Sezugspreis vimteljährtich: Rusgabe A(ohne „Wochenschau“) in Münster zweimal täglich froi ins Haus gebracht 2 Mk. 10 Pfg.,— auswärts von der Post adgeholt 2 Mk. 10 Pfg., durch den Briefträger gebracht überall, wo nur einmal i— Tage Briefbestellung stattfindet, 2 Mk. 52 Pfe, in Ortm mit zwei= und mehrmaliger Bestellung 2 Mk. 38 Pfg.— Ausgabe 8(mit„Wochenschau“) vierteljährlich 60 Pfg. mehr. Fernspr.: Redaktion u. Verlag Nr. 2448, 2440 u. 2450. Geschüftostelle(Michgekisplatz 9) Nr. 76. Zwei Ausgaben ugig. und Münsterische Volkszeitung. 43618 Mbomenten. Inselgen: Der Smmm für bis Snengmatpalte, 20 mm brott, Dmm hoch, 25 pPl: bei Anzeigen aus dem R.=O.. Münster 20 Pf., aus der Stadt Münster 15 Pf.(für Aktiengesellschaften 2c., Vereine und Behörden 25 pf.: Reklamen: Der Raum für die Reklamespalte, S7mm broit, Zmm hoch, 1 Mk.— Zür Erfüllung von Blozvorschriften wird keine Gewähr, sowie für Druckfehler Leine Haftung übernommen. Etwoiger Radatt gilt als Rassenrabett u. lann verweigert werden, wenn Zahkung nicht binnen 4 Wochen nach Erhalt der Rechnung efolgt.—Gebühr für Beilagen nach Gewicht Mittwoch, 4. April 1917. Zweite Ausgabe. Wichtige Beratungen in Rußland. Lugano, 4. April.(TU.) Der Petersburger Korrespondent des„Corriere della Sera“ meldet, daß die Reise der Mitalieder der vorläufigen Regierung ins Hauptauartier bezweckt, in einer Besprechung mit dem obersten Heereskommando die internationale Lage in Verbindung mit dem Kriegsproblem und die durch die Revolution geschaffene neue Lage im Innern zu untersuchen. Ohne Zweifel sei die Kriegsbereitschaft durch die Ereignisse im Innern sehr beeinflußt worden. Die liberalen Kreise möchten den Krieg mit unverminderter Begeisterung fortsetzen. Es sei aber fraglich, wie weit der Einfluß gegenüber den anderen Strömungen reiche. Deutschland lasse nichts unversucht, um die friedensfreundlichen Bestrebungen im russischen Volke zu unterstützen. Die letzte Rede von Bethmann=Hollweg sei ein neuer Beweis dafür. Einzelne Blätter veröffentlichen die Rede ohne Bemerkungen und die Kommentare der anderen lassen im allgemeinen das Bestreben erkennen, sich zurückhaltend zu äußern. Die Lage in Rußland sei geeignet, die größte Aufmerksamkeit der Verbündeten zu erregen. Stockholm, 8. April. Die Petersburger„Arbeiterzeitung" verlangt von der provisorischen Regierung schärfste Maßnahmen gegen die monarchischen Bestrebungen, die sich überal in Rußland in immer stärkerem Maße geltend machen. Falls nicht unverzüglich zu energischen Maßnahmen gegriffen werde, könnten die monarchischen Bewegungen mit der Zeit einen drohenden Charakter annehmen.— In Petersburg finden stark besuchte Versammlungen der radikalen Sozialdemokraten (Bolshewisten) statt. Sie beschlossen, die provisorische Regierung nicht anzuerkennen und einem Ausschuß der Arbeiterpartei den Auftrag zu geben, unverzüglich die provisorische Regierung zu entfernen, um statt ihrer eine neue radikale Regierung einzusetzen. Gleichzeitig hat das Zentralkomitee der radikalen Partei in dem Parteiorgan „Prawda“ folgende Entschließung veröffentlicht: „Die heutige Regierung ist in ihrer Zusammensetzung noch antirevolutionär, da sie sich aus Vertretern der Bügerschaft und des Adels zusammensetzt. Daher hat die Arbeiterpartei nichts gemeinsam mit ihr. Die Aufgabe der revolutionären Demokratie ist die Berufung einer revolutionären Regierung demokratischen Charakters, mit anderen Worten: Die Diktatur des Proletariats und der Bauernschaft.“ " Im Anschluß an die Resolution wird eine Liste der neuen radikalen Ministerkandidaten veröffentlicht, die lauter außerhalb der Partei völlig unbekannte Namen enthält. Da Tscheidze Präsident und Skobeloff Vizepräsident ist, liegt die Vermutung nahe, daß die Resolution von ihnen abgefaßt ist. Die revolutionäre Zeitung„Prawda“ veröffentlicht einen längeren Aufsatz, der u. a. verlangt, die Waffen unverzüglich niederzulegen. Das augenblickliche Losungswort der russischen Sozialdemokraten sei:„Nieder mit dem Kriege gegen Deutschland! Es lebe der Klassenkampf!“ Gesandter Rizow über Rußland. Berlin, 4. April. Anläßlich der Kriegsbotschaft Wilsons an den Kongreß hatte ein Mitarbeiter der„Vossischen Zeitung“ mit dem bulgarischen Gesandten Rizow eine Unterredung über die politische Lage. Auf die Frage des Mitarbeiters: Danach hat es den Anschein, daß Sie der gegenwärtigen provisorischen Regierung nicht zutrauen, daß sie den Krieg bis aufs Messer fortsetzen wird? antwortete der Gesandte: „Nur eine solche Regierung hat in Rußland Bestand, die dem Volke den heißersehnten Frieden bringt. Es entsteht folgende Alternative: Entweder wird die provisorische Regierung den Krieg nach englischem Wunsche fortsetzen, dann wird sie von der nächsten radikalen Welle der linksstehenden Sozialisten weggespült, oder sie selbst sucht dem russischen Volke den Frieden zu bescheren, damit sie sich am Ruder erhält und den gemäßigten Elementen den inneren Auf= und Ausbau der russischen Demokratie sichert. Denn dieser Prozeß der Neubildung eines demokratischen Rußland braucht Jahrzehnte, bis sich wirklich gesunde Verhältnisse herausbilden. Die Geschichte macht keine Sprünge. Bei einer Demokratie kann sich ein anarchischer Sozialismus auf die Dauer nicht behaupten. Es müssen daher die gemäßigten Elemente im wohlverstandenen eigenen Interesse und Staatsinteresse den Frieden herbeizuführen suchen, damit sie selbst am Ruder bleiben und sich den Wind nicht von dem äußersten Radikalismus aus den Segeln nehmen lassen.