der deutschsprachigen Presse e.V. W5 A(ohne „Wochenschau“) in Münster zweimal täglich fuui ins Haus gebracht 2 Mk. 10 Pfg.,— auswärts von der Pos abgeholt 2 Mr. 10 Pfg, durch den Deiefträger gebracht überaß, we narr einmel i Tage Briefbestellung stattfindet, 2 Bik. 58 Pfa. in Orten mit zwei= und mehrmaliger Bostellung 9 M. 28 Pig.— Ausgabe 8(mit„Wochenschau“) vierteljährlich 60 Pfg. mehr. Feruspr.: Redaktion u. Verlag Nr. 2443, 2440 u. 2453. Geichtkestelle(Michartisplatz 9) Nr. 76. FerunstrrischerZn,. Zwei Ausgaben ugich. und Münsterische Volkszeitung. 45 4.45 Wbomenten. Anzeigen: Der Raum für die Anzeigenspalte, 30 mm breit, Zmm hoch, 25 Pf.: bei Anzeigen aus dem R.=Bz Münster 20 Pf., aus der Stadt Münster 15 Pf.(für Aktiengesellschaften 2c., Vereine und Behörden 25 Pf.: Reklamen: Der Raum für die Reklamespalte, 37mm breit, Zmm hoch, 1 Mk.— Für Erfüllung von Blatz= vorschriften wird keine Gewähr, sowie für Druckfehler keine Haftung übernommen. Etwaiger Rabatt gilt als Kassenradatt u. kann verweigert werden, wenn Zahkung nicht dinnen 4 Wochen nach Erhalt der Rechnung erfolgt.— Gebühr für Beilagen nach Gewicht Erste Ausgabe. Mittwoch, 7. Februar 1917. 66. Jahrgang. Nr. 90. „.17""" der Kentralen. Erfolge reizen bekanntlich, und der einmalige Erfolg Wilsons bei dem Versuch, uns in den aufgehobenen Arm zu fallen, der Enaland strafen sollte, hat ihn gereizt, das gleiche Manöver noch einmal zu versuchen. Angesichts der verschärften Situation siebt er sich aber diesmal noch nach der Hilfe anderer Neutraler um, die mit ihm gemeinschaftlich die deutschen U-Boote an der Vernichtung von Enalands SeeTyrannei abhalten sollen. Im Interesse des Friedens und der Freiheit ruft der phrasenstarke Propbet der Humanität zu Enalands Gunsten die neutralen Länder auf. ihm zu folgen gegen Deutschland. Aber er kann nicht verlangen, daß die Neutralen ihm glauben. er diene dem Frieden, wenn er dem Kriege entgegentreibe. Herrn Wilson ergeht es, wie es manchen bei der langen Dauer dieses Krieges ergangen ist: seine Politik zeigt immer klarer ihr wahres Gesicht, deutlicher und weniger beschattet aber als heute sahen wir sie nie. In seine Hand war es gegeben, England an der Ausführung des niederträchtigsten Planes aller Zeiten, an der Aushungerung eines großen Volkes zu verhindern. Aber in untätiger Behäbigkeit saß der Präsidnt im Weißen Hause und sann auf die Durchkreuzung der— deutschen Gegenmaßnahmen. Keine völkerrechtswidrige Beschränkung der Schiffahrt, keine Einengung neutraler Staaten, keine Vergewaltigung kleiner Staaten. kein„Baralong"=Mord störte ihn, aber in dem Augenblick, wo Deutschland einsetzte zum entscheidenden Stoße gegen Enaland, fuhr er aus seiner Ruhe empor und rief die Neutralen zum Bunde zusammen gegen Deutschland und für England. dessen Bedrückung und Neutralitätsverletzungen sie in dieser Zeit haben ständig ertragen müssen. Warum in aller Welt hat Wilson nicht früher seine Stimme erhoben, um sich an die Svitze eines Bundes der Neutralen zu stellen, der sich die schöne Aufgabe stellte, das Völkerrecht zu schützen und den Krieg wieder in die Bahnen des Völkerrechts zurückzuführen. Der Gedanke ist oft genug erörtert worden, aber nicht in den Reden und Kundgebungen Wilsons, die von Schwärmerei für Recht und Freiheit überflossen, sondern in der Presse der schwerbedrückten kleinen Staaten Europas, die sich ihre Fahrten und ihre Frachten von Enaland vorschreiben lassen mußten. Wäre es nicht wunderbar, wenn diese Staaten heute erstaunt aufblickten, daß sie jetzt mit einemmale die schroffsten Maßnahmen gegen einen Staat ergreifen sollten, der. der endlosen Übergriffe Englands müde, sich auf Leben und Tod verteidigt? Wäre es nicht wunderbar, wenn sie erstaunt wären, ob der plötzlichen, tätigen Energie Wilsons, und wäre es nicht wunderbar. wenn sie einem Frieden mißtrauten, den Wilson an die Wand malt, der aber sofort 500 Millionen Rüstungskredit fordert? Die neutralen Stimmen, die wir in diesen Tagen aus Europa gehört haben, zeigen Besonnenheit genug, um nicht den hohlen Phrasen Wilsons zu folgen. Vor allem in der Schweiz hat man sich gegenüber den Lockungen Wilsons sehr zugeknöpft gezeigt, und in dem Aufrufe zur Beteiligung eher eine Warnung vor der Beteiligung erblickt. Wilson in seinem eifrigen Bemühen. England zu schützen, übersieht, daß die neutralen Staaten Eurovas doch in einer anderen Haut sitzen als die Vereinigten Staaten Nordamerikas. Er übersieht, daß die Schweiz auf allen Seiten mit ihren Grenzen an die Kriegführenden stößt und in enastem Konner mit ihnen steht. Er übersiebt, daß Hollands Grenzen offen sind, und daß Hollands Versoraung mit Kohlen von Deutschland aus erfolgen muß. Er übersieht, daß die offene Grenze gegen Dänemark dänisches Gebiet zum Kriegsschauplatz machen würde, und er übersieht auch, in welchem Maße die nordischen Staaten auf Deutschland angewiesen sind, um so mehr, als England sie vollkommen im Stich läßt. Die Ziffern über die Kohlenausfuhr nach Norwegen, die Staatssekretär Helfferich norwegischen Journalisten vor ein paar Tagen nannte. kennzeichnen die schwierige Lage dieser Staaten. Das Schicksal der Aufforderung Wilsons ist freilich noch nicht besiegelt. Nicht alle Staaten haben sich geäußert in so unzweidentiger Weise wie die Schweiz. und es ist immerhin möglich, daß die schwierige Lage, in der die Neutralen sich befinden, in dem einen oder anderen Staat zu einer Maßnahme verzeichnet, die wir als töricht und bedauerlich bezeichnen müßten. Aber Wilson wird seinen Zweck, den U-Bootkrieg damit zu bannen, damit nicht erreichen. Das ist bei allen diesen Dingen die Hauptsache, daß der U-Bootkrieg, wenn er eingesetzt hat. durchgeführt wird, und ferner, daß auch ein Eingreifen Amerikas oder eines anderen Staates einen Einfluß darauf nicht ausüben kann. Die Kraft des U-Bootkrieges liegt in den U-Booten und in ihrer Bemannung. und sie ist unabhängig davon, ob dieser oder jener Staat uns feindselig gegenübersteht oder nicht. Diese nüchterne Erwägung wird uns, wie auch immer die Dinge sich entwickeln, alle Ereignisse mit ruhiger Erwartung und Zuversicht ansehen lassen. Auch die dänischen Stimmen, die uns heute abend übermittelt werden, bekunden eine nüchterne Betrachtung der tatsächlichen Verhältnisse. Wir können nicht verlangen, daß die Neutralen erfreut sind über die Entwicklung der Dinge, denn sie leiden unter den gegenwärtigen Zuständen. Was wir aber verlangen können, ist, daß sie der Notlage gerecht werden, in der Deutschland sich befindet, und was wir von ihm hoffen, ist das Ergebnis, daß unser Beginnen den Krieg abkürzen wird. In einigen Blättern wird auch die Fraae erörtert, was der tiefere Grund Wilsons sein könne zu seiner feindseligen Haltung, denn angeblich hat er der Schweiz mitgeteilt, daß die Versenkung eines amerikanischen Schiffes oder der Tod amerikanischer Bürger alsbald eine sofortige Intervention der bewaffneten Macht veranlassen würde. Wenn Wilson so denkt, dann wird der Krieg voraussichtlich unvermeidlich sein. Über die Gefahren, die er uns bringt und nicht bringt, haben wir uns bereits ausgelassen, und Wilson selbst wird sich wohl klar darüber sein, daß er weder den Krieg entscheidend beeinflussen, noch verkürzen kann. Warum also? Der Neutralität, der Humaniät oder des Völkerrechts wegen? Das zu schützen und zu verteidigen hat Wilson 2 Jahre Zeit gehabt. ohne einen Finger zu rühren. Ist es also nicht die bloße Vorliebe für England und die Furcht vor einer Niederlage Englands, die ihn zu seiner Haltung treibt, so muß noch ein anderer Grund maßgebend sein. Es ist in Telegrammen aus neutralen Ländern gesagt worden, daß Wilson um jeden Preis bei den Friedensverhandlungen zugegen sein wolle. Von London wie von Deutschland aus ist ihm aber deutlich genug gesagt worden, daß seine Gegenwart dort nicht erwünscht sein würde. Man hat ihm angedeutet, daß seine Beteiligung am Kriege ihm diesen Platz sichern würden. Aber ist ein Platz am Tische der Friedensunterhändler einen Krieg wert? 42 Die sofortige Kriegsgefahr beseitigt. Amsterdam, 6. Febr.(W7" Der Washingtoner Korrespondent der„Times“ meldet: Tadurch, daß der amerikanische Dampfer„Housatanie“, ehe er versenkt wurde gewarnt worden war und die Besatzung human behandelt wurde, ist die sofortige Gefahr eines Krieges offenbar abgewendet, da der Vorfall in Washington nicht als eine Tat ausgelegt wird, die in Widerspruch zu Deutschlands Verwrechen stebt. Das ungarische Abgeordnetenhaus für den K. Vvol=Rlieg. Budapest, 6. Febr.(WTB.) Im Abgeordnetenhaus führte Ministerpräsident Tisza u. a. folgendes aus: Wir haben es bei dem Unterseeboot mit einer neuen Waffe zu tun, die eigentlich in diesem Kriege zum erstenmal angewandt wird. Wir müssen daher alle auf den Seekrieg bezüglichen VertragsRegelungen vorerst auch auf die Unterseeboote anwenden unter Berücksichtigung der spezifischen Natur der Waffe. Aktuell wurde die Waffe erst im Falle der Blockade. Der Feind hat seine Handelsdampfer zum aggressiven Vorgehen gegen die U.=Boote ermuntert und uns herausgefordert durch die ungewöhnlich große Ausdehnung der Minenselder, die wichtige Handelsstraßen sperren. Wenn die Neutralen dagegen nicht Stellung genommen haben, warum sollen wir nicht gewisse Teile des Meeres durch U.-Boote blockieren? Überdies hat der Feind ja auch die U.-Boote gegen uns angewandt und sogar Passagierdampfer ohne jegliche Bannwarenladung warnungslos versenkt. Gegen unseren Standpunkt haben lediglich die Vereinigten Staaten Einspruch erhoben. Jetzt gilt es, unser Leben zu verteidigen unter Inanspruchnahme aller uns zur Verfügung stehenden berechtigten Mitteln, die wir, jetzt zur gegebenen Zeit angewandt, wirksam zur Erreichung des Friedens betrachten. Wir stehen auch heute noch auf Wilsons Standpunkt, daß niemand in seinen Daseinsbedingungen angegriffen und gedemütigt werden soll. Wir sind auch heute noch zu Verhandlungen bereit, sobald die Bürgschaft gegeben ist, daß unsere Feinde über einen solchen Frieden zu verhandeln bereit sind. Solange das nicht der Fall ist und sie uns nach dem Leben trachten, sind wir genötigt, uns entschlossen zur Zurückwerfung der unmenschlichen verbrecherischen Kriegsziele und Kriegführung unserer Feinde mit allen berechtigten Mitteln zu wehren.