der deutschsprachigen Presse e.V. viertelzühnlich: Ausgebe A(ohne „Wochenschau") in Münster zweimal täglich fro ins Haus gebracht 2 Mk. 10 Pfg.,— auswärts von der Post abgeholt 2 Mr. 10 Pfg., durch den Briefträger gebracht überall, wo mur einmal im Tage Briefbestellung stattfindet, 2 Mk. 52 Pig. in Orten mit zwei= und mehrmaliger Bestellung 2 M. 32 Pfg.- Ausgabe 8(mit„Wochenschau") vierteljährlich 60 Pfg. mehr Fernspr.: Redaktion u. Verlag Nr. 2448, 2449 u. 2450. Geschäftsstelle(Michaelisplatz 9) Nr. 76. Zwei Ausgaber ügich. und Münsterische Volkszeitung. 46099 Abomenten. Anzeigen: Der Raum für die Anzeigenspalte, 33 mm breit,„Zmm hoch, 25 Pf.; bei Anzeigen aus dem R.=Bz. Münster 20 Pf., aus der Stadt Münster 15 Pf.(für Aktiengesellschaften 2c., Vereine und Behörden 25 Reklamen: Der Raum für die Reklamespalte, S7mm breit,„Zmm hoch, 1 Mk.— Für Erfüllung von Platz= vorschriften wird keine Gewähr, sowie für Druckfehle. keine Haftung übernommen. Etwaiger Rabatt gilt als Kassenrabatt u. kann verweigert werden, wenn Zahlung nicht Lingen 4 Wochen nach Erhalt der Rechnung erfolgt.— Gebühr für Beilagen nach Gewicht Zweite Ausgabe. Samstag, 24. November 1917. 66. Jahrgang. Nr. 842. Die Waffenstillstandsverhandlungen eingeleiter. Der russische Höchstkommandierende abgesetzt. * Berlin, 23. Nov.(Eig. Meld.) Der„Tagl. Rundschau“ geht aur dem Haag eine Londoner Reutermeldung folgenden Inhalts zu: Hier lief eine drahtlose Devesche aus Petersburg ein, die besagt, daß die Bolschewiki den Höchstkommandierenden Duchonin abgesetzt haben, weil er sich weigerte, die Verhandlungen über einen Waffenstillstand einzuleiten. An seiner Stelle wurde Krylenko ernannt. Die Maximalisten melden ferner, daß sie gestern die Verhandlungen bereits begonnen haben. Das Wiener k. k. Korresvondenz=Bureau berichtet über den Tatbestand der Weigerung und Absetzung des Oberkommandierenden wie folgt: Lenin hat an die Soldaten und Matrosen der russischen Armee die telegraphische Mittzilung gerichtet, der Rat der Volkskommissare habe dem russischen Oberkommandierenden Duchonin am 20. November besohlen, allen Kriegführenden einen Waffenstillstand vorzuschlagen. Der Oberkommandisrende Duchonin, dem diese Depesche am 21. November nachts zugekommen sei, habe darauf bis zum Abend des genannten Tages nicht geantwortet, worauf Lenin im Auftrage des Rtates der Volkskommissare von Duchonin Aufklärungen verlangt habe. Da dieser ausweichend antwortete, sei ihm befohlen worden, die Verhandlungen wegen eines Waffenstillstandes unverzüglich aufzunehmen, worauf er sich kategorisch geweigert habe, sich diesem Auftrage zu unterziehen. Der Rat der Volkskommissare erklärte hierauf Duchonin von seinem Posten als Oberkommandierender enthoben und ernannte Krylenko zum Oberkommandierenden. Kopenhagener„Aftonbladet“ gibt die Außerung eines aus Petersburg in Stockholm angekommenen englischen Ingenieurs wieder, der erklärte, es sei nicht mehr zu leugnen, daß Petersburg geradezu nach dem Frieden dürste. Das russische Volk habe nur noch einen einzigen Gedanken: Frieden um jeden Preis. Kein Mensch kümmere sich mehr um die Ereignisse an der Front; ja, es falle niemandem mehr auf, daß keine Generalstabsberichte mehr erscheinen. Wien, 23. Nov.(WTB.) Ministerpräsident v. Seidler beantwortete im Abgeordnetenhause die Anfragen der Sozialisten und der anderen Abgeordneten über das russische Waffenstillstandsangebot folgendermaßen: Auf Grund der Mitteilungen des Ministers des Außern erfolgte bis zur Stunde kein Waffenstillstandsangebot an der Ostfront. Sollte ein solches ergehen, wird es die K. u. K. Regierung sofort gemeinsam mit den Bundesgenossen einer wohlwollenden Prüfung unterziehen. Annehmbare Vorschläge werden angenommen.(Zwischenrufe.) Der Minister des Außern fügte jedoch bei, daß die in Gärung befindlichen ungeklärten Verhältnisse im russischen Reiche noch nicht klar erkennen lassen, ob die Friedensvartei tatsächlich wird ihren Willen durchsetzen können. Ich bitte das hohe Haus, diese Mitteilung zur Kenntnis zu nehmen. Budapest, 23. Nov.(WTB.) In der Sitzung des Finanzausschusses erklärte Ministerpräsident Wekerle auf eine Anfrage betreffend das russische Friedensangebot folgendes: Wir haben keine unmittelbare Verbindung mit Rußland, sondern erhalten die Nachrichten teils über Stockholm, teils über andere skandinavische Länder. Die in den heutigen Blättern enthaltene Nachricht erfuhr bisher keine amtliche Bestätigung. Jedenfalls müssen wir uns Sicherheit verschaffen in der Richtung, ob derjenige, mit dem wir verhandeln, eine Macht von dauerndem Charakter vertritt. Abgesehen davon wird natürlich die Friedensbereitschaft unser Vorgehen leiten. * 5' Amsterdam, 23. Nov.(Köln. Ztg.) Der neue russische Minister des Auswärtigen, Trotzki teilt mit, daß die russische geheime diplomatische Korresvondenz sich in seinem Besitze befinde und unverzüglich veröffentlicht werden solle. Bern, 23. Nov.(WTB.) Die„Times“ melden. General Mifrawjew, Kommandant der Truppen in Petersburg, habe seine Entlassung genommen. Er werde wahrscheinlich ein Spezialkorps bilden, um gegen Kaledin zu marschieren. Amsterdam, 23. Nov.(WTB.) Reuter meldet aus Petersburg: Der Gemeinderat hat die Wählerlisten für die verfassunggebende Versammlung ausgegeben. Es sind 19 Parteien vorhanden. Lenin erließ eine Proklamation, in der er erklärt, daß die gesamte Staatsgewalt in die Hände der Sowiets übergegangen sei und die Bauernräte auffordert, in ihren Distrikten die Macht an sich zu reißen. Die Zeitungsanzeigen wurden für Staatsmonopol erklärt. Das amerikanische Konsulat in Moskau stellte dem revolutionären Militärausschuß die Notwendigkeit, daß sofort Maßregeln zum Schutze des Lebens und des Eigentums der Ausländer getrossen würden, vor. Einem hiesigen Blatte zufolge melden die„Times“ aus Petersburg vom 21. November, die Lebensmittelversoraung sei völlig desorganisiert. Die größten Restaurants waren Dienstag ohne Brot. Die Rationen für die Familien wurden herabgesetzt. Die Hungersnot steht vor der Tür. Stockholm, 23. Nov.