MIIKTOHmarCHIU deutschsprachigen Presse e.V. in Münster zweimal täglich fooi ins Haus gedracht 2 Mk. 40 Pfg.,— auswärts von der Bost ubgeholt 2 Ml. 40 Pfg., durch den Driefträger gebracht überall, wo nur einmal in Toge Briefbestellung stattfindet, 2 Mk. 92 Pfe. i Orten mit zwei= und mehrmaliger Bestellung 3 Mt. 12 Pfg.— Ausgabe 8(mit„Wochenschau") vierteljährlich 60 Pfg. mehr. feruspr.: Redaktion u. Verlag Nr. 2448, 2440 u. 2450. Geschäfts“=lle(Michaelisplatz 9) Nr. 76. Iunsterecee* zwei Ausgaben täglch. und Münsterische Volkszeitung. 47000 Bezieher. Erste Ausgabe. Sonntag, 30. Bezember 1311. Anzeigen: Der Rau. breit, 2 mm hoch, 301 Münster 25 Pf., aus d. Aktiengesellschaften 2c., B. Reklamen: Der Raum für 2 breit, Zmm hoch, 1.20 Me.—) Ger. verschriften wird keine Gewäl keine Haftung übernommen. Eistr. 7 Kassenradatt u. kann verweigert. lung nicht binnen 4 Wochen nach Grs 8. erfolgt.— Gebühr für Beilagen 66. Jahrgang. Nr. 91. Von den Kriegsschauplätzen. Berlin, 29. Dez.(WTB.) Amtlich. Abends. Von den Kriegsschauplätzen nichts Neues. Wien, 29. Dez.(WTB.) Amtlich wird verlautbart: Hstlicher Kriegsschauplatz: Waffenstillst ind. Italienischer Kriegsschauplatz: Ein durch starkes Artillerie= und Minenwerferfeuer vorbereiteter feindlicher Angriff gegen die Höhen östlich des Monte Tomba wurde abgewiesen. Wie schon öfters war auch gestern unser Spital in Primolano das Ziel der feindlichen Artillerie. Der Chef des Generalstabes. Berlin, 29. Dez.(WTB.] Auf der gesamten Westfront war in den letzten Tagen die Artillerie= und Patrouillen= tätigkeit trotz des schlechten Wetters rege. Vor allem in Flandern versuchten englische Abteilungen, sich über die gefrorenen Schlammwellen des Trichterfeldes gegen die deutschen Stellungen vorzuarbeiten; sie wurden jedoch überall, an der Straße Nieuport—Lombartzyde ebenso wie bei Poelkapelle, abgewiesen. Nordöstlich von Soissons holten deutsche Patrouillen französische Gefangene aus ihren eigenen Gräben heraus. Beiderseits der Maas blieb es nach dem erfolgreichen deutschen Vorstoß vom 26. Dezember bei schlechter Sicht und heftigem Schneetreiben ruhig. Die Flieger ließen sich in ihrer Tätigkeit durch das schlechte Wetter nicht hindern: so unternahmen deutsche Bombengeschwader einen Vorstoß gegen Nancy und belegten die Industriewerke Pompsy und Neuves Maisons erfolgreich mit Bomben. An der italienischen Front suchten die Italiener wieder einmal zwischen Brenta und Piave, sich der bedrohlichen Umklammerung durch die Verbündeten mittelst eines Gegenangriffes gegen die Höhen östlich des Monte Tomba zu erwehren. Hier sind die Deutschen und Österreich=Ungarn am weitesten vorgedrungen, und von dem langgestreckten Tomba=Rücken sehen ihre Artillerie=Beobachter bis in die italienische Ebene. Der Angriff blieb jedoch trotz des starken vorbereitenden Feuers ergebnislos. Die Verbündeten haben sich mit Hilfe der eroberten italienischen Stellungen auf dem Tomba=Rücken derart festgesetzt, daß weder die schweren Kaliber, die von der Ebene heraufwirken, noch die Gebirgsgeschütze, die die Jialiener zu flankierender Wirkung auf den Monte Pallene geschafft haben, ihre Stellungen erschüttern konnten. Als die Italiener aus ihren Stützpunkten vorstürmten, brachen sie reihenweise im Maschinengewehrfeuer zusammen. Italienischer Heeresbericht vom 28. Dez. Auf der Hochfläche von Asiago. westlich Canove di Sotto umzingelte eine unserer Kompagnien durch einen glücklichen Handstreich die Besatzung eines vorgeschobenen feindlichen Postens, wobei sie einen Offizier und 26 Soldaten gefangen nahm und wichtiges Kriegsmaterial erbeutete. Zwischen Cesuna und Canova machten unsere kühnen Patrouillen einen Einbruch in die feindlichen Linien, von wo sie einen Offizier und 36 Soldaten zurückbrachten. Von der Brenta bis zur Küste wird zur Artillerietätigkeit gemeldet. Ein wohl unterhaltenes Feuer unserer Bombenwerfer wurde auf die Flußbiegung von Zensons gerichtet und zerstörte vier Laufbrücken, die der Feind über die Biegung geschlagen hatte. Englischer Heeresbericht ans Palästina. In der Nacht vom 26. zum 27. Dezember unternahm der Feind vier Angriffe auf unsere Feldwachen bei Radeltavil, 3½ Meilen nordöstlich von Jerusalem. Die Feldwachen wurden ein wenig zurückgedrängt, aber alle folgenden heftigen Angriffe zurückgeschlagen, ohne daß wir Boden verloren. Um 6 Uhr morgens griffen unsere Truppen auf dem linken Flügel die rechte Flanke des türkischen Angriffes an und gewannen östlich und nordöstlich Boden, wobei sie über 2½8 Meilen auf einer Front von 9 Meilen vorgingen. Der Seekrieg. Gesunkene Schiffe. Amsterdam, 29. Dez.(WTB.) „Mogsbode“ meldet: Der englische Dampfer„Ter#gaht“ ist im Hafen von Dublin gesunken. Der amerikanische Segler „Esward E. Briry“. 1013 Br.=Reg.=To., ist gestrandet und „Maasbode“ meldet: Der englische Dampfer„Tearaghl“ ist wrack. Der amerikanische Sealer„Minnie Saunders“ ist gesunken.—„Nieuws van den Dag“ meldet, daß der norweaische Dampfer„Bill“ nach einem Zusammenstoß mit einem englischen Dampfer gesunken ist. Der italienische Dampfer „Cavour“ ist nach einem Zusammenstoß gesunken. Überfall auf einen spanischen Dampfer. Madrid, 29. Dez.(WTB.) Wiener k. u. k. Tel. und Kor.=Bur. Das Blatt„Abe“ veröffentlicht einen Bericht von Augenzeugen über die Durchsuchung des spanischen Überseedampfers„Infantin Isabella" durch die Engländer. Danach wurde der Dampfer auf der Überfahrt von Monte Fide nach Spanien von dem englischen Kreuzer„Edinbourah Castle“ angehalten, militärisch besetzt und durch die englischen Offiziere und Schiffsmannschaft einer 12 stündigen eingehenden Durchsuchung unterzogen. Hierbei bemächtigten sich die Engländer trotz des entschiedenen Einspruches des Schiffskapitns der gesamten amtlichen, von den spanischen Konsuln Amerilas an ihre Regierung gerichteten Schriftstücke. Die öffentliche Meinung zeigt sich über den Vorfall höchst entrüstet und erwartet mit Ungeduld die Stellungnahme der Regierung. die bisher hierüber Schweigen bewahrt. Die Ergebnisse von Brest=Lilbwfn. Schneller als man erwartet hat, haben die Verhandlungen in Brest=Litowsk zwischen dem Vierbunde und Rußland, wenn nicht zum Abschluß, so doch zu einem greifbaren Ergebnis geführt. Über eine Reihe von Punkten bestehen zwar noch Meinungsverschiedenheiten, aber diese Punkte sind einmal in der Minderheit, und sodann sind die Meinungsverschiedenheiten nicht so tiefgehender Art, daß sie einen Ausgleich als unwahrscheinlich hinstellen. Im Gesenteil ist die Auffassung gerechtfertigt, daß auch in den Streitfragen bald eine Einigung erzielt wird.. t 88.151 Auf dem Papier ist der Kriegszustand mit Rußland und dem Vierbunde fast schon ausgelöscht. All die militärischen, politischen und wirtschaftlichen Zustände, die der Krieg geschaffen hat, sind hier in wenigen Verhandlungstagen durchstrichen worden. Der Eifer, mit dem diese Verhandlungen offenbar von heiden E ten geführt sind, rechtferti; die Annahme, daß mit dem gleichen Eifer nun auch gearbeitet wird, um den tatsächlichen Friedenszustand und den wechselseitigen Verkehr wiederherzustellen. Auf beiden Seiten ist der feste Wille zutage getreten, nicht noch mehr kostbare Zeit zu verlieren, nachdem die Entente alles daran gesetzt hat, die Verhandlungen zu verschleppen, nachdem sie sie nicht mehr zerstören konnte. Auf die kriegführenden Völker muß die Schnelligkeit dieser Arbeit einen tiefen Eindruck machen, und die Sehnsucht nach dem Frieden, die bei den feindlichen Völkern besteht, nur erhöhen. Der Führer der russischen Delegation, Herr Joffe, hat in seiner Schlußansprache von einem guten Anfang gesprochtn, den dieses Ergebnis bedeute. Man kann ihm darin nur zustimmen und die Hoffnung aussprechen, daß das gute Ende sold folgen werde. Meinungsverschiedenheiten bestehen noch in der Frage der besetzten Gebiete, in der Auslegung des Selbstbestimmungsrechtes der Bewohner von Russisch=Polen, Litauen und Kurland und von Teilen Estlands und Livlands. Die Russen haben hier den Standpunkt ein nommen, daß eine Ahstimmung der Bevölkerung notwendig sei. die endgültig darüber entscheiden solle, ob sich diese Länder Rußland oder Deutschland— nach der einen oder nach der anderen Seite— anschließen wollen, oder ob sie einen selbständigen Staat bilden wollen. Deutschland ist der Meinung, daß die betr. Länder bereits ihren Willen bekundet haben, und zwar dahin, daß sie aus dem russischen Reichsverbande ausscheiden und selbständig sein wollen. Es soll nun eine besondere Kommission eingesetzt werden, die sich mit der Prüfung für diese Bedingungen und mit der Verwirklichung einer derartigen besonderen Kundgebung der Völker befassen soll. Diese Meinungsverschiedenheiten, die die erheblichsten sind, schließen eine Verständigung keineswegs aus, und wenn der offizielle Bericht über die Verhandlungen sagt.