4 der deutschsprachigen Presse e.V. Gusgabe A(ohne „Wochenschau“) in Münster zweimal täglich font ins Haus gebracht 2 Mk. 10 Pfg.,— auswarts von der Post abgeholt 2 Bk. 10 Pfa., durch den Driesträger gebracht überall, mo nur einmal — Tage Briefbestellung stattfindet, 3 Mk. 52 Pfg. in Orten mit zwei= und mehrmaliger Bestellung 9 9U. 28 Psg.— Ausgade 8(mit„Wochenschau“) vierteljäherlich 60 Pig, muahr. Fernspr.: Redaktion u. Verlag Nr. 2448, 2440 u. 2453. Geichhttenesle(Michestioslat 9) Nr. 76. SE Zwei Ausgaben ugich. und Münsterische Volkszeitung. 42507 Abomenten. Anzeigan: Der Naum für bie Anzeigenspaite, 20 mm breit, Imm hoch, 25 Pf; bei Anzeigen aus dem R.=Sz. Münster 20 Pf., aus der Stadt Münster 15 Pf.(für Aktiengesellschaften 2c., Vereine und Behörden 25 Pf.: Reklamen: Der Raum für die Reklamespalte, 87mm breit, Zmm hoch, 1 Mk.— Für Erfüllung von Blatz= vorschriften wird keine Gewähr, sowie für Drusfehler keine Haftung übernommen. Etwaiger Rabatt gilt als Kassenrabatt u. kann verweigert werden, wenn Zahlung nicht binnen 4 Wochen nach Erhalt der Rechnung erfolgt.—Gebühr für Beilagen nach Gewie Erste Ausgabe. Mittwoch, 4. April 1917. 66. Jahrgang. Nr. 242. „*„** Washington, 3. April.(WTB.) Reutermeldung. Im Kongreß erklärte Präsident Wilson: habe den Kongreß zu einer außerordentlichen Session einberufen, weil sofort ein ernster politischer Entschluß gesaßt werden muß, für den ich verfassungsrechtlich die Verantwortung nicht übernehmen kann. Ich unterbreitete Ihnen am 3. Februar die außerordentliche Anzeige der deutschen Regierung, daß sie beabsichtige, am 7. Februar alle rechtlichen und humanitären Beschränkungen beiseite zu setzen, und alle Schiffe, die versuchten, die feindlichen Häfen zu erreichen, durch U-Boote zu versenken. Das schien in der früheren Phase des Krieges das Kriegsziel der deutschen U-Boote zu sein, aber seit April 1916 legte die deutsche Regierung den Kommandanten der U-Boote gewisse Beschränkungen auf gemäß dem uns gegebenen Versprechen. Die neue deutsche Politik ließ jede Beschränkung fallen. Schiffe aller Art wurden skrupellos ohne Warnung versenkt, ohne daß man daran dachte, den an Bord befindlichen Personen zu helfen. Und neutrale und befreundete Schiffe wurden ebenso wie Schiffe von Kriegführenden, selbst Hospitalschiffe, die mit einem freien Geleit von der deutschen Regierung versehen waren, mit derselben Mitleid= und Prinzipienlosigkeit versenkt. Das Völkerrecht hat sich mühsam entwickelt mit Resultaten, die dürftig genug waren. Aber die deutsche Regierung hat auch dieses Minimum Anrecht unter dem Vorwande der Wiedervergeltung und Notwendigkeit aufgehoben, weil sie keine Waffen besaß, die auf der See verwendet werden konnten außer denjenigen, die nicht angewendet werden dürfen, wie Deutschland sie jetzt anwendet, nämlich ohne Berücksichtigung aller Erwägungen der Menschlichkeit oder Abmachungen, auf denen der Weltverkehr begründet ist. Ich denke jetzt nicht an die materiellen Verluste, so ernst sie sind, sondern an den allgemeinen Untergang von Nichtkämpfern: Männern, Frauen und Kindern. Der gegenwärtige deutsche Krieg gegen den Handel ist ein Krieg gegen die Menschlichkeit und gegen alle Nationen. Jede Notion muß selbst entscheiden, wie sie dieser Herausforderung begegnen will. Unsere Wahl muß mit Mäßigung getroffen werden, entsprechend unserem Charakter und unseren Motiven als Nation. Wir müssen uns von übergroßen Erregungen freihalten. Unser Motiv ist nicht Rache oder das Prinzip brutaler Gewalt, sondern wir treten für die Menschenrechte ein. Als ich im letzten Februar vor dem Kongresse sprach, glaubte ich, daß es genügen werde, unsere nationalen Rechte durch Bewaffnung der Schiffe zu sichern. Aber eine bewaffnete Neutralität erscheint gegenwärtig unnütz. Es ist unmöglich, sie gegen die Angriffe der deutschen U.=Boote zu verteidigen. Es entspricht der gewöhnlichen Klugheit, zu versuchen, sie zu zerstören, bevor sie ihre Absicht erkennen lassen. Die deutsche Regierung leugnet das Recht der Neutralen, in der Sperrzone überhaupt Waffen anzuwenden, um ihre Rechte zu verteidigen, die keine moderne Justiz und kein moderner Jurist jemals bestritten hat. Deutschland zeigt an, daß die Eskorten zum Schutze der Schiffe wie Piraten behandelt werden würden. Angesichts solcher Anmaßung sei die bewaffnete Neutralität mehr als unnütz. Wenn wir uns dem unterwürfen, würden wir unsere heiligsten nationalen Rechte verletzen lassen. Ohne ZauI vor, daß die Stellung der extremen Republikaner und Friedensfreunde im Kabinett durch die englischen Einflüsterungen, daß die Zentralmächte eine neue Offensive gegen Rußland vorbereiteten, erschwert sei. Werde das englische Manöver erkannt, so würden die in Rußland heute maßgebenden Kreise durchsetzen, daß der faktisch bestehende Waffenstillstand an der ruslischen Front fortdauert, damit das russische Volk die Wahlen für die konstituierende Versammlung vornehmen könne, in der die Frage betreffend Frieden oder Krieg entschieden wird. Angesichts dieser Lage der Dinge erlangen die vom Reichskanzler und vom österreichisch=ungarischen Minister des Außern abgegebenen Erklärungen eine ungewöhnlich große Bedeutung. Auch in diesem Falle stellen sich die Zentralmächte als Förderer der Freiheit und der Demokratie heraus, während die Engländer, die auf der Fortdauer des Krieges bestehen, die Völker immer in neues Unglück stürzen. Die Anklagen gegen die Zarin. Stockholm, 2. April. (EK.) Nach Meldungen aus Haparanda soll die Privatkorrespondenz der Zarin, die auf Veranlassung der provisorischen Regierung einer genauen Prüfung unterzogen worden ist, viel belastendes Material enthalten. Nach den Behauptungen der russischen Presse hat die Zarin politisch einen außerordentlich starken Einfluß ausgeübt und vor allem das Regime Protopopow unterstützt. Wie sich jetzt herausstellt, ist die Verhaftung des Großfürsten Paul Alexandrovitsch und seiner Familie auf Veranlassung der Zarin erfolgt. Großfürst Paul Alexandrowitsch ist ein Onkel des Zaren und der Vater des jetzt begnadigten Großfürsten Dimitri Pawlowitsch, der an dem Morde Rasputins beteiligt sein soll. Auf Grund des gesammelten Materials wurde die Zarin durch den General Kornilow einem Verhör unterzogen. C Schwere Bauernunruhen in Rußland. Kopenhagen, 3. April.(BB.) Eine Anzahl russischer Blätter gibt ein Gerücht wieder, wonach in einigen Gouvernements eine heftige Agitation betrieben wird, um die Bevölkerung zu Pogromen aufzuhetzen. Auch sind weitere Meldungen über Unruhen unter den Bauern eingelaufen. Häuser werden niedergebrannt und die Wälder der Gutsbesitzer in Brand gesteckt. Die Bauern weigern sich, die Steuern zu zahlen und erklären, daß der gesamte Boden Rußlands nur dem Volke gehöre. Aus andern Gouvernements wird gemeldet, einem dieser Hetzblätter eine sachliche Berichtigung zu= daß die Bauern sich vom Zaren losgesagt haben und jetzt die gunsten Deutschlands unterzubringen, werden die unsinnig=] Einführung der Republik verlangen. Der Grundbesitz des sten Beschimpfungen des Deutschtums, die irgendein halb= Zaren, der bekanntlich von der neuen R neutralen Umwegen aus seiner Heimat erhalten hat. In diesen Briefen beißt es: „Die enge Verbrüderung der englischen und anglo=amerikanischen Kriegshetzpresse ist unter offener und ausdrücklicher Billigung der Regierung in Washinaton, also Wilsons und Lansings, erfolgt. Wilsons betriebsamer Sekretär Joseph P. Tumulty hat dafür gesorgt, daß alle aus Europa einlaufenden Telegramme und Artikel von stramm englischen Redakteuren, die in den amerikanischen Officen sitzen, kontrolliert und zurechtgemacht werden, und zwar zu dem einzigen Ziel und Zwecke, den Krieg der Union mit Deutschland nun endlich zur Tatsache werden zu lassen. Tumulty hat— unter Aussicht Wilsons— für diese Arbeit ein besonderes Bureau eingerichtet, wobei ihn die Hilfssekretäre Rudolph Forster und Thomas W. Brahany unterstützen. Zweimal in der Woche kommen alle Zeitungsleute, die bei diesem Bureau eingeführt sind, um vom Präsidenten persönlich zu hören, welche Blätter„gut gearbeitet“ haben und wie nun weiter verfahren werden solle. Wir wollen nicht sagen, daß Wilson auch der Urheber des nachstehend geschilderten, fast unglaublichen Manövers ist, aber die moralische Verantwortung dafür trägt er doch. Also ein Beispiel, eines von vielen, das dartut, wie tief di Kriegshetzer gesunten sind: Die großen Zeitungen von Newyork pflegen an ihren Verlagshäusern Plakate anzubringen, die die wichtigsten Meldungen der Tagesausgaben wiedergeben. Sobald diese Plakate, die mit Kriegsnachrichten bedeckt sind, sichtbar werden, kann man sicher sein, geheimnisvoll blickende Menschen vor ihnen zu finden, die dem Publikum zu erklären beginnen, wo die verschiedenen in den Meldungen erwähnten Orte liegen und so sich der Menge gefällig erweisen. Dann fangen sie an zu erzählen, wie schreckliche Missetaten an jenen Orten von den Deutschen begangen worden seien, und geben darüber Einzelheiten, die ebenso erschütternd und schauerlich wie erlogen sind. Diese Männer sind bezahlte britische Agenten, die man von England nach Amerika herübergesandt hat, um die Meinung des amerikanischen Publikums zu vergiften. Und sie werden ihrer Aufgabe mit größten Gründlichkeit gerecht. Deutschland und das deutsche Heer haben, wenn sie zu Ende sind, bei den Hörern keine Spur von Ansehen mehr. Ein anderes, sehr beliebt gewordenes Mittel, zum Kriege zu hetzen, sind in der amerikanischen Presse„Zuschriften aus dem Leserkreis" geworden, die Schmähungen wildester Art gegen Deutschland enthalten. Einzelne Blätter wie„Sun“.