(WTB.]„Nowaja Shifn" teilt mit, daß der Rat der Volkskommissare von der russischen Armee die Nachricht erbielt, es fehle an Brot und die Hungersnot greife um sich. Nach mehreren Petersburger Zeitungen bat der Oberbefehlshaber der Westfront telegraphisch um beschleunigte Maßnahmen zu Anichaffungen für die Armeen. In allen Abteilungen des russischen Kriegsministeriums, ausgenommen derjenigen der Artillerie und der Intendanturleitungen wurde die Arbeit eingestellt. Der frühere Kriegsminister Werschowski soll im Hauptquartier des Oberbefehlshabers angelangt sein. Das Blatt meldet weiter, daß der vollziehende Hauptausschuß beschlossen habe, daß sämtliche Blätter ungehindert erscheinen könnten, mit Ausnahme von„Rietsch",„Nowoje Wremja" und einigen anderen. □ Genf, 23. Nov.(„Frankf. Ztg.“] Der russische Botschafter Matlakoff erklärte dem„Temps“ zufolge, der Sowjet der Volksvertretung, der den Befehl zur Einleitung von Waffenstillstandsverhandlungen unterzeichnete, sei nicht als Regierung Rußlands zu betrachten, da er weder Regierung, noch anerkannt sei, noch ihm gehorcht werde. Der Befehl wende sich mehr an die ermüdeten und unwissenden Soldaten, um sie gegen ihre Führer aufzuhetzen und sie zur Anarchie zu bringen.(Daß der russische Botschafter in Paris eine solche Erklärung abgibt, ist ja nicht verwunderlich.) c' Von der schweizerischen Grenze, 23. Nov.[Köln. Zte.) Wie die französischen Blätter aus Tokio melden, sind in verschiedenen sibirischen Städten schwere Unruhen ausgebrochen. Der Telegrammverkehr mit Tomsk ist eingestellt, da die Maximalisten die Telegraphenämter in allen Städten deschlagnahmt haben. Viele Japaner haben Sibirien verlassen. Berlin, 23. Nov.(WTV.] Nach einer Meldung der „Köln. Ztg.“ hatte der„Vorwärts“ mit Bezug auf das Wafsenstillstandsangebot der Bolschewikiregierung eine Meldung der„Taily News“ aus Petersburg angezogen, in der es heißt. in Petersburg werden Nachrichten verbreitet, daß Deutschland auf das Telegramm der„Sowjets“, in dem diese den Frieden fordern, mit der Erklärung geantwortet habe, Deutschland könne nur nach Wiederherstellung der Monarchie oder nach Zustandekommen der gesetzgebenden Versommlung mit Rußland unterhandeln.— Eine Erklärung der deutschen Regierung, wie sie die„Doily News“ brachten, ist selbstverständlich nicht erfolgt: es ist ein unverrückbar feststehender Prundsatz der deutschen Regierung, sich in die inneren VerWltnisse der seindlichen Staaten nicht einzumischen. Das ist auch oft von maßgebender Stelle deutlich ausgesprochen worden. Ein Anschlag' auf die russische Staatobank. Haag, 22. Nov. Reuter meldet aus Petersburg: Menjinski, maximalistischer Bevollmächtigter und Oberst Murawieff erschienen gestern an der Spitze einer Abteilung der Petersburger Garnison und einer Abteilung der Reten Garde vor der Staatsbank und verlangten innerhalb 10 Minuten 10 Millionen Rubel. Menjinski erklärte, daß jeder, der sich diesem Befehl widersetzen würde, als Verräter behandelt werden solle. Die Dixektoren der Bank und verschiedene Abgeordnete des Gemeinderates und des Bauernbundes konferierten in einem Zimmer des Bankgebäudes. Die Türen jener Zimmer, in denen die Geldschränke untergebracht sind, wurden von Posten des Semenowskiregiments bewacht. Die Direktoren und Abgeordneten weigerten sich einstimmig, dem Befehl Folge zu leisten. Nach Ablauf von 10 Minuten erfolgte jedoch keine Maßnahme, da sich herausgestellt hatte, daß Menjinski und Murawieff von der russischen Regierung zu diesem Vorhaben nicht bevollmächtigt waren. Abgeordnete von der Front, die zugegen waren, schlossen sich hierauf einem Protest gegen den Angriff auf das Bankgebände an. Murawjeff zog seine Truppen zurück und stattete dem maximalistischen Rat einen Besuch ab. Er kehrte eine Stunde später mit der Botschaft zurück, daß der Rat erklärte, daß die Forderung nicht in Übereinstimmung mit den Gesetzen sei. Murawieff äußerte dann sein Bedauern über seine Beteiligung an diesem Zwischenfall. Nach einer anderen Meldung hat Lenin später den Leiter der Staatsbank verhaften lassen, weil er sich der Herausgab; der zehn Millionen widersetzt habe. Abstimmung im russischen Heere über den Frieden. Genf, 23. Nov.(BB.) Die„Morningpost“ meldet aus Petersburg: In den der Rezierung ergebenen Frontteilen fanden Abstimmungen der Truppen über die Friedensresolution der gegenwärkigen Regierung statt. Vertreter des Petersburger Arbeiter= und Soldatenrats überwachen die Kontrolle der Abstimmung, deren Ergebnis nicht veröffentlicht wird, die aber eine suggestive Wirkung auf die übrigen Frontteile auszuüben beginnt. Bei der traurigen Lage des russischen Heeres an den Fronten dürfte das Ergebnis der Abstimmung nicht zweifelhaft sein. Laut„Birshewiia Wjedomosti“ vom 1. 11. hat der Regierungskommissar bei einem sibirischen Armeekorps, Trigubsky, felgendes Telegramm an den Ministerpräsidenten, den Kriegsminister und den Vorsitzenden des Vorparlaments gesandt:„Das Heer ist von der Heimat vergessen und im Stich gelassen, es ist seinem Schicksal überlassen und leidet unter den schwersten Entbehrungen. Es leidet bitteren Mangel an Brot, Fourage, Stieseln und warmer Kleidung und braucht dringend Verstärkungen. Weiß das die Regierung? Weiß das Rußland? Zum ersten Male während dieses Krieges können die Feldbäckereien wegen Mangels an Mehl tagelang nicht arbeiten. Die Offiziere und Soldaten können in den vordersten Stellungen ihren Dienst nicht tun, weil sie keine Stiefel mehr haben. Das Pserdematerial ist wegen Futtermangels in einem deratigen Zustand, daß kein einziger Batteriechef die Sicherheit haben kann daß seine Pferde die Geschütze vorwärts bringen können, wenn sie einmal auf nicht chaussierten Wegen vorgehen sollen. In den. Schützengräben fragen mich