der deutschsprachigen Presse e.V. Sezugspreis vierteljahrlich: Ausgabe A(ohne „Wochenschau") in Münster zweimal täglich srei ins Haus gebracht 2 Mk. 10 Pfg.,— auswärts von der Post abgeholt 2 Mk. 10 Pfg., durch den Briefträger gebracht überall, wo nur einmal im Tage Briefbestellung stattfindet, 2 Mk. 52 Pfg., in Orten mit zwei= und mehrmaliger Bestellung 2 Mk. 82 Pfg. Ausgabe 8(mit„Wochenschau") vierteljährlich 60 Pfg. mehr Fernspr.: Redaktion u. Verlag Nr. 2448, 2449 u. 2450. Geschäftsstelle(Michaelisplatz 3) Nr. 79. O* Zwei Ausgaben täglich. Abschiedsgesuch des Kanzlers? Berlin, 27. Okt.(BB.) Wie die„B. Z. am Mittag“ mitteilt, verlautet in gewöhnlich gut unterrichteten politischen Kreisen, daß der Reichskanzler Dr. Michaelis dem Kaiser gestern sein Abschiedsgesuch überreicht habe. Eine Bestätigung dieser Nachricht liegt nicht vor. Von den Kriegsschauplätzen. Wien, 27. Okt.(WTB.) Aus dem Kriegspressequartier wird gemeldet: Heute haben bereits so kurze Zeit nach dem Beginn der Operationen unsere und deutsche Truppen die italienische Front an drei ihrer bestverteidigten Punkten durchbrochen und erobert. Weitere Meldungen besagen bereits die katastrophalen Rückwirkungen auf die südlichen Positionen des Feindes Stündlich schwindet Italiens Guthaben an unserm heimischen Boden. 40 000 Gefangene und 300 Geschütze, das ist die klare, sieghafte Sprache der verbündeten Truppen, die uns in naher Zeit den größten und verdiensteten Triumph verkünden wird. Nach dem vorgestrigen panikartigen Zurückweichen versuchte der Italiener gestern wieder vergeblich, in den rückwärtigen Linien den Anstürmen der verfolgenden Truppen Widerstand zu leisten. In Gemeinschaft mit deutschen Truppen entrissen wir ihnen, von plötzlich aufgehelltem Wetter unterstützt, auch die beherrschenden Höhen der zweiten und dritten Stellungen; die größtenteils in der vorhergegangenen Isonzoschlacht die vorderste Kampflinie gewesen waren. Karfreit, das die Italiener als Cavoretto für ewige Zeiten der Venecia Guiulia einverleibt geglaubt hatten, wurden in unserm ersten Ansturm genommen. Die Front verläuft jetzt hier vom ersten Isonzo=Knie bei Sega über Karfreit und Auzza. Auf dem Bainsizza-Plateau, das mit dem südlich vorgelagerten Gabriele=Berg in den letzten Wochen wohl der Schauplatz der heißesten Kämpfe aller unserer Fronten gewesen ist, dringen unsere Truppen in stetigen Kämpfen gegen die Höhen vor, die sie vom Isonzo trennen. Weiter südlich bis zum Meere ist der Kampf in vollem Gange. Unter den 00000 Gefangenen befinden sich zahlreiche Generale und Kommandanten von Truppenkörpern der Brigaden Friuli, Genova, Nina, Galtanissetta, Alexandria. Taro und Spezia. Viele Regimenter alpiner Bataillone sind vernichtet oder versprengt. Neben den 300 erbeuteten Geschützen befinden sich unter dern Beute viele Maschinengewehre, Minenwerfer, andere Waffen, Munitionsvorräte und sonstiges Kriegsmaterial. Die amtlichen Berichte der Feinde. Französischer Heeresbericht vom 26. Oktober, nach mittags: In Belgien griffen wir heute vormittag um 6 Uhr die deutschen Stellungen zwischen Driegrachten und Draaibank an. Unsere den Jansbeck und Coverbeck bis zu den Schultern im Wasser durchwatenden Truppen drangen trotz der Geländeschwierigkeiten merklich vor. Das Dorf Draaibankader Chaumewald und zahlreiche als Stützpunkte ausgebaute#ehöfte blieben in unserer Hand. Wir machten etwa 100(Pangene. Auf dem rechten Maasufer erneuern die Deutsch ihre Angriffe auf unsere Stellungen im Chaumewa####ich sehr lebhaftem Kampfe, in dessen Verlauf der Feind# Verluste erlitt, gelang es ihm, nur in einem unserer vora### obenen Zwischengrabenstücke Fuß zu fassen. Die Nacht Pa####eraonst ruhig.— Abends: Die Zahl der am Vöri in Belgien gemachten Gefangenen übersteigt 200. Nördlich der Aisne trieben unsere Truppen auf dem rechten Flügel der Angriffsfront den Feind aus der Gegend nördlich Capelle St. Berthe bis zum Staubecken, nahmen Filain und erreichten weiter östlich den Rand der Hochfläche nördlich vom Vorsprung von Chevringy. An Geschützen haben wir seit dem 23. Oktober 160 erbeutet, darunter mehrere 21 Zmtr.=Mörser und viele schwere Geschütze. In der Champagne Patrouillengefechte. Auf dem rechten Maasufer teilweise heftiger Geschützkampf. Englischer Heeresbericht vom 26. Oktober, mittags: Nach der bereits gemeldeten Artillerietätigkeit unternahm der Feind gestern abend einen weiteren starken Gegenangriff südlich des Houthoulster Waldes. Seine Truppen wurden völlig zurückgeschlagen. Erfolgreiche Streifen wurden gestern nechmittag und am späten Abend von Truppen aus Gloucester. Worcester und Berkshire gegen die feindlichen Stellungen zwischen Roux und Gavrelle ausgeführt. Viele Deutsche wurden getötet und feindliche Unterstände zerstört. Wir nahmen ein Maschinengewehr.