„World" und„Times“ sind soweit gegangen, besondere Rubriken für diese Schmähbriefe einzurichten. Während es selbst Leuten von Namen schwer fällt, in einem dieser Hetzblätter eine sachliche Berichtigung zuverrückter Leser einschickt, stets mit größter Genugtuung abgedruckt. So brachte eine der verbreitetsten Zeitungen Newvorks vor kurzem eine Zuschrift, in der als Einleitung des Kriegszustandes der Boykott des amerikanischen Deutschtums angeregt wurde. So sinnlos und niederträchtig der Vorschlag auch war, so veranlaßte er doch die gesamte britenfreundliche Presse, allen Ernstes die Frage eines gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Boykotts des Deutschtums in langatmigen Leitartikeln zu erörtern. Der Erfolg der Hetze war schließlich der, daß ein paar hundert deutscher Kellner und Dienstmädchen von ihren englandfreundlichen Arbeitgebern auf die Straße gesetzt wurden. Im Reiche wird mitunter gesagt, die Deutschamerikaner täten ihre Pflicht nicht. Daran sind wir hier gewöhnt, und es schmerzt uns nicht. Vor allem ist man in Deutschland Regierung mit Beschlag belegt werden ist, umfaßt u. a. ein Gebiet in Asien, das sich über 65 Millionen Hektar erstreckt. [) Soldaten als Wähler. Malmö 8. April.(BB.) Wie die in vergrößertem Format erscheinende Zeitung„Rußki Invalid aus anscheinend offiziöser Quelle mitteilt, hat sich die provisorische Regierung nach eingehender Rücksprache mit dem Exekutivkomitee der Duma und dem Komitee der Arbeiter und Soldaten bereit erklärt, die Soldaten und Offiziere der Frontarmee an der Wahlabstimmung zur konstituierenden Versammlung teilnehmen zu lassen. Die Wahl an der Front wird nach einem bestimmten System vorgenommen. durch das bewirkt wird, daß die Wahl keinerlei Rückwirkung auf die Verteidigung der Front ausüben kann. In jeder ist und förmlich der Kriegszustand anzunehmen, der Ame= besten wird die Ohnmacht des Deutschtums durch den um: Reaiment. Die Regierung ist gleichzeitig eifr': mit der rika auferlegt ist, und sofortige Maßregeln zu ergreisen, nicht stand gekennzeichnet, daß im Washinatoner Kongreß nur ein Vorbereitung der Wahlen beschäftigt. Für sämtliche Gouvernur um das Land in den völligen Verteidigungszustand zu versetzen, sondern auch alle Hilfsquellen zu verwenden, um Deutschland zu zwingen, die Bedingungen zur Beendigung des Krieges anzunehmen. Der Kriegszustand wird ein enges Zusammenwirken mit den anderen Deutschland bekämpfenden Regierungen herbeiführen, indem wir zur Mobilisierung alle materiellen Hilfsquellen des Landes zur Verfügung stellen, um Kriegsmaterial zu liefern und auf die reichlichste und wirksamste Art den anderen Bedürfnissen der Nation zu dienen. Eine weitere Folge des Kriegszustandes würde die sofortige völlige Ausrüstung der Flotte namentlich mit Mitteln sein, um die feindlichen U-Boote zu bekämpfen. Ferner eine sofortige Heeresvermehrung um mindestens 500 000 Mann mit der Ermächtigung, die Streitmacht den Bedürfnissen entsprechend weiter zu vermehren. Nach Ansicht des Präsidenten sollten die Soldaten nach dem Grundsatz der allgemeinen Wehrpflicht ausgehoben werden. Wir hatten keinen Streit mit dem deutschen Volke. Die deutsche Regierung begann den Krieg ohne Initiative, Kenntnis und Billigung des Volkes. Der Krieg wurde beschlossen von den Machthabern, provoziert und geführt im Interesse der Dynastie und einer kleinen Gruppen ehrgeiziger Männer, die gewohnt sind, ihre Landsleute als Werkzeuge zu benutzen. Die Empfindung der Amerikaner ist, daß unsere Hoffnung auf den künftigen Wetfrieden eine Bekräftigung erfahren hat durch die wunderbaren ermutigenden Ereignisse in Rußkand. Dort haben wir einen würdigen Teilnehmer am Ehrenbunde(wörtlich: fit partner for leaque honour). Wir stehen jetzt im Begriffe, den Kampf mit dem natürlichen Zeinde der Freiheit aufzunehmen und werden nötigenfalls die ganze Kraft der Nation aufwenden, um seine Machtansprüche zu vereiteln. Wir beabsichtigen keine Eroberungen, wir sind nur Vorkämpfer der Menschenrechte und werden zufrieden sein, wenn diese Rechte gesichert sind. Wilson fügte hinzu, daß Österreich=Ungarn tatsächlich nicht im Seekriege gegen Amerikas Bürger begriffen ist. Er wolle die Erörterungen mit Wien hinausschieben. Wilson schloß: Amerika werde für die teuersten Güter kämpfen: nämlich für die Demokratie, die Rechte und die Freiheit der kleinen Nationen. * Washington, 3. April.(WTB.) Reutermeldung. Sobald Wilson nach der Ansprache den Kongreß verlassen hatte, brachte der Vorsitzende der Kommission für auswärtige Angelegenheiten des Repräsentantenhauses eine Entschließung ein, die den Ausschüssen für auswärtige Angelegenheiten beider Häuser überwiesen wurde. Die Sitzung wurde darauf vertagt. Während der Sitzung des Kongresses traf die Nachricht von der Versenkung des amerikanischen Ozeandampfers„Aztee“ ein. Die Kriegshetze Wilsons. ( Berlin, 2. April 1917. Wie die öffentliche Meinung. Volk und Parlament in den Vereinigten Staaten für den 2. April, den Beginn der entscheidenden Kongreßtagung, bearbeitet worden sind, darüber gibt folgender Bericht ein anschauliches Bild. Er ist aus Priesen zusammengesetzt, die ein Deutsch=Amerikaner auf saend, gelexnzeichnet, daß im Walbinatoner Konareß zur ein knappes halbes Dutzend Abgeordneter deutscher Abkunft sitzen. Sie werden sich ihrer Haut nach Kräften wehren und hoben gute Bundesgenossen in den Eingewanderten aus Esterreich=Ungarn und in den Irländern. Aber gegen Wilsons übermächtige Kriegsschlachtreihe werden sie vergeblich ankämpfen, wenn nicht irgendein politischer oder diplomatischer Umstand Hilfe bringt.“ Der deutsche Abendbericht. Berlin, 3. April.(W2B.) Amtlich. Abends. Im Westen lebhafte Gefechtstätigkeit südwestlich von St. Quentin und nordöstlich von Soissons, im Osten am mittleren Stochod. Der türkische Tagesbericht. April.(W2B.] Heeresbericht vom Italiens Finanznöte. Bern, 8. April. Italienischen Blättern zufolge ist die Ausgabe von Ein= und Zwei=Lirescheinen bis zur Höhe von 30 Millionen dekretiert worden. Gleichzeitig wird der Kriegsminister ermächtigt, während der Kriegsdauer die Silbermünzen aus dem Umlauf zu ziehen. In einem weiteren Dekret werden Strafen für diejenigen angekündigt, die Silbermünzen zurückhalten. England. London, 3. April.(WTB.) Reutermeldung. Bei einem Frühstück im Unterhause zu Ehren der Mitglieder der Reichskonferenz, wobei Kolonialminister Long den Vorsitz führte, sprach Smuts. Er erkannte die großen Leistungen Englands und aller englischen Kolonien an und erklärte, Südafrika leistete seien Anteil willig, weil es nach seiner Angliederung an das Reich Selbstverwaltung erhielt. Smuts hob weiter die Grundsätze der Gleichheit und Freiheit hervor, auf dem das englische Reich beruhe, im Gegensatz zu Deutschland, das noch immer Macht für Recht halte und sagte: Von dem Ende Asiens bis zum andern Ende der Welt sehen wir die ganze Welt gegen Deutschland stehen. Wenn die Vereinigten Staaten heute den Krieg gegen Deutschland nicht beginnen, werden sie es morgen tun müssen. Wenn wir weiter unseren Ausgangspunkt von unseren erhabenen Grundsätzen nehmen, dann ist Deutschland schon jetzt moralisch und politisch geschlagen. Unsere Lage ist allerdings schwierig. Ich verhehle nie, daß schwere Ausgaund kann nicht mehr lange aushalten und wird den Höhepunkt seiner Leistungen in diesem Sommer erreichen. Seine U.=Boot=Leistungen mahnen uns zur Vorsicht, aber ich bin überzeugt, sie werden uns Unbequemlichkeiten bereiten, aber keine Niederlage. Ich meine vielmehr, wir werden in diesem Sommer einen Mißerfolg der U.=Bo rohung erleben und früher, als die meisten denken, abermals vom Frieden reden hören. Durch den Geist, den ich hier gefunden, fühle ich mich stark ermutigt; er ist ein Unterpfand für den denkbar größten Triumph.— Der kanadische Premierminister Borde sagte: Wenn irgend jemand von uns mutlos ist, so möge er Vertrauen schöpfen bei den Männern in den Schützengräben, wenn ihm ein Augenblick das Herz wach wird, so möge er zu den Verwundeten ins Hospital gehen, um sich wieder aufzurichten. Die Deutschen fechten verzweifelt in dem von ihrer militärischen Autokratie hervorgerufenen und genährten Glauben, daß wir Deutschland zu zerschmettern und seiner nationalen Existenz ein Ende zu machen beabsichtigen. Keine solche Absicht bat jemals bei dem britischen Volke bestanden, aber das deutsche Volk muß, bevor der Kvieg endet, belehrt werden, daß ein militärischer Augriff weder ein rechtmäßiges noch ein vorteilhaftes Unternehmen ist, daß eine Weltherrschaft unmöglich, daß Verträge geheiligt sind, sowie daß das öffentliche Gewissen der Welt die schreckliche Metbode der Barbarei nicht dulden wird. Möge Deutschland sein Haus so in Ordnung bringen, daß man sich auf die Veränderung seiner Ideale und Ziele verlassen kann, möge es das Übel wieder gut machen, das es angerichtet, und entsprechende Bürgschaften für die Zukunft geben; so aber nicht anders kann es Frieden haben. Aus aller Welt. Frankfurt a. M., 2. April. Die„Frankfurter Zeitung"meldet aus Madrid: Da die Reeder dem Staate nicht die 100000 Tonnen lieferten, die dieserbraucht, um die Frachtsätze erniedrigen zu können, hat der Seetransport=Ausschuß beschlossen, die Schiffe bis zu der Höhe der verlangten 100 000 Tonnen zu beschlagnahmen. Die St.=Thomas=Inseln wechseln die Herrschaft. Amsterdam, 2. April. Den„Times“ wird aus Newyork unterm 1. gemeldet: Gestern um 12 Uhr wurde die Flagge der Vereinigten Staaten auf den dänischen Antillen gehißt, die von nun an als Amerikanische Virginia=Inseln bezeichnet werden(Virginian Islands of United States). In demselben Augenblick überreichte Staatssekretär Lansing dem dänischen Gesandten in Washington einen Pack Schatzscheine im Werte von 25 Millionen Dollar. Österreich=Ungarn. und Diala=Front kein melKonstatninopel, 3. 2. April. An der Tigrisdenswertes Ereignis. Sinaifront: Nach Beobachtungen unserer Flieger zog sich der Feind mit seinen Hauptstreitkräften bis nach Hanoyunus an der ehemaligen Grenze zurück. Im Hedschas versuchten Aufstkudische, die sich den Engländern verkauft haben und von ihnen bewaffnet wurden, die Eisenbahnlinie nördlich Media zu zerstören, wurden aber unter Verlusten nach Westen zurückgeschlagen. Der von den Aufständischen verursachte unbedeutende Schaden wurde sogleich wieder ausgebessert. An der Kaukasusfront beiderseitige Tätigkeit von Aufklärungspatrouillen.