Sseugspreis simtellähr#h: Busgabe A(ohne Wochenschau“) in Münster zweimal ääglich feui ins Haus gebracht 2 Mk. 10 Pfg.,— auswärts der Post abgeholt 2 Mr. 10 Pfg., durch den Driefträger gebracht überall, we nur einmel “ in Tage Briefbestellung stattfindet, 2 Blk. 52 Pso. in Orten mit zwei= und mehrmaliger Bestellung 2 Mk. 28 Pfg.— Ausgabe 8(mit„Wochenschau“) vierteljährlich 60 Pfg. mehr. Fernspr.: Redaktion u. Verlag Nr. 2443, 2400 u. Dan3. (Michaekisplatz 9) Nr. 76. Zuei Ausgaber ügig. und Münsterische Volkszeitung. 45588 Wbomenten. Anzeigen: Der Raum für die Anzeigenspalte, 20 mm beoit, Zmm hoch, 25 Pf: bei Anzeigen aus dem R.=Bz. Münster 20 Pf., aus der Stadt Münster 15 Pf.(für Aktiengesellschaften 2c., Vereine und Behörden 25 Pf.: Reklamen: Der Raum für die Reklamespalte, 37mm breit,„Zmam hoch, 1 Mk.— Für Erfüllung von Platzvorschriften wird keine Gewähr, sowie für Druckfehler keine Haftung übernommen. Etwaiger Rabatt gilt als Kassenrabatt u. kann verweigert werden, wenn Zahlung nicht binnen 4 Wochen nach Erhalt der Rechnung efolgt.— Gebühr für Beilagen nach Gewich Erste Ausgabe. Dienstag, 22. Mai 1917. 66. Jahrgang. Nr. 364. Erntatungen des Fursten Twows und Tereschrschennes. Der deutsche Abendbericht. Berlin, 21. Mai.(WTB.) Abends. Amtlich. Morgens scheiterten bei Bullecourt(Artois) engkische, südwestlich von Nauroy(Champagne) franzölische Teilaugriffe. Tagsüber an mehreren Abschnitten der Arras=, Aisne= und Champagnefront, sowie auf dem Ostuser der Maas, wechselnd starker Feuerkampf. Berlin, 21. Mai.[WB.] Südlich der Scarpe wurden die am 20. Mai morgens gemeldeten Angriffe mit starken Kräften auf der ganzen Front beiderseits der Straße Arras —Cambrai unternommen. Sie kamen in unserem Vernichtungsfeuer in der Hauptsache über die ersten Anfänge nicht hinaus. An einzelnen Stellen wurden sie schon durch das auf die deutlich erkannten feindlichen Sturmtruppen gerichtete deutsche Feuer erstickt. Nur in der Gegend von Croisilles gelang es einer anscheinend frisch angesetzten englischen Division, sich in Kompagniebreite in unserem vordersten Graben festzusetzen. Englische Sturmtruppen, die weiter vorzudringen versuchten, wurden verjagt und vernichtet. Zwei Offiziere und 43 Mann wurden gefangen genommen und drei Maschinengewehre als Beute eingebracht. Den hier errungenen Erfola versuchten die Engländer am Nachmittag auszubauen. Sie griffen mehrfach, an einzelnen Stellen bis fünfmal, in mehreren Wellen in Divisionsbreite an, wurden aber, wo sie eindrangen, hinausgeworfen. Nur die südwestlich von Fontaines nach Westen vorspringende Ecke unserer Grabenstellung von geringer Breite blieb in ihrem Besitz. Ein abendlicher feindlicher Vorstoß aus dem von uns freiwillig aufgegebenen Bullecourt scheiterte. Stärkeres Feuer lag wieder auf St. Quentin, dessen Kathedrale 12 Treffer erhielt. Im Raume der Aisne-Front scheiterten bereits am gen in unserem Infanterie=, Maschinengewehr= und Artillerie=Sperrfeuer französische Teilangriffe in der Gegend von Laffaux. In der Gegend der Heurtebise=Fe. wurde unsere Stellung planmäßig nach kurzer, wirksamer ArtillerieVorbereitung in etwa 200 Meter Breite vorgeschoben, wobei eine Gruppe von Gefangenen und 6 Maschinengewehre in unserer Hand blieben. Am Nachmittage folgten drei feindliche Gegenangriffe, die, ebenso wie weitere heftige abendliche Angriffe mit schwersten Verlusten für die Franzosen — teilweise im Nahkampf— abgewiesen wurden. Ein im Anschlusse an die Unternehmung nach kräftiger Artillerievorbereitung zur Verbesserung unserer Stellung gleichfalls von Bayern unternommener Vorstoß setzte uns auf der Nordwestecke des Bovelle-Plateaus in den Besitz feindlicher Gräben. In heftigen Kleingefechten und hartnäckigen Handgranatenkämpfen wurden die eroberten Gräben gegen alle Gegenangriffe gehalten und etwa 50 Gefangene und 3 Maschinengewehre eingebracht. Kurz vor Mitternacht stürmten am 20. Mai Truppen der Provinz Posen in der Gegend nordwestlich von Braye die vorderste feindliche Grabenlinie in einer Breite von 200 Metern. Auch hier blieb eine Anzahl von Gefangenen in unserer Hand. Während in der Gegend von Reims das Artilleriefeuer sich in mäßigen Grenzen hielt, steigerte sich das tagelange französische Zerstörungsfeuer gegen unsere Stellungen in der westlichen Champagne am 20. Mai zum heftigsten Sturmreifschießen. Um 4 Uhr nachmittags ging der Feind mit starken Kräften gegen unsere Höhenstellungen nördlich von Prosnes und Cornilette bis zum Poehl=Berg zum Angriff vor. Im ersten Anprall gelang es den Franzosen, die Höhe zu besetzen. Ein Gegenstoß unserer Reserven, die schon seit langer Zeit unter dem schwersten Feuer ausgehalten hatten, entriß dem Feinde unter Kämpfen von größter Erbitterung einen Teil seines Gewinnes. Die anfänglich verloren gegangenen Höhen Hochberg und Poehlberg wurden zurückerobert und gegen mehrere starke Angriffe gehalten, wobei die feindliche Infanterie durch unsere Artillerie schwere Verluste erlitt. Eine größere. Anzahl von Gefangenen und einige Maschinengewehre wurden bei diesem Kampfe eingebracht. Zwei andere Höhen, der Cornilette- und der Keilberg, blieben, wie gemeldet, im Besitze des Feindes. In der Gegend von Verdun verstärkte sich am 20. Mai tagsüber die Artillerietätigkeit und hielt auch stellenweise bis zum Abend an, um in der Nacht abzuflauen. Unzufriedenheit mit Haig. Berlin, 21. Mai.(T. d. A.) In der Londoner„World“ heißt es: General Petain hat soeben die französische Oberleitung übernommen. Wenn Lloyd George nach seinem Besuche in Paris zu der Überzeugung gelangte, daß den Interessen des Verbandes am besten gedient sei, wenn General Petain die Oberleitung des englischen Heeres mit übernehme und Generai Sir Edmund Allenby ihm unterstellt würde als Besehlshaber der englischen Streitkräfte, dann geziemt es uns allen, dem Premierminister loyal und von ganzem Herzen zu folgen. Politische Erwägungen kämen nicht in Betracht. Ich will unsere neuerlichen Fortschritte an der Westfront nicht bekritteln, aber die dortigen Operationen sind verlustreich und, abgesehen von General Allenby's glänzendem Ostermontagssieg, auch nicht entscheidend gewesen. Wir können es uns bei der jetzigen Offensive nicht leisten, die Tragödien von Neuve=Capelle, Loos und der Somme zu wiederholen. Der Seekrieg. Hamburg, 18. Mai. Das Prisengericht in Hamburg hat den eingebrachten holländischen Dampfer„Batavier Nr. 6“ freigegeben, desgleichen einige Teile seiner Ladung. andere sind gegen Entschädigung eingezogen worden. Es verhandelte ferner in öffentlicher Sitzung über den am 23. Juli 1916 aufgebrachten englischen Dampfer„Brussels“, der sich mit Stückgütern auf der Fahrt von Rotterdam nach Londen befand. Die vorliegenden 7 Reklamationen sind abgelehnt worden, die Einziehung von Schiff und Ladung ist zu Recht erfolgt. Im Falle des am 15. Juli 1916 angehaltenen und mit seiner von Livervool nach London bestimmten Stückgutladung nach Zeebrügge eingebrachten Dampfers „Letris“, in dem 18 Ersatzansprüche geltend gemacht worden sind, kennte sich das Gericht diesen nicht anschließen. Sie wurden, sowohl für das Schiff. als auch für die Fracht, zurückgewiesen. Rotterdam, 21. Mai.(WTB.]„Maasboode“ meldet, daß nach der Erklärung der Besatzung des versenkten schwedischen Schiffes„Cordelia" dasselbe U-Boot einige Tage später den White=Star=Dampfer„Baltie“. 23 876 Tonnen, angriff. Das Schiff erhielt mehrere Treffer und hatte bald darauf schwere Schlagseite. Englische Torpedojäger eilten sofort zu Hilfe. Später hörte man, daß ein anderes U.Boot den„Baltie“ zum Sinken gebracht hat. Genf, 21. Mai.(BB.) Nach einer Washingtoner Depesche des Pariser„Journal“ trafen 14 Kanoniere von dem versenkten Schiff„Rickingham“ der Vereinigten Staaten an der amerikanischen Küste ein. Der Kommandant der Kanoniere ist an Bord des Rettungsbootes gestorben. Die französische Darstellung des Vorpostengesechts an der flandrischen Küste. Paris, 21. Mai.(W2B.) Das Marineministerium teilt mit: In der Nocht vom 19. zum ∆ Stockholm, 21. Mai. Der Minister des Außern, Tereschtschenko, äußerte russischen Pressevertretern gegenüber sein Programm. Das freie Rußland werde von zwei tief idealen Motiven belebt, erstens dem Wunsch, der Welt einen gerechten Frieden zu schenken, der keiner Nation schadet und nach dem Kriege keinen Haß schafft. Haß bleibt immer zurück, wenn aus dem Kampf eine Nation auf Kosten der andern als Sieger hervorgeht. 1870 sei ein Beispiel dafür. Elsaß=Lothringens Hoffnung auf eine bessere Zukunft sei in den 45 Jahren nicht gestorben. Das Land habe ein Recht, die Verwirklichung seines Ideals zu erhoffen. Das andere Motiv sei das Bewußtsein, daß das Band, das die alliierten Demokraten vereinigt, von den Revolutionären Rußlands nicht gelöst werden kann. Mit Befriedigung stellt der russische Minister des Außern fest, daß keine einzige demokratische Partei, keine einzige Organisation Propaganda für einen Sonderfrieden gemacht habe. Eine Frage aber existiere, die imstande sei, zahlreiche Gruppen der russischen Demokratie aufzuregen: das sei die Frage der von der zarischen Regierung abgeschlossenen Geheimverträge. Diese Frage entzünde Leidenschaften innerhalb der russischen Demokratie, beunruhige sie und vermindere ihre Begeisterung. Daraus entstände die unmittelbare Veröffentlichung der Geheimverträge. Eine unmittelbare Veröffentlichung, betonte Tereschtschenko, sei aber gleichbedeutend mit einem Bruch mit den Alliierten und würde die Isolierung Rußlands mit sich führen, sie würde eine Sonderstellung Rußlands hervorrufen und wäre der Anfang zum Sonderfrieden, den das russische Volk nicht nur aus Ehrgefühl, sondern deshalb verwerfe, weil es verstehe, daß einen Weltkrieg nur ein Weltfriede beschließen könne. Nur dieser Friede garantiere dem befreiten Rußland seine Wünsche Rußland müsse vorwärts, nicht rückwärts blicken, das Vertrauen zwischen den Alliierten sollte aber wachsen, damit die provisorische Regierung imstande sei, vorbereitende Schritte zu einem Einverständnis mit den Alliierten zu unternehmen.