der deutschsprachigen Presse e.V. Segugspreis nunrtetzähr#cch: Ausgabe à(ohme „Wochenschau“) in Münster zweimal täglich in# ins haus gebracht 2 Mk. 10 Pfg.,— auswärts von der Post abgeholt 2 Mr. 10 Pfg., durch den Driefträger gebracht überall, we nur einmal — Tage Briefbestellung stattstndet, 2 Drk. 28 Pfe. Orte mit pwei= und mehrmaliger Bestellung 2 9#k. d Pfg.— Ausgabe# schau“) vierteljährlich 60 Pfg. mohr. Jeruspr.: Redaktion u. Verlag Nr. 2443, 2440 u.: (Schosferiet U — zwei Ausgader ugnicg. und Münsterische Volkszeitung. 44781 Momener. Enzegen: Der Raum für der Anzugemspalte, 20 mn beeit, Lmm hoch, 25 Pf; bei Anzeigen aus dem R.=B. Münster 20 Pf., aus der Stadt Münster 15 Pf.(für Aktiengesellschaften 2c., Vereine und Behörden 25 Pf. Reklamen: Der Raum für die Reklamespalte, STmrbreit,„Imm hoch, 1 Mk.— Für Erfüllung von Platz= vorschriften wird keine Gewähr, sowie für Druckfehler beine Haftung übernommen. Etwaiger Rabatt gilt als Kassenrabatt u. kann verweigert werden, wenn Zahlung nicht binnen 4 Wochen nach Erhalt der Rechnung efolgt.— Gebühr für Beilagen nach Gewich Erste Ausgabe. Vonnerstag, 6. September 1917. 66. Jahrgang. Nr. 636. Nordflügel und Mitte der russischen 12. Armee im schnellen Rückzuge. Berlin, 5. Sept.(W2B.) Amtlich. Abends: Artilleriekampf in Flandern und vor Verdun. Nächtlicher Fliegerangriff auf London erfolgreich. Nordflügel und Mitte der russischen 12. Armee sind in schuellem Rückzuge. Berlin, 5. Sept.(WTB.) Die Artillerieschlacht in Flandern tobte mit besonderer Heftigkeit an der Küste in Gegend des Houthoulster Waldes sowie östlich Yperns. Die Abwehrwirkung der deutschen Artillerie wird mit gutem Erfolge fortgesetzt. Zahlreiche Explosionen und Brände konnten in den beschossenen englischen Batteriestellungen beobachtet werden. Nördlich des Kanals von Hollebeeke schob die deutsche Infanterie ihre Linien etwas vor. Der Versuch englischer Monitore, die flandrische Küste zu beschießen, scheiterte. Sie wurden zweimal vertrieben. Im Artois war die Artillerietätigkeit gering, ebenso in der Gegend von St. Quentin, wo sich das Feuer erst am späten Nachmittage auf die Stadt steigerte. An der Aisne wurden die deutschen Stellungen in der Gegend HurtebiseFme. mit schweren Kalibern beschossen. Am Winterberge wurde eine französische Jägerpatrouille vertrieben. Deutsche Flieger belegten französische Munitionslager und Unterkünfte mit Bomben. Mehrere Explosionen und Brände wurden beobachtet. Am Morgen des 4. September wurde eine französische Patrouille nördlich Reims abgewiesen, desgleichen eine nördlich Vienne=le=Chateau. An der Verdunfront war der Artilleriekampf besonders stark in der Gegend Beaumont—Chaumewald und Vauxowoix=Höhe. Die deutschen Batterien setzen mit allen Mitteln die Beschießung der französischen Orte fort. Neuanlagen, Schanzarbeiten und Bewegungen der Franzosen wurden unter Zerstörungs= und Vernichtungsfeuer genommen. Im Osten erreichte die deutsche Verfolgung an der Rigaer Front die Gegend von Hinzenberg an der Straße und Bahn nach Wenden. An der übrigen Ostfront lediglich Artillerietätigkeit und Patrouillentätigkeit. Die Gefangenenbeute aus den Teilkämpfen südlich des Pruth erhöhte sich auf 4 Offiziere, 229 Mann und einige Maschinengewehre. Russischer Heeresbericht vom 4. Sept. Unsere Truppen verließen am Morgen des 3. September Riga, nachdem sie die Befestigungen westlich Dünamünde und die Brücken über die Düna gesprengt hatten und setzen gegenwärtig ihren Rückzug nordöstlich und längs der Küste fort. Die Dörfer Kablikuell, 40 Werst südlich Pernau, Hainasch, Koskuell und Pidde an der Küste des Rigaischen Meerbusens, wurden von der feindlichen Flotte beschossen. In der Gegend von Urküll fuhren die Deutschen am 3. September fort, ihren Erfolg in nördlicher Richtung auf der Straße Waldenrode—Pskow sowie in nordöstlicher Richtung auf Krantzen zu entwickeln, um unsere. Stellungen bei Dünamünde zu umgehen. Gegen Abend vertrieb der Feind unsere Truppen am Gr. Jaejelbach aus ihren Stellungen. durchbrach unsere Front auf einer Ausdehnung von 13 Werst in der Gegend von Waldenrode und bemächtigte sich dieses Ortes. Unsere Truppen ziehen sich in nördlicher Richtung zurück. Wir ergreifen Maßnahmen, um den Durchbruch auszugleichen. In der Gegend von Milden, Rübnack und Krantzen konnten sich unsere Trappen unter dem Druck des Feindes nicht halten und ziehen uch in nordöstlicher Richtung zurück. Horden desorganisierter Soldaten ergießen sich unwiderstehlich auf der Straße nach Pskow, sowie auf der Straße von Bidek nach Lemburg. In der Gegend von Dünamünde lebhafte Artilleriekämpfe.— Rumänische Front: In Richtung auf Lezemovice in der Gegend südlich des Dorfes Slobodzca wurden feindliche Angriffe mit großen Verlusten abgeschlagen. An der übrigen Front und im Kaukasus Gewehrfeuer. Zur Einnahme Rigas werden uns in Ergänzung unseres Berichtes in Nr. 632 noch weiter folgende Einzelheiten berichtet: Der deutsche Vorstoß gegen Riga war von den Russen seit längerer Zeit erwartet worden. Sie fühlten sich jedoch durch die weiten Sümpfe, die die Stadt im Westen schützen, und durch die breiten von Sand durchsetzten Sumpfufer des eingefaßten Düna=Stromes vor jeder deutschen Überraschung vollkommen sicher. Überdies waren starke russische Kräfte an dieser Front zusammengezogen. Allein in dem Brückenkopf auf dem westlichen Düna=Ufer und in den östlich anschließenden Stellungen standen etwa 13 Infanterie-Divisionen und eine Kavallerie=Division. Noch am 31. August war Riga bis in die späten Abendstunden vollkommen ruhig. Das Theater spielte wie gewöhnlich. Unter der Zuschauermenge befanden sich zahlreiche Offiziere und wahrscheinlich der Oberkommandierende selbst. Bereits am 26. August drahtete der Spezialkorrespondent der„Daily News“ aus Petrograd einen ausführlichen Bericht über die bevorstehende deutsche Offensive an der Rigaer Front, indem er schrieb, daß bisher keinerlei Anzeichen vorlägen.„daß die Deutschen auch nur den geringsten Erfolg erreichen würden.