Azugspreis vierteljährlich: Ausgabe A(ohne „Wochenschau“) in Münster zweimal täglich froins Haus gebdracht 2 Mk. 10 Pfg.— auswärts von der Post abgeholt 2 Mr. 10 Pfg., durch den Briefträger gebracht überall, wo nur einmal im Tage Briefbestellung stattfindet, 2 Mk. 52 Pfg., in Orten mit zwei= und mehrmaliger Bestellung 2 Ml. 32 Pfg.— Ausgabe 8(mit„Wochenschau") vierteljährlich 60 Pfg. mehr. Fernspr.: Redaktion u. Verlag Nr. 2448, 2449 u. 2450. Geschäftsstelle(Michaelisplatz 9) Nr. 76. Zwei Ausgaben täglich. und Münsterische Volkszeitung. 45497 Abomenten. Anzeigen: Der Raum für die Anzeigenspalte, 39 mma breit,„Zmm hoch, 25 Pf.; bei Anzeigen aus dem! Münster 20 Pf., aus der Stadt Münster 15 Pf.(für Aktiengesellschaften 2e., Vereine und Behörden 25 Pf.: Reklamen: Der Raum für die Reklamespalte, 87mm breit,„Imm hoch, 1 Mk.— Für Erfüllung von Platz= vorschriften wird keine Gewähr, sowie für Druckfehle keine Haftung übernommen. Etwaiger Rabatt gilt als Kassenrabatt u. kann verweigert werden, wenn Zahlung nicht Linnen 4 Wochen nach Erhalt der Rechnung erfolgt.— Gebühr für Beilagen nach Gewicht Erste Ausgabe. Donnerstag, 8. November 1917. 66. Jahrgang. Nr. 802. Die Livenza=Linie errreicht. Berlin, 7. Nov.(WTB.) Amtlich. Abends: In einzelnen Abschnitten der flaudrischen Front gesteigerte Feuertätigkeit. Im Sundaan örtliche Kämpfe bei Ammerzweiler und Heitweiler. In der venetianischen Ebene ist in der Verfolgung die Livenzalinie erreicht. Mehrere tausend Gefangene. Berlin, 7. Nov.(WTB.] Nach dem Großkampftag am 4. Oktober behaupteten die Engländer, jeden Tag den Bewegungskrieg gegen die Deutschen beginnen zu können. Am 6. November, nach über einem Monat fast ununterbrochener verzweifelter Großkämpfe ließ der englische Führer seine tiefgisliederten dichten Massen immer noch gegen ein und dieselve mandernfront, gegen ein und dieserbe Stellung anrennen. Mit ungebeuren Opfern konnte der an Zahl vielfach überlegene Gegner sich jediglich den Besitz des Ortes Passcheudaele erkämpfen, den er bereits am 30. Okt. auf kurze Zeit in Händen hatte. Auf der gesamten übrigen Front brach der englische Ansturm restlos unter unerhört schweren Feindverlusten zusammen. Dem um 7 Uhr begonnenen Trommelfeuer, das sich zeitweise auch nach Norden und Süden ausdehnte, folgten starke englische Massenangriffe gegen unsere Stellungen von südlich Poelcapelle bis einschl. Passchendaele, sowie gegen die Höhen von Barcelaere und Gheluvelt. Im ersten Ansturm gelang es dem Gegner unter fortdauernd anhaltendem Trommelfeuer. Passchendaele zu nehmen. Im hin= und herwogenden erbitterten Kampfe wurde der Ort jedoch von den deutschen heldenmütigen Flanderntruppen wiedererobert. Erst ein erneuter Angriff des Geaners, zu dem gegen Mittag ohne Rücksicht auf Menschenverluste starke frische Kräfte eingesetzt wurden, brachte den Ort wieder in seinen Besitz. Jeder Versuch, diesen Anfangserfolg zu erweitern, schlug fehl. Nachmittags hielt bis in die Dunkelheit hinein im Abschnitt von Passchendaele besonders heftiger Artillerie= und Infanteriekampf an, wobei der Gegner keine weiteren Vorteile erringen konnte. Der feindliche Angriff gegen Bezelgere und Gheluvelt brach in unserem Abwehr- und Sperrfeuer zum größten Teil bereits vor unseren Linien zusammen. Wo der Gegner an wenigen Stellen eindringen konnte, wurde er durch wuchtige Gegenstöße wieder hinausgeworsen. Spätere Angriffsabsichten des Gegners wurden durch unser wirksames Vernichtungsfener vereitelt.„ Nordöstlich von Soissons nahm gleichfalls die feindliche Artillerietätigkeit tagsüber zu und blieb auch nachts zeitweise besonders in der Gegend von Courtecon rege. Estlich der Maas in der Gegend des Chaumewaldes und im Sundgau von westlich Gebweiler bis zur Schweizer Grenze war das feindliche Feuer stark und steigerte sich gegen Abend zu großer Heftigkeit. Im Sundgau ließ es auch nachts nicht nach. Ein größerer feindlicher Patrouillenvorstoß wurde abgewiesen...(.5t. emischan Warhen und HeiIn Mazedonien lebte zwischen Wardar= und Doiran=See zeitweise das Feuer auf. In Italien steigern sich bei den Verfolgungskämpfen unserer siegreich im Gebirge und in der Ebene vordringenden Truppen dauernd Gefangenenzahl und Beute. Berlin, 7. Nov.(TU.) Über die Erfolge der verbündeten Armeen an der italienischen Front meldet der Kriegsberichterstatter der„B. Z.“: Die Fortschritte der Verbündeten in den letzten Tagen— die Forcierung des Tagliamento, sowie der stets wachsende Druck der Armee Krobatin auf die Kopfpunkte der Straßen nach Belluno— nötigten die Italiener, den Abbau ihrer östlichen Front zu beschleunigen. Schon vor Tagen waren die Vorbereitungen zur Räumung der bisher gehaltenen Stellungen deutlich bemerkbar. Von Schluderbach über die viel umstrittene Popera-Brücke vorbrechend, haben unsere Truppen auch den Südrand des Monte Piano wiedergenommen und auf dem Misurina-Plateau italienischen Boden betreten. Auch der Rolle=Pack ist vom Feinde gesäubert. Unsere Truppen stehen bereits im Abstieg in das Cimone=Tal. Die ganze italienische Front vom Sugana=Tal bis zum Meere ist zusammengebrochen. Wien, 7. Nov. Während die verbündeten Truppen gegen die Brückenköpfe des Tagliamento vorstießen, suchten die italienischen Küstenschutzformationen die Tagliamento=Mündung solange wie möglich zu halten. Sie verrammelten das verästelte Lagunen=Gebiet mit Minen und versenkten Baggermaschinen und Schlepper, um das Herankommen der k. und k. Torpedoflottille zu verhindern. Trotz der großen Schwierigkeiten drang diese aber vor. machte die Minen unschädlich und säuberte nach der Einnahme von Grado und Portoluso auch das weiter westlich gelegene Lagunennetz. Eine Flottenabteilung drang in das Lagunengebiet von Marano ein, nahm die Insel San Andrea in Besitz und setzte dann ihr Säuberungswerk gegen die Mündung hin fort. Wien, 7. Nov.(WTB.) Aus Anlaß der jüngsten Ereignisse in Italien hat Kaiser Karl den Generalobersten Frhrn. don Krobatin zum Feldmarschall ernannt. Rotterdam, 7. Nov.(WTB.]„Maasbode“ erfährt von den in Rotterdam angekommenen englischen Seeleuten, daß Ende voriger Woche Abteilungen amerikanischer Truppen nach England kamen und direkt nach Italien weitergeschickt wurden. 2 Die italienische Widerstandslinie noch weiter zurückverlegt? Hürich, 7. Nov.[KG.) Der Militärkritiker des „Tagesanzeiger“ glaubt, daß im Falle einer vollständigen Zurückdrängung der italienischen Südtiroler Front die Piavelinie von den Italienern gleichfalls aufgegeben werden muß. Der neue italienische Widerstand werde in der Linie Berona—Padug liegen. Italienischer Heeresbericht vom 7. Nov. Angesichts der Schwierigkeiten einer Verteidigung am Taaliamento, dessen Wasser gegenwärtig niedrig sind, haben wir unsere Linien nach der Livenza zurückverlegt. Unser im Norden wirksam durch unsere Bedeckungsabteilungen und im Süden durch unsere Nachhuten gedeckter Rückzug konnte sich in guter Ordnung vollzieben. Von den Kriegsschauplätzen. Amtlicher türkischer Heeresbericht vom 6. Nov. Syrien: Die der syrischen Küste vorgelagerte Insel Arvad wurde von Lis wirksam unter Feuer genommen. Hierbei wurden die auf der Insel befindliche französische drahtlose Telegraphen= station, sowie zwei Geschütze zerstört. Im Hafen von Arvad befindliche Schiffe, fünf Segler, ein Dampfboot und zwei 4000 Tonnendampfer wurden durch Treffer versenkt.