„Mein Bestreben ist,“ so sagte Tereschtschenko,„das Zustandebringen des gegenseitigen Verständnisses zu beschleunigen.“ Hierzu müsse aber das Russenvolk seine Verpflichtungen den Alliierten gegenüber auf gegenseitige Hilfe und gemeinsame Kämpfe erfüllen. Darauf befürwortete Tereschtschenko die Neubelebung der russischen Militärmacht. Das Heer müsse jetzt für des Vaterlandes Integrität und Wohlfahrt kämpfen. Eine Niederlage würde die Freiheit vernichten. Es sei lächerlich, gegenwärtig von Annexionsplänen der Alliierten zu sprechen, wo Rußland, Belgien. Frankreich und Serbien ganz oder teilweise vom Feinde besetzt seien. Man könne jetzt nur die Frage der aktiven Verteidigung der nationalen Unabhängigkeit erörtern. Die Regierung, so fuhr Tereschtschenko fort; betrachte es als Ehrenpflicht, definitiv zu erklären, daß sie den baldigen Frieden anstrebe. Wenn sie von einem Frieden ohne Entschädigung spricht, erkläre sie damit nicht die Proklamierung einer passiven Verteidigung des freien Rußlands. Die Regierung werde niemals einwilligen, daß die jetzt von den Deutschen besetzten Gebiete, die infolge einer verbrecherischen Gleichgültigkeit des alten Regimes geraubt wurden unter dem Joch des deutschen Militarismus bleiben. Rußland könne nicht gleichgültig bleiben angesichts der Schicksale Serbiens, Belgiens und Rumäniens. Der an der Front entstandene Waffenstillst and muß aufhören. Es sei eine Schande, die den deutschen Reichskanzler in den Stand setzte, die Vermutung von einem Sonderfrieden auszusprechen. Dieser Waffenstillstand an der Front sei wie ein Bürgerkrieg mit Rußlands Ehre und Würde unvereinbar.„Wir müssen das normale Leben und die Ordnung wieder herstellen", rief Tereschtschenko, dies sind die Fragen, auf die die provisorische Regierung alle Anstrengungen konzentrieren muß.“ Ministerpräsident Fürst Lwow hat den Vertretern der Presse folgende Erklärungen gemacht: Als die vorläufige Regierung gebildet wurde, lehnte die sozialistische Partei den Eintritt in diese ab, indem sie erklärte, das Programm der Regierung zu billigen und letztere zu unterstützen. Diese Partei gründete ihr eigenes Organ, nämlich den Arbeiter- und Soldatenrat, der die Arbeiten der Regierung kontrolliert und sie mit seinem ganzen Ansehen bei der Durchführung des von der vorläufigen Regierung 20. Mai, gegen 1 Uhr früh. begegnete eine Streifabteilung von vier französischen Torpedobooten auf der Höhe von Dünkirchen einer Flottille von deutschen Zerstörern, welche in der Richtung auf diesen Hafen fuhren. Nach kurzem Gefechte zog sich die feindliche Flottille mit großer Schnelligkeit auf ihren Ausgangspunkt zurück. Unsere vier Torpedoboote kehrten nach Dünkirchen zurück, eins von ihnen mit einigen Beschädigungen. Bern, 21. Mai.(WTB.) Zum U-Bootkrieg schreibt die„Information“: Nach und nach komme man zu der Ansicht, daß die durch den U-Bootkrieg geschaffene Lage einen beträchtlichen Einfluß auf die Kriegsdauer, vielleicht auch auf den Ausgang des Kriegs haben werde. Noch niemals habe man mit solcher Offenheit sprechen dürfen, und wenn man das jetzt gestatte, so sei es, weil man sich vermutlich endlich davon überzeugt habe, daß man das Notwendige zur planmäßigen Bekämpfung der U-Bootgefahr tun müsse. In England gewinne der Gedanke Anhänger, daß ein Angriff auf die deutschen Küsten notwendig sei. Man müsse in Frankreich sich immer wiederholen, daß es nicht zulässig sei, daß die erste Marine der Welt, die von der französischen und amerikanischen unterstützt werde, ohnmächtig vor den deutschen Küsten bleibe, so gut sie auch geschützt sein mögen.—„Figaro“ schreibt zu der Ankunft der amerikanischen Flottille, sie werde hoffentlich zusammen mit der japanischen eine verschärfte U.Bootjagd ermöglichen. Amerikas Schwierigkeiten bei der Verstaatlichung der Handelsflotte. Bern, 19. Mai.(WTB.) Ein Washingtoner Sonderbericht des„Corriere della Sera" besagt: Die amerikanische Regierung hat auf Veranlassung Arlottas einen Gesetzentwurf eingebracht, die gesamteamerikanische Handelsflotte in den Staatsdienst zu stellen. Man werde aber nicht alle Schiffe zur Befrachtung nach Europa benutzen können, da dies Schwierigkeiten mit den südamerikanischen Staaten ergeben könnte, die Kohlen und andere wichtige Waren ausschließlich durch Küstenschiffahrt erhielten und bei ungenügender Versorgung Gegenmaßnahmen treffen könnten, z. B. hinsichtlich der argentinischen Getreideausfuhr. Die amerikanischen Reeder würden heftigen Widerspruch leisten, doch Wilson hoffe, das Gesetz durchzubringen. Die Vorgänge in Rußland. Petersburg, 21. Mai.(1978.) Vetersb. Tel.=Agent. Vor einer großen Versammlung gegenwärtig in Batersbung verkündeten Programms unterstützen sollte. Indessen nahm dieses Kontrollorgan mehr und mehr den Charakter eines Verwaltungsorgans an, und die vorläufige Regierung sah sich Anweisungen gegenüber, die sie nicht erwartet hatte. Die Folgen dieser Politk machten sich alsbald fühlbar. In der Tat sank die Kampfkraft des Heeres bis an den Rand des Abgrundes, und überall wurden Anzeichen der Anarchie bemerkt. Gleichzeitig blickten unsere Bundesgenossen beunruhigt auf uns, während unsere Feinde mit einem Blick unverhüllter Schadenfreude(méchanteté joyeuse) zu uns hinübersahen. Und nun haben neulich unsere Gegner uns grausam beleidigt, indem sie auf die Möglichkeit eines Sonderfriedens anspielten. Heute erwartet die neu zusammengesetzte und durch das Vertrauen des Volkes starke Regierung, daß alle Handlungen vollständig gebilligt und ausgeführt werden, sowie daß alle ihre Anweisungen wie die ihrer Vertretung getreulich befolgt werden. Die neue Regierung hat eine große, allgemeine Aufgabe vor sich, nämlich die, so schnell wie möglich das in Unordnung geratene Leben des Landes wieder aufz ubauen. Die Regierung betrachtet als ihre erste Aufgabe die Verstärkung der bewaffneten Macht, die eine hohes Maß von Kampfkraft besitzen muß, sowohl zur Verteidigung des Landes und zur Bewahrung der Errungenschaften der Revolution, wie zur Vertreibung des Feindes, der auf unserem Boden steht, besonders aber zur tätigen Unterstützung unserer Bundesgenossen. Das Land weiß, daß die Kampfkraft unseres Heeres gesunken ist. Das kommt nicht nur von der kargen Versorgung mit Munition, Lebensmitteln und Futter, sondern auch von der falschen Auslegung der Kriegsziele. Die Regierung hält es daher für ihre Pflicht, klar und endgültig zu erklären, daß sie offen den Abschluß eines schnellen Friedens erstrebt. Aber indem sie von einem Frieden ohne Annerion und Kriegsentschädigung spricht, erklärt die Regierung, daß es sich nicht um passive Verteidigung handelt. Das freie Rußland wird niemals dulden, daß Gebiete unter dem Joch des deutschen Militarismus belassen werden, die infolge der Verbrechen und der Nachlässigkeit der alten Regierungsform gegenüber den Intcressen des Vaterlandes und des Heeres aufgegeben wurden. Wöhrend es das Bündnis mir den großen westlichen Temokratien hochschätzt, die die Greuela des deutschen Einfalles erlebten und immer noch unter dem schweren Schritte des Siegers leiden, kann das russische Volk hinsichtlich des Schicksals Belgiens, Serbiens und Rumäniens nicht gleichgütig bleiben und nicht seine Pflicht ihnen gegenüber vergessen. Ich kann mir nicht vorstellen, wie man den Gedanken fassen kann, daß viele Millionen freier belgischer und französischer Bürger in Sklaven des deutschen Muitarismus verwandelt werden sollen.. Um den künfligen Geschlechtern ein unbeflecktes Ansehen zu überliefern und hocherhobenen Hauptes unter den großen Demokratien zu bestehen, muß das revolutionäre Rußland die Kroft seines Heeres auf die notwendige Höhe bringen. Auf dieses Ziel werden alle Bemühungen der Regierung gerichtet sein. Die tatsächlich an der Front eingetretene Waffenruhe, die dem deutschen Reichskanzler die Vermutung ermöglichte, einen deutschen Frieden ins Werk zu setzen, muß aufhören. Das Land soll sein gebieterisches Wort sprechen und sein Heer in den Kampf schicken. Ich bin sicher, daß das freie Herr Rußlands, fest zusammengeschweißt durch die Disziplin, die auf dem wechselseitigen Vertrauen der Offiziere und Soldaten beruht, die sich bewußt sind, daß das Heer, welches weiß, daß das gesamte Volk hinter ihm steht und bereit ist, es zu unterstützen und ihm alles Notwendige selbst um den Preis eigener Entbehrungen zu geben, daß dieses Heer das Land, seine Ehre und seine Würde verteidigen wird. Es wird den Bundes genossen, mit denen es durch das für die gemeinsame Sache vergossene Blut eng verbunden ist, eine kräftige Hülfe bringen. Der Waffenstillstand an der Front ist unvereinbar mit der Ehre und Würde Rußlands, ganz genau so wie der Bürgerkrieg Wir müssen dem Lande ein geregeltes Leben und die Ordnung wieder herstellen. Das sind die Sonderprobleme, an denen die neue Regierung alle ihre Anstrengungen setzt. befindlichen Abgeordneten der Schwarzen Meerfloite hielt Kriegsminister Kerenski eine Rede, in der er u. a. sagte: Solange ich Kriegsminister bin, ist kein Versuch einer Gegenrevolution möglich. Ich werde dem Volke bis zum letzten Blutstropfen dienen. Wenn wir der Welt unseren Wunsch nach Frieden verkündet haben, so ist es nicht deshalb geschehen, weil wir ohnmächtig sind, sondern deshalb, weil wir Vertrauen zu unserer Kraft haben. Das Wesen unserer neuen Regierung ist die vollständige Einigkeit mit unseren Verbündeten. Französische Vorwürje gegen Rußland. Georges Ahnet schreibt im„Gaulois“ am 14. 