der deutschsprachigen Presse e.V. Bezugsppeln zimtelgshent: Busgebe#(ohne „Wochenschau“) in Münster zweimal täglich fooi ms Haus gebrocht 2 BNk. 10 Pfg.,— auswörts von der Post abgeholt 2 Mk. 10 Pfg., durch den Briefträger gebracht überall, wo numr einmal im Tage Briefbestellung stattfindet, 2 Mk. 52 Pfo. in Orten mit zwei= und mehrmaliger Bestellung 2 Mr. 32 Pfg.— Ausgabe 8(mit„Wochmsvierteljährlich 60 Pfg. mehr. Fernspr.: Redaktion u. Verlog Nr. 2443, 2440 u. 2450. Geschüftostelle(Michgelisplatz 9) Nr. 76. enselgen: Du Suum für bis Enzugentpelte, 20 mm broit, I. Jmm hoch, 25 Pf.; bei Anzeigen aus dem R.=Oz. Münster 20 Pf., aus der Stodt Münster 15 Pf.(für Aktiengesellschaften 2c., Vereine und Behörden 25 Pf.: Reklamen: Der Raum für die Reklamespalte, 87mm breit, Zmm hoch, 1 Mk.— Für Erfüllung von Platzvorschriften wird keine Gewähr, sowie für Druckfehler keine Haftung übernommen. Etwaiger Rabatt gilt als Nassenradatt u. kann verweigert werden, wenn Zahkung nicht bumen 4 Wochen nach Erhalt der Rechnung efolgt.— Gebühr für Beilagen noch Gewicht Dritte Ausgabe. Donnerstag, 15. Februar 1917. 66. Jahrgang. Nr. 113. * Berlin, 15. Febr. Das Marine=Verordnungsblatt vom 1. Februar veröffentlicht folgenden Allerhöchsten Besehl an die Marine: An meine Marine! In dem bevorstehenden Entscheidungskampfe fällt meiner Marine die Aufgabe zu, das englische Kriegsmittel der Aushungerung, mit dem unser gehässigster und hartnäckigster Feind das deutsche Volk niederzwingen will, gegen ihn und seine Verbündeten zu führen durch Bekämpfung ihres Seeverkehrs mit allen zu Gebote stehenden Mitteln. Hierbei werden die Unterseeboote in erster Reihe stehen. Ich erwarte, daß diese in weiser Voraussicht technisch überlegen und aus leistungsfähigen und leistungsf igen Werften gebaute Waffe im Zusammenwirken aller Kampfmittel der Marine und getragen von dem Geiste, der sie im ganzen Verlaufe des Krieges zu glänzenden Taten befehligt hat, den Kriegswillen unserer Gegner brechen wird. Großes Hauptauartier. 1. Februar 1917. Wilbelm. * Amsterdam, 15. Febr.(WTB.) Bis zum 8. Februar einschließlich sind bei Lloyds Meldungen über den Verlust von 146 Schiffen eingelaufen, die seit dem 1. Februar versenkt oder verunglückt sind. Bern, 15. Febr.(Frankstr. Ztg.] Die„Neue Zürcher Zeitung“ meldet aus dem Haag: Rotterdamer Reederkreise betrachten die durch den verschärften Tauchbootkrieg geschaffene Lage als ernst. Jede Lebensmittelzufuhr für England aus Holland und Skandinavien habe seit acht Tagen völlig aufgehört. In den letzten drei Tagen seien 41 Schiffe mit 75000 Tonnen versenkt worden. Cagliari, 15. Febr.(WTB.) Agenzia Stefani meldet: Der amerikanische Dampfer Lyman M. Lawzwea mit Gerätschaften beladen, begegnete in der Nacht zum 12. Februar auf der Höhe der sardinischen Küste einem feindlichen U.=Boot, das den Dampfer in Brand schoß und versenkte. Die aus zehn Mann, darunter acht Amerikanern, bestehende Besatzung landete in Cagliari. Stockholm, 15. Febr.(Frankftr. Ztg.) Laut Blättermeldungen stellen die englischen Blockadebehörden den in englischen Häfen liegenden vollbeladenen schwedischen Schiffen vor der eventl. Abfahrterlaubnis die Bedingung, daß diese Fahrzeuge sich verpflichten, die nächste Reise ausschließlich nach einem englischen oder französischen Hafen zu unternehmen. Auch dort erhalten die neutralen Schiffe weder Fracht- noch Bunkerkohle, wenn sie sich nicht zu einer weiteren Fahrt für Rechnung der Entente verpflichten. Kopenhagen, 15. Febr.(WTB.) Fünf Seeleuteorganisationen, deren Mitglieder alle Klassen von Schiffsbesatzungen umfassen, beschlossen in einer gemeinsamen Sitzung, für die Fahrten nach Amerika und England unter den jetzigen Verhältnissen, wo die Gefahren auf der See größer seien als bisher, die Verdoppelung der Unfallversicherungsbeträge sowie Kriegszulagen zu fordern. Ferner beschlossen sie mit Rücksicht auf die Gefahren durch treibende Minen eine gleiche Kriegszulage und Unfallversicherung auch für Inlandsfahrten zu fordern, die bisher für die Nordsee galten. + Wie man sich in England einen Unterseebootkrieg der Zukunft gedacht hat, das hat der frühere englische ral Sir Pery Scott schon im Sommer 1914 in einer Zuschrift an die„Times“ offen dargelegt, in der er für die Unterseeboote das Wort redet: Einer„mit den Grundsätzen der modernen Kriegführung" in Einklang stehenden Erklärung einer Kriegszone„in der Absicht, ein feindliches Land von seiner Nahrungszufuhr abzuschneiden". Er schreibt dazu, man lese und— staune nicht, denn, das ist echt brutal und dünkelhaft englisch:„Sei es Tag oder Nacht, gutes oder rauhes Wetter, die Offiziere müssen ausfahren und nach ihrer Beute suchen, finden sie sie, so ist sie verurteilt, und sie geben keinen Pardon: sie können nicht an Bord der feindlichen Schiffe gehen und sie, wie in alten Tagen, als Prise mitnehmen; sie warten nur bis sie sinken und kehren dann heim, ohne auch nur die Zahl der menschlichen Wesen zu kennen, die sie zum Grunde der See geschickt haben.