— — der deutschsprachigen Presse e.V. à(ohne „Wochenschau“) in Münster zweimel täglich suo ins Haus gebracht 2 Mk. 10 Pfg.— auswärts von der Post ab geholt 2 Mk. 10 Pfg., durch den Driefträger gebracht überall, wo nur dimel im Tage Briefbestellung stattfindet, 2 Mrr. 28 Pfg. in Orten mit zwei= und mehrmaliger Bestellung 2 Mr. 32 Pfg.— Ausgabe 8(mit„Wochan. schau“) vierteljährlich 60 Pig. mahr Fernspr.: Redaktion u. Verlag Nr. 2443, 2440 u. 2423. Geschäftostelle(Michaekisplotz 9) Nr. 76. —— O Zwei Ausgaben ugngh. und Münsterische Volkszeitung. 46137 Wbomenter. Anzeigen: Der Raum für die Anzuigenspolte, 20 mm breit,„Zmm hoch, 25 Pf.; bei Anzeigen aus dem R.=Sz. Münster 20 Pf., aus der Stadt Münster 15 Pf.(für Aktiengesellschaften 2e., Vereine und Behörden 25 Pf.: Reklamen: Der Raum für die Reklamespalte, S7mm breit,„Zmm hoch, 1 Mk.— Für Erfüllung von vorschriften wird keine Gewähr, sowie für Druckfehle keine Haftung übernommen, Etwaiger Rabatt gilt als Kassenrabatt u. kann verweigert werden, wenn Zahlung nicht singen 4 Wochen nach Erhalt der Rochnung erfolgt.— Gebühr für Beilagen nach Gewicht Erste Ausgabe. Freitag, 30. November 1917. 66. Jahrgang. Nr. 856. Dus ewsse!, Berlin, 29. Nov.(W2B.] Reichskanzler Graf v. Hertling machte heute im Reichstage folgende Mitteilung: Die russische Regierung hat gestern von Zarskoje Selo aus ein von dem Staatskommissar für auswärtige Angelegenheiten, Herrn Trotzki, und dem Vorsitzenden des Rates der Volkskommissare, Herrn Lenin, unterzeichnetes Funkentelegramm an die Regierungen und die Völker der kriegführenden Länder gerichtet, worin sie vorschlägt, zu einem nahen Termin in Verhandlungen über einen Wafsen stillstand und einen allgemeinen Frieden einzutreten. Ich stehe nicht an, zu erklären. daß in den bisher bekannten Vorschlägen der russischen Regierung diskutable Grundlagen für die Aufnahme von Verhandlungen erblickt werden können und daß ich bereit bin, in solche einzutreten, sobald die russische Regierung hierzu bevollmächtigte Vertreter entsendet. Ich hoffe und wünsche, daß diese Bestrebungen bald keste Gestalt annehmen und uns den Frieden bringen werden. Deutscher Reichstag. 2) Berlin, 29. Nov.(Eig. Meldg.) Präsident Dr. Kgempf eröffnet die Sitzung um 3.15 Uhr. Am Bundesratstische: Reichskanzler Graf von Hertling, Graf Roedern. v. Kühlmann, v. Breitenbach, v. Stein, v. Capelle, v. Krause, Dr. Drews, v. Waldow, Dr. Solf, Dr. Friedberg, v. Eisenhardt-Rothe, v. Sydow, Dr. Schiffer, Dr. Havenstein, Graf von Lerchenfeld und viele Kommissare. Das Haus und die Tribünen sind stark besetzt. In der Hofloge u. a. Herzog Johann Albrecht von Mecklenburg. Präsident Dr. Kaempf gedenkt der in der letzten Zeit gestorbenen Abgeordneten Wellstein(Ztr.), Graefe=Sachsen (kons.) und Gottschalk(konserv.). Präsident Dr. Kaempf richtet dann an das Haus folgende Ansprache: Der Zeitraum, der seit unserer letzten Tagung im Oktober verflossen ist, hat in militärischex Hinsicht überwältigende Erfolge gezeitigt. Nach der Besetzung der Inseln im Rigaischen Meerbusen kamen die großen Erfolge, die Schulter an Schülter mit den tapferen Österreichern und Ungarn in Italien von uns erfochten wurden wo ein großer Teil der italienischen Heeresmacht dem unwiderstehlichen Drucke der verbündeten Truppen zum Opfer gefallen ist.(Beifall.) Mit gleichem Danke und gleicher Bewunderung blicken wir auf unsere Brüder, Söhne und Enkel an der Westfront.(Beifall.) Seit langen Monaten kämpfen sie hier unerschütterlich und unverzagt gegen die heftigsten Angriffe des Feindes, der in vielfacher Übermacht angreift. Was hier an Heldentum dem Vaterlande dargebracht worden ist und dargebracht wird, das ist unermeßlich.(Beifall.] Ich habe dem Kaiser und dem Generalfeldmarschall von Hindenburg im Namen des Reichstages die Gefühle zum Ausdruck gebracht, die den Reichstag angesichts dieser gewaltigen Ereignisse bewegen.(Beifall.] Ich habe von beiden Stellen Dankantworten erhalten, die hervor heben, daß alle diese Opfer gebracht werden im Geiste und im Sinne der Erhaltung unseres Vaterlandes. In gleicher Weise hat ein Telegrammwechsel stattgefunden mit den Präsidenten des österreichischen und ungarischen Abgeordnetenhauses, der bulgarischen Sobranje und der türkischen Kammer.(Beifall.] In all diesen Telegrammen wird der Genugtuung Ausdruck gegeben und die Zuversicht ausgesprochen, daß die Bundestreue ebenso stark wie bisher bis zum glücklichen Ende des Krieges bestehen bleibe.(Beifall.) Trotz aller Schwierigkeiten wird auch das Volk in der Heimat durchhalten. Der Erfolg der 7. Kriegsanleihe beweist den Opfersinn des deutschen Volkes, dem wir dafür danken. Der bisherige Reichskanzler Dr. Michaelis hatte das ihm übertragene Amt in kritischer Zeit übernommen, im Bewußtsein der Schwierigkeiten, die mit diesem Amte verknünft waren. Wenn es ihm nicht vergönnt gewesen ist, aller der Schwierigkeiten Herr zu werden, die mit seinem verantwortungsvollen Amt verknüpft waren, so scheiden wir doch von ihm mit dem Gefühl und dem Ausdruck des Dankes für die hohen Eigenschaften, die er während seiner ganzen Laufbahn bis zum letzten Augenblick für das Vaterland dargebracht hat. Beifall.) Am Platze des Reichskanzlers begrüßen wir in diesem Augenblicke Herrn Dr. Graf von Hertling, der es für seine vaterländische Pflicht gehalten hat, das schwere Amt in diesem Augenblick zu übernehmen.(Beifall.) Dr. Graf von Hertling ist diesem Hause nicht unbekannt, ja, ich kann sagen, er ist dem Reichstage ein alter Bekannter. Ehe er das Präsidium des bayrischen Staatsministeriums übernommen hat, hat er länger als 80 Jahre dem Reichstage angehört. Zu wiederholten Malen haben wir von der Tribüne des Reichstages aus ihn bei den wichtigsten Angelegenheiten gehört. Jetzt will er zu uns sprechen von der Stelle des obersten Beamten des Deutschen Reiches. In einer seiner letzten Reichstagsreden hat er darauf hingewiesen, daß das deutsche Volk glichzeitig ein friedliebendes und ein mächtiges Volk sei, und daß diese Stärke auf dem Vertrauen der Reichsleitung zum Reichstage beruhe. Wir hoffen, daß dieses Vertrauen auch unter seiner Kanzlerschaft bestehen wird und daß die Kanzerschaft des Grafen Hertling eine gesegnete sein wird für unser geliebtes Vaterland.(Lebh. Beifall.) Hierauf tritt das Haus in die Tagesordnung ein, auf der der dritte Nachtraasetat steht, der einen Kriegskredit von 15 Mill. Mark fordert. Der Präsident erteilt das Wort dem Reichskanzler Graf Hertling. Der Reichskanzler führt aus: Meine Herren! Durch das Vertrauen des Sr. Maj. des Kaisers auf meinen Posten berufen, habe ich die Ehre, den Reichstag zu begrüßen. Ich will nicht unterlassen, zunächst dem Präsidenten meinen Dank für die freundlichen Worte auszusprechen, die er an mich gerichtet hat. Möge die angeschlagene Note gegenseitigen Vertrauens unsere gemeinsamen Arbeiten leiten.