— Abends: Ein vom Feinde in der vergangenen Nacht unternommener Streifversuch östlich Loos begegnete unserm Gewehr= und Maschineugewehrfeuer und erreichte nicht unsere Linie. Am frühen Morgen griffen zwei feindliche Streiftrupps die Linie nördlich des La Bassée=Kanals an. Der eine Trupp wurde durch unser Feuer zurückgeschlagen, ehe er die Schützengräben erreichte. Dem andern glückte es, in unsere Linien einzudringen. Er wurde vertrieben. Russischer Heeresbericht vom 25. Okt. In der Richtung auf Riga räumte der Feind an der Straße nach Pskow und am Kleinen Jägel seine alten vorgeschobenen Stellungen und zog sich etwa 20 Werst zurück. Am 23. Oktober wurde er auf der Linie Rodenpois—Turkaln am Kleinen Jägel festgestellt. An manchen Orten verloren unsere Vorposten die Berührung mit dem auf dem Rückzuge befindlichen Feinde. Eine unserer Patrouillen rückte bis zum Dorfe Moirin am Kleinen Jägel vor ohne den Feind zu entdecken. Auf dem Rückzuge haben die Deutschen die Bauten zerstört, die Wege beschädigt, die Brücken gesprengt. Von mehreren Abschnitten der ausgebauten Gegend von Tünaburg werden neue Versuche der Deutschen gemeldet, sich mit den russischen Soldaten zu verbrüdern.— Westfront, Südwestfronk und rumänische Front: Gewehrfeuer.— Kaukasusfront: Nichts Wichtiges.— Ostsee: Ein Versuch des Feindes, in der Gegend von Tomba, 12 Werst südlich von Werder, einige Truppen zu landen, wurde durch das Feuer unserer Küstenvorposten zurückgewiesen. und Münsterische Volkszeitung. 45.076 Abomenten. Sonntag, 28. Oktober 1917. Die zweile kanenische Armee ist geschlagen. Anzeigen: Der Raum für die Anzeigenspalte, 38 mm breit,„Imm hoch, 25 Pf.; bei Anzeigen aus dem R.=Bz. Münster 20 Pf., aus der Stadt Münster 13 Pf.(für Aktiengesellschaften 2c., Vereine und Behörden 25 Pf.: Reklamen: Der Raum für die Reklamespalte, 87mm breit,„Zmm hoch, 1 Mk.— Für Erfüllung von Platz= vorschriften wird keine Gewähr, sowie für Druckfehle. keine Haftung übernommen. Etwaiger Rabatt gilt als Kassenrabatt u. kann verweigert werden, wenn lung nicht Linnen 4 Wochen nach Erhalt der Rechnung erfolgt.— Gebühr für Beilagen nach Gewicht 66. Jahrgang. Nr. 776. Frankreich. Paris, 27. Okt.(WTB.) Nachdem gestern abend die Kammer das Anleihegesetz angenommen hatte, schloß Finanzminister Klotz mit dem Gouverneur der Bank von Frankreich einen Vertrag ab, der ihr Privileg um 25 Jahre verlängert. Paris, 27. Okt.(WTB.] Havas. Der Senat hat das Anleihegesetz einstimmig angenommen. In der Kammer verlangte die Regierung sofortige Beratung des Gesetzes über die neue Anleihe. Finanzminister Klotz erklärte, die Anleihe solle dazu dienen, die schwebende Schuld zu konsolidieren und dem Schatz neues Geld zuzuführen. Man müsse sich auch auf neue Steuern gefaßt machen, die das nächste Mal mit den vorläufigen Haushaltszwölftelnebeantragt würden. Der Streit der Parteien in Frankreich. Bern, 27. Okt.(WTB.] Die Rede Moutets in der französischen Kammer enthielt sehr bemerkenswerte Stellen. die von der Linken mit starkem Beifall ausgenommen wurden. und anderseits zu lärmenden Zwischenfällen führten. Er erklärte auch, das neue Kabinett werde die Richtlinien der bisherigen Politik befolgen und nicht offene Diplomatie betreiben. Die Ziele würden veröffentlicht die Mittel dagegen geheim gehalten. Aber die Soldaten, die töglich für Frankreich dem Tode entgegensehen, hätten ein Recht zu wissen. wofür sie sturben. Painlevé habe erklärt. Frankreich kämpfe weder für Eroberungen noch aus Rache, sondern für die Erhaltung seiner Unabhängigkeit. In Frankreich wolle man aber wissen wohin man das Volk leite, um die Mittel dem Ziele anpassen zu können.(Starker Beifall auf der äußersten Linken, Widerspruch auf den übrigen Seiten des Hauses.) Painlevé begrenzte die französischen Kriegsziele und begrenzte damit die französischen Anstrengungen.(Großer Lärm.) Deschanel und Barthou vermögen nicht die Rube wiederderzustellen. Die Sozialisten klappern mit den Pultdeckeln. Bis jetzt 60 000 Gefangene, 450 Geschütze haltsames Vordringen unserer Armeen.— Wippach.— Der erste Tag der neuen Großes Hauptauartier, 27. Okt.[W2B.) Westlicher Kriegsschauplatz, Heeresgruppe Kronprinz Rupprecht. Franzosen und Engländer setzten gestern tagsüher auf dem Kampffelde in der Mitte der flandrischen Front von neuem starke Kräfte ein, um die Schlachtentscheidung zu suchen. Der Erfolg blieb unser. Vergeblich haben die feindlichen Divisionen sich in unserer Abwehrzone verblutet. Gesteigerte Artilleriewirkung lag auf dem Kampfgelände, ehe der Feind zum Angriff schritt. Hinter der sich vorwärts schiebenden Feuerwalze brachen seine Sturmtruppen vor. Nördlich Birschoote gelangten die Franzosen bis Bulte. hoek: von dort warf sie unser Gegenstoß ins Trichterfeld zurück. Zwischen der Straße Kleken—Poeleavelle und der Bahn Roulers—Yvern drangen in wiederholtem Ansturm die Engländer vor. Nach hin= und herwogenden Kämpfen. die westlich von Passchendaele besonders erbittert waren, mußte sich der Feind mit wenigen Trichterlinien vor seiner Ausgangsstellung begnügen. Abgesetzt vom Hauptangriff wurden mehrere englische Divisionen gegen unsere Frout von Becelaere bis südlich Gheluvelt vorgeführt. Anfangs brachen sie in den Park von Paczelhock und in Gheluvelt ein. Doch wurde der Feind durch unsern kraftvollen Gegenangriff über die alte Linie zurückgeworfen. Die Teilkämpfe dauerten bis in die Nacht an. Das starke Feuer ließ nur vorübergehend nach. Truppen aus allen Teilen des Reiches haben ruhmvollen Anteil an dem für uns günstigen Ausgange des Schlachttages. Front des deutschen Kronprinzen. u. unübersehbares Kriegsgerät.