— der deutschsprachigen Presse e.V. ∆(ohne „Wachenschau“) in Münster gweimul Aäglch fus i#s Haus gebracht 2 Mr. 10 Pfg,— auswärts von der Poß abgehelt 2 Mr. 10 Pfg, durch den Briefträger gebracht überall, mo nur einmel Tage Briefbestellung stattfindet, 2 Mk. 18 Pfg. is Oeteu mit gwei= und mehrmaliger Bestellung 2 M. 28 Pig.— Ausgabe 8(mit„Wochenschau“) vierteljährlich 60 Pfg. mehr. Feruspr.: Redaktion u. Verlag Nr. 2443, 2440 u. 2450 Geschäftostelle(Michgelisplatz 9) Nr. 76. Zwei Ausgaben tägig. und Münsterische Volkszeitung. 45038 Abomenten. Enzeigen: Der Saum für bis Anzugenspalte, 20 mm breit, Dmm hoch, 25 Pf: bei Anzeigen aus dem R.=B# Münster 20 Pf., aus der Stadt Münster 15 Pf.(für Aktiengesellschaften 2c., Vereine und Behörden 25 Pf.: Reklamen: Der Raum für die Reklamespalte, 37mm breit, Zmm hoch, 1 Mi.— Für Erfüllung von Blazvurscherften wird keine Gewähr, sowie für Druckfebler leine Haftung übernommen. Erwaiger Rabart giltals Kassenrabatt u. kanm verweigert werden, wann Zahlung nicht bürnen 4 Wochen nach Erhalt der Rechnung efolgt.— Gebühr für Beilagen nach Gewicht Erste Ausgabe. Montag, 7. Mai 1917. 66. Jahrgang. Nr. 325. Aeder PMeitton=Tonken im April=Persennt. Berlin, 6. Mai.(WTB.) Amtlich. Die bisher über die Ergebnisse unserer Sperrgebiets=Kriegsführung im Monat April eingelaufenen Meldungen haben mit dem 6. Mai die Summe von Einer Million Brutto=Register=Tonnen an Schiffsversenkungen überschritten. Der Chef des Admiralstabes der Marine. * Im April über 1 Million Tonnen Verluste— die genaue Zahl steht noch nicht fest, da vielleicht noch nicht alle U.=Boote ihre Meldungen erstattet haben—. im März 885000 To., im Februar 760000 To. Das sind insgesamt gesamt 2 645 000 To., außer 39 500 To., die als schwer beschädigt gemeldet sind, so daß sie vorläufig nicht fahren können, also auch als Verlust zu buchen sind. Unser Staatssekretär des Reichsmarineamts konnte daher kürzlich mit Fug und Recht verkünden, daß„die Marine alle Erwartungen, die sie auf die Verhängung der Seesperre gesetzt hätte, vollauf bestätigt gefunden habe, und nicht zweifle, daß England in absehbarer Zeit gezwungen sein würde, die nötigen Schlußfolgerungen zu ziehen“. Und der Staatssekretär des Innern gab bekannt, daß das technische Ergebnis des U.=Bootkrieges die Erwartungen der Marine im ersten Monat um 25 Prozent, im zweiten sogar um 50 Prozent übertreffe. Und nun der April! Und wie äußerte sich unser großer Hindenburg bereits am 10. April auf die Frage über den Eintritt Amerikas in den Krieg bezüglich des Unterseebootkrieges?„Die Wirkung sei die von uns erwartete und berechnete.“ Er schloß seine Ausführungen mit den Worten:„Unsere Möglichkeiten führen zum Sieg und Frieden!" Gegen unsere tapferen Feldgrauen an der Westfront und gegen unsere wackeren U.=Boote ist kein Kraut gewachsen, jedenfalls in erster Linie kein englisches! Auch Englands Hochseeflotte unter dem„Nelson=Draufgänger“ Beatty wird daran nichts zu ändern vermögen! Die beste Antwort auf die Frage, wie denn unsere wackere Unterseebootwaffe mit ihren Torpedos, Geschützen und Minen im verschärften Unterseebootskrieg der ersten drei Monate gewirkt hat, gibt die Verhandlung im englischen Oberhaus Ende April. Admiral Lord Beresford sagte dort, nachdem er die jetzige Admiralität als die beste erklärt hatte, die England je besessen habe, unter anderm noch:„Schiffe seien Englands Leben, aber sie werden täglich rarer.“ Es müsse der Bau von Schiffen allem andern gegenüber den Vorrang haben. So ging es weiter. Die„Daily Mail“ hat geschrieben:„Der Admiralität sei neues Blut zuzuführen; es könne sein, daß die Admiralität einer unlösbaren Aufgabe und einer unüberwindlichen Gefahr gegenüberstehe.“ Ferner:„Die Gefahr hat stetig stark zugenommen, bis sie jetzt zweifellos den ersten Platz einnimmt.“ Die Admiralität sei dem Minenkrieg auch nicht gewachsen. Und schließlich heißt es:„So lange Hindenburg den militärischen Zusammenbruch nur hinausschieben kann, bis das Unterseeboot Zeit gehabt hat, sein Werk zu vollenden, wird Deutschland den Krieg gewonnen haben.“ Das sind nebst vielen andern Außerungen klare Darlegungen, welche das beste Zeugnis davon ablegen, wie sehr das stolze Inselreich schon sein nahes Verhängnis heranschleichen sieht: es verblutet sich mit seinen Heeren jetzt an der Westfront, um das Hunger=Verhängnis noch abzuwenden und vergendet dort erfolglos seine Riesenmengen an Munition, deren Zufuhr von Amerika unsere Unterseeboote in dem letzten Monat ganz besonders unterbunden haben. Die schwere Bedrohung durch den Tauchbootkrieg durch das anfangs so bespöttelte deutsche Unterseeboot hat also gewirkt; selbst im Inlande drüben erkennt man jetzt die Lebensgefahr in ihrem ganzen Ernste, trotz aller Irreführung des eigenen Volkes und der Neutralen durch falsche Nachrichten, durch Verleugnung der Verluste, durch Lügen über Verluste der deutschen Unterseeboote u. dgl. mehr. Die gesamte Presse fordert„energische Maßregeln“ gegen die U.=Boote! Welche wohl? Es klingt förmlich kindisch! Wir dagegen geben amtlich die beiderseitigen Verluste offen bekannt, was in England neuerdings große Besorgnis erregt hat, da man dort nicht mehr den Angaben der eigenen Behörden Glauben schenkt. Scharf wird die Zensur nach dieser Richtung gehandhabt, überscharf. Aber das Ausbleiben der Hauptzufuhren, der schon eingetretene große Mangel an Vorräten jeder Art, der Beginn der Zwangsrationierung, die ständigen Ermahnungen der amtlichen Vertreter zum Sparen und abermals zum Sparen, sie beleuchten die ganze gefahrvolle Sachlage klar und deutlich. Ein Arbeitervertreter äußerte sich Mitte April, daß spätestens in 6 bis 8 Wochen, also im Juni, England dem Verhungern nahe sei, dem es außerdem an den meisten andern nötigen Dingen schon zu fehlen beginne. Und dann die Aussicht in die Zukunft, mit dem mangelnden Schiffsraum im küftigen Friedenswettbewerb aller Völker um den Handel? In den neutralen Ländern ist dies seit Wochen schon klar erkannt, sie zweifeln nicht mehr an dem Endergebnis. Auch Amerika gibt schon Anzeichen vorsichtigen Zurückhaltens; trotz des Kriegstaumels ist schon stellenweise Ernüchterung drüben eingetreten, man hat eingesehen, daß England, außer mit Geld, vor dem Herbst doch nicht geholfen werden werden könne. Knappheit macht sich schon stark fühlbar. In der südafrikanischen Union sind schon Stimmen laut geworden, daß man nicht weiter für England Opfer bringen wolle. So tanchen überall auf dem Erdenrund bereits die stärksten Zweifel auf, daß England bis zuletzt werde durchhalten können, geschweige denn dem allzu starken Deutschland gegenüber obsiegen werde. Die hunderte amerikanischen Motorboote und die Tausende neuer Holzschiffe werden den Kohl auch nicht fett machen. Humbug und Bluff, das sind neben Geld die einzigen Waffen drüben. Neue U=Boot=Erfolge. Berlin, ö. Mai.