der deutschsprachigen Presse e.V. Lezugspreis vierteljährlich: Ausgabe A(ohne „Wochenschau“) in Münster zweimal täglich frains Haus gedracht 2 Mk. 10 Pfg.,— auswärts von der Post abgeholt 2 Mr. 10 Pfg., durch den Briefträger gebracht überall, wo nur einmal im Tage Briefbestellung stattfindet, 2 Mk. 52 Pfg., in Orten mit zwei= und mehrmaliger Bestellung 2 Mk. 82 Pfg.— Ausgabe 8(mit„Wochenschau") vierteljährlich 60 Pfg. mehr Fernspr.: Redaktion u. Verlag Nr. 2448, 2449 u. 2450. Geschäftsstelle(Michaelisplatz 9) Nr. 78. Zwei Ausgaben tägich. und Mulsterischt 44728 Abonnenten. Anzeigen: Der Raum für die Anzeigenspalte, 39 mm breit,„Zmm hoch, 25 Pf.; bei Anzeigen aus dem N.=D. Münster 20 Pf., aus der Stadt Münster 15 Pf.(für Aktiengesellschaften 2c., Vereine und Behörden 25 Pf.: Reklamen: Der Raum für die Reklamespalte, 87.m breit,„2mm hoch, 1 Mk.— Für Erfüllung von Platz= vorschriften wird keine Gewähr, sowie für Druckfehle keine Haftung übernommen. Etwaiger Rabatt gi Kassenrabatt u. kann verweigert werden, wenn lung nicht binnen 1 Wochen nach Erhalt der Rech erfolgt.— Gebühr für Beilagen nach Gewicht. ilt als Zahnung Zweite Ausgabe. 1. Blatt. Sonntag, 14. Oktober 1917. 66. Jahrgang. Nr. 739. Landung deutscher Streitkräfte auf der Insel Besel. Berlin, 13. Okt.(WTB.) Amtlich. Abends: In Flandern wechselnd starke Feuertätigkeit. Kein Iusanteriekampf. An den übrigen Landfronten nichts von Bedeutung. In gemeinsamer Unternehmung von Teilen des Heeres ind der Flotte haben wir auf der Insel Oesel Rigaischer Meerbusen) Fuß gefaßt. Petersburg, 13. Okt.(WTB.] PTA. Unter dem Schutze von Seestreitkräften, die unseren Verteidigungsanlagen heit überlegen waren, führten die Deutschen am 12. Oktober fine Landung in der Bucht von Tagelacht im Norden er Insel Oesel und an den benachbarten Ufern aus. Andere räfte landeten bei dem Dorfe Serrö und südwestlich der nsel Dagö. Die Küstenbatterien wurden durch das mächge Feuer der feindlichen Großkampfschiffe zum Schweigen bracht. Die Unternehmung des Feindes wurde durch dichin Nebel und schlechte Sicht begünstigt. Die Garnison der nsel Oesel hat den Kampf gegen die Landungstruppen aufenommen. Alle möglichen Maßnahmen sind ergriffen, um se Landung zurückzuschlagen. X Go Berlin, 13. Okt.(WTB.) Die nutzlose Massenopferung etzlischen Blutes an der Flandernfront hält an. Der fotgesetzte Regen der letzten Tage verwandelte das flandeische Kampfgelände in einen sumpfartigen See. Trotz der ugeheuren Schwierigkeiten, die sich hieraus für den Angreifes ergeben, setzten die Engländer ihre verzweifelten Anstrengitgen, in Flandern an irgendeiner Stelle der Kampffront eiten entscheidenden Erfolg zu erzielen, fort. Durch Verringesung der Breite ihrer Angriffsfront auf 10 Kilometer vessuchten sie durch massierten Einsatz ihrer artilleristischen un infanteristischen Kräfte zwischen den Straßen Langemarck—Houthoulst und Zonnebeeke—Morslede einen Entscheidutasstoß zu führen, der jedoch auch diesmal an dem heldenhaften Widerstand der deutschen Flandernkämpfer zerschellte. Die Feuervorbereitung zu diesem Stoße übertraf bei weitem die der letzten Tage. Wiederholt brachen die mehrfachen Angriffe der englischen Infanterie zwischen Bahnhof und Dorf Poelcapelle unter den schwersten blutigen Verlusten in unserm Sperr= und Abwehrfener zusammen. Durch rücksichtslosen Einsatz immer frischer Kräfte gelang es dem Feinde schließlich hier, im Trichtergelände in unbedeutender Tiefe vorzukommen. Die erbitterten Kämpfe dauerten bis zum Abend. Im Verlaufe der Kämpfe gelang es uns, einen Teil des nördlich Poelcapelle verlorenen Geländes wiederzunehmen und erneute feindliche Angriffe in Gegend von Poelcapelle und südlich davon abzuweisen. Auch bei Paschendaele wurde bis zum späten Abend mit größter Erbitterung gekämpft. Die geringen Einbuchtungen unserer Front, die der Masseneinsatz der englischen Kräfte als einzigen Gewinn erzielte, mußte der Feind wiederum mit den schwersten Blutopfern bezahlen. Außerhalb der verengerten Hauptkampffront versuchte der Gegner ebenfalls am Morgen des 12. Oktober einen Teilangriff bei Gheluvelt, der verlustreich zusammenbrach. Auf dem Kampffelde blieb das Feuer auch nachtsüber sehr stark. Am frühen Morgen des 13. Oktober setzte wiederum schlagartig von Merkem bis Zandvoorde stärkstes Trommelfeuer ein, dem bisher keine neuen Infanterieangriffe folgten. Im Artois und an der Aisnefront war tagsüber das feindliche Feuer lebhaft. Am Abend des 12. Oktober brachen nach kurzer Feuervorbereitung unsere Sturmtruppen westlich Craonne in 400 Meter Breite und bis 500 Meter tief in die feindliche Stellung ein und fügten dem Feinde schwere Verluste zu und kehrten mit zahlreichen Gefangenen zurück. Im Osten und in Mazedonien wurden an mehreren Stellen feindliche Patrouillen durch Feuer vertrieben. Französischer Bericht vom 12. Okt. abends: Die Artillerie zeigte sich während des Tages besonders lebhaft im Abschnitt der Mühle von Laffaux und in der Gegend von Craonne. Ergänzenden Nachrichten zufolge wurden die feindlichen Handstreiche die wir während der letzten Nacht in der Gegend von Souain und Auberive abgewiesen haben, mit bedeutenden Beständen ausgeführt. nachdem eine 3stündige Beschießung vorangegangen war. Drei Angriffe wurden ausgeführt von Abteilungen zu ungefähr 140 Mann, welche Stoßtruppen und Pioniere umfaßte. Sie wurden durch unsere Artillerie und Maschinengewehrfeuer empfangen. Die Angriffe verursachten lebhafte Kämpfe, im Verlaufe derer wir die Überlegenheit über den Feind erlangten. 10 Gefangene blieben in unseren Händen. Der Gegner erlitt außergewöhnlich schwere Verluste. Von den übrigen Fronten ist nichts zu melden. Die Tagesberichte der Verbündeten. Wien, 13. Okt.(W7B.) Amtlich wird verlautbart: Im Osten und in Albanien bei unseren Truppen nichts Neues. Am Isonze und an der Tiroler Front kam es an zahlreichen Stellen zu lebhafterer Geschettätigkeit. Südlich des Pellogrino=Tales holten unsere Stoßtrupps, durch Standesschützen verstärkt. Gefangene und Kriegsgerät aus der feindlichen Stellung. Der Chef des Geveralstabes. Ratserluge in Bulgarten. Sofia, 12. Okt.(WTV.) Bulgarische Telegr.=Agentur: Anläßlich seines Besuches in Sofia verlieh Kaiser Wilhelm den Hohen Orden vom Schwarzen Adler dem Ministerpräsidenten Radoslawow, den Orden Pour le Merite dem General der Infanterie Todoroff, Kommandanten der 2. Armee, dem Chef des politischen Kabinetts des Königs, Dobrowitsch, die Brillanten zum Großkreuz des Roten Adlerordens, dem Minister für Verkehr, Postund Telegraphen, Koznitschki, und dem Direktor der Eisenbahnen. Mortoff, die Erste Klasse des Preußischen Kronenordens; denselben Orden mit Schwertern dem General Prothogeroff und dem General Kobotscheff, die Zweite Klasse desselbe Ordens dem Generalsekretär des Ministers der Auswäcigen Angelegenheiten, Zlatanoff, und dem Gouverneur der Nationalbank, Tschakatoff. Außerdem wurden zahlreiche andere Auszeichnungen verliehen. Gestern abend kurz vor der Tafel überreichten der König. Ministerpräsident Radoslawow und der Oberbefehlshaber Schekow dem Kaiser im Namen des bulgarischen Volkes und der Armee die Erste Klasse des Tapfereitsordens in Brillanten. Der Kaiser war sehr gefrührt und dankte in einer bewegten Ansprache. Der Kaiser ernannte den König der Bulgaren zum Chef des 10. preußischen Husarenregiments. Sosia, 12. Okt.(WTB.) Meldung der Bulgarischen Telegraphen=Agentur. Der Kaiser besuchte das Dorf Bojany, wo er durch den Direktor des National=Museums empfangen wurde, der ihm die historischen Sehenswürdigkeiten der alten bulgarischen Kirche erklärte, in deren Hof sich das Grab der Königin Eleonore befindet. Bei der Rückkehr besuchte der Kaiser die neue, noch nicht geweihte großartige Kathedrale der hl. Cyrill und Methodius, deren inneren Schmuck, der wirkliche Kunstwerke darstellt. er sehr lebhaft bewunderte. Der Kaiser legte am Grabe der Königin Eleonore einen prächtigen Kranz nieder. Darauf machte der Kaiser einen Ausflug nach dem Badeort Banki, in der Umgebung von Sofia. Mittaas gab die deutsche Gesandtschaft zu Ehren des Kaisers ein Frühstück, an dem der König, die Prinzen und Prinzessinnen, der Ministerpräsident Radoslawow und der Oberbefehlshaber Schekow teilnahmen. An der gestern abend im königlichen Palast zu Ehren der erlauchten Gäste veranstalteten Prunktafel nahmen 78 Personen teil, vor allem der Kaiser, Prinz August Wilhelm, der König, mit der ganzen königlichen Familie, Staatssekretär von Kühlmann, der deutsche Gesandte mit dem Personal der Gesandtschaft, die Gesandten der verbündeten Länder mit dem Militärattaché, hervorragende Mitglieder der Regierung, der Obrbefehlshaber Schekow, die Armeekommandanten, der Generalstabschef General Lukoff. die früheren Ministerpräsidenten Malinoff und Geschoff, der Direktor des Ernährungsamtes, General Prothogeroff, der Präsident der deutschen Kolonie usw. Der Tafel folgte ein Empfang, an dem teilnahmen: Abgeordnete fast