m 1 1. Mlatt Nr. 1 31. Jahrgang Gelsenkirchener Conntag, den 1. Jannar 1933 Unabhängige Tageszeitung für sie Großstadt Gelsenkirchen Gelsenkirchener Generalanzeiger Amtliches Kreisblatt für Gellenkirchen Ansstons ulbt guchiftlicher dm 5 Raichsptennig, für ündmdrügs in Nachapfrunte z. Haflamen do Meichopieupce, ale Großstadt Gelsenkirchen Nuttliches kreisbial für Gessenkirchen Hauptgeichtitsstelle Bidenbruchstraße 27. m Buer Hochstraße 19.— Gebffnst von 8 Uhr vormittegs bis 7 Uhr abends.— Anzeigen=Annahme dis nachmittags 5 Uhr für die nächste Ausgabe— Lostscheck=Konto. Essen 13449,— Fernsprech=Auschluß: Geschäftsstelle und Schriftlettung 2 Al. 2= Geschastöstelle Dur Lanei— Ogrig:# a#t##tenbuct Gaise nircen. Deutschlands Weg in Die Zuliunt. Politische Betrachtung zur Jahreswende. Wieder gebt eines der Notjahre zur Rüste, die für unser einst so reiches und mächtiges Volk mit dem Weltkrieg eingesetzt haben, und noch ist der Blick in die Zukunft von dunklen Wolken verhüllt. Die launge Reihe dieser Notjahre bedeutet eine Schicksalsprobe, wie sie in solcher Schwere einem Kulturvolk von der Weltgeschichte selten gestellt worden ist. Denn es handelt sich um eine furchtbare Verkettung äußerer und innerer, materieller und geistiger Nöte. Der sichtbare Ausgangspunkt unserer gegenwärtigen Bedrängnis liegt in der äußeren Not: wir haben den Weltkrieg und damit unsere nationale Freiheit und Unabhängigkeit verloren: die Gegnerschaft unserer damaligen Feinde dauert an, und Haß und Mißtrauen begegnen uns auch bei vielen der ehemals neutralen und bei den meisten der neugegründeten Staaten Noch steben wir unter den Fortwirkungen der drückenden und entwürdigenden Bestimmungen des Versailler Diktats. Dieser äußeren Not begegnet nicht etwa ein geschlossener deutscher Abwlehrswille. Die innere Parteizerrissenheit ist niemals schlimmer gewesen. Das vergangene Jahr bat im Deutschen Reich mehr politische Morde gesehen als irgendeines seiner Vorgänger. Die Grundlagen unserer staatlichen Ordnung sind ins Wanken geraten; zwischen den Organen des Reichs, zwischen dem Reich und den Ländern berrscht Kampfstimmung. Wirtschaftlich und sozial bedeutet das Jahr 1932 einen Tiespunkt. Die Arbeitslosigkeit hat sich nur wenig gebessert. Und wenn die Zahl der geschäftlichen Zusammenbrüche abnimmt, so liegt das zum Teil daran, daß nicht mehr viel übrig geblieben ist, was zu zertrümmern war. Auch dieser Not steht kein gemeinsamer Wille zum Helfen gegenüber. Zwischen den Erwerbsständen spielt sich ein beftiger Kampf ab. Industrie und Landwirtschaft verfolgen entgegengesetzte Wirtschaftsziele. Im Handel trennen sich die Großund Kleinunternehmungen, und zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern ist eine Spannung erzeugt, von deren Gefährlichkeit der Berliner Verkehrsstreik ein warnendes Anzeichen war. Das Siegel auf unsere Not drückt die allgemeine Arte farseesWoerssen Neujahrserlaß an die Wehrmacht X Berlin, 31. Dez.(Drabtb.) Anläßlich des Jahreswechsels ist ein Erlaß an die Wehrmacht ergangen, der folgenden Wortlaut dat: Zum Neujahrstage spreche ich allen Angehörigen der Wehrmacht, Reichowehr und Reichsmarine, meine herzlichsten Glückwünsche aus. und Prlichtersüllung sollen wie Liober die Richtschnur Eures Handelns bleiben. Berlin den 31. Dezember 1932. Der Reichspräsident: (gez.) v. Hindenburg. Der Reichowehrminister: (gez.) v. Schleicher. e echch ee keins und vor der Geltung des Rechts im Staats= und Völkerleben. Dieser Zusammenbruch des Rechtsgedankens ist zum großen Teil durch die zerstörenden: Bestimmungen des Verfailler Diktats und die unbillige Behandlung bervorgerufen, die unserem Vaterland auf internationalem Gebiet zuteil geworden ist. Im Innern haben dazu wesentlich die Inflation und die Füllestaatlicher Eingriffe in die Eigentums= und Vertragsrechte der einzelnen Bürger beigetragen. Kein Wunder, daß leider in weiten Kreisen unseres Volkes die Achtung vor dem Eigentum, die Heilighaltung der Ehe. die Rücksicht aus Leben und Freiheit der Nebenmenschen geschwunden sind. Aber es wäre ungerechtfertigt, nicht anzuerkennen. daß uns das vergangene Jahr auch manche Anzeichen einer Besserung unserer Lage geboten. Anzeichen, die Grund zu neuer Hoffnung geben, uns aber zugleich die Aufgabe stellen, mit Mut und Ausdauer darum zu kämpfen, daß Deutschland von Stufe zu Stufe wieder in jene Stellung hinaufgehoben wird. die ein Volk wie das unsere auf Grund seiner Geschichte und seiner neuen Leistungen verlangen kann. Außenpolitisch dürfen wir trotz aller Vorbehalte das Ergebnis der Lausanner Konserenz und der Genfer Vereinbarung als Fortschritte buchen. Das in Lausanne geschlossene Abkommen ist zwar nicht ratifiziert. aber selbst unsere Gegner geben zu, daß es unter das alte System der Versailler Reparationspolitik einen endgültigen Strich gezogen hat. Sollte die ablehnende Haltung der Vereinigten Staaten gegenüber seinen Schuldnern die Natifizierung dauernd unmöglich machen, so werden neue Verhandlungen auf einer völlig veränderten Grundlage beginnen müssen, und es ist sehr zweiselhaft, ob die in Lausanne eingegangene Verpilichtung Deutschlands, unter Umständen noch drei Milliarden Mark an die Allierten zu zahlen, dann überbaupt noch in Frage kommt. In Genf ist eine Lösung für das sachliche Problem, wie Deutschlands Gleichberechtigung in der Rüstungs= und Sicherheitsfrage durchgeführt werden könnte, noch nicht einmal angebahnt; aber der Grundsatz der Gleichberechtigung ist für den ganzen weiteren Verlauf der Abrüstungskonserens als maßgebend anerkannt worden, und das Schlußergebnis der Konferenz soll jedenfalls mit den einseitigen Beschränkungen, die das Versailler Diktat unserer Wehrhoheit auferlegt hat, endgültig aufräumen Es wird die Aufgabe der deutschen Diplomatie sein, die so gewonnenen Stellungen, so schmal sie auch sein mögen, mit Wachsamkeit und Energie auszubauen, um von ihnen aus die Endziele zu erreichen, die Deutschland von den drückenden Auflagen des Versailler Diktats befreien sollen: es wird aber auch Aufgabe des deutschen Volkes sein, die Arbeit der Divlomaten durch stets wiederholte einmütige Kundgebung unseres Freiheitswillens zu unterstützen. Innenpolitisch ist die Wandlung zu begrüßen, die in dem bisberigen Gegensatz zwischen Reich und Preuben eingetreten ist. Es hat zwar eines an sich bedauerlichen diktatorischen Aktes bedurft, um diese Wandlung derbeizuführen, und die Form, die dem Verhältnis zwischen dem Reich und seinem größten Gliedstaat jetzt gegeben wurde, ist so. wie das Urteil des Staatsgerichtsdofs sie festgestellt bat, völlig unhaltbar. Aber eine Rückkehr zu der alten Spannung erscheint politisch ausgeschlossen, und es wird eine Hauptaufgabe der Innenvolitik des kommenden Jahres sein, dieses Verhältnis versassungsmäßig so zu gestalten, daß eine reibungslose Zusammenarbeit von Reichsrevierung und Preubenregierung gewährleistet wird. Am schwersten wird ein baldiger Umschwung der! verstörenden moralischen Folgen unserer großen volitischen und wirtschaftlichen Röte derbeignführen Gemeinschaft des helfens. Reujahrskundgebung des Präsidenten des Deutschen Roten Kreuzes. ## Berlin, 30. Dez.(Drahtb.) Der Präsident des Deutschen Roten Kreuzes, von Winterfeld=Menkin, hat an die Mitgliedsvereine und Vitarbeiter des Deutschen Roten Kreuzes die folgende Neujahrskundgebung gerichtet: „In dieser harten Notzeit fühle ich mich an der Schwelle, des neuen Jahres allen Mitgliedern und Mitarbeitern des Roten Kreuzes. Männern und Frauen, Alten und Jungen und in welcher Tätigkeit sie sich befinden mögen, aufs engste verbunden. Ich weiß, daß fast alle unter eigenen Sorgen die Sorgen anderer mittragen und zu lindern geholsen haben. Sie haben damit dem Gedanken des Roten Kreuzes auf das vortrefflichste gedient und ihn durch ihr Beispiel weitesten Volkskreisen in seinem ganzen Segen sichtbar gemacht. So ungewiß das neue Jahr vor uns liegt, lo ungewiß bleib: unsere Aufgabe unter dem Zeichen des Roten Kreuzes in unserer nächsten Pflicht zusammenzusteben und so aus unserer Gemeinschaft des Helsens die große Volksgemeinschaft des Helsens erwachsen 31 lassen.„Die Not muß alles Trennende überwinden“. Dieses Wort Hindenburgs zur Winterhisfe in diesem Jahre drückt Sinn und Ziel der Roten=Arbeit aus und soll unsere Reihen stärken für die Erfüllung unserer einigenden Mission durch Oofer und Liebe. Ein jeder von uns wird dann sein Teil daran helfen. den„Weg unseres Volkes zu leihlicher, geistiger und lischer Gesundung zu bereiten“ lockungen standhielten und die im Vertrauen auf den Wert der von ihnen vertretenen Sache auf dem Posten blieben. Ihnen allen, besonders aber den neuen zu uns kommenden Kräften der deutschen Jugend, sei an der Wende des Jahres herzlichst gedankt. Alle unsere Schritte und Bestrebungen können nur darauf gerichtet sein, die politische Selbstbesinnung zu fördern und dem schaffenden Bürgertum wieder eine breite Basis im politischen Kräftespiel zu verschaffen. Davon wird sehr viel abhängen für die künftige Neugestaltung im Innern und für den Erfolg der Freiheitsbestrebungen nach außen. Geheimrat Hugenberg. der Führer der Deutschnationalen Volkspartei, veröffentlicht zum Jahreswechsel einen Artikel, in dem es heißt: Das Jahr 1932 hat den Zielen der Deutschnationalen Volkspartei drei wesentliche Erfolge gebracht. Auch in Preußen, dem letzten Bollwerk des Marxismus, wurde das schwarz=rote System gestürzt. Die Wahlen des letzten Jahres beseitigten ferner die Vorherrschaft des parlamentarischen Systems und damit das verderbliche Spiel der Parteien von Weimar. Auch in der Außenpolitik ist ein Schritt vorwärts getan. So unzulänglich das Ergebnis von Lausanne war, so hat es doch das Ende der hemmungslosen Reparationspolitik gebracht. In der Abrüstungsfrage ist die Forderung Deutschlands auf Beseitigung der Rüstungsungleichheit gestellt. Die Erru### asten des vorigen Jahres müssen gegen jeden Rückschritt verteidigt werden, sie müssen im Sinne einer Neugestaltung des Deutschen Reiches erweitert werden. Der wirtschaftlichen und sozialen Not des deutschen Volkes muß durch einen organischen und einheitlichen Neubau des Wirtschaftssystems abgeholfen werden. Anfänge hat das vorige Jahr gebracht. Sie blieben aber ungenügend, weil auch hier die Einheitlichkeit des Willens fehlte. Die Deutschnationale Volkspartei ist aus den Kämpfen des Jahres 1932 erfolgreich und gestärkt hervorgegangen. Ich grüße unsete alten bewährten Kämpfer, ich grüße unsere Jugend, die beide zum neuen Einsatz bereit sind. Der nationalsozialistische Führer Adolf Hitler hat zum Jahreswechsel eine Botschaft an seine Partei erlassen, in der er erklärt: Die innere Zerfleischung ist heute eine chronische; daher ist ihre Ueberwindung die allererste und wichtigste Voraussetzung für jeden deutschen Wiederaufstieg. Getreu ihrer Mission trat grüße der Parteien. A8. Perlin, 31. Dez.(Eig. Drahtb.) Von fast allen Parteien liegen Neujahrsgrüße der Führer vor, die sich insbesondere mit den Zielen für das neue Jahr beschöftigen. So schreibt der Führer der Deutschen Volkspartei, Dr. Dingeldey: Unser Volk überschreitet die Schwelle des Jahres 1933 mit der bangen Frage, ob endlich die Zeit des wirtschaftlichen Aufstiegs und des inneren Friedens kommen wird. Die verschiedenen Wahlkämpfe haben uns herbe Wunden geschlagen. der letzte Wahlgang aber hat uns auch gezeigt, daß es wieder vorwärts und auswärts geht, daß die unveräußerlichen Gedanken der nationalliberalen Staatsauffassung an Kraft und Stärke im deutschen Volke gewinnen. Die Ueberwindung dieser schweren inneren Krise des nationalen Bürgertums wäre keiner Partei und keiner Fraktion möglich gewesen, die nicht in Stadt und Land eine große Zahl von Männern und Frauen hinter sich hätte, die für ihre Ueberzeugung Opfer gebracht haben, die allen Veralles überstanden, nichts störte ihren Lauf. Ich weiß, als ich am 13. August und am 25. November die Versuche zur Regierungsbeteiligung zurückwies, habe sL.die vielleicht weittragendsten und schwersten Entschlüsse meines Lebens getroffen. Ich tat es in der innersten Ueberzeugung, daß man mit diesen Gegnern keine Vergleiche und keine Kompromisse schließen dürfe, weil ich wußte, daß jedes Kompromiß den Keim der Vernichtung der Partei in sich trägt. Groß sind die Aufgaben unserer Bewegung für das kommende Jahr Die größte aber wird es sein, unseren Kämpfern. Mitgliedern und Anhängern in größter Klarheit vor Augen zu führen, daß diese Partei kein Selbstzweck, sondern nur ein Mittel zum Zweck lex. lcließt„leine lange Potschaft mit den Worten: Es lebe Deutschland, das Volk und das Reich! Abg. Simpfendörser, der Führer des ChristlichSozialen Volksdienstes, bezeichnet als besonders notwendig die Mohilisierung und den Einsatz der geistigen und sittlichen Erneuerungskräfte eines ebenso innerlich=lebendigen als wirklichkeitsnahen Christentums.„da nur auf diesem Wege der neue Mittelpunkt des Denkens und Gestaltens zu gewinnen sei, von dem aus Ordnung in das Chaos der Gegenwart gebracht werden könne. Lemuee Sstpennt! Mahnruf des Leuischen Atbunden. ## Berlin, 31. Dez.(Drahtb.) Das Präsidium des Deutschen Ostbundes erläßt zum Jahreswechsel einen Mahnruf in dem es heißt: Trotz aller Wirrnisse der Zeit ist im abgelaufenen Jahr im Inland und erfreulicherweise auch im Ausland die Erkenntnis in immer weitere Kreise gedrungen, daß grundlegende Abänderungen der Diktate von Versailles usw. eine unerläßliche Notwendigtkeit für die endgültige Herbeiführung eines sicheren Friedenszustandes und für die Sicherheit der Staaten sind. Insbesondere ist die Erkenntnis auf dem Marsch, daß das unLelige. Gebilde des Weichsel=Korridors völlig unhaltbar ist, daß die Grenzverhältnisse im Osten so schnell wie möglich neu beregelt und die Deutschland durch Versailles geraubten Osgebiete ihm zurückgegeben werden müssen. Wir danken nicht nur allen Mitgliedern, sondern allen deutschen Männern und Frauen, die in der Richtung dieses Zieles mitgewirkt haben und rusen Wieberautmachung des Anrechis am Istern. u die Das große Werk der Ostkolonisation war die größte Tat der deutschen Geschichte. Das gesamte deutsche Volk muß heute für dieses Werk der Väter mit wirksamer Entschlossenheit eintreten. In der für die Zukunft unseres Volkstums so überaus wichtigen Frage darf es keine Parteizerrissenheit und keine Aneinigkeit geben. Geschlossener denn je muß das deutsche Volk eintreten für die Beseitigung der unhaltbaren Zustände, die das Grenzunrecht im Osten geschaffen hat, für die Wiederherstellung einer gesunden Grenze, für die Beseitigung des maßlosen wirtschaftlichen Elends im Osten in Stadt und Land, für die Sicherung der Rentabilität der Landwirtschaft und des im großen Stil zu schaffenden Siedlungs: werkes. Eine gesunde Bevölkerungspolitik muß dieses Siedlungswerk stützen und die Anteilnahme aller deutschen Gaue und aller Bevölkerungsschichten sichern und durch eine gesunde West=Ost=Bewegung den industriellen Westen entlasten und den dünn bevölkerten Ostprovinzen neues Menschentum zuführen, das auf eigenem Grund und Boden für sich und die des Glückes und des eich aber wieder den deutschen Volksboden im Osten zu einem unüberwindlichen Wall deutschen Volkstums gegen den Andrang der slawischen Flut werden kann und mus. Möge das neue Jahr diese Einigkeit und Geschlossenheit schaffen und stärken und uns vorwärts bringen auf dem Wege zu diesem großen nationalen Blet Politische Jahresschau 1932 Richt nur der private Mensch, der schlichte Staatsbürger und zuverlässige Steuerzahler ist froh, daß das vierte Jahr der Weltwirtschaftskrise beendet ist. Auch unsere Regierungsmänner weinen ihm keine Träne nach. Es gab ihnen allzu reichlich Gelegenheit, vor der Welt zu erweisen, was sie nicht können, welche Taten sie uns schuldig geblieben sind. Wollen wit die alle sorgjältig aufzählen? Die Liste würde nicht nur lang sein— sie müßte auch beschämend wirken, und es ist deshalb menschenfreundlicher, man hält sich an die Tatsachen. Vielleicht, daß der bistorisch geschulte Leser durch Vergleiche mit den früheren Evisoden der deutschen und der Weltgeschichte überraschende Parallelen findet, die ein wenig versöhnlich wirken, weil sie beweisen, daß politische Unzulänglichkeit kein Reservat unserer Generation ist. Wir zählen die Reichskanzler dieses Jahres nach und bemerken, daß es drei sind. Dr. Brüning eröffnete den Reigen dieses Jahres. Er hat in den ersten Tagen allerlei zu tun. Es galt, die Konserens von Lausanne gehörig vorzubereiten, eine Arbeit, die sich als zumindestens verfrüht erwies, weil es Frankreich gelingt, die Konserenzeröffnung bis zum Juni zu verschieben. Weiter: aus innerpolitischem Gebiet mußte die Reichsvräsidentenwahl vorbereitet werden: Hindenburgs siebenjährige Amtszeit war abgelausen. Aber Präsidentenwablen nach einem Winter voller Not und Entbehrung, mit steigenden Arbeitslosenziffern, mit wachsender Radikalisierung der Massen? Der Kanzler Dr. Brüning zögerte, wie er das so oft während seiner Führerzeit tat. Und wählte schließlich einen taktischen Ausweg aus dem Dilemma der Innenvolitik: Auf sozusagen„kalte“ Art sollte die Reichspräsidentenwahl durch eine Vereinbarung der Parteien ersetzt und durch ein entsprechendes verfassungsänderndes Gesetz im Reichstage geheiligt werden. Aber die Deutschnationalen machten nicht mit: wir mußten doch wählen. Damit begann jene Kette von Wahlen in Deutschland, die dem Krisenjahr 1932 auch die Bezeichnung Wahljahr eingetragen hat. Am 13 März fand der erste Wahlgang nach dem Willen des ausschließlich zur Terminfestsetzung einberufenen Reichstages statt, in dem auße: Hindenburg auch der neu gewordene deutsche Staatsbürger Adolf Hitler— er avancierte in kürzester Frist vom Gendarmerie=Kommissar in Hildburghausen zum Regierungsrat in Braunschweig—, weiter Thälmann. Duesterberg und Winter kandidierten. Diese deutsche Zersolitterung führte zu einem zweiten Wablgang, der Hindenburg mit ansehnlicher Mehrheit aufs neue für das Amt des Reichspräsidenten bestätigte. Schon diese Wahlen hatten gezeigt, wie aufgewühlt das deutsche Volk durch die wirtschaftliche Not war: die politische Verbetzung tat ein übriges, um die Leidenschaften aufzustacheln. Die Preußenwahlen, zeitlich sehr an die Hindenburgwahlen herangerückt, putschten die Allgemeinheit weiter auf. Wie nicht anders zu erwarten war, gingen die Nationalsozialisten als unbestrittene Sieger durch das Ziel, während die Sozialdemokraten, die bisher im Preußischen Landtag die erste Geige gespielt hatten, stark geschwächt aus der Wahlschlacht zurückkamen. Doch erwies sich die neue Parteienkonstellation nicht stabil genug. um sofort einen Regierungswechsel herbeizuführen. Braun und Severing regierten einstweilen„geschäftsführend" weiter. Und Dr. Brüning sah keine Veranlassung, in diese Entwicklung einzugreifen. Ihm brannten ein paar notwendige Notverordnungen unter den Nägeln, deren Formulierung er nach Gewohnheit und versönlicher Anlage sehr gründlich zu überdenken hatte. Ehe er sie noch dem auf Gut Neudeck weilenden Reichspräsidenten vortragen und zur Unterschrift vorlegen konnte, trat — wenigstens für die Allgemeinheit— ein Wunder ein: Dr. Brüning wurde beinahe betont schlicht entlassen, ein neuer Mann, Franz v. Paven, Mitglied des Herrenklubs und passionierter Herrenreiter, wurde als Brünings Nachfolger der erstaunten Oeffentlichkeit als Kanzler präsentiert, mit einem Kabinett dazu. Gessen Minister zum Teil völlig unbekannte Namen krugen. Immerhin, keiner unter den neuen Männern schien politisch belastet; man durfte ihnen einiges Vertrauen schenken. Reichskanzler v. Papen hatte wohl den Ehrgeiz, so etwas wie ein Hans Albers der deutschen Politik zu werden. Aber auch prinzivielle Sieger verbrauchen sich oder werden verbraucht. Papen hatte stets viele Eisen im Feuer, er versuchte zu schmieden, was ihm nur einigermaßen tauglich erschien. Mit dem echten Elan des Reitersmannes wagte er sich an jede Aufgabe her— das schuf ihm Widersacher. Er glaubte dazu die Kunst der politischen Improvisation zu beherrschen — damit wuchs die Zahl seiner Gegner. Wenn es ihm auch noch in Lausanne gelang. Erfolge einzuheimsen, dergestalt, daß wir mit einer wohl tragbaren Absein. Diese Folgen werden sich noch durch das Leben der Generationen geltend machen, die unter der Not gelitten haben. Aber wenn es wahr ist, daß es nur das Unrecht war, aus dem das Recht geboren wurde. so dürfen wir annehmen, daß das Gefühl für die Unerträglichkeit der gegenwärtigen Rechtszerrüttung und der Abschen vor den zahllosen Rechtsbrüchen. unter denen die gegenwärtige Menschheit leidet. der Aufgang einer neuen stärkeren und besseren Rechtsordnung sein wird. Jeder Volksgenosse kann in seinem Kreise dazu beitragen. Möge das Jahr 1930 die Morgenröte einer solchen besseren Zukunft bedeuten. Noch wissen wir nichts vom neuen Jahr, und doch wittern wir mit der Sicherheit von Naturmenschen das Andere, das Bessere, wie Attingbausen in Schillers. „Wilhelm Tell“, wenn er dellseberisch ausruft:„Das Neue bricht derotn mit Machtl“, de in en. Und diese Macht, die durch den Nebel der vor uns liegenden Wochen und Monate wie eine strahlende. segensreiche Sonne hindurchbrechen wird, spürten wir trotz allem doch schon in dem jüngsten hinter uns liegenden Zeitabschnitt Das neue Jahr, das Jahr 1933 verdient unser Vertrauen, wenn wir als Deutsche einig bleiben, noch einiger werden. uns noch enger zusammenschließen für den Ausgleich der inneren Gegensätze und die Beseitigung der inneren Hinternisse, die sich der Entsaltung unserer vollen Kräfte nach außen entgegenstemmen. In politischer Hinsicht gibt es für das kommende Jahr nur ein grobes Ziel: Schaffung einer vom Volke getragenen Regierung und Schaffung von Arbeitsgelegenheiten für die Millionen, die heute zwangsweise feiern müssen. Ein Vorwärts aus bewährten Wegen sei deshalb dem neuen Jahre mit auf den Wes gegeben. 8 Erste Segelflug-Postkarte der Welt. Re Die soeden von Oesterreich in den Verkehr gebrachte Segelflug=Postkarte, Post=Segelflug bestimmt ist, den der Regordtlieger Ropert Krönfeld im Januar von Wien nach dem Sommering durchführen wird. A M * mhnn Baitun schlußzohlung das mörderische Kavitel der Revarationen abschlossen, so blieden ihm die Lorbeeren in der Innenpolitik versagt. Det Handich gegen Preuben gelang zwar im großen übh ersicrst Oauan, hr Aleichtetlig dis Orochtion der Uddeutschen Länder, vie mit Preutzen zusammentzingen und ger dem Staalsgetlctste in Beipsie einen balden Sieg erstritten. Die für Deutscland doch wohl unausweichlich notwendig abDecme Reichetss## in domit Diedet in das Stabium der Erwäzungen zurüdgewersen worden. gute Gedanke des autollluren Seih=##s inet wurde durch ungeschickte Taktik # ngrg: diskreditiert: die Reichatagswad! vom):, Juli brachte den zahlenmäßigen Höbepunkt der Nationalsozialistischen Partei. Wir werden auch den 13. August, der darauf folgte, bestimmt nicht verzellen: Hitlers Forderung auf alleinige Nacht scheiterte an der Haltung Hindenburgs. Die schnell darauf folgende neue Reichstagsauflösung mit odam 6. Rovember brachte erste Verluste der Nationalsozialtsten. Reichskansler s. ren uste. des Ergebnis der Wabl mit seinen Kügtrl!t bezahlen. # eem Hintergrund trat der Mann, der am leidenschaftlichsten von der Paxteien Haß und Gunst antebt s. Henegel v. Scleichet. Gt dat so manche Aktacke seines Vorgängers ohne großes Geschrei deSe,#te Worte nach allen Seiten, et erwies Seiex seten, dter em in uenen Jadt enr euler trnsaigs Vom die Vooinanterihetung Gneden, Jahr die politische Entwicklung im Innern wichtis und nadezu unüberbietbar. Dabei ist auf andensolltinicht minder Sps. Seib.en Tuis heln epergt. une swar an, wenn Bin uns erinnern, Daß am 2. Februat die AbrüsungsSe Le in Gent begann, unsesähr tn der Zeit, die Mandschuret ###ehte. Innwischen inat Deutschland estentatto aus dem Kongreß aus, weil seine berechtigte Socher Ee souitgeicberechtlgung picht enetionni erst zahlreicher, an Verwicklungen e un den haunsg eviationekst Verdandlunnpil#chlich von Frankreich ausgehenden Rreran e brechen und eine allerdings verklaufnund dod in Heginn ###e um.Jcun Peris nach eimn Selen#.amrierte, das buch Tardtes ab. gelos wurde, und dunach Hertiot und Paut= EE REE PF. TPEE Satel. Ertanern witr ans. von Körderhand sie Auch e der Belsident Deumet Leiten innerngst vei. Ahs Ereland datte Schplerisreiten innerpolitischer Art; wie oft wackelte in dem Jahre das Kabinett Macdonald, welche es, den Konflikt mit Irland auszuboben. Spanien arle seir Genene hoben. Spanten erlebte seine wegenrevolution, die ten eine Bräsdentenmast oura die W ag Vertreter dar„Kasser" 1t. den Heutigeng Nachsolger Hoovers erkor nächte Zukunst birein taht der geue and noch in die hinein tobt der Kampf der euroväischen Schuldnerstaaten um die Bereinigung des Kriesshier gibt es für die Weltvolitik noch harte Rüsse zum Knacken. In Südamerika ale dit, steingen Sig, Eienis scder Woche, kan elen und Raer u lösten sich darin ab, und Boll. un den#r maxag leiseten sich damu noch ihren Krieg um den Gran Chaco, also um das Petroleum. Im Fernen Osten bildete sich ein neuer Staat Mandas sb es ie.e e Mlechieslen eice demn„Srintesitgs diestes Schresk de meht vom Frieden geredet wiro, umso näher ist der Krieg. Und die sählicher, die a. atsche erier Jestabschnitts Es in über unsere 3. zu einigteim schasfen. 4ls Uneinigkeit zu lamentieren. Wann werden Die Partzien, Jich auf den Boden nenee Taten mit teauen weiter Ssian Wenn das Veruich mn einee eattisen i Roatgmännicher Bühtung #### Politik der Verantwortung zunimmt, so Sschieen P dieses Pernten. dert I. Soumm en De Woner im Wirrschaftrerl. Das Ende der Abwärksbewegung.— Zeichen der Neubelebung.- Noch große Probleme harren der Lösung. Anerwunschtes polinsches Btorungsseuer.— Jort mit der Augst vor deuen Wegen! Das Zauberwort Arbeit. sasbar sie i Grundsesten guschüttetts. ias wesentlichen Wbergunden--lclipzicht 18 überwunden. Diese Geststellung bebt in #stzachtung für 1032 des Inkitbrschung. Wit wissen zwar aus. r abschließenden Instituig für Konlangjäbr: Auslieferungsanfrag im Fall Heutsch beim Auswärtigen Amt eindegangen. X Berlin, 91. Dez.(Drabtd.) der Antrag uslieferungsbe achen der der sächsischen egehren bei der Beteiliguns an seher nicht geleugnet werd am Ende des Jahres 1932 bie ganze Alt einmütig die zuversichtliche Höffnung hegt, woüinden io.“ Sie. Vrane Depresion überauch fangtamen- unsäte zu einem— wenn auch langsanten— Wiedetaufstieg And Begeben. in schon sehr viel, wenn man sich 755 Vie Baug'en bez, einem Jadr erinnert. Hamals Ausweg, und der tatenlose Pessiwar in der ganzen Welt so start, daß selbst ien Päre Besserung eille Schönsteiten höchstreforden en Jotim, Atekaled####tgegen und eine empfindliche Seig zun Pedaltsabbauwelle, mit der eine gleichjeden Hauscalt, in der 1 Zahensstansurs 8 Beif. P4k, ur ziz vin gesamten vebenstandtrd bes Volles und damit auch in die Wirtschaft. So konnte es freilich nicht ausbleiden, daß auch des Sati#2 noch völlig unter dem Einslut schwerhand. So unbefriebdigenz u aber auch in wirtschaftlicher Hinsicht das letzte Jahr gewesen sein mag. gegenüber den gleichmäßig abwärts erichteten Tendenzen der letzten Jahre hat sich in den letzten Monaten doch unverkenndar eine schwache Erholung angebahnt. Diese reicht gewißz— leider— soweit, daß sie bereits ein Aufsaugen der Sie' Pnlater ermsg man slevi nun doch wieder den Rechensisde Kaufmann kann Süte das Heer k: sornehmen, und kaltulieren. wur das Heer der Zweisler seien einige Außere Etappen Bemelsführung verausgehoben: Das PERTSSTRS g. indet volizisch in der BeRabagig““s dovenlosen Topses der frartonen durch Lausanne, ferner in den deutschen Ansangserfolgen auf der Abrüstungssonserenz wichtige Stützpunkte. Die Situation am innerdeutschen Geldmarkt hat das typische Debesrionsgspangeig#ae Flüsigtelt, die ein Senien ##„Reichsbulg###gnis,„von sieben auf vier Prozent ermöglichte. Der Kapitalmarkt beginnt, die Wirkamsenregieies Külligez, Geldstandes zu fpüren. Langnoch oben Pet Jahresmitz Bandhrses. 36e wesschzen Pd namentlich bei Psanobriefen und öffentlichen Anleihen kräftige Erholungen eingetreten. Noch ist zwar an Emissionen gennenswerten Ausmaße nicht zu denken, aber auch gayin dürfte es in absehoaret Zeit kommen.„Vor geschlossen. Heute überIast., man, et nicht der Termigveriehr wieder einge: grtuzg mun, nachdem. das Kursgebäud: „Amstellung durchaus ten Hemmungen beseitlot werden johen, die dem gradlinigen Jut#ieg noc entgegensiehen. Das noch viel, jehr 1s 27 wärt4 mögen um merflich vorBenige Stichworte viel geian werden mus Hles amet, in Gewit g d rheinisch=westfälische Industriedediet sähre Weigen samn en9evuer Wesen kann, nachdem, das Kursgevauve seit drei Quartalen keine gefährlichen Risse mehr zeigt. Das Hamstern von Banknoten ist ein längst ver###r einige Groschen Abtig hat, zuz Sparkalse oder zur Zaul., Geade bei den Sparlassen ist neuerdings ein Auftrieb festzustellen. An den Weltrohstoffmärkten ist das Absinten der Preise in ein Stagnieren, teilweise in ein Anzleden übergegangen. Darin kommt weniger eine spekulative Kauswelle, man absehen könnte, zum Ausdruck; man B1###elmehr mit der Folge einer systematischen zu von. Usberau hatten Bemübungen.. Ueverprodutie zu beseitigen ung ion#u heirtugen und die Erzeugung verminderten Weltverbrauch anzupassen. Wöo alse die Pagzt, Welthandelsartleln erreicht. gefüct werken auf die Industrie sich“ eeinnen erst Erholungen Wirischaft 2 Zah#“. werden. Gänstig bat die #m auch den Beginn steuerlicher Erleichterung durch Schaffung der Steuergutscheine ausgeBisensischen# ertennt darin das Streben der W# Hand, nicht mehr ständig monoton die Steuerschraube anzuziehen, sondern den natürlichen olungstendenzen in der Wirtschaft endlich durch öffentliche Hilfe Nachdruck zu verleihen. Hoffentlich teine, Tnitähuschungen. Vinsicht imn dommenden Jahr „Man sieht, gegenüber dem unerfreulichen Pessimismus des Vorjahres int selbst für den kritischsten Ermordung des SA.