(WTB.) 7 Dampfer und 5 Segler mit 32.500 Br.=Reg.=To., davon 10 Schiffe im englischen Kanal, versenkt. Unter den versenkten Schiffen befanden sich u. a. folgende: Der englische Dampfer„Quautock“, 4470 To., mit Holzladung, die englische Dreimastbark„Arethuse“, mit Holz nach Greenock, der Schoner„John W. Pearn“ und defrühere deutsche Segler„Eduard“, der französische Dreimastschoner„La Mauche“, ein großer graubemalter Dampfer mit zwei Schornsteinen und zwei durchlaufenden Promenaden= decks, ein unbekannter schwerbeladener Dampfer, ein unbekannter bewaffneter Frachtdampfer, der aus dem Geleitzuge herausgeschossen wurde und ein unbekannter abgeblendeter, nicht geleiteter Dampfer. über schon früher veröffentlichte U.=Booiserfolge sind noch #esoente Einzelheite bekannt geworden: Dig englischen Auch der französische Durchbruchsversuch an der Aisne gescheilert. Großes Hauptauartier, 6. Mai.(WTB.) Westlicher Kriegsschauplatz, Heeresgruppe des Generalfeldmarschalls Kronprinzen Rupprecht von Bayern An der Arrasfrout wurden starke englische Vorstöße südlich von Lens, an der Scarpe und bei Queant zurückgeschlagen. Südlich von Cambray erlitt der Engländer bei einem für ihn erfolglosen auf 3 Kilometer Breite durchgeführten Augriff zwischen Ville=Plenich und Gommelien erhebliche Verluste. Front des deutschen Kronprinzen. Nachdem am 16. April der erste französische Durchbruchsversuch an der Aisne gescheitert ist, bereitete der mit allen ihm zu Gebote stehenden Mitteln einen neuen Angriff vor, mit dem er sein weitgestecktes Ziel zu erreichen hoffte. Die abgekämpften Divisionen wurden durch frische ersetzt, neue Reserven herangeführt. Das Artillerie= und Minenfeuer steigerte sich von Tag zu Tag und erreichte schließlich aus allen Kalibern die bisher größte Kraftent= faltung. Die Angriffe am 4. Mai nördlich von Reims und in der Champagne waren die Vorläuser des neuen Durchbruchsversuchs, der gestern morgen zwischen der Aillette und Craonne auf einer Front von 35 Kilometer einsetzte. In schwerem Ringen, das bis in die späte Nacht hinein anhielt, ist er vereitelt, der Riesenstoß im ganzen abgeschlagen. Die Angriffe, die gegen die im Nahstoß zurückeroberten Linien geführt wurden, scheiterten zum Teil schon in unserem gutgeleiteten Artilleriefener. An einzelnen Stellen wird noch um den Besitz unseres vordersten Grabens gekämpft. Estlich der Royere=Fe liegen wir auf dem Nordhang des Chemin des dames. Mit besonderer Heftigkeit stürmten die Franzosen, wie auch bereits am 4. Mai ohne Rücksicht auf ihre außerordentlichen Verluste gegen den Winterberg vor, auf dem unsere Stellungen durch zusammengefaßtes Feuer schwerster Kaliber vollkommen zerschossen waren. Die Höhe mit dem an ihrem Hang liegenden Dorf Chevreux blieb im Besitz des Feindes. Mehrere hundert Gefangene sind bisher eingebracht. Weitere Angriffe sind zu erwarten. In der Champagne, südlich von Nauroy, blieben mehrere Vorstöße der Franzosen ohne Erfolg. Die am 4. Mai dort eingebrachten Gefangenen haben sich auf 672 Mann, die Bente auf 12 Maschinengewehre und 50 Schnelladegewehre erhöht. Armee des Generalfeldmarschalls Herzog Albrecht von Württemberg Keine besonderen Ereignisse. * In Luftkämpfen und durch Abwehrfeuer verlor der Jeind 14 Flugzeuge; 2 Ballone sind abgeschossen. Ostlicher Kriegsschauplatz, über Odessa war gestern das erste deutsche Flugzeug. Mazedonische Front. Das lebhafte Artilleriefener im Cernabogen hält an und liegt besonders heftig auf unsere Stellungen bei Paralovo. Der Erste Generalqnartiermeister Ludeudorff. * Berlin, 6. Mai.(WTB.) Amtlich. Abends: Nach ihrer gestrigen schweren Niederlage an der Aisue haben die Franzosen die Angriffe bisher nicht wiederholt, nur am Winterberg, westlich von Craonne, sind neue Kämpfe im Gange. Entgegen dem heutigen Tagesbericht war Chevrenx nicht von den Franzosen genommen und ist nach wie vor fest in unserer Hand. Der Kampfauf dem Cöhe-des-Dames-Rücken 0SSLN6 n 1an rsser cbihmd Serrienz) Andochein SPenidburneunt gUrcs# K 1 Dampfer„Aburi“, 3530 To.,„Lena“, 2463 To., der Tankdampfer„Kelena“, 4778 To., mit Petroleum, ein unbekannter, vermutlich englischer Frachtdampfer, anscheinend mit Stückgut, u. a. Wollwaren, und ein vollbeladener Frachtdampfer. Der Chef des Admiralstabes der Marine. * Haag, 5. Mai.(WTB.) Das Niederl. Telegr.=Bureau berichtet aus London: Wie bestimmt verlautet, ist mit dem bereits gemeldeten Torpedojäger im Kanal auch ein schwer mit Lebensmittel beladener Dampfer aus Neuseeland gesunken. Dieser letzte Erfolg der U-Boote oder Minen hat den Ruf nach wirksameren Maßnahmen zur Bekämpfung der U.Boote laut werden lassen. Der Krieg im Westen. Die Schlacht am Chemin des dames. Berlin, 6. Mai.(WTB.) Nach einer mit ungeheurem Munitionsaufwand, tage= und nächtelang durchgeführten Feuervorbereitung, die sich zuletzt zum schwersten, alles überbietenden Zermalmungsfeuer steigerte, warf der Franzose am 5. Mai vormittags seine Sturmmassen, in Stärke von mehreren Armeekorps, gegen die Höhen des Chemin des dames zum Angriff vor. Eine ungeheuer starke Vergasung der deutschen Stellungen unterstützte das Granatfeuer. Zahlreiche Kampfgeschwader wurden durch den Schleier von Rauch und Qualm den Angriffswellen vorausgesandt. Am Vormittag war der Kampf auf und an den Höhenzügen des Chemin des dames in einer Breite von 35 Kilometer zwischen Vauxaillon und Craonne entbrannt. Die Gegend von Vauxaillon, wo Kolonialtruppen vorgeschickt wurden, Bascul, Mennejean, Royère=Fe. auf dem Westflügel der Kampffront und der Winterberg auf dem Ostflügel waren Brennpunkte des erbitterten, pausenlosen Ringens. In dem ersten starken Anprall versuchten die Franzosen, in unserer, von Granatfeuer zermalmten vordersten Stellung Vorteile zu erringen, die ihnen indessen im Verlaufe der Schlacht durch unsere zum Gegenangriffe übergehenden Truppen fast sämtlich wieder im Nahkampf mit großer Erbitterung wieder entrissen wurden. Die bei dem Höhenzug dicht am Chemin des dames gelegene Royère=Fe. und Malval waren in dem hin= und herwogenden Kampfe an die Franzosen verloren gegangen, wurden aber später wieder zurückerobert. Bei der