“ Eine Erörterung des Gesaaten dürfte sich erübrigen! Auf eine Entgegnung des Lord Sydenphoms, daß solcher U.Bootkrieg rechtlich nicht zulässig sei, antwortete Sir Percy Scott am 15. Juli 1914 in Hinsicht auf die Erklärung einer feindlichen Kriegszone:„Nach meiner Ansicht würde solch eine Anordnung vollkommen in der Ordnung sein. Ist sie einmal erlassen, so würden englische oder neutrale Schiffe, die sie mißachten und die Sperre zu brechen versuchen, sich nicht auf die seindlichen Versicherungen des Lord Sydenphom verlassen können, und wenn sie bei diesem Versuche versenkt werden, so könnte man das nicht als einen Rüchfall in Wildheit oder Barbarei in ihrer schwärzesten Form bezeichnen.“ Und nun gedenke man des heuchlerischen und scheinheiligen Gezeters der englischen Zeitungen über unser jüngstes Vorgehen! Lassen wir sie vor Wut und Besorgnis ruhig weiter schwatzen, indes die Unsern handeln! Wir vergelten einfach nur Gleiches mit Gleichem! Die Protestnote der nordischen Staaten gegen den U=Boot=Krieg. Kopenhagen, 14. Febr.(WTB.) Ritzaus Bureau meldet: Die dänische, norwegische und schwedische Regierung kamen überein, folgende Mitteilung zu veröffentlichen: Die dänische, norwegische und schwedische Regierung übermittelten am Dienstag dem deutschen und österreichisch=ungarischen Gesandten Noten gleichen Wortlauts, welche gegen die von Deutschland und Österreich=Ungarn geplante Sperre gewisser Seegebiete Einspruch erheben. Die Note beginnt damit, an die Tatsache zu erinnern, daß die Regierung sich während des Krieges zu wiederholten Malen gezwungen sahen, einen formellen Einspruch gegen die schweren Beeinträchtigungen der Rechte der Neutralen durch die Maßregeln der verschiedenen kriegführenden Mächte zu erheben. Sodann hebt die Note hervor, daß die Regierungen, deren Schritte bei diesen verschiedenen Gelegenheiten wie immer vom Geiste der vollständigen und loyalsten Unparteilichkeit sich leiten ließen, sich darauf beschränkten, die unantastbaren Rechte der Neutralen zu verteidigen. Nachdem die Note hervorgehoben hat, daß die Regierungen bei früheren Gelegenheiten gegen die Maßregeln der Kriegführenden Einspruch erhoben hatten, welche darauf abzielten, das freie Meer für die Benutzung durch die Neutralen zu verhindern, geht sie dazu über, zu betonen, daß die Regierungen sich diesesmal umso mehr in die Notwendigkeit versetzt sähen. bei denselben Gesichtspunkten zu verharren, als die der neutralen Schiffahrt bereiteten Hindernisse jetzt noch eine betaachtlichere Ausbehnung und Schwere haben. Darauf lenkt die Note die Aufmertsamkeit auf die Tatsache, daß die einzigen völkerrechtlichen Vorschriften, welche als Stütze für die Maßregeln ausgerufen werden können und „Ain Spté,ei.#i. Sttüe u Der Ratser un die Marine Kühne und mit Schneid durchgeführte UnterKehmungen Deutscher Bezirupps. Sieben feindliche Flugzeuge im Westen abgeschossen.— v. Richthofen's 20. und 21. Sieg.— Wirkungsvolle Beschießung von Galatz. Der deutsche Tagesbericht. Großes Hauptauartier, 15. Febr.(WTB.) Westlicher Kriegsschauplatz, Heeresgruppe des Generalfeldmarschalls Kronprinzen Rupprecht von Bayern In der letzten Zeit haben sich an der Front zwischen Armentières und Arras zahlreiche Gefechte von Aufklärungsabteilungen abgespielt. Der Gegner hat bei seinen häufigen, teils mit, teils ohne Feuervorbereitung angesetzten Unternehmungen beträchtliche Verluste gehabt. In unserer Hand gebliebene Gefangene brachten wertvolle Aufschlüsse, die durch die Ergebnisse vieler eigener, mit Geschick durchgeführter Erkundungsvorstöße ergänzt worden sind. Gestern war zwischen Serre und Somme unter Einsatz vieler schwerer Geschütze der Artilleriekampf vornehmlich in den Abendstunden stark. Infanterieangriffe erfolgten nicht. Es kamen in unserem wirksamen Feuer nur kleine Teilvorstöße gegen einige unserer vorgeschobenen Posten zustande, die befehlsgemäß auf unsere Kampfhauptstellung auswichen. Vom Kanal bis zu den Vogesen begünstigte klare Luft die Fliegertätigkeit. Die Gegner verloren gestern sieben Ilugzeuge, von denen Leutnant v. Richthofen zwei— sein 20. und 21. Sieg— im Luftkampf abschoß. Östlicher Kriegsschauplatz, Heeresfront des Generalfeldmarschalls Prinzen Leobold von Bayern. An der Bahn von Kowel nach Luck überfiel eine unserer Streifabteilungen eine russische Feldwache und brachte 41 Gefangene zurück. Südwestlich davon holten Stoßtrupps 30 Russen und ein Maschinengewehr aus der feindlichen Stellung. Nördlich der Bahn von Bloczow nach Tarnovol glückte ein gut angelegtes, mit Schneid durchgeführtes Unternehmen in vollem Umfange. Nach kurzer Feuervorbereitung drangen Sturmtrupps etwa 100 Meter tief in die russischen Linien ein, nahmen die Besatzung von sechs Offizieren und 275 Mann gefangen und hielten sich 5 Stunden in den feindlichen Gräben. Inzwischen gelang es den Mineuren, die ausgedehnten Minengänge zu zerstören und unter unsere Stellung geführte geladene Stollen unschädlich zu machen. Front des Generalobersten Erzherzogs Josef. Keine besonderen Ereignisse. Heeresgruppe des Generalfeldmarschalls von Mackensen. Au der Putna wurde ein russischer Posten aufgehoben, am Sereth der Vorstoß mehrere Kompagnien zurückgewiesen. Der Hafen und militärisch wichtige Anlagen von Galatz wurden wirkungsvoll beschossen. Mazedonischen Front Die Lage ist unverändert. Der erste Generalquartiermeister Ludendorff. Der österreichische Tagesbericht. Wien, 15. Febr.