4.: Ich möchte annehmen, daß die Russen in ihren demagogischen Gründen sich der Tragweite ihrer Handlungsweise nicht voll bewußt sind, aber sie müssen sich darüber klar werden, wenn sie uns jetzt verlassen, wo unser Blut in Strömen fließt, um den Krieg zu beendigen, der lediglich unternommen ist, um ihnen Gefolgschaft zu leisten, so wäre das eine der ehrlosesten Vereinbarungen, die die Geschichte zu beurteilen und zu brandmarken hat. Ohne Zögern, wenn auch schlecht bewaffnet und nur ungenügend vorbereitet, erhoben wir uns und kämpften, wie wir Gott sei Dank noch heute kämpfen. Drei Jahre hielten wir sie aus, während Leute, wie der inzwischen gehängte Niessojeow, Stürmer und die anderen Anhänger Rasputins, Verrat übten und die Offensive des Großfürsten Nikolai und Brussilows hemmten, als sie entscheidend wurde. Kaum befreit, gerät jetzt Rußland wieder in die noch schmachvollere Anarchie. Durch die Selbstaufgabe wird den bedrohten Deutschen im Westen es möglich, uns mit ihren Divisionen aus dem Osten aus den Feldern von Arras und der Champagne zu überrenneu. Rußland, statt seiner herrlichen Aufgabe zu folgen, kehrt seiner Zukunft den Rücken und opfert seinen Possenreitern und Deserteuren zu Liebe seinen Ruhm in den Augen der Menschheit. Eineriss der Engländer und Japaner in Rußland? Stockholm, 21. Mai.„Aftonbladet“ erfährt von einem aus Petersburg zurückgekehrten Reisenden: Die Enaländer hätten mit 4000 Mann Archangelsk besetzt und beabsichtigten, auch die Strecke von Archangelsk bis Petersburg zu besetzen. Die Javaner hätten Charbin besetzt. Der österreichische Tagesbericht. Wien, 21. Mai.(W2B.) Amtlich wird verlautbart: Ostl. und südöstl. Kriegsschauplatz. Keine Ereignisse von Belang. Italienischer Kriegsschauplatz. Am Isonzo setzte der Feind gestern seine Angriffe jort. Deren Wucht richtete sich gegen unsere Stellung zwischen Vodice und Salcana. Alle Anstrengungen des Gegners bliehen erfolglos. Er vermochte nicht einen Fuß breit Boden zu gewinnen. Am Vormittag führte der Gegner seine Massen zweimal genen den Monte Santo zum Sturm. Der erste Angrifi brach, ehe er sich zu entjalten vermochte, in unserem Vernichtungsfeuer zusammen, Beim zweiten bahnten sich welsche Abteilungen in der Nähe des Klosters Monte Santo einen Wea in unsere durch Trommeljeuer zerschossenen Gräben. Unsere braven Truppen. unter ihnen Mardurger Landsturm, trieben den Feind im Gegenstoß mit dem Bajonett zurück. Abends schritten die Italiener, auf Artillerievorbereitung verzichtend, zu einem breit angelegten. mächtigen Angriff. der sich diesmal gegen den ganzen Abschnitt Vodice—Monte Santo richtete. Bei Vodice gelang es den Sturmkolonnen. unter schweren Verluiten einen Höhenkamm zu erklimmen. Das altbewährte Infauterieregiment Nr 41 warf sich aber dann auf den überlegenen Gegner und zwang ihn in erbittertem Handgemenge zur Flucht. Die gegen den Monte Sancto angesetzten italienischen Divisionen wurden schon durch unser Geschützfeuer in ihre Gräben zurückgejagt. Die gestrigen Kämpfe brachten uns über 200 Gefangene und vier Maschinengewehre ein. Die überaus mannigfaltige Kriegsgliederung unserer Karsttruppen ermöglicht es nicht, heute schon die Einzelheit der Truppenverbände, die sich um den Erfolg des Tages besonders verdient gemacht haben, nach Bezeichnung und Bodenständigkeit hervorzuheben. Unsere Flieger schossen im Luftkampfe fünk italienische Flugzeuge ab. Auf den übrigen Abschnitten der Südwestiront ist nichts Besonderes mitzuteilen. Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabes: v. Höfer, Feldmarschalleutnant. Aus aller Welt. Kopenhagen. 20. Mai.(WTB.) National=Tidende meldet aus Malmö: Die schwedische Regierung erließ ein Ausfuhrverbot für Fische, die in schwedischen Gewässern, in der Ostsee, in Oresund. Kattegatt oder Stagerrak gefangen worden sind. Die Lebensmittelversorgung der Neutralen. Bern, 2C. Mai. Hervorragende Persönlichkeiten der englisch=französischen Mission und mehrere Vertreter des Staatsdevarte= ments haben, wie„Journal“ aus Washington meldet, beschlossen, daß die europäischen Neutralen in beschränktem Maße Lebensmittel erhalten sollen, daß sie jedoch eigenen Schiffsraum zum Transport stellen müssen. Deutsches Reich. (2) Berlin, 21. Mai. Der Leiter der Oberzensurstelle im Kriegspresscamt. Major von Olberg. wurde unter Belassung in seiner Stellung zum Generalstabsoffizier ernannt. Die Beteiligung der unabhängigen Sozialdemokraten an der Stockholmer Konferenz. Berlin, 21. Mai.(WTB.) Auf eine Anfrage des Abg. Haase=Königsberg wurde folgende Antwort erteilt:„Die im Hauptausschusse vom Staatssekretär des Auswärtigen Amtes am 1. Mai 1917 abgegebene Erklärung, daß den unabhängigen Sozialdemokraten wegen ihrer Zugehörigkeit zu dieser Fraktion die verschieden beantragten Pässe zur Reise nach Stockholm nicht verweigert werden sollen, wird in vollem Umfange aufrecht erhalten. Die Beteiligten werden sämtlich die Reiseerlaubnis erhalten, ausgenommen der Landtagsabgeordnete Hoffmann. Ihm wird aber der Paß nicht wegen seiner Zugehörigkeit zur Fraktion der unabhängigen Sozialdemokraten, sondern lediglich deshalb verweigert werden, weil er nach Mitteilung des Oberreichsanwaltes in ein Ermittelungsverfahren wegen Landesverrats verwickelt ist.“ 58. Westfälischer Provinziallandtag. * Münster, 21. Mai. Der Präsident Dr. Fürst zu Salm=Horstmar eröffnet die Sitzung kurz nach 4¼ Uhr. Erster Gegenstand der Tagesordnung ist Prüfung der Wahlen der Abgeordneten. Berichterstatter Abg. Tewaag=Dortmund berichtet kurz über die Verhandlungen der Kommission zur Prüfung der 21 Wahlen. Abg. von Mallinckrodi über die für den Stadtkreis Dortmund. Den Wahlen wird sodann zugestimmt. Verwendung der überschüsse des Rechnungsjahres 1915 und Fesisetzung der Provinzialsteuern für 1917. Berichterstatter Abg. Delius=Siegen verbreitet sich sehr eingehend über diese Vorlage, und zwar zunächst über die Verwendung von Überschüssen der Landesbank, dann über die Festsetzung der Höhe der Provinzialsteuern für 1917. Namens der Kommission beantragt er die Verwendung der Überschüsse nach den Vorschlägen des Provinzialausschusses sowie die Festsetzung der Provinzialsteuer auf 135 Prozent, wie im Vorjahre. Ohne Aussprache wird hierzu die Zustimmung erteilt. (Auf die Verwendung der Überschüsse usw. haben wir bereits früher des näheren hingewiesen. D. R.) Verkauf von Grundstücken. Abg. Graf von Gahlen=Assen berichtet namens der Kommission für Haushaltspläne über den Verkauf von Grundstücken am Lippe=Seitenkanal an den königl. preußischen Fiskus und teilt mit, daß die Kommission dem Vorschlage des Provinzialausschusses einstimmig beigctreten ist. Dem Verkauf wird die Zustimmung erteilt. Jahresrechnungen und Jahresbericht Berichterstatter Abg. Dr. Ostrov geht auf die Jahresrechnungen ein, bespricht sodann den Bericht über die Ergebnisse der Provinzialverwaltung für das Geschäftsjahr 1914/15 und schlägt vor, die Rechnungen vorbehaltlich der Erledigung etwaiger Erinnerungen zu genehmigen und Entlastung zu erteilen und den Jahresbericht durch Kenntnisnahme für erledigt zu erklären. Auch hiermit ist das Haus einverstanden. Wahlen. Die Wahlvorbereitungskommission schlägt vor, 1. anstelle des verstorbenen Mitgliedes Darup=Deiters den Abg. Frhrn. von Kerckerinck=Borg als stellvertretendes Mitglied, 2. anstelle des durch Amtsniederlegung ausgeschiedenen Mitgliedes Frhrn. von Schorlemer=Overhagen den bisherigen Stellvertreter Landrat von Mallinckrodt in Meschede, 3. anstelle des bi herigen stellvertretenden Mitgliedes von Mallinckrodt den Abg. Löhers zu wählen. Anstelle des ausgeschiedenen Mit der deutschsprachigen Presse e.V. gliedes Dr. Jungeblodt wird Abg. Dieckmann aus Mitglied der Kommission zur Mitwirkung in Augelegenheiten der Rentenbauk vorgeschlagen. Im übrigen wird für diese Kommission die Wiederwabl des Abg. Freiberrn von SchorlemerAlst als Mitglied und der Abaa. Blenio und Robert als Stellvertreter in Vorschlag gebracht. Anstelle des verstorbenen stellvertretenden Mitgliedes des Kuratoriums der Landwirtschaftsschule zu Lüdinghausen. Krorn. von Tpickel. wird Abg. Leppelmann vorgeschlagen. Schließlich schlägt die Kommission noch eine große Reibe von Wahlen zur Oberersatzkommission vor. Nach den Berichten der Abaa. Dr. Stapenhorst. Grafen von Merveldt und Ruegenberg wird den Vorschlägen der Kommission zugestimmt. Bericht der Schulkommission für die landwirtschaftlichen Winterschulen. Zu dieser Vorlage erstattet Abg. Pellengahr-Steinhorst den Kommissionsbericht, worauf der Bericht für erledigt erklärt wird. Schluß der Tagung. Präsident Dr. Fürst zu Salm=Horstmar stellt sodann fest, daß die Tagesordnung erledigt ist. und stattet namens des Hauses dem königl. Landtagskommissar und seinen Räten, ebenso dem Landesbauptmann und den Landesräten den Dank für ihre Mitwirkung ab. Ihnen fügt, er herzliche Dankesworte für die schnelle und fleißige Arbeit der Abgeordneten selbst an. Der königliche Landtagskommissar Prinz von Natiborund Corvev verliest hierauf folgende Schlußrede, die von den Abgeordneten stehend angehört wird: Hochgeehrte Herren! Ihre Tagesordnung haben Sie in vorbildlicher Kürze, aber mit der gewohnten Umsicht erledigt. und Sie wollen in Ihren jetzt für jeden doppelt verantwortlichen Pflichtenkreis zurückkehren. Schwere Opfer wird die Zukunst noch fordern; wir wollen sie auf uns nehmen nicht mit Seufzen und Klagen, sondern freudig durchdrungen von dem Bewußtsein: Was ich bin und was ich habe, dank ich dir, mein Vaterland. Dann werden wir die Kraft behalten und auch auf andere ausströmen lassen können ein jeder in seinem Kreise, in stolzer Ruhe auszubarren, bis mit Gottes gnädigem Beistand der Friede heranreift, der allein der Opfer würdig ist, der Friede, der unserm geliebten Vaterlande eine schöne und glückliche Zukunft sicher verbürgt. Ich erkläre nunmehr den 58. Landtag für geschlossen.