— Sinaifront: Im Gaza-Abschnitt heftiges im mittleren Abschnitt und am linken Flügel leichteres Artillerieseuer.— An den übrigen Fronten keine besonderen Ereignisse. Bulgarischer Generalstabsbericht vom 6. Nov.: Mazedonische Front: An der ganzen Front schwache Feuertätigkeit, die abends in der Gegend von Moglena und östlich des Wardar lebhafter war. Nach dem Scheitern der feindlichen Angriffe herrschte Ruhe. In der Gegend von Morihovo und an der Struma wurden mehrere Erkundungsabteilungen des Feindes durch Feuer verjagt and Gefangene eingebracht.— Dobrudschafront: Unbedeutende Gefechtstätigkeit. Bericht der französischen Orientarmee vom 5. Nov.: Englische Artillerie beschoß heftig die feindliche Front zwischen Doiran=See und Wardar. Die Artillerie des Feindes antwortete zeitweilig mit Feuer auf unsere Linien östlich des Wardar. Einige feindliche Patrouillen wurden in der Gegend von Moglena und am Cerna=Knie zerstreut. Französischer Heeresbericht vom 6. Nov. abends: Zeitweilig aussetzender Artilleriekampf in der Gegend nördlich des Chemin=des=dames, der im Laufe des Nachmittags an der ganzen Front des Chaumewaldes sehr heftig war. Von den übrigen Fronten ist nichts zu melden. Englischer Heeresbericht vom 6. Nov. abends: Heute morgen wurden von kanadischen Truppen Operationen mit vollkommenem Erfolg gegen die feindlichen Verteidigungsanlagen in und in der Umgebung von Passchendaele und an den Vorsprung nördlich und nordwestlich des Dorfes eingeleitet. Das Torf Passchendaele wurde eingenommen, zusammen mit den Weilern Mosselmarkt und Goudberg. Vormittags waren alle unsere Ziele gewonnen. Eine Anzahl Gefangene wurden gemacht. Der Seekrieg. Hagg, 7. Nov.(WTB.] In der Sitzung des englischen Oberhauses vom 1. Nov. sagte Lord Beresford: Die Gesamtverluste an Schiffen(englischer, verbündeter und neutraler) durch Minen und U-Boote im Jahre 1917 betrugen etwas über 5 Millionen Tonnen. Dazu kamen von August 1914 bis Januar 1917; 4 Millionen Tonnen: Durch Hilfskreuzer wurde im Jahre 1917 ein Verlust von 160 000 Tonnen verursacht. Der Gesamtverlust im Jahre 1917 beträgt 7.92 Millionen Tonnen. Bis Ende 1917 können von England. seinen Verbündeten und den Neutralen etwa 3 Millionen Tonnen neu gebaut werden. Der Stand anfangs 1918 wird also 5 Millionen Tonnen weniger sein als 1916. Die Vereinigten Staaten können den Ausgleich nicht schaffen. Führende Amerikaner geben zu, daß eine sofortige Rationierung der Lebensmittel notwendig ist. Rotterdam, 7. Nov.(WTB.)„Maasbode“ meldet: Der spanische Seealer„Aigna Freda“ und der amerikanische Segler„Sullivan Davia“(676 BRT.) sind gesunken. Der Segler„Jahnie Myrthe“ strandete und ist wrack. Der englische Segler„Marion Silver“ und der englische Dampftrawler„Golden Gleam“ sanken. Washington. 7. Nov.(WTB.) Das amerikanische Patrouillenfahrzeuge„Alcedo“ wurde am Montag in der Kriegszone von einem U-Boot versenkt. 1 Offizier und 20 Mann werden vermißt. Die Entweichung des„U. 293“ aus Kadiz. Ein Mitarbeiter schreibt der„Köln. Ztg.“: über die nähern Umstände der Entweichung unsers U.=Bootes aus Kadik veröffentlicht das Madrider„Abe“ einige interessante Einzelheiten. Danach lag das Schiff einige Tage vorher noch in einem der Docks des Arsenals von La Caracca, mußte dieses aber verlassen, um einem englischen Dampfer Platz zu machen. Die Ironie des Schicksals wollte es also, daß erst die Ankunft des Engländers die Flucht überhaupt möglich machte. Das Tauchboot wurde nun an einer Boje im Cano da San Fernando befestigt. An derselben Boje lag auch das spanische Torpedoboot Nr. 45. Etwas nach 5 Uhr nachmittags begab sich der Kommandant an Land und suchte das gegenüber dem Arsenal liegende Restaurant La Avanzadilla auf, von wo er eine kurze Unterredung in deutscher Sprache mit Kadiz hatte. Dann kehrte er an Bord zurück und befahl, die Taue, womit das Boot an der Boje befestigt war, zu lösen, und gleich darauf setzte sich das Boot in Bewegung. Es kam dicht am Torpedoboot Nr. 11 vorbei, das sonst mit Ausnahme gerade dieses Tages den Wachtdienst in der Bucht von Kadiz versieht, aber die Kessel nicht geheizt hatte. Ferner wurde das Kanonenboot„Delfin“ passiert, das mit Ausbesserung von einigen Beschädigungen beschäftigt war, weswegen mehrere Maschinenteile an Land gebracht waren. Das Tauchboot fuhr bis dahin über Wasser, berührte fast die dort seit Kriegsbeginn liegenden deutschen und österreichischen Dampfer und tauchte erst unter, als es die Diamant=Puercas und Cochinas=Felsen glücklich hinter sich hatte. Jetzt hatte man aber die Flucht bemerkt und benachrichtigte mittels Fernsprecher sofort Kadiz.„Allein auch dort war in diesem Augenblick gerade kein Kriegsschiff bereit. Als erdlich das Torpedoboot Nr. 11 Feuer aufgemacht hatte und mit Volldampf zur Verfolgung ausfuhr, war das U.=Boot bereits den Blicken entschwunden. Da dieses äußerlich noch deutlich die Spuren der Beschädigungen zeigte, die es genötigt hatten, Kadiz anzulaufen, und die in einem größern Loch im Schiffsrumpf bestanden, angeblich verursacht durch einen verserkten französischen Dampfer, so nimmt man an, daß es dem Kommandanten gelungen ist, das Leck von innen abzudichten. Das„Abe“ bestreitet, daß der Kommandant ein allgemeines Ehrenwor## nicht zu entweichen, abgegeben hatte; aber die offiziöse„Epoca" bemerkt dazu, daß nach ihren privaten Nachrichten dies doch der Fall gewesen sei. Wie die inzwischen in Berlin erfolgte eidliche Vernehmung des Kommandanten ergeben hat, befindet sich das spanische Regierungsblatt hier durchaus im Irrtum, sintemal nur ein ganz beschränktes Versprechen gegeben wurde. Von vornherein war ja auch gar nicht anzunehmen, daß ein deutscher Seeoffizier sein Ehrenwort nicht halten würde. Ein solcher Fall ist einfach undenkbar. Rußland. Petersburg, 7. Nov.(WTB.) Die Zeitungen sind ernsthaft beunruhigt durch die diesmal ernsthaften Vorbereitungen der Maximalisten, sich der Gewalt zu bemächtigen und veröffentlichen viele Aufsätze, welche das unsinnige Unternehmen unverantwortlicher Demagogen tadeln, und sie auffordern, zu überlegen, bevor sie das Vaterland endalltig zugrunde richten.„ Sersarser 9. Die„Börsenzeitung" macht sich zum Sprachrohr dieser Befürchtungen und des allgemeinen Gefühls der Empörung, indem sie schreibt:„Der Befehl des revolutionären Militärausschusses des Arbeiter und Soldatenrates an die Besatzung von Petersburg, nur ihm zu gehorchen, ist offensichtlich der Anfang des offenen Angriffs auf die Regierung, da er innere Feindseligkeiten anordne. Die Lage klärt sich, jedes weitere Zögern ist nunmehr unmöglich, denn es wäre eine tödliche Gefahr. Diesmal handelt es sich nicht um das langsame Verfahren einer Bewegung, sondern um die Niederschlagung durch einen einzigen heftigen Schlag. Wer weiß, ob die Gelegenheit nicht die einzige für die revolutionäre Demokratie ist, um das Vaterland vor einem nie wieder gut zu machenden Unheil zu bewahren. Man betrachte diese Gesichtspunkte ernstlich und unterstütze die Regierung kräftig. ∆ Basel, 7. Nov.