“ Auf die Frage des Mitarbeiters: Nach Ihrer Auffassung brauchte man somit ja von unserer Seite gar nicht dazu beizutragen, den Prozeß in Rußland zu beschleunigen, sondern nur abzuwarten, daß er sich von selbst gleichsam automatisch vollzieht, antwortete der Gesandte: „Das ist in der Tat meine Ansicht. Die Fruchtreift heran und man soll den Baum nicht vorzeitig schütteln. Nicht umsonst bevorzugen die Russen von allen philosophischen Wissenschaften die Soziologie. Professoren wie Miljukow und seine Freunde, die von der bulgarischen Hochschule in Sofia soziologische Lehren verbreitet haben, wissen sehr genau, wie man Geschichte macht. Wenn sie es verstanden haben, eine Revolution herbeizuführen, dann werden sie auch das Augenmaß dafür haben, wie man aus dieser Revolution heraus zu geordneten Zuständen kommt. Jeder übereilte Schritt könnte nur den entgegengesetzten Effekt auslösen. Deshalb scheint es geboten, abzuwarten und die Dinge in Rußland sich selbst abklären zu lassen, ohne sie künstlich zum Abrollen zu bringen. Die provisorische Regierung weiß sehr gut, daß sie ohne Neuwahlen kein Fundament im Volke hat. Sie wird daher im Interesse ihrer Selbstbehauptung sehr bald dazu schreiten müssen, Wahlen auszuschreiben, um sich die Rückendeckung im Volke zu sichern, denn wer die Wahlen leitet, der ist auch imstande, sich zu behaupten. Die Neuwahlen aber können nicht in der Erntezeit, also im Juli, vorgenommen werden, wo der Bauer mit anderen Dingen beschäftigt ist, sondern spätestens im Juni. Dazu muß aber der Krieger schon heimgekehrt sein, um wählen zu können. Denn wer soll eigentlich in Rußland die neue Regierung wählen? Die Invaliden und Drückeberger, die zu Hause geblieben sind, bilden doch nicht das Volk. Der Soldat im Felde, der sein Land verteidigt hat ist doch der Nächstberechtigte dazu, den Aufbau des neuen Staates mitzugestalten. Dazu treten noch die zwei Millionen Gefangenen, die sich bei den Zentralmächten befinden. Auch deren Stimme muß gehört werden. Das alles aber setzt voraus, daß ein baldiger Friede kommt, der dem russischen Soldaten gestattet, sein Wahlrecht auszuüben. Das wahre und letzte Kriegsziel der russischen Liberalen war eben nicht Konstantinovel, sondern der Sturz der Dynastie. Dieses Kriegsziel haben sie jetzt erreicht. Nichts hindert sie. die Waffen niederzulegen und einen ehrenvollen Frieden abzuschließen, zu welchem unsere Gruppe bereit ist, zumal nur diese einen dauerhaften Frieden gewährleisten kann. England kann die Geographie nicht ändern: unsere Reiche grenzen einmal aneinander und England ist weit vom Schuß. Also müssen wir uns untereinander wieder vertragen, nachdem das heißersehnte Ziel aller russischen Liberalen über alles Erwarten hinaus geglückt ist. Ohne jedes Nachlaufen werden uns die Russen von selbst bald kommen, weil sonst die provisorische Regierung weichen muß. um der Richtung Tscheidze den Platz einzuräumen. Deswegen vermag ich im Eintritt Amerikas in den Krieg kein beunruhigendes Anzeichen zu sehen, da ich von Anfang an die russische Revolution kommen sah und in ihr auch nach wie vor gleichzeitig das Ende des Krieges erblicke.“ Amerika. Bern, 3. April.(WTB.) Die Agentur Radio meldet aus Petersburg, Miliukow habe ein Memorandum an Wilson gerichtet mit dem Ersuchen, die amerikanischen Staaten möchten schnellstens am Kriege teilnehmen. TdA. Berlin, 3. April.(WTB.) New Statesman führt aus: In Zukunft wird Amerika zu den anderen Großmächten stehen, wie die europäischen Mächte seit Jahrhunderten zueinander Kann da die amerikanische Verfassung, nach der der Kongreß, nicht der Präsident den Krieg erklärt und der Präsident keinen Vertrag schließen kann, ohne Zustimmung einer Zweidrntelmehrheit des Senats, unverändert bleiben? Einer der Grundzüge des Völkerfriedensbundes z. B. muß sein, daß sich alle Mitglieder verpflichten, unter gewissen Umständen Krieg zu führen. Aber wie kann die amerikanische Regierung sich im Voraus dazu verpflichten, wenn die Kriegserklärung in jedem Falle, wenn er sich ereignet, Sache des jeweiligen Kongresses ist, eines Kongresses, dessen Entscheidung niemand voraussagen kann oder vorher festzulegen in irgendeiner Weise berechtigt ist? Genf. 4. April.(BB.) Die Konareßdebatte dürfte nach Mitteilungen des Washingtoner Korrespondenten des Matin einige Tage in Anspruch nehmen. Die Gesamtzahl der Kriegsgegner wird auf 25 Köpfe geschätzt. Nach Lyoner Blättern würden als erste Kredite für Heer und Marine 2 Milliarden Dollars beansprucht. Amsterdam, 4. April.(BB.]„Nieuwe Rotterdamsche Courant“ berichtet aus London: Telegraph Exchange Agency berichtet aus Washington, daß der Sozialist London beim Repräsentantenhause einen Gesetzentwurf einbrachte zu dem Zwecke, den Präsidenten aufzufordern, den Versuch zuaunsten des Friedens wieder aufzunehmen im Hinblick auf die Aktion der Sozialisten in Deutschland und in der Union. Wie Amerika die Neutralität wahrte. Amerikaner in Kriegsdiensten der Entente. Lord Northeliffe hat vor kurzem die in der Ententearmee befindlichen Freiwilligen aus den Vereinigten Staaten besucht und in einem ausführlichen Artikel den Enthusiasmus geschildert, mit dem sie im Heere der Ententestaaten an der französisch=englischen Front kämpfen. Er hat dadurch nur die allgemeine Aufmerksamkeit auf eine Tatsache gelenkt, die schon lange vor dem Abbruch der diplomatischen Beziehungen mit Deutschland die Neutralität der Vereinigten S taaten und ihres Präsidenten in einem sehr eigentümlichen Lichte erscheinen ließen. Lord Northelisse schätzt die Zahl der an den verschiedenen Fronten gegen die Zentralmächte kämpfenden Freiwilligen aus den Vereinigten Staaten auf 150000. Diese Zahl dürfte wohl stark übertrieben sein, aber selbst wenn sie nur 75000 beträgt, wie sie ein amerikanischer Arzt, der lange mit dem Roten Kreuz auf dem Kriegsschauplatz im Westen bei den Engländern tätig war, beziffert, bleibt sie eigentümlich genug. Zum Teil sind diese Freiwilligen als„Kanadier" eingetragen, was natürlich an der Tatsache selbst nichts ändert. Außerdem befindet sich an der französischen Front eine eigene amerikanische Flieger=Abteilung, die, nach der„Washingtoner Post“, im Vorjahre allein 21 