[Lebh. Beifall.) Der Newyorker Korrespondent des„Daily Telegraph“. telegraphiert in gleichem Sinne seinem Blatte und fügt hinzu, man habe im Weißen Hause in den verschiedenen Departements und im Konareß große Erleichterung gefühlt, als sich herausstellte, daß die Versenkung des Dampfers„Housatanie“ keine Tat war, die notwendigerweise den Krieg bedeuten müsse. Im Kabinett herrsche wenig Optimismus dafür, daß Wilsons Aufforderung an die Neutralen, dem Beispiel Amerikas zu folgen, Erfolg habe.(!) Man glaubt allgemein, daß die Regierung Wilsons, wenn es zum Kriege kommt, eine hauptsächlich passive Haltung einnehmen und sich darauf beschränken werde, die Munitionslieferungen an die Truppen und Flotten der Alliierten auszudehnen und diesen weiter die nötigen Geldmittelt zu verschaffen, um den Krieg gegen Deutschland fortsetzen zu können. Danach ist die Kriegserklärung nur ein formeller Vorgang: denn diese„passive Haltung“ hat das„neutrale“ Amerika von Anfang an eingenommen. Der Optimismus von dem anscheinenden Mißerfolg der Aufforderung Wilsons an die Neutralen datiert vielleicht von dem Augenblick an, als im Weißen Hause die scharfen Absagen bekannt wurden, die die Presse der neutralen Staaten bisher schon auf das eigenartige Anerbieten Wilsons erteilt hat. □] Zur Versenkung des amerikanischen Dampfers„Housatonie". London, 6. Febr.(BB.] Dem„Corriere della Sera“ wird unterm 4. Februar abends gemeldet: Die Versenkung des amerikanischen Dampfers„Housatonie“ ist ohne Verlust von Menschenleben am Samstag bei den Scillyinseln erfolgt. Der Schiffsrumpf war mit den amerikanischen Farben angestrichen und das Schiff führte die amerikanische Flagge. Der Kommandant des deutschen U-Bootes, durch welches das Schiff angehalten wurde, erklärte, er habe Befehl, alle nach England fahrenden Schiffe zu versenken. Der 39 Mann starken Besatzung wurde eine Viertelstunde Zeit gelassen, in die Boote zu steigen. Sväter wurden sie von einem bewaffneten englischen Dampfer aufgenommen und am Sonntag in England gelandet. Amerikanische Pläne und Maßnahmen. Haag. 5. Febr. Der Generalstab der Vereinigten Staaten beschäftigt sich, wie laut„Frankftr. Zta.“ aus London gemeldet wird, mit dem Vorgehen der Vereinigten Staaten im Falle einer Krieaserklärung. Es sollen das bestehende Heer und die Nationalgarde für ein neu zu schaffendes Heer von 2 Millionen Mann den Grundstock bilden. Es sollen jedoch keine Truppen nach Europa gesandt werden vor dem Frühjahr 1918. Gleichzeitig sollen die amerikanischen Munitionsfabriken erweitert werden, um eine bisher beisviellose Produktion an Kriegsmaterial möglich zu machen. „Daily News“ melden aus Washinaton: Der amerikanische Marineminister hat gestern nach Guantanomo auf Cuba, wo sich eine Schlachtschiffdivision der Flotte befindet, dringende Order gegeben, die Schiffe gebrauchsfertig zu machen. Ein Milizbataillon ist am Freitag früh aus Baltimore in Washington eingetroffen, um den Wachtdienst an den Gebäuden und Monumenten zu übernehmen. Telegramme aus verschiedenen Teilen des Landes melden, daß auch anderweitige entsprechende Maßnahmen getroffen wurden. Die Wachen der Munitionsfabriken wurden überall verstärkt. Dagegen verlauten anderweitig viel ruhigere Nachrichten. London, 6. Febr.(WTB.) Reuter meldet aus Washinaton: Wilson hatte mit dem Krieasminister und Marine=Staatssekretär eine Besprechung bezüglich der Mittel, die Gesetzgebung dahin auszugestalten, daß die Regierung ermächtigt werde, nötigenfalls von Schiffswerften, Munitionsfabriken und anderen Werkstätten Besitz zu ergreifen. Wilson hat eine Proklamation erlassen, daß auf Grund des Schiffahrtsgesetzes den amerikanischen Reedern verbeten wird. ihre Schisfe unter fremde Sonveräuität zu stellen. London, 6. Febr.(WTB.] Reuter meldet aus Newyork. daß die Überführung der Bestimmungen der in Newyorker Häfen liegenden deutschen und österreichischen Schiffe nach der Einwanderungsstation auf der Ellisinsel begonnen hat. Die Besatzung der Kronprinzessin„Cäcilie" wurde auf eigenes Ersuchen an Bord anderer deutscher Schiffe gebracht. London, 6. Febr.(WTB.]„Central News“ melden aus Newyork, daß die Regierung die drabtlose Station in Tuckerton in New Jersey beschlagnahmt hat. Amerikanische Matrosen bewachen die Station. Die Maschinen von allen 29 Damdfern, die im Hasen von Newvork liegen, sind zerührt worden. Der Schaden beträgt 309 009 Dollar. Washington, 6. Febr.(WTB.) Reuter. Nach einem Telegramm aus Manila wurden in Cuba drei deutsche Dampfer, darunter die„Prinzessin Alice", und in Zamboungi ebenfalls drei deutsche Dampfer beschlagnahmt. Die Beschlagnahme wurde von Marineoffizieren auf Ansuchen der Zollbehörde vorgenommen. Eine Erklärung des holländischen Ministerpräsidenten. Haag, 6. Febr.(WTB.) Das Korrespondenzbüro meldet: In der Zweiten Kammer gab der Ministerpräsident, Minister des Außern Carl van der Linden, folgende Erklärung ab: Ernste Ereignisse beschäftigen die Regierung. Es ist im Augenblick nicht möglich, darüber Mitteilung zu machen. Die Regierung wird aber nicht versäumen, der Kammer sobald es im Interesse des Landes gelegen ist, alle Informationen zu geben. Es besteht kein Grund zu besonderer Beunruhigung. Rotterdam, 6. Febr.(WTB.] Wie der„Nieuwe Rotterd. Courant“ gemeldet wird, haben die Nachrichten über die schwierige Lage, in der sich Holland befindet, in Holländisch=Ost=Indien große Bestürzung hervorgerufen, besonders wegen der absoluten Unsicherheit, in der man sich infolge Ausbleibens jeglicher Nachrichten befindet. Haaa, 6. Febr.(WTB.] Es wurde verfügt, daß auch Dampfschiffe, die in Holland für fremde Rechnung gebaut wurden und unter der Bedingung, daß sie eine bestimmte Zeit hindurch fahren würden. Ausfuhrbewilligung erhalten hatten, nicht nach Enaland ausfahren dürfen. Rotterdam, 6. Febr.(WTB.) Der„N. Rott. Cour.“ wird gemeldet, daß morgen wieder im Haaa eine Konferenz der Regierung mit den Direktoren der großen Dampfschiffahrtsgesellschaften und dem Bureau des Nieder= ländischen Übersee=Trust stattfinden wird. Die Regierung" wird dabei vertreten sein durch den Minister des Auswärtigen, den Kolonialminister und den Marineminister. * (2) Die Stimmung in England. Stockholm, 6. Febr. (BB.) Der schwedische Dampfer„Thule“ ist als einziger schwedischer Dampfer, der bei der Verschärfung des U.BoatKrieges deutscherseits in der den Neutralen gelassenen Frist England hat verlassen dürfen, in Göteborg angekommen. Die englische Regierung gestattete diesem Dampfer ausnahmsweise die Rückfahrt, weil auf ihm die schwedischen Unterhändler zurückfahren sollten. Von privater Seite erfährt der Korespondent des„Berl. Lokalanzeigers“ aus den Aussagen von Reisenden folgendes: Die zahlreichen Ausländer in London drängten sich, um nach Möglichkeit diese einzige Gelegenheit zur Rückfahrt zu benutzen; denn es verlautete, daß alle anderen Schiffe zurückgehalten werden. Das enalische Paßamt machte jedoch die größten Schwierigkeiten. Nur auf das allerbeste bei den Behörden angeschriebene Persönlichkeiten erhielten die Erlaubnis zur Abfahrt. Die Stimmung der reiten englischen Masse bezeichnet ein Angekommener als relativ ruhig; dagegen herrscht die größte Erregung in Schiffahrtskreisen. Diese sehen mit der größten Besoranis der Zukunft entgegen. Zwar meint man, daß die englischen Seeleute zeitweilig Fahrten übernehmen werden: doch sollen sie erhebliche neue Forderungen stellen. An unterrichteten Stellen scheint Furcht vor einer großen Wirkung der deutschen Maßnahmen zu herrschen. Die Ausländer in London hegen die Befürchtung, daß englischerseits künftig die größten Schwierigkeiten gemacht werden. Ausländer heraus zu lassen. Die englischen Behörden haben die meisten Ausreisegesuche ohne Prüfung abgeschlagen. Diese Maßnahme erregt in den Fremdenkolonien Besorgnis. Versenkte Schiffe. Christiania, 6. Febr.[WTB.) Nach einem Telegramm an den Minister des Auswärtigen wurde der norwegische Dampfer„Odin Barry“, nach Lissabon unterwegs, am 2. Febr. 4 Uhr 20 Meilen nordöstlich Quessant ohne Warnung versenkt. Ein Maschinist und ein Heizer, beide aus Bergen, wurden getötet. London, 6. Febr.[WTB.] Reuter meldet, daß der Dampfer„Ilorida“(6930 Tonnen) versenkt wurde. Die Besatzung von 16 Mann wurde gerettet. London, 6. Febr.(Reuter.) Die russische Bark„Garmethil" ist wahrscheinlich versenkt worden. Der Rotterdamsche Dampfer„Isle of Arran“(313 Tonnen), wurde am 2. Februar durch ein deutsches U=Boot versenkt. Der englische Dampfer„Lord Cruse“(2) und das russische Segelschiff„Garnethil!“(2272 Tonnen) wurden versenkt. London, 6. Febr.(WTB.) Der englische Dampfer „Hursiwood“(1229 Tonnen) wurde versen!t. Drei Mann der Besatzung wurden netötet, zwei verwunbet. Graf Apponiv(Unabh. Part.): Wenn unsere Feinde solche Forderungen, wie die Zerstückelung Ungarns stellen, so kann von einem Frieden auf dieser Grundlage so lange keine Rede sein, als noch ein Ungar auf der Welt lebt. Es bleibt uns nichts übrig, als den Krieg mit größter Energie fortzusetzen. Je größer die Energie, desto größer die Aussicht, unsere Feinde von ihrem wahnsinnigen Programm abzubringen. Ich nehme die Erklärungen des Ministerpräsidenten an in der Hoffnung, daß der verschärfte U.=Bootkrieg den Frieden beschleunigt. Graf Andrassy schloß sich den Erklärungen an, weil sich das menschliche Gefühl gegen eine Verschleppung des Krieges empört und wir einen baldigen Frieden herbeisehnen. Deutschland mußte zu dem Mittel greifen, weil Amerika nicht gewillt war, mitzuwirken, die Menschheit gegen die alle internationalen Rechte verletzende Kriegsführung Englands zu schützen. Er wünschte, daß die braven Seeleute Deutschlands und der Monarchie bald den Sieg erringen. Graf Michael Karoliy(Karoliy-Gruppe) erklärt, den verschärften U.