Malval=Fe. wurden die Franzosen in starken Gegenstößen mit dem Regimentsführer des dortigen Regiments an der Spitze unter schwersten Verlusten geworfen. Die östlich davon anschließenden Stellungen bei dem Dorfe Courtecon wurden von uns restlos gehalten. Trotz verzweifelter Bemühungen und des Einsatzes immer neuer Reserven, die an die Stelle der zusammengeschossenen Sturmhaufen traten, vermochten die Franzosen die errungenen Anfangserfolge nur an ganz vereinzelten Stellen zu behaupten. So blieb die durch das französische konzentrische Feuer vollständig zermalmte Kuppe des Winterberges in ihrem Besitz, wogegen das Dorf Chevreur fest in unserer Hand blieb. Die Verluste der Franzosen bei diesen im ganzen erfolglosen Angriffen sind noch schwerer als ihre Verluste bei dem mißglückten ersten Durchbruchsversuche am 16. April. Hunderte von Gefangenen blieben an diesen Stellen in unserer Hand. Bei den Abwehr= und Gegenstößen war die Haltung unserer Truppen über jedes Lob erhaben. Auf dem nordwärts gebogenen Flügel der Angriffsfront blieb das Feuer am Abend und in der Nacht weiter lebhaft. Gegen den Abschnitt Bauxaillon—Baseul und gegen die ganze Südfront setzte der Gegner auch nachts seine Angriffe fort. Auch unsere Infanterie war in der Nacht lebhaft tätig und unternahm verschiedene Gegenangriffe. Die Absicht der Franzosen, den Höhenzug des Ehemin des dames mit stürmender Hand zu nehmen und die deutsche Front an dieser Stelle zu zerschmettern und zu durchbrechen, ist trotz eines unerhörten Aufwandes von Munition und des Einsatzes eines riesigen Heeres völlig gescheitert. In der Champagne starkes Feuer. Alle Angriffe der Franzosen in diesem Abschnitte wurden abgeschlagen. Mißersolge und Niederlagen der Engländer. Berlin, 6. Mai.(WTB.) Amtlich. Im Raume von Arras unternahmen die Engländer nach den schweren Blutverlusten der letzten Kampftage auch am 5. Mai keine einheitlichen großen Angriffe. Die Kampfhandlungen verflatterten in örtlich begrenzten, zum Teil starken Vorstößen. Das Artillerie= und Minenfeuer indessen nahm an der Kampffront zu und verstärkte sich namentlich nördlich und südlich von Lens. Ein in der Nacht mit starken Kräften vorgetragener englischer Angriff wurde verlustreich für den Angreifer zurückgewiesen. Aus schmalen Grabenstücken, wo die Engländer einzudringen versuchten, wurden sie durch Gegenstoß geworfen. Auch im Abschnitt von Oppy und Caorelle war die englische Feuertätigkeit äußerst heftig. Ein Angriff erfolgte jedoch nicht. Dicht südlich der Scarpe wurde der Feind bei dem Versuche, sich näher an unsere Front heranzuschieben, von unseren Truppen angegriffen, geschlagen und geworfen. 5 Offiziere und 80 Gefangene blieben bei den Kampfhanlungen in unserer Hand. Weiter südlich von der alten Kampfzone bei Queant brachen starke englische Vorstöße verlustreich in unserm Feuer zusammen. Der Kronprinz über die tapfere Haltung seiner Truppen. Berlin, 6. Mai(WTB.) Der deutsche Kronprinz hat an Oberbürgermeister Wermuth folgendes Telegramm gerichtet: Habe soeben meine tapferen Regimener 64 und 24, die gerade aus der Stellung kommen, besichtigt. Von den etwa 400 Mann, mit denen ich persönlich gesprochen habe, war der größte Teil aus Berlin und Umgegend. Trotz größter Anstrengungen, schwersten wochenlangen Feuers und erheblicher Verluste war die Haltung dieser Berliner Jungens glänzend. Ihre gute Laune und Schlagfertigkeit hatten sie in keiner Weise eingebüßt. Mit solchen Truppen kann man den Teufel aus der Hölle holen. Besten Gruß. Wilbelm: Kronbrinz. Amerika. Port an Prince, 5. Mai.(Eig. Meld.) Havas. Eine Botschaft des Präsidenten an das Parlament fordert die Kriegserklärung an Deutschland, weil sich unter den Opfern eines kürzlich torpedierten Dampfers fünf Matrosen und drei Fahrgäste befanden, die haitische Staatsangehörige waren. Rio de Janeiro, 5. Maj.(W2B.) Havas. Die Regierung hat den bisherigen deutschen Gesandten Pauli ermächtigt, Bralilien zu verlassen. Le Hapre, 5. Mai.(W2B.] Die Regierung der Vereinigten Staaten stellt für die Nahrungsmittelversorgung der Belgier und Franzosen in den besetzten Gebieten 750 Millionen Franes zur Verfügung, dovon 450 Millionen für Belgien und 300 Millionen für Frankreich. Die Nahrungsmittelversorgung ist domit für die Zukunft gesichert. Der österreichische Tagesbericht. Wien, 6. Mai.(WTB.) Amtlich wird verlautbart: Ostlicher Kriegsschauplatz. Keine besonderen Ereignisse. Italienischer Kriegsschauplatz. Heute nacht gelang es unsern Patrouillen nächst Görz in einen feindlichen Graben einzudringen und dessen Besatzung, 1 Offizier und 40 Mann, gefangen zu nehmen. Soust keine besonderen Vorfälle. Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabes: v. Höfer, Feldmarschallentnant. Der türkische Tagesbericht. Konstantinopel, 5. Mai.(WTB.) Generalstabsbericht vom 4. Mai. An der Jrak=Front Ruhe. Kaukasus=Front: Auf unseren äußersten rechten Flügel machte eine feindliche Aufklärungsabteilung in Stärke von 100 Mann einen Überfall gegen unsere Postenlinie. Nach halbstündigem Gefecht war der Feind gezwungen, sich in südlicher Richtung zurückzuziehen. Sonst auch an dieser Frout Ruhe, bis auf das wirkungslose Artilleriefener gegen unseren linken Flügel, das auch gestern fortgesetzt wurde. An der Sinai=Front ist die Lage unverändertAußer leichtem Artilleriefeuer ist keine Kampftätigkeit gemeldet. Der bulgarische Tagesbericht. Sofia, 5. Mai.(WTB.) Generalstabsbericht vom 4. Mai. Mazedonische Front: An der Cervena Stena, westlich vom Wardar und südlich vom Doiran war die feindliche Artillerie wieder lebhafter. An der übrigen Front schwache Kampftätigkeit. Rumänische Front: Kanonenschüsse der feindlichen Artillerie auf die Straße westlich von Isaccea, in der Nähe von Tulcea vereinzeltes Maschinengewehr= und Gewehrfeuer. Sofia, 6. Mai.(WTB.) Generalstabsbericht vom 5. Mai. Mazedonische Front: Im Cerna=Bogen und südlich von Doiran zeitweilig lebhaftes Feuer.— Rumänische Front: Nur bei Tulcea Gewehrfeuer. Letzte Nachrichten. Petersburg, 4. Mai.(WTB.) Pel#rsburger Telegr.= Agentur. Um 5 Uhr nachmittags hat die provisorische Regierung dem ausführenden Ausschuß des Arbeiter= und Soldatenrates den Wortlaut einer Mitteilung übermittelt, den sie als Erklärung zu ihrer Note vom 1. Mai die so schwere Unruhen hervorrief, zu veröffentlichen beschlossen hat. Infolge dieser Mitteilung hat der Ausführende Ausschuß mit 34 gegen 19 Stimmen beschlossen, die Erklärung der Regierung als befriedigend und den Zwischenfall als abgeschlossen anzusehen. Petersburg, 5. Mai.