(Beifall.) Wie Ihr Präsident schon gesagt hat, bin ich nicht fremd hier im Hause. Während zweier durch sechs Jahre getrennte Abschnitte bin ich im ganzen 30 Jahre Mitglied diess Hauses gewesen. Ich habe auf verschiedenen Gebieten mit Angehörigen aller Parteien zusammengearbeitet. Als ich im Februar 1912 an die Spitze des bayrischen Ministeriums berufen wurde, und dadurch meiner parlamentarischen Tätigkeit iein Ende gemacht war, ging ich von hier mit dem Bewußtsein. viele Freunde, manche politische Gegner, aber, wie ich vertraute, keinen persönlichen Feind hier zurückgelassen.(Zustimmung.) Wenn ich mich in sturmbewegter Zeit entschlossen habe, das schwere und verantwortungsvolle Amt des Reichstaas zu übernehmen, wenn ich die Bedenken zurückgedrängt habe, wie sie schon allein aus meinem vorgeschrittenen Alter ergeben konnte, so leitete mich dabei die Überzeugung, die ungesucht an mich getretene Aufgabe nicht abzulehnen, da es Pflicht sei, dem Vaterlande jedes, auch das schwerste Opfer zu bringen. Ich dachte an unsere Brüder und Söhne, die jetzt da draußen im Felde bereit sind, ihr Leben für das Vaterland einzusetzen. Auch dieser Gesinnung heraus bin ich dem an mich ergangenen Rufe des Kaisers gefolgt. In diesem Sinne bitte ich Sie, meine Herren, um Ihre vertrauensvolle Mitarbeit. Wir stehen am Schlusse eines Jahres, das uns auf den verschiedenen Kriegsschauplätzen weitreichende Entscheidungen gebracht hat. Dankbar werden wir daran erinnert daß fast überall unsere Waffen, die eigenen, wie unserer Verbündeten. von Erfolg begleitet waren. Im Westen— der Herr Präsident hat schon darauf hingewiesen— dauert die Flandernschlacht fast ohne Unterbrechung schon seit Juni ds. Is. an. Nahezu das gesamte englische Heer ist in der flandrischen Ebene in zahlenmäßiger Überlegenheit eingesetzt worden. Unsere Flandern-Front blieb außer dem Verluste einiger Dörfer und Höfe in sich völlig unerschüttert. Der Feind ist seinem Ziele, sich der flandrischen Küste zu bemächtigen, und unsere dortigen Stützpunkte für die Unterseeboote zu unterbrechen, nicht näher gekommen. Nach den verlustreichen Kämpfen in Flandern suchen die Engländer bei Cambrai eine neue Entscheidung. Auf die tagelange Feuervorbereitung haben sie diesmal verzichtet und statt dessen große Geschwader von Tanks eingestzt. Aber ihre Hoffnung hierauf hat sich nicht erfüllt. Infolge unserer Abwehrmaßregeln blieben die Tanks zerstört vor unseren Linien liegen.(Beifall.) Anfangserfolge, die die Engländer dort erreicht hatten. konnten von ihnen nicht weitergeführt werden, und trotz der gewaltigsten Opfer haben sie ihre Ziele nicht erreichen könnnen. Unsere Führer und Truppen sehen dem Ausgange des Kampfes mit voller Zuversicht entgegen.(Beifall.) Die Franzosen haben nordöstlich von Soissons und Verdun örtliche Erfolge erreicht: aber es gelang ihnen nicht, sie auszubauen, da sofort von unserer Führung Gegenstöße veranlaßt wurden, die die Feinde an einer vollen strategischen Auswertung ihrer früheren Erfolge hinderte. Die kriegerischen Ereignisse im Osten, die zur Eroberung von Riga und Dünamünde führten, sind in Ihrer aller Gedächtnis. Das ruhmreiche Vordringen der verbündeten Armeen in Italien hält die Welt heute noch in Staunen. Überwältigendes ist von der Kampfkraft unseret und der österreichisch=ungarischen Truppen geleistet worden im schnellen Durchbruchskampfe durch unwegsames Gebirgsgelände bis hinein in die Ebene.(Lebh. Beifall.) Die italienische Armee hat einen erheblichen Teil ihres Mannschaftsbestandes verloren und den größten Teil ihres Kriegsmaterials eingebüßt. An Gelände hat sie die fruchtbaren Teile Oberitaliens uns überlassen müssen. Wenn man den Gesamtgewinn in Ziffern umrechnen würde, so würde er sich auf Milliarden beziffern. Die Beute zu bergen, ist bisher noch gar nicht möglich gewesen. Der weitere Erfolg unseres Isonzosieges ist die wirksame Entlastung unserer Westfront. In gleicher Weise macht sich dieser Sieg in Mazedonien fühlbar: denn der Feind scheint jetzt die geringen Erfolge, die er westlich des Ochrida=Sees errungen hatte, freiwillig wieder aufgeben zu wollen. Im Süden operiert England gegen die türkische Armee in Palästina, und die Engländer haben dort zunächst gewisse Erfolge errungen, die jedoch keinen Einfluß auf die allgemeine Kriegslage ausüben. Die Kriegslage im Frak hat sich nicht geändert. Die Flotte hat die auf sie gesetzten Hoffnungen durchaus erfüllt. Unsere Hochseefloste, deren rastlose Tätigkeit den vollen Dank des Vaterlandes verdient(Beifall), hat nach ihrem Ruhmestage vom Skagerak wieder bei der Wegnahme von Oesel, Moon und Dagö gezeigt, was sie im wirksamen Zusammenwirken mit dem Landheere vermag. Unsere Hochseeflotte hat aber weiter die wichtige Aufgabe. den Stützpunkt für unsere U-Boote zu bilden.(Sehr richtig.) Der Unterseeboots= und Handelskrieg übt seine gewaltige, erfolgreiche Tätigkeit weiter aus.(Beifall.] Er war und ist das einzig erfolgreiche und durchgreifende Mittel, um unsern gefährlichsten Feind, den Führer eigentlich der ganzen feindlichen Kriegsmacht, an seinem Lebensnerv zu treffen. (Lebh. Beifall.) Wir können nur der Zuversicht und Erwartung Ausdruck geben, daß er seine Aufgabe weiter erfüllen und uns dem Ende des Krieges bald entgegenführen wird.(Lebh. Beiflla.) So bietet ein Blick auf die Kriegslage unserer Zuversicht und Siegesgewißheit neue Nahrung. Wir können nicht die Kriegslage erwähnen, ohne uns mit dem Gefühl unauslöschlichen Dankes derer zu erinnern, denen wir diese günstige Lage verdanken: der glorreichen Armee und Flotte unter ihren genialen Führern.(Lebh. Beif.) Wenn unser Dank sich besonders an die Westfront richtet, so geschieht es selbstverständlich nicht, um die unvergleichlichen Verdienste der Armeen zu schmälern, die einer Lawine gleich durch unwegsames Gelände hindurch in die Gefilde Oberitaliens eingedrungen sind, um das verräterische Italien zu züchtigen. Aber unsere siegreiche Offensive in Rußland 1915. in Rumänien 1916 und auch der siegreiche Feldzug gegen Italien häten nicht in gleicher Kraft durchgeführt werden können, wenn nicht die eherne Mauer im Westen dem wütenden Ansturm standgehalten hätte. Ihr gilt deshalb unser besonderer Dank.(Beifall.) Der Kleiche Dank, der dem Volk in Waffen gebührt, gebührt dem Volk in der Heimat. Es ist von gleichem Siegeswillen erfüllt. Ruhig und stetig erträgt es die Entbehrungen, die der Krieg mit sich bringt. Zielbewußt und opferbereit drängen sich die Frauen zu den Diensten und Arbeiten, aus denen die Männer abberufen wurden. Alle Stände und Kreise der Bevölkerung spannen im eifrigen Wettbewerb ihre Kräfte an= um die nötige Hilfe zu leisten. Unsere bei Beginn des Krieges eingeschlagene Methode, den Krieg zu finanzieren, hat sich erstaunlich bewährt. *e In regelmäßiger Folge hat das Reich bisher siebenmal an das deutsche Volk appelliert, ihm die Mittel zur Fortsetzung des Krieges bereitzustellen. Alle Kreise des Bolkes haben an ihrem Teile mitgeholfen, die Führung des Krieges zu ermöglichen. Summen, die uns in den hinter uns liegenden Friedensjahren fantastisch vorgekommen wären, nahezu 73 Milliarden, sind durch freiwillige Zeichnungen aufgebracht worden.