=Bootkrieg als Pazifist nicht in vollem Umfange billigen zu können, namentlich auch nicht aus Rücksicht auf die in Amerika lebenden zwei Millionen Ungarn, deren Lage sich kritisch gestalten könne. Stephan Rakokszki(klerikale Volkspartei) teilte nicht die Auffassung des Vorredners, obschon auch er ein überzeugter Pazifist sei. Der U.=Bootkrieg sei das einzige Mittel, unsere bedrohte Existenz zu verteidigen. Wenn die Vereinigten Staaten die gleichen Maßnahmen der Entente gegenüber angewandt hätten, wäre vielleicht diese Phase des Krieges erspart geblieben. Er nehme die Erklärung Tiszas zur Kenntnis. Letzte Nachrichten. Berlin, 6. Febr.(WTB.] Die nächste Sitzung des Abgeordnetenhauses findet am 13. Februar nachmittags 2 Uhr statt. Auf der Taaesordnung steht die zweite Beratung des Staatshaushaltsausschusses, darunter des Ministeriums des Innern. und kleinere Vorlagen. Der deutsche Abendbericht. Berlin, 6. Febr.(WTB.) Amtlich. Abends: Nordwestlich von Mülhausen blieben bei einem gescheiterten französischen Vorstoß Gefangene in unserer Hand. Im Osten war eine Unternehmung an der Beresina für uns erfolgreich. An der mazedonischen Front zeitweise lebhaftes Feuer im Cernabogen. Berlin, 6. Febr.(WTB.] Eines unserer rückkehrenden Unterseeboote hat außer zwei bereits durch die Preise als versenkt bekannt gewordenen englischen Dampfern von zusammen 7500 Tonnen noch weiterhin versenkt: den italienischen Dampfer„Bisaano“(2252 T.), den vortugiesischen Sealer„Minho“(500 T.] und einen armierten Frachtdampfer(3500 T.] im Atlautischen Ozean, ferner im Nachtangriff in den englischen Gewässern zwei unbekannte Frachtdampfer von etwa 2000 bezw. 4000 Tonnen, außerdem ein Geschütz erbeutet und drei Gefangene gemacht. London, 6. Febr.(WTB.) Lloyds melden: Der englische Sealer„Belford“(1905 T.) und der englische Dampfer„Warley Pickerina“(4196 T.] wurden versenkt. Die norwegische Bark„Tamara“(453 T.) soll versenkt worden sein. Amsterdam, 6. Febr. Der Rotterdamer Korrespondent des„Handelsblattes“ berichtet, daß der Kapitän des Dampfers„Samarinda“ vom Rotterdamer Lloyd drahtlos meldet, er habe auf hoher See 179 Mann von verschiedenen versenkten Schiffen an Bord genommen, die er nach Vigo gebracht und dort gelandet habe. (2] Ein Reuterscher Sensationsbericht. Rotterdam, 6. Febr.(Eig. Meldung.) Reuter verbreitet über den Untergang eines britischen Dampfers einen Sensationsbericht und meldet: Die Überlebenden des britischen Dampfers„Evestoue“ sP wurden heute gelandet. Sie teilten mit, daß das Schiff durch Artilleriefeuer eines deutschen U-Bootes versenkt wurde. Die Mannschaft verließ das sinkende Schiff und wurde in den Booten von dem deutschen UBoot durch Artillerie beschossen. Der zweite Offizier wurde schwer verwundet. Unter den Toten, so schließt die Meldung, befindet sich der Matrose Wallace aus Baltimore in den Vereinigten Staaten.(Die Meldung ist zu schön, ihr Engländer, um wahr zu sein. Wir brauchen uns nicht einmal die Mühe zu geben, solche Märchen zurückzuweisen. Nicht eines unserer U-Boote beschießt die Mannschaften versenkter Schiffe in ihren Booten. * Großadmiral v. Köster über den neuen U=Bootkriea. Die „Wiener Neue Presse“ brinat die nachfolgenden Sätze des Großadmirols v. Köster an der Spitze ihrer Freitagsnummer: „Freie Bahn den U-Booten! ist die erlösende Tat, die ich schon lange erhofft hatte. da England sich dahin aussprach. Deutschland solle zugleich mit der englischen Kriegserklärung erfahren, daß es einmal eine Flotte besessen habe. So werden wir ihm die gebührende Antwort auf dieses verwegene Wort sicherlich nicht schuldig bleiben.“ Die russische Presse über den U-Bootkrieg. Petersburg. 5. Febr.(WTB.] Zu der von Deutschland angekündigten Verschärfung des U-Bootskrieges schreibt„Nowoje Wremja": Die Frage erfordert keine langen diplomatischen Erwägungen, sondern kann dadurch gelöst werden. daß die Handelsschiffe genügend bewaffnet werden. Zwei Schnellfeuergeschütze siid wirksamer, als alle Völkerrechtsbrüche, begleitet von Tausenden von Noten. Bezüglich Deutschlands Haltung gegenüber den Lazarettschiffen, schlägt das Blatt vor. auf diesen Schiffen verwundete oder unverwundete feindliche Gefangene unterzubringen.— Die„Nowoje Wremja“ schließt einen zweiten Artikel mit folgenden Worten: Deutschland, das die berechtigten Proteste der Neutralen gegen den rücksichtslosen U=Bootskriea voraussah. sucht durch eine nicht effektive Blockade ein Mittel zu finden, das gegen die Pariser Deklaration verstößt. Die öffentliche Meinung Rußlands ist einstimmia in der Vermutung, daß die Neutralen sich nicht durch den Schein rein formeller Ausflüchte täuschen lassen, womit die Deutschen versuchen, ihr neues Attentat auf die Zivilisation zu verbergen. „Birschewiia Wiedomosti“ bemerkt: Die angekündigte Seesperre wird Deutschland noch mehr bloßstellen und isolieren, als bisher, um so mehr, als die neutralen Staaten nun solidarischer in der Verteidigung ihrer Interessen sind als bisher, was die Verhandlung über die Einberusung einer Konferenz der neutralen Staaten bemerkt. „Rietsch“, sagt: Die wahre Bedeutung des neuen Schrittes der Mittelmächte liegt darin, daß sie damit alle Zugeständnisse zurücknehmen, die sie im Laufe der letzten beiden Jahre bezüglich des U-Bootskrieges gegenüber den Vereinigten Staaten gemacht haben. Deutschland trennt sich damit von der ganzen Welt und stellt die Neutralen mit seinen Feinden gleich in dem einzigen Gefühle eines unbezwinabaren Hasses. * Eine faule Ausrede der Italiener. Lugano, 5. Febr. Die italienische Regierung gibt die Versenkung des österreichischen Lazarettschiffes zu. behauptet aber, diese sei irrtümlicherweise bei schlechter Sicht erfolgt. Warnungslose Torpedierungen seien nur im dalmatinischen Inselgebiet vorgenommen worden, wo die angreifenden UBoote ihrer Sicherheit wegen nicht auftauchen konnten. Es lieat auf der Hand. daß es sich bei dieser Erklärung um eine faule Ausrede handelt, die das barbarische und völkerrechtswidrige Handeln der Italiener bemänteln soll und die darum allenthalben die gebührende Einschätzung finden wird. Das schlechte Gewissen. „S Intransigeant. 20. Januar, veröffentlicht eine von elf Armeeoffizieren beglaubigte Schilderung von der Versenkung eines Unterseebootes durch einen Dampfer der Cie. Generale Transatlantique, dessen Namen und Personal er nicht neunen darf. Im Nebel tauchte am 31. Dezember plötzlich 30 Grad und etwa eine Seemeile an Steuerbord voraus der Kommandoturm eines Unterseebootes auf. dem der Dampfer sofort des Heck andrebte, während er große Fahrt aufnahm 1 - WIIKTOTMATEHN der deutschsprachigen Presse e9. und die Passaaiere durch Sirene zum Anlegen der Rettungsaürtel anfaefordert wurden. Von irgend einem Anariff des Unterseebootes oder irgendwelchen Anzeichen dafür ist nicht die Rede. sondern es beißt nach einer Zensurlücke wörtlich: Dieser Schuß war zu weit, jedoch war die Seitenrichtung aut; eine Explosion blieb aus. Ihm folate ein zweiter Schus nach dem zum Zielen und Laden nötigen Zeitraum. Dieses Mal saß der Schuß als Volltrefser vor dem Turm ihm folate eine starke Erplosion, die von einer etwa zwölf Meter boben und dicken Garbe schwarzen Rauches begleitet war, die vermuten ließ, daß das Ziel getroffen war. Es ist wahrscheinlich, daß, wenn das, Untersebget nicht, getroffen göre. es 192, mit eiggn, Jostenaufggrz. sicherlich den Kampf fortgesetzt hätte, anstatt zu verschwinden. die Bereitstellung vor von 27 Großkampf=Linienschiffen, sechs Die Umstände gestatteten dem Kapitän nicht, nach der Auf Schlachtkreuzern von je 40000 Tonnen Wasserverdrängung astelle zu fahren, um nach biflecken prd Prackstischen:= fällten storderungen der Lutente. Die Regierung verhält sich schweigend. Man glaubt aber, daß die Lage sich günstig entwickeln und daß Aussicht auf eine teilweise Milderung der Blockade, deren Folgen sich ernstlich bemerkbar zu machen beginnen, bestebt. Amerika. Die amerikanische Kriegsflotte. Ein großartiger Flottenbauplan sieht bis zum Jahre 1922 mit einem Kostenaufwand von 2110 Millionen Mark Antrüge zur Unterstützung erledigt für die Regierungsbe= Käufer und Verkäufer über die treffsstelle zu fahren, um nach bifsecken und Wrackstücken zu suchen, welche endaültig den über das feindliche Unterseeboot errungenen Erfola bezeugt baben würden. Kann es einen besseren Beweis für das schlechte Gewissen der Ententevresse geben, als diese gebeimnisvoll dunklen Ausführungen, die nicht nur jegliche Namensnennung. sondern auch nur die allgemeinste Angabe darüber vermeiden, wo in aller Welt dieses mysteriöse Ereianis sich abgespielt baben soll! Ein Dementi ist aus diesem Grunde auch überflüssig und würde vielleicht nur den Erfola baben, die offenbare Unglaubwürdigkeit dieses Berichts abzuschwächen. Interessant bleibt lediglich die zonische Offenbeit, mit der bier wieder mal eingestanden wird, daß ein französischer Dampfer auf ein im Nebel auftauchendes U.Boot, ohne angeariffen zu sein, sofort das Feuer eröffnete. Der Luftkrieg. Wer beherricht die Luft? Die Londoner Wochenschrift„Imperialist“ vom 18. 1. schreibt: Haig stellte kürzlich in einem Telegramm an das Könial. Englische Flieger=Korvs die Forderung auf:„Ich und Bestückung mit zehn 35.6=Zentimeter=Geschützen. 