— An den übrigen Fronten nichts Wesentliches. Die Revolution in Rußland. Amsterdam, 3. April.(WTV.) Aus Petersburg wird gemeldet, daß ein Plan für eine Veränderung in den Persönlichkeiten der obersten Heeresleitung bereits entworfen worden ist. Die Notwendigkeit großer und tiefgreifender Veränderungen wird allgemein zugegeben. Viele Offiziere sind. nachdem die Mannschaften darüber abgestimmt hatten, entlossen worden. Die Gründe waren teils Unfähigkeit, teils reaktionäre Gesinnung. teils ihr deutscher Name. Amsterdam, 3. April.(W2B.)„Algemeen Handelsblad“ meldet aus Petersburg vom 2. April: Die Petersburger Garnison hat bekannt gemacht, daß alle Soldaten und Offiziere, die nicht in bestimmter Frist ihren regelmäßigen Regimentsdienst wieder aufnehmen, als Parteigänger des alten Regimes und als Landesverräter zu betrachten seien. Christiania, 3. April.(W2B.) Meldung des norwegischen Telegraphen=Bureaus. Die norwegische Regierung hat ihre Gesandtschaft in Petersburg ermächtigt, mit der provisorischen Regierung in Verbindung zu treten. Stockholm, 3. April.(W7B.) Die plötzliche Abreise des Sozialistenführers Branting nach Pesersburg erregt größtes Aufsehen. Alle Abendblätter beionen, daß er in politischer Mission reise. Berlin, 3. April.(WTV.] Die bulgarische Zeitung „Cambana“ schreibt: Aus Petersburg liegt eine Meldung nements werden besondere Wahlkommissare bestellte, die sich vorwiegend aus den Duma=Abgeordneten rekrutieren werden. Ein Aufruf an die Polen. Berlin, 3. April.(WTB.) Die„Nordd. Allg. Ztg.“ befaßt sich in einem politischen Tagesbericht mit einem Aufruf der neuen vorläufigen Regierung Rußlands an Polen, wozu sie u. a. bemerkt: Die russische Regierung verspricht in einem Aufruf die Errichtung eines Polenreiches, das sämtliche Teile des ehemaligen Königtums umfassen soll. Der Aufruf klingt verlockend und ist nicht ungeschickt verfaßt. Deutlicher jedoch wird das wahre Wesen des Aufrufs entschleiert, wenn man sich einigermaßen in den Inhalt vertieft— da wird zunächst ganz offen zugegeben, daß die alte Regierung Rußlands nicht im Schlafe daran gedacht hat, die„heuchlerischen“ Versprechungen zu erfüllen, die sie den Polen gegeben hat. Die Zentralmächte, heißt es weiter, benutzten diesen Fehler(1), um euer Land zu verbrennen und zu verwüsten. Die Behauptung, daß die Zentralmächte Polen verwüstet haben, ist nicht geeignet, Vertrauen zu erwecken. Die Polen selber sind Zeugen, daß die russischen Truppen es waren, die auf dem Rückzuge alles vernichtet haben. Wenn ferner gesagt wird, daß die Mittelmächte das Volenvolk nur deshalb mit politischen Rechten ausgestattet haben, um das Blut für die weitere Teilnahme am Kampfe aegen Rußland zu kaufen, so bedeutet das nur eine Wiederholung einer völlig unberechtigten Verdächtigung. „Der eigenartige Eindruck, den dies macht, verstärkt sich Justizminister sagta:(Fs ist das uoch, venn nan weiterhin lielt. daßz die Volen ausgerien eianer Lunz aue: 6s ist des werden, gemeinsam mit Rußland gegen den„deutschen Mili= seigener Hand korrigiert habe, dam tarismus“ zu kämpfen und wenn der Aufruf dem polnischen die sich in den Akten des Unter Staate als„beste Wahl“ gegenüber dem Druck der Zentralmächte auf die slavische Bevölkerung" bezeichnet. Das alles sieht mir wenig nach Uneigennützigkeit aus. Es läßt sich vielmehr erkennen, daß es den Verfassern des Aufrufs nicht daraus ankommt, den Polen die Freiheit zu bringen, sondern einzig und allein das durch den Krieg so schwer betroffene Land in russischem Solde erneut zum Schauvlatze erbitterter Kämpfe zu machen. Das Polen der Zukunft, das die Mittelmächte errichten wollen, ist ohne einen weiteren Schvertstreich, ohne das Opfer auch nur eines einzigen polnischen Lebens der Freiheit gewiß, sobald die neue Regierung Rußlands sich entschließt, den blutigen Weg des Krieges zu ver- lgers auf M lassen. Die Mittelmächte sind es, die Polen in Händen haben. Durch Taten, nicht nur durch Worte haben sie gs Die Minister im Wiener Prozeß. ( Wien, 2. April.(Eig. Meldung.) Die Verhandlungen in dem Wiener Kriegswucherprozesse gegen Dr. Krantz und Genossen haben gestern mit der Vernehmung der als Zeugen geladenen drei Minister die Aufklärung über die Korrektur des in der Angelegenheit vom Kriegsministerium erstatteten Gutachtens gebracht. Nach der Erklärung des Justizministers von Schenk über seine Demission überreichte er dem Vorsitzenden ein Schriftstück. Es war dies eine Abschrift der Akten in Sachen Krantz, die an das Strafgericht gegangen ist. Der Schriftstück, das ich mit damit jene Note daraus wird, — e s U n t e r s u c h u n g s r i c h t e r s b e f i n d e r. (Bewegung). Der Justizminister fuhr fort: Nachdem die Verfolgung im Krantzprozeß eingeleitet wurde, ist wenige Tage darauf in einer Zeitung eine Erklärung des Kriegsministeriums zugunsten des jetzigen Angeklagten Dr. Krantz erschienen. Ich weiß nicht, was das war. Schon damals ist mir das ungeheuer aufgefallen, weil ich gesehen habe, daß das Kriegsministerium oder vielmehr einzelne Organe desselben für Dr. Krantz in der Strafsache Partei nahmen. Wien, 2. April.(W2B.] Der Prozeß Krantz wurde heute nach den Reden des Staatsanwalts und des VerteidiMittwoch, wo das Urteil gefällt werden sofl, den Beweis geliefert, daß sie dem schwergeprüften Lande die Freiheit bringen. Kein Tropfen polnischen Blutes braucht dafür zu fließen, wenn Rußland wirklich nichts anders als einen gesicherten, ehrenvollen Frieden erstrebt, den es haben kann, sobald es ihn will. Die Polen kennen Rußland sowohl wie uns. Sie wissen, auf welcher Seite die Macht und der ehrliche Wille sind, und deshalb werden sie auch nicht darüber in Zweifel sein, daß der russische Aufruf, des äußeren Flitters entkleidet, nichts weiter ist, als ein Hilferuf und damit das Bekenntnis der Ohnmacht aller Ententestaaten. Unsere Feinde. Rom, 2. April.(W2B.) Agenzia Stefani: Der König ist nach einer 14tägigen Reise, wobei er die Klotte und die Kriegshäsen des Adriatischen Meeres samt Verteidigungsanlagen besichtigte und sodann in Rom verweilte, in das Kriegsgebiet zurückgekehrt. Er hatte in Rom viele lange Besprechungen mit den Ministern über die augenblicklich wichtigsten Fragen der Kriegführung und der äußeren und inneren Rolitik. Die auswärts verbreitete Meldung, daß im Zusammenhang mit dem Prozeß Krantz auch der Kriegsminister und der Finanzminister zurückgetreten seien, wird vom Korrespondenzburean als erfunden erklärt. Deutsches Reich. (2) Die Nationalliberalen und das preußische Wahlrecht. Berlin, 3. April.(Eig. Meld.) Gegenüber der Mitteilung, daß der Abg. Bassermann die von der Reichstagsfraltion in Sachen des preußischen Wahlrechts eingenommene Haltung gebilligt und den Ausführungen des Abg. Dr. Stresemann zugestimmt habe, haben einige Blätter Zweifel darüber geäußert, daß die Stellungnahme des Abg. Bassermann wirklich in dieser Form erfolgt sei. Bisher habe der Parteiführer immer nur den Sieg als das Gebot der Stunde bezeichnet, und er habe keinen Zweifel darüber geäußert, daß zeitlich der Sieg der Reform des preußischen Wahlrechtes vorauszugehen habe. Die Nationalzeitung kann demgegenüber auf Grund authentischer Mitteilungen mitteilen, daß diele Zweifel beseitigt sind. Bassermann betont, wie das krormarenn der deutschsprachigen Presse e.V. Der sitzt sicher in seiner warmen Stube, aber er weiß auch, was er den Holdaten und dem Vaterlande schuldig ist!„Er zeichnet Kriegs=Anleihe! Deutsche Bauern, duldet nicht, daß einer von Euch das Geld im Strumpfe läßzt! Verlangt, daß alle Kriegs=Anleihe zeichnen! E as ich bin und was ich habe, dank' ich Dir, mein Vaterland! Hal sich wohl jeder Deutsche, in Stadt und Land, zum rechten Bewußlsein gebracht, was das heißt? Draußen dröhnen die schwersten Geschütze, in furchtbarster Hölle halten unsere Feldgrauen Tage, Wochen, Monate aus; sie wanken nicht, obgleich ihre Nerven zu zerspringen drohen, sie spannen die letzte Kraft an, um dem Feinde den Erfolg zu wehren. weil sie wissen, der Feinde Erfolg wäre der Heimat Untergang. Die in der Heimat sitzen in sicherem Hort, Haus und Hef, sind nicht umbrüllt von zuckenden Blitzen furchtbarer Schlacht, in Ruhe und Behaglichkeit können sie sich ihres Besitzes freuen, ihn pflegen und mehren. Erwächst ihnen aus dieser gesicherten Existenz nicht zum mindesten die Pflicht der Dankbarkeit denen gegenüber, die ihnen den Genuß ihres Besitzes gewährleiften? Was soll man von den Bauern halten, welche in Strumpf und Truhe gleißendes Gold auf Gold häufen und Silber auf Silber und völlig vergessen, daß diese Schötze nur gesammelt werden konnten, weil mit ihrem Leben Hunderttausende dafür einstanden und den schützenden Wall bildeten, hinter dem er seiner Arbeit Frucht einheimsen konnte. Es wäre ein schmähliches Verhalten, und eines deutschen Landwirtes unwürdig. Rein, der echte deutsche Bauer weiß, was das Reich braucht und was er ihm schuldet, er trägt freudig und mit Stolz sein Scherflein bei zu des Reiches Wohlfahrt. Das Reich braucht von neuem Kriegs- Anleihe, die Feinde sind entschlossener denn je, von ihrer Vernichtungswut nicht abzustehen. Da will der deutsche Bauer nicht zusehen, daß das Reich notleidet, daß unseren Helden draußen nicht gelingen soll, das zu sichern und zu festigen, was deutsches Blut gekittet und für alle Zeiten in heißem Kampfe erstritten hat. Auch Bauernblut hat teil daran. Soll es nutzlos vertan sein, soll am mangelnden Eifer der gesicherten Heimatbewohner das mit teuren Opfern errichtete Verteidigungswerk wankend werden? Kein deutscher Bauer kann das wollen. Darum heraus aus dem Strumpf, aus der Truhe mit dem Geld. bringt es dem Vaterlande in der Not, zeichnet Kriegs=Anleihe! Damit schützel Ihr am besten die heimatliche Scholle! 