“ War man auch so auf eine deutsche Aktion vorbereitet, so wurde man dennoch durch Ort und Stunde und die Wucht, mit der sie einsetzte, vollkommen überrascht. Als die deutschen Truppen am 3. September in die Stadt eindrangen, waren zwar die eisernen Brücken über die Düna gesprengt und die Holzbrücken sämtlich verbrannt, auch die Bahnhöfe und Fabriken auf beiden Dünaufern brannten; allein die Russen hatten infolge des über alle Begriffe raschen und entschlossenen deutschen Vordringens keine Zeit gehabt, die Stadt planmäßig zu plündern und zu zerstören. Die in die Hände der Deutschen gefallene Beute läßt sich zurzeit noch nicht ziffernmäßig erfassen. Deutsche Truppen aller Stände sind an dem glänzenden Unternehmen beteiligt. Auch die Kavallerie ist wieder der Eigenart ihrer Waffe entsprechend verwendet worden. Die Truppen sind noch überall im Vorgehen. Amsterdam, 5. Sept.(Köln. Ztg.) Die„Times“ schreiben zu der Einnahme von Riga: Die Deutschen hatten hier offenbar Glück. Sie können auch noch den Krieg verlängern. Allein das Ende ist und bleibt zweifellos. Selbst ein Fortschritt wie dieser erfordert von ihrer stets schwächer werdenden Kraft noch mehr als bisher. Der Verlust von Riga ist fraglos ernst. Allein der Westen wird bald für ein Gegengewicht sorgen. „Die Zivilbevölkerung in dem bedrohten Gebiet. Stockholm, 4. Sept.(EK.) Wie aus Petersburg gemeldet wird, hat die provisorische Regierung beschlossen, bei der Räumung des Gebietes um Riga die Zivilbevölkerung der aufgebenden Städte und Ortschaften nicht mehr durch die zurückflutenden Truppen ins Innere des Landes mitschleppen zu lassen. Die Bewohner haben Anweisung erhalten, an ihrem Aufenthaltsort zu bleiben und sich auf keinen Fall den weichenden Truppen anzuschließen, da durch die Massenflucht der Zivilbevölkerung alle Straßen verstopft und der Rückzug der Truppen unnötig erschwert werde. Räumung der Putilow=Werke. Stockholm, 4. Sept. (EK.) Während die russischen Kriegsmaterialfabriken in Riga und dessen Umgebung den deutschen Truppen bei ihrem uverwarteten Vormarsch in die Hände fallen werden, dem Utro Rossij“ zufolge, auf Veranlassung des russischen Kriegsministeriums umfassende Vorkehrungen gctroffen, um die auf Strecke RigaPetersburg gelegenen wertvollen Fabriken dem Feinde nicht zu überlassen. Selbst die Petersburger Fabriken werden auf Grund' der sich geltend machenden Nervosität geräumt. Das Blatt will erfahren haben, daß die Räumung der Putilom=Werke in Petersburg, der bedeutendsten Geschützfabrik Rußlands bereits begonnen hot. Die wichtigsten Maschinen dieser großen Werke werden ab montiert und auf Eisenbahnzügen weiter nach Osten geschafft. über den Ort, nach dem die Butilow=Werke und andere Unternehmungen der Rüstungsindustrie verlegt werden, liegen noch keine Nachrichten vor. Die Diplomaten verlassen Petersburg. Stockholm, 4. Sept.(EK.) Die von der provisorischen Regierung beschlossene teilweise Räumung der russischen Hauptstadt, die seinerzeit aus politischen Gründen angeordnet wurde, wird jetzt in Anbetracht der militärischen Lage beschleunigt und erweitert. Nach einer Meldung der„Iswestija" werden nicht nur die Schulen und Verwaltungszweige aus der Hauptstadt entfernt, sondern auch die diplomatischen Vertretungen werden ins Innere des Landes, voraussichtlich nach Moskau, übersiedeln. Das Blatt behauptet, daß die englische, französische, italienische und amerkkanische Botschaft schon in den nächsten Tagen nach Moskau verlegt wird, wo auch die Gesandten Serbiens, Rumäniens. Montenegros und Belgiens folgen werden. Das Ringen um den Monte Gabriele. 100 italienische Offiziere und 4000 Mann gefangen. Wien, 5. Sept.(WTB.) Amtlich wird verlautbart: Ostlicher Kriegsschauplatz Im Bereich der österreichisch=ungarischen Streitkräfte keine besonderen Ereignisse. Italienischer Kriegsschauplatz. Der 19. Tag der 11. Isonzoschlacht war von schweren. blutigen Kämpfen erfüllt. Bei Madoni stießen unsere Sturmtruppen im Vorgehen auf einen tiefgealiederten italienischen Angriff und geboten ihm Halt. Vier weitere Angriffe wurden abgeschlagen. Der Monte San Gabriele steht seit gestern früh erneut im Mittelpunkt eines zu größter Heftigkeit gesteigerten Ringens. Der Feind stürmt immer wieder gegen den Felsgipfel an, der wiederholt in seine Hand fiel, um kurz darauf von unserer ruhmreichen Infanterie zurückerobert zu werden. Der beiderseits mit größter Zähigkeit geführte Kampf dauert bis zur Stunde in unverminderter Stärke an. Bei Görz machte der Italiener einige vergebliche Vorstöße. Ein bei Selo und Medeazza zu Stellungsberichtigungen angesetztes Unternehmen unserer Truppen löste auf der ganzen Karsthochfläche heftige Zusammenstöße aus. Alle vom Gegner unternommenen Angriffe brachen dank der standhaften Haltung unserer siegerprobten Karstverteidiger zusammen. 100 italienische Offiziere und über 4000 Mann fielen als Gefangene in unsere Hand. Die Gesamtzahl der seit Schlachtbeginn eingebrachten Gesangenen beläuft sich auf 15 000 Mann. Triest wurde wieder zweimal von italienischen Fliegern angegriffen. Der Chef des Generalstabes. * Ereignisse zur See. In der Nacht vom 3. auf den 4. September belegte eine Anzahl feindlicher Flugzeuge Pola mit etwa 100 Bombeu, die in der Stadt einigen Privatschaden verursachten. Ein kleines Strohlager außerhalb der Stadt geriet in Brand. Militärische Objekte erlitten nur geringfügigen Sachschaden. Es sind keine Menschenverluste zu beklagen. Das Flottenkommando. * Wien, 5. Sept.(WTB.) Aus dem Kriegspressequartier wird gemeldet: Italienischer Kriegsschauplatz: Erbittert wie noch nie tobt die Schlacht am Monte San Gabriele. Zu Massenangriffen setzte gestern der Italiener frisch aufgefüllte Truppen an. Ihm gelang es unter den heftigsten Kämpfen, bis zur höchsten Kuppe des Monte San Gabriele vorzudringen. Unsere todesmutige Infanterie warf ihn im Gegenstoß herunter und drängte ihn westwärts. Bis gestern abend tobte der Kampf um die Bergspitze. Eine Angriffswelle warf den Italiener auf die Höhe. Eine Gegenwelle von uns fegte ihn herab. Schließlich blieben wir die Besitzer und drängten den Feind bis zum Nordhang des Berges. Trotzdem griff der Italiener weiter an. Sechs Angriffe mußten wir noch am Nordhange abschlagen. Die Nacht auf heute war ruhig. Seit 5 Uhr ist wieder heftige Schlacht. Unsere nördlich und südlich des Monte San Gabriele anschließenden Linien lagen gestern und heute in schwerem Artilleriefeuer. Auch dort warfen wir feindliche Anstürme restlos zurück. Bis weit nach rückwärts liegt der Kampfraum des Monte San Gabriele im schwersten Artilleriefeuer. Auch östlich Görz wurde gestern gekämpft. Wir wiesen Angriffe auf Santa Catharina und Grazigna leicht ab, solche gegen den Fiati Hrib und auf Konstanjevica zerschellten an der Tapferkeit der heldenmütigen Verteidiger. Bei Selo stieß ein Angriff von uns auf einen eben ansetzenden italienischen. Wir gewannen vielfach Raum und konnten unsere Stellungen verbessern.