(Bravo!] Wenn ich an dieser Stelle allen denen, die zudieser großartigen Leistung beigetragen haben, den Dank des Vaterlandes ausspreche so geschieht es nicht, weil ich dächte, daß sie in diesen Leistungen nicht unermüdlich fortfahren würden; auch ohne, daß dieser Dank ausgesprochen würde, wird das jeder im Interesse des Vaterlandes tun. Der zuletzt von dem hohen Hause bewilligte Kredit nähert sich der Erschöpfung. Ich habe daher die Ehre, dem hohen Hause einen Nachtragsetat zur verfassungsmäßigen Beschlußfassung vorzulegen. Ich bitte den Reichstag, durch seine Zustimmung zu der neuen Vorlage wiederum zu erkennen zu geben, daß auch er zu jedem Opfer bereit ist, daß auch er bereit ist, alles zu tun, was das Vaterland verlangt, an Bereitstellung von Mitteln für die Fortsetzung des Krieges. Die Flüssigmachung der Kredite, zu denen ihre Vollmacht mich ermächtigt, soll in der bisherigen Weise geschehen. Die Höhe ist dieselbe, wie das letztemal. Daß der Krieg, und zumol ein so furchtbarer Krieg wie die Welt ihn bisher nicht kannte, nicht nur Spuren im Volksleben hinterlassen, sondern auch neue Aufgaben stellen werde, zu Neugestaltungen hinführen werde, das mußten wir beachten, auch wenn nicht die Geschichte früherer Zeiten darauf vorbereitet hätte. Ein ungeheures Erlehnis hat unser gesamtes Volk erfaßt. Die Begriffe von Volk und Staat, von Nation und Vaterland, sind jetzt von jedem Einzelnen in dem gesamten Volke in ihrem ganzen Werte unmittelbar erfaßt. Nicht nur, indem sich das ganze Volk wie ein Mann erhob. indem jeden Tag da draußen im Felde unsere Söhne und Brüder ihr Leben einsetzten, nein, auch der Arbeiter in der Werkstatt, der Landmann binter dem Pflug, weiß heute, deß die Arbeiten, die er unter erschwerten Verhältnissen leistet. dem Vaterlande geleistet sind. Er fühlt sich als Glied des einen Ganzen, er weiß, daß der Staat, unter dessen Schutz er bisher seiner Beschäftigung nachging, sein eigenstes Eigentum, seine Sache, sein Besitz ist.(Bravo!] Daher auch das große Interesse, das sich allerorten an den staatlichen Institutionen zeigt. Man geht an sie heran mit der Frage, ob sie die Probe bestanden haben, die der Krieg an sie stellt oder ob sie anderen Einrichtungen Platz machen sollen. Hier gilt es, das Richtige zu erkennen, und das Erkannte mit fester Hand durchzuführen.(Sehr richtig!]„Es gilt, sich nicht von Schlagworten blenden zu lassen und die Einrichtungen fremder Nationen nicht sklavisch nachzuahmen. Es gilt, das zu tun, was dem realen Bedürfnis unseres Volkslebens, was dem deutschen Geiste und deutscher Eigenart entspricht. An den Grundlagen unserer Reichsverfassung darf und kann geändert werden. Sie ist recht eigentlich aus dem historisch gewordenen Charakter des deutschen Volkes und seiner verschiedenen Stämme herausgewachsen(Sehr richtig!]. und die parlamentarische Vertretung, der Reichstag ruht auf den'kar festester Basis. Wenn das auf dem festen Fundament sich bewegende politische Leben neue Aufgaben erwählt, wenn sich neue Bedürfnisse herausstellen sollten, neue Bedürfnisse im Rahmen unserer Reichsverfassung, so wird die Reichsleitung Wünsche und Unternehmungen, die ihr aus diesem hohen Hause zukommen, des bin ich gewiß, geneigtes Ohr leihen und sie einer sochgemäßen Prüfung unterwerfen. Als selbstverständlich betrachte ich, daß die Sozialpolitik, in der Deutschland allen Ländern der Welt vorangegangen ist, und bei deren ersten Anfängen ich selbst als Reichstagsabgeordneter mitarbeiten durfte, in der bisherigen Weise fortgeführt und nach Bedarf ausgestaltet wird.(Beifall.) Dem Reichstag wird bei seinem nächsten Zusammentritt der Entwurf zu einem Gesetz auf Errichtung von Arbeiterkammern vorgelegt werden, der an die Arbeiten des Reichstagsausschusses von 1910 anknüpft und diese Arbeiten als eine wertvolle Grundlage in sich aufgenommen hat.(Beifall links und im Zentrum.) Ebenso wird ein Gesetzentwurf vorbereitet, der die Beschränkungen zur Koalitionsfreiheit, die sich aus dem§ 153 der Reichsgewerbeordnung ergeben, beseitigt.(Lebh. Beifall links und im Zentrum.) Auch dieser Gesetzentwurf wird dem Reichstage in seiner nächsten Tagung zugehen. Daß auch die Regierungen der Bundesstaaten die gleiche Auffassung teilen, ist sicher. Sie alle wissen, in welch großzügiger Weise in dem mächtigsten deutschen Bundesstaat von der höchsten Stelle die Ini ative zu dic er weitgehenden Reform ergriffen worden ist. WVerfall links und im Zenz:um.] Ich habe jetzt über diesen Gegenstand weiter nichts zu sagen. Was die Zensur betrifft, so bin ich gern bereit, der freien Gesinnungsäußerung zu ihrem Rechte zu verhelfen, somelt vaterländische Interessen nicht im Wege stehen. Gewisse Schranken werden sich im Kriege niemals vermeiden lossen. Die Presse ist ihrerseits gar nicht in der Lage, jedesmal zu erkennen, ob Mitteilungen, die sie macht, oder Erörterungen die sie bringt, dem Vaterlande schädlich oder nützlich sind. Sie bedarf daher der Führung und der Kontrolle. Gegenüber den strengen Zensurmaßregeln in den andern Ländern befinden wir uns heute ja schon in der Lage eines Spielers, der mit offenen Karten zu spielen genötigt ist während die Gegner die ihrigen verstecken müssen. Sie alle haben gelesen, mit welch kategorischer Bestimmtheit noch jüngst Clemenceau jede Milderung der Zensur abgelehnt hat, derselbe Clemenceau, der als Herausgeber des„Homme enchaine“ mit größter Erbitterung gegen die Zensur angekämpft hatte.(Heitere Zustimmung.] Es ist mein ernstes Bestreben. Mißstände und berechtigte Klagen abzustellen und ihrer Wiederkehr vorzubeugen. In diesem Sinne haben bereits Verhandlungen mit den zuständigen militärischen Stellen stattgefunden, deren Ergebnis ein Erlaß des Kriegsministers vom 18. November ist, der dem Wunsche der Presse und des Reichstages Rechnung trägt. Namentlich im Verbot von Zeitungen soll eine Milderung eintreten und es soll ein engeres Verhältnis zwischen den Herausgebern und der Zensur stattfinden. Ich bin ernsthaft bestrebt, auf diesem Wege fortzuschreiten und die auch von mir beklagten Mißstände tunlichst aus der Welt zu schaffen, allen Wünschen entgegenzukommen, so daß es hoffentlich bei gutem Willen von allen Seiten mit der Zeit gelingen wird, einen Zustand herbeizuführen, bei dem solche Klagen nicht mehr hörbar sind. Dasselbe gilt bezüglich des Vereinsund Versammlungsrechtes. Nun möchte ich aber auch an Sie eine dringende Bitte richten: Lassen Sie alle Meinungsverschiedenheiten möglichst zurücktreten. Zum Austrag von Parteigegensätzen ist nach dem Kriege Zeit genug.