deutsche Flugzeuge abgeschossen haben soll. Und schließlich sind nach dem „Matin“ an der Zerstörung der rumänischen Petroleumquel len nicht weniger als 27 amerikanische Ingenieure beteiligt gewesen, die nach vollbrachter Tat über Rußland nach Schweden abgereist sind. Für die Neutralität eines Staate sind diese Ziffern jedenfalls sehr vielsagend, umsomehr, als die Kriegshilfe der Vereinigten Staaten für die Entente diese Ausdehnung nur dann erreichen konnte, wenn sie vom Präsidenten wenn schon nicht ermutigt, so doch zumindest geduldet wurde. Der Seekrieg. Eine französische Verdrehung. Berlin, 3. April. (WTB.) Der französische Funkspruch Eiffelturm vom 1. April bringt u. a. folgende Meldung unter der Überschrift:„Die Deutschen räumen den Verlust eines U-Bootes ein“:„Die deutschen Zeitungen melden den auf hoher See erfolgten Tod des Kapitänleutnants Hans Busz. der einer der bekanntesten U-Boots=Kommandanten in Deutschland war. Es handelt sich hier offenbar um das Eingeständnis, ein U-Boot verloren zu haben.“ Dieser ausgerechnet am 1. April in die Welt geschickte französische Funkspruch findet seine einfache Widerlegung durch den Hinweis auf die Tatsache, daß das U-Boot des verunglückten vortrefflichen Kommandanten unter neuer Führung weiter erfolgreich an der Arbeit ist. Lange Fahrt. Haag, 2. April. Das englische Schiff. das gestern die Post aus England brachte. kreuzte sechs Tage umher, bevor es die kurze Fahrt über den Kanal wagte. Die neuesten englischen Zeitungen, die es mitführte, datierten daher vom 22. März. Christiania, 2. April.(EK.) Der norwegische Dampfer„Dagali“ ist nach einem Bericht des norwegischen Vizekonsuls in Dublin im St. Georgs=Kanal. also im Sperrgebiet, versenkt worden. Aus der Meldung geht hervor, daß deutsche Unterseeboote auch zwischen England und Irland auf der Wacht sind. Unsere Feinde. Mißtöne in der englischen Sympathiekundgebung für Rußland. London, 3. April.(WTB.) Im Unterhause erklärte nach der„Times“ der friedensfreundliche Liberale Ponzouby: Die englische Presse betonte, offenbar nach Instruktionen handelnd, den Wunsch der neuen russischen Regierung, den Krieg mit verstärkter Wucht weiterzuführen, aber dies sei nicht seine Auffassung des Ereignisses. Die weiteren Ausführungen Ponsonbys gingen im Lärm des Hauses unter. Darauf betonte der Ire Ginell, daß die Tätigkeit Lord Milners die Revolution in Rußland gefördert habe, durch die unser kaiserlicher Verbündeter entthront worden ist, dessen Treue für die Sachen des Verbandes wir stets gerühmt haben. Heuchlerische Freundschaft. London, 3. April.(WTB.) „Morning Post“ meldet, daß, falls die neue russiche Regierung ebenso wie die frühere, keine Bedenken gegen die Einstellung russischer Untertanen in die englische Armee haben sollte, ein Gesetz eingebracht wird, in dem die Regierung zur Anmusterung dieser russischen Untertanen ermächtigt wird. Die Anzahl der russischen Untertanen in England beträgt 25.000. Die uneinigen Minister. Amsterdam, 3. April. (WTB.)„N. Rotterd. Cour.“ meldet aus London: Das Ministerium für den nationalen Hilfsdienst teilt mit, daß Henderson und Milner, die beauftragt sind, eine Untersuchung über die Tätigkeit des Ministeriums anzustellen, die Aufgabe haben, die Meinungsverschiedenheiten zwischen den Ministern für den nationalen Hilfsdienst und dem Arbeitsminister über die Einberufung zum Heeresdienste zu schlichten. Gerade auf Dich kommt es an! Zeichne Kriegsanleihe! 66. Jahrgang. Nr. 243. Von den Kriegsschauplätzen. Berlin, 3. April.(WTB.) Trotz Wind und Regenschauer war die Fliegertätigkeit an der Westfront rege. Die deutsche Überleanheit in der Luft, die in erster Linie eine solche der Flugzeugführer und Beobachter ist, erhellt nicht nur aus der Zahl der neuerdings wieder abgeschossenen Flugzeuge, sondern aus der erfolgreichen Durchführung der eigenen und der Abwehr der feindlichen Luftaufklärung. So wurden durch Fliegeransammlungen starker englischer Infanteriemassen in den Mulden bei Savna und Roupy festgestellt und daraufhin unter Vernichtungsfeuer genommen. Gefangene schilderten die Verluste als sehr schwer. Der Angriff. der bereits durch Artilleriefeuer eingeleitet war, unterblieb. Des weiteren wurden an der ganzen Front zwischen Arras und Soissons englische und französische Erkundungsvorstöße, die zum Teil von starken Kräften unternommen wurden, blutig abgeschlagen. So mußten sich die Gegner bei Boursies so wie südlich des Omignon=Baches zurückziehen. Gegen die Linie Fancilly=Ballon griffen englische und französische Streitkräfte gemeinsam an. Sie erlitten durch Artilleriefeuer und im Nahkampf große Verluste. Ebenso scheiterten Angriffe gegen Evine de Ballon. Nicht besser gelang der in den Abendstunden und während er Nacht versuchte Vorstoß. Augriffe beiderseits der Straße Bapaume—Cambray und bei Neuville scheiterten in gleicher Weise, wie ein dreimaliger Angriff südlich Epehy. Das gleiche Schicksal teilte ein Angriff auf Ronssoy, sowie Angriffe bei Le Verquier, die nach starker Artillerievorbereitung angesetzt wurden. Englischer Mißerfolg in Deutsch=Ostafrika. Berlin, 3. April. In dem englischen Funkspruch von Carnavon vom 1. 