„Überdies fingen wir 100 Offiziere und 4000 Mann. Luftkrieg. Die neuesten Heldentaten unserer Bombenflieger. Berlin, 5. Sept.(W2B.] Unsere Bombenflieger haben in der Nacht vom 2. zum 3. September 7150 Klar. Bomben auf die Bahn= und Hafenanlagen von Dünkirchen geworfen. Ihre Wirkung zeigte sich in großen Bräuden und Explosionen. In der folgenden Nacht griff ein Geschwader Hafen und Hasenanlagen und Festung Calais mit 6500 Klgr. Sprengstoff an und verursachten einen großen Brand der noch nach mehreren Stunden zu sehen war. Ein anderes Geschwader wählt erneut das Hinterland der Schlacht front von Verdun. In fast siebenstündigen ununterbrochenen Flügen bewarf es Ortschaften und Unterkünfte und Waldlager mit 15000 Klar. Sprengstoff. Die Flugzeuge gingen auf niedrigste. Höhe herunter und konnten bei dem kast taghellen Mondlicht die Lage und Wirkung ihrer genau gezielten Bombenwürfe einwandfrei beobachten. In Souilly, Lemmes und Dugry wurden zahlreiche Volltreffer in den Zielen erkannt. In einem Waldlager bei Thionville brach ein großer Brand aus. In Charny entstanden starke Explosionen. Feuernde Batterien, Abwehrgeschütze und Scheinwerfer wurden mit den Maschinengewehren beschossen. Wo sich auf Straßen und in Ortschaften Truppenverkehr zeigte, wurde er unter Feuer genommen. Mehrere Flugzeuge unternahmen in der Nacht vom 3. zum 4. September einen neuen Angriff auf England. Die Kriegshäfen Chatam und Steerneß sowie der wichtige Handelshafen und Stapelplatz Ramsgate wurden ausgiebig mit Bomben beworfen. Abwehrgeschütze und Scheinwerfer konnten unsere Flieger an der Erfüllung ihrer Aufträge nicht hindern. Englischer amtlicher Bericht über den Fliegerangriff. London, b. Sept.(W2B.) Reuter. An dem Angriff in der letzten Nacht nahmen sechs Flugzeuge teil. Sie kamen bis Chatam und warfen auf der Isle of Thanct und im Gebiete von Sheerneß und Chatam Bomben ab. Keine Militärperson wurde verletzt, ein Zivilist wurde getötet, sechs wurden verwundet. Der Sachschaden ist gering. Unsere Ilugzeuge stiegen auf. Die Abwehraeschütze feuerten ohne Ergebnis. Der Parlamentssekretär der Admiralität teilt mit, daß während des Angriffes 107 Mannschaften der Marine getötet und 86 verwundet wurden. Das Reutersche Bureau verbreitet dazu noch folgenden Bericht: Ein gewaltiger Lärm von Flugzeugen weckte in der letzten Nacht die Bewohner von Chatam Rochester Gillingham und Umgebung.=Man nohm feindliche Flugzeuge wahr, die über dem Bezirk in die Runde flogen. Zweimal wurde eine Anzahl Bomben abgeworfen, in dem Bezirk von Chatam fielen 12 bis 15 Bomben herab. Der Schaden, der an dem Privateigentum in der Stadt angerichtet wurde, war gering. Unglücklicherweise wurden viele Personen durch eine Bombe getötet, die einen Teil der Marinekaserne traf. Die Werft ist völlig unbeschädigt. Griechenland. Gerichtsverfahren gegen das Kabinett Skulndis. Atben, 4. Sept.(WTB.) Meldung der Agence Havas: Die Kammer erörterte die Vorlage, die Mitglieder der früheren Ministerien vor den Obersten Gerichtshof zu stellen. Venizelos verlangte, daß der Kreter Michelkadis, der früher Unterrichtsminister unter Skuludis war, nicht vor den Obersten Gerichtshof gestellt werde. Einige Redner sprachen sich zu Gunsten der Stellung unter Anklage aus. Die Kammer beschloß, mit 133 gegen 10 Stimmen, das Kabinett Skuludis vor den Obersten Gerichtshof zu stellen. Mit 135 gegen 8 Stimmen wurde beschlossen das Kabinett Lambros=Zographos nicht zu verfolgen. Die Kammer wählte zwei Untersuchungsausschüsse und vertagte sich auf 20 Tage. Unsere Feinde. Die englischen Gewerkschaften und der Krieg. London, 4. Sept.(WTB.) Der Gewerkschaftskonareß, der heute in Blackvool eröffnet wurde, ist von 695 Delegierten besucht. Hill sagte in der Eröffnungsansprache: Aus dem Bericht der Industriekommission gehe hervor, daß die Unruhe in der Arbeiterschaft dem Wortbruch der Regierung über die industrielle Dienstpflicht zuzuschreiben sei, indem die Arbeiter gezwungen wären, unwürdige Bedingungen anzunehmen, aus Furcht vor Einstellung in die Armee. Ein anderer Grund sei, daß die Arbeiter wüßten, daß die hohen Lebensmittelpreise die Folge unerhörter Preistreibereien durch Zwischenhändler seien. Über den Krieg sagte Hill, daß alle Arbeiter darin einig seien, daß Belgien vollständig wiederhergestellt werden müßte. Polen, dem Elsaß und dem Trentino sei nach der übereinstimmenden Absicht aller Verbündeten volles Recht zugesagt worden. Aber soll dies mit den Waffen erreicht werden, wo bereits neun Millionen Mann gefallen sind? Ob der Erfolg erreicht werde oder nicht, der Krieg sei die Regierung der Demokratie. Redner verurteilte, daß der Demokratie der Verbündeten das Recht abgesprochen sei, Vertretern aller Länder zu begegnen, um die Demokratie der Welt zu propagieren und zu befestigen. Über die inneren Reformen sagte er, dazu sei mehr nötig, als Anträge zu stellen. Er meine aber nicht, daß eine Revolution dazu nötig sei, da diese nur eine Gruppe von Autokratien durch eine andere ersetzte. Nötig seien vielmehr Agitation. Aufklärung und Organisation. Hill schloß mit der Erklärung, daß die Gewerkschaften die verlautbarten Absichten der Verbündeten unterstützten. Eine Kommission wurde ernannt, um über die Stockholmer Frage zu beraten. Sie erstattete Bericht, daß die Stockbolmer Konferenz augenblicklich keinen Erfolg haben würde und schlug vor, sich darum zu bemühen eine Übereinknuft zwischen den arbeitenden Klassen in den verbündeten Ländern zustande zu bringen, da diese die beste Voraussetzung für eine erfolgreiche internationale Konferenz sei. Die Erklärung über die Stockbolmer Konferenz wurde auf den nächsten Tag verschoben. Der Kongreß beschloß, gegen die Verweigerung von Pässen nach Stockholm zu protestieren, daß nach allgemeiner Auffassung eine internationale