[Heitere Zustimmung.) Jetzt gilt es, zulgmenzustehen, bis daß der Sieg errungen ist.(Beifall.) Daß sie uns diesen Sieg nicht mit den Waffen entreißen könren, beginnen unsere Feinde bereits einzusehen. Jetzt hoffen sie auf den vermeintlich bevorstehenden inneren Zusammenbruch Deutschlands. Ohne Kenntnis unserer deutschen Verhältnisse, unseres parlamentarischen Lebens, unserer Vereinsund Versammlungsgesetzgebung, von einer abhängigen hetzerischen Presse beeinflußt, glauben sie, in gewissen, vereinzelt vorgekommenen und vorübergehenden Erscheinungen Symptome eines inneren Zusamenbruches zu erblicken. Helfen Sie, diesen Wahn zu zerstören.(Lebh. Zustimmung.) Zeigen Sie durch Ihre einheitliche Geschlossenheit, daß es in Deutschlind nur einen Gedanken gibt, der alle Herzen erfüllt: den Gedanken an das Vaterland, das wir nur von dem einen Willen beseelt sind, durchzuhalten bis zum Ende.(Lebh. Beifall.) Nun einige Worte über die allgemeine Lage. Mein verehrter Vorgänger hat mir ein kostbares Erbe hinterlassen: die Pflege der freundschaftlichsten Beziehungen zu Österreich= Ungarn. Bulgarien und der Türkei. Unsere Bündnisse mit diesen drei Staaten sind zu verschiedenen Zeiten geschlossen worden. Das Ziel aber war überall das gleiche: die Verwirklichung der nationalen Ideale, Sicherung des territorialen Besitzstandes und die Abwehr feindlicher Angriffe. Diese Geschlossenheit hat das Bündnis gestählt in den blutigen Kämpfen. die wir mit unseren Verbündeten gemeinsam geführt haben und wir werden diese Geschlossenheit bis zum Ende weiter erhalten. Die Verteidigung der heiligsten Güter hat uns zusammengeführt und wir werden aushalten bis zum Siege. Dem Opfermut und der Entschlossenheit onserer Verbündeten aber gilt auch heute unser Dank und unsere Bewunderung.(Lebh. Beifall.) Nun bin ich in der Lage, etwas Neues mitzuteilen. Die russische Regierung hat gestern von Zarskoje Selo aus ein vom Volkskommissar für auswärtige Angelegenheiten Trotzki und dem Vorsitzenden des Arbeiter= und Soldatenrates Lenin unterzeichnetes Funkentelegramm an die Regierungen und Völker der kriegführenden Mächte gerichtet, worin sie vorschlagen zu einem nahen Termin in Verhandlungen über einen Waffenstillstand einzutreten und dadurch einen allgemeinen Frieden anzubahnen. Ich stehe nicht an, zu erklären, daß ich in den bisher ja schon bekannt gewordenen Vorschlägen der russischen Regierung diskutable Grundlagen für die Aufnahme ven Friedensverhandlungen erblick und daß ich bereit bin. in solche einzutreten, sobald die russische Regierung hierzu bevollmächtigte Vertreter entsendet. Ich hoffe und wünsche, das diese Bestrebungen eine feste Gestalt annehmen und uns den Frieden bringen werden. Beifall. Mit aufrichtioer Teilnahme verfolgen wir die Entwicklung der schweren Krise des russischen Volkes und wünschen, daß es möglichst bald zu ruhigen und geordneten Verhältnissen koumen möge. Wir wünschen nichts mehr, als daß wir baldigst wieder zu guten nachbarlichen Beziehungen kommen, namentlich auf wirtschaftlichem Gebiet wie die früher woren. Was die Zukunft von Polen, Kurland und Livland angeht, so können wir sie dem Selbstbestimmungsrechte ihrer Völler überlassen. Wir erwarten, daß sie sich selbst diejenige staatliche Gestaltung geben werden, die ihren Verhältnissen und der Richtung ihrer Kultur entspricht. Übrigens sind alle diese Dinge noch in der Schwebe. Nachrichten, die vor einiger Zeit durch die Presse gegangen sind. als ob in allen Punkten schon feste Abmachungen getroffen wären, eilen den Tatsachen weit voraus.(Hört, hört!) Anders ist die Lage gegenüber Italien, Frankreich und England. Seit wir und unsere Verbündeten sich auf den Boden der Papstnote gestellt haben, ist natürlich dem törichten Gerede, als ob der deutsche Militarismus an der Verlängerung des Krieges schuld sei, ein Ende bereitet worden. Ihr ist jeder Boden entzogen worden. Umgekehrt hat sich herausgestellt, wo der Herd des Militarismus zu suchen ist. In seiner letzten Rede hat Kornilow den Gedanken einer allgemeinen Abrüstung vollkommen abgelehnt. Der Grund dafür ist bezeichnend genug. Er meinte, man könne die stehenden Heere nicht entbehren wegen der Möglichkeit innerer Gefahren. Clémenceau ist in seinem Zynismus soweit gegangen, von der friedlichen Völkergemeinschaft, die in der Zukunft an die Stelle der Waffengewalt treten soll. ausdrücklich Teutschland und Lsterreich=Ungarn auszuschließen. Lloyd George erklärte klipp und klar, das Ziel des Krieges sei die Vernichtung des deutschen Handels. Der Krieg müsse fortgesetzt werden, bis dietes Ziel erreicht sei. Die Deutschland fälschlich vorgeworsene Eroberungssucht ist jetz durch die seinerzeit geschlossenen Geheimverträge der Entente, die durch die russische Regicrung veröffentlicht werden, vor aller Welt ins hellste Licht gestellt worden. Unser Ziel war vom ersten Tage on die Lerteidigung des Vaterlandes(Beifall!), die Sicherung seiner Grenzen, die Freiheit und Unbegrenztheit seiner wirtschaftlichen Entwicklung. (Beifall.) Darum konnten wir den Friedersappell des Papstes begrüßen. Auch heute noch bescelt uns der gleiche Geist, der die Antwort auf die Parstnote diktierte.(Zustimmung.) Aber diese Antwort auf die Papstnote darf von den Entente=Mächten nch: als ein Freibrief angesehen werden, den freventlichen Krieg ins Ungemessene fortzusetzen(Stürmischer Beifall.) Die Verentwortung für das fortgesetzte Morgen und für die Lerstört#ng der Kulturwerte trifft allein die Mächte der Entente.(Lebhafte Zustimmung.) Sie tragen die Verantnvitung, und sie werden auch die Folgen zu tragen haben.(Lebhafter Beifall.) Möge sich das insbesondere Herr Sonino, mögen sich das die übrigen italienischen Machthaber gesagt sein lassen, die dadurch, daß sie die Friedenshand des Papstes nicht ergriffen haben, den furchtbaren Zusammenbruch verschuldet haben! Mögen sich das die Völker in Italien und in Frankreich zur Warnung dienen lassen!(Lebhafte Zustimmung.) Für uns kann die Parole im gegenwärtigen Augenblick nur sein: Abwarten, Aushalten, Durchhalten! Beifall.) Wir vertrauen auf Gott, wir vertrauen auf unsere Armee, wir vertrauen auf unsere Heerführer, deren Namen nur genannt werden müssen, um Stürme der Begeisterung zu entfachen. Wir vertrauen auf unsere heldenmütigen Kämpfer. auf unsere heldenmütige Schutztruppe in Ostafrika. Wir vertrauen auf die sittliche Kraft unseres Volkes. Wenn Heer und Heimat zusammenstehen, wird der Sieg unser sein, daran werden Sie, meine Herren, mithelfen. Ich weiß es, und deshalb bitte ich Sie nochmals um Ihre vertrauensvolle Mitwirkung!