(KG.] Die„Morningpost“ meldet aus Petersburg: Formationen der russischen Nordfront haben sich für den Petersburger Arbeiter= und Soldatenrat erklärt und sind im Anmarsch auf Peters. bura. Laut Meldung des„Daily Chroniele" aus Petersburg hat das russische Vorparlament die Anträge der Regierung nach einer Kundgebung für die Kriegsziele der Alliierten am Montag nach sechsstündiger Erörterung zum zweiten Male von der Tagesordnung abgesetzt. Petersburg. 7. Nov(WTB.) P7A. Im einstweiligen Rat der Republik hielt Ministerpräsident Kerenski auf die Frage, was die Regierung zu tun gedenke, um den Versuch der Maximalisten, sich der Staatsgewalt zu bemächtigen, zu vereiteln, eine Rede, in der er u. a. sagte: Man sollte meinen, je näher der Tag des Zusammentritts der verfassungggebenden Versammlung kommt. so nachdrücklicher werden die Versuche, ihre Zusammenberufung zu verhindern, welche diesem Ziele durch Lähmung der Landesverteidigung und vaterländischen Verrat zustreben. Sie gehen von zwei Seiten aus, von der äußersten Linken und der äußersten Rechten und kommen in Artikeln des Staatsverbrechers Lenin zum Wort, der der Justiz spottet, und nützen diese Anstrengungen, gleichviel ob mit Bewußtsein oder nicht, nicht dem deutschen Proletariat, sondern den Schichten, die Deutschland beherrschen, denn sie tragen dazu bei, unsere Front den Truppen des Kaisers und seiner Freunde zu öffnen. Mit Bezug auf den Streit zwischen dem Stab des Militärgouverneurs von Petersburg und dem revolutionären Militärausschuß des Arbeiter- und Soldatenrates sagte Kerensli die Militärgewalt konnte die Forderungen des Ausschusses nicht als gesetzlich anerkennen und forderte von ihm Zurücknahme seiner Befehle. Der Ausschuß zeigte zwar Neigung zur Verständigung, verteilte aber heimlich Waffen und Patronen an die Arbeiter. Dies ist der Grund, warum ich einen Teil der Bevölkerung von Petersburg als aufständig ansehe und die notwendigen Verhaftungsbefehle erteilt habe. Die Linke unterbrach Kerenski mit Hohnrufen dieser aber wandte sich gegen sie und rief: Die Regierung wird sich lieber töten lassen, als auf die Verteidigung von Ehre Sicherheit und Unabhängigkeit des Staates zu verzichten. Darauf kam er auf die Haltung der Front gegenüber dem Vorgehen der Maximalisten zu sprechen und verlas Telegramme, in denen die Armee nachdrückliche Maßregeln gegen die Ausschreitungen in Petersburg fordert und der Regierung kräfte Unterstützung verspricht. Kerenski schloß mit der Erklärung, daß alle Teile des Landes und alle Parteien und Bevölkerungsschichten zu dem Kampfe gegen die berannahmende Gefahr beitragen müßten. Kerenski erklärte weiter unter dem Beifall der Rechten, der Mittelpartei und der Linken: Die Parteien, welche es wagen, in diesem Augenblicke die Hand gegen den Willen des freien russischen Volkes zu erheben, drohen gleichzeitig, den Deutschen die Front zu öffnen. Alle Handlungen dieser Art müssen sogleich unterdrückt werden. Kerenski ersuchte dann das Vorparlament um die sofortige Antwort. ob die Regierung bei Erfüllung ihrer Pflicht auf die Unterstützung des einstweiligen Rates des Republik rechnen könne. Das Vorparlament schritt zur Erörterung über diese Frage des Ministerpräsidenten. Unsere Feinde. C Bern, 7. Nov.(„Frankf. Ztg."] Die parlamentarische Gruppe der offiziellen italienischen Sozialisten hat nach längerer Debatte eine Tagesordnung angenommen, in der es heißt: Die parlamentarische sozialistische Gruppe gibt im Einklang mit ihren früheren, wiederholt abgegebenen Erklärungen dem Solidaritätsgefühl der Sozialdemokratischen Partei mit dem vom Schicksal betroffenen Lande Ausdruck. Sie bekundet ihren Willen, gemeinsam mit allen Parteiorganisationen die Hilfsaktion zu verstärken und zu erweitern, überzeugt, daß dies das beste Mittel ist, um unter der Bevölkerung die zur Überwindung der qualvollen Stunden notwendige Ruhe zu bewahren. Der Parteivorstand hat ohne Widerspruch von der Tagesordnung Kenntnis genommen. Amsterdam, 6. Nov.(WTB.] Aus London wird berichtet, daß Balfour im Unterhaus erklärte, er hoffe, daß die Konferenz der Alliierten, die sich mit der Fortsetzung des Krieges zu beschäftigen haben werde, Mitte November stattfinde. Er könne im Augenblick keine Mitteilungen über die Kriegsziele machen und hoffe, daß bei der russischen Regierung kein Mißverständnis bezüglich des Zweckes der Konferenz herrsche. Berlin, 7. Nov.(BB.) Dem Berliner Tageblatt zufolge, hat nach einer Pariser Meldung aus Athen die griechische Regierung die Sequestierung sämtlichen feindlichen Eigentums angeordnet. Washingion, 6. Nov.(WTB.) Reuter. Im Anschlusse an das Absemmen über China teilt das Staatsdepartement mit, daß die Vereinigten Staaten und Japan zu vollständiger Übereinstimmung bezüglich der militärischen, maritimen und wirtschaftlichen Zusammenarbeit im Kriege gegen Deutschland gelangt sind. Aus aller Welt. Basel, 5. Nov. Nach einer Havas=Meldung erklärte General Pablo Gonzales, der Generalissimus und ein Parteigänger des Präsidenten Carranza, der Zeitung„Diario Universal“, Mexiko müsse seine internationale Haltung ändern und seine Neutralität aufgeben, um sich den Alliierten anzuschließen aus Gründen der Gemeinsamkeit mit der lateinischen Rasse und der Verteidigung der demokratischen Errungenschaften. Eine Kriegszieldebatte im Unterhause. Haag, 7. Nov. Reuter meldet aus London: Im Unterhaus brachten die Abgeordneten Macdonald und Leeds Smith folgende Entschließung ein:„Das Haus ist der Meinung, daß, sofern befriedigende Bürgschaften wegen der Unabhängigkeit und der Wiederherstellung Belgiens und bezüglich der Räumung der anderen besetzten Gebiete erreicht werden können, kein Hindernis besteht für vorläufige Besprechungen zur Einleitung von nach einem friedlichen Vergleich strebenden Unterhandlungen, und zwar in der Art, daß dieser Vergleich auch eine angemessene Lösung der elsaß=lothringischen Frage sowie das Zustandekommen einer zweckmäßigen internationalen Organisation, die zukünftige Kriege unmöglich machen werde verwirkliche.“ Smith betonte bei der Erörterung dieses Antrags, daß die geheime Diplomatie die Kriegsziele der Verbündeten verwirrt habe, und daß Elsaß=Lothringen jetzt zu der hauptsächlichsten Friedensbedingung gemacht worden sei, ohne daß man Italien, noch Rußland gefragt habe. In der bereits mitgeteilten Rede führte Balfour weiter aus, es sei kein selbständiger Teil der Kriegszielfrage: England kämpfe, damit Europa von der dauernden Bedrohung durch den Militarismus Deutschlands befreit werde, und aus diesem Grunde wünsche England, die Karte von Europa so geändert zu sehen, daß die verschiedenen Völker diejenige Verfassung erhalten, die sie selbst wählen und die sie für ihre Entwicklung als die bestgeeignete erachte. Balfour verspottei den Gedanken, daß alle Schwierigkeiten aus dem Wege geräumt werden, wenn nur erst die Vertreter der führenden Mächte am Beratungstisch zusammentreten. Bei dem jetzigen Stand der Dinge und bei dem gegenwärtigen Geisteszustand unserer Feinde, sagte er, ist es nicht wahrscheinlich, daß Verhandlungen auch nur zu den geringsten Erfolgen führen würden. Ich halte die Beendigung des Krieges durch eine Konferenz nicht für möglich, wenn wir nicht vorher zu einer Übereinstimmung gekommen sind. Niemals habe eine Versammlung einen Erfolg gehabt, die nicht am Ende der Feindsebigkeit, sondern mitten während derselben