Konferenz dem Abschluß eines dauerhaften demokratischen Friedens notwendig vorausgehen müsse. Stürmer, das erste Opfer der Peter Pauls=Festung. Der jetzt im Alter von 77 Jahren verstorbene frühere Ministerpräsident Stürmer wurde bekanntlich bei Ausbruch der Revolution auch in der Peter Pauls=Festung interniert. Der Aufenthalt dort hatte seine Lebenskraft gebrochen, so daß seine Kerkermeister ihn vor kurzem gegen Stellung einer hohen Kaution aus der Haft entließen. Bis zuletzt hat er, wie frühere Meldungen besagen, auch im Gefängnis die ruhige und würdevolle Haltung bewahrt, die das Wesen dieses Mannes kennzeichneten, der sich mit Recht darauf berufen konnte, daß er in allen Stellungen seiner staatlichen Laufbahn seinem Kaiser und seinem Lande ehrlich und eifrig gedient habe, getren den politischen Überzeugungen, in denen er aufgewachsen war. Er stand nicht im dringenden Verdacht des Hochverrats wie der jetzt auf der Anklogebank sitzende ehemalige Kriegsminister Suchomlinow, dem die erregten Soldaten in jenen Tagen die Achselstücke und Orden herunterrissen als er zum zweiten Male in die Peter=Pauls=Festung geschafft wurde. Freilich hatte Miljukow ihn in öffentlicher Sitzung der Reichsduma bezichtigt, einen Sonderfrieden mit Deutschland anzustreben: aber diese durch Verlesung deutscher Blätter bekräftigte Behauptung war nicht erwiesen. Er war nach einer raschen Laufbahn in verschiedenen Ministerien schon vor der ersten Revolution nach dem Japanerkriege in die Sinekure eines Reichsratsmitgliedes gelangt und hatte seit Jahren im politischen Leben keine Rolle mehr gespielt, als er im Februar 1916 an die Spitze der russischen Regierung trat. Da er im Rufe eines Opportunisten stand und kein ausgesprochenes Programm mitbrachte, nahm ihn die Rechte, zu welcher er sich früher stets gerechnet hatte, wie die Linke in Anspruch, die in der von ihm verfügten sofortigen Einberufung der Reichsduma ein günstiges Anzeichen erblickte. Er hat beide enttäuscht und keine von den vielen Hoffnungen. die damals das russische Volk auf ihn setzte, erfüllt. Er zeigte sich in keiner Weise als den starken Mann, für den er vielfach galt, der er in jüngern Jahren auch vielleicht gewesen war. Er war einer von den vielen, die man noch nennen wird, wenn man von den Ereignissen spricht, mit denen sein Leben und Wirken zusammenfielen in die Geschichte übergehen, wie die Namen Witte und Stolivin wird sein Name nicht. Auch für uns Deutsche hat der Dahingeschiedene nichts bedeutet. Denn Boris Wladimirowitsch Stürmer, der Mann mit dem deutschen Namen, war schon„in der Wurzel“ Russe und hat niemals etwas für unser Volkstum, dem sein Geschlecht entstammte, empfunden. Deutsches Reich. Hindenburg und die deutsche Volkswirtschaft. Der Reichstagsabgeordnete Felix Marquart hatte an hervorragende Männer des deutschen Volkes die Aufforderung gerichtet, ihm kurze Mahn= und Ermunterungsworte für die Wiederaufrichtung der deutschen Volkswirtschaft zuzusenden. Der Chef des Generalstabes, Generalfeldmarschall v. Hindenburg, antwortet in folgenden herrlichen Ausführungen: „Die deutsche Volkswirtschaft hat in diesem Kriege so Bedeutendes geleistet, daß sie auch die letzten Schwierigkeiten bis zum Frieden mit Sicherheit überwinden wird. Große Werte sind im Kriege zerstört worden: der Wiederaufbau stellt neue gewaltige Anforderungen. Wenn aber alle Erwerbsstände mit derselben Einigkeit und frohen Zuversicht ans Werk geben, die sie während des Krieges so Hervorragendes leisten ließen, so werden die Wunden, die der Krieg unserm Wirtschaftsleben geschlagen hat, bald überwunden sein. Das unerschütterliche Vertrauen in die Tüchtigkeit unseres Volkes läßt mich froh in die Zukunft schauen. Das Heer führt seine Erfelge sehr wesentlich auf die aufopfernden Dienste der Volkswirtschaft zurück und wird dieser dafür durch einen ehrenvollen Frieden danken, der ihren Wiederaufbau gewährleistet.“ v. Hindenburg. Freudiges Ereignis im Kronprinzenhause. Berlin, 5. Sept.(W97B.) Die Kronprinzessin ist 2 Uhr 15 Min. von einer Prinzessin glücklich enibunden worden. Die Kronprinzessin und die Prinzeisin befinden sich wohl. Mitten in die Siegesnachrichten aus dem Osten kommt aus dem Hause unseres Kronprinzen die frohe Kunde von der Geburt einer Prinzessin der zweiten unseres Kronprinzenpaares. Vier Söhne— Wilhelm(1906). Louis Ferdinand (1907) Huberins Karl Wilhelm(1909) und Friedrich Georg Wilhelm Christoph(1911)— waren dem Kronprinzenpaare bereits geschenkt, da wurde am 7. April 1915 die Prinzessin Alexandrine Irene geboren, und Heer und Flotte übernahmen die Patenschaft, um dadurch der kleinen Prinzessin als Kriegsprinzessin eine besondere Ehrung zu erweisen. Nun hat die Kronprinzessin ihrem hohen Gemahl und mit ihm dem deutschen Volke eine zweite Kriegsprinzessin geschenkt, und das deutsche Volk nimmt an diesem frohen Ereignisse freudigen Anteil und wünscht der jungen Prinzessin glückliches Gedeihen. Wirtschaftsleben und Lebensmittelversorgung. Kredit auf die deutschen Forderungen an feindliche Ausländer. Die Kommission der 24 wirtschaftlichen Verbände zu Hambura hat in einer ausführlichen Eingabe an den Reichskanzler das Ersuchen gerichtet, es möge den deutschen Außenhandelskreisen durch die Mithilfe der Reichsregierung die Möglichkeit geboten werden, auf ihre jetzt schon drei Jahre brachliegenden Außenstände Kredit zu erhalten.— Die Eingabe weist dann darauf hin, daß die englische Regierung sogleich nach Kriegsausbruch die Garantie für die Diskontierung von Handelswechseln im Betrage von 2½ Milliarden Mark durch die Bank von England übernommen und außerdem noch die Flüssigmachung von Buchforderungen an feindliche Ausländer bis zu 50 Prozent in die Wege geleitet hat, und daß demgegenüber die deutsche Regierung bisher noch nichts getan hat dem schwer getroffenen deutschen Außenhandel eine praktische Erleichterung zu gewähren.