4., 1 Uhr vormittags, berichtet der Oberbefehlshaber in Ostafrika, daß seit der Regenzeit die klimatischen Verhältnisse, besonders in der Küstengegend, jede ausgedehnte Tätigkeit verbiete. Dieser Umstand werde dazu benützt, die britischen Streitkräfte neu zu ordnen, die Transportverhältnisse für die künftige Kriegführung umzugestalten und die Eisenbahnen und Wege zu erneuern, die von den deutschen Streitkräften bei ihrem Rückzuge zerstört wurden. (Diese Meldung ist in Verbindung mit der Meldung aus Südafrika, die von schweren Verlusten des Expeditionskorps spricht, ein Eingeständnis des vollständigen Mißlingens des Angriffes auf die deutsche Kolonie, deren endgültige und vollständige Eroberung bereits für das vergangene Jahr fest in Aussicht genommen war.) Die Verluste unserer Feinde im Monat März. Der vergangene Monat gab unseren Truppen durch den glänzend durchgeführten Rückzug auf der Linie Arras=Soissons die Bewegungsfreiheit wieder. Seitdem spielen sich in dem preisgegebenen Raume täglich kleinere und größere Gefechte ab, die dem Feinde schwere Verluste kosten. Es wurden im Westen gefangen genommen bezw. erbeutet: 2900 Mann und 59 Maschinengewehre. Sowohl an der Ostfront wie auch in Italien fanden im März keine größeren Kampfhandlungen statt: wohl aber scheiterten in Mazedonien wütende Anstürme der Franzosen. Die Rückzugsbewegungen der türkischen Truppen in Vorderasien und am Tigris sind zum Stillstand gekommen. Noch in den letzten Tagen des März holten sich die Engländer auf beiden Fronten schwere und blutige Niederlagen. Dabei verloren sie an Gefangenen und Kriegsgerät 8 Offiziere. 600 Mann, 1 Geschütz und 20 Maschinengewehre. Insgesamt wurden auf allen Landkriegsschauplätzen gefangen bezw erbeutet: 6900 Mann, 134 Maschinengewehre und 60 Minenwerfer. Deutsches Reich. Berlin, 3. April.(TU.] Der„Vorwärts" berichtet: Der Staatskommissar Dr. Michaelis hat in Dortmund auch mit den Vertretern der Schwer= und Schwerstarbeiter eine dreistündige Besprechung abgehalten. Die Gewerkschaften der drei Richtungen schilderten dem Staatskommissar in entschiedenen Worten den Ernst der Lage. Scharf wurde das Leben der Selbstversorger und der Gutsituierten getadelt. Gefordert wurden u. a. Einheitsgerichte in allen Wirtschaften, deren Gäste nicht besser leben dürften als die der Volksküchen, Verbot der Kuchenbäckerei über ganz Deutschland, Verbot, für die Zivilbevölkerung Bier zu brauen, gleiche Rationen für die Offiziere und die Mannschaften des Heeres, Aufhebung der Hindernisse. die dem Versammlungsleben der Gewerkschaften entgegenstehen, da wilde Streiks ausbrechen würden, wenn die berufenen Vertreter sich nicht rasch in den Versammlungen mit den Arbeitern verständigen könnten. O Erhöhung der Deckgelder. Das Königlich preußische Landwirtschaftsministerium hat angeordnet, daß zur Deckung der steigenden Kosten des Ankaufes und der Haltung der Beschäler die Eigentümer der ihnen zugeführten Stuten mit heranzuziehen sind, was mit Rücksicht auf die Wertsteigerung der Pferde auch eine begründete Forderung geworden ist. Demgemäß werden die Deckgelder eine entsprechende Erböhung erfahren. 19„Hie gut deutsch allerwege. Roman von Viktor Helling. Copyright 1917 bei C. Schmidt, Berlin. Hans Heinrich Junck hatte vor Herrn von Deutschbein und dessen Tochter eine Verbeugung gemacht, die der alte Herr etwas zerstreut und ohne den Kneifer von der Nase zu nehmen, erwiderte, aber gleichzeitig sah Junck, der auf einen andern Frühstückstisch zuschritt, etwas unschlüssig und sich die Hände reibend, wie Fräulein Gerda ihrem Vater etwas sagte. Der Erfolg war, daß der Vater den Klemmer auf seine Briefschaften legte, nickte und sich erhob. Im nächsten Augenblick stand er vor Junck, der sich seinerseits aufzustehen beeilte. „Ah, mein Herr, ich erfahre eben von meiner Tochter, daß Sie es waren, der meinen Damen neulich Beistand leistete. Erlauben Sie, daß ich Ihnen meinen Dank dafür ausspreche.“ „O bitte, Herr Baron, das hat ganz und gar nichts zu sagen. Im Gegenteil... „Nein, nicht doch! Sie haben sich erstens bemüht, eine Straßensängerbande zu entfernen, und zweitens uns diesen vortrefflichen Arzt zu besorgen. Und drittens, Herr Junck— nicht wahr?— hatten Sie die große Liebenswürdigkeit, sich mehrfach nach dem Befinden meines Sohnes zu erkundigen.“ Hans Heinrich verneigte sich.„Diese Anteilnahme ist sehr natürlich. Ich darf meine Frage nach der Gesundheit Ihres Herrn Sohnes hiermit wiederholen?“ „Vielen Dank! Den Umständen nach dürfen wir auch heute zufrieden sein. Erlauben Sie, daß ich Sie meiner Tochter vorstelle, ich selbst hatte wohl schon den Vorzug...“ Hans Heinrich nickte errötend.„Am Denkmal, Herr Baron!" Im nächsten Augenblick stand er vor Gerdas Sessel, und sein Herz klopfte heftiger, als er ihr seine Verbeugung machte und ihre Hand sekundenlang in seiner fühlte. Einen Augenblick trafen sich ihre Augen und sie lächelten. Es stellte sich heraus, daß jedes das andere für einen Engländer gehalten hotte.„„ „Weil ich gnädigstes Fräulein schon im Zug Englisch prechen hörtel“ sagte er, sich entschuldigend. „Und auch ich hatte denselben Eindruck von Ihnen,“ fügte der Vater hinzu,„als ich die Ehre hatte, beinahe mit Ihnen gemeinsam unter die Räder eines Autos zu geraten. Ich hoffe, wir werden noch das Vergnügen haben, Sie zu sehen. Sie sind Süddeutscher, Herr Junck?" „Nein, Berlin.“ „Ach, Berlin!“. Eine Wolke ging über Herrn von Deutschbeins Gesicht— er warf unwillkürlich einen Blick auf die Briefschaften, in denen er gelesen hatte.„Also, auf Wiedersehen, Herr Junck!“ „Sehr zur Ehre!" antwortete Hans Heinrich. Sein Gang war leichtbeschwingt, als er wieder seinen Platz aufsuchte. Diese Gerda, dachte er dabei, ist ja in der Tat noch viel, viel schöner, als wie ich sie in der ersten Erinnerung hatte! Wie schon einmal, drängte sich's ihm auf, sie mit Hildegard zu vergleichen. Der Baron aber sah über den Klemmer hinweg zu seiner Tochter hinüber.„Ein höflicher Mensch; etwas zu— wie soll ich sagen?— zu tiptop angezogen. Natürlich mußte man ihn für einen Engländer halten. Aber das ist ja wohl der neudeutsche Kult. Na, die Hauptsache ist, daß ich mich förmlich bedankt habe. Für die Berliner habe ich— begreiflicherweise— im allgemeinen neuerdings nicht viel übrig. Ich habe da Nachrichten bekommen, Kind, Nachrichten in unserer Hypothekensache, die mir sehr unangenehm sind.“ „Und das hängt mit Berlin zusammen?“ Der Vater nickte.