=Mannes Henisch vermstas Leisni Auswäel 4 Ante.#swpaztigen Amt eingegangen. Der bsische Antras wird beschleunigt behandelt werden. —SRO SAwferiskenten Peige, dei Wr Frböbuns bieser oihestalbestiodber de Sn. Lsial- Zasähls e ade Ss.,Podischrisausgaben erteichen Re. #l aber nicht verkannt werden, daß in tten Monaten auch im Industriegebiet ein Umschwung eingetreten ist. Die Kurvenspitzen zeigen wieder nach oben. Allein im Bergbau sind in lungiter Zeit wieder enwa 5000 Arbeiter angelegt dos zpglische Weltreich durch Ottaoa im Biht5. 21„spüren. Währgngszerrüttungen in sroßen Ländern Jörderten deren Dumving=Ausfuhr auf Kosten Weilwtss##fan dleibt m beseitigen. Die eltwirtschaftstonserenz. die„endlich im Sommer dieses Jahres stattfinden soll, findet einen ganzen Sack voll Aufgaben vor. Ob sie sich ihrer sähig exnge sen. wird„Nach den uückliegenden Erfahrungen wagt man es kaum, Positives zu erwarten. Daneben Wirtschaf“ zrper ende au deilen, devor der Rerret serut gersen##. Man denie Neue Klage beim Staatsgerichtshof? Personalveränderungen in der Schalserwoaltung, Die Vizepräsidien und Direktoren der ProvinzialSchulkollegien gehen ein.— Dr. Müller=Münster in den einstweiligen Nubestand versetzt. Berlin, 31. Dez.(Drahtb.) Preußische Pressedienst teilt mit: „Nach der Verordnung zur Vereinsachung und Verbinligung der Verwaltung vom 3. September 1332 gehen mit dem 1. April 1933 die Aufgaben der auf die Oberpräsidenten über. Miäez 1933 die slenter dören mit dem 31. selsSSulelesen und Pehehagloten bei den Pteoinwesen werden vom 1. April 1936 ab Reslei Lngs: dum 3: Kri kesbernehmen. Hierlür sind zum Teil die setzten Bigepräßdenten00 vern. Aussicht genommen. Die unmirteskar(#'ollesien menz im Stuat I# umittelogre Wiedetverwendung im Staatsdienst ist für den größeren Teil der amiter ie Wshstellen nicht mehggerwendbaren Be(Die durch diese BeStats. Wo ist die, immer wieder angekündete große teuerresorm? Wo der Umbau des Fizensenssleichs? Wo die Sanierung der Sozlalvetlicherungen? Die Verbilligungder Verwaltung durch Reformen an Haut Bscoiem Tar 8r71##en#üs der Durchfübrung. Das „##Lali##ns wird im neuen Jahr wieder ansoerallt werden müssen. Die nach den großen Abzügen der Jahre 1930 und 1981 übrig gebliebene SATz Ks, Deutschlands beallem:.Ptnigen Romelwdierung. Und vor alle Bemübungen der Wirtschaft und der öffentlichen Hand sind dahin zu lenken. duß die Erholungstendenzen sich in„Arbeit" umsetzen. „: Hände beschäftigen. Niedrige Diskontsätze und ähnliche Dinge sind für Re 5a iur Prebailigen# nur von Interesse, wenn Schließlich soll doch die oberste. schaftens sein, die Bedürfnisse der Menschen zum Wohle der Notleidenden ausgeweriet werden. hat ihre Aufgabe vorzüglich gelöst. jedoch hat bis zur Stunde die theoretische und ptallische Vollswittschaft ver#gt. hier werden in der Regel nur alte Wege in neuer mit Perseu. Rut 22b Entschluskratt Saschos oe e Sehsce. e söne.bitsonelle Belast sie aber das schwierige Werk oneug gelastunggeg und ohne tbeorethische inesnommenp#####n, dann wird die wirtschaftUße uu potitische urmosphäre hernbigt, dann stehen „ auch Die Potinns“ Pendevunkt, vor allem, F 77 nschen Parteleg erkennen, das ias un, nge,„Aban dich. gill“.*“ Temog: egende Regation. Jeszt Beiß e2. Oos. zempg,en beschleunigen, um nicht mit iu dlesbeg" Moter auf halber böbe kecken Monteure der Wirtschaftsbelebung heraus! Arbeitslosen warten darauf. wieder in Förea vermehererng a einseschaltet zu werden. um durch die Staßir: Konlum und ihren Arbeitswillen gärten-sralt der Aufwärtsbewegung noch zu vererklärt haben. Gie werden im Laufe des Januar erlolgen. Im einzelnen sind auf Grund, dieser Maßnahmen in den einstweitligen Rubestand versetzt: dnbmen in 9/. 5t, Vizevräsidegtzen der Prgpinzial=Schulkollegien: “. Dr zu Magdeburg. Dr sme: Rassel“ Dr. Piederserwendung als Regierungaditesig senb ehe esch e esenie e hbeee #ee, desen, Wiehergezgeng#### in seinem bisderigep umtsbereich vorgesehen. Rohrer in Schleswig und Ged. Regierungsrat Romme Verwendung erwogen ist. Bradtag7. Käuber z. L. und Banditen u. 9. Einem Freund von mir— rumänischer Kapfmann g die Attentasche mit einer Milion Lei gestohlen. truf seine Anzeige machte vie kumä# Bolizei zwei besenders gewiegte Speimpest sien mobil, denen es auch gelzigeen Zubes in teichten wren Abschied ein und en Raus, Zeitlang herrlich und in Freuden. Das Idoll wurde erst bann gestört, als der bei der Verteilung der Beute zu kurz gekommene Diev nochmals bei den Beamten erschien, um sich eine Abschlagszahlung zu bolen. Das vaßzte diesen Herren natütlich nicht, sie zogen sich wieder ihre Amtsunisorm an, kockten den Diev in eine stille Gasse und arrangierten dort eine Schießerei, ohne datz es ihnen aber gelungen wäre, den unbequemen Mitwisser mundtol zu machen. Augenzeugen der Szene meldeten den Zwischenfall eiligst per Polizei, die ganze Geschichte kam beraus und nun #,##5. Bestohzlene den rumänischen Staat auf Scha###ur:###., perklagt. Der Staat jedoch sagt, das, was seine Beamten außerdienstlich machten, zinge ion tn Mzerdem hätten die Beamten„eigenmäch22.:beuanisser, iu grn äberigriten, als sle das Geld außerhalb ihres Amtsbezirkes geklaut dätten. Und das Geld hätten sie weiterdin nicht in ihrer Eigenschaft als Beamte, sondern als Privatleuie vertubelt und für Privatleute konne der Staat erst recht leine Haftung übernehmen. " Ich gede zu, daß die Beweisführung durchaus logisch begründet int, und das Gericht erster Instanz dai meinen Freund daraufdin auch abgewiesen. Er #t jedoch Berufung eingelect, weil er saat, die Leute — und das stimmt ja auch— hätten im Dienst geKant. Hetzt sonl der Prozeß vor das Kanzleigericht... Hensden Dit. Feeep Hier in im Winter lein Gaden, sondern bitterkatter Porden. Der Wind aus Nord und der aus Ost, sie haben es hier breisach in sich, die Steppe ist nach vorthin oisen und ungeschüpzt. also die Bauern im„Partisan“ viel Vogelhattes zurscht. Stapelten es aus. Ein ganzes Affika Lätten Loit... Wintervögel des Kautasus ger vergaßer vag gan gebgzet Aver die Schlauber#az Pf“ezienz,#s Vogelsuter, auch so auszulegen, die Vögel dran können. Sie versteckten es, mit Und als dann die staatliche GetreideBesimegen beißt das der Getreideabgabe an#. Fegietung, dg wurde das Vogelsuner entdeckt.„Taßt sehen, was das für Vogelsutter ist.“ beigh die Kontrolle. Und siebe da: durch die Putzmaschine getrieben, kamen 60 Prozent besten Brotbor Der gontroße dei nämlich hatten die Bauern Verschten in Die Se lecen wollen,und es in ihren ##.„Stad, als Vogellutter bezeichnet. Manniglach in die Schlauhett der Sowjetbayern, zu Erer„Irbeitzertrag und Lebensrecht zu kommen. zuserung.).“ s“ vor Verzweiftung schon die Bögel Bs Jer ueier Himmel.##: Hlise. 1e schutzlos fühlen sie sich. Aber der Spu. ist vein Kraut geldachsen. Es kualli in Oklahoma. Vogelfalter in der Postkk. Vogetfutter war im seden. Die Zeit ist aber ein neuer Fünffahrplan, sammt, aber das gebört uso die Bauern des Koll laukoins, Vogelfutter Fünfsadrplan nicht vorgeum, am 1. Januar beginnt wenn nichts dazwischen nicht dierder. Dachten sich estivs„Partisen, im Nordse jetzt noch schnest besorgt Um dem überhandnehmenden Bankräuderunwesen zu steuern, hat sich der Staat Oflahoma zu draftiichen Maßnahmen entschlossen, die im Rechtswesen eines zwrillsierten Polkes wohl einzig dastehen. RaubAnd an Srizilelweisten ver.P. Ueinen Landltädten sind im Mittelwesten der uA. an der Tagesordnung. Die spielen sich meistens so ab, daß der oder die paar Eendarme des Stavichens durch einen in s erie Bint i Pi-ris icshähet haben. Wenn keine Gendarme in der Ortschaft staAnd„machen die Herren Banditen gat nicht 12 Llel Federlesens: Gie volen einsach den Kassierer in den frühen Morgenstunden aus seinem Beti und zwingen ion, ihnen den Kassenschrank zu öffnen. #usen die Staatspolizei diesem Unwesen so gut wie hilflos gegenübersteht, hat der Gouverneur Murray] von Oklahoma nunmehr die Selbsthilfe der Bevölkelegglisiert. Seinem füngsten Erlaß zufolge„erBäl1„verienige 500 Dollars Belohnung, der einen Bankräuber auf frischer Tat tötet, und 250 Dollars Fi##nnung, iner.„während eines, Zanzüherfals einen wagt„Schmiere“ stehenden Heisersheiser niederBelohnung dieser Art ist bereits ausgezohlt worden und zwar an den schwarzen Buchhalter E5„ Cormich, der in vergangener Woche einen von drei Bankräubern erschoß, die die„Bank os BoGouverneur Murray ernannte McCoxmick gleichzeitig zum Ehrenmajot seines * Der Geiger und die Biene. wurde baran aber muisch eine zigantümsiche Aur: uph else Gerschencd Beice eie Geraidlenich brf nuid Als der Künstler nämlich wenige Minuten vor Beginn seines Konzertes sein wertvolles Instrument ergriff. angeblich eine echte Stradicar, mußte er die Sutdecung, machen, daß eine Biene oder Wespe, genau war vas nicht zu erkennen, in den Resonanzboden seiner Violine gekrochen war und nun in ihrem engen Gefängnis umberbrummte und lärmie, ohne den Ausgang, wiederfinden, zu. können. Mit einem tovennicht Wpielen Kn bes Iimpresatigg Vemübungen des Künst. und der verbeigerufenen Konzerchausangestellten brachten es nicht zuwege, den setenden, Fremdkörper aus dem Resonanzboden dervorzudolen, und man mußte, da das ungeduldige Konzertpublikum schon zu murren begann, schnell eine Lohltlang allerdings an den der echten Stradivart nicht heranreichte. Geiger nahm. heide Instrumente mit auf das Podium und entschuldigte den späten Beginn des Konzertes mit dem Hinweis auf das ihm widerMißgeschick, womit er gleich einen Heiterkeitserfolg errang. Sodann begann er sein Programm 8u11 Ler entliehenen Geige. Aber schon bei der zweiten Piece, der Gogcanne con Bach, warf er mit einem gellenden Schmerzensschrei das Instrument auf den Konzertflügel: die Biene erst jetzt war sie als solche Regensen“ datte sich inzwischen aus dem abseits Instrument des Künstlers freigemacht und u. Hohrei in Schleswig mmei, in Stettin, deren in Berlin.nm, Drobtadt in Harnover, König # Die Zirektoren bei den Provinzial=Schulkollegien: Dr. Ehrlicher in Kodlenz, Dr. Kursetz in Breslau und Kummerow in Berlin, deren Wiederverwendung in Zrshrtgenommen ik. Bed. Resierunosrat Dr. Israel * Wie das„Tempo“ erfährt, beabsichtigt die preußische Regierung Braun, jetzt nocheinmal an den Staatsgerichtshof zu gehen. Den Anlaß dazu scheinen die neuen Maßnahmen der kommissarischen preußischen Regierung auf beamtenrechtlichem Gebiet zu bilden. die durch die Reform der preußischen Schulverwaltung ohne vorherige Befragung der Hoheitsregierung Braun vorgesommen worden sind. Ministerpräsident Braun wird allerdings, dem genannten Blatt zufolge, unmittelbar nach Neujahr noch eine Unterredung mit dem Reichskanzler v Schleicher haben, um vielleicht durch gütliches Uebereinkommen einen neuen Prozeß zu vermeiden. Neujahrsempfang im Elysee. Der Präsident der französtschen Republik Leorun empfing am Samstagvormittag das diplomatische Korps zur Neujahrsgratulation. Ministerpräsident Paul=Boncour wohnte dem Empfang bei.——eut wohr # Damlt, war das Konzert natürlich vorzeitig durch die„höhere Gewalt“ des Bienenstachels beendet. Ob Zeniug Getwesen sn. Leiders nicht honigsüß Geüne Modelippen. wi wie nichts besseres zn inn gewußt, als iom während kurray seines Spiels in die linke Hand zu stechen.— Kaum, daß die Meldungen über das Leuchtbaar die interessierte Welt erschütterten, wartet London mit neuen Modeschöpfungen auf, über die der Fachmann staunt und der Laie sich mächtig wundert „„„Wan, döre, staune und werde sprachlos; Modesarbe für die beginnende Saison ist grün. Nicht etwa für Damenkleider(da dominiert lila in allen nur erdenklichen Fardenschattungen), sondern für— —— Damenlippen. die Schönen aller Welt von der Neuerung erhoffen, ihre Lippen mit der Farbe der Hoffnung zu bemalen, wissen nur die Götter; dem Zeitcronisten bleibt wirklich der— grüne Atem weg... ½ daß aber auch die Herren der Schöpfung auf 1918. Rechnung kommen mögen im bescheidenen Schatten ihrer grünlippigen und leuchtbaarigen eibchen, hat man für die Gentlemen den Goldspiegel ersonnen. Nicht etwa in per Westentasche, sondern auf dem Frack. Diese Reform hat wenigwenigstens reichlich teier nicht seon, ie boch Man weiß nun nicht recht, od man die Schöpfer un„Nacheiferer dieser Neuerungen beneiden, oder lieber— bemitleiden son!!.... * Der schlagfertige Schuster. In einer früheren alten Reichsstadt am Südharz — so wird in der„Lesestunde“ erzählt— lebte der hmacher., der seine Arbeitsstätt 4 Sochs eue dicht an der Straße hatte und wie Hans Sachs von hier aus die Welt mit tingen Augen betrachtete. Der Amtsgerichtsrat, den sein Weg oft an der geöffneten Tür der. Schuhmacher=Werkstatt vorbeifüerte, machte seine Tpäßchen mit dem ehrsamen Handwerker. Als er inmal fragte, was er seinen Sohn werden lassen wolle, erhielt er die prompte Antwort:„Wissen Se, zur Schufteret is er mich zu dumm, ich weren Jura studieren losse.“ Ein andermal meinte der Amtsgerichtsrat im Verübergehen: si e anereist, besudelt sio.“ Worauf sofort judele sich:“ ersoigte:„Wer Rospon krinz., beSnss Mä2zg###r. Arist war nämlich als Freund eines tüchtigen Tropsen Rotweins stadtbekannt. Mitratiimsschin — Mikrofilmarchiv der deutschsprachigen Presse.V. 8 8 2. Blatt Nr. 1 31. Jahrgang Gelsenkirchener Allgemeine Seitung Sonntag, den 1. Januar 1933 Aus Grob-Gelsenkirchen. 1. Januar 1933 T SM Winkermeisterkursus der handwerkskammer. Mit Beginn am 6. Januar veranstaltet die Handwerkskammer Münster im Gesellenhause in Münster einen allgemeinen Meisterkursus in Kalkulation, Buchführung, Organisation, Gewerbeordnung, Lehrlingswesen, Arbeitsrecht, Steuerwesen, Sozialversicherung, Rechts=, Staats= und Bürgerkunde, sowie Wechsel= und Schecklehre. Der Kursus umfaßt etwa 120 Stunden, erstreckt sich über ein halbes Jahr und wird Samstags von 15.15 bis 19.15 Uhr abgehalten. Bei Bedarf wird noch ein zweiter Kursus Sonntags von.45 bis 12,45 Uhr angesetzt. Anmeldungen möglichst bald an die Handwerkskammer. An Fachkursen sind bereits fest vorgemerkt für Herrenschneider ein Kursus von etwa sechs Wochen Montags und Samstags von.30 bis 12,30 Uhr, Beginn am Montag, den 16. Januar, und für Damenschneider ein Kursus von etwa fünf Wochen Montags und Samstags von 14 bis 18 Uhr, Beginn Montag, 23. Januar. Ferner sind in Aussicht genommen Fachkurse für Automechaniker, Bäcker. Dachdecker, ElektroInstallateure, Klektro=Maschinenbauer, Radto, Fleischer, Gesunde Finanzen— gesunder Bürgersinn. Gedanken zu einer kommunalpolitischen Jahresbilanz. Der seit Jahren zu beobachtende Niedergang des kommunalvolitischen Lebens in Deutschland hat sich in dem jetzt zu Ende gebenden Jahr 1932 mit zunehzonten" zum Trotz. Die drohende Verödung einstmals blübender Städte mit all ihren verhängnisvollen Auswirkungen und Nebenerscheinungen wird immer stärker Fleischer, einseger. Schuhmacher, Tischler(Beizen und Polieren sowie Treppenbau). Auch hierfür sind möglichst bald die Anmeldungen an die Handwerkskammer zu richten. * Weihnachtsfeier des Alterswerks. In dem geräumigen Saal des Beamtenkasinos in der Vohwinkelstraße fand Freitag die traditionelle Weihnachtsfeier des Alters= und Invalidenwerks der Vereinigte Stahlwerke AG., Abteilung Schalker Verein, statt. Der Saal war bis auf den letzten Platz gefüllt. Die Kapelle, ehemalige Militärmustker der Zeche Consolidation unter Leitung des Kapellmeisters Stüben. eröffnete die Feier mit einem Marsch von Blon. Anschließend sprach Oberingenieur Dr. h. c. Arnhold. Er begrüßte alle recht herzlich und dankte für das zahlreiche Erscheinen. Leider könne er in diesem Jahre nicht jedem ein Geschent überreichen, doch einem, und zwar dem Herrn Jakob Prank, der vor kurzem sein 50jähriges Dienstsubiläum begehen konnte, müsse er ein Geschenk überreichen. Er entschuldigte die Herren Direktor Schneider und Generaldirektor Wirtz, die am Erscheinen verhindert seien. Er hob die Verdienste der Herren Thies und Hammacher um das Alterswerk hervor. Man fühle sich bei dem gemeinsamen Kaffeetrinken wie in einer großen Familie. Während des Kaffees spielte die Kapelle mit ernsten und heiteren Weisen auf. Im Schlußwort sprach Dr. b. c. Arnhold den Wunsch aus, daß es ihm vergönnt sein möge, im nächsten Jahr im Kreise seiner alten Freunde Weihnachten zu feiern und wünschte allen ein glückseliges, neues Jahr. Herr Prank sprach der Leitung seinen Dank im Namen seiner Arbeitskollegen aus. Mit„Alte deutsche Treue“ schloß die eindrucksvolle Feier.(rf) Krankenkassenverband Gelsenkirchen. In der Sitzung vom 30. Dezember nahm der geschäftsführende Vorstand des Krankenkassenverbandes Gelsenkirchen die Neuwahl des Vorsitzenden vor. Die Wahl war bedingt durch Erkrankung des bisherigen Vorsitzenden und dessen Amtsniederlegung. Aus der Wahl ging Dr. Hölters hervor, für den infolge Stimmengleichheit das Los entschied. Da Dr. Hölters bisher als zweiter Vorsitzender amtierte, mußte nun auch dafür eine Neuwahl vorgenommen werden. Gewählt wurde Herr Müller von der Ortskrankenkasse Schalke=BismarckRotthausen. Die Mutterberatung im Ortsteil Gelsenkirchen, Bezirk Altstadt und Neustadt, findet vom 2. Januar 1933 ab jeden Montag von 14 bis 15 Uhr im städtischen Gesundheitsamt. Kaiserstraße 4, statt.— Die Mutterberatung im Ortsteil Schalke in der Johannesschule fällt am Dienstag, den 3. Jan., aus. Wegen geringer Nachfrage werden die Wochenendscheine der Bochum=Gelsenkirchener Straßenbahn vom Stadtinnenring Gelsenkirchen über Erle nach Buer sowie die von Horst nach Buer seit Samstag, den 31. Dezember 1932, nicht mehr verausgabt. Aenderung im Fahrplan der Linie 1. Vom 1. Januar an wird der Spätwagen der Linie 1, der bisber.05 Uhr von Schalte=Nord werktags abfuhr und Sonntags 0,10 Uhr am Schalker Markt, um zehn Minuten später gelegt, damit die Wartezeit von 10 Minuten am Hauptbahnhof fortfällt. Die Abfahrt dieses Wagens an Werktagen von Bahnhof Schalle=Nord erfolgt dann 0,15 Uhr, an Sonntagen am Schalker Markt 020 Uhr. zu einem Problem, das nicht nur den Kommunalpolitiker angebt, und das daher auch nicht mehr mit den Mitteln und Möglichkeiten des heute noch vorhandenen Restes kommunaler Selbstverwaltung einer Lösung zugeführt werden kann Hier sieben große gatspolitische Gefahren herauf. auf die mit Nachdruck hinzuweisen am Ende eines Jahres nicht überflüssig sein dürfte, das völlig beherrscht war von der„großen“ Politik und das in einem weit über das erträgliche Maß hinausgehenden Umfange die politischen Leidenschaften aufgewühlt hat. In all den Monaten heftigster parteipolitischer Kämpfe um die Macht im Reich und in den Ländern mußten die Gemeinden tatenlos zusehen, wie sich in ihrem Weichbilde die Not häufte, ohne daß sie in der Lage gewesen wären. dieser Not wirksam zu steuern— im Gegenteil: die Passivität der gemeindlichen Jahresbilanz für 1932 ist geradezu erschütternd. Ein paar Elendsziffern aus unserer Stadt, einige wenige nur. Sie genügen, um blitzartig die Situation zu beleuchten, in der wir uns auch in Gelsenkirchen befinden. Beginnen wir mit den Opfern der Arbeitslosigkeit. Vom städtischen Wohlfahrtsamt wurden am 1. April 1928 14031 Personen unterstützt, am 30. November 1932 61 459. hiervon allein 45 919 Wohlfahrtserwerbslose. Beim Arbeitsamt stonden außerdem am 30. November 1932 42 778 Personen in Unterstützung. So werden also augenblicklich, wenn man die Zugänge aus dem Monat Dezember noch hinzurechnet, fast 110000 Menschen öffentlich unterstützt, also jeder dritte Einwohner. Rechnet man noch hinzu die Zahl der Kriegsbeschädigten und Kriegerhinterbliebenen, ferner die Knappschaftsvensionäre und die Bezieher von Angestellten=, Invaliden= und Anfallrenten, dann kommt man zu dem schier unsaßbaren Ergebnis, daß fast zwei Drittel der Gesamtbevölkerung Bezüge aus öffentlichen Kassen erhalten. Ein anderes Bild: Mieterelend und Hausbesitzernot. Am 1. Januar 1929 waren innerhalb der Gesamtstadt 661 Familien mit insgesamt 2375 Personen obdachlos. bis zum 1. Dezember 1932 stieg die Zahl der obdachlosen Familien auf 1056 mit insgesamt 5194 Personen. Und weiter: In städtischer Zwangsverwaltung befinden sich heute 261 Häuser mit 1362 Wohnungen. 24 Ladenlokalen 2 Wirtschaften und 1 gewerblichen Betrieb, während die Zwangsverwaltung der Stadt noch am 1. Februar, also vor 10 Monaten, nur 48 Häuser mit 90 Wohnungen und 1 Ladenlokal umsaßte. Zwei Zahlen von der„Bank der armen Leute": Die Durchschnittszahl der Pfänder bei den städtischen Leihämtern betrug im Jahre 1928 11 000. im Jahre 1932 15 300. Und noch zwei tyvische Erscheinungen: Die Anträge auf Schulgeldermäßigung bzw. Freistellen und auf freie Lernmittel für Kinder minderbemittelter Eltern nehmen einen früher nie gekannten Umsang an. Wo man auch hinblickt, überall das gleiche Bild: Eine zunehmende Verarmung der Bevölkerung und zugleich eine Einschränkung der städtischen Kulturpflege im weitesten Sinne, die auf die Dauer nicht ertragen werden kann, wenn nicht die Erfüllung der ureigensten Aufgaben aller kommunalpolitischen Arbeit überhaupt gefährdet sein soll: das körperliche und geistige Wohl der Einwohnerschaft zu fördern. Auch hier reden die Zahlen eine eindeutige Sprache. Die Gesamtausgaben der Stadt für das Gesundbeitswesen betrugen im Jahre 1928 1 250 300 RM., im Jahre 1932 dagegen nur noch 597000 RM. Für das gesamte Schulwesen beliefen sich die Ausgaben im Jahre 1929 auf 12372000 RM., im Jahre 1932 auf 6 944000 RM. Für Volksbildungswesen. Theater und Konzerte sind noch ganze 73000 RM. im diesjährigen Etat angesetzt gegenüber einer Ausgabe von 227 000 RM. im Jahre 1930.— Nun noch einige Zahlen aus dem städtischen Bauwesen. Die Ausgaben des ordentlichen Haushalts für das gesamte Tiefbaugebiet beliefen sich im Jahre 1929 auf fast 1¾ Millionen, im Jahre 1931 auf 837 000 RM. Für Unterhaltungskosten der städtischen Gehäude wurden 1929 noch 917·000 RM ausgegeben, im Jahre 1931 187 200 RM. Im außerordentlichen Haushalt des städtischen Bauamtes konnten 1929 noch über 5 Millionen Mark für Neubauarbeiten ausgegeben werden. jetzt nur noch etwas über 100 000 RM. Nun endlich die Lawine der Wohlfahrtsausgaben und der Haushaltsfehlbeträge. Die Aufwendungen für den gesamten Wohlfahrtsetat betrugen 1928 19.2 Millionen. 1932 28.7 Millionen. der Zuschußbedarf 1928.5 Millionen, 1932 rund 26 Millionen. Die Fehlbeträge von 1928 bis 1932 beziffern sich auf 2351 809 RM., 4321 495 RM. 3 873 149 RM., 8 556 110 RM., 21 300000 RM., zusammen also 40 402 563 RM. Soweit einige Ausschnitte aus der Bilanz des kommunalvolitischen Lebens der Stadt Gelsenkirchen an der Jahreswende 1932—1933. Die rigoros durchgeführte Streichung aller nicht gesetzmäßig oder vertraglich festgelegter Ausgaben, durch die man eine finanzielle Entlastung der Stadt erhoffte, hat sich längst in das Gegenteil verkehrt. In demselben Umfange, in dem die Stadt nicht mehr in der Lage war, als Arbeit= geber des heimischen Handwerks und Gewerbes aufzutreten. verminderte sich dessen Beschäftigung. Die vielen Millionen öffentlicher Gelder, die früher die heimische Wirtschaft in Gang hielten, müssen heute aufgewandt werden, um das Heer der Notleidenden zu versorgen. Durch die Finanz= und Steuerpolitik des Reiches und Preußens werden den Gemeinden immer neue Aufgaben zugewiesen und ihnen zudem gewagte finanzpolitische Exnerimente zugemutet, die vielleicht im Augenblick als Palliativ=Mittelchen wirken können. die aber auf die Dauer das finanzielle Unheil für die Städte nur noch vergrößern. Hierzu gehört auch der erneute Versuch, die Gemeinden zur Durchführung von Maßnahmen im Rahmen der Arbeitsbeschaffungsprogramme anzureizen durch Uebernahme von zwar aunächst günstig erscheinenden Krediten Solange hier nicht eine im besten Sinne des Wortes „grundsätzlich neue Staatspolitik“ Finanz= und Steuerhoheit und ihnen gleichzeitig die Aufgaben abnimmt, die ihrer Natur nach Angelegenheiten des Reiches und der Länder sind. solange ist eine wirkliche Besserung für die Städte nicht zu erwarten. Bei einer Finanz= und Steuervolitik, die nur darauf bedacht ist, die Haushaltspläne des Reiches und der Länder notdürftig auszugleichen, die aber den Gemeinden gegenüber grundsätzlich so gut wie völlig versagt, oder sie höchstens mit einer unwürdigen und auch zugleich ungesunden Almosenpolitik abspeist, ist im höchsten Grade kurzsichtig. gerade vom Standpunkt des Staatsinteresses und des Staatswohles. Eine solche Politik übersieht die schweren Schäden, die dem Staatsgefüge drohen. wenn in den Städten. die doch wohl nach ihrer Geschichte und nach ihren Leistungen Anspruch darauf haben, als die eigentlichen Träger deutscher Kultur angesehen zu werden. systematisch die Quellen verschüttet werden, aus denen das kraftvolle Leben strömt, das nicht zuletzt auch alle staatlichen Einrichtungen erfüllt und den Bestand des Reiches sichert. Immer in der Geschichte war die Blütezeit deutscher Städte auch zugleich die Zeit fruchtbarer staatlicher Entwicklung und einer Entfaltung kulturellen Lebens auf allen Gebieten. Die großen Aufgaben der Reichsund Staatsvolitik können nur dann mit Aussicht auf Erfolg gelöst werden, wenn in den Städten wieder gesundes Leben pulsiert. Auf zwei Voraussetzungen beruht heute wie je in der Vergangenheit eine gute Kommunalvolitik: auf gesunden Finauzen und auf dem gesunden Bürgersinn der Bevölkerung. Diese beiden Grundlagen sind heute— nicht durch eigene Schuld der Städte— zerschlagen. Solange sie nicht neu geordnet sind durch entscheidende Maßnahmen der Reichs= und Staatspolitik. solange muß das Banner der Hoffnung für die Städte verhüllt bleiben. Im Jahre 1933 finden die allgemeinen Neuwahlen zu den Gemeindeparlamenten in Preußen statt. Die Wirtschaftskatastrovhe und eine verfehlte Finanzund Steuerpolitik von Reich und Land gegenüber den Gemeinden hat einen Radikalismus der Stimmung bei der städtischen Bevölkerung erzielt, den wir bei den „großen“ Wahlen in seiner zahlenmäßigen Auswirkung kennengelernt haben. Mit diesem Radikalismus. der nicht Ursache, sondern Wirkung tiefergehender Vorgänge ist, kann eine positive Kommunalpolitik nicht gemacht werden. Darum muß bald und energisch der Hebel der gesamten deutschen Politik in der Arbeit der Gemeinden angesetzt werden, wenn nicht zu der Verödung alles gemeindlichen Lebens auch noch ein varteipolitischer Radikalismus kommen soll. der, wie schon zu Eingang dieser Ausführungen gesagt wurde, schwere staatsvolitische Gefahren in sich birgt. K. D. Persönliches. Am 1. Januar kann Herr Heinrich Unkel Gelsenkirchen=Schalte, Herdstraße 9, auf eine 25jährige Tätigkeit bei der Gute=Hoffnungshütte, Abteilung Boeker, in Schalte zurückblicken. Herr Unkel trat am 1. Januar 1908 als Fakturist bei der damaligen Firma Boeker und Compagnie ein und hat es bis zum Vorsteher der Rechnungsabteilung gebracht. Der Jubilar genießt bei Vorgesetzten und Mitarbeitern größte Wertschätzung und erfreut sich in der gesamten Bürgerschaft besten Ansehens. Besonders is Herr Unkel als alter Schalker einer der ersten Förderer des SSS. 96. Für seine Tätigkeit während des Krieges gerade auf sportlichem Gebiet und für die im Krieg befindlichen Kameraden erhielt er vom WSV. die goldene Ehrennadel. Stadtdirektor Haack begeht heute sein fünfundzwanzigjähriges Dienstiubiläum als Beamter der Stadt Gelsenkirchen. Direktor Haack bekleidet seit 1929 den Posten eines internen Sparkommissars. Kirche- Schule— haus. Kirchliches Altstadt. Die Versammlungen anläßlich der Allgemeinen Gebetswoche finden von Montag. den 2. Januar bis Samstag. den 7. Januar, allabendlich 20 Uhr im Gemeindesaal. Gabelsbergerstraße 4, statt. Rontag: Lob und Dank, P. Jordan.— Dienstag: ie augemeine Kirche, P. Lecebuso., Her.Bisetrag Schweinebestand in Preußen am 1. bezember 1932. Wie vom Preußischen Statistischen Landesamt über das vorläufige Ergebnis der Viehzählung vom 1. Dezember 1932 bezüglich der Schweine mitgeteilt wird, ist der Gesamtbestand in Preußen von 16,23 Mill.(1. Dezember 1931) auf 15.55 Mill. gefallen. Die Gesamtzahl der Schweine ist also in diesem Jahre um 4,1 Prozent kleiner als am 1. Dezember 1931. Der Bestand an Schlachtschweinen hat noch etwas zugenommen. An Mastschweinen von 6 bis 12 Monaten ist im Dezember 1932 ein um 03 Prozent größerer Bestand festgestellt worden als im Vorjahre, an Schweinen über 1 Jahr ist er um 0,4 Prozent größer. Der Bestand an trächtigen Sauen ist nur um 0,1 Prozent zurückgegangen. er ist also etwa so hoch wie im Vorjahre. Während die Zahl der Jungsauen insgesamt nur gering vermehrt ist, ist die Zahl der trächtigen Jungsauen um 7,7 Prozent gestiegen. Die Entwicklung in den Provinzen weicht von der Durchschnittsentwicklung im Staat zum Teil stark ab. Während der Schweinebestand im Staat zurückgeht, haben Niederschlesien und Brandenburg ihre Bestände noch vermehrt. Andererseits ergeben sich in Ostpreußen und in Schleswig=Holstein gegen das Vorjahr Verminderungen, die das Doppelte der durchschnittlichen Gesamtabnahme fast erreichen oder überschreiten. Die Bestände an trächtigen Sauen sind besonders in Ostpreußen, Pommern, der Grenzmark, Niederschlesien, Oberschlesien und den Hohenzollerischen Landen vermehrt. Niederschlesien, Oberschlesien und die Hohenzollerischen Lande zeigen auch beträchtlich gestiegene Jungsauenzahlen. In diesen Gegenden scheint demnach ein Wille zur Vermehrung des Schweinebestandes zu bestehen. Stadtteil Zuer Die Geschäftsstelle unierer Gellenkirchener ungemeinen Zeitung befindet sich vom 2. Januar ab nicht mehr im Hause Nienhofstraße 4, sondern in der Buchhandlung Arenhold, Hochstraße 19(Ruf 308 45). Dort werden Anzeigen angenommen und Zeitungsbestellungen entgegengenommen. Verlag der Gelsenkirchener Allgemeinen Zeitung Rokkundgebung des vestischen handwerks Am Dreikönigstage um 15.30 Uhr findet im großen Schauburgsaale in Buer eine Notkundgebung des selbständigen Handwerks des Vestes Recklinghausen statt, zu der auch die maßgebenden Reichs, Staats= un) Kommunalbehörden eingeladen werden. Als Hauptredner ist Reichstagsabgeordneter Bielefeld, Präsident der Handwerkskammer Münster, verpflichtet worden.