aller politischen Parteien und hervorragende Mitglieder der deutschen Kolonie, im ganzen fast 100 Personen. Im Laufe des Abends hielt der Kaiser Cercle und plauderte mehr oder weniger lange mit den anwesenden politischen Persönlichkeiten in erster Linie mit Lalinoff, Geschoff. Motschiloff und anderen. Der Ausschuß der Vereinigung zur kulturellen und wirtschaftlichen Annäherung an Deutschland, bestehend aus dem Generalsekretär des Ministers der Auswärtigen Angelegenheiten, Zlatanoff, und den Abgeordneten Kaltscheff und Stantscheff, nahmen ebenfalls daran teil. Die Trinksprüche bei der Galatafel. Bei der Galatafel hielt König Ferdinand folgende Rede:„Eure Majestät! Der heutige Tag, an dem es mir vergönnt ist, den mächtigen Herrscher des edlen deutschen Volkes in Sofia willkommen zu heißen, ist ein Ereignis von hoher geschichtlicher Bedeutung nicht nur für mich und mein Land, sondern für den ganzen Orient. Mit mir begrüßen meine Armee und mein Volk den erlauchten obersten Kriegsherrn des mächtigen deutschen Reiches, den treuen Bundesgenossen und aufrichtigen Freund Bulgariens. In meinem Namen und im Namen aller, dank der gemeinsamen Mitarbeit des ruhmreichen deutschen Heeres und meines bewaffneten Volkes, unterstützt von unseren treuen Verbündeten Österreich=Ungarn und der Türkei, nunmehr geeinten Bulgaren sage ich Eurer Majestät tiefstgefühlten Dank für die hohe Ehre, welche Eure Majestät durch Allerhöchsten Besuch uns zu erweisen geruhten. Dieses hohe Ereignis ist uns ein neuer kostbarer Beweis der aufrichtigen und bundestreuen Gesinnungen, die Eure Majestät für mich und mein Land hegen und die ich, wie auch meine Landeskinder, hoch zu schätzen wissen. Seit dieser Zeit hat sich politisch und militärisch gar Vieles geändert, nichts aber in den gegenseitigen innigen Beziehungen unserer Länder zueinander. Das auf den Schlachtfeldern geknüpfte, durch gemeinsam vergossenes Blut besiegelte Bündnis wird unseren Völkern auch in der kommenden Zeit des Friedens— für den wir bis zum endgültigen Siege zu kämpfenent“ schlossen sind— zum dauernden Segen gereichen. lege besonderen Wert darauf, zu versichern, daß auch der letzte bulgarische Soldat weiterhin treu an der Seite seiner Verbündeten aushalten und alles einsetzen wird, um einen endgültigen Sieg zu erringen, welcher unsern Völkern die freie Entwickelung gewährleistet und das heiß erstrebte Ziel für uns— die Vereinigung aller Bulgaren— zur Verwirklichung bringt. In diesem ungeheuren Ringen hat das von Eurer Majestät weise geführte deutsche Volk mit seiner ihm innewohenden Macht, seiner staatlichen Organisation und bewunderungswürdigen Aufopferung die ganze Welt in Erstaunen versetzt. Dies glänzende Beispiel wird seinem treuen bulgarischen Verbündeten für alle Zeiten ein steter Ansporn und leuchtendes Vorbild sein. Möge der Segen des Allmächtigen auch fernerhin auf unsern heldenhaften Streitern ruhen und ihnen den Lohn für ihren unvergleichlichen Opfermut zuteil werden lassen. Von ganzem Herzen wünsche ich, daß Eurer Majestät die Stunden des Aufenthaltes in meinem Lande angenehm sein, und daß Eure Majestät befriedigende Eindrücke und gute Erinnerung mit in die deutsche Heimat nehmen mögen. Ich erhebe mein Glas auf die kostbare Gesundheit Eurer Majestät, meines mächtigen Verbündeten und treuen Freundes, sowie auf den Ruhm der glorreichen deutschen Armee und die verheißungsvolle Zukunft des deutschen Volkes!“ Der deutsche Kaiser antwortete mit folgenden Worten:„Eurer Majestät spreche ich für die herzlichen Worte des Willkommens meinen tiefempfundenen Dank aus. Eure Majestät konnten vor kurzem das schöne Fest des 30jährigen Regierungsjubiläums begehen, und ich begrüße mit besonderer Freude die Gelegenheit. Eurer Majestät meine schriftlich dargebrachten Glückwünsche zu dieser bedeutungsvollen Feier von Angesicht zu Angesicht zu wiederholen. Stolz und glücklich können Eure Majestät auf diese reichen Jahre zurückblicken. Das Werk ist gekrönt, an dem Eure Majestät zum Heile Ihres Volkes unablässig gearbeitet haben, seit Sie an jenem August=Tage in Tirnowo einzogen. Der frohen Erinnerungsfeier folgte nur zu bald ein Tag schmerzlichster Trauer. In tiefer Bewegung gedenke ich der verewigten Königin, die sich in Friedenszeit wie in den Stürmen des Krieges als wahre Landesmutter erwiesen hat und deren segensreiches Walten auf allen Gebieten werktätiger Nächstenliebe für immer unvergessen bleiben wird. Der gütigen Einladung Eurer Majestät folgend, hatte ich auf der Fahrt nach Bulgariens Hauptstadt die hohe Genugtuung, mich so mit eigenen Augen davon überzeugen zu können, welche Blüte das and unter Eurer Majestät weiser Herrschaft erreicht hat. Seit langem waren wir bewundernde Zeugen des rastlosen und zielbewußten Strebens, das von kluger Hand geleitet, das kraftvolle Volk der Bulgaren von Stufe zu Stufe aufwärts geführt hat. Voll aufrichtiger Teilnahme beobachteten wir das tief aus dem Herzen des Volkes entspringende Sehnen und Drängen nach nationaler Einigung, und wir fühlten uns in Erinnerung an unsere eigene Vergangenheit der jungen, starken Nation tief innerlich verwandt. Dieses Gefühl innerlicher Verbundenheit hat seine schönste Betätigung erfahren, als Bulgarien sich unter Eurer Majestät weitblickender Leitung in diesem Weltkriege der gerechten Sache der Mittelmächte anschloß und sein Los mit dem unserigen verknüpfte. Seit zwei Jahren stehen Deutsche und Bulaaren im Bunde mit Österreichern, Ungarn und Osmanen Seite an Seite im Kampf gegen eine Welt von Feinden. Dieser Kampf hat Bulgarien nach glorreichem Ringen die Erfüllung seines geschichtlichen Sehnens gebracht. Ich bin stolz darauf daß es meinen Truppen vergönnt war, zur Erringung dieser Erfolge beizutragen. Die herrlichen Waffentaten, die Bulgaren und Deutsche gemeinsam verrichtet haben, werden für alle Zeiten ein Ruhemsblatt in der Geschichte beider Völker bilden. Sie werden aber auch auf die künftigen Beziehungen beider Länder einen tiefgehenden Einsluß üben. Deutsches und bulgarisches Blut ist gemeinsam geflossen. Die Erinnerung an gemeinsam getragene Gefahren und Entbehrungen, an gegenseitige Hilfe in Stunden der Not und an gemeinsam errungene Siege bilden für alle Teilnehmer an diesen Kämpfen, wie für ihre Kinder und Enkel ein unzerreißbares Band, ein Band der Waffenbrüderschaft, das selbst dem der Stammesgemeinschaft nicht nachsteht. Aus dieser Waffenbrüderschaft erwächst eine unwandelbare Treue, an der die Ränke der Feinde kläglich zerschellen und gegen die Geister des Zweifelns und Mißtrauens niemals Macht gewinnen können. So stehen wir Hand in Hand unlösbar verbunden. Noch ist die Zeit der Prüfung nicht vorüber. Der Hochmut und der Frevel sind unsere Feinde, die Bulgariens Zukunft neidisch zerstören und Deutschlands Blüte vernichten wollen, ist noch nicht gebrochen. Noch können sie sich nicht entschließen, von ihren Eroberungsplänen abzustehen und dem Blutvergießen ein Ende zu machen. Wir halten gemeinsam mit unseren von gleicher Feindestücke bedrohten österreichisch=ungarischen und türkischen Verbündeten unerschütterlich stand bis mit Gottes Hilfe durch den Frieden die hohen Güter gesichert sind, für deren Verteidigung wir in den Krieg gezogen sind. Wenn mir in einer nicht zu fernen friedlichen Zeit durch die Güte Eurer Majestät wieder Gelegenheit geboten wird, dieses Land zu besuchen, dann, so hoffe und vertraue ich, werde ich ein großes, glückliches, gesichertes Bulgarien sehen, das die gekrönten Söhne unter seinem Zepter zu kraftvoller Einheit zusammenschließt, das, geschmückt mit dem Lorbeer des Sieges, die reichen Früchte seiner heldenhaften Anstrengung genießt und in treuem Zusammenwirken mit den einstigen Kampfgenossen seine frische Kraft und seine hohen Gaben den Werken des Friedens und der Kultur widmet. Ich erhebe mein Glas auf das Wohlergehen Eurer Majestät und Eurer Majestät ganzes Haus, auf ein segensreiches, langes, weiteres Herrscherwirken Eurer Majestät. auf das ruhmreiche bulgarische Heer und auf das Blüben und Gedeihen Bulgariens!" * Bei dem Empfange des deutschen Kaisers in Sofia hielt der Bürgermeister folgende Rede in bulgarischer Sprache:„Ew Majestät! Die Hauptstadt des Königreichs Bulgarien, das Herz des Vaterlandes, worauf alle Blicke der Bulgaren aus allen Teilen des geeinten Bulgariens gerichtet sind, empfindet in diesem Augenblick große Freude Sie empfängt stolz und begeistert den erhabenen Gast, den mit Ungeduld erwarteten Freund und Verbündeten. Eure ruhmreiche und große Majestät kommt zu den Bulgaren und bringt Ehre und Ruhm unserem königlichen Heere, Unerschrockenheit in dem Kampf gegen unsere Feinde und den Sieg der verbündeten Waffen. Die Bulgaren segnen diesen für unser Land historischen Tag und preisen die zwischen dem deutschen und bulgarischen Volke und ihren erhabenen Herrschern besiegelte Brüderlichkeit. Die Erinnerung daran wird uns in enger Gemeinschaft vereinigen, sowie in der Arbeit an der Verwirklichung der großen Grundsätze von Freiheit und Unabhengigkeit. Indem ich ergeben Ew. Majestät im Namen der Bevölkerung Sofias Brot und Salz als Sinnbild der weitesten bulgarischen nationalen Gastfreundschaft anbiete, öffnet sich unser Herz für Ew. Majestät, unseren treuen, geliebten Gast. Ave Caesar!