die Soldaten, warum keine Verstärkungen geschickt werden, während sich im Innern des Landes so viele Soldaten herumtreiben. Warum keine Stiefel verteilt werden, wenn verlangt wird, daß die Soldaten im Herbst im tiefen Schmutz Patrouillen gehen. Und ich schäme mich, den Soldaten ins Auge zu sehen, und ich kann ihnen keine andere Antwort geben, als daß Rußland sie vergessen hat. As Fronckommiffar, der für vie erfolge an der Front verantwortlich ist, halte ich es für meine Pflicht, der provisorischen Regierung zu melden, daß die Desorganisation der Heeresversorgung bei den Truppen eine tiefgehende Unzufriedenheit herporrnft, die sich gegen die Vorgesetzten und die Heeresorganisationen richtet, die doch nicht imstande sind, irgend etwas zu erreichen. Diese Desorganisation untergräbt bei den Truppen unaufhaltsam das Vertrauen zur provisorischen Regierung und schafft einen günstigen Boden für die verbrecherische Propaganda gegen die Regierung und das Heer.“— Der Petersburger Gemeinderat erhielt ein Telegramm vom 12. Armeekorps, das an der Front steht. Es erklärt, dem Hungertode nahe zu sein. Der Verband der Eisenbahner empfing einen ähnlichen Bericht. Ein neuer englischer Durchbruchsversuch gescheitert. Berlin, 23. Nov.(WTB.) Amtlich. Abends: An der Schlachtfron: südwestlich von Cambrai ist ein ernenterenglischer Durchbruchsversuch unter den schwersten Verlusten für den Feind gescheitert. Im Osten keine größeren Kampfhandlungen. Aus Italien nichts Neues. Berlin, 23. Nov.(WTV.) Der englische Durchbruchsversuch in Richtung auf Cambrai ist nach den üblichen ersten. zur Regel gewordenen Anfangserfolgen trotz des Einsatzes ungezählter frischer englischer Divisionen und trotz gruppenweiser Verwendung von mehreren hundert Tanks blutig gescheitert. Der dritte Taa dieser Schlacht war ein voller Erfolg der deutschen Truppen. Der Feind versuchte am 22. November sowohl im Norden wie im Süden, die Einbruchsstelle durch erbitterte Angriffe neuer Reserven zu erweitern und gleichzeitig in Richtung auf Cambrai Boden zu gewinnen. Unter außerordentlich hohen Verlusten brachen die seindlichen Massenangriffe zusammen. Nach erbitterten Kämpfen stürmten die deutschen Truppen den Ort Fontaine selbst, den die Engländer am Vortage unter schweren Opfern hatten besetzen könnten. Auch weiter südlich gewann unsere tapfere Infanterie Gelände. Um den Eindruck ihrer fortgesetzten Niederlagen abzuschwächen, macht die englische Presse mit dem lokalen Geländegewinn in Richtung auf Cambrai eine alles Maß übersteigende Reklame die zugleich die wirklich großen Erfolge der Mittelmächte in Italien in den Schatten stellen sollen. Zwischen Brancgurt und Juvincourt wurde ein exnauterfranzösischer Vorstoß verlustreich für den Feind abgewiesen. In Italien sind zwischen Breuta und Biade für uns gunstig fortschreitende Kämpfe im Gange. An der Viave selbst haben die Italiener ihre Artillerie nach Gefangenenaussagen durch französische Batterien verstärkt, die rücksichtslos Ortschaften, Schlösser und Kirchen beschießen. Blübende italienische Dörfer zerfallen in Trümmer, unersetzliche Kunstschätze werden vernichtet. Von den Kriegsschauplätzen. Bern, 23. Nov.(WTB.]„Osservatore Romano“ kündigt die Schließung sämtlicher Schulen Oberund Mittelitaliens wegen Lehrermangels und Mangels an Unterkunftsräumen für die Truppen an. „Petit Journal“ meldet aus Rom, General Fayolle mit seinem Generalstabe passierte Turin auf der Reise nach der italienischen Front. c' Von der schweizerischen Grenze, 23. Nov.(Köln. Ztg.) Einige römische Blätter sind über den Verlauf der Gebirgsschlacht zwischen Brenta und Piave sehr beunruhigt und betonen. ihr Ausgang werde für die Geschichte Italiens von endgültiger Bedeutung sein. Der Militärkritiker des„Corriere della Sera“ schreibt: Die Truppen der 4. Armee werden auf eine harte Probe gestellt. Die Verteidigung dürfte um so züher geführt werden je verwundbarer sich die Stellungen gestalten. Auf eine Unterbrechung der Schlacht ist nicht zu hoffen. Der Verlust einer Stellung kann unmittekbar auf die ganze Front zurückwirken. Um den Feind am Fuße jener Berge und Hügel zurückzuhalten, sind vor allem neue Verstärkungen notwendig. „Tazu kündigt der Pariser„Figaro“ eine große Schlacht an der Piave an und teilt gleichzeitig mit, das italienische Heer sei auf alles vorbereitet. Bern, 23. Nov.(WTB.) Die italienische Regierung hat die Zurückziehung der Kriegsgefangenen von den Landarbeiten angeordnet. An ihrer Stelle sollen Flüchtlinge verwandt werden. Das Oberkommando erließ die schärfste Strafandrohung gegen diejenigen, die Soldaten ohne Urlaubsschein, wenn auch nur eine Nacht, beherbergen. ∆ Das Schicksal der im Ententeheer kämpfenden russischen Soldaten. Wie aus London berichtet wird, sind in letzter Woche in Portsmouth über 1000 russische Soldaten aus Frankreich eingetroffen, die sich weigerten, länger an der Westfront zu kämpfen und verlangten, nach Rußland zurückgebracht zu werden. Die englische Regierung hat ihre Zustimmung verweigert und die Russen auf der Insel Wight internieren lassen. Weitere 8000 der in Frankreich eingesetzten Russen sind zwangsweise nach Saloniki transportiert. Der Rest wurde zu Wegebauten und ähnlichen Arbeiten verwandt. Englischer Bericht aus Ostafrika. Unsere Truppen besetzten, indem sie die Verfolgung des Feindes auf der MakendeHochfläche fortsetzten, Lutschemi, vier Meilen südöstlich Tschiwata, am 17. November. Bei dem Durchmarsch durch schwieriges Gelände begegnen sie ziemlichem Widerstand. 172 unbeschädigte Gewehre wurden gesammelt. Am 18. November besetzten unsere Kolonnen ein großes Lager des Feindes in der Nähe von Ambundinga(?), fünf Meilen nordwestlich der Kitangari=Missionsstation, wo 20 deutsche Offiziere, 242 andere deutsche Kämpfer, 14 deutsche Nichtkämpfer und 700 Askaris sich ergaben. Hierbei wurden 25 englische, 2 belgische und 5 portugiesische Kriegsgefangene befreit. Der Rest der feindlichen Streitkräfte wurde in den Ajantae(?) getrieben.