„daß die Ansichten über die wichtigsten Fragen sich in vielen Punkten decken, in anderen sich derart genähert haben, daß die Hoffnung auf Erzielung eines Einvernehmens auch in diesen Punkten begründet ist", so sagt dieser Bericht nicht zu viel. Deutschland und Esterreich=Ungarn haben dann gefordert. daß im allgemeinen die Räumung der besetzten Gebiete von dem vorherigen Abschluß des Friedensvertrages mit Rußland und der durchgeführten Demobilisierung der russischen Streitkräfte abhängig gemacht werde, während die Russen ursprünglich forderten, daß die Gebiete sofort geräumt wurden. Für Polen, Litauen. Teile von Estland und Livland werden indessen Sonderbestimmungen Platz greifen, die von der deutschen Auffassung ausgehen, daß der Volkswille sich hier bereits kundgegeben und sich für die Selbständigkeit ausgesprochen habe. Nachdem so über die wesentlichsten Punkte eine Klärung erfolgt ist, sind die Verhandlungen bis zum 4. Januar abgebrochen worden. Der ausgegebene Bericht gibt uns freilich noch nicht über alle Punkte volle Klarheit: namentlich ist die Frage der militärischen Sicherung unserer Grenzen im Osten noch nicht völlig erkennbar, ebenso sind die wirtschaftlichen und finanziellen Seiten des Friedensvertrages noch nicht völlig zu übersehen. Aber die Wiederherstellung des durch den Krieg unterbrochenen Vertragszustandes ermöglicht die schnelle Wiederanknüpfung der wirtschaftlichen Beziehungen auf einer festen Grundlage. Die alten Verträge gelten somit nicht als gelöst, sondern sie sollen wieder in Kraft treten, bis sie durch neue Verträge ersetzt werden. Wir glauben, daß dieses schnelle Ergebnis der Verhandlungen auch als zufriedenstellend bei uns beurteilt werden kann. Die Praxis hat hier gezeigt, daß alle theoretischen Erörterungen auf unsicherem Boden liegen, und daß man sich bei ihnen leicht die Köpfe erhitzt, während sich in der wirklichen Durchführung der Verhandlungen ein brauchbares Ergebnis erzielen läßt. Der Grundsatz des Friedens ohne gewaltsame Annexionen wird hier in die Tat umgesetzt und erhält ein Gesicht, das uns befriedigen kann— unter der Voraussetzung natürlich, daß die militärische Sicherung tatsächlich in dem Sinne erfolgt, den wir fordern müssen, und der im Rahmen der mitgeteilten Einigung sehr wohl möglich ist. Wir können nur hoffen, daß die weitere Klärung der Aufgaben im Osten mit gleicher Schnelligkeit erfolgt, wie das bisher Erreichte, und daß das Ergevuis so günstig ist, wie es die mitgeteilten Ergebnisse der Verhandlungen erwarten be..„ zsehung begräßen mir has Grachuzs Unter dieser Voraussetzung begrußen wir das Ergebn's mit, Genugtuung, Die, letzten, Tage des Jahres haben uns teilen. Auch der gerinaste Hoff l s o m i t n a c h d e r e i n e n F r o n t h i n E r g e b n i s s e g e b r a c h t, d i e s o j d e n d ü r f e n i c h t v e r s c h m ä h t w e r d e n. “ g u t w i e d a s E n d e d e s K r i e g e s m i t R u ß l a n d s i n d. W e n n d a= s e h r b e i f ä l l i g a u s g e n o m m e n. mit auch noch keineswegs der Krieg in seiner furchtb### Gewalt gebrochen ist, sondern noch viele Kämpfe bevorstehe: und wenn an den allgemeinen Frieden nach den Mitteilung. aus Frankreich und England auch noch nicht zu denken: so treten wir doch in das neue Jahr mit der festen üb zeugung, daß das Schwerste hinter uns liegt, und daß d neue Jahr uns auch im Westen den Frieden bringen wir den wir wünschen.„.3) Brest=Litowsk, 29 Dez.(WTB.) Staatssekretär dr Kühlmann reist heute abend ab, die übrigen Mitglied. der deutschen Delegation teils heute, teils morgen. Die Rükehr erfolgt voraussichtlich am 3. Januar. Von der italienischen Grenze, 28. Dez. Es ist höchst be merkenswert, daß die italienische Zensur die Veröffentlichung der Antwort der Mittelmächte auf die russischen Friedensvor schläge unterdrückt, wie sie auch sonst die Veröffentlichung über Vorgänge in Brest=Litowsk möglichst einschränkt.(Erst kürzlich beklagte sich sogar der„Secolo“ darüber, daß es dem italienischen Publikum durch die Zensur ganz unmöglich ge macht werde, sich ein Bild von den Vorgängen im Ausland zu machen.„* Bern, 29. Dez.(WTB.] Der„Temps“ schreibt: Die Politik der Alliierten müsse selbstverständlich darauf abzielen, die Widerstandskraft im Heere auf dem höchsten Grade zu erhalten und alle Widersprüche, die man in den perfiden Umtrieben des Feindes finden könne, aufzudecken. Die Rede Pichons müsse die Regierungen in Berlin und Wien den tragischen Fragen gegenüberstellen, denen die Mittelmächte aus dem Wege gehen wollen. Frankreich müsse seine Ideale bekräftigen, es habe ein Anrecht darauf, seine berechtigten Forderungen gemeinsam mit allen Alliierten aufzustellen. Wien, 29. Dez.(WTB.) Zu den Blättermeldungen aus neutralen Ländern über das Weihnachtsabkommen in Brest=Litowsk schreibt die„Reichspost“: Man hat in der neutralen Welt das Entgegenkommen der Mittelmächte nach ihren neuen gewaltigen militärischen Erfolgen und dem Zurücktreten des russischen Kriegsschauplatzes nicht mehr erwartet und sieht darin jetzt einen unwiderleglichen Beweis dafür, daß die früheren Angebote der Mittelmächte nicht der von England behaupteten hinterhältigen Taktik Deutschlands sondern dem ernsten Friedenswillen entsprungen sind. Amsterdam, 28. Dez.(WTB.)„Maasbode“ schreibt noch über Brest=Litowsk: Was über den weiteren Verlauf der Verhandlungen gemeldet wird, berechtigt zu der Annahme, daß der Geist dieses Festes in der Tat die Verhandlungen beherrscht. Aus den Einzelheiten, die mit erfreulicher Geschwindigkeit und Offenheit gemeldet werden, geht hervor, daß die Parteien das Bestreben haben, selbst um den Preis von Opfern den Frieden zu erreichen. Die Antwort der Mittelmächte bildet nicht nur eine Grundlage für eine Einigung mit Rußland, sondern für eine allgemeine Verständigung. Die allgemeinen Grundsätze der russischen Delegierten, denen die Mittelmächte zustimmen, kamen den Forderungen der Alliierten soweit entgegen, daß diese, wenn sie von einem Geist der Mäßigung sich leiten lassen, darin eine Grundlage für Beratungen und für einen Verständigungsfrieden finden können.—„Het Volk“ schreibt: Es hängt von der Haltung der Westmächte ab, ob auf den ersten Schritt zum Frieden weitere folgen werden. Es läßt sich nicht leuanen, daß eine Bewegung, die den Bedingungen der Mittelmächte entgegenkäme, in der ganzen Welt mit großer Freude begrüßt werden würde. Die Friedenspartei in England und Frankreich werde von ihrer durch die jüngsten Ereignisse gesteigerten Macht zweisellos den besten Gebrauch machen. Die Versicherungen Deutschlands und seiner Verbündeten sind günstiger als se, und wenn ihre Feinde sich jetzt weigern würden, würden sie Vorwürfe treffen, die auch für die beste Sache verhängnisvoll sein würden.. t468 Erkeinr# Scharse Worte der franzosischen Arbeiter. Bern, 28. Dez. Der Pariser Presse zufolge, übte der Vertreter des Metallarbeiter=Syndikats Merrheim in Clermont. ran, an der Haltung der Konföderation Generale du Trareil sehr scharfe Kritik und erklärte, die alliierten Regierungen hätten nach Brest=Litowsk gehen müssen. Die Arbeiterklasse wünsche nicht, an einem Diplomatentisch, sondern innerhalb der Internationale an der Friedenskonferenz teilzunehmen. Die Kriegsschäden müßten überall, auch in Ostpreußen, gemeinsam wieder gut gemacht werden. Einige Minderheitler, darunter Bouderon, vertraten die Ansicht Merrheims noch entschiedener. Bouderon warf der Mehrheit ihre nationale Haltung vor. Man dürfe nicht vergessen, daß alle Völker in gleicher Weise die Opfer ihrer Regierungen seien. Bouderon und die übrigen Minderheitler befürworteten die Politik Lenins und Trotzkis und nahmen sie gegen die heftigen Angriffe und Verleumdungen der Ententepresse in Schutz. Kurz vor Schluß des Kongresses ergriff Merrheim nochmals das Wort und führte aus: Die Mehrheit der französischen Arbeiterschaft habe nicht das Gefühl, daß die Politik der Konföderation den Krieg abkürze. Die Minderheit innerhalb der Konföderation wolle allen Hindernissen zum Trotz eine Annäherung an die deutsche Arbeiterschaft, da sie überzeugt ist, daß die deutsche Arbeiterschaft die Empfindungen und Triebe ihrer Regierung nicht teilen Auch der geringste Hoffnungsschimmer auf den FrieMerrheims Rede wurde Amsterdam, 29. Dez.(WTB.] Nach dem„Algem. Hand lad“ meldet der Korrespondent des„Daily Chronicle" a. saka vom 22.: Heute früh empfing der Kaiser der Kinister für Auswärtige Angelegenheiten und drei Mitglieder er Genree. Man mißt der Zusammenkunft große Bedeuing bei. Carsons Winschaftskriegsziel. Amnerdam, 29. Dez. JTB.] Wie behnnt, hielt Edward Carson vor einiger Zeit Portsmouth eine Rede. in der er Reuter zufolge sagte: Pir müssen dafür sorgen, daß alle deutschen Firmen und le deutschen Unternehmungen in allen Ländern ausgerottet erden.“ Wie aus den inzwischen angekommenen englischen lättern hervorgeht, hat das Renersche Bureau hier etwas eggelassen. Carson sagte in Wirklichkeit:„Wir müssen nicht tur dafür sorgen, diß alle deutschen Handelsfirmen und deutchen Unternehmunen in allen Ländern ausgerottet werden, ndern müssen auc dafür sorgen, daß wir diese Handelsbeiehungen selbst in d. Hand bekommen.(Das ist das wahre Lesicht Englands.) Die Botschaft Bilsons über die staatliche Eisenbahn= kontrolle. Haag, 2 Dez. In der Botschaft Wilsons über eine vorübergehende Vestaatlichung der gesamten Eisenbahnen der Vereinigten Staate heißt es:„Für die vollständige Mobilisierung unserer Hilfsuellen ist es notwendig, daß alle Transportsysteme organ#ert und verwendet werden, und zwar unter einer einheitlichen eitung und auf eine einfachere Weise als dies bei Privatverwtungen und Privatgesellschaften der Fall ist.“ Wilson erlärtdaß die Regierung durch die übernahme der Eisenbahnen e Kriegführung wesentlich stärken werde, und daß auch die elen Betriebe, von deren richtiger Ausbeutung der Krieg alinge, wesentlich dadurch gefördert würden. Er teilte weiter it, daß Personen, die ihr Geld in Eisenbahnobligationen angigt haben, damit rechnen können, daß die Regierung ihre Rete und Interessen genau so verwalten wird, wie dies durch e Organisation der verschiedenen Gesellschaften geschieht. Ei der ersten Taten der neuen Staatseisenbahnverwaltung irde sein, die großen Gehälter, die die Verwaltungsausschüs der verschiedenen Eisenbahnen beziehen, sofort herabzusetzen. Dagegen werden die Gehälter der Eisenbahner erhöht werd. Die Obligationen, die die Regierung während der Zeit rer eigenen Verwaltung herauszugeben beabsichtige, werdemit wenigstens 4 Prozent verzinst werden. Wilson will seit Pläne in einer Sitzung des Kongresses näher bekanntgeben d dabei Vollmachten für sich beantragen, eine bestimmte Mengieuer Eisenbahnobligationen zu emittieren. Sämtliche Einna##en, die einen festzusetzenden Höchstbetrag übersteigen, sollen d Regierung zufließen. Im Kongreß soll die Bewilligung ein Betrages von wahrscheinlich 200 Millionen Dollars zur Einzung des rollenden Materials beantragt werden. Ob diekegierung neben der Verwaltung der Eisenbahnen auch dieVerwaltung der Expreßgesellschaften(das sind Paketbefördengsgesellschaften) in ihre Hände nehmen soll, ist der Entschljung Mac Adors überlassen. Warum Wilson wiedergewählt nede. Bern, 29. Dez. (WTB.) Die Pariser Ausgabe vonr„Chicago Tribune“ meldet aus Washington vom 20. Dezenr: Roosevelt erklärte in einem Briefe an das KongreßmitglisLundeen, daß Wilson die Präsidentschaft unter falschen Voziegelungen erlangt habe. Wilson sei unter der Devise:„(hat uns den Krieg ferngehalten“ wiedergewählt worden. 