(WTB.) Meld. der Petersb. Tel.= Agent. Die Sitzung des großen Rates der Arbeiter= und Soldaten=Abgeordneten schloß erst in später Nacht. Nach Durchprüfung der ergänzenden Mitteilung der Regierung, die die Note vom 1. Mai an die Verbündeten erklärt, nahm die Versammlung eine Entschließung an, in welcher gesagt wird, daß die neue Note der Regierung an die Verbündeten jeder Auslegung der Note vom 1. Mai ein Ende mache, die diese Note in einem den Interessen und den Forderungen der revolutionären Demokratie entgegengesetzten Sinne auffassen wollen. Weiter heißt es in der Entschließung: Es bezeichne einen bedeutungsvollen Sieg der Demokratie, daß die Frage der Verzichtleistung auf eine Eroberungspolitik zum erstenmal zur internationalen Beratung gestellt werde. Die Entschließung endet: Der ausführende Ausschuß erklärt seinen unerschütterlichen Willen, den Frieden nur unter diesen Bedingungen wiederherzustellen und ruft die gesamte russische revolutionäre Demokratie auf, sich um ihre Arbeiter= und Soldatenräte zu scharen. Er spricht das feste Vertrauen aus, daß die Völker aller kriegführenden Länder den Widerstand ihrer Regierungen zu brechen verstehen und sie dazu bringen werden, Friedensverhandlungen auf der Grundlage einer Verzichtleistung auf Annexionen und Entschädigungen einzuleiten. Paris, 6. Mai.(WTB.) Lloyd George. Lord Robert Cecil. General Roberts und Admiral Jellicoe begaben sich nach Paris, um mit der französischen Regierung die militärische Lage und die Lage zur See zu beraten. Englisches Kopfgeld für einen deutschen Flieger. Verlin, 5. Mai.[WTB.) Die Engländer haben ein Flugzeuggeschwader von freiwilligen Fliegern zusammengesetzt, das ausschließlich auf die Vernichtung des erfolgreichsten deutschen Kampffliegers Rittmeisters von Richthofen, der bereits 52 feindliche Flieger abschoß, ausgehen soll. Der Flieger, dem der Abschuß oder die Gefangennahme v. Richthofen gelingt, erhält das Viktoria=Kreuz, Beförderung, ein eigenes Flugzeug als Geschenk, 5000 Pfd. Sterling und einen besonderen Preis der Flugzeugfabrik, deren Flugzeug der Führer benutzte. Bei dem englischen Geschwader soll ein Kinooperateur mitfliegen, der den ganzen Vorgang zwecks späterer Verwertung im britischen Heeresfilm kinematographisch aufnehmen soll, Wir empfehlen für dieses Unternehmen einige Fesselballone mit Tribünenplätzen hochzulassen, sowie einige Spezialzuschauerflugzeuge mitzuschicken. Die Kampfstaffel Richthofen wird sicher dafür sorgn, daß die Vorstellung interessant wird. Die amtlichen Berichte der Feinde. Französischer Heeresbericht vom 5. Mai, nachmittaas: Südlich der Oise scheiterten feindliche Versuche gegen unsere kleinen Posten am Südwestrande des Hochwaldes von Couchy in unserm Sperrseuer. Am Che min des dames große Tätigkeit der Artillerie auf der Front Brage en Laonnais—Heurtebise. Im Laufe der Nacht machten die Deutschen nördlich der Aisne heftige Gegenangriffe gegen das Dorf Ergonne und die gestern von uns eroberten Stellungen. Alle Anstrengungen des Feindes brachen sich an dem Widerstand unserer Infanterie. Unser Maschinengewehr= und Artilleriesuer fügte den Angreifern, die an keinem Bunkte an unsere Linien herankommen konnten, sehr schwere Verluste zu. Die Zahl der von uns in dieser Gegend gemachten Gefangenen erreicht 225, darunter 9 Offiziere, von denen einer ein Bataillonskommandeur und einer ein Artilleriebeobachtungsoffizier ist. Südlich von Berro an Bac wurden die Deutschen, die gestern abend durch einen starken Gegenstoß unsere Stellungen östlich der Höhe 108 zu nehmen versuchten, nach lebhaftem Kampfe zurückgeworfen. Unsere Linien wurden vollständig gehalten. Nach neuen Meldungen versuchte der Feind nordöstlich von Reims infolge unseres gestrigen Ar der deutschsprachigen Presse e.V. aeier Anterschnunen uilt der Ssientrte. Der umpf wer ganz besonders erhittert. Unsere Truppen wiesen mit großen Bestanden geführten örtlichen Gegenangrisie wiederholt zurück. Am Abend versuchten erhebliche deutsche Reserven, die aus Aquilcourt kamen und in die Schlacht aeworfen wurden, erfolglos eine mächtige Anstrengung. Unsere schweren Feldbatterien hrachten den Angriff, der dem Feinde schwere Verluste kosteté, zum Steben. Wir stellten an diesem Teile der Front zwei neue Divisionen fest. Die Gefangenen, die wir seit gestern gemacht haben, betragen. soweit wir ihre Zahl bisher festgestellt haben. 700. abgesehen von den 225 an anderer Stelle erwähnten. In der Champagne begann gestern gegen Abend in der Gegend des CornilletBerges nach starkem Artilleriekampf eine heftige Schlacht. Wir rückten östlich dieses Berges und auf dem Nordabhange des Blonden Berges vor. Mehrere Versuche des Feindes, die mit Erbitterung von zwei Divisionen angehörenden Truppen, die erst kürzlich an dieser Front eingetroffen waren, unternommen wurden, wurden durch unser Feuer aufgehalten. 100 Gefangene, darunter 1 Offizier, blieben in unserer Hand, was die Gesamtsumme der gestern gemachten Gefangenen auf über 1000 bringt. Zwischen Oberive und Navarin erzielten vier feindliche Handstreiche kein Ergebnis.— Abends: Heute abend haben wir unsere Operationen in Verbindung mit jenen der englischen Armee in der Gegend nordöstlich von Soissons und von Chemin des dames weiter entwickelt. Trotz des erbitterten Widerstandes der Deutschen, die bedeutende Truppen in den Kampf geworfen haben, haben unsere Truppen sehr glänzende Erfolge an einer Front von ungefähr 6 Kilometern erzielt, einerseits auf der Linie Gehöft Noi—Moulin—Lafaux, andererseitt östlich von Monlin, wo wir unsere Linien bis dicht an die Straße Soissons—Laon gebracht haben. Nördlich von Nautoil la Fosse und von Saucy erlitt der Feind außergewöhnlich schwere Verluste. Wiederholte Gegenangriffe in dieser Gegend brachen im Artillerie= und Maschinengewehrfeuer zusammen. Deutsche Kolonnen wurden im Marsch gegen Chermiza Chamouille beobachtet. Unsere Infanterie hat sich der ganzen Hochfläche von östlich Cerny en Loonnais bis östlich von Craonne. dem Sitz des feindlichen Widerstandes und seiner Gegenangriffe, demächtigt. Wir haben hier Punkte erreicht, die die Ailette, südlich von Ailles, und vom Walde von Vauelere beherrschen. Die Zahl der während des Tages gezählten Gefangenen übersteigt augenblicklich 4300, zu denen 1000 gestern gemachte Gefangene hinzukommen. Belgischer Bericht. Im Laufe des Tages verhältnismäßig schwache Artillerietätigkeit auf der belaischen Front. In der Gegend von Steenstraete fanden mehrmals Kämpfe statt. Englischer Bericht vom 5. Mai. nachmittags: Erfolgreiche Streifen nordwestlich von St. Quentin. Fortschritte nördlich von Haprincourt und Fresnoy. Der Feind machte drei erfolglose Streifen gegen unsere neuen Stellungen an der Hindenburalinie. Eine feindliche Streife wurde bei Messines zurückgetrieben. Der zweite englische Bericht besagt: Nichts Besonderes. 