(Beifall.) Präsident Fürst zu Salm=Horstmar bringt im Anschlusse hieran ein Hoch auf unser ungestammtes Herrscherhaus aus. Abg. Haarmann gedenkt mit kurzen Worten der Verdienste des Präsidenten für eine so schnelle und gedeibliche Führung der Geschäfte und dankt ihm unter dem Beifall des Hauses. Präsident Fürst zu Salm=Horllmar: Ich danke Ihnen für Ihre freundliche Gesinnung mir gegenüber, die sie mir durch die Worte Ihres Herrn Vertreters zum Ausdruck gebracht haben. Ich gebe mich der Hoffnung hin, daß wir alle in alter Gesundheit uns im nächsten Jahre wiedersehen und der liebe Gott uns eine gute Ernte beschere(Beifall), die die Nöte unserer schwer arbeitenden Bevölkerung lindern möchte. (Lebhafter Beifall.) Alsdann ichließt er die Sitzung und damit den 58. westfälischen Provinzial=Landtag kurz nach 5 Uhr. Landwirtschaftl. Wanderversammlung. * Hiltruv. 21. Mai. Eines ganz bervorragend guten Besuches hatte sich die gemeinsame Wanderversammlung des Landwirtschaftlichen Kreisvereins Münster und des Landwirtschaftlichen Lokalvereins Amelsbüren=Hiltrup zu erfreuen, die gestern nachmittag 4 Uhr unter Leitung des stellvertretenden Kreisvereinsdirektors. Ikonomierats Brüning=Sudhoff, in den Gartenanlagen der Wirtschaft Vogt stattfand. Nach Vortrag der Eingänge durch den Schriftführer des Kreisvereins, Ekonomierat Dr. Schleh, folgte ein eingehender, mit großer Spannung erwarteter Vortrag des Generalsekretärs der Landwirtschaftskammer, Lkonomierat Dr. Gerland, über seine Erlebnisse und Beobachtungen bei westfälischen Truppen an der Front. Lkonomierat Dr. Gerland hat, wie bereits früher eingebend berichtet, vor kurzem gemeinsam mit einer Anzahl anderer Herren aus dem Bereiche des 7. Armeekorps eine Reise zur Westfront gemacht und schilderte jetzt im einzelneu, soweit es das militärische Interesse zuließ, den Gana ber Reise, das Leben bei den Soldaten an und hinter der Front und den Zustand der Landwirtschaft in diesen Gebieten. Hierbei legte er dar. daß von den an und hinter der Frout angesammelten Lebensmitteln von den Soldaten, namentlich von denen aus dem Industriegebiete, Vieles aufgekauft werde, um es den Verwandten in der Heimat zu schicken. Das sei zwar ein dem natürlichen Empfinden zuwiderlaufendes Verhältnis, es möge dies aber allen Angehörigen von Soldaten eine Mahnung sein, von den im Inlande befindlichen Lebensmitz teln nichts an die Front zu schicken, dafür aber das Entbehrliche lieber den Industriearbeitern zuzuführen. Dieses Versenden von Lebensmitteln in die Heimat habe so weit um sich gegriffen, daß die maßgebenden Stellen sich mit dem Gedanken tragen, das Versenden von Lebensmitteln ganz zu verbieten. Durch Wohlfahrtseinrichtungen der mannigfaltigsten Art (Beratungsstellen zur Auskunftserteilung in allen Fragen des täglichen Lebens, Feldzeitschriften, Bücherlager und vieles andere) werde alles getan, um den Soldaten das Leben im Felde so angenehm, wie nur möglich, zu machen. Ganz besonders gepflegt werde auch die Musik, die stets ihre aufheiternde und stärkende Wirkung tue. Der Redner hat bei seinem Besuche der Front auch das aus Westfalen stammende Pferdematerial besichtigen und feststellen können, daß es sich ausgezeichnet bewährt hat. Die Kavallerieoffiziere seien des Lobes voll über das, was Westfalen an Pferden an die Front geliefert habe, vor allem, was den Arbeitsschlag anlange. Keinen Beifall habe dagegen das Traberpferd gefunden, dessen Zucht kurz vor dem Kriege stark begünstigt wurde. Die schweren rheinischen und belgischen Pferde haben nicht das geleistet, was man sich von ihnen versprochen habe. Um die Landwirtschaft sehe es dort an der Front trostlos aus. Er habe die Aberzeugung, daß weite Gebiete in Nordfrankreich niemals wieder die Kultur erhalten werden, die sie vor dem Kriege hatten und die notwendig ist, um die Bevölkerung zu ernöhren. Der Viehstand sei gleichfalls so gut wie vernichtet. Wie es später mit den Eigentumsverbältnissen werden solle. das sei eine Frage. die wir glücklicherweise nicht zu entscheiden haben werden. Alles in allem faßte er das Ergebnis zeiner Reise, deren lebensvolle Schilderung er durch zablreiche Abbildungen noch erhöhte, dabin zusammen: Wir haben bei unseren Truppen eine Stimmung gefunden, wie sie ausgezeichneier nicht gewünscht werden kann. Die Kost ist gut, gesund und reichlich, und wir dürfen überzeugt sein, daß unsere Heeresleitung alles tut, was sie nur kann, um unseren Soldaten das Leben so angenehm wie nur möglich zu gestalten. Wir selbst aber haben gesehen, daß wir unseren Truppen nicht dankbar genug dafür sein können, daß sie uns den Feind von unserem Lande ferngehalten haben. Durchkommen werden unsere Feinde nach menschlichem Ermessen nicht. Und dazu dürfen wir die Überzeugung haben: Je länger der Krieg dauert, desto besser ist es für uns. und desto sicherer int uns der Sieg: denn unsere U-Boote arbeiten für uns. und ihr Verbündeter ist die Zeit. Der Redner schloß mit dem Wunsche, daß bald der Zeitpunkt kommen möge, wo wir unsere Truppen als Sieger wieder zu uns heimkehren sehen. (Lebh. Beifall.) Die Haltung und Aufzucht des Geflügels bebandelte sodann Zuchtinspektor Topp. Es müsse unser Bestreben sein, so legte er dar, durch Aufzucht und Haltung möglichst junger Tiere für ein rechtzeitiges Abschlachten der älteren zu sorgen, um so einerseits nur stark Eier erzeugende Tiere zu haben und andererseits möglichst viele Tiere auf den immer knapper werdenden Fleischmarkt zu bringen. Viel zu wenig beachtet werde die Gänse= und Schrutenzucht. Namentlich die Gänsezucht sei in den letzten Jahrzehnten, ähnlich wie die Schafzucht. unberechtigter Weise zurückgegangen. Und doch eigne sich die Gänsehaltung auch für die kleinsten Betriebe, segar jetzt in der Kriegszeit, da die Gans doch hauptsächlich von Grunsutter lebe. An jeden, auch an den kleinsten Betrieb, richte er daher die dringende Aufforderung, sich wieder der Auszucht und Haltung von Gänsen zuzuwenden. jedem Betriche könne und müsse eine solche Zahl von Gänsen gehalten werden, daß daraus der eigene Bedark an Bettsedern gedeckt werde. Der Millionenbetrag, der für die Einfuhr von Bettsedern alljährlich ins Ausland wandere. müsse im Lande bleiben. Die Haltung der Enten sei jetzt schwieriger, da Enten unbedingt Körnersutter beanspruchen. Man sei auch von der Auszucht der ganz schweren Enten abgekommen und habe sich mehr den leichteren Sorten zugewandt. Die Küsenaufzucht sei infolge des gegenwärtigen Futtermangels schwierig, aber bei den schönen Ausäufen auf unseren Bauernbösen sehr gut möglich, wenn die jungen Tiere binreichend gegen ihre Feinde geschützt werden. Sehr gut bewährt haben sich da die alten Kükenaufzuchtkästen. Was auf dem Hofe erbeutet werde, müsse auch restlos groß gezogen werden; nichts dürfe zugrunde gehen. Unsere Geflügelzucht müsse auf den Bauernhöfen. namentlich unter der Obsorge der Frau, wieder zur vollen Gleichberechtigung mit den anderen Betriebszweigen kommen, damit sie in der Lage sei, den Fleischmarkt unseres Inlandes wieder zu versorgen. (Lebh. Beifall.) Gestellung von landwirtschaftlichen Arbeitern. Hauptmann Kochs, Wirtschaftsoffizier des stellvertretenden Generalkommandos des 7. Armeekorps, erläuterte kurz die Aufgaben des Wirtschaftsoffiziers, die hauptsächlich in der Gestellung von Arbeitern des Ersatzbataillons bestehen. Es sei bies eine militärische Wohlfahrtseinrichtung, die verhältnismäßig nur wenig bekannt sei. Zwar wisse er sehr wohl, daß keine fremde Kraft die Arbeitskraft des cigenen Wirtschaftsbetriebes ersetzen könne: aber im Kriege sei das nicht gut möglich, man müsse sich mit dem behelfen, was geboten werde. Der Wirschaftsoffizier besitze die Vollmacht, auf begründete Anforderungen hin. die beim Landrat einzureichen seien, für jeden Betrieb bis zu fünf Arbeitern vierzehn Tage lang zu stellen, und zwar könne diesen Anträgen sofort entsprochen werden. Es sei dazu nichts anderes nötig, als auf dem sog. Formular B die nötigen Fragen zu beantworten und vom Landrat begutachten zu lassen. Auch für vier, ja sogar für sechs Wochen können Arbeitskräfte gestellt werden: doch müssen dahingehende Ant räge zunächst dem Generalkommando zur Entscheidung vorgelegt werden. Im Kreise Münster seien bis jetzt etwa 75 Mann gestellt, die meisten auf vier Wochen, einige sogar auf sechs Wochen. Die Stadt Münster habe vielleicht 20 Arbeiter gehabt. Auf das Amt Telate kommen allein 55 Arbeiter: sehr wenig dagegen entfallen auf die anderen Amter, und das könne nur seinen Grund darin haben, daß nicht allgemein bekannt sei, an wen man sich beim Mangel an Arbeitern zu wenden habe, wenn es sich um die Gestellung von Ersatzkräften handele. Sollte jemand einen Verwandten im Ersatzbataillon 13 haben oder sonst jemanden, den er als Arbeiter für sich wünsche, so möge er sich durch Vermittelung des Landrats vertrauensvoll an ihn den Wirtschaftsoffizier) wenden: seinem Wunsche solle nach Möglichkeit entsprochen werden. Die gestellten Leute erhalten täglich seinschließlich Sonntags) 1.50 Mk. Sofern irgend jemand der gestellten Arbeiter nicht für diese Arbeit geeignet sei, könne er sofort zurückgeschickt werden, da das Generalkommando wünsche, daß nur geeignete Leute die Arbeit verrichten. Mit der Gestellung von Arbeitern sei aber die Tätigkeit des Wirtschaftsoffiziers noch keineswegs abgeschlossen. So habe er z. B. die Aufgabe, den im Kreise bestehenden zahlreichen Ausschüssen, so den meistens unter dem Vorsitze von Geistlichen wirkenden Wirtschaftsausschüssen, mit Rat und Hülfe beizustehen. Sollten diese Ausschüsse die Tätigkeit des Wirtschaftsoffiziers nötig haben, sei er gern bereit, zu helfen. Man könne versichert sein, wenn er das Amt eines Wirtschaftsoffiziers auch nur nebenamtlich versehe, so werde er doch sich die nötige Zeit zu verschaffen wissen, um im Interesse der Landwirtschaft da zu belfen, wo es notwendig