— UnaufDie italienische Front wankt bis zum Flandernschlacht ruhmvoll bestanden. in Verbindung mit Aufklärungssach die Feuertätigkeit gefechten. Auf dem östlichen Kriegsschauplatz und an der mazedonischen Front ist die Lage unverändert. Italienische Front. In wenigen Abschnitten am Oise=Aisne=Kanal nahm der Artilleriekampf größere Stärke an. Feindliche Infanterie versuchte gegen Abend vergeblich an mehreren Stellen auf dem Nordufer des Kanals Fuß zu fassen. In der Champagne und an der Maas steigerte sich vielDie unter persönlicher Oberleitung Sr. apostolischen Majcstät des Kaisers Karl von Esterreich und Königs von Ungarn vorbereitete Operation gegen die Hauptmacht der italienischen Armee reift unter Mitwirkung der unvergleichlichen Stoßkraft deutscher Truppen, die Schulter an Schulter mit ihren tapferen Waffeubrüdern am Isonzo in den Kampf traten. einem großen Erfolge entgegen. Die zweite italienische Armee ist geschlagen. Durch gutes Wetter begünstigt, drangen über die Höhen und durch die Täler, vielfach zähen Widerstand des Feindes brechend. deutsche und österreichisch-ungarische Divisionen unaufhaltsam vor. Der scharfgratige Höhenrücken des Stol wurde von der k. u. k. 22. Küstendivision genommen. Der 1641 Meter hohe stark befestigte Gipfel des Mt. Matiur fiel schon am 25. Oktober 7 Uhr vormittags— 23 Stunden nach Beginn unseres Angriffes bei Tolmein— durch die hervorragende Tatkraft des Leutnants Schnieder, der mit vier Kompagnien des oberschlesischen Infanterie=Regiments Nr. 63 den starken italienischen Grenzstützpunkt stürmte. Die Kampf= und Marschleistungen aller Truppen, die durch die Vorberge der Julischen Alven der italienischen Ebene zustreben, sind über jedes Lob erhaben. Die Zahl der Gefangenen hat sich auf 60 000 die der erbeuteten Geschütze auf 450 erhöht. Unübersehbares Kriegsgerät muß aus den genommenen Stellungen der Italiener noch geborgen werden. 26 feindliche Flugzeuge sind in den beiden letzten Tagen abgeschossen worden. Die italienische Front wankt bis zum Wippach. Auf der Karsthochfläche hält der Gegner. Der Erste Generalquartiermeister: Ludendorff. Die Rechte macht sich in Beschimpfungen gegen die Sozialisten Luft. Erst nach 10 Minuten konnte Moutets seine Rede fortsetzen. Moutets kritisierte darauf die Ernennung Barthous. Barthou sei der Redner gewesen, der in Genf verlangt habe, das böse Tier Deutschland möge erdrückt werden. Im„Matin“ habe er ähnliche Ansichten geäußert. Man müsse wissen, ob Barthou jetzt noch die gleichen Ansichten über Annexionen habe„wie 1916, oder ob er sich den Standpunkt##es bisherigen Kabinetts, die Aktion zu verstärken, angeeignet habe. Man müsse wissen, ob Barthon unter Büraschaften für einen zukünftigen Frieden solche territvrialer oder moralischer Art verstehe. Wenn man von einer Zerstückelung Deutschlands spreche, müsse man auch darüber Klarheit verlangen, besonders von dem Minister des Außern. Die Einigkeit und Einheitlichkeit Deutschlands seien für das europäische Gleich, gewicht notwendig. Pugliesi Conti ruft: Sie sind der Anwalt der Einigkeit Deutichlands! Moutets fuhr fort, Frankreich müsse jetzt seine Kriegsziele darlegen, wenn es wolle, daß Deutschland die seinigen bekannt gebe.(Zwischenrufe links: Der Angreifer muß zuerst sprechen.) Eine Gesellschaft der Nationen müsse gebildet werden. Eine andere These sei bisher nicht vorgebracht worden. Auch Painlevé habe sie sich zu eigen gemacht. Die Ausübung einer entgegengesetzten Politik werde im Reichstage gegen Frankreich ausgebeutet werden. Der Reichskanzler habe außergewöhnliche Worte über Versprechungen unter den Alliierten, besonders gegen Rußland im März 1916 vorgebracht. Die Reichstaasmehrheit habe eine Entschließung durchgesetzt, der man trotz aller Vorbehalte Rechnung tragen müsse.(Sehr gut links.) Deutschland verlange jetzt den Frieden, weil der Krieg wider sein Erwarten so lange andauere. Es zolle dadurch Frankreich“ mittelbare Anerkennung.(Beifall bei der äußersten, Linken, rechts und im Zentrum lebhafte Pfuirufe.) Vor der Abstimmung erklärte Moutets die Sozialisten könnten nicht für die Regierung stimmen infolge der Widersprüche ihrer inneren und äußeren Politik. Man dürfe nur zugeben, daß die Herrschaft der Gewalt andauere. Neue U.