(Stürm., anhaltender Beifall und Händeklatschen.) Aba. Trimborn(Ztr.): Namens der Zentrumsfraktion habe ich ffolgendes zu erklären: Dem Dank und Gruß an unsere Heresfronten schließen wir uns an. Unsere tapferen Soldaten und unsere treuen Verbündeten sind in Italien in umanshalsanen Siegeslaut in die 96. esden Sechäihe se heche ies Sschele Gb äiche entspricht, dem schrecklichen Blutvergießen in Europa ein Ende zu bereiten. Seit dem letzten Zusammentreten des Reichstages ist ein langjähriges Mitglied dieses Hauses und vormaliger Vorsitzender unserer Fraktion zum Reichskanzler und preußischen Ministerpräsidenten ernannt worden, während zu seinem Stellvertreter im Reiche und in Preußen zwei hervorragende Führer parlamentarischer Fraktionen berufen worden sind. Diese Ernennungen bilden den Rahmen der auch von uns gewünschten engeren Fühlungnahme zwischen Regierung und Volk, wodurch vertrauensvolles Zusammenwirken gefördert werden muß. Das ist der deutsche Parlamentarismus, wie er unserer Geschichte und unserer Eigenart entspricht.(Beifall.) „ Was der Reichskanzler über seine nächsten Ziele mitgeteilt hat, dem stimmen wir restlos zu. Wie der Abg. Fehrenbach schon zum Ausdruck gebracht hat, billigen wir die deutsche Note auf die Pavstnote. Wir lehnen Vergewaltigungs= und Groberungsfrieden aber auch er Aascheice die Geasten cich aie Aistcähche. möglichkeiten. insbesondere auch auf wirtschaftlichem Gebiete, bringen soll. Die Ausführungen des Reichskanzlers über unser Verhältnis zu Rußland haben unseren vollen und freudigen Beifall. Das deutsche Volk wünscht wirklich aufrichtig die festen politischen und wirtschaftlichen Beziehungen zum neuen Rußland.(Zustimmung.) Die Wahlreformvorlage in Preußen bewegt sich in der Richtung unserer Wünsche. Wir erwarten, daß die preußische Regierung alles daran setzen wird, auf der Grundlage der feierlichen königlichen Zusagen eine freiheitliche Gestaltung des preußischen Wahlrechts im Einvernehmen mit den gesetzgebenden Faktoren in Preußen zu erzielen. Auf dem Wege der Verbesserung des Vereins= und Versammlungsrechts erwarten wir bestimmt weitere Fortschritte. Das schon in der kaiserlichen Botschaft von 1890 versprochene Arbeitskammergesetz muß endlich zur Wirklichkeit werden. Für eine Aufhebung der das Koalitonsrecht hindernden Bestimmungen sind wir stets eingetreten und begrüßen es, daß die nötigen Anderungen endlich vorgenommen werden sollen. Einstimmia und vorbehaltlos bewilligen wir den neuen Kriegskredit und zweifeln nicht daran, daß auch die nächste Kriegsanleihe nicht hinter den Ergebnissen der früheren Kriegsanleihen zurückbleiben wird. Das Opfer, das der Reichstanzler mit der Übernahme seines Amtes dem Vaterlande gebracht hat, wissen wir vollauf zu würdigen und hoffen zuversichtlich, daß es ihm gelingen wird, in diesr schweren Zeit unserem Volke ein machtvoller Führer zu werden. Die Zentrumspartei vertraut ihm in vollstem Maße und ist fest entschlossen, alles zu tun um die Einigkeit und Geschlossenheit des Volkes bis zum Siege zu erhalten. Sie ist eines der wesentlichsten Mittel, um die Leiden des Krieges abzukürzen. Die ganze Welt soll wissen: Deutschland ist einig und wird einig bleiben. Jede Rechnung des Auslandes auf inneren Zwist wird sich als trügerisch erweisen.(Lebhafte Zustimmung.] Wie sich unsere militärische Front als lückenlose, einheitliche, unüberwindliche Wehr darstellt, so muß aus dem Kampfe und den Wirrnissen der letzten Monate auch die innere politische Einheitsfront entstehen. Dann sind wir unüberwindlich. Möge es dem neuen Reichskanzler und seinen Mitarbeitern vergönnt sein, dem Vaterlande das kostbare Gut des gerechten und dauerhaften Friedens bald zu bescheren.(Beifall.) der deutschsprachigen Presse e.V. 1— 1 Italienische Gebirgs=Angriffe gescheitert. Großes Haudtauertier, 2. Aub.(22 B.) Westlicher Kriegsschauplatz Heeresgruppe Kronprinz Rupprecht. Bayerische Sturmtrupps holten östlich von einen Offizier, 46 Mann und zwei Maschinengewehre den belgischen Linien. Tagsüber lag starkes Feuer auf Poelcapelle und zwischen Becelgere und Gheluvet. Estlich von Arrus erhöhte Artillerietätigkeit. Südwestlich von Cambrai ruhte gestern der Kampf. Zwischen Mneuvres und Bourlon, bei Foutaine und Créve=Coeur war das Feuer zeitweilig gesteigert. Auch Cambrai wurde von den Engländern beschossen. Kleinere Vorseldgesechte brachten Gesangene und Maschinengewehre ein. Irant des denlichen Kronpringer Auf beiden Maasusern lebte das Feuer am Nachmittage auf. Eigene Erkundungen verliefen erfolgreich. Bei Diepve wurde ein französischer Vorstoß abgeÖstlicher Kriegsschauplatz und Mazedeu. sche Frout: Keine größeren Kampfhandlungen. Italienische Front. Italienische Angriffe gegen unsere Gebirgsstellungen dem Westufer der Piave und auf dem Monte Tomba Der Erste Generalquartiermeister: Ludendorfs. Unsere Truppen nahmen Rebisomivil(?), westwärts des Weges nach Jerusalem, im Sturm. Bei Nabalus mehrfach wiederholte türkische Angriffe abgeschlagen. Berittene Mannschaften haben sich am 21. November Betania genähert: sie wurden durch starken Gegenangriff zurückgeschlagen bis Bsthr 4. Jel. Die Schlachten von Gaza. Basel, 29 Tcov. Der Bericht über die beiden Schlachten von Gaza ist nun endlich veröffer tlicht worden.„Daily Mail“ schreibt dazu u. a.: D erste Schlacht von Gaza wurde am 26. und 27. März, die zweite am 19. und 20. April geschlagen. Die erste wurde ursprünglich als ein Sieg hingestellt, der sie aber nicht war, und der König mußte telegraphische Glückwünsche entsenden. In dieser Schlacht hatten wir 4000 Mann Verluste. Die zweite Schlacht wurde in einer derart oberflächlichen und zurückhaltenden Weise bekannt, gegeben, daß das Land überhaupt nicht wußte, daß sie geschtegenu##, war. Es beißt jetzt, daß es eine schwere Schlau# wur, die uns 7000 Mann Verluste kostete. In der ganzerz#rrage bat man mit dem Lande gespielt. Wir haben den O#r#######. großer„Soxafalt, untersucht und sind überzeugt, daß er#en wertvolle Nachricht entbält, die der Der Bericht ist augenscheinlich so lange zurückgehalten worden. bis unser Ansehen in jener Gegend durch den General Allenby wiederbergestellt war. Neue U.=Bootbeute. Berlin, 28. Nov.(W2B.) Amtlich. Durch die Tä. tigkeit unserer U-Boote wurden auf dem nördlichen Kriegkschaupletz neuerdings drei Dampfe, und ein Segler vernichtet, darunter ein englischer Frachtdampfer von mindestens 5000 Tonnen, sowie der englische Motorschoner„Morning Star“ mit 180 Tonnen Tonerde von Portsmouth nach Rouen. Einer der Dampfer wurde Englischer Heercsbericht vom 28. Nov. morgens: feindliche Artillerie war auch gestern in der Nähe des Bourlonwaldes tätig. Es fanden aber keine weiteren kämpfe statt. Auf der nördlichen Front hält die feindliche Artillerietätigkeit östlich und nordöstlich von Ypern an. Französischer Heeresbericht vom 28. Nov., nachmittags: Für uns erfolgreiche Vorpostenscharmützel bei St. Quentin. Tahure, Samogneux und am Chaumewalde. Die Beute aus unseren Angriffen auf Juvincourt beträgt 476 Gefangene, 13 Maschinengewehre, 3 Granatwerfer, 8 Schützengrabengeschütze und 400 Gewehre.