— Portugiesische Truppen nähern sich der Umgebung von Nevala von Süden. Die letzte der feindlichen 4,5=Zoll=Feldhaubitzen wurden unversehrt auf der Straße Mahniwa=Ndanda[?) entdeckt, wo sie am 9. oder 10. November zurückgelassen worden war. In der Nähe von Mandebe, 38 Meilen südwestlich Liwale, hatten englische und belgische Kolonnen am 15. und 16. November mit feindlichen Kräften ein Gefecht, die versuchten, vom Mahenge=Gebiet nach Süden durchzubrechen. Außer den Verlusten des Feindes bei Mandebe, welche noch nicht gemeldet sind, wurden 798 deutsche Europäer seit dem 1. November getötet oder gefangen durch unsere verschiedenen Kolonnen. Der Seekrieg. Amsterdam. 23. Nov.(WTB.) Ein hiesiges Preßbureau meldet aus Rotterdam, daß die Mannschaften des Dampfers „Megrez“ erklärten, daß auch die Dampfer„St. Annaland“ und„Woenstrecht" torpediert sein sollen. Bei den betreffenden Schiffahrtsgesellschaften ist hierüber noch kein Bericht eingelaufen. Amsterdam, 23. Nov.(WTB.) Aus Ymuiden wird berichtet: Gerüchtweise verlautet, daß der neue Motorschoner „Thalatto“ auf Mine gelaufen und schwer beschädigt in den Hafen geschleppt worden sei. □ Bern, 23. Nov.(„Frankf. Ztg.“) Der„Tagesanzeiger“ meldet: Die Verhandlungen zwischen Japan und den Vereinigten Staaten über die Schiffsraumtonnage werden sehr wahrscheinlich bald wieder aufgenommen werden. Das Seegefecht vor der Deutschen Bucht. Berlin, 23. Nov. Aus den nunmehr vorliegenden Berichten unserer Seestreitkräfte erhalten wir über den Zusammenstoß mit englischen Schiffen vor der Deutschen Bucht am 17. November folgendes Bild: Am 17. November morgens trafen unsere die Deutsche Bucht sichernden leichten Streitkräfte unter Führung des Kontreadmirals v. Reuter etwa 90 Klm. nördlich von Helgoland bei unsichtigem Wetter auf englische Seestreitkräfte und erhielten von ihnen Feuer aus schweren und mittleren Kalibern. Unsere kleinen Kreuzer und Torpedoboote stießen zur Sicherung der vor ihnen befindlichen Minensuchfahrzeuge und zur genaueren Feststellung des Gegners nach NW. vor, während die schwach armierten Minensuchfahrzeuge sich planmäßig zurückzogen. Nachdem diese Ziele völlig erreicht waren, führten unsere Kreuzer und Torpedoboote mit dem Feinde ein Gefecht auf südöstlichem Kurs um den Anschluß an unsere rückwärtigerstehenden, kampfkräftigen Schiffe herbeizuführen. Die feindlichen Streitkräfte bestanden, wie durch unsere Schiffe und Flugzeuge festgestellt wurde, aus Großkampfschiffen(Linienschiffe oder Schlachtkreuzer) und einer größeren Zahl modernster, kleiner Kreuzer und Torpedobootszerstörer. Im Verlaufe des Gefechts erhielten, wie einwandfrei beobachtet wurde, die feindlichen Großkampfschiffe 5 Treffer, die feindlichen kleinen Kreuzer 6 Treffer, die Zerstörer 3 Treffer. Einer der Treffer rief auf einem Schlachtkreuzer eine Detonation mit hoher Stichslamme hervor. Der Schlachtkrenzer drehte daraufhin ab und fiel für das weitere Gefecht aus. Abseits vom Kampfplatz unserer kleinen Kreuzer geriet ein Teil unserer Minensuchfahrzeuge, die ihrer Verwendung entsprechend nur schwach armiert waren, in ein etwa einstündiges Gefecht mit sieben ihnen an Geschwindigkeit und Bewaffnung weit überlegenen englischen Zerstörern, in dessen Verlauf ein Zerstörer durch einen Treffer so schwer havariert wurde, daß er abdrehen und, wie später durch ein Flugzeua beobachtet wurde, in Schlepp genommen werden mußte. Weitere Treffer wurden durch abseits stehende, am Gefecht nicht beteiligte Minensuchboote beobachtet. Die englischen Zerstörer brachen daraufhin das Gefecht rotz ihrer erheblichen Überlegenheit ab, ohne auch nur einen Treffer auf einem unserer Boote erzielt zu haben. Als unsere schweren Schiffe in Sicht kamen, brach der Gegner das Gefecht sofort ab und zog sich mit höchster Geschwindigkeit zurück. Er wurde von unseren Streitkräften verfolgt; doch gelang es bei dem inzwischen sehr unsichtig gewordenen Wetter nicht mehr, mit ihm in Gefechtsfühlung zu kommen. Auch unsere Fluazeuge beteiligten sich neben ihrer wertvollen Aufklärungstätigkeit am Gefecht und belegten die englischen Großkampfschiffe erfolgreich mit Bomben, wobei auf einem Großkampfschiff einwandfrei ein Treffer festgestellt wurde. Ein anderes Flugzeug beobachtete einen brennenden feindlichen Schlachtkreuzer. Auf unserer Seite erhielt nur ein kleiner Kreuzer einen Treffer, der außer geringem Personalausfall die Gefechtsfähigkeit des Schiffes nicht beeinträchtigte. Ein Fischdampfer, der ausgelegt hatte, wird vermißt. Abgesehen hiervon, sind auf unserer Seite keinerlei Verluste oder Beschädigungen eingetreten. Unsere Feinde. London, 23. Nov.(W79.) Reuter Im Unterhause fragte der Abgeordnete King den Minister, ob durch den kürzlich von der zaristischen Regierung zwischen Rusland und Frankreich geschlossenen Geheimvertrag nach dem Kriege Belgien gewisse Entschädigungen auf Kosten von Holland gewährt werden sollten und ob er den neutralen Verdacht durch eine bestimmte Erklärung, daß England von diesem Vorgehen nicht unterrichtet worden sei und es auf keinen Fall zulassen werde, entkräften könne. Unterstaatssekretär Lord Robert Cecil antwortete, soweit ihm bekannt sei sei kein Grund zu der Annahme da, daß irgendein Vertrag abgeschlossen worden sei. Er glaube, dies sei eine Ersindung des Feindes. King fragte, ob, wenn es auch keinen solchen Vertrag gäbe, das Auswärtige Amt Kenntnis von einem ähnlichen Abkommen oder Einverständnis habe. Die Frage wurde von Lord Robert Cecil energisch mit„Nein“. beantwortet. Aus der Stadt. Münster, 24. Novembei. □ Katholischer Arbeiterverein. Einen„Religiösen Sonntag“ veranstalten die drei hiesigen katholischen Arheitervereine am Sonntag, den 25. Wöhrend morgens die Vereinsmitglieder und die Kriegerfrauen zur ger lichen hl. Kommunion gehen, finder nachmittags um 5 Uhr im