=Bootbeute. Berlin, 26. Okt.(WTB.) Durch die Tätigkeit unserer U-Boote wurden im Sperrgebiet um England wiederum 5 Dampfer und 1 Segler vernichte: Darunter befanden sich der bewaffnete englische Dampfer„Baron Blautyre“ sowie die bewaffnete französische Bark„Victoirene“ und der vortugiesische Dampfer„Tanaria“. Der Chef des Admiralstabes der Marine. Unsere Feinde. Basel, 27. Okt.(BB.) Die„Agencia Amerikana“ meldet: Der sozialistische Kongreß in Uruquay hat sich gegen die aktive Teilnahme der Republik am Kriege ausgesprochen und beschlossen, eine rege Propaganda gegen den obligatorischen Militärdienst zu eröffnen. Washington, 26. Okt.(WTB.) Reuter berichtet: Die Marinekommission beschloß. Italien 25 amerikanische Schiffe zu leihen, die von der Regierung requiriert wurden. Der Gesamtschiffsraum beträgt 100 000 Tonnen. I Eine bestellte Anfrage. Amsterdam, 26. Okt. (Köln. Vztg.) Reuter. Im Unterhause wurde Lord Robert Cecil gefragt, ob er wisse, daß in gewissen Kreisen in Rußland und Rumänien der Eindruck herrsche die Westmächte dächten an einen Sonderfrieden auf Kosten Rußlands und Rumäniens. Cecil antwortete: Ich freue mich. Gelegenheit zu haben, die in Rußland durch feindliche Agenten in der Absicht, einen entmutigenden Einfluß auf unsere russischen Bundesgenossen auszuüben, verbreiteten Gerüchte kategorisch dementieren zu können. Die britische Regierung ist fest entschlossen, ihre östlichen Bundesgenossen zu unterstützen und die eben erworbene Freiheit zu stärken. Die britische Regierung ist sich des großen Dankes: den sie der rumänischen Regierung und dem rumänischen Heere schuldet, voll bewußt. Sie würdigt voll und ganz die tapfere Gegenwehr, die ihr rumänischer Bundesgenosse unter so außerordentlichen Schwierigkeiten und Prüfungen geleistet hat. Das rumänische Volk darf sicher sein, bei der heutigen Krise nicht von England im Stich gelassen zu werden. Kerenski Patriarch der russischen Kirche? Stock= bolm 25. Okt.(PK.) Den russischen Mlättern zufolge. beak sichtigt man in kirchlichen Kreisen, den Ministerpräsidenten Kerenski zum Patriarchen der orthodoren Kirche zu ernennen. Kerenski soll nicht abgeneigt sein, die Patriarchenwürde zu übernehmen. Friedensbestrebungen. Protest der bulgarischen Tozialisten an das holländischskandinavische Komitee. Sofia, 26. Okt.(W2B.) Bulgarische Telegr.=Agentur. Die vereinigten sozialistischen Parteien richteten folgenden Protest an das hollänsticchskandinavische Komitee: Die Ausführungen des Manifestes des holländisch=skandinavischen Komitees über Mazedonien haben uns überrascht und mit tiefer Bestürzung erfüllt. Es verweigert Bulgarien die ältesten und wesentlich bulgarischen Gebiete Mazedoniens Ebendieselben, auf deren Boden sich die Kämpfe für die Wiedergeburt Bulgariens abgespielt haben und die der Schauplatz so vieler blutiger Erhebungen in der Vergangenheit waren. Das neutrale holländisch=skandinavische Komitee ermutigt ohne jeden Nutzen und praktischen Zweck für Serbien, dessen verderbliches Verlangen nach Bulgarisch=Mazedonien, wie es seit 60 Jahren die schlimmsten Feinde der Balkanvölker getan haben. Die Masse des bulgarischen und serbischen Volkes auf dem Balkan hat dies schon um den Preis des grausamen Unglücks in diesem Kriege begriffen und alle, welche demokratisch denken auf dem Balkan wußten, daß die sozialistische Internationale, erleuchtet durch die Erfahrung der Vergangenheit, versic weise doppelt belastet und den Güterverkehr lahmlegt. Es ist vaterländische Pflicht für jeden einzelnen, während dieses 4. Kriegswinters auf ein Wiedersehen mit seinen Angehörigen zu verzichten. Das deutsche Volk. das in Vergangenheit und Gegenwart Härteres willig ertragen hat, wird, wenn es nicht anders geht, sich auch mit dieser Notwendigkeit abzufinden (Köln. Vztg.) Die Kohlenversorgung. Berlin, 26. Okt.(BB.) Der Hauptausschuß des Abgeordnetenhauses führte am Donnerstag die Besprechung der Kohlenversorgung zu Ende. Ein Abgeordneter verlangte Abhilie der Beförderungsschwierigkeiten in den Städten durch militärische Hilfe. Die Strafverfügungen wegen Überschreitung des Gasverbrauches müßten bei dem heurigen Kohlenmangel beseitigt werden. Der Oberbershauptmann teilte mit, daß bei Streitigkeiten zwischen Arbeitern und Unternehmern die Berabehörden auch dann mit allen Mitteln auf Verständigung hinwirken, wenn ihre Vermittlung nicht besonders in Anspruch genommen würde. Ein Vertreter des Preiskohlenkommissars führte aus, daß die Wasserwerke, Gasanstalten und Clektrizitätswerke in erster Linie mit Kohlen beliefert werden. Ein Abgeordneter wünscht Begün stigung der Ansammlung von Kohlenvorräten durch die Verbraucher. Kohlen seien genug vorhanden, es liege nur an der Verteilung. Die Bahnfahrtverteuerung sei verfehlt und führe in dieser Form zu großen Härten. Der Handelsminister