25 Linienschiffen, 10 Panzerkreuzern, 13 Aufklärungskreuzern, 18 anderen Kreuzern, 108 Torpedobootszerstörern, 18 Hochsee=U=Booten, 157 Küsten=U=Booten, 6 Monitoren und 20 Kanonenbooten. Dazu treten noch die entsprechenden Schiffe für Sonderzwecke. In diese Zahlen fallen die schon vorbauMänster die diste für kriegsgelangene zinhart baben. Wenn es aber an soichen Pinites De Bur,. Pri=Ize Vorg.: salle, Vane der Veriäaler zicht nadhtrialich und dnleile ie Steuer auf den Käufer Abertagen. Beklagt wurde die Menge von Verordnungen über die Kriegswirtschaft. Schon jezt belaufe sich die Zahl der Vererdnungen auf rund 4000. Ferner wurde die Wichtigleit der Devisen= und Balutafragen nach dem Kriege eingebend erörtert, und es wurde gebeten, diese Fragen seitens der Regierung ernstlich ins Auge zu fassen. Ein sozialdemokratisches Mitglied reate die Einstellung einer größeren Zahl von Geverbeinspeltion sassistentinnen an, da die Frauen jetzt in großen Mengen in den Gewerben tätia seien. Der Minister sprach sich sompatbisch au dem Grund. gedanken dieser Anreaung aus und bemerkte, daß bereits 18 Frauen außerplanmäßig als Assistentinnen eingestellt seien. zu denen im neuen Geschäftsjahre weitere 18 hinzutreten würden. Zu ihnen würden besonders Fabrikpfleaerinnen in großer Zahl eingestellt werden. Bei der Frage des kunstgewerblichen Unterrichts versprach der Minister auf airke Minden uud Mönier die-Hilßze. Hr, Friegsaelangen Deutsche“ in Münster i. W. Alte Universität. Die meisten beteiligten Orts= und Zweiavereine vom Roten Kreuz in den beiden Bezirken haben ihr die Durchsübrung einer einbeitlichen Unterstütungstätiakeit anvertraut, die zum Teil in Geld, namentlich aber auch in der Sendung von Paketen aus dem neutralen Ausland bestebt. In allen anderen Fällen das Gesuch von der„Hilfe für kriegsgesangene Deutsche“ an eine zuständige Stelle weitergegeben werden. Es ist daber das einfachste, daß alle diesenigen, die nicht näher Bescheid wissen, wo sie eine Unterstützung für den Kriegsgefangenen erbalten können, sich an die„Hilfe für kriegsgesangene Deutsche“ in Münster und an ihre Ortsstellen wenden, wie sie in Bielefeld. Bünde. Güterslob und Recklinabausen beteten... I. Huumrns unn a. einsn Durch eine bochherzige Zuwendung des Provinzialverbandes der Vaterländischen Frauenvereine steben der„Hilfe für krieasgefangene Deutsche“ auch besondere Mittel zur Verfügung, die ausschließlich zur Unterstützung der Kriegsgedir Sontertweät In Aiese Zahiex, halen die schon vorbau..2n3 Lie, auschließlich zur Unterstüitzung,der Kriessg= des kunstgewervigen unzerriang verwprum vrt Vertirnicz denen und noch schlachtfähigen Schiffe der verschiedenen Klas= sangenen in Sibirien bestimmt sind. Auch dafür können die entsprechende Anfrage, dafür zu sorgen, daß das 5 sen. Es ist ein Flottenbauplan, der an Grohartigkeit alle Anträge eingereicht werden. auf Förderung der gewexhlichen, c gee Winisters. 3 Aus dem Staatshaushalts=Ausschuß des Abgeordnetenhauses. 7 übrigen übertrifft und vor allem durch den immer schärfer werdenden Gegensatz zu Javan entstanden ist. Augenblicklich verfügen die Vereinigten Staaten über 11 Großkampfschiffe von 22.400 bis 38000 Tonnen. Die durchschnittliche Geschwindigkeit beträgt 21 Knoten. In der schweren Artillerie sind bei den neuern Schiffen 35=Zentimeter=, bei den älteren(2) Berlin, 6. Fehr.(Eia. Meld.) Der Staa 3o=Zentimeter=Geschütze vertreten, die mittgz, VEchlaezeghee uub. Geperpeverwaltung fort. Ein J.nt hästn 2. Säise von 1.40 dis 13dh Tomen. Ihe de. stückung enthält 30=Zentimeter=Geschütze, bei einigen älteren auch 33=Zentimeter=Geschütze und 15=, 20= und 22=ZentimeterKanonen. Bier Küstenpanzerschiffe, Monitoren, haben einen Verdrang von je 3400 Tonnen und zwei 30=Zentimeter= und Konial, Enollsch,z,. Luxe o;,.. zür uns absal-t patwendige vier 10„Zentimeter=Geschütze.„Außerdem gibt es einige verwünsche hervorzuheben, daß die fur uns absoinr notwen### altete Monitoren. Die zwölf Panzerkreuzer haben von Beberrschung der Lust nur durch fortwährende und frei 11/000 bis 16.20 Tonnen Verdrang, ein veralteter 10200 giebiaste Beschaffung der modersten Maichinen anfrechterbal. Tonnen: an Geschützen führen die neuern vier 25=Zentimeteren verden kann, ohne die selbst die sähiasten flieger vicht sopie se. 16 15=Zentimeter=Kanonen. Bei den geschäten erfolgreich sein können.“. Dies bedeutet in Kürze:„ohne Kreuzern sind sehs von je 3570 Tonnen und drei von 4760 die bestmöglichen Fluazenge kann ich diesen Krien Lichz.1g, Tonnen. Ihre Bewaffnung bestebt durchwea aus 127. Zentimeter=Kanonen. Die ungeschützten Kreuzer sind überwiegend veraltet. Die neuesten Torpedobootszerstörer haben 1125 Tonnen und bei ihrer Artillerie ebenso wie die neuen Großkampfschiffe Luftabwehrgeschütze. über 900 Tonnen haben 28 von ihnen. Die U=Boote von größerem Verdrang stehen noch auf Stapel, die vorhandenen sind, bis auf eins, winnen.“ Und weiter, ohne sie kann das britische Reich überhaupt keinen Krieg gewinnen und mus infolgedessen aufhören zu eristieren. Daber ist die erwähnte Forderung sowohl als Warnung für die Zukunft wie als Kennzeichen der augenblicklichen Lage aufzufassen. Über die Lage hat uns das Fliegerkorvs immer wieder versichert, daß ihm die Herrschaft in der Luft zukommt, was auch während der ganzen Schlacht als hascen Aeiche ie de Sscheiche elicent Kastecenchsbeladle Die Kauniser etesie lce Fokler=Zweidecker, die schneller flögen und höher stiegen als steis einen übelstand, der allerdings bei einem Krieg, wo es die unserigen. Die„Fokker=Plage“ von 1915 wiederholte sich an Freiwilligen nicht fehlen wird, weniger ins Gewicht fällt. in anderen, gesteigerten Maßen. Auch konnten sich die neuen Die verhältnismäßige Schwäche der amerikanischen Handelsdeutschen Maschinen durch die Flucht retten, wenn sie von flotte sichert der Kriegsmarine nicht die Reserven, über einer übermacht angegriffen wurden. Und doch war der welche andere Kriegsflotten zu verfügen haben. Die ungeTyo unserer Flugzenge derselbe, der vor sechs Monaten die meine Küstenentwicklung an zwei Ozeanen, zusammen mit gönigliche Siagtsreaierung zu ersuchen, dem Abgeordnete Lult von den Flugzengen der Hunnen reiniate. dem Kolonialbesit und den Interessen in Ostasien und der hause auch in dieser Sesion einen Gesetzentwurf vorzulegen, jett wieder neu aufgenonmen.„ 6 ceut i rn W Teuu. Mm.ickinuu Li, dan dautischen überlegen! Sicherung des Panamakanals zwingt zu einer Spaltung der auf Grund dessen für den Kleinhandel gesetzliche Ver= Ebensowenig wie der damalige Entwurf enthalte er einen tretungen(Kleinhandelskammern] nach Art der Handels= gründlichen Aufbau des Wohnungsrechts, sondern nur Andegelegt werde. Begründet wurde die Absicht des Ministers, die Gewerbeschulen während des Krieges nicht zu schließen, solange Schüler vorbanden sind. Beim Titel Vorzellaumaaufektur wurde mitgeteilt, daß zwar ihr Überschuß infolge des gegangen sei, jedoch sei sie noch recht stark beschäftigt, und die Geschäftsergebnisse des Jahres 1915 seien schot wieder günstiger geworden als die des Jahres 1914. Der Etat genehmiat. Morgen Eisenbabnetat. Außerordentliche Tagung des schen Landesverbandes der Haus= und Grundbesitzer=Vereine E. V. 4 Halle a. S. 4. Februar. Der langjährige Vorsitzende Justizrat Baumert in Spandau eröffnete die Sitzung mit einem Kaiserboch. Er erteilte das Wort Herrn Rechtsanwalt Dr. Seofart in Spandau, der die Geschichte der neueren Wohnungsgesetzgebung stellung öffentlicher Arbeiten in der übergangszeit bedacht zu turz darstellte und darauf hinwies, daß bereits die süddert: sein, durch deren Einteilung in kleinere Lose Handwerkern schen Staaten vor Preußen mit dem Erlaß von Wohnungsund kleinen Gewerbetreibenden Gelegenheit zur Beschäftiaung gesetzen vorangegangen wären. Das Ergebnis sei eine ar zu angemessenen Preisen geboten werden kann: 3. zu demselben here Zufriedenheit der Mieter und andererseits eige Steigeich für die Lieferungsgenosenschalten der Hend= rung der Mietpreise gepesen. Auf, vielseitiges, Verlangen deshalb auch die preußische Staatsverwaltung bereit Jahre 1904 den Entwurf eines Wohnungsgesetzes auszuarbeiten, der aber einer so ungünstigen sich benüben müsten, die Lage der Lebrlinge insbeiondere der Bohruns= und Hausbesitervereine wie auch seitens ber durch Aufnahme in den Hausstand zu verbessern. Auch wurden Beratungsstellen, in denen Arbeitsvermittlungsstellen, Vertreter des Handwerks, Volksschullehrer und die Direktoren der Fortbildungsschule tätig seien, empfohlen. aber in ungenngehg#g. Z zinz Hurchberatung Alsdann vertrat ein Zentrumsmitglied den Antrag.„die folge des ausbruches des Ktienes num Wtaflen uu# Königliche Staatsregierung zu ersuchen, dem Abgeordneten= in der Landtags=Kommission unter den Tisch (2) Berlin, 6. Febr.(Eia. Meld.) Der Staatsbaushalts9 vi, v: des Etats der HandelsZentrumsmitalied begründete den Antraa: 6 „Die Königliche Staatsregierung zu ersuchen, die Wirksamkeit der Kriegsbilfskassen auszudebnen auf die selbständigen Mitglieder des gewerblichen Mittelstandes. die während des Krieges durch die Einziebung in das Heer oder die Marine oder in den Krieashilfsdienst in wirtschaftliche Notlage geraten sind.“ Der Minister stellte die Zustimmung der Königlichen Staatsregierung zu diesem Antrage in Aussicht. Der Antrag wurde angenommen. Desgleichen wurde der Antrag der Freisinnigen angenommen: 1. bei der Überleitung in die Friedenswirtschaft dafür Sorge zu tragen, daß die Handwerks= und Kleinbetriebe bei der Belieferung mit den für sie erforderlichen Robstoffen gebührend berücksichtigt werden: 2. auf die BereitStädte unterzogen worden sei, daß die Staatsregierung es nicht für angezeigt gehalten habe, ihren Entwurf dem Landtage einzureichen. Erst 1913 babe sie dies aufs neue versucht, aber in ungenügender Weise. Der damalige Entwurf sei inWohl besitzen wir Maschinen, die den deutschen überlegen sind, und wir erkennen die Schnelligkeit an, mit der sie jeßt gebaut werden. Und doch verschwenden einige Firmen Menschenkraft und Material an den Bau minderwertiger schinen, dessen Verhinderung die wichtigste Aufaabe des neuen Luftministers sein sollte, wenn wir nicht auf die Herrschaft in der Luft verzichten wollen. Die deutsche Kriegs=Lustflotte steht auf der Höbe gegenüber den enalischen, französischen, italienischen, russischen, belaischen, serbischen und rumänischen Sestreitkräfte. Holland. Haag, 3. Febr.(WTB.) Die Ausfuhr von Celluloid in jeder Form, von allem Gemüse, von frischem und gedörrtem Obst, von Schilfen und deren Fasern in jeder Gestalt. ferner von Dünger aus Seesternen und Fischabfällen ist verboten.— kammern errichtet werden.