Arbeiterhause eine gemeinsame Versammlung statt, an der auch die Frauen teilnehmen. Die Veranstaltung ist als eine Gedenkfeier für unsere Soldaten gedacht. Die Festrede wird halten Pater Tüßina S. I. Entsprechende lebende Bilder. Sologesänge und Teklemationen werden das Programm vervollständigen. X Lichtbildervortrog über den Molteserorden. Conntag, den 2. Tezember, nachmittags 5 Uhr, sit det m großen Saale des Arbeiterhauses ein musikalischer Unterhaltungsabend, verbunden mit einem Lichtbildervortrag über den Malteserorden und seine Tätigkeit im Weltkriege statt. Außer dem rühatlichst bekannten „Sängerbund" unter Leitung seines Dir zenten Grein haben außer andern bewährten Kräften Graf von Weidehlen und die Opernsänger Reinhold Rehkämper und Walter Wilhelm Greef ihre Mitwirtung zugesagt. Der Reinertrag des Abends dient zum Besten der Feldgrauen in Feld= und Heimatlozaretten. 4 Aus der evangelischen Gemeinde. Ter Opfertag für unsere bedürftigen Kriegerfamilien hat zwar rund 1600 Mk. eingebracht: die Summe genügt aber nicht, wenn die dringendsten Bebürfnisse einigermaßen gedeckt werden sollen. Es ergeht deshalb an alle Gemeindemitglieder die dringende Bitte, sofern sie zu dem Opfertage noch nicht beigetragen haben, den Pfarrern eine Gabe zuzusenden oder am Sonntag abend bei Gelegenheit des liturgischen Abendgottesdienstes ihre Gaben auf die Teller zu legen. Westf. Kunstverein. Eduard v. Gebhardt, der große Düsseldorfer Meister, den man den bedeutendsten religiösen Maler der Gegenwart genannt hat, begeht in einigen Monaten seinen 80. Geburtstag. Dies schien dem Vorstande des Kunstvereins Anlaß genug, des Meisters in Ehren zu gedenken und Professor Dr. Board von der Düsseldorfer Kunstakademie, der ein ausführliches Werk über den greisen Künstler als Festschrift vorbereitet, um einen Vortrag über ihn zu bitten. Wir hoffen hierdurch ein umfassendes Bild von der reichen, noch heute frisch sprudelnden schier unerschöpflichen Tätigkeit und der fesselnden, urwüchsigen Persönlichkeit Gebhardts zu gewinnen. Zahlreiche Lichtbilder sollen den Vortrag begleiten. Der Vortrag findet Mittwoch. 28. November, abends pünktlich 8½ Uhr im Auditorium maximum der Universität(Eingang Johannisstraße) statt. &' Seinen Verletzungen erlegen ist der Mann, welcher in der Nacht zum Dennerstag in dem Flußbett der Aa an der Bergkaserne aufgesunden wurde. Er ist, ohne das Bewußtsein wieder erlangt zu haben, gestorben. Die Idendität des Verunglückten konnte noch nicht festgestellt werden. C) Kleine Viehzählung. Am 1. Dezember findet, wie der Magistrat in dieser Nummer bekannt gibt, eine kleine Viehzählung statt, die sich auf Pferde, Rindvieh. Schafe. Schweine, Ziegen, Kaninchen und Federvieh erstreckt. Das Ergebnis dient nur statistischen, nicht steuertechnischen Zwecken. Mitteilungen des städtischen Kriegsausschuises. In den Verkaufsstellen Servatiiplatz, Stadthalle, Goebenstraße und Warendorferstraße Eterverkauf in der Reihenfolge des Butterverkaufs. Leider hat eine erhebliche Anzahl von Haushaltungen mit Kindern, die in der Zeit vom 15. März 1905 bis einschließlich 30. November 1911 geboren sind, entgegen der Aufforderung in den Mitteilungen des Kriegsausschusses vom 22. d. Mts. ihre Vollmilchkarten nicht am gestrigen Freitag in den Brotmarkenbezirkslokalen vorgelegt. Alle in Frage kommenden Haushaltungen, die ihre Vollmilchkarten am Freitag nicht vorgelegt haben. werden hierdurch letztmalig ersucht, die gelben Vollmilchkarten nunmehr heute(Samstag) im Milchbüro(Eingang Rothenburg 5/6) unter Vorzeigung der Brotkarte vorzulegen, und zwar die Haushaltungen aus den Brotmarkenbezirken 1—30 einschließlich vormittags von 8½ bis 12½ Uhr und die Haushaltungen aus den Brtmarkenbezirken 31 bis einschließlich 57 nachmit tags von 3 bis 6 Uhr. Die Nummer des Brotmarkenbezirks ist aus dem Brotmarkenstempel auf der 2. Seite der Brotkarte ersichtlich. Die Vollmilchkarten der Haushaltungen, die dieser Aufforderung keine Folge leisten, werden außer Kraft gesetzt, sodaß diese Haushaltungen überhaupt keine Vollmilch mehr erhalten. Zuwiderhandlungen gegen vorstehende Bestimmungen sind außerdem gemäß der Verordnung des Magistrats vom 24. September 1917 mit Geldstrafe bis zu 1500 Mark oder mit Gefängnis bis zu 6 Monaten bedroht. Mitteilungen der städtischen Altkleiderstelle. Von den am Dienstag, den 20. d. Mts. ausgegebenen numerierten Bezugsscheinen für Altkleidungsstücke sind folgende Nummern ausgelost für die Ausgabe von Einlaßkarten zur Verkaufsstelle bei Rawe zum Eintritt am Montag, den 26. November: 3 7 19 27 35 53 67 81 93 118 131 156 172 187 193 211 225 236 255 273 291 322 345 367 386 398 423 442 463 485 497 503 526 534 545 558 576 594 611 629 637 649 656 671 673 684 699 704 721 733 745 756 773 777 795 806 823 834 852 872 896 903 917 926 937 956 977 994 1001 1018 1021 1038 1054 1071 1096 1111 1126 1177 1166 1183 1196 1223 1241 1262 1286 1294 1909 1321 1347 1362 1384 1392 1422 1441 1467 1482 1508 1519 1532 1548 1564 1572 1596 1616 1636 1656 1673 1687 1716 1733 1748 1764 1786 1792 1816 1834 1856 1877 1894 1922 1936 1956 1972 1991 2021 2133 2148 2162 2186 2200 2234 2255 2274 2291 2311 2336 2341 2352 2359 2361 2376 2388 2391 2398 2400 2406 2411 2419 2424 2429. Am Samstag. den 24. November 1917, vormittags von 8½ bis 1 Uhr und nachmittags von 8 bis 6 Uhr werden in der städtischen Bekleidungsstelle Zimmer Nr. 5. die Einlaßkarten zur Verkaufsstelle bei Rawe, gültig für Montag, den 26. November 1917, ausgegeben. Aus den Provinzen. * Warendorf, 21. Nov.