abgehalten worden sei. Wenn es Deutschland wirklich ernst gewesen sei, über den Frieden zu verhandeln, dann hätte es doch der Welt seine Bedingungen bekanntgeben sollen, unter denen es den Frieden zu schließen wünsche, und auch die Ziele, welche durch den Frieden sichergestellt werden sollten. Aber das habe die deutsche Regierung mit Bewußtfein unterlassen. Balfour schloß mit den Worten, wir glauben an undere gute Sache, und daß wir sie zu einem guten Ende führen werden. Balfours Worte erweckten nach einer Meldung des Berichterstatters des Amsterdamer Handelsblattes in London starte Begeisterung im Unterhaus und auf der Galerie. Nach Balfour ergriff Asquith das Wort. Er widerlegte die Auffassung der Antragsteller, daß, wenn nur die elsaß=lothringische Frage zur Seite gestellt wird, über die anderen Kriegsziele ohne Schwierigkeiten ein Einvernehmen erzielt werden könne. Das sei ein Irrtum, und ein ebenso großer Irrtum sei, daß englische Kriegsziele erweitert worden seien. Diese seien noch die gleichen, die er(Asquith) vor drei Jahren in seiner Guild=Hall=Rede aufgestellt habe. Dann nahm noch ein Radikaler das Wort im pazifistischen Sinne. Ein Schlußantrag, der mit 282 gegen 33 Stimmen angenommen wurde, beendete die Sitzung. Deutsches Reich. Berlin, 7. Nov.(WTB.) Amtlich. Der Kaiser hörte gestern den Vortrag des Chefs des Zivilkabinetts und den Generalstabsvortrag. Berlin, 7. Nov.(WTB.) Die„Nordd. Allg. Ztg.“ meldet: Wie wir hören ist der Geheime Legationsrat v. Radowitz mit der vorläusigen Wahrnehmung der Geschäfte des Chefs der Reichskanzlei beauftragt worden, nachdem Unterstaatssekretär v. Graevenitz ausgeschieden ist. *) Berlin, 7. Nov.(Eig. Meld.) Die„Kriegszeitung" glaubt, daß nach den heutigen Verhandlungen der vier Reichstagsfraktionen Aussicht auf Einigung mit dem Reichskanzler erzielt werden wird. Worin diese Einigung bestehen wird, ist allerdings noch nicht zu erkennen. Die Nationalliberalen hatten einen Vermittlungsvorschlag gemacht, der dohin ging, einen Fortschrittler in das preußische Staatsministerium zu berufen und den Vizekanzlerposten aber einstweilen nicht zu besetzen. Diesen Antrag haben die Fortschrittler abgelehnt. Die fortschrittliche Landtagsfraktion hat sich heute morgen mit der Lage eingehend beschäftigt und beschlossen, am Freitag die gemeinsame Sitzung mit der Reichstagsfraktion abzuhalten. Danach scheint also das letzte Wort noch keineswegs gesprochen worden zu sein. Das Vizepräsidium im preußischen Ministerium dürfte allerdings auch nach dem Verzichte Friedberas einem Nationalliberalen angeboten werden. Mit der weiteren Führung der Verhandlungen sind von der Regierung die Staatssekretäre Graf Roedern und v. Kühlmann beauftragt, die heute auch Besprechungen mit Parlamentariern hatten. v. Kühlmann hat es damit übernommen, zum zweiten Male im Verlaufe der Regierungskrise zwischen der Reichstagsmehrheit und der Regierung zu vermitteln. Berlin, 7. Nov.(WTB.) Aus dem Reichstage wird uns von beteiligter parlamentarischer Seite mitgeteilt: In der heutigen Besprechung der vier Reichstagsfraktionen hat sich eine völlige Einmütigkeit in der Beurteilung der gegenwärtigen Lage und der Vorschläge zur Überwindung der Schwierigkeiten ergeben. Die Verhandlungen mit dem Reichskanzler dauern fort. Berlin, 7. Nov.(WTB.] In der Staatshaushaltskommission des Abgeordnetenhauses erklärte Staatsminister v. Waldow u. a., für die Kartoffelbewirtschaftung könne die Frage der Freigabe von Kartoffeln zu Futterzwecken erst geregelt werden, wenn die gebotene gründliche Nachprüfung der gemeldeten Ernteergebnisse durchgeführt sei. Darübr werde noch eine gewisse Zeit vergehen. Der Frühdrusch des Brotgetreides sei geboten gewesen, um für das neue Wirtschaftsjahr Vorräte zu gewinnen. Der Heeresbedarf verlange eine möglichst schnelle und restlose Erfassung der Vorräte an Hafer. Die Heuumlage werde schmerzlich empfunden, sie sei aber bei den unbedingt zu befriedigenden Anforderungen nicht zu vermeiden. Für die Aufklärung der Bevölkerung über die Ernährungslage werde durch eine besondere Organisation Sorge getragen werden. Berlin, 7. Nov.(WTB.) Der österreichisch=ungarische Minister des Außern Graf Czernin ist abends nach Wien abgereist. Berlin, 7. Nov.(WTB.] Die„Nordd. Allg. Zta.“ schreibt: Trotz der mehrfachen Feststellungen ihrer Unrichtigkeit tauchen immer wieder Gerüchte über angebliche Angebote der deutschen Regierung auf, die die Abtretung ElsaßLothringens an Frankreich zum Gegenstand gehabt haben sollen. Jetzt läßt sich der„Manchester Guardian" aus Paris melden, daß die deutsche Regierung Briand habe auffordern lassen, in die Schweiz zu kommen, um dort mit dem Fürsten Bülow oder dem Reichskanzler zusammenzutreffen. Dies, sowie das in dieser Depesche aufs neue behauptete Angebot, Elsaß=Lothringen abzutreten, gehört, wie alle früheren derartigen Behauptungen, ins Reich der Fabel. Königsberg, 7. Nov.(WTB.) Der stellvertretende kommandierende General des 1. Armeekorps, General der Kavallerie Freiherr von Hollen, ist nach kurzem schwerem Leiden gestorben. Der Volksbund für Freiheit und Vaterland und die Zeutrumspartei. Die„Zentrums=Parlaments=Korrespondenz“, verbreitet folgende Bemerkungen über den neuen Volksbund für Freiheit und Vaterland: Durch die Gründung des Volksbundes für Freiheit und Vaterland ist in einigen Kreisen eine gewisse Verwirrung hervorgerufen worden, da man sich nicht klar darüber ist, ob dieser neue Bund auch unter die „Neugründungen“, fällt, von denen fernzubleiben der Reichsausschuß der Zentrumspartei die Parteiangehörigen aufgefordert hat. Nach Auffassung führender Parteimitglieder, die wir zu sprechen Gelegenheit hatten, gehört auch der neue Volksbund zweifellos zu den„parteiähnlichen Gebilden". denen sich Anhänger der Zentrumspartei fernhalten sollen. Es ist auch der Einwand keineswegs berechtigt, daß der Beitritt zum Volksbund deswegen jedem Parteiangehörigen freistehen müsse, weil ja auch Mitglieder der Partei der Vaterlandspartei angehören. Im Gegenteil, die Parteianhänger, die zum Volksbund hinneigen, müßten gerade unter Hinweis auf ihr Fernhseiben von dieser neuen Gründung an die anderen Parteimitglieder, die der Vaterlandspartei beigetreten sind, die Aufforderung richten, aus dieser Partei auszuscheiden, weil es so die Parteidisziplin erfordert. Mit dieser Haltung der Zentrumspartei soll über den neuen Volksbund keineswegs ein Urteil gefällt sein. Die Ziele, die derselbe verfolgt, sind an sich zweifellos ebenso gut und einwandfrei, wie die Ziele, die von der Vaterlandspartei in ihrem offiziellen Prooramm aufgestellt worden sind. Aber hier wie dort handelt es sich für eine ihres Wertes sich bewußte Partei darum, ihre Mitglieder darauf hinzuweisen, daß die von den anderen verfolgten Ziele, soweit sie gut sind, von ihr selbst verfolgt werden. Aus der Stadt. Münster, 8. November. c' Der Plakatfahrplan für das Münsterland ist dieser Nummer beigedruckt. Wir machen unsere Leser darauf aufmerksam, daß sie bei Fahrten an Sonn= und Feiertagen darauf achten, ob der Zug auch Sonntags fährt. Das beigedruckte W(es befindet sich entweder in oder über der betr. Spalte) zeigt dieses an. Die mit W bezeichneten Züge verkehren nur Werktags, fallen also an Sonn- und Feiertagen aus. 2 Kriegszuschlag für den Eisenbahngüterverkehr. Die deutschen Staatseisenbahnen sehen sich, wie jetzt angekündigt wird, gezwungen, demnächst einen Kriegszuschlag zu den Frachtsätzen des Güterverkehrs einzuführen, um die durch den Krieg hervorgerufenen Mehrausgaben zu decken. 