2 Nation würde ihn nicht gewählt haben, wenn er auf Grund! Kriegsprogramms kandidiert hätte. Luftkrieg. Die Überlegenheit unseres Flugwins. B# 23. Dez. In der„Nordd. Allg. Ztg.“ wird is einem Aufsatz des französischen Militärkritikers Oberstleunnt E. Pris im „Radical“ unter der Überschrift:„Die Übergenheit Flugwesens“ ein längeres Zitat wiedergegebe. Der Aufsatz des französischen Militärschriftstellers beschäfgt sich mit den Gerüchten über eine bevorstehende große detsche O####nipe und der Rolle, die bei diesem Angriff das Jugzeug spi werde. Oberstleutnant Pris schreibt: Versaedentlich schon habe ich auf die wachsende Tätigkeit der Flugeugerbauer in Deutschland hingewiesen. Oft hat mich die Zenur verhindert, die notwendigen Folgerungen aus dieser Tatsahe zu Tausende von Flugzeugen werden vielleicht reshaufen begleiten und ihnen vorauseilen. Ich habe oft gefragt, ob wir gerüstet sind, um den deutschen Ansurm auf der Erde zu brechen. Dieselbe Frage stelle ich jetzt für den Luftkrieg. Haben wir genug Flugzeuge, um die Wirkung auszugleichen, die unsere Gegner von dem Gebrauch ihrer Flugzeuge erwarten? Sind feste und bewegliche Verteidigungen in der Zone, der Luftangriffe organisiert?„Haben ,wir die Anfertigung der Jagdflugzeuge gesteigert? Mit Rücksicht auf die Entfernung können wir uns nicht anmaßen, auf die Luftangriffe auf unsere Städte mit der gewünschten Leichtigkeit zu antworten. Wir müssen also die vorherige Zerstörung der feindlichen Flugzeughallen und=fabriken ins Auge fassen. Wenn es dann den deutschen Flugzeugen nichtsdestoweniger gelingt, ihre Bomben auf unsere Köpfe zu werfen, rufe ich unseren Regierenden den Gedanken ins Gedächtnis zurück, Gasmasken an unsere bedrohte Bevölkerung zu verteilen. Oberstleutnant Pris schließt mit den Worten:„Hoffen wir, daß es nicht wieder Monate und Monate dauern wird, bis unsere Verteidigung gegen die zu erwartende Offensive des Feindes organisiert ist." Genesen. (16. Forts.) Roman von E. Krickeberg. Aber Sie dürfen nun nicht denken, daß ich ein Tugendspiegel war, der immer sein gerodeaus, ohne rechts und links zu blicken, den Pfad der Ehrbarkeit und Biederkeit gewandelt ist. Ich habe auch den Torheiten meiner Jugend den Tribut gezahlt und dumme Streiche vollführt, wie andere, aber da sie mir im Grunde nicht lagen, meiner ganzen Art nicht entsprachen, von außen an mich herantraten, nicht von mir selber aus innerem Trieb in Szene gesetzt wurden, fehlte ihnen das genial Leichtsinnige, der Reiz des Unbewußten, die selbstvergessene Hingabe. Sie waren derb und plump wie mein Bauerndasein. Meine Seele war an ihnen nicht beteiligt, und wenn andere junge Leute die Entschuldigung unüberlegten, tollköpfigen Jugendübermutes, der stärker ist als sie, und leichtherziger Ungebundenheit, die nach nichts fragt, für ihre Genüsse haben und noch in späteren Jahren mit heimlicher Wonne an sie zurückdenken, so erfüllt, mich Widerwillen bei der Erinnerung an meine sogenannten Brausejahre, die ich programmmäßig absolvierte, wie ich meine Studien absolviert hatte. Während jener war mein Geist einseitig ernährt worden, jetzt verlangte der Körper sein Recht. Und sehr bald kam das Ende meiner tollen Zeit, und wieder kein freiwilliges, sondern ein von außen mir aufgezwungenes, und das geschah auch durch eine Frau.“„„„ J. Em GohEr wandte sich ihr jetzt voll zu und ein bitterer Hohn spielte um seine Lippen.„Sehen Sie mich einmal an, Fräulein Mangold! Können Sie sich vorstellen, daß ein Mensch von meinem Aussehen, von dieser derben Knochigkeit, ein schwerfälliger Bauer, seine Hand ausstreckt, um den zartesten, schönsten, leichtsinnigsten und beweglichsten Schmetterling zu baschen, der je sorglos über Blumen dahingegaukelt ist?“ Reta wußte nicht, warum ihr auf einmal ein kalter Schauer durch die Glieder rieselte und sich lähmend auf ihr Inneres legte. Sie hätte ihn bitten mögen: Schweig, ich mags nicht hören! Was geht mich das an, aber hervor und mußte die Augen senken vor seinem Blick, der in ihrer Seele lesen zu wollen schien. Da lachte er kurz und hart auf:„Natürlich meinen Sie, ich müsse verrückt gewesen sein— und ich war es auch... wie verhext. Und das kam diesmal aus mir selber und nicht von eben „Es hatte mich gepackt,“ fuhr der Doktor fort,„daß ich meinte, um einen Tag der Seliakeit ein ganzes Leben dahingeben au wollen. Ich machte Mitte der Zwanzig das durch. was andere schon in ihrer Studentenzeit hinter sich hatten. Mein einziger Freund derselbe, der bei Waterberg fiel, warnte mich:„Laß das, Werten, das ist nichts für dich, du nimmst es zu ernst, sie spekuliert auf dein Geld!“ Aber ich wollte nichts hören, es war mir etwas Berauschendes, sinnverwirrend Herrliches, mich einmal selber verlieren zu dürfen. Mit dem ganzen Ungestüm meiner Natur gab ich mich der Verzauberung hin, und ich glaubte schon im Tempel der Seligkeit der Erfüllung meiner Sehnsucht nahe zu sein— da kam ein anderer, kuhig, sicher, nüchtern— einer, dem der Rausch nicht mehr zu Kopfe stieg, und nahm gleichmütig, mit der Miene der Selbstverständlichkeit, was mich zu einem Gott gemacht hätte. Damals habe ich zum erstenmal bitter erkennen müssen, daß selbst mein Bauerntum, auf das ich mit einer Art verbissenen Stolzes gepocht hatte, ein klägliches Zwitterding war. Zum robnsten Körper gehört eine robuste Seele, und die besaß ich nicht. 2e KI. W-6. Der Freund hat mich aufrecht erhalten— und die Arbeit. Damals habe ich mich meiner Verirrung bitter geschämt, jetzt denke ich anders darüber. Es war die natürliche Reaktion meines inneren Menschen gegen die ihm von außen aufgezwungene Tyrannei eines nüchternen und harten Daseins, die er nicht ertrug. Es liegen auch Jahre einer harten Pflichterfüllung und schwerer Verluste zwischen meiner Verirrung und mir und wir gehen einander nichts mehr an. Aber werden sich denken können, daß die damalige Erfahrung nicht dazu beigetragen hat, meine Sympathien für das weibliche Geschlecht zu erhöhen, und, das gestehe ich Ihnen offen, wenn Sie sich anfänglich weniger schroff mir gegenüber gestellt, vielleicht sogar Verkehr mit mir gesucht hätten, sei es nur, um die Langeweile der trüben und einsamen Frühlingstage in Buchenbrunn durch den Umgang mit einem Leidensgenossen zu kürzen — und“, er lächelte sie an,„wenn ich nicht ein so vernünftiges, abgeklärtes und ehrliches Menschenkind in Ihnen kennen gelernt hätte, dann würden Sie nicht Gelegenheit gehabt haben, meine„kalten und bösen“ Augen Lügen zu strafen. Ich habe trotzdem noch lange gezögert, ehe ich mich dem Zuge von Sympathie, der mich zu Ihnen führen wollte, gefangen gab. Nun aber ist's geschehen, und Sie haben einen ehrlichen Freund an mir gewonnen, ob Sie ihn mögen oder nicht. Das sehen Sie daraus, daß ich Ihnen rückhaltlos den wesentlichen Inhalt meines Lebens enthülle. Außer meinem verstorbenem Freunde habe ich noch keinem Menschen ein solches Vertrauen geschenkt, aber unklare Verhältnisse ertrage ich nicht. Sie müssen wissen, mit wem Sie es zu tun haben. Jetzt haben Sie immer noch Zeit, meine Freundeshand anzunehmen oder zurückzuweisen.“ In ihr toste, während er sprach, ein Chaos. Warum erzählte er ihr das? War es ihm wirlich ein Bedürfnis, oder wollte er vorbeugen, daß sie aus seiner größeren Zugänglichkeit ihr gegenüber nicht etwa den Schluß zog, er fände Gefallen an ihr? Du lieber Gott, da müßte sie schon ein reichlich anmaßendes Geschöpf sein, wenn sie sein Benehmen zu einer solchen, mehr als kühnen Hoffnung ermutigen sollte!, Und er hatte sie doch selber„vernünftig“ genannt! Oder glaubte er, eine Frau könne ihn nicht um seiner selbst willen lieben, und sie würde am Ende wie jener schöne Schmetterling auf das Geld des reichen Bauernsohnes spekulieren? Ach. pfui! Nein, ein so niedriger Verdacht lag ihm fern. Seine Rede trug den Stemvel rückhaltloser Aufrichtigkeit, und sein Benehmen den der Achtung vor ihr. Mit kleinlichen Zweifeln tat sie diesem Manne schweres Unrecht, durch dessen Wesen ein Zug von Kraft und Größe ging. Da sie nicht gleich zu antworten vermochte, sagte er nach einer Weile, in der er sie still beobachtete, zögernd:„Sollte ich doch zu großes Vertrauen in Sie gesetzt haben? Ich kann mich sonst auf meine Menschenkenntnis verlassen.“ „Nein!“ rief sie,„nein! Ich bin Ihnen von Herzen dankbar und stolz auf Ihr Vertrauen, aber Sie werden erwarten, daß ich Gleiches mit Gleichem vergelte, und das kann ich nicht, nicht heute schon. Sie sind über den größeren Schmerz Ihres Lebens hinaus, ich noch nicht, in mir ist noch alles wund und tut weh, wenn ich daran rühre.“ g.sch „Aber schweigen Sie doch nur!“ Er legte iyr beschwichtigend die Hand auf den Arm.„Das wäre eine karge Freundschaft, die nur auf Austausch Wert legt. Ich kenne Sie auch viel besser, als Sie mich, und es schmerzte mich, zu sehen, wie Sie immer nur mit einem gewissen inneren Vorbehalt mit mir verkehrten. Darum mußten Sie wissen, wie Sie mit mir daran sind. Wenn Sie einmal später das Bedürfnis haben sollten, sich mir gegenüber auszusprechen— gut, ich werde es dankbar annehmen, aber ich erwarte es nicht und verlange es nicht, und werde in meiner Achtung für Sie auch nicht irre werden, wenn es nie geschieht. Und nun geben Ste mir Ihre Hand, unsere Freundschaft soll uns heilig sein, und um so unantastbarer, als wir beide, glaube ich, nicht durch allzu reichlich genossene Freundschaft verwöhnt sind." Reta gab ihm die Hand, und er neigte sich küßte sie, beinahe andächtig, als ob er einen Eid besiegele. Und dann schüttelte er das Ernste und Feierliche ab und war heiter und gesprächig, wie sie ihn nie zuvor gesehen hatte. Wie fesselnd er zu erzählen verstand, und welche offenen Augen er für die Schönheiten der Natur hatte! Ja, mit einer Art von Inbrunst liebte er sie, die Natur, und den Schilderungen von seinem Aufenthalt in Afrika lauschte sie atemlos. Dieser wenig anziehende, nach außen so harte, gleichgültige„Mensch besaß das seinfühlige Gemüt eines Dichters. Sein Idealismus, der so schlimme Erfahrungen machte, als er draußen eine Verkörperung seiner Sehnsucht suchte, hatte sich in die verschwiegensten Winkel seines Innern zurückgezogen und offenbarte sich nur selten einem Erwählten. Reta war dankbar, selig und hatte das Empfinden, als ob sie schon Zeit ihres Lebens mit dem Mann an ihrer Seite verbunden gewesen wäre, zu gleicher Freude und zu gleichem Leid. Und während er seine farbig schillernden Bilder einer südlich üppigen Vegetation vor ihr entrollte, fuhren sie durch den geheimnisvoll rauschenden deutschen Tannenwald mit seiner ernsten und hehren Poesie und verfielen mehr und mehr seinem Zauber. Ohne daß sie merkten wie es kam, schwiegen zuletzt beide in traumhaft wunschlosem Genießen der Herrlichkeiten der Gotteswelt.