(Versammlung der Schneidermeister.) Am Sonntag abend fand im Saale der Frau Wwe. Leve eine Versammlung des kürzlich gegründeten Verbands selbständiger Schneidermeister des Kreises Warendorf statt, zu der fast sämtliche Mitglieder erschienen waren. Der Vorsitzende, Schneidermeister Austermann, teilte nach Eröffnung der Versammlung mit, daß laut Beschluß des Vorstandes 2000 Mark auf die 7. Kriegsanleibe aus der Verbandskasse gezeichnet worden sind. Er machte ferner die Mitteilung, daß die zuständige Reichsstelle im Dezember dieses Jahres 500 000 Anzüge für die heimlehrenden Krieger an das Schneidergewerbe vergeben werde. Mit Rücksicht hierauf schlug er die Beteiligung des Verbaudes an ihrer Fertigstellung vor. Sämtliche Anwesenden sagten durch Namensunterschrift ihre Mitbeteiligung zu. Hembergen, 22 Nov.(Von Zuge erfaßt und getötet) wurde lt.„Grev. Nachr.“ am Dienstag auf der hiesigen Station die 17 jährige Maria Vermillion aus Brochterbeck die beim Landwirt Bokkarn in Diensten stand und im Begriffe war, mit ihrer Herrschaft eine Wallfahrt nach Telate zu machen. Hierzu wollte sie den Triebwaren benutzen, der um 2¾ Uhr etwa Hembergen in Richtung Greven verläßt. Die geschlossenen Schranken wurden gehoben und der deutschsprachigen Presse e.V. über die Gleise eilten drei Personen nach der Seite, wo der Triebwagen erwartet wurde. Die junge Vermillion kam zwischen dem ersten und zweiten Gleise zu Fall, richtete sich wieder auf und eilte in den Tod. Trotz der warnenden und angstvollen Zuruse von den Rottenarbeitern und anderen sowie vom Personal der Lokomotive des heranbrausenden Schnellzuges Rbeine—Münster, bastete sie weiter, wurde von der Lokomotive erfaßt, zwischen dieser und einem dort stehenden Törchenpfahl eingequetscht und dann weggeschleudert. Der Tod trat sofort ein. Der Kopf war zertrümmert, Arme und Beine zerschlagen. Der Vorfall ist eine erneute Warnung vor dem Überschreiten der Gleise. Hamm, 23. Nov.(Rationierung des Gal1e s.] Um der Salzhamsterei, die auch hier zu einem starken Salzmangel geführt hat. einen Riegel vorzuschieben, hat der Magistrat mit sofortiger Wirkung die Rationierung des Salzes angeordnet. Es werden jede Woche ausgegeben 125 Gramm für einzelstehende Personen, 250 Gramm für eine Haushaltung mit zwei und drei Personen usw. Die Kleinhändler dürfen nur Salz an Einwohner der Stadt Hamm verkaufen. □ Brilon, 23. Nov.(Eine eigenartige Denkmalsgeschichte.) Vor einigen Wochen beschlossen die hiesigen städtischen Behörden, dem Kriegsamt das Pape=Denkmal zum Einschmelzen zu überlassen. Das Kriegsamt hat das Angebot angenommen und will das Bronzedenkmal mit 6 Mark für das Kilo übernehmen. Gegen den Beschluß der städtischen Behörden erhebt sich ein wachsender Widerstand, der nicht ohne Berechtigung ist. Die Stadt Brilon will ein Denkmal verkaufen, das ihr eigentlich nicht gebört, denn die Kosten für das Tenkmal in Höhe von 20 000 Mark sind seinerzeit von Verehrern des um das Bürgerliche Gesetzbuch so hochverdienten Rechtsgelehrten Pape aus ganz Deutschland aufgebracht worden. Die Stadt Brilon hat das Denkmal des berühmten Sohnes der Stadt lediglich in Obhut und Fürsorge genommen, sodaß das Verkaufsangebot an das Kriegsamt recht eigenartig anmutet. Vielleicht legt der Provinzialkonservator noch ein Veto ein. 5' Aus der Grafschaft Bentheim, 21. Nov.(Fahrplanänderung.) Der vor einiger Zeit von der Bentheimer Kreisbohn neu eingelegte und auf den Winterfahrplan übernommene Frühzug(Arbeiterzug) Bentheim—Laarwald kommt ab Donnerstag. 22. November, für Sonn- und Friertage in Fortfall. Dafür wird der nachfolgende Vormittagszug, ab Bentheim 9,05 Uhr. an diesen Tagen wieder bis Laarwald durchgeführt. Für den seit dem 1. November neu eingerichteten Morgenzug Neuenhaus—Bentheim ist die Abfahrtszeit von 7 Uhr auf 6.37 Uhr früher gelegt worden. Die Ankunft in Bentheim erfolgt bereits um 8.05 Uhr, statt wie bisher um 8.41 Uhr. Für Sonn= und Feiertage fällt dieser Zug ganz aus. 7 Düsseldorf, 22. Nov.(Drei Raubmörder verhaftet.) Der hiesigen Kriminalpolizei gelang es, die von der Staatsanwaltschaft in Dresden gesuchten Raubmörder Stefan und Paul Kops sowie Robert Busseck aus Oberschlesien in einem hiesigen Gasthof festzunehmen, wo sie sich unter solschem Namen aufbielten. Die Verhafteten hatten am 15. November den Kaufmann Steinhäuser aus Dresden unter dem Vorgeben, daß sie ihm einen Posten Zucker, der sich in einem Nachbarorte befinden sollte, verkaufen könnten, dorthin gelockt, ihn auf dem Wege erschossen und ihm die Barschaft von mehreren tausend Mark geraudt. Vermischtes. Preußische Klassenlotterie. Berlin, 28. Nou.(W2B.) In der Vormittaasziehung fielen 5000 Mk. auf Nr. 86 618. 107 506. 110 316. 110 994, 139 018.— In der Nachmittagsziebung fielen 30 000 Mk. auf Nr. 153444; 15 000 Mk. auf Nr. 188 362: 10 000 Mk. auf Nr. 4466, 196 121. 224 219: 5000 Mk. auf Nr. 37.098, 49.880, 134 392. 199 550, 219 300 * Der Bezugsschein als Mittel zur Entdeckung des Mörders. Berlin, 23. Nov. Der Charlottenburger Kriminalpolizei ist es in kürzester Zeit gelungen. den Frauenmord in der Courbièrestraße aufzuklären. Der Mörder ist der 17 Jahre alte Musikerlehrling Kurt Drachholz. der Sohn eines achtboern Schmiedemeisters, der an der Fritschestraße in Charlottenburg wohnt. Zunächst wurde festgestellt, daß der Mörder ein Musiker ist, denn in der Tasche der Weste, die in der Wohnung der ermordeten Frau Krzyminski zurückgeblieben war, hatte sich ein Dämpfer gefunden. Es wurde nachgeforscht, in welchem Geschäfte die Weste und der dazu gehörige Anzug gekauft worden war. und auf Grund des Bezugsscheines der Name des Täters festgestellt. Der Zufall führte auf eine andere Spur des Mörders, die eine sofortige Verhaftung möglich machte. Zwei Unteroffiziere trafen Dienstag abend in einer Wirtschaft in der Leibnizstraße in Charlottenburg einen jungen Mann, der weder Kragen noch Weste trug. Sie vermuteten sofort, daß er der Mörder der Frau Krzyminski sein könne. Das Polizeirevier wurde benachrichtigt, und bald darauf wurde Drachholz in der Wohnung seines Freundes verhaftet. Nach anfänglichem Leuanen legte er auf dem Polizeipräsidium ein umfassendes Geständnis ab. * Explosion in Griesheim=Elektron. Frankfurt a. M., 21. Nov. Gestern 9 Uhr 50 Minuten abends erfolgte in