3492 (Kundgebung des Vereins Deutscher Zeitungs=Verleger.) Blatt miteilt, in seinem Schreiben an Dr. Stresemann aus. drücklich, die Entwickelung der Verhältnisse bae gezeigt, daß es solsch war, die Wahlreform in Preußen hinauszuschieben. Der Reichskanzler sei nicht darüber hinweggekommen, die Wahlreform jetzt in Angriff zu nehmen. Eine Verständigung im Abgeordnetenhause werde sich darüber erzielen lassen, und mit dem Herrenhause müsse man jetzt oder später fertig werden. Wie die Nationalzeitung mitteilt, ist der Fraktionsredner der Nationalliberalen ausdrücklich beauftragt, die möglichst baldige Durchführung der Neuorientierung, zu der als wichtigstes Glied die Wablreform zu rechnen ist, zu fordern. Bei den Ausführungen der beiden Fraktionsredner handelte es sich daher auch nicht allein um die persönliche fassung. sondern um die Ausführung des Fraktionsbeschlusses, der der Auffassung der überwiegenden Mehrheit der Fraktion entsprach. Kriegsanleihe und Schule. Die Regierung in Wiesbaden hat angeordnet, daß Lehrer und Lehrerinnen während der Osterferien, mit Ausnahme der Feiertage, an ihrem Dienstort verbleiben müssen. Reisen während dieser Zeit sind nur auf begründete schriftliche Urlaubsgesuche gestattet. Diese Maßnahme wird mit der hohen Bedeutung der Werbearbeit für die neue Kriegsanleibe durch die Schulen begründet. General v. Zwehl Gouverneur der Festung Antwerpen. Berlin, 3. April. Der„Kreuzzeitung" zufolge ist General der Infanterie z. D. v. Zwehl an Stelle des Gouverneurs Freiherrn von Hoiningen genannt von Huene zum Gouverneur der Festung Antwerpen ernannt worden. Er steht im 66. Lebensjahre: 1870 hat er sich das Eiserne Kreuz 2. Klasse erworben. Zuletzt befehligte er die 13. Division in Münster bis 1908. Der neue Gouverneur von Antwerpen steht den Westfalen besonders nahe. Seit Kriegsbeginn führte General v. Zwehl das 7. Reservekorps. Mit ihm stand er im belgischen Feldzug vor Namur: mit ihm eroberte er die Festung Maubeuge. Als einer der ersten Heerführer erhielt er den Orden Pour le mérite. In den schweren Septemberkämpfen an der Aisne hielt sein tapferes Korps einem vielfach überlegenen Feinde in schwersten Kämpfen stand. In dem dann folgenden langen Stellungskampfe, der so unendlich große Anforderungen an die Geduld und Entsagung stellte, hielt das 7. Reservekorps treue Wacht auf den blutigen Höhen der Aisne. Courtecon, Cerny, Craonne, Ailles und Hurtebise sind Namen, die jedem, der„mit dabei war“ nie entfallen werden. Unverwelklichen Lorbeer erwarb sich das tapfere Westfalenkorps in den so entsetzlich schweren, ruhmvollen Sturmtagen von Verdun. Was unsere Tapferen dort geleistet, wird in vollem Umfange erst in späteren Zeiten allgemein bekannt werden. Das Eichenlaub zum Pour le mérite war ein äußeres Zeichen der Anerkennung des allerhöchsten Kriegsherrn an den tapferen Korpsführer. Wer im 7. Reservekorps gestanden hat— und es sind ihrer viele aus Westfalen— wird seinen alten kommandierenden General, das Urbild eines schneidigen, tapferen, für das Wohl seiner Untergebenen herzlich besorgten Ofsiziers nicht vergessen. Franzosen, die Frankreich zurückgewonnen hat. □ Cnts(Aisne), im März 1917. Als die Franzosen in Novon einzogen, erhob sich in ihrer Presse ein großer Jubel: die Deutschen hatten, so behaupteten die Pariser Blätter. Tausende von Einwohnern des besetzten Gebietes zurücklassen müssen, die nun von den tapferen französischen Truppen„befreit“ und alsbald von der Regierung in Telegrammen begrüßt und beglückwünscht wurden. Dieser Jubel ist dann plötzlich verstummt, trotzdem die Franzosen noch an mehreren anderen Stellen Tausende oder doch Hunderte ihrer Landsleute„befreit" haben. Inzwischen aber waren sie dahinter gekommen, daß an der Sache etwas nicht stimmte und daß sie sich mit ihrem rührseligen Jubel über die Befreiten von Novon ungebeuer blamiert hatten. Ich habe tagelang in der zur Räumung bestimmten oder schon geräumten Zone die zurückgelassenen Einwohner gesehen und gesprochen, so in Cuts, Chauny. St. Aubain, Camelin, Bléraucourt usw. Da sie zur Zeit, wo dieser Bericht erscheinen wird, alle glücklich„befreit“ sein werden, kann ich davon erzählen. Bei der Räumung eines Streifens des besetzten Gebietes hatte es für uns keinen Zweck, alle Einwohner dieses Landstriches abzutransportieren. Einem Teile von ihnen war schon früher die Erlaubnis erteilt worden, über die Schweiz nach Frankreich zurückzukehren, so besonders Greisen, Kranken. Müttern mit kleinen Kindern, die von ihrem Ernährer getrennt waren. Diese Erlaubnis hat teilweise nicht mehr ausgeführt werden können, weil inzwischen die Räumungsarbeiten begonnen hatten. Außerdem war es überflüssig, den Leuten die lange und beschwerliche Reise zuzumuten, wo es viel einfacher war, sie ihren nur wenige Kilometer entfernten Landsleuten demnächst zuzuschieben. Die Auswahl der Einwohner, die dem Feinde überlassen werden sollte, ist sehr sorgfältig getroffen worden, wie die Franzosen inzwischen eingesehen haben werden. Wieder bekommen haben sie alle diejenigen, die nicht in wehrfähigem Alter oder nabe davor steben. ferner alle die, deren Ernährung uns, bezw. den Produktionsmitteln des besetzten Gebietes zur Last fallen würde, also das, was man mit einem lieblosen Sammelausdruck unnütze Esser nennen würde. Diese Leute mögen die erhöhte Fürsorge, auf die sie Anspruch haben, hinfort bei ihren Landsleuten finden. Dafür werden uns die Franzosen sicher nicht zu tadeln wagen. Denn nach ihren Versicherungen sind wir ja am Verhungern, während sie im Überfluß schwimmen. Mögen sie also von diesem Überfluß an die neu„befreiten“ Landsleute gleich und brüderlich abgeben, wie es der Geist der Republik von 1789 verlangt. Da aber in diesen neuen Zeiten der Welttenerung jede Arbeitskraft ihren Wert hat, und da in den von uns besetzten französischen Departements die saftige Scholle nicht brach liegen darf. sondern zur Ernährung der dort zurückgebliebenen Bevölkerung bestellt werden muß, so haben wir den arbeitskräftigen Elementen des aufgegebenen Landstriches rechtzeitig die nötigen Betätigungsmöglichkeiten angewiesen. Außerdem haben die Franzosen keinen Einwohner„befreien" können, der als Soldat eingestellt werden könnte. Hierbei hat uns die höhnische Antwort der Entente auf das deutsche Friedensangebot wertvolle Fingerzeige für die mögliche Länge des Krieges gegeben. Daneben hat es uns mit Genugtuung erfüllt, daß schon jetzt der ganze vierte Jahrgang des französischen Rekrutennachwuchses in dem von uns besetzten Osten und Norden Frankreichs bei der Besiegung der Barbaren ausfällt. Die Franzosen dürfen in dieser Hinsicht vollkommen beruhigt sein: was wir an Einwohnern nach ihrer Meinung nicht haben„abtransportieren können“, das haben wir ihnen ohne Neid überlassen. Das haben sie auch inwischen begriffen, und darum ist auch diese Note ihres voreiligen Siegesjubels so jäh verstummt. Wenn es den Franzosen gegeben wäre. gerecht zu denken, so müßten sie sogar anerkennen, daß der deutsche Feind, dem die Entente den Vernichtungskrieg und die Aushungerung seiner Säuglinge zugeschworen hat, sich bei dem Abschub der Überflüssigen sehr menschlich benommen hat. Ich habe unter den Abschüblingen(so nennen wir amtlich das, was die Pariser und Lyoner Funksprüche„Befreite“ nennen eine Anzahl von weiblichen Personen gesehen, die sehr arbeitskräftig aussahen. und von denen ich mir vorstellen kann, daß der Feind sie vielleicht inzwischen schon als Hilfsarbeiterinnen, sei es in seinen Ernährungsdienst, sei es in seinen Hilfsdienst in Munitionsfabriken eingestellt haben wird. Auf Befragen wurde mir mitgeteilt, daß man diese jungen Mädchen nicht aus ihrem Familienverbande habe herausreihen wollen. So sind wir deutschen Barbaren, und dagegen das Verhalten der Russen in Ostpreuhen oder das ihrer französischen Kulturverbündeten im Oberelsaß. Aber noch weit darüber sind wir menschlich und aütig gewesen. Was geht es uns an, was aus Franzosen, die in unserer Hand sind, werden kann. in dem Augenblick, wo der Zeind mit Rliegergeschwadern unsere kleinen Kinder auf ihren Svielplätzen in unbefestigten Städten verstümmelt? Dür hätte# is unieres Hand sehalt die willenles zusammengepferchten Franzosen an Stellen zu vereinigen, wo die ersten englischen und französischen Granaten verderbenbringend einschlagen mußten. Heute hat der Feind die Liste der von uns als Zufluchtsorte der Abschüblinge ausgewählten Orte in der Hand. Er wird gegen die Tatsachen der Kriegsgeschichte nicht leugnen können, daß wir durchweg Ortschaften gewählt haben, die in erster Linie vor seinen Granaten, dann aber auch vor einem voraussichtlichen gegenseitigen Geschoßwechsel sicher waren. Denn so sind wir Barbaren. Von den Abschüblingen selbst kann ich nicht viel erzählen. Sie waren in postenumgrenzte Ortsviertel oder in große Kirchen eingesperrt, wo sie wenige Stunden nach dem Abgang der letzten deutschen Schildwache bie erste französische Patrouille finden sollte. Das hat nicht ganz geklappt, weil die Franzosen über alles Erwarten langsam nachrückten. Schon in den Stunden. wo Chauny längst nach unserem Willen den Franzosen gehörte, ohne daß der Feind nachdrängte, beklagte sich die dort zusammengetriebene Bevölkerung über Nahrungsmangel. In Wirklichkeit hatten wir ihnen für volle fünf Tage Lebensmittel im voraus gegeben. Und wenn die Einwohner in weniger als zwei Tagen das verzehrt haben, was ihnen die gewiß unbedingt neutral denkenden Amerikaner als Ration für fünf Tage zugedacht hatten, so geht uns das noch weniger an. Desto mehr werden sie jetzt gleich und brüderlich aus den nach allen französischen Funksprüchen üppigen Fleischtöpfen der französischen Republik entschädigt werden. W. Scheuermann, Kriegsberichterstatter. Die amtlichen Berichte der Feinde. Französischer Heeresbericht vom 2. April nachmittags: In der Gegend von St. Quentin stießen unsere Patrouillen nordöstlich von Dallon und nördlich von Castres bis zu den deutschen Linien vor, die sie stark besetzt fanden. Im Abschnitt südlich von der Oise bei einem Vorposten ziemlich lebhaftes Gewehrfeuer. Südlich von der Ailette warfen unsere Truppen in Ausnutzung ihres Erfolges die Deutschen bis hinter Bauzaillons zurück. Feindliche Patrouillen wurden unter unser Feuer genommen und zerstreut. Die Zahl der von uns gestern gemachten Gefangenen beträgt 120. Wir erbeuteten 5 Maschinengewehre. In der Champagne wurden verschiedene feindliche Gegenangriffe auf Stellungen, die wir westlich von Maison=de=Champagne erobert hatten, durch ununser Feuer aufgehalten. Angriffsversucheggen unsere kleinen Posten östlich von Auberive und westlich von Navarin scheiterten völlig. Im Elsaß gelang uns ein Handstreich im Karspach=Walde. Wir führten Gefangene zurück. Ruhige Nacht auf der übrigen Front.