„ 8 An der Waldmühle stiegen sie aus, um einen Imbiß zu nehmen. Die Wirtin, eine fixe, saubere Frau von echt schlesischer Gemütlichkeit und Gesprächigkeit, kam selber, seelenfroh, daß sich ein paar Gäste zu ihr in ihre Waldeinsamkeit verirrt hatten, und emsig geschäftig erkundigte sie sich„nach den Wünschen des Herrn und seiner„Frau Gemahlin". Reta konnte es nicht hindern, daß sie rot wurde und ein rascher erschreckter Blick zum Doktor flog. Der lachte amüsiert. „Die Dame ist nicht meine Frau, sondern meine berichtigte er, doch als die Wirtin gegangen war, sagte er ernst:„Vielleicht bereuen Sie doch noch, mit mir ausgefahren zu sein, Fräulein Mangold, ich hätte Sie nicht dazu überMerkwürdig, sie selbst war schon wieder ganz ruhig und konnte ihm ehrlich versichern, daß er sie keineswegs überredet habe, sie vielmehr gerne und aus freien Stücken mit iym gefahren sei. und daß sie es ganz gewiß nicht bereuen würde. Der Wirtin machte das Verhältnis zwischen beiden Gästen offenbar Kopfzerbrechen, denn als sie kam, die delikaten Forellen aufzutragen, fing sie wieder an:„Ich hätt' doch halt bestimmt gedacht, daß die Herrschaften Mann und Frau sind, da sie sich als Bruder und Schwester doch nicht a bißla nich Jetzt lachte der Doktor bell auf.„Sie meinen, weil ich bein ungeschlachteter Bursche bin, der das zierliche, feine Fräulein da bequem auf seinen Armen herumtragen könnte! Ja. Frau Wirtin, wir sind auch Stiefgeschwister.“ su!“ beruhigte sie sich, und weise fügte sie hinzu:„Ich bin meiner Stiefschwester an nich ähnlich, und wir sind doch ein Herz und eine Seele.“ (Fortsetzung folg. der deutschsprachigen Presse e.V. Tonnen. 128.) Amtlich Unsere u=Lioote en wiederum 9 fast durchweg bewafiumen über 30 000 Br.=Rez.=To. wurden meist in schneidigen ichtangriffen aus stark eesicherten schossen. Alle Schifse waren tief beladen. offenbar Gasolinöl geladen hatte, war resser in hohe Flammen gehüllt. Ganz beder Transvortverkehr im westlichen MittelDer Ehef des Admiralstabes der Marine. efolge an der italienischen Front. Leit der Faust hat Sonnino in der italientschen Deputenkammer auf den Tisch geschlagen und donnernd gefen:„Keinen Frieden ohne Triest!". Der Minister ist aber die Erklärung schuldig geblieben, wie er einen solchen Frieden berbeizuführen hofft und denkt. Italien bat eine schwere Niederlage erlitten, alles verloren, was es sich mühsam in 11 Isonzoschlachten erkämpft hatte, die Mittelmächte haben den Ostteil der Venezianischen Tiefebene bis zur Piave erobert, und gerade die letzten Tage sollten die Italiener doch über ihre außerordentlich ungünstige Lage an der Piave aufgeklärt haben, wo ihre Nordflanke durch das erfolgreiche Forschreiten der Deeresgruppe Conrad immer mehr bedroht wird. Die österreichisch-ungarischen Truppen dringen beiderseits der Brenta zwar langsam. aber unaufhaltsam vorwärts und entreißen dem Gegner eine befestigte Höhenstellung nach der anderen. Der letzte Erfolg wurde am Col del Rosso erreicht, der östlich Asiago und des Monte Sisemol liegt. Vergebens hatte der Italiener die wichtige Bergkuppe stark befestigt und ausgebaut, vergebens starke Kräfte und noch dazu seine besten Truppen eingesetzt: dem Ansturm der Österreicher konnte nichts widerstehen, sie erstürmten die feindlichen Stellungen und hielten sie auch gegen alle Wiedereroberungsversuche des Gegners. Daß es sich dabei um mehr, als um ein vereinzeltes, örtliches Vorgehen gehandelt hat, geht auch aus der hohen Gefangenenzahl hervor, die den k. u. k. Truppen bei dem Kampfe in die Hände siel und die über 9000 Kopfe betrug. Auch in den früheren Gefechten haben die Italiener sehr schwere Verluste erlitten. Ihr hartnäckiger Widerstand ist also nicht nur vergeblich, sondern vermindert fortwährend die Stärke und Kraft des Heeres, denn so gewaltige Einbußen kann auf die Dauer kein Heer ertragen, ohne in seinem inneren Halte und Werte erheblich geschwächt zu werden, zumal nachdem es eben erst eine katastrophale Niederlage erlitten hatte. Von diesen Vorgängen wird aber nicht nur Italien. sondern die gesamte Entente berührt, denn sie ist gezwungen, starke Kräfte auf italienischem Boden zu belassen, sie womöglich noch zu vergrößern, um den Widerstand des italienischen Bundesgenossen weiter aufrecht zu erhalten und zu verbindern, daß sich dort ähnliche Verhältnisse wie in Rußland Die Entsendung eines Hilfskorps nach Italien hat die Kräfte der Entente an der Westfront naturgemäß geschwächt. Es ist daher begreiflich, daß die Westmächte Anstalten machen, ihre Heer zu vermehren. England will seine Dienstpflicht erweitern, um mehr Rekruten zu erlangen. Es muß jetzt in sein eigenes Menschenmaterial tiefer hereingreifen, da die Kolonien keine Lust mehr haben, sich an der Blutsteuer zu bereiligen. Australien hat die Einführung der allgemeinen Wehrpflicht abgelehnt und der kriegerische Ministerpräsident hat zurücktreten müssen, in Canada hat die Regierung zwar gesiegt, ihr steht aber eine starke Opposition gegenüber, und so läßt sich noch gar nicht übersehen, wie sich schließlich die Lage gestalten wird. Frantreich kann seine Rüstungen aus dem Innern des Landes nicht weiter vermehren, da es bereits an den äußersten Grenzen angekommen ist, es kann nur noch auf die Kolonien und Nordafrika zurückgreifen. Die erwartete amerikanische Hilfe steht noch in weiter Ferne. Überall entstehen der Entente die größten Schwierigkeiten. In dieser Lage kommt die Erklärung der Mittelmächte und ihrer Verbündeten in Brest=Litowfk, die in Übereinstimmung mit den russischen Erklärungen die Grundlage für einen allgemeinen Frieden schafft und von neuem einen Beweis für die Friedeusliebe der Mittelmächte schafft. Wird die Entente diese Gelegenheit benutzen um dem Blutvergietzen ein Ende zu bereiten und zu einem für alle Teile ehren* vollen Frieden zu gelangen? Aber allerdings die Hoffnungen auf Triest wird Herr Sonnino aufgeben müssen. So lunge die Entente an solchen Kriegszielen noch festhält, ist jede Verständigung ausgeschlossen. Wir können der weiteren Entwickelung in voller Ruhe entgegensehen und abwarten, wozu " s i c h d i e E n t e n t e e n t s c h l i e ß e n w i r d. U n s e r e m i l i t ä r i s c h e L a g e wird mit der Zeit immer günstiger, dies ergibt sich aus dem günstigen Fortgang der Verhandlungen in Brest=Litowsk und aus den Waffenerfolgen im Gebirgsgelände beiderseits der Grento. Alarm in England. Die Nachricht vom Waffenstillstand zwischen Deutschland und Rußland hat die englische Presse alarmierr: das Schreckgespenst einer großen deutschen Offensive im Westen taucht auf. In den Ecörterungen über die Frage des Heeresersatzes beansprucht den größten Raum die Hoffnung auf Amerika an die viele Enoländer nicht so ganz von Herzen glauben wollen und über die ein neutrales Blatt, die„Nieuwe Rott. Courant" ver wenigen Tagen urteilte:„Es ist sehr bequem, zu behaupten, ein Millionenheer werde nach Europa kommen: wie das aber verwirklicht werden kann, bleibt abzuwarten. Was dagegen leicht zu bewerkstelligen ist, ist die Überführung einer greßen Zahl Truppen der Zentralmächte von der Ostfcont nach den anderen Kriegsgebieten. Sehr ermutigen kann die Engländer auch nicht das Urteil eines anderen neutralen Blattes. der doch gewiß nicht im Rufe der Deutschfreundlichleit stehenden Kopenhagener Zeitung„Politiken“, die am 17. Tezember schreibt:„Amerika stehe vor der außerordentlichen Schwierigkeit, seine„Millionenheere" über ein Weltmeer senden zu müssen, das von deutschen U-Booten durchkreuzt weide. Die Vereinigten Staaten müßten die Overntionsbasis für dies Millionenheer auf den amerikanischen Kuntin.ri selbst verlegen, denn das geschwächte Frankreich könne nicht einmal mehr ein Stück Verbandsstoff abgeben. Das Ganze sei also eine Frage des Schiffsraums— und winn auch in den letzten Monaten ein Niedergang der versenkten Tonnage festzustellen sei, so seien die Verluste doch jedenfalls größer als die Ergänzungen durch Neubauten. Ol ins Feuer gegossen hat auch die Meldung des englischen Heeresberichtes, daß das Geschützfeuer der Deutschen an Heftigkeit ungewöhnlich zugenommen habe; die durch den Mißerfolg und die schwere Niederlage bei Cambrai nervös gewordenen Gemüter folgern daraus sofort, daß die Deutschen ihre freigewordenen Truppen von Osten nach dem Westen bringen. Nun sind alle die Redensarten vergessen, mit denen man solange die ganze geduldige Welt gefüttert hat, nun druckt keine Zeitung mehr zum hundertsten Male die Meinung, daß die Kraft der deutschen Heere nicht einmal mehr zur Defensive. geschweige denn zu einem kräftigen Offensivstoß ausreiche. Namentlich die Northeliffe=Presse, die sicher bisher an Verdächtigungen und Herabsetzungen der deutschen Armee überbot, schlägt jetzt ganz andere Töne an, aus denen man deutlich die bleiche Furcht vor diesen„verbungerten, erschöpften, demoralisierten“, Soldaten, diesen„Knaben ohne Kampfeswert herausklingen hört.