führte die Errichtung des Reichskohlentommissariats auf die Schwierigkeiten zurück, die im vorigen Winter durch das Hindenburgprogramm und die klimatischen Verhältnisse entstanden waren. .. Der Eisenbahnminister begründete die gewählte Art der Erhohungskarten damit, daß das Schalterversonal nicht mit Rechnerei belastet, die Neuausgabe von Fahrkarten gespart werden sollte wie auch mit Rücksicht auf die Kassentechnik und Rechnungskontrolle. Vom Reichskohlenkommissariat wurde ausgeführt, daß das Land verhältnismäßig ausreichend beliefert sei. Ungleichheiten haben sich leider nicht vermeiden lassen. Wenn überall, äußerste Sparsamkeit geübt werde. dann werde der nötigste Winterbedarf gedeckt werden. Ein Abgeordneter forderte ausreichende Löhne für die Bergarbeidie Kauftraft der Löhne sei auf ein Drittel gesunken. Die Leistungen der Bergarbeiter haben zugenommen. D# Ruckgang der beförderten Menge pro Kopf erklärt sich aus der Einziehung der besten Arbeitskräfte, der verstärkten Beschäftigung Jugendlicher und von Frauen. sowie berufsfremden Arbeitern und schließzlich aus mangelhafter Ernährung. politische Streiks sind die Bergarbeiter nicht zu haben. Man muß ihnen unbedingt billige und aute Grubenkleider, Schuhe. Seife und vor allem ausreichende Ernährung zuführen. Ein anderer Abgeordneter führte die Schwieriskeiten auf Versandmängel zurück. Auch in den nächsten Monaten sei die ganze Kohlenfrage eine Transportfrage. Die Verteuerung des Personenverkehrs müsse getragen werden; zu warnen sei aber vor jeder weiteren Einziehung von Zügen. Den vom Vorredner vertretenen Arbeiterforderungen schließt sich dieser Redner an. Ausstände dürften unter keinen Umständen stattfinden. Der Handelsminister teilte mit, daß Einigungsämter für die auf die Einschränkung der Warmwasserversorgung entstandenen Differenzen zwischen Mietern und Vermietern eingesetzt werden sollen. Ein anderer Abgeordneter verlangte daß bei Stillegung auf die Erhamena des selbständigen Kleingewerbes Rücksicht genommen###rd, Kleingewerbes Rückstan genommen# und regt die Einfuyrung der durchaehenden Arbeitszeik bei den Staatsbehörden an. Der Reichskommissar für die Kohlenverteilung brachte zur Kenntnis, daß bereits auf Wunsch seines Vorgängers Bergleute aus der Front freigegeben werden seien. In der weiteren Erörterung wurden mannigfache Einzelwünsche vorgetragen. Auf eine Anregung über Beförderung von Musterkoffern stellte der Eisenbahnminister die Bemit vorangehenden oder folgenden Personenzügen in ###icht. Bei der Eisenbahnverwaltung könne während der Eszeit die durchgehende Arbeitszeit nicht eingeführt wer„. unzn., wutzen, paß die sozialistische Internationale, Leistwpeisge Handelsminister, wies auf die Schwierialeit und erleuchtet durch die Erfahrung der Vergangenheit, versichern#ei Unmöglichteit der Einführung der durchgehenden Arwird, wieviel Unheil in einer solchen durch künstliche weittel sweitszeit bei den Kontrollverwaltungen hin.— Der Ausschuf, unterhaltenen Richtung verborgen ist und daß sie, anstatt veisammelt sich erst am 2. November wieder, um die Beratung lebendige nationale Organismen zu zerstückeln, die Balkan= der Ernährungsfrage fortzusetzen. Kirchliches. lehendige nationale Organismen zu zerstückeln, die Balkanvölker zu einer vernünftigen Annäyerung ihrer Politik innerhalb der Grenzen ihrer berechtigten nationalen Ansprüche zu bringen imstande sein wird. gez. Jankow, Sakyzoff. Für ein unabhängiges Litauen. Stosßholm, 25. Okt. Vom., 18. bis 20. Oktober fand hier eine Konferenz der litauischen Politiker statt, an der Vertreter des besetzten Litauens, der litauischen Organisationen des russischen, schweizerischen, amerikanischen, dänischen und schwedischen Komitees des in Petersburg abgehaltenen litauischen Landtages teilnahmen. Die Konferenz faßte folgende Entschließung:„Da der litauische Landtag zu Wilna die Unabhängigkeit Litauens fordert und diese Forderung vom litauischen Landtag zu Petersburg während des 10. bis 16. Juli und von den amerikanischen Litauern angenommen wurde, und die kriegführenden Mächte erklärten, daß sie für die Befreiung der kleinen Völker kämpften, geben wir aller Welt den einigen Willen des litauischen Volkes bekannt, daß die Zeit der Wiederberstellung Litauens gekommen ist und die tmegfuhrenden Mächte bereits jetzt die Unabhängigkeit Litauens proklamieren müssen.“ Weiter wird die Teilnahme von litauischen Vertretern an der Friedenskonferenz verlangt. Wirtschaftsleben und Lebensmittelversorgung. Gegen ein Getreidemonopol. Berlin, 26. Okt.