“ Er vertrat den Antrag, indem rungen, die verhältnismäßig als kleinlich, er hervorhob, daß die bestehenden Handelskammerausschüsse geordneter Bedeutung anzusehen seien. Das für Handwerker sick nicht bewährt hätten, und daß sie ersetzt sei in nebensächlichen Punkten geändert. Auch sonst sei Lustflotten, tut auf allen Krieasschauplätzen, was ihr beliebt, Das Ministerium hat verfügt, daß vorläufig keine und versorat auch noch österreich=Ungarn, Bulaarien und die Auswanderer in Holland zugelassen werden. Türkei mit Maschinen. Der gesunde Menschenverstand sagt sich daber, daß die Führerschaft in der Luft Deutschland gebührt, und es ist die Pflicht und Aufgabe eines jeden, den es angebt, dafür zu sorgen, daß das britische Reich an diese Stelle tritt, da von seiner Herrschaft in der Luft seine Zukunft ebenso abbängt wie von seiner Herrschaft zur See. Die amtlichen Berichte der Feinde. Französischer Heeresbericht vom 5. Fehr nachmittags: Südlich der Somme wurde gestern bei Tagesende ein auf unsere Gräben in der Gegend von Barleur ausgeführter feindlicher Handstreich abgewiesen. Der Feind erlitt empfindliche Verluste und ließ Gefangene in unseren Händen. Im Laufe der Nacht glückten uns mehrere Einfälle in die feindlichen Linien, besonders in dem Abschnitt von Les Ehanbrettes, nordwestlich von Vont à Mouson und im Elsaß, ohne daß wir irgendwelche Verluste erlitten. Unsere Erkundungsabteilungen hrachten Material und Gefangene zurück, darunter einen Offizier. Sonst überall ruhige Nacht. In der Nocht vom 3. auf den 4. und vom 4. auf den 5. Februar beschossen unsere Geschwader das Flugfeld von Colmar, die Militärwerkstätten in Rombach und die Bahnhöfe von Chauny und Appilly. In dem Gebände des lebzteren Bahnhofs wurde eine Feuersbrunst beobachtet.— Abends: Der Tag war verhälinismäßig ruhig. Ein Handstreich auf die deutschen Gräben am Reichsackerkopf, westlich von Münster, ermöglichte uns, 16 Gefangene zu machen und 1 Maschinengewehr zu erbeuten. Belaischer Bericht. Im Lause der Nacht zum 5. Fehr. sprenaten die Belaier einen kleinen feindlichen Posten nördlich des Fährhauses. Während des 5. Februar anbaltende Artillerietätigkeit. Griechenland. Athen, 5. Febr.(WTB.) Der britische und der französische Gesandte hatten nacheinander Unterredungen mit dem Minister des Außern über die Durchführung der noch nichterKohlennot in Holland. Haag, 6. Febr.[BB.) Infolge der großen Kohlennot steht ein Streik der Bäcker im Haag und in anderen Städten bevor. Deutsches Reich. () Warnung von„Winkeladdokaten“. Die bei den militärischen Dienststellen eingehenden Gesuche von Angehörigen gefallener Krieger lassen erkennen, daß die Hinterbliebnen bei der Abfassung der Eingaben sich vielfach fremder Hilfe bedienen. Soweit diese Hilfe in uneigennütziger Weise geleistet wird, ist sie dankend anzuerkennen. Die Kriegerwitwen müssen aber dringend vor sogen.„Winkeladvokaten“ und ähnlichen Personen gewarnt werden. Solche Leute drängen sich an sie beran und verfassen für sie oft Gesuche, von deren Zwecklosigkeit sie vohl selbst in vielen Fällen von vornberein überzeugt sind. Ihnen ist meist nur darum zu tun, Einnahmen für sich zu erzielen, nicht aber den Witwen zu belfen. Häufig erwecken sie auch Hoffnungen, durch deren Nichterfüllung die Witwen dann bitter enttäuscht sind. Allen Kriegerwitwen— soweit sie sich außerstande seben, Gesuche selbst abzufassen— kann daher nur dringend empfohlen werden, sich an die fast in jedem Orte bestehenden Beratungsund Fürsorgestellen für Kriegerwitwen und„Waisen zu wenden. Diese Stellen werden gern erbötig sein. Anträge der Hinterbliebenen aufzunehmen und an die hierfür zuständigen Bebörden weiterzugeben. Dieser Weg erspart den Kriegerbinterbliebenen Kosten, Zeit und Enttänschungen. Sondernnterstützungen für bedürftige Kriegsgefangene. Die Mittel der großen„Volksspende“ für unsere Kriegsgefangenen sind durch umfassende Versorgung für den Winter und die allgemeine Bescherung zu Weibnachten nur zum Teil verbraucht. Ein anderer Teil steht von Fall zu Fall für die Versorgung bedürftiger Gefangener zur Verfügung. deren Angehörige nicht in der Lage sind, die Unterstützung aus eigenen Mitteln zu gewähren. Aasche har ge chs P esice Kahchte Tlce den. Asen au. escaiche diet un Laishehsche und bieft es nicht für opportun, jetzt die Organisation zu verlangen bingegen, daß die Herstellung von neuen Wohnändern. Veztreter der übrigen Parteien traten ebenfalls dem stätten erleichtert wird und der übermäßige Wettbewerb soAntrage entgegen und mit Rücksicht bierauf wurde der Aatrag wohl der Grundbesitzer als auch andererseits der Bauunterfür jetzt zuröckgezogen unter Vorbehalt, daß eine Wiederein= nehmer in angemessenen Grenzen gebalten wird. Darauf sprach der Generalsekretär Diefke in Charlotbringung des Antrages nach dem Kriege erfolgen solle. Ter Berichterstatter wünschte, daß die Königliche Staatsregierung sick die Vertretung der Interessen dersenizen Kaufleute, deren Eigentum und deraleichen im Auslande durch den Krieg vernichtet worden sei, angelegen sein lasse. In dieser Hinsicht liege jetzt schon eine Schädigung von über 1 Milliarde vor. Er rügte ferner, daß vom Reichskriegsernährungsamt bei den Rechnungen der Lieferanten die Agentengebühren gestrichen würden. Auch beklagte tenburg über die Beaussichtigung der Wohnungen und die WohnungsOrdnung. Er stellte folgende neun Leitsätze auf, die er des näheren erläuterte wie angegeben: 1. Wir Hausbesitzer haben keine Veranlassung, der Wobnungsaufsicht zu widersprechen, jedoch soll die Entscheidung —issen bleiben, sie sall nicht, wie der Gesetzer die bäusige Verspätung in der Erteilung der Erlaubnis der Gemeinde überlasen bleiben, sie soll nicht, wie der Gesetzum Ausführen und verschiedene bedenkliche Erscheinungen entwurf will, obligatorisch sein. Die Minderheit der Komauf dem Gebiete der Auslandsvaluta. Der Ministe: mission des Abgeordnetenhauses habe sich leider in letzterer räumte ein, daß der Krieg den Außenbandel nach verschiede: Beziehung ausgesprochen. 2. Das Gesetz wird also ein reines Rahmengesetz, dessen Inhalt die Satzungen der Gemeinde auszufüllen haben. 3. Die Wirkung darf nicht eine revolutionäre, sondern nötigen Entschädiaungen zu erzieleg. Die,Vatenb egske. ig. ver: nur eine reformierende sein. Die bestehenden Gebräuche und längern sei bedenklich. Bezüglich der Agenten-Provisionen Einrichtungen unserer Staatsbürger und Einwohner müssen liege es im Interesse der Allgemeinbeit, die Ledensmittel geschont werden. Wenn also eine Einrichtung einer Wobniglichst billia zu halten, und desbalb müßten die Proviso, nung ven besteenden Anschanungen enspricht so darf nicht nen gestrichen, werden. Für die stärkere Heranziebung des zwangsweise der bauliche Abänderung gefordert werden, Handels bei Vertelung der Ledensmitel pich sich der Wi. dern pie ein Vhlosod desgat hal:„Alles wos It. st vernünftig.“ Als Beispiel führte der Vortragende an: Jede nen Richtungen bin durch die Postspionage, schwarzen Listen usw. sckwer geschädigt habe. Es werde die Regierung sich bei den Friedensverbandlungen bemüben, die nötigen Entschädigungen zu erzielen. Die Patenbriefe zu vernister bemühen. Von konservativer Seite wurde die Einführung eines Zwangssyndikats gegen die Ausbeutung der preußischen Braunkohlenfelder durch die Ausländer verlangt. Nach Auskunft des Ministers wird diese Angelegenbeit verfolat. Zum abschließenden Urteil sei er noch nicht gekommen. Von mehreren Seiten wurde empfohlen, daß der Fiskus sich zur rechten Zeit in den genügenden Besitkz von Braunkohlenfeldern setze. Ein sozialdemokratisches Mitglied führte Beschwerde darüber, daß große Koblenhandelsgesellschaften die Warenumsatzsteuer auf Kohlenabnehmer abwälzen. Der Minister bestritt, daß die Abwälzung unstatthaft sei, es komme aber auf den Wortlaut der Vertagsbestimmungen an, die 0 Zwei Brave! Erzählung aus der Jetztzeit von F. Broock. Doch nun!— Jäh stiert Ritas Blick voll Entsetzen zum kleinen Kammerfenster, das ganz matte Helle einläßt, hin,—— ie wirft beide Arme hoch— taumelt gegen die Wand, preßt das Gesicht an bese. 4.54#u. Auate u. ui. Sien mi. Als sie sich umwendet, dabei die Hände an die Stirn führend, sie dann sinlen lassend, kann Rudi auf ihr einen schwarzen Flieck unterscheiden.# wi. 1.21-4.—— 11—4 Das Antlitz bleibt von da starr, wie lieblos.—— Und so preßt sie nun einen bellen Bausch auf Sepps Stirn.— Stirn?—— denkt sie: Er ist krank. hat Kopfweh?— Weil er vorhin so schwer gestöhnt?— Der Wein schadete ihm sicher!— Will sie ihm kühlen Aufschlag machen?— Beunruhigt es sie, daß man ihn jetzt kaum mehr atmen hört?—. Oder— oder — hat sie Böses im Sinne?— Ist in dem Bausche— Chloroform:##hf e. Aurct euchte G.J, Blnd d. 1 Wie ein Blitzstrahl fährt's durch Rudis Seele. Und da ist er auch schon auf den Füßen, steht hinter Rita—(der Hund neben ihm)— und sieht—.— sieht:——. Rita zerrt Sepps Hemdkragen los, erfaßt einen Beutel auf dessen Brust, durchschneidet die Schnur, die ihn hält, mit einer Schere, die an ihrem Arme hing— reißt den Beutel auf, zieht Papiere heraus— stiert sie an.—— Lautlos beobachtete Rudi während dieser Minute das Mädchen. In rasender Eile— einer Vision gleich— huschten Bilder und Fragen(als hätten sie alle schon vereint, mit der Abneigung gegen Rita, in ihm geschlummert und erwachten jah) durch Rudis Sinn.—.— Wär's möglich? Ist sie eine elende Verräterin? War alles Lug und Trug?— Ließ sie sich mit Absicht finden? Stieß ihre Herrschaft sie nicht aus dem Hause? Ist sie nicht die Braut eines Deutschen? Erbat sie sich aus List das Kutscherzimmer? Freundere sich mit allen Menschen hier an? Auch mit den Hunden?—— Erfuhr ste, daß Sepp wichtige Papiere auf Schleichwegen dem Generalkommando (wohl noch weiter dann) überbringen mußte? Die ihm abends übergeben wurden? Belauschte sie draußen ihn und den Majors —.— Ale sie weinend an Seppe Brust lag, Aberzeugte sie sich de, 55— und wo— er sie bei sich trug? Und zweifellos!— Sie wärf beim Feste verstohlen und etwas in die Gläser, das zum Durste reiztel Später tiesen Helsenche Rschchgeunte cene Gaante! So rasten Rudis Gedanken voran, enden in der Angst: Jetzt! jetzt hat sie ihn chloroformiert— vielleicht dadurch getötet!— alles, um die Papiere in ihre Gewalt zu bekommen!