“ Der Bürgermeister schloß mit einem dreifachen Hoch auf den Kaiser. Der Kaiser antwortete in deutscher Sprache:„Herr Bürgermeister! Empfangen Sie meinen berzlichsten Dank für den so freundlichen Willkommengruß, den Sie mir im Namen der Bürger Sofias entboten haben. Erfüllt von der geschichtlichen Bedeutung des Augenblicks nehme ich aus Ihren Händen Brot und Salz, die altehrwürdigen Gaben bulgarischer Gastfreundschaft. Stets wird mir der Tag unvergeßlich bleiben, an dem ich als Gast Ihres erhabenen Herrschers, meines lieben Freundes und Verbündeten, und seines treuen, tapferen Volkes in diese stolze Hauptstadt einzog Möge die Sonne, die heute in so frohem Glanze über Sofia strahlt, die Künderin sein künftiger heller Ruhmestage, denen Ihre tausendjährige Stadt in nie versiegender Jugendkraft entgegengeht, als lebenspendender Mittelpunkt eines großen, blühenden und geeinten Bulgarenreiches!“ Am heutigen Markttage begaben sich der Kaiser und der König auf den Marktplatz, wo die Bauern, welche gekommen waren. um ihre Erzeugnisse zu verkaufen, den Wagen sogleich umringten und den Monarchen sehr warme Huldigungen darbrachten. Die beiden Herrscher verließen den Wagen inmiten der freudig überraschten Landleute, mit welchen sie aufs herzlichste plauderten und die sie über ihr Leben und ihre Arbeiten befragten. Ihr unerwarteter Besuch kennzeichnete die Leutseligkeit des erhabenen Gastes. Der König ernannte Kaiser Wilhelm zum Chef des 10. Kavallerie=Regiments Nach dem Frühstück auf der deutschen Gesandtschaft begaben sich der deutsche Kaiser und Prinz August Wilhelm in Begleitung des Königs. der Prinzen Boris und Korill, des Ministerpräsidenten Radoslawow, des Oberbefehlshaber Schekow, des deutschen Gesandten Grafen Oberndorff und des kaiserlichen und königlichen Gefolges nach dem Königlichen Schloß Sitniakow am Fuße des Rilo=Berges, von wo die Gäste morgen nach der Front abreisen. Sofia, 13. Okt.(WTB.) Amtlicher Heeresbericht. Mazedonische Front: Von Zeit zu Zeit lebhafteres Geschützfeuer und Trommelfeuer nördlich Bitolia und südlich des Dobropolie. Südlich Gewabeli lebhaftes Artilleriefeuer. Eine feindliche Kompagnie, die gegen unsere Stellungen westlich des Wardar vorging und starke feindliche Erkundsabteilungen östlich des Wardar wurden durch unser Feuer vertrieben. Im Struma=Tal Patrouillen= tätigkeit. In der Gegend von Moglena stürzte ein durch unser Geschützfeuer getroffenes feindliches Flugzeug hinter unseren Stellungen nieder. Flieger und Beobachter sind tot. Front in der Dobrudscha: Bei Tuleea schwache Artillerietätigkeit, östlich Galatz etwas lebhafter. Rußland. 9 Paris, 13. Okt.(KG.) Der„Matin“ meldet aus Petersburg das Eintreffen einer amerikanisch=englischen Militärmission in Petersburg zur Vorbereitung der Offensive für 1918. Ottowa, 12. Okt.(WTB.) Reuter: Robert Borden meldet, daß die Bildung des Koalitions=Kabinetts gesichert ist. Es setzt sich aus der gleich großen Zahl von Liberalen und Konservativen zusammen. 21000 Tonnen. Berlin, 13. Okt.(WTB.) Amtlich. Neue U.Bootserfolge im Sperrgebiet um England: 21 000 Br.= Reg.=Tonnen. Unter den versenkten Schiffen besanden sich zwei tiefbeladene Dampfer mit Kohlen, ferner ein englischer Schoner mit Touerde nach Treport, ein Segler, der 3000 Faß Maschinenschmieröl an Bord hatte. Am Westausgang des Armel=Kanals wurde außerdem der französische Sealer„Moisean" durch mehrere Artillerietreffer schwer beschädigt. Der Chef des Admiralstabes der Marine. Luftkrieg. Erfolgreiche deutsche Kampfflieger und die Zahl ihrer Luftsiege bis zum 1. Ottober. Berlin, 13. Okt.(WTV. Rittmeister Freiherr von Richthofen 61: Lt. Gontermann 30. Lt. Bernert 27, Lt. Max Müller 27. Oberlt. Dostler(vermißt 26. Lt. Frhr. von Richthofen 24, Oberlt. Schleich 24, Oberlt. Ritter v. Tutzek 23. Oberlt. Berthold 21. Lt. Adam 19, Lt. v. Bülow 19. Lt. Wüsthoff 18, Lt. Kissenberth 17, Oberli. Bethae 17. Lt. Goeltsch 16. Lt. Klein 16. Lt. Böhme 15, Lt. v. Eschwege 15. Lt. Jul. Schmidt 15, Lt. Thuy 14, Offiz. Stellvertr. Buckler 13. Lt. Goering 13, Lt. Heß 13. Lt. Udet 13. Oberlt. Buddecke 12. Rittmeister Freiherr von Richthofen Lt. Goutermann Lt. Bernert, Lt. Max Müller, Oberlt. Dostler, Lt. Freih. von Richthofen, Oberlt. v. Tuttzek, Oberlt. Berthold und Oberlt. Buddecke sind mit dem Orden Pour le mérite ausgezeichnet. Unsere Paris, 12. Okt.(WTB.) Kammer. George Leygues führte in einer Interpellation über das diplomatische Personal aus: Das Intrigennetz, das von den Deutschen um die Kriegführenden gesponnen worden war, macht es notwendig, das Land zu unterrichten und die inter nationale und öffentliche Meinung aufzuklären. Vom ersten Tage au ließ Deutschland seinen Propagandadienst arbeiten. Frankreich hat lange nichs getan, um diesem Bedürfnis nachzukommen. Man schuf der Presse eine Firma, die aber nicht die genügenden Dienste leistete. Man muß den Feind nicht nur auf militärischem Gebiet bekämpfen, sondern auf allen Gebieten. auf denen man ihn beikommen kann. Zu diesem Ende müssen wir eine Kriegs politik haben und alle Verbündeten ebenfalls. Leygue. setzte sodann auseinander, daß Deutschland bis zum Dezem. ber 1916 an einen Frieden durch einen militärischen Siee geglaubt habe. Erst nach dem siegreichen Widerstand von Verdun ließ es seine Friedensvorschläge im Dezember los und eröffnete so die Zeit der diplomatischen Umtriebe. Der Redner ging weiter zu der päpstlichen Note über, die den Hauptpunkt, die Ursachen und die Verantworlichkeit des Krieges, vergessen habe. Bei Anführung der Note Wilsons bezeichnete der Redner den preußischen Militarismus als eine feudale Einrichtung. die man vernichten und Deutschland damit den Beweis liefern müsse, daß der Krieg keine Industrie sei, die sich stets rentiere. Dies werde die Charte der modernen Völker sein. Leyques wies auf die Behauptung hin, durch die die deutsche Regierung sich bemühe, die Moral des Volkes zu heben, indem sie ihm vormachte, daß die Alliierten Deuschland vernichten wollten. () Die Opfer der Petersburger Brand=Katastrophe. Stockholm, 12. Okt.(EK.) Nach den letzten russischen Nachrichten sind bei der Brand=Katastrophe der russischen Feldpost, die im Petersburger Panajew=Theater untergebracht war. über 100 Personen umgekommen. Die verbrannten Leichen wurden in mehreren großen Holzsärgen zusammen beerdigt. Echt englische Bundestreue! In England beginnt man bereits praktische Folgerungen aus dem Zusammenbruch Rußlands zu ziehen. Die Londoner Zeitung„Sunday Times“ schrieb kürzlich: Die Hoffnungslosigkeit der Lage Rußlands wird jetzt allgemein erkannt. Die Bemerkungen unseres Premierministers über unseren Verbündeten waren. sehr vorsichtig. Doch wenn man zwischen den Zeilen liest, wird man entdecken, daß seiner Ansicht nach Rußland für die nächste Zeit erledigt ist. Wenn wir von Rußland nichts mehr zu hoffen haben, so haben wir ihm gegenüber aber auch keine Verpflichtungen mehr. Da dies so ist, müssen wir uns ernstlich fragen, ob eine Neuorientierung unserer Politik im Orient nicht wünschenswert erscheint? Der verstärkte Druck auf Holland. Amsterdam, 13. Okt.(WTB.) Der niederländischen Telegraphenagentur wird aus dem Haag telegraphiert: In einer amtlichen Mitteilung des Ministeriums des Außern über die Sperre der Handelstelegramme nach und von Holland über das britische Kabel heißt es: „Die niederländische Regierung ist der Ansicht daß sie dem Wunsche der britischen Regierung, die Durchsuhr von Sand, Kies und Schotter nach Belgien zu verhindern, nur dann nachkommen könne, wenn die britische Regierung erklärt, daß trotz der Zusicherungen der deutschen Behörden und der Erhebungen von niederländischen Offizieren die durchgeführten Materialien für Kriegszwecke verwendet werden. Der niederländische Gesandte in London ist beauftragt, die britische Regierung um eventuell in ihren Händen befindliches Beweismaterial darüber zu ersuchen.“ Die„Nieuwe Rotterdamsche Courant“ weist auf eine Außerung Sir Edward Carsons hin, daß gute Beziehungen zu Holland für England nicht minder wichtig wären, als gute Beziehungen zu anderen neutralen Ländern und daß die Behauptung der Neutralität nicht nur ein Recht, sondern eine Pflicht Hollands sei, die es bewundernswert erfüllte. Diese Versicherung gab Carson als Mitglied des englischen Kriegskabinetts einige Tage nachdem die englischen Repressivmaßregeln ergriffen worden waren. Das Blatt bezeichnet die englische Forderung, daß Holland alle und jede Durchfuhr von Deutschland nach Belgien und umgekehrt verhindern solle, als völlig ungerecht. Sie liefe darauf hinaus, daß Holland eine Anzahl Verträge zerrisse und das stehe mit Carsons Erklärung in Widerspruch. Wenn die englische Regierung nachweisen könne, daß die durch Holland geführten Güter militärischen Zwecken dienen, dann solle diese Durchfuhr ohne Zweifel verboten werden und der Streitfall könne beigelegt werden, auch ohne daß England zu einem so plumpen und hassenswerten Machtmittel seine Zuflucht nehme. Hält England an seiner allem Recht und aller Billigkeit widersprechenden Forderung fest, daß wir unsere bewundernswerte Neutralitätspolitik zu seinen Gunsten aufgeben sollen, dann sind trübe Taae im Anzuge für unser Land. Aber in moralischer Hinsicht noch viel schlimmer für das Land, das fortwährend von Recht und Gcrechtigkeit redet, sich aber nicht danach richtet. Deutsches Reich. 