(BB.) Der Kriegsausschuß der deutschen Landwirtschaft, der die Vertretung sämtlicher deutscher landwirtschaftlicher Korporationen darstellt, hat den ihm angeschlossenen Körperschaften zur Stellungnahme einen Beschlu ßunterbreitet, in der er grundsätzlich die Einführung eines Getreidemonopols ablehnt. Die Beibehaltung der staatlichen Bewirtschaftung des Getreideverkehrs, sowie die Regelung des Brot= und Mehlverbrauchs könne nur für eine kurze übergangszeit nach dem Kriege empfohlen werden. Sollte entgegen der Auffassung des Kriegsausschusses doch ein Getreidemonopol eingeführt werden, so wäre eine Begrenzung der Dauer des Monovols unbedingt notwendig, damit. sobald die Verhältnisse es gestatten, der freie Wirtschaftsverkehr wieder voll zur Geltung gelangt. Die Militärurlauber und die Einschränkung des Reiseverkehrs. Die dieser Tage in Kraft getretenen einschneidenden Maßnahmen der Eisenbahnverwaltung, die eine starke Einschränkung des Personenverkehrs auf der Eisenbahn bezwecken, haben auch ihre Rückwirkung auf das Heer, was verständlich wird, wenn man bedenkt, daß der weitaus größte Teil der Reisenden aus Militärurlaubern besteht. Als notwendig hat sich herausgestellt, den Urlauberverkehr für das Feldheer, billigkeitshalber aber besonders für das Besatzungsheer bedeutend einzuschränken. Beim Feldheer wird die Urlaubsmöglichkeit etwa um die Hälfte vermindert werden. Beim Besatzungsheer wird Heeresangehörigen nur noch zu kriegs= und landwirtschaftlichen Zwecken in dringenden persönlichen und Familienangelegenheiten, sowie zur Wiederherstellung der Gesundheit nach Verwundung oder Krankheit Urlaub erteilt werden. Außerdem dürfen Mannschaften beurlaubt werden, die verwundet oder krank aus dem Felde in die Heimat zurückkehren, bevor sie wieder an die Front geschickt werden, und ferner solche Leute, die des erstemal in das Feld rücken, um ihnen noch einmal ein Wiedersehen mit ihren Angehörigen zu ermöglichen, vorausgesetzt, daß sie länger als drei Monate vom Ersatztruppenteil aus keinen Urlaub erhalten haben. Auch für die Sonntage und für das Weihnachtsfest kann von diesem Urlaubsverbot leider nicht abgesehen werden. Die Heeresverwaltung ist sich der Härte, die diese Urlaubsbeschrankung für die Soldaten selbst, wie für ihre Angehörigen mit sich bringt, voll bewußt und hat sich erst nach schwerem Bedenken dazu entschlossen. Dennoch muß auch diese Maßnahme, die der Krieg fordert, zum Nutzen der Allgemeinheit ertragen werden. Das Publikum wird dringend gebeten, den Erfolg der Einschränkung des Urlauberverkehrs nicht dodurch zu nichte zu machen, daß es an Sonn= und Festtagen seine Angehörigen in den Garnisonen aufsucht infolgedessen die Eisenbahn stoßMissionsversammlung kath. Frauen. lischen Jebens Hot 7.: Eine schöne Kundgebung des katho. die gestrige Festversammlung der Missionsvereinigung kath. Frauen und Jungfrauen im Lehrervereinshaus. Kaplan Siemes, der geistliche Beirat der Vereinigung. begrüßte namens des Vorstandes die Anwesenden, insbesondere den hochw. Herrn Prälat Dr. Kleineidam, den Herrn Prälat Alesch. Alsdann sprach Domprediger Dr. Donders. In großen Zügen entwickelte er die Missionspflicht der Frauenwelt in dreifacher Hinsicht: „Erstens: Weltkirche und Weltmission: Das bedeutet eine katholische Pflicht. Im Gottesreich ist der Geist der Prerggandg, des rastlosen und nie ermüdenden Eroberns ein Erbteil des Stifters, ein Zeichen des echten Christusgeistes: „Vater, ich habe Deinen Namen den Menschen offenbart. Nicht für sie(die Jünger) nur bitte ich Dich, sondern auch für alle welche durch ilr Wort an Dich glauben werden.“ Diese großen Interessen Gottes und des Gottesreiches müssen die unsern sein. Alles, was licht ist, will leuchten: alles, was. nuf, wärmen; jeder überzeugte Jünger und jede rin des Reiches Gottes muß auch dessen Sendden, soollt seine Lage und Kraft es gestattet. Darin offenbart sich uniere heilige Überzeugung im Glaubensleben am besten, wenn wir alles daran setzen, daß das Licht hineinleuchte in die Finsternis, daß viele Tausende der Heidenvölker in die„rettende Arche des Heiles“ hineinkommen. Missionspflicht und Missionsarbeit sind untrennbar vom Wesen des Christentums und bringen der Heimat Segen. Zweitens: Weltmission und Weltkrieg: Das bedeutet eine nationale Pflicht. Das weltgeschichtliche Erleben der ganzen Mensekheit auf der Höhe der Kultur von 1914 war das Erleben eines großen Völkerhasses. Und anderen Völkern wollen wir das 6vangelium der Liebe Christi bringen? Werden sie uns nicht„aus unserem eigenen Munde“ verurteilen? Gott gebe, daß die Rufe Papst Benedikts XV. nicht ungehört verhallen, der den Völkern mit dem Olzweia des Friedens Redner schildert, wie der Orkan des Weltkrieges die Missionen geschädigt und viele Trümmerfelder geschaffen hat. bei vielen gerade in dem Augenblick, da sie zu den schönsten Käiinuggen berechtigten. Aber der Zusammenbruch darf den „ per Propaganda nicht austilgen und nicht müde machen: auf den Trümmern entzünde sich ein neuer Arbeitsmut und freudiger Arbeitswille:„Spanne deine Zelte weit und mache lang deine Stelle und stecke deine Pflöcke fest“ wie der Prophet mahnend ruft. Schon die Katakombenkirche hat mit unsäglichen Hindernissen zu ringen gehabt. Ihr Geist lebt fort. Er kann nicht sterben und nicht gebunden werden durch solche Schicksalsschläge, denn er ist frei wie die freien Winde und stark wie die ewigen Meere. Trittens: Weltmission und Frauenwelt: Das bedeutet eine heilige Frauenpflicht. Nicht im Sinne eines eigentlichen Apostolates. aber im Sinne der Mitarbeit jener edlen Frauen, deren das Evangelium und die Apostelgeschichte Erwähnung tut. Als Bürgerinnen des Gottesreiches, als Jüngerinnen der Caritas, als Erzieherinnen der Jugend müssen und können die Frauen da mitarbeiten an der. Förderung des Missionswerkes. Redner zeigt im einzelnen die Wege solcher Mitarbeit, empfiehlt aufs wärmste die Missionsvereinigung.