„Durchgreifende Besserung kann,“ so fährt die Eingabe fort,„nur erzielt werden, wenn etwas wirklich Großzügiges für die Beleihung der Außenstände geschaffen wird auf der Grundlage, daß die Reichsregierung die Garan tie übernimmt. Über die praktischen Einzelheiten wird sich schon eine Einigung erzielen lassen, sobald die Reichsregierung dem Grundgedanken zustimmt. Nachdem die Reichsregierung den Gesetzentwurf eingebracht hat, der der deutschen Reederei in großzügiger Weise eine Reichshilfe für die Wiederauffüllung ihrer Tonnage gewähren soll, erwarten wir zuversichtlich, daß die Reichsregierung sich nicht der Aufgabe entziehen wird, praktische Maßnahmen zu treffen, um die Kreditbedürfnisse der Exportkreise zu befriedigen. Denn erst wenn der deutsche Außenhandel instand gesetzt wird, sich finanziell ausreichend zu rüsten für den nach Kriegsende zu erwartenden schärfsten Wettbewerb auf dem Weltmarkt, wird auch die deutsche Reederei, die von jeher in ihren Interessen aufs engste mit dem Außenhandel verbunden war, die ihr gewährte Reichshilfe voll auszunutzen vermögen. Und das zahlenmäßige Risiko, das die Reichsregierung mit der Übernahme der Garantie läuft, reicht ja nicht im entferntesten heran an die Summen, die für die den Reedereien zu gewährende Beihilfe in Frage kommen. Es liegt durchaus im Interesse des legitimen Handels, daß„faule“ Forderungen von der Bevorschussung ferngehalten werden. Aber wenn angeordnet wird, daß alle Forderungen, für die eine Flüssia machung, etwa bis zu 50 Prozent, beantragt wird, durch Beibringung der Belege in Original oder Abschrift als„gesund“ nachgewiesen werden müssen, und daß alle einschlägigen Angaben eidesstattlich zu machen sind und falsche oder grob fahrlässig entstellte Angaben unter hohe Strafe fallen: so darf man wahrlich das Vertrauen haben, daß keine„faulen“ Forderungen zur Kreditierung eingereicht werden. Den meisten Kaufleuten wird es nicht darauf ankommen, jetzt schon größere Beträge auf ihre Außenstände aufzunehmen: sie werden die Zinsen für die Vorschüsse nicht aufwenden, so lange nicht ein dringendes Bedürfnis vorliegt, oder eine besonders gute geschäftliche Verwendung in Aussicht steht: worauf es ankommt, ist in erster Linie, daß die Kaufleute die Sicherheit haben, sie können jederzeit Kredit auf ihre Außen stände haben, sobald sie ihn gebrauchen: dann können und werden sie kalkulieren und sich regen und jetzt schon Verbindungen außerhalb anknüpfen. die geschäftlich wertvoll zu werden versprechen für die Zeit nach Kriegsende. Alles spricht dafür, daß gerade die richtige Ausnutzung der ersten Zeit nach Friedensschluß für die künftige Stellung Deutschlands auf dem Weltmarkt von allergrößtem Einfluß sein wird. Darum wird es höchste Zeit, daß dem Außenhaudel wenigstens eine erste finanzielle Grundlage schon jetzt gewährt werde, sich auf die schwere Zeit nach dem Kriege einzurichten!“ Gegen die Preistreibereien im Weinhandel. Auf dem Gebiete des Weinhandels sind Preistreibereien beobachtet worden, die ein behördliches Einschreiten erforderlich machen. Zwar gibt schon die bestehende Gesetzgebung Handhaben, um schaft gezogen werden. Es erschien aber erforderlich, darüber hinaus auch durch Verwaltungsmaßnahmen den bestehenden Mißbräuchen entgegenzutreten. Eine im R. G. Bl. Nr. 150 veröffentlichte Bekanntmachung des Reichskanzlers verbictet Weinversteigerungen, soweit es sich nicht um eigenes Gewächs handelt. Hierdurch sollen die wilden Versteigerungen unmöglich gemacht werden, die in letzter Zeit in steigendem Maße von Personen veranstaltet wurden, die im Frieden mit dem Weinhandel nichts zu tun gehabt haben und die Versteigerungen zu dem Zwecke veranstalten, um sich übermäßige Gewinne in einer schwer nachzuprüfenden Weise zu verschaffen. Daneben wird den Landeszentralbehörden die Befugnis gegeben. nähere Bestimmungen auch über die Versteigerung eigenen Gewächses zu erlassen. Dabei ist nicht beabsichtigt, Versteigerungen dieser Art, wie sie im Frieden üblich waren. auszuschließen. Turch weitere Bestimmungen wird sodann der Weinhandel einer besonderen Erlaubnispflicht unter leorsen, die vom 20. September ab gilt. Dieser besonderen Erlaubnis bedürfen Personen, die auf Grund der sogen. Kettenhandelsverordnung eine Erlaubnis zum Handel erhalten haben, nicht, wenn sich die erteilte Erlaubnis ausdrücklich auf Wein erstreckt.“ Vom 10. September ab ist ferner für jeden Verkauf von Wein. Traubenmaische, Traubenmost und von Trauben, die zur Kelterung bestimmt sind, von dem Veräußerer dem Erwerber eine Bescheinigung über Art, Herkunft, Menge und Preis zu erteilen. Den von vielen Seiten gemeldeten Spekulationsverkäufen in Erzeugnissen der neuen Ernte, die zu übermäßigen Preisen abgeschlossen sind und den Ausgang für weitere Überforderungen abgeben, wird der Rtechtsboden entzogen, indem die vor Erlaß der Verordnung abgeschiessenen Vorverkäufe für nichtig erklärt worden sind. Kausverträge über Weintrauben am Stock, Traubenmaische und Traubenmost, sowie Wein aus der Ernte 1917 sind erst von einem bestimmten Zeitpunkte äb zulässig der von den zuständigen Behörden für die einzelnen Gemarkungen bestimmt wird. Dem Friedensmichel. Tu das Schwert in die Scheide, den Beutel heraus. Sei stille und leide, der Krieg ist dann aus. Schön' Dank sag den Russen, es täte dir leid, Du wärst zur Entschuldigung gerne bereit: Sic sollten nur sagen, wieviel und wie hoch, Tu stopf'st ihnen gerne im Beutel das Loch. Auch nähmst du den Zaren zu dir in dein Haus, Und gäb'st für die Ehre ganz Preußen heraus Und küsse dem Franzmann die Hand und den Fuß— Echt deutsch sei die Art, echt deutsch sei der Gruß— Und fülle mit deutschen Tränen den Rhein, Daß wachse am Ufer französischer Wein. Dann hisse die Segel und leg' deinen Kahn, Voll Freiheit und Recht, im England an. All' was deine Väter geschafft und erstritten. Dein heiliges Erbe. das bringe den Briten: Das Blut deiner Söhne in Rußland und Flandern, Dein Herz, deine Ehre leg' brav zu den andern.— Wie werden sie jubeln, Viktoria schrein Und dir in dein elendes Angesicht spei'n! der deutschsprachigen Presse e.V. 44• Insanteri“ Regi.) uts 13, Herwarth von Bittenfeld, 1. 2 est #i rue Kreuz 1. Klasse: Heurichsen, Leutn. d. R. 4# Hoezmann, Leum. d. R. Scholmeyer, Le##### v. K. 1 Werdeling. Bzfwb., 1. Komp. Eiserne Kreuz 2. Klasse Lembke, Landsturm., 9. Komp. Kröber, Löstm., 1. Wermelskirchen, Gefr., 5. Kleine, Ldstm., 9. Redlich, Schutze, 3. M. 6K. Schulz, Musketter, 7. Riedl, Gefr., 10. Hermann, Waffenm.=Stellv., 1. Batl. Kluge, H. Bizefeldw, R.