— Abends: Artilleriekämpfe nördlich der Aisne, in den Argonnen und a dem rechten Maasufer im Abschnitte les Chambrettes. Die englischen Verluste in Flandern! Wiederum ergeben die Veröffentlichungen der englischen Zeitungen über englische Verluste ein erschreckendes Bild. Vom 21. bis 31. Oktober 1917 verloren die Engländer täglich durchschnit 3580 Mann. Zu bedenken ist hierbei noch, daß dies amtliche Angaben sind, in Wirklichkeit wird es wohl noch schlimmer aussehen. Und dabei faseln die Engländer, wir hätten in Flandern eine Million Kämpfer eingebüßt. Wenn dem si wäre, bestände überhaupt keine deutsche Flandernfront mehr. die sich aber doch den Herren Engländern so unangenehm fest gezeigt hat, daß sie zunächst dort abgelassen haben, um zwi schendurch an anderer Stelle, bei Cambrai, ihr Glück zu versuchen. Von den Kriegsschauplätzen. Wien, 29. Nov.(WTB.)] Amtlich wird verlautbart: An der Brenta und auf dem Monte Tomba wurden itolienische Angriffe abgeschlagen. Sonst ist nichts zu melden. Bulgarischer Generalstabsbericht vom 20. Nor. Mazedonische Front: Westlich von Bitolia, auf den Höhenstellungen im Cernabogen und in der Moglena südlich vom Dorfe Gradeschnitza hielt lebhafte Axtillerietätigleit Strumatal Tätigkeit in der Luft.— Doornoschafront: Bei Tulcea und Isaccea Gewehrfeuer. Italienischer Bericht vom 27. Nov. Gestern unternahm der Feind, nachdem er eine furchtbare Beschiehasee#rf, Stellung am Col Beretta, östlich vom Prezerzganggigt Der hatte, mit einer ganzen Division einen Infantert,„erz,iziger Kampf spielte sich mit Erbitterung ab. und die Brrumier, die durch ein starkes Sperrfeuer avgeriegelt waren, wären vielleicht der übermacht in diesem wütenden Angriff unterlegen, wenn nicht Verstärkungen zu Hilfe geeilt n den Gegner gezwungen hätten, sich mit schweren unter Zurücklassung von Gesanzarge, Nacht spopt o um Albanien erzwang der Feind in.. ach. voin 25. zum 26. den übergang uver den Osum, ostich von Berat und. ger: streute unsere albanesischen Banden. Reguläre schlugen den Feind zurück, wobei sie ihm Verluste zufügten. Italienischer Heeresbericht vom. 28. Nov. Auf der Hochfläche von Asiago, im Becken von Primolano, nördlich bretta, und am Mittellauf der Piave führten unsere Batt rien mit Unterstützung von Luftgeschwadern Sammelfeuer auf feindliche Truppenansammlungen und Bewegungen###.### feindliche Flugzeuge wurden abgeschossen und zu. Lundung durch unsere Flieger gezwungen. Englischer Bericht aus Palästina vom 27. Nov. General Ellenby meldet, daß die türkische Infanterie die der britischen Vorhut zurückgedrängt hat, die. nachdem sie den Nahr=Audscha vier Meilen nördlich von Jaffa überquert hatte. auf dessen Nordufer angelangt war. Diese Patrouillen halten gegenwärtig das südliche User und decken den Abgrnggg ier den Fluß. Berittene Truppen eroberten den Bahn## itir und Ain=Karim, 3½ Meilen westlich von Jerusalem. Starke türkische Abteilungen verteidigen die Hochebene westlich von Jerusalem und beschützen die Straße von Jerusalem Schetchem gegen Norden.— Eine weitere amtliche Mild Die Ereignisse Zur See in der vergangenen Woche. Der seien. Besonders erfolghaben die U-Bvote im Mittelmeer##arbeitet und u. a. eine Anzahl Transportdampfer vernichtet, die Kriegsmaterial iglische Palästinafront geladen hatten. An der syrischen Küste wurden ein großer englischer Monitor und ein Zerstörer von Oberleutnant zur See Wendlandt torpediert. Beide Schiffe hatten sich zum Schutze gegen U-Boote in seichtes Wasser hinter eine Netzsperre begeben und offenvon dort aus in den Kampf gegen unsere Bundesgenossen eingegriffen. Mit hervorragendem Schneid hat der tapfere U-Boot=Kommandant. trotzdem er mit seinem Boot in seichten Wasser nur beschränkt tauchen konnte, und trotz der ausgebrachten Netze die beiden englischen Kriegsschiffe durch Doppelschuß erledigt. Auch im nördlichen Eismeer hat ein U-Boot große Erfolge erzielt und neben anderen eine Anzahl für England beladene Dampfer in die Tiefe geschickt. Die Umwälzung in Rußland. Amsterdam, 29. Nov. Ein hiesiges Blatt meldet: Die „Times“ erfahren von maßgebender Seite in Petersburg, daß in einer Zusammenkunft der Gesandten auf der amerikanischen Botschaft beschlossen wurde, Trotziys Rote, die gie, gichr jung pfangen gelten soll, zu ignorieren. In einer gezner Genin im Smolni-Institut kritisierten verschiedene tiecher Aum und Trotzky lebhaft. Großfurst Michael ist im Smolnt=Institut interniert. Der frühere Gehilfe des Kriegsministers Sawinkow erhielt Hausarrest. Wie verlautet, zieht Kaledin große Truppenmassen im Don=Tale zusammen, die durch von der Front genommene Truppen verstärkt werden. Petersburg, 29. Nov.(Meldung des Reuterschen Büros.) Der maximalistische Oberbefehlshaber Krylenko ist an die Front abgereist. nachdem er an Armee und Flotte ein Friedensmanifest erlassen hatte. Die Maximalisten melden die Verhaftung des Generals Ryabtsew, mandeurs im Moskauer Militärbezirk, der den Versuch machte, als Bauer verkleidet zu entkummen. Trotzki hat an den englischen“ Botschafter Buchanan das schriftliche Ersuchen gerichtet, zwei in England internierte russische Untertanen freizulassen und deutet Gegenmaßregeln gegen Engländer in Rußland an. Das Reutersche Bureau meldet aus Petersburg vom 28. November: Das revolutionäre Komitee von Minsk macht bekannt, daß General Balveff. der Befehlshaber an der Westfront, abgesetzt worden ist, weil er sich weigerte, mit den Deutschen über einen Waffenstillstand zu verhandeln. Er ist durch einen Maximalisten ersetzt worden. General K rovizejenko ist verhaftet worden. Trotzky hat die Gehilfen im Auswärtigen Amte, Neratow und Petriajeff. sowie 30 Beamte ohne Pension entlassen, da sie sich weigerten, sich der Oberhoheit der Maximalisten zu unterPetersburg, 29. Nov.(WTB.) Reuter: Die Marimalisten berichten, daß sie nach viertägigem Kampf Petersburg. 29. Nov.(WXB.) Der spanische Geschäftsträger schrieb Trotzki, daß er Trotzkis Note seiner Regierung übermittelt habe. Der Geschäftsträger fügte hinzu, er wolle alles tun, um zu einem Friedensschlusse, nach dem die ganze Menschheit so sehr verlangbeizutragen. Stockholm, 29. Nov.(WTB.) Die Aalandsfrage steht durchaus im Vordergrunde des Interesses. „Aftonbladet“ erklärt in einem Leitartikel: Man könne aus den veröffentlichten Dokumenten entnehmen, daß bei einem Siege der Entente Schweden den Tod gefun den hätte. Jetzt sei man der Gefahr entronnen oder könne wenigstens glauben, daß es bis auf weiteres der Fall sei. Daß die Gefahr, wie man wisse, bestanden habe, beweise klar, wie recht diejenigen seinerzeit gesehen hätten, die verhöhnt und gehaßt wurden auch von denen, denen man eine bessere Einsicht hätte zutrauen müssen, als sie ihre warnende Stimme erboben bätten...