— Abends: Zwischen Somme und Oise besenders heftiger Artilleriekampf im Abschnitt von Castres und Contescourt. Im Norden der Ailette rückten wir im Laufe des Tages in der Gegend von Landricourt vor. Sonst war der Tag überall ruhig. Ein deutsches Flugzeug wurde gegen 3½ Uhr nachmittags in der Gegend von Rambervillers abgeschossen. Englischer Heeresbericht vom 2. April. Wir nahmen die Dörfer Francilly, Selency und Holnon, machten dabei 32 Gefangene und erbeuteten 6 Feldgeschütze. Wir sind jetzt 2 Meilen von St. Quentin entfernt. Ferner nahmen wir den St. Quentinwald, sowie den Templeux le Grand und die Auxlette=Ferme, 2 Meilen von Gueudecourt. Sodann haben wir auf einer Front von 10 Meilen eine Reihe von stark gehaltenen Schützengräben, die einen Teil der feindlichen vorgeschobenen Linien zwischen Bapaume und der Straße Cambraj—Arras bildeten, angegriffen und genommen. Bei diesem Unternehmen, dem der Feind heftigen Widerstand entgegengesetzte und wobei er schwere Verluste erlitt, haben wir die Dörfer Doignees=Louveral. Moreuil, Longatte, Ecoust. St. Ainimein und Croisilles eingenommen und 182 Gefangene gemacht. Englischen Heeresbericht aus Mesopotamien vom 1. Aors. Der Feind versuchte eine konzentrische Bewegung am Schatt=el=Adain und von Deli=Abbas auf unsere Truppen, die mißglückte. Die Bewegung des Feindes von DeliAbbas wurde zum Stehen gebracht und seine Trupepn befinden sich jetzt auf dem vollen Rückzuge. Wir griffen am Donnerstag die Truppenmacht von Schatt=el=Adain an, besetzten nach heftigem Kampfe die ganze Stellung. Mehrere feindliche Gegenangrife mißglückten. Der Feind ließ 124 Unverwundete und viele Verwundete in unseren Händen. Er hat sich wiederum auf das rechte Ufer des Schatt-elAdain zurückgezogen. Bericht vom 2. April: Wir besetzten am 31. März Deli Abbas, 13 Meilen südwestlich von Kisilrobat. Belgischer Bericht vom 2. April. Im Laufe der Nacht Bombenkämpfe in der Gegend von Steenstraate. Am Tage an verschiedenen Punkten der belgischen Front zeitweise aussetzendes Artilleriefeuer. Französischer Bericht von der Orientarmee. Am 1. April kein bedeutendes Ereignis an der mazedonischen Front. Hinter der Front bombardierte der feindliche Flugdienst das Lazarert von Eskisu, das fünfte Mal seit einem Monat. Der Feind griff die Sanitätsanlagen an. obwohl sie durch sehr gut sichtbare Rote Kreuze den Fliegern kenntlich gemacht sind. Unter den Opfern befanden sich 20 bulgarische Gefangene. Zeichnungen auf die 6. Kriegsanleihe. A.=G. Burgeff u. Co. in Hochheim 1000 000 Mk. Bayerische Flugzeugwerke A.=G. in München 1000 000 Mk. Vereinigte Pret= und Hammerwerke A.=G. Dahlhausen=Bielefeld 600000 Mk. J. Neumann Zigarrenfabriken, Berlin 400000 Mk. Allgemeiner Knappschaftsverein 15000000 Mk. Lconh. Tietz A.=G., Köln, einschl. Zeichnungen der Vorstandsmitglieder und der Frau L. Tietz 1 500000 Mk.(Gesamtzeichnung 3 500 000). Spiritus=Zentrale G. m. b. H., Berlin 1000000 Mt. Kommerzienrat Kaiser, Viersen, für sich und die Firma Kaisers Kaffeegeschäfte, G. m. b. H. 1000000 Mk. Kriegs=Reserve=Lazarette Witten, Langendreer u. Werne 40000 Mk. Geistschule, Münster i. W.,(3 Klassen) 3452 Mk. Bergwerks=Akt.=Ges. Konsolidation in Gelsenkirchen 1 500000 Mk. Gewerkschaft Unser Fritz 500,000 Mk. Deutsch=Luxemburgische Bergwerks= und Hütten=Akt.=Ges. 3 000 000 Mk. Wirtschaftsleben und Lebensmittelversorgung. Herstellung von fettarmem Hartkäse. Berlin, 31. März. Eine Bekanntmachung des Bundesrates über Herstellung von fettarmem Hartkäse besagt:# 1. Die Landeszentralbehörden können für ihre Gebiete oder Teile ihres Gebietes die Herstellung von Hartkäse nach Tilsiter und Elbinger Art, Wilstermarsch=Käse, Käse nach Holländer (Gauda=, Edamer) Art und anderen Hartkäse mit einem Fettgehalt von weniger als 10 Prozent der Trockenmasse gestatten.§ 2. Der Hersteller darf Käse der in§ 1 bezeichneten Art nur an die Reichsstelle für Speisefette G. m. b. H., Berlin, die Landes= und Provinzialfettstellen, die Heeresverwaltung, die Marineverwaltung und den Kommunalver= band oder nach den Weisungen dieser Stellen absetzen.§ 3. Der Preis für Käse der in§ 1 bezeichneten Art darf 65 Mk. für 50 Klar. und bei Abgabe im Kleinverkauf 0.95 Mk. für 0.5 Klar. nicht übersteigen. Als Kleinverkauf gilt die Abgabe der Verbraucher in Mengen von nicht mehr als 5 Klar. Der Preis von 65 Mk. schließt die Kosten der handelsüblichen Verpackung und der Beförderung bis zur nächsten Verladestelle und die Verladung daselbst ein.§ 5. Wer der Vorschrift in§ 2 zuwiderhandelt, wird mit Gefängnis bis zu 6 Monaten oder mit Geldstrafe bis zu 1500 Mark(Fünfzehnhundert) bestraft. Neben der Strafe kann auf Einziehung der Gegenstände erkannt werden, auf die sich die strafbare Handlung bezieht ohne Unterschied, ob sie dem Täter gehören oder nicht. Die Verordnung ist am 90. März in Geltung getreten. Erische Seemuscheln. Berlin, 2. April.(WTB.) Nachdem nunmehr der Frost aufgehört hat, erschien auch die frische Muschel in Deutschland wieder. Große Mengen kommen ins besondere aus Holland täglich herein, so daß die Versorgung mit Muscheln bis zum Aufhören der Muschelkampagne, also Ende April, recht reichlich sein wird. Die Kommunen, die Muscheln waggonweise beziehen wollen, wenden sich zweckmäßigerweise an den Reichskommissar für Fischversorgung. Der Kleinbandelspreis beträgt etwa 15 bis 18 Pfa. für das Pfund. Bringt Eure goldenen Ketten und Ringe der Goldankaufsstelle! Der volle Goldwert wird erstattet. Die hiesige Goldankaufsstelle befindet sich im Rathaus und ist jeden Mittwoch vormittag von 9½ Uhr ab geöffnet. w“ Aus der Stadt. Münster, 3. April. 2 Kirchliche Ernennung. Ernannt: Kandidat des höheren Schulamtes Dr. Gustav Waters zu Münster, zum geistlichen Oberlehrer am Bischöflichen Collegium Augustinum zu Gaesdonck. * Der Kreis=Kriegerverband erzielte durch den B##trag: „Die Front im Lichtbilde“ einen glänzenden Erfolg. Sowohl hier, als auch in Greven und Telgte war das Haus ausverkauft. Der Vortrag ließ die aufmerksamen Zuhörer zunächst zurückdenken an die Tage der Mobilmachung. Dann zeigte er, wie die Tage der zuversichtlichen und zähen Entschtossenheit folgten und ferner die Entschlossenheit der Heimat. Schon die ersten Bilder verbanden die Zuhörer enger als es durch Gedenken allein geschehen kann, mit unseren Feldgrauen da draußen. Sie zeigten die Soldaten in ihren Verteidigungsstellungen mit ihrem Grabengewirr, Unter ständen, Drahtverhauen, Wolfsgruben und Beobachtungs posten. Dann sah man unsere Truppen, wie sie sich mühselie durch Schlamm. reißende Flüsse, durch Sand, Schnee und über Fels und Eis des Hochgebirges fortbewegen, wie sie Straßen ausbessern und neue bauen. Schienen und Brücken wieder neu errichten. Hochinteressant waren auch die Vorführungen von den vordersten gefahrdrohenden Stellungen unserer Helden. Des weiteren zeigte der Vortrag in Wort und Bild die Heldenleistungen unserer Flieger und Blaujacken. Der Redner wies besonders durch Boelcke und Immelmann, wie weit der schneidige Mut unserer Fliegerhelden es gebracht hat. Sodann beleuchtete Redner die Ausbildungshöhe und Brauchbarkeit unserer Unterseebootwaffe die das Märchen von der britischen Seeherrschaft zerstörte und die glänzend gelungenen Fahrten des Untersee=Handelsschiffes„Deutschland“. Zum Schluß zeigten die Bilder, wie unter den wackeren Kämpfern Freud und Leid geteilt wird und treue Kameradschaft über das Grab hinaus bestehen bleibt. Alles in allem: Jeder Besucher fühlte doppelt, wie dankbar wir allen draußen, von den Führern bis zum einfachen Soldaten sein müssen. Es ging wohl keiner nach Hause, der nicht in seinem innersten Herzen das Gelöbnis aussprach, weiter die Pflicht der Daheimgebliebenen zu ersüllen— durchzuhalten. Dann wird Deutschland in Zukunft so stark dastehen, daß niemand es mehr wagen wird. es in seiner friedlichen Arbeit zu überfallen. + Musik=Verein. Heute abend um 7 Uhr im Rathaus. saale 6. Vereinskonzert. Das Gold dem Vaterlande! Der Ankauf der Goldsacher im Rathause beginnt, wie uns die Goldankaufstelle mitteilt. am Mittwoch schon um 975 Uhr. C' Zwei französische Kriegsgefangene wurden in der Bauerschaft Kemper auf einem Heuboden von einem Landwirt aufgefunden und der Militärbehörde übergeben. Sie führten Lebensmittel und eine Landkarte bei sich. * Kleine Nachrichten. Nächtliche Ruhestörer trieben in der Sonntagnacht auf der Schillerstraße ihr Unwesen. An einem Hause zertrümmerten sie die Fensterscheiben. Leider gelang es nicht, die nichtsnutzigen Burschen zu fassen. Vom Standesamt. Sterbefälle. 2. April. Frau Hedwia Grzesinsli geb. Zeller, 34 J.— Lehrerin a. D. Dorothea Alvera. 79 J.— 5. Bureaugehilfin Helene Appel, 20 I.— Arbeiter Anton Hilger. 