(W2B.) Amtlich wird verlautbart: Ostlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppe des Generalfeldmarschalls von Mackensen. Bei Focsani wiesen wir einige russische Kompagnien ab. An der Putua betätigten sich unsere Patrouillen mit Erfolg im Vorgelände. Front des Generalobersten Erzherzogs Josef. Südlich des Mestecanisti=Tunnels wurde ein russischer Vorstoß vereitelt. Front des Generalfeldmarschalls Prinzen Leopold von Bayern. Nördlich der Bahn Zloczow—Tarnovol und bei Swidniki in Wolhynien überfielen Stoßtrupps die russischen Gräben. Die Unternehmung glückte. Der Feind erlitt eine starke Einbuße an Menschen und Kriegsgerät. Ostlich von Zloczow wurden überdies sechs russische Offiziere und 275 Mann als Gefangene eingebracht. Italienischer und Südöstlicher Kriegsschauplatz. Unverändert. Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabes: v. Höfer, Feldmarschall=Leutnant. Feinde zu verhindern, Vorschriften über die Blockade zur See seien. Ferner stellt die Note fest, wieweit ein Kriegführender das Recht hat, der friedlichen Schiffahrt die Durchfahrt durch Zonen zu verbieten, deren Grenzen von den feindlichen Küsten sehr entfernt sind, die allein auf gesetzliche Weise gestärkt werden könnten. Schließlich erinnern die Regierungen an den allgemein anerkannten Grundsatz über die Seesperre, wonach ein neutrales Schiff nicht aufgebracht werden kann, wenn es sich des Versuchs, die Sperre zu brechen, enthält und wonach es im Falle seiner Aufbringung entsprechend den allgemeinen Vorschriften vor ein Prisengericht gebracht werden muß. Die Regierungen erklären hiermit, daß ihre Besorgnisse über die angekündigten Maßnahmen noch durch die Tatsachen erhöht werden, daß die Gefahrzonen ausschließlich von U.=Booten bewacht werden, deren Tätigkeit für die Angehörigen neutraler Staaten große Gefahr mit sich bringt, wie dies durch die im Laufe des Krieges gemachten Erfahrungen dargelegt worden ist. Schließlich hebt die Note die Tatsache hervor, daß die angekündigten Maßnahmen um so mehr den Grundsätzen des Völkerrechts widerstreiten, wenn sie, wie dies der Inhalt der Mitteilung der kaiserlichen Regierung anzudeuten scheint, ohne Unterschied auf alle Schiffe angewandt werden würden, die in die bezeichneten Zonen einfahren, also auch auf diejenigen, die nicht nach seindlichen Häfen bestimmt sind, sondern nur auf der Durchreise zwischen zwei nentralen Häfen anlaufen. Indem sie sich auf die Grundlage der obenerwähnten Erwägungen stellen, protestieren die Regierungen förmlich gegen die vom Deutschen Reiche und Österreich=Ungarn getroffenen Maßnahmen und machen alle Vorbehalte hinsichtlich der Verluste an Menschenleben und der materiellen Schäden, die daraus entstehen. Deutschland und Amerika. *) Rotterdam, 15. Febr. Die„Times“ melden aus NewYork: Die amerikanischen Häfen sind tatsächlich blockiert. weil amerikanische und neutrale Schiffe den Atlantischen Ozean nicht durchaueren wollen. Dadurch ist eine gewaltige Überhäufung von Gütern auf den Schiffsladeplätzen und Güterbahnhöfen entstanden. Nach einer Schätzung werden über eine Million Tonnen Stahl, welche ausgeführt werden sollten. in Newyork aufgehalten. Dutzende von Güterzügen können wegen Mangel an Schiffsraum ihre Ladungen überhaupt nicht löschen. Der Getreidetransvort stockt vollständig. In Chicago liegen die vierfachen Mengen des Getreides, das sonst in normalen Zeiten vorhanden.war. Im Often liegt soviel Getreide, daß man dort für neue Sendungen überhaupt keinen Platz mehr hat. Washington, 14. Febr.(WTB.) Reuter. Staatssekretär Lansing warnte die Bevölkerung von Cuba in einer Noteindem er darauf hinweist, daß die amerikanische Regierung keine aus der Revolution hervorgegangene Regierung anerkennen könne. Die Note bezieht sich auf die gemeldete aufständische Bewegung auf Cuba. Die Bewaffnung der amerikanischen Handelsschiffe. Aus dem Haag, 15. Febr.„United Preß" berichtet aus Newyork, aus Philadelphia werde gemeldet, daß die Regierung der Vereinigten Staaten in kurzem über die Bewaffnung und Ausfahrt amerikanischer Kauffahrteischiffe entscheiden wird. Die Regierung werde, wie man annimmt, alles der privaten Initiative überlassen, weder Kanonen noch Kanoniere stellen, noch direkte und formelle Ratschläge für die Bewaffnung der Schiffe geben. Andererseits aber werde sich die Regierung nicht gegen die Bewaifnung der Schiffe erklären und den Reedern die Möglichkeit geben, sich Kononen und Kanoniere au perichaftens.: nienen Airismsnemesm#— Der bulgarische Tagesbericht. Sofia, 15. Febr.(WTB.) Generalstabsbericht vom 14. Februar. Mazedonische Front: Im Cernabogen versuchte der Feind nach heftiger Artillerievorbereitung die Stellung anzugreifen, die ihm gestern entrissen worden war. Er wurde jedoch durch Maschinengewehrfeuer und Granaten abgewiesen. An der übrigen Front ziemlich schwaches Artilleriefeuer, das an zahlreichen Stellen sich auf einzelne Schüsse auf beiden Seiten beschränkte. Südlich von Seres Zusammenstöße zwischen Erkundungsabteilungen und Vorposten.