“ Die gespannte Aufmerksamkeit und lautlose Stille im Saale bewies in wie hohem Maße es dem Redner gelungen war, durch seine kraftvolle Rede die Zuhörer zu begeistern. Im Anschluß an den Vortrag sprach der hochw. Herr Prälat Dr. Kleineidam der Versammlung seine Freude über den überaus zahlreichen Besuch aus und regte in launiger Weise eine Sammlung zugunsten der Missionen an, die ein schönes Ergebnis brachte. Nachdem Saplan(iemes dem Retner gedankt hatte und im einzelnen die Ziele und Aufgaben der Vereinigung erhäuterte, schloß er die Versammlung der Missionsvereinigung, der sich an dem Abend wiederum zehlreiche Mitglieder angeschlossen hatten. der deutschsprachigen Presse e.V. Beamter, m. 3500 Mk. Jahbeseinkommen, Mitte 40er, angershane Ersch, Winwer, mit großjähr. Kindern, wünscht die Bekanntschaft einer kath. Dame, passenden Alters, zwecks bald. Heirat! Gefl. Off m Angabe d. Verbälm. u. K L 1370 a. d. Gesch. Anonym zwecklos! Verschwiegenheit zugesichert! 23 10 000 Mark 4e auf Kötterei oder Kolonat geg. hypothekarische Sicherheit sofort zu verleihen. Meldungen unt. 8 3 1284 an die Geschäftsst. Welcher Landwirt liefert noch 4%8 Zentner Kartosseln gegen Bezugschein? 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Bericht des Konkursverwalters über den Stand des Konkurses, über die vorhandene Masse, über die von der Masse gefuhrten Prozesse, einschließlich etwaiger Vergleiche, sowie Vorlage der vom Konkursverwalter geführten Rechnung. 2. Neuwahl, bezw. Ergänzung d. Gläubiger=Ausschusses. Münster, 24. Okt. 1917. Königliches Amtsgericht. In unser Handelsregister A ist zu der unter 148 eingetragenen Firma Hotel=Restaurant „Zur alten Börse“. Franz Joseph Gottschalk. Münster, heute eingetragen worden, daß die Firma in Franz Joseph Gottschalk, Münster, Inhaber Kaufmann(Agent) Franz Joseph Gottschalk zu Münster geändert ist.(N. K. A. 148/3.) Münster, 16. Okt. 17. Königliches Amtsgericht. Zwangsversteigerung. Im Wege der Zwangsvollstreckung sollen die in Bocholt belegenen im Grundbuche von Bocholt Blatt 118 zur Zeit der Eintragung d Versteigerungsvermerkes auf den Namen der Ehefrau Wirts Franz Döring, Antonie geb. Hund, zu Bocholt eingetragenen Grundstücke Flur 52 Nr. 200/56, Hofr. usw. mit a) Wohnhaus Nr. 12. Münsterstraße, 3.22 Ar, 900 M. Nutz.=Wert, Flur 50 Nr. 52. Garten, Im Neuen Esch, 5.03 Ar, 0.59 Taler Reingxtrag, Flur 31 Nr. 230/127. Gebäudefläche, Ruhwiese, 0.56 Ar, mit a) Gewächshaus Feldmark 74a, 36 Mk. Nutz.= Wert, Flur 52 Nr 201/55, Gebäude. fläche, Münsterstr., 0.02 Ar. Flur 31 Nr. 352/127, Straße, das., 0,49 Ar, Flur 31 Nr. 353/127, Garten, das., 958 Ar, 1.13 Taler Reinextrag, am 25. Marz 1918, vormittags 9½ Uhr. durch das unterzeichnete Gericht an der Gerichtsstelle(Zimmer Nr. 6) versteigert werden. Bocholt, den 23. Okt. 1917. Königl. Amtsgericht. Fest angestellter Kommunal=beamter, 35 J., wünscht Bekanntschaft mit kathol. Dame aus guter Familie zwecks Heirat nach dem Kriege. Briefe mit Bild und Vermögensverhältnisse wolle man send. unt. R R 3318 an die Geschäftsst. ds. Blattes. Mbenanananenn Weidenutpuppem Verläuf. Dienstag, den 30. Okt. 1917 nachm. 3 Uhr werden für den Kolon Herrn Th. Vornstein zu Albachten 65 Zähweiden bis 35 cm stark, 10 Pappeln bis 45 cm stark, für Holzschuhmacher geeignet, freiw. meistbietend verkauft. Hermann Tendahl, beeid. Auktionator, Roxel. 35 Schweine= und Iubenta=Vertag! Montag, den 29. Oktober er., nachmittags 3 Uhr werden im freiw. Auftrage des Herrn Gutsbesitzers Ph. Richter zu Roxel=Altenroxel: 8•jährige Stover. 1 Pferderechen, 1 DüngerstreuMaschine u. 1 Lösselegge meistbietend verkauft. Das gebrauchte, noch gut erhaltene Inventar kann vorher besichtigt werden. Hermann Tendahl. beeid. Ankt., Roxel. Für Gärtner! Gr Glassenster z. v. Besicht. 2 12—1. Prinzipalmarkt 40, 1. 1 schweres, rotbuntes 22 Mutterkalb as zu verk. Richter, Meclenbes. Von zwei prima 22 Zaodhunden. ae Kurz. u. Langhaar, ist einer abzugeben Hubert Zurhausen, Haus Ostendorf bei Lippramsdort. Schweres, gutes, zugfestes biblig abzugeben. Sarruserfenßrahe 6#. 