der deutschsprachigen Presse e.V. à(2 „Wochenschou“) in Münster zweimel täglch ins ius haus gebracht 2 Mkk. 10 Pfg.,— auswärts der Post abgeholt 2 Du. 10 Pfa., durch den Betefträger gebracht überall, me nur eismal in Tage Briefbestellung stattfirdet, 2 Dk. 58 * Orte mit gust- und michrunaliger Besteilung 2 Mk. 2 Pfg.— Ausgade 8(mit„WocharHau“) vierteljährtich 60 Pig.—hr Seruspr.: Rcheftton u. Borlag Nr. 2445, 2440 u. 453. Suei Amsgaben ügicgh. und Münsterische Volkszeitung. 44.401 Wbomenten. anseigen: Der Ssum für ber Eagagrstpatte, 2 mm deut, 1Zmm hoch, 25 Pf, bei Anzeigen ens bem R. O. Münster 20 Pf., aus der Stadt Münster 15 Pf. GüAktiengesellschaften 2c., Vereine und Behörden 25 pf.: Reklamen: Der Raum für die Reklamespalte, Vmre breit,„Imm hoch, 1 Mk.— Für Erfüllung von Plazvorscheiften wird keine Gewähr, sowie für Druckfehler keine Haftung übernommen. Etwaiger Rabatt gilt eis Kassenrabatt u. kann verweigert werden, wenn Zahlung nicht dinnen 4 Wochen nach Erhalt der Rechmung efolgt.— Gebühr für Beilagen nach Cewicht Zweite Ausgabe. Mittwoch, 25. Juli 1917. Rotschrei und Versprechungen der raffischen Reglerung. Petersburg, 23. Juli.(WTB.) Meldung der Petersburger Tel.=Ag. Die vorläufige Regierung hat folgende Erkärung veröffentlicht: Bürger! Die Stunde der Gefahr hat geschlagen. Die Heere des deutschen Kaisers haben die Front des nationalen revolutionären Rußlands durchbrochen. Diese furchtbare Tat wurde ihnen erleichtert durch verbrecherischen Leichtsinn und den blinden Fanatismus gewisser Leute und durch den Verrat anderer. Die einen wie die anderen sind durch das neue freie Rußland bis in seine Grundfesten mit Verwirrung und Verfall bedroht. In diesem Augenblick der Gefahr können sich unter Ausnutzung der allgemeinen Unordnung die verborgenen Kräfte der Gegenrevolution erheben. Die neugebildete vorläufige Regierung legt sich klare Rechenschaft ab über die Verantwortung, die mit ganzer Schwere auf ihren Schultern ruht. Aber die Regierung ist erfüllt von festem Vertrauen in die Kräfte des ganzen großen russischen Volkes. Die Regierung vertraut auf die schnelle Gesundung des politischen Lebens des Landes. Nachdem die ansteckende Krankheit, die den Organismus erschütterte, sich gezeigt und sich in eine akute Krise aufgelöst hat, glaubt die Regierung fest, daß diese Krise zur Heilung und nicht zum Tode führen wird. Stark in diesem Glauben, ist die Regierung zum Handeln bereit, und sie wird mit aller Tatkraft und Entschlossenheit handeln, die die augenblicklichen außergewöhnlichen Verhältnisse erfordert. Die Regierung erblickt die nächste hauptsächliche Aufgabe in der Anwendung aller Kräfte zum Kampfe gegen den äußeren Feind und zur Verteidigung der neuen Regierungsform gegen alle anarchistischen und gegenrevolutionären Anschläge, ohne vor den strengsten Maßnahmen zurück zu scheuen. Gleichzeitig wird sie durch ihre äußere Politik von neuem bestätigen, daß die revolutionäre Armee nur in den Kampf ziehen kann mit der festen Überzeugung, daß nicht ein Tropfen Blutes eines russischen Soldaten vergossen wird für Ziele, die dem Rechtsgefübl der Demokratie fremd sind, die sie offen vor der ganzen Welt als ihre friedliche Losung ausgegeben hat. Zu diesem Zweck hat die Regierung in Ausführung der Grundsätze der äußeren Politik, die in der Regierungs=Erklärung vom 19. Mai dargelegt waren, die Absicht, die Alliierten zu einer Konferenz der Alliierten im August einzuladen, um eine allgemeine Orientierung der äußeren Politik der Alliierten festzustellen und ihre Handlungen betreffend die Anwendung der von der russischen Revolution verkündeten Grundsätze in Einklang zu bringen. Auf dieser Konferenz wird Rußland außer von Diplomaten auch durch Vertreter der russischen Demokratie vertreten sein In Fortführung der Arbeit des staatlichen Wiederaufbaues, wie auch auf anderem Gebiete auf den in der Erklärung vom 19. Mai ausgesprochenen Grundlagen hält es die Regierung für unerläßlich, sofort eine Reihe von Maßnahmen zu treffen, die diese Grundsätze in die Tat umsetzen. Die Regierung wird alle Maßnahmen treffen, damit die Wahlen zur verfassunggebenden Versammlung an dem festgesetzten Tage, am 30. September, stattfinden und damit die vorbereiteten Anordnungen zur Sicherung der Freiheit bei den Wahlen rechtzeitig verwirklicht werden. Die möglichst schleunige Einführung der Selbständigkeit der Gemeinden und Ausgestaltung auf der Grundlage des allgemeinen, direkten, gleichen und geheimen Stimmrechts, sowie die Ausdehnung dieses Grundsatzes auf das ganze Land, bilden die Hauptfragen der Regierung auf dem Gebiete der inneren Politik. Indem sie gleichzeitig besondere Wichtigkeit der Schaffung von örtlichen Organen beilegt, die das Vertrauen der ganzen Bevölkerung genießen, wird sich die Regierung von jetzt an in der Frage der Einrichtung örtlicher Behörden an die Vertreter örtlicher und sozialer Einrichtungen wenden, die gemeinsam Organe einer eine Reihe von Provinzen zusammenfassenden Bezirksverwaltung: bilden sollen. In ihrem Bestreben, die Grundsätze bürgerlicher Gleichheit im Leben des Landes in die Praxis umzusetzen, wird die Regierung demnächst Anordnungen veröffentlichen, die die Klassen und Ränge der Beamten und die Auszeichnungen abschaffen, ausgenommen solche für hohe militärische Verdienste. Um gegen die wirtschaftliche Verwirrung kräftig anzukämpfen, und um weitere Maßnahmen zum Schutze der Arbeit zu treffen, werden der wirtschaftliche Beirat und der allgemeine wirtschaftliche Ausschuß bei der Regierung unverzüglich ihre Arbeiten beginnen, indem sie einen allgemeinen Plan der nationalen wirtschaftlichen Organisation und Arbeit ausarbeiten und einen Gesetzentwurf und Maßnahmen vorbereiten, die das Wirtschaftsleben regeln. Auf dem Gebiet der Arbeiterpolitik werden u. a. Gesetze über Arbeitsbörsen und Schiedsgerichtskammern ausgearbeitet werden. Man ist dabei, Gesetze betreffend den achtstündigen Arbeitstag, den Schutz der Arbeit die Einführung aller Arten sozialer Einrichtungen und ihre Ausdehnung auf jede Art besoldeter Arbeit auszubauen. Die