(0 Sartare Kntter den ZLonap pen Arbeitsjubiläum auf„Graf Bismarck“ und„Dahlbusch“. Parstat. Jedermann Wie in früheren Jahren, so wurde auch diesmal wieder am Tage vor Weihnachten bei der Deutschen Erdöl=Aktiengesellschaft. Zeche Graf Bismarck, eine besondere Feier zur Ehrung der Jubilare veranstaltet. Seitens der Zechenverwaltung wurde den Jubilaren unter Hinweis auf die große herrschende Not, in der sich auch der Bergbau und seine Angehörigen schon seit geraumer Zeit befinden. Dank und Anerkennung für die treu geleisteten Dienste ausgesprochen. Bergassessor Grotowsky wies insbesondere auf das vertrauensvolle Zusammenarbeiten zwischen Verwaltung, Angestellten und Arbeitern und auf den auf den Bismarckschächten erfreulich guten Werkston hin. Mit Freude habe man nach den jahrelang anhaltenden Kündigungen die Belebsing der letzten Monate wahrgenommen. um 700 frühere Belegschaftsmitglieder wieder einzustellen und man hoffe, daß die Belegschaftsvermehrung, wenn auch langsamer als bisher, doch noch längere Zeit beibehalten werden könne. Von den anwesenden 8 Beamten= und 21 Arbeiterjubilaren konnten 3 auf eine 40jährige und 26 auf eine 25jährige ununterbrochene Dienstzeit zurückblicken. Das den Jubilaren überreichte Ehrengeschenk in Gestalt einer Geldspende, einer silbernen Uhr nebst Keite sowie einer künstlerisch ausgeführten Ehrenurkunde bereitete eine besondere Freude. Die Urkunde wi: von dem Sohn eines früheren Belegschaftsmitgliedes. der zur Ausbildung auf der Kunstakademie in Düsseldorf weilt, entworsen worden und hatte somit eine besondere Bedeutung für die Werksjubilare. Nach der Gyrung wurden die Jubilare zu einer 1 Gruppenaufnahme vereinigt, die ihnen als bleibendes Andenken an ihren Ehrentag demnächst überreicht werden wird. In diesem Zusammenhang darf erwähnt werden, daß die Zayl der Jubilare ldes letzten Jahrzehnts sich nach der jüngsten Ehrung auf 387 erhöht hat. * Bei der Bergwerksgesellschaft Dahlbusch fand dieser Tage die alljährliche Ehrung der Beamten= und Arbeiterjubilare statt. Acht Beamte und 17 Arbeiter konnten auf eine 25jährige ununterbrochene Tätigkeit zurückblicken. Der Zeit entsprechend fand die Feier im Betriebsbüro statt. Nach einer Ansprache, in der eschselce elice an. ehice hichische Diplom und einem Geldgeschenk, überreicht. In der Ansprache hob Generaldirektor Kesten hervor, daß trotz der notwendig gewordenen großen Betriebseinschräntungen und der damit verbundenen Entlassung von vielen Belegschaftsmitgliedern es ein Beweis für das Zusammengehörigkeitsgefühl zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer sei, wenn trotzdem heute eine so stattliche Zahl von Werksangehörigen auf eine 25jährige Tätigkeit zurückblicken könnte. Auf Dahlbusch sei stets der Belegschaftswechsel ein sehr geringer gewesen, so daß seit Besteben des Werkes insgesamt 158 Beamte und 1133 Arbeiter ihr 25jährige, 25 Beamte und 108 Arbeiter ihr 40jäbriges. 3 Beamte und 13 Arbeiter ihr 50jähriges Dienstjubiläum bei der Bergwerksgesellschaft Dahlbusch haben feiern können. Apothekendienst in Buer und Horst. Den Sonntagsund Nachtdienst versehen in der kommenden Woche folgende Apotheken: Buer=Mitte: Elefanten=Apotheke: Erle. Sonntagsdienst:„Alte Avotheke. Nachtdienst: Löwen=Apotheke. Horst: Elefanten=Avotheke.— Ruf der Unfall und Rettungswache 30 625. Vermittlungsstelle der Feuerwehr Buer 02. Eine Sitzung des Versorgungsgerichts Münster findet am 7. Januax, 9 Uhr, unter dem Vorsitz des Regierungsdirektors Schneider in Münster statt. Am 10. Januar tagt das Versorgungsgericht unter dem Vorsitz von Regierungsrat Wesemann in Gelsenkirchen, und zwar im Rathaus Buer: die Sitzung beginnt 14.30 Uhr. In beiden Sitzungen kommen je 20 Streitsachen aus der Kriegsbeschädigten= und Hinterbliebenenversorgung zur Erledigung. Brand. Am 30 Dezember um 22.20 Uhr entstand an der Haunetfeldstraße, südöstlich der Bochumerstraße. ein Brand. Ein dort befindlicher Strohschober. indem etwa 150 Zentner Stroh lagerten, brannte vollständig nieder, wodurch dem Eigentümer ein Schaden von 180 Mark entstanden ist. Da der Schober sehr oft von Obdachlosen als Nachtquartier benutzt wurde, ist anzunehmen, daß diese durch unvorsichtiges Umgehen mit Feuer den Brand verursacht haben. Bereits vor dem Feuer wurde beobachtet, daß einige Personen den Schober verließen. Einbruch. In der Nacht zum 30. Dezember brachen Diebe bei einem Bewohner der Horsterstraße ein. Es gelang ihnen, sich Einlaß in den Keller zu verschaffen und dort erbrachen sie einen Weinkeller, vor dem sich ein Vorhängeschloß befand. Hier entwendeten sie nachstehende Sachen im Gesamtwerte von etwa 50.60 Mark: 3 Flaschen Rum, 2 Flaschen Weinbrand. 2 Flaschen Zitronenmost. 2 Flaschen Moselwein. 2 Flaschen Likör. 3 Gläser Eingemachtes(Mettwurst und Rivochen). 10 Flaschen Herrenbergwein 2 Flaschen Hainfelder=Kavelle=Wein. 1 Flasche Weinbrand, 1 Flasche Doppelkorn und 1 Flasche Zitronenmost. Stadtteil Rorst Kohlendiebstahl. Am Donnerstagnachmittag wurden auf dem Bahnhof Horst=Nord mehrere Personen dabei angetroffen, wie sie von den dort stehenden Waggons größere Mengen Kohlen entwendeten. Beim Erscheinen ron Polizeibeamten flüchteten diese Personen nach Brauck; sie konnten unerkannt entkommen. Säcke und Karren wurden im Stich gelassen und im Bahngebäude sichergestellt.— Gleichzeitig wurden durch Bahnbeamte die Personalien eines Mannes festgestellt, der das Bahngelände unbefugt betreten hatte. X Inhaftiert wurde am Donnerstagabend ein Händler aus dem Hause Essenerstraße 69. weil er in angetrunkenem Zustand seine Frau mißhandelt und sie dann auf die Straße trieb. Am anderen Morgen wurde er nach der Ernüchterung entlassen.— Das gleiche Schicksal sollte dem Bergmann P. aus dem Hause Poststr 22 blühen. der ebenfalls mit seinen Familienangehörigen nicht eben glimpflich umging. Angesichts der blauen Uniform zog er es jedoch vor, sich zu beruhigen, worauf man ihn in seiner Wohnung beließ. X Der Krieger= und Landwehrverein Horstermark veranstaltet am heutigen Sonntag um 16 Uhr bei Wallner seine Weihnachtsseier. Schöne Musikvorträge und Theateraufführungen werden: für Unterhaltung sorgen. Für die Kinder hält Knecht Nuprecht schöne aben bereit.(9) Unsere sonntägliche Beilage „Mnterhaltungebiat“ erscheint in unserer Montags=Ausgabe. T S Seumas den.! 1299 DiO KOMMandion-Probiome un der Sahrsswvonde Nur Reformen von Grund auf können uns helfen u Das Kreuz der Arbeitslosigkeit Gchaftlicher Konlunkiur pienrcht ,, Velten auter wirt das mudte in diesen.:“ islich gewesen wäre, Ladren der stetig zunedmenden Finaendznot der Sildte san au z aumendöngenden Prosdem mus der ane ss zur Unmöglichteit werden. Trosdem muß der ehrliche Beobachter, der vergleichen kann, was im Jadre 1928 bestand mit dem was seit2en dinzugekommen ist, zugeben, daß außerordentlich viel Neues entstanden ist. Geden wir ader näher hin, müssen wir mit Betrübnis feststellen, daß alle diese guten Letstungen den Eiempel der Verlegenheitsarbelt fragen: kaum eines der vielen Werke ist aus Landen Ber-srasd Pansu; gewolden und enfBlädie und deute san Zie ii algemelz, bekannt: Sie Unternehmer, die Nas Prsenie arbelten, aber it dürsen nur Sarater jessieht. Gg ren, deren ZusätzlchteitsHeranzlepung von du man denn, Hieg, Stadt, mit von„mehreren tausend WohlfahrtsGsletens) znd medr berschönert, bat auch das Blänen im großen ursprünglich ausgearbelteten Industriestadt ie gun ganzen welter entwickelt zur Industriestadt im Grünen. und so oft auch in Buer gast alsherondsetälch deraagr ade Buer beit 1528 10 n abere in, igge mach hat.„Hoch das ist esentis nicht zichig, gesggt, denn die Stadtverwaltung hat durch Baurät und Gartendirektor das Stadtkamtplan zu smmer Pröheran Li0 bestlederten Geimmer größerer Schönheit verausgearPsiest#uer i damit laum noch weit von seinem Lusriechazuu entlernt, wirklich die sebenswerieste InSak wian epische.— Aber das bindert sa nicht baran, „Rn geelschen Geldberg= und Hochstraße unermüdlich schimpft und immer noch glaubt, man hätte Jae Te ae hener, se iade her schassen lönnen. Go das ein fester Glaube ist, darüber mögen die hundertprozentigen Bueraner mit sich allein rechten. „Dädren, so, pa, wpeite Gebiet nördlich der Emscher durch die zielbewußte Arbeit der verantwortlichen Beamten und einem großjügigen Plan ausgestaltet wird, hat sich das kommünale Leben nur wenig zum Guten. Ke ächse elsche Keäct. eiet euie. eliche bis lebte Groieste dieils Prz#i denten nicht daran, vr Septr. Sxatissse, pietr#g, noch einmal ausführlich in diesem Rückblick zu schildern, wir wollen nur bedaß in dieser Zeit der allerschwersten Not Sorsareis Zse gsctegelges Versteben die einilge Sarm,#, die. von allen Kreisen angestrebt werden müßte. Wir sind uns aber nicht sicher, ob nicht doch die unentwegten Bueraner wieder mit der weisen Bebauptung kommen, daß diese Form eben„rein gelsenBechteise as: 4, Feächrlich sst.. Kenner der Verhältnisse haben für den von Buer sehr häufig erwähnFigStepatisch nur noch ein Lächeln über,— weill site winen, vaß ein soscher Siammtisch in Gelsenkirchen wirklich nur in der Einbildung einiger weniger Bueraner noch vorhanden ist,— neben dem Buerschen Stammtlsg, der, tatsächlich in Zeiten kommunalvolitischer Hochkonsunktur immer recht dicht besetzt ist.. Daß diese Spannung von der einen Seite immer neu hervorgerufen wird, ist kaum zu verstehen: denn wir leben in einer Zeit, in der unsere Stadt wie alle anderen die Not bis zum Halse gestiegen ist. ist private Not und allgemeine Not zugleich, denn wle einerseits die Wirtschaft mit ihren zu riesigen Leitungen eingerichteten Betrieben kaum den Atem zu bulsierendem Leben hat, so sind auf der anderen Seite biele tausend unserer Mitdürger zur untätigkeit verurteilt. Das ist für gesunde Menschen, die sich ihrer Arbeitskraft bewußt sind, schon ein schweres Los: wenn aber das äußere Elend noch binzukommt, und die Arbeitslosen auf geringste Unterstützungssätze angewiesen sind, dann sollte es kein Streiten mehr geben, hann sollte es keine Frage mehr sein: Die vordringlichste von allen öffentlichen Aufgaben ist und bleibt die Beseitigung der Arbeitslosigkeit. Das ist so leicht habingesprochen und ist doch in Wirklichkeit so schwer: Liegen doch bei der Reichszentrale nicht weniger als 80000 verschiedene Vorschläge zur Behebung der Arbeitslosigkeit. Dabel sind zwei Fragen zu unterscheiden: die Vergrößerung der Absatzmöglichkeit, also die Hebung der Kaufkraft, und die Steigerung der Produktion. Diese beiden Fragen gehen uns hier weiter nichts an, die Stadt dat damit nichts zu tun, sie hat nur die morakische Vervflichtung, zusammen mit der Reichsanstalt für das Schicksal der aus dem Arbeitsprozetz ausgeschiedenen Menschen zu sorgen. Jahrelang ging es anscheinend halbvegs gut, man nahm das einlachste schwier sen n in endgüliig haumigrigen, Proziegs. JK.„Pik. Haben In Mittel und zahlte an die Erwerbslosen Unterstützungen aus. Doch längst ist an dieser Sache etwas saul: unterstäszungen sind immer unproduktiv und vom allgemeinen Standpunkt aus auch bedenklich, und so ist man auf eine ganze Reihe von Auswegen gekommen, die alle den Sinn daben, die Erwerbslosen aus der Unterstützung herausfubringen, und ihnen den selbständigen Lebensunterhalt wieder zu ermöglichen. Dabei ist man schon vor fast zwei Jahren auf einen im Grunde alten Gedanken gekommen: eines guten Tages tauchte in der Oessentlichkeit das Wort „Stadtrandsledlung“ auf, auf das schleunigst zahllose Körperschaften und Privafleute eingingen, so daß man heute weit, daß Stadtrandsiedeln gewiß eine gen, Propiems ist. Wir daden Im Lause der letzten eineinhald Jahre wiederholt diese Frage det, und die verschiedensten Versasser kamen zu der Ueberzeugung, das weder sozialpolitisch noch (inanzpolitisch die Stadtrandsiedlung eine endollitige berschsbesen Prgp, Nach langen Dedaten und HrAR Penslich Pia-Stulgag van wurds in Gelsenkürchen endlich die Aulggg, von Stadtrandsiedlungen Paise dach Fäte1; die die Stadt aber stüder oder R33ta ac m### Manichen, die idrem Inneren Wesen nach immer noch Bauern sind, kann es keinen besseren Weg geben, als den, ihnen einen Kotten zu übergeben, der groß genug ist, um sie und ihre ganze Familie zu ernähern. Aber wie wenige unserer Mitbürger sind heute noch Bauernnaturen! Die meisten würden früber oder später enttäuscht den Mut verlieren und den Kampf um die Scholle, die sie nicht beberrschen, ausgeben. In Gelsenkirchen haf man als sicher empfehlenswerten Ausweg die Anlage von Dauergärten in Angriff genommen und man darf nach Lage der Dinge annehmen, daß sich dier weder große Epnauschungen noch stärtere Unanzielle Schäden für die Stadt ergeben werden. Inzwischen dat man längst das weiträumige Stadtgebict daraufdin untersucht, wo man am besten solche Dauergartenanlagen in großen Flächen schaifen könnte. Diese Planung ist im allgemeinen abgeschlossen, bei einigen an einigen Stellen sind auch schon die praktischen Arbeiten In Gang gekommen so daß man damit rechnen kann, daß mit Beginn des Frühjahrs ein Teil der Erwerbslosen zum ersten Mal seinen Dauergarten bestellen wird. Aber all diese Bemühungen, den Erwerbslosen das Schicksal zu erleichtern, und tonen ein Dasein zu schaffen, das nicht bloß vom Almosen abhängt, daben unberücksichtigt gelassen, daß der am meisten gesährdete Teil der Arbeitslosen, nämlich die Jugend. ohne irgend eine Förderung beiseite stehen muß. Und da sind im Zusammenhang mit den großen Aenderungen der sozialpolitischen Hältung der Reichsregierung all die Probleme wieder ans Tageslicht gekommen, die sich mit der Betreuung der Jugendlichen, unter den Erwerbslosen befassen. Ein großer Plan ist dabei in den Vordengrund gerückt: der Frelwitlige Arbeitsdienst in geschlossenen Arbeitsiagern. Auch in Gelsenkirchen wird an den verschiedensten Stellen gemeinsam mit großen Organisationen und Verbäuden wichtige Kulturarbeit geleistet, bei der Scharen von Jugendlichen auf Monate hinaus Arbeit, Beköstigung und Unterkunft finden. Aber dieser Arbeitsbienst kann sich nicht auf das Stadtgebiet beschränken, wenn er fruchtbar sein soll. Weit Draußen im Lande denen auch Gelsenkirchener Jungens beschäftigt sind. In diesem Arbeitsdienst. für den es längst gute und erprodie Vorbilder gibt, wird es einem Tell der Jugend ermöglicht, alle Kenntnisse und Fertigkeiten 11 Sewinngr, 2/, der Bauer übig hat, 1p auf aund ein gei# ai#.esssie zu machen und so wird au Lcheider Zeit ganz aus der Industrie um in einem keinen Häuschen als seltzständiger Bauer sein Leben zu gestalten. Es ist sa nicht damit zu rechnen, daß die Industrie dei künitiger guter Konsunttur wieder das ganze Heer der Arbeiter einstellen wird, das sie früder nötig hatte, und darum für einen möglichst großen Tell. der. Erwerbslosen den Uebergang In die Landwirtschaft zu ermöglichen. Daß damit durchaus nicht die gesamte Arbeitslosennot bewältigt werden kann, bst klar, ader jeder Einzelne, der aus dem unseligen Kreislauf— Arbeitsamt, Wohlfahrtsamt, Arbeitsamt, Unterstüsung— Herauskommt, bedeutet für die Gesundung des ganzen Volkskorpers einen großen Geivinn. ## Wrrs Ausammenhang mzt der, Wirtschaftsnot und der Arbeitslosigkeit sind auch die Finanzvercaltnisse der Stadt schon seit vielen Jahren von siak V, Jahr, zum. anderen schlechter gavorden. Die drei Gemeinden brachten dei ldrey Zusammenschluß jede eine gewisse Schuld mit in die Ehe, aber man hatte damals noch die Hoffnung, die Zusammenlegung der drei Gemeinden würde eine immerdin beträchtliche Verbilligung des Verwaltun und damit eine Erleichteru sich bringen. Diese wiesen: das alte Beilzit konnte nick von einem Jahr zum anderen wuchsen neue Millionenbeträge Hinzu, so daß wir zu Beginn dieses Jadres ein Gesamtdeflzit von 26 Millionen hatten ohne eine Aussicht, daß auf natürlichem Wege auch nur eine Million dovon heruntergewirtschaft werden allem Sparen und dem Liegenlassen von Rechnungen sind nun doch 5 Millionen abgewirtschaftei worden. Schon im Jahre 1930 begannen die Sparmaßnahmen und Sparverfügungen des Staates einen geradezu unerträglichen Umsang anzunehmen, und so sind wir seit Beginn dieses Jahres auf dem absoluten Rullpunkt angekommen: die Arbeiten, für die eigentlich die Stadt ihr Geld bekommt, werden garnicht in Angriff genommen,— alles was sie einnimmt, das ganze freie Geld dient allein noch der Unterstützung der Erwerbslosen und der Gebälter. Damit ist in der Praxis die Selbsiverwaltung der Städte schon ausgehoben, aber auch Reich und Staat haben durch eine Lanzs, Reide von Verfügungen und Rotverordnungen die Bewegungsfreibeit der Selbstverwaltungskörverdeute, hundert Jahre nach dem Tode des Freiherrn vom Stein, die Selbstverwaltung der Städte au besere Zeiten veragt ih.— r Süchu an Von oben her hat dann auch im Zusammenhang mit diesen Noverordnungen der Oberbürgermeister immer größere Pflichten und Rechte bekommen, se daß er dem Wort nach san seldständig handeln. Lann. Einem ehrgeitzigen Oderbürgermeister konnte das vielleicht reiten, aber der gewissendafte möchte doch nicht dern die derusenen Vertreter der Bürgerschaft ganz aus der Verantwortung entlassen. und so haben wir deute wie in vielen Städten so auch in Gelsenkirchen den unklaren Zustand, daß der Oberdürgermeister Edes der Gelbsiverwaltung ist, andsrerssits aber in vielen entscheidenden Angelegenheiten einsach Staatskommissar, also beauftragter Beamter des Staates. In ihrem Verhältnis zu Staat und Reich dat sich für die Stadt im Grundsätzlichen nichts geändert. Freilich in das lustige Hinundverschieden von Geldlummen, die die Stadt dem Staat oder der Staat an die Stadt überweisen muß, unter dem Zwang der Notlage gekürzt und enwas vereinsacht worden, aber das kann alles nicht viel bedeuten, dei dem Chaos. unter dem die Führung der Gemeindefinanzen nach wie vor leldet, Ueber Finanzresorm pei Reich, Staat und Gemeinden ist la schon unglaublich viel geschrieben worden, aber eine Aenderung oder gar eine Besserung— Aberhaupt etwas Neues— dazu ist man immer noch nicht gekommen! Vielleicht mut das Elend der Städte noch größer werden, bis dann schließlich doch einmal die Finanzreform kommt, die gerecht, elnfach und vernünftig diesen Rattenkönig von Steuergesetzen beseitigt. Wenn Gelsenkirchen nun in das neue Jahr hinübergebt, so darf man nicht so leichthin mit großen Hollnungen Erleichterungen erwarten. Fürs erste werden wir noch recht und schlecht welter wursteln. Aber dabel ist nichts so nötig als immer daran zu denken, daß die Zustände nicht in ihren Kleinigkeiten verbessert werden können, es muß schon eine ganz neue Idee in den Betried der Maschinerie hineingebracht werden. Aber Wunder wird es auch dann noch nicht geben! Und am Ende wird alles davon abhängen, daß unsere dochentwickelte und leistungsfähige Industrie Arbelt bekommt. In dem Augenblick ist ein Teil der Probleme von heute schon erledigt, und ein anderer Teil wird nicht mehr so drückend empfunden. Ausdauer, Sparsamkeit und Opferbereitschaft auf der ganzen Linie werden es ermöglichen, daß wir aus dieser Zeit der Not nicht als eine Reihe von Intereslengruppen herausgeben, sondern als eine Bürgerschaft, in der alle sind ergiebige Arbeitsselder gesunden worden, auf schaften bis auf den kleinsten Raum eingeengt, so daß guten Kräfte an einem Strangs ziehen! Ne StelleiWil! Zur gegenwärtigen Situation des Musiklebens in Geisenkirchen. gab einmal eine Zeit, da waren Fortwängler. Mengelberg, Karl Erb, die Ivogün, um nur einige gans„Prominente“ zu nennen, bei uns im Hans=SachsHaus iu Gast: es war die Glanzveriode Gelsenkirchener Musiklebens. Seitdem ist mancherlei geschehen, esiche ien Seichenle ie Pae eähe er ehen,„mutz, wie er mit den ihm im Etat dewilligten Mitteln herumkommt:## hat sich gezeigt, dat, man auch mit einem Bruchteil der Mittel, die damals zur Verfügung standen, gute„Musit, machen kann. Man verstehe nicht kalsch: ich bin nicht der Meinung, daß die für diesen Zweck festgesetzten Mittel ausreichen und weis gans genau, daß das, was wir im vergangenen Jahre an Musik in den städtischen Konzerten hörten. dem selbstlosen Idealismus derer zu danken ist, die diese Konzerte als Musiker, Sängerinnen und Sänger bestritten haben. Aber eben die Tatsache, daß es doch geht, ist bezeichnend, gibt zu denken. Sicher ist, daß die bisherige Form der Konzerte. vor allem des Solistenkonzertes, als Kunstsorm nicht mehr die gleiche anziehende Wirkung auf die breiten Massen des Publikums ausübt, wie es früher der Fall war, wenn man auch nicht so wett zu gehen braucht, wie es gewisse Kreise tun, die das öffentliche, subventionierte Konzert einsach gus den Aussterbeetgt sebzen. Das man aber auch mit sehr viel weniger Mitteln viel Gutes leisten kann, das hat, das binter uns liegende Jahr zur Genüge geseigt. Denn nicht auf die Form kommt es letzten. Endes an, sondern auf die Musik selbst und gus die Bereitschaft des Hörenden, sich von den Ausübenden beschenken zu lassen. Es steckt sicher etwas sehr Gesundes in dem aus den Kreisen der Jugendbewegung provagierten Gemeinschafts=Musizieren, daneben wird aber doch dag Konzert wehl, stets beibehalten diesben. In Gelsenkirchen it jedenfalls die ersreuliche Tatsache zu verzeichnen, daß der Besuch der städtischen Sinkoniekonzerte nicht nachgelassen hat, daß für die Veranstaltungen des Kammerorchesters und Kommerchores steigendes Interesse besteht und daß die beiden städtischen Musikvereine in diesem Winter wieder zwei Konzerte veranstalten werden. Das reiche, wohldurchdachte und abwechselungsvolle Programm, dessen Anlaus wir in den vergangenen Wochen erlebten, läßt jedenfalls die Kkise. in der der Abschluß des vorjährigen Konzertwinters mitten darin stand, als ülberwunden erscheinen Der Optimismus. der sich in der Gründung von Kammerorchester und Kamwerchar im porsgen Jahre gle Ausbauwille kundtat, hat Recht behalten. Beide Vereinigungen haben sich im Laufe des Jahres mehr und mehr Freunde gewonnen, ihre Leistungen unter Musikdirektor Paul Belter kinden Anerkennung, und es ist nur zu wünschen. das sie von inneren Krisen verschont bleiben. Wie störend diese sein könpen, zeigt das Beispiel des Phrlbarmonischen Orchesters, das nach einem hoffnungsvollen Anfang, ebenso wis der Polkschor, nicht über ein Konzert hinausgekommen ist. Ein Zweig der städtischen Musikoilege dat uns stets besonders am Herzen gelegen, die Arbeit an der Jugend, die Rodert Kotde in den Sing= und Lautenkursen leistet. Sie tritt zwar nach auben, fast gar nicht in die Erscheinung, desto bedeutungsvoller, weil zukunststrächtig, ist sie in der Erziebung unserer Jugend zu einem gesunden musikalischen Gefühl und zur Freude am eigenen Musizieren im häuslichen Kreise., Ich Arbeit in Gelsenkirchen so gewürdigt wird, wie sie es ihrer Bedeutung nach verdient, gerade auch in den Kreisen nicht, die es eigentangeht, sonst hätte der Zuzug, zu, diesen Kursen längst stärker sein müssen. Der Einfluß von Sport und Film ist sicher stark, ist aber, wie er scheint, doch nicht allein als Grund anzusprechen: offendar ist man auch in Kreisen, die der Jugendmusikbeioegung nahestehen, noch nicht vollkommen von der Vorzüglichkeit Überseust, was Robert Kothe auf diesem Gebiete mehr seine Lauteninmal dem künstgelauscht und sich Lamit bescäftie der weiß, worum es bler goht, der weiß aber auch um die Hemmungen und ihre Gxünde, und ich möchte nichts sehnlicher wünschen, im Interesse unserer Jugend, daß auch diejenigen, die dieser Art, mit der Jugend zu musizieren, serner stehen, merken, wie bedeutungsvoll es ist.— oder sein könnte—, daß wir einen Mann wie Roh, Kotbe in unserer Stadt haben. .4 it ungerrowenen, Mut und großer Uneigennützigkeit hat auch das Westdeutsche Trio seine Arhelt die einzige Vereiniermusik in intirchen., dietet,„Dse. werigen, aber treuen seunde hseser edlen Musik werden den drei Damen für ihre Unentwegtheit dankbar sein und auch das erfolgreiche Bestreben anerkennen, durch mancherlei kurh als die Sinekurse. Wer einmal lerischen Lautenspiez, ie„Vob., Kothe Solisten diese Morornsetern abwechselungsreich zu gestalgn. Schwer zu kämpfen hatten auch im vergangenen Jahr unsere Münnergesangvereine um die materiellen Grundlagen ihrer Tätigkeit. Auch hier war erfreulich zu sehen, wie man trotz vieler Widerwärtigkeiten wacker durchgehaltep hat. Gerade die letzten Mongte haben mit einer Fülle von Veranstaltungen gezeigt, daß ein ungebrochener Lebenswille in anleren„ Männgrchhten derrscht. Wie schwer es dabei guch größeren Vereinen wird, ein Konzert in würdigem Rahmen zu tinanzieren, das weiß nur der Eingewelhte, der weiß aber auch, eine wie unliebsame Rolle dabei 4. B. die sehr hoden Kosten für unseren repräsentativsten 563¼ pislen. Elle Vereine waren mit Erfolg derauf bedacht, Ihren Konzerten auch musikaltsch=künstlerisches Niveau zu geben. Hier ist namentlich bei den kleineren Vereinen noch ein sehr wunder Punkt. Gewiß pielt oft die Unmöglichkeit, sich neue Noten au, der schaffen, die Höhe der Tantiemen für solche neue Werke usw. eine große Rolle: man ist gezwungen, aus den Bestand an Noten zurückzugreifen, aber ich bin trotzdem der Meinung, daß es nicht so zu sein brauchte, wie es manchmal war. Das Urtell in den Konzerthesprechungen unserer Zeitung mag vielleicht einmal bart geklungen haben, ich hin sicher, daß es in solchen Fällen eigentlich noch zu milde war. Gerade eine Kritlk, die KAIbauend und nosltlo ein will, muß die Dinae beim richtigen Namen nennen. Einen nicht unwesentlichen Auftrieb des Konzertlebene bildeten die großen Jubilden, die eine Reihe unserer Gelangvereine begehen konnten. Das 60jährige Jubelfest der„Konkordia“ Bulmke, die golJubilden des Schalker Sängerbundes und des denen 954#.#u lleßlich den Kehcce u. namentlich am Karfreitag und, in der Adventsmit zahlreichen und guten Veranstaltungen an die Vom nächsten Jahre jäßt sich einstweilen nur erst mit Schiller sagen:„Wer weiß, was in der Zeiten Hintergrunde schlummert?“ Ich bin aber Optimist genug zu hoffen, daß es auch dem Musikleben unserer Stadt reiches Löden schenken wird. Dr. N. noch auf das Aizleg. Kaierene trche Esten. pansgztlsh. am Karsteitsg, und ig * Roman aus dem Karwendel von Friedrich Lange K „Man hat Ihr Fräulein Tochter früher des ötteren mit Haslinger gesehen... Die Freunde des Abgestürzten dingegen behaupten, daß die Verlobung Dolls mit Fräulein Hanst Seefelder unmitteldar bevorgestanden dabe.“ „Allerdings“, mutzte der alte Herr deipflichten. Es war beschlossene Sache, daß Herr Doll mein Schwiedersohn werden sollte.“ „Wutzte Haslinger um diesen Plank“ Seeselder zuckte die Achseln.„Schon möglich.“ Damit war die erste Vernedmung beendet. Es war ein mageres Ergebnis, immerhin durste der Asistent mit dem Ergebnis zufrieden sein. Noch zur selben Stunde suhr er zur Unterstützung der bsierreichischen Kollegen nach Tirol ab. Inzwischen meldete Geeselder ein dringendes Ferngespräch nach Hinterrißz an, ließ sich mit dem AAltpenhof“, verdinden, Man, bebauerte, Fräulein Seefelder sel in der Pirschhütte im Lalidertal und bade sich noch nicht wieder blicken lassen. Der Anruser hat, sofort einen Boten zu seiner Tochter zu senden mit dem dringenden Ersuchep, sich umgebend sernmündlich dei der Firma zu melben. Vergeblich wartete der alte Herr aus Hansis Bnri. „Gewit int stie nicht im Pirschhaus angetroisen worden!“ sagie er sich nach einigen Stunden. Vermutlich gab is allerhand Aufregung da oden in dem stillen Tal. Schon aus diesem Grunde fuhr er nicht persönlich din. Er wurde setzt daheim zum Beginn neuer Kreditverhandlungen dringend denötigt. Diese geschäftliche Sache enzvickelte sich odnevin nicht sehr aussichtsreich. Aber vielleicht war es nun, nach dem plötzlichen Hinscheiden Dolls, nicht medr ganz so eilig. Es ist so: Ein Unglück birgt manchmal ein bescheldenech Glück. In diesem Falle dot sich dert bedrängten Sentorchef der Firma Seefelder ein Lichedlick: Diellescht ließ sich mit den Erben reden, daß sie die Einlage einstweilen nicht kündiaten... Seefelder tat alles, was in seinen Krätten sand: denachrichtigte die Schwester des Adgestürzten teiephonisch. Sie wohnte in Frautsurt am Main und war dort mit dem Direktor einer großen Bank verheiratet. Er entledigte sich dieser undankbaren Aufgabe mit dem denbkar größten Zartgel#pt. Dabei nahm er gleich die Wünsche der Hinterbliebenen in Smplang,„Der Verschiedene sollie in der Dollschen Famillengruft in München beigesetzt werden, Seeselder versprach, alles Diesbezügliche in die Wege zu leiten. „ Er ließ sich mit der Gendarmerlekation in Hinterrihz verdinden, um über die Freigabe des Toten zu verdandeln. Die Entscheldung lag bei der Staatsauwpaltichgit, Man versprach anzurusen, sodalb aus Innsbruck Bescheld kam. Und dann, schon am swäten Abend— Seefelder datie nach seiner Privatwohnung umschalten lassen— kam das Gespräch Hansis! „Grüs Gökt, Datl!