6 feindliche Flugzeuge sind zum Absturz gebracht und kampfunfähig gemacht. Zwei unserer Flugzeuge werden vermißt. Die christlich=nationale Arbeiterschaft über die Kriegsziele. ( Essen, 6. Mai.(Eig. Meldung.) Der deutsche schristlich=nationale) Arbeiterkongreß hielt heute vormittag eine Ausschuß=Sitzung ab, die sich mit der Frage der Kriegsziele und der inneren Neuordnung befaßte. Im Anschluß hieran fand im städtischen Saalbau eine Vertrauensmännerversammlung statt. Der Generalsekretär der christlichen Gewerkschaften Stegerwald hielt zur Tagsordnung einen etwa 1½stündigen Vortrag. Seine Ausführungen gipfelten in der Aufforderung: Durchhalten bis zum Siege, dann freie Bahn allen Tüchtigen aus allen Volksschichten, Aufnahme der führenden Köpfe der Parteien ihrer Bedeutung entsprechend in die Ministerien zur Vorbereitung und Durchführung der Gesetze. Er wünscht eine starke Monarchie, die nicht durch eine Oberschicht, sondern durch breite Volkskreise gestützt und getragen wird. baldige Beruhigung unseres innerpolitischen Lebens durch allgemeines gleiches geheimes und direktes Wahlrecht zum Preußischen Abgeordnetenhause und das Verhältniswahlsystem, angepaßt dem Wahlrecht zum Reichstage, Beibehaltung der Zweiten Kammer des Preußischen Herrenhauses, andere Zusammensetzung der Ersten Kammer, namentlich aus allen Volksschichten, nicht in Form von Konzessionsschulzen. Er lehnte das freie Wahlrecht zu den politischen Körperschaften grundsätzlich ab. Stegerwald entwickelte dann das Programm der christlich= nationalen Arbeiterbewegung, das demnächst, einem Wunsche aus der Versammlung heraus entsprechend. in Broschürenform erscheinen soll. Das Ergebnis der Beratungen ist in einer Entschlietung zusammengefaßt. in der es u. a. heißt: Der Ausschuß des deutschen Arbeiterkongresses sendet unseren tapferen Streitkräften herzlichsten Gruß und innigen Dank für die von ihnen im Interesse unseres Vaterlandes erkämpften unvergleichlichen Erfolge. Gleich anderen Volksgenossen haben die christlich=nationalen Arbeiter und Angestellten ihr Treueverhältnis zu Fürst und Volk auf den Schlachtfeldern mit ihrem Blute besiegelt und in der Heimat durch williges Ausharren im Arbeits= und Opferleben bekräftigt. Wir christlich=nationalen Arbeiter und Angestellten sind in dem Wunsche nach Frieden mit dem gesamten deutschen Volke einig. Unbeeinflußt durch die Haltung derjenigen, die durch Vorschlag eines Friedens ohne Annexion und Kriegsentschädigungen als auch jener, die durch Stellung unerreichbarer Forderungen den Krieg unnütz verlängern, wollen wir einen Frieden, der uns reale Garantien dafür bietet, daß uns künftig ein ähnliches Blutvergießen erspart bleibt, einen Frieden, der die weitere wirtschaftliche und soziale Entwicklung Deutschlands sichert. Die Arbeitnehmerschichten würden durch einen ungünstigen und daher unbeständigen Frieden, der Deutschland ungeheure wirtschaftliche Lasten und Hemmnisse auferlegen würde, in ihrer sozialen Lage und Entwickelung auf Jahrzehnte geschädigt. Arbeitslosigkeit, Lohndruck und hohe Lasten, wie dauernd verteuerte Lebenshaltung, wären die unausbleiblichen Folgen. Bezüglich der Bekanntgabe unserer Kriegsund Friedensziele billigen wir die Haltung der Reichsregierung. Mit Genugtuung begrüßen wir die Bemühungen der Staatsregierung zur Herstellung einer baldigen Fühlungnahme mit den großen Volksorganisationen und ihren Vertretern. Die Bande des Vertrauens, die so zwischen Regierung und Arbeiter= und AngestelltenOrganisation geknüpft worden sind, haben bereits vaterländisch wertvolle Ergebnisse in gemeinschaftlicher Arbeit gezeitigt. Als verheißungsvollen Ausdruck dieser Politik des Vertrauens ist die kaiserliche Osterbotschaft von den breiten Massen des Volkes aufgenommen und gewürdigt worden, nicht nur wegen der erwähnten Ankündigung einer einschneidenden Umgestaltung des Wahlrechts für den Preußischen Landtag. sondern um der kaiserlichen Anerkennung der Volksleistungen willen, die sie enthält. Wir erblicken darin die feierlich gegebene Bürgschaft der Krone für die Innehaltung jener Zusagen, die der verantwortliche Kanzler des Deutschen Reiches ausgesprochen: Stärkere Heranziehung des Volkes zur Mitarbeit an den Staatsaufgaben. Neben dem Ausbau und der Sicherung der Volksrechte erblicken wir in einer starken Mouarchie. in einem von ihrem Vertrauen berufenen pflichttreuen Staatsbeamtentum, nach wie vor die beste Grundlage staatlicher Ordnung und die vertrauenswürdigste Bürgschaft für eine stetige und gedeihliche Entwicklung des öffentliches Lebens. Wir stehen in den Entscheidungskämpfen. In ungehenrem Andrall, ausgestattet mit den Kriegsindustrien der Welt, stärmt der Zeind gegen unsere westliche Frout, Unseren heldenmütigen Kämpfern durch überlegene Rüstung siegreichen Widerstand zu ermöglichen, ist heilige Pflicht der deutschen Arbeiterschaft. Die Gristlich=nationale Arbeiterbewegung erneuert und bekräftigt daher die ernste und eindringliche Mahnung: Haltet fest an der Arbeit, tragt willig die undermeidlichen Opfer und Entbedrungen bis zum guten Frieden! Die Entschließung wurde bon der elwe 450 Sbpfigen Verhmnften grdnieh Ferner stimmte die Versammlung einstimmig einer Entschließung zu zur Schaffung von Kriegerheimstätten im Anschluß an den Bericht des Zehnerausschusses des Reichstages über Wohnungswesen, da wir nach dem Kriege sicher vor einer Wohnungsnot steben. Sie erblickt in der Schaffung von Kriegerheimstätten die gesundeste Lösung der Wohnungsfrage zum Wiederaufbau unseres Volks- und Familienlebens. Die Versammlung bittet daher um die schnellste Vorlage des auch vom Reichstage gewünschten Heimstättengesetzentwurfes. An den Kaiser wurde im Einverständnis mit der Versammlung ein Telegramm geschickt im Gedenken an die verheißungsvolle Osterbotschaft. Die Versammlung verbindet damit aus freudigem Herzen den Dank für das in der Osterbotschaft entgegengebrachte Vertrauen und gelobt namens der Mitglieder ihrer Organisationen, durch restloses Einseden ihrer Arbeitskraft zur baldigen erfolgreichen Beendigung des Krieges dieses Vertrauen zu rechtfertigen. Ehenso wurde an den Reichskanzler ein Telegramm gesandt. in dem ihm gedankt wird für die seitherige Haltung in der innerpolitischen Neugestaltung.