=St. Leronmuus, Plein, Löstm., 10. Aldrecht, Ldsum., 2. Lindenbaum, Gefr., Lawnizak, Musketier, Bours, Ldstm., 3. Frizuer Musketter, 11. er, Musketter, 2. M. G.K. Dickmann, Muskerter, 4. Wattenberg, Gefr., 8. Giemsen, Musketier, 12. Süillwold, Musketier, 1 Telöken, Musketier, 5. Huhn, Lostm., 9. Regener, Musketier, 1. M. G. K. Woithe, Musketier, 2. Micheel Musketier, 6. Hohoff, Musketier, 10. Hegenberg, Wehrm., 3. sultes, Musketter, 7. sischer I, 1 ostm., 11. ruse, Vizeseldw., 8. M. G.K. Voßhöller, Wehrm., 4. Lehmann, Gefr., 8. Cymara, Musketter, 12. Frank, Ldstm., 1. Werner, Musketter, 5. Konermann, Musketier, 9. Schwaabe, Musket., 2. M. G. K. Lüdtke, Reserv., 9. Winkelmann, Gefr., 11. Ortlinghaus, Musketter, 2. Zumnorde, S.=Gefr., 6. #eienhorn, Gefr., 10. Bornemann, Musketier, 3. Kaye, Gefr., 7. Will, Gefr., 11. Riemenschneider, Musketien, 1 MG.K. Kebbe, Ldstm., 4. Scherer, Musketier, 8. Bohwinkel, Gefr., 1. Stordeur, Unteroffizier, 8. Wetterau, Wehrm., 12 Düpjohann, Unteroffizier, 1. Stapela, Musketier, 5. Stickeln, Ldstm., 9 Blanke, Gefr., 3. M. G.K. Skorupsti, Musketier, 2. Selberg, Musketier, 6. Schöning, S.=Gefr., 10. Goesele, Wehrm., 3. Razuweit, Musketter, 7. Putz, Musketier, 11. Gatzen, Gefr., 2. M. G.“ Niendicker, Musketier, 4 Emmler, Musketier, 12. Heise, Feldw., 4. Baumann, Gefr., 8. Leugs, Musketier, 12. Gerhardt, Ldstm., 1. Schlicker, Gefr., 5. Bröker I., Ldstm., 9. Jödden, Musketier, 1. M. G.K. Schmeing, Musbetier, 2. Koch, Ldstm., 10. Wippermann, Ldstm., 3. Hartling, Musketter, 7. Hambloch, Musketier, 11. Stevermann, Gefr., 3. G. G.K. Besselmann, Musketier, 4. Dietz, Gefr., 8. Frenking, Gefr., 12. Heithoff, Reservist, 1. Grünewald, Musketter, 5. Seeger, Gefr, 9. Friehoss, Musketter, 2. M. O. K. Oberheid, Musketier, 2. Wagner, Unteroffigier, 4. Papenheim, Gefr., 10. Kramp, Musketier, 1. M. G.K. Litzau, Musketier, 5. Wuller, Gefr., 9. Zuchs, H. Unteroffiz., R.=St. Küster=Amelungen, Gefr., 5. Vertenburg, Gefr., 4. Schmidt, Gefr., 3. Hippop, Musketter, 7. Wolfsheimer, Reservist, 11. Stukenbröter, Schütze, 3. M. G,K. Einhoff, Musketter, 4. Barauski, Ldstm., 12. Dehmann, Musketter, Kunzendorf, Musketter, Hörnchemeyer, Gefr., 2. Stute, Gefr, 10. Zister, Löstm., 7. „anerup, Musk., 1. M. G.K. Derks, Musketier, 4. Gensert, Musketter, 12. Stritschke, Musketier, 5. Modwezynski, Schütze, 3. M. G.K. von Ackeren, Musketier, 6. Rohlsing, Res., 3. Schnitzler, Musketier, 11 Jordan, Musketier, 4. Nagel, Gefr., 12. Rasche, Gefx., 11. Konieczuy, daeusketier, 5. Kolacki, Gefr., 9. Böther, Musketter, 1. M. G.K. Czyzykowski, Musketier, 2. Leuzen, Reservist, 6. Schütz, Gefr., 10. Hausen, Lostm., 3. Joost, Wehrmann, 2. Meune, Musketier, 10. Doran, Musketier, 2. M.=G.K. Rottenbachert, Gefr., 6. Becker, Musketier, 3. Kösters, Musketter, 11. Wölfte, Ldstm., 9. Sobeki, Gefr., 8. Wolf, Musketter, 1. Huntmann, Gefr., 9. Regel, Musketier, 2. Weichert, Kr.=Tr., 10. Radzikowski, Gefr., Kamus, Gefr., 2. M.G.K. Olbertz, Musketier, 8. Hosthausen, Musketier, 7 Hofmeister, Gefr., 11. Laakmann, Gefr., 8. Schomberg, Gefr., 4. Timmerhus, Musketier, 8. Wasgindt, Gefr., 12. Heimrich, Musketier, 3. Dietrichkeit, Musketter, Wietheger, Gefr. 9. Irhe, Musbetier, 8. Engelen, Musketier, 7. (Die Zahl hinter den uunnen bezeichnet die Kompagnie.) Aus der Stadt. Münster, 6. Geptemver. () Die Redner des missionswissenschaftlichen Lehrerinvenkursus in Münster vom 7.—9. Geptember sind entsprechend den Gegenständen der Referate aus den verschiedenen in Frage kommenden Fach= und Missionskreisen ausgewählt. Den zeitlich obenanstebenden missionsbegründenden Vortrag bat der Münsterische Dogmatikprofessor Dr. Struker übernommen. über ein historisches Thema, Missionsidee und Missionstat an der Schwelle der Neuzeit, speziell das Verhältnis von„Reformation" und„Gegenreformation“ zu beiden, wird der Inhaber des Missionslehrstuhles an der Universität Münster, Prof. Dr. Schmidlin, sprechen. Ein anderer Missionsfachmann, zugleich Exeget, Prof. Dr. Pieper aus Hamm, behandelt Missionsgedanken und Missionstätigkeit des Völkerapostels. Der neuernannte Generalsekretär des Aachener Xaveriusvereins. Dr. Louis will vor allem praktische Winke erteilen, wie man das Missionswesen studieren soll, Kaplan Dr. Mergentbeim aus M.-Gladbach. als Missionsredner und Kanonist vorteilhaft bekannt die Einwirkungen des Weltkrieges auf Missionslage und Missionsfrage schildern. Zu diesen Weltpriestern treten als weitere Referenten Ordensleute aus den deutschen Missionsgesellschaften. Dem kürzlich in der Missionswissenschaft promovierten Benediktiner von St. Ottilien, P. Laurentius Kilger, ist die Darstellung des hl. Bonisatius und seiner Gehilfinnen übertragen worden: der schon früher zum Doktor in der jungen Disziplin beförderte, durch eine Reihe von Werken rühmlichst empfohlene P. Freitag aus der Stevler a#sellschaft des göttlichen Wortes, wird Frauennet und Frauenhilfe in den Missions= ländern beschreiben; der vor seiner Promotion stehende P Braam aus der nahen Hiltruper Genossenschaft vom hl. Herzen bringt die Missionsschulen, der literarisch tätige Pallotiner P. Größer aus Limburg, gleich ihm ein ehemaliges Mitglied des missionswilsenschaftlichen Seminars von Münster, das deutsche Missionswesen zur Darstellung, während der Jesuit P. Schütz, Redakteur der neugegründeten Aachener Missionszeitscheift. Kulturbedeutung und Kulturleistungen der Missionen auseinandersetzt. Endlich wird Oberlehrer Gastreich vom Münsterischen Lehrerinnenseminar die Missionsbebandlung im Religionsunterricht mit beigefügter Lehrprobe, die an der Spitze des deutschen Standesvereins katholischer Lehrerinnen stehende Oberlehrerin Schmitz von Aachen die Missionsaufgaben in wie außerhalb der Schule auseinandersetzen. ( Zur Warnung. In einer größeren Anzahl deutscher Städte sind besondere militärische Kommandos eingerichtet. um Heeresgüter gegen die in letzter Zeit öfter verübten Diebstähle zu schützen. Eine Anzahl solcher Fälle ist schon aufgedeckt. Die Täter haben sich nun vor dem Richter zu verantworten und empfindliche Strafen zu verbüßen. Für derartige Verbrecher, die in der sicheren Heimat ihre im Kamofe liegenden Kameraden bestehlen, gibt es mit Recht keine Milde. Bekanntlich haben die Täter, da es sich fast durchweg um Transport= und Bandendiebstähle handelt bis zu 10 Jahren Zuchthaus zu erwarten. Das möge jeder bedenken, der solchen Versuchungen ausgesetzt ist. Taubstummen-Gottesdienst. Der nächste Gottesdienst mit Predigt für katholische Taubstumme für Münster und Umgegend wird nicht am zweiten Sonntag, sondern erst am dritten Sonntag, den 16. September ds. Is., nachmittags 3½ Uhr in der Kapelle des St. Marienbospitals(Loerstraße) abgehalten. Vom Standesamt. Sterbefälle. 