25 Kaufmann, E# 24. Jahre alt, kath., groß u. schl. Figur, einziger Sohn ein. rent., gutgehenden Möbel= und Aussteuer=Gesch., mit 90 000 Mk. Vermögen, in einer größeren Stadt des Industrie= Gebiets, wünscht auf diesem Wege mit häuslich erzogenem Fräulein, am liebsten Landwirtstotchter, mit Vermögen, bekannt zu werden, zwecks sockterer Heirat! Ernstgem. Briefe u. Darlegung der näheren Famklienu. Vermögensverhältnisse, womöglich mit Bild. u. G H 3289 an die Geschäftsst. ds. Bl. erb. Vermittelung durch Eltern oder Vormund erwünscht. Witwer, kath., 50 J. alt, Landwirt, m. Kindern u schuldenfr Besitzung, sucht die Bekanntschaft einer kath. Dame oder kinderl. Witwe zwecks 22 Heirat! ee Verschwiegenheit zugesichert. Off. u. 2 D 3266 g. d. Gesch. Nutholz=Verkauf. Mittwoch, den 7. Nov. d. J., vorm. 10 Uhr, werden in den Kreiherrlich von Twickelschen Forsten des Gutes Conerding zu Langenhorst. Gem. Beertage: 43 schwere Eichen. bis 14 Meter lang, 40 bis 70 Zmtr. Durchm., zu Brettern und Bauholz, 10 schwere Buchen zu Brettern, 1 Linde, zu Brettern, 12 Fichten, zu Bauholz, meistbietend verkauft. Sammelplatz beim Pächter Röving, daselbst. Billerbeck, den 18. Okt 1917 Der Rentmeister: Witte. Mait und Bernsiche Verkauf. Mittwoch, den 31. Oktober d. Is. nachm. 2½ Uhr, werde für die Firma Frauz Oester zu Münster in der in der Gemeinde Beerlage an der Aa belegenen Fettweide„Große Kamp“: 200 schwere Kopfweiden, zu Holzschuhen, Riegelpsd len und Breunholz, 5 schwere Eichen, 0.60 bis 1,30 Mir. Durchm., zu Pfostholz u. für Wagenbauer passend, 4 Eschen zu Nutzholz freiw. meistbietend auf Kredit verkaufen Billerbesk, den 20. Okt. 1917 Bernars Witte. Arienk Vernauf. 48 Stück Ulmenbäume, in sem 18,4—18,8 der Kreisstraße Albersloh—Sendenhorst, werden am 30. Oktober er., morgens 11½ Uhr, beim Nummerstein 18,4 beginnend, und 73 Stück Ulmenbäume, in km 16,8—177 der Kreisstraße Albersloh—Rinkerode, werden am 30. Oktober er., nachmitlags 2½ Uhr, beim Nummerstein 16,3 beginnend, in Abteilungen öffentlich, meistbietend zum Verkaufe ausgesetzt. Münster, im Oli 1917.. Der Kreisbaumeister:# Rihbeler Hand-Näh- Ahle „Praktikus“ D. R. G. M. g.gsch. näht Steppstich wie die Maschine.— Jedermann kann seine Schuhe, Geschirre, Zelte, Wagendeck. u. dgl. selber flicken. Preis p. Stück m. Fadenklemmer sowie Nadelbehälter im Heit u. Fadenhalter, m. 3 versch Nadeln, Faden u. Gebrauchsanweis. M. 0.90. tkus“ ist aus Metall seinst versilb. von unbegrenzter Dauerhaftigkeit, mit den uenesten techn. Verbesserungen. Nicht zu verwechseln mit minderwertigen Nachahmungen aus Holz und unversilbert., dicken, plumpen Metallahlen, welche die Arbeit erschweren. Vers. geg. vorh. Einsendung od. Nachn. d. Betrages d. M. Winkler& Co.. München, Sonnenstraße 10/168. Kasseehaus „Zur Schleuse“? Sonntag, den 28. dss. Mts., nachmittags 3½ Uhr: 547 P.. Eintritt 20 Pfg. Guter Kaffee. Dortmunder Union=Bier. 2 Die Konzerte finden vorläufig Dir Songeett jed. Sonntag statt. 8 Frauenhaar. kurz oder lang, zahle pro 100 Gramm 1,30 Mk. 6 R. Demtroder. Aufforderung. Alle diejenigen, die an dem Nachlaß des im Kriege gefallenen Landwirts Niestort gnt. Frommelt in Tolgto noch eine Forderung oder etwas zu zahlen haben, werden hierdurch aufgefordert, dies bis zum 15. November bei Frau Hermann Schünomann in Borghorst anzuzeigen. 52 Kriegsteilnehmer, tuell auh veren Angehörige, sowie Krankenschwestern fir eventuell auch d in unserm Heim, bestehend aus 4 Villen mit 75 Zimmern, hier und in Bad Homburg, bis 15. April ruhigen Wohnungsaufenthalt bei teilweiser Verpflegung im Hause gegen mäßige Vergütung.— Für Mittagessen ist passende Gelegenheit am Platz geboten.— Schlangenbad bei Wiesbaden. h3 Caecilienheim, Gemeinn. Ges. m. d. H. s Statt Einzelanzelgen#### Maria Laun Gottfried Küsters Ingenieur teilen ihre Verlobung mit. Darup Münster im Oktober 1917. Gott dem Allmächtigen hat es in seinem unerforschlichen Ratschlusse gefallen, am Mittwoch mittag 12 Uhr unsere liebe Tochter und gute Schwester Ka:cha Badio im Alter von 26 Jahren zu sich in die Ewigkeit zu nehmen. Essen=Ruhr, Münster i. W., den 26. Ort. 1917. Die trauernden Angehörigen Familie Adolf David. Die Beerdigung findet statt Sonntag, den 28. Oktober, nachmittags ½3 Uhr vom Clemenshospital aus. Die Trauerfeier ¼4 Stunde vorher. Ruhe sanft du gutes, teures Herz, Wer dich gekannt, kennt unsern Schmerz. Sanz unerwartet erhielten wir die schmerzliche, traurige Nachricht, daß unser unvergeßlicher, guter, zu den schönsten Hoffnungen berechtigter Sohn, unser lieber Bruder und Reffe, bei einem Reserve=Jäger=Vataillon im blühenden Alter des 20. Lebensjahres im Kriegslagarett bei... am 23. 10. gestorden ist. Wir bitten, der Seele des teuren Verstorbenen im Gebete zu gedenken. Telgte i. W., den 26. Oktober 1917. Familie Ziegelmeister Conras Keuper. Das soierliche Seelenamt findet statt Mittwoch, den 31. Oktober, mergens 3½ Uhr in der Pfarrkirche zu Telgt, wozn eingeleden wird. *