Maßnahmen der Regierung in der Agrarfrage werden, wie bisher, bestimmt durch die Überzeugung, daß mit Übereinstimmung mit den Grundforderungen unserer Nationalwirtschaft und dem wiedererstandenen Wunsche der Bauern. sowie dem von allen demokratischen Parteien des Landes aufgestellten Programm, die zukünftigen Agrarreformen ausgehen müssen von dem Grundsatz der Überlassung des Landes an die Arbeiter. Auf dieser Grundlage wird demnächst eine Agrarreform ausgearbeitet und der verfassung gebenden Versammlung unterbreitet werden. Die Maßnahmen, die die Regierung ungesäumt treffen wird, werven sich beziehen: 1. auf das völlige Aufheben der früheren Agrarpolitik, die das Land vollständig zerrüttete: 2. auf den vollen Schutz der Freiheit der verfassunggebenden Versammlung bei der Verteilung des Grund und Bodens: 8. auf die Regelung der Bodenverhältnisse mit Rücksicht auf die Interessen der Landesverteidigung und die Ernährung des Landes mittels Ausdehnung und fester Verbindung eines Netzes von Agrarausschüssen, über deren Organisation Näheres angegeben wird, vermittels einer ähnlichen gesetzlichen Regelung der grundgesetzlichen Verhältnisse, Beseitigung der ernsten Gefahr, die für den Staat in der künftigen irreform, gewaltsamen Aneignung und anderem ähnwillkürlichen Vorgehen liegt, die darauf abzielen, die bedürfnisse zu befriedigen und dem Grundsatz des Regierungsplanes für die künftige Agrarreform entgegengesetzt Indem die Regierung diese Probleme aufzählt, hält sie sich für berechtigt, bei ihrer schweren und verantwortungsvollen Arbeit auf die Ergebnisse aller lebenden Kräfte des Landes zu bauen und fordert von ihnen das Opfer ihres gesamten Besitzes, ja selbst ihres Lebens für das große Werk des Wobles des Landes, das aufgehört hat, für die es bewohnenden Völker eine grausame Rabenmutter zu kein, für das Land, das sich bemüht, sie alle auf der Brundlage voller Freiheit und Gleichheit zu vereinigen. Kriegsrat in Pskow. Stockholm, 24. Juli. Nach Meldungen russischer Blätter wurde vor einigen Tagen in Psow ein großer Kriegsrat abgehalten, an dem mit den Heerführern der verschiedenen Frontabschnitte auch die Minister Stobelew und Lebiediew auf Einledung Brussilows teilnahmen. Die Heerführer sprachen die Überzeugung aus, daß nur noch ein Wunder Rußland retten könne. Ein sehr düsteres Bild der Lage zeichnete General Radko Dimitriew, der Befeblshaber des Frontabschnitts Minft. Eine weitere Anklage gegen Neunenkampf. Stockbolm, 25. Juli. Die Anklageschrift gegen den in der Peter PaulFestung sitzenden früberen russischen Generalissimus, General Wennenkampt, ist um einen neuen Posten bereichert Der Diegerzug in Bsigalizien. Kaiser Karl auf dem ostgalizischen Schlachtseld. Lemberg, 24. Juli.(W7B.) Kaiser Karl hat vorgestern in Fortsetzung seiner Frontreise im Bereiche der aus österreichisch=ungarischen und deutschen Verbänden zusammengesetzten Südarmee geweilt. Wegen seiner knapp bemessenen Zeit hatte der Kaiser ursprünglich nicht die Absicht, die Truppen im Raume von Brzezany und deren Höchstkommandierenden aufzusuchen. Das rasche Fortschreiten unserer Gegenoffensive, in deren Zuge die verbündeten Truppen ehen die Linie Brzezanb—Kozowa—Tarnovol überschritten hatten, bestimmte jedoch den Monarchen, den dem geschlagenen Feinde nachdrängenden Regimentern zu folgen. und so kam es zu einem ungemein eindrucksvollen Besuch im Operationsgebiet von Kosowa. Die österreichisch-ungarischen Linien, die der Kaiser passierte, präsentieren sich als ein geradezu imposantes System einer Verteidigungsanlage. Die Fahrt ging dann durch die russischen Stellungen. In ihnen fällt vor allem auf, daß sie weniger durchdacht sind, vielfach der Abriegelungsanlagen entbehren, die einen Einbruch rasch bekämpfen können. Aus Kolowa schlagen dem Kaiser Rauch und Flammen entgegen. In einem Hause von Wiktorowka liegt eine über und über mit Wunden bedeckte Leiche, ein russischer Offizier. Kriegsgefangene erzählen, daß seine Untergebenen ihn erschlagen haben, weil er sie zum Widerstand anspornen wollte. Aus allem ist zu erkennen, daß viele Truppen nach dem ersten Anprall der Verbündeten jeden Halt verloren hatten. Eine deutsche Division hatte sieben Leichtverwundete, als der Gegner vor ihr wich. Der Allerböchste Kriegsherr fuhr dann auf eine Höhe südlich der Straße Kozowa—Tarnopol. Der Kaiser verfolgte, umgeben von dem Chef des Generalstabes Freiherrn von Arz, dem Armeekommandanten von Bothmer, dem Korpskommandten Feldmarschalleutnant von Hofmann an der Hand der Karten das Terrain, die ganzen Overationen. Er kehrte sodann nach Przemyslavy zurück. Wiederholt entstieg der Monarch dem Automobil. um vorübergehende Truppen anzusprechen und den tapfersten und erfolgreichsten von ihnen die verliehenen Auszeichnungen zu überreichen. Nachmittags fuhr der Kaiser von Przemyslavy nach Süden zurück. Wien, 24. Juli.(WTB.] Der Kaiser ist heute früh von seiner Reise an die ostgalizische Front hier eingetroffen. * Wien, 25. Juli.(WTB.] Aus dem Kriegspressequartier wird gemeldet: Die zwischen der Zlota=Liva und dem Sereth südwärts gegen den Dujestr vorstoßenden Truppen der Verbündeten sind kaum einen Tagesmarsch von der Eisenbahnlinie Monasterzyska=Buczacz entfernt. Unsere alten Stellungen westlich Stanislau sind wieder in unserer Hand. Auch die sich an das Stanislau=Becken anschließende russische Front in den Waldkarpathen beginnt zu wanken. Dagegen griffen die Russen und Rumänen weiter südwärts in der Dreiländerecke, am Toelgvespaß, dann zwischen Putna= und Casinutal, vergehlich an. In Rumänien erstickten russisch=rumänische Angriffe bereits im Feuer unserer Artilerie. Das eroberte Gebiet nördlich des Dujestr ist fruchtbare schwarze Erde Es ist zum Teil unbebaut. Auf den Feldern wächst üppig Unkraut. Die eroberten russischen Stellungen lassen sich bezüglich technischer Ausgestaltung nicht mit den unsrigen vergleichen. Sie sind vernachlässigt. Auch die Straßen sind ungepflastert. worden. Dem früheren Oberbefehlshaber wird jetzt auch versuchter und vollendeter Raub an Privateigentum in Ostvreußen während der Besetzung dieses Landes durch die russischen Heere zur Last gelegt. Bern, 24. Juli.