prozent(plus). Erdöl waren 8 Prozent befestigt. Auch Verkehrswerte wurden durchweg höher als in der Vorwoche besahlt. Am Rentenmarkt stiegen Altbesitz um 1 Prosent und Neubesitz um 40 Rpf. Krupp-Obligationen waren 1¾ Prosent. Mittelstahl-Obligationen 1 Proseat, Ver. Stahl-Obligationen# Prozent höher. Am Auslanderentenmarkt waren Lissaboner Stadtanleihe# Pros. befestigt. Tagesgeld entopannte sich auf 4½ Prozent. Essener Börsen-Tendenz. Die Börse eröffnete lebhaft und fest zu höberen Kursen, die Im Verlaufo noch weiter anzienon konnten. Von variablen Werten wurden KallAschereleben, Mannesmann und Rheinstahl zu höheren Kursen gehandelt. Am Koblenkuzenmarkt erzielten Deutschland höhere Kurse, Graf Schwerin wurden 25 BM höher gesucht. Am Braunkohlenmarkt hatten Bruckdorf-Nietelben Jebhaftes Geschäft und wurden zu letzten und etwas höteren Kursen aus dem Markte genommen. Die Börse schlos lebhaft und zu den höchsten Tageskursen. Neue Zölle für Eler und Käse gelten ab 11. März. Dio Verordnung über die Erhöhung des autonomen Zolles für Eier und die Einfuhr von Hartkäse tritt am 11. Märs 1933 in Kraft. Russischer Röhrenauftrag perfekt. Der russische Auftrag auf Lieferungen von 70000 Tonnen Röhren und Zubehörmaterial ist jetzt perfekt geworden, nachdem die Finanzierungsfrage durch die Uebernahme einer 60prozentigen Ausfallbürgschaft durch das Reich gelöst worden ist. Es wird schon für die nächsten Tage mit dem Eingang der Spezifikationen und der Auftragsverteilung auf die einzelnen Werke gerechnet. Steuergutscheine notierten am 6. März an der Berliner Börse: Fällig 1. April 34 98 Fällig 1. April 35 88% Fällig 1. April 36 81% Fällig 1. April 37... 77% Fällig 1. April 38 74% Viehmärkte. Dortmund, 6. März. Es waren aufgetrieben: 625 Großvieh, 36 Ochsen. 60 Bullen, 472 Kühe, 47 Färsen. 10 Fresser, 517 Kälber, 31 Schafe. 2113 Schweine. Ee wurde bezahlt für 50 kg Lebendgewicht: Ochsen: a) 29—32. b) 26—28. o) 22—25, Bullen: a) 29—31. b) 26—28. o) 28—25. Kühe: u) 28—30, b) 24—27. 0) 21—23. d) 16—20, Färsen: a) 30—83. b) 27—29. o) 24—26. Kälber: a) 40—43. b) 33—39, o) 23—82, Schweine: a) 43—44. b) 42—44. c) 40—43, d) 38—41, Sauen: 32—38. Marktverlauf: Großvich schleppend, in guten Tieren besser, geräumt. Kälber mittel, geräumt, Schweine anfangs rege, später geräumt. Essen, 6. Märs. Es waren aufgetrieben: 375 Großvieh, 27 Ochsen, 59 Bullen, 195 Kühe, 82 Färsen, 12 Fresser, 592 Kälber, 27 Schafe, 2313 Schweine. Es wurde bezahlt für 50 kg Lebendgewicht: Ochsen: a) 30—33. b) 26—29. Bullen: a) 30—32. b) 27—29, c) 24—26, Kühe: a) 28—30. b) 24—27. o) 20—23, d) 15—19. Färsen: a) 31—33. b) 28—30. o) 25—27. Kälber: a) 38—43. b) 30—37. o) 20—28, Schafe: a) 30—32, Schweine: a) 43—45. b) 42—45. o) 40—42, d) 36—39. Sauen: 36—42. Marktverlauf rubig. Elberfeld, 6. Märs. Ee waren aufgetrieben: 581 Großvich. 197 Ochse: 60 Ballen, 195 Kühe, 42 Fürsen. 37 Fresser 417 Kälber, 5 Schafe. 2292 Schweine. Es wurde bezahl für 30 kg Lebendgewicht: Ochsen: a) 32—84. b) 28—31. J' 24—27. Bullen: a) 28—30. b) 24—27. Kühe: a) 28—80. b) 24—27. e) 18—23. 4) 13—27 Färsen: a) 90—39. b) 25—29, Fresser: 20—24. Kälber: a) 40—43. b) 36—29. o) 24—34. Schweine: a) 48—40. b) 43—40. 6) 43—40. d) 40—82. 