„Sehr gegen meinen Wunsch. Dahlheimer schreibt mir eben, daß sämtliche Schuldtitel in die Hände einer Berliner Firma übergehen werden. Das ist bei der bekannten Schärfe, mit der derartige Firmen und ihre Hintermänner dann plötzlich vorzugehen pflegen, keine angenehme Aussicht für die Zukunft und macht mir einen großen Strich durch meine Hoffnungen. Daß ich unter diesen veränderten Verhältnissen hier keine ruhige Minute habe, wirst du mir nachfühlen.“ „Armer Papa! Und den Namen der Firma?“ „Nennt Dahlheimer vorläufig nicht. Der Name tut auch nichts zur Sache; mir genügt, daß nunmehr also Berliner ihre Finger im Spiel haben. Für langfristige Verträge sind die schwerlich zu haben. Gerda, Gerda, ich glaube, das ist der letzte Streich, der gegen unser altes liebes Kunkawe geführt wird!“ „Verliene nicht den Mut! Soit hat zu auch bei Vionel geholfen. Er wird auch hier helfen. Vielleicht bekommen wir aus England bald gute Nachrichten!" „Ach, das liegt noch in weitem Felde. Das ist ein schwacher Hoffnungsanker. Ich bin mutlos geworden, ich, der ich das Glück schon zu fassen glaubte.“ Er lachte bitter vor sich hin. „Hoffnung, Träume... alles aus!“ Mit tiefer Ergriffenheit hörte sie seine Worte. Einen Augenblick blieb sie stumm, dann sagte sie, mit ihrer Hand seine tastende Hand, die über die Briefe fuhr, suchend: „Es ist nicht alles aus, Papa, das redest du dir nur so ein. Nur wer den Mut und die Hoffnung verliert, hat alles verloren. Du weißt dich von uns allen geliebt, Herzenspapa, wir stehen dir treu zur Seite. Noch kann das Leben dich für vieles entschädigen, dir viele, viele lichte Stunden bescheren. Weißt du noch, wie du früher alle Sorgen weggelacht hast? Weißt du noch, Papa? Ich sprach gestern mit Lionel davon. Wir haben dich so lange nicht heiter, so lange nicht lachen sehen! Das mußt du wieder lernen!“ „Gutes Kind, ja, wer so könnte, wie du sagst! Aber du hast recht, ich muß nun mutig durchhalten, auch ohne das glückverheißende System... auch ohne dieses!" Sie glaubte einen Seufzer zu hören. Tat es ihm leid, daß er dem Spiele abgeschworen hatte? „Und auch das will ich beherzigen,“ fuhr er fort,„das nur der verloren ist, der ohne Hoffnung ist! So, und nun wollen wir zu Mama gehen!“ Sie standen auf, Juncks Blicke folgten ihnen, die Zeitung knitterte leise in seinen Händen. Gerade als Herr von Deutschbein mit Gerda in den Fahrstuhl steigen wollte, traten Otto Streffler und Frau aus diesem heraus. Er war rosig und frisch und atmete die Kälte der eben genossenen Dusche aus. Ein modischer, karrierter Sakkoanzug schmiegte sich, leise spannend, um seine runde Figur. Er benutzte die Gelegenheit, um sich bei Herrn von Deutschbein nach dem Befinden des Herrn Sohnes zu erkundigen, und stellte fast im selben Atem Frau Marianne vor. Herr von Deutschbein dankte gerührt. Als man sich nach den üblichen Fragen und Antworten verabschiedete, sah Frau Marianne stolz zu ihrem Manne auf, sie bewunderte seine weltmännische Art. Haus Heinrich wurde mit einem lautfröhlichen Halle begrüßt. „Na, wie gefällt dir Otto Streffler im Rahmen dieses feinpointierten Anzugs? Hab' ich dir zu Ehren gewählt, mein Lieber! Dernier Cri 1913, letzter Schrei, perfekter RivieraBrite... Nimm Platz, Mimms! Unser mitreisendes Hochzeitspaar hat es wohl verschlafen?" „Wenigstens sind sie noch unsichtbar,“ sagte Hans Heinrich, der Gattin seines Freundes den Korbstuhl zurechtrückend. „Ja, die liebe Pünktlichkeit! Und dabei is dein Schwager doch Sommerleutnant und wir nur simple Untertanen. Aber wenn ich sage, ich bin um acht da, da bin ich's auch; das is die Pünktlichkeit, die mir der wackere Hutschenreuter anerzogen hat. Nein,„Mimms, is der Mensch mal ausfallend geworden, wie ich am Aschermittwoch den Frühstall verschlafen hatte! Kannste dich noch besinnen, Dschönckchen? Wir waren im Kristallpalast gewesen und hatten dann bei Aeckerlein in famoser Gesellschaft ein Soupechen gemacht— in Ehren selbstredend, liebe Mimms! Oh, waren das Zeiten!" „Und was hast du heute vor?“ fragte Junck. „Die Aufgabe des Tages ist schon gestern gelöst worden. Da ich, wie vorauszusehen, gestern in Monte Carlo verloren habe, steht heute die Raiberhöhle wiederum auf dem Tageszettel. Du fährst doch mit, Dschönck?“ „Du wirst nur wieder verlieren,“ mahnte die Gattin. „Und dann wird unsere Reisekasse zu knapp, und wir können nicht mehr mit Pfeisers über den Gardasee zurück. Denken Sie, Herr Junck, wir werden das berühmte Sirmione besuchen!" „Ja, und heute nachmittag das berüchtigte Monte. Beruhige dich, Geliebte. Es sind die letzten fünfzig Franken, die ich dieser Hölle in den Rachen zu werfen oder aber mit Zinseszins zu entreißen gedenke. Genau so viel, wie ich als vorsichtiger, nüchterner Mitteleuropäer gestern aufs Spiel gesetzt habe. Du mußt mir zugeben, daß das keine sanatische übertreibung ist.“ Frau Marianne lächelte.„Ich will dir ja auch nicht das Vergnügen verbittern. Ich dachte nur...“ „Ach so! Von wegen der Weiterreise? Auch in dieser Hinsicht sei beruhigt, Traute! Du wirst nicht dritter Kajüte in unserm herzigen Nestchen landen— ganz abgesehen davon, daß uns im Notfall die generöse Bank das Viatikum geben us.“ P9—t. ** Destsehung folgt!### der deutschsprachigen Presse e.V. *„ Infonterie=Regiments 13, Herwarth von Büttenfeld, I. Westf. Für Tapferkeit vor dem Feinde erhielten des Eiserne Kreuz 1. Klasse Leutn. d. Res. 1 Meyer=Bömers, Leutn. Rosenhaum, Leutn. d. R. 1 Velmering. Gefr., 2. Das Eiserne Kreuz 2. Klasse Nachstehenden verliehen: Hars Urtsz. d. L. 1. Schäfermann, Gefr., 3. Biermann, Musk 4. Zimmermann, Musk., 2. Löke Musk., 1. Kinkel„Musk., 3. Zobel Musk., 4. Glüsenkamp, Gefr., 2. Möller, Bizesw., 9. Ruckebier, Gefr. 11. Aderholt„Musk., 12. Seichter, Gfr., 2. M.=G.