— Rumänische Front: In der Umgegend von Mahmudie schwacher Feuerwechsel zwischen Posten auf beiden Ufern des St. Georg=Armes. Bei Tulcea haben wir durch vereinzeltes Feuer unserer Artillerie feindliche Truppen, die auf dem gegenüberliegenden Ufer bemerkt wurden, zerstreut. Der türkische Tagesbericht. Konstantinopel, 14. Febr.(WTB.) Amtlich. An der Tigrisfront nahm der Feind in der Nacht vom 13. unsere Stellungen südlich des Tigris unter heftiges Artilleriefeuer. Zwei Barken, die der Feind auf dem Kanal nach dem Tiaris lenken wollte, wurden durch das Feuer unserer Beobachtungsposten gezwungen, sich zu entfernen. Am 13. Februar morgens steigerte der Feind abermals sein Artilleriefeuer und näherte sich unseren Stellungen mit Infanterie und abgesessener Kavallerie, ohne indessen zum Angriff vorzugehen. An den anderen Fronten ereignete sich nichts von Bedeutung. Die amtlichen Berichte der Feinde. Französischer Heeresbericht vom 14. Febr. nachmittags: Nachts Patrouillengefechte in der Gegend südlich von Soissons und der Champagne bei Tahure. In Lothringen scheiterte ein feindlicher Angriffsversuch im Abschnitt von Baccarat in unserem Feuer. Im Elsaß glückte uns ein Handstreich östlich von Metzeral. Wir brachten Gefangene ein. Überall sonst zeitweilig aussetzendes Geschützfeuer.— Flugwesen: Heute früh bewarf ein deutsches Flugzeug Dünkirchen mit Bomben, verursachte aber weder Opfer noch Sachschaden. Die Gegend von Pomvey, Meurthe et Moselle wurde ebenfalls mit Bomben belegt. Zwei Zivilpersonen sind getötet, zwei verwundet.— Abends: Die beiderseitigen Artillerien waren im Laufe des Tages tätig in den Gegenden von Maison de Champagne, St. Hilaire sowie auf dem linken Maasufer im Abschnitt der Höhe 304 und des Toten Mannes. In der Woevre legten unsere Batterien Zerstörungsfeuer auf feindliche Werke südlich von Flirey. Überall sonst war der Tag verhältnismäßig ruhig.— Flugwesen: Deutsche Flugzeuge warfen abends erneut Bomben auf die Gegend von Dünkirchen. Mehrere Zivilpersonen wurden getötet, andere verletzt. Nancv wurde ebenfalls morgens von Flugzeugen bombardiert. In der Nacht zum 14. Februar warf unser Luftgeschwader Geschosse auf die Flugplätze von Etreillers(Aisne), Sancourt(Somme), auf die Bahnhöfe von Athies, Hombleux, Voyennes, Corchy, St. Otentin und Ham und auf die Fabriken östlich von Tergnier, wo sie mehrere Explosionen feststellten. Belgischer Bericht. Vergangene Nacht scheiterte ein feindlicher Angriffsversuch, der auf einen Posten östlich von Pervyse unternommen wurde, im belgischen Infanterie= und Artilleriesener. Gegenseitige Beschießung an der ganzen belgischen Front im Laufe des Tages. Amtlicher englischer Bericht aus Mesopotamien vom 13. Febr. Am 10. 2. wurde eine feindliche Brigade bei Shumrom beschossen. Durch einen Volltreffer wurden einige feindliche Boote versenkt. Am 11. 2. nahmen wir unser Vorrücken auf den nuchten. User des Tiaris wieder auf. Der Seind „ige wieder auf die setzte Linie seiner Gräben im DehriKnie, westlich von Kut=el=Amara, zurückgewiesen. Am Abend erstreckte sich unsere Front quer über das Knie von Ufer zu Ufer. über eine Entfernung von 5500 Yards und der Feind war vollständig eingeschlossen. Die Entfernung, die wir bei unserem Vorgehen durchmessen hatten, betrug von 800 Dards auf unserem linken Flügel bis zu 2000 Yards auf dem linken Ufer. Unsere Berlin, 15. Febr.(W2B.] In der„Nordd. Alla. Zta.“ liest man: Als charakteristisches Beispiel dafür, welche An schauung über fremdes Privatrecht in England selbst in Richterkreisen möglich ist, bieten zwei neuerdinas bekanntgewordene Gerichtsurteile, die beide eine erstaunliche Befangenheit der britischen Interessenpolitik erkennen lassen. Die britischen Gesetze geben danach die Möglichkeit, neutrales Kapital einfach deshalb in England zwangsweise festzuhalten, weil die Verlegung des Kapitals in ein neutrales Land nicht den britischen Interessen entsprechen würde. Ist unter diesen Umständen wohl überhaupt noch eine Maßnahme gegen das neutrale Eigentum denkbar. für welche die britischen Behörden keine Rechtfertigung zu finden wüßten? Geuf, 15. Febr.(Kg.)„Petit Journal“ berichtet, daß die englische Front um abermals fünf Kilometer ausgedehnt worden sei und gegenwärtig eine Breite von 150 Kilometern erreicht habe. Was England von Rußland verlangt. Stockholm, 14. Febr.(WTB.) Schweizerische Blätter erfahren aus zuverlässiger Quelle über die Petersburger Konferenz Angaben, die von einem Teilnehmer der Konferenz selbst herrühren. Es ergibt sich daraus ein merkwürdiges Bild von den Bestrebungen der Westmächte. Auf der Konferenz stand die Lösung finanzieller Probleme für Rußland in dem Vordergrund. Es will und muß Geld von England bekommen, und zwar bald. Daher ist es begreiflich, daß der russische Finanzminister die finanzielle Frage ebenso wie die militärische gleich endgültig geregelt sehen will. Lord Milner setzt den Bestrebungen Widerstand entgegen. Er will die russischen Wünsche lediglich ad referendum nehmen. Rußland versucht natürlich, eine möglichst hohe finanzielle Unterstützung zu erreichen, die Gegenseite aber will Leistungen an Bedingungen knüpfen, die sich auf eineden Engländern genehme Orientierung der inneren Politik und auf Garantien für die Verwendung der gelisferten Mittel beziehen. Den englischen Delegierten