65 J. „ Mitteilungen des städtischen Kriegsausschusses. Wer Nachteile vermeiden will, lese die Mitteilungen jeden Tag! Die Geschäftsinhaber werden aufgefordert, die Zuckerkartenabschnitte für den Monat Februar bis spätestens Dienstag, den 10. ds. Mts. nach Vorschrift aufgeklebt der Lebensmittelzentrale G. m. b. H. einzusenden, da andernfalls eine Belieferung mit Zucker nicht erfolgen wird. Die nächste Brotmarkenausgabe findet am Donnerstag, den 5. April(nicht am Freitag) ununterbrochen in der Réit von 8½—2 Uhr in den Brotmarkenbezirkslokalen statt. Zugleich mit der Brotmarkenausgabe erfolgt auch die Ausgabe der neuen Fett- und Fleischkarten. Fettselbstversorger, die Anspruch auf Fettkarten haben, erhalten die Fette karten von Dienstag, den 10. ds. Mts., ab auf dem Zimmer 110 des städtischen Verwaltungsgebäudes. Die Bureaus der Stadtverwaltung sind am Donnerstag den 5.. und Samstag, den 7. ds. Mts., wegen Beteiligung der Beamten an der Brotmarkenausgabe für den Verkehr mit dem Publikum geschlossen(vergl. die diesbezügl. Bekanntmachung des Magistrats). 1557 den Provinzen. Schüttors, 1. April.(Silbernes Jubiläum. Auf eine 25 jährige ehrenamtliche Tätigkeit im Stadtrat konnte am heutigen Tage Bürgermeister Meverinab zurückblicken. 10 Jahre hiervon entfallen auf die Amtszeit als Ratsherr und 15 Jahre als Bürgermeister. *""— Vermischtes. *+ Freiburg i. B., 2. April. Am 5. April begeht seinen 50. Geburtstag ein Gelehrter und Lehrer dessen große Verdienste um die Erziehung im weitesten Sinne und die Geschichte der Erziehungskunst in den Kreisen der Fachleute# zwar gewürdigt werden, außerhalb dieses Bereiches aber leider wenig oder nicht bekannt geworden sind, weil sein überaus wertvolles Hauptwerk dem weitaus größten Teil des Volkes, den Gebildeten wie den Ungebildeten, unbekannt geblieben ist. Dieser hochverdiente, im Stillen Großes wirkende Mann ist Ernst M. Roloff der Herausgeber des im Verlage Herder in Freiburg erscheinenden Lexikons der Pädagogik, dessen fünfter Teil, der Schlußband, demnächst erscheinen wird. Ein Blick in einen Band dieses vortrefflichen Werkes läßt ahnen, welche Riesenarbeit dem Schöpfer und Leiter des Unternehmens oblag. Eine solche zu bewältigen, war nur einem auf dem Gebiete der Lexikographie wie der Pädagogik gleich bewährten, allseitig gründlich gebildeten, ja die Gebiete sicher beherrschenden Fachmanne ersten Ranges möglich, wie es Roloff ist, bei dem man nur schwauken kann, ob man mehr sein Wissen und Schaffen bewundern soll oder seine Bescheidenheit. Schlicht bezeichnet er sich als „Lateinschulrektor a. D.“, und dabei hat er als Lehrer und Leiter nicht etwa an einer kleinen Lateinschule eines Landstädtchens verdienstvoll gewirkt, sondern in den verschiedenartigsten Erziehungs= und Lehreranstalten des In= und Auslandes gelehrt, erzogen und seine ungemein reichen Erfahrungen gesammelt. Von seiner wissenschaftlichen Bedeutung zeugt außer den vielen einzelnen Artikeln in seinem Lexikon auch das schöne Werk„Agypten einst und jetzt“(Herder, 3. Aufl.). In dem Jahrbuch für Zeit= und Kulturgeschichte ist er der Bearbeiter des Unterrichts- und Bildungs wesens. Er gehört zum Vorstand und wohl zu den Begrün. dern der jüngst ins Leben getretenen„Deutschen Gesellschaft zur Förderung häuslicher Erziehung" in Leipzig. Nach Anerkennung und Ehren hat der ganz aufs Ideale gerichtete Sinn des edlen Jugendbildners und Volkserziehers nie gestrebt. Der schönste Lohn für ihn wird darin liegen, wenn sein Lexikon der Pädagogik, eine reise Frucht echt deutscher Geistesarbeit und Gemütstiefe, ein Buch nicht bloß der deutschen Schule, sondern der deutschen Familie wird. Mögdiese Freude dem Geber beschieden sein. Möge ihm die Kraft bleiben zu weiterer erfolgreicher Tätigkeit auf dem Gebiete der Erziehungswissenschaft und der Geschichte der Pädagogik. Mit den Glückwünschen, die der Dank vielen am 5. Avril dem hervorragenden Pädagogen au sprechen wird, sei die Hoffnung verbunden, daß sein Lexikon so volkstümlich werde, daß bei Erziehungs= und Bildungsfragen künftig kurz der Rat gilt:„Schlag doch den Roloff nach.“ „ der deutschsprachigen Presse e.V. F 9 * Sitzung des Kreistages. * Münster, 3. Unter dem Vorsitze des Landrats Grafen von Westphalen trat heute der Kreistag zu einer Sitzung zusammen. Zunächst wurde die Prüfung der Wahlen der im November 1916 gewählten Kreistagsmitglieder vorgenommen und die Gewählten in ihr Amt eingeführt und verpflichtet. Zu der Verwendung der Jahresüverschüsse der Sparkasse des Kreises Münster führte der Vorsitzende aus: Der Jahresüberschuß für das Geschäftsjahr 1916 beträgt 256 502.97 Mk., die Zinsen des Reservefends stellen sich auf 102 945.28 Mk., was einer Gesamtsumme von 359 448.25 Mk. entspricht. Nach dem Abschlusse hatte die Sparkasse Ende 1916 ein Passivvermögen von 61 339 747,79 Ml., wovon zur Bildung des Reservefonds 5 Prozent zu berechnen sind, sodaß sich der Sollbestand des Reservefonds auf 3066 537,39 Mk. stellt. Es wurde vorgeschlagen, der Kreistag möge beschließen, daß vorbehaltlich der Genehmigung des Herrn Regierungspräsidenten der Betrag von 180000 Mk. zur Deckung der im Haushaltsplan für das Rechnungsjahr 1917 bereits eingestellten Ausgabeposten verwendet werde, und zwar für außerordentliche Aufwendungen für Verkehrsanlagen 60 300 Mk. für wohltätige und gemeinnützige 112 700 Mk., für Gesundheitswesen 5165 Mk., für Armenwesen ein Teilbetrag von 27·000 Mk. Haushaltsplau für das Rechnungsjahr 1917. Nach dem aufgestellten Entwurf schließt der Haushaltsplan des Landkreises Münster für das Rechnungsjahr 1917 in Einnahme und Ausgabe ab mit 565 000 Mk. gegen 415 000 Mt. im Vorjahre. Der gesamte Steuerbedarf stellt sich auf 166 700 Mk.(gegen 146 800 Mk.), wovon 1000 Mk.(1500 durch Konzessionssteuer, 1500 Mk. durch Warenumsatzsteuer und 500 Mk.(1000 Mk.) durch Zuwachssteuern gedeckt werden, sodaß noch 163 700 Mk.(gegen 144 300 Mk.] durch direkte Kreissteuern zu decken bleiben, zu deren Aufbringung wie im Vorjahre 35 Prozent Zuschläge zu dem festgesetzten umlagefähigen Steuersoll erforderlich sind. Die Provinzialabaaben bleiben bei dem Satze von 13.5 Prozent bestehen. Die Einnahmen wurden infolge des Ausfalles von Zügen. der Hemmungen im Betriebe der Zementwerke in Beckum usw. bei der Westfäl. Landeseisenbahn derart beeinflußt, daß mit einer Mindereinnahme gerechnet werden muß. Die Obstnutzung der Kreisstraßen wird mit einem Mehrertrag von 3000 Mk. angesetzt. Für Neuüberschüttungen der Chausseen sind 41 500 Mk. in Ansatz gebracht: im ganzen beträgt die Summe der Ausgaben für Unterhaltung der Kreisstraßen 108000 Mk. gegen 103200 Mk. im Vorjahre. Die Neuüberschüttungen sollen vorgenommen werden auf den Strecken Münster— Schiffahrt, Münster—Wolbeck, Wolbeck—Albersloh, Römerwirt—Albersloh, Saerbeck—Emsdetten. Amelsbüren—Ottmarsbocholt, Roxel—Havixbeck, Havixbeck—Hohenholte und Burtrup—Limbergen. Es wurde hervorgehoben, daß sich die Teerpflasterung sehr gut bewährt habe, doch läßt sie sich während des Krieges leider nicht fortführen. Für die ländliche Wanderhaushaltungsschule für den Landkreis Münster wurde die Einnahme und Ausgabe auf 2000 Mark angesetzt. Die Landwirtschaftliche Winterschule schließt in Einnahme und Ausgabe ab mit 16 195 Mk., gegen 15 875 Mk. im Jahre 1916. Die einzelnen Punkte des Etats wurden nach Erläuterungen des Vorsitzenden genehmigt. Aufnahme einer weiteren Anleihe zur Deckung von Familienunterstützungen usw. Der Vorsitzende führte hierzu aus: Die durch die Kreistagsbeschlüssc vom 5. Sept. 1914, vom 8. September 1915 und vom 3. April 1916 für Kriegszwecke bereitgestellten Mittel, und zwar aus verfügbarem Bestande 100000 Mark, durch Anleihen 300 000 Mark, 500000 Mark und 1000 000 Mark sind bereits voll verbraucht. Außerdem sind den Gemeinden schon bis heute wieder rund 100000 Mark an Auslagen für Familienunterstützungen zu erstatten, sodaß die Beschaffung weiterer Mittel dringend notwendig wird. Die zu zahlenden Mindestsätze an Familienunterstützungen stellen sich zurzeit auf monatlich rund 100 000 Mark, sodaß der Bedarf bis zum Schlusse des Kalenderjahres sich auf rund 1000000 Mark stellt. Der Kreistag wolle deshalb den Kreisausschuß ermächtigen, zur Bestreitung der außerordentlichen Aufwendungen, die dem Landkreise Münster durch den gegenwärtigen Krieg, insbesondere durch die Auszahlung der Familienunterstützungen erwachsen, bei der Sparkasse des Kreises Münster je nach Bedarf eine weitere idie vierte) Anleibe aufzunehmen, und zwar mindestens bis zu einem Betrage von 1 000 000 Mi. Die Anleihe soll zu den gleichen Bedingungen und unter den gleichen Voraussetzungen ausgenommen werden, wie die drei ersten Kriegs=Anleihen. Der Vorsitzende bat über den In Januar gefaßten, jetzt zur Vorlage gelangenden Beschruß hinauszugeben, und ? 