(WTB.) Wie ein russischer Mitarbeiter des„Bund“ dem„Rußkoje Slovo“ entnimmt, ist in Wladikawkas eine ganze Schützen-Division eingetroffen, die die Kaukasusfront in meuterischer Weise verlassen hat. 4 Basel. 25. Juli.[KG.] Der„Anzeiger“ meldet aus Stockholm: Die Zeitungen bringen Stockholmer Berichte, wonach die russischen Regierungsbehörden aus der Bukowina bereits in Petersburg eintreffen. „Daily News“ meldet am Montag aus Petersburg: In der Ostrowo=Vorstadt ist es zu neuen Straßenkämpfen gekommen. Das 2. Artillerie=Regiment beschießt die staatlichen Depots in Ostrowo. Der Korrespondent der„Daily Chronicle“ meldet am Montag abend, daß die Zahl der Opfer der letzten Straßenkämpfe mit etwa 2000 zu beziffern wäre. Die Schuld liege auf beiden Seiten. Man scheine vor weiteren Unruhen zu stehen. Das englische Generalkonsulat hält es für angezeigt, den britischen Staatsangehörigen die Ab“ reise aus Petersburg anheimzustellen. Die Londoner„Daily News“ melden aus Petersburg: Die ganze 11. und 8. russische Armee wurden wegen vor dem Feinde gezeigter Feigheit aus den Listen der Armee gestrichen. Die Truppen der Armeen würden anderen Verbänden zugeteilt. Die russische Staatsbank in Czernowitz siedelt nach Berditschef über. Als auffällig wird in der schweizerischen Presse die Tatsache angesehen, daß die englische Zensur im Gegensatz zur französischen und italienischen die Meldungen aus Petersburg über die innere Zerrüttung des russischen Reiches restlos veröffentlichen läßt. Von den Kriegsschauplätzen. Vor einer neuen englischen Offensive in Flandern. Zürich. 24. Juli. Nach einer Meldung des„Zür. Tagesanz.“ sei mit einer großen englischen Offensive in Flandern nunmehr jeden Augenblick zu rechnen. Die Artillerieschlacht habe seit drei Tagen einen ungemein heftigen Charakter angenommen. Meutereien im franzssiichen Heere. Berlin, 24. Juli. (WTB.) Aus Aufzeichnungen, die man am 8. Juli bei den bei Moulin de Laffaux gefangenen Leuten des InfanterieRegiments 109 der 13. französischen Division erbeutete, geht hervor, daß Anfang Juni Meutereien in Soissons beim Infanterie=Regiment 129 der 5. Infanterie=Division stattfanden. Die Leute weigerten sich, in Stellung zu gehen. Das Regiment wurde entwaffnet und der Anführer erschossen. Das Infanterie=Regiment 129 sollte gerüchtweise nach Saloniki abtransportiert werden. Auch in der 13. Infanterie=Division sind anfangs Juni größere Unruhen gewesen. Angestiftet durch das Infanterie=Regt. 117 der 179 Inf.=Division, zogen größere Trupps der Regimenter 109 und 21 und das Jäger=Reat. 20(800—900 Mann) nech Soissons und gaben auf dem Wege, die Internationale fngend, mehrere Schüsse ab. Die Offiziere flüchteten. Zum Abendappell waren die Truppen wieder in den Quartieren. Auch hier wurde kriegsgerichtlich eingeschritten und zwei Rädelsführer erschossen, sowie mehrere mit Gefängnis von 10 bis 20 Jahren verurteilt. Dämmerts? Bern, 24. Juli.(WTB.) Der militärische Mitarbeiter des„Daily Telegraph“ führt aus, daß, wenn der Krieg gegen Deutschland bis zur Erreichung der von der Entente angekündigten Ziele, nämlich der Niederwerfung der deutschen Heere, fortgesetzt werden soll, England auf eine lange Kriegsdauer gefaßt sein müsse, die bedeutendes, weiteres Menschenmaterial für die Armee erfordert. Der Schreiber bemängelt die bestehenden Wehrpflichtvorschriften, betont, die Wehrpflicht müsse lediglich vom Lebensalter abhängig gemacht werden, und betont besonders die Dienstbefreiung der Verheirateten. Er bespricht schließlich die von Amerika zu erwartende Hilfe, legt dar, daß die Ausbildung der amerikanischen Armee bedeutende Zeit erfordere, während die britische Armee die Linien halten müsse und schließt: Wir müssen mit der Möglichkeit rechnen, daß wir die Hauptlast des Krieges zwei weitere Jahre auf unseren Schultern zu tranen haben und mit abfolnter Rotwendigkeit Ein neutrales Urteil. Der„Zürcher Tagesanz.“ schreibt zum deutschen Vorgehen gegen die Russen: Vermögen die Mittelmächte die Offensive noch eine Woche mit voller Kraft weiterzuführen, so kann den jetzigen Ereignissen in Galizien eine kriegsentscheidende Bedeutung. unter Umständen ein endgültiges Ausscheiden Rußlands aus den Reihen der Kriegführenden zukommen. Der Eindruck in Frankreich. Ein lügenhafter Lyoner Fnnkspruch. Berlin, 24. Juli. (27B.] Die letzten französischen Funksprüche unterschlagen den russischen Heeresbericht. Dagegen gibt der Funkspruch Lyon vom 22. 7., 8 Uhr vormittags, über die rufsische Lage in Ostaalizien ein entstelltes Bild. In diesem Funkspruch erklärt Lyon, daß die Truppen des Prinzen Leopold von Bayern südlich von Brody, bei Zloczow, zu einer sehr kräftigen Offensive übergehen und führte wörtlich aus: Der Kampf dauerte mehrre Stunden. Dann wurden, laut Bericht, infolge Nichtausführung gewisser militärischer Befehle, wodurch sich die Widerstandskraft der Russen als nicht genügend erweist, drei Verteidigungslinien in einer Ausdehnung von mehreren Kilometern genommen. Doch muß hinzugefügt werden, daß durch die Ankunft eines durch die maximalistische Propaganda nicht berührten Regiments die Lage wieder hergestellt wurde. Es bildete sich in der russischen Front nur eine Ausbeulung.“ Dieser entstellte Bericht Lyon muß dahin berichtigt werden, daß die gesamte russische Front in Östaalizien vom Sereth bis zu den Karpathen ins Wanken getommen ist und der Russe sich in einer Breite von 250 Kilometern im Rückzuge befindet. Der Einbruch erfolgte in einer Tiefe bis zu 50 Kilometern. Der russische Heeresbericht Petersburg vom 23. 7., 2 Uhr 30 Min. nachmittags gibt die Sachlage klar zu, indem er meldet: An den Quellen des Sereth von Zalosze bis Tarnopol Gewehrfeuer. Tüdlich Barezowica=Welto erbittertes Artilleriefener des Feindes. Zwischen Sereth-Stropa und Zlota=Lipa setzte der Feind die Offensive fort und besetzte die Orte Nastasow, Bieniswa, Dwsta und Slawentyn. Der Stabschef einer Divison, Generaloberst Old. der den Truppen Befehle erteilte, wurde getötet. Die im russischen Bericht angegebenen Orte liegen 10 Kilometer südlich der Eisenbahnlinie Tarnopol—Kosowa—Brzezany. Der Pariser Zensor des russischen Heeeresberichts. Bern, 24. Juli.