sei. (Lebh. Beifall.) Okonomierat Dr. Gerland wies im Anschlusse daran noch auf eine andere Gelegenheit hin, um für die landwirtschaftlichen Arbeiten Hülfskräfte zu erhalten. Winterschuldirektor Tillmann habe etwa 80 ältere Schüler der Gymnasien und Realgymnasien soweit ausgebildet, daß sie mit den notwendigen landwirtschaftlichen Handreichungen vertraut seien. Es seien alles kräftige junge Leute, die zur Arbeit sehr wohl geeignet seien. Wer diese jungen Leute einstellen wolle, möge sich an das Kriegswirtschaftsamt in Münster wenden. Am besten sei es ja, se nur in den Ferien anzufordern; sie können jedoch auch aus der Schule beurlaubt werden. Auf eine Anfrage des Gemeindevorstebers Siertmann erwiderte Otonomierat Dr. Gerland, aus eine Uberlalsung von Leihpferden sei nicht zu rechnen: es seien ja 40 Spann Brigadepferde de. die zur Benutzung bereit stehen. Gutsbesitzer Heroih meinte, daß man doch Leihpferde durch das Kriegswirtschaftsamt vom Traindataillon erhalten könne. Kaufmann Lühn hat das stellvertretende Generalkommando, doch von dem Erlasse eines Verbotes der Versendung von Lebensmitteln an die Front abzusehen, da es sich wohl nur um Ersparnisse an Butter oder Eiern handele, die unsere Soldaten an der Front nur wenig erhalten. Dieses gegenseitige Versorgen binde doch das Band zwischen Front und Heimat immer enger. Dann besprach er des längeren die Aufforderung des Generalkommandos an die Landwirte. noch Hafer und Brotgetreide abzuliefern: er sei der Meinung, daß jetzt nach den wiederbolten Ablieferungen und Nachforschungen nichts mehr vorhanden sei. was erübrigt werden könne. Nach weiterer Aussprache schloß der Vorsitzende die Versammlung mit der Mahnung. alles zu tun, was nur eben geschehen könne, um die landwirtschaftliche Produktion zu heben, aber auch alle durch die Verhältnisse bedingten Unannehmlichkeiten willig zu ertragen und alle Verordnungen treu zu befolgen, damit wir bald zu einem für uns günstigen deutschen Frieden kommen mögen.(Lebh. Beifall.] Aus der Stadt. Münster, 23. Mai. X Malteser=Sammelstelle, Münster. In den letzten Tagen der vergangenen Woche hatten sich die Insassen des Malteser=Genesungsheims Hubertusburg bei Sudmühle besonderer Auszeichnungen zu erfreuen. Der Oberpräsident der Provinz Westfalen. Prinz von Ratibor u. Corvey, sowie Damen und Herren der Münsterschen Gesellschaft und Garnison, weilten zu mehrstündigem Besuch an der in frischem Grün und Schmuck der Frühlingsblüten reizend gelegenen Erholungsstätte unserer verwundeten Krieger. Eine Ausstellung verschiedenster Arheiten der Buchbinderkunst, die dort unter Leitung des Herrn Dürselen entstanden, erregte durch ihre Mannigfaltigkeit und geschmackvolle Zusammenstellung lebhaftes Interesse und Bewunderung. Obgleich von ungeübten Händen gefertigt, zeigten die einzelnen Gegenstände eine Genauigkeit und Sauberkeit in der Ausführung, die das Auge keines Fachmannes zu scheuen brauchte. Viel Anerkennung fand ebenfalls ein Aquarell des Herrn Th. Ladners, das das malerisch zu den Ufern der Werse hinabschauende Genesungsheim in künstlerischer Auffassung und naturwahrer Frühlingsstimmung wiedergab. Gleichzeitig erfreuten die als Gäste anwesenden Herren Graf von Wesdehlen(Klavier) und Opernsänger Gref(Gesang und Guitarre) in zwangloser Weise Bewohner und Besucher durch ihre schöne Kunst. Allen Beteiligten werden die dort verlebten Stunen in angenehmster Erinnerung bleiben.— Der schon länger angekündigte Lichtbilder=Vortrag über die Kriegswirksamkeit des Malteserritterordens. der wegen der Unabkömmlichkeit des als Feldseelsorger in einem Malteser=Lazarett des Westens wirkenden Paters Schneller bisher verschoben werden mußte, soll, wie wir hören, noch im Laufe dieser Woche, und zwar am 24. Mai, in der Aula des städtischen Realgymnasiums stattfinden. Das Nähere wird noch bekannt gegeben werden. Wem daran liegt, sich von einem Augenzeugen darüber belehren zu lassen, wie unsere heldenhaften deutschen Brüder für die Heimat und uns draußen kämpfen, dulden und zu sterben wissen, der möge den Besuch dieses bochinteressanten Vortrages nicht unterlassen, um so mehr, da auch der Ertrag des Abends den Lazaretten zufließt. Karten für den Vortrag sind in der Coppenrath'schen Buchhandlung erhältlich. X Rhein.=Westf. Frauenverband, Ortsgruppe Münster. Die russische Revolution steht augenblicklich neben den Großkampftagen an unserer unbesiegbaren Westfront im Mittelpunkt des Interesses. So wird der Vortrag des Geheimrats Seeck am Mittwoch, 23. Mai, Aufschlüsse bringen über die historischen Ursachen und Wirkungen der gewaltigen Umwälzungen im ehemaligen Zarenreiche.— Da der Ertrag unseren unterernährten Volksschulkindern zugute kommen soll, so wird hoffentlich der große Saal der Universität bis auf den letzten Platz besetzt sein. Es wird gebeten, die sechs vordersten Reihen der rechten Saalhälfte für die Verwundeten unsorer Lazarette freizulassen. = Das Wohltätigkeits-Konzert des Evangel. Frauenvereins zur Linderung der Kriegsnot armer Familien beginnt heute abend 8 Uhr im großen Rathaussaale. Das reichhaltige Programm des Künstlerkonzertes verspricht genußreiche Stunden. *- Hausfrauenverein. Dienstag, 22. Mai ist Schillerstraße 4 Abgabe von billigem Spargel, von 10—11 Uhr für diejenigen Mitglieder, die beim letzten Verkauf Gutscheine erhielten. Nach 11 Uhr Abgabe an andere Mitglieder, soweit Vorrat reicht. Vom nächsten Verkauf an— voraussichtlich Freitag— werden nur mehr nummerierte Mitgliedskarten berücksichtigt. Nummerierung in der hausw. Beratungsstelle(Stadtweinhaus) Montags und Mittwochs von ½10 bis 11 Uhr. + Die Königl. Kreiskasse befindet sich vom 29. Mai ab Langenstraße 32 1. Etage. O überlassung von Pferden. Von zuständiger Stelle wird uns geschrieben, daß Gesuche um Überlassung von kriegsunbrauchbaren Militär= und Beutepferden stets an die zuständigen Landwirtschaftskammern— für die Provinz Westfalen also an die westfälische Landwirtschaftskammer in Münster— zu richten sind und daß durch die Vorlage von bezüglichen Gesuchen an andere Stellen die Angelegnheit nur verzögert wird. Die Herstellung einer Druckschrift ohne die in§ 6 des Gesetzes über die Presse vorgeschriebenen Vermerke der Namen und Wohnorte des Druckers und des Verlegers oder Herausgebers ist nach einer Bekanntmachung des kommandierenden Generals 7. A.=K. verboten. Ferner ist verboten, Druckschriften ohne die genannten Vermerke auf irgend eine Weise, sei es als Bote, Zettelverteiler, Kolporteur oder sonstvon der Heeresverwaltung beurwie zu verbreiten. Diese Anordnung tritt unter Aufbebung der unterm 20. Februar erlassenen Verordnung sofort in Kraft. Zuwiderhandlungen werden mit Gefängnis bis zu einem Jahre, beim Vorliegen mildernder Umstände mit Haft oder Geldstrafe bis zu 1500 Mark bestraft. In gleicher Weise werden bestraft Personen, bei denen Druckschriften der vorbezeichneten Art gefunden werden, sofern aus den Umständen, insbesondere der Anzahl der vorgefundenen Stücke, auf die Absicht einer Verbreitung zu schließen ist. Vom Standesamt. Sterbefälle: 19. Mai. Hauptmann a. D. Ferdinand Freiherr von Graes, 39 J.— Königl. Eisenbahn=Vorsteber a. D. Karl Goering. 60 J.— Witwe Glisabeth Merschmeier, geb. Eick. 62 J.— 20. Mai. Kaufmann Wilhelm Rauch, 62 J.— Berufslose Elisabeth Bresser, 35 J.— Maschinist Karl Filipezyk, 49 J.— Arbeiterin Wilhelmine Kaiser, 19 J.— Pfründner Karl Möller. 77 J. Arbeiter Heinrich Zumpenne, 51 J.— 21. Mas. Privatier Franz Friemoth, 77 J.— Arbeiter Karl Pisch, 29 J. 0 Medizinstudium. über die Beurlaubung der im Felde stehenden und in den Lazaretten tätigen Studenten der Medizin zur Teilnahme an den Vorbereitungskursen an den Universitäten und zur Ablegung der ärztlichen Vorprüfungen im kommenden Sommersemester wird uns geschrieben: Die Zeitungen brachten in letzter Zeit über Beurlaubungen von im Heeresdienste stehenden Medizinstudierenden zur Teilnahme an Ausbildungskursen an den Universitäten und zur Ablegung der ärztlichen Vorprüfung und Hauptprüfung Mitteilungen, welche zum Teil unvollständig und unrichtig und daher irreführend sind. Im Interesse der im Felde stehenden und in Lazaretten tätigen Studierenden der Medizin sei daher auf Grund des letzten Ministerialerlasses vom 25. April ds. Is. folgendes bekannt gegeben: Eine Anzahl von Studierenden und Kandidaten der Medizin, welche bereits zu den am 2. Januar 1917 bezw. 1. März 1917 eingerichteten Kursen hätte zugelassen werden können, ist aus militärischen Gründen ohne eigenes Verschulben an der Teilnahme n diesen Kursen verhindert worden. Um unbillige Härten zu vermeiden, soll diesen Studierenden und Kandidaten der Medizin nochmals durch Abkommandierung zu einem neu einzurichtenden Kursus bezw. zu den regelmähigen Vorlesungen an den Universiäten die Gelegenheit zur Ablegung der ärztlichen Vorprüfung bezw. der ärztlichen Prüsung gegeben werden. Darüber hinaus scheint es aber aus Billigkeitsgründen sowie zur Befriedigung des militärischen Bedarfs an geeigneten Kräften geboten, auch diejenigen im Heere stehenden Studierenden der Medizin, welche dem Jahrgang Ostern 1918 angebören, die Ablegung der ärztlichen Vorprüfung zu ermöglichen, das heißt also, denjenigen Studierenden der Medizin, die bei Kriegsausbruch drei Semester, sei es ohne, sei es mit Anrechnung eines Militärsemesters, zurückgelegt hatten. Es sollen demgemäß von laubt werden: I. Zwecks Ablegung der ärgtlichen Prüfu'ng: Diejenigen Kandidaten der Medizin, welche die Bedingungen zur Teilnahme an dem am 1. März 1917 eingerichteten Kursus erfüllt hatten. an der Teilnahme an diesem Kursus aber aus militärischen Gründen verhindert worden sind; die Beurlaubung dieser Kandidaten ist für die Zeit vom 1. Mai bis 1. August zur Teilnahme an den regelmäßigen Vorlesungen der Universitäten in Aussicht genommen; die Ablegung der ärztlichen