“ Die Stimme wwar im Ansang gesestigt. „Nun, Kind, watz,„sagst ou zu der sensationeken Wendung, der Dinges“ ####, 2 furchtbar...“ sbonte Hanst, und ans künstliche Bederrschung war weggsvehl. „Findest du! Gewlt, der arme Doll tut mir leid. aber das Schicksal meint es gut mit uns, indem es uns nochmalt eine Atempause schenkie: „Vater!“ schrie Hanst am anderen Ende des Dradtes auf.„Hast du denn nichts anderes im Sinn, als nur das Geschäft? Weißt du nicht, daß wahrscheinlich auch Stelag, Häslinger An Opser dieses Dramas geworden IsI“ „Meinst du!“ Seefelder spürte die Berechtigung des Rorwurss seiner Tochter und jüblte sich deschömt. „Die sprechen nochf“ schalteie sich das Fräulein sem Fmni ein „Wird noch gesprochen!“ schnautte Seefelder. „Man dat mich verhört— ich werde erst deimcommen, wenn dler alles geklärt ißt— ditte, trage Vorsorge für die Uebersüdrung Holls.“ Man konnte es aus Hansis Worten hören, das sie am Ende ihr Krait war. Anih Ihr Vater belam Inmage: auf eine weitere Frage keine .“ sagte er sinnend, nun seinerseits „Angebängt auflegend, runden Aip Der sat an diesew Abend noch lange am Tuen Etich des verwalsten Wohnzimmers. Vor ihm risten. Er beachtete slä „ els das Srihrer lagen Zeitungen und Zeltschriften. nicht. uoft ee unend in Sien. vs.Leigen. Serzzn“L Jeder Diensch dartz sein Steckenpferd. Andere älte Herren in seinem Alter setzten sich zur Rude. sammelten Briefmarken oder Münzen, verbrachten die schönen Nachmittage Im Engiischen Garten. Er hatte den Corgelz, seine Birma üder die Kilppen dieser Zeit dinwegjusteuern. Dazu denötigte er Kapital. Doll war lom nur Mittel zum Zweck gewesen. Zugestanden! Rein menschlich betrachtet, datte von eine Welt von seinem zukünstigen Schivsegersohn geirennt. „Plelleicht din ich zu alt oder zu konservativ. um Die Jugend von heute zu versiehen!“ ftagte er sich in dieser besinnlichen Abendstunde. Wenn ion enwas deunruhigte, dann dies, daß er im Unfrieden von Doll geschleden war... Im Hiur seines Hauses stand eine Madnung geschrleben: Laßz nle im Zorn die Sonne untergeon... Run war sie untergegangen—— und das tat iom aufrichtig leid,„Wenn er sich die Szene im „Alpendof“ ins Gedächtnis zurückriet, sie kritisch überprülte,„mutzte er sich ein gut Teil Schufd an der unergulcklichen Auselnandersetzung mit leinem verstorbigen Teisbaber geben. Aber das wer nun leider nicht mehr zu ändern. Und Ludwig Seefelder war der letzte, dür unahänderlichen Dingen nachtrquerte. Morgen wörde sein Nachfuf mit breltem. schwarzem Rande in der Zeitung erscheinen mit dem Schluß: 33, mr Dde Hm alleseltl ein ehrendes Gedenken desg0st.—„llichts anderes im Sinn, dls das Ge, Er nadm Die stützende Hand vom Kopf, schlug sie auf den Tisch. und wenn es köstlich gewesen ist, ist es Mühe und Arbelt gewesen! Go steht schon In der Bibel. Das junge Volk mag es dalten, wie es wic—— mein Leben son kostlich enden: Mit Mühe und Arbeit!“ Mit diesen Worten und einer derrischen Geste segte Ludwig Geeselder alle lästige Problematik dieser Stunde von sich und ging gleichsam zur Tagesordnung über: Er vertleste sich in die Lettüre einer phokotechnischen Fachzeitschirft. Einundzwanzigstes Kapitel. Murmeller um dasten der Wandbefleigung sorderten lhren Pribut. Wenn er nach vlelstündiger Rude elnmal erwachte, plinzelte er aus seinem Zeltsack hervor nach dem Höbleneingang. Alles Unster. stumme Aufforderung zum Weiterschlalen. Wieder vergingen Stunden, in denen sich der Lörper des Bergselhers prachtvoll erholfe, trog der garten Lage auf dem kalten Gestein. Das es heißt, nach den unerdörten Strapazen einer Wandkleiterei Feis gründlich ausschlasen zu dürsen, das wissen nur die Bergfreundel Und wieder einmal erwachte Haslinger. Diesmat völlg ausgerudt, aber erstarrt bis in alle Glieder. Immer noch Nacht! Die Augen binzelten,##röhnten sich allmählich an das Dunkel. Ein Streichdolz Kammte auf, beleuchtete das Zisserblatt der Rickeluhr, die Haslinger mit verklammten Eingern aus der Täsche zog. Gleich zwölf. Ein furchtdarer Schreck, sad aufblitzend wie das Rssnsen bei einer Romentaufnahme, lähmie die Zwölf Uor nachts! „Ausbeschlossen, da datte noch das Gewitter getodt. Wieder zwol Uhr nachts— vierundzwanzig Stunden später! „Nicht möglich, se lange, habe ich nicht geschlafen.. Mlineer, ner An A-er * 13 Keshserse, Pasunger, Deik ein Lut ausiger Lies Zeis uhe TeIsb. Akso konnte as nur Mittag sein. Zwölf Stunden — Mikrofilmarchiv der deutschsprachigen Presse.V. E A Jedesurhunde nach Ii1 Jahren gesgcht, Frühe Ahnung im Januar. Von Kilian Kerst. Die Landschaft ist in zarten Pastellfarben auf die Fläche gekreidet. Der Himmel ist wolkenlos und nur sanft schraffiert von mullartigen Streifen. Die Sonne glüht ein elektrisches Weiß, sehr geladen. und steht in der stillen Luft scharfrandig wie eine Diskusscheibe. Die Landschaft ist vollkommen eben. Augenblicklich bewegt sich nichts außer meinem Fahrrad. Die Gummireisen zischen monoton im pulverisierten Staub und die stricknadelblanken Speichen des Vorderrades verwischen sich im Schwung zu einem funkelnden Rundspiegel. Die noch Neujahrswunsch. Gebt Deutschland eine deutsche Saat, Statt Bruderzwist und Zagen, Dann wird aus dieser deutschen Tat Ein deutscher Morgen tagen! Karl Heinz Toburg. Zwiegespräch nach Silvester. Nach einer Idee von Dagmar Berko. Er: Dein Bericht über Heiligabend bei Tante Emma war ungemein stimmungsvoll und die Schilderung der Schlemmerei bei Onkel Gustav am Neujahrstag war geradezu aufreizend: über deine Schandtaten am Silvesterabend hast du dich indessen in allen lebenden und toten Sprachen ausgeschwiegen. Ich wittere Unrat, Madame, bitte beichten Sie. Ausgerechnet dir, der unausschiebbarer Geschäfte wegen mich Silvester hat sitzen lassen. Ihr habt wohl die Silvesternacht dazu benutzt, um die Cirobar in Paxis in eine Aktiengesellschaft umzuwandeln? Gegifrer hao ich mich und mich aus Wut um nenn Uhr schlasen gelegt. " Er: Bist aber fünf Minuten später wieder ausgenanden. Als ich mir so um neun herum im Claridge die weiße Kravatte umband, da hatte ich plötzlich das bestimmte Gefühl.„jetzt macht Marie=Louise eine Dummheit". Sie:(auf seine Insinuation eingehend) Neun Uhr in Paris das ist acht Uhr in Berlin. Also beruhige dich, da saß ich ganz brav solo in einem Taxi und fuhr ins Deutsche Theater. Er: So wie du aus dem Bett kamst im Pyjama? Sie: Ungefähr so. aber darüber hütte ich das neue lassenen Hascherl das Geleit geben durfte. Sie: Der Solist zur Rechten hieß Baron Fredersdorf und der Duettist zur Linken stellt sich als Herr von Kretschmar vor. Er: In einem Wort die Komtesse im Herrenklub. Sie: Stimmt nicht ganz, ich habe mir für den Abend und die daran anknünfende Nacht den bescheidenen Titel Frau Direktor Bergmann zugelegt Er: Was Geistreicheres ist dir nicht eingefallen? Sie: Im Telephonbuch stehen 782 Bergmanns. meine Anonymität hatte somit gewisse Chancen. gewahrt zu bleiben, wenn es meinen liebenswürdigen Beigleitern am nächsten Tag einfiel, mich aufstöbern zu wollen und ich darauf nicht weiter versessen war. Er: Also eine Art Verstandesehebruch?“ — Sie: Die Buben waren beide reizende Bengel der Baron so eine Art englischer Athlet mit fantastischen Schultern und einem Teint wie ein großer Baby. der andere mehr ein deutsches, sehr gepflegtes Gelehrtenprofil. und dabei glänzende Manieren. beste Kinderstube und viel Berliner Witz aber ohne die Schnauze. Er: Euer Gnaden sind ja noch nachträglich hell beseistert. Und wo ging die Reise nach dem Theater hin? Sie: Atelier. Cascade und Quartier Latin waren wegen zu hohem Andrang geschlossen: so landeten wir schließlich bei Pelzer., wo es zwar nicht so provvenvoll aber dafür sehr gemütlich und ausgezeichnet war. Er: Cotelette’homard à la créole und supreme de bécassine du Porto! Sie: Daneben geraten: zwei Dutzend Austern. eine Artischoke und was nettes Süßes. Er: Dazu ein Henkel trocken! Sie: Doch nicht, eine Veuve Cliquot, cordovert, aus Herrn Pelzers dernière réserve. Er: Meinetwegen— und was geschah dann, wer flegte— das blonde englische Kücken oder der teutonische Philologe? Sie: Zu Füßen lagen sie mir beide, aber da sie echte Männer waren, gönnte mich keiner dem anderen und so waren sie schließlich beide glücklich, als ich auf jedwede Begleitung verzichtete und allein nach Haus fuhr. Er(im Grunde genommen sehr erleichtert) Ueberschrift: eine Geschichte ohne Pointe. Sie: Die Pointe kommt noch. Er:(verdüstert) Also doch! Sie: Porgestern kaufte ich im Ausverkauf bei Gerson Gerdinen für das Zimmer meiner Wirtschafterin. Der Herr. der mich bediente, war der derr mit dem klassischen Profil, am gegenüberliegenden Tisch ratschte der blonde Athlet mit der Schere durch Kunstseide. Die Situation war eine Sekunde verblüffend, wurde aber durch die tadellose Haltung der Jungens gerettet. Er: Und auf diesen Reinfall bist du auch noch stolz. wagst es von deinem fabelhaften Instinkt für Klasse und Rasse zu faseln und fällst auf den ersten besten Katunfritzen rein. Marie=Louise, meine Guteste, deine Pointe ist genau so fade wie dein Abenteuer. Sie: Zum ersten Mal stimme ich am heutigen Abend restlos mit dir überein. Die Aventure ist aber in Wirklichkeit noch viel fader wie du annimmst, sie ist nämlich überhaupt nicht gewesen. Und amüsant an ihr ist nur, daß du auf sie hereingefallen bist und daß die Pointe dieser nach deiner Auffassung vointenlosen Affäre dein dickes Fell erheblich zu jucken im Stande war. Nichts für Ungut, mein süßenter Schatz, das kommt davon wenn man in der Silvesternacht in Paris Gesellschaften gründet. Kleiner Mann, was nun? Armer Iwan Traikowitsch! Ein Biedermann, wie er im Buche steht, wohlhabend, kerngesund und sonniges Gemüt.— Nur— ein wenig klein geraten. Und dies:„Kleinigkeit"(im doppelten Sinne) macht ihn unglücklich, denn er bekommt keine Frau. Man höre und staune: Nicht einmal in der heutigen männerarmen Zeit! Fünfundsechzig Zentimeter ist ja zugegebenerweise keine ansehnliche Größe für einen sozusagen ausgewachsenen Mann. Immerhin: Iwan ist„klein, aber oho“ und verfügt über alle Tugenden, die einen Ehemann begehrenswert erscheinen lassen können. Das ist allgemein bekannt, denn der Heiratslustige ließ neulich in seinem Dörschen folgendes austrommeln:„Ich trinke nicht, ich spiele nicht Karten, bin häuslich, friedlich und lebenslustig und würde meine bessere Hälfte niemals verprügeln!" Nichts zu machen; mit den vielen Körben, die Iwan im Laufe der Zeit von den stolzen Dorfschönen erhielt, könnte er einen schwungvollen Korbhandel beginnen. Die Mädels wollen nun einmal nicht, und der bedauernswerte„kleine Mann“ weiß nicht, was er nun beginnen soll.... Interessentinnen kleineren Kalibers finden ih in dem serbischen Dorf Boschitze bei Vladiniha Südslawien. Nähere Anschrift unnötig. Tagen ein mertwürdiges Inserat. Die Summe von 200.— RM. wird dem Ueberbringer der Todesurkunde eines gewissen William Feller geboten, eines Pelzhändlers, der vor 111 Jahren in Burmancy gestorben war Das Inserat hat eine lange Vorgeschichte. William Feller hinterließ nach seinem Tode im Jahre 1821 ein großes Barvermögen und ausgedehnten Grundbesitz. Es vergingen Jahre und Jahrzehnte, ohne daß die Erben des Dahingegangenen ihre Ansprüche auf die Hinterlassenschaft meldeten. Die Erbschaft ging in den Besitz des Staates über. Die ganze Angelegenheit geriet in völlige Vergessenheit, als plötzlich nach mehr als einem Jahrhundert ein später Nachkomme des Erblassers, Ingenieur George, Feller, seine Erbansprüche erhob. Schwung zu einem sun Er verfügt über alle Dotumente, die seine direkte Ab Straße strea, sich noch sehr wei sichtvar vbin, bevor weisen. Rur eine urtunde seblt, die Todesurtunde aufnimmt. eines Vorfahren, ohne die der Erbprozetz aussichtslos Immer kommen Bäume, links und rechts Wie Spaliere. Hohe Kastaniengerüste mit vergabelten Nie balt-. Ast=Arabesken, nackt und schwarz. Die Kalts-Ento. Eine linde Verzückung wärmt mir das Blut. Ich ziehe eine paar schautelnde Schleifen mit meinem Von Rad. Ich denke an Gott. Meine Bogen und Kreise, Hans Riebau=Begesack. die ich schwinge und runde, sind die Anschriften an Guns Kievon=Gegesan. ihn. Schmucklos wie erste Griffelzeichen eines KinKalte Ente ist ein Gemisch von Sekt und Mosel= des, aber voll Innigkeit. weresch nichts anderes mehr trinkt als kalte Ente, graßen und....“““ es in den EhausseeUnd als Waweresch zu Silvester bei Bolicke einge= sain## lehne mich an einen großen Kilometerladen ist, eingeladen mit Frau, Sohn und zwei stein, nahe am Walde. Töchtern, flüsterte er:„Du, Bolicke, es gibt doch Am hellen Horizont stemmt sich breitsäulig ein kalte Ente bei Euch? Sonst komme ich nämlich nicht.“ Wasserturm empor. Alle Landschaft flieht auf ihn zu. itürlich“, sagt Bolicke,„natürlich gibt es Er ist wie die Achse, um die sie schwingt. Auf der mit Ananas!“ nackten Fläche. aus der kalten Felderspalte reckt sich Aber Bolicke denkt nicht daran, sich in diesen schlechten Zeiten an der Geschmacksrichtung seines Freundes Waweresch zu ruinieren. Und er entwirft einen Plan. „Also paßt auf“, instruiert er Dorothea, seine Frau, und Anna, das Dienstmädchen.„Hier habe ich ein billiges Bowlengefäß von neun Litern Inhalt gekauft. Diese Bowle füllt Anna mit Wasser und hier habe ich einen Siphon Lagerbier kommen lassen. Wenn nun Wawereschs am Tisch sitzen, klingelst du nach dem Mädchen, verstanden?“ Frau Dorothea nickt. „Und Sie nehmen die Bowle hoch, die in der Küche steht und lassen sie fallen, verstanden?" Anna nickt. „Und dann kommen Sie ins Zimmer, heulen, was Sie heulen können und sagen, daß Sie die Bowle kaputt geschmissen hätten, verstanden?" Anna grinst. „Und du machst der Anna eine Szene und zu Wawereschs sagst du: „Gott sei Dank, daß wir wenigstens noch etwas Bier im Hause haben, verstanden?“ Frau Dorothea lächelt. „Und dann bringen Sie den Biersyphon herein, verstanden?" Anna schüttelt sich vor Lachen.„Jawohl“, sagt sie,„ich habe verstanden.“ Silvesterabend ist Waweresch da, mit Frau, Sohn und Töchtern. „Also, jetzt die kalte Ente“, sagt Bolicke,„ich habe sie probiert: prima, primal" Frau Bolicke klingelt. Eine halbe Minute vergebt, dann ein Krach, ein Klirren, ein gellender Schrei. „O Gott", flüstert Frau Bolicke,„die kalte Ente. Da schiebt sich Anna zur Tür und schluchzend. „Was haben Sie angerichtet, Schwarz-Weiß-Malerei des Zauberers Winter. Baumgruppen am Schloß von Berlin=Schönholz. fleischig und leiberhaft warm der Turm. Nur sein flachspitze hinein, heulend fleischig und leiberhaft, warm der Turm. Ni flachspitzes Dach aus Zink spiegelt wie Eis. Sie Trampel?“. Auf den Feldern vor mir sprießt Wintersaat. springt Frau Bolicke auf.„Doch nicht etwa die talte Die kleinen Halmbüschel stehen gradlinig in Ente hinfallen lassen?" „Nein“, schüttelt das Mädchen den Biersiphon!" maschenartig aufeinandergereihten Furchen wie #n den grüne Springbrunnen in Miniatur. govi. sbex. Stille. Tiefe, tiefe Stille. Der Wald bleicht wie ein verschießender Fuchspelz, rötlich mit einer Neigung zu Violett. Hier und da ist seine fahle Front kupfern gefleckt von zähen Eichenblätter=Komplexen, die metallisch vertrocknet sind. Vom Walde her erschüttert ein Brummen die glasige Luft. Dann rollt auf der verlgrauen Chausseeschwenkung ein dunkles Auto in gelentiger Kurve heran. Es glänzt wie der Rücken eines reinlichen Käfers. Und wie es heranbraust und die Luft um mich her in scharfkantige Scheiben zersplittert, trocknet Fernendunst meine Seele, schwingen tausend Straßenspiralen der Wanderlust wie Saturnringe um mein klopfendes Herz. Das Auto ist vorüber. Die Sonne kulminiert. So hell ist die Mittagsluft, daß die gelbroten Mauersteine der Wasserturmsäule einzeln zu sehen sind. Die Felder fließen silbern ineinander. Nur die nahen Streifen sind braune Schokoladentafeln mit eingesprenkelten Pfützen. Die Sonne glübt noch weißeres Weiß. Ein Welt raum=Dynamo. Die Landschaft gerät in einen Spannungszustand. Elektrische Schwaden flirren über ihre versilberte Flächenplatte. Die Säule des Wasserturms flammt. Innen geht ein Sturm durch die Erde.——— Plötzlich hebt mir ein graubemantelter Kerl von hinten den Hut boch. „Holla, Kamerad!— Nun, wier" lacht er und zieht die Hände aus den Taschen, um sie zu massieren. „Schon auf den Sohlen?“ frage ich erstaunt den Landstreicher. Er kneift ein Auge zu und deutet südwärts: „Frankfurt, Heidelberg, Würzburg, Augsburg. Und unterirdisch geht wieder der Sturm durch die Erde. Alt-München im Schnee. Humor des Auslandes. Marseiller gelten in Frankreich als große Neulich kam einer von einer Weltreise zurück.„Am Aequator“, so prablte ex.„war es so heiß, daß man die Hühner unter Eis setzen muß, damit sie keine hartgekochten Eier legen!" Die Aufsch reider. Der Haupttreffer Im Gerichtssaal. Aus einer ganz ungewöbnlichen Ursache sand die Gerichtssitzung in Huesca. einer kleinen Stadt in den Pprenäen. ein plötzliches Ende: in das graue Gerichtsgebäude drang die freudige Nachricht los gekanst baten Richt= Reoisanwatte. füns Millionen Mark. betragenden Herigtedeamte, die alle gemeinsam das GlücksSchreiber. e. Staatsanwälte, Sch Personen an der Zahl hatten gekagnt darten.„Richter. bis berab zu den Pförtnern. einen Anteil erworben. Als die Jubelkunde eintraf, mußten alle Verdandlungen unterbrochen werden, da niemand in dem weiten Haus seine Gedanken auf die Arbeit richten konnte. Die ganze Stadt nimmt teil an dem Freudenfest. Das die gleiche Nummer tragende Glückslos war in seiner zweiten Ausfertigung nach Barcelona gefallen: hier war die Hälfte in ganz kleinen Anteilen bis zu berab zu 40 Pfennig von kleinen Leuten und Arbeitern angekauft worden, die dafür einen Gewinn von 2600 Mark davontrugen. Di die ersten Nachrichten derausdrangen. Das neue automatische Kontroll= system hatte versagt und man mußte wieder zu der früher üblichen Bedienung mit der Hand übergehen Leute, die besonders begierig waren. zugegen zu sein, standen seit sieben D verkaufte in der letzten Das vermeintliche Wirtshaus. Heiteres von August Schmitt. „ Mögen Roman= und Bühnenschriftsteller sich noch so sehr abmüben, fesselnde Geschehnisse zu erfinden, die eigenartigsten Geschichten schreibt doch immer wieder das Leben selbst. Kein Wunder, daß Autoren oft auf das wechselnde Sviel des Alltags zurückgreifen. Ein Lustsviel des englischen Dichters Oliver Goldsmitb. der in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts lebte. verdankt seine Entstebung einem köstlichen Erlebnis des Dichters: Goldsmith hatte die Sommerserien— er war damals sechzehn Jahre alt— zu Hause in Pallasmore(Irland) verbracht und befand sich auf der Rückreise nach dem Schulort Edgeworthtown. Er war im Lause des prächtigen Herbsttages mehr als nötig von der Straße abgeirrt und selig in Wald und Flur umhergeschweift. So kam es, daß ihn die Dämmerung überraschte und er in dem naben Städtchen Ardagb nächtigen mußte. Er ritt, das Herz von dem ganz nach Muße verbrachten Tag freudig geschwellt, durch das Tor des Städtchens, und da er von einem Freund ein ansehnliches Reisegeld erhalten hatte. gedachte er den Abend recht vergnügt zu verbringen. Er fragte einen Bürger nach dem ersten Gasthof des Städtchens. Der Betreffende war aber ein ausgemachter Spaßvogel und ergriff die Helegenbeit, sich mit dem großtuerischen Studentlein einen kapitalen Spaß zu machen. Er zeigte dem jungen Goldsmith tatsächlich das beste Haus der Stadt, aber beileibe kein Gasthaus. sondern das stattliche Wohnhaus eines reichen Squire. Goldsmith klopfte, übergab sein Rößlein einem Diener und ließ sich in das beste Zimmer des vornehmen Hauses führen. ohne den Irrtum wahrzunehmen. Der Squire amüsierte sich köstlich über das selbstbewußte Studentlein. in dem er alsbald den Sohn eines „Wirtes“, Goldsmitb ließ sogar den freundliche Flasche erlesenen enderen den Irrtum auf: doch Goldfmith war so überrascht und lorgen 2 Herlun, gur. gach Gochmit er schleunigst das Weite suchte. in Anläches Erlednis datte Nae Madon, als er 1836 in Wies Loiten Sichen, durch die Straßen der latvon weniger die Schöpfungen der Baukunst und die Sir####s Vergnügens als alles Militärische fesselte. So wagherte er die Straßen auf und ad. bis sein Magen ihn ermahnte, daß es Essenszeit lei. Er fragte nach dem Ers=ersok Karl" wo er abgestiegen war, und wurde von einem jungen Wiener vor das Palais des Erzberzogs geführt. ner Acberlaschung suand der Gtandeg, eins bogzuging, Wgig= Puoie Zu seiner Ueberraschung sand der Franzose eine vorzüglich besetzte Table ’bote mit lauter vornehmen Gästen vor. Die Gesellschaft, die den Irrtum des tungen Marquis erkannt hatte, ließ ihm davon nichts merken: namentlich, der Erzherzog. der an dem schlanken Offizier Gefallen fand, bebandelte ihn mit ausgesuchter Höflichkeit. Mac Mahon konnte sich im Lobe der vorzüglichen Wiener Küche gar nicht genug tun und versicherte. r. keinen, Hotes je so gut gespeist zu baben. Anderen Tages, als er im Erzherzog Karl“ glücklich gelandet war. brachte ein Offizter die Einladung des Ersherzogs zur Familientasel. Der Irrtum klärte sich auf. und der betrofsene Mac Mahon mußte sich die Höflichkeit des Erzderzogs gefallen lassen. * pfer eines noch köstlericheren Mißverständnisses wurde ein ungarischer Lehrer. Er weilte 1803 in Weimar. das dem begeisterten Verehrer der deutschen Dichtkunst die Sehnsucht seines Herzens war An einem heißen Sommernachmittag durchwanderte er durstig und von der Reise ermüdet die Straßen der ihm so teuren Stadt. Da drang aus einem Garten, den er für einen Wirtschaftsgarten hielt, der Ton fallender Kegel und der Klang angestoßener Gläser. Dieser Musik zu widerstehen war ihm in diesem Augenblick trotz seiner Begeisterung für die Stadt der klassischen Dichtkunst unmöglich. Er trat ein, setzte sich, durch die Blicke der Herren und das Kichern der Damen etwas eingeschüchtert, abseits und bestellte ein Glas Bier. Schließlich brachte er es doch nicht übers Herz. als leidenschaftlicher Kegler dem Spiel fern zu bleiben. und wurde, nachderg er mehrere der ausgesetzten Preise gewonnen hatte. m Abendessen teilzunehmen. Der und im Ueberschwang seines intzündbaren Herzens stimmte er Schillers Hymnus an die Freude an, worin die anderen begeistert einsielen. Dann ging der blaß aussehende „Wirt“ auf ihn zu, reichte ihm die Hand und sprach:„Ich danke Ihnen, werter Freund. und freue mich herzlich, daß meiner Muse Sang auch Ungarns edle Söhne verstehen und lieben.“ Als dem betroffenen ungarischen Magister die Freudentränen ins Auge stiegen, trat sein Tischnachbar auf ihn zu und sagte:„Hier. Herr Maaister, sehen Sie unseren Schiller, hier— Goethe, und ich bin der alte Wieland.“ Eiltschafdigt. # selhstcbemußte„Studentlein. in dem er alsbald den Sehn eines pegen des Gruhnuges gegepen hatte, ließ er sich von dem in angeregiester Studienfreundes erkannt vatte, und spielte glänzend die Rolle des Stimmung verlaufenden aveno ooch befriebigt, sein Zimmer zeigen. Wie mitragen, was gut und teper war, ja er lud ben„Wirt“ und dessen anmutiges Töchterlein zu einer des Fräihsticheins ein. Nachdem, er noch eine besondere Weisung wegen des Fruhnuckes gegepen hatte, ließ er sich von dem in angeregtest serlausenden Abend hoch befriedigt? „Karl, was denkst du dir dabei, wenn du in die Schule kommst. ohne daß du dir die Haare gekämmt hast?" „Keinen Kamm. Herr Lehrer!" „Dann könntest du doch schließlich einmal den Kamm von detnem Vater nehmen!" „Kein Haar!" —* auales **:* Was das Jahr 1952 an Ereignilfen Lebradht hat. Zar Abwechslung wählt man mal wieder— Jetst aber raus, du altes Jahr! Sachnene Liene. Mathematisch. Von Hum. Du bin mein Kroßes Einmaleins Und meine Algebra: Du bist die Wurzel meines Seins, Mein z. mein z. mein a. Dein Geist ist meinem kongruent, Dein Herz ist wie mein Herz: Wir sind uns Summe und Quotient, Funktion in Lust und Schmerz. Unendlich ist die Sehnsucht mein, Und deiner Reize Zahl Wird meine Liebe immer sein Direkt proportional. Ein gewisser Ne Pherson.. Schottische Geschichten. Me Pherson sitzt auf der wackligen Bank vor seinem Haus und meditiert. Er denkt sich so dieses und jenes, und bevor er noch mit seinen Gedanken zu Ende gekommen ist, geht seine Pfeise aus. „Das Rauchen macht auch keinen Spaß mehr", denkt er sich. indes er die Pfeise ausklopft.„Raucht man seinen eigenen Tabak, so stopft man die Pfeise zu locker und sie gebt gleich wieder aus, raucht man den Tabak von seinem Freund, so stopft man ste zu fest, um möglichst viel hineinzukriegen— es ist schon ein Kreuz!" Und Me Pherson beschließt, seinen Nachbar und Freund aufzusuchen. „Tag, Sandy“, sagt er und winkt. „Ommm“, antwortet jener, um sein Gebiß nicht unnötig abzunützen. Jack Me Pherson aber kennt seinen Freund Sandy und nimmt die liebenswürdige Aufforderung, neben jenem Platz zu nehmen, gern an. Umständlich zieht er seine Pfeise heraus, klopft daran herum und steckt sie zwischen die Zähne. „Hast du vielleicht ein Streichholz?“ fragt Jack höflich. „Hmmm“, antwortet Sandy, sucht mühsam aus seiner Schachtel das dünnste heraus und reicht es Jack. „Der hält es eine Weile in der Hand.„Du, da merke ich ja eben erst, daß ich meinen Tabak zu Hause vergessen habe... „Denn gib mir man mein Streichholz wieder“, sagt Sandy und pafft weiter. Da anscheinend weiter nichts zu erwarten steht, eröffnet Jack die Konversation.„Hat er sich nun schon entschlossen, was er werden will, dein Junge?“ „Klar“, sagt Sandy,„kleine Probe gemacht. Habe thn in ein Zimmer geführt, wo ich auf den Tisch eine Bibel, einen Aepfel und ein Sixpennystück gelegt hatte. Nahm er die Bibel, sollte er Geistlicher werden, nahm er den Apfel, würde er Farmer, nahm er das Geld, würde er Bankbeamter.“ „Na, und was nahm er?“ „Als ich wieder ins Zimmer kam, aß er mit der Linken den Apfel, in der Rechten hatte er das Geldstück versteckt. Wußte ja gleich, daß der Bendel der geborene Rechtsanwalt ist....“ Tobemasutre. Not macht erfinderisch. Nie ist diese alte Redensart so zur Wahrheit geworden, wie heute in der Zeit des allgemeinen wirtschaftlichen Niedergangs, wo so viele Menschen aus ihren bisherigen Berufen herausgerissen worden und nun gezwungen sind, sich nach neuen Existenzmöglichkeiten umzusehen. Und da sind es vielfach die Frauen, die sich im Erfinden neuer Berufe auszeichnen. Daß der Beruf einer Namengeberin ganz einträglich sein kann, sollte man nicht glauben. Und doch ist es so. Wir alle wissen ja, entweder aus eigener Erfahrung oder vom Hörensagen, welche Schwierigkeiten es oft für junge Eheleute hat, den richtigen Namen für das Kind zu finden, das sie erwarten. Es gibt Eltern, die sich dann ein Namenlexikon anschaffen. Aber die hunderte von Namen, die man da findet, wirken nur verwirrend. Man möchte natürlich einen Namen haben, der nicht altmodisch ist. Andererseits möchte man auch nicht einen Namen, der immer gleich dutzendweise auftritt. Da ist es gut, wenn man eine sachverständige Beraterin zur Seite hat, die ganz genau weiß, welche Namen augenblicklich beliebt und weniger beliebt oder ganz unmöglich sind. Kann man sich beispielsweise vorstellen, daß ein Kind Tobemasufre genannt wird? Bitte sehr — Tobemasufre! Der kleine Tobemasufre ist das Kind eines Neuvorker Elternpaares. Und daß er zu seinem unglaublichen Namen kam, hatte folgende Bewandtnis. Man nennt ja gern ein Neugedorenes nach dem Großyater oder nach einer Tante oder einem guten Onkel, von dem es voraussichtlich noch etwas zu erben gibt. Damit alles hübsch in der Familie bleibt, der Name und auch das Geld. Das Elternpaar in Neuyork war sich darüber einig, daß man bei der Namengebung den Großvater Tobias in erster Linie berücksichtigen müsse. Aber auch Großmama Betsy konnte man nicht gut übergeben, ebensowenig die beiden Tanten Mary und Susi. Den guten Ontel Fred, von dem man noch einiges zu erwarten hatte, falls er nicht doch noch die Dummheit machen sollte, zu heiraten, durkte man selbstverständlich nicht ausschließen. Um es nun allen recht zu machen und niemand vor den Kopf zu stoßen, hatten die Neuyorker Eltern die ihrer Meinung nach höchst geniale en der Zulam, Tobia Idee, ausb den„Anfangssilben aller Pornamen lieben Verwandtschaft einen neuen Namen zuf lieb menzustellen. Auf. diese Weise entstand aus Tobias urg wesso und Marp und(Susligns 436 Kohia; un Deish und Marh und Sust ul Namensmonstrum Tovemasufre. und Fred das Das erregte selbst in Amerika verwundertes Kopfschütteln. Da war nun eine Miß Rogers. Die schüttelte den Kopf am meisten. Und dabei kam thr eine glänzende Idee. Warum sollte sie sich nicht als berufsmäßige Namengeberin etablieren. Es gibt ja so viele Dinge auf der Welt. die einen verkehrten Namen tragen. Nicht nur Menschen, zu denen der Name nicht recht patzt, sondern auch Hotels, Restaurants, Modesalons, Kinos und was sonst noch alles. Für viele geschäftliche Neugründungen ist der Name geradezu alles. Das sagte sich Miß Rogers und das sagten sich auch die Amerikaner. Denn als Mit Rogers in den Zeitungen verlockende Inserate losließ und sich für alle nur denkbaren Fälle als diejenige empfahl die mit dem richtigen Instinkt auch den richtig Namen zu finden wisse, hatte sie einen riesigen Erfolg. Von allen Seiten strömten ihr Anfragen und Aufträge zu. Sie hat alle Hände voll zu tun. Ob ihre Namen immer richtig sind, bleibt dahingestellt. Ihr eigenes Geschäft ist jedenfalls richtig. Mikrofilmarchiv der deutschsprachigen Presse.V. e Meinen werten Gästen. Fieunden und Gönnern zum Jahreswechsel die besten Glückwünsche Restaurant Tigges Blervertrieb in Syohons Meinen werten Gästen im Jahre 1933 alles Gute! Bier- und Weinhaus Kamp Schalltescralle GLUCKLICHES P B 3 LUSwIG SCHMIDT Glas-, Parkett- und GebäudeReinigung. Wanverstraße 23 Ruf 25379 Veeinbeimaiiene: Ost- u. Westpreuben Gelsenkirchen e. V. Viel Glück u. Segen zum Jahreswechsel Ein gesegnetes neues Jahr allen Mitgliedern und Landsleuten wünscht Der Vorstand 1. A. Grünke Meinen werten Kunden. Freunden u. 