3) 36—39. Sauen: 34—38. Marktverlauf: In allen Gattungen anfangs rege, später abflauend. 1 Beitunn Dienstag, den 7. März 1933 Nachruf. Am 4. März 1933 starb bochbetagt der letzte Gemeindevorsteher der ehemaligen Gemeinde Buer Herr Gutsbesitzer Piecderotte. Vom Jahre 1901 bis zur Stadtwerdung Buers im Jahre 1911 hat er das arbeitsreiche und verantwortungsvolle Amt eines Gemeindevorstehers der damals größten preußischen Landgemeinde mit Tatkraft. Geschick und großem Erfolge verwaltet. Während seiner Amtszeit erlebte die Gemeinde ihre stärkste Entwicklung. Infolge der Verdoppelung der Einwohnerzahl innerhalb eines Jahrzehnts vollzog sich der Uebeigang von der Landgemeinde zur Stadt. Hierdurch ergab sich eine Fülle von Aufgaben, an deren Duschführung der Entschlafene regen Anteil gehabt hat. Trotz der stürmischen Entwicklung der gemeindlichen Verhältnisse blieb der Verstorbene der westtälischen Heimaterde fest verbunden und widmete sich mit besonderer Liebe und Sachkunde der Förderung der Ortsund Heimatgeschichte seiner Vaterstadt Buer. Sein kluger Sinn, sein aufgeschlossenes Wesen und seine mit strenger Sachlichkeit gepaarte ständige Hilfsbereitschaft gegen jedermann sichern ihm bei seinen Mitbürgern ein dauerndes. dankbares Gedenken. Der Oberbürgermeister der Stadt Gelsenkirchen. Ost- u. westpr. evangl. Arbeiterverein Bulmke. Wir erfüllen hiermit die traurige Pflicht, unsere Mitglieder von dem Ableben unseres langjährigen Mitgliedes Herm. Merchel in Kenntnis zu setzen. Die Beerdigung findet am Mittwoch, den 8. März, nachm. 3 Uhr, vom Trauerhause, Erichstr. 14, aus statt. Zum letzten Ehrengeleit versammeln sich die Mitglieder um 2½ Uhr im Vereinsloka! Voll. mer, Wannerstr. 134. Um zahlreiche Beteiligung bittet Der Vorstand. Danksagung. Für die wohltuenden Beweise liebevoller Teilnahme, die uns beim Heimgange meiner lieben Frau, unserer unvergeßlichen, lieben Tochter zutell wurden, sowie für die zahlreichen Kranzspenden. sprechen wir hiermit allen Beteiligten unseren herzlichen Dank aus. Gelsenkirchen, im März 1933. Familie Karl Rammelkamp Familie Albert von Hondratowitz Ihre Vermählung geben bekannt Heinz Feldmann Gertrud Feldmann geb. Plewka Gelsenkirchen-Erle, den 7. März 1933 Darlerstraße 16 Zwangsverlleigerungen Es werden öffentlich meistbietend gegen sofortige Barzahlung versteigert: Mittwoch, 8. März 1933, 10 Uhr, im Versteigerungslokal, Arminstraße 8: 1 Spiegel mit Konsole, 1 Fleischwagen, 1 Ladenkasse, 1 Ledertuchsofa, 2 Küchenschränke, 2 Büfetts, 2 Gasherde, 1Vitrine 1 Teppich, 1 Kredenz, 1 Schwein, 1 Fahrrad, 1 Kleiderschrank, 1 Waschkommode, 1 Korbgarnitur, 1Tisch Myrrhe, Obergerichtsvollz., Königgrätzerstr. 41. Mittwoch, 8. März, 10 Uhr: 2 Klaviere, 3 Büfetts, 2 Ausziehtische, Rohrstühle, 1 Plüschgarnitur, Teppiche Bilder, Polsterstühle, 2 Schreibtische, 2 Bücherschränke, 2 Kredenzen, 1 Sofa, 2 runde Tische, 2 Kronleuchter, 1 Badeofen, 1 Grammophon, 1 Radio=Apparat u. 1 Vitrine. Normann, Obergerichtsvollz., Essenerstraße 93. Wirtschafsverpachtung! mit Vereinszimmer. Saa! Kegelbahn. Gelsenkirchen Ottilienstraße 15. ist für sofort od. später an jüngere. tüchtige Fachleute gegen eine Hektoltternacht bei Gestellung von 1500 RM. 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Der Regimentsvorstand. 