Prüfung soll für diese Kandidaten vom 15. Juli 1917 ab gestattet sein: II. zwecks Ablegung der ärntlichen Vorprüfung: 1. diejenigen Studierenden der Medizin, welche bereits zu dem Kursus am 2. Januar 1917 hätten zugelassen werden können, das heißt also Studierende, die bei Kriegsausbruch vier Studiensemester, darunter 1 Militärsemester, zurückgelegt hatten: die Beurlaubung ist für die Zeit vom 1. Mai bis 1. August 1917 an die Universitäten zur Teilnahme an den regelmäßigen Vorlesungen in Aussicht genommen: die Ablegung der ärztlichen Vorprüfung soll für diese Studierenden vom 15. Juli 1917 ab gestattet sein: 2. diejenigen Studierenden der Medizin, welche bei Kriegsausbruch 8 Studiensemester, ohne gleichzeitig mit der Waffe gedient zu haben, zurückgelegt hatten: die Beurlaubung dieser Studierenden, denen der Kriegsdienst als ein Semster — als 4. Semester— angerechnet werden kann, ist zu einem vom 1. August bis 1. Oktober 1917 einzurichtenden Kursus in Aussicht genommen, dessen Anerkennung als Studiensemester— als 5. Semester— beim Bundesrate beantragt wird: die Ablegung der ärztlichen Vorprüfung soll im Anschluß an diesen Kursus bis spätestens zum 15. Oktober 1917 stattfinden; 3. diejenigen Studierenden der Medizin, welche bei Kriegsausbruch 8 Studiensemester, darunter 1 Militärsemester, zurückgelegt hatten: die Beurlaubung dieser Studieenden ist für die Zeit vom 1. Mai bis 1. August 1917 zur Teilnahme an den ordentlichen Vorlesungen der Universitäten und im Anschluß daran für die Zeit vom 1. August bis 1. Oktober 1917 zu dem nach Ziffer 2 einzurichtenden Kursus in Aussicht genommen: auch für diese Studierenden soll die Vorprüfung bis spätestens zum 15. Oktober 1917 stattfinden; 4. diejenigen Studierenden der Medizin, welche irrtümlich zu dem am 2. Januar 1917 eingerichteten Kursus beurlaubt waren und diesen Kursus durchgemacht haben, ohne zur Vorprüfung zugelassen worden zu sein; diese Studierenden sollen den zurückgelegten Kursus als Studiensemester angerechnet erhalten und lediglich die Vorprüfung ablegen: ihre Beurlaubung soll im Laufe des Sommersemesters 1917 erfolgen. Um Bevorzugungen einzelner zu vermeiden ist in Aussicht genommen, allen Studierenden der Medizin, welche zu den unter II 2—4 aufgeführten gehören, im Falle des Bestehens der ärztlichen Vorprüfung das Prüfungszeugnis nicht vor dem 1. Oktober 1917 auszuhändigenden. Das Gleiche soll für diejenigen Studierenden der Medizin gelten, welche irrtürmlich zu dem am 2. Januar 1917 eingerichteten Kursus abkommandiert waren, trotzdem aber zur ärztlichen Vorprüfung zugelassen waren und diese bestanden haben; von der nochmaligen Teilnahme an einem Kursus und Ablegung der ärztlichen Vorprüfung soll für diese Studierenden Abstand genommen werden. Jedenfalls wird auch an der Universität Münster für die Zeit vom 1. August bis 1. Oktober 1917 für die hierher abBrüder. Erzählung aus dem westfälischen Bauernleben von Broock. Da!— horch!— Regt sich draußen nicht was?— Im Garten? An der Hecke? Huscht dort nicht ein Schatten entlang? Schlägt Nimrod nicht eben halblaut an?—— „Sicher! Hannes treibt sich noch mit dem leichtfertigen Wicht herum!"— Er späht ins Freie hinaus. Bemerkt das Schwanken eines Gesträuches.— „Nun! Es kann auch'ne Katze sein, die auf Raub ausgeht!“ zweifelt er dann. Und jetzt ist wieder alles still draußen. Terro bleibt am Fenster stehen.—— Heller blinken die Sterne. Dunkler ist das Firmament. Der Mond sank schon hinter den Waldsaum. Terro kann sich noch nicht zwingen, die Uhr an ihren Platz zu bringen. Die starken Finger umschließen sie krampfhaft. Impulsiv stößt er hervor:„Und ich laß dich nicht weg! Nein! Nein!=Und sollt ich—— und sollt ich die ganze Welt“—— seine Stimme erstickt in Gemurmel. Immer matter wird die Helle über den Baumwipseln. Überall sonst Tiefdunkel.— „Wie stumm, wie eigen“— sinnt Terro— ist doch so eine Nacht! Go ganz in Finsternis alles eingehüllt.— Wenn kein anderer unsere Züge sehen kann,— nicht in ihnen lesen kann, was man fühlt— denkt, sich ersehnt. Wenn kein Mensch uns die Gedanken vom Gesicht absehen kann— nichts sie verrät— unsere Gedanken:— die lieben Gedanken,—— die alten, erinnerungsreichen, die zurückgeben ins Vergangene.— Und nicht die— neuen:— die schlechten— sündenhaften— ehrlosen, die ganz plötzlich aufwachen—— die uns in Versuchung führen.“—— Er schließt das Fenster. Und die Nacht ist still. Still wie das Grab. Vi. Landbagen findet in dieser Nacht keinen Scdlaf. Gezen vier Uhr schon steht er em Fonster und blickt in dun erwachenden Morgen, der notd mit dem Beebei fümpft. Östlich, unten am Himmel, schwimmt ein matter, helllilaer Schein von zarten Silberstreifen durchzogen. Höher hinauf ist er noch dunkelgrau. Dann wird's beller und heller draußen. Auf dem Hof erwacht Leben. Und bald ziehen die Mäher ins Feld. Voran Terro!— Mit kraftvollen, federnden Schritten geht er, den Kopf zurückgeworfen. „Ein Prachtkerl ist's doch,“ sagt sich Peter,„so wie ich's in der Jugend war! Ich aber sah übermütiger, lustiger aus, kannte kein Sichsorgen, Argern— Grämen— nur Herrschen, Amüsieren, Flottsein, meinen Kopf durchsetzen. Bader war tot. Mutter verzog mich.— Terro sieht mit seinen fünfundzwanzig Jahren so finster und freudlos in die Welt wie ich es tu, ich, den Kranksein quält, der mit seiner guten Frau alles verlor: Halt, Zufriedenheit— der— boshaft ward.— Ja, boshaft! Das war mein Lügen gestern. Nur gut, daß Mittin und Lena nicht wissen, daß ich an Thomas die Uhr gar nicht verkaufte, nur Spaß mit ihm trieb—. auch sie glauben: die Uhr ist verkauft! Sonst müßte ich mich ja der Lügerei wegen zu Tode schämen.— Jetzt aber kann ich sagen:„Ich machte den Kauf rückgängig.“— Damit basta! Ja, so will ich's machen!“ Sandhagens Gewissen ist erwacht. Und er schämt sich. — Geinem Altesten nachschauend sinnt er, er müßte ihm nachrufen: Sei getrost! Die Uhr bleibt hier. Die Sache war ein— Spaß!— Eine— Lüge!— Nein, das kann er nicht. Aber, wenn Terro heute abend von der Ardeit kommt, dann wird er alles schön geschickt vorbringen.— Daß der Junge er nur glandte: Thomas kriegte die Uhr! Er, Peter, hängt doch selbst so sehr dran. Gäb sie um Schätze nicht her.—— * Mittin steht mit dem Kuhjungen und einem älteren Knecht an der Entenkuhle und schimpft wie ein Rohrspatz. Entdeckte sie doch, daß der Junge ein Ferkeichen auf ein Breit, das er als Floß hergerichtet, gesetzt hatte und das vor Angst laut guickende Tierchen so herumschwimmen ließ. Diesen Streich besocht der Knecht undändig.. „So'n alter Dummkopf.“ schilt Mittin. Und schließt die Strafpredigt ab, indem sie verächtlich und geziert auf Hochdeutsch sagt: „Dummköpfe lachen, Über dumme Sachen, Die Dummköpfe machen.“ Da siebt sie ihre Nichte mit der Magd durch den Garten heimkehren. Lena hat mit einer Magd den Schnittern das Essen aufs Feld gebracht und kommt ermattet und mit traurigem Gesichtchen zurück. Mittin fragt: „Wie war's denn draußen, Kind? Nich schön?“ „Ja! Jal die Sonne, das Korn, der grüne Wald, der blaue Himmel— alles war herrlich. Und wie vergnügt die Leute beim Mähen waren!— Lachen! Singen! Und die Sensen, die flogen. Das Korn, das rauschte nur so. Und die Uhren fielen. Alles war so schön.. Und Hannes machte solch dummes Zeug, sagte mir Witze und Schmeicheleien. Lehrte mich wieder ein neues Liedchen. Alles war so schön; nur— nur“— ihre klaren unschuldsvollen Augen trüben sich. „Nur?... Was denn? Heraus damit! Lena.“ „Nur—— Terro—— war so still—— sah so finster aus, sagte nichts. Und aß nichts. Das macht mich traurig.“ „Ja, Lena, der arme Junge! Er grämt sich von wegen unserer Uhr. Ist auch unbarmherzig von unserm Alten, die zu verlaufen. Aber ich denke: er besinnt sich noch anders. Und nun mußt dich ausruh'n, Kind, siehst ja elend aus, wie'n verfroren Maiblümchen. Der Weg war zu weit. Leg' dich in den„Trumpfstuhl“, den dir Mutter mitgab. Ruh' dich hier tüchtig aus, daß du bald wieder auf Lehrerin studieren kannst!" Mittin ist ganz stolz darauf, daß ihre Nichte„ins Stutijum (Studium) ist“, und jetzt zur Erholung und zur„Visitte“ auf Sandhagens Hof weilt. Überall erzählt sie das, auch:„wie wundersein Lena singen und Musikmachen kann, auf Violin, Piano, und auf alles andere“. „Also, letz' dich in den Trumpfstuhl, Kind.“ „Nein, lieber in die Hängematte.“ „Was, Küken? ne Hängematte hast du jetzt? Ist's möglich? So'n Ding, wie's die Stadtleute da hinten auf der Luftkurortsommerfrische an die Bäume hängen?“ „Ja, Terro hat sie mir gestern gemacht.“ „Terro gemacht!?“ Mittins breiter Mund steht vor Erstannen weit offen.„Terro und immer wieder Terro!“ „La, Tante, es kam so. Hannes machte mir eine Hängematte aus einem alten Fischnetz und Stricken. Das sah Tervo. Sagte: dummes Zeug wär's. Damit läge ich gleich auf der Erde.— Hannes sprach dagegen und legte sich zur Probe hinein. Richtig! Er plumpste auf den Boden. Da nahm Terro einen großen Sack, band eiserne Ringe d'ran, zog Stricke durch, und— die schönste Hängematte war fertig.— Ach, was ist Terro für ein lieber, guter Mensch!" Mittin lacht auf: „Lena, du bist bis jetzt das einzige junge Mädchen, außer mir, das von Terro„gut" und„lieb“ gesagt hat. Doch, das tut nichts, wenn wir zwei beiden ihn nur gern leiden mögen.“ „Ja, Tante, ich mochte ihn vom ersten Tage an gern leiden! Weißt du's noch, wie ich ankam und von der langen Bahnund Wagenfahrt dann halb ohnmächtig war? Wie er da für mich sorgte und mit so einer tiefen, freundlichen Stimme sagte: „Was kommt da denn für ein langes, mageres, schwarzes Kätzchen nach uns rotbackigen, starken Leuten? Das müssen wir aber tüchtig anfuttern. Das kann ja nicht mal allein stehen!“ Und da nahm er mich, wie ein Kind, auf den Arm und trug mich in mein Zimmerchen hinauf. Hannes ist ja auch freundlich und sehr, sehr hübsch und lehrt mich die alten merkwürdigen Liedchen. Das neue heute war sehr schwer!