„Möge das ehrliche Bemühen Ew. Exellenz, dem werktätigen Volke einen größeren Einfluß auf die Entwickelung des Staatslebens und einen erhöhten Anteil an den Errungenschaften der staatlichen Kulturarbeit zu sichern, zum Segen unseres ganzen Volkes von Erfolg gekrönt sein.“ Die Versammlung wurde geleitet von dem Vorsitzenden des Ausschusses des deutschen Arbeiterkongresses, Reichstagsabgeordneten Behrens. Deutscher Reichstag. Berlin, 5. Mai.(WTB.) (Schluß.) Generalmajor v. Langermann und Erleneamp: Dem Offizierpensionsgesetz wird durch eine Novelle jede Härte genommen werden. Auch das Mannschaftsversorgungsgesetz und das Militärhinterbliebenengesetz werden wesentliche Verbesserungen erfahren. Abg. Martin(D. Fr.): Unser Dank an die Feldgrauen ist unbeschränkt. Unsern Willen zur Tat haben auch die Franzosen gemerkt: denn die Gefangenenbehandlung ist wesentlich besser geworden. Das Volk versteht es nicht, daß man den Gefangenen Amusements bietet und sie besser stellt in der Ernährung, als die eigenen Volksgenossen. Wir erkennen dankbar an, daß General Groener mit seinem Erlaß den Arbeitern das Gewissen gestärkt hat. Auf längere Ausführungen des Abg. Dr. Vohn(SuG.) erwidert Staatssekretar Dr. Helfferich: Was das Ausland zu der Rede des Abg. Dr. Cohn sagen wird wird ihm nicht zur Ehre und dem Vaterlande nicht zum Nutzen gereichen.(Sehr richtig!) Sein Geschichtchen von der Einladung der Arbeitervertretung beim Unterstaatssekretär Wahnschaffe und ihre Verhaftung ist nicht zutreffend. Es ist niemand eingeladen worden. Wenn jemand verhaftet worden ist, so handelt es sich um Rädelsführer, und dann sind sie von Gottes und Rechts wegen verhaftet worden.(Sehr richtig!) Dann hat der Abg. Dr. Cohn dem Reichskanzler indirekt vorgeworfen, er habe Schuld an dem Kriege. Das sagte er in dem Augenblicke, da unsere Truppen diesen stärksten Ansturm aushalten müssen. Damit glaubt er dem Vaterlande einen Dienst zu leisten, ohne den Schatten eines Beweises beizubringen. Der Reichskanzler hat nicht den Krieg gewollt; er hat bis zum letzten Augenblicke das Außerste getan, ihn zu verhindern. Ebenso ist es unrichtig, daß der Reichskanzler gegen sein Gewissen in den U-Bootkrieg gewill#t habe. Wir aber— ob Munitionsarbeiter. Sie oder ich— stehen im Dienste des Vaterlandes. Wir haben jetzt nicht darüber zu entscheiden, was wir zu tun oder zu lassen haben(Bravo!) Es war Ihre Pflicht. die Arbeiter zu berubigen und ihnen zuzureden. Das haben Sie aber nicht getan. Der Aushungerungskrieg wird bald die noch viel schärfer treffen, als uns, die ihn verbrochen haben. Der Friede, den wir mit solchen Reden herbeiführen wollen. bringt uns nicht Brot, sondern Hunger.(Sehr wahr!) Der Friede, der uns das Brot bringt, muß erst von uns erkämpft werden. Der Friede, der durch den Abg. Cohn gefordert wird, will unser Volk nicht haben, und den kann es nicht ertragen.[Lebh. Beifall.) Präsident Dr. Kaempf ruft den Aba. Dr. Cohn wegen eines Zwischenrufes zur Ordnung. in dem er dem Reichskanzler vorgeworfen hat, wenigstens zum Teil am Kriege Schuld gewesen zu sein. General Groener: Die Maßnahmen die England gegen Streikende ergreifen würde, sind so, daß es meines Aufrufs nicht bedurft hätte. Die Töpfe. in denen den Arbeitern Teufelssuppe gekocht wird, trägt Ihre Firma, Herr Cohn, und diese Töpse müssen zerschlagen werden. Die Flugblätter im Lande bleiben an ihren Rockschößen kleben. Kriegsminister v. Stein: Herr Cohn mag auch die anderen Kapitel aus Klausewitz lesen; er kann viel lernen! Wenn er sagt, der Krieg könne nicht mehr entschieden oder gewonnen werden, so ist das ein verwerfliches Beginnen. Zum Kriegführen gehört ein einzelner Feldherrenkopf, der durch keine Beiräte oder sonstige Einflüsse beeinträchtigt wird. So war es seit Friedrich dem Großen, und so wird es mit Gottes Hilfe noch weiter sein.[Lebhaftes Bravo.) Darauf tritt Vertagung ein. In einer persönlichen Bemerkung versucht Abg. Dr. Cohn(SAG.), sich dem Kriegsminister gegenüber zu rechtfertigen. Bei der Beurteilung der Schuldfrage werde auch Staatssekretär Helfferich nicht vergessen werden. Präsident Dr. Kaempf ruft den Redner zur Ordnung. Nächste Sitzung Montag 1 Uhr: Fortsetzung der Etatsberatung. Schluß gegen ½7 Uhr. Aus der Stadt. Münster, 7. Mai. O Zweijährig=Freiwillige als Schreiber. Das Bezirkskommando Münster stellt sofort mehrere zweijährig Freiwillige als Schreiber ein. Bewerber, die die Entscheidung dauernd g. v. Heimat erhalten haben und über eine gute Handschrift verfügen, wollen einen selbstgeschriebenen Lebenslauf und etwaige Zeugnisabschriften umgehend an das Königl. Bezirks=Kommando Münster einsenden. - Der Sonderlehrgang für Kriegsbeschädigte, über dessen Einrichtung wir kürzlich berichteten, wird Mitte Mai beim Königl. Paulinischen Gymnasium ins Leben treten. Er ist berechnet für frühere Primaner und Obersekundaner der Gymnasien, Realgymnasten und Oberrealschulen. Die Mindestzeit der Vorbereitung auf die erleichterte Kriegsreife. prütung beträgt ein halbes bezw. ein ganzes Jahr. Das Schulgeld ist dasselbe wie auf der Oberstufe der höheren Lehranstalten. Meldungen solcher, die noch an dem Lehrgang teilnehmen wollen, sind nebst Lebenslauf und Zeugnis schleunigst an das Provinzial=Schulkollegium hierselbst einzureichen. 8 Uberführung von Leichen Gefallener dom Kriegsschauplatz in die Heimat. Leichen Gefallener dürfen zur Rückführung in die Heimat usw. in den Monaten Mai bis September einschließlich nicht ausgegraben werden. Die zum Bekanntwerden dieses Erlasses bereits genehmigten Leichenüberführungen dürfen jedoch noch bis Ende Mai ausgeführt werden. = Familienunterstätzung von Entlassenen. Entlassene Mannschaften, die später zur ärztlichen Behandlung in militärische Krankenanstalten überwiesen werden, gelten nach dem Bescheid des Ministers des Innern nicht als wieder in den Heeresdienst einberufen. Ihre Familien haben deshalb für die Dauer der Behandlung keinen gesetzlichen Anspruch auf Familienunterstützung. Wenn Rentenberechtigte Ernährer von Familien sind, so ist ihnen während der Dauer ihres Aufenthalts in militärischen Krankenanstalten die Rente nach Bedürfnis ganz oder zum Teil zur Bestreitung des Unterhalts ihrer Familie zu gewähren. Die Entscheidung darüber negt den Generalkommandos zu. Der Antrag auf Bewilligung ist bei dem zuständigen Bezirksfeldwebel zu