2 Die Vortragsfolge des Kunstvereins ist nunmehr, wie folgt, festgesetzt. Am nächsten Montag, 12. November, spricht Diplom-Ingenieur Sonnen über die Weser=Renaissance auf Grund seiner neuen Forschungen. Am 28. November Pros. Dr. Board(Düsseldorf) über Ed. von Gebhardt(anläßlich seines 80. Geburtstages). Im Dezember Dr. Castelle über das deutsche Märchen in der bildenden Kunst(o„Schwind, Ludwig Richter usw.). Im Jannar wird Universitäts-Professor Dr. v. Salis die griechische Göttin (die Neuerwerbung der Kal. Museen in Berlin) behandeln. der deutschsprachigen Presse e.V. Ter Anonsler [Bochdruch perbeten.: Gültig vom 1. November 1917 ab. schne Gewühr.) Münster-Lengerich-Hasbergen-Ornabrück-(Löhne-Berlis)-Bremen-Hamburg. n 2# 29 #u Satilgab Künster ab Sudmühle an 9 Gr 85311Eab Westbevern ab! en 91112/#Brock-Ostbevernabl 9114ab Kattenvenne ab ab Lengerich 12 ab Lengerich en burg ab Lengerich en Tecklenburg(Broch. sb en Ibbenbüren kerbsch) ad eb Narup,-Hagen ab ab b5 122an Hasbergen ab Hasbergen in Georgsmarienhütte ab ab Hasbergen an an Osnabrück 5.22 5) an Bramsche an Quskenbrück an Oldenburg Ve. Mhastere. Fe. Acher Bar an Berlin F(l.)(P) seb Oamnabriek an Bremen * B e d a r t s s u g. an Gestemünde en Uldmbur.——49 an Hamburg K. Bhf.=bl 1010 102 1109 m führen für Militärpereonen auch die 3. Klasse. X Fallen vorübergehend ans. Münster-Rheine-Emden- Var#e--. W Bedarfhaug nur für Militär(zuschlagfrei). 1 an Vechtel * ab Kheine We vom 1./2. bis 30./4. an Rheine 11 Münster-Haltern-(Wesel-)Wanne-Cöln. Münster-Neubeckum-Warendorf-Neubeckum-Beckum-Lippstudt. fährt für Militärpersonen auch die 3. Wagenklas X Fallen vorübergehend aus. * Bedarfszug nur für Militär 95 904 840 555 1117 548 1110 P t0 513 634 1195 505 627/1052 420 50 102 408 538 954 378 458 an 132 14 3 5 80 (zuschlagfrei). Bodartsung. Wenn Zug 406 ab Münster nicht verkahrt, hält Zug 420 ab Münster in Haltern an 502 und ab 501. = Sonntags sowie am 1. und 21./11., 8., 25. und 26./12., 1./1., 29./3. Bis 21./12, vom 3./1. bis 27, 3. und vom 14./4, ab. 920 WSAe 12•4 10 11 11 Larte1* Abenbüren ehterich. Relichiiere [2—3 Kl. Osnabrück-Bielefeld. 94. Kl rR 610 821/ad 62 843/ 65 ab w 101100 1110 2 Brochterbeck ab Tecklenburg ab Lesgerich fNx ab Langerieh(Wosik) an Mhuster(Westk.) eb Kaum Gaui.) Leagerich(Westf.) ab 5 Lengerceh FRr al ab Iburg ab 8/101/ab Laer ab 108jan Versmold ab vanmela Güterzich Gütersloh Vorl Kaunitz Hövelhof 8 w Rheine-Ochtrun-Gronau. 12—4 W 95 nach Bernholte. Ten) Nane Nan Naamn-In Bid.-18.-stene Naan! NC-10 248 94b 9uS 1005 1197 946 954 1048 1151 102 1081 1119 1218 Ip icm ln 920 1041 1054 1150 1251 12 1 112113 122 130 IIe i1d 189 15 1m 120 10 24 1230 1255(05 60 148 133 700 70 # 10E 1048 1048 101410# 42 502 715 428 00 720 428 gei 7#4 514 601 7 525 6 31 855 on p# V-8-11-27 616 75 70 807 822 2. 917 607 0177 Katag, 1e utene.-18.-ate 57B 18 Fe Cug 111 121/1125 103 20/124 S00 917 g 122#0 20 20 14 4 2¾4 206 450 255 3065 20 g05 Jb 314 B01 JN 343 30 612 Cöln-Hamm-Hannover-Berlin. eang 700 n un 25 — 12— ——— 24 314 2 30 35 76 9010 1 TP * e 40 744 ache 90 70 758 810 805 82 840 842 g0 919 935 821— 800— 940 MATTTTI 1131157 943 1007 913 10 65/105 911 ges 11 1013 115 1022 1210 DE5 94 1901 19— ——— ———5 99 10 10• 10 Nur M 1157/1157 e n 931 931 se se —— — 1 24 Frrmng 1 — 1130 — 110 — 1130 — 18% 9 1124 105 102.— 12 sam sclsm. 109 110/112 116 120 W u 1122 116 11 129 12 1134 190 12· 120# 120 12 100 10 40 ## 611 50 S8 125 E 10 ab Cöln 65sab Düsseldort 72ab Duisburg 75ab Oberhausen ab Altenessen ab Gelsenkirchen ab Schab —— 2 # 05 54e 712 SIIE I 4 81 1-30—3 Wanne Dortmund uad Coln(y Cola-Deute) an ab Dässeldort ab ab Duisburg ab Mahlbeim(Ruhr) ab Essen(Hbf.) ab Bochum Sud Dortmand ab Dortmund ab Courl ab Kamen 914an Hamm 13 #####au Mönster ab lad Mauter. an Maum Sntab Hamm ab Heessen bad üblen ab Vorhelm ab Keubechum ab Oelde ab Rheda ab Worndur 50 Schlefwagenzug. führt ner Schlefwagen. 903—— 912 710 104 — 184 — 111 100 73 112/an Bn 12wan 60 120 Wereier es Gierienr ab Brackwede an Bielefeld an Hertord an Löhne Minden Hannerer ien Verla I G. Lehrter Bht.) Bedertbsug, fährt bis auf weiteres täglich. mig.-Teni. mo.-Mi eh.- T1.= Md. T=ps.=Os.-=T=mae 85—— 19— 1155 1918 100 1 05 744 841 re12. 120 13 3/1138 200 12112 14 11 55/1106 12 114195 12 i1. 15- 10 1040 104 1242 12•8 113 P-4|130 Ichen 104111122 1441119 415 521 719 438(25 #. 55 405 p 104 .240 70 Gu O 424 511 125 1043 1017 1e 10 16= 1014— 121 105— 120 F#s Wt 66 4a(P1, 440 440 Jc 9901 F zur 425 522 446 496 810 81 8 Sispeasche 5— 990 960 15 eis Saite 900— 839— 1“ 830—1 949— 10 300— 21 100 25 un 40 210 32 13 222 21 201 1• 1 9— 3W S10 zu Su## g 100 — 40 82— — 4—— 90 3u 2u(2 50 72 a0 13 Si 3u 3u G• 50 S M 1 IeI 1 f2s2 — 90 17 10* 193— 1016 120 100 910 118 124 ime 31 3½ 215 1 1n 1 700 u 54 923 723 84 104 5 50 19 85 9 643 35 7— e 31 52444" 11211 20 138 Gensbrück-Enerzburg: 2-3] Rheine. 12—3 1201 72 125 12511255 S6 5 59# # de 845 gei 813 ##e do 8 110 125 E 3210 911 1017 5jab Mänster ap) v1200 614/.5 Oenabrück Abt. anl 1260 62/an Oenabrück-Eversd. ab Ssled Arersdure an 64ab Wersen ab 79ab Westerkappeln abl! 7lllab Langenbrück ab 74ab Mettingen ab 724sab Schlickelde ab 7allab Recke ab 8Uab Bad Steinbeck ab 26, 819/ab Zumwalde, ab 307 Sülab Hörstel-Ostenw. ab 3% 84ab Kanalhafen ab 9% 82ab Rheine-Stadtberg ab 3½ 9Aan Rheine-Ibbetr. ab 1107 1057 1905 10 PE 100 1100 90 55 95 72 25 540 5 5 405 420 * 3 916 3— 8 030 831 231 955 IX 19 10241117 Die Fahrzeiten rechts von den Ortsuner verten vun utenr nuck obenr veiaren. B- Seun- und Feiertags. W Weldoer Die wachlagfreien Schnsliober gur züge) sind im Kopfe mit E bezeichnet. N. U. Z.= Mllitär-Urleuber-Zug Die Techlsckten grn 8s Uhr ebends bin unr Uhr au) ns durch Gatertesleheng der Minutenzahlen hervorgehoben. der deutschsprachigen Presse e.V. Grra deio Prrcitoronrenzeu. (Ohne Gewähr.) Gültig vom 1. November 1917 ab. (Nachdruck vorbeten.) Münster-Hamm-Soeal-Cassel. W W 2 4|1—3 □ 121812 119 8% 81120 s0e 190 4s. 210 415 9611 6#4 750 # 70 119 10 991127#24 112/12—— 719 937 95 804 1009 1000 1159 O 1185 911 74 9 44/1156 P 901/12. 801 100 1213 A 10012* 810/10 2/124 91109 11 94/1138 100 112*5 “ n a c h B e r l t n. 251 75 2 111. 1 103 8411 IV 2-4 Cöln-Oberhausen-Rheine-Iunkenbrück. W 1149 15 112¼ 113 100 84 S90 622 922 3 64e Bii 825—114 8 1044 61 917 534 722 ie 9 121 612, 80 112 19 620 910 5½ 84112 5- 84 112 5 844 1124 51 1112 507 85 111: 2— 105 10.3 90 Essen. -82-4132/2-42-4138 2-4138 2-42-413D2-419E 2-412 40 495 53 811.8|121812° 20 121 40 50 72 95 42 429 En 9•1 9 //1250 151 B# 2# 50 625 82 35 43 44 5os 5e 71., 9U 10 0/126 26 g. ur: Bi 62 98 102. Münster-Hamm-Elberfeld. 42 22 518 510 520 6•2 8 52 5ul 6S 50— 66 801 548 645 809 Gy.729 88 810 522 822 10 20/1125 14 30 W 92 1210 841100 913 P 54— 321 — 88— 113— 52 845 10%6 11· 150 uer 120 2 50 488 700 111 19 20 51— 710 1118 513 112 1145—.54/ 7 IS TPP ab Münster an Hamm 5 Namm 235 4-0# zu 712 9.2 1019/an Unna e 1022 W 4·8 721015 104 844 923 W 113 90 1114 54 0 8 SA W 1188 1225 TINE TE 1018 Maliche 106 845 112 918 1140 758 97 121 130 45 938 122 207 430 o as 8 0 87 101 1220 24 405— 927— 125— 46 977 1115 104—45 941121 111 24 602 90 1x 12 20 zu 9 91/118. 