2 Berlin, 13. Okt.(KG.] Wie wir soeben erfahren, hat der Reichskanzler Dr. Michaelis seine geplante Reise nach Kurland auch heute früh noch nicht angetreten. Die Verschiebung der Reise, deren Antritt für heute früh als sicher gemeldet war, hängt zweifellos mit der Krise zusammen. München, 13. Okt.(WTB.) Die Korresponden; Hoffmann meldet: Auf die vom bayrischen Kriegsminister im Namen des bayrischen Heeres Hindenburg übersandten Glückwünsche zu seinem 70. Geburtstage ist folgendes Antworttelegramm eingetroffen: Die Geb urtstagswünsche der bayrischen Armee, die sich auf allen Schlachtfeldern so hervorragend geschlagen hat. haben mich besonders erfreut. Ich bitte Eure Exzellenz, den tapferen Bayern meinen Dank und Gruß zu übermitteln. Generalfeldmarschall v. Hindenburg. — der deutschsprachigen Presse e.V. Was haben die Engländer bisher in Flandern erreicht? Die Offensive der Westmächte an der flandrischen Front östlich von Ypern begann im Monat Juni. Bis dahin zogen sich die englischen Stellungen in einem flachen Bogen von Wytschact e im Süden, westlichHollebeke, über Zillebeke, westlich Frezenbera, in die Gegend von Birschoote, und erreichten über Steenstraate den Raum von Drie Grachten. Der am weitesten nach Osten erreichte Punkt lag 4, Kilometer von Ypern entfernt. Am 7. Juni entbrannte die erste Schlacht, deren Brennpunkt im Wytschaetebogen lag und die man deshalb auch als„Wytschaete=Schlacht" bezeichnet hat. Sie dauerte bis zum 9. Juni an. Es gelang den Engländern bei St. Eloi, Wytschaete und Messines(also südlich von Opern) in die deutschen Stellungen einzubrechen und einen örtlichen Geländegewinn zu erzielen, der an der tief sten Stelle etwa 4 Kilometer betrug. Hollebeke, Messines und der Raum südlich davon fielen in die Hände des Feindes, der Wytschactebogen wurde ausgeglichen, und die feindliche Front erhielt auf diesem Abschnitt eine gerade von Norden nach Süden laufende Richtung. Alle andern Angriffe auf den Flügeln und ebenso die späteren Versuche, den Erfolg zu erweitern, wurden abgeschlagen. Nach einer längeren Ruhepause, die durch heftiges Geschützfeuer ausgefüllt war, entwickelte sich am 31. Juli und den folanden Tagen die„erste Flanderuschlacht". Die Engländer griffen am 31. Juli auf 25 Kilometer Breite mit starken Kräften beiderseits von Ypern, von der Dser bis zur Lys, an, wobei auf dem Nordflügel nach Ablösung der belgischen Truppen die Franzosen eingriffen. Sie konnten sich des Dorfes Bixschoote bemächtigen. Im übrigen beschränkte sich der Erfolg der Engländer auf einen schmalen Geländestreifen in der vordersten deutschen Abwehrzone. Die später ausgeführten Vorstöße verliefen ergebnislos. Auch ein größerer von mehreren Divisionen unternommener Angriff am 10. und 11. August scheiterte verlustreich. Die„zweite Flandernschlacht" begann am 10. August. Die Engländer griffen in 18 Kilometer Breite auf der ganzen Linie zwischen Birschoote und Wytschaete an. Allmählich dehnte sich der Kampf seitlich bis auf 30 Kilometer Breite aus. Auch am 17. August wurde noch erbittert gerungen. Die beiden Großkampftage endigten mit einer schweren Niederlage der Engländer, die nur südöstlich Bixschoote geringen Geländegewinn erzielten. Hier vermochten sie bis Langemarck, St. Julien und Frezenberg vorzudringen. Die Ortschaften selbst blieben aber in deutschem Besitz. Alle andern Abschnitte wurden von den deutschen Truppen restlos gehalten. Auch die noch folgenden Teilangriffe vermochten nicht, dieses Ergebnis zu ändern. In der„dritten Flandernschlacht“ am 20. September, richteten die Engländer ihren Angriff mit neun Divisionen auf eine 12 Kilometer breite Front zwischen Langemarck und Gheluvelt. Die Feinde vermochten ihre vordersten Linien nur unbedeutend weiter nach Osten vorzuschieben. Es gelang ihnen nicht, auch nur die kleinste Ortschaft zu nehmen. Ein neuer Großkampftag war der 26. September, an dem der englische Führer, der General Haig, zwölf Divisionen in erster Linie einsetzte, mit denen er gegen die Linie Langemarck bis zum Kanal von Hollebeke vorbrach. Nur in der Gegend östlich von St. Julien bis zur Straße Menin—Opern vermochte der Feind nach ungeheuren Opfern bis zu einem Kilometer Tiefe einzudringen. Alle andern Augriffe brachen unter schwersten Verlusten zusammen. Am 4. Oktober begann die Schlacht von neuem auf dem Abschnitt nordwestlich von Langemarck bis südlich der Straße Menin—Ypern(15 Kilometer). Brennpunkte der Schlacht waren Poelkapelle, die Höhe drei Kilometer westlich von Paschendaele, die Wegekreuze östlich und südöstlich von Zonnebeke, die Waldstücke westlich von Becelaere und das Dorf Gheluvelt. Der Gewinn der Engländer beschränkte sich auf einen 1—1½ Kilometer tiefen Streifen von Poelkapelle über die östlichen Ausläufer von Zonnebeke und längs der von dort nach Becelaere führenden Straßen. Dieses Dorf, ebenso wie Gheluvelt, blieben in deutschen Händen. Der Feind hatte mindestens 11 Divisionen eingesetzt. Am 9. Oktober entwickelte sich eine neue Schlacht, bei der französische Truppen auf dem Nordflügel eingesetzt waren. Die Angriffe der Engländer auf dem Abschnitt Langemarck—Gheluvelt wurden verlustreich abgewiesen, dagegen konnten die Franzosen in der Linie Draaibank—Poelkapelle 1—1 1 Kilometer tief eindringen. Die nunmebrige neue Linie des Gegners beginnt im Norden bei Drie Grachten und zieht sich östlich von Bixschoote südlich des Houthulst=Waldes über Draaibank und Hanelaere nach Poelkapelle, wendet sich nach Süden und läuft über Gravenstafel, östlich Zonnebeke, über Reutel, westlich Becelaere, biegt dann nach Westen um, geht nördlich Gheluvelt vorbei und zieht sich über Hollebeke wieder nach Süden. Die höchsten Erhebungen, deren Besitz das nächste Zielder Engländer bildet, laufen von Staden über Paschendaele, Becelaere in der Richtung auf Gheluvelt, sind also noch vollständig in deutschen Händen. Die feindlichen Stellungen sind von ihnen durchschnittlich noch 2—3 Kilometer entfernt. Vergleicht man die jetzigen englischen Linien im Opernbogen mit der Ausgangsstellung, wie sie Anfangs Juni dastand, so haben die Engländer in der tiefsten Stelle in der Mitte, unmittelbar östlich Ypern, einen Raum von höchstens 5—6 Kilometern gewonnen, auf den Flügeln sehr viel weniger. Und diesen geringen Geländegewinn haben sie mit außerordentlich hohen Verlusten bezahlen müssen. Man ist daher wohl berechtigt, von einem Scheitern der englischen Durchbruchsoffensive zu sprechen. v. Kühlmann— Asquith. Berlin, 13. Okt.(WTB.) Zur Antwort Asquiths auf die Rede des Staatssekretärs v. Kühlmann sagt die„Volkszeitung": Die Rede ist ein echter Asquith. Im Nachsatz nird immer totgeschlagen, was im Vordersatz pathetisch verkündet wird. Mit der Ausrede vom Flickwerk=Frieden maskiert Asquith nur sein zügelloses Eroberungsprogramm und den Willen zur Verlängerung des Krieges. Möglich ist, daß die Rede aus innerpolitischen Gründen gehalten wurde; der liberale Führer möchte einen Einfluß auf die kriegshetzerischen Kreise gewinnen. Zur Genüge geht aus der Rede hervor, daß Deutschland in seinem unbeugsamen Verteidigungswillen noch entschlossen zusammenstehen muß, um die britischen Eroberungspläne zunichte zu machen. Wie die„Vossische Zeitung“ meint, enthält die Rede gleich zu Beginn eine schwere Inkonsequenz gegen die bisherige englische Auffassung von den inneren deutschen Angelegenheiten. Bisher hat England die Demokratisierung Deutschlands gefordert, nun scheint Asquith plötzlich der Reichstag und die öffentliche Meinung Deutschlands nebensächlich zu sein. Es komme nur auf die Regierung an! Dieser Widerspruch erklärt sich daraus, daß das deutsche Volk und seine Vertretung eben doch nicht so bedingungslos englische Politik betreiben wollen, wie man in London gehofft hat. Andererseits legt der Appell Asquitbs die Vermutung nahe, daß der englische Politiker bei dem jetzigen Leiter der deutschen Auslandspolitik Verständnis zu finden hofft. Unter der überschrift„Reden an die deutsche Nation“ äußert der„Börsen=Kurier": Asquith und Lloyd George, der frühere und der jetzige britische Ministerpräsident, bemühen sich gleichzeitig, der Rede v. Kühlmanns entgegenzuwirken. Sie wünschen, das deutsche Volk mit britischer Nibelungentreue zu schrecken. Asquith versucht, die Einheit der deutschen Politik vor den Deutschen selbst zu verdächtigen. Solange England Krieg gegen uns führt, muß ihm daran liegen, den Reichstag als machtlos und die deutsche Demokratie als unentwickelt zu schildern. Das stärkt bei den Verbündeten den Glauben an Englands demokratische Sendung und soll das deutsche Volk veruneinigen, der Welt soll nicht zum Bewußtsein kommen, daß es eine klare und eindeutige deutsche Politik gibt. Bern, 13. Okt.