„Daily Mail“ beschwört Volk und Heeresleitung, jeden Mann, der irgend entbehrt werden könne, ins Heer zu stecken, damit der„deutsche Zug durch Europa“ aufgehalten werde. Es sei höchste Zeit, die entbehrlichen großen Massen daheim und auf anderen Kriegsschauplätzen(ist damit Saloniki gemeint oder gar Italien??) nach dem Westen zu schicken. Aber auch die noch immer allzu reichlich mit Menschen bedachten Heeresbetriebe im englischen Frankreich sollen gründlich„ausgekämmt“ werden— die dort vorhandenen kampffähigen Soldaten müßten durch bürgerliche Arbeiter ersetzt werden. Woher diese zu nehmen sind. darüber verrät das Northeliffe=Blatt nichts; es beschränkt sich darauf, seinen Notschrei der uns die alarmierende Stimmung des englischen Volkes in ihrer ganzen Nacktheit zeigt, mit dem Seufzer zu beschließen:„Aber ach, während wir schwatzen(!) bandeln die Deutschen!" Die Friedensverhandlungen. Berlin. 29. Dez. TU.] Zu den bisherigen Fegebnissen Friedensverhandlungen in Brest=Litowik bemeekt die Z.: Der Vorfriede zwischen den Mittemmüchren Rußland ist nunmehr in den wichtigsten Pragen rdsätzlich vereinbart in andern auf dem Wege lbschluß. Die aus dem russischen Reiche ausscheidenden werden ihre politische. kulturelle und wirtschaftliche st zweifellos im engen Anschluß an die Mittelmächte und finden. In allen vertraglichen Beziebungen wird den dort ankünpfen, wo er bei Kriegsbeginn avgest. Ferner wird zwischen den Mittel mäch.iind Rußland ein rechtlicher und wirtschaftlicher. begünstigungs vertrag egeschlossen. Die Gibraltarfrage. Genf, 28. Dez. Der Madrider „Imparcial“ meldet, daß Spanien verlange, sich an dem Friedenskongreß beteiligen zu können, um die für Spanien wichtige Gibraltarfrage zur Entscheidung zu bringen. Paris, 23. Dez. Der„Temps“ sagt: Die Antwort der Mittelmächte auf die von den Russen vorgeschlagenen Bedingungen ist weniger an die Maximalisten als an die Verbündeten Rußlands gerichtet. In Wirklichkeit ist die Erklärung der Mittelmächte bestimmt, die Regierungen der Verbundeten aufzufordern, unmittelbar über den Frieden zu verhandeln auf den von Deutschland vorgezeichneten Grundlagen. Ferner verfolgt die Erklärung den Zweck, die Verbündeten mit einer allgemeinen Bewegung zu bedroben, sofern sie dieser deutschen Aufforderung keine Folge leisten wollen. Deutsches Reich. Rußland. Ein russisches Rotbuch. Basel 28. Dez. Nach einer Petersburger Havasmeldung erscheint heute der erste Teil des Rotbuches, das Trotzky in regelmäßigen Abständen nach Maßgabe der Veröffentlichungen herauszugeben versprach. Der erste Teil enthält die von der„Iswestija und der„Prawda“ veröffentlichten Dokumente mit Einschluß der Militärkonvention zwischen Rußland und Frankreich von 1902. Das Rotbuch trägt das Motto:„Nieder mit der Gebeimdiplomatie! Nieder mit den bürgerlichen Bündnissen, dem Kapitalismus und dem Imperialismus!“ Russische Enthüllungen. Petersburg, 27. Dez.(WTB.) PTA. Gestern wurden der Direktor der Internationalen Bank, Neschnegradsky, und der Direktor der Asiatischen Bank, Putiloff. verhaftet infolge eines an Miljukow gerichteten Briefes, den man beim General Alexejew fand, worin Alexejew Miljukow auffordert, alle Maßnahmen zugunsten Kornilows und der verhafteten Offiziere zu treffen, damit sie nicht vom Revolutionsgerichtshof abgeurteilt würden. Alexejew versichert, daß Kerenski, Savenkow und Filonenko einen revolutionären Kriegsgerichtshof wünschten, um ihre Teilnahme an der Verschwörung zu verheimlichen. Der Brief enthält alle Einzelheiten des gemeinsamen Unternehmens von Kornilow, Kerenski, Savenkow und Filonenko. Weiter bittet Alexejew um die Adressen von Neschnegradsky und Putilow, um von diesen 300000 Rubel zugunsten der bei dem Unternehmen Kornilows verhafteten Offiziere zu erhalten. Alexejew fordert Miliukow auf, Neschnegradsky zu überreden, daß er diese Offiziere nicht im Stiche läßt, mit denen er durch die Gemeinsamkeit der Ideen eng verbunden sei. Der Brief ist vom 18. August datiert. Frankreich. Paris, 29. Dez.(WTB.] Havas. Die Kammer wandte sich der Erörterung des Aufrufes der Jahresklasse 1919 zu. Unterstaatssekretär Abrami erklärte die Politik der Regierung betreffend die Mannschaftsbestände und wies darauf hin, daß die Jahresklasse 1919 in England. Italien und Rumänien eingestellt werden würde. Die Alliierten könnten es aber wohl nicht als eine Kränkung auffassen, wenn Frankreich sie bitte, seiner Wunden zu gedenken. Die Regierung werde die Kammer über die Beschlüsse des interalliierten Kriegsrates auf dem Laufenden erhalten. Nach einer Prüfung der Frage der Entlassung der alten Jahresklassen sagte Abrami: Die Regierung kann am Vorabend ernster Ereignisse, die eintreten können, nicht in die Entlassung der alten Klassen willigen. Über die hinter der Front notwendigen Arbeiten sagte Abrami: Sie werden Industriellen unter Leitung des Ministeriums für Rüstungs=Angelegenheiten anvertraut werden. Die Arbeiten werden in einer Woche beginnen. Clemenceau erklärte, er werde von den zur Fahne einberufenen Bauern verlangen, im Januar und Februar sechs Wochen an die Ausführung dieser Arbeiten zu gehen. Falls die Kammer sich ablehnend verhalten sollte, so würde er die Vertrauensfrage stellen. Die Deutschen strömen gegenwärtig nach der französischen Front, die Arbeiten seien unbedingt notwendig. 1200000 Mann. die hinter der Front mobilisierten, würden, wenn es Not täte, an die Front kommen. Die Kammer zollte seinen Ausführungen Beifall und ging dann zur Besprechung der einzelnen Artikel über. Sie nahm schließlich die Gesamtheit der Vorlagen über die Aufrufung der Klasse 1919 mit 425 gegen 78 Stimmen an. Aus aller Welt. Warnung vor der Auswanderung nach Holland. Rotterdam. 23. Dez. Die„Deutsche Wochenzeitung für die Nieder= lande und Belgien“ veröffentlicht folgende Warnung:„Wir warnen deutsche Arbeiter und Arbeiterinnen, sich nach Holland zu begeben, um Arbeit zu suchen. Diese Warnung ist nötig, denn in letzter Zeit werden hier, namentlich in Amsterdam, wohnende Deutsche von Hülfesuchenden überlaufen, die von Herzen gerne nach Deutschland zurückwollen, da sie hier keine Arbeit finden können. Darunter sind ältere Leute, aber auch junge Invaliden und— was sehr befremdet— junge Mädchen, zumeist aus niederrheinischen Fabrikstädten, die auf Befragen übereinstimmend erklären, sie hätten zu Hause gehört, es herrsche hier Überfluß an gutem Essen, und Arbeit sei überall zu finden. Wer ihnen diesen Bären aufgebunden, ist uns rätselhaft. Gerade in rheinischen Fabrikstädten, wo so viele Holländer arbeiten, müßte man doch wissen, daß in vielen holländischen Industrien wegen Mangels an Grundstoffen Arbeitsnot herrscht. Auffällig ist, daß viele dieser Arbeitsuchenden keinen Paß besitzen. Sie erklären, die Grenzwache habe sie durchgelassen auf die Versicherung hin, sie wollten sich im nächsten holländischen Grenzort nur etwas Butter kaufen und würden dann wieder zurückkehren. Da diese Leute nach ihrer Rückkehr jedenfalls eine Bestrafung zu gewärtigen haben, so wäre es angebracht, daß die Presse vor einem solchen„Ausflug" nach Holland warnte.“ Wie sehr diese Einwanderung sich in der Vermehrung der Bevölkerung der großen Städte äußert, zeigt schon die Tatsache, daß Amsterdam im Laufe der ersten zehn Monate dieses Jahres um fast 10 000 Cinwohner zugenommen hat. Die Einwohnerzahl von Amsterdam betrug nämlich am 1. Nov. 638 295(308 009 männliche und 330 226 weiblichel, gegen 628 394 am 1. Januar 1917. Irenbewegung in Amerika. Bern, 29. Dez.(WTB.) Englische Zeitungen vom 24. Dezember melden, daß ein irischamerikanischer Ausschuß in Chicago dem irischen Nationalisten= führer Redmond 10000 Pfund Sterling zur Bekämpfung der Sinnfeinerbewegung übersandte und in einem gleichzeitigen Aufruf an das Irenvolk darauf hingewiesen habe, daß die irischen Amerikaner heute zur Sache Amerikas stünden, welche die Sache der Alliierten sei. Der Aufruf droht Irland den Verlust der amerikanischen Sympathien an, wenn es fortfahre, gegen England Front zu machen. Daß die angebliche Loyalität der irischen Amerikaner gegenüber der Sache der Amerikaner keineswegs allgemeiner Natur ist, ergibt sich aus einer Rede, die der unerschrockene Irenführer John Devoy am 25. November in einer stark besuchten Versammlung des Glannagael in Boston gegen England, Northeliffe und Lloyd George hielt. Devoy führte aus, wenn nicht der ganze Krieg ein Fiasko sein solle, dann müsse Wilson die Lehre der Demokratie demnächst auf Irland anwenden. Davon hänge in erster Linie die Loyalität der Iren in Amerika ab. Irland müsse unverzüglich eine völlige Unabhängigkeit erhalten. Deutschlands angebliche Grausamkeit in diesem Kriege sei nichts im Vergleich zu der Grausamkeit Englands gegenüber Irland. Beiläufig bemerkte der Redner, die meisten Zeitungen des Landes, besonders Newyorks, seien die größten Lügenblätter der Erde. Sie ständen im Dienste englischer Agenten. Während Devoy vielfach Beifall fand, wurde der in der Versammlung erscheinende irische Chef des amerikanischen Geheimdienstes Flyn ausgezischt und ihm das Wort Verräter zugerufen. Lostrennung Qnebecks von Kanada? Bern, 27. Dez. Die französischen Nationalisten in Kanada haben angekündigt. daße sie in der nächsten Session der gesetzgebenden Versammlung von Quebec einen Antrag einbringen werden, worin die Willensäußerung Quebecs zum Ausdruck gebracht werden sell, aus der im Jahre 1867 gegründeten Föderation der kanadischen Provinzen auszuscheiden. Die feindselige Haltung der englischsorechenden Teile Kanadas gegen das kriegsfeindliche Französisch=Kanada hat unter den französischen Kanadiern große Erbitterung hervorgerufen. Die nationalistischen Führer wollen es augenblicklich nicht zum offenen Druche kommen lassen, der angesichts der Haltung der Vereinigten Staaten für das Land schwere Folgen haben würde Aber sie wollen wenigstens zum Ausdruck bringen, daß Quebee keinen Wert darauf lege innerhalb der Föderation zu verbleiben. Bourassa und seine Anhänger weisen darauf hin, daß von den 65 Parlamentssitzen Französisch=Kanadas 63 gegen die Regierung und den Krieg. sowie gegen die Wehrpflicht gestimmt haben. Es gebe sicherlich auf der garzen Welt keine zweite kleine und unterdrückte Nation, die sich so einmütig für ihre nationalen Jdeale einsetze. Mit der Befreiung der kleinen Nationen müßte man also zuerst einzal innerhalb des englischen Gewaltimperiums. anfangen. knglische Regierungskreise befürchten, daß bei der im Januar Krambhschctanade arnüdahe Amruhen Lutistacden wanden Berlig, 29. Dez.