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Labusch Searbrücker Straße 27 □ 5 K Der Vorstand des Ost- u. wesipr. evangl. Arbeitervereine Horst wünscht seinen Mitgliedern nebst Angehörigen und Gönnern ein glückseliges neues Jahr! — Allen meinen verehrten Gösten zum Jahreswechsel die herzl. Glückwünsche Rest Deutsches Haus Jos. Jakobl. Buer Sche Hioch- und Giedbecherstraße Den verehrten Gästen unseres Hauses die besten Segenwwünsche zum Jahreswechsel Hotel Vereinshaus- Buer K ggggggg gggg g zgg g Kgegogaütiupnstellidauchetaotughtt A S Eüigemeine Zeitung Vonntag, den 1. Januar 1333 * 9 Zier iocx— Start 10ss Der Kampf des Sportes gegen Rot und Bedräugnis: rückwärks schauend vorwärks schreiten. Se groß ist das Elend nicht, als daß wir nicht hindurchkämen. 3 Wenn wir vom Sport sprechen, denken wir al guch an das„Ziel“.— also müßte es im Sport als Bewegung betrachtet doch auch eigentlich ein Ziel gehen z.... Das ist nicht der Fall, erfreulicherweise nicht der Fall. sonst verlöre der Sport ja eines Tages seine Existenzberechtigung! Ganz in der Ferne sehen wir ein Ziel, aber das haben die Pioniere der Leibesübungen bereits ebenso deutlich gesehen.— und wenn wir uns das eingestehen, dann begreifen wir, daß der Sport auf seinem Wege nur ein ganz kleines Stückchen vorwärte gekommen ist... Und deunoch sind wir zutrieden, wenn wir unsere Bewegung wieder einmal an uns vorübermarschieren lassen: den Sport, das Turnen, uns alles was dazu gehört in fester Gemeinschaft und loser Perbindung... Es geht alles in Ordnung, wir sind vorwärtsgekommen— und allemann halten wir die Nasen nach vorn und dem Ziele entgegen, diesem Ziele. das immer ein Ideal, also unerreichbar bleiben wird „.: Ideal?— Ja, vor zehn Jahren gab es noch augenseiter, die da glaubten, wir hätten es bloß darauf abgesehen, aus allen Leichtathleten Weltrekordler .mschen aber auch diese Außenseiter baden inzwischen .. daß innerhalb der Bewegung der Weltretordler seine Aufgabe darin zugewiesen erhielt, mit seiner Leistung die Massen zu begeistern, sie auf die Sportplätze zu bringen, sie zu animieren,„es“ auch zu .. Nicht aus jedem Fußballspieler auf unseren Plätzen sollte ein Schaffer, ein Kuzorra oder.eogn werden, aber aus dem Enthusiasmus, den diese Leute entfachten, erwuchs in kleinen Kreisen der Schwung. Mannschaften aus breitesten Massen heraus zu bilden.... War es anders bei den Segelfliegern und bei all den übrigen?— Vor ein paar tter noch ein ganz kleineg Häuschen.— hente ein kaktor, der im Sportleben Deutschlando— und wir beisentirchener wissen das jg zuauererst zu beurteilen! — nicht mehr wegzudenken ist...... #. Wenn go hier und dort noch lange Gesichter aibt, so lei diesen Unzufriedenen nur gesagt, daß all die Männer Bnd Frauen, denen das Turnen, der Sport und die Leibesübung am Herzen liegt, eine überstürzte Entwiclung Ffür verderblich halten. Gerade die letzten Jahre haben diesen Leuten hier und dort recht gegeben — als ganz plötzlich an die verschiedenen Verbände se fuinr üer Set beronsecielt wuchen die die) Entwialung so impulsiv nach vorn trieben, daß fast jede kontrolle verloren ging.... Wir dürfen nicht vergessen: Auf seinem Wege zum Ziele hat der deutsche Sport Aufgaben an die Nation zu erfüllen! Diejenigen, die damals mit dabei waren. wissen es, daß die Umschaltung in unserem Militärwesen unerhörte Forderungen an Verbände und Vereine stellte, und als das Elend der Arbeitslosigkeit sich ausbreitete, da galt es auch die Massen zu erfassen. die verzweifelt beiseite standen.— ihren Stunden und Tagen galt es Inhalt zu verschaffen,— und so wurde der Sport der Sit, zn Krankenlager des deutschen ###.... Es gilt zu erfassen und zu halten... und in seiner Werbung um jeden jungen Menschen, ob Frau oder Mann. beruft sich die Leibesübung nicht zuerst auf die Pflichten, die deutsche Brüder und Schwestern im Hinblick auf die Zukunft haben, er weist zunächst auf das Recht hin, das sie alle für sich in Anspruch nehmen können: das Recht. teilzuhaben an der Bewegung, die nichts mehr und nichte weniger will als aus einer in anderen Bahnen begonnenen Tradition ein ganzes Volk zu gesunden, zu kräftigen.... So darf die Bewegung, aus der heraus einst Friedrich Ludwig Jahn mithalf, die Freiheit eines Landes zu erstreiten, sich heute rühmen, der Bannerträger der Ordnung, der Disziplin zu sein.— die„Traditionskomvanie“ für den Gleichschritt, mit dem Preutzen und Deutschland einmal Weltgeschichte machten.... Wenn wir heute so weit sind, daß wir innerhalb unserer Grenzpfähle in Bezug auf uns Deutsche von einer„Nation“ sprechen dürfen, so brauchen wir nicht so unbescheiden zu sein. alle Verdienste, die hiermit verbunden sind, anderen zu überlassen.... Was sich immer wieder an den Wahltagen in dreißig Splitter und Splitterchen schied,— auf dem Sportplatz stand stets alles zusammen.... Und aus der Gewohnheit, zu der dieses Zusammenstehen einmal wird, ergibt sich einst die Erkenntnis, daß nirgends— wo es auch immer sei!— ein Gegeneinander uns als Volk und Nation von Vorteil sein kann... Es gibt noch ein aktuelles Thema, das gerade in diesem Augenblick einmal denen gesagt werden darf, die erst in diesen Tagen auf den Treiwilligen Arheitsdienst“ aufmerksam wurden.... Es gibt eine ganze Reihe von Sportführern, die etwas seitlich gelächelt haben, als man dieses Thema„offiziell“ anschnitt.... Im Sport kannte man das schon lange.— man hatte hier die Erfahrungen schon hinter sich, man war selbstverständlich sofort dabei mitzumachen,— und nicht zuletzt werden es die jungen Arbeitslosen aus den verschiedensten Sportlagern sein. die sich dem„offiziellen" Arbeitsdienst freiwillig zur Vertügung stellen.... Was sollen wir aufzählen?— Wie die Bewegung um uns wallt, weiß jeder, der im Leben steht,— und wenn jemand glaubt, daß es hier und dort zuviel des Guten sei.— bitte: Unser Heros Hindenburg hat das Wort gesprochen:„Leibesübung ist Bürgerpflicht!“— und irgendwann ist das Wort gefallen, daß der Sport und das Turnen nicht nur Krankenhäuser, sondern auch Gefängnisse und Zuchthäuser überflüssig machen könnte.... And bis zu einem gewissen Grade darf man wohl auch dieses Wort unterschreiben!— Aus solchem Gesichtswinkel heraus betrachtet: kann überaus genug geschehen? Eine Reihe von Sportführern hat uns zum Jahreswechsel Grüße und Glückwünsche zugesandt, aus deren Zeilen auch die Sorgen hervorgehen, die heute überall vorherrschend sind.— aber aus allen Sätzen leuchtet auch die felsenfeste Zuversicht, daß wir vorwärtsgekommen sind— trotz der Not. wegen der Not, mit der Not und gegen die Not! — Daß im allgemeinen nach dem betrüblichen Jahre 1932 gewisse Hoffnungen für die nächsten zwölf Monate, die unter dem Sammelnamen„1933“ zusammengefaßt sind, ausgesprechen werden das hängt zunächst einmal nach all den Widerständen, die es zu überwinden galt, mit dem nicht kleinzukriegenden Optimismus zusammen, der eben in jedem Sportler steckt.... Und wenn wir uns diesem Optimismus anschließen, so glauben wir doch schon einen kleinen realen Untergrund dafür zu sehen.... In diesem Sinne:„Ein glückreiches neues Jahr,— weiter auf dem Wege zum Ziele, durch Not und Sorgen hindurch zum Fehligdes Vaterlandes und der dentIcen Nation.— So groß, ist das Elend nicht. als daß wir nicht hindurchkämen!" ekrü. Dem Mutigen gehört die Welt! Das Jahr 1932 ist vorüber! Jetzt noch ein Klagelied anzustimmen über die in demselben durchlebten Sorgen wäre m. E. ein müßiges und versehltes Beginnen. Dem Turner und Sportler liegt es überhaupt nicht. Gewesenem nachzutrauern und sich in trübsinniges Grübeln zu verlieren. Mit frohem Optimismus schaut er vorwärts und aufwärts, dem Ziel entgegen, und setzt sich über Hindernisse und Hemmungen mit gewandtem Schwung hinweg. Und so werden auch die im„Stadtverband für Leibesübungen zusammengeschlossenen Vereine an ihre ihnen im neuen Jahr erwachsenden Aufgaben herangehen ohne weibisches Zagen, ohne bängliches Schwanken. Dem Mutigen gehört die Welt! Nur der meistert das Schicklal, der es mit kräftigen Fäusten onpackt Mag der schon allmählich berühmt gewordene Silberstreifen am Horizont sich weiter am deutschen Himmel ausbreiten— wir hoffen es von ganzem Herzen— oder nicht, unser Weg liegt klar vor unseren Augen. Wir werden ihn gehen, unbekümmert um des Geschickes Gunst oder Tücke. Unsere Arbeit gilt der Erhaltung und Mehrung deutscher Volksgesundheit und Volkskraft, der körverlichen und sittlichen Erstarkung der deutschen Jugend. Für dieses Ziel ist keine Arbeit zu schwer. keine Mühe zu groß. Darum hinein in das neue Jahr mit ungebrochenem Mut. mit selsenfestem Vertrauen in die sieghafte Kraft unserer Bestrebungen! Urselmann Vorsitzender des Stadtverbandes für Leibesübungen. Trotz der Rot ein fröhsch Pol. Von Dr. Carl Diem. Generalsekretär des D. R. f. L. Ein Rückblick auf das vergangene Jahr bringt das stolze Bewußtsein, daß die deutsche Turn= und Sportbewegung durch die schwere Notzeit zwar beeinträchtigt wurde, sie aber in ihren Grundfesten unerschüttert überstanden hat. Ja. mehr noch, daß sie in dieser Zeit Nothelfer am Volk war. Es ist nicht zu ermessen, wieviel Lebensfreude und Selbstgefühl im Herzen jener Tausenden entstanden ist, die von der Turn= und Sporthwegung aus der Arbeitslosigkeit in den freiwilligen Arbeitsdienst geführt wurden. Auch alle übrigen Arbeitslosen erleben in ihren Vereinen die Zusammengehörigkeit des Volkes. Ein Ausdruck für die unversiegbare Lebenskraft ist die Teilnahme Deutschlands an den Internationalen Olympischen Svielen in Los Angeles gewesen. Die Kosten hierfür sind zu einem Drittel aus der Turnund Svortbewegung selbst aufgebracht worden, während Freunde der Sache und das Reich den Rest stifteten. Deutschland ist mit der sechstgrößten Mannschaft in Amerika erschienen und hat auch den sechsten Platz in der Rangliste errungen Nicht alle Blütenträume sind gereift. Der gerechte Beurteiler wird aber das Urteil des Auslandes bestätigen, daß die Mannschaft in Haltung und Leistung ihr Vaterland auf das Würdicze vertreten hat. Mit dem Sinken der Olymvischen Flacte eing am Schlußtag der Spiele das deutsche Banner hoch. Damit begann die XI Olymviade, die das Fest in Berlin 1936 umschließt. Mit dem Anfang des nächsten Jahres wird das Organisationskomitee hierfür begründet werden, und auch die ersten Umbauten des Stadions und Sportforums sollen bereits 1933 erfolgen. So wird das nächste Jahr nach mancher Richtung hin für den erhofften Welterfolg des Jahres 1936 grundlegend sein. Die Arbeit wird im Geiste höchster Zuversicht ausgenommen, und es wird sich wieder bestätigen, daß diese frische Zuversicht schon ein Stück Erfolg bedeutet. Das Hauptereignis des nächsten Jahres wird das Deutsche Turnfest sein, ein Fest, das nicht nur von der Deutschen Ternerschaft, sondern von allen Freunden der Turn= und Svortbewegung mitgefeiert werden wird. Auch hier hat man sich durch die Not der Zeit nicht beirren lassen, sondern das Fest auf 200 000 Teilnehmer zugeschnitten. In diesem Feste können wir das großartigste Bekenntnis erwarten, das je die Anhänger der Turnsache gefeiert haben. Es gehört zum Wesen der Turn= und Sportsache. sich in Festen darzustellen. Dabei ist der eigentliche Inhalt schlichter Betrieb. Auch hier kann die Ueberzeugung ausgesprochen werden, daß die eigentliche Turn= und Svortübung des„unbekannten Soldaten“ auch im kommenden Jahr keine Einbuße erleiden wird. Das deutsche Volk wird trotz aller Not in jung und alt, arm und reich ein fröhlich Volk von Turnern und Sportlern sein. Neujahrsgruß an die 91. Wassoll das neue Jahr uns bringen? — Ein schönes, großes. wohlgelungenes Deutsches Turnfest in Stuttgart! Ein Fest, das für alle die Hunderttausende von Mitgliedern der Deutschen Turnerschaft ein Quell neuer Freude am turnerischen Tun und frischer Begeisterung werden soll! Ein Fest, das für viele Millionen deutscher Volksgenossen in der ganzen Welt eine wahre Herzensstärkung in ihrem Glauben an das deutsche Volk und die deutsche Zukunft bedeuten soll! Dafür gilt es. in 1933 mit aller Kraft zu arbeiten! Der Vorstand der Deutschen Turnerschaft: Dominicus. Neuendorff. Thiemer, Steding. Schill. Gesundung und Kräftigung des Volkes. Von Dr. Karl von Halt. 1 Vorsitzender der Deutschen Sportbebörde. Die Deutsche Sportbebörde wünscht allen ihren Gönnern und Freunden in den Reichs=, Staatsund Gemeindebehörden in den Verhänden und Vereinen und in der deutschen Presse ein glückliches, erfolgreiches Neujahr! Nach dem großen Ereignis der Olympischen Sviele in Los Angeles. nach den überwältigenden Leistungen. dort gesehen haben, ist uns unsere Arbeit für 1936. soweit sie den Spitzensport betrifft, klar vorgezeichnet. Esgilt unsere Kraftsür das Gelingen des Olympias einzuletzen und bereits 1933 mit der Arbeitzu beginnen. Unter Ziel ist nach wie vor: Verbreitung unseres Svortes in die Massen zur Gesundung und Kräftigung des Volkes. Erziehung durch den Svort und Förderung der Besten zur Erzielung guter Leistungen im Wettbewerb der Nationen. Durch den Erlat des Herrn Reichsvräsidenten sind die in das Gebiet des Geländesports fallenden Uebungen der Leichtatbletik wieder mehr zur Geltung gekommen. Sie bilden eine glückliche Ergänzung unseres Betriebes Mögen Leichtathletik und Geländesport, Handball und Sommerspiele auch in den nächsten Jahren unsere deutsche Jugend ertüchtigen und sie zu tatkräftigen, vaterlandsfreudigen Männern und gesunden Frauen erziehen. * Frauen treiben Sport. Von H. Voß=Lennep, Frauen=Sportwart des Westdeutschen Svielverbandes. Die Olympischen Spiele in Los Angeles mit ihren phantastischen Leistungen der Frauen haben erneut die Aufmerksamkeit auf den Leistungssport der Frau gelenkt. Die Leistungen der Helen Madison. Ordrickson und anderer sind vor den Svielen kaum für möglich gehalten worden. Aus den Ergebnissen der Spiele einen Leistungsvergleich mit dem deutschen Frauensport zu konstruieren, ist unmöglich deshalb, weil durch die geldlichen Einschränkungen überhaupt nur sieben Frauen in der deutschen Olympiamannschaft einen Platz gefunden haben. #ex Leistungssport von Frauen und Mädchen ist heute koum mehr umstritten. nachdem alle maßgeblichen Verbände für Leibesübungen in Deutschland in irgend einer Form den Frauensport in ihr Programm aufgenommen haben. Frauen schwimmen, spielen Handball sowohl in der DSB. als auch in der DT., spielen Hockey, treiben Wintersnort und bemühen sich in leichtathletischen Uebungen. es den Männern gleichzutun. Diese Entwicklung ist natürlich bedingt in einer Zeit, in der von der Frau im öffentlichen Leben Leistungen verlangt werden, die hinter denen der Männer kaum zurückstehen. Einer aymnastischen Betätigung allein fehlt das Ziel, die Anwendung der erarbeiteten Kraft. Das Messen muß hinzukommen und wenn es nur das Messen der eigenen sich steigernden Leistung ist. Neben dieser individuellen Höchstleistung ist aber auch das Streben nach der absoluten natürlich begründet, weil eben im Leben auch jeder der Beste sein will. Der Selihnse heisen“ Winkerhilfespiel: Schalte 04 gegen die Besten des Gaues. Am Donnerstag fand unter dem Vorsitz des Beigeordneten Schossier die abschließende Sitzung des vorbereitenden Ausschusses, zu dem Vertreter der Stadtverwaltung, des Gauvorstandes und des FC. Gelsenkirchen=Schalke 04 gehören, statt. Aus der Berichterstattung über die Werbearbeit für das Winterhilfespiel ist zu erwähnen, daß der originelle Plakatentwurf von Ferdi Mindt stammt, der sich hilfsbereit in den Dienst der„Winterhilfe" stellte. Gedankt wurde ferner der Westd. Städte=Reklame G. m. b.., die ihre Plakatflächen unentgeltlich dem Werbedienst überließen, wie auch der Ortspresse, bei der man vorbildliche Unterstützung fand. Geplant und in ihren Einzelheiten festgelegt wurden weitere Maßnahmen der Provaganda. Die Erledigung der technischen Vorarbeiten verlief reibungslos. Wo Fragen zu klären waren wurden diese in enger Zusammenarbeit von Vorstandsmitgliedern des FC. Gelsenkirchen=Schalke 04 und Stadtturnwart Schröter gelöst. Angeregt und dem Gau überlassen wurde die Bildung eines Spielausschusses. Das Spiel findet unter dem Protektorat des Oberbürgermeisters Zimmermann statt. Ihm zur Seite steht ein Ehrenausschuß, gebildet aus tätigen Mitgliedern der„Winterbilfe“ und Vertretern der Sportorganisationen. Besondere Ehrenkarten zu verteuertem Preise stehen zur Verfügung. um jedem nach Maßgabe seines Könnens zu ermöglichen, der guten Sache zu dienen. Eine endgültige Aufstellung der Stadtmannschaft kann erst in den nächsten Tagen erfolgen, weil infolge Verletzung einiger Svieler Umstellungen notwendig geworden sind. Doch soll Sorge dafür getragen werden, daß die Stadtfarben von den Besten vertreten werden, die der Gau zu stellen vermag. Der Vorverkauf wird zu Beginn der Januarwoche eröffnet. Für die Ahwicklung des Winterhilfespieles zeichnet der FC. Gelsenkirchen=Schalke 04 verantwortlich, dem auch die Provagandatätigkeit bisher oblag. Er hat als Platzverein u. a. die Kassengeschäfte zu erledigen. Ordner zu stellen und etwaige Schutzmaßnahmen zu treffen, die geeignet erscheinen, einen etwaigen Andrang zu meistern. Der Gauvorsitzende Rövker teilte mit, daß dem Westdeutschen Spielverband ein Antrag eingereicht wurde, auf die Zwangsabgabe bei diesem Sviel zu verzichten. Das Antwortschreiben stände noch aus. Randball Schalke 04— Schalte 77 fällt aus! Das in den Kreisen der Sportler und Turner mit Spannung erwartete Handball=Großtreffen Schalke 04— Tv. Schalle 77 muß leider ausfallen, da die Bestimmungen der Deutschen Turnerschaft diesen Kampf während der Meisterschaftsspiele untersagen. 7 Allen meinen werten Gästen ein tröhliches Neujaln Restaurant„Zum Wicktller“ Ausust krygef Buer, Hochstraße 11 Allen Gästen und Freunden Herzl Glückwunsch zum Jahleswechsel allen meinen Gästen Hugo Egbering Buer, Dorstenerstr. 29 7 ein frohes Neujahr! Wiener Corso-Stube, Buer H. Ellinghaus Allen Gästen und Freunden ein glückliches neues Johr! Konzert-Palast Ridderskamp be#. un Raiiers 4— Schloß Berge Buer Das beliebte Familienlokal wünscht all. seinen Besuchern ein glückliches Santi neues Der Gemeinschaftssport liegt der Frau nach den Erfahrungen, aber auch Dauerleistungen, wie sie der Wintersvort. Schwimmen und der Langlauf verlangen. sind von der Frau sehr begehrt. In einer Zeit, in der konservative Hemmungen und klerikale Widerstände als überwunden zu gelten haben. müssen die deutschen Verbände für Leibesübungen ihr Ziel darin erblicken, den Frauensport dadurch weiter zu fördern, daß viel mehr als bisher schon den Mädchen Gelegenheit gegeben wird, neben der gumnastischen Betätigung meßbare Uebungen zu pflegen. Aus der Breite entsteben Könner. Der deutsche Frauensvort kann so gefördert, beruhigt den Olvmpischen Spielen 1936 in Berlin entgegensehen. Grüße des Deutschen Fußball-Bundes. Mit dem 31. Dezember gebt eines der schwersten Jahre für die deutschen Sportvereine zu Ende. Dennoch haben, allein und auf sich gestellt, unsere Landesverbände und ihre Vereine es vermocht, ihre sportliche Arbeit im Rahmen ihrer Gemeinschaften durchzuführen und in einem langsam sich noch steigernden Aufbau fortzusetzen. Fies war nur dadurch möglich, daß mit besten Kräften einer zum anderen stand. Darüber hinaus arbeiteten Verbände und Vereine nicht nur im eigenen Hause, sondern halsen auch in der großen Volksgemeinschaft mit, wo zu belien am notwendigsten war. Hierbei sei dankbar anerkannt. daß die Matznahmen des Reiches im treiwilligen Arbeitsdienst vielen unserer Vereine eine wesentliche Stütze im schweren Schaffen um die Erhaltung ihrer Svortstätten waren und damit zugleich einer großen Anzahl von Kameraden in der körperlichen und seelischen Pein der Arbeitslosigkeit eine Linderung boten. Leider ist gegen Ende des Jahrez insofern eine Wandlung in der Bewertung der Bedeutung unserer Einzelvereine als gewichtige Faktoren zur Erhaltung der Volksgesundheit und der Jugendvflege eingetreten. als der Ausbau von Sportplätzen und Uebungsstätten nicht mebr als volkswirtschaftlich wertvoll angesehen wurde. Wir hoffen im Interesse unserer Vereine für das kommende Jahr, daß es hierbei nicht sein Bewenden haben möge und die Erkenntnis des Wertes der Leibesübung pflegenden Vereine die maßgebenden Stellen ihre uns nachteilige Einstellung zu uns aufgeben läßt. Die über die letzten Jahre hinweg sich ständig steigernde Krise hat kein Gemeinwesen, keine Körverschaft. auch nicht den kleinsten Verein unberührt gelassen. Manche Anhänger haben den Sport aufgeben müssen. aber die Werbekraft unseres Sports bat es vermocht. die entstandenen Lücken wieder voll auszufüllen. Sollten wir auch im kommenden Jahre noch weitere Verluste erleiden. so möge doch mit der Freude an Spiel und Sport auch die innere Stärke unserer Vereine auf der Grundlage sportkameradschaftlicher Verbundenheit mehr und mehr an Festigkeit zunehmen. Vorwärks schauen!— Ehrlichkeit im Soortl Von SündorfZacab Reißen wir das letzte Blatt Köln. das letzte Blatt des Kalenders Jahre 1932 energisch herunter. Schauen wir uns dieses Blättchen einmal kurz an, zerknüllen es und lassen es schnellstens verschwinden. Das war nichts, garnichts. Vorwärts schauen!— Im deutschen Fußballsport brodelt es an allen Ecken und Enden. So sagt man. Die Füdrer stecken die Köpfe zusammen und suchen nach dem Allheilmittel: Ehrlichteit! Es ist so schwer für sie, den Abstand von den augenblicklichen Zuständen im Fußballsport zu finden. Warum nur? 1930 wurde die beste Gelegenheit versäumt, Remedur zu schaffen. Selbst in Westdeutschland atmete man noch einmal kräftig aus, statt das vor Dresden so oft betonte„Ein Zurück gibt es nicht mehr“ in die Tat umzusetzen. Heute, zur Jahreswende, stehen die Beratungen darüber, wie man nun den Fußballsport in Deutschland gestalten soll, wieder im Vordergrund. Führt das Prositum zur Reinigung! Ich sage nein! Wohl bringt es uns Ordnung. Aber wenn es uns Ordnung bringt, wenn es in den Amateurvereinen endlich wieder einmal ehrlich zugehen kann, dann muß das Profitum kommen. Der WSV. will schärfste Trennung. Andere Landesteile des Deutschen Fußballbundes möchten im höchsten Falle die Verschachtelung des Profis im Amateurverein und wieder andere Landesteile sind mit dem gemischten System zufrieden. Wollen wir Ruhe im Fustballsport, dann müssen wir den Profisport unter allen Umständen jetzt einführen. Wollen wir als das große Deutschland endlich auch im Wettkampf der Nationen restlos bestehen, dann müssen wir ebenfalls zum Profisport kommen. Wenn in Westdeutschland an 12 verschiedenen Orten je ein Profiverein geschaffen wird, dann muß das auch in den übrigen Städten Deutschlands, die mehr als 300000 Einwohner zählen, möglich sein. Ich kenne die Struktur unserer Vereine, kenne auch alle Argumente gegen die Einführung des Profispiels Und dennoch: Wir müssen handeln, weil sonst andere handeln. Der WSV. wird handeln, auch dann, wenn er zunächst allein bleibt. Olympia 1936 entgegen! Von Hans Borowik. " Ein Olympiajahr liegt hinter uns! Ein Olympiajahr. das, soweit das Abschneiden unserer Leichtathleten in Frage kommt, nicht befriedigte. Selbst wenn man über gewisse Vorfälle beide Augen zudrückt. kommt man an der Feststellung nicht vorüber, daß vieles zwischen der Mannschaftsleitung und den Aktiven nicht geklappt hat. Wir wollen in dem Augenblick, wo wir an der Schwelle eines neuen Jahres stehen, nichts Vergangenes aus der Tiefe holen: denn Los Angeles ist für uns ein abgeschlossenes Kavitel. Wir wollen vielmehr den Blick vorwärts richten und aus dem hinter uns liegenden Welt=Olymvia nützliche Lehren für die Zukunft siebag Wir brauchen eine Vermehrung der Länderkämpfe Die bisherigen Begegnungen mit Frankreich und der Schweiz genügen unseren Ansprüchen nicht mehr. Wir brauchen härtere Kraftvroben. Eine solche wäre beisvielsweise ein Länderkampf mit Finnland der auf dem Gebiete der Leichtatbletik eine ähnliche Sensation darstellen würde wie der kürzlich in London ausgetragene Fußball=Länderkampf zwischen England und Oesterreich; denn mit dieser Frage würde zugleich die Entscheidung fallen wer von den beiden Ländern die stärkste Leichtathletiknation in Eurova ist. Unabhängig hiervon könnten die im Werden begriffenen Eurova=Meisterschaften viel duzu beitragen. das Interesse für die internationale Leichtathletik zu stimulieren. Werden sie schon im neuen Jahre Wirklichkeit— und alle Anzeichen deuten darauf bin— dann würde ein neues Kapitel der Sportgeschichte geschrieden werden Was wir uns ferner wünschen, das ist, daß die Einheitsfront Turnen— Sport nicht nur guf dem Pavier stehen möge. Die hinter uns liegende Saison hat. ehrlich gesagt, viele Wünsche offen gelassen. Der Apparat in beiden Lagern arbeitet noch immer viel zu schwerfällig.— Mehr Großzügigkeit auf beiden Seiten, und Turnen und Sport wären ein Machtsaktor, der jeder Herausforderung von ausländischer Seite mit dem größten Selbstbewußtsein entoegenblicken dart! Mikrofilmarchiv der deutschsprachigen Presse.V. Bllgemeches Heitue Arrl Srstel Tag Mnedel Jani! Eine feste Stille. Gedanken zum neuen Jahr. Ben Reinbeld Brenn. Liebe Gäste waren die Freude unseres Hauses. Und als sie schieden, sagte eine Frau unter ihnen. eine von den seinen, tiesen Seelen, daß sie in unserem Hause etwas gespürt hätte von der festen Stille, die beute so selten wäre. Da drang mir ein Gefühl des Glücks zum Herzen. aber auch zugleich des Dankes gegen den, der der Grund dieser festen Stille ist und bleiden muß: Gott. Das Wort von der festen Stille, ja, es läßzi mich nimmer los. Es wurde mir zum Ansvorn. Immer aber ist es mir ein Spiegel, in den ich mit meinem ganzen Menschen schauen kann und soll. Mich will es dünken, daß es in diesen Zeitläuften kein besseres Tor=Wort bei einer Jahrwende gibt. Feste Stille... Fällt uns da nicht der Goetbesche Spruch ein: Keine Wälle, keine Mauern. jeder nur sich selbst bewußt: feste Burg, um auszudauern. ist des Mannes eherne Brust!" Und fügen wir hinzu: Und des Weibes starkes Herz!— Ja. wir brauchen die feste Stille wie das liebe tägliche Brot. und mag dieses noch so karg sein! Wir wissen: Das Korn der deutschen Erde kann uns ernähren, wenn wir nur wollen. Laßt uns dabei eingedenk sein des alten Wortes: „Einem habernen Roß, einem roggenen Mann, kann kei Wind und kei Wedder net an!“ Wenn wir als Volk und als Einzelner wirtlich bescheiden sind und„uns selbst genug“ nach unserer innersten, beroischen Linie, die zusammenklingt mit der ewigen unseres Lebens, dann ist damit ein gut Teil des äußeren Fundaments unserer festen Stille gewonnen. Aber die Hauptsache bleibt doch das Brot für die Seele. Und auch das soll und darf kein Zuckerbrot sein. kein weichliches Geschwemme; sondern ein kernhaftes, hausbackenes Brot, muß es sein. Ja, der innerste Grund unserer festen Stille muß das Ewige bleiben, wie es in mancherlei Gestalt und Gleichnis alleweg uns begegnet, wenn wir nur das rechte Auge und Herz dafür haben. Nur wenn das Göttliche die Mitte unseres Daseins it. bleiben wir die Aufrechten, Unbezwingbaren in allen Drängnissen und Stürmen der Zeit. Und in der schlimmen Unrast der Tage wissen wir um das Trost=Licht unserer Freudewinkel, das ein Teil des Glanzes aus der höheren und höchsten Wirklichkeit ist. Aller Weg zu dieser Mitte aber ist Heimweg. ein Schreiten in die Kraft. Rettung aus dem Wildgewoge eines unbarmherzigen Meeres in die Gnaden und Traulichkeiten eines wahrhaften Hilligenleis. Feste Stille... O Wunder, wenn zu dem Glauben sich die Liebe noch gesellt! Die Haus=Sonne, wie Goethe sie nennt. Wenn ihre Wahrheit in uns und um uns waltet, was will uns dann die Lüge der Welt anbaben! Was bedeutet un hr Schein, wenn wir Seiende aus Liebe #rd!, And die Leuchtenden aus ihr! Welt, deine Dunkelheiten zu durchlichten allen Zwiespakt nach Möglichkeit zu versöhnen, nehmen wir als einen Auftrag Gottes und des Lebens in unser Herz! Und wachsen wollen wir aus diesem Auftrag. Daß wir leben, bleibt immer und unter allen Umständen Gabe einer unersorschlichen Macht. Wie wir leben, das aber ist Aufgabe, aus der unseres Daseins tiefstes und schönstes Werk sich gestalten soll! Wäre ein solches aber möglich ohne die Liebe!