(WTB.) Die Rede Küblmanns wird von der Pariser Presse nachdrücklich und einmütig abgelehnt. Ohne Unterschied der Parteirich= tung verlangen alle Blätter, daß dem Kühlmannschen„Nein. niemals!“ eine ebenso energische Absage Frankreichs gegenübergestellt werde. Kühlmanns Außerungen wird natürlich auch der Verwuxf des Manörere nicht erspart. Wie man einerzeit den Alliierten nahe gelegt habe, die Russen sich selbst zu überlassen. lege man jetzt England nabe, sich nicht mehr weiterhin mit Frankreich solidarisch zu erklären, denn Frankrfeich sei allein Schuld an der Fortsetzung des Krieges. Das Manöver sei aber aussichtslos. England und die übrigen Ententestaaten, besonders die Vereinigten Staaten hätten wiederholt eindringlich darauf hingewiesen, daß die Rückgabe Elsaß=Lothringens einen untrennbaren Bestandteil der Kriegs. ziele der Alliierten bilde. Wirtschaftsleben und Lebensmittelversorgung. Zur Krankenversorgung. In Ergänzung der allgemeinen Bestimmungen des Kriegsernährungsamts über die Krankenversorgung sind kürzlich die Bundesregierungen ersucht worden. in Zukunft die von den Trägern der sozialen Versicherung sowie von den Gemeinden und Gemeindeverbänden betriebenen„Genesungsheime“ hinsichtlich der vorzugsweisen Versorgung mit Lebensmitteln den Lungenheilanstalten gleichzustellen, da bei den in ihnen untergebrachten— insgesamt übrigens höchstens 6000 — Pfleglingen die alsbaldige Wiederherstellung der Arbeitsfähigkeit wesentlich davon abhängt, daß ihnen eine kräftige Ernährung zuteil wird. Es hat sich ferner als zweckmäßig erwiesen, den Vorschriften über die Versorgung der Insassen von Krankenhäusern, Heilanstalten usw. zum Teil eine andere Fassung zu geben. Die betreffende Bestimmung lautet daher in ihrer neuen Fassung in Zukunft wie folgt: „Krankenhäuser, Heilanstalten, Genesungsheime und ähnliche ausschließlich der Krankenversorgung dienende Anstalten sind hinsichtlich der Lebensmittelversorgung ihrer Insassen als ein Haushalt zu betrachten. Den Anstaltsleitungen sind von den Kommunalverbänden Lebensmittelkarten in solcher Anzahl auszuhändigen, daß auf jeden Insassen die vorgeschriebenen Kopfmengen entfallen. Nach Maßgabe der Zahl der an die Anstalten ausgehändigten Lebensmittelkarten erhöht sich die Zahl der versorgungsberechtigten Bevölkerung des Kommunalverbandes. Bei der Aufnahme in die Anstalt sind den Kranken, soweit es sich um Personen aus dem Kommunalverband handelt, in dem die Anstalt liegt, die kommunalen Lebensmittelkarten. soweit es sich um Kranke aus einem anderen Kommunalverbande handelt, die Lebensmittelkarten— Abmeldescheine(Rundschreiben vom 4. Mai 1917— A. II. 3928 und vom 18. Juli 1917— A. II. 7782) und die auf diesen vermerkte Anzahl von Reisebrotmarken, Reichsfleischmarken usw. abzunehmen. Anmeldescheine, Lebensmittelkarten. Reisebrotmarken usw. sind an den Kommunalverband des Anstaltssitzes abzuliefern. Die der Anstalt zugeteilten Lebensmittelkarten haben im Gewahrsam der Anstaltsleitung zu verbleiben; sie dürfen nicht den Anstaltsinsassen überlassen werden. Die Kommunalverbände haben dafür Sorge zu tragen, daß während des Militärverwaltung, das an militärische Stellen gerichtet ist. als beschleunigtes Eilgut oder Eilgut von mehr als 100 Klg. Einzelgewicht aufgeben wollen, haben künftig hierzu die Genehmigung der Linienkommandantur unter Vorlage der Begleitpapiere einzuholen. Dasselbe hat bezüglich des Expreßautes zu geschehen, sofern es sich um Frachtstücke handelt, die mehr als 50 Klg. Einzelgewicht haben oder wegen ihres geringen Gewichts(bis zu 5 Klg.) mit der Post befördert werden könnten oder besonders schwer zu verladen, sehr umfangreich um sperrig sind. Die Begleitpapiere werden von der Linienkommandantur mit einem Vermerk versehen, daß die Beförderung der Sendungen als beschleunigtes Eilgut— Eilaut— Expreßgut mit Personen=, Eil- oder Schnellzügen im dringenden Heeresinteresse liegt. Damit nicht hierdurch sehr eilige Sendungen ausgehalten werden. wird nach Lage der örtlichen Verhältnisse die Beförderung auch drahtlich genehmiat werden können. Die genaue Beachtung dieser Bestimmung wird den militärischen Stellen besonders zur Pflicht gemacht. * Sträfliche Benutzung der Schnellzüge.. In Ergänzung des Erlasses vom 30. September 1917 wird im letzten Armeeverordnungsblatt erneut darauf hingewiesen, daß allen auf Militärfahrschein reisenden Militärpersonen die Benutzung von Schnellzügen verboten ist, sofern der Fahrschein die Genehmigung dazu nicht ausdrücklich vorsieht. Zuwiderbandelnde haben neben der Einziehung der höheren Fahrkosten auch Bestrafung zu gewärtigen. () Lösung von Militärfahrkarten durch Hilfsdienstpflichtige. Die nach dem Erlaß vom 27. Juni 1917 den im militärischen Bahn=, Brücken= und Grenzschutz tätigen Hilfsdienstpflichtigen zugestandene Fahrtvergünstigung wird auf alle im militärischen Wachtdienst beschäftigten Hilfsdienstpflichtigen und Hilfswachtleute ausgedehnt. =„Betrügereien mit Kriegsanleihe". In dem Artikel in Nr. 736 ist ein Druckfehler stehen geblieben. Es ist darin gesagt. die Reichsbankstellen kauften Kriegsanleihestücke bis zu 1000 Mark jederzeit zu einem Kurse von 97 v. H. zurück. Dieser Kurs beträgt jedoch 98 Mark. A Wandergewerbescheine. Es wird hierdurch in Erinnerung gebracht, daß diejenigen Personen der Stadt Münster. die im Jahre 1918 ein Gewerbe im Umherziehen betreiben und vor Beginn des neuen Jahres in den Besitz des erforderlichen Wandergewerbescheins gelangen wollen, die Erteilung des Scheines bis spätestens zum 10. November ds. Is. bei der Polizeibehörde nachsuchen müssen. Gleichzeitig wird darauf hingewiesen, daß Reflektanten auf Wandergewerbescheine bei säumiger Antragstellung auch dann nicht auf rechtzeitige Berücksichtigung ihrer Anträge rechnen können, wenn sie bisher im ständigen Besitze von Wandergewerbescheinen gewesen sind. Die Anträge auf Erteilung von Wandergewerbescheinen werden auf Zimmer 112 des Polizeiverwaltungsgebäudes(Eingang Syndikatplatz) in den Vormittagsstunden von 8—1 Uhr entgegengenommen. Aei dn Zeichen der Ben versteht, zeichnet Kriegsanleihe. Das Ergebnis der 7. Kriegsanleihe ist das mächtigste Friedensmittel, das einem jeden Deutschen in die Hand gelegt ist. Wenn sich also am Sonntag, dem PI. Liiderl, alt und jung unermüdet und unentwegt mit den Zeichnungsscheinen um die Tische drängen, an denen das Vaterland unsre Spargroschen in Empfang nimmt, dann ist dieser Nationaltag für die Kriegsanleihe zugleich die großartigste Friedenskundgebung, die das deutsche Voik veranstalten kann. Alle Zeichnungsstellen werden nach der Kirchzeit geöffnet sein! Auf zur Massenzeichnung! Aufenthaltes der Kranken in der Anstalt der Haushalt, dem der Kranke bisher angehörte, im Bezuge von Lebensmittelkarten entsprechend gekürzt wird. Nach der Entlassung aus der Anstalt ist den in Bebandlung gewesenen Personen, falls sie Lebensmittelkarten über den Zeitraum ihres Aufenthalts in der Anstalt hinaus abgeliefert haben, vom Kommunalverbande des Anstaltssitzes die entsprechende Zahl solcher Karten, Reisebrotmarken usw. wieder auszuhändigen.“ Aus der Stadt. Münster, 14. Oktober. O Der Westfälische Verein zur Förderung des Kleinwohnungswesens und der Verband westfälischer Baugenossenschaften(Sitz Münster) halten ihre Kriegstagungen zusammenhängend am 20. und 21. Oktober 1917 in der„Concordia“ in Hagen i. W. ab. Auf der Tagung des Vereins am 20. Oktober soll die Wohnungsfürsorge vom Standpunkte der Bevölkerungspolitik behandelt werden. Mehr denn je hat uns der Krieg die Augen darüber geöffnet, daß eine durchgreifende Wohnungs= und Siedlungsreform zu den wichtigsten Grundlagen der Bevölkerungspolitik gehört und damit die Volkszukunft aufs engste berührt. Es wird auf der Tagung namentlich die Wohnversicherung erörtert werden, durch die vor allem eine weitgreifende Wohnungsfürsorge für die kinderreichen Familien ermöglicht werden soll. Regierung und Parlamente bringen dieser Frage bereits das größte Interesse entgegen. Es sind für die Behandlung des Themas zwei namhafte Redner gewonnen, und zwar Hochschulprofessor Landesrat a. D. Schmittmann=Cöln und Landeswohnungsinspektor Gretzschel-Darmstadt. Die Tagung verspricht eine bedeutsame Kundgebung für eine kraftvolle Wohnungsfürsorge zu werden, deren Dringlichkeit angesichts der allenthalben drohenden und zum Teil schon eingetretenen Wohnungsnot nicht zweifelhaft sein kann.