„, Die Botschafter der Enteute reisen a5. Hacnl. ur. Rob. „Daily Chronicle“ meldet aus Stockholm: Die hiesigen G sandtschaften der Enteute trafen Vorberenitungen, um das Botschafterpersonal der Entente in Petersburg aufzuneh falls es zum Abbruch der divlomatischen Beziezpggegug schen der Entente und Rußland kommen sollte... gsgisch, daß in diesem Fall der englische, französische und..„ Geschäftsträger in Stockholm eintreffen werden, während### Vertreter ameritas und Japans vorlaufig noch in burg bleiben. Wie verlautet, wird die amerikanische Botschaft in Petersburg von einer starken Abteilung maximalistischer Truppen bewacht, da die Volksstimmung gegen.,#### Amerikaner sehr erregt ist, hauptsächlich, infon### einiger Artikel der großen, amerikanischen Presse, in denen das russische Volk mit der Kriegserklärung bedroht würde, für den Fall, daß es seinen Friedensplan verwirklichen werde. Ein Russe über die Zustände in Rußland. Christiania, 29. Nov. Der„Köln. Ztg.“ wird von hier spräch mit einem Russen, der als Kurier einer Verhandsmgcht gestern aus Moskau hier eingetroffen ist. Er zurtgr:### Zustände in Moskau als fürchterlich. Bei Straßenkämpfen seien Tausende von Personen getötet, darunter auch Frauen und Kinder. Kaledin sei im Anmarsch auf Moskau. Er verfüge angeblich über 200000 Soldaten, von denen jedoch nur ein kleiner Teil Kosaken sei. Daß Kaledin mit dem Großfürsten Nikolai Nikolajewitsch zusammenarbeite, sei nicht erwiesen, aber glaubhaft. Kaledin sei lediglich ein moderner Rauberhauptmann, und genieße kein Verbeim Volke. Kornilow habe die Soldaten gegen sich. Rußland werde sicherlich noch vor Neujahr Frieden schließen. Irgendeine militärische Aktion der russischen Armee sei nicht mehr zu erwarten. Der einzige Gedanke der Soldaten. die größtenteils in den Händen der Bolschewiki seien, sei Friede. Sie verließen ihre Truppenteile und verübten Plündereien. Die Bolschewiki machen ihnen in ihren Aufrufen klar. es keinen Zweck habe, den Krieg fortzusetzen. Ju iu doch nur für England und englisch=russische Kapitalisten kämpfen sollten. Die Revolution sei zu früh gekommen, was die Schuld Englands sei, das jetzt ernte, was es gesät habe. Buchal sei ein persönlicher Feind des Zaren gewesen, den er have um jeden Preis aus dem Wege bringen wollen. Die Japaner an den Ereignissen in Rußland stark würden sicher einen fetten Biesen abbekommen. Wladiwostok solle sich bereits in ihren Händen befinden. Der einzige Weg zur Rettung Rußlands sei der Friede. Aus aller Welt. tags=Ersaspab., Tz.. 1ag higherigm Ahgeordneten, wurde an Steue bes bisherigen Appig Ministerialdirektor Schiffer, Gymnasialdirektor Tritret London, 29. Nov.(WTB.) Reuter: Auf eine der aus Petersburg stammenden Meldung über die angeblich im September in der Schwez nanu1en e Angelegenheiten, Lord Robert Cecil: Wenn menkunft stattgefunden haben sollte, so hat meines Wissens kein englischer Staatsangehöriger daran teilgenommen. Sicher wurde niemand ein Paß ohne ihn dazu in den Stand zu setzen. Auch sind keine Mitteilungen irgendwelcher Art über den Gegenstand zwischen der englischen und der französischen Regierung erfolgt. London, 29. Nov.(WTB.] Reuter. Der ausführende Ausschuß der Arbeiterpartei hat auf einer hier nen Zusammenkunft über die bolländisch=skandinapische, ladung zur Teilnahme an der zweiten Stour# Konferenz beraten. Die Einladung soll dem vere nigten Ausschuß, der aus Vertretern der Gewerkvereine und der Arbeiterpartei besteht, überwiesen werden. Zusammenkunft der drei nordischen Könige. Christignia, 28. Nov.(WTB.] Der König von Schweden und ver König von Dänemark sind in Begleitung ihrer Ministerpräsidenten und Minister des Außern hier eingetroffen. Empfang war König Haakon von Norwegen aus dem Bahnhofe erschienen. Die Stadt ist geschmückt. Abends fand zu Ehren der Gäste Galatafel statt. Zu den Ententeumtrieben in der Schweiz wird in der Provogande in der Eein Interesse daran hätte, die mitteilt, Privatdriefsendungen im Gewicht von über 50 Gramm (Feldpostpäckchen) an Heeresangehörige, und zwar ohne Unterschied ob die Sendungen an Heeresangehörige im Felde ode an Angehörige im Inlande befindlicher Truppen gericht sind, für die Zeit vom 15. bis einschließlich 24, Zezember g den Postanstalten weder angenommen noch befotkett D gleiche Verkehrsveschränkung tritt mit nucksicht auf den Neujahrsbriefverkehr wie im Vorjahr für die Zeit vom 29. De zember bis einschließlich 2. Januar ein. O Volkszählung und Schule. Über die Beteiligung der Schul der Volkszählung hat der Unterrichtsminister eine ausführlich Verfügung erlassen. Zur sehlerlosen und ordnungsmäßigen Durchführung ist ein gut unterrichtetes Zählerpersonal notwendig, ur mehr als viele Haushaltungsvorstände abwesend sind. Die Zahl# müssen auftlären und vielsach selbst die Listen ausfüngz ric gierungen sind deshalb ersucht worden, auf eine möglichst zan####Beteiligung der Beamten und besonders der Lehrer und Lehrerinnen aller Unterrichtsanstalten hinzuwirken. Daneben werden geeignete Schüler der oberen Klassen der höheren und mittlergz., Schulen, der Gewährsmann der„Voss. Itg.“ kann nach Erkundigung an maßgebender Stelle in Zürich mitteilen, daß der bisherige Gang der Untersuchung nicht den desten Anhaltspunkt für solch unsinnige Andeutungen ergeben hat. Die revolutionären Vorgänge, die aus der wirtschaftlichen Lage zu erklären seien, wären in erster Linie auf das Treiben geistig nicht ganz normaler Persönlichkeiten zurückzuführen, sowie auf Umtriebe von anderen Personen, deren anarchistische Gesinnung der Polizei schon langere Zeit bekannt sei. Aus der Stadt. Münster, 29. November. 2 Vom 15. bis 24. Dezember keine Feldpostpäckchen. Wegen der Beförderungsschwierigkeiten werden, wie die„Voss. Ztg.“ Lehrerbildungsanstalten sowie ältere, zuverlange Volls#chnter das Zählers übernehmen können, wenn ihnen Erläuterungen zu den Zählpapieren gegeben werden. Die Fragen der Haushaltungsliste können auch im Schulunterricht selbst besprochen werden. Diensterleichterungen oder Urlaub soll nötigenfalls nicht nur für den Zähltig selbst, sondern auch für den Tag vor und nach dem Dezember in ausreichendem Umfange gewährt werden. Im Not. falle kann der Unterricht für ganze Schulen oder einzelne Klassen aus fallen. Der Minister erwartet, daß alle geeigneten Kräfte seines Amtsbereichs zur sorgsamen Mitarbeit gern bereit sein werden. Vom Standesamt. Sterbefälle. 27. Nov. Arbeiter Hermann Bever 49 J.— Eisenbahn=Oberschaffger, Wilhelm Runde, 42 J.— 28. Avotheker Theodor Ball. 60 J.— Hüttenarbeiter Paul Dini, 33 J. Ritteilungen des städtischen Kriegsausschusses. Freitag 1. Hälfte der Magermilchkundenliste. Freitag Butterverkauf von 8—12 und 2—7 Uhr Servatiiplatz 5301—6700, Stadthalle 8601—4600, Göbenstraße 3401—4400, Kreuzstraße 3101—3900, bis 2500. Kopfmenge 50 Gramm, Preis 31 Pf. Neue Brotkarte(Militärausweiskarte) und Kleingeld mitbringen! An der Verkaufsstelle Kreuzstraße Eierverkauf in der Reihenfolge des Butterverkaufs. Durch Bekanntmachung des Magistrats vom 28. November 1917 sind die Höchstpreise für Brot wie folgt festgesetzt worden: für 1 Kriegsbrot von 5 Pfd. auf 1,05 Mk.