=K. Zaremba. Musk., 1. Aufsenberg, Musk., 1. Laukemper, Musk., 3. Mauderer Gefr., 4. Berkemeyer, Musk., 2. Melchers, Musk., 1. Becker, Gefr., 3. Schlüter, Musk., 4 Märten, Gefr., 2. Schmickler, Uttfz., 9. Brunsmeyer, Musk., 2. MGK. Sbigay Musk., 10. Hemmelskamp, Gefr., 5. Heufinger, Musk., 1. Fest Musk., 3. Kleine, Musk., 4. Grubig, Gefr., 2. Schossig, Musk., 9. Scheidbach Musk., 11. Seiter, Musk., 12. Ostermeyer Musk., 1. MGK. Sentek, Musk., 3. Brinkmann, Ldstm., 1. Hachenberger, Ldstm., 4. Lotn, Gefr., 3. Rademacher, Gefr., 2. Lüchters, Musk., 1. Böninger, Musk., 3. Wenski, Musk., 4. Deipenbrock, Musk., 2. Stenker, Musk., 7. Dahlhoff, Gefr., 9. Harkebusch, Musk., 2. MGK. Fiegeler, Gefr., 11. Matschke, Ldstm., 1. Sloma, Gefr., 3. Verhülsdonk Gefr., 4. Weber(Karl), Musk., 2. Stork. Musk., 3. Areus, Ldstm., 12. Wendel, Gefr., 1. Kox, S.=Gefr., 4. Janssen, Einj.=Gefr., 4. Kowalski, Gefr., 2. Lohmeyer, Gefr., 9. Winkler Musk., 11. Cervelli, Kranktr., 12. Franken, Musk., 2. MGK. Lücke, Musk., 3. Trommer Musk., 1. Fresemann Vizesw., 3. Drever, S.=Uttfz., 2. Vogt, Musk., 4. Höckesfell. Musk., 2. Peters, Musk., 1. Schockenhoff, Gefr., 3. Goretzka, Musk., 4. Schönne, Musk., 9. Adolphs, Musk., 1. MGK. Haupt, Musk. 12. Stieren, S.=Uttfz., 1. Hennig, Uttsz. d. L., 3. Koy, Musk. 1. Zimmer, Gefr., 3. Wolter, Ldstm., 4. Meyer(Franz), Musk., 1. Wißbrock, Musk., 3. Grunewald, Ers.=Res., 4. Stamm Ldstm., 9. Wiegard, Gefr., 11. Hoppe, Gefr., 10. Sieker, Musk., 2. M.=G.=K. Sumpmann, Musk., 4. Süllwold I, Ldstm., 1. Kickermann, Musk., 3. Tubbsing, Gefr., 4. Müller(Franz), Musk., 1. Wischnewski, Musk. 3. Schulte=Middel mann, Gfr., 4. Wingerath, Musk., 1. Fuchs, Ldstm., 3. Wittler, Musk., 1. MGK. Krüger, Uttfz., 9. Schwerdtfeger Musk., 4. Möllerherm Gefr., 1. Louwen, Musk., 3. Langenscheid, Ldstm., 1. Warsewski, Ers.=Res., 4. Tödtmann, Musk., 4. Pestrup, Musk., 3. Sander, Gefr., 1. Gerken, Ldstm., 9. Nowatzki Gefr., 11. Kemper, Musk., 2. M. G.K. Ludwig, Musk., 3. Rische, Uttfz., d. R., 1. Niermann, Musk., 3. Grünhage, Gefr., 12. Ben, Ldstm., 11. Becker, Uttfz., 4. Neumann, Musk., 1.MGK. Nachstehenden Offizieren, Unteroffizieren und Mannschaften ist vom kommandierenden General des VII. A.=K. aus gleichem Anlaß eine Belobigung ausgestellt. Venksrze F 2.„ Aschwer Bixsw., 2. Mös. v. K. s Burchard, Vizesw. d. R., 11 Richter, Vizesw., 12. s Hagedorn, Uttfz., 12. (Die Zahl hinter den Namen bezeichnet die Kompagnie.) wir Frauen! Der todesmutigen Opferfreudigkeit unserer kämpfenden Helden müssen wir gegenüberstellen die lebensmutige Opferfreudigkeit der deutschen Frau, die, weil sie keine eisernen Kugeln versenden kann, zu den silbernen greift, und davon zur sechsten Kriegsanleihe hingibt, soviel in ihren Kräften steht, um so ihrerseits dem Vaterlande zu helfen zu baldigem Sieg und glorreichem Frieden. M. Bachem=Sieger, Zweite Vorsitzende des Katholischen Frauenbundes, Köln. Was würde man zu einer Schiffsmannschaft sagen, die ihr Schiff durch den tollsten Orkan gesteuert hätte, und in der letzten Brandung.vorm Hafen unterginge, weil es ihr in diesem passenden Augenblick einfiele, Kohlen sparen zu wollen?— Genau so töricht handelt jeder, der jetzt, in diesem passenden Augenblick Geld zurückhält, statt Kriegsanleihe zu zeichnen.. L. Niessen=Deiters. Die Meldung der Hilfsdienstpflichtigen. Kein Grund zur Bennruhigung. Die Aufforderung zur Meldung der Hilfsdienstpflichtigen hat in weiten Kreisen arnudlose Beunruhigung hervorgerufen. Man verwechselt anscheinend die Meldepflicht mit der Heranzeihung zum Hilfsdienst. Man scheint zu befürchten, daß der Meldung zwangsweise Überweisung in eine Munitionsfabrik auf dem Fuße folgen werde. Namentlich aber scheint man zu glauben, daß diejenigen Personen, die in anderen Berufen oder Betrieben tätig sind, als in denjenigen, die der Aufruf besonders aAfzählt, deshalb nicht im Hilfsdienste ständen und sämtlich anderen Betrieben zugeführt werden sollten. Diese Besorgnisse sind völlig unbegründet. Die Meldung zur„Stammrolle der Hilfsdienstpflichtigen“ ist nicht gleichbedeutend mit der„freiwilligen Meldung zum Hilfsdienst“, sie ist nichts als eine Art„Kontrollversammlung der Hilfsdienstpflichtigen“. Den vom Kriegsamt eingerichteten Ausschüssen, denen die Heranziehung der noch nicht im Hilfsdienste Beschäftigten obliegt, fehlt es bisher an zuverlässigen Unterlagen. Diese sollen ihnen durch die„Stammrolle“ geschaffen werden. Um die Stammrolle nicht unnötig umfangreich werden zu lassen, hat man eine Anzahl von Personen von vornherein von der Meldepflicht ausgenommen, bei denen man auf dem ersten Blick sieht, daß sie bereits im Hilfsdienste stehen. Dahin rechnen z. B. die Staatsbeamten. die Gemeindebeamten, die Beamten der Arbeiter= und Angestelltenversicherung, die Eisenbahnbeamten, die Arzte, die land- und forstwirtschaftlichen Arbeiter, die Berg- und Hüttenarheiter. die Munitionsarbeiter u. a. m. Alle anderen müssen sich zur Stammrolle melden, gleichviel ob sie selbständig oder unselbständig sind. Daraus folgt aber noch keineswegs, daß nun jeder, der sich meldet, die Heranziehung zu irgendeinem anderen Berufe oder Betrieb zu erwarten hätte. Das Kartenmaterial. das den Ausschüssen von den Ortsbehörden übergeben wird, soll ihnen ja gerade die Möglichkeit verschaffen, festzustellen, wer schon jetzt eine Tätigkeit ausübt, die für die Kriegführung oder Volksversorgung von Bedeutung ist. Das wird bei zahllosen. Personen zutreffen, die nicht unter die in der öffentlichen Aufforderung genannten Ausnahmen fallen und die deshalb meldepflichtig sind. Man denke nur an die Presse. an die Banken und Versicherungsunternehmungen, an Bäckereien, Schlächtereien und Konservenfabriken— alles Betriebe, deren Kriegswichtigkeit außer Zweifel ist. Solange derartige Betriebe nicht überbesetzt sind, braucht keiner ihrer Arbeiter oder Angestellten an einen erzwungenen Stellenwechsel zu denken. Nur die Personen, die eine kriegswichtige Beschäftigung irgendwelcher Art nicht haben, müssen damit rechnen, von den Ausschüssen