— Der am nachfolgenden Tage, also am 21. Oktober, stattfindende Verbandstag des Verbandes westfälischer Baugenossenschaften beansprucht ebenfalls das Interesse weiter Kreise. Hier wird Generalsekretär Vormbrock=Münster i. W. über den gemeinnützigen Wohnungsbau in der Übergangswirtschaft sprechen und damit die wichtigsten Fragen einer ungehemmten und beschleunigten Kleinwohnungsherstellung nach dem Kriege berühren. In der künftigen Boden= und Bauwirtschaft werden alle Maßnahmen auf die Förderung der Wohnungsproduktion zugeschnitten werden müssen, allerdings mit dem Ziel möglichster Verbilligung der Baukosten und Niedriahaltung der Mieten.— Näheres über die Tagungen teilt die Geschäftsstelle in Münster. Postfach 28, gern mit. Einschränkung der Besörderung von Eilaut. Zur Behebung der in der letzten Zeit eingetretenen Schwierigkeiten in der pünktlichen Durchführung der Personenzüge wird bestimmt: Versender, die Militärgut und Privatgut für die * Die städtische Bekleidungsstelle wird vom 15. Oktober ab Werktags vormittags von 8—1, nachmittags von 8—6 Uhr und an den Sonn- und Feiertagen von 11½—1 Uhr geöffnet. An den Sonntagen mit verlängerter Verkaufszeit und den nicht gesetzlichen Feiertagen wird die Bekleidungsstelle auch nachmittags von 8—6 Uhr geöffnet. ∆ Zur Förderung der Nationalstiftung für die Hinterbliebenen der im Kriege Gefallenen, die bekanntlich unter dem Protektorat des Kaisers steht, hat sich unter dem Vorsitz der Prinzessinnen Frau Johann von Areuberg und Marie von Croy, der Frau Generalfeldmarschall v. Hindenburg, sowie anderer hochgestellter Damen eine Deutsche Wohlfahrtsvereinigung gebildet, die in großen Städten Wohitätigkeitskonzerte veranstaltet. Auch hier wird ein solches Konzert am Sonntag, den 21. Oktober, in der Aula des Realgymnasiums nachmittags 5 Uhr stattfinden zu dessen Besuch der Ehrenvorstand besonders einladet. Das erste Konzert hat bereits einen ganz hervorragenden finanziellen und künstlerischen Erfolg zu verzeichnen, wie dann auch in allen anderen großen Städten große Summen dem wohltätigen Zweck zugeführt werden konnten. Es ist anzunehmen, daß auch diesmal der Erfolg in Münster ein großer sein wird. Als Solisten haben ihre Mitwirkung zugesagt: Frl. Käte Herrlick(Berlin), der der Ruf hervorrigender stimmlicher Begabung und großzügiger Künstlerscift vorangeht: Herr Paul Stoye, der Meisterpianist: ferner Herr Hans Kronenberg(Düsseldorf) dessen glänzende Stimmittel sich außerordentlich entfaltet haben: Herr Ernst Brüggemann, dessen violinistische Leistungen in Münster genugsam bekannt und geschätzt sind: außerdem Frl. Margaretbe v. Scherbening, die aus der Schule Paul Stoyes hervorgegangene Pianistin. Das vollständige Programm liegt in der Kneerschen Musikalienhandlung zur Einsicht aus. * Der Katholische Frauenbund Deutschlands(Zweigverein Münster) beruft an einem der für die Geschichte unseres Vaterlandes bedeutungsvollsten Tage alle seine Mitglieder, Mütter wie Töchter, zu einer außerordentlichen Versammlung. Es handelt sich um die Mithilfe der Frauen im Kriegsdienste. Die Not der Zeit, die Gefahr des Vaterlandes und nicht zuletzt die Hoffnung auf einen ehrenvollen dauernden Frieden verlangen, daß alle Kräfte erwachen alle Hände sich regen. Tausende von Frauen sind bereits der Stimme des Herzens wie der Pflicht gefolgt und haben sich in selbstloser Hingebung der Pflege der Verwundeten und Kranken gewidmet aber nun fehlt es an Arbeiterinnen. An Arbeiterinnen auch aus den bemittelten Ständen. Die Studentinnen sind hier mit leuchtendem Beispiel vorangegangen. Statt gewohnterweise Kurorte und Sommerfrischen aufzusuchen, haben sie sich in die Munitionsfabriken begeben und dort Seite an Seite mit den Tagesarbeiterinnen ihre Aufgabe zur größten Zufriedenheit der Direktoren geiöst. Wie wichtig die Mithilfe der Frauen auch auf diesem Gebiete ist, erbellt aus dem Briefe eines Freiwilligen dessen Schwester schon länger in einer Munitionsfabrik beschäftigt is:„Glaubt ihr, daß ich so seelenruhig während des Angriffs der Engländer in Schützengraben gelegen hätte, wenn nicht unsere Artiller uns das Feld frei gehalten? Ohne Munition sind wir ver loren." Ja, verloren unsere Gatten. unsere Söhne, unser Brüder! Wer wollte da nicht opferfreudig zum Hilfsdien sich drängen und je nach seinen Kräften beitragen zum glüc lichen Enderfolge? Auch die Mitglieder des Katholische Frauenbunds müssen mithelfen, daß das Vaterland die Ar beitskräfte gewinnt, deren es bedarf. Um einen tieferen Ein blick in die Sachlage zu ermöglichen, hat der Zweigverei Fräulein Schmülling, Leiterin der Frauenarbeitsnebenstel Münster und den Diözesanpräses der Jungfrauen=Kouar gation, Domvikar Surmann, zu aufklärenden Vorträgen a 18. Oktober im Frauenbundhaus. Domplatz 8 7/88, gewonne; Näheres wird durch Inserat bekannt gegeben. # Der Haufrauenverein hält am Donnerstag aber im Frauenbundhause seine 8. Generalversammlung ab, die de mit wachsenden wirtschaftlichen Schwierigkeiten kämpfende Hausfrauen erneut die Vorteile eines festen Zusammer schlusses vor Augen führte. Die Vorsitzende zog in ihr Begrüßung einen Vergleich zwischen dem Familienhaushe# und dem Staatshaushalt, die belde nur bei dauernder 81 fuhr genügender Geldmittel bestehen können, und forderte zu Zeichnung der 7. Kriegsanleihe auf. Der Jahresbericht a einen übersichtlichen Blick auf die Tätigkeit des Vereins, di durch zahlreich besuchte Kochabende allerlei neue Gerich einführte und durch günstige Verbindungen trotz der Ware not noch mancherlei zu liefern in der Lage war. Regen 8 spruchs erfreute sich die Auskunftsstelle im Stadtweinhau wo zahlreiche Rezepte und Ratschläge ausgegeben wurde Eine kleine Beitragserhöhung läßt sich infolge erhöhter Ve bands- und Zeitungsabgaben, sowie notwendiger Mittel Einkäufen nicht umgehen, macht sich jedoch durch Vortei beim Warenbezug schnell wieder bezahlt. Zwecks Erfülluwirtschaftlicher Erleichterungen und Wünsche sollten sich a Mitglieder eifrige Werbung weiterer Hausfrauen angeleg sein lassen. Besonders wurde auch auf die Sammlung au gekämmten Frauenhaars hingewiesen, das sich z. Zt. zur He stellung verschiedener Webstoffe als sehr brauchbar und wer voll erwiesen hat. Ein Vortrag über Kohlen= und Gase sparnis, die durch ausgiebige Benutzung einer nach gegeben Anweisung mit geringen Mitteln selbst herzustellenden Kog kiste äußerst gefördert wird, beschloß die Versammlung. Die Nähstube der Hilfs= und Beratungsstelle der ver einigten charitativen und sozialen Frauenvereine im Hohez zollerphof, Prinzipalmarkt, soll am Montag, 15. Oktobe wieder eröffnet werden. Die Damen, die bereit sind, diese gemeinnützigen Unternehmen ihre Kraft zu widmen, bezy die sich schon früher in dessen Dienst gestellt, werden dringen gebeten, sich zahlreich einzufinden. Nach der langen Pau dürfte es dazu nicht an Bereitwilligkeit fehlen; an Arbe fehlt es nicht. Schlimmer sieht es mit dem Stoffvorrat au Darum sei auf Stoffe hingewiesen, die zurzeit und auch sich noch vorerst nach dem Kriege ihre alte Verwendungsmöglich keit verloren haben: auf die Fastnachtskostüme. Von de Händen geschickter Frauen können aus ihnen noch aller Sachen hergestellt werden, die den neuen Trägern größe Freude bereiten, als die alten Kostüme es ihren Besitzern absehbarer Zeit können werden. Darum die Schränke## und heraus mit den Fastnachtskostümen! Sie gehören d Armen, nicht den Motten. — Christliche Gewerkschaften. Am heutigen Sonnt nachmittags 4 Uhr, hält der Militärarbeiterverband Saale der Brauerei Beisenkötter eine Versammlung mit witiger Tagesordnung ab. Sämtliche Arbeiter und Arbei rinnen der hiesigen Heeresverwaltung werden hierzu freuy lichst eingeladen. Referent: Koch=Elberfeld. ( Der Evangelische Frauenverein ladet Mitglieder#### Gäste zur diesjährigen Jahresversammlung auf Dienst den 16. Oktober, nachmittags 4 Uhr, in den Saal des Z4 logischen Gartens ein. Außer anregenden kleinen Vorträg werden Mitteilungen aus der Arbeit des Vereins erfolg, der in der jetzigen schweren Zeit doppelt segensreich wist durch Leitung und Pflege des jungen Geschlechts, sowie duß Hülfe bei Bedürftigen, Kranken und Bejahrten. Die Tenehmer an der Versammlung haben Gelegenheit, eine Tae Kaffee zu nehmen. * Jugendwehr. Tagesbefehl zum Dienst für Sonntf, den 14. Oktober. Alle Kompagnien und die Spielleute:## Uhr Oberrealschule. Entgegennahme von Zeichnungen fürse 7. Kriegsanleihe. Es werden Anteilscheine zu 1. 3, 5. 10, und 50 Mark ausgegeben. Zahlung kann sofort an einn späteren, nach zu bestimmenden Tage erfolgen. Auch ere Spargroschen helfen den Krieg siegreich beenden und verbtgen die baldige Heimkehr eurer feldgrauen Brüder! Lest dem schwerbedrängten Vaterlande! Ein jeder beteilige### nach Kräften! Wenig zu wenig macht ein Viel! Darni zeichnet!