“ „Wie heißt's denn, Lena? Sag's mal!“ „O du kleine Klüterken, Watt döst du in mien Höffken? Plückst mi alle Blömkes aff? Datt mäckst du viell te graff! De Moder dee fall vieven, De Bader dee sall schlaan. O du kleine Klüterken, Laot du dee Blömkes stahn,“ Mittin, die seit einigen Tagen argwöhnte: Hannes mache ihrer Lena„verliebte Augen“, braust auf: „Der Lümmel! Der soll sich hüten! Und dich, Blömken stehen lassen! Und du sollst keine Lieder mehr bei ihm lernen Hörst du's? Hannes ist ein Windhund!“ „Windhund?! Was bedentet das, Tanie?“ „Nun, daß er so mager ist wie'n Windhund,“ antwortet sie nur, denkt jedoch: vor dem Nixnut werde ich dich hüten. Kind. Dem saßz gensigen an Holtmanns Däue!— (Vortsehung seiet! 1## der deutschsprachigen Presse.V. 1— kommanbierten Studierenden der Medikursus von den Professoren der biesigen tischen Abteilung abgebalten werden. eir Vorbereitungskedizinisch=provädenAus den Provinzen. # ü b e r d i e G e s t e l l u n g v o n l a n d w i r t s c h a f t l i c h e n A r b e i. tern sprach am Sonntag in der gemeinsamen Wanderversammlung des landwirtschaftlichen Kreisvereins Münster und des lanwirtschaftlichen Lokalvereins Amelsbüren=Hiltrup der Wirtschaftsoffizier der stellvertretenden Generalkommandos, Hauptmann Kochs. Mit Rücksicht auf die Bedeutung einer Ausführungen, in denen er weite landwirtschaftliche Kreise mit einer Wohlfahrts=Einrichtung unserer MilitärVerwaltugn bekannt machte, die nach den eianen Worten des Redners„verhältnismäßig nur wenig bekannt zu sein scheint,“ jedenfalls aber trotz des Arbeitermangels recht wenig, zu wenig benutzt wird, machen wir auch an dieser Stelle auf die Ausführungen, die wir an anderer Stelle dieser Nummer zum Abdruck bringen, aufmerksam. Telg#. 18. Mai.(Verschiedenes.) Unser Ort, erhält jetzt zwei Molkereien. Die Brüder Rendant Viktor und Kaufmann Wilhelm Renger, welch letzterer die biesige Fettsammelstelle leitet, mieteten zu diesem Zwecke die Homoetsche Brennerei auf der Steinstraße. Die Anlage ist bereits fertiggestellt. und der Betrieb wird binnen kurzer Zeit eröffnet werden. Außerdem legt der Kaufmann Bruens eine Molkerei an. Er kaufte hierfür die frühere Fahrradwerkstatt des Auktionators Schlüter am Emstor.— Das EmsStauwerk hinter der Kirche ist vollständig verfallen und kann keine genügende Stautätigkeit mehr ausüben. Im Interesse der Stadt Telgte ist eine durchgreifende Erneuerung unerläßlich. Abgesehen davon, daß in regenarmen Sommern die Emsmühle ihren Betrieb einstellen muß, ist es schon jetzt oft nicht möglich, die am Fluß gelegenen Waschstellen zu benutzen. Auch ist an die Benutzung der Fluß=Badeanstalt nicht zu denken, da diese fast den ganzen Sommer hindurch auf dem Trocknen liegt. Es wäre zu begrüßen, wenn die Stadtverwaltung baldigst ernstliche Schritte zur Abänderung des jetzigen unhaltbaren Zustandes unternimmt. Heute besichtigte die Wasserbaukommission das Stanwerk und überzeugte sich von der Notwendigkeit der Erneuerung. a; Dreusteinfurt, 19. Mai.[Die Revision] der Quittungskarten für Invalidenversicherung begann im Amte Drensteinfurt. Seit Neujahr neue Marken, 2 Pfa. wöchentl. teurer. Alte Marken tauscht die Post um. Ahlen, 18. Mai.[Ein Unglücksfall) ereignete sich gestern im Hause des Pächters., der als Artillerist eingezogen ist und zurzeit in Urlaub weilt. Er war damit beschäftigt, seinen Browning zu reinigen; durch einen unglücklichen Zufall ging der Schuß los und traf W. so schwer, daß er sofort seinen Geist aufgab. Ahlen, 19. Mai.(Vom Realgymnasium.) Das Kuratorium des Realgymnasiums wählte in seiner letzten Sitzung. It.„Glocke". anstelle des nach Osnabrück berufenen Direktors Prof. Dr. Bock ken Oberlehrer Dr. Gotthard Schmidt in Düsseldorf zum Direktor des hiesigen Realaon nasiums. Herr Dr. Schmidt steht zur Zeit als Batterieführer im Felde und wird daher seine Stelle erst nuch Friedensschluß antreten. () Langeuhorst, 19. Mai.(Zum Direktor der Provinzial=Taubstummen=Anstalt) zu Langenhorst wurde der bisherige Taubstummenlehrer Bernbard Jansen ernannt. Direktor Jansen wurde im Jahre 1868 zu Füchtorf(Kr. Warendorf geboren. Nachdem er in den Jahren 1885 bis 1888 das Lehrerseminar in Warendorf besucht und das Eramen als Volksschullehrer mit bestem Erfolge abgelegt hatte, wurde er als Lehrer für die Präparanden=Anstalt in Langenhorst gewonnen. In dieser Stellung erteilte Direktor Jansen auch den Unterricht in Musik und Gesang, wozu sein großes Wissen und Können in der Musik ihn besonders befähigte. Im Jahre 1891 trat Jansen in den Dienst der hiesigen Taubstummen-Anstalt. Drei Jahre später bestand er die Prüfung als Taubstummen=Lehrer und im Herbst 1909 in Berlin die Prüfung, die für Direktoren an Taubstummen=Anstalten vorgeschrieben ist. O Haltern. 20. Mai.(Unglücksfälle). Zwei Soldaten sind hier dieser Tage auf traurige Weise ums Leben gekommen. Bei übungen mit scharfen Handgranaten entfiel einem Soldaten die Handgranate, die sofort explodierte und einen anderen verheirateten Soldaten auf der Stelle tötete. Fünf weitere Soldaten wurden verletzt.— Beim Baden in der Lippe ist ein des Schwimmens unkundiger Soldat ertrunken. 2 Dortmund, 21. Mai.(Stadtverordnetensitzung.] In der hautigen Sitzung der Stadtverordneten wurde der erste Schritz zu einer umsangreichen Säuglingsfürsorge der Stadt gutgeheißen. Ein mit der Materie betrauter Arzt soll angestellt, und es sollen ihm später organisatorische Vollmachten erteilt werden. Die Angelegenbeit wurde im ganzen Kollegium beifallsfreudig ausgenommen, und es wurde bemerkt, daß auf kommunalem und charitativem Gebiete in gleicher Weise hierzu Segensreiches geleistet werden könne.— Zu unbesoldeten Magistratsmitgliedern wurden Sanitätsrat Dr. Kalthoff und Stadtverordneter August Bickhoff gewählt. Osnabrück, 21. Mai.(Durch Gasveraistung ums Leben gekommen) sind die Eheleute Kupferschmiedemeister Gösmann. Das Unglück ist, wie man vermutet, dadurch entstanden, daß die Eheleute in der Nacht von Freitag auf Samstag aufstanden, um das elektirische Licht anzudrehen: hierbei sind sie wahrscheinlich durch Unvorsichtigkeit beim Vorbeigehen am Gasofen, der sich im Schlafzimmer befand, dem Abschlußhahn zu nahe gekommen, der dadurch unbemerkt geöffnet wurde, so daß diesem das Gas entströmte. Am Morgen fand man Beide bewußtlos im Bette liegend. Wiederbelebungsversuche waren bei der Frau vollständig erfolglos, während der Mann bei der Zuführung von Sauerstoff noch einige Lebenszeichen gab, aber trotz aller Bemühungen im Laufe des Nachmittags verstarb.(„Osn. Volkszta.“ Vermischtes. Preuß. Klassenlotterie. Berlin, 21. Mai. Vormittagsziehung. Es fielen 10000 Mark auf Nr. 195 435, 500) Mark auf Nr. 83 723, 107 369, 225 235. Nachmittagsziehung. Es sielen 40000 Mark auf Nr. 28 153, 15,000 Mark auf Nr. 177 457, 10 000 Mark auf Nr. 165 105, 178 908, 5000 Mart aus Nr. 35 227. Sport. c; Rennen zu Hoppegarten, 21. Mai.(Eig. Drahtber.) 1. Rennen. 1. Peter(Ackermann); 2. Dankl: 8. Wendekreis. Tot. 37. Pl. 11, 11, 14. Acht Pferde liefen. 2. Rennen. 1. Marne(Gericke): 2. Jngri: 8. Moskale. Tot. 49. Pl. 16. 14. Vier liefen. 3. Reunen. 1. Sigeboto(Schläfte): 2. Tantieme: 3. Huerta. Tot. 50. Pl. 18. 24, 27. Acht liefen. 4. Rennen. 1. Cormoran(v. Tucholka); 2 Kreuidorn; 3. Mainspitze. Tot. 13. Pl. 10. 10, 10, 10. Sieben liefen. Eiders Trumpf entlief vor dem Start und nahm am Rennen nicht teil. Die Wetten wurden zurückgezahlt. 5. Rennen. Ard Patrickrennen. 13.500 Mk. 1. Frobsinn(Bleuler): 2. Masher(W. Plüschke); 8. Landstreicher Rastenberger). Tot. 14. Pl. 11. 18. Unpl. Carneol(.), Rosenmöbe, Christine.." Arat 8 Sint. 6. Rennen. 1. Ritter(Bleuter): 2. Bartarat: 3. König v. Saba. Tot. 166, Pl. 73, 53, 36. Vierzehn liesen. 7. Rennen. 1. Hercules(Schläfke); 2. Goldseele; 8. Brachnogel. Tot. 18. Pl. 12, 17. 45. Acht liesen. 8. Rennen. 1. Heimchen(Bleuler): 2. Kornblume: 8. Eiders Trumpf. Tot. 57. Pl. 18, 14. Fünf liefen. Hauptredakteur Rudolf Strietholt.— Us verantworten: den redaktionellen Teil Paul Koene, die Beklamen und Inserate Anton Busch, alle in Münster.— Druck und Verlag der Aschendorfischen Buchhandlung in Münkter. Das Vaterland braucht dringend Euer Gold! Bringt es der Goldankaufsstelle! Die hiesige Goldankaufsstelle befindet sich im Nathaus und ist eden Mittwoch vormittag von 9½ Uhr ab geöffnet. wo“ Nchnunge=I. Jellen=ngeger. An dieser Stelle tritt für Anzeigen aus Munster bei lofortiger Bezahlung der ermäßigte Preis von 19 Pfg. für den Spaltenraum von 2 zum Hohe(Raumhobe ein Die nicht volle Raumhöhe wird mit 5 Pfg. herechnet. Nant dcunhe 8 Einf. möbl. Zimmer zu vermieten. Bahnhofstr. 83, 11. Et. Ein Wohn= und Schlaszimmer für 1 oder 2 Herren zu vermieten. Koch, Neubrückenstraße Nr. 52. Bess. möbl. Zimm. m. Mrzu verm., Bad, el. Licht vorh. Rudolfstr. 2, I. Ecke Friedenstr. Zum 1. Juli od. später vorm Neutor herrsch. 1. 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Mts, sage ich allen zur Hilfe Geeilten im Namen meines Sohnes aufrichtigsten Dank. Schloß Schwarzenraben d. 16. Mai 1917. Freifrau von Ketteler=Harkotten geb. Reichsfreiln von Oer. Stergeiruren. hat in dieser Woche große Posten an Private und Wiederverkäufer preiswert abzugeben. 2 Heinrich Newels, Gärtnerei, Bergstraße 36. Am Samstag abend braunes Portomonnate m. Inhalt, fl., Schlussel u. Hafergrützenschein, auf dem Wege von Servatiipl. b. Bezugscheinamt verlor. Wiederbringer Belohnung. Abzug. Rudolfsttaße 2, 1. Etage.— Handtasche mit Jnh. gesund. Näheres Staufenstr. Nr. 26. Brosche un der (Haudorf) bis Münster verloren. Abzugeben beiAug. Rolef, Markt 37. Schw. Reiher verl. Coerdepl. Gegen Belohnung abzugeben Verrischen, Tibusstraße Nr. 1. .90 bis 38 Mh. Herren= und Jüng. lingshosen —.50 bis 25 Mark.