— Und Rudi wirft sich über die Französin, reißt sie zurück, schreit dem Hunde zu:„Faß an“.#. 1 Nimmt den Bausch vom Munde Sepps, hebt Sepp hoch, schlägt ihm Wasser in Gesicht.— Wendet sich dann erst zu dem ruchlosen Weibe und dreht die Taschenlampe an—.... a4 4 Der Hund hat Rita zu Boden geworfen, steht über ihr mit lodernden Augen, zitternden Flanken. Ihre entsetzten Augen starren aus totenbleichem Gesicht. Sie stammelt: „Misericorde! Erbarmen! Im Namen Gottes!“ „Lassen Sie den Namen Gottes, Sie Verräterin!“ antwortet er. Ruft die andern Führer herbei.— Sie kommen. Man bemüht sich um Sepp, der wie leblos daliegt. Infolge des Weines, den er am Vorabend trank, des Schlafmittels, das er aus dem Wasserglase zu sich nahm, des eingeatmeten Chloroforms— das dank Rudis Einschreiten noch wenig Wirkung ausüben konnte— ist sein Aussehen angsterweckend. Und die Männer sagen sich mit Grauen: Sepps Schlaf wäre zu einem ewigen geworden, hätte er nur kurze Minuten weiter das Gift eingeatmet. Bald ist der Arzt zur Stelle. Ebenso ein Vorgesetzter. Sepp kommt allmählich wieder zu sich, gibt dem Major zu verstehen, daß er hoffe, seinen Auftrag dennoch ausführen zu Gnnen.„ 4 t1 J. u.. alie a.n Noch in der Nacht fand ein Verhör Ritas statt. Sie flehte um Erbarmen, weinte und lachte hysterisch. Dazwischen versprach sie, ste wolle alle ihre Intrigen aufdecken, ihre Berichte, die morgen an die Ihren abgehen sollten, ausliefern. Wäre Seppé Auftrag, der sie zu jähem, unvorbereitetem Handeln zwang, nicht dazwischen gekommen, hätte sie auch heute— wie bieher— ihr Unternehmen glücklich zu Ende geführt und wieder reichen Lohn dafür von ihren Landsleuten empfangen. Ach, man möge sie nur leben lassen! Da würde sie auch viele, für die Deutschen wertvolle Eröffnungen machen, auch den Namen eines russischen Spions nennen, der hier im Schlosse bedienstet sei. Barmherzigkeit!— Achl nicht erschießen solle man site. Ihr graut vorm Sterben. Sie ist noch so jung. So bittet sie zitternd, verzweifelt. Als ihr versprochen, sie werde vorerst noch am Leben bleiben, macht sie folgende Mitteilungen: Ihr Herr und dessen Brüder boten ihr eine große Geldsumme als Lohn, wenn sie— die der deutschen Sprache und der Verstellung mächtig— sich Unterkunft in diesem Lazarett verschaffe, wo sie sich leicht über das Tun des Brigadekommandos — das nicht weit entfernt— Nachricht verschaffen könne. Es war ihre Idee, sich auf der Landstraße finden zu lassen, sich als Braut eines Deutschen auszugeben. Hier aufgenommen, erspähte sie bald, daß der Schloßstall mit seinen Bewohnern der günstigste Aufenthalt für sie sei. Von ihrem Fenster aus konnte sie ja mit dem andern Spion, einem Küchenjungen des Lazaretts, verhandeln. Der übermittelte ihre Berichte mit eines Bauern Hilfe ihren Landsleuten. Alles gelang auf den ersten Wurf. Sie gewann sich das Vertrauen, die Zuneigung der Arzte, des Pflegepersonals, der Verwundeten, höherer„Militärs, sogar die Anhänglichkeit von Darauf ergriff Justizrat B# mehreren Sanitätehunden. Und sie erfuhr viel für ihre Lands= sipzende des Preußischen Landesverbandes als auch des Zenleute Wichtiges. Gestern nun, an Haldangers Bett sitzend, hörte tralverbandes Deutscher Grundbesitzervereine, das Wort zu Wohnung solle einen Zugang von der Treppe aus haben; das sei in alten Wohnungen nicht der Fall, man müsse deshalb einige Geduld haben.„, Ms. 54 r 422 6s 4. Über die Frage, in welchem Maße bei den durch das neue Gesetz erforderlich werdenden Abänderungen der bereits bestehenden Gebäude eine Entschädiaung an den Hausbesitzer infolge der notwendig werdenden Umbauten zu zahlen ist, zeigte sich eine Meinungsverschiedenheit. Ein Abgeordneter will den Hauseigentümern vollen Ersatz gewähren. Dagegen wandte sich nicht nur die Regierung, sondern auch die Mehrbeit der Kommission mit Entschiedenheit. 5. Die Handhabung der Wohnungsaufsicht soll nicht in polizeilicher Strenge erfolgen, sonderni nach den Grundsätzen der milderen Polizeiverwaltung, unter dem Gesichtspunkt der Wohnungspflege. u ueamzin Gr. acert6. Der im Entwurfe geforderte Unterschied der Behandlung zwischen Städten oder größeren Gemeinden einerseits und kleineren Städten und dem Lande andererseits wird mißbilligt, da er der Willkür Tür und Tor öffnet. 7. In dem Wohnungsamte müssen, um ihm dem bürokratischen Charakter zu nehmen, nicht nur Beamte sitzen, sondern auch Bürger, die ehrenamtlich zugezogen werden. Als solche sind uns auch Frauen willkommen. 8. Eine Verbindung mit dem Wohnungsnachweis ist zwar nicht als Regel aufzustellen, sondern nur von Fall zu Fall zu entscheiden, je nach den örtlichen Verhältnissen. 9. Nur ganz kleine Wohnungen bedürfen der Beaussichtigung und meinen wir, daß die Beaufsichtigung nicht für alle Wohnungen von 4 Zimmern nötig ist. Darauf ergriff Justizrat Baumert, der erste Vorsie, daß man Rudi beorderte, Sepp zu suchen, ihn zum General zu senden„ Sie spürte weiter. Als Sepp, nachdem er beim Feste den Brief erhalten, hinausging, schlich sie ihm nach, belauschte die Unterredung mit seinem Vorgesetzten. Daß sie sich dann weinend an Seppé Brust lehnte, geschah, um sich zu überzeugen, ob die Papiere, die er überbringen sollte, dort ihren Platz hatten. folgenden allgemeinen Ausführungen über die Wohnungslage. Die Reichsregierung geht in der Begründung des Gesetzentwurfs zu dem von ihr vorgelegten Wohnungsgesetze von der Annahme aus, daß bei uns ein Wohnungselend bestebe. Im Interesse unseres deutschen Vaterlandes müssen wir feststellen, daß ein Wohnungselend, dessen Begriff ja Es war sol Also— sie mußte schnell handeln! Für Notfälle immerhin ein relativer ist, im Deutschen Reiche in viel gehatte sie Chloroform bei sich; Schlafpulver hatte sie den Kran= ringerem Maße besteht, als in den benachbarten ausländischen ken hier entwendet.. Gebieten Mir scheint, daß der vorliegende Entwurf,. der die een der engpenogt,#######e 7; Befugnisse der Gemeinden beschrönkt, hauptsächlich deren Finanzen schüten will. Aber das von ihm gewählte Mittel der Beschränkung der Baufreiheit, d. b. der Bebauungsfreibeit ist verfeblt, weil unnötig, denn das Baugelände Beim Anstoßen goß sie eine zum Durste reizende Essenz in Sepps und Rudis Gläser. Nachher, in Seppe Zimmer, gab sie ein Schlafmittel in sein Wasserglas. So konnte sie gefahrMit dichen pürde ie u dum Oeiohot gont zun ziun oigndt, dericht lbernsia eine Bisnute der. Verpaltune auf sie harrte, denn es konnte immer etwas eintraten, das ihre lung des Dispenses, während eilige Flucht nötig machte.....„ bindende Gesetze sehr wohl möglich wäre. Der Vortragende Ja, alles wäre gelungen, wenn Rudi, den sie von Anbeginn bedauert desbalb sehr lebhaft, daß die Beschlüsse, welche im gchaßt, nicht gewesen! Er und sein entsetzlicher Hund nicht. Der Jahre 1913 von der damaligen Kommission des Abgeordnetenhatte ihr, seit sie ihn sah, mistraut, sie angeknurt, und Rudi hauses zu s 1ba bis d angenommen worden sind, nicht mehr war ihr auch abgeneigt gewesen. infolge des Kriegsausbruchs zur Annahme gelangt sind, und Schluß helgt. er hofft, daß das Abgeordnetenhaus diese Beschlüsse, welche die Bebanungsfähigkeit auch in den Außengebieten als Reges mrch! der deutschsprachigen Presse e.V. X anerkennt, zum Gesetz werde erhoben werden. Die Erteilung von Dispensen, wie sie zurzeit nach den bestehenden Gejeden geübt werde, erwecke gar zu oft den Verdacht der Begünstigung des Bewerbers infolge verwandtschaftlicher oder freundschaftlicher Beziebungen und liege deshalb nicht im Interesse der Aufrechterhaltung des Ansehens unserer Staatsbehörden. Gegenwärtig sei die Sachlage die, daß man von vornherein mit einer Ablehnung der Berufung an den Bezirksausschuß als wahrscheinlich werde rechnen müssen, weil dieser sich auf den Standpunkt stelle, daß der Kreisausschuß infolge seiner besseren Bekanntschaft mit den örtlichen Verhältnissen die Sachlage werde zutreffend gewürdigt haben. Wenn der jetzige Regierungsentwurf den gemeinnützigen Baugenossenschaften die Anliegerbeiträge usw. erlassen will, so halten wir dies nicht für richtig. Denn was ist die Wirkung davon? Daß die Kosten dem Stadtsäckel zur Last fallen, also in der Hauptsache dem Hausbesitzer. Wir vertreten den Standpunkt, daß die Kleinwohnungen diese Unkosten nicht nur selber tragen müssen, sondern auch tragen können. Wir treten deshalb dafür ein, daß ihnen die Pflaster= usw. Kosten höchstens verbilligt werden. Wir halten den ganzen Entwurf für ein Flickwerk. Wir wünschen dagegen eine allgemeine Regelung des Baurechts. d. b. der gesetzlichen Feststellung der Grenzen, innerhalb welcher ein Grundbesitzer zur Bebauung seines Grundbesitzes berechtigt ist. Da eine sofortige Erörterung nicht beliebt, sondern für den Schluß sämtlicher Berichte zurückgestellt wurde, so erhielt darauf das Wort der Direktor des Statistischen Amts der Stadt Halle Prof. Dr. Wolff das Wort über die Wohnungsaufsicht und Wohnungsordnung. Die Aufsicht hat soziale Ziele in erster Reihe; sie will den minderbemittelten Klassen gute Wohnungen verschaffen. Ihre Leitung muß in sachverständige Hände gelegt werden. Während des Krieges hat sich die Lage dieser Klassen in bezug auf die Wohnungen nicht unerheblich verschlechtert, und zwar aus folgenden Gründen: 2) Große Wohnungen sind vielfach verlassen und kleinere Wohnungen gemietet: d) viele Familien sind zusammengezogen; infolgedessen stehen jetzt nach den Feststellungen unseres Statistischen Amtes dreimal soviel Wohnungen leer als im Dezember. 