(W7B.) Das„Berner Tageblatt" versieht die russischen Heeresberichte vom 20., 21. und 22. Juli mit nachstehender Bemerkung: Wir haben seit einigen Tagen keine direkten Deveschen von Petersburg mehr erhalten. Heute kamen uns merkwürdigerweise einige Depeschen auf dem Umwege über das Wolffbüro zu. Bisher erhielten die schweizerischen Blätter russische Nachrichten über Paris. Wir konnten dann mehr als einmal feststellen, daß die Nachrichten in Paris umgearbeitet, frisiert und zensuriert waren. Man sagt dem französischen und schweizerischen Publikum nur das, was der französischen Zenfur genehm ist. Heute nun erhalten wir direkt über Berlin die folgenden Meldungen, die uns die französische Zensur bisher vorenthalten hat. Wir hoffen daß nun weiter für die Verbreitung der Wahrheit über Rußland gesorgt wird. Der Inhalt der drei Depeschen ist derart, daß man wohl begreift, daß die französischen Behörden sich Mühe geben, sie zu unterdrücken. einen weiteren Winterfeldzug vorbereiten. Denn selbst eine nächste Woche stattfindende Friedenskonferenz würde zu Bediugungen gelangen, die auf der Macht der Kriegführenden, den Krieg in unverminderter Energie fortzuführen, beruhe. Der Seekrieg. Das Schicksal der amerikanischen Handelsflotte. Genf, 25. Juli.(BB.] Nach einer Newyorker Meldung des Temps hat=General Goethals seinen Rücktritt als Leiter des Schiffsbauwesens der Vereinigten Staaten eingereicht, da es ihm unmöglich ist, mit dem Vorsitzenden des Schiffbau=Verbandes der Vereinigten Staaten zu einer Einigung bezüglich des Baues einer amerikanischen Handelsflotte zu gelangen, besonders in der Frage, ob Holz oder Stahl. Unsere Feinde. Amsterdam. 25. Juli.(BB.] In einer Versammlung in Montreal haben anläßlich der Dienstpflichtfrage große Tumulte stattgefunden. Ein Parlamentsmitglied erklärte, daß die kanadischen Soldaten nur deshalb in England zurückgehalten würden, damit ihr gegenwärtiger Seelenzustand in Kanada nicht bekannt würde. Als der Oberst Rexfort ausrief:„Das ist nicht wahr!“, entstand eine allgemeine Erregung und der Oberst mußte aus dem Versammlungssaal flüchten. Sein Auto wurde mit Steinen beworfen. Zürich, 25. Juli.(KG.) Der„Corriere della Sera“. meldet aus Rom, der plötzliche Umschwung der Lage in Rußland rufe alle Alliierten zur Rettung Rußlands auf. Die Generaloffensive der Alliierten, die erst für später in Aussicht genommen wäre, sei jetzt nur noch eine Frage von Tagen. Madrid, 24. Juli.(KZ.) Seit drei Tagen sind in Paris die amtlichen deutschen Tagesmeldungen über den Tauchbootkrieg, wieder gestattet. Jedoch besteht das Verbot von Kommentaren über die militärische Lage fort. Eine Rede Caillaux'. Genf. 24. Juli. Der Führer der radikalen Partei in Frankreich. Herr Caillaux, hat vorgestern in dem Städtchen Mamers, das er in der Kammer vertritt, eine Ansprache an die Zöglinge der dortigen Vorbereitungsschule zum Militärdienst gehalten und bei dieser Gelegenheit Stellung genommen gegen die nationalistische Strömung, die sich seit einiger Zeit in der radikalen Partei geltend macht und bei den letzten Beratungen des Pariser Verbandstages offen mit dem Verlangen hervorgetreten war, die Eroberung des ganzen linken Rheinusers als Kriegsziel aufzustellen. Caillaur warnte sehr eindringlich vor der Ansteckungsgefahr des Imperialismus und stellte ihm die Ideale der französischen Revolution gegenüber. Der Krieg müsse, so führte er weiterhin aus, eine Demokratie schaffen, die, von den Überlieferungen der französischen Revolution durchdrungen, die Völker befreien, die letzten Überreste des Feudalismus brechen, das Recht der Eroberung von selbst hinfällig machen und Elsaß=Lothringen so wieder der französischen Familie zurückführen werde. Den Weg zur Weltdemokratie habe Präsident Wilson gezeigt durch die Ankündigung des Vereins der Nationen.„Um,“ so fuhr Caillaux fort.„der Welt Satzungen zu geben, ist es notwendig, daß die Welt auch bereit ist sie zu empfangen. Ein Bund der Völker hat nur dann Bestand und Wert, wenn jedes Land, das ihm angehört, nicht mit Worten und diplomatischen Formeln Stellung nimmt, sondern aus dem tiefen und bewußten Willen des Volkes heraus, oder mit anderen Worten gesagt: alle Friedens- und Schiedsgerichtskunferenzen, alle Rechtsvereine werden nur einen Wert haben, wenn die Demokratie mit ihrer starken Rüstung das verfaulte Gerüst der Doamen und des Despotismus ersetzt. Der Frieden, den wir wünschen, soll aus der Entwicklung der revolutionären Formel bervorgehen, aus dem Zusammensturz der Autokratie, aus der Verbreitung der demokratischen Ideen unter der moralischen Führung Frankreichs." Gegen den Verrat. Bern, 24. Juli.(WTB.] Im Anschluß an die Rede Clemenceaus schreibt heute Vichon im „Petit Journal“ unter der Überschrift:„Gegen den Verrat“! In Frankreich gibt es eine verobschenungswürdige Prova66. Jahrgang. Nr. 523. K ganda, deren Urheber sich des Verrats schuldig machen. Die Anstifte rekrutieren sich aus finanziellen, politischen, bürgerlichen und syndikalistischen Kreisen. Sie produzieren im Innern und an der Front Meuterei und Desertionen, verbreiten falsche Nachrichten, sabeln davon, daß Frankreich sofort einen würdigen Frieden haben könnte, machen Parlament und Regierung für die Fortsetzung des Krieges verantwortlich ud bezichtigen sogar Frankreich und England des Angriffes auf die Mittelmächte. ∆ Die Entente=Konserenz in Paris. Genf, 25. Juli. (BB.] An der heute offiziell eröffneten Entente=Konferenz neehmen teil: für Frankreich: Ribot: England: Lloyd George: Italien: Sonnino: Rußland: Sepastopuls: Serbien: Pasitsch: Griechenland: Romanom: Rumänien: Lahovarv. Das Programm der Konferenz wird in einer Vorbesprechung Ribots mit den übrigen Delegierten festatsetzt und dann verüffentlicht werden Wie die Havas=Agentur meldet, wird der Pariser Kongreß auf die Friedens=Resolution des Reichstages antworten. Um einen Vorgeschmack von der Antwort zu geben, fügt Havas hinzu, die Reichstags=Resolution habe den Zweck verfolgt, das russische Volk zu verwirren und Österreich= Ungarn zu düvieren. Von der schweizerischen Grenze, 24. Juli.