schwebt der Gedanke vor, die Reise zu benutzen, um auf den Zaren hinsichtlich der inneren Lage einzuwirken. Der englische Botschafter Buchanan tat das bekanntlich schon öfter. Die Delegierten haben den Auftrag, sich die Gewißheit über die Verwendung der Munition und Artillerie in Rußland zu verschaffen und zu beurteilen, ob man sie nicht besser auf den ainderen Fronten verwendete, anstatt sie nach Rußland zu schicken. über die definitiven Forderungen, die England bei diesem Anlaß an Rußland stellt, verlautet ganz authentisch folgendes: England verlangt 1. eine Kontrolle über die Verwendung des Geldes durch englische Agenten: 2. eine Anderung der inneren Politik Rußlands nach englischen Wünschen und 3. die Besetzung der russischen maßgebenden Regierungsstellen durch Männer, die der englischen Regierung genehm sind. Verstaatlichung der englischen Kohlengruben. ( Ansterdam, 15. Febr.(BB.) Reuter meldet amtlich: Das englische Handelsamt beschloß, von allen Kohgruben im vereinigten Königreiche für die Dauer des Krieges Besitz zu nehmen. Der Luftkrieg. Wien, 14. Febr.(WTB.) Gegenüber der Meldung der „Agenzia Stefani“ von einem Fliegerangriff auf Pola wird von zuständiger Seite bemerkt, daß tatsächlich am 11. 2. drei Flieger Pola augriffen. Die in die See und an der Küste abgeworfenen Bomben haben jedoch weder Schaden noch Verluste verursacht. Deutsches Reich. Köln, 15. Febr. Die„Köln. Zta.“ erklärt am Schlusse eines die Einkreisung Deutschlands besprechenden Artikels, die Feinde wähnten uns zu ersticken und werden nun selber mehr und mehr gesprengt. Je stärker der Druck von außen wird, dest gesammelter die Kraft, die Widerstand leistet. Ihre ganze Hoffnung während des Krieges war die Gewinnung immer neuer Freunde. Schon dieses Gebahren zeugt am besten davon, daß sie sich selber fühlen, als ein abwärts rollendes Rad. Wann das Ende kommt, wissen wir nicht, aber eins wissen wir sehr gut, daß sie unsere gesammelte Kraft nicht zu vernichten vermögen. Man kann heute schon sagen: Der in der Not des Krieges gehämmerte Vierbund wird der Anfang einer weltpolitischen Machtbildung sein. der zu unserer Vernichtung geschlossene Vierverband mit all seinen Ecken und Enden wird schon heute zerrieben an unserm Widerstand. Die neuen Kriegskredite. [9 Berlin, 15. Febr.(Eig. Meld.] Wie die Blätter mitteilen, wird dem Reichstage nach seinem Zusammentritt eine neue Kriegskreditvorlage zugehen, und zwar in Höhe von ungefähr 15 Milliar den Mark. Bisher sind vom Reichstage Kriegskredite bewilligt worden in Höhe von 64 Milliarden Mark, und zwar im engelgen 1914 August 1914 Dezember 1915 März 1915 August 1915 Dezember 1916 Juni 1916 Oktober 5 Milliarden, 5 Milliarden, 10 Milliarden, 10 Milliarden, 10 Milliarden. 12 Milliarden, 12 Milliarden, zusammen 64 Milliarden. Mit dem demnächst zu verlangenden Kredit wird sich die Summe der bewilligten Kriegskredite alse auf 79 Milliarden Mark belaufen. Durch die bisher ausgegebenen fünf Krieasaulei hen sind von den bewilligten Krediten etwas mehr als 47 Milliarden Mark in Form von festen Kriegsanleihen flüssig gemacht worden. Die verausgabte Summe überschreitet netürlich die Zisfern der Anleihen. In den Anleihen wird der Geldbedarf des Reiches durch die Begebung von Schatzwechseln flössig gemacht. Die Zeichnung auf die sechste Kriegennleide mich in. albites Marat statttiaden. der deutschsprachigen Presse e.V. Mirtschofteleben und Lebensmittelversorgung. Der Großhandel in Obst und Gemüse. Beolin, 10. Febr. Die deutschen Fruchtgroßhändler hatten sich am Samstag nachmittog in Berlin versammelt, um gegen die Ausschaltung des Großhandels Protest zu erheben. Es gelangte folgende Entschließung einstimmig zur Annahme: Die Versammlung beschließt, daß die vom Kriegsernährungsamt in die Wege geleitete Neuregelung der Versorgung der Bevölkerung mit Gemüse und Obst im Erntejahr 1917 durch Abschluß von Lieferungsverträgen zwischen Kommunen und Erzeugern bzw. Erzeugerorganisationen nicht zum Vorteil der Gesamtheit bei leichtverderblichen Waren, besonders Frühgemüse und Beerenobst wie Kirschen usw., durchgeführt werden kann. Die von den Kommunen eingeführte Organisation des Bezuges und der Beerenverteilung wird erhebliche Verluste nicht vermeiden können. Die Versammelten sind der Ansicht, daß der erfahrene und sachverständige Großhandel den Bezug, die Lieferung und Verteilung der Waren auf den städtischen Großmärkten durch eine von ihnen zu führende Organisation eines Zweckverbandes unter Mitwirkung und Aufsicht der Magistrate betreffs der Verteilung der Waren und Preisbildung besser ohne die Nachteile und Schäden, die sich sonst einstellen würden, bewirken kann. W Die Heranziehung der Schuliugend zu landwirtschaftüchen und gärtnerischen Arbeiten wird jetzt in umsangreicher Weise durchgeführt. So hat das stellvertretende Generalkommando des 9. Armeekorps in Altona allgemeine Anordnungen dafür gegeben. Die städtische Schuljugend beiderlei Geschlechts vom 12. Jahre an soll im Jahre 1917 stärker als bisher zu derartigen Arbeiten bei Bestellung und Ernte herangezogen werden. Schulverbände, Schulleiter und Lehrer sollen die nötigen Vorbereitungen im Einvernehmen mit den