1913. Dazu kommt, daß die Umzüge jetzt ganz erheblich verteuert sind: e) Mietausfälle sind häufiger als früher, teils durch Stundung, teils durch Nachlaß der Miete, besonders gegenüber Kriegerfrauen. In Halle haben dadurch die Hausbesitzer eine Viertel Million eingebüßt; d) der Mietzins fällt. Wir befürchten jetzt Nachlässe, die die Lurswirte den Mietern haben gehen müssen und wehl uch 5 Jahre nach Friedensschluß fortdauern werden; e) die Höhe der Hypothekenzinsen steigt, infolge der hohen Verzinsung der Kriegsanleihe: 1) dazu kommt, daß auch die Baukosten nicht nur für Neubauten, sondern auch für Reparaturen steigen, nicht nur hinsichtlich der Materialien, sondern auch hinsichtlich der Ar Leitslöhne, und daß vielfach Arbeiter überhaupt nicht zu bekommen sind. Dabei nützt uns nicht die Aufgabe der gemeinschaftlichen Wohnungen der kleinen Leute und deren Rückkehr in größere Wohnungen. Wenn das Wohnungsgesetz die Benutzung der Wohnung regelt, so wirkt es heilsam und nur scheinbar gewaltsam. Es wird wohltätig dadurch, daß es für alle Beteiligten klare Verhältnisse schafft. Der Vortragende erkannte an, daß die Wohnhausbesitzer den gleichen Schutz verdienen, win andere Erzeuger von Gütern. Er vertrat den Standpunkt, daß die Wohnungsaufsicht unentbehrlich sei als eine Ergänzung der Bauaufsicht, indem sie eine volle pflegliche Behandlung des Hausbesitzes sichere. Er erblickt in der Wohnungsaufsicht eine Ergänzung der Gewerbeaufsicht, zumal nicht selten das Gewerbe in der Wohnung fortgesetzt wurde.(Schluß folgt.) Kirchliches. Münster, 5. Febr. Ein ehrwürdiger Ordensveteran, der vor fast drei Jahrzehnten im hiesigen Kloster der Kapuziner mit reichem Segen tätig gewesen ist, bat am 22. v. Mts. im Viroler Kapuzinerkloster zu Bregenz seine lange Pilaerbahn vollendet: der 79jährige Pater Fridolinus Galehr. Von 1888 bis 1892 war er in dem 1875 verlassenen und 1887 wieder bezogenen Ordenshause zu Münster tätig. Ausgestattet mit ganz hervorragenden philologischen Kenntnissen, war er hier vornehmlich als Lektor der Philologie und Magister bei den Ordensklerikern tätig und versah zudem noch das Amt des Klostervikars sowie des Instruktors der Laienbrüder. Als Guardian des Konventes fungierte damals der spätere weitbekannte Ordensprovinzial Pater Mattbias Ley von Bremscheid, gest. 1911. Einige Zeit bekleidete Pater Fridolin auch die Würde eines Definitors und Generalkustos für die rheinisch=westfälische Ordensprovin. Im Jahre 1892 verließ er Münster und ging als erster Superior nach dem eben erst neubegründeten Kloster in Königshofen bei Straßburg im Elsaß. um dann schon im Jahre darauf, durch zunehmende Kränklichkeit gezwungen, für immer in seine Heimatprovinz Tirol sich zurückzuziehen. Hier war es ihm vergönnt, im September 1911 sein goldenes Ordensjubtläum und vier Jahre danach auch sein goldenes Priesterjubiläum unter allgemeinster Anteilnahme zu feiern. R. i. p. Aus der Stadt. Münster, 7. Februar. Abschaffung der Privat=Einschreibepakete. Durch Einschränkung der Zahl der Eisenbahnzüge, durch zunehmenden Mangel an geschultem Personal, an Gespannen und Kraftwagen steigern sich die während des Krieges ohnehin bestehenden Schwieriakeiten im Postbetriebe von Taa zu Tag. Sie werden in empfindlicher Weise vermehrt durch die ungeheuer wachsende Zahl der meist Lebensmittel enthaltenden Privat=Einschreibepakete. Die besondere Behandlung solcher Sendungen erfordert Aufwendungen an Personal. Beförderungsmitteln und Zeit, die bei dem eingetretenen Massenverkehr, namentlich unter der Ungunst der gegenwärtigen Witterungsverhältnisse, nicht geleistet werden können, ohne die ordnungsmäßige Abwickelung des übrigen Postverkehrs in hohem Grade zu gefährben. Die Postverwaltung sieht sich daher zu ihrem Bedauern gezwungen, vom 7. Februar ab die Einschreibung bei Privatpaketen bis auf weiteres auszuschließen. * Lichtbilder aus dem Münsterlande. Den Verwundeten im Reservelazarett Borromäum wurde Sanntaa abend ein köstlicher Genuß bereitet. Architekt Hans Fischer, Angestellter der Westfälischen Bauberatungsstelle, dessen ausgezeichnete Vergrößerungen alter Grabdenkmäler einen wertvollen Teil der Heimatbundausstellung in vergangenen Herbst bildeten, zeigte in 120 eigenen Aufnahmen, Landschaft. Pflanzenwelt. Tierleben und Besiedelung der Umgebung Münsters. Die Bilder sind in jeder Beziehung Glanzleistungen. Die Motive wurden mit feinstem Empfinden für landschaftliche Reize ausgewählt, zugleich mit sicherem Auge für die malerische Wirkung der Schönheiten der westfälischen Tieflandsbucht Die einzelnen Bilder sind jahrelang vlanmäßig vorbereitet und mit größter Geduld und wissenschaftlicher Gründlichkeit behandelt. Diese phototechnisch unübertrefflichen Lichtbilder. nach den Jahreszeiten aneinander gereiht und von guten und besten Naturaedichten begleitet, sind das wirksamste Mittel. das Auge der breiten Masse für intime Landschaftsreize zu schärfen, über die leider noch viel zu wenig nachempfundene Schönheitsfülle der Heimat aufzuklären und dadurch Heimatliebe zu wecken und wahren Heimatschutz vorzubereiten. ( Auf dem Fundburean der Polizeiverwaltung sind im Monat Januar ds. Is. folgende Gegenstände als gefunden angezeigt und bisher nicht abgeholt worden: Eine Militärhose, 1 Korallenkette, loses Geld. 9 Portemonnaies, 1 Brosche, 2 Regenschirme, 1 silberne Kette. 1 Stielbrille, 1 Kindervelz, 2 Kneifer, 1 Armband. Medaillon mit Kette, 2 Rollen Zwirn, Medaillon mit Kopf. Herrensocken, goldenes Kettchen. Ferner sind drei Hunde zugelaufen. Die unbekannten Verlierer oder Eigentümfer obengenannter Gegenstände wollen sich auf dem Fundbureau der Polizei=Verwaltung. Zimmer Nr. 107, in den Vormittagsstunden von 8—1 Uhr melden. Hifentliche Bücher= und Lesehalle. Wegen Kohlenmangels muß die Bücher= und Lesehalle von Donnerstag dieser Woche an bis auf weiteres geschlossen werden. Die Wiedereröffnung wird durch die Zeituna bekannt gegeben. 2 Konzert=Ansage. Graf Heinrich v. Wesdehlen und Martin Weber, deren künstlerisches Zusammenwirken in einem Konzert im November v. J. noch in bester Erinnerung steht, werden am 18. Februar, nachm. 5½ Uhr, in der Aula des Städtischen Gymnasiums ein zweites Konzert für Violine und Klavier veranstalten. Stücke wie Tokala von Bach (Bussoni), symphon. Etüden von Schumann und Violinsona= ten von Cäsar Frank und Rich. Strauß werden zum Vortrag gelangen. Mitteilungen des städtischen Kriegsausschusses. Die bei der städtischen Gartenbauverwaltung(Zimmer Nr. 84—87 des Stadthauses, eingerichteten Gemüsekundenlisten müssen bis spätestens Donnerstag(8. Februar), mittags 1 Uhr, abgeholt werden. Geschäfte, die die Kundenlisten nicht rechtzeitig abholen, werden mit Gemüse nicht beliefert. Aus den Provinzen. ∆ Ibbenbüren, 5. Febr.(Schwere Verletzungen) erlitt ein hiesiger junger Mann, der vom Dachboden des Hauses berab auf einen Tisch und dann auf die Erde fiel. Er trug einen Bruch des Unterschenkels und des Schlüsselbeins davon. Gelsenkirchen, 5. Febr.[Die Zentrumspartei) hielt gestern hier unter dem Vorsitz des Verlegers Münstermann eine stark besuchte Versammlung ab, in der Abg. Giesherts sich in längerer Rede unter lebhaftem Beifall über die Fragen des Tages. über Kriegs= und Friedensziele verbreitete. Die Versammlung sandte, laut„Köln. Vzta.“. folgendes Telegramm an den Kaiser:„Zweitausend Angehörige und Freunde der Zentrumspartei der Stadt Gelsenkirchen bringen nach einer zündenden Rede des Reichs= und Landtagsabgeordneten Giesberts Ew. Kaiserlichen und Königlichen Majestät ehrerbietigste Huldigung und das Gelöbnis der Treue dar. Ew. Majestat Aufruf an das deutsche Volk entflammt sie noch der empörenden Ablehnung Ew. Majestät hochherzigen Friedensangebots durch die Geaner zu freudigstem Ertragen der schweren Not der Zeit und zu rastlosester Arbeit des Vaterlandes. Gleich den tapferen Söhnen der Roten Erde im Felde, sind sie in der Heimat nach Westfalenart zähe und stahlhart bereit, das Letzte für Kaiser und Reich einzusetzen, um die Feinde niederzuringen. Sie begrüßen mit stolzer Begeisterung den Beginn des uneingeschränkten U.=Bootkrieges, der Deutschland durch Anwendung seiner schärfsten Wafse dem entscheidenden Endsiea und dem Frieden iherbringen wird. Gott schütze Kaiser und Heer, Marine und Volk und führe sie zum Siege!" Der Vorsitzende der Zentrumspartei: W. Münstermann, Verleger. Vermischtes. Die Fünfmarkstücke ruhen jetzt Versteckt in Kasten und in Fässern, Wo man sie als Reserve schätzt, Um sein Vermögen zu verbessern. Man hamstert nur mehr pekuniär Und ist kein Strumpf in solchen Pfoten Der nicht voll von solcher Stücke wär', Gefüllt und vollgepfropft nach Noten. Drum hast du ein Fünfmarkstück noch (Man kann das hier und da erleben). So freu dich, wie gesagt, jedoch Versäume nicht, es auszugeben.“ C. A. H. Briefkasten. Nach den bestehenden gesetzlichen ch ont Bestimmungen ist die * Washington, 6. Febr.(WTB.) Aus Neuseeland wird berichtet, daß sieben von den zehn Leuten der Roßsee=Abteilung der Shakleton=Expedition gerettet sind, die seit dem 6. Mai 1915 von dem Schiff durch das Eis#ktrennt waren. * Eine kräftige Erhöhung der Hundesteuer hat die Gemeinde Schönebera vorgeschlagen, und zwar sollen in Zukunft für den ersten Hund statt bisher 30 Mk. 50 Mk. und für jeden weiteren Hund statt 30 Mk. 80 Mk. erhoben werden. Die Erhöhung erfolgt nicht aus finanziellen Gründen, sondern mit Rücksicht auf unsere Ernährungsverhältnisse. Der Magistrat von Schöneberg ist der Meinung, daß noch verhältnismäßig viel Lebensmittel den Hunden vorgesetzt werden. besonders, weil Hundekuchen und Restaurationsabfälle viel weniger als früher zu haben sind. Der Zweck der Steuererhöhung ist also, eine Verminderung der im Privatbesitz befindlichen Hunde herbeizuführen. Die Stadtverordnetenversammlung wird sich bereits in ihrer nächsten Sitzung am 19. d. M., mit dem Voranschlage des Magistrats befassen. * X Die Arbeitslosigkeit in den deutschen Fachverbänden. Im Dezember waren nach den von 39 Fachverbänden dem „Reichsarbeitsblatt", über 804114 Mitglieder gelieferten Zahlen 12 555 Arbeitslose vorhanden. Das ist ein Prozentverhältnis von 1.6(November 1,7), gegen 2,6 im Dez. 1915, 7,2 in 1914 und 4.8 in 1913. Die höchsten Arbeitslosenzi ern hatten aufzuweisen für Dezember 1916 die Textilarbeiter mit 11,8 und die Prozellanarbeiter mit 10.2 Prozent. * Was bedeuten 13000 versenkte Tonnen Weizen? Dieser Tage meldete der Draht, daß ein deutsches Unterseeboot einen nach Enaland bestimmten Dampfer versenkt hatte. der 13 200 Tonnen Weizen an Bord gehabt habe. Die wenigsten unter uns