(WTB.) Das Herrenbaus ist auf Dienstaa, den 15. Januar 1918. zu einer Plenarsitzung zusammenberufen worden. Es sollen zunächst das Wodnungsgesetz und kleinere Vorlagen erledigt werden. München, 29. Dez.(WTB.] Die Korresponden Hoffmann meldet amtlich: Der Ministerialrat im Ministeriun des Außeren, Dr. Gustav Röhmer, wurde ab 1. Januar zum stellvertretenden Bevollmächtigten Bayerns zum Burdesrat ernannt: er wird seinen Wohnsin in Berlin nehmen. Seine Aufgabe wird in erster Linie darin bestehen, im Bundesrat die baverischen Augelegenheiten auf dem Gebiete von Industrie, Gewerbe und Handel zu vertreten. Dem neuen Bundesratsbevollmächtigten ist der bisherige Sondikus der Handelskammer Nürnberg, und der nunmehrige königliche Regierungsrat Dr. Joseph Gunze als Mitarbeiter bei der Leitung der bayerischen Industrie=, Gewerbe= und Oandelsinteressen in Berlin beigegeben. 16 Kiel, 29. Dez. Heute begeht der Senior der beutschen Politiker und Staatsrechtslehrer, Professor Haenel sein 60jähriges Doktoriubiläum. Haenel wurde als Vertreter von Kiel und Rendsburg im Jahre 1867 in den norddeutschen und später in den deutschen Reichstag und zugleich in das preußische Abgeordnetenhaus entsandt. Dem Reichstage hat er bis 1893 und von 1898 bis 1903, dem Landtage bis 1887 angehört: In beiden parlamentarischen Körverschaften war er auch vorübergehend Vizepräsident. Seinen Bemühungen vornehmlich war die Verschmelzung der Fortschrittspartei mit den Sezessionisten zur deutsch=freisinnigen Partei zu verdanken. Warschau, 29. Dez.(WTB.)„Kurier Warstawski" zuzufolge ist die erwartete Reise des Regentschaftsrats nach Berlin und Wien für Anfang Januar in genommen. Mit dem Regentschaftsrat sollen der polnische Ministerpräsident und der Chef des Zivilkabinetts Prälat Chelmicki fahren. Die Mitglieder des Regentschaftsrats sollen beide Monarchen besuchen. Wirtschaftsleben und Lebensmittelversorgung. * Kleidung für heimkehrende Krieger: Der Reichstagsabgeordnete Marquardt hatte sich in einer Eingabe an die Reichsbekleidungsstelle gewandt, worin er die angemessene Versorgung von aus dem Heere entlassenen Soldaten mit Kleidung usw. eingehend erörterte. In ihrer Antwort weist die Kriegsbekleidungsstelle darauf hin, daß die Versorgung der entlassenen Krieger mit Kleidung den Kommunalverbänden obliegt. In früheren Bekanntmachungen der Reichsbekleidungsstelle sei bereits bestimmt, daß die Altbekleidungsstellen der Kommunalverbände getragene und wieder vorgerichtete Anzüge und Mäntel für entlassene Krieger vereitzustellen und an sie abzugeben hätten. Diese Regelung gilt nicht erst für die Zeit der Abrüstung, sondern auch schon während des Krieges. Die Reichsbekleidungsstelle ist jedoch nicht in der Lage, die Entlassenen mit Unterkleidung und Schuhen zu versorgen: hier will die Heeresverwaltung eintreten. Ferner war gefragt worden, ob für diejenigen Soldaten genügend gesorgt werde, die für ihre Berufstätigkeit eine besondere angemessene Kleidung notwendig hätten. z. B. Verkäufer, Handlungsreisende usw. Hierauf antwortete die Reichsbekleidungsstelle, daß sie einen Teil der Anzüge aus neuen Stoffen herstellen läßt. Es wird daher nach einigen Monaten dafür gesorgt sein, daß die Kommunalverbände solchen Entlassenen, bei denen ihr Beruf eine bessere Kleidung fordert, Anzüge aus neuen Stoffen abgeben können. Ein Anspruch auf Überlassung einer Uniform, des sogen. Marsch. anzuges, besteht nach militärischen Vorschriften nicht. Der Truppenteil ist aber berechtigt, bedürftigen Entlassenen den Marschanzug, wozu auch Stiefel und Unterkleidung gehören, dauernd zu belassen. Von dieser Berechtigung wird auch in weitgehendem Maße Gebrauch gemacht. O Beschlagnahme der gebrauchten Kleidung und Wäsche. Der „Reichsanzeiger" enthält eine Bekanntmachung der Reichsbekleidungsstelle über die Beschlagnahme der in Besitz von Althändlern und ähnlichen Gewerbetreibenden befindlichen gebrauchten Kleidung und Wäschestücke. Zuchthaus für Schiebungen mit Lebensmitteln. Der Kaufmann Bruno Leisring in Dresden, der im sächsischen Ministerium ehrenamtlich bei der Lebensmittelverteilung tätig war, hatte sich mit dem Versicherungsinspektor Rühle, dem Kaufmann Just und dem Prokuristen Söder wegen Schiebungen mit Kakaopulver, Ol und Hühnereiweiß vor dem Landgericht zu verantworten. Rühle erhielt 8 Jahre Zuchthaus und 12000 Mk. Geldstrafe, die drei andern wurden zu je 10000 Mk. Geldstrafe oder einem Jahr Gefängnis verurteilt.— Die Strafkammer in Stolp verurteilte den früheren Rentmeister des Gutes Kusserow im Kreis Schlawe, Ulrich Füllborn, wegen Unterschlagung von 9000 Mk. zu einem Jahr Gefängnis. Aus der Stadt. Münster, 30. Dezember. Aus dem Militär=Wochenblatt. Befördert: zu Leutnants der Res.: die Vizefeldwebel Auf der Haar, Münster,* Schmidt, Coesfeld,# Hackmann, Osnabrück; der Wachtmeister# Hinteler, Münster, z Haase, Cocsfeld; zum Leutnant der Landw.: der Vizefeldwedel Keller, Münster. Angestellt: als Leutnant mit Patent vom 22. Mai 1914 der Leutnant der Res.* Helwes, Osnabrück. Befördert: zum Oberarzt: der Assistenzarzt der Res. * Harpe, Coesfeld. X Von der Universität. Dem Privatdozenten Lie. Fabricius von der Berliner Universität, der seit dem Wintersemester 1916/17 mit der Vertretung des beurlaubten o. Professors Dr. Heim in der hiesigen evangelisch=theologischen Fakultät beauftragt ist, wurde der Titel„Professor" verliehen.— Mit Rücksicht auf die Schwierigkeiten in der Beschaffung von Kohlen ist der Wiederbeginn der Vorlesungen und llbungen auf den 7. Januar n. J. festgesetzt worden. 2 Schwurgericht. Als Geschworene sind für die nächste Schwurgerichtsperivde, beginnend mit dem 7. Januar 1918. ausgelost worden:* Zeglin, Heinrich, Strommeister, Stockum:* Brundieck, Hermann, Gutsbesitzer zu OftbevernBrock:* Heuling, August, Schulze in Milte: Lördemann. August Brennereibesitzer in Münster: Dahlhaus gnt. Kuhlmann, Anton, Landwirt, zu Kspl. Lüdinghausen: * Bertling. Wienhold, Bäcker zu Greven:* Banning, Johannes, Kaufmann zu Tecklenburg; u Schellen, Dr., Anton, Syndikus zu Münster:* Schwartz, Felix. Rentner zu Bocholt: Schulze Schwering, Josef, Gutsbesitzer in Wüllen, Kspl.: 2# Ahlers, Felix, Fabrikant in Bocholt; * Schneider, Wilhelm, Klempner zu Münster: * J a s p e r s, I g n a t z. F a b r i k a n t z u H o p s t e n:* p; S c h o l e, J u s e f, Bauunternehmer zu Lüdinghausen:* Raestrup, Adolf, Gutsbesitzer in Borghorst:* Boymann, Anton, Rentner zu Legden:* Zurborn, Wilhelm, Landwirt in Eschendorf. Amt Rheine:* Rosemann, Rudolf. Universitätsprosessor zu Münster:* Hoffschulte, Josef, Kaufmann in Ibbenbüren; * Schräder, Theodor, Oberzollsekretär in Münster; &*; Meures, Jakob. Agent in Altlünen:* Lütke Twenhöven, Fritz. Landwirt in Angelmodde:* Wulff, Kolon in Lotte; * Hördemann, Fritz, Landwirt, Borck=Altenborck:* Rosery, Josef. Bauunternehmer zu Münster:* Pröbsting, Ferdinand, Gutsbesitzer zu Wettringen:* Pothmann, Heinrich, Landesrat zu Münster: Schepers, Hermann, Mühlenbesitzer in Epe:* Schenling, Paul, Gutsbesitzer in Hiltrup;* Mrose, Wilhelm, fürstl. Rechnungsrat in Coesseld. () Wohin soll ich mich wenden? Trotz aller Belehrung durch die Zeitungen usw. herrscht über die für Kriegsbeschädigte zwecks Einholung von Rat zuständigen Stellen noch immer Unklarheit. Daher sei darauf aufmerksam gemacht, daß der Kriegsbeschädigte, der sich mit Hilfe der Kapitalabfindung ansiedeln will, am besten tut, die Unterstützung der Kriegsbeschädigtenfürsorgestelle in Anspruch zu nehmen. Dort wird er zuverlässia beraten werden und insbesondere Auskunft erhalten, welche Schritte er zu unternehmen und wohin er sich weiter zu wenden hat um seine Absicht zu erreichen. Für Westfalen kommt die Siedlungsgesellschaft„Rote Erde“ in Münster i. W. in Betracht. übrigen erteilt sachgemäß Auskunft über alle Fragen aus dem Gebiet der inneren Kolonisation mündlich oder schriftlich die Auskunftsstelle für Ansiedlungswesen. Berlin SW. 11. Bernburgerstraße 13. Zentrumsversammlung. Wir weisen nochmals auf die heute nachmittag 8 Uhr im Lortzing=Theater, Neubrückenstr., stattfindende große öffentliche Versammlung der westsälischen Zentrumspartei hin, in der unter dem Vorsitz des Provinzialvorsitzenden Abg. LandesOkonomierat Herold die Herren Abag. Geheilnrat Dr. v. Savigny und Geheimrat Marr sprechen werden. Es ist Ehrenpflicht eines jeden Zentrumsanhängers, zu dieser Provinzialveranstaltung zu erscheinen. = Das Stellvertretende Generalkommands und die Kriegsamtsteile Mänker haben mit Rücksicht auf die herrschende Kohlenknapp. n ihre Dienststunden auf die Zeit von 8 Uhr vormittags bis 3 Uh. nachmittags verlegt. Die Auszahlung der Kriegssamilien=Unterstützungen erfolgt wegen des Neujahrs#etertages schon Montag, den 81. Dezemder, in der gewohnten Weise. Die Zahlstelle vleidt an den festgesetzten Zahltagen wie bieher von vormittags 8 Uhr unuuterhroch### bi# nachmittens 6 Uhr geötlurt. Weihnachtsfeier im Frauendundhaus. Conntag, den n. ncchmittags 4½ Uhr, findet im Frauenbundhause eine Weihnachtskeier mit Vortrag und Aufführungen statt für alle in d betrieben tätigen Fraum und Madchen. Um zahlreich-s Erscheinen wird gebeten.— Das Programm wird in den einzelnen Betrieben bekannt armacht.„ Ws“. Ganbet, X Die Kunstausstellung des Wesf. Kunstvereido im Landes: museum kann nur noch eine Woche geöffnet bleiben. Die zahl reichen Olgemälde und Lquarelle unseres verstorbenen Landsmannes Deiters, die uns so zahlreiche Schönheiten unserer west sätischen Heimat in künstlerischer Auffassung widersp' geln, und die ausgezeichneten Radierungen des jungen Berliner Akademie=Professors Erich Wolfsfeld verdienen öfteren Besuch. 0 Theater des Konserdatoriums der Musik. Conntag, den 30 Dezember, 7½ Uhr, findet im Loologischen Garten eine Aufführung der großen Operette„Polenblut“ statt. Wegen der Lichteinschräntung beginnt die Vorstellung punkt 7½ Uhr. Vom Standesamt. Sterbefälle: Dez. 27. Werkführer Ang. Wurmstich 62 J.