2 Zim.=Wohng. von berufstät. Leut. gesucht od. gegen 3 Zimm. zu tauschen gesucht. Ang. u. A. 3. 393 an Allg. 8. 3 Zimmer=Wohnung mit allem Zubehör zu verm. Zu erfr. Gewerkenstraße 90. =Zimmer=Etage m. Bad, Balkon, in bess. Hause, Stadtmitte, Bismarckstr. 78 zu vermieten. Iim.=Bohna. mögl. m. Mans. sucht ruh. Beamtenfamilie in gut. Hause, sich. Mietszahler.:7701 Zu erfr. Allg. Ztg. 1 u.=Zimm.=Wohn. und Wurstküche im Neub. z. 1. 4. an kindl. Fam. zu verm. Neuhüllerstraße 28 Kaufmann sucht z. 1. April abgeschloss. 4·9.=Wohng. in ruh. Hause(Neustadt od. unmittelb. Nähe). Sich. Mietszahler. Angebote mit Preis unt. A. Z. 372 an die Allg. Ztg. Herrschaftliche 5 Zimm.=Etage Gardeverein Unser Kamerad Johanniter vom 1. Satailen- /2Mansaro. Zimmer mit Bader., Balkon usw. Nähe Hptbhf. zu vermiet. Krüger Johanniterstraße 4. an ält. ruh. Leute zu verm. Schweisfurth, Luisenstr. 42 Großes leeres Zimmer an alleinst. Pers. od. kinderl. Ehepaar zu vermieten. 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Unser liebes Mitglied, Frau Mariha Pallats geb. Bowin ist im Alter von 60 Jahren heimgegangen. Die Beerdigung findet Dienstagnachmittag 4 Uhr vom Trauerhause, vom Steinstr., nach dem Hauptfriedhof statt. Um zahlreiche Beteiligung, insbesondere der Gesang=Abteilung, bittet Der Vorstand. Alleinsteh. Dame s. per sofort oder.4. großes Zimmer oder 2 Mansarden. Off. m. Preis u. A. 3. 404 an Allg. Ztg. Gul wobl. Zimmer zu vermieten. 7712 Georgstraße 15 I. r. In gutem Hause Schlafftelle billig zu vermieten. Olgastr. 27, 1. Et. r. Herd billig zu verkaufen. Wilhelminenstraße98 unten rechts. 7719 Kleiner, gebrauchter Zimmerofen billig zu verkaufen. Kaiserstraße 63. Ev. JungmädchenVerein Altstadt. Schon wieder nahm Gott der Herr eine aus unseren Reihen: Hedw. Patzkowski am Sonnabendnachmittag nach langem Leiden zu sich in die obere Heimat. Zur Beerdigung versammeln wir uns am Mittwoch, den MusikInstrumente Salten u. Bellandteile Ang. Richard Bahnhofstraße, Ecke Augustastr. 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Dolly Haas, Willy Forst in dem entzückend- graziösem Tonfilm: So ein .45,.00,.10 Uhr Der Film der prominenten Besetzung mit Lee Parry, Betty Amann, Otto Wallburg usw. .30,.45 Uhr Beigrogram Neuelonwochenichau Kassenöffnung 2 Uhr. Schäuburg 2 Großfilfhe! Dolores del Rio in dem deutschsprachigen Tonfilm Luana Ein Film zartester Erotik u dspannendster Sensationen. .40,.05..40 Uhr Heinz Rühmann Lien Devers, Ida Wüst, Max Adalbert, J. Falkenstein in dem Ufa-Lschschlager Lachende Erben .40,.10 Uhr Gloßes Belprogramm Wochent. ab.30 Uhr Sonntags ab 2 Uhr Sonntag fortlaufend Bekanntgabe der Wahlergebnisse Industrie-Kino Nur noch 3 Tage! Der spannendste Brigitte HelmAbenteuer-Tonfilm Die Herrin von Allantis .25,.45 Das Toliste vom Tollen. Harold Lloyd in seinem ersten deutschsprechigen Tonfilm: Filmverrückt .30,.55,.15 Uhr Beigrogramn Neuelonwochenichau Kassenöffnung 2 Uhr toin ondores lier semitteP, hat dis. Pszeigan uund nichsts audenos E crian RheumaMuskel- u. Nervenreißen 10rL0 60 deutin de n ohr Apothete aber nur Deu le# Herbin Stodin a vorten ergerehe iberescht sein! HO AUBERT WEBER MAGDEBURG 8 Mikrofilmarchiv der deutschsprachigen Presse.V.