(KZ.) Wie der in Regierungskreisen gut eingeführte Berichterstatter des „Secolo“ in Paris berichtet, wird sich die Verbandskonferenz nicht nur mit der Balkanfrage, sondern auch mit dem Problem des wirtschaftlichen, moralischen und militärischen Durchhaltens des Ententeblocks befassen. Von diesem Gesichtspunkte aus komme der Konferenz infolge der amerikanischen Kriegsteilnahme besondere Bedeutung zu. Die Alliierten würden in der Hülfeleistung der Union-Staaten der wirtschaftlichen Unterstützung an Stelle der militärischen den Vorzug geben, um das Durchhalten ihrer Zivilbevölkerung zu ermöglichen. In Paris soll der Verteilungsplan der von der Union in Aussicht gestellten Unterstützung festgelegt werden. Mehr denn je sei gemeinschaftliches und energisches Handeln geboten. Abbruch des Balkan=Unternehmens der Entente? Aus der Schweiz, 24. Juli.[Köln. Vztg.) Der„Corriere della Sera“ erfährt aus Rom auf der morgigen Pariser Konferenz werde die Frage aufgeworfen werden, ob die Lage in Griechenland so konsolidiert sei, daß die verbündeten Heere den Rücken frei hätten und Griechenland die freie Ausübung seiner sonveränen Rechte wieder gestattet werden könne. Die Antwort sei nicht so einfach: die Verbündeten würden das Problem in Gegenwart Jonnarts eingehend vom Standpunkte der allgem inen Interessen(d. b. der Interessen des Raubverbandes) prüfen. Sie würden auch entscheiden, ob in Griechenland zerstreute Abteilungen zurückgezogen und dem Lande die Freiheit wiedergegeben werde oder nicht. Eine weitere Frage von größter militärischer Wichtigkeit sei, zu untersuchen, wie der feindliche Abstieg zum Mittelmeer gehindert werden könne. Die verbündeten Balkantruppen könnten möglicherweise bald anderswo Verwendung finden. Jetzt, wo Rußland aus eine Politik auf dem Balkan verzichte, fehle eine der Hauptstützen, worauf das traditionelle Gebäude der Balkan= und Asienpolitik beruhte. Der amerikanische Senat zur Kanzlerrede. Rotterdam, 24. Juli. Reuter meldet aus Washington: Im amerikanischen Senat teilte Lewis den Inhalt der Rede des deutschen Reichskanzlers mit. Nach seiner Auffassung bedeutei die Rede für die Vereinigten Staaten eine direkte Aufforderung, ihren ganzen Einfluß anzuwenden um zum Frieden zu kommen. Er glaube, die Mittelmächte würden bereit sein. einem Frieden ohne militärischen Sieg zuzustimmen. Auf die Frage, ob die Rede des Reichskanzlers denn nicht die Außerung enthalte, daß Deutschland durch die Unterseeboote hoffe. England auf die Knie zu zwingen, antwortete Lewis, daß er nach dem Lesen der Rede zu der Überzeugung gekommen sei, daß Deutschland mit der Wiederherstellung des Status quo ante zufrieden sein würde. Senator Borah fragte, ob Lewis die Frage der zukünftigen deutschen Regierung erwogen habe. Lewies antwortete, er glaube nicht, daß Deutschland auf dem Punkt angelangt sei. sich durch irgendwelche Einflüsse von außen Vorschriften über die Regierungsform machen zu lassen. Die Revolution in Rußland habe aber einen gewissen Einfluß in Deutschland ausgeübt, der zu großen Reformen in Deutschland führen würde. Aus aller Welt. Stockholm, 25. Juli. Die schwedische Regierung hat abgelehnt, das Reichstagsgebäude für die Konferenz der Sozialisten zur Verfügung zu stellen. Zürich, 25. Juli.(BB.] Nach einer Meldung aus Mailand hat die griechische Regierung zugestimmt, daß Saloniki die vorläufige Hauptstadt Serbiens werde. ∆ Haag, 25. Juli.(BB.) 16 Militär= und Zivilärzte werden in Kürze von Holland nach England und Deutschland gehen, um in beiden Ländern Kriegsgefangene zu untersuchen, die für eine Internierung in Holland in Frage kommen auf Grund der Zusage, die die bolländischen Minister des Auswärtigen dem deutsch=englischen Ausschuß im Haag zu Kriegsgefangenen=Angelegenheiten gemacht haben. Madrid. 24. Juli.(KZ.)„Pueblo Vasco“ gibt vertrauliche Mitteilungen, die der vortugiesische Kriegsminister auf der Durchreise einer Persönlichkeit bei Son Sebastian gemacht hat, wonach die Friedenssehnsucht in Frankreich bei den Gruppenobmännern in stürmischen Formen zum Ausdruck kommt, welche die Regierung ernsthaft beuurubigen. Der spanische Hof nach San Sebaftian verlegt. Lugano, 24. Juli. Nach einer Meldung aus Madrid berrscht angeblich Ruhe, trotzdem wurde der Königliche Hof nach San Sebastian verlegt. Revolutionäre Siedehitze in Irland. Berlin, 24. Juli. über die Wahl des Sinn=Feiners de Valera in East Clare schreibt„Daily Telegraph“ vom 12. Juli: In diesem Augenblick bestebt in Irland keine Regierung, die diesen Namen verdiente. Die Gerichte waren nicht zu verurteilen, selbst wenn es sich um offene Verbrechen handelt. Die Flagge der Revolution weht überall. Verwundete Soldaten werden in den Straßen Dublins beleidigt. Der Name Deutschland wird in den Theatern, mit Hochrufen begrüßt. Land= und Hausbesitzer verlassen Irland und die Industrien von Süd= und Westirland werden allmählich nach England übergeführt. Der Wirrwar und die Untätigkeit dauern an, bis selbst der einfachste Mann sich fragt, warum denn um Gottes willen Virrel(früherer Staatssekretär für Irland), entlassen wurde, wenn seine Politik doch fortgesetzt werden sollte.„Globe“ vom 12. Juli läutet Sturm: Es hilft nichts, die Tatsache besteht: in drei irischen Provinzen ist eine revolutionäre Siedebine. Die Verheimlichungs=Politik hat keinen Zweck mehr. Die SinnFeiner haben die Redmondisten. Dillonisten und Devlinisten geschlagen. Die Sinn=Feiner verlangen eine Trennung: sie wollen die Errichtung eines souveränen unabhängigen Staates außerhalb des britischen Imperialismus direkt vor unseren Toren. Das ist das glänzende Ergebnis des Feilschens und Lavierens, der sich abwechselnden Regierungen und nicht zum wenigsten der jetzigen. Die Lage ist tieftragisch und voll von ernsten Gefahren. de Valera, der am 11. Juli in Cast Clare mit erdrückender Mehrheit gewählte Parlaments=Kandidat der Sinn=Feiner, erklärte in seiner Rede in Dublin, laut„Times“ vom 14. Juli: Die Iren werden für den blutbefleckten Union Jack nicht kämpfen. Sie haben keine Vorliebe für Deutschland, Frankreich oder ein anderes Land. Wenn aber eine fremde Nation ihnen die Hand entgegenstreckt, werden sie einschlagen, und die betreffende Nation derf dann auf die Genenleistung Irlands roöger, der deutschsprachigen Presse e.V. Wirtschaftsleben und Lebensmittelversorgung. Preisbeschränkungen für Schuhwaren. Berli n. 24. Juli. Eine Bundesratsverordnung vom 12. Juli verfügt eine Abänderung der Verordnung über Preisbeschränkungen bei Verkäufen von Schuhwaren vom 28. September 1916.