166 3 54 1004 90 5 62 112/12 88 301 453 721 15 734 942 * Bedarfszug fur Militär, verkehrt bis auf weiteres täglich. ab Unna an Fröndenberg ab seb Enna an anHolzwickedes ab Holzwickede an Dortmund ab abholerickede. an Schwerte ab ab Schverte Iserlohn ab 5 Schrente ab Pröndenberg ab Arnsberg ab ab Schwerte an ab Westhofen ab an Hagen at ab Hagen 9n an Letmathe ab 2-42-42-41852-4150 70) 311 1012 4#| 2% 34 311 B0 9b 718 940 139 130 312 312 41 54 70 J- 12·144 2 F- 413 5 84 65 8 91/110— 20 30 ab Letmathe an serlohn ab ei. Lelgahe Altenhundem ab ab Hugen an ab Schwelm ab ab Barmen R. ab ab Barmen Hbf. ab an Elberfeld ab ab Elberfeld an an Düsseldorf ab an Cöln ab W 108 85 210 1216 131 100 118 1914 125 407 30 119—— 1121 1c 19.90 4 e 29 10412 1047 I 113: 105 7 S7 1158 1138 100 147 30 — 134—— — 1233—— 112129 12 E 11211200 11/ g0 — 118 10 2 11% 1 10 44/1200 13 404 9# 1020 123 Ke 16. 112 Sa 1ch II 811 1018 832 1004 1223 □ 122 1219 Rheine-Osnabrück-Löhne-Berlin. W W W W -ETE! 2• 855 8 r ih Gel Jm 1272 802—— 750 931 742 98. 12.3 45 Ju 1212 732 82 645 820 621 62 801 12 5 924 1• 953 1106 r 9 112 1 10 9111% 54011022 6141012 8 I 713 1049 611 82. g25 1157 401 Adse Hannore 6%%an Berlin Fr. ab I C L.=Lehrterbh.) 624 349 618 1748°1141 I 7½ 6134 10 443 87 9 54 3 50 110/126 W Münster-Warendorf-Lippstadt. W W Münster-Haltern-Clere. W 11 2—4 o 891/120 81025 819 10 89/1000 1080 8211131 1043 90 824 1010 Elab Schermbeek ab 354/ab Damm(Lippe) ab 10Mjab Peddenberg ab 6kan Wesel 1240sad Wese! an 125an Bocholt ab 1222/ab Wesel an ab Empe! ab an Emmerich ab os Wa ae an Oberhausn ab ab Wesel an ab Menzelen-Ost ab ab Issum ab an Geldern C. M. ab 24342—4 1012 1012 92 922 112 70 J— 1144 72 891 1129 70 6-1-95 4e1 85 50 319 811 24 633 ab Geldern C. M. an an Geldern(Rhld.) ab ab Geldernchdld) an ab Kevelaer ab ab Goch ab Cleve ab 12—4 2—4. Kl. W 113 11• ig 1000 1000 ab Münster an ab Meckleub. abl ab ab rIe 580e 644 65ab Roxol ab Tilbeck 7ab Havixbeck ab 73/al, Billerbeck ab ab Lutum an Coesfeld an Herv.-Dorsten ab 724 ###T 20 an Ahaus 73ab Burgsteinkurt 524/ab Dälmen-Ost an ab Alsu 5 Gamtal an Abeu ab Ahenab Wessam ab Alstätte an Enscbede sab Coentel as ab Klye ab ab Gescher ab 84ab Velen ab Glab Ramsdort ab an Borken ab an Herv.-Dersten ab Gleb Herv.-Dorsten an sb Brtenchr k) an. ## Stadtiche sb en Absu ab Borken ab Bocholt 10049 Bocholt Wesel an Empel 1 an 202 44 1¾3 4 10 7/12 1 7111— 63/103 1022 112 30 825 L 500 T.-8.-C8. 18-10. — 70 115 715 129 Münster-Burgsteinfurt-Gronau. 200 322 146 zu 423 ie W 559 W W Gronau-Dortmund. W 2—42—4 212 ER 1 65/10 428 640 448 701 sm 719 2 253 1233 10•8 11* 789/120 8121! 8 17|1213 12•9 810|1237 8 38/124 40 550 6#en Ahaus 9 2.5 719 6 955 1013 2—4 Tronan Burgsteinfurt an Aasdtliehe Aheue Ahaus Legden Holtwick Coesfeld Qus kenbrück Rheine 818/ab 833 Rheine Coesfeld Gauste Lette Düllmen Ost b 25 618 ab 79/an Malmen Out an b Ondrup ab Lüdinghausen ab b Selm ab b Bork ab b Lünen Nord ab b Derne ab n Dortmund Hbf. ab 24|2—4s24s2—4 830 806 805 912 71 8 54/12 74 8 46/1211 7# 9 8/120 616 1150 650/1140 W W 34s2—4 1022 114 1059 20—+ w S411 933/1124 1116 Aulichtas 9261025— 1045/1240 1003|123 1224 1210 113 111 722 0 7% 141 1 751 138 750 20 86 30 8 940 18 1000 110 521 957 205 551 54 884 21)(81114 5i 8e 290 7941112 62 90 251 7291 5 ## 4 5 gae +# P — —— 612 ab Münster ab Kinderhaus ab Nienberge ab Altenberge 9ab Nordwalde 949/ab Borghorst 941 ab Burgsteinfurt Ceesfald 5 Boxianter ab Metelen(WIE.) 44ab Nienberg-Heek Ahaus 0 945 7#4 an Burgsteinfurt ab ihau Stadtlohn be Friaen an Stedtlohn ab b b 114 32 6## 1100 gue 6# 100 zn a 1019 221 55 5 Saedlele ab Sadiehn an Borben(WI.E.) be Mhaite an Bergsteiufurt ab Burgstelnfurt an /1284 51 * /1251 50 /125 12 7/10ab Metelen(Land)ab 74104an Ochtrup ab Is Schtng an Rheine er Mrae. n Ceshenbrück 950 abl 812N0 a8 p Po 82/10an Gronau “ fahrt nur am 8. und 29./11., 20./12., 4. /1., 7. K., f. S., 9. und 28. 4. * der deutschsprachigen Presse e.V. 1 Im Marz endlich Museumsdirektor Dr. Pauli(Hamburg): „Was ist deutsche Kunst?“ * Theater des Konservatoriums der Musik. Am Donnerstag findet im Zoologischen Garten die letzte Aufführung der großen Oper„Hoffmanns Erzählungen“ statt, worin auch diesesmal wieder Reinhold Batz vom Opernhaus Köln und Friedrich Braun vom Opernhaus in Frankfurt a. M. gastieren werden. 2 Ein Zimmerbrand entstand gestern morgen in einem Hause an der Weseler Straße. Die Hausbewohner konnten das Feuer, das durch spielende Kinder verursacht sein soll, bald löschen. X Taubstummen=Gottesdienst. Der nächste Gottesdienst mit Predigt für katholische Taubstumme für Münster und Umgebung wird Conntag, den 11. November, nachmittags 3½ Uhr, in der Kapelle des St. Marienbospitals(Loerstraße) abgehalten. Banksusion. Die Westdeutsche Vereinsbank, Kommanditgesellschaft auf Aktien, ter Horst u. Co. zu Münster, der Gronauer Bankverein Ledeboer ter Horst u. Co. zu Grönau und der Rheiner Bankverein Ledeboer Driessen u Co. zu Rheine, haben mit der Direktion der Diskonto=Gesellschaft zu Berlin einen Vertrag abgeschlossen, nach welchem vorbehaltlich der Genehmigung der demnachstigen Generalversammlungen diese drei Banken ohne Liquidation auf die Diskonto=Gesellschaft Berlin übergehen. Wegen der besonderen Abmachungen wird auf den Handelsteil der heutigen Nummer verwiesen. Ein„Möve“=Offizier über seine Erlebnisse. Freitag, 16. Nov., abends 8½ Uhr, werden im Auditorium Maximum der Universität die weltgeschichtlicher Berühmtheit gelangten„Möve"=Fahrten von einem Fahrtteilnehmer geschildert werden. Der Torpeder=Oberleutnant Paul F. Kuhl wird an Hand zablreicher Lichtbilder nach Bord=Aufnahmen über seine Erlebnisse als Minen= Spreng= und Gefangenen=Offizier wohrend der 1.„Möve“=Fahrt sprechen. Der Vortrag ist nach den vorliegenden Presseurteilen bisher von ganz ungewöhnlicher Wirkung gewesen. So chreidt z. B. der„Berliner Lokalanzeiger“: Man hatte am Ende des Vortrages ein Stück brausender Weltgeschichte unmittelbar miterledt, so wirkte der Zauber der Personlichkeit des Vortragenden auf die Hörer ein.“ Und die„Hallische Zeitung: schrieb:„Und es ist wohl keiner, der nicht vom gestrigen Abend als unvergeßliches Erlebnis mit sich forttrug, wie und was dieser Offizier sprach.“ Man darf daher annehmen, daß der Vortrag, zu dem die hiesige Abteilung der Dekttschen Kolonialgesellschaft in einer heutigen Anzeige einladet, auch in unserer Stadt dem großten Interesse begegnen wird. Vom Standesamt. Sterbefälle: 6. Nov. Private Mathilde Temme, 52 J.— Buchbinder Theodor Redinger, 52 J.