— S. des Lademeisters Herm. Kleinhaus 9 Mon. T. des Tischlers Heinrich Emmerich 5 J.— Dienstmagd Elisad. Laus 21 J.— 29. Private Luise Bourscheid 77 J.— T. des Bürodieners Josef Heithorn 1 J. Einschränkung des Verbrauchs von Elektrizität. Die Einschränkung im Straßenbahnverkehr. Infolge der allgemeinen Betriebseinschränkungen fahren die Wagen der Städtischen Stratzenbahn ab Montag, den 31. Dezember 1917, nach dem bisherigen Fahrplan nur bis gegen 4 Uhr nachmittags. Von dieser Zeit ab fahren die Wagen mit 12 Minuten Abstand nach allen Endstationen durch. Die letzten mit Anschluß nach allen Richtungen fahren den Wagen fahren ab Endstation Grevenerstraße 5.37 Uhr. ab Hafen 5.36 Uhr, ab Schützenhof 5.86 Uhr. ab Mauritz 5.35 Uhr. ab Nordplatz 5,39 Uhr, ab Wolbeckerstraße 537 Uhr. Die nächstfolgenden Wagen fahren über Lamberti— Servatii—Bahnhof—Hasen zum Depot. Wagen fahren ab Endstation: Grevenerstraße 6.01, ab Schützenhof 6,00, ab Mauritz 6.01, ab Nordplatz 6.03. ab Wolbeckerstraße 601 Uhr. In der Ausfahrt vormittags tritt keine Anderungein. Smhemtatsnt Schluß der Friseurgeschafte. Zu den neuen Ortsvorschriften über die Einschränkung des Verbrauchs von Elektrizität gibt der Vertrauensmann des Reichskommissars für die Kohlenverteilung bekannt, daß unter Ziffer 3 und 4 der Vorschriften auch alle Herren- und Damenfriseurgeschäfte fallen, demzufolge diese ebenfalls um 5 Uhr nachmittags ausnahmslos zu schließen sind. Aus den Provinzen. Hiltrup, 28. Dez.(Schalterdienststunden.) Vom 2. Januar sind die Schalter beim hiesigen Postamt von 8—11 vorm. und 2—6 nachm. geöffnet. 8 Jbbenbüren, 28. Dez.(Bergmannslos.) Auf dem hiesigen Königl. Steinkohlenbergwerk verunglückten durch herabfallendes Gestein die Vergleute Oelgemöller aus Recke sowie Gerling aus Mettingen tödlich. Der letztere ist Vater von acht unmündigen Kindern. 0 Bocholt. 28. Dez.(Festgenommen.) Mehrere Treibriemen und emn größerer Posten Leinwand wurden im der Airma Gebrüder Böggering in Lowick gestohlen. Als Täter ist jetzt der Arbetter Peter Gerresheim von hier festgenommen worden. Die Treibriemen wurden in der Nähe der Wohnung seines Kostwirts vergraben aufgefunden. Die Leinwand hatte Gerresheim für 300 Mark verkauft. O Geldern, 28. Dez.(40jähriges Jubiläum.) Auf eine 40jährige Tätigkeit in Diensten der Firma Ph. Roeffs(Inh. Theod. Haerten) konnte dieser Tage die Schermeisterin Anna Hamel zurück. blicken. Aus diesem Anlasse wurde ihr von der Kaiserin eine goidene Brosche verliehen. s Essen, 28. Dez.(Aus der Zeitungswelt.) Ter im Verlag von Girarbet u. Schmemann erscheinende Essener General= Anzeiger führt ab 1. Januar 1918 den Titel Essener Allgemeine Zeitung. * Vonn, 28. Dez. Der preußische Kultusminister hat dem früheren langjährigen Hauptredakteur der„Köln. Volkszeitung", Dr. Hermann Cardauns„in Rücksicht auf seine anerkennenswerten wissenschaftlichen Leistungen" das Prädikat Prosessor verlieben. Vermischtes. * Berlin, 29. Dez.(WTB.) In seiner in Neukölln, Siegfriedstraße 19, belegenen Wohnung hat die Parker und Kino=Vorführer Karl Wutke seine vier Kinder im Alter von 8 bis 18 Jahren und sich selbst durch Offnen des Gaskrahns zu vergisten ver sucht. Das jüngste Töchterchen ist tot. Die anderen Kinder und der Täter, die durch Samariter der Feuerwehr ins Leben zurückgerusen wurden. befinden sich im Krankenhause und dürften mit dem Leben davonkommen. * Wien, 29. Dez.(WTB.) Der Chemiker und Universitatsprofessor Dr. Julius Mauthner verunglückte gestern abend schwer, indem er auf der Straße in einen offenen Kohlenschacht, der nicht gesichert war, stürzte. Er erlitt mehrere schwere Verletzungen. Nach einer weiteren Meldung ist der Verunglückte seinen Verletzungen erlegen. * Den Bruder„im Scherz" erschossen. Bremen, 29. Dez. Ein beklagenswerter Vorfall ereignete sich in Oberneuland. Der dort am Hollerdeich wohnende Landmann Freese kam von der Jagd zurück und hängte seine geladene Flinte an die Wand. Sein zehnjähriger Sohn soll die Flinte in die Hand genommen und im Scherze auf seinen 12 Jahre alten Bruder angelegt haben. Als er abdrückte, ging der Schuß los. Er hatte seinen Bruder auf der Stelle erschossen. * Erdbeven in Guatemala. Washinaton, 29. Dez. (WTB.) Reuter: Nach hier vorliegenden Nachrichten wurde Guatemala von einem Erdbeben heimgesucht. Cin Teil der Stadt wurde zerstört. Zahlreiche Menschenieben sind zu beklagen. Tausende von Personen sind obdachlos. Die hier ansässigen Fremden sind gerettet. * Eine Brandkatastrophe auf der Sundainsel Vorneo. Amsterdam, 28. Dez. Das Niederländisch=Indische Presse=Pureau meldet aus Batavia: In dem Chinesenviertel in Pontianak hat ein verheerender Brand mehr als 200 Häuser vernichtet. Der angerichtete Schaden wird auf 1 Million Gulden geschätzt. 2000 Menschen sind obdachlos. * Neapel unter Wasser. Neapel 28. Dez. Die hochgelegenen neuen Stadtviertel Via Nuova und Capo di monte wurden durch einen Röhrenbruch der Wasserleitung unter Wasser gesetzt. Viele Kinder eitranken. Über 60 Personen wurden verletzt. Ein Wohnhaus wurde von der Wucht des Wassers fortgerissen. Seit Weitznachten ist Neapel ohne Trinkwasser. * Furchtbare Eisenbahnkatastrophe im Kaukasus. Amster dam, 28. Tez. Nach einer Meldunn der Petersburger Telegr.= Agentur hat auf der Wladikowokser Bahn im Kankasus eine surchtbare Eisenbahnkatastrophe stattgesunden. 31 Wagen sprangen aus den Schienen und stürzten vom Bahndamm herunter, wobei 58 Personen getötet und 91 verletzt wurden. Handel und Industrie. + Verschmelzung von Zementwerken. Bochum, 28. Tez. Die heutige außerordentliche Hauptversammlung der Aktiengesellschaft Meteor die über den Verkauf und die Liquidation des Unternehmens Beschluß zu fassen hatte, war mit einem Aktien kapital von 1225000 Mark beschickt. Der Leiter des Rheinisch=west sälischen Zementverbandes Di. Kampers=Bochum gab einen Über blick über die Gründe, die den Gedanken der Zusammenlegung der Geseker Werke veranlaßt haben. Man erstrebt durch die Verschmel# zung eine Vereinheitlichung und Verbilligung der Betrieve. Durch größere Wirtschaftlichkeit erhofft man einen besseren Ertrag. Hin sichtlich der Verhältnisse von Meteor bemerkte Dr. Kampers. de durch die Vilanz ausgewiesene Verlust ermäßige sich etwas durch das Ergebnis des letzten Geschäftsjahres. Tadurch, daß der Verkauf zum Buchwerte stattfinden solle, werde sich bei der Gesellschaft eine kleine Unterbilanz ergeben, so daß bei der demnächstigen Liqnidation der Pariweit der Aktien nicht ganz erzielt werden dürfte. Der Gesamt=Verlaufspreis von Meteor stelle sich auf 1 220 423 Ml. Davon entfallen auf die Grundstücke nebst Zubehör 1185 423 Ml., auf verlaufte Stammtelle am Verbande 35000 Mk. In Anrechnung auf den Verkaufspreis übernimmt die Käuserin, die Monovol= Aktiengesellschaft, die Hypotheken mit 457500 Mk., ferner Schulden in Höhe von 81 485 Mk. und eine Anzahl kleinere Schulden, so daß ein Restkauspreis von 681 438 Mk. verbleibt, der von Monopol in bar zu entrichten ist. Die Versammlung erklärte sich einstimmig mit dem Verkaufsvertrage einverstanden; sie ermächtinte gleichzeitig die Verwaltung, die im Besitz von Meteor befindlichen 1000 Kure von Lothringen=Gotha mit zu veräußern, setzte den Beginn der Liqnidation aus den 1. Januar 1918 fest und bestellte zum Liquidator Wilh. Schrber=Geseke.— Die heutige ordentliche Hauptversammlung der Aktiengesellschaft Monopol in der ein Aktienkapital von 2280000 Mk. vertreten war, genehmigte ebenso wie die vorhergegangene Versommlung des Werkes Metcor den Ankauf des letztgenannten Unternehmens. Ferner wurde dem Erwerb von secht weiteren Unternehmungen zugestimmt. Es handelt sich dabei um 1. Gewerlschaft Lothringen in Gotha(Abteilung Kalk= und Zementindustrie in Geseke), 2. Rote Erde, Kalk= und Zementwerk G. in. d. H. in Geseke, 3. Portlandzement= und Wasserkalkwerte Viktoria Louise G. m. b. H. in Geseke, 4. Zement= und Wasserkalkwerke G. m. b. H. in Geseke, 5. Geseker Kalkwerke G. m. b. H. in Geseke, und 6. Allgemeine Baugesellschaft G. m. d. H. in Essen. Die Beschlußsassung über die Angliederung erfolgt einstimmig und ohne Erörterung. Auf Vorschlag des Vorstandes wurde der§ 16 der Satzungen dahin geändert, daß der Aufsichtsrat künftig aus wenigstens fünf und höchstens neun Mitgliedern bestehen soll. Neugewählt wurden in den Aufsichtsrat Direktor Albert Büttner=Ennigerlod. Tirektor Emil Dehnecke=Büren, Fabrikbesitzet Wilh. Schlenkhoff=Herne. Direktor Dr. Paul Spiegelberg=Porta und Direktor Heinrich Strätling=Ennigerloh. Schlegeldrauerei Aktiengesellschaft, Bochum. Bochum, 28. Dez. In der heutigen ordentlichen Hauptversammlung wurde der Abschluß einstimmig genehmigt, der Verwaltung in derselven Weise Srlilluns##### die eien wlihge Pone# 83 * der deutschsprachigen Presse e.V. Bezugschein ohne Jede Schwierigkeit erhalten Sie vorläufig noch auf beiteren, gut Llustrierten Lesestoff. wenn Sie die Zeitschrift für Humor und Kunst Megoenderier-Sittter durch eine Buchhandl. ein Postamt oder den Verlag bestellen. Abonnementspreisohne Porto vierteljährlich Mk. 2.50, jede Nummer kestet 35 Pfg., Feldpostabonnem. monatlich M. 1.30, viärteljährl. Mk. 3.90 durch jisdes deutsche Postamt. Verlag der Meggendorfer-Blätter KI Preiswerte SUPEUCTE K Liehung 11. u. 12. Januar e ülner lolerie um Baus eines Lehrer-Erholungsheime in der Rheinprevinn. 7194 Gewinne der k. Letterle im Gesamtwerte von Mark 100gy 311 300cg 25000 2060e 15000 Nosss Lese zu 2 Nz., 11 Lese 20 ma. Porto u. Liste 85 Pfg. extra, empfiehlt und versendet auch unter Nachnahme MRELICHETINN, Köln a. Rh. 