2. Sept. Seesteuermann Jean Richter, 30 J.— 3. Private Christine Bellmann, 68 J.— Witwe Karoline Greufe geb. Lüken, 62 J. — 4. Kaufmann Hermann Topp, 68 J. Aus den Provinzen. O Nordwalde, 4. Sept.[Kartoffelsegen.] Eine hiesige Frau erntete heute von einem Strauche 66 gesunde Kartoffeln im Gewichte von 7 Pfund. Auch viele andere Kartoffelstauden hatten ähnliche Erträge. Neubeckum, 4. Sept.(Mutter und Tochter totgefahren.) Heute früh wurde. laut„Glocke“, auf der Strecke zwischen Oelde und hier in der Näbe des hiesigen Bahnhofs die Schrankenwärterin Frau Mölle aus Steele mit ihrem 8 jährigen Töchterchen vom Personenzug 212 um 6.80 nor überfahren und sofort getbtet. Das Kind war vollständig zermalmt. Frau Mölle, deren Mann im Felde steht, und die zurzeit bei ihrer Mutter in Oelde wohnt, bediente dier auf der Strecke den Posten 128: sie hatte Nachtdienst gehabt und war unterwegs mit ihrem Töchterchen, um von hier aus den Zug 6.38 zu benutzen. Sie wichen einem Güterzuge aus und wurden dann von dem von Oelde kommenden Personenzuge ersaßt und getötet. X Wattenscheid, 5. Sept.(Tragischer Tod.)] Die Halsschlagader durchschnitten wurde der achtjährigen Tochter Elisabeth des Bergmanns Spier in Westenfeld, als sie auf der Straße über einen Stein stolperte und in die Scherben einer Flasche fiel. Das arme Kind starb an Verblutung auf dem Wege nach dem Krankenbause. Solingen, 5. Sept.(Zuteilung der Winterkartoffeln.] Im städtischen Kriegshilfsausschuß berichtete die Verwaltung, daß nunmehr Mitteilungen über die Spätkartoffelversorgung erfolgt seien. Die Kartofselmenge für die Person und den Tag sei leider zu niedrig bemessen worden. Die Stadtverwaltung habe schon vor einiger Zeit beantragt, daß mindestens 1½ Pfund für den Tag gewährt werden möchten, nun seien aber doch nur 7 Pfund für die Woche und Person und 1 Pfund für Schwund unter Wegsall der Schwerarbeiterzulagen bewilligt worden. Wenn die Gemeinden Zulagen gewähren wollten, müßten sie die Ration der allgemeinen Bevölkerung herabsetzen; da Solingen mit seinen vielen Schwerarbeitern die Zulagen aufrecht erhalten müsse, sei es gezwungen, an die allgemeine Bevölferung nur 6 Pfund die Woche auszugeben. Allerdings sei in Aussicht gestellt, daß die vorläufige Zuteilung am 15. November geändert und vermehrt werden solle, wenn die bis dahin durchzuführende Bestandsaufnahme günstig ausfalle. In der Aussprache wurde von allen Seiten gefordert, daß unbedingt eine Erhöhung der Ration auf 10 Pfund die Woche eintreten müsse. Diese Menge sei auch vorhanden, wenn die Kartoffeln wirklich voll erfaßt würden. Der Ausschuß beschloß, mit allem Nachdruck diese Forderung an zuständiger Stelle zu stellen. Osnabrück, 5. Sept.(Die Kartoffel= und Koblenversorgung der Stadt) bildete gestern abend die Tagesordnung einer zahlreich besuchten Versammlung des hiesigen Konsumentenausschusses. Nach der„Osnobr. Vztg.“ wurde zur Frage der Kartoffelversorgung eine Entschließung angenommen, in der u. a. gefordert wird daß die zu gewährende Menge auf mindestens 10 Pfund für die Woche und Kopf festgesetzt werde. Sie erhebt lebhaften Einspruch gegen die für die jetzige Versorgungsperivde festgesetzten Erzeugerpreise für Kartoffeln, die weder in den gestiegenen Produktionskosten noch in Hinsicht auf die zu erwartende Crnte begründet sint. Der Erzeugerpreis im Vorjahre von 4 Mark für den Zentner, der schon weit über dem Friedenspreis stand, ist ohne jede innere Berechtigung auf 5 Mark erhöht worden. In der Provinz Hannover hat man unbegreiflicherweise von diesem Recht Gebrauch gemacht und 6 Mark Erzeugerpreis bestimmt. Durch eine„Schnelligkeitsprämie“ von 50 Pfg. auf den Zentner, durch eine weitere Gebühr für die Anfuhr von 5 Pfg. für den Zentner und Kilometer tritt noch eine Erhöhung des Erzeugerpreises ein, der dann aber nicht einmal für gute Speisekartoffeln allein gilt, sondern auch für minderwertige Sorten bezahlt werden muß. Die Versammlung fordert daher, 1. daß der Erzeugerpreis auch für die Provinz Hannover auf höchstens 5 Mark für gute Speiselartoffeln bestimmt wird: 2. daß die„Schnelligkeitsprämie“ und die Kilometergebühr beseitigt wird, und 3. daß für minderwertige Sorten der Erzeugerpreis entsprechend ihres Wertes als Speiselartoffeln herabgesetzt wird. Zur Kohlen= und Gasversorgung wurde etwa folgende Resolution angenommen: Bezüglich der Kohlenversorgung verlangt die Versammlung die schleunige Beseitigung der sich hier in schlimmster Weise zeigenden Mißstände. Ein großer Teil der Bevölkerung ist noch oöllig unversorgt, während andere schon längst ihr Quantum— ja wie festgestellt. noch darüber— erhalten haben. Sie verlangt, daß das Kohlenamt dafür sorgt, daß die Händler nach der Zahl ihrer eingetragenen Kunden mit Kohlen beliefert werden. Weiter verlangt die Versammlung, daß der Verkauf der Kohlen nach Raummaß beseitigt und der Verkauf nach Gewicht vorgeschrieben wird. Die Festsetzung eines Zufuhrgeldes von 30 Pfg. für ½ Hektoliter Kohlen bringt den Händlern einen ganz nnberechtigten Gewinn und verteuert die Kohle erheblich. Die Versammlung verlangt, daß höchstens ein Betrag von 15 Pfa. festgesetzt wird, der unter Berücksichtigung der Teuerung durchaus ausreichend ist. Gegen die Verordnung betreffend die Gaseinschränkung erhebt die Versammlung nachhaltigen Protest. Die Verordnung ist undurchführbar. Die Versammlung verlangt dringend eine Anderung der Verordnung unter Anpassung an die Verhältnisse des Wirtschaftslebens, sie fordert vor allem, daß die Einschränkung unter völliger Freilassung der kleinen Verbraucher. nach der Menge des verbrauchten Gases abgestuft wird. Bis eine solche Anderung eintritt, fordert sie von den städtischen Behörden, daß nach dem Vorbilde anderer Städte(Groß=Berlin, Bielefeld u. a.) Verbraucher mit einem Durchschnittsverbrauch von 30 Kubikmeter im Monat von jeder Einschränkung freigelassen und daß die Anträge auf Erlaß der Einschränkung in wohlwollender Weise geprüft werden. Erkelenz, 5. Sept.