—— Feste Stille... Wir alle und der engste Kreis um uns sind die Zellen des Volksganzen. Alle Gesetze und Verordnungen sind in die Luft geschrieben, wenn nicht die Zellen gesund sind. „Die feste Stille des kleinsten Lebensbezirkes aber teilt sich der Nation mit. Was wäre wohl notwendiger denn das? Unser ist die Tat, und die kleinste, in edler Gefinnung vollführt, segnet sich dem Großwerke unseres Volkes ein! Feste Stille: Aufruf zu einem Werke, das das ganze Herz und seine Treue fordert! Deutsch sein und an der festen Stille bauen. wo und wie ich kann, ist dasselbe. ein heracht Beweis meines Lebens und meiner DaStille sein. ell meine und der Meinen seste du neues Jahr! Wir sind bereit! Und Gott mit uns! sse Vor jedem deiner Tritte hebt sich Unendlichkeit: So bist du ewig Mitte im Ring von Raum und Zeit. (Rud. G. Binding. Neujabrsspruch.) Zeichnung von Hermann Peters. Das alte Jahr ist tot— es lebe das neue Jahr! Auf einfache und gründliche Weise pflegte man früher in den Dörfern an der Weser das alte „aus der Welt zu schaffen“. Man stellte das alte Jahr als Strohpuppe eines alten Weibes dar: diese Puppe warfen die Burschen des Dorfes in hohem Bogen in den Teich. Dann zogen sie mit einem schönen Mädchen als„neues Jahr“ zurück ins Dorf, wo dann die Feier anflng. Nach dem Volksglauben mußte das Mädchen noch im selben Jahr heiraten, weil es sonst das Jahr nicht überleben würde. Altes Erleben-neue Gedanken Das Jahr hat zwei oder gar drei Anfänge. So einfach wie wir es uns mit dem Kalender gemacht haben, ist es ja im Grunde nicht. Es fängt erstens mit der Wintersonnenwende an, das war unter den Germanen der früheste Termin. Mit dem kürzesten Tage und dem dann zunehmenden Leben des Lichtes mutzte das Neue anfangen, das dann Monate später im Grünen und Blüben der Natur seinen Beweis und seine Höhe erreichte. Das Jahr fängt für den längst nicht mehr heidnischen Germanen mit dem Weihnachtsfest an, das schöner, feelenvoller Abschluß und Vorklang sein soll und auch ist. Die Jahrhunderte christlicher Volkserziehung haben den natürlichen Jahresansang langsam mit dem christlichen Fest verbunden. Und der dritte Jahresanfang ist der, den die Astronomen bestimmen. Daß wir am 1. Januar ein neues Jahr beginnen, ist einfach das Ergebnis einer nüchternen Rechnung, gegen die es keine Gegengründe gibt, und für die der Beweis schlechtweg im Großen Einmaleins liegt. Darum fällt es uns auch schwer, dem 1. Januar mit solcher inneren Bereitschaft und Aufgeschlossenheit entgegenzutreten wie erwa dem Weihnachtstag, der die Zusammenfassung des natürlichen und christlichen Jahresanfang ist. Aber für den gebildeten Menschen, der seiner selbst bewußt ist, kann das neue Jahr mit jedem großen und kleinen Ereignis und Erlebnis beginnen. Doch da unsere Kultur längst überreich mit Schematischem und Formelhaftem durchsepzt ist, das wie ein starres Gerüst unser Volksleden trägt und stützt, gehen auch sie mit und nehmen den 1. Januar als Anfang. Es Ist Sache des Willens, und der Einsichtige wird auch diesem Zeitpunkt mit der ubtigen Bereitschaft entgegengeden. Unser Fühlen ist ader immer noch sehr stark im Sonnenwendtag gesangen. Manches, was genau genommen nur ihm eigen ist, wurde auf die anderen Tage übertragen, so daß sie, zumal sie dicht auseinander folgen, wie eine Einheit sind, wie ein Uebergang — und das ist das Richtige: es ist eln Uebergang. Unsere Sache ist es, ihn bewußt zu erleben. Wintersennenwende dle„Zwöltien“. Ahnen wir heute noch, wie unheimlich unseren Vorfahren die Zeit nach dem kürzesten Tag war? Haben wir noch die Fähigkeit, das Beunruhigende zu fühlen, das die Beobachtung der Naturvorgänge ionen ins Gemüt gab? Kaum, denn wir sind unabsängig von der Lichtlänge des Tages geworden, wir zünden unser künstliches Licht in den Straßen und Zimmern nach Gutdünken an. Und so ist auch der Jahresanfang im Volksleben stark mit Un mchee und leben„stark mit Ungesundem bem umgeben. Was man da heute an „Bräuchen" hat, ist beinah barbartsch, hat den Zauber und die bannende Gewalt des Geheimnisvollen längst verloren. Es ist der Tag oder besser die Nacht der lautesten Oberflächlichkeit geworden. Aber Reste, uralte Reste, deren wir uns kaum bewußt werden, wollen nicht sterben. Unsere Zeitgenossen zünden krachendes, zuckendes Feuerwerk an, sie knallen mit Böllern und Pistolen in die Luft, noch vor einigen Jahren„schossen sie die zischenden, schlängelnden Leuchtraketen ab, die uns an der Front das undurchdringliche Dunkel in unsicheren Nächten erhellten. In all diesem Treiben wirkt noch die Angst nach, die der einfache Mensch früherer Zeiten vor dem Unheimlichen des Jahresanfanges empfand. Man mußte Geister und Unglück bannen und verjagen! Wir sind zwar nicht mehr abergläubisch— sagen sie, aber wir tun noch so, als wären wir es noch! Früder— und der Volksbrauch wie die Volkssagen haben die Anschauung erhalten— waren die Nächte von Weihnachten bis zu den Drei Königen von unheimlichen Wesen erfüllt. Der Wilde Jäger sagte mit seinem Wolkenheer, das aus den Geelen der Gestorbenen bestand, durch die Luft. Sein äußeres Bild waren die vom Winde gehetzten Wolken, das Brausen und Heulen in den Lüften war der Lärm des unheimlichen Heeres. In diesen Nächten Rahake Woicenl Beiche=Beide ailde Resr lesient der kalten Schrecken über den Rücken. Sie kriegten das Gräsen und erzählten sich und anderen zur schauerlichen Lust die unheimlichen Geschichten. Aber man war, besonders hier in Norddeutschland, doch auch wieder energisch genug; und so gibt es in späterer Zeit entstandene Bräuche, die erkennen lassen, wie man das alte Jahr mit Gewalt aus der Welt schaftte: an der Weser schleppten die Burschen des Dorses das alte Jahr in Gestalt der aus Strohwischen gemachten Puppe eines alten Weibes— in einer Schneidlade durch das Dorf und warfen sie in hohem Bogen in den Dorfteich: weg damit! Es war nichts wert. Und dann hermit dem neuen Jahr! Ein junges, schönes Mädchen aus dem Dorf. mit einer goldenen Krone geschmückt, wurde ins Dorf zurückgetragen: man hatte ein„neues Jahr“, an dem man sich freuen konnte! In England und auch bei uns gab es zum Maibeginn ähnliche Bräuche. Unser Heimischer Maler Hermann Peters dat diesen Brauch in einem Bilde dargestellt, das die Hauptseite der heutigen Neujahrsausgabe schmückt. Besinnen wir uns nun als vernünftige Menschen: wie war das Jahr, dann werden wir alle einer Meinung sein: es war schlechter als alle voraufgegangenen. Aber wichtiger ist die Frage: was kann werden, was wird werden? Dürsen wir hoffen, oder ist es leichtfertig, von einer besseren Zeit zu reden, die kommen soll Die Gedanken von heute sind die haten von morgen! Alle öffentlichen Ereignisse der letzten Jadre haben erkennen lassen, daß sich alte Gedanken zu Tode laufen und widersinnig geworden sind. Viele hängen noch an ihnen, weil sie nicht denken können oder nicht denken wollen, daß es mit anderen Gedanken besser vorwärtsgehen wird. Und doch ist schon einiges zu seben, das uns mit neuer Hoffnung, neuem Mut erfüllen muß. Mag auch die wirtschaftliche Not, die alle von uns mehr oder wenig ergriffen hat, noch weiter andauern, das Neue ist im Werden, viele unter uns wissen schon darum, und so wird auch der Tag kemmen, da sie an die Macht kommen— an die Macht im Diensie am Volke. Das ist ja die einzige Macht, die ein moralisches Recht hat. Schälen wir nun die Grundgedanken aus dem Gewirr neuer Ideen heraus, durch die das Licht eines neuen Tages hindurchscheint! Die Zeit, die nun Zug für Zug zu Ende gebt, hier früher, dort später, ist die Zeit des uneingeschränkten Indibidualismus. Es gab kein Recht als das des einzelnen Menschen, die Gemeinschaft war entrechtet und fast zum Untergang bestimmt. Weder die Familie noch der Staat, noch die Volksgemeinschaft konnten weiterbestehen, der falsche Gedanke zersetzte jeden Gemeinschaftsgedanken. Längst ist hier ein Wandel gekommen. Wir kennen den Wert des Wir, ja es gibt schon Bücher, die in den Jahrhunderten zwischen Ich=Epochen und Wir=Epochen unterscheiden. Eine neue Wirbegonnen. Heute sind es kaum mehr als Gedanken, aler schon haben sich in einigen Gebieten des Volkslebens Ansätze gezeigt, in denen der Gedanke Wirklichkeit werden will. In der PoliGucken Sie mal in inren Horeinkalender! Plauderei von Karl Kraufe. Ich habe zu Weihnachten einen Abreißkalender bekommen, Vein—, nicht einen, es sind seche Stück. Einen schenkte mir meine Frau, einen meine Tochter, einen meine Schwiegermutter, einen mein Schwiegersohn, einen mein Bruder und einen mein alter Freund Pilatus Pisistratos Piefke. Ich könnte bald einen Laden oder wenigstens einen Straßenhandel aufmachen. Aber ich werde mit dem Kalendersegen lieber meine Wohnung, zieren und in jedem Zimmer einen aufbängen. damit ich keinen Augendlick den Zusammenhang mit der christlichen Zeitrechnung verliere. Natürlich habe ich mich unbändig gefreut, wie sich das gehört, wenn man beschenkt wird; bei jedem Kalender von neuem und nicht nur von neuem sondern mit fortschreitender Steigerung, so daß ich beim sechsten Freudenvaror Uebung im Zuerkennung der Meisterschaft für Eurova beansor bar Als ich am fünften Weibnachtstag nach glücklich bezwungenem Gänsebraten mit Rotkoblumrahmung unter dem Weibnachtsbaum laß und mit einer Weihnachtszigarre den Wachsengel am Baum in die ihm zukommende Wolkenatmosphäre versetzt, hatte griff ich zu den Abreitzkalendern auf dem Gabentisch, nachdem ich noch zuvor durch Betätigung als leibhaftiger Nußknacker mir einen Zahn abgebrochen und den restlichen Teil mit Nürnberger Pfefserkuchen plombiert hatte. Als ersten nahm ich den Kalender von meiner Frau in die Hand und bewunderte das schmückende„Still“leben in„schreienden“ Farden auf dem Papphinter= grund, einen Aufdau von Früchten. Geflügel und ein D einen guten Tropfen. Einige Blicke auf die Rückseite der Kalenderblätter zeigten, daß dort ebenfalls Stilleben paradierten, allerdings keine gemalten, sondern in Worten ausgedrückte. Auf jedem Blatt ein Küchenzettel. Es gibt spaßige Kalendermacher. Sie lieben es, außer den wichtigsten geschichtlichen Daten und den Zeiten des Sonnen= und Mondauf= und unterganges täglichen Mittagstisch auszuführen und darunter Sinnsprüche. Verse und Zitate zu setzen. Dabei kommt eshtese eicecb ce en cencehiche 92 ziebungen die oft überaus drastisch wirken, deren Komik der gute Kalendermann kaum gewollt, deren Interpretation durch uns er in seiner Herzenseinfalt schwerlich geahnt hat. Da steht der Vers: Ich habe bis auf diesen Tag sopiel getragen Schmerz und Pein— Ich hoffe, was da kommen mag. es wird auch noch zu tragen sein. Der, neue Schmerz, die neue Pein bestebt in Kraftbrühe mit Makkaroni. Hammelkeule mit weiGrüne Bohnen und Schinken. Der Aermste! Ich denke: das wird noch zu tragen sein. Der Olymvier donnert: Die Welt ist nicht aus Brei und Mus geschaffen. deswegen haltet euch nicht wie die Schlaraffen. Harte Bissen gibt es zu kauen— wir müssen würgen oder verdauen. Das schreckliche Gericht setzt sich zusammen aus Kartoffelsuppe. Kalbsschnitzel mit Blumenkobl. .Seie eie eonshure. Goethe, ob du wohl hieran gedacht hast? Ein Philosoph und praktischer Seelendiätetiker gibt den Rat: Einsame Menschen müssen in ihre Beschäftigungen öfter anregenden Mechsel bringen. Der Koch, der diese Mahnung lielt, siebt darin einen Fingerzeig, denn nach seiner Auffassung besteht die Beschäftigung der Menschen hauptsächlich im Essen und deshalb setzt er uns zum anregenden Wechsel au Tüch auf den Känguruhschwanzsuppe, Renntierrücken mit Grünkobl und gerösteten Kastanien Apselbeignets— er kombiniert also das australische Beuteltier mit dem lappland=übirischen Vetter des Hirsches und einem italienischen Produkt und setzt einen französischen Akzent darguf— welche Sprünge gastronomischer Fantasie! Der Kalender von meiner Tochter ist nach demselben Rezept verfaßt. Er unterscheidet sich nur durch das Bild auf der Papprückwand, das eine antike Tempellandschaft zeigt, deren Grokartigkeit auf den kulinarischliterarischen Inhalt der Abreißblätter abgefärbt hat. Der 15. Oktober verheißt: Gerstensuppe. Ochsenfleisch mit Meerrettig und Selleriesalat. Geflügel mit Nudeln. Junge Erbsen mit kalter Beilage. Der Kalendermann sucht uns zu überreden und das Essen angenehm zu machen, indem er hinzusetzt: Siebst du Unangen##mes vor dir, so denke vorber nicht zu gründlich) gan, im Moment aber über„wältige das Widerw#ktige Schritt für Schritt. Also los Und schüttle dich nicht zu sehr, sieh zu, du die Medizin in kleinen Dosen runtertriegst! Warum in die Ferne schweifen. Sieh das Gute ist so nad: Lerne nur das Glück ergreisen. Denn das Glück ist immer da. Restaurants der Groß das ihr zu strehen, überall am bäuslichen Herd könnt ibr so Nicht in die seinen ihr zu streben. glücklich sein. Linsensuppe. Leberknödel mit Hirsebrei und Thüringer Klöse timmte per Petmarer Zeit des Dichterfürsten mit idnen anspielen? Die Thüringer Klöße, von denen böswillige Beurteiler zum Aerger der Thüringer behaupten, sie sähen so blau aus, als hobe sie der Schlag gerührt sind der tiefsinnigsten Betrachtung im Jusammenbang mit dem Dichterwort wert. Tropft uns das Schicksal Wermut in den Lebenstrank. so stärkt es uns für einen schweren Gang. Der„schwere Gang“, von dem der Dichter spricht, besteb: im gut bürgerlichen Haushalt in Krebssuppe Westsälischer Schinken mit Teltower Rüben. Plumpudding Auch der Kalender von meiner Schwiegermutter zeichget sich durch die Verquickung von Speisezetteln und Zitaten aus. Gleich auf dem ersten Blatt kommt der klassische Heros Englands zu Wort, Klingt es nicht. wie ein extra für den Kalender gelieferter Ausspruch. gemünzt auf die Schwelgerei? Was ist der Mensch, wenn ihm sein höchstes Gut. der Preis des Lebens, Schlafen nur und Essen ist?. Ein Viebl Nicht mehr! dirb uus nicht durch eine Moralgerade bei Lindbeutel O Spakespeaxe! Verdirb pauke die kleine Tafelfreude, denn wir sitzen gera Kalbsschnitzel mit Spinat und Eiern. Wind mit Schlagsahne. Geradezu frivol und zonisch wird der Kalendermann aber, als er im Wonnemonat Mai Wieland zitiert: Genieße, was du hast, als ob du heut noch sterben solltest— und dazu empfieblt er Frühlingssuvve. Hammelbraten a la Soubise, gefüllte Tauben und Spargel Erdbeeren. Diese Verworsenheit der Gesinnung wird fast noch übertroffen durch die folgende Zusammenstellung, deren Tragweite, wie wir zu seiner Entschuldigung annehmen wollen, dem Kalendermann kaum zum Bewußtsein gekommen sein wird. Zu der Henkersmahlzett Schildkrötensuppe. Pastete. Schlei blau, Dammwild. Falan. Pücklereis bemerkt er trocken: Lehs, wie du, wenn du stirbst, wünschen wirk. geleht zu haben. eine weitere Steigerzurn dieler Zgnismen und greise deshalb zu den Kasücheiger, mir Georg und Apgust schenkten. Ein nugeger Blick bestätigk mir meine Ahnung: auch sie wandeln auf der kulinarisch=literarischen Babn. Doch Elggrmches Beitung #. Wie in der Gesellschaftswissenschaft, in den naeuen Anschauungen von der Volksgemeinschaft im Gegensatz zum Parteienvolk. in der Erziebungswissenschaft — und wo sonst noch hört man davon sprechen, daß nun Schluß sein muß mit dem alleinmächtigen Ich: setzen wir dagegen das Wir, die Gemeinschaft, welche auch sei, das Recht der Gruppen, der Stände, der Stämme, der Familien... Das Wert„Natien“. 5 Noch, treiben sich in den Wir=Gedanken falsche Iveen herum, maskierte Nachkommen individualistischer Gedanken, aber sie werden niedergerungen wie in der Schriftenreibe„Schriften an die Nation“. Ja, daß man das Wort„Nation“ wieder hört ist neu, bedeutete einen Anfang. Man hat es von Regierungsvertretern gehört, liest es noch mehr in den Zeitungen und Büchern. Nach den Verirrungen und Uebertreibungen des Parteiwesens erfahren wir, daß es Höheres gibt als die Besonderung: nämlich die Einordnung in ein Ganzes, die Erfahrung, daß das Volk nicht aus Millionen Einzelnen besteht, sondern aus Gruppen, die in sich weltanschaulich verwandt sind. Die moderne Psychologie hat auf den verschiedensten Wegen bewiesen, daß auch unter den soundsoviel Millionen deutschen Menschen nur einige wenige„Typen“ vorhanden sind. die Gesellschaftslehre etwa Othmar Spanns weist darauf hin, daß ein Volk aus ständisch verwandten Gruppen besteht. Und alles strebt darnach, dieser Erkenntnis von der Typenhaftigkeit eines Volkes auch in seinem Leben Geltung zu verschaffen. Alle diese Erkenntnisse gehen aus und münden wieder ein in die großen Gedanken der neuen Bioloate, der Lehre vom Lebendigen. Hier ist wie eine Offenbarung die Einsicht gekommen, daß es gar nichts einzeln Lebendes geben kann, daß vielmehr alles nur lebensfähig ist, wenn es zusammenhängt mit seiner Umgebung, seiner Welt. Der nun schon längst wieder für ganz andere Fragen mißbrauchte Ausdruck„Lebensraum" bedeutet in der BioloFriedrich Mellinger eie ia nichts anderes, als das jedes Lebewesen— ob Mensch, Pflanze oder Tier— Teil einer ihm zugeordneten Welt ist und somit in einem Raume lebt, der angefüllt ist mit wechselseitigen Abhängigkeiten. Daß eines leben kann, hat zur Voraussetzung, daß alles andere auch da ist. Und umgekehrt: daß das Ganze leben kann, hat zur. Voraussetzung, daß jedes einzelne Wesen an seinem Platze steht. Fällt eine Art aus, dann ändert sich„das Gande“. Eine neue Weisheit— eine uralte Weisheit! Schon aus dem Altertum kennen wir den Lehrsatz, daß der Körper nur dann leben kann, wenn alle seine Teile gesund leben. Das gilt besonders für ein schwer um seine Gesundung ringendes Volk. Denn das ist doch das innerste Wesen unserer unglücklichen Zeit: dier ringt ein Volk um seinen Wiederaufstieg wie die Welt es selten erlebt hat. Wir stehen mitten in dieser Zeit, aber wie kleingläubig sind viele! Wie verzweifeln sie, und schlimmer noch: wie nörgeln und räsonnieren sie ohne Verantwortungsgefühl drauf los! Dieser im Grunde spießerhafte Trieb, alles zu verkleinern und schäbig zu machen, kann unser Volk noch um den Erfolg des inbrünstigen Denkens bringen, das seine Besten seit Jahren nicht zur Ruhe kommen läßt. Diese Kleinmütigen, die nur Hemmnisse auftürmen können und dann darüber reden, daß es uns so schlecht geht, sollten einmal wissen, daß es nicht Deutsche, sondern Franzosen waren, die festgestellt haben: was noch kein Volk vermocht hat, das haben die Deutschen in ihrem Elend erreicht. Sie haben sich und ihr nationales Schicksal so klar durchdacht und erkannt, daß sie wissen, wie es steht, warum alles so ist und wie der Weg zum Bessern sich öffnet.— Das wurde erreicht durch die heute so gering geachtete Denkarbeit, die noch nie so sehr Dienst am Volke war wie heute. Wenn wir nun in ein neues Jahr schreiten, sollten wir daran denken, daß uns kein Mensch helfen kann, wenn wir uns nicht selbst helfen wollen,— daß nur unser Selbswertrauen, das nationale Verantwortungsgefühl uns weiterbringen können WPelrentrendeT Utopien zum Beginn des Wassermann-Zeitalters. Ein neuer Monat des„kosmischen Jahres“ bricht an, so erklärt die Astrologie. Unser Planetensystem rückt in das Tierkreis zeichen Wassermann, nachdem es rund 2000 Jahre lang unter dem Einfluß des Zeichens Fische gestanden hat. Ueber die genaue Dauer so eines Monats im„Jahr des Brahma“ gehen die Meinungen der Okkultisten und Astrologen auseinander. Einige behaupten, unser Sonnensystem— und also auch unsere Mutter Erde — sei bereits vor etwa 60 Jahren vom Wasserzeichen Pisces in das Luftzeichen Aquarius getreten, andere errechnen das Jahr 1969 als kritischen Moment der Zeitenwende. Wir wollen nicht kleinlich sein. Wenn selbst noch ganse 28 Jahre uns vom exakten Uebergang trennen sollten— die Natur macht keine Sprünge bekanntlich, jede Wandlung vollzieht sich in fließendem Geschehen. 2000 oder 2160 Jahre— das sind fette, runde Zahlen. Nehmen wir also getrost an— und spüren wir es denn nicht aucht— wir seien schon mitten drin in der Wendung! Not, Notwendigkeit ist fühlbar da und will Not-Wendung. Erneuerung heraufbeschwören. groden Bedürfnisse des Magens für die Menschheit je ein Problem gewesen ist, wird man sich dann kaum noch vorstellen können. Jedem Freund eines beschaulichen Daseins in seinen vier(undurchstrahlbar festgemauerten) Wänden, jedem eingefleischten Hammelrippchen=Esser, jedem Patriarchen(Matriarchats=Gegner solglich), jedem, der sein Kleingeld ins Trockene gebracht dat und von Münzlosigkeit darum nichts wissen will— kurz und gut: allen Bejahern der Jetztzeit kann man nur dringend empfehlen, keine Stunde länger unausgenutzt zu lassen. Denn sollte Uranus vielleicht noch nicht im Hause sein, vor der Tür steht er ganz gewitz schon, so meint die Astrologie..... Werner Beumelburg Das denisthe Bcikksan. Entlarvung des Widerspruchs zwischen wahrem Wesen und äußerem Gebaren bringt uns die moderne Psychologie der Klages, Prinzhorn, Jung. Ein neues Ethos dämmert herauf, ein neuer, im Lebensgeheimen wurzelnder„Realismus“ macht sich geltend— kurz: neue Leute in neuen Kleidern wollen auf unserm Stern erscheinen. Wohin geht nun die Reise? Was wird uns das Wassermann=Zeitalter noch bringen? Technisches Hellsehen, Hellhören, Hellfühlen. Uranus, die„höhere Oktave“ des Planeten Merkur, wird im Menschen der neuen Epoche das intuitive Erfassen vom Zusammenhang alles Geschehens erwecken. An die Stelle des alten,„merkurialen", oberflächenhaften Verstandeserlebens und Forschens wird jenes schlagartige Begreifen treten, wie es im scheidenden Zeitalter der Fische dem Genie ausschließlich zu eigen war. Der Schleier der Maya hebt sich von den Dingen. Im Lichte höheren Bewußtseins werden dem schauenden Geist des Wassermann=Menschen die Tiefen des Unterbewußten und selbst der unbewußte Seelenurgrund hinlänglich aufgehellt sein, daß sich der enge Kreis der Ich=haften Persönlichkeit weiten, zur All=Verbundenheit entfalten und am All=Wissen als dienendes Glied teilhaben kann. Diesem seelischen Vorgang wird in der Welt der Dinge eine völlige Beherrschung der Materie durch technisches Wissen entsprechen, eine Beherrschung, die materiellem Hellsehen, Hellhören, Hellfühlen— über alle Grenzen des Zeitablaufs und räumlicher Distanz hin— gleich zu achten sein wird. Unsere Fernsprech=Kästen und Radio=Apparaturen von 1932 werden dann den Leuten, die Welt=Auge und=Ohr. von einer technischen Firma geliefert, in der Westentasche bei sich tragen, als recht unbeholfene Requisiten erscheinen.„Weste" nehme ich übrigens sofort zurück. Welch vorsintflutlicher Begriff das für unsere Enkel: die vielen Schichten der Kleidung, die vielen Knöpfe daran bei den armen Männern der Fische=Epoche, die nicht imstande waren, eine zweckhaft schöne Herrenmode zu schaffen. Wirtschaft ohne Geld. Kann man sich nun denken, daß in solcher Welt, wo sich niemand mehr vor niemandem zu isolieren vermag— trotz aller Versuche um Tarnkappen für Licht und Ton—, daß in einer Welt, wo Charakterologie und Physiognomik weit genug gediehen sind, um auch die Gedankensphäre glatt zu durchröntgen, kann man sich denken, frage ich, daß die Wassermann=Leute noch Papierscheine oder gar runde Metallscheibchen brauchen, um ihren Anspruch auf materielle Güter zu legitimieren?—„Sondern?"— Sehr einfach: jeder wird erhalten, was ihm— nach dem meßbaren Grad seiner Nützlichkeit für die Gemeinschaft— zukommt. Nahrungsmittel und Platz zum Nestbau mag einer nehmen nach Belieben: Rohmaterial für bloßes Dasein wird unter UranusMenschen im Kurse so erheblich gesunken sein, daß davon mit einemmal— o Wunder!— für alle reichlich genug vorhanden ist. Neues Brot. Fette Schweine, stramme Rinder und die flinken Tiere des Waldes wird man in dieser von Grund auf neugewordenen Zeit nicht mehr abzuschlachten begehren, da sich die Erkenntnis durchgesetzt haben wird, daß lebendige, energetische Frischkost allein— rohe Früchte und rohes, kleingesäbeltes Gemüse— die zarten Zellgewebe der Uranier vor Verschlackung und Toxinen zu bewahren vermag. Richtiges Essen wird an die Stelle des Viel=Essens getreten sein. Man weiß, daß dem Geschmack nicht unbedingt vertraut werden darf: mit biochemischem Verstand wird man folglich, fletchernd, das mit Mineralsalz angereicherte Brot verzehren. Jeder kennt das Maß und die besondere Art der ihm zuträglichen Vitamine, die er sich— allein, andächtigen Gemüts den Opfervorgang bedenkend— einverleibt. Eine„Mahlzeit" zu halten und gar in Gesellschaft, unter plätscherndem Geplauder— solche Brutalität wird bei ausgereiften Wassermännern nicht mehr anzutreffen sein. Herrschaft des Weibes." Sind nicht schon heute Ansätze einer Entwicklung zum Matriarchat hin deutlich spürbar? Besonders in Amerika, wo übrigens aus dem Gemisch der heterogensten Völker eine neue Rasse, mit olivfarbener Haut, die„grüne Rasse", entstehen wird. Wie in der Alten Welt Päpste und Fürsten Kunst und Wissenschaft gefördert haben, so spielt in der Neuen die„Dam; der Gesellschaft" die entscheidende Rolle auf kulturellem Gebiet, Notabene mit dem Geld des Mannes, der sich ganz auf seine Wirtschaft beschränkt.(Weltwirtschaft und nicht Hauswirtschaft in vorverhand gemeint.) Seit die Frau den symbolischen Akt des Haaropfers vorgenommen hat, ist ihr Anspruch aus völlige Eleichberechtigung mit dem Manne nicht mehr zur Ruhe gekommen. Bei Uranus!— sie wird sehr bald mit Gleichberechtigung nicht mehr zufrieden sein. Was als Bubikopf scheinbar. so harmlos begann, wird sich als behelmte Pallas Athene vor einer Männerwelt offenbaren, die dann wohl völlig im Geschäft, im„Mater“iellen, weibisch geworden sein dürfte. Vereinigte Staaten der Erde. Da die ungeheuren Spannungsenergien im Naturbereich, wie sie beispielsweise sich in Form von Elektxizität. als Gewitter. in Form von kolossalen Hitzegraden und wabrhaft gigantischer dynamischer Potenz als Vulkanismus äußern, von den Uraniern dienstbar gemacht sein werden, so ist Arbeitskraft übergenug vorhanden, um damit den Leuten alle Bequemlichkeiten und Komfortabilitäten so gut wie kostenlos herzustellen. Daß die Befriedigung der Rein äußerlich betrachtet ist keine der großen Aufgaben des nationalen Wiederaufbaues, die dem vergangenen Jahr gestellt waren, gelöst worden. Im Gegenteil, es hat den Anschein, als ob die Kräfte. auf deren Zusammenwirken es ankommt. sich mehr denn je von einander entfernt hätten. Das neue Jahr wird neue schwere Kämpfe bringen die inneren Auseinandersetzungen sind unumgänglich, und es wird allein darauf ankommen, ob das bittere Jahr 1932 und seine tragischen Ereignisse von den Berufenen in ihrer tieferen Bedeutung erkannt und begriffen worden sind. Darf man Hoffnung haben? Man darf es, wenn man sich zu der Ueberzeugung durchringt, daß die Wende zu einer besseren Zeit nur das Ergebnis einer seelischen Wandlung sein kann. Man darf es wenn man sich bewußt loslöst von den veinlichen Eindrucken. die der innerpolitische Kampf in seiner äußeren Form auf den Beobachter hinterläßt. und wenn man den Versuch unternimmt, die Dinge in ihren imvonderahilen Ursprüngen zu erkennen. Man darf es vor allem im Anblick der heranwachsenden Jugend. die heute noch in den verschiedensten Lagern. unter den verschiedensten Bannern sich zusammenschart, die aber schon so viel Gemeinsames hat, daß ihre Forderungen. ihr Glaube und ihr Anspruch an den Staat und an die Nation eines Tages von den Führern nicht mehr überhört werden können. Das Jahr 1932 wird, wenn es auch äußerlich ergebnislos geendet hat, dennoch seine besondere Stellung in der politischen Nachkriegsentwicklung Deutschlands einnehmen als das Jahr der höchsten Not. des stärksten seelischen Drucks. der gefährlichsten Spannungen, aber auch als das Jahr der inneren Sammlung. der neuen Zielsetzung, der entschlossenen Wendung. Das neue Jahr wird diesem inneren Vorgang den äußeren Ausdruck zu verleihen haben. Das ist seine historische Aufgabe. Es ist kein Zufall, daß die seelische Wandlung des deutschen Volkes zeitlich mit der härtesten Not zusammenfällt. Auch das Elend hat seine schicksalhatte Rolle im Ablauf der Geschichte, denn es bringt die Besinnung auf sich selbst. auf die Nation, auf ihre kulturellen Bestandteile. Not lehrt Gemeinschaftssinn, sie ist ein besserer Lehrmeister als das Glück, weil sie kein Ausweichen zuläßt. Wo die Begeisterung aufhört. entsteht der Charakter: wo die Hoffnung ihre Tore schließt, muß der Glaube die seinen öffnen. Wo der Hunger beginnt, da verliert die Phrase ihren Sinn und gibt jener Entschlossenheit Raum. die es mit ihren Forderungen ernst meint. Diese Entschlossenheit zusammenzufassen als den Ausdruck eines einheitlichen Wollens. das ist die Aufgabe des Staates. wenn er seiner Bestimmung gerecht werden will. Sind nicht schon erste Erfolge erzielt worden? Wir haben uns in diesem Jahr der Trihute entledigt, und kein Mensch in der Welt, der noch über Vernunft verfügt, glaubt daran, daß wir uns jemals wieder unter ihr Joch zwingen lassen werden. Wir haben erreicht. daß man unsern Anspruch auf Gleichberechtigung in der Wehrfrage wenigstens auf dem Papier anerkannt hat. und es wird von uns selbst abhängen, was wir aus diesem Papier machen werden. Wir denken nicht daran, diese Erfolge zu überschätzen, sie sind ein Anfang. eine erste Bresche, ein Wechsel auf die Zukunft. ein Ansporn zu weiteren Bemühungen. Aber es darf ausgesprochen werden, daß uns selbst diese ersten Schritte nicht gelungen waren. wenn nicht unsere Vertragspartner die Härte unserer Entschlossenheit gespürt hätten, der wir selbst immer noch mißtrauen. Unser unablässiger Kampf um die äußere Freiheit hat nichts mit Chauvinismus zu tun. Die deutsche Nation. die unsere Gedanken und Herzen bewegt, wird aus sich selbst heraus so stark sein, daß sie nicht scheel nach den anderen zu sehen braucht. Die Fortsetzung unseres Kampfes um die außere Freiheit erfordert weit mehr als bisher die innere Zusammenfassung aller vositiven Kräfte Es ist eine Unmöglichkeit. eine deutsche Außenpolitik. über deren Richtung und Ziel kein Zweifel bestehen kann. aus innerpolitischen Gründen zu bekämpfen, nur weil dem einen die Nase des anderen nicht gefällt. Das Umgekehrte ist richtig— die Gemeinsamkeit des äußeren Zieles muß dazu beitragen, die inneren Spannungen zu mäßigen, bis zu einem Grade, daß der Staat im Innern und nach außen wieder zum Ausdruck und zur Form der Nation wird. Das vergangene Jahr hat bei aller äußeren Tragik soviele Erkenntnisse gebracht, daß man getrost den Versuch unternehmen kann, auf ihnen aufzubauen. Es besteht kein Zweifel mehr über den Begriff der Nation und über die Forderungen. die in innerpolitischer Beziehung daraus abzuleiten sind. Die Nation ist uns die innere Lebens= und Schaffensgemeinschaft des deutschen Volkes und aller seiner Angehörigen. Wir begreifen die Nation nicht als eine durch Geschichte und Zufall zusammengebrachte Gesellschaft von Individuen. sondern als eine Gemeinschaft, bei der jeder einzelne mit seinem Tun und Lassen der Allgemeinheit verpflichtet ist. Wir haben verlernt. uns über Begriffe wie Sozialismus und Kavitalismus die Kövfe einzuschlagen, wir wollen nichts anderes, als soziale Gerechtigkeit, die jedem Deutschen die Liebe zu seinem Vaterland und den Glauben an seine Größe wiedergibt. So treten wir über die Schwelle zwischen den beiden Jahren, geläutert durch die große Not. gefestigt in unserem Willen, unbeirrbar in unserem Glauben an das Vaterland. Möge das neue Jahr uns bringen. was das alte vorbereitet hat! Prestt Rechan NAiika! Von Heinrich Hemmer. Stundenlang nichts als gelbes Gras auf rotem Grunde und weidende Steppentiere, die wie Schießscheiben am fernen Horizont standen:— wir fuhren mit unserem 16/60 PS. eine der neuen fünfzeiligen ostafrikanischen Landstraßen entlang über die Ebene, über Steppe. in die Unendlichkeit.. Plötzlich: ein Punkt, ein Haus— eine Bar.