000 000 Mark zu bewilligen, da sich die Ausgaben im Februar und März bereits auf je über 116 000 Mk. belaufen hätten, und demnach bei der Ansetzung von einer Million im Herbst eine Nach bewilligung vorgenommen werden müßte. Die angesetzte Summe von 2 Millionen wurde bewilligt. Bildung einer Kreis=Elektrizitäts=Genossenschaft. Nach dem unter dem 14./23. August 1912 mit dem Elektrizitätswerk Westfalen getätigten Vertrage ist dieses zur Versorgung jeder Stadt- oder Landgemeinde des Kreises verpflichtet, vorausgesetzt, daß die betreffende Gemeinde einen Konzessions= oder Energie=Lieferungsvertrag abschließt und eine jährliche Brutto=Einnahme aus der Eneraie=Lieferung in Höhe von 20 Prozent des für den Anschluß der betreffenden Gemeinde aufzuwendenden Kapitals(die für die betreifende Gemeinde ir Betracht kommenden Leitungsanlagen mit allem Zubehör ohne Zentrale) auf wenigstens 5 aufeinander folgende Jahre von der Inbetriebsetzung des betreffenden Gemeindenetzes ab.gerechnet, garantiert. Da diese Garantie nicht geleistet werden konnte so sind bis jetzt nur diejenigen Gemeinden an das Elektrizitätswerk Westfalen angeschlossen, bezüglich deren die Garantie in dem Vertrage vom Auguft 1912 als erfüllt erklärt worden ist. Um diesen Übelstand zu beseitigen, ist empfohlen worden, Genossenschaften unter Beitritt der Kreise zu bilden, die von dem Elektrizitätswerk Westfalen die elektrische Energie kaufen und die Zuteilung an die einzelnen Genossen selbst betreiben. Die Landräte der 10 in Betracht kommenden Kreise sind aber einstimmig der Ansicht, daß zunächst ein gemeinsames Elektrizitätsamt gegründet werden muß, das von fachmännischen Gesichtspunkten aus diese und alle einschlägigen Fragen zu prüfen und mit dem Elektrizitätswerk Westfalen über die Weiterführung der Starkstromleitung, den Preis für die Kilowattstunde usw. zu verhandeln hat. Der Vorsitzende hielt die Errichtung einer fachmännischen Beratungsstelle für die ländlichen Kreise für notwendig, um darüber Klarheit zu gewinnen, wie die Weiterführung des elektrischen Stromes in die einzelnen Ortschaften und Bauerschaften sich ohne allzu hohe Kosten ermöglichen läßt. Aus den zehn münsterländischen Kreisen soll eine G. m. b. H. gebildet werden, die das Elektrizitätsamt unterhält und für dessen erste Einrichtung usw. sorgt. Die verschiedenen Kreise sollen dann, je nach dem Interesse für die Versorgung mit Elektrizität, eine Summe von 3000 bis 5000 Mark zahlen, was einen Gesamtbetrag von 42.000 Mark ergebe. Hiervon werden 20000 Mark eingezahlt, während 22000 Mark als Betriebskapital zur ersten Einrichtung des Elektrizitätsamtes zu gelten hätten. Das Gebiet im Landkreise Münster, über welches sich das Elektrizitätswerk erstrecken soll, reicht bis Wolbeck, Appelhülsen, Telate und Greven. Nach eingehender Aussprache, in der die Vorzüge eines solchen Elektrizitätsnetzes für die ländlichen Bezirke hervorgehoben und andererseits auch die sich ev. ergebenden Schwierigkeiten erörtert wurden, erklärte sich die Versammlung mit der Zahlung eines einmaligen Beitrages zu diesem Unternehmen im Betrage von 5000 Mark einverstanden. Zum Schluß der öffentlichen Sitzung wurden noch verschiedene Wahlen getätigt. In sämtlichen Fällen erfolgte Wiederwahl. Zanbel und Industrie. # Disconto=Gesellschaft. Der soeben bekanntgegebene Abschluß für das Jahr 1916 zeigt ein Bild weiterer kräftiger Aufwärtsentwickelung. Die Geschäftsleitung hat es trotz des Krieges und der durch ihn bedingten überaus schwierigen Arbeitsverhältnisse vermocht, sehr günstige Ergebnisse zu erzielen, und ist dabei in der Lage, einen außerordentlich flüssigen Status vorzulegen. Für das Jahr 1916 beträgt die Dividende wieder, wie in den letzten Friedensjahren, 10 Prozent. Das Grundkapital von 300 Millionen Mark ist unverändert geblieben, die offenen Reserven erhalten dagegen einen Zuwachs von 1025000 Mark, so daß sie sich jetzt auf 120 Millionen Mark stellen. Dem Geschäftsbericht entS nehmen wir daß die Disconto=Gesellschaft dem eigenen Geschäftsbetrieb im östlichen Deutschland eine weitere Ausdehnung zu geben beabsichtigt. Zu diesem Zwecke ist die Errichtung von Filialen in Königsbera. Danzig. Stettin und Posen beschlossen worden. Die Filiale in Königsberg wird an die Stelle der Königsberger Vereinsbank treten, deren Generalversammlung die Verschmelzung dieses angesehenen Bankinstitutes mit der Disconto=Gesellschaft vorgeschlagen werden soll. Der Geschäftsbericht enthält ferner eine Reihe von beachtenswerten Bemerkungen zur allgemeinen Wirtschaftslage. Zu den interessantesten Erscheinungen unseres Wirtschaftslebens im Kriege gehört der ununterbrochen wachsende Zustrom fremder Gelder zu den Banken. Die Disconto Gesellschaft hat hierzu eine bemertenswerte Tabelle mitgeteilt, aus der hervorgeht, daß seit dem Juli 1914 die Depositen bei ihren Berliner Wechselstuben und Zweigstellen sich mehr als verdoppelt haben. Nimmt man den Bestand am 15. Juli 1914 mit 100 Prozent an, so betrugen diese Depositen am 15. März 1917 226 Prozent, ein Beweis für die Kapital- und Sparkraft Deutschlands, aber auch des allgemeinen Vertrauens, das der Disconto=Gesellschaft entgegengebracht wird. An das Volk der Deutschen! Gold, Papier und Kupferdreier— Frisch heraus die Kräftespeier! Über dir der Würgegeier: Nieder mit dem gierigen Schreier! Frisch heraus zur Siegesfeier Gold, Papier und Kupferdreier! Gottesdienstordnung in den katholischen Kirchen der Stadt Münster, in der Karwoche: Hoher Dom. Mittwoch: Nachm. 4 Complet, darauf die finstern Metten, polyphoner Gesang der Klagelieder Jeremige, der Responsorien, des Benedictus u. d. Miserere. Gründonnerstag: 7½ Chordienst, 8 Pontifikal=Amt, unter dem die Konsekration der hl. Ole u. d. Komm. d. Klerus stattfindet. Darauf Prozession mit d. Allerh. z. Grabe u. Beginn der Anbetungsstunden. Im Chore Vesper. Darauf Entblösung d. Altäre, gegen 10¾ Fußwaschung d. Armen auf dem alten Chore durch d. hochw. Herrn Bischof. 4 Complet u. düstere Metten mit polyphonem Gesange der Klagelieder usw. wie am Mittwoch. Abends 8 Predigt u. Zurücktragung des Allerh. z. Chore.— Karfreitag: Morg. 5 Zurücktragung d. Allerh. z. Grabe. 8 Chordienst. Gegen 9 Passionsgesang, Karfreitags=Fürbitte, Enthüllung u. Verehrung des Kreuzes, (während dieser polyphoner Gesang der Improperien), hierauf Missa praesanctificstorum, dann Vesper im Chore u. Grablegung d. Kreuzes. Nachm. 4 Complet u. düstere Metten mit polyphonem Gesange der Klagelieder usw. wie an den beiden vorhergehenden Tagen, 8 Predigt u. Zurücktragung d. Allerh. z. Chore. Karfreitag 1 Uhr ist Kreuzwegprozession vom Dom aus!— Karsamstag Morgens 7½ Chordienst. 8 Feuerweihe, Prozession u. Weihe d. Österkerze(mit dem Jubelgesange d. Exultet). Hierauf Lesung d. Prophetien u. Weihe v. Taufwassers, Litanei von allen Heiligen u. Auferstehungsmesse mit Pontifikal=Assistenz. Vor dem Evangelium Ankündigung des Alleluja u. feierl. Gesang desselben. Nachmittags 3 Complet. St. Aegidiikirche. Gründonnerstag: 6—8 wird jede halbe Stunde Komm. ausgeteilt. 8 feierl. Hochamt, danach wird das Allerh. ins Grab getragen u. zur Anbetung ausgestellt. Abends 7 Andacht.— Karfreitag: Morgens 5 Aussetz. d. hochw. Gutes im Grabe. 8 Gottesdienst. Abends 7 Andacht.— Karsamstag: 7 feierl. Segnung d. Osterfeuers, der Osterkerze u. d. Taufwassers, danach Hochamt. Abends 7 Andacht. St. Antoniuskirche. Mittwoch: Abends 8 Kreuzwegandacht.— Gründonnerstag: 6 Aussetz. d. Allerh. ½7 Osterkommunion d. Kommunionkinder. 8 feierl. Levitenamt. Abends 8 Andacht z. leidenden Heiland.— Karfreitag: 8 Beginn des Gottesdienstes. Abends 8 Andacht zum leidenden Heiland.— Karsamstag: ½7 Beginn der Weihungen, gegen 8 Auferstehnngsamt. Herz=Jesu=Kirche. Gründonnerstag: Morgens 8 Hochamt; vor und während desselben wird die hl. Kommunion ausgeteilt. 9 Aussetzung im Grabe. Nachm. 4—5 Betstunde des Müttervereins. 5—6 Betstunde der Jungfranen=Kongregation. Abends 8 Andacht.— Karfreitag: Morgens 8 Passion, Verehrung des Kreuzes, Missa praesanctificatorum. Abends 8 Andacht mit Predigt.— Karamstag: Morgens 7 Weihe des Osterfeuers, der Österkerze und des Taufbrunnens. 8½ Hochamt; nach demselben kann die hl. Komm. empfangen werden. St. Josephskirche. Gründonnerstag: 8 Levitenamt(Komm. der Schulmädchen) darauf Anbetung des hl. Sakramentes. Abends 8 Andacht.— Karfreitag: 6 Aussetzung. 8 Gottesdienst. Abends 8 Fastenpredigt.— Karsamstag: 7 Weihe des Osterfeuers, der Osterkeize u. des Taufdrunnens. 8½ Levitenamt(abende keine Andacht). Hl. Kreuzkirche. Gründonnerstag: Morgens 8 Hochamt, danach Prozession mit dem hochw. Gute zum Grabe. Anbetung des Sakramentes im Grade: 11—12 Mädchen II., III., IV. Klasse, 12—1 Knaben, 1—2 Mädchen=Oberklasse, 3—4 Jungfrauen, 4—5 Frouen und Mütter. 6 Andacht.— Karfreitag: 6 Aussetz des Sakramentes im Grabe. 8 Gottesdienst, Passion nach Johannes, Fürbitten, Verehrung des hl. Kreuzes. Abends 8 Kreuzwegandacht.— Kare samstag: ½8 Weihe des Österfeuers, der Osterkerze und des Taufbrunnens. Gegen 9½ feierliches Hochamt. St. Lambertikirche. Gründonnerstag: Von 6 an halbstündige Austeilung der Komm. 8 feierl. Hochamt. Den Tag über Betstunden. Abends 8 Andacht.— Karfreitag: Von 5 Uhr an Betstunden. Morgens 8 feierl. Gottesdienst. Abends 8 Andacht.— Karsamstag: Morgens 7 Weihe des Feuers, der Österkerze und des Taufwassers. Danach Hochamt. Liebfrauenkirche. Gründonnerstag: 6—8 alle halbe Stunde Ausreilung der Komm. 8 Hochamt, während desselben Komm. des Klerns. Nach dem Hochamt Aussetz. des Sakramentes u. Beginn der Betstunden.— Karfreitag: Morgens 5 Beginn der Betstunden. 8 Passion und Missa praesanctificstorum, darauf Übertragung des hl. Kreuzes in die Grabeskapelle.— Karsamstag: Morgens 7 Feuerwethe, Weihe der Osterkerze u. d. Taufwassers. 8½ Hochamt. An allen drei Tagen abends 7 Andacht. St. Ludgerikirche. Gründonnerstag: Morgens 6 Aussetzung des Allerheiligsten. Jede halbe Stunde wird die Kommunion ausgeteilt. 8 feierl. Hochamt. Den Tag über sind Anbetungsstunden. Abends 7 Schlußstunde. Karfreitag: Morgens 5 Übertragung des hl. Sakramentes zum Grabe und Anbetung. 8 feierl. Gottesdienst. Abends 7 Schlußstunde.— Karsamstag: Morgens 6° Beginn d. Segnungen des Osterfeuers der Kerze und des Taufwassers, danach feierliches Hochamt. Abends 7 Andacht. St. Martinikirche. Gründonnerstag: 6, 6½. 7, 7½ 8 Austeilung der Komm. 8 Hochamt, Übertragung des Allerh. ins Grab, Segnung der Brote. 7 Abendandacht.— Karfreitag: 5 Beginn der Betstunden im Grab. 8 Passion. Enthüllung des Kreuzes, Übertragung des Allerheiligsten zum Altare, Miesa praesanctificatorum. Beisetzung des Kreuzes im Grabe. 7 Abendandacht.— Karsamstag: 7 Weihe des Feuers, der Osterkerze, des Taufwassers; Hochamt, Vesper. 7 Abendandacht. St. Mauritzkirche. Gründonnerstag: 8 Hochamt u. Aussetzung des Allerh. im hl. Grabe. 10—12 u. 12—6 Anbetungsstunden. 6 Leidensandacht.— Karfreitag: 7 Passion und Zeremonien. Nachm. 2½ Kreuzwegprozession. Abends 6 Leidensandacht.— Karsamstag: 7 Osterfeuer u. Taufwasserweihe. 8 Hochamt. Abends 6 Leidensandacht. St. Servatiikirche. Mittwoch: Abends 7 Josefs=Andacht.— Gründonnerstag: Morgens 8 Messe(Hochamt).