können sich wohl einen Begriff von dem Wert und der Bedeutung dieser Zahlen bilden. Was bedeuten denn 13 200 Tonnen Weizen? In Kilogramm umgerechnet freilich eine ganze Menge. Aber für die Wirtschaft eines ganzen Volkes? Nun zunächst sind 13 200 Tonnen nicht mehr und nicht weniger als 13 200000 Kilogramm Mehl: aus diesen 13 200 000 Kilogramm Mehl kann man über 17½ Millionen Kilogramm Brot backen: mit dieser Menge aber könnte man ganz Enaland beinahe zwei Tage lang ausgiebia, ja überreichlich mit Brot versorgen! Und das will doch wohl schon etwas heißen. Dieses Torpedo war also wohlgezielt: es hat die britische Volkswirtschaft um mindestens zwei volle Brottagesmengen gebracht. Selbst bei sparsamstem Verbrauch braucht Großbritannien täglich 4000 Tonnen Brotgetreide. Gelingt es unserm Unterseebootkrieg— und wir haben alle Ursache, felsenfest darauf zu vertrauen— durch Versenkung oder auch nur durch Abschreckung der Neutralen einen mehr oder minder erheblichen Bruchteil der Zufuhr zu unterbinden. dann wird der uns zugedachte Aushungerungskriea sich gegen den, der ihn erdacht, als fürchterliche Waffe kehren! * c Das Fünfmarkstück. Die„Meggendorfer Blätter“ veröffentlichen folgendes humorvolle Gedicht: „Wenn du noch ein Fünfmarkstück hast, So freue dich und sei zufrieden, Denn jedem ist die Silberlast Ist sie auch klein, nicht mehr beschieden. Nr. 225. Nach den bestehen Zahlung der Kriegsunterstutzung nach Entlassung aus dem Militärdienst einzustellen. Eine Weiterzahlung findet nicht statt, da angenommen werden muß, daß der Arbeitsverdienst des Entlassenen zum Unterhalt seiner Familie ausreicht. Ist das jedoch nicht der Fall, was häufiger vorkommt, wenn der vom Militärdienst Entlassene nicht in seinem Wohnorte, sondern auswärts Arbeit annehmen muß und somit von dem Haushalt seiner Familie getrennt lebt, was auch bei Ihnen zutreftend zu sein scheint, so ist von der Gemeinde zu prüfen, ob nicht im Bedürftigkeitsfalle aus den Mitteln der Kriegswohlfahrtspflege eine Uterstützung der Familie erfolgen muß. Sie müssen sich also zutreffe denfalls mit einem Gesuch an die Ortsbehörde des Wohnsitzes Ihrer Familie K. B. 1. Es soll in der Regel darauf gehalten werden, daß dem Kriegswohlfahrtszwecke der Reigewinn, mindestens aber 20% der Brutveinnahme zugeführt wird. Falls dies nach Lage der Verhältnisse geboten erscheint, kann zur Sicherung dieser Zahlung die Stellung einer Kaution zur Verfügung der Stelle verlangt werden, zu deren Gunsten das Unternehmen erfolgt. 2. Der Verein muß durch Belege nachweisen, daß er seinen Verpflichtungen entsprochen hat. 3. Die Polizeibehörde kann verlangen, daß auch über die Verwendung der noch übrigen Gelder ein Nachweis erbracht wird. 4. Beschwerde in an die Aufsichtsbehörde(Regierungspräsident) zu richten. Testament Feldgrauer. Leben Ihre Eltern nicht mehr, so erben Ihre Geschwister den ganzen Nachlaß zu gleichen Teilen. Der Staat erbt nur dann, wenn kein Verwandter vorhanden ist. P. Z. Es steht Ihnen nicht zu, die Werke eines andern Autors zu verwenden, es sei denn, daß Sie die Erlaubnis hierzu erhalten. Ein Zuwiderhandeln kann vom Autor zivilrechtlich verfolgt werden. A. B Kaninchenfelle werden auf folgende Weise gegerbt: Die noch seuchten Felle werden über ein Brett gespannt und gehörig geschabt, sodaß keine Fleiscreste zurückbleiben. Dann werden sie mit Alain und Holzasche eingerieben, fest zusammengerollt und 14 Tage im Keller gelagert. Hierauf werden die Felle gut geklopft, nochmals mit Alann und Kohle eingerieben und sind dann fertig zum Gebrauch. T. F. Richten Sie unter Beifügung Ihres Lebenslaufes und Zeugnisabschriften ein Gesuch an das Generalgouvernement in Brüssel. Schwamm. Beseitigt der Vermieter die vorhandenen Mängel nicht, so bleibt Ihnen nichts anderes übrig, als unter Einhaltung der gesetzlichen oder vertraglich vereinbarten Frist den Mietvertrag zu kündigen. Sie können sodann Schadensersatz wegen Nichterfüllung verlangen. T. R. 100. Ihre Annahme ist richtig, denn es wird ein Unterschied gemacht, ob Sie zum mobilen oder immobilen Truppenteile gehören. Im ersteren Falle nimmt man an, daß Sie Ihre Geschäfte noch nebenbei erledigen können. Die Kündigung ist somit rechtsgültig, solange Sie immobil sind. Hauptredakteur Rudolf Strietholt.— Es verantworten: den redaktionellen Teil Paul Koene, die Reklamen und Inserate Antor Busch, alle in Münster.— Druck und Verlag der Aschendorfischen Buchhandlung in Münster. unsere Feldpostbezieher. Unter Bezugnahme auf die Verordnung des Kriegsministers vom 20. Januar 1917) ersuchen wir unsere verehrlichen Bezieher im Felde, im Interesse einer ununterbrochenen Zustellung der Zeitung, sofort nach Kenntnis ihrer neuen Adresse uns oder der Postamt=Zeitungsstelle Münster diese klar und deutlich sohne Abkürzung der Formation) unter Angabe der bekannten Buchunasnummer, welche unten links auf den Streifbändern der Zeitung vermerkt steht, mitzuteilen. Nur in diesem Falle sind wir in der Lage, die Anschriftänderungen rechtzeitig vornehmen zu können, so daß die Sendungen vom 15. Februar ab unter der neuen Adresse zum Versand kommen. Diejenigen Bezieher, welche bei einer Feldpostanstalt auf unsere Zeitung abonniert haben und diese im Postvertrieb erhalten, werden gebeten, ihre neue Adresse der zuständigen Feldpostanstalt sofort mitzuteilen. Verlag des Münsterischen Anzeigers und Volkszeitung. Wohlfahrts 130 Hauptge winne: 100 000 75 000 rüflich am Montag! Naturschutzpark 40 000 30 000 20 000 10 000 usw. Lose à 3.30 M. 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Die Preisprüfungsstelle für den Stadtkreis Münster. Garten 2d. Stück Land Nähe Kreuzv. zu pachten Off. u. S S 603 an die Sh in d. biun. m. o Uhr, sollen in den ium Hofe Schulze Gassel gehörenden Holzungen, und zwar im„Brockbusch“ gegenuber Hans Spital“. 65 Klaster grodes BirtenAser Gaeunenhene und 60 Rummern Birken= und Hainbuchenstangenhol; in freiwill. Auftrage verkauft werden. Marling, Hiltrup Setse Seie überzieher bezw. Lodenmantel oder Ulster zu kaufen gesucht. Offerten u. R R 450 an die Gesch. Guterhaltener mittelgroßer andwagen, Vollerwagen oder siebkarren zu kaufen gesucht. ferten unter P 35 an die chäftsstelle ds. Bl. für erhaltener gesucht. Of 9 gut kantel zu kaufen under A B 607 stuogelle 96. 87. Mechaniker= Bohrmaschinen Bohren von 2 Millim. in Bronee zu kaufen grfecht. Maschinenfabrik Albert Heinemana, Albersloberweg 23. zum Löchern Off. Schlitschud fSjähr. Mädel . u. K B 621 an die G bel ges. wesch. Guterhalt. Rüchentsch,; Größe ca. 90X125 oder 80X120 zu kaufen gesucht. 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Das feierliche Seelenamt am selben Tage, morgens 9 Uhr in der Liebfrauenkirche. Aktien der Essener Credit=Anstalt zu kaufen gesucht. Offert. unt. 2 E 610 an die Geschäftsstelle. in Unterricht sranzös:„Inol., Deutsch, a. den Avendst., wird erteilt. Off. u.§ G 612 an die Gesch. Lehrerin erteilt grundl. Unterricht in Engl., Franz., Math.; vorzugsw. auch an Schüler. Ang. unter N N 602 an die Gesch. Pantnos Flügel Harmoniums in allen Preislagen in größter Auswahl. v# Bisping's Maus: Prinzipalmarkt 12. Gott dem Allmächtigen hat es es in seinem unerforschlichen Ratschlusse gefallen, gestern nachmittag unseren lieben Bruder und Onkel Bernhard Hanhart zu sich in die Ewigkeit zu nehmen. Er starb nach kurzen schweren Leiden, wohlvorbereitet durch einen frommen Lebenswandel und gestärkt durch den andächtigen Empfang der hl. Sterbesakramente im 58. Lebensjahre. Seine liebe Seele wird dem Gebete der Gläubigen und der Priester am Altare empföhlen. Münster, Albachten, Telgte, 5. Februar 1917. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Die tiefbetrübte Schwester. *) Gultarren Lauten Mandolinen Trommeln Trommelflöten Ziehharmonikas at in größter Auswahl uni jeder Preislage die M. Rieer. Musikalienhandlung, Prinzivolmarkk 9. Schnellste Anfertigung von Homlsaum für Kleider u. Wäsche seidenen Languetten. Richard Sander, Kostüm-Stickerei, Clemensstr. 9.% Die Beerdigung findet statt Donnerstag, den 8. Fehruar, morgens ½9 Uhr vom FranziskusHospital aus, gleich darauf das feierliche Seekenamt in der St. Mauritz=Pfarrkirche. Für die wohl###enden Beweise inniger Tellnahme anläßich des Heldentodes meines lieben Sohnes spreche ich allen, besonders den Mitgliedern des PfarrCäcilieu=Vereins Herz=Jesu herzlichen Dank aus. Frau Wwe. Delter. Ahhamns Praderser uun. 2 hat sich durch Süte der Waren, größte Auswahl, billige Preise, schneliste Bedienung, Maßanfertigung Innerhalb 24 Stunden, das große Vertrauen der Kundschaft erworben, was durch ständig größer werdende Umsätze am besten bewiesen wird.— Auf Wunsch sende sachverständige Verkäuferin ins Haus, weiche Anderungen sofort absteckt. Kihanl Nach Gottes hl. Willen verschied gestern abend 5½ Uhr meine innigstgeliebte Tochter, unsere treue, unvergeßliche Schwester Regina Schwinhorst. Sie starb nach kurzer, schwerer Krankheit infolge Gehirnentzündung, wohlvorbereitet durch einen christlich=frommen Lebenswandel und gestärkt durch den Empfang der hl. Sterbesakramente im blühenden Alter von 16 Jahren. Wir bitten, der Seele der teueren Verstorbenen im Gebete zu gedenken. Alverskirchen, westl. Kriegsschauplatz, Oeventrop (Kr. Arnsberg), den 5. Februar 1917. In tiefer Trauer: Frau Witwe Schwinhorst nebst Kindern. Die Beerdigung findet Donnerstag, den 8. d. M., morgens 9 Uhr von der Pfarrkirche aus statt; gleich darauf das feierliche Leviten=Amt. Sollte jemand aus Versehen eine besondere Anzeige nicht erhalten haben, so bitten wir diese als solche anzusehen. + Das Sechswochen=Seelenamt für den verstorbenen Herrn Amtsgerichtsrat Willy Schwarz aus Essen findet Donnerstag, den 8. Februar d. J., morgens 9 Uhr in der hiesigen Liebfrauen=Pfarrkirche statt und werden Verwandte und Freunde dazu bestens eingeladen. Danksagung. Für die uns in so reichem Maße erwiesene Teilnahme beim Tode unseres lieben, unvergeßlichen Sohnes und Bruders, sprechen wir hierdurch allen unseren herzlichsten Dank aus. Familie Volke. * „ W — — 1