— 7. Nov. Rentnerin Theodora Wesselinck, 76 J. Mitteilungen der städtischen Bekleidungsstelle. An Stelle der bisherigen Bezugsscheine AI und BI treten in kürzester Zeit Bezugsscheine A II und BII. Die Gültigkeitsdauer der Bezugsscheine ist von einem Monat auf zwei Monate erhöht. Das gilt auch für die vereits ausgestellten Bezugsscheine AI und BI, soweit seit ihrem Ausstellungstage bis zum 13. Oktober 1917 noch nicht zwei Monate verstrichen sind: der widersprechende Vermerk auf den alten Vordrucken steht dem nicht entgegen. Noch nicht eingelöste Bezugsscheine C und Cl werden am 1. Januar 1918 ungültig: die Gewerbetreibenden dürfen solche von da ab nicht mehr annehmen. Die noch nicht eingelösten Abgabebescheinigungen, außer für Schuhe, können nur bis 15. November 1917 in Bezugsscheine umgetauscht werden. Sport. # Den Großen Radfahrer=Preis von Frankreich, ein Stundenrennen im Pariser Winter=Velodrom, gewann Seres mit 73325 Klm., Daragon 850 Met., Contennet 3600 Met., Paul Suter 4700 Met., Lavalade 12 800 Met. zurück. Handel und Industrie. Neue Ausdehnung der Diskonto=Gesellschaft Berlin, 6. Nov. In der heute abgehaltenen Sitzung des Aussichtsrats der DiskontoGesellschaft wurde beschlossen, einer auf den 10. Dezember einzubernsenden außerordentlichen Hauptversammlung den Vorschlag zu unterbreiten, das Kommanditkapital um 10 Millionen Mark vom 1. Januar 1917 ab dividendenberechtigter Anteile zu erhöhen. Eine von den Geschäftsinhabern mit dem Magdeburger Bank=Verein vereinbarte Verschmelzung soll auf der Grundlage herbeigeführt werden, daß sein gesamtes Vermogen ohne Liquidation, gegen Gewahrung von 10,2 Millionen Park mit Dividendenberechtigung vom 1. Januar 1917 ab ausgestattete* Kommanditanteile übernommen wird, so daß auf je 6000 Mark Aktien des 17 Millionen betragenden Grundkapitals des Magdeburger Bankvereins 3600 Mark Diskonto=Kommandit=Anteile entfallen.— Der Aufsichtsrat genehmigte ferner die von den Geschäftsinhabern mit der Westfälisch=Lippischen Vereinsbank, A.=G in Bielefeld, ferner der Westdeutschen Bank, Kommanditgesellschaft auf Aktien, ter Horst u. Co. in Münster i. W, dem Gronauer Bankverein Ledeboer ter Horst u. Co. in Gronau und dem Rheiner Bankverein Ledeboner, Driessen u. Co. in Rheine i. W. getroffenen und von ihren Aufsichtsräten genehmigten Vereinbarungen, wonach das Vermögen auch dieser Gesellschaften, von denen die drei letztgenannten untereinander in enger Verbindung stehen, als Ganzes ohne Liquidation auf die Diskonto=Gesellschaft gegen Hauptversammlungen genehmigt sein wird. Vierbei soll den###tonaren der Westfalisch=Lippischen Vereinsbank, welche über ein Kapital von sieben stehen, als Ganzes ohne Liquidation auf die Diskonto=Gesellschaft gegen Gewahrung von Kommandit=Anteilen übergehen soll, sobald diese Verschmelzung von den zu diesem Zwecke alsbald einzuberngeuber, Haupt. versammtungen genehmigt sein wird. Hierbei soll den Anonaren der Millionen Mark verfugt, ein Umtausch im Verhaltnis von 2: 1 angeboten werden. Den Kommanditisten der Westdeutschen Vereinsbank, die über ein Kommanditkapital von 2 250000 Mark verfügt, soll ein Umtausch im Verhältnis von 2: 1 und eine bare Zahlung von 10% ihres Besitzes angeboten werden den Kommanditisten des Gronauet Bankvereins aber, welcher ein Kommanditkapital von 800 000 Mark hat, ein Umtausch im Verhältnis von 5: 3 und eine bare Zahlung von 10% des Besitzes, ferner den Kommanditisten des Rheiner Bankvereins, welcher ebenfolls ein Kommandikkapital von 800000 Mark besitzt, ein Umtausch im Verhältnis von ebenfalls 5: 3. Die persönlich haftenden Geschäftsinhaber der drei letztgenannten Institute werden für ihre Kapitaleinlagen durch besondere Vereinbarungen abgefunden werden. Unter Berücksichtigung der Bestände, welche die Diskonto Gesellschaft sich gesichert hat, ermäßigt sich der zur Durchführung dieses Umtausches aller vorerwähnter Aktien bzw. Kommanditanteile erforder. liche Betrag an eigenen Kommanditanteilen dergestalt, daß die Erhöhung des Kommanditkapitals der Diskonto=Gesellschaft auf 10 Mill. Mark begrenzt werden konnte. Die Genehmigung der Regierung zu dieser Kapitalerhöhung wird beantragt werden. Die neu auszugebenden Kommanditanteile dienen lediglich zum Umtausch, so daß eine Inanspruchnahme des Kapitalmarktes nicht stattfindet. Der aus dieser Verschmelzung sich ergebende Gewinn wird den offenen Rücklagen der Diskonto=Gesellschaft zugeführt werden. Ihrer Hauptversammlung soll die Zuwahl des Geh. Kommerzienrats Wilhelm Zuckschwerdt(Magde burg) in den Aufsichtsrat vorgeschlagen werden. Die Leitung der an die Stelle der aufzunehmenden Banken tretenden Zweigniederlassungen der Diskonto=Gesellschaft wird in den bisherigen Händen verbleiben, Die bisherigen Aufsichtsratsmitglieder der drei westfälischen Bankinstitute werden zu einem Ortsausschuß der Diskonto=Gesellschaft vereinigt werden und in dieser Eigenschaft im Bezirk Münster weiter in Tätigkeit bleiben. Hauptredakteur Rudolf Strietholt.— Es verantworten: den redaktio nellen Teil Vaul Koene, die Reklamen und Inserate Anton Busch, allin Münster.— Druck und Verlag der Aschendorfsschen Buchhandlung in Münster. Ei••- 144 Salzstrasse 25. Ab heute! Die neueste, Schöpfung prachtvolle große Lotte Neumanns: Die Bottierm von St. Marten, Filmschauspiel in 4 Abteilungen. Nach einem bekannten Werk von Wilhelm Hauff. In der Titelrolle die gefeierte Schönheit und Filmdiva: Lotte-Roumann. Ein literarisches Ereignis! Friedrich Hebbeis preisgekröntes Epos Mattel und Kinal Großes dmmatisches Lebensbild — in 4 Akten.— Regie: Dr. Hans Oberländer. Hauptrollen: Eva Speyer, Josef Klein. Ausserdem das übrige Programm. Bekanntmachung. Die Kommanditisten des Rheiner Bankvereins Ledeboer, Driessen& Co. Kommanditgesellschaft auf Aktien zu Rheine i. W. werden zu der am 29. November 1917, vormittags 10 Uhr im Banklokal in Rheine i. W., Poststraße, stattfindenden außerordentlichen Generalversammlung eingeladen. Tagesordnung: Genehmigung eines mit der Direktion der DiskontoGesellschaft in Berlin abgeschlossenen Vertrages auf Ubertragung des Vermögens des Rheiner Bankvereins, Ledeboer, Driessen& Co., als Ganzes unter Ausschluß Aufgebot. Der Vermessungstechniter Richard Krömer zu Herzberg a.sH. hat das Aufgebot des Spar=Scheckbuches Nr. 67880 der Sparkasse der Stadt Münster über 282,01 Mk. und Zinsen, für den Antragsteller lautend, beantragt. Der Inhaber des Spar=Scheckbuches wird aufgefordert, spätestens in dem auf den 6 März 1918, vormittags 10 Uhr, vor dem unterzeichneten Gericht, Zimmer Nr. 2, anberaumten Aufgebotstermine seine Rechte anzumelden und das Sparbuch vorzulegen, widrigenfalls die Kraftder Liquidation gemäß§§ 306, 320 HGB. auf die Diskonto-Vloserklärung des Sparbuchs erGesellschaft unter Gewährung von je nom: 1200 Mk. bis-]folgen wird.(F. 27—17.) konto-Kommandit-Antellen mit Gewinnberechtigung vom 1. Januar 1917 ab gegen je nom. 2000 Mk. Aktien des Rheiner Bankvereins. Diejenigen Kommanditisten, die ihr Stimmrecht ausüben wollen, werden ersucht, ihre Aktien oder die Depotscheine der Reichsbank über ihre Aktien oder die Bescheinigung eines Notars über die bei ihm erfolgte Hinterlegung gemäß Art. 18 der Satzungen spätestens am 26. November 1917 bei unserer Kässe, bei der Direktion der Diskonto-Gesellschaft in Berlin, sowie deren Filialen und Zweigstellen, bei der Westdeutschen Vereinsbank, Kommanditgesellschaft auf Aktien, ter Horst& Co. in Münster i. W., bei dem Gronauer Bankverein, Ledeboer, ter Horst& Co. in Gronau, bei Herrn B. W. Blisdenstein fr. in Enschede, bei Herren Ledeboer& Co. in Almelo zu hinterlegen. Die Generalversammlung ist gemäß Art. 23 Abs. 2 der Satzungen nur beschlußfähig, wenn drei Viertel des Grundkapitals der Kommanditisten vertreten sind. Der der Generalversammlung vorzulegende Antrag liegt im Geschäftslokal der Gesellschaft vom 12. November 1917 ab während der gewöhnlichen Geschäftsstunden zur Einsicht der Kommanditisten otfen. Rheine I. W., den 7. November 1917. Die persönlich haftenden Gesellschafter: A. C. H. Driessen. Rich. Beckmann. A. Ledeboer. Munster i. W., 29. Okt. 1917. Königliches Amtsgericht. Siegellack No. 11. schwarz; feinste Kriegsware, 5 Stangen pr. Pfd. in Kartons. M. 3,10 pr. Pfund, bei Abnahme von a2 FA- De Rabatt 48 Pfd. 20% 45 Porto u. Verpckg. Postscheck M. 1.20. Musterstange gegen Voreinsendg. M. 0,90. Paul Jacobson, Hamburg 36. Postscheck Hamburg 10313. Reiserbesen à 50 und 65 Pfg. bei A. Bühl, Graelstr. 