herangezogen zu werden. Aber auch sie brauchen nicht zu besorgen, daß diese Heranziehung auf einen Schlag und ohne Unterschied erfolgen wird. Sie tritt vielmehr nur ein, wenn die freiwilligen Meldungen den jeweiligen Bedarf nicht decken und wird auch dann unter möglichster Vermeidung aller Härten und unter Berücksichtigung der persönlichen Verhältnisse des einzelnen durchgeführt werden. Auch hierzu wird das Kartenmaterial den Ausschüssen die erforderlichen Unterlagen geben. Ein plötzliches Herausreißen aus der jetzigen Beschäftigung des Hilfsdienstpflichtigen ist schon dadurch ausgeschlossen, daß der Einberufungsausschuß, ehe er eine Überweisung vornehmen kann, den einzelnen Hilfsdienstpflichtigen schriftlich aufzufordern hat, sich binnen zwei Wochen eine Beschäftigung im Hilfsdienste zu suchen. Erst wenn dieser Aufforderung keine Folge geleistet wird, kann der Hilfsdienstpflichtige durch ein zweites Schreiben des Ausschusses einer bestimmten Beschäftigung überwiesen werden. Von der Meldung zur Stammrolle bis zur Überweisung ist also auch für ihn noch ein langer Weg. Deshalb keine unnötigen Befürchtungen! Niemand, der dem Vaterland an der seinen Fähigkeiten entsprechenden Stelle dient, braucht zu besorgen, daß er wahllos herausgerissen und an einem Platz gestellt wird, für den er sich seiner ganzen Vorbildung nach nicht eignet. Andererseits mag darauf hingewiesen werden, daß jeder, der seiner Meldepflicht nicht ordnungsmäßig genügt, sich schwerer Bestrafung aussetzt, nud daß auch eine Beschäftigung in einem von der Meldepflicht befreiten Betriebe keineswegs eine unbedingte und dauernde Sicherheit gegen die Heranziehung zum Hilfsdienste gewährleistet. Denn einmal kann ein solcher Betrieb seine Kriegswichtigkeit infolge veränderter Umstände ganz oder teilweise einbüßen, vor allem aber stehen auch in kriegswichtigen Betrieben nur diejenigen Personen im Hilfsdienste, die für die Fortführung der Geschäfte unentbehrlich sind. Soweit die Zahl der Arbeiter oder Angestellten das jeweilige Bedürfnis übersteigt, können die Einberufungsausschüsse— natürlich nach sortfältiger Prüfung — auch in solche Betriebe eingreifen. Aus des Stadt. Rünster, 4. April. *. Werbung der Verwundeten für die Kriegsanleihe. Der eifrigen Werbung der Verwundeten des hiesigen Clemens=Hospitals ist es gelungen, daß dort bis jetzt schon 27.000 Mark für die 6. Kriegsanleihe gezeichnet wurden. Der Karnevalsverein„Süden“, der seinen Freunden in friedlichen Zeiten so manche heitere Stunden bereitete, gab einen schönen Beweis seiner wohltätigen Gesinnung durch Stiftung eines Schildes für den Jung=Germanen, dessen Nagelung am Samstag vollzogen wurde. Warnung vor einem Schwindler. Seit einigen Monaten betreibt ein Schwindler in der Weise Betrügereien, daß er sich für einen Zollbeamten ausgibt, Familien in ihrer Wohnung aufsucht und ihnen eröffnet, es sei ein Paket mit Geld und Nahrungsmitteln aus Amerika angekommen. Sie möchten ihm die Gebühren, nämlich Beträge von 5 Mk. bis über 20 Mark. aushändigen, dann würde am folgenden Tage das Paket ihnen zugestellt werden. Soweit hier bekannt, wurde der Schwindel in Münster, Bochum, Königssteele und Oberhausen verübt. Der Schwindler trägt Zivilkleidung und das Band des Eisernen Kreuzes. Er nimmt auch den Offiziersrang in Anspruch und zeigt nötigenfalls ein Schriftstück vor, das einen Auftrag des Kassierers der Deutschen Nationalbank und der Hauptzoll=Direktion nachweisen soll. In einigen Fällen ist es ihm gelungen, Geld zu erschwindeln: es sei deshalb vor ihm gewarnt. ..+ Fahrpreisermäßigung zur Frühjahrsbestellung. Zur Forderung der Frühjahrsbestellung sind folgende Fahrpreisermäßigungen auf den preußischen Eisenbahnen und in Elsaß=Lothringen eingeführt worden. Ob und welche deutschen Eisenbahnen sich anschließen, steht noch aus. Wenn Arbeitern zu jenem Zwecke eine auswärtige Arbeitsstelle vermittelt worden ist, so werden sie vom März bis Ende Mai zur einmaligen Reise nach der Arbeitsstelle und zurück in der 4. Klasse zum halben Fahrpreis befördert. Nötig ist ein Ausweis der öffentlichen oder gemeinnützigen Arbeitsnachweise des Verbandes Deutscher Arbeitsnachweise, der Landwirtschaftskammern und der deutschen Arbeiterzentrale in Berlin. Für die Hin= und Rückreise ist je ein besonderer Ausweis auszufertigen. Aus den Provinzen. Z Ibbenbüren, 3. April.[Verschiedenes.) Gestohlen wurden vor einigen Nächten in der Brennerei von Bergschneider hierselbst zwei Treibriemen. Der Dieb, welcher vieleicht gestört war, hat ein Fahrrad stehn lassen. In Fahrradtasche befand sich eine Radfahrkarte.— In der der Gemeinde Ibbenbüren sind nahezu 300 Kinder von Rüstungs- oder Industriearbeitern ausgenommen worden. Am heutigen Tage werden weitere 37 Kinder eintreffen, denen in der nächsten Woche etwa 70 folgen werden. ∆ Greven, 3. April.(Wanderhaushaltungsle.). Der in der Zeit vom 22. Januar bis 30. März abgehattene Kursus durch die ländliche Wanderhaushaltungsschule wurde am Freitag beendet. An diesem Tage fand die Koch prüfung statt. Zu dem kriegsgemäßen Mittagessen waren Regierungspräsident Graf von Merveldt Landrat Graf von Westphalen und die Mitglieder des Ortskuratoriums erschienen. Dem Fabrikanten Biederlack, der als Ehrengast erschienen war, wurde das Verdienstkreuz durch den Herrn Regierungspräsidenten überreicht. Nach dem Mittagessen fand die theoretische Prüfung statt in Gartenbau und lanow. Buchführung, in Gesundheits= und Nahrungsmittellehre und Viehhaltung. Am Sonntag war im Gertrudenstift eine Schlußfeier, zu der die Schülerinnen und deren Angehörige, sowie einige Ehrengäste erschienen waren. Nach einem gemütlichen Kaffee fanden drei kleinere Auffuyrungen statt.— Der nächste Kursus findet in Saerbeck statt: (s) Gescher, 3. April.(Auszeichnung.) Dem Landbriefträger Gaux wurde das Verdienstkreuz für vaterländischen Hilfsdienst verliehen. *' Wertherbruch, 2. April.