§ c, Absatz 2. dieser Verordnung loutet nunmehr:„Das Schiedsgericht prüft. auch auf Antrag der zuständigen Stellen die Preise nach und bestimmt die nach§ 1 in Verbindung mit den von der(Lutacterkommissien für Sehubwarenpreise(§ 9 ausgestellten Richtsätzen angemessenen Preise. Ergibt sich hierbei, daß ausgezeichnete oder von einem Händler gezahlte Preise höher sind als die angemessenen, so hat das Schiedsgericht zuaunsten des Rrichs die erzielten Überpreise einzuziehen. Welche Stellen im Sinne des Absatz 2 Satz 1 zuständig sind, bestimmen vorbehaltlich der Vorschrift in§ 12 die Landeszentralbehörden.“ Durch diese neue Fassung wird erreicht, daß nicht nur, wie bisher. im Falle einer zu bohen Preisauszeichnung von dem zur Auszeichnung Verpflichteten. der in der Regel der Hersteller ist, das über die angemessenen Preise Hinausgehende sdie Überpreisel zugunsten des Reichs eindezegen werden können. sondern daß diese Einziehung auch ausgesprochen werden kann, wenn Schuhwaren ohne Auszeichnung oder trotz angemessener Auszeichnung zu übermäßigen Preisen an Händler verkauft worden sind, und daß sowohl in diesen Fällen als auch im Falle einer zu hohen Preisauszeichnung auch Händler, die nicht zur Preisauszeichnung verpflichtet waren. auf Herausgebe der erziellen überpreise zugunsten des Reiches verurteilt werden können. Gleichzeitig ist die Einschräntung der Überpreis=Einziehung auf Verkäufe der letzten drei Monate und der gleichen Art von Schuhwaren, für die vom Schiedsgericht auf Antrag die Preise festgesetzt worden sind, entfallen. ) Die Erhebung der Kohleusteuer. Zur Ausführung des Kohlensteuergesetzes hat der Bundesrat zwei wichtige Bestimmungen genehmigt. Die eine legt die Grundsätze fest für die Einrichtungen; die für die Gemeinden oder Gemeindeverbände zutressen werden, um den Inhabern von Kleinwohnungen die Ermäßigung um die Hälfte der Steuer sicherzustellen. Es muß festgestettt werden, was überall als Kleinwohnung anzusehen ist und welche Mengen als Jahresbedarf zugebilligt werden. Auch Koks kann als Hausbrand geliefert werden. Die Gemeinden müssen auch dafür sorgen, daß der Hausbrand mindestens um den Betrag der Steuerermäßiauna billiger als sonst ist. Weit umfangreicher sind die Vorschriften für die Erhebung der Steuer: Sie umfassen ein kleines Buch. Vor allem sehen sie die Zusammensetzung und Zuständigkeit der neuen Wertprüfungsstellen vor. Diese sollen die Anmeldung und die Festsetzung der Steuern vereinfachen und erleichtern. Sehr wicktig sind die Bestimmungen über die zulässige Überwälzung der Steuer bei den Verträgen über Lieferung von Kohle, Brennstoffen elektrischer Arbeit Gas: Wasser, Heizung und Dampfkraft, Beförderung von Personen und Gütern usw. Es wird darin auch zu den wichtigen Fragen der Ausführung der Überwälzung der Steuer, vor allem bei Elektrizitäts Gas= und Wasserlieferungen Stellung genommen. Inländische Kohle ist in ihrer Beschaffenheit zur Zeit der Abgabe steuerpflichtig, ausländische, sowie sie die Grenze überschreitet. Nicht besteuert werden Kohlen, die zur Aufrechterhaliung des Betriebs des Bergwerks sowie der Aufbereizungsgnlagen erforderlich sind. Die Kohle, die Lokomotiven beim überschreiten der Grenze als Betriebsmittel mit sich führen. Reibt steuerfreis Als Wert der verkauften Kohle gilt-der Verkaufspreis ab Grube oder Verarbeitungsstelle gerechnet. Auch. Nachvergütungen sind voll steuerpflichtig. Selbst der Anteil am Gewinn eines Wiederverkäufers ist zum Teil steuervflichtig. Die Bedeutung der ganzen Steuer für unsere Wirtschaft erhellt scon daraus, daß der Steuersatz 29 v. H. de. Wertes beträgt und über 500 Millignen Mark im Jahr bringen soll. Höchstpreise für Baumwollspinnstofie ete. Am 25. Juli 1917 ist ein Nachtrag zu der Bekanntmachung über Höchstpreise für Baumwollspiunstoffe und Baumwollgespinste Nr. W. 14. 1800/2. 16. K. R. A. in Kraft getreten, durch den einzelne Bestimmungen der alten Bekannmtmachung abgeöndert werden. Insbesondere sind mit Rücksicht auf die veränoerten Zeitumstände die Höchstpreise für diejenigen Baumwollgarne erhöht worden. die auf Grund eines nach dem 24. Januar 1917 ausgestellten Spinnerlaubnisscheins gesponnen sind. Der Wortlaut der Belanntmachung ist bei den Landrats=Amtern, Bürgermeister=Amtern und Polizei=Behörden einzusehen. Aus den Drovinzen. Dorsten 24. Juli.“Vom Kanonier zum Leutnant.) Der Sohn des Lehrers Stoffers aus Feldhausen wurde zum Leutnant befördert, ohne im Besitz des Einjährigen zu sein. Zu Anfang des Krieges trat er als Kriegsfreiwiliger bei der Artillerie in Minden ein und zeichnete sich vor dem Feinde durch außergewöhnliche Umsicht und Tatkraft so aus, daß er kürzlich Leutnant wurde. 1 Bettrov, 24. Juli.(Bezugscheine für Gemüse und Obst) sollen hier, laut Beschluß des Lebensmittelausschusses, eingeführt werden. Tadurch soll verhütet werden, daß einzelne Haushaltungen sich übermäßig versorgen, während andere leer ausgehen. * Suderwich, 24. Juli.(Beim Baden ertrunken) ist der 12jährige Sohn Larl des Jechenlokomotivführers Molitor. Der Junge hatte mit mehreren Altersgenossen in dem Teich an der Ringofenziegelei gebadet und ging an einer tiefen Stelle unter. 1 Gelsenkirchen, 24. Juli.