(Beschlagnahmtes Diedesaut?) Hier wurden in einem von Aachen kommenden und nach Düsseldorf fahrenden Personenzuge drei Kisten mit neuen Treibriemen im Gewichte von 1500 Pfund, eine große Kiste mit Konserven, eine große Kiste mit Butter. Wein und Sekt und zwei Ballen mit Seide und Leinen beschlagnahmt. Die Sachen waren in Aachen als Passagiergut auf Militärfahrkarten ausgegeben und nach Neuß bestimmt. Vermischtes. * Für 25 000 Mark Herrenanzüge gestohlen. In dem Konfektionsbaus Leo Blum in Berlin wurde in der vergangenen Nacht ein Einbruch verübt, bei dem den Dieben für 25 000 Mark Herrenanzüge in die Hände fielen. Ein Straßenbahnschaffner der Linie 1, der die Diebe ergreifen wollte. wurde von ihnen mit dem Revolver bedroht. Auf die Ergreifung der Einbrecher ist eine Belohnung von 2500 Mark ausgesetzt worden. Handel und Industrie. Eine große Banksusion. Berlin, 5. Sept.(Telegr.) Zwischen den Vorständen der Dresdner Bank, Berlin, und der Rbeinisch=Westfälischen Diskonto=Gesellschaft A.=G., Aachen ist mit Zustimmung der beiderseitigen Aufsichtsräte unter Vorbehalt der Genehmigung seitens der bald einzuberufenden außerordentlichen General=Versammlungen ein Vertrau geschlossen worden, nach dem die Rhein.=Westf. Diskonto=Gesellschaft durch Fusion auf die Dresdener Bank übergebt. Den Aktionären der Rhein.=Westf. Diskonto=Gesellschaft werden im Austausch gegen ihre Aktien Dresdner Bank=Aktien mit Dividendenberechtigung am 1. Januar 1918 im Verhältnis von 3000 Mk. Dresdner Bank=Aktien zu 4000 Mk. Rhein.=Wests. DiskontoGesellschaft=Aktien gewährt. Außerdem wird ihnen die Dividende für 1917 mit 6 Prozent gewährt, wogegen der Geschäftsgeminn der Rhein.=Westf. Diskonto=Gesellschaft ab 1. Januar 1917 auf die Dresdner Bank übergeht. Die Dresdner Bank schloß ferner mit dem Vorstande der Märkischen Bank Bochum. von deren Aktien sich mehr als die Hälfte seit längerer Zeit im Besitz der Dresdner Bank befinden, ebenfalls mit Zustimmung der beiderseitigen Aufsichtsräte unter Vonbehalt der Genehmigung durch die General=Versammlungen einen Vertrag, welcher die Verschmelzung der beiden Institute durch Austausch von 3000 Mark Aktien der Märkischen Bank gegen 2000 Mark Aktien der Dresdner Bank mit Dividendenberechtigung ab 1. Januar 1917 vorsieht, wobei den Aktionären der Märkischen Bank als Entgelt für den der Dresdner Bank zu überlassenden Gewinn für 1917 eine Dividende für das laufende Jahr mit 5 Prozent gewährt wird. Das Aufgehen der Märkischen Bank in die Dresdner Bank empfiehlt sich, nachdem durch die Insion der letzteren mit der Aachener Gesellschaft eigene Niederlassungen der Dresdner Bank an verschiedenen Plätzen, an denen die Märkische Bank arbeitet, entstehen. Zur Durchführung der beiden Fusionen wird der Generalversammlung der Dresdner Bank die Erhöhung des Grundkapitals um 60 Millionen Mark vorgeschlagen werden. Soweit ferner Dresdner Bankaktien zu Austauschzwecken benötigt werden, werden dieselben der Dresdner Bank von befreundeter Seite zur Verfügung glstellt. Kapital und die offenen Reserven der Dresdner Ban werden nach Durchführung der Fusionen zusammen 340 Millionen Mark betragen. Hauptredakteur Rudolf Strietholt.— Es verantworten: den redaktionellen Teil Paul Koene, die Reklamen und Inserate Antor. Busch, alle in Münster.— Druck und Verlag der Aschendorffschen Buchhandlung in Münkter. Oflene Wohnungen Gut möbl. Zimm. m. elektr. Licht, Zentralbz, N. Bahnhof, billig g. v. Nah. 1. d. Gesch. — Zwei möblierte Zimmer— mit Kochgelegenheit z. 1. Okt. gesucht. Off. mit Preisangabe u. T T 949 an die Geschäftsst. roononorannen Alterer Offizier sucht zum 1. Oktober, ev. auch früher, gut ausgestattetes mödl. Wohn= und Schlafimmer(2 Betten) in herrchaftlichem Hause mit frühstück. Offerten unter A 739 an d. Geschäftsst. a2 . 8i # Off., unt. 95s an die Geschäftsst. Hansaring bevorzugt D E 95 Zimmer zu mieten gesucht zur Aufbewahrung v. Möbeln, wenn möglich, in der Nähe der Klosterstraße. Off. erb. unter S§ 957 an die Geschäftsst. Zum 1. Okt wird von Mutter u. Tochter eine schöne 3 Zimmer=Wohnung gesucht mit allen Bequemlichkeiten. Preisangabe. Off. u. S S 948 a. d. Gesch. 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Der Amtmann des Amtes St. Mauritz Bartosch. 2 Inventar-Verkauf. Am Dienstag, d. 11. Sept. (Mariä Geb.=Markt), vormittags 11 Uhr, werden i freiw Auftrage des Herrn Jrtz. Giebeler zu Telgte im Hofe des Herrn Bitt mann: 4 Bettladen mit Matratzen, 3 Gartentische mit Bänken, 3 I. Tische, 20 Binsenstühle, 6 Rohrstühle, 4 Gartenstühle, 1 Nähmaschine, 1 Sekretär, 1 Küchenschrank, 1 Waschtisch, 1 Glasschrank, 1 Ladenregal f Kolonialw, mit 25 Lad., 1 Tönebank mit 8 Laden, Waschtopf, Doppelleiter, 50 Dachpfannen, Kaffec=Maschine, Wpase Schraubstock, Porzellan, Glas u. Steingut, Partie Nippsachen und allerhand Hausgerät öffentlich meistb. gegen Kredit verkauft Die Sachen sind gebraucht. Besichtigung: 2 Stunden vorm Termin Telgte, i. Sept. 1917. Heinrich Schlüter. Anktionater, Emsstraße 134. Verteren u. Gefunden 4 5 M.=Schein v. Dienstm. verl. Städt. Verkföst., Göbenstr.— Plücherstr. 5. G. Bel. d. abzug. Sonntag abend a. d. Dahlweg ein gold. Ring verloren. 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Engels Hermine geb. Mönig. Das feierliche Seelenamt findet statt in der Pfarrkirche zu Epe am Montag, den 10. September, morgens 7¼ Uhr. Nach Gettes heiligem Willen starb den Geldentod fürs Vaterland unser lieber, einziger Sohn, unser guter Bruber S• D„ Grenadier im 5. Garde=Regt. zu Juß. Der liebe Verstordene wor geboren am 10. April 1887 zu Münster. Er fiel bei seinem ersten Sturmangriff am 15. August 1917. In treuer Pflichterfüllung gab er sein blühendes hoffnungsvolkes Leben dem Dienste des Vaterlandes und ruht in..... Erde. Bitte seiner im Gebete zu gedenken. Haus Geist bei Münster, den 3. Septbr. 1917. Die tiestraueenden Augehörigen. Das Seelenamt findet statt Samstag, den 8. September, morgens 9 Uhr in der St JosephsPfarrkirche, wozu freundlichst eingeladen wird. Collte jergend aus Versehen keine besondere Anzeige erhalten haben, so bitten zir, diese als solche angiehen.