„Happy new year boys, have a drink“, rief man uns von allen Seiten zu. Denn: diese Bar, so einsam sie lag, so voll war sie von zechenden Farmern, Jägern, Reisenden, die hier Silvester feierten. Wir hatten auch noch nicht das Glas an den Mund gesetzt, als ein neues Auto angerattert kam, dem ein Engländer entstieg; und abermals tönte es von überall her:„Happy new year, old boy, have a drink with me." Der Mann nahm Brandy in einem Stengelglas. Wie er jedoch das Glas an den Mund setzte, krachte— peng— ein Schuß, und der Stengel fiel durchschossen zu Boden. Das war ein kleiner Scherz, ein derber Silvesterspaß. Ein Prosit Neujahr. Der Engländer rührte sich nicht vom Fleck. Der Pistolenheld steckte sich gemütlich eine Zigarette an. Da krachte— peng— ein zweiter Schuß. Dem Raucher flog die Zigarette aus dem Mund. Prosit Neujahr. Er steckte sich pflegmatisch eine neue an, und der Engländer bestellte sich einen neuen Brandy. Als er sich umwandte, goß ihm jemand Kokain hinein: Das war wiederum ein Spaß, aber ein schlechter. Sowie er die Wirkung des Kokains verspürte, faßte der Engländer den Schanktisch und warf ihn um, drei guanesische Mixer unter sich begrabend. Jetzt wurde es lebhaft in der Steppenbar. Man zog die Pistolen und schoß—peng, peng, peng— einander vor die Füße. Das war kein Prosit Neujahr, sondern eine kleine Gemütsentladung, aber niemand ängstigte sich(nachdem der Engländer auf die Ottomane geschnallt worden war), außer dem fetten Wirt: der lief zum Telefon und bimmelte die Behörde an. Es dauerte nicht lange, da erschien ein einfacher Mann, vor dem alle diese Gentlemenrowdys den Hut abnahmen. Es war der Gouverneur von Ostafrika. Der erscheint in den unerwartetsten Augenblicken an den unwahrscheinlichsten Orten und ist sehr beliebt, schon wegen seiner jungen, schönen Gemahlin. Der Gouverneur des Staates hielt wie ein Hausvater eine Strafpredigt an die rabiaten Zecher, so daß die wilden Menschen wie beschämte Schuljungen zu Boden blickten, und empfahl sich hierauf so simpel, wie er gekommen war, mit einem„Happy nem year, boys!“ Kaum hatte sein Motor anzuziehen begonnen, da krachten— veng, peng, peng— neuerdings Schüsse aus einem Dutzend Pistolen. Aber das war diesmal keine Protestkundgebung, sondern ein Prosit Neujahr, das man dem Gouverneur darbrachte: man muß die Steppensitten nur richtig verstehen. An der einsamen Bar war nicht mehr viel ganz, als wir mit unserem 16/60 PS. weitersausten durch die rote und gelbe Steppe, die sich stille in die Unendlichkeit dehnt, unterbrochen nur durch den einen lärmenden Punkt: die Bar. „Happy new year“ heißt natürlich glückliches Neu Jahr und das wünsche ich auch: peng, peng, peng. Sesmatiches Zu-Neujanf. Der Mensch steht wie auf einer schmalen Grenze zwischen Vergangenheit und Zukunft still, er sammelt sich nimmt in seinen Gedanken den zuletzt verflossenen Zeitabschnitt zusammen und umspannt den nächstfolgenden mit neuen Vorsätzen. Entwürfen. Hoffnungen und Besorgnissen. Wer nur irgend Empfindung in sich trägt, geht immer ganz anders vom 31. Dezemher zum 1. Januar, als von zwei anderen folgenden Tagen über. Es ist, als wenn der Mensch versucht, durch die Zeiteinteilung der Flüchtigkeit der Zeit Einhalt zu gebieten. Die Zeit verläuft doch nicht leer, sie bringt und nimmt und läßt zurück. Man wird durch sie immer reicher, nicht gerade an Genuß. aber an etwas Höherem. Ich meine damit nicht die bloße. trockene Erfahrung. nein. es ist eine Erhöhung der Klarheit und Fülle des Selbstgefühls, man ist mehr das, was man ist, und ist sich klarer bewußt, wie man ist und wurde. Und das ist doch der Mittelpunkt für des Menschen jetziges und künftiges Dasein, also das Höchste und Wichtigste für ihn. (W. v. Humboldt an Charlotte Diege.) * Ich habe geglaubt, nun glaub ich erst recht Und geht es auch wunderbar geht es auch schlecht. Ich bleibe beim glaubigen Orden: So düster es oft und so dunkel es war. In drängenden Nöten. in naher Gefahr. Auf einmal ist's lichter geworden. (Goethe. Neujahrsspruch.) mein alter Freund Pilatus Pasistratos Piefte macht. wie ich annehmen darf. gewiß eine Ausnahme.(Mein alter Freund legt Wert auf die Nennung seiner Vornamen. Die Geringwertigkeit seines Familiennamens hatten seine Eltern durch Verleihung exklusiver, auf klassischem Boden ausgegrabener Vornamen auszugleichen sich bemüht.) Schon der Bildschmuck, entsprechend der Exzentrizität seiner Vornamen, erweckt Erwartungen: ein großer Totenkopf. der eine weibliche nackte Figur, die verkörverte Zeit. nen hält und zermalmt. Ich blättere und muß geknickt jestestllen, lieber Piefke, daß auch dein wählerischer Geschmack die Segel streichen und an dem Normaltov der Abreißkalender scheitern mußte. Bildschmuck— Pilatus Pisistratos. Text— Pieske. Man hört oft sagen, daß der Weg zum Herzen durch den Magen gehe: wenn die Frau gut zu kochen verstehe. erringe und erhalte sie sich. nach dem Grundsatz, den eine Schriftstellerin einmal in die Worte gekleidet hat „Füttert die Bestie“, die Liebe des Ehegemahls. Zweizelhaft dürfte der Erfolg aber sein, wenn man mit groden Worten varadiert: Lust und Liebe sind die Fittiche zu groben Taten— und— parturiunt montes. nascetur ridiculus mus— es kommt nicht mehr heraus als Brotsuppe. Speck mit Schwarzwurzeln. Das Jahr geht zu Ende. Am 30. Dezember unmittelbar vor Ultimo beschränkt sich die sparsame Hausfrau auf Gebrannte Mehlsuppe. Frische Heringe, gebraten. mit Salzkartoffeln, Wenn's nicht anders ist, muß man genügsam sein und aus der Not eine Tugend machen. Dem stirnrunzelnden Gatten tritt sie mit dem Kalenderwort entgegen: Glücklich? Wer ist denn glücklich? O blicke nicht nach dem. was jedem sehlt: betrachte, was noch jedem bleibt. Mit diesem Ausspruch will ich schließen, Gerade in der heutigen Notzeit hat er besonders Gewicht und aktuelle Bedeutung. Er sollte überall als Wandspruch aufSemngt werden. Und meinem alten greunde will ich tun, wenn ich voreilig vom Text seines Kagehängt ##hirne lenders sagte, er sei— Piefke. Im übrigen bitte ich um Entschuldigung, wenn ich dem Leser mit schönen Gerichten den Mund wässerig gemacht habe, auf die die meisten heutigen Tages verzichten müssen. Die Absicht einer leichtfertigen Steigerung der Genußsucht lag mir fern. Ich wollte nur zeigen, daß es eine Fülle von Beziehungen zwischen Küche und Literatur gibt. Ueberzeugen Sie sich und Gucken Sie mal in Ihren Abreißkalender! Wenn dle Sonne wiederkehrt. Von Fekir Timmermans. Diese entzückende Plauderei, die einen tiefen Einblick in das Wesen des begnadeten Dichters gewährt. entnehmen wir dem neuesten„Inselschiff". Tage=, wochenlang war es naß. Grau hing der Himmel über der Erde und ließ ununterbrochen einen grauen Regen fallen. Der Horizont verbarg sich hinter einem schmutzig=feuchten Schleier. Die Bäume tropften von früh bis abends und die ganze laue Nacht hindurch. Die Blumen wußten nicht wohin mit soviel Feuchtigkeit und neigten ihre dicken Köpfe zum Gras, das. übersättigt, krankhaft emvorschoß. Moos wuchs auf den Wegen. Schnecken, Frösche, Regenwürmer und sonstiges feuchtkaltes Getier gab es in Hülle und Fülle. Düfte und Farben waren verschwunden. Die Welt war ohne Licht und ohne Lust, kein Vogel sang. kein Falter zeigte seine Farbenpracht. Es war ein Stillestehn der Zeit. ein langsames Sterben der Sonne. ein untergang in grauer Eintönigkeit. Sogar die Erinnerung an frühere Sommer war weggewischt. Und auch die kleine Stadt lag fröstelnd zusammengekauert in endlos grauer Feuchtigkeit und wehmütigem Regengeräusch. Die Türen waren zu. und auch die Herzen der Menschen. Alles war öde und trostlos. Aber nach einer Nacht, in der es in Strömen geregnet hatte, ist plötzlich bei Morgengrauen der Himmel gesäubert, rein und hell wie Kristall. Der Morgenstern glänzt wie ein fließender Diamant. und der frühe Tag hängt schnell am östlichen Horizont ein paar rosige, grüne und goldfischfarbene Wolkengirlanden auf. um die heilige Schwester Sonne feierlich zu empfangen. Da ist sie! Ihr Licht geht wie ein Jubeln über die Erde. Es ist wie der Anfang einer neuen Welt. die hell und farbig aus dem grauen Schmutz emvorsteigt. Die Sonne strahlt festliche Musik über die Erde. Das Auge kann nicht alles auf einmal fassen, das Herz nicht seine ganze Freude auf einmal hinausiubeln! Die Turen werden aufgerissen, von vorn bis hinten liegt Sonne in den Häusern. Die Menschen rufen einander kindlich törichte Worte zu. Sie geben ihrer Freude Ausdruck mit einem kräftigen, farbigen Satz. Auch die Kunst ist ja nichts weiter als eine Mitteilung. nicht der Dinge selbst, sondern der Emofindungen und Gefühle, die sie in uns auslösen; und für den Dichter, der doch auch nur ein Mensch ist, bedeutet es ein großes Glück die Sonne wiederzusehen. Er spürt den Drang. diese Freude, diese Bewunderung, diesen Dank, dieses Gebei mitzuteilen. Denn darin besteht das Wesen jeder Bewunderung. Was sein Herz vor den anderen voraus hat, ist seine Fähigkeit, sich in die Dinge einzufühlen. Er ist Baum und Wasser und Licht und Mitmensch. Sein Gefühl ist der Spiegel alles dessen, was ihn umgibt. Das ist sein Reichtum und seine Mystik. Er spricht die Sprache der Blumen. er ist im Herzen der summenden Fliege. Er will und muß alles mitteilen können: wie die roten Ziegeldächer mit sonntäglichem Lachen auf den weißen Giebeln sitzen, wie das frische Grün sich wohlig reckt und streckt im milden Sommerlicht, wie der gemütliche Turm mit Stolz seine Glockenlieder hinausjubelt über die Häusergruppen, die wie frisch gepflücktes Obst im Kranz der grünen Wälle liegen. Vor einem altersfeuchten Giebel, über dem sich der blaue Himmel in mystischer Reinheit wölbt, bleibt er stehen. ## neigt sich über das Wasser des Flusfes, der sich durch das Städtchen schlängelt, und wein nicht, was wirklicher ist: die Häuser, die Mauern, die Kräuter, die sich aus dem Wasser erheben, oder ihr Spiegelbild. Denn für einen Dichter ist alles wirklich, sowohl der Schein wie die Dinge selbst, ja. der Schein vielleicht noch am meisten. Und er hört sich alles an. was ihm die Pappeln. die Gärten der Efeu, die vielen Türmchen, der alte wischerkahn. die Brucken und die heiligen weißen Wolken zu erzählen wissen. Schritt für Schritt schlendert er über die rundkönfigen Pflastersteine, durch Straßen und Gassen. an Plätzen. Kirchen und Klöstern vorbei. Er genießt und bewundert, dankt und betet. So gelangt er vor das herrliche Tor des Beginenhofes. Die tiefe Stille und die Reinheit der Menschen. die hier wohnen, ist wie ein Licht im Lichte. Hier strömt noch aus allen Dingen der fromme Duft des Mittelalters. Nichts hat sich verändert, weder im Stein und im äußerlichen Aussehen. noch in der Innerlichkeit der Dinge und Menschen. Hier herrscht eine andere Zeitrechnung, hier ist nichts vorüber, hier ist die Ruhe. Die Ruhe des Herzens und des Geistes. wozu nun draußen die Sonne ihren Segen spendet. Die Heiligenbilder lächeln. die Gärtlein vor den Häusern leuchten, die Spatzen zwitschern in der Stille. Es ist ein Traum, der kein Ende nimmt und immer schöner wird, ein ewiger Psalm Davids. Und der Dichter singt in seinem Herzen mit. Er kann nicht anders. Aber eine unerbittliche Macht nötigt ihn, das alles den Menschen mitzuteilen, denn auch er ist ein Mensch. Er fühlt sich zu schwach für seine Aufgabe. er stammelt und stottert. Er wartet und sinnt. Vorsichtig. in Gedanken versunken. setzt er seinen Weg fort. Er schreitet durch ein dunkles Tor und steht olötzlich an der Rückseite des Beginenhofes vor einer bellen Landschaft mit üppigen Wiesen und fruchtbaren Felderg. durch die sich wie ein Schmuck die glänzende Rethe schlängelt. Eine Welt von Licht! Das Paradies öffnet sich: Jetzt muß er seiner Bemunderung, seinem Dank lusdruck geben. Ein Vers? Ach, was vermogen Vorte! Er pflückt eine Hand voll Blumen, die er am Fuß einer kleinen Kavelle niedergelegt, wie es die inder tun. Mikrofilmarchiv der deutschsprachigen Presse.V. den I. Sorem van angemeine Zeitung Qualltäten und Preise— Als mod men zelen! aas Modene Solmaus Votz. nu Sammotstrans-ST Schneider Was aue Jum ioer-Brdchte. entschwundene Jabr 1932 für Gelsenkirchen arm an Ereignissen. 9 dürfte eine gedrängte Zusammenfassung bessen, was nun einmal in den Stadtmauern sich exeignete, immerhin von Interesse sein. In unserer schnelleinigem Interense sein. In unserer schnelllebigen Seit int es angebracht, diese Ereignisse zu regtstrieren. Wir wollen auch in diesem Jahr von diesem seit Jabr; zehnten in unserer„Allgemeinen Zeitung" geübtem Brauch nicht abgeben. (Schriftleitung.) Das Jahr 1932 ließ sich, soweit der Uebergang vom alten in das neue Jahr vollzogen wurde, gut und verheißungsvoll ag. Wenn auch mit viel Spektakel. bervorgerufen durch Feuerwerkskörver und vielleicht etwas zu reichlichen Rusen„Prosit Neujahr“ angesangen wurde, so passierte kein Unglück, so daß also rein äußerlich die Vorausletzungen für ein rubiges Jahr gegeben waren. Im Januar wurde gleich in den ersten Tagen ein Bergarbeitsskreit von linksradikalen Elementen versucht, der #, an ver. Besonnenbeit der arbeitenden Bergleut scheiterte. Eine frohe Nachricht war die über die #######s aler Markenartstel in der Levensmittelbranche um 10 Prozent und die Sentung des Miete um ebenfalls 10 Prozent. Die AnkünSn: Laich: Börlng u4 Suni Mai. Winterhilfe konnte rückblickend auf die vergangene Hilfsaktion berichten, daß 50000 Mark Barspenden gegeben wurden und 150 000 Einzelspenden zur Ausgabe gelangen konnten. Ein blutiaes Drama spielte sich in der Bahnhofstraße ab wo ein Kaufmann zwei blühende Kinder erschoß. Die beginnende Badeschon am 19. Mai ihr ersteg Opser, ein Mädchen, das im Kanal gebadet hatte. Die Frage des steiwilligen Arbeitsdienstes kam Mitte Mai langsam in Fluß. Am Ende des Monats machte die Tagung der„Komba“ in Gelsenkirchen Bss. ps 4h reden, ebenfalls war die 34. Krelespnode N4utl#chen eine Veranstaltung, die in der Oessentlichreit nartes Interesse erregte. Juni. Zeitung" beschäftigte sich eingehend mit den Urnenausgrabungen an der Grenze Gelsenkirchen=Günnigseld. Vom Buerschen Pobnungsverein konnte Erfteuliches über eine has Lähtlische a mit der Tratr Sehsals de. spätere Stadtverordnetenversammlung. die u. a. Randliedlungen ablehnte. Von dem alten Rathaus nahmen die Stadtverordneten Abschied. Der der Artilleristen sorgte dafür, daß viele ehemalige Soldaten hier ein Wiedersehen feierten. Die Ausstellung„Reich der Hausfrau" fand viele Besucher. Die Städtische Bücherei erhielt ein neues Heim in der alten Frauenschule. Die beiden evangelischen Arbeitervereine Deutschlands, die in Gelsenkirchen und Schalke, konnten unter Riesenbeteiligung ihre 50=Jahrfeier in den Ausstellungshallen begehen. Erstmalig lietz, die Reichsbahndireklion in Essen einen Sonderzug Xlausen, ein Beginnen das sich bekanntlich später für die Eisenvahn recht lohnend gestaltete. Juli. Zum Leiter des Polizeiamtes in GelsenIIenmeister ernannt. Wenig angenehm war die Meldung, daß das Wassergeld um 5 Pfg. ie Kubikmeter teurer wurde. Ruhrtngoven aus(belsenkirchen machten sich Mitte Juli bis Leitgencurs mrher gcen, drei, Häuser In Sängersent test nach Frankfurt„an am Deutichen ###enburg, ,wurden avgebrochen, die Singan### ctage Eines Agrgens, wurde am Solachtbofgebühren gesenkt. Der Haupt= Kiah#r Stootgartens von der Weststraße aus eine ##g m. u, beschattigte sich mit der Biersteuer. Tele###### Elesanten darstellend, gesunden.„Die graphendirektor Siehler muede nach DaF 7:*c, Figur tehr heute noch an Ort und Stelle und dürfte wohl so ziemlich zum festen Bestandteil des Stadtgartens werden. Die Evangelische Kirche in Bulmke 25jähriges Bestehen. der Gesamtverband Rheinisch=Westfälischer Stenographen hatte seinen 61. Verbandstag in unserer Stadt. Die Reichstagswabl verllef in aller Rube. strade vergistete erch Eine Unt 2 146 BI“# aufnebmen würde, alsg Rathaus werden sollte, war ja schon früher aus dem Gutachten von Dr. Eicke berausgenommen. Tatsächlich ist dann auch im Laufe des Zahres dieses ursprünglich als Bürobaus gedachte Gebäude das Rathaus geworden. Die große###edlung, bervorgegangen, aus der alten Franke'schen Fabrlk im Stadtteil Schalke erreichte mit der Vollendung des Kamphols ihre Abrundung. Eine Stimmung trug ein„Einwohnerausschuß" des Stadtteils Buer in das Verhältnis zwischen Gelsenkirchen und Buer durch einen Vorstoß gegen di Vereinigung Buer mit Gellenkirchen. Der Gutachter #. Eicke und vor allen Dingen Oderbürgermeister Zimmermann blieben die Antwort nicht schuldig. Auf dem Flugplatz Rotthausen konnte ein neues Flugzeug aus der Tause gehoben werden, drei Häuser in Pushenburg,„wurden gogeogocen. die ausschuß beschäftigte sich mit der Biersteuer. Teleuucdh damit ket.... nac Kassel versetz! Ba nit leider der Anfang des Verschwindens einer Behörde aus Gelsenkirchen gemacht. Die Stadtverordnetensitzung am Schluß des Monats brachte den Skandal über die Baugenossenschaft Mark nochmals Im übrigen verlief die Sitzung auberordentlich temperamentvoll. #e eine Mutter ihr Kind und sich. „„Glagung an der Buerschen Stadtsparkasse führte zur Verhaftung eines ungetreuen Beebenfalls eine weitere Unterschlagung an der Stadthauptkasse. Das Bundestreisen der Schützen85Uder sand unter glühender Sonne statt. Die Linie ig der Straßenbahn wurde eingerichtet. Wisdenbruchtraßz. vollzog seinen Umius an September. Freudig begrüßt kamen Tausende von Ferienkindern aus Tirol. Süddeutschland. Schlesien. Ostsreußen, aus der Mark, aus Pommern und aus der Uneburger Heide nach Gelsenkirchen zurück. Der ord ander Zevpelinallee fand nach wenigen Tagen seine Aufklärung. Daß ein Staatskommissar auch für Gelsenkirchen ernannt wurde, erregte keinerlei Aufsehen. Im übrigen war die Ausstellungshalle wiederum das Ziel vieler Schaulustiger, die die „Sverwook" besuchten. Oktober. „„„Tenerg sdirektor Schomburs nahm Abschied von seinem gellehten Gaswerk. das er ein Menschenalter hindurch geführt und zur größten Blüte gebracht hat. In Schalke konnte Pfarrer Kluge in seln Amt eingeführt werden. Um den Emil=Kirdors=Pokal starteten die Freiballons vom Füllplatz Schalke. Ballon Dortmund war der glückliche Gewinner. November. Durch den Umzug der Stadtverwaltung aus dem Rathaus in das Hans=Sachs=Haus und des Fürsorgeamte in das Städtische Gebäude an der Wildenbruchstraße konnten die leeigewordenen Räume von der Pollze; bezogen werden. Die Umbauten im Hause Ahstraße 22a wurden zu Ende geführt. Beim Graben von Schlammkohle kamen auf dem Zechengelände Unser Fritz drei Personen ums Leben. Die nwahlen brachten nur in einzelnen Gemeinden geringe Verschiebungen Dr. Klostermann, der Schöpfer der Orthovädischen Klinik in Bulmke. starb nach kurzer Krankheit. Die Evangelische Kirche in Erle konnte ihr 30jähriges Bestehen seiern Liamantenen Hochzel#, des heute: Gelsenkirchener Sonntagsbilder Reseltlone: SPxecnune werktäglich(mit Ausnadme des Samstags) von 12 bis 13 Uhr und von 17 bis 18 Udr Unsere heutige Ausgabe umsaßt 16 Leiten Ankündungen. Technische Rothilfe, Ortsgruppe Gelsenkirchen. Am 5. Januar, 18.30 Uhr, Zusammenkunft der für die Läufer= und Warntrupps des Luftschutdlenstes vorgesehenen Jugendlichen in den Räumen der Anlernwerkstatt Rheinelve. Pünktliches Erscheinen ist Pflicht. * „Zuude Therd“ des Frauenbundes der Deutschen Kolonialgesellschaft. Am kommenden Samstag. den 7. Januar, veranstaltet der Frauenbund der Deutschen Kolonialgesellschaft, Abteilung Gelsenkirchen, in sämtlichen Räumen des Hans=Sachs=Hauses ein Volksfest in Form eines bunten Abends. Das Protektorat über die Veranstaltung hat Oberbürgermeister Zimmermann übernommen. Der Reinertrag wird zum Besten der öffentlichen „Winterhilfe“ sowie für die deutschen Schulen in den krüheren deutschen Kolonien verwandt. Wir machen Bauunternehmere Franz Bieleseld erbielt II####e schon setzt auf diese Veransgltung aufmerlag, die striestraße den Namen Franz=Biekese?s= um ihres guten Zweckes willen einen guten Besuch Ein Erdstaß ger## anstvielehesostraße perdient, zumal die Eintrittspreise sowie auch die Preise für Speisen und Getränke äußerst niedrig gehalten sind. Ueber die Programmgestaltung werden wir noch näheres mitteilen. Ein Erdstauneleselosthafe onvo, ver sich später wiederholte, brachte einige Unruhe in die Bevölkerung. Februar. Melt seins tünklesche Gestale am#nhofer Wine Lunaierische Gestaltung. Das neue Stadtendgültig den Stadteinwohnern im Bilde vorgeführt werden. Ein neues Booizhaus wurde lü den Schüler=Ruderverein eröffnet. Zu einer großen Tagung fanden sich Westdeutschlands Turner im Hans=Sachs=Haus zusammen. Der Hauptausschuß nahm Veranlassung. das Gebiet„Löchterbeide" und„Begmtenwohnungsverein" noch einmal sperschneigen. Der Po######rauertag verlief in üdlicher Weise. Das Industrie=Museum erhielt En Teusz, Helm im alten Amtsbause an der Oststraße März. die ersten zwos Wochen standen im Zeichen der des Reichspräsidenten, deren erster Wahlgang in aller R batten die Stadtverordneten Gelegenheit, sich mit der „Kalserau" zu beschäftigen. Beigeordneter KorgeDann wurde in den Ruhestand versetzt, der Städtische Zuoneyinspektor Hahmann„wurde aus dem Leben abherufen. Die Bluttat am Abend des 19. März In .51328 bei der ein Mann erschossen wurde, ist bis de Ankündung dar. daß ab 1. April in Groß=GellenAugust. wurde Der Fortbildung erwerbloser Facharbeiter irde größtes Interesse gewidmet. An der SchalkerDezember. Der Hauptausschuß lehnte in seiner Sitzung am 10. Dezember die Bewilligung eines Zuschusses an den Verkehrsverein Buer ab. Das Hans=Sachs=Haus erhielt die Nebenbezeichnung Stadthaus. Die Polisei konnte über umfangreiche Hilfsmaßnahmen zu Gunsten armer Kinder berichten. Mit klingendem Sviel nahm die Schuvo Abschied von der disherigen Unterkunft auf dem Flugplatz, um zur neuen Unterkunft in Buer überzusiedeln. Gelsenkirchener Schühzenbund. Kompante Viefhaus Montag um 20 Uhr Monatsversammlung in der Bismarckhalle. Wansche un aue neue Jumi! Aprik. Die Präsidentenwahl am 20. Aorik ergab die Wahl bzrchan kattg nan Kindenhurs ain.#.. u. Geie des Beldmarschalls von Hindenburg. Geradlenkirchen hatte von Hippenburg eigen und barken Erfolg. Am 18. Aoril starb Oberbür „.. Machens In Münster, wo er die letzte ###erbrachte. nachdem kurs vorher de dem Agthaus an der Abstraße seinen Nar Verkehr vor dem Hauptdahnhof die Anlage der Verkebtsinsel um umgestaltet. Pussn se, die billigte er sich zu. Wo aber war das Tageslicht am Höhleneingang? Beostenu: Schem#ndeten kümmertiches Licht, in allet, bückelvem Echein Haslinger sich zum Eingang Esmächtiger, Gott!“ Somen##be refleigers Hände zitterten„Je, stark, das ihnen die Schachtel mit den Hölzchen entsiel. Die schlimmfte Ahnung bestätigte sich: Der Eingang zur Höhle war durch einen mächtigen Block vermauert! „. Ein tierhafter Schrei röchelte aus dem Munde des Eingeschlossenen. Lähmendes Entsetzen würgte ion am Halse. Furchtbare Gewißthelt: Lebendig begraden zu sein! Und wie zum Hohne gleich der nachfolgende Gedanke: Hier din ich verloren— die Höhle liegt abseits der Kletterroute— sie wird kaum einem Menschen bekannt sein außer mir— niemand kann mir deisen, well niemand weiß, wo ich din! Aber nach ziefster Tepxession spürte er die wunderdare Kraft des Selbsterhaltungstriebes in sich. e die Finger, den Feis. mit ungeheuter Anstrengung, verwuchsen mit der Hbdle Alle Muskeln spannten sich. die Adern auf und Händen schwollen zu blauen Strängen, die die Lungen leuchten— der Stein ebartte schwer und träge in seiner einnen noch einigg, Male Die steinerne pforte, hielt. Hald betäubt. drzuchte der isten sich in dem Boden Stirn ein rührte Lage. konnt Hald betäubt, drauchte der Eingeschlossene Minaten, er zu rubiger Ueberlegung kam. Nun dämmerte n: Der Ansturm der Steinsolitter in vergangener Nacht war das Zeichen für den Felssturz. konnte von Junen der, nicht besettigt werden, denn er Der Block der nicht beseitigt werden denn er der schmalen Nub: Jag, Dor#us-Bhole 34 Jahrtausenden in das welchen worden war. S0Im Hergangenen Jahre meldeten die einzelnen Staotteile ihre Wünsche an. Rückblickend muß gejagt werden, daß vieles von dem, was vom neuen Lchir eewünscht wurde, in Erfüllung gegangen Ist. man sich die jetzige Grenzstraße an oder die Ilorastraße, die neuen Anlagen am Böblingsoof und die zahlreichen ausgebesserten oder neugedeckten Straßen, so muß man anerlennen, daß die Stadt im Rahmen der Mittel, die zur Versügung standen, alles getan hat, um den Anregungen, die in der„Allgemeinen Zeitung“ enthalten waren, nachzukommen. Vieles blieb natürlich übrig. In der Luitpoldstraße zwischen Hoch= und Florastraße nunmehr, zu einer vordringlichen Angelegenheit geKorden seist,„Der, K alsexblat dürfte, wenn die Denkmalssrage spruchreif geworden ist, ebenfalls mit einer neuen Decke rechnen. Noch immer hat sich die Stradendayn nicht entschlossen, die Anle durch die neue Bismarckstraße wieder einzuführen. In der Neustadt war die Interessengemeinschaft eifrig am Werte. Die Bochumerstraße und auch der Wiehagen sind noch immer Schmerzenskinder. Dankbar begrüßt worden ist die Neudeckung der Wickingstraße. In Schalke spielt die Gewerkenstraße noch immer den Hauptpunkt aller Wünsche. In Bulmte und Hüllen hat die Stadt vieles angelegt. Es wärc zu wünschen, wenn die Nebenstraßen der Wannerstraße einer durchgreisenden Reparatur unterzogen würden. Der Stadtteil Rotthausen würde dankbar sein, wenn die Arbeiten aus dem Gelände der Verbandsstraße, die in die Ostermannstraße einmündet, einen besseren Fortgang nähmen. Der Wie gut das logische Denken kunktionierte! Scharf ###kgnnte er, daß eo bier keine Rettung gab. Nach dem ersten wilden Aufdäumen der Ledensgelster wurde Haslinger nun etwas ruhiger. Er opferte die letzten Zündhölzchen, um die Beschaffenheit des Steins en untersuchen. Er tat dies immer noch mit den fahrigen, zitiernden Bewegungen seiner zerschundenen Hände, aber doch schon beseelt von der flackernden Hoffnung, daß vielleicht auf legendeine Weise Retzung möglich sei. waren ohne Spezialwerkzeug nicht zu erweitern. Versuche, in dieser Richtung mit dem Taschenmesser unternommen, endigten sehr bald schon mit dem Brechen Haslinger warf das best mit wütender Geste von ch. Schluß! Aus! Nun konnte man niederhocen und den schleichenden Tod erwarten Halt— wie weit weichte der Proviant, dis der Hunger kam? Hände wühlten in Rucksack. Da war Beot, de Tasel Schokos#de„Die andere etzt nicht an den Unvermosflasche enthielt immer zuerst ein, viel päter Rauchsleisch, zine dalde Tasel S# glücklichen denken!)— bie The noch einige Schluck kglten Tee. Der Durst stellte sich immer zu gie Der Durst stellte der bunger. Ssmpien Pai“)“ Dastinger laut und Bars##or dem bunge###### einer eigenen„Stimme zonn murde das große, egilungeben, mit dem man sich hinüberbungerte, ins FHensens. Ad. wenn man erst Eder viefleicht mutie es so lein, pell man damit man: POie iäiase Weaiah Mibiear Brild 1d Bub Fibuder Ausn on..: Poter Dos siuchie fürcierdem Gestein und Höhleneingang. Stadtteil Heßler als Verbindungsstück zwischen Horst und Essen will nur noch einmal die Wünsche aus dem Vorjahre wiederholen. Tatsächlich bedürsen die Straßen dieses Stadtteils einer ganz besonderen Ueckendorf ist noch immer die Ausführung des neuen Straßenteiles zur Grolmannstraße offen. Es wäre zu wünschen, wenn diese Arbeit und in Verbindung damit eine Ausbesserung der Ueckenvorferstraße baldigst vorgenommen würde. West=Bismarck, Ost=Bismarck und der Haferkamp warten noch sehnlichst auf die Erfüllung ihrer Wünsche aus dem Vorjahre. Der Omnibus zum Haferkamp bürfte durch seine starke Benützung bewiesen haben, daß eine Stradenbahn in den Haserkamp nowwendig ist. Im Stadtteil Buer ist vieles getan worden. Aber wenn wir die Wünsche. die im einzelnen aus den Ortsteilen vorliegen, veröffentlichen wollten, so kämen alle Bitten aus dem Vorsahre noch einmal zum Vorscheln. Die Stadtverwaltung wird also gebeten, alles zu tun, um die Verbindungen aus den Ortsteilen in die Stadtmitte zu tördern, für einen guten Straßenbau zu sorgen und dafür, daß den Bauvorhaben weitestes Entgegenkommen entgegengebracht wird. Auch Horst meldet seine alten Wünsche an, auch hier wäre zu hoffen, daß der Stadtverwaltung Mittel und Wege in die Hand gegeben würden, um trotz Notzeit dafür zu. Jlergen, daß kein Stillstand in die städtische Enwwicklung kommt. D. Se 5, 5.##.