stellen. Wenn neben der Rente noch Versorgungsgebührnisse, wie Kriegszulage und Verstümmelungszulage, gewährt werden, so bleiben diese während des Aufenthalts in der Krankenanstalt unverkürzt zahlbar. Da der Arbeitsverdienst während dieser Zeit wegfällt, geraten die Familien trov der Ansprüche aus dem Mannschaftsversorgungsgesetz nicht selten in Not. Es ist deshalb Aufgabe der Gemeinden, die Familien im Wege der Kriegswohlfahrtspflege zu unterstützen. Die öffentliche Armenpflege kann in solchen Fällen nicht in Betracht kommen. ( Die ersten Frühlingsgewitter zogen am Samstag über unsere Stadt. Gegen Adend bildeten sich im Süden narre Wolkenbänke, aus denen beftige Glitze zuckten. Zu r Zeit stellte sich starker Wind ein, der aus Nordosten gegen die aufsteigenden Gewitter loslegte. Infolgedessen: kunten sich diese nicht über den Horisont ausbreiten und mutzten ihren Weg durch den Westen nehmen. Bis in die früden Morgenstunden des Sonntag hielt das Blitzen und Donnern an, ohne in der biesigen Gegend Schaden anzurichten. Leider haben die Gewitter bier nicht den erwünschten Regen gebracht, dagegen wurde das Rheinland reichlich mit ihm bedacht. Die starke Abkühlung, die sich am Sonntag morgen bei Nordwestwind unangenehm bemerkbar machte, wurde im Laufe des Tages durch die wiedereinsetzende Aufheiterung beseitigt. (2)„Wildgemüse"— billiges Gemüse. Noch allzu wenig ist bekannt, daß prächtige, sehr wohlschmeckende Gemüsepflanzen nicht nur im gepflegten Garten, sondern auch draußen in Wald und Flur wild wachsen. Mutter Natur hat doch ihren Tisch für alle gedeckt. Nun heißt es zugreifen, das dem Menschen als Nahrung dienende zu sammeln und zu verwerten. Zumal in der jetzigen Zeit, da das angebaute Gemüse noch so rar und teuer ist, lohnt es sich für jeden Haushalt, Wildgemüse zu sammeln. Aber nur wenige kennen die zu Gemüse, Salat und Tee verwendbaren Wildpflanzen. Deshalb übernahm der Rbein=Westf. Frauenverband die Organisation für das„Einsammeln von Wildgemüse.“ Es finden unter Führung zweier Herren— Botaniker der Universität— die vom Generalkommando eigens für diesen Zweck nachmittags beurlaubt sind, seit 18 Tagen Führungen mit den entsprechenden Belehrungen statt. Mit regem Interesse und Eifer beteiligen sich sehr zahlreich Frauen und Mädchen aller Stände, oberste! Schulklassen Verwundete aus den verschiedenen Lazaretten an diesen belehrenden Ausflügen. Streng vermieden wird dabei die Betretung des kostbaren Acker= und Wiesenlandes. Hecken und Wegeraine in Münsters nächster Umgebung bieten Wildgemüse in Fülle. Des öfteren wurde von Gastwirten erlaubt, das gesammelte Gemüse als Spinat fertig zuzubereiten, da gab es gleich treffliche Kostproben. Doch ist die Zubereitung von Spinat und Salat zu bekannt. sodaß dies weiterhin nicht mehr nötig sein dürfte, da anscheinend das bisherige Vorurteil überwunden ist. Wünschenswert wäre es im Interesse der wirtschaftlich wichtigen Sache, wenn die Beteiligung an diesen nur bis 15. Mai stattfindenden Lehrausflügen ebenso rege bliebe wie bisher. Wer daher gesonnen ist, sich diesen belehrenden Führungen anzuschließen, wird gebeten, sich bis zum 8. Mai bei Frau Seeck. Gertrudenstraße 43. und Frau Ballas, Zumsandestraße 17, zu melden. X Hühnerfutterausgabe. In der bereits veröffentlichgen Mitteilung über die Ausgabe von Bezugsscheinen für Hühnerfutter ist ein Irrtum unterlaufen. Es sind nicht, wie angegeben, für 3 Pfund Futtermengen 2 Eier abzuliefern, sondern für 2 Pfund Futtermenge 3 Eier. (2 Ein fettes Schwein gestohlen wurde in der Nacht zum Samstag einem Besitzer an der Wilhelmstraße. Vom Standesamt. Sterbefälle. 4. Mai. Schneider Wilhelm Wiedebusch. 26 J.— Montagearbeiter Karl Reese, 30 J.— Frau Maria Meyer geb. Lammermann. 36 I.— Postbote Bernhard Brügge, 27 J.— Fabrikarbeiter Viktor Brockmann, 38 J.— ö. Krankenschwester Richildis geb. Elisabeth Tervort, 48 J.— Bergmann Josef Grzonka, 28 J.— Glaser Wilhelm Stützle, 72 J.— Barmherzige Schwester Theola geb. Theresia Sondermann, 27 J. * Mitteilungen des städtischen Kriegsausschusses. Wer Nachteile vermeiden will, lese die Mitteilungen jeden Tag! Montag Mager= und Buttermilck=Verkauf Von Montag ab Kartoffelverkauf in der bisherigen Weise. Butterverkauf: In der Verkaufsstelle Gervatiiplatz für die Nru.: 1— 300 am Dienstag, nachmittags von 2½—7 Uhr 801—3000 am Pottzggs,, vormittags von 8—12 5201—7500 am Freitag] u. nachm. von 2½—7 In der Stadthalle Neubrückenstraße für die Nru.: 1— 700 am Dienstag, nachmittags von 2½—7 Uhr 701—2300 am Mittwoch 2301—4000 am Donnerstag 4091—5700 am Freitag In der Verkaufsstelle Göbenstraße für die Nru.: 1— 600 am Dienstag, nachmittags von 2½—7 Uhr 601—1800 am Mittwoch vormittags von 8—12 Uhr am Fritag u. nachni. von 2½/—7 In der Verkaufsstelle Kreuzstraße für die Nrn.: 1— 500 am Dienstag, nachmittags von 3½—7 Uhr 501—1600 am Mittwoch ersta ( vormittags von 8—12 Uhr ( u. nachm. von 2½—7 Uhr 901 1. vormittags von 8—12 U nachm. von 2½—7 Uhr 1601—2600 am Donnerstag 2601—3700 am Freitag In der Verkaufsstelle Warendorfer Straße für die Nru.: 1— 400 am Dienstag, nachmittags von 2½—7 Uhr 401—1100 am Mittwoch vormittags von 8—13 Uhr 1801—2500 am Freitag In der Verkaufsstelle Reckfort. Kinderhaus für die Haushaltungen, die sich dort in die Butterkundenliste haben eintragen lassen, und zwar von Donnerstag ab. Kopfmenge 62½ Gramm Preis 84 Pfennig. An sämtlichen Verkaufsstellen Eierverkauf in der Reihenfolge des Butterverkaufs. Für den Kopf der Haushaltung werden 2 Eier abgegeben. Preis 80 Psennig für das Stück. In der Reihenfolge des Butterverkaufs gelangt ferner Sauerkraut zur Ausgabe. Kopfmenge ½ Pfd., Preis 20 Pfg. für ein Pfund. Einwickelpapier und Kleingeld mitbringen. Brotkarte(Militärausweiskarte), WarenAus den Provinzen. 5' Riesenbeck, 5. Mai.[Von einem Diebe erschossen.) Eine noch unbekannte Person passierte mit einem Pferde das Dorf Riesenbeck. Nachdem bekannt wurde, daß der Mann das Tier in Vollage gestohlen hatte, nahm man die Verfolgung des Reiters auf. Hierbei beteiligte sich auch ein Unteroffizier vom Gefangenen=Arbeitskommando. Als er in die Nähe des Diebes kam zog dieser einen Revolver und erschoß den Unteroffizier auf der Stelle. Der Mörder ist dann, nachdem er das Pferd im Stich gelassen hat, in die Berge geflüchtet. Die sofort angestellten Ermittelungen haben bis zur Stunde keinen Erfolg gehabt. □ Ibbenbüren, 5. Mai.