(Der Bock als Gärt ner.] Ter Oberkontrolleur und ein Wächter der hiesigen Wach- und Schließgesellschaft wurden festgnommen, weil beide von dem Lager einer Einkaufs=Vereinigung, das sie bewachen sollten, Lebensmittel. Graupen, Grießmehl, Haferslocken, Nudeln usw.], entwendet und bereit gelegt hatten. Die Frau und Tochter des Wächters holten zur Nachtzeit mit Korb und Tasche die Lebensmittel von dort wege sie wurden nun unterwegs von der Polizei angehalten. Bei dem Verhör stellte sich die Unehrlichkeit der beiden Angestellten heraus. J Aus dem Kreise Tecklenburg. 24. Juli.(Eingebrochen) wurde in Lotte in die Postanstalt. Den Langfingern fielen Lebensmittel im Werte von mehreren Hundert Mark in die Hände. • ∆ Bielefeld, 24. Juli.[Festnahme einer Diebesbande.) Seit Monaten verschwanden bei der hiesigen Güterabfertigungsstelle fortgesetzt Güter aller Art, teilweise von hohem Wert, ohne daß es gelang, die Sache aufzuklären. Jetzt ist es der hiesigen Kriminglpolizei gelungen, die Dieb und Hehler zu ermiteflu und festzunehmen. Insgesamt 18 Personen, darunter 7 Frauen, sind hinter Schloß und Riegel gebracht. Einige von ihnen, die aushilfsweise bei der. Güterabfertigungsstelle tätig waren, haben seit geraumer Zeit Frachtbriefe über hier eingegangene Sendungen beiseite geschafft und an ihre Helfershelfer verkauft. Diese ließen sich dann die auf die unterschlagenen Frachtbriefe die Güter aushändigen und vertrieben die auf solche Weise ergatterten Waren entweder selbst oder sie fanden in den#e ern willige Adnehmer dafür. Vier der verhafteten, bei der Eisenbahn beschäftigten Arbeiterinnen, haben seit etwa sechs Monaten fortgesetzt auf dem biesigen Hauptbähnhose Postpakete entwedet. Der Wert der im Laufe der Monate gestoblenen Sachen beläuft sich auf 50.000 bis 00000 Mark. 0 Köln, 24. Juli.(Ein raffinierter Einbruchsdiebstahl wurde dieser Tage in einem Hause in der Bismarckstraße ausgeführt. Die Frau des Bestohlenen erhielt ein Telegramm, durch das ihr mitgeteilt wurde, daß ihre Mutter in Frankfurt im Sterben liege. Die Frau fuhr auf die Tepesche hin sofort nach Frankfurt und erfuhr hier, daß das Telegramm gefälscht war. Beim Wiedereintreffen in Köln mußte sie entdecken, daß während ihrer Abwesenheit Diebe ihre Wohnung erbrochen und vollständig ausgeräumt hatten, das gesamte Mobiliar. Porzellan, Wäsche, Schmucksachen. Kleider u. s. w., im Werte von mehreren Tausend Mark, war gestohlen. Es sind während der Abwesenheit der Frau mehrere fremde Männer gesehen worden, die ganz dreist den„Umzug“ mit einem Handwagen vorgenommen haben. Die übrigen Hausbewohner haben geglaubt, daß die Frau ihre Wohnung wechsem wolle. * Anderweitige Regelung der Paßpflicht. Eine Bekanntmachung des stellv. Generalkommandos des 7. Armcekorps vom 18. Juli besagt: Auf Grund des§ 9b des Gesetzes über den Belagerungszustand wird für den Bereich des 7. Armee=Korps unter Aufhebung der diesseitigen Bekanntmachung vom 13. 2. 1915 folgendes angeordnet: 1. Als Paßersatz für den Grenzübertritt oder den Aufenthalt im Reichsgebiet wird vom 1. 9. 1917 ab nur noch der Personalausweis nach dem Muster in der Reichskanzler=Bekanntmachung vom 24. 6. 1916 ausgestellt. 2. Die nach Ziffer 9 Abs. 2 der Ausführungs=Vorschriften zu der Paßverordnung bisher zugelassenen anderweitigen Personalausweispapiere verlieren mit dem 1. 9. 1917 ihre Gültigkeit. 3. Die für ausländische Arbeiter allgemein zugelassenen, von der deutschen Arbeiterzentrale ausgestellten Legitimationskarten behalten dagegen nach wie vor ihre Gül* ei-! 4. Die im diesseitigen Korpsbereich durch Verfügung vom 25. 3. 1916 eingeführten Ausweise für den Grenzübertritt belgischer Arbeiter nach Belgien bleiben in Kraft. Briefkasten. 2 K. K., P. P., und andere. Warum ohne Namen? Aufragen ohne Namensunterschrift werden grundsätzlich nicht beantwortet. Kriegsunterstützung. 1. Die Unterstützung wird nur vom Tage der Antragstellung, nicht aber für eine zurückliegende Zeit, gewährt.— 2. Gebrauchte Wäsche und Kleidungsstücke können Sie zu jederzeit an Ihre Verwandte in H. mit der Post und Bahn absenden. Mit der Paketadresse oder dem Frachtbrief müssen Sie eine Zoll=Inhaltserklärung abgeben die in den Papiergeschäften käuflich ist. H. E. 100. Sie haben Anspruch auf Gewährung des Kriegselterngeldes, wenn Sie bedürftig sind und der verstorbene Sohn vor dem Diensteintritt Ihren Lebensunterhalt ganz oder überwiegend bestritten hat. Auf welche Weise diese Bestreitung stattgefunden hat, ist unerheblich. Sie kann durch bare Geldzahlungen, durch Arbeizs=, Natural= oder sonstige Leistungen erfolgt sein. Eine bestimmte Zeitgrenze kann hierfür nicht festgesetzt werden. Hatten Sie vor dem Kriege selbst noch ein Einkommen, von dem Sie aber den Lebensunterhalt der Familie nicht ganz bestreiten konnten, sodaß Ihr Sohn wesentlich dazu beitragen mußte, so kann Ihnen anstelle des Kriegselterngeldes für die Dauer der Bedürftigkeit eine widerrufliche Zuwendung aus dem Härtdausgleichfonds gewährt werden. Die Höhe der Zuwendung richtet sich nach der geleisteten Unterstutzung des Verstorbenen und darf 240 Mk. nicht übersteigen. Liegi Bedürftigkeit von vornherein vor, so können Sie auch Krlegsunterstützung beantragen, die Ihnen vom Tage der Antragstellung, nicht aber für zurückliegende Zeit gewährt wird. Wenden Eie sich an den dortigen Magistrat. Riesenbeck 2. Ja, Die sind gehalten, den eingegangenen Vertrag zu erfüllen. Wollten Sie den Kauf rückgangig machen, so mußten Sie den Käufer durch Einschreibebrief euffordern, innerhalb einer von Ihnen festgesetzten Frist die Bäume zu fällen und abzufahren, andernfalls der Vertrag als hinfällig erachtet würde. Erst wenn der Käufer dieser Ihrer Aufforderung nicht nachkam, konnten Sie anderweitig über die Bäume verfügen. Treuer Abonneut. Wurden Ihrerseits die Zinsen regelmäßig entrichtet, so ist die Forderung nicht verjährt. Die Kündigungsfrist beträgt bei Dorlehen von mehr als 300 Mk. drei Monate, bei Darlehen von geringerem Betrag einen Monat, vorausgesetzt, daß keine andere Vereinbarung getroffen wurde. Die mündliche Kündigung des Vertrages genügt, wenn nicht eine andere Form vereinbart wurde. Vermischtes. * Möwen als Verräter des Tauchbootes. In der Londoner Zeitschrift„Conntry Lise" behauptet ein Seemann, der monatelang