der Fabrik Griesheim=Elektron eine Explosion, die einen Brand verursachte, der durch Übergreifen auf ein Holzlager weithin sichtbar wurde. Das Feuer konnte innerhalb weniger Stunden gelöscht werden. Es steht noch nicht fest inwieweit Verluste an Menschenleben zu beklagen sind: fünf Personen werden als vermißt und zwölf als verletzt gemeldet. Der Betrieb wird aufrecht erhalten. [„Op dee Freite“,] eine plattdeutsche Bauernkomödie von Anna Rogge, errang sich bei der Uraufführung im Hamburger ThaliaTheater einen durch Ohnsora, den Darsteller der Hauptrelle, stark unterstützten freundlichen Erfolg. Ein paar heitere Einfälle und lustige Spisoden ersetzen die Handlung des kleinen Lustspiels. Konflitt und Lösung hauen sich auf die durch großmütterliche List und Tummheit eines Knechtes herbeigeführte Verwechselung zweier Bauernhöfe anläßlich eines Kudkaufes und der Freite um ein hüdsches Mädel auf. Als Erstlingsarbeit lätzt das lustige Werichen für päter Gutes von der jungen Dichterin erwarten, die entschieden innere Fühlung mit dem Wesen und Genken der Landbevölt=. 85 Gottesdienstordnung in den katholischen Kirchen der Stadt Münster Sonntag, den 25. Nov. u. die folgenden Wochentage: (Abkürzungen: M.— Messa. H. u. L. e= hochamt u. Predigt. M. u. 8.— Mosse und Predigt..= Andocht, B.— Bewper, Chr.= Christenlehre) Hoher Dom. 5½—9 M., 9 Chordienst, 9½ H. 11 M. u. P. — 2 d., 9 S., 4 P. u. Segen. Darauf Rosenkranzgedetvor der Pieta. — In der Woche: 5½—8 M., 8½ Chordienst, 8° Conventual=Amt. 10 M., Aussetz. d. Allerh. u. A., nachm. 2 B., Samstag 3. Montag morgen 7 Pest=M. Freitag nach dem H. Segen mit der Partikel des hl. Kreuzes. St. Aegidilkirche. 6, 7 M., 8 Schul= N. 9 c. u. B., 11 M. u. B.— Nachm. 2 Chr., 2½ A., 6 Bitt=A.— Dienstag ¼ vor 8 Bittamt. Donnerstag ¼ vor 8 Sakraments=H., abends 7 Kriegs=A., Samstag nachmittag 4 Advends=A. St. Antoniuskirche. Sucharistische Woche aus Unlaß der Weihe der neuen Kirche vom 25. Nov. dis 2. Dez. 1917 gehalten vom hochm. Herrn P. Athanasius Bierbaum O. F. M. Sonntag Vorbereitung auf die Kirchweihe in der Notkirche. 1/7, 7, 8 Uhr Messe, 9 u. 11 Uhr Resse mit Predigt, 2½ Andacht für die Kinder, 8 Uhr eucharistische Andacht mit Predigt.— Montag abend 8 enchartstischr Dankandacht mit Predigt in der Notklrche.— Dienstag ½##9 Uhr Kirchweihe, Weihe des Hochaltares, feierliches Levitenamt mit PontifikalAssistenz und Predigt des Hochwürdigsten Heirn Bischofes, dann feierliche Übertragung des allerheiligsten Gakramentes aus der Notkirche in die neue Kirche, Te Deum und sakramentaler Segen. Abends s Uhr Festandacht mit Predigt.— Mittwoch 9 Uhr feierliches Seelenamt mit kurzer Predigt für die Abgestorbenen der Gemeinde, besonders für verstordenen Krieger, Wohltäter der Kirche, Mitglieder des St. AntoniusBauvereins und für die auf dem Friedhofe und in der Kirche Ruhenden. Donnerstag dis Samstag abends 8 Uhr eucharistische Andacht mit Predigt. Freitag abend Errichtung des Kreuzweges.— Sonntag. 2. Bez., bei den hl. Messen von 6 bis 8 Uhr Generalkommunion der Gemeinde. 9 Uhr feierliches Dankamt mit Predigt. 11 Uhr hl. Messe mit Predigt. 2½ Uhr Andacht für die Kinder. 3 Uhr Schlußandacht mit Predigt, päpstlichem Segen, Prozession in der Kirche und Te Deum. 8 Uhr Festversammlung und zugleich 25. Generazversammlung des St. Antonius=Kirchenbauvereins im Neuen Krug. Bei allen hl. Messen und Andachten Kollekte zum Besten der neuen Kirche. Herz=Jesu=Kirche. 6, 7, 8 M., 7 Komm. d. Jüngl.=Kongr. u. d. Arbeitervereins, 8 Mädchen d. O.=Schule, 8 H. u. P., 11 M. u. P. — Nachm. 1/18 Chr. u. A., 7 Kreuzweg=A. für die armen Seelen.— Mittwoch abend 8 Kriegs=A. St. Josephskirche. 6, 7, 8 M., 7 Komm. der Schulmädchen, 9 H. u. P., 11 M. u. P.— 2½ Chr., 7 Kreuzweg=A. für d. armen Seelen.— Mittwoch abend 8 Kriegsbitt=A., Donnerstag 8¼/4 Sakraments=Messe. Hl. Kreuzkirche. Ewiges Gebet. 6 Aussetz. des hochw. Gutes u. erste M., 6½/. 7, 7½ 8 M., 7 Komm. des Mütter=Vereins u. d. Frauen, ½9 M. mit Volksgesang u. Verlesung des Hirtendriefes, 9 M., ¼ vor 10 feierl. H. mit mehrstimm. Gesang, 11 Militär=G.— Betstunden: 12—2 Schulkinder, 2—3 Jünglings= u. Kloystus=Verein, 2—6 ZungfrauenKongr., 4—5 Schlußfeier der Kriegs=Oktav für die Frauen u. P., 6—6 Männer der Pfarrgemeinde, 6—7 seierl. Schluß=A. mit Umgang und Te Doum.— Montag 7 M., Rittwoch abend 8 Kriegs=A., Freitag abend 8 Kreuzweg=A. u. Gegen. St. Lambertikirche. 1/16 M. u. Komm. d. Martenvereins, a, 17, 7 M., 7 Komm. d. Müttervereins=Mitglieder, 8 H., ½10 u. 11 Deutsche Singmesse.— 1/8 Chr. u. A, 7 Missions=A. u. B.— Montog 9 feierl. H. zu Ehren d. hl. Katharina, zweite Patronin d. St. Lambertikirche. Donnerstag* Sakramentsamt mit Pestsegen, abendss Kriegs=A. St. Josephskirche(Salzstr.). Städtisches Gymnasium. 8¼ M. mit B. Mädchen=Mittelschule u. techn. Geminar.— Nochm. 1/#8 M. — Jeden Morgen 8¼ M. Liebfrauenkirche. 6, 6½ 7, 8 M., 7 Komm. d. Kommunienkinder, ¼ vor 9 H. u. P., 11 M. u. P.— 2 Chr. u. A., 6 Armenseelen=A.— Donnerstag 7½ M., 8 Sakramentsamt, Freitag abend 8 Armenseelen=A., Samstag 7 H., nachm. 4½ A. St. Ludgerikirche. 6, 6½, 7 1½ M., 8½ M. u. P., 2% 8., 11 M. u. P.— Nachm. 2 Chr., 3½ A., 8 Kriegs=A.— Montag 8 M., Mittwoch 8 Pest=M., Donnerstag morgen B Sakraments=H., Freitag abend 7 Herz=Jesu=A. St. Martinikirche. 6, 6½, 7, 8 M., 9 H. u. P., 11 M. u. 9.— Nachm. 2½ Chr. u. A., 8 Kriegs=A., Freitag 7 Pest=M., Samstag 4 A. St. Mauritzkirche. 6, 1/, 7, 8 M., 7 Komm. d. Kommunionkinder, 9 H. u. P., 11 M. u. P.— 2½ Chr., 6 Rosenkranz.— Mittwoch abend 8 Kriegs=A., Donnerstag 7 Bitt=H. St. Servatiikirche. 7, 8 M., 5½ M. u. B. u. Volksgesang.— Abends 7 A. u. Segen.— Montag morgen 8 M., Dienstag morgen 7 Pest=M. Mittwoch abend 7 Muttergottes=A. St. Klemenskirche. 6 M., 8 M. u. P. für die Oberrealschüler, 9 Sodalitäts=M. u. P.— Nachmittags 5 Rosenkranz=Bruderschafts=A.— Täglich 6 u. 80 M. St. Magdaldnenkirche. 7½ M. u. P.