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Wahl des Rechnungsausschusses für die Prüfung der Jahresrechnung für 1917 und des Voranschlages; 2. Festsetzung des Voranschlages für 1913; 2. Beschlußfassung über den Beitritt zu einer Ruhegehaltskasse für die Kassenbeamten. Münster, den 28. Dezember 1917. Der Vorsitzende des Vorstanden: Augst Steib. # Verwertung von Erfindungen# im In= und Ausland. Gutachten in Patentstreitigkeiten. Kon#ruttionsdurcharbeitungen. Modellanfernigung. Erstklassige, Resetungen. Doeu Hoven, Vaustrnchetehtenen, Hadrust-Caurso la. 20 Gott dem Allmächtigen hat es in seinem unerforschlichen Ratschlusse gefallen, heute nachmittag 2½ Uhr unser iunigstgeliebtes Töchterchen und Schwesterchen Erse in die Ewigkeit zu nehmen. Ee stard nach längerem Leiden im garten Alter von 1½ Jahren. Intiefer Trauer: Familie Hermann Fochenbrochk. Handorf, d. N. 12. 17. Die Berdigung füecde statt Montag, den 31. Do morgens ½9 Uhr,# freundl. eingeladen# „* der deutschsprachigen Presse e.V. * „Herr, dein Wille geschehe!“ aufenschaf Roctukte LOTL *UNEDDEKHT“ AN DAUAUNOTZUNG ES CHONUNOd TROCKENUTE), D“ DEINLICPKETTG’BETURUE H0 10F ALHFS-ONO-SEDNE AICTOFFUFA DOEN- ESHNL: OEFEOENZE BENNO KHILDE GMBH HENSFELD HN 4GEGD’1SZ4 P-punge, Kina! Inhaber Hubert Thüsing, Alter Fischmarkt 11/12. Gustav Fuhrmann, der hier so beliebte Komiter. Rudi Sartoni, der armlose Universalkünstler, Carl Pauly, der beste Tierstimmennachahmer der Gegenwart und die übrigen Kunstkräfte nurr noch heute u. morgen. Heute, Sonntag: 2Vorstenungen nachmittags 3 Uhr, abends 7 Uhr. Morgen graße Thloesterseirt, humoristische Unterhaltung mit Preisverteilung an die werten Besucher, unter anderem eine fette Gaus im Werte von M. 70. Schutzen! Soantag, den 30. Dezember: 2 gröse-VorstchungenE Pünktlich nachmittags 3½ und abends 7½ Uhr. Wiederholung des grossen Programms. WUNDE GARTLI Kinder und Militär zahlen in der Nachmittage-Vorstellung halbe Preise, abends volle Protes. Vorverkauf bei Bisping und an der Kasse des Apollo-Theaters im Schütsenhof. Bemeinnütziger Bauverein, Nordwalde. Bilanz am 31. Dezember 1916. Aktiva...... Mk. 25 199,70 Nach Gottes unerforschlichem Ratschlusse verschied gestern morgen 4 Uhr mein innigstgeliebter Mann, unser guter Schwiegersohn, Bruder, Schwager und Onkel, der Bauunternehmer Hermann Tarte. Er starb, fern von der Heimat, in einem Kurorte, wo er Erholung suchte, wohlvorbereitet durch einen tätigen, christlichen Lebenswandel und gestärkt durch die Heilsmittel unserer hl. Kirche, im Alter von 45 Jahren. Seine liebe Seele wird den Priestern am Altare und dem Gebete der Gläubigen empfohlen. Namens der trauernden Angehörigen: Anna Carlé geb. Middeler Familie Amtmann Middeler Pfarrer Franz Carlé Elisabeth Carlé Professor Dr. Theodor Carlé Bauunternehmer Anton Carlé. Warendors, Wolbeck, Gronau i. W., Münster i. W., Recklinghausen, östlicher Kriegsschauplatz, den 28. Dezember 1917. Der Tag der Beisetzung in Warendorf sowie das feierliche Seelenamt wird später mitgeteilt werden. Passiva..... 25 047/65 Reingewim...... 92.05 Mitgliederzahl: 48. Gesamthaftsumme: Mr. 2390.— (gez.) A. Cchausz. A. Stenlng. Akquisiteur. Für ein von den Behörden unterstütztes vornehmes Reme=Unternehmen wird tüchtiger Herr als Annoncensammler Meihen. Schrstlsche Beegen icher fochm, dehe ion.ugten an J. Tauschlag, Bladbeck i. W. Zahnzlehen unempfindlichst! blechtsitzende Gebisse werden unter Garantie des guten Sitzens umgearbeitet. Wildwaren als Füchse, Iktisse, Marder, Otter, Dachse kauft zu höchsten Tagespreisen 6 F. Fendlus, Pelzmodehaus, Fell= und Rauchwarenhandlung. — Münster i. W., Prinztpalmarkt 5.— Fernsprecher 1472. Fabr. elektr. Masch. u. App. Dr. Max Leyy Licktre-Moteren Fabrikationsbereich 0,01 bis 230 PS. h Lieferzeiten für die meisten Grössen. 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Familie Oberpfleger Josef van Richkeln Else Dorstel als Braut. Café=Restaurant 108 Königstraße 49/00. Sonntag, den 30. Dezember, Silvester 11.0 Reuzug Musikalisch ind Neujahr: netische ankerhaltungen. Anfang 4 Uhr. Abends 8 Uhr: Verstärktes Orchester. Eintritt frei. Philipp Böchkmann. Die für den verstorbenen Werkführer Aug. Wurmstich findet Montag, den 31. Dezember 1917, nachmit. tags 65½ Uhr vom evang. Krankenhause Wichernstraße aus statt. Die Trauerfeier ¼4 Stunde vorher. Von Beileidsbesuchen wolle man Abstand nehmen. Belsstane Ludgeristr. 95. a“ Abends: Musikalische Unterhaltung. Wein. Bier. Gute Küche. Märte Ciest, Spiekerhof 18 II, erteilt in gewissenhafter Weise Srlindl. Prioat=Untericht (auch Einzel- Unterricht) in Stenographie, Stolze=Schrey, Schreibmaschine, Korrespondenz. Anmeld, erbeten zwisch. 2½—3 u. 5—8 Uhr. Samstags geschloss. Ihre in Haunover-Linden vollzogene . Vermählung— beehren sich anzuzeigen Friedrich Sattler u. Frau Veronika geb. 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Dezember ab bis auf Weiteres nur an den Vormittagen geöffnet. bz Sparkasse der Stadt Billerbeck. Nach mehrwöchigem echweren Leiden starb heate, am 28. Desember 1917, im hiesigen städtisehen Krankenhause Herr Generalleutnant z. D. Klipfel Ritler des Eisernen Kreuzes 1. u. U. Klasse und anderer hoher Orden, seit 27. September 1916 stellvertretender Kommandant der Festung Wesel. Als Kommandeur der 13. Foldartillerie-Brigade sog er hinaus ins Feld, bis ihn ein Im Felde aufgetretenes Leiden Ende Dezember 1915 zwang, diese Stellung aufzugeben und in der Heimat Heilung zu suchen. Sein nie ermüdender Geist ruhte jedoch nicht. Er stellte, wenn auch nicht im Vollbesitz seiner früheren Körperkraft, dem Vaterlande seine Dienste weiter zur Verfügung. Unermüdlich und ohne sieh die nötige Erholung zu gönnen, wirkte er mit grossem Erfolge als stellvertretender Kommandant der Festung zum Wohle des Vaterlandes, ein glänzendes Beispiel von nachahmenswerter Pflichterfüllung gebend. Sein vornelfmer Charakter, sein gutes Herz sichern ihm die Liebe und Verehrung aller Angehörigen der ihm unterstellt gewesenen Truppen und Behörden und werden sein Andenken unter uns fortleben lassen. Wesel, den 28. Dezember 1917. ten Hoet, Oberstieutnant, mit der Vertret des stellvertr. Kommandanten beauftragt. Trauerfeier am 29. ds. Mts., nachmittags 399 Uhr in der Leichenhalle des städtischen Krankenhauses Wesel, alsdann Uberführung zum Bahnhof. I 96 aus1 fallen meine Sprechstunden aus. Bendiz. Die zum 8. Jammnen verreist. Zahnarzt Faltz. Anzüge, Paletots für Herren, Jünglinge und Knaben. Weil geringe Spesen, verkaufe ich billig. 6 Verl. und Elders. Konfektionslager, Jnh. Lesser, Hagedornstr. Wenn. Weilwein deulicher Rotwein ölterr. Tokayer " Sülwein Wermuth etc. liefert Wennen. . Weinstuben * 2 * 2 täglich von 4 Uhr ab: Musikalische Unterhaltung:: * *. * 5 Statt jeder besonderen Anzeige. Am 29. Oktober 1917 starb in....... Kriegegefangenschaft nach schwerer Krankbeit unser lieber Sohn, Bruder, Schwager, Nette und Onkel Sali Mümen Unterotfizier der Reserve und Offiziers-Aspirant im Inf.Regiment 57 Inhaber des Eisernen Kreuzes 2. Klasse. Franz Mühlen und Frau geb. Maria Overbeck Philipp Mühlen, Generalagent Hans Mühlen, Leutnant der Reserve im Landw.Infanterie-Regt. 60 Paula Goertz geb. Mühlen Ludmilla Mühlen Elisabeth Mühlen geb. Haußmaan Gustav Goertz, Kaufmann. Münster 1. W., Gertrudenstraße 30, Im Felde, Tientein (China), den 27. Dezember 1917. Sonntag, den 30. Dezbr., nachmittags 3½ Uhr Das feierliche Seelenamt findet statt Freitag, den 4. Januar 1918, morgens 9 Uhr in der Kirche zum Heiligen Kreuz. Von Belleidsbesuchen bitten wir abzusehen. ausgef. von der Kap. des Ers.=Vtl Inf.=Regt. 13. Leitung: Herr Kgl. Musikdirektör Kluge. 66666OOSO Kaffeehaus „Zur Schleuse“. Besitzer F. W. Kuhlmann. Sonntag, den 30. Dezember, und am Neujahrsiage az von nachmittags 3 Uhr ab: Großes ausgeführt von der Kapelle des 22. Fuß=Artillerie=Regiments. Gut geheizte Räume. 6O66OO Statt jeder besonderen Anzeige. Am 27. Dezember 1917 entschlief sanft infolge Herzlähmung, vorher verschen mit den hl. Sterbesakramenten der kath. Kirche, unser lieber, guter Vater, Schwiegervater, Grossvater, Bruder, Schwager und Onkel, der wohlachtbare Herr Heinrien Schaff im Alter von nahezu 68 Jahren. Um ein andächtiges Gebet für die Seelenruhe des teuren Verstorbenen bitten Die trauernden Hinterbliebenen. Münster i. W., Niagara Falls M. S. A., M.-Gladbach, den 27. Dezember 1917. des Kons. der Musik im zovlogischen Garten. Sonntag, den 30. Dezember, abends 7½ Uhr: Polenblut. Große Operette in 3 Akten. Musik von Nedbal. Preise der Plätze M. 2. M. 1,50, M. 1. Telephon 2811. Kaiser-Panorama. Agidiistraße 5. (Filiale aus Berlin.) az Vom 30. Dezbr. bis 6. Januar. Das bayrische Hochland. Eintritt für Erwachsene 30 Pfg. Kinder 15 Pfg. Abonnement C Die Beerdigung findet statt Montag, den 31. de. Mts., morgens ½9 Uhr vom St. Franziskus- Hospital aus, daran anschliessend das feierliche Seelenamt in der St. Mauritz-Pfarrkirche, wozu biermit freundlichst eingeladen wird. Ho Anchovis (wie Heringe zu verwenden) eingetroffen. a2 Heinr. Hill. Statt Karten. Helene Ripp Joseph Kalvelage Verlobte. Verlobte. Mänster z. Zi. Düsseldort Weihnachten 1917. für Kleider und Wäsche kann gewart. werd., jede Farbe vorrätig. Answärts postwendend.#### Velnsalz liefert in kleinen Mengen Heinr. Hill. Gefäße sind mitzubringen. Kergen (Bez. Cömn). Sit kiotthausen (en Stointer). Richard Sander jetzt Rotenburg 49 neb. Löwenapoth. 2 Frauenhaar.* kurz oder lang, zahle pro 100 Gramm 1.20 Mt.6 R. Demtrüder. Faderkate modernste Formen, billigste und eleganteste Ausführung, sind in größter Auswahl vorrätig. Anfertigung nach Wunsch in kürzester Zeit. Lahms Damen-Hut-Haus Kriegerverein Kunster. Tel. 1354. Salzetr. 39.— Tel. 1364. Der Kamerad der 1. Komp. wird Montag, den 31. d. Mte. nachmittags 3½ Uhr, deerdigt. Sterbehaus Evangel. Krankenhaus(Wichernstraße). Der Vorstand. Kreissparkasse Coesfeld (Postscheckkonto Cöln Nr. 12 830). Wegen des bevorstehenden Jahresabschlusses bleibt unsere Kasse im Monat Januar an den Nachmittagen für das Publikum geschlossen. 91 Heute nachmittag 4 Uhr nahm der liebe Gott unser innigstgeliebtes, herzensgutes Töchterchen, mein einziges treues Schwesterchen Mial im zarten Alter von 5 Jahren nach Stägiger schwerer Krankheit wieder zu sich in den Himmel. Dies zeigen an mit der Bitte um stille Teilnahme Die tiefbetrübten Eltern: Heinr. Emmerich fr. Anna Emmerich geb. Severin, Auny Emmerich.