— Nach der Zeichnung beginnen die übungen ir einzelnen Kompagnien. (9) Die 1. Kunstvereinsausstellung dieses Winters st nunmehr im Landesmuseum eröffnet. Sie umfaßt Olgemähe und Graphik von Prof. Walter Klemm in Weims, buntfarbige vom Künstler selbst(ohne Buchdruckerpresse)h gestellte Original=Holzschnitte von Carl Thiemannsu Dachau, Radierungen von C. M. Jansen in Coblenz. ud Elgemälde von einem im Kriege schwer verletzten westfälischn Künstler E. Schelte. Die Ausstellung ist so umfangres, wie nur wenige ihrer Vorgängerinnen. Klingender Erfolg. Der Betrag von 1017 Mar. Erlös der Konservatoriumsauffuorung„Hoffmanns Ertungen ist der Vereinskasse des Vaterländischen Frauen eins zugeführt worden. ( Konservatorium der Musik. Sonnton, den 14. Ot., 8 Uhr abends, findet im Zoologischen Garten eine Aufführung des musikalischen vaterländischen Volksstückes„Imner feste druff" statt. ark Denr O Habet Acht auf die Jugend! In der letzten Zeit mehren sich die Fälle, daß halbwüchsige Burschen in die Läden kommen, für ein paar Pfennige irgend einen Gegenstand kaufen, und, wenn die Verkäuferin den Rücken wendet, verschiedene Sachen entwenden und verschwinden lassen. Diese traurige Erscheinung möge den Kaufleuten zur Warnung und Vorsicht dienen, den Eltern aber möge sie eine Mahnung sein, ein wachsmes Auge über das Tun und Lassen ihrer Kinder zu halten, damit diese sich nicht auf so leichtsinnige Weise für ihr Leben lang unglücklich machen. O Zwei Mehldiebe abgefaßt. In der Nacht zum Samstag gewahrte ein Polizeibeamter auf der Schulstraße zwei verdächtige Burschen, die mit Rucksäcken beladen waren. Als sie den Beamten bemerkten, ergriffen sie die Flucht. Einer konnte aber gestellt werden. Wie sich ergab, handelt es sich um einen Einbruch in eine Mühle am Neutor. Der abgefaßte Dieb wurde in Haft genommen, der andere ist erkannt und zur Anzeige gebracht. X Kleine Nachrichten. Samstag mittag wurde auf der Salzstraße ein Damenrad entwendet. Vom Standesamt. Sterbefälle: 12. Okt. Dienstmagd Martha Triling, 20 J.— Tagner Otto Schlaffke, 25 J. Aus den Provinzen. □ Köln, 12. Okt.(Auch auf dem Feldeder Ehre gefallen.) Großer und allgemeiner Teilnahme begegnet hier in allen Schichten der Bürgerschaft der plötzliche Tod von fünf Schwestern aus dem Orden des heiligen Augustinus vom Mutterhause Köln. Die Schwestern sind, wie der Bericht saat in Ausübung ihres Berufes infolge eines Eisenbahnunfalls zu Tode gekommen. Ihre feierliche Beisetzung gestaltete sich zu einer großen Kundgebung der Trauer und des Mitgefühls. Die fünf Särge waren vor dem Hauptaltar der Cäcilienkirche des Bürgerhospitals aufgebahrt. Nach dem Seelenamt setzte sich der Leichenzug, wobei die Särge auf Militärleichenwagen gefahren wurden, in Bewegung. Biele Hurderte von Leichtverwundeten und die Mannschaften der freiwilligen Sanitätskolonne stellten das Ehrengeleit. Die Beisetzung erfolgte auf dem Südfriedhof, und zwar in der am Ehrenfriedhof unserer gefallenen Helden gelegenen neuen Gemeinschaftsgruft des Ordens. Während der Einseanung der Sära spielte das Trompeterkoros der Feldartillerie Trauerchoräle. An der Gruft wurden kostbare Kranzspenden niedergelegt von den Verwundeten der Arzteschaft, den Rote-KreuzSchwestern, einer ganzen Reihe anderer Vereinigungen und vielen Privatpersonen. * Münster, 14. Okt. Auf dem Freußenspartplatz, en der Hammer Straße wird heute nochmittag 3 Uhr der F. C.„Preußen“ mit einem Wettspiel gegen„Vorussia“= Rheine den Svielbetrieb wieder eröffnen.— Weim Feldschlößche:: wird die Mannschaft„Olompias“ gegen den Osnabrücker Sportverein antreten. Hauptredakteur Rudolf Strietbolt.— Es verantworten: den redaktisnellen Zeil Baul Aoene, die Reklamen und Inserate Antor. Busch. olle in Münster.— Druck und Verlau der Aschendorsischen in Wunter. der deutschsprachigen Presse e.V Bost- und Semusegarten ca. 100 Ruthen für 5000 Mk. zu verkaufen. Näh. Gesch.[3 tbek zu verl od. Hypethek zu kaufen gesucht. Off. erb. unt. I 3 866 an die Geschäftsst. St. Mauritz Ersatz für beschlagnahmtes Kupfervitriol Liter 2.00 Mark. Mehrjährig erprobt. Gebrauchsanweisung bei jeder Lieferung. Einfach im Gebrauch.— Sicher in der Wirkung. Fördert die Keimfäbigkeit. Sonntag, den 14. Oktober, nachmittags 3½ Uhr; Großes Den Heldentod fürs Vaterland starb im August dss. Is. in treuer Pflichterfüllung unser langjähriges Mitglied Noterloung von Hohlsäumen, Stofftnöpfen, Plissesbrennerei, Blusenstickerei, Kurbel=, Houtachier= u. Applikationsarbeiten. Elisabeth Weglage, Prinzipalmarkt No. 24. Auf einem Patrouillengang in... wurde er von einer feindlichen Kugel tödlich getroffen. Seit der Gründung unseres Vereins war er eines der eifrigsten Mitglieder. Seinen Verlust beklagen wir auf das schmerzlichste. Sein Andenken bleibt bei uns in Gestatte mir, auf meine neu eingerichtete ist auch bei Kleidern das Gebot der Stunde. Die vorzüglichen Favorit=Schnitte zum Selbstschneidern bieten dabei beste Hilfe. Anleitung gibt das neue FavoritModen=Alvum, 80 Pfg., erhältlich bei Echter Das Jahres=Seelenamt für den verstorbenen Gärtnereibesitzer aufmerklam zu macken. juder Ludgeristraße 113. K findet Dienstag, den 16. Oktober, morgens 9 Uhr, in der Pfarrkirche zum hl. Kreuz statt, wozu Verwandte und Bekannte freundlichst eingeladen werden. Den Heldentod fürs Vaterland starb am 24. September 1917 bei einem Sturmangriff mein lieber, guter, unvergeßlicher Mann, meines einzigen Söhnchens herzensguter Vater, mein lieber Sohn, unser guter Bruder, Schwager und Onkel, der Schriftsetzer Auf Anfertigung von Seok-Bim, deak-Gleetrie, Breitschwanz Rstrachan und Fohlen. für Kleider und Wäsche kann gewart. werd., jede Farbe vorrätig. Auswärts postwendend. a“ Das Jahres=Seelenamt Gefreiter in einem Insanterie=Regiment, Inhaber des Eisernen Kreuzes 2. Klasse. Er stard im schönsten Mannesalter von 32 Jahren, nach 7jähriger überaus glücklicher Ehe. Seit Beginn des Krieges kämpfte er für das Vaterland. Dies zeigen tiefbetrübt an die trauernde Gattin Frau Wilh. Schöne, Martha geb. Yerschka (zurzeit Clemens=Hospital), Heinz Schöne, nebst allen Angehörigen. für den Rentner Antonius Tenhagen jetzt Rotenburg 49 neb. Löwenapoth. findet statt am Montag, 15. Oktober, vorm. 9 Uhr in der Mauritzkirche, wozu hiermit freundlichst eingeladen wird. alt und zerbrochen kauft stets die trichtgeiligen Einkauf din 2c in der Loge, krotz gertager Zufrohr aus#uchscher-Helie noch#####e preiswerbörceum zu Wunen. Auclerungen und Reparaturen werden in eigenen Werßstätten ausgefohrt. Die Seelenmesse findet statt am Donnerstag, 18. Okt., morgens 8 Uhr in der Herz=Jesu=Kirche, wozu Verwandte und Bekannte freundlichst eingeladen werden. Das Jahres=Seelenamt für den für sein Vaterland gefallenen. Bergassessor Karl Masling findet statt am Montag, den 15. Oltober, morgens 9 Uhr in der St. Lamberti=Kirche. Musikalienhandlung. ProblimatPul9 ver. VLOSDONTE ##sambel Monschund Tier. M. 1.25, 3 Packg. M. 3.25 Löwen-Apotheke, Hannover 84. Das Jahres=Seelenamt für den auf dem Felde der Ehre gefallenen Kaufmann Adolf Krawinkel findet statt am Dienstag, den 16. Oktober, morgens 9 Uhr, in der Josefskirche(Hammerstraße), wozu freundlichst eingeladen wird. Es hat Gott dem Allmächtigen in seinem unrrschlichen Ratschlusse gefallen, heute abend 7½ Uhr ne innigstgeliebte, einzige Tochter, unsere gute wester, Schwägerm und Tante, wird schnell und gründlich in allen Fächern ausgebildet. Nachweislich beste Erfolge. Tages= u. Abendunterricht. Eintritt täglich. Prospekte frei. Schröders Unterrichts=Institut, Alter Steinweg 28. a“ zu sich in die Ewigkeit zu nehmen. Sie starb nach langem, schwerem Leiden, gestärkt durch den Empfang der hl. Sterbesakramente, im Alter von 32 Jahren. Rienberge, den 13. Oktober 1917. Die trauernden Angehörigen. Unreines Blut sowie Hautausschläge Blutandrang zum Kopf werden bald beseitigt, wenn man jeden Tag eine Tasse Reformtee trinkt. P.—,75 u. 1,40 M. Reform=Drogerie Fritz Marquard, Rothenburg 46. a4 Das Sechswochen=Seelenamt für deu auf dem Felde der Ehre gefallenen stud. phil. Franz Kleebeck Leutnant der Reseroe findet statt am Montag, den 15. Oktober, morgens 9 Uhr, in der Liebfrauen=Pfarrkirche, wozu freundlichst eingeladen wird. Die Beerdigung findet statt Dienstag, den 16. Oktober, morgens 9 Uhr, gleich darauf das feierliche Selenamt. Krankenfahrstühle SelbstLesetische, verstellb. Keilkissen. A. Sumser, a Münster i. W., Ludgeriste. 82/83. Das Sechswochen=Seelenamt für den auf dem Felde der Ehre gefallenen Minenwerfer Heinrich Holtmann findet am Montag, den 15. Oktober, morgens 8 Uhr, in der Liebfrauen=Pfarrkirche statt, wozu Verwandte und Bekannte freundlichst eingeladen werden. Der liebe Gott nahm nach seinem weisen Ratschlusse heute nachm. 