in der Nordsee Jagd auf Tauchboote gemacht, man brauche in sehr vielen Fällen nur den Flug der Möwen zu beobachten, um einem Tauchboote auf die Spur zu kommen. Diese Vögel haben den Tauchbootjägern unschätzbare Dienste geleistet. Sobald ihr scharfes Auge ein Perislov entdeckt, so steigen sie aus dem Wasser auf und umkreisen in weitem Bogen die merkwürdige Erscheinung, wobei sie laut treischen und dadurch die in der Umgebung kreuzenden Schiffe auf das Periskop aufmerksam machen. Mehr als einmal haben die Möwen einen Unterseer entdecken helfen, nach dem man tagelang vergebens gesucht hatte. * Ein englisches Bürokratenstücklein. Der„Daily Mail“ entnimmt die„Financial News“ vom 12.7. folgendes„Kleinod bürokratischer. Leistungen": Ein Heeresbericht an der Suez=Kanalfront ordnet an, daß alle Lastkraftwagen mit einer Kiste Sand für den Fall des Ausbruchs von Feuer versehen sein müßten. Prompt werden daraufhin mit Sand gefüllte Kisten von Enaland aus verschifft und an die Truppen am Suez-Kanal geliefert. * Was macht Ador? Der neue schweizerische Bundesrat Ador, dem die Leitung des Auswärtigen zugeteilt worden ist, beschäftigt sich gegenwärtig damit, die Fäden des Falles Hoffmann=Grimm zu entwirren. Aus diesem Anlaß hat man in der Schweiz, wie ein Leser aus Basel der„Frkft. Ztg.“ mitteilt, ein hübsches Frage= und Antwortspiel erfunden. Frage: Was macht Ador? Antwort: Er studiert„Hoffmanns Erzählungen" und„Grimms Märchen“! Hauptredakteur Rudolf Strietholt.— Is verantworten: den redaktionellen Teil Paul Koene, die Beklamen und Inserate Anton Busch, alle in Münster.— Druck und Verlag der Aschendorffschen Buchhandlung in Münster. Mohnunge= u. SJelen=Ungeiger. An dieser Stelle tritt für Anzeigen aus Münster bei sofortiger Bezahlung der ermäßigte Preis von 10 Pfg. für den Spaltenraum von 2 mm Höhe(Raumhöhe) ein. Die nicht volle Raumhöhe wird mit 5 Pfg. berechnet. Riest bchnch 2 Sehr hübsche u. bill. Kriegswohnung zu verm. Kochgas u. eletizisches Licht vorhanden. Off. under B C 772 an die Geschäftsstelle ds. Bl. Bessere Dame sucht möbl. Zimmer im Preise von 10—15 Mark. Off. unter 3.K 770 an die Geschäftost, Kath. Tam; mit? Kindern, 7. u. 8 Jahre, — sucht Pension— in waldreicher Gegend. 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J. findet wegen anderweitiger Inanspruchnahme der städtischen Beamten nicht Freitag, den 27. d. M., sondern bereits Donnerstag. den 26. d. M., in den Bezirkslokalen statt. Ausgabezeit von vormittags 8½ bis nachmittags 2 Uhr(ununterbrochen). Die Bureaus der Stadtverwaltung sind an diesem Tage für den Verkehr mit dem Publikum geschlossen. Die Haushaltungen, die nicht Donnerstag, den 26 d. Mts., die ihnen zustehenden Brotmarken in den Bezirkslokosen in Empfang nehmen, können sie Freitag, den 27. d. Mts., vorm. von 9—1 Uhr, u. nachmittags von 3—6 Uhr auf dem Zimmer Nr. 123 des städtischen Verwaltungs=Gebäudes abholen. Den Säumigen werden aber als Strafe für die nicht rechtzeitige Abhebung der Marken für einen Tag die Brotmarken abgezogen. Münster, den 24. Juli 1917. Der Magistrat. Gemälde=Auktion. Freitag, den 27. d Mis., vormittags 11 Uhr habe ich Auftrag im Saale des Hotels „Fürstenhof“, hierselbst. 25 Gemälde erster Düsseldorfer Künstler, so u. g. von: Professor v. 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Auf Grund der Vorschriften der Reichsgetreideordnung für die Ernte 1917 vom 21. Juni 1917(R.G.Bl. S. 507) sowie der Ziffer 5 der Anleitung zur Führung der Wirtschaftskarten und Kontrolle des Verbrauchs wird für den Umfang des Landkreises Münster folgendes bestimmt: 1. Im Erntejahr 1917 sind die durch die Anordnung des Regierungspräsidenten vom 23. August 1916 vorgeschriebenen Dreschanzeigen in bisheriger Weise zu erstatten. Die Dresch= anzeigen müssen am Schlusse jeder Woche bei den, von dem Amtmann bezeichneten Stellen eingereicht werden Die vorgeschriebenen Formulare sind bei dem Amtmann, dem Gemeindevorsteher und bei den voverwähnten Stellen erhältlich. 2. Dreschanzeigen sind sowohl zu erstatten, wenn im eigenen Betrieb, als auch, wenn durch ein Lohndreschunternehmen gedroschen ist. 3. Dreschmaschinenbesitzer, die gegen Lohn dreschen, haben am Schlusse jeder Woche der Kreisgetreidestelle auf einem vorgedruckten Formular mitzuteilen, für welche Landwirte sie in der kömmenden Woche zu dreschen beabsichtigen Das Druschergebnis ist durch Verwiegen auf. einer richtig gehenden Wage festzustellen und von dem Dreschmaschinenbesitzer oder dessen Beauftragten an jedem Sonntag auf einem gleichfolls vorgedruckten Formular der Kreisgetreidestelle mitzuteilen. Für die richtige und rechtzeitige Anzeige ist der Dreschmaschinen=Besiver oder dessen Beauftragter verantwortlich. Die Formulare sind durch die Kreisgetreidestelle Munster zu beziehen. 4. Es ist den Landwpirten des Kreises verboten, ihr Getreide auf Dreschmaschinen, die auverhalb des Landkreises Münster ihren Standort haben, breschtn. zu lassen. Auswärtige Dreschviaschinenbesitzer durfen im Landkreise Münster nur mit schriftlicher Genehmigung der Kreisgetreidestelle Münster dreschen. 5. Zuwiderbandlungen wetden gemäß§ 79 der Reichsgetreideordnung mit Geföngnis vis zu einem Jahr und mit Gelbstrafe bis 50000 Mk. oder mit einer dieser Strafen bestraft. Bei Lohndreschunternehmen kann außerdem der Betrieb wegen Unzuverlässigkeit geschlossen werden Auch der Versuch ist strafbar. Münster, den 19. Juli 1917. Der Vorsitzende des Kreisausschusses des Landkreises Münster: Graf v. Westphalen, Landrat. Fräulein mit guten Zeugn. sucht Stellung al— Haushälterin— zur selbständigen Führung ein. Haushalts, ivo dit Hausfrau fehlt od. bei einzeln. Damc od. Herrn. Ang. unter E F 3108 an die Geschästsst. ds. Bl. Dame sucht kaufm. Besch. f. d. Abendstunden. Off. u. B 5057 an die Ann. Exp. Bendel, Ludgeristr 12. Rnecht, der schon einig: Jahre in der Landwirtschaft tatig wer, sucht Stelle bei ein. Landwirt in dn Nähe ven Munstef. Lif und P P 764 an die Grschafretelle v#. 2i. Zagdvernachtung. Die Jagdnutzung der Gem. 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