Verwaltungsbehörden, der militärischen Vorbereitung der Jugend und dem Elternhaus treffen. Die Schulbehörden legen baldigst genaue Listen an und halten sie dauernd auf dem Laufenden. Sie enthalten sämtliche Schulpflichtige vom 12. Lebensjahre an, soweit sie zu diesen Arbeiten bereit und gut geeignet sind. Die Oberleitung der militärischen Vorbereitung der Jugend stellt Listen der geeigneten Jungmannen auf. Diese Listen werden bis zum 10. März für die Garnisonkommandos oder die Vermittelungsstelle eingerichtet. Diese werden den landwirtschaftlichen Kreisen mitgeteilt. In ländlichen Bezirken, Flecken oder größeren Ortschaften wird der etwaige Überschuß der nächsten städtischen Vermittelungsstelle angemeldet. Wenn Jugendliche nicht mehr die Schule besuchen, aber noch nicht hilsdienstpflichtig sind und auch nicht einer Jugendkompagnie angehören, so melden sie sich unmittelbar bei ihrer Vermittelungsstelle. Im weiteren ist die Zuweisung der jugendlichen Arbeiter, die Verpflichtung der Arbeitgeber usw. genau geregelt. Brakel, 13. Fedr. Den Bock zum Gärtner gemacht hat man mit der Beamtung des Handelsmannes G. im benachbarten Erkeln zum Eieraufkäufer. Seit Monaten herrschte hier eine wahre Eiernot. Jetzt stellt sich heraus, daß der „Ehrenmann“ die Eier nicht an die hiesige Verkaufsstelle, sondern zu Wucherpreisen nach Bochum verkauft hat. Der geschäftstüchtige Mann befindet sich bereits im Gepohrton. Aus der Stadt. * Rünster, 15. Febrnar. X Kirchliche Ernennungen. Ernannt wurden* Storp, Clemens, Pfarrer zu Abaus, zum Dechanten des LanddekaWilhelm, Vikar zu Westkirchen zum arrki meiderich;* Prein, Ignaz, Kaplan zu Duisbi meiderich, zum Rektor der Filialkirche zu Fuhlenb Bottrop St. Cyriacus);# Boll, Franz, Pfarrer zum Dechanten für das Landdekanat Kempen. Die Sommerzeit 1917. Die Erwägungen über die Einführung der Sommerzeit in diesem Jahre sind nunmehr so weit gediehen, daß bereits bestimmte Termine in Aussicht genommen worden sind. Während im Vorjahre die Sommerzeit vom 1. Mai bis 30. September dauerte, wird sie in diesem Jahre, wie die„Voss. Ztg.“ hört, vom 15. April bis 15. Sept. durchgeführt werden. G Die Kriegerfrauen aus den Pferven St. Joseph und St. Antonius hatten sich mit ihren Schutzdamen um verna D in Krug" veranstaltete * jenen Conntag zu dem im—exen eu inkene un veranstalteten uterhaltungsabend sehr zahlreich eingesunden. Pfarrer Nonhoff begrüßte die Erschienenen und erklärte, Zweck der Veranstaltung sei, die Frauen aufzumuntern, alle Beveren und Entbehrungen der Kriegszeit mutig auf sich zu nehmen und weiter zu tragen. Er übermittelte innige Grüße des Pfarrers Drussel, der an der Versammlung teilzunehmen verhindert war. Gespannt merkten alle auf die Amführung des Theaterstückes:„Die Weibnachtspost der Zwerge“, die von Kindern des Schutzengelbundes St. Joseph gegeben wurde. Die kleinen Zwerge und Nixen spielten ihre Rollen recht exalt und mit großer Begeisterung. Der Caritassekretär, Kaplan Weber, wies sodann in längerem Vortrage hin auf den heutigen Stand der Ernährungsfrage und forderte die anwesenden Frauen auf, mit den ihnen zur Verfügung stehenden Mitteln vernünftig hauszuhalten, durch Entbehrung und Entsagung sich nicht entmutigen zu lassen und so mitzuhelfen und beizutragen zur glücklichen Beendigung des urchtbarsten aller Kriege. Seine Worte und klaren Ausührungen wurden mit großer Spannung ausgenommen. Die weitere Unterhaltung des Abends übernahmen die Mitglieder der Jungfrauen=Kongregation St. Antonius durch Deklamationen und Vorführung von lebenden Bildern über Frauensorge und Frauenarbeit in Kriegszeit. Der Einakter „Eine gefährliche Krankheit", sowie„Das dramatische Zwiegespräch zwischen zwei Kriegsmüttern“ wurde mit großem Beisall aufgenommen. Pfarrer Nonhoff dankte zum Schluß allen, die zum Gelingen dieses so schön verlaufenen Abends beigetragen hatten, ermahnte die Anwesenden zum treuen mutigen Durchhalten und zum Festhalten an Kaiser und Reich. Die Versammlung schlotz mit dem Absingen des Liedes:„Deutschland, Deutschland, über alles.“ □ Kleine Nachrichten. Auf der Kronprinzenstraße ftürzte heute morgen infolge der Glätte ein Pferd so unglücklich, daß es an Ort und Stelle notgeschlachtet werden mußte. Mitteilungen des städtischen Freitag Mager= und Buttermilch=Verkauf 2. Drittel. Freitag Butterverkauf von 8—12 und von 2—6½ Uhr in der Verkaufsstelle Turnhalle des städt. Gymnasiums Nr. 4701—6700; in der Stadthalle, Neubrückenstr., Nr. 3601 bis 5100; in der Verkaufsstelle Goebenstr. Nr. 2701—3800; in der Verkaufsstelle Kreuzstr. Nr. 2101—3000; in der Verkaufsstelle Warendorferstr. Nr. 1501—2100. Der Fleischverkauf erfolgt in dieser Woche am Freitag in der Zeit von 2—5 Uhr und am Samstag in der Zeit von 8—8 Uhr ununterbrochen. Die Wochenkopfmenge beträgt 150 Gr. Schweinefleisch und 100 Gr. Wurst. Es sind abzugeben für je 150 Gr. Schweinefleisch 6 Fleischkartenabschnitte; für je 100 Gr. Leber= oder Blutwurst 2 Fleischkartenabschnitte: für je 100 Gr. Preßkopf 4 Fleischkartenabschnitte. Preiset Kleinfleisch Nackenstück, frischer Schinken und Schulte. mit Schwarte Eisbein Kottelet Fetter Speck, frisch oder gesalzen. Magerer Speck frisch oder gesalzen, Bratwurst, frisch oder geräuchert, Außerdem kommen zum Verkauf: Beste Leberwurst ohne Mehlzusatz Blutwurst mit Mehlzusatz Preßkopf Ein Anrecht auf besondere Bratenstücke Jeder muß das Fleisch nehmen, wie es zum Ausschneiden gelangt. Das Publikum wird dringendst ersucht, sich auf die beide Verkaufstage zu verteilen. Den Geschäften ist soviel Fleisch zugewiesen, daß alle Käufer voll befriedigt werden können. Wer die ihm zustehenden Kopfmengen nicht erhält, wird gebeten, dem Fleischbureau unverzüglich unter Nennung seines Namens Anzeige zu erstatten. erte, wurde ihm eine Geldkosette mit Wder 8200 Hochzeit selerte. wurde Mark Inbalt gestoblen. Dortmund, 15. Febr.