(Ausreißer.) Drei russische Zivilgffangene, die von ihrer Arbeitsstelle in Osterfeld entwichen waren, wurden hier von dem Molkereiverwalter Wichmann festgenommen und der Polizei zugeführt. + Buer, 4. April.(Ein schweres Unglück) hat sich in Erle zugetragen. Die dort wohnende Familie Gr. hatte durch Installationsarbeiter Ausbesserungen an einer Gasleitung vornehmen lassen. Als Gr. am frühen Morgen von der Arbeit heimkehrte, strömte ihm beim Betreten der Wohnung ein durchdringender Gasgeruch entgegen. Nichts Gutes ahnend, versuchte er seine Familie zu wecken; er wurde dabei aber selbst von den giftigen Gasen betäubt. Vorher hatte er Hilferufe ausgestoßen, die glücklicherweise von den Hausnachbarn gehört worden waren. Man fand die ganze Familie Gr. in bewußtlosem Zuande vor. Im Krankenhause gelang es nach vieler Mübe, den Mann und die Kinder wie„Die Ehefrau ist gestorben. Wie es heißt, ist das Unglück oadurch entstanden, daß die Arbeiter vergessen hatten, den Hahn zum Gaskocher in der Küche zu verschließen. □ Menden, 4. April.[Das 23. und 24. Kind), nämlich ein Zwillingspärchen, legte Freund Adebar in die Wiege des Fabrikarbeiters Heinrich Müller hier. 2 Aus dem Sauerlande, 3. April.[Starke Schnee= stürme) gingen noch in den letzten Tagen, so auch heute wieder, über die Sauerländischen Berge nieder. Vielerorts bedeckt noch Schnee die Fluren. die Bestellung von Feld und Garten bleibt hierdurch zurück. Sehr gelitten hat und leidet noch heute unter der Kälte das Bienenvolk; viele der Völker gehen ein und bangt der Imker sehr um seine letzten so sehr gepflegten Lieblinge.— Es muß Frühjahr werden! Hövel, 3. April.(Zwei Geschwister ertrunken.] Seit dem 17. Februar wurden die beiden Geschwister Maria John, hierselbst vermißt. Beide wurden bezw. 31. vorigen Monats im Lippekanal in der Nähe des de Wendelschen Hafens als Leichen aufgefunden. Es wird angenommen, daß die Kinder durch die Eisdecke gebrochen und ertrunken sind. Beide wurden nach der elterlichen Wohnung geschafft. ".Bottrov, 4. April.[Crubenunglsick.) Auf der Zeche„Vereinime Welheim gerieten zwei Bergarbeiter bei der Einfahrt zwischen den Förderkorb und die Schachtzimmerung. Beide wurden tot gedückt. April.(Zugzusammenstoß.) In der Nähe des Blocks Derne riß ein Güterzug in zwei Teile, von denen ein Teil auf der Strecke stehn blieb. Auf diese Wagen fuhr bald darauf ein anderer, Güterzug und zertrümmerte vavon 15 Wagen. Ein Bremser wurde getötet und mehrere Fahrbedienstete verletzt. „.+ Osnabrück, 3. April.(Personalnotiz.) Der urchivar am Staatsarchiv in Koblenz. Archivrat Dr. Rich. Knipping, ist zum Staatsarchivar in Osnabrück ernannt worden. Briefkasten. 100. über den Zeitpunkt der ev. Einziehung ist noch nichts bekannt. Seim. Sunsänhgen dswv. Zurückstellungsgesuch ist s wec 8=Arte vorzulegen. Dieses gibt das Gesuch an den Landral resp. Vezickskommando weiter. . L. K. 100. Ihr Mann kann nach den bestehenden gesetzlichen Bestimmungen nicht gezwungen werden, sich mit dem Abzug einverstanden zu erklären. Wir empfehlen Ihnen, sich in dieser Angelegenheit mit Ihrem Ehemann in Güte zu einigen. Planzer=Baltin. Nein. P. N. Die Kapitulation ist rechtsgültig. I. Senschos iejenigen Wehrpflichtigen, die hei einer Musterung 1916 die Entscheibung„d. u. nicht zu kontrollieren“ erhalten haben, kommen im allgemeinen für die jetzigen Musterungen nicht in Betracht. K. A. 99. 1. Die Kriegszulage im Betrage von 180 Mk. jährsich wird in unveränderlicher Höhe solange fortgezahlt, als der Versorgungsberechtigte überhaupt in meßbarem Grade in seiner Erwerbsfähigkeit beeintrachtigt ist. 2. Nach einjährigem Frontdienst erfolgt Kommandierung in eine Waffenmeisterei, spater zur Gewehr=Fabrik. Die Anstellung erfolgt unter Vorbehalt einer dreimonatlichen, beiden Teilen halt beträgt 10 bis 250 Mi. jährlich, vernsionsberechtgt. Das Gebei der Aufwandsentschädigung nicht in Betracht. Da die anderen 3 Söhne auch nur bei Truppenteilen mit gesetzucher zweijähriger Dienstzeit sich befinden kann die Gewährung der Aufwandsentschädigung nur dann in Frage kommen, wenn diese ihre Dienstzeit abgeleistet haben und ein weiterer Sohn zur EinZwangsversteigerung. Im Wege der Zwangsvollstreckung soll das in der Steuergemeinde Burgsteinfurt belegene im Grundbuche von Burgsteinfurt Band 20, Blatt 255, zur Zeit der Eintragung des Versteigerungsvermerkes auf den Namen des Okonomen Gustav Raestrup in Burgsteinfurt eingetragene Grundstück Flur 3 Nr. 209 a) Wohnhaus mit Hofraum u. Hausgarten, 5 Ar 18 Odm. 400 Mt. Nutzungswert, d) Stall, Bütkampstraße 3, Grundsteuermutterrolle Art. 258, Gebäudesteuerrolle Nr. 310 am 26. Juni 1917, vormittags 10 Uhr, durch das unterzeichnete Gericht an der Gerichtsstelle(Zimmer Nr. 3) versteigert werden.(K. 3—17/3.) Burgsteinfurt, 23. März 1917 Königl. Amtsgericht. Zaschlagk termin zum Verlaufe d. Besitzung Rudolfstraße Nr. 2. Ecke Friedenstraße, findet statt am Dounerstag, den 5. April, nachmittags 5 Uhr in meinem Geschäftszimmer. Die Besitzung hat eine Größe von ca. 100 1=Rut. mit ein. Straßenfront von ca. 85 Met., und besteht aus dem zweistöckigen geräumigen Wohnhause mit Aubau u. Garten, von welchem an der Friedenstraße mehr. Bauplätze abgetrennt werden können. Nähere Auskunft erteilt Theodor Lübbert. Kantinenpächter. Beim Ersatz=Pferde=Depot II in Münster ist die Kantine zu verpachten. Als Pächter wird ein aus dem Etat des Truppenteils ausgeschiedener kriegsbeschödigter od. zivilversorgungsberechtigter Unteroffizter ges. Schriftl. Meldungen sind unter Darlegung der privaten Verhältnisse bis z. 15. April 1917 an das Ersatz=Pferdedepot II, Münster, einzureichen. Vertrag und Pachtsumme werden nach Übereinkunft festgelegt.* Lieber Rittmeister und Kommandeur des Ersatz=Pferdedepots II. 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