— Sämtliche Konfektion aus prima Stoffen, tadellos verarbeitet, bester Sitz. Ich habe ganz geringe Spesen. daher verkaufe ich billig. Juh.: Lesser, 192 Münster, Hägedornstraße Nir. 2. Bel allen Antragen, in denen Auskünfte über Inserate verlangt werden, ist für die Rückantwort eine Marke beizutügen. Statt Karten. Gerhard Boyer Postsekretär, Gerta Boyer geb. Rüsing Vermählte. Verne, 22. Mai 1917. Die glückliche Geburt eines prächtigen Mädchens zeigen bocherkrent an Assessor Berrenberg und Frau Helene geb. von Werner. Im Felde, Sigmaringen 20. Mai 1917. Statt Karten. : Dr. Julius Augustus Becher und Frau: „ " Deta geb. Ottzenn „„ * zeigen hierdurch die Geburt einer Tochter an. Uhlenhues, den 20. Mai, z. Zt. Matbildenstift. Statt Jeder besonderen Anzeige. Die glückliche Geburt eines strammen Kriegsjungen nalges becherfreut an Dr. med. Vossenberg und Frau Emmy geb. Bispinck. Ringenberg. 19. Mai 1917. rce. Danksagung. Für die vielen Beweise herglicher Teilnohme bei dem Hinscheiden meiner lieben Frau, unserer guten Mutter sprechen wir hiermit allen unsern tiefgefühlten Dank eus. Münster im Mai 1917. Familie Bernhard Hundehege, Melcherestraße 54. WIIKTOTHMaTCHN der deutschsprachigen Presse.V. Statt besonderer Anzeige. Heute morgen 7 Uhr entschlief sanft und gottergeben unser lieber Vater, Bruder, Schwiegervater, Großvater, Schwager und Onkel Heinrich Zumvenne nach längerem, mit Geduld ertrageuem Leiden, versehen mit den hl. Sterbesakramenten im Alter von 52 Jahren. Wir bitten um ein andächtiges Gebet für den lieben Verstorbenen. Münster, Cöln, Albersloh, den 20. Mai 1917. Die trauernden Hinterbliebenen: Nach Gottes unerforschlichem Ratschlusse entschlief heute morgen 6 Uhr meine liebe Frau, unsere gute, treusorgende Mutter, Schwiegermutter, Großmutter, Schwägerin und Tante Feau Vernars Kol verwitw. Neuhaus geb. Bisterfeld. Sie starb nach kurzer, schwerer Krankheit, versehen mit den Heilsmitteln der römisch=katholischen Kirche im Alter von 69 Jahren. Ihre liebe Seele wird der christlichen Fürbitte empfohlen. Cappelle, den 20. Mai 1917. In tiefer Trauer: Bernhard Rolf, Mathilde Hasebrink geb. Neuhaus, Heinrich Neuhaus z. Zt. im Felde, Robert Neuhaus z. Zt. im Felde, Willi Hasebrink und ein Enkelkind. Die Beerdigung findet statt Donnerstag, den 24. Mai, morgens 9 Uhr vom Sterbehause in Capelle aus, gleich darauf das feierliche Seelenamt. Sollte jemand aus Versehen keine besondere Anzeige erhalten haben, so bitten wir, diese als solche anzusehen. Das für Jahres=Seelenamt verstorbenen Landgerichtsrar Koppers findet statt Freitag, den 25. Mai, 9 Uhr in der Ludgerikirche. Das Jahres=Seelenamt für den verstorbenen Rentner Heintich Vernard Slegemann findet statt Mittwoch, den 23. Mai, morgens 9 Uhr in der St. Josephskirche(Hammerstraße). Kassen=Verlegung. Die Königliche Kreiskasse befindet sich vom 29. Mai ab Langenstraße 32, I. Etage. Spieker, Königl. Rentmeister. Unsere Auswahl Mangoldsamen Stielmus= Pr=ezarienzen Möhren(Wurzeln frühe und späte), gelde Stechrüden, Rothleesamen, Bastardklee, Schwedenkleesamen, Schlangen kleine Trauben, Mittelgurken, Kürbissamen. Franz Reinke, Jüdeselderstruße. Für e. 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Lar! a vch Ludgeristrasse 113. Gott dem Allmächtigen hat es in seinem unerforschlichen Ratschlusse gefallen, heute morgen um 3½ Uhr meinen lieben Mann, unsern guten Vater, Bruder, Schwager, Onkel den Kaufmann Wilhelm Rauch zu sich in die Ewigkeit zu nehmen. Er starb nach langem, schwerem Leiden, gestärkt durch den Empfang der hl. Sterbesakramente, im Alter von 63 Jahren. Wir bitten, der Seele des teuren Dahingeschiedenen im Gebete zu gedenken. Münster I.., Brüssel, westl., mazedonischer Kriegsschauplatz und Davos(Schweiz), den 20. Mai 1917. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Frau Wilhelm Rauch Johanna geb. Kalthoff. Die Beerdigung findet statt Donnerstag, den 24. Mai, morgens um 8½ Uhr, vom St. Franziskus-Hospital aus, gleich darauf das feierliche Seelenamt in der St. Mauritz-Kirche, wozu freundlichst eingeladen wird. Von Beileidsbesuchen bitte gütigst Abstand zu nehmen. Danksagung. BUTAUHStÖNO für Kleider, Blusen und Jaquettes ist ganz hervorragend. — Nur beste Qualitäten.— Breite Seidenstöne für Kleider und Jaquettes in unerreichter Auswahl in allen modernen Farben. er augf.&a vel Ludgeristrasse 113. Ktiegerverein Munster. Der Kamerad der 4. Komp. Karl Goering Mitkämpfer von 1870/71 wird Dienstag, den 22. d. Mts., nachmittags 3½ Uhr beer digt. Sterbehaus Hansaring Nr. 16. Vorftand. Wie erst jetzt festgestellt ist, starb am 22. 6. 1915 auf einem Patrouillenritt im Herr Joser-Kalfer Leutnant im Westl. Dragoner-Regiment Nr. 7 Inhaber des Eisernen Kreuzes. Ein tapferer, begabter, hoffnungsvoller, junger Offizier, von edelstem Tatendrang beseelt, ein lieber treuer Kamnerad, so wird er fortleben im Regiment. I. A. Bischoff, Rittmeister und Führer der Ersatz-Eskadron Westlälischen Dragoner-Regiments Ho. 7. Für die überaus herzliche Teilnahme an dem Verluste meines unvergeßlichen, guten Mannes, unseres teuren Vaters, Sohnes und Bruders, sowie für die zahlreichen Kranzspenden statten wir hierdurch allen, besonders auch den Vereinen, unsern tiefgefühlten Dank ab. Münster=Uppenberg, den 21. Mai 1917. Familie Wannigmann. Für ein gut 10 J. altes art. Mädchen(Lyc.=Schül.) wird für die Herbstferien zur Kräftigung Aufenthalt auf d. Lande (Gutshof od. ähnl.) gesucht bei bescheidenen Anspr. Briefe mit Angabe der Vergütung bitte u. O O 3158 an die Gesch.“ Für Sommerfrische 2# Landaufn. ar f. möbl. Zimmer mit Salon, 20 Klm. v. Münster, in schön., ruh. Dorf mit Pension für k. oder l. Zeit, nur für bessere Herrschaften zu vermiet. Briefe u. H H 3152 an die Gesch. Ahein. Westsanscher Kranenberband Ortsgruppe Münster. Zum Besten unterernahrt. Voltsschultinder. Vortrag des Herrn Geh. Reg.=Rat Prof. Dr. Otto Seeck über die russische Revolution Mittwoch, den 23. Mai, abends 8¼ Uhr im Auditorium Maximum der Universität. Eintritt 1 Mk., für Studie rende 50 Pfg. Eintrittskarten sind zu haben in den Musika= lienhandlungen von Bisping und Kneer. e2 Wiedersehn war seine und unsere Hoffnung. Allzufrüh und fern von seinen Lieben mußte auch er sein junges Lebenlassen für sein liebes Vaterland. Nach Gottes hl. Willen starb den Heldentod fürs Vaterland im 23. Lebensjahre unser lieber Sohn, unser guter Bruder, Schwager, Onkel und Neffe Zese Woinemann Musketier im Ins.=Regiment Nr.... 2. K. Er starb am 7. Mai, infolge eines Granatschusses, in den schweren Kämpfen beim Sturmangriff. Der Verlust ist um so schmerzlicher, da ihm sein älterer Bruder im März 1916 in den Heldentod vorangegangen ist. Beide sind Inhaber des Eisernen Kreuzes II. Kl. Wir bitten um ein andächtiges Gebet für den lieben Verstorbenen. Münster und Ostl. Kriegsschauplatz im Mai. In tiefer Trauer: Die Familie Josef Wonnemann. Das Seelenamt findet am Donnerstag 24.., mol gens 8 Uhr in der Herz=Jesu=Pfarrkirche statt, wozu Verwandte und Freunde freundlichst eingeladen werden. Den Heldentod fürs Vaterland starb bei einem Nachtangriffe vom 3. Mai unser innigstgeliebter einziger Bruder, Schwager und Onkel, mein lieber Brhutigam Gefreiter im Inf.=Regiment... Therool=Tchutz im 30. Lebensjahre. Um ein andächtiges Gebet für den lieben Verstorbenen bitten Amelsbüren, Münster, Belgien, 21. Mai 1917. Die tieftrauernden Angehörigen. Das feierliche Seelenamt findet statt am Mittwoch, den 23. Mai, morgens 7¼ Uhr in der Pfarrkirche zu Amelsbüren. Das Jahres=Seelenamt für den verstorbenen Agl. Lokomotivführer a. D. Tarl Geissen findet statt Donnerstag, den 24. Mai um 8 Uhr in der Kirche zum hl. Kreuz, wozu freundlichst eingeladen wird. Die Beerdigung des am 22. 6. 1915 gefallenen Leuchants Sosepi-Kafter findet statt am Donnerstag, den 24. Mai, nachmittags 4 Uhr vom Hause Servatiikirchplats Nr. 1 aus. Das feierliche Seelenamt ist am selben Tage, Donnerstag, morgens um 9 Uhr in der St. Servatil-Pfarrkirche. Es hat dem lieben Gott in seinem unerforschlichen Ratschlusse gefallen, heute nacht unsere gute treusorgende und unvergessliche Mutter, Schwiegermutter, Grossmutter, Schwester, Schwägerin und Tante FradFabrikuht Riekereis Lina geb. Grauert aus diesem Leben in ein besseres Jenseits abzurufen. Sie starb nach längerem, mit grosser Geduld ertragenem Leiden, versehen mit den heiligen Sterbesakramenten, im 76. Jahre ihres überaus tätigen Lebens. Wir empfehlen die liebe Verstorbene den Priestern beim heiligen Messopfer und dem Gebete der Gläubigen, auf dass sie ruhe in Frieden. Lingen a. d. Ems, Papenburg, Münster i. W .-Gladbach, östl. Kriegsschauplatz, Köln, Berlin, Neuss, den 20. Mai 1917. In tiefer Trauer: August Greis, Pfarrer Josef Greis und Frau geb. Havixbeck-Hartmann Otto Greis Heinrich Greis und Frau geb. Dues Rechtsanwalt Vastere, z. Zt. Hauptmann im Felde und Frau Leny geb. Greis Hermann Greis, Feld-Divisionspfarrer z. Zt. östl. Kriegsschauplatz Dr. jur. Benno Greis, z. Zt. im Heeresdienste und Frau geb. Niesel Reg.-Baumeister Alex Greis Dr. jur. Bernhard Greis Gretchen Niesel als Braut und 8 Enkelkinder. Die Beerdigung findet statt Mittwoch, den 23. Mai, vormittags 11½ Uhr; das feierliche Seelenamt am selben Tage 9 Uhr in der Pfarrkirche zu Lingen. Küssergras wieder eingetrossen, Jos. Homeyer, Wolbeckerstraße 2 u. Gallitzinstraße 15, Teleson 2118.“ Jundgeiettert Kosentranze ausschließlich von Ordensschwestern gearbeitet, sowie Rosenkränze in guter Allgemeinkettung führe ich in seltener Reichhaltigkeit.# Joseph Hausen, Telgte, Lager u. Ausstellung in Wallfahrtsandenken, Andachtsgegenständen u.„Christl. Kunst". Besichtig. ohne jede Kaufverpflichtting. Biogr ssse Möder MANMPEAEANAM M PA N A M g gneamninhlhng Heizende-Nouhterten in Blusenkragen, Jaquettkragen, Pienus, Senten Phetkragen in hochmodernen Ausführungen für Pfingsten. 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