(Der Lehrergesauaverein) wird mit Unterstützung der städtischen und provinziellen Behörden in der Osterwoche eine Reise nach Belaien unternehmen, um hier in verschiedenen Städten Konzerte für unsere Feldgrauen zu veranstalten. Die Bildungszentrale beim Generalgouvernement wird in entgegenkommenderweise die nötigen Vorbereitungen treffen. Gerichtszeitung. 2 Parmen, 15. hebr. im ANtader 0.40 Mi. r 1,80 Mk. 1.20 Mk. 2.00 Mk. 2.00 Mk. 1.60 Mk. 2.40 Mk. 1.,50 Mk. 0.70 Mk. 2.20 Mk. besteht nicht. Aus den Provinzen. C Saerbeck, 14. Febr.(Die Räude) ist nach der Feststellung des beamteten Tierarztes unter den Pferdebeständen der Landwirte Wernsmann. Holthaus und Greiling ausgebrochen. * Herten, 14. Febr.(Eine unangenehme Uberraschung) erlebte der Händler K. von hier. Während er rmen, 15. Febr. Wucher mit Avfeln trieb im Deisder vor. Is. in der unverschämtesten Weise der Kaufmann Palilo Fronterra von hier, Inhaber der„Spanischen Gärten“ in Elberfeld, Barmen und Münster. Er hatte aus einem ihn 6749 Mark kostenden Waggon Avfel nicht weniger wie 11 680 Mark in ganz kurzer Zeit erlöst und. mehr wie gering gerechnet. 2500 Mark rein dabei verdient. Das Schöffengericht hatte den Spanier. dessen Läden, trotzdem sie als teuer bekannt sind. vom Publikum noch überlaufen werden, zu 5000 M. Geldstrafe verurteilt, jedoch hielt die Strafkammer als Berufungsinstanz eine Geldstrafe allein nicht für ausreichend und verhängte über ihn noch außerdem eine einmonatige Gefänanisstrafe. Staatsanwalt und besonders die Strafkammer bezeichneten diesen Fall als einen nicht scharf genug zu ahndenden Verstoß gegen das Wuchergesetz. Es hätten hier geradezu unbeschreibliche Zustände im Obsthandel geherrscht: aber leider habe sich das Gericht nur selten mit einem Fall von Obstwucher zu befassen. Da wo man, wie im vorliegenden Falle, genau hinter die Kulissen schauen könne, würden den Preistreibereien mit den schwersten Strafen schon als abschreckendes Beispiel für andere entgegengetreten werden. Vermischtes. * Amsterbam, 14. Febr. In Glasgow platzte am 13. ein Gasbehälter der Celedonian=Eisenbahn. Es wurde großer Schaden angerichtet. Indes sind keine Toten zu beklagen. An zahlreichen Häusern, Fabriken, Läden und Geschäftshäusern wurden die Fensterscheiben zerschmettert. Den Stoß konnte man auf weite Entfernungen spüren. Es entstanden einige Brände, die jedoch bald bewältigt waren. Der Gasbehälter enthielt Gas und Ol für die Heizung der Eisenbahnwagen. Bei der Entladung waren die Angestellten anderswo beschäftigt. Kurz darauf stiegen gewaltige Feuersäulen und Rauchwolken auf.(Reuter.) * Ein Reiseabenteuer der Pianistin Ellv Ney. Wir lesen in der„Wiener Freien Presse“: Ein fatales Reiseabenteuer der bekannten Pianistin Elly Ney hätte fast den ordnungsgemäßen Verlauf des Sonntag abend im großen Musikvereinssaale abgehaltenen ersten diesjährigen volkstümlichen Abends des Rosé=Quartetts in Frage gestellt. Das Publikum, das den Saal bis auf das letzte Plätzchen füllte, wurde unruhig, als 8 Uhr bereits vorüber war, ohne daß das Konzert seinen Anfang nahm. Endlich trat Konzertdirektor Hugo Heller vor und machte die Mitteilung, daß Elly Ney infolge einer Reiseverzögerung an der Grenze in Salzburg am Vortrag sistiert wurde, jetzt aber bereits nach Aufklärung des Mißverständnisses unterwegs nach Wien sei und telegraphisch ihre Ankunft mit dem um 8 Uhr 18 Minuten in Wien eintreffenden Zuge angekündigt habe. Das Programm werde daher eine Umstellung erfahren und Meister Rosé mit seinen Partnern zunächst Schuberts Streichquintett C-dur zum Vortrag bringen. Leider hatte der Zug Verspätung, so daß nach Beendigung der ersten Nummer Konzertdirektor Heller neuerdings vortreten mußte, um dies mitzuteilen und anzukündigen, daß an Stelle von Schumanns Klavierquintett das Rosé=Quartett als Ersatz Beethovens Streichquartett A-dur, op. 18, zur Aufführung bringen würde. Endlich, gegen ½10 Uhr, traf Frau Elly Ney ein, so daß die letzte Programmnummer das Klavier=Quintett von Brahms, doch noch, wenn auch in sehr später Stunde(das Konzert endete erst gegen ¾11 Uhr), absolviert werden konnte. Frau Ney kam direkt von der Bahn in den Konzertsaal; sie hatte, um keine Zeit zu verlieren, sich in dem Wagenabteil erster Klasse, in dem sie die Fahrt von Salzburg nach Wien zurücklegen mußte, umgekleidet, und trotz der begreiflichen Aufregung und Erschöpfung war ihr Spiel so meisterlich, daß zuletzt wiederholte Hervorrnfe es ihr lohnten. Frau Ney erzählte dann, daß sie infolge der Anzeige eines Mitreisenden