(Erhöhung 5 Pf.), für 1 Kriegsbrot von 2½ Pfd. 053 Mk.(Erhöhung 3 Pf.), für 1 Pfd. Kriegsbrot, geschnitten, 0.24 Mk. 2 Pf.), für 1 Pfd. Schwarzbrot, geschnitten, 0.22 Mk.(Erhöhung 1 Pf.), für 1 Pfd. Schwarzbrot, ungeschnitten, 0.20 Mek.(Er höhung 1 Pf.). Die Erhöhung der Preise ist auf die allgemeine Erhöhung der Geschäftsunkosten der Bäcker und beim Kriegsbrot insbesondere auch darauf zurückzuführen, daß der zur Brotstreckung benötigte Kartoffelteig und die bei der Verwendung des Kartoffelteigs zu leistende Mehrarbeit eine Verteuerung mit sich bringen.„.... Breif, wäck. une Die Beibehaltung der bisherigen Preise wurde nur bei einer völligen Ausschaltung der Wiederverkäufer beim Brotverkauf in Erwägung zu ziehen gewesen sein, demgegenüber ist aber nach Berücksichtigung aller in Frage kommenden Verhältnisse die Notwendigkeit der Aufrechterhaltung des kleingewerblichen Zwischenhandels ausschlaggebend gewesen. Handel und Industrie. &am Lengericher Portland=Cement und Kaltwerke, Münster i. W. Münster, 28. Nov. In der heutigen außerordentlichen Generalversammlung wurde das Fusionsangebot an die Wicking'schen Portland=Cement- und Wasserkalkwerke Reckl.nghausen zu Recklinghausen von allen vertretenen 1177 Aktien eintimmiag beschlosen.(BT3, Von der Berliner Börse. Berlin, 29. Nov. Die schon gestern in die Erscheinung getretene Zurückh##lung und Einschränkung in der Geschäftstätigkeit wegen der bevorstehenden Wiederaufnahme des amtlichen Börsenverkehrs blieb auch heute bestehen. Die Grundstimmung war aber trotzdem ziemlich behauptet, wenn auch auf einigen Gebieten weiter realisiert wurde. Niedriger notierten Petroleum=, Orientbahn= und Türkische Tabakaktien, wogegen Montan=, Schifffahrts=, Rüstungs= und chemische Aktien in den Kursen nicht wesentlich verändert waren. Als kräftig gesteigert sind Deutsche Kali=, Stettiner, Chamotte= und Berlin=Anhalter Maschinenaktien zu erwähnen. Anderungen von Bedeutung waren auch im weiteren Verlaufe des Verkehrs nicht eingetreten. Wie schon gestern, war auch heute die neue Verordnung über die Lieferungsprämie für Hafer der Gegenstand lebhafter Unterhaltung bei den am Produktenverkehr beteiligten. Die Prämie beträgt 70 Mark bis zum 31. Dezember und ernie drigt sich dann auf 30 Mark bis zum 31. Januar, wo die Auszahlung der Prämie aufhört. Beachtenswert ist, daß die selbe für bisherige Lieferungen nachbezahlt wird. Im Rübengeschäft ist es teilweise, besonders für Runkelrüben, stiller geworden, wenngleich die Kauflust noch recht rege ist. Im Sämereihandel hält die Nachfrage nach allen landwirtschaftlichen Sämereien an. Der Drusch von Seradella und Rotklee hat nach Beendigung der Feldarbeiten nunmehr in verstärktem Maße begonnen. Ein größeres Angebot zeigt sich noch nicht. Im Handel mit Saatgetreide hat sich nichts geändert. Dasselbe ist von Rauhfutter zu sagen. Devisen=Kurse der Berliner Börse. Telegr. Auszahlungen für: Ge 28. 11. für Mk. 100 Gulden„ 298.75 100 Kronen 226,50 100 Kronen„ 253.75 100 Kronen„ 227,75 100 Franken 155.25 100 Kronen 64.20 100 Leva 80.75 100 türkische Pfd. 20.45 100 Pesetas 136,50 Holland Länemark Schweden Norwegen Oesterr.=Ung. Bulgarien Türkei Spanten Du vinignen Preisea empfehle: Eine große Partie moderne Brillantringe, im Preise von 100—1200 Mark, Brillant=Ohrringe mit Perlen, Brillant=Colliers. gold. u. silb. Uhren, Uhrketten, Armbänder, Vorstecknadeln, Regulateure etc. etc. E. Heischer, Wilmergasse 17/18 im alten Lokal. Geschäftszeit währerd des Krieges von 6—12 morgens und von 3—6 mittags. Karoir in großen und kleinen Mengen lieferbar. Behrens, Uppenberg 157, Fuhren aller Art, ein= und zweispännig, m. verdecktem u. flachem Rollwagen, werden übernommmen. Orgelstraß:, Nr. 28. Telephon 1738. Habe noch 2—8 Morgen Buchenbestand abzugeben. 10—40 cm Durchmesser. Nah. Jerd. Reismann, Münster i. W., Weselerstr. 5. 7000 Mk. auf gute Hypoth. zum 1. 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Joachim Jestram sagen wir herzlichen Dank. Die trauernden Angehörigen. Portemonnate m. 70 M. Inh. verl. v. Ludger##lo### durch die Prom. z. Bahnhof. Abzuged. gegen lohnung Breitegasse 26. Gold. Kneiser am Mittw. abend v. Horsteberg bis Lud. geristr. verl. Geg. Bel. abz. Dorotheenstraße 37, port. Die von and, erk. Person. die Mittwoch zwisch. 4—5 Uhr bei Althoff die schw. Leder(Inh. Schlüsselbund, Seifenk.) entwendet hat, wird ersucht, dieselbe innerhalb drei Tagen dort abzugeben, andernfalls Anzrier erfolgt. Vom Bahnhof, Casee Wagner bis oberhalb Lambertikirche und zurück Vortemonnaie m. Inh. verloren gegang. Nachr. erb. Frau Adolf Nser, Hoptstraf amim S! a. 19 gegen gute Sicherheit. Offerten u. S 2678 bef. Aug. Roles, Mark= 37. Bäckerei#. auf sofort oder später zu miegesucht. Cfl. mit Angalder Lage und Preie unter BO112 an die Weichättott. ien 266 Barmen: R., Saustraße 6. Handtasche mit Inhalt Dienstag abend Arbeiterhaus (Wagnerkonzert) verler. 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Kompagnie des LandsturmBataillon 7 unseren herzlichsten Dank aus Familie Rorke. 5 Nach mehr als 27jähriger Krankheit entschlief gestern ruhig und gottergeben in der Alexianer=Anstalt Haus Kannen, nach dem Empfang der hl. Sterbesakramente mein lieber Mann, unser guter Vater, Großvater, Schwiegervater, Bruder, Schwager und Onkel, der Medgermeisster Heinirich Fape-kann im 63. Lebensjahre. Münster i. W., Goldstraße 31, Herbern, Handorf, Billerbeck, Köln, den 27. November 1917. Im Namen der Hinterbliebenen: Frau Josephine Hagemann geb. Heitdaum. Heute morgen ¼ vor 7 Uhr entschlief sanft und ruhig, verschen mit den hl. Sterbesakramenten, im 84. Lebensjahre an Altersschwäche unser lieber Schwager, Vetter und Onkel Herr Apotheker Plesder-Van. Mänster, den 26. November 1917. Im Narnen der Angehörigen Frau A. Valk geb. Falger. Der Verstorbene wird nach Münster überführt; die Beerdigung findet Freitag, den 20. November, nachmittags 3½ Uhr von der Leichenhalle des Clemens=Hospitals, Loerstraße aus statt, das feierliche Seelenamt Freitag morgens 9 Uhr in der St. Ludgeri=Pfarrkirche. Sollte jemand aus Versehen keine besondere Anzeige erhalten haben, so bitten wir, diese als solche angilechen. Die Beerdigung findet am 1. Dezember, nachmittags 1/34 Uhr, vom Trauerhause(Kreuzstr. 4) stalt, das feierliche Seeienamt am selben Tage, morgens 9 Uhr, in der Liebfrauen-Plarrkirche Ee wird gebeten, von Kransspenden abauschen Das Aniversarium für die Eheleute Franz Hötte und S Johanna Hötte ged. Deiters findet im hohen Dome statt: die Vigilie Freitag. 20. November, 2 Uhr, das Requiem Samstag, 1. Bezember, 9 Uhr.