(Verhafteter Dieb.) Der von hier gebürtige Gelegenheitsarbeiter H. wurde in Osnabrück in Haft genommen, nachdem er schon von verschiedenen Behörden wegen Diebstahls und Betrügereien gesucht worden war. Neuerdings soll es sich um eine Unterschlagung in Höhe von 2000 Mark und einen Diebstahl von 17000 Mark handeln. * Haltern, 6. Mai.[Einriesiger Walddrand) wütete gestern in den nördlich der Stadt zwischen der Holtwicker Chaussee und dem alten Weseler Wege gelegenen Forsten. Gegen Mittag brach das Feuer bei Holtwick aus und griff mit rasender Schnelligkeit um sich. Das hier untergebrachte Militär— über 2000 Mann— rückte sofort zur Hilfeleistung aus, aber es dauerte mehrere Stunden, ebe die Gewalt des Brandes gebrochen werden konnte. Von Baum zu Baum schwangen sich die Flammen und entzündeten ein riesiges Feuermeer, in dem gegen 1000 Morgen Kiefernwald verknisterten. Die Feuerwogen unliefen weite Lichtungen und rasten etwa 7 Kilometer weit. Hauptsächlich wurden die Waldungen der Zeche Zollverein. Essen=Katernberg in Mitleidenschaft gezogen, aber auch große Kiefernbestände des Grafen von Merveldt und des Grafen von Gahlen sowie der Stadt Haltern wurden vernichtet. Menschenleben sind glücklicherweise nicht zu beklagen, auch fielen keine Baulichkeiten dem Brande zum Opfer. Schlimm ist es aber dem Wilde, an dem die hiesigen Waldungen sehr reich sind, ergangen. Zahlreiches Rot- und Damwild ist in den Flammen umgekommen, angekohlte Rehkitzchen schleppten sich aus dem Flammenmeer und viele Hunderte von Vögeln wurden von der Glut tödlich versengt. Wie die polizeilichen Ermittelungen ergaben, hat ein Schulkn abe den Riesenbrand entfesselt. Er zündete auf dem Nachhausewege einige Schulhefte an und schleuderte diese ins trockene Gesträuch, von wo aus das verbeerende Feuer sich dann schnell verbreitete. Vermischtes. * Hamburg. 6. Mai.[WTB.) Heute nacht gegen 3 Uhr entstand in den oberen Stockwerken im„Hamburger Hof“ am Jungfernstieg ein Brand, zu dessen Bekämpfung die Feuerwehr mit Löschzügen herbeieilte. Soweit bisher bekannt, sind Personen nicht zu Schaden gekommen. Der Brand dauert noch an. * Eine internationale Ramikte. Wie ein Schweizer Blatt berichtet, lebt in Ragat eine Schweizer Familie, deren ältester Sohn eine Deutsche geheiratet hat, der zweite eine Pariserin. der dritte eine Schweizerin und der vierte eine Ikalienerin. Die jüngste Tochter ist mit einem Spanier verlobt. Drei andere Töchter sind die Gattinnen je eines Engländers, eines Österreichers und eines Russen. Die Familie bildet damit eine kleine Mustersammlung der europäischen Staaten. Sport. □ Rennen zu Hoppegarten. 6. Mai.(Eig. Drahtb.) Erstes Rennen, 1. Harlekin(Köster), 2. Defizit(Schläfte), 3. San Martino(Schmidt). Tot. 18. Pl. 11, 14, 16. 8 liefen. Zweites Rennen. 1. Eisenerz(Schläfke), 2. Lüttich (Bleuler), 3. Paganini(Müller). Tot. 22. Pl. 15, 31, 60. 15 liefen.„„. Drittes Reunen. 1. Froysinn(urupprecht, 2. Peter (Schläfke), 3. Held(Stolz). Tot. 22. Pl. 18. 15. 6 liefen. Viertes Rennen. 1. Harlekin(Schläfke), 2. Lilienstein (Kaiser). 8. Segantini(Kasperl. Tot. 34. Pl. 15, 18. 15. Unpl. Schneevall, Lustig. Seigneur. Periculo, Guntram, Norton, Engardin, Habsucht, Haarbusch. Fünftes Rennen. 1. Swanhild(Zimmermann), Cursor (Klingbeil). 3. Goldieele(Dreher).: Tot. 26. Pl. 12, 13, 18. 8 liefen.„„ 8 9-12, Sechstes diennen. I. Estella(Schmiolf, 2. Arkansas (Schläfke), 3. Neutral(Bleuler). Tot. 15. Pl. 12, 20. 4 liefen. Siebentes Rennen. 1. Mustang(v. Tucholka), 2. Paros (Rastenberger), 3. Eisbär(Heuer). Tot. 187, Pl. 41, 17, 244. 14 liefen. Achtes Rennen. 1. Indus(Teichmann), 2. Glückstein II (Jentzsch), 3. Ragazzo(v. Tucholka). Tot. 30. Pl. 11. 15. 12. 11 liefen. q' Rennen zu Neuß, 6. Mai.(Eig. Drahtb.) Erstes Rennen. 1. Preciosa(Oleinik), 2. Camelot(Gasch), 8. Seppl(Gorgas). Tot. 29, Pl. 13, 14, 16. 8 liefen. Zweites Rennen. 1. Afloat(Listl), 2. Siesta(Unruh). 8. Slavonier(Stoffel). Tot. 30, Pl. 16, 30. 6 liefen. Drittes Rennen. 1. Fromm(Kühl), 2. Brünella(Bauer), 3. Protest(Gädicke). Tot. 29, Pl. 19, 32. 5 liefen. Viertes Rennen. 1. Panzer(Gorgas), 2. Dodemir (Oleinik), 3. Malefiz(Kühl). Tot. 31, Pl. 14, 12. 6 liefen. Fünftes Rennen. 1. Eichlatze(Kersting), 2. Daruvar (Franke), 3. Pilgrim(Gädicke). Tot. 66. Pl. 25, 23. Unpl. Floh. Sechstes Rennen. 1. Jungchen(Kühl), 2. Avoneroft (Krause), 3. Cassierer(Gädicke). Tot. 32. Pl. 15. 28, 13 8 liefen. Siebentes Rennen. 1. Ardington(Gasch). 2. Journeyman (Kühl), 8. Silver Sea(Franke). Tot. 141, Pl. 25, 18, 23. 9 liefen. * Bern, 5. Mai.(W2B.] Zur Einstellung der Pferderennen in Enaland schreibt„Manchester Guardian": Lord Roseberry habe 1916 die Beibehaltung dieses viel bestrittenen Sports dringend befürwortet, und der Gedanke eines Aufgebens dieses Sportes würde einen moralischen Sieg für den Feind bedeuten. Jetzt erhalte Deutschland diesen moralischen Sieg. Englands Gewinn bestehe demgegenüber in einem erheblichen Zuwachs an Arbeitskräften und Ersparnissen von Geld. Lebensmitteln und den Angriffen, daß es den Sieg über den Feind sogar seinem topischen Sport vorgiebe. Hauptredakteur Rudolf Strietholt.— Es verantworten: den redakttonellen Teil Paul Koeue, die Reklamen und Inserate Anton Busch, alle in Münster.— Druck und Verlag der Aschendorssschen Buchhandlung in Münster. Bekanntmachung. Die von der städtischen Preisprüfungsstelle aufgestellten Preisverzeichnisse für den Kleinverkauf von Gemüse auf dem Wochenmarkt und in den Läden müssen Dienstag, den 8. Mai, vor Beginn der Marktzeit erneuert sein. Die neuen Preisverzeichnisse werden Montag, den 7. Mai, nachmittags zwischen 5 und 7 Uhr. auf dem Zimmer 91 des Polizei=Verwaltungsgebäudes gegen Zahlung von 10 Pfa. für das Stück ausgegeben und abgestempelt. Für die auswärtigen Wochenmarktverkäufer erfolgt die Ausgabe und Abstempelung der Preisverzeichnisse Dienstagden 8. Mai, morgens von 7½ Uhr ab, im alten Rathaus. Die Preisverzeichnisse müssen in den Verkaufsräumen und an den Vertriebsständen der Verkäufer für das kaufende Publikum von außen gut und deutlich sichtbar zum lushang kommen. Münster, den 6. Mai 1917. arat. gnr „ Salzstrasse 25. Zam letzten Male! Die Welsst-Colll. 8 Akte. Titelrolle: □ Allce Joyce. Ferner das Lustsplel: 2glückliche Tage 3 Akter mit Anna Müller-Linke. Und anderes mehr. Vonond- Pheutel Lndgertstrasse 1te. Nou! Letzter Tag! Neu! Leben um Leben Sehauspiel in 8 Akten. Hauptdarsteller Clara Wieth Rich. Lund. Lachoptelechlnder Schunpalast-Vikkus. 4 Akter, in der Hauptrolle Ernst Lubitsch, der beliebte Berliner Komiker. Und das übrige Programm. Schollen, Rheinaal unnfetl? Anton Künne.