(Vorher und unter der Messe wird Komm. ausgeteilt). Nach der Messe wird das Sakrament ins Grab getragen.— Karfreitag: Morgens 5 wird das Sakrament im Grabe ausgesetzt. 7 beginnen die kirchl. Funktionen. — Karsamstag: Morgens 6 Feuerweihe u. darauf die anderen Funktionen. An allen 3 Abenden ist abends 7 die Grabes=Andacht. St. Klemenskirche. An den drei letzten Tagen der Karwoche beginnt der Gottesdienst des Morgens um ½6.— Gründonnerstag u. Karfreitag nachmittags 5 Andacht. St. Magdalenenkirche. Gründonnerstag: ½8 morgens Aussetzung des Sakramentes, darauf Betstunden, abends 7 Andacht.— Karfreitag: Abends 7 Andacht. Franziskaner=Klosterkirche. Gründonnerstag: Morgens 7 feierl. Hochamt. Abends 7 Kreuzweg=Andacht.— Karfreitag: 7 Beginn der Zeremonten. Abends 7 Kreuzweg=Andacht.— Karsamstag: 6 Weihe des Osterfeuers. Kapuziner=Klosterkirche. Gründonnerstag: ½7 Hochamt. — Karfreitag: ½7 Beginn der Zeremonien.— Karsamstag: 6 Feuerweihe, 7 Hochamt. Klarissen=Klosterkirche. Gründonnerstag: ½7 Hochamt, über Tag stille Anbetung, abends 7 Andacht.— Karfreitag: ½7 Beginn der Zeremonien.— Karsamstag: 6 Weihe d. Feuers und der Osterkerze, 1/27 Hochamt. Gottesdienstordnung in den evangelischen Kirchen der Stadt Münster, in der Karwoche: Alte Kirche. Gründonnerstag: Nachm. 5 Beichte u. Abendmahl Pastor Lic. Zänker. Karfreitag: Vorm. 10½ Pastor Dicke, anschl. Beichte u. Abendmahl. Abends 6 Liturgischer Gottesdienst Pastor Burgbacher, anschl. Beichte und Abendmahl. Erlöser=Kirche. Mittwoch: Vorm. 10 Beichte u. Abendmahl für die konfirmierten Mädchen und deren Angehörigen, Pastor Burgbacher. Abends 6 Beichte u. Abendmahl für die Gemeinde, Pastor Dr. Meinardus.— Karfreitag: Vorm. 9½ Geh. Kons.=Rat Lic. Dr. Simon, anschl. Beichte u. Abendmahl. Abends 6 Beichte u. Abendmahl Pastor Lic. Zänker. Evangelische Militär=Gemeinde. Karfreitag: 9 Gottesdienst. Nachmittags 4 Beichte und Feier des heiligen Abendmahls f. Familien. Militär=Oberpfarrer Kons.=Rat Franke. Hauptredakteur Rudolf Striethokt.— Es verantworten: den redaktionellen Teil Paul Koene, die Reklamen und Inserate Anton. Busch, alle in Münster.— Druck und Verlag der Aschendorffschen Buchhandlung in Münster. -Frühjahrs-Damen-Mäntel— Schwarze Damen-Mäntel aus besseren echten reinwollenen Tuchstoffen mit oder ohne Seidenfutter Schwarze Damen-Mäntel In Seide und Halbseide, vornehm und gediegen—— * Schwarze Damen-Mäntel aus echt Kammgarn, Ripe, Wollpopline, Wellköper, schönste Ausführungen Schwarze Damen-Mäntel aue Fröhjahrestoffen, Welle, Mohalr. 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Am Sonnabend, den 14. April, werden die Brotmarken für die Zeit vom 16. bis einschließlich 22. April ausgegeben. Die siebentägige Brotmarkenausgabe ist erforderlich mit Rücksicht auf die am 16. April eintretende Herabsetzung der Brotration. Hierüber folgt noch besondere Bekanntmachung. In der Folgezeit findet die Brotmarken=Ausgabe wieder alle 14 Tage statt. Die Haushaltungen, die nicht am Donnerstag den 5. April die ihnen zustehenden Brotmarken in den Bezirkslokalen in Empfang nehmen, können sie am Sonnabend, den 7. April, vormittags von 9—1 Uhr, und nachmittags von 3—6 Uhr auf dem Zimmer Nr. 123 des städtischen Verwaltungsgebäudes nachempfangen. Für die Haushaltungen, die ihre Marken nicht am Sonnabend, den 14. April, abgeholt haben, werden sie am Montag, den 16., auf dem vorgenannten Zimmer ausgegeben. Den Säumigen werden als Strafe für die nicht rechtzeitige Abhebung der Marken für einen Tag die Brotmarken abgezogen. Am Donnerstag, den 5., und Sonnabend, den 14. April sind die Büros der Stadtverwaltung wegen der Beteiligung der Beamten an der Brotmarkenausgabe für den Verkehr mit dem Publikum während des ganzen Tages geschlossen. Münster, den 2. April 1917. Der Magistrat. Städtisches Gymnasium in Dülmen i. W. Das neue Schuljahr beginnt Dienstag, 24. April. Aufnahmeprüfung Montag, 22. April, 3 Uhr. s3 Anmeldungen nimmt entgegen der Direktor Dr. Vornefeld. Statt Karten. Ernst Behm, Bahnmeister-Diätar Hedwig Behm, geb. Hoffmann Vermählte Münster in Westf., den 30. März 1017. Hafenstraße 61. Gründlicher-Cnterricht in Buchführung, Korrespondenz, Wechsellehre, Rechnen, Schönschreiben, Stenographie, Maschinenschreiben. Beginn des Kursus mit Klassenunterricht am 12. April 1917. Unterricht in Einzelfächern: Eintritt täglich. Tages- und Abendkurse. Prospekte frei. Quabecks Wiedersehn war unsere Hoffnung! Nach Gottes heiligem Willen starb den Heldentod fürs Vaterland mein lieber, unvergeßlicher Mann, meiner beiden Kinder treusorgender Vater, unser guter Sohn, Bruder, Schwager und Onkel, der Strafanstalts=Aufseher Johann Hogenkamp Wehrmann in einem Landwehr=Ins.=Regt. Er starb am 29. März infolge einer schweren Lungenentzündung in einem Feldlazarett, nachdem er von Anfang an alle Strapazen des Krieges mitgemacht hatte, im Alter von 34 Jahren. Die tiefbetrübte Gattin nebst Kindern. Münster, den 3. April 1917. Handelsschule Norbertstr. 1. Fernruf 1650. 1 Bilanz am 31. Dezember 1916. Aktiva. 1. Kassenbestand Guthaben bei der Ländlichen Zentralkasse in laufender Rechnung 3. Guthaben bei Mitgliedern a) in laufender Rechnung„ b) an Darlehen.„„ 4. Wertpapiere 5. Geschäftsguthaben bei der Landl. Zentratrasse 6. Einrichtungsgegenstände„ „„“— Der Heufrer-Rillang 0 e. 6. m. b. H. Rariste. iw. Mk. 21049,59 „ 127565,09 " 90019.11 „ 935615,98 „ 259700.— „ 4500.— 150.— Sn. M. 1485907) Passiva. 1. Geschäftsguthaben der Mitglieder Mk. 2. Reservefonds 3. Guthaben der Mitglieder in laufend. Rechnung„ Spareinlagen..„„ 1 Im voraus erhobene Wertpapierzinsen.„ Reingewinn 1916.„„„ Sn 98.1 Mitgliederzugang in 1916: 17. Abgang: 8. Mitgliederbestand Ende 1916: 272, 1360.— 31609,69 146024,56 255 060,95 1312,50 3232,07 15N 5977 Fernruf 906. Clemensstr. 16/17. Ubernahme kompletter Beerdigungen. S KLPNANN * Das aus der Moden. Münster NH.: Salzstraße 21 * Fernrur 2164 —-—* FAUER“ KLEDUNG Jacken-Kleider- Mäntel: Kleider: Blufen- Röcke Unterröcke Maßanfertigung in kürzester Zeit Anerkannt größte Auswahl und Preiswürdigkeit. Drensteinfurter Spar- und Darlehnskassen=Verein eingetragene Genossenschaft mit unbeschränkter Haftpflicht. Niermann. B. Overmann. Ferd. Westhues. Fr. Hagenhues. Gerh. Schulze Natorp. J. Hartmann, Rendant. Privat-Lehrinstiut Bad Meinberg b. Deimold. Kathol. Pensionat unter geistlicher Leitung. Umfaßt alle Gymnas-Klassen, Vorb. zum Abit. Real-Kl. bis Obersek. einschl. Kleine Klassen u gew. Beaufsichtigung. Erfolge im Schuljahre 1916/17: Abit. 1. OI: 2. U I:4. 0 II: 4. U II: 11. Einj.: 8 seit Weihn. 0 IlI: 4. Prospekt durch den Geistl. Direktor J. Kröts. Gott dem Allmächtigen hat es gefallen, unsere gute, liebe, unvergeßliche Schwester, Schwägerin und Tante Fräulein Josesine Vlleisann heute nachmittag 4 Uhr zu sich in die Ewigkeit abzurufen. Sie starb nach langem, schwerem Leiden, gut vorbereitet durch echt frommes, christliches Leben. Wir bitten um ein andächtiges Gebet für die Seele der teuren Verstorbenen. In tiefer Trauer: Mathilde Möllerfrerich geb. Ottenjann Vernard Ottenjann Josef Möllerfrerich. Münster, Crefeld, den 2. April 1917. Die Beerdigung findet statt Gründonnerstag, den 5. April, nachmittags 3½ Uhr, vom Trauerhause Frie=Vendtstraße 15 aus; das feierliche Leviten=Hochamt Dienstag, den 10. April, morgens 9 Uhr, in der St. JosefsPfarrkirche. Heute mittag 12 Uhr entschlief zu einem besseren Leben Fraulein Culana albera Lehrerin a. D. Sie starb plötzlich, jedoch wohl vorbereitet durch einen musterhaft frommen Lebenswandel im Alter von nahezu 80 Jahren. Die teuere Verstorbene hat mehr als 15 Jahre mit gemisenhafte selige Erzieherin. Wir werden der teueren Dahingeschiedenen stets ein treues Andenken bewahren und empfehlen ihre liebe Seele den Priestern am Altare und dem Gebete aller Gläubigen. Münster i. W.(Herrenstr. 9), 2. April 1917. Familie Heinrich Niestert. Gott dem Allmächtigen hat es in seinem unerlichen Ratschlusse gefallen, heute abend 10 Uhr unseren lieben guten Vater, Schwiegersohn, Bruder, Schwager und Onkel, den beichelfter Frung Foue gn Tomviel zu sich in die Ewigkeit zu nehmen. Er starb nach längerem, mit musterhafter Gebuld ertragenem Leiden, gestärkt durch den andächtigen Empfang der hl. Sterbesakramente, im 59. Lebensjahre. Wir empfehlen die Seele des teuren Verstorbenen dem Gebete der Gläubigen und besonders den Priestern beim hl. Meßopfer. Greven, Emsdetten, Wettringen Münster, Telgte, Leuwaden(Holland), Lastrup, den i. Aprik 1917. Die trauernden Angehörigen. Die Beerdigung findet statt Donnerstag, den 5. Aptil, morgens 9 Uhr, wozu Verwandte und Bekannte freundlichst eingeladen werden. Vonbila-Theater Die Beerdigung findet statt Donnerstag nachmittag ½4 Uhr vom Trauerhause Herrenstraße 33; das feierliche Seelenamt am Mittwoch, den 4. April, morgens 7 Uhr in der St. Martinipfarrkirche. Ludgeristraße 28a. Nur noch heute und morgen! Das gewaltige Filmschauspfel: aPFautsT Die Tragödie einer untergehenden Welt in 6 Akten. Vorfasst von Henrick Sienklewiez. Uberwältigendes Gemälde des Kaiserlichen Roms unter Reio. Zur Zeit der Christenverfelgungen. Es hat Gott dem Allmächtigen in seinem unerforschlichen Ratschlusse gefallen, unsere liebe gute Tochter, Schwester, Nichte und Enkelin nach kurzer heftiger Krankheit, im Alter von 20 Jahren in ein besseres Jenseits abzurufen. Münster, den 3. April 1917. Die trauernden Eltern und Geschwister. Nach Gottes unerforschlichem Ratschlusse entschlief heute morgen 11 Uhr unser innigstgeliebter Vater, Schwiegervater und Großvater, menn guter Bruder, unser lieber Onkel Feinrich Sundruß infolge Altersschwäche im 73. Lebensjahre sanft und ruhig im Herrn. Wir bitten um ein andächtiges Gebet für den lieben Verstorbenen. Vorghorst, den 2. April 1917. Die trauernden Ringehörigen. erdigung findet Karfreitage, nachmittags 3 Uhr, vom Evangelischen Krankenhause aus statt. Die Beerdigung findet statt Donnerstag, den 5. April, morgens 9 Uhr.