in Salzburg von der Staatspolizei am Vortage sistiert worden sei. Frau Ney, eine sehr auffallende, imposante Erscheinung, wurde von dem betreffenden Reisenden für eine Spionin gehalten, und er bildete sich ein, gesehen zu haben, daß Frau Ney in Freilassing aus dem Balkanzug ausgestiegen und in den Personenzug umgestiegen sei. Das war natürlich verdächtig, und von#11 Uhr nachts bis fost 2 Uhr nachts wurde Frau Ney einem Kreuzverhör unterzogen. Ihr exotisches Außere, ihre unbefangen abgegebene Aussage, daß sie vor dem Kriege wiederholt in feindlichen Ländern konzertiert habe und daß sie auch die betreffenden Landessprachen spreche, verstärkte den Verdacht gegen sie, der auch nicht dadurch entkräftet wurde, daß sie Verträge vorwies, wonach sie eben von einem der Gurzenich=Konzerte in Köln komme und nach Absolvierung ihrer Wiener Konzerte bei einem Leipziger Gewandhauskonzert unter Nikisch spielen müsse. Endlich stellte der Polizeibeamte aus einem Paßvisum fest, daß die Anzeige unmöglich stimmen könne. Immerhin wurde Frau Ney die Weiterreise erst nach Einholung telegraphischer Informationen aus Bonn und Wien gestattet. Handel und Industrie. Von der Berliner Börse. Berlin, 15. Febr.(WTB). Wie auch schon gestern, so war auch heute die Stimmung im freien Börsenverkehr eine recht zuversichtliche. Das Geschäft wickelte sich teilweise mit größerer Lebhaftigkeit ab. Hauptsächlich waren wiederum Munitionswerte bevorzugt, unter ihnen namentlich Caro, Phönix. Bochumer und Laurahütte. Gefragt und gebessert waren ferner Schiffahrtswerte, chemische Aktien und Türkenlose. Kohlenaktien waren infolge der kommenden Förderungsabgabe etwas vernachlässigt, auch Rüstungswerte waren weniger beachtet. Von Olwerten waren Steauer Romana schwächer. Erdöl konnte sich im Laufe des Verkehrs etwas bessern. Am Anlagemarkt zeigte sich Interesse für 8 prozentige deutsche Anleihe, sowie für österreichisch=ungarische Renten.— Die Devisenkurse sind unverändert. Das Interesse, das sich in den letzten Tagen wiederum in erhöhtem Maße für Rüben zeigte, hat infolge des erneuten Einsetzens des Frostes wieder nachgelassen. Auch sonst blieb es ziemlich still. Für Hafer gegen Bezugsschein liegen aus der Provinz weniger Offerten vor. Angeboten sind namentlich nur geringere Sorten, während bessere als Saatware benutzt werden. Wie für Wicken und Lupinen, so auch dem Verkehr mit Hülsenfrüchten große Schwieriakeiten entgegen, sodaß kaum Umsätze zustande kommen. Kleesaaten sind noch sehr knapp. Seradella war reichlich angeboten. Hauptredakteur Rudolf Strietholt.— Es verantworten: den redaktionellen Teil Paul Koene, die Reklamen und Inserate Antor. Busch, alle in Münster.— Druck und Verlag der Aschendorffschen Buchhandlung . in Münster. Gebt tanszng 235. Königlich Pren schen Klassenlotterie. 2. Klasse. 1. Ziehu; tag. 18. Februar 1917. Anf ete gogege Lodees, und zo enn i ler sin: = ge ig. einer an, in din beiden Abteil i9 zwei gleich hohe Gewinne die Lose gleicher Nummer llungen 1 und 11. Bachduuck oerdon) „2=Ziehung wurden Gewinne über Edmr Geusbe. 1.50 In der Vormik: 96 Mark gezogen: 4 Gemtuns zu 5000 Mark. 101914 155783 Sepinne zu 1000 Mark. 52407 170651 4 Gemtune zu 500 Mart. 95976 151358. 8 Semtuns zu 400 Mark. 91186 95925 174543 195455 30 Gewinne zu 300 Mert. 19284 17752 46491 48678 97220 103982 117912 134637 138296 140019 143226 147350 147936 164249 166905 92 Geptune mn 200 Mart. 468%gFg ,8363 766, 1666 B3c Misc ziass mlsch 4nrsd Krechd Ailsth In der Nachmittags=Ziehung wurden Gewinne über 96 Mark gezogen: 8 Sewinne mn 40000 Mack. 188207 2 Sewinns zu 3000 Mark. 147055 8 Sewinns zu 500 Mork. 18408 22 Gewinne zu 400 Mark. 6122 42734 50721 106000 143104 160648 162870 163813 172925 174261 186441 18 Gewinne zu 800 Mark. 52171 56632 68621 83996 84728 89928 182581 201948 207131 82 Gewinne zu 200 Mark. 10569 13090 15321 28641 29704 32899 42714 46168 67825 60513 65972 66279 85962 94271 98680 98739 111814 116284 126846 128881 129828 183177 35818 151795 158224 157177 167872 179086 181834 188456 91403 196929 200523 201792 202526 205150 207288 207751 13109 214491 218518 Im Gemlanrade verblieben: 2 Gewinns zu 60000, 2 zu 20000, 2 zu 10000. 4 zu 9000, 6 zn 1009, 14 in 500. 20 zu 400, 52 zn 300, 136 zu 200 Ml. 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Wiederverkäufern bedeutend Robatt. Gott dem Allmächtigen hat es gefallen, heute morgen 7 Uhr meinen lieben Mann, unseren guten Vater, Bruder, Schwager und Onkel, den hener Hermann Boaholo zu sich in ein besseres Jenseits zu nehmen. Er starb nach langem schweren Leiden, wohlvorbereitet durch einen christlichen Lebenswandel und gestärkt durch den Empfang der hl. Sakramente. Wir empfehlen die Seele des teuren Verstorbenen der Fürbitte der Gläubigen und den. Priestern am Bltarr. Heen, Amerika, Ascheberg westl. u. östl. Kriegsschauplatz, den 13. Februar 1917. Die trauernden Angehörigen. Tolenzen“, werden schnell u. billig angefernigt Buchdruckerei. Die Beerdigung findet statt zu Heek Samstag, den 17. Fedruar, morgens 8½ Uhr und gleich darauf das feierliche Seelenamt. Sollte semand aus Versehen keine besondere Anzeige erhalten haben, so bitten wir, diese als solche anggichen. 8 S