3½ Uhr unsere liebe Schwester, Schwägerin, Taute und Nichte nach langem, schwerem Leiden zu sich in den Himmel. Sie starb, versehen mit den Heilsmitteln unserer hl. Kirche, im Alter von 43 Jahren. Um ein andächtiges Gebeit für die liebe Verstorbene bitten Die trauernden Angehörigen. Münster, westlich. Kriegsschauplatz, Altenberge, Paderborn, Rheine, Havixbeck, Waltrop, Hiltrup, Hochlarmark, den 11. Oktober 1917. Guitarren Lauten Mandolinen Trommeln Trommelflöten Ziehharmonikas hat in größter Auswahl und jeder Preislage die a“ Das Sechswochen=Seelenamt für unsern lieben, auf dem Felde der Ehre gefallenen unvergeßlichen Sohn und Bruder, den Unteroffizier Gustav Haas findet am Montag, den 15. Oktober, morgens 9 Uhr, in der Antonins=Pfarrkirche statt, wozu freundlichst eingeladen wird. Justizrat Dr. Bödiker Rechtsanwalt und Notar verlegte Amiszimmer nach Statt Karten. Josefa Lange Gutsbes. Heinr. Averkamp Verlobte Haus Feldhaus Mecklenbeck b. Mönster I. W. Im Oktober 1917, Die Beerdigung findet statt Dienstag, den 16. Oktober, nachmittags 3½ Uhr, von der Buddenstr. Nr. 16 aus. Das Seelenamt Donnerstag morgen 8½ Uhr in der Liebfrauen=Pfarrkirche. Sollte jemand aus Versehen keine TodesAnzeige erhalten haben, so bitten wir, diese als solche anzusehen. Statt besonderer Anzeige. Das Sechswochen=Seelenamt für die verstorbene Ehefrau Jos. Reelsen Dorathea geb. Froning findet statt Dienstag, den 16. d. Mts., morgens 8 Uhr, in der St. Ludgeri=Kirche, wozu Verwandte und Bekannte freundlichst eingeladen werden. Musikalienhandlung. Prinzipalmarkt 20. RadikelVertligungsmittel ½ Port. 2.50 M. 114,00M Lowen-Apoth., nangone# 87. Nach Gottes unerforschlichem Ratschluß ist auch umser zweiter, lieber und herzensguter Sohn und Bruder, der Kriegsfreiwillige und stud. med. Rostdare, fardige und schwarze Original=4+ Radierungen usw. von meinem großen Lager ohne Ceuerungszuschlag der Kunstverleger. C. Obertüschens Buchhandlung Rdolf Schultze, Münster i. W. Ludgeotste. 36. Ludgerstr. 30 Für die vielen Beweise der Teilnahme beim Tode unseres lieben Sohnes, statten wir allen unseren innigsten Dank ab. Den Heldentod fürs Vaterland starb am 20. Sept. bei einem Sturmangriff unser lieber hoffnungsvoller Sohn, unser guter Bruder, Enkel, Neffe und Better durchweg zu alten bekannt billigen Preisen ohne Aufschlag. 6“ Joh. Heinr. Jansen. Unterofsizier u. Geschützführer im Feldartl.=Ngt. vorgeschlagen zum Eisernen Kreuz im Alter von 20 Jahren am 7. Oktober 1917 auf dem Felde der Ehre gefallen ist. Er war, wie sein Bruder Johannes, der ihm vor Jahresfrist im Heldentode vorangegangen, unsere Freude und unsere Hoffnung. Seine liebe Seele empfehlen wir der christl. Fürbitte. Jodenbüren, den 11. Oktober 1917. In klofer Trauer und Wehmut: Die Eitern und Geschwister. Familie Franz Klaes. Musketier in einem Infanterie-Regiment, im blühenden Alter von 19 Jahren. Danksagung. Für die vielen Boveise he###der Teilnahme und die reichen Kreucspenden beim Tode unseres lieben Töchterch#s spucd# wir hierm###mnseren-#esgefühlten Dars aus. Die trauernden bechswochen=Seelenamt für den verstorbenen au Dienstag, den ber, morgens 8 Uhr Dos Geelenamt findet statt am Dienstog, 16. Okt., Uhr in der Überwasserliuße, wozu Veromndte u. dernte froundl, eingeloden werden. Seelenamt wird abgehalten Montag, morgens 8 Uhr. Bgwendtr und Pakmunste werden freundlichst dazu eingeladen. — der deutschsprachigen Presse eNV. GeoURTSSSTOTS Das Haus der Mloden MRünster. Die große Mode: Seidene degen=Sstahttel (Seicionnseide.) praktisch und elegank. Clk. 65.—, 85.—, 95.—, 115.—, 155.—. Für Regen und Sonnensckhein Versicherungsschug gegen S= geeschikren bietet die Stuttgart=Verliner Versicherungs=Aktiengesellschaft — Günstige Bedingungen— Billige Prämien— Auskunft erteilt die Bezirksdirektion der Gesellschaft in Elberfeld, Kaiserstraße 33, W. Würz, (Telephon Nr. 4945 /4946), Oberinspektor J. G. Bülten, Münster, Antoniusstraße 20(Telephon Nr. 1751), Paul Vennemann, Münster, Krumme: Straße 21. bz Provinzial=Lebensversicherungsanstalt von Westfalen Münster i. W., Friedrichstraße 1. Aberrtununt Zeichnung von 5% Kriegsanleihen bei 10 Mark Anzahlung für je 100 Mark. in Verbindung mit einer Lebensversicherung für 12 oder 15 Jahre für jedes Lebensaller bis zu 60 Jahren gegen niedrige Prämien und garantierte Gewinnbeteiligung. ag Auskunft erteilen die Banken, Sparkassen, Spar= und Darlehnskassen und die Kommissare. Die Möglichkeit Kriegsanleihe zu zeichnen ohne dafür den Anschaffungspreis sofort erlegen zu müssen, gewährt in vorteilhafter Weise die der 3w Gothaer Lebensversicherungsbank auf Gegenseitigkeit. Vertreter: Reg.-Assessor a. D. Kleinen, Plusallee 26. Telephon 2699. Kreens=Penische Krirgbauleihe. Die Landesbank übernimmt Zeichnungen sowie Bezahlung und spätere Aufbewahrung der Kriegsanleihen bei Bareinzahlung von 20% Zeichnung oder entsprechender Verpfändung mündelsicherer Wertpapiere. Sie berechnet für set 5tsch. Lepziter Zeichrungstag se der 18. Oik. Landesbank der Provinz Westsalen. Münster k. W. Kriegsanleihe durch Sparbeiträge während 3-20 Jahren M 3.65 jährl. Beitrag für M. 100.— Zeichnung M. 3615.— jährl. Beitrag für M. 100.000.—Zeichng Gegr.„JANUS“ 1943 Hamburger Versich.-Akt.-Ges. Näheres durch Heinrich Steineu, Antoniusstr. 15. David Perlstein, Münzstrasse 49 I. Emil Abshoff, Ludwigstrasse 4. Kleiderstickerei, Knopflöcher Zeinste Ausführung. Sendungen nach auswärte * schnellstens. Franz Peters, Klemensster. 9.* 376 Celephon 376. rrecher Wliachester werden gesucht. a“ Musikallen hat in größter Auswahl die A. ler one Musikallenhandig. Größtes Lager der Provinz. Tel. 785. Gegr. 1834. a“ Prinzivalmarkt 12. 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Oktober 1917, vormittags von 10½ bis 1 Uhr nachmittags von 3½ bis 5 Uhr an unseren Kassen entgegen genommen. 32 Sparkasse des Kreises Münster. Sparkasse der Stadt Münster. Aula des Renigyinhaslams SosefFlaut einmaliger heiterer Abend Montag, den 22. Oktober, 8¼ Uhr. Billets zu 3.30, 2.20 u. 1.10 sind in der Bispingschen Musikallenhandlung zu haben. Eintritt 20 Pfg. Guter Kaffee. Dortmunder Union=Bier. " Karserher! *— Wintergarten.—# *——„ „ Sonntag, d. 14. Oktober: s Musikalische 5 2 * * " Enterhuttung.““ Anfang 6 Uhr. 8 1 Wäser-Pauorana. # Agidiistraße 5. (Filiale aus Berlin.) a2 Vom 14. bis 21. Oktober: Flandern. Kriegsgebiet. Eintritt für Erwachsene 30 Pfg. Kinder 15 Pfg. Abonnemant. Ariegeuntorke. Wie für die vorangegangenen, sind wir auch für die 7. Klegsanleihe von der Reichsbank mit der Annahme von Zeichnungen betraut worden. Um auch denen, die die zur Zeichnung erforderlichen Barmittel nicht zur Hand haben, die Beteiligung zu ermöglichen, erbieten wir uns zum Abschluß von Kriegsanleihe-Versicherungen. .. Eine soiche kann in Verbindung mit jeder Lebensversicherung auf den ogestall oder den Erlebensfall nach jeder beliebigen unserer Tabellen eingegangen werden. Außer der taritmäßigen Prämie für die Lebensversicherung ist keinerlei Entgelt zu leisten. Beim Fälligwerden der Versicherungssumme zahlen wir dieselbe in Stücken 5% iger Kriegsanleihe zum Kurse von 98% den ehna überschießenden Betrag in ber.% Deutsche Lebensversicherung Potsdam a. C. Der Vorstand. Unter Bezugnahme auf vorstehende Bekanntmashung empfehlen wir uns zur Entgegennahme von Zeichnungen auf die 7. Kriegsanlefhe. Coneralagentur Münster Wilh. Seidler, Göbenstraße 26. Aula des Realgymnasiums Dienstag, den 16. Oktober, 8¼ Uhr Robert Kothe zur Laute. Vollständig neues Programm. h5 Eintrittskarten zu 3,30, 2,20, 1,10 Mark eind in der Bispingschen Musikalien-Handlung zu haben. Vor-Anzeige. Die Deutsche Wohlfahrtsvereinigung zur Förderung der Nationalstiftung für die Hinterbliebenen der im Kriege Gefallenen veranstaltet Sonntag, den 21. Oat., nachm. 5 Uhr in der Aule des Realgym#aslums ein Eihmaliges grosses Sollsten-Konzert unter Mitwirkung von Käthe Herrlich(Alt, Berlin, Margarethe v. Scherbening(Klavier), Paul Stove(Klavier), Ernst Brüggemann (Violine), Hans Kronenberg(Bariton) Düsseldorf. Vorausbestell, auf Karten nimmt die Kneersche Musikalienhdig., Prinzipalmarkt entgegen w2 Vortmünder Kind“ Inhaber Hubert Thüsing, Alter Fischmarkt 11/12. Senta Sassen, Soubrette. Georg Frank, Humorist mit vollständig neuem Repertoir. Wanda Lewandowska, Deutsch=polnische Tanzkünstlerzn, Gebrüder Blum, Hand= u. Kopf=Akrobaten. Lucersa, das Wunder weiblicher Geschicklichkeit. Egon Piton, Komponisten=Darsteller. Heute, Sonntag: 2Vorstellungen nachmittags 3½ Uhr, abends 7½ Uhr. Eintritt 50 Pfg. Militär 30 Pfg. Schmeddings Weinstuben Alter Steinweg 15. * n S o n n t a g, d e n 1 4 O k t o b e r s i n d u n s e r e K s s s e n z u r Entgegennahme von Zeichnungen auf die 7. Kriegsanleihe vermittags von 11—1 Uhr und nachmittage von 3—5 Uhr getttnet. Reichsbank-Nebenstelle Rheine. Rheiner Bankverein, Ledeboer, Driessen& Co. Städtische Sparkasse Rheine. C. Koolz u. Ebharte Seachibtace 24 LOWENSTEIN Lucgerier. 4 in Kreide, Pastell u. Ol von Hand gemalt u. Garantie künstl. Ausführung vergrößert v. 15 Mt. an nach jed. Photographie u. n. dem Leben bis Lebensgröße. Schönst. Andenken an Gefallene etc. „Atelier für Malerei“ Porntrate süt, 1. 810. 5 Vornehme Damen-Hüte Frau Hübbe-Düing Berwerhshasse## 1. Hönster 1. N. Jeischen uunz Unshetungen nach neuesten fermen preisnert. Verlobte. Mönster I. W. dieschen I. 8. 8 Frauenhaar.* kurz ober lang, gahle poo 259 Graum 1.90 Ult. 5 *