— Ersticken war nicht zu befürchten Duro vielerlei winzige Kanäle konnte frische Luit herein. Durch manche konnte man das Licht des Tages sehen, winzig wie Sterne in klarer Nacht. Der Eingeschlossene legte den Mund an den gröbten Soalt. schrie um Hilfe, einmal, drei=. fünf=, zehnmal ließ dann ab von diesem unsinnigen Unterfangen, das nar iSsaft gexgeudete und zu nichts führte. Er sagte sich selber, daß lein Rusen draußen noch nicht einmal so laut wie das Pievsen eines winzigen Vogels gebört werden würde. wiederholte er dieses letzte verzweiselte Fliizns einige Male innerhalb der lagosam dabinSwgen Stunden, bis draußen die Nacht hereinund letief diur Daslinget wichet in leinen Zellag Schlafen. schlafen— das war das einzige Mittel, um Vorräte und Energien zu strecken und— die Qual des Sterbens, dieses Sterbens, zu verlängern. Aber diesmal war der Schlaf nicht so gnädig wie in der vergangenen Nacht. Träume reihten sich wirz und in verrückter Folge aneinander. Doll kützte Proni und Hanst schäterte mit dem Draxl Sevo. Auf der Laliderspitze sab der alte Seeselder und schleuderte Steine dinab auf die Fgitenhütte.——— „ So kam der zweite Tag und brachte nichts Neues. Im deltten Tag zog Hazlinger die abgebrochene berzeg Sone an Daunen.„ ssst“ Morsen, Ihaez, Lderhlotsen sovis ihm Sae Wister un Hauptschriftleiter: Otto Bosel. Berantwortlich für Politik und Handel: L. H. Hamp; für Kommunalpolitik und Zeuilleton: Dr. Wilh. Brepodl; für Musik sowie„Verbreitungsgeblet“ Dr. Wilh Riemöller; für den Anzeigenteil: Wilh Shlerding: sämtlich in Gelsenkirchen. Berliner Schriftleitung: Gr. Curi Meiger, Berlin SW 61.— Drus und Verlag der„Gelsenkirchener Allgemeinen Zeitung“ Carl Bertenburg. " Dielacheichunnder Waagen #n ver dur Ter. 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Dann schriz er wieder um Hilfe, aber eo#: nur ein heiseres Krächzen aus vertrockneter Kedle. Und wieder lauschte 25anpentrengt. gach Geräuscheg von gußen, wie die im soot eingeschlossene Mannschaft. wie in einer Gruft er noch ein Stückchen hartes der Unglückliche vor Durstaualen nicht essen konnte. Lang ausgestreckt lag er auf dem Zeltsack. das eingerollte Seil unter dem Kovf. und erwartete Buchführung, Bilanzen Wirtschaftsberalung Sechesest elie DR. TENHOLT Weststraße 20 Fernrut 24065 das Ende mit jener willkommenen Resignation, wie sie nur die Hoffnungslongkeit hervorbringen kann. Er singerte die Klinge aus der Tasche. Stets hatte er Selbstmörder„Desekteure des Lebens“ genannt. Nun sollte sich auch dieses Urteil an ihm rächen.... Wenn er jetzt die Schneide an den Puls seiner Hände setzte, war das Ende da.... Und er würde es tun! Vielleicht sogleich, wenn ihn die Verzweillung übermannte, vielleicht erst in einer Stunde oder zwei... Einmal noch lächelte er müde, beugte sich wie lauichend vor, flüsterte:„Herragtt—— Doll—— nun sind wir beide etledigt...“ Sbeiunesmenilaße! Ravilel. gesuntenen Richte Se par still mi Am vierten Tag besaß Bevor draußen das Gewitter anbrach, war Haslinger schon eingeschlafen. Auf seinem aschgrauen Gesicht preitete sich ein Schimmer stiller Weltabgeschiedenheit. Alles. was vordem unausgeglichen, wild und triebhaft in ihm war, hatte eine unbekannte Hand weggeMitten in der Nacht wurde er durch einen dröhnenden Krach aus dem Schlafe geweckt. Er iudi sofort, boch, rieb sich die Augen eiß sie auf =199 Blitze zucen, dort, wo der steinerne Wächter am Höhleneinegne lag—— kaumelte vorwärto— spürte den vereinsauchenden Sturm wie einen himmlischen Gruß im Gesicht—— iostete mit der Hand hinaus ins Freie— liet den Kovi folgen, und sei es auch nur. um einen wahnwitzigen Schrei der Freude hinauszusenden in die dlitzdurchtobe und vom Donner zermalmte Nacht anien Tleden gas in sein Verlieg, Dsied auf der #en, hob die Hände wie ein Verzückter, saltete sie. 26 ne wieder auseinander, kammelte Worte— ein Gebet— friedlich die Felewände. als habe vier nie der Kamof der Elemente getobt. Iw. Ziete Zeit war es auch, daß Stefan Haslinger sein Fehsengrab verließ, das Seil festmachte und die Fahrt in die Tiefe antrat. Das Nachtgestirn leuchtete ihm zu diesem gejährlichen Unternehmen, das dem unmenschlich Erprodten doch nur bünkte wie ein Spieleret. (Fortsetzung folgt.) uebenrrerr-## Sügerecter Beitung Sountag, den 1 Jannar 1933 Heute sehen Sie in meinen Schaufenstern ausgestellt Schlatzimmer Kiehe, achwerste Qualltkt Schlatzimmer Maherd pel., bechapartes ebddeutechen Fabrikst, bemplett Wohn-Speisezimmer 7BI beshm Neibaum pel, nir E901 100 Eilnn Model.. kampiett J00 BSSTTUSSS T Haus für die gesamte Innen-Dekoration Endlich kommt er leise. Nimmt mich bei der Hand, Führt mich von der Reise Heim ins Vaterland. Freitagnachmittag 5½ Uhr entschlief sanft und gottergeben mein lieber Mann, unser guter, treuer Vater, Schwiegervator, Grosvater, Urgroßvater, Bruder, Schwager und Onkel Herr Wilhelm Haselhorst im vollendeten 85. Lebensjahre. Um stille Tellnahme bitten De benuenden Mrteticheuen. Gelsenkirchen-Rotthausen, Wülpe, Oberhausen, Berlin, Essen, Kray und Spenge, don 31. Dezember 1932. Die Beerdigung findot Dienstag, den 3. Januar 1933, nachmittags ¾½ Uhr, vom Trauorhause, Schonnebeckerstraße 56, aus statt. Trauerfeier im Hause ½ Stunde vorher. Allen, denen aus Versehen keine besondere Benachrichtigung zuging, diene dieses als solche. beginnt das neue Jahr mit Unsere Kunden wissen daß nicht unsere billigen Preise allein, sondern daß besonders unsere guten, erprobten Qualitäten in allen Preislagen den wirkichen Wert unserer Angebote ausmachen Was er gchoft, hat eich am Freitag nnn erthllt. Was er gelltten und was er ertragen. Ihm jetst der Veier droben heu vergit. Die Gerechten werden Binweggeraft vor dem Urslüch. Jes 37. V. 1. Freitag mittag nahm der Herr durch einen sanften Tod nach kurzem Krankenlager unseren heißgeliebten, treusorgenden Vater, Schwiegervater, Großvater, Schwager und Onkeit Herrn Friedrich Spittka im Alter von 68 Jahren zu sich in eine bessere Heimat. Die trauernden Hinterbliebenen. Gelsenkirchen, Mülheim-Ruhr, Herten, Dinslaken, Johannisburg, Ortelsburg, den 31. Dezember 1932. Die Beerdigung findet am Montag, den 2. Januar 1933, nachm. 3 Uhr, vom Trauerhause, Paulinenstr. 8, aus zum AltstadtFriedhof statt. Trauerfeier um 2 Uhr im Bothaniensaal, ebenfalls Paulinenstr. 8. Allen, denen aus Versehen keine besondere Benachrichtigung zuging, diene dieses als solche. Für die Beweise herzlicher Teilnahme, sowie die Kranz- und Blumenspendes beim Heimgange unserer lieben Mutter sagen wir allen, insbesondere Herrn Pfarrer Bischoff für seine wohltuenden Worte am Grabe, unseren herzlichsten Dank. Im Namen der trauernden Histerbliebenen: Fraun Eniie Gerbe ud Grsteut. Sporiverein Union I910 a I. Saisenkirchen Nachruf Plötzlich und unerwartet #starb nach kurzer schwerer Krankheit unser liebes Mitglied und früherer Vorsitzende Herr Lehrer Brund Bernaldt Durch seine Pflichttreue, seinen offenen ehrlichen Charakter und seinen sportlichen Eiler erwarb er sich die Freundschaft aller. Ex war ein echter deutscher Sportsmann. Wir werden sein Andenken stets in Ehren halten. Der Vorstand. Bozirksulrekhen einer solid. westfälischen Zweckspargesellschaft an einig. Vl. Westsalens u. Rheinlands bei höchsten Bezügen soiort zu beseizen. Bevorzugt werden Herren, die mögl. mit der Zwecksparmaterie vertraut sind und über eigenes Büro und Organisation verfügen. Ausf. Bewerb. erd. u. A. 3. 2040 an die Alls. Zig. Gesucht rächiige, steißige Herren für Reisetätigkeit, Bei Eignung Dauerstellung. Pers. Vorst, am 2. U. 3 1. 38. vorm in Gelsenkirchen, Bahnhosstraße 76, 2. Etg, linko. Waasichen Arbeiter verein Rotthausen. Gott dem Allmächtigen, Gebieter über Leben und Tod, hat es gefallen, unser langjähriges„Mitglied und Gründer: des Vereins als uns aue. heit zu sich in die Ewigkeit zu nehmen. Die Beerdigung findet am Dienstag,: den 3. Jan. 1933. nachm..15 Uhr. vom Sterbehause.]: Schonnebeckerstr. 56, aus statt. Zum letzten Ehrengeleite versammeln sich die Mitglieder nachmittags.45 Uhr im Vereinslokale. Um zahlreiche Be. teiligung bittet Der Vorstand. Haselhorst war auch Mitglied der Nothüfe. Friseurlehrling sofert gesucht. Entsprech. Vergüt, muß gezahlt werd. Schr. Anerb. u. Nr. 50 an die Allg. Z. erb. Ig. Autoschlosser (21 Jahre) mit all. Arbeiten vertraut sichk sielung in Werkstatt od. als Chauffeur. Off. u. ..2070 an Abls. 8. Für unser Spezialgeschäft suchen wir sofort aus gutem Elternhause Lebrmädchen Vorzustell., ButterGroßhandlung Adler Bahnhofstraße 75. Große, helle 4. oder Gräumige Lochnung 1. Stage, i. Mittelpunkt d. Stadt sof. preisw. zu, vermieten. Krenzstraße 2. Direkt am Stadtgart. Essenerstraße 74 eine Träumige 1. Stage 1 sep. Parterrezimmet, 1 möbl. Parterrezimmer sofort zu vermieten. Näh. Helmn. Wlenec Viktoriastraße 64. Telefon 22891. Abgeschlossene 2. Stage 4 Räume m. Badez. und Vorratskammer zu vermieten. Näh. Herzogstraße 30/32, Tel. 262 09. Kleider 4B 50 aus modernen Stollen, reinwollen Moos- 54.20 krepp. Boucle usw, mit modischen JeiseyGarnituren........... Kleider in Wolle und'seiden-Famisol, mod. 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Straße Kaldenkirchen— Bracht durch mehrere Schüsse einen, Personenkraftwagen zum Halten. Als die bei" Diebstahl. In der Mittoochnacht wurden aus dom Geschäftsraum Gebrüder., Kappertstraße 4. medzere Lautsprech=Apvarate und Fahrradteile gestohlen. Die Diebe hatten sich durch das über dem Geschäftsraum besindliche Dachsenster Eingang verschafft.(ch) Persönliches. Baumeister Kaul Rlügel Helmuth= sraße 8. kann morgen auf eine 25jährige Tätigkeit als Bauwesens der Schachtanlage Bonifacius Der Jubilat wurde als Bauführer eingestellt, dann zum Baubetriebsleiter und im letzten Jahr zum Baumeister besördert.(ch) slatlsech Neuer Stadtverordneter. Anstelle des ausgeschiedenen Steigets Ernst Rösener(SPD.) titt der Schmied Hans Windel. Richard=Wagnerstraße 4. in die Stadtvetordnetenversammlung ein.(k) Die Tiefbauarbeiten für die Ausbildung der Ring= allee zwischen Ellinghorsterstraße und Bohmertstraße. veren Lanste etwa 400 Meter betzägt, sollen vergeben werden. Angebote sind bis 14. Januar, 12 Uhr, bei der Tiefbauverwaltung. Zimmer 60. des Rathauses. einzuzeichen. Die Auswahl unter den Bewerbern bleibt der Stadtverwaltung vorbehalten.(9) Diebstahl. Am Freitag gegen 20 Uhr wurde dem Kaufmann., Kaiserstraße, sein für kurze Zeit vor der Wirtschaft K. aufgestelltes Fahrrad gestohlen.(W) Vertehrsunfall. Um Samsten gegen 9 Uhr wurde 22. 1,Jahre alter Junge mit seinem Fahrrad an der Ecke Land= und Marienstraße von einem Dreiradjahrer angefahren und zur Seite geschleudert. Der Junge trug eine Kopfverletzung davon. auch wurde sein Fahrtad schwer beschädigt. Der Motorradfahrer nahm sich des Jungen an.(W) „#n Eemeindesaal der ebang. Klrchengemeinde Bruug hatten sich am Freitag die dei Zechen„Graf Moltke" und„ Angehörigen zu einer Weihnag Nach einem Vorsoruch hielt Berg hoff die Begrüßungsansprache. Die Bescherung zauberte illen steudig, blitzende Augen hervor, Daß die allen fteudig, hlitzende Augen hervot ungbergleute auch im Sport auf der Höhe zeigten den größere Mengen Tabak u. über die Grenze beschmugselt mrggelt werden rneut llbelm Insasse wureg gesunden, die soktten. Die Boktroper Mörder festgenommen? Bettrov, 31. Dezemder. In der Nacht zum ersten Weihnachtsfeiertag wurde in Pottrov ein Feuerüberfall auf dem looden amnestierten Nationälsoziglisten Kondurg verüdt, dei dem aber nicht Kondura, sondern denen Schwager der unbeteiligte und varteilose Bergmann Szctotok erschossen wurde. Nunmehr hat die Kriminalvolizei die beiden Bergleute Vinzenz Rduch und Michael Steiner aus Botttoo wegen dringenden Tatverdachts verhaftet. Beide sind unmittelbat nach der Tat an vorschiedenen„telten in der Nähe des Tatortes in#:: daß sammenstöben zwichen Sommt soztalisten verwundeten Kommunisten leute und ihre Eltern. Der Spat= und Darlehnskassenverein hielt seine Generalversammlung ab. Aus dem Jahresbericht ist zu entnehmen, daß der Stamm der###arer der Kas werden. Mast für Hausschlachtungen. Nachn die Polizeiverordnung über die Untersuchung der hweine auf Trichinen in Kraft getreten ist. wir Schweine auf Trichinen, in Kraft getxeten„Ist. wird nechmals darau oingen geien, daß die ugmerdung zut Untersuchung von dem Be treter bei dem zuständigen 12 Stunden vor der in 31.haß die Aum sentzer oder dessen# Trichinenschauer mit Stell Steuber. hauek mindestens it genommenen Schlachifteten haben die volizeilichen ErmittPositines ergeben.„Fest steht jedenfasss. haftete Rduch der Bruber des bei Zuischen Kommunisten ten Kommunisten Oberhausen, 31. Dez.(Der Todausde: Lokomotias.) Freitag in den ersten Morgenstunden ist der Lokomotivführer Mevex, bei Ausüdung seiges Dienstes auf dem Bahnhof Oberhausen verunglückt. Der Verunglückte hat sich vermutlich aus irgend einem Grunde zu weit aus seinex Maschine gebeugt und muß #sd#urch gepen etwas angeschlagen sein. Gr erlitt einen Aroelsäutenbruch und ist bald nach Einlieferung in ein Krankenhaus gestorben. Wuppertal, 31. Dez.(Sechs Wochen tot in det Wohnung.! Die Polizei wurde am Freitagmorgen nach dem Haus Wilhelmstraße 21 in Elberserd gerusen. Bewohner des Hauses hatten mitgeteilt, daß aus einer Wohnuns ein unerträglicher Leichengeruch ströme. Als die Polizei in das Zimmer eindrang, fand sie die Leiche des leit sechs Wochen vermitzten Karl Hilker vor. Die Untersuchung, ob Mord oder Selbstmord vorliept, ist im Gange. Nottuln, 31 Dez.(Ein Kald mit einem Hundesutz.) Auf dem Zuchtviehmarkt am 4. Januar wird in der Halle Münsterland ein Kalb mit einem Hundesuß auf dem Rücken zur Schau gestellt. Das Kalb entstammt dem Viebbestand des Landwitts Lohaus in Nottuln und dürfte gewitz ein merkwürdiges Zusallsprodukt im Tierreich sein. Das Hundebein ist auf dem Rücken des Kalbes zwischen den Schulterblättern verausgewachsen. ist mit Krallen versehen und gut dehaart Im übrigen ist das Kalb. das von einem guten Senollenzchaftsbullen kammt eensiautn. Tebmnche Nun billig zu verlausen. Ernet Kämper Mechaniker, Vereinsstraße 46. # wurn wird wieder wie neu asen Estiercung der Giasastell. Gerautie Schneidermeister Mundgsburch Grillo- und Gertenstraben-Eche Teicion 23379 stanemee, Surchaus normal und Berliner Börsenstimmungsbild. g# eninegnien, und ger Elamm der Spalek der Kasse treu geblieben ist. Der Revisionsbericht stellt fest, daß die Zahlungsbereitschaft gut ist. An aufgewerteten Sparguthaben wurden rund 200000 Mart ausgezahlt; die Reserven betragen rund 1 Million. Die Ent— Die letete Börse im alten Jahr verkehrte jo. unlastung des Vorstandes und des Rendanten wurde Ainbei#li####,##altung. Die Umaäise bieteggr#pge erteilt. Der Gewinn sonl dem Reservefonds zugeführt Freskanet-.2g Mtali##### Publikum Pur, # Berlin, al. Des. DDrahtb.) Die leiste Börse im alten Jahr verkehrte in unne* I. umfassend das Dorf Marl mit Kolonie Brassert und die Ortsteile Drewer. Frentrop und Lippe: Heinrich Schäfer in Marl. Ovhoffstraße 1: im Bezirk Marl II. umfassend die Ortsteile Hüls. Lenkerbeck, Löntrov. Sinsen, Speckhorn und die Gemeinde Hamm: Friedrich Kutzborski in Hüls, Jahnstraße 36: im Bezirk Polsum, umfassend die Gemeinden Polsum und Altendors=Ulstotte: August Dettselt in Bertlich. Nalmneug Gestohlen wurde einem Kvor dem Hause Heßlerstrad. Radioappgrat mit eingevautem La „Loome Der Geschädigte dat für die eine Belohnung ausgesetzt. So) Die„ Vertretung der evang. Kirchengemeinde wählte an Steue bes ausgeschiedenen Kirchmeisters Rechnungführer Friedrichs. Herrn Geors webl en seinem Nach folger.(So) Amimam es Gchtaficher tem, Auze se 83 aus seinem s ein sprecher Marke (So) Kaufauftrage erteint natte, die Im verlauf kleine Kurserholungen auf den meisten Gebieten hervorriefen. Die Kulisse seigte anfangs Glattstellungebedürfnis. Montanwerte lagen schwach. Nur Mannesmann konnten sich auf den 70000 Tonnen Röhren-Auftrag der Büssen behaupten. Vereinigte Stahl verloren 1. Phöniz 1½. Harpener 1½. Am Markt der Kunstseideaktien blieben die Berichte über eine weiter steigende deutsche Kunstseidenausfuhr eindruckelos. Aku waren auf die großen Angestelltenentlassungen bei dem Unternehmen 1 Prosent niedriger. Elektrowerte waren dagegen freundlicher, Siemens konnte sich nach dem gestrigen Rückgang um 1 Prozent erholen. Am Schuekertaktienmarkt stimulierte eine günstige Beurteilung der Dividendenaussichten, die Aktien gewannen ebenfalls 1 Prozent. Versorgungswerte litten unter Gewinnmitnahmen. Maschinenwerte wurden höher bezahlt. Lebhafter lagen Erdöl, die 1% Prozent höher bewertet wurden. Kaliwerte gaben 1 bis 3 Prosent nach. Weiter fest lag der sontenmarkt. Tagesgeld versteifte sich auf 5 Prosent und stand nur vereinselt mit 4½ Prosent sür Verfügung. Düsselderter Börsen-Tendenz. Zum Jahresschluß eröffnete die Düsseldorter Börse fest. Auf dem Kohlenkuxenmarkt konnten Carolus Magnus und Diergardt 28 BM gewinnen, während Graf Schwerin und Heinrich 100 RM höher besahlt wurden. Für Deutschland-Kuxe konnten letste Preise erzielt werden. Auf dem Kohlenaktienmarkt entwickelte sich großes Geschäft in Lotbringen-Aktien, die in mehreren 100000 RM bis 1 Prosent höber aus dem Markt genommen wurden. Maier-„AnstreicherIsperieter-Arbelten gut und billig führt aus, auch auf Gegenrechnung. A. Paul, Lpisenstraße 8, Teleion 274 00. VEREN3 DRGCR SACHEN in körzestel Prist und in neuzeitlicher Austöhrung Ein Stemm elter Kunden bezeugt uns dies Duch aucherel Car Berienburg Wildenbruchstr. 27 Ho nen Im ALSBERG-Haus bereiten sich große Dinge vor1 bieberhatte Arbeit bis In die letzten Minuten des alten Jahres hinein galt nur dem einen großen Ziel: PrOS nech größere ALSBERG-Leistungen! Montag werden wir zeigen, daß es für Alsberg-Leistungen keine Grenzen gibt! Montag präsentiert das Alsberg-Haus eine besondere Neujahrs-Ueberraschung Montag werden wir mit Stolz den Beweis dafür antreten: Heute morg. zwisch. .7½ Uhr auf dem Wege v. Stern, Florastraße, Alt. Markt Wilhelminenstraße, Herzogstr. bis Heuerwehrplatz verloren Gez. Belohng. abVamaestrant rahe 49. Arm. Eisenbahn=Invallde verlos am Schalt. d. Stationskasse hier Hdf. ein. 20=Mark=Schein Der ehrl. Find. m. die 20 4 an d. Stationskasse abgeben. Der unerhel. Finder möge aber an dem 20-MI.=Sch. eist F F eruch 1933 Miier Vardht beachten Sie unsere 6 Fenster an der Bahnhofstraße Rundfunk 8 Sonntag, den 1. Januar 1933. 90 Sgeszsctiehe Gett, wir loben 7,08 Uebertragung von der Norddeutschen Sendergruppe Rorag.“" damburger Hasenlonzert Arcurg“ der Bam. schiffahrtsgeselschaf. Flaaggung#m Marich. (Flaggenparabe aus Riel) 3. Nibelungen=Marsch . 1. Deutschlands Ruhm, Marsch In einer Pauiz.(.55.—38.410):; Aga3. scher Neichs .20—.30 Landi en Reichsmarine im Schreiner Latann Sonntag seahe .30—.55 prose .00—10 „D Lundwirtschaftliche Rundschau ische Vpterbaltung. Sesscuitnug. Universitäts—.55 Itglieniscge unter professor Dr. Lesse —..00 uus dem Kloster der Ursplinen. Köla ese Ratbolische Miersenfeler Klosterglocke meigloc Prgel=Improvisation 3. Einführungsworte 4. Kirchenlieder a) Es kommt ein Schift geladen . 9) Der Tag, der ist so freudenreich Ansprache:„Unser Wea mit Gott“ Domkapitular Jansen. Nachen 6. Kirchenlieder: e) Au Bethlehem geboren 2) Krivvenlied 3: Alte Pollslleder: Geiss und Orast von Raian a) Vom Himmel hoch. o Engel. kommt 5) Kommet. ibe " Fraun(aus Haßfelds Si 3.#olo: Artoso für Geige und Orgel von Giedt 10. Ehoxgesang: oder Gott.', soben dich(Kirch10.15—10.35 Besuch am Krankenbett 11.00—11.25 Willo Buschboff: Wieviel Eede Redues: nnet und 9) ganctus aus der 8. Messe(Thoral) 11. Geldute der Kölnet Domgloden —12.00 Reichssendung Sott Sl. 8. Bad=Knttt. auch, Dein Ruhm“ sebastian Bach ewardbeusenchette manercher enzel=Roehling„Sgargg), Prot. Georg A. Walter nz Schmidt(Bas), Pros. zel). Friedbert Sammler 12.05—11 12.20—12.50 Walter 1300—143 g. 1. Can##=Marsch 2. Luvertüre " Feine Nacht 8. Sulte auf peaten„ hatsenggng aud ölwel: Winterliche der Schallvlatte. den Gotthard in biase s Wurge ir es Euch gesal 4. Schattentans aus der Over e Llawis## Rbapsodie,Nr. 1 . Dle, Schönhrunner, Walzer .####m Teehaus zu den 100 p. Japanischer Laternentani 8. Was wir lseben. Pornaus14.8014.90 Sl.gesimun im Jani Dr. 5 H. Kritinger. 1 den 100 Stufen aternentags Vorpourtt Sternschau i pr. Gvors Kinsto: Bezge in.#.# Stadt und Land. 9 Fr esss-, Not Bend n: Dee Junsbauern Rot 0 Besperkonzert. Aeitung: ie Kamergden. Morsch vertüre„Wenn ich König wär“ Im Chamhre lepars aug der )perette„Ein Overnball lichste aller Frquep, aus der Oper„Der Goldschmied von Geiz biede„„„ Osseg Heuberger 6. Melodien gus Spielzeug Ihrei lusticanena 19.08—11 „e Mefchlt gac Ein Sör### Nobel, der Reinet Füchsin rimm. Braun. Lampe. Widder Frau Konigoberger Sade Cortopasst der, Opsrette„Die Sfoate Stut: Adrabam sach alten B. gn grrn vollebücherr Curt elwenspoek sötlic Eiweniggg; bustav Gorlich iere Die Königin Frau Ermelon, die ihre Kinder#. Isenemund, die Wditin immbart, der Dachs der Kater Bellon. der r Affe Riechgenau. seine der Rabe Lavin, das der Leovard WackerHohn# Buller= r Häher RüsteBauern Kurzweil Musikatische Leitung: Guste eineke der„Juchg Erster Priester Zweiter Priester Eerster Geharnischter bebarnischter Schirv chömmer Monostatos. ein Mohr Papagena, ein altes Weib Henny .e Volk. Stla Soser 8 Joset Schömmer Wiuy Schirv Werner Alsen Neumann=Knapp k. Sklaven märchenhafter Zeit bei riester. Die dandlung bover, zrog Tempelreich 23.00 Letzte Meldungen. Bericht über das geistige Leben, Svortbericht 23.15—1,00 Nachtmusik und Tanz. Leitung: Eysoldt Prosit Neujahr 1933 elen meinen verchrten Stammhanden und alben Rundfunshörenn. Lassen Sie mich sech in seuen Jahre ihr Bachberster und zuverlässiger Lieferent sein. Und sun soch den beaten Typ für 1929— er heißt: Lorenz-Netzemplänger„München“ Berpreis RM 19930, Anzablung RM 2230. Rast in 10 Monatereten. Vorführung unverbindlich— such in Ihser Wehsung. Radio-Frenzel, Bahaheistr. 19 ars „Hritte DamPapagene Fritgr. Kue#z gweiter Knabe Dritter Knabe Sarastro, oberster Priester Weisheitstempel von und Osiris im Dienste 1353: a##8. Bbi, # Wiegste Gasalros: Strand! Der Sprecher .. Adelbeid Hol Helene Guermanova Hans Wocke Lore Schröter Gerda Rehm Maria Matthens 3 Wildelm Strienz Tillmann Lissewiko Eine Fundgrase für verwöhnte Leser ist die Minerva- Bücherei Alter Mara: 2 labschthe an Meig de Weche grbnch olladen-Fabrik Schüllerap; ostländer liefert und repariert Rolladen, Jalousien, Markisen. Scherengitter Seseser Steabe ene Teieten 49 3277 * Somntag, den 1. Ssgamchen Beitung A Neden-SalllIn der Anzeige können wir ihnen allerdings nur Preise bringen, die an und für sich wenig besagen. Deshalb raten wir Ihnen: Sehen Sie sich unsere 6 Spezial-Fenster an und besuchen Sie zwanglos unsere Konfektions-Abteilung. Sie können sich dann selbst davon überzeugen, daß ihnen für so wenig Geld so unbedingt moderne schöne Ware noch nicht geboten worden ist. Deshalb versäume keiner diese günstige Kaufgelegenheit, die wirklich etwas ganz Außergewöhnliches darstellt. Der weiteste Weg lohnt sich! Damen-Mäntel Sportfern, aus soliden Stoffen englischer Art, geaz auf Kunstseide gafüttert Damen-Mäntel uten ens##n WEUT ans bervorragend guten wodernen Stollen, und zum Teil mit echten Edelgeiuen besetrt, meinleranf Min Maroe gefüttert Damen-Mäntel 20. Diese Preislage mit ihr. besonders schönen Mänteln in jeder Ausführung, soger mit großen Schaltragen und z. 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Berliner Börsen-Courier Das ist einmal ein Fliegerfilm! Vossische Zeitung Ein Meisterwerk an aich.-Uhr-Abendblatt Der Film sollte überall in Deutschland gezeigt werden. Angritt Es ist einer der einzigartigsten Filme, die in der Geschichte der Kinematographie gedrcht worden Gind alles unübertrefflich. Tempo Wir zeigen Ihnen außerdem das reizende Lostspiel: „Moderne Mitgift“ mit Martha Eggert, Lee Slezak, Georg Alexander, Hans Brausewetter und Trade Berliner Ora-wochenschau Anfang.30 Uhr — Klavlerstimmungen und -Reparat Nen bei billigster Berechnung übernimmt Blindenverein Fartss333, Gerstenschrot Nir 10.— 4, Roggenschrot Nr..— dat adzugeben Gutsvermaltung Astrologe schriftliche Prognosen von.— an Essen. Hnyosenallee 170 Fernzut 22529 sprechseit—12 and 18—20 Uhr SEe Im neuen Jahre weiter voran! Keine leeren Versprechungen, sondern Tatsachen beweisen. In Allein-Aufführung für Gelsenkirchen der soeben fertiggestellte, alle seitherigen Fülme weit übertreffende Karfy Pier vonnim Das Gespensterschiff Harry Piel, der Liebling der Massen, besser als je, in seinem alles übertreffenden Groß-Tonflm. Weitere Darsteller: Trude Berliner, Hans Lorenz, Eugen Rex, Dr. Phil. Manning, Friedrich Kayssler, Panl Rehkopf Ein Toufilm voller Abenteuer und Sensationen ans dem Leben der Seepolizel.— In buntem Wechsel zieben die Schauplätze der Handlung vorüber: Das Gewimmel eines Welthafenz, hinier den Kulissen einer Revue und auf eines der leizten großen Segelschiffe, das an der Küste kreuzt, um nachts Schätze gesunkener Schiffe zu beben. Ein echter Harry Piel-Tonfilm voll natürlicher Senaationen, atemraubender Spannung und schmissigen Schlagern. Infolge des großen Erfolges die zweite Woche verlängert! Die seueste und beste Walzertraum-Operette Traum von Schönbrunn mit Martha Eggerth, Hermann Thimig, Ernst Verebes, Hans Junkermann, Julie Serda Großes Belprosramm sam buntgen unanchrunrun aulft alles in den Schatten—. Das Pablikum wird gebeten, selbst zu urtellen! Anlang l5sl. 2 45 Uhr Seantags 2 Uhr Jetzie Verst. 8 Uhr Allen unseren Besuchern wünschen wir ein frohes neues Jahr! Am Neujahrstag Im Bismarckhain sschmittage ab 4 Uhr Konzer: Bru. T 8 n 2 Pronganm: Anzeiger der führanden von-PlimTheater Uraufführung! Der große destsche Unmemtelachlngee Eine Stadt stehlkopt mit Jeusy Jage und Hermann Thimig 220. 545. 315 Uhr. Der aclten epasnande Erstaufführunge, Tenähn in denicher Srrche Verhängnis eines Tages Ein Kriminakreißer. wie man ihn selten zn schen bekommtl 413. 120 Ubr. Grosdes Batprograzm Opernhaus: Sonntag, 1. Januar, 19.20 bis 22.30) Uhr: Eine Nacht in Venedig. Mittwoch, 4. Januar, 20 bis 28 Uhr: Reihe O: Eine Nacht in Venedig. Donnerstag, 5. Jan. 20 bis 29 Uhr: Reihe 9: Die Zauberflöte. Freitag, 6. Januar, 19.30 bie nach 28 Uhr: Carmen. Samstag, 7. Januar, 20 bis 23 Uhr: Die drei Musketiere Schauspielhaus: Sonntag, 1. Januar, 15.20 bis 17.30 Uhr: Peterchens Mondfahrt. Kleine Pr.:.40—2,00-4. 19.30 bis 22.15 Uhr: Ein Sommernachtstraum. Montag, 2. Januar: Keine Vorstellung. ichts für Jugendliche! Jede Frau, jedes Mädchen muß dieses Prosramn gesehen haben. iase Hlaid and Willy Ferst in der acuen VIlg.Forst-Tondlim-Operetle Dan Fien von üchalen Eis hurmosisches Zussswesepiel der dieganten Liane Hlald und des chermanten Wlly Ferst gesantieren ihnen einen unsergeblichen dbend. Der Fün. un dumn eie Uich ericht Das erlte Recht des Kindes Harcbe Thiele, Eduund Wesener, Erns Morens und viele andere prowinenie Dersteller rühren in dem Fihn täglich olie Bosucher zu Tränen. Ein Mädchen-Schicheal, wie en erschätternder, aufwühlender noch nicht dargestellt wurde. Dieses Flim wird lunge Zet die Gemüier der Menachen dewosen, er wird niemale ans dem Gedichtnie der Menschen verschwiaden. ranee— Eioiritegpreise ab 30 Plensig,. Jagendlicbe haben keinen Zatritt. Tivoli-Lichtspielhaus Arminstraße 14—16 allen Besuchern ein elüetliches naues halr! Ruchen Schlafzimmer, elngelmiber gut und billig. Möbelwerkstätte geden, Benstnshe 20 Der große-BostSpionageslim usch wohren Bezebenbeiien aus dem Wellhrieg Die unsichtbare Front git Trode von Moie, Kan Lodwig Dichl. Esthüllungen ens dem Laben d. geillebteten Meisterspieale E II. 22 400. 933 UGusder Fröhuic u5 Der Mann mit Herz .10 und.45 Uhr. Neuefenwechenichen Sladudenter Alscke 19 20 die 22.20 Uhe: Bl. Ring 5: Sllungen gebh= und) gut.“ Montag, 2. Januar, 16,.30 bis 19 Uhr: Außer Vormiete: Zwerg Pose:. Pr.:.25—.00 K. Dienstag, 3. Januar, 20 die 28 Uhr: S. 15:„Morgen gebte uns gul.:“ Mittwoch, 4. Januar, 19.45 bis 28 Uhr: Zum ersten Male! K. 16:„Anna Karenina.“ Oper von Jens Hubay. Donnerst., 5. Jan., 20 die 22.30 Uhr: Weißer Ring 5 u. Wahlvorstellg. für alle Ringe:„Die Jungfrau von Orleans.“ Romant. Tragödie von Fe. v. Schiller. Freitag, 8. Januar. 20 bis 22,45 Uhr: Brauner Ring 5: „Madame BukterIy“„Oper von Türgendwre beuere Auswahl- Tirgender billigere Dreise. Beratung fochmännisch unverbindlich Tanzschule Beindorf Kampstr. 43 Tel. 22388 Sagründat taßs Beginn der neuen Winterkurse Anfünger- Kursus Montag. 9. Jan. abds 8 Uhr Fortschiltis-, Ehepaarzirkel, Einzelstunden Gefl. Anmeldungen erbeten. Versummlungs-Kulenber. der Parteten ulm. Ote Sspaltige Kolonelzeile kostet 20 Npr. Mitteilungen sind auf te 5 Zeilen zu beschrünten und mindestene 2 Tage vor der beadsichtigten Aufnahne an dis Geschäftostell unseree Zeitung einzusenden. DRBP, Fraueugruppe Bulmke=Hüllen. Versammlung am Dienstag 20 Uhr. Pünktliches und zahlreiches Erscheinen erwünscht. Die Frauengruppe Neustadt der 9BP. hat am 5. Januax im Vereinshaus. Mühlenstr. 22. 15.30 Uhr ihre Versommlung. Da Wichtiges zu besprechen in, wird um Erscheinen gebeten. Frauengruppe WVP. Ueckenderf. Donnerstag im Gemeindehaus Scharnhorststraße Weibnachtsfeier. Beginn 15 Uhr. Mitglieder und Freunde sind berzlicht eingelaben Bund 2# Donnerstag. Schalkerstraße scheinen alle kommen. Faarsnergppe Bismarc=Ot der 96p. Montag Uhr bei Mehring, Bismarckstraße 252. Handarbeitskunde. Um 18 Uhr Vorstandssitzung. Gesamtvartei DBP. Schalle. Donnerstag, den 5. Januar. 20 Uhr, bei Thiemeyer Versammlung, zu der die Frauen= und Jugendaruppe auch eingeliden ik. Vorstands= und andete Wahlen. Politische Ausr Mikrofilmarchiv der deutschsprachigen Presse eNV.