— Abends 7 A. u. Segen. — Jeden Morgen 8 M. Franziskaner=Klosterkirche. 6, 6½ 7 M. ½8 M. u. 9.— 7 A. u. S.— Dienstag 6 Antonius=A., Freitag abend 6 Kriegs=A. Kapuziner=Klosterkirche. 6, 7 M., 7½ M. u. P.— Nachm. 5 Armenseelen=A.— Montag ½7 M., Dienstag 6¼ Antonius=A. Klarissen=Klosterkirche. 6¼, 7 M.— Abends 7 A.— Dienstag nachm. 5 Antonis=A. An den übrigen Tagen fällt die Andacht in dieser Woche aus. Jesuitenkirche. 7½ M. u. P.— Samstag 7 M. u. P. am Stiftungsfeste des Vereins kath. Sozialbeamtinnen, sonst täglich 7¼ M. Liebfrauenstift. Morgens 5½ Komm. in der Lambertikirche, abends 5le Aufnahme in die Kongr. u. B. in der Vereinskapelle. Volkesvienstordnung in den evangelischen Kirchen der Stadt Münster Sonntag, den 25. November(Totenfest). Alte Kirche. Vormittags 10½ Pastor Lic. Zänker.— Kriee stunde Mittwoch abend 8 ½ Pastor Lie. Zänker. Erlöser=Kirche. Vormittags 9½ Pastor Schütz, 11 Kindergottesdienst. Abends 6 Pastor Dicke(anschl. Beichte u. Abendmahl). Evangelische Militär=Gemeinde. 3 Gottesdienst.— Nachm. 4 Beichte u. Feier des hl. Abendmahls für Familien. Militär=Oberpfarrer ons.=Rat Franke. ertegebete Konf. Hauprredakteur Rudolf Strietholt.— Es verantworten: den redaktionellen Teil Paul Koene, die B##klamen und Inserate Anton Busch, alle in Münster.— Druck und Verlag der Aschendorsischen Buchhandlung in Münster. 5 Zimmer=Wohnung sofort zu mieten gesucht. Ofl. u. B C 846 a. d. Gesch. Herr sucht möbliertes Parterre=Zimmer. Ofs. m. Preisangabe u. F G 850 a. d. Gesch. Fräulein sucht einsach möbliertes Zimmer. Off. m. Pr.= Ang. u. E D 847 a. d. Gesch. Herr(Militär) sucht Wohnu. Schlafzimmer, hell. PreisOfferten unter D E 848 an die Geschäftsstelle dieses Blattes. Im Mittelpunkt der Stadt eleg., möbl. Zimmer m. Morgenk. u. elektr. Licht ges. Off. u. 3 K 833 a. Gesch. Sofort zwei modern u. vornehm möblierte Zimmer gesucht. Lff. u. 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Stefli Schüller vom Stadttheater in Nürnberg Kaspar, erster Jägerbursche" Hans ran de Winkel vom Stadttheater in Breslau Max, zweiter Jägerbursche Paul Hansen vom Deutschen Opernhaus in Charlottenburg Ein Eremit Robert Biberti vom Königlichen Opernhaus in Berlin Kilian, en reicher Bauer Edwin Heyer vom Deutschen Opernhaus in Charlottenburg Nachmittaus kleine Preise. Abends erhöhte Preise. Vorverkauf an der Kasse von morgens 10—11 Uhr. Kassenöffnung 3 Uhr nachmittags.— Textbücher an der Kusse. Fernsprecher 857. th ASAA Salzstrasse 25. Nur Samstag und Montag Die beiden großen Prachtwerke der neueste Film der diesjährigen Hella MojaFolge, die große Tragödie: Der veu des Erasmus. 4 große Abtellungen von Carl Schneider, Regie O. Rippert. Persenen: Apotheker Brasmus.. Les Counard, Julie, seine Frau Jan Velde, Provisor„. Jos. Danegger, Notar Beverin, JuliasVater, Albert Paul, ** Holla Moja, die jugengliche Filmschönheit. Neul Neut Daspenzit Fesseindes Detektivabenteuer in 4 Akten von Raul Rosenhayen. Spielleitung und Hauptdarsteller der unerreichte gefeierte Mimiker Alwin Neuss. Ferner Lamberiz-Paulsen, Elle Rechs. Werkmeister, kath., Mitte d. 20er I., hier freind, wünscht mit einer kath. Dame oder ig. Witwe, w. Lust am Gesch. h., 2s zwecks Heirat! ae bekannt zu werden. Etwas Vermögen erwünscht. Off. mit Bild u. T W 861 an die Geschäftsstelle dfs. Bl. Verschwiegenheit Ehrensache! Anonym zwecklos. Am Dienstag, 27. November 1917, vormittags ½9 Uhr anfangend, werden auf dem Wilhelmsplatz(Marktplatz) in Burgsteinfurt 22 von der Landwirtschaftskammer überwiesene Höhten an Landwirte und Gewerbetreibende in Kreise Steinfurt zum Vekauf kommen. Der Kreisausschuß. Vertauf von Kug= und Grabenchotz in den Freiherrlich von Oerschen Forsten zu Egelborg b. Legden. Aus dem diesjährigen Einschlage gelangen hier freihändig zum Verkauf: ca. 300 Festm. Eichen, ca. 1500 Festm. Kiefern u. Fichten, darin etwa 500 Festm. Abtried, enthaltend auch stärkere Hölzer. Auf Wunsch können auch kleinere Mengen Buchen= und Birken=Nutzholz abgegeben werden. Das Holz steht an guter Abfuhr, etwa ½ bis 5 klm. von den Bahnhöfen Legden, Ahaus, Nienborg=Heek und Metelen. Schriftliche Angebote per Festmeter, getrennt nach Forstorten und Holzarten(letztere entweder in ganzen Losen oder nach Mittenstörken, mit Rinde gemessen, getrennt) unter Anerkennung der Bedingungen— die auf hiesiger Rentei einzusehen oder auch gegen Erstattung der Schreidgedühren dort zu haben sind— werden bis zum 5. Oczember 1917 erbeten. Nur bei rechtzeitiger vorheriger Anmeldung werden die Hölzer vorgezeigt im Schutzbezirk: Egelborg: durch Förster Meyer zu Cgelborg, Post Legden i. W.: Ammein: durch Waldwärter Anton Suttrup zu Ammeln, Post Ahaus; Stockum: durch Pächter Franz Wigger zu Haverdeck, Post Schöppingen; Wohnung: durch Waldwärter Heinr. Zumdick zu Wohnung bei Riendorg; Weersche: durch Kötter V. Rurs gt. 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Passendes Welhnachtsgeschenk für unsere beldgrauen Gummimäntel (ohne Sezugsschein). — Alle Größen vorrätig.— f• Cari Rütter sen., Krummer Timpen 17—19. Nun schlummre sanft du gutes, teines Herz. Wer dich gekannt, kennt unsern Schmerz. Es hat dem lieben Gott gefallen, gestern nachmtttag 3¼ Uhr meinen teuren Sohn, unsern guten Bruder, Schwager und Onkel Musleiter Withelm Zouenbrou zu sich in ein besseres Jenseits abzurufen. Er stard nach längerem Sichtum an Lungenleiden. # das er sich im Felde zugezogen hatte, wohlvorbereitet burch einen echt christ=katholischen Lebenswandel und gestärkt durch den Empfang der hl. Sterdesakramente, ganz ergeden in Gottes hl. Willen... Wir ditten um ein andächtiges Gedet für die Seele des dnuren Verstordenen. Telgte, Westbevern, westlicher und östlicher Ariegshauplaz, den 22. November 1917. Die trauernden Angehörigen. Die Beerdigung findet statt Montag, den 21. Rovember 1917, morgens ½9 Uhr, von der Pfarrkleche aus, gleich derauf das feierliche Seelenamt. Wgrrg—.— Aoue