50. Nur noch 2 Tage! Der neue 4. Teil des gewaltigsten und bedeutendsten Filmwerkes aller Zeiten: Holtunsufus = IV. Teil= von Robert Reinert. — In 4 großen Akten.— In der Titelrolle der berühmteste und gefeiertste dänische Tragöde Olaf Fönns. Ferner: Friedrich Kühne, Th. Loos, Mechtild Thein. Ein selten schönes, ergreifendes Werk Del Lotzid Uines alten Oeschiechts. Filmtragödie in 4 Abteilungen. Hauptdarstellerin die gefeierte Bühnenkünstlerin Maria Carmi Bekanntmachung. Die Kommanditisten des Gronauer Bankvereins Ledeboer, ter Horst& Co. zu Gronau werden zu der am 29. November 1917, nachmittags 3½ Uhr im Banklokal in Gronau, Wilhelmstr. 11, stattfindenden außerordentlichen Generalversammlung eingeladen. Tagesordnung Genehmigung eines mit der Direktion der DiskontoGesellschaft in Berlin abgeschlossenen Vertrages auf Ubertragung des Vermögens des Gronauer Bankvereins, Ledeboer, ter Horst& Co. als Ganzes unter Ausschluß der Liquidation gemäß 8§ 306, 320 HGB, auf die DiskontoGesellschaft, indem gegen je nom. 2000 Mk. Aktien des Gronauer Bankvereins je nom. 1200 Mk. Diskonto-Kommanditantelle mit Gewinnberechtigung vom 1. Januar 1917 ab und eine Barvergütung von 10% auf den Nennwert jeder Aktie des Gronauer Bankvereins aus dessen Vermögen gewährt werden. Diejenigen Kommanditisten, die ihr Stimmrecht ausüben wollen, werden ersucht, ihre Aktien oder Depotscheine der Reichsbank über ihre Aktien oder die Bescheinigung eines Notars über die bei ihm erfolgte Hinterlegung gemäß Art. 18 der Satzungen spätestens am 26. November 1917 bei unserer Kasse, bei der Direktion der Diskonto-Gesellschaft in Berlin, sowie deren Filialen und Zweigstellen, bei der Westdeutschen Vereinsbank, Kommandit-Gesellschaft auf Aktien, ter Horst& Co. in Münster i. W., bei dem Rheiner Bankverein, Ledeboer, Driessen& Co. in Rheine i. W., bei Herrn B. W. Blijdenstein jr. in Enschede, bei Herren Ledeboer& Co. in Almelo zu hinterlegen. Die Generalversammlung ist gemäß Art. 23 Abs. 2 der Spul- und Madenwürmer werden prompt beseitigt durch Vialouge Wurmperlen. Erfolg garantiertt Resorm=Drogerie Fritz Marquard. Rotenburg 46. a3 Von 9 Uhr ab ist von mehreren jungen fetten Tieren Pr 1... zu haben. Franz Schlebusch, Pferdemetzger Sonnenstraße. Von der Reise zueuch. OI. Papierwaten aller Art jeden Posten gegen Kasse zu kaufen gesucht. a“ J. Obholzer, Spiekerhof 46 II. 2 Herren können noch an bess. Privat=Mittag= u. Abendtisch teilnehmen. Näheres in der Geschäftsstelle dieses Blattes. 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Tagesordnung: Genehmigung eines mit der Direktion der DiskontoGesellschaft in Berlin abgeschlossenen Vertrages auf Obertragung des Vermögens der Westdeutschen Vereinsbank Kommanditgesellschaft auf Aktien ter Horst& Co. als Ganzes unter Ausschluß der Liquidation gemäß 8ß 306, 320 HGB, auf die Diskonto-Gesellschaft, indem gegen je nom. 12000 M. Aktien der Westdeutschen Vereinsbank je nom. 6000 M. Diskonto-Kommanditantelle mit Gewinnberechtigung vom 1. Januar 1917 ab und eine Barvergütung von 10% auf den Nennwert jeder Aktie der Westdeutschen Vereinsbank aus derem Barvermögen gewährt werden. Diejenigen Kommanditisten, die ihr Stimmrecht ausüben wollen, werden ersucht, ihre Aktien oder die Depotscheine der Reichsbank über ihre Aktien gemäß Art. 22 der Satzungen spätestens am 25. November 1917 entweder bei unserer Kasse bei der Direktion der Diskonto-Gesellschaft in Berlin, sowie deren Filialen und Zweigstellen, bei dem Gronauer Bankverein Ledeboer ter Herst& Co. in Gronau, bei dem Rheiner Bankverein Ledeboer Drießen& Co. in Rheine i. W., bei Herrn B, W. Blildenstein fr. in Enschede, bei Herren Ledeboer& Co. in Almelo oder bei einem Notar gegen zu ertellende Bescheinigung zu hinterlegen. Münster i. W., don 7. November 1917. Die pereönlich haftenden Gesollschafter: Drießen, van der Seag. Wennink. Das Sechswochen=Seelenamt für den auf dem Felde der Ehre gefallenen Leutnant d. Res. Hermann Gottmann findet statt am Samstag, den 10. Nov., um 8 Uhr in der St. Josephskirche wozu freundlichst eingeladen wird. Todesanzeige. Heute Nacht nahm ein sanfter Tod die frühere Mühlenbesitzerin in Rheine Fräulein Theodora Weßelinck unsere liebe Schwester, Schwägerin, Tante, Großtante und Nichte nach einem äußerst arbeitsamen Leben, versehen mit den hl. Sterbesakramenten im 77. Lebensjahre ergeben in Gottes hl. Willen aus dem Diesseits. Wer das Schaffen der teuren Verstorbenen für ihre Angehörigen gekannt, wird unsern Schmerz zu würdigen prissen. Sie möge ruhen in Gottes hl. Frieden! Namens der trauernden Hinterbliebenen: Franz Weßelinck. Münster i. W., 7. November 1917. Nachdem es ihm seit Kriegsbeginn vergönnt war, erland für sein Vatella licher Kamerad zu kämpfen, mußte unser unvergeßVerithare Piet,! Gefreiter im Garde=Feldartl.=Regt. Nr. 5 Inhaber des Eisernen Kreuzes 2. Klasse in den schweren Kämpfen am 2. November den Heldentod fürs Vaterland sterben. In tiesem Schmerz: Sämtliche Kameraden der 2. Vatterie 5. Garde=Feldartl.=Regiment. Die Beerdigung findet statt Samstag nachmittag 3½ Uhr vom Clemens-Hospital, Loerstraße, aus. Das Seelenamt wird gehalten am selben Tage 9½ Uhr in der St. Ludgerikirohe, wozu freundlichst eingeladen wird. Statt jeder besonderen Anzeige. Am Sonntag, den 4. November entschlief sanft unser lieber Vater, Schwiegervater, Großvater, und Bruder der Kaufmann Herr Wichem Dathener im 86. Lebensjahre. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Dr. H. Dulheuer Oderregserungengt. Bonn, Münster i. W., Milspe, Koblenz, Charlottenburg. Die Veerdigung findet am Mittwoch in Vonn statt. Beileidsbesuche und Blumenspenden dankend abgelehnt. geliebten Mann, Schwiegervater und Onkel, den Buchbinder Thrrrer=Aionger im Alter von 62 Jahren zu sich in die Ewigkeit zu nehmen. Er starb nach kurzer schwerer Krankheit sauft und gottergeben im Herrn. Um stille Teilnahme bitten die trauernde Gattin nebst Kindern. Münster, den 7. November 1917. Die Beerdigung findet statt am Freitag den 9. be. Monats, nachmittags 3½ Uhr, vom Sterbehanse Sonnenstraße 86/87 aus; die Trauerfeier ¼ Stunde vorher. Sollte jemand aus Versehen keine besondere Anzeige erhalten haben, so bitten wir diese als solche anzusehen. Das Jahres=Seelenamt für den auf dem Felde der Ehre gefallenen Unteroffizier Heinrich Glohr findet statt am Samstag, 10. November, morgens ½8 Uhr in der Herz Jesu=Pfarrkirche, wozu Verwandte und Bekannte freundlichst eingriaven werden. Familie L. Boomgarte Albersloherweg 30. —